Räüud jandn unn-Mäne 56£, 08. NOV. 1975 2 8810 23 MAI 7 02B805 O4. DEZ. 1980 T O7 Hà 1989 G 8e esen — ☛ N 1 X, Gießener niverſitäts Bilderbuch * Liebesgabe ₰ für die im Felde ſtehenden 10 ; Angehörigen der Aniverſität O Gießen. ſ. — 3 3 4 EE —ʒ“MN: Hof⸗ und Aniverſitäts⸗Druckerei Otto Kindt, Gießen 1915 Widmung. Die Ihr im Felde mutig ſtreitet, Der alma mater Ehr' bereitet, Als wackre Söhne ſeid bewährt, Euch ſei dies Büchlein jetzt beſcheert. Man hört, Ihr wollt im Schützengraben Auch etwas geiſt'ge Nahrung haben. Indeſſen die Granaten pfeifen, Will Euer Geiſt nach Hauſe ſchweifen, Wo Ihr geſtrebt mit aller Kraft, Zur Stätte hehrer Wiſſenſchaft. Drum will ich heute Euch berichten Von Alnrerſitäts⸗Geſchichten. Wie's einſt in Gießen war, wie's iſt, Daß keiner unſere Stadt vergißt. So nehmt es hin, wie wir's gemeint, Von Herzen ſind wir Euch vereint! Der Rektor: Sommer. Gruß aus der Heimat. Landgraf Ludwig V. der Begründer der Aniverſität. Nach dem im Beſitz der Aniverſität befindlichen Gemälde von 1623. Im Buch des Schickſals ſteht geſchrieben: „Im Jahre ſechszehnhundertſieben In Gießen hier im Heſſenland Die Aniverſität entſtand“.— Der Landgraf Ludwig iſt's geweſen, Der dieſe Stadt ſich auserleſen, — n d itee Lla⸗ IAA dd. S/A.IN Se S In SWhdl 1B3S NA O N KONKNI OSN NJOAIN, I IIIINNIVIIIAOSIII z4 VNWAWL CI Wienhe NNINHA VAAA SdLITIN NIOd OOIIA NA ſ8 11) h end ub GaVINIAA. V 8 AO Lt 6Ie 3on) *0W X / NAdd. —— D R — R II JAOd MIIVIK (OOIDEN NNNN/AGH ON ezahN GIIAIKNONGIINIIAIA GMNA AMNA. VDON — 4 71.IAOlld 12 AIGSINOIHLA dax 34 AINA 5N ONI R 45 AINIA 9 eh. 8 1—A4 4 1.—1„117Ni. Ge ve 1a. A„N NIAAID VNAVAN wWW AedA e W.AIVITII.I iekela. 2 AAAO 9I)IILL=Ie I J). IAAAIWMA WMardc NO 18 WMIIA N Aus einem Stammbuch von 1622. * Auf Bronze⸗Tafeln grub man's ein: Hier ſoll der Bildung Stätte ſein! Gar vieles hat ſie bald geſeh'n In dreißigjährigen Krieges⸗Weh'n, Der Feinde Droh'n, Verlegung, Peſt, Doch ſchließlich ſtand ſie wieder feſt. Die Feſtung ſchützte vor der Wut Der Feinde unſer koſtbar Gut.— b Mit Waffen und mit Wiſſenſchaft, In Körper⸗ wie in Geiſteskraft, So war, Ihr wißt's, zu aller Zeit Der Gießener Student bereit. Landgraf Georg ll., der Wiederherſteller der Aniverſität. Nach dem im Beſitz der Aniverſität befindlichen Gemälde. W e A ESmA ℳ 2 27 S n, Den Sanr ee e2Wer. Iaee= h r* 1— Tuvi,& um pii 14⸗ Io. evhni D 1erecr Ei eeeriree Titelblatt von Tackius, Academia Gissena restaurata. Die Szepter und Pokale der Ludoviciana. 4 „ 5 7 r S 8 . 1IHIIEMMM Nach einem Stammbuchblatt von 1747. Altes Kollegium. nhnbne e Studentenausfahrt. Nach einem Gießener Stammbuch von 177 3. UIHILE IHIIMKIITAIHN — Ein neu Jahrhundert brach heran, Drin Gießen wilden Ruf gewann. Ein derber Ton, doch ſtets geſund, Trotz Laukhards lügenhaftem Mund. Auch Goethe ſah's, als er hier weilte And Hoepfner zu beſuchen eilte. Ein kräft'ger Zug, ich laß ihn gelten, Wer will den Geiſt der Zeiten ſchelten? Es blüht in nie verſiegter Kraft Die burſchikoſe Landsmannſchaft. 2 — ——-— ₰ X X Landesvater. Aus einem Gießener Stammbuch von 1773. 3 3 .Laukhard. Eine Pauke rei im Jahre 1816. Dann kam der Sturm. Europas Gauen Durchbrannte wilden Krieges Grauen. Das alte Reich, es lag zerſchlagen, Nur wen'ge Trümmer ſah man ragen. Zu Ende ging des Korſen Wahn: Der deutſche Geiſt brach kühn ſich Bahn. Es ſteigt im Baum der friſche Saft: Die Gießener erſte Burſchenſchaft. Die Schwarzen haben hier gedacht, Begeiſtrungs⸗Feuer angefacht. Nach Trautſchold 1843. Rhenanen auf dem Staufenberg. „ba0q⸗e ee ieeee Der Freiheits⸗Krieg brach leuchtend an, Sie kämpften mutig Mann für Mann. Napoleon ward des Schickſals Raub, Da Blücher zog zum Rhein nach Kaub. Als der durch Gießen iſt gezogen, Sind ihm die Herzen zugeflogen.— Wie ſich das Schickſal da gewendet, Im Jahre 70 ward's vollendet. Ihr kämpftet kühn in großen Scharen, Die Heimat-⸗Erde zu bewahren. Der Traum vom deutſchen Reich ward Tat! Ein deutſches Volk— ein deutſcher Staat! Der ganzen Welt gewalt'ger Sturm Zerbraust am ſtarken Bismarckturm. Der Gießener Bismarckturm. — 33— 5 Se Neues Kollegienhaus(„Aula*). 16 Neues Schloß. Aniverſitätsbibliothek. Aniverſitätsbibliothek, von der Keplerſtraße. Neue Feſtaula. T Botaniſcher Garten. 18 Drum ſchaut, von Eurer Hand gebannt, Er heute noch ins weite Land, Als Zeichen urgewaltger Kraft, Die unermüdlich weiterſchafft.— And als das Reich begründet war, Da bot ſich große Zukunft dar, Neu wollte ſich die Welt erſchließen Im ganzen Reich, ſo auch in Gießen.— Denkſtein im Botaniſchen Garten. Pyyſikaliſches und phyſikaliſch⸗chemiſches Inſtitut. Die Aula, die einſt lag am Brand, An andrer Stelle friſch erſtand. Es ſchloß ſich an ein ganzer Kreis Von Inſtituten reihenweis. Chemie, Phyſik, das Bücherhaus— Noch iſt das Bauen hier nicht aus. Wenn unſer Hoffen nicht betrog, Kommt bald dazu der Mineralog. Nur wenige hielten feſt noch Stand An alter Stelle dort am Brand. Mediziniſche und Frauenklinik. 20 Klinik für pſychiſche und nervöſe Krankheiten. Veterinär⸗Inſtitute. Am Heidenturm im großen Garten, Botanik kann man da erwarten. Daneben liegt die Landwirtſchaft, Die uns die Volksernährung ſchafft. And dort des Phyſiologen Haus, Bald zieht auch er nach Süden aus. Zur Klinik⸗Inſel gehts nun ſchnell! Wir ſind am Seltersberg zur Stell! An Augen, Ohren, Naſ' und Mund Wird mancher hier gemacht geſund. Der Grundriß iſt nicht ſchlecht gewählt, Die Kinder⸗Klinik auch nicht fehlt. Die Chirurgie heilt manche Wunde, Daneben liegt die Frauenkunde. Die Medizin als Zentrum gilt, Das Ganze gibt ein ſchönes Bild. Hautklinik ſieht man ſich erheben, Den Lupus heilt man gleich daneben. 22 Zur Hygiene gehts dann weiter, Die Pſychiatrie iſt Schluß der Leiter. So zieh'n die Häuſer weit ſich hin Der Menſchen-kund'gen Medizin. And kommt man dann zur Straße her, Da wird das Bild ganz veterinär. Es hebt auch hier ſich Haus an Haus, Zwei ſehn wie eine Klinik aus, Die andern beiden ergänzen das Bild: Tierkunde aus dieſen Räumen qulllt. Ein ganzer Komplex, daß jeder es rät: Die tiermediziniſche Fakultät.— So wurde tüchtig denn gebaut, And was Ihr ſeht, es kündet laut: Ein kleines Land, ein wackrer Geiſt, Ein gutes Werk den Meiſter preiſt. Im deutſchen Reiche wohlbekannt Iſt unſer liebes Heſſenland. Indes ſich das entwickelt hat, Wuchs kräftig auch die kleine Stadt; Sie ſtreifte ab die alte Haut And hat ſich mächtig ausgebaut. Schon vieles in Vergeſſenheit ſank, Dieweil die Neuzeit durch ſich rang. And drängt's Euch fort aus Eurem Haus Nach allen Seiten zur Stadt hinaus: In 4 Gebirgen auf vielen Wegen Kann ſich der Wandrer munter regen. Der Vogelsberg, des Taunus Pracht! Der Weſterwald von ferne lacht.— Vom Dünsberg ſiehſt Du aufgeſtellt Rothaargebirges Kuppenfeld. An Bergen reich und ſchönen Blicken, Will Dich die Landſchaft oft entzücken. Wer froh hier wandert, wirds begreifen: Was willſt Du in die Ferne ſchweifen? Als Ganzes nimm's, nicht nur in Stücken, Dann wirds Dich innerlich beglücken. Ein Kranz von Bergen rings umſteht Zur Zier die Alniverſität.— Ich bin zu End! So nehmt es an, Was Euch der Rektor hier erſann. Sind auch die Verſe nicht grad fein: Ein Gießener Bilder-Buch ſolls ſein. Kommilitonen! hört mein Wort: Im Schützengraben kämpft Ihr dort, Doch Arbeit gibts auch hier am Ort.— Ein jeder trägt wohl ſeinen Deil: Der Ludoviciana Heil! Sommer. Gießen. — „———— ——ꝛ————— Colour& Grey Control Chart Blue Cyan Green Nellow Hed Magenta Wuite Grey 1 Grey 2 Srey s8 SGSrey 4 Black D* Liebesgabe 6 für die im Felde ſtehende Angehörigen der Aniverſität nh* Gießen. 2 gr: