Teil eines Werkes 
Vierter Band (1810) Lehrbuch der Nazional-Oekonomie / von Julius Gr. v. Soden
Entstehung
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90.

Der iſolirte Ur⸗Stoff bedarf keiner Produktif⸗Kraft. Der produktife Ur⸗Stoff bedarf Produktif⸗Kraft; und zu deſſen Erſcheinung ſind alſo zwey Gattungen der Produktif⸗Kraft noͤthig; naͤmlich: die Ur⸗ Produktif⸗Kraft, und die indu⸗ ſtrielle Produktif⸗Kraft.

91.

Die Produktif⸗Kraft iſt dreyfach: Ur⸗Produktif⸗Kraft, induſtrielle Produktif⸗Kraft, kommerzielle Produktif⸗Kraft.

92.

Die Ur⸗Produktif⸗Kraft iſt erforderlich, um den natuͤr⸗ lichen Produktif⸗Stoff(Z. 88.);

Die in duſtrielle Produktif⸗Kraft, um den induſtriel⸗ len Produkt⸗Stoff zur Erſcheinung zu bringen.

Die kommerzielle Produktif⸗Kraft iſt nicht abſolut erforderlich, um jene beiden Gattungen des Produkt⸗Stoffs zur Erſcheinung; wohl aber um einen großen Theil derſelben zum Genuß zu bringen.

Daß ſie aber zur Erſcheinung jener beiden Gattungen des Produkt⸗Stoffs nicht abſolut nothwendig iſt, hebt ihre Eigenſchaft als Produktif⸗Kraft in Nazional⸗Oekonomiſti⸗ ſcher Bedeutung nicht auf; denn der Zweck der Nazional⸗ Oekonomie iſt: Vollkommenheit des phyſiſchen Genuſſes; und dieſe Vollkommenheit iſt ohne kommerzielle Produktif⸗ Kraft nicht moͤglich.

Das iſt alſo das Prinzip, nach welchem die Nazional⸗ Oekonomie das Kommerz in die Klaſſe der Produkzion

aufnimmt.

Kapital. Kapital⸗Stoff.

93. Derfjenige Theil des Nazional⸗Vermoͤgens, welcher uͤber

das augenblickliche(naͤchſte) Beduͤrfniß bey dem Beſitzer uͤber⸗