7 —————-—;ʒ⅓——;ʒ— laduns zur Feier der Neuweihe des Univerſitätsgebäudes für Seen uleueer. Eaeduegs Um Antwort wird bis ſpäteſtens 29. Oktober 1940 gebeten Anzug für die Veranſtaltungen in der Aula;: Uniform oder dunkler Anzug Bild des Führers in der neuen Empfangshalle der Univerſität Gemalt von H. Imkamp, Gießen 1940 Profeſſor Dr. Bilhelm Vix(1802- 1866) In Gießen begann der tierärztliche Unterricht 1777 und war hier im Gegenſatz zu den anderen tierärztlichen Bildungsſtätten Großdeutſch⸗ lands von Anfang an der Univerſität angeſchloſſen. Die erſte tier⸗ ärztliche Klinik an der Univerſität Gießen wurde von dem ſelbſt⸗ loſen Idealiſten Prof. Dr. Bilhelm Vix(1802-1866) begründet, der von 1828-1866 an der Univerſität Gießen lehrte und mit Pro⸗ feſſor Dr. Nebel erreichte, daß die Univerſität Gießen bereits 1832 das Recht der Promotion zum ODoktor der Veterinärmedizin erhielt. Profeſſor Yuſtus von Liebig(1803- 1870) geb. in Darmſtadt, Profeſſor der Univerſität in Gießen von 1824 bis 1852, weltberühmt durch ſeine bahnbrechenden Arbeiten auf allen Gebieten der Chemie. Liebig über Gießen:„Ich denke ſtets mit Freude an die 28 Jahre zurück, die ich dort verlebte; es war wie eine höhere Fügung, die mich an die kleine Univerſität führte. An einer großen Univerſität oder an einem größeren Orte wären meine Kräſte zerriſſen und zerſplittert und die Erreichung des Zieles, nach dem ich ſtrebte, ſehr viel ſchwieriger, vielleicht unmög⸗ lich geworden; aber in Gießen konzentriert ſich alles in der Arbeit und dieſe war ein leidenſchaftliches Genießen.“ Profeſſor Dr. Rudolf von Jhering(18 18- 1892) wiekte von 1852 bis 1868 an der Univerſität Gießen als ordentlicher Profeſſor des römiſchen Rechts und ſchrieb hier ſein berühmtes Berk „Der Geiſt des römiſchen Rechts“, das ſeinen Namen weit über die Grenzen des deutſchen Sprachgebietes hinaus bekannt machte. Sein „Zweck im Recht“ ſtellt einen BBendepunkt der neueren Kechtsent⸗ wicklung dar, es gehört zu den bedeutendſten Berken des gemein⸗ rechtlichen Schriftums und machte Rudolf von Jhering zu einem der erſten Furiſten ſeiner Feit. EEIER DERNEUWEIHE DESVU 5ON8NNAEBEND. 2.NOVEMBER 1940 10.30 Uhr: Empfang und Begrüßung des Gauleiters und RKeichsſtatthalters von Heſſen Parteigenoſſen SPRENCGER ſowie der Ehrengäſte durch Rektor und Senat in der neuen Empfangshalle des Univerſitätsgebäudes. Hierzu ergehen beſondere Einladungen Anſchließend: Führung durch Stadtbaudirektor Gravert ᷣUNIVERSITXUTSCEBAVUDES ☛ 8§506ONNABEND. 2.NOVEMBER 1940 11.15 Uhr: EESTIAAKT in der großen Aula der Ludwigs-Univerſität Gießen unter Mit⸗ wirkung des ſtädtiſchen Orcheſters. Leitung: Prof. Dr. Temesvaru. * Brahms: Akademiſche Feſtouverture + hahresbericht des KRektors der Landes⸗Univerſität Pg. Profeſſor Dr. H. B. Kranz *† Beethoven: Allegretto ſcherzando aus der Achten Sumphonie *ℳ Anſprache des Oberbürgermeiſters der Stadt Gießen, Ehrenſenator der Univerſität, Pg. l. Kitter † Einweihung des Baues durch den Gauleiter und Keichsſtatthalter * Lieder der Nation 5O8NNAXABEND. 2.NOVE MNMBER24 0 16 Uhr: Führung durch das neu errichtete zahnärztliche Inſtitut der Univerſität (Wilhelmſtraße 14) 20 Uhr: Vortrag des Leiters des Hauptſchulungsamtes der NSSAp., Hauptbefehlsleiters Pg. Schmidt: Die nationalſosialiſtiſche Weltanſchauung ſchafft eine neue europãiſche Ordnung“ zuſammen mit Partei und Wehrmacht in der großen Aula ℳ 21.50 Uhr: Kameradſchaftliches Suſammenſein in der Univerſitätsdiele(Vorleſungsgebäude)„ Veranſtaltet vom Rektor der Ludwigs⸗Univerſität (Hierzu ergehen beſondere Einladungen) 12 6ONNTA C, J3Z. NOVEMBER 19 40 11 Uhr: SFeierliche Gründung und Eröffnung der Viſſenſchaftlichen Alkademie des NSDO. Dozentenbundes an der Univerſität Gießen in Anweſenheit des Gauleiters und Keichsſtatthalters ℳ Beethoven: Erſter Satz aus dem Streichquartett op. 18 in SF-dur Ausgeführt durch das Streichquartett des ſtädtiſchen Orcheſters * Begrüßung des RKeichsdozentenführers durch den Kektor ℳ Feierliche Eröffnung der Akademie durch den Reichsdozentenführer, Miniſterialdirektor Prof. Dr. Schultze, München * Feſtrede gehalten vom Leiter des Amtes UWiſſenſchaft des NSD.⸗DOozenten⸗ bundes Gießen, Prof. lyaag ℳ Ubernahme der Akademie durch den Rektor und Verkündung des wiſſenſchaftl. Arbeitsprogrammes ℳ Lieder der Nation 65ON8N8NNTA△AGA3-RNOVYVENBER12ũ40 15.30 Uhr: Beſichtigung der Alusſtellung des Gießener NSO;.Dozenten- bundes(Landſchaftsgebundene VBiſſenſchaft) in der kleinen Aula der Univerſität(Großer Hörſaal) 20 Uhr: Vortrag des Leiters des Kaſſenpolitiſchen Amtes der NSSAp., Oberdienſtleiters Prof. Dr. Groß⸗Berlin: Raſſe und Weltbild“ zuſammen mit Partei und Wehrmacht in der großen Aula 21.30 Uhr: Kameradſchaftliches zuſammenſein in der Univerſitätsdiele(Vorleſungsgebäude), veranſtaltet von dem Oberbürgermeiſter der Stadt Gießen. (Hierzu ergehen beſondere Einladungen) AONTAG.DEN 4.NOVEMBkEER1940 Leibesübungen der Studenten 10.30 Uhr: Fußballſpiel Univerſität Gießen gegen Univerſität Marburg auf dem Univerſitäts⸗Sportplatz am Kugelberg * 715 Uhr: Turneriſche Vorführungen in der Zalle (Turnhalle der Langemarckſchule) *ℳ 20 Uhr: Gaſtvortrag des Generals der Artillerie von Metzſch: Feitgemäße wehrpolitiſche Betrachtungen“ in der großen Aula der Univerſität, zuſammen mit Partei und Behrmacht. ℳ DENSTIAAGDEN S. NOVEMBER 1940 77 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. E. von Balogh⸗Budapeſt: Bauſteine zur lebensrettenden Therapie der venöſen Luftembolie“ (mit Proſektion eines Schmalfilms und von Diapoſitiven) im Hörſaal des Phuſiologiſchen Inſtitutes(Sriedrichſtraße 24), zuſammen mit der Mediziniſchen Geſellſchaft Profeſſor Dr. Albrecht Thaer(1828- 1906) profeſſor Dr. Albrecht Thaer, Enkel Albrecht Thaers, des Be⸗ gründers wiſſenſchaftlicher Landwirtſchaft, las an der Landes⸗Univer⸗ ſität Gießen ſeit 1870 bereits im Rahmen der Staats⸗ und Rameral⸗ wiſſenſchaften über das geſamte Gebiet der Landwirtſchaft. Dadurch führte er im Sinne ſeines Großvaters die Lehre der Landwirtſchaft als Wiſſenſchaft weiter. Aus ſeinen Vorleſungen, die zuerſt noch ganz allgemein die Candwirtſchaft und ihre Politik behandelten, entwichelte ſich das Studium der Landwirtſchaft an der Univerſität Gießen. Profeſſor Dr. Bilhelm Conrad Köntgen BWGilhelm Conrad KRöntgen, geboren 1843, geſtorben 1923, Pro⸗ feſſor der phuſik in Gießen von 1879-1888, in allen ſeinen Arbeiten von vorbildlicher Klarheit und Gründlichkeit; Entdecker der Röntgen⸗ Steahlen, deren Bedeutung für Maturwiſſenſchaft, Heilkunde und Technik noch gar nicht abzuſehen iſt. Sein Grab befindet ſich auf dem alten Friedhof zu Gießen. Gießen, die alte Univerſitätsſtadt. Feichnungen von Kunſtmaler Walter Kröll⸗Gließen. Gießen beſtand zuerſt als Baſſerburg und be⸗ wachte die Furt an der alten Lahnſtraße. Lnasee war ihr KRaum von einer Mauer umſchloſſem, 35 die ſchon 1325 zu klein wurde. Sie lief durch die Sonnenſtraße zum Kreusplatz, überquerte die KRittergaſſe und zog ſich zum Burghof, wo die alte Burg Gießen ſtand. Beim Leib'ſchen Haus iſt ſie noch zu ſehen. Anſtelle der heutigen Stadtkirche, deren Turm über die hohe Miauer ſchaut, ſtand im Mittelalter die Pankratiuskirche. Aus ſener Feit ſtammt auch der dreieckige Marktplatz und L das KRathaus mit ſeinem überkragenden Giebel. 44 Seit 1265 iſt die Stadt in heſſiſchem Beſitz und nach der Anlage der zweiten Befeſtigung unter Philipp dem Großmütigen(1560), welche heute durch die Grünanlagen et⸗ wa umriſſen wird, ent⸗ ſtehen das Feughaus, zur Unterbringung der Artil⸗ lerie, und die Feijnnſtheuer und mancher andere Bau. 1607 gründete Ludwig V. eine Hohe Schule zu Gießen, die bald im Schloßviertel einen ſchmucken Vorleſungsbau erhielt, der leider wegen Baufälligkeit 1804 um⸗ gebaut werden mußte. 4 Der Wahlſpruch der Univerſität lautete„litteris et armis ad utrum⸗ que parati“ und ſchon Blücher wird von den waffenfrohen Studenten 1815 durch einen Kommers geehrt, auf dem er zündende Worte für die Befreiung findet. 4 UWie im Leben der Stadt hatte auch im Leben der UWiſ⸗ ſenſchaft die Univerſität ſtets Bedeutung. Ehrfurchtsvoll betreten wir die Arbeits⸗ ſtätte Liebig’s, die in ſinnvoller Weiſe in ein Muſeum verwandelt, uns in die Größe der ſchlichten Zeit verſetzt. 4¶ Die neue Feit brachte der wachſenden Uni⸗ verſität das neue Vorle⸗ ſungsgebäude und für das kulturelle Leben der Stadt das Theater, von Stadt und UM. Bürgern erbaut. 4 Aber—— durch alle Yahrhunderte ziehen ſl) Frohſinn und Humor der Bürger und Studenten, 4 die manche 4 a Ss ehrwürdige Mu C s 88 Weiheſtätte N la in Gießen ſſ M„7J S ‿ 14 1n haben. 4** 8 8 2 „8 — 8 A 8 5 8 5 8 3 5 8 Colour& Grey Control Chart 23 Blue Cyan Green vellow Hed Magenta Grey 2. Grey 3S Grey 4 Black zur Feier der Neuweihe des Univerſitätsgebäudes für Wduen Saakecel Lae‿ddeg