des Hochwohlgebornen Herrn H E R R N Jrhan Kurl wn Crat Hochfurſtlich⸗Heſſiſchen Regierungsraths — S in einer Standrede geſchildert von David Benjamin Schäl der Teutſchen Geſellſchaft zu Jena ordentlichem Mitgliede. ( Sꝛ S2 G S S — M — 5 S S 1 E WA= S 0 D S 4 — S S 9 8 B„ 0 9 Zanau/ den rſten Tag des Wintermonats/ 1771. ee Gedruckt, bey Philipp Caſimir Muͤller. ——— — —————— ——————— CICERO de officiis, libro I. capite XVII. QOmmnium ſocietatum nulla eſt grauior, nuſla carior, quam ea, quae cum republi- ca eſt Sic noſtrum. Cari ſunt pa- rentes, cari ſiberi, propinqui: familiares: ſed omnes omnium caritates patria vna Gnaͤdige und Preiswuͤrdige Trauerverſammlung, = 2 FS S 5 verſchieden die Meinungen der Sterblichen von der v Poheit des wahren Ruhms ſind; ſo unvollſtaͤndig ſie ſich die Begriffe von der aͤchten Ehre bilden: ſo mannigfaltig zeigen ſich auch ihre Bemuͤhungen, ſich die Unſterblichkeit ihres Namens, dieſes un⸗ ſchaͤtbare Kleinod, zu erringen. Ihr erſter Auftritt auf die Welt, ihre Erziehung, ihre Gluͤcksumſtaͤnde, ihre Gemuͤtsneigungen, ſind ſo viele Gewichter und Triebfedern, deren Wirkungen ſich entweder in dem Aus⸗ bruche der erhabenſten Tugenden, oder auch der niedertraͤchtigſten Laſter aͤuſern. Das Gluck, die Ehre und der Ruhm, ſind ſtets das groſe Ziel, worauf aller Augenmerk gerichtet iſt; Doch, wie werden ſie nicht die⸗ ſen Zweck verfehlen, woferne nicht die vernuͤnftige Triebe der Weisheit und der Tugend, ihre Handlungen begeiſtern? Gluck⸗ e Gluͤckliche Kenner der menſchlichen Herzen, haben laͤngſt entdeckt, daß ein jeder Weltburger den Erdkreis aus demjenigen Geſichtspunkte betrachte, welcher ſeinen Neigungen ſchmeichelt und ſeine Wuͤnſche rei⸗ zet: Ein Held, ſieht den Erdboden als einen Siegesplatz an, wo er ewi⸗ ge Lorbern ſammlen; Hochmuͤtige Voͤlker beherrſchen und mit geharr⸗ niſchten Legionen den Feinden, den Vorzug der Triumphe ſtrittig ma⸗ chen kann; Er ſieht bereits wie die Ehre mit Siegsprangenden Palmen ſeine Scheitel bekroͤnet und hoͤrt wie der laute Ruf des preiſenden Geruch⸗ tes, vielen Jahrhunderten ſeine Eroberungen verkuͤndiget. Ein zaͤrtli⸗ cher Sibarit, betrachtet die Welt als ein entzuͤckendes Tempe, als ei⸗ nen Sitz des abwechſſlenden Vergnuͤgens: Dieſer wird ſein Gluͤck und ſeinen Ruhm durch das kuͤtzlende Gefuhle der Sinnen, durch die Freund⸗ ſchaft mit dem Körperlichen, unter der mr erſinnlichſten Empfindung der Wolͤſte ſchmecken. Ein midas jauchzt, wann er die Welt als ei⸗ ne volle Schatzkammer erblickt, in welcher er ſeine Begierde nach Reichthuͤmern erſaͤttigen, ja, wie er glaubt, den koſtbaren Ruhm ſei⸗ nes Glucks in ſtolzer Herrlichkeit erweitern kann. O, welch eine zahl⸗ reiche Rotte von Sklaven der Ehrſucht, welch ein ringendes Heer von Anbetern erblicken wir nicht, wie ſich ſolche vor den hohen Altaͤren des blinden Gluͤcks ſchmiegen und ſolchem Weirauch ſtreuen! Mit welchen Augen beſchaut nicht ein Gelehrter, ein Weiſer und ein Tugendfreund den Erdboden? Welchen Zugen ͤberlaſſen ſie ſich nicht, ſich auf demſelben den Ruhm, das Gluck und die Unſterblichkeit zu er⸗ werben? Wie opfern ſie nicht dieſen Bemuͤhungen den Fruͤhling ihrer Jugend und den Herbſt ihres Alters, ja, alle Leibes⸗und Selenkraͤfte auf? Bemuͤhungen! deren unſtraͤflche Triebe, deren Ruhmbekroͤnter End⸗ . zweck, S 0 zweck, deren gluͤckliche Folgen, nur allein den Werth des menſchlichen Lebens erhöhen, nur allein den Preis des Nachruhms beſtimmen koͤnnen. Unter allen Beſchaͤftigungen das Glůck unſers Nachruhms fortzu⸗ pflanzen, ſind keine Vorzugsreicher, ſind keine unvergaͤnglicher, als die Verdienſte um das Vaterland: Hier ſchwingt ſich die wuͤrdige Tugend zu der Hoheit des Ruhms empor, und dieſer wird von der Ewig⸗ keit verſiegelt. Die Unſterblichkeit des Ruhms, wird durch die Verdienſte um das Vaterland, erworben. Durch die Preiswuͤrdigen Abſichten unſrer Thaten, durch welche wir das Heil unſter Mitburger befoͤrdern; durch die ruͤhmlichen Folgen unſrer Handlungen, durch welche wir die Gluͤckſeligkeit eines Staats⸗ welchem wir das Vorrecht unſter Geburt ſchuldig ſind, verherrlichen? durch dieſe Verdienſte, machen wir den Werth unſers Lebens erſt un⸗ ſchaͤtbar und verewigen uns bey der dankbaren Nachwelt. Entflammt von den edelſten Tugendtrieben, wird hier der Pa⸗ triot, der Buͤrgerfreund ſichtbar. Ohngeachtet ſeine Tugend, ſeine Fertigkeit ſich und andre unter dem Schutze der Weisheit, vollkommner zu machen, der algemeinen Menſchenliebe und den Pflchten des geſell⸗ ſchaftlichen Lebens eigenthuͤmlich iſt: ſo wird er dennoch das angeneh⸗ me Vaterland, zu einem Schauplatz ſeiner weiſen Handlungen nnd zum Reiz ſeines Tugendeifers, aus treuer Dankbarkeit erwaͤhlen; Er wird ſich dem Dienſte, dem Beſten und der Gluckſeligkeit des väter⸗ lichen Staats grosmuͤtigſt aufopfern. Kein Kein geſchaͤtztes Nichts der eiteln Ehre, dieſes Irrlicht welches die Sinnen der Thoren verblendet und unter der geſchminkten Larve der Scheintugenden verfuͤhret, wird ſeine Triebe begeiſtern: O, nein! Der reinſte Zug der Weisheit und der Tugend, muß den Adel ſeines gro⸗ ſen Geiſtes verherrlichen und in der Ausuͤbung der wohlthaͤtigſten Pflichten fuͤr das Vaterland, den Patriot der Welt kenntbar machen. Der ſchwingt den Geiſt empor, der lehrt die Ehre kennen.(1.) Der Same aller Vollkommenheiten keimt in ſeinem erhabnen Her⸗ zen und deſſen Segensreiche Fruͤchte breiten ſich uͤber das gluͤckliche Vaterland aus. Seine Bruſt, welche der heilige Thron der edelſten Sele iſt, wird von der reinſten Ehrfurcht fuͤr die Gottheit entzuͤndet; Dieſes allerhoͤchſte Weſen verpflichtet ſich durch die Stimme der Tu⸗ gend, ſeinen willigen Gehorſam; Goͤttliche Ruͤhrunzen quillen in ſeiner Sele und brechen in ſanften Stroͤmen der Menſchenliebe aus. Ohne dieſe Freundſchaft mit der Gottheit; ohne dieſen Bund mit dem guͤtig⸗ ſten Schoͤpfer ſeiner Tage; ohne dieſe ſuͤſe Empfindung dieſes innerlichen Berufs, ohne dieſe Reinigkeit ſeiner Sitten, wird er der ſeligen Zufrie⸗ denheit mit ſeinen Handlungen, der glͤcklichen Gewiſſensruhe; des Vergnuͤgens uͤber die ausgeuͤbten Tugenden, des hoͤchſten Guts, unerſetz⸗ lich beraubet ſeyn. Indem ohne dieſe Ehrfurcht, alles Gluck, aller Vor⸗ zug der Sterblichen verſchwindet.(2.) Die (1) Freiherr von Haller. . SFNFCaA, Epiſtoid XXXNI. Bonus vir ſine Deo nemo eſt. An poteſt aliquis ſupra forrunäm, nili ab illo adiutus, exſurgere? ille dat conſilia magnifica et etecta. Ia vnoquoque bonorum virorum habitat Deus. — Die Weisheit wird er zwar hoch ſchaͤtzen, die Tugend aber uͤber al⸗ les lieben und daher ihre Pflichten nicht aus Zwang oder Gewohnheit, ſondern durch eine lebendige Erkenntnis von ihrem Preis uͤberzeugt, in der edelſten Freiheit, entfernt von eigennuͤtzigen Abſichten, vollziehen. Nach dieſen feſten Grundſaͤtzen bildet er die Unſtraͤflichkeit ſeines Lebens⸗ Wandels; Niemahls wird ihm die Unthaͤtigkeit einiger Pflichtsbeobach⸗ tung, zu einem beiſſenden, zu einem nagenden Vorwurfe gereichen. Da ſeine Tugend auf die Weisheit und Beſtaͤndigkeit gegruͤndet iſt: ſo wer⸗ den ihn weder Schmeicheleien, weder Verſprechungen, weder Beloh⸗ nungen, noch Wuͤrden, keine Schmach, keine Verfolgungen, keine wuͤ⸗ thende Grauſamkeit, von der Treue, von der Liebe, von den Pflichten, von ſeinen Grundgeſetzen fuͤr das ihm ſo heilige Vaterland, abwendig machen koͤnnen.(3.) O, welch eine Menge, welch ein Ueberfluß von Gluͤckſeligkeiten verherrlicht nicht einen Staat, wann deſſen huldreicher Schutzgott den Haͤnden, den Schultern des Patriots, das Wohl ſeiner Mitbuͤrger anvertraut! Freiheit, Wahrheit, Billigkeit und Gerechtigkeit werden hier ewig thronen; Der Sitz der raſenden Laſter wird hier beſtuͤrmt, niedergeriſſen und verheeret, auf deſſen Ruinen der Tugend Ehrenſeu⸗ len errichtet und das Reich der Weisheit ausgebreitet werden. Die allgemeine Wohlfarth iſt das herrſchende Geſetze, ſie alleine iſt die Richtſchnur, nach welcher dieſer Buͤrgerfreund ſeine Amtspflichten oh⸗ ne Ausnahme abmißt; Taͤglich eifert er um des Landes bluͤhende Auf⸗ nahme und auf dieſe gruͤndet er die Ehre ſeines Gluͤcks; Alle, auch ſei⸗ ne eigne Guͤckſeligkeit wird ihm verhaſſt ſeyn, woferne ſolche nicht mit dem G.) CORNRELIVS NEPOS, in Epaminonda, capite IIII. dem allgemeinen Heil des Staats genau verknuͤpft iſt: weil alle ſeine Vemuͤhungen nur allein dahinn abzwecken, ſeine Kraͤfte mehr dem Staa⸗ te, als ſich Selbſt zu weihen, ja, ſein ganzes Eigenthum dem holden Vaterlande zu wiedmen.(36 Seine Eltern, Bruͤder, Kinder und Anverwandten, dieſe theu⸗ ren Pfaͤnder, fur deren Vorrechte ſelbſt die ruhrende Stimme der Na⸗ tur, als der ſtaͤrkſte Fuͤrſprecher in den menſchlichen Herzen auftritt, alle dieſe wird er zwar hochſchaͤtzen; ſeine Liebe aber zu ſeinen Mitburgern/ wird dennoch inbrunſtiger ſeyn und den hochſten Grad ſeiner treuen Zartlichkeit wird er dem Vaterlande dankbarſt aufopfern. Dem Staa⸗ te nur allein, zeigt er ſich als ein liebreicher Vater, als ein zaͤrtlicher Ehe⸗ gatte/ als ein redlicher Bruder; auſer Ihm hat er keine naͤhere An⸗ verwandten und die Pfichten fur das Vaterland, uͤbertreffen bey dem⸗ ſelben die Bande des Gebluts. Dieſem beſtaͤndigen Schauplatze ſeines Tugendeifers ubergiebt er die Hoffnung ſeines Lebens; Ihm uberlaͤſſt er die Sorge fur ſeinen Nachruhm⸗ und dieſes preiſt die Hoheit ſeiner Tu⸗ gend der Bewunderung aller Welt an; Dieſes ſtellt ſeine Verdienſte als ſo viele ewige Kinder eines gewuͤrdigten Vaters, des mildthaͤtigen Patriots, des grosmuͤthigſten Menſchenfreundes der Folgezeit dar; Er⸗ habner Ruhm! o, ewiger Vorzug! das gemeine Weſen, der Staat das Vaterland zählt ihn unter ſeine Vaͤter. Sein Leben betrachtet er als ein anvertrautes Geſchenke der Na⸗ doch iſt er dabey berzeugt: daß auf deſſen Genuß ein jeder Mit⸗ tur, burger, (40 prIpalvs, in Panegyrico⸗ capite LXvII. salus inuiſa eſt, ſi non ſit, cum reipu- pſicat falute coniunctã. burger, ja, auf deſſen Eigenthum das Vaterland die gerechteſte An⸗ wartſchaft habe; Er weiß daher: Daß es zwar ſchon ſey, fuͤr das Va⸗ terland zu ſterben, noch ſchoͤner aber fuͤr daſſelbige zu leben; Darum wird ihm in allen Faͤllen zwar das Leben werth, der Tod aber dennoch nicht ſchrecklich ſeyn, wann nur dadurch das Wohl des Staats gedei⸗ hen kann.(7.) Dieſe Liebe fuͤr das Vaterland, dieſe Pflichtsbeobachtung gegen den Staat, erzeugt in einem grosmuͤtigen Cimon die Freigebigkeit, er wird ein Menſchenfreund; Uebt in einem redlichen Ariſtides die Ge⸗ rechtigkeit aus, er wird ein lebendiges Geſetze; Begeiſtert in einem klugen Attikus die Vernunft, er wird ein Weiſer; Errettet durch ei⸗ nen tapfern Timoleon die Freiheit, er wird ein Buͤrgerfreund; Be— ſiegt durch einen heldenmuͤthigen Sokrates, die Grauſamkeit, er wird ein Beſchutzer des Staats; Stirbt mit einem getroſten Rodrus in der Schlacht, er wird ein Opfer fur ſeine Mitburger; Sprengt mit einem edelmuͤtigen Rurtius in die verpeſtete Hoͤle, er wird eine Verſoͤhnung des Vaterlands mit dem Schickſale; Beſicht durch die groſen Scipio⸗ nen die Meineidigen, ſie werden Sieger; Tritt in einem beredten Ci⸗ cero auf, er wird ein Erretter der Unſchuld; Unterrichtet durch einen ſcharfſinnigen Seneka, er wird ein Lehrer des menſchlichen Geſchlechts: Derrſcht mit einem huldreichen Trajan, er wird das Gluck der Welt; und dieſes alles wirkt ſie, nur allein das Vaterland zu beglucken. „„ Alſo (F) OVVENVS, Fpigrammatum libro I. ſipigramma XXXVIII. Pro pattia ſit dulce mori licet atque decorum; Viuere pro patria dulcius eſſe puto. Alſo erringt ſich der Eifer des Patriots das unſterbliche Gluͤck des Nachruhms; Alſo erſchallt der Weltkreis von der herrlichen Nach⸗ richt ſeiner vielen und groſen Verdienſte, ſo wohl fuͤr ſeine Mitbuͤrger, als auch fuͤr das ganze menſchliche Geſchlechte; Alſo erlangt er den vollkommenſten Grad des Ruhms; Alſo verehret ihn ſein Weltalter; Al⸗ ſo bewundert ihn die Folgezeit. Ja, alſo wird ſeine Tugend ſich ſilbſt die groͤſte Belohnung; Geſchutzt vor den wthenden Stuͤrmen des Schick⸗ ſahls, trotzt ſie dem ſchimmernden Glucke aller Sklaven der thoͤrigten Ehrſucht; ſie prangt mit der ewigen Krone ihrer Verdienſte und thront in ihrer Unſterblichkeit.(6.) Kein Wunder daher, daß, da das Leben des Patriots an taͤg⸗ lichem Wohlthun und reger Pracht der majeſtätiſchen Sonne gleichet, ſolches ein beſtaͤndiger Feſttag des Staats iſt; Darum wird auch ſein Tod eine allgemeine Trauer fͤr das verwaiſſte Vaterland. Hier muͤſſen unſre Wehmuthsreiche Thraͤnenopfer ſein Grab benetzen; Hier muß un⸗ ſer Schmerz ſeine Klagen vor den aufmerkſamen Ohren der Folgezeit ausſchuͤtten, wann dort ſeine unſterbliche Tugend durch das Gedächt⸗ nis ſeiner Verdienſte, von der preiſenden Nachwelt geſegnet wird. Ach, . (6.) cravDlanVs, de Conſulatu Mallui Theodori. 1pſa quidem virtus pretium ſibi,[olaque late Fortunae ſecura nitet, nec faſcibus vllis rigitur, plauſuue petit clareſcere vulgi: Ril opis externae cupiens, nil indiga laudis. Pivitiis animoſa ſuis; immotaq ue cunctis Caſibus ex alta mortalia deſpicit arcc; Hanc tamen inuitam blande veſtigat et vltro Ambit Honor. Ach, wolte doch die ewige Vorſicht! daß auch ich nicht jetzo den ſo unſchatbaren Verluſt, den ploͤtzichen Abſchied eines Hanauiſchen Patri⸗ ors, eines Tugend⸗und Burgerfreundes, auf dieſer mir ſo heiſen Stel⸗ le beſeufzen muͤſſte! Verzeihen Sie mir Höchſtzuehrender Trauer— Umſtand, verzeihen Sie mir, wann ich hier klagen und auch meine Thränen, bey der Trauer des geruͤhrten Vaterlandes fluſen laſſen muß: Die dankbare Ehrfurcht, welche ein jeder Burger des Staats den Patri⸗ oten ſchuldig iſt, dieſe wird die Regungen meiner Wehmuth in De⸗ ro Augen rechtfertigen. Woferne nicht ein ernſtlicher Befehl, welcher ſeinen Urſprung von der Uns allen bekannten und ſtets beſcheidnen Demuth des Patriots hat; woferne nicht die Furcht Dero Grosmuth zu miſſbrauchen, mei⸗ nen gegenwaͤrtigen Vortrag umgraͤnzten: ſo wuͤrde ich mich erkuͤhnen De nenſelben die Hoheit des Patriots in Seinem Leben und Tode zu ſchil⸗ dern; Doch, mein Blick wurde ſich in dem weiten Umfange Seiner Ver— dienſte verirren, indem ſich ſolche ſchon durch ihre eigene Wuͤrdigkeit, ohne einen Lobredner, der Wahrheit unſter Zeiten und dem Ruhme der Nachwelt empfehlen. Ich werde daher, ſo wie die Erdbeſchreiber gro⸗ ſe Koͤnigreiche in dem Kleinen abreiſſen, auch nur einige Zuͤge von un⸗ ſerm Patriot entwerffen. Mögte doch die Wurdigkeit dieſes Gegen⸗ ſtandes, meine ungeuͤbte Beredſamkeit bey Dero Grosmuth vertreten! Wir kommen jetzo von dem ſtillen Orte der Ruhe her, wo wir den verweslichen Reſt des Hochwohlgebornen Herrn, Herrn Jo⸗ hann Karl von Cranz/ Hochfuͤrſtlich⸗Heſſiſchen Regie⸗ rungs⸗ ℳ rungsraths, den Graͤbern der Gerechten anbertrauet haben. Aber, ach! in Ihm, in Seiner Tugend verliehren wir den Patriot, den redlichſten Burger des Staats. Der Beweis dieſer Wahrheit, wird ſich herrlicher verklaͤren, wann ich mich wage Sie, Vortreffliche Ver⸗ ſammlung, durch die Jahre Seines Ruhmbekroͤnten Lebens zu fuͤhren. Es iſt ein Grundſatz, welchen die Weisheit vorſchreibt: Daß mann diejenigen Perſonen, welche vor andern Weltbuͤrgern unſte Aufmerk⸗ ſamkeit reizen, mehr nach ihren Tugenden, als nach ihren Gluͤckeum⸗ ſtaͤnden betrachten muͤſſe, wann mann Einſichtsvoll von ihren Ver⸗ dienſten urtheilen will. Jauchzt nicht ofters das gluckliche Laſter bey der Anbetung der Schmeichler im Purpur, wann hinngegen die verachtete Tu⸗ gend unter dem Fluch und der Verfolgung betteln gehn muß? Auch ich will mich beeifern, nach dieſer Vorſchrift die Lebensjahre des Wohlſeligen einzuſehn; Neberall wird ſich eine Vorzugsreiche Verbindung der Tu⸗ gend mit dem Glͤcke, ſtets wird ſich die Wuͤrdigkeit und deren Beloh— nungen, durchgehends aber wird ſich Uns der Patriot in der Unſterblich⸗ keit ſeines Nachruhms entdecken. Dem Zepter der weiſen Vorſehung iſt allezeit der Gehorſam des Gluͤcks unterworfen, wann ſolche den Staat mit Patrioten bereichern und die Welt mit gebornen Weiſen ausſchmuͤcken will: Unter einem ſol⸗ chen gluͤcklichen Zeitpunkte betrat der Wohlſelige Herr den irdi— ſchen Schauplatz zu Babenhauſen, den éten Tag des Jaͤnners, in dem 1696ſten Jahre unſrer Erloͤſung, wo Sein Herr Vater, der um den Zanauiſchen Staat ſo unſterblich verdiente Herr Jo⸗ hann V hann Hieronimus Felir von Cranz/ damahls die Stelle eines Regierungsraths und Amtmanns bekleidete. „Verdiente Tugend prangt mit den Belohnungen unbefleck⸗ ter Ehren: Daher ſahe mann nachmahls den Herrn Vater des Wohlſeligen, als Zanauiſchen Geheimen Rath und Kanzler, als einen Joſeph des Vaterlandes, den Seiner Klugheit anvertrauten Staat mit ſtarken Schultern unterſtuͤtzen.(7.) Ein erhabner Geburtsrang iſt mit ſolchen Tugendpflichten, er iſt mit einem ſolchen innerlichen Berufe zur Weisheit verknuͤpft, daß deſſen Verabſaͤumung auch ſo gar durch den Schimpf der Niedertraͤchtigkeit/ aͤuſerſt empfindlich wird; Hier fodert die Stimme des Gebluͤts un⸗ ſern klugen Gehorſam auf; Sie gebiethet uns den Ruhm, die Vorrech⸗ te unſrer Ahnen nicht gleichgultig zu betrachten, ſondern die von den Poreltern angeerbte Ehre, durch eigne Tugend einzuhohlen, ſolcher gleich zu kommen, ſolche zu erhalten, ſolche zu erhoͤhen, ſolche noch zu ubertreffen, ja, dieſes von ihnem oft ſo koſtbar erworbene Gluck, auf unſre Nachkommen ſorgfaͤltigſt fortzupflanzen.(s.) Pflichten! welche uns verbinden den Ruhm, das Anſehen und die Tugend unſers Stamms, als ) HORATlVS, Carminum libto III. Ode II. Virtus, repulſae neſcia ſordidae, Intaminatis fulget honoribus. (3) TIBVLLVS, libro IIII. Quanquam antiquae gentis ſuperent tibi laudes Non tua maiorum contenta eſt gloria fama, Sed generis prifcos contendis vincere honores, Quam tibi maiores maius decus ipſe futurus. . als ein unſchaͤtzbares Palladium zubewachen, demſelben wuͤrdig zu le⸗ ben und ſolches durch das Eigenthum der Verdienſte zu verewigen. Auch dieſes Gluͤck Seiner Geburt, auch dieſen Vorzug Seines Geſchlechts, hat der Wohlſelige Herr Regierungsrath ſo wie ein Athenien⸗ ſiſcher Timotheus, mit eignen Tugenden verherrlichet.(9) Die Ho⸗ heit der vaͤterlichen Tugenden, die Ehre Seines Stamms, waren der Zunder, welche Seine feuerreiche Jugend emflammten.(i0.) O, welch ein herrlicher Vortheil Seiner Geburt! da Er bereits ſchon als ein Kind, durch das reizende Beiſpiel des erhabnen Vaters ermuntert, das edelſte, das vortrefflichſte, das beſte Muſter der Nachfolge erblickte; damit Er nun in der Tugend des Juͤnglings und einſt in den Verdienſten des Mannes, denjenigen Weiſen vorſtellen, demjenigen Patriot vollkommen gleichen moͤgte, deſſen aͤhnliche Geſichtsbildung Er ſchon von dem guͤtigen Schoͤpfer erhalten hatte.(11.) Nicht allein durch dieſe Trefflichkeit der Geburt, ſondern auch durch andre natuͤrliche Gaben, durch ſo viele Vorzuge welche die Sele und den Leib ausſchmuckten, wurde die Jugend des Wohlſeligen Herrns berei⸗ (o.) CORNELIVS NRPOs, in Timotheo, caput I. (10.) VIR6ILIVS, AEneidos libro III. verſus III. Multa Virj virtus animo, multusque recurſat Geotis honos, haerent infixi pectore vultus. (11.) PLINIVS, Epiſiolarum libro VIII. epiſtola XIII. CLAVDIANVS, de tertio Conſulatu Honori.* Hos Tibi virtutum Srimulos, haec ſemina laudum, Haec exempla dabat. bereichert.(12.) Ein ſcharfer Witz ein durchdringender Verſtand, ei⸗ ne gelaͤuterte Beurtheilungskraft, die Lebhaftigkeit des Geiſtes, die Munterkeit in Seinen Handlungen, waren ſo viele Wirkungen einer ſchoͤn gebildeten Sele, eines Gemuts, welches vernunftig nach den Voll⸗ kommenheiten der Weisheit und Tugend ſtrebte. Den Uebungen des Witzes, den Bemuͤhungen des Verſtandes, der Erlernung der goͤttli— chen und der menſchlichen Weisheit, war der Fruͤhling Seiner Jugend geheiliget; Er ſtiftete die ruhmlichſte Verwanntſchaft, ja, eine bruͤder⸗ liche Vertraulichkeit, mit den Sprachen, Kuͤnſten und Wiſſenſchaften und fuhlte ſchon als ein Juͤngling das goͤttliche Vergnuͤgen, womit die Gruͤndlichkeit unſers Wiſſens uns begluͤckſeliget;; Der angeborne Zug zu der Hoheit der reinen Ehre, begeiſterte den Eifer Seines Fleiſes; Er weihete Sich der Rechtsgelehrſamkeit und der Staatskunſt. Die vortrefflichſten Lehrer, ſo wohl auf der hieſigen geprieſnen Lan⸗ desſchule als auch auf dem Strasburgiſchen und Marburgiſchen He⸗ likon, fuͤhrten Ihn in das ewige Heiligthum der höhern Muſen. Daſelbſt hat Sein forſchender Verſtand, Seine unermuͤdete Lehrbe⸗ gierde, bey dem gruͤndlichen Unterricht und den lebendigen Beiſpielen der gröſten Rechtsgelehrten und Staatsmaͤnner, Seine Erkenntnis ſo praͤch⸗ tig erweitert und ſo gluͤcklich befeſtiget. Wie fuͤhrte Ihn nicht Sein wirkender Verſtand ſo gluͤcklich als ruͤhmlich, dnrch die Reihen der Wiß⸗ ſenſchaften! Rede, Du erhabner Prieſter der Hanauiſchen The⸗ mis! Erlauben Sie, Lorberreicher Zaunſchliffer! daß ich ietzo Dero Wahrheitsliebe auffordern darf, um meinen Vortrag mit Dero Zeug⸗ (i⁊) CoRRRlivs dRpos, in Dione, caput I. Zeugnis von dem Ruhmbekrönten Fleiſe, des Wohlſeligen Herrn B* Regierungsraths, Dero ſo groſen Schuͤlers, zu unterſtuͤtzen.(13) Die Erlauchte Mutter der Seſſiſchen Muſen, Marburg, war der Ort, woſelbſt, der Wohlſelige Herr durch die erſten Bluͤthen Seiner Rechts⸗und Staatswiſſenſchaft, dem Hoffnungsvollen Vater⸗ lande die glucklichſten Fruͤchte prophezeite: Witz/ Verſtand und Munterkeit, und ein gruͤnendes Geruͤchte Seines angewandten Fleiſes, der nicht nur in Bluͤthen ſchlug, Sondern ſchon im erſten Fruͤhling angenehme Fruͤchte trug: Alles ließ den ſchoͤnſten Zerbſt Seines reifen Alters hoffen.(14.) Er vertheidigte daſelbſt unter dem Vorſitze des Herrn Vicekanzler Waldſchmiedts, in dem Seumonate des 17 16ten Jahrs, ſeine vortreffli⸗ che Abhandlung, von den Reichsgraͤflichen Austraͤgen. Wie 30 In dem Jahre 171z. bekleidete der nunmehrige Herr Regierungsrath Zaunſchliffer, die Stelle eines offentlichen Lehrers der Rechtsgelehr⸗ ſamkeit auf dem beruhmten Hanauiſchen Gymnaſium und genoß nach⸗ mahls das Vergmigen, mit dem Wohlſeligen Quem docuit, multaque inſignem reddidit arte. Den, Er als gehrer hat mit Kunſt und Ruhm geſchmückt. VIR6ILIVS, AEneidos libro V. verſus DCGEXXilI. auf der Bochfürſtlichen Regierung und dem Pofgerichte, das Wohl des Vaterlandes zu beſorgen. (14.) Paͤyne. (0 Die Innſchrift dieſes ausbündigen Denkmahls eines akademiſchen Fleiſes, iſt dieſe: DlssERTaTIO IvRIs PvBLIcl DE§. R. C. I. COMITF AysTRE61S, von den Reichs Graͤfflichen Austraͤgen, Quam in incluta Academia genſi, (17. —— Wie die ruͤhmliche Triebe zu der Vollkommenheit ſtets wirkſam ſind/ wie alle Wiſſenſchaften durch die öftere Ausuͤbung ihre rechte Reife er⸗ langen und ihre nutzbare Schoͤnheit erſtlich verklaͤren: ſo beſuchte der Wohlſelige Herr Regierungsrath die Teutoniſche Aſträa zu Weslar, um Seine bereits ſchon erlangte Rechtsgelehrtheit durch eine fruchtbare Anwendung zu befeſtigen und die Gruͤndlichkeit Seiner Lehrſaͤtze, durch eine glůͤckliche Ausubung zubewaͤhren. Doch, die edle Ruhmbegierde eines Tugendfreundes laͤſſt ſich ſo we⸗ nig in enge Graͤnzen einſchlieſen, ſo wenig als ſie ſich durch einen unthaͤ⸗ tigen Stilleſtand einſchlaͤfern läͤſt: Nein, ſein Weisheitseifer ahmt der natürlichen Bewegung der Welt nach, er ſteigt wie die Sonne durch die Grade der Vollkommenheiten taͤglich empor; Kein Pfad iſt ihm zu rauh, kein Land zu entlegen, Zeit und Muͤhe ſind ihm nicht zu koſtbar, die Schaͤtze der Weisheit und der Tugend, dieſen ewigen und uns ſo herrlich begluͤk⸗ kenden Reichthum auszuforſchen, aufzuſuchen und ſich zueignen; Der genſi, Praeſide 7 0 H. VyIL HE LMO Waldſchmiedt, V. I. D. Profeſſor. Jju- ris et Philos. pract. ordinario, in Auditorio 1Ctorum addiem Tuli, MDCCXMI. publicae Eruditorum diſquiſitioni[ſubmittet, A. et R. 70 HANN. CAROLVS CR ANZ, Hanouienſis. Marburgi Cattorum, Typis, Philippi Caſimiri Mülleri. Acad. Typ. Selbiges erfuͤlt Sechs und einen halben Bogen. Dieſe Streitſchrift hat Lunig wegen ihrer Vortrefflichkeit ſeinem Telau ro Juris Comitum, auf der 764ten Seite u. f. einverleibet. Ja, der Herr Ranzler von Ludewig/ in Piffer. J. R. et G. de Dignitate Vxoris, pagina VII; Desgleichen, der wegen Seiner Verdienſte nie genug zu verehrende Merr Bam⸗ mer Gerichts⸗ Aſeſr. Zreiherr von Gudenus, in Cod. Diplam. Tom. I. pagina DCCl.Rvll. und BvRCaRb 6oTTRELF STRVVVö, in Bibliotheca juris lelecta, ex editione BVDERI, anno MDCCXXKXRKlII. p. 833. urtheilen ſehr vor⸗ theilhaſſt von den Wohlſeligen Herrn von Cranz, als dem Verfaſſer dieſer Staatsabhandlung. Tantus amor laudum, tantae eſt victoria curae! vIR6I.IVS, Georgicorum libro III, vetſus CAII. Wohlſelige Herr wurde von den Trieben eines weiſen Pythagoras begeiſtert und ſo wie jener zu den Geheimniſſen der Egyptiſchen Welt— weiſen lehrbegierig eilte: ſo vollzog auch Dieſer die groſe Reiſe nach Sol— land und Frankreich, zu dieſen praͤchtigen Schaubuͤhnen aller Staats⸗ Wiſſenſchaften, daſelbſt die erſten Quellen der Staatskuͤnſte zu entdecken. Augen, welche unter der Anfuͤhrung einer ſcharfen Beurtheilungskraft, eines forſchenden Verſtandes, einer Weltbrauchbaren Klugheit fremde Staaten, Bcherrſcher und Voͤlker betrachten; ein aufmerkſamer, ein junger Weiſer, ein zukuͤnftiger Patriot, Der Wiſſenſchaft im Sinn, im Herzen Tugend fuͤhrt,(160) ſollten dieſe nicht mit den Fruͤchten klug unternommner Reiſen verherr⸗ lichet werden? Der Wohlſelige Herr Regierungsrath genoß auch dieſes, durch ſeine Seltenheit ſo koſtbare Gluͤck. Weil Seine Aufmerk⸗ ſamkeit auf die Sitten fremder Staaten, nur allein das Heil des Va⸗ terlandes zum erhabnen Endzweck hatte: So gab Er nicht auf Spiel, Tanz, Opern, eitlen Pracht, Nein, auf Regierungskunſt und freinde Weisheit acht; Um zu dem wahren Glůck⸗ Ihm einſt vertrauter Staaten, Als teutſcher Cullins, recht vaterlich zu rathen.(17.) Cicero, der Liebling der Patrioten, kommt aus dem geſitteten Griechenlande mit vortrefflichen Eigenſchaften ausgeruͤſtet wieder zu⸗ ruͤck, (6) Freiherr von Haller. (7) Berr von Boͤhlau, in ſeinen Gedichten, auf der zzsten Seite. ℳ ruͤck, und das erkenntliche Rom, ſein Vaterland, preiſt ſeine Einſichten in die Rechts⸗und Staatswiſſenſchaften, es erhebt das Gluͤck dieſes nutzbaren Weiſen: alſo wurde auch der Wohlſelige Herr nach Sei— ner gluͤcklichen Zuruckkehr in das Vaterland, von dem qerrn Grafen Johann Reinhard zu Hanau vochſeligen Gedaͤchtniſſes, erſt⸗ lich in dem Jahre 1718, zu der Amtmannsſtelle zu Altenhaslau und Bi⸗ ber und zu dem Platz eines Beiſitzers bey dem hieſigen vofgerichte befor⸗ dert, endlich aber ſahe Ihn das Vaterland, zu der ſo ruͤhmlichſt verdien⸗ ten Wuͤrde eines wirklichen Raths bey der Regierung, dem Hof⸗und Evangeliſchen geiſtlichen Gerichte erhoben, die Guͤckſeligkeit des Staats bewachen. Es war das Jahr 1723, in welchem der Oheim des Wohlſeligen, der Herr Regierungsrath, Herr Johann Ernſt von Cranz, das allgemeine Schickſahl der Sterblichen zu Wien erfullte und niemand war geſchickter das Wohl des Vaterlandes und des Hochloͤblichen Wetterauiſchen Grafenbundes bey dem erhabnen Kaiſerſitz, bey die⸗ ſem Pantheon Germaniens, ferner zu unterſtuͤtzen, als eben auch der Wohlſelige Herr. Gluͤckliches Vaterland! weil deine weiſen Beherr⸗ ſcher den unſchaͤtbaren Werth der Patrioten, ihren redlichſten Diener, belohnend erkennen; Gluͤckſelige Patrioten aber! wann Ihr bey der in⸗ nern Zufriedenheit uͤber Eure Verdienſte, mit aͤuſerlichen Preiſen Eurer Tugend prangen; wann ihr den gegruͤndeten Ruhm, die preiſende Mei⸗ nung andrer von Euren Vollkommenheiten, empfinden koͤnnt. Klugheit, Treue, Wachſamkeit und Erfahrung beſelten in dem praͤchtigen Wien die Staatswiſſenſchaft dieſes vortrefflichen Hanayiſchen Abgeſand⸗ ten. ten.(180 Die Aufmerkſamkeit verſchiedner der groͤſten Reichsfürſten wurde bey der ſeltnen Menge der Verdienſte eines ſo klugen M annes, eines ſo redlichen Staatsdieners einen ſo Tugendhaften Patriots rege, ſo, daß auch in dem Jahre 173 das Herzoglich⸗Pfalzzweibruͤckiſche Haus und nach dem Verlauf einer kurzen Zeit, naͤmlich in dem Jahre 1733, Seine Koͤnigliche Majeſtaͤt von Schweden, als Landgraf zu Heſſen Caſſel, nachdem Soͤchſtdieſelben den Wohlſeligen vorher zu Dero wirklichen Hof⸗und Regierungsrathe verordnet hatten, Dem⸗ ſelben Dero wichtigſten Geſchaͤfte bey dem Kaiſerlichen Hoflager zu Wien und dem Hochpreiswuͤrdigen Reichshofrathe allergnaͤdigſt anvertrauet haben. Unter der ruͤhmlichen Verwaltung dieſer Geſandt⸗ ſchaftsſtellen, fuͤhlte der Wohlſelige Herr welch ein reizendes Ver⸗ gnuͤgen es den Weiſen, den Patrioten ſeye, wann ihre Handlungsart von dem unerkauften Beifall der Groſen dieſer Welt geadelt wird. Ihm wurden von ſo vielen Hochfuͤrſtlichen Haͤuſern zu verſchiednen Zeiten die erhabenſte Stellen gewuͤrdigter Verdienſte, die Wuͤrde eines Gehei⸗ menraths, eines Ranzlers, wie auch eines Geſandten an dem Reichstage zu Regenſpurg, gnaͤdigſt angetragen, ja, Er wurde ſolche zu uͤbernehmen auf das huldreichſte erſucht; Doch, die treue Ehr⸗ furcht fur unſern Durchlauchtigſten Landesfuͤrſten, die zͤrtliche Liebe fuͤr das Vaterland, waren allezeit die gerechteſte Bewegungs⸗ Gruͤnde, warum Er alle Gluͤcksvorzuge und die groſten Ehrenſtellen auſſer Seinem Vaterlande, unterthaͤnigſt verbethen hatte. Den (18.) HORATIVS, Carminum libro IIII. Ode VIIII. -„ Animus— Rerumque prudens, et ſecundis Temporibus, dubiisque rectus; Seq. ————————— Den groͤſten Maͤnnern zu gefallen, iſt dies nicht ein erhabner Ruhm? Nicht jeder kann dies Gluͤck erwerben.(19.) Die traurige Veraͤndrung welche durch den Fall des Haupts des Teutſchen Staatskörpers, durch den Tod Kaiſer Karls des 6ten, Germanien in dem Jahre 1740. erſchuͤttert hatte, wirkte auch auf den Aufenthalt des Wohlſeligen Herrn Regierungsraths. Wilhelm/ der Huldreichſte Fuͤrſt, unſer Theureſter Landesvater, rufte Denſelbigen zuruck. Er erhielte die gnaͤdige Erlaubnis die Beſorgung der Zerzoglich⸗Pfaltzzweibruͤckiſchen Geſchaͤfte an dem Kaiſerlichen Sofe niederzulegen, und das treue Vaterland frohlockte in dem 1741ſten Jahre, uͤber die Gegenwart dieſes ſo Verdienſtreichen Patriots. Er uͤbernahm die ehemahls ſo ruͤhmlich verwalteten Ehrenaͤmter bey der Zochfuͤrſtlichen Regierung und bey dem vofgerichte wieder; Ja, Er beforderte auch ſint einigen Jahren als ein wuͤrdiger Vorſteher des Evangeliſchen Kirchenraths, den Bau des Zanauiſchen ðions gros⸗ muͤtigſt und Patriotiſch.(ao.) Wie Ruhmbekroͤnt der Wohlſelige unter dem Laufe dieſer Zeit, ſo ofters auch den erhabnen Rang eines vortrefflichen Heſſen Hanaui⸗ ſchen (19.) HORATIVS, Epyiſtolerum libro I. epiſtola XVII. Principibus placuiſſe vitis non vltima laus eſt, Non cuiuis homini contingit. (10.) CLAvDIAMVS, de Conſulatu Mallii Theodori, Actusque priores Commendat repetitus honor; virtusque reducit, Quos fortuna regit. ——— ſchen Herrn Abgeſandtens bey den gröſten Reichs frſten, vor⸗ zuglich aber, bey den Hoͤfen zu Mainz, Wuͤrzburg, Bamberg und Meiningen bekleidet hat, davon iſt die Ihn belohnende Gnade unſers grosmuͤtigſten Fuͤrſtens und die gnadigſte Zufriedenheit fremder Juͤrſten, der uͤberzeugenſte Beweis. O, muſſte doch jetzo nicht die Beredſamkeit mit meiner Unfaͤhigkeit ringen! ach, konnte ich es doch wagen des Wohlſeligen Herrn Ehr⸗ furcht fur die Gottheit; Seine Treue fuͤr unſern Durchlauchtigſten Fuͤrſten; Seine Sorgfalt fur die Stadt Gottes; Seine Wachſam⸗ keit fuͤr das gemeine Weſen; Seine reine Menſchenliebe, ſtark und leb⸗ haft zu ſchildern und den Patriot in Ihm preiſend zu erheben! Genug, meine Herrn! Genug, die allgemeine Empfindung unſers Verluſts tritt bereits, durch das Andenken Seiner Tugenden, in unſern Herzen als der groͤſte Herold Seines unſterblichen Nachruhms auf. Er war ein Chriſt ohne Heuchelei; ein Staatsmann ohne Liſt; ein Hofmann oh⸗ ne Falſchheit; ein Rechtsgelehrter ohne Eigennutz; Er war ein Tugend⸗ und ein Menſchenfreund; Er war ein Patriot! Aber, gerechter Himmel! daß die Wuͤrdigkeit ſolcher Verdienſte den grimmigen Schickſahlen der Zeit unterworfen iſt! daß ihr ſo heiliger Tem⸗ pel, ſo fruh, ach! zubald, ein Raub des Todes werden muß! Eine Schwachheit, wobey die Abwechſſtung der Hoffnung mit der Furcht, die Zaͤrtlichkeit und die Wehmuth ſo vieler redlich geſinnten ſint 3. Wochen her taͤglich beſturmet hat, reiſſt den Wohlſeligen Herrn Regierungs⸗ Rath darnieder und wie truͤbe Wolken ſelten ohne einen harten Sturm und einen uͤberſtroͤmenden Regenguß vorbey ziehen: ſo ſahe mann auch bey dieſer Krankheit die letten Lebensſtunden des Wohlſeligen herbetz eilen. Edelmuͤtig ruͤſtete ſich der Chriſt und der Weiſe zu dem Todes⸗ Kampfe, und den 29ten Tag des Weinmonats, Mittags, drey vier⸗ Theil nach Zwoͤlff lihr, in dem F6ten Jahre, weniger 2. Monate und s. Tage, des Ruhmbekroͤnten Lebens, ſchwung ſich Seine geheiligte Sele, unter der Verehrung der Gottheit, in den Akmen der Tugend, zu dem Thron der Ihn verklaͤrenden Ewigkeit. Dort! dort beſeligt Ihn der Lohn welcher die Patrioten und die Tugendfreunde mit ewigen Palmen ſchmuͤcket; Hier aber wird die Nachwelt von Seinen Ehren⸗ Seulen, welche in den Herzen aller Freunde des Vaterlandes prangen⸗ zur Bewunderung und Dankbarkeit gereizet; In dieſen redlichen Herzen bleiben die Verdienſte des Patriots mit lebendigen Zugen angeſchrieben und dieſe beſiegen daher durch ihre Ewigkeit, alle Dauer der unſchãt⸗ barſten Mauſoleen. Denn Maͤnnern ſolcher Seltenheit i Verſagt der Simmel keine Rronen, Verdienſte muß der Ruhm belohnen, 3 Die Tugend die Unſterblichkeit.(21.) So grosmuͤtig als Sie, Preiswuͤrdige Verſammlung! Dero gewogne und guͤtige Geſinnung fuͤr dem Wohlſeligen Herrn, durch die Begleitung Seiner Leiche bezeuget haben: mit ſolcher lebhaf⸗ ten Ehrfurcht, mit ſolcher verpflichteſten Dankbarkeit, mit ſolchen red⸗ 6. lichen Segenswuͤnſchen vor Dero ſtets bluͤhende Wohlfarth, preiſen die (1.) Freiherr von Paller. ———— die gebeugte Leidtragende Dero Ihnen ſo hochgeneigte, ſo freundſchaft⸗ liche und ſo troſtreiche Gegenwart. Ich aber, genuͤſſe nun das Gluͤck, mich Dero Gnade und Gewogenheit unterthaͤnig und gehorſamſt zu empfehlen. X TACITVS in vita Agricolae, capite XXXXVI. Placide quieſcas, nosque DOMVM TVM ab infirmo defiderio et lamentis, ad contemplatio- nem virtutum TVARVM voces, quas neque lugeri, 1 neque plangi fas eſt: admiratione TE potius, tem- 1 poralibus laudibus, decoramus. Den toͤdlichen Hinntritt des Hochwohlgebornen Herrn E RR N Johann Karl von Cranz Hochfoͤrſtlich⸗Heſſiſchen Regierungsraths beklaget an dem Tage der feierlichen Beiſetzung Schaͤl. HORArIVS Carminum libro III. Ode H. Vixn recludens immeritis mori Caclum, negata tentat iter via; Coetusque vulgares et vdam Spernit humum fugiente penna. ——— S eraphiſch mit verklaͤrtem Gluͤck, vk Fglieht ſie der Sterblichen Geſchick, Die Tugend, durch Verdienſt erhoben; Sie trotzt dem Tod, der Gruft, der Zeit, Und ſchwingt ſich in die Ewigkeit, Dort, wo der Gottheit Preis die Cherubime loben. Ihr Wohnplatz ſinkt, er bricht und faͤllt; Siegprangend zieht ſie von der Welt. Nagt ſchon die Sterblichkeit die Glieder: So dringt ſie doch mit Licht und Ruhm, In ihr umſtirrntes Heiligthum; Sie ſtrahlt und frei mit englſchem Gefieder. Si da ſie unſre Welt geſchmuͤckt, Den Staat, das Land und Volk begluͤckt; Ja, groſer Helden Lob erworben; Sie eilt bekroͤnt mit Ruhm und Lohn. Wohinn? Zur Gottheit lichtem Thron Und lebt, iſt ſchon der Leib, ihr morſcher Sitz Lei — S S O Ruhm, Freund der Unſterblichkeit! Wie mancher raubt dein Ehrenkleid Und prangt in der geſchminkten Groͤſe? - Doch, hoͤrt! die Wahrheit zeugt: Er faͤllt. Dort liegt der Weiſe, ja, der Held; Der Nachwelt Richterſpruch enthuͤllt uns ſeine Bloͤſe. De Tirannei der Laſter Bruth, Schwingt ſich mit heuchleriſcher Wuth Kuͤhn auf den Thron verdienter Tugend: Sie ſchleicht demuͤthig in dem Greis; Sie raubt als Mann der Weisheit Preis; Und lockt mit frommem Reiz in der verſchmitzten Jugend. Glcſuig: deſſen weiſe Bruſt Verſtahlt vor ſchmeichleriſcher Luſt, Der Ruf des wahren Ruhms entzundet: Den feuerreich ihr Trieb belebt, Der nach dem Guͤck der Tugend ſtrebt. O, ſein verewigts Heil iſt Felſen gleich gegruͤndet! De Gottheit, die ſein Weſen ſchuf, Weiht ſich ſein heiliger Beruf:„ Nicht gleisneriſch, nein! voll von Liebe: Ihi, wird zu ſeines Schöpfers Ruhm, Ein jeder Ort ein Heiligthum, Und jeder Tag ein Reiz der Dankerfullten Triebe. Auch — ½— Auch wann der Gottheit Donner bruͤllt, Wann ſich ſein ſegnend Gluck verhuͤllt, Wird er den Herrn des Schickſahls ehren. Und hebt des Heils erwuͤnſchter Flor Sein Haupt mit neuem Glanz empor, Wird der zufriedne Geiſt der Gottheit Ruhm verklaͤren. Erſchafen zu der Ewigkeit, Schmuͤckt ſich ſein Geiſt mit Seltenheit, Mit Schaͤtzen, ſo die Zeit verſchonet. Zufrieden mit der Weiſen Gluͤck, Preiſſt er ſein himmliſches Geſchick; Durch ſein Gewiſſen froh, weiß er ſich ſchon belohnet. Wehtchätig, ſieht er ſich der Welt Als Freund und Bruder zugeſellt: Er wird den Naͤchſten wirkſam lieben. Sein Schmerz verwundt die zarte Bruſt; Sein Mund bejauchzt der Freunde Luſt; Er wird ſich in der Treu als Freund und Burger oben. Phichniebend ſtets fuͤr jeden Stand, Weiht ſich ſen Geiſt dem Vaterland: Sein Geiſt, wo Treu und Pficht gedeihen. 3 Er opfert ſeiner Jahre Lauf, Dem Wohl gemeiner Weſen auf,„ Und wird zu ihrem Heil auch ſelbſt den Tod nicht ſcheuen. 5 ½ O ſelig!„ O ſelig! wen ſein gut Geſchick Entfernt der Hoheit falſchem Gluͤck, Wo Glanz und Schimmer uns verblenden. Die Unſchuld ſchutzt der Tugend Ruͤh; Frei bringt ſie ihren Fruͤhling zu, Wann ſich die Weiſen oft der Hoͤfe Pracht verpfaͤnden. Doch, Tugend, Weisheit und Verſtand, Bleibt Juͤrſten niemals unbekannt, Die ihren ſeltnen Vorzug ſchmuͤcken: Den Plinius ſchaͤtzt ein Trajan, Wann auf der Hoͤfe glatten Bahn, Sejanus ſklaviſchſtol;z muß ſeinen Fall erblicken. So ſteigt des Weiſen Trefflichkeit; So prangt der Tugend Seltenheit; So bluͤhen ihre Lorberreiſer! Der Gottheit, und der Laͤnder Heil/ Weiht er des Lebens beſten Theil Und ſtürbt als Menſchenfreund, als Patriot und Weiſer. Ac, Freund! der Schmerz der Dich erfuͤllt, Der in gerechten Zaͤhren quillt; Zeugt von der reinſten Menſchenliebe: Nicht weil er einen Freund beweint; O, nein! der Tugend aͤchtem Freund, Dem vaͤterlichen Freund, weihſt Du der Wehmuth Triebe. Jedoch, Jrdoch, erheittre Deinen Blick, Sieh, das belohnende Geſchick Wie dies Sein ewigs Denkmahl zieret! Wird nicht der Suͤrſt, der Staat, das Land, Die Seiner Gaben Preis erkannt, Und jeder Tugendfreund durch den Verluſt geruͤhret? Wech Gluͤck? o Vorzug! wer ſo ſtirbt, Der dieſen Nachruhm ſich erwirbt; Den Ruhm, den die Verdienſte ſchmuͤcken: Als Patriot und Menſchenfreund, Bleibt Er der Ewigkeit vereint Und Seiner Tugend Bild wird ſtets die Welt entzucken. 4 4 4„ 4 4 FPI- ℳ EPITAPHIVM. * D. O. M. 8. HEIC. IACENT. EXVVIAE. VIRl. GENERE. MERITIS. VIRTVTE. ERVDITIONE. ILLVSTRIS. IOHANNIS. CAROII. DE. CRANZEHN. cONsIaRI. HasslAcl. RECIMINls. CRAvIssIMI. Osnmr. aNMMo. ARrarIs. SvAk. 1vI. QvaERls. LECroR. vrraM. vIxr. parRla. SPLENDIhISSIMvM. 1LvMEN. DEVOTVS. DEO. DEVOTE. ADDICTVS. PRINCIPI. pRIMaM. AErarM. IITaRIs. 4 rQv. Srvpis. DRprr. vnran. foRxdrM. caM. prxRQyt. sorxRx. ErroEMdakk. FERIarAM. LAnoR1oss. pRo. parala. TEcarIoMlnvs. raricavtr. . TaMkh. 4. Sv4. DExrpRrrarg. sEMppk. oßritr. vT. RXTERORvM. PRINCIPvM. AMOREM. CvM.SVIL.PRIMNCIPIS. VTILITATE.CONNECTERET. MNpr. ℳ mbg. RPDvx. IysrITiat. asVLvM. OppRRssls. Fyrr. s4vs. NVNQvAM. PERpIExO. NvMQvaM. FIEXO. sVprRa6o. aMcis. cavpivM. 1pnAcis. Sbvs. AMCvM. LavbvM. pPRIMa. RRAr. cwob. LAvbgs. FvcRRtr. Er. mvbENs. NEMm. MEMl Fynkrr. mvtsvs. rROns. klcli. pLRNa. pypokis. OnTra. MRIToRvM. vppukricvs. Suk. OsTENMrartonk. s1. AsTvrI. pRvDRNs. SINE. VXORF. SINE. LITE. FINE. PROLE. FORSITAN. FATA. STETERVNT. M. Hoc. Macdl. PaTRIs. FIIO. vNco. DINrark. NONM. MERITIS. INrERIOR. Qvla. MAvs. IM. HAc. FAMII4. ExEMpL.vM. vIX. POTvIT. NAscCl. Lvc. rradv. ParRIa. IM. Hoc. TvaM. QOQyß. S0RTEM. Qvla. NON. DEbrr. AlIQvOr. SvI. SMEs. S1. RNMM. HanREs. HIs. vIRTvTIBvs. plvREs. arayt. poraros. Mokibvs. avMos. SVB. OPTIMO. PRINCIPF. opPrnuk. R. cOksvLTvM. FORET. PylICd. 6 AVVNCVLO. VENERANDO.— 3 IMO. PATRI. INDVLCENTISSIMO. vT. RabEW. plErarß. DEPLRar. AMssVM. Qa. colvIr. vvvR. nENt. MRpNrI. MoERENs. PosvIr. CHRIST. CARL. LVD. DE. SAVIGNV. AMo. M. D. C. C. II. 13 Lugubre hoc Elogium, ceu vltimum amantis munus, ad recolendas animo ſuo virtutes Viri Iuſtris, quondam Auditoris Amici, Collegae atque Fautoris per XXXvlIII. annos optim; ſimul vt ſuo ſatis faceret do- 4 lori, ex animi ſententia ſcripſit. Hanoyiae, Cal. Nov. c 10 1 cc II. HENRICVvS PHILIPPVS ZAVMSCHLIFFFERVS. conßiliarius Regiminis Haſiuus.