4 5esoo lo dulen (ome b Au J4dererecafl he Ntk+ dε‿ i. lagrol 1849. ——— —;—’xx——;——;;’’———— — ——-— —-— E r ſte⸗ 539) SSMMINBNS Studentenſchaft QG12882Bo⸗ Freitag, den fis. Ausgust 1848. —00 I. Willkommen hier, vielliebe Brüder, ſeid uns mit Hand und Herz gegrüßt, und wie der Klang getheilter Lieder in ei⸗ nen Klang zuſammenfließt, ſoll auch die Freundſchaft uns um⸗ ſchlingen, mit ihrem jugendlichen Kranz; auf, laßt die Becher luſtig klingen: dem Wohl des deutſchen Vaterlands! Ja, Freunde, ihm gilt unſer Streben, wir weih'n uns ihm in Noth und Tod, nie kann es ſchön're Kronen geben, als die es feinen Söhnen bot. Um dieſe Kronen laßt uns ringen, bis ſie um unſre Seirnen gluh'n, und ruft bei lautem Becherklingen: ſtets ſoll die deutſche Freiheit blüh'n! Wenn uns auch Land und Ströme ſcheiden, wenn wir uns, Freunde, nicht mehr ſeh'n, ſo kennen wir doch ſel'ge Freuden, die mit der Stunde nicht verweh'n; denn lieblich wie die Flöten klingen, ſo klingt der Freundſchaft ſüßes Wort; auf, rufet laut beim Gläſerſingen: wie jetzt, beſteh' ſie ſort und fort!— 1ͤ11“ V 0 8 „ 8 rgit t 9 3 3) 1 21 Und jenem weiten, heitern Bande, das auch ſo freundliche uns umſchlingt, das früh uns weiht dem Vaterlande, zu ernſterm Kampf bedeutſam winkt, laßt ihm zu Ehren feſtlich ſpringen der deutſchen Traube goldnen Saft, und bei der Gläſer letztem Klingen Ein Hoch dir o Studentenſchaft! II. Freiheit, die ich meine, die mein Herz erfüllt, komm mit deinem Scheine, ſüßes Engelsbild. Magſt du nie dich zeigen, der bedrängten Welt, führeſt deinen Reigen nur am Stex⸗ nenzelt. 4 Auch bei grünen Bäumen in dem luſt'gen Wald, unter Blüthenträumen iſt dein Aufenthalt! Ach! das iſt ein Leben, wenn es weht und klingt, wenn dein ſtilles Weben wonnig uns durchdringf. Hinter dunkeln Wällen, hinter ehrnem Thor kann das Herz noch ſchwellen zu dem Licht empor; für die Kirchenhallen, für der Väter Gruft, für die Liebſten fallen, wenn die Frei⸗ heit ruft: Das iſt rechtes Glühen friſch und roſenroth; Helden⸗ wangen blühen ſchöner auf im Tod. Wolleſt auf uns lenken Gottes Lieb' und Luſt, wolleſt gern dich ſenken in die deutſche Bruſt. Freiheit, die ich meine, die mein Herz erfüllt, komm mit deinem Scheine, füßes Engelsbild: Freiheit, holdes Weſen, gläubig, kühn und zart, haſt ja lang' erleſen dir die deutſche Art. 7 III. Bruͤder! zu den feſtlichen Gelagen hat ein guter Gott uns hier vereint; allen Sorgen laßt uns jetzt entſagen, trinken mit dem Freund, der's redlich meint. Da, wo Nektar glüht, Valleralla, holde Luſt entblüht, Valleralla! wie den Blumen, wenn der Frühling ſcheint. ——— Laßt uns froh die goldne Zeit durchſchwärmen, hangen an des Freundes treuer Bruſt; an dem Freunde wollen wir uns wärmen, in dem Weine kühlen unſre Luſt! In der Traube Blut trinkt man deutſchen Muth, wird der Mann ſich hoher Kraft bewußt. Alle. In der Traube u. ſ. w. Nippe nicht, wenn Bacchus Quelle fließet, ängſtlich an des vollen Bechers Rand; wer das Leben tropfenweis genießet, hat des Lebens Deutung nicht erkannt. Nehmt ihn friſch zum Mund, leert ihn bis zum Grund, den ein Gott vom Himmel uns geſandt. Auf des Geiſtes lichtgewohnten Schwingen ſtürzt der Jüngling muthig in die Welt, wackre Freunde will er ſich er⸗ ringen, die er feſt und immer feſter hält. Bleibt die Meinen All' bis zum Welteinfall treu dem Freund auf ewig zugeſellt. Laſſet nicht die Jugendkraft verrauchen, in dem Becher winkt der goldne Stern; Honig laßt uns von den Lippen ſaugen, Lieben iſt des Lebens ſüßer Kern!— Iſt die Kraſt verſauſ't, iſt der Wein verſrauſ't, folgen alter Charon, wir dir gern! IV. Alles ſchweige! Jeder neige ernſten Tönen nun ſein Ohr! Hört, ich ſing' das Lied der Lieder: hört es, meine deutſchen Brüder, hall' es, hall' es wieder, froher Chor! Deutſchland's Söhne, laut ertöne euer Vaterlandsge⸗ ſang:— Vaterland! du Land des Ruhmes, weih' zu deines Heiligthumes:⸗Hutern:,: uns und unſer Schwert!— Hab' und Leben dir zu geben, ſind wir alleſammt be⸗ reit,— ſterben gern zu jeder Stunde, achten nicht des Todes 2 gern 3 1 1 Wunde,„mwenn das:, Vaterland gebeut. Wer's nicht fühlet, ſelbſt nicht zielet ſtets nach deutſcher Männer Werth;— ſoll nicht unſern Bund entehren, nicht bei dieſem Schläger ſchwören, nicht entweih'n das deutſche Schwert. Lied der Lieder, hall' es wieder: groß und deutſch fei unſer Muth.— Seht hier den geweihten Degen, thut wie brave Burſchen pflegen, und durchbohrt den freien Hut! Nimm den Becher, wackrer Zecher, vaterländ'ſchen Trankes voll! Nimm den Schläger in die Linke, bohr' ihn durch den Hut und trinke auf des Vaterlandes Wohl! Seht ihn blinken in der Linken, dieſen Schlaͤger nie entweiht!— Ich durchbohr' den Hut und ſchwöre, Halten will ich ſtets auf Ehre, ſtets ein braver Burſche ſein. So nimm ihn hin, dein Haupt will ich bedecken und drauf den Schläger ſtrecken: Es leb' auch dieſer Bruder hoch! Ein Hundsfott, wer ihn ſchimpfen ſoll!(Alle.) So lange wir ihn kennen, wollen wir ihn Bruder nennen; Es leb auch dieſer Bruder hoch! 1„ NA, 56800 Grſtes⸗ s— Colour& Grey Control Char 3 Blue Cyan Green vellow Hed Magenta Black Wmite Grey 4 Grey 1 Grey 2 Grey 3 Willkommen hier, vielliebe Brüder, ſeid uns mit Hand und Herz gegrüßt, und wie der Klang getheilter Lieder in ei⸗* nen Klang zuſammenfiießt, ſoll auch die Freundſchaft uns um⸗ ſchlingen, mit ihrem jugendlichen Kranz; auf, laßt die Becher luſtig klingen: dem Wohl des deutſchen Vaterlands! Ja, Freunde, ihm gilt unſer Streben, wir weih'n uns ihm in Noth und Tod, nie kann es ſchön're Kronen geben, als die es ſeinen Söhnen bot. Um dieſe Kronen laßt uns ringen, bis ſie um unſre Stirnen glüh'n, und ruft bei lautem Becherklingen: ſtets ſoll die deutſche Freiheit bluͤh'n! Wenn uns auch Land und Ströme ſcheiden, wenn wir ** t malin Kelun. ſfu fennen wir doch ſel'ge— 6 8 2 9