braven Heſſen ihrer Ruͤckkunft in das Vaterland von den Ufern der Donau —õ——— Gieſen 1810. gedruckt mit Schroͤder'ſchen Schriften. O ſchoͤner Tag! wenn endlich der Soldat Ins Leben heimkehrt, in die Menſchlichkeit, Zum frohen Zug die Fahnen ſich entfalten, und heimwärts ſchlaͤgt der ſanfte Friedensmarſch. † ¹ Schiller im Wallenſtein. (die Piccolomini; Aufzug I, Auftritt 4.) S het uns gegruͤßt in unſrer Nitte, Ihr Braven, von dem Donauſtrand! So toöoͤnt es in Pallaſt und Huͤtte, So ruft entzuͤckt das Vaterland, Und jubelnd zu den Sternen hallet Ringsher ein tauſendſtimmig Chor, Und jedes Herz im Buſen wallet Im ſeligſten Gefuͤhl empor. Ihr habt der Heſſen alte Ehre Im Sturme der Gefahr bewaͤhrt, Die hell in jeder Hemisphäre Erglaͤnzt, des ew'gen Ruhmes werth. Tod blitzte einſt in Theutburgs Waͤldern Der Katten Schwerdt in dunkler Schlacht; Auf Eßlings und auf Wagrams Feldern Trafs fuͤrchterlich der Feinde Macht. Ihr eiltet ſie, die Siegesbahnen, Die kuͤhn des Groſen Adler flog; Hoch rauſchten ſiegend eure Fahnen, Wenn ſie des Kampfs Gefahr umzog⸗ Durch Nacht und Graus, im Leichenthale, Gewaltig maͤhte euer Arm, Und, wie zermalmt vom Wetterſtrahle, Zerſtob der Feinde ſtolzer Schwarm. O nehmt den Dank, den wir euch weihen, Empfangt ihn, des Verdienſtes Lohn. Zieht ein durch unſre frohen Reihen, Es winkt der Lorbeerkranz euch ſchon⸗ Ruht aus in ſeines Schattens Kuͤhle, Ruht aus vom Kampf am Vaterherd; Kuͤhn rangt ihr nach dem Heldenziele, Ihr ſeyd des ſchoͤnſten Lohnes werth. Schoͤn iſts, wenn nach dem blut'gen Streite Der tapfre Krieger heimwaͤrts zieht. Dann flammt von jedem Aug' die Freud Und eine ſchoͤne Zeit entbluͤht. Stolz wallen unterm Kranz die Fahnen, Den Helm umgruͤnt der Myrte Sproß, Der nahen Wonne ſelig Ahnen Loͤſt von der Bruſt den Kummer los. Dann jauchzen Soͤhn und Eltern wieder, Dann jauchzt die frohe Gattin laut. Dann ſinkt, beim Klang der Siegeslieder, Dem Juͤngling in den Arm die Braut. Dann brennen ſie nicht mehr die Wunden, Die Feindes⸗Schwerdt dem Tapfern ſchlug, Vergeſſen ſind die bangen Stunden, Und du, o Krieg, der Voͤlker Fluch⸗!— Euch fordre von dem Vaterherde Nie mehr des Schlachtrufs wilder Klang, Es throne auf der blut'gen Erde Der Voͤlker Gluͤck, der Friede lang.— Des Feſtes frohen Tag zu kroͤnen, Im vollen Einklang rufen wir: A Heil, heil euch Heſſens tapfern Soͤhnen! Heil, beil o Vater Ludwig, Dir! 4 —— hei eſefenle) Arre Sawen Farbkarte †13