————————,———— 1. und einzige N. er aberheßliche Blutegel. Humoriſtiſch⸗ſatpriſches Ants und An) tigeblat für die mediziniſche Geſellſchaft zu biehn. Herausgegeben z zur r Feier des 5. Wird d mit lied atis Stiftungsfeſtes obiger Geſellſchaft. Dienstag den 13. Nov. 1883. 1re.er geliegrt. r Ha Amtlicher Theil. Betreffend: Die Feier des 5. Stiftungsfeſtes der mediziniſchen Geſellſchaft. Bekanntmachung. Wir benachrichtigen hiermit alle Aerzte, Thieraerzte, Zahnaerzte und Apotheker Gießens, daß am gdienstag den 13. Uovember 1883 das übliche Stiftungsfeſt im Café Ebel gefeiert wird. Da die Tagesordnung im Allgemeinen nur kleinere und bedeutungsloſe Gegenſtände betrifft und der Vortrag wie gewöhnlich ausfällt, ſo ſetzen wir als das wichtigſte Thema her das Menul. 1) Oxtail-Suppe. 2) Fisch mit Butter und Kartoffeln. 3) Filet sauté à la jardinieère. 4) Wildschweinskopf in Gelée, Sauce remoulade. 5) Hasenbraten mit Salat und Compot. 6) Charlotte russe. 7) Dessert, Käse und Butter. Einſprüche gegen dasſelbe ſind ſpäteſtens 12 Stunden nach Beendigung der Mahlzeit vorzulegen, widrigenfalls dieſelben keine weitere Berückſichtigung finden. Es wird um möglichſt zahlreiches Erſcheinen gebeten. Das zu dieſem Zwecke eigens präparirte Verguügungs⸗Comité. M 1 IRD Prrunan Ileemn Professor r p Nncleand gewidmet zu ſeinem Abſchiede von Gießen. Nur kurze Zeit haſt Du bei uns geweilet Sie werden dankbar Deiner ſtets gedenken, In unſerm Kreis, nur zu bald zogſt Du fort, Die früher gerne lauſchten Deinem Wort, Biſt jetzt nach unſrer Nachbarſtadt geeilet Wenn Du mit klarem Vortrag ſie thatſt lenken Und fand'ſt zum Wirken dort'nen ſchönern Ort. Durch Zweifel zu des Wiſſens ſicherm Port; Hätt'ſt Du doch weiter hier Colleg geleſen, Und werden ihre Kranken einſt geneſen, Iſt auch die Zahl der Hörer nur ſehr klein: So iſt ein großer Antheil davon Dein: Behüt Dich Gott, es wär' ſo ſchön geweſen, V Gedenk auch unſer,'s wär' ſo ſchön geweſen, Behüt Dich Gott, es hat nicht ſollen ſein! Gedenk' auch unſer,'s hat nicht ſollen ſein! Und wir, die Schaar der Freunde und Collegen, Die heut' ſich hier zum Feſt verſammelt hat, Wir wünſchen, daß auf allen Deinen Wegen Dich der Erfolg begleite früh und ſpat. Und wird Dein Name überall geleſen, Dann denkt bei ſich der ärztliche Verein: Vergiß uns nicht, es wär' ſo ſchön geweſen, Vergiß uns nicht, es hat nicht ſollen ſein! Alnparlamentariſcher Bericht über das Sitzungsjahr 1882/3. 1. Sitzung am 28. XI. 82. Herr M. demonſtrirt vier Fälle von angeborenen Bildungsanomalien, die zeigen, daß es nicht ſo leicht iſt, als ordentlicher Menſch auf die Welt zu kommen. 2. Sitzung am 12. XII. 82. Herr v. H. zeigt ein Kratoscop und ein Optometer vor, um mitzutheilen, daß beide nicht genügen. Herr B. ſtellt Kranke vor, u. a. eine böſe Schwiegermutter, die durch ausgedehnten Gebrauch ihrer Zunge ein Carcinom acquirirt hat.*). 3. Sitzung am 9. I. 83. Es wird mitgetheilt, daß der Aerzteverein mit der oberheſſiſchen Geſellſchaft für Natur- und Heilkunde nach langer Verlobung endlich ein hoffentlich geſegnetes Ehebündniß eingegangen iſt. 3 Herr G. trägt über Kaliumchloratwirkungen vor. Die Mitglieder folgen mit geſpannter Aufmerkſamkeit dem inte⸗ reſſanten Vortrag, der leider durch einen gräßlichen Kellner öfters geſtört wird. Bedeutungsloſe Debatte. 4. Sitzung am 23. I. 83. Herr A. reibt im Namen aller Schwangeren und Wöchnerinnen einen Dankſalamander auf Ignaz Philipp Semmelweiß. 5. Sitzung am 13. II. 83. Infolge der Ankündigung, daß heute über das Centralnervenſyſtem geſprochen werden ſoll, zeigt der Sitzungsſaal bedenkliche Lücken. Der Herr Präſident hält ſeinen Vortrag. Das Thema veranlaßt eine heftige Discuſſion zwiſchen Herrn R. Außerordentliche Sitzung am 15. II. 83. Ein Hermaphrodietrich gibt eine Gaſtvorſtellung(Näheres ſiehe unter Locales). Da der gewöhnliche Sitzungsſaal nicht für die zuſtrömende Menge genügte, wurde das Auditorium der mediziniſchen Klinik erwählt. Sämmtliche Anweſende ſind theils mit Krimmſtechern, theils mit Opernguckern bewaffnet. Marie R. wird einſtimmig zum Manne erklärt. 6. Sitzung am 13. III. 83. Der Vorſitzende demonſtrirt einen Fall, der einmal wieder ſo recht die Gemeingefährlichkeit der Revolvermänner beweiſt. Herrn K. haben die Lorbeeren von Fraenkel, Balmer, Dettweiler u. ſ. w. nicht ſchlafen laſſen, und demonſtrirt er ebenfalls Tuberkelbacillen, außerdem einige Stuhlpräparate des Herrn R. An der Debatte betheiligten ſich ſtillſchweigend die als Gäſte anweſenden Militärärzte, namentlich wurde die Discuſſion durch Herrn P. aus E. ſehr in die Länge gezogen. Das Frankfurter Journal wird für eine mediziniſche Zeitſchrift erklärt. 7. Sitzung am 1. V. 83. Herr R. trägt über eine reſpiratoriſche Krampfform auf nervöſer Baſis vor, welche bis jetzt noch nicht beobachtet reſp. nicht beſchrieben iſt, und wahrt ſich ausdrücklich die Priorität, beſonders in Bezug auf die Therapie, die in Application von elektriſchen Rohrſtücken auf den Plexus sacro-coccygeus beſteht. Herr Rath S. aus D. benützt in ausgedehnteſtem Maaße die ſelbſtertheilte freundliche Einladung und vertheilt einen mündlichen Proſpect des Luftcurortes D. In Folge deſſen geht allen Anweſenden die Luft aus, ſie ſind von den Vorzügen D's ſo überzeugt, daß ſie die dortige Luft für reiner als die Gießener halten und zur Zeit lieber dort als in Gießen ſein möchten. In Folge der hieſigen ſchlechten Luft kommt keine Debatte zu Stande, ſondern ſehen alle der baldigen Veröffentlichung des Vortrages mit Spannung entgegen. 3 8. Sitzung am 22. V. 83. Herr P. iſt zum erſten Male verhindert, über Otitis interna dermatophagica zu ſprechen. Herr M. beſchreibt ausführlich das naſſe Dreieck der Berliner Hygiandre⸗Ausſtellung und zeigt davon Proben vor. 9. Sitzung am 22. V. 83. Der Präſident demonſtrirt ein Kaninchen mit Iristuberculoſe nach Impfung mit perlſüchtigem Material in die vordere Augenkammer. Herr P. glaubt es immer noch nicht, zeigt dafür zwei Herzen, die mit Lappen**) durchſetzt ſind und ermahnt alle Anweſenden eindringlich, kein engliſches Beefſteak zu eſſen. Herr K. ſtellt zwei Fälle vor; den erſten hat er geheilt, den zweiten nicht, mithin günſtiges Reſultat 50%. 10. Sitzung am 19. VI. 83. Herr S. hat ebenfalls ein neues Alkalvid in menſchlichen Leichentheilen entdeckt; näheres darüber bleibt abzuwarten. Es findet ausnahmsweiſe eine große Debatte ſtatt, in der nichts Neues vorgebracht wird. Herr R. zeigt an, daß das Kairin keinen ſittlichen Werth beſitzt. F. in E. wird ſehr traurig. Herr M. Demonſtration einer Compreſſion des Rückenmarks. Verſchiedene Anweſende ſchicken ſich, da wieder ein⸗ mal von Centralnervenſyſtem die Rede iſt, an, mit Murren das Lokal zu verlaſſen, werden jedoch durch den folgenden Vortrag über eine Dermoideyſte zum Theil wieder beſänftigt und ertränken ſpäter ihren Zorn in dem wirklich ſehr guten Löwenbräubier. 11. Sitzung am 3. VII. 83. Die mit großer, faſt ſchmerzhafter Spannung erwartete Arbeit des Herrn Rath S. iſt endlich portofrei aus D. eingetroffen und wird von dem Vorſitzenden, nachdem ſie binnen einer halben Minute unter ſämmtlichen Mitgliedern circulirt hat, auf den Tiſch des Hauſes niedergelegt. Sämmtliche Anweſenden athmen erleichtert auf, erheben ſich von ihren Sitzen und unter Abſingung des Liedes: Nun danket alle Gott, wird die Arbeit in einen feuerfeſten Schrank gelegt. Der Präſident demonſtrirt das früher demonſtrirte Kaninchen, das jetzt vollſtändig in Käſe umgewandelt iſt. Herr P. glaubt's immer noch nicht.— Herr v. H. demonſtrirt den guten Geruch des Jodoformes ad oculos. 12. Sitzung am 24. VII. 83. Herr P. iſt zum zweiten Male verhindert über Otitis interna dermatophagica zu ſprechen. Hieran ſchließt ſich keine Discuſſion. Herr K. zeigt unter mißgünſtigen Blicken des Vorſitzenden ein ausgeſpanntes Präparat(NB. auf einem Teller des pathologiſchen Inſtituts) vor, beſtehend in einem ſchwangern Uterushorn. Daran ſchließt ſich ein Renommirbummel durch die pathologiſche Sammlung, wobei manch rührendes Wiederſehen zwiſchen Aerzten und früheren Patienten ſtattfindet. Das Robert'ſche Becken wird nicht ausgeſpannt. 13. und letzte Sitzung am 13. X. 83. Gewählt wird nicht. Herr K. demonſtrirt 3 Präparate und ſchlägt ſich dann ſeitwärts in die Büſche. Herr R. macht mal einen Vorſchlag zu einer Sammelforſchung. Es erfolgt kein Nachſchlag, ſondern vergeht eine geraume Zeit, bis ſich die Mitglieder einigermaaßen geſammelt haben. Aus der äußerſt lebhaften und intereſſanten Debatte er⸗ gibt ſich, daß allein Herr D. aus L. über ein großes genügendes Material verfügt. Herr P. wird beauftragt, zur Deckung der erſten Bedürfniſſe 10.000 Karten in Berlin zu beſtellen. *) Oder war es ein Schwiegervater? Anm. der Redaction. ***) Soll wohl Finnen heißen. Anm. des Setzers. So5Mo —— e Locales. 2558=8 Gießen, den 13. Nov. 1883. Die Zahl der Medizin⸗Studirenden hat ſich in dieſem Semeſter, wie wir aus guter Quelle vernehmen, in erfreulicher Weiſe gehoben. Am meiſten dazu beigetragen hat die Vermehrung des Krankenmaterials, die ſich ſeit den letzten acht Tagen auf der ophthalmologiſchen Klinik bemerkbar gemacht hat. Wie wir hören, arbeitet unſer verehrter Mitbürger, der Maler Herr J. an einem neuen demnächſt zu verlooſenden Koloſſalgemälde, das reſtaurirte Anatomiegebände mit der neuen Bedachung des Auditoriums bei Mondſcheinbeleuchtung darſtellend. Ein Kunſtkenner, der Gelegenheit hatte, den Entwurf dieſes Werkes auf dem Atelier des Künſtlers zu beſichtigen, verſichert uns, daß das Gemälde immenſes Aufſehen, beſonders bei den Studirenden der Medizin hervorrufen wird. Die chemiſche Unterſuchung des hieſigen Waſſerleitungswaſſers hat ein ſehr erfreuliches Reſultat ergeben. Es hat ſich herausgeſtellt, daß dasſelbe ſowohl Salpeter⸗ und ſalpetrige Säure in vollkommen genügender Menge, wie auch eine reichliche Quantität Ammoniak enthält, und ſich durch eine reiche Flora der reizendſten Mikroorganismen auszeichnet. Die ſo oft aus⸗ geſprochene Befürchtung, daß Typhus und andere angenehme Krankheiten in Folge des neuen Waſſers verſchwinden würden, wird ſich mithin zur Freude aller rechtlich denkenden Bürger nicht bewahrheiten. Am 15. Februar producirte ſich hier zum erſten Male eine junge Debutantin, der Hermaphrodietrich Marie R. Die erſte Vorſtellung hatte ein zahlreiches kunſtſinniges Publikum herbeigezogen, das die Räume des Auditoriums bis zum letzten Platz beſetzt hielt. Der junge Dietrich gewann ſchon bei ſeinem erſten Auftreten die Herzen aller Anweſenden durch ſeine beſtechende äußere Erſcheinung. Der Beifall ſteigerte ſich von Scene zu Scene und artete zuweilen in frenetiſchen Jubel aus, beſonders als die Debutantin die großartigen Gaben, womit Mutter Natur ſie beſchenkt hat, jedem Anweſenden zur Einſicht überließ. Von dieſer Erlaubniß wurde denn auch ausgiebigſter Gebrauch gemacht, wobei ſich beſonders ein junger Kunſtmäcen, der, wie wir hören, demnächſt das Leben des Dietrichs herauszugeben gedenkt,(Iſt inzwiſchen in einer Diſſertation geſchehen. Die Redaktion.) hervorthat. Nicht endigen wollendes Bravo ertönte, als ſich ein unverſehrtes Hymen vorfand. Wir prophezeihen der Debutantin auf ihren etwaigen Kunſtreiſen einen durchſchlagenden Erfolg. Freunde eines ſchönen Renaiſſance⸗Barock⸗Roccoco⸗Stiles machen wir auf das in dieſem Stile reconſtruirte Treppen⸗ haus der Klinik als auf einen wirklich phänomenalen Bau aufmerkſam. Wie wir von unſerem ſtändigen Theaterhabitué, Frauenarzt G. erfahren, ſoll die ſo beliebte Soubrette, Fräu⸗ lein H. ſich endlich ein reines Corſett angeſchafft haben. = Vermiſchtes. 2= Darmſtadt, den 1. April. Die Kammer nahm einſtimmig den Antrag, auf den eigentlich für eine neue Frauen⸗ klinik und ein neues pathologiſches und chemiſches Inſtitut beſtimmten Plätzen, eine neue Kaſerne, ſowie ein zweites Garniſons⸗ Lazareth zu errichten, an. Wie wir der„Berliner klin. Wochenſchrift“ entnehmen, fand in W. vor 8 Tagen ein erhebendes Jubiläum ſtatt. Privatdocent Dr. S. feierte nämlich im Kreiſe der Univerſität die Geneſung des tauſendſten erwachſenen Diphtheritis⸗Kranken in Folge des Gebrauches von Chinolin. Nach Nachrichten aus unſrer Nachbarſtadt W. ſoll dort vom 1. künftigen Monats ab eine Zweigniederlaſſung unſrer hieſigen Augenklinik eröffnet werden. Wir wünſchen dem ſchönen Werke im Intereſſe der Humanität einen gedeihlichen Fortgang. Büdingen, den 1. Nov. Nach Mittheilungen des Herrn Dr. B. ſoll der Hermaphrodietrich Marie R., trotzdem ſie in Gießen hintereinander von den Herren M. und A., ſodann vom Verfaſſer der Schrift: Zur Caſuiſtik des Hermaphrodietismus vorgenommen wurdo, doch noch nicht concipirt haben. Zürich, den 11. Nov. Wie man hier munkelt, hat Prof. K. eine wichtige Entdeckung gemacht. Er hat nämlich durch gründliche und langwierige Forſchungen feſtgeſtellt, daß es gar keine Stäbchenorganismen, ſondern nur Kugelbacterien gibt. Wenn dieſelben mitunter wie Stäbchen ausſehen, ſo ſoll das nur an Refractionsanomalien der Augen der betreſſenden Be⸗ obachter liegen. Wien, den 8. Nov. Wie verlautet, ſoll es Herrn Sp. im Inſtitute des Herrn S. gelungen ſein, einen ausge— wachſenen Fliegenpilz in toto nach der von ihm modifizirten Ehrlich'ſchen Methode roth zu färben und ſomit die Reihe der Ar⸗ gumente gegen die ſpezifiſche Farbereaction der Tuberkelbacillen um ein weiteres zu bereichern. Darob großer Jubel im Lager der Czechen. Berlin, den 1. October. Das Café National in der Friedrichſtraße hat ſeit einigen Tagen einen neuen Stamm⸗ gaſt erhalten. Derſelbe iſt ein Herr in den mittleren Jahren, von angenehmem Aeußern und militäriſch ſtrammer Figur. Er iſt anſcheinend mitteldeutſcher Arzt und erſcheint ſtets mit einem Stabe verſehen. Nach mündlichen Mittheilungen von Fränlein Mary und Emilie heißt er Sommer. = Telegraphiſche Depeſchen. 2⸗= Alexandrien, den 10. Nov. Der„Phare“ meldet: Soeben wird uns von P. in Paris mitgetheilt, daß er ſchon vier Wochen vor der Entdeckung der Bacillus cholerae durch K. aus Berlin den ſpecifiſchen Gegenbacillus gefunden hat. Köln, den 8. Nov. Das Gerücht, daß Dr. Overzier ſich von jetzt an nur mit Krankheits⸗Prognoſen beſchäftigen wolle, und ſich bereits zu einer vacanten Aſſiſtentenſtelle nach Gießen gemeldet habe, bedarf noch ſehr der Beſtätigung. Kaſſel, den 6. Nov. Heute Nachmittag paſſirte mit durchgehendem Extrazug Dr. G., nach halbtägigem Aufenthalt von Gießen kommend, unſere Stadt. Derſelbe war auf allen Stationen vorzüglich empfangen worden, obwohl die Fenſter ſeines Salonwagens vergittert waren. Sämmtliche Krankenhäuſer hatten feſtlich geflaggt. Hamburg, 12. November. Witterungsbericht der deutſchen Seewarte. Muthmaßliches Wetter für den 13.: Abends ruhig und heiter, ſpäter etwas bewegt, um Mitternacht mehr und mehr benebelt. L = Briefkaſten. erſt geſammelt und dann geforſcht, oder erſt geforſcht und dann geſammelt werden ſoll. Unſerer Meinung nach wird ſoviel dabei herauskommen, daß es belanglos iſt, womit Sie anfangen. Die Redaktion fühlt ſich gedrungen, allen Denen, die uns durch Beiträge unterſtützten, ihren beſten Dank abzu⸗ ſtatten; diejenigen, aber von unſern Mitarbeitern, die uns zwar Aufſätze verſprachen, aber nicht lieferten, verfuhren nicht ſchön. Herrn Dr. D. in L. Sie fragen uns, ob bei der projectirten Sammelforſchung auf dem Gebiete der Tuberculoſe * Geschaätt⸗-Anzeigen. — Hiermit theile ergebenſt mit, daß im laufenden Semeſter in meinem Gewächshauſe circa 40 lebende Mediciner⸗Pflanzen im Alter von 1—4 Semeſtern auf Lager halte, und bin gern erbötig, bei feierlichen Operationen und Krankenvorſtellungen Wanddecoration gagen einzelne an die Leiter der Kliniken als Angulodurus, Inſtitut für Handelsgärtnerei. entſprechende Vergütung abzugeben. ——— Alen hochverehrten Leichen und Verſuchsthieren Gießens und Umgebung ſpreche ich für das mir bis⸗ her geſchenkte Vertrauen meinen beſten Dank aus. Zugleich fühle ich mich den Herren Inhabern der Kliniken für die Bereitwilligkeit, womit ſie mir ſtets friſche Waare für mein Geſchäft beſorgt haben, innigſt verpflichtet. Das Zutrauen bitte ich auf meinen Ge⸗ ſchäftsnachfolger Herrn B. Mors aus F. gütigſt übertragen zu wollen, da ich vom 1. October an mich in Marburg in derſelben Branche mit vermehrtem Betriebscapital etablirt habe. Ergebenſt Mercator, Niederlage für Leichenöffnung und Thierſchutz. Vezugnehmend auf obige Annonce des Herrn Mercator halte ich mich allen hochverehrten Leichen und Verſuchsthieren Gießens bei Bedarf beſtens empfohlen. Billige und reelle Bedienung ſichere ich zu. Zugleich bitte ich die Herren Inhaber der Kliniken, auch mir das meinem Vorgänger im vollſten Maaße zu Theil gewordene Wohlwollen zuwenden zu wollen, und verſpreche, nur prima Arbeit zu liefern. Das Ge⸗ ſchäftslocal befindet ſich leider noch immer in ſeiner alten Verfaſſung im Anatomiegebäude erſte Thür links. Ergebenſt Beto Mors, Niederlage für Leichenöffnung und Thierſchutz. ———VV r Aviz. en⸗ Wir benachrichtigen hiermit unſere verehrten Kunden in Europa, daß wir unſeren langjährigen Compagnon, Herrn L. aus Athen, die Vertretung für Griechenland und die Türkei in unſeren bekannten vorzüglichen Nähartikeln übertragen haben, und bemerken, daß derſelbe ſich bei uns ſowohl in Hand-, wie in Maſchinenarbeit vollkommen ausgebildet hat. HOBES, Tailleur a la mode. ☛‿ NEUI NEUI Meinen verehrten Kunden zur Nachricht, daß mein Geſchäft mit allen Pariser Nouveautés der Saiſon ausgeſtattet iſt. Beſonders empfehle als ſehr modern direct von Paris via C. ſtets friſch bezogene Jequirity-Ophthalmie. De Serple, Augenſpiegelfabrik. Um der heutzutage auf dem Gebiete der Medizin herr⸗ ſchenden Zerſplitterung und Spezialiſirung entgegenzutreten, be⸗ nachrichtige ich einen hohen Adel und verehrtes Publikum, daß ich unter heutigem wegen Aufgabe meiner bisher geführten Artikel einen Ausverkauf von Rnochenbrüchen ‿ arrangirt habe und bitte um gefälligen zahlreichen Zuſpruch. Zugleich mache ich darauf aufmerkſam, daß ich mit beginnendem Semeſter eine Agentur in ai 2. 1— I: Inkectionshrankheiten Üleiner Ninller am hieſigen Platze eröffnen werde und halte mich bei Bedarf beſtens empfohlen. Jandmann. Warnung. Da mein zweiter Geſchäftsgehülfe, G. ſelig mich nach nur halbtägigem Aufenthalt böswillig verlaſſen, mache meine verehrten Kunden darauf aufmerkſam, daß derſelbe nicht befugt iſt, in meinem Namen Lieferungen abzuſchließen oder Ausſtände einzukaſſiren, da ich für nichts hafte. Obex, Engros⸗Handlung in Curven. Bekanntmachung. Ich bringe hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß mir im Jahre 1877 sub No. 14385 ein Patent auf ein neues Ptomain ertheilt worden iſt, und warne jeden Süddeutſchen, dasſelbe nochmals zu entdecken. G. E. Thanges, Giftbudenbeſitzer. Warnung⸗ Um allen böswilligen Verläumdungen, die nur geeignet ſind, den Kredit meiner Anſtalt zu ſchädigen, entgegenzutreten, theile ich hierdurch mit, daß ich zum 15. November einen wirk⸗ lichen approbirten zweiten Buchhalter von auswärts engagirt habe und warne hiermit jeden, denſelben mit einem hieſigen Candidaten zu verwechſeln. Warmfluss, Extractionsgeſchäft. Anzeigen über Seheuswürdigkeiten, öffentliche Vergnügungen u. dgl. Die Beſichtigung der macerirten Knochen auf der neu⸗ erbauten Knochenbleiche der Anatomie findet täglich, ſo lange es hell iſt am beſten von vorüberfahrenden Eiſenbahnzügen, aus ſtatt. Castans Panopticum. Neueste Sehenswürdigkeit!! Der neue Praktikant der Giessener Kliniken. Nur noch dieses Semester zu sehen!! S Täglich— frisches trichinenhaltiges Schweinefleisch ist in un- serer Nachbarstadt F. zu haben. Jeden Tag während der tliniſchen Sectionen muſikaliſche Unterhaltung auf dem Poſthofe, ausgeführt von 6 Poſtillonen. Unverantwortlicher Redacteur: Das Vergnügungs⸗Comité. Wenzel'ſche Univerſitäts⸗Druckerei, Gießen. 8 Loes! IiLLILLLILL e llL 1 ſ ſ2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 113 14 15 16 17 18 19 4 Centimetres Farbkarte 13..1.G., Vellow Hed Magenta White 3/Color Black b 1