Zur Frage der Leibesübungen. Von Prof. Dr. Huntemüller in Giessen. Sonderdruck aus der Münchener medizinischen Wochenschrift 1920, Nr. 19, S. 545— 547. (I. F. Lehmanns Verlag in München.) an der menschlichen Leiche und am Hund. Von Prof. Dr. G. Axhausen, Berlin. Mit 317 farbigen Abbildungen auf 132 Tafeln sowie 132 zum Teil zweifarbigen Abbildungen im Text. (Lehmanns medizinische Atlanten in 4°, Bd. XIII.) Friedensausstattung— Holzfreies Papier. Preis geb. M. 60.—. In dem Geleitwort, das Geheimrat Hildebrand dem Werke mitgegeben hat, schreibt dieser:„Aus der praktischen Erfahrung bei der Ausbildung der Studierenden und bei der Fortbiidung von Aerzten ist das Buch erwachsen. Das Ziel, das der Verfasser sich gestellt hat. geht dahin, durch eine eingehende, besonders auch bildliche Darstellung der einzelnen Akte der wichtigsten Operationen und durch die Beschränkung auf einzelne bewährte Methoden, dem angehenden Chirurgen ohne eigentliche Fachausbildung eine feste Stütze zu geben, die ihn befähiet, sich den ganzen Verlauf der Operation anschaulich vorzustellen und danach praktisch zu handeln... Die schönen übersichtlichen Bilder, der klare Text zeigen, dass der Verfasser seine Absicht voll erreicht hat.“ Aus dem Inhalt: Die Operationsübungen am Kadaver. Unterbindungen. Ampu- tationen und Exartikulationen. Osteoplastische Amputationen. Exartikulationen. Gelenkresektionen- Typische Operationen am Kopf, am Hals, an der Brust, am Bauch(Bruchoperationen, Appendic- ektomie, Gastroenterostomie, Cholecystektomie, Choledochotomie, Anus praeternaturalis, Nieren. operationen). Operationen am Becken.— Die Operationen am lebenden Hund- Darmnaht und Anastomosenbildung. Gastroenterostomie. Darmresektion. Gastrostomie. Magen- resektion. Pylorusresektion und Pylorusausschaltung. Cholecystostomie. Gefässnaht. Mit diesem Werke wird Aerzten und Studierenden eine ungemein anschauliche, praktische Operationslehre geboten Die vie farbendrucke sind wohl das Vollkom- menste, was in den letzten Jahren auf dem Gebiete der Reproduktionstechnik für wissenschaflliche Werke geleistet wurde. Atlas und Grundriss der Verbandlehre. Von Dr. Albert Hoffa, a. o. Pro- fessor an der Universität Berlin, Geh. Medizinalrat, Direktor der Uni- versitäts-Poliklinik für orthopädische Chirurgie. Nach des Verfassers Tod bearbeitet von Prof. Dr. Rudolf Grashey, München.(Lehmanns medizinische Handatlanten, Band XIII.) Sechste, verbesserte und ver- mehrte Auflage.(Mit einem Kriegsanhang.) Mit 170 Tafeln und 52 Text- abbildungen. Preis gut geb. M. 24.— Atlas u. Grundriss der Orthopädischen Chirurgie. Von Privatdoz. Dr. A. Lüning, Zürich u. Privatdoz. Dr. W. Schulthess, Zürich. Mit 16 farbigen Tafein u. 366 Textabbildungen.(Lehmanns mediz. Handatlanten Band XXIII.) Gebunden M. 32.— Atlas und Grundriss der Chirurgischen Opera- · Von Prof. Dr. O. Zuckerkandl, Wien. Fünfte, ver- tionslehre. mehrte Aufl. Mit 45 vielfarb. Tateln u. 403 Abbildgn. im Text.(Lehmanns mediz. Handatlanten Bd. XVI.) Gebdn. M. 28.— Die Pflege der Leibesübungen ein Mittel zur Rettung des deutschen Volkes aus seiner Erniedrigung. Von Geh. Med.-Rat Prof. Dr. August Bier(Berlin). Sonderdruck aus der Münch. med. Wochenschrift. Preis: M.—.80, 100 Stück M. 40.—. Der Verfasser zeigt hier einen neuen Weg zur Heranbildung eines kraftvollen Geschlechts. Auf obige Preise kommt der derzeitige Sortiments-Teuerungszuschlag. Zur Frage der Leibesübungen’). Von Dr. Huntemüller, ao. Professor der Hygiene, Giessen. Die um die Wende des vorigen Jahrhunderts vom Philanthropis- mus und Humanismus ausgehenden, besonders durch Guts Muths, Vieth und Jahn in Deutschland eingeführten turnerischen Leibes- übungen haben sich bei uns niemals allgemeiner Anerkennung und Verbreitung erfreut, während der Sport in anderen Ländern, wie England, Schweden, Amerika zu hoher Blüte gelangt ist. Ein Grund für diese verschiedene Entwicklung ist vielleicht darin zu sehen, dass das Bedürfnis unserer deutschen Jugend an Körper- übungen durch den Militärdienst gedeckt wurde. Denn auch in den anderen Ländern, wo eine allgemeine Wehrpflicht bestand. ich nenne hier Russland, Frankreich und ltalien. trat die sportliche Be- tätigung zurück. Der viel geschmähte Militärdienst, dessen Auswüchse ich nicht beschönigen möõöchte, hat aber die deutsche Volkskraft vor dem Kriege auf eine Höhe gebracht, die den Neid unserer Feinde erregte Nach seiner Niederlage, denn der Kampf der Entente galt. wie sie vorgab, nur ihm, hat diese hervorragende Körperschule unserer Jugend aufgehört zu bestehen. Es sind verschiedene Vorschläge gemacht worden, um etwas Gleichwertiges an seine Stelle zu setzen, denn die Notwendigkeit derartiger Massnahmen ist wohl nicht allein den Aerzten, sondern ſedem denkenden Menschen klar geworden. wenn anders das deutsche Volk nicht verkommen und durch Tuberkulose und Geschlechts- krankheiten geschwächt zu grunde gehen soll. PEingabe von Bier. Bier(M.m. W. 1919 Nr. 41) fordert in einer Eingabe an das preuss. Min. f. Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, dass eine ein- jährige gesetzliche Dienstpflicht für alle jungen Männer eingeführt wird, die lediglich den Leibesübungen gewidmet ist. Das Alter dieser Dienstpflichtigen soll gegenüber dem früheren Militärdienstalter herabgesetzt werden. Ein grosser Vorteil dieser Dienstpflicht gegen- über der militärischen würde der sein, dass sie alle iungen Männer .*) Obige Ausführungen wurden dem hessischen Landesamt für das Bildungswesen zur Begründung der geforderten Anstellung eines akademischen Turn-. Spiel- und Sportleiters im Hauptamt und einer Jeiterin im Nebenamt vom akademischen Ausschuss für Leibes- übungen in Giessen überreicht. — 2— umfasste, während für den Militärdienst nur die körperlich normal veranlagten herangezogen wurden. Nach Bier gilt es jetzt in erster Linie Lehrer für Leibesübungen zu erziehen, dann aber auch die Leibesübungen wissenschaftlich zu erforschen und zu betreiben, Aufgaben, die neben der in Berlin in Gründung begriffenen Hoch- schule für Leibesübungen besonders den Universitäten zufallen. Vorschlag von Weitz. Weitz(M.m. W. 1910 Nr. 51) will für jeden männlichen Deutschen einen Arbeitsdienst eingerichtet wissen, der auf min- destens 1 Jahr und zunächst, in den Zeiten der grossen Not, auf 2 Jahre festzusetzen wäre. Die Rekruten müssten halbjährig ausgehoben werden. damit die Zahl der Ungelernten nicht zu gross würde., und sollten gegen geringe Besoldung zum Bau von Wohnungen für Kleinbauern und Arbeiter herangezogen werden. Nebenbei sollten auch, nach dem Vorgange von Bier, Leibesübungen getrieben werden, und die geistigen und ethischen Bedürfnisse durch Abhaltung von Kursen nach dem Muster der Volkshochschulkurse befriedigt werden. Vorschlag von Pfister. Ein dritter Vorschlag von Pfister(M.m. W. 1919 Nr. 51) geht dahin, 1. Die Erziehung der Jugend zur körperlichen Tüchtigkeit ganz in die Hände der Schulen zu legen. 2. Neben Turnen und Leichtathletik als Haupterziehungsmittel das Rugbyfussballspiel und ev. Krikett in den Schulplan einzuführen; dieser muss zugunsten der Leibesübungen wesentlich verändert werden. 3 3. Durch, geeignete Lehrer, Einrichtung von Spielplätzen, Ab- halten von Wettspielen, Aufstellen von Ehrenschildern mit Namen der Sieger, Verteilung von Preisen usw. die sportliche Erziehung in der Schule zu fördern. 4. Durch reges Interesse und grosszügige Einrichtungen für Körperkultur von seiten der Universitäten und Gemeéinden, den in der Schule erworbenen sportlichen Geist bei dem jungen Manne weiter zu pflegen und hochzuhalten. Antrag Dominikus und Genossen. Im gleichen Sinne ist auch von der deutsch-demokratischen Par- tei bei den Beratungen des Kultusetats in der preussischen Landes- versammlung ¹) folgender Antrag Dominikus u. Gen. gestellt worden: Die verfassunggebende pr. Landesversammlung wolle be- Schliessen, die Staatsregierung zu ersuchen: der körperlichen Er- tüchtigung unserer Jugend bedeutend mehr Aufmerksamkeit und Pflege zuzuwenden als bisher. Hierfür scheinen uns die folgenden Richtlinien erforderlich: 1. Für beide Geschlechter sind als Mindestzeit für den Betrieb pflichtmässiger Leibesübungen zu fordern: a) Für die Volksschulen und die höheren Lehranstalten ein- schliesslich der Lehrerbildungsanstalten wöchentlich 3 Turnstunden ¹) Neuerdings wurde auch an den bayerischen Landtag ein dahin- gehender Antrag gestellt. — 3— und ein schul- und aufgabenfreier Halbtag für Leibesübungen in frischer Luft, b) an den Fortbildungs- und Fachschulen wöchentlich 1 Turn- stunde und ein arbeitsfreier Halbtag für Leibesübungen in frischer Luft. 2. Als Erweiterung und Ergänzung der pflichtmässigen Leibes- übungen ist auch die freie Betätigung der Schüler im Turnen, Spiel und Sport tatkräftig zu fördern. 3. Die Einrichtung und Unterhaltung ausreichender Turnstätten und Spielplätze ist gesetzlich sicherzustellen, insbesondere sind die bisherigen militärfiskalischen Einrichtungen(Kasernen. Truppen- übungsplätze usw.) unentgeltlich und nach grosszügigen Plänen in den Dienst der körperlichen Ertüchtigung zu stellen. 4. Rodeln, Schwimmen, Schlittschuhlaufen, Rudern, Schneeschuh- laufen, Wandern sind in jeder Hinsicht zu fördern. Jugendherbergen und Landheime sind über den ganzen Staat systematisch anzulegen. 5. In jedem Stadt- und Landkreis ist eine hauptamtliche Stelle einzurichten, deren Pflege die gesamte körperliche Ertüchtigung der Schüler und Prwachsenen anvertraut ist. 6. Auf allen Hochschulen ist durch Anstellung von Universitäts- turnlehrern, Anlegung von Universitätsspielplätzen usw. darauf hinzu- wirken, dass der Betrieb der Leibesübungen aller Art sich als eine regelmässige Uebung der Studentenschaft einbürgert. Leitsätze des A. A. f. L. in Giessen. Von diesen Gesichtspunkten aus hat auch der Akademische Aus- schuss für Leibesübungen an der Univerität Giessen seine Leit- sätze aufgestellt, die in einer Dozentenversammlung zur Diskussion gestellt und angenommen wurden. 1. Körperkultur und Gesundheitspflege durch Turnen, Spiel und Sport müssen um ihrer grossen Bedeutung für den einzelnen und das Volksganze willen von der Hochschule aus gepflegt und ge- fördert werden, denn die Hochschule ist für die akademische Jugend jetzt der einzige Ort, wo eine svstematische. körperliche Ausbildung erfolgen kann. Sie soll hierin vorbildlich wirken. Körperkultur und Gesundheitspflege können sich nur entwickeln. wenn sie in gleicher Weise betrieben und geachtet werden, wie die Geisteskultur. 2. Um alle Fragen der Körperkultur zu behandeln. soll die Uni- versität ein Institut für Körperkultur schaffen. Aufgaben dieses In- stituts sind u. a.: Ausbildung von akademischen Turnlehrern und Schulärzten, Untersuchung des Einflusses der Leibesübungen auf den Körper, Er- forschung und Darstellung der Geschichte des Turn-, Spiel- und Sportwesens, Darstellung der Zusammenhänge des Turn-, Spiel- und Sportwesens mit dem gesamten Kulturleben. 3. In diesem Institut soll möglichst jeder Sftudierende auf seine körperliche Beschaffenheit untersucht und über seine körperliche Aus- bildung belehrt werden. 4. Zur Durchführung des Gedankens, dass die körperliche Er- tüchtigung grundlegend für eine gesunde geistige Ausbildung ist, wird an einem Nachmittag der Woche ausser Samstag freie Zeit zu turnerischer und sportlicher Betätigung belassen. 5. Alle Einrichtungen müssen so getroffen werden, dass mög- lichst viele Studierende sich körperlich üben können. Daher muss — 14— die Universität nach Schaffung eines eigenen Platzes und Erlangung einer eigenen Turnhalle streben. Das schliesst die durchaus not- wendige Zusammenarbeit mit den Turn- und Sportvereinen nicht aus. 6. Zur Durchführung dieser Gedanken ist es nötig. dass der Staat Mittel zur Verfügung stellt.(Die badische Regierung will für diese Zwecke 100 000 M. in den nächsten Jahreshaushalt einstellen.) Der Senat muss die Bereitstellung dieser Mittel beantragen. Es ist aber auch erwünscht, dass Studenten wie Dozenten Beiträge hierzu leisten. Theoretischer Kurs. Im Wintersemester 1919/20 wurde schon ein theoretischer Kurs über Turnen, Spiel und Sport gehalten. in dem von Fachvertretern über Anatomie, Physiologie, Hygiene, Psychophysik, Aesthetik, Ge- schichte und Kulturbedeutung der Leibesübungen vorgetragen wurde, sowie ein Kurs über orthopädisches Turnen. seine wissenschaftliche Begründung und seine praktische Ausführung, unter Einschluss der ersten Hilfe bei Unglücksfällen. Der theoretische Kurs soll zunächst auf 2 Semester und später unter Einreihung des orthopädischen Turnkursus und Erweiterung durch Vorlesungen über Hautpflege auf 4 Semester ausgedehnt werden. Praktische Uebungen. Nebenbei ist den Studierenden Gelegenheit gegeben, Turnen, Spiel und Sport auch praktisch zu betreiben. Da die Universität noch keine eigene Turnhalle besitzt, wird für die Studenten an zwei Abenden der Woche von 8—10 Uhr die Turnhalle des Realgym- nasiums und für die Studentinnen an einem Abend die Turnhalle der Höheren Mädchenschule zur Verfügung gestellt. Ferner können sich die Studenten am turnerischen Fechten der Giessener Turn- vereine beteiligen. das einmal wöchentlich von 8—10 Uhr abends stattfindet. Für Spiel und Sport war der Samstag nachmittag vorgesehen, wofür jetzt nach Beschluss der Dozentenversammlung auch der Mittwoch Nachmittag von 4 Uhr ab freigelassen wird. Der Sonntag wird zu Wanderungen in die schöne Umgebung von GCiessen benutzt und zugleich mit geologischen, forstwissenschaftlichen und geschicht- lichen Ausflügen verbunden. Schwimmen und Peiten konnten äusserer Umstände halber im Wintersemester nicht getrieben wer- den, da einmal die Schwimmhalle wegen Kohlenmangels geschlossen, andererseits der Betrieb des Reitinstitutes infolge von Neuordnung und Neuanstellung eines Stallmeisters unterbrochen war. Doch soll im Sommersemester sowohl das Reiten wie auch das Schwimmen und Rudern auf der Lahn wieder aufgenommen werden. Beteiligung der Studentenschaft.— Obwohl so von seiten der Dozenten der Frage der Leibes- übungen grosses Interesse entgegengebracht wurde, war die Be- teiligung der Studierenden an den theoretischen und praktischen Uebungen bisher nur gering. Ja, an den Wettbewerben beteiligten sich nur 0.5 Proz. der Studenten. während die Studentinnen mit 3 Proz. die Teilnehmerzahl ihrer männlichen Kollegen um das ô fache übertrafen. Dieses wenig erfreuliche Resultat ist wohl in erster Linie darauf zurückzuführen, dass die Studenten durch den Krieg eine mehr oder — 8— minder grosse Zahl- von Semestern verloren haben und daher alle ihnen zu Gebote stehende Zeit auf das Studium verwenden, um möglichst bald mit dem Schlussexamen fertig zu werden. Anderer- seits ist bei ihnen nach dem 4 jährigen Feldzug, wo sie sich wohl körperlich, aber wenig geistig betätigen konnten. das Bedürfnis nach regelmässigen Leibesübungen geringer. Auch die mangelhafte Er- nährung mag das ihre hierzu beitragen. 1 Jedenfalls wäre auch unter normalen Verhältnissen mit einer allgemeinen Beteiligung der Studierenden an den Leibesübungen nicht zu rechnen gewesen, und besonders wären die Korporationen, soweit sie nicht gerade Turnen oder Sport auf ihr Panier geschrieben haben, schwer dazu zu bringen gewesen. Ein Zwang nach dieser Richtung hin kann jedoch von der Universität in keiner Weise ausgeübt werden, widerspräche er doch auch der ganzen Auffassung von der Lehr- und Lernfreiheit unserer Hochschulen. Massnahmen zur Besserung. Wir halten aber auch eine zwangsweise Beschäftigung der er- wachsenen Jugend mit Leibesübungen von seiten des Staates. wie es Bier und Weitz vorschlagen, nicht für angebracht, und unter den augenblicklichen Verhältnissen, bei der Machtlosigkeit der Re- gierung und dem freiheitlichen, jeder Unterordnung widerstrebenden Zug, der die Volksmassen beherrscht, auch gar nicht für durchführbar: fürchten auch, dass bei diesem Pflichtiahr der Leibesübungen bzw. des Arbeitsdienstes die alten Auswüchse des Militarismus nicht be-— seitigt, vielmehr von neuem wieder erstehen würden. Denn einem jeden, besonders wenn er längere Zeit im Ausland weilte und sich dort ein freieres Urteil bilden konnte, sind die Schattenseiten unserer militärischen Erziehung, insbesondere die geringe Ausbildung der selbständigen Persönlichkeit und des Verantwortungsgefühls, nicht un- bekannt geblieben.. Auf unseren Schulen ist hierauf bisher auch viel zu wenig oder gar kein Gewicht gelegt und gerade die Musterschüler haben häufig, im Leben auf sich gestellt, versagt. Hier kann durch eine geeignete Körpererziehung Abhilfe geschaffen werden. denn durch Turnen, Spiel und Sport und die damit zusammenhängenden Wettkämpfe wird nicht nur der Körper gestählt und ausgebildet, sondern auch Mut, Willenskraft, Geistesgegenwart, Selbstbeherrschung und das Verantwortungsgefühl geweckt. Schulturnen. Wenn wir also für die Schulen die zwangsweise Einführung der Leibesübungen fordern und zwar für alle Schüler, Knaben und Mädchen, Schwächliche und Kranke, denn gerade diese bedürfen zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit besonders der körperlichen Ertüchtigung, so sollen die Kinder doch niemals diesen Zwang emp- finden, sondern die Lust und Liebe zu Spiel und Sport soll ihnen von Jugend auf geweckt und anerzogen zu einem dringenden Be- dürfnis werden. Derartige Zwangsmassregeln wird auch Du Bois Reymond gelten lassen, der sich in einem Aufsatz(Umschau 1919 Nr. 51) gegen das Biersche Pflichtiahr der Leibesübungen wendet. Um aber dieses Ziel zu erreichen, müssen wir vor allen Dingen über gut ausgebildete Lehrer verfügen, die für ihren Beruf begeistert der Jugend die Liebe zur körperlichen Betätigung einzupflanzen ver- stehen, sowie Aerzte, die auf Grund ihrer spezialistischen Ausbildung, — 3— die für die Schwächlichen und Kranken in iedem einzelnen Falle geeigneten Körperübungen auswählen können. Die körperliche Erziehung muss aber im künftigen Schulplan- einen weit grösseren Rahmen umfassen als bisher. Der Morgen sei der Betätigung mit den Wissenschaften gewidmet, der Nach- mittag soll für die Körperkultur freibleiben. Ich möchte hierher auch das Zeichnen, Singen und bei den Mädohen den Handarbeits- und in den höheren Klassen den Haushaltungsunterricht rechnen, an dessen Stelle bei, den Knaben der Handfertigkeits- und Gartenbau- unterricht zu treten hätte. So werden wir uns einen körperlich und geistig tüchtigen Nach- wuchs erziehen, dem dann, mag er nun Handarbeiter, Kaufmann oder Akademiker. Hausvater oder Hausfrau werden, die Beschäf- tigung mit den Leibesübungen zur zweiten Natur geworden ist, so dass es keines äusseren Zwangsmittels bedarf, um ihn zu sport- licher Betätigung anzuspornen. Bis wir aber so weit sind, werden noch Jahre vergehen. Die nächstliegende Aufgabe, insbesondere der Universitäten. ist daher, geeignete Lehrkräfte und Schulärzte heranzubilden. Für sie muss die theoretische und praktische Beschäftigung mit der Köfrperkultur obligatorisch und zu einem Prüfungsfach gemacht werden. Ferner ist durch wissenschaftliche Untersuchungen der Einfluss der Körperübungen auf Leib und Seele zu erforschen und in mess- baren Werten auszudrücken. Institut für Körperkultur. Ein Institut für Körperkultur, das sich diesen Aufgaben widmet und im nächsten Sommersemester seine Lehr- und Forschungstätig- keit aufnehmen wird, ist in Giessen im Entstehen begriffen. In diesem Institut soll jeder Studierende, der sich sportlich betätigen will, auf seine körperliche Beschaffenheit untersucht und uber seine körperliche Ausbildung belehrt werden. Ueber jeden wird nach Vorgang der amerikanischen Universitäten ein Protokoll geführt, das Vorgeschichte. Untersuchungs- und Messungsbefund ent- hält. Durch regelmässige, in jedem Semester stattfindende Nach- untersuchungen und Messungen kann dann der Einfluss der Be- tätigung mit den Leibesübungen feftgestellt werden. Die Aufzeich- nungen werden den Studierenden beim Verlassen der Universität ausgehändigt und können im Philisterium weitergeführt werden. Ausbildung von Pädagogen und Schulärzten. Zu diesen Untersuchungen und Messungen werden die angehen- den Pädagogen und Schulärzte wie zu praktischen Uebungen unter Leitung von Dozenten herangezogen und lernen hier das für ihren späteren Beruf nötige Protokollieren, Untersuchen, Messen und Be- gutachten des vorgefundenen Befundes; denn in gleicher Weise soll später für jedes Kind vom Eintritt in die Schule an eine Liste geführt werden. Nebenbei soll ihnen die Möglichkeit gegeben wer- den zur Beteiligung an der Erforschung des Turn-. Spiel- und Sport- wesens und seiner Zusammenhänge mit dem gesamten Kulturleben, ferner zur Beschäftigung mit Problemen aus der Physiologie, Ortho- pädie, inneren Medizin und Hygiene. Nach 6semestrigem Studium ist die Promotion zum Doktor der Gymnastik in Aussicht genommen. Jedenfalls würde diese gemeinsame Beschäftigung der angehenden Pädagogen und Schulärzte männlichen und weiblichen Geschlechts 4 5 7 schon auf der Hochschulé ein kollegiales Verhältnis herausbilden, dass dann draussen in der Praxis wieder unserer heranwachsenden Jugend zugute käme. Neben dieser theoretischen Beschäftigung sollen aber die Leibes- übungen von ihnen vor allem auch praktisch betrieben werden. nicht nach der amerikanischen Methode, die zu sehr Höchstleistungen zu erzielen sucht, sondern mehr nach der schwedischen Schule, die von physiologischen Gesichtspunkten ausgeht, und vor allem nach griechischen Vorbildern, die den Standpunkt der Aesthetik vertreten, und auf die auch unser deutsches Turnen zurückgeht. Wir wollen uns überhaupt die Griechen zum Vorbild nehmen und in gleicher Weise Körper- und Geisteskultur treiben; dass die letztere dabei zu kurz kommen könnte, ist bei der Veranlagung des deutschen Volkes wohl nicht zu befürchten. Wie aber die Griechen bei ihrer Gymnastik, die ja wie der Name sagt, nackt betrieben wurde, grossen Wert auf die Hautpflege legten, so wollen auch wir unsere Uebungen nach Möglichkeit un- bekleidet und im Freien an der frischen Luft ausführen lassen. denn gerade die Hautkultur ist von den modernen Kulturmenschen in ganz falsche Bahnen gelenkt, da der Körper wohl gebadet, aber an den bekleideten Stellen ängstlich vor der Finwirkung von Licht und Luft geschützt wurde. Ihre Bedeutung für die menschliche Gesund- heit ist in den letzten Jahren immer mehr und mehr erkannt und erforscht worden, und die Abhärtung des Körpers durch Freiluftbe- handlung ist eines der wichtigsten Mittel im Kampfe gegen die Er- kältungskrankheiten und besonders gegen die während des Krieges so weitverbreitete Tuberkulose geworden. Wir versprechen uns von der ausreichenden körperlichen Be- tätigung und der Gelegenheit, die überschäumende Jugendkraft in Spiel und Sport auszutoben, eine Ablenkung von Bacchus und Venus und damit zugleich auch ein Bewahren vor den Gefahren der Ge- schlechtskrankheiten. Dass diese Uebungen wenigstens nach dem Kleinkinderalter für beide Geschlechter getrennt getrieben werden sollen, bedarf wohl keiner weiteren Erwähnung. Auch soll die Be- tätigung der weiblichen Jugend im Turnen. Spiel und Sport eine ganz andere sein als die der männlichen. Hier haben uns die schwedische Gymnastik und die verschiedenen modernen Tanzschulen schon gute Vorbilder gegeben. Beiden Geschlechtern gemeinsam soll aber die Schulung und Kräftigung der lebenswichtigen Organe sein. So müssen insbesondere Atemübungen getrieben werden zur Kräftigung der Lungen im Kampf gegen die Tuberkulose. Ferner müssen Vorbeugungsmassregeln ge- troffen werden zur Bekämpfung der leider in unseren Schulen immer mehr und mehr um sich greifenden Kurzsichtigkeit, die in den Ober- klassen unserer Gymnasien und Realschulen schon einen Prozent- satz von über 50 erreicht hat. Anstellung von Iur n-, Spiel- und Sportleitern. Wenn nun in Giessen sich genügend Dozenten für die theoreti- schen Fächer finden, die bereitwillig ihre Mitwirkung zur Verfügung gestellt haben, so stösst doch die Gewinnung von geeigneten Per- sönlichkeiten zur Leitung der Turn-. Sport- und Spielübungen, und zwar für beide Geschlechter, auf Schwierigkeiten. Das Haupt- hindernis liegt hier in der Geldfrage. Bisher war von der Universität — 3— ein Student als Turn-, Sport- und Spielleiter angestellt. Jetzt muss an das Hessische Ministerium herangetreten werden. um hier- für eine vollbesoldete Stelle zu schaffen. während für die Ausbildung und Ueberwachung der Leibesübungen der Studentinnen zunächst eine Dame im Nebenfach zu gewinnen ist. Bei dem grossen Interesse, das heute von seiten der Volksver- tretung den Fragen der Leibesübungen entgegengebracht wird, ist mit dem Erfolg dieser Eingabe wohl zu rechnen; hat doch die badische Regierung für diese Zwecke M. 100 000 im nächsten Etat eingestellt. Für die Stelle eines Universitäts-Stallmeisters ist bereits ein Herr gewonnen und seine Anstellung beim Ministerium beantragt. Die Pflege der Leibesübungen soll aber nicht nur an den Hoch- und Mittelschulen, wo akademisch gebildete Lehrer unterrichten. ihre Stätte finden, sondern muss Gemeingut des ganzen deutschen Volkes und daher auch an den Volks- und Fortbildungsschulen getrieben werden. Zu diesem Zwecke ist die bessere Ausbildung der semina- ristisch vorgebildeten Lehrer und Lehrerinnen im Turnen, Spiel und Sport unverzüglich in die Wege zu leiten. Hierzu müssten vor allem an den Lehrerseminarien gut ausgebildete Lehrkräfte geschaffen wer- den. Die Möglichkeit dafür wäre zunächst durch Fortbildungskurse von 2— 3 wöchentlicher Dauer an der neu zu eröffnenden Hochschule für Leibesübungen oder den Turnlehrerbildungsanstalten gegeben, später wäre auch für sie eine 4 semestrige Ausbildung erforderlich. Auf diese Weise wird es gelingen, die deutsche Jugend von klein auf mit den Leibesübungen vertraut zu machen und ein kräf- tiges Geschlecht heranzuziehen, wohlgebildet an Körper und Geist. Sozial- u. Rassen-Hygienische Werke aus J. F. Lehmanns Verlag in München. Zur Erhaltung und Mehrung der Volkskraft. Arbeiten einer vom Aerztlichen Verein München eingesetzten Kommission. Preis geheftet M. 8.—. Jeder Arbeit sind Schlußfolgerungen in Form von Leitsätzen beigegeben. Die Erhaltung u. Mehrung der deutschen VolKs- Kraft Gesamtbericht über die im großen Hörsaal der Universität ¹ München am 27. und 28. Mai 1018 abgehaltene Mai-Tagung. Preis geheftet M. 10.—. Das Werk bietet eine Fülle von Anregungen für alle, die bei dem Wiederaufbau unseres Volkes nach dem Kriege und der Stärkung der deutschen Volkskraft und Gesundheit zu tun haben. 1 Krankheit und soziale Lage Unter Mitwirkung hervorragend. Fachmänner herausgegeben von Professor Dr. M. Mosse, Berlin und Dr. med. G. Tugendreich, Berlin. Umfang: 55 Bogen. gr. 80. Preis geheftet M. 44.—, gebunden M. 54.—. In diesem Werke werden unter Mitwirkung hervorragender Sachkenner die Ein wirkungen dersozialen Lage auf Krankheit und Sterblichkeit zur Dar- stellung gebracht und die Wege zur Milderung oder Beseitigung bestehender Schäden gezeigt. Die Sozialhygiene hat darin endlich die Würdigung gefunden, die sie verdient als eine Wissenschaft, die sich die Förderung der Volksgesundheit zum Ziele setzt. Ursachen und Beämpfung des Geburtenrückgangs im Deutschen Reich. Von Professor Dr. Max von Gruber, — k. b. Geheimer Rat. Ausgabe A: Sonderdruck aus der Münch. medizin. Wochenschrift. Preis Geheftet M. 2.40, geb. M. 4.—. Ausgabe B: Grosse Ausgabe mit den Leitsätzen gemäss dem in Aachen gehaltenen Vortrag M. 4.—, geb. M. 6.—. Über den gesetzlichen Austausch von Gesundheits- zeugnissen vor der Eheschliessung und über rassenhygienische Eheverbote. Herausgegeben von der Berliner Gesellschaft für Rassenhygiene. Preis M. 4.—. Die biologischen Grundlagen der Rassenhygiene und — 3 jti Für Gebildete aller Berufe. der Bevölkerungspolitik. Von Hermann Werner Siemens. Mit 8 Abbildungen. Geheftet: Preis M. 3.60. Das Buch gibt auf einem Gebiete, das für die Zukunft der Nation von ausschlag- gebender Bedeutung ist, ein neues Arbeitsprogramm. Die Ergebnisse der jüngsten deutschen Wissenschaft sind hier in erstklassiger Weise zur Darstellung gebracht. Krieg und Rassenhygiene Die bevölkerungspolitischen Auf- gaben nach dem Kriege. Von G. von Hoffmann, Oesterr.-ungar. Konsul. Preis M. 1.60 Die Rassenhygiene in den Vereinigten Staaten von j Von G. von Hoffmann, Oesterr.-ungar. Konsul. Nordamerika. Preis geheftet M. 10.—, gebunden M. 12.—. Der völkische Gehalt d. Rassenhygiene. Von Dr medi f Siebert. Auf obige Preise kommt der derzeitige Sortiments-Teuerungszuschlag. Schriftleitung: Verlag: Dr. Bernhard Snatz MUNCHENER J. F. Lehmann Arnulfstrasse 26. Paul Heyse-Strasse 26. MEDIZINISCHE WOCHENSCHRIFT ORGAN FüR AMTIICHE UND PRAKTISOHE KXRZIE Herausgegeben von Ch. Bäumler, A. Bler, II. v. Gruber, H. Helferioh, M. Hofmeier, H. Kerschenstelner, Fr. Lange, W. v. Leube, F. Marchand, 6. v. Merkel, Fr. Moritz, Fr. v. Müller, F. Penzoldt, B. Spatz, R. Stintzing. Die Münchener medizinische Wochenschrift bietet, unterstützt durch hervor- ragende Mitarbeiter, eine vollständige Uebersicht über die Leistungen und Fortschritte der gesamten Medizin, sowie über alle die Interessen des arztlichen Standes be- rührenden Fragen. Sie ist das grösste und verbreitetste medizinisch-wissenschaftliche Blatt deutscher Sprache. Sie bringt: Originalarbeiten aus allen Gebieten der Medizin. Zahlreiche her- vorragende Aerzte, Universitäts-Institute, Kliniken, Krankenhäuser usw. unterstützen ie Münch. med. Wochenschrift durch ihre Beiträge. Referate und Bücherbesprechungen. Unter dieser Rubrik bringt die Münch. med. Wochenschr. zusammenfassende Referate über aktuelle wissenschaftliche Fragen, sowie Besprechungen wichtiger Einzelarbeiten und neuer Erscheinungen auf dem Büchermarkte. Unter der Rubrik„Neueste Journalliteratur“ gibt die Münch. med. Wochenschr. allwöchentlich kurze Inhaltsangaben der jeweils neuesten Hefte fast der gesamten deutschen Journalliteratur. So werden sofort nach ihrem Erscheinen regel- mässig referiert: Deutsches Archiv für klin. Medizin.— Zeitschrift für klin. Medizin.— Zeitschrift für experimentelle Pathologie und Therapie.— Zentralblatt für innere Medizin.— Beiträge zur Klinik der Tuberkulose.— Zeitschrift für Tuberkulose und Heilstätten- wesen.— Zeitschrift für diätetische und physikalische Therapie.— Archiv für Ver- dauungskrankheiten.— Mitteilungen aus den Grenzgebieten der Medizin und Chirurgie. — Klinisches Jahrbuch.— Archiv für klin. Chirurgie.— Deutsche Zeitschrift für Chirurgie. — Bruns' Beiträge zur klin. Chirurgie.— Zentralblatt für Chirurgie.— Zeitschrift für orthopädische Chirurgie.— Archiv für Orthopädie, Mechanotherapie und Unfallchirurgie. — Archiv für Gynäkologie.— Zeitschrift für Gynäkologie.— Monatsschrift für Geburtshilfe und Gynäkologie.— Hegars Beiträge zur Geburtshilfe und Gynäkologie.— Zeitschrift für gyn. Urologie.— Zentralblatt für Gynäkologie.— Gynäkologische Rundschau.— Archiv für Kinderheilkunde.— Monatsschrift für Kinderheilkunde.— Jahrbuch für Kinderheilkunde.— Deutsche Zeitschrift für Nervenkrankheiten.— Archiv für Psychiatris. — Allgem. Zeitschrift für Psychiatrie.— Virchows Archiv.— Zieglers Beiträge zur patholog. Anatomie.— Frankfurter Zeitschrift für Pathologie.— Archiy für experimentelle Patho- logie und Pharmakologie,— Vierteljahrsschrift für gerichtliche Medizin und öffentliches Sanitätswesen.— Archiv für Hygiene.— Zeitschrift für Hygiene.— Arbeiten aus dem kais. Gesundheitsamte.— Berliner klin. Wochenschrift.— Deutsche medizinische Wochen. schrift.— Korrespondenzblatt für Schweizer Aerzte.— Wiener klin. Wochenschrift. Die Literatur der medizinischen Sonderfächer wird etwa vierteljährlich,, die ausländische in monatlich erscheinenden Uebersichten, unter Zusammenfassung der praktisch wichtigsten Erscheinun gen, referiert. Die hier besprochene Rubrik bietet einen Ueberblick über die medizinische Journalliteratur, wie er in gleicher Ausdehnung von keiner anderen Zeitschrift gegeben wird; sie ersetzt dem prakt. Arzt ein reich ausgestattetes Lesezimmer; sie hat sich daher auch von ihrer Begründung an grossen Beifalls seitens der Leser erfreut. Berichte über ärztliche Kongresse und Vereine. Die Münch. med. Wochenschr. bringt die offiziellen Protokolle sowie regelmässige Originalberichte über die hervorragendsten med. Gesellschaften Deutschlands;, ferner über die Naturforscher, Versammlungen, über die Kongresse für innere Medizin, für Chirurgie, für Gynäko- logie etc. etc. In gleicher Weise wird über die Verhandlungen der bedeutendsten ausländischen gelehrten Gesellschaften berichtet. Kleinere Mitteilungen verschiedenen Inhalts, therapeutische und tages- geschichtliche Notizen, Hochschulnachrichten, Personalnachrichten, Amtliche Erlasse, Gesetze und Verordnungen usw. vervollständigen den Inhalt des Blattes. Die der Münch. med. Wochenschr. beigegebene Gratis-Beilage„Galerie hervorragender Aerzte und Naturforscher“ brinet bei gegebener Gelegenheit, wie Jubiläen, Todesfällen, die Bildnisse besonders verdienter Männer in sorgfältig aus- geführten Kunstblättern, von denen bisher 347 erschienen sind. Bezugsbedingungen: Die Münchener med. Wochenschrift kostet ab 1. April 1920 in Deutschland geraden wegs vom Verlag, sowie bei allen Postanstalten und Buch- handlungen vierteljährlich Mk. 20.—. In den Ländern der ehemaligen österreichisch- ungarischen Monarchie und Luxemburg bei Bezug durch Buchhandlungen und geraden. wegs ebenfalls Mk. 20.— Der Bezugspreis nach dem Auslande unter Kreuzband is! beim Verlage— und der Postbezugspreis bei den Zeitungspostämtern zu erfragen- J. F. Lehmanns Verlag, München, Paul Ieyse-Strasse 2'. E. Mühlthaler's Buch- und Kunstdruckere A. G., München. 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