fite Vowäch GlIESSEN Kaufhaus für Leinen, Wäsche, Betten und Schlafzimmer- Einrichtungen. Grösstes Spezial-Geschäft für Braut- Ausstattungen. ADADRDRRVRD Carl Kowack⸗ Sießen Größtes Spezialhaus für Damen-Kodewaren in Oberheſſen. 8 8 8 8 8 8 8 8 8 8 8 8 8 8 8 8 8 8 8 GIESSEN UNIVERSITAT UND:* PROVINZIALHAUPTSTADT HERAUSGEGEBEN V. VERKEHRS-VEREIN GIESSEN wIT ENE STADTPLAN O. EINEM LIEGEPLAN DER ONIVERSITATS-GEBAODE᷑ 1911 AʒRARAARAARAARAARAARAAAAAAAAAAAAAAAAAAAnE MDDDDARAEEEEEEAEAERERRERRRRREREREREERERE;; EAARAARAARAARAAAARARARARnARARnAARARnRRAAnnn 2. DLer nie von Gleibergs Mauernkranz er⸗ schaut das weite Land, vom Staufenberg im Sonnenglanz des Flusses Silberband. Wem holder Maitrank nie gelacht auf Schiffenbergs Altan, der kennt nicht deiner Gegend Pracht! Mein Gießen an der Lahn. GiESSENN UblIlVERSITXT UDID PROVINZIALHAUIPTSIADT NEiessen weol 4 rnste Arbeit in Gewerbe und Wissenschaft— Lebensfreude in Natur und Kunst! sollte Giebens Wahlspruch lauten. Denn Gießen ist eine Musen- stadt und ein in Handel und Industrie betrieb-— samer Ort dazu, der Mittelpunkt des überaus an-— mutigen alten Chattengaues.— Vvon Jahr zu Jahr zahlreicher sammelt sich aus allen Teilen unseres weiten Vaterlandes und auch aus dem Aus- land die wißbegierige jugend zu den Füßen der altehrwür- digen Alma mater Ludoviciana. Viele aber ziehen an Gießen vorbei, ohne zu wissen, wie gut es sich in seinen Mauern feste Hütten bauen läßt. Immer mehr verschwinden die engeren Straßen Alt- Gießens, ansehnliche Handelsstraßen bauen sich aus mit groß- städtischen Häusern und vornehmen Läden. Um den Kern der alten Stadt aber schlingt sich auf den alten Festungs- wällen ein Kranz herrlicher Anlagen, gärtnerische Schöpfungen, die auch ein verwöhntes Auge zu entzücken vermögen. An diesen Ring gliedert sich Straßenzug an Straßenzug, die Wohnungsviertel mit prächtigen modernen Villen und statt- lichen Privathäusern, ständig sich ausdehnend. Hier liegen auch meistens die vielen Bauten, die den Zwecken der Uni- versität dienen, vom hessischen Staat nach den neuesten An- forderungen mit großer Opferwilligkeit errichtet. In weitem Bogen aber umzieht diese heimische Stadt der deutsche Wald, der seine harzigen Düfte deutlich ver- nehmbar über sie ergießt! Weithin erstreckt er sich nach allen Seiten, mit guten Wegen und Aussichtspunkten auf Berg- und Burghöhen, zum Wandern einladend und auch in weiterer Ferne mit Leichtigkeit zu erreichen. Haupt-Bahnhof. DProvinzialhauptstadt, keine Großstadt ist Gießen, aber eine belebte, in der sich jeder wohlfühlte, der sie noch kennen lernte. Wer ins Hessenland kommt und die schönen Berge und Täler betrachtet, bewohnt von einem treuen, biederen, seine alten Gebräuche und Sitten festhaltendem Volke, dem wird das Herz aufgehen müssen. Geistige Anregung jeder Art ist vorhanden, Kunstgenüsse und Zerstreuungen aller Art sind geboten. Einen unverhält- nisn Big hohen Prozentsatz gebildeten Ständen Angehöriger beherbergt die Stadt. Das gibt dem Leben und Treiben in ihr ein ungemein anzichendes Gepräge. An Komfort des Lebens fehlt ihr nichts. Auch größeren Ansprüchen an Bedürfnisse des täglichen Lebens genügt, was die Kaufhäuser der Stadt den Bewohnern bieten; man braucht nicht zu den Großstädten Zuflucht zu nehmen, um zu finden, was einen gewählten Geschmack befriedigt.— Über die vielen öffentlichen Institute, die der Geselligkeit, der Hygiene, der Bildung und dem Volkswohle entsprechen, finden sich in nach stehendem einige nähere Angaben. Mit guter Berechtigung darf man denen, die bisher an Gießen vorbeigingen, zurufen: Kommt, seht und werdet unsre Freunde! G ‿/ Landgraf Philipp-Platz. GlIESSEIN. ießen ist die Hauptstadt der provin⸗ Ober. 8 hessen und Sitz der Landesuniversität des Groß- herzogtums Hessen. An der Spitze der staatlichen Behörden steht ein Provin- zialdirektor, dem zahlreiche technische und Verwaltungsbeamte beigegeben sind. Die Polizei steht unter staatlicher Leitung. An justizbehörden sind ein Landgericht, ein Amtsgericht, ein Ortsgericht, Kaufmanns- und Gewerbegericht vorhanden. Da- neben befinden sich in Gießen drei Oberförstereien, die forst- liche Versuchsanstalt für das Großherzogtum Hessen, ein Haupt- steueramt, drei staatliche Bauämter, Eichamt usw. Die Stadt hat zwei Postämter, ein Telegraphenamt, eine Handelskammer, eine Reichsbankstelle, eine Bezirkssparkasse und sonstige größere Bankinstitute, so eine Gewerbebank, wie Filialen der Bank für Handel und Industrie, der Mitteldeutschen Kreditbank und andere. Zwei Betriebsinspektionen, eine Maschineninspek- tion, sowie eine Verkehrsinspektion sind in ihr domiziliert. In rastlosen Industriebetrieben, besonders in Tabak- und Cigarrenfabriken, Eisengießereien, Maschinenwerkstätten, Brauereien, Spinnereien, Tonwerken und Dampfziegeleien, wie auch bergbaulichen Anlagen sind Tausende fleißiger Hände be- schäftigt. Lebhafter Handel wird getrieben in Vieh, Getreide, Mehl, Wein und Kolonialwaren. Bedeutsame Pferde- und Vieh- märkte werden in Gießen abgehalten, die von weither beschickt werden. Freie Plätze, Häuser mit Vorgärten und bepflanzte Alleen geben Gießen den Charakter einer Gartenstadt. Sie wird von Lahn und Wieseck durchflossen und von einem Wasserleitungs- netz, das vortreffliches Quellwasser aus dem Vogelsberg liefert, durchzogen. Ein Gas- und ein Elektrizitätswerk versorgen die Stadt mit Licht; die Kanalisation und Neupflasterung der Stadt ist durchgeführt. Die Stadt hat sich überhaupt alle die Er- rungenschaften modernen Städtewesens zu nutze gemacht. Marktplatz. Gute Gasthöfe bieten sich dem Besucher der Stadt (Verzeichnis auf Seite 47). Zu dauerndem Aufenthalt sind neue, modernen Ansprüchen angepaßte Wohnungen in guten Lagen mit und ohne Gärten zahlreich vorhanden.— Nähere Auskunft über die verschiedensten Verhältnisse(vor allem über Wohnungen, Mietpreise, Steuern usw.) erteilt der„Ver- kehrsverein“ der Stadt(Bureau: Löberstraße 6). 7 85 DIE VERBINDUINGEN MIT GlESSE von Ost und West, Nord und Süd sind überaus günstig, wie in keiner anderen gleich großen Stadt Mitteldeutschlands. Die Stadt liegt an der Hauptverkehrsstraße zwischen Nord- und Süddeutschland. In ihr treffen sich direkte Bahnlinien von Frankfurt nach Cassel- Halle— Berlin und Hamburg mit vor- züglichem Durchgangsverkehr, von Köln, Hagen und Coblenz, Fulda und Gelnhausen. An diese große Linien anschließend überspannt ein enges Gewebe das Land mit Nebenbahnen, überall in der verkehrsreichen Landschaft Handel und Wandel vermittelnd. Die Nähe der Bäder Nauheim, Homburg v. d. H., Salz- schlirf, Salzhausen, Nassau, Ems und Wildungen und vieler Sommerfrischen auf allen Seiten, im Vogelsberg, Westerwald und Taunus, macht sich im Sommer belebend bemerkbar. Zu Ende des jahres 1900 hat die Stadt selbst eine elek- trische Bahn gebaut, die den Verkehr vom Hauptbahnhofe durch die Stadt auf zwei Linien, einerseits nach den neuen Kasernen, dem Schützenhof und den daran sich anschließenden großen Waldungen und andererseits nach dem neuen Fried- hof und in der Richtung auf Wieseck vermittelt. Die Bahn ist für den Verkehr der langgestreckten Stadt von hervorragender Bedeutung; ihre Benutzung ist so zahlreich, daß die Renta- bilität des Unternehmens zu erwarten steht. Jedenfalls hat die Straßenbahn den Beweis erbracht, daß die Hauptadern der Stadt ein überaus belebter Verkehr durchflutet. Ihre Fahrt- richtungen sind im Plan durch rote Linien bezeichnet. Von der Stadt aus ermöxglicht ferner eine Kleinbahn(Bie- bertalbahn, Bahnhof am Neutor) den Besuch des überaus lieb- lichen Biebertals und seines angrenzenden weiten Waldes, wie auch bequemen Zugang zum Gleiberge von der Station Krof- dorf-Gleiberg aus. Weitere Kleinbahnen in Verbindung mit Gießen sind geplant. Frankfurterstraße— Selterstor. DIE LXMNDESUDNIVERSIIT wurde im Jahre 1607 von Landgraf Ludwig V. gegründet und nach ihrem Stifter als Ludoviciana bezeichnet. Sie wies im Jahre 1877 nur 315 Studenten auf, hat aber seitdem in star- kem und stetigem Steigen jetzt eine Zahl von 1281 erreicht (mit den Hörern und Hörerinnen im Sommer-Semester 1900 1424). Unsere Landesuniversität hat damit eine ganze Reihe deutscher Universitäten überflügelt. Uber 100 akademische Lehrer wirken heute an ihr. Bedeutende Lehrkräfte und eine unermüdliche Fürsorge llessens für die Anustalten und Ein- richtungen der Universität haben diesen Aufschwung herbei- geführt. Gießen gilt als Landesuniversität und darf ihren Lan- desherrn als Rector magnificentissimus besonders verehren. Sie ist aber doch auch allezeit von Staatsangehörigen der ver- schiedensten deutschen Bundesstaaten, von vielen Ausländern, so stets auch von Angehörigen japans besucht. Die letzten Jahre haben einen steten Zuzug aus den norddeutschen Ge- bieten, vor allem aus Rheinland und Westfalen, aus Oldenburg, aus den Hansastädten, Mecklenburg und anderen Staaten ge- bracht, deren Angcehörige hier ihre ganze oder wenigstens einen Teil ihrer Studienzeit zuzubringen pflegen. Seminare, Institute und Kliniken sind zum großen Teile, Dank der Fürsorge der Staatsregierung und der Stände, muster- gültig ausgestaltet, und wenn noch Wünsche geltend gemacht werden können, so zeugen sie nur von dem fortgesetzten Weiterstreben und der Entwicklung der Universität. Die Lage der Gebäude, in welchen die verschiedenen Seminare, Institute und Kliniken der Universität untergebracht sind, ist auf einem besonderen, der Rückseite dieses Heftchens aufgedruckten Plane eingetragen. Dort findet sich auch ein ausführliches Verzeichnis der verschiedensten Einrichtungen der Universität. Kollegiengebäude der Universität. Auf eine Ausgestaltung der medizinischen Institute und Kliniken ist seitens der Staatsregierung und der Stände in den letzten Jahrzehnten großer Wert gelegt worden. Bedeu- tende Kräfte leiten die Kliniken, so daß nicht nur den Studie- renden eine gute Ausbildung, sondern auch den Bewohnern von Gießen und Umgebung ärztlicher Rat bei schwierigen Fällen in vorzüglicher Weise zu teil werden kann. Die In- stitute und Kliniken des tierärztlichen Kollegiums, das das der medizinischen Fakultät angegliedert ist, sind ebenfalls in den letzten Jahren mit Neubauten versechen worden und können den Vergleich mit anderen Hochschulen wohl aushalten. Auch die übrigen Fakmultäten sind auf das Beste ausge- stattet und mit reichen Lehr- und Anschauungsmitteln verschen. Die großen Hörsäle sind hygienisch einwandfrei. Reiche Samm- lungen ermöglichen auch den Fortgeschrittenen, wenigstens in den meisten Fächern, eine Weiterbildung. Der philosor Phischen Fakultät ist auch ein forstliches und ein landwirtschaftliches Institut angegliedert. Die wissenschaftlichen Sammlungen der Cniversität sind für das Publikum großenteils direkt zugänglich. Die Gips- sammlung des archäologischen Institutes im Kollegienhause Ludwigstraße 23 ist Montag bis Freitag 11—12, Sonntag 1 11/½— 12 ½, die Schätze des kunstwissenschaftlichen Institutes Bismarckstraße 22 sind Montag bis Freitag 11—1 zugänglich. Andere reiche Sammlungen der Universität können in beson- deren Fällen nach Meldung bei dem betreffenden Ünstituts- direktor besichtigt werden. Der akademische botanische Garten am Brandplatz und der orstgarten im Schiffen- berger Walde bergen Schenswürdigkeiten seltener Pflanzen die Fülle und sind während der Tagesstunden allgemein zugänglich. Das Sekretariat der Landesuniversität, Bismarckstraße 22, liefert bereitwilligst Auskünfte über die Verhältnisse an der Universität und gibt unentgeltlich verschiedene Drucksachen, die Vorlesungsverzeichnisse, Prüfungs- und Promotionsbestim- mungen ab. Wenn das Studium in Gießen früher in dem Rufe ge- standen haben mag, daß es hier nur lustig zugehe, daß hier der Student nur außerhalb der Hörsäle zu sehen sei, so darf es doch jetzt gegenüber mancher anderen mitteldeutschen Uni- versität für sich in Anspruch nehmen, daß es eine ernste Arbeits- stätte geworden ist. Universitäts-Bibliothek Es ist hier die Gelegenheit gegeben zu einem regen Ge- dankenaustausch zwischen Dozent und Student, wie ihn eben nur eine mittelgroße Universitätsstadt zu bieten vermag. Daß den Studierenden beim Besuche des Stadttheaters, der verschiedensten Vorträge und anderen Veranstaltungen be- sondere Vergünstigungen zu teil werden, braucht wohl kaum betont werden. Es ist ebenso die Möxglichkeit geboten zu fami- liärem Verkehr, wie auch zur Teilnahme an den geselligen Veranstaltungen erster Kreise. Zahlreiche studentische Ver- einigungen, mannigfache wissenschaftliche studentische Vereine sorgen ebenfalls für engeren Anschluß der einzelnen. — — Korphaus Starkenburgia. Korpshaus Teutonia. Die mit der Universität verbundene UDNVERSTTXTS-BIBLIOTHEK ist seit wenigen Jahren in einem neuen, künstlerisch ausge- stalteten und schenswürdigen Gebäude untergebracht. Der Be- stand von über 300 000 Bänden und 1500 Handschriften ist nach den Bestimmungen über die Benutzung der Bibliothek auch für weitere Kreise zugänglich. Zeitweise werden Aus- stellungen interessanter Druckwerke, Urkunden u. dergl. ver- anstaltet, die im Semester Montags von 11—1 unentgeltlich geöffnet sind. Die Besichtigung der Bibliothek und dieser Ausstellung ist außer der angegebenen Zeit gegen Entrichtung einer Führungsgebühr von 50 Pfg. für 1—3 Personen gestattet (Anmeldung beim llausmeister) Korpshaus Hassia. Johanneskirche. SCHulLEN dlD KRClEN. Für die Schulen ist im hessischen Staat von jeher viel geschehen; es sind in Gießen vorzügliche Lehranstalten vor handen(vergl. S. 32) an Fachschulen: Kaufmännische und ge- werbliche Fortbildungsschule. Die Aliceschule bildet Mädchen in häuslichen Arbeiten aus. Fröbelseminar Die Stadt hat zwei evangelische Kirchen: Die Johannes kirche, ein herrlicher Renaissancebau Griesebachs, und die Stadtkirche; eine katholische Kirche und zwei Synagogen. 16— GEMEININUCTTZIGE XNSTXALTEN. Als eine wahre Volkswohltat ist die Einrichtung eines Volksbades zu bezeichnen, das mustergültig ausgestattet und oft als Vorbild für Neuanlagen benutat allen Anforde- rungen an das Badebedürfnis zu sehr mäßigen Preisen ent spricht. Eine weitere Errungenschaft von hohem Werte ist die Volksleschalle, wie die vorerwähnte Badeanstalt aus dem Gemeinsinn der zürger hervorgegangen, welche immer mehr ausgestattet und städtischerseits wie von privater Seite unterstützt, gute Lektüre in Büchern und Zeitschriften allen Volksschichten vermittelt, mit einem Lesczimmer verschen ist, das von 1o Uhr morgens bis 1o Uhr abends geöffnet ist und eine reiche Fülle von Tageszeitungen, Zeitschriften und Nachschlagewerken aus den verschiedensten Gebieten enthält. Die Bibliothek, deren Benutzung für jedermann frei ist, ist ge- öffnet Montag und Mittwoch 7—9 Uhr(Sommer), 6—8 Uhr (Winter), Freitag 7 9ℳ1 Uhr, Samstag 6—9 Uhr, immer nur abends. Daß die Universitätsbibliothek zu gewissen Bedingungen ebenfalls allen zugängig ist, ist schon erwähnt worden. Das trefflich verwaltete, meist von der Bürgerschaft sammengetragene Museum des Oberhessischen Geschichts vereins und der Wilh. GailStiftung birgt besonders in prä historischen Funden wahre Schätze; auch der historische und volkskundliche Teil ist in stetiger schneller Entwicklung. Die schenswerten Sammlungen befinden sich in dem neu ausge- ——— Volksbad. bauten alten Schloß am Brandplatz. Dank der trefflichen Lei- tung des Vorstandes und der besonderen Fürsorge des rührigen Xonservators gelingt es, dem Museum stets neue Schätze zuzu führen. Ausgedehnte systematische Ausgrabungen haben reiche prähistorische und römische Funde aus der näheren und weiteren Umgebung von Gießen geliefert, die in instruktivster Weise auf- gestellt sind. Der Besuch der Sammlungen, die Sonntags Vor- mittag von 11—1 Uhr unentgeltlich, zu anderen Zeiten gegen eine Gebühr von 50 Pfg. geöffnet sind, kann nur empfohlen werden. Durch die großzügige Freigebigkeit eines Gießener Bürgers ist seit einigen Jahren auch ein Museum für Völkerkunde entstanden(sehr bemerkenswerte Sammlun- gen mit vortrefflichen Typen im Saalbau Philipps des Groß- mütigen). Die wissenschaftlichen reichen Sammlungen der Universität sind ebenfalls für das publikum zu. gänglich, wie schon oben näher angegeben ist. — 2 8 -;— Turm der Stadtkirche. Wingolfshaus. Germanen-Haus KUMNSTDARBIETUMNGEh. 8 Der Pflege ernster Musik widmen sich besonders der G i e Bener Konzertverein(seit 1792) und der A kKade mn i 8c he Gesangverein(Seit 1810). Konzentrierung der Kräfte unter einem musikalischen Leiter ermöglicht Aufführun gen bedeutender Chor- und Orchesterwerke, um die auch größere Städte Gießen beneiden können. Wir nennen aus den letzten Jahren Bachs Matthäuspassion und H-Moll-Messe, Beethovens Missa Solemnis und HO. Symphonie, Liszts Elisabeth, Verdis Requiem, Wolfrums Weihnachtsmysterium. Solistenkon- zerte und Kammermusiken werden in großer Zahl geboten. Eine große Zahl gemischter und Männergesangvereine tragen echte Pflege guter Musil in alle Schichten der Be- völkerung. Ein Konzerthaus zu bauen ist der eifrig ge- ſörderte Plan der musikalischen Kreise.—— Am Brand ist eine ständige Kunstausste lIlung(Wanderausstellung des Kunstvereins für das Großherzogtum Hessen) eingerichtet, die wechselnd Erzeugnisse moderner Maler und des Kunst- handwerks vorführt. Sie ist täglich, mit Ausnahme des Sonn- abends, von 11—1 Uhr, Mittwochs auch von 3— 5 Uhr, Sonntags von 11—3 Uhr geöffnet. Vom 15. Juli bis 15. September bleibt sie geschlossen. Eintrittspreise für Nichtmitglieder 50 Pf., für Studierende und Sonntags 20 Pf. — 19 — 1 hleues Stadttheater. SIAMDTTHEAIE. „Ein Denkmal bürgerlichen Gemeinsinns“. In goldenen Buchstaben kündet diese Inschrift über dem aupt- portal des neuen Stadttheaters dem Vorübergehenden, daß das stattliche Gebäude in der Südanlage der Opferwilligkeit Gießener Bürger seine Entstehung verdankt. Den ersten Grund- stock für das anschnliche Baukapital bildete die Stiftung dreier Bürger im Betrage von 130 000 Mark, die im November 190⁰4 erfolgte. Weitere Mittel flossen aus allen Ständen und Be- rufskreisen so reichlich, daß innerhalb kurzer Zeit von unge- fähr 600 Stiftern etwa 400 000 Mark gezeichnet wurden. Nun konnte der Bau im Winter 1005/06 begonnen und so gefördert werden, daß die Einweihung im Sommer 1907, kurz vor der Feier des 300 jährigen Bestehens der Landesuniversität, statt- fand. Die Gesamtkosten des prächtigen Bauwerks, das 800 Sitzplätze enthält, betragen ungefähr 600 000 Mark. Die vier Spielzeiten, die seit der Eröffnung des Theaters verstrichen sind, haben den Beweis erbracht, daß die künstle- rische Leitung eifrigst bestrebt ist, nicht in ununterbrochener Eolge die neuesten französischen Lustspiele aufführen zu lassen, sondern auch die deutschen Klassiker in mustergültig abge- rundeten Vorstellungen zur Aufführung zu bringen Der letzte Winter brachte z. B. ausgezeichnete ungekürzte Darstellungen des Faust I. Teil in 2 Abenden. Ein vorzüglich geschultes Per- sonal steht der Leitung des Theaters zur Verfügung, da dieselbe Truppe im Winter noch in Marburg, im Sommer noch in Bad Nauheim und Bad Ems spielt. Durch diese Vereinigung ist es auch möglich geworden, Operettenvorstellungen in den Kreis der Darbietungen zu zichen. Überraschend gut ist die Bühnenausstattung der Aufführungen, oft von hohem künstleri- schem Reiz. Die Vorstellungen werden nicht nur aus Gießsen, sondern auch aus der weiteren Umgebung stets auf das eifrigste besucht. Dadurch ist bewirkt worden, daß in dem Gießener Theater wöchentlich mindestens 5—6 Vorstellungen stattfinden, was für eine Stadt von der Größe Gießens von besonderer Bedeutung ist. Ein Theaterverein, dessen Agitation die Erbauung des Theaters in erster Linie zu danken ist, sorgt stetig dafür, auch fremde Gäste heranzuziehen, und steht der Leitung des Stadttheaters beratend zur Seite. Er hat es sich seit der Ein- Botanischer Garten. weihung des neuen Hauses zur besonderen Pflicht gemacht, auch die Oper in Gießen zu pflegen. Gastspiele des Frankfurter oder Darmstädter Opernpersonals finden regelmäßig statt und haben in den letzten Jahren vorzüglichste Opernvorstellungen ermöglicht 2, WISSEMSCHXFTUHCfIE VEREINE der verschiedensten Art sorgen für geistige Anregung in all- gemein verständlichen wie auch in speziellen, fachwissenschaft- lichen Vorträgen. Der Kaufmännische Verein veran- staltet Vorlesungen, Zyklen aus allen Gebieten des allgemeinen Wissens. Die Gesellschaft für Erd- und Völker kunde veranstaltet in jedem Winter 5—6 Vorträge, in denen die ersten Forschungsreisenden regelmäßig über ihre Reisen und deren Resultate in bisher unbekannte Gebiete oder über neue Beobachtungen in den verschiedensten Weltteilen be- richten. Vorträge wie die von Filchner, Hans Meyer-Leipzig, Klaatsch, Theobald Fischer u. a. haben in den letzten Jahren eine besondere Anregung gebracht. Der Oberhessische Geschichtsverein, auf dessen interessante Sammlun- gen schon hingewiesen worden ist, veranstaltet größere und kleinere Vorträge, ebenso wie die Vereinigung für Volkskundce, die beide zusammen auf heimatkundlichem Ge- biete großes leisten, und durch Vorträge, wie z. B. die von Prof. Walbe-Darmstadt über das oberhessische Bauernhaus, besonders zur Kenntnis der vielen Feinheiten des oberhessischen Landes beitragen.— Die Gesellschaft für Natur- und Heil. kKunde veranstaltet neben fachwissenschaftlichen Sitzungen all- gemein verständliche Vorträge, in denen die Errungenschaften naturwissenschaftlicher Forschungen auch weiteren Kreisen über- mittelt werden. Die Vortragenden sind zum Teil Dozenten der Landesuniversität, zum Teil aber auch anerkannte auswärtige Forscher.— Daneben finden Vorträge eines akademischen Komitees statt. Die Universität beteiligt sich auch offi- ziell an dem Bestreben, allgemeine Bildung zu verbreiten. Viele Vorlesungen allgemeiner Art sind ohne große Schwierigkeiten den außerhalb der Universität stehenden Personen, auch Da- men, zugänglich, und es bedarf zumeist nur einer Anmeldung bei dem betreffenden Dozenten und der Zahlung einer geringen Heidenturm, altes Schloß. Gebühr, um als Hörer an den betreffenden Vorlesungen teil zu nehmen. Auch die akademischen Festlichkeiten der Uni- versität, wie die Jahresfeier der Universität am 1. Juli, sind seit Erbauung eines großen Festsaales, der neuen Aula, zum Teil öffentlich. Die Universität stellt endlich zu einem großen Teile der verschiedenen Vorträge und Veranstaltungen ihre Hörsäle, Lehr und Anschauungsmittel zur Verfügung. Neben den genannten sind noch zahlreiche andere Bil. dungs- undh Berufs Vereinigungen, Sport und Touristen- Klubs, patriotische und politische Gesellschaften tätig, in der ver-. schiedensten Weise anregend wirkend. Es würde zu weit führen, ihre Namen aufzuführen und ihre Tätigkeit näher zu beleuchten. An einer Fülle von Anregung, Unterhaltung und Belchrung fehlt es in Gießen nicht. Ja mancher, der aus einer Stadt gleicher Größe nach Gießen gezogen ist, hat schon bestätigt, daß das allgemeine Leben in Gießen sehr viel anregender wie in andern Städten sei. Damit hängt es zusammen, daß bei diesem regen und ausgeprägten Vereinsleben noch mancher von auswärts neu zuzichende Bürger Platz für seinen Betätigungssinn findet. Es braucht kaum betont werden, daß bei der Vielscitigkeit, wie sie schon geschildert wurde, auch jeder ruhig für sich leben und wirken kann. Dienen alle oder die meisten genannten Vereine ebenfalls schon dem geselligen Leben, so gibt es danchen auch noch zahlreiche weitere Gesellschaften, die sich die Pflege der Geselligkeit alleine zum Ziele gemacht haben. Als erster ist hier der Gesellschaftsverein mit eigenem Klubhaus in der Sonnenstraße, mit reicher Bibliothek und gut ausgestattetem Lesczimmer zu nennen, in dem auch den Studierenden der Landesuniversität gegen Zahlung eines mäßigen Beitragsgeldes pro Semester Gelegenheit geboten ist, an den im Gesellschafts- vereine regelmäßig stattfindenden Bällen und Gesellschafts- abenden der ersten Gesellschaftskreise Gießens teilzunehmen. 2 6 „—₰ — ₰ — 4“ Liebig-Denkmal. SEHENSWUKRDIGKEITENU. DENKMXLER. Architektonisch interessante Gebäude sind in Gießen mehr- fach vorhanden. Am Brand erhebt sich das alte Schloß, der Typus einer mittelalterlichen Wasserburg, mit dem Heiden- turm, das älteste Gebäude der Stadt aus dem 14. Jahrhundert, in dem einerseits für Hessens kunstfreundlichen Landesherrn ein Absteigequartier geschaffen ist, dessen neustilistische, präch- tige Ausstattung sehr bemerkenswert ist, und andererseits die oben erwähnten Sammlungen des oberhessischen Geschichts- vereins untergebracht sind, das sogenannte neue Schloß, der Saalbau des Landgrafen Philipp, ein hervorragendes Bei- spiel alter hessischer Holzbauten, und das Regierungsgebäude. Ferner die Zeughauskaserne im Empirestil. Am Markt befindet sich das alte Rathaus aus dem 16. Jahrhundert, neben ihm ein Bürgerhaus, das Geburtshaus des berühmten Professors Joh. Balthas. Schupp(1610). An Den kmälern ist Schaapers Standbild Justus v. Liebigs, des berühmten Chemi- kers, zu erwähnen; das Kriegerdenkmal von Habicht, ein neu- Gedenktafeln an die Professoren stilistisches Meisterwerk; Riegel, Diez, Hillebrand, Credner und Höpfner, des Freun- des von Goethe.— Der alte Friedhof am Nahrungsberg, lange Zeiten in Benutzung, zeigt prächtige und zum Teil hoch- interessante alte Grabdenkmäler. Die vor kurzem gegebene Anregung, dem Stifter der Universität, dem Landgrafen Lud- wig V., ein Denkmal vor dem Kollegien- hause der Universität zu errichten, hat freu- dige Anerkennung ge- funden und wird wohl in kurzer Frist durch- Liebigs Labo- geführt sein. ratorium in der der Bahnhofstratfze, in wirkte, bietet weite- tes Interesse. Ein Ko- Bau gekauft und wird halle ausgestalten. ten sind bereits be- me werden nach der restauriert werden. Liebigstraße, nahe dem er lange Jahre sten Kreisen lebhaf- mitee hat den alten es als eine Gedenk- Die baulichen Arbei- endet. Die Haupträu- früheren Ausstattung Altes Rathaus mit Kriegerdenkmal. KLINIKENIUDID KRXMKENHAUISER. Als Universitätsstadt verfügt Gießen über eine grobe Zahl mustergültiger Ieilanstalten, meist unter Leitung der Univer- sitätsprofessoren, die von weither besucht werden: Die chirur- gische Klinik, Augenklinik, Ohrenklinik, medizinische Klinik (für innere Leiden), Frauenklinik, Klinik für psychische und nervöse Krankheiten, Klinik für Haut- und Geschlechtskrank- heiten, Balserstiftung(Augenklinik), Kinderpoliklinik, evangel. und kathol. Schwesternhaus(für kranke Frauen), Garnison- lazarett, orthopäd. Institut u. a. In Gießen befindet sich eine Provinzialsicchenanstalt; cine neu erbaute Provinzialirrenanstalt wird demnächst bezogen. Eine der neuen Kliniken(Augenblinik). GXRNISOh. Gießen ist Garnison des hessischen Leibregiments Kaisers(Großh. Hess. Nr. 116). Prächtige Kasernen auf der Höhe des Triebs und eine solche in der Stadt, die Zeughaus- Ein wohl ein- des kaserne, stehen dem Regiment zur Verfügung. gerichtetes Garnisonlazarett ist vorhanden. Die Stadt ist Sitz eines Bezirkskommandos und des Gendarmerie-Kommandos für Oberhessen. e Südanlage. Ostanlage. DER SPORT findet in Gießen lebhafte Pflege. Vortreffliche Jagdgründe bieten sich in Wald und Feld. Ein Volksbad und Lahnfluß bäder ermöglichen den Schwimmsport, eine Zementbahn hat zur Veranstaltung von weither besuchten Frahrrad- und Motor räder-Rennen alljährlich Veranlassung gegeben; eine Rennbahn für Rudersport ist vorhanden, internationale Regatten werden von zwei hier existierenden Vereinen,„Gießener Rudergesellschaft“ und„Tlassia“, auf ihr regelmäßig abgehalten. Der Eisplatz mit den besten Einrichtungen versammelt, sobald der Frost einsetzt, jung und alt; Tennisplätze, ein Reitinstitut, Schützenhaus des Schützenvereins mit eigenen Schießständen, ein idyllischen Schliefplatz für Hundesport sind angelegt und ein reges Ver einsleben sorgt für ihre zahlreiche Benutzung. Der weitaus regste Sport ist der des Wanderns in der herrlichen Umgebung, den neben privater Betätigung zwei Sektionen des Alpenklubs, ein Vogesenklub und der Vogelsbergen IIöhenklub organisierten. Rodel- und Skisport haben, ersterer auch in Gießen selbst, in dem sanftwelligen Gebiete Oberhessens und im nahen Vogels berg, ein herrliches Gebiet gefunden. 31 An der Lahn. ALLGEMSEINIE LEBENSVERHXLTNISSE Schulgeldverhältnisse. Gymnasium mit Vorschule, Realgymnasium und Oberrcal schule mit Vorschulce. 1. Das Schulgeld ist für alle Anstalten gleich und beträgt: für die Vorschule Mk. 120. für Sexta bis einschl. Untersekunda 130. für Oberscekunda und Prima„ 1 50. Für außerhalb Hessens Wohnende erhöht sich das Schul geld für jedes Kind um Mhk. 20. 2. Höhere Mädchenschule für die Klassen 10—5 Mk. 96. für die Klassen 4—1„ 103. 3. Erweiterte Mädchenschule für die Klassen 8— 5 Mk. 48. für die Klassen 4— 1 60. Das Schulgeld für Schülerinnen, deren Eltern nicht in Gießen wohnen, beträgt in allen Klassen Mk. 12. mehr. Bei sämtlichen Lehranstalten tritt Ermäßigung des Schul geldes in der Weise ein, daß für das erste Kind voll, für das zweite ⅞⅛ und für jedes folgende 2 zu zahlen ist. 4. Der Besuch der Volksschulen ist frei. 32— Justizgebäude. Wohnungsverhältnisse. Die Preise der Wohnungen bewegen sich in angemessenem Rahmen. a) in bevorzugter Lage und in neuzeitlichen Ansprüchen entsprechend ausgestatteten läusern: für 4 Zimmer 550— 600 Mk., für 5 Zimmer 7— 800 Mk., 6 Zimmer 0— 1000 Mk., 7 Zimmer 1200— 1300 Mk., und für 8 Zimmer 1500—1800 Mk. b) im allgemeinen: 3 Zimmer 350 Mk., 4 Zimmer 450 Mk., ₰ 550— 650 Mk., 6 Zimmer 650— 700 Mk., 7 Zimmer 900 Mk. 5 Zimmer und 8 Zimmer 1100— 1200 Mlk. Die Preise verstehen sich einschließlich Zubehör, also Nüche, Speisekammer, Wirtschafts- und Nohlenkeller. Häusern sind in den Badezimmer und Bei großen und neuzeitlich ausgestatteten angegebenen Preisen selbstverständlich auch Mitbenutzung von Garten zu verstehen. Die besseren Wohnun- gen sind auch größtenteils mit Loggia oder Balkon ausgestattet. Im Gegensatz zu anderen Gegenden, wie in der nahen Westfalen, enthalten hier sämtliche Woh Rheinprovinz und in den Küchen. nungen ôfen und gute Kocheinrichtungen Möblierte Zimmer sind in reichstem Maße in der einfachsten bis zur feinsten Einrichtung zu annehmbaren Preisen vorhanden. Lebensmittelpreise. Die Verhältnisse zu Mittelstädten sind als mäßig zu be zeichnen. Der Acker und Gartenbau wird sowohl hier, als auch in der näheren und weiteren Umgebung musterhaft geführt. Wöchentlich finden 3 Markttage statt, welche die Fülle von Viktualien zum Kaufe darbieten. Die Obst und Gemüschand lungen übertreffen sich geradezu in ihrer Leistungsfähigkeit. Die Viehzucht steht in hoher Blüte und die Mitglieder der hiesigen Metzgerinnung genießen nach weithin wohlverdientes Renommée. Weitere Auskunft erteilt prompt der Verkehrsverein Gießen, Löberstraße 6. Steuerverhältnisse. An Gemeindesteuern werden erhoben: 120% Zuschlag zur Staatseinkommensteuer, P. S. Nichthessen, die keine mit Erwerb verbundene Beschäf- tigung ausüben, sind vom Tage des Zuzugs 1 Jahr vollständig steuerfrei. Privat-Villen. NXHERE HMGEBUNCO. Die Lage Gießens an einem radial ausstrahlenden Eisen- bahnnetze ermöglicht kleinere und größere Ausflüge nach den verschiedensten Richtungen. Die Stadt ist als Standquartier besonders geeignet für alle diejenigen, welche die verschiedenen wechselvollen Schönheiten von Vogelsberg und Wetterau, Tau⸗ nus und Lahntal, Westerwald und hessischem Hlinterlande, wie Niederhessen kennen lernen wollen. Alle Glanzpunkte der ge- nannten Gebiete können von Gießen aus in Tagestouren er- reicht werden, ermöglicht durch äußerst bequeme Zugverbin- dungen. Wer einige Zeit in Gießen verlebt, hat sehr wohl Gelegenheit, auch neben den Naturschönheiten die größeren Städte der weiteren Umgebung, sowohl die mit althistorischen Erinnerungen wie Marburg, Wetzlar, Limburg, Friedberg, Geln- hausen, Büdingen, Alsfeld und viele andere mehr, wie auch die Städte kennen zu lernen, deren äußeres Gepräge noch mehr von der Neuzeit bedingt ist. Der Besuch mancher Orte ist an Sonntagen durch billige Sonntagsfahr- karten erleichtert, die u. a. nach Bad Nauheim, Wetzlar, Braunfels, Lich, Nidda, Marburg auf dem Gießener Staats- bahnhofe abgegeben werden. Gießen ist dabei so ge- legen, daß kürzere und weitere Spaziergänge in bewaldeter hügeliger Landschaft reichliche Erholung bieten, ohne daß es längerer ermüdender Wanderungen oder einer Bahnfahrt bedarf, um harzige Nadelholz- und frische Laubholz-Hochwälder zu erreichen. Ein kurzer Ueberblick über einige der in Betracht kommenden Spaziergänge und Ausflüge möge das Gesagte näher beleuchten. Im Süden und Osten tritt der Wald ganz nahe an das Weichbild der Stadt heran. So führt ein Weg durch einen reizvoll in die wellige Landschaft eingebetteten Wiesenplan zum nahen Philosophenwald, an dessen Rande, wie auch bei den anderen Ausflugsorten, Wirtschaft betrieben wird. Hier liegt auch die Liebigshöhe, heute ein Vergnügungs- punkt, einst die Versuchsstation für die agrikultur-chemischen Versuche des berühmten Justus von Liebig. Der Blick von diesen Höhen in das weite Lahntal ist überaus anzichend. Weiter im Norden winkt der Hangelstein herüber, ein bewaldeter Kopf mit der seltensten Flora. Wo der Berg von der Lahn ansteigt, lagern sich am UÜUfer derselben male- — 36— rische Ruinen, die der Badenburg; hinter dem nahen g; Lollar mit großen Eisenwerken aber erhebt sich ebenfalls ein Basaltkegel der Staufenberg mit den Ruinen einer Raubritterburg aus dem 13. Jahrhundert und einem neuen Schloß des Großherzogs von Hessen. Schiffenberg. Südwestlich von der Stadt, auf bewaldetem Bergrücken weithin sichtbar, liegt das alte Kloster Schiffenberg, Gießens bevorzugter Ausflugsort. Das Kloster wurde im 12. Jahr hundert errichtet, später aber Deutsch-Ordenskommende. Die alten Bauten nebst einer ehrwürdigen Kirche sind wohlerhalten. Tief ins Land hinein, über Tal und Hügel, Wald und Feld und friedliche Dörfer bis zu den blauen Bergketten des Taunus bieten die Wälle des Schiffenbergs herrliche Ausschau. Der Weg von der Stadt führt durch eine meist schattige Allee dahin und berührt nach seinem Eintritt in den Wald den Forst garten der Universität. Dieser vorzugsweise Lehrzwecken dienende Musterwald ist reich an schönen Bäumen und Anlagen, die auch dem Publikum zugänglich sind. Westlich vom Schiffenberg breitet sich der Bergwerkswald in weiter Runde aus. Östlich führen zahlreiche idyllische Steige durch eine tiefe Waldeinsamkeit, dem Forsthaus Hohewarte und dem Dorfe Annerod zu, in dessen Nähe sich auf einer Höhe ein neuerbauter Aussichtsturm erhebt, mit weiter Rundschau in die anmutig bewegte Landschaft und in das wogende Wipfelmeer zu seinen Füßen. Nordwestlich von der Stadt, den weithin sich erstreckenden breiten Waldhöhen des Krofdorfer Forstes vorgelagert, steigen die Wahrzeichen Gießens auf, die burggekrönten spitzen Basalt- kegel des Gleibergs und Vetzbergs, die jedem KRei- senden auffallen, der an Gießen vorübergefahren ist und die ihn ermuntern sollen, auch hier Station zu machen und zu schen, daß Stadt und Umgebung sich mit anderen Gauen Deutschlands wohl messen können. Die genannten Burgen beherrschen weithin die Lahnniederung; sie werden im Plinter- grund überragt vom breiteren Dünsberg, dem höchsten Gleiberg. Punkte der weiteren Umgebung, mit Aussichtsturm und Schutz- hütte. Der Dünsberg trägt, wie andere kleinere Berge der Um- gebung, mehrfache Ringwälle, während die spitzen Basaltkegel alle Reste alter Burgen tragen. Die Burg Gleiberg wurde um 9Doo gegründet, als der Bruder König Konrads J. Gaugraf des mittleren Lahngaues war. Die mächtige Burg liegt in Trüm- mern, doch sind auch große Teile derselben wohlerhalten, so der Burgfried und der Nassauerbau mit dem Kaisersaal. Der zum Schutze der Ruinen auf dem Gleiberg gegründete Glei- bergverein hat zur Erhaltung und teilweise auch zur Wieder- herstellung erheblich beigetragen. Der Gleiberg ist ein sehr beliebter Ausflugsort, gute Restauration mit großen Sälen, ge- — 38— schützten Veranden, von denen man das herrliche Landschafts- bild mit dem Ausblick auf die weite Lahnniederung, auf Vogels- berg und hessisches Hinterland, wie auch nach den Taunus- bergen bei guter billiger Verpflegung aufs beste genießen kann. Der Vetzberg, die Tochterburg des Gleiberg, ist wohl höchst malerisch, aber schwerer zugänglich. Die beiden Berge kann man durch Fußwanderung von Gießen aus besuchen und dabei von dem auf der vorgelagerten Höhe der lardt seitens Dozenten- und Studentenschaft der Gießener Univer- sität errichteten Bismarckturme das entzückende Talbild be- trachten. Man kann auch die Seite 9 erwähnte Biebertalbahn bis zur Haltestelle Krofdorf-Gleiberg benützen. Badenburg. Im Zuge des Biebertals, durch das eine Nebenbahn geht, liegen die Restaurants Textors Hardt, der Wind- hof, ein burgartiger Bau, das idyllische Heuchelheimer Mühlchen und, wo das Tal sich enger in die waldigen Höhen einschneidet, Rodheim und Bieber mit zahlreichen Müh- len, ferner Hohensolms, ein Schloß der Fürsten von Solms-Hohensolms-Lich, und Königsberg. Tief im Hochwald versteckt sei noch der vielbesuchte Bubenröder Hof er- wähnt. Von Gießen talwärts gestaltet sich der Lauf der Lahn überaus reizvoll; wahrhaft romantische Landschaftsbilder sind — 39— nicht selten. Nahe unserer Stadt(¼ Stunde Bahnfahrt) liegt die alte Reichsstadt Wetzlar, voll interessanter Er- innerungen an das Mittelalter, auch Goethe's Gedächtnis wach- rufend. Weiter landein der Fürstensitz Braunfels(Station Braunfels der Lahnbahn, ½ Stunde Bahnfahrt), das, wenn man ihm wandernd auf den waldigen Höhen oder in den stillen Waldtälern naht, bei einer Wegbiegung plötzlich wie eine Graalsburg auftaucht, das mit seinen hochragenden Türmen und seinen Zinnen und Erkern ein volles Bild mittelalterlichen Burglebens zu bieten vermag, dabei mit seinem schönen KRitter- saal, seinen prächtigen Sammlungen und herrlichem Land- schaftsbild unbedingt besucht werden muß. Es ist die Perle der Lahn! Vom Lahntal mag auch das stromumflossene liebliche Weilburg genannt werden und die Burg Kunkel, die aus dem Spiegel der Lahn auftaucht und wie ein Dürerscher IHIolzschnitt anmutet, endlich Limburg mit seinem ehrwür- digen Dome. Oberall eine Fülle des Schönen, Imponierenden, An- mutigen!— Auch das in das Lahntal mündende Dilltal ist reich an schönen Punkten, zahlreichen Waldungen und friedlichen Ortschaften.— Die Bahn nach Gelnhausen ermöglicht zunächst den Be- such der freundlich gelegenen Stadt Lich, der Residenz des Fürsten von Solms-Lich, mit schönem Schloß und Park. Von hier führt eine Wanderung über einen waldigen Rücken und später im verträumten Flußtal der Wetter nach Kloster Arnsburg, im Besitz der Grafen Solms-Laubach. Kloster Arnsburg ist eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges; Ruinen einer imponierenden romanischen Kirche sind Gegenstand des Interesses aller Kunstfreunde. Zeugen aus 18 Jahrhunderten ziehen hier in den weiten Baulichkeiten des Klosters an ihnen vorüber, da ganz in der Nähe, beim Hofgute Alteburg, die Reste eines römischen Kkastels bloßgelegt sind und neben den Spuren des in der Nähe vorübergehenden Limes und alter Römerstraßen, auf die Besiedelung des Gebietes zu römischer Zeit hinweisen. Auch hier ladet eine vielbesuchte ländliche Wirtschaft den Wanderer zu beschaulicher Ruhe ein. Nicht weit von Arnsburg, von dort leicht erreichbar, erhebt sich, die gesegnete Wetterau beherrrschend, der Münzenberg. Die Schloßruine leuchtet mit ihren markanten Formen weithin — 40— in die Landschaft der Wetterau und ist jedem Reisenden wohl bekannt, der die Landschaft auf der Fahrt von Frankfurt nach Gießen nicht achtlos vorüberziehen läßt. Die Burg ist in vielen Teilen noch wohlerhalten. Der Burghof mit dem wertvollen romanischen Pallas gibt ein herrliches Bild aus der kunstsinnigen Zeit der Hohenstaufen. Eine entzückende Aussicht in die fruchtbaren und verkehrsreichen Gefilde den Wetterau und auf die waldgekrönten Höhen von Taunus und Vogelsberg liefert der 20 m hohe, ebenfalls aus romanischer Zeit stammende östliche Bergfried. Eine Bahn führt neuer Schloß Braunfel. dings, Kloster Arnsburg und Münzenberg berührend, von Lich nach Butzbach auf die Strecke Gießen-Frankfurt und erleichtert dadurch den Besuch dieser Stätten, die man aber als Wanderen aufsuchen muß, um ihren eigenartigen Reiz voll erkennen zu können. Überall ist hier historischer Boden. Im Pfahl graben, der auch die weitere Wetterau durchzieht, sind die Zeugen römischer Herrschaft noch zahlreich vorhanden. Die Grenzbefestigung der Römer gegen die Germanen, die in der nahegelegenen Saalburg bei Homburg v. d. II. in anschau lichem Ausbau neu ersteht, ist als buschbewachsener Wall mit davorziehendem Graben vielfach noch erkennbar. 41— Weiterhin an der Gelnhäuser Strecke liegt manches an- mutige Stadt- und Landschaftsbild, und es sollte jedem der Besuch des lieblichen Laubach, des wohlerhaltenen Büdingen und der alten Reichsstadt Gelnhausen empfohlen werden. Die Strecke nach Fulda bietet reichliche Gelegenheit, in Landschaften hineinzublicken, in der eine Bevölkerung sitzt, die das Alte wohlbewahrt hat. Lauterbach, Alsfeld und man- ches andere Städtchen verdienen wohl einen Besuch, der in einem Tage zu erledigen ist. Diesen flüchtigen Andeutungen wird man eins entnehmen: daß die Umgegend von Gießen dem Freunde stimmungsvoller Naturschönheit ungemein viel bietet. Viel zu wenig bekannt ist im allgemeinen das herrliche Oberhessen und der zu mäch- tiger Berghöhe anwachsende Vogelsberg, mit seinem lieblichen Wandel von Berg, Tal und Wald, mit altertümlichen Städten und Dörfern, mit einer biederen Bevölkerung, die Sitte und Tracht von den Vorfahren übernommen hat und hegt und weiter pflegt. Wem Bilder mit den eigenartigen Trachten oder aus dem Volksleben Oberhessens und benachbarter Land- schaften aus den geschickten Händen eines Bantzer, Ubbe- lohde, Thielemann oder anderer hessischer Maler bekannt sind, der solle nicht versäumen, von Gießen aus in Tages-— touren die Stätten ihrer Studien aufzusuchen, denn alle ihre Wirkungsgebiete, wie vor allem die Schwalm mit dem präch- tigen Willingshausen, lassen sich auf verschiedenen Wegen von Gießen bequem erreichen. Lange Jahre können vergehen, bis alle diese wechselvollen Schönheiten betrachtet und aufgenom men sind.— TOURENUMNWEIT DER STXADT GlIESSEN. N— Stunde. P'hilosophenwald. Trieb, Liebigshöhe. Licherstraße bis Irrenanstalt. Schöne Aussicht, Bergwerkswald. Windhof. IHIeuchelheimer Mühle. Bismarckturm(Bichler's Ilaardt). Neuer Friedhof, Rodberg. Rundwege: Philosophenwald, Trieb, Siechenhaus, Schif- fenberger Weg, alter Friedhof. Portsetzung der Kepplerstraße, Bahnüber- gang, Klingelbach, Waldrand(im Nizza), alter Schiffenberger Weg oder neuer Schif- ferberger Weg. Bahnhof, Frankfurterstraße, Universitäts Kliniken, Schöne Aussicht, Ludwigstraße, Universität, Theater, Johanniskirche, Südan- lage. B- 1 Stunde. . Trieb Rödgen. Hohenwartturm(Forsthaus, Hochwart). . Schiffenberg. .Forstgarten, Ludwigsbrunnen mit Georgstempel. Braunsteinbergwerk. . Frankfurterstraße bis Groß-Lindener Wald. . Gleiberg. . Wettenberg(Napoleonsnase). . Badenburg. Rundwege: 1o und in rotes A. In und 12 rotes A In und 13 gelbe ϑ Badenburg— Hangelstein blaue ☛☚ Wieseck ITrot. 18. 19. 20. 21. 37. 38. 39. 40. 41. 42. 43. C=— ½ Stunden. Annerod, direkt oder über Nr. 10. Leihgestern oder Großen-Linden. Rodheim a. B.— Vetzberg. Lollar. D- 2 Stunden. . Großen-Buscck über Nr. 9. . Gansenburg über Nr. 2 oder 18. . Kinzenbach Ilimberg Al. rot—schwarz. . Hangelstein Lollar r rot. 26. UÜber Nr. 21, Kirchberg, Staufenberg. E 3 Stunden. . Ober Nr. 23 nach Großen-Buseck. . Lich über Steinbach oder Schiffenberg Garbenteich. . Ober-Steinberg, Leihgestern, Großen-Linden oder Grünin- ger Warte, Langgöns oder Pfahlgraben Butzbach(4 Std.). . Dutenhofen,„Wetzlar über Garbenheim oder direkt, oder Münchholzhausen. . Bubenrod über Nr. 24. . Dünsberg über KXrofdorf oder Vetzberg, Fellingshausen. . Waldhaus über Krofdorf— Fohbachtal oder direkt, oder Badenburg— Wismar. . Krofdorfer Wald— Schmelz οlϑ schwarz. . Altenberg über Lollar Ruttershausen. . Hangelstein(blaue Striche), östliche Straße, Daubringen, F- 4 Stunden. Staufenberg. Großen-Buseck, Beuern, Climbach, Allendorf a. d. Lumda. Hangelstein, Aspenkippel, Climbach, Allendorf a. d. Lumda. UÜber Nr. 23, Steinbach, Lich oder Garbenteich. Kloster Arnsburg über Garbenteich, Jägerpfad. Stoppelberg— Wetzlar, über Münchholzhausen M schwarz. UÜber Nr. 31, Altenberg, Hohensolms. UÜber Nr. 34, Fronhausen. TARIE FUR DROSCHKERN=FFUHRWERK. Vom 1. Mai bis 30. September. von morgens 6 ½ Uhr bis abends ο Uhr. Vom 1. Oktober bis 30. Hpril von morgens 7 ½ Uhr bis abends 8 ½ Uhr. Für Fahrten vor und nach diesen Stunden doppelte Taxe. I. Zeitfahrten. Einspänner Zweispänner Stunden Personen 1=2.. 34 1—2. , J, M 14— 60— 80— 80 1— 12— 90 1 20 1 20 1 50 3¼ 1 20 1 60 1 600 2— 1 1 30 2 2— 2 30 Für jede Welteie langefangene 14¼ Stunde 20„8 Personen 4 9 Iandinane. — dare 40 ₰ — 4 ,: 83. 2 Zweispänner Personen Il. Serechenikahnten. lede weitere Fahrt zwiſchen zwei punkten innerhalb der engeren und werhefen Ftadt einſchließlich von und nach dem Bahnhofe mit Rusnahme der neben aufgeführten Orte. Einspänner Zweispänner Personen 1—2 3 4 l 2 3-—4 A 3 3 V 1-ℳ 3 —-— 60— 90— 80 1 20 2. Direkte Fahrt von einem punkt der engeren oder weiteren Stadt bezw. vom Bahnhof nach der Umgebung laut beſonderem karif. Nach Zurücklegung einer unter IIr des Tarifs angeführten Fahrt muß der Kutscher auf Verlangen 6 Minuten unentgeltlich warten. kin Kind unter ro Jahren wird, wenn es mit einem Erwachsenen fährt, frei mitgenommen; für je zwei Kinder kommt die Taxe eines Erwachsenen in An- rechnung. Muß eine Droschke vor Beginn der Fahrt und ohne vorgängige Bestellung eine Strecke Weges zurücklegen, so erhöhen sich die Sätze unter l und II des TParifes um 20 Pfg. Ill. Elektrische Straßenbahn. Tarif für jede Person für die ganze Strecke(auch bei Umsteigen von einer Linie in die andere am Marktplatz) 10 Pfg. IV. Eilboten-lnſtitut Rote Radler, MNeuenweg 28. GEBUHRENTARIR für gewerbsmäſiige Stellenvermittler im Kreise Gießten. Gültig ab I. Oktober 1010. Pit Gebührentaxen betragen, . Hausbedienstete(Dien rinnen, Kochpersonal im H nuse alte, stiges männliches oder weibliches Dienst- 5 ch dem Wohnsitz des Stellenvermittlers 3 Mark, ännliches oder weibliches Aushilfspersonal für bestimmte Waschfrauen, Näherinnen): eeniezten(2z. B. Servier-, Putz-, Koch, . Gast Kochäinnsn. Hausdiener, weibliche Personal: Pförtner, a) nach dem Wohnsitz des Stellenvermittlers 2 und Schankwirtschaftspersonal(Kellner, Kellnerinnen). wenn vermittelt werden: Kutscher, Dienst Wirtschafterinnen, Stützen, Stuben- oder Kindergärtne und Hausmädchen), sowie son Hauspersonal: b) nach auswärts+ Mark. Arbeiten oder Ge 4—o Pfg. Köche, Zäpfer, Büfettdamen, sowie alles sonstige männliche oden Mark, b) nach auswärts 3 Mark. 4. Aushilfsstellen für bestimmte Arbeiten oder Gelegenheiten der unter 3 genannten Art: o Pfg. 6. Gewerbliche Gehilfen Haben beide Teile die Mark. igkeit des Stellenvermittlers in Anspruch zgzenommen, so ist die Gebühr je zur Hälfte von dem Arbeitgeber und dem Arbeitne nes zu zahlen: eine en des Vermittlers zustande kommt. enstehende Vereinbarung zu Ungunsten des Arbeitnehmers ist nichtig. Eine Gebühr darf nur erhoben werden, wenn der Vertrag infolge der Ti gkeit NOIELS UMD Bahnhofs-Hotel, Bahnhofstr. 9¹ Eisenbahn-Hotel, Friedr.-Str.4 * 34 Grossherzog vonHessen, Bahn- hofstr.-Westanlage 30 Hotel Kuhne, am Bahnhotf Hotel Schütz, Bahnhofstr. 32 RESTXURXNTS. Hotel Viktoria, Bahnhofstr. 77 Kobel, Liebigstr. 9 „Steins Garten, Bergstr. 20 Zum Einhorn, Linde nplat⸗ 1 Zum Prinz Karl, Seltersweg 4o Hotel Kaiserhof, Schulstr. RESTXURXTIONEbI. lafé Ebel, Burggraben 0 Frankfurter Hof, Lindengasseo Hessischer Hof, Frankfurter- straße 7 „Metropol, l'lockstr. 5 Royal, Seltersweg 68 Schwaab, Wein- u. Prühstücks- stube, Seltersweg 23 Schott, Weinrestaurant, kengasss 27 Wol- Stadt Mainz, Kreuzplatz „SteinsGarten, Gartenstr. 36, mit großen pr ächtigen Anle agen zum Augustiner, 1. udwigsplat- Löberstr afe Zum Felsenkeller, Liebigstr. 5 Zur Ludwigsburg, Weinrestau- rant, Ludwigsplatz 13 CXFES. Café Amend, Bahnhofstr. „Café Astoria, Plockstr. 13 „Café Hettler, Südanlage 24 Zum Andres, Sonnenstr. 19. Café Erust Ludwig, Neuen- bäue 22 Café Krämer, Weidengasse 1. AUSFLUGSORTE. Liebigshöhe, nahe der Stadt, Eichgärten 50; Restaurant zum Philosophenwald. BADER. Volksbad, Schwimm- Wannen- und Heilbäder; Flußbäder in der Lahn; Müllersche Badeanstalt u. Männerbad, alle mit recht guten Einric htungen. Über mit* bezeichnete Firmen siche 46 Inserat. Gewerbebank zu Gießen Eingetragene Genoſſenſchaft mit unbeſchränkter Haftpflicht Bankgebäude: Oſt⸗Anlage 55 Celephon Ur. 25 und 775 gewährt ihren Mitgliedern: Vorſchüſſe gegen Bürgſchaft und Hypothekenſicherheit, desgleichen gegen Hinterlegung börſengängiger Wert⸗ papiere, diskontiert denſelben Wechſel auf das In⸗ und Ausland, eröffnet denſelben Kredite in laufender Rechnung gegen ſtatutenmäßige Sicherheitsleiſtung und übernimmt: An⸗ und Verkauf von Wertpapieren, Einlöſung von Zinsſcheinen, Einholung neuer Zinsbogen und Amwechſelung fremder Geldſorten, Aufbewahrung und Verwaltung von Wertpapieren, Vermietung von Schrankfächern in unſerer feuer- und diebesſicheren Stahlkammer, Stellung von Kautionen bei Behörden ꝛe. Sie übernimmt auch von Nichtmitgliedern: Spareinlagen in jeder Höhe mit kurzen oder längeren Kündigungsfriſten— tägliche Verzinſung, Einlagen von Geldern auf proviſionsfrei zu führenden Scheck⸗Kontis. Kaſſenſtunden: 8—12 Ahr vorm., 2—5 Ahr nachm. Giro⸗Konto bei der Reichsbank und der Dresdner Bank in Frankfurt a. M. 47 1 111IEEEIISESEIEIII2 . 5 Fernsprecher Nr. 168 8 B Johannesstraße Nr. 17, und Nr. 20890::: Gie en gegenüb. Johanneskirche Iliederlaſſungen der Bank: Frankfurt a. II.— Berlin— Eſſen(Ruhr)— Fürth i. Bauern— 6iefſen— Hjanau a. III. Iünchen— flürnberg— iesbaden Büdingen Butzbach i. f. Charlottenburg Friedbergi. h.— hHöchſt a. MMI.— arburg— Offenbach a. II.— Pankom b. Berlin— Wetzlar Kommanditen: Baden⸗Baden: Bankkommandite Baden⸗Baden Ileuer& Diff; Mainz: Weis, Herz& Co.; Tübingen und hechingen: Bankkommandite Siegmund eil. Hktienkapital oo Tlillionen Hlark Reſerven ca.° mlillionen Mark. éegründet 1850 Unionbrauereia. An der Hardt Giessen Fernspr. 98 empfiehlt ihr hochfeines helles sowie dunkles EXAPOERT-BIENHR. Textor's Terrasse, sehr beliebter Ausflugsort. Sl= a=oᷓ — 18— —V—gg₰ e-egNgRnNgkEnÖüö Vank för Bandel und Indusbi Niederlassung Gießen (Darmstädter Bank) GIESSEN : Johannesstraße 1:: am neuen Stadttheater Aktienkapital u. Reserven 192 Millionen Mark Besorgung aller in das Bank- fach einschlagenden Geschäfte ——————-=ͤngAAIs q—yynAn=s doAAOAaAAAAAOeAnUAA’As Eisenbahn-Hôtel: Giessen Friedrichstr. 4 Besitzer: ADAN HOPFEELD Telephon 717 Segenüber dem Bahnhof(über der Brücke) z In nächster Nähe des Hauptpostamtes ::: Schönste Fernsicht Giessens:::: Der Neuzeit entsprechend eingerichtet Dampfheizung Bad. Elektrisches Licht Geräumige luftige 2immer Gute bürgerliehe Küche.. ff. Weine und Biere Mässige Preise Gute Bedienung Nicht zu verwechseln mit„Bahnhof-Hôtel“ Tapeten: Cinoleum Linorusta-· Wandstoffe · Matten Heinrich Hochstãtter, Gießen Schloßgasse— am Brandplatz Gegründet 1837— Telephon 36 HAxxRRxGsARAARRRARB 9 Otto Rathſchlag, Gießen 1 U —= Spezial⸗Geſchäft— zu für Wäſche und Ausſtattungen. 5 Großes Lager 5 9 in fertiger Wäſche u. Weißwaren. g N 6 Anfertigung aller Wäſche 5 nach Maß unter Garantie für gutes Paſſen. Übernahme ganzer Braut⸗Ausſtattungen 9 zu Vorzugspreiſen. HARARRAARAARARARNRNAé — b Fabrik-Lager O—₰— mit maschineller Einrichtung 10 Schaufenster 100 Zimmereinrichtungen Altestes und grösstes . 9 9 8 Kunstgewerbliches Etablissement für Wohnungseinrichtungen. Teppiche Vorhange. Linoleum eiün Lie ferung franko jeder Bahnstation Th. Brück, Giessen, Hoflieferant Telephon 373. Ecke Sohlossgasse-Kanzleiberg-Brandplatz. „ Grand= Café Mhoria 2 Gießen Modbſtr. and Sohannesßtr.⸗-Gcke 2 Selephon Ir. I0 Dornehmſfes Tamilien⸗=Café am Plate Tyener und fransöſiſche Aonditoret Spt.: Grnſt Reinr. Beutner. — 50— OOGUOUOOOUCOUOUUOUUUOoUw Zhotel Schütz, Gießen? 5 Bahnhofſtraße 52 Beſ.: Phil. Reitzel 5 Min. v. Bahnhof . Größtes hotel⸗Reſtaurant am Platze 5 9 weine erſter Firmen:: Prima helle u. Münchener Biere 6 5 Anerkannt guter Mittagstiſch von 12-2 Uhr zu M. 1.—, 1.50,2— 6 Große Abendſpeiſekarte: Zivile Preiſe SZimmer mit garniertem Frühſtück von M. 2.50 an. Haaaaacacaaaaaaaaaacaaahahk Emil Eiſchbach⸗ Sießen Seltersweg 24. Telephoön 267 Fnerkannt befte Rezugsquelle für Kolonialwaren OQelikateffen HKonferden Orogen karbwaren ſowie fämtlicher Sorten WMineralwaffer lteftes Seſchäft dieler Branche am latze: Gegr. 1860 Stets das Neueste in allen Ianduarbeiten. Tapisseriestoffe u.-Materialien. Stick- u. Hälcelgarne Marbe D. M. C. Korbaaren. Strichk-Wonle ℳ Grosste Fabrikat M. S- KX. 8ʃ Auswahl in rannen- f Spieleraren Fabrikation 2 nd Puppen Turn-u. Sport-Artikrel Rodel-Schlitten, Leiter-, Kasten- und Pappenwagen. Kindertische,-Stühle,-Bänke, -Gitter,-Klappstühle und-Pulte. PUPPEEN-KLINIK Hotel-Restaurant Steins Garten Besitzer C. Stein, Gießen Große Saal-Räumlichkeiten Elektr. Licht Bäder im Hause Großer schattiger Garten Herrlicher Aufenthalt für Pensionäre und Durchreisende Drei Minuten von der Haltestelle der Elektrischen Bahn Größtes Etablissement am Platze für Konzerte und festliche Veranstaltungen Anerkannt prima Küche . Weine nur erster Firmen Prima helle und Münchener Biere heinr. Hettier. éieſßjen 6roft. Hoflieferant d Frankfurterſtraße 1, Ecke Süd⸗nlage Lelephon⸗Hnſchluß Hr. 71 Konditorei und erſtes Wiener Café empfiehlt ſich zur Infertigung und pünktlichſten Tieferung von ff. lorten, Kuchen, 6ebäcken, cis-⸗ und Crème⸗Speiſen etc. Husſchank von pilſener»Urquell«, Münchener Bürger⸗ und éießener Union⸗Bräu, 6rätzer und Berliner Weißbier:::: Zwei Billards = Hufmerkſamſte Bedienung= Sorgfältigſter Derſand nach auswärts Rngenehmes, gut ventiliertes Lokal 52 22 EE=EEEEÜEÜARN— A Iquster& Co.Giedem Sonnenstraße: Telephon 685 Haltestelle d. Elektr. Straßenbahn(rote Linie) : Feine Schneiderei: für Herren u. Damen Englische Damen-Kostümeu. Paletots : MILITAR-EFFEKTEN: Sport-Artikel und Sport-Bekleidung EEEFFFB= G &ᷣ Aeſtaurant ,¶Detropol' Plockftraße 5 Inhaben: C. Efeil Diners von 12 bis 3 Uhr von 1 TDR. u. höher in u. außer Hbonnement Empfehle meinen in l. Stage gelegenen Saal zu Kommerfen und Eeftlichkeiten. Bankhaus Baruch Strauß Nachf. Inh.: Albert Wendel: Gießen Telegr.-Adr.: Bankstrauß: Telephon No. 62:: Alicestraße 2 Ausführung aller Arten bankgeschäftlicher Aufträge; An- und Verkauf von Wertpapieren; Kontokorrent-Ver- kehr; Wechsel; Kreditbriefe; Internationale Reise-Schecks; Vermietung von Safes. Agentur der Hamburg⸗Amerika Linie. — 53— Carl Stückrath Seltersweg 38 Gielsen Eswengalle 3 u. 5 Gelchäftsgründung 1868 Telephon Nr. 275 Möbel-Fabrik mit elektriſchem Betrieb. Vornehmlſtes Stablissement für Innen-Husbau moderner(lohnräume von der einfachſten bis zur eleganteften Husfübrung. Spezialgeſchäft für Teppiche, Möbelftoffe, Gardinen, Linoleum. —— äber 20900 m grolse Gelchäftsräume. Billigfte und reelllte Bedienung. Frachtfreie Lieferung nach auswärts. feinlte Referenzen. Karsi Vneumälll-Herke GlESSEN fabriziert als alleinige Spezialität: Haſſia-Xuto-Decken Haſſia-Auto-Gleitſchutz-Reifen gecgeſch. Haſſia-Xuto-Schläuche Haſſia-Vollgummi-Reifen Haſſia-Leder- u. Gummi-protekteure Haſſia-Fahrrad-Decken u.-Schläuche Techniſch u. wirtſchaſtlich einzig vollkom- menſte XNutomobil- u. Fahrrad-Bereifungen Sachgemäßte Reparaturen und neu Aufmontieren von Gum- miprotekteure und Gleitſchutz, auch anderer Fabrikate, werden : gewiſſenhaft und billigſt ausgeführt. Größte Xuto-Garage Hefſſens. Preis-Kataloge zu Dienſten. — 55 ———— Wilh. Moeser Cigarren-Import u. Versand Gießen Marburg Seltersweg 63 Barfüßerstraße 38 Fernsprecher 776. Fernsprecher 423. Bedeutendes Lager erstklassiger deutscher und ausländischer Cigarren u. Cigaretten Eigene — Spezialmarken— Illustrierte Preis-Liste wird auf Wunsch gerne übersandt HAUS ERSTIEN RANGESI m=n Üllil weer RcdotcnolwVd hücc. verbunden mit einem erstklassigen BIER-RESTAURANT 5 Minuten von den Bahnhöfen Ruhige Lage · MNoderner Komfort Elektrisches Licht. Sroßer heller Kofferraum. Ausstellungs- zimmer. Sarage für 2 Autos Anerkannt vorzügliche : VERPFLEGUNG bei mässigen Preisen NHABER:ALBERTNOSSNER . Asterwe .. Auf der . Bahnhofstrasse D E 3. 4. 5 . Bergstrasse F G 6 Bismarckstrasse F G 5 Strassen-Verzeichnis. . Alicestrasse E F 4 Am Riegelpfad F G 4 . Am Podeherf B 9 1 Am Steg E . An den Bahnhöfen D 1. 2 An der Hardt A 3 Am Weiher E F 1 CD 6. 7 ach D 6 Bleichstrasse E F 4 Brandgasse D 6 Brandplatz D 6 Braugasse D . Bruchstrasse 4 5 Buchnerstrasse 1 . Buddestrasse F 1 Burggraben D 6 . Crednerstrasse E I. 2 . Dammstrasse C D 6 . Diezstrasse E 6 Dreihäusergasse E 6 . Ebelstrasse G 3. 4 . Ederstrasse C 7 . Eichweg F 7 . Erdkauterweg H 4. 5 . Erlengasse E 6 30. Zr. 32. 40. 41. 42. 43. 44. 45. 46 47. 4. 49. 50. 51. 52. 53. 54. 55 55 34 Frankfurterstrasse EF 1. 2. 3 Friedrichstrasse E F 3 Gartenstrasse F G 6 Glaubrechtstrasse E F 1 Goethestrasse E F G 5 Grabenstrasse D 4 Grosse Muhlgasse D 5 F 6. 7 . Grosser Steinweg Gutenbergstrasse F G 6. 7 Hammstrasse C D 3. 4. 5 Henselstrasse G 5 Hessenstrasse G 6 Hillebrandstrasse E 2 Hinter der Westanlage D 4 Hofmannstrasse E 2 Hundsgasse D 6 . In den Eichgärten F 7. 8 In Löbers Hof D 5. 6 lohane eetrasse E 5. 6 aiser-Allee F G 6. 7. 8. 0 Kanzleiberg E 6 Kaplaneigasse D 6 Kaplansgasse D E 5 Katharinengasse E 5 Keplerstrasse G 6 Kirchenplatz D 6 . Kirchstrasse D 6 Klinikstrasse E F 2 Kornblumengasse D 5 86. 3. 89 90 . Kreuzplatz E 5. 6 Krofdorferstrasse B 5 Lahnstrasse C 4. 5 Landgrafenstrasse D Landgraf-Philipp-Platz D 7 Landmannstrasse G 8 Leihgesternerweg G H 3 Licherstrasse F H 7. 8 4 Liebigstrasse D H 3. indengasse D 6 3 Lindenplatz D 6 Loberstrasse F 4. 6 Löwengasse D E. Lonystrasse F 4. Ludwigsplatz F 6 Ludwigstrasse F 3. 6 . Mäusburg D 6 Maigasse E 5 . Mar Argerderasse B D 7. 10 . Marktp Marktstrasse D 5. 6 . Mittelweg E F 1 Moltkestrasse E F 7 Nahrungsber . Neuen-Bäue E 6 atz D 6 G 6. 7 Neuenweg E 6 Neustadt D 5 Nord-Anlage C 5. 7 Ost-Anlage D E 6. 7 Plockstrasse E 5 Rittergasse D 5. 6 Rodheimerstrasse B C 3. 5 Roonstrasse F 6. 7 Sandgasse D 5. 6 Schanzenstrasse D Schiffenbergerweg 6 H 5. 7 .Schillerstrasse C6 . Schlossgasse D 6 . Schottstrasse C . Schützenstrasse 5 4. 5 . Schulstrasse D E 6 Seltersweg E 4. 5 Senckenbergstrasse D E6. 7 Sonnenstrasse E 6 . Steinstrasse C 6. Stephanstrasse F 6 5. 6 Sud-Anlage E 4. 6 Teufelslustgartchen E 5 Tiefenweg D 5 6 Wagengasse alltorstrasse D 6. 7 Weidengasse E 6 Weserstrasse C 6. 7 West-Anlage D E 4. 5 Wettergasse D 6 Wetzlarerweg E r. 3 Wetzsteinstrasse resp. gasse D 6 ieseckerweg C 9. 10 Wiesenstrasse F. 7 Wilbelmstrasse E G 3. 4 . Wilsonstrasse G 4 Wolfstrasse F G 7. 8 Wolkengasse D E 5 ( = ligionsgemeinde F 6 15 Synagoge der isr. Re- ligionsgesellschaft C 6 KLINIKEN. 16 Chirurgische Klinik F 2 17 Chirurgische Veterinär- Klinik E F r 18 Frauen-Klinik F 2 19 Klinik f. psychische u. nervöse Krankheiten E r 20 Medizinische Klinik F 2 21 Med. Veterinärklinik E F A 22 Ohrenklinik E 3 23 Privat-Augenklinik (Balser'sche Stiftung) E F3 2 43 Univ.-Augenklinik F 2 3 OFFENTI. GCEBAUDE UND ANSTAL.TEN. 25 Armenamt, Hoch- und Tiefbauamt(Städt.) 26 Bezirkskommando 27 Bürgermeisterei, Ver- messungsamt, Stadt- kasse, Ortsgericht E F a8 Chem. Untersuch.-Amt D 7 29 Eisenbahn-Betriebs-In- D 6 E — △ spektionen, Maschi- nen-Inspektion E 30 Eisenbahn-Verkehrs- Inspektion E 0* 31 Elektrizitätswerk D 32 Friedhof am Nahrungs- berg 67 33 Friedhof a. Rodtberg A B 10 34 Gas- und Wasserwerk F 6 35 Garnison-Lazarett 36 Gerichtsgebäude 37 Hauptsteueramt 38 Hochbauamt(Staatl.) 39 Kreisamt u. Provinzial- D 66 Chem. Laboratrium F 5 67 Chem. physik. und Physikal. Insitut F S 68 Geodätisch. Inditut etc. D 6 69 Hygienisches Istitut 70 Kollegienhaus! 5 7r PathologischesIustitut Fr 72 Pharmakolog. Institut F 6 73 Physiolog. Insttut E 7 74 Rektorat, Sekretariat, Quüstur, Rentamt F Die übrigen institute der Universtät sind auf dem kleiten Plan angegeben.(Siehe 4. Umschlagseite.) 5 SAMMLUNGEN. 75 Altes Schloss. Nuseum D E 6 76 Neues Schloss D67 77 Turmhaus am Brand ℳ Kunstausstellung D 6 ℳ 77a Liebig- Museum E„ VEREINSHRUSER. 78 Gesellschaftshäaus E OMG 79 Freimaurerlogt E 6* 80 Herberge zur Heimat D 4 81 Kaufmänn. Vereinshaus C 6 4 82 Ruderer-Vereinshaus C 6 b. F —) Schong S/ — . K N Elektrische Rote Linie, ———— Grüne Linie, ——=Haltestellen — ———— 6— BAHNHOPE. SCHULIN. SS E Bahnhof der Staats- 53 Aliceschule D 6 bahn. DE 2 3 54 Gewerbeschuld D 6 2 Biebertalbahnhof C3 55 Höhere Mädchwschule D 6 A BANKEN. 56 Kaufmänn. Fachschule C 6 3 Bank für Handel und 57 Kleinkinder-Bwahr- Industrie E 6„ anstalt E 6 4 Bezirks-Sparkasse E 6 58 Landgraf-I.uduig- E s Gewerbebank E 6 Gymnasium k 5 6 Mitteldeutsch. Kreditb. E 5 59 Nealgymnausiu und 7 Reichsbank E 4 59a,Oberrealschue F 6 — B. Strauss Nachf. E 4 60 Volteszchule Fſden cD« DENKRMALER 67 vNerenwis in der 3 8 Heyerdenkmal C 6 2ratrasg. 5„ . Schillerstrasst C 67 9 Kriegerdenbmal D 6 62 Volksschule inder 10 liohi 1awaan E 6 Westanlage P IRCHEN. rcrrier nnz. 1. UNIVERSITATSGEBAUDE. 11 Lehanneshirche. evgl. E 5 63 Anatomic u- Molog. B 12 Katholische Kirche F 3 Institut D E 3 13 Stadtkirche, evgl. 1) 6 bIiothek. 2 . 5 64 Bibliothek 6G 5 14 Synagoge der isr. Re- 65 Botanischer Garten D E 67 A 5 2 Sp. Laue ſ 4 Strassenbahn. Bahnhof— Schützenhaus Bahnhof-Neuer Friedhof 40 LAnbajer d ¹ 83 Turnverein T.V. 1836 G5— 4t Neue Kaserne 6 84 Schützenhaus 3 10 42 Polizeiamt E 6 85 Alemannia-Haus F7 43 Postamt I, 86 Darmstadtia„ E 2 Telegraphenamt E 3 87 Germania„ E a2 44 Postamt II D E 6 88 Hassia. 36 45 Schlachthof B C 4 89 Starkenburgia, F' 3 46 Stadttheater E 6 90 Teutonia„ 6 9 47 Standesamt(Altes or Wingolf„ G6 3 Rathaus) D 6 WOHLFAHRTS- 48 Verkehrs-Verein EINRICHTUNCEN. (Bureau) F 6 0 Irrenanstalt Waldheim H 8 490 Viehmarktplatz B C 4 93 Schwesternhaus, evang. E 5 50 Volksbad E 4 9 Schwesternhaus, kath. E 3 5r Volksleschalle E 4 95 Provinzial-Siechen- 52 Zeughauskaserne DE 7 Anstalt II 8 ——— “ 3 HRisbahn Liebigshöhe 2 —y Verlag des Verkelrs-Vereins(E. V.) Giessen. Die Nummern beziehen ſich auf die im Plane nãher kenntlich gemachten Lageplan der Akad. Adminiſtr. Momm. 4 Bibliochek 5 · Oudftur 4. Kektorat 4 Rentamt. Sekretariat 4 —u Universitätsgebäude, zu Gießen. 2 ☛ 94 d* * 4 „— aA5V SS2I75720 495 1yT)oN! O N ul nuf 5⁰¹ Maaßſtab I.13500 K 5 Kl. fur pfgchiſche und nervõſe Arankheiten Engliſches · Germaniſches Hiftoriſches- Juriſtiſches Mathematiſches. Philo- logiſches · Philoſophiſches Pratiſches für neuere Philologie. Romaniſches Sprachwiſſenſtnaftl. Staatswiſſenſch.-Statift. — 1 u- eI—-u& 0O0 O vergleichend anatom. Polikl. fur fHiaut und d, h Geſchlechtskrankheiten 14 Ohrenklinik 10 Veterindr-Inſtitute Chirurgiſche eterinärel. 19 Mediziniſche Veterinärkl. 16 Veterindranatom. Inft. 19 Veterinäãrmedizin-Polikl. 19 eterinãrpatholog. Inſtitut 19 PlANINOS Grossh. Hess. Hoflieferant HaRMONlUNI Stündige Auswahl von ca. 300 Instru- menten, darunter ca. 25 Flügel, bil- ligste bis hochfeinste Modelle. Ver- tretung v. Bechstein, Berdux, Hofberg, Kaps, Knaufs, Mand, Mannborg, Rosen- kranz, Schiedmayer, Thürmer.— Höch. ster Bar-Rabatt.—Kleine Raten.— Lang- jährige Garantie.— Freie Probeliefe- rung überallhin.— Pianos und Har- moniums zu vermieten(2— 12 Mark monaͤtlich), bei Ankauf Miets-Gut- schrift. Grosse Werkstätte für alle Reparaturen. Klavierstimmen. Auf. polieren von Pianos.— Pianola.— Phonola.— Welte-Mignon-Piano. WALH. RUDOLPRH in GlESSERN Seltersweg 91 FLUGkL Hof. und Universitäts-Druckerei(O. Kindt), Gießen. . A.