Nur zur Senuizung im Lesesaal akademiſche Forſtgarten bei Gießen als Demonſtrations⸗ und Verſuchsfeld. Von Dr. Richard heß, 1 o. 5. Profeſſor der Forſtwiſſenſchaft an der Großh. Heſſ. Ludewigsuniverſität 8 und Direktor des akademiſchen Forſtinſtituts. 2. vermehrte Anflage. Gießen, 1890. Druck u. Verlag von Curt v. M ünchow, Univerſitäts⸗Buch⸗ und Steindruckerei. akademiſche Torſtgarten bei Gießen als Demonſtrations⸗ und Verſuchsfeld. Dr. Richard Heß, o. ö. Profeſſor der Forſtwiſſenſchaft an der Großh. Heſſ. Ludewigsuniverſität und Direktor des akademiſchen Forſtinſtituts. 2. vermehrte Auflage. Gießen, 1890. Druck und Verlag von Curt v. Münchow, Univerſitäts⸗Buch⸗ und Steindruckerei. „ 4 Vorrede. Auf den nachſtehenden Blättern veröffentliche ich eine kurze Beſchreibung des am Fuße des Schiffenberges bei Gießen gelegenen akademiſchen Forſtgartens. Der Hauptzweck dieſes Gartens beſteht darin, als„Demonſtrations⸗ und Verſuchsfeld“ für den forſtpraktiſchen Unterricht im Waldbau zu dienen. Als ich den Garten im April 1869 übernahm, befand er ſich in einem für dieſen Zweck ſehr wenig geeigneten Zuſtande. Aus Carl Heyer’s Zeit waren zwar einige Stangenhölzer, ſowie ein mit vielen Holzarten beſetzter, parkähnlicher Diſtrikt vorhanden; es fehlte aber gänzlich an Nachrichten über den urſprünglichen Zweck der Begründung und die Art der ſeitherigen Behandlung der vor⸗ handenen Anlagen. Es fehlte weiter an jungen Kulturen und ſomit an zur Anſchauung und für forſtliche Experimente geeigneten Objekten. Ein großer Teil des Gartens war den landwirtſchaftlichen Intereſſen des damaligen Gartenaufſehers gewidmet. Nicht einmal eine ſpezielle Vermeſſung lag vor, mithin auch keine Karte. Der damalige Zu⸗ ſtand des Gartens mag hauptſächlich in dem Umſtande begründet geweſen ſein, daß mein Amtsvorgänger(Dr. Guſtav Heyer) nur den theoretiſchen Unterricht im Waldbau zu erteilen hatte, während der praktiſche Unterricht in dieſer wichtigen Disziplin dem zweiten Lehrer(Dr. Eduard Heyer), welcher gleichzeitig die Oberförſterei Gießen verwaltete, mithin dieſe als Demonſtrations⸗ objekt benutzte, oblag. Ich änderte dieſe gewiß nicht angemeſſene Arbeitsteilung im vollen Einverſtändniſſe mit meinem damaligen Kollegen(Dr. Eduard Heyenr) ſofort ab, indem ich— gegen Abtretung anderer Fächer an den zweiten Lehrer— den Unterricht im Waldbau ganz, d. h. ſowohl den Vortrag, als auch die zugehörigen Uebungen, übernahm, mußte daher vor allem dafür beſorgt ſein, den Forſtgarten im Laufe der Zeit zu einem kleinen Verſuchs⸗ revier umzugeſtalten. Dies iſt inzwiſchen geſchehen. Mit voller 4— Liebe und großen Zeitopfern(der Garten liegt eine Stunde von Gießen entfernt) habe ich wenigſtens eine Reihe der verſchiedenartigſten Anlagen in das Leben gerufen, wobei mich der dermalige Garten⸗ aufſeher(Carl Dörmer) mit Sachkenntnis und großem Eifer unterſtützt hat. Das Material zu Unterſuchungen liegt nun⸗ mehr vor, und ſind ſolche, vorläufig allerdings noch in beſchränkter Zahl, auch eingeleitet. Es erſcheint mir daher an der Zeit, gewiſſermaßen als Er⸗ gänzung zu früheren Arbeiten, eine ausführlichere Mitteilung über die ganze Einrichtung des Gartens und den Plan dieſer Verſuche zu veröffentlichen. Das Hauptintereſſe hieran haben meine jetzigen und auch früheren Zuhörer, die ſich beim Blick in dieſe Blätter wohl mancher im Forſtgarten mitvollzogenen Arbeit erinnern werden. An ihre Adreſſe iſt dieſes Schriftchen in erſter Linie gerichtet. Da jedoch die Beſchreibung der dermaligen Einrichtung des Gartens möglicherweiſe auch für ferner ſtehende Forſtwirte oder ſonſtige Freunde des Gartens von Intereſſe ſein könnte, habe ich dieſe kleine Broſchüre auch in den Buchhandel gegeben. Der Forſtverein für das Großherzogtum Heſſen, welcher am 27. und 28. Auguſt d. J. in Gießen tagen wird, hat dem Garten die Ehre eines Beſuches zugedacht. Möge er in bezug auf die Einrichtung deſſelben ein nachſichtiges Urteil fällen und bei ſeiner Beurteilung namentlich nicht überſehen, daß ich ſtets mit beſcheidenen Mitteln habe arbeiten müſſen. Inſoweit es Zeit und Kräfte geſtatten, gedenke ich die begonnenen Verſuche fortzuführen und neue einzuleiten, um meinen jungen akademiſchen Freunden das„Sehen im Walde“ zu lehren. Gießen, den 3. Auguſt 1878. Der Verfaſſer. —— —ò Vorrede zur zweiten Auflage. Nachdem die erſte Auflage dieſer anſpruchsloſen Schrift ſchon ſeit einigen Jahren vergriffen iſt und in dem inzwiſchen vergrößerten akademiſchen Forſtgarten mannigfaltige Veränderungen ſtattgefunden haben, halte ich es ſchon zur Erleichterung meiner häufigen Demon⸗ ſtrationen daſelbſt für geboten, den hieſigen Studierenden der Forſt⸗ wiſſenſchaft und allen Gönnern des Forſtgartens dieſen neuen Führer auf meinem waldbaulichen Verſuchsfelde in die Hände zu geben. Zwanzig Jahre ſind der Wachstumszeit des Waldes gegenüber freilich nur eine kurze Spanne, aber gleichwohl haben ſich in meh⸗ reren komparativen Verſuchsfeldern, in welchen ſchon ſeit den 1870 er Jahren Unterſuchungen über den Einfluß des Beſchnittes, der Auf⸗ aſtung, der Grasentnahme ꝛc. im Gange ſind, ſchon jetzt einige bemerkenswerte Reſultate ergeben, welche vielleicht auch in weiteren Kreiſen Intereſſe für das Schriftchen erwecken und demſelben neue Freunde zuführen. Der gegen früher erheblich zugenommene Umfang erklärt ſich teils aus den durch die Fortführung der eingeleiteten Unterſuchungen gebotenen Vervollſtändigungen, teils aus der namentlichen Einfügung ſämtlicher im Parke des Forſtgartens befindlichen Holzarten, über welche früher ein beſonders gedrucktes Verzeichnis aufgeſtellt worden war. Bei den an Ort und Stelle gemachten Erhebungen haben mir der frühere Aſſiſtent am Forſtinſtitute, Herr Forſtaſſeſſor Hämmerle, ſowie der Gartenaufſeher Dörmer erſprießliche Dienſte geleiſtet. Möchte die auf die Abfaſſung dieſer Schrift verwendete Mühe und Sorgfalt durch einen recht häufigen Beſuch des Forſtgartens ſeitens der Herren Studierenden behufs Benutzung des hier reichlich gebotenen Materials belohnt werden! Gießen, den 1. Mai 1890. Dr. Heß. 2 Inhaltsverzeichnis. „ Einleitung. 3.. 4 A. Allgemeine Beſchreibung 3 Territorial⸗Lage und Begrenzung. . Größe .Standortsverhältniſſe . Verwaltung. . Gebäulichkeiten . Waſſerleitung . Umfriedigung Weganlagen. . Jagdausübung 10. Forſtprodukten⸗Verwertung B. Spezielle Beſchreibung der Beſtände Diſtrikt I. Diſtrikt II. Diſtrikt III. Diſtrikt IV. Diſtrikt V. ◻ S 9d do= Einleitung. Der akademiſche Forſtgarten zerfällt in einen dem Forſt— inſtitute der Univerſität unterſtehenden größeren und in einen der forſtlichen Verſuchsanſtalt zu Gießen unterſtellten kleineren Teil. Da die geſchäftliche Leitung beider Inſtitute in einer Hand ſich befindet, iſt die einheitliche Verwaltung beider Teile gewahrt. Der dem Forſtinſtitute unterſtellte Teil hat verſchiedene Aufgaben zu erfüllen. Seine Zwecke ſind: 1) das Demonſtrations⸗ und Verſuchsfeld für den forſtpraktiſchen Unterricht zu bilden; 2) den Studierenden Gelegenheit zu forſtbotaniſchen Studien über die einheimiſchen und eine Anzahl fremder Wald⸗ bäume zu geben, deren Naturaliſation man zur Zeit in Deutſchland in größerem Umfange betreibt; 3) den nötigen Pflanzenbedarf teils für den Garten ſelbſt und die in deſſen Umgebung mit den Studierenden auszuführenden Demonſtrations⸗Pflanzungen, teils für Wald⸗ und Gartenbeſitzer zu liefern, um hierdurch zur Herſtellung neuer Waldanlagen an⸗ zuregen; 4) die Obſtbaumzucht und die Anzucht ſeltener Holzgewächſe zu befördern; 5) für den im Garten wohnenden Aufſeher die zum Lebens⸗ unterhalte und zum Betriebe einer kleinen Viehzucht erforderlichen landwirtſchaftlichen Produkte zu erzeugen. Mit dieſen verſchiedenen Zwecken hängt die Verſchiedenheit der Bewirtſchaftung des Gartens innig zuſammen. In erſter Linie ſteht, wie bereits in der Vorrede hervorgehoben worden iſt, die forſtpädagogiſche Aufgabe. Um eine möglichſte Mannigfaltigkeit in bezug auf Holzarten, Holzartenmiſchung, Be⸗ —— gründungsart, Saatverfahren, Pflanzform, Pflanzweite herzuſtellen, mußten aber die einzelnen Verſuchsfelder klein gemacht werden. Dies erſchien auch um ſo zuläſſiger, als es bei den waldbaulichen und ſonſtigen forſtlichen Uebungen im Forſtgarten mehr auf die Unterweiſung in der Methode ankommt, als auf Gewinnung von forſtſtatiſchen Reſultaten behufs Uebertragung der⸗ ſelben auf die forſtliche Praxis im großen. Der erſt ſeit 1883 ¹) neu hinzugekommene Teil der forſtlichen Verſuchsanſtalt hat die Beſtimmung, alljährlich die wichtigſten in den Arbeitsplan der deutſchen forſtlichen Verſuchsanſtalten auf⸗ genommenen Holzarten in der zur Auspflanzung in geeignete Ober⸗ förſtereien erforderlichen Menge zu erziehen, und ſind außerdem in dieſem Teile auf Koſten der Verſuchsanſtalt einige Kulturen mit ſolchen Ausländern angelegt worden. ¹1) Die Gründung der forſtlichen Verſuchsanſtalt für das Großherzogtum Heſſen mit dem Amtsſitze zu Gießen erfolgte ſchon 1882; die Vergrößerung des Gartens konnte aber erſt in dem folgenden Jahre nach Abtrieb eines Teiles des weſtlich angrenzenden Kiefernbeſtandes ſtattfinden. Die Unter⸗ haltungskoſten des der Verſuchsanſtalt gehörigen Teiles des Forſtgartens fließen aus dem Fonds dieſer Anſtalt(Miniſterium der Finanzen), während die Unterhaltung des dem Forſtinſtitute gehörigen Teiles aus dem Fonds des Forſtinſtitutes(Miniſterium des Innern und der Juſtiz) beſtritten werden. A. Allgemeine Beſchreibung. 1. Territorial⸗Lage und Begrenzung. Der akademiſche Forſtgarten, im Jahre 1825 urſprünglich nur für die Zwecke des forſtpraktiſchen Unterrichtes an⸗ gelegt, bildet die Abteilung 7 des Diſtriktes Zellenrod der Ober⸗ förſterei Schiffenberg, welche zum Forſtamte Grünberg(Provinz Oberheſſen) gehört. Seine eigentliche Benutzung im Sinne des angedeuteten Zweckes wurde in den erſten Jahren durch eigentümliche Verhältniſſe verzögert und hat erſt ſeit 1830 ſtattgefunden. Durch Vertrag vom 30. September 1845 wurde er der Großh. Landes⸗ Univerſität Gießen pachtweiſe überlaſſen. Seine Form iſt die eines Trapezoides. Seine Grenzen ſind: verſchiedene Abteilungen(8, 9, 29, 30, 31, 5 und 6) der Ober⸗ förſterei Schiffenberg und nordöſtlich längs einer kurzen Strecke der Gießener Stadtwald(Oberhag, Abteil. 113 c und 116 b). Der Garten nimmt den größten Teil des durch den Schiffenberger Fuß⸗ weg, die Knickſchneiße und die Vizinalſtraße von Gießen nach Hauſen gebildeten Dreiecks ein. 2. Größe. Die erſte Vermeſſung des Gartens, bezw. ſeiner inneren Ein⸗ richtung fand 1870 durch den Geometer I. Klaſſe Walther zu Gießen ſtatt. Infolge veränderter Einrichtungen machte ſich 1877 eine abermalige Vermeſſung notwendig, welche der Geometer I. Klaſſe Buttron beſorgte. Die Vermeſſung des ſeit 1883 neu hinzu⸗ gekommenen der forſtlichen Verſuchsanſtalt unterſtellten Stückes wurde 1887 von Profeſſor Dr. Wimmenauer ausgeführt. Hiernach beträgt der gegenwärtige geſamte Fläch eninhalt an: ha 0% a) Holzboden.. 4,9287 73,5 b) Schneißen, Wegen, Gräben. 0,8991... 13,4. c) ſonſtigen Grundſtücken... 0,8788. 13,1 im ganzen 6,7066 i.100. — 10— Von dieſer Fläche kommen: ha- 0/% 1. auf den dem akademiſchen Forſtinſtitute unterſtellten Anteil........ 5,7282. 85,4 2. auf den der forſtlichen Verſuchsanſtalt unter⸗ ſtellten Anteil 0,9784... 14,6 Sa. ut spra: 6,7066 ha. 100. Der Garten iſt durch Schneißen in 5 Diſtrikte geteilt, von welchen I bis IV dem Forſtinſtitute, V der Verſuchsanſtalt zuſtehen, und beſteht aus 59 Abteilungen. In einigen Abteilungen ſind Unterabteilungen ausgeſchieden worden. Die Karte über den dem akademiſchen Forſtinſtitute zuſtehenden Teil des Gartens iſt im Maßſtabe von 1: 1500 gezeichnet und in einer angemeſſenen Anzahl von Exemplaren ¹) lithographiert worden. 3. Standortsverhältniſſe. Der Boden gehört teils der Tertiärformation, ev. Quartärformation, teils(die nordöſtliche Ecke) dem Gebiete des Baſaltes an, iſt daher ſowohl in bezug auf chemiſche Kon⸗ ſtitution, als phyſikaliſche Eigenſchaften ſehr verſchieden. Zur näheren Information über die einzelnen Bodenſchichten wurden 1874 drei Einſchläge von ca. 1,25 m Tiefe hergeſtellt, deren Beſchreibung im nachſtehenden erfolgen ſoll: 1. Einſchlag in Diſtrikt IV, zwiſchen den Abteilungen 1 d und 9. Die oberſte Schicht beſteht aus ſandigem Lehm; hierauf folgt ein nach unten immer lehmarmer werdender, grauer Sand. Die Tiefe dieſer beiden Schichten beträgt etwa 0,5 m. Die unterſte Schicht beſteht aus ungleichmäßigem, ſchwach lehmigem Sand, wohl nachtertiären lquartären) Urſprunges, da ſich hier, außer vielen Quarzbröckchen, auch Baſaltteilchen vorfinden. 2. Einſchlag zwiſchen den Diſtrikten J und II, auf der den Garten in der W. O.⸗Richtung durchziehenden Schneiße. In faſt vertikaler oder wenigſtens ſehr unregelmäßiger Stellung finden ſich vor: ein gelbroter, ziemlich reiner(ſandfreier), ſehr eiſen⸗ ſchüſſiger Lehm(Letten), ferner ein graubrauner Sand und ein grauer, ſandarmer Lehm. Im ganzen herrſcht Lehm bei weitem vor. Urſprung tertiär. In der oberſten Schicht treten einzelne Baſaltſteine auf. Die Dammerde⸗Schicht beträgt etwa 10—12 cm. 2) Die betreffende Karte kann durch den Aſſiſtenten des Forſtinſtitutes und den Gartenaufſeher zu dem Preiſe von 1 Mk. bezogen werden. — 11— 3. Einſchlag in Diſtrikt I, Abteilung 2. Dunkelgraubrauner, nicht ſandiger Lehm, bezw. Thon, aus der Verwitterung von Baſalt, welcher ſich zu dem nahen Schiffenberge erhebt, hervorgegangen. Hellere und dunklere Schichten wechſeln mit einander ab. Sehr tiefgründig. Für die in dieſem Teile des Gartens beſſere Bodenbeſchaffenheit ſpricht ſchon der Holzwuchs. Auch dürfte hierin die Veranlaſſung zur Anlage des Parkes an dieſer Stelle zu ſuchen ſein. Die Lage(50,35 0 n. B. und 26,25° ö. L.) iſt faſt eben und ca. 200 m über dem Meeresſpiegel. Das Klima iſt im allgemeinen mild, jedoch ereignen ſich häufig Spätfröſte, deren Wirkungen durch das den Garten umgebende hohe Holz leider vergrößert werden. 4. Verwaltung. Der Forſtgarten iſt der Direktion desjenigen ordentlichen Profeſſors der Forſtwiſſenſchaft an der Univerſität unterſtellt, welcher zugleich als Direktor des Forſtinſtitutes zu fungieren hat. Dem Direktor des Gartens iſt zur Ausführung der Hauptarbeiten und ſpeziellen Beaufſichtigung des Arbeiterperſonales ein im Garten ſelbſt wohnender Aufſeher untergeordnet. Als Gartenaufſeher haben bisher fungiert: 1. Heinrich Schmidt, vom Oktober 1845 bis 1. Mai 1850, 2. Heinrich Schwaab, vom 1. Mai 1850 bis 1. April 1864, 3. Carl Lang, vom 1. April 1864 bis 1. November 1870, 4. Carl Dörmer, ſeit 1. November 1870. Die Anſtellung des Gartenaufſehers iſt eine widerrufliche; jedoch iſt der derzeitige Inhaber dieſer Stelle ſeit dem 7. Juli 1885 dekretmäßig angeſtellt. Derſelbe bezieht feſten Gehalt, hat freie Wohnung im Garten, 0,5 ha Dienſtland daſelbſt und erfreut ſich noch einiger kleiner Naturalnutzungen. Sein Dienſtverhältnis gegen⸗ über dem Direktor und ſeine ſpeziellen Obliegenheiten ſind durch eine Inſtruktion näher geregelt. 5. Gebäulichkeiten. An Gebäulichkeiten ſind ein Wohn⸗ und ein Wirtſchaftsgebäude (Stallung, Scheuer und Holzſtall) vorhanden. Einen Teil des Wirtſchaftsgebäudes nimmt das im Winter 1871/72 erbaute forſt⸗ liche Kabinet ein, welches zur Aufbewahrung von Kulturge⸗ rätſchaften, Holzhauerwerkzeugen, forſtlichen Sammlungen, Holz⸗ ſamen ꝛc. beſtimmt iſt. Im Jahre 1886 wurde das Wohnhaus infolge des immer fühlbarer gewordenen Bedürfniſſes des Direktors nach einem ſeparaten Arbeitsraume und der geſtiegenen Zahl der Studierenden der Forſt⸗ 12— wiſſenſchaft um einen Seitenanbau vergrößert, deſſen Parterr⸗Geſchoß aus dieſem Arbeitszimmer und einem Auditorium für die Studie⸗ renden beſteht. 6. Waſſerleitung. Im Diſtrikte I befindet ſich ein kleiner Teich, welcher vom Kloſterbrunnen geſpeiſt wird und außerdem noch das vom Ludwigs⸗ brunnen kommende Waſſer aufnimmt. Der Abfluß aus dem Teiche erfolgt zwiſchen I, 18 b und 21, ſowie längs der Grenze der Diſtrikte II und III. Bei der Uebernahme des Gartens von Seiten der Univerſität fand hinſichtlich der Waſſerbenutzung folgendes Verhältnis ſtatt: Das Waſſer vom Kloſterbrunnen wurde während der Nächte in den Monaten, in welchen es der Pächter der fiskaliſchen Kloſter⸗ wieſe nötig hatte, auf dieſe Wieſe geleitet, bei Tag in den Forſt⸗ garten. Im Mai 1846 erhob aber das Rentamt Gießen Einſprache hiergegen und beanſpruchte das Kloſterwaſſer ausſchließlich für die Kloſterwieſe. In Folge deſſen wurde das Verhältnis durch eine Verfügung des Finanzminiſteriums vom 31. Auguſt 1846 neu ge⸗ regelt und Folgendes beſtimmt: In den Monaten Dezember, Januar, Februar und März ſolle das Kloſterwaſſer dem Forſtgarten ganz zugeführt werden, in den übrigen 8 Monaten aber nur von morgens 6 bis abends 6 Uhr, während von abends bis morgens die Wäſſerung der Kloſterwieſe ſtattfand. Nachdem aber der Kredit des Forſtinſtitutes zum Behufe der Herſtellung einer Brunnenleitung durch Miniſterialverfügung vom 16. September 1864 um den Betrag von 200 fl. erhöht worden war, genehmigte die Oberforſtdirektion bis auf Widerruf, daß die durch Verfügungen vom 16. Auguſt 1847, bezw. 3. Juli 1846, geſtattete Waſſerleitung aus dem Kloſterbrunnen in den akademiſchen Forſtgarten anſtatt, wie ſeither, mittels offener Gräben künftig mit Röhren ſtattfinde. Die Großh. akadem. Adminiſtrations⸗Kommiſſion mußte jedoch am 14. Oktober 1865 einen bezüglichen Revers unter⸗ zeichnen. Die betreffende Brunnenleitung, 566,5 m lang, wurde im Herbſte 1865 mit gebrannten und glaſierten Thonröhren zu dem Koſtenbetrage von 865,71 M. ausgeführt. Der durchſchnittliche Koſtenſatz pro 1 m ſtellte ſich hiernach auf 1,53 M. Der Brunnen wurde zwiſchen den Abteilungen 14 und 15 des Diſtriktes I, in der Nähe des Teiches, angelegt. Schon nach Verlauf weniger Jahre zeigte ſich aber die Leitung, namentlich an einer Stelle mit bedeutendem Waſſerdrucke, nicht dauerhaft genug, indem fortwährend Röhren zerbrachen und aus⸗ 13— gewechſelt werden mußten. Zur Vermeidung dieſer Reparaturen und der hierdurch veranlaßten Störungen im Waſſerbezug wurde endlich im April und Mai 1873 die gegenwärtige Leitung, und zwar ausſchließlich mit eiſernen Röhren, gelegt. Der Durchlaß vor dem Thore(an der Chauſſee) wurde im Frühjahr 1874 mit einem Koſtenaufwande von 39,43 M. hergeſtellt. Der Ludwigsbrunnen liefert neuerdings keinen Beitrag mehr zum Teiche, weil deſſen Waſſer jetzt ausſchließlich der nach den neuen Kliniken in Gießen führenden Waſſerleitung zugeführt worden iſt. 7. Umfriedigung. Als der Verfaſſer den Forſtgarten übernahm, fand er denſelben auf allen vier Seiten mit einer teils aus Weißdorn, bezw. Hainbuche, teils aus Fichte beſtehenden lebenden Hecke eingezäunt. Da jedoch zumal der Weißdornzaun inzwiſchen ſo lückenhaft geworden war, daß er gegen das Eindringen des Wildes nicht mehr genügend ſchützte und das letztere durch die im Forſtgarten befindlichen ſelteneren Holzarten von jeher ſehr angezogen wird, mußte vor allem eine ſolide Ein— friedigung hergeſtellt werden. Der Anfang hiermit wurde im Jahre 1870 an der nordöſt⸗ lichen Grenze gemacht und hier zunächſt ein 150 m langer Draht⸗ zaun, aus 14 Drähten beſtehend, errichtet. Um die Studierenden mit der verſchiedenen Dauer der Holzarten je nach Schaftteilen (Stockende, Untermitte, Obermitte, Gipfel) und auch maßgeblich der Behandlung bekannt zu machen, wurden die Pfoſten 12 ver⸗ ſchiedenen Holzarten(Lärche, Weißtanne, Fichte, Kiefer, Wey⸗ moutskiefer, Schwarzkiefer, Stieleiche, Rotbuche, Eſche, Roterle, Akazie, Elzbeere), bezw. den genannten Schaftteilen entnommen und einer verſchiedenen Behandlung unterzogen(roh gelaſſen, angekohlt, angetheert, ganz getheert, mit verſchiedenen Oelen getränkt, mit Oelfarbe angeſtrichen ꝛc.) 1). Im Jahre 1871 wurde der Draht⸗ zaun längs des Fußweges von Gießen nach dem Schiffenberge bis zum öſtlichſten Eckpunkte fortgeſetztt und beendigt. Ferner wurde hinter dem alten Hainbuchenzaun und einem Teile der Fichtenhecke (in II, 2) 1872 ein Stangenzaun errichtet und 1873 hinter dem Drahtzaun nach Norden hin eine junge Weißdornhecke, ſowie nach ¹) Dr. Heß: Mitteilungen über Arbeitsleiſtung und Koſtenaufwand bei Herſtellung eines Drahtzauns, bezw. Unterſuchungen über die Dauer der Holzarten(Supplemente zur Allgemeinen Forſt⸗ und Jagdzeitung, 9. Band, 1875, S. 64— 75). Derſelbe: Ueber die Dauer von Zaunpfoſten(Allgemeine Forſt⸗ und Jagdzeitung, 1879, S. 407). Dieſe Notiz bildet eine Ergänzung zu den vorſtehenden Mitteilungen; zum vollſtändigen Abſchluſſe ſind aber die betref⸗ fenden Unterſuchungen noch nicht gelangt. 14— Oſten hin neuer Hainbuchenzaun angelegt. Dieſe beiden jungen Anlagen ſollen den Schutz des Gartens übernehmen, wenn der Draht⸗ zaun defekt wird. Weitere Aenderungen bezüglich der Umfriedigung brachte(1883) die Vergrößerung des Gartens mit ſich. Der vorhandene Drahtzaun wurde in dieſem Jahre auch auf die weſtliche Seite ausgedehnt und längs deſſelben nordwärts eine junge Weißdornhecke angelegt. An die Weſt⸗ und Südſeite hingegen kam ebenfalls dicht an den Drahtzaun(1883 und 1886) ein aus zwei verſchränkten Reihen beſtehender Fichtenzaun. Endlich wurde (1888) der inzwiſchen ſehr defekt gewordene Hainbuchenzaun an der öſtlichen Grenze vollſtändig ausgerodet und an deſſen Stelle ein neuer hölzerner Stangenzaun von 1,5 m Höhe— unter teilweiſer Verwendung des alten Materiales— hergeſtellt. Im Frühjahr 1889 erfolgte längs dieſes Zaunes durch Buchelſaat in zwei Reihen die Begründung einer lebenden Hecke, deren Kompletierung im Herbſte 1889 durch Einſetzen einjähriger Buchen ſtattfand. Hiernach iſt der Garten jetzt auf allen Seiten ziemlich gut umfriedigt. Hier und da kommt zwar immer noch Schaden durch ein überſpringendes Stück Rehwild(zumal Verbiß von Weißtannen) oder durch einwechſelnde Haſen(an Obſtbäumen ꝛc.) vor, allein im ganzen i*ſt dieſer Schaden nicht von Belang. Die Waüffon dieſer verſchiedenen Umzäunungen ergeben ſich aus der nachſtehenden Zuſammenſtellung: Charakter Koſtenbetrag . 9.:.— u der BGpezifikation im ganzen laufende Zaunanlage Meter. ö— 4 2 3 M 5 1. Pfoſten Gum Teil dem Garten I. Drahtzaun, entnommen).. 42 23—— 414 m lang; 2. 10,46 Ctr. Draht und Hefthaken 223 23—— — e 3. Oelfarbe, Oel, Theer 2c.... 21 06—— 1870 und ie 4. Arbeitslohn 380 66—— her eſtolli Summe: V 667 18 1 61 II. Stangenzaun,. 314 m lang; Material und Arbeit..... 232 80— 74 1872 hergeſtellt.' III. Thor. Material und Arbeit..... 43 71 IV. ; Herſtellung des Grabens u. Pflan⸗ Painbahenzann, zung einer Reihe in 10 cm 1 5„ 9 5—— 1873 hergeſtellt. Abſtand...... G 38 — 15— Charakter V Salulene 3 r.— ſfu der Bpozifikatinn ſin anon rfeſfn Zaunanlage V A eter. I 3 N V 1. Pfoſtenholz(z. größten Teil dem 5 alten Drahtzaun entnommen) 27 50—— Neuer Drahtzaun, 2. 5,18 Ctr. Draht und Defthaten 75 78—— 25. 3. Theer, Pinſel 2c... 1 98—— 307 m lang; 4. Arbeitstohn.... 17 60.. 1883 hergeſtellt V Summe: 264 06— 86 VI— SMo„Heexjſtellung des Grabens und Pflan⸗ Aeißdorbeck⸗ zung einer Reihe in 10 cm 7 wi. ong Abitand.... 25— 20 1883 gepflanzt. VII. Fichtenhecke, 176,40 m lang; hiervon wurden 88,80 m 1883 u. Herſtellung des Grabens und Pflan⸗ zung von zwei verſchränkten 87˙60 m 1886 Reihen in 15 cm Abſtand. 26—— 15 0„—( angepflanzt. 1. Pfoſten und Stangen(ohne An⸗ VIII. rechnung des vorhandenen V S Materiales)... 65 32—— Efanenzunn 2. Nägel, Theer, Carbolineum 6 45 ledd. he 3. Holzfällung, Schneide⸗ u. Fuhr⸗ Knickſchneiſße, Vöhne. 42—— 245 m lang; 4. Arbeitslohn(inkl. Ausrodäng der 188s hergeſtellt. alten Hecke)...„ 84 10—— V Summe: 195 64— 80 IX. Buchenhecke, 1. Samen(2,4 s= 9800 Stück)— 43—— 8 2. Rajolen... 10——— 245 m lang; 3. Planieren.. 4——— 1889 durch Saat 4. Legen der Bucheln in 2 Reihen begründet und in 5 cm Abſtand... 2—— durch Pflanzung 5. Ausbeſſerung mit 1jähr.? Buchen 5—— nachgebeſſert. Summe: 21 43— 9 X. Thor. Material und Arbeit..... 36 55—— Für Umfriedigung im ganzen 1550 37—— Die geſamte Umfriedigung des Forſtgartens(inkl. 4 Thoren) beträgt 1165,10 m; hiernach ergiebt ſich ein Durchſchnitts⸗Koſtenſatz von 1,33 M. für den laufenden Meter. 8. Weganlagen. Zu einem dringenden Bedürfniſſe war im Laufe der Zeit die Chauſſierung des von der Gießen⸗Hauſener Straße in den Forſt⸗ — 16— garten führenden bisher bloß planierten Fahrweges geworden, auf welchem bei naſſem Wetter im Winter und Frühjahr oft bis fuß⸗ tiefe Geleiſe entſtanden. Die Abſteckung der neuen Straße mit ca. 3% Steigung und einer Kurve wurde daher im Frühjahr 1885 bewirkt und der Ausbau des Weges dem Vorarbeiter Friedrich Dörr aus Annerod übertragen. Die Chauſſierung erfolgte in den beiden Frühjahren 1885 und 1886 auf eine Breite von 4 m und mit 0,25 m Kronenwölbung. Als Material wurde Baſalt aus dem nahen Schiffenberger Steinbruche verwendet. Nach Stellung des 0,25 m hohen Grundpflaſters wurde das letztere gehörig abgezwickt und hierauf bloß Baſaltgrus(keine eigentliche Steindecke), ſowie zu— letzt rötlich-⸗weißer Sand gebracht. Die Koſten je nach Arbeitskategorien ergeben ſich aus der nachſtehenden Ueberſicht: Koſten Arbeitskategorie im im ſnor⸗ einzelnen ganzen heſoos 1. Unterbau. 8 ℳ 3 Planierarbeiten— d 20 I.. 43 75 43 75 7 2. Oberbau(Chauſſierung). V A. Materialkoſten. a. Erzeugung(152,80 M.) V ſ4 chm à 2— 8.00 M.) 24 s0- 7. Wandſteine 15. a3= 16.50„ laae[64 chm à 0.55— 35.20 M. k. Packlage 170„ 41.00 70.00 ,1 105 20 J. Decklage 25 cbm 3 17 70 d. Kieslage 16„. · 5 40 b. Anfuhr(209.10 M.). 2. Wandſteine und Packlage V 68 chm à 1.10 M.„⸗ V 755„ A 1.00„] 150. 30 6. Decklage 25 cbm 32 30 J. Kieslage 26 50 361 90 55 B. Arbeitskoſten. V Stellung der Wandſteine und der Packlage,' ſowie Decken und Überkieſen laut Accord 142 m àa 1.75. 4. 248 50 248 50 37 3. Sonſtige Arbeiten. ſ V ſ1 ½ Tag à 7 M.= 10 50 M. 18 cbhm àA2„ 16.00„ 00 1 Setzen der Steine behufs Kontrolle 30 cbm à 20 Pf. 6 00l 6 ..:xeccccccer rcccrrereeer rrree Summe: 660 15 660 15 100 Hiernach ſtellt ſich der laufende Meter auf 4,65 M. 4 17 An Steinmaterial waren im ganzen 156 cbm erforderlich, wovon aber 12.5 chm im Garten(bei dem Hausbau ꝛc.) gewonnen wurden.— Laut Accord betrug der Fuhrlohn pro cbm Steine 1,00— 1,10 M. und pro cbm Sand 2,00 M.— Das sub 3 angeführte Aufſetzen von 30 cbm. Steine genügte zur Konſtatierung der Tatſache, daß auf jeden Wagen ein cbm Steine geladen wurde.— Zur Decklage wurden 25 cbhm Baſaltgrus und zur Kieslage 16 chm rötlich⸗weißer Sand gebraucht. Außerdem iſt noch die im April 1884 erfolgte Anlage eines Steinſpurweges(Syſtem Koltz) ¹) in dem der forſtlichen Verſuchsanſtalt zuſtehenden Teile des Gartens auf der in der N. S. Richtung verlaufenden Schneiße zu erwähnen. Die Länge deſſelben beträgt 70 m. Von der Wegachſe aus ſind nach jeder Seite 42,5 cm abgeſteckt; von da ab beginnt der 60 cm breite und 30 cm tiefe Graben, in welchen der Steinbau, wie bei einer Straße, verſenkt wurde. Nachdem die Spitzen der auf den Grund geſtellten rauhen Bruchſteine ſo abgezwickt worden waren, daß dieſelben einen feſten und geſchloſſenen Grundbau repräſentierten, wurde noch eine 5 cm hohe Decke kleingeſchlagener Steine darüber gebettet. In die ganze Länge wurden vier Abzugs⸗ raſſeln gelegt. Die Koſten ergeben ſich aus folgender Ueberſicht: Koſteu Arbeitskategorie im im het. Geſamt⸗ einzelnen ganzen ſcne 1. Materialkoſten. S 3 Brecherlohn für 20 chm Steine 1— 20— 23,1 Kleinſchlagen von 4 chm dergl. 4— 16— 18,5 Anfuhr von 24 chm dergl.. 1 10 26 40 30,6 2. Arbeitskoſten. 12 Tage..........„ 2 e 24— 2758 Summe:—— 86 40 100,0 Hiernach ſtellt ſich der laufende Meter auf 1,23 M. und der Steinbedarf pro Meter auf 0,34 chm. 9. Jagdausübung. 3 Schon in Pos. 5 des Vertrages vom 30. September 1845 heißt es:„Die Jagd innerhalb des Forſtgartens wird nicht mit -»⸗») Koltz: Wohlfeile Waldwege(Kritiſche Blätter für Forſt⸗ und Jagd⸗ wiſſenſchaft, 50. Band, 1. Heft, 1867, S. 256). Ausſchreiben Lit. L. der Ober⸗Forſt⸗ und Domänen⸗Direktion zu Darmſtadt, Nr. 10382 vom 9. Juli 1875. Bericht über die Jahres⸗Verſammlung des Forſtvereins für das Groß⸗ herzogthum Heſſen zu Gießen am 27. und 28. Auguſt 1878. Darmſtadt, S. 35— 39 und Anlage III. Heß, Forſtgarten, II. Aufl. 2 18 verpachtet, und Großherzogl. Oberforſtdirektion behält ſich über dieſen Gegenſtand Entſchließung vor.“ Dieſe erfolgte ſpäter dahin, daß die Jagdausübung im Garten gänzlich unterbleiben ſoll. Dem Gartenaufſeher wurde aber im Dezember 1871 ein unentgeltlicher Waffenpaß für den Bereich des Forſtgartens mit der Ermächtigung erteilt, Eichhörnchen und Eichelhäher, welche den Kulturen und der Holzſamenernte nachteilig werden ſollten, abzuſchießen. Der Garten wurde jedoch hierdurch nicht genügend geſchützt. Durch Reſkript Großh. Miniſteriums der Finanzen, Abteilung für Forſt⸗ und Kameral⸗Verwaltung vom 7. Februar 1884, erfolgte daher auf dies⸗ ſeitigen Antrag die Beſtimmung, daß der Forſtgarten⸗Aufſeher die Jagd in dem Garten auszuüben habe; das etwa erlegte Wild muß aber an den Pächter des Domanialjagdbezirkes abgeliefert werden. Hierbei haben die Beſtimmungen wegen der Hegezeit ſelbſtverſtändlich auch auf den Forſtgarten Anwendung zu finden. 10. Forſtprodukten⸗Verwertung. Das im Garten anfallende geringe Holz(Reiſig ꝛc.) wird, ebenſo wie das Gras, Obſt ꝛc., dem Gartenaufſeher unentgeltlich überlaſſen. Die beſſeren Brennholzſortimente aber, ſowie die Bau⸗ und Nutzhölzer, gelangen, ſoweit nicht deren Verwendung im Garten (zu Pfählen, Zäunen ec.) erfolgt, ſeit 1869 zum Verkaufe aus der Hand. Auch Holzpflanzen aller Art werden von Privaten aus Gießen ꝛc. und benachbarten Gemeinden ſtets begehrt und verabfolgt. Nach aktenmäßigen Nachweiſen ſind in den beiden letztver⸗ floſſenen Jahrzehnten 1869/1888 folgende Produkte aus dem Forſt⸗ garten verkauft, bezw. Beträge erlöſt worden: Samen, Nutzholz Brennholz Pflanzen Chriſt⸗ Jahr⸗ Errs(»⁊IrI Erlös bäumchen, Jahl⸗— 5.— Stück⸗. Sträucher, fim im pro f im pro C im pro Korbweiden zehnt- ganzen im m. ganzen Im zahl ganzen 100 4 ne, t. M. A. Rh, A im ganzen. A. 1869/78 19,60 240 83/12,29 50,51 150 69 2,98 8148 159 03 1,95— 60 1879/88 39,28 514 17 ,13,09 70,88 196 65 2,77 47639 280 70 0,59 74 80 ſ 1869/88 58,88 /7550012,82121,39 3473 2 86 55787 439 73078 75 40 Als Geſamterlös in den 20 Jahren 1869/88 ergiebt ſich hier⸗ nach die Summe von 1617,47 M. oder durchſchnittlich 80,87 M. pro Jahr. 3 19 B. Spezielle Beſchreibung der Beſtände. Diſtrikt I. Flächengröße: 1,0107 ha Holzboden; 0,3280 ha Schneißen, Wege, Gräben; 0,7524 ha ſonſtige Grundſtücke; 2,0911 ha im ganzen. Dieſer Diſtrikt iſt größtenteils der Baumzucht gewidmet, unterliegt daher einer parkähnlichen Bewirtſchaftung. Im ganzen ſind hier ca. 220 Holzarten vorhanden, von welchen einzelne Exem⸗ plare bereits zu ſtattlichen Bäumen ſich entwickelt haben. Außerdem befinden ſich in dieſem Diſtrikte die Waſſerleitung, der Teich, die Gebäulichkeiten mit Hof und das Dienſtgelände des Gartenaufſehers. Von eigentlichen Beſtänden kommen nur die Abteilungen 7 und 18. in Betracht. Abteilung 1. 3,75 ar ¹). Der an die Knickſchneiße grenzende Streifen iſt mit einer Reihe von 14 Obſtbäumen beſetzt und zwar 6 Pflaumen⸗, 4 Apfel⸗ und 4 Birnbäumen. Auf dem Streifen, welcher an den Schiffenberger Weg an⸗ grenzt, ſtehen 9 Holzarten und zwar: Castanea vesca Gaertn., Edelkaſtanie. Corylus Avellana L., Gemeine Haſel. Fraxinus excelsior L., Eſche(50 cm ſtark und 24 m hoch) ²). Platanus occidentalis L., Abendländiſche Platane. Populus alba L., Silberpappel(56 cm ſtark und 25 m hoch). *Quercus³) Cerris L., Zerreiche. Rhamnus cathartica L., Kreuz⸗ oder Wegdorn. *Robinia Pseudacacia L., Falſche Akazie(43 cm ſtark und 20 m hoch). Ulmus campestris L., Feldulme(49 cm ſtark und 20 m hoch). ¹) Die Flächen⸗Angaben der einzelnen Abteilungen und Unterabteilungen beziehen ſich überall nur auf den Holzboden. ²) Von den ſtärkeren Bäumen ſind die Durchmeſſer und Höhen auf Grund von— im Herbſte 1889 ausgeführten— Meſſungen angegeben worden. *) Das Zeichen* vor dem Namen einer Holzart bedeutet, daß dieſelbe in der betreffenden Abteilung in mehreren Exemplaren vorhanden iſt. 22 20 Abteilung 2. 5,69 ar. Im ganzen 23 Holzarten(inkl. Varietäten). Abies Nordmanniana Spach., Nordmann's Tanne. *Acer Pseudoplatanus L., Bergahorn. Alnus barbata C. A. Mey., Bärtigblätterige Erle. Alnus cordata Lois., Herzblätterige Erle. Alnus rugosa Ehrh., Nordamerikaniſche Straucherle. Alnus viridis DC., Bergerle. * Betula alba L., Weißbirke. Betula alba L., var. laciniata Blom, Geſchlitztblätterige Birke. Betula lutea Mchx., Gelbe Birke. Jarpinus Betulus L., Hainbuche. Fagus sylvatica L., var. pendula, Hängebuche. Juglans cinerea L., Grauer Wallnußbaum. Juglans nigra L., Schwarzer Wallnußbaum. Platanus orientalis L., Morgenländiſche Platane. * Populus alba L., Silberpappel. * Populus tremula L., Zitterpappel, Aſpe. »Quercus Cerris L., Zerreiche. Quercus pedunculata Ehrh., var. pyramidalis Hort., Pyramiden⸗ förmige Sommereiche. *Quercus rubra L., Gemeine Roteiche. Robinia Pseudacacia L., Falſche Akazie. Salix alba L., Silberweide. *Ulmus campestris L., Feldulme. *Ulmus scabra Mill., Rauhe Ulme ¹). Abteilung 3. 3,94 ar. Im ganzen 24 Holzarten. Acer monspessulanum L., Franzöſiſcher Ahorn. Acer platanoides L., Spitzahorn. Betula alba L., Weißbirke. Caragana arborescens Lam., Sibiriſcher Erbſenbaum. Carya alba Mill., Weißer Hickorybaum. *Carya tomentosa Nutt., Filziger Hickorybaum. »Celtis australis L., Gemeiner Zürgelſtrauch. ⸗Celtis occidentalis L., Nordamerikaniſcher Zürgelſtrauch. Corylus Avellana L., Gemeine Haſel. Fraxinus americana L., Amerikaniſche Eſche. Fraxinus Ornus L., Blumeneſche. ¹) Ein Exemplar iſt 63 cm ſtark und wegen vieler Spechtſchnabel⸗ Einhiebe intereſſant. 21 Juglans cinerea L., Grauer Wallnußbaum. ⸗Juglans nigra L., Schwarzer Wallnußbaum. Juglans regia L., Gemeiner Wallnußbaum. Mespilus germanica L., Gemeine Miſpel. Pirus communis L., Gemeiner Birnbaum. Pirus Malus L., Gemeiner Apfelbaum. Prunus domestica L., Zwetſchenbaum. *Prunus Padus L., Gewöhnliche Traubenkirſche. Prunus spinosa L., Schwarzdorn. Quercus Cerris E., Zerreiche. Sorbus domestica L., Speierling. Sorbus intermedia Ehrh., Nordiſche Mehlbirne. Viburnum Opulus L., Wilder Schneeball. Abteilung 4. 3,21 ax. Im ganzen 23 Holzarten. Abies americana alba Hort.(Picea alba Lk.) ¹), Nordameri⸗ kaniſche Weißfichte. * Abies balsamea Mill., Balſam⸗Tanne. Abies canadensis Mchx.(TLsuga canadensis Carr.), Kanadiſche Hemlocks⸗Tanne. Abies cephalonica Lk., Cephaloniſche Weißtanne(22 cm ſtark und 14 m hoch). Abies Douglasii Lindl.(Pseudotsuga Douglasi Curr.), Douglas— Tanne, Douglas⸗Fichte. Abies excelsa DC.(Picea excelsa Ll..). Fichte, Rottanne. Abies Menziesii Loud.(Picca sitchensis Carr.), Menzies⸗ oder Sitcha⸗Fichte(30 cm ſtark und 18 m hoch). Abies nigra Mchx.(Picea nigra Lk.), Nordamerikaniſche Schwarz⸗ Fichte. *Abies Nordmanniana Spach., Nordmann's⸗Tanne. Abies orientalis Poir.(Picea orientalis Lk.), Morgenländiſche oder Sapindus⸗Fichte. Abies pectinata DC., Weiß⸗ oder Edeltanne. Abies Pinsapo Boiss., Spaniſche Weißtanne. » Biota orientalis Endl., Morgenländiſcher Lebensbaum. ℳ z) Die bei den Nadelhölzern in Klammern beigeſetzten Namen ſind die neuerdings von dem Kongreſſe der Koniferen⸗Züchter zu Dresden(1887) angenommenen, welche zukünftig von den Gärtnern ausſchließlich gebraucht werden ſollen. Vergl. L. Beiſſner: Handbuch der Coniferen⸗Benennung, Erfurt, 1887. Die Benennungen im Garten ſind nach den voranſtehenden Namen erfolgt. 22 Cupressus sempervirens pyramidalis Hort., Echte Cypreſſe. „ Juniperus communis L., Gemeiner Wachholder. *Larix europaea DC., Gemeine Lärche. *Pinus Cembra L., Zürbelkiefer, Arve. Pinus Jeffreyi Murr., Jeffrey's⸗Kiefer. *Pinus Laricio Poir., var. austriaca Hoess., Oeſterreichiſche Schwarzkiefer. Pinus rigida Mill., Steifnadelige Kiefer, Pechkiefer. Pinus silvestris L., Gemeine Kiefer, Föhre. Thuja occidentalis L., Abendländiſcher Lebensbaum. Thuja plicata Donn., Gefalteter Lebensbaum. Abteilung 5. 2,99 ar. Ein Raſenplatz mit 5 Beeten und im ganzen 41 Holzarten. I. Beet. Hypericum prolificum L., Sproſſendes Hartheu. Ilex Aquifolium L., Gemeine Stechpalme. *Juniperus communis L., Gemeiner Wachholder. Taxus baccata L., Gemeiner Eibenbaum. Taxus baccata L., var. nana Knight., Gemeine niedrige Eibe. Taxus baccata L., var. parvifolia Wendr., Kleinblätterige Eibe. II. Beet. Acer monspessulanum L., Franzöſiſcher Ahorn. Amorpha fruticosa L., Gemeine Unform. Cotoneaster vulgaris Lindl., Gemeine Zwergmiſpel. Crataegus crus galli L., Hahnenfuß⸗Weißdorn. Lonicera tatarica L., Tatariſche Heckenkirſche. Lonicera Xylosteum L., Gemeine Heckenkirſche. Rosa villosa L., Zottige Roſe. Sorbus melanocarpa Willd., Schwarzfrüchtige Vogelbeere. Spiraea crenata L., Gekerbtblätteriger Spierſtrauch. Spiraea ulmifolia Scop., Ulmenblätteriger Spierſtrauch. Symphoricarpos racemosa Mchx., Äſtiger Schneebeerenſtrauch. Viburnum Lantana L., Gemeiner Schlingſtrauch. III. Beel. Caragana arborescens Lam., Sibiriſcher Erbſenbaum. Rubus idaeus L., Echter Himbeerſtrauch. Spiraea salicifolia L., Weidenblätteriger Spierſtrauch. Staphylea pinnata L., Gefiederte Pimpernuß. Staphylea trifoliata L., Dreiblätterige Pimpernuß. 23— IV. Beet. Aesculus macrostachya Mchx., Strauchige Pavie. ⸗Berberis vulgaris L., Gemeiner Sauerdorn. Caragana arborescens Lam., Sibiriſcher Erbſenbaum. Cotoneaster tomentosa Lindl., Filzige Zwergmiſpel. »Crataegus Crus galli L., Hahnenfuß⸗Weißdorn. *Evonymus europaea L., Gemeines Pfaffenhütchen. Lonicera tatarica L., Tatariſche Heckenkirſche. Lonicera Xylosteum L., Gemeine Heckenkirſche. Maclura aurantiaca Nutt., Orangenfrüchtiger Oſagedorn. Philadelphus grandiflorus Willd., Großblütiger Pfeifenſtrauch. Prunus serotina Ehrh., Spätblühende Traubenkirſche. Ribes alpinum L., Alpen⸗Johannisbeere. Sorbus aucuparia L., Gemeine Ebereſche. Spiraea crenata L., Gekerbtblätteriger Spierſtrauch. Spiraea opulifolia L., Schneeballblätteriger Spierſtrauch. Syringa vulgaris L., Gemeiner Flieder. »Viburnum Lantana L., Gemeiner Schlingſtrauch. V. Beet. Cupressus Lawsoniana Murr.,(Chamaechparis Larεsonicna Parl.), Lawſon's Lebensbaum⸗Cypreſſe. Cytisus Laburnum L., Gemeiner Goldregen. Evonymus verrucosa Scop., Warzenrindiges Pfaffenhütchen. Salisburia adiantifolia Sm.(Gingho biloba L.), Echter Gingko⸗ baum. Außerdem ſtehen noch vereinzelt auf dem Raſen: Ailanthus glandulosa Desf., Echter Götterbaum. Juniperus Sabina L., Gemeiner Sade⸗ oder Sevenbaum. Retinispora dolabrata L.(Thufopsis dolabrata Sieb. et Zucc.), Beilblätteriger Lebensbaum. Abteilung 6. 5,35 ar. Ein Raſenplatz mit 7 Beeten und im ganzen 45 Holzarten. I. Beet. Aesculus flava Ait., Gelbblühende Pavie. Aesculus macrostachya Mchx., Strauchige Pavie. Aesculus Pavia L., Rotblühende Pavie. Amelanchier vulgaris Mnch., Gemeine Felſenbirne. Berberis vulgaris L., Gemeiner Sauerdorn. Cornus stolonifera Mchx., Ausläufertreibender Hartriegel. 24 Cytisus Laburnum L., Gemeiner Goldregen.. Evonymus europaea L., Gemeines Pfaffenhütchen. Pprunus Padus L., Gewöhnliche Traubenkirſche. -Rhus glabra L., Kahler Eſſigbaum. Rosa alpina L., Alpenroſe. ⸗Sorbus americana DC., Amerikaniſche Ebereſche. Sorbus aucuparia L., Gemeine Ebereſche. Sorbus intermedia Ehrh., Nordiſche Mehlbirne. Spiraea callosa Thnbg., Prächtiger Spierſtrauch. * Spiraea ulmifolia Scop., Ulmenblätteriger Spierſtrauch. Weigelia rosea Lindl., Roſafarbige Weigelie. II. Beet. Hamamelis virginiana L., Virginiſche Zaubernuß. Pirus baccata L., Beerenapfel. Ulmus scabra Mill., Rauhe Ulme. TII. Beet. Hypericum calycinum L., Vielſtengeliges Hartheu. TV. Bect. Veredelte Roſen und zwar 6 Sorten(12 Exemplare). V. Beet. »Cornus mas L., Echter Kornelkirſchbaum. Cornus sanguinea L., Gemeiner Hartriegel. Corylus Avellana L., var. laciniata, Geſchlitztblätterige Haſel. »Corylus Colurna L., Türkiſche Haſel. Corylus tubulosa Willd., Lamberts⸗Haſel. Mahonia Aquifolium Nutt., Stechpalmenblätterige Berberitze. Staphylea pinnata L., Gefiederte Pimpernuß.— VI. Beet. Caragana arborescens Lam., Sibiriſcher Erbſenbaum. Cornus mas L., Echter Kornelkirſchbaum. * Daphne Mezereum L., Gemeiner Seidelbaſt. * Evonymus europaea L., Gemeines Pfaffenhütchen. Sambucus nigra L., Schwarzer Hollunder. Viburnum Lentago L., Kanadiſcher Schlingſtrauch. VII. Beet. Acer striatum Dur., Pennſylvaniſcher Ahorn. Amorpha fruticosa L., Gemeine Unform. — 25— „ Berberis vulgaris L., Gemeiner Sauerdorn. Clematis Vitalba L., Gemeine Waldrebe. Colutea arborescens L., Echter Blaſenſtrauch. Cornus mas L., Echter Kornelkirſchbaum. Cotoneaster tomentosa Lindl., Filzige Zwergmiſpel. Cotoneaster vulgaris Lindl., Gemeine Zwergmiſpel. Crataegus pyracantha Pers.(Mespilus pyracantha L.), Feuerdorn. Lonicera coerulea L., Blaue Heckenkirſche. Rosa alpina L., Alpenroſe. Sorbus melanocarpa Willd., Schwarzfrüchtige Vogelbeere. Staphylea pinnata L., Gefiederte Pimpernuß. *Symphoricarpos racemosa Mchx., Äſtiger Schneebeerenſtrauch. Ferner ſtehen vereinzelt: Betula alba pendula Roth, var. laciniata Whlbg., Geſchlitzt⸗ blätterige Hängebirke(27 cm ſtark und 19 m hoch). Populus pyramidalis Roz.(P. italica L., P. dilatata it.), Pyramidenpappel(58 cm ſtark und 27 m hoch). Auf dem Wege zwiſchen den Abteilungen 3, 4, 5 und 6 ſteht eine Feldulme(Uimus campestris L.), 42 em ſtark. Abteilung 7. 111I ar. 55jährige Weißtannen von gutem Wuchs, unter 15 ca. 150 jährigen vereinzelt ſtehenden Stieleichen; außerdem einige unterdrückte Fichten. Die an den Eichen aufgehängten Staarenkäſten werden alljährlich bezogen. Die Aufnahme des Beſtandes(Ende 1889) ergab folgende Verhältniſſe: Grenzwer ſ Diefer Ord— Menziwepte Kreisfläche Mittlere Kreisffäche Ordu⸗ Holzarten Stamm⸗ Durchmeſſer aller Kreisfläche entſpricht Nr. Holzarte zahlen in Stämme pro Stamm ein mittlerer 4 8 Bruſthöhe Durchmeſſer om dm qm cm 1 Weißtanne 175 7—3³0 3,632 0,020ö8 16,3 2 Fichte.. 13 6— 21 0,176 0,0135 13,1 3 Eiche.. 15 36— 65 2,985 0,1990 50,3 —.—— Summe: 203 6—65 6,793—— Mittlerer Standraum eines Stammes 5,47 am; Schaft⸗ kreisflächenſumme pro ha 61,1 qm. Eine im Jahre 1888 gefällte Tanne von 21 cm Durchmeſſer und 19 m Höhe hatte eine Schaftformzahl von 0,49. Abteilung 8. 4,26 ar. Im ganzen 25 Holzarten. Acer campestre L., Feldahorn. Acer dasycarpum Ehrh., Weißer Ahorn. Acer monspessulanum L., Franzöſiſcher Ahorn. Acer Negundo L., Eſchenblätteriger Ahorn. * Acer platanoides L., Spitzahorn. Acer Pseudoplatanus L., Bergahorn. Acer rubrum L., Rotblühender Ahorn. *Aesculus Hippocastanum L., Gemeine Roßkaſtanie. Aesculus Pavia L., Rotblühende Pavie. Cytisus Laburnum L., Gemeiner Goldregen. *Fagus sylvatica L., Rotbuche. Fraxinus americana L., Amerikaniſche Eſche. Fraxinus excelsior L., Gemeine Eſche. Fraxinus excelsior L., var. heterophylla Vahl, Verſchieden⸗ blätterige Eſche. * Fraxinus oxycarpa Willd., Spitzfrüchtige Eſche. »Fraxinus pennsylvanica Marsh., Pennſylvaniſche Eſche. * Fraxinus pubescens Walt., Weichhaarige Eſche. Populus balsamifera L., Balſampappel. Populus nigra L., Schwarzpappel. Rhamnus saxatilis L., Steinkreuzdorn. Robinia Pseudacacia L., Falſche Akazie. »Sorbus intermedia Ehrh., Nordiſche Mehlbirne. Tilia americana L., Amerikaniſche Linde. Tilia grandifolia Ehrh., Winterlinde. Ulmus campestris L., Feldulme. Abteilung 9. 0,42 ar. Eine alte Stieleiche(83 cm ſtark und 26 m hoch). Abteilung 10. 7,96 ax. Im ganzen 28 Holzarten. Abies excelsa DC.(Picea xcelsa Lk.), Fichte, Rottanne. Abies nigra Mchx.(Picea nigra Ll.), Schwarzfichte. Acer platanoides L., Spitzahorn. Acer tataricum L., Tatariſcher Ahorn. Amelanchier canadensis Med., Kanadiſche Felſenbirne. ⸗Carpinus Betulus L., Hainbuche. Corylus Avellana L., Gemeine Haſel. Evonymus europaea L., Europäiſches Pfaffenhütchen. *Fraxinus excelsior L., Gemeine Eſche. 27— *Pinus Cembra L., Zürbelkiefer. Pinus Strobus L., Weymoutskiefer(34 cm ſtark und 17 m hoch). Populus alba L., Silberpappel(37 cm ſtark und 14 m hoch). Prunus avium L., Vogelkirſche. Quercus pedunculata Willd., Stieleiche. Quercus Robur Willd., Steineiche. Quercus rubra L., Gemeine Roteiche. * Robinia Pseudacacia L., Falſche Akazie. *Sorbus Aria L., Mehlbeere. Sorbus torminalis Crantz., Elzbeere. Tilia grandifolia Ehrh., Sommerlinde. Ulmus campestris L., Feldulme. Außerdem wurde im Frühjahr 1887 ein Horſt mit dreijährigen Pflanzen folgender Holzarten angepflanzt: Abies Douglasii Lindl.(Pscudotsuga Douglast Carr.), Douglas⸗ Tanne, Douglas⸗Fichte. Abies Menziesii Loud.(Picea sitchensis Curr.), Menzies⸗ oder Sitcha⸗Fichte. Acer californicum T. et Gr., Kaliforniſcher Ahorn. Pinus Jeffreyi Murr., Jeffrey's Kiefer. Pinus Laricio Poir, var. corsicana Hoess., Korſiſche Meerſtrands⸗ kiefer. Pinus rigida Mill., Pechkiefer. Pinus Strobus L., Weymoutskiefer. Abteilung 11. 4,39 ar. Im ganzen 17 Holzarten. Abies canadensis Mchx.(sugae canadensis Curr.), Kanadiſche Hemlocks⸗Tanne. Abies nigra Mchx.(Picea nigra Lk.), Schwarzfichte. Caragana arborescens Lam., Sibiriſcher Erbſenbaum. Castanea vesca Gaertn., Edelkaſtanie. »Carpinus Betulus L., Hainbuche. Corylus Avellana L., Gemeine Haſel. Fagus sylvatica L., var. purpurea Ait., Blutbuche. Fraxinus excelsior L., Gemeine Eſche. Pinus Cembra L., Zürbelkiefer. Populus tremula L., Aſpe, Zitterpappel. Prunus avium L., Vogelkirſche. Quercus pedunculata Ehrh., Stieleiche. Robinia Pseudacacia L., Falſche Akazie. Salix fragilis L., Bruchweide. — 28— Sorbus torminalis Crantz., Elzbeere. Vaccinium Myrtillus L., Gemeine Heidelbeere. Viburnum Lantana L., Gemeiner Schlingſtrauch. Eine um einen Ruheplatz in Bogenform gepflanzte Reihe gemeiner Fichten. Die 3 Eichen ſind ca. 150 jährige Exemplare(58, 86 und 89 cm. ſtark und ca. 25 m hoch). Abteilung 12. 2,70 ar. Im ganzen 31 Holzarten. Abies Menziesii Loud.(DPicea sitchensis Carr.), Menzies⸗Tanne (44 em ſtark und 22 m hoch). Amelanchier canadensis Med.(Pirus Botr]japium L.), Kanadiſche Felſenbirne. Aristolochia Sipho L., Tabakspfeifenſtrauch, rankt ſich um die Elzbeere. Cornus sanguinea L., Gemeiner Hartriegel. Cornus sanguinea L., var. candidissima Hort., Gemeiner milchweißblätteriger Hartriegel. »Crataegus coccinea L., Scharlachrotfrüchtiger Weißdorn. Crataegus nigra W. et K., Schwarzfrüchtiger Weißdorn. Crataegus punctata Jacq., Punktierter Weißdorn. Cydonia vulgaris Pers.,(Pirus Cydonid L.), Gemeine OQuitte. Cytisus elongatus W. et K., Verlängerter Geisklee. Oytisus Laburnum L., Gemeiner Goldregen. Diervilla canadensis Willd., Kanadiſche Dierville. Evonymus europaea L., Gemeines Pfaffenhütchen. Evonymus latifolia Scop., Breitblätteriges Pfaffenhütchen. Fraxinus excelsior L., var. heterophylla Vahl, Verſchieden⸗ blätterige Eſche. Juniperus virginiana L., Virginiſcher Wachholder(19 cm ſtark und 10,6 m hoch). Pinus resinosa Soland., Harzkiefer. Quercus Cerris L.(0. austriaca Willd.), Zerreiche. Quercus pedunculata Ehrh., Stieleiche. Rhamnus saxatilis L., Steinkreuzdorn. * Robinia Pseudacacia L., Falſche Akazie. Robinia viscosa Vent., Klebrige Robinie. Sorbus aucuparia L., Gemeine Ebereſche. Sorbus domestica L., Speierling. Sorbus torminalis Crantz., Elzbeere. Spiraea crenata L., Gekerbtblätteriger Spierſtrauch. Spiraea ulmifolia Scop., Ulmenblätteriger Spierſtrauch. 29 Thuja occidentalis L., Abendländiſcher Lebensbaum(15 cm ſtark und 9 m hoch). Tilia grandifolia Ehrh., var. asplenifolia Hort., Strichfarn⸗ ähnliche Sommerlinde. Viburnum Lentago L., Kanadiſcher Schlingſtrauch. Viburnum Opulus L., Wilder Schneeball. Abteilung 153. 1,59 ar. Im ganzen 43 Holzarten. Amelanchier canadensis Med., Kanadiſche Felſenbirne. Buxus sempervirens L., Gemeiner Buchsbaum. Caragana arborescens Lam., Sibiriſcher Erbſenbaum. Castanea- ledhn Gaertn., Edelkaſtanie. Cornus mas Echter Kornelkirſchbaum. Cornus maeren L'Hérit., Rispenblütiger Hartriegel. Corylus tubulosa Willd., Türkiſche Haſel. »Cotoneaster tomentosa Lindl., Filzige Zwergmiſpel. Crataegus monogyna Jacq., Spitzblätteriger Weißdorn. Crataegus pyracantha Pers., Feuerdorn. Cytisus Laburnum L., Gemeiner Goldregen. Cytisus Laburnum L., var. quercifolium, Eichenblätteriger Gold⸗ regen. Deutzia crenata Sieb. et Zucc., Gekerbtblätterige Deutzie. Evonymus verrucosa Scop., Wearzenrindinfe Pfaff fenhütchen. Forsythia suspensa Vahl., Ueberhängende Forſythie. Forsythia viridissima Lindl. Dunkelgrünblätterige Forſythie. Gymnocladus canadensis Lam., Kanadiſcher Schuſſerbaum. Lonicera coerulea L., Blaue Heckenkirſche. Lonicera orientalis Lam., Morgenländiſche Heckenkirſche. Lonicera Xylosteum L., Gemeine Heckenkirſche. »Pinus Cembra L., Zürbelkiefer(20 und 21 cm ſtark und 12 bezw. 14 m hoch). Pinus Laricio Poir., var. austriaca Hoess., Oeſterreichiſche Schwarzkiefer(27 cm ſtark und 17 m hoch). Pirus Cydonia L., Gemeine Quitte. *Pirus prunifolia- Willd., Pflaumenblätteriger Apfelbaum. platanus orientalis L., Morgenländiſche Platane. Populus nigra L., Schwarzpappel. Prinos verticillata L., Virginiſche Winterbeere. Prunus avium L., Vogelkirſche. Prunus Padus L., Gewöhnliche Traubenkirſche. Rhamnus cathartica L., Gemeiner Kreuzdorn. — 30 Sambucus nigra L., Schwarzer Hollunder. Sambucus nigra L., fol. varieg., Buntfarbiger gemeiner Hollunder. Sambucus nigra L., var. laciniata Hort., Geſchlitztblätteriger ge⸗ meiner Hollunder. Sorbus domestica L., Speierling. Sorbus melanocarpa Willd., Schwarzfrüchtige Vogelbeere. Spiraea salicifolia L., Weidenblätteriger Spierſtrauch. Staphylea pinnata L., Gefiederte Pimpernuß. Symphoricarpos orbiculata Mnch., Gemeiner Schneebeerenſtrauch. Symphoricarpos racemosa Mchx., Äſtiger Schneebeerenſtrauch. Syringa vulgaris L., Gemeiner Flieder. Ulmus scabra Mill., Rauhe Ulme. Viburnum Lantana L., Gemeiner Schlingſtrauch. Viburnum Lentago L., Kanadiſcher Schlingſtrauch. Abteilung 14. 1,70 ax. Im ganzen 25 Holzarten. Abies excelsa DC.(Picec excelsa L.), Fichte, Rottanne. Alnus cordata Lois., Herzblätterige Erle. Amorpha fruticosa L., Gemeine Unform. *Betula alba L., Weißbirke. Betula alba L., var. pontica. Hort., Pontiſche Weißbirke. Buxus sempervirens L., Gemeiner Buchsbaum. Cornus mas L., Echter Kornelkirſchbaum. Crataegus coccinea L., Scharlachrotfrüchtiger Weißdorn. *Crataegus monogyna Jacq., Spitzblätteriger Weißdorn. Cytisus elongatus W. et K., Verlängerter Geisklee. *Cytisus Laburnum L., Gemeiner Goldregen. Juglans cinerea L., Grauer Wallnußbaum. Juglans nigra L., Schwarzer Wallnußbaum. Juniperus virginiana L., Virginiſcher Sadebaum. Lonicera coerulea L., Blaue Heckenkirſche. Mahonia Aquifolium Nutt., Stechpalmenblätterige Berberitze. Pirus intermedia Ehrh., Nordiſche Mehlbirne. Pirus prunifolia Willd., Pflaumenblätteriger Apfelbaum. Pirus spectabilis Ait., Prächtiger Apfelbaum. Prinos verticillata L., Virginiſche Winterbeere. Rhamnus cathartica L., Gemeiner Kreuzdorn. Rhus Cotinus L., Perrückenſtrauch. Spiraea salicifolia L., Weidenblätteriger Spierſtrauch. *Thuja occidentalis L., Abendländiſcher Lebensbaum. Ulmus scabra Mill., Rauhe Ulme. — 31 Abteilung 15. 3,34 ar. Im ganzen 7 Holzarten. Mahonia Aquifolium Nutt., Stechpalmenblätterige Berberitze. Pinus Strobus L., Weymoutskiefer(46 cm ſtark und 21 m hoch). Quercus pedunculata Ehrh., Stieleiche(54 cm ſtark und 24 m hoch). Robinia Pseudacacia L., Falſche Akazie. Salix fragilis L., Bruchweide(43 cm ſtark und 20 m hoch). Sorbus aucuparia L., Gemeine Ebereſche. Thuja occidentalis L., Abendländiſcher Lebensbaum. Außerdem zwei unterſtändige Horſte Weißtanne(25 jährig) und Weymoutskiefer(18 jährig), erſtere durch Saat, letztere durch Pflanzung begründet. Zwiſchen den Abteilungen 15 und 11 auf dem Wege ſteht eine alte Hainbuche(51 cm ſtark und 14 m hoch). Abteilung 16. 2,19 ar. Im ganzen 21 Holzarten. Alnus glutinosa Gaertn., Schwarzerle. Berberis vulgaris L., Gemeiner Sauerdorn. * Betula alba L., Weißbirke. Betula lenta L., Zuckerbirke. Betula lutea Mchx., Gelbe Birke. Crataegus coccinea L., Scharlachrotfrüchtiger Weißdorn. Crataegus monogyna Jacq., Spitzblätteriger Weißdorn. Cytisus elongatus W. et K., Verlängerter Geisklee. Deutzia crenata Sieb. et Zucc., Gekerbtblätterige Deutzie. Lonicera coerulea L., Blaue Heckenkirſche. Lonicera orientalis L., Morgenländiſche Heckenkirſche. Mespilus pyracantha L.(Crataegus pyracantha L.), Feuerdorn. Pirus baccata L.(P. cerasifera Tausch.), Beerenapfel. Rosa alpina L., Alpenroſe. *Rosa canina L., Hundsroſe. Rosa rubiginosa L., Weinroſe. Rubus idaeus L., Echter Himbeerſtrauch. Sorbus aucuparia L., Gemeine Ebereſche. Spiraea opulifolia L., Schneeballblätterige Spierſtaude. Symphoricarpos racemosa Michx., Äſtiger Schneebeerenſtrauch. Viburnum Opulus L., Wilder Schneeball. Zwiſchen den Abteilungen 15, 16 und 19 eine alte Stieleiche (80 em ſtark). — 32— Abteilung 17. 12,31 ar. Im ganzen 50 Holzarten. Abies canadensis Mchx., Kanadiſche Hemlockstanne. Acer campestre L., Feldahorn(21 cm ſtark und 12 m hoch). Acer dasycarpum Ehrh., Weißer Ahorn. Acer monspessulanum L., Franzöſiſcher Ahorn. *Acer platanoides L., Spitzahorn. Aesculus Hippocastanum L., Gemeine Roßkaſtanie. *Aesculus lutea Wgh., Gelbblühende Pavie. Betula alba L., Weißbirke. Buxus sempervirens L., var. arborescens Mill., Gemeiner Buchsbaum. Carpinus orientalis Mill., Morgenländiſche Weißbuche. Castanea vesca Gaertn., Edelkaſtanie. »Corylus Avellana L., Gemeine Haſel. Crataegus coccinea L., Scharlachrotfrüchtiger Weißdorn. Crataegus glandulosa Ait., Drüſiger Weißdorn. OCrataegus monogyna Jacq., Spitzblätteriger Weißdorn. Crataegus nigra W. et K., Schwarzfrüchtiger Weißdorn. *Orataegus oxyacantha L., Stumpfblätteriger Weißdorn. Fagus sylvatica L., var. purpurea Ait., Blutbuche. * Fraxinus excelsior L., Gemeine Eſche. Fraxinus pennsylvanica Marsh., Pennſylvaniſche Eſche. Gleditschia triacanthos L., Dreidornige Gleditſchie. Lonicera Periclymenum L., Deutſches Geisblatt. Ostrya vulgaris Willd., Gemeine Hopfenbuche. »Pinus Cembra L., Zürbelkiefer. * Populus alba L., Silberpappel. Populus balsamifera L., Balſampappel. Populus tremula L., Zitterpappel, Aſpe. *Quercus Cerris L., Zerreiche. Quercus coccinea Willd., Scharlach⸗Eiche. Quercus ilicifolia Wangenh., Stechpalmenblätterige Eiche. Quercus nigra L., Schwarzeiche. * Quercus palustris Willd., Sumpfeiche. rQuercus pedunculata Ehrh., Stieleiche. *Quercus pedunculata Ehrh., var. pyramidalis Horst., Pyramiden⸗ förmige Sommereiche. Quercus phellos L., Weidenblätterige Eiche. Rhamnus Frangula L., Faulbaum. Robinia Pseudacacia L., Falſche Akazie. »Salix cinerea L., Graue Weide. Salix fragilis L., Bruchweide. 33 Spiraea crenata L., Gekerbtblätteriger Spierſtrauch. »Spiraea opulifolia L., Schneeballblätteriger Spierſtrauch. *Thuja occidentalis L., Abendländiſcher Lebensbaum. Tilia alba Ait., Silberlinde. *Tilia parvifolia Ehrh., Winterlinde. Tilia pubescens Ait., Weichhaarige Linde. Ulmus campestris L., Feldulme. * Ulmus campestris L., var. parvifolia, Kleinblätterige Feldulme. * Ulmus scabra Mill., Rauhe Ulme. *Viburnum Lentago L., Kanadiſcher Schlingſtrauch. Abteilung 18. 19,65 ar. Dieſe Abteilung zerfällt in zwei Unterabteilungen. Unterabteilung 18a. 0,44 ar. Lagerſtätte für die im Saat- und Pflanzenkampe zur Ver⸗ wendung kommenden Dungmaterialien, namentlich Raſenaſche ¹) und Kalkkompoſt. Außerdem befindet ſich hier eine alte Stieleiche (86 cm ſtark und 22 m hoch). Unterabteilung 18 b. 19,21 ar. 35— 40 jähriger Laubholzmiſchbeſtand E(iche, Eſche, Roterle, Ahorn, Ebereſche ꝛc.) von gutem Schluß und Wuchs. Außerdem eine ſtarke Eſche(51 cm ſtark und 19 m hoch) und eine ältere Fichte(ſ42 cm ſtark und 19 m hoch). Längs des Grabens eine Reihe Pappeln(P. pyramidalis Roz.) und Kopf⸗ weiden(S. alba L., var. vitellina), welche das nötige Wieden⸗ material zum Binden der Reiſigwellen ꝛc. liefern. Im November 1873 ſind 49 Stück 45 jährige Weymoutskiefern, welche ver⸗ dämmend wirkten, und zwar die Hälfte durch Baumrodung, die andere Hälfte durch Abſchneiden am Stehen und hierauf folgende Stockrodung abgetrieben worden. Zu Gunſten der Baumrodung ergab ſich hierbei ein Zeitgewinn von 20% ²). Das Fällungsergebnis betrug: 16,375 fm und zwar 64% Bau⸗ und Nutzholz und 36% Brennholz. Durchſchnittliche Bruſthöhen⸗Schaftformzahl= 0,51; Baumformzahl 0,60. ¹) Ueber Herſtellung und Koſten derſelben vergl.: Dr. Heß: Raſenaſche für Forſtgärten(Centralblatt für das geſammte Forſt⸗ weſen, 1875, S. 38 und 89; 1876, S. 644; 1879, S. 589; 1884, S. 409). ²) Derſelbe: Comparative Unterſuchungen über Baum⸗ und Stock⸗ rodung(Allgemeine Forſt⸗ und Jagdzeitung, 1875, S. 157). Heß, Forſtgarten, II. Aufl. 3 Sortimentsverhältniſſe: 61,5— 80,1% Schaftholz, 5,0— 23,1% Reisholz und 9,0— 20,0% Stockholz ¹). Geſamterlös: 141,17 M. V Werbungskoſten: 52,80„(= 31%). Reinerlös: 118,37 M. In den beiden Frühjahren 1874 und 1875 wurden in die durch Herausnahme der Weymoutskiefer entſtandenen Lücken 260 Laubholzheiſter(Buche, Eſche, Roteiche, Linde ꝛc.) und einige Fichten eingepflanzt. Am ſüdlichen Rande einige Weißbirken und ein wilder Birnbaum. Kulturkoſten): 11,59 M. oder 4,45 M. pro Hundert. Im Dezember 1889 wurde eine Durchforſtung eingelegt, welche 0,45 fm Nutzholz und 1,98 fm Prügelholz und Reiſig lieferte. Geſamtergebnis: 2,43 fm. Abteilung 19. 4,52 ar. Ein den Teich umgebender, mit verſchiedenen Holzarten be⸗ pflanzter, ſchmaler Streifen mit einer offenen Halle, in welcher Tiſche und Bänke angebracht ſind. Die Holzarten beſtehen teils aus Bäumen(“Akazie, Eſche, »Eiche, Hainbuche,»Linde,»Goldregen, Sauerkirſche,*Süßkirſche, Elzbeere), teils aus Buſchwerk(Schneebeere, Jasmin, rote Hecken⸗ kirſche, Roſen, Haſel, Spierſtauden, Sauerdorn, Pfaffenhütchen 2c.). Unter den Bäumen befinden ſich 4 alte Stieleichen(54, 62, 67 und 74 em ſtark); außerdem eine alte Bruchweide(80 cm ſtark und 25 m hoch). Zwiſchen den Abteilungen 19 und 22 ſteht eine alte Stieleiche (58 em ſtark) und zwiſchen den Abteilungen 19, 17 und 16 eine alte Hainbuche(52 em ſtark und ca. 13 m hoch). Abteilung 20. 4,26 ar. Teich mit einer kleinen Inſel von ca. 3 m Durchmeſſer, deren Rand von einer Schneebeerenhecke und 3 Eſchen eingefaßt iſt. Un⸗ mittelbar am Rande des Teiches ſtehen: Roterle, Akazie,»Eſche, »Weide,»Hainbuche,»Eiche, Goldregen und Elzbeere. ¹) Dr. Heß: Unterſuchungen über Formzahlen und Sortimentsver⸗ hältniſſe von Weymoutskiefern(Centralblatt für das geſammte Forſtweſen, 1875, S. 190). ²) Die im allgemeinen hohen Kulturkoſten erklären ſich aus dem großen Maße von Sorgfalt und Genauigkeit, mit welchem die Pflanzungen ausge⸗ führt worden ſind. 8 35 Abteilung 21. 10,31 ax. Wieſe, von einigen Fußwegen durchſchnitten und mit einem kleinen freien, mit Tiſchen ꝛc. ausgeſtatteten Platze, welcher von 3 Weißbirken beſchattet wird. Hier befindet ſich eine in Bogenform angelegte Thuja- und Fichtenhecke; in der Nähe eine Silberpappel (üngeres Exemplar). Auf dem Raſen ſtehen in einzelnen(jungen) Exemplaren folgende Holzarten: a) Im weſtlichen Teile, im Herbſte 1887 angepflanzt: Abies Douglasii Lindl.(Pseudotsuga Douglasi Carr.), Douglas⸗ tanne, Douglas⸗Fichte. Abies nigra Mchx.(Picea nigra Lk.), Schwarzfichte. Abies Nordmanniana Spach., Nordmann's Tanne. Abies Pinsapo Boiss., Spaniſche Edeltanne. b) Im öſtlichen Teile, im Herbſte 1887 angepflanzt: Abies nigra Mchx.(Piceu nigra Lk.), Schwarzfichte. Abies Nordmanniana Spach., Nordmann's Tanne. Buxus sempervirens L., Gemeiner Buchsbaum. Carya alba Nutt., Weiße Hickory. Cupressus Lawsoniana Murr.(Chamaeckparis Lauesoniana Parl.), Lawſon's Lebensbaum⸗Cypreſſe. Ginkgo biloba L., Chineſiſche Lappeneibe. Retinispora ericoides Zucc.(Chamaeczparis sphaeroiden ericoides Beissn. und Hochst.), Zeder⸗Cypreſſe. Wellingtonia gigantea Lindl., Rieſige Wellingtonie. An der ſüdöſtlichen Ecke ein kleines erhöhtes Rondel, eingefaßt von einer Schneebeerenhecke, in welcher 3 Lebensbäume ſtehen. In der Mitte des Rondels ein pflaumenblätteriger Apfelbaum(Pirus prunifolia Willd.), von einem Tiſche umgeben; am Fuße des Hügels ein zweites Exemplar dieſer Holzart und eine Varietät der Sauerkirſche(Prunus Cerasus L. fl. Pl.). Abteilung 22. 4,51 ar. Raſenplatz, mit einem niedrigen Drahtzaun eingefaßt; in der Mitte ein Roſenbeet. Außerdem ſteht hier ein beſonders ſchönes Exemplar einer etwa 130— 150 jährigen Stieleiche(88 cm ſtark und 24 m hoch, auf ca. 12 m Höhe aſtrein). Abteilung 23. 5,89 ar. Wohn⸗ und Wirtſchaftsgebäude nebſt Anhängen(Holzſtällen ꝛc.) und Hofraum für den Gartenaufſeher. Vor dem Wohnhauſe ſteht eine Platane, inmitten eines runden Tiſches. Dicht an der Scheuer eine 74 em ſtarke Stieleiche; längs der öſtlichen Umfriedigung des Hofes 3 Wallnußbäume(ca. 14jährig). 3 Abteilung 24. Dienſtgelände des Gartenaufſehers. Ein Teil deſſelben wird als Wieſe bewirtſchaftet, ein zweiter Teil dient als Hausgarten; über die Hälfte iſt Ackerland. In dem teilweiſe mit einem Drahtzaune umfriedigten Gemüſe⸗ garten ſtehen 24 Obſtbäume und zwar 17 Zwetſchen⸗, 4 Pflaumen⸗ bäume, 1 Mirabellen⸗, 1 Kirſch⸗ und 1 Birnbaum. Auf dem Ackerlande ſtehen längs der Knick- und längs der Gartenſchneiße zuſammen 16 Obſtbäume und zwar 6 Apfel⸗, 4 Birn⸗, 4 Pflaumen⸗ und 2 Zwetſchenbäume. Auf dem Wege und zwar an der Stelle, wo die Abteilungen 24, 5 und 6 zuſammenſtoßen, befindet ſich eine Fuchsrebe(Vitis vulpina L.), welche ſich an einem baldachinartigen Holzgerüſt empor⸗ rankt und von dieſem getragen wird. 50,27 axr. Diſtrikt II. Flächengröße: 1,0759 ha Holzboden; 0,1148 ha Schneißen, Wege, Gräben; 0,0376 ha ſonſtige Grundſtücke; 1,2283 ha im ganzen. Abteilung 1. 3,76 ar. Schmaler Feldrain, mit 18 Obſtbäumen beſetzt und zwar 7 Birn-, 6 Apfel⸗, 4 Pflaumenbäumen und 1 Nußbaum. Abteilung 2. 19,33 ar. Dieſe Abteilung zerfällt in 5 Unterabteilungen, auf welchen drei verſchiedene Methoden der Eichelſaat(Riefen⸗, Plätze⸗, Vollſaat), teils ganz im Freien, teils unter Se itendruck, teils unter Schirm ausgeführt worden ſind, um ſpäter vergleichende Unterſuchungen über den Wachstumsgang, je nach der Begründungs⸗ Methode, anſtellen zu können. Den Eicheln wurde von Seiten der Eichelhäher ſehr nachgeſtellt. Durchſchnittsalter(1889) ¹): 15 Jahre. Unterabteilung 2a. 4,76 axr. 19 doppelte Riefen ²), 45 em breit(die innere Riefe 9 cm) in 1 m Abſtand; im ganzen 291 m Geſamtlänge, im Herbſt 1874 ¹) Die bei jeder Abteilung angegebenen Durchſchnittsalter beziehen ſich auf den Schluß des Jahres 1889.. ²2) Dr. Genth: Doppelte Riefen. Eine neue Methode zur Erziehung des Laubholzes. Trier, 1874. — 37— und 1875 ausgeführt und im Frühjahr 1875, bezw. 1876 mit 58 Pfd.= 44 1 Stieleicheln beſäet. Durchſchnittsalter(1889): 15 Jahre. Kulturkoſten: 8,08 M., wovon 41% auf die Arbeit und 59% auf das Kulturmaterial kommen. Im Frühjahr 1885 wurden in dem wegen Flachgründigkeit ¹) geringwüchſigſten Teile der Unterabteilung zur Komplettierung der Saat etwa 40 Stück 5 jährige Weymoutskiefern eingepflanzt; ein großer Teil derſelben iſt aber inzwiſchen, vermutlich infolge von Pilz⸗Beſchädigungen, eingegangen. Die mittlere Höhe der Eichen betrug(1889) 2,30 m, die größte 4,35 m(aus 150 Pflanzen ermittelt). Unterabteilung 2b. 2,48 ar. Plätzeſaat im Freien. 191 Plätze à 30 cm im Quadrat und in 1 m Abſtand, im Herbſt 1874 hergeſtellt, im April 1875 mit zuſammen 1719 Eicheln(9 Stück auf jeden Platz) oder 6,625 1 beſteckt. Auf 1 l kommen hiernach 259 Eicheln, und 400 Eicheln wiegen 1 kg. Durchſchnittsalter(1889): 15 Jahre. Kulturkoſten: 3,30 M. und zwar 78% für Arbeitslohn, 22% für die Eicheln. Bei der Reviſion im Herbſt 1876 fanden ſich noch 558 Eichen vor, d. h. ein Aufgangsprozent von 32, bei der zweiten Reviſion im Sommer 1887 nur noch 425 Stück oder 25% der urſprünglichen Anzahl geſteckter Eicheln. Die mittlere Höhe der Eichen betrug(1889) 3,29 m(Mittel aus 150 Meſſungen); die Höhe der größten Pflanze war 5,20 m. Auferdem ein Lärchen⸗Oberſtänder von 30 cm Durchmeſſer in Bruſthöhe und 18 m Höhe(1889). Unterabteilung 2c. 2,40 ar. Vollſaat im Freien. Die Bodenbearbeitung erfolgte im Herbſt 1874 durch grobſcholliges Umhacken, die Saat im Frühjahr 1875 mit 19,875 1 Eicheln(dreimal ſo viel, als in Unterabteilung 2 b). Nach mehrfachen Zählungen enthielt 1] etwa 268 Eicheln, und ſtellte ſic das Gewicht für 1 1 Eicheln auf etwa 0,65 kg. Legt man die Zahl 268 zu Grunde, ſo betrug das ausgeſäete Quantum 5400 Eicheln. Durchſchnittsalter(1889): 15 Jahre. Kulturkoſten: 7,06 M. und zwar 69% für Arbeitslohn, 31% für die Eicheln. ¹) Der Lettenuntergrund beginnt hier ſchon bei einer Tiefe von etwa 20 cm. 38 Am nördlichen Rande mußte(1881), infolge eingetretener Fehlſtellen, eine Komplettierung durch Einpflanzung gleichalteriger Eichen(30 Stück) und Buchen(6 Stück) ſtattfinden; auch wurden einige Eſchen⸗-, Ahorn- und Hainbuchenheiſter eingebracht. Geſamtzahl(1889): 597 Pflanzen; hiervon 571 Eichen. Die mittlere Höhe betrug(1889) 2,77 m(Mittel aus 150 Meſſungen); die größte 5,00 m. Hiernach war die Mittelhöhe der Vollſaat⸗ Pflanzen 0,52 m niedriger als diejenige der Plätzeſaat⸗Pflanzen unter ſonſt gleichen Umſtänden. Unterabteilung 2d. 5,04 ar. Plätzeſaat unter Schirm, ſonſt wie in 2b. 381 Plätze, mit 3429 Eicheln= 12,625 l beſteckt; 11 enthält hiernach 271 Eicheln. Bei der Anlage waren im ganzen 82 Oberſtänder vor⸗ handen, vorherrſchend 30— 35jährige Schwarzkiefern, Fichten, Eichen und Weymoutskiefern; hiervon wurden einige durch den Sturm am 12. März 1876 geworfen. Durchſchnittsalter(1889): 15 Jahre. Kulturkoſten: 5,78 M. und zwar 76% für Arbeitslohn, 24 0% für die Eicheln. Tagesleiſtung eines Arbeiters: 200 Plätze. Bei der Reviſion im Herbſt 1876 fanden ſich nur 1485 Eichen vor, d. h. ein Aufgangsprozent von 42, bei der zweiten Reviſion im Sommer 1887 nur noch 768 oder 22% der urſprünglich geſteckten Früchtezahl. Die Verminderung der Pflanzenzahl war alſo— bei Unterſtellung gleicher Keimkraft der Eicheln— hier etwas größer, als bei der Plätzeſaat im Freien, welches Ergebnis in dem Lichtbedürfniſſe der Eiche begründet ſein dürfte. Zur Vervollſtändigung der Hege wurden 1884— 1886 ca. 48 Heiſter (Hainbuche, Linde, Bergahorn, kaliforniſcher Ahorn, Eſche ec.) eingepflanzt. Die mittlere Höhe der Eichen betrug(1889) 1,73 m (Mittel aus 150 Pflanzen); größte Höhe 4,45 m. Die Mittelhöhe ſtellt ſich hiernach um 1,56 m niedriger, als bei der Plätzeſaat im Freien, bezw. auf nur 53% der Mittelhöhe der ganz im Freien aufgewachſenen Pflanzen. Von den Oberſtändern waren 1889 nur noch 13 Stämme vorhanden und zwar 4 Fichten, 2 Weymoutskiefern, 1 Schwarzkiefer, 4 Eichen, 1 Weißbirke und 1 Ulme. Das Alter der Weymoutskiefern und Fichten iſt(1889) auf 52 Jahre anzuſprechen. Die ſtärkſte Fichte iſt 38 cm ſtark und 18 m hoch. An einer Fichte wurden im Frühjahr 1889 Harznutzungs⸗ verſuche durch Anbringen von zwei Lachen(1,50 m lang und 4,5 cm breit) eingeleitet. Die Lachen wurden an der Oſt⸗ und Weſtſeite angebracht. Der Durchmeſſer dieſer Fichte beträgt 30 cm(1889). 39— * den Heiſtern ſind, da 1889 5 Stück(2 Hainbuchen, 2 Linden, 1 Aſpe) ausgehauen werden mußten, noch 43 vorhanden. Unterabteilung 2e. 4,65 ar. Vollſaat unter Schirm, im übrigen wie 2c und gleich⸗ zeitig hiermit ausgeführt. Zur Ausſaat gelangten 37,875! Eicheln à 268 Stück, mithin im ganzen 10 150 Eicheln. Der Oberſtand wurde bei der Beſtandsbegründung durch 81 Stämme von 30— 35⸗ jährigem Alter(Weymoutskiefern, Fichten) und Laubholzheiſtern ybildet Durchſchnittsalter(1889): 15 Jahre. Kulturkoſten: 13,68 M. und zwar 70% für Arbeitslohn, 30% für die Eicheln. Zur Komplettierung der Hege wurden 1884— 1886 gleichalterige Eichen und ca. 20 Stück dreijährige kaliforniſche Ahorne eingepflanzt. Das Gedeihen der letzteren iſt im allgemeinen nicht befriedigend, und ſind inzwiſchen viele Exem⸗ plare abgeſtorben. Die mittlere Höhe der Eichen betrug(1889) 2,07 m(Mittel aus 150 Pflanzen); größte Höhe 4,20 m. Im Verhältnis zur Vollſaat im Freien ergiebt ſich hiernach ein Minus von 0,70 m Mittelhöhe, oder die Mittelhöhe der unter Schirm aufgewachſenen Pflanzen ſtellt ſich auf nur 75% der Mittelhöhe der ganz im Freien aufgewachſenen Vollſaatpflanzen. Ende 1889 waren nur noch 8 Oberſtänder(5 Weymoutskiefern, 3 Fichten) vorhanden. Die Weymoutskiefern ſind ſtark vom Waldgärtner(Hylurgus piniperda L.) beſchnitten. An einer Fichte wurden gleichfalls 2 Lachen von denſelben Dimenſionen wie in 2d, aber an der Nord⸗ und Südſeite, angebracht, um im Vergleiche mit der Lach⸗ fichte in 2d über den ausgiebigſten Harzausfluß, je nach der Himmelsrichtung, Aufſchluß zu erhalten. Der Durchmeſſer dieſer Fichte beträgt 29 cm(1889). Abteilung 3. 11,49 ar. Kiefern und Schwarzkiefern; Reihenpflanzung, im ganzen 11 Reihen, in 1,25 m Reihen⸗ und ebenſ o großem Pflanzen⸗ abſtand mit ca. Zjährigen Pflanzen im Mai 1971 und März 1876 ausgeführt. Die Löcher ſind mit dem Bohlken'ſchen ¹) und dem Hieronymi'ſchen Erdbohrer ²) angefertigt worden. Tagesleiſtung eines kräftigen Arbeiters: 103 Löcher. ¹) Dr. Heß: Der Bohlken'’ſche Erdbohrer(Allgemeine Forſt⸗ und Jagdzeitung, 1873, S. 123). ²) Verſelbe⸗ Ueber Erdbohrer und Raſenſchäler(daſelbſt, 1876, S. 72). Derſelbe: Unterſuchungen über die Leiſtungen berſchiedonen Erd⸗ bohrer gegenüber der gewöhnlichen Rodehaue(daſelbſt, 1879, S. 238). — 40— Durchſchnittsalter(1889): 18 Jahre. Kulturkoſten: 22,24 M. oder 3,11 M. pro Hundert. Hiervon kommen 64% auf das Löchermachen und 36% auf das Pflanzen(inkl. Ausheben und Transport). An den auf der Kulturfläche belaſſenen 4 Oberſtändern (3 Fichten und 1 Schwarzkiefer) ſollen ſpäter Unterſuchungen über den Lichtungszuwachs oder Demonſtrationen über die Harznutzung vorgenommen werden. Zum Hiebe gelangten 1887 26 dürre Stangen(12 Kiefern und 14 Schwarzkiefern), welche 0,06 fm Reiſig lieferten. 1889 fielen 34 dürre Stangen von 2,64 m Mittelhöhe an(14 Kiefern und 20 Schwarzkiefern), welche 0,08 fm Reiſig ergaben. Die mittleren Höhen(Durchſchnitte aus je 25 Pflanzen) betrugen: (4 Holzart im sichriäen im t ihriürm — m m Hriefer......... 58 68 Schwarzkiefer 3,5 4,0 Alſo Höhendifferenz: 1,8 2,8 Hieraus ergiebt ſich für die betreffenden Alter ein Längen— verhältnis der Kiefer zur Schwarzkiefer wie 100:66(bezw. 60). Ende 1889 waren noch 610 Stangen und zwar 514 Kiefern und 96 Schwarzkiefern vorhanden. Abteilung 4. 11,27 ar. Birken; Reihenpflanzung, im ganzen 526 Stück in 7 Reihen, mit etwa 5jährigen Pflanzen in 2 m Reihen⸗ und 1 m Pflanzen⸗ abſtand, im Frühjahr 1875 und 1876 ausgeführt. Die Löcher wurden mit dem Spaten hergeſtellt. Durch die Pflanzung ſollte ein Schutzholzbeſtand begründet werden, woraus ſich die Wahl einer froſtharten Lichtholzart und der weite Reihenabſtand erklärt. Tages⸗ leiſtung: 45— 55 Löcher. Die öſtlich gelegenen 3 Reihen wurden bis 1885 jährlich im April beſchnitten, die weſtlichen 3 Reihen im November. Die mittelſte Reihe blieb unverſehrt. Es ſoll hieran der Einfluß des Beſchneidens und der Zeit des Schnittes auf das ganze Wuchsverhalten beobachtet werden. Durchſchnittsalter(1889): 20 Jahre. Kulturkoſten: 31,32 M. oder 5,60 M. pro Hundert. Hiervon kommen 64% auf das Löchermachen und 36% auf das Pflanzen. — 41— Im Frühjahr 1885 wurden 6 Zwiſchenreihen Zjähriger Buchen (357 Stück) und Weißtannen(117 Stück) in Abſtänden von je 1 m und zwar ſo eingepflanzt, daß jedesmal nach drei Buchen eine Weiß— tanne folgt. Die Pflanzen wurden in den beiden Wintern 1886/87 und 1887/88 ſtark von Haſen beſchnitten, ſo daß Rekrutierung not⸗ wendig wurde. Durchſchnittsalter(1889): 8 Jahre. Kulturkoſten: 13,75 M. oder 2,90 M. pro Hundert. Hiervon kommen 44% auf das Löchermachen und 56% auf das Pflanzen. Um dem Unterbau mehr Luft und Licht zuzuführen, wurden folgende Fällungen in dem Schutzbeſtande ausgeführt: Anzahl der Fällungsergebniſſe Zeit der Fällung ausgehauenen Prügelholz u. Reiſig Bemerkungen Birken fm Winter 1888/89.. 201 1,11— Winter 1889/90. 52 0,04 Dieſe Birken waren ſehr gering. Summe: 253 1,15 Vorhanden ſind(1889) noch 273 Birkenſtangen. Bei der Aufnahme im Herbſt 1889 ergaben ſich folgende Höhen: Alter Mittlere Höhe Größte Höhe Anzahl Holzarten— der gemeſſenen Jahre m m Pflanzen Birke.... 19— 20 7,42 9,30 100 Rotbuche... 8 0,79 2,02 50 Weißtanne... 8 0,45 0,81 50 Außerdem ſtehen in dieſer Abteilung drei vereinzelte Schwarz⸗ kiefern. An zwei Stämmen wurden im Frühjahr 1889 Harznutzungs⸗ Verſuche nach der in Niederöſterreich¹) gebräuchlichen Weiſe einge⸗ leitet; der dritte Stamm blieb als Vergleichsſtamm ungeharzt. 1. Stamm 34 em Durchmeſſer, 14 m Höhe, Grandel auf der Südſeite; 2.„ 30 em. 13m„„„ Nordſeite, 3„ 33 ecm. 13m„ ohne Grandel. 5. Abteilung 5. 11,33 ar. Kiefern und Lärchen in 6 Reihen(3 Kiefern und 3 Lärchen), in 2,5 m Reihen⸗ und 1,5 m Pflanzenabſtand, im Früh⸗ ¹¹) J. P.: Die Harznutzung in den Schwarzkiefernforſten Nieder⸗ öſterreichs(Allgemeine Forſt⸗ und Jagdzeitung, 1865, S. 161). — 4142— jahr 1871 und 1876 mit ca. 5 jährigen Pflanzen begründet. Ballenpflanzung in mit dem Spaten gefertigte Löcher. Tagesleiſtung: 100 Löcher. Die Pflanzung ſoll ebenfalls zu einem Beſtandes⸗ ſchutzholze heranwachſen, woraus ſich die Miſchung von zwei raſch⸗ wüchſigen Lichtholzarten und der weite Reihenabſtand erklärt. Durchſchnittsalter: 22 Jahre. Kulturkoſten: 13,53 M. oder 4,33 M. pro Hundert. Hiervon kommen 28% auf das Löcherfertigen, 36% auf Ausheben und Transport und 36% auf das Pflanzen. Die Lärchen ſind alljährlich von der Lärchenminirmotte(Coleo- phora laricella Hbn.) und der Lärchenrindenlaus(Chermes laricis Hrtg.) ſtark befallen worden und ſind auch mit dem Krebſe be⸗ haftet. Die Kiefern haben in den erſten Jahren durch den Kiefern⸗ quirlwickler(Retinia duplana Hbn.) und den Kiefernknoſpenwickler (R. turionana Hbn.) gelitten. Von den Lärchen wurden 1875 2 Reihen behufs Beförderung des Höhenwachstums und Verminde⸗ rung des Druckes auf verſchiedene Höhen aufgeaſtet. Im Frühjahr 1878 wurde die ältere Pflanzung mit 5 Reihen 4 jähriger Weiß⸗ tannen unterbaut und zu dieſem Behufe der Aſt⸗Überhang der Kiefern und Lärchen entſprechend eingeſtutzt. Im Frühjahr 1881 erfolgte der Unterbau der jüngeren Pflanzung gleichfalls mit 4 jährigen Weißtannen. Durchſchnittsalter(1889): 14 Jahre. Kulturkoſten: 3,90 M. oder 2,69 M. pro Hundert bei der älteren Pflanzung und 3,72 M. oder 3,23 M. pro Hundert bei der jüngeren Pflanzung. Vom Herbſt 1884 ab erfolgte— um den Weißtannen größeren Lichtgenuß zu verſchaffen— die ſucceſſive Aſtung, Aſt⸗ einſtutzung und der alternierende Aushieb der verdämmend wirkenden Kiefern und Lärchen. Letztere wurden insbeſondere in dem trockenen Jahre 1889 von der Motte ſtark heimgeſucht und zum Teil ganz zum Abſterben gebracht. Die Fällungsergebniſſe ſind aus folgender Zuſammen⸗ ſtellung erſichtlich. Anfall an Prügelholz und Reiſig Zeit der Fällung fm Aril 1884... 1,68 Mai 1887. 0,49 September 1889.... 1,30 Summe: 3,47 43— Bei den Aufnahmen im Sommer 1887 und Herbſt 1889 ergaben ſich folgende Verhältniſſe: 1 8 8 7 1889 Holzarten Alter Mittlere Größte Anzahl Alter Mittlere Größte Amaa Soßre Söhe Höhe gemeſſenen a Höhe Söhe gemeſſenen Jahre Salalnzen Jahre Pflanzen m Im Inl m Kiefer.. 22 8,58 10,50 30 24 9,05 10,70 42 desgl. 17 5,19 6.40 20 19 6,86 8,00 40 Lärche.. 22 7,84 10,80 35 24 8,65 10,20 34 desgl. 17 3,20 5,90 20 19 5,33 7,70 34 Weißtanne 14 1,30 2,25 40 16 1,75 3,60 128 desgl. 11 0,56 0,90 30 13 0,67 1,43 115 Ende 1889 waren noch vorhanden 82 Kiefern und 65 Lärchen. Die Anzahl der untergepflanzten Weißtannen betrug 255 und zwar 140 ältere und 115 jüngere. Abteilung 6. 11,56 ar. Nadelholzmiſchpflanzung; Reihenverband(12 Reihen), abwechſelnd Fichten mit verſchiedenen Kiefern⸗Arten(gemeinen Kiefern, See⸗, Schwarz⸗, Weymoutskiefern) in 1,25 m Reihen⸗ und 0,75 m Pflanzenabſtand, in den beiden Frühjahren 1871 und 1876 be⸗ gründet. Die Fichten ſind im älteren Teile mit dem Buttlar'ſchen Eiſen, die Kiefern hingegen mittels der Hacke in große Löcher ge⸗ pflanzt worden. Die Pflanzung hat in den erſten Jahren ſtark durch Dürre und Graswuchs gelitten, ſo daß beträchtliche Ausbeſſerungen ſtattfinden mußten. In dem überaus harten Winter 1879/80 ²) erfroren ſämtliche Seekiefern, und wurden im Frühjahr 1880 an deren Stelle Lärchen, Weymoutskiefern und Schwarzkiefern eingebracht. ¹) Die niedrigſten Temperaturen in Gießen haben nach Aufzeich⸗ nungen im botaniſchen Garten betragen: 1830. Febr.— 28,0°R. 1864. Jan.— 15,0°R. 1878. Dez.— 12,3 R. 1850. Jan.— 27,0„ 1865. Febr.— 19,0„ 1879. Dez.— 25,0„ 1852. März— 7,8„ 1866. Okt.— 6,5„ 1880. Jan.— 21,0„ 1853. Dez.— 22,0„ 1867. Dez.— 15,0„ 1881. Jan.— 23,0„ 1854. Jan.— 13,0„ 1868. Jan.— 13,1„ 1882. Febr.— 11,0„ 1855. Febr.— 23,2„ 1869. Dez.— 15,7„ 1883. Dez. 11,0„ 1856. Dez.— 13,4„ 1870. Dez.— 16,0„ 1884. Nov.— 10,0„ 1857. Febr.— 13,6„ 1871. Dez.— 20,0„ 1885. Dez.— 14,2„ 1858. Nov.— 22,0„ 1872. Jan.— 6,0„ 1886. Jan.— 12,8„ 1859. Dez.— 16,0„ 1873 Dez.— 8,0„ 1887. Dez.— 16,0„ 1860. Fehr.—11,3„ 1874. Febr.— 16,0„ 1888. Jan. 21,5 ⸗ 1861. Jan.— 23,0„ 1875. Dez.— 17,0„ 1889. Febr.— 22,8„ 1862. Jan.— 14,2„ 1876. Jan.— 14,5„ 1863. Dez.— 7,2„ 1877. Dez.— 10,8„ — 4,— Durchſchnittsalter(1889): 19 Jahre. Kulturkoſten: 16,71 M. oder 2,94 M. pro Hundert. Im Herbſt 1883 wurden den Kiefern, welche die Fichten zu über⸗ wachſen drohten, von unten her je 4 Quirle abgenommen. Im Herbſt 1885 erfolgte die Fortſetzung dieſer Entaſtung um 1—3 weitere Quirle und der Aushieb der je zweiten Kiefer innerhalb der Reihen. Im ganzen wurden hierbei 147 Stangen von 0,2 bis 7,6 cm Mitten⸗Durchmeſſer(4,5 cm i. M.) und 1,4— 5,7 m Länge (3,6 m i. M.) ausgehauen. Das geſamte Hiebsergebnis betrug 1,05 fm Prügelholz und Reiſig. Bei der Reviſion im Sommer 1887 ergaben fi ſelnende Höhen: Y(Anzahl V Alter ittle iſe Höhe der Holzarten Jahre Höhe gemeſſenen 3 m m Pflanzen ſicfttr 20 6,63 V 760606 39 desgl. 15 e 7,00 45 Schwarzkiefer.. 11=15 3,22 4, ,40 12 Weymoutskiefer. 11— 15 4,07 4,40 12 Fichte 20 4,36 7,30 30 desgl. 15 1,94 3,363 45 Lärche... 11 2,81 3,90 30 Der geringe Höhenwuchs bei der Lärche erklärt ſich aus der durch die Nachbeſſerung zu gedrängten Stellung dieſer Holzart. Im Herbſt 1889 erfolgte der weitere Aushieb von 53 dürren Stangen) und zwar 46 Lärchen, 6 Schwarzkiefern und 1 Weymouts⸗ kiefer. Das Arſorbeitunihes deii betrug 0,08 fm Reiſig. Ende 1889 befanden ſich in der Abteilung im ganzen noch 884 Stangen und zwar 186 Kiefern(47 ältere und 139 jüngere), 18 Weymouts⸗ kiefern, 33 Schwarzkiefern, 34 Lärchen und 613 Fichten(352 ältere und 261 jüngere). Be der Aufuah me im Herbſt 1889 ergaben ſich folgende Höhen: ſ9 Mittlere„ Anzahl Alter 1 Größte Höhe der Holzarten Fahr Höhe gemeſſenen m m Pflanzen Rititr...... 2. oo 9, desgl. 17 6,46 7,75 50 Schwarzkiefer.. 13— 17 4,82 5,90 33 Weymoutskiefer. 13— 17 5,11 6. 30 18 Ficte.... 22 5,56 3,90 150 desgl. 17 3,07 5,20 150 Lärche.... 13 4,26 5,30 34 45— Abteilung 7. 11,50 ar. Eichen; Dreieckspflanzung und zwar 16 Reihen mit 3 jährigen Pflanzen in 1 m Abſtand, in den Frühjahren 1871, 1873 und 1876 angelegt. 1871 wurden im unteren Teile(nach der Straße hin) 296 Stummelpflanzen in Spalte, unter Anwendung von 2 hl. Raſenaſche, gepflanzt; die übrigen(ſpäter gepflanzten) 916 Pflanzen ſind nicht geſtummelt und ohne Beigabe von Raſenaſche verpflanzt worden. Die Kultur hat in den erſten Jahren ſtark durch Mäuſe gelitten. Durchſchnittsalter(1889): 18 Jahre. Kulturkoſten: 21,09 M. oder 1,73 M. pro Hundert. Hiervon kommen 48% auf das Löcheranfertigen und 52% auf das Pflanzen(inkl. Ausheben). Die 5 öſtlichen Reihen werden ſeit etwa 10 Jahren alljährlich im Herbſte beſchnitten, die 6 folgenden bleiben unbeſchnitten, die 5 weſtlich anſtoßenden werden in gleicher Weiſe wie die 5 öſtlichen Reihen aber alljährlich im Frühjahr beſchnitten. Bei der Reviſion im Herbſt 1889 ergaben ſich folgende Stück⸗ zahlen und Höhen: e Mittlere Gröf Anzahl Stück⸗ Alter Mittlere Größte 3 Holzart und Be Höhe Höhe er Holzart und Behandlung zahlen Jahre Höhe Höhe gemeſſenen m m Pflanzen Eiche, im Herbſt beſchnitten 210 22 4,63 7,90 75 „„ Frühjahr„ 210 22 4,35 7,60 75 „ unbeſchnitten 249 22 4,49 7,80 75 „ im Herbſt beſchnitten 161 17 2, 96 5,10 75 „„ Frühjahr„ 149 12 2,40 4,90 75 „ unbeſchnitten 185 17 2,64 4,80 75 Nach dieſer Aufnahme würde es den Anſchein gewinnen, als ob ein(mäßiges) Beſchneiden im Herbſte den Längenwuchs der Eiche etwas befördere. Das Plus der Höhe in Prozenten der Höhe der unbeſchnittenen Pflanzen ſtellt ſich bei den älteren Pflanzen auf 3%(Herbſtſchnitt), bei den jüngeren Pflanzen auf 12%(Herbſt⸗ ſchnitt). Der Frühjahrsſchnitt zeigte ſich aber geradezu ungünſtig. Im ganzen ſtehen(1889) noch 1164 Eichen in dieſer Abteilung und zwar 669 ältere und 495 jüngere. Abteilung 8. 11,55 ar. Linden; Dreieckspflanzung und zwar 13 Reihen mit 5⸗ bis 6 jährigen Pflanzen in 1,25 m Abſtand, teils im Frühjahr 1873, teils im Frühjahr 1876 ausgeführt. Gewöhnliche Lochpflanzung. 46— Durchſchnittsalter(1889): 20 Jahre. Kulturkoſten: 21,87 M. oder 2,80 M. pro Hundert. Hiervon fallen 40% auf das Löchermachen und 60% auf das Pflanzen(inkl. Transport). Auch hier werden ſeit 1880 die 4 öſtlich liegenden Reihen alljährlich im Herbſt beſchnitten, die 4 weſtlich liegenden hingegen im Frühjahr. Die 5 dazwiſchen liegenden bleiben unbeſchnitten. Bei einer Reviſion im Herbſt 1889 ergaben ſich folgende Verhältniſſe: — Stic Alter Mittlere Größte A in hl Holzart und Behandl Hö 5 1 Holzart un ehandlung zablen Jahre Höhe Höhe gemeſſenen — m m Pflanzen 6 ſ 5“ Linde, im Herbſt beſchnitten 133 22 4,33 6,90 50 „ Frühjahr„ 142 22 4,00 6,35 50 „ unbeſchnitten 174 22 4,00 6,90 50 „ im Herbſt beſchnitten 87 19 3,15 5,00 50 „„ Frühjahr„ 90 19 3,84 5,00 50 „ unbeſchnitten 107 19 2,98 5,00 50 Auch hier zeigen die beſchnittenen Pflanzen(wenigſtens die 19 jährigen) eine größere Längen⸗Entwickelung als die nicht be⸗ ſchnittenen. Ob aber der Herbſt- oder der Frühjahrsſchnitt den Vor⸗ zug verdient, iſt hieraus nicht beſtimmt zu erſehen, indem bei den 22 jährigen Pflanzen der Herbſtſchnitt, bei den 19 jährigen der Frühjahrsſchnitt die beſten Reſultate gewährte. Das Plus der Höhe in Prozenten der Höhe der unbeſchnittenen Pflanzen ſtellt ſich bei den: älteren Pflanzen auf 8%(Herbſtſchnitt) und 0%(Frühjahrsſchnitt), jüngeren„„ 6 ⁄%0„„ 29%. Im ganzen ſind(1889) noch 733 Linden vorhanden und zwar 449 ältere und 284 jüngere. Abteilung 9. 11,40 ar. Miſchpflanzung von 16 Holzarten, in regelmäßigen Horſten von Quadrat⸗ oder Oblongform, in 0,85 m Reihen⸗ und 0,80 m Pflanzenabſtand, im April 1873 mit 2— 5jährigen Pflanzen ausgeführt. Gewöhnliche Lochpflanzung mit der Hacke. Tagesleiſtung eines Arbeiters: 162 Löcher. Die Gruppierung von der extremſten Schatten⸗ bis zur extremſten Lichtholzart iſt folgende: Weißtanne, Fichte,— Rotbuche, Schwarzkiefer,— Linde, Hainbuche,— Eſche, Eiche,— Ahorn, Roterle,— Weymoutskiefer, — gemeine Kiefer,— Ulme,— Birke, Schwarzpappel,— Lärche, zuſammen 1579 Pflanzen. 47 Durchſchnittsalter(1889): 19 Jahre. Kulturkoſten: 40,89 M. oder 2,59 M. pro Hundert. Hiervon entfallen 41% auf das Löcherfertigen, 11% auf Ausheben und Transport und 48% auf das Pflanzen. Von den Ulmen und Schwarzpappeln(Setzſtangen) mußte der größte Teil wegen Abſterbens ausgehauen werden. Außerdem erfolgte ein großer Abgang bei den Weymoutskiefern infolge des Wurzelſchwamms(Trametes radiciperda R. Hrtg.). Die ſeit 1881 ausgehauenen dürren Stangen lieferten zuſammen 0,24 fm Reiſig. Die mittleren Stückzahlen und Höhen betrugen(1889): 1 Anzahl Ord.⸗. 1 Stück⸗ Mittelhöhen der Nr. Holzatten zahlen m gemeſſenen Pflanzen 1 Weißtanne.... 80 2,52 25 2 Fichte. 78 6,25 25 3 Rotbuche..... 77 3,84 25 4 Schwarzkiefer... 60 5,16 25 5 Linde...... 79 5,45 25 6 Hainbuche.... 79 4,23 25 7 Eſche...... 81 4,39 25 8 Eiche...... 74 4,77 25 9 Abhorn...... 74 5,69 25 10 Roterle..... 56 7767 25 11 Weymoutskiefer... 44 6,83 25 12 Kiefer...... 115 7,17 25 13 Uulme...... 12 2,65 12 14 Birke...... 155 7,97 25 15 Schwarzpappel... 5 4,88 5 16 Lärche 50 7,22 25 Summe: 1119— 367 Der Geſamtabgang ſeit 17 Jahren hat hiernach 460 Pflanzen oder ca. 29% betragen. Abteilung 10. 8,16 ar. Eſchen; Reihenpflanzung, 7 Reihen, mit etwa 4jährigen Pflanzen in 1,5 m Reihen⸗ und 1 m Pflanzenabſtand, im April 1872 ausgeführt. Die Löcher ſind mit dem Bohlken'ſchen Erd⸗ bohrer angefertigt worden. Durchſchnittsalter(1889): 22 Jahre. Kulturkoſten: 8,91 M. oder 1,74 M. pro Hundert. 76% fallen auf die Lochanfertigung und 24% auf die Pflanzung. Tagesleiſtung eines Arbeiters: Herſtellung von 106 Pflanzlöchern 48 von 26 cm Weite und 22— 25 cm Tiefe oder Einſetzen von 296 Pflanzen. Auf der einen Hälfte dieſer Abteilung wird der Graswuchs ſeit 1872(inkl.) alljährlich abgeſichelt, auf der anderen Hälfte hingegen belaſſen, um den Einfluß der Grasnutzung auf das Holz⸗ wachstum ſ. 3. konſtatieren zu können. In der gegraſten Hälfte ſind jährlich Nachbeſſerungen nötig geworden, noch im Frühjahr 1887 mit 36 Pflanzen. Im Sommer 1888 wurde die Kultur ſtark vom Eſchenrüſſel⸗ käfer(Cionus fraxini de Geer) und der ſpaniſchen Fliege(Lytta vesicatoria L.) heimgeſucht; im Sommer 1889 zeigte ſich die Eſchenwolllaus(Chermes fraxini Kalt.) in größerer Menge. Bei einer Aufnahme ſämtlicher Pflanzen im Herbſt 1889 ergaben ſich folgende Längen: . 2 Alter Mittlere Größte Araah Bezeichnung Saßte Höhe Höhe gemeſſenen m m Pflanzen Nicht gegraſter Teil... 2 4,80 750 219 Gegraſter Teil... 22 3.30 10 220 Differenz, bezw. Summe: V— 1,50 60,40 509 Die mittlere Höhe der Pflanzen in dem nicht gegraſten Teile beträgt hiernach zur Zeit 1,50 m(46%) mehr als in der gegraſten Fläche. Einen Teil dieſes Unterſchiedes wird man wohl dem Umſtande zuſchreiben müſſen, daß die nicht gegraſte Abteilungs⸗ hälfte durch den ſüdwärts vorliegenden höheren Miſchbeſtand(Abt. 9) einigen Schutz gegen Austrocknung und Froſt genießt; bloß hieraus iſt aber obiges Ergebnis nicht herzuleiten. Die Grasnutzung hat alſo in dem vorliegenden Falle unzweifelhaft nachteilig auf das Längenwachstum gewirkt. Zur Aufnahme der Bruſthöhenſtärken iſt der Beſtand noch zu jung.. Diſtrikt III. Flächengröße: 1,1955 ha Holzboden, 0,1298 ha Schneißen, Wege, Gräben, 0,0540 ha ſonſtige Grundſtücke, 1,3793 ha im ganzen. In den Abteilungen 6, 8 und 9 dieſes Diſtriktes ſind kom⸗ parative Unterſuchungen über Du rchforſtungen und Auf⸗ aſtungen im Gange. — 49— Abteilung 1. 5,40 ar. Schmaler Feldrain, mit 23 Obſtbäumen beſetzt und zwar 12 Birn⸗, 10 Apfelbäumen und 1 Zwetſchenbaum. Abteilung 2. 5,86 ar. Weißtannen; Hügelpflanzung mit 5 jährigen Pflanzen im Quadratverband(abgeſehen von der Randreihe) in 1,5 m Ab⸗ ſtand, im April 1872 ausgeführt. Die Hälfte der Hügel blieb ungedeckt. Durchſchnittsalter(1889): 23 Jahre. Kulturkoſten: 13,69 M. oder 5,16 M. pro Hundert. Hiervon kommen auf: Zubereitung der Erde..... 3 Anfahren und Anſchütten der Hügel. 3 Ausheben und Transport der Pflanzen Ausführung der Pflanzung... 2 Decken der 132 Hügel Die Koſten ſtellen ſich für: 100 gedeckte Hügel auf 5,53 M. 100 ungedeckte„„ 1,80„ An Stelle der eingegangenen Weißtannen wurden im Früh⸗ jahr 1883 ca. 30 Stück verſchulte 6 jährige Balſamtannen eingepflanzt. Im Herbſte 1889 betrug die geſamte Stückzahl 265 und ergaben ſich folgende Höhen: Alter Mittllere Größte Anzuhl 2 3 9 2 2 r H ol zarten Jahre Höhe Höhe gemeſſenen 4 m m Pflanzen Weißtanne..... V 23 2,63 V 5,20 30 Balſamtanne.... V 1s3 24, 415 30 Die Pflanzung hat faſt alljährlich durch Spätfröſte gelitten und ſich ungleichmäßig entwickelt. Ein Teil der Hügel iſt von gelben Ameiſen durchlöchert worden, woraus ſich das oben erwähnte Eingehen hauptſächlich erklärt. Ein bemerkenswerter Unterſchied zwiſchen dem Wuchſe der Pflanzen in den gedeckten und den nicht gedeckten Hügeln hat ſich nicht herausgeſtellt. Das Wachstum der Balſamtanne iſt beſſer als dasjenige der gemeinen Tanne. Heß, Forſtgarten, II. Aufl. 4 Abteilung 3. 9,49 ar. e Hainb uchen; Dreieckspflanzung, 12 Reihen, mit etwa 4 jährigen Pflanzen in 1,25 m Abſtand, im März 1872 ausgeführt. Gewöhnliche Lochpflanzung. Tagesleiſtung: 90 Löcher von 25 cm Durchmeſſer und Tiefe. Durchſchnittsalter(1889): 22 Jahre. Kulturkoſten: 19,29 M. oder 2,76 M. pro Hundert. Hiervon kommen 64% auf das Löcheranfertigen und 36% auf das Pflanzen. Auch hier iſt der Graswuchs ſeit 1872(inkl.) auf der einen Hälfte alljährlich entfernt, auf der anderen hingegen be⸗ laſſen worden. Einige Partieen haben ſich aber inzwiſchen ſo ge⸗ ſchloſſen, daß der Graswuchs überhaupt verſchwunden iſt. Bei der Reviſion im Herbſt 1889 ergaben ſich folgende Höhen: Mittlere Größte Anzahl der B ich Alter 4 ezeichnu ng Jahre Höhe Höhe gemeſſenen 1 5 m m Pflanzen Nichtgegraſter Teil... V 222 1423 Ä 670 50 Gegraſter Teil. 22 3,98 7,30 50 Differenz, bezw. Summe:— 0,25— 0,60 100 d. h. ein Plus von 0,25 m zu Gunſten der Hainbuchen in dem nicht ge⸗ graſten Teile. Auch hier hat ſich alſo die Graſung nachteilig erwieſen. Die Geſamtzahl der Pflanzen betrug(1889) 616 Stück und zwar 314 in der nicht gegraſten und 302 in der gegraſten Hälfte. Abteilung 4. 8,82 ar. Fichten und Rotbuchen; in 12 regelmäßig abwechſelnden Reihen; Quadratpflanzung mit 4 jährigen Pflanzen in 1 m Abſtand, in Löcher von 25 cm Weite und Tiefe, im Frühjahr 1872 ausgeführt. Durchſchnittsalter(1889): 22 Jahre. Kulturkoſten: 21,69 M. oder 2,53 M. pro Hundert. Hiervon kommen 50% auf das Löcheranfertigen und 50% auf das Pflanzen(mit Einſchluß der Nebenarbeiten). Ein Arbeiter fertigte in einem Tage 107 Löcher; eine Arbeiterin ſetzte 122 Pflanzen. Die erforderlichen Nachbeſſerungen erſtreckten ſich vor⸗ wiegend auf die Rotbuchen. Die Miſchung war abſichtlich mit gleichalterigen Fichten und Rotbuchen erfolgt, um den Studierenden vor Augen zu führen, daß in dieſem Falle die Rotbuche— trotz ihres Schatten⸗Erträgniſſes— von der Fichte ſtets überwachſen wird; dies iſt inzwiſchen geſchehen. Die noch vorhandenen Rotbuchen friſten ein höchſt kümmerliches Daſein zwiſchen den Fichten und werden im Laufe der Zeit un⸗ zweifelhaft ſämtlich eingehen. Bei der Reviſion im Herbſt 1889 ergaben ſich folgende Längenverhältniſſe: Alter Mittlere Größte Anzahl Holzarten V Höhe Höhe gemeſſenen V Dahr⸗ m m Pflanzen Fichte. V 22 6,38 9,70 50 Rotbuche. 22 3,40 6,90 50 Geſamtzahl(1889) 707 und zwar 432 Fichten und 275 Rotbuchen. Abteilung 5. 8,89 ar. Eſchen; Reihenpflanzung, 8 Reihen, mit 4jährigen Pflanzen, in 1,5 m Reihen⸗ und 1 m Pflanzenabſtand, im Frühjahr 1872 ausgeführt. Die Löcher ſind im Herbſt 1871 mit dem Bohlken'ſchen Erdbohrer angefertigt worden. Tagesleiſtung eines Arbeiters: 64 Löcher von 26 cm Tiefe und Weite. Die geringe Leiſtung erklärt ſich aus der Bodenverwurzelung(von dem angrenzenden Fichtenbeſtande her) und der außerordentlichen Bodentrocknis in dem betreffenden Jahre. Durchſchnittsalter(1889): 22 Jahre. Kulturkoſten: 21,58 M. oder 3,90 M. pro Hundert. Hiervon kommen auf: Herſtellung der Löcher 58 Pflanzung... 18, Pflanzenausheben. 3 ¼%. Nebenarbeiten.. 12]* Transportt. 9 Auch hier wird das Gras auf der einen Hälfte ſeit 1872(inkl.) alljährlich abgeſichelt, auf der anderen hingegen nicht. Bei einer Aufnahme ſämtlicher Pflanzen im Herbſt 1889 er⸗ gaben ſich folgende Längen: Alter ——— V Mittlere Größte Anan hl 7 5 Huöhe Bezeichnung 1 Höhe Höhe gemeſſenen — V Jahre V m m Pflanzen Nichtgegraſter Teil.... 22 1,54 4,90 261 Gegraſter Teil...... V 22 2,44 6,80 255 Differenz, bezw. Summe:—— 0,90— 1,90 516 Dditeſes Reſultat muß befremden, weil ſich bei dem gleichartigen Verſuche in II. 10(S. 48) das Gegenteil ergeben hat. Im vor⸗ 4* 52— liegenden Falle haben ſich aber mit der Zeit zu Ungunſten der Pflanzen auf der nicht gegraſten Hälfte ein ſo ſtarker Seitendruck und ein ſolches Uebergreifen der Wurzeln ſeitens der benachbarten 41jährigen Fichten(Abteilung 6) geltend gemacht, daß die urſprüng⸗ liche Gleichmäßigkeit des Pflanzenwuchſes auf beiden Hälften immer mehr verloren gegangen iſt. Die Fortſetzung des Graſungsverſuches erſcheint daher nicht mehr angezeigt. Abteilung 6. 30,85 ar. Fichtenſtangenholz, mit einigen eingeſprengten Kiefern und Stieleichen; 41jährig, vollkommen geſchloſſen und von gutem Wuchs, durch Zwillingspflanzung im Dreiecksverband in 1,3 m Abſtand auf Beeten begründet. Durch zwei ſich kreuzende Mooswege zerfällt dieſe Abteilung in vier Unterabteilungen, welche einer verſchiedenen Behandlung unterworfen ſind. Die Stämme in den Unterabteilungen a und b ſind unaufgeaſtet geblieben. Die Stämme in den Unter⸗ abteilungen e und d hingegen ſind zu verſchiedenen Zeiten und auf verſchiedene Höhen aufgeaſtet worden, um den Einfluß der Aufaſtung überhaupt, ſowie der Zeit und Höhe der Aufaſtung auf den Wuchs der Fichte ausfindig zu machen ¹). Im ganzen haben bis jetzt fünf Aufaſtungen in fünfjährigen Zwiſchenräumen ſtattgefunden, jedoch ſind die betreffenden Verſuche noch nicht zum Abſchluſſe gelangt. Unterabteilung 6a. 8,84 ar. An Durchforſtungs⸗“) und ſonſtigen Vor⸗Erträgen hat dieſe Unterabteilung geliefert: Anzahl und Zeit Beſtandes⸗ Genutzte Stangen miſſs der alter Anzahl Mittelhöhe Sharholg ro 5 Durchforſtungen Jahre 1 i fereiia vertch 1. Oktober 1870. 22 16 V 2 1,06 12,0 2. November 1874. 26 19— 0,04 0,5 3. Oktober 1877. 29 22— 0,08 0,9 4. Dezember 1879. 31 129 5,1 1,00 11,3 5. November 1884. 36 84 8,2 1,90 21,5 6. November 1889. 41 76 10,5h 3,08 34,8 Durchforſtungsergebnis im V ganzen. V 346 V— 7,16 81,0 ¹1) Dr. Heß: Beiträge zur Aufaſtungsfrage(Allgemeine Forſt⸗ und Jagdzeitung, 1874, S. 37— 47).— In dieſem Artikel wurde namentlich die vorzügliche Leiſtungsfähigkeit der Alers'ſchen Flügelſäge nachgewieſen. ¹) Die Durchforſtungen wurden in allen vier zuſammengehörigen Unter⸗ abteilungen nach demſelben Prinzipe und zwar mäßig ausgeführt. — 53— Anzahl und Zeit Beſtandes⸗ EGennutzte Stunden— Meiſen⸗ Maſſengehalt 7 der Qalter Anzahl Mittelhöheſ Shaſtholz⸗ dereshe Durchforſtungen Jahre Luni— und Aiereiſe ſn Uebertrag: 346— 746 81,0 Hierzu kommen: 7. Nov. 1874(Modellſtämme). 838ö 8,9 0,10 3,4 8. Dez. 1879(dergl.) 3 11,5 0,20 2 Fällungsergebnis im ganzen. 352— 7,46 84,4 Die wiederholten Maſſenaufnahmen ergaben: Ermittelte am. mn am am Verhältniſſe 2 März 27. Nov. 15. Dez. 18. Nov. 23. Nov. 1871 1874 1879 1884 1889 T 1. Beſtandesalter; Jahre 22 26 V 31 V 36 41 2. Stammzahl... 607 588 1434 347 271 3. Stammzahl, berechnet pro ha. 6866 6651 4909 3925 3065 4. Mittlerer Standraum pro Stamm; am. 1,46 1,50 2,04 2,55 3,26 5. Grenzen der Bruſt⸗ höhen⸗Durchm.; cm 1— 13 Schaftkreisflächen⸗ V ſumme des Beſtan⸗ des; qm.... 2,08 7. Schaftkreisflächen⸗ ſumme pro ha; qm 23,5 8. Durchmeſſer des Mit⸗ telſtammes; cm. 6,6 7,9 10,3 12,0 14,2 9. Mittlere Höhe der Modellſtämme: m 6,5 8, 11,5 13,4 15,5 10. Bruſthöhenformzahl Idoerſelben i. M.. 0,56 0,55 0,53 0,56 0,55 11. Maſſengehalt des Be⸗ ſtandes ¹); fm.. 7,63 14,06 22,06 29,46 36,64 12. Maſſengehalt, berech⸗ V net pro ha; fm. 86 159 249 333 414 13. Jährl. Durchſchnitts⸗ V zuwachs pro ha; fmü 3,9 6,1 V 8,, 9O02 10,1 Dieſer Beſtand ſoll unaufgeaſtet bleiben, um als Ver⸗ gleichsbeſtand zu den Unterabteilungen 6c und 6d zu dienen. ¹) Die Ermittelung des Beſtandsmaſſengehaltes hat hier und in allen nachſtehenden Fällen nach der Methode des arithmetiſch⸗mittleren Modell⸗ ſtammes ſtattgefunden, da dieſes Verfahren bei der Regelmäßigkeit und ge⸗ ringen Ausdehnung der betreffenden Beſtände hinreichende Richtigkeit garan⸗ tieren dürfte. Die Kluppierung der Modellſtämme iſt bei den meiſten Auf⸗ nahmen am Stehen erfolgt. 54 Unterabteilung 6b. 1,66 ar. An Durchforſtungs⸗ und hat dieſe Unterabteilung Deliefert. ſonſtigen Vor⸗Erträgen Anzahl und Zeit Beſtandes⸗ Genugte Stangen Maſſen⸗ der alt Maſſengehalt gehalt, er Anzahl Mittelhöhe Schaftholz pro ha Dur chforſtungen Jahre 3 und Aſtreiſig berechnet V fm fm 1. Oktober 1870 22 3 0,20 12,0 2. Oktober 1877 29 2— 0,01 0,4 3. Dezember 1879. 31 21 4,8 0,14 8,4 4. November 1884. 36 15 7,8 0,32 19,1 5. November 1889 41 6 100,6 0,35 21,1 Durchforſtungsergebnis im ganzen 44— 1,02 61,0 Hierzu kommt: 6. Nov. 1874(Modellſtamm). 1 8,4 0,03 4,8 Fällungsergebnis im ganzen. 48— 1,10 65,8 Die iederdollen Maſſenaufnahmen ergaben: E. Erſte Zweite Dritte Vierte Fünfte Ermittelte am eam am am am ½ Verhältniſſe 28. März 27. Nov. 15. Dez. 18. Nov. 23. Nov. 5 1871 1874 1879 1884 1889 1. Beſtandesalter; Jahre 22 26 31 36 41 2. Stammzahl. 892 92 68 53 47 3. Stammzahl, berechnet pro ha 5542 5542 4096 3193 2831 4. Mittlerer Standraum pro Stamm; qam. 1,80 1,80 2,44 3,13 3,53 5. Grenzen der Bruſt⸗ höhen⸗Durchm.;em 2— 11 2— 13 4— 15 7— 18 9— 21 6. Schaftkreisflächene ſumme des Beſtan⸗ V des; qm.. 0,30 0,44 0,61 0,69 0,81 5 Schaftkreisflächen⸗ ſumme pro ha; qm 18,3 26,8 36,8 41,9 48,8 8. Durchmeſſer des Mit⸗ telſtammes; em. 65 78 10,7 12,0 148 9. Mittlere Höhe der Modellſtämme; m. 6,5 8,4 11,5 12,4 15,7 10. Bruſthöhenformzahl V derſelben i. M.. 0,56 0,55 0,53 0,54 0,52 11. Maſſengehalt des Be⸗ V ſtandes; fm... 1,11 2,08 3,74 4,72 6,66 12. Maſſengehalt, berech⸗ net pro na; 1m. 67 125 225 284 401 I5. Jährl. Durchſchnitts⸗ V zuwachs pro ha; fm 3,0 4,8 7,3 7,9 9,8 — 55— Auch dieſer Beſtand ſoll als Vergleichsbeſtand dienen, daher nicht aufgeaſtet werden. Unterabteilung 6c. 12,86 ar. An Durchforſtungs⸗ und ſonſtigen Vor⸗Erträgen hat dieſe Unterabteilung Eee. Anzahl und Zeit Beſtande 8⸗ Genutzte Stangen Maͤſtede der alter M Va ſerhehent Tchalt⸗ Anzahl. ittelhöhe una Mtkerg verechnet Durchforſtungen Jahre n 44 9 ee 1. April 18,0 21 236 e 2. April 1875 26 25— 0,08 0,6 3. Oktober 1877. 29 2½6— 60,00 4. Dezember 1879. 31 193 5,3 1,69 V 13,2 5. November 1884. 36 182 8,6 4,29 33,4 6. November 1889. 41 83 10, 3,40 26,5 Durchforſtungsergebnis im ganzen. V 742— 10,06 V 78,4 Hierzu kommen: V .April 1881(Aushieb dürrer ₰ Stangen). 8— 0,04 8. Jan. 1882(Modellſtämme) 2 11,6 0,14 4,6 9. 24. 25. Jan. 1890(Windfall) 2 15.0 041[ Fällungsergebnis im ganzen. 754— 10,65 83,0 Die wiederholten Maſſenaufnahmen ergaben: S Erſte Zweite Dritte[Vierte Fünfte 8 Ermittelte am am am am am 5 Verhältniſſe 17. März 20. April 28. Jan. 15. Nov. 23. Nov. 1871 1875 1882 1884 1889 1. Beſtandesalter; Jahre 22 26 33 36 41 2. Stammzahl... 868 843 619 437 354 3. Stammzahl, berechnet pro ha. 6750 6555 4813 3398 2752 4. Mittlerer Standraum pro Stamm; am. 1,48 1,52 2,08 2,94 3,63 5. Grenzen der Bruſt⸗ höhen⸗Durchm., cm 1— 14 2— 18 5— 23 6— 26 7— 32 6. Schaftkreisflächen⸗ ſumme des Beſtan⸗ des; Im.... 3,02 4,03 5,47 5,41 5,81 7. Schaftkreisflächen⸗ ſumme pro ha; am 23,5 31,4 142,6 42,0 45,2 8. Durchmeſſer des Mit⸗ telſtammes; cm. 6,7 7,/ 10,6 12,5 14,4 56 Dritte Vierte Fünfte am am am 28. Jan. 15. Nov. 23. Nov 1888 1884 1889 11,7 13,⸗ 16,2 0,56 V 0,56 0,52 35,80 42,08 49,24 278 327 883 84 91 3 5 3 e Ermittelte Liſte 3weite 5 Verhältniſſe 17. März 20. April 65 1871 1875 9. Mittlere Höhe der Modellſtämme; m. 6,5 8,9 10. Bruſthöhenformzahl derſelben i. MN.. 0,56 0,56 11. Maſſengehalt des Be⸗ ſtandes; fm. 10,95 19,25 12. Maſſengehalt, berech⸗ net pro ha; fmä. 85 150 13. Jährl. Durchſchnitts⸗ zuwachs pro ha; fm 3,9 5,7 Aufaſtungen. Sämtliche Aufaſtungen wurden, inſofern nicht ausdrücklich das Gegenteil bemerkt iſt, mit der Alers'ſchen Flügelſäge, teils am Landgriffe teils an Stangen von der erforderlichen Länge ausgeführt. 1S 8 Ciſs ce 3 Hith Wierte Fünfie .;; 5. 2. 20./21. 12./15. 10./15. 1./5. Verhältniſſe April April Mak Aprit April. April 1870 1875 1875 ¹) 1881 1885 ²) 1890 ³) 4 Beſtandezalter; Jahre 21 26 26 32 37 42 . Aſtfreie Schafthöhe i. Mittel ſvor der Aufaſtung; m 0,14 1,79 2,40 3,40 5,90 8,80 nach der Aufaſtung; m 1,79 2,40 3,40 5,90 8,80 9,50 ſin Teilen der Totalhöhe 0,30 0,27 0,40 0,50 0,60 0,59 3. Anzahl der Enan diiener Ouirle. 6—9 3—4 2 4 4 3 eafeeneffe 1 6 4 155 113 ellen. 50 5 9 181 5. an Reiſig ſ...3,00 1,12 0,98 3,62 3,10 2,26 ſdürr 150 36 26 114 50 39 Von den Wellen waren larün 20 23 67 105 74 Zeitaufwandi. ganzen; Tage 9,80 3,60 2,45 7,50 8,50 8,95 Geſamtkoſten; Mark 16,80 6,48 4,41 13,50 15,30 18,50 Hiervon kommen Prozente lauf die Aufaſtung 71 44 51 47 65 68 lauf das Wdelef ehiiden 29 56 49 53 3 32 tangen 124 527 175 Leiſtung pro Tag! Wellen. 53 28 5 45 32 38 Durchſchnittl. Koſtenbetrag pro Stamm(inkl. Wellen⸗ d. V binden); Pfennige 1,9 0,7 0,9 2,1 3,5 5,2 4) Dieſe Aſtung erſtreckte ſich auf nur 476 Stangen oder ca. 56 pCt. der Geſamtzahl. ²) Dieſe Aſtung fand mittels Leiter und der gewöhnlichen Baumſäge ſtatt. ³) Ebenfalls Leiteraſtung; Theerung der Randſtämme. — 7— Unterabteilung 6d. 7,49 ar. An Durchforſtungs⸗ und ſonſtigen Erträgen hat dieſe Unterabteilung geliefert: Anzahl und Zeit Beſtandes⸗— Genutzte Stangen Maſſen⸗ der lt Y Maſſengehalt gehalt, er alter Anzahl Mittelhöhe Schaftholz wro Aa. Durchforſtungen Jahre 3 1 und dſt Aſtreiſig edcue I Im 1. November 1877. 26 4— 0,0e 04 2. Oktober 1877. 2 1— 6,09 1492 3. Dezember 1879. 31 117 V 5,6 1,16 15,5 4. November 1884. 36 94 9,2 2,68 35,8 5. November 1889. 44 3909 123,1 2,18 2941 Durchforſtungsergebnis im anzen 270— 6,14 82,0 . 0 7 Hierzu kommen: 6. Nov 1874(Modellſtämme). 3 9,3 0,11 30 7. Dez. 1879(dergl.). 2 11, 0,12 G 5 Fällungsergebnis im ganzen. 275— 6,37 85,0 Die wiederholten Maſſenaufna 1 men ergaben: S. ſ[Erſte Zweite D(Vierte Fünfte 1 Ermittelte am e m am am 8 Verhältniſſe 11. März 27. Nov. 10. Dez. 15. Nov. 23. Nov. Q 1871— 1874 1879 1884 1889 1.] Beſtandesalter; Jahre 22ſ¹ 26 31 36 41 2. Stammzahl. 490 V 486 350 254 215 3. Stammzahl, berechnet pro ha. 6542 6488 4673 3391 2870 4. Mittlerer Standraum pro Stamm; qam. 1,52 1,54 2,14 V 2,95 3,48 5. Grenzen der Bruſt⸗ höhen⸗Durchm.; cem 2— 11 3— 18 5— 23 6— 25 8— 29 6. Schaftkreisflächen⸗ ſumme des Beſtan⸗ des; am.... 1,98 2,7) 322 3.39 3,66 7 Schaftkreisflächen⸗ ſumme pro ha; qm 26,5 37,3 43,0 45,2 48,9 8. Durchmeſſer des Mit⸗ telſtammes; cm. 7,2 8,5 108 13,0 14,7 9. Mittlere Höhe der Modellſtämme; m. 6,9 9,3 11,9 13,6 16,0 10. Bruſthöhenformzahl derſelben i. M.. 0,56 0,58 0,58 0,54 0,54 11. Maſſengehalt des Be⸗ ſtandes; fſm.. 7,67 1525 18,87 24,81 31,39 12. Maſſengehalt, berech⸗ naet pro ha; fm. 10² 203 252 331 419 13. Jährl. Durchſchnitts⸗ zuwachs pro ha; fm 4,6 7,8 8,1 9,2 10,2 58— Aufaſtungen. ſvor der Aufaſtung; m. 0,15 1,96 3,15 5,73 8,80 Inach der Aufaſtung; m 1,96 3,15 5,73 8,80 10,23 in Teilen der Totalhöhe 0,30 0,34 0,50 0,60 0,64 3. Anzahl der abgenommenen 8 Eiſ Aadh Dritte Vierte Fünfte d 28./30. 28./30. 10./14. 11./16. 23./29. 5 Verhältniſſe Nov. Nov. Dez. Dez. Nov. 1869 1874 1879 1884 1889 1. Beſtandesalter; Jahre.. 21 26 31 36 41 2. Aſtfreie Schafthöhe i. Mittel Lmirle 10 3 4 3— 4 3—5 3— 4 4. Aufaſtungsergebnis Wellen 80 50 105 87 70 an Neiſig im.. 1,60 1,00 2,10 1,74 1,40 5. Von den Wellen waren ſdürr 80 50 54 39 30 Ugrün— 51 48 40 6. Zeitaufwandi. ganzen; Tage 6,5 2,7 5,4 5,8 8,5 7. Geſamtkoſten; Mark.. 11,14 5,13 9,72 10,44 20,25 8. Hiervon kommen Prozente ſauf die Aufaſtung.. 7oh 55 55 60 80¹) Lauf das Wellenbinden. 23 45 45 40 20 S en 117 7 9. Leiſtung pro Tag ſEtungen 43 8. 3 10. Durchſchnittl. Koſtenbetrag pro Stamm(inkl. Wellen⸗ binden), Pfennige.. 2,2 1,0 2,7 4,1 9,4 Abteilung 7. 21,1, 7 ar. Miſchpflanzung, im Frühjahr 1870 mit 10—12jährigen Rotbuchen, 3— 4jährigen Roteichen und je dazwiſchen 1jährigen Fichten in Reihen ausgeführt; auch einige Weißtannen. Die Rotbuchen und Roteichen ſtehen in 2,5 m Reihen⸗ und Pflanzen⸗ abſtand, die Fichten in 0,75 m Pflanzenabſtand. Letztere ſind teils mit dem Buttlar'ſchen Eiſen, teils mit dem Heyer'ſchen Hohl⸗ bohrer, teils mit dem Beile gepflanzt worden. Im Mai 1870 wurde der Boden zwiſchen den 4 erſten Fichten⸗ reihen(von Abt. 8 her gerechnet) auf einer Fläche von 528 qm umgeſpatet, um den Studierenden den Einfluß der Boden⸗ lockerung auf das Holzwachstum vor Augen zu führen). Durchſchnittsalter(1889): 30 Jahre(Rotbuchen), 23 Jahre(Roteichen und Tannen), 20 Jahre(Fichten). Kulturkoſten: 70,80 M.(inkl. 11,57 M. für Umſpatung) oder 17,82 M. pro Hundert Heiſter. ¹) In dieſem Prozentſatze iſt das Theeren der Randſtämme inbegriffen. ²) Dr. Heß: Einfluß der Bodenlockerung auf das Holzwachsthum (Centralblatt für das geſammte Forſtweſen, 1875, S. 142). ◻ 90 — ₰ 00 — — Die Kultur hat zumal in den 1870er Jahren ſtark durch Fröſte und große Bodenfeuchte gelitten(namentlich die Buchen) und viele Ausbeſſerungen nötig gemacht. Durch das Legen eines Drain⸗ ſtranges in der Äbteilung 11 hat ſich aber der Bodenzuſtand und hiermit das Wachstum ſichtlich gebeſſert. Im Herbſt 1889 wurden 670 Fichten zu Gunſten des Laub⸗ holzes ausgehauen; der Maſſengehalt derſelben betrug im ganzen 6,54 fm und zwar 1,04 fm Nutzholz und 5,50 fm Reiſig. Gleich⸗ zeitig wurden die ſtark vorwüchſigen Roteichen mit der Alers'ſchen Säge, unter Zuhülfenahme der Baumgabel, ſeitlich geſtutzt, um eine gutgeformte Krone herzuſtellen. Von beſonderem Intereſſe iſt die an Abteilung 8 ſtoßende Reihe von 76 Fichten. Dieſelbe mußte wiederholt nach— gebeſſert werden, weil die betreffenden Pflanzen durch Reflexhitze(von den Randſtämmen in Abteilung 8. herrührend) zum Teil abgeſtorben waren. Die Entwickelung dieſer Pflanzen iſt noch jetzt eine dürftige. Im ganzen ſind noch 665 Stangen vorhanden und zwar 158 Roteichen, 141 Rotbuchen, 338 Fichten und 28 Weißtannen. Von den Fichten wurden die auf 11 Reihen verteilten gleich⸗ mäßig erwachſenen 218 Stück zu einem komparativen Aufaſtungs⸗ verſuche beſtimmt, indem 109 Stangen im Januar 1890 auf⸗ geaſtet wurden, während die anderen 109 Stangen ungeaſtet blieben. Die Aufaſtung lieferte 0,28 fm Reiſig und verurſachte(inkl. Bindens und Setzens der Wellen) 1 Tag Zeitaufwand zu 2 M., wovon 0,55 Tage oder 1,10 M. auf das Aufaſten und 0,45 Tage oder 0,90 M. auf das Binden und Setzen der Wellen kommen. Die am 8. Februar 1890 vollzogene Aufnahme der geaſteten und der nicht geaſteten Fichten ergab folgende Verhältniſſe: In dem In dem aufgeaſteten nicht aufgeaſteten Teile des Beſtandes Teile des Beſtandes 109 Fichten 109 Fichten Vortrag Grenzen der Bruſthöhen⸗Durchmeſſer ¹); cm 1,4 9,1 0,9— 7,3 Schaftkreisflächenſumme; am.... 0,1816 0,1470 Durchmeſſer des Mittelſtammes; cm. 4,6 4,1 Mittelhöhe eines Stammes; m.... 4,37 3,93 Gräßte Höhe; m........ 8,10 6,20 Kleinſte Höhe; m........ 1,80 1,70 Höhe der Aufaſtung i. M.; m.... V 1,30— Größte Aufaſtungshöhe;m..... 1,80— Kleinſte Aufaſtungshöhe; m..... 0,90— ¹) Die Meſſung der Bruſthöhe in dieſer Abteilung fand, konform den Beſtimmungen der deutſchen Verſuchsanſtalten, in 1,3 m Höhe ſtatt, während bei den früher eingeleiteten komparativen Verſuchen die Bruſthöhe überall in 1,25 m Bodenhöhe abgegriffen worden war. 60— Abteilung 8. 13,76 ar. Fichtenſtangenholz, mit einzelnen eingeſprengten Kiefern und Eichen; in vollkommenem Schluß und von normalem Wuchs, 40 jährig. Durch Büſchelpflanzung in 1,5 m Reihen⸗ und 1 m Pflanzenabſtand begründet. Auch hier ſind genau in der bei Abteilung 6 beſchriebenen Weiſe Durchforſtungs⸗ und Aufaſtungsverſuche eingeleitet und die nachſtehenden Verhältniſſe erhoben worden. An Durchforſtungs⸗ und ſonſtigen Vor-Erträgen i dieſe Abteilung geliefert: e Anzahl und Zeit Beſtandes⸗ Genutzte Stangen Maſſen⸗ d lt g(Maſſengehalt gehalt, Dunchf 6 Alle Anzahl Mittelhöhe Ciafiholga Verecne Durchforſtungen Jahre m 4 ſtrei ig fm 1. Juli 1871. 22 155 4,0 0,89 ſ 6,5 2. Mai 1877... 28 79 5,2 0,59 4,3 3. Juli 18893 33 128 o e 208 4. Fuli 1887.. 3., 070 Durchforſtungsergebnis im V ganzen. 415— 7,24 52,7 Hierzu kommen: 5. 12. März 1876(Windfall).. 1 12,3 0,14 1,9 6. Oktober 1882(Modellſtamm) 1 14,5 0,12 35 Fällungsergebnis im ganzen. 417— 7,50 54,6 Die wiederholten Maſſenaufnahmen ergaben: * ſErſte Zweite Dritte Vierte Ermittelte Verhältniſſe 28. Okt. 4. Nov. 28. Okt. 29. Okt. 0◻ 1872 1877 1882 1887 1. Beſtandesalter; Jahre.. 23B 28 33 d 38 2. Stammzahl. 584 504 376. 322 3. Stammzahl, berechnet proha 4244 3662 2733 V 2340 4. Mittlerer Standraum pro Stamm; qm. 2,35 2,73 3,66 4,27 5. Grenzen der Bruſthöhen⸗ Durchmeſſer; cm.. 1 19 2—23 6— 26 8— 29 6. Schaftkreisflächenſumme— des Beſtandes; am.. 3,63 4,49 5,13 5,49 7. Schaftkreisflächenſumme pro ha;, qam.... 26,4 32,6 37,3 39,9 8 Durchmeſſer des Mittel⸗ ſtammes; cm. 8,9 10,6 13,/2 14,7 9. Mittlere Höhe der Modell⸗ V ſtämme; m... 9,0 11,6 13,7 15,0 — 61— weite Dritte Vierte Nov. 28. Okt. 29. Okt. ͤͤ((Erſte 3 Ermittelte Verhältniſſe 28. Okt. V 4. 1872 1877 1882 1887 10. Bruſthöhenformzahl der⸗ feiben i. M..... 048 0 55 0,53 0,58 11. Maſſengehalt des Beſtandes; i........ 15,86 29,35 37,65 47,88 12. Maſſengehalt, berechnet ppro ua; im.... 115 213 273 348 13. Jährlicher Durchſchnitts⸗ zuwachs pro ha; fmä. 5,0 7,6 8,3 9,1 Aufaſtungen. A Erſte ¹) Zweite Dritte Vierte 5 Verhältniſſe 25./31. 28./31. 28./31. 16./24. C Juli 1872 Juli 1877 Juli 1882 Juli 1887 1. Beſtandezalter; Fahre 23 28 33 38 2. Aſtfreie Schafthöhe i. Mittel vor der Aufaſtung; m.— 2,25 3,71 6,35 nach der Aufaſtung; m 2,25 3,71 6,35 8,70 ſin Teilen der Totalhöhe 0,30 0,36 0,50 0,58 3. Anzahl der abgenommenen Auirle..... 7.9 3 4 5 4—5 4. Aufaſtungsergebnis Aaße! Wellen 1 218 12 5 166 157 an Reiſig im.... 4836 2,50 332 3,14 .—5 2 0 5. Vonden Wellen waren Bürn 5 V 4 5 Pn 6. Zeitaufwandi. ganzen; Tage 12,5 4,5 V 6,9 9,4 7. Zeſamtkoſten; Mark.. 17,86 R9,00 13,75 23,30 8. Hiervon kommen Prozente ſauf die Aufaſtung.. 56 28 42 71 lauf das Wellenbinden. 44 72 58 29 G;[Stangen 83 400 131 48 9. Leiſtung pro Tag(Wellen 140 338 41 58 10. Durchſchnittl. Koſtenbetrag pro Stamm(inkl. Wellen⸗ binden); Pfennige 3,0 1,7 V 3,6 7,3 Abteilung 9. 14,38 ar. Unterabteilung 9a. 12,46 ar. Fichtenſtangenholz, mit einzelnen Eichen, Kiefern, Ulmen ac., in bezug auf Alter, Wuchs, Geſundheitszuſtand ec. der Abteilung 8 ſehr ähnlich; nur die weſtliche Beſtandesecke iſt weniger regelmäßig. Dieſer Beſtand bleibt als Vergleichs⸗ beſtand zur Abteilung 8 unaufgeaſtet. ¹) Bei dieſer Aufaſtung wurde die Hälfte der Stämme mit der gewöhn⸗ lichen Baumſäge aufgeaſtet, die andere Hälfte mit der Alers'ſchen Flugelſäge. Hierbei ergab ſich zu Gunſten der letzteren ein Zeitgewinn von 2%. 62 An Durchforſtungs⸗- und ſonſtigen Vor⸗Erträgen hat dieſe Unterabteilung geliefert: Anzahl und Zeit Be ſtandes⸗ Genutzte Stangen mai M L der V alter Anzahl Mittelhöhe Ehagan e gnen Durihfotftungen Jahre In nd mir ſa. im 1. Suli 1871... 22 166 V 0,96 777 2. Mai 1877. 28 53 4,7 0,30 2,4 3. Juli 1882. 1 33 157 6,5 2,34 18,8 4. Suli 1887... 38 66 96 2,19 17,6 Durchforſtungsergebnis im ganzen. 436— 5,79 46,5 Hierzu kommt: 5. Okt. 1882(Modellſtamm) 1 V 13,3 V 0,11 0,9 Fällungsergebnis im ganzen 437— 5,90 47,4 Die wiederholten Maſſenaufnahmen ergaben: * Ermittelte Verhältniſſe 85 5 1. Beſtandesalter; Jahre. 2. Stammzahl 3. Stammzahl, berechnet proha . Mittlerer Standraum pro Stamm; am. 5. Grenzen der Bruſchöhen⸗ Durchmeſſer; cm. 6. Schaftkreisflächenſumme des Beſtandes; qm. 7. Schaftkreisflächenſumme pro ha, am.... 8. Durchmeſſer des Mittel⸗ ſtammes; cm.. 9. Mittlere Höhe der Modell⸗ ſtämme; m..— 10. Bruſthöhenformzahl der⸗ ſelben i. M. 11. Maſſengehalldes Beſtandess 12. Maſſengehalt, berechnet pro ha; fim.— 13. Jährlicher Durchſchnitts⸗ zuwachs pro ha; fm V Erſte 28. Okt. 1872 23 562 4510 2,22 118 2,71 21,7 7,8 8,1 0,52 11,35 91 3,9 Zweite Dritte Vierte 2. 1877 28 ⁊509 4085 V 2,45 2— 22 3,60 28,9 9,5 10,4 0,55 Nov. 29. Okt. 1882 33 352 2825 3,54 5— 26 4,18 33,5 12,3 12,6 0,55 29,43 236 7,1 29. Okt. 1887 291 2335 4,28 7— 28 4,50 36,1 14,0 14,7 0,56 37,63 302 7,9 — 63 Unterabteilung 9b. 1,92 ar. Rot⸗ und Weißerlen; Dreieckspflanzung, im April 1875 mit 2jährigen Pflanzen in 0,75 m Abſtand begründet. Durchſchnittsalter(1889): 17 Jahre. Kulturkoſten: 3,32 M. oder 1,44 pro Hundert. Der Beſtand wurde wiederholt von dem blauen Erlenblatt⸗ käfer(Agelastica alni L.) befallen. Im Herbſt 1889 wurden 50 Stangen ausgehauen, welche 0,10 fm Reiſig lieferten. Im ganzen ſind noch 55 Stangen vorhanden. In der nordweſtlichen Ecke eine zur Aufnahme von zuge— leitetem Teichwaſſer hergeſtellte Grube, um den nahen Saat⸗ und Pflanzkamp im Diſtrikt V während des Sommers mit Waſſer verſorgen zu können; daneben ein freier Platz zur Aufſchichtung des ausgejäteten Unkrauts und ſonſtigen Walddüngers. Abteilung 10. 6,33 ar. Rot⸗ und Weißerlen; größtenteils unregelmäßige Pflanzung, im April 1875 mit 2jährigen Pflanzen in 1 m Abſtand ausgeführt. Außerdem einige Heiſter(Rotbuche und Roteiche), Reſte einer im November 1869 ausgeführten Pflanzung. 1873 iſt hier ein Drain⸗ ſtrang gelegt worden. Durchſchnittsalter(1889): 17 Jahre. —‿ Drainierungskoſten: 31,89 M., wovon 81% auf 350 Drainröhren und 19% auf die Arbeit kommen. Kulturkoſten: 10,47 M. oder 1,57 M. pro Hundert. Auch hier ſind Agelastica alni L. und das an Erlenblättern bekannte Phyllerium faſt alljährlich aufgetreten. Der Aushieb der unterdrückten Stangen im Herbſt 1889 ergab 198 Stück von 3,94 m mittlerer Länge mit zuſammen 0,46 fm Reiſig. Vorhanden ſind noch 307 Stangen und zwar 292 Erlen, 8 Rotbuchen, 6 Roteichen und 1 Weißbirke. Diſtrikt IV. Flächengröße: 0,8117 ha Holzboden; 0,1830 ha Schneißen, Wege, Gräben; 0,0448 ha ſonſtige Grundſtücke; 1,0395 ha im ganzen. Auch hier ſind und zwar in den Beſtänden 6, 7 und 8 komparative Unterſuchungen über Durchforſtungen und Auf⸗ aſtungen im Gange. — 64— Abteilung 1. 16,09 ar. Unregelmäßiger Miſchbeſtand aus Rotbuche(0,5), Tanne(0,25) und Eiche(0,25); im Frühjahr 1877 mit ca. 3 jährigen Pflanzen unter einem Schutzbeſtande ausgeführt; Wuchs vorzüglich. Durchſchnittsalter(1889): 16 Jahre. Kulturkoſten: 15 M. oder 1,40 M. pro Hundert. Von Oberholz ſind(1889) noch 24 Stämme vorhanden, welche ſich nach Holzarten wie folgt verteilen: 6 Eichen, 4 Ulmen, 2 Akazien, 1 Eſche, 9 Lärchen(erſt 23 jährig) und 2 Kiefern. An der öſtlichen Grenze ſtehen, gleichſam als Thorwächter, drei 70— 80 jährige Weißtannen, an welche längs der Oſt⸗ und an der Südgrenze ein aus einer Reihe beſtehender Mantel von Lebens⸗ bäumen(Thuja occidentalis L.) ſich anſchließt(im ganzen 79). Die älteren Exemplare von den Tannen her bis zur Ecke des Be⸗ ſtandes und ein ebenſo großes Stück darüber hinaus ſind 23 Jahre alt(1889). Pflanzkoſten pro Stück wegen tiefer und weiter Löcher und feſten Erdgrundes 7 Pfg. Die Mittelhöhe betrug, nach Meſſungen im Herbſt 1889, bei den Thuja⸗Pflanzen... 4,74 m, „ o Lärchen„ 9.10 m. Nach Weſten hin ſchließt ſich an die Lebensbäume(zur Fort⸗ ſetzung des Mantels) eine Reihe 15— 20 jähriger Fichten(32 Stück) an. Im Herbſt 1889 erfolgte der Aushieb von 6 ſtark beſchirmenden 25 jährigen Lindenheiſtern; Materialergebnis 0,12 fm Reiſig. Außerdem befinden ſich in dieſer Hege noch zwei 11 jährige Seekiefern(die einzigen im Garten) von 3,10 und 3,40 m Länge(1889). Abteilung 2. 15,76 ar(inkl. 5,29 ar Wege). Ständige Saat⸗ und Pflanzſchule, durch Wege in vier Unterabteilungen(Laubholzſaatſchule, Laubholzpflanzſchule, Nadelholz⸗ ſaatſchule, Nadelholzpflanzſchule) zerfallend. Jede Unterabteilung enthält 36 Beete von ca. 5 m Länge und 1 m Breite. In dem 20jährigen Zeitraume 1869—1888(inkl.) ſind durch⸗ ſchnittlich jährlich 103,73 M. für Unterhaltung(Bodenbearbeitung, Samen, Beſchaffung von Dungmaterialien ¹), Ausführung der Saaten ¹) Dr. Heß: Notiz aus den Unterſuchungen über den Erfolg der Düngungen in der Saatſchule des akademiſchen Forſtgartens bei Gießen (Centralblatt für das geſammte Forſtweſen, 1876, S. 645). Derſelbe: Comparative Unterſuchungen über die Wirkung von Dungmaterialien in Forſtgärten auf das Längen⸗ und Stärkenwachsthum (daſelbſt, 1878, S. 174, 230 und 290; 1879, S. 485). 65— und Verſchulungen, Jäten, Beſchneiden ¹) ꝛc. und ſonſtige Verſuche 2) verausgabt worden oder 9,90 M. jährlich pro 1 ar. Ein beträcht⸗ licher Teil des Aufwandes fällt auf das Jäten. Die Koſten hierfür haben im Durchſchnitt 48,80 M. jährlich betragen. Von den über⸗ flüſſigen Pflanzen kommt ein Teil zum Verkauf, ein anderer wird im Austauſch an benachbarte Oberförſtereien verabfolgt. Im Winter 1887/88 fand die Erneuerung des Zaunes ſtatt, bei welcher Gelegenheit an der öſtlich befindlichen Umfriedigung zu Demonſtrationszwecken 5 neue Zaunarten(in einzelnen Fachen) hergeſtellt wurden, ſo daß die ganze Umfriedigung jetzt aus ſieben verſchiedenen Zaunarten ſich zuſammenſetzt. Dieſe ſind: 1.) Der Lattenzaun, mit 12 bis 13 horizontalen Latten (liegender Lattenzaun). 2.) Der ſenkrechte Lattenzaun. 3.) Der Steckenzaun mit ausziehbaren Spindeln. 4.) Der Pfahlzaun. 5.) Der Rautenzaun. 6.) Der Flechtzaun mit ſenkrechter Flechtung(Spriegelzaun). 7.) Der Flechtzaun mit horizontaler Flechtung. Die Flechtzäune dürften für die Umfriedigung von Forſt⸗ gärten ſchon wegen leichten Bezuges des hierzu erforderlichen Materiales (Durchforſtungshölzer) beſonders geeignet ſein. Abteilung 3. 5,21 ar. Künſtlicher Berg mit einem aus Eichenrundholz erbauten Tempel. 26— 32 jährige Krummholzkiefern l(aus dem badiſchen Schwarzwalde) und 18 jährige Fichten; außerdem einige Eſchen und Zierſträucher in mit großen Steinen eingefaßten, unregelmäßigen Quartieren. Die Fichten ſind im November 1874 als 3 jährige Pflanzen eingebracht worden. Kulturkoſten(für die Fichten): 8,69 M. oder 1,22 M. pro Hundert. An einzelnen Kiefern iſt wiederholt der Kiefernblaſenroſt (Aecidium pini Pers.) in beiden Varietäten(var. corticola und acicola) aufgetreten. Die Eſchen ſind zum Teil von der Horniſſe geſchält. Im Herbſt 1889 wurde zu Gunſten der Krummholzkiefern eine Durchforſtung in die Fichten eingelegt und hierbei auch eine kleine Zahl von Eſchen ausgehauen. Hierbei ergaben ſich 1,10 fm. Reiſig. Am Fuße des Hügels ſteht in einem Rondel eine Roteiche. ¹1) Dr. Heß: Ueber den Einfluß des Wurzelbeſchnittes von Stieleichen auf das Längenwachsthum(Forſtwiſſenſchaftliches Centralblatt, 1882, S. 385). ²) Derſelbe: Notizen über das Verhältniß zwiſchen Volumen und Ge⸗ wicht der Stieleicheln(Centralblatt für das geſammte Forſtweſen, 1875, S. 365). Heß, Forſtgarten, II. Aufl. 5 — 66— Abteilung 4. 11,19 ar. Fichtenpflanzung in 1,25 m Reihen⸗ und 1 m Pflanzenabſtand begründet, teils Loch⸗, teils Hügelpflanzung, teils Früh⸗ jahrs⸗, teils Herbſtpflanzung. Unterabteilung 4a. 2,15 ax. Lochpflanzung, im Herbſt 1874 mit 4jährigen Pflanzen ausgeführt. Durchſchnittsalter(1889): 19 Jahre. Kulturkoſten: 3,20 M. oder 1,77 M. pro Hundert. Hiervon kommen 57% auf die Bodenbearbeitung und 43% auf das Pflanzen(inkl. Transport). 1 Arbeiter fertigte pro Tag 90 Löcher. Unterabteilung 4b. 2,29 ar. Lochpflanzung, im Frühjahr 1875 mit 4 jährigen Pflanzen ausgeführt. Durchſchnittsalter(1889): 19 Jahre. Kulturkoſten: 2,69 M. oder 1,53 M. pro Hundert. Hiervon kommen 55% auf die Bodenbearbeitung und 45% auf das Pflanzen ꝛc. 1 Arbeiter fertigte pro Tag 130 Löcher. Die Mehrleiſtung im Frühjahr— gegenüber dem Herbſt— betrug hiernach 44%; der Minderkoſtenbetrag(für Bodenbearbeitung und Pflanzung zuſammen) aber nur 14%. Unterabteilung 4c. 3,54 ar. Hügelpflanzung, im Frühjahr 1875 mit 4 jährigen Pflanzen ausgeführt. Die erforderliche Kulturerde wurde auf der Kulturfläche ſelbſt durch Ausheben von Gräben, welche ſpäter wieder zugefüllt wurden, gewonnen. Durchſchnittsalter(1889): 19 Jahre. Kulturkoſten: 5,77 M. oder 2,07 M. pro Hundert. Hiervon kommen 62% auf die Hügelzubereitung und 38% auf das Pflanzen. Die Mehrkoſten— der Lochpflanzung(im Frühjahr) gegenüber— betrugen: 35%. Unterabteilung 4d. 3,21 ar. Hügelpflanzung, im Herbſt 1874 mit 4 jährigen Pflanzen ausgeführt. Die Hälfte der Reihen wurde gedeckt, die andere Hälfte blieb ungedeckt. Durchſchnittsalter(1889): 19 Jahre. Kulturkoſten: 6,94 M. oder 2,77 M. pro Hundert. Hiervon kommen 60,5% auf die Hügelzubereitung und 39,5% auf das Pflanzen ꝛc. Der Mehrkoſtenbetrag— gegenüber der Lochpflanzung(im Frühjahr)— ſtellte ſich hiernach auf 33%. — 67— Die Pflanzung in allen 4 Unterabteilungen litt durch die Dürre des Sommers 1876 ſo erheblich, namentlich die Hügel⸗ pflanzung, daß hier im Frühjahr 1877 43%(4c), bezw. 52% (4d) nachgebeſſert werden mußten, während die Ausbeſſerung in den Lochpflanzungen nur 20%(4 b), bezw. 22%(4a) betrug. Im Herbſt 1887 wurde, behufs Herſtellung eines 1,50 m breiten Weges längs des Saatkampes(Abteilung 2), eine Reihe Fichten(32 Stück) ausgehauen; Ergebnis 0,28 fm Reiſig. 1889 fand im Intereſſe des Weges die Aufaſtung der Randreihe ſtatt. Ein bemerkenswerter Unterſchied im Wuchsverhalten, je nach Maß⸗ gabe der Kultur⸗Art und Zeit, iſt dem Ausſehen nach nicht zu konſtatieren. Zur Vornahme komparativer Meſſungen der Stärken und Längen iſt der Beſtand noch zu jung. Abteilung 5. 1,96 ar. Roteichen und Weißtannen; Dreieckspflanzung in 1,25 m Abſtand, im November 1869 mit 3 jährigen Ballenpflanzen ausgeführt. Durchſchnittsalter(1889): 22 Jahre. Kulturkoſten: 3,00 M.(für 100 Stück). In den Jahren 1887 und 1889 wurden 25 geringwüchſige Roteichen ausgehauen und an 20 Weißtannen die Doppelgipfel beſeitigt. Ergebnis 0,26 fm Reiſig. Vorhanden ſind noch 57 Heiſter, bezw. Pflanzen und zwar 15 Roteichen und 42 Weißtannen; von letzteren ſind einige Exemplare nachgepflanzt, daher jünger, als oben angegeben wurde. Abteilung 6. 7,98 ar. Schwarzkiefern; von gutem Schluß und Wuchs, 37⸗ jährig, durch Beetpflanzung in Reihenverband und zwar in 1,65 m Reihen⸗ und 1,25 m Pflanzenabſtand begründet. Die Beſtandesecke nach Abteilung 7 hin iſt in den 1870er Jahren mit(53) Buchen⸗ heiſtern komplettiert worden, welche jetzt etwa 22 jährig ſind. Ende März 1870 wurde der Beſtand durch Abnahme von 6 Quirlen(durchweg dürren Aeſten) af ca. 3 der Durchſchnittshöhe aufgeaſtet. Hierbei ergaben ſich 60 Wellen in 3,55 Tagen zum Geſamtkoſtenbetrage von 4,86 M., wovon 49% auf die eigentliche Aufaſtung kommen. Leiſtung pro Tag 174 Stangen, bezw. 33 Wellen. Durchſchnittlicher Koſtenbetrag pro Stamm im ganzen: 1,59 Pfg. Weitere Aufaſtungen unterblieben, um den Beſtand als Vergleichs⸗ beſtand zu der ganz gleichartigen Abteilung 8 benutzen zu können, welche in angemeſſenen Zwiſchenräumen wiederholt aufgeaſtet wurde. 5* 68— An Durchforſtungs⸗ und ſonſtigen Vor⸗Erträgen hat dieſe Abteilung geliefert: Anzahl und Zeit Beſtandes⸗ Genutte Stangen Maſſen⸗ l(Maſſengehalt gehalt, der alter Anzahl Mittelhöhe Schaftholz pro ha Durchforſtungen Bahie Anzah und Aftreiſig berechnet 3 2 fm 1. Märg 1875.. 22 4 V 0,01 0,1 2. Oktober 1877.. 25 10— 0,07 0,9 3. März 1890. 27 50 5,9 0,87 10,9 4. März 1885.. 32 39 8,5 1,25 15,7 5. März 1890.. 37 25 10,1 0,82 10,3 Durchforſtungsergebnis im ganzen 128— 3,02 37,9 Hierzu kommt: 6. Oktober 1879(Windwurf). 1 8,6 0,02 0,3 Fällungsergebnis im ganzen. 129— 3,04 38,2 Die wiederholten Maſſenaufnahmen ergaben: 8;[Erſte Zweite Dritte Vierte Fünfte Gemittelte Dezbr. März März März V März .. Verhältniſe 1870 1875 1880 1885 8 1890 1. Beſtandesalter; Jahre 18 22 27 32 37 2. Stammzahl. 304 300 239 200 175 3. Stammzahl, berechnet pro na.. 3809 3759 2995 2506 2193 4. Mittlerer Standraum pro Stamm; am. 2,62 2,66 3,34 3,99 4,56 5. Grenzen der Bruſt⸗ höhen⸗Durchm. cm 1— 19 3— 21 6— 25 8-— 29 9— 32 6. Schaftkreisflächen⸗ ſumme des Beſtan⸗ des; qm.. 2,37 3,01 3,40 3,84 4,26 7. Schaftkreisflächen⸗ ſumme pro ha; qm 29,6 37,7 42,6 48,1 53,4 8. Durchmeſſer des Mit⸗ telſtammes; cm. 9,9 11,3 13,5 15,6 17,6 9. Mittlere Höhe der Modellſtämme; m. 6,2 7,1 9,5 10,4 12,3 10. Bruſthöhenformzahl V derſelben i. M. 0,62 0,58 0,57 V 0,56 0,48 11. Maſſengehalt des Be⸗ ſtandes; fm. 9,44 12,39 18,56 22,40 25,74 12. Maſſengehalt, berech⸗ net pro ha; fm 115 155 232 280 322 13. Jährl. Durchſchnitts⸗— zuwachs pro ha; im 6/4 7,1 8,6 8,8 847 — 69— Abteilung 7. 9,82 ar. Unterabteilung 7a. 8,86 ar. Miſchbeſtand aus Weymouthskiefern, Stieleichen, gemeinen Kiefern, Schwarzkiefern, Akazien, Aſpen; außerdem eine Ulme und eine Fichte. Die Weymouthskiefern machen im ganzen 56% der geſamten Stammzahl aus, ſo daß nur 44% auf ſämt⸗ liche übrige Holzarten kommen. Die Miſchung tritt beſonders in der weſtlichen Hälfte auf, welche außerdem noch mit 32 Heiſtern (14 Rotbuchen, 7 Eſchen, 6 Linden, 5 Ahorn) unterpflanzt iſt. Der Schluß des Beſtandes iſt durch Abſterben mehrerer dominierender Stämme ſtellenweiſe unterbrochen; Wuchs freudig. Die Wey⸗ mouthskiefern, durch Pflanzung in 1,25 m Quadratverband be⸗ gründet, haben ſchon im 20. Jahre keimfähigen Samen ¹) geliefert. Die übrigen Oberſtänder ſcheinen auf natürlichem Wege ent⸗ ſtanden zu ſein(Vogelſaat, Anflug). Durchſchnittsalter(1889): 38 Jahre. Die Heiſter ſind etwa 15 jährig. An Durchforſtungs⸗ und ſonſtigen Vor⸗Erträgen hat dieſe Unterabteilung geliefert: —y[Waſſen. Anzahl und Zeit Beſtandes⸗ Genutzte Stangen Maſdene der lter 8.„ WMaſſengehalt geha t, de alter Anzabl Mittelhöhe Schaftholz pro ha Durchforſtungen Jahre Auzah und Aſtreiſig berechnet m fm fm . 7 1. März 1875 23 1o 923 2,6 2. März 1885 r 33 43 71 686 9,7 3. März 1890. 38 16 10,4 1,46 16,5 Durchforſtungs⸗ ergebnis im ganzen— 69— 2,55 228,8 Hierzu kommen: 4. An Windfällen April 1876. 24 67— 0,32 5. An Dürrholz Sept. 1879. 27 1 8,, 0,08 6,9 Okt. 1880. 28 1 10,3 0,13 Mai 1887. 35 1 10,8 0,08 Fällungsergebnis V im ganzen.— 79— 3,16 35,7 Nach Holzarten verteilen ſich die genutzten 79 Stämme wie folgt: 36 Weymouthskiefern, 31 Eichen, 6 Kiefern, 5 Aſpen und 1 Baumweide. ¹) Dr. Heß: Ueber Ernte und Ausſaat von Samen 20 jähriger Weymouthskiefern(Centralblatt für das geſammte Forſtweſen, 1875, S. 91). 40 Von beſonderem Intereſſe in dieſer Unterabteilung ſind nur die Weymouthskiefern, weil hiermit ein komparativer Auf⸗ aſtungsverſuch eingeleitet wurde. Die nachſtehende Be⸗ ſchreibung ſoll daher auf dieſe Holzart beſchränkt bleiben. Im März 1870 wurden an den damals 18jährigen Wey⸗ mouthskiefern(102 Stämmen im ganzen) 3—4 Quirle dürrer Äſte mit der Alers'ſchen Flügelſäge bis auf durchſchnittlich 1,93 m Höhe(d. h. auf ca. 25— 33% der Totalhöhe) abgeſägt. Hierbei ergaben ſich 36 Wellen= 0,72 fm Aſtreiſig. Die Arbeit dauerte 2,2 Tage und verurſachte 3 M. Koſten im ganzen, welche ſich zu gleichen Teilen auf das Aufaſten und Wellenbinden ver⸗ teilen. Leiſtung pro Tag: 166 Stangen, bezw. 33 Wellen. Durchſchnittskoſtenſatz pro Stamm im gangen: 1,64 Pfg. Nachdem bis zum März 1875 9 dürre und unterdrückte Stämme abgegangen waren, wurden die noch verbliebenen 93 Weymouthskiefern zu gleichen Teilen(je 31 Stämme) in drei Gruppen A, B und C gebracht, um teils unaufgeaſtet zu bleiben(Gruppe A), teils auf verſchiedene Höhen auf⸗ geaſtet zu werden(Gruppen B und C). Leider ſtarben im Laufe der Zeit, und zwar aus allen Gruppen, einige Weymouths⸗ kiefern ab; andere fielen durch Stürme, und noch andere wurden unterdrückt. Die betreffenden Erträge ſind in der Durchforſtungs⸗ Tabelle(S. 69) enthalten. Gruppe A. Die Stämme dieſer Gruppe wurden nicht weiter auf⸗ geaſtet. Ihre aſtfreie Schafthöhe betrug bei dem Beginne des Verſuches 1,70— 2,60 m, i. M. 2,08 m. Bei der wiederholten Aufnahme derſelben ergab ſich folgender Thatbeſtand: 2 . Erſte Zweite Dritte Er 3 5 Ermttelte Werhältniſte März 1875 März 1885 März 1890 ———— 1. Beſtandesalter; Jahre..... V 23 V 33 38 2. Stamumagahh. 31 V 54 20 3. Grenzen der Bruſthöhen⸗Durchm.; cm 5— 23 10— 29 12— 32 4. Schaftkreisflächenſumme; qm... 0,52 0,89 0,94 5. Desgl. pro Stamm i. M.; qm.. 0,017 0,037 0,047 6. Durchmeſſer des Mittelſtammes; cm 14,6 91,5 24,5 7. Zunahme des mittleren Durch⸗ meſſers; cm. 8.. 7,2 V 2,7 1 Die mittlere Höhe der ſeit März 1875 bei Gelegenheit der Durchforſtungen genutzten 11 Stämme hat 10,1 m und die mittlere Formzahl derſelben 0,52 betragen. Gruppe B. Die Stämme dieſer Gruppe wurden in fünfjährigen Zwiſchen⸗ räumen mäßig aufgeaſtet. Die wiederholten Aufnahmen derſelben ergaben: S(Erſte Zweite Dritte 2 Ermittelte Verhältniſſe Maärz März März 5 V 1875 1885 1890 1. Beſtandesalter; Jahre...... 23 33 38 2. Stammzahl.. 31 27 24 3. Grenzen der Bruſthöhen⸗ Durchm.;; em. 8— 23 9— 28 12— 31 4. Schaftkreisflächenſumme; am.... 0,58 0,88 0,98 5. Desgl. pro Stamm i. M.; am.. V 0,019 0,033 0,041 6. Durchmeſſer des Mittelſtammes; em 15,4 20,4 22,7 7. Zunahmedes mittleren Durchmeſſers; cm— 5,0 2,3 Die mittlere Höhe der ſeit März 1875 bei den Durch⸗ forſtungen genutzten Stämme hat 9,1 und die mittlere Formzahl derſelben 0,50 betragen. Die Aufaſtungen wurden in folgender Weiſe betrieben: 8 Erſte Zweite Dritte Vierte 3 Verhältniſſe März März März März 5 1875 1880 1885 1890 1. Beſtandesalter; Jahre... 23 28 33 38 2. Stammzahl... 341 29 27 24 3. Aſtfreie Schafthöhe im Mittel (vor der Aufaſtung;... 2,01 3,01 4,88 6,40 nach der Aeaftmc; n m 3,01 4,88 6,40 8,31 lin Teilen der Totalhöhe 0,32 0,47 0,48 0,50 4. Anzahl der abgenommenen Quirle. 2—3 3 3 3 5 8 5[Welken... 9 9 20 0 5. Aufaſtungsergehnis iſte. 422 425 377 243 z dürr... 94 199 158 23 6. Von den Aſten waren(grün... 328 226 219 220 7. Stärte der Aſte; cm...... 0,5—3 0,6-5 1 5 1—8 8. Zeitaufwand im ganzen; Tage.. 0,26 0,40 0,85 1,20 9. Geſamtkoſten; Mark...... 0,53 0,80 1,70 2,40 10. Hiervon kommen Prozente ſauf die Aufaſtung.... 45 50 70 63 auf das Wellenbinden.... 55 50 30 37 11. Leiſtung pro Tag; Stangen... 260 150 50 32 12. Durchſchnittl. Koſtenbetrag pro Stamm (inkl. Wellenbinden); Pfennige 1,7 2,8 6,3 10,0 22— Gruppe C. Die Stämme dieſer Gruppe wurden in fünfjährigen Zwiſchen⸗ räumen ſtark aufgeaſtet. Die wiederholten Aufnahmen ergaben: 5 3 Erſte[Zweite Dritte 55 Ermittelte Verhältniſſe März März März —— 1875 1885 1890 1 Beſtandesalter; Jahre...... 23 33 V 38 2 Stammzahhl 31 29 22 3. Grenzen der Bruſthöhen⸗Durchmeſſer; cm 8— 23 10- 30 13— 32 4. Schaftkreisflächenſumme; qm.... 0,53 V 0,78 0,75 5. Desgl. pro Stamm i. M.; am... 0,017 0,027 0,034 6 Durchmeſſer des Mittelſtammes; cm. 14,8 18,6 20,9 7 Zunahme des mittleren Durchmeſſers; em— 3.,8 2,3 Die mittlere Höhe der ſeit März 1875 bei den Durchforſtungen genutzten 9 Stämme hat 9,9 m und die mittlere Formzahl 0,49 betragen. Bei dem Vergleiche dieſer Zahlen mit den korreſpondierenden Ziffern der Gruppen A und B könnte es den Anſchein gewinnen, als ob die Höhe und Formzahl infolge der Aufaſtung abnehme. Dieſe Schluß⸗ folgerung würde aber deshalb unrichtig ſein, weil an unterdrückten und während der Verſuchsdauer dürr gewordenen Stämmen die Aufaſtung ſelbſtverſtändlich nicht zur vollen Wirkung gelangen konnte. Die Aufaſtungen wurden in folgender Weiſe betrieben: Erſte Zweite Dritte Vierte Fünfte * Verhältniſſe März März März März V März ² 1875 1878 1880 1885 1890 1. Beſtandesalter; Jahre. 23 256 28 33 38 2. Stammzahl.... 31 30 30 29 22 3. Aſtfreie Schafthöhe im Mittel.„ vor der Aufaſtung; m. 2,04 3,45 4,95 7,07 8,20 a der Aufaſtung; m. 3,45 4,95 7,07 8,20 10,11 in Teilen der Totalhöhe 0,37 0,45 0,52 0,62 0,68 4. Anzahl der abgenommenen V Suirle 3,54 2 1 1 1 5. Aufaſtungsergebnis ſelen d 43 V 46 413 209 „ ürr 41— 98 21— 6. V Von den Aſten waren. vir 456 V 392 209 7 Starke der Ffſte; em. 0,5.5 0,6-8 1286 18 8. Zeitaufwand im ganzen;Tage 0,36— 0,60 0,95 1,25 9. Geſamtkoſten; Mark... 0,73— 11,20 1,90 2,50 10. Hiervon kommen Prozente ſauf die Aufaſtung.. 44— 55 74 64 Aauf das Wellenbinden. 56— 45 26 36 11. Leiſtung pro Tag; Stangen 194— 100 41 28 12. Durchſchnittl. Koſtenbetrag pro Stamm(innkl. Wellen⸗ V binden); Pfennige.. 5 2,3—- 4,0 6,5 11,4 — 3— Ende März 1890 nach der letzten Durchforſtung waren im ganzen noch 94 Stämme vorhanden und zwar: 66 Weymouthskiefern(20 in Gruppe A, 24 in B, 22 in 0, 10 Stieleichen, 10 Kiefern, 2 Akazien, 2 Aſpen, 2 Schwarzkiefern, 1 Fichte und 1 Ulme. Die an der ſüdöſtlichen Ecke der Unterabteilung befindlichen im Frühjahr 1875 völlig gleich hohen und bis auf 1 cm Differenz auch gleich ſtarken 2 Schwarzkiefern wurden einer beſonderen Unterſuchung unterworfen, indem die eine Schwarzkiefer unauf⸗ geaſtet blieb, während die andere in angemeſſenen Zwiſchenräumen fünfmal aufgeaſtet wurde. Die abgenommenen Aſte waren durchweg grün. Eine Vergleichung beider Stämme zeigt folgende Ergebniſſe: Aufgeaſteter Stamm— Durch⸗ Zeit der Anzahl Durch- Aſtfreie meſſer meſſer Schaft⸗ 4 in Höhe Bemerkungen Aſtung der ab⸗- in Höhe höhe Be⸗ Bruſt⸗ g und eſägten Bruſt⸗ nach der 9 5 merkungen höhe Meſſ Quirl höhe Aſtung g em m eſſung uirle cem m m Söbe hatte ſich— 4 der Stamm auf Febr. 18778 3—— 5,3 natürlichem gyare 1880 3—) Wege gereinigt. März 1880 3— 6,7— 19 76 Bis auf 2,5 m März 18757 3 18 7,6 376 V 26 10,6 Noch 21 Quirle März 1888 2 22 11,2 7,7 Noch vorhanden.(9 Quirle vorhanden 30 13,1 Noch 28 Quirle März 1890 3 26 14,0 9,0 Noch voorhanden. 13 Quirle vorhanden Unterabteilung 7b. 0,96 ar. Winterlinden; im November 1874 als 6 jährige Heiſter in Reihen von 1 m Abſtand gepflanzt. Durchſchnittsalter(1889): 21 Jahre. Kulturkoſten: 2,50 M. oder 10 Pfg. pro Stück. Im ganzen ſind 25 Heiſter von 3,2— 7,9 m Höhe vorhanden; Mittelhöhe 5,3 m(1889). — 11— Abteilung 8. 7,11 ar. Schwarzkiefern; 37 jährig, am öſtlichen Rande mit 13 Buchenheiſtern ausgebeſſert, welche jetzt etwa 20—22 jährig ſind. Dieſer Beſtand wurde als Vergleichsbeſtand zu Abteil. 6(S. 67— 68) vom März 1870 ab in fünfjährigen Intervallen aufgeaſtet. An Durchforſtungserträgen ſind in dieſer Abteilung angefallen: Anzahl und Zeit Beſ ſtandes⸗ Genutzte Stangen Maſieh Maff„ der alter Anzahl Mittelhöhe⸗ Wieigehil liro ha Durchforſtungen V Jahre und Wiüreiig freuie 1. März 1875. 22 8 3,5 0,05 0,7 2. Oktober 1877. 25 6 5,4 0,04 0,5 3. März 1880 27 40 6,8 0,60 8,5 4. März 1885.. 32 50 8,8 1,71 24,1 5. März 1890.. 37 30 10,8 1,31 18,4 Durchforſtungs⸗ ergebnis im ganzen— 134— 3,71 52,2 Die wiederholten Maſſenaufnahmen ergaben: 8 f,[Erſte[Zweite Dritte Vierte Fünfte 5 V Wnitt lte Dezember März März März 3 März G erhältniſſe 1870 1875 1880 1835 1890. 1. Beſtandesalter; Jahre 18 22 27 V 32 37 2. Stammzahl. 319 311 265 215 185 3. Staſunehahl berechnet pro ha.. 4486 4374 3727 3024 2602 4. Mittlerer Standraum pro Stamm; qam. 2,23 2,29 2,68 3,31 3,84 5. Grenzen der Bruſt⸗ höhen⸗Durchm.;em 1— 18 2— 23 6— 26 8— 29 9— 31 6. Schaftkreisflächen⸗ ſumme, am... 2,47 3,08 3,54 3,82 4,01 7. Schaftkreisflächen⸗ ſumme pro ha; qm 34,7 43,4 8. Durchmeſſer des Mit⸗ telſtammes; cm. 9, 11,2 13,1 15,1 16,6 9. Mittlere Höhe der Modellſtämme; m 10. Bruſthöhenformzahl derſelben i. M.. 11. Maſſengehalt des Be⸗ ſtandes, im.. 12. Maſſengehalt, berih⸗ 49,8 53,8 56,4 6,3 7,7 9,4 10,5 12,7 0,61 0,58 0,56 0,51 0,51 9,53 13,96 18,89 20,42 25,27 uet pro la, im 131 196 265 2897 355 13. Jährl. Durchſchnitts⸗ zuwachs proha; im 7,14 8,9 958 9,0 9,6 75— Aufaſtungen. 8 Erſte Zweite Dritte Vierte Fünfte 5. Verhältniſſe März März März März März 11870 1875 1880 1885 1890 1. Beſtandesalter; Jahre.. 17 22 27 32 37 2. Aſtfreie Schafthöhei. Mittel ſvor der Aufaſtung; m 0,25 2,18 3,02 5,52 6,80 Inach der Aufaſtung; m 2,18 3,02 5,52 6,80 8,30 in Teilen der Totalhöhe 0,33 0,40 0,58 0,65 0,65 3. Anzahl der abgenommenen Quirle.... 6 3 4 4 3 4. Aufaſtungsergebnis ſWellen.. 63 41 128 81 46 N. 1,26 0,82 b 2,56 1,62 0,92 5. b Von den Wellenwaren Hürn 63 3 15 83 7 6. Zeitaufwandi ganzen; Tage 3,70 1,50 5,00 3,75 3,50 7. Geſamtkoſten; Mark.. 5,06 2,70 9,00 6,75 2,00 8. Hiervon kommen Prozente auf die Aufaſtung.. 49 33 40 53 71 ſauf das Wellenbinden. 51. 67 60 47 29 9. a0;—= ſ(Stangen 177 600 132 107 92² 9. Leiſtung pro Tas ſegellen. 335 41 45 46 45 10. Durchſchnittl. Koſtenbetrag pro Stamm(inkl. Wellen⸗ binden); Pfennige V 1,5 0,8 3,3 3,1 3,7 Abteilung 9. 11,34 ar. Unterabteilung 9a. 3,99 ar. Raſenplatz, in der N. S.⸗Richtung von zwei verſteinten Wegen durchſchnitten und im April 1883, nachdem die Bodenbearbeitung im Herbſt 1882 vorausgegangen war, mit 30 hochſtämmigen Pappeln(in 6 Reihen) bepflanzt; im ganzen ſind inkl. Varie⸗ täten 14 Sorten vorhanden und zwar: ⸗Büüit. Bezeichnung der Sorten 2 Populus alba L., Silberpappel. 2 P. alba L., var. argentea Mchx., Silberpappel. 2 P. balsamifera L., Balſampappel. 1 P. balsamifera laurifolia L., Lorbeerblätterige Balſam⸗ pappel. 2 P. balsamifera suaveolens Fisch., Wohlriechende Balſam⸗ pappel. 4 P. canadensis Mchx., Kanadiſche Pappel. — 76— Aile⸗ Bezeichnung der Sorten 2 P. canescens Sm., Graupappel. 2 P. heterophylla L., Herzblätterige Pappel. 3 P. laurifolia Led., Lorbeerblätterige Pappel. 2 P. nigra L., Schwarzpappel. 2 P. Ontariensis Desf., Ontario⸗Pappel. 2 P. pyramidalis Roz., Pyramidenpappel. 2 b. salicifolia Hort., Weidenblätterige Pappel. 2 P. tremula L., Aſpe, Zitterpappel. Kulturkoſten: Rodung, Bodenausgleichung ꝛc... 35,15 M. Herſtellung der Pflanzlöcher... 1,50„ Pflanzen der Setzſtangen.... 2,00„ Herſtellung der Wege.... 25,04„ Summe: 63,69 M. Unterabteilung 9b. 7,35 ar. Weiden⸗Plantage; aus 48 Beeten beſtehend, mit 38 Sorten beſteckt, in der N. S.⸗Richtung von zwei raſſelartig angelegten Wegen durchſchnitten. Die Bodenbearbeitung erfolgte auf ca. 40 cm Tiefe im Herbſt 1882 und erforderte wegen der etwas vertieften Lage viel Zufuhr von Erde, woraus ſich die hohen Koſten erklären. Die Beſteckung der Beete geſchah im Frühjahr 1883 in Reihen von 35 cm Reihenabſtand und 16 cm Pflanzen⸗ abſtand. Aus Mangel an Stecklingen konnten nicht gleich alle Beete voll beſteckt werden. Die Ergänzung der unvollſtändigen Beete erforderte noch einige Jahre, da die hierzu nötige Anzahl gleichartiger Stecklinge erſt erzogen werden mußte. Hieraus er⸗ klärt ſich der ungleichmäßige Wuchs mehrerer Beete. Kulturkoſten: Rajolen, Zufuhr von Erde und Boden⸗ ausgleichung....... 70,60 M. Bezug der Weidenſorten(von dem Dominium Kauppa), 1400 Steck⸗ linge inkl. Fracht 250 Formierungund Umſpatungder Beete; Stecken der Weiden... 35,95 Im ganzen. 114,05 M. Hierzu für Herſtellung der Wege. 50,06„ Summe: 164,11 M. — 7, Hiernach ergab ſich ein durchſchnittlicher Koſtenſatz von 2,37 M. pro Beet oder 8,15 M. pro Hundert Stecklinge. Die Sorten ¹) ſind, alphabetiſch geordnet, folgende: Salix acuminata Wimm., Graue oder Werftweide. acutifolia Willd., Spitzblätterige Weide(3 Beete). alba L., Weißweide. alba argentea Sm., Silberweide. alba vitellina L., Dotterweide. amaniana Willd., Schwarzweide. amygdalina L., Mandelweide(3 Beete). angustifolia Fr., Schmalblätterige Weide. appendiculata Vill., Großblätterige Weide. bicolor Ehrh., Zweifarbige Weide. cinerea L., Grauweide. cinerea viminalis Wimm., Seidenglänzende Weide. dasyclados Kern., Langblätterige Weide. decipiens Host., Bruchweide. fusca Fr., Verſchiedenblätterige Weide. helix pyramidalis Hort., Echte Bachweide. heterophylla Host., Ohrweide. hippophaefolia viminalis amygdalina Wimm., Sanddorn⸗ blätterige Weide. . jaspidaea Hort., Jaspidiſche Weide. Lambertiana Sm., Lambert's⸗Weide. laurifolia Sm., Lorbeerblätterige Weide. mirabilis Host., Wunderbare Weide. pentandra L., Fünfmännige Weide. pruinosa Bess., Kaſpiſche Weide(2 Beete). purpurea L., Purpur⸗Weide. purpurea viminalis Wimm., Schmalblätterige Bachweide. purpurea viminalis rubra Wimm., Rote ſchmalblätterige Bachweide. rosmarinifolia Willd., Rosmarinblätterige Weide. rubra Huds., Rote Weide. Russeliana W. Koch, Ruſſel's Weide. sacramenti(bielleicht eine Bezeichnung der Handelsgärtner?). salviaefolia Link, Salbeiblätterige Weide. Seringeana Gaud., Seringe's Weide. Smitheana Willd., Smith'ſche Weide. gOOASSSS gESO ᷓᷓSSS ¹1) Jede Sorte nimmt ein Beet ein, inſofern nicht ausdrücklich das Vorhandenſein derſelben auf mehreren Beeten angegeben iſt. 4178— S. spadicea Chaix., Schwarzweide. S. viminalis L., Korb- oder Hanf⸗Weide(5 Beete). S. viminalis triandra G. Mey., Dreiblätterige Korbweide. Außerdem befinden ſich auf dem mit S. helix pyramidalis beſtockten Beete einige Exemplare der ſog.„Elbweide“. Eine genauere botaniſche Beſtimmung dieſer Art iſt bis jetzt nicht ge— lungen. Der Schnitt der Weiden erfolgte zum erſtenmale im April 1885 und lieferte von da ab je nach Jahren folgende Material⸗ und Gelderträge: Monat Water; 1 Geld Jahr der d weTſg pro Ctr. im ganzen Nutzung Ctr. Mk. Mk. Pfg. 1885 Apr 2,00 V 4— 1886 März 7,0 2,50 7 V 50 [3,0 2,00 u. 1ss Mis on 2,00.. 50 Mai 4, 2,50 11 50 1889 Oktober 8,0 2,00 16— Im ganzen:— 25,1 2,25 56 50 Der durchſchnittliche Jahresertrag der Plantage ſtellte ſich hiernach bis jetzt im Mittel auf 14,12 M. brutto. Da der Schnitt durch den Gartenaufſeher erfolgte, ſind beſondere Ernte⸗ koſten nicht erwachſen. Das Kulturkoſtenkapital(164,11 M. inkl. Wegbaukoſten) verzinſte ſich hiernach, bei Mitberückſichtigung der(bedeutenden) jährlichen Koſten für Pflege(ca. 10 M.), nur zu 2,5%. In Zukunft dürften aber höhere Erträge zu erwarten ſein, da jetzt ſämtliche Beete voll beſtockt ſind und auch ein höherer Erlös pro Ctr. in Ausſicht ſteht. Abteilung 10. 4,48 ar. Schmaler Feldrain, mit 19 Obſtbäumen beſetzt und zwar 14 Apfel⸗, 4 Birnbäumen und 1 Nußbaum. Zwiſchen den Abteilungen III 9 und IV 9 befindet ſich auf der Schneiße eine nach zwei Seiten offene, runde, geflochtene Hain⸗ buchenhütte mit Tiſchen und Bänken. Am weſtlichen Ausgange derſelben zu beiden Seiten ein etwa meterhoher Horſt koupierter Fichten; ſüdwärts eine Stieleiche. — 0— Diſtrikt V. Flächengröße: 0,8349 ha Holzboden; 0,1435 ha Schneißen, Wege, Gräben; 0,9784 ha im ganzen. Dieſer Diſtrikt iſt der forſtlichen Verſuchsanſtalt eingeräumt und teils der Anzucht ausländiſcher Holzarten gewidmet(Abteilung 2), teils dem Anbaue derſelben im Freien (Abteilungen 1, 3 und 4). Die erzogenen Pflanzen werden, da der Garten jetzt voll beſtockt iſt, an geeignete Oberförſtereien zur Anlage forſtlicher Anbauflächen, nach Maßgabe des Arbeitsplanes der deutſchen forſtlichen Verſuchsanſtalten, verabfolgt. Die im Garten angelegten Anbauflächen ſind teils zu Beobachtungen über das ganze Wuchsverhalten der Pflanzen, teils zu demonſtrativen Zwecken beſtimmt. Abteilung 1. 7,79 ar. Weymouthskiefern; Dreieckspflanzung, im Frühjahr 1884 mit 1 jährigen Pflanzen in 1 m Abſtand ausgeführt. Im ganzen 683 Pflanzen. Durchſchnittsalter(1889): 7 Jahre. Kulturkoſten: 6,40 M. oder ca. 94 Pf. pro Hundert. Hiervon kommen 63% auf das Löchermachen, bezw. Lockern der Pflanzſtellen und 37% auf das Pflanzen(mit dem Setzholze). Zur Beſeitigung der Bodenfeuchtigkeit, an welcher die Pflänzchen noch jetzt zumal an der eingeſenkten Stelle leiden, wurden 1889 drei Schlitzgräbchen in der Richtung des natürlichen Gefälles angelegt. Abteilung 2. 26,61 ar(inkl. 6,12 ar Wege). Ständiger Saat⸗ und Pflanzkamp der forſtlichen Ver⸗ ſuchsanſtalt, in 4 Unterabteilungen à 44 Beete von 8 m Länge und 1 m Breite zerfallend; im ganzen alſo 176 Beete. Die Anlage erfolgte im Herbſt 1882 durch gründliche und tiefe Rodung; auf dem Vierteil, welches den ſtrengſten Boden ent⸗ hielt, wurde(1883) Kartoffelbau betrieben. Behufs Milderung des bindigen Bodens fand(1886) auf dem zweiten Vierteil Mengung der Erdkrume mit Raſenaſche und Chauſſeeerde ſtatt, während auf das dritte Vierteil(1889) ca. 10 cbm Sand aufgebracht und mit dem gewachſenen Boden innig vermengt wurden. 80 Ddie Koſten der urſprünglichen Herſtellung des Kampes ergeben ſich aus der nachſtehenden Zuſammenſtellung: Vortrag 1. Rodung von 25 ar Waldboden auf 50 cm Tiefe 2. Herſtellung des 206 m langen Lattenzaunes 3. Herſtellung der Wege, 40 m von 3 m 63 m von 2 m und ca. 309 m und zwar 206 m von 1 m Breite Bemerkungen Die Rodung erfolgte im Accord. Der durchſchnitt⸗ liche Tagesverdienſt eines Arbeiters betrugrund 2M. Die Tagesleiſtung eines Arbeiters ſtellte ſich im Durchſchnitt auf 27,5 qm. Die Arbeit geſchah im Tagelohn. Desgl. Der Untergrund der breiten Wege wurde durch eine geſchloſſene Schicht klein geſchlagener Steine hergeſtellt, worauf erſt grober und dann feiner Baſaltgrus zu liegen kam. Summe: Koſtenbetrag 3 pro am, im ganzen bezw. laufenden m M. Pf f 181 25 7,25 172 90 84 260 10 84 614 25— Die Koſten der jährlichen Beſtellung des Kampes (Bodenbearbeitung, Beſchaffung von Dungmaterialien, Ausführung der Saaten, Verſchulungen, Jäten und Gießen, überhaupt Pflege) und der bezogenen Sämereien haben in den ſieben Jahren E Wirtſchaftsjahr Beſtellungs⸗Koſten Geſamt⸗Koſten hiei w. ee e n 1. 1883/84 105 52 110 25 215 7 2 1884/85 99 82 143 40 243 22 3. 1885/86 143 47 78 95 222 42 4. 1886/87 121 25 84 76 206 01 5. 1887/88 147 80 92 20 240 00 6. 1888/89 123 55 65 25 188 80 7. 1889/90 154 32 29 25 183 57 Im ganzen. 895 7 604 06 1499 79 Mittel pro Jahr. 127 96 86 29 214 25 Mittel pr. Jahr u. ar 4 81 3 24 8 05 81— Abteilung 3. 13,82 ar. Anbaufläche der forſtlichen Verſuchsanſtalt Nr. III, 2 und zwar Miſchpflanzung. Die urſprüngliche Miſchung beſtand aus den vier Holzarten: kaliforniſcher Ahorn(154 Stück), Douglas⸗Tanne (145 dergl.), Sitcha⸗Fichte(134 dergl.) und Nordmann’s⸗ Tanne(134 dergl.), zuſammen 567 Pflanzen; Quadratpflanzung in 1,5 m Abſtand(27 und 21 Reihen), im Frühjahr 1886 mit 3— 4 jährigen Pflanzen ausgeführt. Die Miſchung iſt in der Weiſe erfolgt, daß die Ahorne in gleichen Abſtänden über die ganze Fläche hin verteilt ſind, während die Nadelhölzer in drei nordſüdwärts verlaufenden Gürteln ſich aneinander reihen. Die Löcher wurden mit der Rodehaue angefertigt. Durchſchnittsalter(1889): 7—8 Jahre. Kulturkoſten: 27,05 M. für die urſprüngliche Anlage oder 4,77 M. pro Hundert. Hiervon kommen auf: Ausheben der Pflanzen... 5 Herſtellung der Pflanzlöcher.. 49 ¼%. Ausführung der Pflanzung.. 46 Im Sommer 1886 und auch noch 1887 wurden die beiden Fichten⸗Arten ziemlich ſtark von dem großen braunen Rüſſelkäfer (Hylobius abietis Fabr.) beſchädigt. Außerdem litt die Pflanzung ſeither ſtark durch die zumal im Frühjahr ſich bemerklich machende Boden⸗Näſſe, ſo daß viele Nachbeſſerungen notwendig wurden. Zur möglichſten Beſeitigung, bezw. Unſchädlichmachung derſelben wurden 1889 vier ſchmale Schlitzgräbchen in der Richtung des natürlichen Gefälles angelegt und ſämtliche nachgebeſſerte Pflanzen auf Hügel geſetzt. Der Abgang betraf beſonders die Ahorne und Nordmann's⸗ Tannen. In Ermangelung derſelben fand die Ausbeſſerung, außer mit Douglas⸗Tannen und Sitcha⸗Fichten, auch mit 3 jährigen virginiſchen Wachholdern und 2 jährigen Pechkiefern ſtatt. Die Nachbeſſerungskoſten betrugen: 1887.. 5,90 M. oder. 21% der 1889. 1,75„„. 6 urſprünglichen 1890.. 5,10„„ 13 Herſtellungs⸗ Im ganzen 12,75 M. oder.... 46 koſten. Heß, Forſtgarten, II. Aufl. 6 — 82— Im Frühjahr 1890 war die Pflanzenverteilung folgende: 55 Acer californicum Torr. II ¹). 152 Abies Douglasii Lindl. I. 131 Picea Sitchensis Carr. II. 95 Juniperus virginiana L. II. 76 Abies Nordmanniana Lk. I. 88 Pinus rigida Mill. I. Sa.: 567 Pflanzen. Durchſchnittsalter(Frühjahr 1890): 6 Jahre). Abteilung 4. 41,39 ar. Anbaufläche der forſtlichen Verſuchsanſtalt, Nr. III. 1. Horſtweiſe Miſchpflanzung, beſtehend aus den fünf Holzarten: korſiſche Schwarzkiefer(360 Pflanzen), Douglas⸗ Tanne(558 dergl.), weiße Hickory(558 dergl.), Sitcha⸗ Fichte(568 dergl.) und ſchwarze Wallnuß(609 dergl.), zuſammen 2653 Pflanzen. Jede Holzart bildet einen Horſt für ſich. Die Pflanzung iſt im Frühjahr 1886 im Quadratverbande in 1,20 m Abſtand mit 3 jährigen Pflanzen angelegt worden(34 und 91 Reihen). Die Pflanzlöcher wurden mit der Rodehaue gemacht. Durchſchnittsalter(1889): 7 Jahre. Kulturkoſten: 70,50 M. für die urſprüngliche Herſtellung oder 2,66 M. pro Hundert. Hiervon kommen auf: Ausheben der Pflanzen.... 3,5 Herſtellung der Pflanzlöcher... 60,5%. Ausführung der Pflanzung... 36,0 Die Nadelhölzer wurden zumal im Sommer 1886 und auch noch 1887 ſtark von dem großen braunen Rüſſelkäfer heimgeſucht, deſſen Sammeln unter Fangrinden und in Fangflaſchen anſehnliche Quantitäten ergab. Ferner litten insbeſondere die Wallnußpflanzen in dem tieferen Teile der Kulturfläche durch die hier vorfindliche Boden⸗ näſſe. Es mußten daher erhebliche Nachbeſſerungen ſtattfinden. Das urſprüngliche Verhältnis der Holzarten blieb hierbei gewahrt, jedoch wurden auch in dieſer Abteilung ſämtliche Pflanzen auf Hügel geſetzt. Die Nachbeſſerungskoſten betrugen: 1887... 11,70 M. oder... 17 oo der 18Ss.. 1S... 14 lurſprünglichen 1890— 3,00 4 Herſtellungs⸗ Im ganzen 24,45 M. oder... 35) koſten. ¹) Die römiſchen Ziffern II und I bezeichnen die Anbauklaſſe. ²) Das gegen 1889 geringere Durchſchnittsalter ergibt ſich aus der im Frühjahr 1890 erfolgten Rekrutierung mit jüngeren Pflanzen. Außerdem ſtehen in dieſer Abteilung, und zwar ziemlich regel⸗ mäßig verteilt, 37 Kiefern von 76 jährigem Alter(1889), welche bei dem 1883 zum Behufe der Anlage des Gartens erfolgten teil⸗ weiſen Abtriebe des Beſtandes übergehalten wurden, um ſpäter auf ihren Lichtungszuwachs unterſucht zu werden. Zu dieſem Zwecke wurde in dem außerhalb des Gartens ſtehen gebliebenen noch geſchloſſenen Beſtande eine gleiche Anzahl von gleichſtarken und auch nahezu gleichhohen Kiefern ausgeſchieden. Sämtliche Kiefern erhielten in Bruſthöhe(1,3 m) weiße Meßringe und korre⸗ ſpondierende Ziffern. Die Aufnahme der Stärken iſt ſeit 1886 in jedem Herbſte durch kreuzweiſe Meſſung erfolgt. Leider iſt aber der Verſuch dadurch etwas beeinträchtigt worden, daß 1887/88 eine größere Zahl der betreffenden Kiefern abgetrieben werden mußte, und daß auf der Freiſtandsfläche einige Kiefern durch Stürme ge⸗ worfen wurden. Ende 1889 waren daher nur noch 22 Vergleichs⸗ ſtämme vorhanden. Die Aufnahme der Stärken derſelben in dem Zeitraume 1886—1889 ergab folgende Reſultate: 1. Aufnahme der frei geſtellten Kiefern. Oktober 1886 November 1887] Oktober 1888 November 1889 T— 1 Na⸗ Durch⸗ gehuise Durch⸗ deduge Durch⸗ gehhuge Durch⸗ dehiige ſſer gehöri ſſer gehörig ſſer gehör gehör Stäm⸗ meiſer V Kreis⸗ meſſer Kreis⸗ neſer Kreis⸗ meſſer Kreis⸗ me Bruſth. fläche Bruſth. fläche Bruſth. fläche(Bruſth. fläche em qem em dem cm 1 qem cm qem 1. 28,9 656 29,9 702 30,3 721 30,7 740 6. 29,7 693 31,9 799 32,1 809 32,2 814 10. 28, 629 29, 702] 30,3 721 31,4 774 12. 27,4 590] 28,9 656] 29,5 683] 29,5 683 13. 25,6 515] 26,9 568] 27,4 590] 27,6 598 14. 25,4 507] 26,0 531] 26,9 568] 27,2 581 16. 29,5 683 30,6 735] ſ31,1 760 31,9 799 9. 415 23,3 426] 24,2 460] 24,8 483 24. 25,9 527 26,5 551 26,9 568 27,4 590 25. 22,5 398 23,1 419 23,5 434 24,5 471 31. 20,0 314 20, 343 21,5 363 21,6 366 32. 21,6 366 22,2 387 223,1 419 23,3 426 33. 25,5 503 25,7 519 206,2 539 26,8 564 38. 27,8 607 28,14 633 29,1 665] 29,1 665 42. 19,8 308] 20,0 314 20,5 330 20,7 336 47. 29,2 6/70 30,1 711 30,8 745 31,9 799 49. 27,7 603 27,7 603 28,4 633 28,7 647 456 24,5 471] 25,1 495 53. 20,1 317] 20,9 343] 21,5 363] 22,5 398 54.] 27, 607] 28,0 616 284 633] 29,5 683 55.] 25,0 491] ÿ26,0 531] 26,9 568 27.7 603 58. I 25,2 499] 25,5 511]àN25,8 523]26,0 V 531 Sa.:—- 113500ñ— 12056]— 125666— 13046 6* — 4— Hiernach hat der Stärkenflächenzuwachs betragen: 1886/87.... 706 qem oder...63% der Geſamtkreis⸗ 4887/88.. 510„„. fläche zu Beginn des 1888/89 480„„ 135 betreffenden Jahres. II. Aufnahme der entſprechenden Stämme im geſchloſſenen Beſtande. N Oktober 1886 November 1887] Oktober 1888 November raeh T. Durch⸗ Zu⸗ Durch⸗ Zu⸗ Durch⸗ Zu⸗ Durch⸗ dene veſer üir veſer gien veie ie aſer ie me Bruſth. fläche Bruſth. ſläche Bruſth. fläche Bruſth. fläche m qem em qem qem em qem 1. 28,9 656 29,8 697] 30,0 707 30,4 726 6. 29,7 693 30,6 735 31,0 755 31,3 769 10. 28,6 642 30,1 711 30,3 721 30,5 731 12. 27,4 590] 27,7 603] 28,5 638 28,5 638 13.] 25,6 515] 26,8 564] 27,2 581 28,2 624 14. 25,4 507]25,8 523 26,1 535] 26,7 560 16.] 29,5 683 29,8 697 30,2 716 30,3 721 19. 23,1 419 23,1 419] 24,0 452 24,6 475 24. 25,9 527 27,1 577] 27,4 590] 27,6 598 25. 22,4 394 22,8 408 23,2 423 23,3 426 31.] 20,0 314 20,6 333 20,9 343 20,9 343 32. 21,6 366 21,6 366 21,9 377] 22,0 380 33. 25,3 503 26,5 551 26,8 564 26,8 564 38. 27,3 585 27,5 594 28,5 638 28,5 638 42. 19,8 308 19,9 311 20,5 330] 21,5 363 47. 29,2 670 29,6 688 30,0 707 ſ30,1 711 49. 27,7 603 27,7 603)28,4 633 28,9 656 51.] 24,0 452 24,7 479 25,2 499] 25,3 503 53. 20,2 320 21,6 366] 22,1 383 22,1 383 54. 27,7 603 28,0 616] 28,6 642 29,2 670 55. 24,8 483 25,4 507 26,6 556 27,7 603 58. 25,2 499] 25,8 523] 26,4 547] 26,7 560 Sc.ſ= 11532— 11871—[12537, 12642 Hiernach hat der Stärkenflächenzuwachs betragen: 1886/87.... 539 dqem oder.... 4,7% der Geſamtkreis⸗ 1887/88.... 466„ 138 fläche zu Beginn des 1888/89 305„ 4 betreffenden Jahres. Die Vergleichung der Kreisflächenſummen beider Verſuchs⸗ Gruppen ergibt folgende Reſultate: — 85— ——— V Geſamtkreisfläche der Jahre freigeſtellten geſchloſſen in abſoluten in Prozenten ſteigei b ſtehenden 5 3 der entſprechenden Stämme Stämme Ziffern Geſamtkreisfläche — qem V qem qem im Beſtande 18866 q⁰ ÿ11350 113322 18 0,16 1887 12056 11871 185 1,57 1888 V 12566 12337 229 1,86 1888 13046 12642 404 3,19 1 1 Die Unterſuchung wird in der beſchriebenen Weiſe durch all⸗ jährliche Aufnahme der betreffenden Stämme bis zu deren Abtriebe fortgeführt werden, und ſoll alsdann eine genaue Stamm⸗Analyſe ſämtlicher Kiefern ſtattfinden. Ein vorläufiger Anhaltspunkt zur Beurteilung der Zuwachs⸗ Verhältniſſe beider Verſuchsſtamm⸗Gruppen liegt bereits durch eine an zwei korreſpondierenden Stämmen im Februar 1890 vorgenommene Stamm⸗Analyſe vor. Die Kiefer No. 54 im Garten(Lichtſtand) wurde nämlich am 25. Januar 1890 durch den Sturm geworfen und daher auch der zugehörige Stamm in dem angrenzenden Be⸗ ſtande gefällt. Die an beiden Stämmen vorgenommene Unter⸗ ſuchung lieferte folgende Ergebniſſe: Kiefer Nr. 54 Bortde im im 5 9 Schluſſe Lichtſtande cbdm cbdm Schaftinhalt(ohne Rinde) zur Zeit der Aufnahme(76jährig).... 592 535 vor 3 Jahren.(73jährig).... 529 462 vor 6 Jahren, d. h. zur Zeit der Lichtſtellung(70jährig).... 474 427 vor 16 Jahren(60jährig).... 316 286 Hiernach ergibt ſich als jährl. Durchſchnitts⸗ zuwachs im letzten Jahrzehnt vor der Lichtſtellung. 16 14 in den erſten 3 Jahren nach derſelben.. 18 12 in den folgenden 3 Jahren...... 21 24 Die Zuwachsprozente ſtellen ſich alſo Prozente Prozente vom 61.70. Jahre......... 4,0, 4,0 pom 71.—73. Sahre........ 3,7) 3,6 vom 74.—76. Jahre......... 3,7 4,9 — 86— Während alſo der im Schluſſe ſtehende Baum von Periode zu Periode eine regelmäßige Vergrößerung des abſoluten Zuwachſes (bei mäßig ſinkendem Zuwachsprozente) aufweiſt, hat an dem frei ſtehenden Stamme die Lichtſtellung zunächſt einen merklichen Rück⸗ gang im Zuwachſe, nach Ablauf dreier Jahre hingegen eine ſehr bedeutende Steigerung desſelben bewirkt, indem der abſolute Betrag des Zuwachſes ſich verdoppelt hat und ſogar das Zuwachsprozent (und zwar ſprungweiſe) erheblich geſtiegen iſt. Der anfängliche Zurückgang im Zuwachſe hängt möglicherweiſe mit Beſchädigung, bezw. Abhieb von Wurzeln bei dem Roden benachbarter Stämme zuſammen. Daß die Wirkung der Freiſtellung(bei Kiefern) erſt nach Verlauf einiger Jahre eintritt, iſt nicht auffallend. ————— 1000/9 eUA eluebehh pe MOIIOAX ueο ueA 2¹— 81 u 21