Der Beſtelldienſt in Bern iſt auf unſere Rechnung in 45 Fällen in Anſpruch genommen worden, im Geſamtbetrag von 461,50 Mk.
Durch die uns auch 1917 vom Kreiſe Wetzlar zu Unter⸗ ſtützungszwecken überwieſenen Beträge konnten wir 131 Kriegsgefangene aus dieſem Kreiſe mit Spenden in der Ge⸗ ſamthöhe von 1266,90 Mk. bedenken, davon 25 regelmäßig. Alle Kriegsgefangenen, die bei uns gemeldet waren, ſind auf Liſten bzw. Karten für die allgemeine Weihnachtsgabe aus den Mitteln der Hindenburgſpende dem Kriegsminiſterium vorgeſchlagen worden. Außerdem haben wir zahlreichen Einzel⸗ wünſchen um Überſendung von Büchern, Spielen, Muſikinſtru⸗ menten und kleineren Gebrauchsgegenſtänden, wie Raſierappa⸗ raten nebſt Zubehör, teils direkt, teils durch Vermittlung der „Neutralen Hilfe“ in Berlin entſprochen.— Dem Ausſchuß zur Verſendung von Liebesgaben an deutſche Akademiker in Berlin iſt ein Verzeichnis der aus unſerem Bezirk ſtammenden Gefan⸗ genen mit höherer Schulbildung zugegangen, auf Grund deſſen dieſe von dort aus mit literariſcher Koſt verſorgt werden.— Das von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog Ernſt Ludwig und Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogin Eleonore zu Weihnachten 19⁄/6 geſtiftete Erinnerungszeichen konnten wir zahlreichen Angehörigen für ihre Kriegsgefan⸗ genen aushändigen.
4.
Allgemeines. Vermittelnde Silfstätigkeit u. dgl.)
Beratung in Rechtsangelegenheiten, wie Geltendmachen von Verſicherungsanſprüchen, Anfertigung von Geſuchen um Weitergewährung der Löhnung, Anträge auf Internierung oder Austauſch haben uns gleichfalls in großer Fahl beſchäftigt. Wir hatten die Freude, mehrere Ausgetauſchte, Invaliden, wie Angehörige des Sanitäts⸗Perſonals, in unſeren Geſchäfts⸗ räumen zu begrüßen und von ihnen manchen bemerkenswerten Aufſchluß über ihre Erfahrungen und die Gefangenenbehand⸗ lung im allgemeinen zu erhalten.
Ganz außerordentlich wertvoll und zu Dank verpflichtend waren für uns auch die Beſuche der verſchiedenen Schweſtern, die zahlreichen Gefangenenlager in Rußland bereiſt hatten, und zu denen wir viele Familien eingeladen hatten, deren Angehö⸗
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