5 Jahre 1823. EEE vt orn LE 50140 140 (3 9.4916 1 EX N (GedruFtes Manuſcript für die Herren Mitglieder und Theilnehmer deſſelben.) | Univ.-Bibl. Giezz;en ---==---42== I Aus 2: 2. aus den Protocollen des Leipziger Woll-Convent's 5 APL Le 18923 R 4 DIOHR GERD LEREHRRFRM 00 u um Leipzig im Saale des Hötel de Prusse den 9, Mai 1823, N aben vom Morgen früh an, die von den Mitgliedern und andern Theilnehmern des Con- vent's eingeſandten Vließe, Proben und andere auf die Verhandlungen Bezug habende Sachen, von dem Sekretair aufgenommen, mit fortlau- fenden Nummern bezeichnet und geordnet waren, verſammelten ſic) um 44 Uhr die Mitglieder und eingeladenen Herren, denen Einlaßkarten zu- geſtellt waren. Um 12 Uhr erſuchte der Sekretair einige der Mitglieder, ſich der Eröffnung der zur Wahl der Präſidenten eingeworfenen Zettel, zu unter- ziehen und es ergab ſich, daß der Königl. Preuß. Staatsrath Herr Thaer einſtimmig zum Prä- ſidenten, der Königl. Söächſ, Geheime Regie- rungsrath und Lande8hauptmann, Herr Graf von Hohenthal auf Glauſcmäßig ver- andere. Es könnten alſo ſo viele Raßen erzeugt werden, als es mdgliche Abweichungen nnd Gra- de' derſelben gebe und allerdings hätten manche Schäfereien Recht, ihren Stamm eine eigen- thümliche Raße zu nennen, wie dieſes auch in den ſpaniſchen Schäfereien, wo gewiſſermaßen immer In- und Inzucht betrieben worden undin der Regel kein fremder BoF zugelaſſen würde, der Fall geweſen ſey. Er habe zuerſt den Vor- ſchlag gethan, die mannigfaltigen Stämme oder Raßen in gewiſſe Hauptklaſſen zu vereinigen und dadurch) manchen Verirrungen in der Zucht und Mißverſtändniſſen vorzubeugen. Wenn gleich die Abweichungen mannigfaltig ſeyen, ſo hätten ſie doch bei„allen Thierarten, und ſo auch bey den [1 Schaafen, gewiſſe entgegenſtehende Tendenzen. Man bemerke deren hinſichtlich der Wolle beſon- ders Zwey;: die eine zu einer größern Krafft, Widerſtreben und Starrheit des Haars und ihr entgegengeſeßt, zu größerer Nachgiebigkeit, Ge- ſchmeidigkeit und Sanftheit, verbunden mit Schwä- che. Ein ſtärkerer Durchmeſſer des Haars verei- nige ſich zwar mehrentheils mit jener, ein ſchwä- herer mit dieſer, dennoch ſtehe die Feinheit nicht immer mit der Kraft und Geſchmeidigkeit in gleichem Verhältniß und es kämen gröbere Haa- re, die geſchmeidiger und feinere, die ſiarrer ſey- en, vor, wohl nicht in den Extremitäten, aber in den Mittelgraden dieſer Tendenzen, die man Pole nennen könne, weswegen man von der- Feinheit hier lieber vorerſt abſahe. Die zweite entgegenſtehende und beachtenswerthe Tendenz ſey: die zu gedrängteren auch höheren Bogen oder ſtärkerer Kräuſelung des Haars und ihr entgegenſtehend die völlige Schlichtheit, welche zwar bey den Merinos nie im hd<ſten Grade aber doch annähernd vorfäme. Wenn wir die erſte- ren entgegenſtehenden Tendenzen uns bildlich als verticale Pole vorſtellten, die leßzteren als ho=- rizontale und uns zwiſchen ihnen lauter con- centriſche Zirkel dächten, ſo könne ein Individuum oder ein Stamm auf jedem Punkte dieſer Zirkel und ihrer Radien ſtehen, und es könne mögli- her Weiſe ſo viele Raßen geben, als ſich hier Punkte denken lieſſen. Jedes uns vorkommende Thier würde ſich aber einen oder dem andern Ver- tical= und Horizontal-Pole, oder aber dem Mit- telpunkt mehr nähern. Zu dem Extreme oder äußerſten Pole gelange wohl feins, und wenn es fich einem, ſelbſt dem der allerhd<ſten Sanftheit zu ſehr nähere, ſo könne dies nicht erwünſcht ſondern nur tadelhaft ſeym- Eine gewiſſe An- nährung aber zu einem oder. dem andern dieſer Pole mache die Wolle zu einem oder dem an- än FT ad +5 dern Zwee oder Fabrikate, vorzüglich brauchbar. Es werde kräftigere und ſanftere geſchmeidige Wolle zum Krempeln und zum Kämmen ge wünſcht. Er habe daher die in mannigfaltigen Gradationen, ſich einer oder der andern Cigen- ſchaft annähernden und ſämmtlich aus dem Me- rinos-Geſchleht abſtammenden Schaafe, in vier Hauptklaſſen zu ordnen vorgeſchlagen; nämlich in kraftwollige und ſanftwollige, und „ jede derſelben in gedrängtwollige und ge- dehntfwollige wieder unterſchieden. Man müſſe aber nicht, wie einige es mißverſtanden hätten, dieſe Abtheilnng als etwas feſtbegränztes und geſchloſſenes anſehen, und nicht bey jedem vorfommenden Thiere oder Stamme ganz ka- rakteriſtiſche Merkmale, wohin es gehöre, zu fin- den glauben, Dies könne nur bei beſtimmten Naturformen, bei dem, was die Naturforſcher Genera und Species nennfen, ſtatt finden, nicht aber bei Abweichungen von dem urſprünglichen Na- tur-Typus, Wenn es auch bei einzelnen Thie- ren ganz entſchieden und in die Augen ſprin-“ gend ſey, zu welcher Abtheilung ſie gehörten, ſo ſtänden doch andere ſo in der Mitte, daß dieſes ſich gar nicht entſcheiden ließe, und dieſer Mit- telſtand ſey auch manchmal gerade das Wün- ſchenswerthe und wobei man zu beharren ſuchen müſſe. Man fände, daß ſic) mit der, zu einem oder dem andern Extrem oder Pol ſtärker hinneigen- den Wolle, auh andre Verſchiedenheiten des Körpers und Organismus vereinigten, oder vielz mehr, daß jene aus dieſen hervorgingen, Die kraftwolligeren Thiere hätten in der Regel eine kräftigere Conſtitution, breiteren Körperbau, ſtär- kere Knochen, mehrere Bewachſenheit der äußern Theile, Neigung wulſtige Hautfalten zu bilden, einen klebrigen Fettſchweiß und ein ſchweres Vließ, welches theils von dieſer ſtärkeren Bewachſen- heit, theils von der grdßern ſpecifiſchen Schwere dieſer Wolle abhänge, wozu dann freilich noch der durch die Wäſche ſchwer herauszubringende Fettſchweiß komme, Dagegen hätten die im hö- hern Grade ſanftwolligen eine ſchwächere Conſti- tution und Körperbau, ſeyen ſchmäler gebaut, hätten beſonders einen ſpißen Kopf, und über- haupt dünnere" Knochen, geringeres Gewicht des Vließes und einen ſanften dligen Fettſchweiß, Auch ſcheine einige Verſchiedenheit des Körper- baues ſich mit der gedrängten uud gedehnten Wolle zu vereinigen; leßtere hätten häufig auch einen mehr in die Länge gedehnfen Wuchs und beſonders hohe Beine, Damit ſich die Sc daß doch auch ein Theil dieſer ſächſiſchen Schä- fereyen aus der Negrettiheerde entnommen ſey und dieſerhalb ſchlage er vor, daß man lieber ven Namen Infantado wähle, indem es hi- ſtoriſch gewiſſer ſey, daß jene ſpaniſche Heerde, wenigſtens bis zur Zeit der dort entſtandenen Unruhen, dieſen Character entſchieden getragen habe. Da eine Vereinigung in den Worten ſo wünſchenswerth ſey, um ſich in der Sache deſto beſſer zu verſtehen, ſo werde ſich wohl Jeder im Gebrauche dieſer Worte der Mehrheit conformi- ren und er bitte alſo, daß man am andern Tage darüber abſtimme. Damit ſic) Alle das, was der Präſident über die Raßen geſagl, mehr. verſinnlichen konn- ten, ließ er vier möglichſt entfettete Muttervließe vorlegen, wovon ſich Nr. 4 dem Infantado- Character näherte und No. 2. die Eigenſchaften der Escurials im höheren Grade beſaß; No. 3. ſtellte den gedrängt= und No, 4 den gedehntwolz ligen Escurial= Character als Unferabtheilungen dieſer Raße dar.= Die erſten beiden Vließe waren in einer Schäferey bey gleicher Hal: tung und Fütterung der Thiere gewachſen und erſteres wog 3 Pf. 30 Loth. während das ande- re nur 48 Loth wog. Herr Köhler erkannte bey Nr. x den Negretti= Character an, fand die Wol- le des Vließes Nr. 2 aber ſo kurz, zart und un- haltbar daß ſie ohne Zuſaß einer kräftigern nicht zu verarbeiten ſey; übrigens erklärte er ſie für ſehr fein. Die ſämmtlichen Herren Wollhänd= ler ſtimmten dieſem Urtheil bey; Herr Thaer machte bemerklich daß der Stein von Nr. 2 faſt ſiebenmal ſv viel gelten müſſe, als der von NEL wenn die Production gleich vortheilhaft ſeyn ſollte, weil leßteres bei gleicher Haltung um ſo viel mal mehr geſchoren habe. Obgleich man ſich wegen großer Beengung der Zeit vorgenommen hatte, die dem Convent ſchriftlich eingeſandten Aufſäße nicht zu leſen, ſo machte man dennoch auf des Präſidenten Vor- ſchlag, eine Ausnahme mit einer, dem Convent in den Oeconomiſchen Neuigkeiten und Verhandlun-= gen Nr. 22-- 24 Jahrgang 1823, von Herrn Rudolph Andree gewidmeten Abhandlung, aus welcher der von den Merinos-Raßen han- delnde und intereſſante Theil vorgeleſen wurde. Hierauf wurde die heutige Sißung na< mannig- faltigen über dieſen Gegenſtand mitgetheilten Be- merfungen, geſchloßen,; Den 140ten May 1823. In Folge der geſtrigen Beſtimmung ſollte heute zuvörderſt ein Beſchluß über die Benen- nung der Raßen gefaßt werden. Hinſichtlich des Ausdru>s Escurial ſo hatten Mehrere vorgeſchlagen, daß ſtatt deſſen der im Handel dafür ſchon gebräuchliche Namen Electoral angenommen werden möge; indem aus der damaligen Churfürſtlih Sächſiſchen Schäferey dieſe Raße und Wollart hervorgegan- gen ſey, und man in der That unter den aus Spanien kommenden Wollen,-in großen Maſſen nichts ähnliches finde. Man könne dieſe Wolle daher gewiſſermaßen als ein neues Erzeugniß und Gebilde Sachſens anſehen und ſelbſt aus Dankbarkeit dieſen Namen annehmen. Nachdem verſchiedenes darüber verhandelt und noct im Stapel, oder wie ſie ſich ausgedehnt darſtelle? worauf die H. H. Wollhändler das leßtere bei Beurtheilung der Länge auzunehmen, erklär- ten. Hiermit in Uebereinſtimmung zu kommen, nahm man die vorgeſchlagenen Ausdrüe: hoch und niedrig geſtapelt zur Beſtimmung der natürlichen Stapelhdhe des Vließes an; es könne mithin ein niedriger Sta- pel, der gedrängtere Bogen habe, ſich alſo mehr va dehnen laſſe, länger ſeyn als ein hoher der ſich weniger dehnen laſſe. Obgleich im Allgemeinen die Wolle mit ge- drängten Bogen, ſtumpfe Stapel mit geſchloſſe- nem Vließe, dagegen die mit gedehnten Bogen, ſpie Stapel mit offenem Vließe, zu bilden pflegt, ſo iſt dies doen erzeugte beſondere Raßez die Mei- nungen waren in Anſehung derſelben ſchr ge- theilt und der Mehrheit ſchien es zweifelhaft, ob es irgend ein karacteriſtiſches Merkmal gebe, wodurch man ſie von Thieren des reinen Meri» nos-Stammes unterſcheiden könne- Cs ward die Behauptung aufgeſtellt, daß alle ſächſiſchen 'Schaafe außer den kbniglichen Schäfereyen, Mez ſiizen ſeyen, weil zur Zeit der Bildung der übri- gen Schäfereyen, keine- Müttter, ſondern nur Bd>e abgelaſſen worden wären. Herr Thaer glaubte dies nicht zugeben zu können, da er aus ſihern Nachrichten wiſſe, daß Mehrere und na- mentlich der Miniſter von Heynilz und der Ba- ron von Fletſch er, wenn auch nicht von den aus Spanien ſelbſt gekommenen, doch von ihnen rein abſtammenden Müttern oder Lämmern, welche erhalten und daraus einen reinen Stamm gebil- det hätten. Auch habe der berühmte Schaafzüch- tex Fink zu Cdſißz dafür, daß er die Kur der Räude an den ſpaniſchen Schaafen bewirkt, ſich einige der allerkränkſten ausbedungen und daraus' ſei ſeinen Stamm gebildet und dieſen rein erhalten, Es ſey auch natürlic) daß ſich bei irgend guter Verpflegung die beiden in den ſechsziger und ſieb- ziger Jahren aus Spanien erhaltenen Transporte, dermaßen müßten vermehrt haben, daß der grdß- te Theil der ſächſiſchen Schäfereyen jet damit beſekt ſeyn könnte, Wenn alſo auch die meiſten Schäfereyen zuerſt mit Meſtizen angefangen hät- ten, ſo würden ſie doM? ohne Zweifel ſich be- müht haben, von den Merzen der Köngl. Schä- fereyen und in der Folge von den hieraus ge- bildeten, immer mehrere zu erhalten, und ſo lie- ße fich vielleicht annehmen, daß die beſſeren und nach hdherer Veredlung hinſtrebenden Schäfercyen jezt von ganz reinen Stamme ſeyen, der aber nur durch die beſondere Auswahl der Zuchtthiere welche man in Sachſen nach anderen Rü>kſichten als andere Länder gemacht habe, einen eignen Character erhalten hätte, Es wurden nun von Mehreren, verſchie- dene Kennzeichen angegeben, wonach man ächte Merinos von Meſtizen ſolle unterſcheiden können,. deren Unzuverläßigkeit aber von den Meiſten anerkannt ward. Jnsbeſondere glaubte der H, B. v. Rothkird, daß ein in der Fein- heit“ bedeutend zurüFſchlagendes Hintertheil ein Fehler der Meſtizen ſey, wogegen aber Herr Thaer äußerte, es ſcheine ihm im Gegentheil eine ungeregelte Gradakion der Feinheit auf den verſchiedenen Körpertheilen immer verdächtig und er erinnere ſich bey Meſtizen häufig feinere und ſanftere Wolle auf dem hintern Theile des Kdr- pers als auf den Schultern und überhaupt ſol- X noch gebrauche, weil er weit ſtärker vererbe als alle jüngeren 3 welcher Meinung auch Herr Thaer nach ſeiner Erfahrung beitrat. Den 12ten May 1823. Der Präſident legte, bevor die eigentlichen Verhandlungen fortgeſeßt wurden, erſt noch drei Vließe von direct aus Spanien abſiam- menden Müttern vor, die zwar den Fraftwolli- gen oder Infankado-Charakter, jedo< mit ver- ſchiedenen Modificationen trugen. Nr. 36 beſaß dieſen Character am ſtärkſten und wog möglichſt rein gewaſchen 4 Pf- 29 Loth und war von ei- ner Mutter die bereits Sechs Lämmer gebracht hatte- Nr. 37 hatte feineres Haar, welches nur auf dem HinterrüFen und den Keulen zurü&- ſchlug und wog 3 Pf- 14 Loth. Nr. 38 beſaß ein gedehntes Haar und ſpitzen Stapel aber von ſolcher Hdhe, daß ſein Gewicht 5 Pf- 27 Loth, und zwar nach dem fünften Lammen betrug. Der Präſident erſuchte die Aufmerkſamkeit auf dieſe Vließe zu richten, um die gegen die Infan- tado-Raßen zu ſehr eingenommenen Meinungen, m. einigermaßen zu berichtigen. Es ſey keine Eele- toralwolle und ſie könne deren Preis um ſo we- niger erreichen, da Wolle dieſer Art aus Spanien und mehrern andern Ländern, genugſam und zu* geringern Preiſen. geliefert werde. Jedoch glau=z „be er daß ſie zu den häufigſten und nußbarſten Fabricaten, dem kräftigſten Tuche, ſo wie auch zur Kette hochfeiner Tücher, unentbehrlich ſey, und daß das Gewicht dieſer Vließe den gerinz gern Preis hinreichend erſeße, zumal da die VP an- tener Schäferey, aus welcher dieſe Vließe ge- nommen, im letzten Jahr nur ſchwach gefuttert habe. Der Fabrikant Herr Brehmer ſtimmte dieſer Meinung bei, gab aber dem Vließe Nr. 37 einen entſchiedenen Vorzug, weil es den Infan- tado= und Electoral= Charakter vereinigt be- ſäße. Infantadowolle allein gebe ein ſtarkes brett- artiges Tuch, Electoralwolle dagegen ein ſchwa- ter beyder Raße= Cigenſchaffen an zeige; dagegen ſpreche der Stand der Stapel bei ven beiden andern Vließen für den Infantado- Charakter. Der Präſident ſtimmke zwar darin überein- daß ſich die Wolle von Nr. 37 dew. Eleckoral- Eharacter nähere, die Mutter aber ſelbſt ſey von reiner ſpaniſcher Abkunft unvermiſcht mit ſächſi- ſchem Blute, auc habe dieſes Vließ ein pechar- tiges Fett gehabt welches nur durc) warme Wäſche ſo weit herausgebracht worden ſey; wo= rauf Herr Spe> äußerte, daß an dieſen pech- „en wollte, Bei der Frage: ob es ein Maximum der Feinheit gebe, über welches hinaus der Werth der Wolle ſich nicht vermehre? äußerten die Herrn Wollhändler daß es ein ſol insbeſondere ſagte, daß man ſeit einigen Jahren aus manchen Schäfereien, Super-Electa-Sortimente mache, welche bis- jeßt aber noch ſelten wären; man bezahle dieſe in London auch jeßt mit 10--+ 11 fl. während die gewdhnliche Electa-nur 73-- 8 ßl, gälte; ein Handelshaus habe no leicht nachgäbe, beim Nachlaſſe deſſelben ſich aber wieder erhebe und ſeine vorige Geſtalt annchme, ſo auch die Wolle. Das Starrere werde ſeine Elaſticitäf dadurch zeigen, daß es beim nachlaſſenden DruF oder Ausre>ung, ſchnell in ſeine vorige Geſtalt zurü&ſpringe; das Sanf= tere aber dadurch, daß es langſam in ſelbige zu- rüctrete, ein Merkmal welches auch bei der Die Geſchmeidigkeit und 14-=»“ das angenehme Gefühl der hochfeinen Wollfa- brikate, ſcheine ihm von der nachgiebigen Elaſti- cität abzuhangen. Beim Mangel der Elaſticität könne ſich wohl Weichheit, aber nicht das aus der Nachgiebigkeit herrührende Gefühl der Sanft- heit finden,; Die ſchon längſt gemachte Bemerkung daß die Dichtheit der Bogen, welche ſich ſowohl im einzelnen Haare, als in den, durch mehrere beſonders, zuſammenhängende Haare gebildeten Strängen, zeigten, in der Regel mit dem Fein- heitsgrade übereinſtimmend ſey, war durch Herrn Wagner in ſeiner Schrift über Wolle, als ein ſo ſimeres Merkmal des Feinheitsgrades darge- ſtellt worden, daß er die Zahl der Bogen die man auf die Länge eines Zolls zähle, als einen zuverläßigen Feinheitsmeſſer aufſtellte, Der Herr Amftsrath Blo.> auf Sierau hatte dies durch viele mit dem DollondſcX ihm ſpäter überſandte, wo- von die eine 25 die andere 16 Biegungen, beide aber gleiche Feinheitsgrade nach dem Dollond- ſchen Eirometer beſaßen. Zur Zählung der Bo- gen bediene er ſich eines auf einen ganzen oder halben Zoll geſpannten Zirkels; Herr Blo> aber kleiner metallner Inſtrumente, welche gleichſam wie ein Kamm, einer jeden Zahl entſprechende Zähne hätten; ganz beſonders zwe&mäßig erſchiene aber ein von Herrn Cruſius vorgelegtes klei- nes und einfaches Inſtrument des Mechanicus Tauber in Leipzig, welches 14 Thlr, 20 Gr. Foſtet, zu ſeyn. Cs würde jedoch ſchr trüglich ſeyn, die Zählung der Bogen im einzelnen Haar vorzunehmen, indem bei dem Entwickeln deſſel- ben, eine mehrere oder mindere Dehnung unver-= meidlich iſt; man zählt alſo die Bogen in den zuſammenhängenden kleinen Strängen, die ſich in einem Stapel gleichſam in der Geſtalt eines Strumpfgewebes zeigen, weswegen man ſie denn wohl auch Maſchen genannt hat, Dieſe ſogenannten Maſchen welche von mehr oder weniger enge mit einander vereinigten und mit ihren Bogen ſich in einander falzenden Haaren, gebildet werden, zeigen ſich in ungewa- ſchenen und gewaſchenen Stapelproben, mehr oder minder in die Augen fallend und gleichſam eingekerbt. Zuweilen aber findet man Vließe, bei denen ſie kaum den Augen bemerklich ſind. Unter den Wollzüchtern ſey darüber eine bedeu- tende Verſchiedenheit der Meinungen, indem man diejenige Wolle, wo man die Einfalzungen im ungewaſchenen Zuſtand nicht erkenne, für tadel- haft gehalten und Manche es als ein Zeichen von einer Ungleichheit der Haare, in der Fein- heit ſowohl: als in der Bildung der Bogen, anz genommen haben, wogegen Andere zu ſtarke Einz 15- kerbungen ſchon als einen Uebergang zum Zwir- nen, welcher ſi) nach. der Wäſche noch deutli- c<vließe vorlegen, von denen No. 5. die ſehr ſcharfen, No. 6, dagegen die ſehr ver- waſchenen oder undeutlichen Einkerbungen, und No. 7. einen mittlern Grad derſelben, verſinnlichen ſollten und. welche ſich übrigens in Feinheit und Stapelbau“ziemlich gleich waren.. Die Herrn Wollhändler fanden die vorgelegten Gradationen von ſchärfern und ſc gebe, Hieraus folgte aber nicht, daß Einkerbungen, wenn ſie auch ſehr deutlich in dem Stapel erſchienen, tadelhaft ſeyen, wenn ſie ſic) nur regulair geordnet und zuſammenhän- gend, ohngefähr wie die Oberfläche eines feinen Strumpfgewebes zeigten, und ſich beim Augsgein- anderziehen leicht und völlig in einzelne Haare entwieln ließen, wogegen eine ſtarke Vereini- gung in einzelne dünne Stränge, die, weil ſie gewiſſermaßen von einander abgeſchieden ſeyn und kein Zuſammenhängendes bildeten, keine parallele Lage gegeneinander behielten, minder beliebt ſey, weil ſie ſhon eine Annäherung zu dem Fehler des Zwirnens oder Perlens andeute, Fl Hinſichtlich des Zwirnens legte nunmehr Herr Spe&> ein Vließ vor, von dem er ſagte, daß es zur Fabrikation von Caſimir und andern dannen Stoffen, wegen dieſes Fehlers der dieſe ſtreifig machen würde, unbrauchbar ſey. Beiläu- fig ſey es auch zur Tuchfabrikation zu lang und ſpießig- Noch wurden die Vließe No. 9. 26. 34, und die Proben No, 4. 3, 20. vorgelegt, von denen das erſte einen außerordentlich hohen, die übrigen verſchiedene geringere Grade des Zwirnens an ſich trugen. Es entſtanden bei dieſer Gelegenheit ver- ſchiedene Discuſſionen, in denen Herr Brehmer einen gewiſſen Grad der Kräuſelung zur Bildung eines guten Tuchs für unumgänglich ndthig hielt; Herr Köhler dagegen behauptete, daß die Merinoswolle nicht glatt genug gewachſen ſeyn könne, weil ſich vot macht, wie denn überhaupt ſehr hohe Bogen eine mindere Zartheit der Wolle andeuten. In Betreff des Zwirnens ward noch die Bemerkuug gemacht, daß dieſer Fehler beſonders erblich ſey und daß er ſich ſchnell vermehre, wenn man ihm bei der Zucht nicht möglichſt entgegen zu arbeiten ſuche. Hinſichtlich des Filzens der Wolle, welz und Herr Mengel die Conſtruktion des Dol- londſc warf die Frage auf: ob der Unterſchied zwiſchen milder und ſtren- ger Elaſticität begründet ſey und ob unter er- ſterer nicht das langſamere ſanftere Zurüctreten in die vorige Geſtalt verſtanden werde und dies das Erwünſchteſte ſey? Herr Brehmer ſtimmte ihm bei und fügte hinzu, daß hierin gerade der Vorzug'der Electoralwollen beſtände, indem die der Infantados eine ſtrenge barſche Elaſticität beſäßen und das daraus gefertigte Tuch nicht ſo ſanft und geſchmeidig ſondern hart und brettar- tig ſey= welchem Ausſpruch alle Wollhändler beiſtimmten, Die AusdrüFe Kern und Nerv hielten die Meiſten für gleichbedeuteud, man meſſe ſie einer Wolle bei, wenn.ſie ſich in der Hand kräf» tig anfühle, beim DruFX und auch beim Zerrei- ßen widerſtrebe. Herr Thaer bemerkte, dies ſey doch etwas verſchiedenes obwohl mit einanz- der verbundenes, Herr Schulße ſagte, daß einigen nicht elaſtiſchen Wollen doch ſehr guter Kern beigemeſſen werde und ſo müſſe es wohl etwas beſonders ſeyn, Herr Brehmer beſtä- tigte dies und führte Kammwollen, die feine Elaſticität aber viel Kern beſäßen, als Beiſpiel anz; vogegen Herr Köhler äußerte daß die Kammwolle in der Hand zwar wenig Elaſticität beim ſtärkeren Zuſammendrücen aber deſto mehr angebe und daß es dabei auf den Bau des Haars nicht anfäme, Dies und mehreres darüber Ver- handelte bewies, daß der Sinn dieſer Ausdrü>e no< nicht feſt und allgemein beſtimmt ſey. Ob man unter dem, was man einen ſchö- nen Glanz der Wolle nenne, den Wiederſchein welchen die Wolle in Maſſe giebt, oder den des einzelnen Haars iu ſeiner Oberfläche verſtehe? Herr Köhler meinte, er zeige ſic) im einzelnen Haar und beſonders wenn es ausgeſpannt würde - und der in Sachſen vorwaltende Seidenglanz liege in der Oberfläche des Haars. Auf die Frage ob dieſer Glanz auf die Annahme. der Färbung Einfluß habe, erwiederte Herr Breh- mer daß die Farben des Tuchs um ſo glän- zender erſchienen, je mehr Glanz die ungefärbte Wolle ſchon gehabt habe; die Farbe ſelbſt nehme ſie aber nicht beſſer als andere an, Auf die Frage ob in einigen Vließen eine ſol, daß er daran zweifle, indem er noch kein Vließ geſehen von dem nicht ein Theil der Keulen- oder Hals- Wolle hätte abgenommen werden müſſen; denn wenn die Feinheit auch aushielte, ſo ſchlüge doch die Form des Haars zurück. Auch ſey dies ſehr natürlich, da die Körpertheile welche dem Dru> und der Feuchtigkeit ſehr ausgeſeßt ſind, wie der Bauch und die Keulen, immer gegen die übrigen Theile zurückſtehen müßten. Auf den Einwurf daß die Bauchwolle doch sfters ſehr fein und ſanft ſey, erwiederte Herr Spe, daß ſie wegen der immerwährenden Feuch- tigkeit und dem DruF den ſie erlitte, doch im- mer ſo morſch und krankhaft ſey, daß ſie in die Stücken geworfen werden müſſe. Herr Sie- werts führte gegen Herrn SpeXs Meinung ein Vließ an, welches Herr Srinius vorgezeigt hätte und welches gar keinen Abgang gäbe, ſons dern als ein Beiſpiel vollkommener Ausgeglichen- I9-== heit aufgeſtellt werden kbnne, Herr v. Brüne>, welcher ſic) in den Meſſungen mit dem Dollond- ſchen Eirometer eine große Fertigkeit und Sicher- heit erworben, bemerkte hierauf, daß er einige Haare jenes geſtern vorgelegten Vließes gemeſſen und einen Unterſchied zwiſchen 7 und 10 Grad gefunden habe; die Herrn müßten alſo wohl nicht blos die Feinheit ſondern andere gute Eigenſchaf- ten, unter Ausgeglichenheit begreifen. Herr Spe> gab zwar zu daß ſie andere weſentliche Eigenſchaften ſehr berückſichtigten, eine bedeu- tende Feinheitsverſchiedenheit müſſe aber an ſich ſchon einen Unterſchied begründen. Bei der Frage, ob es Vließe gebe, welche am Hintertheile feiner ſeyen, als am Vordertheile? ergaben ſich verſchiedene Meinungen. Da aber Mehrere anführten, daß man dies vorzüglich bei Meſtizen und gezwirnkwolligen Thieren fände, ſo erkannten die Meiſten an, daß dieſe Abweichung von der gewöhnlichen Ordnung der Wolle etwas fehlerhaftes ſey und den Verdacht einer unxei- nen Raße exrrege. Der Präſident warf nun die Frage auf: ob der Wollproducent ſich durchaus mit keiner Sor- tirung der Vließe befaſſen, ſondern alles, was ihm ſeine Schäferei gebe, unter einander zum Verkauf ſtellen ſolle? Von eigentlicher Bildung der Sortimente, wie ſie nachmals in den Han- del kämen, und von den Wollhändlern an die Fabrikanten geliefert würden, ſey hier nicht die Rede, indem es jelzt wohl allgemein anerkannt wäre, daß dieſe Sortirung nur bei ſehr großen Maſſen und hinlänglicher Uebung in dieſem Ge- ſchäfte, rathſam ſeyn könne. Die Frage be- ſchränke ſich nur darauf, ob man etwa die vor- züglichen, die mittleren und die ſchlechteren Vließe, welche ſich in den meiſten Schäfereien noch ver- 3% - 20=| j A miſcht fänden, in beſondere Ballen oder Dunge bringen ſolle. Es ſcheine ihm, als ob dies den Wollhändlern zur leichtern Ueberſicht der Waare doc< immer angenehmer ſeyn müſſe, wenn es mit derjenigen Kenntniß, die ſich jeßt immer mehr unter den Wollproducenten verbreitet hätte, geſchähe,. Es erhob ſic) hierüber eine lebhafte Dis- cuſſion, indem ein Theil der Herren Wollhänd- ler zu wünſchen ſchien: man möge ſich lieber al- ler Abtrennung enthalten, und die ganze Maſſe, ſo wie ſie geſchoren worden, zum Verkauf auf= ſtellen. Andere dagegen fanden dies Verfahren ſchr zwe&>mäßig, wenn es wirklich mit Kenntniß und Treue geſchähe, und man vereinigte ſich end= lich dahin, daß unter dieſer Vorausſezung, und wenn der Unkerſchied der Thiere in den Heerden noch bedeutend ſey, die Sonderung der Vließe, ohne jedoch eine Zerreißung derſelben vorzuneh- men, empfohlen werden müſſe. Was man dagegen ſage, begründe ſich auf einzelne Fälle, wo dieſe Abſonderung ohne Kenntniß gemacht worden, und man ſich eingebildet habe, Electa- und Priz ma-Sortimente zu liefern, und darauf dann ei- nen Preis geſeßt, den dieſe Sortimente nie er- reichen konnten, Wenn ſic) eine richtige Beur- theilung der Wolle unter den Producenten mehr - verbreite, werde dies wegfallen. Ueber die Qualität der Wolle, welche man Walkfähigkeit, auch wohl Krimpfkraft, nennt, wußten die Herren Wollhändler wenig. beſtimmtes anzugeben, nur der Fabrikant Herr Brehmer ſagte einiges darüber, welches jedoch dieſe Eigenſchaft nicht erklärte. Bei der Frage über die wünſchenswertheſte Länge der Wolle, und ob Tuchwolle auch zu kurz ſeyn könne? bemerkte Herr Brehmer, daß zu dunklen Farben eine Wolle von drei Zoll aus- gedehnter Länge erforderlich ſey, indem ſie von dieſen Farben angegriffen würde; zu den hellge-' färbten Tüchern könne ſie aber unter drei bis herab zu einem Zoll.lang ſeyn. Wie man ihm entgegnete, daß ja die Wolle in der Krempel in fürzere Enden zerriſſen würde, erwiederte%, daß ein Theil der Haare zur Zuſammenhaltung der übrigen, immer ſeine Länge behielte, Einige zu- fällig vorgelegte Proben, die in der Ausdehnung wirklich keinen vollen Zoll maßen, erklärte er der Kürze wegen ſchon für tkadelhaft. Da man jeßzt noh oft den Tadel der Wolle, daß ſie zu lang ſey, vernehme, ſo ward die Frage gethan: ob bei der Dispoſition gewiſſer Stämme eine lange Wolle zu erzeugen, eine halbjährige Schur nicht rathſam ſeyn könne? Herr Thaer meinte, daß man ſich dadurch nur doppelte Spi- ßen, welche von der Einwirkung der Luft auf die Oberfläche des Vließes bewirkt würden, er-= zeugen möchte. Herr Köhler äußerte über die doppelte Schur, daß man die Waare aus die- ſen halbjährigen Wollen nicht mehr liebe; man habe früher viele Tücher gus Lauſitzer Sommer- wollen nach der Levante geſandt, dies ſey jeht aber vorüber. Herr Brehmer ſeßte noch hin-- zu, daß man die guten Winkerwollen zu melir- ten Tüchern ſehr gut brauchen könne, ſo lange die niederländiſchen Maſchinen nicht allgemein verbreitet wären und die Handkrempel noch ge- bräuchlich ſeyen; in Schleſien würden noch viele Tücher aus zweiſchürigen Wollen gemacht. Bei der Frage: was unter trüber Wolle verſtanden werde? ſagte Herr Thaer, daß die Wollhändler mit Unreinigkeiten gemiſchte und erſt auf verſchiedene Art zu reinigende Wolle darun- ter verſtänden, daß aber von den Züchtern häu= „Seins 5527 Jh r ... fig ſolc gab noch Nachricht von Verſuchen mit Waſſer, worin Erbſen abgekocht worden, die ein ſehr gewünſch- tes Reſultat gegeben, und daß auch dieſe reini- gende Wirkung des Erbswaſſers manchen Haus- frauen bekannt ſey und von ihnen benußt würde. Herr Trinius empfahl hinſichtlich der Mani- pulation bei der Wäſche beſonders, daß man die Pelze nicht reiben, ſondern ſie nur hin und her ſchwenken und ſanft mit der fiae, als der zu ſtarken Fütterung ſeyn könne. Herr G. v. Hohen- thal warf ein, daß die Verſchlechterung der ſächſiſchen Wollen vielleicht nur in ver hdhern Anſicht, welche ſie jekt von Wolle hätten, oder in einer Verbeſſerung der Sortimente ſelbſt liege, und frug, ob die Herren nicht noM Proben der - älteren, beſſer ſeyn ſollenden Wolle beſaßen. Herr Trinius entgegnete, daß ihre Sortimente noch dieſelben wären, und daß ſie keine höheren For- derungen an Elecka machten, als früher, jedoch fänden ſie jeht in allen Schäfereien bedeutend geringere Quantitäten für die höhern Sorti- mente, als vormals. Er glaube, daß die Ur- ſahe in der vermehrten Körnerfütterung läge, und kenne Schäfereien, die vormals 115 Stein ſchoren, und darunter mehr Electa lieferten, als jeßt, wo ſie bei Körnerfutter 433 Stein ſchee- ren. Herr G, v. Hohenthal glaubte, dieſen Nachtheil der Körnerfütterung ni theilte eine dem ganz entgegengeſelzte Erfahrung mit, wo die Wolle bei ſchwächerer Fütterung tadelhafter geworden ſey, Herr-Tri- nius beharrte feſt auf ſeiner Meinung, daß zu reichliches Futter ſchade, und machte als Bei- ſpiel auf die Veränderung aufmerkſam, die ein gewöhnliches Schaaf erleide, wenn man es in das Haus nähme, und dort ſehr ſtark nähre; es würde jeder bemerken, daß die Wollhaare viel gröber ſeyen, als früher, worin-.ihm Herr Spe> auch ganz beiſimmte. Die mannigfaltige Verſchiedenheit der Mei- nungen über dieſen Punkt führte nur zu dem Reſultat: daß die Frage nur durch fernere com- parative Verſuche, bei welchen alle andere Ein- flüſſe aufs ſorgfältigſte abgeſchnitten werden müßs= ten, vbllig entſchieden werden könne. Herr v. Raumer theilte noch die hierher gehdrende Bemerkung mit, daß die mit Heu reichlich) gefütterten Thiere ein weit volumind- ſeres ſeres Vließ als andere gehabt hätten, ſo daß eine ſehr ſtarke Schur erwartet worden wäre. Das Wiegen der Vließe habe na; der Schur aber gezeigt, daß ſie ein bedeutend geringeres Gewicht gegeben, als die nicht mit Heu, ſondern mit anderem Futter genährten. Schaafe. Ueber die unnachtheilige Wirkung der Kar- toffelfütterung bezog ſic) Herr Thaer auf die Beurtheilung ſeiner Wolle, welche dem großten Theile der Herren Wollhändler von den Berli- ner Märkten her bekannt ſey; er habe ſchon ſeit acX, daß es ſeiner Er- fahrung noch vortheilhafter ſey, daſſelbe mit Wieſenheu“gemengt, als allein zu geben, woge- gen Herr Schweizer bemerkte, daß das Klee- heu vermöge ſeines größern Volumens bei glei- meinte, daß die Hilze beſonders nach- theilig auf die Wolle der früh geſchorenen Läm- mer wirke; wogegen Herr Thaer die völlige Gleichheit ſeiner, Theils im Mai, Theils im Au- guſt geſchorenen Lämmer anführte. Ueber die Sommerſtallfütterung be- merkte Herr von Raumer, daß ſich bei der- ſelben kein eigentlicher Stapel im Vließe zeige, und daß er dies als Wirkung des Schußes vor Regen 2c, betrachte, Auch Herr Lüder, wel- . Bellſchwilz, Oſt= Preußen, =- Baron Cotta v, Coktendorf.| Stuttgart. Würtemberg. -- Cruſius, Sahlis.| Königreic) Sachſen, -- Feder. Seegeriß,----- -- v. Fryczynsfi, Krzemieniec, Volhynien. =- Gadegaſt., Thal. Königreich Sachſen, =.(Gau, Eiſenach, Weimar. -- Gildemeiſter, Roſengarten, Mark. -=- Grove, Luclum, Braunſchweig. -- Haenert, Halle. Preuß. Sachſen. -- Haertſch. Breitenfeld, Königreich Sachſen, -- Graf v. Hohenthal, Glauſchüß, 3 M -- Karthaus. Zſchepen. Preuß, Sachſen. -=- Körner. Zſchortau. 6 Ee == Lüder. Catlenburg, Hannover, --- Graf v. Mengerſen, Zſchepplin. Preuß. Sachſen. == v. Nauendorf, Kloſchwiß. Kdnigreih Sachſen, -=- Nordmann. Frauendorf«, Mark. -- Pogge- Roggow. Mefklenburg, --- vV. Raumer, Kaltwaſſer, Schleſien. == 9%, Reden. Hannovers -- v. Rißenberg« Niſchwiß, Königreich Sachſen, -- v. Romberg, Brunne, Priegniß«, -=- Baron v. Rothkir<, Panthenau, Schleſien. -- Schilling. DreißigaFer, Sachſen Meiningen, --- v, Schmeling, Neuenhof, Pommern, -- Scnettger ſen. Machern, Königreich Sachſen, -- Schnetkger jun,----..---- -- Schdnleutner, Schleißheim. Baiern. +08 E N aum en"0 E- der ihres des j| J E anweſenden Mitglieder, Wohnoxts. Landes oder Provinz,| ZE Herr Schreiber. Eilhauſen. Walde, |-- Sculße. Heinrichsdorf. Pommern,| IE=- Scweißer, Moſen. Weimar,[| 43-= Steiger. Leutewiß«. Königreih Sachſen, '1„=. v. Streber. Eichſtädt. Baiern, 5 j-- Teichmann, Mutern, Königreih Sachſen,: 1M7-. Thaer. Mögelin. Mark,| "D-- 9. Tresfow, Owinsk, Poſen. j;--=- Vengfke. Megow. Pommern, -=- v. Vine, Münſter. Weſtphalen. 4-=-- Volz. Hohenheim, Würtemberg, |-=- Wahnſchaft, Bründel, Anhalt, N= V+. Wedemeier« Anrode, Preuß, Sachſen, W|,|-- V+ Wrede. Hanover, 8|-. v. Zehmen, Murkersdorf. Weimar, | "7« wen: ſh.; der ihres des |; ausgebliebenen Mitglieder Wohnorts. Landes oder Provinz. 4 14| Herr v. Behr-Negendank, Semlow. Pommern, 11 m== v. Biernai. Sulislawice, Königreich Pohlen, I:&=-- Baron v. Cramm, Sambleben. Braunſchweig. -- Ernſt, Winzenburg, Hannover, -=- Baron v. Gregory, Nieder Gurig«. Lauſiß. == v. Haugwiß«, Logiſchen. Schleſien. <= Hilveti, Troppau. Oeſterreichiſch Schleſien, == V., Kleiſt. Wendiſch Tychow. Pommern. --- v. Krauthoff. Zueſſow.-= -=-- Lueder. ſen, Herzberg« Hannover. --- Kueder jun.---------- --- Lueder. Nordheim.---- == Oſterroth, Brueſſow. Mark. 4 der ihres des | ausgebliebenen Mitglieder. Wohnorts. Landes oder Provinz. -- Palzow. Küßkow. Mark. ey--“ Panſe. Dreiſſiga>er, Sachſen Meinigen, == v. Prittwitz, Caſimir. Schleſien. -- Reich. Deutſch-Jägel.<=-- -=- Baron v. Riedeſel, Neuenhof. Weimar, -=- Rudzinsky, Oeſterreich, -- Schmieder, Egendorf. Weimar. --“ v. Szend-Jvany, Tottis. Ungarn. =-- Thaer. Panten, Schleſien. =- Baron v, Veltheim, Deſtedt. Braunſchweig, -=- Wagner, Rieſenburg, Oſt-Preußen. =- v. Wedemeyer, Langhagen. Meklenburg. NEN Berlin, gedruckt bei Conrad Feiſter, unter den Linden Nr, 23, aus den Protocollen des Leipziger WMoll⸗Convent's ———:,ͤ—— Colour& Grey Control Chart Blue Cyan Green vellow Hed Magenta White Grey 1 Grey 2 Grey 3 3 Grey 4 Black ſiniſiiniiſiſſiſiiſſſiſſſiiſinſſiniſiſiſſüiſſſſſſſſſſiſnſnmſnnpnnmnnt Oem 1 2 3 4 5 6 11 6 8 Älelelalsllelelldlalelel deleLrledalLs elelal2lrl4lalalslrre elal-elelaLrdld ale uus — 8—— ☚HGDᷓ;ᷓꝑ ſnſſnnſiſſinſiſnſiſiſnſnſſiiiſiſſſiſiſiſ 3 14 15 16 17 18 19 20 21 2 1— 9 5 v