Druckschrift 
Das Wichtigste vom innern Bau und Leben der Gewächse : für den praktischen Landwirth faßlich dargestellt ; Mit 4 Steindrucktafeln / von E. A. Rossmäßler, ...
Entstehung
Einzelbild herunterladen

192 Zwölftes Kapitel.

Die innerhalb der Pollenſchale liegende eigentliche Pollen⸗ zelle hat eine ſehr zarte ſtructurloſe Membran und ſchließt eine aus Schleim, Oel und Amylum beſtehende Fluͤſſigkeit (fovilla) ein. Die Schale hat meiſt an mehreren ritz⸗ oder lochfoͤrmigen, regelmaͤßig vertheilten Stellen eine Anlage, hier zu berſten oder zu zerreißen, um die eingeſchloſſene Pollen⸗ zelle austreten zu laſſen(Fig. 44. c. d).

(Ausnahmen hiervon ſind: nackte Pollenzellen ohne Schale, zu 3 oder 4 verwachſene Pollenkoͤrner.)

Das vollendete Pollenkorn iſt zu betrachten als eine frei gewordene, ſehr entwickelungsfaͤhige Zelle. Die Freiwerdung derſelben aus dem Staubbeutel wird durch ein Platzen des Staubbeutels bewirkt, was bei vielen Pflanzen, vorzugs⸗ weiſe wenn die Staubbeutel von der Sonne beſchienen wer⸗ den, mit einer wirklichen verhaͤltnißmaͤßig ſehr heftigen Ex⸗ ploſion verbunden iſt, wodurch die Pollenkoͤrner weit weg⸗ geſchleudert werden.(Wir haben dieß wiederholt bei meh⸗ reren Pflanzen geſehen, namentlich bei mehreren Graͤſern und bei dem Wunderbaume, Ricinus communis.) Da⸗ durch und durch manche andere Vorkehrungen gelangen die Pollenkoͤrner auf die Narbe(stigma, den oberſten hoͤchſt verſchiedenartig geſtalteten Theil des Piſtills), aus deren ober⸗ ſten frei liegenden etwas warzenartig erhabenen Zellen eine eigenthuͤmliche Feuchtigkeit ausgeſondert wird. Dieſe uͤbt auf den Inhalt der Pollenzelle eine ſehr lebhafte Wirkung aus, ſo daß letztere ihre Pollenſchale gewaltſam zerſprengt und, ohne ſelbſt zu zerreißen, in Form eines Schlauches aus ihr heraustritt, was man die Schlauchbildung(tubiſicatio) nennt(Fig. 44, d). Nun heißt die von der Schale befreite ſchlauchfoͤrmig gewordene Zelle Pollenſchlauch. Dieſer tritt nun in dem, oft einen wirklichen Kanal(Griffelkanal,

Fig. 46, Griffele Fuuchkkno Ende des Keimkn bald einz anſitt) un keinen 36 üͤber äna Endes des Das in Gi. 46 eingedrun hafte Zelle ducch Zal und aus die Keim weißkrp Thatigke knospe a

Hir es iſt, w entſteht;) rogamen wicklung Keimes in den; und Unh

crerſt faͤh

(Nan

Roßnäßl