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194 Zwölftes Kapitel.
welches in dem Fruchtknoten, als einer Gebaͤrmutter, zur vollendeten Entwickelung gebracht werde.)
Wollen wir uns nun nach einer Scene in dieſem inter⸗ eſſanten Bildungsacte des Pflanzenſamens umſehen, welche etwas der thieriſchen Zeugung Aehnliches darboͤte, ſo kann dieß nur die Einwirkung der Narbenfeuchtigkeit auf die Aus⸗ dehnung und von da an eintretende große Bildungsthaͤtigkeit der Pollenzelle ſein. Jedoch von einer eigentlichen geſchlecht⸗ lichen Zeugung(im thieriſchen Sinne) kann auch hierbei nicht die Rede ſein. Wollen wir dann dem allerdings verzeihlichen, aber gewiß wiſſenſchaftlich nicht wuͤnſchenswerthen Verlangen folgen, die hierbei thaͤtigen Organe mit den thieriſchen Fort⸗ pflanzungsorganen zu identificiren, ſo waͤre der Staubbeutel der Eierſtock, die Narbenzellen waͤren die Hoden und der Fruchtknoten waͤre die Gebaͤrmutter. Hier faͤnden wir alſo die ſonderbarſten Trennungen und Vereinigungen bei den Thieren vereinigter oder getrennter Organe. Der Eierſtock waͤre bei den Pflanzen mit getrenntem Geſchlechte(z. B. bei dem Hanfe) auf einer ganz anderen Pflanze als die Gebaͤr⸗ mutter, und die Hoden waͤren unmittelbar auf letzterer be⸗ feſtigt! Darum iſt es ein mindeſtens eitles Beginnen, die durchaus ihr eigenthuͤmliches Bildungsleben zeigenden Pflan⸗ zen nach den Thieren deuteln zu wollen.
Vergleicht man nun die Samenbildung der Kryptogamen mit der der Phanerogamen, ſo ergiebt ſich Folgendes. Die Kryptogamenſpore(S. 41) iſt wie das Pollenkorn eine ſehr zarthaͤutige, mit einer feſteren aͤußeren Decke oder Schale bedeckte Keimzelle, welche einen ſehr concentrirten Bil⸗ dungsſaft einſchließt und bei ihrem Keimungsproceß in der Außenwelt zunaͤchſt ebenfalls(wie das Pollenkorn auf der Narbe) in einen ſchlauchfoͤrmigen Keim verwandelt wird.
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