Unh.-Bitt. Stessen ,„.“ 83 8 8 4* 1 3 — 6 4 3 1— 8 NA 4 5 1 4 34 4 1—— eines a kerrichter V 3 vollſtͤns. u; 4-Grundſäßc, 4 der Schaafeultur. Verſuch üb. eines auf Natur und Erfahrung gegründeten Un- kerrichts in der Zucht, Veredlung, Stallung, War- tung und Nugung der Schaafe; nebſt vollſtändiger Anweiſung, ihren mannigfaltigen Krankheiten vorzubeugen, ſie zu erkennen und zu heilen. Mit beſonderer und beſtändiger Hinſicht auf das Klima, und die landwirthſchaftlichen Berhaltniſſe Ungarns bearbeitet von Matthias Andreas Angyalffy- IT BIBLIOTHER D. KÖNIGLICHEN Y ACADEMIE| DES LANDBAUES| ZU MOEGLIN ODedenburg, 1817. bey Carl Friedrich Wigand. Dicam de primigenia Pen aria, M . » Varro, de r1e rust, IT, 2, ' | 0] 6 iy 2 Seinen Vaferlande, dem Lande der Arpaden und Corvinen, dem Lande, | welches= zu ſeinem Ruhme ſey's geſagt== Georgen Feſtetics dem Landwirtkhe das Daſeyn gab, weihet vieſe Erſilinge feiner Früchte in tiefſter Ehrfurcht der Verfaſſer. av 774 Ehr mr 1 pF: a 3 M. 3 26.6.2065. Dk cd 7 AI ZLIHLGA KAL HDA AHN S OSV Y MAAT SZ D I 0x D x SV „F| mwg Beſchaffenheit der Zuchtſ =. eu iN af 7 DE R] 19 I? 15 26 33 40 50 99 63 Iuhalt. Seite. 6. Kreußung, oder Veredlung 5 Race mittelſt Ver- Wifhung mit einer andern, 5. 73 64 207 Unwiſſenheit wancher neueren Schriftſteller in Be- treff der Veredlung der Schaafe. 2 84 GE2IE Progreſſionöheerden, Deſcriptions- Negiſler, und Numeriren der Schaafe.. 4 36 Drittes Kapitel. Racen der Schaafe. Von den Racen überhaupt, und ihrer Unbveränder- lichfeit, wenn ſie rein erhalten werden« 89 C. 23- Vom Mevrinoſchaafke«== MULLEN 20.25 37 96 S. 24. Von unſerm gemeinen frauswolligen I, deut- ſcher Race.-: 8. 1I0O S. 25 5. Von unſern beyden ea" EBENE SOE VOC as 5 4 111 S5. 26, Vom Bafkewellſchen oder 0 ABU Scaafe 114 Vom Marſch- oder Miedeluncäſchaafe% 8 117 9. 28. Ob, und wo fein= und krauswollige, oder unſere innländiſchen lang- und g796otigen iacen zu halten ſeyen? R. N; 120 Biertes PENG Stallung der Schaafe. 52 29. Ourchwinterung der Schaafe im Freyen 3 x 22 SIN 202 ESh9af/talfeWICHelSſeun WU. vo 6. 126 Zuhäalt. .% Seite. Funftes Kapitel. Schäferey- Perſonale; Zeichnen, Zählen, und Aus- muſtern der Sc e 1 b) Geſbſucht 8 H 3 Ä 225 c) Lungenſucht oder Qungenfäule 3 333 d) Haarwürmer- Fadenwürmer- oder Qungenwür- MES PANEHert 2 AIS SLI SC EIEER€ 330 e) Drehkrankheit. Z Z;;; 337 €) Pocken oder Blattern:. 3- 3402 g) Räude, Kräße oder Grind. 5. 353 Zunhalt. Spt h) Stickblut, Rückenblut, Blutſchlag; Blutſeuche, Schlagfluß, heiße Sucht, oder Blutkrankheit, 3) Harnruhr oder Blutharnen Kk) Trommelſucht, Wanſtfolik, oder Blähſucht 1) Durchfall und Nyhr.. m) Maulkrankheiten„, n) Augenkrankheiten.. o) Klauenkrankheiten. P) Milchfnoten, Cutergeſchwulſt oder Euterverhär- FUnq 2 q) Beinbruendes Fleiſch, und die fetteſte und ſubſtanziöfeſte Milch zur Nahrung, Lämmer nach unſerem eigenen Belieben zu nußbrin- gender Zuzucht, oder zu köſtlicher Speiſe, Felle und Wolle zur dienlichſten und bequemſten Klei- dung, ganz vorzüglichen Talg zu Lichtern und zur Seife, den kräftigſten Dünger für unſere Felder, --- furz, es iſt dieß Thier ſo nüßlich, daß es bey- nahe unmöglich iſt, bey der Schaafzucht(wenn ſie A anders F= IIS, Be SPT mmi MEET NÄSSE Wem anders mit gehöriger Kenntniß und Vorſicht getrie- ben wird) nicht zu gewinnen. Wie daher erſt vor einigen Jahren ein das mals angehender Schriftſteller*)(wie er ſich in der Vorrede ſelbſt nennet) ohne noch je Landwirth- ſchaft getrieben zu haben, die Vermeſſenheit haben konnte, ganz im Tone eines bey der Landwirth- ſchaft ergrauten hochweiſenAgronomen zu ſagen„daß die Schäferey“(wenigſtens für jetzt, und bis zur allgemeinen Einführung der Stallfütterung der Schaafe, von welcher er zu träumen ſcheint)„für die ") Herr Karl Georg Rumy, f. deſſen Populäres Lehrbuch der Oefonomie 2 B, 8. Wien 1808, mit welchem er den von jugendlihem Eigenduünkel eingegebenen unſeligen Einfall hatte, des unſterblicher Be>mann's Grundſäte ver deutſchen Landwirthſchaft commentiren zu wollen. Ueber den Werth dieſes Wer- x es kann im mich hier nicht umſtändlic< einlaſſen, glaube auch nicht daß es nöthig ſey, da jeder Leſex von einigen Kenntniſſen in der Landwirthſchaft ſich fehr leiht von dem Unwerthe deſſelben überzeugen Fann; nur das muß ich doch hier bemerken, daß mir in dem überhaupt ſchon ſc= die Gutsherren im Durchſchnitt mehr nachtheilig als vortheilhaft ſey“ begreife ich wahrlich nicht. Gerne glaube ich, daß er es nicht beſſer verſtand, da mich ſein ganzes Machwerk mehr als zur Ge- nüge davon überzeuget. Allein was man nicht ver- ſteht, darüber ſoll man auch nicht ſchreiben, und nie unterlaſſe man eher fich ſelbſt gründlich zu be- lehren, bevor man andere zu belehren wagen will. Hätte ſich dieſer Schriftſteller bey dem roheſten Land»- manne Raths erhohlen wollen, ſo würde er mit leichter Mühe erfahren haben, oder,(weil er nun einmahl in ſeinem Eigendünkel zu glauben ſcheint, daß kein praktiſcher Landwirth auch zugleich zu rechnen verſtehe, und daß die Gutsbeſitzer eben des- wegen irrigerweiſe die Schaafcultur für ſo vor- theilhaft halten) eben ſo leicht aus den ihm vor- gelegten Datis haben berechnen können, das unter allem Hausviehe,=- mit Ausnahme des nicht nur nüßlichen, ſondern ſogar nothwendigen Zug- und Arbeitsviehes,=- gerade das Schaaf dasjenige ſey, welches unter den allermeiſten Umſtänden und Verhältniſſen den ſicherſten, reinſten, und beträcht- lichſten Nuten gewährt; wogegen andere Viehgat- tungen,-- beſondere und ſeltene Umſtände und Ver- hältniſſe abgerechnet=- oft kaum den Dünger als reinen Gewinn übrig laſſen. Ganz anders urtheilt hierüber jener alte Praktiker Herr Gerie,*) da er ſagt:„, daß von allen Theilen der Viehzucht die A 2 Schaaf- „G. Geride's praktiſche-Anlei- IWF Ü hrung der Wirthſe- ne Weide, auf ſandigen, kieſigen u.dgl. Gründen, die das Waſſer leicht und gerne durchlaſſen; oder ho- be bergige Weidepläe, wovon das Waſſer ſogleich wieder abläuft, und deren Boden folglich immer trocken iſt. Niedere, und ſehr fette üppige Weide, auf Gründen die das Waſſer nicht leicht durchlaſ- ſen, iſt für krauswollige Schaafe ſchon minder dien- lich; do< können ſie auch da mit etwas Vorſicht, und mit einiger Vorkehrung zur Ableitung des über- flüßigen Waſſers, noch immer ſehr wohl, und mit vielem Vortheile gehalten werden; wiewohl dieſe Weide von der Natur ſchon mehr für die lang- wolligen Racen beſtimmt zu. ſeyn-ſcheinet:|“ Nur büthe man ſich ja in jenen Gegenden Schaafe(be- ſonders fein und krauswollige) halten zu wollen, die der Ueberſt, breit in Bruſt, Schul» tern und Kreutz, und nicht zu-hoch geſtellt ſeyn; er ſoll einen dien und gedrängten Hals, große muntere Augen, eine breite Stirne, eine glatte, reine Zunge, reine Haut, reine Naſe, einen brei- ten Schwanz, einen gut gefüllten, gehörig herab- hängenden Hodenſa>, Behändigkeit und Biegſam- keit in ſeinen Bewegungen, und einen majeſtäti- ſchen Gang haben; auch ſoll er munter und mus thig, gegen fremde Widder beherzt, und eiferſüch- 3 dabey aber nicht unbändig und raufſüchtig eyn. Das Mutterſchaaf ſoll ebenfalls einen mehr langen als kurzen, nicht zu ſchmalen Körper, volle, runde Lenden, ein breites ſtarkes Kreutz, eine breite Bruſt, reine Haut, Zunge und Naſe, einen mun- tern geſchäftigen Gang, und nicht zu hohe Füße haben. Beyde (9 wollen 7: | Siſi wehr 1 | ein wil daß 0/5 | ſey'"s | wiſens tem ve Del | AGs teren GN df 91, 31" |[8:1 | wt || eint) ' nen! | Hal iht ||“ | vieln ae | ENG || bi n ) IW"t E28 CQrley walt ) hu | 1Wſſeyn; |«zroße | 8 affe, |= brei- | zerab- 1)(ſam- | Dfſtäti- [RE BUUS M üch- Ea hig =aimnchr zell, | reite = AUNS Fuße | | wins€ wd KEEN ===(41)= Beyde ſollen aber überhaupt vollkommen ge- ſund, und bey gehörigem Alter ſeyn, wie auch eine hinlängliche Menge der beſten, zwe&dienlich- ſten, gleichartigſten Wolle, an allen Theilen ihres Körpers tragen. 6. 68. Einfluß der Zuchtſchaafe beyderley Ge- ſchlehts auf ihre Lammer. Daß die Wahl der Widder, oder wie Andere wollen, die Wahl der Mutterſchaafe*) bald in Rückſicht auf Geſtalt, bald in Hinſicht auf Wolle mehr Einfluß auf die Lämmer habe, ſcheint mir ein ungegründetes Vorurtheil zu ſeyn. I< glaube daß der Einfluß von beyden Seiten gleich ſtark ſey,**) und daß daher in der Regel die Lämmer meiſtens Merkmahle der Eigenſchaften beyder El- tern an ſich tragen 3***) daß ſie aber bisweilen, als *) Erſteres wird unter andern von Hrn. Pictet, leß- teres von Hrn, Petri behauptet. **) Dieß iſtauch die Meinung des großen Thaer*2ſ. deſſen Handb, für die feinwollige Schaafzucht. *«*) Herr Pethe ſagt:(in ſeiner Pallerozott mezei gazdasäg. 111, Darab, Juh-tenyesztetes S. 17.)„„.ES ſey dur a. gz“““ FTD mM.= SI k Adar. EME SEE Wf R KOMN ÜR lkuean.. 1.2 BEESE NSN G ENINGEN ET TNTENNERGIKN"TREE> --( 16) ezum und viele gälte Schaafe haben wil. Man gläu- joe) 4 be aber ja nicht, durch dieſes beſſere Füttern wäh- deim rend der Springzeit alles gethan zu haben, und rem 77 ſey überzeugt, daß wahre und nachhaltige Kraft wd] der Widder weit mehr noch aufgleichmäßiger guter(ih an? Behandlung derſelben während des ganzenJahres,als tante auf dieſem verſtärkten Futter während dieſer kur- aud, zen Zeit beruhe. Gun *: Die beſte Methode die Widder zur Begattung Hufen zuzulaſſen iſt beyläuſig folgende: Man theile ſei- auf ene nen Widderhaufen in zwey gleiche, verſchieden ge- dr Nu zeichnete Theile, welche wir hier den Haufen 4A der ein 13 und den Haufen B nennen wollen. Man gebe ih- IE nen ſäammtlich nebſt der beſten Weide die man hat, Hurdeil etwa während vierzehn Tagen vor der Springzeit er uv] täglich eine halbe Maaß Hafer per Stü*) in zwey- ** Herr Petri rechnet auf jeden Widder wahrend die- ſer 14 Tage vor der Springzeit ſowohl, als während„N des ganzen Geſchäfts der Begattung täglich 1/24 Me- wid ben Hafer. Auch räth er die Springwidder während Mes dieſer Zeit, ſtatt der Weide mit gutem Klee- oder lun Wieſenheue zu füttern- ſ« B. Petri's Ganze(inch! der Schaafzuht un. ſ. w. nes Auf den Fürſil. Eſterhazyſc Widder wird mah täglich wenigſtens ein Preßburger Meten(Zeinem Wie- erſt, ner Metzen) gerechnet. S. Inſtruction für die demn Schäferey- Nehnungsführer auf ſäammtli- ver kungsgeſchäfte. Kömmt nun der erſte Tag der Springzeit, ſo gebe man ihnen noch ſämmt- lich ein Seidel Hafer per StüX zum Frühſtuüce, tränke ſie, ſondere ſodann den Haufen A her- aus, und laſſe ihn unter die zu beſpringende Schaafheerde, und mit ſolcher auf die Weide. Den Haufen B weide man an dieſem Tage beſonders, auf einer guten Weide, in gehöriger Entfernung von der Mutterheerde,und gebe ihm zum Abendbrode wie- der ein Seidel Hafer per Stük. Am zweyten Tage früh ſondere man den A Haufen, aus der Heerde, und laſſe den B Haufen, nachdem er, zuvor ſein Seidel Hafer per StüF verzehrt hat, und „/ err Rudolph Andrerechnet für jeden Spring- widder während der Springzeit auf dxrey Wochen einen Metzen Hader. ſ. deſſen Anleitunazur Vered- Iung des Sch hieht, & Fri Kil pieß hot j=en meh EZfolgun) | 19 nich Wt, od! zua ſo mi; ſen = TL= fert die Widder doch wenigſtens entweder während der Nacht abgeſondert, und nur bey Tage zuge laſſen werden, oder umgekehrt.“So wurden*) in der|. x. Merinosſchäferey zu Mannersdorf im J. 1812. die zur Begattung gebrauchten, und ſorgfältig ausgeſuchten Widder, damals 14 an der Zahl, allemahl des Rachts von den zum Bes huf des Begattungsgeſchäftes in 3 bis 4 Abthei- lungen untergetheilten Mutterſchaafen abgeſondert, und dann unter die vorzüglichſten Abtheilungen derz ſelben noch zwey durch unglüliche Kämpfe gelähmte Widder, welche die beſten ſeyn ſollten, zur Ab- wechſelung zugelaſſen. Jeder dieſer 16 Widder er- hielt während der Springzeit täglich eine halbe Maaß Hafer. Die zu bedeXenden Schaafe waren 640 an der Zahl. Sollten dieſen täglichen Wechſel, oder dieſe tägliche Abſonderung der Böcke etwa ganz beſon- dere und. eigene Wirthſchaftsverhältniſſe durchaus nicht zulaſſen, ſo müſſen ſolche doch ſchlechterdings wochenweiſe gewechſelt werden, wie ſolches bey uns in den fürſtl. EſterhäzyſchenSchäfereyen geſchieht.**) Man habe aber ein ſehr wachſames Auge“ beſonders wenn män etwas ausgerufene und vor- zügliche Widder hat, daß dieſelben nicht etws während der Zeit, als man ihnen Ruhe zu gönnen, meinet, durch unredliche, von eben ſo unredlichen Nachbarn beſtochene Schäfer diebiſcherweiſe an die- B 2 ſelben *f.. Hr. C..G. Ambr e'8: Oer. NMeuigtl. I abrg, aw 812 Nro. 62. ) ſ. Fürſtl, Efierhäazyſche Inſtruction uy. ſ. w. MIE ER 29 UELNAHN ZÄSUR AON EEE ee MR=">18 2D T| 7-.-" ad]? KUNT EEN dm. 252., EC„ag 07 -»-( 20)== ſelben==“ wie es nur zu häufig geſchieht== ver- fob; miethet werden, wodurch ſolche der Neuheit des ju; Reitzes wegen- noch weit mehr geſchwächt werden, niht,| als wenn man ſie immer bey der eigenen Heerde 074 Kieße. u Jn England, ſagt Herr Staatsrath Thaer,*) 4 läßt man einen vorzüglich ausgezeichneten Widder 8 Vol gar nicht unter die Heerde, ſondern man geſellt wu ihm nur die für ihn beſtimmten-- verſteht ſich eben- 1.0 falls ausgezeichneten-= Schaafe, ſo, wie ſie his Bn hig werden, ungefähr 7 bis 3 an der Zahl auf mon einmal bey. Hat er dieſe beſprungen, ſo läßt mant geringen] ein oder zwey Stü davon zur Geſellſchaft bey m ihm, damit er ruhig bleibe, gönnt ihm eini- V| ge Zwiſchenzeit zur Erhohlung, und führt ihm wan T dann wieder andere Bräute zu, u. ſ w. So find dirt viel nun auch.ein Bo> auf dieſe Weiſe ausrich- verſchieh ten kann, ohne ſich zu ſchaden, und ſo viele Vor- fen bean! theile auch übrigens dieſe Methode in fich darbie- gehirn then mag, ſo wird doch jeder, der unſere Wirth- hochſena ſchaftsverhältniſſe in Ungarn kennt, mit leichter bey gute! Mühe einſehen, daß ſie bey uns wohl nicht leicht ih een 4 anzurathen ſey. Auch würde man irren, wenn jeden Wi man glaubte, daß dieß die gewöhnliche Begattungs?- art der Schaafe bey den Engländern ware. Nach Herrn Diſon**) läßt man daſelbſt die Wid- DTM der gewöhnlich vom Anfange Octobers 6 Wochen 457 ips Nies Ie| der( zur] G 4 i 7: ni KEENE WE für die feinwollige Mf 9») f. deſſen Werk: Der praktiſche AFerbäuz lig ei oder vollſtändiges Syftem der verbeſſer- ſha ten neuen Landwirthſft bey |(zn ein! Et ihm wr;(€! 1 rid); (zie Vor fodarbi JI- Wirth» j Areichte 3 Ii leicht IT 5 wen ) tung )= Rec) (=: Vi Bot hin- jw lig Erh us |„eſſet! =; --( 21)>= hindurch hey der Heerde, und um mit Gewißheit zu wiſſen, welche Schaafe belegt worden, oder nicht, beſtreicht man den Böen die Vorderfüſſe mit Rothſtein, Oker, oder einer ſonſtigen färbenden und zeichnenden Subſtanz. Das Begattungsgeſchäft rathe ich immer bis 8 Wochen lang auszudehnen,*) beſonders, wenn während der Springzeit, wie ſolches oft geſchieht, anhaltende Regenſchauer oder ſonſtige unfreundliche Witterung die- Begattung hindern; widrigenfalls man leicht Gefahr laufen könnte, zu ſeinem nicht geringen Verdruße mehrere gälte Schaafe zu erlan- gen. Was die Anzahl der Schaafe betrifft, die man einem Widder zum Bede>en geben ſoll, ſo ſind die Meinungen verſchiedener Landwirthe ſehr verſchieden. I< glaube dieſe Frage folgender Maa- ßen beantworten zu können: Sind die Widder von gehörigem Alter, d. i. wenigſtens volle zwey, und höchſtens 7 bis 8 Jahre alt, ſind ſie geſund, und bey guten Kräften, und werden ſie ſorgfältig, wie ich eben gezeigt habe, behandelt, ſo können auf jeden Widder ohne Bedenken wenigſtens 50 Stü> Schaafe *) Die H. H. Petri und Rudolph Andre wollen daß die Bede>ung volle 9 Wochen daure, welches? mir gar nicht zu tadeln ſcheint. f. Petri's Ganze der Schaanfzu Mutterſchaafe 3 bis ur 2:06 4 Widder gerechnet wiſſen. ſ. Das Ganze der 4“ß S hnafzuch t. Auf den Fürſtl. Eſterhazyſchen Schaä- m Nt Fereyen werden 25 bis 30 Schaafe auf einen Widder ge« Mid rechnet, ſ. Inſtruction für die Ochäferey- heft Rechnungsführer.= Graf Feſtetics zu Keßt- hely rechnet ebenfalls 4 Widder auf roo Schaafe. ſ. deſſen Inſtruction für ſeine Wirth- ſt, während ſo viele Macu- M katuren über Landwirthſchaft täglich gedrut werden. din -- H. Fink will auf 30 oder 40 Mutterſc angeſchafft wiſſen. Er könne wohl 50, 60 bis' 4 70 Lämmer zeugen- würde aber entkräftet, und vor h"I der Zeit abgängig. ſ. Joh. Heinr. Fink's ver-.. ſchiedene Schriftenund Beantwortun-„vy gen betreffend die Schaafzuht in M Deuſchland und die Verbeſſerung der Mf PIE ERN MI 1799-=“ H. Andre un der zwar bey hinlänglichen Widdern auc) nur 25 bis 30 Stück Schaafe auf einen Widder gerechnet wiſſen u) will, ſagt: daß bey der von ihm vorgeſc leiht 00 gen,| bis 120, ja wohl oft 140 StüF Schaafe ohne Nach- weil| theil bedienen kann. Daß übrigens eine ſolche Be- Weit gattung bey uns im Großen eine Chimäre iſt, und ie we bis zu veränderten Umſtänden immer bleiben AUM phlune habe OH ROREZLAEREREKOT NVT TON RERTEGE RN NO KOS SGR GEN INC ART V ASI BEI ZNRAT BURN ET 43% EON EKO WIENS T A ELLER VU VIROE 013% SE WEITERS EIRIINGN ---( 23)== | wie kömmener Geſundheit, und bey vollen Kräften, und "4:4. ſollte man ſo kleinlich denken, dieſen nüßlichen i Thieren während dieſer kurzen Zeit das bischen Ha- fer zu misgönnen, das ſie doch ſo ſehr verdienen, 4 ſo könnte man fregylich auf jeden Wibd& höchſtens Efe ghi! e> Sze der nur 25 Stü Schaafe rechnen, wenn man ſich (4:1 Schi: nicht der doppelten Gefahr ausſeten wollte, ſeine ; MEN Widder zu verlieren, und viele gälte Schaafe zu Pais bekommen. ) oddafe. Wirth: Auf Fhyafts- | Ks „EIR uſiru: I 95 habe ich ſo eben geſagt.= Dagegen ſagt H- Di>- M atheilge ſon, der doch nicht von individuellen Paarungen re- =1e abge! det:„„Sind die Böcke noh jung, ſo darf man einem ie Mat Bocke höchſtens 60 Schaafe zubringen z3 ältere fönnen fis 1 werden, einer größern Anzahl ohne Schaden vorſtehen.““|. „Df eint Di>ſon's prakt. AFerbau. Herausg. von =S, bo bi Thaer.-- H. Sc zur Bede- MS Ser dung von 60 bis 80 ſtarken Schaafen zureiche. (hort» Die beyden Böke-- dieß find die eigenen Wor- ht it te dieſes glaubwürdigen Schriftſtellers=- die ich wogder 2827 von Paris erhielt, mußten ſogleich nach der Indre Aufunft von einem ſo weiten Weege an die Begat- = 25 bis tunggarbeit. Sie de>ten 140 Schaafe, und nahmen St wiſſe! dabey an Fleiſche zu. Seitdem haben fie kein Jahr em nen Ve weniger Arbeit gehabt, leben uoch,( 1803) und be- - M 7% finden ſiG wohl. Man laſſe ſich daher dur die über- : H(50 ſwanaten Cautelen mehr wiſſenſchaftlicher, als prafkti- . Wile ſHer Agronomen nicht abſchre>en, des Guten, went ert: man kann, recht viel mit wenig Mitteln zu vollbringen.“ Es fo mi.3.N. S ! Pids iter den MC 1 auch )'=oll Ha: (1) füg: on den (den zu | FFSte, qute Qer lei 1 3Antt ei a ihrer er9!rhohb 1) iengen, Aen iſi mn ſcht WU, 11) H rhdu | xS Fräfttn (| SWidde ch ni afen zu "WL berüh- 1 Qi Re 7 Fn Yer dis pant!) h gd deus zulegt (1 gun (= went! Sn vin 11==e0 fon ) u | 3 meiden) daß „gw == UESHY= daß man daher nie ſeine ſelbſt erzogenen Widder--- wären ſie auch die allerbeſten=- zur Begattung gebrauchen, ſondern immer fremde Widder hiezu anſchaffen ſolle, wenn ſolche gleich weit ſchlechter als die ſelbſterzeugten wären. Die Schädlichkeit dieſes Vorurtheils ſpringt in die Augen. Aller- dings müſſen fremde Widder angeſchafft werden, wenn wir unſere Zucht verbeſſern wollen, ſo lange unſere eigenen, ſelbſt erzielten Widder nicht viel taugen. Haben aber einmal die Widder unſerer ei- genen Zucht jene Vollkommenheit erreicht, daß ſie Die fremden uns zu Gebothe ſtehenden hinter ſich zurück laſſen, ſo wäre es wohl die größte Thorheit das Beſſere mit dem Schlechteren zu vertauſchen. Im Gegentheil haben wir dann nichts Angelegent- licheres zu thun, als die nun einmal erlangten vor- zuglichen Eigenſchaſten unſers eigenen Viehes, mit Ausſchluß alles fremden Blütes, durch Zuſammen- paarung der jedesmal ſorgfältigſt ausgewählten, vollkommenſten Individuen, in ſich ſelbſt zu fixi- ren, und conſtant zu maßen. Nur durch dieſen Grundſatz haben es die berühmten engliſchen Vieh- züchter bey allen Viehgattungen zu einer Vollfom- menheit gebracht, die an Wunder grenzet, und worüber die Welt und Nachwelt ſtaunen muß. Mutterſchaafe können ohne Bedenken nach vollendeten 18 bis 20 Monathen ihres Lebens-- vorausgeſeßt, daß ſie bis dahin gehörig behandelt worden, und bey vollkommener Geſundheit ſind--- zur Begattung zugelaſſen werden. Will man ihnen Etwas zu Gute thun, ſo gebe manihnen während der Begattung Früh und Abends eine kleine Por- tion Hafer, etwa einen Meten auf 1000 Stück für für jede Mahlzeit; eine wahre Kleinigkeit, die fich in der Folge reichlich lohnet. FS: 1) Ob ein Schaaf einiger geringer Flecken we- gen ſogleich zur Zucht unbrauchbar ſey. Manche halten jedes Schaaf, auch das von den vorzüglichſten Eigenſchaften, ſogleich für ver- werflich und für undienlich zur Zuzucht, wenn es auch nur das geringſte ſchwarze oder braune Fle>- Xe= auch die kleinſten und unbedeutendſten=- ganz un- fehlbar auf die Nachkommenſchaft vererben, und daß von ſolchen Schaafen lauter buntſcheFige Läm- mer erfolgen.*) Ich bin aber mit Herrn Staats- rafh Thaer**) anderer Meinung, weil mich die Erfahrung lehrt, daß von ganz weiſſen Müttern, und eben ſo weiſſen Widdern, und zwar oft in Schäfereyen, wo gar keine fremdartige Vermiſchung möglich iſt, dennoch bisweilen, aller Theorie zum Trotze buntſcheFige Lämmer fallen,***) und um? gekehrt *) Dieß ſcheinen wohl die meiſten neuern Schriftſteller bloß den alten Römeru nachgeſchrieben zu haben. ſ« B. Varro de re rukſi. Il. 2 Z 1365 **) f. deſſen Handbuch für die feinw. Schaaf- t zuch; ***) Daß die Imagination ſo heftig auf die Scaafe wirken ſollte, daß ſie vom bloßen Anſehen eines far- bigen Gegenſtandes:als z. B. eines ſchwarzen oder bunten Hundes u. dgl. ſcigen Schaa- fen, und oft eben ſo bunten Widdern oft ſchnee- weiße Lammer erfolgen. Ja ich kenne einen klei- nen Landwirth, der den ſonderbaren Einfall hatte, bey ſeiner kleinen Heerde, nebſt zwey weißen Wid- dern, wovon der eine ziemlich feinwollig war, auch einen ganz ſchwarzen Widder zu halten, um eint- ge ſchwarze Lämmer zu bekommen, und der zu ſei- nem Verdruße, kein einziges ſchwarzes, nur ſehr wenige hin und wieder ein biSchen gefleXte, und faſt lauter weiße Lämmer erhielt. Da nun dieſer ſchwarze Widder bey gehörigem Alter, und bey voll- kommener Geſundheit war, auch die ganze Spring- zeit hindurch, ſo wie die übrigen zwey den Schaa- fen wirklich beywohnte, ſo iſt kein Grund vorhan- den zu glauben, daß er keine Lammer gezeugt ha- ben ſollte, im Gegentheil muß man annehmen, daß den dritten Theil der Lammer gerade er gezeugt ha- be. Und hat er nun dieß, ſo ſollte=- weil die Lämmer, wie alle jungen Thiere, in der Regel, und der Natur der Sache nach, zum u: dem a- Schriftſteller behaupten ,/ oder vielmehr einer dem an- dern nah ſchreiben. Lächerlich aber ſcheint mir, daß der bloße Wechfel des Trinkwaſſers bunte Lämmer ver- urſachen fönne. ſ: Varro de re ruft. 11, 2, Geute- brüd's geſammelter Unterr. von S H aa- fen und Sc<äfereyen; und Häſtfer in oben S1. angeführtem Werke.-- Alles was ich hizrüher glaube, iſt, daß dieß ein Spiel der Na- fur ſey, und daß dieſe unſere gute Mutter hieraus ſo ie aus vielem Anderen ein Geheimniß zu machen be- ießtf. TTT RIS RAREN“SGR AT ZEN. 2,2725 0m Übe“. Än nen BE IS ABE . SERN u 20050 kaa 1. ZICHER We FN ATKUNAUtaddaaas 22002 SRO NSH INN LEUNA ULUNG NO A012.0.21.15 0 Bha; SIE ==( 28)== Vater, und zum Theil der Mutter nachartett== un) ie entweder der ſechſte Theil der Lämmer ganz ſcig gefallen ſeynz egen und doch geſchah nichts von allem dieſem, Dieß m bringt mich auf die Vermuthuung, daß bey dem bezahle! Frauswolligen Schaafe, und zwar, je mehr es ſich Mutt te] den Merinos nähert, die Natur ſelbſt die ſc haafe manche Nachbarn ſo ehr« und gewiſſenlos ſind die Wt ein» Schäfer zu beſtechen 3; z2tens erſtarken ſolche frühe 3 ab: Lämmer hinlänglich, bevor ſie auf die Weide kom- | zs bal) men TJ: Um n 1 cachm (Putter*) Dieß frühe Lammen iſt nicht etwa eine neue Erfin- k(ih dung, wie einige irriger Weiſe glauben möchten. | zwing! Schon die alten Römer hielten auf die frühen oder | mmm) dy! Herbſilämmer weit mehr, als auf die ſpäten oder | hauf Frühlingslämmet. Ja ſie wollten, daß die Lammzeit j/= ſchon im frühen Herbſte, und gleich nach der Wein- == vi leſe folaen ſollte, damit die Lämmer noch vor der >= nſtert ſirengen Winterkälte gehdrig erſtarfen könnten.|ſ- =.: Columella VIL 3, und Pallad, Rutil, V, 7.» VIAL, 4. et ut XI1, 13. md --(30)- men, wodurch ſchr vielen Lämmerkrankheiten vor» fi fie? gebeugt wird. ztens geſchieht ſelbſt den Müttern[eidigem viel leichter, und conſerviren ſich ſolche weit beſſer jumarte! wenn ſie ſich im Winter bey voller Geſundheit" fammj? rer Bürde entledigen, als wenn ſolches erſt im an- foll fü gehenden Frühjahre, in dieſem für die Geſundheit uthe 1 aller Thiere, beſonders aber der Schaafe ſo kriti- jöhſe ſchen Zeitpuncte geſchieht. 4tens Sollten manche die dü Lämmer mangelhaft, folglich auszumerzen ſeyn, ſo I ſind ſolche im Winter weit beſſer zu Gelde zu ma- ſ' vm chen, als im Frühlinge, und werden oft um das nöhig 0 doppelte und dreyfache theurer als die Lämmer des wider Frühjahrs verkauft, und bringen daher allein ſchon der die einen Theil der etwas größern Koſten, die das frü-| nohwen here Lammen verurſacht, wieder herein. Milcher- fen, m :zeugendes Futter aber, als: Knollen- und Wur- Commen zelgewächſe, oder Kornfrüchte ſind bey dem frühern hie Gch Lammen durchaus erforderlich, weil ich aus Erfah- vs hebe rung weiß, daß auch das beſte Heu in größter am der Menge dargereicht, beſonders bey allzu ſtrenger reichen) Winterkälte, dennoch keine hinlängliche Milch zu ten ſold erzeugen vermag, am wenigſten bey feinen Schaa- e gehn fen, die von Natur aus weniger Milch als die Wen Ilm ILG haben. ſelten, Zat man aber feinen Schaafſtall oder gute eſn Schaafſchupfe, ſondern müſſen“+ die Schaafe man d im Winter wie im Sommer unter freyem Himmel Rüben, begnügen, wie ſolches bey uns in Unterungarn in den Gegenden unter und ſeitwärts Peſth, und in| den Umgebungen der Theiß faſt durchgängig der Fall iſt; will, oder kann. man ſeinen Schaafen"9 Fein milcherzeugendes Futter geben 3; oder iſt man de etwa gar ſo filzig und grauſam, dieſen guten und a nüßlichen Thieren nicht einmal das von der Natur" für m NNEN: SIN ST ERA ANKER KUNT HPNVNKLENWRNWURNNENV RK armin Das“" N N WUNDEN SEE VAK 6 KANNEN KUCHL HENN HNR SENT KAOUN Rs NI MIN NAOH KURORT A GRUR WEVTTSENRRERFTIKUENNN VHSSNGEMWE SENE NTER KNUST NSN are AEN ERTENN NIET NE FENEN RERE SSH WBDISTNG SSE M SAME SENSE HIN PANG. EEN KEREN ESN IE EI ZD't ven füttern "abe er Sei WE im an: AÄindheit Frit Sinanche 912pn, ſo 91 mq r ndas Tant des Jn ſchon I tilcher er Wur! perirühen > 4Erfah* Frazrößte =trenget Ech zu Sröchadg! (5 die Es aut! oha imm z=(88 7.0 für ſte beſtimmte Heu zu gönnen, ſondern ſie mit leidigem troFenem Strohe durch den Winter durch- zumartern 3; ſo hüthe man ſich ja vor einer frühen Lammzeit, wie vor der wüthendſten Seuche, und ſtelle ſie vielmehr ſo ſpät als immer möglich. rathe in dieſem Falle nie vor Anfange Novembers, höchſtens zu Ende Oktobers unterzulaſſen, damit die Lämmer früheſtens zu Ende Märzens fallen.*) Die Gründe hiezu ſind einleuchtend 3; denn 1tens ſo wenig auch die Schaafe einen geſchloſſenen Stall nöthig haben, ſo dienlich iſtihnen doch ein Schirm wider die ſchneidenden Winde, und vorzüglich wi- der die anhaltenden kalten Regen. Ja durchaus nothwendig iſt dieſer Schuß den lammenden Schaa- fen, und den neugebohrnen Lämmern, wenn das Lammen im Winter ſtatt haben ſoll. 2tens können die Schaafe unmöglich im Winter, wo ſie nichts grü- nes haben, ohne oben erwähntem Lammungsfutter, am allerwenigſten aber bey tro&enem Strohe hin- reichende Milch für ihre Lämmer geben, und müß- ten ſolche folglich jämmerlich vor Hunger zu Grun- de gehen, wenn man thörigt genug wäre, bey ſol- ſon's prakt, A>erbäu. **) Dieß verſieht ſich vom Allgemeinen uud bey der ges wöhnlichen, zwar eben nicht ſchlechten, doM auch nicht reichlichen, no< weniger überflüßigen Fütterung der Schaafe. Daß einzelne Jndividuen den Widder früher aufnehmen, und daß man ſelbſt im Allgemei- nen die Schaafe durch frühes Abſeben der Lämmer, Unterlaſſung des Melfens, und kraftigeres als ge- wöhnliches Futter zur frühern Aufnahme der Widder diſponiren könne, leidet gar feinen Zweifel, wenn es« au<4 nicht der ſich für ſo ſc 13. Behandlung der trächtigen und gebähren- den Mutterſchaafe. Während der ganzen Zeit der Trächtigkeit müſ- ſen die Mutterſchaafe mit ganz beſonderer und weit größerer Sorgfalt, als die gälten Schaa- fe gepflegt und behandelt werden, ſie dürfen we- der ſchlecht gefüttert, noM durch Hunde ge- Hebt, oder beym Eintreiben in den Stall, oder in den Hof zu ſtark zuſammen gedrängt werden, u. ſ. w. Unmittelbar vor, ſo wie während und nac4h der Lämmerung aber, muß dieſe Sorgfalt ſchlechterdings verdoppelt werden, wenn man Freu- de an ſeiner Schaafzucht haben wil. Hat man daher gute Schaafe, welche die beſſere War- tung und Pflege auch verdienen, und fallt die Lammzeit früh im Januar, oder gar ſchon im De- zember, ſo gebe man ſeinen Schaafen etwa vom achten Tage vor der Lämmerung angefangen, und dann bis zur Lammung eines jeden Schaafes täg CT kich = WIA m lich Früh und Abends eine kleine Portion Hafer, jm Dc Gerften- oder Kukurutz- Schrott*) als vorberei-(idle tendes Stärkungsmittel zu ihrer Entbindung.**) Pere" Bey der Geburt der Schaafe unterſage mait gen ſti? ſeinen Schäfern ernſtlich alles Ziehen und Zerren we[9 des Lammes aus der Mutter, indem ſie dadurch gun D) nichts nüßen, wohl aber oft Schaden verurſachen Lamm! können. Bey ordentlich behandelten Schaafen(' wird ohnehin äußerſt ſelten eine unglückliche Ge- un? burt vorfallen, und die Natur wird allermeiſt hin- pipe 1! länglich ſeyn, das Geburtsgeſchäft ganz allein uns"fee 1 ohne Zuthun irgend eines Sterblichen zu verrichtenz mel ſollte ſich's aber dennoch= wie ſolches auch bey undent) der ſorgfältigſten und beſten Behandlung der W Schaafe doch bisweilen geſchicht=- etwa ereignen, mn, ln daß das Lamm nicht in der gehörigen Lage, näm- iftoft4 lich mit der auf den Vorderbeinen liegenden Schnau- pot aut be aus der Mutterſcheide hervorträte, ſo iſt frey- oe vor lich ein geſchiter Geburtshelfer, der dem Lamme Neo, 38 die gehörige Lage und Richtung zu geben, und ſolches auf ſanfte Art zu wenden weiß, von gro» ßem R *) Alles- Schrott für Schagfe muß ſehr grob gemahlen, und gleichſam nur entzwey gebroMen werden. Sie freſſe es fo lieber, indem ſie nicht wohl leiden kön» 4 nen, wenn ihnen die feinen Mehltrheile an die Zähne Loſſe.l - und den Gaumeit ankleben. ja **) Horr Loſſius will, daß man den Mutterfc-=- GEE TE SONEN SEES SIRSG BEIT Miſche alles zur LeFe, oder menge es mit etwas Waſſer zur Latwerge ab, um es dem Schaafe mit- telſt eincs hölzernen Löffels oder Spatels auf die Zunge zu ſtreichen. Im zweyten Falle aber, wenn die Schaafe an innerlicher Hiße leiden, und ſich deßhalb zum Lammen unruhig anſchifen, welches man aus hei- ßen Ohren, troFnem heißem Maule, hochrothem Zahnfleiſche, ſchr ſchnellem und kurzem Athem er- kennt, iſt vor Allem eine Aderlaß nothwendig. In- nerlich reicht man das Waldingerſche Mittel Nro. 1. Nimm Salpeter.=.) 3 Loth mit etwas Schleim gepül- verten Kampher. 6 Grane,. Miſche beydes 3 wovon die Hälfte auf ein- mal als Pulver dem Schaafe in das Maul zu ges ben und mit etwas Waſſer einzuſpühlen iſt. Im erſteren Falle, oder wenn die Schaafe aus bloßer Schwäche ſchwer gebähren, empfehlen die H. H. Riem und Reutter*) folgendes Mittel: „Nan *)ſ-Deven Defonom, veteräingr Hft 111Hefle jein ſit Gehaafet je,+ ze gewi benden! ben, if fe, die; Yi pondn% zus Sab! " aby 1) Det Shtign ) Zipfer in S; One eb das Loth. Grant, FE etwas FI afe mit: -|(uf dy u Cad Szulb zun aus hel Eihrothen „them e =)i9. Iv EI Nro. 1, Loth Grant, auf ei Sl zu 90 t wv" ABT IT S=aafe au len di „Mittel; Man EG --( 37)= „» Man nimmt von Epheu( hedera helix) getro>“- nete, oder noc< beſſer friſche Blätter 3 oder auch von der Meliſſe und dem Feldkümmel, von jedem zu gleichen Theilen, kocht jene oder dieſe in ei- ner halben Kanne(circa 14 Seidel öſterr. Maa- ßes)*) gutem ſtarken Bier**) bis auf die Hälfte ein, läßt es bis zur Milc's geſammelter Unterrien vorlegt, wie man es mit den Kälbern häufig zu thun pflegt 3; doM wird man dieß Mittel wohl mehrentheils unzureichend finden, und ich glaube immer, daß eine Sc. Vogel I. w-| 42)=| Die Lämmer werden, ſo bald ſie„tro> en'ge- juhe 1 worden ſind, mit einer Miſchung aus geſchmolze- damit nem Pech und Fett mit ihren Müttern zuſammens="z gezeichnet, d. h. Mutter und Lamm bekommen ein mern ganz gleiches Zeichen auf der Schnauze, damit die und 1: Schäfer bey der jedesmligen Säugezeit ſehen kön-| int" nen, ob auch wirklich jedes Lamm ſeine Mutter nh ſogleich finde, oder ob es nicht etwa von einem Hauſ? fremden Lamme verdrängt werde; und damit ſie der vn folglich in ſolchen Fällen nachhelfen können. Dieß ſuf! Zeichnen der Lämmer und Mütter muß täglich we- re, 9 nigſtens einmal, in großen Schäfereyen, wo wiele Reim Lämmer auf einmal fallen, wohl auch drey bis vier- ſm mal vorgenommen werden. hanze"? Die Art des Zeichnens, oder die verſchiedenen| eim Formen der Zeichen überläßt man am beſten der| ml Willkühr der Schäfer ſelbſt, weil dieſe Leute eine Dieſe 5 beſondere'Fertigfeit hierin haben, und weil ſie die je init Zeichen ihrer eigenen Erfindung auch am beſten und zen u geſchwindeſten erkennen, folglich der Zwe dieſcs dieſet 3 Zeichnens am beſien erreicht wird. fache 11 Anſtatt des Pechs und Fetts kann man zu die- gleich| ſer vergänglichen Zeichnung auch folgendes Gemiſch dm hy' gebrauchen: Man nimmt einen Theil Theer, und veMuj drey bis ſieben Theile Talg, ſchmilzt es über dem amd, Feuer, und miſcht Kohlenpulver darein. Je mehr| nger man Theer nimmt, deſto ſchwerer geht die Farbe„. Aumm aus, je weniger, deſto leichter. Nach dem Ver«" Int ſtorbenen Pfarrer Chriſt ſoll man 4 Pf. Talg und|| gängig % Pf. Theer nehmen.*) Mit Seife kann dieſe richt eit Farbe"RN dan be hon der - vom Mäſten des Rind-"„" af- und Federviche2. yi OÖ hHwein- Schä Ww den ht Dhmol SS ammer: OS en ein «amit die jh en fön: 1 1 Mutter CS! einen 1 unt ſi 1391. Dieß SIlich we: o viel <5)15 vier: [==ytedenen WE fen de! Byte ein! 3€ ſieht ZE fenun) 1E: dieſe) d Zi zu Die S)emiſch 3«, und Er den je meh! &S Fat! jm n-Ver lg un) En dif! Narbe iw Rind: FE =€ 46.) Farbe..ausgewaſchen werden, wenn etwa" die Wolle damit beſchmutzt würde, Geſchicht das Lammen= bey. ſpäterer Läm- merung im März und April--- auf. der Weide, und iſt die Schäferey groß, ſo daß alſo viele Lammer in einem Tage fallen, die ſodann durch einen Eſel nach Hauſe getragen, oder in einem Karren nach Hauſe gefahren werden, ſo iſt es nothwendig, daß der die lammenden Mutterſchaafe weidende Scha- ſerknecht einige Zeichen oder Marken bey ſich füh» re, die dann jenen Schaafmüttern, die keine Neigung zu ihren Lämmern zeigen, ſo wie die- ſen ihren Lämmern ſelbſt um den. Hals ge- hangen werden, um ſolche bey der Rachhauſekunft erkennen, und gehörig zuſammen zeichnen, oder im Nothfalle gar in die Kaue thun zu können. Dieſe Marken können allenfalls die Schäferknech- te inthren müßigen- Stunden ſelbſt aus Holz ſchnit- zen, worinn ſie oft ſchr geſchickt ſind. Die Figur dieſer: Zeichen iſt ganz willkührlich.. Die-Haupt- ſache iſt nur daß ihrer immer je zwey und ztvey gleich ſeyen, wovon eines der Mutter ,. das andere dem Lamme umgehängt wird. Soz. B, bekommt die Mutter einen Stern, ein Kreutz, oder einen Stiefel um den Hals, ſo muß dem Lamme ebenfalls ein Stexn, ein Kreutz, oder ein Stiefel umgehängt werden,u. ſ. w. Nummern würde ich in dieſem Falie zum markiren nicht rathen, weil unſere Schäferfnechte faſt durch- gangig;mit den Ziffern unbekannt ſind, und daher ſeicht eine Confuſion entſtehen könnte. Die erſte Milch, die bey allen Thieren eine ganz beſondere, abführende Eigenſchaft hat, und von der Natur eigends dazu beſtimmt iſt, den in den jungen Thieren befindlichen, zähen;[frre . ETZGEN BEN 6 HG AALE R ii SEDE ESE GENKEDÖD I. 23... 1 dm 108 Mahl USS AKE WENGEN DENE REL EIEDEEILUG NON 4 9003.11, 0 MI. AU KITT EEN -(44)=| Unrath, den man gewöhnlich Erdpech( meconium) jean ei nennt, abzuführen, laſſe man ja nicht= wie men dn ſolches manche Schäfer aus Einfalt und Unver- in der ſtand zu thun pflegen=- ausmelken, indem da- fb M durch dem Lamme Schaden verurſacht, und ſol- dete, eige-" in ne Schaafe. mit E-. T144:3 vs PZ oniun) denn erſt“ von jenen waFern Stubenwirthen, je- D- wit nen eben ſo rüſtigen als unberufenen Geſeßgebern WW inve in der Landwirthſchaft alles zu erwarten, wenn Dem de ſelbſt praktiſche Landwirthe ſich ſolcher ungegrün- nd ſb deter, und widernatürlicher Behauptungen ſchul-| = dig machen können?=-== Zwar träumten ſchon| Seutſchet die ſonſt ſo ehrwürdigen alten Römer*) von We, dieſt der Schädlichkeit dieſer erſten Milch, und befah- |M, da de len ſie daher auszumelken. Doch vergaßen ſie ſich Eze, ode nie ſo weit, ihr eine doppelte Schädlichkeit anzu- | 78x Durch"dichten, und dieſe arme Coloſtra( ſo nannten ſie | 01“ dieß die alten Römer) zur Mutter zweyer ganz entgegenge- << die ſepter Krankheiten der Verſtopfung und des Durch- 1» fhörten, falls zugleich zu machen. Dieſe neue und originelle =D, gerad! Behauptung war daher, wie mir ſcheint, bloß PERE Herrrn Hubert vorbehalten. Sehr richtig ſagt da- |[PS es dent gegen unſer Pankl**) man ſoll die jungen Thiere Wrafe die von der erſten Muttermilch nie abhalten, weil dieſe | ja Lami von der Natur zur Arzney beſtimmt iſt die Körper || freyen? der jungen Thiere zu reinigen. Auch Haſtfer***) es un bemerkt ſchon längſt, daß dieſe erſte Milch den 18 Aus Winken der Natur zu Folge den Lämmern gelaſſen apm, weil werden! Jom us (m as Sobald die Lämmer tro>en geworden, gehö? ig Kinde rig mit ihren Müttern zuſammen gezeichnet und » 5 eöthut von denſelben angenommen worden ſind, ſo ſind iW Pb ſie ſogleich von einander abzuſondern,****) damit Was if ſie denn *) f. Columella VII» 3. und Pallad, Rut. XII, 13. ge(un,*x)[. Mathaei Pankl compendium Oeconomiae ruralis,. w, oder: xx) in öfters erwähntem, und 5. 1. angeführtem Werke. AUM:*ax*) Einige glauben zwar, daß dieſe Abſonderung erſt PIER am- dritten oder vierten Tage zu geſchehen habe, da- Sd elt mit Mutter und Lamm einander beſſer kennen lernen mogen 3 =< 4 46)=> ſie durch beyderſeitiges Blöen ſich gegenſeitig nicht beunruhigen. Die Mütter werden dann anfangs täg- lich drey-bis viermal, und ſpäterhin bloß täglich zwey- mal zu den Lämmern gelaſſen, um ſolche ſatt zu ſaugen, welche auch dieſelben ſogleich bis zum Erſtaunen und ohne alle Jrrung auffinden, und fich an ihren Eutern beluſtigen. Daß dieß Zu- ſammenlaſſen der Lämmer mit ihren Müttern bey gutem Wetter immer am beſten außer dem Stalle, im Freyen, oder in einem geräumigen Vorhofe ge- ſchehe, hierinn muß ich ganz einem trefflichen ver- ſiorbenen Praktiker Deutſchlands*) beyſtimmen. Werfen die Schaafe Zwillinge, welches wohl auch bey den feinſten krauswolligen Schaafen bis- weilen= obgleich etwas ſeltener**)--- bey grob- und langwolligen Schaafen aber, wenn ſie nur etwas gut genährt werden, ſehr häufig geſchicht ſo kann man zwar öfters beyde Lämmer der Mut- ter laſſen, wenn ſolche hinlänglich mit Milch ver- ſehen iſt, beſſer aber und ſicherer geht man, wenn man dem einen Lamme eine Amme aus je» nen mögenz ich glaube aber, und die Erfahrung wird es überall beſtätigen, daß wenn uur einmal die Schaaf: mutter ihr Lamm angenommen hat, nicht die geringe ſte Gefahr mehr vorhanden iſt, daß fie einander nicht ſogleich erkennen, und auch unter tauſenden auffinden ſollten, eben ſo gut, als ob ſie acht Tage lang bey- ſammen geweſen wären. SKT *) HerrnLeopoldt.ſ Riemiſ<- Leopoldtiſche Landwirthſchaft.:;; **). Nach. H. Staatsrath Thaer:„„kann man ungefähr unter 100 Stuck Mutterſchaafenauf fünf bis ſechs rech» nen, die es thun.“ Verſteht ſich bey ſchr guter, nud xei-- be auvenn ft 1m eſchit)t = Mut Sil ver Jt man, Waus 10 nen Fu wirde! S5 Shut: e gen weider niot vi WEufiint 4] Zug bey |„dtiſct 1 ungeſäht Wehr) uter! u) = y9f fü! =| 47.)== zen Schaafen giebt, deren Lämmer eingegangen ſind. Das nämliche thut man auch mit den Wai- ſen, deren Mütter etwa umgeſtanden ſind. An- fangs ſträuben ſich wohl die Schaafe ſolch ein frem- des Lamm anzunehmen, und müſſen daher mit dieſen ihnen aufgedrungenen Pfleglingen in der Res gel immer in die Kauhürden gethan werden, mit einigem Fleiße der Schäfer aber iſt dieſe Schwie- rigkeit bald überwunden, und haben ſie ſolche Lam- mer nur ein oder ein yaarmal ſaugen laſſen, ſo iſt weiter nicht mehr zu beſorgen, daß ſie dieſel- ben von ſich ſtoßen ſollten. Unſere national- un- griſchen Schäfer haben eine beſondere Methode ein ſolches Lamm von einer fremden Mutter anneh- men zu machen. Sie ziehen nämlich dem verun- glückten Lamme, deſſen Mutter ein anderes Lamm annehmen ſoll, die Haut ab, hängen ſolche dem anzunehmenden Lamme über den Rücken, und brin- gen es ſv zur Mutter, welche dur< den Geruch der Haut ihres eigenen Lammes betrogen ſolch ein fremdes Lamm meiſtens ohne Widerſtand annimmt. Anfangs lachte ich recht-herzlich über dieſe Methode, ſand ſie aber gar nicht mehr lächerlich, als ich ſa- he, daß ſie dem Zweeke, den man damit vorhat, vollkommen entſpreche. -- In großen Schäfereyen werden die Lämmer, fö wie ſte von acht zu acht Tagen fallen, in ver- ſchiedene Claſſen:abgetheilt, und durch Hürden ab- geſondert, um ſie deſto leichter überſehen und deſto richtiger und bequemer pflegen zu können. Iſt.aber die Lämmerung geendigt, und ſind auch fchon die jüngſten Lämmer wenigſtens acht Tage alt 08 werden NE SVRNERGEN wieder aufge- hoben, --“-(48)=- gehoben,*) und man braucht weiter nichts, als bloß die Lämmer alleſammt von den Müttern ab- geſondert zu halten, mit welchen ſie dann nur zu beſtimmten Zeiten== anfangs täglich drey- bis viermal, weiterhin aber, wenn ſie ſchon etwas zu freſſen anfangen, bloß Früh und Abends--- zu- ſammengelaſſen werden. Während des Säugens müſſen die Schäfer immer unter den Lämmern herumgehen, theils, um zu ſchen, ob ein jedes Lamm ſeine Mutter ge- hörig findet, theils um zu verhindern, daß die ſtär- kern Lämmer den ſchwächern nicht etwa die Milch wegrauben, wodurch ſolche immer mehr geſchwächt würden, und zuletzt wohl gar darauf gehen müſten. Je mehr die Lämmer heran wachſen, deſto reichlicher müſſen ihre Mütter gefüttert werden, um dieſe ihre Pfleglinge auch hinlänglich ernähren zu können, und damit weder die Lämmer im Wachs- thume aufgehalten werden, noh auch die Mütter an ihren Kräften Schaden leiden mögen. Eben um dieſes Wachsthum der Lämmer oh- ne Entkräftung der Mütter möglichſt zu befördern, müſ- *) Herr Rud. Andre räth fämmtlihe Lämmer aaß ihrem verſchiedenen Lebensalter tn drey Haufen zv brin- gen, und dieſe drey verſcchiedenenHaufen auch ſofort nach vollendeter Lämmerung bis zur Entwöhnung abgeſon- dert zu laſſen, theils um ſie deſto zwe>mäßiger, naß ihrem verſchiedenen Alter pflegen zu können, theils auch, um es in unſerer Macht zu haben, dieſelben claſſenweiſe, nach dem jedesmaligen Lebensalter einer jeden Abtheilung, von der Muttermilch entwöhnen zu können. ſ. R. Andre's Anleit. zur Veredl. des Shaafviches.=='JH glaude jedoch, daf dieß zwar ſehr gut, aber etwas zu umſtändlich ſey, |. piſſen di! alt ge fn gew!| ws zar Anſenſt! ewas VU nen 1% gun 7 feu(u geapid TIO 6. Ai hey den 1 weft 1 Ionls 9 vor dem 1 den, vor| laſen, 1 ner gebil. | dieſem! weil bekant findes La] 19 Schäfe rx theil, Ctter 4% jm! die ſip | e Milz I ſchwä Wüſten öhe, def & Mitt EE:| » Simer ob pförder, müſs == mer 00) gau zu brit 3 Jofortn 1| abgeſol gige, n, teil: zur: dieſelh <=[ter eint! = wohnen) ET Bere oh, vy 4 fe). = 4465= müſſen die Lammer, wenn ſie etwa vierzehn Tage alt geworden, allmählig an das Freſſen und Sau- fen gewöhnt werden. Man ſteckt ihnen daher et- was zartes Wieſen- oder Kleeheu, Wicken- oder Linſenſtroh*) oder nach Wirthſchaftsverhältniſſen etwas Baumlaub**) in die Rauffen, und ſtellt ihnen in Trögen etwas Hafer- oder Gerſtenſchrott, ganzen Hafer oder geſchtottenen Kukurutz vor. Letz- feren Fann ich ganz beſonders als ein überaus gedeihliches Lämmerfutter anetmpfehlen, welches zum Emporkommen der Lammer faſt augenſcheinlich wir- ket. Friſches Waſſer in Trögen vorgeſetzt, ſoll auch bey den Lämmern, ſo bald ſie zu freſſen anfangen, nie fehlen. j Die ſpäten, erſt Ende März oder im Laufe Aprils gefallenen Lammer rathe ich auf keinen Fall vor dem Monathe May, oder in kältern Gegen- den, vor dem Monathe Juny auf die Weide zu laſſen, ja ſelbſt die früh im Dezember und Jäa- ner geböohrnen Lämmer wird man wohlthun bis zu dieſem Zeikpunkte von der Weide abzuhalten, weil bekanntlich die erſte Frühlingsweide eine be- ſonders larirende Kraft hat, welches unmöglich an- ders *) H. Petri empfiehlt das Linſeunſtroh als Lämmerfutter gar vorzüglich, und zieht es zu dieſem Behufe ſelbſt GELE Heue vor. ſ. Das Ganze der Shaaf- u< t. a.) Graf Harra<. rühmt aus eigener Erfahrung das Eſchenlanb als eines der vorzügli<ſten Lämmerfutter. ſ. Die Senderm Flei- *) Sehr wahr iſt daher, was in dieſer HinſiMt Herr Fink ſagt:„, An einem Lamm von einigen Wochen iſt nicht mögli) die Güte der Wolle ſo genau zu er- fennen, als die Auswahl der Zuchtböke erfordert u H w.( deſſen Diewſhuyed ene Gmrifrten mb Beantwortungen die Scchäaufzucht.be riefen Dd 0-E:Z0, --(54)=» Fleiſche ſind, als diejenigen die erſt ſpäter eaſtrirk werden. - Der alte Römer Varro*) will daß die Läm- mer nie vor dem Alter von 5 Monathen geham- melt werden ſollen, welches zwar allerdings ohne Gefahr geſchehen kann, aber doch, wenn es nicht ganz beſondere Umſtände und Verhältniſſe erfordern, nicht anzurathen iſt.'Sehr richtig iſt aber, was er weiter ſagt, daß das Caſtriren nie bey großer Hiße, oder großer Kälte vorgenommen werden ſolle. Die Operation des Hammelns iſt folgende: Ein Schäfer hält das Lamm ſv, daß ex mit jeder Hand einen-vordern und einen hintern Fuß feſt: hält, und den Rücken des Lammes gegen ſich ſelbſt, den inwendigen Theil aber, wo der Hodenſack be- findlich iſt, gegen den Operateur zu kehrt. Die- ſer ergreift dann den Hodenſack, zieht ihn bey der unterſten Gpiße etwas an, und ſchneidet ihn mit einem ſcharfen Meſſer ab. Dann drückt er die ei- ne Hode aus dem nunmehr geöffneten Hodenſace etwas heraus, ergreift ſie mit den Zähnen, und zieht ſie geſchwind heraus, wiederhohlt dieß mit der zweyten Hode, und die Operation iſt vollendet. Sind jedoch die Lämmer ſchon über 4 bis höchſtens x Jahr alt, oder will man ſie bey noch reiferem Alter erſt verſchneiden, oder hat man et- wa gar alte ausgediente Böcke zu caſtriren, ſo iſt dieſe Operation nicht anwendbar, weil dabey leicht wegen Verletzung der reifern Saamenſtränge, eine gefährliche Inflammation zu beſorgen wäre. ie wählt *) f. Varro de re rust. IH. 2. hiv dt dh„ auS man iE ſhraqe. MW WWerſelbeige dn HJ Klemm abzugleg mit ei Aan 2' Dr eoſtie) DS die Li va gehn, Sts ohn Si es niih Ferforden MD er, Ws UE 9 größt ni den ſol! Folgend! 1S mit Je! Ruß fel Sich ſeliſ Fe enſadh MEt. Zi iB 1 bey du ES ihn m! ES er diew = odenſat! Ein, uw Idieß m Foyollends JE+ 1! a abey nl ad man Ett, ſv|" beyleit ae eint :[7 | wahlt 5.(55)= wählt daher in dieſem Falle lieber das Abbinden oder Abklammern der Hoden. Erſteres geſchieht auf ſolgende Art: Man ſchnürt den Hodenſa> oberhalb der Ho- den mit einem ſtarken aber dünnen und einſchnei- denden Bindfaden ſo feſt zuſammen, als es nur immer möglich iſt, und läßt das Thier laufen. Nach einigen Tagen, am beſten und ſicherſten; nach acht Tagen, da der abgebundene Hoden- ſack ſchon ganz abgeſtorben iſt, ſchneidet man den- ſelben mit einem ſcharfen Meſſer etwas unter der Schnur ab, welche dann in einigen Tagen vont ſelbſt wegfällt. Das Abklammern der Hoden giebt Herr Pe- tri*) auf folgende Weiſe an:„Man nehme zu dem Ende einen Haſelſto>/ oder ein anderes zä» hes Holz vort der Die eines Zolles, und von drey bis vier Zoll Länge, ſpalte ſelbigen in zwey glei- dicht bey den Kluppen ab, und ſchneide an einem En- de den Drath der Kluppen durch, wornach ſelbige abfällt. Die ganze Operation iſt dann vollendet, ohne daß ſie weiter gefährliche Folgen hinterläßt,“ Dieſe Operation kann indeſſen verkürzet werden, indem man an den Hodenbeutel ober den Hoden zwey ſtarke Klammern feſt anſchnallt, den Hoden- ſa&> unter der Klammer ſammt den Hoden mit einem ſcharfen Meſſer wegſchneidet, und die Klam- mern ſo lange ſien läßt, bis von feiner Verblu- kung mehr zu fürchten iſt, 3; Daß übrigens die Operation des Hammelns weder im Winter noF im Sommer, ſondern im- . mer im Frühlinge, oder im Herbſie, bey gemä- Bigter | uw - HY den und ſer an) Mit| wer Die je er Gef de duchz; er ot ſoldies er m welt ge geführt 1 en ſo |S ver ſh - die 5 )=des Bey, | reren H tleib u pPlferha; [Sten Yey JI m, dy 'S'n erſig )»Aſchnett (2 Qomme! >(dd, u 155 1 Unt and bin Üinen Es nund! iw bis 1! 1 alt ik ES eidemt 9 fü die! 18 im fr vr) ſelbiy 1 göllendt verläßt |=, werdet, Ki Hodit = dur jw den m! ES ieRlaw w Verbit ) amm auen in iW) gm fige z==- CAF) m ßigker Temperatur vorgenommen werden müſſe, iſt allgemein bekannt ,- und verſieht ſich daher von ſelbſt. Einer meiner Landsſeute*)--- wenn es doch nur fein. Landömann wäre=- ſagt in ſeinem unverdauten Werke: ,, Das Hammeln oder die Caſtration muß vorgenommen werden, wann der Widder 14 oder zwey Jahre alt iſt. Ehemals geſchah das Hammeln durch den Schnitt, aber dieſe Ope- ration iſt theils zu gefährlich, theils zu weitläu- fig.**) Beſſer iſt folgende, in den neuern Zeiten ein- geführte Operation u. f. w,“ Dann redet er von dem eben erſt erwähnten und beſchriebenen Abbin- den und Abklammern der Hoden. Hat denn die- ſer Landsmann noch nicht gelernt, daß es die erſte Pflicht eines jeglichen Schriftſtellers ſey, im- mer die reine Wahrheit zu reden?----- Hät- te er geſagt, daß das Hammeln zwar hier zu Lan- de SENEN in dem erſten zarten Alter der Lam- iner vorgenommen werde, daß es aber beſſer wäre, ſolches erſt im Alter von 12 bis 2 Jahren vorzu- nehmen, fo hatte er zwar ein neues, ſonderbares Projekt gemacht, das im Allgemeinen wohl nie aus- geführt werden wird noch kann, das man ihm aber eben' ſo übel nicht hatte nehmen können, zumal, wenn *) Herr Rutmy in ſeinem Populären Lehrbuche der Oekonomie, **) Iſt arundfalſc<. Sie iſt vielmehr hey weitem com- pendioſer, und einfacher, als jede andere, und bey jungen Lämmern nichts weniger, als gefährlic<, Man muß ſie aber geſehen haben. wenn es ihm auch beliebt hätte einige Gründe dies ſer Behauptung anzuführen. Hätte er ferner ges ſagt, daß, da in dieſem reiferen Alter die Ope- ration der Hammelung durch den Schnitt gefähr- lich werden könnte, ſolche mittelſt des Abklammerns, oder Abbindens vorzunehmen wäre, ſo hätte er“ Wahrheit geredet. Aber zu ſagen, daß das Ham- meln ehemals durch den Schnitt, jebt aber, da dieſe Operation zu weitläufig, und zu gefährlich ſey, durch das Abklammern oder Abbinden geſche- he, dieß braucht doc< wahrlich mehr, als eine ei- ſerne Stirne, wenn nicht etwa Ge Unwiſſen- heit in den erſten Elementen der Schaafzucht ent- ſchuldigen ſol.=- Was würde wohl ein bloß praktiſcher Landwirth, oder“ſchlichter Schäfer daz. ſagen, wenn man ihm dieſe ſchöne Stelle vorläſe? Würde er nicht glauben, daß alle Bücher über Landwirthſchaft ein bloßes Aggregat von Mähr- “ ſezung nach dieſer Methode ebenfalls erſt nach vollen- hn. deten fünften Monathe geſchähe. f. Deſſen Anlei- 16, fung zur Veredlung des Schaafviehes. BE! So vortrefflich übrigens diefe Methode des Entwöh- nens der Lämmer in ſich ſeyn mag, ſo ſcheint ſie mir do< zu umſtändlich, und daher wohl uicht überall, 4 am allerwenigſten aber bey unſern großen Heerden in |- WARZE Ungarn anwendbar zu ſeyn, || | | FE iin(/ 60) wand die Schaafe grobwollig, und werden daher gemol- ken, ſo iſt es wohl ganz naturlich, daß den ar« men Lämmern die Milch früher entzogen werden müſſe. Auf keinen Fall aber rathe ich die Lämmer früher zu entwöhnen, als bis auch die jüngſten derſelben wenigſtens volle vier bis ſechs Wochen alt ſind. Die Entwöhnung geſchieht am beſten in Rück- ſicht der Schaafe ſowohl, als auch der Lämmer ſelbſt, nur allmählig. Rüc>t nämlich der Zeitpunkt der Entwöhnung heran, ſo laſſe man ſeine Läm- mer, die bisher taglich zweymal geſogen haben, ei- nige Tage hindurch nur täglich einmal ſaugen, her- nach geſtatte man ihnen ſolches einigemal, nur ei- nen Tag um den andern, dann etwa ein paar- mal, bloß den dritten Tag, und endlich laſſe man ſie gar nicht mehr mit den Müttern zuſammen. Auf dieſe Weiſe werden weder die Lämmer durch zu gähe Veränderung ihrer Diat zu Schaden kom- men, noch auch die Mütter--- wie ſolches bey zu plößlicher Abſetzung, beſonders wenn ſie reichliche Nahrung haben, nur zu häufig geſchieht=“ an Cuterperhärtungen, oder Euterentzündungen zu lei- ven Zaben. Während, und nach der Entwöhnung abr ſorge man ganz vorzüglich dafür, die Lämmer außer aller Gehörweite von ihren Müttern zu brin- gen, weil fie ſonſt durc< ihr beyderſeitiges Geblöc- ke ſich gegenſeitig ſehr beunruhigen und einander außerſt ſchwer vergeſſen würden. H. Petri*) giebt folgende Entwöhnungsme- thode an: Sind die Lämmer acht Wochen alt, *) f. Deſſen: D as Ganzeder Shaafzucht. Gugel? vie erſten? die zwey! (en bie? Wehen! [uf en) ſaugen j) Abteilun Ohre dal war al umfändl derte, di hentai qußten 3 nh mi - Ol Inet eine ſen dahr Vepläßen ufe gan enn die EB: Gem: [ZA den qx; IM werden +(Lamm WA jüngfeex | Dohemt | Sin Rit | Ar Lämma | Aeitpunk 3 Fie Län, »Qen, et: en, her E 1 mute WE par 5 Te mad x aimmen, 74 durch jHn fon x Cbeh z1 „ichlicht 3 Fram zu brit SS-Oeblor- M inande! PS WEG | el alt, „41 = ſo räth er ſolche des Nachts nicht mehr bey den Müttern zu laſſen;( welches er his zu dieſer Zeit empfiehlt) Jm Alter von zehn Wochen ſoll man ſie des Tags nur zweymal, im Alter von drey Mo- nathen nur-täglich einmal ſaugen laſſen, und im Alter von höchſtens vier Monathen endlich ganz entwöhnen. H. Rud. Andre*) rath jeden det drey Hau- fen, in welche er die Lämmer während der ganzen Säugezeit abgetheilt wiſſen will,(ſ. oben 8. 14.) die erſten drey Wochen hindurch täglich viermal, die zweyten dreh Wochen täglich dreymal, die drit- ten drey Wochen täglich zweymal, die vierten drey Wochen täglich nür einmal, und nach deren Ver- lauf endlich gär nicht mehr zu den Müttern zum ſaugen zu laſſen. Auf dieſe Weiſe ſind alle, eine Abtheilung nach der andern in einem Alter von+ Jahre gänzlich entwöhnt. Dieſe Entwöhnungsart wäre allerdings die vorzüglichſte, wenn ſie nicht zu umſtändlich wäre und zu viele Genäuigkeit erfor- derte, die bey beträchtlichen Heerden und bey dem gewöhnlichen Schlage unſerer Schäfer, ja ſelbſt des größten Theiles unſerer Wirthſchaftsbeamten, wohl nicht; möglich iſt.- Gleich nach der Entwöhnung bedürfen die Läm- mer eine vorzüglich reichliche Nahrung. Sie müſ- ſen daher immer auf den nächſten und beſten Wei- depläßen geweidet werden, die für ſie zu dieſem Be- hufe ganz beſonders geſchont werden müſſen, oder, wenn dieß nicht an der Zeit iſt, mit dem nahrhafs- teſten, *) ſ. Deſſen Anleit. zur Veredl:des Schagafy, -=-(62)-=' teſten und Fräftigſten Futter gefüttert werden, wo- zu ich nebſt gutem feinem ſüßem Heue, beſonders Mays- oder Kukurut- Schrott vor Allem anem- pfehle. Der grünen Weide rathe ich die Lämmer nie vor gänzlicher Abſeßung genießen zu laſſen ,. weil dieſelbe mit der Milch ſich nicht wohl zu vertragen ſcheint. Kommen aber die Lämmer nach völliger Entwöhnung auf die Weide,( welches jedoch vor dem Monathe- May oder Juny nie geſchehen ſollte ſ. oben C. 14.) ſo räth H. Rud. Andre,*) daß man denſelben, um dem Durchfalle vorzubeugen, den ihnen die grüne Nahrung verurſachen könnte, anfangs täglich dreymal trockenes Futter geben, und damit allmählig abbrechen, und endlich gar aufhö- xen ſolle. Jc< würde lieber hiebey zu etwas gan- zem Hafer, oder zu grobem Maysſchrott rathen, welches dieſen Zweck weit beſſer erfüllen wird, weil es erſtens weit magenſtärkender iſt, und weil ſie es- zweytens zu jeder Zeit ſehr gerne freſſen, während ſie doch das beſte Rauhfutter von der Welt zur Zeit einer guten Weide wohl mehrentheils verſchmähernt werden. 3wey- "*) in. ſo- eben angeführtem Werke. €,| "“ GH vermehren - im zu ehe hndwit 0; e Cad nd wa Set, Wh »eſondes Kn ane: us mer ni Zn ,. we „PU HE vollign doch vt Gen ſol) A*) de M'beugen, H könnt, ven, > raufyv MB 05(4) =S rathen, Md, wei (eil fies FS währen) SS zur Zei rShmäher 'Qy* = 18)> ZONINX INIT IX 02 I 0224 32027 3X 3929IX IX INE Zweytes Kapitel. Veredlung der Schaafe, Gr, Begriff der Veredlung. E:. kluger und verſtändiger Landwirth wird ſei- ne Schaafe nicht nur durch beſtändige Zuzucht zu vermehren trachten, ſondern er wird ſolche auch -- und wohl noch mit weit größerer Sorgfalt=- zu verbeſſern, oder, wie man in der deutſchen landwirthſchaftlichen Sprache ſagt, zu veredeln ſu- chen. Nun frägt ſich's alſo: Was heißt denn ſei- ne Schaafe veredeln? Und was iſt denn ein edles, und was ein veredeltes Schaaf? . Schaafe veredeln heißt nichts anders, als ſol- t ha- ben, ſey ſolches Fleiſch, Wolle, Milch oder was es auch ſonſt ſeyn mag, immer näher und näher rüden, und-zuleßt ſo nahe kommen, als es nur Immer möglich iſt: 2. 2.„ed; Einz edles.Schaaf iſt daher dasjenige, wel- ches diefem vorgeſehten Zwee= ſey ex 7 wel- . er = 1499 X her er wolle=- am meiſten und vollfommenſter entſpricht; oder mit andern Worten, welches dem von uns im Gedanken geformten Jdeale der Voll- kommenheit am nächſten kommt, und welches ganz eigentlich dazu qualificirt iſt, ſelbſt andere minder vollkommene Schäafe zu veredeln; d. h. dieſem vorgeſeßten Ziele näher zu bringen; weßwegen es auch Raceſchaaf, Stammſchaaf, oder Original» ſchaaf genannt wird. So verſiehen wir hier zu Lande, wo wir die Erzielung der möglichſt beſten Wolle zum Zwecke haben, unter Veredlung der Schaafe, jene Um- ſtaltung derſelben, da ſie unter gleichen Umſtän- den, und bey gleichem Futter immer eine größete Quantität qualitätmäßigerer Wolle in die Waage liefern, welche der Wolle ihres Vorbildes, des ſpa- “niſchen Merinoſchaafes ſich immer mehr und mehr nähert 3; und nennen daher ſolche Schaafe mehr o- der weniger veredelte Schaafe, je nachdem ſie die- ſem Zwecke vollfommener oder unvollkommener ent- ſprechen. Das ſpaniſche Merinoſchaaf reinen Blus tes aber nennen wir ein edles Schaäf, nicht etwa darum, weil es mehrentheils eine große am Halſe herunterhängende Wamme, oder Koder, öfters vie- le Falten am ganzen Leibe, ſonderlich am Halſe, und bis äuf die Erde mit Wölle bewachſene Beine hat, und was dergleichen beliebte Kleinigkeiten mehr ſind; ſondern weil es dem vorgeſeßten Zwe» Te unter allen uns bekannten( wenigſten europäi- ſchen) Schaafen ätn vollkommenſten entſpricht 3 in? vem es bey gleicher Behändlung mit andern Schaa* fen die beſte und meiſte Wolle am Körper trägt, welche die in jeder Rüſicht ſchäßbatſten und fein- ſten Körntüchtt liefert. 02.0:; In che Goof UNGEN | [ung 19 men benſaun bh zue han 19, 9 bey die awd) vie GJ vel bubu. ſiem bir hindu fut; 8 ter ald Simenſiy ED hes den Der Vel. S3)?5 9a; SE mint » dieſen =avegen( Drigind | as wir)! 18, Zwei: | nell FS Umſi IME" größt W Wact = des ſpw [1x 10 mehl Füumehr 0 | 19€ fie div iS ner en) nen Bly 0 des Schaafhaltens aufzuſtellen,*) ſo hieße die Schaafe veredeln: ihnen durch zweckdienliche Anſtalten und Vorkehrungen ſolche Eigenſchaften beybringen, daß ſie bey verhältnißmäßig gering- ſiem Koſtenaufwande den größten Theil des Jahres hindurch die meiſte und qualitätmäßigſte Milch lies ferten 3; und ein Schaaf, welches dieſem Zwecke uns ter allen bekannten Schaafen am vollkommenſten ent- üs *) Wie ſolches bey uns in Ungarn in einigen Gegen- den zum Theile wirklich E48 = 4:05)> entſpräche, würde man mit vollem Rechte ein in dieſer Hinſicht edles Schaaf nennen, wenn es gleich in Rüsſicht des Wolle- und Fleiſch- Er- trages allen andern. Schaafracen nachſtünde. Das edelſte unter allen wäre freylich dasje- nige Schaaf, welches alle gute Eigenſchaften im höchſten Grade in cp vereinigte, und folglich die meiſte und beſte Wolle, das meiſte und beſte Fleiſch, die meiſie und beſie Milch zugleich lieferte, allein ſolche Wunderthiere giebt es in der ganzen uns be- kannten Natur überall nirgends, und wir müßen uns daher ſchon begnügen, wenn wir durch den ausharrendſten Fleiß und die zwedmäßigſien Vorkehrungen avc< nur die eine oder die andere dieſer Eigenſchaften in vorzüglichem Grade hervor- bringen können. Im Gegentheile ſcheint nach Er- fahrung eine in einem hohen Grade ſich vorſinden- de Eigenſchaft meiſtens in eben dem Grade eine andere auszuſchließen. So müſſen wir uns ge- fallen laſſen, daß die in Hinſicht auf Wolle mit Recht ſo beliebten Merinos und ihre Deſcendenz nicht nur den berühmteſten engliſchen, ſondern ſelbſt den gemeinen langwolligen Schaafracen in Rück- ſicht auf Fleiſcherzeugung beträchtlich nachſtehen, in Hinſicht auf Milc< aber vollends ſo arm ſind, daß ſie bey nur etwas kärglicherer Fütterung kaum im Gtande ſind, ihre eigenen Lämmer zu ernähren, wogegen manche grobwollige Racen bey bloßem 5 14.50 einen Ueberfluß an Milch. liefern u.|. w Der Zwe der Veredlung ſey nun aber wel- her er auch wolle, ſo entſteht die natürliche Fra- 4 Welches iſt den wohl die Art. und Weiſe ſein Schaaſvieh zu veredeln? Das 2 jelte Art! Perbeſſet |, ohne 0 ger ande? oder die? anden' edeln 0,2 ben, mo gn It lung if. ſcupulöſe' Juzwehl| Indinidue enen Rd jj mi vſe Dere Vihtücht wilt, un rade de vohl ſo! Gein Zw fi Ttodyftio TO er en Wein m WENN ij Wh. 6; Ele, | Wh desj Baſten iy lalicht! be Fleiſch |S, all! 19 2 unh | 172: müßt 1/9 ich da | Suäßigſit 188 e anden! SS! herwo | etch Ei (1 finden Ede ein! 1 ams 96 | Dolle mi DS ſcenden; SE emſelht m NG Siehen,1! zind, dif ami = 100)== Das Veredlungsgeſchäft geſchieht auf dop- pelte Art, erſtens durch das Inzüchten*) oder die Verbeſſerung der Race in und durch ſich ſelbſt, d. t. ohne die geringſte Vermiſchung mit irgend ei» ner andern Race; und zweytens durch das Kreutzen**) oder die Vermiſchung der vorhandenen mit einer andern fremden Race, um jene durch dieſe zu ver- edeln d. i. dem Ziele, das wir uns vorgeſte>t ha- ben, näher zu führen. SY: 18: Inzüchten oder Veredlung der Race in und durch ſich ſelbſt. Dieſe bey weitem wichtigſte Art der Vered- lung iſt nichts anders, als eine ſorgfältige, ja ſcrupulöſe, auf den vorhabenden Zwe berechnete Auswahl der zur Fortpflanzung zu beſtimmenden Individuen beyderley Geſchlechts von der vorhan- denen Race, und die Paarung derſelben unter ſich ſelbſt mit Ausſchluß alles fremden Blutes. Durch dieſe Veredlungsart allein hat der große engliſche Viehzüchter Bakewell in neuern Zeiten Wunder ge- wirkt, und ſein Rind- und Schaafvieh zu einem Grade der Vollkommenheit gebracht, deſſen ſich wohl ſo bald kein Sterblicher wird rühmen können. Sein Zwe bey ſeinen Schaafen war nicht= wie mehrentheils bey uns-- Wolle- ſondern Fleiſch- produktion; allein das thut nichts zur Sache. Ge- nug er erreichte ſeinen Zwe unübertrefflich, und E 2 würde 7) Bey den Engländern Breeding in and in genannt. 77?) Crolliag bey den Engländern. RE(63%) Za würde ihn höchſt wahrſcheinlich bey ſeiner uner- müdeten Aufmerkſamkeit und tiefen Viehkenntniß eben ſo vollfommen erreicht haben, wenn er ſich die Wolle zum Ziele geſest hätte. Im Anfange ſeiner Veredlung ſcheint es zwar*) er habe ſich zur erſten Hervorbringung ſeiner ganz eigenen Schaaf- race einige-Mahle fremder Widder bedient, ſpater- hin aber war er beſtimmt ein ganz entſchiedener Gegner aller Vermiſchung ſeiner Schaafe mit frem- dem Blute, und veredelte ſolche bloß durch pünkt- liche Auswahl und zweckdienliche Zuſammenpaa- rung in und durch ſich ſelbjt. Daß man bey dieſer Veredlungsart das lä- Jimenps 93 wied ! DZ 10, hin hp; ndzwey | meth gebet ) GO rod! ED ißt! fw ine verd) zes der vt pfonderh ee| Manis Thaer? Qi) mel EEE( 69) She rade durch die Zuſammenpaarung ſolcher Thiere von ſo vorzüglichen Eigenſchaften in nächſter Verwandit- ſchaft fixiren ſich dieſe Eigenſchaften am allererſten, und werden am leichteſten conſtant in der zu bil- denden Race. Eben ſo aber pflanzen ſich auch die böſen Eigenſchaften am leichteſten in nächſter Ver- wandtſchaft auf die Nachkommen fort. Daher das vormalige Zettergeſchrey wider die Begattung in näher Verwandtſchaft; wiewohl nicht die Ver- wandkſchaft ſelbſt, ſondern die Sorgloſigkeit oder Unkunde bey der Wahl der zur Paarung beſtimm- ten Individuen dieſe Ausartung bewirkte. Aber wie, wird man etwa ſagen, ſoll man z. B. auch ganz grobwollige Schaafe in Rückſicht auf Wolle in ſich ſelbſt, und ohne Beymiſchung frem- Den Blutes veredeln(d. i. ihre Wolle verfeinern) können? Allerdings antworte ich, wird man bey genauer und ſorgfältiger Auswahl der zur Zucht beſtimm-.., > das: Homo 5um, ſelbſt auf das hervorſtemendſte Ge- nie immer. anwendbar iſt, und bleiben wird. Ferne ſey es von mir, auch nur bezweifeln zu wollen- daß die Schaafe des Grafen von Magnis unter die vor- zuglichſten in-ganz Deutſchland gehören. Sie wur- den aber meines Erachtens eben fo vorzüglich, ja viel- leicht noch vorzüglicher ſeyn, wenn es dem würdigen Cigenthümer gefiele, ohne Vermeidung der Verwändt- ſchaft, ja vielmehr in der nächſten Verwandtſchaft ſelbſt die qualitätmäßigſten Judividuen mit eben der Pünktlichkeit auszuwählen, mit welcher ſolches bey genauer Vermeidung der Verwandtſchaft wirklich ge- ſchieht.-- Unter den Schriftſtellern, die dieſem Bor- urtheile huldigen, ſte und befleXte Seele, und ich glaube im- mer, und zwar aus Erfahrung( der Himmel gebe, daß ich bald eines andern überzeugt werde) daß ſolche edle Seelen weit ſeltener anzutreffen ſind, als die ächteſten, originellſten und außerleſenſten Racethiere in der Landwirthſchaft. Heil Euch daher, ihr großen, ihr hoch erha- benen Seelen, die Ihr hierin von dem gewöhnli- e und einem Mutterſchaafe erzeugt m veredelte, worden, ein Baſtard im eigentlichſten Sinne des 5 umgeſtal Wortes z weil deſſen Vater und Mutter zu zwey So ſag! ganz verſchiedenen Arten gehören. So ſind auch >.“ ſ. Deſſen kleine Abhandl., Ueber die wit den Veredlung derS| ſ Dit " ndvieh arten S8 Zzriet: gion Joh Fieſe bendet Zchgeſchrir wp Öenerativ S! der vier erbeſſerun Dd(aaf- od Wo fein, x Zeugun) ;< Finf! 2 antwol: zucht jy Yung de! gileſten 1? E unter. ; und fen ZU! ich I lung eini! und dert! „arafterit! nen for jon die[!' lide = CMI= bey außer manchen unvorherzuſchenden und un- zuberechnenden Zufällen und Abweichungen, auf die Mütter eben ſo ſehr, als auf die Väter ankom- me, daß aber bey weitem das Meiſte auf der ſorg- fältigen Auswahl und zweckmäßigen- paarung dieſer; auserwählten Mütter mit jenen aus- erleſenen Böcken beruhe. So wird bey ſehr grob- wolligen und mit den für ſie beſtimmten Widdern ſehr heterogenen Schaafen, oft in dritter, ja oft in fünfter, oder noch höherer Generation kaum das erzeugt werden, was bey andern, auf einer be- trächtlichen Stufe der Veredlung ſtehenden, und mit den Widdern nur wenig heterogenen Schaa- fen ſchon in erſter Generation mit leichter Mühe bei- lide Veredlung vollendet ſey, ſ. Deſſen An- feit. zur Veredvi. des Shaaufvieh's, In Hinſicht einiger einzelner Stücke könnte ich dieß noch etwa zugeben 3 daß aber alle und jede Individuen die- ſer fünften Generation ganz gleim und vollkommen veredelt ſeyn ſollten, dieß möchte im wohl mehr als bezweifela, Denn, wenn ſelbſt in der Theorie(wenn wir auh annehmen, daß die Veredlung in geometri- ſcher Progreſſion vorwärts rü>e, welches do< nicht glaublich iſt) noc< immer ein Merkliches zur völligen Vollkommenheit der Veredlung in dieſer fünften Ge- neration fehlet, ſollten wir denn glauben, daß es uns in Praxi beſſer gienge, wo doh ſo manches uns un- begreifliches und unergründliches Spiel der Natur, die auf unſere Theorie oft nicht achtet, einen Strich durch unſere Ree, weil dieſe, wie ſie *) f. Deſſen Faits et observations concernant la race des Merinos d?Espagne 4 laine Superfine et les croi: Sements, Auch deutſch überſ. unter dem Titel: Er- fahrungen und Beobachtungen überdie ſpaniſchen Merinosſ fie ſagen, nicht qualificirt ſind, ihre auch noch ſo guten Eigenſchaften der zu bildenden Race con- ſtant und bleibend mitzutheilen, da ſolche Eigen- ſchaften in ihnen ſelbſt noch nicht hinlänglich fixirt ſind; daß folglich durch eine ſolche Paarung die Veredlung nicht nur nicht fortſchreiten könne, ſon- dern daß ſie ſogar rückwärts gehen und ſolche Schaafe unausbleiblich wieder ausarten müſſen. Dr. Parry hingegen in England, und ein ungenannter ſehr gründlicher Vertheidiger der Mei- nung Dr. Parry's wider Pictet*) behaupten ge- rade das Gegentheil, indem ſie ſagen, daß man ohne weiters ſeine Meſtizböcke, wenn man deren fehlerloſe hat, zur Zucht gebrauchen und daher die reinen Merinos völlig entbehren könne. Ja er- ſterer geht noch weiter== zu weit, wenn ich nicht irre== da er ſagk, daß er ſeine durch Merinos- böcfe und engliſche Ryelands erzeugte Blendlings- Heerde, dadurch, daß er ſie, um eine vierte Ge- neration zu erzeugen, wieder mit reinen Merinos begattete, beträchtlich zurücgeſeßt und herunter- gebracht habe, ſo daß er von dieſer vierten Gene- ration nicht'einen einzigen Widder zur Zucht ge- brauchen konnte. Ohne nun dieſen berühmten Männern der ei- nen oder der andern Partey zu nahe treten zu wol- Ien, bin ich folgender Meinung? Daß man um - Merinowolle zu erzielen allerdings reine Merinos- widder anſchaffen, und dieſes ſo lange fortſeten müſſe, bis die dadurch erzeugten Blendlinge in al- Jen in.. *) f. C,€. Andre's Öefonom, Reuig?k, dr wnt fu Aitor ime ä RE wr) 200 wo LN NENNE AETHER HT ES AUEAEEAIENMEM III RAUER A Eur NEBEN len Eigenſchaften den ſie erzeugenden Merinosbö- Fen gleich kommen, daß es aber ſehr unklug ſeyn würde, unſere, den beſten Merinos gleichfommen- de, ja manche Individuen derſelben wohl gar über- treffende Meſtizbö>e bloß darum zu verwerfen, und mit ſchlee endlich auf einen Punkt hinkommen müſſe, der als das Non plus ultra angeſehen werden kann. Denn wenn ſelbſt die mäßigſten Schriftſteller die Progreſſion bey der Veredlung der Thiere durch edle männliche Indi- viduen, von Generation zu Generation, nach arithme- tiſcher Proportion annehmen,*) ſo müſſen doch endlich nach mehreren Generationen die Eigenſchaften der Mütter ſo verwiſcht, ſo vernichtet werden, und die durch dieſe Veredlung erzeugten Blendlinge ſo ſehr in die Natur der Väter übergehen, daß ſie von die *) Manche nehmen ſolJZe Progreſſion der Veredlung viel ſchneller, ja ſogar in geometriſcher Proportion an, welches mir aber eben ſo wie Hrn. Stgatsrath Thäer unglaublich ſcheint,-- Yejen ht jnd/ aus hſt von eine ite deſen X ewa nid man 1) ho) ver Qutern! Fenner m ps ſol Ww) j Wateft wollen, herrlich hinlänglt Oeſcendet 9)| pen, ob ; ali| e ſeven, him Int zulchen tes ſehen fruges 9 Vchte ic er mit; Jürgt un Dates, uf Ha [ind Ve vem gem Erjiehn EN erinoit,, Zinflug ſey] 8 hfommg, S hl gar übn M werfen, u) M, weil Nn Zinen,(hy Ann näm Sinehment B! der Vit Et, daß ih A.nglich fi rt auf)| Syründe, Fd folgen)! A Alles fü ph auh! Zendlich a D das No Yenn we! Jareſſinl) Znliche Jn) „ah arnithn y doch end ſchaften" em und Singe ſof) aß fie div p Zeredlungt" Z)portion 1 TN dieſen ihren Vätern um nichts mehr verſchieden find, als ſelbſt die edelſten Racethiere unter ſich felbſt von verſchiedenem Gehalte ſind, und daher eine ſtrenge Auswahl eben ſo, wie bey der une- velſien Race immer nöthig machen, wenn. man nicht etwa rückwärts ſchreiten will. Nun, frage ich, wird man wohl behaupten wollen, daß bey ſolchen, ſo hoch veredelten Meſiizen, welche von ihren ſchönen Vätern reinen Blutes, auch von dem geübteſten Kenner nicht mehr unterſchieden werden können, ja welche ſolcartsdorf in der lige Ve Grafſchaft Glaß, daß er ſeine an Größe, Körper- „Blutes bau und Wollergiebigkeit, jede andere Art von krauswolligen Schaafen in Deutſchland übertreffen- „auch det de, ganz eigene und beſondere Schaafrace, mits „nige im elſt einer Durchfreugung der ſehr guten, feinwol- ; und Mn ſchleſiſchen Schaafe mit öſterreichiſchen, und nen Eil! ven großen ungriſchen,**) und ſodann mit den uft, 1" mmm E mus verden fm volltomn- ke ENSE 1 fe PH HEU 2 7k u. INIS, bloß da**) Doc< wohl nicht mit unfern nationellen langwolli- 0 agen Zafelſchaafe(Ovis strepsiceros Lina,) ſpaniſchen hervorgebracht habe. Allein, da dieſe Veredlungsart/ um zu gelingen, eine überaus ttefe Viehkenntniß und einen ſehr richtig beobachtenden, denkenden und geübten Kopf erfordert, ſo liegt es am Tage, daß ſie den wenigſten Menſchen anzu- rathen ſey, und daß man ein Bakewell oder ein Magnis ſeyn müſſe, um ſolche mit Nuten vorzu- nehmen. Für Alletagsmenſchen iſt dieſe Veredlungs5- art durchaus nicht geeignet. C..:20. Unwiſſenheit mancher neueren Schriftſtel- ler in Betreff der Veredlung der Schaafe. Wie ſehr noch heut zu Tage, ſelbſi Schrift- ſteller, unrichtige Begriffe von Veredlung der Schaa- fe haben, dient zum Beweiſe Herr Hubert*) einer der neueſten deutſchen Schriftſteller über die Schaaf- zucht.„„ Eine Begattung, ſagt er,.wo ein nur veredelter Bo>( folglich kein Merino) fich mit ei- nem veredelten, oder einem gewöhnlichen Landſchaa- fe vermiſcht, nennt man kreußen.“ Und wieder an einem andern Orte:„, Eine zwanzigjährige Erfah- rung hat uns auch belehrt, daß wir nur durch ver- edelte Böe, alſo durch Kreuzen, unſere Schaafe von einer ſehr groben Race zu feinen erhoben haben, und daß wir nur erſt ſeit neun Jahren mit ächten Merinos die- Veredlung vervollkommt u. ſ. w.“ 7 4Un0 zz -*) f. Deſſen Wartung Zucht und Pflege ver Safe, ihre Benutzung und BVeredlungz oder Dienſtanweiſung für meinen Schä- 242, 06.16(x nd we ſun 1 ader ord" ſagen,| eine Zer ne ande! er im der wir rade nes ge ders mit! Freuhung eer Ao ſemft h-) ws, 11] jütte,- Dich we[ef eten Aut aben,; j eint a Geha fel genug hien Beweiſe, von Ret eien Yer Ve (qm Jeg h ne EE *) Echr Areuß „df ) Hett buc --( 83)=, , da div Und wie nennt denn nun Herr Hubert die Vermi- Heraus fim ſchung eines ſpaniſchen Bo>s mit einem veredelten bachten)n, oder ordinären Schaafe? Eine Veredlung wird er (98322& 2> ef | ſo liegt ſagen. Ja wohl, eine Veredlung. Aber, was für 3 en an) eine Veredlung, frag? ich weiter? Doch ſicher kei-| MÜ: oder dj ne andere, als eine Veredlung mittelſt Kreußung. Eben voy Wer immer einen richtigen Begriff vom Kreußen hat, eredlunz der wird mit leichter Mühe einſchen, daß dieß ge- rade vorzugsweiſe den Namen des Kreußens verdie- ne; wogegen die Vermiſchung eines veredelten Wid- ders mit einem veredelten Schaaſe nur dann eine Kreußung genennt werden kann, wenn beyde auf einer ganz verſchiedenen, FeineSwegs aber, wenn T der ſie quf einer gleichen Stufe der Veredlung ſiehen. *)-- Wenn doch Niemand eher ſchriebe, bevor er 58 u das, worüber er ſchreibt, auch gehörig verdauet PG- Bm M 1 7| er Gch: Dieß ſey genug zum Beyſpiel und Beweiſe, am vie ſchiefe und falſche Begriffe noch einige der neu- ye Gh) efien Autoren von der Veredlung der Schaafzucht 0 einw paben. Daß es aber auch Schriftſteller gebe, die ich mit nicht einmal die erſten Grundlinien von Veredlung Lande der Schaafe zu kennen ſcheinen, und dennoch ei- ) wieder tel genug ſind, andere darüber belehren zu wollen, ige Ef Hierinn diene leider! einer meiner Landsleute**) zum 7 durch 1 Beweiſe. Luſtig iſt es wahrlich für jeden Mann re Schu) von Kenntniß der Sache, das, was dieſer rüſtige aben hab Seribent unter der Überſchrift Verbeſſerung o0- „mit adi! der Verfeinerung der Schaafwolle in 4 5| den Tag hinein zuſammen ſchwäßet, bey dieſer Ge- Un le- *) Sehr richtig ſagt daher H. Weber:„Das währe Kreußen ſetzt ſtets in ſich verſchiedene Nacen voraus.“ "lege bt!„„l“ Deſſen Handbuch der größern Viehzucht, eedlun)) Herr K. G,. Rumy, ſ. deſſen Populäres Lehr- HUDE Ers Oer 0'n vm ec IBS SHIS5: wiener eee wr ge enge wag Gewer wen eren eee rennzen weer agen 4 MEIS am-(48) u legenheit nachzuleſen. Das Luſtigſte aber dabry iſt, daß dieſer ſich für ſehr gründlich haltende Mann, nachdem er auf vier ganzen Seiten vollends nichts geſagt hat, als verba vocesque,*) dennoch; mit einer mehr als kindiſchen Eitelkeit( denn Unver: ſchämtheit will ich's doch nicht nennen) und in dem leibhaften, ganz unverkennbaren Tone eines Char- lakans zu ſagen waget: ,, Dieß iſt die wahre The- orie von der Verbeſſerung der Schaafwolle, über welchen Gegenſtand man gewöhnlich irrige Vorſtel- lungen hegt. u. ſf. w. Ohe jam satis 1!!! & 211 Progreſſions- Heerden, Deſcriptions- Re- giſter, und Numeriren der Schaafe. Sehr nüßlich iſt es, mit der zu veredelnden Heerde eine kleine Stammheerde von ganz auserle- ſenem Viehe reinen Blutes zu verbinden, in der man ſich ſeine Stammwidder ſelbſt erziehen kann. Dieß *) Zwar ſct. Die Wichtigkeit die- ſes Geſchäftes der Numerirung und Einregiſtrirung ſpringt in die Augen. Man hüthe ſich aber folches einem Unfundigen, oder einem ſolchenganzuvertrau- en, der zu begränzt iſt, um von dem hohen Wer- the deſſelben völlig überzeugt zu werden; denn in dieſem Falle müßte nothwendig nur Confuſion ſtatt Ordnung entſtehen. Die Nrt des Numerirens8 der Schaafe iſt gleich- gültig, wenn ſie nur zum Zwecke führt. So kann man ihnen z. B. das Nummer auf die Schnauze (Raſe), oder den Widdern auf die Hörner bren- nen; oder man kann ihnen blecherne Nummern in die “Ohren hängen, nur muß Vorkehrung getroffen wer- Den, daß ſie ſolche nicht verlieren 3 oder man kann thnen die auf blechernen oder hölzernen Täfelchen ausgedrückten Nummern mittelſt eines gepichten gu- ken Bindfadens, oder mittelſt eines zur Benehmung der Sprödigkeit vorher gut ausgeglühten Eiſendra- thes um den Hals beſeſtigen; oder man kann end- lich die Nummern mittelſt ausgeſchlagener Schar- ken an ihren Ohren ausdrücken, ſo daß dieſe Schar- ken an der einen Seite des einen Ohres die Ein- Peiten, an der andern Seite deſſelben Ohrs die Zeh- ner, an der einen Seite des zweyten Ohrs die Hun- Derter, und an der andern Seite des zweyten Ohrs Die Tauſender bedeuten 1. ſ. w. Drik- 9007 den€ unter |Gchad halten hund dd haft (ndete gattet hererbe fel mel mh 2) | Otgett eine di ſelben thy nd iſt fol der Bez; bey fein ) Many tigfeit dy regiſitium aber fol; zuver hohen Jr ; den fuſion ſit fe iſt ald Go fm e Gn orner hin ern m! troffen m x man fü 1 Tafel eptchten(! Benehmu) In Eiſend! 1 Fann m ener Get dieſe Gt es die EU! hrs die jx8 die Fu" Jeyten Oi rit ==.( 89)= 5929 322 322 2732 222222 II2 2295 222222 32 IN 32233 200€ Drittes Kapitel. Racen der Schaafe Q22, Bon den Racen überhaupt, und ihrer Unveränderlichkeit wenn ſie rein erx- halten werden. Des es gewiße und beſtimmte, mit ganz beſon- dern Eigenſchaften begabte Racen, oder Unterarten unter allen Hausthieren, folglich auch unter den Schaafen gebe, die ſich zu den Arten eben ſo ver- halten, wie dieſe zu den Gattungen der Thiere; und daß ſolche Racen ihre Eigenſchaften, die ſie charakteriſiren=- wenn ſte anders nicht mit Thieren anderer Race vermiſcht, ſondern bloß unter ſich be- gattet Mb leben auf ihre Nachkommenſchaft vererben, iſt eine ausgemachte, gar keinem Zwei- fel mehr unterworfene Sache, wie dieß H. Staats- rath Thaer*) ſchon längſt ſehr ſchön und deutlich vorgetragen 7 Daß aber auch Klima, Wartung, und Dumſeiner Gianlcitungd zur Seitittintif ver engliſckelung der Race- Eigenſchaften in dem Wege ſichen, gehoben ſind, das Thier von 1509 ſelbſt, und ohne anderes Zuthun ſeine in der Race e' anz gegründeten Eigenſchaften erlangen muß; daß folg- „ j lich eine Race durch ſchlechte Behandlung wohl ver- "Sie ahi Früppelt, aber nie verändert, nie umgeſtaltet wer- Pn den könne. Man gebe ſolchen ſorgloſen und un- 1: aw ve verſtändigen Bauern die beſten Merinosſchaafe, ſs werden ſie ſolche in einigen Generationen ſicher ſo verfrüppeln und herunter bringen, daß ſie gar kei- nen Merinos mehr ähnlich ſehen, ſondern eine ganz eigene Race ſcheinen werden. Man bringe aber die Lämmer ihrer Deſcendenz, und ſey es auch die zehn. te Generation= wenn nur die Schaafe nicht durch fremde Beymiſchung verbaſtardirt worden--- unter ordentliche Behandlung, und ich wette, daß man alſobald wieder die namlichen Merinos haben wird, die man dieſen ſorgloſen Wirthen übergab. Zwar werden ſie nicht ſo ſchön, nicht ſo vollkommen ſeyn, als die, welche man während ſo vielen Generatio- nen mit angewandter ſtrenger Auswahl bey der Zu- zucht ſelbſt erzielet hätte, aber Merinos werden ſie doch immer ſeyn, und keine andere Race. Was das Klima anbelangt, dem Manche-- mitunter ſogar auch Schriftſteller von Bedeutung== ſo wunderbare Kräfte in Veränderung und Umſtal- kung der Racen zuſchreiben, ſo begreife ich zwar ſehr leicht, daß ſolches allerdings einige außerwe- ſentliche Veränderungen bey den Thieren bewirken könne und müſſe, ſo wie dieß auch bey den Ve- getabilien der Fall iſt; ſo wie z. B. der Weinſtock nach Verſchiedenheit des Klima's bald häufigere, bald wenigere, bald beſſere, bald ſchlechtere, bald reiſere, bald unreiſere Trauben(aber doch immer Trauben, oder gar nichts) tragt, ja in manchem Klima gar nicht fortkommen will. Daß aber das Klima vermögend ſey, die Race einer Thierart im Weſentlichen zu verändern, daß z. B. die kraus- wolligen Schaafe im heißen Erdgürtel Haare ſtatt. Wolle bekommen-- wie Biele ſo gelehrig einan- der I nad yenig“ ganzen vem al an Al Wenſ der el bloße ves I der Ne mmer)! tm Vi nh (ichen ſt de: m€ daraus, wie, m ungar Livn, ſondern (Wolle tr ſſe gat Y ſammt| Ghhaaf: Ovis 4 ..(93)-- en der nachſchreiben*)--y“ dieß glaube ich eben ſo Se garh; wenig=- und ſollten es auch die Schriftſteller der mn Ny ganzen bewohnten Erde behaupten=- als ich Ei- E. abe nem glauben würde, wenn er mir ſagte, daß es 3 die cs ein Klima gebe, wo auf. dem dahin- verpflanzten| ht 4. Weinſto>e Birnen und Apfel oder Nuſſe wuchſen, - ju oder ein anderes wo das dahin verſeßte Pferd durch woh bloße Einwirkung des Klima's mit den Hörnern ve des Rindes auf dem Kopfe, und mit der Wolle - M0 der Merinos auf dem Rücken einher ſtolzirte. Mag W- In immerhin ein Reiſender== wenn er nebſt den! gu- Smen ſey) ten Willen die Wahrheit zu ſagen, auch gut und Jener richtig beobachtete= dergleichen Schaafe mit wirk- M der 3 lichen Haaren in jenen Gegenden geſehen haben, S/erdenj iſt das eine Folge, daß dieſe von dem krauswolli- = gen Schaafe abſtammen? Folgt nicht vielmehr S= anche- daraus, daß dieſer Thiere eine eigene Race ſeyn, ſo en wie, glaube ich, kein Menſch zweifelt, daß unſer Zy Umft/ ungariſches Nationalſchaaf(Ovis strepsiceros um(ch zu Linn.) das doch noch feine eigentlichen Haare hat, a nen ſondern nur lange, ungefräuſelte, Haaren ähnliche 4 ebewilt Wolle trägt, eine eigene, vom krauswolligen Schaa- den» fe ganz verſchiedene Race ſey? einſ: Wie können denn aber die Schaafe alle, ſige!) ſammt und ſonders von dem ſogenannten wilden Se, bal! Schaafe(dem Mouflon, Muffelthiere, Argali, wan m Ovis Ammon und wie es noch verſchiedene Schrift- ge nad ſteller -| ſteller etwa nennen mögen) abſtammen, wird man| 1m“ ſagen, wenn man dem Klima nicht die Kraft ein- je ode räumt, die Racen zu verändern? Dieß, antworte temat ich, iſt eben eine Fabel, die meiner Hartgläubig-- 3 Feit wohl nie einleuchten wird, man müſte denn hieſs| ganz andere Gründe haben, als man bisher hatte, geſchlt ſolches zu erweiſen. Allen Reſpect vor ſo manchen glaube würdigen Schriftſtellern, die dieß behaupten, aber here -- amicus Plato, amicus Aristoteles, Sed amica Menſe magis verltas.-- getrof! Einer der neueſten Schriftſteller über die Schaafe es ſey0 zucht*) ſagt: Das Mouflon hat mit dem zahmen den Z! Cchaafe die vollkfommenſte Ahnlichkeit der Stimme,' 7 Ahnlichkeit im Geſchmace des Fleiſches, in dem Gh furchtſamen Weſen, überhaupt im ganzen Natu- gicht, rell und im Körperbau 3 es zeugt mit dem zah- alufd men Schaafe fruchtbare Junge u. ſ. w. und macht Weines dann den Trugſchluß, daß es alſo unbezweifelt ſey, ſondern daß dieſes ſogenannte wilde Schaaf das urſprüng- ich det liche Stammthier des ganzen Schaafgeſchlechtes ſey. daher Zugegeben auch, daß es mit dem ganzen Vorderſatze vi ſeine völlige Richtigkeit habe--- wiewohl vielleicht othe! noch Manches daran bezweifelt werden könnte-- wf) ſo iſt doch die Schlußfolge in jedem Falle falſch; jen ver indem daraus bloß folget, daß alſo das Mouflon| 1 wirklich zum Geſchlechte der Schaafe gehöre, kei- Retri neswegs aber, daß es das Stammthier aller mög- 2 lichen Schaafe ſey. Sonſt könnte ich mit eben enig dem Rechte behaupten**) daß alle Schaafe von H un- her *) Hs Petri in ſeinem„Ganzen der Schaaf M zuhel, oder alle Hunde vom Pu- del oder Windhunde abſtammen, welches doc< wohl Niemand, wie ich glaube, ſo leicht zugeben wird. -- Ja ich bezweifle ſogar im Gegentheile, daß dieſes ſogenannte wilde Schaaf wirklich zum Schaaf- geſchlechte gehöre, indem ich mit Herrn Weber*) glaube, 0 das Schaaf ganz eigentlich zum Haus- thiere d. 1. zum unzertrennlichen Gefährten des Menſchen gemacht fey, daß es nirgend ganz wild an- getroffen werde, noch angetroffen worden, und daß es ſchon ſeiner Natur nach in einem völlig wil- den Zuſtande gar nicht leben könne. Die verſchiedenen, ja beynahe unzähligen Schaafracen, die es auf der ganzen bewohnten Erde giebt, hier aufzuzählen, und aus andern Büchern abzuſchreiben, iſt meine Sache nicht, gehört auch meines Erachtens in kein Buch über Landwirthſchaft, ſondern in das Gebiet der Naturgeſchichte, mit der ich doch hier nichts zu ſchaffen habe. J< werde daher bloß Einiges von jenen Racen anführen, die entweder wirklich bey uns mit mehr oder weniger Vortheil eriſtiren, oder die zwar hier ſich noch nicht vorfinden, die aber, nach meiner Einſicht mit Nut- zen verſucht werden könnten.“ Mithin rede ich: 1) Von dem ſpaniſchen feinwolligen Merinoſ werden ſoll. nd Ru) Das< bey den Merinos iſt, ver- nachläßigten, weil ſie zu ſehr auf dieſe äußere Ge- ſtalt der Schaafe ihr Augenmerk richteten, welches doch nur eine unbedeutende Nebenſache wäre. Eben ſo will man auf den fürſtl. Lichnowskiſchen Schä- fereyen in Schleſien die Erfahrung gemacht haben „daß es unter dem faltigen Viehe eben ſo gut grobes als feines gebe, ja leßteres vielleicht unter ihnen noch ſeltener anzutreffen, und daß es für die Rachzucht gleich nachtheilig ſey, ob der Zuchtſtöhr ſich an den hintern Schenkeln, oder auf den Falten am Halſe grobwollig zeigt.*) Daß daher bey der Schwierigkeit alle mögliche Vollkommenheiten an einem und ebendenſelben Individuum zu erreichen, in Stammſchäfereyen mehr auf den höchſten Grad der Feinheit,**) als auf alle übrige Eigenſchaften geſchen werden müſſe u. ſ. w.“***) Andere hin- gegen, wie H. Petri****) glauben, daß dieſe äu- ßere *) Ich ſelbſt ſah einſtens ein paar Metisbös>e, welche diefe äußeren Eigenſchaften der Merinos in ſo v9rz2üg- lichem Grade beſaßen, daß ſie von weitem meine volle Bewunderung erregten, welche Bewnnderung aber alſogleim in Berachtrung übergieng, ſobald ich ihre ſchleenen „* L„. IE Be ſie), Kalte für ſte beſorgt werden könne.***) Herr Pe- M den, Hi fri****) ſagt ſogar, daß ſeine Merinoslämmer oft im p Kraft zu Freyen bey heftiger Winterkälte gebohren werden, Ffeders dy ohne daß ihnen die Kalte ſo leicht ſchadet. Siſen So geſund aber auch dieſe Schaafe aller- ind wer) meiſt zu ſeyn pflegen, ſo ſind ſie doch dem ilbel = ein ſ) der Endig h! wn lane) j: Si n*) Mit unſern langwolligen nationellen Schaafracen BiB ud könne 1 ſie jedoH feinen Vergleih aushalten. Sie E- Tah! ſind auf jeden Fall um vieles weichlicher, und beſon- | en au ders gegen anhaltende naſſe Kälte enwfindlicher, als DQ.; dieſe unſere einheimiſchen Racen. Daß übrigens hier- Gielen 1 an mehrentheils die Verzärtelung dieſer Thiere in Sungen| Deutſchland Schuld ſey, und daß die gerade aus Spa- EN nien bezogenen Merinos, ungrachtet der weit größern = Beidela Verſchiedenheit des Klima's, den äußern Einwirkungen Dh 3-1 des Wetters weit beſſer widerſtehen würden, weil ſie M. 5.4 nicht verzärtelt ſind, bin im ſehr geneigt zu glauben. - AUBE«*)(, Faits et observations concernant Ja ET bers un racedes Merinos d'Espagne ä laine Ssu- dia wi perfine, et: les croisements par Ch. P1c- u 019; tet. Deutſc: Erfahrungen und Beobach- tungen über die: ſpaniſchen. Merinos- M tio"| ſchaafe,/ die Feinheit ihrer Wolle„und M.+! das Kreutzen derſelben mit gemeinen 7] 0. mun Racen Wienu808. S nge v!«**) Anhaltende naſſe Kälte ohne Obdach, und ſumpfi- EN ge, der Ueberſ"s patriotiſchem Wochen- mm 11 Hind blatte für Ungern ein innländiſcher, ſich I. F. v. zhſten al! T.***) unterzeichnender, wirklich geiſtreicher Ver- „en fien! faſſer eines Aufſatzes über unſere wallachiſch- ratz = 1tens hl ziſche Schaafrace geradezu gegen Herrn Petri„daß EE Vetri|) die Lämmer dieſer Race(nähmlich der wallachiſchen) r Flei ein ſce und in| zm der Umgegend, um ihn nicht zu beſchädigen, ſo| x) daß ich alſo wenigſtens volle 11 Pfund ungewa- io; ſchener Wolle füglich annehmen konnte; wiewohl linz Dieſer Widder= ich widerhohle es--- einer der der ſchlechteſten des Herrn Petri war. Yl In der k. bayeriſchen Merinosſc<äferey zu Waldbrunn nächſt Würzburg gaben an ungewaſche- beri ner Wolle: die Zuchtwidder im Durchſchnitt 15 Pf. Yet (circa 123 Pf. öſtr. Gew. ,) einzelne gaben 18=- 20 110 Pf.(154== 17 Pf. öſtr. G.;) die Jährlingswidder zudt, im Durchſchnitt 14 Pf.(12 Pf. öſtr. Gew.) einzel- mild ne mehrere 15=- 18 Pf.(c. 123-- 15x Pf. 6. wuſt G.;) die Mutterſchaafe im Durchſchnitt 92 Pf. ſchle (85 Pf16:"GJyeinzelnenvieler ao=12%Pf(82%. M In -- 105 Pf. ö. G.;) Lämmer im Durchſchnitt 32 Pf.(3 Pf. 6. G. ,) einzeln gaben einige Lämmer 5| (45 Pf 9.-'G.))- mehrere 4'(383 Pf: 60%G.>5)/ die vom) meiſten 25.--- 232 Pf.(25== 22 Pf. öſtr. Gew.)*) andet Die Lämmer ächt leoniſcher Merinos werden nicht immer in einer Hülle feiner, pflaumenähnlicher, Pictet bald mehr bald minder weißer Haare gebohren, die| Mein ſie erſt ſpäter mit feiner, dichter und krauſer Wol- Pic) le verwechſeln. Alle diejenigen Lämmer, welche die] nicht mit dieſem untrüglichen Merkmahle ächter Abſtammung gebohren werden, ſondern gleichſam| nackend mit äußerſt kleiner krauſer Wolle zur Welt|= kom-| m" 6 € *) f. Ryß, über den Fortgang der Anſtalt| zur Beredlung der Shaafzu( 108) SES lich thaten, ſämmtliche*) Mutterſchafe von dex kaiſ. Schäferey zu Mannersdorf weg und nach Frankreich zu treiben, wenn ſie ſo ſehr hinter den franzöſiſchen zurück geweſen wären?-- Überdieß kenne ich die Schaafe des Herrn Petri, und glau- be wohl nicht, daß es Schaafe in Frankreich ge- ben könne, mit denen ſich folche nicht mit Ehre meſſen dürften.=- Auch war ich ſo glülich, wenn ſchon nicht die ganze Heerde, doch einige Widder vom Freyherrn von Geißlern zu ſehen; von denen ich ebenfalls glaube, daß ſie zu jedem Zeitpunkte mit Ehre in Frankreich auftreten könnten. Von andern, die ich weniger kenne oder die minder be- deutend ſind, nicht zu reden.--- Was die Behauptung des Herrn Petri anbe- langt, ſo ſollte man ſreylich glauben, der Verfaſ- ſer der ſchönen und unübertrefflichen Erfahrungen und Beobachtungen über die Merinos hätte auch eben ſo ſchönes und unübertreffliches Schaafvieh, und Petri's Vorwurf wäre weiter nichts als eine bloße Geburt des blaſſen Neides, weil er fürchtete, daß dieſe ſo vorzüglich ausgezeichneten Thiere des Herrn Pictet ſeiner Merinosſchäferey zu Thereſien- feld Eintrag machen könnten. So ſollte man den- ken, ſage ich und ſo dachte ich zum Theile wirk- lich ſelbſt, als ich ganz unvermuthet im Sommer 1814 in der Gegend von Himberg in Öſtreich un- weit Wien einige Stücke Pictetſcher Merinos zu ſehen «Thiere)) Shereſt | () 4, heile mi 1 Gomit ſtreich 1 erin ſehen et wegen“ > hrg, 131! ="(0608)== fehen bekam, die durch Herrn Dr. de Carro in Wien verkauft werden ſollten, wegen ihrer ſchlech- ten Qualität aber, und ihren unverhältnißmäßig hohen Preiſen*) keinen Abſaß fanden, und daher in bemeldeter Gegend unter der Oberdirection ge- dachten Hrn. Doctors von einem eigens dazu beſtell- ten Schäferknechte geweidet wurden. Dieſe nun -- es thut mir leid es ſagen zu müſſen, wenn ſie denn doch wirklich Pictetſche Schaafe waren, woran ich aber zur Ehre Herrn Pictets noch ein wenig zweifeln will=- dieſe waren leider tief un- ter aller Kritik, ſo daß ich vor Staunen kaum zu Sinnen kommen konnte. Die Behandlung dieſer Schaafe war aber auch um nichts beſſer, als ſie es verdienten, denn es giengen alte und junge Wid- der, erwachſene Mutterſchaafe, Jährlinge und Läm- mer, Alles eben ſo pelemele durcheinander, wie man ſolches nur immer bey den unordentlichſten unſe- rer Bauern in Ungarn ſehen kann. Es that mir wahrhaft in der Seele wehe, ſie nur anzuſehen.-- Einer unſerer vorzüglich ſten, thätigſten und verſtän- digſten praktiſchen Landwirthe**) indeſſen iſt mit ſeinen ſchon in frühern Jahren von Herrn Pictet erkauften Merinos ſehr zufrieden. Er hat erſt Ende May leßverfloßenen Jahres 1815 einen Widder von deren Deſcendenz um 1965 Gulden 30okr. W. W.(476 fl. 17x kr. Conv. M. nach dem Kaikamun *) womit man wahrſcheinlich bloß das vorgegebene reine Blut kaufen ſollte, denn das Auge konnte an ihnen n einmahl gar nichts edles entdecen.; *) Graf Emerich Feſtetics von Tolna zu Güns, jünge- rer Bruder des hoen, oder hochveredelten Merinosblendlingen gekreutet wird, deſto mehr nähert ſie ſich auch der Race der Merinos, je weniger, deſto mehr iſt ſie von derſelben verſchieden. Der Hauptunter- ſchied der Schaafe dieſer Race, wenn fie in ihrer ganzen Reinheit ſind, von denen der Merinorace beſteht in Folgenden: Sie haben weit gröbere, ſchärfere, an Luantität wenigere, an Gewicht ge- ringere, viel minder dichte, weniger krauſe, nicht ſo feſt am Körper ſißende, und nicht ſo gleichar- tige Wolle, als die Merinos. Sie haben keine Bau- chung, Feine verwachſene Stirne, keine mit Wolle be- wachſenenBeine, keine Wamme oder Koder, keine Fal- ten am Leibe, meiſtens höhere Beine u. ſ. w. Übrigens ſind ſie doch den Merinos in vielen Stüen ſehr ähn- lich, und eben wegen dieſer ihrer Homogenität ſehr dien- +) f. Andre's Defkonom. Neujgk. Jahrg. 1815- Nro. 69, 3) angeht Zen fey Ige Geh A weitluf Fiauch 1) Fer aun I ſtens ey vidyen h Bene 1 mw nie m Pendl ſich 11) G mehr) F auptuni Sg ie in ij! = Ne erin Es! größt! Dewicht /! Zuſe, 9) gleicht! Seine Da -| Wolle Ww <, feine S, ſehr a) gt ſy dien 5 hrg. 18 --( 111)== Dienlich zur Veredlung mittelſt Kreuzung mit Mex rinosböden, wie dieß heut zu Tage ſchon durch vielfaltige Praxis mehr als hinlänglich beſtättigt iſt, ſo daß es nach und nach immer ſeltener wird dieſe Thieie in ihrer ganzen Reinheit, ohne die ge- tingſte Vermiſchung mit ſpaniſchem Blute anzutrefs- fen. Sa 25 Bon unſern beyden einheimiſchen langwol- ligen Schaafracen. Unſer ungriſches Nationalſchaaf, oder das ſogenannte Zackelſchaaf(Ovis strepsiceros Linn.) und das wahrſcheinlich davon abſtammende, von demſelben nur wenig verſchiedene wallachiſch- rat- ziſche Schaaf ſind in neuern Zeiten aus mehre- ren Gegenden unſers Vaterlandes durch das kraus- wollige Schaaf vertrieben worden. So trifft man ſie in den ſämmtlichen Comitaten dießſeits*) der Donau dürchaus nicht mehran; ja ſelbſt jenſeits der Donau unter Peſt bis an die türkiſche Gränze und in einzelnen Wirthſchaften, beſonders jenen der großen Güterbeſiger wohl in allen Gegenden und Comitaten Ungarns wird ſchon meiſtens krauswol- liges mehr oder weniger veredeltes Vieh gehalten, wiewohl ich mich ſehr lebhaft erinnere, daß in meiner früheſten Jugend vor etwa dreyßig und ei- nigen *) I< nenne hier dießſeit8 der Donäu, wäs män nach der Geographie, da man ſich gleichſam im Gedanken in den Mittelpuukt von Ungarn verſest, gewöhnlich jenſeits nennt, und umgekehrt 3; weil im meinen Wohn- plas, an welchem ich ſchreibe, im Geſichte habe, mem(7 1112: P ps nigen Jahren, ſelbſt in meiner Heimath(dem Kot- morner Comitate) ſo wie in mehreren Gegenden und Comitaten dießſeits der Donau die Bauern und gemei- nen Edelleute noc< mehrentheils ungriſches Schaafvieh hielten. Jet hält man dieſe Schaafrace noch in den meiſten Comitaten über der Donau, und mehren- theils in den Gegenden dieß- und jenſeits der Theiß. Die den beyden dieſer Schaafracen gemein- ſchaftlichen Eigenſchaften ſind, daß ſie weit härte- rer Natur ſind, der naßkalten Witterung, ver- ſchlämmten, ja ſelbſt moraſtigen Weide, verdor- benem Futter u. dgl. weit beſſer widerſtehen, und bey geringerem und ſchlechterem Futter weit beſſer gedeihen, bey gleichem Futter aber weit maſtfähi- ger, mithin auf Fleiſch und Fett beſſer zu benut- zen ſind, als die ſfein- und krauswolligen Racen, Auch geben ſie ſehr häufige Milch, und können der Wolle und Zuzucht unbeſchadet mit ſehr großem Vortheile auf Milch benußt werden, welches bey den krauswolligen Racen nicht wohl ſiatt haben kann, wie ſolches das nur zu gegründete Eifern beynahe ſammtlicher deutſcher Schriftſteller wider das Schaafmelken hinlänglich erweiſet. Bey ets- was beſſerer Pflege bringen ſie eben ſo haufige Zwillingslämmer, als dieß bey den krauswolligen Racen, auch bey der allerbeſten Wartung nur ſelten geſchieht. Ihre Wolle iſt zwar nicht fein, aber bey ausgeſuchten Thieren in ziemlicher Men- ge vorhanden, und zu manchen Fabrikaten, als: Koßen, oder Pferdede>en, grobem Bauerntuche SZür-posztö oder daröcz) u. dal. vortreflich zu gebrauchen. Jhre rauhen Felle, beſonders die der Zadeln liefern das bekannte, ſo beliebte Haupt- Kleidungsſtüd unſeres gemeinen Mannes, den Schaaf- Zchauf ſien jeyden jis un wie ſo is wa Yered bloß zung Zwede ja die in viel figen* werdet das d iſt, t Chad en 3 Fleiſch fraus! [ii fig lenlat gemein benför lichen lich ho | idem Aut Menden W) End gen E25 dh aaf An gem Sveit hit Aung, 1 SS, veil) BB ehen, u I weit he € maſſi) HJ zu ben! Wen Nat 10 füm! m hr grvjl ches 1) att hal le Gi Meller wi > Veh) a = 1 Swolli) tung 1 Zeiicht fi! che Nw Sten, 0 auen) erefiic) ws vi 4 x[(“0 Sn,| Schad; -- 1.113)= Schaafpelz(bunda,) ohne welchem er gar nicht exiſtiren zu können glaubte. Kurz, es ſind dieſe beyden innländiſchen Schaafracen nichts weniger als unnüße, und gänzlich zu verdrängende Thiere, wie ſo manche Merinomanen irrig glauben, und es wäre wohl einmal Zeit, daß man auch an die Veredlung dieſer nüßlichen Jndigenen, entweder bloß in und durch ſich ſelbſt, oder mittelſt Kreut- zung durch eine andere, homogene, und zu dieſem Zwecke geeignete Schaafrace dächte. Beſonders, da die fein- und krauswolligen Schaafe ohnedieß in vielen Gegenden unſers Vaterlandes, der ſump- figen Weide wegen nicht mit Vortheil gehalten werden können; und da die Preiſe des Fleiſches, das doch unſtreitig nothwendiger, als ſeine Wolle iſt, täglich ſo ſehr ſteigen, unſere langwolligen Schaafracen aber bekanntlich nach dem einſtimmi- gen Zeugniſſe aller Schlächter vortheilhafter auf Fleiſch und Maſtung zu benutzen ſind, als alle Frauswolligen Racen. Der Unterſchied dieſer beyden Racen iſt bey- läufig folgender: Das Zackelſchaaf hat lange, oft ellenlange, und noch längere, beyden Geſchlechtern gemeinſchaftliche, auswärts ſtehende, gerade, ſchrau- „benförmig gewundene Hörner,*) einen großen anſehn- lichen Körperbau, einen majeſtätiſchen Gang, ziem- lich hohe Beine, und lange, bey vorzüglichen Jndivi« duen *) Herr Rumy ſagt„das uigriſche oder wallachiſche Shaaf hat gerade, gekrümmte Hörner.“ Dieß kommt mir gerade ſo vor, al38 wenn man von glühenden Scaee oder von gefrornem Feuer ſpräche. H “4 FEE€ Dq) PEG dien bis anf die Erde herabhängende grobe Kämms« wolle. Beym wallachiſchen Schaafe haben die weiblichen Individuen in der Regel keine Hörner, der Körperbau iſt minder anſehnlich, der Gang minder majeſtätiſch, und die Wolle kürzer, wet- wegen ſie eben dichter zu ſeyn ſcheint. In allem Übrigen aber ſind ſie außerordentlich homogen, ſo vaß fie beynahe eine und dieſelbe Race zu ſeyn ſcheinen. Unter allen mir bekannten inn- und auslän- „“ diſchen Schriftſtellern ſcheint mir außer dem Ver- faſſer des in Lübecks patriotiſchen Wochenblatte enthaltenen erſt erwähnten Aufſatzes, Niemand beſſer, gründlicher und mit mehr Kenntniß über unſer National- Schaafvieh geſchrieben zu haben, als Geutebrück in ſeinem geſammelten Unterrichte von Schaafen und Schäfe- reven. S. 26. Vom Bafkewellſchen oder Diſchleyſchen Schaafe. Des Bakewellſchen, Diſc des Fleiſches, und -- welches ihre Haupteigenſchaft iſt, in der ſie al- Ie bekannten Schäafräcen übertrifſt und weßwe- gen ſie in England eben ſo beliebt iſt= eine ganz au- ßerordentliche Maſtfähigkeit. Jm zweyten Jahre 2 ſollen *) als Nebenſache 3 denn Hatiptſache iſt FleiſM und Fett- **) Nach Dickſon iſt ihre Wolle oft bis 14 Zoll lang. Marſhall ſagt jedoch ſie fey kürzer, als ſte ſonſt bey langwolligen Schäafen zu ſeyn pflegt. Getwöhn- lich ſey fie 5-7 Zvll läng.(die engl. Fuß und Zoll ſind den Wienern beynahe ganz gleich ſ. Nelkfenbrechers Taſc ſollen dieſe Schaafe ſchon maſtbar ſeyn; auch ſollen ſie von weit geringerem Futter und in weit kürzerer Zeit viel fetter werden und wegen der Feinheit ih- rer Knochen weit weniger unnüßen Abfall liefern, als alle andere Schaafe. So ſagt Herr Mar«- ſchall,*) er habe zwey bis dreyjährige Ham- met dieſer Race geſehen, die ſo mit Fett überladen waren, daß ſie kaum gehen konnten. Auch ſah er im J. 1785 zu Litchfield ein Hammelviertel, das auf den Rippen gerade vier Zoll Fett hatte. Man- Pfc(ec. 2 Pfſs 57!-G.)-- Fleiſch: das Uebrige lauter Fett war. Wenn fie vollkommen ausgemäſtet ſind, ſo ſoll ein Viertel leicht 30-40 Pf.(c. 24 35= 32 55 Pf. öſtr. Sew.) wiegen, und ſie ſollen dann wie ein lebendiger Fleiſchklum- pen anzuſehen ſeyn.****) Eben deßwegen ſind ſie auch in England ſo berühmt, weil die Engländer bey der Schaafzucht das Fleiſch und Fett als Hauptſache, die Wolle aber nur als Nebenſache be- trach- *) ſ. daß ſo eben angeführte Werk: Ueber das Haus Batvsvieh dr Eng ubenſeBir: ZZ)(1. VONUCHNOMES ZIPIDM X 1 TIE CIE DLO SU MDR CHO 116 er DIe GUS Me 02 VED DIe, 2x) Ueber das Haushaltsvieh a. d. Werke des H. Mar- ſchall the rural Economy überf. 4 zuxx) Eigentlichen Talg oder inneres Fett ſollen ſie je“ doh) weit weniger anſeßen, als manche andere Schaafe- TE GN ie 3 auh jj) trachten.*) Die Wolle ſagen ſie, ſey in Ver- „8 im gleich mit dem Fleiſche eben das, was das Stroh | 4. im Vergleiche mit dem Korne iſt. Es wäre daher “(in eben ſo thörigt viele feine Wolle, und weniges ſchlech- .- ww tes Fleiſch, als vieles ſchönes Stroh, und wenige| Z hrige Zu ſchlechte Körner erzielen zu wollen,**) Zett überl) 9)! S nd GH 278 Zelvie)| Datte, Bom Marſc<- oder Niederungsſc- volltom*) Die Nede iſt hier nur vom Allgemeinen. Einzelne D wicht 30-- Engländer, wie z. B. H. Marſchall ſeen allerdings M bey der Schaafzu unſern beyden ungriſchen Racen ſehr homogen ſeyn müße und eben deßwegen zum Kreußen mit denſele ben tauglich ſeyn ſollte. Dirſes Schaaf iſt das größte unter allen be- kannten Schaafen,*) und kann auf üppigen Riederungsweiden ein Schlächtergewicht von ein bs zwey Ctrn. und darüber erreichen. Es trägt ſehr lange, ſchlichte, ſogenannte Kämmwolle, die oft acht bis zehn Zoll Länge erreicht, und wovon es, bey recht fetten Wei- den oft 9=- 10 Pfund(circa 7 55= 875 Pf. öſtr. G.) am Körper trägt.** Die Wolle iſt zwar zum eigentlichen Tuche nicht zu gebrauchen, deſio beſſer aber zu manchen andern wollenen Fabrikaten, und beſonders zu Strümpfen, weil ſie ſich nicht, ſo wie die gekräuſelte durch Feuchtigkeit zuſammen ieht. ; Dieſe Schaafe werfen immer mehrere, oft bis 4 ja bisweilen ſogar 5 Lämmer„***) für die ſie auch *) So foll das gvoße flandriſcge Schaaf fünf Fuß (4 1/2 Fuß wiener M. wenn flandriſche- Füße zu ver- ſiehen ſind) lang ſeyn. ſ. Weber's Handb. der größern Viehzucht. **) Nach Geutebrück ſoll das frieſiſche Schaaf, welhes im Bremiſchen gehalten wird, bis 16 Pf.(circa 14 1/4 Pf. dſir. Gew.) Wolle geben. ſ. Deſſen Ge-' fam. Unter. von Schaafenu. Schäfereyen, --“ Nac< Weber giebt das flandriſO 74) vB 39% Si GEW: Wolle. ſ. Haftfex in öfters exwähniem u. 5. 1+ ans geführtem Werke, zx*) f, Thaer's Einleit. zur Kenntn. der engl. Landw. und Geutebrüc's u. Haſtfer's[9 even citirte Werre,; auch b? yy Mil ſehr gu! der€ Milch E ſe if, und ſe tem d welche: der Fa Z Jes her ungen yelten ihren idF jen zu auch| en; ur 8 uße Cracht EZ zz. Jomogen 4 An mit dey) fer alley! auf up) Mt von ein| gt ſehr lay D acht hiöy M ht fetten) =... g4) ' 10 3olle 84 mm here sf) a S1af für j ze Fuße j1' SD and aof, Pf.(a hafen) SS huf 1 m Bolle- 4 m 2 « in Af = id jahrlid Sf. öſir, 67 fLAMI nderen daffeti! .-( 119)=== auch bey hinlänglicher Nahrung allzeit hinreichen- de Milch haben. Und da dieſe Milch auch von ſehr guter Qualität iſt, ſo können ſie nach Verkauf oder Entwöhnung der Lämmer auch ſehr gut auf Milch benutzt werden. 3 Eine vorzüglich gute Eigenſchaft dieſer Schaa- fe iſt, daß ſie auf den niedrigſten Weiden gedeihen, und ſelbſt Sumpfgräſer freffſen, ohne ſich mit Leich- tem die ſo gefährliche Faulkrankheit zuzuziehen, welches doch bey andern Racen ganz unvermeidlich der Fall ſeyn würde,*) Die Engländer, dieſe außerordenklichen, Al- les berechnenden Landwirthe lieben dieſe Race zwar, ungeachtet ihrer guten Qualitäten, aus dem dop- pelten Grunde nicht, weil ſie im Vergleiche mit ihren andern guten Schaafracen zu viele Weide und Fütterung erfordert und weil ſie bey dem Schlach- ten zu viel unnüßen Abfall an Knochen liefert, auch ſpäter maſtbar wird, als andere engliſche Ra- cen 3; Ob indeſſen doch dieſes Schaaf nicht bey uns zur Kreußung mit unſeren einheimiſchen Racen mit Nutzen gebraucht werden könnte, ſtünde meines Erachtens wohl erſt von Verſuchen zu ZIE| ASS. *) Hierinn haben ſie alſo mit unſern Za>keln viele Aehnas lichkeit, die ebenfals der Sumpfweide ſehr gut wi- derſichen. «*) ſf. Noch über dieſe Race: Thaer's Grundſäge der rationellen Landwirthſen gebe, als ſie nur immer wollen. Zur Zeit eines heftigen Schlagregens kann man den Schaa- *) Die Kälte war oft fo heftig, daß manchen Jndividuen die Ohrenſpitzen wegfroren. Geh | jenſeit NE wor! his d auch haum re u gem! größt unter ſütte ſcho lich wan Eine ho eine hod zu| 98-28 7 und, R ſte, 4 A) ein ey KE anbrüchh Z Nunterhy - daß ihm M) ete„ſw ? chr 4 FE beſit ST! au ny € nus 19) die bj Erhütteltn 5 in 2 Rohm 1bey hiv ZD ſcheinlt uch din S/aafe hy M drift = entwe mſt dun) =eEend Ichts für Evendi, Gewalt, mer Sqafen|! Eg wollen, mand hau vori Schaafen ſehr gut helfen, wenn man ſie an die jenſeits des Windes gelegene Seite eines Gebau- des, einer Feime(bey uns Triſte) u. dgl. hintreibt, woran ſir ſich dann der Länge nach vertheilen, bis das übelſte Wetter vorüber iſt. Cven dieſes iſt auch im Sommer während des Hagelwetters zu beo- bacbteit; deren es bey uns in Ungarn oft ſehr ſchwe- re und ſehr häufige giebt. Mit den Lämmern oder angehenden Jährlin- gen war ich nicht ſo glüklich und es gieng der größte Theil derſelben zu Grunde, ungeachtet ſie unter Dache gehalten und beſſer gepfleget und ge- füttert wurden, als die Mutterſchaafe, weil ſie ſchon auf der Herbſtweide verdorben wurden, kränk- lich in den Winter kamen und meiſtens alle ange- wandte Mühe und Sorgfalt fruchtlos machten. Eine wichtige Lehre für Diejenigen, welche die Thorheit begehen, wie ich ſie damals begieng, auf einem der Überſchwemmung ausgeſeßten Niederungs- boden fein- und krauswolliges Schaafvieh halten zu wollen. Warum werden denn aber gerade in Unterun- garn=- wird man ſagen= wo doch die Schaaf- haltung im Freyen ohne Obdach faſt allgemein iſt, oft ſo viele Tauſend Stü> Schaafe von böſen Seuchen dahin gerafft, wenn ihnen dieſe Art ſie durchzuwintern nicht ſchädlich iſt? Iſt dieß nicht ein augenſcheinlicher Beweiß, daß dieſe Durchwin- terung der Schaafe im Freyen dieſen Thieren tödt- lich ſey?... Daß bey uns in Unterungarn lei- der oft ganze Heerden des gahen Todes dahin ſiter- ben, iſt zwar nicht zu läugnen. Doch iſt man ſehr in der Jrrung, wenn man glaubt, daß dieß von der Durchwinterung im Freyen herkomme, Schlech- ==(| 126) Schlechte, unordentliche und ſorgloſe Behandlütig und Fütterung iſt es, was dieſen guten Thieren den Tod bringt und was ihn denſelben in den prachtvollſten Gebäuden der Deutſchen eben ſo, wo nicht mit noc) mehr Gewißheit bringen würde. Übrigens will ich ja weder zum Niederreißen Der ſchon vorhandenen Schäafſtälle aneifern, noch auch behaupten, daß man den Schaafen kein ſchüßbendes Obdach geben ſolle, welches ihnen doch auf jeden Fall zuträglicher, als unter Gottes freyen Himmel iſt; Es iſt hier nur die Rede, das die Durchwinterung der Schäafe im Freyen möglich ſey und daß dieſelben im Falle der Noth auch oh- ne alles Obdach geſund erhalten werden können; „weit geſünder wenigſtens als in jenen mit Verpe- ſieter Luft gefüllten finſtern Mördergruben, jenen engen, feſt verſchloſſenen, licht- und luftloſen, zwekwidrigen Kerkern, allwo ſie auf jeden Fall, wo nicht den gäahen Tod, doch ſicher einen ſiechen Körper finden müſſen. S: 30. Schaäfſtall wie er ſeyn ſoll. Was den Stall für Schaafe anbelaügt, ſo iſt mein auf die Natur des Schaäfviehes, ſo wie auf Vernunft und Erfahrung gegründeter Rath in Dieſer Hinſicht folgender: Hät man alte, ganz verſchloſſene, weder dem Lichte noch der Luft zugängliche Schaafſtälle, die ſich aus den vorigen Zeiten herſchreiben, in denen iman irriger Weiſe glaubte, ſeine Schaafe in ei- nem finſtern, dumpfen Schwitzkäſten einſperren zu müſſen, ſo ſorge man vor Allem dafür, 5070 hin- lang» janglid an der „deihen und! zu nicht umm alle! auf) Borho ungeht dem€ me vorzu wenn -- 7 | fe au de€ der 1 artig, ich; a RIEN SE SENS SUE SESEIEF ==. SER SSR SR=< 2 ELSEN Z handlih) Bi Thie, längliche und zwebmäßig angebrachte Öffnungen an der Südſeite derſelben, dieſe beyden, zum Ge- An. Ä: R. Mn- deihen der Schaafe ſo nothwendigen Elemente, Licht » M und Luft in größtmöglichſter Menge dieſen Ställen = wun zu verſchaffen. Auch ſchränke man die Schaafe "me nicht bloß auf den Stall allein ein, wenn er auch m. 4 immerhin groß genug ſeyn ſollte, welches doch nicht Foie v allezeit der Fall iſt, ſondern man zäune ihnen auch Wi auf der Südſeite des Stalles einen geräumigett E. fed Vorhof ein, in welchem ſie zu jeder Zeit ſtey-und dis) ungehindert herum und nach Belieben bald aus € mögl dem Stalle in den Vorhof, bald aus dieſem wieder «auh in jenen gehen können. Ja man füttere ſie ſogär < fön, vorzugsweiſe in dieſem Vorhofe bey ſchönen-- l Der wenn auch kaltem, nur nicht anhaltend feuchten Dyn, jen„- Wetter. Daß die Umzäunungen dieſer Vorhö- S uftloſet fe auch hoch, ſtark und gut genug ſeyn müſſen, um gen di!) die Schaafe wider böſe Menſchen ſowohl, als wi- Fen fiet der ihre Erbfeinde, die Wölfe, und manche bö5s- artige und lüſterne Hunde großer Racen hinläng- bich zu ſichern, verſicht ſich wohl von ſelbſt.*) Hat ' u M atigt,(*) Der Wolf iſt befänntlich ein deit Schaafen ſo gse- „fo mi fährlicher Feind, daß, wenn auch nur ein einziger in MN UE eine Heerde kommen und allda ungehindert haufen 4 Rath i! kann, er nicht eher ruhet als bis Alles um ihn herum -- wäre die Heerde auch noch ſo groß=- etmordet ) iſt. Erft wenn Alles erwürgt um ihn herum liegt, eder ei fängt er an auch an den Genuß ſeiner Schlachtopfer ille, vi! zu denken.= Daß manc27. SIT do' Gebt) fälle, die man ſo haufig in Deutſchland ſicht, ha- | Die Oft 4 j' 4 6: |, Zi be ich weiter ſonſt nichts einzuwenden,=-- wenn '/'e<<. c. 4... dec M ſie„anders hinlänglich geräumig und mit hinrei- | fefnh henden Dampfröhren, Fenſtern u. ſ. w. verſehen find, um Luft und Licht in genugſamer Menge ." 1 Ihn x;.». Wi 6 zuzulaſſen=- als, daß ſie viel zu koſtſpielig ſind, Wenn um auch ökonomiſch zweckmäßig und richtig zu Bini jeya, da man doch mit unendlich geringern Ko- SEBI| 1. jien den nämlichen Zwe eben ſo gut, wo nicht 'iw noch beſſer*) erreichen kann. Solche zum Luxus Drag gehörige landwirthſchaftliche Prachtgebäude allge- Moda inein als eine conditio Sine qua non vorzuſchrei- AOuden Wm ben und allen Landwirthen ohne Unterſchied gleich- diet fam aufzudringen, wie ſo manche deutſche Schrift- 3 amy teller noch häufig thun„ ſcheint mir eben ſo wi- 4 Ghuft| derſinnig zu ſeyn, als, wenn man einem ſchlich- I noh, m ten gemeinen Latndwirthe zumuthen wollte, daß er KE wind, fich ein mit allen Bequemlichkeiten des Luxus verſe- gan ju henes iner Yay R iothwend) hr gut Ww*) No< beſſer, ſage ih, weil das Vieh inoffenen Stäl- - JIN len mehr abgehärtet, und folglich für die äußern Ein- || drücke der Witterung beym Austreiben im Winter weni- ge man a ger empfänglich gemacht wird. Wie viele Krankheiten, 3 Bachſieit) als? Schnupfen, Huſten u. dgl. ſind oft bloß dem Wech- je zwiſchen der temperirtken Stallluft und der äu- ) ern falten rauhen Luft im Winter zuzuſchreiben, de- gengte(ne) nen unmöglich anders ausgewi= E“ 4 ſonſt“ herunterfallende Gemülle des Rauchfutters i“ U nicht verunreinigt werde, und z2tens damit das ». Futter durch die aufſteigenden Dünſte von den Schaa- -(eml) fen und vom Miſte nicht dumpfig, mithin für die I ſſen m), Schaafe untauglich, oder wohl gar ſchädlich werde. Wu Die Größe der Schaafſtälle wird von den Ww Geha! deutſchen Schriftſiellern faſt durchgängig viel zu fem Flein angegeben, als daß ich's ihnen nachſchreiben eſe vm) ſollte. Meines Erachtens ſoll jeder Schaafſtall dig gil-- er möge von welcher Bauart ſeyn, als er wolle--- ts Int ſammt dem nothwendigerweiſe dabey befindlichen S gebau)| Bor- oder Hordenhofe, wenigſtens ſo groß ſeyn, 1öſt ni Daß auf jedes erwachſene Schaaf 12, auf jeden m(fn)) Jährling 10, auf ein großes Lamm 8, auf ein mitt- Sen inl leres 6, und auf ein kleines 3 bis 4[) Fuß zu BS; daß 1 ſtehen kommen. Der eigentliche gedeckte Schaaf- BE Void ſtall, beſonders wenn ex offen iſt, oder, wenn we- = UE nigſtens die Thüren und Thore nie verſchloſſen ſind, 51 Fut! um den Schaafen immer das freye Aus- und Ein- iſt hin gehen zu geſtatten, kann freylich viel kleiner ſeyn z nedieß und unter dieſer Vorausſezung= aber auch nur 8: der d) unter dieſer Vorausſetung des freyen Aus- und Ein- ZD folcheih gehens allein=- wird wohl im Nothfalle auch die Hälfte des angrgebenen Raumes für den gedeckten, 5m Fut eigentlichen Stall mehrentheils hinreichend ſeyn, „eathig ht wenn anders der Vorhof eben ſo geräumig, wo Ster daſ! nicht noch geräumiger als der Schaafſtall iſt. m ht denft! Wenn einige deutſche Schriftſteller bey der U ofe Bit Angabe geſchloſſener Schaafſtälle, ohne eines Vor- 4M7 hofes auch nur zu erwähnen, 8, 7, 6 und 4[] Pmit did Fuß, ja wohl noch weniger auf ein Schagf gerech- afeint! net, dabey noch eineMenge Futterrauffen, Futtertröge, elten Gu Knechtebetten und andere Geräthſchaften angebracht “du! iſſen wollen und dennoch von geräumigen und luf- ; ſuf.N.12 tigen =(132) Rab tigen Ställen ſprechen, ſo kann ich mich eines un- willkührlichen Lächelns nicht enthalten, weil ich mit meinem ſchlichten Bauernverſtande unmöglich be- greife, wie ein ſo enger, mit Schaafen vollgepfropf- ter Stall, ſeiner Beſchränktheit und der Menge des darinn eingeſtallten Viehes zum Trotze dennoch luſ- tig und geräumig genennt werden kann.== Ganz anders ſchreibt hierüber jener vereh- rungswürdige Praktiker, der ſelige Graf von Har- rach*) ein Schriftſteller, der, ob er gleich man- c) ſThaer'sHandbuchfür die feinwollige Scx*) f. Deſſen Handb. d. größern Vichzu- ter und deßhalb auch-- weil ſie ſich nämlich|ſi- cher *) ſ Shaer's Einleitung zur Kenntnißder engliſ den von beſchränkten Kenntniſſen, meiſtentheils ſehr ca- ie m priciös und unterwerfen ſich nicht gerne einer Ei fremden Leitung. J< würde daher aus dieſem + Grunde, einem zwar weniger kenntnißreichen, aber Gill wakomtik dur ww) noon u ltr ENIE SETEGEASARE Aiki BULGARI NERI N Adib Uri NINA =.( 140) Sreeube in der Manipulation und'Behandlung der Schaafe doch wohlerfahrnen Gchäfer, manchmal vor einem, ſeiner hohen Kenntniſſe wegen unter den Schäfern ausgeſchrieenen Matador, bey gleicher Moralität den Vorzug geben. Mehrentheils wird aber doch dieſer Widerwille der Schäfer gegen fremde Lei- tung bloß dadurch erwe&>t, weil ihre Herren, oder die ihnen vorgbfetzton Wirthſchaftsbeamten ſo gar keine praktiſche Kenntniſſe des-Schaafviehes und ſeiner Behandlung haben, und ſich folglich durch ihre pedantiſchen und unausführbaren Befehle und Verordnungen lächerlich machen. So weiß ich aus ſehr ächter und lauterer Quelle, daß einſt ein Wirth- ſchaftsrath eines unſerer ungriſchen Grafen im Na- men dieſes ſeines Herrn an deſſen Wirthſchafts5aäms ter eine Verordnung ergehen ließ, worinn unter an- dern im allem Ernſte den Schäfern einzuſchärfen befohlen wurde, daß fie bey herannahender Früh- lingsweide wohl Acht haben ſollten, daß die Schaafe nicht etwa das Gras ſammt den Wurzeln aus dem Bo- den rupften, wodurch ſie Erde in den Leib bekommen und ſomit Schaden leiden könnten...... Nun frage ich jeden meiner Leſer von geſundem Menſchenverſtan- de, würde er ſich wohl, wenn er Schäfer wäre, von ei- nem ſolchen Wirthſchafisrathe gerne leiten laſſen?' Bey kleinen Heexrden von 300 Stücken und darunter muß man ſich wohl mit einem Schäfer be- gnügen, höchſtens kann man--- wie auch ich es that noch einen erwachſenen Knaben zur Aushilfe halten, damit nicht Alles, Widder, Mütter, Jähr- linge und Lämmer das ganze Jahr durcheinander. laufen müſſe. Die wenigen Widder, die man zu einer ſolchen Heerde braucht, muß man allezeit au- ßer der Springzeit, an einen fremden, guten und ſichern ſher has 69 noh d man| (es qm u la en b | ewa( 141) wad '* Chu or einen ſichern“ Ork zu bringen ſuchen, da man ſie weder WH(Cchiftn das ganze Jahr unter den Schaafen laſſen darf, noch dazu einen eigenen Knecht halten kann. Kann Mortality Saber dj man indeſſen einen ſolchen Ort nicht finden, ſo iſt Winde% es am beſten ſie mit den jungen Lämmern weiden Erm, zu laſſen. Nur darf ſolches nicht länger geſchehen Än fo 1 als bis die Lämmer etwa ein halbes Jahr alt ſind. Fxehes u) Bey größern Heerden hingegen ſind auch meh- Aich du) rere Schäfer nöthig, welche gewöhnlich unter der WE hl 1) Aufſicht eines eigens hierzu beſtellten Schaafmeiſters fehle u):: M idw ſtehen, der dann für das Ganze verantwortlich ge- B."ohm. ho a: | 09 Die Anzahl der nöthigen Schäferknechte iſi MM... verſchieden. Sollen ſie das|ganze Jahr hindurch ) 16 hafte 7.. j 1 M ohne irgend eine fremde Beyhilfe ganz allein das [70 Vieh gehörig beſorgen können, ſo muß freylich E ſchaft/: 43: | 140 auf jede 300 StüF Schaafe wenigſtens ein Schaaf- | Sha knecht gerechnet werden; wird ihnen aber zur Zeit m... der Winterfütterung und der Lämmerung, ſo wie "H 4 zum Melken, wo gemolken wird, die nöthige Huül- |(wis fe von Außen zugegeben, ſo kann wohl ein einzel- 4“ un ner Schäferknecht ſehr leicht tauſend und noch j Sve mehrere Stücke füglich verſehen, wie dieß bey un- |. I ſern großen Schaafherden in Ungarn mehrentheils | JM der Fall zu ſeyn pflegt.*) Ww"|- Die Schaafmeiſter werden auf zweyerley Art =" j in Dienſt genommen. Die erſtere, bey uns noch E..; immer die gewöhnlichſte, aber ſehr verwerfliche Art zu NENN:; i j En, Zür 4 ) SS inandt I nan Y*) Bey uns in Ungarniſt es nichts Ungewöhnliches, Heer- | ape! A den'von mehreren Tauſend Stü Schaafen auf einem en un) Wirthſchaftshofe zu ſehen z wovon man ſim freylich jet in Deutſchland kaum einen Begriff machen kann, ali WELS HCH IR DIG Wilden Wedig Ita BÜRDE “| en(: 4442)) Weeds iſt, ihnen nebſt einen geringen Deputats und evi2 nigen von ihnen ſelbſt zu bebauenden Ackern, eine beſtimmte Anzahl Schaafe zu paſſiren*) die mit den herrſchaftlichen gemeinſchaftlich geweidet und gefüttert werden; und welches Recht dann die Schaafmeiſter zum Theil wieder ihren Knechten nach einem gewiſſen Verhältniſſe**) überlaſſen, denen ſie übrigens die Koſt und einen ſehr gerin- gen Geldlohn geben. Durch dieſe Einrichtung will man bezwecken, daß die ſämmtlichen Schöfer, Schaafmeiſier ſowohl als Schaafknechte, durch ih- ren eigenen Vortheil geleitet, die Schaafe mit gröz ßerer Sorgfalt weiden und pflegen ſollen. Dieß wäre freylich noch das einzige Gute, was dieſe Ein- richtung haben könnte, wenn ſie nämlich die ſo lä- ſtige Aufſicht über die Schäfer entbehrlich machte. Daß aber auch dieſes nicht erreicht werde, bewei- ſen die vielen Beyſpiele eben bey uns in Ungarn, iwo doch dieſe Einrichtung ſo gewöhnlich iſt,.da aus bloßer Nachläßigkeit und Sorgloſigkeit der Schäfer oft ganze Heerden zu Grunde gehen. In jeder andern Rückſicht iſt ſie aber ſicher die ſchlech- teſte Einrichtung von der Welt. Denn 1tens wird dadurch den Unterſchleifen und Betrügereyen ein weites Thor geöffnet; folglich diſpenſixt ſie nicht nur nicht von der Aufſicht und Controlle über die Schäfer, ſondern erſchwert vielmehr dieſelbe. 2tens iſt ſie ein mächtiges und unüberſteigliches Hinder? nzß bey der Verbeſſerung und Veredlung der Schaa- fe. *) z. B. auf 100 Stück verrſchaftltiche Schaafe 15, 26 bis 25 Stück. "*) 3. B. zu 10=- 60 St; nach dem Grade und ber Wiqrigkeit ihres Dienſtes, fe.*) 04, irſya1 wenn jarbei | Fnet der kein Rut! hegen jund | allen tem emſ | hefa | der 3 zur nich --=(143)= 46 un); Es Fern, fe.*) Dieß iſt ſo einleuchtend, daß ich glaube, En) die y das, was hierüber geſagt werden könnte, füglich 1) erſparen zu können. Zztens iſt der Schaafmeiſter, W dein) wenn er Felder zu beſtellen hat, während der Feld- EU echt ärbeiteit gehindert, die gehörige Aufſicht über ſeine ML iberlaſy Knechte zu führen und es iſt zur"Seit der Säat, Eſch gem der Ernte u. ſ. w. eben ſo viel, als ob man gar Fachtung| Feinen Schaäfmeiſter hatte, ſondern ſämmtliche 15 Echik Knechte ſich ſelbſt überlaſſen wären.**)' XC durch) Weit beſſer iſt es daher den Schaäfmeiſier fe mite gegen baaren Geldlohn und Deputat aufzunehmen und zwar auf folgende Art: 1) Man wähle vor allem zum Schaaäfmeiſter einen Mann, der in qu- ji en. 9 iS dieſe ly; Et | 1 tem moraliſchen Rufe ſteht und der als fleißiger, jah u emſiger, ſeinen Knechten eifrig nachſehender Mann | NEN bekannt iſt. 2) Man gebe ihm nach Verhältniß E. In 7 der zu haltenden Knechte hinlänglichen, eher etwas ES 0| zu reichlichen als zu kärglichen Geldlohn, damit er 8 nicht nür gute Knechte bekommen und ſolche hin- EB ligfeit 1(665 Sehen,) eie ſchl) 1557 ii ij*) Ih fannte einſt einen Schäfer einer danz artige, Fe enen aus ziemlich guten krauswolligen Schaafen und noch EN fie nd beſſern Widdern beſtehenden kleinen Heerde, welcher » äber) ſich beyfallen ließ, zur Zeit.des Springens einen Zä- Miihe delbaſtard- Widder, eine wahre Mißgeburt, die we- = be, 2 der lang: noh fFrauswolliges Schaaf war, unterzulaſſen, M; Hindi weil er, wie er ſagte, Felle zu einer Bunda(ſo wird - ZIL 2300 bey uns der große Schaafpelz, das gewöhnliche Ober- Es Ghs kleid unſers gemeinen Mannes genannt) erzeugen woll- ſe te, Man denke nun bey einem ſolHen Umſtande an eine Beredlung!; +*) Zu verlangen, daß der Schaafmeiſter die Beſiellnng ſeiner ihm als Gebalt arngewieſenen Felder fremder 6.42, Beſorgung überläſſen, und ſomit ſein eigenes Wohl - 41:18 dem ſeiner Herrſchaft nachſeßen ſolle, iſt üngerch4t 3 Es iſt wider das Geſesß dex Natur.- ERT EIRAEEKN-E IBER PEI VIII POR UTWETT 8 1877001306 09:"078 0040, 108 7804177 7(STOHERN Zz C144)= fänglich beſolden könne, ſondern damit auch ex ſelbſt für ſeine Mühe und treuen- Dienſte ein nicht kümmerliches, ſondern bequemes Leben führen kön- ne. 3) Man gebe ihm hinlängliches Deputat, damit er ſich und ſeine Familie ſowohl, als ſeine ſämmtlichen Knechte gut und ſattſam ernähren kön- ne. 4) Man halte ihn aber auch an, genugſame Knechte zu halten, damit er nicht etwa ſelbſt Knech- tes- Dienſte verſehen müſſe, und ſomit an der nöthigen Aufſicht über die Knechte gehindert werde. 5) Man mache wegen allem, was mit und bey den Schaa- fen vorgeht, bloß ihn allein verantwortlich, und mache ihm eine beſtändige ununterbrochene äußerſt genaue Aufſicht über ſeine Schaafknechte und zwar zu jeder Zeit und an jedem Orte, bey Tage und - bey Nacht, zu Hauſe und auf der Weide zur un- erläßlichſten, unter feinem Vorwande nachzuſehen- den Pflicht. 6) Eben deßwegen aber miſche man ſich auf keine Weiſe in das Aufnehmen, oder Ab- danken ſeiner Knechte. Man laſſe ihm auch freye Hand, ſolche, wenn ſie es verſchulden unter dem Jahre fortzujagen und mit beſſern zu verwechſeln u. f. w. 7) Eben wegen dieſer immerwährenden Aufſicht über die Knechte, gebe man ihm nicht nur keine von ihm zu beſiellende Felder, fon- dern unterſage ihm vielmehr unter ſchwerſter Ahndung ſich mit Feldbau, Weinbau, oder ir- gend etwas dgl. zu befaſſen, was ihn von die- ſer genauen und ununterbrochenen Aufſicht abzie- hen könnte; ſo daß die Knechte zu keiner Minute ſicher ſeyn können, oft wenn ſie es am allerwenig- ſien denken, von ihm belauſcht zu werden. 3) Mache man ihm zur ſtrengſten Pflicht, nichts, auch das Geringſte nicht, ohne Wiſſen und Genehmi- gung uy? yidnige Wolliger 1] end! tjauen vom b( Jauner he un ohnehi ter O7 Ii 1 1' DE(l8 fei M hren SN ſi Fre MN nöthign WC-) Na Si Ch 1. FEN ZZ aufe „JON EMage u) I zur MI) uſchn ſche id) 54 oder) Eg ueh füh Sinter din rwechſt ährend m nid ES, fw | chwerſt mE der) Savon di JI: abz = Mint! erwen) rden. 4 | ts, au Genen gur) =(165)= gung der Herrſchaft bey der Heerde vorzunehmen; widrigenſalls er einer ſcharfen Ahndung und dem völligen Schadenerſaße zu unterliegen habe. 9) Da es endlich unflug ſeyn würde ein unbegränztes Zus trauen in einen Schäfer zu ſeen, wäre er auch vom beſten Rufe., indem man ihm doch nie in das Innere ſeines Herzens ſehen kann, eine fehr ho- he und über alles erhabene Moralität aber, die ohnehin nur ſehr wenigen edlen Seelen ſelbſt un- ter Gebildeten eigen iſt, bey Leuten von ſo geringer, mit Aberglauben oft ſo adulterirter Bildung nicht wohl vorausgeſett werden darf, ſo wird cs immer die Vorſicht erfordern, daß man den in Dienſt zu nehmenden Schaafmeiſter eine dem ihm zu übergebenden Viehbeſtande angemeſſene Caution er- legen laſſe, um bey etwaiger Malverſation, oder ſirafſbarer Sorgloſigkeit einen Regreß an ihn zu has ben. Dieſe Vorſicht erwächſt zur Nothwendigkeit, wenn der Schäfer etwa noch gänzlich unbekannt, oder gar von zweydeutigem Rufe wäre. Einen ſolchen ſollte man aber freylich, außer dem Falle der Noth nie verdingen. Jene an ein Kinderſpiel gränzende, von vie- ten deutſchen Schriftſtellern*) gleichwohl als das unübertrefflichſte non plus ultra angeprieſene Ein- richtung, nach welcher der Schäfer Vieh haben und doch keines wirklich haben ſoll, oder nach wel- her er beym Eintritte in den Dienſt einen Theil des er meiſſen norddeut2 ſelbſt einige von Be- atung-=- mit ibzen Sex- und Mengeſchäfereyen 3 worin ſie iedoch von zweyen meiner Landsleuie den H. H. Numy und PVethe ſo getreu und mit einer fol hen Miene yon Wichtigkeit copirt warden, Jv TE) Wer kennt nicht die Pedanterie H ſchen Schriftſteiler-- worünier ſe Io? (6)=- des herrſchaftlichen Viehes nach vorhergegangener Tarxirung abkaufen=-- aber doch kein StüX davon wirklich beſißen--- beym Austritte aus dem Dien- Je aber, nach abermaliger Taxirung dieſen idea- liſchen Viehantheil in baarem Gelde zurück erhal- ten ſoll; wobey er denn nach Verhältniß dieſes Vieh- antheils Mitnußnießer der Heerde iſt, dabey aber auch nach dieſem Verhältniſſe zur Beköſtigung der- ſelben unter gewiſſen Beſtimmungen beytragen muß UV. ſ. w. iſt zu complicirk und eben deßwegen zu vielen Schwierigkeiten, ja ſelbſt Unterſchleifen aus- geſeßt, als daß ich ſie anrathen könnte. Nur nichts Complicirtes, wo es nicht unumgänglich nothwendig iſt. Die edle Einſachheit bleibt überall, wo ſie nur anwendbar iſt, immer das Allerbeſte. Was will man denn aber auch mit dieſer verwickelten Ein- richtung? Das Jnutereſſe des Schäfers, ſagt man, mit dem der Herrſchaft vereinigen. Gut! --. Jſt aber der Schäfer bey der von mir ſo eben angegebenen einfachen Einrichtung nicht in- tfreſſirt genug, ſeiner Herrſchaft treu, redlich und eifrig zu dienen? Muß ihm nicht daran gelegen ſeyn, ſeinen guten Dienſt*) und ſeinen guten Ruf auch weiters zu erhalten 2? Muß er nicht fürchten, bey *) Ordentlien; und nur der Schaaf- meiſter allein muß, wenn es A gehen ſoll, für Alles verantwortlich gemacht werden. Geſchieht dieß, ſo werden dir Knechte ſicher ihre Schuldig- keit thun, weil ſie müſſen; geſchieht es nicht, ſo treffe man Einrichtungen ,- wie man immer will und man wird die Knechte doch weit öfter in der Schen- ke, als bey ihren Heerden zu ſuchen haben. S. 32» Zeichnen der Schaafe. Das Zeichnen der Schaafe iſt eine ſo wichti- ge Operation, daß es bey einer nur ciwigermaaßen wohlgeordneten Schäferey durchaus nicht außer Acht gelaſſen werden darf. Es dient ſowohl um unſere Schaafe von jenen der Nachbaren mit denen ſie viel- leicht durch Zufall oder Nachläßigkeit der Schäfer vermiſcht werden könnten, genau zu untetſcheiden und ſo allen etwa hieraus entſtehenden Streitigkei- EK 2 ien --(148)= ten und Unannehmlichkeiten ſicher auszuweichen- als auch um allen Unterſchleifſen und Betrügereyen der Schäfer, oder der Unredlichkeit mancher Nach- baren, welche oft ehr- und gewiſſenlos genug ſind, die Schäferknechte zu beſtechen und dadurch in ihr In- tereſſe zu ziehen, wirkſam vorzubeugen. Nur müſ- ſen die Zeichen, wenn ſie ihren Zweck erfüllen ſol- len, möglichſt kennbar, unvergänglich und unnach? ahmlich ſev. Die Zeichnung kann vorzüglich auf dreyerlety Art geſchehen: 1tens kann man den Schaafen ein Brand» mahl mittelſt eines glühenden Eiſens auf die Schnaut- ze*) oder den Widdern auf die Hörner brennen, welches, wenn es recht gemacht wird, allerdings die Qualitäten eines guten und zwe>mäßigen Zeichens hat. 2tens kann man ihnen=+ welches bey uns das Gewöhnlichſte iſt-- verſchiedene Zeicheit mittelſt eines ſcharfen Eiſens in den Ohren aus- ſchlagen. Auch dieſes Zeichnen iſt an ſich ſehr gut und zwedmäßig, nur beobachte man dabey folgen? de BVorſichtsregeln: 1) Man ſchlage den Schaafen Fein Zeichen in der Mitte des Ohres aus, weil ſie mit ſolchem durchlöchertem Ohre ſehr leicht ix- gend *) Daß bey den Schaafeint der Brand anf dieſem Theile geſhehen müſſe, während ſolcher bey den Riubern und Pferden auf den Schenkeln geſchieht, iſt ſehr natürlich, weil bey dieſen Thieren dieß der einzige von Wolle entblößte, ſimäßig: ſten auf dem Kreuße gemacht, weil es da am ſichtbar: ſten iſt. Die Farbe wird mit einem Pinſel aufgetragen. S. 33- Zählen und Ausmuſfern der Schaafe. Das Zählen der Schaafe iſt ebenfalls eine Sache von großer Wichtigkeit, und daher zu bes ſtimmaten Zeiten genau vorzunehmen, um den jedes- maligen Beſtand der Schäferey richtig erheben und den Zuwachs und Abgang in die Schäferey- Rechnungen eintragen zu können, oder vielmehr, um zu ſehen, ob er richtig eingetragen iſt und od die Schäferey-Rechnungen mit dem wirklichen Be- ſtand der Schaaſe genau übereinſtimmen.*) Auch iſe GELLE *) Der Zuwachs oder Abgang der Schaafe muß zwar alſogleich, ſo wie er erfolgt, fo wie z. B, ein Stüc? (| jim DU Dieß ſp Si ſym zel verſch) Sen my) Elen 1 eh) WE iche, 1 (vedi 1 fich! ZT fgeitts --( 153)== iſt dieſes Zählen nöthig, um dabey die Schaafe die Revüe paſſiren zu laſſen, damit nicht etwa eine Malverſation von Seite der Schäfer ſtatt haben Xönne. Wie oft dieſe Zählung geſchehen ſolle, hängt von der Art und Weiſe ab, wie die Schäferey- Rechnungen geführt werden. Sie kann daher halb- jährig, vierteljährig, oder monathlich ſtatt haben. Wochentlich, wie ſo gar einige wollen, möchte wohl überflüßig ſeyn. Man kann ja Alles, auch das Gute übertreiben. Rebſt dieſen beſtimmten und ſolemnen Zäh- fungen aber, welche immer in Beyſeyn des Eigen- thümers, oder deſſen Stellvertreters zu geſchehen haben, muß es dem Schaafmeiſier, da er in Per- ſon für Alles verantwortlich iſt und ſeyn muß, immer freygeſtellt bleiben= ja man muntere ihn ſogar dazu auf--- ganz nach ſeiner Willführ und ſeinem eigenem Gutbefinden und ganz unvermuthet, partielle Zählungen bey den einzelnen Heerden bald dieſes, bald jenes Knechtes, vorzunehmen. Außer- dem, daß dieß ſehr geeignet iſt, die Knechte ſtets bey ſtrenger Pflicht zu erhalten, ſo dient es auch die Autorität des Schaafmeiſters bey ſeinen Knech- ten zu erhöhen, welches allerdings ſehr wichtig iſt und weit wichtiger als Manche etwa glauben mö- gen, weil ohne ſtrenge Subordination nirgend et- was gcbohren wird oder ſtirbt, gefauft oder verkauft wird, in die Schäferey- Rechnungen eingetragen werden. Die Zählung iſt jedoM nothwendig um zu ſchen, ob dieſc Schäferey- Regiſter auch wirklich mit dem jedes- maligen Beſtande der Schäferey genau übereinſtimmen, was Gutes gerichtet werden, dieſe aber ohne Auto- rität des Vorgeſeßten durchaus nicht beſtehen kann. -“- Der Eigenthümer oder deſſen ſtellvertretender Wirthſchaftsbeamte nehme ſolcet, damit ſie nicht über Win- ter das Futter unnüß verzehren und gegen den Frühling hin dennoch darauf gehen. Diejenigen aber, welche zwar geſund ſind, aber do?) wegen threr Untauglichfeit zur Zucht, oder fehlerhaften Wolle u. dgl. nicht beybehalten werden können, werden beſſer im Frühlinge ausgemärzt, weil ſie in dieſer Hinſicht--- beſonders in Hinſicht auf Wolle --- um dieſe Zeit beſſer unterſucht werden können, Will sder kann man ſie nicht ſogleich im Frühlin- ge verkaufen, ſo kann man ſie ja, wenn ſie ge- ſund ſind, ohne Bedenken unter dem Geltehaufen gehen laſſen, bis ein Käufer kommt, oder bis man ſie zu mäſten und dann zu verkaufen für gut findet. Nur müſſen ſie gleich bey dieſer Muſte- rung im Frühjahre ſorgfältig als Märzſchaafe ge- zeichnet werden. Daß FN / ( | | uh) 9 path, (chf gut di beſtimt hey€ hen 1 y ſie al behtlt 12208; |richtete und nt das d | ſammt | gering] ſehen ſo laid nm wenn Ihnen | hiezu pero ſien f ſe geſi das| Veſ einer welch rden iM), i,1 Md gegr DS hfeit f SS'05 aht WW zeugt Sten hen | 08 ſagt my Mund dl Mp brüchijt eien 1 ber V! (egen Io Nrejenigi 21) wil MU lerhoftt 1 fön" | is fei (QuufH( = fön iS Früh R. ſie 4 ED tchaut ober 0" (| Midie wi | Y (281 halbit). -(285) 5m Daß ein vernünftiger und verſtändiger Land- wirth, wenn auch ſeine Heerde ſchon die größtmög- lichſte Bollfommenheit erreicht hätte, dennoch immer nur die WDE vollkommenen Stücke zum Verkauf beſtimmen, die vollfommenſten aber, ſo lange ſie bey gehörigem Alter ſind, um keinen Preiß herge- ben wird, verſicht ſich wohl von ſelbſt, C5-34: Leithammei und Schäferhunde. In dieſes Kapitel gehören meines Erachtens noch die Leithammel und die Schäferhunde, weil ſie als wahre Gefährten und nüßliche, ja unent- behrliche Gehilfen des Schäfers zu betrachten ſind. Leithammel oder Leitſchaafe ſind ſolche abge- richtete Individuen, die der Schäfer nur voraus und nur dahin zu treiben braucht, wohin er will, Daß die Heerde gehen ſoll, worauf ſich ſogleich ſammtliche Schaafe ihrer Natur nach und ohne die geringſte weitere Mühe des Schäfers, in Bewegung ſeven und ihnen folgen, welches ſonſt wohl nicht ſo leicht zu bewerkſtelligen ware. Man bindet ih- nen Glocken um, damit die Schaafe auch Abends, wenn es ſchon dunkel iſt, ſie wenigſtens hören und ihnen folgen können. Mehrentheils gebraucht man hiezu Hammeln, welche auch ihres ruhigen Tem- peraments wegen, in der Regel dazu am tauglich- ſten ſind. Ich habe aber auch ſchon Mutterſchaa- fe geſehen, die ſo vortreffliche Leitſchaafe waren, daß ſie die Heerde bey Tage und bey Nacht, durch Waſſer und wodurch man nur immer wollte, mit einer Geſchiflichfeit und Unerſchro>enheit führten, welche wirklich zu bewundern war. Dieſe Leitham- mel, =. 4 0656 H= mel, oder Leitſchaafe ſind bez uns um ſo wichti- gere Thiere, weil unſere Schäfer nicht wie jene im Deutſchland die Schaafe zu führen und voraus- zugehen, ſondern zu treiben und hintendrein zu gehen pflegen, die Schaafe aber ihrer Natur nach fich durch das Treiben eben ſo hart, als durch das Führen leicht bewegen laſſen, wodurch dem Schäfer manche unnüße Plage, den Schaafen aber ſo man- et werden können. Dieſe ſind noch weit böſer und erfüllen daher ihren Zwe die Heerde zu bewachen, noch weit beſſer, als un- ſere weißen ungriſchen Schaafhunde. S ce S. 36- Behandlung der Schaafe in Hinſicht auf Witterung und Temperatur der Luft. Bey der Behandlung der Schaafe in Hinſicht auf Witterung und Temperatur der Luft, hat man | vorzüglich dem Fingerzeige der Natur des Schaas I». fes zu folgen. Am gedeihlichſien iſt demſelben gemäßigte, doch mehr kühle als warme, friſche und : reine Luft; ganz unſchädlich troFenes, windſtilles, | 3 dv wenn auch noch ſo grimmig kaltes Wetter; etwas H ſchädlicher, ſchneidende kalte Nordwinde; weit ſchäd- licher, anhaltendes kaltes Regenwetter und am aller» ſchädlichſten, drückende ſchwüle Hitze und geſperrte, dumpfe, faule Luft. Hat man daher etwa geräumige, mit hinläng- lichen Fenſtern und Luftzügen verſehene geſchloſſene ! KY. SENWNE j Schaafſtälle, ſo gebe ich allerdings zu, daß dieſe bey gehöriger==“ aber auch unnachläßlicher-- Vor- 4 Daufel! ſicht, in einiger Hinſicht den erſten Rang behaup- ) ES derſch! ten,*) weil man dadurch den Schaafen die oben ; fd: h be- | Sſey,! Sn Je DEEIN 1208 40) Dieſen erſten Rang kann ich indeſſen den geſchloſſe- weh nen Schaafftällen== auch den zwemäßigſten=- vor | AE den offenen nur in ſoferne zugeſtehen, als 1) die Mutter- dien ſchaafe bey äußerſt ſtrenger Kälte, wie mich die Er- “- fahrung lehrte, etwas ſ b nh |M an ſt! | Fen Gi ) Su, dal.) jn Odi! je) en Vi) I| aus yt | Saw€; Sj beſ tige Av MU: ine Gi [81 ED die Gy WI ſelbſt 4 En beſten) |> menſi H hn WDls dj! rern da ich theils ſchon hinlänglich in dieſem Wexr- ke über die Wichtigkeit der reinen, und die Schad- lichkeit der faulen Luft geredet habe, theils weil wohl Niemand mehr heut zu Tage exiſtiren. wird, der an der Tödtlichkeit der verdorbenen faulen Stallluft auch nur zu zweiſeln wagte. Sehr paſſend ſagt da- her meines Erachtens mit einer kleinen Hyperbel j je- ner Engländer„Er glaube eher daß ein Fiſch oh» ne Waſſer, als ein Schaaf ohne freye Luft leben könne.“*) 757: Behandlung der Schaafe in Hinſicht auf Nahrung überhaupt. Bey Behandlung und Wartung der Schaafe in Rückſicht auf Nahrung EPEE iſt folgender einfache, ſich immer bewährende Grundſatz nie aus den Augen zu verlieren: Man ſorge mit aller Macht dafür, daß die Nahrung der Schaa- fe in Quantität und Qualität das ganze Jahr hindurch ſich mdglichſt gleich bleibe. Was den erſten Theil dieſes Grundſatzes an- belangt, ſo wird doM Niemand zweifeln wollen -- da es längſt ſchon ſattſam erprobt iſt daß ein periodiſches, Schwelgen und Hungern des GSchaafviehes, auf Geſundheit und Wolle der Schaafe gleich nachtheilige Wirkungen hervor» bringen müſſe.=- Daß aber auch die Ungleichheit in Qualität der Nahrung äußerſt verderblich auf (BD die *)|: Thaer's Einleitung zur Kenntnifd er "CR FTD Landwirthſchaft, FETEN( 164; die Schaafe wirke und daß der plöpliche Übergang vont der off nur zu“ Uppigen Herbſiweide zu leidigem duürrem Strohe und im Frühjahre umgekehrt, vom elenden kraftloſen Strohfutter zum üppigen grünen Graſe und zu den geilen Saaten, nothwendiger Wel- ſe den Grund zu manchen Krankheiten und GSeu- chen legen müſſe, dieß ſcheint man(England aus- genommen) immer noch nicht recht bedacht zu haben. Ja bey uns hat man 0. immer den Een und abſurden Grundſatz*) man dürfe dem Schaaf- viehe, je beſſer es in den Winter kommt, deſto weniger kraftvolles und nahrungsreiches Futter geben. Das Vieh iſt ja ſehr gut bey Leibe, ſagt man, es kommt ja gerade von der üppigſten Weide, es iſt ja wie gemäſtet, wozu denn Heu und Grummet oder wohl gar noch kräftigeres Futter?-- Stroh iſt ja mehr als hinreichend für dieß geſunde kräftige Vieh, bis es endlich Zeit ſeyn wird, zur Lammzeit, oder gegen das Frühjahr hin, ihm mit beſſerm Futter beyzukommen. Ein goldener Grundſatz, wahrlich ein Grundſaß, welcher verdiente in Erz gegraben zu werden. Er. heißt mit andern Worten: Das Vieh iſt ja ſehr gut bey Leibe, ſehr bey Kräften, man arbeite alſo, es herunter zu bringen und wenn man es einmal ſo weit gebracht hat, daß es kaum mehr die Haut ertragen kann, dann ſehe man erſt dem- ſelben mit gutem, ADGB Futter wieder aufzuhel- fen. *), Dieß gilt nur voin Allgemeinen, und von den bey uns leider noM zu häufigen Schlendrianswirthen, die gedankenlos und blindlings dahin zu ſchkendert pflegen. Von denkenden und verſtändigen Landwirthen, die bhierinn eine ehrenvolle Ausnahme bilden und de- 0 ve doch auc<4 nicht wenige haben, iſt hier die Re“ nicht. R R R RR<<t 2? Sollen wir nicht vor Allem darauf bedacht ſeyn uns mit derglei- "hen ſaftigem Futter für den Winter zu verſehen„'um unſerm Viehe, ſo viel möglich immer gleichartige Nahrung darreichen zu konnen?... *) Luftige Staliung und hinlänglihen Naum zur Be- „wegung vorausgeſeßt. 4 x *) Dieß beweiſen vor Allem die vortrefflichen Scaäfe- reyen der beyden Sächſiſ 4 M<, imme 8) daß dj A en Öetu | BP ihn DS unbeding | Vith ſchal Sicht eim SB icht hi, iE les ity 046 A Efudelnlh "4 BF) bey alt fü Ne AI JMD jeder 0) fp wie - JOE )) ſo hi Spe ſeht m DB! Detech va eſen hahe! SS oh Ziſe FE ar hie dv ve efadlid, ee Vier! M he zul Favor! 2 Allgem enz MN Heraus 10 „3 bey 1 ZB ungeaßt! pa fütterun! deit ii “ß eine 00 8.) uns WW das aber zum Glüe dieſer Länder, ſo lange thre Bevölkerung nicht zu erwähntem hohen Grade an- wächſt, immer unausführbar iſt und bleiben wird. Wehe dieſen Ländern, wenn ſie bey ihrer geringen Bevölkerung den unbedingten Rath dieſer rüſtigen Weidefeinde befolgen wollten und könnten!!! Dieſe Herren mögen wohl ſehr ſchlecht berechnet ha- ben, welche ungeheuere Menge Hände eine allge- mein eingeführte ſtrenge Stallfütterungswirthſchaft nicht nur zur genauen Behandlung des Biehes ſelbſt, ſondern auch zur gehörigen Beſtellung der Felder ſchlechterdings erforderte, und wie viele eben die- ſer Hände dagegen bey einer mit Weidegang ver- bundenen Wirthſchaft=- wenn dieſe auch auf das pünktlichſte und vollkommenſte betrieben wird== recht füglich erſpart werden können,*) S. 39. Ungarn, ſondern auch in Pohlen und Rußland, ja ſo- gar in dem menſchenleeren Siberien exiſtiren können, wenn man das dazu nothige Kapital hat und darauf verwenden will, leidet wohl keinen Zweifel. Ob dieß aber auch felbſt im Einzelnen überall und unter al- len Umſtänden und Verhältniſſen mit reellem Nußen geſchehen könne, dieß iſt wieder eine andere Frage, die ich wohl nicht bejahen mögte. €) Man beurtheile mich nicht unrecht und halte mich etwa für einen abgeſagten und unbedingten Feind der Stall- fütterung was ich do) nicht bin. Mein Glaubensbe- kenntniß iſt in dieſem Punkte folgendes: Zugvieh(Pfer- de oder Ochſen gleichviel) ſollte immer und unter al- len Umſtänden und Verhältniſſen im Stalle gefüttert werden, Bey Melkfühen kann unter manmaßig zu vertheilen. Was die Größe und Ertenſion des Weidelan- des, und die Anzahl des darauf zu weidenden Schaaf- viehes betrifſt, ſo nimmt Hr, Petri nach vielfältig gemachten Erfahrungen an, daß ein öſtreichiſches Zoch( 1600[] Kl.) Weide nach Verſchiedenheit der Qualität 3 bis 16 Stück Schaafe vom May bis Ende Oftobers hinlänglich und vollkommen er- nähren könne. Hr. Rudolph Andre*) nimmt an, daß ſchlechtes Weideland 8, mittelmäßiges 12, und gutes 16 St. Schaafe per Joch= 1600[] Kl. voll- kommen ernähren könne.-- Da indeſſen die Er- gie Sommerſtallfütterung in jedem nicht übervölferten Lan- de im Ernſte projeftiren könne, DIME Ann 0 01es 1 A Ue me 3 VENDIEr edu ng des Shaafviches. qubigfe halber el ſicherer! Im Di wöhnli ez ein Ghaf fönnen und Dr ſagt zw aſd; uh“' rachn) am zw ien, 6 Ye dieſen it den M1 ien, ab im fichen, fenden 1 he zufd ze Jähr en, ve ven Lin quß iſt in ver) Shandly 1 von 4 Wen ſey, iM Cy ) M(ei Gtelly 19 1e Kenny El in Ait „is aud) | S)en Gh) ( Stu verſch 4 uw 1 Gly 4 af hindu! BE, fon (1 ſchieden Wt der dh | Szen ſeit) [SS vertheilt | 399 Weide | ZI Sy vielfäl) M reichiſgt (Denhat) as May! Wonen ZS mint 0 S1?) u IW fl, ww giv ENEN Sc vl = CIRICH): giebigkett der Weide in manchen Jahren der Dürre halber etwas geringer ausfallt, ſo geht man immer ſicherer, wenn man lieber etwas weniger annimmt. Im Vergleiche mit dem Rindviehe nimmt man ge- wöhnlich an, daß auf einem Stücke Weide, wel- ches eine Kuh zu ernähren hinreichet, auch 10 St. Schaafe ihren vollen Bedarf an Nahrung finden können, wenn ihnen zugleich nebenher die Stoppel- und Brachweide eingeräumt wird.*) Herr Weber ſagt zwar„dieß iſt bey gut gefütterten Schaafen falſch; es kommen nur 7=-8 Schaafe auf eine Kuh.“**) Vielleicht hat er aber die Stoppel- und Brachweide nicht in Anſchlag gebracht. In Hinſicht auf Qualität werden die Weiden am zweckmäßigſien ſo vertheilt, daß die geſünde- ſien, nahrungsreichſten und am wenigſten entlege- nen Weidepläe den Lämmern und Widdern; die dieſen in jeder Rückſicht am nächſten kommenden, den Muautterſchaafen; die entlegenſten, nahrungsloſe- ſten, aber dabey doch geſunden Weiden, dem beyzube- haltenden Gälteviehe und endlich die zwar nahrungs- reichen, aber ungeſunden Weiden dem auszumär»- zenden und an den Fleiſcher zu verkaufenden BVie- he zufallen. Die Widder, die bekanntlich das gan- ze Jahrhindurch beſonders gut gehalten werden müſ- ſen, werden eben aus dieſer Urſache am beſten mit den Lämmern geweidet, wenn die Heerde nicht ſo groß iſt, daß der Widderhaufew einen eigenen Hir- ten verdiente, oder wenn man ſie nicht an einem frem- “A *) f. Thaer's Grundfäge der rationellen Landwirtbſcaft. 2x) WEEEETeN 2E 8 010 0,.0.6€ SPR GEN OM mO 09x größern Viehzucht, EE CREE= fremden, guten und ſichern Ort auf die Weide zu bringen Gelegenheit findet. Hoch gelegene, troFene, minder üppige, mit feinen kurzen Gräſern dicht bewachſene Weiden, die ſchon dem Rindviche keinen vollen Viß geben, ſind auf jeden Fall die angemeſſenſten für das Schaaf- vieh; beſonders eignen ſie ſich für die krauswolli- gen Racen und ganz vorzüglich fär die feinwolligen Merinos. Sette üppige Weiden, welche hohe und ſafti- ge Gräſer hervorbringen, ſo wie auch die ſaftreiche Klee- und Saatweide halten die meiſten deutſchen Schriftſieller bey Zuchtſchaafen durchaus für vers werflich, weil ſie glauben, daß ſolche gleich nach- theilige Wirkungen auf die Wolle und auf die Ge- ſundheit der Thiere hervorbrächten. Erſteres will ich noch zugeben und glauben, daß eine ſolche Weide etwa einige unbedeutende üble Wirkung auf die Wolle äußern könnte 3 wiewohl ich die Verfech- ter dieſer Meinung auch hierinn mit ihren eigenen Waffen bekämpfen und ſagen könnte, daß der Graf von Schönburg zu Rochsburg, der doch ein unbe- zweifelter Deutſcher iſt, ſeinen Schaafen fetten grü- nen Klee in Menge füttere, und doch laut Zeugniß zweyer eben ſo unbezweifelter deutſcher Schriftſiel- ler*) eine vorzügliche, in ganz Deutſchland be- rühmte Wolle erzeuge. Leßterem aber, daß eine üppige ſaftreiche Weide, wenn ſie anders nicht ſump- fig oder ſchlammig iſt, einen ſo äußerſt gefährlie en ſey. Bey An- wendung dieſer kleinen Vorſicht wird man finden, daß dieſe Art Weiden dem Schaafviehe nicht nur unſchädlich, ſondern auch höchſt geſund und ge- deihlich ſegen. Nicht ſo unſchädlich iſt"aber die Saatweide für die Saaten ſelbſt. Am unſchädlichſten für die- ſelben iſt ſie ſicher-= und ſelbſt für die Schaafe am zuträglichſten-- in den Monathen December, Januar und Februar, bey ſtarkem Froſte, zu welcher Zeit die Begetation gleichſam einen Stillſtand zu ma- when eiter| elten mt N Ze ieſen her iſt Vegeta ich ſie denn d len, da fe, weil jedeihlid enden; Razer ſenzu, je ohne! "m Uu de fir| wohl di 19 ac e Jm ſine H jen, w n dieſe Fall de miner FE unſe S3 ſcheint M ivelde(; -3 17 ="weide jg S ftwiihn = aafoich 1! EW, dann Yſ, ſonde E mit Welt Wichen Ihr- [Moſes Guy Sſen iſch Wingen ED werdn- 8 allzu. EE nicht in EN aa di En laſſe( We, fond FFon din anm IM ee oder M; Bey J Fan find" E nicht m 5 und y Saat) n für di Z Gch! Ex eeembn b-] 4 meld Siſiand j/ m =(400)<= machen ſcheint; minder ſchädlich iſt ſie bey troFenem Wetter im!Herbſte,*) wo man ihrer aber wohl ſelten nöthig haben wird, da man ihnen um ſols- enem Wetter abzuhüthen, wie einige wollen(ſf. z. B. Riem.- Leopoldt. Landw.) dieß kann ich unmöglich zugeben und wenn es anch alle Schriftſteller Deutſchlands einſtimmig behaupten ſollten. „zl| -=-( 178)= gend einem Viehe zu betreiben.=- Im Herbſte hal- ten viele die Wieſen als Weide für Zuchtſchaafe durchaus für verwerflich, bis das Gras, wie ſie ſa- gen, durch den Winterfroſt ausgefroren und ihrer überflüßigen Feuchtigkeit entledigt würde. Jc< wüß- te nicht, warum die Wieſen im Herbſte ſchädlicher, als im Frühjahre ſeyn ſollten,=- vorausgeſett, daß ſie eine geſunde Lage haben und nicht ſchlam- mig oder ſumpfig ſind== außer, wo man die Ver- kehrtheit beobachtet, die Schaafe bey der erſten Ein- winterung plößlich auf dürres, ſaftloſes Stroh zu verſegen. In dieſem Falle iſt es frevlich beſſer, die Schaafe ſchon auf der Weide allmählig an das leidige Hungerſyſtem zu gewöhnen, und ihnen da- her im Herbſte nur die dürftigſte Weide einzuräu- men, damit der Sprung vom ſaftigen und nah- rungsreichen, auf das dürre und nahrungsloſe Fut- ter nicht zu gewaltig werde, welches natürlich die übelſten Folgen hervorbringen müſte.| Sumpfige, ſaure Weidepläße und alle jene Stellen, wo Waſſerpflanzen und Sumpfgräſer ve- getiren, ſo wie überſchwemmte und verſchlämmte Wieſen und Weiden, ſind zu jeder Jahrszeit beſon- ders aber im Spätſommer und Herbſte ſorgfältigſt zu vermeiden, da nämlich die Gräſer nach Abdun- ſiung des ſtehenden Waſſers, oder nach Ablauf der Überſchwemmung mit einem feinen Schlamme über- zogen ſind. Sie ſind dem krauswolligen Schaafe durchaus ſchädlich, und in dem Verhältniſſe im- mer gefährlicher, in dem es ſich mehr dem ſpani- ſchen Merino nähert, dem ſie in der Regel faſt immer tödtlich zu ſeyn pflegen. Mit unſern einhei- miſchen grob- und langwolligen Schaafracen braucht man es eben nicht ſo ſehr genau zu nehmen; ohne 1 Önen | zum 9“ beh wut jeſonders [y Vit herbſt Yorſem nahe ſedlid wd ie don km. NR Jenn da fe ſho daher d fe auch 17; eus) I Init eine fer beyn fim ſieau wenn fie aben| ſchwindi Jor, ſo eit verf Müſſen, | ſie nar dan Wethibe ſolalih ſer ihm ſie aber odere, EE M DU 3) E ui, ihnen gerade zuträglich zu ſeyn, ſind ſie ihnen doch 190" bey weitem unſchädlicher, als dem Frauswolligen, S. 0494 beſonders aber dem ſeinwolligen Schaafe. Daß der- = Mr key Wieſen und Weideplage im Rachſommer und A NN Herbſte am allergefährlichſten, im Frühlinge und MO Borſommer aber weit weniger gefährlich, ja bey- Mie nahe-- beſonders im erſten Frühjahre=- gar un- cht ſh ſchädlich ſeyen, iſt faſt nur eine Stimme. Man an die) wird es von den gelehrteſten Schriftſtellern eben ſo, tr erſin) wie von den einfältigſten und roheſten Schäfern hö- ms Ct), ren. Dieß ſcheint mir ſehr natürlich zu ſeynz Eli bij denn da die Vegetation im Spätſommer und Herb- Mihlig 0 ſte ſchon anfängt uach und nach abzunehmen und € hte) daher die Gräſer nur ſehr wenig wachſen, ſo ſind Me eini ſie auch nicht im Stande, dieſe ihnen fremdartige Sit und ſchlammige Hülle ſo bald abzulegen, auch treiben Eingöloſei! ſie aus derſelben nur ſehr wenige grüne Spitzen her- atürlid| vor. Im Frühlinge hingegen, wo die Vegetation mit einer vollen Jugendkraft beginnet, und die Grä- MD id allet ſer beynahe zuſehends ihr Volum vergrößern, wer- Wyfgräſet! fen ſie auch dieſes ihnen unnatürliche Schlammkleid, rſchlam! wenn ſie welches an ſich haben, ſehr bald ab, auch [pet beſt treiben ſie mit einer an Zauber gränzenden Ge- H ſotofält ſchwindigkeit immer grüne Sproſſen in Menge her- „ch Aw vor, ſo daß die Schaafe nie in die Nothwendig- 4: Ablauf! keit verſeßt werden, ſchlammiges Gras genießen zu ES imme ib! müſſen, da ihnen grünes und reines genug zu Ge- Sn Cit bothe ſteht. Kleine Sümpfe werden den Schaafen S(tniſſe 17 nur dann gefährlich, wann bey allzugroßer Som- vem ſp) merhitze die geſunde troFene Weide verdorret und Regel ft folglich der Hunger ſie antreibt ihre Zuflucht zu die- mu ein ſer ihnen unnatürlichen Nahrung zu nehmen 3; haben Son brauß! fie aber feinen Mangel an ſüßer, geſunder und nen; ww trockener Weide, ſo WE denſelben von ſelbſt 7 aus ihn WERTET NTSTETREIWERNN TESTEN INT THAN 73 WIRFT| TENDBRRZS HELUAB VIE FSTURZS MOMA NEIN TM SPII DT 119.77(778 103/7 877075 07807(Pw 13 32407! DETREAD wre( 180)=== aus und es iſt davon wenig oder nichts für ſie zu fürchten. An die überaus große Schädlichkeit des von Thau, Reif, Regen u. ſ. w. befeuchteten Graſes, wovor viele Schriftſteller mit einer Angſtlichkeit, wie vor einem Gifte warnen, kann ich ſo lange nicht glauben, bis mich die Erfahrung eines andern belehren wird. Warum ſollten wohl auch dieſe feuchten Gräſer ſo ſehr gefährlich ſeyn? Höchſtens könnten ſie durch ihren Überfluß an Saftigkeit ſchad- lich werden, wenn das Vieh zu gierig darüber her- fiele, ſo wie ſolches bey dem zungen grünen Klee im Frühjahre oder bey dem feuchten Klce überhaupt der Fall iſt. Allein hier iſt die gütige Natur ſchon ſelbſt ſorgfältig genug, wenigſtens in Hinſicht der Sommerweide, hinlänglich vorzubauen. Gtunden- lang gieng ich oft meinen Schaafen nach, um zu ſehen, ob denn bey dem bethaueten oder beregneten Graſe wirklich eine ſo große Gefahr ware, wie ſol- hes ſo viele Schriftſteller behaupten 3; und ich fand, daß die Ochanfe von ſelbſt und bloß durch den Inſtinet der Natur adgehalten, ſehr ſpärlich, ja ſaſt gar nicht auf dieſem Graſe weideten, bis es wenigſtens in ſo weit abgetro>net war, daß ſie es ihrer Conſtitution gemäß fanden.--- Wir würden auch bey unſern unermeßlichen Heerden und den nach Verhältniß oft eben ſo ſehr entfernten Weide- pläßen in Ungarn ſehr übel fahren und wohl oft ganze Heerden dem Hungertode preiß geben, wenn wir uns einfallen ließen, nach dem unbedingten Rathe diefer Schriftſteller, unſere Schaafe erſt dann auszutreiben, wann der Thau ſchon gänzlich durch Sonne und Luft von dem Graſe abgetrocknet wäre d.. 9. wenn ſchon bald die Hiße ſich einſtellte; zu ? wel- | | welcher 3 ven und lind weh wir die eben die der Ihe nah 9 mme 19 Gol Ghri (3008 ſhed geben inan treib | nod | Abent len un Ihau iV wenn ganz! Shau 109 3: yn tdil hvhß qe 3 zum ' neh lorbel wein wäre, lichſt =S|. ,,% R<<. F; MIER N BW für fe) welcher Zeit aber die Schaafe ohnedieß nicht weis E. den und wenn ſie auch gleich verhungern ſollten. 3. eit des 4 Und wehe vollends unſern armen Schaafen, wenn Ken Gn; wir die Thorheit begiengen, ſie nach dem Rathe (ngftlichy eben dieſer unberufenen Geſetgeber, Abends ſo bald 4 ſv ly der Thau ſich einſtellt, yon der Weide weg und Eines an nach Hauſe zu treiben.*) Man laſſe ſich daher durch [MO(uh) Derz Di? Höfe |Stigfeitſcy| S8 darühch*) So ließ ſich erſt ganz neuerlic< ein norddeutſcher EE grünen y Sprifiſteller+)(der, wie er ſagt, no< dazu ein Prak- 30m 1 Cheih tifee 1ſt und über 6000 St. eigener Schaafe in ver- -ung des Thaues nicht, weil der 1 dur)| Thau todtlich iſt; bald nach dieſer Zeit bis nach Mit- ſpärlich,| tag 3= 4 Uhr nicht, weil es zu warm iſt 3; nach Son- = UU 1" nen- Untergang nicht, weil wieder der ſchreckliche und Siem, 1: fodtliche Thau ſim einſtellt. Bleiben alſo netto 3= 4 „2 de ſe) höchſtens 5 Stunden des Tages zur Weide, die übri- UN ge Zeit zum Hungern. Schön Dank für dieſen Rath „ur Wu zum Hungerleiden der Schaafe.-- Daß der Abend ZD undi nac< Sonnen- Untergange im Sommer gerade die al- . el) lerbeſie Weidezeit ſur Schaafe ſey, könnteich übrigens, |: NUR wenn ich nicht aus eigner Erfahrung davon überzeugt wis wohl wäre, auch mit dem Zeugniſſe eines unſerer vorzug- „ben, I lichſten Merinos8züchter belegen. JT)= MaM DE 19070) 2 geinbed; ieee du t) Herr Hubert. f. deſſen Wartung, Zuere Speiſe, wie eine gufe Weide iſt, beſonders wenn es gut beſio>te Winterſaaten ſind, mit einer Gierig- eit und Unmäßigkeit herfallen, die ihnen nicht an- ders-- beſonders wenn noch die Feuchtigkeit von Außen dazu kommt--- als ſchädlich werden kann. Man gebe ihnen daher= wie ſchon bereits oben bey der Saatweide errinnert worden=- immer erſt zu Hauſe ein dürres Futter und nur dann erſt, wann ſie das verzehrt haben, treibe man ſie auf die Weide. Auch gebrauche man die Vorſicht, beſon- ders im Anfange, ſie nicht zu lange auf dieſer Wei- de zu laſſen, damit ſie ſich nicht überfreſſen kön- nen. - Sehr gedeihlich und geſund für das Schaaf- vieh, und bey uns ohnehin mehrentheils gebräuchlich iſt es, die Schaafe im Sommer-- beſonders bey ent- fernten Weideplätzen-- auch des Nachts auf der Weide zu laſſen, und zwar frey, ohne ſie et- wa einzuhürden. Nur muß der Schäfer dann inif guten großen Hunden und mit einer tüchtigen Herkuleskeule,= die ohnedieß ein weſentliches Hauptſtü des Ornates unſerer Nationalſchäfer iſt -- oder nah Umſtänden, wohl gar mit einem Schießgewehre verſehen ſeyn, um die ihm anver- tra1- Gini newer a eren OST EELPN NTI HAIRNAY ZU WORB APÜNE[VARI PIANST R WASYXTUFLARA RT SDREIV IE AAETIT PTT EATON WPDEERT WEIRTSTHUOTTT TO DID =( 2186)= trauten Schaafe gegen Wölfe, Diebe, oder ande«- re unerwünſchte Beſuche hinlänglich vertheidigen zu können. Das Pferchen, oder das nächtliche Einſperren der Schaafe mittelſi Hürden auf einem beſtimmten Felde, welches entweder ſeiner hohen Lage, oder ſeiner weiten Entfernung wegen, mit dem Dünger- wagen nicht leicht befahren werden kann und wo dieſe nüßlichen Thiere gleichſam ihren Dünger ſelbſt Hintragen, um uns die Arbeit des Ausfahrens zu erſparen, iſt ihnen zwar etwas minder gedeihlich, doch aber-- wenn nur die Weide nicht zu weit vom Pferchfelde entfernt iſt und dieſe Verrichtung mithin keinen weiten Trieb erfordert=-- bey weitem nicht ſo gefährlich, wie einige wohl glauben ma- en und nicht etwa mit Sümpfen überladen ſey, welche in Waldungen des Mangels der freyen Luft- Cir- culi- *) In jenen waldigen Gegenden unſers Vaterlande* wo oft ein ſol) ſont), 11 Übernas [M Opeiſe WW [DW jen mit Wen de| 85 ſehrhy El im Oh DD hae E allen ih iS ihr Out Smet ly 2(aafe ſy jW finden| Wauf di ) CEE) Wines hf) Nur h Sit(wi Fa eh eld SW uſt- eil aterlaudt" 15 vorjan Sim On) Bt der It die ofen Map bedr ="t nber , dur! EE» wie auß Sf,[au „es tet um = 00005 ==€ 186 Jos calirung wegen doppelt ſchadlich find. Daß man die Schaafe der Schonung des Waldes wegen nicht in einen jungen Waldanwuchs treiben dürfe, ver- ſieht ſich wohl, ohne daß ich es zu ſagen brauche. Die Reſerve- Weiden, oder jene Weideſiücke, die man im Herbſie ſchonet, um ſie für die ſäu- genden Mutterſchaafe im erſten Frühjahre zu reſer- viren und die H. Vetri nach vielfältiger damit ge- machter Erfahrung mit Necht ſo ſehr empfiehlt,*) ſind in der That ganz koſibäre Grundſiücke, die nicht genug zu ſchäzen ſind. Sie ſind bey uns in Ungarn in beſſern Wirthſchaften nicht ungewöhns- lich. Bey jeder guten und ordentlichen Wirthſchaft muß die Weide in gewiſſe Schläge abgetheilt wer- den, nicht nur darum, damit man jeder Abthei- kung ſeines Viehes allezeit die für ſie beſtimmte paſ- ſendſte Weide einräumen, ſondern auch, damit man der Weide ſtückweiſe von Zeit zu Zeit eine kleine Ruhe gönnen könne, um ſich während die- ſer Zwiſchenzeit ein bisSchen zu erhohlen und ge- hörig nachzuwachſen.**) Wenn gleich dieſe Ein- rich- *) Herr Petri ſagt, daß bey ihm auf ſolchen Reſerve- weiden ofters vom halben Hornung bis halben April 20= 24 St. Merinos auf einem ÖſtreichiſXerbau,herausgeg. v. Thaer. „*) Unſer würdiger Graf Feſtietics zu Keßthely befichlt daher ganz dieſem Grundſatze gemäß in einem Circu- lax an ſeine Wirthjſchaftsbeamten, ſammtliche Schaaf- ZG 38 weide -(190)= richtung die Weide an Quantität der Area zu ſc*) „„Wer gut futtert, hat weniger Krankheiten, Grind“ und Sterben, als ein anderer, der das Vieh durch den Winter hungert; er zieht beſſere Lämmer und ſchneidet mehrere Wolle.“ Die Zeit, während welcher die Schaafe auf der Weide keine, oder do< nur unbedeutende und unſichere Nahrung finden und folglich zu Hauſe gefüttert werden müſſen, wird von den beſſern deut- ſchen landwirthſchaftlichen Schriftſtellern auf 170 =-- 180] Tage. feſigeſebt. 79) Bep-unzwumdeſſen, wo das Klima im Durchſchnitte doM weit gelinder, als in Deutſchland iſt, wird man, glaube ich, immer ſicher genug gehen, wenn man zur Fütterung höch- ſiens 3.50 Tage, oder 5 Monathe annimmt.***) We- 2)" NO Deſſet verſchiedene'Strifrenmund Beantwortungenbetreffend die S>)e Ih, 1m Serin| =S mmi" Y: äflen y! = iG = rati! I> dbu! Drehe/ ub viers - 2420 13 ) iM iw oy unsit! m Cy nm "NILS UE w Gy) [14 -(193)= Weniger anzunehmen könnte aber doch gefährlich werden; denn wenn gleich in manchen gelinden Wintern die Schaafe einen großen Theil ihrer Nahrung auf den Saaten, oder einer andern gus= ten Weide finden können, ſo iſt darauf doch nie zu rechnen und es iſt immer beſſer, das Futter ei- nes ganzen Monaths, ja des halben Winterbedarfs zu erübrigen, als auch nur einen einzigen Tag Man- gel daran zu leiden. Rach dieſer einmal angenommenen Fütterungs- periode von 150 Tagen, kann es nun wohl nicht ſchwer ſeyn, die gehörige Nahrung für den Win- ter richtig auszumitteln. Füttert man daher lauter trodenes Futter, wie ſolches noch bey uns in Un- garn faſt durchgehends üblich iſt, und giebt man einem Schaafe täglich 1 Pf. Heu*) und 4 Pf. Getreideſtroh**) ſo kommen für den Winter-- wenn man nämlich 150 Futterungstage annimmt -- auf Schaafe dar keiner Weide genießen können, ſondern nothwendigerweiſe gefüttert werden müſſen, wohl ſel- ten über 100 Tage dauert. Doh wird man immer ſicherer gehen== weil man bey der ſpäten Herbſt- Winter- und erſten Frühlingsweide auch auf Beyfut- ter re*) Ueber das Verhältniß des Strohes zum Heueſ. wei- ter unten, N 28 61000)"== ... df jedes Stück Schaaf x* Cir. Heu und 6| zu zn Ctr. Stroh;z folglich auf 100 St. 150 Ctr. Heu un) Der) und 600 Ctr. Stroh, und auf 1000 St. 1550 Ctr. Ghaaſſul | Heu und 6000 Ctr. Stroh; u. ſ. w. Giebt man Im | äber täglich"per Stück 12 Pf. Heu und' 2 Pf. hm Heu Stroh,*) ſo braucht man für den Winter pr. täglichen 150 Tage auf jedes St. Schaaf 2 Etr. 25 Pf. zu ſeiner Heu und 3 Ctr. Stro h; folglich auf 100 St. auch bey 225 Ctr. Heu und 300 Ctr. Stroh; und auf 1000 ft,"JN St. 2250 Ctr. Heu und 3000 Ctr. Stroh, u. f= übrye 5 w. Und ſo nach Berhaältniß von allen übri- en| Mmm 3| mann TZ im D | fit fi *) I< hoffe doH wohl, daß man mich verſtehen und. ui nicht etwa glauben wird, daß ich einem praktiſchen folglit Landwirthe zumuthen wolle, daß er immer mit der/ weiter Waage in der Hand herumgehen und bald diefer, bald| KE jener Gattung ſeines Viehes das tägliche Futter zuwä-| ber ein gen foll, welches wohl bey kleinen Verſuchen anwend- he ih bar, ja oft nothwendig iſt, bey einer gewöhnlichen hedanf praktiſchen Landwirchſchaft aber immer lächerlich ſeyn dern; würde, Der Himmel bewahre mich, zu einer ſolchen|| Go: Pedanterie zu rathen. Aber wiſſen muß doch jeder|| glide vernünftige und denkende Landwirth, wie viel cr rem| Fuder Heu bekommen habe und von welcher Qualität,| ſelhes wie viel ein ſolches Fuder Heu im Durchſchnitt wie- zum( ge, wie viele deren in einer Klafter ſeiner Feime» Heß (Triſte) enthalten ſeyen, wie viel Hen ein St. Schaaf dae träglich zu ſeiner Nahrung bedürfe, wie lange folglich, den,| und auf wie viele St. Schaafe eine ſolche Klafter„tmf Heu hinreichen könne und müſſe, wie viel davon räg- tunge lich(naM Körben, Stricken, Tragbahren, oder was Verh; immer für einem Maaße, oder auch bloß nach dem Au- ride genmaaße, wenn man darinn geübt iſt) der vorhan- uh denen Anzahl Schaafe darzureichen ſey, wie viel daher v, Eh auch, um nicht etwa in Verlegenheit zu kommen, im ity Vorrathe ſeyn müſſe, wie und in welchem Verhält- iußer niſſe das Heu duren, dann mögen ſie nur immerhin mit ih- rem läſtigen und erbärmlichen Klagegeſchrey=- wie ſoles niedrigen Seelen eigen iſt, Himmel und Erde zum Erbarmen zu bewegen ſuchen.. *) Dieß wird von Herrn Petri vollkommen beſtättigt, da er ſagt, daß er nach vielfältigen Verſuchen gefun- den, daß ſeine Merinos höchſtens x Pf. Heu conſumi- ren fönnen 3; und daß er daher alle übrige Futtergat- tungen na, Maßgabe ihrer Nahrungskraft und im Verhältniſſe zu dieſem Heue ſeinen Schaafen zu verab- reichen pflege. ſ. Petri's dasGanze derS WK<= WENN I0. ER OR y Vunem tl; ) LE) In WM, außer DN des Yu (Cam) müſſe,' Sinmielit S Zhi) Ming eh! Men m Walten| u nan dw ZDroh(d 0 ſha)» Witteis u S-.*) | haft! uf 1004 W= 0 E 39 Ct,) D aI „mme Ro, 1 17 1dder Gp! "9 wede SS beer FSN EEN 3 aber di! '1 eren “ENN 045 ii) > 3] EIR KE ſicht 1m ) Mneri we) | M henden) 1 4) dem ZJ) S-4ql! <=: X 41953):„= gleich kommt,*) ſo wird für eben dieſe Anzahl Schaafe nebſt den Kartoffeln 13 Ctr. Heu z oder 14. Etr. Heu„und 4 Ctr. Stroh; oder, 1 Ctr. Hep und 2 Ctr. Stroh; oder bey einigem Heumangel 2 Ctr. Heu und 3 Ctr. Stroh; oder bey noch!grö- ßerm Mangel an Heu, x Ctr. Heu und 4 Ltr. Stroh**) zu völliger Sättigung erforderlich ſeyn. Wollte man hingegen bey eben dieſem Heu- und Strohfutter ſiatt der Karkoſſeln, Hafer geben, ſo würde man.=- da man 1 Meßen Hafer= 1 Ltr. Heu annehmen kann= mit 3 Meßen Hafer auf 100 St. Schaafe genug haben. Wollte man end- tich bey gleichbleibenden Heue und Strohe den nam- lichen 100 Schaafen, ſtatt Kartoffeln oder Hafer, Yays füttern, ſo würde+ Meßen(etwas mehr als 3 Maßl öſtr.) deſſelben mehr alswas-mehr als hinreichend zu dieſem Zwecke ſeyn, weil 2 Mebpen dieſer vortrefflichen, von den Deutſchen mit Unrecht bisher vernachläßigten Kornfrucht, Nahr- bhaftigkeit-an- wenigſtens 23% Ctr. des beſten Heues gleichgeſeßt werden muß.***) Das Stroh üttern bey Schäafen in Schuß nehmen, und „mit der Natur des Schaafes verträg- lich““ nennen Fann, wäre wirklich zu verwundern, wenn man nicht dergleichen von dieſem Schriftſteller gewohnt wäre, der unter andern auch das Dachrohr als ein angenehmes und nahrhaftes Schaaf- futter empfiehlt. Daß er aber bey ſeinen eigenen Heerven=- denn er iſt Praktiker= nur etwas"über 4/21 Df. 1(eincA- 997 L0O0M WIFE O YZ Deu pp Stück täglich rechnet, giebt eben feinen hohen Begriff von ſeiner Schaafzucht. *Y) f. weiter unten. **x) Verſteht ſich Getreideſtroh, wovon hier 4 Cir.= Ctr. Heu angenommen werden. ſ. weiter unten. *x*) Dieß iſt das Minimum der Nahrungsfäahigieit, wel- mä- ßigſte alles Rauchſutters ſey, und zwar aus dem Grunde, weil es ſeiner mindern Dürre und. größern Saſtigkeit wegen, unter allen bekannten tro>enen Futtergattungen mit der grünen Weide am meiſten homogeneiſiret und folglich am beſten geeignet iſt, den übeln Folgen des oft ſehr ſchnellen Wechſels zwiſchen ſaftiger und dürrer Nahrung wirkſam vor- zubeugen. Auch iſt es zur Lammzeit--- wenn ſol- , fe 2 Otaaten >, nid Ü - 45 Shen 3 St verden 1! DE achten I>? pl- ſa <== W:201)= Luzeinerheu ſoll nach Herrn Vinke*) bey Saäu- geſchaafen ſehr gut auf die Milch wirken. Den namlichen Effekt beobachtete ich von gutem Grum- met. Es wirkt, wie ſo eben geſagt worden, weit beſſer auf die Milch, als das beſte Vorheu. Alles Rauhfutter iſt jedoch immer für die lam- menden Mutterſchaafe unzulänglich, wenn die Läm- merung im Winter, bey anhaltender ſtrenger Kälte fällt, und es muß zu ſolcher Zeit den Säuge- ſchaafen durchaus nebſt gutem kräftigem Heue oder Grummet, oder andern zweckmäßigen Rauhfutter, auch ein milcherzeugendes Futter, von Getreide, oder Wurzelgewächſen, u. dgl. gegeben werden, wenn ſie ihre Lämmer gehörig ernähren ſollen. Nur an jenen Tagen, wo ſie etwa eine gute, nahrhafte Weide, als grüne Saaten, ein Pimpinellfeld u. dgl. genießen können, mag dieß Beyfutter füglich un- terlaſſen werden. Heu allein, giebt wohl ſehr gute Krafte und wirkt ſehr gut auf Fleiſch, aber nie wird es auch bey ſtrenger Kälte Milch genug hervorbringen können. Der Muhar,(panicum germanicum) der bey uns in manchen Gegenden ſo häufig gebauet wird, iſt auch ein ſehr gutes und zwedmäßiges Rauhfutter für die Schaafe. Nur muß er, wenn er dieſen Thieren auch recht gedeihlich und ange- nehm ſeyn ſoll, nicht, wie gewöhnlich geſchieht, wenn er ſchon in Saamen gegangen, ſondern in voller Blüthe gemähet werden. An Nahrungskraft glaube ich, daß das Muharheu dem guten Wie- ſen- *) 1. C.. CE. Andre's Oefonom. Neuiak., Jahr- gang 1812, | || || a)|! Bil! | ||| | | || |] ij ] jj | | << 0 Mutt gers, als zum Futter geeignet ſey.-- Wenn ich übri- | gens Herrn Petri an dieſem, ſo wie an mehreren an- ach in dern Orten widerſpreche, ſo glaube man nicht, daß 5 Reit ich deſſen Werk nach der Art des Recenſenten in der 2„y Wiener ablg. Lit. Zeitung, J a haanng15. Sch 16 Nro. 27. herabwuürdigen und ſeines gebührenden Ber- 15) geſch) dienſtes berauben wolle. Wahrheit iſt es einzig und Savon allein, was ich ſuche, und bey Bearbeitung dieſes mei- - 240040 nes Werkes beabſichtige, und Niemand kann daher von tißlichiit den Sn ERN BUHSS Sd bey al- Tut len ſeinen Mängeln, feſter und inniger überzeugt ſeyn, - 0 als ich es wirklich bin. Was die eben erwähnte Ne- auvendb cenſion dieſes Werkes betrifft, ſo iſt meine Meinung M 11 dü! folgende: Hätte der ſehr gründliche und gelehrte Ne- Geil) cenſent(Herr Klingenſtein) zwar die Mängel und Feh« -„ABG ler diefes Werkes au< no ſo heftig angegriffen, freuimal! aber auch des Guten erwähnt, was in demſelben ent- que 0 halten iſt; hatte ex z. B. gefagt,„daß es gräu- lich fey, wie alle Materien unter eittander geworfen fp von mt wurden““ dabey aber auch bemerkt, daß in dieſem Chaos =-- wie ev es nicht ganz mit Unremäßig liegen laſſen ſollen. MDOder wird durch das Schneiden das Futter gedeihlicher und nahrhafter für die Schaafe?... Wird z. B. dadurch das kraft- und nahrungsloſe Stroh in nahrhaftes ſüßes Heu verwandelt, oder nimmt es wohl gar die überaus ſtärkenden und nahrungsrei- ARNEK,.==> SED EE- V -. ſ E| nig '“| en foll .umme fin/ 92* FEE abe (* 209) Hen würden, oder die groben, für ſien hf geeidge neten Theile des Getreideſtrohcs in den Leib jagen unbekümmert was dirß für eine Wirkung darinn hervorbringen möge?.... Ein ſchöner Grund- ſatz wahrlich, welcher werth wäre, auch bey uis Mienſchen in Anwendung gebracht zu werden. Die- ſe unbedingten Herren Hächſelpatrone Fönnten ſich wohl auch um uns arwe Menſchen ein Verdienſt erwerben, wenn ſiv uns bey dieſer bitter theuern Zeit, nach dieſem herrlichen Grundſaßte, mit einein Mit- tel bekannt machten, wie man Söge- und Hobel- ſpähne u. a. dgl. wohlfeile Materialien, zu einer Speiſe bereiten könnte.«Wenn ſie'nür einmahl verſchlu&t wären und wohlfeil genug zu“ ſtehen kä- men, was läge daran, ob ſie'auch dem Körper zu- träglich wären, oder nicht 11177. Freſſen aber dir Schaafe das ihnen gedeihliche, geſunde Futter Ohnedieß, ohne daß'es geſchnitten"werden durfte, kann das Schneiden des Futters tveder die Gedeih- lichkeit, noch die Nahrhaftigkeit deſſelben vermehren, und iſt man nicht ſo grauſam und unklug, die nüß- lichen Wolleträger mit ungeſundem Futter zu Grun- de richten zu wollen, wozu das Häckſelſchneiden bey den Schaafen? Haben wir etwa=-- befonders „in Ungarn=-- zu, viele Hände, die wir dadurch vor dem Müßiggange bewahren wollen 2111 * ZELT GELD) Wenn daher ſo mancher ökonomiſche Charla- tan“, ſo mancher eiſrig geſeßgebende Stubenwirth, ſo mancher im Kleinen ſpielende Pedant, dieß Häch- ſelfüttern bey«Schaafen„ als einen„andern Stein der Weiſen: bis in" den dritten“ Himmel erhebt*) und “) So ſägt unſer Herr Pethe v. Kisſzanto in einem An- fall pröphetiſchen Geiſt 3;„„Daß vielleicht Niemand =( 210)== und überall, auf der ganzen weiten Welt eingeführt wiſſen will, ſo wundert mich dieß zwar nicht, weil man dergleichen von ſolchen Leuten gewohnt iſt; wenn aber auch Hr. Petri dem Hackſelfüttern ſo unendliche Lobſprüche ertheilt, und ſogar beyauptet, „daß durch dieſe Manipulation viele Landwirth- ſchaften Gelegenheit finden können, ivre Heerden in das Unendliche=- beſonders in Ungarn-- zu vermehren,“ ſo überſteigt dieß wirklich das ganze Faſſungsvermögen meines Verſtandes.... Auch ſcheint wohl der verehrte Herr Verfaſſer dieſe unge- heuren Lobſprüche nicht recht bedacht zu haben, als erß ſie niederſchrieb, weil er noch im nahmli- » Nullen 0 das Häckſelſchneiden für die Schaafe anordnet; wr welches jedoch, wie ich in Erfahrung brachte, ſeiner „-|W GZ. c 2 5 +44 Mißlichkeit und Tändelhaftigkeit halber, auf den 73 wenigſten ſeiner großen und ausgedehnten Güter, O3 in R GETEÖÖÄÄEEN SST TTSSSSESBAHSPTT FERSEN KEAES ENE on wum ate 08 5 CAE] kahl 2 SUL 2 15.00, 47 NU. 04] 207 20209. Ue EHE SEE NN ECD ZS ULLE Mi 1.00 WERL DUD in Ausführung gebracht werden konnte.=- Eben ſo ſcheint auch des vürdige Graf v.“ Magnis zu Exkartsdorf in des“*Grafſchaft Glaß, jener glänzen» de Stern unter den«deutſchen„Landwirthen,. dem Häackjelfüttern. gewogen. zu ſeyn, da er nach dem un- trüglichemn. Zeugniſſe. des Hrn: Staatsr.. Thaer ſeine jammtlichen Schaafe mit Häckſel füttert. Dieß. ſind nun freylich zwey ſo große Männex ,- daß wenn ir- gend bloße. Autorität auf mich wirken könnte, ich augenblicklich meiner ſo eben geäußerten Meinung entſagen. und dieſelbe feyerlich widerrufen müßte. Weir entfernt indeſſen, ſolches zu thun, glaube ich vielmehr, daß dieſe beyden, ſeltenen“ und erhabe- nen. Manner, eben hierdurch einen Beweis liefern, daß ſie ungeachtet ihrer hervorragenden Geiſtesgrö- ße, dennoch JIrrthümern unterworfene Menſchen ſind; Und. ſagt uns nicht ſchon längſt der größte Kunſt- und Geiſtesrichter des Alterthums*)== um das Angenehme mit dem Nüvplichen zu vergleichen ---. daß ſelbſt der große, unerrichbare Dichter der graueſien.: Vorwelt**); ſeines über alles erhabenen Geiſtes. ungeachtet, doch. bisweilen.- geſchlummert habe. Beym Rindviche mögte.das Häckſelfüttern noch immer» eber beyzubehalten ſeyn=< wenn; man denn gerade ſo. ſehr dafur eingenommen äſt=+' beſonders bey. der-Brühfütterung des Rindviches 3. wiewohl ich: glaube ,- daß auch dieſes Vieh, ohne alles Hack- ſel, recht gut und. ökonomiſch richtig betreuet wer- den fönne.... Schäafen aber kann.. Hak .) Horat. epist. ad Pisones v. 358. EIU DOMCL Der Bater der Dichter, W= jur(füt zinfe Pei ödrif nftſel ſchaupten| Getr um al H | Choafen uhhh = weit gefüllt wer te welche ſj. My iſſen Um zu emypſehl einer woh zür Zeit) in wird: hinden M1 Duantität din. Go ters um ſd des gr vw entf Glufundd: Duantiet wirkſam y dieſe eben dirch den ps "Die| Vetide jel bey es alſo nohine B?.=(hy EN aon; ner gläny Birthen, Each deny = Zhder fh WW, Direkt aß Wen) as fönnfe| En Meity Et fen ni - MU ind ehh ZEveis, lift „ Geiſtäy = Re der ai! 5; erhä ſchlumn Zu Een warn beſo 1 iv we) - alles qu 2 4 win| im Hil =(2315)= Häcſelfüttern unmöglich für etwas anders, als für blanke Pedanterie anſehen“ und“ wenn auch alle Schriftſteller Deutſchlands*) das" Gegentheil behaupten ſollten. j Getreidefrüchte ſind freylich nicht geeignet, um als Hauptfutter und in großer Quantität bey Schaafen angewendet zu werden, erſters, weil ſie zu hoch zu ſtehen kämen, und zweytens, weil ſie =- wenn dadurch auch der Wanſt der Thiere aus- gefüllt werden ſollte= zu ſtark auf Maſtung wirk- ten, welches beym Zuchtviehe immer zu vermeiden iſt. In geringerer Quantität jedoch, und unter ge- wiſſen Umſtänden und Verhältniſſen können ſie ſehr zu empfehlen ſeyn. So z. B.“ iſt der Hafer in einer wohleingerichteten Schäferey den Widdern zur Zeit der Begattung durchaus unentbehrlich, und wird zu dieſer Zeit ſelbſt bey den zu bege- henden Mutterſchaafen= nur in weit geringerer Quantität=- nicht ohne Nußen angewendet wer- den. So kann man zur Zeit anhaltenden Regen- wetters und im Herbſt und Frühlinge, bey:dem Wech- ſel des grünen und dürren Futters, den etwa da- raus entſtehenden übeln Folgen, duch eine, als Starkungsmittel zu verabreichende, ſehr geringe Quantität von Hafer, Gerſte, oder Mays, äußerſt wirkſam vorbeugen. So kann man endlich durch dieſe eben genannten Getreidegattungen, beſonders durch den Mays-- wenn man nicht- lieber hiezu Knol- *% Die beſſern deutſ fehle 19 ht genug! Ab hau = G uli ==.(2050)= weiſen, ſich bey Herrn Wirthſchaftsrath Petri*) oder Herrn Staatsrath Thaer**) Raths zu erhohlen. Weit vortheilhafter, als die Körnerfütterung, iſt bey der Schaafzucht die Fütterung mit Knollen- und Wurzelgewächſen. Denn 1) kommen dieſe Futtergewächſe dey weitem nicht ſo hoch zu ſtehen, als das Getreide. 2) wirken ſie nicht nur eben ſo gut auf die Milch der Säugemütter, ſondern noch weit beſſer, als alle Kornfrüchte in der Welt. 3) kann durch ſie, da ſie wegen ihrer mindern Nahrhaf- tigkeit ohne Schaden auch in größerer Quantität***) gegeben werden können, auch ein Beträchtliches an Heu erſpart werden, welches bey der Kornfütterung nicht angeht, weil ſchon eine ganz geringe Quan- tität derſelben auf Maſtung wirkt. So würde z. B. 1 Metzen Mays nebſt 1 Ctr. Heu des Tages 100 Stück Schaafen dargereicht, ein wahres Maſt- futter ſeyn= ob es gleich den Wanſt nur ſehr wenig ausfüllte= eben ſo ein Maſtfutter, als wenn man denſelben 100 Schaafen, nebſt 1 Ctr. Heu, *) ſ. Deſſen Das Ganze der Schaafzuht, u. 1,8. CE. Andre's DOefonom, Neuigfk.: *) ſ. Deſſen Gru ndſäaßeder rationellenLand- wirthſchaft, u. Haudhu für die fein- wollige S- ten Weiden oft Monathe lang, alles ſonſt gewohn- ten grünen und ſaftigen Futters auf einmal gänz- lich -*) Ih. rede hier, wie ſchon oben bemerft worden, von jenen Gegenden Englands, wo die Wirthſcenen, ganz ei- gentlich für Schaafe' geeigneten Weide, und in ei- nem mehrentheils heitern troFenen Jahre, mit der geringen Quantität von 4 Ctr. auf 100StüX Schaa- fe hinlänglich gedet ſeyn, wogegen bey niederer feuchter Weide,*) und in einem neblichten feuch»- ten, regneriſchen Jahre, 1 Ctr. für eben dieſe 100 Schaafe kaum hinreichen, ja oft 14 bis 2 Ctr. gar nicht überflüßig ſeyn wird.**) Man giebt das *) Herr Weber will, daß man dem Viche mehr Salz in troFenen, bergigten und weniger in ſumpfigen, naſ- ſen Gegenden gebe. ſ. Deſſen Handbuch der grö- Fern Biehzuce- nen Gegenden iſt allerdings das Salz weniger nöthig, als.in andern.“ ſ„Gbendaſſ. 2.B.S*) Graf Feftetics rechnet auf jedes Stück Schaaf iw Durchſchnitt 14/2 Pf., folglich auf 100 St. 11/2 Ctr. Salz... das?„ganze+ Jahr. hindutch:*.. f.: Jaſt rar.ct. 3420. 1. Ab DGN= verr Rud. Andrertaatt +. Cäßt man den Schaafen den Genuß des Salze3 ganz frey, ſo genießt ein ausgewac Ju tm fred) um(00 Hl) =D afzuh) = Schaaf i? 26898(it nſt!| L(ndrejiy | galze: pu 5) prlid|] e Yori 1180 149 jd?(? Mir alu .--., ung ZSE „den den! ächen, au - NUNO" Seieſes den" F unſers M ie un! E 17 --“( 221)=-- das Salz naeh verſchiedener Einrichtung in ver- ſchiedenen Zeiträumen, alle Wochen, alle vierzehn Tage, alle Monathe einmal u. ſ. wv. wobey jedoch auf die Witterung und. andere Umſtände der ge- hörige Bedacht genommen werden, und z. B. bey neblichtem feuchtem Wetter öfter, als bey troenem, Salz gegeben werden muß. Das Beſie, glaube ich, == welches auch ich befolgte=- iſt, ſich hierinn gar an keine beſtimmte Zeitzu binden, ſondern ſei- nen Schaafen: jedesmal Salz zu reichen, wenn ſie einen Inſtinct dazu äußern, oder NADH; wie die Schafer ſagen, AR pl Nach dieſem bisher über die Fütterung der Schaafe, und bevor'ich noch von der Manipulation der Fütterung ſelbſt redes“ will ich nun noch! einige. Fütterungsbeyſpiele'herſeßen, um ſolche mit dieſen vorhergegangenen Grundſäßen zu- vergleichen? Herr"Pictet*) verfütterte im J: 1.801. an 140 GSt..:Schaafe 300 Ctr. Wieſen- und Luzerneheu von der beſten Qualität?, 3590 Bündel'Eſchen- Pappel-und Eichenlaub, 10 Ctr. Hafer, 7 Etr. Kleyen und“ ungefähr 1 Ctr. Salz: 1:72) ZuRambouillet in Frankreich erhalten die Mute terſchaafe und'Böcke zur Winterfütterung täglich 27. Pf-(23 Pf.“ öſtr.»G.): Luzerne-'und-Kleeheu. Die Jährlinge- und die Zeitſchaafe erhalten“ etwas weniger. Daneben wird ihnen des Morgens lan? ges *). f.. deſſen öfters arntgeführtes Wer über die Merinos. *) Wenn Herr Pictet Genfer Großgewicht verſieht, wie ich glaube, ſo finde im eine Reducirung überſiüe ßig, weil dieß mit dem wiener Gewichte beynahe vol- lig übereinjimumt. EEN( 955) Zir DOs ges Weißenſtroh in die Rauffen gegeben, und,[nache dem ſie es ausgeſtiöbert haben, untergeſtreuet. Über- dieß erhalten die Mutterſchaafe und Jährlinge 3 his 4 Monathe lang ein gemengtes Futter aus 4 ' Theilen Überkehr(battle de bled) 3 Sheilen Hafer, und einem Theile Erbſen, jedes täglich+ Pf.(et= was über 14 Loth öſtr. G.). Getränkt werden ſie taglich zweymal. Salz bekommen ſie uur dann wenn man Mangel an Eßluſt bemerkt.*) Die königl. ſächſiſche Stammſchäferey zu Ren- - MINEN nersdorf im Thiergarten, gab auf 400 St. Schaa- | fe und Zuchtſtöhre täglich 10 Ctr.(circa 9 Ctr. | 17 Pf. öſtr. G.) Heu in zwey Mahlzeiten, alfo || auf das Stück täglich 23 Pf.(22. Pf. öfſtr. Gew.) | dabey eine Mahlzeit gutes Gerſten- und Erbſen- || | | | | , ſiroh. Und während der Lammzeit erhalten die Ei Mütter täglich 13 Berliner Scheffel(circa 7 Ma» Iihy Bel öſftr. M.) Hafer. Die Lämmer erhalten, bis ſie ||)| auf die Weide gehen, gequollene Witken und Erb- 1,00) ſen, und im Herbſte und Frühjahre Öhlkuchen- BUN) mehl im Trank.**) | In den königl. ſächſiſchen Schäfereyen zu WM, Stolpen, Lohmen, Hohenſtein und Pillnitz erhal- | ten die Schaafe den Winter über ſämmtlich Heu DN) zum Hauptfutter und nebenher Stroh; die tragen- ENEN den Schaafe erhalten täglich 1 Dresdner Scheffel ||(circa 12 Meßen öſtr. M.) Körner, man 4 10]“ ») f. Vinke in Andr&'s Dekonom, Neuig?k. I. LEL! SEE: 8 |**) f. Thaer's Handbuch für die feinwollige ||| Schaafzucht, 2 ff(8 idder b Ze Rh ſin V mer erh etwas H Her km Gr: 14, Zw: vogenſ ommerſ ; 18. 1 1 Gal; Werſtnfe wachſene? was Ale and, Inet Zet, Uhr linge; Dr qus| Elen Haft; = Pf.(6 erden| ir dant, =<ür 1 zu Ney 0, Chi 4a 0(1 BE ten, alf! 1. Ory) iE Erbſen Elten Vie 1„Ne Mt, bts fie rund Erb = Wucher Spreyen ji Biß erhob mich H! e trage zZ Gchefft zptenthei Pu Hafer auf 150 Stü. Auch die Böke erhalten in' der Springzeit einigen Hafer.*) In den fürſtl. und gräfl. Schönburgiſchen Schäfereyen zu„Waldenburg, Remiſſa und Rochsburg bekom- men die Schaafe zwey Mahlzeiten Heu, aufs Stück reichlich 22 Pf.(circa 2 Pf. öſtr, G.) im Durch- ſchnitt, und eine Mahlzeit Rübſen- Gerſten- un> Erbſenſtroh; dasHeu wird ihnen aber zum Theil durch Kartofſeln erſeßt, die man allem friſchen Futter vorzieht, und wovon man 5 Pf.,(43 Pf. öſtr. Gew.) 2 Pf.(12 öſir. G.) Heu gleich rechnet. Die Widder bekommen zur Springzeit reichlich Hafer. Die Jährlinge werden den ausgewachſenen Schaa- fen in der Fütterung völlig gleich geſeßt. Die Lam- mer erhalten täglich 13 Pf. Heu nebſt Stroh und etwas Hafer, weniger Kartoffeln.**) Herr Petri giebt für veredelte Schaafe von mit- lerem Schlage ein Frühfutter von+ Pf. Gerſtenſtroh, ? Pf. Heuzals Mittagsfutter, und 3 Pf. Weiten- oder Kvoagenſiroh als Nachtfutter z oder Morgens 1 Pf. Sommerſtroh., Mittags€ Pf. Heu, und Abends 3 Pf. Winterſiroh per Stü als hinlänglich an. An Salz hekommen die Petriſchen Merinos. zu Thereſivnfeld alle zweyte Tage 4 Loth pr. ausge- wachſenes Stü, in gepülvertem Zuſtande mit.et- was Kleyen vermiſcht; welches alſo auf das gans ze ") f(Friedrich Herzog zu Holſtein-Be>'s) Berſuch über die Schaafzucht in Preuſ- ſen u. ſ. w. *)ſ. Thaer's Handbuch für die feinwollige Sc Schaaf 150 Pf. Heu jährlich kommen, ein"gewöhnlicher Win- ter bey'uns aber wohl nur ſelten die Schaafe über 100 Tage lang der Weide gänzlich berauben dürfte, ſo iſt dieß allerdings eine ſo gute und reichliche Gütterung, wie ſolche ſich nux immer von einem ſo gründlichen und verſtändigen Praktiker erwar- - Auf den fürſil.' Eſterhäzyſchen“ Schäfereyen werden für 120 Wintertage"75 Ctt. Klee- oder 117 117 23 Wie» *)€ Infiruct. füs die Wirthſc daß auf ſämmrlichen Gutern dieſes unſers Colmmella, bew der ſogenannien Cenſur, oder Rechnungsreviſion der Ne| etſten ly > eſou dh > Futte 0 1 Velſite u 1100) „AUEN = gewe) E wend 2 Inh = e ji arr al In 695.00 = vil wr in u| vor W )) Zu den 0 =(nid >„nalitt -1 eint --('229.)=> Bey der eigentlichen Winterfüttferung iſt ein Hauptgrundſatz, der nie aus den Augen zu verlie- ren iſt, folgender: Daß man ſein Schaafvieh nie abmagern und von Fleiſ< und Krafs- ten kommen laſſe, ſondern mit eben dem Fleiſche und mit eben den Kraften aus dem Winter zu bringen trachte, mit welchen es in denſelben gekommen iſt 3 weil durch eine Abmagerung und Entkräftung der Schaafe vielen Krankheiten und Seuchen ein weites Thor geöffnet wird, da man dann oft mit Unrecht bald die üp- pige Herbſtweide, bald den häufigen Sommerthau, bald das feuchte Wetter des Herbſtes u. dgl. mehr be- ſchuldigt, während man doch ſehr leicht den wah- ren, oft alleinigen Grund bloß in der übeln Be- handlung und zu färglichen Fütterung während des Winters finden könnte. Hat man einen hinlänglichen Vorrath an Knol- fen- und Wurzelgewächſen, ſo wird man jederzeit ſchr wohl thun=- was auch immer Einige*) da- ge- trefflichen Schriften der beyden eben genannten. wür- digen Manner nicht beſſer zu benutzen wußte, ſo iſt es wirklich Schade, daß er ſie geleſen hat.... Jh furch- te nur, daß es dieſem meinem Land8manne bey der Entfeuchtung ſeiner Schaafe eben fo ergehen möge, wie es jenem armen Zigenner ergieng, der ſein Pferd an das Hungern gewöhnen wollte, und- der am Zten Tage als das Pferd ſeinem Wahne nach das Hungern ſden Umſiänden ſehr hoch, und weit höher als die Wur- Aaa aba d au adä Arne s nu md[2 unrl rl Werb a 2e Werte Wia WIA WIA Mohler MESH: / EE. Guy( Z 3 2? 1 IR , Wurzelgewächſe anzuſchlagen iſt;*) man bedenke ferner, daß dieſe Wurzelgewächſe weit mehr Milch zu erzeugen im Stande ſind, als dieß die zwecks geſchloſſenen Ställe zu bewirken fähig ſind, ſo wird man ſich doch iſicher vorzugsweiſe für die Wurzelfütterung erklären müſſen. Die Weide auf einer gut beſto>ten Winter« ſaat, oder auf einem zu dieſem Zwecke eigens mit Pimpinelle(poterium 5anguisorba) beſäeten Felde, welche leßtere den ganzen Winter hindurch grün bleibt, und ſelbſt unter dem Schnee vegetirt, wird auch in dieſer Hinſicht äußerſt vortheilhaft für die Schaafe ſeyn. An jenen Tagen, an welchen die Schaafe dieſe guten Weiden genießen können, wird . es immer überflüßig ſeyn, ihnen Wurzelgewächſe Darzureichen. Nur müſſen dieſe Weiden mit etwas Vorſicht, nach vorhergegangenem dürrem Futter, - aind nur bey ſtarkem Blachfroſte betrieben werden. Rach dem, was bisher von der Fütterung der Schaafe geſagt worden, läßt ſich nun ſehr leicht die Fukterordnung beſtimmen, die man bey den iver- ſchiedenen Abtheilungen ſeiner Schaafe einführen will, je nachdem man Wurzelgewächſe in hinrei- = wenigſtens in Hinſicht der Üppigkeit und Saf- - 46 tigkeit-- ſo ſehr homogeneiſiren, daß beynahe gar M win kein Wechſel zwiſchen der Winter- und Sommer- S hon li nahrung vorgeht, mithin auch„von dieſer, wenn M6 auch noch ſo üppigen, grünen Weide, nicht ſo leicht van efwas zu befürchten iſt. [= dem n Salz iſt=- wie ſchon oben geſagt worden== R jo am beſten und zwekmäßigſten den Schaafen zu ge- Wiens z) ben., wann ſie einen Inſtinct dazu äußern 3 will Beu aſd man es aber regelmäßig und zu beſtimmten Zeiten | y u reichen, ſo iſt es am beſten ſolches im Winter wie ieder 1 im Sommer alle 14 Tage, und bey anhaltend feuch- Stiften En tem Wetter etwa alle acht Tage zu geben, und zwar men Du NINT ſo viel als die Thiere haben wollen, weil » a mögl ie ſelbſt am beſten wiſſen, wie viel ſie deſſen zu ih- Widen 1." rem Gedeihen nöthig haben. Nach dem Salzen = ſv m wollen die Meiſten, man ſoll die Schaafe nicht ſau- S:) der fen laſſen, indem ihnen ſolches ſchädlich ſev. Mei- E79 u ne Schaafe tranken indeſſen ſehr oft nach dem Sals- Es un zen, und ich habe keine üble Folge davon verſpürt. Wen zult ſollen die Schaafe=- wie ebenfails ZS nöthi ſchon oben bemerkt worden= das ganze Jahr hin- ſeyn, durch täglich zweymal werden. Dieß geſchieht bey dem Weidegange, im Frühlinge, Sommer und ä udien Herbſte, am füglichſten früh, vor dem Austreiben . Kadi auf die Weide, und Abends, nach dem Heimtreiben yon <(388)= von derfelben. Bey der Stallfütterung im Witttey geſchieht dieß Tränken am zweckmäßigſten vor dent zwryten und dritten Futter, etwa um 10 bis Uhr Vormittags, und um 3=- 4 Nachmittags, Füttert man den ganzen Winter hindurch bloß durresFutter-- wie ſolches bey uns noch allgemein üblich iſt--- fo iſt auch dieß zweymahlige Tränken der Schaafe durchaus unentbehrlich, und darf unter feinem Vorwande unterlaſſen werden. Weit entbeßrlicher iſt es bey der Wurzelſütteryung und Saatweide, und beſonders bey ſehr üppiger Sommerweide, bey wel- der leßtern oft manches Schaaf 14 Tage bis vier Wochen lang keinen Tropfen Waſſer trinket.„» in- dem ſie bekanntlich-- beſonders einige einzelne Individuen derſelben== ſchr geringe Trinker ſind. Nichtsdeſtoweniger bleibt es immer Regel, ſammt- lichen Schaafen das ganze Jahr hindurch täglich zweymal friſches reines Waſſer anzutkragen. Die- jenigen, welche fein Bedürfniß fühlen, wer- den ohnedieß nicht trinken, diejenigen aber, wel- ge- hörig erfüllen ſollen. Die alten Rauffen die vbert weit und unten enge ſind, werden heut zu Tage mit Recht ver- worfen, weil dadurch die Wolle des Viehes ver- dorben wird 3 aber duch die neuern, oben engen und unten weiten Rauffen finde ich nicht zwe>mäßig, weil das Vieh zuleßt das Futter nür ſehr müh- ſam== zum Theil wohl gar nicht==+ 5050 ome- Uiirdlimmmite ") IGM wohnte an einem Orte, wo wegen Mangel an vinlänglichem Holze die gemeinen Leute gewöhnlich nt Stroh zu heigen pflegen, R NINT BIKES ANIT ESE FREENET NENN MENNELLIN Ani ewz ENSE KR WEGE NEI CUE M NS SEILEN tm(1 243)).== kommen kann, wenn nicht beſtändig von dem Sch4- fer nachgeholfen-wird. Am beſten ſind daher die ſenkrechten«Raufſen. Man befeſtige 3. B. eine ein- fache Rauffe in gehöriger Entfernung, etwa 1% Fuß weit von» der Mauer und in gehöriger Höhe von der Erde,-in ſenkrechter Richiung, und beſeſtige an die untere Seite derſelben von innen, ein, wenigſtens zwey Fuß breites, rein abgehobeltes Brett, welches in ſchräger Richtung an die Mäuer gelehnt wird, ſo hat man eine Futterrauffe, die alle Zwecke gehörig erfüllen wird, indem ſie weder die Wolle verunreinigt, noch dem Viehe das Freſ- ſen erſchwert.*) Will man eine, doppelte derley Rauffe haben, ſo darf man nur zwey ſolche ein- fache Rauffen mit der innern Seite einander zugekehrt, im gehöriger Entfernung von einander zuſammen- ſtellen, hinlänglich befeſtigen, und die Bretter inn- wendig, in der Höhe an einander lehnen, ſo iſt die Doppelraufſe. fertig.: if' Zu Wunrzelgewächſen, Getreidefrüchten und andern kurzen Futter, ja: ſelbſt zu Heu und Stroh, wenn man auf den unſeligen Gedanken gerathen ſollte, Hä>ſel zu füttern ,/ muß man. unumgänglich Futtertröge haben. Wie nun dieſe beſchaffen ſeyn follen, finde ich überflüßig zu beſchreiben, da an der Form nichts liegt und jeder Schäfer von halb- geſundem Menſchenverſtande: ſie ſehr leicht aus Brettern zuſammen ſchlagen kann. Die einzige Bemerkung, die ich nothwendig finde, iſt, daß te *) Wenn ich. nicht. irre, ſo ſcheint Herr Pictet beyläu- fig die nähimli 1 vel ende INDE ES VWENTDTEN Tut 10mm mmm ernennen men 7 ern WOSTESTSEET ENE NENE DNN a HAINE: KT v MIN WIEN 0; werner Deegan nru rmer ee ERS |--[(243))== 1dm Gh) 49) di- Bretter, worans dieſe Tröge verfertigt werden, 'V.einen durchaus rein gehobelt werden müſſen, damit die Stm Schaafe an„der Wolle keinen Schaden leiden. 2 Hhe Die Tränktröge müſſen entweder aus einem 1) biß gänzen Holze gehauen, oder von einem Schreiner nm,'gemacht und gehörig gefalzt werden, damit ſie aebrehth; waſſerhaltend ſeyen.-: die Tu Dir Wurzelgewächſe müſſen vor dem Füttern ge- nuf| hörig gereinigt und verkleinert werden.*) Die Reint- - M 0“ gung derfelben kann zwar in jedem mit Waſſer ge- -% dah fülltem Gefäße vorgenommen werden, ſehr zweck EE lte hs mäßig möchte aber doch wohl zu dieſer Arbeit-- =. beſonders, wenn die den Wurzeln anklebende. Er- Zz ſolche 0 de = BENT: 5 zu ſad) Bretten*) Ic<< weiß wohl, daß in England die Wurzelgewächſe jj.-=- beſonders ſolHMe, die aus der Erde hervorragen, „ZUM aks Rüben, Kohl, u. dal.=- mehrentheils auf dem Fel- de, und ohne anderes menſc-S..4.* z ZD SE TCEELETE Sir Ep ENE bID MINE LO Zeit wle zb ESE 45 Me uw mlt MRR TNNT RSD DT E33 FI WIER T WRE BEEIN VPE ADO PNETISBIADRTT SPEZ 171/272 101/77 STREET IDS EIE EEN Einige landwirthſchaftliche Schriftſteller-- wohl nur ſolche die das Thier, welches wir Schaaf nennen, bloß aus Büchern kennen= ſchreiben in einem geſeßgebenden Tone vor, daß man den Schaaf- ſtall von Zeit zu Zeit öfters ausmiſten ſoll, weil ſonſt die Ausdünſtungen des Miſtes dem Viehe unfehlbar ſchädlich werden würden. Dieſen ho- hen Geſetßgebern muß ich aber== wenn anders von nur etwas bedeutenden Heerden*) die Rede iſt--- aus Erfahrung geradezu widerſprehen und im Gegentheile rathen, die.Schaafe ja nicht währ rend des Winters durch dieſes unzeitige Ausmiſten zu beunruhigen, ſondern immer erſt im Frühjahre, da die Shaafe ſchon völlig auf die Weide geſett, und folglich die meiſte Zeit des Tages außer dem Stalle ſind, ja ſelbſt nach Erforderniß auch des Rachts außer dem Stalle gehalten werden können, Hand an dieſe Arbeit zu legen. Denn utens iſt ja die Ausdünſtung des feſtgetretenen Miſtes in einem luftigen Stalle= und das muß doch ein Schaafſtall auf jeden Fall ſeyn, er möge auch ge bauet ſeyn wie er wolle-- bey weitem nicht ſo ſtark, als ſie dieſe Herren gewöhnlich zu machen pflegen. ztens wird ja gerade durm das Aunfreiſ- ſen des Miſtes beym Ausmiſten--- das doch bey großen Schäfereyen in einem Tage nicht beendigt werden kann-- ein unerträglicher Dunſt erregt, folg- *) Bey einigen wenigen Stüen iſt dieß öftere, ja ſelbſt tägliche Ausmiſten allerdings möglich, wenn man es gerade ſo haben will; bey bedeutenden, oder wohl gar großen Heerden aber, wird es wohl jeder Schäfer von RD Mentchenverſtande immer lächerlich finden müſſen.] ppi 1 pus man Ni die je doch! | ſert(6) und ve1) fige un)! ters wil! 0 Gu) ae Ja ahem I e vat Of zus behältertt 1,00 jen, j 0) Gei dur] äber( linz? Crfaly ao Rix fue-+5 ar venen EEN eä man Et. ESSE EES Sir| EM))= an folglich gerade das Gegentheil von dem bewirkt, DE hth. was man dadurch erzween wollte:*). 3tens wer- Eden Gry; deit die Schaafe ihres guten Lagers beraubt, das H fal nN ſie doch in dieſer rauhen Jahrzeit ſo nöthig haben. Eden 36 Herr Gericke**) ſprie? Jſt denn die Miſtjauche ein Glaubensartikel, ohne welr( auß W' YA weni ES, Beda; (mh hinliy ND Que 1 un--()) Er ned zu Miſt 1 LAnd Hey =Selegt m) Sen Gh! ner m E WHD iS mitb E(hem! > ena) jaa nich) JU DPN 1 SOeiſty Ny maßen Sagt, bean! mute Hen! eil M it mei red --( 249)= 3922 3IJIIA0 222 922.420 I22 ID 5322333 323 332 3322 322 III RS Siebentes Kapitel. Nußung der Schaafe. F. 41. Verſchiedenheit derſelben. Di: Sce haben, ſo gewähren ſie uns no< obendrein d) einen unzuberechnenden Nut- zen durch ihren in die Landwirthſchaft ſo radical eingreifenden, Fraftvollen Dünger, der allein ſchon hinreichend wäre, die Schaafe als vorzüglihe Nut- thiere zu empfehlen.; Außer dieſen vier gewöhnlihen Nußungsarten der Schaafe kann aber au< bey ſehr hoch veredel- ten odcr wohl ganz edlen Sc Grändlichkeit betrieben, als in England, wo=- gerade das Gegentheil von dem, was in Deutſch« land geſchieht= die Fleiſchnuzung der Scaafe als alleiniger Hauptzwe> bey der Schaafzucht, und die Wollnutzung nur als Nebenſache betrachtet wird. Sollten wir Ungarn, dieſe großen Meiſter in der Landwirthſchaft, nicht vorzugsweiſe vor den Deut- ſchen== wenigſtens in Gegenden die für krauswol- liges Schaaäfvieh untauglich ſind== hierinn nach- zuahmen trachten, beſonders da unſere einheimiſchen Schaafracen ganz eigentlih dazu gemacht zu ſeyn ſcheinen, auf Fleiſch und Talg benußt zu werden, indem ſie nach dem einſtimmigen Zeugniſſe aller Fleiſcher, die krauswolligen Schaafe an Maſifäahig- keit bey weitem übertreſſen, und aus dieſem Grun de ſowohl, als ihrer mindern Jnclination zur Fäule wegen, auf den bey uns ſo häufigen fetten Niede- rungsweiden mit weit mehr Vortheil gehalten were bel Nn, als alle fein- und krauswolligen Ra- AIG IEE Das Zeugniß der Fleiſcher die größere Maſt« fähigkeit unſerer lang- und grobwolligen Schaafra- een vor iden fein- und krauswolligen betreffend, ſtimmt übrigens ganz-mitden Erfahrungen der Eng- länder überein, welche vorzügliche Maſtungsfähig- Feit und große Feinheit der Wolle als zwey ganz unvereinbare Eigenſchaften der Schaafe Een„ ä = ») Unſer Pethe+) behauptet mit kläten Worten, und iw ziemlich verächtlichem Zone, vie Engländer ſagten, und Herx Thaer ſagte es ihnen wieder, nach:„je we- nt JZ) ſ. Pall6rozott mezoi gas dasäg II, das Juh, tenye5zt0te6 H. 6 LPP DZT AFTETE T7TENIRAREEF ÄR. 198 EDRITRODT NELE NIN PEELIEII 1 7777081077 9 moor nemen ner ET ern 2 AE MDA --(254)= Ja der große Landwirth zu Mögelin fand dieſen Grundſaß der Engländer vollkommen beſtätigt, da ihn niger. Wolle auf einem Schaafe wäa<ſt, deſto mehr nimmt das Schaaf am Fleiſche zu 3 ja wenn les mög- fich wäre, ein naktes Schaaf zu erzeugen, ſo würde das zur. Fleiſcherzeugung gerade das allerbeſte ſeyn dann widerlegt er dieſe vorgegebene Behauptung der Engländer und Hrn. Thaer's mit einer von Triumph aufgeblaſenen Miene. Es iſt doh eine ſonderbare Mec thode.; ſich Ruhm zu erwerben, wenn man eizer be- rühmten Nation und einem über alles Lob erhabenen Mann, dem man wohl nie auf die entfernteſte Weiſe gleich, ja nicht einmal nahe kommen wird, Albernhci- ten in den Mund legt, um dieſe ſodann mit einer Mie- ne von Wichtigkeit und Superiorität widerlegen zu können. Alles was die Engländer beobachtet zu haben glauben und Alles, was daher Herr Staatsrath Thaer erzählungsweiſe ſagt,(relata refert, nicht nachbethety iſt: daß ein vorznalicher Grad von Qualität der Wol- le, d. iv. eine vorzügliche Feinheit, ſeidenartige Geſchmei- digkeit, Elaſticität u. ſf. w. der Wolle mit einer zro- ßen Maſtfähigkeit unvereinbar ſey. Von Quantität der Wolle, iſt gar die Nede nicht. Und müſten nicht die Engländer ſowohl, als Herr Staatsrath Thaer wahn- ſinnig ſeyn, wenn ſie behaupteten, daß ein Schaaf, nm vorzüglich maſifähig zu ſeyn, nackt ſeyn müßte, während das maſifähigſte aller engliſ 4 Gu, er ad Nit >'.) Vil! <= it mi 3 EN Svertrich! 1„ft ments Zul) „eil eim)! „t wu audi) 1-2) 7 t wich,» FON R pg» zens IUR I ÄR SEESEN SENKE SREHS ENTERT EGG NNEN IGN ---(255)= ihn die Erfahrung lehrte, daß ſelbſt unter den kraus- wolligen Schaafen, die Landſchaafe ſeiner Gegend die Merinos an Maſtfähigkeit ſowohl, als an Gü- te des Fleiſches bey. weitem übertrafen. Der Wohlgeſ des Fleiſches ſ efehdung und Anfeindung.des Herrn Shaersanlangt, was will denn mein Landsmann dieſem großen Manne anhaben, auf den er. überhaupt in ſeinem ganzen Mache werke ſo biſſig zu ſeyn ſ) RK 8(2278 Je== zur Lebenzerhaltung in 182 Tagen- 1820 Pf. ZUL CA ILUNGE 2 SE I ME ESE BOSE. 0503. Geben wir täglich 4 Pf. mehr und das Vieh vr. beſſert ſich in drey Monathen eben ſo viel, ſo koſtet cs zur Lebenserhaltung in 92 Tagen-- 920 Pf, zur Maſtung*-==-'* 365-- 1285 Pf. Können wir es dahin bringen, daß es täglich 8 Pf. mehr frißt, und in ſechs Wochen oder 45 Tagen eben ſo ſtark zunimmt, ſo braucht es zur Lebenserhaltung in 46 Tagen-- 460 Pf. zur Maſtung---==--- 365= alſo in Allem- 2 37 EIIIE DZ SPLZ AU132/118 01275 Pf. Im letzten Falle braucht es folglich nur etwas über den fünften Theil des Futters, wie im erſten, um gleich ſtark aufzuſeßen.““ „Es erhellet alſo hieraus, wie groß die Er- ſparung bey der ſchnellen Maſtung ſey. Jc Die aug m futter Dey as Rehe . her Niſ ortheile Neu, de Jroßen J feiner au gattunge NR üben mi (zende| des Inbr mit App Deſſert; (eten R „Im Ya ., WW 2 11. veinih Der zuhy = biger 1) m HCl h" ZD un) 3 bew! Zige Jm; htiger zun -( Gei) ſtung|! q1d Om het) 6 gwen Su erd Dem Mi ae, bey u ar in Fen eint hein eu EE Den [Het 1 fas m jet, --( 263)-- JEIN UND ae madame EEN Fet, ſo iſt es doc wegen Mangel an Abwechſelung nicht vermögend, den Appetit der Thiere hinläng- lich zu reißen, um denſelben auch die größtmöglich- ſie Quantität ſes Futters, in möglichſt kürzeſter Zeit beyzubringen, wodurch doch nur allein die Ma- ſtung am Hnehſien befördert und mithin das Fute- ter am beſten bezahlt wird. Weit vortheilhafter iſt daher bey der Maſtung der Schaafe, die Verbindung des dürren Heues und Grummets mit ſaftigen Wurzelgewächſen, als: Kartoffeln, Möhren, Rüben, Kopfkohl, u. ſ. w. wodurch nicht nur die Maſtung wegen des beftian- digen Futterwechſels und des dadurH verurſachten Reites der Freßluſt, möglichſt beſchleunigt, ſondern auch ganz vorzüglich ſaftiges] und ſchmahaftes Fleiſch erzielet wird. Die Kornſrüchte möchten wohl ſelten niedrig genug im Preiſe ſtehen, um mit Vortheil als Haupts futter bey der Maſtung gebraucht zu werden; aber als Nebenfutter, zu deſto ſchnellerer Beförderung der Maſt, könnten ſie wohl allemahl mit vielem Vortheile verwendet werden. Vorzüglich müſte ſich hiezu, der bey uns ſo gewöhnliche Mais, ſeiner großen Nahrhaftigkeit wegen fowohl, als wegen feiner außerordentlichen Gedeihlichkeit eis alle Vieh- gattungen, ganz beſonders ſchien. Nach dieſen vorausgeſchicten Maſtungsgrunde- ſäen mögte wohl keine Art der Schaafmaſtung folgende ſo leicht übertreffen können: Früh, uach Ta- ges Anbruch, Wurzelgewächfe und zwar, ſo viel ſie mit Appetit freſſen mögen 3 hernach, gleichſam zum Deſſert: ganzen Hafer, Gerſte, oder grobgeſchrot- teten Mais z dann gutes Heu, oder Grummet auf die KE TIRTHNOEI SITE HT NOVES DEN DFS TUR ZUSVELAPEAEINAENUEBEKET L IKHTTIAET 7) 1774 KEEN- . Ina nis“ EDE BRN NONE ORIEN 99.2077 MRIE780 7 70MARRAF ARZ VOR ITKRTNSTOTVALNTTE"EREHF NTM|T PANE 2 br MB gb wenn(- 2:64) e=up0 die Rauffen*) geſteckt, damit die Schaaſe davon nach Belieben und ſo viel ſie wollen, freſſen tön- nen. Gegen Mittag, etwa um 11 Uhr: Tränken| und wieder Wurzelgewächſe, Getreidefrüchte und, Heu, oder Grummet, wie Morgens. Abends, vor der Dämmerung, etwa um 4..0der 5. Uhr, je nah- dem der Tag kürzer oderlänger iſt; Tränken, und, dann Füttern, wie Morgens, und Mittags. Bey dem Abendfutter wird es. ſehr gut ſeyn, ihnen ei- ne Quantität Salz, etwa 1 Loth pr. Stück auf das Wurzelfutter zu ſtreuen, oder auf andere Art beyzubringen, wodurch ihr Appetit noch mehr ge- reißt und etwaigen Unverdauhlichfeiten vorgebeugt, mithin die Maſtung um deſto ſchneller und ſicherer befördert wird. Daß der Branntweinſhlamm, oder das Brant- weinſpühlig, als Maſtfutter bey allen Viehgattungen, folglich auch bey Schaafen angewendet werden kön- ne, iſt wohl keinem Zweifel unterworfen; ob aber das Fleiſch davon loſe, ſchwammig und un- ſchma>haft werde, wie ſolches die Engländer, dieſe verſtändigen und ausgezeichneten Vieh- mäſter behaupten,**) dieß kann ich aus Erfahrung weder bejahen noch verneinen»„ da Iich nie eine Branntweinbrennerey hatte, folglich auch nie im Stande war, irgend einen Verſuch hierüber anzu- ſtellen. Vorausgeſetzt, daß dieſe Behauptung der Engländer ihre ganze Richtigkeit habe, weil may *) Daß ic< die Futterrauffen bey der Stallmaſtung der Schaafe für eben ſo nothwendig und unentbehrtich, als bey der gewöhnlichen Fütterung der Zuchtſchaatfe für höchſt entbehrlich und überfinßig halte, habe ich bereits oben FC. 40. hinlänglich geſagt. X) ſ.Thager's Einleit, zurKenntniß der engl. Landy, m en jymeſſen ſet Pit hindung | und Rat te, und ſo veel ſiunz 1) Freßluf Maſun welde 9 daher me heſch hien dem N Senntn NR Ghaafn glbrauch iſt nah ten als lichen€ eine Son ſchüttt eine 4; his das | Waſſer |Örmmu jium€ ſollen) haſe dah/ ' füſm 8| man einer ſo loyalen Nation do< wohl Glauben Nn veymeſſen muß, ſo glaube ich doch, das dieſer bd- fh| ſen Wirkung des Branntweinſpühligs p durch Ber-| bert y bindung deſſelben mithinlänglichen Wurzelgewächſen "G 0 und Rauhfutter, ſehr leicht vorgebeugt werden könn- Karan) te, und daß alsdann dieſes von den Engländern |. it fo verachtete Futter, um ſo erwünſchter bey der Ma- 4 9. y ſtung werden müſie, da es ſehr geeignet iſt, die ! ny Freßluſt der Thiere zu reizen und eben dadurch die E Gd y Maſtung wirkſamſt zu beſchleunigen. Diejenigen, T ande welche Branntweinbrennereyen beſigen, würden ſich < mij daher meines Erachtens wirklich um das landwirth- 2 vorgeben ſchaftliche Publikum ſehr verdient machen, wenn ſie ;] S und ſchn hierinn comparative Verſuche im Vergleich mit an- m dern Maſtungsarten anſtellen, und zur allgemeinen 8 das Di Kenntniß bringen wollten. D gattun Die Malz- oder Bierträber können bey der «werden ty Schaafmaſtung auch mit nicht geringem Vortheil Ei gebraucht werden. Die Methode, damit zu mäſten Ey undw| iſt nac< einein zu früh verſtorbenen, ſo unermüde- SEnglan)y| ten als vortrefflichen, populären landwirthſchaft- Dten I| lichen Schriftſteller Deutſchlands*) folgende:„Jn [1 Erfah) eine Tonne oder Faß wird eine Lage Malzträber ge- 3 mie m ſchüttet und darauf Salz geſtreuet, al3dann kommt D 1ch nien| eine Lage Gerſte ungeſchrottet und ſo immer fort, (über an! bis das Gefaß voll iſt; darüber wird dann friſches veau) Waſſer gegoſſen. Das trockene Futter dabey iſt abe Grummet. Es muß aber beſtändig friſches Waſſer ma] zum Saufen in Stalle ſtehen.““ Auf dieſe Weiſe 4 ſollen die Frankfurter Metger ihre Schaafe mäſten. pen Zum e Zuchtſgm! Da haven eder ens"45/3.€. Chriſt vom Mätten des Rind- Schwein- Schaaf- und Federviches, Baube( 266; 5 Zum ChHiußſe muß ich noch folgendes über die Stallmaſtung bemerken: ſo ſehr auch bey Zuchtſchaa- fen für die größte„M enge friſcher, ſreyer Luft, und hellen Lichtes, geſorgt werden muß, wenn ſie gedei- hen ſollen, eben ſo ſehr muß bey Maſtſchaafen-- wenn die Maſtung recht von Statten gehen ſoll-- immer für ſchr mäßige Temperatur, und für Ab- haltung des allzuhellen Lichtes möglichſt geſorgt wer- den. Strenge Kälte, ſo wenig ſie auch für die Geſyndheit der Schaafe nachtheilig iſt, ſo einen übeln Einfluß äußert ſie jedoch allezeit auf die Ma- ſtung. Und ſo ſehr der Mangel des Lichtes allen Thie- ren, beſonders aber den Schaafen in Hinſicht auf Geſundheit ſ<ädlich iſt, ſo ſehr befördert er, durch das ruhigere Verhatten des Viehes, das Fettwerden der Thiere. Und vollkommene Geſundheit-- außer in ſo weit ſie zur Maſtung ſelbſt erforderlich iſt-- iſt ja ohnedieß der Zweck beym Mäſten nicht. Denn was iſt auch ſelbſt die Maſtung anders, als eine Art dem Viehe vorſätzlich beygebrachter Krankheit? -- Bey der Wintermaſt der Schaafe wird es alſo immer nüßlich, ja nothwendig ſeyn, einen geſchloſ- ſenen Stall zu haben. Hat man daher eine ge- ſchloſſene Abtheilung für die bey früher Lammzeit fallenden neugebohrnen Lämmer, ſo wird man ſol- *) So fagt Marſ ht au» M; E: WE SEESK *% äußerſt ſhlehte Milcher ſind. Die Franzoſe und Deutſchen haben ebenfalls Rec bekannt=- nur ſehr wenig Mil< geben und zwar Wilh,| immer in dem Verhältniſſe weniger, in welchem ſie 6... ſich mehr den Merinos nähern; da überdieß, dieſes | ſhent) feinwollige Schaafviceh zu ſeinem Gedeihen, hohe, Opt trodene und magere Weiden verlangt, dieſe aber PV(hn) keineswegs geeignet ſind die Milc< zu verinehren; fo amdwirhn iſt es ſehr natürli, daß bey dieſen Schaafracen und M 5 ſchl unter dieſen Umſtänden, das Melken allezeit verderb- EU nen Zu lich werden und einen gleih nachtheiligen Einfluß Dhaben:Y auf die Quantität und Qualität der Wolle ſowohl „-.>* R x" us 3C c/ =S Chat als auf die Lämmer haben müſſe,*) welcher beträcht- 54» es c-- a(ud“4*) Schon die alten Römer merkten, daß bey dem arie- DU. mir)en in mehreren Gegendeit und Comitaten unſeres Baterlatt- EZ, 3, des, deren Weiden ihrer Ueppisfcit und Maſtigteit wp/ halber, ſo wie wegen minder freyer Lirculirung der „“; M Luft u, dgl, fich ebenfalls jür ſein- und fräuswolliges „ZUM) Schaafvieh nicht ſchien, wogegen jie mit vielem Vor- iw theile und reelſem Nußen, eine große Quantität eiu- heimiſcher lang--und grobwolliger Schaafe wirklich er Halten. AO 08) D= dagegen zur Haltung unſerer einheimiſchen Racen vop- zugsweiſe einlaven, welche zwar von Natur ſcon im Stande ſind, ſic) auch ohne Muttermilch mit Futs ter zu ernähren und man höre immer wenigſtens ei- nen Nonath vor ver Begattung damit auf,. ;e üer de wum pähter jih m verungl Lammer | werden wohn 2 wie di fer un Nur) „duwf und währte mende Jenſi jenige, dem( ; [mer| liy bet bloß 3 [ih 90 Euter daz) und| dung E Nenn die Schaafe zu dieſem ſo wichtigen, in das Ganze Ratiy ſh der Sopäferey ſo weſentlim eingreifenden Geſchäfte En Ch wieder hinlänglihe neue Kräfte ſammeln können, A de abm um nicht etwa des Mangels an Ruhe und Erhoh- » anneh, lung wegen, großentheils gälte zu bleiben. Es folgt Mh mit) alſo hieraus, daß ein LIB: Schaafwirth nie 3 indſe über drey Monathe melken laſſen wird, was auch MPN inmer unkundige Schäfer, oder eigennüßige Milch- R pächter dagegen einzuwenden haben mögen. Verſteht Zitigtfih ſich wohl von ſelbſt, daß die Mütter der früher ſchon = höfe) verunglückten, oder fett gemachten und verkauſien ze dihinn) Lämmer, um eben ſo viele Zeit länger gemolken zB liv werden, als ſteihre Jungen fruher und vor der Ent- adfer! SHE der zur Zucht beitimmten Lämmer verlieren. Wahr h- Daß täglich dreymal gemolten werden ſoll und 5 u wie dieß zu geſ Zn hieſiger Gegend, ſo wie überhaupt auf dieſer Seite der Donau, wo man durchgängig Frauswols- liges, zum Theil feines und veredeltes Vieh halt, wird die Milch in großen Schäfereyen, wo gemol- ken wird, meiſtens italiäniſchen Kaſemachern eimer» weiſe überlaſſen, welche jährlich im Frühjahre aus dem Benetianiſchen mit ihren nöthigen Knechten hie- her kommen, dieſe Knechte dann auf ihre verſchie- „denen Milchpachtungen vertheilen, allda den Som- mer über Käſe machen, ſol bey dieſen Racen iſt, mehr als hinlänglich erſetzet; daß aber c) mit dem Melken weder zu frühe angefangen, noch zu lange fortgefahren werde, damit weder die Lämmer no< die Mütter zu Schaden kommen mdö- gen; endlich ad) daß das Melken Morgens mög- lichſt frühe, und Abends möglichſt ſpät vorgenom- men werde, damit die Schaafe je weniger als mög- lich, am Weidegange verlieren. Unter dieſen Be- dingungen nun, wird das Melken hey grobwolli- gen Schaafen ſicher immer mit ſchr beträchtlichem Vortheile verbunden ſeyn, und daher ohne-Beder- ken vorgenommen werden können, ja, wenn man ſeinen Vortheil verſteht, vorgenommen werden müſſen. | Capt“ Nußung der Schaafe auf Wolle, Die Erzielung der Wolle iſt wohl--- Enge land, die Türkey und zum Theil Ungarn und Sie- kenbürgen etwa ausgenommen=- der Sauptzwed, ja FE Ii m y jf| je eur 9! he Gt außlic) ſo net) den Ju erzeugt genden | lich fini tes Oed gefeelt| | Ration gultur, y le.| ſe, un Ws | füße ſchet Fram! ß. e NE tener het| veiſe arbei | Kim daſ ſaſ| Ww] welt lich 220( 255)<= iets AU inn ja ſaft der alleinige Zwe aller Ecbaaſhaltung in : hrung den europäiſchen Ländern. nE IM DENY Ob nun dieſes übermäßige und ausſchlüßli- wie. obeit. S,:423. geſagt. worden=- unter ſei- E. Ih nem Namen., in ÖOſtreih, unweit Wien geſehen [hnlid» habe. )) Jeu Das Gewicht der Wolle hängt von der Dicht- [oder 1) heit, Länge und Fettigkeit derſelben ab; wobey nebſt € 15 ml) der Race, auch die Nahrung keine geringe Rolle. m Vill 0 ſpielet. Man gebe dem auserleſenſten Racethiere = Theilch fümmerliches Strohſutter, und ichſtehe daſür, daß + 8 Chi man weder lange noch fette und. mithin ſicher kei- +. hen ne ſchwere Wolle erhalten wird. Kon fil Daß das Gewicht der Wolle noch weit mehr B ege vom Futter, als von der Race abhänge, habe ich E(die„mich völlig überzeugt. Mein, oben S. 40 bey der DB-.ml Fütterung mit Branntweinſcerb. herausg. v. Thäer. Herr Rud. Andre will, daß ſolche in der Mitte Juny, und wenn fühle Witterung eintritt, erſt Ende- dieſe3s Monaths vorge- nommen werde. ſ, Deſſen Anleitung zur Bet- evdlung des Sc&oren wer- den ſollen. Beydes widerrathe im. Erſteres, weil dieſe zarten Thiere eines guten Pelzes im Herbie und Winter am meiſten bedürfen, und wenn ſie dvſ- ſen ſo ſpät beraubt werden, bey naßkaltem Herbſt- wetter leicht Schaden leiden können 3; das andere aber, weil. die auf dem Schaafviehe ſich im Früh- jahre oft äußerſt häufig vorfindenden Zeeken, wenn die Lämmer nicht geſchoren werden, ſich ſammt- lich auf dieſelben werfen und dieſe armen jungen Thiere ſo abmartern, daß ſie in threm ganzen Wachs- thume aufgehalten werden. Jh ratye daher immer im May oder Juny, gleich, oder doch bald nach der Schur der alten Schaafe, auch die Lämmer zu ſcheeren, ſpäter aber auf keinen Fall eine Schur der Lämmer vorzunehmen, auch da nicht, wo man die Schaaſe zweymahl zu ſcheeren pfleget.=- Man wird mir etwa einwenden, die Lämmerwolle würde auf dieſe Weiſe ſehr geringe ausfallen. Dieß iſt -- wo die Lämmer ſpät. fallen=- ſehr wahr, thut aber nichts zur Sa. Schäferey zu Mannersdof wer- den inveſſen, nach.Nro. 62. der Oekonom. Neuigk 1812. jedesmal vor der Schnr zwey Tage hinter einander it der Laitha geſchwemmt,- ſo viibezweifelt ächte Merinos, und ſo wollreich ſie auc find.-- Auch auf den ſachſt- ſcern EN hene! 1 und zu knauſern, und ſich nur um recht wohyifeile <=enn an) Schrerer umzuſehen, indem man nicht bedenke:, daß Flnlicfaty durch derley Erſparung eines Kreuzers, ja off nur m die D eines halben Kreuzers gewöhnlim mehrere Groſchen Fr ünne, verloren gehen, und nebſibey das arme BVich ganz &:*) by ungewöhnlich leiden muß 3; denn gute Scherre: wol- Ee ſry len auc<, wie ſchr natürlich, beſſer als ſchlechte be- reine bezahlt ſeyn, ſchlechte aber können axc< nur ſehr » er Duchy ſchlechte Arbeit verrichten. Nicht genug, daß ſie EE ienZu threr Ungeſchicklichfeit wegen, oft ganze Streifen in Wolle an verſchiedenen Theilen des Biehes ſtehen laſen, ſo daß es gar nicht ohne Ärger anzuſehen iſt, ſo peinigen und martern ſie auch das arme Vieh, Eight eben dieſer ihrer Unfunde wegen, gar gewaltig ab, Sucht. M ja ſie ſtechen und zwicken daſſelbe oſt am ganzen age mö Leibe ſo jämmerlich, daß es beynahe einen Stein 19 je) erbarmen möchte. I< würde daher immer lieber „ig zur du doppeltes Scheererlohn geben, als mein Sce zu ſchaffen, müſ- ſen auch eigene Wolleträger angeſtellt werden, wo- zu etwas erwachſene Kinder immer hinlänglich brauch- bar ſeyn werden. Auch iſt es bey großen Schäfereyen nothwen- dig, daß ein eigener Screrenſchleifer, oder ein ; Mann, unn, X Welt 17 (ichen 1D jewordm ten we vorzugn Vollei | werdeu jm uF BEND€ | ſichen j7 | Ni | ſind ald aud) qt - vnn | m!-5 mare dürfen 1 Cigenth's rn vo un) nidg daß fie 1 Ihnen€ dem, 1 Hand a] 6 697) |(tet, 1 piſc eniwebo Weit un) W Z ur| Juhy =(UÜWidrigh) BB n ſchr ly Beſt=- ij" Dden inh D, Wh" Binden, 0 Den, die| ES eim Fit, > Den Finn Zol) hte 1| - KENN' FSnden Im! Met die V) Aout; m Sine fn M 7 etwas)| ED elit weh D qaſer =S damit) Svend| = NNEN werde| : zreinligin 4» niht| KN al ds) Eſſel„mw erden, aid hr 3 || 4 + NOE +; der m Man) Mann, der mit dem SHleifen gut umgehen kann, ( ) beſtellt werde, deſſen Arbeit in niehts Anderin zu ten werde. Bey der Operation des Scheerens ſelbſt iſt vorzüglich auf zwey Punkte zu achten: 1) Daß die Wolle ſo glatt als möglich vom Thiere abgenommen werde und nicht etwa ſogenannte Würſte oder Strei- fen zurück„bleiben; und 2) daß das Thier, ſo viel nur immer möglich, ni ſo unbändig feyn, daß es ſich in ungebundenen Zuſtande die Wolle des Unterleibes dur 4 1; Wielt dazu verwenden kann, und weil man dieſe Mar- Tu die Pul ken, wenn man ſie einmal gemacht hat, mehrere | uſreh Jahre hindurch benutzen kann.:; Sunbird| Daß während der ganzen Schur überhaupt ſehr er nde| gute Aufficht gehalten und beſonders auch darauf «| c.-% Lieg geſehen werden müſſe, daß die Scheerer, wenn ſie j vielleicht aewiſſenlos genug dazu“ waren, nicht et- lol EO PZR EH E W wa diebiſcherweiſe ihre Taſchen, mit Wolle vollſto- pfen, um ſie hernach verkaufen zu können, verſteht ſich wohl von ſelbſt, und braucht nicht erſt geſagt 5 Gu] zu werden. 5 LEE. ec. mm Nach der Schur wird es immer ſehr nußlich ( 5 2 4;.- Sid ſeyn, an einem beitern warmen Tage die Schaafe ret rein zu baden und zu waſchen, weil in die- fein von Wolle entblößten Zuſtande, die Haut ant beſten gereiniget werden kann, welches doch, wie Jedermann leicht einſicht, zum Gedeihen der Thie- re weſentlich beytragen muß. In dieſer Periode und zwar eine geraume Zeit lang nach der Schur, bis nämlich die Wolle wie- der eine beträchtliche Länge erreicht hat, muß das Schaafvieh vor großer Hiße ſowohl, als vor kal- ter Räſſe möglichſt geſchüßt und reichlich genährt werden. Mitunter eine geringe Quantität an Ge- treide=-- vorzüglich an gebrochenem Mais=-- wenn man ſolcung, im zweyten äber dem 14[ieh Mottenfraße ausgeſesßt werden würde. Ein troe- ws nes, kühles hinlänglich luftiges Gewölbe wird da- her immer der beſte Ort zu dieſem Zwecke ſeyn. Auch da aber muß möglichſt geſorat werden, daß die Wollſä>e weder die bloßen Wände, noch viel 3 weniger aber die bloße Erde oder den Fißboden be- Ne kSnne rühren. Nuch müſſen ſie öfters im Jahre uingewen-„E det und umgelegt werden, um das Verſto>en der“V Wolle ſicher zu verhindern. Daß die Wolle bey der ve ve Schür und Einſackung völlig troken ſeyn müſſe, H | wenn ſie nicht verſtocken ſoll, verſteht ſich wohl von 1000 ſelbſt. N 20Y Ob übrigens die Wolle, wie Hr. Gerie*) Hf will,=- ohne mehrerer anderer, weniger bedeiten- en der und minder praktiſcher Schriftſteller zu gedenken Virlung] -- durch das Liegen immer am Gewichte verliere, 4 iN oder, ob dieß, wie Hr. Hubert**) behauptet, ein 0 VBor- Andmiſt Zur,) j! Anz) *) 5: Deſſen prakt. Anleit. zur Führung der WirthſH. hi, jond **) Ff. Deſſen Wartung, Zucht, und Pflege der Schaafe. füg:(6 S Gel)() |(10 fey E ſchlendm 1 fam fey Si, diy E, Stv Yl der an;| S:! Wt lim!| S7 Out JS dber de Ein td; (257 wir)) Wede"| DB rden,) =; nog" = ßboden W“ IE tingelt Sitoden 16 Sl! bey FF yn müſe, -. wohl wt Werde Mie| BD gedenfet| > 45" || -- Ke) Boruitheil ſey 3. da vielmehr. während dem Liegen dur< das Eindringen.der Luft das Gewicht der Wolle vermehrt wird, dieß- laſſe ich vnentſchieden dahin gejiellt ſeyn, weil dieſe Herren beyde aus Er- fahrung zu reden behaupten, ich ober mir jnicht zutraue hierinn GER Erfahrungen gemacht zu haben, um darüber entſcheiden zu können. Die Meinung des Herrn Geri>e möchte indeſſen doch wohl den Vorzug verdienen z denn ich geſtehe, daß ich durchaus nicht begreife, wie die Wolle, wenn ſie anders an einem tro&nen Orie liegt=- wo ſie doch liegen muß, wenn ſie nicht verderben ſoll=- durch das Liegen vnd das Eindringen der aus- troFnenden Luft, am Gewichte zunehinen könne. Weviie Nußung der Schaafe auf Dünger. Die vierte, gar nicht unbeträchtliche Nußung der Schaafe, welche allein ſchon die Schaafhaltung empfehlungswürdig machen könnte, iſt die, auf Dünger. Daß der Scaafmiſt ein ganz vorzüglicher Dünger ſey und daß er auf manchen, beſonders kaltgrundigen Feldern, alle andern Düngerarten an Wirkung übertreffe, das er ſeine Wirkung früher, wie andere Dünger äußere, an Nachhaltigkeit und Dauer der Wirkung aber, doch mehrentheils gutem Rindmiſte nachſtehe; dieß weiß wohl jeder gemeine Bauer, der Gelegenheit hatte, den Schaafmiſt als Dünger zu verſuchen. Ruch gehört dieß nicht hie- her, jondern in die Le;re von dem Ackerbaue. Nun fag: ſ<'s aber, wie viel denn eine beſtimmte An- zahl ==. AU4042)> "FEE 27 zahl ESdhaafe vermögend ſey, uns dieſes guten Düm- VES erſchaffen? DE j In."nſehung des Stealldüngers der Schaafe ſind die Meinungen verſchiedener landwirthſchaftli- wen Gchriftſieller verſmieden. Dieß iſt wohl auch ſehr natürlich, weil die Quantität des Drngers im- mor mit dem Futter, mit der Stroue und mit der An- und Abweſenheit des Viehes im Verhältniſſe ftehot. Denn je reichlicher und kraftiger>' oder je ſparſamer und kraftloſer die Schaafe gefättert wey» den, je häufiger, oder je ſpärliher ihnen einge- ſtreuet wird, je mehr, oder je weniger Zeit ſie im GStalle zubringen, deſto mehr, oder deſto weniger Dünger werden ſie auch lieſern.- Indeſſen glaube ic) voch nach meinen eigenen geringen Erfahrungen und Beobachtungen mit ziemlicher Gewißheit-- wenigſtens mit größter Wahrſcheinlichkeit= annch- „men zu können, daß 1000 Stü Schaafe, die den Winter größtentheils im Stalle zubringen und auch im Sommer des Nachts regelmäßig zu Hauſe gehalten werden, die überdieß reichlich gefüttert und geſtreuet werden, wenigſtens das ganze Jahr hin- durch, für eine 100 Metzen Area= 60,000 Wie- ner[] Klafter(folglich 100 St. Schaafe für eine )0 Metzen Area= 6000[]?; 10 Stü für eine 1 Meßen Area= 600[7]; und 1 Stück für eine 75 Meten Area= 60[]*) hinlänglichen Dünger liefern können. Bey der Pferchung geben nach Thaer*) auf einem Wiener Joße= 1600[] Klaſter, täglich 2,700 reren nnn= demrmeem „> 4 [. Deſſen Grundſäge der rationellen Landwirchſchaft. EnyE den(M 9 0) in Endy immer 19 antun ſe zu echt ale erde (if, wenn ft, fh. Ie on! „und Dyrr len, da Poles 1 D:* Suren Dy 'E* der Chy D'withihyg iſi wohl y DK Dingens;| x INN mit! DU Verb Wc, ow" Moeſätiot SE ihnen 1 8 eit| ] | - Sr .„aum(ik): BD Crfohm!| BP ewißhu! Sit--im 3 ode| „Ftbringeny 8! zugt Sqefüttet mme Jahr) T0,0001 Fciafe fir! 4) Gif 81 Git)| GY inlänglh P aer) PD ter, ti! 8 2,70 8. E € 2 T 1dwirch! --(3085)= 2700 St. Schaafe eine ſchwache; 4050 St, eine mittlere; und 5,400 St. eine ſtarke Düngung, ſo daß auf ein Stück im erſten Falle, etwas über 21, im zweyten circa 14, und im dritten circa 20%[] Fuß täglich zu bedüngen fominen. BERTA SII INNOS ISS DD CD EZ PID IEDIE IIDEL LECH TED Reh tes Kapitel. Krankheiten der Schaafe. G 46. Sorgfalt des Landwirths in Hinſicht auf den Geſundheitszuſtand ſeiner Schaafe. D: erſte Sorge jedes denkenden und conſequen- ten Landwirths wird zwar allezeit ſeyn, ſo viel nur immer möglich, durch richtige und zwedmäßtge Be- handlung und Pflege die Geſundheit ſeiner Gmäßige Mittel, wo möglich zu bei- „Jen, oder bey der Unmöglichfeit der Seilung, ſich ſolches unheilbaren Viehes haldigſt zu entledigen. "MFR Is. 37% 10 NIFU7%) NUS-N47 Ga( 306-) SEN S. 47: Kennzeichen des geſunden Schaafvich's. Trägt das Schaaf den Kopf“hoch ,- ſind.deſz ſen Ohren weder ungewöhnlich falt nom warm, "hat es einen muntern,- geſchäftigen Gang, und ci- gen“ lebhaften..Bli>, iſt das Weiße in den Au- gen-von glänzend- bläulich- weißer, ſo wie die "Adern in denſelben, und die Augendrüſen(von 'den Schäfern der Kern genannt)'von lebhaft rother Farbe, iſt-die Naſe zwar feucht aber nicht triefend, oder mit rotzähnlichen Schleime gefüllt/"iſt das Maul und Zahnfleiſch ſchön roth geſärbt, der Athem frey und leicht, und nicht übel riechend, ſit die Wolle än. dem Körper feſt, iſt die Haut ſchön röth- lich„rein.„und. frep von Geſchwüren aller Art, iſt ſie weich und. geſchmeidig. anzufühlen, und läßt ſie ſich.nur mit Mühe von dem Rücken trennen, frißt das Schaaf mit gutem Appetit und wiederkauet es„gehö- rig, zeigt es Kraftfülle, und ſträubt es ſich, wenn man es bey einem der hintern Füße abfängt, ſo - daß man es kaum erhalten kann;. ſo darf man auch verſühert“ ſeyn, daß es wirklich zeſund iſi. | 19040) 168% 48: Kennzeichen des kranken Schaafvich's Läßt hingegen das Schaaf den Kopf hängen, hat es ungewöhnlich. Falte oder heiße Ohren, einen znatten ſ 38 1).Man hüthe die Schgafe vor jedem. ſcen iſt=- immer befunden werden wird. ſ. oben Kap. IV. 8. 29 und.30 und Kap. Vl- Y. 36. Sind ſie bisher aus. übertriebener und miß- verſtandener Sorgſalt vor dem geringſten Thaue, wie vor einem tödtlichen Gifte verwahrt worden, ſo hüthe man ſich dieſelben,=- wenigſtens anfäng- lich=- eben ſo ſorgfältig bey Thaue weiden zu laſ- ſen, nicht als ob der Thau wirklich ein Gift ware -- woran ich aus Erfahrung unmögli< glauben Fann=- ſondern weil jeder plößliche Wechſel ein wahres Giſt für alle Thiere, beſonders für die Schaafe iſt, und weil man ſelbſt eine beſſere und zwe&mäßigere Behandlung nie anders als allmah- lig einführen darf, wenn man nicht die Geſund- heit ſeines Viehes untergraben will. Daß der plöß- liche Wechſel zwiſchen ſaſtiger und dürrer, guter und ſchlechter, kräftiger und kraftloſer Nahrung einen äuſerſt nachtheiligen Einfluß auf die Schaa- fe habe, und daher möglichſt vermieden werden müſ- ſe, habe ich hinlänglich oben Kap. V1. 8. 37- 1 40, ſo wie an. mehreren Orten dieſes Werkes ges ſagt.. Ich bin auch von dem großen Nachtheile dieſes plößlichen Nahrungswechſels ſo ſehr überzeugt, daß im glaube, daß bey weitem zu den meiſten Kranfheiten. derSchaafe, der. Grund einzig und allein hiedurch gelegt werde, und daß wir oft ſehr iirig im 10 Huld IE ynngs vmeſte! unſere 713 Hinſh36 [V] 329 eu vn) 041) mange Im | ihelſerl8 | | | | wede(A veſchels Chun! qmüße 13 zur OI iO, we weden6 mvs ſcr'ws man ad in Hin 3 heit Deſay ſein| nen viel es wohls Weils 4 leit der| jug,| Chaſe; Wetiger Fam ie | aug Vert hrung,) Ww, aneh Haren, Ey! 3 verſtanden |: forofelt) 5 ſolche 11 unſhl - Wenn| Aoerden 1 Cap. VI Sr und 1) Siien Zhu) Zt woda = ins auf) eden zu) > iſt! =) alot) (Wehhſt0 gis füll eſſere 1 els alm) » Geſu > f deit! Strohe== ſo ſehr verzehrt, fo ſehr vermindert, daß| 4 P0! zuleßt unmöglich die Verdauung gehörig vor ſich| ie gehen, daher unmögli< guter, flüßiger, milc EEE ENEENGEEE 4=> T6811.3 zwr | völlige 6)| AE LME 132.000 deit,| Seaifhoilen Thür und Thor geöffnet werden„muſi.« ſolcher),| Daß dieſe meine Meinung gegen jene mancher deut»- ch Wu| ſcher Schriftſteller gar gewaltig abſticht,. iſt zwar 1 dem Ni wahr; aber iſt es meine Schuld„. daß einige Deut- 1*) Rehn ſche*) die Ratur ſo ſehr zu meiſtern fim erfrehßen, (Sache 4. daß ſie ſogar in allem Ernſte den pedantiſ mindert)!|,-- ir 4*) Man verſtehe mich, und beſchuldige mich. nicht mit WH|; DIGE Ih ſpreche hier nur von einzelnen Gliedern, 177 mill' PN SEHEENE Ganzen einer ehrwürdigen Nation> )| en voti j ürdige| ME"72ENRE CE RNHFIER 087 40 Jes ut SIT Deutſchen, ſondern allen Nationen der Erde angehören. türli 400 So pedantiſch auch übrigens dieſer Vorſchlag iſt und Frak a Kt 5 auch=- wenigſtens im Großen==> je aus- | geführt werden wird oder kann, ſo trage ich.do ide hom Plößlteh KEG durchpeiniget, vis. ſie wieder eben fo „zd rum! EEE Di| PER Ueberfluß des Frühkings verſetzt wer? 5 iſe. Nb n lestece iſt immer höc omunernb ſ- Deſſen vfters erwäahntes Werk+ Instruction Sur 1a ven Mh, AU SILTOUE d elever& de pexfectioner les bäres a leine&c. uh WW Wie übrigens dieſe ſo eichtige Warnung mit ſeinem ſon- Ei„derbaven, von unſern Pethe ſo ſchön copirten und ver- 3) mehrten Entfeuchtungs8-und RusgtroFaungs==Syſteme der 4 Schaafe übereinſtimmt begreife ich freylich nicht. FEE Db„AS EBE SUD GRSUSEREUG WAHN, ANS AWEINT DOEN NNEN 177775 STIRSTABRT KTL3E7P7 1 8TE AN BESKIDEN EINEIN, NP I: 70109101. NAEYMEU 1991 7.0195N1 1175, 0N1 01090071 94002, 191 7117111 117001900 FWP MITO f y « ta ms 03 Nz drr fbbpfe ihren mit grüner ſaftiger Nahrung üpprz prangenden Tiſch ſo freygebig darbiethet, und un» ſere guten Wolleträger ſo freundlich einlädet, an demſelben Theil Zir IPP 2 0927 20058 Dagegen freuet es mich in dem Innerſten meiner Seele, daß dieſe meine Meinung zufälliger Weiſe mit jener zweyer meiner Landslente übereinſtimmt. Die eine iſt die des Herrn Nagyväthy*) der eben ſo wie im, und aus eben angeführten Gründen das langwierige Füttern der Schaafe mit bloßem Rauhs- futter für ſchädlich halt; die andere iſt diejenige jenes großen Mannes,**) deſſen Nameit man nur mit Ehrfurcht nennen 58 und der in unſern Annalen nie verlöſchen wird. Dieſer ſagt in ſeiner Inſtruction zu ſeinen Wirthſchafts8beam- ten:„Die Schaafe müſſen auch bey der größten Käl- te, wenn nur der Schnee nicht zu groß iſt, auf die ſeſtzefrornen Winterſaaten, oder andere Weiden ausgetrieben werden, weil die grüne ſaftige Nah- rung das Blut u Thiere reiniget, und ſolche Ddadur<. vor. den, Frühlingsſeuchen verwahret.“ Und ebendaſelbſt an einem andern Orte:„Die Schaa- fe müſſen bey trodenem Froſte auf die Roggenſaa- fen getrieben ME welches ſie von den Egeln rei- 27) ſ. Deſſen: Szorgalmatos m2zei Gazda; Ein von dein würdigen und anfpruchloſen Verfaſſer-- wie mir ſcheint= nur flüchtig hingeworfenes, do< äußerſt merkwürdiges und intereſſantes Werk, an den man. manches Vortrefliche und Originelle nicht verkennen kann, und mit welchem die Werke unſerer anmaßenden Univerſaliſten Rumy und Pethe auch nicht von fern einen Verglei a) aushalten können.“ »*)"unſers bekannten thätigen und einſichtsvollen Aarouo- men, des Grafen Georg Feſtetics v. Toluna zu Keßthely. en> wenn(ID weng? dvs 7 währ DV dünn.> 16.8.0008 ſin | 198 19? (4 “8 und? Tuch 18) wel ſurdh16 | OcinäD ſuduG w Gum94 - ſhinn be manga ſch vA dureh+ laſſe, 151 und mf| Auth(As ſolh vo! weden gs Y 0. da Ed J img ohe 1 < T“ 2 4 T emm eren 8 Enn EE u A Xe tus|| reinigt.“ Und wieder anderswo. in demſciben Wer- We und u]| Beizi Benn Fein: Ganee,, und da 45 troJenes einde,| Vetter iſt, ſo treibe man die.Schzafe wenigſtens " Ih|| ein paar Stunden lang des Tages hinans 3; denn " Geile) wenn ſie aum ſonſt nichts zu freſſen finden, als et- |: mit m| wa einige zarte.Zweighen, ſo wird ihnen doch auh tf, Jie| dieß zur Geſundheit dienlicher ſeyn, als unmer- "der ee währendes dürrcs Futter, weil es das Blut ver- Jründen) dünnt.-- Den ſpaniſchen EINAGTen Zuup man al- oßem yz Je 8 oder 10-Tage geſauerte Kohlblätier, Kohi« 2 iſt dien ſtrünke, Möhren, Rüben, Kartoffeln u. dgl. faf- ſſen Ny tiges Futter mit Heu geben.“ “und da 3) Man füttere und warte die Widder wäh ."Dieſer rend der Begattung, und die Mütter während der I ſchaft3hw Trächtigkeit und des Säugens ganz deſonders gut, 3 größten] weil dieß nicht nur auf die Erhaltung der Ge- y iſt, ſundheit dieſer Thiere ſelbſt, ſondern auch auf die ere M-„Geſundheit und Kraftfülle der zu erzeugenden De- aftige 3)| 1.6 den mächtigſten Einfluß Haf. 2"und(W|) Man hüthe ſih den Sc Ieh, IM ſchenhaaren u. dal. ansräuchern ſolle, von welchen g einellht Räuchereyen ſie Wunderwerke erwarten ,/ und womit ſie | der(: nicht exiſtirenden!) gefährlihen Scaafpeſt ] X:? chen fim ſowohl, als einer Menge- anderer Kraniheiten e.Gt) vorgebeugt wiſſen wollen. Daß dur< dieſe ſo eben hren)!- genannten Rauchwerke die Luft unerträglich angeſtänfert 3 ihnen 0 werden müſſe ,-begreife ich ſehr wohl, wie ſic aber. da- „im Gow durch verbeſſert und gereinigt werde, dieß begreife ich enig kw! wahrlich nicht. Mahn ſorge nur für hinlängtiche freve 1.6 Luft, ſo wie ſie Mutter Natur giebt/ und- ich fiehe „rigen Dt dafyr, daß man ohne alle Kün ſtlekeyen und Nau- 3öthig ſ,“1 peil zu begränzt ſind, als daß-uns nicht Manchrs, was "“ 4 zum Gedeihen der Thiere anzuwenden, oder abzu- j96; y wenden wäre, entſchlüpfen ſolite, ſo kann ih nicht Ke umhin, auch das Nöthige von der Erkenntniß und p'? i. Heilung“ der bey dem Schaafvirhe ſich ereignenden, Bp.) gewöhnlichſten Krankheiten zu ſagen. Ä>.& E| ZD. a) Die Faule oder: Faulfrankheit, auch Egelkranibeit. e 3». Unmögli< kann ich mich enthalten, das, was haft) Yater Thaer in ſeinem Handbuch: für die ſfeinwol- p iti, lige Schaafzucht ſo ſchön, ſo gründlich über dieſe “! ſ in Zt fichtöteqt cafe zu fü 2ER) ſind, bi e En. Z E65 D - Put ſftäter Geſundheit ſey, und am allerwenigſten von Seu- «der 10 WRT SRT TOEENTAEITEENT PERNER WEN kü HERST SIHD KTN) EUNN DONDE 5 WII EHI AE in'!fo mancher Hinſicht noF ſo ſchr in Dunkel ges ville Krankheit ſagt, hier wörtlich einzurücken, und mir höchſiens hie und da eine Anmeitung zu erlauben ,“ weil ich völlig überzeugt bin, daß ich auf feine andere Weiſe, als auf eben dieſe dem lands wikhſchaftlihen Publikum, beſſer dienen kann. „Es iſt dabey= ſagt derſclbe=- keine Er- ſcheinung, die nach mediciniſen, ſcheinen da» a eben| her nichts weiter als Symptome der Fäule zu ſeyn., Sher 4. I**) Dieſer Nahme“ entſtand. daher, weil man vdr Zei- UE ien fabelte, daß dieſe Würmer aus den kleinen Waſſcr- EN jepn fu. ſchnefen entſtünden ,/, die man ſo häufig an den Süm- » Ort) pfen- findet“, und welche die Scaafe entweder mit deu aeh.. Sumpfgräſern verſc«iim ten, und ihre Entſtehung. dadurch erklärt, daß die GShaafe den Gaamen derſelben an ſumpfigen Stel- len einnehmen.- Allein dieſe Inſekten ſind den GSchaaſen angeboren und natürlich, und ſie finden ſiH auch in der Leber völlig geſunder Schaafe, wenn gleich in geringerer Menge. Go wie wir aber allgemein finden, daß die einem gewiſſen Thie- re eigenen und angebornen. Inſekten und Gewuür»- mer ſim ſtärker vermehren, wenn die Lebenskraft des ZThieres, beſonders in den Organen wo ſie ihren Sitz haben, geſchwächt iſtz ſo iſt das auch hier der Fallt*). 1) Dieſe Krankheitwird-en, oder ihrer Brut entſiehe.f. deſſen Unterr. von Schaafen, und Schäfereyen. Die Egeln ſind alſo bloß eine Folge der geſ 2 [ing bringen. Man nennt ſie daher auch das Verhü- In je) v thetſeyn.-Ob ſie auß vom ſchimmlichten, dum MEH) pfigen Futter entſtehe,*) oder ob dieſes nur an- W 0] dere Krankheiten erzeuge, mit denen man dieſe vers | Äh wechſelt hat, iſt zweiſelhaft. Einige haben ſie be- Eriſel ſondern Pflanzen, die an ſumpfigen Orten wach» Eid 6. ſen beygemeſſen: der Krötendbinſe, der Ranunkel, u. > vy| ſ. f. aber mit Unrecht!== Wie die Sumpfſtellen = my| wirken, will ich nicht entſcheiden; es iſt mir aber 87 W wahrſcheinlim, daß es dur< die ſich daſelbſt ent- FI 269 wicdelnden Gaſe, welche lähmend auf die Lebens- Dond--) organe wirken, geſ othwend) entſiehet, und daß mait oſt DE die Weide beſchu!diget, die Gebur während man dieſe boſe Krant heit ſelbſt durch ſchlechte eder Fiu| oder verkehrte und un verſtändige Fütterung herbey- ge- E maß| 39gen hat, weil der 1EPH berührte ſchnelte und ploßs- er-W en, Jahrungswechſel, ſo wie kraft- und nahrungslo- 3„eudt,"M ſes Futter ſicher allzeit nachtheitig aufdie BVerdauungs- Sommet, vrgane wirfet, in deren Schwächung do cinzig und =)„die„allein dieſe Krankheit ihren Sitz hat. 5 eine Gn|**) Beſonders d da ſoiche Stellen den Schaafen auf drey- S feln zu fache Art gefäl grlich ſind: durc) die ſchlammige 2 IDE» Der Wirz durcy das fanle Waſſer, und durc< die boſen-Aus- 401 dunfſtungen. p': X Sea ener enen EE Ver WEED In pu ſehr befördert, wogegen tro&ene, warme Witterung hohe, aromatiſche Weide, den er' en Anſaß ders- ſelben wohl zu überwinden vermögen.“ „Die Krankheit iſt, ſobald ſie zu einem be- trächttichen Grade gekommen, ſo daß, auch der Unaufmerkſame ſie beachtet, wahrſcheinlich unheil- bar. Bey. ihrer erſten Entſtehung ſcheint Hülfe möglich zu ſeyn, wenn man die Heerde deſto vor- ſihtiger nur auf hohen Weiden halt, wo beſonders aromatiſche Kräuter, Thymian und Pimpinelle wach- ſen, auch wie einige, nicht ohne Wahrſche:nlichkeit vortheilhaft geſunden haben wollen, in mit Wa» e aus Wacholderbeeren, Wermuth, Reinſarren, Kardobenedikten, Salvey, Gentiana, Angelika- wurzel, Weiderinde und andern bittern und aro- matiſchen Kräutern, die man haben kann, mit Schrott und Salz, oder giebt ihnen davon täg- lich etwas ein, ehe ſie des Morges ausgehen, falls ſie *) So ſagt Herr Leopoldt, daß ſie ſic mit reinem Ha- fer erhohlen und ausheilen, daß äber alle die zu Srun- de gehen“, die feinen Hafer mehr freſſen wollen. ſ« Riem. Leopoldt. Landwirthſchaft. **) Von dieſen wilden Kaſtanien wolien auch noh Meh- rere ſehr qute Wirkungen gegen dieſe Krantheit ver- ſpübrt haben, und empfehlen ſie daher als ein probates Präſervatiomttel wider die Fanle Gie müſſen zu dieſem Zwecte in einem Backofen gedörrt, ſodann ge- ſchrottet und mit Salz vermiſcht den Schaajen vorge- geben werden. 7 je der EI y-- jQ! ß often 1937 vemmeeaikeie SI,| 3) X diw02 | Krain heit nich IN:- nit48 für v T hier 19 1,)"R, val „, Nit) its; DOW 37) „fm | | | 1ie quem unte jm wennd gs Tah Ie Veda: eige en tm ED - ; 8 zu) H e 11 reihe Rohr (mp Qn] Z; Won) er =S(09292) u Tie Witte| tn Anis ſie der Inſtinkt nicht ſelbſt daran zu leFen treibt, Mb)- Wahrſcheinlich iſt das Eiſen eins der wirk- Bu eml ſa ſten Mittel gegen IG Krankheit, doch 05 Zz 1 h daß aus| Peinlich ih 1 ſcheint 4 *x) Zur Abführung der dieſe Schwächung der Ver- dauungsorgane verurſachenden, eiwa nom verhandenen „DU deſiny Kranfkheitsſtofſſe möchte wohl im erſten Anfage der Kranks- E| wo beſy) heit eine Beymiſchung von Bitier-oder Glauberſalz BS nvinelen nicht ohne Wirkung ſeyn. Die beyden Abführungs- < DIe mittel, die unſex Tolnay bey der Waſſerſucht, die er Ar ſcheinht! fiir eine beſondere Krankheit halt, angiebt, durften Din mit hier wohl auch mi: Rugen gebraucht werden können: NW: 1.) Nimm gevülvertes rohes Spießglas 1 Drachme Deh ſchi gemeines Küchenſalz 1 Unze E ftiges ju vermiſche es, und gieb es dem Schaafe zu lecken« HENN 2.) Nimm pulver, Alantwurzel Z 19 Rohit Yſop von jedem 2 Unzeit Eg man(| Gepuülvertes rohes Spießgläs Ene Gall Schwefeiblumen von jeden 1/2 Unze penn gereinigten Salpeter, oder Reinſan!: vitrioliſirten EAN; 3 Drach«s |/ j gemeinen Honig, ſo viel als nöthig P/ 4. Mache hieraus 156 weiche Latwerge, und gieb täglich Mem un 3 große Eßlöffel voll.(ſ. Al. Tolnay's8Artis veterina= J Fann,| rix Compendium pathologicum&c. auch deutſch ED van j unter dem Titel:.-Praktiſches Handbu<4 der 3 avon» Erfenntniß und Heilung der Sea..yen, gögehen Contagionen,undder vorzuglichſten ſpo- j radiſchen KrankfheitenderRindec, Pfer- de, Schaafe, Schweine u. d. Hundswutb, TPE BONEL(173 1 V.9 NLSISE0DUEN 0/f- DINE EU X: Alle Arzneymittel werden aber wenig oder nichts(ruhten, „M wenn man uicht mit kräftiger und leicht verdauticher [ 30 Nahrung zu Hilfe kommt, um den geſchwächten ediezu 9 Verdanunasorgauen aufzuhelfen- worinn die Krankheit gm wohn eigentlich. ihren Sitß hat. IMH ra:he alſo den Patien- nſt M. kein nebſt einer guten kräftigen Weide-- wenn es NUNN zur Zeit it-- eine gute NVortion Hafer, oIct== wels NE! ich Feine beſtimmte damit angeſtellte Verſuche,*) Man könnte fein gepülvertes und geſiebtes Eiſen zu 3-4. Granen mit bittern Kräutern geben, oder weinſieinſaures Eiſen( Eiſenkugeln, die man aus der Apotheke erhält) zu 5 Gran in Waſſer aufgelöſt täglich auf das Stück, und mit der Do- ſis ſteigen, 14 Tage lang, und 14 Tage ausge- NeBTEe: „Iſt die Krankheit vor der Einwinterung ent- ſchieden, ſo iſt nichts anders zu thun, als die Thiere ſchnell fett zu machen, und zu ſchlachten, weil man durchaus keine Hoffnung hat ſie durchzu- bringen.“ „AnſteFend iſt die Krankheit offenbar nicht**) beſten Heue ſeyn müſſe, und daß ſolche Schaafe durch- aus fein Stroh befommen dürfen, verſieht fich wohl von ſelbſt.: 2) Etwas ſyärer indeſſen, als Herr Thaer dießſchrieb, ſoll einer unſerer Landsleute, Herr Steeger zu Neudorf bey Verebely im Barſchen Comitat, Berfuche mit die- ſer Eiſenfür gemacht haben, aber= wie er ſagt=- ohne Erfolg. ſ. Andre's Okonom. Neuigk. J. TIS 11FAS BUN MONATS +: Dieſer Weinung bin ic< auch, habe auc) noh nie. das Gegentheil beobachtet, wiewohl einige= wie z. B. Herr Rohlwes in ſeinen Receptbuch für Schäfer=- bev- hachtet haben wollen, daß ſieiwirklich anſteckend ſey. Dieß mag auch Veranlaſſung gegeben haben, daß der ſo aufrich- tige, und ſicher wiſſentlich keine Unwahrheit ſagende Graf v. Harrach, ſo wieſchon vor ihm der wurdige Schwede Haſtfer eine ganz eigene Krankheit bilden- und von der ſo gefährlichen und anſiefenden Peſt der Schäa- fe reden, welches ihnen wieder andere ſo gelehrig nach- geſchrieben, und wohl noc) mit Vorſichtsregeln- gegeit die Berbreitung dieſer fürchterlich verheerenden(überall nicht exiſtirenden) Krankheit ansgeſchmückt, und aanz ernſilich gerathen haben, die ſolcher Geſialt geſtorbe- nen Thiere mit Haut. unnd Haaren zu vergraben.+) iſ--Gotthardts Wartung/ Pflege undBe- OEG 2(SIGN CEGIZER 6(425 | | u 7: LE Junit 0'222 jf der Ft jen an ED) ſehen M Amtmilß! (nech 401. Nufelbft 1 mit(„9| ſna zur 195) izzzmewenttts"DEE x. 34 jn unte m ear 790 fly WRE! lih 107) ge 01900 lich 831 lie 4X mit 09 1 was Gh» ſmh99 aer Yb def 8 heit 38 Ghafys! NE 1 mir Tp Weide Men?. ven Cea N ig Name fn eim Nena erſuche,)| p(ebtes(iy Stern gehn A die| 4 in Yi) p mit der 3, STe au) Einterung En, al) 4 ſchlahn! ane dynhy var nit Shaafe di! = ht fich 1) = bſcrie, = zu Re, =zihe mitt! cer ſahi- WE ei4) = nod ni wie zs =iifer= 1 «108, <> 1 ſo auſt? igendt O1 page Gm" den» 1 'ehrig m) E«deln geg p den(üb "7 und qu =3[t gefun z„rgraben,) 39 ED: und8s . wes j ET EESSEHONONN DEO ER OON DERLEI 16 2420007 Pug =(325)= und es trifft ſich oft, daß ein Theil der Heerde damit befallen iſt, ein anderer nicht. Zuweilen iſt der größte Theil geſund, und nur wenige lei- den an der Krankheit, und aufrichtige Schäfer ge- ſtehen es dann, daß es ſolche ſind, die das Schic>- Fal an ſumpfige Stellen hingeführt hatte.“ Herr Blumenwitz, fürſtl. Lichtenſteiniſcher Amtmann zu Rabensburg in Dſterreich, gebrauchte (nach Andres ökonom. Neuigk.) als im J. 1808. daſelbſt in der fürſtl. Schäferey die Fäule einriß, mit beſtem Erfolge dagegen die von Herrn Dr. Peſ- ſina zur Heilung der Löſerdürre des Rindviehes ane ge“ I< wenigſtens habe noF nie etwas von einer Peſt anter den Schaafen geſchen. Jmäßigſte Miſchung der Salzſäure mit Waſſer als Trank fand. er in folgendem Verhältniſſe: a) Bey Schaafen, die einen mindern Grad Der Krankheit äußern: 1 Loth Salzſäure auf 12 bis'z Maaß Waſſer; b) bey Schaafen die einen ſtärkern Grad dieſer Krankheit äußern: 1 Loth Salzſäure auf 1 Maaß Waſſer. Sie wurde ih- nen in den gewöhnli von den geheilten und eben trächtig geweſenen Mutterſcenſeuche(ſ. weiter unten | MK) bey den Pocken) plößlich befreyet hat. Gade | daß W|*) Hery Wolfiein ſcheint ſeine Heilmittel nach Erfurter j||“ Gewie ht anzu geben, welches mit vem berliner Gewich- ||| te, von dem ſo eben gerede: worden, ganz überein/timmt, "Bt S:(0) jen ſe Mn (at ii uß! de? Ut m ubi m M as 90: bv | wie Eu w heit"6 7 | aber-IM+|j- | jeufl8 I | nah m R qm wol | von mhs| fen"Gs| | beinen= f= "vs ſr ve 97) Nis! | fw iQſ |(Wh |! zu 15] | fumSch |; 108 wie Sr! dings 8 nh) ebene hey H RE imm (UM aN SEHEN Wg it 1 0 ||=(BZ 1214 : Zu, daß er uns niht mit den Verfahrungsarten bey die- 2 ſv vie] fen ſeinen ſo ſimpeln und ſo ſichern Curen, näher » Wh|| bekannt machte. Er wird doch wohl kein Geheim- Äſeclöffel"0 niß daraus machen, und dieſe Radicalcuren dem Sein zu Publifum vorenthalten wollen!!!.... Aviederhohy c) Lungenſucht oder Lung enfäule. | | - ſagte.| Dieſe böſe Krankheit wird. von einigen-=-- | wie 3. B. Rohlwes-- für eine und dieſelbe Krank- D 1angegehn heit mit der Fäule oder Egelkrankheit, von andern nd auch aber== wie z.B. Thaer, Peirt-- 6 eine voin Iinfheiten y derſelben verſchirdene Krankheit gehalten. Jc Sof! JuncWy 5 Em fioße 1 dq| he 019 Y 2 Gta ſo gym 954 nein || I füm W < vd) fündy ide mit iy EN Dinh 11 BE fünf) Wm) füm JN Lince lh Zen War FS ern Ory iche FSi) Di man ſy dem Ith "uffn| M zejin)| | = im aſs. En ſem ze merit 1 ura me Lund huf Hr hier" ge Naht j I 7, bewilt „phältniſt! haafel Jen be"V 4 G385 Ja“ :) Das- Ameiſenpulver*) mit einer gleichen Portion Wermuth und Rautenpulver, und ein we- nig Kochſalz gemiſcht, wovon man ven Schaafen dreymal die Woche zu-le&en giebt, und wobey die Vorſicht nöthig iſt, daß ſie nach eingenommener Arzuey 10== 12 Stunden nichts zu ſaufen erhalten, 2) Nimm Angelikawunzel Enzianwurzel 2 Eberwurz von jedem 1x Unze Wermuthskraut Raute Lachenknoblauch von jedem 1 Unze Rohes Svießglas 2 Schwefelblumen 15-- Kampfer gepulv../- 3 Drachn, fioße und miſche es zu Pulver.== Veym Gebrau- geſhöpft nach Saule gebracht, nach heraus- genommenem Brode inden Backofen gethan, wenn ſie ge- dorrt ſind, gepülvert und. geſicht, und zum Gebrauche aufbewahrt. --( 336)= bringen-, möchte dieſe böſe Krankheit wohl mehrentheils von dumpfer Stallluft hervorgebracht oder doh“ befördert werden, beſonders wenn die GSchaafe-plößlich von der faulen warmen Stalluft in die freye kalte Luft des Winters kommen, wodurch ſehr natürlich die Lunge angegrif- fen werden muß. Auch wird ſie oft erzeugt, wenn. die Schaafe wehrend ſie erhißt ſind zu gähe mit kal- ten Waſſer getränkt werden. Beſonders können da- durch-- ſagt Petri in ſeinem Ganzen der Schaaf- zucht=- die Lämmer in einem Augenblicke ganz un- heilbar verdorben werden. d) Haarwürmer-Fadenwürmer-0- derLungenwürmerkrankheit. Dieſe bey uns in manchen Gegenden häufig her- ſchende böſe Krankheit, ſcheint mir ebenfals mit „der Fäule ſehr verwandt, und wahrſcheinlich gleichen Urſprungs mit derſelben zu ſeyn, mit welcher ſie auch die meiſten Symptome mehrentheils gemein hat. Der Hauptunterſchied beſteht darinn, daß in dieſer Krankheit die Lunge mit einer Menge ſehr dün- ner, langer Würmer= die wir hier zu Lande , Haarwürmer zu nennen pflegen== angefüllt iſt, welße, wenn die- Krankheit überhand nimmt, von der Lunge an, bis in den Schlund herauf ihr Unweſen treiben. Alte Schaafe greift dieſe Krankheit= meiner Erfahrung nach-=-- nie an, wohl ader rafft ſie die Lämmer;- oder angehenden- Jährlinge oft zu Hunderten weg, wenn nicht bey Zeiten vor- gebeugt wird. Das Sterben geſchieht mehrentheils ehe man ſich's verſieht, Nachdem ſie oft noch kurz vorher mit ztemiichem Appetite- gefreſſen haben, oft wohl gar mit vollem Maule, werſen ſie ſich zu Bo- M| uten vi| vs ZelDor| im Wir! 98 wintertedS; 1 ingen Yy und Giftv; 1 |. 19:( in dieſM 1 1 mus, Enn |- beſoin»| | jülih F€ mit Gatiy heit auc vs 50 de 959 Enzewts Uſt I | des Max | beſen 81, | dieſet Ihn ſehen bige Ys | Diheit R E wworgehn Mets wen| Mi in 5 Winy| We angeg zeugt w " (| Be ith Fifonnen| x Gy Bite ganz 1| Be ner| WB! h eit, Es haufig h enfals m| mir) ſcheinl! 4 mit welt| Pls gem! ms 11 dif! = e ſehrdu S zu fu Z angſt =; überht! n Gli dz-- tl Daber uf 5 Jährlu)| eiten 1 Z hrenthw| 70028 e unter dem Namen Jammer oder fallende Sucht der Lämmer angeführte Krankheit ſcheint mir, der Beſchreibung nach- vollig die nämli- che zu ſeyn. ſ. deſſen pr. Anleit. zur Führung der Wirth- ſchaft8geſchäafte, herau8g. v.. Dhger. “+ [M ONNA DTENTNPSDEM SS RNRNI Eh EE AI EE EREN RAREN --( 338)= und übrigens geſundeſten Lämmer dahinrafft, iſt mehr als andere in ein tiefes Dunkel gehüllt. Über die Urſache ihrer Entſtehung wiſſen wir== einige un- gegründete Muthmaßungen abgerechnet= durch- aus nichts 3 daher auch keine Vorſichtsmaßregeln und Vorbauungsmittel möglich ſind.*) Alles, was wir von dieſer Krankheit wiſſen, iſt, daß ſie in der Regel nur Lämmer und Jährlinge, nie ältere Scaafe befällt, und daß ſie ihren Siß unverkenn- bar im Gehirne hat, allwo man an einer oder mehrern Stellen eine Waſſerblaſe, und in derſel- ben mehr oder weniger fleine Körnerchen findet, die nach genauer, mit dem Mikroſkop angrſtellten Un- terſuchungen beſtimmte Organiſation, Leben, und willkührliche Bewegung äußern, und von den Na- kurforſchern tenia socialis genannt werden. ſ. Thaers Handb. der feinwolligen Schaafzucht. Man hat mehrereVerſuche gemacht, dieſe Krank- Heit mittelſt des Trepanirens zu curiren., doh meh- rentheils ohne Erfolg. Glücklichere Verſuche wol- len die HH. Riem und Reutter, und beſonders der biedere Geri>e in Deutſchland mittelſt des Trokars, und die HH. Yvart und Rappolt in Frankreich mittelſt einer bloßen Pfrieme in Heilung dieſer Krankheit gez *) Wenn ich bey einigen SHriftſtellern leſe, daß die Schaafe unter andern gu) dayon die Drehkrankheit befämen, wenn ihnen beym Schwemmen Waſſer in die Ohren läuft, ſo kann iM mich eines unwillkührlichen Lächelns nicht enthalten. Aus vollem Halſe lachen muß ich aber, wenn dieſe Schriftſteller in allem Ernſte be- haupten, daß durc< ein paar derb angedrachte Ohr- feigen- dieſer böſen Krankheit vorgebeugt, oder dieſelbe wohl gar curirt werden könne. | | naht S8| eu 97 1(iegrof 1 8 he der(Ip) 1 dls irgertas 4! heit untrom€ loſe er 3b- fen Denn 1 me 010% 1 ſolls jen| vie NpSt - undieBS1| Yatienteg3| uh mein Gols ndwithtot ae Verz vil, 78: aſſure Zrehſch jo lehre 3 Orride, Jh 4 Fenia 3 DUNE UFD den SoyffEe bild midiy pu | ewugs| vie eine(Ip Uu, beg x ſunfener ig 'D ini Ft, bek * einige y PR-- dyj fin|) Dy d inde) En finde| = ſtellten|) a Leben, 1 Eon den) Jen,[, Ihn Eddieſe Fut| =, dohn) erſuchen)| SW eſonder) E| es Zfu : greich mitt E: Kraul) ps(8 ſe] def| ore ajer DN enfühelid 3. lachen nN Erufe! . grachte 9" per diem ( 339)- gemacht haben. Allein allen diefen widerſpricht ge- radezu Herr Petri, dem do< am meiſten am Her- zen liegen ſollte, ſeine koſtbaren Merinolämmer, die der Erfahrung des Herrn Pictet gemaß, mehr als irgend eine andere Race dieſer böſen Krank- I heit unterworfen ſind, zu retten.'„„Jc< habe zahl- loſe Verſuche=- ſagt Petri== mit allen bekann- ten Heilmitteln gemacen ſo " wie *)„Es bedarf hier= ſagt Hr. Thaer, ſeiner Gewohn- heit nach ſehr richtig.= feiner unmittelbaren Berühe- rung, ſondern die Anſtec>ungsmaterie geht auch als Dunſt dur< die Atmoſphäre von einem Körper zum andern über. Wie weit ihr Dunſtkreis reiche, läßt ſich noch nicht beſtimmen.““- Doch ſagt Hr. Weber, die Erfahrung habe bewieſen, daß ihre Anſtke>ung nicht über 300 Schritte hinausgehe. ſ. Thaer* Handbuch für die feinwollige Schaafzuc wOB, 1 | den unt;) fe 1 6 |(rfahmt pp! „fumdes G | füdung A t. zB tiſch forbenenttn henfal3 Warter 180 m ſagt A Ehnſy m fine 38 le in bit daraus, an Jetrieben 189 genug fan ZD aber"| die mit Sd meſee: | 4...008 D heit, vin) Kindes iſh 5 ſer Krach;| M eneſung vy ETO fort) Zilmittel 4 Si ſen fön HE, =S die--| E vr denGh Sen gif! Zehen wh Ib aber h Wiiedung 1 Aahen, ih Ea) ohn)| » gandere j wr lauben, ie ih zi 3 Qu beſit SS Pod it H ner Orn) jBiaren I 16e)1d) 1 um Ww Wiſi ir +< webt, BC dung| "PTT 6 3 Hau)! wie alle epizootiſch- contagiöſe Krankheiten, auß außer der Anſteckung, doch immer einen erſten 1lUr- ſvrung haben müſſen, weil doch Alles in der Welt einen Anfang haben muß, und daß dieſer=- nur ſehr wenige Orte und Lagen vielleicht ausgenommen --= wohl allenthalben bey übrigens gleichen Umſtän- den und Verhältniſſen zum Vorſchein kommen kön- ne.: 2) Kann man bey uns in Ungarn haufig die Erfahrung machen, daß ſelbſt auf Puſten, wo wie fremdes Schaafvieh hinkommt, folglich keine An- ſteFung möglich iſt, dieß Uebel ſih denno< erzeu- get. 3) Habe im zwey der wahrheitliebendſten deutſchen Schriftſteller alf meiner Seite, den ver- ſtorbenen aufrichtigen Grafen von Harrach, und den ebenfalls ſchon verſchiedenen verdienſtvollen evang. Pfarrer Chriſt zu Cronberg vor der Höhe. Erſte- rer ſagt in ſeinen hinterlaſſenen Schriften über die Scaafzucht:., Die Pocken entſtehen von der über- flüßigen innerlichen Feuchte, der ſtinkenden Sen entſtehen. f. Haſtfers „„dfters angeführtes Werk in franzöſiſcher Ueberſeßung. ) ſ. Chriſt vom Mätten des Rind- Schwein- Schaaf- und Federviehes,. EN =.( 342)= be, daß die von dieſen Schriftſtellern angegebenen Urſachen der. Po>ken ſo ganz richtig ſeyen, indem meiner Meinung nah, von fauler Luſt, Futterman- gel, und daher rührender Abmagerung wohl eher Lungenſucht oder Fäule, als Po>en entſtehen ſoll- fen, durc< blatternde Kinder aber wohl nie Sct worden ſeyn mögen, ſo ſcheint doch daraus zu erhellen, daß man in den Fällen, wo- von dieſe beyden würdigen Schriftſteller ſprechen, von der Unmöglichfeit der AnſteFung durch ande- re Schaafe ſo ſehr überzeugt war, daß man noth- wendigerweiſe die Entſtehungsurſache dieſer Krank- heit in etwas Anderm ſuchen zu müſſen glaubte. 4) Habe im mündli< von Herrn Petri=“- denn in ſeinen Schriften ſagt er davon nichts=- daß das Klima von Thereſienfeld den Pocken ſo.mäch- tig entgegen wirke, daß daſelbſt nie etwas von die» ſer böſen Krankheit zu beſorgen ſey, ſelbſt dann nicht, wenn Schaafe mit den bözartigſten Pocken dahin gebracht würden, und daß er eben deßwe- gen ſeine ſämmtlichen daſigen Merinos ungeimpft laſſe, weil er dießfalls mit Zuverläßigkeit ganz un- beſorgt ſeyn darf, Iſt nun dieß, daß es ſolche vrtliche Lagen giebt, welHe dieſem Übel. ſo mäch- tig entgegen wirken, und deſſen bösartige Kräfte ſo plößlih lähmen können, ſo wüßte i< nict, warum es nicht auß welche von entgegengeſeßter Art geben ſollte, welche nicht nur dieſe Krankheit befördern, ſondern ihr aum das erſte Daſeyn ge- ben fönnten. Go ſagt unſer würdige Tolnay 2 »» Aus vielen Beobachtungen erhellet deutli<, daß die Blattern in warmen niedrigen ſumpfigen Ge? genden häufiger, als in fla<ßen, bergigen Gegen- den graſſiren.““ So ſagt auch Hr. Weber von vs Po- en- ſucht|| ſe, une uh 7| js ms! | dl| um ete/Mt! zugt tee | dern«19%) | denfen/1m ie, ales? u 0 92 und mitt 108 wohl miSn üne(89) 1[| FG wbie| duherlp, wle lich ſ3| „iB den ord4 3 ned bewogentn halten. DD) nem 8) 5 ſuchen 154 „m Yefen* "5 (m mie Wiere vs wer fehn en 7 772 WE pere web wee IEE | | D ſeyen, iw| St, Futten,| pff wohl| Vniſtehen|| =" nie(M| / ſcheint u( Fällen| Ser ſpreh;| -A durch(|| pf man| Dieſer fu| Siſen ql)| « ſil Dl. fo mi > tige Au! H ib nd 81 0 41 der ſv | FG Fz SEEN << SPARTE RETTETE ITTER --( 343.) I F>enſeuche t*„„ Sie findet ſich in der Regel im Herb- ſie, und nur in feuchten, niedrigen Gegenden, nicht leicht in den hohen, troFenen, wenn ſie an- ders nicht dur< AnſteFung dahin gebracht wird.“ f. deren Werke: Tolnay's Artis veter. Compendi- um etc. und Webers Handbuch der größern Vieh- zucen und ihre Heilung hat wohl meines Erachtens bisher noeh Niemand in Kürze beſſer geſchrieben, als Hr. Staatsr. Th aer in ſ. Handb. der feinw. Shaafzuen der Menſchen eine höchſt auffallende Ähnlichkeit, ſo daß Manche dadurc< bewogen wurden, das Gift beyder für gleichartig zu halten. Allein die Uebertragung deſſelben von ei- nem Körper in den andern, hat na< gemachten Ber- ſuchen feine Wirkung gehabt.“ » Die Krankheit hat, wie die menſchlichen Poen vier Zeiträume:““ 1) Die Erregungsperiode, wo ſich die Ma- terie mittelſt eines Fiebers im Körper bildet. Die Thiere äußern mehr oder minder alle Merkmale ei- ner fieberhaften Krankheit, ſie ſind matt, 7 nicht PETER TINPTITERIE SAPLER UE 14:5 Spb 1/24; STEN PATYN TR DARFST WRITE PN 314701090 SPSA1908-203 4 BOMANN GUVRENUNSEWAMYIAHO DY 1211407 0101000000 NIETO ARSEN END HNNNNN N AANENTHTADNNNHN v-(344)=» nicht, das Wiederkauen hört auf, ſie haben Hiße und Durſt in höherem oder geringerem Grade. Dieſe Erſcheinungen dauern in der Regel drey vol- le Tage, und nehmen mit jedem zu. 2) Die Ausbruchsperiode, Es zeigen ſich klei- ne Knötchen auf der Haut, zuerſt an den, nicht mit Wolle bede&ten Theilen, im Geſichte, an der in- nern Seite der Schenkel, dem Euter, u. ſf. w. dann aber auc< an den wolligen Theilen. So wie dieſe hervorgekommen ſind, laſſen jene Zufälle nach, die Thiere werden munter, und bekommen wiedex Freßluſt. Geſchieht das nicht, und tretten die Blattern, ſtatt vollkommen herauszukommen viel- mehr in den Körper zurück, ſo iſt es ein Zeichen großer Bögartigkeit und Gefahr. Die Knötchen wachſen in der Höhe und Breite, Dieſe Periode dauert ebenfalls drey Tage.“ 3) Die Eiterungsperiode. Die Blattern wer- den nach der Ordnung, wie ſie ausgebrochen wa- ren, weiß, zuerſt an der Spiße, dann durclich-- | rochen u| ſten Falle doh nur nach langem Leiden an freſſen- I dur, den Geſchwüren durch, und verlieren ofimals die De ſind(1 Augen.*)„Es Men,== gift beſt*) leber die Gut» und Bögartigfeit der Blattern ſaz3t DZ hen ahn unſer Tolnay folgendes: ,, Die gutartigen pflegen rund-. - 4geſondet lim, erhaben, weißlich, von der Größe einer Erbſe, EN mit einem Inflammationsringe umgeben zu ſeyn; das zent mit ihnen verbundene Fieber iſt leicht, aber nicht aus Fl gay!- ſetßend, die Eiterung welche meiſt den ſechsten oder latte:- ſiebenten Tag erfolgt, iſt gutartig; je ſparſamer und Edit j je höher die Pocken ſind, je freyer das Athemholen iſt, ofert dv. deſto gutartiger iſt die Krankheit. Die bösartigen ſind pur ww:, bleyfarbig, ohne Juflammations- ?„ving, mit ſc eine möglichſt fühle Temperatur zu verſchaffen, weil nach der Erfahrung aller denfendenLandwirtheund Shierärzte die ſHwüle Hi- ße der urgſte Feind der-blatternden Schaafe iſt.+ **) Auch Rohl, Kartoffeln, Möhren, und andere Wurzel- und Knollen gewächſe, die man hat. Die Rüben SEE -. do (nde qun9) KN? haut Di man(Mx;| ſm 8! node | ſien zm 7 | ſnd, My lt | machen+1 ? | de| | | if, jam | werden 9 3 8 man 1 na 8 una DS| (Pane am = wis? in IMs ſeids lis; bien ny ferſy Dr Ver Ar des? % verf jl bald)| ſich Im5: nF „- WM ihnen 4 u" ſie: ſog! hn iE yu S ly. 10m nE ME SEGNE | |= TB)= || Lu" EntdeXt man die Krankheit früh in!der Eire- [age a gungsperiode, und ehe ſic<' der Ausbruch auf der did| Haut zeigt, ſo iſt eine gute Portion Salz worauf Luer Sey| man ſie na< Gefallen trinken läßt, ſehr angemeſ- BD€ nun| ſen.*) In der Eiterungs- und Abtro>nungspe- Edu) riode iſt von dem Gebrauche der Säuren am mei-. Stiel, ab ſien zu erwarten, wenn die Zufälle nicht ſo heftig De, mon ſind, daß ſie das Einbringen aller Mittel zu ſchwer: = ſehr nw| machen. Man tröpfelt unter einer Portion Schrott- D efes Zhi| oder Malztrank ſo viel Vitriolöhl, als erforderlich D)[ung vw| iſt, ihr einen ſäuerlichen Geſchma> zu geben. Oft Zer New werden ſie das ſäuerliche Getränk gerne ſaufen, und 61400) man giebt ihnen ſo viel ſie wollen.* Sonſt giebt ah ſchläy man 13 Quentchen(berliner Gewichts) Vitriolöhl und die unter 1 Quart(circa, 34 Seidel wien. Maaßes) i" Waſſer ſtig un) Es vv| as mu I AU! do< ihrer wäſſerigen BeſchaFenheit und leichten Ver- - tie geha) daulichkeit wegen, den Vorzug. Nach den Rüben kommt' ln, hd in Hinſicht auf Saftigkeit, der Kohl, der aber, wegen M... ſeiner etwas blähenden Eigenſchaft ſchon minder dien-. SPeiſe aw lich iſt.=- Es wäre wohl des Verſuches werth, ob nicht“ die bey uns ſo häufig wachſenden Kürbiſſe, ihrer äus7 Getit, j Berſt wäſſerigen Natur, und ihrer überaus leichten Bett, Verdaulichkeit wegen, in dieſer Hinſicht vor allen an-. Sund Kle, dern Nahrungsmitteln den Vorzng verdienten. Ib ben,“=“ verſuchte es zwar noh.nie, nehme mir aber vor, ſo bald ic< Gelegenheit dazu haben ſollte, ſolches zu vers Ent- ſuchen. *„)) In dieſem Falle iſt es daher ſehr gut= ſo ſehr es

en geben 3; wollen ſie es nicht le>en, Neu ſo muß es ihnen.ins Getränke geſchüttet werden. ſ. zmn je Tolnay's Handbuch der Seuchen, Conta- DP doh gionen2c,.v. Lux, EE rei ue SE HESSE NGE BFG SE SEE GEBE E11 DEIERUREN, GENE DIL ANSE NESNSNAFATSNO NENN WUNNDRARUNKAU VANCE M DOTNA EN FENNN TTTNEENENNNTTTNNNN ===( 348)= Waſſer, thut etwas Honig hinzu, und giebt ihnen hievon täglich viermal 75 ein. Die unter der Borke ſto- kende, oder in Geſchwüren angehäufte Jauche läßt man aus, und verbindet und beſtreicht die Stelle mit einer Salbe aus Eygelb und Terpentin.“ So weit Thaer. Herr Petri räth, wenn die Krankheit äußerſt hartnäckig iſt, und ihren Hauptzug in den Kopf genommen, ein oder ein paar Haarſeile an der Bruſt zu appliciren, um die Hiße aus dem Kopfe zu ziehen; oder im ärgſten Falle== wie er ſich ausdrückt--- inwendig auf einen der Hintexſchen- Fel ein fleines Spaniſch- Fliegenpflaſter, etwa von der Größe eines Zwanzigers aufzulegen.*) Abil- gaard**) indeſſen, der eben dieſes Mittel auch an- giebt, ſeßt hinzu, daß es doh zuweilen ſchädlich ſey. Unſer Tolnay räth bey bösartigen Blattern e- benfalls ein Haarſeil am Halſe, oder an der Bruſt zu ziehen. Innerlich aber empfiehlt er Kampherwaſ- ſer( der Kampher wird mit Eydotter zerrieben, und dann mit Brunnwaſſer gemiſcht); oder folgenden fäuls nißwidrigen Trank zu gebrauchen 2 Nimm *) Daß das Cantharidenpflaſter die Kraft beſiße, den Sitz der Krankheit von einem ſehr gefährlichen Orte, als Kopf, Inteſtinen, u. dal. wegzuziehen, und mit- hin vieleicht die Krankheit ſelbſt etwas minder gefähr- lich, und leichter heilbar zu machen, wird wohl Nie- mand läugnen 3; wenn aber Herr Rumy in ſeinem po- pul. Lehrb. d. Oekonomie ſagt ,„, Man braucht dagegen Viſicatorpflaſter aus ſpaniſchen Fliegen, oder Pflaſter, daß aus einer halben Unze Cantharidenpulver und 4 Unzen Leinſaamen bereitet iſt““ und damit die ganze Cur der ſo gefährlichen Po>enſeuche völlig abſolviretz ſo kann er ja doH, beym Jupiter! nichts anders dabey gedaMt haben, als, wie er ſeyn Blatt ausfüllen wolle. zx*) ff. Abilgaard's Pferde-- und Vieharzt, ineinemkleinen Aus8zugez ga, d. Dan. überſ. | | | wh fk | des fun 1 orm DN! 16) ki un ei'D jen es al3E än wolt; ju we LDE im nd H in m I aud wad uri 9|? ben 40 I dun; 0) kf auch 616 1| de 4161| Chaucboiß 6 IG R wHHS:|; [| YeſuD| genom xv fung eG von Upg) NET dz GEERT== |= UCE50 1) 4» MBAM j 8““ 1954 hm i Rimm Abſud von Weidenrinde, fo viel du willſt, : ore ſaueren Vitriolſpiritus, ſo viel als nöthig iſt, j Hi| um eine angenehme Säure hervorzubringen, und gieb " es als Getränk. Wenn es die Schaafe nicht ſaufen ms 6 FSE:; Itin.“| wollen, ſo gieß ihnen einen kleinen Becher oder Glas Ms, voll ein. 4“ wan] Da die Schaafpo>en den menſchlihen auch dar- ,| A inn noch ähnlich ſind, daß ſie die Schaafe nur einmal g an h| in ihrem ganzen Leben befallen, und daß ſie, wenn ſie Eden Auf| auch nur im geringſten Grade vorhanden ſind, ſchon Pie eſ| zureichen, um die Schaafe für ihr ganzes übriges Le- Pinterſhn ben gegen die Anſteung mit dieſer Krankheit zu ſi- D| eiman chern, ſo verfiel man, wie bey den Menſc<en, und dieß zwar mit dem beſten Erfol- ABlatterny| ge. Denn*während bey der natürlichen, und zufälli- der Bn| gen AnſteFung, oft halbe Herrden dahinſterben, und Snpherw auch, wenn es gut abläuft, doch wenigſtens nach ben, u des für die Thierheilkunde zu früh verſtorbenen D. E inden füll Peſſina Erfahrung 10 Procent Sterblinge*) an- j genommen werden müſſen, ſo braucht bey der Jm- Rimm pfung, wenn ſolche gehörig verrichtet wird, auch von Tauſenden nicht ein einziges zu ſterben,**) und 160 doch ſind ſie alle für ihr ganzes künftiges Leben, vor „4, en 2 1 M p- 3„ und mi: die- Feder gefäht! FEEN es jwohl Ni| <= fi;,|] Vn|*) Dieß geſchieht, wenn's gut geht; aeht es ſchlecht, ſo EE. Pflafi ſterben-- wie geſagt-- oft die Hälfte und darüber.== Wine Erfahrene Schäfer wollen anc< bemerkt haben, daß -„FH durch böSartige, wenn gleich glücklich überſtandene Sabfolelre Blattern öfters der Keim zur Lungenfäule gelegt wer- M es dab) de. Jn wie ferne nun dieß gegründet ſey, überlaſſe 12 jen woll: ich erfahrnen Thierärzten zur Beurtheilung S eharit**) ſ. Rohlwes's Recepthuch für Schäfer. 0, bert MOE EN PN HNNNNAUBRLFKOT WA LIA NEUN 12411 MUSAR ARLAM VIN VON EN EONNANNNN „SPRE TTT RIN TTI ATH TRETEN HUNG ASTE(7 Lee] PI a ETI STRATE PATE DIRE EE NSSTSDT VS BR RAA REA B.ZEN ET 1 CSLIWWORNOEADGU DU ADMO SACD BUN AKS PT TNDTN = M 350/11= - dieſer argen, und gefährlichen Krankheit ſo geſichert, „als ob ſie die bösartigſten Pocken, mit genaueſter überſtanden hätten. Die Impfung kann entweder bloß dann erſt vor- genommen werden, wann. die Pocken ſchon im Anzu- geſind, das iſt, wann ſie entweder ſchon in der näch- ſten Nachbarſchaft graſſiren, oder wohl gar ſhon un- ter dem eigenen Viehe ausgebrochen ſind; oder ſie kann regelmäßig alle Jahre, zu beſtimmter, ſelbſter- wählter Zeit, im Frühling oder Herbſte mit der Jungen Nachzucht vorgenommen werden. Erſtere nennt man die Rothimpfung, weil ſie gleihſam aus Roth vorgenommen wird, um das Schaaſvieh vor der herannahenden, oder wohl gar ſchon'gegenwär- tigen Gefahr zu verwahren. Leßtere, welche aus ein» leuchtenden Urſachen--- wenigſtens bey uns, wo dieſe Epizootie ſo gewöhnlich iſt, und wo man ſo we- nig Hoffnung hat, davon verſchont zu bleiben--- immer vorzuziehen iſt, nennt man die Vorſichts- oder Vorbauungsimpfung, weil ſie aus bloßer Vorſicht, und um vorzubauen geſchieht. Daß das Impfen, bey ſchon mit natürlichen -.Poden angeſteckten Schaafen, die Krankheit mildern ſolite,=- wie einige irrig glaubten--- hat ſich nicht beſtätigt. Daher eben das Mangelhafte und Unſichere der Nothimpfung,und dasVorzügliche und Sichere der Vorbauungs-oder Vorſichtsimpfung. Eben ſo hat ſich no< nicht ganz beſtättigt--- wie man bisher glaubte-- daß das-eingeimpftePo>engift ſich durch natürliken anſte>end ſey- | en, Ja daß manche Schaafe ſogar, wenn ſie auch wt: nur auf dieſeWeiſe angeſteckt werden, bösartige Blat- m. iH | "| tern befommen und ſterben können.**) Dieſes wird An der nah,| indeſſen von einem andern waern und einſichtsvollen | r ſh wm Praktiker***) durchaus geläugnet.== Auch wird Fd; oderj dieſer Erfahrung des Herrn Blumenwiß durch eine En, felbſe andere Erfahrung eines ſeiner Amtsgenoſſen****) De mith| beſtimmt widerſprochen. Erft Das Jmpfen wird mittelſt der ſchon allgemein Aham 4; bekannten eigens dazu verfertigten, und mit einer Daſyieh vt Rinne verſehenen Impfnadel verrichtet; kann aber E) gegentol auch in Ermangelung dieſer, mit jeder andern gro- S/eaus ew| ßen, an der Spitze breitgeſchlagenen, und ſcharf SC uns, m| geſchliffenen Nadel. verrichtet werden. LUEXX)«In Dian ſow Hinſicht der Operation des Jmpfens verweiſe ich yleiben=| auf: Dis zm Thaer's Handbuch für die feinwollige Schaaf- E Vorſit! zucht;| D. Peſſina's Abhandlung über. die Vortheile furl ver Schaafblattern- Jnokulation und die Methode ſie Zit milde? auszuüben, in Andr&?s Okonom. NReuigk. J. 1312 I ſich nie) Nro. 47. und in Petri's Ganzem der Schaafzucht. 4 Unſichet Blumenwitz 8 Geſchichte einer Schaafpo>en- idee ds|. Ir Im- =| hat ſi)| en y j[aubte-**) Dieß dürfte doM wohl nur äußerſt ſelten geſchehen. TÜ"x*) Herrn Liebbald, Prof. der Thierheilkunde am Geor- WEIS gifon zu Keßthely, und herſcen bey Schaafen; und Sal- muth?s gekrönte Preisſchrift über die Einimpfung der Scen*) bey den Scaafen eine Sicherheit gegen die Ehen gewährt, welches dur< mehrere Verſuche erwieſen, und wobey auch zugleich das Verfahren beym Im- pfen angezeigt UE Dagegen ſagt Herr Staatsrath Thaer in ſeinem Handbuch für die feinwollige Schaf- zucht:„Bey der großen Aehnlichfeit, welche die (Schaaf- *) Der Impfſtoff dieſer ſogenannten Kuh- oder Schuß- .„pocden ſollte dieſer Verordnung gemäß-- wie H. Rohl- vn weiter unten ſagt,= von Menſchen genommen were en, | | ie nad|| ,; 0 4 ES 7 y it wi"| wm je | fan-Ir j nw, Imm ſuche 10 87 | und ve j | welche"rm 1) t vodennr? Cham! Ruhpoche vi IN (yd D|' vm“[€] 1 veel+1 Inneres) wr 7 "ue M ſth nr; wert 0' möglich di] würdigt, y 0 ume| um 4 vs Mie ue E "X ea A "MK 1 Def h, dT, Tungen| 3, und 6, IEinimyſy) ey dem.) [hes=) 41 doch im! Traiſche& Izu erlen, Der Jnom| =; fam 1| Zrefflicheh| Zevehre(ty Zn bewäht Shbuce„ „t unter Den; wig us en ih!| 7) bey"| en haben, machte man ſich die der Theos rie nam wohl begründete Hoffnung, daß die wohl- thatigſte Erfindung unſers Zeitalters, die Einim- pfung der Kuhpocken auch ein Schutmittel für die Schaafpo>en ſeyn würde, und daß man dadurch dieſe Krankheit=- die bey der Jnoculation zwar bey weitem ſeltener, aber doch zuweilen tödtlich werden Fann=- völlig entkräften und gefahrlos machen kön- ne. Allein die genaueſten darüber angeſtellten Vex- ſuche haben dieſe Erwartung völlig niedergeſchlagen, und das beſtimmty Reſultat ergeben, daß die Kühe pockenmaterie zwar zuweilen eine Thätigkeit bey den Schaafen äußere, und eine Puſtel hervorbringe, welche ziemlich dieen hat, daß aber auch in dieſem Falle die Thiere keineswegs unempfindlich gegen ihre Pocken, *s ſey durch natürliche oder künſtliche Anſte> ung, we- den""Da'nur-HDerr:"Shaev* dieß F'einem:, 2 ſpecie[len Befehl des fk. preuß. Miniſteriums de Innern heräusgegebenen, und erſt 1811 zu Berlin gedruckten Werke ſchrieb, zu welcher Zeit ilm, als königl. preuß. Staatsraihe, und von der Regierung ſelbſt beauftragten Schriſtſteller, der noch dazu nicht weit von Berlin wohnte, obige Verordnung un- möglich unbekannt ſeyn konnte, ſo ſcheinen wohl die würdigen H. Mitglieder einer k. preuß. Turmaärk. Kegierung, aus einem zwar allerdings lobenswür- digen, aber viclleiht etwas übertriebenen Eſer für das SIGE Beſtie ein bischen zu voreilig geweſen zu ſeyn.... Was man wünſcht, das glaubt man gern. ce.) Raäude, Kräaße oder Grind. DreM ude(4 hier zu Lande die Scheeben ge- > nannt derber fritid =(2541 nannt) iſt eine bey uns in Ungarn ſehr gewöhnliche Krankheit bey den Schaafen. Daß dieſe böſe Krankheit wirklich anſte>end ſey, will ich zwar nicht in Abrede ſtellen, wie wohl ich einen der größten Praktiker Deutſchlands*) anführen könnte, der dies durchaus läugnet; doh glaube ich, daß man viel zu sft über Anſtie>ung ſchrey- et, während dieſe Krankheit aus gleichen Urſachen bey mehreren Individuen, ja ſelbſt bey mehreren Heerden von ſelbſt entſtehet, und zur Epizootie erwächſt, ohne-- wenigſtens in ihrem Anfange nicht --- durch Anſteckung mitgetheilt worden zu ſeyn. Ruch bildet man ſich oft die Gefahr der Anſte>ung weit größer ein, als ſie wirklich iſt, indem man irriger- weiſe glaubet, daß die Räude ſogar dur< die Stal- lungen, und dur< die Weide mitgetheilt werden könne, wenn nähmlich reine Schaafe in den Stall oder auf die Weide kämen, wo vorher räudige gewe? ſen waren,**) Die *) f. Gericke?s prakt. Anleitung zur Führung der Wirth- ſchafsgeſchäftt- **) Ueber die Räude und ihre Anſieckung iſt vor einiger Zeit in Deutſlich pedantiſiert worden. Die BVorſichtsmaaßregeln gegen dieſe aus Unkunde für fo fürchterlich und ſo unheilbar gehaltene Krantheit gebo- then nichts weniger, als wenn quch nur ein einziges rändiges Schaaf wahrgenommen wurde, das ſämmtliche Schaafvieh=- ſollte es auch das allerbeſie ſeyn, und gleichwohl um den bloßen Preis des Felles hingegeben werden müſſen-- auf der Stelle abzuſchaſſen, den Bo- den des Schaafſtalles, im weiß nicht wie viel Fuß, tief auszugraben, die Mauern deſſelben abzukratzen, und friſch anzuwerfen, alle Geräthſchaften mit einer bangen Aengſtilichkeit zu waſchen und zu ſcend wie die Krätze des Menſchen, mfheit al aber lange ſo anſieckend nicht, daß eine reine Heerde 17 grindig würde, wenn fie nur über die Spur geht, ws eine gritüdige Heerde gegangen iſt. Wenn eine vom Grin- Lein eilt EN de befreyte Heerde nicht mit einer grindigen Herrde Fr fem in einem Stalle liegen muß, ſo wird ſie eben fo we- 3 Wingen| nig angetteckt werden, als ein grindiger Menſc< den 9021 4)| vorübergehenden anſte>en kann“ ſ. Finks verſchiedene MUND Schriften und Beantwortungen betreffend die Schaaf- BE a| zucht in Deutſchland.; Wide|*) Die Beſchreibung dieſer, die Räude zunächſt verurſas 7" 108 ſcheint die Räude ganz der verdorbenen Stall- luft und dem Futtermangel zuzuſchreiben.„, Wenn vas Scaafvieh-- ſagt er-- nicht zu enge in Ställen ſte- >den, und dazu Hunger leiden muß, auch zu Zeiten im Winter hinaus gehen kann, und das ganze Jahr noth- dürftiges(ſollte wohl genugſames oder hinlängliches heißen) Futter genießet, ſo hat man nicht Urſäch vor dem Ausſchlag oder Grind ſich zu fürung, oder Urberaang der Milben einen räudigen Fle& bekommen, jo wird dieſer Fleck lanze nicht den ganzen Körper 205 neh SENDUNG ENRLGMGENS ENES KECK SONKN M ANDLEN DEE ET Er ge E00 HENRI --“( 358)= « daß die Räude vom Wechſel des Trinkwaſſer3= ſo gut es auch an ſich ſeyn möge= enſiehe.*) Die Räude äußert ſich zuerſt dadurch, daß die Scaafe ſich an den räudigen Stellen kragen, beiſſen, oder reiben, Bey der Unterſuchung findet man alda einen bald naſſen, bald trokenen Ausſchlag, der wenn nicht Hilfe geſchafft wird, immer weiter um ſich greift, und zuleßt das ganze Thier überzieht. Bey geringem Grade der Krankheit iſt das Thier übri- gens geſund und munter, bey zunehmendem Grade, leidet es, wie natürlich, ſchon etwas mehr, bey Ue- berhandnehmung des Uebels aber, da dadurch die gan- ze, allen Thieren zum Gedeihen ſo nothwendige Ab- ſonderung dur< Ausdünſtung vernichtet wird, ſtirbt es mehrentheils an Abzehrung und Entkräſtung. Als Präſervativ gegen dieſe Krankheit empfeh- le ic< vor Allem, für eine immer gleichmäßige Trans- ſpiration der Thiere möglichſt zu ſorgen. Daher: 1.) gebe man den Schaafen bey lange anhalten- dem Regenwetter, außer häufigem Salzgelecke, wel- saſche, gekauften Tabak, Taba>sabſud, Terpentin- oder Kien- ühl entweder allein, oder in Vermiſchung mit Schwein- ſeit oder Talg, und was man dergleichen will, und am leichteſten haben kann, einzureiben. Bey einigerSorg- falt wird man hieduch die Krankheit immer wenigſtens in ſo lange hemmen können, bis man nach der Schur die Hauptcur mit Nubßen vornehmen kann. Die Hem- mung der Ausbreitung der Räude iſtim Winter, wenn- die Schaafe niht in warme Ställe eingepreßt werden, um ſo leichter, weil die trocken- kalte Amoſphäre in ſich ſhon der Vermehrung der Milben, und mit- hin der Verbreitung der Räude hinderlich iſt. Zu derim Frühjahre nach der Schur vorzuneh- menden Haupt- poder Radicalcur, giebt es nun eine ge- waltige Menge Recepte, die alle( mit Ausnahmen mancher ganz widerſinnigen und zu garnichts taugli- c de zu zerſtövren. Man möge aber welche äußere Cur brauchen, als man nur immer will, ſo unter- laſſe man nie den räudigen Schaafen häufiges Salz- gele>e mit Schwefelblumen, oder etwas rohem Spkrß- glas, ſo wie täalih eine kleine Portion Hafer zur Herſtellung und Beförderung der Transſpiration zu reichen, um ſo wohlthätig auf den Organismus der Haut zu wirken, in deſſen Stöhrung und Schwä- hung mir eigentlich der wahre Grund der Krank- heit zu liegen ſcheint, ohne welchen ſich gar keine Milben erzeugen, folglich auc< keine Räude entſtie- hen fönnte. Unter den zahlloſen Curarten der Räude, die bisher vorgeſchlagen worden ſind, begnüge ich mich fo!gende, die ich für die beſten und vorzüglichſten halte, herauszuheben, uad ſie meinen Leſern mitzutheilen. 1) Curart des Herrn Walz.*) Die Methode des k. würtembergiſen Land- thierarztes Hrü. Walz, die mir unter allen bisher bekannten Heilungsarten der Schaafraude den er- ſten Rang zu verdienen ſcheint, beſteht in ſolgen- den: Nimm 4 Theile friſt wird, ſo ſetze 2 Eimer oder+9 Maaß *) ſ. deſſen Wahrnehmungen an Shaafen. --( 362)= Maaß(öſter.) Miſtjauche hinzu. Wo Hühner- oder Taubenmiſt zu haben iſt, können no< 10 Pf. davon zugeſef werden, wenn eiwa die Miſtjauche bey regneriſchem Wetter zu wäſſerig iſt. WGeſam- melter Menſchenharn iſt beſſer, als eine ſtark wäſſe- rige Miſijauche.=- Bevor man von dieſem Waſch- mittel Gebrauch macht, verdünnt man die ganze Miſchung noch mit 4 Eimer weichen Fluß- oder Regenwaſſers.--- Wenn die Brühe beym Waſchen etwas abnimmt, ſo iſt es gut, wenn man Miſit- jauche 9der Wenſchenharn der Brühe zuſeßet, wel- te, jährige oder no< jüngere Faährenzweige(pinus silvestris), oder in Ermangelung dieſer, derley junge Zweige von andern Radelholzgattungen, und läßt dieſe Zoll lang gehackten Zweige nebſt x oder 3 Pf. Rauch- tabak in erwähnter Seifenſiederlauge gegen 2 Stun- den lang, heftig- ſieden, während die oben auf ſchwimmenden Fährenzweige beſrändig niedergedrückt werden müſſen. Hönäc ſeihet man 6 Flüßigkeit durch ein Sieb, dru>t die Fährenzweige ſehr ſtark aus, und thut mö in die ganz peife, faſt ſie- dende Lauge 3 Pf. weiſſen, und 4 Pf. blauen Vi: triol, läßt alles in einem Bottig eine halbe Vier- telſtundedang ſich vereinigen, und"die Lauge iſt ſertig. Dieſe Lauge muß jedesmal ſo heiß, als man *) ſ- Peiri's das Ganze der-Schaafzucht. zwar j Fw|! (Gicher! Iv|) | gehe 0| inner) ſe ud| vn, 067; h ven geen I am| ſi, m ſagt 2 Aha ne vn| ve mB Haut IH! ohiger 31| fr TU jen(el ES der 24.43 bey ſap: lanze, 3 eme = )) We) | Do Hühm,|| 1090) jau | IN Sial"' Sem Weſs| Adie gm) luß;"| S1 Waſn Inan M S5 bet, |«aufgerh m), S ifenſiehn KE ige dh => vis), ah ST eige m 5 dieſe ZU f. Rau jet 2 Glu)| 8 vben dy E ergedrid BE lüßigte Beſehr ſu S faſt ſv „aten W| H be Div| auge 4 Sals m 2| 4 HINGEN ive- EEN emen muten emn ng nmap gn -=.(305).-- es mit der Hand leiden kann, mittelſt eines Schwams- mes, u. dgl. auf die raudigen Stellen des Schaaqa- fes, nachdem ſolche vorher, entweder mit den Nä- geln, oder mit einem GSchaabeiſen wund gekraßet worden, aufgetragen und eingerieben werden, Die- ſe Operation muß nach dem Berf. dreymal, und zwar jeden dritten Tag wiederhohlt werden, der Gicherheit wegen kann es aber auch ein viertes Mahl. geſchehen. Durch dieſes Mittel ſollen nach Herrn Petri, innerhalb 10 Jahren, mehr als 30,000 St, Schaa- ſe curirt worden. ſeyn 3; worunter Schäſereyen wa- ren, in welchen dieſes Übel ſeit mehr als 20 Jah- ren geherrſcht hat. Wenn die Räude in hohem Grade vorhanden iſt, und plößlich in den Körper zurüctritt-- ſagt Hr. Petri= wodurch gewöhnlich eine Ab- zehrung verurſacht wird, ſy müſſen Schwefelblu- men in größern Portionen eingegeben werden, wel- *) Aus Ebendeuſelben. uw) 2 yorher TZ; mite ſchen. 2 ir 0 felblurs m det.-- ff mit fo Iren mh En „t findus abge R miſche iE fiſher| ) Wen, dirß | Sn| | WSl das GSerfely DU, daß ſe ID nne jede ie ufa et, glih Drenneſi| Zaqnan hi NH Vitrik jW hen zun| Beden Wien, neh| DS auf de| X worden,| S übrige)| Niſchun)| 7 Zuſch =--||| Eau mi <<, Ott.) DB: /cira|| 8(cim|| E igedud| pnöglidt|| 3 warm|| W| --“(365)-- Nbkochung löſe man 2 Loth(circa 13 Loth öſtr. G.) vorher zerſtoſſenen blauen Vitriol auf. Nachdem alles kalt geworden, gieße man 1 Pf.(circa 3 Pf. vſtr. G.) Vitriolöhl vorſichtig nach und nach hinzu. 4) Curart unſers Toinay*) Bor allen Dingen muß den raudigen Schaa- fen die Wolle abgeſchoren werden 3; dann muß man ſie in Flußwaſſer, wenn man es haben kann, ba- den, aber nur wenn warmes Wetter iſt; ferner mit einer Tabaksabkochung einige Mahle abwa- ſchen. Wenn dieß nicht gennagſam wirket, wird eine Salbe aus pulv. weiſſer Nießwurz und Schwe- felblumen mit friſcher Butier zubereitet, angewen- det.= Hilft auch das nicht, ſo ſchmiere man ſie mit folgender Salbe: Nimm geiben Schwefel gevälv. 11 Unze. Leinöhl Pf. miſche, und löſe es bey gelindem Feuer unter be- ſtändigem Umrühren auf 3; thue dazu nachdem es abgekühlt iſt: Sabadillſaamenpulver 1 Unze. Spaniſch- Fliegenvulver 2 Drach. miſche es, mache es zur Salbe, und gebrauche es. Die beyden letßtern Pulver kann man auch mit friſcher Butter zur Salbe machen. Oder man waſche die Schaafe mit folgendem Abſud: Nimm ſc har) im Maſtdarme, und die Krankheit ſcheint daher Emif ein hämorrhoidaliſcher Art zu ſeyn. Am meiſien außert Enigter Dh ſie ſim an ſehr ſchwülen Sommertagen, und zu Spon quit der Zeit, da die Sc wie alle derley Operationen=- eben ſo ſchwer vichtig beſchrieben, als leicht präftiſch gezeigt werden kann. Wozu ſollte ich aber auh das Papier unnüß ausfül- ſen* Derjenige der es etwa nor nicht kann und gleich- wohl erlerpen möchte, wird es wohl allzeit praktiſch erlernen müſſen, um es.auh rißtig und ohne Gefahr ansüben zu können, | | | | etwas 30 1 1! | eine(8% war Uh deft Jet, weh vn ſh

öſtr. Gew.) Z allen In friſc en; Nn| = jung fw| Syie Nh| = wohl| Fſſe.| «Beide Wt > bey 0| Srreude| Freßthel| nuß imat| yp treib| ne|| Wer| voſſen Zt 0 Wirt) > Werden die Lämmer während des Sängens von dem Durchlaufe befallen, ſo räth Herr Staatsrath Thaer*) den Müttern geröftetes Mehl, geröſtete Linſen, Eicheln o. Kaſtanien zu geben, den Lämmern ſelbſt aber, rath Herr Wolſtein**) täglich zweymal 1 Quentchen Magneſia unter der Müttermiich, und Hr. Rohlwes***) empfiehlt ihnen| Quentchen Rha- barberpulver mit 2 Quent- del Y neien Heidelbeeren, wennman ſie mit Waſſer zu Muß M Theil focht, und cinen Eßlöffel voll mit Waſſer verdunnt, ner Jh| auf einmal giebt. Miſcht man zu jeder Gabe ein S it1fm paar Löffel voll rothen Wein, ſo iſt die Wirkung M fol deſto ſchneller.=- Alle dieſe Mittel müſſen eben- S- denn| falls täglich zweymal, Morgens und Abends ge- DB(öfel ml geben werden.“ m afe ein|»» Geht der anhaltende Durchfall in die Ruhr Gn Gur| über--- ſagt er weiter=- dann ſind folgende Mit- tel anzuwenden.“ Man' nimmt 1 Loch gepülverte fange Kalmuswurzel, eben ſo. viele rothe Enzianwurzel es got kocht dieſe eine Viertelſtunde lang in Z„DQyärt:(et Syte Dit was über 1 Seidel öſtr. M.) oder* Pott Waſſer, 4, ſo fan ſeihet das Waſſer ab, miſcht>. Quentchen aufge- m Vene, löſetes Opium( tinctura Opi) dazu, und giebt pl für js| davon dem Scaafe alle drey Stunden zwey Eßlöſ- „inter di fel voll ein. Will man ein etwas koſibareres Mit- Ei- fit| tel nicht ſcheuen, ſo kann man ſtait Kalmuswur- 3 Nutt zel, Kolumbowurzel nehmen.“| En Gli) Nach unſerm Tolnay ſind bey der Ruhr der „odht di Schaafe, nach Entfernung der Urſachen, gute tro&dene FNinuts Rahrung, eingedi>te Mehltränke aus geröſtetem Rog- "MENT genmehie, oder gevörrter Linſen oder Eichelnzoder aber 30 Höglid nachſtehende zwey Recepte mit Nutzen zu gebrauchen: El fo Im| 1) Jimm„Zormentilwurzel | Jatterwurzel Die Diem)| Enzianwurzel von jeder 3 Unzen vine auf| pulveriſire ſie ganz fein, und thue hinzu | nentchet|| Gemeines Küchenſalz 1 Unze E einun)| Geröſtetes Roggenmehl DUR ""|| miſche es zu Pulver, und gieb es den Schaafen zu oder W|| leFen. Oder: tyt| 2) == CBDZ)== 2) Nimm pulv. Euzianwurzel -- Tormentilliv. v. jeder 14. Unze Honig ſo viel als nöthig mach“ es zur Latwerge, und gieb davon zweymal des Tages, jedesmal einen großen Löffel voll dem Schaafe. Hr. Wolſtein hat über den Durchfall und die Ruhr der Schaaſe Folgendes:„„Beyde Krankheiten ſind gefährlich, vorzüglim aber die Ruhr, wenn man nicht in Zeiten entgegen arbeitet.=- Jm An- fange kann es ſchon hinreichend ſeyn, wenn mar jedem kränken Schaafe täglich 2 Löffel voll pulve- rifirte Erlenknoſpen mit halb ſo viel Salz vermiſcht qiebt. Dabey müſſen die Schaafe aber beſtändig auf hohe, tro>ene Weide getrieben: werden, oder zu Hauſe gutes, dürres Fatter erxhalten. -- Beym Durchſall kann man den kranken Sc--.- „1 aer's Handhuch für die feinwollige Schaafzit vhE: NNN NNN SSSSSSSNSNNINSSSNNSSESSRSSNSSSSNSNSN NS NNNNNNINGENEN --( 383)= im lif zuverläßig nicht, und ich kann aus Erfahrung bloß Ein Biſe das von Gericke*) vorgeſchlagene Haarſeil als zuverlä- Delf 0 Biges und probates Heilmittel Jedermann einpfeh- St: N% len, da ich einſt ein ſioFblindes Schaaf, das die- Date, m| ſe Augenkrankheit im höchſten Grade hatte, bloß vr 1) mit dieſem einfachen Mittel, na| 1: fh Pfeffer bließ ich ein) fruchtlos verſucht batte, ſo (3, uns glücklich curirt habe, daß es den zweyten Tag nach Das Nu der Operation ſchon der Heerde folgen konnte, den ZURN dritten Tag ſchon auf beyden Augen völlig ſah, den 5 au5,5 vierten Tag aber auch nicht eine Spur mehr von der - Krankheit übrig war. Das Haarſeil braucht eben Bntranfh niht, wie es Herr Gericke vorſchlägt, aus einem E biöweiln Zöpfcer wei- Fn Is *) f. Dickſon's prafr. Aclerbau 20.0. d. vngl. überſ. Her- AUSCOO: 287 xx) f. Maldinger*s Wahrnehmungen 38 Schagfen, Comp. LJ. WE) EB Soliigys Artis veter, mis Len ſer aucM pj b) 79) 8 unterwip 1: | ſchwul!„der wenn Few fe! | oft verfü[9 | den DD qe | heit veran kV | wurde fx3) de! --(yie Cb) Jud | daher iB 1 h| | tigen Ihifei|S | 9 ſat | wehren fin fendangs/ iw | Cl zm kal | Gremi hi 8.6 7 + M |) Voxas 1 vir | LEM T fe| |/ VS0 | jen 39 mif m Vene 40 En: mil D= einene| 90085| % u 1 NCE gie-. enEENEIRENERRIEIININIRNRRTNIENIIIIIT EN ] j mw" vn EIT TTENT NT -=( 385)= Ste Übrig Biden ner I weißen Vitriol von jedem 4 Drächme, M, den Fenchelwaſſer 4 Unzen chem. miſch" es, und laß in die, vorher mit friſchen Waſ- D eſchlany ſer ausgewaſchenen Augen 50 Tropfen laufen. Be,(ini- 0) Klauenkrankheiten.. Ehen ip| Dieſen Krankheiten ſind die Schaafe häufig Mr wein| unterworfen. Die böſeſte davon iſt die Klauenge- Sihl 4 ſchwulſt, oder die Klauengeſc Jene Si DH woh za Neſſer 1 WS leine Di ieſer biſy ASIeiben, = Kranfte! Sahlag w| H ſig dur) Meines lw Sauen w(0. Zt Eine,(1 mn ſcheit) iv e ſich iN De gen fie bt) x iin dieſein 2 Miſt? T*|f Erſh| *) glaubt| de unn| I, eher! 174 Sig| Sanmeezm| DO) ewmmet jöſet hat, hinweg. Die Wunde wäſcht man mit einer Auflöſung von Kupfervitriol aus, und legt dann eine Salbe aus Terpentin und Eygelb auf.*) DDer: Man bringe den obigen Umſchlag aus Lehm und Eſſig mittelſt eines leinenen Beutels oder Säckleins an die kranken Klauen, und erneuere den Verband Morgens und Abends 7: damit er nicht zu ftroden werde. Wird hiedur& die Entzündung nicht zertheilt=- wie es wohl bisweilen Der Fall iſt=-- ſondern entſteht dennoch ein Geſchwür, ſo ſchneidet man, ſo weit die Krone losgelöſet iſt, das Horn weg, und befeuchtet die Wunde täglich zweymal mit folgendem Mittel: Nimm Gallävfel 2 Quentchen weiſſen Vitriol Alaun Salmiak von jedem 1 Loth ſioß Alles zu Pulver, iaiſch es„Afa koche es in 1 Pf. Eſſig eine Bierſelſiundt[aii]„ äreres ab, und bewahr es in einem Glaſe zum Gebrauch uf ux Rach Herrn Petri ſoll man die Klauen nach Eröffnung des Geſchwürs, und Abfluß des Eiters mit Salzwaſſer tüchtig auswaſchen, und Pulver von blauen Vitriol darüber ſireuen, und biet Opera- tion immer wiederhoh len, wenn das Übel weiter um ſich greifen will. Za oft=-- ſagt er= iſtes nothwendig, einen Theil, oder gar den ganzen Huf wegzunehmen, indem alle brandigen Theile ausge- 95) 1)» ſchnit- Ny ſ. Thaers Handbuch für die feinwollige Schaaſzucht. *x) f, Rohlives Receptbuh für Schafer. PPYTER EIT VRR INN 3 12979 11 2 1A-AUY WEMNZAR 1 ND 1:10)(s FETTEN SANTE 1 NE RHB RSI EIE WON NOT OASEN Übe t aal OMASAOTTAST WNRDE 0210507) WIN URNSET EUS WE SENG AVEENE =( 388)== ſchnitten, ja zuweilen der Knochen reit geſ micht liert*). Iſt aber dieß vernachläßigt worden, oder nden A entſteht dieſe Krankheit== wie es wohl bisweit- = lmſch| len geſchieht--- aus andern Urſachen, die keine Ohrieven| Vorbeugung zulaſſen, ſo ſind folgende Mittel zu 5 Uhl empfehlen: „ebeydin Iſt die Verhärtung und Geſchwulſt zwar ſchon vorhanden, aber no< nicht in Eiterung übergegan- | |. ja Gd| gen, ſo verſuche man: warmes Leinvhl, braunge- gein div| bratene Butter, eine Kampherſalbe, die allgemein m äpnlidy| be- die| | 21 Fil ordentlichen Schäfereyen werden ohnedieß die Läm- mer nicht pivslich abgeſetet, ſo wenig als vlövlich vom er heran| Melken aufgehört wird.|f. oben bey der Entwöhnung | der Lämmer und beym Melken der Schaafe.; -( 390)== bekannte ſogenannte flüchtige Salbe, oder eine Salbe von 3 Loth Leindhl, worinn 2 QLuentct, daß die Geſchwulſt an irgend einer Stelle weich anzufühlen iſt. Iſt das geſchehen, ſo macht man an dieſer Stelle mit einem ſcharfen Meſſer einen Einſchnitt, um den Eiter heraus- zulaſſen, und verbindet die Wunde mit der Terpentin- ſalbe aus Terpentin und Eygelb, zu gleichen Thei- len vermiſcht,**) oder mit der bekannten Bley- weißſalbe, bis ſie heilet. Sollte der Brand dabey bemerkt werden, ſo rath Hr. Petri den angegriffe- nen Theil ſogleich wegzuſchneiden, und ein Pfla- ſier von Storaxſalbe darauf zu legen***). q) Beinbruch. Nicht ſelten geſmäaßige Schienen daran zur befeſtige.(Die hieſigen deutſchen Schäfer nennen dieſe (110070 ganze Operation in ihrem Dialekte, das Spandeln). >"inen ib Die beſte Art dieſer Operation iſt beyläufig fol- „NETE gende: Man richtet zuvörderſt das gebrochene Bein LE hf, fit wie geſagt, gehörig ein; herna kann als überflüßig herunter genommen werden.*) at: r) Fallende Sucht. Gul Dieſe Krankheit wird meiſtens nur bey Läm- : mern und jungen Schaafen beobachtet. Selten be- |.".: fällt ſie ältere als Jährlinge, Das Thier fällt da- E fanden| bey nieder, zappelt mit den Füßen, macht krampf- R bafte Bewegungen mit'dem Kopfe, verdrehet die Au- End|! gen, ſchäumt bisweilen mit dem Maule, ſteht aber erlegen| in kurzer Zeit wieder auf, und ſcheint übrigens ges N. ſund zu ſeyn, nur daß es, wenn der Paroxismus | ſich oft einſtellt, etwas abmagert. [;;, Nohl Die ofzut*) ſ. Die mehrerwähnten Werke der H. H. Thaer, Rohl- wes, und Vetri«. << oon nnn unnau nnn Sanne denen==. EZZ= <<<<< GGBG zZ EIE = GIN 1 Die Meiſten*) glauben, daß es bisher noch fein Mittel gegen dieſe Krankheit gebe; ein Mann von bekannter Wahrheitsliebe**) indeſſen, verſichert uns, daß ein gewiſſer Herr Clemens gegen die fal- lende Sucht ſeiner Jährlinge, Aufſchläge kalten Waſſers auf den Kopf, und Zugpflaſter hinter den Ohren, ſo wie, im Paroxism us ſelbſt, Einſpri- bungen ſtarken Weineſſigs in die Naſe, mit be- ſtem Erfolg gebraucht, und auf iſe Art ſelbſt Thiere, die vorher von dieſer Krankheit alle drey bis fünf Tage befallen wurden, vollkommen ge- heilt habe. 5) Friſh| S1 gen O m CH|, den fi 0! unt 2 nut D web die LI7: oben 31 De den, S3 WT y den, Er 8 treip4 8 Sher 40 bein Namn |, verſu ven Viefil € ſ DB 00! Filtey| I hintt(in 2(inf 4, miel S Art ſelt = lle di) Finne(w Zt, erwundt, =| Waſſt, mn fe M--(ll S ea Je iſi! gwtdudd --( 393)= t) Schaafze>en und Sc