Universität Ciessen. Univ.-Bibliothek A SEN —;:;ʒ—:—y—— Ratschläge Zunn Studiengang in der Physik. Die Grundlage des Studiums der Physik bildet die große Vorlesung über Experimentalphysik, welche regelmäßig in einem zweisemestrigen, zu Ostern beginnenden Kursus ab— gehalten wird. Sie wird am zweckmäßigsten in den beiden ersten Semestern gehört; die beiden Teile dieser Vorlesung werden soweit unabhängig von einander vorgetragen, daß auch die im Herbst neu eintretenden Studierenden ihre Studien gleich mit der Winter- vorlesung beginnen können. An diese Vorlesung hat sich in den folgenden Semestern der Besuch des physikalischen Praktikums anzuschließen, das für solche, die sich dem Lehr- fach widmen wollen, an zwei Nachmittagen der Woche ab- gehalten wird. Für diejenigen, welche die Lehrbefähigung nur für die 2. Stufe anstreben, genügt bei regelmäßigem Besuche ein zwei- semestriges Arbeiten. Doch ist daneben eine Ergänzung des in der Experimentalvorlesung Gelernten, besonders nach der Seite der elementaren Theorie hin, durch Hören kleinerer Vorlesungen und Selbstudium erforderlich. Diejenigen, welche die Lehrbefähigung für die erste Stufe erwerben wollen, müssen mindestens 3 Semester lang am physi- kalischen Praktikum Teil nehmen und daneben die Vorlesungen über theoretische Physik hören. Das Studium der theo- retischen Physik kann erst begonnen werden, nachdem analytische Oeometrie, Differential- und Integralrechnung gehört worden sind, also nicht vor dem 3. oder 4. Studiensemester. Es empfiehlt sich aber auch sofort nach Erledigung dieser Vorstudien mit dem Hören theoretisch-physikalischer Vorlesungen zu beginnen und diesen Teil des Studiums nicht auf die letzten Semester hinaus- zuschieben, da die theoretischen Vorlesungen einen durch eine Reihe von 4 Semestern sich erstreckenden Cyklus bilden und es für die 1. Stufe der Lehrbefähigung durchaus erforderlich ist, daß nicht bloß eine dieser Vorlesungen, sondern ein größerer Teil des Cyklus gehört worden ist. Der ganze Cyklus umfasst die Vorlesungen: Thermodynamik, geometrische und physikalische Optik, Elektrizitätslehre, elektromagnetische Lichttheorie. Daneben ist das Hören kleinerer Vorlesungen, wie sie in jedem Semester über Spezialgebiete der theoretischen oder experimentellen Physik gelesen werden, dringend anzuraten. Für die letzten Studiensemester ist denjenigen, welche die 1. Stufe erreichen wollen, die Teilnahme an dem physikalischen Kolloquium zu empfehlen, das einmal wöchentlich abgehalten wird, und in dem neuere physikalische Arbeiten besprochen werden. An diesem Kolloquium beteiligen sich die Studierenden zweckmäßig nach Erledigung des dreisemestrigen Praktikums, zunächst als Zuhörer und dann mit eigenen Vorträgen. Eine Ausdehnung des Praktikums über 3 Semester hinaus ist, falls das Praktikum regelmäßig besucht worden ist, nicht nötig. Aber ein Semester selbständigen Arbeitens im physikalischen Institute ist als Abschluß des Studienganges wünschenswert und dringend zu empfehlen. Im übrigen stehen die Unterzeichneten zur weiteren Aus- kunft jederzeit gern zur Verfügung. Gießen, 10906. König. Fromme. Farbkarte 13 Zunn g in der Physik. Studiums der Physik bildet die große erimentalphysik, welche regelmäßig n, zu Ostern beginnenden Kursus ab-— um zweckmäßigsten in den beiden ersten den Teile dieser Vorlesung werden soweit vorgetragen, daß auch die im Herbst nden ihre Studien gleich mit der Winter- nen. An diese Vorlesung hat sich in n der Besuch des physikalischen Ben, das für solche, die sich dem Lehr-— zwei Nachmittagen der Woche ab- lche die Lehrbefähigung nur für die zt bei regelmäßigem Besuche ein zwei- ych ist daneben eine Ergänzung des in g Gelernten, besonders nach der Seite hin, durch Hören kleinerer Vorlesungen lich. die Lehrbefähigung für die erste Stufe mindestens 3 Semester lang am physi- nehmen und daneben die Vorlesungen hysik hören. Das Studium der theo-— t begonnen werden, nachdem analytische ad Integralrechnung gehört worden sind, Sder 4. Studiensemester. Es empfiehlt h Erledigung dieser Vorstudien mit dem alischer Vorlesungen zu beginnen und z nicht auf die letzten Semester hinaus- eetischen Vorlesungen einen durch eine