r deutſchen en alljährli⸗ thiere vor, welchem ſie ner ganzen den mit der lusdehnung nig, und in Polen und ge, was dem in Ungarn Stufe der es gleiches inwiſſenheit die Rohheit iſen bei den zaßucht weit dieſen Män⸗ eiſtesbildung Dinge von gehört, die rden. Wenn 1000 Fran⸗ deren Fleiſch teiſe auf dem Hals an den enn ſie Echafe n, und, ohne ſcern, wie
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ein Fall in den Bülletins des Pariſer Wollveredlungs⸗
vereins erzählt wird: dann ſind alle andern Mißgriffe
leicht möglich und denkbar, und es iſt vom raſchen Fort⸗ gange der Veredlung wenig zu erwarten. Und ſo iſt es auch noch in Ungarn. Hilft auch hier die ſclaviſche Unter⸗ würfigkeit, ſo kann die Knute den Verſtand doch nicht allemal erſetzen. Wolle aus ſonſt guten Schäfereien Un⸗ garns zeigt durch ihre gränzenlos ſchlechte Behandlung
bei der Wäſche und Schur, und durch ihre Verunreini⸗
gung aller Art, wie und auf welche Weiſe das ganze Schäfereiweſen betrieben werden müſſe. Einzelne beſſer
behandelte Schuren zeigen zwar, daß es anders ſeyn
kann, daß es aber noch nicht allgemein gut iſt.
Was aber der ungariſchen Schafzucht ſehr aufhelfen muß, das iſt der Ruf ihrer Wolle, den ſie bereits im Wollhandel erlangt hat. Die unverhältnißmäßig wohl⸗ feilen Einkäufe derſelben locken die Wollhändler immer mehr nach derſelben hin, und meiſt werden ſie nur durch das, wegen ſchlechter Behandlung erlangte üble Anſehen der Wolle, von deren Ankaufe zurückgeſchreckt. Kaufte man dieſelbe, wie in Frankreich, im Schweiße und nach den einzelnen Vließen: ſo würde dieſer Uibelſtand geho⸗ ben ſeyn und die ungariſche Schafzucht viel dabei ge⸗ winnen.
ähnliche Hinderniſſe im Wene ſtehen: ſo ſchretet ſie doch nichts deſto weniger ſehr vorwärts, und die ſehr bedeu⸗ tenden Ankäufe von Zuchtſchafen, welche dies Land in der neuern Zeit in Deutſchland gemacht hat, beweiſen
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