unMantannn 13 749 418 Wn feier Gofallonon 8. vnawlgamnvernn in der Neuen Rula am Totenſonntag 1919 Gießen Druck: Univerſitäts⸗Druckerei Otto Kinoͤt Wwe. Oroͤnung der Feier: — . K. H. Graun, Präludium für Orgel. 2.„Selig ſind die da Leid tragen“, Chor aus dem Deutſchen Kequiem von Johannes Brahms. 3. nſprache des Rektors. Rede des Prof. D. Dr. Schian. 5. Anſprache des Vorſitzenden des Geſamtausſchuſſes der Studentenſchaft. 6.„Wie lieblich ſind Deine Wohnungen, herr Zebaoth', Chor aus dem deutſchen Requiem von Johannes Brahms. . F. Mendelsſohn⸗Bartholdy, Sonate für Orgel, 1. Satz. * Anſprache des Rektors Prof. Dr. Karl Kalbfleiſch. Hochgeehrte Gäſte und Kollegen! Liebe Kommilitonen! Rls die alma mater Ludoviciana am 9. März in dieſem Saale ihre heimgekehrten Söhne begrüßte, da fühlten wir uns alle in unſerm Innerſten zerriſſen von tiefſtem Schmerz. Das gewaltige Heldenlied des Weltkrieges hatte für unſer ge⸗ liebtes Daterland mit einer erſchütternden Tragödie und einem unwürdigen Satyrſpiel geendet. Die deutſche Kaiſerkrone in den Staub geſunken, das deutſche Schwert zerbrochen, die deutſche Seele vergiftet! Aber in die Nacht unſerer Trübſal fiel doch ein lichter Schein. Ein großer griechiſcher Staats⸗ mann hat einſt in einer Rede auf die im Kriege Gefallenen geſagt:„Die Jugend iſt aus unſerer Staôt verſchwunden, wie wenn man den Frühling aus dem Jahre genommen hätte.“ So war es auch uns zu Mute, als unſere gehrſäle immer ein⸗ ſamer und die Namenreihen auf den großen Tafeln in der Vor⸗ halle oͤer Univerſität immer länger wurden. Nun aber ſahen wir, daß doch nicht der ganze Frühling aus unſerm Jahre genommen war. Ein Stück Frühling hatten wir leibhaftig vor uns: Ihr wart ja wieder da, liebe Kommilitonen, Euch we⸗ nigſtens hatten wir wieder! Heute ſcheint kein froher Ton in unſer Klagelied hine in⸗ klingen zu wollen. Die, denen heute unſere Feier gilt, denen zu Ehren ſich heute unſere umflorten Banner neigen, die kommen niemals, niemals wieder. Im Weſten und im Oſten, im Norden und im Süden ſchlafen ſie unter dem grünen Raſen oder unter dem weißen Schnee ihren letzten Schlaf. Und es erhebt ſich die bange, die fürchterliche Frage: Sind ſie umſonſt gefallen? Sind die entſetzlichen Verluſte umſonſt ge⸗ weſen, die einem der Opferwilligſten unter uns, unſerm ver⸗ ehrten Kollegen Eck, die Goetheſchen Worte abpreßten:„Opfer fallen hier, weder Lamm noch Stier, aber Menſchenopfer un⸗ erhört!“? Ich will dem Reoner des Tages nicht vorgreifen, aber ſo viel glaube ich doch ſagen zu dürfen: Kein, ſie ſollen nicht umſonſt gefallen ſein, und ſie werden nicht umſonſt gefallen ſein, wenn wir uns ihrer würdig zeigen. Würdig des eölen Blutes, das ſie vergoſſen haben, würdig der bitteren Tränen, die um ſie gefloſſen ſind. Das gilt beſonders auch von Euch, liebe Kommilitonen. Ihr ſollt Führer ſein- der Reoͤner vom 9. März hat es Euch von dieſer Stelle aus mit flammenden worten zugerufen- Führer ſollt Ihr ſein, und das iſt ſchwer. In dem friedlichen Wettſtreit, auf den wir für lange, viel⸗ leicht für immer angewieſen ſind, ſollt Ihr die Offiziere ſein, und Ihr wißt es von oͤraußen, daß der Offizier immer die ſchwerſte Herantwortung trägt. Beim Wiederaufbau unſeres zuſammengebrochenen Staates ſollt Ihr die Werkmeiſter ſein, und Ihr wißt es aus dem Munde des Ddichters:„hHört der Burſch die Veſper ſchlagen, Meiſter muß ſich immer plagen.“ Ihr ſollt das Salz des neuen Deutſchlands ſein: wenn aber das Salz öumm wird, womit ſoll man ſalzen? Bei dem fin⸗ denken derer, die auf den ſchwarzen Tafeln da oͤraußen ver⸗ zeichnet ſind, beſchwöre ich Euch: bedenkt es immer, vergeßt es nie: des deutſchen Volkes Würde iſt in Eure Hand gege⸗ ben, bewahret ſie! Heute, am Totenſonntag, laßt uns den Toten geben, was der Toten iſt. Dann aber wollen wir alle der Mahnung ein⸗ gedenk ſein, die ich vielen von Euch ſchon aus anderem An⸗ laß zugerufen habe: gaßt Euch kein Leid mehr kümmern, Kommt alle froh zu Hauf Und baut aus Schutt und Trümmern Die deutſche Zukunft auf! Rede des Prof. D. Dr. Martin Schian. Hochanſehnliche Herſammlung! Sehr verehrte Herren Kollegen! giebe Kommilitonen! Wir ſtehen in einer Stunde von laſtenoͤer Schwere. Denn dieſe Feier zwingt den Blick rückwärts zu jenen anderen Feiern vor fünf Jahren, bei denen wir hier in derſelben flula in hunderte von jungen fugen ſchauten, die in heiliger Ent⸗ ſchloſſenheit und frohbereitem Opfermut blitzten. Dem In⸗ fanterie⸗Kegiment(Kaiſer Wilhelm) 110, dem RKeſerve⸗In⸗ fanterie⸗KRegiment 222 galten damals Reden, Grüße und Wünſche. Wo ſind ſie geblieben, die als Glieder der Ludo⸗ viciana in jenen Formationen ſtanden? Unſer Blick wandert weiter; er geht mit ihnen und mit den in anderen RKegi⸗ mentern VYerſtreuten in Feindesland; er ſieht, wie ſie die Reihen der Feinde in Belgien zurückoͤrängen, wie ſie in ſchau⸗ rigem nächtlichem Kampf gegen Ie Quesnoy vorſtürmen; er geleitet ſie auf dem Zug ins herbſtlich⸗winterliche Polen, auf furchtbaren Märſchen in den ſchnee⸗ und eisſtarrenden Kar⸗ pathen. Er ſucht ihre Spuren— ja, wo haben nicht überall Gießener gekämpft?— im weiten Rußland, in der Ukraine, in Serbien, Siebenbürgen und Rumänien, ja in fſien. fluf Schlachtfeldern mit ruhmreichen Namen finden wir ſie, bis ins Herz der feinoͤlichen Länder. Aber wo blieben die Sieger? Wie viele kehrten heim? Die Schlachtfeloͤer waren Felder voller Totengebeine..... Wir ſtehen in einer Stunde voll laſtender Schwere. Wohl hörten wir die Trauerbotſchaften der Familien, der Ver⸗ binoungen. Jede einzelne brachte uns Leid. Heut aber ſehen wir die langen RKeihen der Namen aus allen fünf Fakultäten. Jeder Kame ſteht oͤraußen auf einem ganz kleinen Täfelchen; aber jeder Toè vernichtete eine große Summe von Ueben, Hoffnung, Zukunft. Manche der Botſchaften ſchnitt uns be⸗ ſonders ins Herz; wir ſtanden dem einen oder dem andern Kollegen oder Kommilitonen oder ſonſt mit unſerer Univerſität ———————J—— verbundenen vor andern nahe; wir hatten ihn wohl auch während des Kriegs aus Briefen oder gelegentlichem perſön⸗ lichem Verkehr lieb gewonnen; es war uns bitter, zu wiſſen, daß auch er nicht heimkehren ſollte. Aber ſelbſt dieſe Trauer⸗ nachrichten waren für uns damals nicht bloß Trauernach⸗ richten. Sie waren gleichſam verklärt von der großen Hoff⸗ nung, die über all dem Bluten und Sterben ſtand, der Hoff⸗ nung auf die koſtbare Frucht aus oer wertvollen Saat: auf Deutſchlands geſicherte Zukunft, auf Deutſchlands ragende Herrlichkeit. Heut iſt das anders. Der Schimmer der Ver⸗ klärung erloſch. Jene Hoffnung zerbrach. Wir ſtehen vor lauter Trümmern. Was jene bis in den Tod Getreuen für alle Zeiten verhindern wollten, iſt geſchehen. Keiner von ihnen hat ſich's träumen laſſen, oaß ſo viel Opfer nicht hin⸗ reichen würden, um das alte deutſche Straßburg dem Reich zu bewahren, ja nicht einmal, um den Rhein auch fürder Deutſchlands Strom bleiben zu laſſen, um Franzoſenherrſchaft von Mainz und von Worms fernzuhalten. In Strömen floß das deutſche Blut. In dichten Reihen dahingemäht, deckte die deutſche Jugendò die Schlachtfeléer. Und nicht deutſche Freiheit wuchs aus der Tränenſaat, ſondern deutſche Knechtſchaft; nicht deutſches Glück, ſondern Deutſchlands allerbitterſtes Leid, deutſchen Volkes allerſchmerzlichſte Schmach. Die heſſiſche Jugend ging in den Tod; und im Herzen des Heſſenlandes ſitzt der Feind, und ſchwarze Truppen ſtellen der Ehre deut⸗ ſcher, heſſiſcher Frauen und Mädchen nach. Wenn wir mit dieſen Gedanken unſerer Gefallenen uns erinnern, dann iſt's, als wollte das Herz uns brechen. Wie wollten wir Euch danken, Ihr tapferen jungen Helden, wenn Eures Uebens Hingabe deutſchland gerettet hätte! Aun aber iſt Deutſchland der Spielball ſeiner Feinde. Steht nicht über Eurem Too das furchtbare Wort:„Vergeblich!“? Wir möchten uns gern die drückende Laſt der Stunde erleichtern. Wir ſind alſo gern bereit, dem Troſt, oͤen manche bereit haben, unſere Seelen zu öffnen. Sie reden von der inn eren Freiheit, die das deutſche HVolk ſeit dem Ende des ———ò——-———òℳℳ——— ⸗—⸗—ß——éòℳ-——————— ———Y————-——-—-——————————J b Krieges gewonnen habe; ſie ſchätzen das, was die Umgeſtal⸗ tung unſerer Verfaſſung gebracht, ſo hoch ein, daß es reichlich aufwiege, was wir verloren haben. Haben ſie Recht? Wir können heut das Für uund Widͤer nicht prüfen. Denn dͤie Stunde ſteht zu hoch, als daß wir oem Kampf der Meinungen zu ihr Zutritt gewähren dürften. Rber das Eine ſteht über allen Streit hinaus feſt: Wohl ſind auch unter den Gießener Kämpfern, die in dieſem Krieg ihr LUeben ließen, allerlei Geiſter geweſen; nicht ganz wenige werden das Ideal einer ſozialen Erneuerung Deutſchlanoͤs in ihrem Herzen getragen haben; und auch über die Staatsform werden nicht alle ganz gleich gedacht haben. Aber keiner von ihnen iſt der Meinung geweſen, daß das Deutſchland vor 1914 nicht wert geweſen wäre, daß man ſein Leben dafür gäbe. Und noch weniger hätte auch nur einer von ihnen ſein Leben geopfert, um aus dem ſtarken, ſtolzen, freien Deutſchland von 1914 das ohn⸗ mächtige, demütige, geknechtete Deutſchland von 1919 ſchaffen zu helfen. Darum iſt uns der Hinweis auf das, was manchen als Gewinn erſcheinen mag, kein Troſt. Keine neue Ver⸗ faſſung kann uns über die Tatſache hinweghelfen, daß wir alle, Glieder aller Stände, ein ganzes Volk, Unendliches verloren haben, den Ertrag langen Krieges, oen Gewinn mühevoller frbeit. Das Deutſchland, das ſeinen Söhnen ein ſtarker Hort und eine Heimat war, iſt nicht mehr. Aber man bietet uns noch einen anderen Troſt. Wir dürfen— ſo ſagt man uns— unſer hoffen nicht eng auf nationale Ziele einſtellen. Kicht das Glück eines Volkes— und ſei es das deutſche!— gelte es, ſondern das Glück der Menſchheit. Dieſem Glück aber ſeien wir trotz allem näher gekommen. Schon zeichne ſich in erkennbarer Klarheit am Horizont die Verwirklichung einer Völkergemeinſchaft ab, in der ein Volk gleichberechtigt neben dem anderen leben werde, in der kein Raum mehr ſein werde für nationalen Egoismus oder gar für Unteroͤrückung des einen Volkes durch ein an⸗ deres. Die Botſchaft hören wir; aber uns fehlt der Glaube. Kicht, weil unſere Herzen nicht fähig wären, weltweite Ziele zu faſſen, nicht, weil wir verſtockte Nationaliſten wären, die außer dem eigenen Volk nichts kennten und nichts wollten. Kein, weil uns alles, aber auch alles zu beweiſen ſcheint, daß das Glück ſolcher Völkergemeinſchaft weder jetzt noch in irgend abſehbarer Zeit zu ſchauen ſein wird; am allerwenigſten für unſer deutſches Volk. Wir werden nicht ſatt von den Träumen in den Köpfen der Weltbeglücker. Wir weroͤen nicht frei durch einen Bund, der geſchaffen iſt, um uns niederzuhalten. Wir werden nicht daourch unſeres Lebens froh, daß fmerikas Reichtum und Englanoͤs Weltgeltung ins Fabelhafte wachſen. Kein, laßt uns als klare und wahre deutſche Männer oͤem Ungeheuren offen ins Rngeſicht ſehen! Wir ſagen es mit zuckenden Lippen, mit heißer Qual in der Seele: Von all den Hoffnungen, mit denen die Unſeren ſtarben, ging keine in Erfüllung. Sie gingen fürs Haterland in Not und Tod. Und jetzt liegt oas Haterland in Not und Tooͤ. * Und doch darf das nicht das Einzige ſein, was wir heut zum Gedächtnis unſerer Gefallenen ſagen. Wir können nicht bei einem„Hergeblich“ bleiben. Warum nicht? Weil wir davor zurückbebten, den unabwenoͤbaren Schluß zu ziehen? Kein. Wir haben andͤere, tiefere Gründe. Wir denken gerade heut, am Totenſonntag, daran, daß es ewige Werte gibt, eine ewige Welt und einen ewigen Gott. Wir bekennen heut, daß wir an einen Sinn glauben, der in allem Geſchehen ſich offen⸗ baren muß. Rn einen Sinn des Werdens und— VYergehens. n einen Sinn des Lebens— und des Sterbens. Wir en⸗ den auch deshalb nicht mit dem„Hergeblich“, weil uns noch mehr zerbräche als nur unſer Herz, ſelbſt noch mehr als unſer Vaterland, wenn wir unter ſo viel Liebe und Treue, unter ſo viel Pflichteifer und Hingabe, unter ſo viel Leid und Not nichts zu ſchreiben hätten als das Wort„Vergeblich“. Aber wie kommen wir darüber hinaus? Den Weg weiſt das alte, ſchlichte Wort: In magnis et voluisse sat est. Wir müſſen das Wollen vom Erreichen trennen. Wir müſſen uns innerlich frei machen, um das Wollen in den Seelen unſerer gefallenen Brüder und Freunde ganz ohne Rückſicht auf das Ergebnis des Krieges anzuſehen. Wollen. Sie haben gewollt. Ooͤer waren ſie nur mit⸗ geriſſen vom Strom der allgemeinen Begeiſterung? Wäre der Entſchluß unſerer Kriegsfreiwilligen nicht in klarbewußter Entſcheioung getroffen worden? Ja, es ging damals wie ein Sturm durchs Land. Die heilige Flamme lohte hell empor— Fragen und Bedenken fortſcheuchend, wie wenn der Wolf die Herde ſcheucht. Am ſtärkſten packte— Gott ſei Dank— der Sturm die akademiſche Jugend. Mochten andere bedacht⸗ ſam zurückhalten, Kückſichten des Erwerbs, des Berufs, der Familie folgend, an den deutſchen Hochſchulen war dafür kein Raum. Und dennoch wäre nichts falſcher, als jenen flkade⸗ mikern, die zum Heere eilten, den klaren, eigenen Willens⸗ entſchluß zu beſtreiten. Trotz allem mußte jeder Einzelne für ſich den Entſchluß faſſen, durchſetzen und ausführen. Jeder einzelne hatte den Kampf mit ſich ſelbſt, mit ſeinem Lebens⸗ willen und ſeiner Zukunftsſehnſucht auszufechten. Jeder ein⸗ zelne mußte wollen. Ooͤer hätten die nderen nicht gewollt, die in den ſpäteren Kriegsjahren den feloͤgrauen Rock anzogen? Die Flut der Be⸗ geiſterung trug ſie weniger denn jene. Und in ſo jungem Rlter erreichte ſie oer Ruf des Laterlanos, oaß zu freiwilligem Eintritt ins Heer keine Friſt blieb. Sie gehorchten der Pflicht. Haben ſie darum nicht gewollt? So wenig wie Begeiſterung und Wollen, ſo wenig ſind Pflicht und Wille Gegenſätze. Der Kampf mit ſich ſelbſt mag manchem ſpäter ſchwer geworden ſein; aber der Wille ſiegte. Sie haben gewollt. Was war ihres Wollens Inhalt? Ein einziges Wort zeigt ihn an: Haterland. Ein Wort, faſt abgebraucht, zuweilen gemißbraucht. Ein Wort, das ebenſowohl die Hülle für ſchnöden Eigennutz bilden kann— Ubi bene ibi patria—, wie es für Unzählige den Gegenſtand ſelbſt⸗ loſeſter Hingabe bedeutet. Ein Wort, das die Erinnerung an die deutſchen Berge, Ströme und Wälder ebenſo lebendig macht wie das pietätvolle Gedenken an die Großen im Reiche zes Geiſtes, die uns vielhundertjährige Geſchichte gab. Ein Wort, das mehr iſt als das Wort Heimat, weil es die Hei⸗ maten alle, die Stämme und ULanoͤſchaften zur Einheit zu⸗ ſammenfaßt, weil es dem Volk und ſeinem geſchichtlichen Werden, weil es dem Keich als ſtaatlicher Form des Volkes gilt. Ein Wort, bei deſſen Klang uns iſt, als hörten wir deutſche Volkslieder ſingen, als läuteten die Glocken von Wittenberg, als rauſchte ͤer grüne Rhein. Früher meinten wir dabei auch noch den Schall der Geſchütze zu hören, die 1871 das herrlich auferſtandene deutſche Reich grüßten. Dieſes Vaterland war ihres Wollens Inhalt. Von dieſem Vaterland leben wir alle, ob wir es wiſſen oder nicht, ob wir mit ihm hadern zu dürfen glauben, oder ob wir mit ihm in Frieden leben. Von ihm lebt unſer Leib, lebt unſer Herz, lebt unſere Seele. fuch ſie haben von ihm gelebt, die ſich ihm damals gelobten. Eine deutſche Jugeno im Schutze des Haterlandes war ihnen geſchenkt; deutſche Bil⸗ oͤung hatte ihnen die Schule vermittelt, nun wollten ſie in un⸗ ſeren Hörſälen oͤeutſcher Wiſſenſchaft froh werden. Ob ſie ſich Rechenſchaft darüber gaben, wie ganz und gar ſie des Vater⸗ landes Schöpfung waren? Gefühlt haben ſie es wohl. flus oieſem Gefühl wuchs der Inhalt ihres Willens: Dem Vater⸗ land alles! Das Beſte, das Höchſte, das Größte! Dem Vater⸗ land die blühende Jugend, das friſche Herz, den ſtarken Arm, das frohe, ſehnſüchtige, hoffende Veben! Es war bei manchem, als verdͤränge das Vaterland Vater und Mutter, Bruder und Schweſter und Braut. Und die Köpfe waren doch übervoll von Zukunftsplänen und die Herzen überreich an warmer Liebe. Sie wollten dennoch alles dem Vaterland geben, ſchenken, opfern. Das war der Inhalt ihres Wollens. Das war der ganze Inhalt ihres Wollens. Es ſind Stimmen laut geworden, die haben jenes große Wollen be⸗ mäkelt, bekrittelt, verzerrt. Andere Triebkräfte ſollen es be⸗ ſtimmt haben: unterwertige, womöglich verwerfliche. Haß gegen oie fremoen Völker. Deutſche Großmannsſucht, phariſäiſche Selbſtüberhebung, Kriegsfanatismus. Es gibt Deutſche, die das Wort: In magnis voluisse auf dieſes Erleben nicht anwenden mögen, die geneigt ſind, es als eine Verirrung zu betrachten. Seelenkenner ſino ſie nicht! Wohl mußte der Wille für das Vaterland den Willen gegen des Vaterlandes Bedränger erzeugen; wohl mußte der Wille zum Vaterlanoͤ, wie die Dinge lagen, auch den Willen zum Schwerte um⸗ faſſen; ſonſt wäre er kein echter Wille zum Vaterland geweſen. Aber das waren Aebenerſcheinungen. Kriegswütig war die deutſche Jugend nicht; dazu hatte ſie ihr Leben zu lieb. Haſſen war nicht ihre frt; der Deutſche haßt nur, wenn ihm Bosheit und Gemeinheit in Perſon entgegentreten. Das Beſtimmende war nichts anderes als der Wille, dem Vaterland alles zu geben: Jugend, Zukunft und Ueben. War das ein enger Wille? Fllzuſehr an Grenzen ge⸗ bunden? fin Grenzen des eigenen Volks, des eigenen Landes? War das eroͤgeborener Egoismus, fern von allem die Kluft überſpannenden, die Weiten der Menſchheit begehrenden Joͤea⸗ lismus? War er vermiſcht mit unreinen Schlacken eines Militarismus, der nur die rohe Gewalt kennt? Eines Im⸗ perialismus, der die Völker der Erde knechten will? Kein, ſag ich, und tauſendmal Nein. Kicht dort iſt Egoismus, wo junge lebenshungrige Menſchen ihr Leben mit frohem, ernſtem Willen verſchenken. Und nicht dort allein iſt Joealismus, wo man den Boden der Wirklichkeit unter den Füßen verliert und in phantaſtiſchen Träumen ſich wiegt. Wenn irgend etwas, ſo war dieſe Hingabe, dieſes Opfern Jdealismus. Und wahr⸗ lich kein dürftiger, unreiner Joͤealismus. Indem ſie Deutſchland dienten, wollten ſie der Welt oienen. Kann jemand der Welt dienen, ohne für ſein Volk zu arbeiten? Beſaß Deutſchland nicht, was der Welt erhalten werden mußte? Ich dächte, wir ſähen jetzt klar genug, daß, die Deutſchland zerſtörten und zerſtören ließen, auch der Welt ein unſagbares Leid zufügten. Deutſchland aber war gegen die Gewalt nur durch Gewalt zu erhalten; das iſt die ſchmerzliche Erkenntnis einer Wahrheit, die keine Dialektik fortoͤisputieren kann. Nein, rühre niemand an den Opferwillen derer, die in den fernen Gräbern ruhen! Was machts, wenn wer vom Sterben ſpricht? Was machts, wenn klirreno Glas zerbricht? Der Wein verſchüttet am Boden liegt, was machts? Laßt männerhoch die Fahnen wehn, laßt euer Blut darüber gehn, aus dieſem Feu'r wird neu erſtehn Deutſchlanoͤ. Deutſchland, das nie und nie veroͤirbt, Deutſchland, für das jetzt jauchzend ſtirbt Deutſchland, das Ewigkeit erwirbt, Deutſchland. ¹) *† Das war ihr Wollen. Jlus dieſem Wollen wuchs nicht der heißerſehnte deutſche Sieg. So muß aus dieſem Wollen für Deutſchland eine andere Frucht wachſen. Es kam die Zeit, da oie Reihen der deutſchen Kämpfer ſich lichteten. Es kam die Zeit, da die Seele des deutſchen Volkes müde wurde. Raſchen Sieg ſeiner gerechten Sache hatte es erwartet, der Sieg blieb aus; und das Gedanken⸗ gebäude, das von dieſer Grundüberzeugung getragen war, ſtürzte zuſammen. Die Welt war finſter geworden. Die Spann⸗ kraft der ſtark bedrückten deutſchen Seele reichte nicht aus, um das furchtbare Geſchick zu meiſtern; Fieberſchauer ſchüttelten ſie. Die deutſche Seele ward krank. Fu dieſer Krankheit gehört, daß es die nicht mehr ver⸗ ſtehen kann, die reinen Willens auszogen, das Vaterland zu ſchützen. Gerade hier muß die Geſundung einſetzen. Damals waren wir ſelbſt uns nichts, und das Vaterland war uns alles. Heute iſt vielen das Haterland nichts, und wir ſelbſt ſind uns ¹) Rus dem„Solbatenlied“ von Oskar Möhrle. —y——ö— — —ꝭ—᷑—O.F᷑ę:9:—ꝭQꝭQO—Q—ꝭBUOA˖‧·—Bn——; alles. Heut redet mancher- in Deutſchland!- vom ſogenannten Vaterland oder- wegen deutſchlands Vielgeſtaltigkeit- von „unſeren ſogenannten Vaterländern. Damals war die Loſung: Deutſchland muß leben, und wenn wir ſterben müſſen! Heut heißt ſie anders: Ich will leben, mag aus der Welt werden, was ſie will!l Eng wäre damals der Blick der todesbereiten deutſchen Jugend geweſen? Ich ſage: Weltenweit war er, ge⸗ meſſen an der unſagbaren Enge, die uns heute umgibt. Liegt Deutſchland in Todeszuckungen? Macht es ſich be⸗ reit zu ſterben? Hat es ſeine Zeit gehabt? Dies große, ſtarke, arbeitsfreudige Volk? Nicht ganz wenige urteilen ſo. Ruch Wohlgeſinnte meinen, unſer Ende ſei nahe. Wundern wir uns deſſen? Schwer krank iſt unſer Volk. Vielleicht wir alle mit? Wir ſind doch auch Volk? Sein Blut fließt doch in unſeren Roöern! Wir atmen doch mit ihm die gleiche Fieberluft. Wir kämpfen doch mit ihm die gleichen Seelenkämpfe. Wie dͤe große Müdigkeit keinen ganz verſchont hatte, ſo auch die große Krankheit nicht. Die Krankheit, deren Kennzeichen es iſt, daß wir uns ſelber alles ſind und daß uns das Vaterland nichts iſt. Wir oͤürfen dennoch nicht an Deutſchlands Ende glauben. Wenn wir èran glaubten: wir täten Totengräberdienſte am eigenen Volk. Nein! Deutſchland ſoll geſund werden! Dazu muß es dorthin ſchauen, wo geſundes Teben war; muß ſich in die Herzen derer verſenken, die ſterben wollten, damit Deutſchland leben könne. Das iſt die Saat, die aus ſenen Opfern em⸗ porſprießen ſoll: neues, geſundes, vaterländiſches Teben. Wenn unſere Gefallenen uns dazu helfen, dann iſt ihr Toô wahrlich nicht vergeblich geweſen. Wille zum Vaterland. Er mag uns heute ſchwerer, viel ſchwerer werden als ſonſt, denn das Vvaterland iſt jetzt anders geſtaltet, als es vielen von uns erwünſcht und lieb iſt. Und es vermag, arm und brüchig geworden, das nicht mehr zu geben, was es früher ſeinen Bürgern, was es auch ſeiner akademiſchen Jugendò geben konnte. dennoch: wir müſſen oen Willen zum Vaterland, der unſere Gefallenen beſeelte, in uns neu zum Ueben bringen. ——Q˖QQ—V;O—BQO,—·BHQpe¶:-.p:.-é————:’-—————— In ihrem Willen zum Vaterland lag die Opferbereit⸗ ſchaft beſchloſſen. Vielleicht iſt ſie das Wichtigſte, was wir heute neu zu lernen haben. Der Kampf ums Daſein, den wir führen, macht die Herzen hart. Gerade die akademiſch Ge⸗ bildeten erfahren ſchwere Beoͤrängnis. Was gilt geiſtige Ar⸗ beit, wenn die Sorge der Nahrung und Kleioͤung alles be⸗ herrſcht? Ruch die Geiſtesarbeiter ſcharen ſich zuſammen, um ihr Recht auf Leben zu verteidigen. Es kann ſein, daß ſie darauf viele Kraft verbrauchen werden. Niemand darf ihnen in den firm fallen, wenn ſie um ihr Daſein kämpfen. Rber niemand könnte ihnen verzeihen, wenn ſie darüber den hei⸗ ligen Opferwillen verlören. Mögen andere Stände nur noch ſich ſelber wollen, unſer Blick muß weiter gehen, unſer Herz darf nicht eng werden. Die Gefallenen des Weltkriegs mahnen uns zum Opferwillen fürs Vaterland. In jenem Willen zum Vaterland lag auch der Wille zur Einheit. Wir wiſſen ja, wie feſt oamals ganz Deutſchland zu⸗ ſammenſtand. Millionen Herzen und ein Gedanke! Ruch ourch die Reihen der Kämpfer, die von uns auszogen, ging der gleiche Strom der Liebe zum Volk, zum Vaterland. Sie waren alle einig: auch die Gruppen, die ſich ſonſt wohl im akademiſchen Leben kühl gegenüberſtanden. Jetzt iſt die Ein⸗ heit zerbrochen. Deutſchlands altes Leiden, die Parteiſucht, brach hervor, ſtärker als je, verhängnisvoller, als wir ahnen konnten. Wir werden die Parteien nicht bannen; ſie beſtehen in allen Völkern mit parlamentariſchem Leben. Sie werden in den neuen Verhältniſſen, in denen der Sieg der Partei unmittelbar auch die Beteiligung an der Regierung zu be⸗ deuten pflegt, noch weniger verſchwinden können als in der alten Zeit. Aber der Zuſtand, der ſchon in der letzten Kriegs⸗ zeit ſich anbahnte und in dem wir nun ein Jahr lang lebten, muß aufhören, wenn Deutſchland leben ſoll. Mögen wir die Dinge mehr als andere Völker grundſätzlich zu nehmen geneigt jein, mögen wir jetzt oͤurch die nervöſe Uberreizung, in der wir leben, leidenſchaftlicher als ſonſt urteilen, mögen manche Erſcheinungen aus der Tiefe in unſerem Volk uns bis in die ——õ— tiefſten Tiefen der Seele verletzen,- den Willen zur Einheit oͤürfen wir nicht verlieren. UAnd- ſo ſauer es uns werden mag- wir akademiſch Gebiloͤeten müſſen vorangehen. Wir wollen unſere Aberzeugung vertreten, wir wollen in kräftigem Wort offen geißeln, was zu geißeln iſt. Aber der Wille zur Einheit muß uns zu oberſt ſtehen. Kur ſo handeln wir im Geiſt der Gefallenen des Weltkriegs. Freilich: die Einheit, die wir in ihrem Geiſt wollen, iſt vaterländiſche Einheit. Mit der Vaterlanosloſigkeit verbindet uns nichts, keine Rückſicht, keine Gemeinſchaft. Wo aber Wille zum Vaterland iſt, da dürfen wir das Band der Gemeinſchaft nicht zerſchneiden. Endlich: in jenem Willen zum Vaterland lag auch Zu⸗ verſicht. Wir leben nicht im Geiſt unſerer Toten, wenn wir verzagend die rme ſinken laſſen. Sie waren ſtark in ihrer Fuverſicht, obſchon es gegen die ganze Welt zu kämpfen galt.) Ihre Hoffnung erfüllte ſich nicht. Sollen wir oarum alles Hoffen fahren laſſen? Es läßt ſich genug nennen, was wir fahren laſſen ſollen: allzu ſichere Einzelerwartungen, allen leichtfertigen Optimismus. Wir werden vielleicht noch ourch ſchwere Erſchütterungen hindurch müſſen, die Prophezeiung, daß die Talſohle oͤurchſchritten ſei, iſt eitel. Wer jetzt mit kurzen Friſten für den wirtſchaftlichen Rufſchwung rechnet, ver⸗ dient nicht ernſt genommen zu werden. Das Rechnen mit kurzen Friſten müſſen wir uns eben abgewöhnen. Die Zuver⸗ ſicht aber gewöhnen wir uns nicht ab. Enoͤlich einmal muß es doch wieder aufwärts gehen! 3 Wenn wir dieſen Willen zum Vaterland von unſeren Ge⸗ fallenen lernen, dann ſind ſie trotz allem nicht vergeblich ge⸗„ ſtorben. Dann trägt die koſtbare Saat auch koſtbare Frucht fürs geliebte Vaterland. 1 3 Im Rnfang des Krieges hatten wir, wenn eine Todes⸗ nachricht zu uns kam, oft oͤas ſtarke Empfinden: Es muß ſchwer ſein, jetzt zu ſterben, da die Entſcheibung des Krieges noch ausſteht, ſchwer zu ſterben, ohne zu wiſſen, ob Deutſch⸗ land ſiegen wird. Nach dem Ende des Krieges kam der andere ½ ——————————— 15 — Gedanke obenauf: Glücklich die, die gefallen ſind, weil ſie des Vvaterlandes Elend und Schmach nicht zu ſehen brauchten. Für dieſe Empfindung werden wir alle viel Verſtänonis haben. 7 Ddennoch, meine ich, ſollten wir ſo nicht ſagen. Glücklich iſt vor allem, wer arbeiten kann. Das Glück des Lebens derer, die gefallen ſind, wäre es geweſen, wenn ſie ihr und unſer volk hätten mit herausführen können aus ſeiner tiefen Not. Uns, die wir leben, muß es als höchſtes Glück vorſchweben, bei dieſem Werk zu helfen. In ihrem Geiſt und Sinn zu helfen. ½ 3 Wilhelm Raabe hat einmal ein wunderliches Wort ge⸗„½ ſagt, das lautet ſo:„Wer erfahren hat, wie merkwürdig ſchwarz ½ die Kacht unter Umſtänden ſein kann, der weiß auch, welch ½ ein ALicht ein einziger Johanniskäfer in den Buſch zu werfen ½ 7 vermag.“ Wir wiſſen jetzt, wie ſchwarz die Nacht ſein kann. ½ In dieſer Stunde von laſtender Schwere ſpüren wir es. Wenn ½ wir meinen müßten, unſere Toten ſeien ganz vergeblich ge⸗ 4 ſtorben, dann wäre in dieſer Nacht kein noch ſo unſcheinbares † gicht mehr. Rber ſie brauchen nicht vergeblich geſtorben zu ſein. Fin uns liegt es, daß ihr Tod nicht vergeblich war. Ddieſer Gedanke gleicht dem Licht, das in tiefſchwarzer Nacht aufleuchtet, zuerſt beſcheiden und gering, allmählich leuchtend und groß. Der Too behält trotz alledem nicht den Sieg. Heut am Totenſonntag läuten von allen Kirchtürmen die † Slocken, ſo viele ihrer der Krieg übrig ließ, zum Gedächtnis 7 der Gefallenen. Sie läuten Trauer und Weh, ſie wollen auch † Dank und Mahnung, Zuverſicht und Hoffnung läuten. Wir 7† kennen ein AUicht, das in tiefer Kacht ſcheint. Wir ſagen mit † dem heſſiſchen Dichter: Das weiß ich, und es iſt gewiß: 1 noch nie ward Uicht zu Finſternis. Wes Herz je ward getränkt von ALicht, dem ward ſo hell das Rngeſicht, daß ſelbſt die tiefſte Todesnacht nicht ſolches Licht zuſchanden macht! ¹) ¹) K. E. Knodt. ——————— ———————— Anſprache des Vorſitzenden oͤes Geſamtausſchuſſes oer Stuoͤentenſchaft ſtud. rer. pol. Otto Eſtenfeld. Schwergeprüfte fingehörige unſerer gefallenen Brüder! Hochverehrte Lehrer! Liebe Kommilitonen! Fünf Jahre allerſchwerſten Ringens ſind ins Landò ge⸗ gangen, gerade fünf Jahre ſind es her, da durch alle deutſche Gauen die Kunde ging von den erſten großen Taten unſerer Kriegsfreiwilligen. Hoch im KNorden Frankreichs und in den ebenen Gefiloͤen Flanderns ſtemmten ſie ſich wioͤer die ſtändig oͤrohender werdende Überflügelung. Eiligſt zuſammengeſtellte Regimenter, ganze Batterien, nichts als Freiwillige, warf man in die große Schlacht. Sie zwangen es, doch unter welchen Opfern?! Wer kennt ſie noch, die Stätten, an oͤenen das Blut Deutſchlands akademiſcher Jugend klebt? Wer kennt ſie noch? Viele unter uns waren ja mit bei Dixmuiden und Upern, an der Iſer und der Marne. Wieviel einſam verlorene und dann wieder dicht gedrängte Haufengräber erzählen heute und künftig von dem großen Maſſenſterben deutſcher Jugend. Und dann erſt der Tag von Langemark! Rm nächtlichen Himmel jagen die Wolken vom Sturme gepeiſcht, an der Front iſt ein Brodeln und Ziſchen, Leuchtkugeln ſteigen auf und ab, ſie zeigen den Schützen in den waſſergefüllten Gräben den Weg für ihr tötliches Blei, die Geſchütze ſingen unaufhörlich ihr Sterbelied-- und nur der Mond guckt zuweilen durch die Wolken⸗ fetzen ourch, verſtänoͤnislos: der einſame Wanderer im unendlichen Weltenraum will nicht begreifen, wie ſich die Menſchen auf dieſer kleinen, kleinen Erde ſo das Ueben verkümmern.- Der Morgen graut, lebhafter ſteigen die weißen Kugeln, ſtärker und immer ſtärker wird das Bellen der Geſchütze, ein nervöſes Beben oͤurchzuckt den Körper, noch 5 Minuten, noch 3... ℳ¼°, jetzt, was höre ich, lauter und lauter gleich einem mächtigen Chor klingt es durch bis an unſere Geſchütze: Deutſch⸗ land, Deutſchland über alles, über alles in der Welt..... Schauer der Begeiſterung überläuft den Rücken, Tränen in oͤen RNugen, das Herz quillt über, ſo ſtehen wir bei unſeren Kanonen, während ſich der Sang mit den ſtürmenden Kolonnen ——— ⸗ℳ⸗⸗-——ℳÿ—-—;— 17 entfernt. Horch! wie dͤie feinoͤlichen Maſchinengewehre häm⸗ mern! Sie reißen furchtbare Lücken. Das Uieò wird leis und leiſer... abgehackt... ab— ge—brochen, zuletzt iſt es nur noch ein Stöhnen und Röcheln blutendͤer, ſterbender Jünglinge. Es iſt ein grauer, nebliger Novembertag. Zu Hunderten und abermals Hunderten bettet man die Toten in die ver⸗ laſſenen Schützengräben zur letzten Ruhe. Gräber zu bauen hat man für die Vielen keine Zeit, ſo legt man ſie dorthin, wo ſie vor wenigen Stunden erſt, mit dem Liede auf den Lippen, aus dem Ueben in den Tod geſtiegen ſind. Über den zugeſchütteten Graben ragt ein einfaches Kreuz aus Holz. Es ſpricht zu jenem, der da oͤrunten unter dem Eroͤwall den Freund ſucht, in fürchterlicher, verzweiflungsvoller Kürze: Hier ſtarben hundertfünfzig deutſche Kriegsfreiwillige den Heldentod fürs Vaterlano.. VYiele ſolcher Kreuze kann man zählen, viele!.... Sie alle ſagen das gleiche: Tot! tot! ſonſt nichts, ſonſt gar nichts. Und doch, welche unenoͤliche Kraft liegt da oͤraußen begraben, wieviel große Liebe iſt gebrochen worden?! Wo iſt er, der Freund, der auf der Bruſt das oͤreifarbene Band getragen wie ich, mit dem ich ſo manches mal in wildem ungeſtümen Eifer die Köpfe glühend geredet? Ja, wo iſt er? Und was wird die Mutter ſagen? Ihr wird das Herz zerbrechen. Vielleicht ſitzt ſie gerade jetzt zu Hauſe im trauten Stübchen und betet zu Gott, er möge ihrem Liebſten das geben erhalten... während er ſchon oͤraußen in Flanderns feuchter Erde ruht. Schmerz, tiefer Schmerz! Doch ſei ſtill, Mätterchen, ſei ſtill, weine nicht ſo ſehr! Dein Sohn hat Freunde. Liegt auch ſein Körper unter Trümmern begraben, ſein Geiſt lebt weiter jetzt und allezeit. Dort oͤraußen dieſe beiden ſchlichten Gedenktafeln werden noch viele akademiſche Geſchlechter mahnen und mit übermächtiger Kraft zwingen, feſtzuhalten an dem gewaltigen ſittlichen Glauben, mit dem dieſe für ihr Volk geſtorben ſind. Gedenke, daß Du ein Deutſcher biſt— ſo rufen ſie aus ihren Gräbern, über Berg und Tal der Heimat zu. Für jetzt Verlorenes ſetzten ſie ihr junges Ueben ein, für Hohes und Hehres ſind ſie ausgezogen, nicht um eitlen Scheines Tand, ſondern nur— ihrem Heimat⸗ 7 lande zuliebe. Nicht nationaler Chauvinismus hat ſie in den Tod getrieben, es war das einfach⸗reine Gefühl, die ſelbſtver⸗ ſtändliche Forderung ihrer Seele, alles hinzugeben für ihr gand— und ſo gaben ſie ihr Ueben. Unſere Pflicht nun iſt es, meine lieben Kommilitonen, unſere heilige Pflicht nun iſt es, dieſen Geiſt in uns wach zu halten. Es gilt dies namentlich jetzt, da alles Große und Er⸗ habene in dem Sumpf viehiſchſter Werktagsluſt verkommen will. gLug und Trug ſind heute das RKüſtzeug für den täg⸗ lichen Gebrauch. Doch möge da oraußen die wahnſinnige Gier nach irdiſcher Freude die Menſchen beherrſchen— hier in den ehrwürdigen Hallen unſerer alma mater, hier wollen wir uns führen laſſen von dem Geiſte unſerer Gefallenen. Hört's ihr Toten, hört es! Über Euren Gräbern ſchwören wir es, getreu zu bleiben Eurem ſittlichem Streben, getreu zu bleiben Eurem reinen Glauben an den Wert des deutſchen Volkes. Uber dem unſeligen Gezänk des Tages wollen wir nie und nimmer vergeſſen den Gedanken an ein großes, ſtarkes, deutſches Vaterland. Dafür ſeid Ihr geſtorben und wir, Eure Erben, — wir wollen nicht eher ruhen und raſten, bis wir es wieder haben! Doch, über dieſem Gelöbniſſe an die deutſche Tat der Zukunſt, woollen wir all jener nicht vergeſſen, die da oraußen ruhen, fern ihrer Heimat. Unter dem Meere zahlloſer Kreuze in Oſt und weſt liegen Feind und Freund im Tode vereint. So ehren auch wir unſere Toten am beſten, wenn wir uns beugen vor den Toten der ganzen Welt. Es ziemt ſich das beſonders in oͤieſen Wochen, da wir uns ſo langſam vorbereiten auf unſer deutſches Weihnachtsfeſt. Weih⸗ nacht, wie zart das klingt! Weihnacht, wie eigenartig es in unſerem Herzen wird, wie die Erinnerung lebt!... Vor unſeren Rugen ſteht ein Biloͤ. Es ſchneit! Langſam, ganz langſam fallen die Flocken nieder. weiß und weißer wird das Rntlitz der Welt. Rlle Gegenſätze ſind verwiſcht durch Gottes Hand. Die Erde ſcheint 9 ——— in Traum verſunken. Vom nächtlichen Himmel aber ſteigt der Chor der Engel und ruft in alle Menſchenherzen hinein: „Friede auf Erden und den Menſchen ein Wohlgefallen!“ Den Heloͤentos für das Vaterland ſtarben von den Angehörigen der Univerſität: Brinkmann, Ernſt, fiſſiſtent am Phyſikaliſch⸗chemiſchen Inſtitut. Dahlmann, Rlbert, Dr., fiſſiſtenzarzt an der Frauenklinik. Hildebrandt, Karl, Schreibgehilfe am Univ.⸗Rentamt. Hildenbrandt, Theodor, Dr., Hilfsarbeiter an der Univ.⸗Bibliothek. Knöllinger, Hermann, Dr., Flſſiſtent am Philol. Proſeminar. Müller, Johannes, fikademiſcher Turn⸗ und Spielleiter. Kocker, Philipp, Heizer und Maſchiniſt im Phyſikaliſchen und Phyſikaliſch⸗chemiſchen Inſtitut. Schramm, Kicharoͤ, Dr., fiſſiſtent am botaniſchen Inſtitut. Stange, Herbert, Dr., fiſſiſtent am Hygieniſchen Inſtitut. Thies, Rnton, Dr., außerordentlicher Profeſſor. Hogel von Falkenſtein, Kurt, Dr., Privatdozent. Vogt, Ernſt, Dr., außerordentlicher Profeſſor. Wolff, Fritz, Dr., fiſſiſtent am Pathologiſchen Inſtitut. Rdam, Frieoͤrich, ſtud. theol. aus Mainz. Ahlheim, Hans, ſtud. theol. aus Münſter i. H. Allmendinger, Heinrich, ſtud. theol. aus Grünberg i. H. Rrnoloͤ, Georg, ſtud. phil. rec. aus Darmſtadt. Bauer, Walter, ſtud. foreſt. aus Gera. Bauer, Wilhelm, ſtud. foreſt. aus Guntershauſen. Bazlen, Karl, ſtud. theol. aus Guſtavsburg. Beck, Fluguſt, ſtud. theol. et phil. cl. aus Butzbach. Becker, Hans, ſtud. jur. aus Gießen. Bellof, Heinrich, ſtud. agr. et rer. nat. aus Gießen. Bender, Erich, ſtud. jur. aus Grünberg i. H. Berbert, Balthaſar, ſtud. philoſ. aus Darmſtadt. Bernbeck, Oskar, ſtud. rer. nat. aus Groß⸗Umſtadt. Bernhardͤ, Heinrich, ſtud. paed. aus Wendelsheim. von Bibra, Hans⸗Karl, ſtud. jur. aus Gießen. Bierau, Foolf, ſtud. agr. aus Gießen. Binkowski, Franz, ſtud. pharm. aus Graudenz. Blickhäuſer, Richard, ſtud. phil. cl. aus Offenbach a. M. Bock, flexander, ſtud. agr. aus Gießen. Bode, Wilhelm, ſtud. jur. aus Gießen. Bohn, Ernſt, ſtud. phil. aus Laubach. Bötticher, Ernſt, ſtud. med. aus Gießen. Bohne, Johannes, ſtud. foreſt. aus Etzoorf. Bohrer, Oskar, ſtud. med. aus Oberſtein. Boll, Reinhard, ſtuè. theol. aus Worms. Bollen, Theodor, ſtud. med. vet. aus Winnekendonk. Brand, Emil, ſtud. jur. aus Bremen. Bremerich, Joſeph, ſtud. med. aus Stockum. Briegleb, Walter, ſtud. rer. nat. aus Groß⸗Umſtadt. Brooͤbeck, Roland, ſtud. jur. aus Worms. Buchalski, Alfred, ſtud. phil. cl. aus Potsdam. Buchhold, Hans, ſtud. jur. aus Darmſtadt. Büttner, Wilhelm, ſtuoͤ. phil. rec. aus Butzbach. Claus, Ernſt, ſtud. agr. aus Trebur. Cramer, Ernſt, ſtud. jur. aus Immighauſen. Dahmer, Luoͤwig, ſtud. med. aus Gießen. Dauſter, Johann, ſtuod. agr. aus Gießen. Decker, Otto, ſtud. agr. aus Worms. Dittmar, Walter, ſtud. med. aus Kreuznach. Döll, Fritz, ſtud. foreſt. aus Gotha. Duchardt, Hermann, ſtud. chem. aus Lauterbach. Dümichen, Max, ſtud. med. vet. aus Ober⸗Leiersdorf. Dürbeck, Wilhelm, ſtud. theol. aus Gießen. Duſeberg, Georg, ſtud. rer. nat. aus flsfeloͤ. Elers, Hermann, ſtud. jur. aus Goslar. Egly, Wilhelm, ſtud. med. aus Frieoͤberg. Erzgräber, Wilhelm, ſtud. theol. aus Darmſtadt. Feick, Karl, ſtud. rer. nat. aus Darmſtadt. Feudner, Theodor, ſtud. theol. aus Eppelsheim. Fiſcher, Heinrich, ſtud. theol. aus Schaafheim. Fiſcher, Otto, ſtud. med. aus Lorſch. Fittje, Robert, ſtud. paed. aus Oldenburg. Fleiſchhauer, Wilhelm, ſtud. meo. aus Köogen. Flöring, Fritz, ſtud. jur. aus Darmſtadt. Förſter, Heinrich, ſtud. phil. rec. aus Grünberg i. H. Frenzel, Rudolf, ſtud. foreſt. aus Döllſtädt. Fritſch, Ndolf, ſtud. theol. aus Kettenheim. Fuchs, Jakob, ſtud. phil. rec. aus Bibelsheim. Gabel, Hermann, ſtud. phil. cl. aus Furſchweiler. Geck, Brandel, ſtud. jur. aus Offenburg. Geitz, Ernſt, ſtud. med. vet. aus Gießen. Gerhard, Ludwig, ſtud. jur. aus Michelſtadt. Germer, Wilhelm, ſtud. agr. aus Klein⸗Linden. Görg, flfred, ſtud. med. vet. aus Biebrich. Grieb, Paul, ſtud. med. aus Dorfgill. Grieſemann, Ernſt, ſtud. phil. rec. aus Schnarsleben. Groſch, Ernſt, ſtud. theol. aus Wörrſtadt. Güngerich, Walter, ſtud. agr. aus Uich. Guyot, Hans, ſtud. chem. aus Heppenheim. Haaf, Joſeph, ſtud. phil. cl. aus Bensheim. Haenert, Walter, ſtud. foreſt. aus Frieoͤrichsroda. Haggenmüller, Karl, ſtud. phil. rec. aus Gießen. Hahn, Frieoͤrich, ſtud. med. aus Mainz. Hartmann, Otto, ſtud. rer. nat. aus Gießen. Heeſen, Karl, ſtud. phil. et hiſt. aus Wetzlar. Heineck, Heinrich, ſtud. phil. cl. aus Gießen. Hellmann, Richard, ſtud. med. aus Siegen. Hepp, Hans, ſtud. phil. cl. aus Offenbach a. M. Herbſt, floolf, ſtud. jur. aus Darmſtadt. Hertlein, Wilhelm, ſtud. paed. aus Gießen. Heyne, Bodo, ſtud. med. aus Halle. Hirt, Hermann, ſtud. jur. aus Gießen. Hoby, Ernſt, ſtud. phil. aus Darmſtadt. Hoddes, Theodor, ſtud. med. aus Baòë Nauheim. Hof, Eouard, ſtud. agr. aus Weilmünſter. Hoffmann, heinrich, ſtud. med. aus Gießen. Dr. Hoffmann, Werner, ſtuè. chem. aus Worms. Hofmann, Otto, ſtud. med. aus Heuchelheim. Hohenadel, Ludwig, ſtud. jur. aus Büdingen. Hohenſtein, Luowig, ſtud. phil. rec. aus Darmſtadt. Horn, Georg, ſtud. math. et rer. nat. aus Werſau. Huber, Ernſt, ſtud. theol. aus Gießen. Huhn, Heinrich, ſtud. phil. rec. aus Offenbach a. M. Jakob, Heinrich, ſtud. theol. aus Gonterskirchen. Joroͤan, Wilhelm, ſtud. math. aus Gießen. Joſeph, Helmut, ſtud. foreſt. aus Gießen. Juncker, Werner, ſtud. math. aus Kreuznach. Kaiſer, Emil, ſtud. meo. aus Duisburg⸗Ruhrort. 1 Kauß, RKeinhard, ſtud. jur. aus Gießen. Keil, Wilhelm, ſtud. med. et theol. aus Spachbrücken. Keller, Paul, ſtud. medo. aus Caldern. Kempff, Karl, ſtud. jur. aus Gießen. Kerſting, Fritz, ſtud. med. aus flachen. Kirſten, Hans, ſtud. foreſt. aus Gotha. Kleberger, Franz, ſtud. theol. aus Darmſtadt. Klein, fluguſt, ſtud. phil. rec. aus Gießen. Klemmrath, Wilhelm, ſtud. med. aus Gießen. Klett, Otto, ſtud. med. vet. aus Oels. Knell, Wilhelm. ſtud. phil, rec. aus Darmſtadt. Knöllinger, Eoͤmund, ſtud. phil. cl. aus Budenheim. Koch, Johannes, ſtud. theol. aus Frieoberg. Koehne, Waldemar, ſtud. med. aus Beuel a. Rh. Kornmann, Julius, ſtud. theol. aus Darmſtadt. Kramer, Kurt, ſtud. med. aus Gießen. Krebs, Ludwig, ſtud, math. aus Hofheim. Kreh, Karl, ſtud. med. aus Butzbach. Kreiling, floolf ſtud. jur. aus Heuchelheim. Krone, Georg, ſtud. jur. aus Schellerten. Kumpf, Rudolf, ſtud. math. aus Grünberg i. H. Lahr, Willi, ſtud. jur. aus Gießen. Landòmann, Friedͤrich, ſtud. jur. aus Gießen. Lange, Ludwig, ſtud. med. vet. aus Kaſſel. Laſſalle, Bernhard, ſtud. philoſ. aus Brilon. genz, Louis, ſtud. chem. aus Gießen. Leonharod, Jilbert, ſtud. agr. aus Gießen. gindemann, Kurt, ſtud. med. aus ltona. gippert, Joſeph, ſtud. phil. cl. aus Fechenheim. Cucius, Gg. Friedrich, ſtuè. phil. rec. aus Echzell. 23 gucius, Richard, ſtud. theol. aus Uſenborn. Ludwig, Adam, ſtud. theol. et hiſt. aus Nieder⸗Modau. Maas, Richard, ſtud. med. aus Wetzlar. Mahr, Flfred, ſtud. theol. aus Pfeodersheim. Marré, Heinrich, ſtud. med. aus Duisburg. Martin, Emil, ſtud. pharm. aus Trier. Marx, Hermann, ſtud. phil. rec. aus Großen⸗Linden. Meiſter, Otto, ſtud. chem. aus Helmbrechts. Menke, Friedrich, ſtud. jur. aus Gießen. Metz, Ernſt, ſtud. jur. aus Nidda. Metz, Ludwig, ſtud. med. aus Darmſtadt. Metzler, Frieoͤrich, ſtud. med. aus Darmſtadt. Meyer, Bruno, ſtud. med. aus Naumburg. Meyer zu Spradow, Eberhard, ſtud. jur. aus Arnsberg. Möller, Paul, ſtud. phil. aus Gießen. Mörſchel, Karl, ſtud. phil. rec. aus Garbenteich. Mmörſchel, Otto, ſtud. theol. aus Garbenteich. Mueller, Georg, ſtud. theol. aus Kadebeul. Müller, Otto, ſtud. theol. aus Bellersheim. Keumann, Ernſt, ſtud. theol. et hiſt. aus Wetzlar. Keuenhahn, Otto, ſtud. med. aus Hannover. Kick, Hermann, ſtud. rer. nat. aus Darmſtadt. Nippen, Philipp, ſtud. med. aus Cöln. Kobel, Iſaak, ſtud. phil. rec. aus Halberſtadt. Auß, Ernſt, ſtud. theol. aus Rimbach i. O. Kuß, Friedrich, ſtud. rer. nat. aus Rimbach i. O. Ohl, Roolf, ſtud. phil. et theol. aus Vilbel. Oswald, Richard, ſtud. agr. aus Herrnsheim. Pabſt, Ernſt, ſtud. math. et rer. nat. aus Dorheim. Pfaff, Karl, ſtud. agr. aus Oſthofen. Pfaff, Theodor, ſtud. phil. rec. aus Darmſtadt. Pfaff, Walter, ſtud. philoſ. aus Weilburg. Platz, Erwin, ſtud. jur. et med. aus Großen⸗Linden. Ploch, Konrad, ſtud. theol. aus Gießen. Radecke, Gottfried, ſtud. med. aus Selters. Reinholtz, Georg, ſtuo. theol. aus Roßdorf. Reinlein, Ndolf, ſtud. med. aus Fiſchaffenburg. Renker, Hans, ſtuo. theol. aus Hirſchhorn. Rhein, Wilhelm, ſtud. med. aus Offenbach a. M. Dr. Richter, filbert, ſtud. phil. aus Schneidemühl. Ries, filois, ſtud. med. aus Hochhauſen.) Roecke, Otto, ſtud. med. aus Eisleben. Köhlich, Walter, ſtud. med. aus Herdorf. Römer, Eduard, ſtud. agr. aus Münſter i. H. Römer, Richard, ſtud. phil. rec. aus Darmſtadt. Römheld, Guſtav, ſtud. jur. aus Mainz. Rothermel, Erich, ſtud agr. et foreſt. aus Gießen. Rückel, Wilhelm, ſtud. agr. aus Bettenhauſen. Rumpf, Hans, ſtud. phil. rec. aus Gießen. Ruppel, Guſtav, ſtud. math. aus Gießen. Ruſt, Heinrich, ſtud. jur. et philoſ. aus Gießen. Sand, Walter, ſtud. med. aus Bonn. Sandſtede, Gerhard, ſtud. rer. nat. et math. aus Oſterſcheps. Saraſon, Erich, ſtud. med. aus Hamburg. Sauer, Hoͤolf, ſtud. phil. cl. aus Niedermittlau. Schaaf, Friedrich, ſtud. med. vet. aus Marburg. Schäfer, Franz, ſtud. phil. aus Heppenheim. Schepp, Heinrich, ſtud. paed. aus Gießen. Schiller, Franz, ſtud. jur. aus Gleiwitz. Schilling, Guſtav, ſtud. math. aus Gießen. Schipfer, Konrad, ſtud. math. aus Mainz. Schliephake, Karl, ſtud. jur. aus Darmſtadt. Schmahl, Hans, ſtud. philol. aus Gießen. Schmeckenbecher, Heinz, ſtud. chem. aus Gießen. Schmidt, Roolf, ſtud. agr. aus Frankfurt a. M. Schmidt, Eugen, ſtud. med. aus Kreuznach. Schmitt, Johann, ſtud. theol. aus lbig. Schmitt, Martin, ſtud. phil. rec. aus Gießen. Schneider, Hans, ſtud. phil. rec. aus Gießen. Dr. Schneider, Wilhelm, ſtud. agr. aus Nieder⸗Ramſtadt. Schopbach, Otto, ſtud. agr. aus Frieoberg. Schott, Hugo, ſtud. theol. aus Mainz. Schubecker, Ernſt, ſtud. phil. rec. aus Krofdorf. Schüler, Hermann, ſtud. rer. nat, aus Darmſtadt. Schüler, Max, ſtud. foreſt. aus Darmſtadt. Schüßler, Friedrich, ſtud. phil. cl. aus Winkels. Schulte, Werner, ſtud. theol. aus Großen⸗Linden. Schwan, Walter, ſtud. math. aus Gießen. Schwarz, Wilhelm, ſtud. phil. aus Frankfurt a. M. Sefeloge, Walter, ſtud. foreſt, aus Budafok. Selbſt, Rlbrecht, ſtud. med. aus Gießen. Sommerlad, Heinrich, ſtud. jur. aus Butzbach. Spielmann, Ludwig, ſtud. agr. aus Groß⸗Steinheim. Steffan, Fritz, ſtud. jur. aus Colmar. Stier, Heinrich, ſtud. phil. ret. aus Gießen. Dr. Stoll, Luoͤwig, ſtud. rer. nat. aus Hanau. Strack, Jilexander, ſtud. jur. aus Büdingen. Streit, Wenzel, ſtud. med. vet. aus Crefeloͤ. Sturm, Heinrich, ſtud. med. aus Oberſtein. Tamm, Jean, ſtud. phil. rec. aus Groß⸗Umſtadt. Tempel, Wilhelm, ſtud. phil. rec. aus Hlzey. Theiß, Heinrich, ſtud. agr. aus Flenſungen. Thielert, Hans, ſtud. med. vet. aus Breslau. Thöt, Oskar, ſtud. theol. aus Uieder⸗Ramſtadt. Waldaeſtel, Werner, ſtud. theol. aus Darmſtadt. Walter, Karl, ſtud. phil. rec. aus Gießen. walter, Kurt, ſtud. for. aus Eichelsdorf. weber, Rdolf, ſtud. math. et rer. nat. aus Hoxel. weber, Fritz, ſtud. theol. et hiſt. aus Offenheim. weil, Paul, ſtud. med. aus Krofoorf. weimar, Wolfgang, ſtud. med. aus Staufenberg. weinberg, Julius, ſtud. med. aus Herborn. wWeinberger, Theodor, ſtud. theol. aus Lardenbach. Weiß, Albrecht, ſtud. rer. nat. aus Darmſtadt. weller, Chriſtian, ſtud. math. aus Gießen. Wendel, Heinrich, ſtud. phil. rec. aus Wimpfen. wWenner, Fritz, ſtud, phil. rec. aus Darmſtadt. Werner, Ruguſt, ſtud. med. aus Reichelsheim. wertheim, Paul, ſtud. med. aus Gießen. Weſtphal, Jilfred, ſtud. med. aus Wieſeck. wetz, Wilhelm, ſtud. theol. aus Framersheim. Wiener, Karl, ſtud. jur. aus Gießen. Wunderlich, rtur, ſtud. med. aus Gießen. Wypisczyk, Paul, ſtud. med. aus Bobrek. Zimmermann, Auguſt, ſtud. jur. aus Gießen. * —ÿᷣB——— Colour& Grey Control Chart ees Be Cyan Green vellow HBed Magenta White Grey 1 Grey 2— Srey 3— Grey 4 Black III 700 29. LL 09 vefanenen der vuowngammverſum 4 in der Neuen Rula am Totenſonntag 1919 Drum, underſtturoserüunereenenenn,ͤ-: