Univ.-Bibl. Giessen 6. —— Qrer X Fe a 4 M. |||„SGrundſäge ms Y 9%.%| D eI8( if gy: 6 EI dFulkur: | R vder gründlihe und vollſtändige Anleitung zum M M 0. 0.6: M1, und zur Pflege der Wieſen und Weiden. (G22 MP INH IIa Ein Handbuch für praktiſche Landwirthe, M. A. Angyalffy, mehrerer Landwirthſchafts- Geſellſchaften Mitgliede. Dritter""Sheil. 0 0 E.0.5 1621. Zu finden in allen Buchhandlungen de Auslandes. Ar envizager VAgrieulture que du cött de 5a n&- eess1te pour 1a Subsistanee de|' homme, c'est, 5ans eontredit, Ja plus noble de 3es occupations, et le plus digne objet des recherches de ceux, qui peu- vent derober en 5a faveur quelques heures de delas- zement et de loisir aux devoirs de leur etat. Cette matiere est d'une s1 grande utllite, qu'on ne peut trop multiplier les livres et les ouyrages qui en traitent, ni trop insister Sur la repetition des memes 1idees, lorsqu'elles peuvent contribuer au bonheur de 1' humanite. Ce louable motif met 4a l'abri de tout reproche 1'ecrivain qui en est anime 3; on lui pardonne meme son style et la mediocrite de Son ouvrage, en ne le considerant que comme un recueil ou l'on peut tronyer quelques observations utiles.-- v. La preface de l Oenologie etc.(par Mr. de Begutillet) a Dijon. 1770. V,1% nn Ns 16:9 2,91 NX (9) Uv vuß 150 c,90 by 6 de 54 1&- 5 TJ n h ä l tl. Cet, 3ans 1008, et Ie c 4 UE VIZ SK amwitel M Von der Cultur der Futtergewächſe. m ne peut Seite ges qui en Einleitung... 2 5 1 bis 2 „des memes A.) Wilde Futtergewähſe- 3 220104 au bonheut I. Gräſer. 3 5: 2 4== 58 a V'abri de 3.) Wieſenfuchsſhwanz.- 5-- 7 16 I b.) Großes Hafergras 2 7 8-=- 10 yite de 501 CIF Sleines“ Hafergras:"-,. 2221040... 11. , un recael d.) Goldhafer.%;: 11= 12 ys utiles.= e:JER chgras EDI 9. me ete.(par tf.) Nieſenſchwingel. A Z WB SU3 170. LZ.) Wieſenſchwingel« 2 N. PR 0863.45 92200 h.) Sumpfſchwingel.:: 16= 18 1.) Schaafſchwingel- I S 18=- 19 k.) Feinblättriger Schwingel. 19-== 1.) Hart- und Nothſchwingel m.) Kammgras3. 2 2 E 20== 22 n.) Wolliges Roßgras.. 29==. 23 0.) Weiches Noßgra3>. 23= 24 P+) Wohlriechendes Noßgras. 24-- 25 q.) Wieſenlieſchgras.:; 25=“ 2565 ED | [ IM. Wilde r.) Waſſer- Niſpengras 8.) Glattes NRiſpengras t.) Rauhes Niſpengras u.) Jähriges NRiſpengras 5 ) Schmalblättriges Niſpengras y-) Knolliges Niſpengras 7.) MUT IEITUNG 6 M 33.) NRaygras bb.) NRieſentreſpe ce.) Weiche Treſpe dd.) Ader- und Quedentreſpe ee.) Knäuelgras> tf.) Waſſerſchmelle SS.) NRaſenſchmelle hh.) Graue Schmelle 11.) Gebogene Schmelle hh.) Zittergras 2 11.) Straußgras. mm.) Glanzgras nn.) Glattes Perlgras. 00.) Gefranztes Perlgras PP+) Blaues Perlgras. qq.) Wieſengerſte. . SU er Brener Feine Gräſer ſind. 3.) Kriechender Klee, und Erdbeerklee b.) Bergfklee e.) Wieſenklee d.) Alpenfklee 2.) Gebogener Klee die Etite 26 bis 28 28= 29 29= 31 31= 32 3)= 33= 35 35- 3% 36= 38 38= 40 40-- 41 41-=- 4) 42== 44 44= 45 15-- 47 47= 48 48== 49 49= 30 50== 52 52= 53 54 mrt Fi) SAINT EHNPl CEE ZERPI EH 8 I.) Goldfarber Klee, h.) Baſtardklee..: 1.) Gelber Steinklee.: Kk.) Weißer Steinklee.. 1.) Gezähnter Steinklee. m.) Blauer Steinklee.; nD.) Sichel- Luzerne- 0.) Hopfen- Luzerne"4.4« Pp.) Lotus, oder Schotenklee q.) 21.0008 r.) Buſch- oder Zaunwi>e« 8.) Waldwi>e. BEETEN t.) Erbſenwi>e.: 3 Ue) Wilde Kicher 1. 5 x.) Wilde Süßwurzel- Y.) Geißraute-:- Z.) Wieſen- Platterbſe 3 a3.) Wald- Platterbſe.: bb.) Knollige Platterbſe; cc.) Wieſenknopf.--.; dd.) Große Pimpinelle,; ee.) Gtein- Pimpinelle.. NE) Bechertrautie REN, 289.) Cichorie. SZS HB NDB 2 0805 ADD 2352008 8 11.) Sumpf- Baldrian. Kk.) Schaafgarbe: 11.) Dorant 08578. mm.) Quendel & DV m ms ve WERE ax EEC[200[AA| JJ STETS FOU= (oe STRESS SUO ST OD III. Seite Cultur der Wieſen-" 95 bis 165 3.) Einleitung«;>. 95 b.) Entwäſſerung und Entſäuerung der Wieſen;.+ 22702 c.) Bewäſſerung der Wieſen« 4103 d.) Düngung, Kalkung, und Mer- gelung ete. der Wieſen- 1133 e.) Eggen und Aufrißen der Wieſen 118 f.) Reinigung der Wieſen vom Mooſe und Geſtrüppe ZEHLEG g.) Vertilgung der Maulwurſshau- ſen und Ameiſenhügel, und Planirung der-Wieſen. 4122 E.) Schonung der Wieſen mit dem Biehauftriebe ,/ und ENE gung derſelben. 2 124 3.) Schuß der tro>nen Wieſen ge- gen Sonne und Winde. 129 Kk.) Verjüngung der Wieſen- 4130 1.) Erneuerung der Wieſen I SP: m.) Ernte und Aufbewahrung des Heues. 134 1n.) Ertrag und Werth hei Wieſen 161 IM Glue der Weiden. 1672065 2.) HGmleiung+ 449069 b.) Entſumpfung und Entſaueis der Weiden<: 102 ce.) Eggen und Aufriken der Weiden 172 d.) Zerſtöhrung des Unkrauts und Geſträuches = 1102 <== 11057 -==u1Z2 =- 118 --=wll:9 == 178 > 1195 Saite 95 bis 163 95= 102 02- 18 059112 [13=- 118 NU).

terfräuter. Ö 2 3419 b01Ss: 342 hk.) Gräſer, als zahme Futter- Fräuter- 342== 343 1.) Getreide, als Fütterkräuter 343== 348|] m) Handelsgewächſe, als Futter» Frauter- SEIDEN MUR IIBSE= 35.0 nD.)"Gartengemüſe, als Futter» UN! Fräuter= 2 350== 351 0.) Unkräuter als zulernen 351= 354 11. Sut erw Zee. 566.394 499 7 a.) Einleitung. 2: 5.5354=-F357 Y b.) Kartoffel.. 3.. 357= 403(qu ce.) Knollige Sonnenblume.- 403= 405 un)(1 4.) Möhre; K?. 405= 432|(mn u Paſtinake: S1 358022034 Critu394 f.) Futterbeete, oder Runkelrübe 435= 455| winß I.) Feldrübe, oder gemeine Saat-| das 1308 rübe, 4 453== 471| Gli h.) Kohlrabi, als Füttergeivächs 471= 473|[418 1.) Gemeine Kohlrübe-. 473= 478|(ht än Kk.)"NRuta» Baga, oder ſchwediſche|(ibn, 155 Kohlrübe--;. 478= 483|| Inlingig+ 4MOPfkohl9CHäupelfrauty 5 483==" 499| mie | niht,6: | Wia . Nun "we reiben Orun) ß Saite 11 his 342 42==1343 49= 348 48= 390 50== Zil 1== 334 4= 40) 4== 337 37= 40 03= 40) 05= 43! 32-= 494 35== 453 53 a A7! 71= 40 73-- M ebert 68=< VIL Kapitel. Von der Cultur der Futtergewächſe. F- 281. D:. Hauptzwe> jedes vernünftigen A>erbaues iſt und bleibt zwar(nur ſehr wenige und ſeltene Umſtän» de etwa ausgenommen) immer die möglichſt größte Erzielung des zur menſchlichen Nahrung dienenden Getreides, da wir jedoch außer der Nahrung die uns das Getreide liefert auch Fleiſch genießen, folglich Schlachtviehes bedürfen, und da wir überdieß zur Beſtellung und Vefruchtung unſerer Getreidefelder ſelbſt des landwirthſchaftlichen Haushalts8viehes nothig haben, dieſes aber eben ſo wie wir Menſchen ſeine hinlänglihe und angemeſſene Nahrung fordert, ſo iſt es von ſelbſt klar, daß die Cultur derjenigen Ge« wächſe, die dem Viehe zur Nahrung dienen, und die eben deshalb Futtergewächſe genannt zu werden pflegen, für jeden conſequenten Landwirth eine Sache von größter Wichtigkeit ſey, und daher mit dem Ge» treidebau immer gleichen Schritt halten müſſe. Grundſ. der Feldk., 3. Th. 2 wat 2 irt S. 182» Die Natur ſelbſt theilt ſämmtliche Futtergewächſe in wilde und in zahme ein.*) Jene ſind ſolche; NR die vhne unſer Zuthun auf unſern Wieſen und Weiden wild wachſen, d. i. durch ſelbſtausgeſtreuten Gaamet oder durch ihre ausdauernden und wuchernden Wur- zeln ſich ſelbſt fortpflanzen, ohne daß wir ſie anzubauen Wb) brauchen. Dieſe aber ſind ſolche, die gleich unſerm wr 3m) Getreide und andern AFergewächſen, nur durch eine nu: regelmäßige Beſtellung hervorgebracht und fortgepflanzt fe gm werden können.=- Zu erſteren gehören die Gräſer, ſo u wie verſchiedene wilde Klee- und Wienarten, und„m nocer bauen, auch NEE künftliche: Pflanzen nennen. Und was blieb dann wohl natürz Clt Nd liH? Selbſt unſer ſämmtliches Hausvieh, welches von jedem| da Oury verſtändigen Landwirthe gewiß mit nicht minderer Sorgfalt als unſere A>kergewächſe behandelt wird, müßte man Kanſt- vieh oder künſtliches Vieh betiteln.= Was würden 1)| wohl Cato und Columella dazu ſagen, wenn ſie erſtüns) den, und ſo etwas zu leſen bekämen!======== feine vA " (ergewächl Ind ſolche, umd Weiden en Egamen enden Wur- e anzubauen eich unſern durch ein! ortgepflanz; Gräſer, ſ! arten, un je zur Nah- n der rothe Sqgatwide, 'rauter, ſo n Wurzel- ge Zu lächerlich zu er einer den Gewächs ay / weil wir. ſer Getreidt, bauen, aus | wohl nati" es von jede „Sorgfalt? man San Was würd! an ſie etſtim ==. Wilde Futtergewächſe. 6. 183. Die auf unſern Angern und Wieſen wildwachſens- den Pflanzen ſcheinen von der Natur ſelbſt zur Nah- rung für das Vieh deſtimmt zu ſeyn, da ſie ohne un- ſer Zuthun wachſen, und gleichwohl demſelben über- aus gedeihlich ſind.== An Ertrag geſchieht es wohl mehrentheils, daß ſie von den zahmen Futtergewächſen übertroffen werden, nie aber an allgemeiner Schma>- Haftigfeit und Gedeihlichkeit, indem das Vieh an ih- nen weder im arünen noch im gedörrten Zuſiande ſich je einen EXel frißt, auch nie davon aufgeblähet oder aufgedunſen wird, welches doch von den zahmen Fut» tergewächſen, deren mehrere allerdings einige Vorſicht erbeiſchen, nicht ſo geradezu behauptet werden kann.= Sie theilen ſich von ſelbſt in zwey Klaſſen, nämlich in Gräſer, und in ſolche Futterfräuter, die feine Gräſer ſind.= Und da dieſe ſämmtlichen wilden Futs- terpflanzen auf unſern Wieſen und Weiden wachſen, dieſe Gründe aber gleichwohl nach ihrer Art, einer Cultur und Pflege fähig ſind, ſo finde ich zwemäßig den Gegenſtand dieſes Abſchnittes in folgenden 5 Un“ terabtheilungen vorzutragen: 1.) Von den Gräſern; 2.) Von den wilden Futterkräutern die feine Gräſer ſind; FX == fj;= wi 5.) Von der Cultur und Pflege der Wieſen, und. vis, 4.)der..Weiden; aul| 5.) Von der kunſtmäßigen Anlegung"4| neuer- Wieſen oder Weiden- mn] boi eqiebe 107 15: Göirtä fein. uſn | zum vn ß- 18h glu Die Gräſer unterſcheiden ſich von den übrigen Futterpflanzen vorzügli) dadurch, daß ſie eine faſerige, bey den meiſten Arten ſehr kriehende und wuchernde, R und fa bey allen perennirende Wurzel, einen hohlen, mehr oder weniger markigten, und bey den meiſien ID und vorzüglichſten Arten mit Knoten verſehenen Sten- Pröfenagy gel, den man Halm(eulmus) nennt, lange, ſchmale, Veiprtaga meiſt einfache, geſtreifte, ungeſtielte, und den Halm[puls ſcheideartig umſaßſende Blätter, und nicht in einer EEE Blumenkrone(eorolla), ſondern bloß in einem aus 1,7 Spelzen(valvalae) beſtehenden Blumenbalge(gloma) ih, mis) eingeſchloſſene Beſruchtungstheile oder Blüthen haben, 17 welche bald in einer Ühre(spica), bald in einer(Lope X: Riſpe(panicula) beyſammen ſigen, und nur bey ſehr NET wenigen Grazarten, die ohnedieß nicht zu den beſſern(Me gehören, eine Traube(racemus), eine Dolde(umbella)"Na Fes oder eine Doldentraube(eorymbus) ſormiren. Ve ana Der Gräſer giebt es eine ſolche Menge, daß die- wa 08 Felben ſämmtlich herzuzählen wohl die Grenzen dieſes"Wiewg, Werkes überſteigen möchte. G3 wäre aber eben ſo uhg unnüß als es im hochſten Grade überflüßig wäre,"nns da ſehr viele derſelben für uns Landwirthe ohnedieß Donlag en übrigen te faſerig vuchernde, Nn hohlen, en meiſien nen Steins „ ſchmale, den Halm in einer yum aus e(gluma) jen haben, ) in eint ur bey ſeh! den beſſet! (umbells] Iren ey, daß div enzen dieſe: er eben| ßig wär! nN ohnediy Naaa 5 02:22 wettig oder gar kein Intereſſe haben. I< begnüge mich daher bloß diejenigen anzuführen, deren Kennt- niß heut zu Tage jedem Landwirthe nothig iſt, und verweiſe in Hinſicht der übrigen auf die berühmten botaniſchen Werke, die über dieſen Gegenſtand ge- ſchrieben worden, unter denen ich vor allen Host's klaſſiſches Werk: Icones et deseriptiones grami- num austriacorum, mit Necht empfehlen zu können glaube. Q-1185: Wieſenfuct; die Wurzelblätter erreichen etwa den dritten Theil, oder wohl auch die Hälfte der Halmlänge; die Halmblätter ſind kurz, hochgrün, EREN..- EN IEAEEEEEER IRE E56| zugeſpißt, und etwas rauh anzufühlen; die den Halm gin umgebenden Blattſcheiden ſind geſtreiſt, glatt, und zuſe 92% lang, beſonders lang und bauchig iſt die oberſte Blatt- im BID ſcheide; die Ühre iſt aufrecht, faſt walzenförmig; penie. grünlich- grau oder grünlich- ſilberfarb, feinhaarig iwer Ot zottig, 1 bis 4 Zoll lang; die Ährchen, welche dieſe ve Git; Ühre oder Kolbe bilden, ſind äußerſt kurz geſtielt, UL und ſißen ſehr gedrängt an der Spindel; und der Wut Saame iſt eyförmig, zuſammengedrückt, an beyden(m Enden etwas, zugeſpigt„ſehr zart, glatt, und durch- witt ſichtig, von gelblichter oder braungelber Farbe. 1. Dieß Gras liebt beſonders einen fetten, humus8- un) 000 reichen, mäßig- feuchten, ſandigen Lehm- oder lehmi»- ginn 0 gen Sandboden, Auf die Miſchung der Grunderde Amd ſcheint es indeſſen dabey bey weitem nicht ſo ſehr als wodwrg) auf den gehörigen Grad der Feuchtigkeit und auf die leidt bis Nahrungskraft des Bodens anzukommen. So Hatte NEE einſt Thaer auf bloßem Sande, der aber freylich Ae os feucht gelegen war, und vielen Humus enthielt, Alo- infos pekurus in ſolcher Vollkommenheit, daß er drey ſtarke I Ernten davon gewonnen hatte.*)-= Mag dagegen WO der Boden aus was immer für Beſtandtheilen be- Atraht ven ſtehen, ſo kommt dieß Gras auf allzutro>nen magern mg und kraftloſen, ſo wie quf zu naſſen und ſumpfigen bi Uhren: Gründen nie fort. Auf erſteren kommt es gar nicht[hh|( auf, und auf leßteren wird es von andern einem ſol- in wm en, die gerade noch feucht genug ſind ohne naß zu ſeyn, iſt e ganz vorzüglich an ſeinem Plaße« E38 treibt fehr zeitlich im Frühlinge hervor wächſt oft über 5 Fuß hoh, heſtaudet ſich ſehr ſtark Hat ſtarke, maſtige, und doch zarte, ſüße, ſaſtige, und dem Viehe=< beſonders dem Nindviehe=- im grünen und getro&Fneten Zuſtande gleich angemehme Halme und Blätter, wächſt, nachdem es gemähet worden, ſehr ſchnell wieder nach, und kann daher leicht drey volle und reiche Heuernten liefern, auch giebt es das ſchwerſte, nahrhafteſte und ausgiebigſte Heu, furz, es iſt auf angemeſſenem Boden und in günſtiger Lage allen andern Wieſengräſern entſchieden vorzuziehen, ſo daß ein Landwirth Wieſen, die viel von dieſem Graſe haben, als einen wahren Schag betrachten kann. Im jungen Zuſtande, und noc< vor dem Anſage der Ähren gemähet(ſo wie es wohl auch immer ge- ſchehen ſollte) ift wohl auch dieſes Gras dem Viehe am angenehmſten, und giebt das beſte und ſchma>- Haſteſte Heu, aber auch in älterem Zuſtande, ja ſelbſt, wenn es ſchon Saamen trägt, iſt e8 no immer ein ziemlihy gutes nicht zu verwerfendes Futter, welches do< bey den meiſten andern Gräſern nicht der Fall iſt. S. 186. uf | de kw Großes Hafergras.|„vf ines(091 Das große Haf ergras8, oder der große| m Wieſenhafer(Avena elaor; ungtr. Öreg reti|| Gim zab, Üreg zabfſü; franz. Fromental: engl. Great| t 1" Oat-grass) wird auch häufig franzöſiſches Ray»-| m gras genannt, weil man einit deſſen Saamen unter„lt dem unrichtigen Namen des Rapgra“es aus Franfreih| 4 h. erhielt, wofür man es daſelbjt fälſchlich eine Zit| M lang gehalten hatte,| Au Einige N UE 13|(mf| ge Teuere, worunter auc) Crome*) zählen|| es zu den Holcusarten, und nennen es daher| A 9 Noleus avenaceus.|(em 19) Es wöchſt wie der Hafer, dem es überhaupt in"R ſeinem ganzen Habitus ſehr ähnlich ſieht; hat eine 6+ a13 vielen Faſern beſtehende, lichtbraune, perennirende""K Wurzel; mehiere 2 bis 5 Fuß hohe, aufrechte, glatte, Gump) geſtreifte, runde, mit glatten mehrentheilz etwas bräun- Wet lichen Knoten verſehene, und oberhalb der Wurzel Ne va Oſters zwiebelartig verdi>te, ſaſtige Halme; viele lan-| 11/8DE ge, weiche, leshaft- grüne, flache, ſpißige, nur auf|| Wi 9 der Oberfläche und am Rande etwas ſcharfe, übri-«| NO gens glatte, niederhängende Blätter; eine lange, zu-| 97 je ſammengeſetßte, aufrechte, oben bi8weilen etwas über»- hi| 9 hängende, ſehr äſtige, zur Blüthezeit ſehr ausgebrei-|[0615 tete, ſonſt etwas zuſammengezogene Niſpe z lanzett- vn Opau förmige, ſpißige, etwas zuſammengedrückte, grünlich» wn || Wiſts* *)|. deſſen Handb. der Naturg. für Landw, Mhm| | „ Ww[ y “große Qreg rt 191, Great es Ray» amen untet Frankreich | eine Zi *) zählen es dahet erhaupt it ; hat eint rennirendte te, glatte, was braun: der Vurzt! » viele lan' e, nur au fe, übrt lange, jW! etwas übt" ? ausgehrt ve; lane! 0. grünlid) Landy weißgroue ,/ etwas ins Nötbliche und Vläuliche ſpielen- de, begrannte Ährchen; urd längliche, faſt cylindriſche, an beyden Enden zugeſpitte, gelbliche, glatte, auf einer Seite gefurchte, auf der andern erhabene, in den Spelzen feſt eingeſchloſſene Saamen. E8 kommt auf tro>&nem und mäßig feuchtem Bo»- den gleich gut fort, wenn dieſer nur hinlängliche Nahrunasfra*ft enthält. Auf zu naſſem und ſumpfigem Boden gedeiht es durchaus nicht, wohl aber ſelbſt auf dürrem Sandlande, wenn es demſelben nur nicht an Humns mangelt. Sein Lieblingsſtandpunkt iſt indeſſen ein mäßig feuchter, humuszreicher, lehmiger Sand- und ſandiger Lehmboden.= In ſehr feuchten und tiefen Wieſengründen, die noc< dazu großtentheils aus Lehm und Thon beſtehen, wird es von andern ſolchen Umſtänden angemeſſenern Grasarten bald über- wältigt.=- Ob es gleich in der beſtändigen Näſſe eines GSumpfbodens, oder auch nur eines tiefen Niederungs- bodens durchaus nicht gedeiht, ſo verträgt e8 doh die durch das Bewäſſern verurſachte periodiſche Näſſe nicht nur ſehr wohl, ſondern gedeiht dabey beſon- ders gut. Dieſes Gras iſt in neuern Zeiten übermäßig an- geprieſen, und unverdientermaaßen über alle andern Gräſer erhoben worden, während es doch als Mähe- gras dem Alopekurus, und vielleicht noch einigen an- dern Grasarten weit nachſteht, als Weidegras aber vollends von keinem großen Werthe iſt, da es keinen dich- ten Raſen bildet, und nur wenig Untergras liefert.--- Indeſſen iſt es doch immer eines der vorzüglichſten Mähegräſer die es giebt. Gs ſchießt im Frühlinge -. JO es ſrühzeitig hervor„ und iſt bald mähbar; es beſtaudet Wh iE ſich ſehr ſtark, indem es ſehr viele Halme treibet 3 es: pm wächſt nach dem Mähen jedesmal ſehr bald wieder TN nach, und kann daher wenigſtens dreymal im Jahre uni Ie gemähet werden; es wächſt ſehr hoch, ſo daß es auf 70 vorzüglich paſſendem Boden und eben ſo günſtiger„ws Lage, bisweilen Manneshöhe erreicht; ſeine ſaftreichen nm f ſüßen und zarten Halme und Blätter ſind grün und unta getroFnet ein angenehmes und gedeihliches Futter für mi eh. alle Viehgattungen, beſonders für das Rindvieh; es nige Mi läßt fich ſehr leicht dörren und zu Heu machen, und ge I was dgl. gute Eigenſchaften eines Wieſengraſe8 mehr ſaß feuMtt ſind.=- Sein Hauptvorzug aber, worin es alle att- andern M dern Graſer übertrifft, beſteht darin, daß es ſelbſt 00002) auf dem dürrſten Sandboden(wern er nur in Kraft(is iſt) fortkommt, und ſchöne Ernten liefert, auf welchem 9103) 10 doch weder der Fuchsſchwanz noch ein anderes Mahe- Odtir/9 gras von Bedeutung ihr Gedeihen finden würden. niht Soll es zu Heu gemähet werden, ſo muß dieß geſchehen, ſobald ſich ſeine Niſpen zeigen, weil ſonſt die Halme etwas hart und ſtrohartig werden, und. das Heu an Güte verlieren würde. G- 187."ET (148(ers Kleines Hafergras. krone Beu (ua Das kleine Hafergras, oder der gemei- Ubi gn ne Wieſenhafer(Avena pratensis; ungr. Közön- Wirds 56928 mezel zab, Kisded zabfü; franz. Avoine des ma bas pr&s; engl. Narroyw-leaved Oat-grass) hat eine aus"nug, beſtaudet treibet;> ld wieder im Jahre aß es auf - dünſtiger ſaſtreichen grün und Futter für 1dvieh> hen, und aſes meht ; alle ats es ſelbſt in Kraft f welchem es Mäh jirden, muß dieß wl ſonſt den, und rt gemei [9 Közön“ voine des t eine auf ſehr zähen braunen Faſern beſtehende, büſchelartige, perennireyde Wurzel; mehrere aufrechte, runde, glatte, geſtreifte, nur unten mit 1 bis 3 Knoten verſehene, unten mit Blattſcheiden bede>te, oben na&te Halme; mehrere in dichten Büſcheln beyſammen ſtehende Wur- zelblätter; kurze, ſchmale, ſpitige, flache, etwas ger rinnte, und am Rüden etwas ſcharfe Halmblätter; eine aufrechte, zuſammengezogene, ährenförmige Niſpe, mit einer aeſtreiſten ſcharfen Spindel; länglich- eyfor- mige, geſtielte, und begrannte, aufrechte, purpurfarb grün und weiß ſchattirte Ährchen; und länglichen, faſt feulförmicen, auf einer Seite converxen, auf der andern gefurchten, am diFern Ende zottigen, licht- braunen Saamen. Es iſt ein ausdauerndes ſtark wucherndes Futter- gra3, das auf unfruchtbaren, magern Anhöhen und Gebirgen, beſonders, wenn ſie kalkhaltig ſind, gerne wächſt, und allem Vieh eine angenehme Weide liefert. 6. 138. Goldhafer. Der Goldhafer oder das gelbe Hafer- gras(Avena flavescens; ungr. Särga zabſü; franz. Avoine Jaundätre; engl. Yellow Oat-grass) hat eine ausdauernde, mit vielen braunen Faſern beſegte, gelbliche, Friechende Wurzel; mehrere 1 bis 2 Fuß Hohe, runde, geſtreifte, aufrechte, oder aufſteigende, unter den Knoten etwas behaarte, übrigens glatte, durchaus mit Blattſcheiden bede&te, dunkelgrüne Halme; ſHmale, langzugeſpißte/ flahe, mit kurzen weichen / Haaren überzogene, am Rande etwas ſcharfe Blätter;| Pf a? eine länglihe, außerſt äſtige, anfangs zuſammenge- aa) 0 zogene, hern1H etwas ausgebreitete, aufrechte, me9- Gale I rentheil3 etwas überhängende, goldgelbe Niſpe; läng- hob liche, lanzettförmige, zuſammengedrüFte, gelblich-grüne, it wn ins Go'dfarbe ſpielende, glänzende, kleine Ührhen;|„GW und: länglichen, an beyden Enden. ſtumpfzeſpisten|«M gelblichen oder lichtbraunen, zarten Saamen.| ul) Er wächſt ſowohl auf Fenchtem as. auf troFiem; fyjlDh Boden, und kommt ſo9gar-im dürvren. Sandenfort.-=| Ferbui Gr ſchießt frühzeitig hervor, und treibt, wenn er ab-| ſſe 6151 gemähet oder abgeweidet wird, mehrere. Male im GiR Jahre aus.=- Als Mähegra3,iſt er zwar von feinem(af mi2d Belange, doch giebt er ein ziemlich) gutes Untergras nip M1 auf Wieſen. Vorzüglich ſchäghar aver it er als ies(9D Weidegras, und giebt als ſolches ein gutes, zartes,||"vs angenehmes Futter für alles Vieh, beſonders ſür die(bd Schaafe. huh mw 6." 189-| meſee | ſu, nt Rudgras. ſwohl Fe 10008) 1) Das gelbe Ruckſon's prakt."wb AFerbau Uftergräße, Men ſollte, jenen ane ſt bey dem ieſem raß rt doch voy ſpäter nah e eines de er ſey, wels Schaaſen zb beſſern Gr), ein Jrrthuny hme Geruch hre, indem | worunie ) hwingel, tior:; ungt 2, Fetuque cue-Cras| Faſern bv » und. ft gebogen 175 prof EZ 15 emen und verdi>te, dann aufrechte, glatte, geſtreiſte, be- blätterte, dunkelgrüne, gewöhnlich 1 1/2 bis 5 Fuß, unter günſtigen Umſtänden aber wohl auch bis 6 Fuß hohe, durch braune Knoten getheilte Halmez viele breite und lange, geſtreiſte, lang zugeſpitßzte, flache, glatte, oder doch nur wenig ſcharfe, dunkelgrüne Blätter 5 eine einſeitige, äſtige, nicht ſehr ausgeſperrte, oft eine Spanne lange und noch längere, aufrechte, nur oben ewas; überhängende Niſpe; längliche, faſt walzenförmige», zugeſpißte, faſt grannenloſe, röthlich- und weißlich» grüne, etwas zuſammengedrücte Ähr- net ſehr angenehm und gedeihlich; er giebt ſeiner häufigen Blätter wegen ſehr viel vor die Senſe, und liefert eine dreymalige reiche Ernte eines äußerſt nahrhaften kräftigen und geſunden Heues; ſo daß er nächſt dem Alopekurus, eines der beſten und ſchäßbarſten aller Mähegräſer iſt. Doch hat er den kleinen Nachtheil;- daß auf Wieſengründen, wo er zu ſehr vorwaltet, bey anhaltendem Regenwetter ſich das << SID<= | Gra3 leiht lagert, wodurhH die Heuernte etwas er-„us | ſchwert wird.(vorm! tus[5 2202 din Riſy'M) Y- E37: Gr 194 Wieſenſ(worun» Pfedaf Grun), 5 e eiwa3[57] [(Festun JNnsECges ret "etuque des jat ebenfall) Purzel, au me hervor ier als de demſelben ſt ft mit ihm en Boden, vuttergras ſen. erſchwiv nagt aß, tengra, (682; ſtan 5» Letuqu nna“ gras) 1 Botanik! (worum -- 17= (worunter auch der waere Crome in ſeiner Na- turg. fürLandw.) unter der Benennung Poa lluitans den Niſpengräſern beygezählt. Er hat eine mit länglichen Schuppen bede&te, gegliederte, an den Gelenken überall mit Faſern be- ſeßte, ſtarke, kriechende, ſich weit umher verbreitende, ausdauernde Wurzel; mehrere“ 2. bis 6. Fuß hohe, ja bey recht. günſtiger Lage wohl noch höhere, un- ten. gebogene, oder niederliegende, und wurzelnde, dann ſchief aufſteigende, geſtreiſte, glatte, rundliche, bis zur Niſpe hinauf beblätterte, und mit. Blattſchei- den bede>te,„mattgrüne. Halme; viele lange, gerinns» te, etwas ſcharfe, bläulich- grüne Blätter, mit be- trächtlich langen Scheiden; eine wenigſtens 1/2 Fuß, oft«aber auch. bis 1 Elle. lange,-aufrechte, äſtige, etwas einſeitige: Niſpe, mit länglichen, rundlichen, faſt“ walzenförmigen;“ abgeſtumpften, grannenloſen, weißlich» grünen", bisweilen ins Gelbliche oder Nothliche ſpielenden Ährchen 3 und eyrunden 5 dunkelbraunen, et- was ins Gelbe übergehenden, auf einer Seite erhabe- nen, auf der andern gefurchten, in Spelzen feſt ein- geſchloſſenen, glatten Saamen. Er erfordert zu ſeinem Gedeihen durchaus feuch- ten und naſſen Boden ,/ und wächſt daher gerne im Schlamme ſtehender und Aießender Gewäſſer, und auf naſſen, nicht leicht auszutro>nenden Wieſen oder Weiden. Dieſes vortreffliche, maſtige, und blätterreiche Gras iſt durchaus ſüß, weich und ſaftig, und daher ſowohl grün als getro>net dem Nindviehe und den Pferden angenehm und gedeihlich. Es kann im Jahre Grundſ. der Zeldk, 3. Th. 2 wenigſtens dreymal gemähet werden, und liefert je- de3mal eine reiche Ernte geſunden und nahrhaften Heues. Auf naſſen ſumpfigen Wieſen iſt es daher ein währer Schat, und dieß zwar um ſo mehr, weil es zugleich zur Befeſtigung des zu ſcend iſt, und ſelbſt als Krankenſpeiſe häufig empfohlen wird, CS. 193- Schaafſige, aufrech- te, dünne, glatte, nur ganz oben etwas ſcharfe, ſieiſe Halme; viele kleine, rauhe, borſtenartige/ graugrüne, und ſteife Wurzelblätter von der halben Länge des Halmes; ſehr wenige, einzeln ſiehende, den vorigen übrigens ähnliche Halmblätter; eine kleine, 1 bis 11/2 Zoll lange, aufrechte, einſeitige Niſpe 3; zuſammenges drückte, eyſörmig- lanzettſörmige, faſt grannenloſe, ins Nöthliche und Gelbliche ſpielende grüne Ährchen z und länglich- epförmigen, auf einer Geite convexen uf St aba 7:08 jedem- I) ſuhtbI8 mu har 0 doh(Dt leſe 140% paſt! 7,10 liefert Wo ahrhaſten daher ein ', Weil& n Bodens d die bv Schwaden ſelbſt als die mat 109 ſg ras Hh- perje; x brebis| ye braunt, ehrere eim ey aufreh arſe, ſteil graugrün Länge dt den vorige! 1bi8 11) uſammeng! rannenloſ! je Ahr te Conv" (annum 19 ee auf der andern geſurchten, braunen ins Rothgelbe übergehenden, ſehr feinen und kleinen Saamen. Der Schaafſchwingel kommt zwar beynahe auf jedem Boden fort. Man findet ihn auf feuchtem und fruchtbarem Wieſenboden, und auf den dürrſten und unfruchtbarſten Plätzen, wo beynahe keine andere nuß- bare Pflanze mehr fortkommen will. Indeſſen ſcheint doch eine tro>ene Lage, und ein nicht ganz nahrungs- loſer lehmiger Sandboden* für dieſe Gragart am paſſendſten zu ſeyn. Zum Mähen taugt dieß Gras zwar nichts, deſto vorzüglicher iſt es aber zur Weide, beſonders für das Schaafvieh, worin es wohl von keinem andern Graſe übertroffen wird, und woher es auch ſeinen Nahmen erhalten hat, Es iſt dieſem Viehe äußerſt angenehm und nahrhaft, und ſchießt ſehr früh hervor, ob es gleich nicht am früheſten in die Blüthe tritt. Sein größter Vorzug, als Weidegras, beſteht aber darin, daß es immer deſto ſtärker wieder nachwächſt, je ſchärfer es jede8mal abgeweidet worden. S- 101%. Feinblättriger Schwingel. Der feinblättrige Schwingel(Festuca tenuifolia), iſt dem vorigen überaus ähnlich, nur iſt er in allen ſeinen Theilen zärter, und hat vorzüglich noch dünnere Halme, ſchmalere Blätter und kleinere Ährchen, ob er gleich etwas höher zu wachſen pfleget.-=- Gr liebt übrigens den nämlichen Boden, und Stand- ort, und iſt ſo wie der vorige, ein angenehmes und gedeihliches Weidegras für die Schaafe. 2“* 6. 105. Hart- und Rothſchwingel. Der Hartſhwingel(Festuea durinscula), und der Rothſchwingel(Festuca rubra) haben beyde eine faſerige braune, perennirende, kriechende Wurzel 3 glatte, geſtreifte, dünne und ſchmächtige, 1 bis 1 1/2 Fuß hohe Halme; viele ſchmale, haarige, ſteiſe, borſtige, graugrüne, etwa die halbe Halm- länge erreichende Wurzelblätter; etwas breitere, glatte, bisweilen weich behaarte, ſehr kurze Halmblätter 3 eine aufrechte, zur Blüthezeit etwas auseinander geſperrte, kleine, einſeitige Niſpe; längliche, zuſammengedrücte, kurzbegrannte, röthlich'- und gelblich- grüne Ährchen; und längliche, auf einer Seite gefurchte, auf der andern gewolbte, rothbraune, kleine Saamen.-. Sie wachſen auf den tro>enſten, magerſten, und unſruchtbarſten Gründen, und ſind, ſo wie alle kleine Schwingelarten, ein angenehmes, ſüßes, nahrhaſtes und gedeihliches Weidegras für Schaafe. 6. 190- KammsoFgras« Das Kammgra8, oder Hundeſchwanz- gras(Cynoszurus cristatus; ungr. Tar&jos Czinzor; franz. Cynosure a erete» Queue de chien erete:; engl. Grested Dos? 8-tail- grass) hat eine bräunlich» oder gelblich- weiße, ſehr faſerige, perennirende Wur- 4;„fw zin,„iD zu hehe 1): fuld| MU pipe DUE 7 vam GH ſhanden nt: (ſen UM€ gebridieibn migen, 400 gewolhien ju: von den(ARE MENNE Gy L für GJ Waag demi ufer:(4, at (wt, 199 Unie NE fut, un) 54 auh a| ſy Gi Des nn ariuscula), bra) haby , riechen) mächtige,! e, haarigt albe Hal tere, glatt! latter;> geſperrt engedrüt 1e Ährchen e, auf d nett erſten, un ; alle Ue! -nährhaſt eſcnem kräftigem und nahrungsreichem Lehm» boden, der ſchon etwas mehr Thon als Sand enthält, vor Allem aber auf den thonigen Mergelbodenarten, bey tro&ner Lage. Es iſt ein ſehr gures und zuträgliches Weidegras für Schaafe, und als ſolches wirklich=- beſonders bey Abgang der kleinen Schwingelarten und Niſpengräſer= äußerſt ſchäßbar. Nur muß es immer ſehr ſcharf ab- geweidet, und kurz gehalten werden; denn wenn es nur einigermaaßen in die Höhe ſchießt, is wird es ſogleich) hart, und iſt dem Viehe ungenießbar, Als Mähegras hat es gar keinen Werth; denn da es ſehr wenig Blätter hat, und nur viele Halme treibet, dieſe aber, wenn ſie nur einige Höhe erreichen, äußerſt hart und zahe ſind, ſo iſt es klar, daß das Heu von dieſem Graſe ſehr ſchlecht und ſirohartig EE ABS ausfallen müſſe. Am beſten taugt es im Nothfalle noch für Schaaſe, am wenigſten iſt es für Nindvich geeignet. 6.107, Wolliges Noßgras. Da3 wollige Roßgras,/ auch Wollgras, Mehlhalm, Honiggras, und wollige Moor» hirſe genannt,(Holeus lanatus; ungr. Pelyhes Czirok; franz. Houque laineuse; engl. Meadow- Soft- grass, Wooly Soft- grass) hat eine vielfache, fein gezaſerte, einen dichten Naſen bildende, bald weißgraue, bald gelblich- bräunliche Wurzel 3 meh»- rere 1 bis 3 Fuß hohe, aufrechte, runde, weißgrüne, beblätterte, mit cylindriſchen Knoten verſehene Halme z ziemlich breite, und lange, behyaarte'", weiche, mit ei- nem wolligen Überzug bede&te, ſaftreiche Blätter, welche eben ſo wie die Halme, wie gepudert oder mit Mehl beſtäubet ausſehen, und daher weißlicht»- oder graugrün von Farbe ſind; eine 4'bis 6 Zoll lange, während der Blüthezeit ausgeſperrte, ſonſt zu- ſammengezogene, aufrechte, weiche, etwas rothliche Riſpe 3 länglicht- eyſörmige, lanzettförmige, zuſam mengedrücte, wie beſtäubte, weichhaarige Ührchen; und länglich- eyförmigen zuſammengedrü&ten, glän- zenden, bräunlichen Saamen, welcher bey vollioms- mener Reife ſehr leicht ausfällt. E3 geräth vorzüglich auf mäßig feuchten, nahrungs- reichen, lo&ern Lehmbodenarten, oder lehmigen Gand» bodenarten. Zur Noth kommt es jedoch auch auf dem dürrſten und magerſten Sandboden fort, und kann Noth ſalle x Rindvic , ige Moov tr. Pelyhs „ Meadoy- ie vielfache, ende, bal rzel; m) weißgrünt ene Halm he, mitt e Blätter udert ode . weißlich! his 6 2! te, ſonſt j/ as rothli 12.2,00 ge Uhr ten, glw bey vollfo ont nahrun) migen E auch auf?! t, undi waar 233 Fs daher mit vielem Vortheile, nebſt andern Gräſern, zur Binduug des Flugſandes gebraucht werden.=- Auf abgewäſſerten Torfbrüchen ſoll es auch ſehr gut gedeihen. Als Mähegras hat e8 wohl wenig, oder gar nichts)|Empfehlungswerthes, da es erſt ſpät empor- wächſt, und folglich zur Zeit der Heuernte nur ſehr wenig vor die Senſe liefern würde; als Weidegras iſt es jedoch keineswegs8 zu verachten, und giebt be- ſonders eine ſehr üppige und reichliche ſpäte Herbſt- weide für das Schaafvieh. 9. 198. Weiches Roßgras. Das weiche oder kriechende NRoßgras (Holeus mollis; ungr. Puha Czirok; franz. Houqne molle, Houque rampante; engl. Creeping Sofſt- grass) hat eine ſehr kriechende, mit feinen Faſern ver- ſehene, queFenartig wuchernde! Wurzel, aus der es überall einzelne Halme hervortreibt; die Halme und Blätter deſſelben ſind etwas kleiner und etwas hell- grüner von Farbe, auch weniger gepudert ausſehend, wie beym vorigen; die Riſve iſt ebenfalls kleiner, we» nigſtens ſchmäler, mehr zuſammengezogen, und weni- ger zeräſtelt, die Blüthe aber etwas größer und weniger röthlich, wie beym vorhergehenden; und der länglicht- eyrunde, zuſammengedrü>te, bräunliche Saame iſt von den Spelzen fet eingeſchloſſen. Auf guten) fruchtbaren Wieſen iſt dieß Gras, ſeiner wuchernden Wurzeln, und ſeines geringfügigen Volümes wegen, ein bloßes nicht genug zu vertilgen» des Unkraut, deſto ſchägbarer aber iſt es auf un- fruchtbarem dürrem Sandlande, allwo es allem Viehe eine treffliche Weide gewährt.= Vorzüglich dienlich iſt es auch in Verbindung mit Queen und andern Sandgräſern, den Flugſand zu binden, befunden wordei1. S- 1099- Wohlriechendes Roßgras. Das wohlriehende Noßgras(Holcus odoratus; ungr. Szagos: Czirok; franz. Houque odorante; engl. Sweet-Scented Soft-grass) von Ei» nigen auch nördliches Roßgras(Uolcus borealis) ge nannt, hat eine kriechende, wuchernde, hellbräunliche, perennirende Wurzel; mehrere aufrechte, runde, glatte, geſtreifte, 1 bis 2 Fuß hohe, mit Blattſcheiden ganz umgebene, mattgrüne Halme; glatte, am Nücen et- was ſcharfe, geſtreiſte, flache, dunkelgrüne, ins Graue übergehende, glänzende Blätter; eine längliche, faſt einſeitige, aufrechte, während der Blüthe ausges- ſperrte, ſonſt zuſammengezogene, 2 bis 4 Zoll lange Niſpe 3 eyſörmige, bauchige, abgeſtumpfte, etwas zuſammengedrücte, glänzende, lichtbräunliche, oder röthlich- grüne Ährchen 3; und eyrunden, zuſammen- gedrückten, in den Spelzen dicht eingeſchloſſenen, braunen Saamen. EG3 wächſt gerne an feuchten Orten, und hat im getro>neten Zuſtande einen überaus angenehmen, lange anhaltenden Geruch, und. iſt daher, da es zugleich durch ſeine maſtigen und vielen Blätter wiltem 1901) 7/Q unt l5: pere; 0 (hat; 94 NLS hauf 10 want NEE fehle 1 Joht,(by gende, 1094 aws bm Jas wiulbd fam vy 4 grüne Et uuf a [Wpfun 6 | jh tlf | mh, 3 | 7 Wid, t( ſt Ih fe um k - vertilgen, 3 auf iw (lem Vicht ih dienlih md andert » befundey ;(Holey . Houqu s) von(Gb realis) gb bräunlicht, de, glatit, eiden ga Rücken et rÜne int ekänglicht, üthe ausg) Zoll lanz! ſte, ews liche, m zuſamm“ eſchloſſent! und hat! ngenehm!“" ſher) da! (en Bla! auch übrigens ein gutes Mähegras iſt, auf feuchten Wieſen wirklich ſchäßbar, und dem Nuchgraſe bey weitem vorzuziehen. S. 200. Wieſenlieſcens ſcharfe, ſonſt glatte, gerinnte, unterwärts gerippte, lanzettformige/ zugeſpißte, ſchilfartige Blätter 3 eine ſehr große, breite, und äſtige, manchmal über 1 Fuß lange, an- fangs zuſammengezogene, zur Blüthezeit aber ſehr ausgebreitete, aufrechte Niſpe 3 länglich- eyförmige, zuſammengedrü&te, unbegrannte, röthlich- und gelb- lich» grüne, faſt bräunliche Ührcnere und looſere Bodenarten, wenn es denſelben nur nicht an aller Fruchtbarkeit mangelt. Es iſt unter allen Gräſern der Poa- Gattung eines der ſchäßbarſten. Es kommt im Frühlinge zeitig zum Vorſcheine, ob es gleich ein paar Wochen ſpä- ter, als manche andere beſſere Gräſer zu blühen pfle- get; es widerſtehet der anhaltenden Dürre beſſer, als irgend eine andere Grazgart, weil es mit ſeinen Frie- te Halme 3 ziemlich ſchmale, und kurze, nur ſehr wenig ſcharfe Wurzelblätter 3; etwas breitere und ſchärfere, geſpißte, gerinnte Halmblätter 3 eine aufrechte„ſehr aäſtige, zur Blüthezeit ſtark auseinander ſiehende.5. ſonſt ſchmale und zuſammengezogene- 3 bis 4 Zoll lange Riſpe, Eleine, eyformige, ſpibige, unbegrannte, zuſammen» gedrüte, mehrentheils rothgelblich- oder röthlich» grüne, öfters auch nur gelblich- grüne, glänzende Sihrchen 3 und länglichen, zuſammengedrückten, oben und unten etwas zugeſpisßten, auf einer Seite gefurch»- ten, gelb- bräunlichen, leicht ausfallenden kleinen Saamen.«| Dieß Gra3 will durchaus feuchten Boden haben, und verträgt ſchlechterdings keine Dürre. Wor Allem aber liebt es einen mäßigſeuchten auten und frucht» +) Dieß iſt wohl die gewöhnlihſte Höhe dieſes Graſes, allein nnter beſonders günſtigen Verhältniſſen kann es oft eine enorme Höhe erlangen ,/ wie dieß die ſogenannte lang? grafige Wieſe in Wiltſhire in England, die größtentheils aus dieſem Graſe beſteht, zur Genüge beweiſet, da ihre Grä- ſer die unglaubliche Höhe. von 16 bis 22 Fuß Ceirca 15' 5 vis 21 2// hieſigen Maaßes) erreichen ſollen.| Thaer's engl, Landwirthſchaft, harn 7 Hitefan 468 61 Jhabare W vem u? Guß ewas M anbalie8 und an 90 fegt | On [af vi MOT UE werden, 15 (Anfang I (dur Darf Wet, ve X Yu,; | ſteinobe W eſt fj. Wf, gy ) Hat eine büſchelſon vas neden iche, etwa) erſien Kny und rauht, ß*) holt, tte Halm, enig ſcharf ve, geſpitt) r äſtige, zu ſonſt ſchmal ange Riſt, „zuſamm der röthli) »„ glänzen uten, ob »eite gefur) nden. Flein! oder! habet, Yor- Allem und ſrucht dieſes Graff! nm fann 9 jenannte lm) . 0 gtenth" „da ihre 61? ies 15,9 4) ſ Zhan baren Lehmboden. Periodiſche Feuchtigkeit, ſo wie Überſtauung während des Winters, verträgt und liebt dieſes Gras, wie die ſo ehen erwähnte, beynahe wun» derbare Wiltſhiter Wieſe beweiſet, in höchſtem Grade, wenn anders der Boden durchlaſſender Art, und kein Sumpfigwerden zu beſorgen iſt. Schatten iſt ihm bey etwas tro>ner Lage ſehr angenehm, beſonders"bey anhaltender Dürre, daher e38 denn unter Bäumen und an lebendigen Zäunen immer freudig zu vegetiren pfleget. E3 iſt eines der einträglichſten unſerer Wieſen- gräſer, und liefert oſt einen enormen Ertrag an gutem, nahrhaftem, und allem Viehe angenehmen und ge- deihlichen Heue. Nur muß ſehr in Acht genommen werden, daß es immer vor, oder ſpäteſtens gleich zu Anfang der Blüthezeit gemähet wird, weil e3 ſonſt durch das Hartwerden ſo ſehr an ſeiner Güte ver- liert, daß es oſt dem Viehe völlig ungenießbar wer» den kann. ß- 204. Jähriges Riſpengras. Das jährige Niſpen»- oder (Poa aunua; ungr. franz. engl. Annual meadow- grass) hat eine faſerige, bloß jährige, in einem Büſchel beyſammen ſivende, bräunliche, etwas ins Weiße übergehende Wurzel; ſchwache, meiſt niederliegende, dann ſchief auf- ſteigende, rundliche etwas zuſammengedrückte, glatte, geſtreifte, weiche und kurze, etwa 1/2 bis höchſtens 1 Fuß Wiehgras Nyäri perje; Paturin annuel; hohe Halme; in dichten Büſcheln ſtehende, ſtumpf zu-- geſpißte, hellgrüne, beynahe die Länge des Halmes erreichende Wurzelblätter; glatte, kaum merklich rauhe und ſcharfe, gerippte, und gerinnte, ſiumpf zuge- ſpißte, hellgrüne Halmblätter 3; eine aufrechte, ſchlaffe, faſt einſeitige, äſtige, während der Blüthe ausgeſprei- tete, ſonſt zuſammengezogene, 2 bis 3 Zoll lange Niſpe; eyſormige, geſpißte, zuſammengedrücte, weiß» lich» oder gelblich- grüne, bisweilen etwas ins NRoth- liche ſpielende, glänzende Ührchenz und länglich- eyſor- migen, faſt keulſörmigen, zuſammengedrücten, auf einer Seite etwas geſurchten, gelb- bräunlichen, ſehr feinen und kleinen Saamen. G3 nimmt zur Noth mit jedem Boden vorlieb, und kommt ſelbſt auf dem dürftigſten, magerſtien, und nahrungsloſeſten Sande fortz gedeiht aber doh am vorzüglichſten=- wie die meiſten kleinen Poa» Arten= auf gutem ,/ fruchtbarem und tro>nem Lehms- boden loFerer Art. G3 iſt eines der vorzüglichſten Weidegräſer. Es kommt ſehr früh, und oft ſchon unter dem Schnee Hervor. Es ſteht ſehr dicht, und vermehrt ſich, un- geachtet es eine nur jährige oder höchſtens zwepyjäh» rige Pflanze iſt, ſehr ſtark durch den ausgefallenen Saamen, ſd daß es nicht leicht ausgeht, wo es nur einmal Fuß gefaßt hat. Es ſteht immer grün da, ſo oſt und ſo ſcharf es auch immer abgeweidet wer- den mag 3; und iſt endlich allem Viehe, beſonders aber den Schaafen und Pferden ſehr angenehm und ge- deihlich« S. 205 | Alithe 08:74 (ih, IR 1 Nf Ns wp "Gehe NN; Viche uf he eijlih ie Otund, vj rn,* ſtumpf zw des Halms erflich rauh! Umpf. zugv te, ſchlaff, » AuSgeſpri Zoll lanz! rüde, weh 13 ins Röth tglich- epfot '(eten, auf lichen, ſeht den vorlich magerſte! ht aber de! ſeinen Po) 'Enem Lehn! vegräſer: Ü dem Schn! +t ſich, 1 15 zwey)?! auögeſalu ) wo es m er grün 1 geweidet Ww eſonder? ah ehm und| ß. 90 EE UE S. 205. Schmalblättriges Niſpengras. Das ſcene vder doch nur wenig feuchte, lo>ere Lehmbodenarten, oder lehmige Sandbodenarten, und gewährt allem Viehe, ſonderlich den Pferden und Schaafen eine an- genehme und geſunde Weide. 5. 200. Kuolliges Niſpengras. Das knollige Niſpen- oder Viehgras, auch Zwiebel gras genannt(Poa bulbosa; ungr. Borsokas perje; franz. Paturin bulbeux; engl. Bul- bous meadow-grass) hat eine theils braune theils weißliche, faſerige Wurzel, aus welcher mehrere Wur- Grundſ« der Feldk, 3, Th, 3 -- öh= zelblätter und Halme hervorgehen, die alle unten an der Wurzel zwiebelartig verdi&t ſind, daher es auch ſeine Nahmen erhalten hat, Die Halme ſind klein, höchſtens 1, oft aber kaum 1/2 Fuß hoch, unten mehrentheils niederliegend, dann aufrecht ſtehend, rund, glatt, geſtreiſt, und mit 3 bis 4 rothlichen Knoten verſehen; die Wurzelblätter ſtehen in dichten Büſcheln beyſammen, und ſind furz und ſchmal; die ſehr wenigen Halmblätter ſind zwar etwas breiter, doc immer noch ſehr? ſchmal, Furz, geſpißt, rinnen förmig, und am Rande etwas ſcharf; die Niſpe iſt Flein, aufrecht, ſehr äſtig, außer der Blüthe zuſam- mengezogen, in der Blüthe aber ausgebreitet, mit horizontal abſtehenden Äſien 3 die Ährchen, aus denen die Niſpe beſteht, ſind eyformig, zugeſpißt, zuſam- mengedrü&t, grünlich- purpurroth oder rothlich- grän von Farbe 3; und der ſehr kleine und feine Saame iſt länglich- eyformig, auf einer Seite geſurcht oder viel- mehr geferbt, auf der andern Seite etwas erhaben, und gelbbräuvnlich von Farbe. X) G3 wird häufig auf dürren ſandigen und un- fruchtbaren Gründen getroffen- Auf beſſerem Boden gedeiht es natürlich um ſo beſſer; nur muß dieſer immer von loderer Art ſeyn, und mehr Sand als Thon enthalten, auch eine nicht allzuſeuchte Lage haben, x) Eine gewöhnli< etwas kleinere Varietät dieſes Graſes, welche auch öfters genug vorkommt, trägt jedoch ſtatt des Saa? mens kleine Zwiebelchen, etwa von der Größe einer Saatwi>e. Sie wird daher von den Botanikern Poa bulbos8a vivipara genannt. ſen und x pihrt an thefſhel! auf den ſt den Gri08 bare Gim jf, uf 16 iy-"VW zum | 7 6 ZUNE), ſun, 165]' down jt mit vielenahh in meg hift, 5) ZUNE " heben > m Ne unten 4 her es auß ſind flein, Dod), unt ner Lage, und dient den Schaa- fen und allem Viehe zu einer höchſt angenehmen und zuträglichen Weide. ß. 208- M... 4: L:.406 8 Da3 Raygras(Lolium perenne; ungr- Üt- feli vadotz, mezei vadötz, Kutya-zab; franz. Faus- 5e[vraie, Yvraie vivace 3; engl, Perennial Darnel, Raygrass, Rye-grass), welches auch Lülc|Y OT "a, if ya Ww 7 8 NEN 4 braunen, Daan 1 und looſy nt den Chun genehmen 1) 3. 1e; Utgr, y ; franz, Fax nnial Darm ül<, Lolt nlolch, 1 eine ſchr au gte, wuchern 1ghſener der Boden an und für ſich iſt.= EZ findet ſich faſt an allen Wegen und Acer- rainen, wie ein Unkraut, Als Weidegras gehört es allerdings unter die vorzüglichſten Gräſer, ob es gleich nicht das ſchma>- hafteſte iſt, und in dieſer Hinſicht freplich manchen beſſern Weidegräſern nachſteht, Es beſto>t ſich ſehr gut, bildet ſehr dichten Naſen, und verhindert das Aufkommen des Unkrauts; es iſt in ſeiner zarten Jugend, bevor es noch in Ähren ſchießt, allem Biehe, beſonders den Pferden, in Abgang der kleinen Poa- und Schwingelarten, ſo angenehm als gedeihlich 3 es wächſt immer deſto freudiger nach, je ſchärfer es je- de8mal abgeweidet wird; und was derley gute Eigena ſchaften eines vorzüglichen Weidegraſes mehr ſind. Cben de8wegen wird es auch in England häufig zu dieſem Zwecke ausgeſäet, welches bey dieſem Graſe um ſo leichter iſt, da es eine Menge leicht aufzunehmen- den Saamens trägt- Als Mähegras aber hat es wohl wenig oder gar nichts Empfehlungswerthes, ſo wie man dieß in Eng» land ſchon längſt, durch Erfahrung belehrt, aner- kannt hat, und es daher auch faſt nie mehr als ſolche3 anbauet, oder behandelt. Es kann bloß eina mal im Jahre gemähet werden, und giebt auch dann nur-=- beſonders, wenn man ſich nur einigermaßen verſpätet== ein hartes, dem Viehe unangenehmes, nur wenig genießbares Heu. S- 209. Riefentreſpe Die Rieſentreſpe, oder große Futters treſpe,(Bromus giganteus; Ungt. Oriaäs rozsnok; franz. Brome dlance, Brome de geant, Brome gigantesque; engl, Tall Brome-grass) wird von Ciniz lich mandy dit ſich fh hindert dz ſeiner za allem Vieh, fleinen Yu edeihlic:; chärfer>) ) gute Eizt ) mehr ſy nd häufig ſem Oraſey aufzunehm nig oder. dieß in Et lehrt, au! ie mehr| nn bloß e ht auch da einigermaf angenehm [9 he Fut! )riäs 10781! dant, Bro! ird von 0 * aud 39= gen der neuern Botaniker den Schwingelarten beyge- zählt, und Festuca gigantea genannt.=-,Sie hat eine ſtarke, holzige, mit vielen Faſern beſeßte, vielfache, ſehr ausdaurende, bräunliche Wurzel; aufrechte, run» de, glatte, geſtreifte, durch 4 bis 5 glatte bräunliche Knoten getheilte, hellgrüne, 3 bis 6 Fuß hohe Hal- me; ſehr breite und lange,(oft gegen 1 Zoli breite und über 1 Fuß lange) ſchwertförmige, langzuge- ſpißte, an der; Baſis rinnenformige, und an der Spitze flache und überhängende, etwas ſcharfe Blät- ter 3' eine ſehr große und breite, 1 bis 2 Fuß lange, ſehr äftige, und zerſireute/ an der Spitze überhängende Niſpe; lanzettförmig- zugeſpißte, rundlicht- zuſammen- gedrücte, glatte, glänzende, hellgrüne, etwas weiß oder gelblich ſchattirte, abwechſelnd ſigende Ührchen 3 und länglichten, zuſammengedrücten, auf einer Seite etwas erhabenen, auf der andern aber vertieften, und der Länge nach ausgehöhlten, braunen Saamen. Dieß Gras liebt vorzüglich einen nahrungsreichen ſchweren und zähen Boden, der mehr Thon als Sand enthält, wobey es aber an hinlänglicher Feuchtigkeit, als an der Hauptbedingung ſeines Gedeivens ſchlech- erdings nie fehlen darf. G8 wächſt, bey paſſendem Boden, häufig an Flüßen, Bächen, und andern Ge- wäſſern, ſo wie auf allen naſſen Gründen. Auf tro>e- nein dürrem Boden gedeiht es durchaus nicht. Gs iſt ein ſehr ſchägbares Mähegras; denn ob es gleich erſt etwas ſpät blühet, ſo kann es doch ſehr früh gemähet werden, und liefert wenigſtens 3, ja manchmal(da es bis in den November hinein vegetirt) ſogar auch 4 reichliche Ernten eines ſehr nahrhaften, ſchmad&>haften, und Rindern und Pferden angenehmen Heues.= Seine weichen und ſaftigen Blätter ſind die breiteſten unter allen Grasblättern, und ſind auch als Grünfutter ſehr gut zu benußen. 6. 210. Weihe Treſpe. Die weiche Treſpe(Bromus mollis; ungr. Puha rozsnok; franz. Brome mollet; engl. Soft Brome-grass) hat eine faſerige, mit Haaren beſeßte, mehrentheils nur einjährige, höchſtens zweyjährige, lichtbräunliche Wurzel 3 nur wenigs, aufrecht ſiehende, runde, geſtreif.e,/ mattgrüne, weichhaarige, mit meh» reren weichbehaarten Knoten beſetzte Halme; überaus weiche, nur am Rande etwas ſcharfe, weichhaarige» und blaßgrüne Blätter; eine kleine, aufrechte, in der Blüthe etwas auseinander ſiehende, ſonſt zuſammens- gezogene ,/ etwa 3 Zoll lange Niſpez3 länglich- eyför» mige/ ſpißige/ aufgeſchwollene/ etwas zuſammenge drückte, weichhaarige/ graugrüne, kurz- begrannte Fleine Ährchen; und länglicht-eyrunde auf einer Z eite erhabene, auf der andern vertiefte und gefurchte ,/ et- was zuſammengedrückte, rothbraune Saamen. Dieſes ganz mit feinen Härchen beſetzte, über- aus weiche und ſchma>haſte Gras dient bloß zur Weide, und iſt ganz beſonders für das Schaaſviel) geeignet. E38 iſt dazu um ſo tauglicher, da es immer um ſo ſtärker und mächtiger austreibt, je kürzer es gehalten wird.=- Als Mähegras dagegen taugt es durchaus nichts, und verdient gar keine Erwähnung. 9:19 0% 0:10:09 [ove€ jipre DE M! weng [jün DE [niz fuß wv Cy NET wahr: rettete, 38 [; 4 |'emge, TG Ährh] Juſdr1g ihm 6 43 Vih nt, Way M u iy; Angenehm" Blätter ſind md ſind au) Ollis; ung; ; endl. 8 aren beſeßt, zwepjährigt, ht ſtehend, €, mit mh me; überau eichhaarigt hie, in du zuſammen gli)- eyſor: ufammgt vz- begram!! jf einep-Zeil efurchte, 1 amen eſeßte, ih ent bloß j! 3 Schaaſv! da es imm! je fürzer! gen taugt! rwähnung E3 wächſt auf allen ſoFXern und looſen Boden- orten bey troFener Lage ,/ und wuchert ſehr ſtark z zwar nicht ſo ſehr durch ſeine Wurzel, indem es nur ein- oder höchſtens zwepjährig iſt, wohl aber durch den häufig ausfallenden Saamen 3; und dient daher auch ſehr gut zur Beſeſtigung des zu looſen Bodens. 9. 211. A>er« und Que>kentreſpe. Die AFertreſpe(Bromus arvensis 3 UnNgr. Ugar-rozsnok; franz-Brome des champs; engl.Field- Brome-grass) hat eine faſerige, und obgleich nur jährige, dennoch ſehr wuchernde, lichtbraune Wurzel 3 aufrechte, runde, glatte, oder doch nur ſehr wenig weichhaarige, geſtreifte, 1 bis 2 Fuß hohe, duntel- grüne Halme 3 gleichbreite, langzugeſpißte/ bandför- mige; flache, geſtreiſte, entweder glatte oder nur ſehr wenig ſcharfe und behaarte Blätter z eine vor der Blüthe etwas überhängende, und zuſammengezogene y während der Blüthe aber aufrechte, und ſtark ausge- breitete, 4 bis 5 Zoll lange, und oft, noc< längere Riſpe; lange, walzenförmig- zugeſpißte, faſt kegel» förmige, roöthlich» oder bräunlich- grüne, glänzende Ährchen; und länglichten, auf einer Seite erhabenen, auf der andern plattgedrücten und geſurchten, bräun= lichen Saamen. Dieß Gras kommt in dem dürrſten und magerſten Sande, ſo wie auf dem zäheſten und roheſten Thon- boden fort, und wuchert, obgleich nur jährig/ gleich den Queen ſo ſehr überall um ſich herum, daß es da wo es einmal ſieht, deynahe nicht auszrrotten iſt, Am liebſten wächſt es indeſſen in den tro>en oder doch nur maßig feucht gelegenen, looſern und ſandigern Bodenarten. E3 iſt, wo beſſere Gräſer fehlen, ein nicht zu verachtendes> Weidegras8, und wird von allem Wiebe, beſonder3 von den Schaaſen gerne gefreſſen. Auch glaubt man, daß es denſelben ſehr zuträglich ſey. Faſt ein gleiches Bewandtniß hat es in wirth- ſchaftlicher Hinſicht mit der überaus kriechenden, ſehr perennirenden Que>entreſpe(Bromus inermis z ungr. Ärva-rozsnok).=- Sie iſt bey Abgang beſſerer Gräſer, ein eben ſo gutes Weidegras, als ſie ein ſehr läſtiges Unkraut unſerer Ücer iſt. SE 242 K:inou mu bogorg 8 Das Knaulgras8, Knäuelgras, oder rauhe Hundsgras(Dactylis glomerata; ungr. C;50mös eb-ir; franz. Dactyle petotonne, Pied de poule; engl. Rough Coek's= foot- grass) Hat eine aus ſtarken, zähen, holzartigen Faſern be* ſtehende, in dichten Büſcheln beyſammen ſißende, braungraue, ausdaurende Wurzel; einen unten etwas gebogenen, dann auſrechten, rundlichen, geſtreif»- ten, durch mehrere braune oder auch grüne auſge- ſchwollene Knoten getheilten, oben gegen die Niſpe zu etwas ſcharfen und rauhen, übrigens glatten, 1 bi3 5 Fus hohen, wenig beblätterten, duntkel- grünen Halm; viele in Büſcheln ſtehende, gleichbreite, andy) ii | gezogen |lang- 9% gelhlid) braunlid ſcharfe' Geite et || yolfomm || Gaunt, == = = NNEN | troden obs und ſandigen , an nicht 4 allem Vik freſſen, Jud äglich ſey, es in wirth echenden, ſeh 118 1nerms) 'gang hſm , als ſieh cas, ode arata 3 ung nne, Pied ot- gras! 1 Faſern U' nen ſigen! unten etw on» geſtr jrüne auſ on die Niſt! 18 glatten, en+ duni greichbreitt/ lang» geſpiäte, gerinnte, geſtreifte, ſcharfe und rauhe, dunkelgrüne Wurzelblätter 3; nur ſehr wenige,„den Wurzelblättern ähnliche, etwas rauhe, lang- zuge» ſpiste Halmblätter 3 eine auſrechte, einſeitige, während der Bluthezeit auseinander ſtehende, ſonſt zuſammen- gezogene. äſtige Niſpe; in- 4 bis 5 Fnäuelformigen, lang- geſtielten Blumenköpfchen beyſammen ſitzende, gelblich- graugrüne- manchmal faſt röthlich- oder bräunlich- grüne, lanzettförmig- eyförmige, etwas ſcharfe Ührchen; und länglich- eyformige, auf einer Seite etwas gaefurchte, auf der andern erhabene, bey vollkommener Reife leicht abfallende/ weißbräunliche Gaamen. G3 liebt vorzüglich einen feucht gelegenen frücht- baren Lehmboden 3; gedeiht aber auf dieſem auch bey vollig tro>ner Lage. Zur Noth nimmt es wohl ſogar mit dürrem magerm Sandlande vorlieb; doch kommt es allda nie zu einiger Vollkommenheit. So lange es noch jung und zart iſt, iſt es als Weide» und als Mähegras gleich ſchäßbar, und grün und getrocknet für alles Vieh geeignet, So bald es aber nur etwas alt geworden, ſo iſt es ſeiner Rauh» heit und Härte wegen, das ſchlechteſte Futter von der Welt, höchſtens geeignet die Maſſe des Heues zu ver- mehren, und ſomit einen Betrug zu ſpielen, wenn may etwa das Heu verkaufen wollte, Die Hauptregel bey dieſem Graſe, wo es in einiger Menge ſteht, iſt alſo, daß es als Mähegras immer ſo früh als möglich gemähet, und als Weidegras immer möglichſt kurz gehalten werde. Die Hunde freſſen bisweilen dieſes Gras durch einen beſondern Inſtinct der Natur dazu angetrieben, um ſich ein Erbrechen zu erregen, daher die Benennung Hunds38gras ihren Urſprung hat. GS. 213. Waſſerſhner Lage ge- deiht ſie durchaus nicht.== In Hinſicht der Grund- miſchung iſt ſie zwar nicht ſehr delikat, doch ſcheint ſie vorzugsweiſe, einen guten fruchtbaren lehmigen Sand- boden zu lieben. Dieſes ſchöne, füße, und ſaftreiche Gras wächſt unter günſtigen Umſtänden oft Ellen hoch, und giebt, da es ſich ſehr gut beſtaudet, mittelſt ſeiner zahlrei- net vom Viehe gerne gefreſſen wird, und ihm auf beyde Art gleich wohl bekommt, Gin Hauptvorzug dieſes Graſes auf feuchtem Bo»- den iſt auch der, daß es das Aufkommen des Mooſes verhindert. GS. 21% Raſeuſerriethgras genannt(Aira cespi- tosa; ungr. Gyepi Näpitz; franz. Canche en gazon; engl. Turfy Hair-grass) hat eine in einem Büſchel beyſammen ſtehende, faſerige, lichtbraune Wurzel 5 aufrechte, ſteife, runde, glatte, geſtreifte, mit 3 bis 4 Knoten getheilte, 1 1/2 bis 3 Fuß hohe Halme; viele in dichten Raſen beyſammen ſtehende, gleichbreite, ſchmale, lang- zugeſpißte, oben etwas ſcharfe unten glatte, 1 bis 2 Fuß lange Wurzelblätter von ange- nehmer grüner Farbe; nur ſehr wenige, etwas breis --“ 46= tere, rauhe, und kurze Halmblätter 3; eine große, oft 1/2 Fuß lange ,/ und noch längere, ſchlaffe, aufrechte, an der Spite überhängende, ſehr äſtige, zur Blüthe- zeit weit auseinander ſtehende, ſonſt zuſammengezogene Riſpe 3; lanzettförmige, zuſammengedrücte„? kurzbe- grannte, rothlich- grüne, ins Silberfarbe ſpielende, glänzende Ührchen 3 und länglichen cplyndriſch- eyför» migen, braungelben kleinen Saamen. Dieß Gras fordert zu ſeinem vollkommenen Ge, deihen, ſo wie das vorige, durchaus einen feuchten und naſſen Boden, und liebt vorzäglich die.fruchtbare 1 lo&ern Lehmbodenarten bey hinlänglich feuchter Lage.= Den Humus liebt es ſo ſehr, daß Crome*) glaubt, daß ſich von ihm, da, wo es von Natur ſteht, und wild wächſt, immer auf einen reichen Humusgehalt de3 Bodens ſchließen laſſe. In ſeiner zarten Jugend iſt dieſes Gras allem BViehe angenehm, ſobald es aber in Halme ſchießt, ſo iſt es ſchon unbrauchbar, indem es zu hart, zu rauh, und zu ſtrohartig wird, um vom Viehe ge- noſſen zu werden. Seine vielen langen Wurzelblätter liefern vorzüglich auf feuchten Wieſen ein gutes ſehr ergiebiges Untergras. Als Hauptgras iſt es jedoch) auf guten Wieſen nicht zu empfehlen. Eine vorzügliche Eigenſchaft dieſes Graſes, die es mit dem vorigen gemein hat, und die es auf man- chafteſien finden. Q--210. Gebogene Schmelle. Die gebogene oder geſchlängelte Scnem ſandigem und ſtei- nigem Boden, und ſie wird, ſo lange ſie noch zart und Jad jut (uſm! Das tas,! Köufp tremblan (ine foſt a3 Frie! » chte, cun paar Fnol 4 Det); weblät ſomit, 1 (m Rand glatte, II (, 2 bis pin, lett, vf varige, Wende, ind zuſamm M mit ein Cumin, Gm) kant, ſ| Orn),) IX if by Weidegty), aber ſollen fteſien finda €. te Gte, nach unten zu durch ein paar Knoten getheilte, 1 bis 1 1/2 Fuß hohe, gelb- lich- grüne Halme; in Büſcheln beyſammen ſtehende, nach Verhältniß der Pflanze ziemlich lange, ſchmale Wurzelblätter; ſehr wenige, kurze, aufrechte, lanzett- förmige, mehrentheils etwas gerinnte, und gerippte, am Rande und an der Nippe etwas ſcharfe, übrigens glatte, Fleine Halmblätter; eine aufrechte, offen ſtehen- de, 2 bis 4 Zoll lange Niſpe, mit braunröthlicher Spindel, und ſehr zarten, fadenförmigen Äſtchen; glatte, eyförmig- herzförmige, plattgedrü>te, ſchup- penartige, rothlich- blau, grün ,/ gelb, und ſilberfarb ſpielende, einzeln ſtehende, und glänzende Ährchen; und zuſammengedrücten, eyformigen, än beyden En- den mit einer Spiße verſehenen, kleinen gelbbraunen Saamen. E38 wächſt beynahe auf jedem Boden und in jeder Lage, ſo daß man es oft auf den üppigſten, Wieſen Grundſ« der Feld?, 35, Th. 4 K- JO üm wind auf den vödeſten Weideplägten findet. Die Natur ſcheint es jedoch für eine tro&>ne Lage, und für zieme- lich ſandiges und looſes Erdreich beſtimmt zu haben. ; G3 kann zwar, wenn es gerade auf Wieſen ſteht, gemähet werden, iſt aber zu dieſem Behufe ſchlechter- dings von keinem Belange; wohl aber eignet es ſich fehr gut zur Weide, und iſt beſonders auf Schaaf- weiden nicht unwillfommen. Gg. 218» Straußgras: Das gemeine Straußgras, oder der Windhalm(Agrostis vulgaris; ungr. Gazerna- Tippan, Közönseges Ször-fü; franz. Agrostis vul- gaire; engl, Common Bent-grass) hat eine mit vie- len haarformigen Faſern beſegte, Friechende, aus- dauernde, braune, mit Ausläufern verſehene Wurzel; dünne und ſchlanke, ſchwache, auffitigende, geſtreifte in mehrere Gelenke getheilte, und aus den unterſten Knoten wurzelnde, 1 bis 2 Fuß hohe Halme; ſchmale und ſnem, ſandigem Grunde, verträgt aber auch das Beſſere ſo gut, daß es auf, gutem kraſtvollem Boden ſogar zu einer anſehnlicern Höhe, und mehreren Ergiebigkeit gelangt. Auf abgewäſſertem Moorboden ſoll es beſon- ders gut gedeihen. Es überzieht den Boden gut und dicht, und läßt kein Moos aufkommen, es iſt ſehr zart und ſchmack- haft, und wird von allem Viehe gerne gefreſſen, und es eignet ſich daher ſehr gut zur Weide. Zum Mähen aber taugt es ſeiner geringen Ergiebigkeit wegen ſchlech- terdings nichts. Dieſelbe Bewandtniß hat es mit dem zur näm- lichen Gattung gehörigen, von Einigen gar nur für eine Varietät dieſes Graſes gehaltenen, kriechenden oder wuchernden Straußgraſe(Agrostig Stolonifera; ungr. Taraczkos tippan, Buüja Ször-fü; franz. Agrostis tracante; engl. Creeping Bent- grass), welches vor ein paar Jahren, unter dem ominöſen Namen des Fiorin»Graſes, von einigen unberuſenen in dem Feldbaue ſo wenig als in der Botanik bewanderten Marktſchreyern mit ſolchem Un- geſtüme auspoſaunet wurde, als ob das Heil und GlüF der ganzen Landwirthſchaft davon abhängig werden ſollte, Es hat eine ſehr Friehende, mit NRaſenlIuſern verſehene, gelbliche, perennirende Wurzel; runde, glatte, aufſteigende, aus den unterſten Knoten wur- zelnde, und neue Äſte treibende blaßgrüne Halme; a* kürze, ſteife, ſehr ſcharfe, flache, oder kaum etwäs gerinnte, lichtgrüne Blätter; eine längliche, ſehr äſtige) etwa 5 bis 4 Zoll lange Niſpe; längliche, grannens- loſe, röthlich- und gelblich- grüne, kleine Ährchen; und äußerſt kleinen, länglich- eyförmigen, auf einer Seite gewölbten, auf dev andern gefurchten, roöthlich» braunen Saamen; und iſt, wo es ſich vorfindet, weiter nicht8 als ein ziemlich gutes, in Abgang beſſe- rer Gräſer nicht zu verachtendes Weidegras/ welches aber auf Wieſen gar nichts tauget, noch viel weniger als Mähegras angeſäet zu werden verdienet.*) g+ 219. Glanzgrasß«. Das rohrartige Glanzgras(Phalaris arundinaceca; ungr. Nädi Polyva-esukk; franz» Phalaris roseau, Calamagrostis colorde; engl. Ca- nary- Reed- grass) hat eine ſtarke, holzige, mit länglichen Schuppen bedeste, gegliederte, mit vielen Haarfäſerchen verſehene, raſenartig verſchlungene, Friechende Wurzel; mehrere aufrechte, runde, glatte, geſtreifte, rohrartige/ mit braunen Knoten getheilte, 5 bis 6 Fuß hohe Halme; breite, lange, flache/ lan» zettförmig geſpißte/ oben und am Rande etwas ſcharfe, .*) Wahre praktiſche Kenner werden bemerken, daß ich dieſem Graſe hier noch ſehr viel gebe- Denn A+ Joung nennt es das ſchlechteſte, das er kennt;- Pictet's Cours JP Agriculture angloise T. 6.) welches jedoch etwas übers» trieben iſt. rit Blaue| ofun feht oemige 93 über (ner geſt eprund»l grün? 9 anfang), zeit abet und fo einen Gn) verſhenen ſfeufitken, G| burjaus Gimpfe, halfen! dim, V Vet ng in 9 vt en amd vieh und| nn,| Werth ver er faum et) (che, ſehr iſl liche, granny Feine Uhrhy gen, auf en chten, roth) ſich vorfirh Abgang bi egras, welt vd) viel wen) ene,*) as(Phalä Sukk; fra 8: engl. C holt, 1 ete, mit vi! verſchlungt! runde, gla noten gethw! ey, flache, N » etwas ſcha! emerken, d enn A, Jo (. Pictet" dod) ewa? W geſtreifte, bläulich- grüne, bandförmige, ſchilfartige Blätter 3 eine lange, aufrechte, äſtige, bey der Blüthe ofſen ſtehende, ſonſt zuſammengezogene, faſt ähren- förmige, etwas einſeitige/ ſpiß zulaufende, nur et- was überhängende, etwa 1/2 Fuß lange Riſpe, mit einer geſtreiften, etwas ſcharf anzufühlenden Spindel; eyrund» lanzettformige, geſpitte, zuſammengedrü&te, grün- gelb- und blauröthliche, glatte, glänzende, anfangs ſehr dicht über einander liegende, zur Blüthe- zeit aber ſich nach allen Seiten ausbreitende Ährchen z und eyförmigen, auf einer Seite erhabenen, an dem einen Ende mit einer merklichen und langen Spite verſehenen/ von den Spelzen dicht umſchloſſenen, in- kruſtirten, und glänzenden, kaſtanienbraunen Gaamen. G3 fordert zu ſeinem vollkommenen Gedeihen durchaus Feuchtigkeit, und wächſt daher gerne in Sümpfen, und andern naſſen Gründen, ſo wie an den Ufern der Flüſſe, Bäche und Teiche, kurz an allen Orten, die einen Überfluß an Feuchtigkeit haben. Wenn es noch jung und zart iſt, d, i, bevor es noch in Halme ſchießt, iſt es ſowohl grün als getro>- net ein angenehmes und gedeihliches Futter für Nind- vieh und für Pferde, So bald es aber Halme ge- trieben, ſo hat es als Viehfutter durchaus allen Werth verloren. Fn älterm Zuſtande iſt es wie das Schilfrohr zu gebrauchen, ſo wie denn auch wirklich in Schwe- den die Dächer damit gede&>t werden ſollen, 68= 9. 220- Glattes Perlgras. Das glatte oder überhängende Perl» gras(Melica nutans; ungr. Függö6 Lehapöt; franz. Melique des mon'agnes; engl. Mountain- Melic- grass) hat eine friechende, ſic) weit ausbreitende fa- ſerige, mit Härchen beſeßte, gelbbraune Wurzel; ſchlanke, aufrechte, etwa 1 bis 1 1/2 Fuß hohe, auch hohere, unten etwas zuſammengedrückte, und gefnieete, oben faſt dreyeEige, geſtreifte, etwas ſchar- fe hellgrüne Halme; verhältnißmäßig lange und brei-- te„lache, nur etwas ſcharfe, hellgrüne Blätter 3 eine etwa 2 bis.5 Zoll lange, zuerſt aufrechte, dann etwas überhängende, einſeitige, traubenſörmige Niſpe, mit gebogener, etwas zuſammengedrücter, dreyeEiger, und ſcharfer Spindel; eyförmige, bauchige, unbe- grannte- etwas hängende, röthlich- grüne Ähren; und epförmigen, auf einer Seite fachen, und gefurch- ten, auf der andern erhabenen, ſehr glatten, und glänzenden, kaſtanienbraunen Gaamen. Es wächſt gerne an ſchattigen Orten, vorzüglich auf Bergen und am Rande der Waldungen, und wird, ſo lange e8 noch jung und zart iſt, ſeiner Sußigkeit und Saſtigkeit halber von allem Viehe gerne gefreſſen, ſo daß es als Weidegras, beſonders in den Wäldern, und beym Abgange beſſerer Gräſer, wirklich gar nicht zu verachten iſt. 6 Yo| ww Pre Yringed] e, braut be geſt ſharft,| 1 bi 13 erin, hüden gd egit, mal UE (ent, pundlide, hiöellen| m; und| WE aufn Nan ten fein inen ziem einem gart Gebiete 1 I fo Kei Uy| ende Yet “hapöt; fran ntain= Mell Sbreitende(; une Wur 2? Juß hof edrüdte, u) , etwas ſh4 nge und hi! Blätter; ei » dann etw ? Niſpe, m drepeige, hige, unbt me Ähren „ und gefurd glatten, um m, vorzüglit dungen, 1 rt iſt, ſein! allem Vit) 43, beſondt' ſerer Oral! 9, 221. Gefranztes Perlgras, Da3 gefranzte Perlgras(Melica ciliata; ungr. Premes Lehapöt; franz. Melique eilide; engl. Fringed Melic-grass) hat eine faſerige, faſt kriechen- de, braune Wurzel 3 aufrechte, oder ſchief aufſteigen- de, geſtreifte, runde ,/ ſteife, nach oben zu etwas ſcharfe, ſonſt glatte, mit mehreren Knoten verſehene, 1 bis 2 Fuß hohe Halme; gleichbreite, lang geſpitte, gerinnte, an der Oberfläche etwas ſcharfe/ auf dem Rücen glatte, geſtreifte, mattgrüne Blätter; eine auf, rechte, walzenartige, ährenförmige, manchmal unter- brochene, 2 bis 5 Zoll lange Niſpe, mit hin und her gebogener, ſcharfer, behaarter Spindel und Äſten z rundliche, lanzettförmig- geſpißte, grünlich- gelbe, bisweilen ins Röthliche übergehende, glänzende Ähr- en, zähen, gedrehten Faſern beſtehende, lichtbräun» liche, faſt gelbliche Wurzel; auſrechte, runde, glatte, geſtreiſte, 1 bis 5 Fuß hohe, mit 1 bis 2 Knoten verſehene, unten beblätterte und oben na>te, am Grunde zwiebelartig verdi>te, dunkelgrüne, ſteife Halme; ziemlich lange, gleichbreite, langzugeſpißte, gegen die Baſis rinnenſörmige ſonſt flache, geſtreifte, gerippte, etwas ſcharfe und rauhe, dunkelgrüne Blät- ter 3 eine aufrechte, nur wenig äſtige, etwas einſeitige, zuſammengezogene, auch in der Blüthe nur ſehr we- nig ausgeſpreitete, 3 bis 9 Zoll lange Niſpe, mit hin und her gebogener etwas ſcharfer Spindel und Äſten 3 aufrechte, länglich- cylindriſche, bläulich- und röthlich- grüne Ährchen 3 und länglichen, cylindri- ſchen, an beyden Enden zugerundeten, rothbraunen, faſt purpurfarben Saamen. E3 wächſt gerne in Brüchern und Moorgründen, und giebt allda einen großen Grtrag eines, in Abgang beſſerer Gräſer, gar nicht zu verachtenden Viehſut- ters. Auf Torfgründen beſonders iſt es beynahe das einzige Gras, welches allda als Futter einen be- trächtlichen Nuten gewährt, daher es auch Häufig Torfgras3 genannt wird. Einige wollen bemerkt haben ,/ daß dieß Gras eine dem Viehe nachtheilige Schärfe enthalte, und rathen daber, daß man es beym Heumachen jedesmal eine geraume Zeit in den Schwaden liegen laſſe, damit ratense, (793; fr) vgl Pyel! rende, ze! ſus nied NEE pq oben| me; H qmale « ft,| oburhald| eingerofltd dete, zuſal hihe, 1! Uröbegran ben Gn): ſſen, die( ume dure (nber ün und huhte) fich m 3 Enigen nen Uſgeſtelt, u) hat eine 4) de, lictbräy runde, glatt bis 2 Fur n nadte, 1 (grüne, ſi) angzugeſpitt die, geſträift Felgrüne R was einſeltiy nur ſehr ze Riſpe, 1 Spindel in bläulich- m en, cylind! rothhraunet Noorgründe es„in Abge! nden Vieh! 3 beynahel! ter enen! 3 auch hay dieß Gras“! (€, und rat! jedesmal 1 H laſſe, dar - 5= es durch den Regen ausgelauget, und von ſeinen ſchädlichen Säften befreyet werde. CS. 2253. Wieſengerſte. Die Wieſengerſte, Roggengerſte oder das roggenartige Gerſtengras(Hordeum pratense, Seu Hordeum Ssecalinum,; ungr«. Beka- Arpa; franz- Orge des pres, Orge faux- Seigle; engl. Ryelike Barley-grass) hat eine faſerige, peren- nirende, gelbbraune Wurzel; mehrere ſchlanke, unten öfters niederliegende, ſonſt aufrechte, runde, glatte, geſtreifte, großentheil3 von Blattſcheiden. umhüllte, doch oben nate, dunkelgrüne, 1 bis 3 Fuß hohe Halme; häufige, unterwärts gerippte, gefireiſfte, ſchmale, etwas behaarte Wurzelblätter; etwas brei» tere, aber auch kürzere, langzugeſpikßte, geſtreifte, oberhalb flache, unterhalb gerippte, am Rande etwas eingerollte Halmblätter 3 eine kleine, etwa 2 Zoll lange, zarte, zuſammengedrüFte, zweyzeilige, ſchmale, grün» gelbliche/ ins Bräunliche oder Nöthliche übergehende, Furzbegrannte Ähre; und länglich- eyförmigen, an beyden Enden zugeſpißten, von Spelzen diht einge» ſchloſſenen, gefurchten, blaßgelben Saamen. Dieß Gras erheiſcht zu ſeinem fröhlichen Wachs- thume durchaus Feuchtigkeit, und wächſt daher gerne an den Rändern der Gewäſſer, und auf tiefliegenden und feuchten Gründen. Auf tro>Fnem Boden findet es ſich nur äußerſt ſelten. " KE I 4> DSZ I. +4 6 | gi 4. 0 3. Ei 3 N 3 E, EBE es E38 wird vom Viehe gerne gefreſſen, und gewährt demſelben vorzüglich eine ſehr gute und angenehme Weide.=- Aber auch auf Wieſen iſt es, ſeiner häu- figen Wurzelblätter wegen, als Untergras, von ſehr großem Belange.= E8 iſt ſehr dauerhaft, und geht da, wo es einmal ſieht, nicht leicht wieder aus, da es ſowohl durch ſeine kriechende Wurzeln, als= wenn man es etwa zur Reife kommen läßt-- durch den ausgefallenen Saamen immer fleißig um ſich wuchert. I1, Wilde Futterkräuter die keine Gräſer ſind. 6,2721: Die gewöhnlichſten und meiſten wildwachſenden Futterpflanzen ſind zwar allerdings die Gräſer, doch giebt es auch außer dieſen noch eine Menge anderer' Pflanzen, die nicht minder unſerm Haushalt3viehe, theils grün, theils gedörret, eine geſunde und ange- nehme Nahrung gewähren, und daher auf unſern Wieſen oder Weiden erwünſcht ſeyn dürfen. Dieſe hieher gehörigen Futterkräuter gehören zwar in verſchiedene Klaſſen und Ordnungen des Linneiſchen Syſtems, doch wird man die meiſten der- ſelben in der 17-ten Klaſſe, die unter der Benennung Diadelphie bekannt iſt, aufgeſtellt finden, ſo wie man ſie leiht aus ihren ſchmetterling ſgviigen Blü- then, und aus ihren Hülſen, in denen der Saame eingeſchloſſen iſt, erfennen/ und von andern Kräutern unterſcheiden kann, dieſe Blumen unddie ihnen nach» folgenden Hülſen mögen auch übrigens einzeln ſtehen, ler in S0 ofer mie Im M. abe unendl 14) wer nun vorzügl jem Fin 14 if. Reit De['! gt. GyÖ [rele ram! (lover, W fies De (6031 11 fhiecende, y kmZeu röthliche, ven Olen dm Gienad Helten, d Ainde Chn nene, 1 ſchr fine, Gam mt | | » und genth Ind ahgeneh 3, ſäner hh ras/ von fü , und geht y er aus da( , al8= wiy = durch h m ſich wuht; Gräſer ſi) pildwachſen) Graſer,(y) tenge anden u8haltövicht de und ant ex auf unſe tfen, -auter geh! Irdnungen| die meiſten dt der Benennt finden, ſo! gſormigen H ren der Ga" andern Frau! die ihnen 3 einzeln ſie)! 539- oder in Köpfchen, oder in Ühren, oder in Trauben, oder wie immer beyſammen ſitzen, oder hängen. Da es dieſer Kräuter, eben ſo wie der Gräſer, eine unendliche Menge giebt ,/ ſo werden wir ebenfalls auch hier nur diejenigen herausheben, die uns die Praxis als vorzügliche Futterkräuter bezeichnet hat, und deren nähere Kenntniß daher jedem Landwirthe unentbehr- lich iſt.: 9.:225. Kriechender Klee, und Erdbeerklee- Der kriechende Klee(Trifolium repens 3 ungr. Gyökerez6 löhere, Mezei fejer löhere; franz. Treſle rampant; engl. Creeping Clover, Dutch Clover, White"Trefoil, Suckling) welcher auch ofters Weißer Feldklee, Holländiſcher Klee,/ u. ſ. w. genannt wird/ hat eine faſerige, Friechende/ perennirende Wurzel 3; einen wagerecht auf dem Boden liegenden, glatten, runden, mehrentheils röthlichen, gegliederten/ ſich weit ausbreitenden, aus den Gelenken wurzelnden, und neue Pflanzen bilden- den Stengel; ſehr langgeſtielte, aus drey rundlichen, faſt umgekehrt eyförmigen oder herzförmigen, glatten, fein gezähnten, dunkelgrünen, oft etwas ſchmußigen oder gefle>ten Blättchen beſtehende Blätter; kleine, weiße(manchmal etwas roſenfarb ſpielende) in lang- geſtielten- doldenformigen Köpfchen dicht beyſammen ſigende Schmetterlingsblumen 3; und längliche, etwas gebogene, und glatte kleine Hülſen, welche 5 bis 4 ſehr kleine, rundlichte, orangefarbe, faſt röthliche Saamen enthalten- --“ 69==' Er liebt vorzüglich einen mäßig feuchten, fetten, und fruchtbaren, etwas kalkhaltigen Lehmboden, oder einen guten lehmigen Mergelboden. Er verſchmäht je» doch auch andere Bodenarten nicht, und findet ſich ſogar auf dürrem magerem Sande, ſo wie auf ziem- lich zähem naßkaltem Thonboden. Auf wohl abgewäſ- ſerten Lorſmooren ſoll er außerordentlich gut gerathen, In waſſerſüchtigem und ſaurem Boden aber kommt er beſtimmt nicht fort, theils, weil ihm die Säure ſelbſt zuwider zu ſeyn ſcheint, theils, weil er von den Sumpfpflanzen, die allda ihr Unweſen treiben, allemal ſehr bald überwältiget. und erſtiFet wird. Er widerſteht der Dürre vortrefflich, und bleibt auch bey dem anhaltendſten. Negenmangel, wenn an» dere Weide ſchon mehrentheils verdorret, immer grün; er wird von allem Viehe, beſonders von den Schaa- fen, ſehr gerne gefreſſen; er iſt ſehr nahrhaft und gedeihlich, und ſchadet dem Wiehe nichts, wenn er| auch im benäßten Zuſtande genoſſen wird z; kurz, er iſt in jeder Rückſicht, und mit vollem Rechte, eines der ſchäßbarſten und wichtigſten Weidekräuter.= Auf Wieſen iſt er dagegen von ſehr geringem, Nutzen, in- dem er hochſtens ein dürftiges Untergras liefert, welches zwar allerdings ſehr gut und zuträglich, aber nur wenig geeignet iſt, die Maſſe des Heues zu ver- mehren. Dem kriechenden Klee beynahe in ſeinem ganzen Habitus überaus ähnlich iſt der Erdbeerklee (Trifolium fragifſerum; ungr. Eperj-löhere; franz. Treſle fraisier; engl. Straw-berry-headed Trefoil). Er hat eben ſo eine friechende perennirende Wurzel; en pied) Inge „riied bel we Glatter ſemigen,! ſihen, va imbeeror! Gr wahl| arten, un ortrefflid“ NH ficom-feju] devwontag Trelol) p Vergil weißer| Dide, auc0y fn bedarf (naden, Ws 3 lmod m, Helge, Rande fin I Wie,[0] hint, he 3 Ginlele', einem 14 üchten ſelty mboden verſchmäht nd findet j) wie auf zi wohl abge) ) gut gerath 1 aber Fom hm die Gay „ Weil erh weſen treibe det wir), dy), und bid gel, wenn a „ immer grüt on den Gat „nahrhaft m qt, wenn ird; furz, „Rechte, ei raute.= m. Nuß; rgras liſt träglich,| Heues zu! ſeinem 96) erdbeer! obere; ſm! ided Trei ende Bir! einen Priechenden und wurzelnden Stengel 3; aufrechte langgeſtielte Blätter und Blumenköpfchen. Sein Un- terſchied beſteht ſaſt einzig in dem helleren Grün ſei- ner Blätter, und in ſeinem während der Blüthe kugel- förmigen, und ſchön purpurrothen, kaum etwas weiß- lichen, nach der Blüthe aber erdbeer- oder vielmehr himbeerförmigen bräunlichen kleinen Blumenköpfchen.= Er wächſt am liebſten auf mäßig feuchten Sandboden- arten, und iſt eben ſo wie der kriechende Klee, ein vortreffliches Weidekraut, beſonders ſür die Schaafe, h. 220. WPI bv ben Der Bergklee(Trifolium montanum; ungr. Harom-feju Iohere, Hegyi Löhere; franz: Trefle des montagnes; engl. Mountain-Clover, Mountain- Trefoil), welcher auch unter den Namen Weißer Bergklee, wohlriechender Bergklee, und weißer Spißklee bekannt iſt, hat eine lange, die, ausdaurende Wurzel; einen aufrechten, e>igen, fein behaarten, geſtreiften, 1 bis 1 1/2 Fuß hohen, einfachen, nur an dem Gipfel getheilten Stengel z aus 5 länglich- eyformigen, lanzettformig- zugeſpitß- ten, hellgrünen, unten ſeidenartig behaarten, am Rande fein und ſcharf geſägten Blättchen zuſammen- geſeßte, langgeſtielte Wurzelblätter; eben derley ge- dreyte, aber faſt ſtielloſe, oder doch nur kurzgeſtielte GStengelblätter; weiße kleine Schmetterlingblumen mit einem pfriemenförmigen Fähnchen, welche in eyfor- -= 02=» migen, oder rundlichen, kurzgeſtielten Köpfchen dicht beyſammen ſißen, deren immer 2 bis 5 an der ober- ſten Spiße des Stengels fich befinden; und kleine rundlichte, glatte Hülſen, welche einen einzelnen, ſehr Fleinen, braungelben Saamen enthalten. Er liebt vorzüglich einen tro>enen milden Lehm- boden falkhaltiger Art, und man findet ihn auf tro>>- nen und bergigten Wieſen und Weideplägen. Er iſt in ſeiner zarten Jugend den Schaafen und allem Viehe fehr willkommen, und gedeihlich, wird aber leicht hartſtengelig, ſo bald er nur ein etwas höheres Alter erreicht, und muß daher immer ſehr kurz abgeweidet, oder frühzeitig abgemähet werden. Q. 227. Wieſeunklee. Der gemeine, oder wildwachſende rothe Wieſenklee(Prifolium pratense; ungr. Reti 16- here; franz. Treſle des pr&s; engl. Meadow- Clo- ver, Meadow- Trefoil), welcher dem rothen GSaat- klee äußerſt ähnlich iſt, und eben deshalb von den meiſten Botanikern, in früheren Zeiten, da man den Saatklee noch weniger kannte, irrig damit für eine und dieſelbe Pflanze gehalten ward, hat eine ſtarke, tiefdringende, mit Faſern beſeste, braune, peren- nirende Wurzel; einen etwas hohlen, erſt gebeugten- dann aufrechten, etwas äſtigen, oft auch nur einfachen, 1 bis 2 Fuß hohen Stengel; langgeſtielte, aus 8 rundlichen faſt eyſörmigen, weichbehaarten ſchmugtig- up fed gepurrot)! Jen Blattal fupſchen 91 Aumen; 1 ven jede ingeſhlef (rw mäßig fü leſen ei! hmg8pl Wu zu gar nid vf jedem 7 NE Berei 13: Mountain-, Jergflee igende,; Munzel ein efachen un Üefgrünm Wey nglig M langen, Samm 314 dunkeluh Köpfchen 4 an der obs 5 und Feh Inzelnen, ſe ; milden Leh ihn auf tnf aben. Schaafen u ethlid), wi) nur ein ewa yx immer ſeh het werden, nde rot) nat. Reti| eadow- Hh rothen(Ga! halb von|! da mani! amit für>) at eine ſia! aune, pi 1at0 ſh91 Ni! rſt geveit nur einfac! Tielte, am? ten ſcm) weiß gefleckten Blättchen beſtehende Blätter 3 blaf« purpurrothe, in unförmlich rundlichen, geſtielten, von den Blattanſäßen der zwey oberſten Blätter umgebenen Köpfchen gedrängt beyſammen ſißende Schmetterlings» blumen; und nierenförmige, ſchwefelgelbe Saamen, deren jeder einzeln in einer beſondern kleinen Hülſe eingeſchloſſen iſt. Er wächſt allenthalben auf allen fruchtbaren mäßig feuchten Gründen, und giebt eben ſo auf Wieſen ein reichliches Untergras, als er auf den Hutungsplägen eine ſehr gute Weide gewährt. Auf zu dürrem und nahrungsarmen Boden kommt er gar nicht fort, und in zu naſſen Gründen wird ex auf jedem Fall von den Sumpfgräſern unterdrückt. 9. 228. NTpent Iles Der Alpenklee(Trifolium. alpestre; ungr. Berczi löhere; franz. Treſle des Alpes; engl. Red Mountain- Clover) auch Waldklee und ro ther Bergklee genannt, hat eine ſtarke, ſchief abwärts ſteigende/ äſtige, kriechende, braune, perennirende Wurzel; einen aufrechten, geraden, rundlichen, ganz einfachen und aſtloſen, etwas behaarten und rauhen, blaßgrünen, 1 bis 1 1/2 Fuß hohen CEtengel; aus drey länglichen, gleichbreit- lanzettförmigen, 1 bis 2 Zoll langen, am Nande fein gezähnten, und Furz be- haarten Blättchen zuſammengeſegte, geſtielte Blätter; dunfkelrothe, in rundlichen, faſt eyrunden, einzelnen oder gepaarten ,/ von zwey entgegengeſeßten Blattati- ſäßen umgebenen, 1/2 bis 1 Zoll langen Köpfchen vereinte Schmetterlingsblüthen 3 und rundlichen, in einer zuſammengedrücten kleinen Hülſe einzeln ent» haltenen, weißbraunen, oder bräunlich- gelben Saamen.- Gr kommt faſt in jedem Boden fort, und wird daher häufig auf allen=- ſelbſt auf ſeuchten und moorigen= Wieten angetroffen, findet ſich aber doch vorzüglich auf bergigen, tro>nen, und waldigen Trif»- ten, beſonders wenn der Boden etwas kalkhaltig iſt. Er hat das Eigene, daß er unter allen Gräſern freudig fortwuchert, ohne ſich von denſelben ſiohren zu laſſen/ und iſt ein ſehr gutes und taugliches Weide- Fraut für Nindvieh und für Schaafe; nur muß man ihn nicht zu alt werden laſſen/ weil er ſonſt leicht zu hart, und dem Viehe ungenießbar wird, G- 220. Gebogener Klee. Der mittlere oder gebogene Klee(Tri- folium medium Seu(lexudsum; ungr- Gatsibas 16- here; franz. Trefle intermediaire, Vreſle tortueux; engl. Crooked Clover, Crinkled Clover, Zigzag- Trefoil) iſt gleichſam ein Mittelding zwiſchen den beyden vorhergehenden Kleearten, und wurde eben deswegen von dem großen Linne der mittlere me- dium genannt, wogegen ihn der berühmte Jacquin in Hinſicht der Geſialt ſeiner Stengel den gebo- genen hen 0 ieeb, fj Fridende M Sunn hir'gebogt eilen eiw gedreyte, Weſpe 10010 haft roth! rundes) jet 8) jenen form (lh ala umdlihen] grauen 3,4 (r lielt wu fehr m! hne wr] Bodenart Dldern 8 (6 1 Faul, uns ſhaßbit, 9 Fahr hind) werden Fang Her nong nüthe nah Kont Gg Art he 0 hrautt, vj Grun)i, vg ten Blatt zen Söpihe undlichen,| einzeln(1 nlic, gelt t, und mw ſeuchten yy ſich aber de valdigen Tr) IPhaltig iſt [len Gräſer [ben ſtöht« liches Wei) ur muß m onſt leicht; , el. e Slee(! , Gatsibä relle tortut! Yver; Ligt! ) zwiſchen| 1d wurde ittlert!" mte Fac! x el den 9“ nen ats -- 5)= genen flexuosum nannte.= Er hat eine peren- nirende, ſtarke, äſtige, ſchief in den Boden gehende, kriechende, mit wenigen Faſern beſegte“braune Wur- zel; unten faſt dreyeenen, oder nur ſehr mäßig feuchten Lehmboden kalkhaltiger Art, ohne jedoch auch ändere= ſowohl looſere als zähere== Bodenarten zu verſchmähen, und findet ſich häufig in Wäldern und auf allen guten fruchtbaren Wieſen. Er hat alle Eigenſchaften eine guten Futters krauts, und iſt als Weide» und als Mähekraut gleich ſchägbar. Er wächſt äußerſt ſchnelle, ſo daß er das Jahr hindurch ſehr oft abgeweidet, oder abgemähet werden kann, weßwegen ihn auch Einige Monat hs Flee nennen, da er wie die Luzerne, ſaſt alle Mo» nathe mähbar iſt. Das Vieh frißt ihn grün und ges tro>net gleich gerne, und er bekommt ihm auf beyde Art ſehr wohl. Er bläht, wenn er als Weide ges braucht, oder ſonſt grün gefuttert wird, das Vieh Grundſ, der Feldk. 3, Th» 5 >*«RfW or SEEG IEE nicht auf, wie ſolches der rothe Cäatklee zu thut pfleget. Er iſt ſeiner etwas mindern Saſtigkeit wegen; ſehr leicht zu troFnen und zu Heu zu machen. Und wa3 Dderley Borzüge eines guten Fütterfrautes mehr ſind. Sein Hauptfehler iſt bloß, daß er leicht hart und holzig wird. Er muß daher immer möglichſt früh und oft abgeweidet, oder abgemahet werden. Auf Wieſen iſt dieſe wilde Kleeart ganz beſon» der8 ſchäßbar, und erhöhet, wenn ſie in Menge vor» handen iſt, den Werth derſelben oft um ein Bes trächtliches.« G- 230: M. 0. Hau el 0.8 Der Ührenklee, langährige röthe Klee aroße Haſenklee, Erifehum rübens;; ungr. Pirülo löhere; franz, Trefle rougeätre, Trefile a longue Epi; engl. Reddisch Clover, Long-eared Clover) hat eine ſtarke, di>e, lange, aſtige, mit Faſern verſehene, ausdaurende Wurzel; einen auf- rechten- runden, glatten, einfachen, 1 bis 2 Fuß hohen Stengel 3; gedreyte, mit kurzen ſcheideförmigen Blattſtielen verſehene, aus länglichen, faſt lanzettfor- migen, glatten, nervigten, am. Nande ſcharf geſägten Blättchen zuſammengeſeßte Blätter 3; in einer 1 bis 5 Zoll langen, eyförmig- cylindriſchen, kurzgeſtielten Blumenähre ſißende, ſtielloſe, licht- purpurrothe Schmetterlings8blumen 3 und rundliche, faſt eyfor- mige, etwas flachgedrüFte, glatte, kleine Hülſen, ſichen, 1| nehme? 30 Chaot m fee zu hy gfeit weaw tachen, 1) rautes meh x leicht hat 0glichſt ſri den, ganz beſon Menge vt um ein% ze rotyl m ruben; tre, Trei hongr-eart * öſtige 1 / einen(w bis 2 P eideformit! | lanzetiſt! harf geſagt einer 1 bi! Furzgeſiid! „ purpur) faſt ef! eine Hill welche ein einzelnes, glänzendes, rundliches, kaſta- nienbraunes Saamenfkorn einſchließen. Er nimmt mit dem ſchlechteſten und unfruchtbar» ſten Boden vorlieb, wächſt gerne in ſteinigen, bergigen, und waldigen Gegenden, kann vermöge ſeiner langen tieſdringenden Wurzeln der Dürre ſehr gut wider- ſtehen, und iſt ein ſehr gutes, geſundes und ange- nehmes Futterkraut für alles Vieh, beſonders für die Schaafe. 6: 231: Goldfarber Klee. Der goldfarbe Klee, oder gelbe Feld- rlee(Trifolium agrarium; ungr. Zörgö6 löhere, Särga mezei löhere; franz. Tryefle des CaMPAgNES 5 Trefle jaune; engl, Yellow Clover) hat eine Fleine; äſtige, zaſerige, nicht perennirende Wurzel 3; einen aufrechten, runden, äſtigen, etwas behaarten, 1 bis 2 Fuß hohen, bald grünen bald röthlichen Stengel; zahlreiche, gedreyte, aus Furzgeſtielten, umgekehrt lanzettförmigen, oben ſtumpfen, bisweilen etwa3 aus8- gerandeten, und bis über die Mitte ſchwach gezähnel» ten Blättchen beſtehende, von lanzettförmig- zUgeſpiß- ten geſtreiften Blattanſaäßen unterſtüßte Blätter; gold- gelbe, nach dem Verblühen braune, it rundlichen kleinen an der Spiße des Stengels und der Üſte er- ſcheinenden, langgeſtielten Köpfchen gedrängt beyſam»- men ſigende Schmetterlingsblyumen; und eyfösrmige, gelbliche, glatte Saamen, welche einzeln in kleinen, rundlichen, faſt epförmigen, zuſammengedrückten, ge» 5* “ 4 A WFT 25 4 A WEI 1:% |. 3 € ... 038== ſtielten, und in der vertroFneten Blume ſteFenden Hülſen enthalten ſind. Er liebt vorzüglich einen guten fruchtbaren Lehm- boden loFerer und etwas kalkhaltiger Art, oder einen guten Mergelboden; gedeiht jedoch faſt auf allen Bo- denarten, wenn ſie nur nicht allzu feucht ſind. Auf Kalk» und Kreideboden ſoll er ganz außerordentlich gerathen.= Man findet ihn allenthalben auf Üern Weiden und Wieſen, ſo wie am Nande von Gehöol- zen und Waldungen, oder in jungen noch nicht ſehr beſchatteten'Holzſchlägen. Als Mahefkraut iſt er nur von ſehr geringer Ve- deutung, indem er ein zwar gutes aber nur ſehr ſparſames Heu liefert, deſto ſchäßbarer aber iſt er als Weidekraut. Er wird von allem Viehe, beſonders von den Schaafen, ſehr gerne gefreſſen, und iſt ihnen überaus nahrhaft und gedeihlich, ſo daß er in dieſer Hinſicht alles Lob übertrifft, daß man ihm etwa ge- ben fönnte«. Er iſt zwar bloß ein- höchſtens zweyjährig, be- ſaamet ſich aber durch den ausgefallenen Saamen von ſelbſt, und geht da nicht leicht aus, wo er einmal ſiehet. G. 232; BDäaſfardkſlee: Der Baſtardklee, weißrothliche Klee, vder Honigklee(Prifolium hybridum; ungr« Korcs löhere; franz. Trefle hybride, TVreſle bäatard; eugl, Bastard Clover) hat eine ſtarke, äſtige, weiß» ie, de? oſt niedit 1 lt, mit] afiigen) (anggeſti de zul migen, 8 de Dlai'M ne,(9 Fopfhen n eyformig Ii haltet), me fteduby tbaren Lehy t, oder eint auf allen 3 t find. 4 1Ferordentli n auf Än e von Gehl I< nicht ſeh geringer Vi er nur ſeh ber iſt er al €, beſonde und iſt ihm er in dit hm etwa( wzjahrig! ! 0 er einn (iche 8!! „qum; 1 P'reßle bali! „Aſtige/ m liche, aber nicht ausdaurende Wurzel; einen anfangs oft niederliegenden, dann aufrechten, ſcy)wachen, hoh- len, mit Gelenken verſehenen, runden, geſtreiſten, äſtigen, 1 bis 2 Fuß hohen Stengel; gedreyte, unten langgeſtielte und aus rundlichen faſt eyfſormigen Blätt» net ein ſehr gutes gedeihliches und angenehmes Futterfraut, wie er aber älter wird, ſo taugt er ſeiner Härte und Holzigkeit wegen, eben ſo wenig als der vorige, CG. 235. Gezähnter Steinklee. Der gezähnte Steinklee(Trifolium meli- lotus dentata, Trifolium dentatum; ungr. Fogas Somkoör6o; franz. Melilot dentel&; engl. Dented x - X= BT 5450 , N + KR | NI u u bpeinn ee R IIIS GERE I „- wam 72 waza Metilot) unterſcheidet ſich vom gemeine! Steinkfkee hauptſächlich durch ſeinen runden weniger geſtreiften Stengel, ſeine größern, aus länglichern, lanzettſör- migen, und ſchärfer gezähnten Blättchen befiehende Blatter, und durch ſeine etwas kleinern und fürzern Blumentrauben, Er wurde von unſerm heimiſchen gelehrten Bota- niker Kitaibel in mehreren Gegenden unſers Va- terlandes gefundett, wächſt gerne auf feuchten und ſumpfigen Wieſen, und wird von allem Viehe be- gierig gefreſſen. GC. 236. Blauer Steinklee. Der blaue Steinklee, oder Schabzieger Klee(Trifolium melilotus coerulea; ungr. Kek Somköro, Kek lohere, Molyſü; franz. Melilot bleu; engl. Blue Melilot) Hat eine äſtige, nicht aus- daurende Wurzel; einen aufrechten, e>Xigen, glatten, geffreiſten, ſehr ausgebreiteten und äſtigen, 2 bis 5 Fuß hohen Stengel; geſtielte und gedreyte, aus läng- lich- eyformigen, zugeſpißten, glatten, am Rande fein geferbten. Blättchen beſtehende Blätter 3 ziemlich lang- geſtielte, an den Spigen des Stengel3 und der Äſte befindliche, rundliche oder eyrunde Blumenköpfchen, mit ſchmetterlingformigen, weißlich- blauen Blüthen; und bläulich- gelbe, nierenförmig- rundliche, in bauchigen, runzlichten blaß- braunen Hülſen paar- weiſe eingeſchloſſene, kleine Saamen, 3 de(6 gelb( Jere kerep-C5VE els, Luß WEN Durkf harten Ginge; nhl; am 4 et Eten er deffreifn + lanzettiv! 1 beſehen) und fürn unſers Vz u feuchten un) m Viehe bt jabziege! ungt. Ke 03. Meli e, nicht au . Y atton zen, glatt te, aus 9! m Rande fi! ziemlich 101 „und der V umentopfs wen Blut rundlich, Hülſen y0 Er wächſt gerne in gebirgigen Gegenden, und iſt vorzüglich auf den Alpen der Schweiz in großter Voll- kommenheit zu Hauſe, allwo er auch als ein ſehr gutes milchvermehrendes Futterkraut von je her all- gemein befannt iſt.=- Man gebraucht ihn überdieß in der Schweiz noch als Jngredienz der ſogenannten Scchabzieger Käſe, mit deren Maſſe er in Pulverge- ßfialt verarbeitet wird. 6. 23% Sichel-Luzerne. Die Sichel-Luzerne, auß Sichelklee, gelber Schne>enklee und ſchwediſche Lu- zerne genannt,(Medicago falcata; ungr. Sär- kerep-Csigacs6, Särkerep; franz. Luzerne en fau- eille, Luzerne jaune; eng!. Yellow Medick) hat eine tief gehende, ſtarke, mehrere Jahre ausdaurende Wurzel; einen faſt niederliegenden, äſtigen, etwas be- haarten, harten und holzigen, 3 bis 4 Fuß langen Stengel; geſtielte, und gedreyte, abwechſelnd ſißende, aus ſchmalen, keilformigen, faſt umgekehrt lanzett- förmigen, länglichen, dunkelgrünen Blättchen beſte- hende Blätter; gelbe, bi8weilen ins Bräunliche über- gehende, in aufrechten geſtielten Trauben ſitzende Schmetterlingsblumen; und ſichelförmig gekrümmte, weichbehaarte Hülſen, welche gewöhnlich 4, bisweilen aber wohl auch mehr, gelbliche, glatte, nierenfors mige, durch eine Kerbung gleichſam getheilte Saamen enthalten. x+4. % 4403 FEN SE IE Die rF 5 iE Dieſe der bekannten Saat- Luzerne nicht un&öhn- liche Pflanze findet ſich gerne auf magerem, tro>enem und ſonnigem Grunde, beſonders wenn es demſelben an Kalk nicht fehlet, und iſt in ihrer Jugend ein ſchr gutes, für Pferde ganz beſonders geeignetes Futter- kraut. Wird ſie alt, ſo iſt ſie holzig, und außer den Blättern völlig ungenießbar. Sie muß daher möglichſt frühe, und noch geraume Zeit vor der Blüthe benugt werden, wenn ſie wirklich ein gutes und ausgiebiges Futter abgeben ſoll.=- Jn nördlichen Gegenden, ſonderlich in Schweden, ſoll man ſie auch mit vielem Vortheile ſtatt der Saat- Luzerne, welche daſelbſt die Winter nicht aushält, anzubauen angefangen haben, welches zu der Benennung ſchwediſche Lu zerne den Grund gegeben hat. S. 238- Hopfen-Luzerne Die Hopfenluzerne, auch gelber OÖchned>enklee, und gelber Hopfenklee genannt,(Medicago lupulina; ungr. Komlös Csi- Zacs6; franz. Petite Luzerne jaune, Luzerne en houblon; engl. Black Mediek, Little yellow Medick, Nonesuch) hat eine ſtarke perennirende, bräunliche Wurzel; mehrere an den Boden liegende, äſtige, glaite, etwas eFige, bisweilen etwa 1 Fuß lange Stengel; gedreyte, kurzgeſtielte, abwechſelnd ſigende, aus umgekehrt eyförmigen, ziemlich glatten, an der Epiße gezähnten kleinen Blättchen zuſammengeſegßte Blätter; ſchwefelgelbe, ſehr kleine, in einem ziemlich mes,(199 Joljige"2 Jer veftre W in Olen(0 NN. y (9(01)+ Del UKE vide ferhimggh mh Wi| gelſt,"W Im ' amd nicht unh Nn, troffen es demſelhy end ein feh netes Fut 1d aufer dy her inoglit lüthe beni 1) mit vidy daſelbſt), ngen habit e Luzern €. ) gelb! » pfenfl| (6 Luzerne! ow Medi , bräunlig 1de, äſiig! Fuß lany [nd ſigen?) en, an nmengeſ! em ziemli] langgeſtielten, eyförmigen, faſt ährenförmigen kleinen Köyſchen figende Schmetterlingsblümchen 3; und läng- lich)- runde, in ſehr kleinen, nierenformigen, ſteif» haarigen, runzlichen, ſchwarzbraunen Hülſen einzeln eingeſchloſſene Saamen. Man findet dieſe PAanze faſt auf jedem Boden und in jeder Lage; am freudigſten und vollfommenſten gedeiht ſie jedoch auf gutem, fruchtbarem, mäßig feuchtem, falfhaltigem Lehmboden, oder auf gutem Mergelboden mittlerer Conſiſtenz.=- Sie iſt allem Viehe ein willkommenes und angenehmes Futter, und eignet ſich ſehr gut zur Weide. S- 230: Lotus, oder Shotenklee. Der. gehörnte Lotus, gehörnte Scho«- fentlee, oder Hornfklee(Lotus corniculatus; ungr. Szarvas Kerep; franz. Lotier a petites cor- nes; engl. Common Bird's- foot Trefoil) hat eine holzige äſtige Wurzel; mehrere bald niederliegende oder geſire>te, bald mehr oder weniger aufrechte, glatte, äſtige, etwas e>ige, 1/2 bis 1 1/2. Fuß lange Stengel; geſtielte, abwechſelnd ſtehende, gedrepte, aus länglich- eyförmigen, ſpigigen Blättchen beſtehende Blätter; kurzgeſtielte, goldgelbe oder rothlich- gelbe, in lang- geſtielten, rundlichen etwas zuſammengedrü- ten Köpfchen ſigende, geſtielte, und hängende Schmets terlingsblümchen; und nierenformige, fleine, braun gelbe, in walzenförmigen, braunen/ glatten/ glän» € 4 R 7 EIn j AAN Eph- | || Apt wern erde Bam WEF eke ant Sia inn Ge oe zenden/ einfächerigen, vielſaamigen, hängenden Hül- ſen eingeſchloſſene Eaamen. Dieſem äußerſt ähnlich iſt noch eine andere Lotus8- art, weiche die Botaniker Lotus siliquosus nennen, und welche ſich beynahe nur durch die ſchwefelgelbe Farbe ihrer Blüthen, und durch ihre aufrecht ſtehenden, viere>igen, vier- bis ſechsſamigen Hülſen unterſcheidet. Beyde wachſen gerne auf feuchten Wieſen und - andern feuchten Pläten, ſind ein vortreffliches, dem Viehe= beſonders im getrockneten Zuſtande, als Heu-- ſehr angenehmes Futterkraut, vertragen viele Näſſe, ſelbſt häufige Überſchwemmungen ſehr gut ,- ſind überhaupt ſehr ausdaurend, laſſen ſich ſehr gut zu Heu machen, und ſind daher auf allen feuchten und naſſen Wieſen überaus ſchägbare Pflanzen. S. 240. BoFgelwicee Die Vogelwi>e,(Vicia cracca; ungr. Ka- Szanyüg-bab6, Madär-bükköny; franz. Vesceron; engl. Tuſted Veteh, Bird's-tare) zu welcher auch die feinblättri ge Wide(Vieia tenuifolia) und die vielblumige Wie(Vicia multillora) als bloße Varietäten gehören, hat eine ſehr peren- nirende Friechende Wurzel; mehrere ſchwache, eige, gefurchte, weichbehaarte, äſtige, aufſteigende und flerternde, 5 bis 4 Fuß hohe Stengel; gefiederte, aus 8 bis 12 paar eyformig» lanzettformigen, weich» behaarten Fliederblättchen zuſammengeſeßte, und an der Spie mit Gäbelchen zum Anklammern verſehene lättr; 0 heran" (inſetige X abhän braune H und glatt! Gel! figen fu? gelboden| Jund looſe! faſt allet] ber Daldel und auf DL. Ge if allem Diehl Jgieht auf 34 den Fann, 1 [Wien hat john udy und ande unterdrig er, nur VN Natur weg) und, wenns Wi eten 1 222 RY DY) angenden bis andere Pohj ISUS Nenn ſcXen und an Zäunen, am Rande der Wälder und in Gebüſchen, ſo wie auf ÜFern und auf Wieſen, wild. Sie iſt ein gutes ,/ ſowohl grün als getro>net allem Viehe angenehmes und gedeihliches Futter, und giebt auf Wieſen, oder ſonſt, wo ſie gemähet wer- den fann, einen ſehr reichlichen Ertrag an Heu, Auf Wieſen hat ſie noch das Gute, daß ſie durch ihren hohen und dichten Wuchs das Aufkommen des Mooſes und anderer Wieſenunkräuter verhindert,= Auf Üern unterdrückt ſie zwar ebenfalls die wuchernden Unkrzu- ter, nur Schade, daß ſie allda ihrer wuchernden Natur wegen, ſelbſt leicht zum läſtigen Unkraut wird, und, wenn may ſie zu ſehr überhand nehmen läßt, nicht ſelten ſogar das Getreide zu erſtiken drohet. 0- 91% Buſ<- oder Zaunwicke. Die Buſchwie, ZaunwiFe oder He>en- wide(Vicia dumetorum vel 5epium; ungr. Gyepüi j | | | --“ 78== babs, Gyepüi bükköny; franz». Ve3ce des brous- Sailles, Vesce des buissons, Vesce des haies; engl. Bush- vetch, Hedge-tare) hat eine äſtige, lange, braungelbe, perennirende Wurzel; mehrere 1 bis 2 Fuß hohe, aufrechte, einfäche odet nur ſehr wenig äſtige; glatte, an andere Gegenſtände ſich anklams» mernde und ranfende Stengel; gefiederte, aus 6 oder 7 Paaren epförmiger, nach der Spike zu allmählig Fleinerer, auf beyden Seiten fein behaarter und adri- ger Blättchen beſiehende, an der Sypige mit Ranken zum Anklammern verſehene Blätter; kurzgeſtielte, in den obern Blattwinkeln erſcheinende, und zu 5 bis 5 beyſammen ſißende; oder vielmehr hängende, violette; zuweilen etwas weißliche oder rothliche Schmetterlings» blumen; und glatte, braune Hülſen, welche etwa 5 bis 5 aſchgraue, ſchwärz punktirte, runde, und glatte Saamen enthalten.= Sie wächſt gerne an Zäunen und Heden, oder zwiſchen Gebüſchen, daher ſie auch ihre Namen erhalten hat, und iſt wo ſie ſich vorfin» det ein gutes, dem Viehe eine angenehme Weide ges währendes" Futterkraut; 8..202; SPP UPD WW 47.00.08 Die Waldwid>ee(Vicia sylvestris vel sylvati- ca; ungr« Erdei bab6, Erdei bükköny; franz. Vesce des bois; engl. Wood-vetch) hat eine ſehr äſtige- perennirende Wurzel; mehrere e>ige, glatte, gefurchte, ſehr äſtige, ranfende, an benachbarten Gegenſtänden emporklimmende, 4 bis 6 Fuß lange » 7 Giengts 1 ſormigey heſehende flummern! der bläul'? geficlten 1 13 beyſa! deibreith ſchent, 9 4 in welqer! orver; M [Hoffen Gie lit Wye Boden 8 din und OJJ ji iv and 5044 hab d p feuilles de p' ſt nds dp er gebogen Wehen,€ Ce des bri. LY hates; ew aftige, lang ehrere 1 biz, ur ſehr we) ſich onfliy €, qus 6 0) zu almähl) vter und ad: € mit Rane rgeſtielte, it 0 zu 5 bis 5 de, violette, ymetterlings he eiwa e, und glatt ! an Zäun! aher ſie au! e ſich vorf ne Weide; ; vel sybalr öny; fret hat eine ſe ige, glatt benachbart! ; Fuß 1a Stengel 3; gefiederte, aus 7 bis 8 Paar glatfeit, ey- förmigen, ſtielloſen, wechſel8weiſe ſtehenden Blättchen beſtehende, und an der Spiße mit Nanken zum An- klammern verſehene Blätter; weißliche, rothlich- blau, oder bläulich- roth geſtreiſte und punktirte, in lang» geſtielten, dichten überhängenden Trauben, zu 10 bis 15 bepyſammen ſißende Schmetterlingsblumen; und gleichbreite, mit einer ſtarken und ſcharfen Spige ver» ſehene, glatte, lichtbraune, herabhängende Hülſen, in welchen die runden und glatten braunen Saamen» körner, gewöhnlich zu vieren bis höchſtens 6 einge» ſchloſſen ſind. Sie liebt, wie alle Wien thonige und kalkhal» tige Bodenarten, wird vorzugsweiſe in bergigen Wäl» dern und Gebüſchen angetroffen, und dient dem Viehe zu einer angenehmen und gedeihlichen Weide. + 2435 Erbſenwicdee. Die Erbſenwicee, erbſenartige Wie, öder gelbe Wide,(Vicia pisiformis; ungr. Bor- SOka- babs, Borsöforma bükköny; franz. Vesce a feuilles de pois; engl, Pea-like verch) hat eine lange, äſtige, holzige, braune, ſehr ausdaurende Wurzel; einen eXigen, glatten ,/ gefurchten, hin und her gebogenen, ſehr äſtigen, oft 6 bis 8 Fuß hohen; ſchwachen, emporrankenden, und ſich an andere Ge- genſtände anklammernden Stengel; abwechſelnd ſte- hende, gefiederte, aus 6 bis 8 ziemlich breiten, erb- ſenförmigen, hellgrünen, geaderten, epförmig- rund» EEE SE lichen Fliederblättchen beſiehende, an der Spike mit vi| Gäbelchen zum Anklammern verſehene Blatter; bräun- Hän,| lich- gelbe, oft bis zu 3o in einer lang- geſtielten ein- iin img ſeitigen Traube dict beyſammen ſitzende, oder viel» Deideiro mehr abwärts hängende Schmetterlingsblumen; und zuſammengedrücte, etwas bäuchige, ſehr glatte, 7 ziemlich breite, etwa 1 Zoll lange, glänzende, hraun-| gelbe Hülſen, in welchen 4 bis 6 runde, glatte- Die ſchwarzhraune Saamen von der Größe einer mittleren blättt Erbſe eingeſchloſſen ſind.|(Actra M Sie findet ſich gerne an rauhen, bergigen und Heja- kl ſelſigen Orten in Gebüſchen, liebt ganz vorzüglich auvage; n bindigern und ſtark kalkhaltigen Boden, und wird rice) min von aliem Viehe gerne gefreſſen» wler Veni F- 24h Ja ein Im 97) OM;] Wilde Kicher. 508 Get, KMUS Die wilde Kicher, oder der kichernärtige kit Aſtragalus, oder TLraganth(Astragalus ei- gefideig cer; ungr. Bagöltsa böka, Hölyag- l10bors6; franz. qu, fu Astragale pois- ehiche, Pois-chiche Sauvage; engl. helene Wild Chich) hat eine lange perennirende Wurzel; er ſy einen langen, äſtigen, niederliegenden Stengel; ge Ie iele fiederte, aus vielen kleinen, länglichen, geſtumpften, ſamma glatten, gezähnten Blättchen zuſammengeſeßte Blät-| ngöblumeg rer; in Trauben ſitzende, blaue, öfters ins Weiße Umm, 4 oder Weißlich- gelbe übergehende Schmetterlingsblu- mige, men; und rundliche, aufgeblaſene, und haarige Hüls Git lied ſen, mit 4 bis 5 rothlich- braunen kleinen Saamett- Nur körnern« Jud Dab Sie|Grun);,)) daw d er Cpiße Ni latter: bein geſtielten e, oder vy blumen 1 ernärti; SITABS us| bo 50) ſtan auvage, fm ende Wu Stengel;| geſtumpf! naeſehte Zu r3 ins M netterlings haarig! h nen Gam CZ EHEN 69) WINE Gie findet ſich allenthalben an Zäunen und Heden, in Wäldern und Gebüſchen u. ſ. Ww, 4.1110 iſt in ihrer zarten Jugend allerdings ein ſchägbares Weidekraut, 027245: Wilde Süßwurzel. Die wilde Süßwurzel, oder der ſü ß- blättrige Aſträgalus“oder Tragantch, (Attragalus glykyphyllos; ungr. Edes-levelü boka, Hejja- köröm:; ſranz. Astragale- reglisse, Reglisse Sauvage; engl. Sweet Milk- vetch, Wild liquo- rice) welche in verſchiedenen Schriften. auch vbſters unter den Benennungen Wildes Sä POM 2 Wolfs8ſchoten und Steinwiceen vorfommt, vat eine lange, tiefdringende, friechende, äſtige Wurzel; mehrere niedergeſtre>te, hin und her gebo- gene, krautartige, durchaus äſtige, runde, gefurchte, leicht behaarte, 3 bis 5 Fuß lange Etengel; ungleich gefiederte, abwechſeld ſiehende, aus 5 bis 7 eyformi- gen, ſtumpfen, neßförmig geaderten, alatten und bellgrünen Blättchen beſtehende Blätter: blaßgelbe vder ſchweſelzelbe, hald ins Grünliche bald ins Bräuns liche ſpielende, in einer eyförmigen vielblüthigen Traube beyſammen ſitzende oder vielmehr hängende Schmetter» fingsblumen; und rundlich- drepyeckige, etwas g2- frümmte, glatte Hülſen, in denen 6 bis 10 nieren förmige, kleine, gelbe Saamenkörner enthalten ſind. Sie liebt vorzüglich ralfhaltige Lehm- und Thon» vodenarten, und wird häufig in bergigen Gebüſchen und Waldungen, aber öfters auch an Zäunen und Grundſ« der Zeldk. 3. Th. 6 Heen, ja bisweilen ſogar an den Nändern unſerer Ser. angetroffen.= Das Vieh ſrißt ſie, ſo lange ſie, jung und zart ilt, gerne, und ſie iſt daher auf allen Weidepläten ein nicht zu verachtende3 Futterfraut« Gei Lan Die Geißraute, der Geißklee, oder das Geißblatt,(Galega ofhcinalis; ungr. Kecske- Gälga, Kecske-ruta; franz. Galega oflicinalt, Chevre- feuille, Rue de chevres; engl. Goat's= rue) hat eine tiefdringende, ſtarke/ holzige/ äſtige/ knotige, perennirende Wurzel; mehrere aufrechte/ glatte, rund»- liche, geſtreiſte, hohle, äſtige, 3 bis 6 Fuß hohe Stengel; unpaar- gefiederte, aus 7 bis 13 gleich- breiten, lanzettformigen/ faſt pfeilſormigen, glatten, geſtreiſten, am Ende mit einem ſchwachen Stachel verſehenen Fliederblättchen beſtehende Blätter 3 weiße» in3 Blaue ſpielende, manchmal faſt violett- rothe, in einer aufrechten, ährenförmigen Traube ſitzende oder hängende Schmetterlingsblumen; und über 1 Zoll lange, ſchmale, glatte, queer geſtreiſte Hülſen, welche 3 bis 5 länglich» nierenformige braungelbe Saamen enthalten. Sie wächſt in allen etwas mildern Klimaten; und wird daher bey uns häufig genug angetrofſen.=- Sie nimmt mit dem ſchlechteſten und unfruchtbarſten Boden vorlieb, und iſt gleichwohl ſehr ergiebig.= Sie iſt daher ein überaus ſchäpbares Weidekraut, welches, ſo lange es jung iſt, von den Schaaſjen und wwe) gien N ei feſon mil er)9 H! v18; gt | Vadbors Lathprus 1? nigt ſicher vt de Ewotig, (ät da tanfende, hngen)? lanzttform OWEN dienenden lang- gef Tingöhlume NUHEN eng ane Vlfhaltige| Gie if Wutefraut geſiſy yi iE y notige, atte, rund Fuß hohe 13 glei» 1, glatten, "m Stach (49,4 wißt 1 Klima!) jaetroffen fruchtbarſt ergiebig 7 Weidekray „ pchaglen ZST:"24 Ziegen ſehr gerne gefreſſen wird.-- Lettern iſt ſie ein beſonderer Le&erbiſſen, daher ſie auch ihre Na- im cn erhalten hat. S. 247. Wieſen- Platterbſe. Die Wieſen-Platterbſe(Lathyrus Praten 818; UNgL. Parlagi bükköny, mezei bükköny, mezei Vadbors6; franz. Gesse des pr&s; engl. Yellow Lathyrus, Meadow- Setehling) welche auch vfters Honigwi>e, gelbe Wie, und Wieſen kicher genannt wird, hat eine ſehr äſtige, Friechen- de, knotige, braune Wurzel; mehrere rundlich- vier- eige, glatte, äſtige, 2 bis 5 Fuß lange, ſchwache, ranfende, an benachbarten Gegenſtänden ſich empor» ſchlingende Stengel; geſtielte und gepaarte, aus 2 lanzettförmigen, glatten, ſpißigen Blättchen zuſam» mengeſeßte Blätter, mit einfachen zum Anklammert dienenden Nanken; gelbe, und wohlriechende, in einer lang- geſtielten Traube beyſammen ſigende Schmetter»- lingsblumen; und ſchwärzliche, flache, und glatte Hülſen, welche die runden und ſchw rzen Saamen»- körner enthalten. Sie wird am häufigſten auf Wieten, aber auch an Zäunen und He>en, fo wie in Gebüſchen häufig genug angetroffen, und liebt vorzüglich fruchtbare und kalfhaltige Lehm- und Thonbodenarten. Sie iſt grün und getrocknet ein vortreffliches Futterkraut, welches von dem Viehe eben ſo gerne gefreſſen wird, als es demſelben wohl bekommt. 6» [MET 84 IGD G-11998- Zzald-Platterbſe. Die Wald-Platterbſe, oder Wald- Ficher(Lathyrus sylvestris Seu Ssylvaticus; ungr;: FErdei bükköny, Erdei Vadbors06; franz. Gesse des bois; engl. Everlasting- Pea) hat eine äſtige ſehr perennirende Wurzel; mehrere viereXige, glatte, äſtige, 4 bis 6 Fuß lange/ rankende, an nahe Ge- genſtände ſich anfklammernde Stengel; lang» geſtielte, gleich- gefiederte, aus ſchwertförmigen, glatten, drey» rippigen, oft mehrere Zolle langen, von einander ſtehenden Blättchen beſtehende Blätter; violett- pur- purrothe, zu 4 bis 10 beyſammen in Trauben ſißende, kleine Schmetterlingsblümchen; und lange, flache, glatte, dunkelbraune Hülſen/ welche die runden Saa- men enthalten. Sie findet ſich vorzüglich in gebirgigen Gebüſchen und Waldungen ,/ liebt vorzugsweiſe gebundene fkalk- haltige Bodenarten, und iſt wirklich ein ſehr empfeh- lungswerthes Weidekraut. Sg. 240. Knollige Platterbſe. Die knollige Platterbſe,(Lathyrus tüube- rosus; uUngr- Mogyorus bükköny, Mogyor6s Vad- bors6, Földi mogyor6, Csunya; franz. Gesse tu- bereuse, Glands de terre; engl. Pease-earth-nuts) welche auch öfters unter den Benennungen Erdnuß, AFernuß, Erdfeigen, Erdmäußcen,'vor- "mf Jzufommen | gt!) ſa pſehent €, flache, den Gag Gebüſche dene falf Vor0s ya - Cesze tü earth-nuß | Grdnu! d) en," zukommen pfleget, hat eine mit nußförmig- eyſörmi» gen, ſchwarzbraunen, eßbaren, mehlhaltigen Knollen verſehene Wurzel; mehrere 1<>d wache, glatte, vier- e>kige„' äſtige, 2 bis 3 DUß lange, an nahe Gegen» ſtände emporklimmende, in Abgang dieſer aber Frie- net dem Viehe ein angenehmes und gedeihliches Futter gewährt.=“ Nur auf ÜFern iſt ſie oft ein gefährliches Unkraut, das, wenn es zu ſehr überhand nimmt, leicht das Getreide verdrängen kann.=- Will man ſie allda vertilgen, ſo iſt es am beſten Schweine aufzutreiben, weil dieſe durch den Inſtinkt der Natur angetrieben, ihren Wur- zelknollen ſehr. begierig nachzuſtreben pflegen. aaa Bing ZEE 8 mf eeS tp RE mu uu 4 Är DIESE IEEE Een -- 00=> „1.462.250: Wieſenknopf. Der Wieſenknopf(Sanguisorba ofleinalis; ungr. Verlü, Orvosi Verfs; franz. Sanguisorbe officinale;-engl, Great Burnet) aud) Sperber- Fraut, große oder falſche Bibernell, und Blutkraut genannt, hat eine ſpindeljormige, tief in die Erde dringende, mit Faſern verſehene, ſtark ausdaurende, braune Wurzel; eiven aufrechten, hell- grünen, glatten, wenig äſtigen, etwa 2 bis 3 Fuß hohen Stengel 3 röthlich- geſtielte, unpaar- gefiederte/ aus 11 bis 15 länglich- eyförmigen, am Nande ge- ſägten, und geſtielten Blättchen beſtehende Blätter, welche mit den Blättern des Vogelbeer»- oder Sper- berbaums(Sorbus aueuparia) einige Ühnlichkeit ha- ben, daher auch dieſe Ylanze von Cinigen den Na» men GSperberkraut erhalten hat; dunfelrothe, in einer walzenförmigen, faſt eyrunden, länglichen, vielblü- thigen Ähre dicht beyſammen ſißende Blümchen; und kleine zweyſächerige Kapſeln, in denen der kleine Saqa- me enthalten iſt.' Er liebt vorzüglich kalkhaltige Bodenarten, findet ſich häufig auf tro>nen ſowohl als auf feuchten Wie- ſen, und iſt ein treffliches, ſür Gcyaafe ganz beſon- ders geeignetes Futterkraut. G.. 254. Große Pimpinelle. Die große Pimpinelle, oder Bibernelle (Pimpinella magna; ungr. Nagy Pimpinella; franz. [Bout es Gr fideinge Wie M jeefedertt) wird hauf Hoffen, 1 CsS2 Biber jenes P frn. Dv Small Pin peterlej [ürghafte, einen auf [ohen fiigt 108 11 ofbemalis nousorbe Operb ven nel. und Dene, ſtat? fen, hell bis 3 Fuß gefiederte, Rande ge Blatter, Boucage a grandes feimlles, Grande Pimprenelle engl. Great Pimpernell) hat eine ſpindel*ormige, tiefdringende, perennirende Wurzel; einen aufrechten, äſiigen, oft gegen 3 Fuß hohen Stengel 3; unvaa gefiederte, aus länglich- eyformigen, oder eyformig- lanzettförmigen, geſagten, und gelappten- Blättchen beſtehende Blätter 3; bald weiße bald röthliche in fachen Dolden erſcheinende kleine'Blüthen 3; und länglich« eyformige, zugeſpißte, mit drey bis funf EPADENEN Strichen bezeichnete, kleine braune Saamen. Sie liebt vorzugs8weiſe einen falkhaltigen Boden- witd häufig auf Waldwieſen und in Gebüſchen ange» troffen, und iſt ein gutes gedeihliches Futterkraut. Stein-Pimpinelkle. Die'Stewn- Pimpineble- oder Flein Bibernelle(Pimpinella Saxifraga; ungr. Töm- jenes Pimpinella, Pöldi tömjen, Räakfarok- fü; Ge franz. Boucage Saxiſrage» Petite Pimprenelle; engl. Small Pimpernell) von Einigen auch das Bo>s- peterlein genannt, hat eine ſpindelfsrmige, ge würzhafte, ausdaurende, bräunlich)- weiße Wurzel; einen aufrechten, glatten, geſtreiften, zweytheiligen, oben äaſtigen Stengel; glatte, unpaar-gefiederte, aus 7 bis 11 eyformigen, ſägeformig eingeſchnittenen, oben hell- unten graugrünen Blättchen“ zuſammen- geſeßte Blätter; weiße, bisweilen ins Nothliche über- gehende, in flachen Dolden beyſammen ſigende, kleins 0 L 4! 497 Plüthen 3; und wohlriechende, kleine ,/ glatte, eyſör- mige, zugeſpißte Caamen. Der Liebling8ſtandpunkt dieſer Pfanze iſt ein tro>en gelegener, Ffalfvaltiger/ etwas ſandiger Lehm- boden, und man findet ſie am häufigſten auf ae- birgigen Waldblößen, ſo wie überhaupt auf tro>ven, bergigen, oder docl) hügeligen Weideplaen. Cie iſt ein ſeyr gutes Weidekraut, bejonders für die Schaaje. CG. 255: B'Pv“;0€ rx Fru ut. Das Becherkraut, oder die Beherblume (Poterium Sanguisorba; ungr. Csaba- ire, Verfejü Csabair; franz. Pimprevelle Sangnisorbe; engl. Burnet, Common Burnet) aud) haufig== obgleiciy unrichtig und Verwirrung veranlaſjend== italien i- ſiche oder wälſche Pimpinelle oder Biber- nelle genannt, hat eine ſtarke, äſtige, bräunliche Wurzel; mehrere aufrechte, äſtige, roth- geſtreifte, glatte, etwas e>ige, 1 bis 1 1/2 Fuß hohe Stengel. roth- geſtielte, und unpaar- gefiederte, aus mehreren eyrunden, am Nande ſcharf gezähnten, oder geſäg» ten, oben lebhaft- unten grau- grünen Fliederblätt- : E en Gr) Ul. Yit ie Gaal! erblume italient- Ziber braunlic haltigen Lehmboden, vnd iF ein äußerſt ausdauern- des, ſelbſt im Winter, und unter dem Schnee grü- nendes, vortreffliches Weidekraut, das ganz beſonders für die Schaafe von ſehr großem Nuten iſt, bey denen es ſogar nac) A, Young ein Antidot gegen die Faule ſeyn ſoll. X) Soll es aber dieſem Zwee wirk- lich entſprechen, ſo muß es immer ſehr ſcharf abgae- weidet, und kurz gehalten werden, weil es ſonſt leicht zu harf und ungenies8bar wird.-- Als Mähekraut ,- wie einige Unberufene projectirten, verdient es ſchlech- terdings feine Empfehlung, ſo vortreffliche Dienſte es aud) auf der Weide leiſtet. GF. 251: GTD. 0204 0.0 Die gemeine oder wilde Cichorie(Ci- chorinm Intybus; ungr. Mezei Katäng, Katäng- KkOro, Kattan: franz. Chicorde Sauvage; engl. Wild Succory) welche von den Teutſchen auch häufig SB EQ air Me gelehrten Haundhau gier HUnds Lante. ff myggenannt wird. Jateine ſpindelförmige/ lange, ſehr perennirende, äußerlich) braun-graue, innerlich weiße, fleiſchige und. milchige Wurzel; einen aufrechten, geraden, rauhen, ſteifen, und holzartigen, oben e>Xigen, und äſtigen, am ge- wöhnlichſten 2 Fuß, nicht ſelten aber wohl auch 4 bis 5 Fuß hohen Stengel; ziemlich große, 3 bis 5 Zoll Nanni S2 M0 278 Amnals of Agriculture, und Pictet's Cours d'Agriculiure Anzgloise 7 IEE IEE NE 3 I" lange, ſchrotiſägeſormige, kaum etwas rauhe Wurzel- blätter; kleine, umfaſſende, herzförmig- lanzettfor- mige, zugeſpißte, nur wenig gezähnte oder gekerbte, etwas haarige und rauhere, faum merkbare fleine Stengelblätter 3 faſt ungeſtielte, an der Seite des GStengels und der Üſte in den Blattwinkeln Hhervor- kommende, MEER paarweiſe ſißende, blaue, nur ſelten ins Weiße oder Nothliche übergehende, doppelt geſtrahlte, radförmige Blüthen; und länglich- eyfor»- mige, an beyden 8170 abgeſtumpfte, etwas zuſam» mengedrü>te, graue Saamen. Sie wächſt allenthalben, auf Triſten und Weiden, an allen Wegen, an den Nändern der Üer, und auf den odeſien und unbebauteen Pläten, liebt vor- züglich kalfkyaltigen Boden mittlerer Conſiſtenz, ohne jedoch auch andere Bodenarten zu verſchmäßen, und iſt ein ſehr ſtark wucherndes, faſt nicht zu vertilgen- des, in ſeiner zarten Jugend überaus ſchägbares und geſundes Weidekraut für Schaafe, welches ſehr zeit» lich im Frühjahre erſcheint, ſehr ſchnell jede8mal, nachdem es IEEE det worden, wieder heranwächſt, und auch noc den beſondern Vorzug hat, daß es der anhaltenden Dürre ſehr gut E20=-- Eie muß aber wenn ſie wirklich ein nüßliches Futterkraut abgeben ſoll, durc) beſtändiges Oeffodiſch Abweiden, immer ſehr furz gehalten werden, damit ſie nie in Stengei ſchießen könne, weil dieſe mcte Ühren, mit zwey- fächerigen, eyformigen kleinen Kapſeln, in denen dex länglich- eyrunde Saame eingeſchloſſen iſt. Er liebt vorzüglich loFere, mehr ſandige als tho» nige Bodenarten, findet ſich, wie jedes Unkraut 4 allenthatben an Wegen, A>errändern, Dreeſchfeldern, fo wie auf tro&nen Wieſen und Weiden, ja oft ſogar auf den vdeTen, dürrſten, und unfruchtbarſten Grün- den, und iſt ein vortreffliches Weidekraut, welches ga1z beſonders für die Schaafe und Kühe geeignet YU und bey legtern ſtart auf die Vermehrung der Milch wirken ſoll. e) FS."256. Sumpf- Baldrian. Der Sumpfbaldrian(Valeriana dioiea: ungr. Ketlaki Gyökönke; franz. Valeriane des marais; engl. Marsh- Valerian) hat eine Friechende, faſerige, ausdauernde W zurzel 3; einen aufrechten, rund lid)- viereFigen, SATE bohlen, etwa ſpannen- langen, manchmal aber wohl auch bis 1 Fuß hohen, wenig äſtigen Stengel 3 langgeſtielte, GIEREN rundliche Wurzelblätter; unpaar- AfieDeu Gtengelblätter, mit einem großen eyförmig- lanzettförmigen Gndblättchen z blaßrothe, oder röthlich- weiße, an der Spite des Stengels und der Zweige flache Dolden bildende Blü- then; und mit einer Haarkrone verſehene Saamen. Sr wächſt vorzüglich in naſſen Gründen, und iſt in Sumpfländerepen beſtimmt eines der beſten, ſchma>- hHafteſten, und geſündeſten Futterkräuter. Shaafgardb Die Schaafgarbe, Feldgarbe, Schaaf ribbe, Tauſendblatt, u. ſk. w.(Achillea mille- zolium; ungr. Egerfarkü Cziezköro, Egerfarok, Ö hohen Sit (1eſa0! mal(om! de, perenni (iapen» em zt, 5 Ehen mit jayfrel fenen; zus Jippcjen; pen, 1 „wo(hh Tang[US Vibe ves| (ten Vel ih ſt Ter Wiele rl na dio y it riane ine Friedhed rechten, ty wa ſpannt - 36 NAH | Zuß hohe mid:tundlich e Saamet, 4 nden, un) ien, ſcm Cziczfarok, Ezerlevelü WE AE Wille= feuille; Yarrow, Milſoil) hat eine Friechen» de, perennirende Faſerwurzel; einen aufrechten, rund- lichen, etwas e>igen, gefurchten, beblätterten, haari- gen, oben äſtigen, übrigens einfachen, 1 bis 2 Fuß hohen Stengel; doppelt- halbgefiederte, mattgrüne, ins Weißgraue übergehende, 2 bis 5 Zoll lange Blätter» mit zahlreichen, gleichbreit- Feilförmigen, eingeſchnit- tenen, zugeſpißten, mehr oder minder behaarten Zäppchen; fleine, weiße, manchmal ins Nothliche über- gehende, und bey einer beſtändigen Abart dieſer PAÄanze ſchön purpurrothe, in großer Menge an den Spitzen des Stengels und der Üſte in Dolden ſigende Blüthen; und länglichen, faſt herzförmigen, kleinen GSaamen, engl. Common Sie wächſt faſt allenthalben, und kommt bey» itähe auf jedem Boden und in jeder Lage fort, doch liebt ſie vorzugsweiſe kalkhaltige, tro>en oder docl) nicht zu feucht gelegene Bodenarten, und hat dss Gigene, daß ſie die anhaltendſte Dürre ſehr gut verträgt. Ihre Stengel ſind zwar dem Viehe wenig genieß- bar, da ſie ſehr bald hart und holzig werden, deſto angenehmer und zuträglicher ſind ihm aber=- vor» züglich den Schaafen=- ihre zahlreichen und häufigen Blatter, welche ſie allerdings zu einem der vorzüg- lichſten Weidekräuter erheben.= Den Schaafen ſoll dieß Kraut beſonders in Hüſten und Bruſtkranfheiten ſehr erſprießlich ſeyn, CG. 258. 5). 0024: 0.0.8 Der Dorant oder wilde Bertram(Achil« lea ptarmica; ungr. Kenyerbel-Cziezköro, Kenyer- bel-viräg; franz. Achillde- ptarmique ou sternuta- tvire; engl. Sneeze-Yarrow) hat eine ſilarfe, äſtige, und wuchernde, perennirende Wurzel; einen unten gebogenen und wurzelnden ,/ übrigens aufrechten, glat- ten/ geſtreiſten, nur oberhalb äſtigen, ſonſt einfachen, 1 1/2 bis 2 Fuß hohen Stengel; länglich)- lanzett- förmige, geſpißte, glatte, geſägte, ungeſtielte, den Stengel halb umfäſſende, abwechſelnd ſivende Bläts« ter; weiße, an der Spite des Stengels und der Äſte in kleinen Dolden ſißende, langgeſtielte, geſtrahlte; radſörmige, ziemlich) große Blumen; und kleinen ey» förmigen Saamen» G3 wächſt am liebſten auf etwas feuchten oder doch nicht allzu tro&nen Wieſen und Weidepläten; und iſt ein ſehr gutes balſamiſches und aromatiſches Futterkraut, welches beſonders den Schaafen ſehr heilſam ſeyn ſoll. ß. 2595 2 ZU GLE 0 D-20 Der Quendel, Feldthymiat, wilder S hymian, Künlein,-Feldpo lep; und-m vſterr. Dialekte Kude!kraut(Thymus Serpyllum z ungr. Rakuk-Demutka, Rakakfü, Vad Csombor; fang SO Phyme) 8 in) faſerig fer; vum Meiße ſpl jen eprunl mige I ywarzbral Er fin) igen als] " wird 1 Mideplaßer! | | Gola: Gun 4 maſh 8 einmal in ner Sleinl niht leiht Il, (in X MANN Vata, fare, ift einen ut TIR NO ſ reden, di uchten. o) Reidepläßt aromatiſy) Daa .+=4 9 5 emo fränz. Serpolet; engl, Wild Thyme, Mother of Thyme) hat eine ſehr ausdaurende, holzige, äſtige, und faſerige Wurzel z mehrere halbſtrauchartige, äſti»- ge/ beblätterte, weichhaarige, etwas röthliche, finger- lange, bis höchſtens ſpannenlange Stengel; kleine, ſehr Furzgeſtielte, eyrunde, zugeſpißie, fache, ſtumpfe, ganzrandige, punktirte, mehrentheils behaarte Blät- ter; purpurrothliche, oder blaßrothe, manchmal ins Weiße ſpielende, an der Spiße der Üſte in beblätter- ten eyrunden Köpfchen bepſammen ſitende, rachen» förmige Blümchen; und rundliche, ſchwarze, oder ſchwarzbraune, ſehr kleine Saamen. Er findet ſich am häufigſten auf mageren mehr ſandigen als thonigen Bodenarten, bey tro>ener Lage, und wird faſt allenthalben, auf allen Triften und Weidepläten angetroffen, So lange er jung und zart iſt, wird er von den Schaafen gerne geſreſſen, und iſt ihnen, ſeiner aro- matiſchen Kräfte wegen, ſehr geſund; ſo bald er aber einmal in die Blüthe tritt, ſo iſt er auch ſchon-- ſei» ner Kleinheit ungeachtet=- hart und holzig, und wird nicht leicht mehr von dem Viehe angerührt. 11. Culturider Wieſen. 5. 260. Cine Wieſe iſt ein ſolches Grundſtück, das mit mantigfaltigen wildwachſenden Gräſern und Kräutern bewachſen, und mit einer dichten Grasnarbe über- Curran 99 tea zogen. iſt, und. welches wir in der Regel, und beſtän» dig. auf. Heu zu benußen pfiegen. Aus dieſer Definition folgert nun Thaer ſehr richtig» daß-ein mir Gras'aamen beſäetes. A>erteld noch: darum keine Fünſfiliche Wieſe genennt werden d) liegen bleibt, ihn nicht ausdäaurend gieht„ und mit Feiner dichten Gra8narbe überzogen iſt. Noch viel we- ziger äber kann ein Klee» Luzerne- oder Cſparcette- Feld eine künſiliche Wieſe genannt werden,(wie es doch ſo häufig geſchieht) wenn man richtig ſprechen, und nicht alle. Begrifſe verwirren will.*) Nur ein ſolc nennt Thaer eine künſtliche Wieſe, welchem man durch Kunſt den nöthigen Feuchtigkeitsgrad giebt, den jede Wieſe haben muß, wenn ſie einträglich ſeyn ſoll; wobey es -- ſagt er= gleichgöltig iſt, ob die erſte Gräa?er- zeugung durch ausgewählten Saamen bewirkt wo.den; oder der Natur überlaſſen war. C.- 261: Gute Wieſen ſind ein wahrer Schaß des Lond» wirth8. Denn nicht nur, daß die auf denſeiben wild- ---» %*) Lächerlich und pedantiſch genug führen manel frißt, ſo machen ſie auch bey der aller- beſten und ſorgfältigſten Pflege/ in Vergleich mit den Acerfeldern, einen nur ſehr geringen Anſpruch auf unſere Induſtrie, wogegen der Anbau mancher Futter» gewächſe weit mehr noch Mühe und Arbeit, als ſelbſt der Getreidebau erfordert. Das erbärmliche Geſchrey mancher Neuern, welche unfundigerweiſe alle Wieſen in Ackerfelder umge- ſchaffen wiſſen wollten, iſt daher nichts weniger als gegründet. Die größte Thorheit aber wäre es vollendz die Wieſen an ſolchen Plägen abzuſchaffen und in Üer umzuwandeln, welche ihrer niedern und ſeuchten Lage/ und ihrer Nachbarſchaſt an Ströhmen und Flüßen/ und der daraus folgenden Überſchwemmung wegen, die Natur ſelbſt ſchon zu Wieſen und nicht zu Äcern beſtimmt zu haben ſcheinet. ß. 262. Die Benennungen der Wieſen ſind nach verſchie- denen Umſtänden verſchieden. Man unterſcheidet ſie 1.) in Hinſicht der Conformation des Bodens undder Laage in a.) Bergwieſen, die an den Abhängen der Berge ſich befinden, von deren höheren Regionen ſie auch ihre nöthige Feuchtigkeit erhalten; Grundſ. der Feldk, 3, Th- 7 b.) Thalwieſen, deren Standort Thäler ſind, und die von Bergen ,/ oder Hügeln eingeſchloſ- ſen werden z c.) Höhewieſen, die an hohen und erha- benen Orten, und d.) Niederungs8wieſen, die an niedrigen Plätzen fich befinden; e.) Feldwieſen, die von AFerfeldern um- ringt und eingeſchloſſen ſind; f.) Waldwieſen, die in Wäldern ſic) vorfinden z; g.) Strohmwieſen, Flußwieſen, Bachwieſen,/ Leichwieſen, die an Ströhmen, Flüßen, Bächen oder Teichen gelegen ſind, und von dieſen zum Theil ihre Fruchtbarkeit erhalten, oder durch hinzutretende Kunſt leicht erhalten können; h.) Quellige oder quellgründige Wie- ſen, in denen unterirdiſches Waſſer zum Borſchein kommt, und feuchte Stellen bildet; i.) Moorige Wieſen, die ihrer niederen Lage, und ihres undurchlaſſenden Untergrundes wegen, eben- falls an Näſſe leiden, aber durch eine halbe Verwe- ſung der erzeugten Waſſerpflanzen ſich nach und nach erhoben haben, und eine moorige Subſtanz bilden. 2.) In Hinſicht ihres größern oder geringern Feuchtigkeitsgrades, in a.) trodene, b.) feuchte, e.) näſſe, und a.) ſumpfige Wieſen, 4,) 30 a) ſe lief :) ij0y der fern; u b) hannte gwehm a! y3 | utzun, WIe ſrt Vemeinde| ernte a ßer zum. ET dan nw Vemiindy dtn, 4 wd leiber: ENNHN [19= dy ec mölih Inimmig iht zu erh Uihtere einm 3 es and; 4 tanbort Zh) geln eingeſt) ohen und ch ie an nied Ferfeldern u Waldern| uUßwieſt un Gtröhn ſind, und! rhalten, ; ndige W um Vorſch mederen V 3 wegen,? kalbe Vi! nach und ſtanz bildt oder gerin 5.) In Hinſicht der Qualität des Futters, das ſie liefern, in a.) ſüße Wieſen, welche ein ſogenanntes ſüßes, dem Viehe angenehmes und gedeihliches Heu lieſern; und in| b.) ſaure Wieſen, auf welchen ein ſoge- nanntes ſaures Heu wächſt, das dem Viehe ſo unan- genehm als ungedeihlich iſt. 4.) In Hinſicht des Beſitzungs- und Be- nutzungsrechtes, in a.) Gemeinwieſen, und b.) Privatwieſen oder Privativ- wieſen Erſtere ſind diejenigen Wieſen, die einer ganzen Gemeinde angehören, und die entweder zur Zeit der Heuernte alljährlich erſt au8gemeſſen und an einzelne Beſitzer zum Abmähen vertheilt n erden, oder die gemein- ſchaftlich gemähet werden, und deren Heuertrag ſo- dann unter Einzelne vertheilt, oder auf Rechnung der Gemeinde verwendet wird,=- Sie ſind, wie leicht zu erachten, ein klägliches und jämmerliches Gigenthum,, und leider in vielen Gegenden unſers Vaterlandes, ungeachtet ihrer Widerſinnigkeit, immer noch gebräuch- lich.=- Bey dieſen iſt durchaus keine verbeſſerte Cul- tur möglich; es müſte denn eine ganze Gemeinde ſich einſtimmig dazu entſchließen, welches aber wohl nicht leicht zu erwarten iſt, Letztere ſind diejenigen, deren Benutßung jedem einzelnen Beſißer oder Nugtnießer frep ſtehet, ſo daß er damit ohne alle Hinderniſſe ſchalten und walten „ur 5 4 ? Ey |[25.> 0 TB '- | (m 4 | SE K 3 EX ws) SEO Omen kann. Dergleichen ſind die Wieſen auf unſern Pußten. Außer dieſen ſind ſie aber bey uns in Ungarn wohl nur ſelten anzutreffen, doch giebt es häufig halbe Privativwieſen, deren Behandlung und Benußung zwar übrigens ganz in der Willführ des Gigenthümers oder Nutnießers ſteht, die aber die Servitut des ge- meinſchaftlichen Weideganges zu beſtimmten Zeiten er- dulden müſſen, ohne daß der Eigenthümer oder Nuß- nierer etwas einwenden darf. Ob dieſe nun gleich im Werthe den eigentlichen Privativwieſen nachſtehen, ſo ſind ſie doch, wie natürlich, den elenden vernach» läßigten Gemeinwieſen bey weitem vorzuziehen. 5.) Endlich unterſcheidet man die Wieſen in Hin- ſicht ihres Heuertrages, in a.) ein b.) zwey- und c) dreyſchürige Wieſen, je nachdem ſie nämlich ein- zwey- oder dreymal ge, mähet werden können,-- Dieß hängt zwar zum Theil von der Güte und Fruchtbarkeit des Bodens, von der Schi&lichkeit der Lage, und von der Tauglichkeit der darauf wachſenden Gräſer und Kräuter, ſo wie zum Theil von der Behandlung der Wieſen über- haupt, größtentheils aber vom Auſtriebe des Viehes öder von der Schonung mit demſelben ab.=- Da wo das Vieh bis Ende Juny, oder Anfangs July auf den Wieſen weidet, kann wohl unmöglich öſter als einmal gemähet werden.=- Weidet das Vieh bis Georgi oder bis gegen Anfang May(wie dieß bey uns das ge- wöhnlichſte iſt) auf den Wieſen, ſo können, went | bebe nd die J ſeid! zwe) hey Heuer 13 mit 8 erden, ehterdi pativwieſ! hlen af weniger aude m 1, wenn mah, 1 ſt hat. 33 füt bey di man rig anz) Doppelte 1 ih vernad alferden, de amen; mp nichts 4 glihſam) "4 ſien VU hefe Demahrh gitih nit ju Fennen| unſern Phy ) Ungarn y Naufig hal und Beng 3 Eigenthün ervitut des, mten Zeiten mer oder) : nun gleid en nachſt) [enden very uzlehen. Zeſen in) e dreymal | var zum 3 Bodens, T zualn auter, j0! Wieſen 1! ql ebe des 5! ab.-Z1 “/ 3 July a! ſter als en [3 Georg!! 9 uns do! fonnen," anders der Boden und die Lage nicht äußerſt ſchlecht, und die Wieſen nicht durchaus vernachläßigt ſind, leicht zwey Heuernten gewonnen werden. Um aber drey Heuernten zu gewinnen, muß eine Wieſe durch» aus mit allem Viehauftriebe im Frühjahre verſchont werden, und damit dieſes möglich werde, muß ſie ſchlechterdings, und im ſtrengſten Sinne eine Pri» vativwieſe ſeyn. S- 205. Obgleich die Wieſen allerdings unſere Induſtrie weit weniger in Anſpruch nehmen als die Ac>erfelder, ſo glaube man jedoch nicht damit Alles gethan zu ha- ben, wenn man ſie alljährlich zu beſtimmten Zeiten abmähet, und mithin da erntet, wo man nicht ge- ſäet hat. Im Gegentheil iſt unſere Pflege und Sorg- falt bey dieſen Grundſtü>en ſo gut angewendet,.und wird oft ſo reichlich vergolten, daß ſie uns bey geho- rig angebrachten ſchiFlichen Mitteln nicht ſelten das Doppelte und Dreyfache deſſen abwerfen, was ſie uns im vernachläßigten Zuſtande gegeben haben würden; außerdem,: daß wir ſogar in unſerer Macht haben, die ganze Natur derſelben völlig umzuſtalten, und da, wo nichts als Binſen und Seggen wuchſen, und wo gleichſam der Fluch der Natur auf dem Grunde zu ruhen ſchien, nicht ſelten, gleich einem andern Schöpfer, die ſüßeſten und ſchma&hafteſten Gräſer und Kräuter hervorzubringen, ſo daß eine ſolche Wieſe, in Ver- gleich mit ihrem vorigen Zuſtande, gar nicht mehr zu kennen iſt. ] ve ICK “- IK 5- 2.“ Code> M, 4. Ko x imJ “ Die Mittel wodurch dieſe Wirkungen hervorge- bracht werden, ſind vorzüglich folgende: a.) Die Entwäſſerung und Entſäuerung der naſſen und ſauren Wieſen; b.) die Bewäſſerung der zu trocknen Wieſen; e.) die Befruchtung der Wieſen durch Auffahren von Dünger, Erde, Kalk, Mergel, Aſche, etc. 3 d.) das Eggen und Aufrißen der Wieſen; e-) die Reinigung derſelben vom Mooſe und von un- nüßem Geſtrüppe z f.) die Vertilgung der Maulwurfs- haufen und Ameiſenhügel, und die Planirung der Wieſen; g.) die Schonung der Wieſen mit dem Vieh- auftriebe, und die Befriedigung derſelben; h.) der Schuß der troEnen Wieſen gegen die Sonne und Winde; i.) die Verjüngung der Wieſen; und k.) die Erneuerung der Wieſen. Eutwäſſerung und Entſäuerung der Wieſen. Ö... ZUL. Zu naſſe und ſumpfige Wieſen ſind immer ein ſchlechtes unerwünſchliches Landgut, weil ſie nur ſehr ſchlechtes ſaures Futter liefern, welches theils dem Viehe vollig ungenießbor, theils demſelben nur ſehr wenig gedeihlich iſt. Die erſte Sorge jedes verſtändi- 6 Landwirths wird daher wohl immer dieſe ſeyn, olche nur wenig nußbare Gründe durch Ableitung und Verminderung des überflüßigen Waſſers, und durch Vertilgung der etwa zurügebliebenen Säure in gute und ſüße Grasgländerepen zu verwandeln, welches überall, wo es nur immer ausführbar iſt, um ſo ht hie da wird) al ſhpflichen alten pf ey Hind! alm Geegen 1) Die! Gut ſauer fon im erfe? 41! uhohlen j! Py NG wie 1: H, Stalien, und Org? fbr mit je Feuchtig unmit II dud erung tiger die ben wool anwrdet durhuz) vir folg | Gen Herber) ing der nf jerung de ) der With alf, Retz mn der Wieſt und von 1 rx Maulwun Planirung| mit dem Wh ben; h.)! Gonne 1! » und k.) x Wieſen nd imm! jl ſie nur) 3 theils y (ben nur! edes verſt je dieſe 0 Ableitung! 3, und Faure in) deln, m ar iſt, um r 6 es 8 “ mehr die darauf verwandte Mühe und Koſten lohnen wird, als derley Grundſtü>e gewöhnlich einen uner- ſchöpflichen Reichthum an Pflanzennahrung zu ent- halten pflegen, welcher nur aufgeſchloſſen, und von den Hinderniſſen, die ihn in Unthatigkeit gefeſſelt halten, befreyet zu werden braucht, um Heil und Seegen über die ganze Wirthſchaft zu verbreiten. Wie nun dieſe Operation der Entwäſſerung und Entſäuerung zu bewerkſtelligen ſey, dieß habe ich ſchon im erſten Theile, 11. Kapitel, 6. 60. dieſes Werkes angedeutet, und glaube mich hier nicht wie- derhohlen zu dürfen. Bewäſſerung der Wieſen. G. 265. Die Bewäſſerung wird zwar in manchen Ländern, wie 3. B. in dem induſtrioſen Ober- und Mittel» Italien- und in andern ſtark bevölkerten Ländern, und Gegenden, auh zur Befruchtung der Getreide- felder mit nicht geringem Vortheile angewendet, weil die Feuchtigkeit immer eines der weſentlichſten Befor» derungsmittel der Vegetation iſt, und man ſich folg» lich durch dieſe Operation gewiſſermaaßen von der Witterung unabhängig machen kann, da nichtsdeſto- weniger dieſe Art der Befruchtung des Grundes allent- halben wohl nur bey den Wieſen am gewöhnlichſten angewendet wird, bey uns aber ſelbſt dieſe noch faſt durchaus der Natur allein überlaſſen werden, und wir folglich wohl noch lange Zeit nicht an Bewäſſe- -| „dr:€ 4 > 249 NX> e 4 ? 22) I) Was R Ad AP DEE 8 37 N, SE rung der Getreideſelder denken können, ſo finde ich für gut, bloß von der Wäſſerung der Wieſen- und zwar an dieſem Orte, das Nöthige zu ſagen. Die Bewäſſerung der Wieſen geſchieht vorzüglich auf zweyerley Art:*) a.) Durch Überſtauung, wenn man eine be- ſtimmte Wieſengäche ganz Unter Waſſer ſett/ ſo daß ſie von demſelben während einer gewiſſen von? unſerer Willkühr zu beſtimmenden Zeit, 1 oder mehrere Schuhe hoch ganz bede&t wird; und b.) Durch Überrieſelung, wenn man das Waſſer über eine Wieſe nur ganz dünne, oft nur eine halbe Linie hoch, überfließen oder überrieſeln läßt. Man mag nun welche von beyden Methoden wäh« len als man will ,/ ſo- wird immer der Häuptgrund- ſas dabey bleiben, die Bewäſſerungsanſtalt ſo einzu- richten, daß dem Waſſer ein eben ſo ſchneller und gleichformiger Abfluß als Zufluß verſchaffet werde, damit man ſeinen Wieſen gerade nur ſo lange, und %) Die? beyden Bewäſſerungsarten a.) dur<. Anſrauung des Waſſers in den Gräben(ſ, Thaer's Grundſ. der rat. Landw. und Weber's Handb. des geſamms ten Futterbanes), und h.) durch Anſtaunung des Waſs ſers in unterirdiſichen Kanälen(f. Weber's erſtgedachtes Handbuch; Aemtl. Bericht über Fellenbier gs Tkandw. Anſtalten zu Hofwyl etc. Baſel 18093 und Briefe über die Landw. zu Hofwyl, Zür< 2808.), verdienen meines Erachtens theils ihrer größern Koſtſpieligs Leit, theils ihrer mindern Zweckmäßigkeit und Brauchbarkeit halber, wohl keine Nachahmung, weßwegen ich ihrer auch hier bloß nur erwähne. ) 6) vie) Vo euglung ſohatd mat dm zu en ganze in einen Um! reichen,| war: 9,),9 graben, Piaf ſchr gerin das die u liegt, fan WINE ni b) nigen, 1 Daun erw,| fade| wert Wiheilen (1 1, ſo finde; Wieſen, y) ſagen, ieht vorzia man eine| ' ſeßt, ſo) en von uns ehrere Ch! entt man| „ oft nur! ieſeln laßt, 'ethoden wi Hduptgrun alt ſo einy ſchneher 1 affet wer) v ſandt,! rh. Anſtt Grundſ! ) es geſat auung des? es erſtaun Fellenbt! Baſel 1809;' , Zür< 14 fern Roſi) nd Braug H ihrer auf) -- 105=» ſo viel Waſſer geben könne, als man zu deren Be- ſruchtung nöthig erachtet, und damit die ganze Fläche, ſobald man es für dienlich hält, ſogleich und durchaus troden geleget werden könne, widrigenfalls man leicht den ganzen Zwe> verfehlen, und oft den beſten Grund in einen Sumpf verwandeln könnte. 9. 260 Um den ZweF einer Bewäſſerung gehörig zu er- reichen, ſind mannigfaltige Gräben nothwendig, und zwar: a.) Der Kanal oder Hauptzuleitungs- graben, welcher das Waſſer der zu bewäſſernden Wieſenfläche im Ganzen zuführt. Er braucht nur ein ſehr geringes Gefälle zu haben; und in dem Falle, daß die zu bewäſſernde Fläche unter dem Waſſerſpiegel liegt/ kann dieſen Kanal wohl der das Waſſer zu- führende Bach ſelbſt vertreten, beſonders wenn er nicht zu reiſſend iſt. b.) Nebenzuleitungs3gräaben ſind diejes- nigen, welche nach Erforderniß des Terrains aus dem Hauptzuleitungsgraben, oder dem Kanale gezogen werden, um jedem beſondern Theile der ganzen Wie- ſenfläche das Waſſer zuzuführen.=- Beyderley Grä- ben werden da, wo ſie das Waſſer der Wieſenfläche mittheilen ce.) Wäſſerung8gräben genannt. Und da um dieß zu bewerkſtelligen, das Waſſer allda höher ſtehen muß, als die zu bewäſſernde Fläche, ſo müſſen die Gräben an dieſer Stelle mit einer Verwallung oder einem kleinen Damme verſehen werden/ durch 1 4 Te 4 WE '- «<< NA [. Dur] KEEN Y- S. „+ K | DONG j | | j = 100==» welchen an verſchiedenen ſchi>lichen Stellen Einläſſe durchgeſtochen ſind, die das Waſſer auf die Wieſe laſſen, Dieſe müſſen, damit ſie nicht etwa durch die Gewalt des Waſſer3 Schaden leiden, ſehr ſorgfältig entweder mit ſtarkem Raſen oder mit guten Brettern bekleidet werden, Auch iſt es ſehr gut, wenn man den Ginlauf des Waſſers durch ein vorgeſeßtes durch- löchertes Brett, und eingelegte und mit Steinen nie- Dergeſchwerte Dornbüſche etwas moderiret.=“ Aus dieſen kommt nun das Waſſer, wenigſtens bey der Überrieſelung, in die d.) Wäſſerungsgrippen, oder W äſſe- rungsrinnen. Dieß ſind kleine, mit dem Wäſſe- rungsgraben ,/ je nach Erforderniß der Lage und des Terrains, bald parallel, kald vertikal, bald ſchräge zu laufende Gräbchen, welche das Waſſer über die Wäſſerungsfläche verbreiten. Außer dieſen verſchiedenen das Waſſer zuführen- den Gräben, ſind bey jeder Bewäſſerung noch die Entwäſſerungsgräben nöthig, welche mit erſteren durch» aus korreſpondiren müſſen, ſo daß kein Fleä&en gelegt werden könne. Sie führen mit den Bewäſſerungsgräben ganz ähnliche Benennungen, nämlic): a.) Entwäſſerungsgrippen, oder Ent» wäſſerungsrinnen, welche das Waſſer den b.) Entwäſſerungs8gräben zuführen; aus welchen es den c-) Nebenableitung3gräben zufließt; von denen es wieder dem 9) 9 wird, um wugtrad ode der' uwäſſert Dy ſid, um bringt ſich aut) x Er mee, | [py |. Wherh Qenäſſer Boſſechau orfätig win u no) u Nit ſeſpitgel mm Wer Zan ad dar nſhiäl felt fn oſidt Dieſen, Afeder erhehm mo telley Gin auf die Nit twa durch) chr ſoroſalh uten Brei wenn man), eſeßtes dy Steinen) wel,= ſtens bey) der Waſ dem Wiſ Lage und| bald ſchn ſer über ſer zuführ ung nod) erſteren du Fle&mäßig befunden wur- den.=- Dieſe;Methode möchte ich indeſſen wohl nur bey kleinen Wieſen, die ganz wenig Waſſer brauchen, und nur dann, wenn die Bewäſſerung auf keine an- dere Art geſchehen könnte, anrathen; bey großen Be- wäſſerungsanlagen, die viel Waſſer erfordern, hin- gegen, beſonders bey der Überſtauung, und da, wo man das Waſjer durch einen Kanal, wenn auch aus noch ſo großer Ferne auf die Wieſe zu leiten in ſeiner Macht hat, wird ſie, theils ihrer größern Koſtſpie- ligfeit, theits ihrer Unzulänglichkeit wegen, wohl nie zu empfehlen ſeyn. 6. 209. Stehen der Bewäſſerung Hinderniſſe entgegen, als z. B. Getreide» oder Sägemühlen, Walfen, oder andere vom Waſſer getriebene Maſchinenwerke, die ſich ober- oder unterhalb der Bewäſſerungsfläche auf fremdem Boden befinden, und denen etwa durc) die Bewäſſerung Eintrag gethan werden könnte, ſo unter- laſſe man nie mit den Eigenthümern dieſer Werke ſich im Voraus gehörig einzuverſtehen, und ſich von die- ſer Seite in völlige Sicherheit zu ſeßen, bevor man " ih. 4] || 7] 6) A y j j --“ 110== an das Werk der Bewäſſerung Hand anleget; widri- genfalls man leicht langwierigen und läſtigen Pro- ceſſen ausgeſeßt werden, oder wohl gar den Verdruß erleben könnte, ſeine ganze= oft koſtſpielige=- Be- : wäſſerungsanlage umſonſt gemacht zu haben, wenn nähmlich die beeinträchtigten Theile etwa einen Nich- terſpruch erlangen könnten, durch welchen die Aus- übung der Bewäſſerung gerichtlich verboten würde. GS. 270 Ob die Überſtauung oder Überrieſelung mehr Nutzen gewähre ,/ und daher vorzugsweiſe zu empfehlen ſey, muß die Localität und andere Umſtände lehren, da jede von beyden Bewäſſerungsarten ihre eigenen Vorzüge hat, und daher unter gewiſſen Umſtänden mit Nutzen angewendet werden kann.=- Im Ganzen möchte jedoch die Überrieſelung den Vorzug vor der Über ſtauung verdienen, weil durch erſtere das Waſſer den Wieſen zu jeder Zeit, und zwar beynahe in Geſtalt eines ſanſten Negens zugeführt werden kann, wodurch nicht nur der ſengenden Dürre leicht entgegen gear beitet wird, ſondern auch"oft; Nachtfroſte und Neife unſchädlich gemacht werden; wogegen letztere nur im Herbſte, Winter und Frühjahrei ſtatt haben kann, und aus Beſorgniß einer zu entſtehenden ſchädlichen Fäulniß alſogleich aufhören muß, ſobald die Vegeta- tion begint, und Wärme eintritt; da denn ein ſol» en gelegt. Dieß ſchnelle Ablaſſen des Waſſers iſt beſonders dann nothig, wenn ſich bey keiniger Wärme der Witterung Schaum auf dem Waſſer, be- ſonders am Rande des bewäſſerten Grundes zeiget, wodurch ſich die bevorſtehende Fäulniß zu äußern pfleget.= Eine neue Überſtauung darf immer nur dann erſt vorgenommen werden, wenn der Boden ſchon hinlänglich abgetro&net iſt.=- Im Frähjahre giebt man von dem Zeitpunkte an, als der größte Froſt vorüber iſt, ſo viele Überſtauungen hintereinan- der, als Zeit und Witterung zulaſſen. Sobald aber die Vegetation ihren Anfang nimmt, ſo muß man augen- bli>lich mit dieſer Bewäſſerung aufhören. Doch kann man nach jedesmaliger Heuernte eine ſehr kurze Über- ſtauung geben, wobey aber immer ſorgfältigſt zu beachten iſt, daß ſich keine Fäulung äußere. 6. 272. Die Überrieſelung wird zwar gleichfalls vorzug8- weiſe und am ausdaurendſten nur im ſpäten Herbſte und erſten Frühlinge gegeben, wobey ebenfalls die wechſel8weiſe TroFenlegung der Wieſe nie vergeſſen werden darf; doc; wird ſie auch ſpäter, und auch 9 OE PE nach begonnener Vegetation, ja ſelbſt bis zur Heu» ernte fortgeſeßt; nur. muß ſie immer deſto fürzere Zeit dauern, je wärmer die Witterung wird, ja wenn die Wärme ſchon einige Grade, und das Gras ſchou einige Höhe erreicht hat, ſo darf die Bewäſſerung immer nur während der Nacht gegeben werden, wor- nach aber allzeit zine Pauſe von mehreren Tagen und Nächten, nach Erforderniß des Bodens, folgen muß, um die Wieſe abwechſelnd tro>en zu legen. Zu tro>en dürfen aber die Berieſelungswieſen nie werden, well das einmal an immerwährende Feuchtigkeit gewöhnte Gras, gerade am erſten zurü&bleiben, und verputten würde, wenn es den geringſten Mangel daran leiden ſollte.= Nach jedesmaliger Heuernte fängt man ſo» gleich die Berieſelungen wieder an, welche im Anfange zwar durc) einige Tage hinter einander in einem fort gegeben werden können, hernach aber bloß des Nachts, und immer mit gehörigen Zwiſchenräumen, vorgenom» men werden müſſett. Die Berieſelung erfordert im Ganzen no weit mehr Aufmerkſamkeit als die Überſtauung, und muß daher immer einem ſehr pünktlichen und geübten Manne übertragen werden. Das Einlaſſen des Waſſers in die Wieſe, muß bey jeder Bewäſſerung, nie bey warmem Sonnen- ſcheine, ſondern immer entweder ſehr ſpät Abends, oder ſehr früh Morgens vorgenommen werden.*) *) Wer Mehreres über die Bewäſſerung leſen will, den verweiſe ic< auf die überaus gründliche und hö<ſt ausführliche Abhandlung dieſes Artikels in Thaer's Grundſ. der Befruch- ] mmm gfu pon Zit gebraud) daß der Untjogen Dinu hi Diel hie Ader! vu fam het jap jufs pus tat Ran Händty) Mußerden Bert Ge! Neyt ("wd (ATT Wal by Vitty et Die ht; un) Dy ven Ghnt Wi 0, Grun, js zur Aw deſto Für ird, ja Wenn ) Orad ſhy Bewäſſetun verden, mt 1 Tagen folgen mij 1, Zu trod verden, ny eit gewohnt 10 verputten aran leidet gt mat ſv im Anfanz t einem for des Nachtt voten en no 1! 19, undm und geüh! Wieſe, 1! ſpat Aben! werden,*) nn M leſen will,! Af ausfühn: ;) Grund" Befruh -- 110= Befruchtung der Wieſen durch das Aufbringeu von Dünger, Erde, Kalk, Mergel, Aſche 1 ſ. w. m.275 Die Düngung der Wieſen iſt bey un8 wohl ſelten gebräuchlich, indem man in'dem irrigen Wahne ſteht, daß der den Wieſen zugewendete Dünger dem Ac>erfelde entzogen werde, während doch gerade durch dieſe ſcqwache Düngung(denn ſo ſtark wie die AFerfelder dürfen ja die Wieſen ohnehin nicht gedunget werden) der für die Üker noöthige Dünger am ſicherſten vermehrt wers» den kann.=- Solche Wieſen welche der Wohlthat eis» ner jährlichen Überſtröhmung eines vorbey fließenden Flußes oder Baches, oder einer regelmäßigen und rat. Landw., welches klaſſiſche Werk ſich ohnedieß itt den Händen jedes verſtändigen Landwirths befinden muß»=- Außerdem können no< darüber nachgeleſen werden: Bertramnosgunmſ die Wreſem*?u waſſepns Sheyer's Anw. zur Wäſſerung der Wieſenz Meyer über die Anlage der Shwemmwies fen, und die Wieſenbewäſſerungz Eſchenba<'s Wäſſerungsmethode nach dem Einig le weiarnbiennunen Witkmann's Unterr, über die Bewäſſerutig der Wieſen und Felder na< lombardiſcchaafe hin ſen währen agbarteit| Terrain| vorgenom! dal. alain Wieſen 91) zumus hel ner bozarny in die Gn! ON -“ 117 übergehen kann.== Am zwekmäßigſten ſind dieſe Neit- mittel, weny man ihnen wechſel8weiſe eine gute und kräftige Miſtdüngung folgen oder vorhergehen läßt.= Auch werden ſie= wie ſchon oben in dermäßig dem eben berührten Mengedünger oder Compoſt beyge- miſcht. G. 279- Das Befahren der Wieſen mit bloßer Erde hat auch ſchon in vielen Fällen großen Vortheil gebracht.= Teichſchlamm, Straßenkoth, das aus den Niederungen und Gräben genommene zuſammengeſchlämmte Erd- reich, ſo wie verſchiedene= wenn auch nicht ſehr kalk». haltige-- Mergelarten ſtehen in dieſer Hinſicht billig oben an.=- Aber auch die bloße Aufführung magern dürren Sandes hat oft ſchon einen zu feuchten, ſchwammigen, mit Moos verwachſenen Wieſenboden in die blühendſte und fruchtbarſte Wieſe umgewandelt. S- 280- Um ſehr bergige und abhängige Wieſen zu dün- gen, wo der Miſt eben ſo ſchwer aufgefahren, als durch den geringſten Regen leicht weggewaſchen werden kann; rath Geri>e*) die Klauen von Nind» Schaaf- Ziegen- und Schweinevieh zu ſammeln, und ſie in gehbriger Entfernung ſo in den Naſen zu ſteXen, daß der obere offene Theil aufwärt3 ſtehe. In dieſen Klauen ſammelt ſich nun das Regenwaſſer, bringt das Horn .*) ſ. deſſen Prakt. Anleitung zur Führung der Wirthſchaftsgeſnet iſt, oder nach der erſten Heuernte, wenn man etwa erſt dann den Dünger auf» zufahren und auszubreiten für gut fände.=- Nach dem Eggen iſt es gut die Wieſe mit einer Buſch- oder Dornegge zu überfahren, um dieſelbe möglichſt zu ebnen.= Auch im Herbſte, wenn es Zeit und Umſtande h egg oder auſbrach Que d Gaue,(0 vorherge) Reinig | | |(wo! Neqatlon MEN WOMEN fan er Behanl RI enſiehtn ſchlecht geſunfen, warme 0 muß m ude EN Z| zu ve Jas dm zr) [eh ve d durch diz fe Geſchwin - der daſſelh 130 Wieſe 6 ur almähl; ehrere fe [MH V eſen; kurz» un) erſelben mit dem Geht n, die may wohlthätig jen mit di! md mit fr tenden Dit | worden) 1 er dieſes& unterlaſſe! men kann , ſobald 11 ach der ert Dünger e!) de.= Tu) einer Du) elbe mögli! es Zeit 1 Umſtände zulaſſen, iſt es vortheilhaft die Wieſen zu eggen oder aufzuriken, damit der den Winter über aufgebrachte und ausgebreitete Dünger beſſer an die Wurzeln dringen könne.=- Düngt man die Wieſen mit Jauche, ſo ſollte immer das Gggen oder Scarrificiren vorhergehen. Reinigung der Wieſen vom Mooſe und vom unnüßen Geſtrüppe, 4/2823 Sowohl Düngen als Eggen, und Alles was die Vegetation der Pflanzen fördert, wirkt ohnedieß ſchon auf die Vertilgung des Mooſes, weil dieſes ſeiner Natur nach nur dann auf Wieſen zum Vorſchein kom- men kann, wenn wegen Vernachläßigung und ſchlech- ter Behandlung derſelben die nütßlichen Wieienpflanzen ihr Gedeihen nicht finden, und dadurch leere Pläße entſtehen 5; ſollte jedoch eine Wieſe durch mehrjährige ſchlechte Pfleze und Vernachläßigung ſo ſeyr heradb- geſunken, und verwildert ſeyn, daß ſie durchaus, und eiwa mehrere Zolle hoch, mit Moos bewachſen wäre, ſo muß man freplich zuerſt dafür ſorgen, den größten Theil des Mooſes vorerſt hinweg zu ſchaffen, bevor man zu den eben erwähnten gewöhnlichen Mitteln ſchreiten kann, um dadurch den Neſt deſſelben gänz- lich zu vertilgen. Dieß geſchieht auf folgende Art: Das Moos wird mittelſt einer ſcharfen eingreifen» den und langzinfigen Cgge oder mit dem Wieſen- ſeelnde Ammonium mehr äßend und reigend iſt. Nur muß er noch vor Winters oder wenigſtens im Vorwinter aufgefahren und ausgebreitet, und müſſen deſſen Strohetheile im erſten Frühjahre, ſo wie die Wieſe abgetro>net iſt, gehörig zuſammengeharfet, und weggeſchaffet werden. Der Schaafpferch iſt hiezu in jeder NüFſicht eine vorkreſflich wirkende Düngung 3; und eben ſo wirkend iſt eine mit aufgelofetem Lauben» und Hühnermiſt verſeßte Jauche. | zir? ur(had! y ſorgen, handelt den beſſe fatigen 1 Oeſeraud) ieſen ſ alfte de (nen Nu hewahl! Gicht feht Zalh Ppren Jus! folcher Mt fax Wie zieht, 1 derſelben ih Dieſ; Girancht jauf einig eſer if Fate u ſeinem€ Grimdſtt ieſe hal Wwe| mſi mit einer vy 1 beſtehenty oder eh Handarby 18 durch Zu x Wieſe 4 die Dinah wird" hern Eggens yy [ſche, ſo!) ezuglich 4) fen, Daht Compoſt. Zieſen imm Hinſicht nger wel de: Ammotii! 3 er nog tr aufgefah! trehethen bgetrodnt! haffet ws! - Rückſicht! hen ſo wi =."Yu ppm) 10 DUJn ß. 284: Für Ausrottung des übrigen unnüßen oder wohl gar ſchädlichen Unkrauts hat man auf Wieſen wenig zu ſorgen, da dieſes ſich, ſobald die Wieſen gehörig behandelt werden, ohnehin von ſelbſt verliert, und den beſſern Wieſenpflanzen Plat macht; deſto ſorg- fältiger muß man aber in Ausrottung der unnüßen Geſträuche und Gebüſche ſeyn, die ſich oft auf unſern Wieſen ſo häufig finden, daß man nicht ſelten die Hälfte des beſten Wiesbodens mit ſolchem durchaus keinen Nuten ſchaffenden Buſchwerke und Geſtrüppe überwachſen ſieht. Stehen dieſe Geſträuche nur hie und da, ſo iſt leicht Rath zu ſchaffen, weil nur ſehr wenig Arbeit zu deren Ausrottung erfordert wird. Sind ſie aber in folcher Menge vorhanden, daß ſie ganze Repiere un- ſerer Wieſen einnehmen, und dem Graswuchſe ent- ziehen- und ſollten die Handarbeiten zu Ausrottung derſelben eine gar zu große Summe| koſten, ſo rathe ich dieſes unnüße Terrain gegen Ausrottung des Strauchwerkes an arme Leute zu Kartoffeln oder Mais auf einige Jahre zu vertheilen, da es doch immer beſſer iſt die Benutzung deſſelben während einiger Fahre zu entbehren, als zu ſeiner Schande und zu ſeinem Schaden immerſort ein vödes und unnüßes Grundſtü> zu beſigen, das wohl den Namen einer Wieſe hat, ihn aber keine8wegs verdient.= Übrigens verweiſe ich hier auf alles Das, was ich hierüber im erſten Theile, 11, Kap, 5. 59. bereits geſagt habe. BVertilzung der Maulwurfshaufen und Ameis- ſenhügel, und Planirung der Wieſen. ß. 285. Die Zerſtörung der Maulwurfshaufen und Amei- ſenhügel wird zwar ſchon durch fleißiges Eggen oder Scarrificiren mehrentheils hinlänglich bewirket, in neuern Zeiten hat man jedoch häufig ein eigenes Jn- ſtrument hiezu vorgeſchlagen und zum Theil auch an- gewendet, welches den Namen Wieſenhobel er- halten hat, und vorzüglich da gebraucht zu. werden verdient, wo dergleichen veraltete und benarbte Hügel befindlich ſind, die ſich durch das Gggen oder Scar- rificiren nicht ganz bändigen laſſen.= Dieß iſt eine Schleife, die aus 2 ſtarken und ſchweeren Seitenbal- ken, und 5 bis 4 eben ſo ſtarken Queerbalken beſteht, in deren einem oder auch zweyen Meſſer oder Hobel befeſtigt werden, die alle Unebenheiten de3 Bodens3 abſchneiden und gleich machen. Jn den übrigen Queer- balfen pflegt man wohl bisweilen auch ſtarke eiſerne Zinken anzubringen, um ſogleich das Eggen mit dieſer Operation zu verbinden. Die Wirkung dieſes Inſtru- ments iſt zwar ſicher, da es jedoch äußerſt ſchwer und plump iſt, und daher ein überaus ſtarkes Ge» ſpann erfordert, ſo ziehe ich bey allen minder hart- näadigen Unebenheiten, wie die gewöhnlichen friſchen Maulwurfshügel, Ameiſenhaufen, Kuhfladen u. dgl. ſind, eine gewöhnliche gut hergerichtete Wieſenegge, und eine zur Ebenung darauf folgende Buſchegge überall vor. Ze N un Lode digt un! ſohrt wer Werhand ſit zu ven rs geſch! einem mit jet hefti "teres a; han armer (dm pefan ſuh darin Furzem tf ren- jidt un ſqadlichen ſer Git | De (3 niedri W( ſaure eils au dar nict kdadu: Duſeu Verun dieſes u 1 nd Anh Wieſey, fen und Any 8 Eggen eh bewirfet,| n eigenes 4 Theil auch 4 enhobely qt zu, werd! marbte Hug n oder Sa Dieß iſt ein en Geitenbal alfen beſteht oder Hob! des Bod hrigen Qut! ſtarfe eiſe! gen mit| dieſes Fu! außerſt ſt! 13 ſtarkes minder 0" nlichen fri? Jaden m te Wieſen, nde Zuſhtzt = DUDE amen 517266: Die Maulwürfe werden ſich zwar ohnehin auf einem Loden nicht gerne aufhalten ,/ auf welchem ihre Hügel und Gänge durch das GCggen alljährlich zer- ſtöhrt werden, ſollten ſie jedoch, ungeachtet deſſen überhand zu nehmen drohen, ſv muß man wohl auch ſie zu vertreihen oder zu vertilgen trachten.=- Erſie- res geſchieht, wenn man todte Krebſe oder Fiſche in einem mit Waſſer gefüllten Gefäße faulen läßt, und dieſe heftig ſtinkende Brühe in ihre Hauptgänge ſchüttet. Letzteres aber wird am beſten dadurch erreicht, wenn man armen Leuten oder Kindern etwas Gewiſſes für jeden gefangenen Maulwurf giebt, da denn dieſe Leute ſich darinn bald eine ſo große Übung erwerben, daß in Kurzem wohl nur wenige Maulwürſe geſehen werden dürften.= Ganz braucht man ſie übrigens ohnedieß nicht zu vertilgen, weil ſie die den Wieſen ebenfalls ſchädlichen Regenwürmer verzehren, folglich, von die- ſer Seite wenigſtens, auch nüßlich ſind. G. 287« Hat eine Wieſe eine ungleiche Fläche, die theils aus niedrigen naſſen Plätzen beſteht, auf denen nichts als ſaure unſchma-khafte Sumpfſgräſer ſortkommen, theils aus dürren unfruchtbaren Hügeln, auf denen gar nichts gedeihen will, ſo wird ſie am zwe>mäßig- ſten dadurch verbeſſert, wenn man vach und nach im Herbſte und Winter dieſe Hügel abträgt, und die Vertiefungen damit ausfüllet, wenn anders die Koſten dieſes zu bewerkſtelligen ſich nicht allzuhoch belauſen.=- -- 1294=» Übrigens läßt ſic) auch hier ſo Manches mittelſt Pflugarbeit verrichten, wenn man nur die Sache ge- hörig anzugreifen verſteht. Die Grasnarbe iſt bey einer ſolchen Operation jedoch nie tief zu vergraben, ſondern immer bey Seite zu ſchaffen, um dann zuleßt über die ganze Fläche verbreitet werden zu können, Schonung der Wiefen mit dem Viehauftriebe, und Befriedigung derſelben. S- 283. Daß eine unordentliche Behüthung, ohne Rü>- ſicht auf Zeit und Umſtände, den Wieſen überaus nachtheilig ſey, wird wohl Niemand läugnen wollten, da dieß der jämmerliche Zuſtand unſerer Gemeinwieſen mehr als hinlänglich erweiſet; ob aber auch eine zweEmäßige mit Verſtand und Ordnung geleitete Behiü» thung, oder eine völlige und immerwährende Schonung der Wieſen, denſelben zuträglicher ſey, darüber iſt man verſchiedener Meinung. Einige glauben, daß eine mit Nüſicht auf Wits- terung und örtliche Umſtände veranſtaltete Hütung der Wieſen denſelben nicht nur nicht nachtheilig, ſon- dern ſogar im höchſten Grade erſprießlich ſey, und begnügen ſich daher gerne mit einer Heuernte, woge- gen ſie vor und nach derſelben die Wieſen dem Viehe einraumen. Beſonders iſt dieß in England häufig der full, ,)| pohnlic) 81 Inder jem Jaht verden ſol hie Dieſen Rai ſinge, 1! teilhaft ſitrigf zu len Ha vortheil hid u | Whrige hie großere hes benoth l, Jeringere 7 ji der AEN! qiebign* Aerlan [| ZZ DIE ') Ein! hmanden zt Veide andw.; (ß iſe be Wann man Gee Arbeit iht, Ahneitung verden andes mi] ' die Gace ner Witterung, eben ſo vortheilhaft ſey, unſere Wieſen vorſätlich mit dem Viehe zu behüten. Übrigens kommt hier auf Ortsverhältniſſe, auf die größere oder geringere Quantität der Wieſen, und des benöthigten Winterfutters, auf die größere oder geringere Menge/ und die beſſere oder ſchlechtere Qua» lität der anderweitigen Weiden, und mehr dgl. Um- ſtände Alles an:=' Hat man eine größe Menge er- giebiger Wieſen, welche ſo gelegen ſind, daß ſie als A&erland nicht wohl benußt werden können, liefert e) Einige Engländer ſollen ſogar ſo weit gehen, daß ſie in manchen Jahren die Wieſen gar nicener Witterung dem Viehe eine Nachweide erlaubt. Gine ſolche Wieſe erfordert aber ſchlechterdings mittelſt Bewäſſerung oder Düngung beſruchtet zu werden, wenn ſie nicht erſchöpft werden ſoll, weil ſie durchaus alles Düngers entbehren muß, der doc) den beweideten Wieſen bey der Hutung zu Gute kommt. Gben deßwegen iſt die berührte Nachweide der Wieſen immer zu empfehlen, auch da, wo may ſonſt die Wieſen nicht zu behüthen pfleget. Zie überaus| Yieh, be' für die ſ rade, die pflegt biz nde lic. iſt)! konte ent (etwa biß ſeyn, wen! [Beide ah jede nde [Unfug 10 Wufg ſeh dit en, Umma m ſehr nat im Fri! mehr a) Vill mal ſie ſOled || vuſhont | | Übr ſelzende am beſte Bieſen übeit ber der W| ßen Heuvorny und Grumn yt zu Oeld Zieſen dazu [ler und 1, wenn|! elt, und CS. 289. Die Frühling8weide auf Wieſen iſt zwar eine überaus angenehme und gedeihliche Weide ſür alles Vieh, beſonders für das Schaaſvieh, und vor Allem für die ſaugenden Mutterſchaafe, aber dieſe iſt's ge- rade, die dem Heuertrag am meiſten Abbruch zu thun pfleget. Auf Wieſen, die man bis Georgentag, oder bis Ende April behütet(ſo wie dieß bey uns gewöhn- lich iſt) wird man vergeblich einer dreymaligen Heu- ernte entgegen ſehen. Dehnt man die Hutung länger (etwa bis Ende Map) aus, ſo wird es immer genug ſeyn, wenn man eine einzige gute Heumahd gewinnt. Weidet aber das Vieh auf den Wieſen bis Johanni, oder Ende Juny, oder noch länger,(wie man dieſen Unfug noch bey uns in manchen Gegenden ziemlich häufig ſehen kann) ſo wird wohl in der Regel auch die eine Heuernte nur ganz kärglich erfolgen, und immer nur ganz ſchlechtes Heu liefern. Gs iſt dieß ſehr natürlich, weil der Wuchs des Graſes gerade im Frühjahre am ſtärkſten iſt, und immer mehr und mehr abnimmt, je weiter der Sommer heranrücet.=- Will man daher eine Wieſe dreymal mähen, ſo muß ſie ſchlechterdings mit aller Hutung im Frühjahre verſchont werden. Sg. 290- Übrigens hat man bey der Hutung der Wieſen folgende Negeln zu beobachten, und nie aus den Au- gen zu verlieren: 1.) Im feuchten Zuſtande, da der Boden weid) iſt, darf eine Wieſe nie behütet werden, am aller- .-- 128-- wenigſten mit großem und ſchwerem Viehe, als mit Pferden oder Rindvieh, weil daſſelbe die Grasnarbe durchtritt, und Hoö>er und. Unebenheiten auf der Wieſe verurſacht, in deren Vertiefungen ſich das Waſ- ſer. ſammelt und im Winter ſriert,- wodurch gerade die beſten Gräſer zerſtört werden, und die Wieſe mit der Zeit verwildert.= Beſonders iſt dieß auf ſolchen Wieſen ſchädlich, die einen zahen Boden haben, der dann, wenn er tro>ken wird, verhärtet, und ſich um ſo weniger ausgleichet.= I< kannte eine ſolen zu befriedigen.= Graben ſchien ſich am beſten für feuchte Wieſen, und zwar offene Gräben, damit ſie zugleich das überflüßige Waſſer des Bodens aufneh- men können.=- Hed>en oder lebendige Zäune aber paſſen deſto beſſer für tro&ene Wieſen, weil ſie den freyen Zug der Luft abhalten, welche die Wieſe noch mehr austro>nen würde. Schuß der Wieſen gegen die Sonne, und die Winde. 9. 292. Iſt eine Wieſe äußerſt tro>en, wie dieß in Sand- gegenden der Fall iſt, ſo hat man vorzüglich dafür zu ſorgen, daß ſie gegen die heiſſen und ſengenden Sonnenſtrahlen, und gegen die austro>nenden Winde möglichſt geſchüßt werde,=- Dieß erreicht man theils durch die erſtberührten Einzäunungen mit He>en, und theils dadurch, daß man in gehörigen Diſtanzen auf der Wieſe ſelbſt Bäume pflanzet, die eine mäßige Beſchattung geben, und den Zua der Winde mo- deriren.=- Hiezu ſind alle jene Bäume tauglich, die keinen gar zu dichten Schatten geben.= Einige pfle- gen zu dieſem Zwe>e auch verſchiedene Obſibäume auf den Wieſen zu pflanzen, um auf dem nämlichen Plate Obſt und Heu zugleich zu ernten. Allein dieß möchte wohl bey uns ſo leicht nicht angehen, man müßte denn eine ſehr gute und ſtrenge Polizey zu hal- Grundſ«. der Zeldk. 3. Th. 9 ten im Stande ſeyn, weil das Obſt nur Diebe herbey ziehen würde,=- Zu große und zu dicht belaubte Bäume, als Nuß» und Kaſtanienbäume/ Lindenbäu»- me; u dgl. paſſen hiezu nicht, weil ſie durch ihren zu vielen Schatten. den Graswuchs erſtien würden. Auf. dieſe: Weiſe- kann man oft das dürrſte un- dankbarſte Sandfeld, das ſonſt kaum hie und da einige einzelne kümmerliche Grashalme tragen würde, zu der lachendſten Wieſe qualificiren, und noch oben- drein als Nebenſache eine Menge Obſtes oder Holzes ernten.= Giner naſſen Wieſe dagegen könnte ein ſolcher mißverſtandener Schuß höchſt verderblich wer- den, da dieſer ein"beſtändiger freyer Luftzug und recht warmer Sonnenſchein vielmehr im höchſten Grade erſprießlich ſind. Verjüngung der Wieſen. 6."093- Haben die guten Gräſer einer Wieſe zwar abge» nommen ohne daß ſie jedoch ganz verdorben und ex- ſchöpft iſt, ſo kann ihr oft auf folgende Weiſe ge- Holfen werden: Man egget die Narbe der Wieſe, nachdem ſie den Winter zuvor tüchtig gedünget worden ,/ mit einer ei- ſernen Egge recht ſcharf in das Kreuz und in die Queere y und zwar gleich im erſten Frühlinge, ſobald der Boden hinlänglich troFen iſt- Dann ſtreuet man guten Grasſaamen von ſolchen Gräſern darüber, die der Wieſe am meiſten zu fehlen, und ihrem Boden und ihrer? und überſtt Puſchegge Biſe her pan wen ſen nennt weiter un wohnlich! durch we wuögeſät 0 u? ſp if Flur, jn beſten; hen das) förmliche ſletern Wieſenfuch Wegfalls frühe> pflege) | "M: Phandlu ſihtt, ſo AMättnom da fer fen ww ur Rehe hi“; It bela 11€, Undent ſie durch ih (den wirde as. dürſt y m hie un)| lragen wi) und noch ck es oder Hl; zen Fonte| erderblich wi Luſtzug u hoſten Oy efen, eſe zwar( rdorben u ende Weil nachdem ſt 1 mit eint eus und in ühlinge, 11 ann ſir" en. darübt! y ihrem 3) und ihrer Lage am meiſten angemeſſen zu ſeyn ſcheinen, und überſtreicht ſie nach geſchehener Ausſaat mit einex Buſchegge,= Durch dieſe Operation wird manche Wieſe hergeſtellt und gleichſam verjüngt werden kön« nen, weswegen ich ſie auch die Verjüngung der Wie- ſen nenne,= Ein Mehreres von der Grasſaat wird weiter unten folgen,= Man hüte ſich aber ja die 92- wöhnlichen ſogenannten Heublumen auszuſäen, wos durch weit mehr Unfkrautſaame als guter Grasſaams ausgeſäet wird. Denn da das Heu, wenn es gut ſep ſoll, zu Anfange ſeiner Blüche gemähet werden muß, ſo iſt klar, daß unter dieſen Heublumen gerade von den beſten Wieſengräſern kein Saame ſepn könne, ſon- dern daß der Saame der ſich darinn findet, entwedex förmlicher Unkraut8ſaame, oder ſonſt Saame von ſchlechtern frühreifen Gräſern ſeyn müſſe. Bloß den Wieſenfuchsſchwanz und das Ruchgras kann man dießfalls ausnehmen, da deren Saame ebenfalls früher als der anderer guten Wieſengräſer zu reiſen pfleget. Erneuerung der Wieſen. C. 294. Iſt aber eine Wieſe durch mehrjährige ſchlechte Behandlung und Verwahrloſung ſo zu Grunde ge» richtet, ſo erſchöpfet, daß ſie(einige Unkräuter etwa ausgenommen) durchaus nichts mehr tragen will, und daß ſie ſchlechterdings durch kein Mittel mehr herge ſtellt werden kann, ſo iſt oft nichts Anderes mehr 9* - 152== Übrig/ als dieſelbe umzubrechen/ und ein paar Jahre als AFerfeld zu benußen, damit die alte ſchlechte Grasnarbe zerſtöhrt werde, und einer neuen und gue ten Begraſung Platz mache. Dieſe neue und friſche Benarbung kann zwar meiner Erfahrung nach, auch bloß den Kräaſten der Natur überlaſſen bleiben, beſſer iſt es aber allerdings], wenn man derſelben durch ausgeſireuten guten Gras- ſaamen zu Hülfe kommt, wovon,=- wie ſo eben erin- nert worden= das Nothige weiter unten erörtert wer» den wird. Läßt man die Benarbung eines Umbruchs der Mutter Natur allein über, ſo wird man zwar im erſten Jahre nichts als einen Wuſt von Unkraut darauf - ſehen, welches aber im zweyten, und ganz ſicher im dritten Jahre ganz verſchwinden, und den beſten Wie- ſengräſern Plat machen wird.= Ich ſelbſt legte einſt ein ſolches umgebrochenes Grundſtü> ohne alle Kunſt und ohne alle Beſaamung zur Wieſe nieder, deſſen Gra38wuchs zwar nicht im erſten, wohl aber im zwey- ten und dritten Jahre den meiner übrigen(auch der beſten) Wieſen bey weitem übertraf. S. 295. Bey dem Umbruche ſolcer zu benutzen ſey ,/ u. dgl. m. dieß hängt alles von Localverhältniſſen ab, und kann im Allgemeinen nicht leicht beſtimmt werden. So kann man z- B. das erſte Jahr, gleich in die umgeſtürzte und zerarbeitete Grasſtoppel/ je nach den Umſtänden des Bodens, der Lage, u. ſ. w. Hafer, Hirſe, oder Lein bauen, den ſolgenden Winter über düngen, dann im zweyten Jahre den Grund mit Kar» toffeln, oder Mais, oder einer andern HaFſrucht be- ſtellen, im dritten Jahre, zur völligen und vollkom- menen Neinigung des Grundes, Hanf oder Widen bauen, und dann das Feld zur Wieſe liegen laſſen; wenn man nicht etwa noch hierauf eine Getreidefrucht mit darüber geſäaeten Klee- und Grasſaamen folgen, und dann erſt den Grund zur Wieſe liegen laſſen will, Will man aber etwa den Grund wieder ſehr bald als Wieſe benutzen, ſo führe man den Dünger gleich im erſten Winter auf die umgebrochene Grasnarbe auf, und verbreite ihn gleichmäßig, beſtelle ſodann das Feld im darauf!folgenden Frühlinge, nachdem es gehörig vorbereitet worden, mit irgend einer paſſen- den Hakfrucht, laſſe im nächſten Jahre, je nach den Umſtänden des Bodens uyd der Wirthſchaft, Hanf, Wicken, Heidekorn, oder eine andere reinigende Frucht folgen, und lege es ſodann zur Wieſe nieder, Kalfen, oder Mergeln mit Kalkmergel thut in vielen Fällen eine ſehr gute Wirkung, weil es die Verweſung der alten Grasnarbe und eben dadurch die Befruchtung des Bodens beſördert. Allein dann -.- 154 muß der Grund noch um ein Jahr länger al8 A>er benugßt werden, Überhaupt aber habe man bey dieſem ganzen Ge- ſchäfte immer den Boden und die Lage des Feldes, und die individuellen und örtlichen Verhältniſſe der ganzen Wirthſchaft vor Augen, wenn man rationell verfahren will. Ernte und Aufbewahrung des Heues. S- 296. Die Zeit der Heuernte kann eben ſo wenig wie die der Getreideernte nach dem Kalender beſtimmt werden, weil ſie bloß von der Mähereife der Gräſer abhängt, dieſe aber oft in ſehr verſchiedene Zeit fällt, je nachdem die Wieſe aus früher oder ſpäter reifenden Gräſern beſteht, und je nachdem die Jahres8witterung und die Schonung oder Behütung der Wieſe den Wuchs derſelben befördert oder zurück hält. Die einzige Negel, die man dabey zu beobachten, aber auch nie aus den Augen zu verlieren hat, iſt dieſe, daß man zu mähen anfange, ſobald der größte Theil der Gräſer in die Blüthe zu treten beginnt, Mähete man früher ,/ ſo würde man an der Quantität des Heuertrages zu viel verlieren, ſpäter aber würde das Heu an Qualität viel ſchlechter werden. Hat may indeſſen, anderweitiger dringender Ge- ſchäfte oder anderer Umſtände wegen, bloß die Wahl zwiſchen dieſen beyden Jnconvenienzen, ſo iſt es immer beſſer zu früh als zu ſpät zu mähen, weil ein zu ſpät gumähe?| oder dieſe lets gt, und Biet ml einmal de Yuf ſan iſt 9 zu ſäumt für die f | | CE durch ew beiter) Pis 0 Ans das/ die Nh! ſen, ſeh auc) d; muß, ſchlingen hen etw, k Flad jamit; Moß 11a, fühler h Vinlingl Mit dah her das Inger als 1 ſem ganzen] age dez Zeh Verhältniſe| 1 man tall 26 Heu, | ſd wenig! ender beſim eiſe der O1 edene Zeit|; ſpäter reiſt Tahreswitty der Wieſt | halt, ) zu beobet verlieren j1 obald Der(/ 1 treten bt! an der 21 väter aber! werden . dringende" „bloß die? 1, ſeifen weil eint" gemähetes, und etwa ſc) -]9 oder u Den, ohne ſen machen|! er der Bod! eiten, win viel ſchnellt ), weil=1 ohl die% acht zu H! Z Mahn| "Dd zimeägäg damit es nicht zu viel an Kraft ſowohl als an Ge- wicht verliere,= Die Methoden dieſes zu bewerk- ſtelligen ſind ſo verſchieden, als es verſchiedene Länder und Gegenden auf Erden giebt, in denen Heu berei- tet wird. S. 299- Bey uns geht man dabey gewöhnlich ſehr ſimpel zu Werke, wie es wohl bey unſern mehrentheils großen, ja oft enormen Wirthſchaften, und"bey den verhält- nißmäßig wenigen Menſchenhänden nicht leicht anders möglicher Weiſe ſeyn kann. Man läßt das Gras, ſo wie es gemähet worden, in den Schwaden liegen, bi3 es hinlänglich troFen geworden, und nur wenn die Schwaden etwas die ſind, ſo kehrt man ſie, etwa am dritten Lage um, damit das Gras deſto gleicher und geſchwinder tro>en werde.= Iſt nun das Heu hinlänglich tro>en, welches nicht leicht nach Tagen beſtimmt werden kann, ſondern, wie vieles Andere in der Wirthſchaft aus Übung erlernet werden muß, ſo wird es, ſo wie es in den Schwaden liegt, mittelſt hölzerner Heugabeln zuſammengeſchoben, und in kleine Haufen gebracht, die man nach unſerm ungr.« Worte petrencze hier zu Lande auch im Teutſchen häufig Petrenzen nennt, Dieſe werden dann mit- telſt darunter geſchobener zweyer Stangen, die man eben deßwegen Petrenzenſtangen(petreneze-rud oder petrencze-fa) nennt, von zweyen Männern an be- ſtimmte Pläße zuſammengetragen, und es werden größere Haufen daraus gemacht, die wenn ſie mittle- rer Größe ſind, Scho ber(ungr. Kalangya) heißen, vi. --» 1092== und wenn ſie recht groß, oder eigentliche Ladehaufen ſind, die oft 20 bis 30 Ctr, und darüber Heu enthalten, Kegel(ungr. Baglya oder Boglya) genannt werden, Dieſe großen Heuhaufen oder ſogenannten Kegel müſ- ſen auch) allzeit gemacht werden, wenn man etwa das Heu nicht ſogleich nach Hauſe fahren kann oder will, weil ſich daſſelbe immer deſto beſſer erhält, in je größere Haufen es zu liegen fommt.=- Auch trogen dieſe un- ſere großen Kegel, wenn ſie anders gut gemacht wor» den, oft mehrere Wochen lang der ſchlechteſten Wit- terung mit glüklichſtem Erfolge.== Die ganze Ope- ration des Heumachens nach dem Mähen wird im hieſigen deutſchen Dialekte das Heu- Auffangen ge- nannt;,;=- CG: 300. %n Gegenden und Ländern, wo man an Men- ſchenhänden einen Überfluß hat, und wo man ſich davon zu überzeugen wußte, daß es bey der Fütterung des Viehes nicht bloß auf die Quantität, ſondern eben ſo ſehr auf die Qualität des Heues ankommt, da giebt man ſich oft-gar außerordentliche Mühe gutes Heu zu erhalten.=- Die größten Meiſter in dieſer Kunſt des Heumachens mögen wohl vor allen Andern die Engländer ſeyn.= Es wird aber in England vor- züglich auf zweyerley Art bereitet, nämlich grünes und braunes Heu. SRIEEE Erſteres macht man in der Umgegend von Lon- don, in der Graſſchaft Middleſex, allwo es vorzugsweiſe bereitet wird, auf folgende Art: Old) Morges b (qmaden der Ginwi yt, vor hamit die mäßig 32 Benden Abend t! Jämme; darg der Dindhauf p ſichen, fas vorig| du dieſem jud ehen (mäht jus vorig ewenda oder dry Lage wi ſrt, felt, dan Wigen? ſundelt, verden, Zeuhaufe ſruete( (ſteu, große 24 gefahrt licht Zadehuy t Deuenthay genannt we) inten Fz 1 1 man ew) fann oder; alt, in jeg troßen diſk ut gemacht hlechteſtal) Die gant) Mähen wit) ' Auffqngy man an 7 d wo man y der Fütt at, ſondern 3 anfommn! [ice Müht| Meiſter in! vor allen 3 in Englat! tämlid) 811) gegend vo» „ ſim) e| ex, NU ende At: Gleich am erſten Tage wird das Gras, welches Morgens bis etwa 9 Uhr gemähet worden, aus den Schwaden ſorgfältig auseinander geſtireuet, und ſo der Einwirkung der Sonne und Luſt möglichſt ausge- ſest, vor Mittag noch wird es gewendet oder gerührt, damit dieſer Ginwirkung alle Seiten deſſelben gleich» mäßig genießen mögen, und nach Mittag wird dieſes Wenden oder Rühren nochmals wiederhohlt. Gegen Abend etwa um 4 Uhr, wird es in Reihen oder Kämme zuſammengezogen, und dann“ noch vor Unter- garnig der Sonne in kleine Haufen gebracht, die man Windhaufen nennt, um es vor dem nächtlichen Thau zu ſichern.= Am zweyten Tage wird zuerſt ſowohl das vorigen Tages von 9 Uhr bis Abends, als das an dieſem Tage vor 9 Uhr gemähete Gras geſtreuet, und eben ſo, wie das des vorigen Tages vor 9 Uhr gemähete behandelt. Dann werden die Windhauſen des vorigen Tags geſtreuet, das Heu ein paarmal gewendet, und Abends in größere, etwa in doppelt oder dreymal ſo große Haufen gebracht.=- Am ö-ten Tage wird wieder zuerſt das friſchgemähete Gras ge- ſtreuet, und ſo wie daſſelbe der vorigen Tage behan- delt, dann kommt die Reihe an die Windhaufen des vorigen Tages, diz wieder eben ſo geſtreuet und be- handelt, und Abends in größere Heuhaufen gebracht rerden. Endlich folgen die ſchon etwas größeren Heuhaufen des vor vorigen Tages, welche das zuerſt ge- ſtreuete Gras enthalten. Dieſe werden nun ebenfalls geſireuet, ein paarmal gewendet, und Abend3 in große Ladehaufen zuſammengebracht, um von da ein- gefahren zu werden. regneriſchem Wetter aber iſt es nicht ſo leicht diefe --“ 140= Bey günſtigem ſonnenreichem und warmem'Wet- ter wird wohl das Heu bey dieſer Methode in drey Tagen immer tro>en genug ſeyn, wäre jedoch dieß der Fall nicht, ſo müſſen dieſe Ladehaufen auch am h-ten Tage. noch einmal geſtreuet werden, um ohne Gefahr eingefahren werden zu können.= Dieß Heu- machen geht nun auf dieſe Art ſo lange fort, als die Hetuernte dauert. Es iſt unſtreitig, daß dieſe Methode Heu zu machen ſehr viele Hände und Arbeit erfordert, es iſt aber auch ſicher, daß ſie ein ſehr ſchönes Heu liefert, mit dem unſer oft ausgelaugtes und gebleichtes Heu gar nicht verglichen werden kann. E38 hat beynahe ganz die angenehme grüne Farbe der friſchen Gräſer, und giebt einen überaus lieblichen aromatiſchen Ge- ruch von ſich, ein klares Zeichen, daß die Kraft der Graſer in ihm möglichſt gut erhalten worden ſey. Die ganze Kunſt dieſes Grünheumachens beſteht vorzüglich darinn, daß daſſelbe möglichſt ſchnell ge- tro&net,/ und vor Negen und Thau aufs ſorgfältigſte geſichert werde, um nicht ausgelauget und gebleichet zu werden, und auch im Mindeſten nicht in Gährung zu gerathen. Bey günſtigem heiterm und warmem Wetter iſt dieſe Methode Heu zu machen allerdings vorzüglich gut, indem ſie ein überaus gutes, nahrhaftes, allem Viehe angenehmes und gedeihliches Heu liefert, weß- wegen ſie auch nicht nur in England, ſondern auch in mehreren Gegenden Teutſchlands ſehr beliebt iſt; bey unſtätem, ſonnenloſem, feuchtem, ja oft anhaltend ethode i nige glau wr aß Juſt und vat eine ſt mehrt jetendſ Farbe 1 pur das fa es dei dien er) vehr abe! Juhi fFofneten lauge Wer Der 10 Jet man . au Orad ba) um dad! Farbe 11 ft der! Ongetretet und übrig wobey ma Unftäter (urden Ghann, jn Vi au) Y d wamen Retho)e in) vare jed| hauſen auh, erden, um 1x; 1.=> dieß" tethode He erfordert, 6 nes Heu lie gebleichtes Z 53 hat beyn; friſchen Gr); comatiſchen| 1ß die Frafi worden ſey, machens b: (hf ſchnd ſs ſorgfal et und gell nicht in O3) armem Vit! rdings vo) nahrhaft?)) Heu liefert" „ ſondern an hr beliebt ih" ja oft ant! ht ſo le" Methode in Anwendung zu bringen, als vielleicht EGi- nige glauben mögen,=- Ganz grünem Graſe, das nur erſt gemähet worden/ und das folglich noh alle Kraft und alle natürlichen Säfte in ſich hat, ſchadet zwar eine feuchte Witterung nie, ja es kann ſolches oft mehrere Tage lang in Schwaden liegend dem an- haltendſten Negen ausgeſeßt werden, ohne, weder an Farbe noh an Nahrungskraft zu verlieren, wenn nur das Waſſer nicht unter demſelben ſtehen bleibet, da es denn freplich aus einer ſolchen Niederung auf einen erhöheten Plaß gebracht werden müßte; deſto mehr aber ſchadet Regen, Thau, und alle äußere Feuchtigkeit dem auseinander geſtreuten und halbge- tro>neten Graſe, welches dadurch ſchlechterdings aus- gelauget, entfärbet, und entkräftet wird,=- Trifft da- her der unerwünſchte Fall eines Regenwetters ein, ſo Hat man nichts Angelegentlicheres zu thun, als ein ſolches ausgebreitetes abgeſtorbene8 und halbtro>enes Gras baldmöglichſt in Haufen zuſammen zu bringen, um dadurch ſo viel in unſern Kräften ſteht, deſſen Farbe und Nahrungskraſt aufs beſte zu erhalten,== Iſt der Regen vorüber/ und wieder heiteres Wetter eingetreten, ſo wird das Heu von neuem geſtreuet, und übrigens ſo behandelt, wie oben gezeigt wurde, wobey man ſich aber beeilen muß, daſſelbe, bey etwas unſtäter Witterung, ſo bald es nur hinlänglich tro>en geworden ,/ in große Ladehaufen zu bringen, in denen es dann, wenn ſie anders gut gemacht worden, leicht jeder Witterung troßen, und wenn es nothig iſt, auch Wochen lang auf der Wieſe ſiehen bleiben kann. karen 142 erz Hält jedoch der Negen ſehr lange an, ohne aus- zuſeßen, und wäre daher zu befürchten, daß das in Eile in kleine Heuhaufen zuſammengeraffte Gras ſich erhißte, und ſodann das Heu ſchimmlig oder mulſtrig würde, ſo bleibt oft nichts Ander3 übrig, als dem Rathe des großen Mögeliner Landwirths zu folgen, auf das Grünheu Berzicht zu leiſten, das halbtro>ne Heu nach der weiter unten bey dem Kleebau vorkom- menden Klapmeyerſchen Methode in möglichſt große Schober zuſammen zu ſeen, allda vorſägtlich und gleichformig ſchwißen und ſich erhigen zu laſſen, dann auszuſireuen, und wenn es lufttro>en iſt, in Lade- haufen zuſammen zu bringen,= Obgleich dadurch Farbe und Geruch verloren gehen, ſo wird doch im Übrigen die Qualität des Heues gerettet.= Außer dem Nothfalle räth jedoch Thaer dieſe Methode beym Wieſenheue nicht anzuwenden. 'S- 502. Da3 braune Heu der Engländer wird auf fol» gende Art gemacht: Man läßt das Gras einen oder ein paar Tage, oder je nac) der Witterung auch wohl länger, ruhig in Schwaden liegen, bis es lufttro>en iſt, dann wird es tüchtig aufgeſchüttelt, und gewendet, wornach es ſehr bald in kleine Haufen gebracht wird.= In- ſem Zuſtande läßt man es einen oder ein paar Tage ruhen, dann wird es wieder aufgeſchüttelt, und in größere Haufen gebracht.=- Nachdem es in dieſen abermals einige Tage gelaſſen worden, wird es endlich in noch etwas feuchtem Zuſtande in die Heufeimen ge- fracht 1! hib! Öſi einer hrä1 biäter uni (hat, deſt zufommt! Wherhauy durch an; deleyen 2 higung 3! Weeindri Wergeit in | Dieſes eferſh! und anda rächt wen Witte, vl und adel aber ſeyn wirft, 1 lands ſo lid) gut« fuctet| dn, Gh, ofbeihlic: | Tha iW Cigen oWwöhulid Eaizinnun in rat, Rar ea, oh" Ww en, daß dai eraffit Gre) lig oder mil Übrig, als| Irth8 zu fol) das halb! Rleebau vorh möglichſt 4 vorſaßlich zu laſſen, n iE, in bleich da)! 0 wird dif rettet.= W dieſe Ne yx: wird au ein paar 1 hl langer! en iſt, dam?! det, worn! J Ob wird.= 31" ver ein pads eſchütteit, +4,46 dem& im" yy n, wird! die Heyfeimt bracht, und tüchtig zuſammengetreten.-- In dieſen erhißt es ſich nun, ſchwißet, wird ganz compact, und einer bräunlichen torfartigen Maſſe ähnlich.=- Je dichter und feſter es in dieſem Zuſtande über einander liegt/ deſto beſſer wird es, und nur da, wo Luft da- zu kommen kann, entſtehet Schimmel, und Fäulung,-- Überhaupt iſt der Vorſchlag derjenigen, die dem Heue durch angebrachte Kanäle und Luſtzüge u. dgl. Tän- deleyen Luft verſchaffet wiſſen wollen, um es vor Er- Hißung zu bewahren, äußerſt widerſinnig, weil gerade die eindringende Luft es iſt, die einem erhißten Heue jederzeit im höchſten Grade ſchädlich wird. Dieſes braune Heu ,/ welches vorzüglich in Glo u- ceſterſhire in England am häufigſten bereitet und allda allem andern"'Heue vorgezogen wird, iſt nicht8 weniger als ein unſchmo>haftes oder ſchädliches Futter, vielmehr iſt es allem Viehe äußerſt angenehm und gedeihlich.=-- Ein Hauptvorzug dieſes Heues ſoll aber ſeyn, daß es ſehr ſtark auf Fleiſch und Maſtung wirket, weswegen es auch in einigen Gegenden Eng- land3 ſo beliebt iſt.=- Dagegen ſoll es nicht ſonder- lich gut auf Milch wirken, ſo wie man überhaupt be- obachtet haben will, daß gutes Grünheu den Pfer- den, Schaafen und Melkkühen doch angenehmer und gedeihlicher iſt.*) Thaer meint auch daher, daß ungeachtet aller gu- ten CGigenſchaften des braunen Heues, die es über das gewöhnliche ausgelaugte und entkräftete Heu weit er- *) f. Thaer's engl, Landw. und Grundſ. dex vat. Landiv: heben;"ein mit gehöriger Genauigkeit zubereitetes Grünheu im Ganzen dennoch vorzuziehen ſey. Os 303 So ſehr auch in der Negel das im Tro>nen be- griffene Gra38 vor Thau und Regen geſchüßt werden muß, damit es nicht ausgelauget und enikräftet werde, ſo hat doch hierin eine AusSnahme bey den Seggen und Binſen, und den übrigen groben, zähen, und minder genießbaren Sumpfgräſern, ſo wie bey dem Übrigens in Brüchern äußerſt ſchäßbaren blauen Perl- graſe(Aira coerulea) ſtatt. Dieſe läßt man nämlich vorſäßlich 4 bis 6 Wochen in Schwaden liegen, da- mit ſie einige Mahle tüchtig beregnet werden, wodurch das davon entſtehende Heu dem Biehe genießbarer und gedeihlicher wird. CG. 304. In einigen Gegenden pflegt man auch einen Theil des Heues einzuſalzen, um ſolches ſeinem Viehe bey Schwächlichkeit und Kränklichkeit zu reichen, wobey es ihm ſehr heilſam ſeyn ſoll,=- Dieß wird von GeriEe nach Schweitzer Art folgender Weiſe an- gegeben: Man ſtreuet das friſchgemähete Gras bey warmem Sonnenſchein lo>er auseinander, wendet es mehrere Mahle fleißig um, und bearbeitet es tüchtig, damit es gegen Abend gehörig windtroen ſey; dann bringt 5) ſ, Thaer's Grundſc der rat. Landw, man man über 11) Zhau v) einander um, da gleich a den Dr ſoll, 2 Glirich ben Zo bann fo ieder Ine Lage (mimt 18 TG Veſireuut eren n J(il wah un wan der Ira pt[vf gefutte 10 Zed eit uber ehen ſey, im Irony geſchübt x enfräſtet ey den Eu; en, zähen, 0 wie bey en blauen) ft man nan en egen,| verden, witz ehe genießy auch einen! einem Vit 1 teichen,! Dieß win ender VW! ras bey wir endet em , Ja 3 füg ſey n dann 0 4, Rand q == 145 me man es. in kleine Haufen, und läßt es die Nacht über ruhig. liegen.„Des andern Morgens, ſo wie der Thau vorüber iſt, ſtreuet man das Gras wieder aus- einander, und wendet es bis auf den Abend öſte:8 um, da es denn in größere Haufen gebracht, und gleich am andern Tage in halbtro>nem Zuſtande an den Ort gefahren wird, allwo es eingeſalzen werden ſoll. Dieß kann jeder mit Dielen belegte oder mit Eltrich überzogene Boden ſeyn. Man beſtreuet zuerſt den Boden recht dicht und derbe überall mit Salz, dann fommt etwa 2 Fuß hoch Heu darauf, worauf wieder wie zuvor Salz darüber geſtireuet, und wieder eine Lage Heu wie die vorige darauf gelegt wird, dann Fommt wieder Galz und wieder Heu, und ſo fort bis Alles zu Ende iſt. Den Beſchluß macht noch eine Beſtreuung mit Salz, worauf Alles recht derbe ein» getreten wird.== Auf ein vierſpänniges Fuder Hein= 90 ECtr. braucht man 1 1/2 Braunſchw. Himten, oder nach unſerm Maaße und Gewichte auf 40 Ctr. Heu etwa 1 Metßen Salz, oder auch. wohl mehr, je nach der Kraft des Salzes.-- Ein ſolches Heu wird ZUs leßt ſo feſt wie ein Kuchen, und muß jederzeit, wenn es gefüttert werden ſoll, mit einem ſcharfen Heumeſſer nach Bedürfniß herausgeſchnitten werden.*y 9. 305. Die Ernte des Grummets8 oder Nachheues d. i. des Heues der zweytien und dritten Mahd hat nichts *) f. Geri>e's prakt, Anl. zur Sührung der Wirthſchaftsgeſhäfte. Grundſ, der Felde. ZU Ts 10 --- 146-- Beſondere3, und iſt der des eigentlichen Heues oder Vorheues vollig gleich- Nur wird es bey der letzteren Grummeternte, die ſchon in den Anfang des Herbſtes fällt, der kürzern Tage und des kühlern und feuchtern Wetter3 wegen, wohl nie rathſam ſeyn, nad)'dem Beyſpiele der Engländer Grünheu zu machen„wenn man auch übrigens die viele Arbeit, die dieß erfordert, daran wenden könnte und wollte.= Man laſſe daher das Grummet wenigſtens 5 Tage lang in den Schwa- den ruhig liegen, damit es etwas abſterbe und welk werde, da es denn nur ſehr wenig bearbeitet zu“ wer- den braucht, und oft leichter und ſchneller als das Vorheu tro>en zu werden pfleget, Cin gut gewonnenes und gut eingebrachtes Grum- met iſt meiner Grfahrung nach ein ganz unſchäß- bares Futter, was auch immer einige unkundige öko- nomiſche Papageyen dagegen kreiſchen mögen... Vor» züglich ſchätbar iſt es in der erſtern Hälfte des Win: ter3, und beſonders gleich zu Anfange deſſelben“, da da3 Vieh ſo eben von der Weide in den Stall gekommen, zu welcher Zeit ich kein Bedenken trage daſſelbe allem Vorheue vorzuziehen. Un Nahrungs- kraft ſteht es zwar dem Vorheu gleicher Gute und Qualität in etwas nach/ doch iſt dieß nicht beträcht- lich, und man wird eben keinen ſehr groben Fehler begehen- wenn man es bey der Fütterung auch mit demſelben ganz gleich annehmen ſollte. 6. 306. Bey dem Einſahren des Heues kommt es hauptk- ſächlih darauf an, daß der Wagen möglichſt gleich“ tif), nothig dem U jah m )finden, | Ziehen geladet Zen a zu hv |Überge werden paſſiven Bindſto yfielen, danit fen Grih Jubeinan (aet auf Berferi (5zarva) gebunde) Neſentlid Alegt no, nber We 0m auf de) noch Piter ein da! il, fo for daby M" Om it jen Hes 'ey der Uchte 19 des Herbh 1. und ſeuhty vn) nah madchen nt 2 dieß erſordy Ran laſſe dt inden. Gy ſterbe und beitet zu'n neßler als d rahtes Ory ganz unſe) unfundigt! mögen,| aſte des L mae deſh ein den 6 Bedenken! An Nahm jcher Out! 'ſ nicht bein) vx groben. iv terung„au! (0 yy pommt m valim p" en SE mäßig, breit, und feſt, geladen werde.<- Erſteres iſt nöthig, weil ein ungleich geladenes Fuder nicht nur dem Umwerfen ſehr leicht ausSgeſeßt iſt, wenn ſich auch nur die kleinſten Unebenheiten auf dem Wege finden, ſondern, weil auc dadurch dem Viehe das Ziehen ſehr erſchwert wird.= Möglichſt breit muß geladen werden, weil man auf dieſe Weiſe v.el mehr Heu auf den Wagen bringen kann, ohne das Fuüder zu hoch zu machen, wodurch daſſelbe ſehr leicht ein Übergewicht bekommen, und umzufallen veranlaſſet werden könnte, wenn man etwa unedene Wege zu paſſiren hätte, oder wenn äußerſt ſtarke und gewaltige Windſtöße gerade an die eine Seite deſſelben plößlich anfielen.=- Feſt muß man endlich jedes Fuder laden; damit es weder von der durch das Fahren verurſache» ten Erſchütterung auseinander falle, noch von Winden auSeinander geriſſen werde. Zur Feſtigkeit des Fuders trägt außer dem guten Laden überhaupt, die gehörige Verfertigung der EXe, die wir Hörner oder Ohren (Szarvak oder fülek) nennen, und ein tüchtig nieder» gebundener Heubaum(hier Wiesbaum genannt) ganz weſentlich bey.= Jſt ein Fuder geladen, ſo wird es zuleßt noch abgeharfet, damit das loſe Heu nicht un- nüßer Weiſe verlohren gehe, und daſſelbe wird entweder oben auf den Heubaum geworfen, oder zu dem übri- gen noch ungeladenen Heu gethan, um mit demſelben ſpäter eingefahren zu werden. Da das Auſladen eine ſehr wichtige Operation iſt, ſo ſorge man auch dafür, daß man tüchtige Leute dabey anſtelle, die darinn die gehörige Übung haben. Denn nichts iſt verdrüßlicher, als wenn man zu einer er 10 Zeit, da mati mit Arbeit überhäuft iſt, durch die „m Ungeſchi>lichkeit ſeiner Leute zurügeſeßt wird, von NER dem unnüßen und zwe&loſen Abplagen und Abmar- h tern des Viehes nicht zu reden. Q. 307. 0."4 Jſt das Heu eingefahren, ſo wird es entweder nach dem Gebrauche der Teutſchen auf Heuböden ober den Viehſtällen, oder in eigens dazu erbauten Heuſcheunen oder Heumagazinen aufbe- wahrt, oder es wird in Feimen, Fiemen oder 1 Diemen(bey uns Triſten, ungr. Kazal genannt) 1977; geſeßt, ſo wie wir Ungarn und die Engländer es zu machen pflegen. 1! 6. 308. | Von den Heuböden habe ich bloß zu bemerfen, | daß der Boden derſelben möglichſt gut verſchallt, oder wohl-gar mit Eſtrich belegt werden müſſe, damit we- der die von dem darunter ſtehenden Viehe aufſteigen- den Dünſte ſich in das Heu ziehen, noch das Gemülle 13, des Heues auf das Vieh herunter fallen, und daſſelbe 9] verunreinigen könne; und daß das Heu auf ſelbigen 1 möglichſt feſt gepa>t, und gebanſet werden müſſe, damit während des Schwitens und der Gährung, welchen im Anfange jedes Heu, das übereinander liegt, mehr oder weniger ausgeſeßt iſt, X) durchaus | 4) Selbſt das Grünheu, und jedes auc< no< ſo vols h| kommen getro>nete Heu iſt im YUnfange do< immer einer geringen, wiewohl kaum merklihen Gährung unterworfen, ſo bald es di keine Luſt in das Innere dringen könne, indem da- durch allemal Schimmel und Fäulung entſteht. Wenn daher einige Schriftſteller verſchiedene Luſt züge und Kanäle in dem Heue angebracht wiſſen wollen, und dieſe ſogar al3 etwas Nothwendiges und Unent» behrliches zur Erhaltung des Heues vorſchreiben, ſo ſind ſie in einer gewaltigen Irrung, und zeigen wohl, daß ſie gerne den Meiſter ſpielen und Andere beleh- ren wollten/ daß ſie aber nicht den geringſten Begriff von der Gährung überhaupt, und am allerwenigſten von der des Heues haben.=- Im Gegentheil, je mehr das Heu ſchwitet und ſich erhißet., deſto ſorgfältiger muß alle Luft. von: dem Jnnern deſſelben abgehalten werden.=- Sollte auch die Hiße auf einen ſo hohen Grad ſteigen, der eine Entzündung deſſelben befürch- ten ließe, ſo würde man die Gefahr nur vermehren, wenn man nach dem Nathe dieſer ſo unfundigen als unberufenen Geſetgeber das Heu aufloFern, oder ihm auf was immer für eine Art in ſeinem Jnnern Luft verſchaffen wollte.= In einem ſolchen Falle muß die ganze Maſſe deſſelben auf einmal herunter geworfen, jund durch möglichſt ſchnelle Ausbreitung und Streuung ganz, und in allen ſeinen Theilen zugleich, der Luft ausgeſegt werden, worauf die Ge» fahr ſogleich vorüber ſeyn wird. C., 3,00: Von den eigens erbauten H eirma gazinen oder Heuſcheunen der Teutſchen enthalte ich mich vor» ſaäßlich hier irgend Etwas zu ſagen, theils, weil ich dieſelben aus eigener Erſahrung gar nicht kenne, ERT zr -- 159= und man dagegen in allen„teutſchen Schriften über Landwirthſchaſt und Baukunſt genug darüber geſchrie- ben findet, theils, weil ich dieſelben für ganz unnüße und zwekloſe Wirthſchaftsgebäude halte, da das Heu in unſern Feimen( Lriſten) eben ſo gut, und wohl noch beſſe: als in manchen oft dumpfigen Scheunen aufbewahret werden kann, Ich weiß zwar. ſehr wohl, daß die von den Teutſchen in neuern Zeiten vorgeſchlagenen Heumaga- zine ſehr luſtig ſeyn ſollen, ſo daß ich ſehr leicht bes greife, wie das Heu in ſolchen ſehr gut, und eben fo gut, wie in unſern Feimen aufbewahrt werden könne, ohne mulſtrig und ſchadhaſt zu werden. Koſten aber ſolche Heumagazine nichts? Und iſt es ökonomiſch, iſt es nach den Grundſäten einer rationellen Wirth- ſchaft, theure Wirthſchaſt8gebäude zu errichten, deren wir eben ſo gut entbehren könnten?+.«Weber erwähnt als Beyſpieles der Wohlfeilheit einer bloß hölzernen Heuſcheune, die 1000 Ctr. Heu gefaßt," und 160 Thlr. gekoſtet haben ſoll.==*) I< will Feine gute zwemäßig errichtete. Heufeime dagegen ſtellen, in welcher, ob ſie gleich außer Sorgfalt und Arbeit gar nichts koſtet, das Heu wenigſtens völlig eben ſo gut erhalten werden kann. I< will anneh- men, daß eine Feime, welche dieſe 1000 Ctr. Heu enthielte, verhunzt würde, und daß eben de8wegen all- jährlich 10 Ctr. Heu zu Grunde giengen. Iſt es nun eine Wirthſchaft frage ich, um jährliche 10 Ctr. Heues „)|. Weber's Handbuch des geſammten Fukz- terbaues. ju pelt räte 100 jm/der'! ann; wmünfti Im Dr [4 SBend J Erbar iethſhaf! ahbe Vorab zu'Orin dine" gutt ben= 4 Aevfeimen mii Sölde viſlen Um migen ſie wedwidr; (en DM Veh, ſetidbtnen Quögegehe hriſten ihr über geſch gan which ' da das hy t,„und. wh zen Chen) die von dy en Deum ſehr leicht% und eben| verden Fonne Koſten abt öfonomiſeh ehen Virt richten„de „+; 1 Wich) it einer.) Heu gy „*) Zh! ſeime. daz! Gorgfalt! nigſtens 1 d will am 1000 Cit j n deswegin" en ki] iy e 10 Cir, zw rammte" zu retten, 160 Thlr. Münze in einem Gebäude ſte>en zu haben, das man übrigens entbehren könnte, und das doch wie alle Gebäude auch noch öfterer Nepara»- tursfoſten bedarf?.... Von einem unvorherzu» ſehenden, aber doch immer möglichen Unglüsfalle, als von einem Brande, u, dgl, gar nicht zU TCden 4. Man baue nun erſt Heumagazine da, wo man meh» rere 1000 Etr. Heu erntet, und keine Baumäterialien in der Nähe hat, und behaupte dann/ wenn mat kann, es ſey ökonomiſch, und den Grundſäßten einer vernünftigen Wirthſchaſt angemeſſen, überall und an allen Orten Heumagazine zu errichten, Sr;3.10- Wenn einige Teutſche mir einer Art von Mitleid und Erbarmung von ihrem vermeintlichen Gipfel land» wirthſchaftlicher Weisheit auf unſere armen Feimen verabbliken, und das viele Heu beflagen, das ihrem Vorgeben nach in denſelben alljährlich unausbleiblich zu Grunde gehen muß, ſo mögen ſie wohl noch nie eine gute und zwe>mäßig gebaute Feime geſehen ha- ben.= Wenn ferner einige ihrer Schriftſteller die Heufeimen widerrathen, und vor denſelben warnen, weil ſolche, wenn ſie zwe>mäßig ſeyn ſollen, mit zu vielen Umſtänder und Koſten verknüpft ſeyen, ſo mögen ſie wohl nur immer jene ſo tändelhaften als zwe>widrigen, mit Luftröhren, Dunſtzügen, beweg- lichen Dächern u. m. dgl. widerſinnigen Läppereyen verſehenen, und von ihren eigenen Landsleuten vorge» ſchriebenen, mitunter wohl auch fälſchlich für engliſch ausSgegebenen Heuſchober vor Augen haben, da Nichts Apen 9(Ge vonn en-- nennen»mmememnmmemmeeeerenmemmetennteengg ggg 8 „LER| Ny“|N [9|. „Ul N = EN NE EX 1 aa Kp ER 1506 1:0 7. SW) in der Welt: weniger» umſtändlich, Nicht3 weniger koſtſpielig ſeyn kann; als eine auch noch ſo ſorgfältig auſgebaute Heufeime,„da ſie außer der Arbeit und Genauigkeit, die ſie. erfordert, gerade gar nichts koſtet, Geb3144 Bey der Errichtung. der Heufſeimen kommt es vorzüglich. auf ſolgende Momente an. 1.) Daß ſie an einem tro>nen und erhabenen Orte errichtet wer- den, damit ſich nicht etwa Waſſer unter dieſelben ziehen könne; 2.) daß das Heu in. denſelben möglichſt dicht und compact auf. einander zu liegen komme, da- mit weder Luft noch Regen eindringen könne; 3.) daß ſie ſo gleich als möglich, und ſchräge genug abge- dachet. werden, damit das Regen» und. Schneewaſſer nirgend ein Hinderniß abzulauſen finde; 4.) daß ſie mit einer ſtarken Bauchung verſehen werden, damit das vom Dache abfließende Waſſer immer in einiger Entfernung von dem Fundamente der Feime abtrau- fen müſſe/ und ſich nie unter das Heu ziehen könne z 6.) daß für die Feſtigkeit derſelben beſtens geſorgt werde, damit ſie nicht von heſtigen Windſiößen um- geworfen oder wenigſtens aufgeriſſen werden. 2.412: Bey un3 verfährt man bey dem Feimenſeßen auf folgende Art: Man wählt zuvörderſt einen etwas erhabenen tro>nen Platz/ auf welchem kein Waſſer ſtehen bleibt, belegt dieſen recht di>, etwa einen oder wohl auch 2 Fuß hoch mit Stroh, ſchlechtem Heu, Reiſig, u- dal. worauf| wird nun din her und mitt befindlich nez jelſt'der werden, jiſſen'w leichteſte einen Ar Rniee' zu warts in Raume | Gt fem verwahrt bis" die'F anden( "nm. ſiein eh 12739 gar der: wungen| Fön beſteht, ben. fo: meiſten fel den, als) Wine gew fe von ein fie bo3 Ih Auſtin chts ene Y-ſ0 orgfäh p„Arbeit 14 a ni nen Fomm)| 2:44) Deh „errichtet.n unter dieſe ſelben; mögl en fomme| fönnes 3) 46 genug 1d. Schnämſ! de 46)0) werden mmer ind v. Fame u ziehen it | beſtens 4 Windſtoß werden, Feimenſeh" etwas ehe „ Nf oſſer fehn! oder wohl 1) gifs," worauf denn das Heu zu liegen kommt.*)"Dieſes wird nun mit den bekannten hölzernen'Heugabeln von dem Herangefahrenen Heuwagen" darauf geworfen, und mittelſt eben dieſer Heugabeln durch die darauf befindlichen Feimenmacher zurechte gelegt, wobey denn nie zu vergeſſen iſt, daß die vier G>e der Feime mit- telſt der ſogenannten Hörner(szarvak) wohl'beſeſtigt werden, damit dieſelbe von den Winden nicht aufge- riſſen werden könne, welches ſonſt'an den EXen am leichteſten geſchieht»“Man'nimmt zu dieſem Zwee einen Arm voll Hen, beugt ihn mittelſt der Arme und Kniee zuſammen, und legt ihn mitdem Buge vor- wärts in die GFe, tritt ihn nieder/ füllt den übrigen Raum der Feime aus" bis wieder die Reihe an die GFe kommt, welche abermals äuf erfterwähnte Art verwahrt werden/ und ſo geht es immer weiter fort bis die Feime fertig iſt.== Dieſe ſogenannten Hörner an' den E>en' ſind bey einer Feime das, was“ bey' ei- nem Gebäude die zugehauenen“EXſteine ſind ,“ denen ſie in einiger Entfernung auch wirklich ähnlich ſehen= +) Nur wenn man die Feimen auf einem niedern oder gar der Ueberſhwemmung ausgeſeßten Platze zu machen zes zwungen iſt, muß man ſie auf einen aus Pfeilern und Bals ken beſtehenden Roſt ſetzen. Sonſt iſt aber ein ſolher Noſt eine eben jo kindiſche als koſtbare Spielerey),.:ob er. gleich von den meiſten teutſcere Heu des oberſten Theiles, bevor ſich noch die Feime hinlänglich ge eßt hat, gegen unver» muthete Windſtöße zu ſichern. Die beyden Ende die» ſer Heuſeile werden entweder an den Seitenwänden der Feime eingeſchoben und. feſt gemacht, oder es werden. hölzerne PflöFe daran gebunden, damit ſie vom Winde nicht gehoben werden können. Da wo man zu beſorgen hat, daß die Feimen von dem Viehe beſchädigt werden möchten, pflegt man denſelben durch rings herum eingeſchlagene Pfl9>e und daran befeſtigte Queerſtangen eine kleine Beſrie» digung zu geben. Dieß ſind nun unſere gewöhnlichen in einem lan- gen Viere>e gebauten Feimen, die oft ein gar majeſtäti- ſche3 Anſehen gewähren, und in Hinſicht ihrer Größe und Höhe mancher Dorfkirche den Nang ftreitig ma» e einer ſolchen Feime würde wohl mancher teutſche Schrift- ſieller ausrufen müſſen: Dieß iſt doch einmal eine Feime, die den Namen wirklich verdient, nicht jene winzigen, phantaſtiſchen, mit Dunſt- und Dampfröh- ren, beweglichen Dächern, und andern Albernheiten verſehenen lächerlichen Carricaturen, die wir ſo dreiſt unſern Leſern=- gewöhnlich als etwas Engliſches und Vorzügliches= vorzuſchreiben und zu empfehlen pflegen« Pirl funde 9 harinn| ſollte, 1 froßen, ſelbe ſchl derſelbe ſandwir undige; r auch 1 digen.[0] rade ve 0, wien Vfuſherh Ra im tund; don eno) (Ct, Heu bz jn ſind| Ne die DE€ und weil ſneiden en des Rü Fonnt, Day über gewon Theile, hen) 1, Gegen an den Ende.) Seitenwärh acht; ode h ven; damit 1 ß die Fein Ochten, pft hlägene Pfl (aine Belt tin einem l! 1 gar majiſ e zu machen erſparet. Im Gan» zen ſind ſie jedoch nicht anzurathen, weil ſie doch im- mer die Feſtigkeit nicht haben, die eine gewöhnliche gute in einem langen ViereFXe gebauete Feime hat, und weil das Heu aus denſelben weit ſchwerer auszu- ſchneiden iſt. Man ſieht ſie aber auch nur äußerſt " Y Tee N» <.4)„-. 14 E«< KR >83, NE Zeni -+ S. SE N 3 EN Ea enn ene ne ſelten. Kleine Heuſchober zu 20--100 Ctr. Heu kann man dagegen bey kleinen Landwirthen oder Häuslern, die nur wenig Heu haben, häufig genug ſehen, 6. 315. Wird das Heu verfüttert, ſo wird e8 nach einem beſtimmten Maaße/ nach Klaſtern, nac< Schuhen, oder wie man will, mit dem bey uns bekannten Ju- ſtrumente, das man Heumeſſer oder Heuſcheere(5ze- na mettzö) nennt, von oben abwarts abgeſchnitten. Eben ſo verfährt man auch beym Verkaufe; daher auch bep uns das Heu in großen Quantitäten faſt nie nach Gewicht, ſondern immer klaſterweiſe verkauft zu werden pfleget.=- Der gemeine Mann weiß ſich auch in manchen Gegenden ſehr gut in Abgang eines eigentlichen Heumeſſers einer alten Senſe zum Heuab»- ſchneiden zu bedienen, nachdem er dieſe gehörig vor» gerichtet hat. VG. 31:0; Zum Futtern pfleat jedoch der kleinere Landwirth, der nur wenig Vieh hat, das Heu nicht abzuſchnei- den, ſondern daſſelbe jedesmal mit einer eiſernen mit einem Widerhaken verſehenen und auf einem langen hölzernen Stiele befeſtigten Heuraufe nach* Bedürfniß auszuraufen, welches aber auf jeden Fall gerügt zu werden verdient, theil3 weil durch dieſes Ausraufen die beſten Theile des Heues verloren gehen, theils weil mit dieſer Arbeit eine Menge Zeit unnüß ver- geudet wird. Peſſ wieoh! ſie einen flaſter) ſchnitten! na un iw kat wird | | gem v werden einen zu gar wicht art wit vin Ze it un) 190, be 1) feſt( ſy wil, dz merſttoh; ) es nach(in nad) Gduht befannten| YWſcheerels 5 abgeſchnit erfaufe) da titäten Faß weiſe very Rann weiß | Abgang! iſe zum Hä ſe gehörig! nere Landy icht abzu) ner eiſern! Seinem(a <= 1159= Beſſer würden dieſe kleinen Wirthe thun,(einige, wiewohl nur äußerſt wenige, thun es wirklich) wenn ſie einen beliebigen Theil ihrer Feime(etwa 1 oder 1/2 Klaſter) jedesmal periodiſch abſchnitten, das abge- ſchnittene Heu irgendwo unter Dach brächten, und ſo nach und nach verfütterten. Pp 317. Um das Heuabſchneiden zu erſparen, pflegen manche größere Landwirthe entweder ihr ſaäammtliches Heu, oder doch einen Theil deſſelben nicht in Fei- men, ſondern in verſchiedene ziemlich kleine Edjober von etwa 20 bis 50 Ctr. zu ſeen, da denn ein ſolcher Schober in“ einem oder in ein paar Tagen verfüts- tert wird, Sämmtliches Heu auf dieſe Art aufzubewahren iſt wohl immer verwerflich, weil das Heu in dieſen kleinen Schöbern unmöglich ſo zut wie in Feimen, gegen die Näſſe des Winters in die Länge geſichert werden kann, und weil dieſe vielen Schöber auch einen zu großen Platz erfordern, wogegen dadurch gar nichts als die geringe Arbeit des Abſchneidens er- ſpart wird. Einige wenige Schöber für den Vorwin- ter in Bereitſchaft zu halten, hat man jedoch öfters nicht undienlich gefunden, weil das Heu im An- fange, bevor die Feimen ſich hinlänglich geſeßt haben und feſt geworden, ſich oft nicht gerne ſchneiden laſ- ſen will. ß. 318 Das was Thaer von dem Aufſeben des Som- merſtrohes und Heues untereinander ſogt, ſo daß -- 160= immer wechſel8weiſe eine Schichte Stroh und eine Schichte Heu zu liegen komme, bis die Feime voll iſt, findet man auch häuſig bey unſern kleinen Land» wirthen. Beſonders nehmen ſie dazu gerne Gerſtſtroh, und füttern dann dieſes Gemiſch ihrem Viehe.= In größern Wirthſchaften iſt dieß jedoch nicht gebräuch- lich, auch nicht leicht ausführbar, weil es zu um- ſtändlich wäre. GO.-349+ Um bey der Verfütterung des Heues rationell zu Werke gehen, und jeder Viehart zu; jeder Zeit das für dieſelbe beſtimmte Heu geben zu können, iſt es nothig, daß die verſchiedenen Gattungen des Heue3 nicht bunt durcheinander gemengt werden, ſondern daß jede Gattung, als das ſüße, das ſaure ,/ das binſen- und ſchilfartige, das etwa verſchlämmte, uU. ſ. w. beſonders gebanſet oder geſeimet werde/ da- mit man jede nach Erforderniß ohne Schwierigkeit hernehmen, und ihrer Beſtimmung gemäß verwenden könne.= Das ſchilf- und binſenartige Heu wird je- doch häufig zur Eindachung der Feimen gebraucht, weil es ein ſehr gutes Dach formirt, und das beſſere ſüße Heu ſehr gut gegen die Näſſe ſchüßet, gegen die es doch ſelbſt weniger empfindlich iſt. Allein dieß thut nichts zur Sache. Denn da es mit den untern Heu- lagen nicht vermengt wird, ſondern bloß oben auf zu liegen fommt, ſo iſt es eben ſo viel, als ob es be- ſonders gefeimet worden wäre. Cg. 520. ziemlicher einmal wiſſen 2 Fider die Uf Sein beſonders htm Ofuwage| wögen wa mn ſieht dein Falle und ſell einer gu | | der( je nacher wifterung.- Uſt derſel ihre Miz und en Sräutee; Grund troh und" Ie Füme h Fleinen Ban ne Oerſtſtty) Vicht=4 nicht gebr il& zu es rationell jeder Zeit d Onnen, iſt gen des Hu rden. ſon) as ſaure, verſchlamn net werdt, & Smi emaß verw! je Heu win über/ ge! Allein dieß! den unten) (of oben d! 2 hh“ p als 00.0 f, 330 NE 3420: Um ſeinen Heuvorrath mit mathematiſcher Ge- nauigkeit zu beſtimmen, wäre es ſreylich nöthig, daß man eine große Heuwaage hätte, und jedes Fuder Heu, ſo wie es nach Hauſe käme, darauf abwöge und aufzeichnete. Man kann dieß indeſſen ſchon mit ziemlicher Genauigkeit ausmitteln, wenn man nur einmal weiß, wie viel ein beſtimmtes Fuder einer ge- wiſſen Qualität Heue8 wiege, und wie viele ſolcie Fuder dieſes“ Heues in der Feime enthalten ſeyen. Auf Kleinigkeiten kommt es ja bey einer Wirthſchaſt, beſonders bey einer großen Wirthſchaft, ohnedieß nicht an. Das Probefuder kann in Ermangelung einer Heuwage mit jeder gewöhnlichen Wage theilweiſe ge- wogen werden.=- Indeſſen iſt eine Heuwage, wenn mar“ ſie haben kann, in dieſem ſo wie in vielen an- dern Fällen immer eine ſehr gute und bequeme Sache, und ſollte in jeder anſehnlichen, beſonders aber in einer großen Wirthſchaſt, nicht leicht fehlen. Ertrag und Werth der Wieſen. NED 8 Der Ertrag der Wieſen iſt äußerſt verſchieden, je nachdem nämlich=- abgeſehen von der- witterung= das örtliche Klima der Boden und die Lage derſelben günſtiger oder ungünſtiger, je nachdem ihre Pflege und Behandlung beſſer oder ſchlechter iſt, und je nachdem die darauf wachſenden Gräſer und Kräuter ergiebiger oder minder ergiebig ſind- So Grundſ« der Feldk, 3. Th, 11 ME Bp -- 1D3== trifſt man oſt Wieſen, die kaum das Abmähen verloh- nen, und bey denen ſonſt Nichts übrig bleibt, als ſie -- wenn ander3 keine Hinderniſſe im Wege ſtehen= in Aerfelder umzuwandeln 3; und zuweilen triſſt man ihrer ſolche an, die wahrhaſt Erſtaunen erregen müſ: ſen, und die den ungläubigſten Modeſchriſtſteller/ der bisher die Wieſen zu verſchreyen gewohnt war, mit einem Male zu bekehren im Stande wären.-- So ſoll die oben ſchon erwähnte, von der Natur äußerſt begünſtigte, ſogenannte langgraſige Wieſe in Wilt- fſhire, unweit Salisbury, in England, oft ſchon den enormen Ertrag von 10 Tonnen Heu ä 20 Etr, (Hundreds) per 1 1/2 Acre, oder nach unſerm Maaße und Gewichte circa 129 Ctr, per Joch= 1200[]>, in zwey Schnitten gegeben haben, ob ſie gleich im Frühjahre in der Regel noch zur Schaaf- weide dienet, und nach der zweyten Heumahd mit Schweinen betrieben wird.*)= So ſagt auch Weber, daß er Wieſen kenne, die bey ſehr guter Pflege ,/ in ſehr guter Lage, und bey gutem Boden, faſt alljährlich vom ſächſiſchen AXer= 300[] Ruthen 4 bis 5 Fuder Heu, und 2 bis 5 Fuder Grumet a 20 Ctr. geben, welches nach unſerm Maaße und Gewichte eirca 77 bis über 100 Ctr. Heu und Grumet per Joc,=12c0[]* au8machet.**) Man glaube indeſſen nicht, daß ein ſo ungeheu- rer Ertrag der Wieſen irgendwo, auch bey der aller- beſten Cultur, im Durchſchnitte zu erwarten ſey. *) ſ Thaer's engl. Landwirthſchaft. x*) f. Weber's Handbuch des geſammten Fut- terbaues.. | 3h9 Dualität 1 Morgen* Orumme! | Und [orgen Chnitte di 9 Fuder | Ora je feut) wann| uſo 1, und ſchnitte ſe .. Dieß a)* in zweh b, wirth/ 6919 eim G; 4.) einen Z YK Ühmähen vw" ig bleiht, M. u er 6 ſel' weilen inf» nen erte) eſchriftſtellt wohnt wär, € wären.= er Natur j Wieſe in 7 gland, of 1 Heil am ter nach 1 n Heumay) gt auch V! guter Pf n, ſaſt al jen 4 bis 5) 3 20 Cir, jewicte erwarten 18 ſhaft eſam = 163== Th ger nimmt an, nachdem er alle Wieſen nach Qualität und Ertrag in 6 Klaſſen theilet, daß 1 berl. Morgen Wieſen 1-ter Klaſſe etwa 2400 Pf+« Heu und Grummet geben könne.*) Und an einem andern Orte ſagt er, daß ein Morgen guter Wieſen 23000 Pf. Heu von einem Ec hnitte gebe. XX) Didſon rechnet im Durchſchnitte per engl. Acre 2 Fuder Heu a circa 1500 Pf. von einem Schnitte,***) Graf v. Podewils endlich, jener höchſiwür»- dige teutſche Gutsbeſiber und vortreffliche Praktiker, gewann auf den verſchiedenen Theilen ſeiner Güter Guſow und Platkow, im Durchſchnitte, 16, 18, und 20 Ctr., und folglich im allgemeinen Durch»- ſchnitte ſeiner Wirthſchaft 18 Ctr. Wieſenheu per M. Morgen. XXX*) Dieß macht nach unſerm Maaße und Gewichte; A.) Nach Dhaer 87a Landw. Ctr. in zwey Schnitten 2 r 5 3 99, 84| b.)" Nach Thaer's engl. Land»- wirthſchaft von einem Schnitte. 28, 20 In ce.) Nach Di>ſon, AEN in(ea einem Schnitte. 51,0)2 d.) Nach Podewils, im ad(3 meinen Durchſchnitte auf ſeinen Gütern 27,93/ *) ſ, Thaer's Grundſy. der rat, Landw. **) ſf. Thaer's engl. Landwirthſerland umgeſtaltet wiſſen wollen, indem ſie ex tripode lächerlich genug beyaupten/ daß mit dem Weidegange gar keine gute Wirthſchaſt beſtehen könne, glaube ich mich ſchon an einem andern Orte hinlänglic) erklärt zu haben.*) Gerne möchte ich dieſe rüſtigen Weideſeinde, wenn » e8 mir gegönnt wäre, nach Südamerika in die Gegend des La Plata Stromes ſenden, und ſie in optima forma bevollmächtigen, die unendlichen Wei» den allda ſämmtlich abzuſchaffen, und in Aerſelder umzuwandeln!«+++-- Gerade dieſe Weiden ſind es, auf welchen das vor ein paar Jahrhunderten nur ſpärlich aus Europa hinüber gebrachte Haushaltsvieh ſich daſelbſt ſv unendlich! vermehrte, daß es heut zu Tage oft nur der Haut wegen getödtet wird, während das Fleiſch deſſelben als eine wecthloſe Waare ge- wöhnlich den Raubvoögeln und andern Naubthieren zr Beute überlaſſen wird.=- Was würde wohl -- frage ih-- der Boden dieſer unermeßlichen Ge- genden, während dieſer ganzen langen Zeit, bey ſei- nem großen Mangel an Menſchenhänden, Beſſeres und Nüßlicheres haben hervorbringen können, um gut und zwe>mäßig bewirthſchaftet worden zu ſeyn?..-«- Fe weniger Weide, und je mehr ACer- land, deſto mehr ſind immer Arbeits- x) f. Angyalffy's Grundſäße der S: betrieben 1 F annten bſi S- 0 häufig Ür Alle Weiden können ſerner unterſchieden werden: 1 nennt, au a.) in Hinſicht ihrer Lage: in Ber g-oder Höh e- e lang u? weiden, und in Thal- oder Niederungswei- wc onannte Im den, je nachdem ſie auf Bergen und Anhöhen, oder 1 und aro) in Thälern und Niederungen gelegen ſind.=- Grſiere iwie 3 ſind ihrer Geſundheit und Gedeihlichkeit für das Vieh n,(wie IE“4 wegen, immer vorzuziehen/ obſchon lettere üppiger ä ſind. Vorzüglich ſchädlich ſind dem Viehe ſolche Nie» ,, deren 6 derungsweiden die öfters überſchlämmet werden, und Ziehe zur? müſſen daher zu ſolchen Zeiten durchaus mit dem Viehe iTen Zeiten, vermieden werden. Nebennu b.) In Hinſicht ihres Feuchtigkeitsgrades: in nd dieh tro denen feuchtem affe: und-ſu mpeg: Weiden.= Je troFener eine Weide, deſto geſünder jen vor: Ä; s 7 Ed; » Gel iſt ſie dem Viehe, je näſſer und ſumpfiger- deſto un- 1 ONNEN.. 0; vr?. (mj gedeihlicher.=- Sehr naſſe Weiden haben noch ntwacyfen') R/. 11: 3 10 Eis überdieß den Nachtheil, daß ſie durch das beſtändige man em Eivtreten der Grasnarbe zuleßt ſo verdorben werden, daß ſie nichi8 als Unkräuter zu tragen vermögen.== -- 170== Überhaupt ſoll eine zweämäßige Weide von ſo tro>e- ner Beſchaffenheit ſeyy, daß das Vieh ſie zu jeder Jahreszeit betreten könne. c.) In Hinſicht der Qualität ihrer Gräſer und Kräuter: in ſüße und in ſaure Weiden. d.) In Hinſicht des Viehes, für welches ſie be ſtimmt ſind, oder mit welchem ſie vorzüglich betrieben werden: in Zugviehweiden, Pferdeweiden, „Ochſenweiden, Kuhweiden, Jungvieh. weiden, Maſtviehweiden(Fettweiden), Schaafweiden, Schweinewerden, Zie- genweiden, Gänſeweiden, eic. e.) Endlich in Hinſicht des Beſißungs- und Hu- tungsrechts: in Privativweiden, und Gemein- weiden.=- Erſtere ſind diejenigen, deren Be- hütung und Benugung bloß einem Einzigen(ſey ies Cigenthümer oder deſſen Pächter) zuſteht, dergleichen die Weiden auf unſern Pußten ſind. Letztere aber ſind jene, welche von mehreren größeren oder kleineren Wirthen in Gemeinſchaft betrieben werden.== Nur bey Privativweiden iſt eine regelmäßige Hutung, und eine gute Pflege und Cultur möglich); bey Gemein- weiden wird dieß immer nur ein frommer Wunſch bleiben müſſen.=- Am gräulichſten ſieht es bfters dießfalls bey uns in den ſogenannten Compoſſeſſoraten, oder jenen Genieinden aus, wo mehrere-- oft nur viel zu viele-- kleine freye Eigenthümer, oder deren Pächter, in Gemeinſchaft zuſammen hauſen ,/ und wo man ſich gleichſam verſchworen zu haben ſcheint, keine Aer- Wieſen- oder Weidepolizey auſkommen zu laſ- ſen. Man trifft da öſters Leute, die außer ihrer klei- vel Hoffe die dun qut wi! de gu dente F jeff an| | | | Bepm iden 0 diy Ratur Hätte, nd und die Oundſtud werden, Y ſchr zj wfuſt| Seiden[ man in€ 1,00% 4, 8 Veiden zu hältniſſe 4 und die Gultivirun wWhwendi wool feine verdient jeide bon" h V teh ſie M ihrer Orift Reiden, für welche( vorzüglich bi ) ferdew;) N, Tunze! (Fettwei) weiden,| » ele, eſißungs« u) 1, und Gin igen, dew | Einzigen zuſteht, day ind. KBeklit eren oder fi n werden,= ßige Hutun) ich; bey O1 frommer 7 en ſicht& 1 Compoſſeſſ! mehrere=) ( des Dumer, 06 nen Hoſſtelle, keine Spanne breit Grund haben, und die dennoch mehrere 100 St. Schaafe halten, und ſo gut wie der erſte Eigenthümer auf die Weide treiben. Man denke allda an eine Negulirung der Hutung, man denke an eine Cultivirung der Gemeinweiden!!!-«++- Pflege der Weiden. GEIE: Bepm erſten Anblie ſcheint es zwar, als ob die Weiden gar keiner Pflege nöthig hätten indem ja die Natur ohnedieß hinlänglich für dieſelben geſorgt hätte. Indeſſen iſt dieß wirklich nur ein bloßer Schein, und die Weiden müſſen eben ſo wie jedes andere Grundſtü>, nach ihrer Art gepfleget und cultivirt werden, wenn ſie einträglich ſeyn ſollen.?=- Nur bey ſehr großen oft enormen Weiderevieren, und bey äußerſt geringer Bevölkerung, wird die Cultur der Weiden ſo unthunlich als überflüßig ſeyn. So wird man in Südamerika, in einigen Gegenden Nußlands, u. m. a. Ländern und Gegenden, vergebens ſämmtliche Weiden zu cultiviren trachten.= In eben dem Ver- hältniſſe aber, in welchem die Bevölkerung zunimmt, und die Weidepläte dagegen abnehmen/ wird die Cultivirung der Weide immer ſowohl möglicher als nothwendiger werden. Ja ein Landwirth, der in einem wohlbevölkerten Lande, eine mäßige oder wohl gar kleine Weide ohne Pflege und Cultur liegen läßt, verdient nicht ein Landwirth genannt zu werden. Zur Cultur und Pflege der Weiden gehören: 3.) Die Entſumpfung und Entſäuerung der naſſen ſauren Weiden; b.) das Eggen und Aufrigen der Weiden; ce.) das Zerſtören des Unkraut8 und Ge- | ſtrüppes; d.) der richtige Beſaß der Weiden; e.) die 19. gehörige Schonung und„Wechſelung der Weiden; tf.) ie; die Verjüngung und Erneuerung der Weide; g.) die ( Verſorgung der Weide mit Trinkwaſſer. 48 " Entſumpfung und Entſäuerung der Weiden. " 4,4 8.527 SELN 49 Sumpfige und ſaure Weiden ſind immer äußerſt MN| ſhlechte Grundſtü>e, da ſie nicht nur eine ſehr |(44 ſchlechte dem Viehe nur wenig genießbare Nahrung 0+ hervorbringen, ſondern auch demſelben in mannigfals iy 48] tiger Hinſicht ſchädlich, ja oft tödtlich ſind.=“ Man m 1| ſorge alſo überall wo man kann, mit aller Kraft da- y",| für, ſolche Gründe von ihrer überflüßigen Naſſe und 1» Gäure zu befreyen, wobey man alles Das zu beobach- 8(96) ten hat, was oben bey der Wieſenkuültur, und noch y, u ausführlicher im erſten Theile dieſes Werkes, bey der WED Beurbarung des Bodens erörtert worden, worauf ich |||| auch) hier verweiſe, um nicht mit unnüßen Wieder- (40) vohlungen das Blatt zu füllen. | I Eggen und Aufrißen der Weiden. 007 1€ 598: 0 14) Dieſe bey den Wieſen ſo ſehr empfohlene Opera- tion iſt bey den Weiden ebenfalls von großem Nuten, vie dit f dar Jimoſp Ymtiſen-! dy dem X „fleinern Durzeln| bedient ſi der nämli Nede war Gollte es dei Gaan un die V dam erſt! ſehr hattna hilgeln fan | Zeſen Wf etwas zu mijn ot (em Bieſent ibewältig! f4 aber hoe frung j dah dane Diſch, Weide zh Weiden eh; rung der vj 1 Auſtikey nErauts un) Weiden: 6, der Weide, - Weide;« ſer, ) der Y) Werkes,| rden, wo! unnüßen! Beiden, „ii“(vs mpfohlent . 0,4 a aroßen - 173<= Sie dient ſowohl die Wurzeln der Weidepflanzen mit der Atmoſphäre in Berührung zu ſeßen ,/ als auch die Ameiſen- und Maulwurfshügeln zu zerſiohren, und den dem Viehe bey der Weide entfallenen Dünger zu zerkleinern, gleichmäßig zu verbreiten, und an die Wurzeln der Gräſer und Kräuter zu bringen. Man bedient ſich dazu entweder des Scarrificators8, oder der* nämlichen Gage, von der bey den Wieſen die Rede war, und läßt dann eine Buſchegge folgen.=- Sollte es nothig ſeyn, ſo kann man nach dem Eggen den Saamen einiger guter Weidegräſer ausſtreuen, um die Weide dadurch gleichſam zu verjüngen, und dann erſt mit der Buſchegge darüber fahren.=- Bey ſehr hartnä>igen veralteten Maulwurfs- oder Ameiſen- hügeln kann man auch einen Wieſenhobel gebrauchen. Zerſtöhrung des Unkrauts und Geſträuches. 9. 329. Auf den Wieſen iſt vom Unkraute nicht ſo leicht etwas zu beſorgen, da dieß durch das beſtändige Ab- mähen ohnehin geſchwächet, und von den gut gepfleg» ten Wieſenkräutern und Wieſengräſern mit leichter Mühe überwältigt und verdrängt wird. Deſto mehr vermehrt ſim aber das ſchädliche Unkraut auf den Weiden, allwo es vom Viehe unberührt gelaſſen, durch Aus- ſtreuung ſeines Saamens3 ſich oft ſo ſehr vermehrt, daß ganze große Triſten oſt mehr einem Walde von Diſteln, Wolfsmilch, oder Bilſenkraut/ als einer Weide ähnlich ſehen.== Da3 beſie Mittel dagegen iſt -- 174= dieſe Unkräuter entweder in voller Blüthe, oder= welches noch beſſer und wirkſamer iſt=- wenn ſie ſo eben verblühet haben und Saamen anzuſetßen begin- nen, abzumähen, da ſie denn bald vergehen werden. Die unnüßen Geſträuche und Gebüſche müſſen auf Weiden eben ſo wenig wie auf Wieſen geduldet werden, damit ſie nicht den Weidepflanzen Plat und Nahrung rauben. In Betreff ihrer Ausrottung berufe ich mich auf das, was ich oben bey ben Wieſen, und noch weitläufiger und vollſtändiger im erſten Theile dieſes Werkes, bey der Beurbarung verwahrloſeter Gründe, über dieſen Artikel bereits geſagt habe. Einzeln ſtehende große Bäume aber, die dem Viehe in der ſchwülen Sommerhite einen wohlthätigen Schatten gewähren, können unter manchen Umſtän» den, bey weit entlegenen Weiden=- beſonders bey Schaafweiden== oft ſehr erwünſcht ſeyn, und verdie- nen daher eher angepflanzet als ausgerottet zu werden, Richtiger Beſaß der Weiden. Q. 330- Schon die hinlängliche Sättigung unſer3 Viehes erfordert, daß eine Weide nicht mit Viehe überſeßt werde, weil dieß ſonſt ſeinen Nahrungsbedarf darauf nicht finden kann, denn unmöglich kann z. B- eine Weide 1000 St. Schaaſe ernähren, die kaum für 100 St. derſelben hinlängliche Nahrung enthält; aber auch in Hinſicht der Weide ſelbſt iſt ein zu ſtarker Beſatz derſelben immer ſchädlich, weil das Vieh dann a)8 Du Pflanzen 4 immer m Qnen Be drug mpoſſe bütriehen noh ein ſen Fattt Fud( ſchlen, 1 die Weide Ope zu gel ed immer tiſien VA gleich ühr [a di vſmehren die veſt ganze Y Die dem Ver Oriſer m Why den anjuſehen Che Em ſammtlid er Vlüthe, z) iſt= wen/ 1 anzuſehen) d vergehen y d Oebliſch» uf Wieſen;) epflanzen Ny * Ausrottun ) ben Wieſn er im erſt!) ung verw t8 geſagt he ne aber,| » einen wohl) : manden I 1= beſon)! t ſeyn, un! ) Sgerottet zur Meiden gung unſ mit Viehe 1! rungöbedan" d Fann zj% ren, die fm! hrung ens , Vit) weil das I! ZZ 175 EI aus Hunger ſelbſt das Herz oder den Keim der Pflanzen aus der Erde naget, und ſomit die Weide immer mehr und mehr ſchwächet und zerſtöhrt.== Einen Beweis hievon geben häufig unſere über allen Ausdru> elenden Gemeinweiden, beſonders in den Compoſſeſſoraten ab, die oſt ſo übermäßig mit Viehe betrieben werden, daß es" zu verwundern iſt, daß nur noch: ein einziges gutes Grashälmchaf- teſten Pflanzen abfreſſen, die ihm unangenehmern ob- gleich übrigens geſunden und gedeihlichen aber ſtehen laſſen. Dieſe leßteren gehen dann häufig in Saamen, vermehren ſich übermäßig, und unterdrü>en gerade die beſſern Weidegräſer, ſo daß mit der Zeit die ganze Weide verſchlechtert wird. Die beſte Negel hierbey iſt, eine Weide gerade in dem Verhältniſſe zu beſezen, daß zwar ſämmtliche Gräſer möglichſt gleich abgeſreſſen werden, daß aber dabey dem Viehe doc< keine Noth und kein Hunger anzuſehen ſey, Schonung und Wechſelung der Weide. 6. 331. Sorgfältige Zandwirthe werden nicht nur ihre ſämmtliche Weide, je nach dem verſchiedenen Viehe, «ui, Wepa nE ENTE 7 Saenger nenienmenmnnnenemete datieren eng ge de =" 176= mit dem ſie ſelbe zu betreiben gedenken, in verſchie dene Abtheilungen bringen, um jeder Viehgattung nach ihrer“ Natur das JIhrige zutheilen zu können; ſondern ſie werden auch dieſe Abtheilungen ſelbſt wie« der in mehrere Schläge unterzutheilen bedacht ſeyn, um damit dergeſtalt abwechſeln zu können, daß jeder Weideſchlag, nach herumgelaufenem Turnus, immer ein paar. Wochen Ruhe genieße, während welcher- die Weide ſich wieder erhohlen, und die abgefreſſenen Gräſer und Kräuter wieder gehörig nachwachſen kön- nen.= Es iſt unglaublich, wie dieſe Schonung zur Erhaltung und Verheſſ ſerung der Weide beyträgt, und ich glaube gar nicht" zu viel zu ſagen, wenn ich be- Haupte, daß Dadurch die Ergiebigkeit derſelben we- nigſtens verdoppelt Werde. Verjüngung und Erneuerung der Weiden. 0 5,3,2. Die Verjün cd der Weiden geſchieht wie die der Wieſen. Man egget nämlich tüchtig in das Kreuß und in die Quere, ſtreuet paſſenden Grasſaa- men aus, und fährt mit einer Buſchegge darüber. Sollte aber eine Weide durchaus ſo verdorben und verwildert ſeyn, daß ſie durch alle Pflege und alle gewöhnlichen Mittel nicht mehr. zu recht zu bringen iſt, ſo bleibt nichts übrig, als dieſelbe durch das Umbrecen der Grasnarbe zu erneuern, indem man ſie ein paar Jahre als Aer benutßet, und dann wieder zur Weide niedergeleget.== Um mich hier nicht unnis Ni: ner Ww füm Zein! a 8 de iſt, wn ſtamm! | Yep [eiſe egen, 8 wohl ſelbſt| mehr if wo man das trüb id Gin Qegendet as noh Bey "Weils nw dann)dk Grun) die abacf! agen, wenn! zfeit derſdht! roan0 Ee erneuern) a. beuge . Um mid 1! N py unnüß zu wiederhohlen, verweiſe ich auf alles Das, was ich oben bey der Wieſenkultur, und vorzüglich im erſten Theile, bey der Beurbarung, von dem Um- bruche des Graslandes geſagt habe. Verſorgung der Weide mit Trinkwaſſer. CG. 333. Nicht ſowohl zur Cultur als zur Ausſtattung einer Weide gehört die Verſorgung derſelben mit gu- tem Trinkwaſſer, oder mit einer zwe>mäßigen Tränke, da es dem Viehe eben ſo ſchädlich als den Menſchen iſt, wenn es dürſten, odex„aus Noth das faule ſchlammige Waſſer" der Pfügen ſaufen muß. Bey Weiden, die von einem Fluße oder Bache bewäſſert werden, oder die am Nande eine38 Teiches liegen, der gutes und geſundes Waſſer enthält, hat es wohl keine Noth, da die Natur in ſolchem Falle ſelbſt ſchon mehr als Hinlängliah geſorgt hat; deſto mehr iſt aber dießfalks. unfere Sorgfalt da nothig, wo man oft mehrere Meilen weit, kein anderes, als das trübe, faule, und ſchlammige Waſſer der Moräſte und Sümpfe erbli>et, wie dieß hey uns in den untern Gegenden häufig genug der Fall iſt. Hier iſt es durch- aus nothig auf künſtliche Viehtränken zu denken. Bey uns beſtehen dieſe künſtlichen Tränken meh- rentheil8s aus einem ganz einfachen Brunnen, und"da- neben ſtehenden einem oder mehreren Trogen, in welche dann die Hirten das Waſſer aus dem Brunnen ſchöpfen, Grundſ- der ZeldE, 3- Th. 12 =. 178.== und ihr Vieh trinken laſſen.=- In England hingegen, wo man überhaupt ſehr gerne vor Allem dem Finger, zeige der. Natur folget, hält man(laut Zeugniſſen Thaer's, Diäaſon's, Marſhalls u. a.) weit mehr auf große in die Erde gegrabene, und einem Pleinen Teiche ähnliche Viehtränken, in denen ſich daz Waſſer bey Regenwetter oder bey dem Schmelzen des Schnee's von ſelbſt ſammelt, oder in welche es mittelſt Gräben und Kanälen geleitet wird. Damit das Waſſer ſich darinn erhalte und nicht durchſintere, ſo wie auch damit es rein bleibe, und nicht ſchlammig werde, iſt vorzüglich dafür zu ſorgen, daß der Grund dieſer Waſſerbehälter ſo undurchlaſſend und ſo undiluirbar als möglich ſey. Beſteht daher der Boden, in welchem man eine Tränke gräbt, aus Sand . Oder einer andern lo&>ern und Frümelnden EGrdart, ſo muß zuvörderſt der ganze Baſſin mit einem un- durchlaſſenden und waſſerdichten Kalkmörtel überzogen werden. Dieß giebt Thaer auf folgende Art an: + Man ſiebet, nachdem die Oberfläche aufs ſorgfältigſte geebnet und platt geſchlagen worden, friſch zerfallenen Kalk 2 bis 3 Zoll di> darüber her, und benegt ihn ſo ſtark, daß er zu Brey wird. Über dieſen Kalk bringt man dann eine Thonlage von 6 Zoll Die, und ſchlägt ihn, wie auf einer Dreſchtenne feſt.“'= Marſhall giebt dieß auf die nämliche Art an, nur daß er noc< auf den Thon eine Fuß hohe Lage von ge- ſtoßener Kreide, feinem Kieſe, Kalkſiein u. dgl. auf- gebracht wiſſen will, um das Treten des Viehes un- ſchädlich zu machen,= Wäre jedoch der Boden ein feſter und undurchlaſſender Thon, ſo brauchte man ſonſt nid) fefiofam Der ange d ſp wie di jah der fine ſol dieſe aber im für die vß übt ite de [' Zei | Dar iges 1 Janet eien an ſh das no< da Un voll gut ſelben de dehn nati Gefndeft 5 Dikſen Rural Zo; MITA) „ Jet) zer! '„ und bent Uber dieſtt on bv Zo Ny 4(4) ſchtenne ft RE NOL EE ſonſt nichts, als denſelben möglichſt auszuglätten und feſtzuſtampfen. Der Umfang einer ſolchen Tränke kann nach der Menge des Viehes bald größer, bald geringer ſeyn, ſo wie die Tiefe in der Mitte derſelben, die ſich immer nach der Größe und Ausdehnung richten muß. Hat eine ſolche Tränke 60 Fuß im Durchmeſſer, ſo giebt Di&ſon 7 Fuß für die mittere Tiefe an, hat ſie aber im Durchmeſſer nur 40 Fuß, ſo rechnet er auch für die größte Tiefe nur 5 Fuß.=- Die ganze Fläche muß übrigens nur ſehr ſanft und allmählig gegen die Mitte des Baſſins hin ſchräge zu laufen, wie bep ei- nem Teiche. Damit bey zu ſtarken Regengüſſen nicht ſchlam- miges und kothiges Waſſer in die Tränke laufe, haben Manche vortheilhaft geſunden, oberhalb derſelben noch einen andern Waſſerbehälter anzulegen, in welchem ſich der Koth und Schlamm abſetzen könne, bevor man noch das Waſſer in die Tränke läßt. Um gleich im erſten Frühjahre die Viehtränke voll guten Waſſers zu haben, pflegen Manche in der- ſelben den Winter hindurch Schnee aufzuhäufen, der denn natürlich nach ſeiner Schmelzung das reinſte und geſündeſte Waſſer giebt.*) *)|, Thaer's Grundſ. der rat. Landw.;= Di>ſon's prakt. Akerbauz;-- und Marshall's Rural Economy of the Midland-Counties etc. 12" -» 160==» Werth und Ertrag der Weiden. G. 334. Daß eine Weide immer von deſto größerm Wer- the ſey, je mehr ſie Ertrag zu geben, oder je mehr ſie Vieh zu ernähren im Stande iſt, und je geſündere und gedeihlichere Nahrung ſie dem Viehe darbietet, dieß weiß wohl Jedermann.== Der Ertrag einer Weide iſt aber nicht ſo leicht mit. völliger Beſtimmt- Heit anzugeben, als etwa Einige glauben mögen, und als es wohl zu wünſchen wäre, da er beynahe ſo verſchieden iſt, als es verſchiedene Weiden giebt. Ju- deſſen glaube ich mit ziemlicher Wahrſcheinlichkeit, ja mit ziemlicher Gewißheit annehmen zu können, daß eine Weide, die ſchon einmal unter die guten zu rech- nen iſt, wenigſtens eine Kuß oder einen Ochſen mitt leren Schlages, oder-- welches gleichviel iſt=-- 10 St. Frauswolliger Schaafe kleineren Schlages per Joch= 1200[]9 den ganzen Sommer hindurch zu ſättigen, mithin=- wie ich an einem andern Orte gezeigt ha- be*)= eine Quantität thieriſcher Nahrung= cirea 23 Ctr. Heu zu erzeugen im Stande ſey. Ganz vorzügliche Weiden=- die aber freylich, ihrer Seltenheit wegen, im Durchſchnitte nicht in Bv trachtung kommen können-- leiſten wohl noch mehr, allein die meiſten= beſonders die oft muthwillig ſo ſchr zu Grunde gerichteten Gemeinweiden=- leiſten *) ſ. Angyalffy's Dekonomie der Landwirth- ſhaft, 1. Ih. nol[aum mir ſo Geideerti || Jeden au qufgeſtatt! de ſonſt ſtr Geit Ghonung enjelne N Ih einiger hure) 111 Zalente 3 ſie ſonſt auSyuſper [8.96). dir funf hprig vort b.) d Anſchwem wier G Weiden zit xn Ortega - Nahrung= de ſey. die aber| ſcmitte nm ex wohl 00! ' iim e oft muthm INN-- ii in ene =. 101= wohl kaum die Hälſie, ja oft kaum 1/4 Deſſen, was wir ſo eben als das Durchſchnitts- Maximum des Weideertrages angenommen haben. V. Anlezung neuen Graslandes. 6: 33. Eo ſehr auch die Natur faſt allenthalben den Boden aufs freygebigſte mit Gräſern und Kräutern ausgeſtattet hat/ und faſt überall ohne unſer Zuthun die ſchönſten Wieſen und Weiden bildet, die von un- ſerer Seite nicht8 als eine vernünſtige Pflege und Schonung erheiſchen, ſo giebt es doch bisweilen einzelne Fälle, wo dieſe gute Mutter uns vorſät- lich einigen Spielraum gelaſſen zu haben ſcheint, um durch richtige und zwe>mäßige Anwendung unſerer Talente Dasjenige kunſtmäßig hervorzubringen, was ſie ſonſt allenthalben ſelbſt mit ſo vollen Händen auszuſpenden pfleget»= Hieher gehört: 3.) Die Anlegung neuer Wieſen und„Deiden durch kunſtmäßige Beſaamung umgebrochener vnd ge- hvrig vorbereiteter“ Grundſtü>e; b.) die Erzeugung neuer Wieſen durch Ab- und Anſchwemmung des Bodens, oder die Anlage ſoge- nannter Schwemmwieſen; c.) die Bildung neuer Wieſen und Weiden auf dem Flugſande. --“ 102«== Erzeugung neuer Wieſen und Weiden durch Veſaamung. 9. 330. I< erinnerte ſchon weiter oben bey dem Umbruche der Wieſen und Weiden, daß man zwar die neue Begraſung oft der Natur ſelbſt überlaſſen könne, daß es aber doch immer gerathener ſey, denſelben durch Beſaamung mit zwe&mäßigem Grasſaamen zu Hülfe zu kommen. Bey dieſer Grasſaat nun iſt vor Allem nothig, daß man mit der Natur und den Eigenſchaften eines jeden Graſes oder Krautes, das. man ſäen will, ge- nau bekannt ſey, daß man wiſſe, welchen Boden ein jedes derſelben verlanget, oder auf welchem es doch vorzüglich gerne wächſet; ob es ſeiner Härte und Schilf- artigfeit wegen mehr für Pferde, ſeiner Saftigkeit und Weichheit wegen mehr für Rindvieh, oder ſeiner Zart- heit und Süßigkeit wegen mehr für Schaafe geeignet ſey 3; ob es ſeiner hohen blätterreichen Halme wegen mehr für Wieſen, oder ſeiner zwar zahlreichen und dichten aber nur kurzen Wurzelblätter wegen mehr für Weiden*) paſſe, u. was dgl. mehr iſt, welches man *) Auch auf Wieſen dienen indeſſen dieſe leßteren um die leeren Plätze zwiſchen den Mähegräſern auszufüllen, die fic) ſonſt mit Unkraut oder Moos bewachſen würden. Ihre häufigen Wurzelblätter geben doh auch immer etwas für die Senfe, vorzüglich ſhätzbar ſind ſie aber, wenn die Wieſen bes weidet werden 5 als Rahweide. Wb hagen Die p (rſaamen 117 3) ſir eint Gagmen! men iſ glauben! Erfahrun Iuerlaßt h größte biſimmen (Af Lar Ariſe ey) dem Umh 1 zwar die) velhen B “ weldyem „Aa vy 6) Alles bey den einzelnen Gräſern und Kräutern oben angegeben findet. Die zwe>mäßigſte Miſchung der Gras- und Kräu- terſaamen unter einander/ und das gehörige Verhält- niß,*) in welchem dieſe geſchehen ſoll, ſo wie die für eine gewiſſe Fläche erforderliche Quantität des Saamens eines jeden Graſes oder Krautes zu beſtim- men, iſt bey weitem nicht ſo leicht, wie Manche etwa glauben möchten, da noch viel zu wenig Verſuche und Erfahrungen hierinn gemacht wurden, auf welche mit Zuverläßigkeit gebauet werden könnte, und da ſelbſt der größte Mann in unſerm Fache hierüber nichts zu beſtimmen waget.**)=- GSolchen jedoch, die hierin ſelbſt Verſuche machen wollen, rathe ich über dieſen Artikel Zhaers Orundſ. der rat'Lan dw: Weber's Handb. des Futterbaues; Whyiſtling's ökonom. Pflanzgenkundez Thaer's Nachtrag zu Bergen's Vieh- zucht oder vielmehr Futtergewäc nachzuleſen 3; allwo ſie verſchiedene Angaben finden wer- den, die, wenn ſie ſchon nicht durchaus als zuverläßige und blindlings zu befolgende Richtſchnur anzuſehen ſind, doc< Einiges zur leichteren Orientirung in die- ſer ſo ſchwierigen Sache beytragen können. Tn der leßtern ſehr ſchäßbaren Abhandlung wird man auch einige Bepſpiele von praktiſch ausgeführter Grasſaat finden. Überhaupt aber beobachte man bey der Grasſaat folgende unabweichliche Regeln: 1.) Man ſorge vor Allem dafür, daß der zu neuem Graslande beſtimmte Boden in hHinlänglicher Kraft, und von Unkraut möglichſt rein ſey, und daß die Krume, welche die kleinen Grasſaamen zunächſt aufnehmen ſoll, möglichſt fein zerarbeitet und gepüle vert werde. 2.) Man beſorge einen ſehr geſchiten Säeman, weil nur ein ſolcher die kleinen Grasſämereyen vollig egal über das Feld auszuſtreuen im Stande iſt. 5.) Man menge nie ſchweere: und leichte Saamen unter einander, weil ſonſt die einen vermöge ihrer |(hm h [eddie dat folglich ei Jan mens gpzuſäen ij zwey 3 und dan! ſehe man h) ſjähne,| Gimerepe gleiche€ amn andern | 5) eil Diel ſi werde | 6)3 wiſſen Or dieſe zu' hehmen, je wenig breiten,| Jer mad dict, als 7.): mit einer mi einer iw gla nn werd, = 109== Schweere zu Boden ſinken, und man Anfangs lauter leichte, dann aber lauter ſchwerere Sämereyen ſäen/ folglich eine ſehr ungleiche Saat erhalten wird.-- Man menge daher noch vor der Saat ſeine ſämmtlichen auszuſäenden Sämereyen in Hinſicht ihrer Schweere in zwey Partien zuſammen, und ſäe zuerſt die eine und dann die andere aus«- Aus eben der Urſache ſeße man 4.) dem Grasſaamen nie Aſche, Sand, Säge- ſpähne, Erde u. dgl. zu, wie Einige neit kleinen Sä&mereyen zu thun pflegen, weil dieß ebenfalls eine ungleiche Saat bewirket, welche an einem Orte zu dicht, am andern zu ſchütter ausfallen wird. 5.) Man vermeide bey windigem Wetter zu ſäen, weil die leichten Sämereyen dabey nie gleich ausge- ſäet werden können. 6.) Je feiner und kleiner der Saame einer ge- wiſſen Gras- oder Kräuterart iſt, oder je mehr ſich dieſe zu beſtauden pfleget, deſto weniger iſt davon zu nehmen, je größer hingegen der Saame iſt, oder je weniger ſich deſſen Pflanzen beſtauden und aus- breiten, deſto mehr iſt davon zu ſäen.=- Überhaupt aber mache man ſichs zum Grundſaß, lieber etwas zu dicht, als zu ſchütter zu ſäen. 7.) Der Gra3- und Kräuterſaame, darf nie mit einer eiſernen Egge eingeegget, ſondern muß bloß i] oder mit mit einer leichten Buſchegge eingeſchleiſet, igewalzet werden, damit er einer glaiten Walze ei nicht zu ſtark mit Erde bede&>et, und dadurch erſti>et werde. GEIGE Die Zeit der Ausſaat iſt willkührlich. Man kann den Grasſaamen im Frühjahr ſäen, da er denn eine Gdhußfrucht erhalten, und daher mit irgend einer Getreideart geſäet werden muß; oder man ſäet ihn erſt ſpäter, etwa Ende July oder Anfangs Auguſt, da er ganz allein, und ohne irgend eine Schitfrucht geſaet wird, nachdem der Boden vorher mittelſt rei- ner Brache, oder einer reinigenden Vorfrucht, wozu vorzüglich Wien oder Erbſen tauglich ſind, noch den vorhergehenden Frühling und Sommer gehörig vor- bereitet und von Unkraut gereiniget worden.-- Erſtere Ausſaat taugt vorzüglich für kältere noördlichere Ge- genden, leßtere aber iſt vorzugsweiſe für wärmere und ſüdlichere Gegenden zu empfehlen, und allda wohl jeder andern vorzuziehen.=- Als Schußfrucht für Grasſaamen empfiehlt ſich vorzüglich die Gerſte, weil ſie nur mäßigen Schatten giebt, und weil ſie früher reifet, und daher den jungen Graspflänzen ſelbſt zu erzeugen, oder denſelben durch dazu abge“ richtete Weiber oder Kinder auf ſeinen Wieſen oder Weiden ſammeln zu laſſen. Das Sammeln des Saamens geſchieht am beſten, indem man die Niſpen oder Ähren, wenn ſie reif ſind, abſchneidet, dieſelben nach Hauſe bringt, ſorgfältig tro&net, dann den Saamen ausmacht und reiniget, denſelben auf einem luftigen Boden ausbreitet, und völlig trodnet, und endlich in kleinen leinenen Sä>- nen nach, und man darf verſichert ſeyn, reiſen und guten Saamen zu erhalten.= Bep den Gräſern, deren Saame zugleich reifet, kann man auch denſel- ben gleich am Halme abſtreifen, ohne daß man erſt die Ühren oder Riſpen abzuſchneiden brauchte. Da wo man ſich eine Saamenſchule angelegt, und zu dieſem Zwee einzelne Grazarten beſonders angebauet hat, da kann man dieſelben auch, wenn man ſie anders von Unkraut ſorgfältig rein erhält, abmähen, dann abdreſchen, und ſofort den Saamen reinigen und zum Gebrauch aufbewahren. GS. 339- Da, nicht8deſtoweniger, die Beſaamung eines etwas beträchtlichen Graslandes auf erſtbeſchriebene AU der pünktlichen Genauigkeit und der großen Aufmerk- ſamkeit wegen, die ſie, wenn ſie gerathen ſoll, unum- gänglich erfordert, wohl den meiſten praktiſchen Land» wirthen zu ſchwierig und zu umſtändlich ſeyn dürfte, ſo rathe ih mit Thaer X) dieſelbe vorzugsweiſe auf folgende Art zu bewerkſtelligen: Man wähle einen GrasfleX aus, deſſen Boden und Lage mit denen des zu beſaamenden Landes voa möglichſt gleicher Beſchaffenheit ſind, und deJen Gro ſer und Kräuter auch auf dieſem vorzüglich zu wün» ſchen wären. Man beſtimme dieſen GleX zur Saamen- ſchule, ſchone ihn ſorgfältigſt mit allem Viehe, und ſuche ihn von unnüßem Unfkraute beſtens zu reinigen, und durch eine angemeſſene Düngung zum Saamentragen möglichſt anzureißen,=- Sind nun die frühern Gräſer *) ſ. deſſen Grundſ. der rat. Landw. he Or zh(ein h,(rot nd brin! pähe ms ſpäten( en ſo! der bey) und bef; Ni | | ] 1190 | wohl ie man duſtrie! Chweit funden 7; Yuodehn =. 109== man auh b. hne das=. dieſes Grundes reif geworden, ſo mähe man einen 4. Theil(etwa die Hälfte) des ganzen Fle>es gehörig | Drau 6| ab, tro&ne das Gras ohne es viel zu verarbeiten, rabarten hi und bringe es nach Hauſe. Den andern Theil aber ſelben auß| mähe man erſt dann, wenn ſchon die Saamen der (elta. ren ſpätern Gräſer reif ſind, und behandle das Gras rt den Gu eben ſo wie das vorige. Dann menge man die Gräſer (ap" der beyden Schnitte zuſammen, dreſche ſie gut ab, und beſäe mit der ſaamenvollen' Spreue das vorher zu Grasland ſorgfältig vorbereitete Grundſtück, und eins[534 Y fp N DI. DAD ZoNlage ſogenannfer Schwemmwieſen. CLUJTLITOTUK r großen Auf athen ſoll, 1 9. 3140. 1 praftiſchen8;;; dlich ſeyn ti Dieſe nüßliche kunſtmäßige Wieſenbildung wird elbe. wohl überhaupt nicht ſehr häufig angetroffen, obgleich man einzelne Beyſpiele davon in verſchiedenen in- heſſen| durriöoſen Gegenden und Ländern, wie z. B. in der Wei Hai Schweiz,*) in Italien,**) u. dgl. allerdings wohl ILIIY UH AMIIYG ) dei! finden kann.= Am häufigſten aber ,/ und in größerer und deſſm! IE Ausdehnung wird ſie wohl nur in der Gegend von orauagitd) ze RHO Lüneburg und von Bremen ausgeübt, von woher cieg zur V6 Ä.. „? fie durch den würdigen Staatsroth Thaer auch in ea andere Gegenden verpflanzt wurde, ſo wie ſie durch zu reniß Ny 9:0 frühern OÖ 2) f. Bernhard's vollſtändige Abhandl.wom ; Wieſenbau, ax) f, Simonde's Tableau de VAgricul- Landy, ture Toscane; aud teutſch überſeßt von Burger, --“ 190=. die. Schriften dieſes teutſchen Klaſſikers überhaupt mehr und mehr bekannt, und beliebt zu werden ans- fängt. „„ Das Ganze der Operation ſagt Thaer*) „beſteht darinn: Die Erde von der ein Flußthal umgebenden Anhöhe mittelſt des von einer noch höhern Stelle hinein geleiteten Waſſers herab, und in den niedrigen mehrentheils moraſtigen Theil des Thales hinein zu ſchwemmen, und ſo aus den abge- ſchwemmten Anhöhen, und der ausgefüllten Niede- rung, eine ebene gelind abhängige Fläche zu bil» den, die nachher durcg den bey der Abſchwemmung entſtandenen- und beuferten Graben, von der Höhe Herab jederzeit berieſelt werden kann.“ Die Berieſelung einer ſolchergeſtalt erzeugten Wieſe kann um ſo bequemer und zwe&mäßiger gte ſchehen, als ſie ſo eben und ſo allmählig abhängig gemacht wird, wie ſie durch keine Handarbeit hervor- gebracht werden kann. Wie nun aber eine ſolt wird, in Thaer's Grundſ. der rat. Landw« das Nöthige zu ſuchen haben. Bildung neuer Wieſen oder Weiden auf Flugſande. 9. GUDE Hat man das Unglü>, auf ſeinem Landgute einen Flugſand zu haben, ſo iſt es freylich am beſten einen Wald von ſolchen Bäumen und Geſträuchen, die im Sande gerne wachſen/ darauf anzulegen, weil be- kanntlich dadurch der Flugſand am leichteſten gebän- digt und gebunden werden kann. Dft tritt aber der Fall ein, daß man ihn wenigſtens"nicht ganz dazu verwenden kann, und daß mant ihn zum Theil auch zur Weide, oder wohl gar zur Wieſe nothig Hat. Wie alſo hierbey zu verfahren iſt, ſoll hier in Kürze erörtert werden. GE Zun ZEIRAI HR HA SELEN ir Dieu ZEUS ER Gl SE ZIP L= << Z= ES FRL rauen IEE ISC R Pad ed FEE << HEINES I. EIE= BEE RÖSTI SE<< Zuvörderſt müſſen die nöothigen Shußwehren at« gelegt werden, um die Verheerungen des Windes ah» zuhalten, wie oben, im erſten Theile dieſes Werkes, bey der Urbarmachung des Landes gezeigt worden.== Dann wird hinter und zwiſchen den Schußwehren, während des Herbſtes, Winters, und erſten Früh- lings, ein ſtarker Hürdenſchlag oder Pferch gegeben, oder e3 wird das Land, während erwähnter Zeit, mit gut verfſaultem Miſte tüchtig befahren, und derſelbe gehörig ausgebreitet, worauf denn der Grasſaamen mit einer paſſenden Schu5frucht darüber hHergeſäet, mit einer Dornegge eingezogen, und"mit einer ſchwe- ren glatten Walze niedergewalzet wird.=- Zur Schuß- frucht ſchi>t ſich in dieſem Falle am beſten unſer Muhar(die gewöhnliche Futterhirſe) oder der Spergel, weil dieſe im Sande ſehr gut fortkommen, Oder man egaget den Sand in das Kreuz und in die OQueere tüchtig durch, ſireuet paſſenden Grasſaa- men darüber her, planirt ihn mit einer Buſchegge oder mit einer Walze, und belegt ihn mit Schaaf- pferch ſo dicht, daß er nirgend dem Winde bloßgeſtellt ſey. Jn dieſem Falle mus aber immer täglich nur ſo viel beſtellt werden, als über Nacht bepferchet werden kann. Auch verſteht ſich's von ſelbſt, daß dieſe Beſtel- lung und Bepferchung immer von der Windſeite, und von der Schuwehre ihren Anfang nehmen müſſe, widri- genfalls leicht die ganze Arbeit fruchtlos werden könnte. Unter den Grasſaamen ſind zu dieſem Zwee die tauglichſten: 3.) zu Wieſen: Avena elatior, Avena praten- S8, Anthoxanthum odoratum, Holcus lanatus; Poa j praten (eKuoSUM b.) 4! 3 ovina) Föstuca du lig, Poa* Pda comp Promus 11 ris, Agro: leg millef Jaßceolata, unß Trifol Um de de, fam uid in 6 nebſt dem voy der Or, vill davon Gras ſon drücet, Hern mad ein| erffen Jah und daß ma mit einem Mmm,| Grundt im erſt zu fah Orundj| 44044 GEFFigt wer) “= 195. 0 Poa pratensis, Dactylis glomeratfa, und Trifolium ſlexuosum.«. b.) zur Weide aber: Avena Navescens, Festu- ca ovina, Yestuca decumbens, Vestuca rubra, Festuca duriuscula, Holeus lanatus, Holeus mol- lis, Poa annua, Poa angustifolia, Poa bulbosa, Poa Compressa, Bromus mollis, Bromus arvensis« Bromus inermis, Aira canescens, Agrostis vulga- ris; Agrostis stolonifera, Lolium perenne, Achil- lea millefolium, Poterium sanguisorba, Plantago lanceolata, Gichorium intybus, Trifolium repens, und Trifolium agrarium. Um den Sand deſto beſſer und ſicherer zu bin- den, Fann man auch zu dieſem Zwecke geſammelte ,- und in GStü>e geſchnittene ſriſche Que&enwurzeln nebſt dem Grasſaamen darüber ſtreuen, oder noch vor der Grasſaat eineggen- Nur muß man nicht zu viel davon nehmen, weil dieſes überaus wuchernde Gras ſonſt leicht die andern beſſern Gräſer unter- drücet. Hernach iſt ſonſt weiter nicht8 zu thun, als daß man ein ſolches fünſtliches Grasland während des erſten Jahres mit dem Viehauftrieb etwas ſchone, und daß man ihm noch zwey bis drey Winter hindurch mit einem Pferche oder mit gut verrottetem Miſte zu Hülfe komme, wobey denn wieder, wenn man es nd» thig fände, Grasſaame nachgeſäaet werden kann, Daß das Auffahren von Teichſchlamm, Graben- ſ unſers A>erbaues immer der Getreidebau'iſt lund bleiben wird, nebſt dieſem aber, bey Überfluß an Wieſen, und folglich bey Überfluß an Dünger, lieber einige der weiter unten vorkommen- den Handel8gewächſe, unter manchen Umſtänden, zur Abwechſelung mit Nutzen gebauet werden können.*)= *) Höchſtens kann man in dieſem Falle etwas von den weiter unten abzuhandelnden Futterwurzeln banen, um dem Viehe auch im Winter friſche und ſaftige Nahrung geben zu können, welches ich zur Erhaltung der Geſundheit deſſelben für eben ſo weſentlich halte, als es bey uns faſt dur Luzernefeld anlegen, um den Sommer hindur< grünes Futter bey der Hand zu haben.=- Nur hüthe man ſic< vor ausgedehntem Futterbaue in dieſem Falle. Za ab! ode 0? zim Grat! ud mit 1 nirden, heil unſ felt werd behren fo! wegen Ne tätigen€ Gamt zq feilen ſt vorzüg gleich den eitweder| m gedo' w werde und nahr) gleich ſaftigen| für den 5 nnen whirzeln = ergel, vnn! rn. wählſt, hinlänglihe hat/ und" egen ohni Fonnen, dit nan ſeine veſtellen wol rbaues imn nebſt dieſen (glich bey 1 unten vorl! 1 Umſtand erden fon Falle etw| zeln bauen, 1e Nahrun)| - Geſundheit! uns faſt du man in det? „alichpr R (48 fattguu 7 „alald aN Quern! m er| ter ber 1149) zedehnten ju" Da aber, wo man entweder zu wenig Wieſen hat, oder wo dieſe ihrer hohen und troFnen Lage wegen zum Grastragen wenig taugen, dagegen aber weit beſſer und mit weit mehr Vortheil unter den Pflug geſeßt werden, da iſt es allerdings nothwendig, daß ein Theil unſerer ÄFer mit zahmen Futtergewächſen be- ſtellt werde, wodurch wir allein nur der Wieſen ent» behren können, ohne daß de8halb die Wirthſchaft, wegen Mangel an Dünger, in ihrem kraſtvollen und thätigen Gange geſtöhrt würde. Sämmtliche auf dem Aer cültivirte Futterpflan- zen theilen ſich nun aber in landwirthſchaſtlicher Hin- ſicht vorzüglich in zwey Klaſſen 3; nämlich ſolche, die gleich den Gräſern abgeweidet oder abgemähet, und entweder im grünen Zuſtande verfüttert, oder zu Heu gedörret wie das gewöhnliche Wieſenheu be- nußt werden können 3 und ſolche, deren genießbare und nahryafte Wurzeln oder Wurzelknollen, oder die gleich ober den Wurzeln befindlichen nährenden und ſaftigen kopfartigen Auswüchſe, in friſchem Zuſtande für den Winter aufbewahrt werden konnen. Erſtere nennen wir Futterkräuter, leßtere Futter» wurzeln, 1. Futterfkfräuter. 6. 343- Unter den Futterkräutern, die wir auf unſerm Acker mit Vortheil bauen, und wodurc) wir auch in 10. u Ww . upm Aua Ep HESS 13 08 F 23 LX auund 196 De Abgang hinlänglichen Graslan des, ja ſelbſt bey vol ligem Mangel deſſelben, unſer Vieh mit Nahrung verſehen können, behaupten unſtreitig einige aus der unter dem Namen der z; Diadelphie bekannten 17-ten Klaſſe des Linneiſchen Syſtems den erſten Rang, als: der Saatklee, die Luzerne, die Eſpar- cette, die Saatwic>e, etc.= Jndeſſen giebt es auch einige andere Pflanzen, die zu dieſem Zwede nicht ohne Nuten auf dem Aer cultivirt werden kön- nen, dgl. die bey uns bekannte und häufig gebaute Futterhirſe oder der Muhar, ſo wie der in einigen Gegenden Teutſchland38, und vorzüglich in den Niederlanden gebräuchliche Spergel, beydes Fut- tergewächſe, die ſchon deshalb überaus geſchäßt zu werden verdienen/ weil ſie auch auf dürſtigem Sand» boden, allwo die ſo eben erwähnten Diadelphiſten peineswegs ihr Gedeihen finden würden, glücklich fort» zukommen pflegen.= Ja unter manchen Umſtänden Fann es ſogar nüßlich ſeyn, einige der oben erwähn- ten wilden Futterpflanzen als zahme Futterkräuter zu behandeln, oder wohl gar Pflanzen, die eigentlich zu ganz andern Zwecken beſtimmt ſind, unſerm Acer in dieſer Hinſicht anzuvertrauen, G. 34h 5 M63 3 1800 7 0235) 368M 50985 BE ABS 7 Der gemeine Saatklee(Trifolium zati- vum; ungr. Vetesit löhere; franz. Trefle commun, Trefle eultiv&; engl. Common Clover, Common Purple-Tr! gopffle Fl q ( et fl, eber, gewoh pflege, eine bloße de gt G „roth halten, ewächle (y ſet vun je in m wi we jedem: hrentheil || mehr aus länglii wit ſaftig jiger aus SES ANSTNEN zee au 2 Et) his 4 hohlen,| brate, au tanſdigen 9; zuſämmengt they fleine ql an de he n Immen Keformi einzeln bes e FN Ja ſeht h Ria' SIe) mit Ry Purple-Trefoil) welchen man auch häufig rothen Kopfklee, ſpaniſchen Klee, brabanter Klee, flandriſchen Klee, Schweiterklee, Kleber, Klever, u. ſ. w- hier. zu" Lande aber am gewöhnlichſten den ſteyriſch en Klee zu nennen pfleget, wurde bisher von den meiſten Botanikern für eine bloße Varietät des oben erwähnten wildwachſen- den rothen Wieſenklees(Prifoiium pratense) gehalten. Allein genauere Bekanntſchaft mit dieſem Gewächſe kann Jeden leicht überzeugen/ daß dieß eine Irrung ſey. Zwar iſt er allerdings dem Wieſenklee in jedem Betrachte äußerſt ähnlich, doch wächſt er mehrentheils weit ſtämmiger in die Höhe, breitet ſich weit mehr aus, hat gröbere Stengel, und größere aus länglichern Blättchen beſtehende Blätter, und iſt weit ſaſtiger und=- was das Wichtigſte iſt=- weit weniger ausdaurend, als derſelbe. Er dient daher eben ſo vorzugsweiſe auf dem AFer gebauet zu werden, als jener auf Wieſen und Weiden den Vorzug verdient, Er hat eine ſtarke, äſtige, mit Faſern beſegkte 2 bis 4 Jahre ausdaurende Wurzel; einen runden- hohlen, äſtigen, 1 bis 5 Fuß hohen Stengel; ge- drepte, aus ziemlich großen länglich- eyrunden ganz- randigen geaderten ſchmußig- weiß gefleXten Blättchen zuſammengeſeßte Blätter; hell- aber etwas blaß-ro- the, kleine, in einem rundlichen faſt eyrunden Kopf» ter Klee, der den Boden gehörig beſchattet, gerade die allerbeſte Vor- frucht für das Getreide, ſonderlich für den Werßett iſt, welcher leßtere nach gutem Klee ſogar in ſolchem Boden freudig fortkommt, auf welchem er ſonſt nie ſein Gedeihen gefunden haben würde; daß aber das Getreide nach Klee immer in eben dem Verhältniſſe ſchlechter geräth- in welchem dieſer ſchlechter gelaufen war, ſich weniger beſtaudet und über den Boden ver- breitet, und daher dem Unkraute, beſonders den Queen, mehr Luſt gemacht hatte. ==» 200)== Den Klee als Verbeſſerungsfrucht hat vielleicht no< Niemand beſſer geſchildert, als der große Land» wirth zu Mögelin. X)„Er verbeſſert“ ſagt dieſer klaſſiſche Schriftſteller ,, wenn er in einen kraftvollen Ader gebauet wird, ſich hinlänglich beſtaudet, er- hebt, und den Boden, beſchattet 3 er verſchlechtert einen magern Boden ,/ der nicht Kraft genug hat ſtarke Klee» pflanzen hervorzubringen. Er verbeſſert einen gehörig gereinigten, geloFerten und abgewäſſerten Boden; er verſchlechtert aber einen unreinen, wo das Unkraut die Oberhand gewinnt, und beſonders die Que&en nebſt anderm ſchädlichen Wurzelunkraute ſich Luft machen, erſtarken, und ſich durch ihre Ausſchüſſe verbreiten. Er verbeſſert, wenn er in dem Jahre nach der Brache, oder nac bearbeiteten Früchten(vorausgeſest, daß die Bearbeitung gehörig geſchah) geſäet wird; er ver» jahre ſo entgegen war, daß er nur dünne ſtand, oder ganz mißrieth, und man ſich doch nicht zum Umbruch deſſelben entſchloß. Er verbeſſert, wenn man ihn bey oder unmittelbar nach dem Aufbruch der Blüthe abmähet;. verſchlechtert hingegen, wenn ein Theil ſeiner Blütheknoſpen ſchon abzutro&nen und GSaamen anzuſeßen anfängt, weil durch die Erzeugung und Ernährung der Saamen ,/ wie die Erfahrung lehrt, dem Boden viele Nahrungsſtoffe entzogen, und ihm nur faſerige dürre Stoppeln und Wurzeln hinter» laſſen werden. Jedoch verbeſſert der Klee nach vielen Beobachtungen mehr, wenn man ihn bis zum Aus- triebe der Blütheknoſpen ſtehen läßt/ al8 wenn man ihn ganz jung und häufig mähet; vielleicht weil er im leßtern Falle keine Blätter ausſtreuet, vielleicht weil er dem Boden die dichte Beſchattung, die von un- läugbarem Nußen. iſt, nicht giebt. Er verbeſſert um ſo mehr, je länger er wieder herangewachſen“ iſt, wenn er untergepflügt wird. Er verbeſſert endlich und befruchtet um ſo mehr/ wenn ſein Wuchs durch Über» ſtreuung mit Gyp3, Aſche, oder einem anderm zweck» mäßigen Düngungsmittel befördert worden iſt; es ſey nun, daß dieſe auch auf die folgende Frucht noc als Dünger wirken, oder aber nur den Klee ſtärker und verbeſſender gemacht haben. Wer gehörige Auſmerk»- ſamkeit auf dieſe Umſtände richtet, deſſen Boden wird ſich nie durch den Kleebau verſchlechtern.“ Um aber zu erreichen, daß der Klee möglichſt gut gerathe, recht dicht ſiehe, und folglich Das zu leiſten im Stande ſey, was man von einer guten Vorſrucht ſür Getreide zu fordern berechtigt iſt, darf man ihn Md AE a EEE SERIE GF SP 274 | 14 --.: 202== nie zu bald auf demſelben Felde hinter einander fol- gen laſſen. Die Erfahrung hat gelehrr, daß in den meiſten Fällen 6 bis 8, ja unter manchen Umſtänden wohl auch 9 bis 12 Jahre verſtreichen müſſen, ehe man auf demſelben Boden wieder Klee zu bauen wa- gen darf, wenn man nicht ſein Feld verunreinigt und verque>et haben will. Dieß iſt immer in dem Ver«- hältniſſe nöthiger, in welchem der Boden dem Klee» baue minder angemeſſen iſt, und in welchem dahe der Klee von OQue>en und anderm Unkraute leichter verdrängt wird.=- Ein dem Saatklee beſonders gün- ſtiger Boden indeſſen, ſo wie eine äußerſt ſtarke Dün- gung machen hierin eine Ausnahme, und geſtatten, daß der Klee auch ifrüher wiederkehren darf, voraus- geſeßt, daß das Feld!zuvor durch eine reine Brache oder irgend eine Reinigungsfrucht möglichſt mürbe gemacht und gereiniget, und daß zwiſchen bep- ven Kleeſaaten einmal recht tief gea>ert werde. Go bauet der enthuſiaſtiſch- eifrige Landwirth zu Hofwyl in der Schweiz auf dem nämlichen Felde jedes vierte Jahr rothen Saatklee, und zwar mit dem beſten Er« folge, aber in einer äußerſt günſtigen Lage, und auf ſehr gutem für den Kleebau ganz beſonders geeignetem Boden, wobey zu der Ha>frucht, die dem Klee voran- gehet, übermäßig tief gepflüget, und enorm ſtark ge dünget, und das Feld zu jeder Zeit mit ſcrupulöſeſter Pünktlichkeit rein erhalten wird. Unter andern Um- ſtänden möchte dieß wohl nicht anzurathen ſeyn; we- vigſtens würde man die reichen und üppigen Weißen- ernten Fellenberg's nach ſo oſtmaligem Klechau vergeblich erwarten, Zuni! „izung fr werdig da alaein 3a) goqmal mm urficht ya (aok, unter egen, un? für den da Den Klte laſſen, 119 wein man ſelle im zw alJe im€ wohl mr aujerorden Bn da) geg behq au 1 dagegen d Klee im aus dem dritten Fa dieht Dieß Vherlegun run alle legfiſt, me eln ein] mn 04 Quanz) inte nan ehrt ds 4 natchen Unt eichen miſhy Klee zu haun [Dd verun) Immer in din x Boden den in welchen m Unfraut me, und(t hren darf,! 1) eine reine; ht moglidſ daß zwiſht geadert wi!) ndwirth zu) 1 Felde jw - mit dem bi igen Lage, 1 beſonders zi Unter and" oftmaligus 3 -- 2059=- Damit der Klee mit Sicherheit eine gute Vorbe- reitung ſür den Weißen abgebe, iſt auch noc) noth- wendig- daß man denſelben in der Regel nie länger als ein Jahr nach der Ausſaat ſiehen laſſe, und ihn nur zweymal mähe, und dann, da er wieder einige Höhe erreicht hat, etwa 4 bis b Wochen vor der Weißen» ſaat, untera>ere, damit ſich der Aer bis zur Saat ſeßen, und die Kleeſtoppel modern, und den Boden fär den darauf ſolgenden Weißen befruchten könne,=- Den Klee zwey Jahre nach der Ausſaat ſtehen zu laſſen, möchte wohl nur in dem Falle räthlich ſeyn, wenn man mit Sicherheit annehmen konnte, daß der» ſelbe im zweyten Jahre eben ſo dicht ſtehen würde, als er im erſien Jahre geſtanden war, welches aber wohl nur in dem ſeltenſten Boden und unter ganz außerordentlichen Umſtänden der Fail ſeyn dürſte. Wenn daher ein teutſcher Schriftſteller*) ſonderbar genug behauptet, daß einjähriger Klee den Boden ausſauge und verſchlechtere, zweh» und dreyjähriger dagegen denſelben verbeſſere und bereichere/ weil der Klee im erſten Jahre gewaltig viele Nahyrungsſaſte aus dem Boden zöge/ die er dann im zweyten und dritten Jahre demſelben wieder zurück gäbe, ſo ver- dient Dieß wirklich meines Grachtens keine ernſiliche Widerlegung, weil es durch die einſtimmige Erfah» rung aller denkenden Landwirthe ſchon längſt wider» legt iſt, welche nicht unzweydeutig fanden, daß gerade nur ein einjähriges Kleeſeld guten Weigen geben könne, 8) f. Hatzel's Kleebauz ſo wie deſſelben Das Ganze der Landwirthſene Gom- mer, und ſcharfe auszehrende Winde äußerſt verderb- lich auf den Saatklee wirken, und daß dagegen hau- fige und ſtarke Thaue und Nebel einen ſo überaus günſtigen Einfluß auf denſelben haben, daß ihr Ab- gang ſchlechterdings durch Nichts erſezet werden kann. Fn Gegenden alſo, wo nur ſehr wenig Thau und Nebel ſich einſtellt, dagegen aber ſehr häufige, ſcharfe, und austro>nende Winde herrſchen, da wird man wohl am beſten thun, den Kleebau für immer auf>- zugeben. -: Der Klee wird immer im Frühlinge ausgeſäet, und zwar je früher deſto beſſer, weil ihm alsdann auch die übriggebliebene Winterfenchtigfeit zu Nuten kommt.== Doch kann man ihn auch ſpäter, und zwar ſelbſt bis Anfang Auguſts noch immer ſäen, wenn man irgend eine gegründete Urſache däzu haben ſollte, oder wennn etwa die frühere Saat ungünſtiger Um- ſtände wegen zu Grunde gegangen ware. Hat man *) f: deſſen Handbuch des geſammten Futter? baues. aber eine ſolche gewichtige Urſache nicht, ſo bleibe man immer bey der frühen Saat, und ſey verſichert, daß dieſe allein dem Klee die angemeſſenſte iſt.= Der Vorſchlag, den Manche in neuern Zeiten gemacht haben, den Klee gleich dem Wintergetreide im Herbſte auszuſäen, wird wohl in unſerm, ſo wie in allen ähnlichen Klimaten, immer unausführbar befunden werden. Auch begreife ich wirklich nicht, welchen Vortheil eine ſolche Herbſtſaat vor der dem Klee weit angemeſſenern Frühlingsſaat geben könnte, in- dem leßtere allen unſern Erwartungen vollkommen entſpricht. Allein wird der Klee= wenigſtens auf dem Felde und im Großen= nie beſtellet, ſondern immer über irgend eine andere Frucht hergeſäet, theils, weil er im Saatjahre nur ſehr wenig, und beynahe gar kei nen Nußten giebt, und es ſolglich unklug ware, das Feld nicht indeſſen mit einer andern Frucht benußen zu wollen, theils, weil ihm in ſeiner zarten Jugend der Schutz einer ſolchen Frucht gegen das Unkraut, oder bey ſehr früher Ausſaat gegen die Kalte, ſo wie bey anhaltender Dürre gegen die Hie und auszehren- den Winde, ſehr wohl zu Statten kommt.=- Ge- wöhnlich ſäet man ihn über Sommergetreide d. i. über Gerſte oder Hafer ,/ doch wird er in manchet Ländern und Gegenden auch mit ſehr gutem Erfolge über Wintergetreide, beſonders über Weigen herge- ſäet.= Erſteres geſchieht auf folgende Art: Man be- ſtellt die Gerſte oder den Hafer, wie oben beym Ge- reidebaue gezeigt worden, und egget dieſelben ein, ann wird der Kleeſaame möglichſt gleich darüber Aurgeſäet, man ju Maße fol3 ies dem L heihen find Nan egzt der Klee| füüche tro nod nict ift, mit d Hyeere m gerochen! ſo hn gſ; un) laßt& zu= weil ihm( indim ſei (Eine 9 den ald) Vinterget Gaat def nathen 5 braß Schn Der|Gaam liegqn, und die Ihm et waltigwY geſat iw WHLLLLY Hergeſäet, und mit einer Buſchegge eingezogen, worauf man zum Überfluße noch eine ſchwere aber glatte Walze folgen laſſen kann.=- Soll aber der Klee un» ter dem Wintergetreide ſeinen Schut und ſein Ge» deihen finden, ſo verfährt dabey auf folgende Weiſe: Man egget das Weißen- oder Roggenfeld, worein der Klee geſäet werden ſoll, ſobald nur die Ober» fläcße tro&en genug geworden, während es jedoch noch nicht der ſo nöthigen Winterfeuchtigkeit beraubt iſt, mit einer ſckt ſich hiezu eine Mi- ſchung von Gerſte und Hafer, weil die Gerſte früher aufſchießt, der Hafer aber mehr Neigung nachzuwach- ſen hat. May wird gewöhnlich ſchon in dieſem erſten Jahre drey Schnitte von einem ſolchen Felde erhal- ten, bey deren erſterem die Gerſte, beym zweyten der Hafer ,/ und beym dritten der Klee das Übergewicht haben wird.=- Will man lieber Wintergetreide zu dieſem Zweke brauchen, ſo kann man halb Weigen und halb Roggen, oder eine ſogenannte ſtarke Halb- frucht dazu nehmen, dieſe den Herbſt vorher, wie bes kannt, beſtellen, und im Winter oder Frühling, wie ſo eben gezeigt worden, den Klee darüber her ſäen. Dieß hat den doppelten Vortheil, daß man früheres und mehreres Futter erhält, da das Wintergetreide früher mähbar wird, und auch mehr vor die Genſe liefert. Und ſäet man den Klee während des Winters über das Getreide her, ſo wird die Ernte um ſo ſtärker und reichlicher, weil der Klee in dieſem Falle ſelbſt ſehr bald mähbar werden, und die Futterernte verſtärken wird.-- Dieſe Methode--- wenn anders nichts dabey verfehlet wird-- liefert mehrentheils ei» nen ſehr dichten und ſchönen Klee, und paßt daher vorzüglich für beſondere außer der Feldrotation be» findliche Kleefelder oder Kleegärten, deren Zwe oh- nedieß nicht Getreide- ſondern bloß Futterbau zu ſeyn pfleget. Außer den eigentlichen Getreidearten giebt es noch zwey Feldfrüchte, die ganz vorzüglich zu Schutfrüch» ten des Klees geeignet ſind. Dieß iſt der Lein und Grundſ« der Feldk. 3. Th, 14 das Heidekorn.-- Erſterer wird zu dieſem Zwecke vorzüglich in den Niederlanden gebraucht, und liefert, nach dem Zeugniße des trefflichen Schilderers der bel- giſchen Landwirthſchaft/ ſeinen dreyblättrigen Pflegling in unübertrefflicher Schönheit und grenzenloſer Üppig- Feit. In den Scheldegegenden beſonders gtebt man jeßt faſt allgemein dem Flachſe den Vorzug vor dem Hafer, der] ſonſt die gewöhnliche Schutßfrucht des Klees war, weil der Klee allda ſehr von dem Hanf- würger(Orobanche maior) leidet, und weil man die Bemerkung machte, daß dieſe böſe Pflanze weit weniger nach erſterem als nach leßterem wuchere.== Letzteres aber wird hiezu von Vater Thaer beſon- ders angerühmt, welcher die Erfahrung machte, daß der Klee unter dem Heidekorn ſelbſt auf ſolchem Bo» den geräth, der ſonſt durchaus nicht für ihn geeignet iſt. Ja er machte einſt die wichtige Beobachtung, daß der Klee unter Heidekorn auf ſchlechterm Boden weit beſſer gerieth, als derſelbe auf beſſerm Boden aber unter Hafer ſein Gedeihen fand. Auf dürrem Sand- boden iſt daher dieſe Schutßfrucht beſonders zu eme pfehlen, und vielleicht die einzige, die etwa noch den Klee aufbringen kann.=- Daß der Klee mit dieſen bey- den Früchten erſt ſpäter beſtellet werden könne, verſteht ſich ohnehin, weil dieſe Früchte ſelbſt erſt ſpäter ger bauet werden müſſen. Übrigens wird er eben ſo ge- ſäet, wie mit Sommergetreide, welches oben hinläng- lich erklärt worden iſt. Den Klee mit Grasſämereyen auszuſäen iſt nur in dem Falle räthlich, wenn man das Kleefeld auf einige Jahre als Wieſe und Weide liegen laſſen woll» "CK da dnn Porſhein | q aus) u) an wo) oeſehlt,| uud dat Hielt, räumen dranget jdoch vo an fier uhd reid einigen 1 ittelung als Zeitf Th und def einen N Iten zu Dieſen" aucht, und(4 qpilderes be läitrigen May renzenloſe| onders aut, | Vorzug vy Gdhukfrug x von den; + und wil boſe Pflan lerem wu * x Chaer) rung mad! | auf ſolhmn t für ihn Beobachtun hterm Body ſſerm Bohn [uf dürren! beſonders| die etwa m! ee mit Dia den konnt,! bſt erſt ſytt! ird er eben) (ches oben 1 austuſae| 1 das Slut! (iegen Luft? te, wie dieß die Engländer öfters zu thun pflegen; da denn die Gräſer in eben dem Verhältniſſe zum Vorſchein kommen, in welchem der Klee nach und nach auszugehen pflegek. In Hinſicht der Einſaat dieſer Futterpflanze hat man wohl vor einiger Zeit in Teutſchland am meiſten gefehlt, indem man gewöhnlich viel zu wenig einſäete, und dann ſehr natürlich nur ſchlechte Kleeernten er» hielt, weil der Klee durch das in den leeren Zwiſchen» räumen aufgewachſene Unkraut überwältiget und ver- dränget wurde. In den lektern Zeiten aber iſt man jedoch von dieſem Irrthume größtentheils abgekommen. Man fieng dichter an zu ſäen, und man hatte beſſere und reichlichere Ernten.=- Folgende Angaben aus einigen neuern Schriſtſiellern mögen zur leichtern Aus» mittelung der richtigſten Ausſaat dieſes Futterkrauts als Leitfaden dienen: TH aer räth, nach Beſchaffenheit des Bodenz3 und deſſen Vorbereitung, 6 bis 8 kz; Kleeſaamen auf einen M. Morgen zu ſäen. X) Und an einem andern Orte will derſelbe, daß zwiſchen 6 bis 10 JF; Saa» men, nach) Verſchiedenheit der Umſtände, auf den M. Morgen geſäet werden ſollen. XX)=- A. Voung in England fand, daß auf ungedüngten Feldern 17 1/2 16, und auf ſtar? gedüngten 15 I; Ausſaat pr. Acre, den größten Vortheil gab. XxX)== Nach Begtrup ſäet man in England gewohnlich 8 1; *) f|. Thaer's Grundſ. der rak, Landw. Ax) f. Thaer's engl. Landwirthſſon in England, Uf. Begfrups Bemerkt. uber dre engl Landwirthſmäßiger ſeyn würde, wenn man hiezu 10 bis 12 6 nähme.***)-- Nach Breitenbach braucht man auf einen AFer von 120[] Ruthen ohn» gerähr 7 bis 8 Tz Saamen.****)= Graf v. Bevil in Frankreich räth 18 bis 20 16 auf den franz. Morx- gen auszuſäen,|)--= Weber rechnet 9 bis 12 1b auf 180[] Ruthen, je nach der Beſchaffenheit des Saamens und des Bodens.|f)= Nach Bergen gehören 6 15 Kleeſaamen auf den Magd. Morgen. fktf) --“ Geride nimmt 8 j6 pr. Calenberger Morgen an. Ett)= Nac Haßtel bedarf man auf einen 3» ſ.; Di>ſons prabt. A>erbiaus **) Klapmeyer's Kleebau in Curland. vx) f Friebes GrumoG zu enen 10 eonuet. 1. wir aet Veriblenz der Landw. m eguenanmo: 33x) jf, Breitenbach's Handb. des geſamm?- ten Futtergewäerz bau's- Erfahrungen, ++)(- Weber's Handbuch des geſammten Futz terbaues. +++) ſ Bergen's Anl. zur Viehzu Hovnd15s, kurz. prakt. Unterr- uber vient Aim vOmnelcHvon See nn utevegr ungen x) f. Fuß's Beyträge zur Verbeſſ. der Land» wirthſcmäßige Gewicht weder weſentlich zu über» ſchreiten, noch viel weniger aber hinter demſelben zurückzubleiben veranlaßt werde, Eben ſo mus= wenn man etwa Urſache hätte an der Tüchtigkeit und Vollkommenheit ſeines Klee» ſaamens zu zweifeln= immer zuvor erſt erforſchet werden/ in welchem Verhältniſſe derſelbe gut und tauglich, und in welchem er ſchlecht und unbrauchbar ſey, um ſich bey der Saat darnach richten zu fonnen«=- Dieß geſchieht am leichteſten auf folgende Art: Man nimmt aus der ganzen Maſſe des Eaamens eine bes liebige Quantität Saamenkörner, ohne ſie jedoch aus- zuſuchen, zählt ſie ab, und legt ſie zwiſchen zwey vorher in Waſſer getränkte Tuch- oder Flanell- Lap- pen, und dieſe legt man dann(verſteht ſich im Wins ter in einem warmen Zimmer) in einen mit guter Erde gefüllten Blumentopf, und bede&t ſie 1/2 bis höchſtens 1 Zoll hoch mit guter zerkrümelter Garten- erde, welche man durch periodiſches Begießen immer in feuchtem Zuſtande erhält, In Zeit von zwey- bis längſtens dreymal 24 Stunden wird ſich's genau zeia gent, in wie ferne unſer Kleeſaame Keimkraſt beſive, - 21 tas und daher zur Ausſaat tauglich ſey, und in wie fern wir folglich die Einſaat deſſelben zu verſtärken haben oder nicht.= Getken wir z. B., den Fall, die der Keimprobe unterworfenen Saamenkörner wären gerade 100, und ſie Feimten während der anberaumten Zeit alle auf das vollfommenſte, ſo wäre auch unſer oben angegebenes Cinſaats- Quantum 6 bis 12[6 pr. Joch (wvorausgeſeßt, daß die übrigen Umſtände dem Klee- baue nicht ungünſtig ſeyen) in vollem Maaße zurei- ter Säemann iſt bey der Kleeſaat ganz weſentlich erforderlich, damit der Saame recht gleich- mäßig über das Feld vertheilet werde.= Cinige pfle- gen den Kleeſaamen mit zerkrümelter Gartenerde, mit Sand, mit Aſche, mit Sägeſpahnen u. dgl. Materialien zu vermengen, um ſonach denſelben mit „oller Za qldein dieſe ſhtpfrige ſjware 8! Ypden ſin pranlaßt Fleeſaamt ihn ſo m weil dadu wirfet wi pf in di ſidet, we ededung j Des| ah dem 6 giebt 5 treideernte ahnlich auſm fommt, Gommet zu ſehen für mißra | im 1 ſjndig he ' nt ſchenſten wären 9 immer ri 4 / und in Wit 1 en Fal, 4 ner wär anberaumy! € aud) unſe: 18 12 Thy) nſtande din j em Maaß ur das Of von dieſen 11 Goon(, jieDenzig, Yol! r doc) nur ſ ni. Nroſod njaal, bie 1/4 ſtarfer(1 Irca 12 biß! ain » eil 20008 iW 100 Sorin im aohnrtam JI UCL VERTE s Tinmtas 1) ] t voller Hand/ wie das Getreide, ausſäen zu können. Allein dieſe Methode iſt immer zwe>widrig, weil der ſchlüpfrige/ und, nach Verhältniß ſeiner Größe, ſchwere Kleeſaame in dem Säetuche groößtentheils zu Boden ſinket, wodurch eben eine ſehr ungleiche Saat veranlaßt wird.= Noch weit ſchlechter iſt es, den Kleeſaamen mit ſeiner Schutßfrucht zu vermengen, um ihn ſo mit dieſer zugleich ausſäen zu können, t eils, weil dadurch ebenfalls eine ſehr ungleiche Eaat be- wirket wird, und theils, weil ſo der Kleeſaame zu tief in die Erde kommt, und folglich großentheils er» ſtiket, wenn anders das Getreide, das eine ſtärkere Bede>ung verlangt, gehörig untergebracht werden ſoll. Da3 frühere oder ſpätere Hervorkommen des Klees auf dem Ader hängt immer von der Witterung ab. E3 giebt Jahre, in denen derſelbe ſchon vor der Ge- treideernte unter ſeiner Schußfrucht zu einer ziemlich anſehnlichen Höhe gelangt, und wieder andere/ ro er erſt mehrere Wochen nach der Ernte zum Vorſchein pommt. Ja ich weiß einen Fall, wo den ganzen Sommer und Herbſt über faſt gar nicht3 vom Klee zu ſehen war, ſo daß man ſchon ſein ganzes Kleefeld für mißrathen aufgab, und wo dennoch zum Crſtau- nen im nächſtfolgenden Frühjahre der Klee ziemlich freudig heranwuchs, und eine ganz erträgliche Ernte gab. Indeſſen iſt dieſer leßtere Fall immer eine der ſeltenſten Erſcheinungen, und kann ſich nur in äußerſt tro>nen Jahren ereignen. Denn in der Regel bleibt es immer richtig, was Thaer*) ſagt: daß der Klee x) ſ. deſſen Gyundſ« der rak. Landw. Gmd SIN EIER EE EEERREIIT ARIEN = 220== al8bald hervorkommen muß, ſo bald nur ein durch. dringender Regen eintritt. Kommt der Klees frühe hervor, ſo giebt er oft noch im Saatjahre ſelbſt eine ganz artige gar nicht zu verachtende Futterernte. Doch iſt hierauf in der Regel nie zu rechnen; und immer iſt dabey zu beobach« ten, daß das Mähen nie ſehr ſpät im Jahre, und ſpäteſtens gegen Ende Septembers vorgenommen werde, damit die jungen Kleepflanzen nicht mit der friſchen Wunde in den Winter kommen. Das“ Abweiden des jungen Klee3 iſt meines Er- achtens immer zu widerrathen. Es iſt deſto ſchäd- licher, je ſpäter e8 vorgenommen, und je fahler der Klee abgeweidet wird. Aber auch im Frühlinge des folgenden Jahres würde ich mein Kleefeld um keinen Preis beweiden laſſen, weil dadurch immer die Vege- tation des Klees geſtöhrt, und er daher im Wachs- thume zurüFgeſeßt wird. Ganz etwas anders iſt es nach der zweyten Heuernte, oder gar im zweyten Jahre nach) der Saat,(wenn man ihn etwa ſo lange ſtehen zu laſſen für gut fände) da er ohnedieß nicht mehr mit Sicherheit auf Heu benutet werden kann; dann mag man ihn allerdings ſo oft und ſo kahl abweiden laſſen als man will, wenn man nur die gehörige Vorſicht braucht, daß das Bieh nicht durch deſſen blähende Eigenſchaft gefährdet werde, Einige pflegen das junge Kleefeld über Winter mit langem Strohmiſte zu bede>en, indem ſie den jungen Klee dadurch vor dem Auswintern zu verwah- ren wähnen, Allein dieß iſt völlig ungegründet. Jſt der Boden nur für den Klee paſſend, iſt derſelbe zu alt yrbe Art beſtell yzwinten ewähnten irgend ein dieſer[a Jalt/ ſo den Ader noh nic) djen Fann fd (fig vor! und Lat einmal be Jachhulfe fun der vefauten teten Com) Hühner» längliche! ſodann in tr) dnet 1 Sleefeldes im Frühla wden,| dh Eg: vilky auf wem zh ezeee Wurzel Im Sah, genömmentt mit der jj ves iſt meint 8 iſt deſto| und je fahl im Frühliny 27.24, 08 Kone gehbriger Lieſe gepflüget/ und mit gebührender Sorg- ſalt vorbereitet, und iſt der Klee auf zwermäßige Art beſtellet worden, ſo wird wenig oder nichts vom Au3wintern zu beſorgen ſeyn. Mangeln aber dieſe erſt» erwähnten Bedingniſſe, ſo wird ihn keine BedeXung irgend einer Art davor retten können. Wohl aber giebt dieſer lange Miſt den Mäuſen einen bequemen Aufent» Halt/ fo wie dadurch häufiger Unkraut8ſaame auf den AFer gebracht wird, welches Beydes dem jungen noch nicht erſtarkten Klee nur zum Nachtheil gerei» - mäßig vorbereitet, und iſt dieſem Baue Boden, Klima und Lage günſtig, ſo braucht wohl im Grunde die einmal begonnene Vegetation des Klees gar keiner Nachhülfe, ſollte man dieſe aber nöthig erachten, ſo pkann der A>er den Winter über mit kurzem wohl verfaultem Miſte, oder mit einem zwe>mäßig zuberei» teten Compoſte überdünget, oder aber mit zerkleinertem Hühner- oder Taubenmiſte, wenn man deſſen in hin- länglicher Menge hat, überſtreuet werden, worauf ſodann im Frühlinge, ſo bald der A>er etwas abge- troc>net iſt, ſcharf geegget wird.=- Iſt die Lage des Kleefeldes abhängig, ſo darf der Miſt freylich erſt im Frühjahre unmittelbar vor dem Eggen aufgebracht werden, weil er ſonſt weggeſpühlt werden würde,== Das Eggen des Klez3 im erſten Frühjahre ſollte man billig auf keinen Fall unterlaſſen, ſelbſt dann nicht, wenn nicht gedüngt worden wäre. E3 befördert die Vegetation des Klees ungemein, indem es deſſen Wurzeln mit der Atmoſphäre in Berührung ſebt. Im ND 2 Za Bag de 4042 DRZ „€ EY x Sun BIN x 3%. „Sr N 3 FX nu EE 4 Fi Binn: er ee Zi SE RL SISS-- || |: 1! | 1] |; 1111039, --»“ 222== zweyten Nutßungsjahre=- wenn man etwa den KFlee ſo lange ſtehen läßt=- iſt dieß Eggen ganz beſonders nöthig, und darf daher ſchlechterdings nicht unter« laſſen werden, theils, um den zu dieſer Zeit ſchon ver» hHärteten Boden ingetwas aufzulo>ern, theils, um das Unkraut, welches dann ſchon mächtiger ſich zu zeigen pfleget, gleich im erſten Keime zu zerſtöhren. Das Wachsthum des Klees kann ferner auch- durch aufgebrachte Miſtjauche, durch Aſche aller Art, und durch Gyps befördert werden.=-- Erſtere muß möglichſt frühe, gleich nachdem das Feld geegget| worden ,/ aufgebracht werden, und dieß kann man, wenn man will, nach dem erſten Kleeſchnitte wieder, hohlen, nachdem zuvor abermal geegget worden, da- mit dieſe befruchtende Flüßigkeit beſſer an die Wur- zeln gelange.= Aſche und Gyps8 aber, welche auf einem in guter Dungkraft ſtehenden oder ſonſt humus- reichen Kleefelde, das ohnedieß keinen eigentlichen Dünger brauchet, oder dem dieſer ſogar ſchädlich wer- den könnte, vorzugsweiſe zu empfehlen ſind, werden immer erſt ſpäter, da der Klee ſchon einige Höhe er- reicht hat, und ſchon ganz den AFer bedeet, über denſelben hergeſtreuet, ſo wie man das Getreide zu ſäen pfleget.== Die Aſche wird in den Niederlanden, wo man den häufigſten Gebrauch zu dieſem Zwecke davon machet,*) bey trübem feuchtem Wetter ausgeſtreuet. Der Gyps aber ,/ welcher, um zu wirken, in möglichſi *)|. Shwerz's belg, Landw. fin aw! di - zn oder I It, u! Klatt fahrung! q uf ben des man nid jw heſürd in eben d v0 den Dis Opp driymal 1 jehömal 1 de 6] Klee Übrige! ( dieß ſa heherfte= 4), gebrannt weit, dem lier , Oder wirflih gebran Brenne » dieſes fn Gy . Im "R(hon DMithhät h; dieß Ihle detlih ib Ian ewa In jen an be dings nI eſer Zeit ſh" n, theils, 1 tiger ſich 4), zerſtöhren, Fann Fern) k MK, j, 1) WIUX(ul fein gepülvertem Zuſtande ſeyn muß,*) wird Mor- gens oder Abends, bey windſtillem Wetter und ſtarkem Thaue, über das Kleefeld hergeſtreuet, damit er an den Blättern der Pflanzen kleben bleibe, weil die Er- fahrung lehret, daß er nicht: ſo ſehr auf den Boden als auf die Pflanzen ſelbſt ſeine Wirkung äußert. Eben deswegen wählt man dazu gerne eine Zeit, wo man nicht ſo bald heftige Winde oder ſtarke Negen zu befürchten glaubet, welche die Wirkung des Gypſes in eben dem Maaße mindern, in welchem ſie denſelben von den Pflanzen wegwehen, oder wegwaſchen.=- Da3 Gypſen kann nach der erſten, und da wo man dreymal mähet, auc) wohl nach der zweyten Ernte, jede3mal nach obiger Urt wiederhohlt werden, ſo bald der Klee wieder zu einiger Höhe herangewachſen iſt. -=-- Übrigens ſcheint die Operation des Gypſens=- wie ich dieß ſchon im erſten Theile dieſes Werkes bereits bemerkte== wohl nur jenen Gegenden angemeſſen zu *) Mehrere Scriftſteller ſtreiten darüber» ob der Gyps gebrannt oder ungebrannt ſeyn müſſe, und viele gehen ſo weit, dem gebrannten Gypſe durene Luft haben, und immer in eben dem Verhältniſſe über flüßiger und unnüßer zu werden, in welchem die Luft einer Gegend mit Feuchtigkeit geſchwängert iſt, Und ſo mögen denn die Teutſchen, Franzoſen, und Nordamerikaner eben ſo Recht haben, wenn ſie dem Gypſe die enthuſiaſtiſch» ſten Lobſprüche ertheilen, wie die Niederländer, wenn ſie lieber bey ihrer Aſche bleiben, und von dieſer größere Wirkung zu haben verſichern, oder die Eng» länder, wenn ſie faſt einſtimmig gegen das Gypſen eingenommen ſind« Die Quantität des anzuwendenden Gypſes be- treffend, giebt Thaer 1 bis 2 Scheffel auf den Mor- gen an.*)= Geride rechnet 2 bis 3 Himten auf den Calenberger Morgen. X*)== Weber nimmt 1.1/2 bis 2 oder auch 5 berl. Scheffel auf den Magd, Morgen an. X*X)-- Nach Bergen rechnet man 2 berl. Scheffel auf den Magd. Morgen,****)- Nach Koppe braucht man auf den Morgen nur einen berl. Scheffel Gypsmehl. XXXX%X)=- Nac Whiſtling und nac) Breitenbach nimmt man *) ſ. Thaer's Grundſ, der rat. Landw. z*) f. Geri>e's prakt. Anl. zur Führung der Wirthſerbau win der Vichzuerbau und in der Viehzuc Jungvieh; und ein Kleefeld von unge- fähr 3 bis 4 Morgen(= circa 13/4 bis 2 1/3 Joch) gab ihm die Grünfütterung für 2 bis 4 Zugochſen, für einige Schweine, und für ein oder zwey Stück Pferde.***) Zu Heu wird der Klee am beſten abgeerntet, wenn er ſo eben in die volle Blüthe zu treten beginnt, d. i. wenn ſo eben ſeine ſämmtlichen Blumenköpfe zu röthen anfangen, Die Ernte weiter hinaus zu ſchieben iſt nie rathſam, weil der Klee ſonſt viele ſeiner Blät- ter verliert, und zu holzig und zu bartſiengelig wird, um ein gutes, genießbares, und nahrhaftes Heu lie- fern zu können. Der Klee verliert durch das Tro>nen zu Heue, je nachdem er früher oder ſpäter gemähet wird, und je nachdem die Witterung die Heuernte begünſtiget, *)| Didſon's prakt, A>erbawm. 8) ff. Sinclair's Code of Agriculture. Fx) ſ Sc 4. Mal 3 „4 >“ K I LE * Se I 0 ZE gie. EHSSAN AIDE RETN Cp E57 003 228, AE0 Wi EEE III SE IEE EEEEN 7 NN Zip 9-20 IEEE ENIIICAENLSEEE Sufi EIE NO E02 M DONERI> = 228=- zwiſchen 3/4 und 4/5 ſeines Gewichts. Am ſicherſten iſt es jedoch vorauszuſeßen, daß er wirklich immer 4/5 ſeines Gewichts verliere, daß folglic< 5 Ctr. grit» nen Klees 1 Ctr. Kleeheu geben, und ſo wird dieß auch in der Praxis faſt allgemein angenommen. Heuernten kann der Klee=- wenn ihm anders die Witterung nicht äußerſt ungünſtig iſt=- immer drey “geben. Doch pflegt man ihn da, wo man ihn nur durc) ein Nutßungsjahr ſtehen läßt, und wo man Winter- getreide darnach bauen will, nur zweymal zu mähen, das drittemal aber== wie ſchon beym Weigen erinnert wor- den=- da er etwa eine Spanne lang herangewachſen iſt, unterzupflügen. Sollte man jedoch wegen Futter- mangel den dritten Kleeſchnitt benothigen, ſo rath Thaer nicht Wintergetreide, ſondern Hafer darnach folgen zu laſſen, welcher an dieſer Stelle ſo vorzüg" lich zu gerathen pflegt, daß deſſen Ertrags8werth den des unter ſolchen Umſtänden gebauten Wintergetreides bey weitem übertrifft. Da, wo man den Klee durch zwey Nugtungsjahre ſtehen läßt, nimmt man davon immer im erſien Jahre drey Heuernten, im zweyten Jahre aber darf man deren auf jeden Fall nur höchſtens zwey nehmen; außer man hielte das Kleefeld für untauglich Winter- getreide zu tragen, da man denn auch in dieſem zwey- ten Jahre drey Schnitte nehmen, und dann im nächſt- folgenden Frühlinge Hafer darnach bauen kann.== Iſt ein derley zweyjähriges Kleefeld etwa unrein/ und man beſteht dennoc) darauf Wintergetreide fol- gen zu laſſen, ſo darf man gar nur eine einzige Klee»- ernte nehmen, und das Feld muß ſodann durch eine “ (Somm Oetreid Ky wiſe ee enes Wetter rechnen kann, die leichteſte und einfachſte von der Welt, Man läßt ihn nämlich in den Schwaden liegen, bis die eine Seite tro>en iſt, wendet dann die Schwaden um, damit auch die andere Seite trokXen werde, und wenn auch dieß ge- ſchehen iſt, ſo bringt man den Klee bey Thauwetter (um das Abfallen der Blätter zu vermeiden) in große Haufen oder Schober, und fährt ihn dann nach Hauſe.=- Dieſe Methode Kleeheu zu bereiten iſt ihrer Ginfachheit ungeachtet, bey völlig tro&ner Witterung bejtimmt die vorzüglichſte von allen. Anhaltend troänes und deſtändiges Wetter iſt aber dabey ſchlechterdings erſorderlich, weil der Klee, ſeiner großen Saftigkeit halber, ſehr langſam tro>net, und ſelten vor 8 Tagen (oſt aber wohl-erſt noch viel ſpäter) eingefahren wer» den fann. „ DE> de « 4«< ; ON| ir K I DIE SE IGE NEUEN 06-5500 BIENE Eine andere Methode Kleeheu zu bereiten, welche Thaer bey anhaltendem Regenwetter für die vor- züglichjte hält, iſt folgende:' Man ſjtreuet die Schwa- den gleich nach dem Mayen geyorig aus, dainit der Klee ſchneller) abwelke. Jjt das geſchehen, ſo bringt man ihn in ganz kleine Haufen, oder ſogenannte Windhyaufen. Iſt er in dieſen gehörig getro>net, ſo wird er in größere Haufen zuſammen gebracht, welche, wenn ſie etwa zu ſehr vom Regen durchnäßt würden, bey dem erſten tro&nen Wetter umgeſeßt werden müſ- ſen, ſo daß das Obere zu unterſt komme. Dieſe Hau- fen ſind mit einem ſo kleinen Durchmeſſer, und ſo hoch zu machen, als möglich, theils, damit der Ne- gen deſto leichter abſchießen könne, und theils, damit der Klee dem Luftzuge deſto beſſer ausgeſeßt werde. Um dieſen hohen und ſchmalen Haufen mehrere Halt- barfeit zu geben, räth Thaer eine Stange in dem Boden zu befeſtigen, und um dieſe herum den Klee aufzuſchichten. Sollte man eine Hiße oder Gährung in dem Klee merken, ſo müſſen dieſe Haufen wieder umgeſeßt werden, und ſo fährt man fort, bis der Klee zum Einfahren tüchtig iſt.=-„, Dieſe Methode ſagt Thaer„erfordert bey naſſer Witterung viele Arbeit, erhält aber den Klee unverdorben.“ Die dritte Methode endlich, welche bey abwech- ſelndem, bald tro>nem bald regneriſchem Wetter, und in allen Gegenden, allwo eine ſolche Witterung die gewöhnlichſte iſt, ſic) als die zwe>mäßigſte bewährt, iſt die, welche durch den evang. Pfarrer Klap- meyer in Curland zuerſt bekannt geworden, und eben deSwegen gewöhnlich die Klapmeyerſche Methode fan vid gleid ſobald er in ſfleint Hegavel! haftet,! möglichſt man den [98t, Dit mern ode ſpqrern J inld, oft ſpäter an ſiatfen fü Din geh duty, d in Iden 6 wahn, dm des eine weit oder gar ſogleid)| dampfen y gleſchmaßi nety das welligſtens der) nach Wngender fm= 0m daß dung zy -. 351== genannt wird. Sie beſteht in Folgendem: Der Klee er für Nie;;< EM : wird gleich des andern Lages nach dem UÜbmahyen, wet die 6: M: ſobald er etwas welf geworden, aus den Schwaden UD,|..-. min kleine Haufen( bey uns Petrenzen genannt) mit eien, Iv N Heugabeln zuſammen geſchoben, und zuſammen ge- harket, und dieſe werden ſoſort auf Tragſtangen in KE möglichſt große Schober zuſammen gebracht, in denen 13004"Ww man den Klee vorſäßlich gähren, und ſich erhiten FOnaßt wih L146t. Dieſe Gährung fängt nach Verhältniß der wär- et werdnn mern oder kältern Witterung, und der ſrühern oder ime Dith Ffpätrern Jahreszeit, bald früher, bald ſpäter, oſt ſchon hmeſſer, w) in 4, oſtaber auch erſt in 24 Stunden, oder wohl noch , damit dn) ſpäter an. Man erkennt ſie daran, daß der Klee einen nd theils,)w ſtarfen ſüßen honigduſtenden Geruch von ſich giebt. ausgeſegt m) Den gehörigen Grad der Gährung erfährt man da- en mehret) durch, daß man ſeine Hand an verſchiedenen Seiten Stanze ih in den Schober ſteXt. Kann man dieſe, der Higße herum da) wegen, nicht mehr darin leiden, ſo iſt dieß ein Zei- » oder Olm>- 'nrhe 167 jw ety daß es oft= wenn die Witterung warm, oder hom Det wenigſtens tro>en und windig iſt== in wenigen Stun» (IR den nach Hauſe gefahren, oder== wenn dieß etwa "nele vn Tringenderer Arbeiten wegen nicht ſogleich geſchehen fe e könnte== in große Heuſchober gebracht werden kann, , ohne daß man ferners eine Gährung oder Entzün» I dung zu befürchten hätte« Und dieß iſt's eben/ was ZD<= „ dieſe Methode, unter den angegebenen Umſtänden fo ſchäsbar macht/ da ſonſt der Klee, ſeines vielen Saftes wegen ,/ ſehr langſam tro>net, und beſonders bey ungünſtigem Wetter oft nur ſehr ſpät eingefah- ren werden darf, wenn man nicht Gefahr laufen will, daß er ſich erhiße.= Sollte die Gährung= wie dieß bey einem-ſtarken kalten Winde.oft geſchieht= un» gleich vor ſich gehen, ſo daß die dem Winde zuge- kehrte Seite noch ganz ungegohren iſt, während die andere ſchon den hochſten Grad der zwe&>mäßigen Gährung erſtiegen hat, ſo muß der gegohrne Theil des Schobers, den man an ſeiner braunen Farbe, und an ſeinem Dampfe und Geruche leicht erkennt, ſo wie oben geſagt worden/ geſtreuet, der unge- gohrne aber wieder in einen neuen Schober geſeßt, und neuerdings einer Gährung ausgeſeßt werden.= Hätte nur ein geringer Theil in der Mitte des Scho- ber3 die gehörige GSährung durchgegangen, ſo daß es nicht der Mühe verlohnte, ihn zu ſtreuen, und beſon- ders zu behandeln, ſo kann man den Schober umſeßen, ſo daß der gegohrne Theil auswärts und oben, der ungegohrne aber einwärts und unten zu liegen komme, in welchem Zuſtande man ihn dann ſeine Gährung vervollſtändigen läßt.=- Wäre aber bey weitem der größte Theil gehörig gegohren, und nur ein äußerſt unbedeutender Theil des Schober8 ohne Gährung ge- blieben, ſo iſt auf. dieſen letztern gar keine Rüſicht zu nehmen, und der ganze Schober Kleeheu kann ohne weiters, wie oben, geſtreuet, und nach Hauſe gefahren, oder in große Ladeſchober aufgeſeßet wer- den, ohne daß man deShalb im Geringſien wegen Reginweit gen 10 n anhalten (0 bald nig| Gtun Halſe gef fanf: dieſim gez ungegopt) auögelaug ald Blatt vj au) Rehen a! lofer wir Auß giebt es! genden 9 ab alle, ewahnten bie oben. ww- 6 wedie, n 0m weil der wird, Schaden beſorgt feyn dürfte, da eine ſolche Kleinig» keit gar nicht in Betrachtung kommt.= Sollte zu der Zeit/ als der Klee in dem Schober gerade den hoch ſten Grad der zwe&mäßigen Gährung erreicht hat, Regenwetter eintreten, und wäre es auch ein Plagßre- gen, ſo muß der Schober nicht8deſtoweniger auf der Stelle auseinander geworfen und geſtreuet werden- Nur muß dann das Kleeheu ,/ wenn der Negen etwa anhalten ſollte, von Zeit zu Zeit gewendet werden. So bald aber der Regen vorüber iſt, ſo iſt es in we- nig Stunden auch ſchon tro>en, ſo daß es nad) Hauſe gefahren, oder in Ladeſchober gepa&>et werden kann.= Jm Weſentlichen ſchadet zwar der Regen dieſem gegohrnen Heue bey weitem nicht ſo ſehr/ wie dem ungegohrnen, welches leßtere davon ganz erbärmlic) ausgelauget wird, und wenn es abtro>net, beynahe alle Blätter verliert, doch iſt es vicht zu läugnen, daß auch dieſes, wenn es ſehr lange anhaltendem Regen ausgeſeßt iſt, etwas kraft- und nahrungs- loſer wird. Außer dieſen drey Methoden der Kleeheubereitung giebt es noch ſo viele andere ,/ als es verſchiedene Ge- genden giebt, in denen Klee gebauet wird, welche aber alle, mehr oder weniger, entweder mit den erſt» erwähnten, oder mit denjenigen Ühnlichfeit haben, die oben bey der Wieſenheubereitung angeführt wor- den.== Eine ſolche Bearbeitung des Kleeheues jedoch- wie die, welche bey der Bereitung des Grünheues an» gegeben wurde, iſt ſchlechterdings zu widerrathen, weil der Klee dadurch alle ſeine Blätter verlieren würde, =. 204== 150 0:0/ pi Heinzen und Hübeln(mit Queerſpreichen verſehenen 990...089, 4 und in der Erde beſeſtigten Stangen) der Schweiger 11|| und Öſterreicher u. dgl. m. rede id) vorſäklich nicht j 14|| weil ſich im Kleinen Jeder leicht zu helfen wiſſen wil 11.00.0M Eben ſo ſage ich nichts vom Einſalzen und Ein- 940 ſäuren des grünen Klees gleich dem Sauerkraut, ohne ie ihn zu Heu zu machen, weil dieß wohl im Kleinen 17] ſehr möglich und ſehr thunlich iſt, im Großen und 47, 1 UE im Allgemeinen aber wohl immer unausführbar iſt, -""| und bleiben wird. 0 ij In Hinſicht der Aufbewahrung des Kleeheues (140| verweiſe ich auf Das, was bereits oben von der Auſ« (198 bewahrung des Wieſenheues geſagt worden. Nur ha- 0 be ic) hier noc zu erinnern, daß das daſelbſt er- jj| wähnte Durchſchichten des Heues mit Getreideſtrohe „" beym Klee ganz beſonders zu empfehlen iſt. ſo. vt M4 1-8 derſelbe etwa nicht tro>en genug eingebracht werden M EN 1 konnte, ſo daß man eine ſchädliche Gährung zu be- 10.500 fürchten hätte. Die Schädlichkeit einer ſolchen Gäh- 1" 4 rung wird dadurch nicht nur ganz vermieden, ſondern 0.03) deſſen einen Vorrath hat. Aber auch Winterſtroh '|; kann recht gut dazu verwendet werden; nur muß es „09| A| Wirr“troh und nicht Langſtroh ſeyn, daher das bey (10:| 14 dem Tretten gewonnene Stroh hiezu immer beſſer als || 0| das nach dem Dreſchen erfolgte iſt. Vott ſolchen Methoden der Kleeheuhereitung, die nur im Kleinen anwendbar ſind, als vom Troc>nen des Klees auf Stangen oder Hürden, oder auf den ||/ es wird auch das Stroh dadurch weſentlich verbeſſert, m; und zum Futtermaterial tauglicher gemacht. Am beſten 106 ſchi>t ſich zu dieſem Zwe>e Gerſtſtroh, wenn man Ye rt Heu 0,3 Bodens u (ieder de md] feruhd den| | ſagt nimm gochſſe ann wey Gehnit und ſchlechte „. N. (nem gewohnlichen zuweiltn b0( Mo! andet geben) daß haus annehfnen, vie auf gien,| minde auf doc 1 Morgen an höher er An der Dirthſe (ten 7 erf unte ige! M,<= gründ Zurg Futter n 4 Werbie Deteitung vom Uh oder auh jen verſch der Chim» rſählic nh en wiſſen yy [zen und 4 erfraut, 1 [ im Ry | Örofen 1) 18führbat es Klechy von der| en. Nur) daſelbſt! jetreideſt 1 iſt,ſo racht wah hrung zu! ſolchen Y1 den ſony ich verbeſt! t, Am biſt wenn m Winter) nur mb her das 1) er beſſe 1' ZZ 0205)<< Der Heuertrag des Klees iſt nach Verſchiedenheit 59e3 Bodens und deſſen Vorbereitung, ſo wie nach Ver- ſchiedenheit des Klima's und der Lage, und der hierauf heruhenden herrſchenden Witterung, verſchieden.== Thaer ſagt, daß man 16 bis 50 Ctr. pr. M. Mor=- gen annimmt, er ſelbſt glaube aber 40 Ltr, als das Höchſte annehmen zu müſſen, was ein Kleefeld in zwey Schnitten geben kann. Im Durchſchnitte guter und ſchlechter Jahre nimmt er wohl gar nur 25 Etr- pr. M. Morgen in zwey Schuren an.*)= Und an einem andern Orte ſagte er ſchon früher, daß die gewöhnlichen zwey Schnitte des Klees zwar allerdings zuweilen 6000 bis 6500 Th Heu vom Morgen ge- geben, daß aber die wärmſten Vertheidiger des Klee baues doch nur 4000 Ih im Durchſchnitt pr. Morgen annehmen, ja daß er ſelbſt, bey Berechnung der Wirth»- ſchaftsverhältniſſe, durchaus nicht mehr als 5000 15 auf gutem, für den Klee beſonders geeignetem Boden, auf minder günſtigem Boden aber nur 2500 Jh pr. Morgen annehmen könne, weil er glaube, daß ein höherer Anſchlag ſehr leicht Verlegenheit im Ganzen der Wirthſchaft nach ſich ziehen, und alle darauf ge- gründeten Verhältniſſe ſtöhren könne.**)= Nach Burger kann der Ertrag des Klees an tro>nem Futter, unter günſtigen Umſtänden, 100, unter min- der günſtigen aber nicht mehr als 60 Ctr. vom Joche betragen.= Nach andern Angaben, die uns derſelbe liefert, erhielt man, pr. 1. 0. Joh, in Oberöſterreich m Iv aet GO riuunone Wer ra Landw. Xx) f. Thaer's engl. Landwirthſchaft. --. 256== zu St. Florian 64 Ctr., und zu Wiieſena, in Kärnten 60 Ct,, auf Heu reducirten grünen Klee, bloß vom erſten Schnitte. Er ſelbſt aber Hatte Harbad in Kärnten, im Jahre 1815 auf gegyps tem Felde 45, 50, auf ungegypstem 37» 60- und in Jahre 1815 gegypſt 42,56, und ungegypſt 39,0 Ctr. gleichfalls auf Heu reducirten grünen Klees, inl“ einem Schnitte, pr. n. ös. Joch= 1600[]2- Weber ſagt, daß man zwar vom Morgen nit mehr als 50 bis 40 Ctr. Kleeheu in zwey Hieben iy der Regel rechnen könne, daß er aber den Ertra) auch ſchon auf 50 bis 100 Ctr. pr. Morgen bringe ſay, wenn der Klee recht ho<, fett, und dicht 96 ſtanden.**)=- Nach Koppe erntet man von einm Morgen Klee, wenn er gut geräth ,/ 50 Ctr, Klechy in zwey Schnitten.***)=- Graf Podewils au Guſow und Platkow erhielt, laut ſeiner angeführt Rechnungs- Tabellen, unter den ungünſtigſten Umſtay den 9, und als Maximum 26 Ctr. Kleeheu vom N, Morgen. Sein Durchſchnitt8ertrag, nach eben dieſa Tabellen berechnet/ giebt demnach etwa 20 Ctr. yr, Morgen.****)-- Nach Friebe erhält man in Liefland von einer Lofſtelle Klee, wenn er dicht und gut ſteht, und zweymal im Sommer gemähet werden 2018: Biu gebs Lehrbuc< der Landw. „Df Weber's Handb des Futterbanes, BDI S0 pipe 5: Unterr. im A>erbau undiu der Viehzucht. GDE BEPE0:.0.6 Wi 18 Wirthſhafts- Erfah EU MOHL fantty] ov") ghifling peympliger jolgl 110 jinmjan,| aben) und rng ſorg= [iefern font flee in Ens „- DiFſo Rees im ZD Don der zu umühlit| Huehte m | ingerüumt| Fleehtu- Ert Gnaſqnd 1 his 98 endl. iſt der Haut lichen Enql pr, Act+ Hi,M Middezeg, 110959 zu Vitiy ven grüne; ſt abe vy 34 ho, nN Ungegupf 1 grünen fly- 1600[]2) m NMotet) 1 zwey Dil aber den ij; Morgen h) , und dit man voy) 90 ir,|! Jodewil! ner angeh ſtigſten 11 Fg leeheu vm nach ehm! etwa 20(1 erhalt m enn er Wij! gemäß and ferbaus ver bau u! pann„- ohngefaähr 4000 bis 5000 Ib Heu.*) Sphuiſkng ſagt, daß: ein Ader== 360:=]'R. in zweymaliger Ernte 5 1/2 Fuder jedes zu 20 Cir., (folglich 110 Ctr.) Heu liefern könne.**)=- Hatzel nimmt an, daß 100[] R. ungefähr 40 Ctr. Kleeheu geben 3; und in einer andern Stelle ſagt er, daß ein Morgen= 180[] R. jährlich 60 Ctr. dürren Klees liefern konne,***)= Nach Sinclair giebt der Klee in England 2 bis 3 Tonnen Heu pr. Acre.****) -- Di>ſon ſagt, daß Einige vie erſte Ernte des Klees im Durchſchnitt zu 2 Tons pr. Acre berechven. Von der zweyten Ernte giebt er den Ertrag nicht an, vermuthlich weil der Klee in England nach der erſten Heuernte mehrentheils bloß als Weide dem Viehe eingeräumt wird.+)= Nach Middleton iſt der Kleeheu- Ertrag in der Grafſchafſt Middleſex in England 1 1/2 bis 5 Fuder 3 18 ECtr.(folglich 27 bis go engl. Ctr.) pr. Acre.|f)= Nach A. Voung iſt der Heuertrag des Klees zweyer Ernten, im nord» lichen England, im Durchſchnitte 3 Tons 6 Ctr. pr. Acre.+++)= Schmalz endlich hat von unge- 8 Irnebe's Verbe der Lanoweurtch> ſhaft in Liefland.; **) ſ, Whiſctling's okonom. Pflanzenkunde, zr) 6 Hatzels Kleeban iX) f, Sinclair's Code of Agriculture. NO DIrEſon's vrakt: Auerbau- +t) f. Middleton'"'s View of the Acricultyre of Middesex. FHH f. A. Younsg's Siz month's Tour. 7 EEE 258<-5 fähr 25 Morgen in der Regel 150c00 bis 170000 j Kleeyeu gewonnen,*) Dieß giebt, auf unſer Maaß und Gewicht rh cirt, folgende Angaben des Kleeheu- Ertrages: MENNO ECH M6 1229) Grunde der rat Ctr. Landw., laut Anderer An- nahmen-: 24, 33 bis 77„58 b.) Nach Denſelben., laut ſeiner eigenen Annah» y me, als Maximum in zwey 3 Schnitten. E|: 6241000 107 -&) Nach Denſelben, als 6 Durchſchnitt guter und ſchlech- 3 ter Jahre in zwey Schuren 58 796-145 3 4.) Nach+T H ade 138 engl. Landw., als bloß| zuweilen zu erhaltendes ab- ſolutes Maximum der. ge» h wöhnlichen zwey Schnitte. 84, 66== 91,73 3 e.) Nach Derſelben, als" Durchſchnittsertrag, laut An- 0 nahme der wärmſien Ver- theidiger des Kleebaue3. 96,44>»== f.) Nach Derſelben, laut eigener Annahme, auf be-| ſonders gutem Boden.- 2,338==) . *) 1|- Shmalz's Erfahrungen im Gebiet: der Landw. 9, Nat minder gu h,) Na iw ja de|» 1) Na ter mind fanden 4.) N 6t,/ Flo ſerrüich, 1) Nat Pilſen ebenfalls i |' R | ſeine) eigen Hatbah einer Ch auf gegy 1) detto Detto Fed, 01) Nat detto) im pf. p)Nac deit dettp ind Ofnih 1- Crtiagg, Ur, )3 biz 7) 10: is 6= 91) | im Oel (SSEN 239 g.) Nach detto detto, auf minder günſtigem Boden h.) Nach Burger, un- ter vollig günſtigen Umſtän- vem.:- Z? 1.) Nach Demſelben, un- ter minder günſtigen Um- anden ve 3 k.) Nach Demſelben, zu St. Florian in Oberdö»- ſterreich, in einem Schnitte 1.) Nach Demſelben, zu Wieſenau in Kärnten, ebenfalls in einem Echnitte m.) Nach Demſelben, auf ſeiner eigenen Wirthſchaft zu Harbach, in Kärnten, in einer Schur, im Jahre 1815, auf gegypſtem Felde 2 n.) Nach Demſelben, detto detto detto, auf ungegypſiem Felde.- N 3. 0.) Nach Demſelben, detto detto, im Jahre 1815, ge gypſt. N..- P-) Nach Demſelben, detto detto detto, ungegypſt> 4-) Nach Weber, in d'r Regel 2 o.. Ctr.) S5 PLONE 75 EINEN Mie NN IE z [43 40 35 ker 45 a... v.--m T (" d2 5: S 96, 60=== a Q 31,92=== 29120 8 7 46,59= 62,06) uE a nan daa Senn 55444 II SE IIS 8nen des Scaa- menklees geht ſehr bald vor ſich, und natürlich viel ſchneller, als das des grünen ſaſtigen Klees, der zu Heu gemacht wird. Er kann und muß alſo auch) bald eingefahren werden.=- Völlig tro&en muß er aber doch wohl ſeyn, bevor er eingefahren wird; denn wenn er ſich nachher im Geringſten erhigßet, ſo hat dieß immer einen äußerſt nachtheiligen Einfluß auf das Ausbringen und Reinigen der Körner. Eben des» halb pflegen ihn Ginige in Bündel gebunden, ſo wie den Lein oder Saamenhanf zuſammenzuſiellen, und noch eine geraume Zeit auf dem Felde zu laſſen, da 10722 [2 GENRE PR R R-= GARE IEE | ME<<--==== rr lrmr== M - 244= mit ex durc die Einwirkung der Luſt und Some völlig getro&net werde.=- Sowoyl beym Mähen und Tro>nen, als vorzüglich beym Aufladen auf den Erntewagen, vermeide man Alle3, was eine heftige Erſchütterung hervorbringen könnte. Auch iſt es ſehr gut, wenn man beym Einfahren ein großes Segeltuch (hier Plachen genannt) über den Wagen ausbreitet, Hevor man den Klee darauf ladet, um ſo auf alle mögliche Weiſe dem Saamenverluſte vorzubeugen. Von der Reife des Saamen3 überzeugt man ſich am ſicherſten, wenn man einige Saamenköpfe auf der Hand ausreibet, und die Spreu wegbläſet.=- Iſt der Saame recht hart und glänzend, durchaus convex, und nirgends eingedrückt/ und hat er eine ſchöne hoch» gelbe, etwas ins Violette ſpielende Farbe, und eine verhältnißmäßige Schweere, ſo iſt er gut. Die vio- letten Körner hält man für die allervollkommenſten, allein von dieſer Farbe ſind nie alle. Die nur blaß- gelben, oder wohl gar faſt weißen Saamenkörner aber ſind alle unbrauchbar, weil ſie entweder taub oder unreif ſind. Fſt der Saamenklee nach Hauſe gefahren, ſo wird er entweder=- wenn er anders tro>en genug dazu iſt== ſogleich aus8gedroſchen, oder man bewahrt ihn an einem recht tronen Orte bis in den Winter auf, und driſcht ihn bey ſtarkem tro>nem Froſte aus, da er zu dieſer Zeit" am leichteſten aus ſeinen Hülſen geht.= Iſt der Saame nicht nur aus den Köpfchen, ſondern auch aus den Hülſen ſämmtlich rein heraus- gebracht, wozu mehrentheils ein öfter wiederhohltes und anhaltendes Dreſchen erforderlich iſt, ſo wird er | | | | | | | y" der E | ih iwäne Wente 14 derjen Niiße rein ) wie bey prlchſte khrauche! ky uns= fame aud) ſhfege beit mit | Jom Rein pachten, janz beſon Ihm Cn |(useuta jhönſte 8 heine,( der dam ſafe ma Fremde an Guamenfo jtenem daz 1 Wiheils 4 vm Gen naligen M Han) aht ſt und Cy hm Nähen aden auf) as eine' uch iſis oßes 7 . aushreh m ſo auf 7:(gt zeugt man) nföpfe auf! ſet.= R! “haus com ne ſchöne ht!) rbe, und( gut. Diet Üfemmenſ Die nur b( Saamentin entweder t1 gefahren, troden gi x man ban! in den Lit em Froſt! 3 ſeinen Hu) den Soft! h rein he . wiederhe)! iſt, ſo wit! -- 245-- von der Spreu gereiniget, und an einem luftigen und tro&nen Orte zum Gebrauche oder Verkaufe aufs bewahret.= Der Vordruſch oder der Vorſprung d. i. derjenige Saame, der zuerſt, und mit leichter Mühe rein aus den Hülſen kommt, iſt übrigens hier, ſo wie bey allen Sämereyen, immer der beſte und tauglichſte zur Ausſaat. Man handelt daher immer ſehr klug und richtig, wenn man dieſen zum eigenen Gebrauche bey Seite ſchafft, während man den übri- gen zum Verkauf beſtimmt.=- Da wo man=- wie bey uns= zu tretten gewohnt iſt, kann der Klee- ſaame auch eben ſo gut durch Pferde, wie durch den Dreſch Iegel ausgebracht werden, wenn man nur dieſe Arbeit mit Kenntniß der Sache zu leiten verſteht:= Beym Reinigen des Kleeſaamens iſt vorzüglich darauf zu achten, daß derſelbe von allem Unkrautgeſäme, ganz beſonders aber von dem Saamen jener verderb- lichen Schmaroßerpflanze, die wir die Flachsſeide ( Guscuta europaea) nennen und welche oſt die ſchönſte Kleeſaat zu Grunde richtet, möglichſt frey er- ſcheine. Soilte man dieß nicht gehörig verſtehen, oder damit nicht zu Stande kommen können, ſo ſchaffe man ſich entweder reinen Saamen aus der Fremde an, oder man laſſe zum eigenen Bedarf die GSaamenktopfe einzeln einſammeln, um daraus wieder zu reinem Saamen zu gelangen. Da3 Ausbringen des Kleeſaamens iſt zwar meh- rentheils allerdings ſehr mißlich, indeſſen werden ei- nem Jeden, der ſich damit befaſſen will, die jedes- maligen Umſtände ſelbſt am beſten die Mittel an die Hand geben, durch die er dieſen ZweE am leichteſten erreichen kann.= Ginige haben vorgeſchlagen, den noch unenthülſeten Saamen in einem Bacdofen oder | auf einer Darre zu dörren, da er denn ſehr leicht und 19.07 faſt ohne Mühe herausgehet. Allein dieß möchte ich wohl bey uns, und überall, wo es nicht ſchlechter» dings nothwendig iſt, nie rathen, da er dadurch, wenn dabey nur im Geringſten etwas verſehen wird, ſeyr leicht ſeine Keimkraft verlieren, und mithin vollig untauglich zur Ausſaat werden kann. Sollte man ja dieſe ſo gefährliche Operation in manchem ſtiefmütter» lichen Klima für nothwendig erachten, ſo müßte ſie aul) von dem verſtändigſten Manne geleitet, und mit | ſcrupulöſeſter Pünktlichkeit und Genauigkeit, in Betreff 1 des zu gebenden Wärmegrades, vollführt werden- | wenn man ſich nicht der Gefahr der Vernichtung ſammtlichen Saamens ausſeßen wollte. Über den Ertrag des Kleeſaamens haben wir 0 verſchiedene Angaben.= So ſagt Thaer, daß man 4 füglich 5 Ctr. Saamen vom M. Morgen gewinnen 3 könne.*)-- Laut Bergen kann eine zwölffüßige j;| Ruthe ungefähr 1 Jb Kleeſaamen geben. Über- haupt nimmt er aber 200 Tz pr. Morgen an. Dieß wäre alſo 180 bis 200 berl. J;; pr. M. Morgen.*X) =- Diäſon giebt als Ertrag des vollig gereinigten Saamens in England, 3 bis 5 Buſvyels, die etwa 200 bis 300 16 wiegen, pr. Acre an, XX*x)-- | ZI Sibidte rb 28 ie ats Landw. j O3 B 2709 ems ITU rtbergewacdms bau und | Stallfütterung, aun) f. Didſon's praft. A>erbam ftrige m uten vam „€€ 9) vol V "Kad ig (itte auf "EEE [in reine ira 13/2 hiatrup [42 01 4 ſeeſagmen' fingen, 1 (153 ja M it 4 erhä“ ph. Chamnmmmmmmmnmnmnnnn (956 Jitthida | 4t | H") ſs ! 19208 mdwir( ih 1 11000 hlagen- Daßoſen" ſehr leiht y ieh möch| icht ſchlehy a er daduj verſehen my d mithin 4 Sollte my em ſtieſniy , ſo miſt leitet, undy Feit„ in Bit führt weh x Verniſh 18 haben 1! zer, dah rgen gewin ine zwölfik - geben, Ihv 'gen a M , Morgen? (ig gereinig els, die( an, 48)- OSbau um Ils we 1 DIET== Geri>e nimmt an, daß eine[] Ruthe etwa 1?6 guten Saamens liefere. X)=- Klapmeyer in Cur- land erntete im Jahre 1793 von 5 rigiſchen Loſſtellen 38 2/3 Lof Saamen, welcher zuſammen 1278 rigiſche Ib wog. XX)= Nach Weber kann man im Durch- ſchnitte auf 180[] R. 1 1/2 bis 2 Fuder Saamen» flee zu 10 bis 12 Ctr. rechnen, wovon dann jedes L Ctr. reinen Kleeſaamen geben muß. Dieß gäbe alſo eirca 1 3/2 bis 2 Ctr. pr- Magd. Morgen.%XX)-- Begtrup erzählt uns, daß man in England gewöohn- lich 2 bis 4, bisweilen aber, und in einzelnen Bey- ſpielen, wohl auch bis 8 Buſhels Kleeſaamen pr. Acre erhalte. 1)= Beym Grafen v. Podewils auf ſeinen Gütern Guſow und Platkow varirte der Ertrag des Kleeſaamens, laut Tabelle, in verſchiedenen Jahr- gängen, je nach der Witterung, von 17 T6 bis 2 Ctr. 26 IH pr- Morgen. Als Mittelſaß, ſagt er, kann man 100 JH annehmen.+|)= Nach Burger end- lich erhält man 2 bis 5 Ctr. Kleeſaamen pr. 1. 0. Joch.+t) *) f. Geri>e's prakt. Anl. zur Führung der Wirthſchaftsgeſhäfte. **) f. Klapmeyer's Kleebau in Curland. 3*) f, Weber's Handb. des Futterbaues. +) ff. Begtrup's Bemerk. über die engl. Landwirthſ B.) nach Gewicht 2,05===- Etr. .s ] ZS 15)== Weber 2,32== 3,10 GE E.)== Deqatrup| a.) gewöhnlih 3 3/16= 3 3/8 Ms. P.) bisweilen 43/4===- MB. B.)-“ Podewils38 a.) nach Verſchie: denheit der Sahre, 0,24-- 3,47 ECtr. B.) im Mittelſaße 1,41== Etr. 1.)= Burger« 1780== 2,25. Etr.) 1) 9071 Bey uns kann man etwa annehmen, daß der Klee Ctr. a.) im abſoluten Maximum, 4 bis b.) im Durchſchnitts- Maximum 2--- €.) im Durchſchnitt8- Medium 1 d.) im Durchſchnitts- Minimum oO an Saamen geben könne. = (377) 2 DS ==> Ol , 20- Will man ſeinen Saamenbedarf lieber ankaufen, als ſelbſt erzeugen, ſo bemerke ich nur, daß man ſich ji jan vaten 0) 1 jrialhand S jj, oft m Jeder gar! [von denen I (Heu iſi am Orinuten | yan vn dieſem ß | jun | OpfCHLEN d aus der(1 td, mu | daher imn im Gtande Gänereyer Wogen wer un) der| (phen wicht; =(Ür 2,02(Ut, 3 m 2,44 Gn, -(tt) 3,47 Un -“(t, 2,25(1) + daß der Er,| ; bit) 2 iy 1 000 0, 50- 1) jeber aufaud -+ daß ma 0" -- 219= de3halb immer an eine ſolide Saamenhandlung zu wenden habe, wenn man ihn nicht ſo leicht an Ort und Stelle, wo er erzeugt wird, anzufaufen Gelegen» heit hätte, und daß man ihn nie aus der dritten vierten oder fünften Hand, bey Spezerey oder Ma- terialhändlern(wo derſelbe, weil er bloße Nebenſache iſt, oft mehrere Jahre lang liegen bleibt und verdirbt) oder gar von herumziehenden Krämern und Hauſierern (von denen man gewöhnlich betrogen wird) kaufen müſſe.*) Die Nutung des Klees zu Grünfutter und zu Heu iſt allgemein bekannt.=- Die Hauptregel bey der Grünfütterung deſſelben iſt die, daß er nie, wenn Thau oder andere Feuchtigkeit darauf haftet, dem Viehe vorgelegt werde, weil er in dieſem Zuſtande ſehr blähend iſt, und nicht ſelten ſogar todtlich werden kann. Eben dieſe Eigenſchaſt äußert auch der zu junge noch vor der Blüthe gemähte Klee, und darf daher (immer nur mit äußerſter Vorſicht gefüttert werden.=- «) Für(die Bewohner unſerer Monarchie kann ich zu dieſem Behufe ganz bejonders die Hörndlſung des Getreidehandels, nicht unvortheilhaft ſeyn, den Klee zwey Jahre lang ſtehen zu laſſen und im erſten Jahre auf Heu, im zweyten auf Saa» men zu benutzen, dagegen aber die Weigenernte auf» zuopfern. Allein Dieß= ſo wie überhaupt alles Un» gewöhnliche in der Wirthſchaft= muß nie leichtſinnig, ſondern immer nach genauer Berechnung aller mög- lichen Umſiände, vorgenommen werden, wenn mati ſich nicht dem gerechten Gelächter der Routiniers aus» ſegen, und noch obendrein durch Schaden beſtraft werden will. Da3 nach ausgedroſchenem Saamen übrig geblie» bene Stroh kann zwar allerdings als Futter benugt EEE GEIE -- 252== werden; wenn jedoch Einige daſſelbe dem Heue gleich ſeen wollen, ſo ſind ſie freylich in ſo gewaltiger Jr- rung, daß ſie gar keine ernſtiliche Widerlegung verdie« nen,» Alles was man dieſem Strohe geben kann, iſt, daß man es in der Fütterung dem Strohe vom Som»- mergetreide gleich ſeet, und etwa in eben dem Ver» hältniſſe, wie das Gerſt- oder Hirſeſtroh verwendet. Die Nüglichkeit, ja die Nothwendigkeit des Klee- baues, und der daraus folgende Werth deſſelben, ſieigen immer in dem Verhältniſſe, in welchem die Wieſen und Weiden ſeltener ſind, und in welchem eben deshalb häufigere Stallfütterung getrieben wird. Sehr natürlich finde ich daher, wenn uns Schwerz*) erzählt, man ſey in den Niederlanden von der Noth- wendigkeit des Kleebaues ſo feſt überzeugt, daß man ſich gar keinen Begriff von einer Wirthſchaft machen kann, welche ohne demſelben beſiehen könnte, und daß man daſelbſt in den Jahren, wo die Mäuſe VWerheerungen auf dem Felde anrichten, den Verluſt des Klees weit mehr beklaget, als den des Getreides, weil die Wirthſchaft der Niederländer ganz auf Stall- fütterung gebauet iſt, und beynahe gar keine Wieſen und Weiden hat. Außer dem gewöhnlichen allgemein bekannten Saatklee, giebt es noch eine Abart deſſelben, welche an einigen Orten unter dem Namen des grünen Klees befannt iſt, und nach glaubwürdigem Zeugniſſe, vor- züglich in Öſterreich ob der Ens gebauet wird.**) *)|. Shen- Ll.ees. Damerklee, ewiger Klex, Sparger lee, Burgunder Heu, Luzerner Klee, u. ſ- w. genannt, und von dem gemeinen Landwirthe, wegen der Ähnlichkeit des Krautes, und der gedreyten Blätter, gewöhnlich== obgleich irrig=- zu den Klee- arten gerechnet wird, hat eine ſtarke, holzige, oben mit einer großen dien Wurzelkrone verſehene, ſehr perennirende, oft mehrere Fuß tief in den Boden dringende Pfahlwurzel; aufrechte, glatte, rundlich- e>ige, äſtige- 5 bis 4 Fuß hohe Stengel; gedreyte, abwechſeld ſizende, aus dunkelgrünen umgekehrt- ey- förmigen, faſt keilförmigen, etwas länglichen, an der --= 254= Spike ſägeförmig ausgeza>ten und unten leicht be- Haarten Blättchen zuſammengeſetzte Blätter 3; kurzge- ſtielte, violett- blaue, etwas in8 Purpurfarbe ſpielen» de, in geſtielten aus den Blattwinkeln entſpringen- den vielblüthigen aufrechten ährenformigen Träubchen ſivende Schmetterlingsblumen 3; und nierenförmige, dem Kleeſaamen ſehr ähnliche, nur etwas größere, hochgelbe Saamen, welche in zuſammengedrüten, ſchne>enförmig- gewundenen, fleinen Hülſen enthal- ten ſind. Dieſe herrliche Futterpflanze, welche ſchon key den alten Nomern eine nicht geringe Nolle ſpielte, kam eigentlich aus Aſien, und zwar zunächſt aus der kleinaſiatiſchen Provinz Medien nach Guropa herüber, wie ſchon aus ihrem altrömiſchen Namen Medica, und dem daraus entſtandenen botaniſchen Medicago deutlich zu erſehen iſt. Sie liebt vor Allem ein mildes warmes Klima, und iſt daher den warmen Ländern unſers Erdtheils, dal. das ſüdliche Frankreich, Italien, und Epanien, ganz vorzüglich eigen; doch kommt ſie auch in allen gemäßigten Ländern und Gegenden EGuropa's mit größerem oder minderm GlüFe noch immer freudig genug fort, bis in das nördliche Teutſchland; in wel- === die Luzerne, welche zu ihrem ECedeihen ſchlechterdings einen warmen? ſonnigen Stand verlangt. Der Boden, der Luzerne zu tragen beſtimmt iſt, ſoll mild, warm, humusreich, lo>er, und tief ſeyn,= Lehmboden, der ſchon 50 Pct. Sand und darüber enthält, ſo wie ſandiger Lehmboden, ſind daher bey gehöriger Tieſe und Nahrungsfkraft, die für dieſe Pflanze vorzüglichſt paſſenden Bodenarten, Doch kommt ſie auch auf gutem und tieſem lehmigen Sandboden noch immer freudig genug fort. Beſteht ein übrigens paſſender Boden noch überdieß zum großen Theile aus Humus, ſo iſt er um ſo vorzüglicher, da dieſe Pflanze wohl nie überſättiget werden kann, vielmehr immer in eben dem Verhältniſſe/ in welchem ſie mehr Nah- rung erhält, bey übrigens gleichen Umſiänden, größere Ernten liefert.=- Dürftiger Sandboden, der kaum etwas Thon enthält, und ſich etwa ſchon dem Flug- ſande nähert, taugt(wenigſtens bis zu ſeiner radica- len Verbeſſerung, wo dieſe möglich iſt) für die Luzerne nicht, und wird immer nur ſpärliche Ernten liefern, ſonderlich in dürren Jahren; am allerwenigſten aber kann ſie ihr Gedeihen auf kaltem zähem waſſerſüchtigem Thone, oder auf naſſen quellgründigen Feldern finden, da Näſſe ihr immer todtlich iſt.=- Vom Unfkraute aller Art, beſonder8 von den Que>en, muß der Bo» den, dem man Luzerne anvertrauen will, immer äußert rein ſeyn, weil ſie ſonſt in ihrer erſten Lebens- periode leicht unterdrüF>t werden könnte, ſo wenig auch dieß in ihrem mannbaren Alter, bey gehöriger Cultur, und unter günſtigen Localumſtänden zu be- fürchten iſt. Auf Auf die genie Y je wa ni ſyßintheils ſt.) nan Schi neunen pf rjän zu€ ihm Liefe jar! vlan== "fem D mt undd prinihrer khnauch ein p muß der his 5 Ju | nerhalb di; fichte, we (eß etwas ur indeſſ Yineowegs Jglicher,| Jeſer Dflan Meiſet, Mit die ) 8 Bodens ) u" die D, Wiſſe, ſr warum fie "u Üniden Nähe 13 b bun,' m SAlechta), ot, en beſtimm: und tief fü d und dan) ſind dahy! die für) en, Doch fi gen Gantt) ht ein ühi! oßen Zhelt da dieſe vielmehr in ſie mehr) jänden, qu den, der! t, und von ſo außerordentlicher Fruchtbarkeit, daß es ſelbſt ohne | | | p dinge ſ ſyjerne WW jan Boden j'„ überal W liche F hie mit an hi dngiger heil geſd x ſo ſeid jepriht, al lj man ein (ir Pflanz: (hans mit€ Jima gewoh fragt ware Ahunehmen Jmoſphäriſch fami| treß 1 Lancy! Irt bautt, nußt, dar jurche Weiß 1befinden, Fu der 9 Nſendes Fel 9, in nid Whoſe, "unjes, un) WNGSWEiſ N, "nd ud 4 Tinga 3 dem, dem - und of, icht, un) nN ten zu vy jaſten hy cnitte on 12 bis 13) Vortheil h or freyſih 1: Zoden, d ſich dah: jeßen, als! 1 der Dhey, zwar in auglich bij te Virgil quaeqnt I in einem! ird, wl! en kann,-4 rechten di 1 1 die mit! ze bisweiltt| treffliche 91 Birthe anflt) 0ße, da, 1! altes„ und!) nach ſeinen 0 idt, unde ; es ſelt! 1m BOOT vm allem Dünger, mehrere Ernten tragen kann. Doch iſt die Luzerne theils ihrer langen Dauer, theils des tiefen Bodens wegen, den ſie fordert, und der doch nicht überall zu finden iſt, nicht wohl geeignet, in die eigentliche. Feldrotation aufgenommen, und wechſels- weiſe mit andern Früchten gebauet zu werden. Nur einen einzigen Fall kenne ich, in welchem Dieß mit Vortheil geſchehen kann; wenn nämlich der Boden zwar ſo ſeicht iſt, daß er der Luzerne keine Dquer verſpricht, aber auch in ſeiner Oberfläche ſo gut, daß man einen ſehr üppigen und geilen Wuchs von dieſer Pflanze in den erſten 2 bis 3 Jahren ibres Lebens mit Sicherheit erwarten kann/ und wo das Klima gewöhnlich von ſolcher Tro>enheit iſt, daß es gewagt wäre, den rothen Saatklee in den Turnus aufzunehmen, der, wie wir ſchon bemerkten, ohne atmoſphäriſche Feuchtigkeit nicht gedeihen kann. Der bekannte treffliche franzöſiſche Schriſtſteller Pictet zu Lancy bey Genf, welcher die Luzerne auf dieſe Art bauet, und nur 3 Jahre lang nach der Ausſaat benust, darnach aber, fo wie nach Klee, in einer Furche Weiten ſäet, ſcheint ſich gerade in dieſem Falle zu befinden. In der Regel wird der Luzerne immer ein eigenes paſſendes FeldſtüX angewieſen, und zwar wo mög-r- iich, in nicht allzugroßer Entfernung vom Wirth- ſchaftshofe/ weil diefe Pflanze ihres ſchnellen Nach- wuchſes, und ihrer oftmaligen Mähbarkeit wegen, vorzugsweiſe als Grünfutter benußt zu werden ver»- dient, und es oft ſchwer halten würde ,/ ſolches aus allzugroßer Ferne herbey zu hohlen, 17065 = 260=> Bep der Vorbereitung des Bodens für die Lus» zerne, kommt es vor Allem auf drey Hauptpunkte an: a.) daß derſelbe möglichſt tief gepflügt und ge» lo>ert werde, damit die jungen zarten Wurzeln leich» ter dem Winke der Natur folgen, und in die Tiefe dringen können; b.) daß er möglichſt ſtark gedüngt werde, weil die Luzerne/ ihrer Humus liebenden Ei- genſchaſt wegen, nicht leicht überdüngt werden kann, Nur darf der Dünger nicht unmittelbar vor der Saat gegeben werden, damit nicht etwa Unkraut erzeugt werde, da dieſe Pflanze ſchlechterdings in völlig reines und unkrautloſes Feld geſäet werden will; c.) daß der Boden mit möglichſter Sorgfalt von dem ſchon auf dem Aer vorhandenen Unfkraute, beſonders von den Queen, gereiniget werde; welches entweder durch eine reine Brache, oder durch den Anbau einer gut bear- beiteten HäFfrucht geſchehen kann. Dieſen allgemeinen Grundſäßen zu Folge kann etwa der Boden auf folgende Art am füglichſten vor- bereitet werden: Man pflüge das Feld, worein die Luzerne kommen ſoll, vor Winters, etwa zu der Liefe eines Fußes X) auf, und laſſe es in rauhen Furchen über Winter liegen. Mittlerweile befahre man es recht *) Tiefer als'einen Schuh tief zu pflügen, wie dieß. Mehrere, die dql. in der Ausführung für eben fo leicht hal- ten, als es ſich ſehr leicht auf das geduldige Papier nieder? ſchreiben läßt, gebieteriſch zu verordnen pflegen, halte ich für hö<ſt unnüß und überflüßig, da es ja nur darauf ankommt, den noh jungen und zarten Pfahlwurzeln der Luzerne einen lo&ern Boden, und ein leichteres Eindringen in denſelben zu | | d mit 2 Dun | „NUNS ſo' p z3ge man Jydann mt tam dieſe 1) wieder 3 js den Y 3, damit Juhiet, und! pj mürbe 3! h wrhand! ( | Mt werden 3 je, und /! h Dueere, 1 | Gollte ei? andere H Ihre durcha |-„ Wr vuß dieſer Ka fr voran jwthig ſeyn, | Feld durch et ſe nur rechtl Jellb werden Weley zepte |. 255000 "Wſhaffen, 64 ngen, fo h8 Ww niht von Nn Wert M8 funden, in Main nit" en für rey Hauphy gepflügt u 1 Wurkh) und in die! Yſt ſtarke) nus liebehy 1gt werden) ar vor deſ Unfraut 1 8 in voll! will; 0) 0) 1 dem ſhi! eſonders vy ntweder diy! 1 einer gut! zu Fol! n füglichſia! Feld, wett! etwa zu det? rauhen Zu: hre man(u pflügen, m . eben ſo 141) dige Javier 1' gegen, halte? r darauf ant der Zuzeh 0 jen in denſe ſiark mit Dünger, und breite ihn gehörig aus. Im Frühlinge, ſobald der Boden hinlänglid) abgetro>net iſt, egge man das Feld möglichſt klar, und beſtelle es ſodann mit irgend einer Ha>frucht. Im Herbſte, nachdem dieſe den Boden geräumt, ſtürze man das Feld wieder zu der vorigen Tiefe, und laſſe es aber- mahls den Winter über in rauhen Furchen liegen, theils, damit die Akerkrume von der Atmoſphäre be- ſruchtet, und von den Einwirkungen des Winter8 mög- lichſt mürbe gemacht werde, theils, damit die etwa noch vorhandenen Que&äwurzeln durch den Froſt ge- tödtet werden mögen. Jm Frühlinge darauf egge man wieder, und zwar recht ſcharf, in das Kreuz und in die Queere, und beſtelle ſodann die Luzerne: Sollte ein Feld ſo gußerordentlich verque>t, oder auf andere Art verunreinigt ſeyn, daß es in einem Jahre durchaus nicht gereiniget werden konnte, fo muß dieſer Reinigungsbau zwey Fahre hinter einan» der vorgenommen werden. Selten wird dieß jedoch) nöthig ſeyn/ und mehrentheils wird auch) das unreinſtie Feld durch erſterwähnte einjährige Vorbereitung/ wenn ſie nur recht pünkilich ausgeführt wird, rein herge- ſiellt werden können. Findet man indeſſen auch ein derley zweytes Reinigungsjahr nothwendig, ſo dürfen verſchaffen. Sind dieſe nur einmal einen Fuß tief hinabge- drungen, ſo hat es keine Noth mehr, wenü anders der Bo- den nicht von Natur zu feſte und zu zähe iſt, um ihnen das tiefere Eindringen zu geſtatten. Und unter ſfolt, ſo un- terdrüFter auch alle ſchwächere Luzernepgänzchen unaus- bleiblich, ſo daß nur die ſtärkeren unter ihm ihr Auf- kommen finden können, und in eben dem Verhaltniſſe, als er nachher vergeht, entſiehen leere Bloßen, die dann ſehr natürlich von Unkraut eingenommen werden. In Betreff der Einſaat, glaubten Manche nicht ſchütter(dünne) genug ſaen zu können, weil ja die Luzerne ſich ohnehin ſehr beſtaudete. Dieſe bedachten aber nicht, daß dieß Beſtauden erſt ſpäter erfolgt, und daß die junge Saat, wenn ſie zu ſchütter ſteht, und dem Unkrauts Platz macht, ſehr leicht von dem- ſelben unterdrüdet und verdränget wird, noch lange bevor ſie ſich beſtauden kann, Jc< rathe daher, zwi» ſchen beyden Extremen, immer lieber das Zu viel, --="“ 266.== als das Zu wenig zu wählen, d. i. immer lieber etwas zu dicht, als zu ſchütter zu ſäen. Das Ver- dünnen der Saat, wenn ſie etwa zu dicht ſtehen ſoll- te, ereignet ſich mit der Zeit ohnedieß von ſelbſt, und vom Lagern, wie bey manchen andern Gewächſen, iſt ja bey der Luzerne auf keinen Fall etwas zu fürch- ten.= Da jedoch das richtigſte Maaß, hier wie überall, allerdings das beſte iſt, ſo mögen folgende Angaben der Ausſaat in verſchiedenen Gegenden, zu einiger Orientirung dienen: Dhyaer giebt!"an"einem Drte*).,7: bis 6 bp; und an einem andern Orte**) 12 bis 14 16 Saamen pr. M. Morgen an.-- Didſon ſagt, daß in England, nach Beſchaffenheit des Vodens, 13 bis 20 Ib pr. Acre hinreichend ſeyen.***)= Whiſtling zechnet auf einen AFer von 300 Leipziger[] R. 24 Ib Luzerneſaamen,****)=- Breitenbach ſagt, daß man auf einen Morgen von 120[]N. 7?h guten Luzerneſaamen nöthig habe.+)=- Nach Grafen Bevil in Frankreich, ſäet man 15 bis 16 I; auf den franz Morgen. tt)= Weber ſagt, daß man auf den Morgen von 180[] R., je nach der größern oder geringern Gäte des Bodens, 12 bis 15 16 Gaa- men brauche. ttt)= Nach Volborth iſt 12 ib Hy 69 Sha er's rat;"Landw. %“) ſ. Thaer's engl. Landwirthſſon's prakt. AEerbau. +%>**) f, Whiſtling's sokonom. Pflanzenkunde. 4) f; Breitenbac ſ- Duhamel du Monceau'?s Elements ATEN BENNIE, +ttt) f. Pictet's Cours d'Agriculture Angloise. GE LLAISS CTs HEER I ER EE Hemd wii IRE“ -=- 263== ſtimmt hätte, ſo braucht man nur 16 bis 13 kü guten Saamen.*)= Fuß endlich wil, daß man auf einen böhmiſchen Strich Feldes 9 bis 12 7 Luzerne- ſaamen ſäen ſoll.**) Dieß wacht auf unſer Maaß und Gewicht re- ducirt: 3.): Nach. Thaer's rat. Ib? NT AES 5. 5 9 7/8 bis 11 1/4 b.) Nach Thaer's engl. Nj Liam dwa..- 167/8-- 19 3/4|* c.) Nach Di>&ſon 4 19.472= 17.1/4 HE ESE A ASDMICIH LUG! 2, 129210... 22. 00 CE.)=„Breitenbach. 12-=„m Lu) ee+ Bev 6 0 AL TB= 15 7/8 1825 8%:= We ber+..- 16 7/8=- 21 1/8 nh)== Bolborth.-- 513. 1B<<;==|| WERSEN EE WRHDNE SE RERE SEIEN k.)-- Müller- 13 1/8-- 165/818 1.)- Burger EEE 1-- 22 1/2|3 m).== Bedgtrup, g Ginclair, und 0 MW ounng€ m€<< w.)-=- Duhamel. 1== 3 5) EH oLnD 055 wurze praßbtenterrrict im Tüutterbäu. 3%) ſ. FUß's Beyträge zur Landwirthſ tragen» af ua 1)= 13 1/2 js r.)= Fuß GRA 42: DIB== 10.001204 Meines Erachtens, ſind in unſerm Klima, wenn der Saame vollkommen gut iſt, je nach den übrigen Umſtänden des Bodens und der Lage, etwa 10 bis 15 Jb pr. Joch nöthig 3; welche Quantität aber alſo» gleich in eben dem Verhältniſſe vermehrt werden muß, in welchem wir etwa an der Keimfraſt des Saamens zu zweifeln im mindeſten Urſache hätten, Die Keimprobe des etwa verdächtigen Luzerne- ſaamens iſt übrigens eben ſo wie die des Kleeſaa mens vorzunehmen, ſo wie nach dieſer die Einſaat, gerade auf dieſelbe Weiſe, verhältnißmäßig zu beſtimmen iſt. In den zwey erſten Jahren hat man mit der Lu- zerne weiter nichts zu thun/ als daß man ſie, ſo oſt ſie haubar wird, abmähet, und zu Gute machet. Doch kann man die Vegetation derſelben durcnen, und durch das Beſtreuen mit Aſche in feuchten Gegenden zu befördern ſuchen. Eigentlichen Dünger oder Miſt darf ſie in dieſen beyden erſten Jahren durchaus nicht erhalten, weil dieſer unter den noc< nicht hinlänglich beſto&ten Luzernepflanzen nur ſchädliches Unkraut erzeugen würde. BVcm dritten Jahre angefangen aber iſt es Zeit, ſeine Luzerne, ents weder wenn es möglich iſt, alljährlich, oder doh EEE EITER FRHR 5582 iS -- 270== alle zweyte oder dritte Jahre, mit altem wohl ver- rotterem Miſke, oder mit einem zwe>mäßig zuberei- teten Compoſte, oder=- wenn man anders dieſes treffliche Düngermaterial in ſolcher Menge hat-- mit zerkleinertem Hühner- oder Taubenmiſte zu überdün- gen, um dadurch ihrer Vegetation größere Kraft und längere Dauer zu verſchaffen.*)=- Jſt man mit Miſtjauche verſehen, und weiß man mit derſelben umzugehen, ſo kann dieſe auch ſehr nüßlich darauf verwendet werden, wobey alles Das, was oben beym Klee- und Wieſenbaue, ſo wie Das, was im erſten Theile dieſes Werkes im Kapitel von der der Pflanzen überhaupt, wird eine ſol alljährlich des ſo wohlthätigen Einflußes der Atmoſphäre theilhaftig, theils, damit. das in den Zwiſchenräumen von Zeit zu Zeit erſchei- nende Unkraut zerſtöhrt werde.=- Nach dem Eggen kann das Feld mit einer leichten Buſchegge überzogen werden, damit es wieder geebnet werde.=- Sollte dieſe Futterpflanze an einigen Stellen vor der Zeit einzugehen anfangen/ und daher hie und da kleine Blößen entſtehen, ſo kann man das Feld dadurch verjüngen, daß man bey dieſer Gelegenheit, gleich nach dem Eggen, einige 15 Saamen darüber hex» El AR SIREC SET 7 SSE.. 2 22 GLI 47 RIE -» 272 zu ſtreuet, welcher dann von der nachfolgenden Buſch- egge eingezogen wird, Das Bede>en der jungen Luzerne über Winter mit langem ſtrohigem Miſte, welches Cinige empfeh- len, iſt eben ſo wie beym Klee, und aus eben denſel- ben und ähnlichen Gründen, welche daſelbſt angegeben worden, immer zu widerrathen. Die Luzerne iſt ihrer andern vortrefflichen Eigen- ſchaften ungeachtet, dem Zähe» oder Holzigwerden nocmäßige und vollkommene Cul- tur vorausgeſeßt= im Durchſchnitte annehmen, daß ſie, je nach den übrigen Umſtänden, 6 bis 12 Jahre hindurch bey völlig gleichem Ertrage bleiben könne. Fängt ſie einmal an zu altern, ſo nehmen auch alls mählig ihre Ernten wieder ab, und dann wird es wohl kaum der Mühe lohnen, ſie noch länger, als etwa ein paar Jahre, ſtehen zu laſſen. Der auf dieſe oftmalige Ernte, und die jedes- malige Ergiebigkeit gegründete Ertrag der Luzerne iſt auch wirklich ſo groß, daß er unter günſtigen Vers hältniſſen Alles um ein Beträchtliches übertrifft, was uns die übrigen Futterkräuter zu geben vermögen.=- DuhsFä8mel rechnet na? Thaer, daß ein Arpent Erundſ, der Feldk. 3, Th» 10 = 0 7 Luzerne 6 Arpents guten Wieſenlandes im Ertrage gleich komme.-- Andere Franzoſen, ſagt Thaer weiter, nehmen den Ertrag doch wenigſtens dreymal ſo ſtark, als von vorzüglichen Wieſen an. X)- Weber ſagt, daß man einen Morgen Luzerne mei- ſiens 3 Morgen Klees im Ertrage gleich ſee, und daß nach ſeinen eigenen Erfahrungen ganz gewiß 2 Äcker Luzerne 4 bis 5 Äern Klee im Ertrage gleich zu ſeßen ſeyen. X*)== Aus meinen eigenen Erfah- rungen und Beobachtungen geht hervor, daß, unter gleich günſtigen Umſtänden ,/ 1 Joch Luzerne, auf Heu benußt, etwa 1 1/2 bis 1 5/4 Jochen Kleefeldes, vder 2 1/2 bi8 5 Jochen guter Wieſen; auf Grün- futter benußt aber, circa 2 bis 2 1/4 JI. Kleefeldes, oder 3 1/2 bis 4 J. guter Wieſen im Grtrage glei) angenommen werden könne. Über den Ertrag der Luzerne an Grünfutter ha- den wir von verſchiedenen Schriftſtellern folgende An- gaben: Die Engländer rechnen, daß ein Acre Luzerne vom Anfang May bis Ende Septembers wenigſtens für 3 Pferde, bey höherer Cultur aber für 6 Pferde Hinreichen müſſe.***)== A. Vo ung ſagt, er habe Luzerne geſehen, welche 4 bis 5 Kühe pr. Acre, vom April bis in den October inelusive, zu füttern im Stande war. X***)--. Nach Diäſon's Berech» nung kann in England ein Acre Luzernefeld 5 Pferde --- X) ſ. Thaer's engl. Landwirthſ Pferde Nahrung geben könne.*)=- Begtrup erzählt uns von England, daß man von einem Are Luzerne, wenn dieſelbe gut ſteht, und wohl gepflegt iſt, 4 bis 5, ja aum 6 St. Pferde auf dem Stalle füttern könne.**)== Nach Sinclair kann ein Acre Zuzerne 5 oder 4 St. Kühe den ganzen Sommer über ernähren; und gleich darauf nimmt er für ein St. ſchweeren Viehes, bey vorzüglichem Boden 1/4, bey minder gutem Boden 1/2 Acre Luzerne, als zu vollkommener Ernährung zureichend an.**X*)=- Nach Whiſtling ſind in England 10 beſtändig mit Arbeit beſchäftigte Karrenpferde, von Ende Aprils bis Anfang Octobers, von 5 Morgen Luzerne ernährt worden, ohne, während dieſer ganzen Zeit, irgend ein anderes Futter bekommen zu haben.****X)-- Weber endlich ſagt, es ſey gar keinem Zweifel un- terworfen, daß 2 Morgen Luzerne 5 St. großes Nind- vieh den ganzen Sommer über ernähren können, 90 bis 100 Ib Luzerne auf das Stü> gerechnet. XFXX*X) *)| DiEſon's prakt, AFXerbau. =)( Beqtrup's Bemerk. über die enql. Landwirthſcſon, in England ant einen Stelle. 57.08.,7 45 Pferde BP.) laut der andern Stelle. 4. 40,2...226 4. Pferde d.) Nach Begtrup, in England. 4,126= 6,4 Pferde e.) Nach Sinclair a.) laut erſter An- nahme.“39,2=> 4526 Kühe B.) laut zweyter Annahme»« 2,13> 4,26 St. ſchw. V. f.) Nach Whiſiling, in England- 3,50-“-= FRarrenpferde g.) Nach Weber, in Nord-Teutſhland 4,295=“= St. qu. 4 Rv> mit Grünfutter zu verſehen,== Oder umgekehrt, es würden nach hieſigem Maaße a.) Laut den Engländern bey Thaer, für ein Pferd 187 bis 375[]* HB 2 Dom 11.85. ür eine Kuh[]. 9[] 225 mem] 282 ez bwernefelders huch dieſe 1 de nderes. | Ner ſhnitte, uſh fnnehmen, dt entwed Dd eder oderab Ww Mane Ums Wiſchen,| ' M“ „nah uy Verde 3 Kühe Kühe ; Et, ſym) Karrenpſu! Et, 9t- 4 imgefehrt, bis 375 0 aa 232 u 67 o.) Laut Di>ſon, für ein Pferd, a.) nach einer Stelle» 225 bis==[]? P.Ynad der andern Stelle 1872 3751 7 d.) Be atr up; für. ein| Pferd= 3 ET O7 202028 17 ce.)= Sinclair a) für eine Kuh 4) 282=="375,77 PB.) für ein Stü> ſchwe- res Rindvieh.» 233== 560== f.)= Whiſtling, für ein Karrenpferd-. 23838-=== g.)- Weber, für ein Stü> großen Nindviches«.. 284=='.=== Luzernefeldes erforderlich ſeyn, um genanntes Vieh durch dieſe Futterpflanze allein, und ohne Weide oder andere Nahrung, zu ſättigen. Meines Erachtens, kann man etwa im Durch- ſchnitte, und ohne ſich einer Verlegenheit auszuſeßen, annehmen, daß ein Joch gut beſtandener Luzerne entweder 4 bis 6 St. erwachſener Kühe oder Ochſen ungr. Race, oder 3= 4 St. erwachſener Pferde hieſi- gen größeren Schlages, oder 30= 40 St. erwachſener Schaafe, 1123(2 102 den ganzen Sommer hindurch füglich mit Grünfutter verſehen, und bis zur vollen Söttigung ernähren mw( 278.== konne; oder= welches auf das Nämliche hinaqus- läuft== daß ein Stü erwachſenen Nind- viehes hieſiger einheimi- ſcher Race« S 200 bis 500[]* ein Stü> erwachſener Pferde hieſigen größeren 250; ge: 5300--= 400== ein Stii> erwachſener Staate öo= 40= hieſigen Feldmaaßes nothig haben, wenn ſie bloß durch die Luzerne ,/ ohne irgend ein anderes Futter, den ganzen Sommer über ernährt werden ſollten. Den Heuertrag der Luzerne giebt Thaer im Durchſchnitte zu 40 Ctr. vom Morgen an z ſeßt aber dazu- man behauptet häufig 80 Ctr. vom Morgen erhalten zu haben.*)== In England ſagt Thaer in einem frühern Werke, rechnet man 60 bis 50 Ctr. Luzerneheu pr. Acre.**)=- Nach Didſon giebt ein Acre in drey Schnitten, wenn die Luzerne gut ſtehet, ſelten weniger als 3 bis 5 Tons troenes Heu:***)= Laut Begtrup rechnet man in England, wenn man die Luzerne zu Heu mähyet, nach 5 Schuren, 4 Tonnen tro>nes Heu pr. Acre,**?*)= Nach Young Giebt ſie; bis 5 Tonnen Heu pr. Acre. 0= Stares zu Fareham in England, welcher übri- gens viermal des Jahres zu mähen pflegte, erhielt in *) ſ. Thaer's Grundſ. der rat, Landw. 5x) 0 hacen emal Landw. 33%) f, Di>ſon's prakt, Aferbat EI USG BIE Qi: 78 Bem era i1Vier Ove en aus Landwirthſer von nur 160[] NR. mehrere Male, und zwar ſchon im zweyten Jahre des Anbaues, wo dieſe Pflanze noch gewöhnlich ſchwächer iſt, in 3 Schnit- ten, 100 Ctr. Luzerneheu gewonnen.**)- Haßel nimmt an, daß 100[] R. ungefähr 50 Ctr. Heu geben;***) und an einem andern Orte rechnet er ungefähr, in drey Schnitten, 60 Ctr. vom Morgen= 160[] R.****)= Nach Grafen Bevil in Frank» Veil„SlTefeCHnenn Luzernefeld in 3 bis 4 Grnuten, 10009 bis 15000 Ih Heu vom franz- Moba. ven) Dieß macht nach unſerm Maaße und Gewichte: 3) Nach" Taer"s. ran Gtr. Landw. ED es) im Durhſamitt! 2,02 00=> 7 PB.)[aut ſremder Be- 2 Vauptungeny Dauftg 124/127 17| vb.) Nach T haer's engl. 173 Landw. 3- 58,17 bis 77,561| c.) Nach Diäſon.: 58,17= 96,951 d.)-- Begirup. 7,6--= 15 08 24 NDER EN 7456-21 2081.05 12 f.)= Stares, in(i-< vem Schmeer 024. 524.07 *) f Landw, Mannigfaltigkeiten, zx) f. Thaer's Annalen. dcs A>erbates. 3) f, Haßel's Kleebau. «x*)(, Deſſelben Das Ganze der Landw. xm). Landw. Mannigfaltigkeiten. << NBD<= 9.) Nach Müller, in drey- y Schnitten, ſelbſt im Cir. zweyten Jahre« ITAL ZO OE rs UE IEES bp) Nach Hat zel a.) laut einer Gtelle 77,96=“=- 2.) laut der andern Stelle« L 58,16-= 1.) Nach Bevil, in 3bis4 Gen 7310408 HFOLQ71 Bey uns kann man im Durchſchnitts- Maximum in vier Ernten leicht 80 Ctr. Heu dieſes trefflichen Jutterfrauts pr. Joch erhalten, ſo daß man dieß auch bey den Wirthſchaftsberechnungen, ohne Furcht ſich etwa in Verlegenheit zu ſeßen, annehmen darf.=“ Im abſoluten Maximum giebt die Luzerne wohl noch mehr, und oft weit über 100 Ctr. Heues von unſerm gewöhnlichen Joche. Allein da dieß großentheils auf die Gunſt der jedesmaligen Jahre8witterung gegrün- det iſt, die doch in keines Menſchen Macht ſtehet, ſo kann auch ein ſolcher Ertrag nie zur Richtſchnur ge- nommen werden. Das Heumachen der Luzerne iſt dem des Kiees völlig gleich, worauf ich denn auch daher ganz ver- weiſe; ſo wie ich in Hinſicht der Aufbewahrung die- ſes Heues ebenfalls auf alles Das, was theils beym Klee» theils beym Wieſenheue geſagt worden/ hin» weiſen muß, um mich nicht unnüger Wiederhohlungen ſchuldig zu machen. Eben ſo iſt auc) die Ernte und Reinigung des Saamens der Luzerne gerade dieſelbe, wie die des rothen Saatklees; nur finde ich nothig, hier noch -1d4 oH 0021=(pog NE vgn „wogen 5 Wh vor b er) ſabſ m ni mil „(hö Cas hiymnden YD hinge un Jun ſivT hſt| de jahre vont Wimmer 8 vationöfrd jüberdiem! je Quzern Gaamen 11 Der?n den Aulſel ' übrigel] 1, immerj jl er az ("mmi an j lb bloß 2 ZUM | 96% bay, | bis 110,9 mittS- Nath dieſes tref) 1ß man die: ohne Zuch) iehmen da! lzerne wohl) eites von großenthß, itterung NO Macht ſteht : Richtſchmt dem des 9 daher gat! fbewahrun! was theils hy + worden, 1! RBiederhohlun) Reinigung! e, wie die? hig, hie m folgende, einigen Unterſchied begründende, Bemer- kungen beyzufügen* Die Saamenernte der Luzerne darf nie in den erſten Lebensjahren dieſer Pflanze, und früheſtens erſt nac) dem fünſten oder ſechsten Jahre ihres Da- ſeyns, vorgenommen werden, weil ſie durc) das Gaa» mentragen in ihrer Jugend zu ſehr erſchöpft, und da- durch vor der Zeit zu altern veranlaßt würde. Ja ſie wird ſelbſt in ihren ſpätern Jahren dadurch nicht wenig angegriffen, und ein ſolches Stü> Luzernefeld, welches Saamen getragen hat, muß daher im darauf folgenden Winter immer mit doppelter Sorgfalt ge- dünget und gepfleget werden, damit es. wieder von Neuem ſich erhohle und zu Kräften komme. Das beſte iſt daher, die Luzerne immer erſt in dem leßten Jahre vor ihrem Umbruche zum Saamentragen zu beſtimmen, zu welcher Zeit uns, an ihrer fernern Ve- getationskraſt ohnehin nichts mehr gelegen iſt. Dieß iſt überdieß auch aus der Urſache ſehr gut, weil ſolche alte LuzerneſtöFe meiſtens ſehr ſchönen und häufigen Saamen zu tragen pflegen. Der Saame der Luzerne geht viel leichter aus den Hülſen, als der des rothen Saatklees, giebt aber bey übrigens gleich günſtigen Umſtänden, in der Ne- gel, immer einen geringern Ertrag, als dieſer/ wes- halb er auch gewöhnlich theurer iſt.= Hörndl*) nimmt an, daß man von einem n. 9- Joche Luzerne- feld bloß 2 bis 3 Ctr. Saamen erhalten könne, wel» x) f. Deſſen kurz. prakt« Unterr, im Futz terbayu, -- 282== e abzuſchneiden, und einſtweilen an die Oberfläche zum Verdorren oder in der oberſten Schichte derſelben zum Verfaulen zu bringen. Später erſt, etwa gegen Ende Oktobers, oder im Anfange Novembers, wird dann zur vollen Tiefe gepflügt, und ſo der A>er den Ein- wirkungen der Atmoſphäre und des Froſtes, den Winter über preiß gegeben. Wollte man das Feld gleich auf einmal tief umpflügen, ſo würde man= außerdem, daß dieß eine beynahe unerſchwingliche, und ungeheure Kräfte an Geſpann und AFergeräthe fordernde Arbeit wäre== ſeinen Zwe> nur ſchlecht erreichen, denn die auf dieſe Art unbeſchädigt geblie- benen Kronwurzeln würden in der nunmehr gelod>er- ten Erde, ungeachtet der abgeſchnittenen Pfahlwurzel, von Neuem ausſchlagen und hervortreiben, und ſtatt ausgerottet zu werde:, würden manche Stö>e der Luzerne gleichſam in einem verjüngten Zuſtande zum Vorſchein kommen, ſo wie dieß ſchon wirklich öfters der Fall war, wenn man Luzernefelder umgeriſſen hatte.= Ein ſtarkes Geſpann, und einen eben ſo ſtarken mit einer ſehr ſcharfen Schaare verſehenen Pflug erfordert dieſe Arbeit allemal, wenn ſie zwe- mäßig verrichtet werden, und nicht etwa gar ins 17.168 | näm" wrigtet daß ein?! „rere Jo! 43 überd! „ygricht) yyſen O* init, daf? in der 3 „Getreide men zu 7 Grinneru2 4 dem WZ ; oder 4 Winigungs 1 y eine beſt hen, Jer Dx pflanzen m Einig ahne id) vine, Jo le Übergt 11, weil(7 1) bleibeny! Wnen=-€ hm ſagen), "uh if den aws 64 Ne zu verl ;= 235= Sahte nh: theiln, 11, Sto>en gerathen ſoll.= Im Kleinen wird ſie wohl am zweämäßigſten mit dem gewöhnlichen Grabſcheite el geſhilh verrichtet. Daß ein ausgetragenes Luzernefeld, welches durch man den 7; uuf m mehrere Jahre hindurch zwe>mäßig behandelt, und te ganz fd; öfters überdünget worden, einen unermeßlichen Nah- d Burj; rungsreichthum enthalte, und daher mehrere der Obetrfläh y üppigſten Getreideernten ohne allem Dünger liefern derſelben 4 könnte, daß aber die Luzerne anderer Urſachen we- va gam 90 in der Regel nicht geeignet iſt, in Verbindung 07 mit Getreide in ven? gewohniilhen Fruchtwechſel aufge» 1762 837 KEENE werden, dieß Alles iſt ſchon weiter oben Froſt,| in Grinnerung gebracht worden. Da3 Feld wird alſo nan das 1! nach dem Umbruche, bloß der Vorbereitung wegen, rde mi- 6 ver es Eu Jahre mit Hal- und anderen rſchwinih Reinigungs- Früchten BEEN, um darnach wieder ) Adee auf eine beſtimmte Zeit zur Luzerne niedergelegt zu WO) 222108 das chadigt ge) Der Drillkultur oder der Reihenſaat, ſo wie des mehr gel! 4 der Luzerne, welche in neuern Zeiten pfähmund von Cinigen vorgeſchlagen und gerühmt worden, er- 1200)' wähne ich hier bloß' damit ich ſie nicht zu ignoriren » Gide ht ſcheine. It, und in jeder Hin» ſicht dem des Klees vollig gleich. Wenn daher ein ſonſt gar nicht verdienſtloſer Schriftſteller*) ſagt, daß das Luzerneheu ein erhißendes, und nur mit Vor- ſicht zu reichendes Futter ſey, von welchem die Kühe, wenn ſie zu viel davon bekommen, leicht verwerfen ſollten, ſo ſcheint mir Dieß wohl noch eines genügen den, durch mehrere comparative Verſuche zu begrüns- denden Beweiſes zu bedurfen. Sollte eine ſtarke Nachfrage nach Sgamen, und daher ein vortheilhafter Abſat deſſelben zu hoffen ſeyn, ſo würde man gar nicht übel thun, alljährlich auch deſſen einige Cir. zu erzeugen, wenn man ſich anders dadurch feinen Futtermangel zuzieht, und *) Trautmann in ſeiner Landwirthſ wenn auch der Preis des Saamens hoc< genug iſt, um den Werth des von gleicher Fläche zu erntenden Grünfutters oder Heues zu überwiegen. Nur muß in dieſem Falle, wenn etwa die Lnzerne mehrere Jahre hinter einander Saamen.zu tragen beſtimmt würde, nichts an Dünger geſpart werden, um ſie dadurch einigermaaßen zu ſtärken, und bey Kraft zu erhalten, Da3 nach dem Saamenabdruſche der Luzerne übrig gebliebene Stroh kann als Viehfutter mit dem des Slees in eine und dieſelde Klaſſe geſeßt werden. Wenn wir nun Alles mit einem Blie überſehen, wa3 hier von der Luzerne geſagt worden, ſo iſt es wohl ſo klar, al38 die Sonne am Mittage eines hellen Sommertages, daß ſie ohne Vergleich das vorzüg- lichſte aller uns bekannten Futterkräuter ſey.= Nichts ſcheint mir daher unbilliger, nichts erbärmlicher, als die feindſelige Miene, womit in neuern Zeiten einige Schriftſteller und Landwirthe dieſes edle Futterkraut zt verläumden unternahmen.= Iſt es wohl die Schuld der Luzerne, wenn manche Unkundige dieſelbe der Natur zum Troße, in einem Klima, in einer Lage, und in einem Boden baueten, wo ſie nie hätte ge- bauet werden ſollen, und wo ſie natürlich nur arm» liche und fümmerliche Ernten liefern konnte?...- Hat uns der altrömiſche Dichter*) nicht ſcer umgewandelt werden kann?..... Aber ſie paßt doch ihrer langen Dauer wegen in keine Feldro- tation oder feinen A&erumlauf, wird man ſagen, und muß ſchon dieſerwegen allein dem rothen Saatklee immer nachſtehen.».-.: Wie? ſo'"te man. ihr denn ſelbſt ihre lange Dauer, dieſe treffliche und ſel- tene Eigenſchaft, gleich einem Fehler und Gebrechen, zur Laſt legen wollen 2 2068 Und ſollte e8 denn wirklich ein ſo großes Übel ſeyn, auch außer der Feldrotation, ein eigens beſtelltes Futterfeld unweit des Wirthſchaft8hofes zu haben, wahrend man oft Grundſ« der Fe1dk, 3. Tb, 19 250 den Klee und andere Futtergewächſe/ je nach dem Turnus und der Feldmark, aus ſehr weiter Entfer» nung herbey zu hohlen hat?...--- Mit einem Worte, es iſt dieſe Pflanze eines der edelſten Ge- ſchenke der Natur, und eine wahre Perle in der Wirth- ſchaft. Sie iſt die einzige, welche ſchon für ſich allein im Stande iſt, in dürren Alles verſengenden Som» mern, unfer ſämmtliches Hausvieh vor einer Hunz ge snoth zu vernayren. Sie iſt die einzige, auf die, vermöge ihrer ſo gleichſormigen Vegetation, ganz al- lein, und ohne irgend ein anderes Futterfraut, die Haus- oder Ställfütterung des Viehes, von der die Teutſchen ſd viel reden und ſchreiben, und die ſie viels leicht mehr noc als ſie ſollten, erheben und lobpreiſen, mit volliger Sicherheit gebauet werden kann...... GlüFlich der Boden, der dieſe edle Pflanze trägt! »>.->*+» Dreymal glü&lich das Land, in welchem ſie QeDeiNet ue eee Wel H amv. 0.0 t-ta 6 Die Eſparcette(Hedysarum Onobrychis; ungr. Takarmäny- baltaczim, Vetesi baltaczim; franz. Esparcette eultivee, Sainfoin; engl. Cock's- head, Sainfoin) auch Eſper, Eſpar, Eſper- Flee, Eſperheu, Widenklee, Güßklee- Hahnenklee, Hahnenkamm, Hahnen- jo; 9: hat eint ſia figende,! fe verl (untheils ye Gteng Wubreit l Yinhalb gl“! Wngffielten jqde Hla hmehende, orfommel hi fiken wun glatt hen, in 1 mmm 20m€ ') Geſun) nette nat iligheu) Jim mag, 1 haben, 1 ant-ſoin 1 wt in Fraß Funjoſen, by 01 auf eine 9 1, Bedacht if Ir haben. fi ") Die| 0 variabel, x k7, un) 1 1 whnlih NRithen 3 1 We hah) x Welter Gy '. Ne der diſi! le in da It n für fih 4 ſengenden(6; vor eint h inzige, u tation, 00 Futterfrau, 3, von di und die ſt) 1 und lohn) n Fann,., Pflanze 1) nd, in m 30) | Onobrid! ,g1 balta" ; engl Co) pat), Eſp! „6 910 ! Hahn! [4 Fopf, Geſundheitsheu*) u. ſ. w, genannt; hat eine ſtarke, holzige, äſtige, vielfache, ſehr tieſ- dringende, und ſehr ausdaurende, mit einer ſtarken Krone verſehene Wurzel; einen aufrechten, runden, mehrentheils etwas röthlichen, aſtigen, 2 bis 3 Fuß hohen Stengel; unpaar- gefiederte, aus mehreren**) gleichbreit- lanzettformigen, faſt länglich- eyrunden, oberhalb glatten, unterhalb feinbehaarten, kleinen kurzgeſtielten Blättchen zuſammengeſeßte/ abwechſelnd ſiehende Blätter; ſchöne roſenrothe, ins Purpurfarbe übergehende, in langgeſtielten, aus den Blattwinkeln hervorfommenden, länglichen, umgekehrt- eyförmigen Ühren ſigende Schmetterlingsblumen; und nierenfor»- migen, glatten, glänzenden, braunen, oder röthlich- gelben, in einer Harten, lederariigen, zuſammenge *) Geſundheitsheu muß es heißen, wenn mon die Eſparcette nach dem Franzöſiſchen benennen will, und nichk Heiligheu, wie dieß etwa ein Teutſcher falſ< überſetzt haben mag, und gleichwohl faſt alle fo gelehrig nachgeſchrie- ben haben, Denn Sain-foin(foenum 8anum) und nicht Saint-foin(foenum Sanctum) nennt man dieſes Futters kraut in Frankreih-. Es war aud ſehr natürlich, wenn die Franzoſen, bey der Benennung dieſes überaus geſunden Futz ters auf eine ſo vorzügliche Eigenſchaft, wie die Geſundheit iſt, Bedacht genommen haben. Von der Heiligkeit deſſelben aber haben. ſie wohl nie geträumt. *x) Die Zahl dieſer Fiederblätthen iſt ſehr unbeſtimmt und variabel, Man trifft ihrer bisweilen niht mehr als 5 bis 7, und mandmal ſogar bis gegen 30 in einem Blatte. Am gewöhnlichſten pflegt jedoh ein Blatt aus 21 bis 17 ders ley Bläatichen zu beſtehen. 19* 5 5 DOBLE : 'wveßten, runzlichten und ſtachlichten, fich nie anders als im Boden erſt öffnenden Fruchthülle von der Ges Falt eines Hahnenkamms, einzeln eingeſchloſſenen Saamen. In Hinſicht des Klima's iſt die Cſparcette gar nicht e>el, da ſie der Dürre und der Kälte gleich gut widerſtehet, deſto delikater iſt ſie aber in An- ſehung des Bodens, zwar nicht ſowohl der Krume, als vielmehr des Untergrundes deſſelben, in welchem ſie bis zu einer beträchtlichen Liefe, nach einſtimmiger Erfahrung aller Kenner, ſchlechterdings Kalk antreffen will, wenn ſie anders von Dauer und Ergiebigkeit ſeyn/ und nicht etwa in zenem Alter ſchon eingehen ſoll, da ſie erſt ſich recht beſtauden, und zu vollen Kräften kommen ſollte. Hieraus läßt ſich's nun ſehr leicht erklären, warum dieſe Pflanze oſt auf dem reichſten beſten Boden, der Getreide und alle Früchte trägt, und auf welchem Klee, Luzerne, und Alles, was man will, freudig fortkommt, nicht ihr Gedeihen finden kann, und ge- rade dann oft, da ſie erſt einen nahmhaften Ertrag geben ſollte und könnte, ausſtirbt und vergehet; und wärum ſie in der kümmerlichſten und ärmlichſten Aer- krume, die ihre jungen Pflänzchen kaum ſo weit empor zu bringen vermag ,/ um ihre Nahrung aus der Tiefe hohlen zu können, oft ſo reichliche Ernten liefert, und ein ſo hohes Alter erreicht,*) daß man ſie bey- nahe unvergänglich nennen könnte, *) Die Eſparcette ſoll na< Einigen, unter völlig gün- ſtigen Umſtänden- und beſonders nac) Verhältniß der Kalkz dit Gu AN ft py Nihen, jaw 6 „his 16 3 pl die Ber kihren L dym des S Zu 1 Jogbaren] (fut(eb "9 viel| hf den Vit 1) dieſer* ur einige 13 zu dieſe! Ter guten/ Tegelhode uf dieſem| IH) ieſe Pfa! wird, Ja! kan auf) Wie den| mpfindlich 1) unter| ume Fot em, Whiofeit Des: 1 Joung, Jt he mon ſich vie auh Me von ber 3 eingeſhe s Cſparety, der File 4; ſie aber i14 hl der Fin ben, in mi); ach einſtim )8 Kalk au und Eraih) ſchon ey „ und zu vflären. m ſten Body,/ 1d auf ni n will, fü | Fann, u)! mhaften(1) ) vergeht emlichſten di n ſo weit) 3 aus da Wy Ernten lit! 6 man ſt h nter völlig 4! ältniß de 31" Die Sucht dieſer Pflanze nach Kalk geht ſo weit, daß ſie oft die ſtärkſten Kalkgebirge, in ihren Kluften und Riten, bis zu einer unglaublichen Tiefe durch» dringet. So fand man bisweilen Cſperwurzeln von 12 bis 16 Fuß Länge. Ja der Engländer Marſhal will die Bemerkung gemacht haben, daß dieſe Pflanze mit ihren Wurzeln manchmal über 50 Fuß tief in die Nigen des Kalkſteins eindringe. Der Alle3 umfaſſende Lieblingsſtandort dieſes ſchäpbaren Futterkrauts ſcheint ein milder, warmer, loderer, leicht durchdringlicher, tro&ener, und ſon- niger, viel Kalk enthaltender Lehmboden zu ſeyn.= Auf den Bindung8grad des Bodens kommt es indeſſen bey dieſer Pflanze eben nicht ſo ſehr an, wenn er nur einige Fuß tief keinen Mangel an Kalk hat, und bis zu dieſer Tiefe nicht an ſtauendem Waſſer leidet.=- Wer guten ,/ ſchon großentheil3 aus Kalk beſtehenden Mergelboden hat, der kann nichts Vortheilhaſteres auf dieſem, als Eſparcette bauen. In Hinſicht der Lage iſt es wohl immer eins, ob dieſe Pflanze in der Cbene oder auf Bergen gebauet wird. Ja ſie kann bey übrigens günſtigen Umſtän- den, auf den ſteilſten Gebirgen recht gut gedeihen, da ſie den Vorzug hat, gegen Wind und Froſt nicht empfindlich zu ſeyn. Sonne muß ſie jedoch haben, und unter dem ewigen Schatten alter dichtbelaubter Bäume kommt ſie eben ſo wenig als die Luzerne fort. haltigkeit des Bodens, 20, 30 bis 50 Jahre ausdauern könnet!«. A. Joung indeſſen» in ſeinen Annals of Agriculture, giebt ihr nur eine Dauer von 2 vis 20 Jahren« ewerad 2914 m] Die Vorbereitung des Felde3 für die Cſparcette iſt gerade die nämliche, die oben hey der Luzerne an» gegeben worden, und muß, wo mögli), je nach Umſtän- den, eben ſo ſorgfältig vorgenommen werden, damit die jungen Eſperpſlänzer» Frume nur einige Kraft habe, die zarten Pflänzchen aufzubringen.=- Der beſte Dünger indeſſen zur Vor- bereitung des Eſperfeldes= wenn man anders wel- &- ſon ſagt, wie Young, daß 4 Buſhels die gehörige Quantität der Einſaat für einen Acre ſeyen. fff)== Nach Düh amel ſäet man auf einen altfranzöſiſchen Morgen(Arpent) 8 Scheffel(boisscaux) Gaamen *) ſ, Thaer's Grundſ.- der rat. Landw, z*) f. Bergen's Anl. zum Futterbau, U. zur Stallfütterung-. 34%) ſ, A. Younsg's Annals of Agriculture. t) f- Burger's Lehrbucſon's yrakt. A>erbau. Pariſer Maaßes,*)=- Victet ſagt, daß er immer dreymal ſo viel, nach Maaß gerechnet, vom Cſper» ſaamen auszuſäen pflege, als er auf eine gleich große Släche von Weiten ausgeſäaet haben würde.**) Hier- nach könnten etwa nad) unſerm Maaße 4 bis 8 Mt Ginſaat pr. Joch angenommen werden.=- Gerice nimmt in der Regel 4 Himten Saamen auf den Mor- gen an.***)-- Nach Koppe muß man auf den Morgen wenigſtens 2 Scheffel ſäen.****)=- Hagzeb will, daß man ſo viel als vom Hafer, oder um die Hälfte mehr als vom Wintergetreide ſäe.+|) Dieß könnte etwa nach unſerm Maaße 2 bis 4 Mg. pr. Joch betragen.== Weber,agiebt 1 1/2 bis 2 Scheffel Caamen auf 180[] R. als die gehörige Einſaat an. FF)= Kreibaum rechnet 4 Himten auf einen Calemberger Morgen. tit)= Fuß will 1 1/4 Etrich Gaamen auf einen böhm. Strich Feldes ausgeſaet wiſſen. Fttt)= Hörndl ſagt, daß man auf ein *) f. Duhamel du Monceau's Elements WA griculture. XZ) f. Pictet's Cours d'Agriculture Angloise. EEE Oe man An zur Suhrung der Wirthſchaftsgeſhäfte. FFF)|. Koppe's Unterr, im A>erbau uv, in ver Viehzu l => Singt tferbau 17)6/04 5)( DE Breite] |)&'5 Ww viel 393 NN 34 ha f Aten, Day "0 bühr Nyführt w1 gt, daſ(MR net, vn H f eine gli, | würde."; aafe 4 iy) den,=(1, men auf de) uß man gy 7=": fer, oder 7] ide für, H)| is 4 Mh. qu. 2 bis 2 6; gehörige 1 Dimen au, will 1116 Feldes auy 18 man 4) 10/8 Elen? 2ve Anglo, zur Fühn [derbany baus um 3! fferbau | Fortſhti! Verbeſ!! - 299= 1. 0. Joch 3 1/2 Mt. oder 1 Etr. Saameu brauche.*) --“ Graf v. Bevil rechnet 125 kb Saamen auf den alifranz. Morgen.**)== Nach Whiſtling und Breitenbach endlich braucht man auf einen Mor» gen von 120[.] R. nur 26 bis 50 16 Saamen. XXX) Dieß macht nach unſerm Maaße und Gewichte: 3.)-Nach Thuer. 2 01b19 4 5/3 Ms.]. H EEE OEL CE R EUGEN EI EIN DNB F= 3 ee 2 DN DAN CK x 1 DB SII 3 A IE d="Bur aer 19<=,,4 1/21Z= 2 GENE RSS 1 PASSE(NL 120 21710 SAN 110902 810008088 em EZZ 1005 ian DEE On R RSS SSS GE 88 9.)= Dühamel WI 07)< 105 ZZ SPICE PDM 7200 ZUE HAD= 30 Qte Pt: M CHR DENA Fem 11 Mien k.)-“=» Koppe 27/8==-=-< 1.)- Haßel 728 2- jh==|O 01:= 9 WE bie 818 R ES 6 EE€ 2008=< 107 n.)- Kreibaum 211ſ16===| 9 i E“ *+) f. Hörndl's kurz, prakt. Unterricht im Futterbau, 8x) f. Landw. Mannigfaltigkeiten. xzx>) f, Whiſtling's ökonom, Pflanzenkundez; und Breitenbac<'s Handb. des Futterbaues. +) So wie Duhamel's Einſaats« Ungabe bey der Luzerne viel zu groß iſt, ſo iſt ſie dagegen hier viel zu ge- ringe- J< halte mic) um ſo mehr verpflichtet, Dieß hier zu bemerken, damit nict etwa Jemand dur< die Anctorität eines ſo berühmten und treffiihen Schriftſtellers geblendet, irre geführt werde. =“ 5300== 0.) Nach Fuß-: 230--= Mü Freue um 19:3)-=- GG ornvl. hantſigen/ a.) nach Maaß 25/8=====€* ja durch BP.) nac Gewiht 75== I des wut Me) em. PB evil- 2-=- 15 je auch ſy T.)=“ Whi ſi lin 92 39 bis 45== 12200000 niht M 8.)= BreitenbaM 39=- 45*)=-“ pfiben mv 1, Weils 1 Meines Erachtens, ſollten von dieſem Futter- fet, Fraute, auch bey der allergrößten Vollkommenheit(a Niſtwag des Saamens, nie weniger als 5 bis 4 M6. pr. Joch(ther di ausgeſäet werden 3; welche Einſaat aber noc< überdieß u lter? alſogleich verhältnißmäßig vermehrt werden muß, ſo viſhu 61 wie wir nur im Geringſten an der Keimkraft des(u al Saamens zu zweiſeln Urſache haben ſollten. heſördern] Daß bey dieſer großen Quantität des auszuſäen» jiſch-anii den Saamens der Säaemann ſeine Hand immer recht yp wire voll nehmen, und dagegen ſeine Schritte verhältniß- ih zubereit mäßig verkürzen müſſe, verſteht ſich wohl von ſelbſt, hy hervor! ohne daß ich es erſt hier zu ſagen brauchte. hm In den erſten zwey Jahren nach der Saat iſt Cur bey der Cſparcette weiter nichts zu thun, als daß man tion und 1] ſie, wenn man kann, mit Aſche, Gyps oder Kalk**) jm< wn Wides(1) *) Die beyden Angoben Whiſtling's und Breiten- Ange, 1 bad's find um ſo weniger richtig, als ſelbſt das Maximum Nen wor. derſelben, d. i. 45 Ib pr. Joh, kaum der Duhainelſhen inna Cinſaat gleichfommt, die doch beſtimmt zu geringe iſt. nme m **) Der Kalk muß in dieſem Falle nicht bloß völlig zer- Wet fen, 3; fallen, ſondern auch dur< längere Ausſezung an der atmoz it(, ſphäriſchen Luft, wieder größtentheils mit Kohlenſäure gez» wm(emit bis 3= == 49?)= mn dieſen) 1 Vollfony 5 4 M6, 1, aber nod jh - werden m) er Keim n ſollten, ät des au jand imm qhritte verh) wohl von) rauchte, tach der 61 um, als hij! yps oder 41! )'s und Bei) elbſt das Ny! der Duhan geringe if imt bloß vi0h) ung al bera € Bohlen --“- 301= beſtkreue, um ſie zu ſchnellerm Wachsthume zu reißen» Cigentlichen Dünger darf ſie in dieſen beyden erſten Tahren durchaus nicht erhalten ,/ weil dieſer nur Un- kraut unter den jungen Pflanzen erzeugen würde. Aber auch ſpäter pflegt man ihr wohl nur ſelten oder gar nicht Miſidünger zuzuwenden, theils, weil ſie denſelben nicht ſo nothwendig, wie die Luzerne be- darf, theils, weil die Eſparcette- Felder mehrentheils zu entfernt, und zu unbequem gelegen ſind, um mit dem Miſtwagen befahren zu werden. Man begnügt ſich daher die Vegetation dieſer Pflanze auch in ihrem ſpätern Alter bloß durch das Überſtreuen erſterwähnter alkaliſcher Subſtanzen, ſo wie durch das Auffahren von einer kalkhaltigen Mergelart, wo man ſolche hat, zu befördern. Wollte man jedoch duren war, als er eingebracht wurde.=“ Kreibaum's vorgeſchlagene Methode, das Cſparcetteheu aus den Schwaden, gleich dem Hafer in Garben oder Bunde aufzubinden/ und auf *) f. Di>ſon's yrakt, A>kerbau. ENE WRRÜNGEEER BIENE . SEE SERIEN SIERNING 504 dem Felde aufzumandeln, bis es völlig troFen und zum Ginfahren geeignet iſt,*) gefällt mir nicht nur ſchr wohl, ſondern ich glaube ſogar, daß ſie bey allen Diadelphiſten== wenn es nur immer Zeit und Umſtände zulaſſen== in Anwendung gebracht zu wer- den verdiente, weil dadurch ihre Blätter und zärtern Theile, die ſo leicht verloren gehen, am ſicherſten er- halten werden können, Der Ertrag der Eſparcette an Heu wird von verſchie- denen landwirthſchaftlichen Schriftſtellern verſchieden angegeben.-- Thaer ſagt, daß man in zwey Schnit- ten, mit einem Ertrage von 13 bis 20 Ctrn. vom Moxr- gen gewöhnlich zufrieden ſey, daß man aber auf beſſerm Boden, und wenn eine öftere Überdüngung gegeben worden, auch bis 30 Ctr. Heu vom Morgen gewin- nen könne.**)-- Weber rechnet, daß die Cſpar- cette ſchon im zweyten Jahre, in zwey Schnitten, wenigſtens 30 Ctr. pr. Morgen gebe; ſpäterhin aber, da ſie dreymal gemähet werden kann, ſagt er, könne man wenigſtens 2 Morgen Cſparcette 3 Morgen Klee im Ertrage gleich ſegen.***) Mithin müßte nach ſei- ner eigenen Angabe des Kleeheu- Ertrages, ein Magd. Morgen Cſparcette in der Negel 45 bis 60, unter günſtigen Umſtänden aber ſogar 75 bis 150 berl. Ctr. Heu geben, welches do<; wohl übertrieben iſt.=- Nac< Kreibaum giebt eine einzige Ernte(außer *)| Thaer's Annalen der Fortſ Ctrn, von) n aber aufh) düngung 4 1 Morgen - daß die! zwey Gt! » ſpaterhin „ſagt et! e 3 Mort! 1 müßte m ages, ein)! ) bis 60,| 3 150 bel! eftrieben ze Ernte(1 Landy eterbauts hin Aaa 505 ZZ dem Grummet oder der Nachmahd) jährlich wenig- ſtens 18 bis 20 Ctr. Heu vom Cal. Morgen, X)= Burger rechnet für unfruchtbare Hügel 25 bis 54, und für ebenen tiefländigen Boden 45 Ctr. Heu pr- n. 0. Joch.**)- Wyiſtling nimmt 30 Ctr. Heu von 120[] R. als Ertrag an. Xx*)-- Didſon ſagt, daß man in England, im Durchſchnitte, auf 2 Tonnen Heu pr. Acre von der ECiſparcette rechnet; daß man aber auch auf ſchlechterm Boden ſelten we- niger, als 1 his 1 1/2 Tonne von einem Schnitte bekommt, und daß man ſie vachher bis in den De- cember. den Schaafen zur Weide einräumt. XXXX)-- Nac< Sinclair giebt die Cſparcette eine Ernte von 1 1/2 bis 2 1/2 Tonnen Heues pr. Acre, außer der anſehnlichen Nachweide.+)= A. VYVoung ſagt, daß die Cſparcette oft 3 Tonnen Heu pr. Acre gebe, und zwar ſelbſt auf nicht8 weniger als reichem Bo- den. ft)= Der Engländer Lurner erhielt, laut Doung''s Zeugniß, gewohnlich 2 Tonnen Eſperheu pr. Acre.+| F)= Nachy Bergen ſoll die Eſparcette ſchon im zweyten Jahre an 30 Crr. Heu vom Morgen *)|, Thaer's Annalen de“ Fortſnet, ſo wird Alles ſorgfältig nach Hauſe ge- bracht, und der Saame zu ſchiklicher Zeit ausgedro- ſchen, gereiniget/ und an einem luſtigen und tro>nen Orte zu künftigem Gebrauche aufbewahrt.=- Das Reinigen des Eſperſaamens iſt ſehr leicht, da er von ſeiner Hülſe weder beſreyet werden kann noch darf.== Der Vorſprung iſt auch hier wie bey allen übrigen Sämereyen vorzugsweiſe zu empfehlen, und daher ſorgfältig zu eigenem Gebrauche bey Seite zu ſchaf- ſen.= Im Kleinen kann man wohl auch den Saa- men der einzelnen Pflanzen, ſo wie er reif wird, ab- ſireiſen- Dieß hat den Vortheil, daß man lauter gleich vollkommenen Saamen erhält. Jm Großen geht es jedoch nicht an/ wie Jedermann leicht einſieht, oyne daß ich's erſt zu beweiſen brauche. *) In etwas kältern Gegenden geht man jedo Vor dem fünften oder ſechſten Jahre würde ich jedoch um keinen Preis meine Cſparcette Saamen(ragen laſſen, weil dieß derſelben in ihrer Jugend doppelt nachthei- lig iſt. Der Umbruch der Eſparcette, und die Vorberei- tung eines ſolchen Umriſſes zu einer neuen Anſaat dieſer Pflanze geſchieht eben ſo, wie bey der Luzerne bereit3 angegeben worden, wohin ich auch deshalb verweiſe, um unnüße Wiederhohlungen des ſchon Ge- ſagten zu vermeiden. Die zwe>mäßigſte Benußung der ECſparcette iſt wohl größtentheils auf Heu. Zwar kann fie, da ſie ein ſehr gutes, ſüßes, und angenehmes Futter liefert, -- 59313== und beſonders, weil ſie ihrer mindern Saftigkeit und Geile wegen, weit weniger blähend als der Klee und die Zuzerne ijt, auch) auf Grünfutter ſehr gut benugßt werden, und iſt in dieſer Hinſicht für alles Haus- haltsvieh in gleichem Grade zu empfehlen; doch wird ſie zu dieſem Behufe wohl nur ſeiten gebauet, da ſie wegen Mangel an tauglichem Boden ,/ mehrentheils nur an entlegenen Orten ihren Platz zu finden pfle- get, von wo das Grünfutter herbey zu ſchaffen zu mühſam und zu zeitverſplitternd ſeyn würde; wogegen man doch den Klee in geringerer Entfernung haben, und beſonders die Luzerne, in den meiſten Fällen, in der Nähe des Wirthſchaft8hofes ſelbſt bauen kann. Gin anderer Umſtand, we8halb dieſe Pflanze zu Grünfutter etwas minder tauget, iſt noc< der, daß ſie eben nicht ſehr ſc Stünde dieſer Saame ſo niedrig im Preiſe, daß en ſich in dieſer kaum den des Hafers überträfe, ſo könnte er , währe)! auch als Pferdefutter verwendet werden, da er/ unges ſein Lit achtet ſeines geringen Gewichtes,(1 Mz. wiegt etwa - Grürfun 30 bis 32 Ib) äußerſt nahrhaft iſt, ſo daß 1 1/2 M. Hafer durch 1 Mt. Eſparſaame vollkommen erſeßt ſie einen 0 Bode| nrerden könnte.*) Allein dieſer Umſtand wird wohl tmr we Ces uns ſo leicht nicht zu befürchten ſeyn, da er ge- 800 ein gar nicht ſchlechter Handelsartikel zu Plee- u ſeyn pfleget, deſſen Preis mit dem des Hafers in gar ß mit nu) keinem Verhältniſſe ſtehet. werden fw Da38 nach ausgedroſchenem Saamen übriggeblie- Plagen un)! bene Stroh kann wohl wie alles Stroh mit dem Heue dh einen ober Zu! 6)|. Duhamel du Monceanu's Flements Bela Agriculture, = Tn<=== 3<<<. ir Ss FE REER a Za gneit Flau Danube renn 00200 er al Ä“ RE nicht verglichen werden, doch gehört es immer unter die beſtey Gattungen des Futterſtrohes, und übertrifft das Klee- und Luzerneſtroh um ein Beträchtliches. I< möchte e8 etwa mit dem Wienſirohe, oder wohl gar mit dem vortrefflichen Linſenſtrohe in eine Klaſſe ſeßen. Es eignet ſich vorzüglich zu Pferdefutter. ITc< brauche nun wohl nicht zu ſagen, wie klein- lich und wie abgeſchma>t die Vorwürfe ſeyen, die von Einigen dieſer Pflanze bloß deßhalb gemacht wer- den, weil ſie nicht überall und allenthalben fortfom» men will; einer Pflanze ,/ die nur wenig Arbeit und Koſten, und beynahe keinen Dünger fordert; einer Pflanze, die oft die ödeſten und unwirthbarſten Plätze/ die ſonſt wüſte liegen würden, in die lachend- ſten und üppigſten Fluren verwandelt; einer Pflanze endlich, die den Boden, worauf ſie ſteht, ſelbſt ver- beſſert und bereichert, ohne ihm etwas zu nehmen, da ſie ihre Nahrung größtentheils aus den Eingewei- den der Erde zieht, die ohnehin andern nutzbaren Pflanzen unzugänglich ſind!!!..... Sollte man wohl die edle Rebe verſchreyen, bloß weil ſie nicht in Sümpfe gepflanzet werden will, oder weil ſie in Si- bixien und Kamtſchatka nicht ihr Gedeihen findet!.... ß- 347- Füutterbhirfe Die zu der Familie der Gräſer gehörige Fut- terhirfſe, Kolbenhirſe, oder."der*?bey=uns) ſo- „na! N Inh» Tal! ml odde" “+ ſo DE Aya, I[ Git hal ſpechten| ehenen, Mitterten, huhn nod je und 1? inde, tau! hnlich- ey" hhaus m? ſrehte -=-- 7 emen |) Bey wel = iQ wil jitſe, 0d) um). Da) (funden wenka) Jagegen, in! m gerade Wenfen,|; 11) wahrere 16 Ihr eige mt zu ſs TImnonleh| I Bauern vm fo vielen Wligthum 1 uf bloße M j un genannte Muh ar(Panicum pannonicum*) 3 ungr. 064: Muhar, Takarmäany-Köles 3 franz. Millet de ſouragez; 100% engl. Fodder pane) wird vielleicht nirgend in der Mi Welt ſo häufig gebauet, wie bey uns jenſeits der 17' Donau, in dem Pannonien der alten Romer. Sie hat eine faſerige, jährige Wurzel 3 einen gen wich Aufrechten, runden, geſtreiften, mit mehreren Knoten ürfe ſeu verſehenen, oben ſcharſen und unten glatten, durchaus (b gemady beblätterten, 2 bis 3 Fuß hohen, ja in günſtigen alben fß ahren noch viel höheren Halm z aufrechte, ziemlich enig Ur breite und lange, hellgrüne, etwas ins Gelbliche ſpie- fordert, lende, rauhe, gleichbreite, zugeſpitte Blätter; eine länglich- eyförmige, faſt walzenförmige, kolbichte, unwirthhy) + EN durchaus mit rothlich- braunen Haaren dicht beſeßte, einer Ji aufrechte Ähre, mit gedrängten Blüthen; und glatte eht, ſelhſ) 45 zu Nh+) Bey weitem die meiſten Schriftſteller nennen dieſe Pflan- den Em 38> i< weiß nicht aus welchem Grunde= Teutſerer Art ſeyn; und darf nur ſehr wenig Thon enthalten. Sandboden beſſerer Art, der ſchon unter 90 Pct. Sand enthält, ſo wie lehmiger Gandhoden, und ſandiger Lehmboden ſind daher die Bodenarten, die für dieſes Futterkraut ganz vorzüg- lich geeignet ſind.= Auf Boden der einmal ſo vielen Tyon enthält, daß man ihn einen ſtarken Lehmboden nennen kann, kommt ſie ſchon nicht mehr recht fort, wie mich eigens angeſtellte Verſuche augenſcheinlich überzeugten. Auf eigentlichen Thonbodenarten aber würde ſie auf jeden Fall vergebens gebauet werden.= exiſtirte, und hieße ihre Anzahl auch Legion=-- nicht nah- beten, wo ich ſo offenbar eine Unrichtigkeit bemerke.= Traurig genug für die Wiſſenſchaft, daß es nocneten Fiſchteichen ſoll ſie ganz außerordent- lich gut gedeihen. I< ſelbſt hatte keine Gelegenheit ſie an ſolchen Orten zu verſuchen. In Hinſicht der vorhergehenden Saaten iſt dieſes an ſich gute Futterkraut ſo wenig delikat, daß es nach jeder andern Frucht gebauet werden kann; nur iſt höchlich zu bedauern, daß es ſelbſt eine ſehr ſchlechte Vorfrucht für alles Getreide, ſonderlich für den Weißen iſt, da es den AFer ganz außerordentlich verunreiniget, und ein wahres Treibebeet für die Queen iſt. Wer ſeinen Aer vorſäatßlich recet haben wollte, der dürfte auf demſelben nur einige Jahre hinter einander Muhar bauen, und er würde ſein Ziel unübertrefflich erreicht haben.= Will man daher dieſe Pflanze ihrer übri- gen guten Gigenſchaſten willen in den A>erbau auf- nehmen, ſo muß unmittelbar darauf, ſchlechterdings, entweder eine reine Brache, oder eine wohlbeſtellte HaFfrucht, oder ſonſt eine wirkſame Reinigungsfrucht, als Hanf, Widen, u. dgl. folgen, wenn der Aer nicht verwildern, und für den Getreidebay nicht un» brauchbar werden ſoll. e- 318--=- Die Vorbereitung des Bodens für den Muhar beſieht darin, daß der Aker im Herbſie geſtürzt wer- de, und über Winter in rauhen Furchen liegen bleibe, Dies Herbſtpflügen iſt immer in dem Verhältniſſe no- thiger, in welchem etwa der Boden von zäherer Na- tur iſt, und mehr Thon enthält, damit er wenigſiens durch die Ginwirkungen der Atmoſphäre während des Winters möglichſt mürbe und lo>er gemacht werde.= Dünger braucht dieſe Pflanze gar nicht. Sollte man jedoc<) durchaus dazu düngen wollen, ſo dürfte dieß nur mit einem überaus verweſeten und alten Miſte, vder mit einem gut zubereiteten und ſehr krümeligen Compoſte geſchehen, weil friſcher Miſt nur das Wachs- thum der Que>en und anderer Unkräuter befördern, und dagegen durch zu große Erhißung des Bodens (beſonders bey anhaltender Dürre) das Verputten des Muhars/ verurſachen würde, Im Frühlinge, ſobald der AFer hinlänglich trowen geworden, etwa im Märzmonathe, wird aber- mahls gepflüget, und darauf mit einer eingreifenden Cage tüchtig geegget.== Jn einigen Wochen, etwa Anfangs May, wird wieder ſcharf geegget, hernach der Saame, ſo wie man Klee und andere kleine Sä- mereyen zu ſäen pfleget, von einem geſchi>ten Säe- manne bey windſtillem Wetter ausgeſäet, und das Feld mit einer ſtark beſchwerten Buſchegge wieder- pohlte Male überzogen.=- Dieſe leßtere Operation iſt zum Gedeihen des Muhars ganz weſentlich erforder» lich, damit ſeine kleinen Saamen mit der Erdfrume deſto beſſer in Berührung kommen, und mithin deſto eher und gleichförmiger zu keimen anfangen.=“ In Jegendin m nan zum 1 ne Außen Hat m hmm bey I hid unte von man d' y) dieſes€ he Gaat wi] blieben Iihings ger (re nie g m fann, dv 1 feinem 7 Die D1! Wntg IDI M, auf eil jh4 dem% "ge nach ald etwas) Is Richt: nehmen jn Gaament kalfläche 1 "m Winte wöhnlich) WMerca M ſnitie efwy wa das Ey; Kinmt,[04 für den y roſie füg “hen lun) m Verhähn 1 von zähen amit er wij häre wäh) gemacht ny) icht. Gilt n, ſo diy und alt) d ſehr frin ſi nur daz räuter beſz) zung des 7 das Verpuiy AFer hin nathe, wir iner einge)! en Woche, geegget, iu andere Meh - geſchiä! geſäet, m zuſchegge 1) tere Opera ſentlich u it der Edi! und mithin! anfange“ Gegenden wo das Walzen im Gebrauche iſt, kann man zum Überfluße noch eine ſchwere Walze nicht ohne Nuten folgen laſſen. Hat man den Aer vor Winters geſtürzet, ſo kann bey looſem Boden das Frühlingspflügen aucl) füglich unterlaſſen werden, und es iſt dann genug, wenn man das Feld im erſten Frühjahre tüchtig egget, und dieſes Eggen, wie ſchon geſagt, unmittelbar vor der Saat wiederhohlet. Wäre aber das Herbſtpflügen unterblieben, ſo muß natürlich im Frühjahre ſchlech- terdings gea>ert werden. Doch wird hiedurch das erſtere nie ganz erſeßt, und wer es nur immer zwin- gen kann, der unterlaſſe das Stürzen im Herbſtie un- ter feinem Vorwande. Die Quantität der Einſaat läßt ſich hier eben ſo wenig, wie bey allen andern Pflanzen, im Allgemei» nen, auf ein Haar beſtimmen ,/ weil man ſich immer nach dem Boden und deſſen Vorbereitung, nach der Lage, nach der Saatzeit, u. ſ. w. richten, und daher bald etwas ſchütterer, bald etwas dichter ſaen muß.= Als Nichtſhnur zur Orientirung kann man indeſſen annehmen, daß man etwa den ſechsten Theil deſſen an Saamen brauchet, was man auf einer gleichgroßen Arealfläcerkrume nach einem Regen verhärten, und in ihrer Oberfläche eine Ninde bekommen, ſo muß der Ader mit einer aus neuen und ſcharfen Dornen geflochtenen Buſchegge leicht überzogen werden, damit die Borke gebrochen, und den jungen Pflänzchen Luſt gemacht werde. Iſt die junge Muharſaat einmal gelaufen, ſo hat man bis zur Ernte weiter nichts zu thun, als daß man ſie ihrem Schiſale überläßt. Sorgfältige Land- wirthe pflegen ſie zwar bisweilen zu jäten, um ſie dadurch von den ihr oft ſo läſtigen Unfkräutern, dem Hederiche und dem wilden Senfe zu befrepen; da je- doch das Jäten auf dem Felde immer eine der be- ſchwerlichſten Arbeiten iſt, der ein Landwirth auf alle mögliche Art auszuweichen trachten muß, ſo ratye ich lieber die größtmöglichſte Sorge auf die Reinheit des Saamens und des Akers zu verwenden, da denn das Fäten gewiß entbehrlich werden wird. In Hinſicht der Witterung iſt dieſe Pflanze äußerſt delikat, ſo: daß ſowohl eine anhaltende Dürre und ein gänzlicher Mangel alles Regens während ihre3 Keimens und erſten Wachsthums, als ein zu häufiger Regen während der ſpätern Perioden ihres Lebens, oft äußerſt verderblich auf ſie wirken können. Sie iſt daher im Ganzen immer eine etwas unſichere Frucht. Bey der Heuernte des Muhars iſt vor Allem da- rauf Bedacht zu nehmen, für welch? Battung Viehes wir . mni) i vw As ", y) der Gas yy hat. PD „m das H! Jucdings ſi wn größten 18 wipe, das€ jeſen wi! zm man dZ jinmen wol Z fijer nam€ wiren DeoiE nden Biel lr die er i1* |= gente 9 ne ſolche HX kufallen 3 ahl Hat, Fü wn er ſe] Wimmt, 1) 1 verſorgen Das Hr faſe NE k dieſes ufa WW ſehr by ih bey ſch4 hem Ghal At he] hedenen Ls Ot verſch, Gundi, vr . 321= Men uh; 4 wir das Heu beſtimmen wol!en. Für Pferde mähet man ihn, wenn bereits die Blüthezeit voruber iſt, , und beet 8|) 1 gefomg und der Saame ſchon beynahe ſeine halbe Reife er- rien„u langt hat. Dieß iſt auch) faſt allgemein üblich, und 6 wenn das Heu wirklich bloß fir Pferde beſtimmt iſt, ſo muß)!; EEE. orven as allerdings ſehr zwe&mäavig ,/ weil der Muhar dann ) 3 den größten Ertrag giebt, und gleichwohl von dieſem ; damit die.; EIE EDLE j FLENN: Viehe, das ein härtliches Futter liebt, ſehr gerne HUE gefreſſen wird. Ganz etwas Anderes iſt es aber, 4; wenn man den Muhar für Nindvieh oder Schaafe be- 0 Nn ſtimmen wollte; dann muß er durchaus beträchtlich 4% UE früher, nämlich dann, da er eben in die volle Blüthe Gorgiäliy zu treten beginnt, abgemähet werden, wenn er dieſen zu Jam 9 Heyden Biehgattungen=- beſon“ers den Schaafen- Unfräum, Für die er überhaupt nicht am ſonderlichſten geeignet 1 befrm/ iſt=-- genießbar und angenehm ſeyn ſoll.= Da jedoch mer ein) eine ſolche frühere Ernte immer beträchtlich geringer andwirt) 1 auszufallen prleget, ſo wird jeder Landwirth, der die muß, ſot) Wahl hat, auf jeden Fail ſehr vernünftig handeln, f die Ren wenn er ſein ſämmtliches Muharheu vur für Pferde den, day beſtimmt, und ſein übriges Vieh mit auderem Futter d, zu verſorgen ſtrebet. eſe Pflanz? Das Heumachen iſt ganz daſſelbe wie beym Wie- de Dümw ſengraſe. Nur iſt es nod) vielleicht um etwas leichter, nd ihre3ßw da dieſes Futterkraut, ſeiner geringern Saſtigkeit wes u häufige) gen, ſehr bald tronet, und ſeiner Härtlichkeit wegen ebend, oſt) auch bey ſchlechterm Wetter nicht leicht einen beträcht- Sie iſt djs lichen Schaden leidet. Frucht: Der Heuertrag des Muhars iſt, je nach der ver- iſt vor Am ſchiedenen Witterung während ſeiner Vegetation, oft , Sattun 1 ſehr verſchieden. Es giebt Jahre, wo wir bey aller 1 Erundſ, der Feldk. 3, Th» 21 -- D22-- angewandten Sorgſalt, und bey der pünktlichſten Cultur/ kaum 10 Ctr. Heu von unſerm Joche erhalten; und es giebt wieder andere, in denen daſſelbe Joh, faſt ohne Mühe 50 Ctr. und darüber abwirft. In- deſſen ſind dieſe beyden Extreme doch etwas ſeltener, und im Durchſchnitts- Maximum wird man von dieſer Pflanze mit ziemlicher Wahrſcheinlichfeit etwa 30 Ctr. Heu pr. Joch annehmen können, wenn die Ernte erſi nach) der Blüthe vorgenommen wird. vat man den Muhar zum Saamen ſiehen, ſo verſieht es ſich von ſelbſt, daß man ihn erſt dann ab- mähen dürfe, da der Saame ſchon ſeine vollkommene Reiſe erlangt hat, welches, bey nur einiger Praxis, aus ſeinem Glanze/ und ſeiner ſchönen theils hoch- gelben theils röthlich» braunen Farbe, ſehr leicht zu erfennen if. Um ſich dieſer Reife zu verſichern, und gleichwohl den Muhar nicht ſo lange fiehen zu laſſen, bis er von ſelbſt ausfällt, bricht man hie und da eine reiſe Ühre ab, und zerreibt ſie in den Händen. Geht der Saame leicht heraus, und ſieht er ſo aus, wie nur eben geſagt worden, ſo ſchreite man ſogleich zur Ernte, und vollbringe ſie in ſo kurzer Zeit als möolich; damit der Saame nicht etwa überreif werde, und auszufallen beginne.=- Der Saamenmuhar wird, ſobald er abgemähet und gehörig troen geworden, vorſichtig nach Hauſe gefahren, der Saame aber ſo wie er ausgedroſchen oder ausgetrettet iſt, ſorgfältig von der Spreu und von dem Unkrautſaamen gereini- get, und zum Gebrauche oder Verkaufe aufbewahret, Als Saamenertrag kann man etwa im Durch- ſcert wird, ſo wie dieß die Engländer mit mehre- ren Früchten machen, und wie e8 in Jtalien mit der Lupine von den Zeiten der alten Römer bis auf den heutigen Tag geſchieht» Er taugt zu dieſem Zwece vorzugsweiſe vor allen übrigen Vegetabilien, weil er nur ſehr kurze Zeit zu ſeinem Wachethume braucht, weil er ſehr geſchwind in Fäulung übergeht, und weil er, in Verhältniß zu ſeinem Volüme, ſehr viele näh» rende, mithin auch düngende Theile enthält, lauter Gigenſchaften, die im höchſten Grade empfehlend ſind. Jeder loFere Boden, der mehr Sand als Thon enthält, iſt ihm willkommen; ja er kommt ſogar auf dürrem unfruchtbarem Sandlande, wo ſchon(mit Ausnahme des Muhars) kein anderes Futterkraut mehr fort will, noch immer freudig fort, und dieß iſt's eben, was ihn in dürren und öden Sandgegen- den ſo ſchäßbar macht, wie'uns der klaſſiſche landw. Topograph Belgiens*) mit dem Beyſpiele eines Thei- les jener induſtrioſen Gegenden erweiſet, welcher ſei- nen Wohlſtand großentheils dieſem kleinen und unan- ſehnlichen Futterkraute zu verdanken hat.=- Indeſſen iſt ihm ein fruchtbarer Boden, wenn er nur lo&er ge- nug iſt, nicht3 weniger als zuwider. Jm Gegentheile, je mehr der Boden Humus hat, deſto größern Ertrag wird auch der Spergel geben. Er iſt daher auf tro>en gelegtem looſem und ſchwammigem Moorgrunde ganz an ſeinem Plaße-= Zähen Thonboden, friſchen *)'s belg«. Landw, Dünger, und ein ſumpfiges Erdreich ver trägt er aber nicht. Die Vorbereitung des Aers fär den Spergel ſo wie die Beſtellung deſſelben erfordert eben feine große Aufmerkſamkeit und ängliliche Genauigkeit, doch iſt es allerdings nothig/ daß die Oberfläche des Bodens recht fein gepülvert, und daß zur Saat ein geſchifter Säeman angeſiellt werde.= Wird er== vie es wohl das Gewohnlichſte, und utter den meiſten Umſtänden auch das Vortheilhaſteſte iſt= erſt ais zweyte Frucht nach abgeerntetem Geireide geſäet, ſo jiurzt man die Stoppeln dieſes letztern gleich nach vollbrachter Ernte, und egget das Feld vollig klar, dann ſäet man den Spergelſaamen möglichſt gleich- waßig aus, und ziehet ihn mit einer beſchwerten Buſchegge gehörig ein. Hat man eine Walze, ſo Fann man auch noh dieſe folgen laſſen.= Geſchieht d'? Saat im Frühjahre, ſo wird ſie beyläufig auf eben die Art beſtellet, wie ſo eben beym Muha. ge- ſa zt worden.== Der Spergel kann übrigens in unſerm Klima, nach unſerer Willkühr, und nach Erforderniß der etwaigen örtlichen Umſtände, vom Anſange May an bis gegen Ende Auguſis geſäet werden.= Teutſch- la d3 grofer Agronom verſuchte ihn auch a!s Schuß»- frucht mit dem Klee auszuſäen, und fand, das dieſer leßtere nach abgemähetem Epergel beſonders dicht und kräftig heranwuchs.*) Dieß wäre vielleicht in allen GSandgegenden, in denen es den Klee aufzubringen oft ſo ſchwer hält, ganz vorzüglich anzurathen; doppelt &) ſ. Thaer's Gruttdſ, der rat. Landw. ve wurd! Nr: "PL 1! (nyen win Je Zu'F yr Ginigen H haerz 1,5 b 28 id) uber Jfaat, 10! it D= [ht Mot fn) hinzu'J jn Gaemt (7 bp ner 1 Degieng | Bb(Gaal 1 „net 1/6 18 hreitenb: DY. WF160 DD 1, Gchefiul une 9518 "GD It Bandy) g fet)"' hſ 04 Ithſhafg H)(3) NhSbaue 11100- 3 für den 64 Fordert dm, iche Op; die daſh daß für 64 e,= With, d uhtir diy teſte iſt= Yetreide"| [ektern gle Feld volh n mögligt, einer hiſy; 1 eine Y1 aſſen= ly ſie beylün | beym Ih übrigen? in! d nach Erft vom Anfan verden,= 1! n aud) as ) fand, da! eſonders dit! vielleicht in! e aufzubritg! urathen; 1) gandw -=- 327<= aber würde es allda, meines Erachtens, zu empfehlen ſeyn, wenn man den Klee gleich) im SaatjJahre zu benußen wünſäyte. Die Quantität der Einſaat des Sperzels wird von Einigen ſolgendermaaßen angegeben: Thaer ſagt, daß man, um 1 Morgen zu be- ſäen, 5 Ib Saamen brauche, daß man aber bey vor» züglich zubereitetem A>er, und bey recht ſorgfaltiger Ausſaat, wohl auch mit etwas wenigerem ausSreichen könne.*)= Jn ſeinen Annalen werden zwar ebenfalls 5 16 pr. Morgen als htmreichend angegeben; es wird jedoch hinzugeſeßt, daß, wenn man ſich) etwa auf ſeinen Säeman nicht recht verlaſſen könnte, man lie- ber 7 Ih nehmen ſolle.**)-- In den Scheldegegen- den Belgiens ſäet man nach Francois de Neuſchateau 52 I Saamen auf die Hektare. F**)= Geriä>e rechnet 1/6 Himten auf den Morgen.+)= Nach Breitenbach braucht man auf einen Morgen von 120[] R. 6 tj; Saamen. ttf)= Weber nimmt auf 180[] R. 2 bis 3 Megten Soamen(wovon der berl. Scheffel 8» Jh wiegt) als die gehörige Ausſaat an.+++)-- Nach Whiſtling braucht man auf x) ſ; Thaer's rat, Landw. =). Thaer 5 Annalen der"Fortſchritte der Landwirthſer= 1 Nordhäuſer Scheffel Ausſaat 15 bis 16 iz Saamen nothig.*)-=- Nach Koppe ſäet.man auf den Mor- gen 3 bis 4 Megen Saainen. X*)= Hörndl ſagt, daß auf ein n. öd. Jo) 10 bis 12 Maaß DSaamen Hinlänglich ſeyen.**X%)-- Nach Friebe braucht man au* eine Lofſteile etwa 16 his 18 kj dieſes Saa- mens. XXXX)=- Duhamel endlich will, daß man auf jede|] Ruthe( perche quarree) wenigſtens 1 jj Spergel ſäe; X*XXX)== welches aber doch wohl ge- waltig übertrieben iſt. Dieß macht nach unſerm Maaße und Gewichte foigende Angaben: a.) Nacy Thaer's rat. Landw.. 7-“= I6 = b.) Nach Deſſelben- Annalen. 3; 7 bis 9 7/8= 2 c.) Nach Francois de| Neufchateau.. 18834=“=--| 2 d.) Nach Geride circa; 3- 5== Maaß *)|. Whiſtling's 6ökonom. Pflanzenkunde., 3%) f. Koppe's Unterr. im AXerbau und in der Btehzuct. «x*)|f Horndl's kurz. prakt. Unterrricht im Futterbau, ex) j. Friebe's Grundſ, zur Verbeſſ.| der Landw. in Liefland. Kate)| Duhamel du Monceau's Elements d'Agriculture. | ungs Renn 10 HH, od htigſie Iv öf das Jniter nicht *) Yeid? Zuhamelſchige jur Zichtſcy, IO auc d) Ifen, fondy Ww wem es€ mien, um 9, I fol mB it Nation iB Fnten aby We, der 3 "nfelſpruh"7 f= E N One einen Ap. 5 10h: Ei [an auf bay) - Horn) ? Mach du Frieheh 016 Dieſs ) wil, bij ) wenigſte ber doch n/ e und 01 -- Nu anzenfun! eerbau um Unterrtif r Berbeſ/) us Elen rauen ö29 ema oy) Nach'Breiten- DP bad).: 9--- T6 A f.) Nac Weber- 561/2 bis 9 7/8 Maaß: AN 002) SSPE MMND TES 0= OID 74 h.)-- Demſelben» we laut Angabe des"< ungenannten N| Thüringers- 36 3/4 bis 39 1/4 ib jj= i.) Nach Koppe- 9 7/8== 13 Maaß| 2 k.)=“ SHörndl 6= 71/4-- 1.)- Friebe 12 3/4= 16 3/8 Ib Oo m.)-=- Duhamel 74 XE)= GE WORIN 914 Meines Erachtens, dürſten etwa nach Gewicht 10 Ih, oder nach Maaß 1/8 Metzen pr. Joch, das richtigſte Ausſaat8-Quantum dieſer Futterpflanze ſeyn, Jſt der Spergel einmal beſtellet, ſo hat man weiter nichts mehr bey ihm zu thun, ſondern über- *) Wenn ich dieſe auf jeden Fall ſo ſehr übertriebene Duhamelſche Angabe hieher ſetze,(ſo geſe, bis die Zeit zu ſeiner Nußung heranrü>kt. Erhält er während ſeines erſien Wachsthums auch nur einige Feuchtigkeit aus der At- moſphäre, und erfreuet er ſich übrigens des Genußes eines ſchönen warmen Wetters, ſo ſteht er oft ſchon in 5 bis 6 Wochen in ſeiner vollen Blüthe da. Seine Benutzung betreFend, wird er entweder abgeweidet, oder zwar abgemähet aber doch als Grünfutter verwendet, oder endlich zu Heu gedörret, und für den Winter aufbewahret. „Will man ihn abweiden““ ſagt Thaer„ſo treibt man das Vieh auf, wenn er eine Hand hoch iſt, und ſo wächſt er den ganzen Sommer wieder nach; doch muß er ſtellenweiſe 6 Tage geſchont werden. Bey anhaltender Dürre ſcheint er zwar nach dem Ab- weiden ganz zu vergehen, kommt aber ein Negen, ſo grünt er ſogleich wieder hervor.“*) Will man ihn in Gegenden, wo weder Klee-/ nocweiſe, in gehörigen Zwiſchenräumen, vom März bis in den Auguſt hinein beſtellen, damit man immer in demſelben Werhältniſſe mit Grünfutter verſehen ſey«-- Er ſcheint aver wirklich vortheilha'ter ais Weide verwendet zu werden, und eben dadurch) den größten Ertrag zu geben, 5.) 6. Shaievrze Annalen: der Fortſ- net, und nur einmal gewendet zu werden braucht, auch von der Näſſe während des Heuens feinen be- trächtlichen Schaden leidet. G3 geſchieht übrigens, ſo wie beym Wieſengraſe gezeigt worden. Nur habe ich zu warnen, daß man ſich ja nicht beyfallen laſſe, aus Spergel ein braunes Heu zu bereiten, weil er, anſtatt zu gähren und ſich zu erhigen, ſogleich faulen würde- ſo wie man ihn grün oder nicht hinlänglich getroFnet zuſammen brächte, indem er die beſondere Gigenſchaft hat, faſt wie die Aeiſchigen Subſtanzen mit Überſpringung der vorhergehenden Gährungen, mit einem Male in die faulige Gährung zu übergehen. Da3 Heu des Spergels, ſagt Thaer, ſallt im Liegen in Hinſicht des Volümes ſehr zuſammen, wiegt aber dann deſto ſchwerer in Verhältniß gegen andere Tutterkräuter, ſo wie es dieſelben alle an Nahrhaf- tiafeit bey weitem übertrifft, wovon Jeder ſich leicht überzeugen kann. In Betreff der Annehmlichkeit und Gedeihlichkeit für alles Haushaltsvieh, ſowohl im grünen als im tro>nen Zuſtande, ſo wie in Hinſicht des Cinflußes auf daſſelbe, gebührt dieſem Futterkraute billig einer der erſten Plätze unter allen.== Nach der Erfahrung der Niederländer,*) welche auch von Thaer be- ſiättiget wird,**) ſoll beſonders von keinem Futter- d>-- „) 6 Shwerz's belg, Landw« xx)'s Anualen der Fortſende Milch und Butter erfolgen, wie von dem Spergel. Der Heuertrag des Spergels iſt nach Verſchie- denheit der Nahrungskraſt des Bodens, und der je- desmaligen Witterung während ſeines Wachsthums, ſo wie bey jedem andern Gewächſe, verſchieden.= In- deſſen erwarte man von ihm auch unter den günſtig» ſien Umſtänden keinen großen Ertrag, da ihm die Natur das, was ſie ihm an Qualität gab, von der Quantität des EGrträgniſſes vollig abgezogen zu haben ſcheint,=“ Thaer glaubt, daß man den Ertrag des Epergels gleich der Hälſte eines Kleeſchnitts auf dem- ſelben Boden annehmen könne.*)=- Im Jahre 1611. ſchlägt er die Heuernte ſeines Spergels zu 12 Ctr. pr. Morgen(folglich 16,62 Ctr. pr. Jo<) an, un- geachtet er zuvor, als er das erſtemal in die Blüthe' trat, abgeweidet worden war.**)-- Der ungenannte Thüringer bey Whiſtling ſagt, daß man von 1 Acker= 1 Nordhäuſer Scheffel Ausſaat(circa 2/3 Joch hieſigen Feldmaaßes) ein gutes zweyſpänniges Fuder Heu erhalte.***)= J< ſelbſt glaube, daß matt im Durchſhnitte kaum über 10 Ctr. dieſes Heues pr. Joh annehmen kann, welches aber, da es äußerſt nahrhaft iſt, wenigſtens 12 Ctrn. des beſten Wieſen- heues gleich kommt, und auf keinen Fall als Ertrag eines ganzen Jahres angeſehen werden darſ, da man *)|: Thaer's Grundſ. der rak, Landw. *) ſ Thaer's Annalen der Fortſchritte der Landwirthſ, da jj M gab, y wp| 0gen| Yen Erh =) nis a n Fahn S3 zu 1! Joh) u Er in die! „ver ung 18 man) ſaat(an = zweyſpi Zi glauk, pr, dieſet) 2, da ei! = beſten 1 all als =darſ, d! Rand g Fortſh umzenty vhne Zweifel drey ſolcher Heuernten den Sommer über erhalten könnte, wenn man dieſe Pflanze drey- mal hinter einander zu dieſem Zwee beſiellen wollte, welches bey der kurzen Zeit, die ſie zu ihrer Vegetation benöthiget, allerdings möglich wäre. Will man Saamen ernten, ſo iſt vorzüglich dar- auf zu ſehen/ daß man denſelben nicht überreif wer- den laſſe, weil er dann leicht ausfällt. Zur Saamen- reife pflegt der Spergel am gewöhnlichſten in 8 bis 9 Wochen, von der Ausſaat an gerechnet, zu gelangen. Die Saamenernte fällt mehrentheils im Verhält» niß der Kleinheit dieſer Pflanze ziemlich reichlich aus. --“ Nah der von Whiſtling aufgenommenen mehr» erwähnten Nachricht eines ungenannten Thüringers, giebt ein A>er= 1 Nordhäuſer Scheffel Ausſaat 400 bis 500 Ib Saamen; und nach Hörndl kann man vom n. ös. Joche 4 bis 5 Ctr. Saamen erhal- ten» X) Dieß gabe, auf unſer Maaß und Gewicht educirt, nach erſterer Angabe 9,32 bis 12,28, und nach leßterer 3 bis 3 3/4 Ctr. pr. hieſiges Joch= 1200[]*.= Meiner Meinung nach=- in ſo fern ich mit den Eigenheiten dieſes Gewächſes bekannt bin= Pann man im Durchſchnitt8-Maximum 4 bis höchſtens 5 Ctr. guten reifen Saamens pr- Joch annehmen. Nur habe ich hier ebenfalls zu bemerken, daß dieſer Ertrag eben ſo wie der des Heues/ nicht dem ganzen Jahre zur Laſt geſchrieben werden darf. Denn will man es, ſo kann man leicht zwey derley Saamenern- ten von einem und demſelben Felde den Sommer über *) ſ. Hörndl1's Furz. prakte Unterr, im Fut- terbayu, --- 304== erhalten, da denn der Ertrag ſo ziemlich der Angabe. des Thüringers gleich kommen dürfte. Erzeugt man dieſen Saamen in größerer Menge, und ſieht er etwa nicht hoch genug im Preiſe, um als Handelsartikel mit Vortheil abgeſest zu werden, ſo kann man ihn nach dem Beyſpiele der Niederlän- der zu Viehfutter verwenden.*)= Nur muß er zu dieſem Zwe>e immer zuvor mit heißem Waſſer ab- gebrühet werden, wenn er dem Biehe verdaulicd) ſeyn und nicht etwa zum Theil in ganzem Zuſtande-ab- gehen ſoll, Er giebt dem Viehe eine ſehr kräftige Nahrung, und ſoll beſonders bey den Melkkühen eine ganz außerordentliche und augenſcheinliche Vermeh- rung der Milch bewirken.== Zu Geflügelfutter, wenn man ihn dazu verwenden will, iſt er eben ſo ſehr dienlich.=- Man hat ouch) verſucht Öhl daraus zu preſſen, allein er giebt zu wenig, als daß dieſe Be» nußung vortheilhaft, und daher anzurathen wäre, Das nach ausgoedroſchenem Saamen übriggeblie- bene Stroh iſt ſo äußerſt nahrhaft, daß es nicht nur die beſten der übrigen Futterſtroh- Gattungen bey weitem* übertrifft, ſondern ſogar dem vorzüglichſten Wieſenheue an die Seire geſetzt, und mit dieſem zu völlig gleichem Gewichte bey der Fütterung verwendet werden kann. Ob nun eine Pflanze, welche in. dem ärmſten und dürftigſtfen Boden gedeibet, welche das Feld nur ſehr kurze Zeit einnimmt, und auch als zwepte Frucht nach Wr *) ſ- S[ damm; E aß dieſe! > en win mr übrigg) € es mi u unge gorzügli Git dieſi! T 319 vein a.(mf Seld nt!) T* Frucht" Getreide gebauet werden kann, welche weder eine koſi- ſpielige Vorbereitung des Bodens, noc< Dünger ver- langt, dagegen aber den Boden mit ihren nah rungs» reichen Stopyeln und Wurzeln verbeſſert, und beſon- ders, wenn ſie etwa untergea>ert wird, mit dem vor- trefflichſten vegetabiliſchen Dünger bereichert, welche grün und getro>net dem Viehe die angenehmſie g2- ſündeſte und kräſtigſte Nahrung darbietet, deren Saame nicht nur, ſondern deren Stroh ſogar außerordent- liche Nahrungskraft beſißt, ob eine ſolche Pflanze, ungeachtet ihres in Verhältniß gegen andere Futter- fräuter etwas mindern Ertrages, einen Anbau ver» diene, darüber kann wohl, meines Erachtens, gar kein Zweifel erhoben werden.=- Mit Necht nimmt ſich daher Schwerz dieſes an ſich kleinen und unan- ſehnlichen Futterkraut8 mit einer edlen Wärme an, da er ſagt:„Der Spergel iſt für die Campine, oder die Sandländer Brabants8 dasjenige, was der Klee für die mehr fruchtbaren belgiſchen Provinzen, die Luzerne für das mittägige Frankreich, die GCſparcette für die unfruchtbaren Kalkberge, und die Sulla für Sicilien iſt. Der Urheber der Natur vertheilte ſeine Geſchenke mit ſo weiſer Hand, daß es nicht eine einzige Gegend giebt, die nicht ihr Wohl und Wehe, ihren Fluch und Seegen hätte- Jc< bin weit entfernt eine Parallele zwiſchen dem Klee und dem Epergel zu ziehen: aber irrig iſt es, daß der beſſer begabte das kargere Geſchenk eines andern verachtet; irrig Alles über einen und eben denſelben Leiſten ſchlagen zu wollen. Ohne Klee wäre das mittlere Brabant in Feinem beſſern Culturzuſtande, als manche Gegend GER<= WEIR EIT IETI NOIRE Lien SERS H NS Df 96== [53] Teutſchlands; und ohne Epergel wäre die Campine noch eine Wüſte,“ Außer der gewöhnlichen kleinern Art des Saat» ſpergels, die kaum über 1 Fuß ho) wächſt, giebt es noch) eine größere Art deſſelben, die nac Thaer's Eriahrung in gutem Boden eine Höhe von 3 Fuß er- reicht, die aber, ungeachtet dieſes Vorzuges, wenig Empfehlung verdient, weil ſie einen weit beſſern Bo- den verlangt, als welchen man dem Spergel zu gön- nen pfleget, wenn ſie ſich gehörig bkeſtauden, und einen guten Ertrag ahwerfen ſoll, und weil ſie eine viel län- gere Zeit zu ihrer Vegetation erfordert.= Thaer hat indeſſen durc) zufällige Vermengung des GSaamens b:yder Arten eine Mittelart hervorgebracht, die be- trächtlich hoher wie die kleine wächſt, dabey ſehr dicht wird, auf mittelmäßigem Boden einen vorzüg- lichen Ertrag abwirft, und zur Weide und zum Ma- hen gleich geſchi>t iſt. Dieſe iſt's eben, die ihm im S. 1811. den erwähnten großen Ertrag gegeben hatte. Eaamen davon erhält man gegen baare Bezahlung, wenn man ſich an das Wirthſchafts- Amt des Staats- raths Thaer zu Mögelin wendet. No< muß ich hier einer Eigenſchaft des Sper- gels erwähnen, die zwar mit der Wirthſchaft nichts zu thun hat, aber gleichwohl Manchem meiner Leſer nicht minder intereſſant ſeyn dürfte: Thaer hat nämlich von dem ausgepreßten Safte dieſes Futter- Frauts, täglich etwa zu 5 Unzen eingegeben, auf- fallende Wirkungen bey verſchiedenen he*tiſchen Per- ſonen hervorbringen geſehen, deren Zuſtand der voll» kommenen Lungenſchwindſucht wenigſtens ſehr ähnlich war. vv | die woß ſer Carllag E pin blanc A hhne und jmehr bey& jar feinemE tgüglich dJ phält, ob jen, GprS )) zu Hauſ | ie hayr |; inen aß 1 weißlidſe bis 3 310 Nggeſfieltets Wörmigen 31 Harten,(4 Immengeſ?. "hſelnd 1 R, m Nanwalieg dernen, "6 3 Uu Dag Atte die(4 ZZ Art da( Wh, WW "nach Z| = 5 Ie von 37 orzuge,| eit beſſiy hpergel 1 FIden, u) Ie eine) == Thi Mr des(4 rac | Mt, dahy Es einen! I; und zu M4, die = oegehn Sire Bezt == mi des 2) Saft des! Sothſchaft! Zn meint! H Zhai [= dieſes ſj gegeben, = Friſche > ſand di! 19,3 ſehr? ar. Andere Ürzte, ſagt derſelbe, haben das aus- gepreßte Öhl des Saamens gegen das Blutſpeyen empfohlen,*) S. 3409- LS: ap pn dE iis+05 Die weiße Lupine(Lupinus albusz ungr. Fejer Csillag-fürt, Fejer Gerezdes, Fige-bab; franz. Lupin blanc 3 engl. White Lupine) fonſt auch Seig- bohne und Wolfsbohne gevannt, verdiente um ſo mehr bey uns einheimiſch gemacht zu werden, als es gar keinem Zweifel unterliegt, daß ſie unſer Klima, vorzüglich das der ſüdlichern Gegenden, vortrefflich aushält, ob ſie gleich in noch wärmern Ländern, als Italien, Spanien, und Südfrankreich, ganz eigent- lich zu Hauſe iſt.. Sie hat eine zähe, faſerige, bloß jährige Wur- zel 3 einen aufrechten, rundlich» eXigen, fein- behaar- ten, weißlich» oder grau- griinen, oben äſtigen, etwa 2 bis 3 Fuß hoben, harten und holzigen Stenaoel; langgeſtielte, gefiederte, aus 8 bis 10 länglich- lan- zettförmigen, vorne etwas hreitern, dicht- und Fein- behaarten, grau» grüven, faſt ſilberfarben Bl3tthen zuſammengeſekßte Blätter; weiße, in aufrechten Sträußen abwechſelnd ſigende Schmetterlina8blymen; und rund- liche, zuſammengedrüFte, gelblich- weiße, in leder- artigen walzenförmigen etwas zuſammengedrückten fein- X)| Thaer's engl. Landw. Grundſ« der Feldk, 3, Th, 22 tw | | y .D | | | 'Lehaarten etwa 3 Zoll langen Hülſen enthaltene Saamen. Sie nimmt beynahe mit jedem, auch mit dem “magerſten und'ſchlechteſten Boden vorlieb, und wider- ſicht der Dürre beſſer, als irgend eine Pflanze in der Welt.= Sie kann nach jeder andern Frucht ge- Hbauet werden„ und giebt ſelbſt eine treffliche Vorberei- tung für alles Getreide, ſonderlich für den Weißen ab, Fn Jtalien wird ſie ſeit den Zeiten der alten Römer ſehr häufig als grüner Dünger gebauet, und daher in der Blüthe untergepflüget, wozu ſie auch in allen wärmern Klimaten, unter allen Vegetabilien ohne Vergleich den erſten Plaß zu verdienen ſcheint, Abor auch als Futterkraut verdient ſie unter manchen Umſtänden vicht minder beachtet zu werden. Petri fand auf ſeinen Reiſen im ſüdlichen Frank» reich und in Spanien, daß dieſe Pflanze allda ein un- entbehrliches Bedürfniß für die Viehzucht(ey. Sie wird nach dortiger Wirthſchaft8art. mit allem Viehe, mit Ochſen) Kühen, Schaafen, und Schweinen, in regelmäßiger Ordnung abgeweidet, welches dabey un- glaublich gedeihet, während es ſonſt in dieſem heißen Klima, wo öſters alle andere Weide verdorret, meh- rentheils darben und verhungern müßte. Das Maſt- vieh von allen Gattungen nimmt von dieſer Pflanze, wenn man ihm mehr davon zu freſſen geſtattet, in kurzer Zeit ſo außerordentlich zu- daß oft mehrere Stüde, beſonders Schweine/ nicht mehr gehen kön- nen, ſondern bis zur Toödtung auf dem Felde liegen bleiben müſſen.= Der Boden wird durch die Lupine ſo ſehr verbeſſert, das Petri in der Nachbarſchaft pupigna 4 grucht: pu mußte? | ſondern il | Nit den 19 jm hiufig! 1 Jtalient [m getödtet (und ams je ugenbliJ un Srafterd u den 1 (math wirt 1) abgeetnim | zu grünen Jint es auff a im 3O 0) zu vos m dieſelbert nierbohneß Diden ud Uber 12 mn, "(1 ew 4) j in Wadis, 5) ſ( 5 (ue T:: Ziſe enth Bi auh mj EDieb, und) Wine Py Dern Fut Sffliche Yy TJ den V1 eiten dü Wr oebau == wozu| „+ eit Vezt gerdienen untern erden. EE üdlichet! 5)e alda: Szücht ſt it allem! ae) Oct! elches dy Zin dieſen = verdott! lich geneſen, und wie verjüngt und mit neuen Kräften ausgeſtattet erſcheinen ſollen.***) In den erwähnten Ländern ihrer eigentlichen Heimath wird ſie mehrentheils bloß als zweyte Frucht nach abgeerntetem Getreide geſäet, beſonders wenn ſie nur zu grünem Dünger beſtimmt iſt. Bey uns jedoch ſcheint es auf jeden Fall räthlicher zu ſeyn, ſie ſchon früher im Jahre, und etwa im Laufe des Maymo- naths zu beſellen.== Zur Saat, dächte ich, könnte etwa dieſelbe Quantität des Saamens, wie von dep Futterbohnen, auf gleiche Fläche erforderlich ſeyn. 62550: Wicken und andere Hülſenfrüchte als Grün«- futter. Über die Vortrefſlichkeit und den Ertrag der Widen, ſie mögen auf Heu oder auf Korn benußt *) ſ. vetri's Das Ganze der S 940 LE werden, ſo wie über die Beſtellung und Behandlung dieſes Futterkauts, glaube ich mich ſchon oben bey den Hülſenfrüchten hinlänglich erklärt zu haben. Nur Habe ich von dieſer Hülſenfrucht als Futterkraut noch Folgendes in Kürze zu erinnern: Will man die Wien als Grünfutter benußten, und etwa ſogar eine Stallfütterung darauf gründen, welches vorzüglich in ſolchen Gegenden zu empfehlen ſeyn dürfte, wo Klima und Böden weder der Luzerne noc< dem Klee zuſagen, und man dennoch, der übri- gen Umſtände wegen, Stallſütterung einzuführen für gut findet, ſo ſäe man dieſelben nie alle zu gleicher Zeit, ſondern theile das ganze Wikenfeld im Verhält« niß des Wachsthums dieſer Pflänze in mehrere Stüe oder Schläge ein, und ſäe ſonach ſeine Wien von 8 zu 8, oder von 14 zu 14 Tagen, vom ällererſten Frühlinge an bis in den Auguſt hinein. Auf dieſe Art wird man, wenn anders die Witterung nicht manch» mal einen Strich durc; die Rechnung machet, den ganzen Sommer über mit Grünfutter verſehen ſeyn, welches in ſolchem Grade nur die Luzerne allein zu keiſten vermag., Noch vortheilhafter iſt es zu dieſem Zwecke, die Wic>en nicht allein, ſondern in Verbindung mit grauen , Felderbſen auszuſäen, wozu man noch zur beſſern Auf- rechthaltung etwas Pferde- oder Saubohnen, oder ein Gemiſch von Hafer und Gerſte mit ausſäen kann. Dieß Gemenge hat nicht nur den Vortheil eines etwas größern Ertrages, ſondern auch den, daß es von dem Viehe ſehr gerne gefreſſen wird. Man kann zu dieſem Behufe etwa 1/2 Mtz. Wien, 1 Ms, Erbſen, und Nh Mar n fut die yſ- Demen ' usſaat nE jihender 3 (8 | daß dieſet higlihe un] (13 oben b& ſeinem Df EULEN Jufrauter hauen? I Gantt "8 wohl! m ſon; A ſige Anle/g rdings en] ſie Niedert Iiwirthſ4 | beleid 5 hmt wird. Nen Fah Anz mit ez, "Mihr ty 18 oben ep Mträuter N d Beha ſchon 7 Nu hab, Sutter utter by rauf ah ) zu my Der ders od, halle zu/ 5(d imd 4 W" iN ne Piit vom dut j: Auf d 3 nid! 5, mad erſcht derne dl m Zl ng mity nr beſt! Shohnet, rauöſan il eines! ß es v0 ann zu) [ Erbſen)! 1/3 M&tz. Pferdebohnen, oder 1/4 Mt. Saubohnen, oder ſiatt dieſer beyden letztern 1 Mt. Hafer- und Gerſt- Gemenges auf ein hieſiges Joch= 1200[]* zur Ausſaat nehmen. CG. 35545 Kriechender Klee, Boers zur Weide bey der Wechſelwirthſchaft, welche von den Teutſchen gewoöhn- lich, obgleich minder richtig, die Koppelwirthſchaft genannt wird; u. m. a.== Der kriechende Klee wird in ſolchen Fällen auch oft ganz allein, oder in Ver- bindung mit einigen guten Weidegräſern ausgeſäet.== Zum Mähen taugt keines von allen dreyen, wie wir bereits oben erinnerten, wo wir von der Natur dieſer Futterfräuter zu ſprechen hatten.“ Wenn daher einige 942 neuere Projektmacher dieſe und ähnliche Pflanzen ſo- gar als Mähekräuter empfeglen und erheben, ſo ver- dient dieß woyl keine BeruFſichtigung/ noc< weniger eine Widerlegung. 6.552: Gräſer als zahme Futterkräuter. Die wildwachſenden Gräſer ſind durchaus nicht geeignet, gleich dem Klee oder der Luzerne, einzeln angebauet, und als zahme Futterfräuter behandelt zu werden, wie ſo viele Schriftſteller in neuern Zeiten, ſonderbar genug vorgeſchlagen haben, während die Natur doch ſelbt dieſe Pflanzen nicht für den Ader ſondern für Wieſen und Weiden beſtimmt zu haben ſcheint, um allda in einer bunten und gefälligen Miſchung unter einander fortzuwachſen, und ſich) ihres geſellſchaſtlichen Daſeyns zu erfreuen.= Sehr richtig, aber nur von Wenigen verſtanden, und von noh Wenigern beherziget, ſagt hierüber der große Geſeß» geber in der Landwirthſchaft:„Cs ſcheint der Natur p felhe Or (eit, un MECH „man an jet man d' „auch har! M als (ren Jah „ Rrauter! gfiten diet 1] rauben 1 pam doh 1? rifeſeller 3 fie ſchr! jatur imm! hh nie ehet ker fie die (ag, und Im zu 19 mhliche 1 . N naht hat! der Gräſer gemäß zu ſeyn, daß ſie gerne unter einan-| der wachſen, und ſich mit einander gut vertragen. Die höheren, mehr in Halme ſchießenden Gräſer ſtehen immer bultig, und ſchließen ſich am Boden nicht an einander. Wenn ſie auch ſehr dicht geſäet ſind, und im erſten Jahre ſehr dicht auflaufen, ſo verdrängen die ſtärkern Pflanzen doch bald die ſchwä- ert wird, deſto höher, und was man an der Menge der Grashalme verliert, ge- winnt man durch ihre Stärke, Allein die Halme wer» den auch härter und bleiben dem Biehe nicht ſo. ange- nehm, als. die feineren. Dann aber iſt es nach. mehreren Jahren nicht möglich, das Gindringen ſchlech» terer Kräuter und. Gräſer in den Zwiſchenräumen zu verhüten, die dann dem ausgeſäeten Graſe die Nay» rung rauben, und es allmählig verdrängen.“*)= Wenn doch-- ſo denke ich mir oft-- die landw. Schriftſteller einmal ſämmtlich anfiengen, bey Allem was ſie ſchreiben, die Winke und Fingerzeige der Natur immer vor Augen zu haben, und wenn ſie doch nie eher etwas niederſchrieben und vorſchlügen, bevor ſie dieſe gütige Mutter alles Lebenden darüber befragt, und ihren wunderbaren Gang, den ſie bey Allem zu beobachten pfleget/= in ſo ferne dieß die menſchliche Kurzſichtigkeit erlaubt== gehörig abge- Ci 355. Getreide als Futterfräuter- Das Getreide als Futterkraut zu benußen dürfte im Allgemeinen wohl eben nicht ſehr zu empfehlen ſeyn, theils, weil wir ſeines Kornes zu menſchlicher *) f. Thaer's NRahtrag zu Bergen's Futterbam -. 544=- Nahrung bedürfen, und dagegen Futtergewächſe der beiien Dualität in Menge beſigen, theils, weil uns die Grfahrung lehrt, daß wir auf einem und demſel- ben Aer nicht immer Getreide bauen können, wenn wir ihn nicht erſcyöpfen wollen, wäyrend die erwähn- ten Futtergewächſe zwiſchen zwey Kornſaaten gebauet, gerade die beſte Vorbereitung für das Getreide abzu» geben pfiegen.=- Indeſſen giebt es doch Umſtände und Verhältniſſe, unter welchen allerdings die eine oder die andere Getreideart, auch bloß als Futterkraut mit Nugen gebauet werden kann. Zn England z. B., wo ſelbſt der ärmſte und dürftigſte Menſch das Roggenbrod verſcmäßig, denſelben unter manchen Umſtänden bloß als Viehfutter zu bauen, ſo wie dieß wirklich allda in einigen Gegenden, von einzelnen Landwirthen häufig geſchieht, um eine frühe und kraftvoge Weide für d e Schaafe zu haben, Er wird mit dieſen Thie- ren im Frühlinge abgehütet, und das Feld ſodann gleich umgebrochen und für andere Früchte vorbereitet. Zur Reife läßt man jedesmal nur ſo viel kommen, als man Saamen zur künftigen Ausſaat nöthig zu haben glaubet.*)-- Bey uns geht dieß zwar nicht wohl an, weil der Roggen die Hauptnahrung des gemeinen Volkes, und daher eine ſehr kauftechte Waare iſt, doch giebt es immerhin Fälle, in denen nicht nur der Noggen, ſondern auc der Weißen, *) f. Thaer's engl. Landw. ) punigfins 0 inguumt| 1] Dieß ty def! pie, oder 1! yj fie vor prden Font 1: nüßlich 7 weder 110 ve im Fri h fahl als 9 " heym DE | zu Zel "nt Gtandeo 1, als hal Ieß Getre hurbſt als ME fuhr zum(1 font& 1€ | | ja nicht 4 Bey 16 jall3 eine Y N Stripe "aut benut Gerſte ang hn, wodiy vid, vor Vehweide m "anderen! Vie Erne) Wird,€ - tde eil, Wil = fönne Ed die(1 FE Cdaten w es( Velte, SE)0h Inj S3 die(iy (18 Futz er army ES EMa p jidjer Ny „HON 4 yen Un =| dieß 1 J1 Landy DN iftvollel it dieſen: = Teld ſt e gebauet werden ſoll.*) Daß dieſe, ſo wie alle unſere gewöhnlichen Ge- treidearten, ſehr vieles Heu liefern, davon habe ich mich durch eigene Berſuche überzeugt. Eben dieſe Ver- ſuche lehrten mich aber auch, daß das Mähen ziem- lich frühe und noch vor der Blüthe vorgenommen, und daß das Heu, wenn es auch) noch ſo gut ausge- tro>net ſcheint, doch noch eine geraume Zeit in Scho- bern auf dem Felde gelaſſen werden müſſe, weil ein ſpäteres Mähen ſehr grobes und ſtrohartiges Futter liefert, und durch zu frühes nach Hauſe fahren leicht Schimmel verurſachet werden kann. Das Heidekorn dürfte in Gegenden, in denen ſchon mehrere der beſſern Futterkräuter nicht mehr recht gedeihen wollen, mit weit mehr Vortheil auf Futter, als auf Korn zu benußen ſeyn, da ſein Korn- ertrag ohnedieß äußerſt unſicher zu ſeyn pfleget, wäh- rend ſein Futterertrag faſt immer ſicher und ergiebig -*) f. Pankl's Compendium Oeconomiae ruralis; und Lübe>'s patriot. Wo+) f, Weber's Handb. des Futterbaues. N(0) fan dung mit ufs fi fw ſo! uſhieden“ Infange? jn Fanny! perde. 4 ſeiner| (ngſam 1 nan m jd verar!) | Whale ve Gtaatärat dad Zad! | geerntetert | Aeideforrf | und den€ nagen FU 1 Unt] Zutterhcl im von | Fürze dh Glühen Welches m Ales 1). Futter 9 Zweifel 1 dieſer Im z); öh, uh, B. viel my - A/B Finſern Biet fin), S(oll der j En ſeht 1 ;' Ch "eden fel which won hh ben did E, Nahm| gren Fo gut 1! zeit inf iſſe, m rige| 4 fahr! gn, ity Bj: nid! qVortht g)a ſein Epfleget,! und ey) dae za ür Uns pbau SEE an -=- 3247=> iſt. Es kann zu dieſem Zwee ſehr nüßlich in Verbin- dung mit Wien ausgeſäet werden.== Am beſten paßt es ſich zu Grünfutter, wozu es am zwe>mäaßig:- ſten- ſo wie es von den Widen geſagt worden, in verſchiedenen Zwiſchenräumen, und ſtü>weiſe, vom Anfange May bis in den Auguſt hinein, geſäet wer- den kann, damit es nicht zu gleicher Zeit mähbar werde.= Zu Heu taugt e3 zwar etwas minder, weil es ſeiner großen Safſtigkeit wegen ſehr ſchwer und langſam tro>net, doch iſt dabey keine Gefahr, wenn man es nur lange genug ruhig liegen läßt, und nicht viel verarbeitet, weil es ſonſt ſeine Blätter und zärteren Theile verlieren würde.=- Eine Methode, die dem Staat3rath Thaer beſonders gut gelungen war, iſt das Heidekorn etwa im July in die Stoppel grün ab- geernteter Wien mit Staudenroggen auszuſäen, das Heidekorn dann, ſo wie es mähbar iſt, abzumähyen, und den Noggen für das folgende Jahr zum Korn- tragen ſtehen zu laſſen. 5 Unter allen Getreidearten iſt aber wohl Feine zum Futterbau geeigneter als der Mais, wie dieß ſchon im vorigen Theile bey der Cultur dieſer Pflanze in Kürze angezeigt worden. Er wird, da er eben in die Blüthe zu treten beginnt, als Grünfutter verwendet, welches beſonder3 dem Nindviehe angemeſſen iſt, und Alle3 in ſich vereiniget, was man von einem guten Futter fordern kann, Da38 Heu davon würde ohne Zweifel eben ſo vortrefflich ſeyn; allein das Trocknen dieſer Pflanze iſt ihres vielen klebrigen und zu&erigen *) G Shaers Grundſ. der raf. Landw. Gaſtes wegen, viel zu ſchwierig, als daß ſie dazu ver» wendet werden könnte, GENS 5 Handelsgewächſe als Futterkräuter. Die Handelsgewächſe ſind wohl im Allgemeinen am wenigſten geeignet unſer Vieh mit Nahrung zu verſehen, und zur Vermehrung des Düngers bezyzu- tragen, doch giebt es auch unter dieſen einige, die unter manchen Umſtänden nicht ohne Vortheil als VieyÖfutter verwendet werden können.== So wird bis» weilen der Neps zu dieſem Zwecke früh im May in Fraftvollem Boden ausgeſget/ und kann noch in dem- ſelben Jahre, je nach der Kraft des Bodens, und der Gunſt der Witterung, zwey- bis viermal zu Grünfutter abgemähet, oder= welches in England am gebräuchlichſten iſt-- wiederyohlte Male abge- weidet werden. Im folgenden Frühlinge giebt er die erjie grüne Fütterung, oder Weide, und dann kann man iön-- wenn man ihn nicht lieber abermahls als Sutterkraut benugen will=- erſt noch zum Saamen- tragen ſteyen laſſen, und oft, ungeachtet dieſes öfteren Abiutterns, noch einen ziemlich guten Ertrag von ihm erwarten. X) Man weidet ihn gewöhnlich mit den Schaafen ab, denen er ſehr nahrhaft iſt, und ſie beſſer noch als Rüben mäſtet, Man giebt ihn wohl auch dem Rindviehe; allein dieſes ſchwillt ſehr leicht Tf: Zhacr's Grundider eat. Landw. bto) auf, nit je viv hir uns ſom (ls verdi! iet, Zann| uh nach 7 | jo, wil nhlihe 43 fraps odet 13 werten! jn) ſowohl 4 werden.? hngen eine Rahrheitsl ju) der[00 hiutern bet m Fahren 1 ng nigt H AuFSfutten an zwey und giebt 41 ---- 19% 9 8)( Vj 138) Daf 1 Stauf'y Sten fol Wehe ethalty Ner wan "Wh eder Bly "Jute, ) Allgem Bahr Di gers by M) einigt| Zorthel| 0 wird) iim Ny 40h inh S dens, 1 H viermal) En Cn! Male 4 Engiebt«| S1 dann fn D rmahls ZS! Sam! Seſes oft! 19 von" mitt ;, und =| ih m S ſehr le) €) iv. = 549 zm davon auf, und man muß es daher im Anfaryge ja nicht zu viel davon freſſen laſſen.*)= Der Waid, der uns ſonſt das bekannte, nin vom Indigo größtene theils verdrängte Färbematerial zum Blaufärben lie- fert, kann auch als Futterkraut benußt werden ,/ und giebt nach Whiſtling, da er zu dieſem ZweFe nicht ſo yo<, wie zum Färbeſtoſfe heranzvuwachſen bravcht, reichliche 4 bis 5 Ernten.**)= Das Kraut de3 Kropps oder der Färberrothe kann im Spätſommer des zwepten und driiten Jahres jede?mal abgemähet, und ſowohl grün als getro>net zu Viehfutter verwen«- det werden.***)== Endlich geht aus den Beobach» tungen eines Schriftſtellers, deſſen Scharfſinn und Wahrheitsliebe man gleich trauen darf, hervor, daß auch der ſogenannte engliſche weiße Senf den Tutter- Fräutern bepoezählt zu werden verdient, beſonders in den Jahren, wo der Klee wegen ungünſtiger Witte« rung nicht recht gerathen will, und folglich auf ein Hülfsfutter gedacht werden muß. Er wächſt ſchnell, Fann zweymal den Sommer hindurch gemähet werden, und giebt ein äußerſt wohlſchme>endes Futter, welches *)|. DiFäſon's prakt. Akerbau. *)|, Whiſtlinq's ökonom. Pflanzenkunde. X**) Den Mel?kkühen ſoll es jedo< nicht rathſam feyn, das Kraut dieſer beyden Färbepflanzen darzureihen. Vom erſteren ſoll die Milch eine blaue, vom letzteren eine rötbliche Farbe erhalten, und daher, wenn auch nicht ſchädlich, doh immer unappetitlic) ſeyn, weil ſte ausficht als ob fie mit Uns rath oder Blut vermiſcht wäre. =" IO== die Kühe, die eben von der Weide kamen und feinen Amer hatten, mit Begierde fraßen.*) F. 35.50 Gartengemüſe als Futterfräuter. Der Hang der meiſten Menſchen zu Extremen, dieſer böſeſte der Feinde alles Guten und Nüglichen, bleibt auch bey unſerm ländlichen Gewerbe, ſo ein- fach dieß auch an ſich iſt, nicht müßig, und ermangelt nicht ſo manchen Schwachen den Kopf zu verrüen „und ſie zu Jrrungen zu verleiten.= Es iſt noch eben nicht ſehr lange, daß mar: vom Futterbaue gar nichts wiſſen wollte, und jeden A>er für verloren hielt ,/ der etwas Anderes als Getreide trug: und jetzt gehen Manche unſerer Schriftſteller ſo weit, daß ſie eine beſondere Größe darin ſuchen, immer neue und neue Futterp&anzen auszuhe>en, und dieſe=- gleichviel, ſie mögen für den AFer paſſen oder nicht= mit einer ſolchen Miene des Triumpfs auszupoſaunen, als ob ſie den Stein der Weiſen erfunden hätten. Dieſem zu Folge findet man häufig in den heutigen Schriften über Landwirthſchaft auc) Gartengemüſe, als: Schnitt- kohl, Spinat, Salat, und der Himmel weiß was nvoc< alles dgl. zu Futterkräutern empfohlen.= Daß bey einem großen und ausgebreiteten Küchengarten- baue, der Überfluß dieſer und mehr dgl. Gartenge- müſe ganz zwe>mäaßig an das Vieh verfüttert werde, daß das Vieh dieſelbe überaus gerne freſſe, und daß *)€ Scerbau, ſondern bloß für den Garten- bau beſtimmt zu haben ſcheint, mit einer Miene von Wichtigkeit zum Anbaue im Großen anempfehlen, und ſonderbar genug ihren Bau und ihre Behandlung auf dem freyen Felde, und zu Futtermaterial beſchrei» ben könne, als ob ſie wirklich in der halben Welt, auf ſolche Art und zu ſolchem Zwe&e gebauet wür- den, dieß begreife ich wahrlich nicht..+-- Iſt es ein Wunder- daß der gemeine Mann einen Wider- willen gegen landwirthſchaftliche Schriften heget, wenn G. 356. Unkräuter als Futterpflanzen. Die Wuth des Futterbaues gieng in den neueſten Zeiten(zum Glücke für uns praktiſche Landwirthe aber doch wohl nur auf dem Papiere und am GSccreibe» pulte) ſo weit, daß man ſich nicht entblödete ſelbſt Unkräuter als anzubauende Futtergewächſe zu empfeh- ſen, als ob wir einen ſolchen Mangel an Futterkräus- tern hätten, daß ſogar zu dieſem Mittel gegriffen werden müßte, um ihre Anzahl zu vermehren. Am meiſten widerfuhr dieſe Chre, meines Wiſſens, der Gänſe- oder Saudiſtel, und der großen Brenn- Neſſel, welche letßtere ſogar das ſonderbare Glu> Hatte, einen eigenen landwirtyſchaftlichen Monographen zu finden,=- Daß die Neſſel, ſo lange ſie jung iſt, ein ſehr gutes Futter ſey, und vom Viehe gerne ge» freſſen werde, weiß ich ſehr wohl aus eigener Erfah» rung; und daß die Saudiſtel dem Viehe genießbar ſey, und ihm wohlbekommen möge ,/ weiß ich zum Theil ebenfalls ſelbſt, will es aber noch weit mehr auf Treu und Glauben gerne annehmen. Wenn aber das genug iſt, um den Anbau einer Pflanze zu em- pfehlen, ſo würde ich den Katalog der Futiterkräuter ins Unendliche vermehren können, da es Unkräuter in Menge giebt, die vom Viehe' genoſſen werden, und demſelben gar nicht ſchlecht bekommen. Man erlaube mir indeſſen nur zwey Pflanzen aus den vielen aus» zuheben und hier anzuführen, nämlich: die Que>e (Triticum repens) und die Feld- oder Wege- diſtel(Carduus crispus). Erſtere, dieſes verrufene und böſe Unkraut unſerer Äcker iſt gleichwohl ein gar nicht zu verachtendes Futterkraut, und der Landwirth, der auch nichts anderes als nur Oue>en genug hätte, dürfte nie beſorgen mit ſeinem BViehe Futters halber in Verlegenheit zu kommen. Die andere wird, wovon ich Zeuge bin, ſo wenig ſie auch unſern Fingern bes hagt, ſo lange ſie jung iſt, grün und getrod>net vom Schaafviehe recht gerne gefreſſen, und hat ſchon ſo manches Schäflein eines armen Bauers oder Häus- lers während des Winters vom Hungertode ge- rettet. Auch iſt es von jeher bekannt, daß ſie die Lieblingsſpeiſe unſers mit Unrecht ſo verachteten gut» müthigen Laſtträgers, des armen Eſels iſt.=- Was würde man aber wohl ſagen, wenn ich den Anbau dieſer beyden Pflanzen/ als vorzüglicher fulturswür- diger m guter!" fehlen unter prieſt» die" ſſiellen ,! vi der 1 gethe ſieh "IEE AtigBeit, m Gaal: dlaufig de] n geräud jn Felde 1 ee es wal Ihme, dieß! rer Oenil MuSvieh ir zrahe zu wenig vb nömütter d kam Gralß ühe mit 9 Ind in ihrs) jen, darn Wilidie Unt Wmießbar fx Aterpflany "hnſiſchemy Yhrlic, h ht junk Nedigen me mt, bey 7 Gundj, vy; M fie Ju jh ht vm. 2 Hgther Sche am Sweiß ih; Y wity X Vent| flanze ju < Tutte) 1 Unfräh FS werden, E53 Man(fly viel EF die d4/ m=)der Dy ſes veni PSwohl di (r Lanhtt »S agen) = ueh [SS wird, 1) | Zingn nd ge vnd hat 13 oder hy Zeri| gde ſt achtern) Si-D 1 den In EU Pultuin" dip! -„» 3599== diger Futterkräuter, auf unſern AFerfeldern zu em- pfehlen unternähme?... Wenn ich in allem Ernſte anriethe, dieſe unſere Felder mit Que>en und Diſteln zu beſtellen, während uns eine ſo große Mannigfal- tigkeit der beſten und bewährteſten Futterkräuter zu Gebothe ſtehet, daß uns beynahe die Wahl erſchweret WILD 70.002424 58 Und wenn ich mit einer Miene von Wichtigkeit, als ob ich vom Heil* des Staates ſpräche, deren Saatbeſtellung, Pflege, Ertrag, und Ernte weitläufig detaillirte, ſo wie dieß bep den Futterkräu- tern gebräuchlich iſt, die wirklich mit Vortheil auf dem Felde angebauet werden?-«-»- Sehr löblid) wäre es zwar allerdings, wenn es Jemand auf ſich nähme, dieſe und alle ähnliche Unkräuter, in Hinſicht ihrer Genießbarkeit und Gedeihlichkeit für unſer Hau3vieh in einer allgemein faßlichen und populären Sprache zu beſchreiben, damit ſich in jenen Gegenden, wo wenig oder gar kein Futterbau getrieben wird, die Hausmütter und Mägde des gemeinen Mannes, wenn ſie an Gräben He>ken und Rainen für ihre darbenden Kühe mit vieler Zeitverſplitterung Futter ſammeln, und in ihren Grastüchern mühſam nach Hauſe tra- gen, darnach richten könnten: aber läſtige und ver- ächtliche Unkräuter, bloß darum, weil ſie dem Viehe genießbar ſind, als anbauungs8würdige und ſchägbare Futterpflanzen empfehlen,+-+- mit mehr als ächt« chineſiſchem Ernſte empfehlen«--- dieß heißt doch wahrlich, das erſte und edelſte aller menſchlichen Ges werbe zum lächerlichſten aller Spielwerke herunter würdigen wollen,.--+ Unwillführlich dringt ſich mir, bey Durchleſung derley Läpperepen- widerhohlte Grundſ. der Feldk, 3, Th. pf) Ei NR ÖNER RIE („4= ==rd(91974 en Male der Gedanke auf: Wann nerden denn doch einmal unſere Bücherſchreiber über Landwirthſchaft die ſo läſtigen und verderblichen Unkräuter der Pe- danterie, und der Grillenfängerey, die mit ihrem gewaltigen und tödtlichen Schatten das prächtigſie und bewährteſte aller Futterkrauter== den geſunden Men« ſchenverſtand= bereits zu erſtifen drohen, aus den Futterfeldern und Futterkoppeln ihrer Schriſten aus- zurotten ſuchen 111-5«+»-- m. Fütterwurzelbn: G. 357» Unter die ſchäßbarſten Futterpflanzen, die in fei- ner Wirthſchaſt fehlen ſollten, gehören unſtreitig jene ſaftigen und ſchma&haften Gewächſe, die wir unter der allgemeinen Benennung' von Futt erwurzeln begreifen, da die Nahrung, die ſie gewähren, entwe- der in ihren Wurzeln ſelbſt, oder in den an denſelben befindlichen Knollen, oder in ſaftigen, theils fleiſchigen, theils blättrigen/ gleich oberhalb der Wurzel erſchei- nenden Köpfen beſieht.=- In ältern Zeiten wurden ſie bloß im Kleinen und in Küchengärten zu menſch- licher Nahrung angebauet, in welcher Hinſicht ſie wohl ſchon längſt bekannt waren. Den neuern Zeiten war es aber vorbehalten, ſie in größerer Ausdehnung, und zwar als Viehſutter/ auf den Aä>er zu übertra- gen, und hierdurch dem ganzen A&erbaue einen vollig neuen Schwung zu geben,= J< bin von dem außer- ordentlichen Nußen dieſer Gewächſe, als Futterma- iat für Wl ig feil im Doaße 7 „finn P qmerte) fel wm wir aus wr weder y bauen b? Puzelguwa putermangen jr zu erf! pen Grad! | aus eine? hugt, daß 7 kwähren, 1] thalten wel h hindurch? Wibeſte H | das Vil 4. 6 eſe gütig! Miß 1 jeoſ? gutent ti dieſe Y je Wintery | viel mdf bi, was) Wfande 41 Di welß 1 tung j beſo; wf die ay „rden dy SU Landi D Fräufer h GQ die mi: M pracht S, geſund BW rohen iC: Chf Bell Weizen, di | en unſtet (€), die ni 2; terw 8 währt, dem an theils fel S% Butz | Zeiten! egrten zu 3 oper Hin Zn neuen 546) Aus „ger zu| Saule eint x won den 71 als Zu terial für unſer Haushaltsvieh, ſo innig überzeugt, daß ich ſie in gewiſſem Berhältniſſel- und in gewiſ- ſem Maaße(denn dem Getreidebaue ſoll und darf ja auf keinen Fall Gintrag geſchehen, wie ich ſchon öſters erinnerte) ſelbſt dann noch dringend anzubauen rathe, wenn wir auch einen Überfluß an Wieſen haben, und daher weder Klee noc< irgend andere Futterkräuter zu bauen brauchen.=- Genöhnlich ſieht man dieſe Wurzelgewächſe bloß als Surrogate an, welche bey Futtermangel dienlic) wären Heu und anderes Rauh- futter zu erſeßen, wie ſie dieß auch wirklich in einem hohen Grade zu leiſten vermögen. Allein ich betrachte ſie aus einem noch weit höheren Geſichtspunkte, über- zeugt, daß durch das ſaſtige Winterfutter, das ſie uns gewähren, unſer Vieh weit ſicherer bey Geſundheit erhalten werden kann, als wenn es den ganzen Wins ter hindurch bloß dürres Futter=- wäre es auch das allerbeſte Heu= genießen muß.= Die Natur ſchuf für das Vieh nicht Heu, noi) viel weniger kraft» und ſaſtloſes Stroh; grünes Gras und Kraut iſt's, was dieſe gütige Mutter unſerm Viehe zur Nahrung gab. Iſt dieß nicht ein Fingerzeig, daß wir unſer Vieh nebſt gutem Heue, auc) mit derley ſaftigem Futier, wie dieſe Wurzelgewächſe ſind, verſorgen ſollen, um die Winternahrung deſſelben mit der des Gommers, ſo viel möglich,. gleichartig zu machen, indem wir das, was den Gräſern und Kräutern im getroFneten Zuſtande abgeht, durch das Wurzelwerk erſeßen.== Wer weiß wohl nicht, daß Ungleichartigkeit der Nah» rung, beſonders bey gähem Übergange von der einen auf die andere, bey uns Menſchen oft die verderbhlich- 25" ſten Folgen nach ſich ziehet? Und ſollte dieß bey dem Viehe anders ſeyn? Iſt es ein Wunder, wenn unſere Heerden oft haufenweiſe dahin ſterben, da wir ſie von der üppigſten ſaftigſten Weide nicht ſelten auf dürres kraft- und ſaſtlooſes Stroh verſetzen, und ſo I< erinnere mid) irgendwo geleſen zu haben, das Heu wäre beym Viehe gerade das, was bey uns daz Brod iſt. Der Vergleich gefällt mir gar nicht übel. Allerdings ſoll das Heu das tägliche Brod, aller- dings das gewöhnlichſte und tägliche Winterſutter un- ſers Haushaltsviehes ſeyn. Folgt aber daraus, daß man ihm nicht auch noch etwas Anderes reichen ſoll? »*-»- Wir eſſen alle gerne täglich Brod, und werden es nie überdrüßig. Eſſen wir aber nur Brod allein? Und beklagt ſich nicht der geringſte Tageloh»- ner unter uns, ſo bald er nichts als troFen Brod zu Außer dem heilſamen Einſluße aber, den dieſe Gewächſe auf die Geſundheit unſers Viehes äußern, haben ſie auch noch eine unmittelbare und eben ſo folgenreiche Wirkung auf unſere ganze Wirthſchaft. Sie ſind es, die im Winter Milch und Butter ver- mehren und verbeſſern 3; ſie ſind es, die das fröhliche Gedeihen, und das ſichtbare Emporwachſen des jungen noch an der Mutter ſäugenden Viehes möglichſt ſichern; ſie ſind es, welche die Brache=- dieſen Stein des Anſtoßes in neuern Zeiten= durch ihre Bearbeitung vollig entbehrlich machen, und uns folglich den drit« ten Theil unſerer Felder,(in manchen Gegenden wohl gar die Hälſte) der ſonſt ſo gut wie verloren war, (zer gehen; jingt! für u (ht was? meiſt; 1 liche elt whſutter( Nn verglich jh heut zu: phalte ich | Zie hieh! nbau auf 1 die Far him e) ) die Fut | Feldr: (meine Whrübeg bpftohl === | | | We | Die ut ſel, UU Jrundbi, Womper„€ Ieterres ef ud nahrha) Inerifa hei 11h Gurop] M] e dieß hy PE rwe) Sin, diy Sicht fil ſeht, u) Widen. M! hahn, xXx; by W War ih »1 Bre, Sinter Mz: dara; E33 reh € h diy, Saber m) 3 Engſte wu Zofen h) ver, bit Siehe) a) 07 und Se Vir nd Dutt 1 dai fl ga ſen de ſen Gitt 4 e Berth! Y lich da! nz egend" gers 7 B3D7 wr wieder geben; ſie ſind es, die uns eine Quantität Dünger für unſern A>er geben, wie ſolche wohl nicht leicht etwas Anderes von gleicher Fläche zu liefern im Stande iſt 3 und zwar einen Dünger, mit dem der ge- wöhnliche elende Nothmiſt, der von Fümmerlichem Strohſutter erfolgt, auc) von der fernſten Ferne nicht verglichen werden kann z u. ſ. w. Kurz, wer noch heut zu Tage keine von dieſen Früchten bauet, den halte ich für keinen guten Landwirth. Die hieher gehörigen, mehr oder weniger in den A>erbau aufgenommenen und üblichen Gewächſe ſind: a.) Die Kartoffel; db.) die knollige Sonnen» blume; ec.) die Möhre; d.) die Paſtinakez e) die Futterbeete, oder Runkelrübez tk.) die Feldrübe; g.) der Kohlrabi; h.) die gemeine Kohlrübe; 1Y"die ſchwediſche Kohlrübe, oder die Rutabagaz und k.) der Kopfkohl. CS. 358- Kartoffel. Die unter den Namen Kartoffel, Erd- toffel, Tartoffel, Tartuffel, Erdapfel, Grundbirn, u ſ-w-(Solanum iüberosum: ungtr« Kolomper, Kolompir, Kurumpl; franz. Pomme de terre 3 engl. Potatoe) befannte, überaus mehlreiche und nahrhafte Knollenfrucht ſtammt urſprünglich aus Amerika her, von wo ſie zuerſt durch die Engländer nach Europa gebracht worden, und ſo ſich nach und -- 3598 vu nach auch auf dem Continent verbreitet hat.=- Bey uns in Ungarn iſt ſie noch nicht viel länger als etwa ſeit einem halben Jahrhunderte dem Landwirthe be- kannt, und wird leider auch jest no< bey weitem nicht allenthalben und in allen Gegenden gebauet, ob ſie gleich an manchen Orten auch bey dem gemeinſten Landwirthe, nachdem nur einmal das erſte Vorur- theil, das bey dieſen Leuten immer ein gewaltiges Hinderniß iſt, überwunden war, ſchon ſehr beliebt geworden iſt. Die oben in einem dichten Büſchel vereinigten Faſerwurzeln dieſer Frucht ſind durchaus bald dichter bald ſchütterer mit fleiſchigen und mehlreichen Knollen beſeßt, welche je nach den Varietäten, die bey dieſer Pflanze ins Unendliche gehen, von verſchiedener Ge- ſtalt, Größe, und Farbe ſind. Jhr Stengel iſt kraut- artig, aufrecht, etwas behaart, äſtig, und gelangt bey den meiſten Arten in unſerm Klima zu einer Hohe von 2 bis 3 Fuß, ob er gleich in Amerika eine noch viel beträchtlichere Höhe erreichen ſol. Die Blätter, welche abwechſelnd an den Äſten ſtehen, ſind unter- brochen- gefiedert, und aus eyformig- rundlichen et- was zugeſpitßten, oberwärts dunkelgrünen, mehr oder minder gefräuſelten, etwas behaarten Blättchen zu- ſammengeſeßt, zwiſchen welchen noch andere kleinere rundlichte Blättchen zu ſien pflegen. Die Blüthen erſcheinen an zertheilten aus den obern Winkeln der Äſte hervorkommenden Blumenſtielen, welche einen flachen Strauß oder vielmehr eine aufrechte Traube"- dolde bilden, und ſind, je nach Verſchiedenheit der Arten und Varietaten dieſes Gewächſes, vald voa jifet hald p butch j: Gaame jim großer? jd Reife! hit runden* güngeſchle! „4 die Bu? zwa vl / ie Müh! humen ans y fleine SL huſt hes ketwa im 1% wöhnlichen! Nidts 4 fein, dab nndlich vie ven Schnils nd, daß 8 mit ſam kandwirthi 7 hater 23h hid vorzugt henfte„ inh m Rand yung der)4 R ins Gg m hellen)s 11d gelbe; ih, Uh 3 jet<" Singer al iW M4" ep mh mand Debaust, Cem gt W| 8 erſte Tl | | | W ie: W| je verh] 08 bald di vichen Sud die bey dj| hiebener y| gel iſt Pra| ) und plat u ner H ifa 190| || Bla 9 find unt) jrundlihen! 11, mehr M Blatt ju (ndere flit 4 Die Dum "3 vel un gte Zraubt" vedengelt 19071024 weißer/ bald von violetter, bald von röthlicher, bald von bläulich- rother oder röthlich- blauer Farbe, Der Saame iſt klein, nierenförmig, plattgedrü>t, und in großer Menge in einer fleiſchigen und ſaftigen, vor der Reife grünen, dann gelben, oder gelb- röth» lichen runden Beere von der Größe einer großen Haſel- nuß eingeſchloſſen.= Sie wird übrigens in der Negel durch die Wurzelknollen fortgepflanzt, und nur ,/ wenn man etwa neue Varietäten erzeugen will, nimmt man ſich die Mühe, ſie aus dem in Gartenbeeten geſaeten Saamen anzuziehen, da man denn aber zuerſt nur ganz kleine Knöllchen wie die Haſelnüſſe erhält, die fich erſt hernach von Jahr zu Jahr vergrößern, bis ſie etwa im dritten oder vierten Jahre die Größe der gewöhnlichen Kartoffeln ihrer Art erhalten. Nichts in der Welt varirt mehr als die Kar- toffeln, daher denn auch die Benennungen ihrer fo unendlich vielen Abarten und Varietäten bey verſchie- denen Schriſtſtellern ſo willkührlich und ſo verwirrt ſind, daß man faſt nie recht weiß, was ein Jeder damit ſagen will.= Am beſten und für praktiſche Landwirthe am brauchbarſten iſt unſtreitig das ,/ was Vater Thaer nach mehrjähriger Erfahrung, und nach vorzüglicher Auſmerkſamkeit, die er dieſer Pflanze ſchenkte, in ſeinen Grundſäßen der rationel- len Landwirthſchaft hierüber ſaget: ,, In An- ſehung der Farbe der Haut ſind die Kartoffeln dunkel, faſt ins Schwarze übergehend, violettroth ,/ bis zu einer hellen blaſſen Nöthe, oder bräunlich, oder gelb, und gelbweißlich.= Die Farbe ihres Fleiſches iſt gelb, gelblich» weiß, oder ganz weiß; zuweilen mit etwas Röthlich gemiſcht.*)=- Sie kommen früher oder ſpäter zur Reife, d, h. zu dem Zeitpunkte, wo ſie ſich von der Mutterpflanze ablöſen, und wo dieſe abſtirbt.**) Man hat ſolche, die man mehrere Male***) in eine:n Sommer auf demſelben Plage bauen kann,== Was aber für uns den weſentlichſten Unterſchied macht, iſt ihre Conſiſtenz und Mehlhaltigkeit. Einige haben ein ſehr ſchwammiges Fleiſch, deſſen Zellen mit Waſſer angefüllt ſind, ein geringeres ſpecifiſches Gewicht, und weniger Mehl und andere nahrhafte Theile in gleicher Maſſe.= Einige haben einen be- ſonders angenehmen ,/ andere einen unangenehmen Beygeſchma>. Einige ſchme>en indeſſen, wenn ſie friſch ſind, angenehmer, als wenn ſie älter werden; bey andern iſt es umgekehrt.=- Einige kochen ſich ſehr leicht weich und zerplagen, andere widerſtehen *) In Hinſicht der Form find ſie entweder mehr oder weniger rund, oder herzförmig, oder nierenförmig, oder längs lich.= In Hinſicht ihrer Größe oder ihres Voliümes variren ſie von einer großen Nuß bis zu einem Kinderkopfe. Ja man» mal trifft man ſie noh größer an. 2*) So giebt es Kartoffeln, die ſnet, und mit ihrem vorigen Gewichte vergleicht; beſtimmt aber nur, wenn man ſie der Käufer und nach dem Marktpreiſe richten.“ Go weit Thaer. Obgleich nun einige Arten der Kartoffeln== wie aus den ſo eben angeführten Worten Ohaer's er- hellet= allerdings zu ihrem vollkommenen Gedeihen auch eigene Bodenarten fordern, ſo kann man doch im Allgemeinen von ihnen ſagen, daß ſie in dieſer Hinſicht weniger als irgend ein anderes Gewächs deli- kat ſind, indem ſie beynahe in jedem Boden fort- wachſen, und wenn auch nicht überall gleiche, doch immerhin reichliche Früchte tragen.= Jc< ſah ſie mit vielem Vortheile auf ſehr dürrem Sandlande baven, das ſich ſchon ſehr dem Flugſande näherte; und ich ſelbſt bauete ſie mit ſehr großem Nugen auf recht ſtarkem ſchon weit mehr thonigem als ſandigem Boden, der ganz eigentlich für Weißen und Wien geeignet war.= Ihr Lieblingsſtandort jedoch, auf welchem ſie den reichlichſten Grtrag mit der größen Mehlhaltigkeit und Nahrungskraft, ſo wie mit dem angenehmſten Geſchma>e verbinden, iſt im Allgemei- nen ein guter, warmer, lo&erer, tro>ner oder nur ſchr mäßig feuchter, recht humugreicher, ſandiger Lehm- oder lehmiger Sandboden.--- Auf zu looſem terſuchungen find aber bey dieſer ſo außerordentlich varirenden Knollenfrucht immer um ſo nüßlicher, wenn wir ihren Bay ins Große treiben wollen, weil es ſih nicht ſowohl um die Menge des rohen Futtermaterials als um die Quantität der thieriſhen Nahrung handelt, die uns eine gegebene Areals face liefert. gate wert qr aber* „(99 de (ye Rule 1? tyonboden 3 hh häuft 3; friſchen? imm ſehr 4 jefig und 3 ki und N4 vy und I eumpfhode' Mberfläche E ofthe mtſauertem wögetrodi 8 Wonders 11 Wieſen iv Jerfaulet 19: hihen fiel! jmormen ,F wie man 15 erprobt 906 ſchr leicht! Jas! Naungöfng) wird woh4 maßen nlj NEN reitung Ig Pnfommg Mam Ne wid ach dem 1 Dffelt= 1) hae, nen Orth Eh mab) ji in hit Gewahr] 1 Yoden fy leiche by) Jh ſa)| 3 Sandl) Ne nähern 3 Nußen a! 1) ſandigy nd Wik (edo), u! oder groß pie mit di 7m Algen!) gar oder 10 )/ ſandi| f zu lon] 3 variten 1! ihren Zu wohl um)" (nani bene Ke Sande werden ſie zwar gewöhnlich ſehr ſchmackhaft, geben aber in der Regel doch immer einen geringern Ertrag, der beſonders in dürren Jahren leicht bis auf eine Nulle herabſinken kann. Auf zu zähem kaltem Thonboden aber können ſie zwar== wenn derſelbe durch häufige Arbeiten und durch tüchtiges Düngen mit friſchem Strohmiſte möglichſt gelo>ert wird=- einen ſehr großen Ertrag geben, werden ober immer ſpeXig und unſchma&>haft, und verlieren an ſpecifiſcher Güte und Nahrungskraſt weit mehr, als ſie an Quan- tität und Volüme etwa gewinnen können.= In Sumpfboden, ſo wie überall, wo das Waſſer an der Oberfläche ſtauet, kommen ſie gar nicht fort, da ſie groößtentheils verfaulen.=- In gut entwäſſertem und entſäuertem Moorboden, in abgelaſſenen und gehörig ausgetro>neten Fiſchteichen, ſo wie in Neubrüchen, beſonder3 wenn es umgebrochene nicht allzu feuchte Wieſen ſind, und wenn der Raſen über Winter gut verfaulet, oder wenigſtens mürbe geworden iſt, ge- deihen ſie ganz unübertrefflich, und geben oft einen enormen, faſt allen Glauben überſteigenden Ertrag, wie man dieß in England und Jrland unzählige Male erprobt gefunden, und wie Jederman, dem es beliebt, ſchr leicht die Erfahrung machen kann. Daß die Kartoffeln nach Ha>E- und andern Nei- nigungsfrüchten überaus gut gerathen müßten, daran wird wohl Niemand zweifeln, der auch nur einiger- maaßen mit ihrer Natur bekannt iſt; da ſie jedoch, wenn ſie durch Arbeit und Dünger die gehörige Vor- bereitung erhalten, auc) nach dem Getreide ſehr gut fortkommen, und da unter Vorausſeßung der zwe« S685.-2 dienlichen Vorbereitung, Beſtellung, und nachherigen Behandlung, ſie ſelbſt eine der beſten Reinigungsfrüchte ſind, welche die Brache vorzugsweiſe entbehrlich macht, ſo wird wohl bey uns ſo leicht kein verſtändiger Land«- wirth ſie je nach ſolchen Verbeſſerungsfrüchten zu bauen unternehmen ,/ da der HauptzweX unſeres AFerbaues, den wir nie aus den Augen verlieren dürfen, immer die möglicht größte Erzielung des Getreide3 iſt, und da wir, um dem Getreidebau keinen Eintrag zu thun == nur ſehr wenige und äußerjt ſeltene Fälle etwa ausgenommen= nie zwey ſolcher Reinigungs- und Verdeſſerungs- Früchte hinter einander folgen laſſen dürfen, wenn wir den Namen rationeller Landwirthe verdienen wollen. Daß die Kartoffeln das Feld für das Sommer» getreide, ſonderlich für die Gerſte/ im vortreſfflichſten Zuſtande zurü&laſſen, darüber iſt wohl nur eine Stim-' me. Ganz anders verhält es ſich aber in Hinſicht des Wintergetreides, beſonders in Hinſicht unſers ſo be- liebten und geſchägten Hauptgetreides, des Winter- weißen3, Hier ſind nun die Stimmen gewaltig ge- theilt, indem Mehrere erfahren haben wollen, das ſie auh hier die Eigenſchaft einer guten Vorfrucht hätten, während Andere gerade das Gegentheil erfah- ren haben, das nämlich die Kartoffeln immer eine ſchlechte Vorbereitung für das Wintergetreide, ſonder- lich für den Weißen ſind, und zwar immer um ſo ſchlechter, je lo>erer und ſandiger der Boden iſt« Meine eigene Erfahrung ſtimmt mit dieſen letztern vollig überein. Auf ſtarkem, bindigem, ganz eigentlich zum Weigenbau geſchaffenem Boden hatte ih zwar nach Rartfeln weiten fei par, M uw. If ndigem 2 "ft Verſu bauer, „nedieß 11 kf den R Gundort h tefambar| (hem Bol | Die 80 je Vearbei jet I Iuſtande im höchſten jdn Fall 1 humudgch iner Rein), ſrucht ver) pm mürb) vollem Z1/ wihwendi/ vihlichen 1 Irer fell len, OD hirhaus 1 Artoflny in) Übrigej "Die H )"ehen Tim ih Ihrlid mah) andige ap) aten zu Dany Aeby, ſen, im! des ift, m) trag jup ) Fälle yl ) un98 1) 'olgen lf 3 Landnit 8 Gommy nrtrefflichſ, eine Stin dinſicht)/ nſers ſo h (des Wini juwaltig 4 vollen, by 1 Vorfrut utheil erft) immer dt! ide, ſont mer um| Boden 16 tern vol) zntlih jun zwar 10) Kartoffeln eben keine ſchlechte, aber doch auch bey weitem keine ſolche Weitenernte, wie ich ſie nach Hanf, Mais, und vorzüglich nach Wien gehabt habe. Deſto ſchlechter gieng es mir aber auf leichtem ſandigem Lehm- und lehmigem Sandboden, wo ich einſt Verſuche machte Wintergetreide nach Kartoffeln anzubauen. Nicht nur auf den Weigen, der hier ohnedieß nicht auf ſeinem Plaße war, ſondern auch auf den Roggen, der doch gerade ſeinen natürlichen Standort hatte, war der Einfluß der Kartofſeln un- verkennbar ſchlecht, ſo daß ich derley Verſuche auf ſolchem Boden nie mehr wiederhohlen möchte. Die Kartoffeln hinterlaſſen zwar den Boden durch die Bearbeitung die ſie während der Vegetation erfor- dern, in einem äußerſt loFern mürben und reinen Zuſtande, ſie ſind aber nach aller Welt Erfahrung im höchſten Grade ausſaugend, und verzehren auf jeden Fall einen großen Theil des im Aer befindlichen Humusgehalts. Sollen ſie daher nicht nur den Namen einer Neinigungs- ſondern auch den einer Verbeſſerungs- frucht verdienen, und den Aer nicht nur unkraut!os und mürbe, ſondern auch in unerſchöpftem und kraſt- vollem Zuſtande zurüFlaſſen, ſo iſt es ſchlechterdings nothwendig, daß ſie in Dünger, und zwar in reichlichen Dünger gebauet werden, nicht ſowohl ihrer ſelbſt, als des darauf folgenden Getreides willen. Doppelt iſt dieß vothwendiag, wenn man etwa durchaus darauf beſtehen wollte Wintergetreide nach Kartoffeln folgen zu laſſen.=- Dieß Düngen braucht uns übrigens im Geringſten nicht beſorgt zu machen, da die Kartoffeln, wenn ſie anders an das Vieh R EEEAIIIGIEEEIS==| - Zh 2 ae h „er RR RE<< eL --= 0659=== verfutter? werden, ſelbſt weit mehr des beſten und krafrigſten Düngers liefern, als ſie fordern. Auch iſt dabey im Geringſten nichts verloren, da der dem Ac>er zugetheilte Dünger durch die Kaxtoffeln allein ſchon reichlich bezahlt wird, ſo daß nach Thaer's Erfahrung der Ertrag der Kartoffeln in gedüngtem Lande zu jenem derſelben in ungedüngtem Boden ſich wenigſtens wie 2 zu 1 verhält,*) außerdem aber.erſt nod) ſeinen wohlthätigen Cinfluß durch eine Reihe von Jahren auf die übrigen Früchte äußert. Werden jedoch die Kartoffeln nicht auf dem Fel- de, und in Verbindung mit Getreide, ſondern in Gärten oder eigenen Kartoffelſtü&en gebauet, und wird folglich der Kartoffeln wegen allein gedünget, ſo kann-- gerade auf die Art, wie beym Mais angege- ben worden-- eine ſehr zwe&mäßige EGrſparung des Düngers dadurch bewirkt werden, daß man ihn nicht wie ſonſt, über den Boden ſtreuet und untera>ert, ſondern bloß beym Einlegen einer jeden Kartoffel ein- zeln zutheilt, wobey man mit erſtaunlich wenig Dün- ger ausreicht, und gleichwohl, wie mich die Erfah- rung lehrte, die reichlichſte Kartoffelernte erlangen kann. Allein Dieß geht wohl nur im Kleinen„an und leidet auf dem Felde keine Anwendung, theils, weil es zu umſtändlich wäre, und theils, weil allda mit der Düngung auf die folgenden Früchte noch mehr wie auf die Kartoffeln ſelbſt Nü>ſicht genommen wer- den muß.= Da wo man etwa gerade vor dem Getreide, das unmittelbar den Kartoffeln vorher- *) ſ- Thaer's Noten zu Bergen's Futterbau, die, jy Dinger ſo! hade fiat u) in vol yipfung d „Sartoffel ſehen E! uauf folg mu fit In joven El u, und 0, größimo |) auSgemq jma&hafte loße Yun pahr, daf jihliheo Y jndurs den! ſredehar Der H ne dem/ hdniger, Nihigerer, ben; je It Grund if 1] ſn, wen wahren. Die 1 16 Rartof) malie 1? Aſam 5 6 beſtny dern, Tu » da de) ptoffeln dh ch Thal in gb| lem Yody/ dem ahr) ine Reih ) auf den) 5, ſondin) ebauet,| | gedüngt) Mais anz! ir ſparun| an ihn 1 | Unterad| Kartoffel 9| 7 wertig Jh) <) die Erſt Tute erlau! Kleinen 1! vung, Ih 1, weil alb te nod m nommen 1) de vor In (eln vort veterbau dehef, zu irgend einer Reinigungsfrucht die vielen Dünger fordert, als Mais, Hanf, u. dgl. oder zur Brache ſtark gedünget hat, ſo daß der Aer wirklich noch in voller Kraft, und durchaus nichts von Gre ſchöpfung deſſelben zu befürchten iſt, da kann man die Kartoffeln auch wohl ohne Dünger bauen, und doch denſelben Ertrag: dieſer Knollenſrucht ſowohl als der darauf folgenden Früchte erwarten.=- Eben ſo mag mar: ſie i;amerhin dem ungedüngten Boden anver- trauen, wenn man ſie bloß zu menſchlicher Nahrung bauet, und nicht ſowohl einen reichlichen Ertrag als die großtmöglichſte Schma&haſtigkeit beabſichtiget, da es ausgemacht iſt, daß ungedüngte Kartoffeln immer ſchma&haſter als gedüngte ſind.= Allein dieß ſind bloße Au8nahmen, und in der Regel bleibt es immer wahr, daß die Kartoffeln in Dünger und zwar in reichlichen Dünger gebauet werden ſollen, wenn man anders den Bau ins Große treiben, und mit dem Getreidebau in Verbindung ſegen will. Der Dünger ſoll übrigens beym Kartoffelbau im- mer dem Boden angepaßt werden. Je bindender, thoniger, und fkälter dieſer iſt, deſio friſcherer, higigerer, und ſtrohigerer Miſt muß genommen wer- den; je loFerer, mürber, und wärmer dagegen der Giund iſt, deſto älter und verrotteter muß der Dünger ſeyn, wenn man conſequent und der Natur gemäß verfahren will. Die der Beſtellung vorangehende Vorbereitung de3 Kartoffelfeldes beſteht darin, daß es im Herbſte möglichſt tief geſtürzt, und in rauhen Furchen dem heilſamen Cinfluße des Winters übergeben, und daß 968= während dieſer Zeit= wenn es anders die Lage des Feldes erlaubt= der Dünger aufgefahren, alſogleich ausgebreitet, und im allererſten Frühlinge ſo bald man zu dem Boden kann, mit einer ſeichten Furche untergeadert werde. Die Beſtellung ſelbſt kann in unſerm Klima vom Ende März oder Anfange Aprils bis etwa Mitte May vorgenommen werden. Der ſchilichſte Zeitpunkt in- deſſen, wozu ich vorzüglich rathen kann, iſt nach meiner Erfahrung immer die letztere Hälfte des Aprils, weil dadurch beyden Jnconvenienzen, des Frühlings- froſtes ſowohl/ als der zu ſpäten Vegetation und Reifung der Kartoffeln, am beſten vorgebeuget wer- den fann. Die Methoden der Beſtellung ſind bey den Kar- toſſeln in verſchiedenen Ländern und Gegenden, und unter verſchiedenen Umſtänden, ſo unendlich verſchie- den, und manche gehen ſo ſehr ins Kleinliche und Tändelhaftef und ſind daher im Großen ſo wenig ausführbar, daß ich wohl für überflüßig halte meine Leſer mit einem Wortſchwall" zu ermüden, in dem ich Ihnen meine Beleſenheit zur Schau ausſtellte.= Was liegt daran ob ich geleſen habe oder nicht; und ob ich das Geleſene aus teutſchen, franzoſiſchen, oder engliſchen Schriften geſchöpft habe? Es Handelt ſich ja dom; immer nur darum, ob ich in einem Werke ganz praktiſcher Tendenz nüßliche Belehrungen und Zurechtweiſungen für ein Gewerbe ertheilt habe, das ohne Vergleich die erſte und edelſte Beſchäftigung des Menſchen iſt.= Ob dieſe Schrift für gelehrt oder un- gelehrt angeſehen und erklärt werden wird, gleichviel; wenn umf! nu ide Oerl? „wenden? fetmus, SV „( unübert" Jygublid 23 hr gegt" Wot zu un Wdrifty? jn umüße gärt werd] gmmungeus Die Bel Wf dar 9( uſt des gl Wultiva“ Wliget wer, Erſtare): fer, wie hörige V) " Lieſt Cog mog! ſufe no“ werden eint möhnlichs Weiner 4 nun haus we Gt) bann mach Auuet dasy Wiſer in j Grund ve Buy "0, diy "inge ſo hy chte" | Im Slim va Nite) ' Zeitpunky wnn, ſ 19] te des In) es Frühl Vegetation y gebeugt 1 dey den&! genden,| lich verl), leinliche| zen ſo 1 9 halte m 1, in din ausſtellte e nicht; ſiſchen,!' handel! einem Dv hrungen 1! ſt habe, 1 oftigung 1) hrt oder n , gfeidrit| went EBEN os wenn ſie nur den nüßlichen, den das landwirthſchaft- liche Gewerbe fördernden, und die Kenntniß deſſelben erweiternden beygezählt wird.==„, Nis: utile est quod facimus, Stulta est gloria“ ſagte einft Phäadrus mit unübertrefflicher Wahrheit; und ich trage keinen Augenbli> Bedenken, dieſe goldnen Worte, die längſt in Erz gegraben zu werden verdienten, ganz unbe» dingt zu unterſchreiben.= Wenn daher je gegenwär- tige Schrift, aus Gründen, und 8ine ira et sludio, für ein unnüßes, nur gelehrt ſcheinen wollendes Geſchreibſel erklärt werden kann, ſo bin ich der erſte, der das Ver- dammungsurtheil unterfertigt.=- Doch zur Sache- Die Beſtellung der Kartoffeln kann entweder mit» telſt der Handhaue oder HandhaFce, oder mit- telſt des gewöhnlichen Pfluges, oder mittelſt des Cultivator3 oder Häufelpfluges bewerk- ſtelliget werden. Erſteres geſchieht auf folgende Art: Nachdem der Aer, wie oben angegeben worden, ſchpyn früher die gehörige Vorbereitung erhalten hat, wird er zu ziem- licher Tiefe umgepflüget, und mit einer eingreifenden Egge möglichſt klar geegget, wornach man zum Über- fluße noch die Buſchegge folgen laſſen kann. Dann werden eine Anzahl Leute zum Löchermachen mit der gewöhnlichen Handhaue auf der einen Seite des Fel- des einer hinter dem andern angeſtellt..Der Vorder- mann hauet ein ſeichtes Loch in die Erde, macht dann einen Schritt ſeitwärts, und hauet wieder ein Loch, dann macht er wieder einen Schritt ſeitwärts und hauet das dritte Loch ,/ u. ſf. w. Sobald nun aber dieſer in ſeiner Neihe das zwepte Loch hauet, ſo hauet Grundſ« der Felidk, 3. Th, 24 der zweyte in der ſeinigen das erſte, und ſchreitet eben fo ſeitwärts fort, indem er ſich bey dem Löchere machen in Hinſicht der Direction und Entfernung der Löcher immer nach ſeinem Vordermann richtet, So macht es der dritte, der vierte, und alle übrigen.=- Den Lochmachern folgen die Einleger, welche ſich eben ſo anſtellen, und immer ſeitwärts ſchreitend in jedes Loch eine Kartoffel werfen/ und dieſelbe mittelſt des Fußes mit Erde bede>en.= Sind die Reihen aus, ſo ſtellt man ſich wieder neuerdings gleich unterhalb an der nämlichen Seite des Feldes an, zuerſt die Grubenmacher, und dann die Einleger, und ſo geht es fort, bis das Feld durchaus beſtellt iſt.=- Auf dieſe Art kommen die Kartoffeln ſämmtlich ins Quadrat zu ſtehen, und zwar== wenn die Arbeiter anders die gehörige Geſchi>lichkeit beſigen=- oft ſo regelmäßig, als ob ſie nach der Schnur gelegt wären.= Die Ent- fernung der Kartoffeln von einander hängt jede8mal von dem Umſtande ab, ob die Grubenmacher ſich weiter oder näher zu einander anſtellen, und ob ſie größere oder kleinere Schritte ſeitwärts machen. Ein ſorgfältiger Landwirth wird daher dieß nie der Will- Führ der Arbeiter allein überlaſſen, ſondern wird im- mer die genaueſte Aufſicht dabey führen, damit die Kartoffeln gerade in ſolchen Diſtanzen gepflanzt wer- den, wie er es am angemeſſenſten findet.=- Werden die ſolchergeſtalt gelegten Kartoffeln auch während der Vegetation mittelſt der Handhaue bearbeitet, ſo dürfte wohl eine Entfernung von 1 1/2 Fuß hinlänglich ſeyn, wird aber dieſe Bearbeitung mittelſt Zugkraft bewerkſtelliget, ſo ſind wenigſtens 23 und hochſtens 110 ju K her gehör" Legt ms when fie et! gingen D! je fie wert a beynahe? alem Ge | Orſteres 1 king des? x Geſtellun/s ji ſcharfen hie Frum 19 hintereiß jr ziemlich ier deſto| niger der) ' jidh die 99 jede dritter hung vony Nn den Einz fügte and, *) Die drs fin deshalby " jocſtenz) V welches 4 Whatot fein z „Auchen(0 f Nenmal) ofen al 1 ve " mithin aus und fu hy den| nen 1 th. 3 | übrign, velche jh (tend in W e mittijy Reihen| ich unt) n, zue) und ſoy) t- iſt.-h ) ins Dich er andert) regelmiß = Diel ngt jeden nmacher|; „ und ob) machen, ie der Dh zen wird iv damit)! pflanzt 10 = Deh während 4, ſo dir! hinlangli) ſ Zugl hh ) hom 2 1/2 Fuß Diſtanz erforderlich, um auch das Be- haden gehörig verrichten zu können. Legt man die Kartoffeln nach dem Pfluge, ſo werden ſie entweder bloß reihenweiſe, mit vorſäßlich geringern Diſtanzen in den Reihen ſelbſt, geleget, oder ſie werden eben ſo gut wie nach der Handhaue y und beynahe noch pünftlicher, in gleicher Entfernung von allen Seiten, im Quadrate gepflanzt. Erſteres geſchieht, wie folget: Nachdem die Vor- bereitung des AFers gehörig geſchehen, und die Zeit der Beſtellung herangerücet, egget man das Feld mit einer ſcharfen Egge in das Kreuz und in die Oueere, bis die Krume gehörig gepülvert iſt. Dann ſtellt man drey hintereinander gehende Pflüge, und pflüget mit einer ziemlich ſchmalen und ſeichten Furche(welche immer deſto ſeichter zu geſchehen hat, je zäher und thoniger der Boden iſt) zur Saatbeſtellung, wobey zugleich die Kartoffeln, zuerſt in die erſte, und dann in jede dritte Furche,*) in halb- bis einfüßiger Ente fernung von einander, eingelegt, dabey aber immer von den Einlegern mit dem Fuße an die noch Unge» pflügte Landſeite, wovon der Pflugſtreifen abgeſchnit» *) Die dritte Furche wählt man zum Einlegen der Kar- koffeln deshalb, weil die Reihen auf dieſe Weiſe gewöhnlich 2 bis höchſtens 2 1/2 Fuß weit von einander zu ſtehen kom? men, welches gerade die Diſtanz iſt, innerhalb welt werden, damit ſie von dem Fuße des Zugviehes nicht ſo leicht getroffen/ und beſchädigt werden.=- Zum Ginlegen müſſen immer bey jeder Reihe zwey Menſchen angeſtellt werden, damit die Pflugarbeit dadurch nicht im Geringſten aufgehalten werde. Dieſe löſen ſich entweder wech» ſel3weiſe ab, ſo daß, wenn der eine mit ſeinen Kartoffeln fertig iſt, der andere ſchon in Bereitſchaft ſey an ſeine Stelle zu treten, dieſer aber wieder in» deſſen einen neuen Vorrath von Kartoffeln hohlen Pönne, um damit den vorigen zu erſeßen; oder man vertheilt die Arbeit zwiſchen beyden ſo, daß der eine immerfort leget, der andere ihm aber die RNaartoffeln zuträgt. Cben aus dieſer Urſache müſſen auch die mit Kartoffeln gefüllten Sä>e gehörig auf dem Felde ver- theilt ſeyn, damit dieſe Leute die Seßtkartoffeln nicht aus allzugroßer Entfernung herbey zu hohlen brauchen, wodurch nur die Zeit unnüß vergeudet, oder wohl gar die Pflüge aufgehalten würden.-=- Iſt der ganze Aer auf dieſe Art beſtellet, ſo kann man ihn entwe- der ſo wie er iſt, in rauhen Furchen liegen laſſen, oder man kann ihn mit unſerer gewöhnlichen Buſch» egge leicht überziehen. Erſteres dürſte auf bindigen, lepteres auf looſen Bodenarten angemeſſener ſeyn. Will man die Kartoffeln nach dem Pfluge im Quadrate legen, ſo verfährt man auf folgende Weiſe: Nachdem der ſchon zuvor gehörig vorbereitete Aer durch tüchtiges Eggen möglichſt gepülvert und mittelſt der Buſchegge geebnet worden, werden mit dem Marqueur(Rubrikator, Linienzieher, Rillenzieher) gerade in entgegengeſeßter Rich- "9 mii jent hörig(d- 1- hien oder N p die erſte it daf* fugfurchen uy und [1 die Far!" y dritte FV dudrat zu) wyſfeltigſte! haer pfl vyugöweiſe) 11 Borzug* gen heart! Jt nach do pühte vorti Mittelſt 8 jigende Ar'3 orig zubt! hnden Cg huſchegge 18 Fartoffelre 1 ve dadurd3 hriger Ens vg geſchel x wiſhen, 1 (hen pfl; Wm Geiteni vefen, VN Üauweit(d tſe We bettofen,| müſty v eſel weh im Guy] entwehr 1) ine mit 1 in Bert) ber wich) rioffeln 4) en; obi) , daß hey die Fa 4 aud Ny dem Felt! Fartoffeln hlen bra oder wo) Ff der| nan ihn liegen 1 nlichen 21 auf bind)! ſſener ſy) m Pfl) lgende D hereitete 1 und mi! en mit! enzieht! eehte' 0704: tung mit jener, in welcher man zu a>ern gedenft, gehvrig(d. i. 3 bis 2 1/2') von einander abſtehende Linien oder Nillen über das Feld gezogen, dann wer»- den die erſterwähnten drey Pflüge gerade ſo ange» ſtellt, daß dieſe Linien des Marqueurs durch die Pflugfurchen in einem rechten Winkel durchſchnitten werden, und an dieſem Durchſchnitt8punkte nun wer- den die Kartoffeln, wie ſo eben geſagt worden, in jede dritte Furche eingelegt; wodurch ſie ſo genau ins Quadrat zu ſtehen kommen, wie dieß kaum durch die ſorgfältigſte Handarbeit zu bewerkſtelligen iſt.== Thaer pflegt ſeit einigen Jahren ſeine Kartoffeln vorzugsweiſe nach dieſer Methode zu beſtellen, welche den Borzug hat, daß die Kartoffeln in beyden Rich- tungen bearbeitet werden können, wodurch ſeiner An- ſicht nach das Feld um ſo beſſer für die nachfolgenden Früchte vorbereitet wird. Mittelſt des Cultivators können die Kartoffeln auf ſolgende Art beſtellet werden: Man egget den zuvor gehörig zubereiteten A>er mit einer ſcharfen eingrei- ſenden Egge möglichſt klar, und ebnet ihn mit der Buſchegge oder Walze. Dann bezeichnet man die Kartoffelreihen mittelſt des Marqueurs, und legt in die dadurch gezogenen Rillen die Kartoffeln in ges höriger Entfernung von einander nieder. Iſt auch dieß geſchehen/ ſo fährt man mit dem Cultivator da» zwiſchen, ſo wie dieß bey der Bearbeitung zu ge- ſchehen pfleget, wodurch denn die Kartoffeln von bey- den Seiten mit Erde bedeXt werden. Nur iſt zu be- merken, daß die Streichbretter des Cultivators nicht allzuweit geſpannt werden dürfen, damit die Kartof- <== 157= feln weder übermäßig mit Erde überſchüttet, noch etwa aus ihrer Lage gebracht werden,=- Will man die Kartoffeln ins Quadrat legen, ſo macht dieß Feinen andern Unterſchied, als daß man den Aer in beyden Richtungen mit dem Marqueur überziehet, und die Kartoffeln bloß an den Punkten, wo die mit dieſem Werkzeuge gemachten Rillen ſich durchſchneiden, auf» leget, und etwas in den Boden tritt.=- Dieſe Methode kann ich vorzüglich auf allen zähen und waſſerſüch»- tigen Bodenarten empfehlen, allwo ſie vielleicht die einzige iſt, nach welcher die Kartoffeln noch mit eini- gem Glü>e gebauet werden können. Man möge nun aber die Kartoffeln legen, wie man will, ſo muß man immer darauf bedacht ſeyn, daß man gute geſunde und unbeſchädigte Knollen da» zu verwende, und nicht etwa ſolche, welche ſchon durch Froſt oder Fäulniß großentheils zerſtöhrt wor- den ,/ und daher auch nur wenig Keimkraft mehr bes ſiken können. Vor einiger Zeit hat man ſich viel darüber ge- ſtritten, ob es vortheilhafter ſey große oder kleine, zerſchnittene oder unzerſchnittene Kartoffeln einzulegen. Heut zu Tage iſt man jedoch dießfall8 ſo ziemlich über folgende Punkte einig geworden: 1.) daß zer» ſchnittene Kartoffeln zu legen durchaus keinen Vortheil gewähre, ob man gleich bey der Einlage allerdings etwas erſparet;*) und daß die mehreren in einer *) Ganz einig iſt man jedoch über dieſen Punkt no< nicht, da ſelbſt vorzügliche Shriftſteller und Landwirthe, wie 3- B. Burger, wie wir weiter unten ſchen werden, noch pdeſhen me der P' vi glau [ifo wenig jn zu geb! : irriger!! k zugleich! m wollte; 1 jj recht re (1 ausgewal hyfommenſ] h; 5.) daf€ offeln mit4 hen find 11 yen hahenis whigt WW» when, dit | fonte, | Ja die 1: 1) Fortpflas ſuche left) nittene Fs hroſſen, 1) "geln fotze "yſchlagerz; We mit einig dneannanzzmn Dee für das hh ange Simmen, ip. Nen wolle: üttet, 4 Au Dil y ht di 4 der in bah "W, u h ie mit hip neden] ieſe Teh d waſſe vielleidt) 10h mit t egen, edacht ſy Fnollen) welche[hy rſiöhrt ny ſt mehr| darüber) oder Flein | einzulegt ſo zielt) 1,) daß 1) ien Vortht » allerdiny en in eint Yun u) woitthe, 1 erden, 9 EEN DRI und derſelben Kartoffel befindlichen Augen dem Wachs- thume der Pflanzen keine8wegs= wie wohl Einige fälſchlich glaubten= hinderlich ſeyen; 2.) daß es eben ſo wenig gut ſey ganz kleine Kartoffeln zum Ein- legen zu gebrauchen, wenn man auc=- wie man häufig irrigerweiſe zu thun pfleget=- mehrere an einen Ort zugleich einlegen, und dadurch ihre Größe er» ſeßen wollte; weil ſolche kleine Knollen mehrentheils nicht recht reif geworden, wenigſtens nicht vollkom» men ausgewachſen ſind/ folglich auch keine kraſtvolle Nachkommenſchaft, und keine gute Ernte geben kön- nen; 5.) daß es am beſten und zwe&ämäßigſten ſey, Kartoffeln mittlerer Größe, die jedoch gehorig ausge- wachſen ſind, und ſchöne, große, tief eingedrüte Augen haben, einzulegen 3; und 4.) daß, wenn man genöthigt wäre, gar zu große Kartoffeln zu ge- brauchen, dieſe allerdings entzwey geſchnitten wer- den können. Da die Kartoffeln eine ſo außerordentliche Treib- und Fortpflanzung3kraft beſigen, daß ſie, wie neuere Verſuche lehrten, zur Noth auch durch bloße ausge»- ſchnittene Keime/ durch ausgewachſene und abgelöſete Sproſſen, ja ſogar durch Schnittlinge aus ihren Stengeln forgepflanzt werden können, ſo haben Einige vorgeſchlagen, jedesmal nur die Keime auszuſchneiden, oder mit einem eigens verfertigten Inſtrumente auszu- immer für das Zerſcs Saatfkartoffeln auf den Acre.+|)= Im nördlichen England legt man im Durchſchnitt 16 Buſhels pr- Acre.+t)= In Suſſex pflanzt man 16 bis 20 Buſhels, in Wiltſhire 5 bis 6 Sas, in Dur- ham 16 Buſhels, und in Vork 15 Buſhels ypv- Acre.+tt)= Der Amtsbericht des Ausſchußes des Board of Agriculture zu London, über den Kartoffelbau ,/ enthält eine gewaltige Menge An- gaben der Einlage, ſo wie ſie in verſchiedenen Geo genden Großbritanniens, je nach den verſchiedenen Localumſtänden und der Bauart, wirklich praktiſch ſtatt gefunden haben, S. 19 und 20 ſind allein 15 ſolcher Angaben enthalten, wovon die geringſte 15, die höchſte 37 1/2 Buſhels pr. Acre iſt. 14tf)= *) f. Bergen's Viehzue's prakt. Anl. zur Führung der Wirthſchaftsgeſ<äfte. +) ſ. Diſon's prakt. A>erbau. + ſ. A. Young's Six month's Tour. ++ ſ. A. Young's Annals of Agriculture; und Pictet's Cours d' Agriculture Angloise. +4++4) ſ. Report of the Committee of the Board of Agriculture concerning the culture and use of Potatoes, - 318= Nach der in Frankreich herausgegebenen Inſtruction zum Kartoffelbau, braucht man 2 bis 5 Setiers Saamenkartoffeln auf den Arpent.*)-=- Bey dem würdigen Grafen von Podewils auf Guſow und Platkow, war der gewöhnliche Einfall 12 Scheffel pr. Morgen. XX)-- Legt man== ſagt Burger= ganze Kartoffeln in Reihen von 2 Fuß Entfernung, und 1 Fuß weit in den Reihen ſelbſt, ſo würde man von den großen gelben ſogenannten Gibraltarſchen Speiſekartoffeln 40 Mt. für ein Joch nöthig haben, ZVerſchneidet man aber jede Kartoffel in 4 Stücke, und legt ein ſolches Stück auf 6“ Entfernung in der Li- nie, ſo kommt man mit der Hälfte aus, ohne am Ertrage verkürzt zu werden. XxX)=- Friebe nimmt an einem Orte 4 bis 5 und am andern 5 bi3 6 Lof Kartoffeln als Einlage für eine rigiſche Lofſtelle an. XXXX)= Nach Begtrup legt man in England gewöhnlich 18 bis 20 Buſhels pr. Acre. XXXX*) Nach Dieudonne legt man im franz. Flandern 8 1/5 Heftolitres pr. Hektare.= Jn der Gegend von Menin legt man von Biehkartoffeln auf 7/16 Bun» *) ſ. Instruction 8ur la culture etc. de Ila Pomme de terre; extraite de la feuille du Cultivateur, publide par la ci-devant commission d'Agriculture, et de arts. et redigee pour la Seconde partie par M. Parmentier. XX) f. Podewil9s Wirthſ), pommet go ubliee pi! gls art,(| 4 On ter, „ybungn Ss] dt, >(eſſe hit gie en =. 979:== der 16 Raſieres, und Tiſchkartoffeln auf 9/16 Bunder 7 Raſieres.== Zu Melle bey Gent legt man 45 Säe pr. Bunder.=- In der Gegend von Lille aber kommen 5 Säe auf 0, 4 Bunder.*) Dieß giebt, auf unſer landübliche3s Maaß reducirt folgende Angaben über die Einlage der Kartoffeln: a.) Nach Bergen, bey der Handbeſtellung b.) Nah Sce. d.)-=“ Didſon,inYork- ſhire e.)=“ A. Young &.) in Nordengland BP.) in Suſſex Pp.) in Wiltſhire 0.) in Durham e.) in Vorkſhire f.) Nach dem Ausſchuß- Be- richte des Board of Agriculture 9.)= der franz. Jnſtru- ction-. h.)- Podewils 16 1/4- 10 3/4= 91/2- OLE== 9= 9 1/2-y“ 9= 9 men 4 1/4= 17 1/4-- *)| Shwerz's belg. Landw. Ill. B. ) 24h 1|& =-.|= 2238 Tae S2 ZE Ss Zel 10 3/4 1| Tir do S S BD oO 22 1/2 6 1/4 Eu) 5380 iL) Nach Burger? a.) ganze große Kartof- feln in einfüßiger Entfernung einge M6. 2 legt. E20--=-- 5 ß.) geviertelte Kartof- 22 feln in halbfüßiger E Diſtanz eingelegt 14 1/2=>== S Kk.) Nac; Friebe. 2 h 3/8 bis 6 5/80. L)- Begtrup 10-- 12| m.)='Dieudonnt«. 4 41/25 ,..-7- 2.) In der Gegend von 3 Menin g iN Viehkartöffeln:. 12/53/84"== 0 BB.) Liſchfartoffein» 13-= 0.) Zu Melle bey Gent 27--= p-) In der Gegend von Lille 8 84===-) Nach meinen eigenen Erfahrungen und Beobach- tungen, kann man etwa unter nachſolgenden Be- ſtimmungen, im Durchſchnitte der übrigen Umſtände annehmen, daß folgende Quantitäten von Kartoffeln zur Einlage nothig ſeyen: a.) wenn die Kartoffeln in zweyfüßigen Diſtanzen im Quadrate gelegt wer- den, gleichviel, ob dieß mittelſt der Handhaue, des Pfluges, oder des Cultivators geſchehe 3. b.) wenn die Kartoffeln nach dem Pfluge oder Cultivator in zwey Fuß von einander abſtehenden Reihen, in € en 2 Zs M6. Z| S O [DZ [9] der Di dm Re c„) wenn| Reihen viel die wen zu Hb da ph in Rei ſhitterere G hir iſt man wh ſo[ei jymer unſe j1 allen DZ Zeiten dur Weils„ weil by nur un Zuart in by dieſer harbeitet ſe ſeht, Burger micht nur an Arbeit auf dieſe mürde,-- di Culty hie Rede Ninas, da Keihenfult vieſe Art em b] y ] gd Beob! (genden? Ten Umf gon Satt den Reihen ſelbſt, gelegt werden 15 bis 20 der Diſtanz von circa 1 Fuß in M8. 5 c.) wenn die Kartoffeln eben ſo in: Reihen gelegt werden, aber noch D viel dichter, ohne jedoch zerſchnit- E ten! zur werden! 2 24= 1060 Ob das Einlegen der Kartoffeln im Quadrate oder in Reihen, und ob überhaupt das dichtere oder ſchütterere Einlegen derſelben vortheilhafter ſey, daruü- ber iſt man noch nicht völlig einig, und wird es wohl auch ſo leicht nicht werden, da wir Menſchen doch immer unſere beſondern und individuellen Anſichten in allen Dingen haben.= Thaer iſt in neuern Zeiten durchaus ſür die Beſtellung ins Quadrat; theil38, weil man dadurch an der Einlage erſpart, und doch nur unbedeutend weniger ,/ als durch die dichtere Bauart in Reihen an Ertrag erhält, und theils, weil bey dieſer Beſtellungsart der A>er auch ins Kreuz bearbeitet werden kann, wodurch die Brache viel beſ- ſer erſeßt, und das Feld viel reiner erhalten würde,=> Burger iſt dagegen für die Bauart in Reihen, nicht nur, weil der Aer beſſer benutzt, und vieles an Arbeit erſpart wird, ſondern weil das Feld auch auf dieſe Art leichter in reinem Zuſtande erhalten würde.= J< ſelbſt ſtimme= wenn anders von der Cultur der Kartoffeln in größerer Ausdehnung die Rede iſt= Letzterem bey, und glaube aller- ding3, daß der größere Vortheil auf der Seite der Reihenkultur ſey- Denn 1.) geben die Kartoffeln auf dieſe. Art gebauet, bey übrigens gleicher Sorgfalt, -- 532== do< immer einen größern Ertrag, wodurch das Plus der Einlage mehr als hinlänglich erſegt wird; 2.) erfordert dieſe Bauart ſowohl bey der Beſtellung, als nachher während der Vegetation, weniger Ge. nauigkeit und Arbeit, welches doch bey einer großen Wirthſchaft immer berücſichtiget zu werden verdient; 5.) kann bey der Ernte, zu einiger Erſparung der Handarbeit, der Pflug, der Haken, oder der Culti»- vator zu Hülfe genommen werden, wogegen bey der Beſiellung im Quadrate die ganze Erntearbeit ſchlech- terdings durch Menſchenhände geſchehen muß; 4.) ſehe ich nicht ein, warum der Acer bey der Neihenkultur nicht eben ſo gut, wie bey jeder andern Bauart, für die fünftigen Saaten vorbereitet werden könne, da die Zwiſchenräume der Reihen doch eben ſo ſorgfältig während der Vegetation bearbeitet, die Reihen ſelbſt aber, ſchon wegen Habhaftwerdung der Kartoffeln„ ſehr tief aufgepflügt werden müſſen; ſo daß alſo kein Sle>chen auf dem ganzen Acer bleibet, das nicht auf das tüchtigſte durch gearbeitet worden wäre. Die Bearbeitung der Kartoffeln während der Ve- getation iſt ein Erforderniß, welches ſowohl dieſer Knollenfrucht ſelbſt als der darauf folgenden Saaten wegen, ſchlechterdings nicht unterlaſſen werden darf.= Vormahls verſtand man dieſe Arbeit bloß mittelſt der gewöhnlichen Handhaue zu verrichten, ſo wie dieß auch jeßt noch im Kleinen wohl allenthalben geſchieht, Allein in neuern Zeiten lernte man dieſen Zwe> auch durch Zugkraft zu erreichen, ſo daß nunmehr die Kartoffeln in jeder beliebigen Ansdehnung mit Leich» tigkeit gebauet werden können, welches doch ehemals, ſer vielen S idem nicht ſjepen fon Erſteres goffeln 3 hijaden vo (ehen brd 1) die Ad wa ein: 1), ehadt (3 Erde€ Nich» nac jheitet man ) hoc) ang (3 dieß nur Mittelſt jnde- Weiſe: (zen abzum) fe zu br. lrtofelpfly johnlich ein Malten, m) gen Fant, Uſchein geh Im einzuſt Weder mit 6 in Den| ſr if, ws Indern ai WÄR== muß; 4 | Reiherfih ' Vauatt,| m Fon,| | ſo ſorgj! Reihen(4 vioffeln| ß alſo 1 as nicht| 10 vend der 1 ewohl dieh den Gad den darf,- / mittelſt h 0 wie dif en geſchit)| „Iwed au nmehr Ww » mit ih] ) ehema?) -- 5859== der vielen Handarbeit wegen, die ſie forderten, in jedem nicht ſehr bevölkerten Lande nicht wohl ge- ſchehen Fonnte, Erſteres geſchieht auf folgende Art: Sobald die Kartoffeln zum Vorſchein kommen, wird das erſte Beha>en vorgenommen, welches nur ganz ſeichte zu geſchehen braucht, bloß um das Unkraut zu zerſtören, und die AFerkrume aufzulo>ern. Etwas ſpäter, da ſie etwa eine Spanne bis höchſtens einen Fuß hoch ſind, beha&t man ſie zum zweyten Male, wobey man etwas Erde an die Kartoffelſtö>e zieht, oder häufelt. Endlich, nach Verlauf noch einiger Zwiſchenzeit, be» arbeitet man ſie zum dritten Male, wobey die Erde ſo hoc< angezogen oder ſo ſtark angehäufet wird, als dieß nur immer möglich iſt. Mittelſt Zugkraft geſchieht dieſe Arbeit auf fol- gende-Weiſe: Etwa 8 Tage nach der Beſiellung wird geegget, um die zu dieſer Jahrszeit, wo Wind und Regen abzuwechſeln pflegen, ſich gewöhnlich formirende Borke zu brechen, und ſo den jungen hervorkeimenden RKartoffelpflänzcer in noch reinerm Zuſtande zus» rüFläßt= mittelſt des großen neun- eilf- oder noch ABN EU 114-8 -- 3384= mehrſchaarigen Exſtirpators über den ganzen Aer Her, jedoch ganz flach geſchieht, wornach in einigen Tagen abermahls geegget werden kann.=- Dieſe Ope- rationen können ohne mindeſtem Scrupel den Kar- toffeln etwa zu ſchaden vorgenommen werden. Im Gegentheile ſind ſie ihnen äußerſt heilſam, wie man durch die nachfolgende freudige Vegetation leicht über- zeugt werden wird.=- Späterhin, da es an der Zeit iſt, werden ſie wiederhohlte Male mittelſt des Culti- vator8 oder Häufelpfluges behäufelt, wobey beſon- der3 das zweyte Mal die Erde ſo hoch als nur möglich angehäuſet wird. Werden die Kartoffeln etwa mittelſt des Culti- vator3 beſtellet, ſo können ſie freylich nicht geegget und exſtirpiret, dagegen müſſen ſie aber deſto vbfter mit dem Cultivator bearbeitet werden. So bald ſich nämlich Unkraut auf dem Aer zeiget, ſo iſt alſo- gleich der Cultivator durch die Reihen zu ziehen, ſelbſt wenn die Kartoffeln noch gar nicht zum Vorſchein gekommen wären. Doch hat dieſe Arbeit gar nicht tief und nur mit wenig auseinander geſpannten Streich- brettern zu geſchehen, da es ſich dießmal bloß um die Zerſtörung des Unkrauts handelt, Sind die Kar- toffeln alle heraus, ſo führt man ihn abermahls durch, und zwar um ein Geringes tiefer. Noch tiefer aber da3 dritte, und am allertiefſten das vierte Mal, weil es ſich dann vorzüglich um die Anhäufung der Erde handelt. Eben deshalb ſind auch die Streich, bretter bey dieſem Werkzeuge, ſo wie man es tieſer greifen läßt, immer auch verhältnißmäßig etwas weiter KuSeinander zu ſpannen. Sind Gind dies weih w Jihtung! a dien€ jyend Unfr€ ft das 7 (hörig vollbt We, bis daF (ogt, da m ph arünen ZE (wenden, 1) dern vor hal, weih jed, und d, 4 Jothfutter 18 Die Ery) 1) der viel Iirdings etr€ ymierigfeins kewindlichß tlichen KJ een Drteip: nd zwar 0x inge werden ) zwedmäß s f wenigſteng, (Inder rehyn j"t Arbeit 14 Wh, wie dia | wird ns litt Orundſ, der sS Qanzen| 1 ind = 4 1pel des j; . werde) ſam, wiy ion leihtyj es andy) eſſt des(4 - wobey by (lS mur m elſt des 0 ) nicht 4 e aber| Jen Go t, ſiſt in zu zie „zum Vor); beit gat! mnten Gy jmal blof1 Sind die) qm aben: x. Noch hy 3 vierte 7) nhäufung ) die Gin man 8 KW ) etwa) pl Gin => 3585== Sind die Kartoffeln ins Quadrat gelegt, ſo ver- ſieht es ſich von ſelbſt, daß ſie wechſel8weiſe in bey- den Nichtungen bearbeitet werden müſſen, theils um von allen Seiten angehäuft zu werden, theils um nirgend Unkraut auffommen zu laſſen. Iſt das Beha>en und Behäufeln der Kartoffeln gehörig vollbra ht, ſo überläßt man ſie ihrem Schi>- ſale, bis das Kraut zu welken und abzuſterben an- fängt, da man denn zur Ernte ſchreitet.=“ Das Kraut im grünen Zuſtande abzuſchneiden und als Futter zu verwenden, wie dieß von einigen unfundigen Projekt- machern vorgeſchrieben wird, iſt doppelt unſinnig, einmal, weil dadurch beſtimmt die Ernte verringert wird, und dann, weil es das ſchlechteſte und elendeſie Nothfutter iſt, das man ſich nur denken kann. Die Ernte der Kartoffeln iſt zwar umſtändlich, und der vielen Handarbeit wegen, die ſie fordert ,- allerdings etwas ſchwierig, doch ſtelle man ſich dieſe Schwierigkeit nicht ſo vor, als ob ſie durchaus uns- überwindlich wäre, und uns von der Cultur dieſer trefflichen Knollenfrucht abzuſchre>en brauchte.= An vielen Orten haben wir ja eine Menge Frohnden, und zwar oft in ſolchem Überfluße, daß uns gar nicht bange werden darf. Dieſe können zu dieſer Urbeit um ſo zwe>mäßiger verwendet werden, als dabey auch = wenigſtens zum Aufleſen=- abgelebte Weiber und Kinder recht gut zu gebrauchen ſind, die doch ſonſt zur Arbeit wenig taugen.-- Hat man keine Frohn- den, wie dieß z. B. auf unſern Pußten der Fall iſt, ſo wird man wohl um die Zeit der Kartoffelernte ſehr leicht Tagelöhner bekommen fönnen; oder es wer- Grundſ- der Zeldk. 3. Th. 25 den ſich eben ſo leicht und oft noch leichter arme Leute -=- wenn ſie nur einmal mit dem großen Nußen dieſer Frucht bekannt ſind=- gegen eine Quote, oder einen Antheil des Ertrages, zu dieſer Arbeit herbeylaſſen, welches noc< obendrein den Vortheil Hat, daß die Arbeit möglichſt beſchleunigt wird, ohne daß wir die Leute anzutreiben brauchen.=- Kurz, ein umſichtiger Landwirth wird ſich hier wie überall leicht zu helfen wiſſen, ſo wie ein Kurzſichtiger, der nicht mit männ licher Ruhe alle Umſtände gehörig zu berechnen, und feine ganze Wirthſchaft in allen ihren Zweigen und allen ihren individuellen Eigenheiten mit einem zuſam- menfaſſenden Blike zu überſehen und zu leiten ver- ſteht, nicht nur hier, ſondern bey allen übrigen Ver- richtungen unſeres ſo ſehr complicirten Gewerbes, alle Augenbli>e in Verlegenheit kommen wird.=- Bep der Reihenkultur kann man einen Theil der Handarbeit dadurch erſparen, daß man die Kartoffeln=- nachdem das Kraut zuvor bey Seite geſchafft worden=- m ttelſt des Hakenpfluges, des Cultivators, oder auch jedes gemeinen tiefgreifenden Pfluges auspflüget, fo daß ſie bloß aufgeleſen zu werden brauchen. Man be- obachte hierbey nur ,/ daß die Aufleſer immer im Ver- hältniſſe zur Zugkraft angeſtellt werden. Denn ſind ihrer zu viele, ſo könnte leicht geſchehen, daß ſie öſter3 müßig warten müßten, bis ihnen der Pflug wieder neue Kartoffeln heraufbrächte 3; ſind ihrer aber zu wenige, ſo könnte ſich's ereignen, daß ſie nicht im Stande wären, das was durch die Zugkraft den Tag über an das Licht gefördert wurde, auch gehörig aufzuleſen, wodurch= wenigſtens bey etwas ſpäterer ine- hie(9 muten) da| jed."DS jutnehmert jw und 94 + befannten€ Jr fann es 19 „ Zinken ve (wrzuglich jrathen b€ hr empfohlt hha Erde G den ſie auX (ten, und 3 4 j) nüßlich "igen VfctS m und beſots "gſalt auſh'€ digung ſdS Zer Ert| Jin uns bitt eſieſlung ui hren aufiß; Im man by Wen, 140b „wtläßigen 43 Torgen antyn wt ſein höcgs Woſter 78 Ge "96 Ihn ve arme 1 Nuhn bh te, heey| | haba hat, by! 8 daß my) ein umſey eicht zu hi) icht mit yy| erechnt | Zweigen y feinem ju zu leitet) übrigen) jewerbes,| d,= Be x Handa! n= nad) m=m! er aud|) get,[0| mn. Mat! mer im „ Denn) hen, def) n der H) nd ihrer 0! ß ſie nict raſt denzy ud gef was ſpit Ernte= die Kartoffeln leicht vom Nachtfroſte leiden konnten/ da ſie ſich denn weit ſchlechter conſerviren würden.=-*"Bey der Cultur im Quadrate muß das Herausnehmen ſchlechterdings durch Handarbeit ge- ſchehen, und zwar geſchieht es gewöhnlich mittelſt der befannten Handhaue, beſſer und zwe&>mäßiger aber kann es mittelſt eines mit zwey breiten und lan- gen Zinken verſehenen Karſtes verrichtet werden, wo- zu vorzüglich Thaer's ſogenannter, in ſeinen A>er- geräthen beſchriebener und abgebildeter Kartoffel- heber empfohlen werden kann.-- Sind die Kartoffeln aus der Erde und auf Haufen zuſammengetragen, ſo werden ſie auf Wägen oder Karren nach Hauſe ge- fahren, und zum Gebrauche aufbewahrt.-- Sehr gut und nüglich) iſt es, gleich bey der Ernte die zur künftigen Pflanzung beſtimmten Saatkartoffeln auszu- leſen und beſonders zu legen, um ſie mit deſto größerer Sorgfalt aufbewahren, und vor aller möglichen Be- ſchädigung ſchüßen zu können. Der Ertrag der Kartoffeln iſt der ſicherſte unter allen uns bekannten AFXergewächſen, und bep guter Beſtellung und nachheriger Behandlung, in günſtigen Jahren außerordentlich lohnend.=- Nach Thaer kann man bey gehöriger Bauart und angemeſſenem Boden, 140 Scheffel als einen mittlern und ziemlich zuverläßigen Ertrag der Kartoffeln pr. Calemberger Morgen annehmen.*)-- Späterhin zu Mögelin war ſein höchſter Ertrag 120 Scheffel, und ſein ge- ringſter 72 Scheffel; ſonſt hatte er aber gewöhnlich r) ſ. Ihaer's engl, Laydwirthſcet in Suffolk 628 Buſhels vom Acre erhalten haben. Ja in der Grafſchaft Kent ſoll man in einem alten Hopfengarten ſogar den enormen Ertrag von 700 bis 300 Buſhels Kartoffeln pr. Acre gehabt haben.**?***)=- Di>ſon liefert uns fol- gende Ertragsangaben der Kartoffeln: Donaldſon rechnet auf den engl. Acre 5 bis 10 Tons, und den Durchſchnitts- Ertrag für ganz England giebt er zu -6 Lons pr. Acre an.= Billingsley erhielt bis +)|, Thaer's Grundſ. der rat. Landw. wv) f. Bergen's Biehzue's prakt. Anl. zur Führung der Wirthſs Speiſekartoffeln vom Acre, ſagt aber ,. daß. man von Viehkartoffeln noch einen größern Ertrag haben könne.=- In Vorkſhire hält man 300 bis 400 Buſhel Ertrag vom Acre für eine ſehr gute Ernte; Viehkartoffeln geben jedoch daſelbſt pr. Acre 50 bis 100 Buſhels mehr.= In Kent ſoll man auf einer engl.['] Ruthe 4 Buſhels geerntet haben, welches 460 B, auf den Acre austrägt.=- In beſon- dern Fällen ſoll man in England ſogar 700 bis 1000 B. vom Acre erhalten haben, welches aber, wie Dikſon ſelbſt geſteht, nur beſondere Ausnahmen ſind, wo Bo- den und Witterung außerordentlich günſtig waren.*)= A, Voung nimmt den Durchſchnitts- Ertrag für ganz England, zu 427 Buſhels, Xx) und den für Nordengland beſonders, zu 377 Buſhels pr. Acre an. XXX)=- In Irland berechnet derſelbe den Durchſchnitt8-Ertrag zu 329 Buſhels pr. Acre. XXX) =“ Und in ſeinen Annalen des A>erbaues theilt uns derſelbe folgende Erträgniſſe der Kartoffeln in verſchiedenen Grafſchaften Englands mit: In Suſ- ſex 300 bis 400 Buſhels; in Wiltſhire 100 bis 150 Sas; in Cornwall, bey doppelter Beſtellung und Ernte zwey verſchiedener Kartoffelſorten hinter einander in einem und demſelben Jahre 900 Buſhels, und bey gewohnlicher einmaliger Beſtellung nach dem Raſenbrennen 600 B.; in Cheſter 500 B.; in *) ſ. Dikſon's prakt. Akerbau« 38) fj A. Young's Farmer's.tour. KY4) 5 A. Young's Six month's tour. FFFE)| A Younsz's tour in Ireland, 399 Lancaſter 200 bis 8500 B.z; in Weſtmoreland 250 bis 350 B.; in Cumberland 240 B,.; in Durham 200 bis 300 B.; in Sommerſet 6o bis 160 Sas pr. Acre, X)=- Der ſchon oben er- wähnte Amtsbericht des Ausſchußes des Board of| Agriculture zu London enthält eine unzählige Menge Angaben über den Ertrag der Kartoffeln in! Großbritannien, wovon die allergeringſte 78 Buſhels, und die allerhöchſte 1342 Buſhels pr. Acre iſt,**)= Der Durchſchnitts- Ertrag ließe ſich etwa aus dieſen? ſämmtlichen verſchiedenen Angaben zu 300 bis 400 Buſhels pr. Acre für ganz Großbritannien berechnen,= Nach der ebenfalls ſchon oben angeführten franz. Funſtruction zum Kartoffelbaue ilt der höchſte Ertrag, den man von der großen weißen ViehFkartoſ- fel erlangen kann 100, und der Mittelertrag 6o bis 50 Setiers pr. Arpent.*X*%)=-- Nach Duhamel erhielten in Frankreich Villiers en Lieu 550 bis 540 Boiſſeaux vom: Journal/ und de Chezane h00 Boiſſeaux pr. Arpent. X*XX)=- Burger ſagt, ſowohl auf eigene als fremde Erfahrungen geſtüßt, daß man von den Viehkartoffeln vder von den großen gelben Speiſekartoffeln, wenn man ſie in zweyfüßigen *) f. A. Young's Annals of Agriculture; un) Pictet's Cours d' Agriculture Angloise. 3%) f. Report of the Committee of the Board f Agriculture, concerning the culture and use of Potatoes. *=) f, Instruction Sur la culture de la pomme ds Terre etc, par Parmentier. wö)| Duhamel du Monceau's Elements G&Agriculture. fb, unä jingt, und C jen niht 30" purhſchnitte'E 4 font"> jodewilSt „md Bij 4 ducſhnittS zuhellen;E Ghmalz 14 (hefe Saft fun man'F hz 100 647: hat er, abg hling in 28 uf einem!8 eden fon 4 wr und nad - arbers hefe 2 man von 191 Kartoffeln JAtobi A O6 x: itt) ,S lad. iS ==(kd ar enn Reiben, und dicht in die Linie gelegt bauet, gut nd 268), düngt, und nichts bey der Cultur verabſaumt, in je Omnerſm) dem nicht gar zu looſen und. zu bindigen Boden, im ſhon m Durchſchnitte 250 bis 500 Meten pr. n. 0. Joch ern» es Boah) ten könne.*)= Der ſtärkſie Ertrag, den Graf v. | ein mik; Podewils auf Guſow und Vlatkow hatte, er Kati) war 5 Wiſpel 16 Scheffel pr. Morgen. KNX)7 Als 1gſte 763) Durchſchnitts- Ertrag könnte man etwa nach ſeinen Aerein. Iabellen 3 Wiſpel pr. Morgen annehmen.== ema ihm Gmalz hat von 10 Morgen bis 1800 berl.| u 300|) GEcheffel Kartoffeln geerntet. x*x*)-- Nach Koppe| . Fann may von einem Morgen Landes recht gut 5o nien berehn führten fi) bis 100 Scheffel Kartoffeln ernten; in einzelnen Fällen, iſt de 1), ſagt er, hat man ſchon das Doppelte gehabt.+t)= eien Vie) Kling in Bapern nimmt an, daß im Durchſchnitte ttelertrag b) auf einem Tagwerke 25 Scheffel Kartoffeln geerntet < Duhn werden können 3 vorausgeſeßt, daß man den Aer en Lie) vor und nach der Pflanzung gehörig behandelt hat. tk) d de Chil Karbe berechnet ſeinen Kartoffelertrag zu 100 . Burger) Scheffel pr. Morgen.+++)= Nach Friebe kann man von einer Lofſtelle wenigſtens 50 bis 60 Lof hrungen gil)| „pon de) Kartoffeln ernten. Fttt)= Weber nimmt an, daß|| je in zwepfi)| *) ſ, Burger's Lehrbuch der Landw,| kerieultur; 5%) ſ„Podewils's Wirthſchafts-Erfahrungen,| [8 zt) f, Schmalz's Wirthſe 3 142 7, und im J. 1809, obgleich auf ungedüngtem Lande, 200 derley Säcke, vom ſächſiſchen A>er= 500[[] Ruthen erhalten haben.*?)=- Nach Dieudonn€ iſt der Mittelertrag im franz. Flandern 167 Hektolitres pr, Hektare.== In der Gegend von Menin erntete man von 7/16 Vunder 17,5 NRaſieres Viehkartoffeln; und von 3/16 Bunder 75 Raſieres Tiſchkartoffeln; welche Angaben jedoch bepde gerade auf das Näm- liche hinausgehen.=- Zu Melle bey Gent endlich erhielt man 430 Sä>e Kartoffeln pr. Bunder. 28) Dieß giebt nach unſerm Maaße folgende Angaben des Kartoffelertrages in verſchiedenen Ländern und Gegenden: a.) Nach Thaer*'s engl. Landw. Ms6t-= als Mittelertrag... 200-- 172 b.) Nach Thaer's rat. Landw. SZ &.) das Höchſte. o- 173=“- I B:) das. Weringſts:-4.1.4 dion wol Py.) gewöhnlih.:+ 115 bis 130 9 c.) NahH Bergen.-- 188= 173/0 *) ſf. Weber's Handb. des Futterbaues. *+) ſ, Shwerz belg. Landw, It. B, (129 Uy Norge WEN veilen unh; B, in)y erhalten önbuy, die Kam)" 1 142 4) ] m Bande u 000[] Juh onne ſj] Detto' zenin Biehfartofi „iſchfartofi) uf daz Ny gent en) nder,**) ende Anzeh Ländern 1 | | baus, B, Hopfengarten Z.) Nach Diäſon &.) laut Donaldſon B.)-- detto im Durchſchnitte für ganz England ey.) laut Billingsley 0.) in Vorkſhire. 8.) detto an Viehkartoffeln 8.) in Kent 9.) in beſondern einzelnen Fäl- len unter äußerſt günſtigen Umſtänden lands h.) Nach A. Voung «,) im Durchſchnitte ganz Eng- WEr 51 anm d.) Nach OGeride |&.) zu Lobke BP.) zu Heinde. €.) Na; Set in SuffolP: 8.) in Kent, in einem alten . ". . 12.) detto bloß Nord-„Englands PY.) detto Jrlands 8.) in Suſſex- e,) in Wiltſhire M6: 7 216=“= 195... 1338=---=-- 217 bis 246 96= 120 180=-=- 269=»== 326=“= 419=- 478 90= 180 R 108==-=- 200.==== 180== 240 210=- 300 276=“=- 420== 600 256== 226--=- K071i= 180«= 240 180-- 270 db =." S98== 2.) in Cornwall, bey dop- pelter Ernte« 8. „.) detto, bey einmaliger Ernte Z.) in EPeRer 4.» gs 6.) in Lancaſter:-.- x.) in Weſtmoceland. x.) in Cumberland- ez) in Durham ») in Sommerſet«; i.) Nach dem Ausſchußberichte des Board of Agriculture «.) in beyden Extremen des Mi- nimums und Maximums B.) im Durchſchnitte ſämmtli- B.) Durchſchnitts» Ertrag 0.) Na< S Fattofils€ auch beyFs, Ertrag 91 man nove! es Hur Whit man ſelt 1 In 1m ſchen altes) VurzeloBe lihem G34 nimmt 5 1 dai 10:2 1 69) her w& Mg.? r.)INRach: Kia pb en 3 30 R HERIE NN=GE NIET 8.) Nach Friebe, wenigſtens- 55 bis 66| 7 t.) Nac< Weber 2 a.) im Durchſchnitte«. 173= 202|+9 B.) unter günſtigen Umſtänden 289==| 5 cy.) bey Grafen Schönburg, Es im J. 1804-;+ 127.= 257 8.) bey detto, im J. 1809« 170==||| u.) Nach Dieudonne, als Mit- 4 telertrag im franz. Flandern 91== 8 x.) In der Gegend von Menin, Dg ſowohl an Vieh- als Tiſch- 7" kartoffeln. E 5 139=="= y.) Zu Melle, bey Gent« 290- 4 Bey uns iſt es gar nichts ſeltenes 200 Metern Kartoffeln vom Joche zu erhalten, ſo daß man dieß auch bey jeder guten Wirthſchaft als Durchſchnitts- Ertrag annehmen kann. Jn günſtigen Jahren erhält man noch weit mehr; und in den ungünſtigſten- went es nur nicht gar völlige Mißwachsjahre ſind/ wird man ſelten weniger als 100 Mtz. vom Joche ernten. Jn Hinſicht der Nahrungskraft ſowohl für Men- ſchen als für Vieh, ſtehen die Kartoffeln unter allen Wurzelgewächſen unſtreitig oben an.=- Zu menſch- lichem Gebrauche, und im Vergleich mit dem Korne, nimmt Thaer nach Einhof'sen zu laſſen brauchte.-- Hat man geräumige troFne und gegen den Froſt (Biinananen, *) f. Thaer's Grundſ. der rat. Landw. x) f, Thaer's engl. Landw, geſichert! g7 iw, fo iſt der Gente, 2 „Sil mH funden ober G ug den 79 daf man 17 Ceiten hjinl'e hh fie denn IE has zwenm> Ww und GtrS/ j ſhüßen 19 Norfolf an KL Scheune 0d/5 ines Chu!& on Breite 1, und fe Dänden von an dyS hiudes ſto, 1 in Entſetty ge macht, unjm der Mitte 15) toduen EG,& hmmt inym; m) wieder x| nd Sarto zyt) "u woc es 31 rüber; uy| vd eine yy Wat Sig y der Uh emma, " zi Dy 2 Ü, fey tung ahn anm, 40h ich mit Dy ndas Fyy | dem Dh als ſieh der Vieh) haer ung haly der Fay len Bönny| jorne, 1 n aber y| - Der[y laſtung 4 eu an Ny vca 210) ERD OSCE geſicherte Keller, die man dazu verwenden kann und will, ſo iſt es freplich das bequemſte, ſie gleich nach der Ernte, ſobald ſie tro>en ſind, dahin zu bringen. = Will man ſie im Scheurenraume oder anderen Ge- bäuden ober der Erde aufbewahren, allwo ſie etwa gegen den Froſt nicht hinlänglich geſichert wären, ſo darf man nur die Vorſicht brauchen, ſie von allen Seiten hinlänglich mit tro&nem Strohe zu bede>en, da ſie denn ganz gewiß geborgen ſind.=- Eine beſon- der3 zweEmäßige Methode die Kartoffeln mittelſt San- des und Strohes in ſolchen Gebäuden gegen den Froſt zu ſchüßen giebt uns der Engländer Bevior in Norfolk an: Man bringt in dem innern Raume einer Scheune oder eines dgl. Gebäudes in Entfernung etwa eines Schuhes von den Wänden deſſelben eine Wand von Brettern, Weidengeflechte, oder dgl. Materialien an, und ſtampft den Raum zwiſchen dieſen beyden Wänden voll mit Stroh. E3 verſteht ſich von ſelbſt, daß an den Seiten, die nicht an die Wand des Ges bäudes ſtoßen ,/ dieſe bretterne oder geflochtene Wand in Entfernung eines Fußes von einander doppelt ge- macht, und mit Stroh vollgeſtopft werden müſſe. Jn der Mitte dieſes eingefaßten Behältniſſes ſchüttet man tro&nen Sand-- etwa 4 Zoll hoch-- auf; hierauf kommt eine Lage Kartoffeln; darüber wieder Sand und wieder Kartoffeln; und ſo wechſelt man mit Sand und Kartoffeln ab, bis Alles voll iſt. Zulett ſchüttet man noch eine wenigſtens 6 Zoll diXe Schichte Sand darüber; und beym erſten Eintritte des Froſtes wird noch eine etwa 2 Schuh di>e Lage Stroh darüber gelegt. Bey dieſer Aufbewahrung8smethode hat man auch in dem ſtrengſten Winter für ſeine Kartoffeln nicht8 zu beſorgen.*)=- Hat man aber kein Ge- bäude irgend einer Art, und will auch keines dazu errichten, ſo kann man ſie auch ſehr füglich im Freyen aufbewahren. Man ſchichtet nämlich die Kartofſeln auf einer Unterlage von Stroh dachförmig auf, ſo wie man die Kanonenkugeln aufzuſchichten pfleget, und belegt ſie von allen Seiten dicht mit tro>nem Getreideſtrohe, ſo daß ſie überall etwa einen Fuß di> damit bede&>t ſind. Dann belegt man dieſes Stroh etwa 1 Schuh di> mit Erde, und ſchlägt dieſe ſo feſt und gleich als möglich, damit das Waſſer ge- hörig ablauſen könne. Zum Überfluße kann man noch ein neues Dach von einer Lage ſchlechten Binſen- oder Seggenheues darüber machen, welches beſonders da zu empfehlen iſt, wo vie darüber gebreitete Erde von lo>erer und krümeliger Art iſt, ſo daß ſie vom Regen weggeſchwemmt werden könnte. Auf dieſe Urt können die Kartoffeln ohne mindeſte Beſorgniß unverſehrt er- halten werden ,/ da das Stroh ſie ganz zuverläßig vor der Kälte ſchüßet, die Erde aber Wind und Negen davon abhält, welche ſonſt doch durch das Stroh ihren Weg dahin finden könnten. Am beſten iſt es, wenn man dieſe Mieten nicht zu groß, und deren lie- ber mehrere machet, damit, wenn eine derſelben ange- brochen wird, man ſogleich ſämmtliche Kartoffeln wegſchaffen, und indeſſen, bis ſie etwa verfüttert oder verbraucht werden, an einen andern gegen. den Froſt *)| Landw, Mannigfaltigkeiten und A>er- vau'sz Erfahrungen, chuten 9 5 1. dal: hing!. g daft nz ſeinen Gellert fit, gerade 7. hene SarT fe Sfeini iw (je fich 3 M hſtrechen iE (fen muß X jngenommen'e jier Arbeit 185 (feln in 1 hrhaus zu'& iht faulen)/Q hen für Net hiblihen Gi y un hauf 4 die Kar!!5; |& noth) aten, vollio den Fall 17) Der gt 3i vn Niema.s liq nur vd klem Mitt 5, hrade die 1p4 im ſe hauſg| noh ver es Weihe bye] Wahrung ! Aetihn (0.97) feind byj ) im Prog ! Safy nig auf ten pf nt Kof ten uh eſes Cy) gt dieſs Waſſe| n man inſen ſondert| ? Erde vom Rey irt fon verſehr!/ erläßig y und Nu das Gr) ſien if 0) ) deren h| [ben 1 Fartefy) füttert den Fu) | nd De SE 1009:...777 geſicherten Ort, als etwa in die E>e eines Kellers, u. dgl. bringen könne. Sehr gut und zwe>mäßig iſt es daher, wenn man einen eigens dazu beſtimmten kleinen Keller, oder eine gegen den Froſt geſicherte Kam- mer, gerade nur ſo groß bauet, daß man eine ange- brochene Kartoffelmiete jedesmal darein bringen kann« Dieſe Kleinigkeit kann doch überall nicht viel koſten, ob ſie ſich gleich in der Folge reichlich lohnet. Das Aufbrechen der Mieten und das Wegbringen der Kar- toffeln muß jedoch immer an etwas gelindern Tagen vorgenommen werden, damit ſie nicht ſelbſt während dieſer Arbeit vom Froſte Schaden leiden.= Die Kar- toffeln in unterirdiſchen Gruben aufzubewahren iſt durchaus zu widerrathen, weil ſie in denſeiben ſehr leicht faulen, oder. wenigſtens dumpfig werden, und einen für Menſchen und Vieh unangenehmen und ſchädlichen Geruch und Geſchma> annehmen, wie man bey uns häufig genug beobachten kann.=- 7iuf welche Art die Kartoffeln aber immer aufbewahrt werden, ſo iſt es nothig ,/ daß ſie zuvor, wenn ſie etwa feucht waren ,/ vollig ausgetro>net werden, weit ſie ſonſt auf jeden Fall mehr oder weniger verderben würden. Der große Nuten des Kartoffelbaues kann wohl von Niemandem bezweifelt werden, der dieſe Frucht auch nur von der Ferne kennt 3; er müßte denn bep hellem Mittage das Tageslicht verläugnen wollen, Gerade die Kartoffeln ſind es, die jedes Land, in dem ſie häufig gebaur werden, am ſicherſten vor Hun- gerönoth verwahren können 3; denn ob ſie gleich dem Getreide bey gleichem Volüme oder Gewicht allerdings an Nahrungskraft nachſtehen, ſo geben ſie doch, was |. wemmmntrae ae wm ae pr=< EE aG ESA kma IIIS EES die Maſſe der Nahrung von gleicher AFerfläche be trifft, eine bey weitem größere Menge Nahrungs- ſtoffs, als irgend eine unſerer gewöhnlichen Getreide- arten; und dieſe geben ſie mit ſolcher Sicherheit, daß, wenn bepnahe alles Andere mißräth, man doch wenig- ſtens auf die Kartoffeln rechnen kann,= Äußerſt muß es mid) daher wundern, daß Francois de Neuf- < ateau*) von der größern Ausdehnung des Kar- toffelbaues Gefahr ahnet, und ſogar Hungersnoth befürchtet; und wenn er dieſes treffliche Gewächs eine Frucht nennt, deren Ertrag immer un ſicherer iſt, als der des Noggens und des Weitzens3,= Wahr iſt es zwar, daß eine überaus große und anhaltende Dürre die Kartoffel- einte ſehr verringern, ja an manchen einzelnen Orten beynahe vernichten könne, wie wir dieß eben vor ein paar Jahren(i. J. 1822.) traurig genug erfahren Haben. Allein einer ſo langwierigen und anhaltenden Dürre, und eines ſo gewaltigen Mißrathens der Kar- toffeln(ob ſie gleich ſelbſt damals nicht allenthalben gleich mißriethen, indem man an manchen, ja an vie- len Orten, recht erträgliche Ernten erhielt) erinnere ich mic) auch während meines ganzen beynahe fünſzig- jährigen Lebens nicht. Und wie viele Mißjahre ha- ben wir in dieſem Zeitraume bey andern Feldfrüchten nicht erlebt?=-- Thorheit wäre es allerdings, wenn ein Volk ſeine ganze Subſiſtenz auf die Kartoffeln, mit Ausſchluß des Getreides, gründete; aber eben ſo thörigt wäre es auch, wenn wir heut zu *)| Schaftes, ſelbſt in vor» nehmern Häuſern oft beliebtes Brod giebt; aber auch zu den verſchiedenſten andern Speiſen kann ſie auf die mannigſaltigſte Art recht gut und ſchma>haft zube- reitet werden, ſo daß ſie nicht ſelten der vornehmſten Tafeln ſich zu erſreuen hat.=- Als Futtermaterial iſt ſie allem Viehe ſo angenehm als gedeihlich. Pferde und Schaafe werden in England häufig damit gefüt- tert. Bey Kühen wirkt ſie ſehr auf Milchvermehrung. Bey der Ochſenmaſtung ſoll man ſie allda äußerſt vortheilhaft gefunden haben. Und bey der Schweine- maſtung fand man daſelbſt ſogar, daß die Kartoffeln etwa zum dritten oder vierten Theile mit Getreide- Grundſ.. der Feldk, 3, Th. 26 Riel R Ei-- rn leErEIERÖNNERNEER EIn 0.0 33 35m IIm un oder Hülſenfrüchten verbunden weit beſſer mäſteten, als wenn man dieſe leßteren allein gefüttert hat.*)== Außerdem hat man in neuern Zeiten gelernt Stärke daraus zu bereiten, und zu Erſparung des Getreides, Branntwein daraus zu brennen, wozu ſie beſonders in einer Verbindung mit Nunkeln doppelt geſchi>t ſeyn ſollen.= Kurz es iſt dieſe Frucht ſo nüßlich, daß man ſie nur zu kennen braucht, um ſie vorzugs- weiſe vor manchen andern Pflanzen im Großen und auf dem Aer anzubauen.= Glülich jede Gegend, welche viele Kartoffeln bauet; und Heil und Seegen jenem fernen Lande, das uns dieſe edle Frucht gege- NIN NER 4030.00 So ausgemacht und unzweiſelhaft der Nuten der Kartoffeln iſt, ſie mögen zu menſchliher Nahrung oder zu Viehfutter verwendet werden, ſo iſt doch ihr Anbau in größerer Ausdehnung zum Verkaufe nur it dem Falle anzurathen, wenn man durch eine große Quantität ergiebiger Wieſen, oder durch eine mit Viehmaſtung verbundene ſtarke Branntweinbrennereyp, oder wie immer von ander8 woher als vom Aer, it Hinſicht des Düngers hinlänglich geborgen iſt. Denn Dünger müſſen die Kartoffeln ſchlechterdings genug haben, und ein ausgedehnter und anhaltender Anbau dieſer Frucht bey Düngermangel würde die Wirthſchaft eben ſo ſicher zu Grunde richten, als er dieſelbe bey gehörigem Dünger beſſer als irgend etwas Anderes zu heben vermag.= In der Regel müſſen daher die Kartoffeln immer= wenigſtens zum größten Theile= 3) f. Ihaer's engl Landw, has Vieh vi Berfe gehe en einen 6 het das abgeſF im Wanze 8 pa im, 5 (Jugen zu 1E jnehrung! jz öfonomiE | mſtlih S ) auf der ZI 3, und dem 33 Jelbant fia I jer um) ſottt: ihre geleht h! denfe ics hwohl nec jm wollen! 14 Thier, 13 It ſo arg im ih neue Erhud wu aus dy] "eben, uti=- j, was ſies Ino 3 Une andere 3 4 "ute, mig ſee nh, (tert ju. gem Cl, des| | fie biny Oppeli ah ht fo ih m ſie vy m Oron ) jede Gy il und Zy le Fruhjy urch ein! weinbren) vom Ad) gen iſt. J erdings(1 [tender 1) ie Wir) x dieſelht) as Ande! jen dah| hten Zh an das Vieh verfüttert werden, wenn man rationell zu Werke gehen will, und nur ſeltene Ausnahmen fönnen einen größern Verkauf derſelben räthlich machen. Das abgeſtorbene Kraut dieſer übrigens fo ſchäße baren Pflanze/ die gewiß kein Menſch mehr verehren kann als ich, iſt zu nicht3 Anderm zwe>mäßig und mit Nuten zu gebrauchen, als zur Streue, und zur Vermehrung des Düngers. Wenn daher manche rüſtige ökonomiſche Plusmacher dieſes elende Kraut ganz ernſtlich als treffliches Viehfutter empfehlen, und auf der Hä>ſelbank mit Getreideſtroh zu ſchnei- den, und dem Viehe vorzulegen gebieten,(denn die | HäFſelbank ſtaltet bey dieſen Herrn Alles zu gutem || Futter um) ſo kann ich mich eines mitleidigen Lächelns || über ihre gelehrte Unwiſſenheit nicht erwehren. Armes '| Vieh! denke ich mir dabey, mit was wird man dich denn wohl no< zur Belohnung für deine guten Dienſte füttern wollen 1!!!....,, Doch verzeih* ihnen, gutes Thier, dieſen hochgelehrten Herrn, es iſt ja nicht ſo arg gemeint', es geſchieht ja nur, um ſich durch neue Erfindungen und Projekte( gleichviel, wenn ſie auch aus der Luft gegriffen ſind) einen Namen zu erwerben, und= apres tout= ſie wiſſen ja oft nicht, was ſie ſchreiben....... 6. 350- Knollige Sonnenblume. Eine andere Knollenfrucht, die wir ebenfal!8 Amerika verdanken, und die eigentlic) aus Braſilien herſtam- 26" -- hoh= men ſoll, die aber mit der Kartoffel durchaus nicht| verwechſelt werden darf, iſt die knollige Son nenblume(Helianthus tuberosus 3 ungr. Csicsöka; franz- Topinambour; engl. Earth-pufſi, Sow-bread, Jerusalem- Artichoke) welche öfters auch unter den, Benennungen Erdbirne und Erdartitſchofe vorzukommen pfleget.| Die den Kartoffeln ziemlien) an den faſerigen Wurzeln bey-| ſammen hängen, und außen röthlich- braun, inwendig| aber weiß ausſehen, ſind perennirend, und halten| den ſtärkſten Froſt in der Erde aus. Ihr rauher. markiger Stengel wächſt 5 bis 6, ja bisweilen ſogar| über 8 Fuß hoh; und hat große, dunkelgrüne, Herzſörmig eyrunde, abwechſelnd ſtehende, rauhe| Blätter 3; und den Sonnenblumen ähnliche, aber ſchr kleine, und erſt ſehr ſpät im Jahre zum Vorſchein' Pommende, geſtrahlte Blumen,' Sie nimmt beynahe mit jedem Boden vorlieb, und trägt ſehr reichlich; hat aber das Ungemächliche, .-Z ==». ute und IE hfait geg? h, u eſ Jr Fant» it Rehrur 18 Viehfuh guidformite at zu 19 Iq den Flens „r von ale jme geſt („wie ſch j, als zu 95 ſe der Rah“ aum, dit , Go wiy hre Sno „ind im VX ungöfra re (M 'z: daß ſie ihrer äußerſt perennirenden Wurzeln wegen/ da, wo ſie einmal ſtehet, nicht leicht ausgerottei Die it duß& werden kann; weshalb ſie auch in den gewöhnlichen thalben 14' DZ) Felderumlauf in Verbindung mit andern Früchten nicht' wohl paſſend iſt.= Ihre Fortpflanzung geſchieht übrigens, wie bey der Kartoffel durch die Waurzel- Fnollen. Al3 menſchliche Nahrung iſt ſie zwar von weit „und auch I inden in 11 "rrübe,h4 wu carota nk, Särga 4 minderem Werthe als die Kartoffel ,/ als Viehſutter in ſid& aber iſt ſie gar nicht zu verachten, und hat beſonders| vaten, a. 09=> | durhug das Gute und Bequeme, daß man ſie ihrer Unem- igen pfindlichkeit gegen den Froſt wegen, auch im Boden ungt,] laſſen, und erſt im Frühlinge nach Bedürfniß von da 1, 85 Dohlen Fann. auß m An Nahrungskraft in Vergleich mit dem Heue dartiy, und als Viehfutter, ſo wie in Hinſicht der Sicherheit und Gleichförmigkeit des Ertrages ſcheint ſie die Kar- nlice 16 toffel faſt zu übertreffen, gleichwie ſie vor derſelben oßer Ty wirklich den kleinen Vorzug hat, daß ihre dürren en Yu, Blätter von allem Viehe, beſonders von den Schaafen braun im| ſehr gerne gefreſſen werden, wogegen das Kartoffel- nd, u)l kraut/ wie ſchon geſagt worden, ſchlechterdings zu 18. hy nichts, als zu Streue und zu Dünger tauget.= An "pian Naſſe der Nahrung von gleicher Fläche glaube ich je- - dunk) doh kaum, daß ſie der Kartoffel je gleich kommen hende,;) Ürfte- So wie ſie derſelben auch) darin nachſteht, [iche, al] daß ihre Knollen von nicht ſo vielartigem Gebrauche | ſind, und im Vergleiche mit dem Korne weit weniger 19 NRahrungskraft beſigen. Boden 1 ßS- 300. 5 Ungem! M öd hr«6 Burzeln 1) iht auf] Die in den Gärten allgemein gebaute, und daher 4 geit) allenthalben längſt befannte, aber erſt in neuern Zei- m ric! ten, und auch jeßt nur noh in wenigen Ländern und nan R Gegenden in den AFerbau aufgenommene Möhre, h die V Moorrübe, gelbe Rübe, gelbe Wurzel, (Daucus carota; ungr. Murok,?Iurok-repa, Särga war m) Burok, Särga repa 3 franz- Carolte; engl. Carrot) als Di) hat eine ſpindelförmige, nach Verſchiedenheit ihrer ) far bi Varietäten, bald blaßgelbe und ins Weiße fallende, jl | CE ne Hii -- 406= bald hellgelbe, bald citronengelbe/ bald goldgelbe, bald orangegelbe, bald rothgelbe, ſüße und fleiſchige Wurzel; dreyfach»- gefiederte, aus tief zerſchnittenen und gezähnelten Blättchen beſtehende Blätter; und im zwepten Jahre, da ſie erſt Saamen trägt, einen 4 bis 5 Fuß hohen, aufrechten, runden, gefurchten, mit' Borſten beſesten Stengel; auf welchem die weißen, oft etwas röthlichen, in großen Dolden beyſammen ſigenden Blümchen; und die darauf folgenden rauhen, borſtigen, mit Stachelhaaren beſetzten, ſich an einan- der hängenden, kleinen Saamen erſcheinen. Der Möohrenbau zu Viehfutter, auf dem Felde und im Großen, wird wohl, meines Wiſſens, nur in einigen wenigen Gegenden Englands, Frankreichs, und der Niederlande getrieben, und iſt erſt in den neueſten Zeiten, vorzüglich durh Thaer's, Beg- trup's, DiFRſon's, u. Sch werz's klaſſiſche Schrif- ten, auch in Teutſchland und andern Ländern gehörig bekannt geworden.=- Jn England rühmt man in die- ſer Hinſicht beſonders die orangegelbe Art von dunkler Farbe, von der man ſagt, daß ſie vorzugsweiſe ſehr groß wird, und doch ſüß und ſaftig bleibt,*) Thaer ſagt indeſſen, daß er von der blaßgelben Art die größten geſehen habe.**) Die Möhren verlangen zu ihrem Gedeihen einen tro>nen, warmen, lo>ern, mehr ſandigen als thoni- gen, nahrungsreichen, und tiefen Boden, folglich vor- zugsweiſe einen lehmigen Sand- oder ſandigen Lehm- F)| DiEſon's prakt, Akerbau. %x)|; Thaer's Grundſ. der rat, Landw., Abe vet 4 jymu? jay uft 7 ſin dem(I vibe nur vI hy zweddie? pfeifen TI "it der Bo 1 mißt den'S ſerwiegen,(M Ammer/ unizh utlichſten(18 |; Thon nu?€ 1 gut entwolg ſer in GIS, Im pfleget, 18 1h; daher d€ Jibe ihren 198 Die Nurs huet werdet, m Unfrau=- Oft rein i= jen haben 1811 lech einer 133 Aben, 1«7 dt an, wn Wen, und 132 Wt Gnglanty mt= 6 "ß imme In auß, eme ded bald aul] ße und 4 ef Hf Blätter: w., | trägt y, hem die x) den bipfy) (gend) 1, ſich 0] einen auf din) Wiſſen) 3, Frath) iſt erſt! haer?,| laſſiſchet ändern hmt mat! Art von| Orzugönt) eibt,*) 3) gelben 1 Gedeih! digen al m folgt!) ſandige! Rand boden, der bey gehöriger Tiefe keinen Mangel an Humus hat.-- Lockerheit des Bodens8 iſt bey dieſer Wurzelfrucht eine ſolche Hauptbedingung, daß ſie ſelbſt in dem dürrſten Sande freudig fortkommt, wenn derſelbe nur durch vorhergegangene Cultur und Dün- gung zwedienlich befruchtet worden. In thonigem und ſteiſem Boden dagegen kommt ſie immer ſchlecht fort, der Boden mag ſo fruchtbar ſeyn als er will; e3 müßte denn der Humusgehalt ſelbſt den des Thones überwiegen, oder ihm doch mehr oder weniger nahe kommen, und der Boden daher ein Humusboden im eigentlichſten Sinne des Wortes ſeyn, da denn freylich der Thon nur wenig Bindung verurſachen könnte,= Fn gut entwäſſertem und entſäuertem Moorboden, da dieſer in gleichem Grade humudreich und lo>er zu ſeyn pfleget, gerathen die Möhren ganz unübertreff» lich; daher denn auch die teutſche Benennung Moo r- rübe ihren Urſprung haben mag. Die Möhren können nach jeder andern Frucht ge, bauet werden, wenn der Aer nur in Kraft, und von Unkraut=- beſonder8 von den Lue>en== möge lichſt rein iſt.= Eben dieſes leßteren Umſtandes we- gen haben einige Engländer angerathen, ſie jede8mal nach einer Reinigungsfrucht, ais: nach Kartoffeln, Rüben, u. dgl. zu bauen; allein dieß geht bey uns nicht an/ wenn wir anders nicht in Anglomanie ver- fallen, und ſtatt vernünftiger Nachahmer blinde Affen der Engländer werden wollen. Denn unſer Hauptau- genmerk= ich kann es nicht zu oft wiederhohlen= muß immer auf den Getreidebau gerichtet ſeyn, daher denn auch, um dieſen nicht zu verkürzen, in der Regel A SENECA NENE IEEE ER SS EIIEIESIE IEE CHI EIE BEIN Ld ENER emma ho8==. nie zweh derley Neinigungsfrüchte(Meliorirungsfrüchte) auf einander folgen dürfen 3; wogegen bey den Englän- dern, denen durch ihre Schiffarth die Getreidefelder der ganzen bekanncen Welt zu Gebothe ſtehen, und die ſich daher viel mehr auf Fleiſch- als auf Getreide- Production zu verlegen haben, dieſe Sache ſich ganz umgekehrt zu verhalten ſcheint.=- Man baue daher bey uns die Möhren-- wo man ſie etwa auf den Ader übertragen will und kann=- nur immer nach Getreide, wenn man reine Felder hat; und hat man dieſe nicht, ſo laſſe man lieber den Möhrenbau einſt- weilen und bis zu mehrerer Reinigung der Felder, ganz bleiben, als daß man dadurch den Getreidebau nur im Geringſten ſchmälern ſollte. Bey uns möchte wohl der Möhrenbau nach*Art der Niederländer, die dieſe Wurzel nur als Nach- frucht benugen, weit zwedmäßiger einzuführen ſeyn, Kann man auch auf dieſe Art keinen ſo großen Ertrag von ihnen erwarten, als wenn ihnen das Feld den ganzen Gommer über eingegeben worden wäre, ſo koſten ſie dagegen auch beynahe nichts, indem ihnen bloß der wenige Saame, und die Bearbeitung wäh- rend der Vegetation zur Laſt geſchrieben werden kann; und ſie tragen daher zur Verbeſſerung des A>ers bey, ohne irgend einer andern nüßlichen Frucht den Plag geraubt zu haben. Auch ſcheinen ſie ſchma>hafter und verhältnißmäßig nahrhafter zu ſeyn, als jene, die als Hauptfrucht den Aer eingenommen haben, Die Möhren ſind, unter Vorausſegung gehöriger Cultur, eine ſehr gute Vorfrucht für alle Sommer- früchte,=- Auf die Gerſte ſollen ſie zwar nach der Fefaheung ei ofen, dod" erer gerade abt haber? (frucht fo 1* 3, in E68 huhältniſſe 8 utJahre h1 ' völliger€ has deöhalb 8 3 zu befü [ andern 6 Ü mw| | Zie VIE jen darf 4 han die 6:1Q fügen die! 4 Hinze F (nders der 197 den Düngung; ſl dazu 177: dern imme oder ein ei 81 Kompoſt 034 Die Zimegy Welben mi d huht geban 4 Mein einmyees! Rld im HA 4& fg " Dinge F3i gb 'y den(nip Oreidei f ſchn,|) 3 auſ Geri) ace ſh N m baue)y ewa auf) ir imme)| und hay hrenbau yy| 3 der 34| 1 Otte| bau nah ur als führen|; roßen(1 45 Feld, en wärt, indem|) beitung 1) werden fu 3 Afersh er das ganze Jahr allein einnehmen ſoll, wie folget: Man ſtürzt das Feld im Herbſte zu der Tiefe etwa eines Fußes, und läßt es über Winter in rauhen Furchen liegen. Hat es Dünger nöthig, ſo wird derſelbe mittlerweile auf« emma 410 ame gefahren und ſogleich ausgebreitet. Im Frühlinge wird ſodann, ſobald man zu dem Boden kann, zur Saat gepflüget, geegget, und der Saame recht gleich» mäßig ausgeſäaet. Dann läßt man eine Walze folgen, wozu man aber bey uns noch beſſer die allgemein be- Fannte Buſchegge gebrauchen kann, um den Saamen mit der AFerkrume in die gehörige Berührung zu bringen. Tiefer jedoch als e8 durch eines dieſer bep- den Werkzeuge geſchehen kann, darf man den Saamen nicht unterbringen, weil er ſonſt großentheils erſti>ken würde.=- Wird nicht gedünget, ſo kann man das Feld noch vor Winters gänzlich vorbereiten, und dann den Saamen im Winter-- etwa im Februar-=- gleich dem Mohnſaamen ausſäen, und ihn ſo ſeinem fernern Schi>ſale überlaſſen, da er denn im darauf folgen- den Frühlinge, beym Schmelzen des Schnees, ohne unſer Zuthun in die Erde geſpühlt, und zum Keimen gebracht wird. Die Vorbereitung des Feldes zu die- ſem Zwee beſteht darin, daß man daſſelbe nach dem ſchon erwähnten tiefen Umpflügen, noc< einmal zu gewöhnlicher oder höchſtens zu mittlerer Tiefe umpflü- get, und dann mit einer eingreifenden Egge in das Kreuz und in die Queere tüchtig durchegget, und in dieſem Zuſtande dem Winterfroſte überliefert. Dieſe Methode iſt überall, wo e8 der Lage nach angeht, ganz beſonders zu empfehlen, da dieſe Pflanze ſo früh als nur immer möglich, geſäet ſeyn will. Behandelt man die Möhren als zweyte Frucht, wie dieß in den Niederlanden am gewöhnlichſten ge- ſchieht, und wie es wirklich meiner Einſicht nach auch am vortheilhaſteſten iſt, ſo können ſie ſowohl über | das Oetreiv und vorzü Ginig!? und Eſſ Reihen jz 1y aufe Ir | bey dieſer 1X | gaube ihS | behrlic> | 2: |(et, und€ ) miidung T* zuwor en/S | Etube 32 abgerieben | zum Thot | des Zuſa) St aß wie meinen 1407 ſpähnent 1 zuräbe" ole abr em Vat! da mann ſichert; Herbſte C m, ſh6iy === ur- "(6 Uebergg 1 zur bis€ N Früßuy m fn e teh gleih Baze felgen, allgemin h den Gaumy erühtung y 3 dieſer Wp) den Gauny heils eri nn may)) nt, und by ruar=(l inem Jet rauf fol nee, 1| zum Fei (des zu| he nach) h einma Tiefe um) Gage in) get, un) tefert. Zy ach ay) Pflan) will, epte Ful nlichſte!/ t na 1 owohl" --- 411-- das Getreide, und über den Raps, als mit Flachs, und vorzüglich mit Mohn ausgeſäet werden. Einige Engländer, und neuerlich auch Schwerz und Eſſen*) haben angerathen den Saamen in Reihen zu ſäen, um die Möhren hernach mittelſt Zugkraft bearbeiten zu können. Allein dieß wird wohl bey dieſer Wurzelfrucht immer mißlich ſeyn, und kaum glaube ich, daß auch hierdurch alle Handarbeit vollig entbehrlich gemacht werden könne. Da der Möhrenſaame gewaltig an einander kle- bet, und ſich gerne zuſammenballet, ſo iſt es zu Ver- meidung dieſer Inconvenienz nothig, daß er immer zuvor entweder an der Sonne oder in einer warmen Stube gut getro>net, und mit den Händen tüchtig abgerieben werde, damit er ſeine Borſten und HäFhen zum Theil verliere. Eben um dieſen üblen Umſtand des Zuſammenballens zu verhüten, pflegt man ihn auch ausnahms8weiſe=- da dieß wohl im Allge- meinen nicht zu rathen iſt=- mit etwas feinen Säge- ſpähnen zu vermengen, und mit dieſen abermahls ab- zureiben. Übrigens ſäet man ihn eben ſo, wie man alle übrigen kleinen iSämereyen zu ſäen pfleget. Will man den nöthigen Saamen ſelbſt erziehen, da man denn freplich von der Üchtheit deſſelben am ſicherſten überzeugt ſeyn kann, ſo nehme man im Herbſte bey der Ernte die ſtärkſten und ſchönſten Möh- ren, ſchneide ihnen das Kraut entweder gar nicht, .*) f. S&nem Sande ein, ſo daß das Kraut oben heraus ſtehe. Im folgenden Frühlinge werden ſodann dieſe Saamenwurzeln in ein gut zubereitetes Gartenland, etwa 1 bis 2 Fuß von einander, verſeßt, da ſie denn im July oder Auguſt ihren Saamen in Menge liefern werden. Die Quantität der Ginſaat iſt ſehr geringe, theils, weil der Saame klein, theils, weil er ſehr leicht iſt, und daher ſehr viel auf 1 Ib gehet-= Nach Thaer ſind 4 16 auf den engl. Acre hinreichend; doch geht man ſicherer, wenn man 1 16 mehr nimmt*)=- An einem andern Orte giebt Derſelbe 5 1/2 Ib pr- M. Morgen als das richtigſte Maaß der Einſaat an.**) -- Nac< Diſon ſind 4 bis 5 ij pr. Acre, je nach der Beſchaffenheit des A>ers- die paßlichſte Aus- ſaat. XXX)= Nottidge und Gainsborough in England ſäeten 10 IJ6 Saamen auf den Acre.|)= Nach Young ſäet man in Suffolk 5 6- fP) und anderwärt38 ſäen Einige in England 6 Jb pr- Acre. ift)= Begtrup ſagt uns von England, *) ff. Thaer's enql, Landwirthſſon's prakt. A>Xerbau. +) f. Landw. Mannigfaltigkeiten, und A>erbau's-Erfahrungen. 44) f A. Young's Annals of Agriculture; und Pictet's Cours d'Agriculturs Angloise. ttt)& Le Cultivateur Anglois. daf nan T hrauet-* pimmt m vy TE Bunde. 9 H auf€ S giens ſa0D die Hefta Gam[Es hinreichen" vt. 1 0.97 hraucht 1 4 und bey Rorzen' H 5 bi 5 pP | find auf IN | thig. 1'S breawiri m ſat 1) 4 gen. FE |"jg | wirth/431 86)[H€ (03) En 5715) +) i)9 wächsbid 3 tt)(1) S itt). TE felder a -- 415= IM daß man allda 4 bis 6 1; Möhrenſaamen pr. Acre IN brauchet.*)= Zu Vo orde, in den Niederlanden vin| nimmt man 4 bis 6 16 Saamen auf das Bunder. Wahn Bey Menin, daſelbſt, ſäet man 6 16 auf 3/16 s Mey Bunder. Bey Lille im franz. Flandern kommen 3 6. Ib auf 0,2 Bunder. In den Scheldegegenden Bel- nge lieſt| giens ſäet man höchſtens 4 ib 24 Loth Saamen auf die Hektare.**)= Nach Koppe ſind, wenn der ge, hilt, Saame friſch und gut iſt, 3 Ib auf den Morgen| leicht ij hinreichend,**)= Burger giebt 6 Ib Gaamen| < Ihen pr. n. 0. Joch an.***)= Nach Breitenbach| doch ath braucht man bey leichtem Boden höchſtens 1 1/2 I,| *)-H und bey ſchwerem wenigſtens 2 Ib Gaamen auf den ſ: Hm Morgen von 120[.] Nuthen,+)= Weber rechnet at an| 5 bis 5 1/4 Iz pr. Morgen. tt)= Nach Friebe Acre,|! ſind auf eine Lofſtelle etwa 6 bis 7 5 Saamen nd» Oſte Jus, thig. ttt)= Nach v. Eſſen braucht man bey der oroug) breitwürfigen Saat 3 bis 3 1/2, und bey der Drill- eth) ſaat 1 1/2 bis 1 3/4 1 Saamen pr. M. Mor- 5 BiH) gen. ttf+)= Whiſtling endlich will irrigerweiſe 6*) jf. Begtrup's Bemerk, über die engl. Lands|| England, wirthſcet, wobey ſie zugleich da, wo ſie zu dicht ſtehen, etwas verdünnt werden, ſo daß ſie etwa 1/2 Fuß von einander ſtehen bleiben. Einige Zeit darauf, da die Möhrenpflanzen etwa ſchon die Höhe eines halben Fußes erretcht haben, werden ſie das zweyte Mal behaFet, und noch beſſer verdünnet, ſo daß ſie in eine Entfernung von circa 1 Fuß von einander zu ſtehen kommen; in welchem Zuſtande man ſie ſodann bis zur Ernte ruhig ſtehen läßt, wenn nicht etwa in manchen Jahren, des allzu üppig nach- wachſenden Unkraut8 wegen, auch noch ein drittes Behad>en nothig werden ſollte.= Zwiſchen dem erſten und zweyten Beha>en pflegt man auch bisweilen, theils zur Tilgung des in manchen Jahren häufig auf- ſchlagenden Unfkrauts, theils zu mehrerer Lüftung und Pülverung des Bodens ,/ das Moöhrenfeld zu über- eggen; wobey man ganz ohne allem Beſorgniſſe ſeyn darf, indem die jungen Möhren zu dieſer Zeit ſchon Hinlänglich Wurzel gefaßt haben, um nicht ausge- riſſen zu werden. In den Niederlanden, wo die Möhren über das Getreide Hergeſäet, und ſodann als zweyte Frucht benußt werden, wird das Feld, ſobald das Getreide weggeſchafft worden, in das Kreuz und in die Queere geegget, und dieſes ſcharfe Eggen wird in manchen Gegenden, wenn da38 Land ſehr unrein iſt, oft fünf- bis ſechömal wiederhohlet. Darauf werden die aus- geriſſenen Stoppeln und das Unkraut mit Rechen zu- ſammengeharket, und vom Felde geſchafft.= Säet man ſie über den Winterraps, ſo werden, ſo bald dieſe Frucht vom Felde iſt, deren Strünke ausgezogen, dann jan mird os zu gordy het, werden jagen, Da jgget/ un helher legte vr überflüß IM iw Auf 65 |? landw.(€ jr Zie eit fuct enum | Gobald'H jyufterben X nie am zuX je Wurzeln 118 der E11 fraute abſh 5 bz&raui€ ufbewahrt= 8) Dieß1di) Ynfrautvoleneu fergliden me x Ih fehr viel Amn Weß Säten 0053 Ii das ſ66D W den als Hezu I erſten Jig Apen find, mig "in niht wit eg mill, en) | Efe Bund dens; da, wohn [o de ſity . nige) ſhon die 4) verden ſy), , ca 1 Wy | Zuſtaky| en läßtym [zu ppl od) ein); jen den uch biin] ren häuft er Lüſt nfeld zu eſoraniſty) teſer Zu| 1 nit hren ht) zwepte 1! d das Ot! ) in die dw rd in m 1 iſt, oj erden dit M mit Neh0) hafft.= rden, ſi ie AUS ba dann wird gejätet, X) und darauf ſcharf geegget.= Zu Voorde, wo man ſie gewöhnlich über den Raps ſaet, werden nach deſſen Aberntung die Strünke aus- gezogen, dann gejätet/ darauf behaEt, dann ſcharf geegget, und etwas ſpäter noch einmal behaEt, bey welcher leßtern Operation zugleich durch das Ausha>en der überflüßigen Pflanzen die Möhren verdünnt wer» den. Auf dieſe Art erhält man nach dem Zeugniſſe des landw. Topographen Belgiens oft Möhren von der Die eines Armes, ob ſie gleich /nur als zweyte Frucht benutßt werden.**) Sobald das Kraut der Möhren zu welken und abzuſterben anfängt, ſo ſchreitet man zur Ernte, welche am zwe>mäßigſten dadurch geſchieht, daß man die Wurzeln mit einer drepyza>igen eiſernen Miſtforke aus der Erde hebet, ihnen die Köpfe ſammt dem Kraute abſchneidet, oder, wie Andere vorziehen, bloß das Kraut abdrehet, und ſie dann zum Gebrauche aufbewahret.== Bevor ſie jedoch nach Hauſe gefah- *) Dieß leichte Jäten darf jedoH< mit dem Fäten der unkrautvollen jungen Möhren als Hauptfrucht gebauet, nicht verglichen werden, weil unter gut geſtandenem Rapſe unmög- lich ſehr viel Unkraut ſeyn kann. Auch bemerke man, daß dieß Jäten gar nicht ſcrupulös zu geſchehen brauchet, da ohnes dieß das ſcharfe Eagen darauf folget, welches letztere jedoch bey den als Hauptfrucht gebauten Möhren, die ſchon zur Zeit thres erſten Aufkeimens mit einem Wuſte von Unkraut übers zogen ſind, nidt in Anwendung gebrächt werden darf, wenn man nicht mit dem Unkraute zugleich die Möhrenſaat zerſtöh- ren will. 8)|; S ren werden, iſt es immer rathſam, ſie einige Tage in Fleinen Haufen auf dem Felde liegen zu laſſen/ damit ſie gehörig abtroänen, und nicht, wie es etwa bey zu ſchneller VerpaFXung in ihre Winterquartiere leicht geſchicht, in eine ſchädliche Gährung übergehen, die dann wohl gar eine Fäulniß nach ſich ziehen könnte. Auch iſt dieß de8wegen nothig, damit die Wunde, die man ihnen durch das Köpfen oder Abdrehen des Krauts verurſacht hat, gewiſſermaaßey vernarbe, weil ſie gerade an dieſem Orte immer zuerſt zu faulen anfangen, Die Möhren ſind eine äußerſt ſichere Frucht, die auf gehörigem Boden, und bey ſchi>licher Behand- lung, beynahe nie mißräth, wohl aber oft einen bis zum Erſtaunen großen Ertrag abwirſt.= Thaer ſagt, daß man von einem Morgen Möhren auf ge- Hörigem Boden 300 Scheffel und darüber ernten kann,*)=- Und in ſeinem früheren Werke über die engl. Landw. ſagt er, daß man den gewöhnlichen Ertrag derſelben, bey guter Behandlung, auf 20000[6 vom Morgen, in der Regel annehmen könne.**)-- Endlich ſagt derſelbe noch an einem andern Orte,(in einer Note zu Bergen) daß er weniger als 400 Himten vom(Cal.) Morgen nie geerntet, wohl aber oft 600 Himten von derſelben Area bekommen, und bey einem Freunde ſogar eine Ernte von 376 Himten auf einem halben Morgen geſehen habe,***)= FIEL 0 2 220/a E SOL un 0:0: 10/00 Hats Land. %*) f. Thaer's engl. Landwirthſſon iſt der Durchſchnitts» Er- trag der Möhren in England, gute Beſtellung und Behandlung vorausgeſeßt, auf gutem Boden 929, auf Boden mittlerer Güte 300 bis 350, und auf ſchlecßtem magerm Sandboden 200 Buſhels pr. Acre. XX)-- Onleyp in England giebt den Ertrag der Möhren zu 400 bis 700 Buſhels pr. Acre an.= Nottidge ebenfalls in England erhielt auf unge- düngtem Felde von 3 1/2 Acres 2200 Buſhel Möh- ren, alſo 625 B. pr. Acre.=- Eben ſo erntete Gains«- borough, daſelbſt, gleichfalls ohne Dünger, in auf- geriſſener Hutweide 2900 B. Möhren von 4 Acres, folglich 725 B. pr. Acre; und im Durchſchnitte erntete er auf derley Neubruch boo bis 700 Buſhels pr. Acre. Auf 4 Acres aufgebrochenen fruchtbaren Wieſenlandes aber erntete er 3463 Buſhel Möhren, mithin 841 Buſhels pr. Acre.=- Acton, daſelbſt, erhielt auf leichtem aber fruchtbarem Boden, im Durchſchnitt der Jahre, ungefähr 960 Buſhel Möhren vom Acre. XXX)=-- Rap in England erntete 700 Buſhels pr. Acre. KNAX) *)| Thaer's engl, Landwirthſrerbau. xx) f Landw. Mannigfaltigkeiten, und AFerbau's-Erfahrungen. SIR) SN Le Cultiyateur Anglois, 27 jj (944| 4 11] == Garen ES --- 420 fanman Zz- Moore zu Wantesden bey Woodbridge hatte oft 20 Karren ä 40 Buſhel, alſo 300 Buſhel ſehr ſchöner großer Möhren pr. Acre- X)-- Begtrup ſagt uns von England, daß man allda in gutem Bo- den auf einem Acre oder 6 dän. Schip Landes 100 bis 120 Tonnen däniſchen Maaßes ernten könne; daß man aber auch Beyſpiele von 200 Tonnen habe; ob- gleich der Landmann in leichtem Sandboden mit 50 Tonnen zufrieden iſt.= Im Allgemeinen, ſagt er in demſelben Werke weiter unten, kann man 300 Buſhel für einen mäßigen, 400 Buſhel für einen guten, und 500 für einen beſonders ſtarken Ertrag halten, Bey- ſpiele von 800, 00/- und 1000 Buſhel Ertrag giebt es da, wo das Land bedüngt, und wie ein fruchtba- res Haferland behandelt worden iſt.=- Überdieß lie- fert uns derſelbe folgende Erträgniſſe einzelner eng- liſcher Landwirthe: Kirby berechnet ſeinen Ertrag zu 200 Buſhels pr. Acre.=- Gerrard in Stutton rechnet 10 Fuder a 20 Tonnen, folglich 100 Tonnen für einen ſchi&lichen Ertrag pr- Acre.== Groß ein Pächter Lord Hamilton's berechnet ſeinen Ertrag eben ſo hoc<.= Legrand erntete auf ſtark ge- düngtem Lande, das ohnehin ſehr gut war, 1000 Buſhel Möhren pr. Acre, oder 250 Tonnen auf 6 Schip Landes, däniſchen Maaßes.=- Moody und Melliſh ernteten in ſc inen Ert! 1 Stutt! 0 Lonnen!! Groß! ſeinen Ert! uf fta) war, 10 onnen a! 00dy 1 oden, erſin" om mit ſu! 1[ehmigt" hel Moh? pr. Acre.= Henry Vavaſour Es8q. erntete volle 600 Buſhel(150 dän, Tonnen) pr. Acre, X)== In Suffolk erhält man nach Vo ung, auf gutem Boden 400 bis 5056, ja manchmal wohl bis 800 Buſhels; auf ſchlechtem aber bis8weilen nur 200 Buſhels pr. Acre. X*)=- Schwerz macte über den Ertrag dieſer Wurzelfrucht folgende Erfahrung: a.) Nicht gedüungte, noch behac>te, ſondern bloß ge- jätete- und nach der gewöhnlichen Art ſeiner Gegend am Rheine behandelte Möhren gaben 47740 16; b.) mit ziemlich langem Miſte gedüngte, in Reihen geſäete und keha>te Möhren gaben 55080 16 z ec.) breitwürfig geſäete, nicht beha>te, aber ſtark und mit vortreff- lichem Miſte gedüngte Möhren gaben 63390 16; und d.) in Reihen geſäete, beha&te, und ſo wie die vor» hergehenden gedüngte Möhren, gaben 75730 1b pr. franz. Hektare. XX*)-= Nach Koppe kann man, bey guter Beſtellung, und auf Boden der ſich ſonſt zum Mohrenbau eignet, bis 12 Wiſpel Möhren vom Mor» gen erhalten. f)= Burger nimmt im Allgemei- nen 250 Meßen pr. n. öd. Joc<4 für einen mäßigen, 300 für einen guten und 400 für einen beſonders ſtarken Ertrag an. ff)= Nach Friebe würde eine rigiſche Lofſtelle bey guter Behandlung 100 Lof Möh- *) ſ. Begtrup's Bemerk. über die engl. Lands wirthſFet wur- den, 110 bis 120 Himten vom Calemberger Mor- gen:**)--='Nach Trautmann wirftiein moe Joch Möhrenland in guten Jahren 400 bis 600 Ltr, Mohren ab.**)= Nac d.) Nach A. Voung's Ver- ſuchen ei): Minimumgis 9:5 156 BJ: Medium) 509.20055263 PY.) Maximum. 5 359 e.) Nach Di>ſon, in England a.) auf gutem Boden. 316 B.) auf mittelgutem Boden 179 ey.) auf ſchlechtem Boden 120 f.) Na O nl ey, in Eng- land= 239 g.) Nach Ro hdD R, pes daſelbſt.. Ä 376 h.) Nach Gains8borough, ebenda x.) in aufgeriſſener Hut- weide s 434 BP.) auf derley Neubrüch im Durchſchnitte 359 P.) in umgebrochenem Wie- ſenlande. E 518 1.) Nach Acton, in England 574 k.)-- Ray, ebendaſelb(ſt 419 1)-- Moore, bey Wood- bridge; S 478 m.) Nach Begtrup, in Eng- land a.) in gutem Boden. 233 B.) detto in einzelnen Bey- ſpielen 8. 467 ey.) in leichtem Boden 117 | | [ | mt NEIEE REINER=== 0000 114 on 1. jj || j' 4' 1105120 ESN | 1/68 || 4647 |"[8:14 "18 (| | 4 | | Zi. 2= 3.) im Allgemeinen, als mäßiger Ertrag» 179 €.) detto, als guter Ertrag 339 dE.) detto, als ſtarkerErtrag 299 q.) in einzelnen Beyſpielen, bey höherer Cultur 478 n.) Nach Kirby, in England 120 0.)=“ Gerrard, daſelbſt 233 P-)= Groß, detto. 233 Jg.)== Legrand, detto 584 r.)-- Moody, detto» 538 8.)=-- Melliiſh, detto 478 t.)=- Hevet, detto. 3833 u.)= Young, detto. 335 X.) VBavaſour, detto 350 y-) Nach A. Voung, in Suffolk a.) auf gutem Boden. 39 B.) auf detto, manchmal 478 PY.) auf ſchlechtem Boden 120 Zz.) Nam Schwerz's Ver- ſuchen &.) nicht gedüngt, noch be- ha>t. 2 1.182 B.) mit langem Miſte be- düngt, in Reihen ge- ſäet, und beha>t 199 .) breitwürfig geſäet, nicht beha>t, aber mit ſehr gutem Miſte gedüngt.. 229 | Meiner? Raximum 19); frucht geba'm) jwepte ruf| jo) anneh, zn jingſte Vi 2 een, ?) Dan 190 WW Die als"Uy Dw Kein 12 Umfrißs va21 "wit zu"ez' (Ut, 8.) in Reihen geſäet, be-) ha>t, und eben ſo gedüngt=+ 274== Etr. aa.) Nach Koppe-.. 46=-=- M|. bb.) Nach B!ur ger, im All- j gemeinen 22 &.) als mäßiger Ertrag 181====| B.) als guter Ertrag« 217====. PY.) als ſtarker Ertrag 290==== cc.) Nach Friebe 110-==-- dd.) Nam Bergen, als N Nachfrucht.« 89== 98= ee.) Nach Trautmann. goo bis 450 Ctr.| 8 ff.) Na; Weber 7 x.) nach Maaß- 217= 231 Mt. I B.) nach Gewicht. 191= 203 Ctr. 22.) Nac Francois de Neufchateau. 85*)-=«- Mt.) Meines Erachtens kann man das Durchſchnitts- Maximum dieſer Wurzelfrucht, wenn' ſie als Haupt- frucht gebauet wird, zu 250 Ctr., und wenn ſie als zweyte Frucht benußet wird, zu 60 bis 80 Ctr, pr. Joch annehmen, ohne durch dieſe Annahme in die geringſte Verlegenheit zu kommen. *) Man bemerke hier, daß dieſer Ertrag nur von Möhs- ren y die als zweyte Frucht benußt werden, zu verſtehen ſey, ſo wie ſie in den Niederlanden überhaupt, wozu dieſer Theil Frankreichs vormals gehörte, nur allein auf dieſe Art ges bauet zu werden pflegen. wem Reid SIGE RR n= R nme R IS-- SERS ZA TS-<2 - EZ von zwey Fuß einnehmen. -- 426== Bey der Aufbewahrung dieſes Wurzelgewächſes Hat man vor Allem dafür zu ſorgen, daß es weder von ſtarkem Froſte, noch von Näſſe leide, weil es in bepden Fällen allerdings in Fäulung übergehen würde. Der Methoden dieſe beyden Zwecke zu erreichen giebt es übrigens mehrerley.=- So theilt uns Thaer aus Doung'8 Annalen des AFerbaue3 folgende Methode des Engländers Forby mit, die auch in den härteſten Wintern bewährt befunden worden: „ I< werfe“ ſagt er„„eine Unterlage von Erde, etwa 6 Zoll hoch, in Reihen von 2 1/2 Fuß Breite, und nach Verhältniß meiner Quantität von Möhren, in einer Länge von 50 bis 60 Fuß auf. Auf dieſe Erde lege ich eine Lage von tro>nem Strohe, hierauf werden dann die Möhren mit ihrem Kraute auswärts, und mit ihren Schwänzen über einander her in zwey Reihen gelegt, ſo daß dieſe Lagen ungefähr die Breite Die kleinen Wurzeln wer- den abgeſchnitten, und in die Mitte gelegt, ſo daß ſie durch ihr Gewicht auf dem Mittelpunkte die Reihen zuſammenhalten, und das Auszeinanderfallen der Rei- hen verhindern. Zwiſchen 2 oder 3 Schichten Wurzeln lege ic eine dünne Lage tro>nes Stroh, und baue ſo den Haufen ungefähr 4 Fuß hoch auf; darauf be- de>e ich das Ganze mit tro>nem Strohe, und lege darüber her eine Lage Schilf als Bedachung. Dann fange ich ein anderes Beet parallel mit dem erſten an, und laſſe nur ſo viel Naum, daß ein Menſch dazwiſchen hergehen kann. So 46: ich fort, bis ich meine ganze Möhrenernte aufgetaſſet habe. Darauf Ae ih) te JZ 8, und b7 1 tro],(, die 022 5;„dedung 3 Wt ſreplih 1 jy wäre))iſG (eim Bil! 2 j hren verl»Z |„Dieſes[Mt [,„iG ſigen Bu'S? " beſtim S1; fmauerte,[)G; Wege Selex 1 fegen ann, em! Jber Banſerttan Wt daſelbſt ſelbt aber 21997 nit Dieſelbe! (0 gehen D/ hngen dieß aine Dunſiyx) vird, nahtu) Ther€ Jammer fö eps;| jet werde 7 0, Dieſer 3d: "4 Norte| We foll|| Ferne, "(18 Virzelong 1? def ej hy e[eide, ma lung ey) | ede zu ny eilt unz Thy efundenmh [age von| 1/2 Fuß dz! | von Nit auf, Auf) otrohe, hi: aute ausßw)| er her in| fahr die Y , Durzeln! legt, ſo de fte die Iv fallen der? jichten Diy oh, und!) uf; daray/) rohe, und ahung: Zt nit dem t!) aß ein Nu) h fort, bil] habe, Zu fülle ich die Zwiſchenräume ganz mit tro>nem Strohe aus, und belege Alles auswärt8s mit Bunden von Stroh, die ich mit Händen befeſtige, damit der Wind die BedeXung nicht abwerfen könne, Dieſe Vorkehrung (die freplich bey einem mäßigen Froſte vielleicht unno»- thig wäre) iſt ſo wirkſam, daß ich bey der heftigſten Kälte im Winter von 1735-89 auch nicht einen Buſhel Möhren verlohr.“ „ Dieſes umſtändliche Aufbewahren“ ſet Thaer hinzu„„läßt ſich bey den Möhren, ſo wie bey den übrigen Wurzelgewächſen erſparen, wenn man dazu eigens beſtimmte Keller hat. Dieß brauchen keine aus- gemauerte, ſondern nur mit Bohlen und Ständern aus»- geſeßte Keller zu ſeyn, die man in jedem Gebäude an- legen kann. Am bequemſten paßt ſich wohl der Taſſen- oder Banſenraum in den Kornſcheuern dazu. Man läßt daſelbſt den Keller 5 bis 6 Fuß tief anlegen/ bleibt aber 3 Fuß von der Grundmauer entfernt, da- mit dieſelbe nicht in Gefahr komme. Von der Tenne ab gehen die Gingänge in die verſchiedenen Abthei- lungen dieſes Kellers, und aus jeder Abtheilung geht eine Dunſtröhre, die bey ſtarkem Froſte verſtopft wird/ nach Außen.''-“) Aber auch in jeder tronen gut verſchloſſenen Kammer können die Möhren ohne alle Gefahr aufbe- wahrt werden, weil ihnen nur der ſtärkſte Froſt ſcha- det/ dieſer aber auch allda hinlänglich abgehalten wird. Man taſſet ſie, wenn ſie längere Zeit doſelbſt liegen ſollen, mit tro&nem Strohe oder tro>nem *)|. Thaer's engl, Landwirthſet wird, Zu unterſt muß, wie ſich's verſteht, Stroh oder Sand kommen, beſonders wenn der Boden etwas feucht wäre, und eben ſo dürfen die Möhren die Wände nicht berühren, wenn dieſe etwa nicht recht tro>en ſind. Bekleidung brauchen ſie übri- gens an den Seiten keine, weil ſie durc das Gebäude Felbſt hinlänglich gegen den Froſt geſchüßt ſind. Auf dieſe Weiſe können die Möhren ohne alle Beſorgniß bis ins Frühjahr hinein aufbewahrt werden. Fn den Niederlanden hat man folgende Methode die Mohren über Winter aufzubewahren:„Sie wer- den in kegelförmige Haufen aufgeſchüttet, deren Baſis etwa 3 oder 10 Fuß im Durchmeſſer hält, und die 5 His 6 Fuß hoch ſind. Wann die erſte Schichte gelegt iſt, fo wird dieſe mit langem Strohe bede&t, und ſo wechſel3weiſe fortgefahren, bis oben auſ. Dieſe Hau- Fen werden dann auch von außen mit langem Strohe und Erde bede>t, und rund herum wird eine kleine Abzugsrinne gegraben, damit das Waſſer deſto leich- ter abfließen kann. Wenn man ihrer nun zur Fütte- rung für die Pferde oder Kühe, und im Frühjahre für die Lämmer bedarf, ſo wird eine Öffnung in die Haufen gemacht, und das Nöthige herausgenommen,*) „Ginige Wirthe meiner Gegend“ ſagt Schwerz weiter„haben eine ähnliche Methode mit dem beſten Er- folge angewendet. Sie machen eine Grube in die Erde, bedeFen den Boden mit etwas Stroh, legen darüber *) ſ. Sc> Melkfühen vermehren ſie die Milch ganz außerordent- lich, ſo daß dieſelben nach B er gen von 3 Scheffel Möhren mehr und beſſere Milch geben, als von 2 Scheffel Gerſtenſchrott.=- Die Butter wird davon ſo gut und ſchma&haft wie die beſte Maybutter, ſo wie ſie auch ein ſehr angenehme3 gelbliches Üußeres davon erhält.= Bey Zuchtſchaafen, beſonders zu der 2amm- zeit, fand ſie ein bekannter denkender Landwirth*) vortheilhafter als alles Getreide und alles übrige Wurzelwerk; ſo wie er fand, daß ſie ſelbſt den jungen Lämmern, ſo bald ſie nur einmal beiſſen wollen, ſehr zuträglich ſind, welches doch mit andern Wurzelge«- wächſen keine8wegs der Fall iſt,-- Bey Pferden wa- ren ſie zwar als ein heilſames Beyſutter gegen die Drüſe und den Dampf überall ſchon längſt bekannt; allein den neuern Zeiten und zwar England war es vorbehalten, ſie bey dieſen Thieren auch häufig als Hauptſutter ſtatt des Hafers mit beſtem Erfolge anzu wenden. In Suffolk, wo die Möhren am häufig« ſten gebauet werden, pflegt man die AFerpferde den ganzen Winter über faſt einzig mit dieſer Frucht zu erhalten, woneben ſie nur ſehr wenig Heu, oder gar nur etwas Stroh bekommen, und gleichwohl die ſtärkſten und anhaltendſten Arbeiten verrichten müſſen. Man findet, daß die Pferde ſich dabey vortrefflich bey Kräften erhalten, und die Möhren, wenn ſie nur einmal daran gewöhnt ſind, ſo lieb gewinnen, daß ſie dieſelben ſogar dem Hafer vorziehen.**) Der *) Shwerz;z 5. deiſen belg. Landw, *2)|. Thaer's engl. Landwirthſigen, gefurchten, und äſtigen Stengel 3; mit kleinen, gelben, in einer aufrechten, vielſtrahligen großen und flacßen Dolde beyſammen ſivenden Blumen; auf welche der flachrunde, platt- gedrücte ,/ glatte Saame folget. Dieſe vortreffliche, bey den Gärtnern allgemein bekannte Wurzel iſt nicht nur als Futtergewächs bey uns noch durchaus unbekannt, ſondern ſie iſt ſelbſt in den Gärten, wo doch die Mohren beym gemeinſten Manne angetroffen werden, hier zu Lande noch äußerſt ſelten zu ſehen.= In England indeſſen iſt ſie in den neue- ſten Zeiten von einigen denkenden Landwirthen wirk- lich auf dem Felde gebauet, und zu Viehfutter ver- wendet „det wordt vonder? in! pie ih außer Berſgerung Ofgend weiß, » Cultur die | engliſchen! | Gie liebt! 4, docy Fomn)] (irt Dum Ie Möhre, 1 einen rei€ Fhre Beſt ente und A19 Gaamens, 6€ ren zu geſch 8 Die Gints in Volume/Y je außerß 16 3 didſon 4: 1, Cſſen) 4 his 8 Ib Gm: Folglich nanu u) Ned) 2) 6 1) Nah 6.) 5 Gundſ, 10.17 gor ihn wendet worden, fo wie dieß in der Bretagne, ;| beſonders in der Gegend von Breſt, in Frankreich, wie ich außer Voung's Schriften aus mündlicher Verſicherung eines glaubwürdigen Franzoſen jener Gegend weiß, ziemlich allgemein geſchieht. Sonſt iſt die Cultur dieſer Wurzel in größerer Ausdehnung auf meln der engliſchen Inſel Guernſey am gewöhnlichſten.| wetinik: by| Sie liebt gerade denſelben Boden, den die Moh-| | re, doch kommt ſie auch auf etwas bindenderm Grunde ) 0. z7Smup) fals fort.=- Humus aber fordert ſie noch mehr, wie ſelbſt Je Übrignih| bi6 Möhre, wenn ſie ihr vollkommenes Gedeihen finden 13 3 Juf und einen reichen Ertrag abwerfen ſoll.| gelblihen) Ihre Beſtellung und nachherige Behandlung, ihre| nd Geſchm: Ernte und Aufbewahrung, ſo wie die Erzielung ihres ar gefiehen Saamens, alles Dieß hat eben ſo wie bey den Möh- ten Fiederh| ren zu geſchehen. hen 7 Die Einſaat von dieſem Wurzelgewächſe iſt nach gewöhnlit| dem Volüme gerechnet, ziemlich groß, weil der Saa- hohern, me äußerſt leicht iſt.=- In England braucht man laut wund Dieſon 4/12 Buſhel auf den Acre.*)--“ Und nach ner aufrecht 9. Eſſen ſaet man 2 1/2 berl. Megen, oder 5 1/2 Ny (de beyfam!| bis 6 TH Saamen auf den Magd. Morgen.**)-- j runde, u Folglich nach unſerm Maaße und Gewichte:| 2): Nach: Die ſom! 15:7 bis 7 1/4 Maaßyvs (nern allg BI Nacy.v. Gfſen. 10)«.) nac Maaß. 8=- 8 1/h Maas3Z| ps| B.) nac Gewicht- 7 3/4= 8 1/2 16 JS| meinſten Au| p jufer;|| 5 50*) ſ. DiFſon's prakt. A>erbau. ij. je in den**) ſ, v. Eſſen's Uebergang aus der Dreyfel- 8 wirthen derwirthſc.= Mit einem Worte, ſie ſind eines der beſten Futtermateriale für alles Haushalts- vieh ohne Ausnahme, und eben dieſer ihrer guten Eigenſchaften willen, überall, wo die Umſtände ihren Anbau auf dem Aer und im Großen erlauben, dringend zu empfehlen. 0! | Zie 317 jibe, DurE ſhe, Ran] jrzel, TB je! w ſy" unde, ſaſtiv 5 no v] v: |» 9602 ſitene YureS jah einer ſhlirs hen Rang 6 | urzel; rd granfreich e1)90 Franzöſichen Jex Der Scarciog“ Wen, daß furz) ft eben v 134 I) nannten 65,7 “Da mum da u erweiſe Vtrud iG feiis& Wyliſhen eine iE (eht, un) wz Üuenden(e-: findlicfet" || Möhren L | weit gy Früh jahtty ne weiten| == 130den un) (oder wohl) 7 ſv ſind ſie| Ihfeit für| übertreffen|| jnach comp!| -y der Ma x, mäſten daſ| j es zartes Fu Qutter eine!| || Worte, ſeſ- „Mes Hauf ſer ihrer| j Umſtändt)| ofen erlau | | | Ms= 67309. SF Uabetie r bie 0 tie: Die Fuütterbeete(Beta cicla maior, seu al: Uss1ma 3;'ungr. Marha- czekla, Takarmäny- ezekla 3 franz. Belte de engl. Nodder beet) welche im Teutſchen unter den mancherley Nahmen Numbel, Runbelrübe, Rummelrübe, Dicke rübe, Burgunder Nübe, Nangers, Naun- ſche, Mangold, Mangoldrübe, Mangold- wurzel, WViehmangold, große Beetwur- zel u. f. w. bekannt iſt, hat eine rübenförmige» runde, ſaftige, große, oft 8 bis 12 I; ſchwere, und lourrage; - wohl noch viel ſchwerere Wurzel, mit großen, ovalen, REESE *) Als die Franzoſen zuerſt dieſe aus Teutſchland er» haltene Wurzelfrucht zu bauen anfiengen, nannten ſie dieſelbe nach einer ſcen Stengel. Die Spielarten und Varietäten dieſer Pflanze ſind unendlich; daher auch das Fleiſch ihrer Wurzel bald ganz weiß, bald mehr oder weniger gelblich, bald mehr oder weniger roth oder röthlich iſt, je nachdem ſie ſich andern Arten der Beete, und beſon- ders der gewöhnlichen rothen Rübe(Beta vulga- ris rubra) mehr oder weniger nähert. In eben dem Verhältniſſe ſind auch die Rippen und Adern oder Nerven ihrer Blätter vom ganz Grünen bis zum ganz Nothen, in unendlichen Nüancen verſchieden. Zum Futterbau hält Thaer die bleichrothe Art für die tauglichſte, weil ſie unter gleichen Umſtänden immer das ſtärkſte und großte Produkt liefert. Zu an- dern Zwe&en aber, als zur Zu>er»- Syrup- und Branntwein-Fabrifkation, ſcheinen die weißen und gel- ben Arten den Vorzug zu verdienen ,/ indem ſie con- ſiſtenter ſind, und nach Verſicherung Derer, die Ver- ſuche damit gemacht haben, mehr Zuerſtoff enthal- ten ſollen. Die Nunkeln ſind eigentlich in den Umgebungen des Nheins zu Hauſe, und haben ſich von da aus in neuern Zeiten auch in die übrigen Gegenden Teutſch- land38, ſo wie zum Theil auch in Frankreich verbreitet. zu Gyyland€ funde! 31 7 men zu wol 5 oft gar nic? eſien Zei! oy einigen'F ufig moda Gie för M7 berden» und jen fomm 5 m, ne zus je allerding 13: (guwäch ſens Qapbaren 17% | Gievornt ſter gebo: zus in) olglihA ſbzuwerſen 17 mäßig ſeu zu fommen zug?| ſie auch imm nicht an dyzZ ju ſandige uz Ner etwa gar) Niger Sodeirg 7 mgeſchidt, me3 Ib Ciefern 334 In zwepten pa und anhalt vr fich del WW eine"ZD 1 Rippe veſiielten 3 eine'| nigen ſh -. enen Gam d) 9, fj y je, dieſer 9 fh) (1 einem' | | | ) ihrer Ty] niger gell d Adern 1) bis zum g(/ eden, Weichrothe) jen Umſtät) liefert. Zu Gyrup- 1! eigen und y indem ſie(1) rer, die[u erſioff| Umgebung on da au! nden Zu ich verbr SENN SED In England ſcheinen ſie nicht beſondern Beyfall ge- funden zu haben, und daher auch nicht emporfom» men zu wollen; und in den Niederlanden werden ſie faſt gar nicht gebauet. Bey uns ſind ſie erſt in den neueſten Zeiten bekannt geworden, und werden wohl von einigen einzelnen Landwirthen, jedoch keine8wegs haufig, noc weniger allgemein fultivirt. Sie können nach allen andern Früchten gebauet werden ,/ und ſind, wenn ſie anders in Dünger zu ſtehen kommen ,/ und die gehörige Bearbeitung erhai- ten, eine gute Vorfrucht für alle Getreidearten, worin ſie allerdings einen Vorzug vor manchen andern Win» zelgewächſen, und beſonders auch vor den ſonſt ſo ſchäßbaren Kartoffeln haben. Sie verlangen, um vollkommen zu gedeihen, zu ihrer gehörigen Größe und Conſiſtenz zu gelangen, und folglich einen großen und gehaltvollen Ertrag abzuwerfen, einen etwas mehr thonigen als ſandigen, mäßig feuchten, guten Lehmboden, der ſchon voll- kommen zum Weißenbau geeignet iſt. Zwar kommen ſie auch in andern Bodenarten fort, nur dürfen dieſe nicht an die Extreme grenzen. Denn zu däürrer und zu ſandiger ,/ zu ſteiſer und hartnä>iger, zu feuchter oder etwa gar ſumpfiger, ſo wie zu looſer und ſchwanm- miger Boden ſind für dieſe Pflanze in gleichem Grade ungeſchi&t. Im erſtern bleiben ſie immer ſehr klein, und liefern eine nur ſehr ſpärliche und geringe Ernte 3 im zwepyten geſchieht es leicht, daß bey einfallender und anhaltender Dürre die Bearbeitung nicht gehörig vor ſich gehen kann, ohne welcher jedoch auf feinen Fall eine gute Ernte zu hofien ſteht; im dritten ſaulen fie entweder ſchon im Grunde ſelbſt, oder erhalten doch eine Prädiſpoſition dazu/ ſo daß ſie ſich durchaus nicht halten laſſen; im vierten konnen ſie zwar oft eine ſehr große Maſſe Wurzeln liefern, die aber im» mer nur von äußerſt ſcqwammiger Beſchaffenheit, nach Verhältniß ihrer Größe wenig nahrhaft, und dabey auch nicht ſehr haltbar ſind. Soll dieſe Pflanze einen nahmhaſten Ertrag ab» werfen, ſo fordert ſie nicht nur einen in Hinſicht ſei- ner ſo eben berührten Eigenſchaften tauglichen/ ſon- dern auch einen ſehr wohl gelo>erten und gepülverten, und möglichſt nahrungsreichen Boden. Arbeit und Dunger dürfen daher dabey nicht geſpart werden. Man pflügt dazu das Feld im Herbſie ſo tief als mögliy um, und läßt es alſo in rauhen Furchen lie- gen. Während des Winters=- wo es anders die Lage des U>ers geſtattet= fährt man bey ſtarfem Froſie alten wohlverfaulten Miſt auf, und b.eitet ihn ſogleich gehörig aus. Jm Frühlinge, ſobald man zu dem Boden kann, pflägt man den Miſt mit einer ſeichten Furche unter, und egget darauf, um die etwaigen Schollen zu zerbrechen. Etwas ſpäter, und zwar ſo- bald als nur die jungen Runkelpflanzen, die man ſich zu dieſem Zwecke auf eigens zubereiteten guten Gar- tenbeeten möglichſt früh erziehen muß, verſetßbar ſind, pflügt man abermals mit einer etwa3 tiefen Furche, egget darauf in das Kreuz und in die Queere, bis die Krume in möglichſt zerfrümeltem Zuſtande erſcheint, und ſeßt ſodann die Pflanzen in gehörigen Diſtanzen aus, fo wie man überhaupt Pflanzen zu verſegen pflegt; wobey ich beſonders auf Das berufe, was ih anm(nd4 jevon geſag? fuyenſebet hajtenden 7% | das ſch'9 Juſheggt ow jiſemit dem'D hm die Zun eument II ; Ie je Runfel jiſen, M 10. wohl 7: Min(m; yß aller 19 eitet zu 039 ff fam In arten aan: vs gli 3 inen Aufs jerley iſar? x Dad Verpfuzzt Ins die gear) wf ihren 8:19 ju na deiS "(anlisy = Da zu] 4 " nt aw Gm mit eg oder W € fich bu m ſit jug) + die bey jaffenheit y aft, un)| ſten Grin] in Hinſh auglichen,| nd gepülhyy n, Arbeit! art werden, vbſte ſo tief) en Furchen! mers die! ſtarkem Fr, tet 19m ſogl! man zu di t einer ſeid! | die etwihl ) und zwar 11, die man) 120 guten u nerſebar ſy) ) tiefen Jur!) zweere, bl (nde erſchi) gen Diſt! gy zu verſt | berufe 1 | ich am Ende des erſten Theiles dieſes Werpes hievon geſagt habe.=- Kann man ſich auf ſeine Pflanzenſeßer in Hinſicht der Pünktlichkeit der zu be- obachtenden Diſtanzen nicht recmäßigſten des in den Gärten allgemein bekannten Pflanzſto>s, und ganz vorzüglich des von Thaer vorgeſchlagenen und in ſeinen A>kerwerkzeugen beſchriebenen und abgebildeten derley eiſernen Pflanzungs» Inſtruments bedienen.= Das Verpflanzen nach) der Handhaue=- wie es bey uns die gemeinen Leute, die nichts Beſſeres kennen, auf ihren Kohliändereyen zu thun pflegen= oder wohl gar nach dem Grabſcheite, iſt immer eine ſehr unge- ſchickte, langweilige, Zeit und Kraft verſplitternde Ar- beit.=- Das Verſeßen nach dem Pfluge fördert zwar die Arbeit ſehr, als zwe&entſprechend kann ich es je- doh nicht empfehlen, und muß immer zu dem Ver- ſeßen mittelſt des Pflanzſto>s, das, wenn man anders = 440= geübte Arbeiter hat, doch auch ziemlich ſchnell von Statten geht, vorzugsweiſe rathen. Außer den verſeßten Pflanzen muß man immer noch einen Vorrath von Pflanzen in Reſerve haben, ſo daß, wenn einige auf dem Aer ausgehen oder ausſterben, wie dieß auch bey der größten Sorgfalt und Genauigkeit dennoch geſchieht, ihre Stelle ſogleich durch andere erſeßt werden könne. Die Quantität der nöthigen Pflanzen hängt im- mer von der Diſtanz ab, in welcher ſie von einander geſeßt werden. Seßt man ſie im Quadrate, in einer Entfernung von 2 Fuß von allen Seiten von einander, =- welches ich für das paſſendſte halte=- ſo werden auf ein Jo<= 1200[]9 circa 10800 Pflanzen nö- thig ſeyn; und da man auch auf die Reſervepflanzen bedacht ſeyn muß, ſo wird man etwa 12000 derley gute verſeßbare Pflanzen auf ſeinem Gartenbeete für jedes damit zu bepflanzende Joch Aer vorräthig haben müſſen. Wollte man ſie entweder etwas enger zuſam»- men oder weiter auseinander ſeen, ſo wäre auch in eben dem Verhältniſſe im erſten Falle ein Mehreres, im zweyten ein Wenigeres von Pflanzen nöthig. Einige haben 22500 den Saamen ſelbſt auf dem Aer zu ſtupfen, d. i. an jenen Stellen ein- zulegen und etwas einzudrücken, wo die Pflanzen ſtehen ſollen, Allein ich kann dieß auf keinen Fall empfehlen. Denn geſchähe dieſes Saamenſte>en früher als man das Verpflanzen vorgenommen haben würde, ſo müßte das eine Pflügen wegbleiben, folglich würde der Ader weniger gelo>ert und zertheilt werden, welches doch bey dieſer Operation um fo nothiger iſt, da ſie ohne- jin mur in| gende indewa er 6 jeht woh? (t fervorl [hon bis z1 zl „ ten Pil wie Ginig!s jur würde€ um nachhe!s pe nötgie: ey borgen jeder der 1€ Keil durc) HaniY hur etwas iB ey weir Eu Yerſe) | Bilnf/ (es freylidpd hiezu bey 1D- VorzugSweinn geſchlagen jj8| Ind verſeß 53 Wereitten ig Währ q "ben entn 433) verden= v fet ils weitet way In pflegen 46 lich ia]| uß ma In Reſerve ji ausgehn rößten Gy c Stelle ſy v nzen Häng y ie von einh rate, inh 1 von eina) ?= ſo my 9 Pflanzen, Reſervepflan ' 12000 de 'artenbeete 3 orräthig he) 5 enger zuſt ) wäre au)! [ein Mehryt 1 nothig, Saamen ſi) n Gtelle 1 dflanzen ſh call empfeh) über als m irde, ſo mij jrde der Ait welches bv) „da fie m ESE=== hin nur in ſehr mürbem und gut gefrümeltem Boden angewendet werden kann; geſchähe es aber ſpäter, und etwa erſt zur Zeit des Berſeßens dieſer Pflanze, ſo ſieht wohl Jedermann leicht ein, daß ſolche erſt ſo ſpät hervorkeimende Pflänzchen, jene zu dieſer Zeit ſchon bis zum Jäünglingsalter herangewachſenen und verſeßten Pflanzen nie erreichen, noch viel weniger -= wie Einige irrig behaupten-- übertreffen werden.-- Cher würde ich noch zur breitwärfigen Ausſaat, und zum nachherigen Verdünnen dieſer Pflanze rathen, welche nöthigenfalls auch in weniger zerkrümeltem Bo- den vorgenommen werden kann. Allein hier waltet wieder der widrige Umſtand ob, daß dann das Be- haden dieſer Frucht während der Vegetation bloß nur durch Handarbeit geſchehen kann, welches doch bey nur etwas ausgedehntem Anbau immer ſehr ſchwierig, und bey weitem ſchwieriger, als das nur einmal nd» thige Verſeßen dieſer Pflanze iſt. Will man ſich ſeinen Saamen ſelbſt erziehen, wel- nem Sande ein- geſchlagen in einem Keller oder einer Kammer auf, und verſeße ſie im darauf folgenden Frühjahre in zubereiteten Gartenbeeten in gehörigen Diſtanzen. Während der Vegetation müſſen die Nunkel- rüben entweder=- wenn ſie nur im Kleinen gebauet werden=- mit der Handhaue, oder= bey nur etwas größerer Ausdehnung=- mittelſt Zugkraft gehörig be- arbeitet werden, wobey Einige auch etwas zu behäu- ſeln pflegen, Andere aber dieß Behäufeln ſogar für WAEREN

et worden wären) kann ſo- gar ein dreymaliges Beha>en nöthig ſeyn. In ent- gegengeſeßten Fällen aber kann bisweilen ſogar ein einziges Beha>en dieſer Frucht zur Noth hinreichen, beſonders wenn die Pflanzen beym Verſeten(haſt, ohnedieß nur ein äußerſt ſchlechtes und geringes Futter, welches kaum die Mühe des Abblattens lohnet; und 3.) iſt dieß Übbrechen der Blätter eine überaus tändelhafte und Zeit verſplitternde Arbeit, die wohl nur für ſolche geeignet iſt, die den Sommer über nichts Beſſeres zu thun haben. Die Weiber und Kinder der Häusler u. dgl- Leute, die etwa nur eine Kuh haben, und auch für dieſe das Futter auf Gräben und Rainen mit unend- lichem Zeitverluſte zuſammen ſuchen müſſen, mögen es daher immerhin thun, beſonders, wenn ihnen etwa an dem Wurzelertrage eben nicht viel gelegen iſt z wenn aber ein auch nur etwas bedeutender Landwirth ſich mit dem ſpielenden Abbrechen und Zuſammenleſen eines ſchlechten Futters abgeben wollte, während er Klee, Luzerne, und anderes Futter von der beſten Art mit leichter Mühe haben kann, ſo muß ich dieß wohl eben ſo lächerlich finden, wie es ſchon vor mir der Engländer Pitt gefunden hat.*)=- Wenn da» gegen unſer Leibitzer**) in ſeinem Enthuſiasmus ſür dieſes Futtergewächs ſo weit gehet, zu behaupten, daß deſſen Blätter dem Klee wenigſtens gleich kom- men, wenn ſie ihn nicht gar übertreffen, ſo iſt wohl kein Zweifel, daß er ganz gewaltig durch die Brille ſah, eine Krankheit, in die ſo manche Schriftſteller, beſonders Monographen(ſreylich eben nicht zur For- *)|. Snen liegen gelaſſen, und dann nach Hauſe gefahren, um für den Winter aufbewahrt zu werden. Als Ertrag nimmt Thaer 180 Ctr. Wurzeln dieſer Frucht pr. M. Morgen an; fügt aber hinzu, er wiſſe aus Erfahrung, daß der Ertrag derſelben bisweilen bis 300 Ctr. pr. Morgen gebracht werden könne.== Im Magdeburg'ſchen, ſagt er, rechnet man, daß jeder[] Fuß ein J; Rüben gebe; dieß be- trüge alſo 25920 16 pr. Morgen. Man muß aber davon, ſeßt er fort, auf zuſälliges Mißrathen der Rüben 1/4 abziehen, Mithin blieben 19440 berl. 1 " NR, Noris iber Die ey 19000 Ip pl Quel am;4 (md erzählt* Burzelfruch** On ß Burzeln'S jinmt an, Jt nd bey zus jarüber abr] "m Durchſch 57 oden, 35c3 (wa 100 CiZ Bebe(M jathen, 190 8 Norgen erht Geſel 4(S 1. EEE) 02 en, bey 9): tr, Durze y' ün vorlag --- 4905) 27) n iy D 106)|, Cn Tih8) ſ'D 4) ſ, B1 t tt)| Ds iH is Ülrüben, in WU bt IOblatten vy | dem Duyy h geradiy gy iE ig ſehn Zurzelem) 1 1 an dai hy 9 frijt 34 Vergleihy Jr wenig om mehr yy henen Hliy, geſchnitten; rzelernte,| 7e ausgeht) n ihren Fy| 1e Haufen Felde bis nd dann 1! aufbewaht) Cir, Yu gt aber hi) trag der ebracht mw gt er, Ni gebe; dig an muß Nißrathen 1 9440 heil j | pr. M. Morgen.*)-- Jn ſeinem früheren Werke über die engliſche Landwirthſchaft nimmt Thaer 25000 16 pr. Morgen als Durchſchnitts- Ertrag dieſer WVurzel an; und von Huterfabrika- tion vorzüglichen Art.++ft)= Zu Gravenheide *) ſ. Thaer's Grundſ, der rat. Landw. SD) 6 SO8R23 206 Landwirthſ 309 1. IE 2.) im Durchſchnitte 243== 1.) Nach Friebe 170=-- Kk.) Nach: Leibitzer 480=== 1.) NaM Francois de Neufchateau 62=-- Meinen Beobachtungen gemäß gerathen Feln bey uns außerordentlich gut, und werfen faſt immer einen ſehr ſtarken Ertrag ab, ſo daß ich kein Bedenken trage 300 Ctr. pr. Joch= 1200(NS a1s Durchſchnitts- Maximum dieſes Futtergewächſes anzu- nehmen. Wenn aber Andere noch mehr annehmen, ſo muß dieß wohl immer nur von einzelnen beſonders günſtigen Jahren zu verſtehen ſeyn, wenn man ſich anders nicht zu viel vorſpiegeln wil, was dann na» 1629 die Run- Gus 448 a türlich in der Praxis nicht erreichbar iſt, und leicht Verlegenheit herbeyführt. Weit minder ergiebig als an Maſſe und an Ge- wichte, ſind aber die Runkeln an Nahrhaſtigkeit.=- Thaer meint, daß man nur etwa 10 Pck, wirklich nahrhaſfter Theile in ihnen wahrnehmen könne, daß ſie ſich aber doch bey der Viehfütterung, gegen das Heu wie 10 zu 46, und gegen die Kartofſeln wie 20 zu 46 in Nahrungskraft verhalten.*)=-Hutcheſon- Mure in England fand bey ſeinen Maſtiungsverſu- Rand, gewählt = MOI gewächſen unſern gewöhnlichen preßb. Megen zu 80 75 hieſigen Gewichts annehmen könne. Das Aufbewahren der Nunkeln für den Winter geſchieht ganz auf ähnliche Art, wie bey den Kartof- feln und den Möhren bereits gezeigt worden.=- Sie ſind aber ſowohl gegen die Feuchtigkeit als gegen den Froſt außerordentlich empfindlich; und dies YAufbe- wahren und Zuſammenpa>en muß daher mit größter Genauigkeit und Vorſicht vorgenowmen werden.== In Gruben, die nicht ganz vollkommen tro>en ſind, (und wo trifft man dieſe?) laſſen ſie ſich durchaus nicht aufbewahren, ſondern faulen. Seldſt in zu war- men und zu feuchten Kellern gehen ſie leicht in Fäul- niß über.=- Werden ſie vom Froſte zerſtöhrt, welches bey einiger Unachtſamkeit ſehr leiht geſchieht, ſo wird man ſie beym Aufthauen in einen bloßen Schleim- klumpen verwandelt finden.=- Sie können übrigens mit tro&nem Strohe oder Sande wie die Möhren aufgeſchichtet- oder wie die Kartoffeln in nicht allzu- große mit Stroh und Erde bede>te Mieten geſegt werden.-- Am leichteſten iſt es freylic), wenn man gute Gewächskeller hat, die dem Froſte hinlänglich widerſiehen, ohne zedoch zu warm und zu feucht zu ſeyn.= Außer der Verwahrung dieſer Wurzeln vor der Zeuchtigkeit und dem Froſte, muß man ſie nach der Erfahrung eines praftiſchen Landwirths X*) auch vor den Mäuſen möglichſt ſicher ſtellen, welche, wie er ſagt, die Schaale oſt ſo niedlich ausleeren, daß man den Raub kaum gewahr wird.==“ Werden ſie *) Serbauern unſers Grdballs, den Engländern und den Belgen ſo gering g«ſchätt wird, Indem erſtere ſie nur ſparſam und nur verſuchsweiſe,*J leßtere aber gar nicht bauen.**) Auch ſagt uns ein glaubwürdiger Schriftſteller, der doch zu unterſuchen, und mit eigenen Augen zu ſehen pfleget,***)„daß ſie bey Schaaſen und bey Kühen von weit minderm Werthe als die Möhren, fowohl in Hinſicht des Ge- fchmads als der Nahrhaftigkeit ſey, wovon ſich Jeder leicht überzeugen kann; und daß ſeibſt in der Heimath dieſer Wurzel, die Bauern in der Gegend von Koblenz, die doch die Milc< zur Stadt tragen ,/ allgemein be- haupten, daß die Runkel nur ein ſchlechtes Milchfut- *)f. Di>ſon's prakt. AFerbau. zx) f. Shwerz's belg. Landw. 3x) Sſon in England bemerkt ebenfalls, „daß ſich im Ganzen dieß Gewächs wohl nicht zu Viehfutter qualificire.“ Und Bergen ſagt, daß er mit den Blättern ſowohl als mit den Wurzeln der Runkel einige Kühe beſonders gefüttert, und gefunden habe, daß ſie weder dem Klee und der Cſparcette noch den Kartoffeln und den Rüben, ja nicht einmal den guten Gräſern und dem Heue gleich kamen, Die Kühe gaben zwar Milch in hinreichender Menge, ſie war aber ſchlec geben, und ſcheinen mit Kartoffeln zugleich gefüttert die Milch beſonders zu verbeſſern.“ x*) Mancher enthuſiaſtiſcher und excentriſcher Lobredner dieſer Wurzelfrucht, wie z. B. Leibitzer, welche dieſelbe über die Kartoffeln, über den Klee, und über aile andern Futtergewächſe, weit empor heben wollen, gar nicht zu gedenken. Indeſſen geſteht auch Thaer, daß dieſe Wurzel manchen andern Futtergewä hſen doch nachſtehe, und daß beſonders ihre Blatter ein *) ſü Bergen's Anl. zur Viehzuder bey dem. Haushalte zu er ſeen vermag. Die ganze Operation des Syprupkochens iſt ſehr. einfach, und beſteht bloß darin, daß man den ausgepreßten Saft: der Nunkeln, nachdem man ihn während. des erſten Siedens gehörig abſchäumt, und etwa zu mehrerer Neinigung von ſremdartigen Theilen mit„etwas Kalkwaſſer und friſchem Ochſen- blute verſest, und dann durch ein grobes Wollentuch oder Flanell geſeihet hat, bey gelindem Feuer bis zur Dic>e eines Honigs verdampfen läßt. Nach Leibitzer/ wenn man ihm bep ſeinem übertriebenen Enthuſia&mus ſür dieß Gewächs trauen darf, ſoll jeder Ctr. Runs» keln 20 16 ächten und reinen Syrup3 geben. g. 363» Feldrub?e. Die Feldrübe ſonſt auch gemeine Saat» xrübe, weiße Rübe, und Waſſerrübe genannt (Brassica rapa z ungr. Repa, Közönsteges repa.3 franz, Rave, Navet 3 engl. Turnep, Turnip, Rape) hat eine, -- 454= bey einigen Arten zirkel- oder tellerrunde/ plattge- drückte, unten mit einer dünnen Pfahlwurzel, oder dem gemeinhin ſogenannten Schwänzchen verſehene, bey andern eine länglich- walzenförmige, faſt umge- Fehrt» eyförmige, bey manchen aber eine faſt ſpindel- förmige, unten ſpig zulaufende, und in die Pfahl- wurzel allmählig übergehende,*) fleiſchige und ſaf- tige, an Größe**) Geſtalt und Farbe,**X*) ſo wie an Schärfe Bitterkeit oder Süßigkeit, je nah Verſchiedenheit ihrer vielen Abarten und Varietäten, ſo wie nach Verſchiedenheit des Bodens und der Cultur, mannigfaltig verſchiedene Wurzel; mit rauhen, runz- lichten, leyerformigen, bald mehr bald weniger tief ausgeſchnittenen, dunkelgrünen Blättern; und treibt im zweyten Jahre, da ſich denn die Rübe verliert, *) Man unterſcheidet dieſe Arten dadur<» daß man die erſtern Tellerrüben(Kerek-r&pa), die zweyten Gu>el- rüben(Töves-repa), und die dritten Ste>rüben oder Sto>rüben(Kar6-repa) zu nennen pfleget. Letztere Be» nennung wird jedoch auch häufig zur Bezeihnung der Brassica napus, ſd wie mancher Abarten der Kohlrübe gebraucht.* z*) Ihre Große iſt ſo unendlich verſchieden, daß manderbau. **) Von. jenen kleinen Rüben aller Are, die deny Anbau im Großen nicht verlohnen, als: die Teltower Rübe in Teutſch- land, unſere unübertrefflich(Hma>haften Miniatur- Rübchen im Thuröczer Comitate u. dgl. rede ich hier, ungeachtet ihrer Vortrefflichkeit zn menſchliher Nahrung, vorſatlich niht, weit ſie mir mehr in den Gartenbau zu gehören. ſheinen, mit dens iG doch hier nichts zu ſchaffen habe. Getreideſtoppel geſäet werden= Stoppelrüben genannt, ohne bey dieſen Benennungen auch nur im Mindeiten auf ihre Art oder Varietät Rü&ſicht zu ne men.| Ob die Rüben als Hauptfrucht oder als Nach- frucht dem Landwirthe mehreren Vortheil geben, und mithin vorzugsweiſe zu empfehlen ſeyen, darüber kann im Allgemeinen nicht abgeſprochen werden, da in der Wirthſchaft Alte3 den örtlichen Umſtänden und Ver- haltniſſen angepaſſet werden muß, wodurch denn oft geſchieht, daß die verſchiedenſten Methoden und Verfah» rungsarten in verſchiedenen Gegenden auf gleiche Art die beſten ſind. Die Engländer mögen alſo eben ſo Recht haben, wenn ſie die Nüben als Hauptfrucht be- ſtellen, wie die Niederländer und der größte Theil der Teutſchen, wenn ſie lieber Stoppetrüben bauen. Unter unſern Wirthſcha'ts» und Merkfantil- Verhälte niſſen trage ich kein Bedenken leßtern beyzutreten, und dieſe Wurzelfrucht bloß als Nachfrucht zu em- pfehlen. Denn 1.) wird hierdurch dem Getreidebaue- == den wir doch, wie ſchon öfters erinnert worden/ nie aus den Augen verlieren dürfen= durchaus fein Eintrag gethan; 2.) haben wir die-=- freylich be- trächtlich geringere=- Nübenernte beynahe umſonſt, da ihnen weder der AFer noh der Dünger zur Laſt geſchrieben werden kann, und da wir dabey faſt alle Handarbeit erſparen können; welches ſich doch a es bey den Brachrüben ganz umge*fehrt verhält; 3.) ſind die Stoppelrüben in unſerm Klima(in dem feuchten England mag dieß ſreylich anders ſeyn) beſtimmt nicht nur ſchma&hafter, ſondern auch nahrhaſter als dieje- nigen) We haupt! hat (6 Vc' pu die N jyummt ſay vm fott--| pytrachen (aſt, Dit? ew nah H hkommen 1: zegen mein nicht unzwe! hau des! " hie ſelbſt eint! (Gen wiſſen | Zie N tühen, (zandbode! UNE dentlicher (wenn der hörig vor Weſen Nim du ganz€ freudig Ww; Cande wi: htinzen 6 ootartige zenden DG )ſ( welt) | aun M ! Richt | j | der alb il gebt) darüber. en, da W| den un) durch den) en und Vy) uf gleicht) 1 alſo ehe) vauptfruh) größte 1 trüben bu ntil: Verh)| | beyzutt) frucht zu Qetreidehu nnert won durchaus - freplih| nahe umf inger zur dabey ſaß) ſid) doh| Hält; 3.) M dem fen! beſtimmt 1) ſter als di nigen, die den ganzen Sommer über das Feld be» hauptei haben. Als Vorbereitungs- und Verbeſſerungsfrucht die» nen die Rüben für alles Getreide; vorzüglich aber pommt ſämmtliches Sommergetreide ſehr gut nach ih» nen fort.=- Nach Stoppelrüben iſt ganz beſonders anzuraihen, immer nur Sommergetreide folgen zu laſſen. Die Niederländer ſäen zwar auch häufig Rog- gen nach Roggen, wenn eine Nübenernte dazwiſchen gekommen war;*) allein dieß beweiſet wohl weniger gegen meinen Hier auſgeſtellten Saß, als es einen nicht unzweydeutigen Beweis liefert, daß dieſe Korvp- phäen des A>kerbaues durch ihren unermüdeten Fleiß und ihre unnachahmliche Geſchiklichkeit im Feldbaue ſelbſt eine ſchlechtere Fruchtfolge unſchädlich zu ma- &nem magerem Sande wird ſie zwar ſehr gut, wirft aber einen zu geringen Ertrag ab.=- Auf looſem, ſhwammigem, moorartigem Humusboden dagegen, wie ſolcher oft <ert, und vom Unkraute wirkſamſt befreyet werde. Gegen Ausgang des Frühlings oder in der erſtern Hälſte des Sommers, d. i. von Anfang oder Mitte Juny bis gegen Ende July-- je nachdem die verſchie- denen örtlichen Umſtände und Verhältniſſe eine frühere oder ſpätere Beſtellung erheiſchen= wird endlich der Saame der Erde anvertraut. Die Ausſaat geſchieht gewöhnlich breitwürfig, ſo wie ſie bey mehr andern kleinen Sämereyen zu geſchehen pflegt; und die jungen Rüben werden hernach, ſo wie ſie 4 bis 5. Blätter haben,-- welches etwa in 4 bis 6 Wochen von der Ausſaat an gerechnet geſchieht= mit der Handyaue beha>et, und zugleich auf etwa 6 bis 8 Zoll Entfer, nung von einander verdünnet. Dieß BehaXen wiid endlich in 2 bis 3 Wochen wiederhohlt, und die Rü- ben vollends ſo vereinzelt, daß ſie circa 10 bis 14 Zoll eine von der andern abzuſtehen kommen. Manche beya>en die Rüben wohl noc) öfter, doh wird dieß pft vo zu ghehe Glander: oh zu d! gandarbe' ies wurl qlgemein Jib j | oh in hi! niht gedüt | nur einige guter Lan! mit gutem einem geh weil man: | ganz meſe ſe, ihr 4 jur erden: 1413 mögl! |(u allem [de oſt 94 | bevor die] | halten h jmi Gi | ſehr vortht | Bifenſga Als Niben ar gende Art| heide vom boſelbſt in ie zivat We ſonder1n) es all"ih ftr. vi] nd Z| iel thongnh icht. ad) edi (er Dith hy Zuſtand 1, Im hb üget un) y inert ub freyet we n der erſt 9 oder Ni - die verſch)! » ine ſrüh cd endlic) ſaat geſch) mehr ant nd die] jun 8 3 BU: chen von er Hand)| Zoll ut|| jehafen 1| und die| a 10 bi y nen, Matt 4 wird dij| | =-=5 459>= ſelten nöthig ſeyn, ſo wie es auch in der Regel nicht zu geſchehen pfleget.-- In neuern Zeiten haben einige Engländer angefangen die Nüben in Reihen zu ſäen oder zu drillen, um ſie hernach, zu Erſparung der Handarbeit, mittelſt Zugkraſt bearbeiten zu können. Die8 wurde auch von einzelnen Teutſchen nachgeahmt, allgemein iſt dieſe Methode jedoch ſelbſt in Gngland nicht.= Iſt das zu Rüben beſtimmte Feld ohnedieß noch in hinlänglicher Kraft, ſo braucht es wohl eben nicht gedüngt zu werden, ſehlt es demſelben aber auch nur einigermaaßen an Nahrungskraft, ſo wird kein guter Landwirth in England ſo leicht das Düngen mit gutem kräftigem wohlverfaultem Miſte, oder mit einem gehörig zubereiteten Compoſte unterlaſſen, weil weil man die Erfahrung gemacht hat, daß es ein ganz weſentliches Bedingniß zum Gedeihen der Rüben ſey, ihr Wachsthum in der erſten Jugend auf alle nur erdenkliche Art zu befördern, damit ſie ſo ſchnell als möglich den ihnen nachſtellenden Juſekten, und vor allem ihrem Erbfeinde dem Erdfiohe entwachſen, der oſt ganze große Rübenfelder zu zerſtöhren vermag, bevor die Nübenpflänzchen noch ihr rauhes Blatt er- halten haben.=- Da die Rüben ohnehin nur ſpät mit Sicherheit geſäet werden können, ſo iſt es immer ſehr vortheilhaſt ihnen eine grüne zu Heu abzumäßhende Wi&enſaat vorhergehen zu laſſen. Als Nachfrucht beſtellet und behandelt man die Rüben am beſten und zwe>mäaßigſten etwa auf fol- gende Art: Man bricht die Stoppel, ſobald das Ge- treide vom Felde iſt, ja oft wohl, während es noc: daſelbſt in Garben aufgemandelt ſteht, mit einer etwa rund 460 aua 5 bis 6 Zoll tiefen: Furche um, egget und walzet mit zende ie! einer ſchweren Walze(in Ermangelung dieſer leßtern Ae wms Fann man auc) eine wohlbeſchwerie Buſchegge nach wit) dahe!" der eiſernen Egge: folgen laſſen) zu wiederhohlten gx 7 Malen, um die Krume möglichſt zu pülvern, und ſäet yx Leſch! den Saamen recht gleichmaßig aus ,, der ſodann ent- wrſoſen/' weder niedergewalzet, oder mit der erwähnten Buſch- ficht, al egge leicht eingezogen wird.=- Ginige beſonders ſorg» mm, d/ fäliige Wirthe a>ern zwepmal, indem ſie das erſtemal juht vort) mit einer äußerſt ſeichten Furche bloß die Stoppel YZ d! ſtürzen, darauf ſcharf eggen, die Stoppeln zuſammen- ſehr nathr! harfen und verbrennen, und“ furz darauf zur voilen Quantitat Tiefe pflügen, um ſo den A>er deſio vollkommener bi 10/, zur Saat vorzubereiten...== Während der Vegetation[19(wz beha>t man entweder die Rüben ein» oder ein paar»- 126,6-- mal; oder= welches ich bey unſern Verhältniſſen,|p 9yx unter denen wir nie zu viel auf Kraft» und Zeiter-. ip8boi ſparung bedacht feyn. können, für weit vorzüglicher 463) halte=- man egget ſie bloß nach dem Beyſpiele der p| Niederländer, naci)dem ſie etwa das ſechste Blatt an-"IMG geſest haben„ und das Kraut etwa eine Spanne. lang Ihe NO iſt, mit einer ſcharfen eingreifenden Egge ein- oder|, ein paarmal tlichtig durch, theil3 um. das mit den Rüben zugleich aufwachſende Unkraut zu zerſtöhren,.|“ theils um den Boden in feiner Oberläche in eiwas ZM: [EZW aufzulo>ern. Dieſe Operation ſcheint vielleicht Manchem NE widerſinnig zu ſeyn, ſo wie ſie ſogar der vorurtheilsſreye(nal 24 Scwerz Anfangs beurtheilte, als er ſie an Ort“+ und Gtelle in optima forma vornehmen ſah. Allein future of gerade dieſer beym erſten Anbli>ke mörderiſch ſcheinen» Pariet den Operation verdanken die Belgen in einigen Ge- 1100: ei " waliiy dieſer ihn uſch 1 Wieden vern, my 8 ſodmy] ahnten dus ſonder e das fu die Ey eln zuſam uf zur u vollfomn er Vegeit) der ein py Zerhältniſy - und Zei| vorzügli! Beyſpiele| Ste Blatt! Spanne ly ge ein» 1) das mity 1 zerſich! me in a icht Mary vurtheilnt ſie and ſah. Wi ſch ſcan? einigen 0 NS amen == O1=» genden ihre großen und geſeeaneten Nübenernten, die ſie wohl ſonſt nicht erlangen würden. Zu Voorde wird daher dieſes ſcharfe Eggen, von 8 zu 8 Tagen, ſogar dreymal wiederhohlt.*)-- Die Nüben nach der Veſtiellung bis zur Ernte bloß ihrem Schiſale zu Überlaſſen, wie dieß'wohl faſt überall bey-uns ge ſchieht,?ann ich'auf keinen Fall eine gute Wirthſchaſt nennen, da dieß weder dem Aer noch dieſer Wurzel- frucht vortheilhaft iſt. Da der Rübenſaame ſehr klein iſt, ſo iſt wohl ſehr natürlich, daß man deſſen nur eine ſehr aeringe Quantität zur Ausſaat brauchet.= Thaer rechnet 1 bis 11/2 Th auf den M. Morgen.**)-- In Eng- layd ſäet man noch DiEſov 1 bis 2, und nach Thaer 2 bis 3 71; auf den Acre. XXX)= Nach A. Voung ſäet man in England auf ächtem wahrem Turnips8boden bloß eine Pinte, auf Kreideboden ober, wo die Rüben am meiſten durch den Erd(loh zerſtöhr' werden, oft über 31/4 Pe pr. Acre.+)= Nach Vegtrup rechnet man in England, im Alloemeiyen, bey der breitwürfigen Au2ſaat 2 T6, bey der Drilliaat aber nur 1 Ib pr. Acre,+t)-- In den Niederlanden *)|. Sſon's prakt, AEerbau; und Thaer*s engl Landwirthſcerbau,. ++) ſ Friebe's Grundſ. zur BVerbeſſ, der Landw. in Liefland. +11)nen Kellern oder Kam» Ertrag mern, oder auf andere Art gegen den Froſt verwahrt, johoe für den Winter auſ, new. 4 In England läßt man die Rüben gewohnlich IND über Winter auf dem Felde ſiehen, um ſie allda,"3 ohne alles Zuthun, vom Viehe verzehren zu laſſen-"iE | | Allein, was in England gut und zwe>mäßig ſeyn| mag, iſt darum nicht überall blindlings nachzuahmen. ietet"s( | Bey uns würden ſie wohl, unſers ſtärkern Froſtes,|*9f und beſonders unſers ſo häufig und oft ſo ſchnell ab- ateman- wechſelnden Froſt- und Thauwetters wegen, kaum 6 den zehnten, ja kaum den zwanzigſten Winter im 5 Freyen überleben, ohne zerſtöhrt zu werden. kiwi Der Grundſ,| 4 HO 2 nd gf Der Ertrag der Rüben iſt, je nach dem Voden, frodnm iy na) der Beſtellung und Behandlung, und nach der m Witterung, verſchieden; leider aber nie recht ſicher, zwechn) da ſie bey anhaltender Dürre wahrend ihrer erſien im"DE Jugend, ſehr oft von den Inſekten vernichtet werden. Jn England, wo die Nüben allgemein als Haupt» ... 0| frucht gebauet werden, giebt ein Acre nach Thaer | 24000 JH Ertrag,*)-- Did>ſon rechnet ebenda- 3= muy ſelbſt, daß eine mittlere Ernte auf tauglichem Boden den Cry 15 Tons pr. Acre, und auch wohl darüber gebe. XX) |!= Nach A. Voung iſt in der Graſſchafſt Warwi> t, ſchw/ in England der Ertrag der Rüben in gutem Boden ie unnüht)| 20 Tons, und in weniger gutem Bodem 15 Tons jen, ji| pr. Acre. XXX)=- Nach einer andern Angabe iſt ſammt da/| der Rübenertrag in England, bey der Drillfultur, ewayrt zu)| 25 bis 30 Tons pr. Acre. XXX*)-- Burger rech« , und heb!| net 500 bis 6oo Ctr. pr. n. öd. Joh. f)= Karbe jen ſo wii| nimmt für den M. Morgen 150 Scheffel 8 circa 100 fh (ern oder 1| als Ertrag an. ff)= Nac< Bergen geben die jroſt vum| Brachrüben 120 bis 150, ja ſogar 200 Scheffel pr. Morgen.+++) en gewoh) um ſie>!*) ſ|. Thaer's engl. Landwirthſerbawy. vemäßl/) feiex) f. A. Young's Annals of Agriculture; und 3 nachzu) Pictet's Cours d'Agriculture Angloise. *&*) 6, Das Supplement zu H. Home Lord Kames's 6:4| Gentleman- Farmer. t ſo ſchn)+); ARD ARAI En wegen, 1++) f. Karbe's Fruchtwehſel-Wirthſſon.. 2020-==|* ce.) Nach A. Voung? eri) Faufrautem Boden? S1 BP.) auf minder gutem Bo- 2 den». 20==“= j* d.) Nacy dem Nachtrag) zu= Lor de adm es 8) Gentleman-Far»-| mer.:- 483 bis 530-=-- e.) Nach Burger. 375=“ 450=-|8 f.) Nach Karbe 3 a) nach Maaß:«5% 12175=|=<*Ms-(19) BP.) na Gewicht«=- 212--= Ctr-| 9 =) Naum Bergen 1. 173/="289 M6:) Den Ertrag der Stoppelrüben nimmt Th aer zu 20 bis 25 Ctr. pr- M. Morgen als gewöhnlich an; ſagt aber, daß er ſie, wenn dazu gedüngt wurde, auch ſo geſehen habe, daß ſie auf 40 Ctr. geſchäßt werden konnten.*)= Jn den Niederlanden, ſagt S erhielte; aüein dieß mag wohl nur dann der Fall ſeyn, wenn ſie ſchlecht aufbewahrt worden, und daher dumpfigt oder fauligt geworden ſind, Auch glaubt Sch werz, nach dem, was er in den Nieder- fanden beobachtete, daß wohl die etwas herberen Brachrüben, keineswegs aber die ſüßen Stoppelrüben dieſen Geſchmac> hervorbringen können, welches, wenn es ſich beſtätigte, noch um einen Grund mehr gäbe, die Rüben immer lieber nach dem Beyſpiele der Nie- derländer als Nachfrucht, als nach dem der Englän» der als Hauptfrucht zu benugen.=- Daß die Nüben in größerer Quantität dargereicht auch ſehr gut auf Majſtung wirken, und ein ſehr gutes und ſchmac>haſtes Fleiſch geben, davon iſt wohl dieß allein ſchon ein Hinlänglicher Beweis, daß die Engländer, die doch mehr, wie irgend eine andere Nation, bey ihrer Wirthſchaft Alles zu berechnen verſtehen, jährlich eine ungeheure Menge Ochſen und Schöpſen faſt einzig mit dieſer Wu. zel mäſten, und daß die Londoner Fleiſcher ein mit Rüben gemäſtetes Vieh immer theurer bezah- len, als ein ſolches, das auf andere Art gemäſtet wurde. Als menſchliche Nahrig iſt der Gebrauc) der Rüben bekannt. Beſonders empfehlen ſie ſich in dieſer Hinſicht im eingeſäuerten Zuſtande, in welchem ſie ſeibſt franken Perſonen überaus gedeihlich und er« qui>end ſind.=- Ganz neuerlich hat man auch erfun- den, zur Zeit des Getreidemangels, ein ganz brauci- bares und ſehr ergiebiges Brod aus Nüben in Ver- bindung mit Noggenmehl zu bereiten, welches zwar nt vm gut get| ſeum, we Furoffeln 1 | Fu den den Berfuc] lodes; un Rape- Cole ſichts Fit und als Y | Geine ſirde einen hae im ber mit e' Chaale b( grünen Zl vale ſi gen der 4 ww) dara! hn, glatte ku Gaam 6 li . 4 7 nacht, al Weder mit EN Ohl mur by aht nh en find 1 den Th, was hem] Stopp, velches 1m ) mehr wh ele der), . der En] aß die Th) ſehr quty/| ſhmadhz) in ſchon 6) er, die dy) » bey ihn jährlich ein vſt einzig m ner Fleiſht veurer bez» Art gemöſt ebrauch dy jich in die welchen|! << und 1 rauch erf jn) brau) ſen in Di ſche zwo az 471 eran nicht vom allerfeinſten Geſchma>e, aber doch immer gut genug iſt, der Hungers8noth bey armen Leuten zu ſteuern, wenn etwa kein beſſere3 Material Hiezu, als Kartoffeln u. dgl. vorhanden wäre. ßS- 304. Kohlrabi. In den neueſten Zeiten machte man in England den Verſuch auch den Kohlrabi(Brassica gongy- lJodes; ungr. Karalaäb 3 franz. Chou-rave 3 engl. Rape- Cole) ein in Gärten längſt bekanntes und be- liebtes Küchengewächs auf den AFer zu übertragen, und als Viehfutter im Großen zu beſtellen. Seine Wurzel bildet, wie bekannt, ober der Erde einen runden Knollen rübenartiger Subſtanz, welcher innerlich ein weißes Fleiſch hat, von außen aber mit einer blaßgrünen/ oder bläulichen, glatten Schaale bedeFt, und rings herum mit glatten blau- grünen Blättern beſesßt iſt; und im zweyten Jahre verliert ſich dieſe Nübenknolle, und es erſcheint dage- gen der aufrechte Stengel mit gelben Kreuzblumen, und darauf folgenden kleinen, kugelſormigen, run- den, glatten, und ſchwarzen, in Schoten eingeſchloſſes nen Saamen. Er liebt vorzüglich einen guten nahrungsreichen Lehmboden; und wird eben ſo wie die Nunkeln durch Verpflanzen, ſo früh als möglich auf den Aer ge- bracht, allwo er während ſeines Wachsthums, ent- weder mit der Handhaue/ oder mit zwe>gemäßer "= 472= Zugkraft, in ſeinen Zwiſchenräumen, vach Erforder- niß bearbeitet wird.=- Die zu verſeßenden Pflanzen zieht man möglichſt frühe in gut zubereiteten Garten- beeten heran, wobey nac) Di>ſon 6 Unzen Eqaa- men hinlängliche Pflanzen für einen ganzen Acre Lan- des geben, in welchem Verhältniſſe etwa 10 Loth hieſigen Gewichts nothig ſeyn dürften, um unſer ge- wöhnliches Joch mit-Pflanzen zu verſehen.= Wollte man es gerade, ſo könnte man auch den Saamen wie bey den Nüben, nur viel früher, gleich breitwürfig auf den Ac>ker ſäen, und die Pflanzen hernach mit der Handhaue bearbeiten und verdünnen, da denn aber wohl circa 5 T6 Saamen auf das Joch zu rech- nen wären.= Auch kann man, wenn man will, den Saamen in Reihen ſäen, da denn eben ſo wie bey der Beſtellung durchs Berſegen auch Zugkraft zur Be- arbeitung angewendet werden kann.=- Das Nath- ſamſte iſt jedoch bey dieſer Pflanze, ſo wie bey den Nunkeln, und beym Kopffohle, das Verſetzen, ob es gleich mit einigen Umſtändlichfeiten verbunden iſt. Obgleich der Kohlrabi bey tauglichem Boden und bey gehöriger Kultur einzelne Wurzeln von einer ſo beträchtlichen Große liefert, daß ſie nach Dickſon zuweilen zu einem Gewichte von 8 bis 10 kh,(circa 6 1/2 bis 3 Tb bieſigen Gewichts), nach Trautmann aber ſogar ſammt den Blättern mancer gebauet wird, an das Rind- und Schaafvieh verfüttert; und man behauptet, daß das Vieh bez dieſem Futter, ſelbſt dann, wenn es gemäſtet wird, ohne allem Heue, beſſer als bey irgend einem andern gedeihe und zunehme. In der Küche iſt der mannigfaltige Gebrauch des Kohlrabi bey Vornehmen und Geringen wohl allge- mein bekannt. 667305: KD Da beit 120006 Weit zwe&>mäßiger für den AFerbau als den Kohlrabi fand man in neuern Zeiten die Kohlrübe (Brassica napobrassica 3 ungr. Foldi Karalab, Poöld- alatti:Karalab;*). franz. Chou-rave Sous terre, Chou- navet 3 engl. Cole- Rape, Cole-turnip, Turnip-rooted Cabbage) welche auch häufig Kraut- *) Der pöbelhaften und ſehr unſchiklichen Benennungen* Panas-r&epa, und Kälomista-repa, unter denen dieſe Wur- zelfrucht häufig bey unſerm ungebildeten gemeinen Manne. bekannt iſt, erwähne ich hier bloß, damit ſich diejenigen un- ſerer Landwirthe, die ſie vielleiht nicht hinlänglich Lennen, leimter orientixen mögen. - wil, raten Gn 4"74 zit rübe, Erdrübe, Dorſche, Kohlrabi unter der Erde, Bodenkohlrabi, Erdkohlrabi, U. ſ, w. genannt wird. Sie bildet unter der Erde einen länglich» runden, faſt eyförmigen, mit vielen faſerigen und filzigen Wurzeln beſegten Wurzelknollen, der von außen erd- farb ausſieht, innerlich eine rübenartige, mehrentheils weiße, manchmal auch etwas gelbliche Subſtanz ent- hält, und oberhalb der Erde mit glatten, kohlartigen, leyerförmigen Blättern beſeßt iſt.= Sie iſt, wie alle derley Wurzelgewächſe zweyjährig, und treibt im zweyten Jahre einen aufrechten äjtigen Stengel, mit gelben Kreuzblumen, und darauf folgenden kugelför- migen, runden, kleinen, und glatten, in Schoten eingeſchloſſenen Saamenksrnern. Gie liebt vorzüglich) einen mürben, tro>nen, ſandigen Lehmboden, oder auch wohl einen eigent- lichen Lehmboden loFkerer Art, der einen hinlänglichen Antheil an Humus enthält, und deſſen Krume durch Vfteres Pfluzen und Eggen bis zu einer beträchtlichen Tieſe gelo>ert und gepülvert iſt.=- Doch kommt ſie auch auf ziemlich feſtem und thonigem Lehmboden noch recht gut fort, wenn man nur an deſſen Vorbe- reitung Nichts ermangeln läßt. Sie wird am. zweämäßigſten in gut hergerichteten Gartenbeeteu angezogen/ und dann, wenn es an der Zeit iſt, etwa in der erſteren Hälfte des Juny, auf den durch zwe>mäaßige Arbeit und wohl verrotteten Dünger ſorgfältig zubereiteten A>er in gehörigen Di- ſtanzen verſeßt, ſo wie man Kohl- und andere Pflan- zen zu verfeßen pflege!== Will man ſie etwa gleich juſt werd elinollen 3 (m, oder m Dutzelernte ſingen und E. ey jeder jU Nicht aufge Ima in G Ahr an ihr dut ſid "nn ſie ſy fatty= JAI man 1x | Ir(m TDiEſo 06 30 7 Ir Erliag 1 mme, 96.0 Gubſtayy + Fohlariy, e iſt, wi) nd treihty| /EStengel, 1 nden Fugdh) » in Cy) 1, frodiv einen eigt! hinlängli) Krume du beträdhtlidt »h fommt) 1 Lehmbihy deſſen Po) hergeridtt! un ey , 8 Juny|) hl verrott)| eporigen 5 mdere fw e eiws gin) TESSA IEE Gn auf den Aer ſäen, ſo muß dieß natürlich etwas früher als das Verſegen geſchehen. Die beſte Zeit hiezu in unſerm Klima wäre, dächte ich, die erſtere Hälfte des Maymonaths.=- An Saamen könnten etwa in dieſem Falle, bey der breitwürfigen Ausſaat 2 bis 3, und bey der Drillſaat 1 bis 2 7%; pr. Joch erfor- derlich ſeyn. F: Während der Vegetation muß die Kohlrübe ſo gut wie andere Wurzelgewächſe, entweder mittelſt der Handhaue, oder mittelſt paſſender AFerwerkzeuge be- haet werden, damit das Unkraut zerſtöhrt, und dem Aer die nöthige Lo>erheit verſchafft werde, wobey jedoch die jungen Pflanzen nicht zu ſiark be- häufet werden dürfen.==“ Das Ausheben der Wur- zelknollen geſchieht entweder mittelſt eiſerner Miſtfor- ken, oder mittelſt de8 gewöhnlichen Grabſcheite8, Dieſe Wurzelernte darf in unſerm Klima, in manchen Jahre- gängen und beſonders bey früher Beſtellung durchaus nicht aufgeſchoben werden, damit die Kohlrüben nicht etwa in Saamen zu ſchießen anfangen, wodurch ſie ſchr an ihrem Werthe verlieren würden. Der Kälte wegen iſt dagegen gar nicht damit zu eilen, ja man kann ſie ſogar=- wenn übrigens die Umſtände es geſtatten= den Winter über im Boden laſſen, ſo» bald man vom Saamenſchießen nichts zu fürchten hat. Der Ertrag dieſes Wurzelgewächſes iſt anſehnlich- = Di&ſon rechnet auf gutem Boden in England 25 bis 30 Tons pr. Acre.*)=- Nach Thaer wird der Ertrag von A. Voung im Durchſchnitte zu 17 *)(, DiEkſon's prakt. Akerbaum. 71. 0AUK6= Tons, von manchen andern Engländern aber zu 33 Meint bis 40 Tons pr. Acre angegeben.*)= Burger ſchnitt dt ſagt, 470 Ctr. Rüben ohne Kraut ſey ein gewöhn» 0/1? 5 licher, 500 bis 600 Ctr. aber ein guter Ertrag pr. ne/men 1. 0. Joch.**)= Nach Trautmann erhält man Ginzel von einem n. 0. Joche 300 bis 400 Ctr. Kohlrü- YPitſen' ben.***)- Fuß nimmt an, daß ein halber Strich ſh hieſige! Feldes 160 Ctr. Dorſchen gebe.****)= Nad) Ber- fe in gut! gen endlich giebt ein M. Morgen 150 Scheffel Kohl- nihrere y VDE 1 2422267) ſagt» fe€ Dieß macht nach unſerm Maaße und Gewichte: fal of! ſeht aber ſc 3:) Nach Di>ſon.. 1... 4A83.b1i85580 Cir: jen nue 44 | N 113 108 147) (1,000 HM b.) Nach Thaer: Eint a.) laut A. Young- 329====» daß ſie dit 3.) lant anderen Englän- 3 trüber it dern. 6 SEE EE IE IG== linge erſt,| c.) Nach Burger J Nhe &.) geivohnlicher Ertrag 300=== Zeit ihrer ß.) guier Grtrag.- 315=“ 4590=| 8 Rutter gen d.) Nach Trautmann. 225- 300-| 7" Cg DD Imnſich ENDET HLI: 2ANGN 47 2442.28, 05 20 007000 Der Gel NUE ROBTEIC MEN 1 u 1 217<= wems Ms.| für die 44) dy Landy *)| Thaer's engl. Landwirthſ Vu ſchnitt der Jahre, den Ertrag dieſer Wurzelſrucht zu ) Mig| 400“bis 300 Etr. pr. unſer gewöhnliches Joch an- (üs Gy"N/ nehmen. in eing SGinzelne Wurzeln dieſes Gewächſes wiegen nach ' Er, Seht Di>ſon im Durchſchnitte 4 ih engl.= eirca 3 1/4 is. Hb hieſigen Gewichtes. Nacy Lrautmann“ſollen > wlad) dy ) ſie in gutem lo>erm Boden 3 bis 6 und oſt nod) Gefl Ih, mehrere Pfunde ſchwer werden. Burger endlich | ſagt, ſie erhielten in guter Lage, und bey fleißiger d Gewitt Kultur oft eine ungeheure Große von 14 bis 18[zz MEN ſest aber ſogleich hinzu, daß er unter ſeinen Umſtän» | 500 En den nur auf 2 3/4 Ih pr. St. Rechnung machen könne. | Eine vorzügliche Eigenſchaft dieſer Frucht iſt, == daß ſie die Kälte ſehr gut verträgt, den ganzen Win» | ter über im Boden aushält, und gerade im Früh» | 714=| 1 linge erſt, da ſchon das meiſte Wurzel- Futter auszu- gehen pfleget, recht brauchbar wird, da ſie vor dieſer eid Zeit ihrer Härte und Herbe wegen, nur ein ſchlechtes 60=| Futter geben würde. Sie iſt aus dieſer Urſache bey 0 0 den Engländern ſo ziemlich beitiebt, und wird, wo uE| man ſie hat, vorzugsweiſe an die Echaafe verſuttert. Eu| Der Engländer Bevior in Norfolk iſt beſonder3 8] au ſür die Kohlrübe ſo eingenommen, daß er dafür hält, | der Landwirth verkenne ſchiechterdings ſeinen wahren ſend ſeyn pm ſollen.= Das beſte und zwe&mäaßigſte iſt, wo es nur fed 57 immer die Umſtände geſtatten, und wenn ſie nicht| un] etwa Vorſichts halber, damit ſie nict in Saamen Fama] ſchießen, aufgenommen werden müſſen, ſie bis zu dem 8 j-| jedesmaligen Gebrauch' im Boden ſelbſt zu laſſen, da u[m ſie in dieſem Zuſtande auch gegen den allerſtärkſten fier ie 4 Froſt ſchlechterdings unempfindlic) ſind.= Werden fie py mo im Herbſte aufgenommen, ſo kann ihnen zwar ein x! u ſehr hoher Grad von Kalte allerdings ſchädlich wers- pig) 4 den, der gewohnlichere Froſt jedoch, der ſchon die engeren] meiſten andern Wurzelgewächſe zu zerſtöhren vermag, prae 4 ſchadet ihnen durchaus nichts. Sie ſind daher in je» jem 64 dem Gebäude, das nur den grimmigſten Froſt ab» WW wi halt, ſchon hinlänglich geborgen, ohne daß ſie noch pflger a mit Stroh oder Sand bede>Xt zu werden brauchten.=- py 3 bil Weit mehr als von der Kälte, hat man für dieſe ragt in let Wurzelfrucht von der dumpfigen Wärme und Feuch» unt;| tigkeit zu beſorgen. Jn warmen feuchten Kellern oder ſcarhre| unterirdiſchen Gruben ſind ſie daher am allerwenigſten„ m an ihrem Plage, und gehen leicht in Fäulniß über- hloſſen| | Gieß 9. 360."zu Ha Rüuta-«Baddqa-| erg | EI Die Ruta-Baga, Nota-Baga, ſchwe /)k> diſche Rübe, ſchwediſche Kohlrübe eic, Mt Candy "den,=y lei im He gen den py yerbes bf; Imedo y iſt, wo N wenn ſity in Gam| ſie bis gh |! zu laſſen) 1 allerſtäy |-- Verdu) nen zwar ſchädlich 1 [der ſchon] hren Derm, ) daher in nen Froſt| ( daß ſie 1! 3 braucht. man für ge und Fu! ( Sellern 0) gallerwenit| ulniß ib| 0 a, ſq! (rübe NOR rz (Bras5ica napobrassica Suecica 3 ungr. Sved-Orszägi Völdi- Karalab 3; franz. Chou-navet de Suede 3 engl. Swedish Turnip, Swedish Cole-rape, Swedish iur- nip- rooted Cabbage) iſt nichts als eine beſtändige Abart der gemeinen Kohlrübe, von der ſo eben die Rede war. Sie bildet in der Erde einen länglich» runden, rübenartigen, in der Regel einige Pfunde(oft 6 bis 8 Ib-berl. 4%)==> circa 5 bis 6 3/4 16 hieſigen Ge- wichts) ſchweren Wurzelknollen, der aber zum Theil über die Erde hervorragt, mit einer dien grünlichen oder grünlich- gelben Haut bede>t iſt, und innerlich ein dichtes feſtes gelbliches Fleiſch enthält, Ihre be- trächtlich großen, halbgefiederten und unordentlich eingeriſſenen, faſt leperſormigen Blätter ſind glait, grau- oder fahlgrün von Farbe, und haben mit denen des Rapfes und des Kohles einige Ühnlichkeit, Ihr aufrechter ,' rundlicher, glatter, ſtarker, und üſtiger Stengel, den ſie im zweyten Jahre treibt, wird 3 bis 4, bisweilen auch wohl 5 FUß hod); und trägt in langen ährenformigen Trauben gelbe Kreuz- blumen; worauf die kleinen, Fugelrunden, glatten, ſchwarzbraunen, äußerſt öhlreichen Saamen folgen welche in länglichen, glatten und fleinen Schoten ein- geſchloſſen ſind. Sie iſt, wie ſchon der Name andeutet, in Schwe- den zu Hauſe, und wurde vor noch nicht ſehr langer Zeit in England an mehreren Orten verſuchet, bis ſie *»)|- Crome's Handbud der Naturgeſnem Sandboden recht gut fortkommt, und dennoch reich» lichen Ertrag liefert; doch ſcheint ſie einen etwas bin- dendern und etwas feuchtern Boden zu lieben ,/ und daher auf ſandigem Lehmboden, oder auch auf eigent- lichem Lehmboden lo>erer Art, bey mäßig- feuchter Lage, ganz auf ihrem natürlichen Standorte zu ſeyn. Die Vorbereitung des Bodens zu dieſer Futter» pflanze beſteht in wiederhohltem Pflügen und Eggen, und in tüchtigem Düngen mit gutem altem wohl ver» rottetem Miſie. Leßkteres iſt jedoch nur da vorzüglich nothwendig, wo der Aer ſchon entfräſtet iſt, und ohnehin ſchon einer Düngung nothig haben würde. In Betreff der Beſtellung kann man ſie entweder wie die Nüben gleich auf den zuvor wohl zubereite- ten Ader ſäen, welches nach Thaer etwa vom hal- ken May bis Ende Juny vorgenommen werden kann, noch Di>&ſon aber ſchon zwiſchen"dem 10-ten April und 10-ten May geſchehen ſoll;*) oder man ſäet den Saamen auf gut vorgerichteten Pflanzenbeeten in dem Hausgarten, und verſeßt dann die Pflanzen- wenn es an der Zeit iſt, in gehörigen Diſtanzen auf den x) Thaer widerräth jedoch eine ſolche frühere Ausſaat, weil dieſe Pflanze leiht in Saamen ſchicßt- Ader. wa. 7 ſowoh), al! Fruſt ben! Ourideſio) jade mit 1 nach zu til weder zu) Qird der! fonnen bey“ und bey di m. zeh er auf den Ae picte eires Währ) Ida mite werden, 1 wie die gl werden de der |Nah Di nſuhe ſdſt nach Froſt in oder Gia "ire Ertrag daf er auf 1 Wiſpel ph fray, wl 96) / DEE (rund, De lem Gh fannt Ny hoden vg) | und ny "te die Uh] | und tty ndennoh ien etwa) 1a[ichen y) uch auf ty näig: uh qdorte zu, adieſer Fu 31 und E11 jem wohl 1a vorzig ſtet iſt,! den würde g 1 ſie ent) < ohl zuber! g(wa vod gwerden fü 5) 10:t 1 5 man ſw gbeeten in!| langen my amen auf! || grühere u ddt Aer.=- Will man e38, ſo kann man die Ruta-Baga ſowohl, als die gemeine Kohlrübe, auch als zwepte Frucht benugen, indem man ſie in die umgebrochene Getreideſioppel ausſeßet. Nur muß man ſich in dieſem Falle mit dem Heranziehen ſeiner Pflanzen genau hier- nach zu richten wiſſen, damit dieſe zu ſolcher Zeit weder zu jung noch zu alt zum Verſeßen ſeyen.== Wird der Saame ſogleich auf das Feld geſäet, ſo können bep der breitwürfigen Ausſaat etwa 2 bis 3, und bey der Neihenſaat etwa 1 bis 2 J;, Saamens pr. Joch erforderlich ſeyn.=- DiFſon rechnet 2 Fh auf den Acre, welches nach unſerm Maaße und Ge- wichte circa 1 3/4 Iz pr. Joch beträgt. Während der Vegetation muß dieſe Frucht entwe- der mittelſt Handarbeit oder Zugkraft fleißig beha>et werden, wobey jedoch zu bemerken, daß ſie eben ſo wie die gemeine Kohlrübe, nicht zu ſehr behäufet werden darf. Der Ertrag dieſer Futterwurzel iſt bedeutend.== Nach DiFſon fand man in England bey einem Verſuche mit.;verpflanzten Ruta- Baga*?3, daß ſie ſelbſt nach Ausgange des Winters, nachdem ſie den Jroſt in der Grde ausgeſtanden hatten, ohne Kraut oder Schwänze dazu zu rechnen, rein 32 Tons pr. Acre Ertrag gaben.*)=- Und Thaer erzählt uns, daß er auf noch nicht in volle Kraft geſeßztem Boden 10 Wiſpel gehäuftes Maaß, oder wenigſtens 24000 Fh, ohne Kraut, vom Morgen erhalten habe,**) *) 6 Di>ſon's prakt, A>erbau. x) ſ. Thaer's Grundſ« der rat, Landw. Erundſ, der Feldk. 3, Th«. 31 Dieß beträgt auf unſer landübliches Maaß und Gewicht reducirt: a.) Nach Di>ſon-- Z.. 190104 /Ctr+ YZ b.) Nach Thaer' a.) an gehäuftem Maaße.„ 1'347'M6-| PizanaGewicht ium 3,124 15339 Ctr. /S> Nur Schade, daß der Ertrag dieſes Gewächſes ſo unſicher iſt, da es von anhaltender Dürre ſehr leicht leidet, und dann von den Inſekten zu ſolcher Zeit ge- wöhnlich vollends zerſtöhrt wird.=- Gben deshalb getraue ich mir auch den Ertrag im Durchſchnitte- eben ſo wie bey der gemeinen Kohlrübe, auf keinen Fall höher, als zu 200 bis 300 ECtr. pr. Joch anzu- nehmen/ ob ich gleich recht gerne zugebe, daß er im einzelnen Jahren no) ein beträchtlich Mehreres ab- werfen könne. Eine ganz vorzügliche Cigenſchaft der Ruta-Baga iſt, daß ſie dem Froſie ſehr gut widerſteht, und das- her ohne alle Beſorgniß= wenn ſie anders vor Ent- wendung und Beſchädigung ſicher iſt, und nicht etwa in Saamen zu ſchießen drohet=- den Winter über in dem Boden gelaſſen werden kann.-= Nimmt man ſie auf, ſo iſt ſie zwar gegen den Froſt nicht mehr ſo ge- borgen, wie in der Erde, doch wird ſie vom Froſtie nicht zerſiöhrt, und ſelbſt nachdem ſie ſriert und wie- der aufthauet, iſt ſie noch immer recht gut zu brau- nen Orte, als in Schoppen oder Scheuern mit etwas Stroh aufzuſchichten, wobey man ſich wegen Eindringen des Froſtes nicht zu ſorgen braucht, Sie iſt allem Viehe, beſonder3 aber dem Nind- viehe und den Schaafen ſo angenehm als gedeihlich, und wirkt nicht nur bey Melkkühen und bey Säu- geſchaafen ſehr vortheilhaft auf Quantität und Quali- tät der Milch, ſondern äußert auch beym Maſtviehe auf Fleiſch» und Fettanſaß ganz unfehlbare Wirkung. Als menſchliche Nahrung iſt ſie eben ſo wie die gewöhnliche Kohlrübe zu verwenden. Nur iſt ſie noch von weit beſſerem und feinerem Geſchma>e. Auch iſt ſie nach dem Zeugniſſe Thaer's äußerſt nahrhaft, und daher vorzugsweiſe hart arbeitenden Menſchen- klaſſen zum Genuße zu empfehlen, Ganz neuerlich fand ein denkender Landwirth„*) daß ſie ihrer vielen äußerſt öhlhaltigen Saamen hal- ber, auch als Öhlpflanze gebauet zu werden verdient; wovon unten bey den Handelsgewächſen das Nöothige erwähnet werden ſoll. 9. 367. Kopffkohl. Der Kohl, wovon hier die Rede iſt,(Brassica oleracea capitata; ungr. PFejes Käposzta: franz. *) Schwerz'ſ.. deſſen belg. Landwirthſerern, bald plattge, drücten, bald kugelſöormigen, bald länglichen und oben etwas zugeſpißten Kopf formiren. Der Stengel, den er im zweyten Jahre treibt, iſt hoch und ziemlich fleiſchig 3; und trägt kleine blaßgelbe Kreuzblumen, worauf runde, kugelförmige, ſchwarze, glatte, dem NRapsſaamen nicht unähnliche, aber doch noch etwas größere, in langen kleinen Schoten eingeſchloſſene Saamen folgen. Die Varietäten dieſes Kopſkohls ſind ſowohl in Hinſicht ſeiner Größe und Schweere, als in Hinſicht ſeiner Conſiſtenz und Feſtigkeit, oſt bis ins Unend- liche verſchieden.=- Man hat in England Kohl, deſ- ſen Köpfe im Durchſchnitte ein Gewicht von 20 Ib engl.(circa 16 Ib hHieſ, Gew.) erreichen. Ja manche Landwirthe ſollen daſelbſt bisweilen Kohl erzeugen, deſſen einzelne Köpfe 50, 70, bis 92 engl. Ib(circa 40, 57, bis 75 H hieſ. Gew.) erlangen;*) woge- 8) ſ, Thaet's engl, Landwirthſer nicht in ausgeſaugtem Zus- ſtande zurüFlaſſen ſoll.-- Unter dieſer Vorausſeßung aber, und wenn er-- wie ebenfalls vorausgeſeßt wer- den muß=- während der Vegetation gehörig bearbei- tet wird, iſt er auch eine ganz vorzügliche Vorfrucht für alle Getreidearten, inſonderheit für die Haupt» frucht unſers ganzen AFerbaues, den Winterweißen- wie dieß die Praxis der Engländer hinlänglich er- weiſet, die nach Kohl in der Negel immer Weigen bauen.= Mit Wintergerſte ſah ich einſt ſelbſt ein nach Kohl beſtelltes Feld, das ſeiner unbeſchreiblichen Schönheit und grenzenloſen Üppigkeit wegen, jett noch gleichſam vor meinen Augen ſchwebet.= Nach ein- ſtimmiger Erfahrung aller AFXerbauer geräth auch nach dem Kohle die Sommergerſte ganz unübertrefflich, und iſt beſonders in dem Falle zu empfehlen, wenn etwa die Kohlernte, widrigen Wetters oder anderer Umſtände halber, er| ſehr ſpät im Jahre vorgenom- men werden könnte, ſo daß man es nicht mehr rath- ſam fände, Wintergetreide folgen zu laſſen. Man hat dabey den Vortheil, daß man den Kohl, wenn er anders vor Beſchädigung ſicher iſt, den ganzen Win- ter über auf dem Felde ſtehen laſſen, und von da gerade nach Bedürfnis hohlen, und verfüttern kann. <--7 4 80 amar Das Land, welches mit Nuten Kopffohl tragen foll, muß immer im vorhergehenden Herbſte ſo tief als möglich geſtürzt, und in rauhen Furchen den heil- ſamen Ginwirkungen der Atmoſphäre überlaſſen wer» den. Während des Winters=- wenn es die Lage des Feldes zuläßt=- wird bey ſtarkem Froſte der Miſt aufgefahren, und ſogleich gebreitet.*) Im Frühlinge, ſobald man zu dem Boden kann, wird der Dünger mit einer ſeichten Furche untergepflüget. In zwey bis drey Wochen wird abermals geackert, welches aber ſchon etwas tieſer zu geſchehen hat; dann wird geeg- get/ mit einer ſchweren Walze gewalzet, oder mit einer ſtark beſchwerten Buſchegge geſchleiſet, und wie- der geegget- um ſo den Boden möglichſt zu zerfrü- meln. Einige Zeit darauf, im Lauſe des Maymo- naths, ſo bald die in Gartenbeeten herangezogenen Pflanzen verſeßbar ſind, wird abermahls, und zwar wieder etwas tiefer als das vorige Mal gepflüget, darauf geegget, mit einer leichtern Walze oder Buſch- egge planirt, und die Pflanzen in gehörigen Diſtanzen ausgeſeßt. Über die Entfernung, in welcher die Kohlpflat- zen auf dem Aer ausßeinander ſtehen ſollen, kann unmöglich eine allgemein gültige Vorſchrift, gleich einem andern Leiſten, gegeben werden, weil dieß jederzeit x) Einige beſonders eifrige Wirthe maner, außer dem aufgefahrnen Dünger, auc< nomäßig- Feit ſeiner Kohlart überzeugt ſeyn kann, muß man - 490 armas einige der ſchönſten und geſündeſten Köpfe über Win- ter an einem tro&nen Orte mit ihren Wurzelſtrünken in Sand oder andere tro>ne Erde einſchlagen, und ſie dann im Frühlinge im Küchengarten in gehvriger Entfernung in ein gutes Erdreich verſeßen, da denn im Sommer reichlicher Saame erfolgen wird. Um recht früh verſeßbare Pflanzen zu Haben, wovon der Ertrag des Kohles=- deſſen meiſte Arten immer eine längere Zeit zum Wachſen nöthig haben== zum Theil ganz weſentlich abhänget, iſt es nothig, daß man das Pflanzenbeet möglichſt früh beſtelle. Man thut daher immer wohl, wenn man daſſelbe noch im vorhergehenden Herbſte vollig zubereitet, da- mit man dann, ſo wie der Boden aufthauet, wo möglich ſchon im Februar, den Saamen ohne weiteres Umgraben ausſäen und einharken könne,== Um vor den Erdflöhen, dieſen ſo gefährlichen Feinden der jungen Kohlpflänzchen, ſicher zu ſeyn, kann man vorſicht8weiſe den Saamen, nach dem Veyſpiele der Engländer, in Vermiſchung mit Ofenruß ausſäen, ob man gleich bey recht früher Ausſaat wohl ſchwer" lich von Inſekten etwas zu beſorgen haben wird.=- Gegen die Nachtfröſte und den Reif ſichert man die zarten Pflänzchen dadurch, daß man ſie des Nachts mit einer Strohmatte, oder Strohde>e bede&et,= Daß ein ſolches Pflanzenbeet immer mäßig feucht er halten werden muß, dieß weiß wohl jede geſchäftige Hausfrau, die ſich ihre Kohlpflanzen für den Küchen- garten zu erziehen pfleget.= Die erwähnte Vorbereitung des Pflanzenbeetes beſteht darin, daß man daſſelbe im Herbſie, etwa Ende Oktobers, zu einer recht vollen eiſe ung nittleweil Farfdünge undes, 8 106 um de rum mitt Lefehmelt hyhig liege! | Tiſte haltender T | |) genome = wien Durchaus 1 jibrig, di Fen zu vel fine mit d; hier» od - Übrig pud) nod pben bey dieſes Vi jm Allge porden. j | Hahn , feſchlagen m ſo if 8 man Jimal, Klmniſſen, Wiſchnr) fe übe W| Butfehh ſlam, 1) njzu hahn | meiſte Io) tig haha! ſt es nh, ) früh bl iman daſ)! bereitet h nſthauet, ohne weite! ,= Ilm) Feinden df , Fann m Beyſpielet cuß ausf wohl ſcm ben wird,- hert ma) e des Juſt » bededk“ hig fun de geſch) - den Rit) Borberdu) man daſ! » recht Tiefe umgräbt, dann eine Zeit lang ruhen läßt, und mittlerweile mit altem wohlverfaultem Miſie recht ſtark dünget, dann im Spätherbſte ,/ etwa Ende No- vembers, abermahls, jedoch nur zu geringer Liefe, bloß um den Miſt unterzubringen, umgräbt, und die Krume mittelſt der gewöhnlichen Gartenharke möglichſt zerfrümelt und ebnet, wornach es bis zur Ausſaat ruhig liegen bleibet. Müßte das Verſeßen der Kohlpflanzen bey an- haltender Durre, und auf vollig tro&nem Boden vor- genommen werden, und könnte man zu dieſer Arbeit -= wie man eigentlich wohl ſollte= einen Regen durchaus nicht abwarten, ſo iſt kein anderes Mittel übrig, die Pflanzen vor dem Verwelken und Ausdor»- ren zu verwahren, als dieſelben anzugießen, wozu eine mit derley Waſſer bewirkte Auflöſung von Hüh»- ner» oder Taubeymiſt ganz vortreffliche Dienſte leiſtet. -- Übrigens können beym Verſeten dieſer Pflanzen auc noch alle jene Fingerzeige benußt werden, die oben bey den Runkeln, und vorzüglich im erſten Theile dieſes Werkes, wo von dem Verſetßen der Pflanzen im Allgemeinen gehandelt wurde, bereits gegeben worden. Haben die Pflanzen nur einmal gehörig Wurzel geſchlagen, und ſind ſie gegen das Ausdorren gebor- gen, ſo iſt weiter nichts mehr bey ihnen zu thun, als daß man ſie während ihres Wachsthums zwey- bis dreymal, je nach den individuellen Wirthſchaſtsver- hältniſſen, mittelſt Hand» oder Zugkraft, in den Zwiſchenräumen bearbeitet, wobey das zweyte und dritte Mal die Erde etwas an die Pflanzen angezdögen oder angehäufet werden muß. Das allmählige Abblatten des Kopfkohl8, welches einige Unfundige der Natur zum Iroße angerathen Haben, iſt hier eben ſo, wie bey den NRunkeln immer zu widerrathen, theils weil man ihn dadurch gerade der tüchtigſten Werkzeuge beraubt, ſich nährende Stoffe aus der Atmoſphäre anzueignen, theils, weil man ihn auf ſolche Weiſe zwingt, ſeine Vegetationskraft auf das Hervorbringen derley neuer Blätter zu ver- geuden, ſo daß alſo ſein Ertrag an Köpfen aus dop- pelter Urſache geſchmälert werden muß.=- Wenn doch ſo manche landwirthſchaftliche Schriftſteller bey derley unreifen Projektmachereyen auch einmal bedächten, daß die gütige Natur, dieſe beſte aller Mütter, Nichts umſonſt geſchaffen habe, und daß z. B. ein ſolch? lächerliches und armſeliges Abblatten der einzelnen Kohlblätter in und an ſich ſelbſt ſchon ein Unding ſey, das höchſtens bey der Wirthſchaſt eines armen Häuslers== und da auch nur im Fall? der Noth== tolerirt zu werden verdient!..,.. Nur im Herb- ſte, wenn man etwa den Kohl über Winter auf dem Felde jtehen ließe, kann man eine allgemeine Ernte der nun nicht mehr nöthigen Kohlblätter anſtellen, und ſie an das Vieh verfüttern ,/ weil ſie ſonſt ohne- dieß größtentheils verfaulen würden. Die Ernte des Kopfkohls, welche bey den meiſten Arten deſſelben in den Herbſt, und zwar in den September und Oktober zu fallen pfleget, iſt ſehr leicht. Man haEt nämlich die Strünke gleich unter den Köpfen mit einem kleinen Beile ab, und fährt die uft! Bräter um ehim L ple! vf den I& rt md 6! eit[ hrung Dd dt ſeicht, n Jaulniß jan ode vr ünigen! werden, " de hm wd (ufgeſchid ſer ſeine gn herhraucht aß beſie wa Vir halb d Fol a wildes Vi n er dem vf dem' | hren)| jW Imm ſe Int fh fe ohn halten,| > je Wp Pohl my 'he an Yunfeln bey 'adurd Ihrentby (8, wei Ww egetationh;! lätter zu pfen aus H = Ven) Aer bey by edächten Zitter, Nh 3. ein ſol wer einzlnl | in Andi ( eines arm) » der Roth- „ur im H! nter auf dn Ent Cer anſithy) je ſonſt ey den miſt) war in"| get, iſt 1 gleich un! ud fih) Kohlköpfe nach Hauſe. Gleich darnach werden die Blätter und Strünke ebenfalls eingeerntet, und ſo» gleich dem Viehe vorgeworfen. Noch beſſer aber iſt's, == weil es weniger umſtändlich iſt=- das Vieh ſelbſt auf den Aer zu treiben, und dieſe leßtern gleich an Ort und Stelle von demſelben verzehren zu laſſen. Weit ſchwieriger als die Ernte, iſt die Auſbe- wahrung des Kohls. Der Froſt ſchadet ihm zwar nicht leicht, deſto leichter aber erhißt er ſich, und geht in Fäulniß über. Er darf daher nicht nur nicht in Kellern oder Gruben, ſondern auch nirgend, wo es nur einigermaaßen warm oder feucht iſt, aufſbewahret werden, und muß alſo an möglichſt kühlen und luftigen Orten, als in tro&nen Kammern oder Sheu- nen, u. dgl. und da auch nie hoch über einander aufgeſchichtet zu liegen kommen. Auch muß man ihn dieſer ſeiner mindern Haltbarkeit, und ſeiner großen Fäulniß wegen, unter allen Wurzelgewächſen zuerſt verhrauchen, wenn man nicht Schaden leiden will.= Das beſte und zwe>mäßigſte aber iſt, wenn man nicht etwa Wintergetreide darnach bauen will, und folglich deshalb das Feld räumen muß, und wenn man den Kohl gegen Menſchen, ſo wie gegen zahmes und wildes Vieh hinlänglich ſicher ſtellen kann, denſelben, da er dem Froſte ſehr gut widerſteht, ohne weiters auf dem Felde ſtehen zu laſſen, da man ihn denn während des Winters nach Bedürfniß hohlen, und zwar immer im friſchen Zuſtande haben kann. Auf dieſe Art können ſich die feſtern und conſiſtentern Kohl» arten ohne alle Gefahr bis gegen den Frühling hin erhalten. Die looſern Arten dieſes Gewächſes erhalten 494 ſich zwar bey weitem ſchlechter, nicht ſowohl als ob ihnen der Froſt ſchadete, ſondern weil der Regen und der aufgethauete Schnee in ihre Zwiſchenräume dringt und ſie faulen macht 3 allein mit dieſen geht es auch zu Hauſe nicht beſſer, wir mögen ſie auch aufbewahren, wie wir wollen. Der Ertrag des Kopfkohl3= wenn er anders an ſeinem Platze ſtehet, und gehörig kultivirt wird== iſt, ſowohl nach dem Volüme als. nach Gewicht ge- rechnet, größer, als der irgend eines andern Ge- wächſes, das wir auf dem A>er bauen können.=- Nach Thaer hat man oft bloß an Köpfen über 500 Ctr. vom M. Morgen gewonnen; und 300 Ctr. vom Morgen ſind nichts Ungewöhnliches.*)= In England wird der Ertrag dieſes Gewächſes von Ver- ſchiedenen zu 20, 30, 54 bis 70 Tons pr. Acre an- gegeben. XX)-- A. Young nimmt den Ertrag des Kohl3 vom Acre im Durchſchnitte Englands zu 36 Tons anz; XXX) und in Suffolk, ſagt derſelbe, erhält man über 60000 TJ; pr. Acre.+)= Burger ſagt endlich, daß man da, wo Boden und Klima dem Kohle zuſagen, und der Aer wohl gedüngt worden, 500 bis 600 Ctr- im Durchſchnitte erhalte 5 daß man aber in günſtigen Jahren auch wohl das Doppelte erhalten könne, Ft) Xx) ſ- Thaer's Grundſ. der rat, Landw- z*) f. Thaer's engl, Landwirthſ f Burger's Lehrbu< der Landw, Zieh 4) Rach / | qa.)| 15,6, | KE den mi jen Wi Jeingewu jet iſt, [Zuverlä| ſelbſt im vers auf angehe Peſonder Wrächtl das Dop Ay ene wi wohl ay il der dy| Zwiſheny nit dieſy nögen" m er m [tivirt my). ' 1): Genihy 3 andern) en Fön. Kopfey| und 300) 168, X)=) hſe3 von 1 pr. Jere 1 Ertrag d lands zu] ſagt derſel! )= Zur m und Sli wohl geln hnitte erh) uch wohl) ,. 11 Lantow|S haf! jeulture,' AO Dieß macht nach unſerm Maaße und Gewichte: 3.) Nacy Thaer Ctr. 7 «.) bisweilen:. SD 25 ".= PIERCEN 88 2065 ES(IZ b.) Nach verſchiedenen Angaben in LU England 5 4» 8387 bis 13540> ce.) Nach A. Voung= a.) im Durchſchnitte En g- lands< S- 6998== zu BJ.in Gufſfolk., in Enge 2 19108. 4.: 2 e. 518.---=,8 O9 d.) Nach Burger nD a.) im Durchſchnitte« HOBSTENDIS EASE PB.) in günſtigen Jahren. 750=«00, Su unſerm Klima kann man= wenigſtens in 3 en meiſten Gegenden Ungarns=- von dieſer treffli- Y >< en Wurzelſrucht, die, ſobald ſie nur einmal gehörig eingewurzelt, und auf dem Ader gleichſam eingebür- gert iſt, ſo ziemlich ſicher zu ſeyn pfleget, mit völliger Zuverläßigkeit einen Ertrag von 600 Ctrn. pr. Joch ſelbſt im Durchſchnitte der Jahre erwarten, wenn ſie an- ders auf ihrem Standorte gepflanzt, und ſo wie hier angegeben wurde, behandelt worden iſt. Jn einzelnen beſonders aunftigen Jahrgängen kann der Ertrag noch beträchtlich größer ſeyn, und bisweilen vielleicht ſelbſt das Doppelte dieſer Angabe überſteigen. An Nahrungskraft verhält fich der Kohl zum Leine wie 1; 6, d. i. 6 Etr. Kohl ſind in der Fütte« = H90== rung unſeres Viehes 1 Ctr- Wieſenheue gleich.*) Dieß ſcheint Thaer ganz auf die Maſtungsverſuche der beyden Engländer Hut. Nur muß man darauf Acht haben, daß die Kühe keine ange- faulten Blätter erhalten, weil dieſe allerdings, wenn ihrer auch noc ſo wenig wären, der Milch einen übeln Beygeſchma> zu geben vermögen 3; daher bep Ginigen der irrige Wahn entſtanden, als ob der Kohl. an ſich dieſen übeln Geſchmac> verurſachte, und folglich dem Melkviehe nicht gegeben werden dürſte,=- Gben durch dieſen ſeinen vortheilhaften EinAu68 auf die Milcherzeugung, wirkt er auch, wenn er den Säu- geſchaafen gegeben wird, ſehr heilſam und faſt ſicht- bar auf das Gedeihen und Emporkommen der jungen Lämmer; und was derley gute Eigenſchaften dieſes trefflichen Gewächſes mehr ſind. Erundſ. der Feldk. 3. Th, enam 498 emer Aller dieſer vortrefflichen Eigenſchaften unge- achtet aber, vergeſſe man nie, daß der Kohl, beſon- ders, wenn er etwa von Negen oder Thau ſeucht ſeyn ſollte, ſehr blähend iſt, und daher im Anfange und bis das Vieh daran gewöhnt iſt, eben ſo wie der Klee und die Luzerne nur mit Vorſicht und ſehr mäßig dargereicht werden darf. Dieſe Vorſicht iſt hier um ſo nöthiger, da die davon entſtandene Blähung weit gefährlicher, als die vom Klee verurſachte werden kann.=- Auch erinnere man ſich immer, daß der Kohl eine ſehr ſtark ausſaugende Frucht iſt, und komme ja nicht auf den Gedanken, ihn=- da er des großen Derbrauches wegen bey uns mehrentheils eine ſehr verkäufliche Waare iſt= zum Verkaufe im Großen bauen zu wollen, wenn man nicht etwa durch einen Überfluß an Wieſen, durch Branntweinbrennerey und damit verbundene Maſtung, oder durch irgend andere Umſtände, in Hinſicht des Düngers hiniänglich ge- de&t iſt. Denn ein großer Kohlbau auf unſern Ge- treidefeldern zu feilem Verkaufe bey Mangel an Dün- ger, müßte unſern AFerbau ganz unfehlbar zu Grunde richten, und wir würden die Freude über das aus dem Kohle, wie aus einem andern Handelsgewächſe gelöſete Geld, ſo groß die Summe auch ſeyn möchte, nicht lange genießen.=- Wird dagegen der Kohl au das. Vieh verfüttert, ſo mag man immerhin ſo viel bauen als man will, weil er dann den Dünger den er ausgeſogen, dem A>er mehrfach wieder zurüc- giebt. Der rothe Kopfkohl, der beſonders in Holland ſehr häufig gebauet werden ſoll, iſt von dem Weiß- johlt ws yerſ