A IM 20 164 2 o von Vorschlägen zur Umgestaltung der Giessener —————-—————---——————-—————— von F⸗ektor FAsScher. Dor Ausgang des Kriegs und die in Friedensvert rag bedingten, schweren wirtsohaftlichen Virkungen der Nachkri egszei t fordern eine Aausgestal tung der deutschen Virtschaft, die—auoh unter den vielfachen drückenden Hemmungen- die höchsten Leéistungen her- vorbringt. In dem Maße, in dem in unserem Volke die Selbstbesinnung zurückgekehrt ist, ist uns klar geworden, dass unsere Zukunft abhängt von einer Wirtschaft von höchster Jntensi tät und der Sschaffung hnöchster Verte. Bel der ausserordentlichen Linschnirung unserer Wärtschaftsbasis werden wir mit den seitherigen Arbei tsmethoden der furchtbaren Doppelbelastung unseres Vi rtschaftskö rpers Ernährung des deutschen Volkes und Erfülllung der Ansprüche unserer Gegner- nicht gerecht werden können. Wir werden mehr als vor dem Kriege darnach streben müssen, aus beschränkten MNengen von Loh- stoffen Worte zu schaffen, die sich aue dem Veltmarks behaupten. wir werden weniger mit Massenartikeln aber menr mit ollondeter OQualitätsware auftreten miiesen, in dex der Kaufoz weni ger Naterial und menr hochentwickele Arbe i t kauft. wenn aber die Schaf ulg von Quel tätsware Voraus- setzung für unsere wirtscheftliche Zukunft werdenl so1l, so müsgen die Grundl agen geprürt werden, auf denen ihze EIZeugung öglich ist. Menche Forde rungen zu dieser brage, die von grösster Wichtägkeit sind, gehören nicht in den Rahmen dieser Arbei. b. Für die Schule aber exgint sich ine zwingende Forderungg: Sie muss ihre Aufgabe darin erblicken, die jungen Leute, die sie in das Leben entlässt, mit dem Höchstmaß dessen auszurüsten, was eine intensive Virtschaft heute fordern muss, Sie muss ihnen eine Ausbi 1- dung bieten, die genügt, um aus demn he ranwachsenden Geschlecht Qual l täaädsarbeliter zu machen. X Das wird nicht ihr einziges 21i el sein. Der Schule orwmachsen in heutigen Staat auch nach der Ssteathüxgerli chen Seite hin bedeutsame Aufgaben. Man mag zu der Umstellung unserer nnen- Politischen Verhäl tnisse stehen, wie man wi11,-man wi xd zugeben mssen, dass es eine dringende Angelegenheit der Schule in Zukunft sein muss, unsere heranwachegende Jugend tiefer als seither in die Aufgabon und das Leben des Staatsbürgers einzuführen. Die grosse Verantwortung, dde die neuen Verhälbnisse unserem Volke und jedem edinzelnen von uns auferlegen, Soll von einem Geschlecht getragen wer- den, das über eine poli tische Schulung von solider Grundlage und ausrelchender Einsicht in die Aufgaben des Staatslebens Ve-=Tügt. S8o muss also verlangt werden: Bessere Vorbildung unserer Jugend im Hinbli ok auf die n-hen Anforde rungen des wirt- schaftlichen Kampfes, aber auch vertiefte Bildung in politäischen und staatsbürgerlichen Fregen.— Manches daven- —- vielleicht das Meiste- setat eine Reife voraas, cie über den Stand der 14- Jähzigen hinausgeht und daher dem for Ebii dungesclo lpflich- vigen Alter Vvorbehalten werden Iuss. Hie= sber ersehen- dringend notwendig, wohl zu priifen, was heb.e mW.“ Beocah geforeen werden kann und was die Schule tun muss, um dsesen Fozceronn genügen. Es wird nicht ausrei chen, dass Lehrz— und Studernn. geündert werden: es Vird auf eine volIständi ge Unstolune ueenr Arbeit in der Fortbildungsschule ankomnen. Etwas Besonderes komnt noch dazu: SoOl ange Wir 1 cCh. ein Heer hatten, stand hinter der Fortbildungsschule und 1urer Einwi rkung auf die schulentlassene Jugend eine Eraiennungsans balt von ausserordentlicher Kraft: der Hee resdienst. Mag heute an dem Heerwesen aus der Vorkriegszeit nanches kritisch gesehen, Zzum Tei.1 abgelehnt werden- als Ganzes genommen, erscheint es uns auch heute noch als ein Erziehungsfaktor, dessen VWürkung auf das junge Ge- schlecht ungeheuer tiefgehend war und berhaupt nicht überschätzt werden kann.-— Den haben wir heute nach der Auflösung des Heeres als Ersatz nichts an die Seite zu stellen. Unsere mit 17 Jahren aus der Fortbildungsschule entlassenen jungen Leute kennen keine pPlan- mässige erzichli che Behandlung mehr als güns i genfalls die Trei- WiII1ige Volksbildungsarbeit-Aber die wird erfahrungsgenäss gerade von denen am wenigsten gesucht, die sie n nötigsten hätten.- 80 erwächst der Fortbildungsschule die Pflicht,„das, vwas sde an er- ziehlichem Dinfluss zu bieten vermag, mit grösstér Eindringlich- keit auszuwi rken. (Es darf hier füglich daxrauf vorzichtet werden, an Beispielen täg- licher Beoobachtung darzutun, dass Veranlassung besteht, gerade der erzienl 4chen Einwi rkung auf ungere hneubenerxahnvuachn-— sende gugend besondere Sorgfalt zuzuwenden.) So darf hier zusarmenfassend gesagt werdon: Usere Lage verlangt, dass sich die Fortbäil dungsschule auf weibergenende 21ele einste11t. Sie muss: 1.) in Underric aAt I i cner Bezehneg hre Sriu.⸗ Jer 8o fördern, dass sie in einer Nirtscheft von int sivsten Arbei tsformen als(Mall tätsarelt r Gual tä earbeit 1eisten können; 2.) in staadtebürger l i cher Baziehung unsere he ranwachsende Jugend hinreichend einführen in die Kormen. unseres bürgerli chen und staatli chen Lebens; 3.) in exziehlicher Bezdehung mitarbeiten an der Wiede reufri ch- tung unserer erschütterten Noral und 8011 wenn möslen Fozmen finden, die für die Jahre zwi schen Ochule und Grün- dung eines Hausstands unserer Jugend die Wohltat ezzieh- licher Einwi rkung in geeigneter Weise zu bieten vermögen. 3. II. Jahresunvterr 1i ht Es bedarf keiner ausführlichen Daxlegungen, um zu beweisen, dass die Fortbildungsschule bei einern UWterricht in dem seitherigen Umfang den vorsteéhend umschriebenen Aufgaben ment gerecht werden kamn. Seither hatten wir Unterricht nur in Ninter von Mitte Cktober bis Mitte Marz, etwa 20 Vochen mit 5 Wochensbunden, Doer weitaus grössere Teil des Jehres blieb vom Fort bil dungsschulun- terricht frei. Die Mängel dieser linrichtung sind ohne Noiteres erkennbar, die unterrichtlichen wie dic erzieherischen. Lin Im tor- richt kann nicht nach einer Pause von 7 Monaten den Paden weiterspinmmen, wo er vor so langer Zeit 11 egen geblieben ist.'s muss in jedem Fache mit Wiederholungen begonnen Wé rden, dauit Wul Stens eini germassen eine genügende Grundl age für ge meinsame Arboit und ge- meinsames Fortschreiten geschaffen wi rd. Aber diese notwendi ge Wiederholung entspricht nicht dem, was die jungen Leute erwarten und was sie brauchen: neuen, an 2z 1 enenden 8tO f 1 Solange wir also nur den dinterunte rricht haben, wird die Fortbi1- dungsschule such bei dem besten Nillen doer Lehrer nie ganz frei gemacht werden können von dem Barmme der VWiederlkolungsschule, und wird somit in ihrem inne ren Gehalt den Bedürfnissen der SChüler nicht genügèn können. Versucht man aber, um diesem MWissstand zu begegnen, sofort unmittelbar in den neuen Stoff hinoinzugehen, so i8t ohne Zzweifel ein T011 der Schüler vorhanden, der sein Gdenüge finden kann, der grössere Teil aber findet keinen Anschluss, bosonders diejenigen die in der leerlaufenden Zeit nicht schon von Borufswegen geistig gearbeitet heben(Kaufleute, Schreiber), und unter diesen finden sich Schüler genug, die wochenl ang keine Zeile geschrieben und ke in Buch gelêsen haben. So trägt auch bei diesem Ausvueg der Halb]j ahrs- unterricht den Charakter des Behelfsmässi gen und kam ernsthaf- den Ansprichen nicht gencwen. Bedenklicher 18 noch die Unzul anglichkeit der Beschränkung des Unterrichts auf die Vintermonate in éer z 1 e n- 1 1cher Hingsicht. Unsere Schüler haben bei dem sei thori gen Unterricht kaum noch das Gefühl, dass sie mit 14 Jehren ihrer Schulpflicht er st Zum T0 1 1. genügt haben, und dass ein wesentlicher Teil ihrer Schulbildung mit dor unmittelbaron Bin- stellung auf das Leben mit seinen Bedürfnissen noch vor ihnen 11egt Sie müssen bei dem Healbjahrunterricht ganz von selbst dazu kommen, in der für einige Wochen aufgestellten Schulpflicht eine mehr oder weni ger unbe quome Einri chtung zu sehen, die ihnen die in Langen Monaten genossene Freiheit beeinträchtigt. Daraus entspringt boi sinem nicht kleinen Teil der Sohiler ein Verhältnis zur ScClule, dast von vornhe re in nur als sehr ungünstig in unterrichtlicher und disziplinärer Hinsicht bezeichnet werden karm. Dass der Sctrulbesuch in die Tätigkeit in Beruf, in Werksteatt und Fabrik hineinwi rkt, dort Voerzicht auf Arbeitsstunden und Verdienstmögli chkeit zur Polge haben kann, wird als unerwunscht ange schen, biswellen sogar ausgesprochen(nicht nur von den Schülerni). s kamm somit nicht erstaunen, wemm bei Begänn des Winterhalbjahrs immer einige Zeit vergeht, bis die jungen Leute nur einmal usserlich wieder an Geist und Zucht der Schule gewöhnt sind. Von einer tiefergehenden dauernden erziehlichen Einwirkung auf unse re jungen Leute wi rd deshalb im Al1gemeinen nicht allzuviel erwartéet werden dürfen. 4. Diese Verhältnisse werden von der BRegierung durchaus zugegeben: JIm Entwurf zu dem Gesetze über die Abän- derung des Gesetzes, das Volksschulwesen im Grossherzogtun Hessen betreffend von 16. Juni 1874“, erschienen 1920, bear- beitet von dem Landesamt für das Bildungswesen("Schulgesetz- Novoelle von 19202) heisst es 8.12: Die ELrfarung hat ge- zeigt, dass die al 1zulangen Pausen von 7 Ilonaten nicht nur die Schulzucht auf das Empf indlichste gefillrden, sondern auch die Erfolge des Unterrichts in Frage stellen.“ In unserer heubigen 261t kolnat noch dazu, dass auch unsere schulentlassene Jugend die Wirkungen der Kriegs- und Nachkriegszeit sehr deutlich aufweist. iemand wird sich wundern, wenn erklärt wird, dass der Geist der Auflösung der Sitten auch an unsern 15— 17- Jähräigen nicht unbemerkt vorübergegangen ist. Das verschärft die Lage und fordert Nege zur Abhilfe. Diese Abhilfe kann nur in der Aus dehnung des Unterriecents auf duas ganze Jahr bestenen. Damit ergibt sich manches von selbst: Derx Schlller, der 8 Tage vor Ostern aus der Schule entlassen worden ist, weiss dann dass 8 Dage nach Ostern seine portbildungsschulpflicht beginnt, und er steht damit ganz von selbst unter dem Ein- druck, dass seine Sohulpflicht weiterbesteht, dass sie nur die Form ändert und an Umfang beschränlkt wi rd. Dass dann man- oho UÜbelstände, die sich besonders 1n der Not der EKriegs- zeit herausgebildet haben- Gesuche un Befrelung vom Unter- richt, leichtfertige Versliumnisse—, ganz von selbst ver- mi eden werden, braucht nur erwähnt zu werden. Edine Reihe von Städten hat denn auch unter dem Druck dieser Verhältnisse den Jahresunterricht längst einge- füart. PFrank furx t hat bei seiner ersten Einrichtung der Pflichtfortbäldungsschule(1905) sofort den vollen Jah- resunterxi cht eingeführt,- in 0OT feonbaeh, Horns und MHainz nat man änn gleicafals, Darnstadt steht vor einer Neugestaltung des Schulwesens fitr das nach- schulpfldchtige Alter(Line bei der Stadtverwaltung vorlie- gende Denkschrift sieht den Jahresunterricht gleichfalls vor.) Auon die beruflichen, von gewerbliächen und kauf- männischen Organisationen geschaffenen Sonderschulen sind lIünget von dem Halbj ahresunterricht zum Jahresunterricht dber- gegangen, 2. B. hat die Kkaufmännische Fachschule Giessen seit Jahren den vollen Unterricht, und doch se tzen sich ihre Schiilor zu mehr als 90% aus Fortbildungssochulpflichtigen jungen Leuten zusanmen.— WVas dort heute als selbsetverständlion ange-, sehen wird, was in den Pflichtfort bildungsschulen bonachbarter, auch hessischer Städte bereits eingeführt ist, sollte auch in unserer Stadt nicht länger zurückgestellt werden. Mit der Einführung des Jahresunterrichts kormt die Stadt eäner Fordorung entgegen, die das neue Schulgesetz ohne Zwelfel aufstellen wird. Schon in der jetzt bereits überholten Sochulgesetz-Movelle“ heisst es in der Heufassung des§ 17 Abs. 1:"Er(der Unterricht in der Fortbildungsschule) 1st, wo die Verhältnisse es gestatten, während des ganzen Jahros nit Ausnahme der Ferien zzu erteilen.“— Es ist keln Grund vorhanden, der die Einrichtung schon für den Be- ginmn des Schuljahres 1921/22 verböte. Jeh stelle also den er sten Antrag Ausdehnung des Fortbäldungsschulunterrichts auf das ganze Jahr. un terriehn †. Huocn bel Einfiüihrung des Jahresunterrichts wird die seitherige Zahl von 5 Nochenstunden nicht ausreichen, um befriedigende örgebnisse zu erzielen. Es sind folgende Lehr- gegenstände unterzubringen: 1.) MGufsatz(Deutscher und Geschäftsaufsatz,— dazu in der Ober-(und in den kaufmänni schen Klassen auch ůn den Mittol-) Messen Buchfihrung.) Losen und Ltera"ur(Ili t elklasse mit Soziarer Gesetz- ge bung-) Rechnen(in deo IIitel- und Oberklasse der betr. Grup- pen mit Rauwllenro) Staatsbürger-unde Berufs- und l aterialienkunde. 6.) Nechsellehre- D-oge Aufstellung wird bei den verschiedenen Berufsgruppon nicht imner die gleiche sein. Geschäftsaufsatz, Buchführung und Wechscllehre werden in den kau emänni schen Massen oinen breiterer Raum einne hmen, Materi allenkunde, Raumnlehre und Kalkulation werden in den Bauhandwerker- und MHetallarbeiterklassen nehr betont werden usw.- Mese Stärkere Berücksichtiügung eunzelner Fächer wird säich auf Eosten anderer, die in diesen Kasoen zurücktreten können, wohl erreichen 1as- sen. Aber es ergübt sich doch sofort, dass dann die GCosamtzahl der stundoen unter einer bestirmnten Mindestzahl aicht zurüok- bleiben darf. Jch halte exne Stundenzahl von Sechs in der Noche für unerlässlich-. Be i Leanchen HMassen muss dazu poch ein Besonderes kommen. ls geht nicht an, in Bauhandwerker- u. a. Pachklassen auf Ze ichneon zu verziächten, WVenn es auch nicht Aufgabe der Fortbildungsschule sein kann, ihre Schüler bis zur Anfertigung einer kunstgerechten Bauze ichmung zu führen (das wird immer noch Aufgabe der weiterführenden Fachschule pleiben,) so mss doch verlangt werden, dass der 17- jährige, die Schule verlassende junge Nann, der im Geschäft als Gehilfe selbständig arbeiten sollL, eine Wéerkzeichnung oder Faustskizze mit Verständnis lesen und darnach eine aufgegebene Kalkulatlon fertigen kann. Das wärd or aber nur dann können, wenn er Ein- sicht in die ntstehung der Skizze hat, und diese erNüTrbt er nur durch eigenos Zeichnce.- Dieses Zédchnen vird sich al 80 nur auf cinen Teil der Klassen erstrecken. ¹ Us ist heute allgeme ine Forderung, dass das Zzeichnen in den füür dieses FPach in Fräge kormenden Klassen mit Eifer betrie ben werden nuss, JIn den Frankfurter Fortbildungs- schulen nimmt es einen breiten Raum ein, ebenso in Darmstadt und Mainz, auch Offenbach hat einen Anfang genecht. Das Zeichnen müsste in 2 besonderen, über die all gemeine Stundenzahl hinausgehenden Vochenstunden gepflegt werden, sodass also à 1 1 e Klassen 6 NMochenstunden, einzelne Sonderklassen 8 Stunden Unterricht hätten. Dper Linführung des Unterrichts in diesem Umfange stehen nun zur Zeit 2 Hissstünde im Vege, die für den augenblick nicht unterschätzt werden dirfen: e lnrial dde Lehrzer- f xage(darüber wird noch zu reden sein) und die Beammnge 6. gur seit sind die Yortbildungsschulklassen behelfs- mässig in Sälen der Volksschule untergebracht. Ddeser Zustand i8t ungeniigend ud auf die Dauer nicht haltbar. Die Berelt- stellung eines besonderen Gebkiudes für die Fortbildungsschule verbietet sich für die mächste zeit aus naheliegenden Gründen. Aber es wärxe schon ein bedeutender Fortschritt, wenn die bei- den säle, die durch Ausbem des Stockwerks auf der Turnhalle bei den sohulhaus an der Hestanlage gewonnen werden, der Fort- bildungsschule überlassen und die Steinbaracke neben doer Turn- nalle entsprechend umgebaut würden. untsprechende uiträge hobe ich vor einiger ZEit 8eBbBLIt.- Ba8 Zur Fertigstellung und Einrichtung dieser Maone— in vielleicht einem halben Jahr— sehe ich kéine tiöglichkeit, die Ausgestaltung der Semlle 11 der vorstehend umschrisbenéen eise durchzuführen, da an der Raumnot, die auch sonst auf unsere Schulvexhältnisse drlickt, die Unterbrüngsmg der Klassen scheiterb. die Beheburg der Raumnot ist al* O ganz besonders dringend. Die Nrage wird noch verschärft durch dae Hotwendig- keit, einen grösseren T1el der klassen ar NLoxnitung zu unter- richten. Die Gründe dafür säand zwingend, der 8eitherige Zu- stand kann kaum ale befriedigend angesehen werden.(Auch die Lehrherren unserer Sotriler würden in vielen Berufen den Vor- mittagsunterricht durcheus vorzi chen.) Hier steht aber gleich- falls die Raunfrage als Lindernis im"ege. Es ergibt sich also, dass diese Frage mit gans besonderem Machdruck und ohne Verzö- gerung angefasst werden 8011te. Sie wird für längere Jahre genügend gelöst sein, wenn die 3 oben beze ichnoten Hume ge- schaffen sind. Jas ist aber bis dahin zu tun?- Für das Jahr 1921 ze ist der Unterricht in dem oben als notwendig bezeichneben Unfang nicht durchführbar. Ds Wird aLso eine Eiirzung der wochenstunden erforderlich. Ilit 4 Wochenstunden- und 2 Zelchen- stunden für die betreffenden Klassen- mMisste deshalb für das nichete Jahr versucht werden durchzukorrzen, weml nicht noch eine Höglichke it der beschaffung von Räunen gefunden wird. Jen stelle also den Zwelten An r aA g: a. Erhönung der wochenstundenzahl auf 6 mit 2 WO4te- ren Stunden für berufliches Zzeichnen in den Klassen, für die das Bedürfmis dazu vorliegt: Bauhandwerker, letallurbeiter, Schneider, Gärt- ner.(Grundsk taliche Forderung.) b. Für die Hbergangsze it 1921/22 Beschränkung der Mochenstundenzahl auf 4- bäs zur Beschaffung ausre ichender Räume, wenn die Raumf rage nicht noch rechtzeitig gelöst werden kann. · Befriodigende Leastungen können in doer Fort- bildungsschule mur srwartet worden, wern der Unterricht ge- tragen 18t von den Jatéeresse derscehüler,. Das wird aber muir darn geweckt und erhalten werden können wenn dor Unterricht bewusset und Iit lachdruck eingestellt' dst auf den Beru Tr dor junzen zeute-— an strebt deshel b heute allgenein nach einer möglichst tiefgehenden Gliederung der Sohule nach beruit l=chen Gesachtspukten und hat es in den letzaten Jahren- besonders in den Grossstädten— an vielen Orten errelcht, dass in der egel in e-⸗n&e r Klasse nur junge Leute ée ine s Borurs balsatmensitzen. Die so entstandonen reinen Pachklaszen bäieten natürlich ganz besonders die lögläichke it, den Unterrächt unnitrelbar auf den Beruf des jungen Lannes zu stellen, und es bodarf keiner wei- teren Ausfihrungen, un darzutm, aàss damt lice vehüller den Unterricht gegeniiber 6iSeo ganz ande re Haltung elmehmen als dort, wo verschiedene rufe beleinander sitzen. Nun besitzen saber nur Grossstäadte den Vortei1, dass sie in dor beruflichen liderung bis an die Gronze der Berufsschichtung gekhen können, dass 2. B. w1⁶ in Lünchen reine Fachklassen Für 8chorr nsteinfeger ge bildet werden, Kleinere Städte werden sich danit besché 4— den, dort, wo die Schülerzahl zur Bildung von veinenFach- klassen nicht ausreicht, verwahdte Bexufe zussmenzulegen. - Indessen kann such hier noch nanches gewornnen worden, wenn man sich entschliesst, wo es nötig ist, die hergebrachte Gliederung der Massen a ch d e A l't e r.(15-, 16-, 17- Jährige getronnt) aufzugeben und nur nach den Bèérur zu schoiden. Zin Versch, der in diesem Jahre hier uit der Bäildung einer reinen Schulmecher- und einer Mletallarbeiter- klassc gemacht worden 18t, Kann durchaus ale gelungen ange- sehen werdeia⸗- L. a i n z u. C 1 ron bach Siund 1 vexsuchewe ise den gle ichen Neg gegangen. Hatüirlich 1st eine solche Gliede rung— in bewusster inscitigkoit nur nach derr Beruf-— irmer nur das kleinere bel, und gewisse Schwäierigkeiten in Auf bau des Lehr- plans müssen 1n Kauf Senomcn werden. Aber die Vorteile sind doch unverkennbar urd überwiegen die kachteilo bei Wedltem. No die Sohülerzahl ausre ichtt, muss wohl auch nach den Alter gegliedert werden, sodass ein Auf bau nach Ater un d Berxuf c-ltstent. Aber das wird sich in HMenn- und biitte1- stüdten nur in einzelacn Fällen erredchon Lassen. Untor zZzugrundelegung des Schiilerbestands unscrer Fortbildungsschule im Dezocmber 1920 vwäre IOLgende GIiede rung möglich: 1 Kasse Ledexarbeiter............ Schüler Metallarbe iter...... n 3 Bauhandwerker 1 „ Hahrungsmnit tolgewerbe Klasse Bekleidungsgewerbvdeeex. 14 Schüler 3 Eriseurr.... 1 Gärtner und Landwirte.. Kaufleute und verwandte Beruf'e Klassen Hausburschen u. a. Ungelernten Seumnelklasse für Schwache, die aus einer 3. Blasse oder der Hilfsschule entlassen worden oder von außerhalb ein- getreten säünd und entsprechenden, fTür eine Normalklasse ungsnügenden Bildungsstand aufweisen. Die vorstehend angegeben Klassenstärke würde einige Verschiebungden erfahren, da Oft aus einem Geschäft mehrere Lehrlinge zur Schule Kommen, die man nicht gut alle zu gleicher Zeit dem Geschäft entziehen kann. Man wird des- halb bisweilen einen Schüler aus der für ihn pest imnten Klas- se heramusnenmen und in einer andern Klasse unterbringen müs- sen. Ein Aufbau in der vorkelegten Art würde 11 Klassen erfordern, gegenüber 10 Seither, wobei sber bemerkt werden muß, dass auch seither Schon 2 Klassen so stark g6— füllt waren, dass ihre Teilung erwogen werden mußte. über daie LenRnrziele in einer so auf- gebauten Schule kann A11ZeEein gesag werden, dass die düe Schule verlassenden Jungen Leute in der Lage sein müssen, die im normalen Verlauf des Geschäftsganges an der Arbei ts- stätte vorkonnmenden Vorfälle zu verstéehen, schriftlich fest- zuhalton, im Schriftwechsel und in der Buchführung zu erle- digen, eine Kalkulation darüber zu liefern und in den dazu in Betracht komnenden Geschäftszweigen eine Ski zze dazu an- zufertigen. FPerner: sie miissen Kenntnis haben von den Bin- richtungen unseres heutigen staatlichen Lebens und den Funk- tionen der staatlichen Orgene sowi e genz besonders von ihren staatsbürgerlichen Rechten und Pflichiten.- Darüber hinaus muß über die Kenntnis von Staat und Nirtscheft an- gestrebt werden, dass der Junge Mann geführt wird zu einem Persönlichen Verhäaltnis zu Staat und Volksganzen: die staatsbürgerltiche Beolehrun g muß zur staatsbürger- Iichen Lrzienun G erhoben werden. 9. Es entsteht d=e Frage nach den Lehr— kräften ür die Fortbildungsschule und ihre vorbi 1- dung. Seither waren an der Fortbildungsschule aus- schließl ich Volksschullehrer im Nebenamt tätig. Diese Regelung die eimal ausreichend Sewesen sein mag, kann heute nicht mehr als genügend angesehen werden.— Ein Unterricht, wie er in den vorstehenden Ausführungen dargestellt ist, fordert Voraus- setzungen, denen in Nebenant in der Regel nicht aus reichend genügt werden kann Dieser Unterricht erfordert eine anz Kraft. Es genügt nicht, ihn von Lehrkräften erteilen zu 1as- sen, die ihre besten Eräfte durch die Aanforderungen im Haupt- beruf verbreucht L bon. Ferner: Nebenamtliche Lehrer können imer nur in den Nochmittagsstunden für den Fortbildungsschal- unterricht freigenescht werden. Der Nachmittag ist aber weder für Lehrer noch Schüler die geeignetste Unterrichtszeit.— Ganz besonders aber muß der hauptautläiche Lehrer aus er- 2.1 Shl ichenN Gründen gefordert werden Gerade weil in dieser Bezieuung wicatige Aufgeben vorliesen(ͤauf die oben mit Nachdruck hingewtesen ist„sSO1lten Männer in die Fortbil- dungsschule gestellt werden, die unverbraucht und mit dem gan- zen Genicht ihrer Persönlichkent wirken können Dazu kormt: Ur Her r des 8S toO r„ zu werden, bedarf der betreffende Lehrer enger Fühlungnahme und genauer Einsicht in das Wirtschaftsleben im all geme inen und in deas Geschärtsleben an Platze im besonderen. Volkswirtschaft- liche Kenntnisse, insbescndere Kenntnis der zusamnenhänge un- Sseres Nirtschaftstebens si nd unerüäißlich.-— Dazu muß gefordert werden, dass der Lehrer H er r der MothRho de ist und eine ganz bestimte Einstellung auf die Arbeit in der Fortbildungsschule und guf ihre Schüler hat.— Die Arbeit in der Fortbi ldungsschule mufß nicht nur einen andern 8 6 01 F† dieten als in dor Volks schule sie muß auch von anderer Ar t sein.— Die Forderung nach hau ptantlichen Lehrern muß al so aus einer ganzen Reihe gewichsiger Gründe gsstellt werden. Es besteht kei. Zweifel, dass es Volksschulleh- rer gibt, die in Jahrelanger Arbeit in der Fortb ildungsschule die Voraussetzungen erworben baben und déen billigerweise zu sStellenden Ausprüclhlen Senügen Man sollte sie von inrer Volks- Schularboit frea machen und sie ausschließl-ch an doer Fort- bildungsschule verwenden: Neben dem Volksschullehrer muß Jede andere geeignete Kraft w 1LKoOnmmen sein, die den nötigen Bildungss tand aufweist und den oben sufgoführten Voraussetzungen genügt. Es ist wohl möglich, einen Dechniker in Pauhendwérkerklassen, Seprüfte Handelslehrer in Kaufmäinnische Klassen zu stellen. Als 21e1 sollte aber eangstrebt werden, dass die betreffenden Lehrer in H a u ptaut beschäftigt werden. Auch die Schulgesetz— Novelle fordert den haupt- amtl ichen Fortbildungsschullehrer: Art. 17 hat in den Entwurf in der neuen Fassung dice Nendung:.. und(es ist) auf die Anstellung von Fortbildungsschullehrern im Hauptbenuf hinzu- wirken.— Es bosteht keoin Grund zu der Annahnne, dass der neue Schulgesetzentwurf diese Forderung fallen lassen könnte, Venn die Stadt also Jetzt schon zur Anst ellung von hauptamtl i¹— chen Lehrern schreitet, so kormt sie nur einer Einrichtung ent- gesen, die in kurzer Zeilt vom Gesetz verlangt werden wird. 104 Zur Zeit ist freilich die uSSch 1 1 6 8B 1 i che Verwendung von hauptantlichen Lohrern nãcht durch- führbar. Solange die Fortbildungsschule nicht ganz auf sich selbst gestellt-in einen besonderen Bau unsergebracht und von der Volksschule vSIISg 1Osgelöst- ist, ist es nicht mög- Iich, nur hauptantliche Lellrer 7o11 zu beschäftigen, Erst eine befriedigende Lösung der Raumfrage kann die Möõg- ichkeit schaffen, die Huptunterrichtszeiten In die Vormi ttagsstun- den zu l1egen und die Arbeitskraft hauptamtl icher Lehrer genü- gend auszunutzen. Die Frage einer entsprechenden Unterbrin- sgung der Klassen 8t 3180 auch aus diesem Grunde von gunz be- Sonderer Wichtigkeit. Bis zu ihrer Lösung wird rian neben der hauptantli chen auch nebenemtlichne Lehrer beschäftigen müssen, auch hier sollten Srundsätzlich sowohl Volksschullehrer wie auch auf anderm Woge vorgobildete Krafte zugelassen werden.— Auch die Hereanziebung von Vertretern des Handwerks 2zurl Unte- richt erscheint nübzlich. ja drangend erwiündscht. Gewerblaches Zeichnen in der Hend einés nebenantlich beschäftigten Techni- Kers, Warenkunde We-kstatt- und Werkzeuglehre oder Kalkul a- tion in der Hand eines Handwerksmeisters könnten sehr mohl- tätig werden. Vorsuche dieser Art sind in Erankrugt unc Parmstadt mit guter Erfolg unternornnen worden, In den Städten, die ihr in den 1letzten Jahren fortgebildet habe einen Stenm von hauptantlichen und dane zalll nebenantlicher Lehrer: Frankfurt: an einer Schule: 13 hauptantl 40 Hebenaritl. IL.. 1 1 1 11 T 55 11 5. Darmstadt: 4 Tachlehrer, 3 Fachzeichenlenger, 33 Klassenl. Mainz 8 6 45 Klassenlehrer, Worms und Offenbach noch keine hauptartlichen Lenrer. Diese Zahlen worden in der nächsten zeit ver- änderungen zu dunsten der hauptantl ichen Lehrer erfahren. So ist nir in F r a n K fF u E t vers dhert worden, dass das heutige Verhältnis durchsos 2als vorübergehond angesehen werde, und dass men auf den Jangsamen Abbau der nebenemtl¹i- chen Lehrkräfte hinarbeite, Jch stelle deshab deon d r i t en A n t r à& 8. Erteilung es Unterrichts an der Fortt ildungs- Schule durch Lehren in Hauptant Auch die Verwendung von Vertretern des Sewerblichen und kaufmänni schen Lebens Ffür bestimnte Facher wird zugelassen(GrundsätzLiche Forderung.) Für das Schuljehr 1921/½22 Anstollung e in e s hauptamtlichen Lehrers und Verwendung woiterer Lehrkräf te ina Nébenamt nach Bedarf. Die Anstel- lung weiterer Lehrkräfte im Haupt amt wi rd an- gestrebt Von großer W.ächtigkeit erscheet de FPrage, ob nicht verst.cht wercen S011, 64eJeni gen Krelse unseres Erwerbslebens denen unsere Junsen Leute größten“eils entsbam- men, an der Fortbäaldungsschule und hrer Arbei, zu inberess. 2— ren. Es könn e Für Sohäler und Schule norx Von Nutzen sein wem Handwerksmeis ser und endere Arbeltgeoer EInbLiek in die Schualarbeit n. maen und durch Ma= cenkscheidung in bestinmten rTa- gen die Entwi ckelung der Schule fördern könnten. Es soll Le ich dabei keineswegs allein un Telnalme an prüfungen(viellei ch auch an Unterrdchs) und gelegcntliche Aaussprache Oder nrega-⸗ gen handeln Soudeen un Salz Oennte Fornen der Mi twi rkung an dem Schul leben ubertiaupt, Dabei. wird es sich in erster TIinie wun Frager der Crg an. sation her deln, Eier dbee Könnte die Eyfah- rung von Lännern Goον Praxis ohne Zwei fel mlt Nutzen verwer et werden. Z B. erschicae es nätzlich, wenn bi der Frage der in- führung wei tsrer If. ichtstunden 52 einer bachklatse(etet. Zeich- non) die be reffende Jnnung Gelegenbeit, hätte; hre Meinung dazulegen. Man könlde wohll Zzurn standigen 2 L. sammen- a r bd s 1 t mit(en Vetrektorn de 3 Handwer k s ebwa Fac lausschüssen) Koumen. Das Hand- werk würde dadurch n der Schule aufs Lebharteste unmittel noar interessiert, und eine unter Mi twirkung des betreffenden Aus- schusses oder einer andern Vertretung der bet: Organisathon beschlossene Neuerung könnte sowohl den Schülern wie der 0f— fentlichkeit gegenübér mit gauz besonderor Autorität vertre- den werden, 4 gewerblichen Lohens zur Mitarbene st in Augen Laok noh ni·ont angäng g, S011 e Aber sorort ins Wge gefaßt wenden, naondem die Fortbi Lduogs sshul.e n der verstend Hese onnes ben 1.014 tung ausgestelset iss Von einen Ansrdg Wi rc. Ge hab 17.6 noch abgéschen Pei de Wichtike«ν der Sache sel aber jetzt schon auf die hier vorliegencon Möglichkei dun ningem esen werden- 39*. Diese Heranzeihung der beteiligsen KCrei se des 8 vorschlägs zu Beformen In der Organzsation der Schule begeguen stets de. Schwerigkeit, dass sie ncht unbedeutende Fenanzie c Apf- rGerungen stellen Aus d.iesem Grunde ist die neutige Lage I.l.t bron schweren wi.rSchor. schaftlichen nesten auf Neverungon im Schelleben 2 Leldenden Anregungen ganz vesonders ungünstig. Es ist desbal elne ge naue Prüfumnes geboton was zur 3et ringl ch i8t. und was auf bessere Zeten verschoben werden kann Die vorstehenden Ddarlogangen siuc gemechs unter den steten Hönblick die llot der Zeie und auf die sehweren finanziellen Lasten der Stadt Es iss von vorn herein darauf verzichtet worden, Vorschläge zu machen, in denern- N üua s d tes gefordert wird: Einrichtung von Lebrwerkstätten, fremd- sprachal icher Juterrach“ für Konluer- und keonfmäonische Kassen u. 2.— Bei den Inträgen ist ferner stets unterscheden wor den, was grundsänzläche Forderung ist und vas zur Zeit als 1* destforderung und als vneolschi ebba- angssehen werden muß.-So ist versucht worden, einen VNeg zu finden, der der Schule für den dugenblick gibt was sie zu ihren Gedernen braucht der sber auch daribor hinaus die Etwi ckolung zsigt, die sie in der nächeten Zeit gehen soil. Gleichzeitig 18t aber auch darenf Bedecht gencmn aes der Stadt zur Zeit ksins Opfer zugemutet we den die onne schwes Bedenken uf vessere Zelten zurückgestelle worden 5nnen — b 4 IL 26 469/½ 714(34) 3 von Vorschlägen zur Umgestaltung der Giessener Portbiäil dungsge von Fektor FASscher. ———-———-—-—-—-——-——-ͤ————-:——————————————-——— —- 009000— I. A1lgenein e s Dor Ausgang des Kriegs und die im Friedensvert rag bedingten, schweren wirtschaftlichen Ni rkungen der Nachkri egszei t fordern eine Aausgestal tung der deutschen Virtschaft, die—auoh unter den vielfachen drückenden Hemmungen- die höchsten Leistungen her- vorbringt. In dem Maße, in dem in unse rem Volke die Selbstbesinn zurückgekehrt ist, ist uns klar geworden, dass unsere Zukunft abhängt von einer Wirtschaft von höchster Jntensi tät und der Schaffung höchster Werte. Bed der ausserordentlichen EBinschniürung unserer Wärtschaftsbasis werden wir mit den seitherigen Arbei tsmethoden der furchtbaren Doppelbelastung unseres Wirtschaftskö xrpers Ernährung des deutschen Volkes und Erfüllung der Ansprüche unserer GCegner- nicht gerecht werden können. Wir werden nehr als vor dem Kriege darnach streben müssen, aus beschrzänkten Mengen von Loh- stoffen Worte zu schaffen, die sich anf dem Veltmarkt behaupte wir werden weniger mit Massenartikeln aber mehr mit vollendeter OQualitätsware auftreten miissen, in der der Käufor weniger Material und menr hochentwickele Arbe it kauft. wenn aber die Schaf umg von Quel tätsware Voraus- setzung füir unsere wirtscheftliche Zukunft werden sol1, so müsgen die Grundl agen geprürt werden, auf denen ihre EIL2èugung nöglich ist. Menche Forde rungen zu dieser Prage, die von grösster VAchtä gkeit sind, gehören nicht in den Rahmen dieser Arbei b. Für die Schule aber exrgibt silch ci ne zwingende Forde rungg: Sie muss ihre Aufgabe darin erblicken, die jungen Leute, die sie in das Leben entlässt, mit dem Höchstmaß dessen auszurüsten, was eine intensive Virtschaft heute fordern muss. Sie muss ihnen eine Ausbi 1- dung bieten, die genügt, um aus dem he ranwachsenden Geschlecht QCualitätsarbeiter zu machen. Das wird nicht ihr einziges Zi el sein. Dexr Schule ermachsen in heutigen Staat auch ch dex Staathlilrgerlichen Seite— 1 1l14 1le l lL LL 112 lis li4 lis lies lt⸗ im 119