zenatgun 4 ſacl 1 3 9 1 4 1 . . 1 6 44 3 5 „ e 4 UB GIESSEN Maaaaaha 4 12 604 874 2 Ceſpicte der nundartlihen Literat Seſſen und Wallon X hr — Teildrud. Sexeif und Grenzen der nundartlihen Lteratur — Diſſertation zur Erlangung der Doktorwürde einer hohen philoſophiſchen Fakultät der Univerſität Gießen Eingereicht von Karl Neurath aus Mainz Gießen, 1822 “ —, Berichterſtatter: Dr. Behaghel Bremer Zeitungs⸗Verlag G. m. b. H., Bremen Begriff und Grenzen der mundartlichen Literatur. Die vorliegende Geſchichte der mundartlichen Literatur in Heſſen und Naſſau iſt der erſte Teil einer Darſtellung der geſamten rhein⸗fränkiſchen Dialektliteratur, zu der mich mein verehrter früherer Lehrer, Geheimerat Profeſſor Dr. Otto Behaghel angeregt hat. Sie ſoll das reiche mund⸗ artliche Material des rhein⸗mainiſchen Landes zunächſt nach ſeinem künſtleriſchen Werte unterſuchen, dann aber auch nach ſeiner Bedeutung für die Dialektforſchung, deren Wichtigkeit für die Erkenntnis der Sitte, des Glaubens und zugleich der Sprache unſerer Vorzeit nicht geringer iſt, als die der Volkslieder, des Aberglaubens und aller gemeinen Ueberlieferungen überhaupt. Darauf hat ſchon Jakob Grimm in ſeiner deutſchen Grammatik(I, 3, 24) hin⸗ gewieſen, aber dennoch gibt es meines Wiſſens bis jetzt keine Darſtellung, die auch die Sprache der Dialektdichter aufmerkſam verfolgt hätte. Auch Kurt Wagner geht in ſeiner erweiterten Diſſertation Schleſiens mundartliche Dich⸗ tung von Holtei bis auf die Gegenwart(Breslau 1910 kaum auf eine ſprachliche Wertung ein. In meiner Unterſuchung konnte ich mich, ſchon des Vergleiches wegen, natürlich nicht auf das politiſche Heſſen beſchränken. Ich habe auch die bedeutenderen Mund⸗ artdichter der näheren Umgebung berückſichtigen müſſen. Beſondere Aufmerkſamkeit ſchenkte ich der Dialektliteratur von Frankfurt am Main, das der natürliche Mittelpunkt von Heſſen und ſprachlich der Wetterau zuzurechnen iſt. In die Bibliographie habe ich die reiche Dialektliteratur der alten Reichsſtadt aber nicht aufgenommen, weil ſie Askenaſy in ſeinem trotz mancher Irrtümer nicht üblen Buche über die Frankfurter Mundart und ihre Literatur 3 ſehr ſorgfältig angegeben hat. Viele Dichter minderen Ranges konnte ich zuſammenfaſſend beſprechen, weil ſie nichts anderes wollen, als ihren Mitbürgern einen Spaß machen, und weder äſthetiſch noch ſprachlich von Belang ſind. Heute bedienen ſich viele der Mundart angeblich zu poetiſchen Zwecken, die nicht die geringſte dichteriſche Be⸗ gabung haben. Sehr richtig weiſt A. von Eye in einem Aufſatz über den Kampf der Dialekte gegen die Schrift⸗ ſprache, der in Frommans Deutſchen Mundarten(II, 101, ff.) abgedruckt iſt, darauf hin, daß vor allem die Urheber ſchlechter Verſe dieſe in das Gewand der Mundart kleiden, um ſich darin„vor den kritiſchen Schlachtbänken einen heilen Hals zu erbetteln“. Aber im ganzen betrachtet iſt in der Dialektliteratur die Zahl der talentloſen Reimer nicht größer, als in der Schriftſprache. Richtig gewertet iſt die Mundart und die mundartliche Literatur ein wahrer Jungbrunnen; unſere beſten Dichter, die alle in der Mundart groß geworden ſind, haben viel landſchaft⸗ liches Sprachgut ins Hochdeutſche gebracht.„Nur der kann das Volk in ſeinen Tiefen erkennen, ſo führt Behaghel in der Einleitung zu ſeiner Hebelausgabe an(XYI), ſein Weſen in der dichteriſchen Schöpfung verklären, der ſelbſt im Volke erwachſen iſt, mit dem Volke fühlt, ſeine Sprache denkt und redet.“ Und das iſt denn auch das weſentlichſte, daß der Dialektdichter mundartlich denkt, wie das Anzengruber 3. B. durchaus vorbildlich tut, und wie wir es ſpäter bei manchem anderen finden werden. Das verlangt auch Karl Stieler, der ja zu unſeren bedeutendſten Dialektdichtern gehört, in einem tief eindringenden Aufſatz über die ober⸗ bayriſche Mundart, der in ſeinen von Karl Quenzel her⸗ ausgegebenen Werken unter die Hochlandsbilder(S. 82) eingereiht iſt. Trotzdem finden wir in Stielers Anfängen vielfach ein bedenkliches Hinausgehen über die Mundart, ſo daß der Dialekt nicht anders erſcheint als eine will⸗ kürliche Form. Zudem iſt in den meiſten mundartlichen Gedichten die Schilderung, der Bericht, nicht um ſeiner ſelbſt willen da, ſondern das Ganze ſteht im Dienſte eines Witzes, iſt nur Vorbereitung auf die in den Schlußzeilen enthaltene Spitze. Biel reicher erſchließt ſich der reiche Schatz der Mundarten, wenn das Bild, wie Behaghel in ſeiner Abhandlung über die Karlsruher Mundart(Badiſche Heimat, 3. Jahr, 1. Heft) ausführt, hervorwächſt aus der Hingebung an das kleine Leben, aus der liebevollen Beob⸗ 4 achtung ſeines Sonderbaren und Schrullenhaften, ſeines Verdruſſes und ſeiner Freuden, wenn alſo die volkstümliche Rede ſich von ſelber als die notwendige Form der Dar⸗ ſtellung aufdrängt. Allerdings: die mundartlichen Dichtungen geben ſelten die reine Mundart wieder. Selbſt bei den beſten miſchen ſiich hin und wieder ſchriftſprachliche Wendungen und Wörter eein, wozu Hans Reis(Die deutſche Mundartdichtung, S. 11) meint, daß ſie das mit der echten Mundart, der lebendigen Sprache gemeinſam habe, aber er überſieht in dieſer wenig gründlichen Darſtellung, daß Mundart und Umgangsſprache ſcharf auseinander zu halten ſind. Es gibt eben gar manches, was ſich der getreuen Wieder⸗ gabe durch die Nundart entzieht, denn vor der Mundart zeichnet ſich, wie Friedrich Kluge zutreffend bemerkt(Unſer Deutſch, S. 48/49), die Schriftſprache aus durch umfäng⸗ lichere Begriffe und Wortkreiſe, die eigentlich nur in der Literatur und den ihr zunächſt ſtehenden Volksſchichten leben. Was Kunſt und Wiſſenſchaft an Wortmaterialien verlangen, was für Anforderungen die geiſtigen Intereſſen der Gebildeten und die verfeinerten Lebensbedürfniſſe in den großen Mittelpunkten des Verkehrs an die Schrift⸗ ſprache ſtellen, dem kann die Mundart nur in den ſel⸗ tenſten Fällen dienen: meiſtens verſagt ſie. Aber auch die Wiedergabe der Mundart ſelbſt ſtößt auf mancherlei Hinderniſſe, ſelbſt wenn es ſich um einen eng geſchloſſenen Sprachkreis handelt, eine ſcharf begrenzte Sprachſchicht. Da ſind zunächſt die Forderungen des Verſes. des Reimes, die ihren Einfluß geltend machen und zu Ent⸗ ſtellungen verleiten. Beſonders in den ſüddeutſchen Mund⸗ arten. Hier ſind, wie auch Behaghel in ſeiner Abhandlung über die bereits erwähnte Karlsruher Mundart hervor⸗ hebt, die Vokale der Nebenſilben in großer Zahl verloren gegangen;„ja, ganze ſelbſtändige Wörter ſind auf einen einzelnen konſonantiſchen Laut zuſammengeſchrumpft“. In⸗ folgedeſſen fehlen unſeren Mundarten vielfach die unbeton⸗ ten Silben, was ſchon Hebel bei ſeinen mundartlichen Hexa⸗ metern recht unangenehm empfunden hat. Um die Sen⸗ kungen der Verſe zu füllen, werden dann vielfach ſchrift⸗ ſprachliche Formen herangezogen; unter der„Gewalt des Augenblickes“ entſteht dann eine Miſchſprache, die ſpäter noch beſonders zu betrachten iſt, und die ich als Papier⸗ dialekt bezeichnen möchte. Ihr hervorragendſter Vertreter iſt Friedrich Stoltze, bei dem kaum ein einziger Vers zu finden iſt, der die Mundart einwandfrei wiedergibt. 5 Was Soein in ſeinem umfangreichen Werke über Schriftſprache und Dialekte im Deutſchen(Seite 501) vom Niederdeutſchen ſagt, daß überhaupt von Tag zu Tag mehr hd. Ausdrücke ins Niederdeutſche dringen und daß „die, welche nur ndd. denken, nicht zu ſchreiben pflegen“. das gilt für alle Dialekte. Wer ſchreibt, der denkt meiſt nicht in der Mundart, ſondern in der Schriftſprache, und gebraucht dann den Dialekt wie eine fremde Sprache nach äußeren Regeln, die„mit Bewußtſein mehr oder minder gewiſſenhaft beobachtet werden, während die Regeln der Mutterſprache und namentlich das Stiliſtiſche eine innere Macht ſind, die unbewußt ſchafft und wirkt“.(Ebda.) „Wir ſind“, wie Soein weiter ausführt,„teils durch Geburt, teils durch Erziehung, teils durch die Schule, jedenfalls aber durch unſer Schwimmen in der großen literariſchen hd. Strömung unſeres Zeitalters ſo hd. infi⸗ ziert, daß wir entweder unvermerkt oder aus Unfähigkeit oder aus Ratloſigkeit zu ganz oder halb hd. Ausdrücken greifen“. Ueberhaupt gehen ja die Dialekte ihrem Untergang entgegen, und alle künſtlichen Nährverſuche werden auf die Dauer ebenſo zwecklos ſein, wie die Bemühungen um die Erhaltung der Volkstrachten. Der durch die erleichterten Reiſebedingungen geſteigerte Handel und Verkehr, die Freizügigkeit, Schule, Kirche und Preſſe, die Fabriken wie ehedem der Milltärdienſt, arbeiten unausgeſetzt an der Untergrabung des Dialektes. Wie ein Kreis ſtrahlt es von den größeren Städten auf das Land aus, ſo daß die eigentliche Mundart immer mehr zurück⸗ weicht und ihren Erſatz in einem gewiſſen Patois findet. Das dringt natürlich auch wieder in die mundartliche Dichtung ein, wie es Borchling in ſeinem Aufſatz Sprach⸗ charakter und literariſche Verwendung des ſog.„Miſſingſch“ (Wiſſ. Beihefte 37, S. 212) insbeſondere für das Nieder⸗ deutſche nachweiſt. 3— Es bilden ſich ſo zunächſt verſchiedene Sprachſchichten, die vielleicht die geſchichtliche Entwickelung der ſtädtiſchen Dialekte wiederſpiegeln, jedenfalls aber beweiſen, daß wir heute in jedem Sprachgebiet eine ganze Reihe ſtändi⸗ ſcher Mundarten beſitzen. Schon Moritz Rapp unter⸗ ſcheidet in ſeiner Phyſiologie der Sprache Mundarten des Landes, der Stadt und der Gebildeten, was aber nicht genügend gegliedert ſein dürfte, denn letzten Endes hat jeder Stand ſeine beſondere Sprache, ſeine eigene Mundart. Ieewe Aber auch die einzelnen Generationen reden verſchie⸗ den. Die heutigen Mundarten ſtehen der Schriftſprache ſchon wieder weſentlich näher als die der ſiebziger Jahre, und bei vielen Dialektdichtern, die um 1830 ſchrieben, finden ſich Wörter und Formen, die heute ausgeſtorben ſind. Andere wieder haben ſich faſt völlig der Schrift⸗ ſprache angeſchloſſen: wie im Heſſiſchen Schdurrend, das heute durchweg Schtudend heißt, oder Märrercher, das zu Mädercher und Modcher geworden iſt. Soweit geht aber die Angleichung an die Schriftſprache ſelbſt in gebildeten heſſiſchen Kreiſen nicht, daß der Hauchlaut T in deutſchen Wörtern gebraucht würde. So heißt es denn: Dod, Daler, Diſch, aber Theater, Taß, Tee. Ebenſo bleibt K in Fremd⸗ wörtern durchgängig G. Es heißt alſo: Afriga, Ameriga. Muſigande. Sch und ch ſind nicht weſentlich unterſchie⸗ den. Kirſche wird ausgeſprochen wie Kirche, Tiſch wie dich. Hier mag auch gleich erwähnt ſein, daß Nominativ und Akkuſativ des unbeſtimmten Artikels ebenſowenig mehr unterſchieden werden wie die des beſtimmten. Dem Kon⸗ junktiv begegnet man faſt nur bei den Hilfszeitwörtern, ſonſt ſteht faſt immer der Indikativ. Kommt er aber doch einmal vor, ſo iſt es der Einfluß der Schriftſprache; da nimmt er dann mitunter ſeltſame Formen an, wie: ſie gingte, ſie braichte, ſie kémte. Die komiſchen Wirkungen, die ſich aus dem Einfluß der Schriftſprache ergeben, hat Niebergall in ſeinen beiden Luſt⸗ ſpielen Des Burſchen Heimkehr und Datterich ganz vorzüg⸗ lich verwendet. Im Datterich vermiſcht Dumbach die an⸗ geleſenen Redefloskeln des Zeitungsdeutſchen ebenſo luſtig als bezeichnend mit der herzhaften Sachlichkeit der Mund⸗ art, und in des Burſchen Heimkehr redet Bärbel in einem Dialekt, der durch die Lektüre ſüßlicher Romane beeinflußt iſt und dadurch außerordentlich komiſch wirkt. Dieſe Wir⸗ kungen verſtehen vor allem die Mainzer Karnevalsdichter trefflich auszunutzen; ein Meiſter darin iſt Jean Dremmel, „Der Stoltze vom Rhein“. Zu einer faſt klaſſiſchen Verwen⸗ dung hat der Oberſachſe Guſtav Schumann dieſe Art ge⸗ bracht, der in ſeinem„Bliemchen“ gleichſam den Helden eines komiſchen Zeitromans ins Leben ſtellte. Gegen dieſen Gebrauch der Mundart iſt natürlich nichts einzuwenden. Das darf nur nicht ſo weit gehen, daß die Syntax der Schriftſprache benutzt wird, wie das beiſpiels⸗ weiſe Friedrich Stoltze in ſeinen proſaiſchen Schriften faſt ausnahmslos, oft bis zur Unerträglichkeit getan hat. 7 Im folgenden ſoll nun der Dialekt nicht als eine un⸗ willkürliche Folge des gewöhnlichen Lebens und Verkehrs betrachtet werden, ſondern als frei gewählter Ausdruck und als abſichtliches Kunſtmittel, als künſtleriſche Schöpfung alſo. Da iſt es denn klar, daß die einzelnen Dialektdichter, und wenn ſie aus demſelben Hauſe ſtammen, nicht ein und dieſelbe Mundart ſchreiben können, ebenſowenig wie die hochdeutſchen Dichter ein und denſelben Stil haben. Wie der Maler einem Bildnis von ſeiner eigenen Perſönlichkeit gibt, wenn er wirklich ein Künſtler iſt, ſo verfährt der Dichter auch. Die Sprache iſt ein Ausdruck ſeines Geblütes, ſie muß, wie Alfred Bock dem Verfaſſer einmal ſchrieb, durch die Filter ſeines künſtleriſchen Temperamentes hin⸗ durchgehen. Er formt um, wird ſchöpferiſch und bringt oft ganz neues zur Wortgeſtaltung, das im Tiefſten dann doch zum Weſenselement der Mundart wird. So iſt es ein viel⸗ verbreiteter Irrtum, daß Niebergall genau die Darmſtädter Mundart nachgeahmt habe. Das iſt nicht der Fall, wie ſpäter noch zu zeigen iſt. Geht man dem Darmſtädter Dialekt auf den Grund, ſo findet man unſchwer, wieviel er umgeſtaltet und ſelbſt erfunden hat. Daß er dabei trotz⸗ dem dem Geiſt ſeiner Mundart treu blieb, das iſt nicht ſein geringſtes Verdienſt, und dennoch eigentlich ſelbſt⸗ verſtändlich, denn die Sprache iſt, was die ſog. Expreſſio⸗ niſten nicht wiſſen, ein lebendes Weſen. Aber ſie lebt nur im Menſchen, und ſo iſt denn ihr Werden und ihr Wandel abhängig vom Einzelnen. Jeder, der ſpricht oder ſchreibt, arbeitet an der Umbildung der Sprache. Wie alſo nicht der Dichter, deſſen vornehmſtes Werkzeug ſie iſt. Sollte man ihm dieſes Recht verkümmern wollen, weil er ſich der Mundart bedient, ſo nähme man ihm ſein Beſtes. Denn allein der Dichter hat die lebendige Fülle der Sprache, der Mundart, und nicht die, die ſie mit ängſtlicher Ge⸗ wiſſenhaftigkeit vom Munde des einfachen Mannes ab⸗ ſchreiben, deſſen Wortſchatz ſo eng begrenzt iſt wie ſein Ge⸗ ſichtskreis. Dürftiger iſt die Mundart auf dem Lande, wo ſich alles nur um Gedeih und Verderb der Früchte dreht, wo alles in der Enge beiſammen lebt und im engſten ſein Genügge findet, als in der Stadt, wo Handel und Verkehr, Gewerbe und Handwerk ſich mannigfaltig veräſteln und be⸗ fruchten. Das gilt aber nur für den Wortſchatz, allenfalls auch noch für die Lautgeſtaltung, in der Satzbildung ſtimmen ſie ziemlich genau überein. Aber dieſe Freiheit hat ihre Grenzen, und ihnen hat ſich auch die mundartliche Dichtung zu fügen. Es erhebt 8 Gää e ee e eee ſich alſo die Frage, was von einer guten Dialektdichtung zu verlangen iſt und wo ſie ihre Grenzen findet. Da empfiehlt es ſich zunächſt, die Anſichten der be⸗ deutendſten Dialektdichter und Mundartforſcher feſtzuſtellen. „Das bäuerliche Tun mit ſeinen Freuden und Leiden“, ſagt Karl Stieler(a. a. O. S. 9),„die Wageſtücke der Jagd, die Schelmenſtücke der Verliebten, farbenreichſte Feſte und mitunter wohl der Konflikt der Untergebenen mit ihren Honoratioren, das ſind ſo die nächſtliegenden und oft die einzigen Motive; allein ſie werden erweitert zu tauſend farbigen Nuanceen durch die Auffaſſung, welche Phantaſie und Witz des Volkes an dieſe ſpärlichen Begebenheiten knüpft.“ Es ſins ſeiner Meinung nach alſo lediglich Witz und Humor, die die mundartliche Dichtung beſtimmen, und es fehlt, wie ſein Herausgeber zutreffend bemerkt, das eigent⸗ lich Lyriſche faſt ganz. In ſeinem Aufſatz über die ober⸗ bayriſche Mundart(V. 95) zieht er die Grenzen weiter „Jedes Hinausgehen über das, was im Bereiche unſerer Mundart geiſtig und kulturgeſchichtlich möglich iſt, würde den Stoff nur auf Koſten der Echtheit erweitern und damit das Wertvollſte verlieren, um etwas minder Wertvolles zu gewinnen.“ Karl Gottfried Nadler legt den größten Wert auf das Charakterbild des Volksſtammes. In der Ein⸗ leitung zu ſeiner„Fröhlich Palz“ ſagt er:„Ich bin der Meinung, daß, wenn man ſich einmal einer von der Schriftſprache abweichenden Mundart bedient, der Leſer mit Fug und Recht erwarten darf, ein Charakterbild des be⸗ treffenden Volksſtammes mit der Mühe des Verſtändniſſes zu erkaufen; Charakterzeichnungen, bei denen die Sub⸗ jektivität des Dichters beſcheiden im Hintergrunde bleiben muß. Denn gerade die Darſtellung des Volkes in ſeinem Denken, ſeinem Leben, ſeiner Ausdrucksweiſe, wie alles dies nun einmal iſt, war mein Ziel.“ Ganz weit zieht Kl aus Groth die Grenzen, wenn er in ſeinen vielfach veralteten und mitunter recht ein⸗ ſeitigen Briefen über Hochdeutſch und Plattdeutſch(Quick⸗ bornbücher VI, 42) die Behauptung aufſtellt, daß eine Sprache nur das nicht ausdrücken könne, was ſie noch nicht ausgedrückt habe. Dieſe dehnbare und ganz unzutreffende Behauptung ſchränkt er aber gelegentlich auch wieder ein. So, wenn er(S. 2W0) feſtſtellt, daß„Firmenichs viel⸗ gelobtes Buch Germaniens Völkerſtimmen gar keinen Wert“ habe, weil den Aufzeichnern ihre hochdeutſche Bildung Feſ⸗ 9 ſeln anlege, weil ſie nicht im Dialekt denken könnten und ihre Gewiſſenhaftigkeit ſie zu Uebertreibungen in den Eigen⸗ tümlichkeiten ihrer Mundart verführe. Dann ſagt er ein⸗ mal, daß das Plattdeutſche„der Uebung in der Abſtraktion entbehre“(S. 53), was natürlich von allen Mundarten gilt, weil der gemeine Mann nur rein dinglich denkt und weil die Mundarten das Glück hatten, von der philo⸗ ſophiſchen Invaſion der lateiniſchen und franzöſiſchen Sprache verſchont zu bleiben.. Aber nicht nur abſtrakte Begriffe überhaupt fehlen den Mundarten, ſondern auch im Beſonderen überſinnliche, ſoweit ſie nicht durch Gottesdienſt und Kultgebräuche be⸗ kannt geworden ſind, wie Gott, Teufel, Jenſeits u. a. Ebenſo ſcheut ſich das bäuerliche Seelenleben gemeinhin vor Ausdrücken der Zärtlichkeit, und ſo fehlen ihm auch dafür die Worte. Ein Drama, das bäuerliches Seelenleben dar⸗ ſtellen ſoll, iſt deshalb ein Unding; der bäuerliche Menſch iſt niemals ein dramatiſcher Menſch, und deshalb finden wir in der Dialektliteratur ſo ſelten ein gutes Drama. Weder Schönherr noch Hauptmann haben ohne Fälſchungen des Volkscharakters auskommen können, wie ich das für Schön⸗ herr im Gieß. Anz. vom 25. 1. 1911 nachgewieſen habe, und Kurt Wagner in ſeiner Schrift über Schleſiens mund⸗ artliche Dichtung für Gerhart Hauptmann(S. 61— 66). Die Dialektdichtung muß ſich alſo notwendigerweiſe im Weſentlichen auf die Welt der äußeren Erſcheinungen be⸗ ſchränken. Hier kann ſie ſich farbenreich und kraftvoll ent⸗ falten. Hier fühlen wir nach Stielers treffendem Wort (a. a. O. S. 92) den Puls der Sprache und das Blut, das in den Pulſen pocht.„Welche Fülle der Vergleiche und der Bilder bietet uns nun die Mundart dar in ihrem ſprudelnden Uebermut, welch feine Beobachtung und Charakteriſtik liegt in dieſen Adjektiven, welche Stamm⸗ kraft in dieſen Verbis, die der Dialekt ſich geſtaltet hat. Daneben erſcheint uns die hochdeutſche Sprache gleichſam matt und farblos.“— Und doch kommen die wenigſten Dialektdichter ohne Anleihen bei ihr aus. Wie weit das gehen dürfe, erörtert Lübben im Korreſpondenzblatt des Vereins für ndd. Sprachforſchung vom Jahre 1881(S. 65 ff.), im Anſchluß an den von Groth gebildeten Ausdruck moderſprake ſtatt des rein mund⸗ artlichen landesſprak. Seine Meinung, daß dieſe Ent⸗ lehnung in manchen Fällen unumgänglich notwendig ſei, kann höchſtens für das Niederdeutſche ſtimmen, das bis 10 L in die gebildetſten Kreiſe geſprochen wird, nicht aber für die anderen deutſchen Mundarten, die ſich Stufe um Stufe mehr abſchleifen. Aber das traf ſchon vor einem Menſchen⸗ alter auch für das Plattdeutſche zu, denn Soein ſtellt (a. a. O. S. 500 f.) feſt, daß dieſe Gewohnheit„in neuerer Zeit ſo mißbraucht werde, daß nicht nur einzelne Wörter, ſondern auch ganze Phraſen und Redewendungen wörtlich überſetzt ſind, allerdings oft richtig nach den Regeln der Lautgeſetze, aber unrichtig nach dem Geiſte des Dialekts“. Das kommt daher, daß die meiſten Dialektdichter aus dem Hochdeutſchen in die⸗Mundart überſetzen, weil ſie nicht mundartlich denken können. Der Sprachkünſtler aber muß ungehemmt aus dem Vollen ſchöpfen können. Das iſt auch . Behaghels Anſicht. In der Einleitung zu ſeiner Hebel⸗ Ausgabe(S. XV) äußert er:„In einer Sprache kann nur das mit Leichtigkeit dargeſtellt werden, wofür ſie Ausdrucks⸗ mittel beſitzt. Aber nur diejenigen Wörter ſind lebendige Glieder der Sprache, die immer wieder zur Anwendung kommen. Folglich kann nur das ohne weiteres in einer Sprache Ausdruck finden, was ihn ſchon öfter in derſelben gefunden hat. Daher, je gewaltſamer ein Dichter der be⸗ ſtehenden poetiſchen Welt gegenübertritt, deſto mächtiger wird ſein Ringen nach neuen Ausdrucksmitteln, deſto eigen⸗ artiger ſeine Sprache ſein. Der Umfang deſſen, was in einer Sprache zur Dar⸗ ſtellung kommt, wird nach Zeit und Volk verſchieden ſein. Im allgemeinen kann man ſagen: dieſer Umfang iſt ſo weit. ſo weit das Intereſſe reicht und der gute Ton.“ Hermann Fiſcher ſieht in ſeiner Geſchichte der ſchwäbiſchen Dialektliteratur(S. 136) die großen Schwierig⸗ keiten der ſprachlichen Form darin,„daß nur wenige Ge⸗ bildete— und anderen fällt es doch nicht ein, etwas derart zu ſchreiben— den Dialekt genug beherrſchen, um ihn nicht nur fehlerlos, ſondern auch mit der nötigen Fülle und Prägnanz des Ausdrucks ſchreiben zu können“. Und in ſeinen Beiträgen zur Literaturgeſchichte Schwabens (S. 238)„Der Dialekt als Literaturſprache kann nur zur Charakteriſtik fremder Denk⸗ und Redeweiſe, nicht als direkte Lebensäußerung des Redenden dienen.“ Und aber⸗ mals(S. 235):„Nur der ganz an die Scholle gebundene, von der Weltkultur losgelöſte Menſch ſagt in ſeinem Dia⸗ lekt mehr als in ſchriftſprachlicher Form: dem Gebildeten iſt der Dialekt ein Hemmſchuh, ſobald er ihn ſchreiben will, denn er denkt ſchriftdeutſch dem Gehalt nach. Je weiter wir uns alſo aus den Kreiſen der Bildung ent⸗ 11 fernen, um ſo adäquater iſt die Dialektform dem Aus⸗ druck der Gedanken.“ Aus allen dieſen, mitunter recht widerſpruchsvollen Meinungen erhellt, daß der Dialektdichter aus dem Volke ſelbſt ſtammen muß und daß unbedingte Wahrhaftigkeit ſeine Hauptaufgabe iſt. Er muß ſeine Phantaſie und ſein Wiſſen zu einem guten Teil ausſchalten und mundartlich denken können. Dabei iſt daran feſtzuhalten, daß die⸗ jenigen Schöpfungen die beſten ſind, die keinen Reim haben und nicht auf einen Kernwitz hinauslaufen. Vor allem aber dürfen ſie nicht ohne weiteres ins Hochdeutſche übertragbar ſein. Jene alſo, die nach Jean Pauls be⸗ geiſterter Hebelkritik„unter Verachtung der Pointe Bilder geben, die ſich in den Rahmen verlieren“. Wie ſehr der Reim hindert, beweiſen die vielen Bei⸗ ſpiele für Reimentlehnung. So hat beiſpielsweiſe die nieder⸗ deutſche Uebertragung von Konrads von Würzburg Gol⸗ dener Schmiede, die Wilhelm Grimm herausgegeben hat, faſt durchgängig die hochdeutſchen Reime beibehalten, was Seedorf in einer beſonderen Abhandlung belegen wird. Wie wenig man ſich im allgemeinen über die Grenzen der mundartlichen Dichtung klar iſt, wird im Laufe dieſer Darſtellung mehrfach zu erörtern ſein. Am auffälligſten iſt es, daß ſelbſt philologiſch geſchulte Dialektdichter der Mei⸗ nung ſind, es genüge die getreue Wiedergabe des Laut⸗ beſtandes. Da dieſer aber nicht ſelten von Dorf zu Dorf wechſelt, iſt er das geringfügigſte, und iſt das um ſo mehr, als die Rechtſchreibung doch kein genaues Lautbild geben kann. Am wenigſten bei poetiſchen Darſtellungen, die auf einen großen Leſerkreis berechnet ſind und ſich deshalb in der Schreibung möglichſt dem Schriftdeutſchen anſchließen müſſen. Es iſt deshalb nichts dagegen einzuwenden, wenn im Rheinfränkiſchen Rhein geſchrieben wird oder Wein, Nas oder Andau(für wei, nas, Adau], denn nur der Ein⸗ heimiſche wird den eigentümlichen Zwitterlaut richtig aus⸗ ſprechen können. Die Bezeichnung der Raſalierung allein genügt hier ganz und gar nicht. Falſch aber iſt es, wenn dann Nas auf Gras gereimt wird, Stadt und hat, Rhein und klein, wie es vielfach vorkommt, denn ſie ſind im Klang durchaus verſchieden und erſcheinen nur dem Auge als regelrecht. Ich nenne ſie deshalb Augenreime. Neben dieſen formalen Erſcheinungen begegnet man in der heſſi⸗ ſchen Dialektliteratur auch vielfachen Sprachmiſchungen, wie ſie aus dem Niederdeutſchen als Miſſingſch, aus dem Schwei⸗ zeriſchen als Großratsdeutſch bekannt ſind. Der Kölner 12 nennt das„Hochdeutſch mit Knubbeln“. Im deſſtſchen iſt es allerdings ſo, wenigſtens in der Dialektliteratur, daß es ſich nicht um ein mundartlich durchſetztes Hoch⸗ deutſch handelt, ſondern um eine mit hochdeutſchen Flos⸗ keln durchwirkte Mundart, die ich mit Salondialekt be⸗ zeichnen möchte. Er bringt gewöhnlich das mundartliche Lautbild, ſchließt ſich aber im übrigen recht eng an die hochdeutſche Schulgrammatik an. Da finden ſich denn meiſt auch alle anderen Verſtöße gegen den Geiſt der Mundart. Mitunter iſt dieſe Erſcheinung auch für komiſche Wirkungen ausgebeutet, ſo von Nadler für ſeine böſtlichen Nähders⸗ mädle, von Niebergall und von den Mainzer Faſtnachts⸗ dichtern. Da kommt denn häufig ein höchſt vergnügliches „Hyperhochdeutſch“ zutage, von dem ſpäterhin noch wei⸗ teres zu ſagen iſt. Für meine Arbeit, die am 24. Juli 1919 von dem Prüfungsausſchuß der Univerſität Gießen(Berichterſtatter: Dr. Behaghel) als Diſſertation zur Erlangung der Doktor⸗ würde der philoſophiſchen Fakultät genehmigt wurde, waren faſt keine Vorarbeiten vorhanden, die wiſſenſchaftlichen An⸗ ſprüchen genügen konnten, außer Askenaſys bereits erwähn⸗ ter Schrift über die Frankfurter Mundart und ihre Lite⸗ ratur, über die Behaghels Rezenſion im Literaturblatt für germ. und rom. Phil., Bd. 28, Seite 149, zu ver⸗ gleichen iſt. Die von Friedrich Schön als Geſchichte der rheinfränkiſchen Mundartdichtung ausgegebene Bro⸗ ſchüre iſt eine ungemein oberflächliche und äußerſt lücken⸗ hafte Zuſammenſtellung einiger biographiſcher und biblio⸗ graphiſcher Notizen, die völlig unzuverläſſig ſind. Das⸗ ſelbe gilt für Alexander Burgers Bibliographie der ſchönen Literatur Heſſens, deren wahren Wert ſchon Alfred Roſenbaum im Euphorion, 9. Erg.⸗Heft, S. 14, feſtgeſtellt hat. Die Angaben beider mußte ich Zeile um Zeile nach⸗ prüſen. Vielfache Anregungen und mancherlei wertvolle Hinweiſe habe ich brieflich erhalten. Beſonderen Dank ſchulde ich meinem verehrten ehemaligen Lehrer, Herrn Ge⸗ heimerat Prof. Dr. Otto Behaghel, für die Anregung der Arbeit und für die vielen wertvollen Finger⸗ zeige, die er mir mündlich und ſchriftlich zuteil werden ließ. Weiter habe ich zu danken dem Direktor der Bremer Stadtbibliothek, Herrn Prof. Dr. Heinrich Seedorf, der mich bei der oft recht ſchwierigen Beſchaffung der umfangreichen Literatur in der liebenswürdigſten Weiſe unterſtützte, Herrn Geheimen Archivrat H. Grotefend in Schwerin, Prof. Dr. John Meier in Freiburg, Prof. Dr. 13 1 F. Wrede in Marburg, Dr. Ernſt Leopold Stahl in Heidel⸗ berg, Dr. K. Eſſelborn und Stadtbibliothekar Noack in Darm⸗ ſtadt, Prof. Dr. Velke, Dr. Georg Faber und meinen verehrten Freunden Prof. Dr. Ottmann und Dr. h. c. Alfred Bock in Gießen. Auch den Univerſitätsbibliotheken von Gießen, Heidelberg, Göttingen und Berlin, den Hofbibliotheken in Darmſtadt und Karlsruhe, ſowie der Landesbibliothek in Wiesbaden, den Stadtbibliotheken in Frankfurt a. M. und Mainz habe ich für Auskünfte und die langfriſtige Uebec⸗ laſſung von oft recht ſeltenen Büchern zu danken. Bei der Ermittelung von Lebensdaten gingen mir mancherlei Pfarrämter freundlichſt zur Hand, vor allem Herr Dekan Orth in Niederwöllſtedt, der mir behilflich war den ver⸗ ſchollen geweſenen J. G. Emmerich aufzufinden, und das katholiſche Pfarramt in Dalsheim, das ſich— leider ver⸗ geblich— um Dr. Krönleins Lebensdaten bemühte. Auch bei den Verlegern fand ich verſtändnisvolles Entgegen⸗ kommen, namentlich bei der Literariſchen Anſtalt Rütten und Loening, bei Heinrich Keller in Frankfurt a. M. ſowie bei der Elwertſchen Verlagsbuchhandlung in Mar⸗ burg, die mir ihre Archivexemplare einiger vergriffener Bücher zur Verfügung ſtellte. Auch viele der heran⸗ gezogenen Dialektdichter oder ihre Angehörigen haben mie bereitwillig Auskunft gegeben. Bremen, im Juni 1919. Inhaltsverzeichnis. Die Arbeit, die 159 Mundartdichter und eine Reihe anonymer Werke behandelt, kann wegen der wirtſchaftlichen Verhältniſſe zu⸗ nächſt nicht im Buchhandel erſcheinen. Das ſolg gende Inhaltsver⸗ zeichnis ſoll einen Ueberblick über Anlage und Umfang ermöglichen. Die Seitenzahlen beziehen ſich auf die Foliohandſchrift. Vorwort: Begriff und Vrkaſen der mundartlich n Dichtung... 3... Feite 1 Geſchichte der mundartlichen Literatur in Heſſen und Naſſau. Einleitung: Umgrenzung der Landſchaften u. Gruppen Seite 15 Die mundartliche Versdichtung: 1. Bis auf Friedrich Stoltze........„ 20 2. Friedrich Stolge.......„ 35 3. Die anderen Dichter der Reaktions zeit...„ 46 4. Vier oberheſſiſche Lyriler.......„ 148 5. Epigonen.„ 54 6. Eine neue Hochblüte.........„ 57 7. Um die Jahrhundertwende......„ 63 8. Humoriſten und Spaßmacher....„ 68 Die erzählende Literatur.....„ 75 Das mundartliche Drama: 1. Frankfurter Meiſter.........„ 83 2. Ernſt Elias Niebergall.......„ 98 3. Ausklang der Biedermeierzeit......„ 109 4. Im kaiſerlichen Reich.........„⸗ 114 5. Volkskundliche Theaterſtücke.......„ 117 Die Faſtnachtsliteratur.....„ 120 Die heſſiſchen Mundarten in der hd. Literatur der Gegenwart.....„ 127 Anhang: Bibliographie der Dialektliteratur in Heſſen und Naſſau............„ 136 Literaturverzeichnis........„ 139 Autorenregiſter........„ 143 Lebenslauf. Ich, Karl Auguſt Emil Maximilian Neurath, ev. Be⸗ kenntniſſes, wurde am 11. April 1883 als Sohn des Obergütervorſtehers, Rechnungsrats Emil Georg Neurath zu Mainz geboren, beſuchte das Humaniſtiſche Gymnaſium in Wiesbaden, trat dann krankheitshalber in das Worbs⸗ ſche Knabenpenſionat, wo ich zum Univerſitätsſtudium vor⸗ bereitet wurde. Öſtern 1903 bezog ich die Univerſität Gießen und ſtudierte dort bis zum Herbſt 1906 Deutſche Sprache und Literatur, Philoſophie, Archäologie, Kunſt⸗ geſchichte und Geſchichte. Vom 1. Oktober 1906 bis zum 30. September 1907 diente ich beim Inf.⸗Leib⸗Reg. Groß⸗ herzogin in Mainz mein Freiwilligenjahr. Zunächſt be⸗ ſchäftigte ich mich dann mit wiſſenſchaftlichen und poeti⸗ ſchen Arbeiten, nahm im Sommer 1908 einen Ruf als Feuilletonredakteur des Gießener Anzeigers an und ver⸗ heiratete mich im Mai 1909. Bei Kriegsausbruch rückte ich als Offizierſtellvertreter ins Feld, wurde im Auguſt 1915 als d. u. entlaſſen.(E. K. II; Verw.⸗Abz.) Ich beſchäftigte mich zunächſt mit literariſchen Arbeiten und trat nach meiner Geneſung im Januar 1917 als lei⸗ tender Feuilletonredakteur und Schauſpielkritiker in den Verband der„Weſer⸗Zeitung in Bremen. der ich jetzt noch angehöre. Meine Univerſitätslehrer waren: Geheimerat Prof. Dr. Behaghel, Geheimerat Prof. Dr. Siebeck, die Profeſſoren Meſſer, Groos, Sauer, Onken, Höhlbaum, Wünſch, Krüger, Strack und Collin. Von meinen Beröffentlichungen nenne ich: Gedichte(1906, 2. Aufl. 1909), Wilhelm Holzamer (Beiträge zur deutſchen Literaturgeſchichte, Heft 53, 1908), Das Domgut, Roman(1912), Der Bundſchuh, ein Bauern⸗ kriegsdrama(16), Der Kloſtermüller, Nov.(17), 6— Preußenkaplan, Roman(22), Georg Büchner, Novelle(22 Herausgegeben habe ich: Heſſiſcher Muſen⸗Almanach(e9 Die Hermannsſchlacht für die Naturbühne(09), Die Meß⸗ fahrt u. a. N. von Alfred Bock(13), Hinterm Garten⸗ buſch, Novellen von Ludwig Finch(19), Alt⸗Frankfurt, Erzählungen und Gedichte in Franeturter Mundart von Friedrich Stoltze(22). Besitastand unter dem Einflusse eines jahrhunderte alten, starken Ver- Geschichte der nundartlichen Biteratur in flessen. Einleitung: Umgrenzung der Landschaften und Gruppen. Pie hessischen dundarten bilden einen Zweig des bedentungs- Vvollen rhoinfränkisohen Päalektes, der nach dülllenhoffs Untersuchun- gen in der Vorrede zur zweiten usgahe der Denkräxer deutseher Possie und Prosa(XXII) ein Gebiet unfasste. das sich 1m mesentlichen nit den Grenzen der nachmali gen Francia rinensis deckhte oder dehen des Herzogtunms Nestfranken. Für meine besondere Mretellunk kam aber nur das Binnengebiet in Frage, als dessen unge fäühr MuNer Mittelpunkt Nain? anzusehen ist. Die Grenze dieses Gebietes, das seinen sprachlichen ehrs nur 41n soltenen Fälxen unverfalsoht bomahr hat, verlauft i m . osten von St- doar dis Bingon am Rhein, rorst dem Lau: der Nahe bis tinster: an ttein und wendet sieh dann sudlich über 0 am. hier aus geht eio nsokarang dis werbach ordnärts abppiegt unq voei Miltenborg- de Rnoin erreient. Sie folst dissoen b8 anau, Soht durch das kinzistal ber Sohllehtorn nach Sohaitz und e. reicht über Alsfela und kirohhain b1 ar bur g 41 Lahn. aer sie pis Iassan folgt um dann sldwestlioh auf 8t. Goar zu lauren. Im mesent. 11onen handelt 0s sloh a180 um das Gebiet. das in Seinen politischen crenzon das ,hemalige Gdrosshorzcgtun Hessen unfasst und den 211 von assan. der ehedem die nessisohe drafsohart katzsnollenbesen bilasts. 3 Innerhalb dießes Gebietes navon wir vislenn 2u uitereser den: nipderhessisch, overhessisch, diunenfrünkisoh oder südhessisch und schliesslich pfalzisch. .16- naon dieser landechaftlichen onderung die oinzelnen*- scheinungen der nundartliohen 1teratur in Hossen su desprechen, eohle mir nioht swecknkeelg, denn erstene vürde dadureon der zusamenhang der groseen Wtwlcklunglinie gestört, sweitens fallen d1 Unters oh1 04ο der undarten für neine vorwiegend literarische Darstellung kau- zerk lton ins Gewloht, und ohl1ecs11O0=h 18t, wie auch Heln in soiner Be- sprechung von Nadlers Literaturgeschlochte der deutschen gtürge und Landschaften(Hess. B1. filr Volkskunde, 13, 137) botont, die deschl chte der literarischen Gattungen doch zu wichtig, ale daes nan 1 orme Not zerreissen 6 011. va koumt aber noch ein ,er Unstand hinsu. Die zehrsanl der neseischen Dialektdichter echreibdt überhaupt nieht die gesprochene Aundart sondern nöchstens die Umgangesprache des Dar- gertuns in ihren verschiedenen etändisochen Abstufungen, d1e 1eh woi- ter oden schon ale Salondialekt bezeiohnet habe. Ioh habe e daher füur swecknhesig gehalten, die ninteilung naoch der art der Dichtu gen au treffen und lyrische, epische und dranatische Nerke au trennen; die Faestnachtdichtung, die in Hinaioht ihrer dedcnderen 2woeoke auch desonderer littel dedarf und deehalbd andere adurs geuertet werden Tse. nabe 1lch 3dens 74⸗ 41⸗ Teneu. 4er henoiehaa— in nnd,ld.* Die mundartliohe Iiteratur degin 3 5 48 A. vollen 31080 der Sohriftsprache. 2160 etwa eid der aber sohon lange vorher rretren vir 1n den 5 dendiede Dundars 5 2405. 19 e.axnur er Mirigierroris. 1 710 4 6,2,4 1 dienete 11 unter 40n 1, 1e en in er. -12 Kinder des Landgrafen Georg von Hessen aufführten. Di eses lateini- sche tüück in dessen deuts ehen zwischenspielen sich nanchenlei wot- terauische vendungen finden, sind von creceliue(5. VI. ff) nur ganz kurz erwähnt: Bolte hat es in den Jahrbuch des Vereinse für nie- derdeutsche Sprachfors chung(AI 8.162 ff) in seiner Abhandlung über Rists Irenozachia und Pfeiffers Pseudostratiotae aus führ 1i ch despr o- chen, Zwei der Zwischenspiele sind dansch aus zugsweise Bearbeitungen aus Rists Irencachia, und venn sie aunch ir. Grunde nur selten eine undartliche For enthalten, so bringen sie doch eine wenge undart- 11 cher Ausdrücke und endungen.. In Jahre 1642 brachten xarburger 3tudenten eine prosaboarboi- tung der Frav Lendelgarth von Iiocd enus Frischlin auf die punne. In diesern Bearbei tung, die sich in garmelband E 28 520 der g10ssener Universitätebibliothek befindet, enthalten besondere die 0spräehe der Bettler viel hessische Ausdrücke und auoh rein undar tliehe YTor- zen. Dieselbe Beobachtung ist dei einigen erken Griemelhausene au nachen, die später noch zu besprechen sind. Die Verwendung der lundart su- r eligiueen Zwecken de 1n 24e- * Vie nir des Vorsitzende Pastor I. Iansen in Tropp Trammalin rtts-t-il 8. Kirohe schon Iängeat wieder sassisoh 6errediss vorden. n43 4s in der Tirohe hat er selbat in 4 7.ee onsten auf 4e Ins. — . = Auoh in uns eran 6,Nist, giebt ⸗ 1718. 8,1 pion Tigeaion rinet 4— 4. 31 -18- In Radlofe Sprachen der Gerzanen hat Göntgen(8. 388 f) die Glelohnis- se vom Säkann und vom verlorenen Bohn in sachsenhäuser wundart ver- öffentlicht, in der uns von Johann Deverin Vater in seinen Proben deutseher Mundarten(8. 2. f) auch das Vater unser lberzittelt iet. aber es handelt sich hier offenbar ua undartproben, die für den bo- sonderen Fall zurechtgewacht sind. Sehr zahlreich sind ancnyne erke. Aus der degend von Hanau teilt J. Grinn in Radlcfrs kustersaal ein Gedioht nit: Gun Tag nein leib Largritge(BDI, S. 345 ff) und den gereinten Prief eines 301daten der Reichstruppen aus dem siebenjährigen riege,(8. 347 f) der gans in wotterauischer zundart abgefasst 18 t. Zeitlich nicht 1etenlog. ist das Gedioht Der schlitser Ve toran-. das Firmeni oh(8. 106 2). bietet, und eine Anzahl Gespräche, weil er unsellgerweiee fast mie. Fanen und duellen angibt und auch das vordern versprochene xitarbei- terverzeichnis nicht gellefert hat. Die neisten bringt übrigens auch Künzel-Soldan. VUm die Daretellung nicht Gber alle Gebühr zu erwoitorn, ha- boe ich davon absechen wliesen, diese Stiloke nahor zu dotrachtan, won ; 10 nioht bosondars vodoutaar una; auoh 41 3J1r. s) — 19- Geschichte der mundartlichen versdichtung in Hefsen. 1. Bie auf ctoltse. Ist in der hochdeutschen Literatur in der Regel das Prana „1s die höchte kunstforn anzusehen und die Lyrik ale die ureprüngl ich- ste und voraussetaungslcseste, vae schen daraus hervorgeht, dass 4e- der nd. Dchter it lyris ehen vrgüssen beginnt, so iat es in der nund artlichen i terstur gerade urcekehrt, denn es 1st vI1 schwieriger innerhalb der durch den Dialent gezogenen Grenzen, die notwendiger- weise recht eng sein müssen, eine reine Stinrung vollendet aus sudrük- Kken, als ein Dialewtdrana zu sehreiben, in den sich die Personen a schon in ihrer Nundart charakterisieren. Die zahl der wirklieh vol*1- endeter mundartlichen Ge*⁴ͥiehte i1st denn auch verhältnisnäiseig klei- ner, als die Zahl der guten nundartlichen pranen, und so worden wir (Lenn bei dieser treilfe durch die zundartliche versdichtung in Hessen zwar ganchen Dichter treffen, der ein schönes nundartliches Godicht gelungen ist, sogar manches, das sich neben die beesten lyrischen Poe- 3 sien Hebels stoellen kann, aber das. 1e te nat nur nooch venig 221 t der eigentlichen Dialektliteratur zu tun, venn 08 nioht gar Dhutigster * Dilettantisnus i1st. 4 Das erste sicher datierbare 9ediont in Dossisoher and- art 18t ein Spottgedicht aus dem Bussecker Tal. das aus dem Fakr. 1725 stamt und beim Abbruch eines fauses in Beuern in einer Ab- schrift zutag kam. Tilheln Lindenstrult würdigt es in den hoesischan Blättern Lür Volkskunde(7, 137 1*) ofngehend und rrAhat dort, daes 9 es ein Boattor der giesaanor vniversitktsbibliothek ufallih auoch in einen Tungat vergossenen pHohloin ³otundan nabe, in kXarl Goorg von 1 4729⸗ Deytrusan: sum Tentoohen R,hd ven. ai sden 1788) -20- Das 144 Verse umfaessende Gespräch(in der Beurer"bbschrift fenlt eine 2e1 1e) bezieht sich auf den Abbschlude des dreiund- zwanzigjührigen Prozesses, den die ninwohner des Bussecker*les it den Landgrafen urnst Ludsig(1678-1739) gefiihrt haben. Der Ver- fasser isth ein Bussecktaler und wte er sagt, ihrer'natürel len Sedensarten, Dialecten, anieren vuohl undig“, aber näheres war ni cht eur lber Uhn zu er 1tteln. ur fiinrt vier à51tere— nner vor, die aus verschiedenen Dör ern des lales sta men und sich lbe- das Un tell mterhalten, de sen Latein 1bnen unverst ndlich ist. Ja, wann aach nalt Lateinisch dri enn sier!“ Und nun studierer sie den dortlaut und beztihen sich aus den lateinischen Rechtsausdrilcken klug zu woer- den, lit einen Degenswunsch fſir den füraten schliesst das Bespräech: Göitt geab dön Först g1öok ön hàil, ön all seyn Leibeserba Däse 8y 0 thaal beherscha zöga. ön inn naut dro verderba. Gegendber der Jassung zangens konmmt auch der Beurer Abyechrift oine sprachli ch selbetändige Bedeutung zu, denn in ihr ist die undart von Beuern, Wie 8sie um 1819 gesprochen wurde, festgen alten. Das er- kennt an schon aus den Schlueszeilen, die hier also 1auten: gout gäb den Först nu glöck ün hneil, ön ach sein 101 bes ords. dass hö dö thal Böhersche gah, dn aoh naut dro voerderbs. Lindenstruht druokt am a. O., beide Fassungen nodeneinander ad una 1 erlüutert sie aus seiner gründlichen genntnis 4ar dussookor ammdart sehr oingehend. Beben rein graphischen Vngenauigkeiten, 412 ioh besonders bei der wechselnden Bezeichnung des offenen o-Lautee seigt. und dem duroh gen, hen dodinton Zuang. stehen viele unechte Daalext- forwen vie Brofder, angeboidde, Sönädig. 49144ert. Sohaiddert, d8- döutet, 1eutöt, höre, wonra, a11, bat. Tornen. die aue 2anso-- haftor kenntnis der aindart borruhron una au 47 Sohluoso funren. 3 dass dar Vorfasser ain; Stuater 1t. In der Sourer Handnchrift ,ind 41080 remer moiet verbossart, a. n. in dor Seurar xundart wieder- e a verter aind zu ,,ishaoa: eer, 24⁸„ u 8. 86 t; 1 1 enler, innerbaue, P1u- 1 — 21- onner, virsienge, Bärnhäurer, naitsche, frai als Adverb(5) hoaren. es dored mer, KHiwe, Herzekerl, sich bonbedirn. Senr nerkwürdig iet ee, duss der unbekannte Verfasßser Oys rür 1s und nurts fit nur verwendet, Aus den Gebrauch dieser Körter sohltesst 11heln Arnold(Hess. B1. f. Volkszunde, eite 190 ff) dass olin unter ardtischern Linflues stehender Anneröder das Gedicht ver- fanst pabe, In einer reduktionellen Anner zurg zu diesen Ausführun- gen weint Karl Heln(Ceite 191), es väre sehr wohl nöglich, dass vor zweihundert Jahren die Vorn ois nooh gebraucht werden wäre. Irgenwelche poetische Bedeutung komt den Gespräch nicht zu. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erscheinen dann von Wberhard Georg von Lllder, der 1685 zu Losshausen geboren iet und 1759 als Geheimrat szu Fulda starb, einzelne Gedichte in Seohnä1- ner dundart, von denen das Eirmeslied: Schvälwer Land, das Firwenich in zuel oedarten nittellt, das badantfeibte sein dür fte. Das Ge- dicht, das auch bei Hessler(11, 296) abgedruckt ist, enthält 13 sechszeilige Strophen, die die Mufdart recht genau wiedergeben. Gberrascht noch heute dqurch die Prisahe eeiner Epfindung und durch die Unmittelbarkeit seiner Darstellung, die es vor den Dochdeuts ohor Gedichten seiner Zeit vorteilHaft untersoheidet. Auoh Vor⸗ und Btro. phenbau verraten oin niocht seuöhnli ohes ralent. 6 Bann d's Gràumet of d'm Boore nöt e hg de Burn ähr Last. dass ege of d'r Sohwalm de oore dass mr äühn sur Kärnes gast. Ceoksàpp, Flesch öh Härschebr e1 esst r öh trenkt Bier d'r[bei. Dis ganze Gedicht 18t offendar als Briof an oinem Fround geriohten gewosen, um ihn zur Kirmes ¹1nauaden. pie Spraohe iat dord und rru⸗ 81g, aber nicht 1nner gans riontis. se durite.08 nioht rur kire holssen sondarn: uff 410 und n1 ioht u 19,hanse ndern: 2⸗ caer in acht, aber doch nur selten. 30 Flause(Otr. 2) als Reinwort zu Loss nause, das nicht zur, Rein passt. afür sind dann auch einige seltner örter verwendet: 5ckescht(nur Ötr. 2), närklich(nie 11ch? Str. 5) ohndis(inzuisoben oder vorgeetern Str. 6), challer(Riegel, Str. 7) In Lülder von Losshausen, Hessler nennt inn Jerdinand, haben ir den Altesten urs bekxennten D'aleKktlyriker des rheinfränkischen Serietes In sewen, eine-ieder gceben ente noch in. Volxenund der Schxaln, wenn sie auck in Lsufe der zgeiten zancherl ei untstellungen erfanren haben. Dass Ssie sien bie bedte erbal'er zehnten, 1st wohl1 sun Perlls dafiir, wie eng Ssich der Verfasser den Volksenpfinden ange- Schlossen hat. Das gllt auch von dern beiden Gedichten des Salinenrates Karl Eriedrich Langsdorf, die aus dern Juhre 1794 starrhen und zu dem besten zählen, uas irn hessischen Gebiet in dieser Art vorhanden ist. Pas erste Geioht: Der Fleischträger Römer, das Künzel-oldan (S. 5135 ff) nebst nehrseitigen lkuterungen abdrucht, schildert in 16 fünfzeiligen Strophen einen Besuch des seiner Heit sehr bexannten wetzgers aus Langd bei den ltern des Verfassers, der 1772 in Bad Honburg geboren leat und 1852 in Salzhausen starb. Das Gedicht a-h1 1- dert mit drastischen Humor, wie Römer dem Verfasser seine Schioksale erzählt und dadei nach der Art der Kleinen Leute vom hundertaten, ins tausendste komt. Sprache und Ausdruck des danals zweiundzwanzigjährigen Ver- fassers troffen den Volkston aufe glllcklichete, wenn er aitunter auch, wie, ich weiter unten belege, der Schrifteprache zu nahe korat, und geben in ihrer ungeschninkten HJatürlichkxeit und Derbheit nicht nur oine aicher unriesene Charakterstudie sondern auch eine wertvolle Sprachprode aue den JIiddatal. IIi gitte, Hurr Langadorf- gouro poooh Do sail ur ſo mennannkr!. Doos gung âr nol en aanür Raasch“. 41 eh ſun uch Sohdakkr Oisaeflaaach, A8s„hitanr 8 45 Augur es ¹0t doin Saohtwa dter 7* 1 4˙m n 4as Sans⸗ Gedieht nichta —235 Sbrachlich ebenso wichtig ist der Von Firwenich(1I1. 105 ff) abge- drucnte Dorfnachtaächter, der 1n 58 vierzeiligen trophen die Be- trachtungen eines genltvollen Alten in der Reufahrsnacht schildert: Naujeors-Rcoohth Loss zalch net Gxesaa lf Auer ezzed b1008e0 Aich stunrn hei nourerseelche 1 a Ass äächter dorch dei trosse. Dpie anderung durch das nächtliche Lorf gibt ihn nun Gelegenheit der Schicksal der ein zelren rachzuslinen, hier Fröhlichen, dort Trau- rigen in. Vcrübergehen zuzusehen, un donn zur itternacht it einen Degensvusch dus neue Jahr aus zurufen. K fraarig Jobr der gaase 151t! Fort Krankhet, Gkrocn un Sor 4e Ach dass, wei aich, uns Hergott 1t! Se wern ner al1 gkoborie. Besser ist JSedoch die Lundart in Fleichträger Römer wiedergegeben, .1s im Dorfnachtwächter, der ni tunter bedenklich ans Hochd eutsche streift. Schon gleich duas ertte ort iet falsch, denn die Wundart betcnt das vort keujahr auf der ersten il1be. Iusse in der dritten 24 1e des Gedichtee nourerselsche laa steht, 18t wohl nur ein Druokt h- ler bei Firwenioh; es nuss mourerselch elaa heiesen. Die Schuierig- keiten, die sich der echriftlichen iedergabe einer 1i terarisch noch nicht festgelegten-undart entgegenstellen, hat Langsdorf im al1ge- meinen recht glücklich überwunden. Nr hat auch trefflich beobachtet, dass das Bindewort vund“ gans verschieden lautet, und er gibt es deshalb ganz richtig bald„it en, bald it on oder un wieder. Auch ien kormt in der lebendigen Rede vor. Der Satszbau iet dagegen oft Hochdeutsch; Praeteritun ist nicht selten. Ia Fleischträger sagt er s. B. Ass gäst koom aich vuu Laabach här; Do goobs e Sohniwoes chlisse.(Strophe 2) zoid wocr aich; aütz naich Nimnre Baan Do koon e Dunnirvärvar.(Str. 4 Aieh kong uch itsat sor Sobberärndent, Aer 8as dann üdboete Sohinke.(Str. 1i.) -24- anderes ist, als ein Selbstgesprch in Praesens. Al1l erdings iet das Praeveritun in den oberheseischen undarten noch viel häufiger als in den anderen hessieschen Dialekten; vor hundertzwanzie Dnhren rag es wohl noch öfter verwendet uorden sein ales heute, wo nach zeiner ahrnehmung kr Och oder weniger gut kraach als Praeteritun von Xrie- gen noch gang und gäbe 1st.*) Besondere nundartliche Fornen und ör- ter sind selten, wus durch die tudienzeit des Ferfaspers dedinst sein ag, vielleicht auch durch die Fähe Riddas nit seiner atädti- scheren—ur dart. I Fleischtriser sind sie häufiger als im Nacht- vächter. Da verwendet er beispielsveise: schduurn(Str. 7. rheinhes schdiere), für gespannt detrechten, desk(Otr. 10) für oft, inbete (str. 11) für eben, uffrichtig(Str. 12) fur bieder, vurre(Ebda) für nicht wahr? offgewäkkdüir(Str. 13) für vergniilgster, 12zed(Str. 14) für setzt und endlich väraanärt(Otr. 16) für verheiratet. Ausser diesen beiden Gelegenheitsgedichten werden Langsdor: noch einige hochdeutsche Gedichte zugeschrieben. Der ungenannte Ge- vährsrann Firneniche nennt vor allen das Bekannte: Hinan, hinan, auf Deutschlande Abendhügel. Riner der bedeutens ten Aundartdichter des rheinfräünkischen dQebietes ist Iriedrich Lennig. Er erreio ht nit„oinem wunqartliomn Poesien eine unserunnltohs Höhe, obwohl1 810 a11 aua Larnorlia ti- schen Vorträgen entstanden sind, und ist bis heute der klassiache VA treter der rheinheseischen Dialextdiehtung. Keiner nach ihn hat ihn erreicht, obwohl es ungefähr tausend minzer Fastnachtdichter gege- ben hat. Griedrioh Lennig ist am 3. Novenber 1796 zu ains geboren und dosuohte runiche t das Gymnaslun, dann den philonophiachen kurs dos dischöfliohen Sokinars. r lebte ne ,1n1G Jahre in St. Gal ler un die Kau fmanns ohaft su erlornon. vidwete eich aber schon frühzei- tig gans seinen 14 ephadersien und atarb in winn del einer Wedinie an 6. April 1838. Soine pobersotau, gen 1° 413 8 letsten dinstrele von. 4 4 -25- r. Soott(wainz 1829) sind längst vergessen, und von elen Bedich- ten, SItwas zu dachen, die rl 51tendorf dei Reclan„ieder bperaus- gegeden hat, sind allein peine-undartliochen Verse wertoll, sowie eln kleine Theaterstüok, Die le'nproben, das wahrscheinlich als Ir- öffnungsscherz zu einer karnovalitisohan anfgsfuhrt wurde. Sehr vir- kungevoll iet hier die bäuerliche undart des inzereUsschütt der städtischen der er.deren Perscnen gegenüberçestellt, vas er nur noch eInwal. in Geldrn. kler, versucht hat. it Kausnahe der paar Lorte des entlarvten Pranziskaners(S. 77, f] hat er sonst nur die bäuerliche undart vervwendet. ie aus seinen Gedichten hervorgeht, hat er die ehrzahl davon irn Gewand einee Bauern selbset vorgetragen, wie das bei Fas tnachtsveranstaltungen des ainzer Karneval6-Vereins so üb- lich iet, Nilheln Clobes berichtet in seinen inzer Jarrenspiegel, dass Lennig nit Langenschuars und andern zu den gefeiertsten Karne- valsrednern gehört hat.(Seite 21) Er selbst sagt(Der Bauer nach der kKur von iesbaden.) 1. 2 11% Do sein eich! Gott sei Dank, dass 1ch do sein. Las gäbe keinen Oinn, wenn er nicht auf das Podiun getreten väre. Teutlicher wiro das in Jer 10 Studien(Anfant): Bion drauch en elch noer kors ewol zu nenno; Ehr niset mein Jer el 1o Vun vorren Jahr noch xonno. und aus den Schluss seinee ertsgenannten Gediohtes: Ja scheen- Zoin Knolle deld war fort in aaner Noch, Die Knolle von gein KadlGht, adſees, die hunn eich noch. Aus dieser besonderen Art ergibt sich denn die faet beispiel1 0e Sicherheit i Gedrauch der l1ebendigen nundar tlichen Rode. Stoffe und quellen sind ihm, wie den zeisten Faetnachtedichtern in aine, die Bauern der Ungoegoend; ihr pesen hat er weisterhaft oefasst und nit derben und grossen Striohen darges tellt(Die Standeevahl, An- fang): Aanmol for allemol, eieh kanne 70 kantonsore. Sich sein zer aenn: nang. zein JorJoxh mne Studoere. 6314 26 1 ijef 10acnt. 26- Un wann michs aah dreihurnert G111e koscht. Un wär eich su aren ale wie Job. Dur gisst studeere, er hor en grausan gure Kopp. oin Nochder seiner, ar heest Schacbedisoht, Hot in der Stadt Pr: gia erwischt; Un dar- wie soll eich sah? e vunzig klaaner Krotze., Hot in der chri atlich Lehr“ weit hinner i- otze. Des ganz Ort uss rer sch aiehn, eich schwör sch fescht un geies, Mies velner aah net uff des Hern gefalle 18s. ur besitzt den vielgerilketen rheinischen Ruzcr, it der Ja ein gut 2011 Perbheit, ja'robheit gepaart i1st, aber er ordnet ihn seinen w, uren künstlerischen Gesichtspunkten unter, und schafft so szun Unterschied von der zehrzahl der anderen Narrhallad ichter“ ke ine durlesken Karikaturen sondern leibhaftige Tenschen. Der Humor dee„ vortee, der Huxor der Situation und der Hunor der charadkterisiorung ist ihm eigen wie kaun einen zweitens Durchaus eigenartig entfaltet er nach streng realistiechen éGrundsätzen seinen Stoff, den er trotsa alles Scherzes mit aittlichen urnst durchdar ingt. o ist die Geschich- te Jer e le obgleich sie eine Reihe von Jastnachtsvorträgen ist, oine köstliche Husoreske, die Lennigsche Jobsinde, aber 1etsten Mdee doch eine völlig ernsthafte woralische Erzählung, wenn zan den B11 k- punkt nur ur oine Keinigkeit verschiebt. Sein Stoff iest nioht der rtiree gits, eondern der ag ganze Nonsch. E atrobt stote. das 88— amtbil⁴ neinos Charackters herausausrboiton,- aagt A1 tondorf m. treffena in seiner Einloitung(S. 6) Und or vollendet os ait 1109s nand. D1. Jundart verwendet er nit fast vollkonmener 01 charheit, ao- wohl die etädtische als auch die 15ndliche. Ob er orzählt, vie siech oin paar Bäuerinnen ur ternege lber ihre Jachbarn unterhalten oder dber ihre Srlebnisse auf den Tarkt in xains. 3 or oinan Bauern 4. über roden 14aet, was kindersuoht Idenslien 601 oder 0d er den minser deldraraer auftroten a,2:. er 105 1mars tnrohans sioher in —27 art des lautet, schreibt: en Buwe statt Bub(S.18). Auch gesen den Satzbau fehlt er niturter; eo sagt er:(S. 16) in Stadt für in d1 Stadt, zet blCoen Aag für it er d00s Aag, und noch nanches and e- re, aber das ist nur in seinen ersten Gedichten. Die keinproben und die Jerteliade sind frei ven solchen Verstössen. In Verhältnis 48t nur wenig, und dus ist ja auch selbstverstindlch, denr die Beberr- scnung der russerlichen z1ttel 1st 1a nicht bescyders schwierig. wern zan stofflio- inrerkelb der wnräsrtlichen Srerzen bleibt. Da- dei brirgt er eine zülle vor reir urdortlichen Pornen unc Vörtern u, d zuar in sclche aAsge, dacs srl 5ltendorf se'ner Ausgabe aln u fangreiches wörterbuoh angefügt hat, das sohr wertvoll int. Zusarr er zit den örterverzeichnissen, die Jean Drenrel seinen dr oi Bänden ainzer Volkehugcr belgegeden lat, 18t da eine recht urfängl lohe Grundlage geschaffen Cür ein rheinnes stschee vörterbuch, das 2018- saer eise inmer noch fehlt. geben der köstlichen Geschtchte eon Jer el, der naoh des Vator unsch studieren eoll, un schlteselich als invalider Hanswurst reu- mütig heinzukehren sind die Adeinproben das bedeutendtte, was er ge- schrieben hat. Das ereste ist ein klassisches Zeugnis für die bäuer- liche undart des nainzer Landes, das sweite das treueste Lenkmal der städtischen-undert.. 510 vi110 andere Dialektdichter konnt auoch Lennig in soinen nochd eutschen Arbeiten nicht über den Dilettantisnus hinaus, oin deredtes zeichen für die sprachschöpferische Geualt der nurdarten, in denen der deiat des Volkes ar reinsten und klarsten fliesst. 4 Das bewolsen auch die Gedichte von Eri edriceh Ludwig Karl 14- gan 4(1804-1878). der sioh vor allem duroh sein Deutaches görtoerbuo einen Nanen gomacht hat. 3aine wundartlionen Poesien sind nie gesam gelt ereschienen und dbei den fruokan iIn den verechiedenan SJeitungen atete ohne seinoen Daxen. der 410 Nohrsahl von ihnen iat volks tüm- 110h bonerden. 1ellanf. a er in Banno der ohrlfeepreano, 2itt er: . 2g Die vearrerah, die earrerah Dii oase vorn deutsche Reich die Ah Do wihst d'r Tahss eann Gehrscht eann Koarn, Kann ahch die Rus() ehm. Heckedoarn, kann uff de Aeppelbehm d'r Wein So gout ass wäi e xinmt vom Rhein Die vearerah 8011 1eawe! Daneben stenen in dr Hauptsache noch Liebeslieder, wie das velthin bekannt gewordene Carzen eroticum, das Owetläidsche und D Am¹1 choe, mein Schätz-⸗ Thr e11t àrol naiunh Armi sihnh. Doas Madche hott sainh Kucke kann wann Dou nahnst, säl säür nikt schähn, Do virs cht de daich vergucke. Aich sahnhe, alch hunh se Soer 2se iant Aieh mehgt se bahl Kefreasee! Kan Ahgebleak- Bayn alch àM Däibi- Könnt aich dr sche vergeasse. viel zundarcliches hat eigand nicht gesochrieben. Wir wiesen nur von neun vollendeten Gedichten in wetterauer lundart, neben denen noch einige hochdeutsoche stehen, die gänzlich ohne Belang eind. Dazu komt dann noch ein Poem im zudischen Dialekt seiner Heinat und 11 Gedich- doe. 41° Bruchs tück geblieben sind. Ausserdem nat er noon ein paar Sagen aus der Umgegend von Stad en voröffontlioht und 51n0 1SetIihe * . 6eschichto: D'r Tuhruann. die in Tannhardte foitsshrift hes eus *ytho10810 und Sittenxande(26na 3 8. 36-4) erenaxan dn4 dot v12 — 8 len anderen potlsohen örboiten: Solgands 1n oberhessisohen Wörter- 3 duch von crooolius(s. LXIII-LX) wieder adgedruakt 13s. 80in erstos Gedicht: Pos Amiche mainh: Schätzi. erschien i-8 den wöehentlishen Unterhaltungen. Frtro-Beilage rum prankfurtor woural 199 i. 3usst 1830. stamt a1so0 aus soinom erntan Somaster, 1 16. 2 selben vahros war or üaeh kron in 61 ,s,n.ing-,anri-ban raen. UroprüHelioh und 4 19736 in e.:mi. "oht 14 Satarlien in 4 4ruar. wan T 8 doen niahs iarer gans —29- abge druckten fünften' Gebüund. Aehnliche Behelfe finder eich auch in seinen anderen Gedichten, von denen eines sogar ein Sonett i18t. das in seiner spielerischen Unnatur unseren undarten noch viel weniger angenessen ist, als unserer Schriftsprache. ranchnal verwendet er auch das Praetoritum:*) Rann dofir mèr die Quetsche 1ihst. in der 3. trophe des Liedchens von der sarrerah, oder .E Kännche wear, deatz geng ean„ld. Sdein Kaffideppe, doas stonn kanl d; in den Wännohen auf den Aat, Strophe 2. äauch in seiner Prosa sind Beispiele zu finden:.- — de woar emool, do gräilwe se ean Ahnhohb, ean do gräib ahon e xahd“ (Sagen aus der Ketterau, Zeile 18 f) Aber das 1at auch 80 si enlich alles, denn unermüdlich nat er, der schon als Schüler Mit Vorsen dchillereschen Gepräges hervortrat, iwEer und inmer wieder geündert. sodass von leden seiner Gedichte eire ganze Reihe von Lesarten vor- nand en 1st. huch it der Rechtsobrei bung der xundarten hat er sich, wie aus deinen Gedichten zu ersehen iet, eehr lebhaft beschkftigt, aber au einen 21 e1 ist er danit ebenso wenig gekonmen vie Klaus Groth. und klarer sind soine Poesien dadureh nieht gewordon. 80 schreibt er sun Belspiel den Hasallaut in rachan 2diohtan 21⸗ nh. 3 wie aus den oben ange fünrten Strophen aus dem L14 an. Amiehe ner. vorgeht. Bewerkenswert iat übrigens, dass Veisand trots soiner däuer- l1 chen Abkunft nioht mundar tlich gedacht hat, denn„10 Crooel ius a. a. O.(Soite MIX) mitteilt. fanden aich in noinem TacOhlase oinige. un rertige mundartaiohe dodiohte, d01 denen bere⸗ in Noshaent. „ohor Schriftaprache vorgemorkt weroen. wen 4 18 aueh in genauos Verzeiehnse soiner mnndar iliokhen 2d1ohte 11 19, ,118 und„ine Ueber-* — „icht Uber 410 unvol1nd4en. 11. eis en enon nar er„ u1: 1 oiner gansen Roihe Drelisher und„eenaier iuworkunben vorsshon. in ans dhnaer r 1ans 18 Aar L2Ecns T2agennshrars ra- der a 4 aPeis 24⸗ Sohn Suut. —30- scher Bltern geboren vurde. Ur besuchte die Gynnasien von Frankfur t urd Parns tadt, wurde Buchhändler in"ien, wo er zun katholischen Glauben übertrat, und bereiste dann fast alle gröseeren Stidte des eur opäiechen restlandes als gefeierter Vortragskünstler. Seine erate Inppovisation i- wünchener Hoftheater erregte soloh ungereueree Auf- sehen, dass Gabelsberser sie kurzschriftlich aufnahn und in Druck her- ausgab(1830). Spöter studierte er tedizin, bereiste Deutschland und Frannreich als"wasserdoktor, 1iess sien dann in Reu-York als Arst niener und ist dort sett 1867 verschollen. Uz 1840 hatte er in Frank- furt eine Zeitschrift herausgeben wollen, und um dieselbe Zeit war er in aAlns der gefeiertste zarnevalsdichter gewesen. Doch das dritte Heft seiner Bergerlichen Haarli chkeite“ hatte, wie aus den 22. Band des arilparzer Jahrbuches hervorgaht(Karl G1O8SyJ: Literar ische Ge- heimberiechte aus den Vornärs, s. 173). 80 viel Staub aufgevirbelt, dasse er sich nicht halten konnte. 3 ur war uner xdidl tch titig und hielt die zenschen dauernd in Atem. Goedeckes érundrise Führt eine Unzahl wisgsenechaftlicher und pooti¹- scher derke von ih an. Nur ein verhältnismissig kleiner 1011 davon ist undartlich, aber vas vorhanden ist, dass beweies„ine ausseror- dentlich scharfe Boodachtungsgaboe, einen ungewöhnl tchen 11 ts, oine verblfffende Kunst, nit wenigen Sorten eine Person derartig 1u 5⁴ 11- dern, dass ale 1eibhaftig wird. Askenasy bahauptet, dass sein Dialekt nicht einwandfrei sel, aber das ist ein Irrtum. Aekenasy urteilt nach der Frankfurter Stad tnundart, während Langens chvars die bäuerliche x kundart der Uagebung verwendot und zwar mit oiner ungeweinen doewand- heit und VIUaigkeit. Viele andoere habon uns obanfalls den Franxfur- ter Kleinbürger in seiner"tae gomutliohan, otwas lüeaigen und doch aüon otwas lebhaften Art 6esoh 114 ert, abor das Landvolk bependers „Irheiag,bi0ten. hat keiner uie er die handfosten Bäuerinnen des a szu schildern vornooht. Fiont nux hr 0ohaben hat er innen obgelaueoht, nsoht nur ihre worte, ihre foras. Vtaxhaltung. die zan auf den —31- gitvelrhneinischen ürkten in derselben Art noch heute hören kann, sondern auch ihre innersten Gedannen. ie er sienit heiterer Gelas- senheit in die neist recht kurzen Szenen neineinetellt und biewei len bitter 1üächelt bei ihren nichtigan vrlebnissen. das hat ihn kaun ein anderer nachgenncht.„eadame Knollpudal oder der Lehrer Qägbock, Herr Binbler, oder Herr Butzig, die er in seinen Bergerlichen Haamli chkeit aus der Ungegend oder verbottene B1icke in unverbottene Fariliens stücker(4 defte, 1858-1841] auftreten läest, sind unverges sliche Dypen., Von seinen weiterer Brbetten gehören hierher noch: Die degen- wart in. Guckkasten(1841), und Pariser Haanlichkeite oder die Sachse- hkuser in Paris(1846)„ die beidefl dieselben Vorstge aufsuweisen ha- ben, wie die Bergerliche Haanl ichkeite. Nine gute Ausvahl aus seinen Schriften hat Hans Ravenstein besorgt, der Vergessene Dichtungen in Frankfurter und Sachsenhäuser zundart von x. L. Langenschwars, J. w. Sauerwein und J. Löhr zur Erheiteru g für unsere Feldgrauen und die Daheingebliebenen“ in Jahre 1916 herausgegeben hat. Fälschlicher- weise datiert er“ Die EBinguatierung in Sachsenhausen“ von Jahre 1797 vährend es sich vohl ur 1827 handelt. Rioht eilgentliech in diese Reihe Sehört Tranz von KOb-. der horvorragonao Ainoraloge der aunohoner Univorai tut(1803-1862). denn d1 PfA4lsiaohe Pialektlitoratur 8011 in„inor eppteren Sohrift donon. dere vehahdelt werden. kr g11 t neute nooh al* Bayerns„roter mandart. lioher Diohter, und„oinep dediohtef in oberbayrischer au dundart 51121 auch von wiesens chaftlichen dos iohtapunkton aus dedeutend aoin. 801ne Gedichte in PI4l sisohoen Dslekt alnd dan koineswogs, 810 ,ind duroh- aus noondontooh nprunden. und onreien drher:„1⸗ werkiert. 8o K-ia 32. benso ist es ait den anderen Gedichten dieser Samlung. 28 sind oft recht lustige, recht anzutige, recht zierliche Verse, hübsch er fun- den, witzig und sefällis, vorgetragen, aber es ist in Grunde keine Dialen tdichtung. his bodenetindige. ckaraxteristieehe und besordere fenlt völlig, und leider iat gerlde diese süselioh veränserte Ronan- fik zur uster neudeutscher Dialextpoesle gevcrden. Sie enteprechen aber den wahren Volkscharaster nicht anders als etwa die Bilder Def- reggers oOder Kaulbaous, die auch nur askierte Stad tleute genalt ha- oen sta't echter.irCler Pauern. Sanz anders steht Karl Gottfried Radler da, der ar 19. August 1809 zu Heidelberg geboren Tut* Ir ist der typische Vertreter der Pfalz. Schon ale Student hatte er eine Relhe nochd utscher Gedichte ins scherztefte ungebildet, ihrer Schrfs vegen aber nicht erschei- nen 1assen, din egtyrischer Poran, den er vährend seiner Berl iner DSenester schrieb, verschwend kurz vor der Prucklegung auf unerklür- liche eise. A18 Junger Rechtsanvalt Mn er wieder wit der Landbev1- kerung in engere Berdührung und sarmelte elfrig aller1 1 volks xund11- ches laterial, vor allen die Lieder seiner Heirat, und wurde dadureh. auch neuerlich zu eigenen poetischen Sohaffen angeregt. 80 ersochien 1847 seine bekannte Sarmlung: Fröhlich Pfals, Gott orhalta. In den Vorwort 1egte er seine Absichten und aeine 21616„ingehena ar. vie ioh das berelte in zeinen Vorwort gesohildert habo. vna diese 21016 hat er fast vllig erreicht. In vielen seigt er sich, was auoh Brün- ner anarkannt, als ein würdiger Sochfller Hebels. pie defühle des Vol-. kes gibt er it mutterttz gewandt und oft mit diohterisohar riefe und Innigkeit. Eigentünli ch und dosoiohnend sind eaine prinklieder, die alle einen Soistreichen Trohainn suastrahlon. Tan che Stiloke aind freiliech auch nur zerrbilder us den ufgerogten taatsdurgerlichen 2 Leben der viersiger Janre, tur doren Podeutuns Tadlar ofrondar das rochte Verstündnis gefehat das. 4110⸗ in allon der offonbart er oin Sree und 1 r9, 14,13, taent rur 416 pars talluns doe volks tülm- er soin doissen- — 3.5— des Cpottlied auf Heckers Zug und später auch auf truwes Linfall in Buden, wodurch er sich die ir. Fluge errungenen yrpathien rasch vie- der verscherzte. Ja er war sogar vielfachen Bedrohnungen und Be1 01di- suasen ausgesetzt, als die Aufs tänd ischen sich un Heidelbers 8AT1- ten. Die Aufregungen hatten seine ohnedies schwache Gerundpeit Schwer erschüttert, seine kKräfte verfielen, und eben vierzig Janre alt, starb er a 26., August 18489. 1e Lennig, für den er in der Vorrede eine herzliche Verehrung bekundet, verwendet er sowchl die städtische undart als auch die ländliche der Pfalz und beide wit fast vollkonmener Sicherheit. Dem Reim zulieb vergeht er eich wanchnel gegen den Satzsbau; wie in seiner rauweprob, Strophe 6: s 18ch Jonit erscht etz erfunne, e war schun so zu ihrer Zeit, Und e nancher alder Kunne Diht recht gern noch Klisse heut. 28 züsste heissen: heit noch kisse. Auch hochdentsche Formen gebr aucht er gelegentlich, wo es den Bau des Verses fördert, wie in der dritt- letzten Strophe von Börgerlich, nit ronentisch“:(Reclan, 111 ff) oin Fraa ie keen gelehrdeeHaus. Intsprechend seiner Absicht, das Volk in seinen Denken, soinen Leben, Sseiner Ausdrucksweise 80 darzustellen, vwie es nun einnal 18t“, bringt er allerhand Sagen, Schwänke, Erzählungen, Uebertragungen, hoohdaut- soher Gedichte, wie Bürgers Kaiser und Abt, aber auch nundar tlicher Poeme wie Grübele: Ich kKann nix dafor, und rein lyrieche Stirzunga- bilder. *† bad't acht. 2* Unad,- —*— Die ziechd en in Schtrow,- er zeent ans Läund' Der Neckargeischt is es, er hot die chcht, ur verlangt e 1evendige l die Racht. prei Dag lang find't kar de Dodte nit, Drei PLag 1ang und drei Jacht, Ar virde erscht bringt en's Gevösser n.lt Ausez Grund ruf, uand rauscht 1 acht.- Do seht'r 7o,'s is keef nadürliches DPins: Ir podd un de Hals run en bloce Ring: Der Reckargeischt war'8:- Yr hot die acht, vr holt sich e Seel in der Ghannsdassnacht. Pie Oprache des Bedichtes 1st rec': urgetreu. Das Nort Stror 18t nech einer Eennt is der rheinfränlischen u dar: durchaus freud, sicher- Ttch in der zZusarrensetzurg reckar ohtrow. Auch Tautet 18 t noch- 7... e* Ge ten, vertrinxen in der: inne 4es Srtrinkens und ernt. I1 dritt- lerzten vers der zwelten trophe is: vor Stron der Arttel ausgesechie den; nib ist asslalliates nit. Godiee allnächtiger Gnad 1st reines Hochd eutsch. In der dritten dtropne züsste es beiesen: Aächt statt Nacht, Geuisser ist hochdeutsch, ebensc nit acht. Schliesslich 18t d1 mdsilbe in nadürliches felsch. Das ganze Gedicht iet aber, wie ausdrücklich festgestellt ver- den nues, nicht durchaus bezeichnend für Badlers undart; 8le i18t sonst im allgeneinen besser behandelt. Jadler war auch der erste, der die Politik in den Kreie der gundartlichen Dichtung sog, wenn auch eben auf seine beise. Jeden- falle gehören die"rlebnüsee des Herrn Christoph Hacke trunpf, voi- land Sohuhnacher und Volksredner, Partikulier und Bürgergrenadter- hauptwann, Ratsherr und Innaber einer goldenen Schnupftabaksdose su den 1ustigsten, die er gesochrieben hat. soiner Fröhlich Pfals 1st auch in der Roolamsohen Ausgabe ein unfangreiches Törterduch deigegeben, in den die seltenen Ausdrücke und die rein rundartlichen ausflühr 11 h dehandelt eind. Dae Baueru- mundart ist desonder gekennselchnet. Auch ein kleines Granmatik hat Nadler seiner Sarnlung beilgegoeden. Friedrich Stoltze. Ns 18 kHR Gradt 1If der Na te elt, Die so nerr vie el Frankfert gefällt, Un es vill er naet in wein Kopp er 1. ie kar nor e ensch net ven Frankfert 8ei: —————————————————— Der bette ensc 18s8s e Kerternis, rann err net häch von Frankfert 1s. Fr. 1C1tze. „it Fadler trat eine Stookung in der rundartlichen Dichtung des rhein- fränkischen Gebietes ein., Zusser einigen in Zeitungen zerstreuten Ge- dichten in Nassauer updart von. F. Hangard aus Usingen(1811-1865) finden wir nur noch die karnevalistischen Dichtungen in den rheini- Schen Städten; sonst ist alles stunn, alles niedergedrüukt von den preignissen. Die zeit war für die nundartliche Dichtung zunäichst ja auch ganz schlimm, fast noch achlirmer als die szwanziger Jahre, da der Rausch von 1813 1änget in einen wüesten Katsen jamer übergegangen war. Ueberall machten sich die stärksten riülckläufigen Bestrebungen und Strömungen geltend, und zwar nicht nur in der Politik und in der 1rohe scndern auch in den literarischen und in den goaanten öffent- lichen Leben. Nar die Lyrik der viersiger Jahre, von dem vielfach un- tarschitzten Grafen von Strachwitz abgesehen im wesentlichen liberal oder gar revolutionär gewesen, 80 galt jetst anuel G1 ν 1. ger „Hofdichter“ als der gröneate deutsche Diehter, mindestens aber als einsiger, wirklich oinsigartiger Iyriker. und die ohristlich-kleri- kalen Pooten, neiet nur kloine Bögabungen, sangen atillvergnilgt und gottselig inre Reine in die welt. Bosondere beseiohnend für diese Zeit sind aber Soheffele 8 8 “ fnoiplieder, denn sle eind nicht, wie meist wohl - 36- angenonnen wird, ein Leichen seiner iberströnenden Burschenluet, 8el- nes seligern tudententurs, sond ra eines verzweifelter Uran*es, zühn renirschender Selbstbetzab ne, aAber un uss d⁴och Treobal8 Aiegler beo Pflichten, wen⸗ er in selne- gre en lerk: Die gelstiger und sczlale: trönungen 1in 19. und 20. Janrnundert(6. 26 ff) eint, daes an die sen Ursäufern einer idealcsen keleie in tlein dar ale dcch recht vLele auch 1hre Freoude hatten. Docl diese 11ieser huben trotzde- noch einen viel crösseren pcetischen„ert, als die einstenle hochsefeierte Snaranth it irrer süsslichen, versssenenen lätro antik, der auch Ott Rcouettes aldw eister und Scheffels ronpeter von Säkkinsen zu einer. 1elle noch angehören. Gerade cherfels Tronpeter ist in seinen un- künstlerischen„ konventionellen Schluss ein unverkennbares Zeichen für die oontrarevolutionbre Tendenzs“ der Zeit, die wir noch zwanszig Jahre sp'ter in bebers Treizehnlinden iedererstehen sehen. ditten in Getriede dieser armen, weltscheuen zZeit aber stand ein ann, der zu den gefeiersten Lichtern des rheinfränkischen Gebietes gehört, stand Friedrich Stoltze, der grosse Denokrat und Freiheitspann, der in seinen Dichtungen vie kein and erer das Wesen ur d 1ollen seiner 1 t bürger geschaffen hht. Ihn und deiner Leistung ganz ob„ektiv gerecht zu werden i8t aus serordentlich Bchwer, wenn man seine erke vom Standpunkt des Sprachforschers aus betrachtet, denn er enpfindoet durchaus nochdeutsc und gebrancht den DHialekt rein als wirkungsvolles tiléittel. Aber in allem, was dieser rastlos täütige wann in Laufe oines langen Lebene geschrieben nat, schlägt das unermiidliche, warne Herz eines vahrw ft guten Lenschen, der sich duroh Leid und Jot zu reiner Hunanität en- por gellutert hatte umd von dteser nohen Tarte aus alles mit seim n köetlichen, unvorsiogliohan Hunor vorklHr to. Jie Hans Sachsen hatte auch ihn die use derufon, eein Saoch sohwankheft den Volk vorzutga- gen.“—. 5 rriedrioh Stoltze war er 2l. Voronber 18 e au prankfurt a.u. 37 als Sohn eines zugewanderten Gastwirtes& Dcren. Ir erhielt eine vorziigliche, für seine danglisen Verhältnisse ungevöhnliche Wrztehunt die eine zeitlang auch von Dr. 7extor, der. als verfasser des Proren- tor bekannten Reffen Goethes geleitet wurde. Der sonderl iche dann fünrte inn auch ernsthaft in dus Studiun der Srankfurter„undart ein, inden er ihr, wie Pröll in setner bedeutsanen Buchß Friedrion Stol- tze und Frankfurt a.. erzuhlt, eine kleine Grarratik und ein örter buch anlegte. Soger bei seiren ersten postischen Versuchen unter- stützte ihn der vorbi 1dl che Lenrer, der ihn auch zu undartlichen Dichtungen anrecte. o entstand bereits 1831 das erste Tialektgedich! Steltzes. per verliebte Junge A1tegässer. Seit i1ch ele in berneon traf, Bin ich un zein goldne Schlaf. Is kgerr ganz vor ewev 11 nuwack, Kaart un Kegelspiel. Seit den Walzer bei'n attern, Leucht käi tond nerr un kkä tern Un käi Appel in en Kranz, Bis ich widder uit err dans Aon, inr Aten war so waarm Un so maokelig ihr Aarm! Un ihnr Guckelcher eo siess, Dases mere noch gans annersoht 18. Jagd un wald 18 ner verläädt, vn uff meine Sticker fräät ich kää Buün wehr un käü B1aus, Bis ich widder git err dans Is ääoh Frankfort noch 8 0 schee, Hats äkoh noch so viele 5päh, rann ich sie nit widder guok, Hust ich uff die gans ats ohbuck Dimder worrd käl rort gesohnätst Un käl kKapp krakehl gesetsat Un nei Lewe hat KM dlans, B1 e ich vidder mit orr dans! schon dieses erete Gedicht zoigt Stoltses Rigenart, seine Vorstge un seine Schuächen vollkonmen. Dor glatte, flilssige Vers, der ungeeuoch- toe, 1eicht erraffte Reim, dem Syntax und Granratik der undart unbe- 4enklich goopfort uird, uie 8 Aao apper noohn oingehender zu seigen ie 4 —38- zuch der B1ickrein ist schon da. Kach dern ilen eeines vaters so11- te Stoltze Kaufrann werden, vozn er aber wenig Lust bezeigte. Seine verse hatten schon die Aufgerksaneit von Karianne von 111ener er- regt, in deren Hausp das Geschaft seines Lehrherrn war, und 81e& b ihr den Rat, einfach aus der Tehre vegzulaufen. Da starb sein Vater in Hovenber 18353„ der sen dastnaus Zun Sehbock Jahrelang dn Saums 1- platz der Deuagogen gexesen war, und toltze ging nun zunkohet auf Reisen. Im dJahre 1841 gab er ein Bändchen hochd eutscher Gedichte her- aus, das einen reichen, hochgebildeten Frankfurter Handelsherrn auf ihn auf erksan zachte. Dieser übertrug ihn zun chst eine Hauslehrer- stelle und schickte ihn dann zu Fröbel nach Thiringen, dan it or dort das Sys tem der indergärten studiere. Aber alles das sagte Ihn nicht zu und nach mehrfachen Versuchen, ein eigenes B1att zu gründen, vur- de er itarbeiter an dem Hadernannschen Volksfreund. Von 1852 an gab er, angeregt durch seine Frau, Die Krebbelzeitung heraus, die in Prankfurter undart die Tagesereigniese besprach und die Zustände prankfurts und der SJachbarstaaten kritisch beleuchtete, wie os vordem nur von den„Bütten“ der Karnevalvereine aus üblich war. Im Jahre 1860 begründete er zusarmen nit dem laler Schalck 410 den DMaddera- datsch nachgebildete Frankfurter Tatern. die der xainzer Hedaktour Karl Stoigerwald eoinige Jahre später auf ainzor VerhiItnis60 dber. trug und zwar it solchen Erfolg, dasse Die zainser Tatern vis sun Aut druch des Krieges als Sonntagsbeilage des lainzer Feuesten Anz19 I erschien. Hier wie doftt waren stehende Figuren, ans LowlstHokan ont- 1enn, die Hauptansiohungapunkto.[Naoh dem Binsug der Freuseen mns ete die Frankfurter Latern ihr Rracheinen oinstollen; 44115. nas in T. Sohriftleitung und Drokerei noan erhue Sene. vura⸗ ¹Ingenogen. derunter almtliche Altere„ahrg8ngs. Seine gpraohe 3 den gorren aus dem Jorden gar au froil Sewesen. Prst 1872 ers chlen aie wieder und prachte d1s zu Stoltaen ro4 1ahlreiohe traffliahe Beiträge aus ,oiner taer. nanto nooh ,1n4 910 nioht 411*³ 6 amnal*raohi mnen. -39- Als Friedrich Stoltze a 28. ürz 1891 nach 1angen. Leiden ver- schied, Starb 440h Goethe, Franx furts volkstülichster und gefeiert- ster lann. 3 Stoltzes Bedeutung liegt zunkchst in seiner hochdeutschen Ge- dichten, die nit den Poesien Freiligrathe, Eoffranns von Fallers- leden, Herveghs auf einer tufe stehen. Auch der 2influess Berangers, der er in Paris kernen gelernt hatte, und viktor Hugos is“ unverkenn- bar, narentlich in der andschaf'sschllderung. Gro86 Sohopfungen 80- langen ihr nicht, wie seir Rorhn Soler und tudenten beweisst, und auch in seinen rzählungen iet er oft recht wei tschweifig und ser- fahren. Dagegen 1et er ein teister in der Kleinarbeit, der sorgfà1- tigen Detailnalerei, in der scharfen charakterintik und in der Pe1- neit der psychologischen Begründung. Di ese vorzuge seigen eich vor allen in seinen nuncristisahen und seinen ratndartlichen Sohnöpfung n. Auf diesen beruht seine eigentliche nedeutung. ie seine zahlrei chen Briefkastenantworten in der Latern beweisen, var or oein genauer Kon- ner des Frankfurter Dialektee, und die zerkwürdige latsache, dass er ihn nicht inker richtig Terand ee, l1ässt sich nur daraus erkägwen. dass er ihm nichte anderos war. als ein Stilzittel. Das hat nan nicht stets erkannt, doenn in den TeNrologen und Gedenxba* Itern 18t„i„ Bedeutung fülr 410 rranxfurtor kundart na1st vSI1i g meraohRtat. 80 schreibt Dr. A. Hanan in der Trankfumter Seitung(1993 Ir. 288): 4 vie Stoltsze die iundart gehandhabt hat, wie er soiner uraprünglichen tief Aten schöpfenden Eharakterilstik und den viitzenden Humor Jeder- ze1 t pooti schen Ausdruok vorlioh. das erscheint 21s aine Phänomenale vVerxörperung aller guton* njohaften aer Dialektdiohtung.„1mle hat in pontsehlasa 1 der 4n r ain muhdar tlicher Miohtar so an 4 - 40- Err hat sich ins Gebisch gestellt Sei gehle Hergottsschiokelcher. Un wo der Frilingsengel zieht, Da wölb'n gleich sich Bögelcher von Kerscheblit un Aeppelblit. Un singe alle Vögelcher. 1t Rose schulcnt die Leck 8ich aus? de rreindlichen Gesichtercher, 1e haucve sact zur is enus, Dann iwverall stehn Lichtercher. Un wo dr wgel zieht die vrass, Da regents Blitefifselcher, Un AwereT ine grine(rus Da. Breut er Iir. elschliUEBelcher. KO?T., Zch LZz1, kKo rn., Grr schlesche'n nach, S0 81111 als 1G d1 husercher,- Doch wan 1ch derr 45 Voraus Sag: plick uff der ie kä Sträussercher. Un 1ass nerr ja 1 eileibe steh Di1 Hinrelschiiselblümercher! ag Hinrel- Ie die elt net schee Un voller ngelstirnercher? Un d au biet ei Pie elt is ne⁴] Die lt en Kranz urxunne 18; Un kanns in Himel scheener 8ei, ies zetst bei und hier unne 187 „ir w1 11 die gesuchte Häufung von Dininutiven unerträglich erscheil- nen. well sie aller Hatürlichkeit entbehrt und auch rein künstlerisch vetrachtet keineswegs ale gelungen gelten kann. Das ist kein 8til nehr, sondern Ells 2ige Spielerei. So reden wir in unserer dundar t wohl einnal M⁴t kleinen Kkindern, aber niocht nit erwachsenen dens chen, und wenn es noch so treuherzig geneint 1st. Heben diesen lyrigehen stimrungen nehmen die hugoristisohen und komis chen Gedichte, deren Stoffe ihn einst der Tags zubrachte, oinen viel weitpren Haum oin. Er griff it scharfen Bl1ick für das Jirksame vielfaeh auf die alten voIka tünlichen Foren der Sohauerdallade und der lonolage dos 1asparltha tora urdok. deren Wosen er völlig er- fasst natte. Daneben sohöpft or aus 47 reichen Born der wundartli- ohen Rodomondungos una proskoln. 416 der Stamioseigenart sufolge a1- 10 Kohr odor wamiger„itsig ina. ,ohlagfortis und treffend. Daher — 41- tern des rheinfränkischen Gebietes inmer wieder die 8lelchen B1 1der, vendungen, Formeln und Kargxak Vergleiche finden, und dass ihr bester und reinster Hunor der Hunor der rasee 1et. Die kleinen Szenen von Langenschwarz sind oft niochte underes ale eine gescheite aneinander- rerhung solcher Forseln, ind die Faetnachtsdichter ziehen ebenfalls UIhre deste raft daraus.— Die Bainat trügt und nährt sie alle; daru- finder wir auch die Sesae Anhänglichkeit sur heiratlichen Scholle, die sion oft recht ansasslich aussert. De ureingesessenen ainzer, der in Grunde seiner Seele ein ausge achter piessbürger ist, geht nichts Hpen ainz. 821 43 e f.E E „ns gibt halt nor Neehs!“ lautet oin oft varitertee Sprichwort; Ja vunsern Herrgott knan nor en ednzer sein!“ heisst es. Dengegen- über singt S8toltze begeilstert:„ Rs 18 kah Stadt uff der weite'elt, Die so zerr wie Enel Frankfort gefallt, Un es vi11 ger nat in*ꝗ Kopp enei: 1e kann nor en densch net von Frankgort 801! Un Ekxärh wär sch e ngel un Sonnexalb, R Frender 18 imner von aus serhalb! Der beste Rensch is e Aerdernis, Nann er net Läch von Frankfort 18. 8 gas is des Cfebach for e Stadt' Die hawwe's ganz in der Näh gehat Un havwe's verbaset von Aabeginn, Dase soe not ällch von Frankfort sin, Die Bockewer hawwe weiter geblichkt. Die hauwe mit uns zusamne gerlokt; Die Berneter auver warn käch not dunm, Die gawe sogar 41111 Jon dadruu. E Kedche von Hie, dass en Frende ninn, Dese hat en vor was Höhersch bestient; nacht en von Hie, un orr välsee noet vie; B Bigeplackter is inmer von hie. E IAdeche von draue, wann noch 90 f01. Thut imzer noch nob von Frankfort aο Doch ninnt do on hisiged Berjerschsch, . So hat so klich noch 410 derrvo. Des Berjerrecht in de letate Jahrn Ia freilich ebbes dilliger varn; Der Wohletand auwer erhält aich doch, Dann alles anner 18 dhneuer noch., - 42- so steuern merr frehlich uffs Tornerfest!] Bald komre se aa von Cet un Vest, Von Nord un 81d(in iswer doe eern, Gut Reil! A1e ocb se von Frankfort wärn. Un wann se bei uns sich aresiern, Dann vwerrd se der Abschl ed doppelt rihrn Vn geuwe er recht un stinne mit l: ie kann nor e zensch net von Frankfort sei! Das Gedicht erschien zuerst als Besrüssungsgedioht der Frankfurter Latern zun fünften duautschen Turnfest in Jahre 1880, das in Frank- furt begangen vurde, und wurde zit Begeisterung aufgenonmen. Fried- rich Stoltzes Bazen wurde weit hiranx gSetragen, und die Anfangsverse, die ich an die Spitze diesee Kapitels geetellt habe. sind in Doutsbh- land wonl allgezein bekannt. Die Hauptursache seiner urfolg 1iegt dei Stoltse, wie bei tk Fritz Reuter, in den politischen Zei tumstan- den. Im Jahre 1848 folgte als Rloksohlag auf dae Streben inse Al1ge- weine nun eine Hinwendung zum Besondern, wouit ein Aufbiſihen der rundartlichen Dichtungen notwendigerweise verkniipft war. Im Gegensetz zu der rhetctischen Lyrik, die vcn politischen Idehlen sang, gelangte in der Literatur der einn für die besondere irklichkeit, für das Volks tümliche zur Herrschaft. Auerbach, Gutskow, Freytag, Schoeffoel, Keller, Otto Ludwig, Schüleking, Storm, Spielhagen orrongen ihre ersten Erfolge nit 1ands chaftlich dos timmten. ,tàndisch besrensten verken. Hedeg.„6rdbol. Bi tsius, Kobe11, Nalas, Sauernoin und and ero Dialektdichter urden wieder anes Licht gesogen una fleiseig naohge- anmt. Jadler, Anton Sommer, P. J. Rottaann, Frits Reuter und Llaus 6◻ Groth kanen rasch nacheinander zu vort und Nren. 411 diese Anregungen und Urs tünde virkten noonaltis auf Stoltse oin, sumal er 3 Somwor. der in Nusolstadt 1n. rsohtereohu- 1° 1eitote, persönlich gut bexannt war. 6hr10d und diohtote ml t vormehrtem Bifer, aber 1eider 765r 108 er ni tuntor ungehomt darauf 1es, donost von der gerge uma 14Eli6n, prot. ait tor gingen die Bogen nit nasser Linte in 410 Muckarei. und vonn 42⸗ auch der — 4 5 der wundartlichen Forn, der poetischen Durchbildung, har es senr£- schadet. patsächlich igt xein Gedioht von Friedrich Stoltze vorhan- den, das keine Verstössee segen die undart enthielte. Das Praeteritun, das userer u dart nur noch in einigen erstarrten Torten dekannt ist, rindet sich vielfach, den Genetiv verzendet er, Ja sogar das flektler te Partizigiun, wie beispielsvelse: Ler Fall war e perplexter(1.51). eiterhin korn.en örter vor, die dο wModart nicht kennt, w1e 24 1- knane(I.5); Varlegenheitsreine 8ind ungs ein häufig, und die Beispie- le für den Pap'erdialext gter nich“ u zihlan. vüllsi1ben fehlen natür- I11ch such nicht. A18 Beispiele mögen die von r angeführten Gedichte dienen. IH Altegäaser steht in der ersten zeile des praeteritun(traf) um deos Reines villen, der übrigens unrsin ist, denn s hoiest: sonlaof; die drei kak in der zweiten Strophe mieeten nasaliert sein; nihr Atem“ (Str. 3) ist hochdeutsch, es lsste heldsen: ihrn Aodemn, ebenso ihrn Aarm“; vsiess“ und ie sind unreine Reine. Kaü“ in der vierten 5 Strophe muss ebenfalla nasnliert werden; Bäüm“ ebenso. Sstatt vLel in der fünften Strophe cusste es viel heissen. Guck“ in diesem Sinne ist nur bei Stoltze zu finden. In der 1etzten Strophe nmuss khx wi eder- um nasaliert aundnn sein. Im rrünl ingelied. das sanz nochd eutseh owpfunden 108. naben wir die dundart, wie 21 der Frankfurter Bürger ,pri oht; demgemkes fin den sich eine ganze Relhe schriftdeutecher Forwen. mase ein Ingel durch die elt gent, 1st ein Gedanke, dem swar duroh den rel1g1 Seen kult vorsohub geleistet tzi ist, der aber trotzdem welt über die Gren ze der undart hinausgeht. Leis“ ist Talsach; in richtigem Dialekt heisset os 1else oder langsamche. Statt debileoch gast 61 e Nundart lech. Herrgottsschickelcher int rein Noohdentacho B11 dung 1n Lautgewand der aundart. Die Syntax der„wItan n Strophe ios noehdeutnen, IA2 dosondors qurch die letste Zeiãe deutlich wira. die nur logisoh mit den Haupt- sats verbunden 1t. prünlingsonson und zieht nind hochdeutsch,; n dlas te*w6lw en“ holesen 81 109 önden inn: deenſhar ist sohön. - 44- blite, was dern Rein zuli ebe unterblieb. Ausschaücken ist hochdeutsch; die lebendige undart kennt nur schzilchen, Dann züllste es heissen: vaus de"is e naus“; zur 18t nicht nundartlich. In der vierten 3tro- pne ist Strass Bliokreir au Grae, denn das erste a ist durpf gleieh ao, das andere orfen. In der fünften Strophe ist Hir. elechlüs se 1b1H- verchen hochdeutsch. Urwunde“ in der 1etzten trophe 1et ebenfalhs nochdeutsdah; es nüisste neissen: unidie en Aranz gewunne 18. In den Lied von Prankfurt istweite falsch; es zlisste weit'“ neissen oder besser wei ti. Die z eite Zeile 18 9 hochdeutsch gebildet. Riochtige cundart ware: Die rerr so gefallt wie nein Franfort. wonnonxa-N(riochtiger Sunnekalb]) fehlt der Artikol. Falsoh ist auch zach und Fräak, wie er stets schreibt. 28 neisst aach und Fraa, v1e gir mehrere eingeborene Frankfurter versichern. Geblickt 18t in der vierten Strophe wohl den Rein zuliebe verwandt. Hier disste geguggt stehen. Stattrhavwe gerickt“ whre sinn gerickt“ richtiger. Gawe“ 18 t Ppraeteritum.“ ann noch so fel“ ist hochdeutsch. ranns noch eo fei 18, nüsste es heissen. Jahrn“ in der siebten trophe hiesse richti- ger Johr, aber es s11 der Reim auf varn herauskonmen, der edoch ge- waltsam 18t, voll es aorn“ heiset,„igontlioh gogar worn“. Statt rdheuer“ noch wles to oarnoch dheuer“ hoissen. pie Toern- in ver- letzten Strophe iet wiederum ein zugos thndnis an den Koin; 410 1 don- dige dundart sagt vimwers'Wser. In der 1etsten Strophe oteht vaich“ nach östereichischem Gebrauch an falscher Stelle. Ea nfisste nei ssen: Un wann se aich. Seine Prosaarbeiten sind fas t durohnes nochdeutseh 5odadht. und domenteprechend ist die nndart nur in ihron lautbest nA richtig Tios,ree, ee⸗ 80 1n warnen 5ko-(14. 3 der 1erko. 801 b 197 r) * goraphino, 410 n0140 aohtunddroiosigilhrise Tungfr AA un In- hawerin von on 0 Ladegesenkft in Frankfort. relerte mit om gronse Uffwand von hinruns un Tommkntosne. iiswinsch: un kalter kich, alte 4 — 45- 3 lingere Berjerschsch.(Seite 197, Zeile 2 ff). Die verkörperte Negrtion aller ästhetische Bedenke in schaarze Frack un Jankinghose un als Foptsetzungs seiner Persöhlichkeit en Stronhut uff der Kopp.(8. 108, 211 16 f) „4A18 Seraphine an Arn 1hres Schorsoh ins Gastzinmer trat, sasse die zwi mglinner, ächte tothaar ge un 1angb’ änige öhne A1bions, Sganz in Nanking geklädt, in der Nüh von EBinsang an ez klsene Di sch dei ihrer Schachbartte un blicktel sche eigsan, unbeseglich nun stur, als värn se aus gelwe Sandstah Sehale, uff ihr Schachbrett.(Se1te 201 28116 13 f). Keine Zeile, die die lundart richtig wiedergibt, denn Stoltze war nähnlich der Reinung, dass der Lautbestand das einzig dichtige wäre. Bedeutungsvoll ist es dagegen, dass er nur 8selten auf oinen Kernwitz ausgeht, wie Kobell geistene, sondern der Starmnesant getreu die ge- Sammte Larstellung mit gütigen Huxor durchleuchtet. ie Lennig, der ihn in der Behandlung der cundart weit übertrifft, ist ihr, der Humor ke in Stilzittsl sonderr recht oilgentlich veltanschauung, und darin t steht er denn auch über den neisten anderen iudartdichtoern unseres wittelrheinischen Gebietes, jJa der meisten Dialektdichter, die gevönn- li ch nur Opas swacher sind. Jer tiefe, 3011 sch begründete Huazor ver- klärt auch sein schönes Gedicht su Sohillere hunderteten Goburtatag, in den nehr poetisches Gefünl steckt, ale in kanchen dickleidigen Goldschnittband. Dedeutsam für die mundartliche Forschung iat soin reicher Sprach- schats; or ging auoh gans bewasst darauf aue, die Reichtüwer des frankfur ter DHalektee au sarmeln und foatsulegen. vas or gerade darin geloistet hat, iet die heute nur au oinem Nefnen Teil dekannt; vie- 1°s 11egt noch in den alten Jaänden der Frankfur ter Latern verborgen, vLel1 iet überhaupt noch nicht veröffentlient. So iet Friedr ieh 3toltse oin ausgeseichneter hnuncriatischer„ 1oh. — 46- - ter, den auoh mancherlei ernste und genlltvolle Gedichte gelungen sind, aber der klaseische Dialektdichter, als der er immer wieder gerlthat wird, iat er nicht.*r dringt eben nicht 414 reine Zundart, sondern eine 1iterariseh szurechtsenachte Ungangs eprache, wie 61e in den dur- gerliochen Kreisen der alten delchsastadt lblich ieat. Daher erscheint es denn näufig, als ob er überheupt nur ein verderbtes Hochdeutsch schreibe. Nicht selten Mhnelt dann sein dtil den Gerede des Dreher- weisterse Dumnbach, dem wir in Ernst Blias Iiebergalls Datterich be- Sgegnen werden. Zabl108 schier ist die Reihe seiner Jachahnwer, von denen or v1e- Ten neidloe und oft all su willig ein Plätsehen in der Trankfurter La- torn gegönnt hat. Viele davon sind nur hin und wieder oinmal an d1e 2 Oeffentlichkeit getreten. In Aakenaays trefflichem derk aind 810 rast alle genau aufgeführt. Vergessen 1et d0⁵ Heinrich Hoffwann, der Ver- fasser des Struxwelpeter, der neben einigen anderen mmdartlichen Gelegsnheiteagediohten auch eins an Stoltze geriochtet hat: Das Ganai. das recht gut ist und in, der Frankfur ter Krebbel- und— Dröder- scher 441tnnseis er, h er„Vsarnak wurde. Mlrsinge. keiner. 4356.. 6 ist e2n e hanelere, hunerashor aau. — 47— Dpie anderen Dichter der Reakttonnzeit. .,—.,.,,.„„„.= o⸗ Neber Friedrich 8101tse vertohnindon d1e andoren DHohter doer Ro- antionaneit in unserer debiet fast vö111g. Win werkw drAiges und vert- velles Buoh, adaas auch in seier hu eeren Herrich'ung vaft dbear das da- 18 üpliche hinaueratte, g&rb ir Jahre 1805 der Verlagsbuchhändl1er url Christian Jilgel(1383-186,9) veraus, der utr neben zwei anepre- cender Gedichtbänden das kultur geschichtlich pedeutsae Buch: Das dull enhaus verdanken. Hatte er darin aus selner Leben erzähnlt, in das neden Goethes L1111, deren ichte er zur Frau hatte, vor allen H3Ider- lin und Ir, Wel beestirmend eingriffen, so schuf er in seinen Hans-. wureriue Redivivus edn grossFastnachts-Tuppenepiel, voll fiberefitiger Laune, das ale Handschrift filr Freunde erschien. DMs Stlichk selbet ist hochd eutsch abgefasst, aber es enthält, it allerlei Glossen verpräzt dus alte frankfurter Fastnachtelied Heavele. harele Lone in reiner trankfurter undart. Das Lied, deseen Anfang aus have Apollcnia ent- 8tellt i12t, dürfte vohl schon in frühen Zittelalter unter Singechä- lern entstanden sein, die bettelnd von Haus zu Haue sogen, ie dos de vosonderen Golegenheiten heute noch am Rhoin Hblich fet. Firanieh dringt das Lied(I1, 66) in einer erweiterten Tors, In des Enaben runderhorn erscheint die uraprüngliche Fassung nchen, Jedoch äne hoch- deutsche dbertragen, unter den Ainderliedern(Ausgade von Grisenach.N 828) mit der iesvere tändlichen Uedereschrift Havele Rahne, In einer An erxung der Herausgeber iet ee ale Faetnachtelied von Moln deueieh- neot. Droi recht hunorvolle dediente, 41⸗ der wandart Saerainge nur venig gereeht verden, vertffentaiehte Ar(anae- 1906) unter. dou T1tel el aineher ans prankfers in Jahre 195v. 3le warden sehr- faoch aufgelegt, epäter ven„efaren add axerlei augaben vielfaeh nanh- sodruokt. euerdlage hat ANans Ravoenatoin in oinon sohen orslhaten Schriftohen zwei davon uieder ans Lieht gezogen. Rin erkwürdiger Büchlein, das dnof noch in einen einzigen vO11- stünd igen tück erhalten ie“t, und zwar in der Darns tädter Hofb 1 bl1 0- tNex, die es wir lierorer ürdigerwelse anvertraut hath, erschien ir. Jah- re 1863 del Georg. 11heln Heinrioh erner in Langen(1826-1901), der 1873 auch ein nochdeutsches Bändchen bedeutungsl ser Reinereien“ perausgoseben hat, Jusarren zit der Lehrer J.ka Heding(1820-1888). der alrch eine Ge ichtsserlung Poetisches Al1erlei veröffentlichte, liess er unter der 11tel"Uff'n frankfurter egs einen spasshaften Be- richt über die FPeiern erscheinen, it denen der fünfzigs te Gedenktag an die Schlacht bei Leipstg in Langen und dessen HJachbarorten began- gen uurde. Nach geinen Feststellungen ist der als Prolliges Gespräch zwische zwa Seihsleit uff'mn frankfurter Seg“ bezeichnete Bericht su- erst ip zehn Fortsetzungen in den von Nerner herausgegebenen Nochen- dlatt für Langen und Ungebung erechienen. Da es trotz seines epär11- chen litzes offenbar viel Beifall fand, ist es dann unverändert, so- gar nit den zahlreichen Druckfehlern und den in Vers untergebrachten verzerken über die Fortsetzungen als Püchlein henausgegeben worden. Das ganze Werkehen reicht weder geistig noch pootisch An elnen erträg- l1i chen Durchschnitt heran, aber die undart ist in 116,,inen ganz gut wiedorgegeben. Zwar finden eich sohon in 27 versen der erston 801- te acht hochdeutsche Wörter und auch später eind ,1* rooht roichlich vertreten, sogar Toast frindet sich, aber es gibt ,in 10m116b treuee B114, vie sich die Tagesereigniese im Lopf der 21 mon Ient, malen. os offenbar gohört heiseen„011 dann her gebührt stehen 5011. und mnohe. ene. - 49- 3 Bünde, aber trotz des hohen Lobes, das ihn Klaus Groth gespendet hat, ist er nicht in allen 9tücken das custer eines Dialektdichters. ohl gelingen ihn einzelne kraftvolle B1i1der von schüner Geschlos senheit und ganz reiner, tiefer tirnung, aber der Kenner hört doch gar zu oft oinen falschen Klang aus seinen nit gefährlicher Leichtigkeit ge- schriebenen Versen, den Groth ale Norddentscher gar hiocht hören konn- te und bei seinen einseltigen Standpunkt auch garnicht berdcksichtigt hätte. Er hat nicht erkannt, duaßs der Dragunerwachtneester durchaus hechdeutsch gedacht ist, vie er es de auch für erfreulich gehalten hat duss Corroãi einige Dichtungen von Robert Bruns in Seheizerdeutach übertragen hat. 812 sioh Deowille dber alle Gebühr den Schriftdeutschen nähert be- weisst z. B. der Vers: Rörsecht au am Rhein die Iachtigalle achlage, Dann, lieber Schatz, bin ich schon weet von dir, Verstehlst du inre stille Liebesklage, Dann denkat du auch an deinen Grenadier.(I1, 174] Cder der andere, der 1n Jeden Sekundanerhaft stehen könnte: An grünen Uferrande B1üht oin Vergissnaeinnicht, ⸗ dir gab 2ie eons zum Pfande, Vergesse häb ichs nioht.(ir. 125) 3 Auch die Vorm ist nicht oinwandfroi. Er vorwondot mi t vorlibe 433 sonett, das ihn 72 anoh rooht gut gelinst. tur den ialekt er ndah weit weniger passt. a18 rur unsere Sohriftsprache, der 05 auoh niht angegessen ist. Trotzdem gehört Dewil1s au den dedeutenderen ndart- dichtern unseres Gebietes. Um ao erkwrdiger iat o. dause.in n- chos Buch fast versohollen ist, und dase uder ooinen Verfaneer n gand otwas woise. Jodenfal la iet 36 mr trots anler v-Saehe n1A S-1uases."twas über 12n u rSeran. 50- vier oberhessische Lyri ker. Die bedeutensten Lyriker der rhein- ainischen Lande sind Ober- hessen. Neden Karl Kelgand vor allen Thecdor Bindenald, Peter Gelbel und Friedrich vilheln wöbius, der teine Lorbeeren ale Friedrich von rrais erworben hat. zZu ihnen gesellt sich der satyrisch angehauch t Georg Asnus, der in Arerika eine zwelte Hei at gefunden hat. von Theoder Bindewald(1829-1880), der wir neben seinen zahl- reichen snderen Schriften auch die vertvollen Historien aus Cberheesen (69) Jeue Historien aus Oberhessen(73) und das 6berhessische Sagen- buch(73) zu danken haben, sind nur vier kundartliche Gedi chte vor- handen. Sie erschienen zueret in dem Textaldum sur Nrinnerungs feier des Gynnasiuns in Büdingen an 1. Nai 1872 urd vurden später auch von Kün zel-Soldan in ihr Verk über das Grosehersogtum Hessen aufgenomen. An bekanntesten davon 1et wohl Der vaggelbsrk geworden, dichterisch wertvoller 1st aber das nuntere Liedchen:"e 1as, koie, as wai 01 Schatz. Das ist ganz volxarks sig enpfunden und geht rein in der und- — art auf...3 1o194 130 kGi. Seohe.* Laabhans i0 kol atszg. n onner al10 Sn4rehn Ias kois ae vn. moi 30hatal Da1 Loarsohe. aal sein rirrerunt. Häingt Jiadde d ehrm Bl1ats, Dooh Baoke, hiasch wäil ialoh an Blut. Hott kois as wài mol Schats'.4 Er Aage, du1 nein hlameldld. Dir Noflehe gaut zum Sohnats 2 Schditt mer allen bei er 7½ . 8 122„rots, 82 vA4 Selten. Zecht pilbseh is'“ auch duas Lied vow prahlhans. Die Geschich“e vo IIWesciser Babbegei, eine land läuf gan Volksechnank, 18t 1 Grunde vecohndeuntsch gednont. eben ein piar alten, heute sohen fag: anesne der denen ör ern(zulunse, für zuren, dars erlich fur zur„ufrie er- vert, 1urt für dert, Schbillegia] fier Losueh, ahlerne flir ibe ra11) bringt er drin rech näuil ans rne'eritu-. 4) und erreicht vel wei- o. nicht die Geschle sen et, die aller(18161854—,i1t de- etlden Pclnank in s eirer Iräich“ cen rashluog von unchhaur er r. Vo- geleberg(183) erreicht hat. Allerd ines Put filler, des sen zuhlrei- che Srzenlungen augenblicklich fast alle versessen sind,- ünchbau- sen ist reuerdungs als Rr 70 der iesbadener Volksbücher erschienen- keire reine undaurt angenendet, veil r füir die Verständlichkeit fürchtete, Der Seaist des Lialektes. er ist sicher getrotfen. aus der weltabgeschiedenen Vogelsberg it seinen elnssnef. Eöhen führt der Ingenieugs Gecrg Asuue(18360-1856), der Pruder des iterb ei- ters an der Giesgener Lokalpoese vor penglerneister Binbächer, in den beiden pisteln seines anerikanischen Skizzebüchelchens(1875/76) in das Brofsstadtleben der neuen"elt. In Fork von Briefen, die ein Hes- se an seinen Cheim in Vogelsberg richtet, nirmt er ni t oft recht dis- sigem Euncr und etwas hochdeutech angekränkelter kundart die Fehler und kngel seiner neuen Heinat aufs orn. Und offenbar veiss er sie& gut zu treffen, denn nach einen Ausschnitt aus der Jeu-Yorker Staats- zeitung aus den Jahre 1874, en nir professor Dr. Ottwann in Giessen zur Verfügung gestellt hat, erregte das derkchen in deutechen KXrei- nen grosses und gerechtes Aufsehen.“ 3 Dio erste Auflage war achon nach einigen Tagen vergriffen; bei Erscheinen dor szweiten, gibt der Lichtbildaner L11helm Kurtz in der- selben geitung oine recht apasshafte Kritik. Darin heiast ee unter and er on: *) 8iene Anmerkung au 801t 24. 4— — 2. Ach, Schersch, du dist noch grad vie sonst 4 Steube-OoO8 vo11 Poese- Deoi B chelche, des is nit schlecht, bos wuss der Jeid dir lecee. Peas 8t1 chel Ghe dense hos: du 1 8, Host alles schsö beschpive, Doch glaad ien, host du hie und do A dissi 1werdrive. Lelder inst dus das einzige bPoez, das ich von der hessischen undart- dAichtung In Zuerike erbal en Konnte. Lie reichen aten des deutschen Karnscalvereins ia Ser-VYork starder air nicht zur Vertüigung, und SSIbot die in Arcniv des ninzer larnenalversins aufbewanrten end- schreiben ud Tiederhefte konnte ioh infolge der politisehen Verhkl- nisse nicht einsenen. VLel bedeutender als Gecrg Asrus, der ausser den beiden Spistoln noch ein Gedichtbüchelche veröffentlicht hat, das auch 29 ⁶1 kleine Lustspiele enthält, ist Peter Geibel, der Dypus des starkwilligen, aufrechten Cberhessen. Dureh seine ungevöhnlion Forngevandheit und seine sichere Darstellung hat er dez ranhen, sonstwo schuer verstasnd- l1chen wotterauer Dialekt einen dauernden P1atz in der deutschen L1— teratur Zostedent. Sonner wurde ihn sein Anfang. Am 21. August 1841 zu Klein-ZLarhen gedoren, wurde er zunkehst Landwirt, trat nach den Tode soinee Vaters, als zweiundswansig,ähriger, in die Cbertertia dea Synnasiuns in Büdingen, das er uit Pricareife verlieass. un ierhei¹- kunde zu stugdieren. Ir war an vorsohiedenen orten als Ti erarat entig. 81t 1882 in Höchat an Akntz kain und starb Annt an 2. urz 1901 auf einer Geise in Frankfurt a. 1.. 2 var vohl kein Zzufall, ao zeint eein Biograph R. galn u der 9. Auflage der Gedichte, dase der sohliohte. einfache und apraehe- lo0ae dann von Lande, der so garnd ohta aus aich nachen onnte und vo11- te, ateh su oinen bLedeneberu? Ringosegen funlte, der ihn 1 n.re„ FFuhlung it den Volke brachte unA 00 1h erasgl ichte, 1n0. a auf Sohritt und 7ri tt u 1auoohen 82f das See4m 129114 138 und . 2 —,— tritt. Vielleicht war es aber doch„ehr der Zwong der äusseren Unst'n- de, dat s er 8lo zu don fir elnon Poeren etwas sel'sanen werufe ent- echlose, aber der hinderte ihn nioht in seiner Lutt arn Pabnlieren, unc so sriff er denn, Aungesta"tet it einen: offenen B1ick und einer vor- trefflichen Becbachtungsgabe, hlnoin"'euns Hers, evolk, eans treue, fenste bei seinor rrehnstur, Wd zslte in bunten Bildern vof, allen. GCas ed, Deurf beuriert r.it oft recht dorben trichen, aber naturge- reu vnd i“ Sschlchter ruft une Innig teit den Charsa ter des wetter- uGE 1e.eS8. ki Ahner Parrer wird, Die vifersucht, Cabschiddsstonn, R Reichs- dcagswoahl, gan d'r earrarsah, Uf d'r Huchzetf, Die Specke chwoart, De gescheid Hannesi, Kräigsfoahrte, das sind al1 es unverfälschtoe, frische Bilder urd urwüchsige Gestalten aus den Volke, aie sie nur in der prache des Volkes reden, nur in der§prache des Volkes gezeich- . net werden können. Un der Sasr beherrscht alle Regungen., ie er 317— recks arnungsh vor der Rnein in das Fühlen und Denken eines netter- Kkuers unglesst, in die undart überträgt, das ist unnittelbar K1as- sisch und ein usterbeispiel: Heut dich, Vandrer, vir dem Reih-* eas doach nur e Traam- gann de sealt gewannert, feih. 71118te atütix nätt mih haam. mn dehaanm- deas oas d'spahe- benkste nur che Gloas; IrttIARAAxAMxERM Zan d'r Neih eam volle Fase tockt d'r ean d'r Joas. nihrscht ohm Reih fftrach Leaue gern- Liäfat ean Groine Baam Lihfat oan Löwe, Aükfat ean stern,- Inn gihst nält mih haan. Doih vereeie. ronp oan atorp- 411 n pälide geaht. San d ahnzer Alrtanaunlonp- 2as 4 ˙% mn Lied. mnoben gelingen ihn aber Gofuhls, die tief au Mersen gaßen. Sohr glucklion gidt Regenharat proben aoiner do en t: 1-rnurnon-ia. und Jautnoti 8 —54- aber dar 31 1d des Dichters 1“t unvollständig, wenn nan nicht die Gäuls- kur kennt oder 1ein schinste Gruss d'r Inxs earrarah oder dle Packen- den VolSbilder, die den tief vurzelnden Aberglauben des Volkes u Aurèruck bringen. Dpin gehören vor nl1en, Der Sahatzgri ber und Führe uns nioht 1n Vorsuochung. For, und Inualt irt hier 1.ei, Lerlich ausse- gltchen, Straff und sicher durchgeblldet, die Handlurng 10bendis und anschaulich, echt volkstürd lch und drarstiso bewegt zueleich, uie es die deutsche Dialektltteratur keun ein zweilleß l dieser Vollendung eufznveisen hat. Teine sprache, die in feinen hochdeutschen Sedichten oft eine ge funrliche Dutzendschönheit hat, bleibt meistene durchaus in den Gren- zen der lundert, und wenn auch nier und da einasal ein Verstoss vor- kouyt oder ein Abgleiten ins Schriftdeuteche(z. B. 8ie kesste sich, S. 47) so ist das durchaus eine Seltenheit, denn vie kaun ein enderer Malextdichter sonst, hat Geibel in der prache des Volkes gefünlt und gedseht und geschrieben. Flir ihn iet denn auch das dialektische Sevandt nichts gesuchtes, nicht Ausserliches, sondern ein eingeborenr Zvang, eine Naturnotwendigkeit. Heben Peter Ueldel ist Friedrich 111/h 17 Bbius, der unter den Decknamen Friedrich von Tra4s schrieb, der dodeutongto mndartliche 4 Lyriker Hessens. N wurde an 22. royrnar 1842 ru rais an dar Horloff geboren und starb am 21. Soptenber 1906 415 Tandgeriohtarat in 6102en. In ihm klingt vie in Ge1b el das ganze kesen seinas² oberhessiechen glEnbigen eW vor allen aundern der atur„n. die 2tillel, de- sohanliche Serdotsendeoseeeit, 415 ra,lehte Tuneis nit der ldon. öö sten Gedichtband, den Heinatklüngen aus der votterau, den er als Vier- ziger in Jahre 1883 vorbffontlichte, legte er ein abge lürtes, re- fes erk vor. Une der"rfolg blieb nicht aus, denn Heine verse atanden noch über den, uas al1ge ein alt Dialektdichtung nusgegeben uird, s zegte einen virklichen UBGouter, der it der Siefe des Gefühls elren sic-erer Feorreneinr verbund uré neben scuverer. urd satten Furben a ch ve rere und 1ichte 76ne re“ e. Der zu 1-6 Sond,"eterauer Sang und Kla- der nsun Jaure epkter ers chier, trichte 2 neue Gedichte und zigte der Lichter auf der Eöhe einee Sch“ffers. D'r Sonfer eann dr earrera. rearerra, Tearrera! räi leihst de 8tOls eamn Sonneschein, El stiht oam Feald die Fricht so foin, .li herrlich dee Geplenz, die dnrn, Die Behm vo Aeppil vol1 eann Bihrn, DB FlOasfeld stolz als väii e Sih Bann b1C dr Hirrn.el, groin de Hih. zarr. Feld, ohr Groawe, dei dr Beach rärrn met dr donn die Vihl echunnd vach, nann sein e frub eunn singe laut D Kahnster, der die Velt gebaut- Zann ſdie Jacht net fresche Dah der Geoscheckt nott eann die Vearerra.. wearpera, Nearrera! „s apringt dr bLein,'s reift dr Faas, Bann Vahld eann Peld doodt de Gesehnaas, mnn onn âr Bach, do värft gekaohe L* n 0 † dr Gasse Flcoas gedresche. Senaa? e onn Himil sich eosonme, ε z2 Sscheint, als wollt e Tearrer Komne, muann flichtig gihn se, Leu eann Vich, Zann owe ronpi lts eann dr Hin. Bann frofh wärts Noacht," fihrt dorohe Doahl De Nearrer Ekerren earreretroahl. De ahn doas akhtegebe eauwer Rann“ -Baaf- Poas harr oauver oanngesechlahn!* Tta⸗ dankxt aap · ase on folh helast noseholh reint. Hooh- 56- detsohre 311dung 1st dPder dte 1* gebaut,“ ebenso ereift der Rass. Die enrduart cnat i ar reti werden, anon Da earfar werre saurer- strounl“ ist noc-deutsch boelnf-u atb, eobonso 411es danst a,zt dea“, wa ar de Drulnt alo' lans““; bier 18r duten die 3te 1uc des rück- doztlllchen pilr orts falsch. Vone! aber ar Ate wrndar“ sinrandfrei rsdavge ebden. fuoh in Soivon flbrig n dedio' von lot A S3 L 1 AI1Ze ainen echt, wenn er utc!. u¹ 1l1s windar ain al de de! cder 4 ds. Ryer us aln auseatinadan s cht. aron 11 gebra lcht er nuch das Fra rneterll*)(De ILAid vo Mnarenan es, rephe 2, 1 Vers 31 spruns), nüngt er ein an(anld Laad, Itrophe 5, Vers 2 Stunwe) verwendet er ein hoondeutsches Vort in IMmdartlicher Iautgastalt: begenrt(Ahld Lnad, II. 3) rain(Waa v. 5). 3e1ten aind aussasprochen nindartliohe rörter, aber das fallt unter der Fülle des Schönen urd Bodenständigen, des ahren und Volksas8slgen, dus 9r mit zwingender kraft zu gestal- ten wusste, kaun ins Gewicht. nnch wundervoll gesovlossenes S dek findet sich unter seinen Versen, w1e ˙9 1. id vo- Flas, Rachelichter, De Läid voz Hiarenannes und andere. Auch schnere, balladenbaf te Löne gelingen ihn wie in den Vassernenn oder in Ahld Iaad, das nur oein ve- nig sentimental geraten 18t. Ur vowchl, ale Peter Geibel und mecdor Bindewald haben v 11. Jachahmer gefunden, aber Kkeiner davon hat eie auch nir annkhernd er- reicht. * 4 — *) 31 5, Ingerkung m 801 te 84. p. 1 Son an. von dor Nohnp ern und L4chfolkern Vriedrich toltzen hat os nur einer au allge eineror Aherkennung k gebracht, sein Schn 4d᷑ C1“ 2e, der a. 10.»uni 1849 in Frankfurt geboren int, una hoben del Pirden hochdotscher oesien pechs Bande nundartlicher verne veröifentlient t. ³r nar urs. riüinelich ecluniker, 1as aber bereits 1863 sein erstes, hcche euts cles Praua König Riarne offentlp h vor und pegründete später(65) Das Trankfurter Annoncenblattr, das noch in selben Jahre verboten vurde. r lebte danach eine zeitlang in. rien, dann in wllnchen, kKonnte aber dort keinen Boden Sosinnen und kehr- te deshalb 1867 wieder nach Frankfurt zurück, wo er das Sitsblatt chnaken begründete, das von 1871- 1881 von 1ha geleitet vurde. Don ersten nachhaltigen Urfolg errang er nit sainen Schwank A1t-Frankfurt, der 1887 zun erstennal herauskan, und dank einer Relhe austiger 530- nen und recht wirkungsvoller Comik noch heute bil1ig ale ein pieg 1- b1 1d des freistädtiechen Frankfurt gelten kann. Day likrokosgnoe der bürgerlichen denoinde i¹st in oiner nenn⸗ Sus Sesehener Looa18 81ueNlioh vor,innbilafl iaht una 8182. 0 nioht 4da inennsbon 448 den sitbürgern oin aumtigee B1 2114 von itnrar Sito und und 1nrar!.— gelbe g1 1t von der 12521 Jahre apäter eraohienenen Vortaetaung en prankfurt. B044 ors cheinen] diseiden noch auf der Buhne des Frank furter Sohauspielkauses. Bedeutenden. denn 212 prasatiker flat naf Stoltse 41² 6010gonhoi tadichser und— 8. er nanor 158 4005„4 aehr 8 5 ehaumn v10tas ef 1⸗ „ ö“ - 98- nisdergeschrieben sind. So dichtet er peispiels eise karsa(erke 111, 192) Unbestellbur, Dor kKkl ine dolf dpat parton: 81 Uffgawe net mache, Dr. segct soi Lehrer. Sollin rel du, as 8in err des fer-ache! Hier aun dein Vatter des 8111 et Des 011 er venereehneſwe, Per werd derr glelch, kriehnst de dai Pett, Die Buwestreion vertneive. Dar sdolf, der era a Aen.L12f Von vorne un von hinne. l'n zieant duabei den ilche scni af, Un dhut derr sich bosinne. Bestelle dhet den Brief ich gern.“ So segt er dann bekxlo e; „Doch unfrankierte Srief, die wern Derrh' än net angenonmne can sieht, seine Sprache ist die des biirserlichan pran' furtears, der in Gruräe sonon nehr hochöe tsehn redet als zundartlich, das heiss: en 18* aie Ungangssprache in Lautgewand des Rueinfrärtischen, und dus nicht richtig. Daht ist Praeteritun, Klanne hat das ndungs- e; partou daduh gesprochen; segt mdeste secht geschrieben s=in. Statt hier neisst es gewöhnlich da, is zurzen a; B111et 1st des Reimes vegen gewählt und komt in Sinne vof Brief längst nicht nehr vor; der Schach telsats kriehst de dei Fett“ iet rein Schriftdeutach; statt Bure- streich nilsste es Buwesträkch oder estr aoh heiassen. Zetrachten 12 4 fast ansnahnslos nit de rſiokbeziiclionen Fürwort verdunden, waa den Rhythnaus zuliabe unterblieben ist; atatt dabei dlsste debei helasen, statt Aulche zeilche; schief könnte gans fehlen denn: ellche aiche int Fornel. In der 1etsten Strophe ist nit Kückaicht auf das Voere- rass"ioh“ an falache Stelle gesohoben; es ndlaste vor dens atehen; sogt 1at bereits oben richtig geatellt: derr hänn 1st vehl nioht atadtfranfurtiaoh sondern eober däuerlfehz vie atr Frankfurter deata- tigen heiset os dehlhe nit duapfen e wie in fransdaiechen Artikel 1e. Treuer iet die andart in oeinen Frosaardeiten festgehalten, — 59- aber auch Hier ist es wie bei seinern Vater neist reines Zchriftueutsch 1n, Lautbi ld der undur?. In nanen pezlehungen zu toltze tuand a"uch Valenin Rausch (1831-18384). Ir durde daduroh in veltere wreise bekäannt, duss Harlen- sein seinen Geethe-Mthusingten in elner erweiterten fassung drucsen 11688. Ii Pruck ersallien dues vierseoitige def ohen erst nach 4allen- 8 en verorfentlicnung in. Jalre 1849. Kuhser einigen Vverainsfestespie- Len ut er mCch sin Gedicht auf rriedricr. toltze ees chrieben(187]. 18 1% in der kpeppelzeiung erschien, ieder Abgedrackt int en mit 61- ner VUrläuterung in den Frankrurter Jachrichten von 3. Januar 1900. 318 Zuch erschienen seine Arbeiten erst 1884 in Auftrag seiner rben. Grösseren Urfolg hat der Huuorist Paul duilling nit seinen Dichtungen u d Anekdoten in frankfurter und sacns enhäuser aundart erziehlt. ²³ sino lus tige Seche in der Art der Karnevalspoeele, d1 nichts weiter w 111, als atnh mit Aatyre und Laune unterhalten. Sine besondere HitAarksitkans Badeutung kann wan ilnen kaun zubilligen. Die Sprache 1s8t wie bei 5toltze die Ungangssprache, die durch die mundartlichen Besonderhe iten dos frankfurter Dialektes eine bosone- re ürze enthält. nine neue lochbldte. nine besondere PBedeutu g konmmt de- Jahre 1886 zu, denn drei der bdeerkenswertogsten nessiachen undartdlohter traten darin 10 die Ceffentlichkeit: Karl chaffnit in Dorss tadt, Heoflnrich Ruau ann in der chunl., Rlard Briegleb i1n orns, qenen 8ich bald danach Georg 701¼, einer unserer liebenswertesten Poeten ans oh loss. it thres Auftreten er vlſiht die pessische undartdichtung vieder zu voller BIüfs Pracht, un Genn rasch ieder vervelken. Nach ihnen 18t kauf noch etwas geleiste vorden, was poetinch von'ert wäre. Nur einzelne Persönlichkeiten trete noch auf, die über den MHlettantisnus hinausragen, wenn-sfenicht von der Lyrik sun Draus libergehen, d Karl Schaffnit, der au 11. Cktober 1849 su Lieburg geboren ist, vidaete sioch den Schulaut und war nach drei ähriger T5tigkeit in Heinhein ausa schliesslich in darrs tadt deschäftigt. Aus seinen Unterricht, der ihr ganz erfüllte, erwuchsen späterhih seine ersten poetischen Versuche, d1 ihn unversehens den Ruf eines in allen Kreisen geschütsten und beliebten Volksdichters ointrugen. Er besass, vie Heinrich Schaeel in den Hossi- schen Bi ogrphen aus führt, die dabe. alles, vas er orledte und dboobachte in seinen ihm eigenen ainnig-gemdtvollen Neise zun Gegoenstand einer stillen Betrachtung zu wmachen und ihn eine gendtlich heitere Soeite abzu- gewinnen. Seine Teine Beobachtungsgabe und seine poetischen Gestaltungs. kraft spricht aus einer 1angen Relhe grösserer und kleinerer Dichtungen, die zeist hunoristischer Art sind, aber auch gelegentlich ernete Tdne nit Gllck ansohlagen. Seine dranatischen Vereuche- Die kurnitdeekaltsung (87), De Stammtiseh(89), Datterlen in Olnp(94 veteen attunter oin packendos B114 auf, aber oin herforragender Kert komnt ihnen nicht au. seine Bedeutung beruht auf den, 901 ¼ 1888 in vier Bundehen erechienenen Gediehten: 411 erhand Späss und auf der in Jahre 1895 vertffentliehten Sannlung Schvarsbrot. Hier uie 42 finden alch rocht vohl geratene 4 er- ie aie Wens ler aeren pialskAdiehter nind — 1- auoh doine Gediohte fasat durchaus nuf einen zernwitz gestellt. Seine Ohrache 1e vlo toltsee wehr 3alondialekt als elgentliche undart, Dehnan 1e deyann. wir worn i1n Holdelberge kreus- un 1verzveroch Haue e dochloas gesen le un des gronne Taut; ir norn Barz er ook vun de so oene Lleok, Have sti 1 gesunge uf de 0h1 ssterals, lir huue fel begesse., Hlinern e gesesse, Bis der allarletzte ug nach Larns tadt as; er sein viddn do, Un- 1eh din roont frah e is doo nkiena schenna w1 del aan! Das Sanze de icht ist noohdeutsch godacht. vun der scheene Vleck“ vür- de die undart dei einer Stadt nie reden, tinig 1at auch„,einen Iar-- sthdter Freunden undekannt und 2oll nehrstirr,ig dedeuten, was nicht in den ythaus gerasst hätte. Es hetest niocht gegesee sondern gesse, nicht gesesee scondern gesotze. Kan 1at Ean Praeteritu aber auch 1 giseh falsch und lediglich den Reim zuliebe gebraucht für ging. PDo und froh i8t unreiner Rein, denn das o in do iet offen, das in froh goohlongen. Die chreibung ist irreführend; es güsste stehen: deidelberch, hauwe, salerletzde Zuch n Son,- Bezerkenswert iet noch, dass sein und sin zienlich gleichberechtigt nebenoinander herlaufen; sein vird in den un- toren Sohichten, die zeiet däuerlicher Herkunft sind, gebraucht, oin von den reinen Städtern.. Sein 3prachschats iet, unter fast gänslichen Versicht auf das eigentlich nundartliche, gansz hochdeutsech und reichlich von Fread- vörtern durchsetst. Dazu überschreitet er die Grensen der Dialektdich- tung fortgesetst, vie zum Beispi el in den unendlich langen Gedteht von der Schlacht del 121117. daeh nur aun einzelnen trophen der Mndart angenes sen i18t. Trotsden dat er zr. Niedersal ale der deuste bialekt- dichter Darna tad ta au gelten, obvehl 1nn in der Zehandlung der undart „116 Gbertroffen. In soinen hoohdeutsohen dodtehten komt er nirsenda Gber den Ten 51n60 gewandten ToaAiontore hinaue. o oinor uns eu 10 5 nundar tl iehen lpriker a11 “ -—52- Slard Briegleb. der 1822 zu Hopfzannsfeld im Vogelberg geboren i6t und 1904 als Pfarrer in worns starb. diner slrachlichen Untersuchm e nal- ton seine Gediohte aber kaun atand, den wuas er bringt, das iest eister lderbaspt nicht nehr undart zu nenwen,. YUr schreibt höchstens einen Dialokt, wie ih ein akade 1ach geshnlter ann apricht, de as Verenii- dern racht, Slon bein nachalitticlloher Kaffee gebildet in der indart en“ rünlten. Aber ohne die udart Gunz au beherr onen, A11e lnden ezr den he liken de: t de: Diale en ind bei in zanlzelcn vertre- e St er beispielneise: ten, oOft in eine, einzi gen Gediont. 30 9 Die 2 bäalzer Luft. An Rhei, a Rhei do ese gut sei, Der 211 l Lob erklinge.- s gibt Lierer dort un Lieb un 11 Un Leit, wu frehlich singe; Die Leit hnenn chneid, de Iei hot Duft, Doe s kumnt halt vnn de Pslzer Luft. An Rhei do gilte nit freien Vort Jed Ding bein Kame nenne, Un 8011t m'r aa sich inkerfort Drol s Naul verbrenne; & Kann, o Nann, e Schuft e Schuft— So stickts halt en de Pälzer Luft. Am Rheil do haasste: enuff zor Heh xit 1eichtem Sinn vie Geuse, Un norr bei Leib net rickvärts geh Dn norr de 2eit net brorse 4 Nas welk ess, des russ en die Gruft- So atkts stickte he]t en de Pälser Luft. Am Rhei, am Rhol die Leit sein echt. Di alte wie die dunge, 2 ese d'r halt 8 ganz Geschlecht 3 Vun rechte Geist dorchdrunge; De Freiheit Geischt nit sarten Duft, Der weht dorch unser Pälser Luft. Un werr befinn uns, Gott 8 Denk, Gar vuhl enn'r dostennigz 35 3 erhält uns levuenelank vorr ung Herg levennigz b 5. 22 r0 51nn die an 410 larats Vedanken 8 F de Pälser Iufe,. Un drun ufr 31105, was„116t de frehe rheinach e Leue: Aiet. der„Aufx 4 rälser. - 53- ns ist leicht zu ersehen, dase auch Briegleb in dern Gl1auben 1ebt, die Lautforn mache die Mundart. Satzbau und ortstellung beachtet er oft, oder gar neist überhaupt nicht und von nundartlichen Penken 1st keine Rede. r bildet, weny er it der Vere nicht auekornt, den Infinitiv opne zu(Strophe 2, Vers 8), holt sich Vorschlagssilben aus der Hoch- deutschen wie erhilt,(Strophe 5, Vers 3) erxlinge(Strophe 1, Vers 2) erblüht(Otrophe 6„ Vers 1); 5ndert auch die Laute und chreibt ganz falsch 1edenslank. örter, die die u dart nicht kennt, gibts im Ueber- fluss: inwerfort(Str. 2) sor Höhn,(Str. 3) 8statt uff die Heh, Gense (Str. 3) Gruft(Str. 3) Geschlecht(str. 4) dorchdrunge(Otr, 4) befinden (Str. 5) vivat(Str. 6). Dase er den Genotiv verwendet ist beinahe selbstverständlich- De Freiheit Geischt.(Str. 4), wobei auch Geiat in diesen Sinne gar nicht mundartlich ist. Auch Pe heitre Sinn“ ist eine zwitterdindung„ und uEit l1eichtem Sinn“(Str. 5& 3.) Dabel hat er sprachlich keine grossen Fortschrifte gemecht. Die- selben Verstösse findet wan in all seinen Gedichtbänden, von denen der ersto ies Mingt am Rhei* 1886 erschien. Im Jahre 1896 Tolgte die hochd eutsche Samlung. Vivat der Vogelsberg“, 1899 TInke am Rhoil 12 gut 6 mit dem 1nhang:"woi- 2 schdeierlieder-(z.instoner11 4er). 3 4ber er hat doch auch oine Ansahl doedichte. in denen 412 ndart oinwandfrel viedergegeben 18t. doistens aind on naturlioh 41. vo er„ sich it den roalen Volksleben beschäftigt, also auch goiatis inner- halb der Grensen pleint. die der zundart nun oinmal gesogen a1na.. golingen Ihn dann Bilder von&wnhniheeEint F1as* und 1denais roiohor Tule. da finden vir dei na. 4 ³ over! 33 4⸗ unNeen und dtun tor 6ut er or⸗: fraohrbanen, 1odenerawn: — 54 sse ninax wider den Geiet der undar“ verstorsen. Rein künstlerisch be- trachtet, verraten neine Verse aber ein starkes reinfrohes Talent, das hin und wieder auch einen ern ten toff zu gestalten vernag. gine besondere Stellug unter den Lyrikern in Hessen nient zein- rien Naurann ein, ein einfacher ch 1 er Bouers ann, der 1856 in Janz- vaugen dei Lohre geboren iet. ie die ale hervoerragende Dialektd ichter Seso ätzten Pf l1zer, der lörsrer.11 el-., Neber(1874) und der Stations- TerNnIter hi1. Inst kiefer(1869) ist er Earz in der Stidle und ohne ede gelenrte Anregung zun Pichtar gereift. eine erste anlung hat Karl Gerck 1886 veröffentlicht und seitden sind fünf weltere Bände Ge- schichten und Gedichte von ihm erschienen. Er bedient sioh, als treuer Schüler der Klassiker, vorwiegend der hochdeutechen Sprache, hat aber auch eine Reihe beachtenswerter Gedichte in hinterlüunder undart go- schrieben. Und da ist es nun seltsan, dass er ebenso unter nochdeuts chen ginfluss gteht, wie die geisten anderen Dialektdichter, ja dase sich ☛l belspielveise qas Praoteritun vIel hufiger einstollt, als bei ihnen. Auch die Satzfügung 1ehfnt sich eng ans Hochd eutsche an, wird unter den Binfluss dos de1223 gogar hin und wieder bedenklich ungebogen. Dagégen achtet er sehr genau auf 41° richtige Lautgestaltuns, 18: a190 vie die meisten andoren nialektdiohter der reimmns. dasa 210. 485 Tiatie-n, der vundar t vare. V11 dedeutonder ale er, iat der trim„oIlndste doors Tolek, aer sieh vor allen aber ale hervorragender Förderer des Tolkabilaungenesene be annt genacht hat. X warde am 26. Apri. 1862 in tirohdronbaeh Sebo- ren, wirkte dann als Lonrer in Offendach, vo ler 1904 46 Mein-zainis schen vorbana füùr Vvolksbilduns grunaete. den„1nite Jehre apäter das v dandathoator 44* erstos soiner irt 1n pnoehä 8183o. u1t 114,n,iat Fuohs bonsinoan riat en 41. 1n nuee nann ins 1*den. 9n. auch nicht über seine Bauern ninaus. un sioh in ein besseres Light zu rülcken, er bleibt mitten unter ihnen, bleibt durchaus naiv, vahrhaft und schlicht, und wann er lacht, dann ist es gevöhnlich nicht un einen landlufigen Vits sondern aus der schalkhaften Aeisheit eines tiefen Gecdtes. So steht er nah bei Hebel, der 1hn der unarreichte keieter der Dialektdichtung var Ihr nachzueifern verimchte er nicht nur in dam vahren und echten hinkender Doten, den ar wie vordean Theodor Bindena 1d einige Jahre geleitet hat. Fr e¹Terte ihn auchn nneh in den Bestreben, nur das in Tort und vers zu fornen, was çanz aus sftdax tan esseele fl1ose, 80 kam er dazu, und ein 1ehrhafter Zug unterstütste Ihn darin, die alte gute volksweisheit zu samneln und als spruohgediohte an seiner hoimatlichen tundart vorzutragen. Auch in soinen eigenen Gedichten nat er gevissenhaft den Charakter und die Sprache des Odenwa14 s naohge- bildet. Schon gleich aein orates Buch, die 1889 oerschtenenen Gedichte in odenwslder sundart, zelgen oine eretaunliche Sioherheit der For. die offenbar an den besten Vorbildern geschult war, und auch eine über- Teschende delkufigkeit in der Beherrschung des Dialektes. 1891 folgte Bergluft, neue Gedichte, 416 elne gesteiger te Sioharhoit ne1Gen. I 4 1a hes Sohr- 1en er us einon xlainen ammdohan 3 8 0 dae Loden 4 undoengt dahinfliesst. Dort heisst sie Rübezahl oder 7111 ulenspiegel. Kanspar oder Hanssuret; hier heisst a18 Schuster von Sschelnbach. Seine Gedichtsannlung Ssunndag un Teerdag, die 1896 erschien, 18t seine beste und beschliesst seill poetisches Schafren. Als Prode seiner Kungst diene dus Gedioht: Klane in er. Dbie in er, die aurle vor Helrgott, von Hi mel. Der hot dert irone 86 goar grouss 661 me1 von 1aurer scu klane, sou liewe ngel. Die sein dort ouhne kcut un ungel. Un w 111 unser Herrgott zuaa ensche beglilcke, Soc duhr er sou ase uff die kro schicke; Do kinmtse dann diwer Foacht geschwind, Do heuwe die Leit sou e ngelskind.- Neitschierig bin ich dei ahn gewehe Un freg, was's dann deham hitt gesehe Un vies' in R4 e1 drowe wär gange (und streichel'm debei recht soart die Nange.) Ich was not, hot mich das Ding verstanne; 2 s guckt mich ou un schläft sou anne. s hot nix verroye; 1ch hedb nix erfohnn. Do heuv ich gewart, un noch o poar Johrn, Do vollt 1che von neliche wirrer wHiese, (Ien doun os dätschle un drüoke un kls 8); *„8 hot nich kwwer aach nix gebatt: *8 hot sochnon alles vergense gehatt. Die undart kom t hier nicht ganz rein zur Darstellung. Statt vom ndsste es vur heissen. ängel konmnt in der lebendigen Rede kaum einnal vor. 1 sldloken 1at hochd eutsch empfund en; d10„ohto: undart sagt EIrl1eh na- chen. Tange iet nochdeutseh für das 41alektiaohe Baoken und etonfalle um des Soimos wil1 en benutst. Auch sons t rindet sich Sier und 4a oin vort, das der elgentlichen nndart frend ist, i tunter auoh ein Abatrao- tum, das die Rundart gewöhnlich mit einem Sanzsen dats umsohreidt. Aber dae verschwindot fast neden dem vielen guten, unal er aueh ine ganze Anzahl ülterer Körter und Formen dewahrt hat, wie 80sotne füur.0,9es. das Edungs- 1 des vei bliehen ris,nschaftawortoe und anderes nehr. Mit volek iat dor letato munfartliehe Igriker Lossans au Drade gegangen, der wirkaäieh oin Miahter wr. U-57- Un die Jahrhundertnende. Gegen unde dee 19. Jahrhundorts natte die nundartliche Lyrik el- ne Blüte erlebt, wie kaun vorhner, aber dann sank sie rasch herab und an- Stelle des Lyriechen Iichters tritt der Spassnacher, der Philieter, der seine Vereinsfeste uit kundartlichen Gedichten preist und sich 11 eber den Kopf abreisst als einen itz verbeisst. Rur hnin und ieder kornen noch ein paar 1yrische Töne, nur selten ein uirslicher Hunorist. d11heln Kanineki, der 1857 in Pfungstadt geboren ist, und ale Kaufmann in Darmetadt l1ebt, veröffentlichte 1892 unter dem 71 te1 Spusze un Bosse eine Gedichtsarmlung in Ffungs tädter und Darrstädter xundart, denen in nichsten Jahre bereite ein zweites Bändchen folgte. Er ohreibt darin un bekannte"itse eine Anzahl oft falsch betonter Reine, die ganz wertlos annd. Auch die xundart iet oft afark sohlirm verstünmelt. reimt Quettöhe auf nett-che, und versündigt sich auch sonst fortgosetat wider den DHialekt, der ihm nur ein virksames 8tilmi ttel sein 8011. um die Dirftigkeit seinen 1i1tzes zu verhüllen. ait woit wehr urepriinglichem ralent vosant 846 der„iosbadanar Buehhändler Eranz— 1192-1914). adar auoh er Sns: 41b u. - 58- vurf, ort und Gedanken mit innigster rpfindung zu einer völlig geseh Schlossenen linheit. Leider sind seine(Gedichte nicht gesaxnelt erschie- nen. ainige enthält dae von(11 h el Schoof herausgegebene Hesstsche Dichterbuoch. Rudolf Dietz, der 1863 zu Faurod in Fansau geboren 1st, und als enoer in 18sbaden 1ebt, iet 1n Jahre 190 nit den ersten Bändchen 61- ner Sedichte, RNix vor ungut, an die Ceffentlichkeit getreten. Seitden Ne: er unverdrosgen u. itergereit und in z1e lich rascher Fclge finf* Neitere Pinde CIgen 1lassen. ia sind de- ers ten in der all der toffe und in der Behandlune der Sprache ztanlich ähnlich, aber noch unbes org- ter zurechtgenscht. Bine äusserliche Forngewandtheit geht ihnen nicht ad, aber poetisch und sprachlich aind ale günzlich wertlos. 3 vin ansprechendes Bändchen recht netter Verse in frankfurter und- art drachte Adolf völkers unter den 21 tel Brocke un Krimrele heraus. (1903) itzige Plauderxunst und lyrisches Gefülhl gehen ihn nicht ab, aber die undart kKkomnt nicht im er rein. dinse der hübschesten Gedichte des Bandes ist, Dos 1etzte Resil,(S. 18) aber auch os enthält hochdent- sche endungen. Stwa gleichzeitig sannel te Cekar erhardt seine Ge- dichte in Frankfurter kxundart, denen bald eine aueite Hdeihe fox 85. Auf den Spuf en Friedrich? Stoltzes anaer. Folingt ihn ranohes hbache und bescndere, aber dichterische offenbarungan sibt er nioht. 4 In der Art von R. Diets dichtet Josef 11*1874 in ina!, Ir gibt in allbekannten Schwänken nichts anderes, als übertragenee Schriftdeutsch. Boch tiefor steht der zainser Raz Höler Mt seiner Samm. lung rheinischer Huxoresken, die nur 1214er 16u⸗ Aind. Mno wirkliohe Bogadung 19 ½ 1 a. 1.], der seine 1n 4or Sugsna- Frankforder, un oiniges vernahrs wondeten 11 te1 Kraut un Rieue 19G6 non Sapfinden, und— 4400 1e1882 in Frankfuart ediohtonar von ome alae Nen von Adolf Stoltse ver- . Ir 15: ronathdter in 2i- a41 roS ,arlokaa. dase er die Grennn aeh 1n Vortsohats ubersehreitet. -— 09— Ganz reine undartliche Gedichte gelinger ihn nur da, woz er in Be- trachtung verveilt. Sonst verwendet er statt des Dialextes die Ungangs- sprache, entgleitet aber rocht häufig in die ochrifteprache. In der Sanzen 128 Seiten unfnesenden Bond, habe ich nur ganz wenige Gedichte Sefunden, die chne Anleihe dei der Hoche euts chen augkonmnen. In übrigen very endet er runis den Genetiv, das praeteritun, a scguar dess Part1 21- plur., Augenrei e ind ungenein häufig, ebenso börter, dte der dundart elSentlich fre d sind. Die ernsten Gedichte, denen er eine bescndere Betrachtung über die Berechtigung der u dart zu ernster Pcesie vorana Stellt, sind durchaus hochd euts oh enpfurden; sie können chne jede Sohuieriskeit inse Schriftdeutsche bertragen werden. A18 Be1epiel ge Ahnung dienen: A1de Präume kehre widder, Alde Rätsel wern mer klar, Siese, 1ängstverschtunmte Lidder Locke widder vunnerbar. Un erlöst von alle Sünde Fiehl ich de ersehnte kuss- Ob'’s der Dod is, der die eel mer Heiligt, eh ich sohderwe use? Seine 1916 erschi enene Unscheniertedediochtoher von ene alde Frankforder, die schon in dritter Auflage vorliegen, zeigen dieeelbe Stürke der dich- teriechen Darstellung und dieselben Lingel in der Behandlung der undart Bin recht ureprüngliches Talent 1et in Grota Biekelhaupt an Terk, die an 6. Mrs 1865 in Erbach 1.0. geboren ist und dort ale Vora stoberin oiner höheren ädchens chule lebt. 8ie hat eine f1 01 e81 g, 1eb- hefte Darstellungsgabe, einen guten, fest zupackenden Humor und ver- steht it behagli cher Ruhe zu ersählen, Inr orster Gediohtband, Rege un Sunneschoi(1906) erweokte trotswancher SohsAchen einige Hoffuungen, aber 1eider rinnon ihr die Vorae au leicht und undesennen aus der Feder, und auch ihre Ersühlungen, die oft recht artig erfunden oind, komen su flink aufe Papier, Zudemn hat le keine andore AUdieht ale zu unter- balten, oin paar Sohuünke und Sohnurr en su eralhlen, vie le uberall 70- und neues, erlebtes und erlauschtes zusanmen und ist zufrieden, wenn denand seinen Spass daran hat. Sinns aa nit 1auder neile Sache, Kinmt wanch e alt bekanndes B1i1d— Bring 1% Sich nor enel zun Lache Sou 1s der Buch 86l Zueck erfilllt. So sinst sie in der, wie an sieht, vollig hochdeutsch enpfurdenen und- art, und du ist es denn aein dunder, venn sich in ihren Verben nichts lbterarisch wertvolles findet. l1 erdinge gelingt ihr itunter ein echt volkstünliocner en und nanchnal kont es auch vor, dass sie eine ganz in ston geschlessene, bildhafte kizze schreibt, aber das ist ihr dann nicht genug und flugs hungt sie ihr eine recht feiste loral an,. Las Don- ken, Fühlen und Preiben dos Volkee hat sie recht gut beobachtet, doch fehlt ihr die starke dichterieche Eraft, es in wurzelechten Gestalten überzeugend darzustellen. Las tritt in ihren Sarmelband, Aus en Oude- waAàd(8) in Ernscht und Schers(14) zutag und findet aich auch in dem anspruchslosen Volksstück. DHe gehaalte Geschwister, in qer eine recht dünne Handlung inmerhin Gelegenheit gibt, ein paar guth gesehene Volks- Lypen vorsuführen. Die historische Fürbung ist allerd inge völlig isn- lungen. Sprachlich ist sie mit grösster voraieht zu betrachten, denn 8ie bringt nicht nur oine Nenge öungat abgestorbener Silben. 2ie verwen- det nicht nur das Praeteri tum und drauocht nioht nur artfremde Sörter, vie Iadenbesitzer, verursachen, vorhehlen, sondern schreibt oft das schl 1ste Sehriftdeutsch. So steht in Cudewäller Leit eetat pletslieh Daawind ol“(Seite 1). Die zu äwener Srd goeläügene Nohnunge“(Selte 2). „lit Roche vorsehe“(801 te 2).»Greift ar sun(801 te 3). 1e venig sie aber lberhaupt die Xundart deherrscht, deweiat, dans ale in den körtervoersei chnee Betsel m t Perrüeko lbersetst; on dedeutet aber„ohen 1 im Parzival Taubo und iat in d1 sen Binne woit vorbroeitot. AMner der venigen, der 44* urwülchs igen Huxor deiner Hoinat n18 sartostom 1yrisehen Toinainn und tarker doestaltungakraft nugleich ver- -21- Palatinus sein Pälzer Porträh-Albun“ veröffentlichte. 41s echter Sohn der Pfalz, er i1s: in Offenbach bei Landau an 6. Oktober 1851 geboren und lebt ale OCberregierungsrat a. D. in Giensen, hat er die ganze übersch eng l1che Fülle seiner rheinischen Heiat, aber er hat auch die echlichte Diefe des Gefünls und den Hang au grüblerischer zinsaukeit, wie nan ihn in seinen rebengrünen Hlhellande nicht 8delten findet. Der Grund zug 8e1 nes esens aber iat veltfröhnliche Beschanlichkeit: Hinner ursrer Garteneck Uf der Bän che in dor RFck Zuische trauch und PIunke S1itz ich stundelang 2ne2 Un 1oss so spaziere Sehln AllerC Gedanke. 4 Le Un d die Gedanken sind wanchnal trüb und schwer, ie in den tiefenpfun- denen Nachs tück, in dern sich Vorwurf, Sprache und Beseelung zu einer* wundervoll geschlossenen Sinheit verdichtet. Die Jaocht is rabeschwarz un 8sti11, Iech weese nit, was ich denk un w111,— S' 1s ner so bang, e'trelbt ich enaus, For fort, nor fort vun Bof un Haus Durch leere Gasse, dunkle Neg 83 fort bie an de Aühlesteg, Do ruft mich's hi(n), 20 dunpf un wild., Sie's drunne gurgelt, sch“ilit un quilit. 1s spritsat zu wer ruf, w10 wanns mich recht it nasae Finger greike nöcht— Ioh ateh und Steh un guck enei(n) ro wird meil(n) Sohats begrave 31(nh Do an dem Geländer hot wer g'funne Ihrn Hut, un rings drum'rumgebume 83 welke. en verrisse'ne Krans- 0 8t1111 Jor ich versteh“e zo ganst Un weese aach, was ſetst Jacht for Nacht Do drunne rurt, do drunne wacht,. vas nooch mer greift mit Totehäna. .-0 Gott, 0 gott, wann ninmt*.* nd?- Das iet gans reine Lyrik, un2 venn aioh euen ein paar nochdeuta che For- wen oinstellen, vie: ruft. gargot. Guialt, 50 darf man das donon ont- sohuldigen, voia os sich nur un 1 ntlioh, Tor,sh1svangen handelt. Aueh d10 andoren dediehte ern ter 1n ntenen noiat ant dieser Hüöhe, die epase- - 72- sind os alte ohwiinke, die zwar recht annutig und versflliglich vorgetra- sen werden, ait der pfalz aber in keiner näheren Beziehung stehen. Beben seinen Schöpfungen ng"an die postischen Verfuche des rrhelner Hauptlehrere A. G6ller kaun nenen, denn sie sind bei àler Runor nur offenbarer Lilettantie ue. eder Kecke, Sunndags kinner nech die Sunmlung, Aus em wannener oschtkriegel können irgendwelchen Anspruch auf poetischen ert erheben. Unterden Uebertragungen aus Fritz Reuters Gealchten findet sich dagegen hir urd wieier ein gelungenes Stiick. buch die Verse des nannheiner Bankbeanten Herann aldeck goe- hören in die Reihe der Vereinslieder, die bei 4nneren Festlichkeiten inren Zwecx sicherlich erfllll en, aber weder s prachlich noch poetisch do- achtensvert sind. -23-. Huworisten und Spassuacher. Grosse Huxcristen sucht ran in der heutigen undartlichen’ Lite- rstur vergebens; die zeit ist der stlllen Beschaulichkeit, ohne die eine bu eristische Betrachtung der"elt nun einnal unnöglich ist, nicht be- senders Sinstig. Den das ik 1a eber daf hpestirrende des Huxors, dass er ist und xeine NMesse Spass acherei. Dos ist aber in der Lialentä!chtung unserer sge fast durcherngig der 11. Der 1ta ist nicht zehr durch das Geuüt bestinnt, scondern duroh den Kopf, anron d1 Ueberlegung; er i1et intel1% tuell statt herslich. Die einzige Ausnahne V ist vielletcht Lina Somner, aver Aw 1s RfRARewin, wonn vie oneh em Cor Sergstroesas-chmt. Irwerhin findet nan eine Relhe von Zwischenstufen, von denen die karnevalistische5 durchschnittlich an höchsten zu werten 4, 189. Das seltsauste zundartliche werk, das nir ſe begegnet 18t, stact von ders Schwälwer Lehrer Johann deinrich Schwalm, der 1864 zu Seigertshausen geboren iast und zuerst zit oeinigen nochdeutschen Gedieh- ten in hossisechen Dichterbuch von 1901 an die Oeffentliohkeit trat. 11 seinen Jonker Rooue, einem pos in stides 821. Julius volfe. das 1513 erschien, bringt er nämlich den mundartlichen dort auf der dinen 391 80. den hochdeutschen auf dor anderen. Trotzdem 18t dein Satsbaun oft recht dunkel. klingt ee Lied aus alde daz Däi Gruss em Nald d'm 2... 3 ( klingt ein Lied aue alten Tagen Den Gruss i ralde dem 41...) “ korah un Maar. 0 Stüunn genge 3 Zeseho... 4 Sohalmtsl 7 1 1 h 4 A 5 Storne ihn gldekr 56.) 88 1ns al sr Das 10t boldos 4 -74 6 1 8s8ig eind wie: Lieweevollbringe, aaldhocnfrohlocke, Lievensdot u. a. die wie ein Paustschlag wirken. Das Praeteritun ist gang und gäbe, das li lfzeitvort fàllt aus, der Jatsbau nird ganz den Vers und Rein ange- Paest. Da ist ee nur ein geringer Drost, dass die Lautgestalt getreu und alt Sgrosser Soergfalt gevanrt uns bezeichnet i8t. Viel deesser ververdet Sohveln, der unter der itel Schaäl er ees anch eine SPrichvörterenrnr lurg bersusgegeben hat, seine hei atliche undart in seinen nochdeutschen Schrs ften, Cus SWl1ervotersoch ppelkiet und rall1sppelu un Tusreizer,(heide 18517) in denen er ernste und heitere Geschichten aus vergangenen Dagen erz nlt. Geneingar it seinen wei Janre Jüngeren Freund und Landswann, dan Lehrer Johann Heinrich Krang, hat er 1904 sinen Buand lustiger dediohte veröffentlicht: Kreisschwerneng Spass nuss seng, den 1911 ein zueiter Band folste. Beide achen keigen anderen Sindruck, als der Junker Hoose, bringen auch viel Al1erwelt4- schwimke, aber ste enthalten eine dl le von Rédensarten und Formeln, die 1c- zu- dell noch aus der niederdeutsoh beeinfluessten zeit erhalten ha- bet. Von den dblichen Fehlern in der undart adgesehen, ist os die ein- zige Sarrlung von Sochwälker Gediohten, die einigernassen zuver ll Issig 12t und einen gesunden Humor offenbart. 1t den beiden Sohwklwern hat der vornsar Rud olf 1eiers. der vie die neisten rheiniechen Dialektdichter dureh den Tarneval sur mnd- artlichen Dichtung gokxornnen iet, sehr VI11 Aehnlichxsit und di1 geht ao woit, dass zuweilen dieeelben Sohnurren behandelt aind. Anch 2. 2: fin- den sich 71l:5lti8e Boziehungen. Auch viei S1tAc man an, e Are Viohzahlung. D1 Laffoetass, d1 6 vormser Fras. Im Homd und andere, aber vie Hoilgers 91 der hessischen Mgenars anpasat und 21 8 1 graziöser und 11edenewürdi ger Sehaleit vortrast. das 1at durchaus ankst Afsfündig elbetändig. p1⸗ wundart 164 410 der Stadt vorm. S und atädtisch iet denn auch der 9lat. ader er 51618: im Gegensats szu eee Lost in 4en ranaen, 41⸗ or ialen ühn lohr. Auoch eini- handaung iet ri11 - 75- Strack in Giessen, die 1 Jahre 1911 in den Giessener Fanilienblät ern, die 1ch dauale tei tate, zwei Gedichte 1n oberhessischer undart verög- fentlichte: Vou nau oh werd die Zelring gehaale(s. 276) und Die Urklä- runs(S. 324). In deiden behandelt sie z e1 Selbsterfundene Schwinke 1t unleugburen Geschick und grosser nirachl ichar Treuo. In die grüne Pfalz 1 t 1pren duftenden ingerten und 1hren 1au- schigen„tesenthälern filhrt und Lina Wo er, dle 1867 in Speyer geboren ist und ihnren Sitwensitz in einneln an der Bergetrasse nufbeschlagen nat. Zie int heute unsere bedautenote Dialektd ioh verin und lbertrifft an irme des Gefiihls und Sicherheit des Ausdrucks auch die neinsten ihrer Brüder in Apol1. In ganz Deutschland heaute geschätst und beliebt, ist 8sie zuenst durch ihre gundartlichen Seiträge in den FIiegenden Blättern bekannt geworden, die sie in Laufe der Jahre zu einer ganzen Seihe von Bendchen vereinigt hat. Hier schildort sie teils nit gesunden, offenen Huuor, tellse ernsthaft i1hr heiisches Land ait seinen arbeita- sanen, lebenslus tigen enschen, erzhlt Sie allerhand Schnurren von selt- sanen Käuzen, kleine Gesohichten von Lenschen, die einsan sind 1- Leben, von alten hutreligen autterchen und feisten Bauernkindern, an liebsten aber ersählt sie von alten peschetdenen Jüungferohen, die in ihren alte- wodischen Zenssohuhen scheu dber die onge Oasse des verschlafenoen B1 e- derrsieretädtohens trippeln. Im Voriwvergehe. Bin heit dorch die Gass geschl endert In e Städohe, kläk un Jalt,- Do kummt sierlioh un nanieriioh So o schächtigi Geatalt.— 18 Gesiohtl Si eere da vun Looked Un so gut, 9o lieb, ao sart,-, 30 foini, so ο ra1ni. So e gans ipart Art,.. 1 e⸗ ka Ses ,8,-8. beher F 5.zterres 3,145·2189387 5.. alt un sohepp. Dn 0 Bnets4:— 422, biien. 8 or arm. 1 1,2,3 zndare Iunt 8 tef — 75- Arnes, 1iewes, feines Altche, Hab ich schti¹ll dei nir gedenkt, Dir aa hot gewiss des L.ewe Nix ereschbpart un nix geschenkt' Gern hatt ich e Nörtel geschbroche pooh es is er nit geglfickt,- Leis nor,- in Voriw. ergehe-, Hlab ich die scheal dand gedriiockt. 4 Das i8t retzende Poesie, aber es itt kein Dialekt, Schon gleich der An- fang ist falson, Die zundart lset nie das ersönliche Fürwort sus. Statt in na nuss 6s m 0 heissen, denn Lier tai“t Assisilation oin in 4 der dart. tatt geige chun zuss es Zeichsohuhn heissen, bei geflicktes ist die ndung unrichtig. antill ist falsch betent. Trotz der offenbare K5rnut, ist rein hochdeutech, ebenso ausgeprägter Charze, und geschbpobho. In dem dritten Vers der dritten Strophe iat die syntax vergevaltigt;. lisste neissen: dir hot aa. Die 1atzte 2a11 a lauten: Hab ich ihr die dand gedriülckt, weil die dundart bei Personen den besitsanzeigenden Dativ nie auslässt. Von ihrer behnutsamen, beechaulich-11 benswilrdtgen Art hat sie sich Je 1änger je zehr 1 mer stärker abziehnen lassen und sich irmer mehr in don Pienst bloeser Spasenacherei gestellt. So tritt dem in ihren neues inen kernnita herum, und IMast 510 auen 18 iusdruak I-war nr Senan. 8 vorlangt 8 4 Voranase: cder Reim, dann vorgewaltigt ale auch 410 lars- 5* liche satsfugung, lMset aie undesergt. das Hilfasoitvors kort, naer 810 Lor ieipis Tronotruktiones und Sohaoht No mer die Arepp 2 10 dn- dase die.. en, die Souns 61 8 Melee aton Büchern noben den Guten, Bodenstängigen das Frewdoe. Sexüns tolt, undartliche inger atärker hervor, 840 erunlt ingo. 410 nit den ia jekt nicht aas goringate zu tun naben. 81 sohroibt 118 nar nooh n. eoines der stärksten und urvüchsigeten Talente, wie ich das schon ein- gangs dotont hade. ie feest sie in Leben steht nag das folgende Gediont beveleen: Sohbrüchelcher. vun e Lied uf de Lippe, Un° schtrei sel an Rut, do gehescht de in Lewe Gar 1eioht, un gar But. Un schteht aa kK3k Lachs Un kü Hecht uf dein Disch, Der Häring wiäncht,— der eshört Jo aa zu de Fisch Laaf baarfuse un peif d'r E Liedche desu,— Dann vertreibseht d'r die 3orge, 8 Un- achbarscht aa die Schuh!;. Heben ihren nundartlichen Btlchern nat aie auch einige Kinderbilcher ver- öffentläicht und Aus Briefen oiner einsanen königin“, in denen„10 Car- men 811va ein schönes Denkaal errichtet hat. In diesen Jahren traten auch einigen Hassaner wit zundartlichen Gedichten an die Ceffentlichkeit, iTheln Römer, Lina orgt, 6. Kraxer. H. Docog. C. Klein und Th. Jacoh, die eine Besproohung nioht lhnen. 8 Auch die 60diohte in Cemaaer ndor:, a³n k.E. E11. dar 24 aueh in * 4 8— 3 zarthe eahsnher 410 21 Inrana 40⸗ 1r1.g 8 -78- vor allen in Ausrufen und Frasen. Inha ltlich iet dagegen wanches recht. nübsch, vor allen das Arohnen von den vorwitzigen und naseweisen msel- chen. In 1nom Bändohen Kriegegediohte: Die blinde Hosse, das 1916 er- schien und bereite im nächsten Jahre in sweiter Auflage herauskam, hat F Friedrich Lang vodeutsane Breignisse des reldauges in dargstädter-undar zu schildern versucht. seine veree sind flott und Frisah und verraten oinen etarken Sinn für hershafte Rhytwus. aber sle dind- natürlicher- weise- ausohliesslich hochdeutson erpfunden. 80 finden sich denn aueh auf jeier Seite falsche, der lebendigen undart frende örter, schrift- deutsche Verbalforgen, und sogar rein nochdeutsche Pornen ie Frau, Operzins, Knechts-Vasalle begegnen uns. Ein paar kleine Stimgungsbilder hat J. Strauss unter den 21 te1 „Der Brickegickel“ in frankfurter zundart veröffentlicht. In der lundart von Offenbach haben sich Luduig Lautz und Karl RaupP versucht. 31e ga- den ein dünnes Heftohen“ aanhinkel“ heraus, das flinf ersählende Gedichte enthält, in denen a1e oin paar Erinnerungen und oinige Vitse sun bosten geben. Die Verse sind nicht chne Huwor, aber durchaus in Papierdialekt verfasst. Ste eind ebenso belanglce vie die Verse von Luise 41° 1918 ein paar dedicohte als Iriegsa, dn, horausgeseben hat. Reoht beaohtenswert sind aie mumoristischen 0odiahto. 41⁴ 1219. rich Endere unter dem Jawen Fraa Hannébandel golegentlich in darnathdter B1ättern voröffontliohs. Eine B1dtenlese aus der Darmathdter Fastnachta- zei tung orschien unter dem 11 tel: Aue Rand und Band. Sehr V11 denerNane. wertoes enthäls auch die Kainger ee. di1e seit 1202 ro* schoeint.“ 8 Auf oinige andere plonser, 414 u0n m441135 I weröffont- lieht nadon, vira in den 1el0-ane 1a5,⸗ 1033"1nnnSsDen 521mn. do haben wir denn gesehen, dass den strengen winssenschaftlich Ansprüchen uan die nundartltohe Literatur nur wenige der hier reranzuzie venden Dichtter enteprechen, dase vielnenr durchaus die falsche Nelnurg nerrecht, dae weegentliche der Dialektes 8ei die Lautgentalt, vir werden festetellen wilssen, dase es beil den erziblenden erken und bei den DPra- obeneso 1et, und daese nicht einnl der vielgepriesene Datterich in. er und überall eine rühnenswerte Ausnanse ent. .80- Die zundartlioche rsählung. Die ersten Spuren einer 18terariechen Vverwendung der hessischen undurten in prosaiacher Darstellung Begesnen vir bei Frasans Alberus, der aber nur einzelne lörter und Vortfornen verwendert hat. Ganze Ge- sprüchsteile brinst dann Grinrelsghausen, Erasus Alberue(1500-1553]) ist der erete gewesen, der seiner heirischen zundart eine gewisse Art von uissenschauftl icher lalentung schenkte, und in seinen Schriften ein starkes Meiratsgefühl bekundet. ur war als Sohn eines Schulmneisters zu Sprendlingen in der Dreieich geboren, wurde in Midda erzogen, war dann Lehrer in Oberursel, Pfarrer in Stsden und vieleh anderen Orten und starb als Generalsuperintendent zu Neubrandenburg. Duroh die Kömsdien des Vicentius Ruflinus„ die er zur Seihnachtszeit bei den Grafen von N Neuburg sah, vurde er nach seinen eigenen worten so erregt, dase er sich der reizenden Dichtkunst ergab. ur legte sich dazu ein nach Reinsilben geordanetes örterbuch an, das vier A1phabete umfaset und 1540 dei ggenoph in Frankfurt a. c%. als Jovum Diotionaril genus erschien. Das verk, das nur noch in gans wenig stuoken vorhanden 18t. u. a. auf der stadtbibliothek szu Nains, vers, f 150 2 9 Frosoe Innanl wottarauisoher nörter und reortformen, Auch in seinem Taboln KAosope nahG, il4e: aind, vervendet er dementsprechend sehr viel Idiotiemen. Ausserden verlegt er die Begbpenheiten gern in seine Heirat. Den Vogelaberg, 5 die Noetterau. den Feldberg, den Staufenberg bei dardurg u. a. macht er gamn smun Sohau- plet⸗ der Froignisse. wenn nan von L011 gen 8 in hoher DBerg Barene 4 ½ olden Borg herunter daoos 8 oe; oinen 8teln oin Dauer nase.“ Jach Grimelshauseng nftraion. der 14 nehon dohd ntaeh eohried und dochalb in einen ,phteren 4bsohnitt dotraohden 1at. degegnen vir dor hessi schen aundart in prosaisoher Darstellung rmerst det den Hardur 81- ger Lohgerber Dietrioh eeintraut, der 1798 zu eidenhausen bei arburg Seboren ist. Reben zahlreichen dranatischen Arbelten, von denen einige auch in warburger lundart abgefasst aind, hat er viele Gelegenheitsge- dichte geschrieben, Schwünke und Fastnachtsscherze, Kinheitlich durchgebildet finden uir die hessische undart in der Irz nlung dann bei karl eigand, der verschiedene bereite oingehend ge- schilderte Sagen und die Geschichte Der Fuhrnann gesochrieben hat. Be1 Kiüinze 1- zolden(s. 307) ist eine Sage abgedruckt: Der Vogels- ders von 3. iegand, die aber durchaus hochdeutsoh empfund en 1st. Wen- da sind auch vinige Gespräche wiedergegeben, die anscheinend aus Firme- nichs Völkerstinmen abgedruckt aind: Des Kränzi, in woetterauischer aund- art, Der Fuchs on der dolf in hüttenberger, das Geepr ch zuiechen oinem Forstaeister einen Bauern und seiner Frau,(Odenwald) Gespräch rwisohen Hans 0d el, velcher(1) Soldat in der Sradt ist, und zwischen Hans rerg. der ihn, begegnet,(deschnitstal) Stichelche(Bodenhe in) Der wandern- de Zwerg(Heideshe im), Kiim ze1-SoOldan vringt eine darns tädter Sage, Die welese stattweise Fraa in Schloss zu(1) Darus tadt. Be1 Tirrenioh fin- den vir auf den Seiten 62-81 seche Ssagen, rohen und dosprächo aus dor Gesend von Frankfurt und Höchst. A11 e sind aaoh Firmeniche sohlechter Gepflogenheit ohne Quellenangade und ohne mtisrang abesdruoxt. auch 41 Janen der Verfasser fohlen. In 21189 18t 410 tundart raoht u unzuvorl1eois wiedergegeben; ader gewöhnlich doch noch 7161 dosser. 212 dei den mi- sten neueren Dialektdichtern. kiner doer wenigen Fraähler, 416 virklich in der undart denken denken können und schildern, eine äer erfrouliohotan Meoheinunpan 4r .82- unsehnen nusste. YUr widmete eich nun ganzy der Dialkkdichtung und Sab sSeit 1875 unter der Namen wax Barack eine gunze Reihe senr vergnüglie cher chriften heraus. Schon gleich seine erste Gedichtsaclung: Der Drurbeder von vallstadt zeigte ein sicheres S3prachvernögen, wenn auch einzelne Abirrungen ins Hochdeutsche und sogar ins Sohriftdentsche vor- komen. de folgten dann die urz hlungen Rheinsohncke,(83) 5älzer Du- vack,(85) Schnoke un Schbutze(92) und Der Brand in Hutzelwald, ein Schwan nach Radlers gleichna ige- Gdedicht(94) und schliesslich Pälzer Sornorre(97). In allen erweisst er sich als eir unterhaltender Plaud e- rer, der die undart sicher und zwanglos beherrscht. Drotzden ist 81 nicht inmer ganz rein. Er eprtcht von Buch des Schicksals.(Rhneininohn“ 8. 76) von zeitgerkes,(18) veranlaest,(19) bevorstehend(48) 2,νπν☛νεπη S. 78) und anderen. Ist die Wrzäühlung einnal hochdeutsch abgefaset, dann zorret zi1tunter ein übeles Schriftdeutsch, uie, beziglich des Letztoe- ren.(Rheinechnoke S. 40). Die Gefahren der reine Dialexterzuhlung un- geht er in seinen iamer sehr lus tigen Geschichten, die fast ganz in der zundart von annheim abgefasst aind, sehr geschickt, inden er sie als Icherzählungen des Helden bringt. Dass zeisten ein Hereinfal1 ges ch1 14 dert ist, gibt seinen Erählungen oine gewisse Einförmigkeit, die aller- dings durch den Humor der Darstel lung reichlich audfgowogen wird. Stwa gleichseitig nit ihm trat der Oerlehrer Peul Toinzeieter (*1836 in tarburg) mit einem sohnalen Bundohen nardurger Gesehichter- ocher(77) hervor, das 1885 in 1 der Auflage erschien: Ii t virklichem Huwor ersählt er darin in Vers und Prosa eine Sanze donge rarburger Anexkoten und Schwünke, dreit und dehaglich und nit Jenen feinen don persönlieher Beztenungen, der innen etwas wenrd tig gibt. In dor Satsfugung und der Tautgostaltung fast dur chaue echt- kleine Abweichungen komnen naturgomhes, in den Gediehten am hunfigsten, vor- dringt er in den Vor tochatn oft noondeutehe; und seldat sohrift- deutsone Formen, Zur Sohan traßen(8.s2). rM,urdi(s. 34). unter An- 12ieuas von(8. 54). naho 600 60n ten„10 ⸗ Kerburger Rehaus und 4er 85- arktbrunnen nachen genz den dindruck, als ob sie aus der Rochdeutschen in die undart übertragen wiren. Aller la Srledtee on Gehneertes nennt"11heln Bücking seine 1880 erschienenen deschichten und Anekdoten in arburger undart, ein dünnes Heftohen, das 1901 in zweiter Auflage erschien, Jetat aber volls tändig vergriffen 18t. Die N. G. Elwertohe Verlassbuchhandlung in arburs hat nir das Apchivstiick der ersten Aufloge in 11ebensvifrdigster 18e zur Drohsicht dberlassen. Die undart ist in ihnnen nicht nur lautlich son- dern such syntaktisehn genau viedergegeben und kann als wertvolle sprach- 4— l11 c-he auelle dienen. Auch volkskundlich ist 810 bererkenswert. Hine au- sezeichnete nundartliche Prosa schreibt der Normser Leonhardt Keohl 4422 (*1848), der unter den Samen L. K. rathees 1895 ein Bändchen Vornser Hunpr veröffentlichte. Aus Zeitungebeiträgen entstanden, atmen diese luschtiger Geschichtgoher den ganzen unkittelbaren Reiz mündlichen Vor- trags., Der dreite behaglich verweilende Huwor, der bewegliche Satsbau, der Sprechscbatz und die etwes altertiürelnde Sprachfärbung, wie 821 bei oiner einigernassen abgeschloesenen Kaste selbstverstöndlich ist- Kehl gibt sioh als Kaiarbeiter- sind gans vorsilglich wiedergegeben. Iin der geskttigten, von Sohbon hadan, erku Iton Darstellung aind iCnnen nur die Sr=uungen Baraoks, vergleichbar, die dieselbe Dnmi ttelbarkais der pfindPung bokunden, und da sie donselben Starm sohildern. auch aonat iem- 11ich àhnlich eind. Audh die sprache iat nahesu einwandfroi. 1nigemal bringt er ein Abstraktum„10 UffXARrung(s. 11) statt oines Nebensatsaee, eoinanl auch einen Genetiv, in letschte Johr weiner Lehr(s. 40). aber das 1et in der Rede oines.1ohea detsgers und er scheint bonbsichtigt. Iinnal erscheint auch daa Praotoeri tun.(8.42) In der nundart des unteren daina, Danpto4chai0h der 20an4 von Wohaftonburg. 3 4er iutsburger 07nnasfJiroEsr Qeorg Reeknagel. (41835 su achaffonbars) unter den 11101 Herngeboppelte pingereher Inznhl Euworosken eröfren t1ied. dn 1151,En donntat er swar, wie er -84- baftoren, der ort der Hanalung und der charahter der auftretenden Ber- sonen ögl Lohet angepassten lorgtellungswéeige“, 81 bt iIhn aber dooh r t genau wieder. bie Satszfügung und auch der tortschatz stehen aber doch vielfach unter der Ninfluss der D. Sungenpraohe. eine kleine, ganz unbe- deutende vrzihlung: In Banwärderhelsse hat der dar stdter arzt Tos. Nerking Wwter den Deokn. ren Al1enus vorfanst. 31 wird bei seinen draua- echen rbeiteh näher"u betrachten Sein. wenso aind die uster den. 1 101 11deau gesnmnelten Urzi Rlungen des darwst dter Robert Schmeider, der such einige Gedichtbände veröffen'“licht hat, eigentlich später her- anzuzlehen, aber da keiner seiner Arbeiten eine desondere Bedentung zu- konnt, können sie vier schon besprochen werden. eder seine veiden Lust- 9511e(Der verwechselte Brief(1902) Lieweshennel(O2) noch seine 64 dichtsamlungen(Heinerblut I, 05, I1, 07) nooch auch d rzählungen verraten poetische Bagabung stärkeren Grades., Rs ist die perilehtigte 4 undartdlchtunk unberufener Dilettanten, die die ganze DHalketdiontung in Vverruf Sebrsacht haden. 5 „Vun der Iwwerzeigung dur chdrunge. sehe ich nich veranlasst.“ so fungt Robert Schneider die Tinleitung seines Buches, Die i1dsau, an, das von seinen Verkon vohl noch das verhältnisnbieeis beste iet, und 2*°11 amit schon von allem Anfang an rest. daas soine mundart v5llik untar den Sinflusvon ,ohlochtom Sohriftdoutsoh„tont. 80 aina denn auch ,1. anderen erke, so lustig 81° mituhter sein nögen. inmer nur 2ehleehtes schriftdeutech in Lautgewand der darustädter zundart. Sehr riehtig 4ast or oings 1.(8. 2 der Einleitung) Grod im Dialekt ligst en Eftigar un 3 gesunder vortreichtum(1), gegen den des Hochd outaoh; 18 roinete ase biebche 10.“ Und dann bringt er körter une Jugunse aus dem Gbelsten 4 Papierdeutsch. In hargloser aber esturlioher Lawi,senhei: atehen 48: 4 vors ei tige 114auns. 44 vür der 6,6,aoats no5 en- erheblieh in-Ans. — CG und Genetiv. Un das alles auf den ersten vier Seiten. handelt sich. hter nicht einzAl un die Verwendung der Ungangssprache. Aber Robert Schneider ist wahrllch keine Ausnah e. ber unertri. 11 che fude Dietz sant sainer ganzen vonsauiseben Gefolgschaft, die 1 ch Jt 1 te 7.. 1v. Ueberblick ervinn“ nabe dieten in dlaser schli an hrE, te aioc an der Sprac) kunst uneerear Belörden gefchult alen, dr diesen epsuerlichen Bürccraterdeutsch, dae keir vernilr fti ger ens en verstehen uyn. Aber auen fresse, Schule urne Heer tris“ fort ese 2“ solche Papiter dr l10unsen 1ns Volx, urd die ünceren Solrs ſ'81al er, le nonn ohne ann lung sind und xein elgenes Sprachge filnl haben, Dilden sich ein, undart zu schreiden„ und Dialektdichter zu sein. regen ihren besonderen sprachlichen Vertes und wegen der schl ich- ten Innigaeit ihrer Darstellung, dio das Volk nicht nur bei Schers und Lust sondern auch in seinen tieferen Nesen zeigen w111, seien hier die ( r ein eee nenee, e. Fe e und Erzäühlungen Höchs ber Sonorwe“„Von F. enting Senannt, hou- Soe gedewon an 6. August 1878 in Höchst a.: zatzt alB8 Friede Dis ter- bvehn 1n Haidelberg verheirat tet, hat ihre Ansichten lber die Aufgaben un Grenzen der mandartlichen Di chtung auch theoretisch erörtert(Bad., Hei- mat 3. 2) und steht durchaue auf dem Boden der in diesen Untereuchungen niodergelegten Grundosktso. Ji⸗ bietet aaher für die nundartforschung besonders wertvolle Arbeitan. IThr Dialekt. d1 6 tundart der stadt Höehst geht allen sohriftaprachll ohen vinflülesen aus dem Ne0 und int auch 1 Satzbau durchaus rein, weill sie eben noch randartlich denken kann und ir Kreisd ihrer Perscnen völlig beimisch i1st. Ialkxaaxdaahxntehkxatnagt« KIRaHAXKEAKNxXgalnnge Anlehnung an die hd. Rechtachreibuns komen vor, wie Hegelcher atatt Jochelcher, Vegel statt T6hol. ri echt atatt richt, aber os 1at nur solten und wohl auch kann su vormoiden. Iat es dooh nicht oinnal klaus Groth 6olungon, eoine lutgetrons Sohrift au varvende una die aux den heutigen Tag domlhen ¹1- 410. dbrigens neiat aua Llein bürgorn dostehend en plattaeutaehen vereins vorgeblich. eine einheltli- ohe ohriftbeneiomuns gu e„ehatten.Pa⸗ De0d2 aue Letänse Spra- -86— che sei dar Anfang einer kleinen Skizze Uffor: Kerchof wiesergegeben. Die FYesale sind zwar in der Handschrift, nicht aber in Druck bezeichnet. Iech ware lang nirnmehr dehaan gewest und weile an den Sonndas (nicht Sunndag?) so scheefl war, do sein ich enο1 uff de Ker- opof gange. der hot sein alte Gräwer dorte, un wann dann ir. anl alles blloht do ansſe- uzd qie vVegel Deife. do bild zer eich werklich ein, die Dode debte all ie Gutdat spiern. 18 riecht(t) un all den Junge Laab- da dauerts nit lang un mer denkt. och wann 1ch doch nech gestorne varn un's nach so gut hutt:- Ainnenooch werkt„er Jo freilich, daßs es b1Oas aes Iann Lewe i8,'s pur Lewe, was so gut riecht un Aan so gut gefallt.— Von dieser schwerern blutgesättigten Art ist ihre ganze Prosa erfl-11t, die viel selbständiger und treuer iJgt ale 4 die des häufig in der schriftsprache entgleisenden Rack. Hier steht ran tatekohlich am Quell unseres rheinfränkisechen Volkstumes, das ja nicht nur Heiterkeit und spase kennt sondern auch beainnliche Einkehr und Gberlognaman Ernst, ui1e er aus der wiedergegebenen Pr obe apricht. Auoch an Inneren Swpfinden ste- hen die Arbeiten Seuting, oidane höher a18 44° Hbrige=n nundar tli chen Er- sählungen vom u2t,Irh,14g,B4,. nu sas ens- ,ssen Wrtarbuah. * n0ll.ne Torn vas sonst noch an ereuhl.der mundartliohor Liters tar vorhanden. 1i8t, gehört in das Gebi et des Tarnevals und virA iors m0 1 boeprachon ,15. 3„mt.. ) 80 sut iwerat 4 8 -87- Das nundartliche Drara. Frankfurter eister. Unter den zahnlreichen rundartlichen Prazen, die Frankfurt hervor- gobracht nat, steht die bexannte Schulxonödie, Per Proreotor, von Karl Iuduig Textet, dem Vetter Goethes, an erster Stelle. Feben Seiner L T kulturgeschichtlichen und sprachlichen Bedeutuns ist es das Alteste zeugnis für die literarische Verwendung des frankfurter Dialektes. Zwar werden in den Quellen zwei ältere Lustspiele in sachs enhäuser undart genannt: Die Sachgenhäuser und Das Junge mepaar, die im Archiv für fronkfurter deschichte und kunst(3. Folge III, 275) ervühnt werdon, aber eie sind nie gedruckt worden und leider auch nicht nandschriftlich er- nalten. Der verfasser ist vahrs cheinlich Heinrich i1lheln Sexfried go- wesen, der nach dem Theaterkalenden von 1783 an 28. Ju11 1775 geboren wurde, aber ebenso verschollen ist, wie seine beiden Lustspiele. Der Prorector, die klassische Schulkonödie der frankfur ter mna- art, gelsselt mit dbermdtigem Schüleruits die gosinnungsloae Beschränkt- heit oines 1à4ppischen Pedanten von Lehrer und szeichnet it öastlioher Ironie ein verblüffend lebenswahres B11d von den Sohulverhältniseen an Ede does 18. Jahrhunderts. A1 Verfasser des Prorectos kennen vir Seer durch Friedrioh stoltzes Zeugnis, densen Lehrer er gevesen iat. N war am 13. 1I. 1775 geboren,„tudierte Rechtauiasenschaft und habi11tierte aich kurs nach seiner Doktorprüfung in Fanre 1800 in Tübingen. In Somer 1813 vurde er Rochtsanvalt in seiner Vaterstadt, adar dieeen Beruf dald vieder auf und orwarb seinen Unterhelt Srren Prirstuntefrtent. r tarb ale Pfründner am 37. osander 1851. 3 4as vir von Textor haden,„une 101 -88-. alte Drucke vorhanden, einer von 1794, einer ven 1859; beide geben das Stück in zwei zufzligen. Jun ist es aber B. Grotefend gelurgen, wie er in Archiv für frahkfurter Gesonichte und kunst„itteilt.(2. Folge. 4. Bund S. 1-63) einige Hendsolriften ausfirdig zu achen, die den ext 1: viar Aufzüge eirgeteilt vaben. Eine bochrift, die Grotefend in Be- sitr des vereine fr Geschichte und 1tertunsskunde erddecht hat, 18t ebenialle 1n vier ufzitge eirgeteilt uns bezeichnet dee Jalr 1792 a1 e dae Iuhr der Bandlung, väührend die anderen 1793 angeben. 81 reloht von der anderen Sbechrifter nich' ur er eblich- ab, und dus bel den anderen Stücken uls zusabe angefügte Fregnent einer tpeologischen Stunde i1st als letzter Auftritt des 1. Aufzuges eingescheben. Sofar eine in kainer ande- ren Handschrift vorkonmende Person, eain Junker von Holshausen, tritt da- rin auf. Grotefend, der a. R. O. den volletändigen Text vitteilt, nacht es glbubhaft, dass diese Absohlfft nicht etva eine Ueberarbei tung durch einen anderen ist, sondern eben die elgentliche Urschrift, aber 1792 a2 B SDielzeit nuss falsch sein, denn da Sans der ale Sekundaner angege- bene Guldener nachweislich noch in Tertia. Ea russ also in Jahre 1793 spielen. 10 Druck ist nun weit mehr in der undart wiedergegeben, a18 in dieser Handachrift, die ni tuftor eine recht reiohliche: Sisehung mit Hochdeutsch dringt. Doer prorootor sprioht nier ganze Sitss Iebhaftan Vortragesx in nahezu reinem Rochdontnoh. mauroh vira 71011,1 eht nit feiner Ironie angedeutet, daas ar nioht aus vollem kersen ,prioht und git 1ebendigen dGefuühnl sondern nach einer„ohri ftdeutachen Vorlage. 80 gebraucht er nioht nur unendlich lange ätse, wie 2le die undart gar- nioht kannt(im 3. Aufzug unfaset oiner 8 Irnckae1 n). sondern auch. durchaus sohriftepraohliche Sortar. vie„,16hoe.(. 3) dasselde(Ir. 1) und zanchen andere, Tomohr er ador 1s nitar eras. dsto mehr e er soine mndart, vas anorwoin 1 3inon aruse troffaieh erweitert 70hg,Ob114t dat. aueh der nalekn der iusolnan achHler 1at 1og ,19n. not"1"4argesane. 1n allen 1,*e.8 Stand und Tnenns dedingen, —89- zun Hochdeutschen zmnchen, so fallen ie doch inmer wieder in ihre unge- state Sprache zurtek. 1 geur der proreotct bel seinen erf ten Erscheinen gefallen hat. doe beweist nicht nur der Winreie in der VYorrede sut: Bürgerkapitlin von alss.,(d.] daf bevoisen vor a11: die zahlrelchen abschr: Ttan und auoh die Rachanzungen des er es, dessen Verfas ser nach srorefonas tref- fender Seer oing ganz das tygl che 3116 alnas geninlen Schl ingels zeigt. vle es sion so oft untar der: Sinfluss einar laxen näuslichen Irziehung e enüber einer überpe antisenen ind vor lauter BuchstabengelehrsaXe it zus Sterben langelligen Unterrichtanrethode entwickelt. Textor sIbat liesse in späteren Jahren den jugendlich dberspannten Sochwank nur 218— 5— einen schülerhaften versuch in Jener Ius taplelkonik gelten, der d10e verke eines Aristophanes angehören, und als einen Versuch, die Mndars der Vvaterstadt 1 DHienste dese Sumore literarisch zu verwerten. mrit szeigt or oine echäunfere Einsicht, als die zeis ten seiner Kritier, die seinern Prorector in 1Okalpatriotischer Ueberschwang in den Nimel haben. Vviel vichtiger ist es, dass er a1- einer der allerersten dex uns ohktsba- ren Vert der undart erkannt porto. Das beweiet noben seinex Sanwonx - 90. en tadt Frans furt RKingang zu verschaffen, obwohl er dessen zweiter Pi- okter var. Karl alss war kein Fro ser Pbichter. DMzu fehlte es ihr vor 5 le an phaffasie. i1e Nestroy vernochte auch er keine Handlurg zu ers in- nen, xeine Fabel zu fünren und sie durch eindringl one Situation en für sio selbet spreochen zu lansen. Die begnügten sich peide dasit, ein tück, dus ihnen gesisnet schien, für inre bescnderen Beche unzufornen, und darin bestand denn such 4hre Hauptstärke. Mtlehnte Handlungen ihren Seo rinis entsprechend unzugestalten, einen witzigen und charakteristi- chen Dialog aus zuspinnen, das verstunden beide reisterhaft. Und in wei- ser Erkenntnis ihrer Fähigkeiten deschränkten 81e sich 4☚AAeh dureh- aus auf ihre littel. Aus ähnlichen Gründen ersbhienen 44—.* noch darzulegen 18t, die karnevalistischen Dichter grösetenteils ale Nachahmer HNestroys, was viele a auch tuts chlich sind, während der phah- tasiereichere, gexütvolle und sonnige Rai und aus den gleichen Gründen weit seltener zur Vorbild genonnen vurde. Sonst alleraings hat der vor- nen gesinote alss uit Sestroy und seiner oft ans Gene ine streifende⸗- art keine Berührungspunkte gehabt. rar nun auch kales keing grosser Dichter, so war er doch ein geist- reicher Schalk, ein gescheiter, vielerfahrener Hann, der in allen Salons gern gesehen war, ein scharfer und witziger Beobachter und wie die 01- sten bedeutenden Humorissen, uin wahrhaft guter Mansch. Er vurde au 2. Peze ber 1792 in Farnkfurt geboren, trat bei einen Kaufmann In die Lehre und 1ebte dann ein paar Jahre in Lyon. Yr nahn als Offisier an don Be- freiungskriegen te11 und bezog dann die Universität Giessen, wo er lathe atik und Architektur studierte. Nach kurzer Tätigkeit ins Nains wurde or bei der Vestungsbaukommission in Koblens angestell t., Sohon in folgen- den Jahre, 1820, Xan er ale zweiter Direktor des Jational-Thaaters ‿ Frankfurt, wo er an 3. Juni 1848 oinen alten asthmatischen Loiden erlag. Soin orstes Stlok, zu den ihm nach eigener Aussage der Froreotor ale Vorbild gediont natte, var Die mtflhrung oder Dor alte Bürger-Capi- tain, oin hordiech dorgerlioh Lus tspi01 in 1u1 Atoilungen, das achon Sörne(2. 297) ein Heietera tüor gonannt etrs. vurdoe an 13. August 91 1821 zusa- en it eine- Lustspiel von costenoble chne Angabe des Verfas- sers zu= besten der Pens ionskasse zun ersten-al aufgeführt. Unter unne11 drohenden Schzelgen der Zuschauer, die nach Hassels Bericht vor der auf- krunrung sogar die Schauspieler bedrcht hatten, begunn die vVorstelluns, aber b l1d war das vorurteil gegen die undart gebrochen und der Erfolgs unbdes IT.tten.*) BRiKxuxXIaXxaxXIRAE Allein bie zu- Jahre 1865 vurde es nac Eeggels Statistix 1-5 61 aufeefiurt, obvohl wöchentlich nur vier cder pöchstene fünf Theaterabende stattfsnden. Auch 1 fibrigen Deutsch- lsnd kutte er grossen Irfclg, scsar in Ba burg, wo ihn der beliedte Ba1- son zu einen mrenabend ausgesählt hatte. Un. dieser urfolg war verdient, denn calss natte hier nit behaglichen Laune ein erk geschaffen, das zit einfachen und natürl ichen itteln den Franxfurter Spiessbürger um die Jahrhundertwende so ledenswahr und echt vorsinnbildlicht. d1e Lokalfarbe so treu wiedergibt und die Beitstirnung so sicher trifft, dase die Hauptrollen, der Kinmmelweyer, das Lieschea und der ül ler zu etehenden Sypen gevorden sind. ir haben loin Stück aus dieser Zeit, dae die Kkulturzustände so plastisoch und naturgetreu wiedef- gübe als der Pürger-Capitain, der ebenso wie auch die übrigen Terke von rales hohen aprachzissenschaftlichen Kert hat, zumal er oin ausfünrliohe und gediegenes sörterdueh enthält. Hicht eo grose war der Nfolg, den er nit soinen mwolten Kork ut dex Feet der Handwerker(1829) errang. A13 Vorbild diente oin von doem berliner Schauspieler Louis Angely(1787-1835) aus den Fransösischen ibersetztee Stück kleichen Jarene. A11e Rollen wurden geündert, der b11 volls tändis uberarbeitet und noch eine Fi gur ninzugefügt. der rmoher- gerelle Herrncheesheimer, oein echter rrahkfurter. allein neit 410 undart., die anderen Jars tollern mdasen a1eh n4 8 Anopielungen auf 8erli- cho Ereigniese donlSon.pur oberfäHehlieh den frankfur tor Verhhltniasan angepaset, ist das nach AM. pevrients Serliner Poase 8oarboi tote dritee stück, Iin Stundehen in 11v 011 132) in das er ura vor den proden eine 1 1Setlohe Feroli- 42*„e ien unge„ 1nz rt0. 41/6 den dosten uunn 2 ak was Lalss geschrieben hat. kin Jahr darnuf ers chien das Stück, das seinen garen neithin beunn“ zachte und unzuhlige Bachahmungen sefunden hat, Die Landpartie nach Könise- stein, eine Lckalposse in vier Aufzügen. Die Vorlage war ein purißer 8 schwank. Le Bourgoie de Paris cu 1a partie de plaisir, das 14 Portier in der auptrolle dort wochenlang die ens chen in Aten hielt. Richt anders vur es in Frankfurt, wo es bis 1866 146 al aufgeführt wurde. dit der vun- dervoll 1ebendigen Gestalt des Eerrn da pel ann, die ebenso Se 1betveretänd., lich aus den daualigen frankfurter verhältni sen hervorgegangen dar, I10 der bürgerkapitän, sein Leibschütz und das d11erche, nat Kalss eine Cha- rakterfigur geschaffen, die durchaus orlgine 11, durchaus echt das Resen des frankfurter kleinbürgers in seinen innersten Kernd trifft, obwoh1 81 nach den Pariser Bourgois seines Vvorbildes geschaffen int. Kein falsohe r zug ist in dieser Gestalt, die ganz in das Bewusstsein der Frankfurter übergegungen var, Rein Talsqher Laut in seinen-unde, und wenn Friedrich Stoltze spiterhin einnal daran gerAkelt bat, so geschah das aus seinern. demckr tischen Gefühl hersus. In seine Latern'nat er den Herrn ftampelnann trotzdem fibernommen, wenn er ihn auch, den Anschauungen der Zeit entspre- chend gewandelt hat und ihn mit mohr freioem Bürgerainn und wehr Rflokgrat ausstattete. 1 Thelm Grium, übte, uile Strioker 1n seinem Artikel dlber anle: in der A11gemeinen deutschen B1 Ographie mi tteilt. m1 t desonderem Be- nagen die kunst, Herrn Hanpeléann vorsutragen. Dper Srfolg des Stüokes veranlasste alss zu einigen Fortsetzungen. Im Jahre 1833 kan die sechsaktige Posse Herr Hanpelrann im BlIuagen, die nach Les inoonvenientse d'un voyase en diligenoe von Artois dor Bournonvi¹1 gebildoet war, In der Figur des dGerichtsakzeseiaten Servatius hat er ddo darmstäater iundart rocht lustis verspottot, Droi Ionate aphter, im Fobru- ar 34 erschien, Iorr Hampalmann auoht ein 1081. elne een in 5 A⁴ε die Mppartemente a louer als uater ged ient hatten** iIn der Uebereet- sung Angelye in Jorddentschland deroits mit rfols aufgefuhrt waren. Tr ota der deicalitsen 4472abee e. 1als,.1⸗ voitore eSieeemne: Herr Han- 2 e9Lenn, Elan⸗ te Abenteuer als inlage. Die Hapel aniaden, die Hussel ld Spaterktn dallenstein und Stolte verfossten, reic ten nicht entfernt ur die Posse von les Neran. Neden de Ha pel an iacen hut S1E. nocl. ei. Lebensni ld: Die Jungfern ôc innen 88— wonrieben nac uez französischen Sin piel Les cuisinid res. und ein Otück Lie pegern, un de echt vetternuieecl ges. rochen vird. DHieses Stilck erschte erst 184 nach de TCde ds Ver seses in de„vVolks theater in frankfurter undart“, zugleich it der leinen Bcrzerelle-CorSd e. Sein 1iterariso er T. h lass ers chien in der zveiten uflage des VlXxsthea ers, die schon 1850 heraus kan, und enthlt auch das 1us tise Briefuster aus den unteren Re- gionen der dGesellschaft“, das er den iins telelen des danale wweh in hnohem ansehen Stehenden Lichtenberg gegeniiber àls der Nirklichkeit ontnomen be- zeichnet haste. Bemerkenswert ist es, dass die einzelnen Ausgaben feiner Kerke in der Schreibung nicht unwesentlich von einander abweichen, vel¹l die Buchd rucker ganz w111 kürlich verfuhren. ⅞ diirfte sicher Sein, duss die don Sehrift- deutschen angenäher en Forren nicht von alss starnen, der filr den Di alhht ein aus serordentlich feines Chr urd auch ein reges Verständnis hatte. ,2 vergcchte, wie immer wieder hervorgehoben wird., die uandarten der einz 1- nen Stadtteile szu unterscheiden, was in neiner Heinatstadt ains flr den Fingeborenen lbri3igens auch heutzutage noch Kein besonderes kunststück 12t. zin Jahr nach den BürgerkApitän erschienen Die Sachsenhäuser oder gäthchens Hauchzeit, aan barjerlioh Laustspeul unn knumische Farse inn szwaa Ufrzeuge usw. von Balser Breinund, den Frankforter. Frankfurt unn Sachsen- nausen zwisohen Gixkel uhne degakkel, ir, Jahre des Heile 1821. Uener don peeudonymen Vorfasser, der atch in der Rolle eines Deutschtirlers gefallt, ist nichts nehr su orfahren. Askenasy neint, dass der PDeoknaue in bewues- ten Anklang an Freinund Roitar, das Peeudonym Rückerte gebildet sel. Das Lohette tr wenig vahrscheinlich. Jäher 1iest vohl die Verrutung, daas er „ izu eneee. Saaf Moxwort Breimaul verfeinert nat, un den Dooknanen nicht sofort er- kennen zu laseen. Auch der tarx A1lerweltevorname Balser 8— -94- .. v- 4 scheint das zu bestätigen. Die undart Sibt er shhr Senau wieder; itunter tut sie heute nur noch scher ver tändliche au den alten rankfurtern von echten Schrot und Korn Sehört a ch Je. Polizeigerichtsassessor Dr. Georg 11 1- Pfeiffer.(1795- 1871) der in 8¹ 1 68 uses tunden eine ung e öhr lich Sschriftstellerische pruchtbarselt ent- vicalte. Ir scrieb eine ganze Seine vor hocha utschen rzählungen, die fast alle auf frankfurter Boder Shielen, erere dartliche Possen und eine nze ahzahl von zed ichten, die er unter d 1 201 KlIunge u d Bl1der (138 2-18. 7) in zu s i Bindchen erausge eben at., ein er tG. Hiüilhnenverk ar Lie Zürgerschaaecht, die 1826 als anussipt für'reunde erschien. 38 ist ein recht vergnügliches tinrungsbild aus den alten Frankfurt, dessen angelpunkt ein 1us tiges Schlachtfest dildet. Iz. Janre 1835 folgte das berlerlich Lust-un Kabalespie Die Brunnenfahr““. dus es sogar zu einer auffil rung brachte, obwonl nichte wertvolles darin int. Infolge des sonlir. wen isserfolges verschwand es nach der ersten Auffihrung. In Alexandrien abgefasst, ist Der zehlvardein oder 2ugendl hn und Borlerglüch, das 1837 abenfalls als Anuskript filr Freunde erschien,. Ausserden veröffentlichte er noch einen dorJer lichen Gruss an die Borjerschaft zun Neujahrschdag 184 Die Sprache Pfeiffers, der souohl die städtische—undart von Frank- furt als auch die bäuerliche Sachsenhausens verwendet, ist gans ungleich- wertig. Die von Askenasy gepriesene icherheit seinee Dialektes sucht nan aber vergebltch.’Er gebraucht eine ganze tenge hochd eutscher Satzfllgungen und Porsen, la sogar die Stülpung nach und; in seinen Gedichten steht r gunz unter den zinfluss von Rein und Rythaue, die ihn oft gefährl ioh ent- glelten lassen, 30 dichtet er(in der von Frans Rittwegser desorgsten neuen auflage der Müänge und B1 1der.(1904, s. 82) dber die Frankfurter Sprachen. veiest ondlich noch Vergangenheit Von utterlied B11d, ie die hot unser Jugond setlt Bewacht so treu und mild. Un tönt inr Aührehe und ine Chr, Ihnr Lied nach ungnnr 019, Dann geht kaa Mihär Spraah nehr vor; Frankfortiach krieht de Freie. protsdon oind soine Nerke für den alten Dialekt sehr aufechlusereich, den * * os’ grade in Fnankfurt hat er sich unter der zinfluess des Verkehrs, der poli- tischen Ungestaltung und des danit zusarrenhängenden Zuzuge in 1etzten halden Jahrhundert sehr stark verändert. Literarisch detrachtet sind seine Arbeiten recht be langlos. vesentlich bedeutender und sprachlich viel treuer sind die zit natu- raltstischer Schärfe aufge fangegen B11der, die Johann dilheln Sauerkein von der Leben seiner vaterstadt entwirft. Vierzik Jahre nach der Voröffent- lichung des Prorectors kan seine erste Jachahnung ar die Iffantit Oeffen t- lichneit, Der Gräff, wie er 1eibt und lebt, eine vahrhaftige Schulgeschich- te aus den Papieren eines Sretklässers. Es starrit von J.. Sauerwein, don Dichter der frankfurter Denagſogenbewegung, orschien aber trotz seines duchhändlerischen Urfolges ebenso wie die anderen Nerke des Dichtere su. seinen Lebzeiten ohne Angabe des Jauens. Seine literarische Tätigkoit in der danaligen politischen Unwälsung kesst sich nioht mehr genau verfolgon; man weise nur, dass er für die volkshalle schrieb., für den Bulenspiegel, die Zeitschwingen und auch wanche anderen B14tter, die danale in Frankfurt und seiner Xachbarschaft in rascher Folge entstanden, unterdrückt wurden und unter einem anderen Jamen sofort wieder auftauokten. rahrscheinlieh estanmen von 1hn die beiden darala vielgesungenen Lieder Füraten gum Land hinaus und Der Sturmgeeang(vie wir dich doxlagen. deutsohos vaterlana). Ader vie die politische Täütigkeit der„Profossoren und 7ournaliatan in der ae e. Paulekirche“ bise beute fast wieder vergessen war oder Sgar vorspottet wur- do, veoil nan das wertvolle, lberwältigende daran nicht nehr Degriff., o 18t auch soine Polieisene Tätigkeit länget vergessen, sant soiner publ i- zitisohen. Für uns nat or al-ein noch Gextung als Dialektdiehter.„C aoreh- aus 8enialor Zonsch,„aagt Triedrtoh Stoltze 18 8. Lapi ten seinee unver- 5ffentliohten Ronanes Telen A2 8tadenten. Miner der vitsigate Frankfor- ter, d1es 40a2e 60no nos. der coarndelt not von Huwor un 00e1ge ninfanl. Sanorwoin wer am 9. Ial 18 in Trankfurt geboren, otudierte heolo Sioe in 1014endrs. vo or nioht nur kur don dursohenschaftlichen Geist eon- ern auch fur den Rati oa 121uo⸗ P3r freianisen D-d sen"ohnurato, vor- 4 -96- zichtete auf eine Anstellung und gine nach der Sch“eiz, wo er mit Kar1 athey freundschaftlich verkehrte und Professor für deutsche und engli sche Sprache in St. darcellin(1sdre) vurde. Srankheßtehalber sehrte er 1844 nuch Prankfurt zurdiok urd atarb an 31. drs 1847 nach langern Siechtum an einern Rückhenarkeleiden.* tin ausgezeichneter Kenner des kleinbürgerlichen Lebena, ein 11 e- densvuürdiger, 1ebenefroher Tichter, gelggen ihn prachtvolle numoristische Schile erungen aus der. alten Franhfurt, dus er rit oft recht derben, aber stets enndrucksvollen Strichen 1ebendig und originell darstellte. Sein erstes Stück, Der Azerikaner, das 1830 erschien, ist eine scharf genehene, ganz und gar naturalitische Schilderung voll treffender Charakteriestik. S821A Gräff, vie er leibt und lebt, der 1833 ir. Buchhandel erschien, iat von ales für die Bühne bearbeitet worden und unter don D1tel: Die ugtier- schule(cft falsch als auartallschule sitiert) an 25. Murs 1836 aufgefunrt worden. s 18t eine kleine schwankrisgig ausgebeutete Schulgeschichte, die chne jele Cnarakteristik aber nit viel Humcr entwickelt wird. In ihrer Ssprache aber in der zannigfaltigkeit der verschi edenen stünd ischen Dialek- te 1st 81 ganz ausgezeichnet, allerdinge weniger aus dichterischer Sohöp- forkraft ale duroh peinlich genaue Becbachtung der undart. per Gräff, der gutmdtige. hi-fl0se Lehror. der rwar fluonen Lann. aber nicht strafen, spricht eoinen gonobenen Dialekt ua bofliraiet aion i·in feierlioher Rode sogar 1X,EITALnnAxLMANRaANfnab-r um d1e Auaspra- che der mdeilben; zitunter geht er sogar in gens reoines Hochdeutach über wie auch der Froreotor Textors. Ibendo wie dort benlihen sioh auch hier die schüler, ihm nachsueifern, meist aber nur sehr läeseig. D1 Buhnenanwoisun- gen dringt er darin in Reinon.(nELeieh dodeitander als der Griff aind 410 4 röetlichen Ssenoen Vom dendlsmerkt. in der nundart ven Saohsonhaunan und 242 Bernokor Korb(1839). ſon den dbrigen nerkan, Sanerwains, 410 6110 in Kah- reren Auflagen ersohi enen aind und mit Ausnahme der Vierteletundigen Jirte nausreden und dem Altfranxfurter Berjer unter dem T1 tel Frankfurt uie es — 11dt um lebt neuerdings auoh Eosatroelt nerauskanen, iat vornehnlich noch -92 ber Gräff im Grüne(1838) zu ervähnen, der ebenflls in der dundart von Sachsenhausen abgefasst 18t. Sie alle zelchnen elch aus durch die wundervolle Natürlichkeit in der Darstellung des kleinbilrgerlichen Lebens, dam er bei aller vinfachheit der äusseren Vorgänge inner ntadaz neue kozische Selten abzugeuinnen welss. und durch die treue, sorgfältige 1ederenbe der undart, in die sich kauz jeals ein falscher aug zengt, wenn 08 gtch nicht durch die Uastände als Absicht erseiſst. Sehr fein beobachtet ist es, dass dte Frauen ait Redens- arten dahinleben, wie Ble auch heute noch im Schwange sind, während die änner denken und deshalb auch viel weniger fornelhafte Flügungen in ihren Gesprächen haben. Folgende Probe aus den Gemüsgarkt, der in sachseenhäuser Dundart ab- gefasst iet, nag das beweisen,(Anfang der VI. ssene): Peter: Kotter, selt kiemt Ihr Lotterie jud gelaafe un dar Votter hin- ner ehrn drein. schunkin: Lehn wer mol ans an Reiserbesen. Ich v1i11e ehm ueise, wann ar ger nie wos onfengt. copern i kanain: Iobb kan Bans. Kir sein aach do. Ditselin: 74° ar n ufauht, do verf ich ehn 8192n 2 Iannesters iwern kopp; dahn namera in der devalt.. Geyern: Ower fangt not dererst an, dase wer reckt kreie uffen nezer. Das i18t nicht 1 mer gans riohti Ee TTrt er darauf vorsichtet. die nasalen Laute zu bezeichnen, und we11 er sich darauf verliset, daes doch richtig ge- eprochen wird. 28 mdds 8 t deiupielweiee neissen: Judd, da ntatt dar, ahns statt ans, a statt ar, 81°i atatt gleich, dererseht statt dererat. Viel reiner und aueh xunstlerisen e.enraszer vriast Aalse d10 mna- art. So sagt das 110sehen in purgerkapitun t. 2): 4 Quck, ich bin d02 44 voisonand 10 Gafa110 dehlne 66d1490, dann n eue. 4½ der arm SBohelm groont aloh gar 20 soehr. vann ich danze gehn un er 18 not 401b;; er not er aneh Toohd, dann 60 wieo sehe Wrr vorbei 16. 40 lafe 8 ,ehon unser vornel nge Herr in 3 redde Iren3,,333. 1eohe 1we - 98- unser uhn, gucke e jed Xsäaka edge uns Gesicht, dass es e schann i1e, un pulto sich 1wer:sse un prinke un iwer die usik uff; do kann guar kein haunett edge ehr do bl1eiwe. Auen das i1st nicht Ennz richtig. Statt sehr väüre arich besser, edenso debei statt dorbei, halle etatt halte; kein iat keih. voder Jauer- wein noch als,nind weit über das blo 6 Schwanknksaige ninausgekonen. Letzton Dndes hat duzu ihre Begabuns nicht ausgereicht, Sie waren beide nur Schrittzucher für den Grösseren, fr der eoinzigen, der ir Pi1loxt- drarn eine Airkliche Höhe erre cht hat, flr Ernst 1ias Riebergall. Ernst las Riebergall. as in Peutschland bis tief in dus 18. Junhundert hinein aufgetre- ten 19t an undurtlichen Büihnendichtern, dus ist bei aller Begabuns 1 31n. zelnen doch kelre hnche Kunst ge esen, ondern bascheidere Talente in der Ar“ Nestroys, denen Goethe in seinen ufsat zen und Sezensionen(8. A. 42.2 S01 e 171) zugesteht, dass 81 21e Raturpoeten die nächste Unge bung treu. lich urfaaxak auffassen, landesubli che Cheraktere, Gevohnheiten und 31tten zit grosser Heiterkeit genau zu schildearn verstehen.“ Selbet harnlose, friedlich Untertanen ohne alle genialischen Anvandlungen, finden a1 e 1hr Genlgen daran, 1 hron itbürgern eoinen SpPass gu wachen, inden 810 ihm das Bürgertum in der Gevundenheit seines Herkonmens. in seiner eatten Behkbig keit zeigen. Ohne, athische oder künstlerische Ppläüne vird dae flache Lo- ben des Pfahlbürgers von aufssen her betrauchtet, ein venig liberlegen, aber doo durchaus schwankhaft. Bine geistiee vertiefung ist nie ers trebt, ein dichterische kaun versucht. 1o nicht die undart an sich schon Charakter e schildert- und das kann die undart dis zu oinen erstannlich honex Gr ads - suoht man vergeblieh nach innen, denn den Ferfassern geht eos nur um d1° airkung, und 410 Ii egt für d1e Bühne und noch mehr für d16 Bunnenprakti- ker natfirlich inmer in den kusserlichen 6osshohniesen. denn rran Xommt sr schaußn, wan v111 ag 11 ebsten echn.“ Statt dber den Leben au stehnen, 6s a 81 e nu schilderh streben, eatehen sie nitten darin, und wo der vahre Mon. ter sich dae fters aufreiset und in unernessliohe Tiefen chauenl 1usst. da Inöpfen sie sich zu bis an den Hals und bastoln 4 t oberfäkehli cher kunstfertigkeit aber ohne kuns t 25t der Oberfllohe nerum. 18t das 41⸗ Art der vol taus mnistan aller gribonton, aber trotsdem haben vir noon kein Rort für e1e, F ine troffenao ezeiohnufg. 011 82le gewöhnlich mr in Seitungen genamt„oraon.„o 10 dann in der dosohnindigkeit does Be- triebee mehtorlinge. Tabriantan aber auch Di ohter neinesen. alen, Sau- degentonston au nenan. naben keine an- 100- deren 21 le verfolgt; ein Charakters tüc- hnat einer von ihnen zu goben verncehnt. Das hat von allen Bühnend ichtern des rhein ainischen Lundes al lein Urnst Klias Hiebergal1 gekonnt, der dedeutendste Dialektdichter Heseens, za ganz Slddeutechlande, ven, en von den Lyrikern abeitenht. aar in ehrheit ein Dichter in Sinne Goethee. ur ging nicht von aunssen an die Dinge heran, er schuf ste nus Seiner eigenen Innernn. gine bee chauliche Natur, wie die isten Huzcrieten tat er achon auf der Schule drav seine Pflicht, un IRchelte über das eitle Zopftun der chulweister, sä5hrend Gecrs Büchner, der auch das Larnstädter Gyma- sium besuchte, seinen gequ 1ten derzen voll Erpöruns Luft nachte. Leben- digesl las nützt der tote kramf“ schrieb er uie Fuohe(niedargalle dra- watische uerke s. 27) uittoilt in neilißen Zorn in sein Heft. Hiebergal!l dagegen, der spiter auch zanch treffendes Vort dber die Senule fand, wetteiferte nit dem nachnaligen professor Hauner un den ers ten Plats und verschloss seine Gefußle. Xit lKohelnder Verachtung ging er über all die- gen Krar hinweg und suchte das Leben ganz gens von innen heraus su fan er von seinen eigens ten, ganz zudjektiven Standpunkt aus. 30 iat Siebergall, git xkahsen natürlich, der Frits Enippelius, 1et er der Batterich. g deehalb von iebergalle Leben, von soinen Besiennngen au soiner Umelt noch so wenig bekannt sein, was vomontlich iat und„isntis darin, 4as, xönnen wir aus soinen verkon ontnehmen. Geboren wurde ns t E11as Siebergall an 13. Januar 1815 416 der funfte Sohnn des Lamormikar⸗ Jonann Georg Hiebergal 1 aus osbach 51 kisenach, der ale Ai11 tärnus iker nach Wrnstnar gekonmnen und dert - 101- 1832 verltess, un zur Universitst zu Sehen. A1s arner 7eufel war er auf stipendien angeviesen, weshalb er sie'* der Theologie zuwenden usste; Eie rritz Knippelius gegen seine eigung. A 12. Dezenber schrieb er aiecn in Giessen ein, deschäftigte siecn aber venig uit seinen Kollegien, dogesen enr it KArug und KAlinge. 18 itgli a des Korps Palatla, dus von z2618DTG! ten Ekurschens chaftern aufgetan ver, wurde er 1834 1t 80 anderen tude ten unter der eneschuldiguns, an einer Svrarbaren, PClitische 2u6& verfolgen der Verbindung teilgenorren zu fban in einef 1nger-7 Untersuchung ver- „1 ckelt. Vorber var er schon vesen eir es Wweiktnpfes zu einer Karzers rafe verurtei 1t vcrden. In di. ser zeit, vi- 11eicht whrend der Karzerhaft, hatt or die erste Fassung seines Lustepiels Pos Burs chen Heinkehr“ oder Per t011° Hund“ vollendet und'unter fabelhaften Applause auf der Rnelpe vor- g lesen“„ vie Soriba in seiner ginlettung zur Datterioch erzählt(Friedberg 1858 und spéter). Infolge der Untersuchung IXxIAANXRE verlieseß er ir. Herbet 1830 die Universität und wurde Hauslehrer deiden Ierstneister Reitz in MHeburg, wo er fünf Jahre lang lebte. In den einzigen bisher dexannten Brief von seiner Hand, don der Stadtbibliothekar K. Joack in Darsstadt 191 entdeckte, schildert er dies Leben recht dehnaglich. Er hatte otwa ein Dut- send Kinder zu unterri chten, aber es blieb ihm 4ue2s genuß. oine ganze An- zahl von Erzählungen zu schreiben, die unter seinen Knoipnamen Streff in der Frankfurter Didas kalia ersochienen. Franz Harree hat 81° 1896 gosammelt nerausgegeben. Sie sind geist recht flüssig gesohrieben, aber chne 40 vesondere Jote, Sans in der Art, wie sie flichtigen Zzei tungslesern auoh heute noch behagt. ist die Feipe der Craner, Spiess und Clauren, die heute zwar gelbet in Verruf aind, aber von szahllosen Schreibern it weni- ger Talent und geringeren Kanntniesen inwer noch fröhnlion nachg ahnt wer- 4 den. ul Am 9. Dozember 1836 wurd e 14 in Giessen freigeeprochen, jedoch in oinen Te11 der dGerichtekosten vorurteilt. Auch das var noch hart genus tu⸗ ihn, aber er dah doch wieder d1e 5glionkeit, seine Btudien zu beenden. UE eioh die dttol dafür au beschaffon, beschloss er eine Finansspeku- -102- La. lon“ zu wachen und an Dos Burschen deinkehr“ neu dearbeitet auf Sub- spriptlon zu verlegen. Anfange April 1837 Nar er wit den Aenderungen fer- tie und vandte aich nun, wie wir aus de“ oben erwäühnten Briefe viesen, der vor 12. Apr1- 1857 datiert int, an feine Freunde, urn ihre Unters tiltzung zu erbitten. Roch iw, selben Jahre erschien das Berk unter seine Kneip- na en bei kransbhühler in orns in Druck, und schon ar 6. Septenber 15 So erthaater in Doll unter donnernden Jubel der zahlreich anvesenden Gy⸗ nas as ten(10. Aufl. 8. IV.) auf der Pühne. Kine pesondere Beachtung vur- de ihn. uber nicht kruteln; ie Kritiser beurteilten es selbstverständlich seiner Bühnenwirkung nach, und die kann nicht bedeutend gewesen sein, denn bei allen Vorzügen in ninzelheiten ist es in seiner Gesamtheit doch recht unbehnolfen und unfertig. Die unzänligen on ologe, die Verschleppung der Handlung durch kleine, unnötige Zzuischens tücke, die ganz in Vorbeigehen gebrachten Urklärungen wiohtiger Vorkonrnisse, der iurohefriviale: Schlus: hinderte wokl die Urkenntnis, dass auch hier schon starke und dedeutsame ansätze zu einer wahrhaften Charakterkor6die zutage treten. Die Anner sine ganz ausgezeichnet dargestellt, und selbst. wenn man den Dialekt abzieht, b1eibt noch genug eigenos Leben übrig, aber iber den Durehs chnitt ühnlicher hochdeutscher Sohwänke ragt os nicht hinaus. Der Darns täd ter Lomlpatri- otiezus, der sich jahrzehntelang nicht um Iiebergall goekfimnert hat. aSohte nun, nachdem der Dichter ausvärts su hren gekommen ist. gern das grosse 5 verstindnis neuoneln, das der piessbiirger so oft als aske vor seine 36 schicung bindet, aber wenn er dann Des Burschen Heinkehr au einem uner- reichten keisterwerk sterpeln w111, dann geht das uirklich au eit. rrota- den ist es bedauerlich und desei chnend zugleioh. dase das Darnetädter nor- theater orst im Jahre 18915 aioh au einer Auf fünruns ente chlieenen 1ante. Boin zwook, au oinigen ditteln au konman suroh den Druckh des sta- 3 kos, hat Ezxsffn Iiebergal1 offendar erroiaht. denn im Septender 1839 de 3 tand oer in Giensen soine Prüfung, aber da er Roinerlei Ioeigung Datte, Pfarrer zu*=na4. 7018t. or oinem Ruf a18 Hauptlehrer an das Sohni baache vo er in den Maseisehen Sprsenes una der doenchioh- - 103- 7 te unterrichtete. Hier erschien 1841 sein bexanntestes und reifstes erk, der trotz aller dranunturgischen Sinwäné e SCeriale Datter 14 ec h, der es in deine 70. Jahr schlienslich nuch noch zu einer Aufführung an Dar st dter Noftheater brachte, nachden er vorher bescnders durch den Verein Lelonania zuhlreiche, uetergill tige Aufführu gen erlht atte. 1t den patterich, hat ieber- 11, der chen 19. April 1843 nach urzer rankneit stard, ein ver gescusfien, das durchäans or. Zine11, durch- s urdartl 1 ch gedacht ist, und in un⸗ Gr eSBaen Li Tntur nicht 861-— nesCleichen pat. Gelesentlich der berliner Auffünrung an 24. arr11 1915 Schriebslfred kerr(Die(elt ir. Drara III. S. 396 f.) seselr it Kecht: an zieht dus undartliche seines tilckes ab- und fragt, was nuch den Abzug pleibt. as von ert TIür alle. as von geneiner Geltuns. Der Dat' erich bleibt. De Hauptgestalt. Der lensch in der itte... vundervoll! Hinter alle spirt wan die bit“ere Erkenntnis der Gesunkenen,. Richard der 2weite., vie zuss das in der undart einstens gewirsat heben 3701 bze fliegt so hoe liber zerntaus end Janbendichtern it sainen XitX frankfortischen itKxR V Gerchvi.bbel Wie der Datterich üÜber unfesselnden Kleinbürgern... onnlioh zusger: sich siegfried Jakobsohn in seinen 4. Jahr der Bünne(s. 150 rr): Das Charakterbild wird nie gross, aber es wird auoh nie sentigental.. g reicht bei ihn nicht sur Tragik, aber es reicht zu oiner kleinen Trau- zMigfkait rigwit. Datterichs Leben iet kaur draxa tisch, denn os geht nichte vor, denn das er für oinen Handverxsburschen ungefänr den Kaspar aus dem Freischütz spielt, aber statt in die Nolfsschlucht die PTroppe hinunter- geworfen wird, die oer gleich wieder zur Aufeties zu denutzen wohl der kXann 18t. Diers undratatische Loben serfallt in sehn B4 1derd, ohne doch au zer- V fTallen. Die 1cokere Jorn hält sienlich fest. Behaglich und esecher oohlun. gelt sich ein sauberer, rechts und links freundlich beblülgter Nes auron die hübe chesto B1derzsierlandschaft. Un,diase Landoehaft iat nicht ,. oin phantastiech aufgeputatos Birgendwo, es iat dae vorrärsliohe Darmstadt nit seinen engen Gaseen, seinen donohanlich armseligen Dpiesebürgertun, seinen ratten Fhilieterseelen, die sich ähnlich ind vie oin 11 den ande- -104-. ren, Geren Leben dahingeht z zeEchen Schlafen, WBsen, rir en und Kart en- 81161, die n chte sind und nichts t ben, als ren an asel cen Mnel, re pharlbürgerliche He där elwürde. Und eden unter innen der Lat ter 10* des verko ene denie, der kann, der einen Sschiller xennt und auch in der 6It Be cheid weits, der Bohe 1en, der 61e 6211e zu bpesten hilt, die ger Iir ere Ralunken sins als er, den sie t rer feilen ors] a11 äünlich d zu ge ao h ben. io ein 1 LBber: ch Ce2bet tauscht er ich. r weis Uerrn, ie eeg u- ihn bet el1 1f t, aher er aucCh, dase die nderen r( v e1 Ssorli er une vertleker 1.,4. dass le alle nur Hüllen sind, rur bute geeler lCEe Fu! en* wenschengesichtern, und darun spricht er sich dus Recht szu, sie zu verslbern und zu betrfigen wo er kenn. Aber er tut dee euf seine vundervoll überlegenefl eise; grasiös und geistreich,. urd veiss sie, cChne ihnen auch nur irgendwelche veser tliche Zugeständnieee zu weven, so zu nehen. d a 8 sie sich noch durch sennen Ugeang geschne 1- cel frler, venr sie 1 g1eier fir ener Lu pen Lalten, Selbe“ Duerbach kern TIich“ leuenen, dase er ein ann von Kenntnissen st, und aucr der voxle ritz Knippelius hat einen gewissen ZRespekt ver ih, Denn er 12“ eber eir genzer Kerl, iet ein ensch von Fleisch und Bein und Blut, nit einen prachtigen Herzen, oin densch, der trotz seiner Vorkormenheit oin Lobene- künstler ist, oein MHchter, der die ganze elt nit soinen Kinderaugen an- sleht, ein tensch wie Poter Hi111 iner war oder Peter Altenbere. Bin Inn* zensch, wie er nur in Süden gedeihen, wie er sich nur hier entfalten kann. Un inn, den ruhenden Pol in der Srscheinungen Flucht, dreht aich nicht nur das Stlek, sondern ekztliche Gofhle und skntliche dodanken der anderen. Von ihn enpfangen le ihr Licht und ihre Bodeutung, er oerscheint als der fHttolpunkt der ganzen danaligen Resldens, 41e Ja 80 nanenlosuuf nlchtern var, so wonds cheinfarbig verschlafen, und ohne alle geietigen Regungen in ihrer Bürgerschaft, der os(Puches a. a. O. 8. 6 fr.) ein r- eoignie war, wenn vor der Traube ein Poestwagen vorfunr und einen Freuden brachte. Dle oinen Ralbporticonens tx1 veranstaltete, weil die i1rte un -10— elnen halben Sreuzer naufgeschlage! Naren,„») und das unde der elt nahe glzubte, vern sich ein Ber ter einen Bart vach en 1iess. Diese sturpfe, durpfe Athos htre hat Biebargnll:i: fFloveren 811— chen wie ergegeben, une zuer eso, dass feln TLatterich di⸗ elr 7e 20830 Clarnkterxo ödie 18, die ir ilter“en.,“ in Ieu'rchland bon. oe or Des Surs chen eirxenr nch“ c zu beleu's e'nnn“za, aber in. Iatterich rat der Voltendin errecerr. Lrd uie int lles in dießen —, er 8e 12 t RXXx in klelnen, zant nüichter.e en 3605 611 11 ke nar frae: auch nur on oxr? zuviel urd nicht einer 1t d“, der nich“ deol. tein n z bestir.:es Kesicht hätte in 6leser ewig Slelchen, enie ausäruoksloßen„A“He. Selbst die Frau- en, die ir dierer" ebunc 8107 a11e zur⸗ vrschrecken dunlich ind, haben ᷣα oine geuisse Besone erheit, eine Individualität. Jede 18t in Ihrer 4 und plagtinen Beetel. gchon Au⸗⸗ ie steht der alte Anippelius in Pae Burschen Eeinkehg den ersten orten vor urs: Inippelius: Da do schlenhts sohnn drei, un ich bin als 88 gezoge! D 1s kah Schuihsge, un kh es“ un nix pauver! Ioh date o Gewidder in des eihsvolk fohrn deht., De ganze Lors enda mmot- „ele se orun, un hinnedrin 1 ka Berscht gedon.(1. 1) Das kann nur die mundert ao geben, 80 aaharf unris een, 80 siehe und dostinnt in Jedem zug. Und wio stent(1. 5) das Bi1d der Bärbel vor unas, wonn 31 sagt:.. Dos 18 o wohr dallehr, kann so e Buoh gar nat im Zamnehnng 1ese. (31e 11 est eine poi fae filr sich.) Jah, des vorn acheene Zeito. manns nor alleveil noch so ubhr! Do wehr ioh oein yreilein. un der Vvrits vohr o junger Ridda, un*1 valdin aaoh. un de deht ich. 11 1³farvis schärf etioke— u 1=h 416 Tilaxlahder am gernete Sreos- un 41e dent er Manke un ur Gees or aussiene, un dont *) seldorn, 10 402 memiadter ar wonezeden. Sochenbeilage sur - 106- der jeden zun Zweikanpf erausfodiern, ebbes gele ich hett. Rier zeigt sich eutlich der dinfluss der Lextüre. Zurahang ist hechdeutson, oin ebenfalls, 11 1afarwig.„Owendeier„ und 261- upt erst recht. Roch vpesser is« aber das 511d der acd(1.1). & schee wu ble ent vun Herr BRedestrater, un 30 Flahsch deht ver ah ne“ schicke, vo sc beesor 1C riche de, un des wehr net die Ohrt, vie er sei ulte unne bealde dent. Sie sel 1te er e anz er Stich gerwe. (Richtige, whre: anle Kure behalle dehr.] Des is t dieselbe Oprachxzunst, die wir bei l AlSe und Sau- orwein treftfen, aber sie ist bedeutender, w 11 82le nicht nur naturalisti- sches Spiegelbilâ ist, und dass fet sie in hohen kasse, ecndern 11 810 von einer seltenen urd gestextorgskruftigen Kunst dewegt ird, Roch wehr als pes Burs chen Heinkehr“ ist der Datterich nur in der zundart denkbar, nur ir der urdert öslich. vohl bliebe die Charakteristik auch 1n lwmr hochdeutechen Uebertraguns vesvehen, aber die feinen Adern, die Bich bia in die 1etbzte Issanankmfa szenenfuge erstrecken, gingen verloren, das Blut und der oigentliche Aten. so iet es dem kein funder, desfs dies es kIas ais che verk der hesai- sohen Dialekxtlitera tur in Jedon Hause des rhoin-mninischen Landes Bürger- recht erworben hat, dass eide grosse Anzahl von Dattericha sarkastischen Bererkungen zun geflügelten Vort geworden ainda: Genwe 3e Cwacht, neine Herrn! Von oben herab, sprach Bonabatt prund, Prund, Drurnb! Un do is noch e ganzer Rut voll Drinb!(4A. a. 0. Seite 3.) B101we Se da un esde Se in vertsahaus, do werd Inne ihr Dahl in der Haushaltung gespart.(8eite 3.) Ziehst de not, dats die xensohheit katt apieltt(3eite 5) 80 frensse Hankees, danss en der Stab sumn Hals eraus kirnt. (8e1 te 8.) it orläwe'e net, auver aie wern sllhe, dass ich recht hob — 102 in fufzig Johr sinn mer all Lerke.(Seite 26.) no da vertreiwe zer uns die zeit nit unnerhsltende Redenanfte.(Sei- te 27.) nch e paus, Liewer, die hehr ich von Hch a allerliebete(S. 31.) Das erk erechlen 1841 bei L. Papst in Dargstadt, von der Karl Sor 1- da in Priedlerg 1894 den hest der Auflage und due Verlagsrecht erwarb. B18 1912 ist es dort in zeln ufluagen er chlenen. Sei tder hat die urnst-Ludsig Dreste elne von E. 11 Praetorius austes'attete Susgshe herauegebracht, die Sunz ent zuckend gerften 1st, und auf serde ist es zur 100. Geburtstag des Lchtere in nelreren anderen Verlegen hernusgekoerzen.(Die von doorg Fuche bescrgte Ausgabe der drara tischen Verke, deren Prklärungen nicht inner eoinwandfrei sind, ist in der ſiedergabe des Textes recht fehlerhaft. Die sinleitung weiest ausserden eine Kenge von Unrichtigkeiten auf. Binige dieser Irr tilner hat Dr. Frabricius in den Hes sisoher B15ttern für Volks- kunde(IV. 73 ff.) richtigsestellt und gleichzeitig darnuf aufaerksan Se- acht, dass in Des Burschen Heimkehr einige offenbare Anlehnunen an die Tobaiude festzustellen sind. In den HQuartalolättern des Historinchen Ver- oine für das Grosshersogtum Hossen(1894, 1. Bd., Seite 582 ff.) weist r. nrc ee, e Riok sehr eingehend infæ Fehler und dborfaNohliohxoitan- ne 4 Und nun die Sprache niebergalle- 841 8114 2nn allgemein 15 ns ter- gül t1ge„iedergabe der Darmstidter mndart. das 1at aber nur desingt r1b- tig. ir haben koin literarisches Danknal, das 810 vollendetor 4arn tellte. aber A⁴ᷣ⁴ selbet 18t b1 weiten keine sklavisch getreue Abbilaung. 91 zeder andere MHchter ist Niebergall Sti1klina tler; er schafft auch esprachlich fre und schenkt der, Rythmns der Sprache seine grösete Aufserksankeit. Nan de sohte die 3telle in oeraten 3114(10. Aufl. 80ite 17). vo er der atannanden Lreherges ellen Sohnidt 410 in Ansenbliek erfundone dosohihto seines el- lee ersahlt: 4 2 3 8 patterich: Mer schiense una nat 4 erschte Schuess. Jatachdich pfeipft(1) mer 901 Kuohel am Daoksbors 7adei. Der Kerl macht kahn 3 gpass, dacht 11) 1 bei mer eelbat, du 8 llet em(anmne?) uf de Be1 - 108- brenne, dass de'n 1 s bist. Ich 1eg der Ihne ch.- Schaidt: De- wog das Herz gekloppt how e Matterich: Cb's er gekloppt hot; ei Bareenche acht ich der gunz klah, un so echäahl, so schasl, er vehr Ihne doroh ο tepp- nadelsochr gange.- Jetzt hou ich en uf den(ent) Korn- er war Vva- lohrn- ei destcht vor wie Kees adde.— Schzidt: In der seiner Haut helt ich nit steche ehle. DMatterich:(Ich) G1aab's Ihne che geschorn. Auwer batse 3 Acht, es 80O11t net 8o Konnre! 1e ich der allen ei1 1 sdricke w111, setzt sich der so e Schaaasnick, so ahner von dene dicke blaue 4AMAA (v100) Schzaasert, graad uf ei Visier un butst(der) sich ganz bu- radif die Fihss. Ich schittel- des Oos bleibt sitze;- 1 GAes e- kendat kreischt: Schiess Se doch, nein Herr, un sittern Se nit sol“- Vvastehn Se, er hat geglahbt, 1ch deht aittern(zittere, well ich die Oosezick erunner schittele wollt:- Ioh sittere(zister) nio, S81e Dunnawedda: es i1s nor e Schaneasenickt“ krelsch ich en zu(1), und driok 10s- un dreff nix-(faset Sohnidt beim Arn) un dreff n1 x] schwidt: Ja, so e Sohmaasert!- xer ollt'e net qenke. Das iet zwar, vie die Llammern seigen, nicht imzer eklavisch Kiohti- ge undart, aber es iat durchaus in inren Geiat und zudem von dberwkl2igen. der Koik. Das dessingsch, der Salondialekt, kommt hänfig durch. So mdaete eos heissen: peift statt pfeift, nächt atatt nacht, nob ich gedenkt statt dacht, hob wolle statt wollt, zittere statt sittern, sitter atatt aittre, ruf ich em zu oder kreisch ich statt kreisch ich oem zu. Daus 1at verhält- nieee15„5*1 und 118 aich ir, gansen Stilok, ader es ist keine Frage. taos Au Tio tnnere Tahrhaftigkeit woit über der Russeren Jahrheit atakt atand. Und die iet auseerordentlich treu und suverläaaig. Leider vorvendet er mitunter auch unbedenklich das Praeteritur und sagt. Eam(s. 16), dacht(8, 14 und öfter), 11ea2s(8. 39), vestind(s8. 39). gobraucht er hochd eutsche Pornen uie macht(s8. 24), l1auten(8. 30 und 8fter) . -109- desonders aber in den Reden Dunnbachs, der gunz 1n Stile eines Reporters spricht; nängt er ungebr uehliche maungen an, neistens ein E wie freie Nadur(S. 27), e ganz or Hu t vOo 1 1(s. 3), gut en Han ees(8. 7). ja er verwendet sogar den denetiv uie mit den Laster des tordbrennens be- naft“(s. 75). Rebencoktso nit allein(8.26), ObA Ch(2. 27), git allerdings (S. 21) und odschon(8. 70) Bind nicht selten, und schriftdeutsche Vormen sind ebenfalle vorhanden: Lehr Jung Statt Lehrbubh(S. 56), e Exblusion er- folgt statt explodiert.(8. 72) erblicke statt. sah(8.63), densexben xonne zu lerne statt ihn, nundartliech: en(s. 93), o wenig vinddig atatt e bisch (s. 8), zu Paus satatt dehaanm.(s. 55), unterfangen statt unners tehe(8. 61) und viele andere. Dagegen 18t die Syntax und der dodankenkreis der Kundart inmer aufs vortrefflichste gewahrt, und gibt uns ein besser es B11d von don damaligen Darns tadt als langa tmige schilderungen das vernöghen. Leider hat der Jenson zancherlei verfuscht, aber es ist den angestrer —. ten Benihungen gelungen, oine Stelle tak su entziffern. s handelte sich um swen, Stellen in der 3. szene des 5. Bildes. Erstens: ☛ 8011 go- wiss wid Ter so geistreich Lehrgedieht drin stehn. Die Schuärsung i 8t 26 mm 1ang und bie Jetst trots wiederholter Versuohe noch nicht entzsif- fert worden. Zweitens: pammbach: Das 2011: wer 11 eb 901: obwohln nooh dei. fig vorkint. 00, Ea'3e de Teit widder„vorziokt. L 880112.41° 3 30 um Tans ist, vurae eohon von Sorida aufSa8et und isatn: obgedankt xinietor. Sonst weies man, 10 nir pr. 1.selborn ritge toiit dat. mr2laht näheres dber die 4urah d1 zansur bevirkten veründerungen. Dane das enn harnlose Gespräch der Poliseidioner d1„iner gestrangen zen ar uns.d instose orroegte,„011 0n in pialert„gefaann ver. 10 b 145 4 41— - 4140- vielleicht ist es auch nur eine Verzutung. So milssen wir uns denn it dem. doscheiden, was vorhanden ist, und das ist zuar nicht v1e1 aber wertye22 und dedentend. — Aun klang der Blederneierzeit. kurs nach der Uraufführung des Tollen Hundes kan, nach eoine Be- richt in Rr. 279 der Didaeskalia vor 10. Cktoder 1837 noben Stlloken and erer darnstsdter Verfasser auoch ein leines, nur 212 Verse zihl1"ndoes ohwünklein peraus, das den schon ervännten Elbpretionenstreit verhöhnte,, war hoch- deutsch abgefasst, aber noch 1 gleichen-ciat erf chlen elne vierautige, 466 vVerse unfassende Fortsetzuns da su, 3 kr. die Balbe Portion, Z9a1te Hulfte odda die obgepitscht Krawall unn freundlich Vastännigung dea Schop- pekunne ne t enrn werth. Der Verfasser, der sich niocht genannt hatte, var Georg Philippꝑ aurer(1791-1865), ein ohewaliger Offisier, der in die Iof- b1 bliothek eingetreten war, und wegen seiner sprochwissenechaftlichen Ar- deiten von der Universität Giessen zu“ Dr. h. o. ernannt uurde. Die und- art ist trots der Vversform rocht gut wiedergegeben. kin humorvolles ud recht frisches Werk 1st das 1n, selben Jahre orschienene Lustupi el Abachied der Oegtreicher augs zains von A. Sohmaacher. Die Handlung 18t 82 211tAglieh, ohne pootisohe Berto, aber in den 12b osenen, die gans von 4ar mandart denorraoht„eTd⸗n. in der mrotllans 4— ainzer rloinbürgar. in 4er Sohilierung dor vAr,0Rdedenartigon AMdohen, die ihren schoidandan 11de ten nachtrauern. vor a110 ader 18 den d1a. typischen Hainser Dumlern Ph111ipp und chris tian und den deiden sohifrara gohann und Christoph iest eine ausserordentliche Ledendigkelt und 1euriw,n⸗ errolcht. Gesangseinlagen, die für die Bühnenuirmng vAelletent vorten- haft varen, voraerban, i0 de1 411, ndartli hen: IraneA lelder 410 poitliohksis.. 1 nne errisoe Tcnan4,harn 1 07 160,) n un T1eiehnei 4 orschienenos„e 1611kelane in ann Uenu⸗ e henkrnt1ue-Brnnan-- von oinen ungenann tan verfasser. In roeht guter, aitminsoer dundart, Aia mr „olten von inom faas ehen Ten untorbrochen vira. Srlen 21b sarir ue A -112- vlelne Llebeeteschichte ab. Kerkdrdig ist, daßs der Verlaseer wie Tried- r. Oh 3101 tze und d1 arburger MHalektdichter otter für aber schreibt, das lenget durch avwer vorarengt dor, wahrend es in Frankfurt und larburg nocoh delee: 6 6ℳ7 vinen hnöheren 1ug ni t die ainzer undartliche Pich tung, 516 t Lernig einen Röhepunkt erreicht hwte, dunn zit der Auftreten Karl el exs(1803-186.) der a18 schornsteinfegerrelster Wmd Branddirekter serb. 10 Len 1gs Geclchte elns auch seire Arbel ten szunkchst, für die on des nainzer lAurneval Vereills ver atsI. vorden, inzelhe davon, die auoh kiinze1- 301dan zitte11t, sind auen keute noch chne weiteres vor- etndlich, die zeieten aber, weten der raktuellen Besiehungen, haben nur noch sprachliohen tert. E verwendet die sundart des befseren Aandwerkene, ule ele keute noch gesprochen vird. Dez HRein gacht er vohl einaal ein Zzu- geständnis, aber doch nur selten. esentlich bedeutender als seine Sedich- te ein, Sseine Lokalpcssen, die rit denen von alss den Verglàich ausm 1- ter. I1 Tünchereister Celgrun(1840) entvirft er ein fehr getreues 8pPi4e- ge 1 11d aus der Kkleinbürgertum, in den er oeine sichere Charakterleierung uns eine nicht gewöhnliche Gestaltungskraft seigt. Ficht ⁶ hoch steht 21 Heiratsantrag in in Lochenblatt(1843) und aueh D1° Burgerreiotorzan(1849) i1et nicht eo vollkomen gelungen 1* dor Tüncherrsister oolgrun. der zu iner stehend en Figur gevorden 1at und„öohentlioh in der von Karl 86180n wald begründeten Nainzer Latern eeinen Bensel ohvingt.“ Dabei t Ne4- ser teine Stülcke nicht von aussen herein geholt 61e 4ie frankfurter Lokal. dichter, er hat vorgänge aus dem heinatlichen Leben aufgegriffen und gana aue eigenen geuirtschaftet. Seoin Lied von der Vilspaen. eoinen Stadtteil 1= Süden von Kains, vo eohenel1e 410 Boamten 402 karfuratdiohen Iofes wohn- ton, 18t nieht nur opri chvbrtaioh 710 ononnsö dindarn deute noch e116,- noln bokannt und gosungen. 4 vieder gans Jachahger 1at en 1.ne 2441f Hallenstein(1901- 1661), 4er eich neben deu Charakterkoniker und Chronieten des frankfurter rhostore Ba4ls II4g4righ Iasse(1796-1876) der dankbaron Pigur dos Horr -113- Harpelnunn benkchtigte. Hallenstein began, seine Laufbahn als Eühnendi chte it einer RNachahung von Soribas, Bin Glas latser. Ir verlagte die Hand- lung von Hofe der jungen Königin Anna von Ngland in die irtestube der nicht viel l1teren Anna Stuvart in König von mgland“, nachte die Eerzogt ven lberough zu einer rrau àallruh, den Steoate ann Bolingbroze zu einer BRexer eieter Rnollinbrot und nannte dus gunze dann, EIn Glas Eppelwein. Ler Iri0le des Stüczes, dus seiner Vorbild Zug un Zug folgte, war recht gross; eb wurde ar b?. Juli 1841 aufgeflilhrt. Bereits in Foverber erfolgte eine Eeurbeitung der verhängnievollen otte von Daras unter der 21 tel, as gilt die'ett oder Herrn Haxpalfmanns&elante Abenteuer, das uit 4 seiner lueternen srivolitht gar nicht für die daaligen frankfurter Ver- h=ltniese Mset, aber dennoch Belfall fand. Rach der vierten Vorstellung war es allerdinge für imer erledigst. Seine nächs te Posse Die Kartenschli- gerin,(42) war eine Parodie auf Gutskows Schauspiel derner oder Nelt und Herz, bDer ursprüngliche 11 t el Ferner oder Schaerz un kl Geld var auf Gutzkous unsch abgeindert worden, Die erste Aufführung der albernen perso wurde durch Feuerlürn gestört; e konnte as erst bei der zweiten durohfal- len. Roch schlinger erging es der in selden Jahre erschienenen Traxat1910- rung des Grübels chen Gediohtes Pater in der Frerde. das entachieden abge- lehnt wurde. Das schreokte 1n rur die näoheten acht nahr 5d. zar veler seiner 25Aühri gen zugshörigkoit zur DChno. orschien dann. zin Abentoeuer des Herrn Hanpelwann oder Der menann wider ilen. 4ao naoh iner von gely ddersetsten fransösischen Posee, Die krholungereise, ungental tet er. por Erfolg reste ihn zu weiteren Arbeiten an, aber wader Horr Hanpelwann ir. 5öldochen, noch Poer falsche un der oohte Harpalnann nooh auech— Harpelranns industr1²1ee Uatornehmsn. natten olnen deoondaran Srfolg. 7. d1o in das letste Stok in6, abobene WeruEnns aer 4anad, gerad⸗ tegrun- doten Jugendwehr n11¼ os fur sooha Auffuhranden auf der nunne. Me wn a- art iet das frankfurter 40andeutaeh nit nochdeutsehen Tliokan. 8 In 41 41 tte 40 Jehrhunderbe nat auch Giesusen einen 99ho14 nan peitrag sur mundartlich, Iitora tur eigesteuert, den einaigen, der dia -114- peute zu verzeichnen iet, den 3pengler elster Binbicher, eine Posse in rimf Bildern. Ale verfasser des er es, das 1845 zueret erschien, nann- te der verlag in der tinleitune sur zwolten Auflage den glessen er Kauf- ann duetav Asrua, den Bruder des dereits genannten Gecrg Ahtur, una seinen Preund br. Krönlein vor utlich Her ann Kkrönlein aus Lo 14 161 7, der 183., vei der philosophisochen Fakultet in Giessen 1 ratri ulier“ vurdoe, Rach de Oflenbaren Vorbild niebergalas tiben eie zu elyer recht 1us t1- Ssen Eendlurg eir paar Pypen aus giessoncr Handwerkerkrai er. ersensen, die ihr undament naben u d stehen bléiven, wern ele auc! m10 lher oin er wackeren Durenschnitt hinauskownen, nie aus der Poe herauszachsen. In der apenglerzeister Anton Binbächer, einen Biederrann von altfrnx e- beschrankter Wrbarkeit, haben sie nit Huwor uns Spott das Urb1ld des giessener Spiessers gesonaffen, der sioh 1n. ruhigen Besits ersparter 9 culden seinee Lebens freut und ein Gendge darin findet, seinen Ruf als ensch, zann und Bürger nit einer geuiesen Alrde ar Stamtisch zu begrül den und zu bewahren. Auch die anderen Figuren, die durchneg aus den Le- ven gegriffen sind, und toilseise zit ihnren eigentlichen Kanen belegt werden, sind runde, lebendige Gestalten. Nicht eehr sorgfältig ist 41 zur dart behandelt. 2¹1 Binbkohere Redoeweise 1et das anscheinend beuusa- to Abeicht; or bendlht sieh hoohdeutech zu reden, es den Studenten ve- nige tone nachszumachen, und nit unverstandenen Frendwörtern au g1Ansen. DHMese Art hat vO1ele konisoche Reise, und die haben die deiden Ferfasser denn auch weidlich ausgenutst. Reinen Malekt spriecht allein Valentin, dor Gesell. o hoohdeutsch verwendet iet, da uatellt ens uich zeiatene als greuli ches Papierdeutach dar und ateht in 52ten Gegensats aur Lobendigkeit der mundartliehen Rade, ein neuer Jeueie, uie eehr le aue eioeh ewlbat herane 10dt und Loden einfabass. p106e1be Deobachtung anfordert oin antieend tis ehes ronaanas tWok horaus: Der andenball in A4dehen ven 22ns Sarg Dnerteh(1802-72) das un 4880 erdoht een 188. 44 ½ bitterer Batire und viel nehr berbheilt, twiekalt er 482 datde B1 4 einen * jJudischen Pestes. Die sprache ist die rit der Jüdisochen ver ischte Urganse Sprache der freidberger xud en, ſe in Gegenwart ihrer Dien etuas 80T18T14- tiger reden. In der schltreen apierd eutsah, das scgur die Iversier nach und nioht schet, erseht 2ich dee Hochaeutnohe des 1 rtes, oehr fein 18: 6 es dogelsen deobachtet, wie dlop der tidtsche Lenper ba diht, Tœche au! ch zu reden, aber nach kurzer Ar 1 f 1 er ieier 1n deinen 71 4 disch durch- 1rk- den Dialext verf 11t. ne gelun ere arcdle auf den Ring der Polyrates ist vir xungsvol1 einbeschchen, Buft der Stüch schoin“ khervorzugehen, das- der Vertusser noch ein enderes erk gesehrietben h t, Gei lsase sug Fr1 ed- berg, es ist wir aber nicht gelungen, elvess darlber zu erlal ren.*) Ein recht heiteres Schvänklein veröffentlichte Rarl Josef Karl Ju. er(1820-1895) unter den. 71 tol Liede nit Hindernissen in Jahre 1859, zwelte Auflage 1892. Sehr hübsech ist darin vor allem der theaterviitige zetzgerbursche, der eine Lieblingsfigur der Darrstädter 1st. Zur Iinflhrung der asserlei tung in Darns tadt erschien 188D von da=s elben Verfasaer oin ärchenspiel Amor am grossen 0oOg, das zar nicht besonders geistreich iet, aber durch einige gelungene Travestien eine besondere Jote enhält. Die Sprache ist in beiden nicht genau, aber recht frisch; bescnders näufig ist das ExstePraeteri tum und der Blickrein., Bin weiteres Stilck Dar Otten- Soser iet nicht im Druok erschienen. 54 In frankfurter tundart hat Albert Dospres(*1837]) ausser einigen dedichten oin Singspiel Zzwaerla Meh pder Dri gute Kindar(1865) ver-„ öffentlicht. Der Gesang und der Tanz iet darin die Hauptsache. Me und- art i1st zienlieh gonau wiedergegeben, wenn sle auch niocht nochdeutecher Fügungen enträt, die sich seit der ditte des Jahrhunderte iwmzer Rufiger eoinstellen, uer us.,* *) pDie Lebensdaten orhielt ich nach langen Zuohen en Dekam Orth 1 4„S11s tadr, wo dmorien von 18430 rih an n10— 48 Honsinaooinnehser gewenen iet. -116- In völliger Abhüngigkeit von Niobergall 218t sich eoine Kkleine 1866 er- schienene Posse Das Duell an der Seufzereiche, vier Bi1der in dar städter undart vom Verfassßer der Bumler. Seine Frauengestalten sind weniger kratzbürstig und weit ungänglicher ale die Hiebergal le, de bedsser gear- toete auen auenahnslos iselunden sind. HMe undurt„ die der unbakunnte Verfass ar verwender, 1 oft hit hochde lechen prachgut verd echt. Bins Nachau uing des M'terich i: alon der umbekcan te Schreoiber der Panilien- Seosldes Die Freier, das sich Rerdechriftlich 1-. Eesitz des dur Sstidter ortsgeschichtlichen usenn. s befinde, Es unl eleu enCe 3 UCh et etwa un 1868 veriusst worden. Der Aueklung der Blederzeierzeit erstreokt aich noch weit in die Zoit des deutschen Reiches hinein, vertvolles und vichtiges ist nich: iarunter. — 447— Im kais erli chen teich. spurlos fast ist die Orüindung des deutschen Reichas an den und- artdichtern des neseischen Gebletes verübergegangen. Brachte ale undar*- l11-he Lyrik aun einen oinzigen arsuf gestineten Ton, sc das Dräaca erst recht nicht. ds bleibt bei den kleinen, deschaul ch sentinentalen Stoffen, bel Liebesgesch enten und Liebes schwänken. der Gesichtskreis bleibt 80 dire erl ich eng wie vorde, v-O grössere Talente hin und wieser den verauoh geracht hatten, aus den urgrenzten Sahnen herauszutreten. Trotsdas 1 8t xnnches schöne und erfreuliche fertsustellen. Die Zzahl der Haxpelranniaden verrehrt F. J. Bohn, der unter den tse 21 tel Pilettanten-Thoater 18)9 oin paar belanglcse Stücklein veröffentlich- te. Unter der Nauen Adolxar hat Johann Albrecht Vogther(1811- 1887) 2 1 kleine Lonlakizzen in frankfurter undart veröffentlicht. 80 sain 8eo (1883) und Zwaa Busohtawe in der Buche-Rind(1887), in denen er nit feinen Gefünl flir die undart szwei wahre Begebenheiten behandelt. Ein historisches Stück in darmstädter undart hat ein geuisser Karl Mlwcnioo inm Jahre 1887 in der Nesaiechen Hauptetadt auf die Dühne Sgopraoht. Ee 1st aber nichts andeees als oine Beardeitung Von uartin schlelchs volksstüek„ie letste Hexer, Unter diesem 11 401 ist e8 mah anf geführt worden. mlmanioo hat das Stilck, dasa aloh in der Biblicthek der Hofbünne bofindoet, in die Zeit des Landgrafen Urnst 1an5 verlegt und ein. fach in die undart dbertragen. Recht vielseitig und erfolgreich nat aioh üsadeth kentzel(1847- 1914) betätigt, dioe sich ala Trankonpflogrin 1n 4outosh-franssaisohen rrr* das oiserne Kreus orwarb, einige Tahre 413 Tohrerin in Tankxfurt a. d. virk- to und ,1 0h dann gans der 46-1f sollerei„1470to. 810 nat aahlreiehe Un- tersuchungen lboer den Jungen 000 me una neinen Treis versffentlicht und mehrese Sohriftoen uder 4as Altere dontoohe Weater. Ader auch ala Dehteru hat aie niocht 2ndodontondos 601,1ete„ odgleioh te idron Ruf faet aus- -118- schlieselich ihren wiesenschaftlichen arbeiten verdankt. Sehr hübsch ist das Puppenspiel von bDr. Johann Faust(1900), in dessen Zzwischenspielen Frau Rat und olfgang Goethe in echter frankfurter undart auftreten, es lässt Sich aber nicht bestreiten, dars es trota seiner ernsthaften wissenschaft- lichen Binleitung das alte Volkestück verxindlicht. vin vokes ddiegner Art 1 8t Lor Rsuber(1834) in da“ sie Schillers Aufenthalt in Sachs anhausen, de eins der schönsten Gedlchte Sriodfioch Stoltzes geuidet 1at, rel zvol1 dendelt. Se' r fibsch ist dsae CGarckterbil1d 41te eus-1. tal(1836) it der Irachtigen Gestalt der Preu dat, die ein wnndervolles frankforterison Labtelt. In einer grossen Anzehl hochdentscher arbeiten, von denen aie 61- niges in den Tovellenbänden pedernealken(85), Feldepat(90), Saldhannes(95) gesarmelt hat, schildert sie obernessisches Bauernleben nit szuverlaseiger Tpreue. In der betuflichen Art Berthold Auerbachs forscht sie Sitten und Briuchen des Landvolkes nach, doren genaue Darstellung mitunter allsu ab- sichtlich virkt und die eigentliche Handlung erdrüicht. In ihrer rzählung ickerse Henner an Scheideveg(94), stellt sie warburger Kle inbürgertun mit grosser Anschaulichkeit dar, vährend ihr frankfurter Rowm Pränkische rde das Leben der ehenaligen Reichsstadt mit sicherem B1ick und gefslliger E- sählungskunst schildert. In den 3osprächen hat òie hier nit Vorllebe die Aundart verwendet und auch in ihre oigene Es'auns lässat aie gern muna. artl iche Ausdrüloke oinfliessen. Spiessbürgerlioh friedsane Spessnachsrei treibt der darmathdter Bohnbeante Karl Xai(*1870). In einer siemlich oinwandfreien Sprache aber ohne alle geistigen Besiehungen gibt er in soinen 8sog. Lustspi el Liewens- freid un Lieweeleid(91), eine abgeklapperte sohwankfabel in neuer Herrleh- tung. NMicht höher atehen eine dedionte. foun 114133 Lunterdunt(94) 11&8 ihn obenfalla als dolbatsufriedenen Spasamaoher. 1 sehr fadenschoinig iat 414 tundard, 416 dor Frankfurter Frang Rittzeger sohreibt. 1e durohves 10094u eh. is der Tautgestalt doa Di- 8 aloektos. An höehsten stent aein kleiner Sohvank es UrbL14 des Durgerkapi- tuna, der 1896 orachi en und auoch dol Veroinfootliohkei ten aufgefuührt wurdo. -119- zienlich Mesglückt ist das pren furter Volksschanspiel aus Prirstischer zelt Lae Panphlet, it den er in. selben Jalr an die Ceffentlichkeit vrat. Seine Gediochte eind genlltvolle kelne chre wesentlioche Sigenert. Lesegen enthalten seine 1knget vergriffenen rronkfurter Eausblutter wertvolle Schil donungen nun der Leben dor Aalten Kelenßgtad“. dine gute 10kaYposse het C.A. 11d unter den 1 teol Dor blane on- „A ane anuekript und kigentu des Vorfessers drucken 1essen. Pl schüoh- vernen Beztenungen des Jugendl chen Goeche zu de suagenbsften dGrethchen, Ius seine erste Liebe war, ha“ der fren-furter rzt II42 S1162 1(1824- 1805) in den„ittelpunkt eines Birnens: 1els Pus Bobl'elschünkelche ges tollt (1886), das er etvas anepruchsvoll ein Zeitbild von 17653 nennt. ☛ᷣ ist eim kleine Szene, die sich an Dichtung und ahrheit anechlfersst(1.5), ohne ihr genau au folgen. Seltsauerweine spricht der junge Goethe, der in Leip- zis doch vegen seiner Dialektes vearspottet vurde, schon sein genelurä l1- ches Nochè eutsen.. Nicht chne Geschick hat georg Lecnnardt Beck(1811-1895) die Har- pel eniaden foertgeserst und sucn eine st Anzahl weiterer Possen in frank- furter dundart gesochrieben, Von seinen verden, die neiet un die 4 tte 428 Jahrhunderts entatanden eind, und die lundart recht trau wiedergeben. aina unter dan Titel Alt-Franxfurf nur vier inakter erschienen und swar 4 nach soinen Tode 1901. Die Handschriften seiner übrigen rorka Definden sich 1 k Besi ts a don Stadtra tes Beck in Frankfurt. DSaescnders gelungen 18 b Atzemer und sein Sohn,. Anna Hi11(1860-191²2) veröffentliohte in tundart ausser einigen itzigen Godichten eine kleine Szene aus dem dentooh-franssoinchom krieg: Frankfurt in T.indselanA(1899), und in relmaohtokatalos der frenkfurter Duohhündler 1ε wonr 10gen anhett“ in 312ehe 201n—ae— nachte(a6]j. Thre Sprache ¹at miat reoht gonau. venn en eohdaute Ankzng⸗ nioht Fonzon. Von inren Noshdeutashon. Arbatten. 41* 01 et euch - 120- geb. 18. Jan. 1860, der unter den Naren Hans Rudolf ein Ditzendß versnügl 1- o er Sohwänte in dre Bündo' en erscheinan 11ds. vrankfor ber Awende kan kar 1 90 Naraus, Reue Frunkferter Awe ⁴da 1906, Vier Festsplele 1010. Jicht nYle sinda in der uindart getehrſeben, aber auch wo er„le8 Ba. dede t, un- terscheidet er elch vorteil“ft, von den welhRten deor andoeren zeltgenss1- scwen biale tdiochter, denn auch hier 1st Haine Sprache flllssig und 1eben- d1s und von aina. aburken Tormil1en gepräst. Diesdte elben Iasg Vor zlige weist seine aundart suf, die aulch alne Relhe volkstü licher Redensaten glücklich verwendet, obvChl s ch inoh al eine nd. vendung oder Verbalforn „inschleicht wie z. B. gedacht statt gedenkt(Fr. 4wende Setto 29). Me Handlung seiner Schwinke,"eiet Eiebesgeschi chten in kleinbürgerlichen Kreisen oder lustige Faud lienstücke 1e t frisch und Ddebhaft und von dem gu- ten Frankfurter Huncr beseelt, der auch vor einer Derbheit nicht zurdick- schrecit. Kein eigentlicher undartdichter iet Kurt Arau, der in bürgerl i chen Leben Hand Nischer heisst und an 28. Jennar 1859 in Lennep geboren ist, aber seine 189⸗ erschienene Korödie Die Agrarkonmise on’ 18t durchause mundartlich gedacht und verwendet in den Reden der Beuern. die oine Agrer- Lomiosion sun booton halton, auoh witunter alonlish roino mnndart. 81 0 iet in oinzelnen zugen a18 nassauigoh ꝛzu erxennen- Tisoher 1 bte a16 Sonn al⸗, 444 A. Srikeforschers Kar 186her g0 in Wiesbaden,- 1m dansen ader 406A des so sehr der Sohriftaprache angenthert, aanss 310 a1 mndartli1ehe verk nur boedingt Geltug haben kann. s iet der richtige Salond 1alexs. wile 1ch 1Im schon frihher geschildert habe, zeiohnet aioh aber duroh seine gröaeere Le- bendigkeit und B1utfün e aus, bleibt inmer Ir 65uarkonkri2 m* Aue- druokweise der Dauorn und givt so von den Vosen 40 rheinfränkbibchen 123 zannes oinen vosentlich boss eren nindruok 4¹³ viele roin mnndantli ehe mr o. Di Funrung doer Handäung verrat averaun 9 anfunger. aber 1- ler Kargheit mustis genug-und aneh oharakteristisoh. Vvor ander en hedt 316 sich durch L ernotltohen Ver eueh ber ¹onsohenbsstan'ung. wrver, 0bwOh1 or Xaun golan - 121- ganz auf der Stufe der Liebhaberbühne steht Der Kaktusfreund, ein Lusten el in eine Akt von den durrstketer Irzt Josef Herking. das 18909 ereohten. din zweites er chen Df eErnne flend, dan der Dur eAüldter usik- vorein 1 uhnre 1910 aufführte iet n cht 1n Druck eorschtahen. ine vzih- lune I. 3eomwörtervbelsſe a: deornelbe Vorfansor untor 427 Decknaren 411 e- nus 1 verorfen?1 cht. 11 6 andurt 18 1n all geinen arken sehr unge- Uan., As gle gunz unter nechlen'sche zint1ns dteht. Senr luatig Sip: eloen der Aorest der Heinrich Biüthlein ir seinen KYe inor 3tückec er De VIIla.(1-) Die à1bO18(12). Die Briefthsch(12). git uus elt f ene: He ter 1 t und guter 514k für schuankahes ige 1rkungen daut er drei vergnügliche AHuseohnitte aus der kleinbürgerlichen Lbben vor uns auf, dle recht natürlich anruten. Die UIrSangssprache 1 8t 24e ͤl1iehn su- verl ssig viedorgegeben. enn delne venschen aber noohdeutech Seden, v1ο Dr. Schnabel in der ViTInR, dann stockt sofort der Fluss der 1bendigen Re- de und rinnt als ein seichtes isserlein betrüblich in den Regelsunpf sl S11cher Schreiberlein, wie ale den Unternaltange teil veltversemener inxe1bi tter füllen. - 122- VoOlKSkundllche heaterstlcke. it der Tr. en-tuis ven de er“ dor Vo-kszunde, die alb ere: 1n. rnfung dioser Werr nderts durchoesezt'nt, lat auch eilre Nane art vOn oren er en ets' snder, das volkskundltche 7henrerstlck. ans e11e der ver 1 Sgenen zatarnro sntix, ule 81: dle 111 en 1.“ er 11a on und dse Kalen- der seher, ia die bechec tung ge're'en und d e nat regetrene 55 1derurng. 81e ste die tàralionen PoOs. er.“ 1 nsst e'neefe-r! natten, I nosgt veor Haup-anr der rfindung des naturalistischen 314116, durch den derhart Katkasnn auf den Sochlld gehoben vurde. fehlte den schlestschen Dichter nicht eine ni- storischehilosoghischs eltanschauung, so ware er den neuen, grossen 3t11 des DPrauas gekernen, den vir heute noch suchen, zu den Sti. der das klass. sche Wenohss der Forn it der Seclensnalyse des Zustandsdrahse wrdinigen vird, cine der gro sen Idee zu entrazen. biess lse fenlt Gerhart Haupt- zann, und sc blebt er 1 Ter in der Unelt seiner-ens cnen steeken) dit guten Grund het er deshalb den Pialekt ver endet, Aaber nehr vie in volks- kund iches Theaterstück hat er donit neist nicht gelieftert. Fur dem Lert nach steht es über den paur hessiechen Stüchen gleicher Art, 4en Fert und do inneren Gehelt nac, In der Art bleibt es daspelbe. In der undart scll uns das Volk sc vorgeführt werden, ie 2 virklich ist, soweit das eben liberhaupt derstellbar ist; Brauche und 318- ten sollen vorgeführt werden„rt u d esen. Das hat nit der Alha: an f. dehr wenig zu tun, und es sind duronwegs auch keine küns tler laoh ortvellen Verzne, die toh hier heranziehen uss. Für Ltebhaberbühnen, deren BJedeu- tung für das flache Tend noch lange nicht nach Gedüuhr gexürdigt iat, alnd 61 ese Stlloke aber doch wertvoller als der seichte hochdeuteche Tran. Aer hier gewbhnlioh herrscht. Ea 12t deehalb durchaue vichtig, nenn INnet Loopold htahls boi der hæ aungabe dor Draaturgltsohen B1hu er 42 Verban- dos s.r Förderung der deutschen Theaterkultur auch diese Bedüur fnlase de- rlüokstohtigt, und auch solche tücke enpffenlt. * — 44.— In der Eu dart des UEfaxa Ulfatales hat der Behrer Trunz Sovnl. on(1908) ein hei“ores VOIRRBUIHOK z⸗it Geseng und lanz verffen t- 1oht.* dI1ersO Lis A vunn 1 1bach. In der rührung der Eandlung kRowret er niopt über die Sche bl ne Irnut, aber sprschl1ch un d volks“ un d- Ich int an recn“ bonco'anes*. Ia ng alvon alr g&it Hara an, vyr sch uns WdvIoell n.. 1 tcon, nhar buror d, at ar, die 2, 1.. 8à01pb en er e sr nioyt pafan, ⸗ eT r Al v- r an. ernie gi gae ehe 2. 9, 11 ern erauan dor e an 11112 PE:eler(»19 4 au SFonen SUlzen). Ir ce 1 Ha rne rundern rereln ber TIlern usedan Ir Seno Rot-R- T Fer Ade r.191“) e perit ecn. K5 pee ainer kleinan daue'nde in der vesgtsc-en Pfalz duargestex- t, Aber der Verztovt auf eine peychologische Dercrclune dr FPers enen uns Aie gar z, endgrelrlicohan oral schen Ahsterten ers iazen eire ünstlerir che GCeostaltng schon in e*e. De lort, dio er 8eur Set en viegersibt, 1et die eangsaprache buerlcher Frelse. ie siob ane der Zeltung nencle-le Nochdentsches Sprsechent enleeget veben. Der Lehrer Gecrge Löfler(18 2 1n Rosedorf) versucht in sei- ne- cdenvälder Volksstück Scu Wentt Lure(191) einer erns teren Stoff eine trgieche Liebesgeschichte,-u reietern,"e bleibt aber bei den Ver- such, denn seine raft reicht niocht sus, un vahrbeftige Gestalten au d110 den. Die undart ist in der Patsfllgung der Schriftsprache engenert, itunter auch in der Lautgeeteltung; scherzlich vergisst an oft das Hilfszeitvrort. auf einer höheren Stufe steht der worrser Lehrer 115b e12 Vo- nalt, der eine teihe anspruchsloser Szenen als deitore dberfdtlaer aue A2 cherbhesstschen Volksleben(1913) in vegelsberger Mräart veröffentliecht hat, 1as or bringt 1at gut beobachtet, abar niecht geataltet, Seine Nno- art steht obenfalle unter hochdeutachen Rinfluas., Vo ar hochdeutseh re- den 16ast, vira er grad so dochal vie böffler. vin Volkes tlok nennt Petar Fucha ein 1 3albetvorans ersehle- nonos Llebesep 1el„Proden in Yogelaberg: einen kursen wa ter, der Sna ir gelioe der Vereinsschablcna b11 b“. So4“ die undar: Ver ende vIT 1st ele r'ohtig, dar pa. Text ie- etr 2t-harliovas papierden so. ae ai duf 1e'nen Verlnt pors, O“ aus do- korzen neter erschen kX. t. Tin andoren tleklair ane ae, Vodel-harg, 4a⸗ 1909„. Gas ener V..C. iFgerunrt vurde, atn. VTo Ar1 zouratn, 1nt ner go r dosnlb serlno olden, o 1 es verso 1 1041 AAA150 70110131,1% 1⸗n einige ssiner undar 11icean Gela on e*a Alen*, ſe aure. Vortr; o n-4 n- schr 1ten beuun- gon Fasen gtnd. 3ie erlen niarr r arsr, n-. 4 et: n. en V. raurf Aevy UnvellISI hAle«ei: a. en.. er. E.. 1 d2 Sch-unk leirs nae to veorgesser, Wen 10].-n1:- Ver asser-Ench in elner„issen- Scuftlichen Arbeit vopl bokennen darf. 7145 Dte FastnaonTs1i ern„ur. —., Manswurat 10t unstoerbl ch, c er nun iekelhering heifut K BDeT- 1e, elor ius odar Hof rarsonnl1 von 1b, cb 1 1t Pr1 tscohe l“ Sehneen- kappe suftritt oder nit beben und 6ert. Tle Zeuberin va e nur scheinbur einen Ir- Olg, denn NoS 8 16 21 Cer oinen lilre le Ppussenc er Sinausvarf, das ka Lübsoh aufgeputgt A⁴ zugesoutz: zur underen ieder lerein. an s da under nen en, das er 7 r Faschingszelt in verf r1Sem Harbi“ auf die Bühne kornt, eelr in alten Gerwhnien die rosischen Ad- 1er lrangten! vornehnlion in Rneir lend, vo die rörisclen Legior re inre arurEl en eicherlich nicht wenigar üphis Seileiert haben, 18 in Ihrer euG IIchen eirnst. zuch aus der ittelalter und aus kur ainzer Tagen ind und zeY1reiche Eeispiele eines senus f ronen Fastrechtftreibens lber11- fert, die 11eln Clobes in seinen ainzer arrenspiesel(Seite 9fT zugta 6n8T611v. Als erster arnave lsd chler der neuen e1 L NRT Iry axrich Lennig zugleich einer dex wenieen. undartdichter, der veit über dar Far- ronpodiun hinaus bekannt vurde, aber auch viele andere Schriftsteller, die stcr neute oines angesehenen Baens erfreuen, taten ihre ersten ½ Schrizte in der Bütt“ dee zainzer Karnevalveroins.. L. Langenachuar, der n.it Prof. Sohunacher die orste Fastnaochtschroni herausgab, und Karl veiser habe ioch schon an anderer 8telle besprochen, aber auch Eurt Kraats iarl eufs und ihel Jaoobg sehören hierher, der bekannte Dexokrat und vreiheitsgann Dr. Franz 24 tz, der Regierungepränsident Iuduie Gri- „topr Frpr. von Lichtenberg. Lalieoh und Tarhix. Auch ranoher andore bas „aoxit er in witzigen neden oder frühllchen Liedarn nonar fe Kritix geubt un den ,tkatischen und stàatlichen vVerhältniasen, denn daus iet Ja das Kauptsennzeiohnen dos minser harnavaln, dana er schonungalose Eritik add an 2110*, wae nioht-Sesund und vernunftig ist. Und dae gesehieht faet au0110,611 0eh in der rainser undart, Leider eind all die vieler Vor- träke, Lieder und Thoatere tloke in den Archiven des arnevalvereins de- 166 graben. Seine Annalen nennen für die Zeit von 1858-1913 Felt dpar tausend Ranen von 1itarbeitern, von Rednern und Dichtern. anches dadurek ist duroh die ninzer Garnoval-Zoitung, die 8e1t 1902 orscheint, der Nachwelt bexahrt worden, aber es iet doch nur wenig in Verhkltnie zu der lenge dessen, was in den 79 Jahren geboten vurde. Auch nur eine gedrüngte Ue- versicht zu seben, ist Ar Lante unnöglich, den dn der Pontverkenr ⁴ ⁸ Reirhessen gesperrt inst, bin ich allein nuf rrs zutzsioymungen alis friberen sehren angewſesen und auf eine el, ene Bchers arlung. Ieh kann deebelt nur einen ganz flüchtigen Ueberblick geben, der höchstens als Wegveiser durch die undartliche arnevalsliteratur in Frage kormen könn- te. Aus den ersten lagen des Karnevalvereine sind eine ganze 3e1he von Liedern volkstümlich geworden, ao den Andresel sein Sehn von Earl Zuxehner, das Joseppche von Pr. ittrann, das 1Theln Jacobx vierszig Jah- re später in veränderter Gestalt neu belebte, das schon erwälhmte Lied von der Vi1zbach von Karl NTeiser, der spannelange dann von Peter Sonn, der heu- te noch geuungen wird, wonn auch hin und wieder otwas ve2nl“r3. narent- lich da, wo das Original die undart nicht genau„i der22e. An das vest- rälisoche Ansingelied vom Iuoluok auf demn Baune orinnert das von Tierian Schzidt im Jahre 1861 vorgetragono Li1ed von kuehnek enf der Iocko..—r ursprünglich noohd eutsch abgofaest. vur doe er 1 in Volkennd vollkomen in doen Dialekt dbertragen. Von den neueren 1104r4iehtern 2-en uDel2 Z— obx. Karl und Jean Dromel an erster Stelle. Bescndere Jean Dremnel es durch eeinen treffenden Huwmor azu einer Beliebthel t gedraoht, Iann mn ihn den Stoltse vom Rhoin gonannt hat. 30ine oft Daraaken Rinfulle aina 4 gans in den Volxenund lbergogangen. und 7¹01e: einer Lieder oind in er mainzer aund. Auoh als an naminer 44 1 nfeen nir troneen. folg versueht. Seine rork 110—en 1n ers 1 16.. eind oohen 601 t„iner Re4ne ven naren: or ninsar tas hiblsshen na er de,ens b 11ten. 301n0 2 7 10t oft nit hod oner Wursem Worzioohs. enn 127- · er ochrelbpt den I1alekt der nainzer Bilrgers von heutzutage, aber er bringt Auch eine gunze Reihe von Redenenrton und zörtern, die neute schon faat vorldesgen wind. Rr hat denpalb auch ledon Dande oin örtarverzeichnis bel- gogeben, das wertvolles zaterial enthàlt. Von 1 1h 1= Jaoby sind nur elnige rundartlione Gedlchte In Druok ersonienen, darunter das ausgezelch- nete Rul10, das auch Rans 4eis brinst; 1lelder ist ds nundartlich nicht ei sandfrei, da ee sioh den, KOOhdew bschen nähert. Auch Lorenz 312 und Ge- ergs auser erfreuen sich eines Srohsen 5 8I.E, reichen aber edoer poe- tiech noch sprachlich an DPDrenel und Judb, heran. Aus das Karnevalstlok tst durchaue bedenetündig, Lesohkftigt sl ch fast ausschliessãioch uit zenschen, Dingen und Begebenheiton der näohsten Ungebung, insbesondere der mainzer Banqwerkerkreiae. Beziehungen zun Auea land sind nirgende nachsuweisen, nöchatens könnten die berliner und„12- ner Possen herangesogen werden. Besonders Wien, für das in Ains 1 mer senr grosse Sywpathien geherrscht mpen. Dort war der Hanswurst von dan Tagen des theätre 1talien, der eigentlichen utter der viener Posse, naoh grich Sschzidt(Charakterietiken, BandII. 3. 315 ff) sogar seit der röxische Atellanenfarze der beliebteste Bühnenheld. Aber oigentliche Hachahrungen finden saich kaum; wanchmal erinnert oinwal oine der kleinen öffnunsa- eazenen, wie 510 412 8itaungnabando einlaiten. an Testroy oder an 1eiens od er oinen and eroen, was Anrn an aber woiatane achon aus der 14ie4kit dos 11 1 12 hervorgeht. In ubrigen atehen d1G xainzer PastnachtsetHcke zindestens ebenso hoch vie die frankfurter Lokalpossen., Der einaige ee schied bestent oigentlioh nur darin, dase ele in Frankfurt Sonshnlieh nmun mrenabend irgend oines Schauspielers rum eretennal aufgeführt wurden Jainz an den karnevalstagen. Hier vie aors fenat sehr oft die Verinnerl ohung, 410 410 Lustigkeit dun Tunor erhodan Dune. v10 4a2 Raimnd 2it wiener Posne do gldeklieh veruoh: hat. denn Sans abgenehen von TSnnea handelt os eleh hier Ja noletene darun, in diner ereigniereichen nana u 410 Sohaulust su befri edigen. und 1ernl- Vorkomniese luatig m vonandein Das 1t denn auch durohnes der Tann, vonn auoh niont au leusnen iat, 4008 - 128-. nur einlge Swüowe über den Durchschnitt hinausrasen. Die aundart aber ist fast durchweg treu wiedergegeben. Die ersten Stücke staumen von den bereits ernähnten Karl Neiser, dessen Diüncher,elster Oelgrüb zunächet ein paar anonyme Ltdee folgten. Nuchst ihn ist August Kochn(1783-1865) zu nenen, der eine ganze anzahl von Stücken geschrieben hat. it seinen Triunnh des Larnevals errang er den er ten Prais für das beste Jarrenstlck in Janre 1844. Isidor Schuargz erechien 1845 nit Liebe, Kunst und Brot, den Peter Sonn 1807 it Sine stun 2 de i17. Aime1 und ein Karneval in kainz folgte. Bine Posse per Darpf oder Jarrenstreiche im Hime1 und auf Erden prachte 1859 ax von Hegel ing, dem 1861 oin Jarrentraum von Richard Genee folgte. Seben den schlagern won Neiser, Koch und deiler, die inmer weiter aufgeführt wurden, erschienen dann hoch d1e Talismänner von Iuduig Ueainger 1863. defoppt von Otto Lehlin, 1865), Loreley von Franz Bittong Ir.(1867)., Das Kunstbuch von Karl Prem 1 (1869), Der Sschuster im Feenreich von Lendelin Keiler(1870ͤ9. Feden Karl dor 1 Tre el, 1873 nit Durohbrennen und iedersehen erschien und 1878 nit LA- denrein den stürksten Srfolg errang trat als erfolgreicher ditbewerber — A. Engt. der 1875 sein Aainzer Lden herausbrachte. Sein 1878 ersochiene- n08 Hoiratafisber heute nit erre. 121 eine der dosten mainzer Lokalponsen und wird noch fgofuhrt. Dor nMokarzsistor un4„oin Trouna Sodemaer eind ein paar 44389391 Ghnet⸗ minaor Typen. Auch 0in⸗ Ratter der na n— heit, denen oino Idoe Von koch zugrunde liest hatten viel IrfolS.(48esJ. Sehr lus tig iet die proisgekrönte Posse kainger Alut von Karl Sonlemer. die 1884 erschien und inmer wieder einnal aufgefuhrt vird. In Jahre 1388 trat Jean Dreomsgl nit soiner ersten Posse aur den Plan NA10 chen 1 eoin 1nonnoihfoton:,. den im Lauf der zahre noeh is⸗ Ganse mn* orer. 2,18 47865495 4ordor ¹0h-änka agten. 41 i6 41⸗ 4 12- toosten 201f4116 2„ ertroua endon. ven Karl Lan fasser doer ee unler.*r1,dt J An - 129- der nach Nestroye Tannhäuser von 1857 im Jahre 1894 heraue. Ausserdem wurde noch eine Reihe anderer, aber neiat wenig erfolgreicher Stüoke auf- geführt, die aich in dem Archiv des nainser Karneval-Veroins berinden. Von der grosnen Anzanl der Rröffnungsepiele, die in der 1etzten Jahrzehnt d107Poseen irner mehr verdrüngten, sind besonders die Arbeiten von Karl Nchascheck su erväühnen, die sich dur ch pootſsche Prpfindurg und huworvolle Charakterzeichung boeonders vorteilhaft auszeichnen, Auch Nugen Binder und Robert esserburg haben hierrit schöne Srfolge errungen. vine besondere Virkung ging bei den Karnevalsticken von den Frau. onrollen aus, die nach altem Brauch etete von änner gespielt vurdan,„1⁴ auoh bei den karnevalistisochen Umsügen Frauen grundsätslich ansgosohloe- sen varen. Sohr erfreulich väre 0, woenn das reiche taterial des farngynn. Archive einaal gründlieh durchforscht würde, denn es vird für den Serach- forscher sowohl ale auch für den Kulturhistoriker sehr viel wertvolles und wichtigee dabei zutag kornen.£t haben-die Vorthltniaee deider eda sMerss iSehen-Aapans-vonnn. Auch Darns tadt hat einige beachtenswerte xarnevalietiache erke zu verseionnen. aber auoh hier 1 t 44 mo1e 50 nur Nandoohrifelien. Ioban 8 8 nome Helenmns 10en n2. 1 — 130- elodraen, wie sie in Ainz Karl Leopold Volk Inde der achtziger Jahre bescnders gepflegt hat. S1 e alle bringen ohne Ausnahne die undart der dilrgerlichen Krei- se, die schon sehr stark ven der Schriftsprache abhingis sind. ☛ ist auch ganz cffenbaur nicht dus Z21e1 dieser Dichter, ein treues B1 1d der undart zu geben, sie wissen, dass ihre ce e bein niindlichen Vortrag schon rioch- tig bperausko men werden, e1l sie a nur für solche Leute sopreiben, de- nen die undart bekant 1st. So kornt es bei eun Prer 01, 2u1Tel108 den besten vertreter der heutigen minszer undart, sehr heufig vor, dess ganze Teile anzuten wie hochdeutsch, well er ele in Lautbild des Hoochdeutschen dringt, aber es ist dcch eden die undart des zainzers, 011 es darin go- dacht ist. hazu kommt denn noch, dass die neisten Gedichte, bestinmmt ale Lieder gesungen zu werden, aich an bekannte und besondere beliebte 10- 4 VNae diern anschliessen, also zehr Rücksicht dauf nehren, denn auf die aundart. A1e 2eispiel„öge eine Strophe von Jean Dreνεε1 dienen(wainzer Narrenspi e- gel S. 91): Der Sunndag is der schönste Dag, das waes en Jeder doch O wär er nor öfterse aach ale noch in der och, Dann starke Knache drauche Ruh, drum jeder aügt; dems glückt ver Arweit kennt un sich nit druakt, HerrJel der is verrilokt. Holdriol Sas e Kohl! Unser Katz not Junge krient, Holdr ioch PDock se zu, dase kän Schutséann 810(1* nit aicht, Holdriol Dann du vääst, durche() Gesetst der gunndagsruh, Läeset der Tlapperstoroh am Sanndas 801bet die Kinnerbudik su. 4ber der drastisohe Humor iat ihm am ichtigsten, darum fuhrt er fort: Die Ladabobbe- mgelcher, all, vornehm friach gebad zarschiern sunndage duf tig in ihren(1) Sunnda 2eLaa; Stols aus dem B1unekiwelhut Fort nor die Naslleraus Die dade drilcke sioh durchse(T) Klld- wenn velchelfhat die n.- Holdr iot Alma, schlank, vie e gross Stang 8123e11725. Holdrio: Un ihrn Schats, zuä Mark zwanzig in om(1) saok. Holdriof Gehe aus, ain vor Lieb mesohugge bald Un in Jiebo 11¹) süsser(1) eriede 6¹) suche Tnnnnaher 64) 512 3. In Kald. 31 küns tleviset gostimten 1104em und 391010 tritt 41 mainser Andart gegenlber don Hoohdeautsohen, 501 t anfans 46 ¹ahrhundorte etwa, atark a- rülck, und wenn nioht 1 ⸗ mMuooh. dann vir Iyr 41*— 1004- r.8 ehs.e— 34 dooh heute nooh n Loht Frrona 497, napolecni — 8— - 131- in Die hessischen undoren Ger hocdentschen Litern ur. **«*. ⸗***....„.=.=. Die ersten Spuren fiir dle verwendung der hesslso en undarten i1n Ser vochdeutscuen Litera tur Iinden ir bpe ras us Alberus. VIe1 bedeu- Kundsveller l: der gelenre(eistliche s. aber dor durch- und durch veltlich gesinznte Ken I b Crit 111 Cr 1 e1s! us ens der gleich den A ‚1e arnan J h. 1C.“scher sch(1601-16:79) und de Eesser. Jor. Palth. Se 4.(1 10-*5 1)„1t vTler Absicht und belarrlicher ntschielenneit der Lelenrten dunstrichtung entgesentrat und volkstinlich 1ebendige 11 te- Tatur pflege. Un 125 in Gelnhausen geboren, vurde er alse zehn 1ger Knabe vor veosisobhen Scldaten geraubt, und ervard sich 11:“en 1r. viIdes'en- ka trudel des Kriegelebens 211 die Irfehruhgen und Kenntnisse, die in se'ner sp' teren erken sc stork und bildreft zu Dichtungen gestltet aind. ver less an var er Schultheise in Benchen, wo er an 27. August 1676 startb. Ir seinern berfihrtesten erk, der einzigen heute noch 1ebendig vir- kenden, Schelvenronen des 17. Jahrhunderte, in selner abenteuerlichen 84„11 zi 8eirus, schildert er die wenschen und die Dinge mit realiatischer schurfe, und so lan er ganz von selbst dazu, sich in deeprächen der und- art zu bedienen. In 2. Kapitel des 1. Buches spricht er nit neinen Vater ir ve'terauer Dialekt, urd in 8. Kepitel, ale er zu den. Einsiedler korrt, bed'er“ er sich vieder seiner heinischen Redeweiee.- In daelnen Teu scher 101e1(1/73) finden sich dann noch einige vortforneln, vie Naut in Schar und 01 e 721 die viohtige Penerkung, duns den ragern nienand dan Deute o- vorderbe, woll sie ohne deutech redendee Hinterland vären, danse ningegen unter anderen die Frankfurter von den etterauern und die urburger von den Heesen vIel Unzierde an aich nehnen nilaaten. Bol Goethe finden vir, allerdingiohne sueckbewneete 4beioht, sehr viel nundartlichee. Aekenasy dringt in seinen unfüngliohen Verk über die frarkfurter mundar t, iire Litoratur sahlrache beiepiele dafur(Ine in. - 132- fanntz Goetz is8t vergessen), und auoh Hirzele Jerk Der Junge G60ethe 18t relc- an Jelegen. de 1s8t denhnlb unbedingt richtig, wenn Sült' erlein in eelnen. werden und Weßen der Sprache(Beite 10) neint, dass ein doethe- erklkrer eigentlioch nur aue Fransfurt stamen 801 1 oder doch zuhanse 8eID flege in dor Frankfurter Denk- und undart; var dcch das ort broAz- zeln, Wie Strehnlke in selne öôörterbuch zi1 roust un ter diese tichwort be erht, den Wr;lkrern 1 noe 21 l Rälnc. awor ins Hygerhech den nche verirrt H' Goethen. tuoter. 10 ₰ Schl ller ver zerrichtat r dat, ac Sprich! er von Dosseln, statt bosseln, ves lirzel(1.42) anfünrt. Auon Seize, dle nur in der undeart reselrech- te Seie alnd, finden sich, Ho Holat er ir der beuannten Lied in Auer- bechs Keller Floh auf Sohn, waf Strehlke a. a. 0O. Seite 45 und 187 als nund- tν— artlich DeinfIunten Kein erkennen w111, ⁴ α‿eνα e. e7 oe: AA a. ee. dat rend bei Schiller die randartltehen örter 1 Laufe der 201 t fas! volleständig verschvinden, aind a1 dei Soetha nierale ganz aueges chal- Sogar in der Iphigenile une im IRRner Tanso sind einige festzustellen. tet, err reich aind natürlich seine Sriefe aun sclc-erlei anklngen. Da steren: ulger, Fädger, die Schulzen, alle sein, achlockern, vutsechen, nunten, heden. In den anderjahren(1,6) schreibt er Plane und Spriegel rur lsgenteile, au deren Bezeichnung es der Schriftsprache bie heute an feststehenden Törtern drieht, und vieles andere rer. n 8e—.* Friedrioh lll ler(1749-1626) der gereikhin ee raler fll1er genannt vird, ie ender Stürxer und prünger 1α Ain una ieder undartliche Redewendungen gebraucht.- uns—õe 4%, vor allen in seinen beiden pfalzischen Idyllen Die Sopafschur (1775b) und pas Jusskernen(1811), Den 3uge der Zett folgend, vandte er 21 darin gogeh die ellael ich verlegenen ³ohhferi4-ie und auehte wie Vo 4ie virkliche Iatur seinos hoinataiehen Tandos un n414ern. Une mtet 4108e Art von Taturaiohkott al1eraing noch rooht vunderlien und wpfi an, 3eine 36hilderungen 4⁸ plischen! 10dan, nind nur au oinen Tei- „in troulichos 4414 40⸗ poeondoran rheinischen Volxntuns, obwohl er 7101fae mundar*110ho Wueter voryansot. 1 der Sohafs ahur rind en vir u. a. -133- geit(129, 18), gohn(129, 24), nau(129, 26). Duntsel(130, 19), rolzen(131. 3)., 1angen(131, 12) für geben, Ge1t(132, 2), en Tagener sochse(138, 7), nit(138, 15), viohs fur Iiebe(19, 3), Hanlgans(141, 34), glitscht(150, 27) und auuserden ale(130. 27) für imer ſoder oft. Sooh reichlicher ver- wendet er eclche landschaftäichen Ausdrücke in Pausts Loeben. Dass in der Ssene Jacht, Gelürn, Sarktplatz, plöfen für verplldfen gebraucht, dus dioh ale vielba künpftes Sluff neuderdings aus 4 Unglia chen ui eder dei uns eingefunden pet, eei deeondere angkenerkt, un d1 richtigkeit su vetonen, die der gensuen Erfcrschung der rundarten zukonmt. Das Hbrigens rur einen Herauegeber die Kenntnie der undart unbed ingt erforderlich doein 8011te, geht aus darl Feyers lMll1er-Ausgabe(aoldane käsiEor 2. liotnoy) narver, denn er orklürt sun Jelep 10l versuatseln(144,211,40 verzweifeln bedeuftet, nit s10h abzappeln, laustern(414.31) n1 ⁸b men onen, das n1 t werxtc au erxlären ist, und andere mehr. Die rerkoe rullere eind sprachlich otwa den Jugendwerkan Schillers odar Goothee gleiobzustellen. In der undart gedacht hat er nicht.. danz in Banne ihres Volxstuns und ihrar undart steht dagogen 5 Etherins Diebath doathe 14734-1300). ohann volfganen wmworl ienli- -134- Y Eindr ingliochkeit ihrer Darstellung erbeben 1 e zu oiner unserer gröesten Driefpohreiberinnen des 18. Jahrhunderts, das an DPriefcünstlern gewiss nioht arr gewesen ist. vie oin uaterbild inrer hessisohen Starresart, die auch sprachlich scharf ausgeprigt 12t, erscheint sie une. Sine FHI1° von amdartliohen Ausdrücken axankaftntssiaczns, Redensarten und S pr ohör- tern finden dir in ihren Briefen, in denen auohanehn oin- rndar 64onen ert neven Seinan hächdeutschen devonniebarn dtent. I preiet sle in ihren „ prief vor 12. àärz 79 rurseren lieben Ferrgott sein prächtig vetter, rreft sich(1.2.77) über der Duben 1hron Seyfall“, spottet än einen sekrelben an die Nerzegin Anna Amnlia lber"dee Herrn pfarrers Starke 81- ne demeinplt te-(15.12. 1780), s1e schreibt(24.7. 76) van Ihnen denken“, rvor nich“, vohender“, spricht(1. 2. 77) vom XNarke(aaryt), und dor ver- stopten Unterleib. 31 e weie(17. 3. 22), 5 79,l 221e F LJendon fe), erszhlt(19. 5. 80) von Nackässohe 42hten Inoh Stil Hechungen kormen vor, aber die beweisenf nur, wie sehr 416 in der enndart 1ebte und uelche Geralt sle sich antun uMlsste, ur hoohdentsech zu schraiben. vnd erst inre munteren Urzauhlungen, ihre köeclien friscnen Ge- aprtche, die uns Bettina Brentano(1785- 1359), selbat eine Frankfurterin., 3. trotz aller Stilisierung so 1ebensecht und ao naturgetreu Dbarliefert hat. 5 wan die ewis jJunge Frau Rat leibhaftig mandaln 21An. m.„innerans 410 8lig-reiohen Stunden“ in dam ause an dem iroange,den. in 1nis. ater Dunkbarkeit für die vergötterte prau. die 8sie mit 11dar. linder 1 Hand sohlitzend quroh ihre jugend geleitet hatte, führte Bettina dte ren 47 in ihren 1852 rschienenen Königsbuch als Verfechterin Inrar is.nA fI4eale ein. ag nandhos, wag vielen darin erfunden sein, lebendiger und derrlioher unnn koein iograpb 910 ¹iehnon. ala 516 41 pin⸗ der— „onen gohmlo“ os vornooht hat. nahr 1⸗ 410 aunbore uahrhoeit 64 aie innoere mayrhaftitkoit. und aaau trente 20ina. b. 810 Tran nt n18 rfurehtyollor 14 b, un4 nit hes hofson Tnor in ihrar Eannon Ur-doh- 8 1n roinon Diadeks. Dettina dringt hor foschrioben hat. PDer Goiet -135- Y des Dislektes aber, den deweglichen Sutzban, der ortechnta und die 1eben- dig reloe Fiille des Ausdruoks konmt gunz vortreffaich sur Geltung. Die erquioklich fröliche Reise nach Dharstadt ist dafur das entsdckende'e DBeispiel. Z1 ewl 1ch nkufige Anklänge an iYre vesrische undart veisen die Drüder Grim in iyren Kinder- und aus mrchen auf, els vens 2ima es eln 201 ne örter cder fer elhafte Ausdrücke 1e,es schlekt ir niont 261.9])*) ür os reicht nir nicht, Täuberenen(1.4. 56). gekullert(1.82) und ande- re, fur die eiey wc-l nicht gleich ein vcordeätsches vert zur Verfügung katten.[A1s bezussten Ausdruck frinden vir die hess1sohe uandart=s bi Otto lll1 er(1816-1894). der eie in seinen oberhessischen Sonanen bis- weilen anwendet. An geschloesensten und reinsten tritt 3ie in der Esäh- lung von Ilbeshäuser Papaeel auf, 41° in seina köstlichen unehnausen in in ——— vogelsderg(1873) eingelegt 18 t. Auoh Ins: Lokstein(1845-1900), dessen Besuch im Karser noch irmer sur fester Bestand der Gyrnasiastenbicher ge- nört, nat 1n seinen Schulbuncresven itunter hessische rundart vervendet. so spricht zun B18p 11 Dr. Veit 19 der Bleiohnaml Sen Gdeschichte durchgän- gig die in den hoessischen Stäadten Hbhliche ischung von Sohriftsprache und neee, den 11s1.t.. aber wie os in der Irskhlung eelbat heiest, an or oine Houisse stare der Inaigaation Hberaohritton natte- entglei- 23 5 e 11. herheraised⸗ mundars. 2umol 1ainaeelins 3 der reeriendes und dle onxfur. ber and Barburger; Rone von Aleabeth- entnl habe iech schen hingsnon taurohans e Lunger 110d 1S*sgeh. 2* 41⸗ Sn aine. T erreree. 8. auogade des* anan 1— zelreohen Leyn- und Fre dwörtern überträgt er auf eine gunz bescndere. peetisch verklürte Art in die hochdeutsche Lantform. Auch viele absonder. liche endungen, die in anfangs von elner kurzsichtigen Kritik angekrei- det wurden, erklkren d*loch bieraus, und die runſge Klarheit seines Stiles 6† t niocht zu geringsten aus seiner reinbessischen undart.,. Wigent- lIic-en binlekt sochreibt er nicht, er beh 1t die veiratlioven Nendungen, Srter und crtfor eln, aber 1r ar stiliel †t. 30 8ast er belspielsweiee. Gut FRach:„ nc der hialekt„Gun-Nachnd pat(unter de- Finfluss der Boch- deutsch: Gudde Racht) und vieles andere. Aber durch diese Annnherung an die Schriftsprache erreicht er zünächst, dass er Sanz allge ein versthnda lioh ist und dass trotzden das in der undart 11 egende deletige und 30011- sche, das Gerdtvolle, das sich in Satszbau sowchl als auch in doen Verkle4- nerungswrtern und den Koseforfen seigt, vol1 zun fuAruek kornt. Deshalb sind denn auch seine Serke trotz ihrer poetischen Idealiaierung reine und echte Spiegelbilder des rheinischen Stannes. Ist er ein verträumter Idealist voll übereinnlicher sehnsdchte, sc stent sein oberhessiecher Landemann Alfred Bocok*1959) vollkonmen auf den Boden der virklichkeit. Die eichere, festgefügte Art, nit der er seine mapp und karg goefassten ovellen und Ronane aus dem 80elenledan ¹oiner bal lung und seinen inner lichen Laben oft Idarranont. das gültige riefer. 4 6p101 lauterster ahrheit, strengster CObiektivität. vie er nie und nirgnes aus den Rahgen ausdnnnon der Geschenn1 80 herauestritt, ao vird auoh 4 ein dri;⸗ nie eubjektiv; er eohwingt im Rhythnue der Gosohehni¹ase. 8em. . dde naturgendes in den Gosprächen iiru reinston 1= 2097 3 aber aueh soinen gesamsten 13811 boeinfanest. 10b 10 3e4e diehterische 3 . sohbpfung koine reine Sanrhoeit, dondera innere mrhafi&ait. Aber Surae 5 aus in der nundart gedaons, 80 enr. dane auch die Qadanken der nauern 5 und dor andoeren xleinen Leute, in einer Art atilieiertery dundart vieder- 4 5 gogoben werdan. 1aboi 1 einles 1. ns. der Jahre Iror mahr en -137- die nochdeutsche Forn herangerückt, eine andlung, die nan bei allen Dichtern deobachten kann, die ihre Gesprächepartien in Dialekt bringen. i18t des nichte anderee, ale die Uebervindung des ater 1011 natura11- stischen durcoh das geistig ideelde, der Sieg der kimstleriechen Form dber den aufslligen Stoff. zwischen Dock und volsa er steht der heseische Arst Adan Karrillon (18653), der au unserer dedentendsten zehlern gehort, nur dases er in seiner lelterschauung durchaus huroerist ist, ährend Hclzaer nieale lec-t une alles turtber exrnst nir-t. Kident1ichen Dialekt schroibt er faest nie, anen keinen stilisierten, vohl aber leuechtet die undart in Satsbau scuOhl 2le auch in der vortschats Güberall durch die hochd eutache Sohr el- dung hindurch, well er Test in seinen odenvälder Boden vurselt und durech- aue nundartlich denkt. Anklänge an die undar t seigt auch. Herbert(Thneres e Leiter) in ihren hessiechen Roran Die renderots. aber doch nur sienlich delangl os se. Ganz reine undart dringt dagegen Richard Enios in den Gesprächspar- tien seiner unausgegorrenen Geschichte Hört, ihr Herrn und asst Nuch sa- eee e AAA e, eaene e gen. In seinem sogenannten Ronan: Die Herlichöfer unA ihr Pfarrer.(19) 7 ie obenfalle in den Gouprächen verwendet 3as.— e it=ꝶꝶ₰ hd4., VYormen vernisoht. Vvon der reinen aundart zur 111erten nat 5101 Teleadis (*1864) allnfhlich gewandelt, der in soinen Tarilienromanen mi tunter lebensvolle Bilder aus vereehiedenen hessischen Qoegenden entwirft.—— zu wenig Künstler, un ihr Vesen au erechöpfen, verliert ar sien xret ð in noedeneßehliche Einselheiten. In eeinen Iinkelbuürgera drin die in der Ieteratur sonst— FersFoLns amäars Ven Lanan 1. tark dor Lesküen tn ohen 1 grosser Sachkenntnis, anschaulich und 1ebendig. sSseine scnet belanglosen er e haben für eprachliche und volkelüindliche porsohungen Hinen 4 4 aw umervorftrunae Nert. rehr volkskundliche und hietorteche Bedeutung ale literari sche kornt auch den derken von Heinrich Bechtelsheiner(1868) zu, der sude nur ganz selten ein dialektssches ort Sebraucht. Dagegen tritt nanohe Redefor el zurag, wie sie die rbeinvnessischen Fnuern auch peute noch Se- drauchen. FAneinnessisches Leben acht auch Karl keurath(*1883) in seinen bauernronanen szun Untergrund seiner Nenscheanschilderungen. ie Holsaner vervendet auch er oinen atilieierten Dialekt, achlieset sich aber in dor Satzsbildung der Gesprüche genau an die mundartliche Redewelse an. auoh do: Ihn denken die Bauern in ihren Dialekt, abar veist 1et er dann nur 101 30 angedeutet. In seinen na. Versdraua Der Bundsachuh hat dr die Imnndartliohe Satsrügung in das Idoendrana einszufünren versucht. Hassauische undart verwendet Otto Stückrath(*1885) in den Ge- sprächsteillen seiner Sainsen Unseres Horrgotte Kostgänger(119, 13). 410 lebensvol1°. pootison geechaute Bilder aus dem bäuerlichen Leben wieder- „„p 1SeIn.] I2 den Gosprächen seiner rheinhessiegchen Dor fgosohnichten drinst der mainzer Prälat Karl Porschner(1853-1918) nur ni tantar Andarlohe vendungen, diese aber rocht genau. „ dans vortrefflioh hat Panl Iexse in soinem Roman Ueder 11 3 Gipfeln(1895) die mainzer undart soiner Betsy charakterisiert, ob 2. sie nur gans gparsag andautet. Jur makiert iet auch die xundart in. cberhesaiechen Dorfgeschi chten von J. Jeckex,(-1851 auf dem Glaskopf xarburg) dom in arthunserach'Anndorf oine voA tünl1a aAde to von grossor Lobendigkoit gelungen 178. eh bex. 210 boberoner Trankfurtor. 414 - 139- rerlwirdig und vezeioynend für die Sesante hessische Dialent- 11 ters tur, das so wenig virklich grosse Lichter aufzureisen Et, 18t e8 nun, dses sie zur hochdentschen Literstur fas' gar keine Pezienungen nat. vendern durchaus 1 peinischen Boden nurzelt, und aus ihr ihre besten Rrufee volt. ir haben Dichter kennen gelernt, die walr' ast aufers. hl t sird, sder wir haben auch seler uf sen, r8 seit der itte des verigen evriunderts die Sicerbe““ ir der Protelan:? der uncer ser rasch ab- gere nen h⸗, veil eie von rllern Seiter schwer Ledränst i rd. Die-1 t Kar r cht er all zufern ein, de ane e 1e nrserer carau' er e1ischen und trerfelcheren Dialekte, vor aller in den Srösseren Stsdten, eine farb10- 80, 211ge eine Ungangseprache herrschen vtrd, und es waire v rgedliche Mühe wenn den diese unabwendbare mtwiokelung it kiinstlichen 4 tteln abwehnren vOIIte. peann wird uns aber die Versenxkung in die undartliohe Diehtung vortvonle Aufschlüsse geben über die deutschen Volksestäere und nancher 11 rouicxune und Belenrung. „ur ein verhältnienissig kleines Gebiet, das aber lange Zeit oisn cittelpenkt deutscher Kultur gewesen ist, das reiche rundartliche ater 1al nach seinen künstlerischen bert gu untersuchen, nach aeiner Bedeutung fur die Dialektfors chung zu botrachten, das war der vornehnste Zweck weiner Arbeit. Sie wird aber auch, vie ich hoffe, oin drauchbarer Führer aein a* durch die nundar tl1iche ILiteratur der nessisohen Lande, die in nahraten sinne äes lortes ganz aus dem reinen Borne ihres Volwntuns sochüpft nmd sein Loben, Nesen und Streben in nannigfaltiger Gestal tung wiederepiegelt. . 4. -140- Biblicgraphte der umdliterater in Eefsen und Nassan*) ——— —,—.—,.—..=..,—..ℳ 8.ℳ Allenus(os. Nerking) II- Bahnwlrterhelale, Darns tädt 1894 Ara„ Rurt,(Hans Fischer Die Agrarkomisslon. Le1pz18 1885 As e, Geors. A erikanisches Ki zzebiüe elc-e. K5In 1875 3 1 11 Fistel, keIn 1875 4 4* Gedichthäuce elcle. KoIn 188⁵ Asus, Gustav: Der Spenslern eister 31 b cher, Gies en 1845 Bichelhsult, Greta: Rege un Surneschol, diessen 1906. ded. Goesch. 8 6 Aus dqer. Cudevrald, Lr stadt 1306. 8 Oudentxar Leit, baras fadt 1 09. 4. 3* ie gehaalte Setchwister, 1811 Vst. 3 6 Ens Cht un Scherz. DTyS La dt 1914 Es. Bcseong, Vranz: Gelunge Gescherr. Sel.. iesbaden 1894 8„ Ged. in ieabadener a. 1esdba den 1895 * Vierrerche in Berlin, ieebaden 1896 Briegled, HMard: ies kling: 8 RAei“, Gieessen 1886 8 4 Links ar Rhei ie gut sei. Ged. Giessen 1895 Iriegleb, 11he1. De Rctheus-Refcer-sder, Vet. Mrus tadt 1912 buxbgsum, PhRil1.: Dorfsatücke. Liederspiele, Gi eseen 1908 Dietz, Radclf: I1 8 for ungut, Ged. iesbaden 1909. 3. aufl. 1906 Jeue Polge,. Fiesbaden 01, 5. Aufl. 1906 Dritte Folge. iesbaden b2. 3. Aufl. 1906 Lus tige Leut, i1esabad en 19d; Zivwesache Tor 2 lache, Siesbaden 1907 pohan is dehan, 1108 daden 19 00 Drenel, Jean: nainser Volkehumor 3 Bde, Nainzs 1891, 96, 1906 Babbel nit, Fastnachtfatüof, ains 1905 Emerich, Gecrg: Der Judenball in zldchen 3. Aufl. Fri edberg 65 Prnet, 1.: ninzer Leben, aihz 1875 Das Heinatefiener, aains 1878. 2. Aufl. 1886 Die Rotter der ahsckheit, ainz 1880 Frohwein-Büehner, xartha: HIesse-Spi, Lebent 1915 Vom Vr1 0. Mrdurg 1916 yuche, Peoter: Moben 47. nohen vogalsborg. veetdek. Sebotten v. 5. 601 bel, Peter: nanorist. Gelnhte in wotter. w.. 72153837r Pees "in"Aiaave 8 ernne A'r wenee. pri5ue2 u 9iene rhnzee 2n. vors un.; 5.2nfl.1913 - 141- Hepding. Jeh. Kkon.: Uffr frankfurter og, Langen 18653 HIII, Karl deins: Verscberoher un Lieder, delnhaunsen 1905 Hecker 08 1 ensbaden 1907 Pastille gege Gr11110 mrustadt 1910 Kikerik„i osbaden 1912 Ronrann, Heinrich: Iwwerrunpelt, lar stadt 189, Ann Rand und Jond, DMr.„tadt 1803 un. 1907 Dar städter pastnachtzeltung 1886 dis 1914 Hu el, Jos.: Wpes ax vun leens, Hains 1905 ceenzer kinner, Ainz 1909 Jacob.„ 11 el.: Les daß Rul10 sehn, iesbaden 0.1.(112d) Gross Tantse tund, Offenktuch c..(1L16) Jaeger, e. Kar 1: Liebe nit Mindernirnsen, Dar Stadt 1839 Arer uit SFronsen ccs. Irnstadt 1380 auinsky, 11heln: Spuaze und Bosse. Darzestadt 1892. 2. Keft 1993 athees, L. K.(Kehl, Leonhardt) vorgser Humor, Vorts 1895 Kranz, J. I.: relsschwerneng,. Z21 gennaln 1911 krönlein, Dr.: Dar spenglerneinter Binbäecher. 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Arhold: zu der Pasoui¹l1 aue der Susseckertal, Hess. 31. 1 Slen. 8. 3 Pottine von Arnin: Pies Buch gehört dern König, Borlin 1858 Ale xander Aakenasy: Die Frankfurter undart und 1hr Literatur, Brankeut a. 7, Otto Behaghel: schriftsprache und undart, Giensen 1896 Bewusstes und Unbevusstes in. dichterischen Sschaffen, Giessen 1906 Hebels verke,(TXL) Stuttsart 0, J.(2inleituag) Die Karlsruner undart, Bad, Heinat 1916, Heft 3 Geschriebenes Deutsch und gesprochenes Deutsch(vies. Beih. . dos A11. Deut. Sp. 17/18 zur deuts chen vortetellung. Sbda. nandlungen ir, deutschen Satsbau. Sbda Heft 33 Otto Bindevald: Zur arximerung an Fra Lud. voigand. G1 essen 1879 Fritsz Böhme: Thoodor Storm und Klaus groth. dufckhborn 1911. J. I. 1 c. Borohling: Der Binflues der Refornation auf die nad. gpradno. 7442 orn 11. sprachoharakter und 11t. Verwendung des sog. issingsch. v1 88. Boihefte d. 4. D. 8. 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Backelhaupt, Grota Sinder, Karl. ninderauld, Th. nittcns, Franz Bock, Alfr ed vohn, Franz, nPob FOSSGI. Z2, F raun Z prei und, 3alser priegleb, Sleard Briegslend, 11 11 Züchner, Georg Buxbaun, PhG11. Dalwmonico, Karl Deoßprez, Albert Dewi ls, Heinz .G12„ hons LDietz, Rudol f Drerel, Jean Dremel, Karl Eberhardt, Oskar zckstein, rnst 312, Lorenz Drrerich, Georg Ernst. A. Bttlinger, Karl Forsonmer, karl Fr3ies, Joh. Jak. Frohwein- Büehner, lartha Fuchs, Peter Ge1bel, Peter Geiger, Ludwig Gende, R. G611 er, Aus. Goothe, Bli sabeth Goldechmidt, K. Grinn, Jak. Grim, Nilhelm Grinmelshausen Nallenstonn, z. I. 4. — Höler, Naaz Achzann, Heinrich Holzaner, 1 1hel Hoven, Friedr. 11heln von AInre1, Jos. .„„„ ⸗ „Jacoby, ilh. Jaeger, Jos. Karl .Jülgel, Karl Kasinsky, 11hel- .Karri1100, Adarn Kehl, Leonhard Kelter, Thereselc. Verbert) Klear, h11. Irnst Kleist, Gustav .znies, chard KRnodt, Karl urnst .Kobbel, Sranz von Koch, Ausust Kranz, J. H. „Krönle in, Dr. .Kurss, 11heln. „Lang, Fri edrich Langenschwars,. L. Langsdorf, KRarl Friedrich Lanfs, Kar1 „Lautz, Ludvig „Lennig, Friedrich Levy-etzger .LöEfler, Georg Löhr, Jakob .Llüder, Werhard Georg von .NA1, I. ar 1 Aalse, Sr „Kaurer, Georg Phil. Zathees, L. L. eiehe Kehl „Aayer, Lauard Nehl ing, Otto Kentzel, Ilisabeth . Söbius, Friedrioch .ull1er, M. 7os. . MMller, Friedrich . dll1 er, Otto Nadler, K., Ch. 6. Naumann, Heinri ch Nerking, Jos. Ieurath, Karl „Jiebergal 1, E. 2. urt Junm, „Oberderg. larie von „Palatinuns, alehe Plats 2* Pfeiffer G.N. „Piata., i1heln „Fresber, Radolf - 147- Grilling, aul.„Stoltze. 4dolf „Stoltze, Friedrich Raupp., Ludv..„Strack, 1 1te Kausch, Valentin.Straues RecknaSel, deors„Stückrath, to Seutins.*.(r. Dieterbehn) Rittreger, Franz nextor, Karl, Luduig Rö er, 11 e1„Drals, Friedrich ven,. 81 ene Rott arn,. J. raudt, Valentin ndolf, Auns(Ric) and Hons) Aütnlein, einrien. IIsir ger, Lud. Sa ein, ch. 11 el.VSl ere, 4(1f c rer, le rg Jo. ery, cCh. lbent Schatin t, ar1. VO1*, Geors Scowande n. 16: 15 Venalt., 111 e1 Scleffe.(8. V4 KeCxr Sc1e r. 0.„ as erburg. cl.e t Schreider, obert„ aldeck, Her Ann Schurscher, 4.„ eber, 841 Schwalbuch, Franz„Feigand, Ar1 Sechvalw, Joh. fl..Feiler, endelir Schwarz, IFidor„ einneister,'aul Sez fried, Eeinr. vi 1he1*„vFeintraut, Dietrich Somer, Lina„Seißer, KAr1 Sconn, Peter„Teiss, Adolf Sti ebel, Jullus„X11d, C. A. .Ii egand, „rittgen, h. Anonyhe orke: A1sfelder Osterespiel Das Duel1 an der Seufserei 0he Die Freier— Friedberger Ostersp1lel us Pankratiusbrünnohen Das hessische elhnachtesp 1 1 De frankfurter Osterspiel von 1493 Die frankfurter Dirigier rol leA⁴ Das Heidelberger Osterspiel 5 bl us