VI. Hundesteuern.
Neben der staatlichen Hundesteuer werden in Gießen an städtischer Hundesteuer 10 ũ/ für den Hund erhoben. Die Einnahme für 1903 belief sich auf 7220% gegen 7310/ im Vorjahr. Dieser Einnahme steht gegenüber eine Ausgabe von 666/ für uneinbringliche Hundesteuern und Hebgebühren gegen 630,33
im Vorjahr.
Auf Ansuchen der medizinischen Fakultät der Landes-Universität hat die Stadtverordneten-Versammlung unterm 26. November 1903 beschlossen, daß die von den Instituten der medizinischen Fakultät zu wissenschaft— lichen Zwecken gehaltenen Versuchshunde ebenso von der Gemeindesteuer befreit sein sollen, wie dies durch Großh. Ministerium der Finanzen für die staatliche Hundesteuer genehmigt ist.
VII. Gewerbegericht.
Von der Stadtverordneten-Versammlung sind Oberbürgermeister Mecum zum Vorsitzenden, Beigeordneter Curschmann und Stadtverordneter Haubach als Stellvertreter desselben gewählt. Als Beisitzer hatten nach
der stattgefundenen Auslosung mitzuwirken:
Seitens der Arbeitgeber: Im Januar 1903: Krumm, Eduard, Kaufmann,
Februar Kirch, Jean, Bahnhofsrestaurateur, März Krumm, Eduard, Kaufmann, April Hennings, Friedrich, Bäckermeister, Mai Leib, Heinrich, Schneidermeister, Juni Schmidt, Otto, Uhrmacher,
Juli Müller, Ludwig, Bäckermeister, August Emmelius, Louis, Kommerzienrat, September Winn, Heinrich Bauunternehmer, Oktober Berg, Karl, Schuhmachermeister, November Pirr, Ludwig Metzgermeister, Dezember Birau, Balthasar, Glasermeister,
Seitens der Arbeitnehmer: Männche, Heinrich, Schreiner, Holtberg, Gustav, Brauer, Holtberg, Gustav, Brauer, Hensel, Adolf Schriftsetzer, Dech, Karl, Zigarrenmacher, Hensel, Adolf, Schriftsetzer, Baum, Heinrich, Glaser, Männche Heinrich, Schreiner, Bock, August, Drechsler, Jakobi, Gabriel, Brauer, Diehl, Johannes, Schneider, Schäfer, Johannes, Lackierer,
Aus dem Geschäftsbericht des Gewerbegerichts ist folgendes mitzuteilen:
Im Kalenderjahr 1903 wurden anhängige. gegen 139 in 1902 und 206 in 1901
Hierzu kommt die in 1902 nicht zur Erledigung gelangte
Diese 169 Klagen haben sich erledigt wie folgt: 8
1 4) 9
Klagerücknahme vor 1. Termin.
5 im 1 1 3% öͤö˙*Uũ1♀ Vergleich 7 1 5(mit Beisitzern 25) Anerkenntnisurteil„ 1 0 1 f Versäumnisurteil„ 1 5. Endurteil 1 6 65 f Klagerücknahme vor 2. 5J5%%ͤ
0 i e e e(mit Beisitzern) Vergleich 1 2 1 6805 1 ö Anerkenntnisurteil„ 2 0 55 1 Versäumnisurteil„ 2 0 6 0 q
5
Endurteil 75 1 705 1) Andere Erledigungen(Beruhen ꝛc.). g Unerledigt in das Jahr 1904 übernommen
168 Klagen
1 Klage zusammen 169 Klagen
S
S S
18 22 2
Summe 169
Es sind hiermit 47% aller Klagen(in 1902= 68% und in 1901= 46) ohne Heranziehung von Beisitzern und vielfach mit Vergleich durch den Vorsitzenden allein erledigt werden. f


