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Das Wichtigste vom innern Bau und Leben der Gewächse : für den praktischen Landwirth faßlich dargestellt ; Mit 4 Steindrucktafeln / von E. A. Rossmäßler, ...
Entstehung
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en ohne Schale,

ten als ene frei die Freiwerdung ein Platzen des nzen, vorzugs⸗ beſchienen wer⸗ it heftügen Ex⸗ rner weit weg⸗ tcholt bei me⸗ hreren Grͤſem umunis.) Da⸗ en gelangen di oberſten hochſ zus deren ober⸗ nen Zelen eie Dieſe übt auf Wirkung aub zerſprengt und lauches aus in ig lubibtaui r Scale beftit lauch Diier Griffalkanal

Von der Nahrungsformung. 193

Fig. 46, B) einſchließenden, leitenden Zellgewebe des Griffels oder Staubweges(stylus) herab bis in den Fruchtknoten. Hier dringt das vordere zuerſt ankommende Ende des Pollenſchlauches in das lockere Zellgewebe einer Keimknospe ein(die bei den verſchiedenen Pflanzenarten bald einzeln, bald in Mehrzahl hier an einem Arengebilde anſitzt) und welche anfaͤnglich, wie jede Knospe, aus einem kleinen Zellenhaͤufchen beſteht(Fig. 45, wo 3 Keimknospen uͤber einander ſtehen). Dieſes Eindringen des vorderen Endes des Pollenſchlauches in die Keimknospe heißt Einſaat. Das in die Keimknospe und zwar bis in den Keimſack (Fig. 46, f, eine beſonders erweiterte Zelle der Keimknospe) eingedrungene Ende des Pollenſchlauches zeigt bald eine leb⸗ hafte Zellenbildung und verwandelt ſich ſelbſt nach und nach durch Zellenvermehrung zunaͤchſt in die Keimzelle(Fig. 49, g) und aus dieſer in den Keim mit ſeinen Theilen, waͤhrend die Keimknospe um ihn herum deſſen Huͤllen mit dem Ei⸗ weißkoͤrper bildet, bis durch dieſe vereinten zellenbildenden Thaͤtigkeiten des Pollenſchlauches einerſeits und der Keim⸗ knospe andererſeits das Samenkorn gebildet iſt.

Hieraus ſieht man, daß der Pollenſchlauch ſelbſt es iſt, woraus(nicht wodurch) der Keim des Samens entſteht; und demnach iſt die Samenbildung bei den Phane⸗ rogamen nichts Anderes als eine Einſaat des fuͤr die Ent⸗ wickelung in der Außenwelt noch nicht befaͤhigten ſporenartigen Keimes(des Pollenkornes) in einen andern Theil der Bluͤthe, in den Fruchtknoten, um hier ſeine vollendete Ausbildung und Umhuͤllung mit mancherlei Huͤllen zu erhalten, wodurch er erſt faͤhig wird, in der Außenwelt ſich entwickeln zu koͤnnen. (Man koͤnnte ſagen, das Pollenkorn ſei das Pflanzenei,

Roßmäßler, Bau u. Leben d. Gewächſe. 13