113 040 028 r1adaraaanwavasananwvwwananwwwwananan«xwvan»wnanvanuwavanv«wnovvnawannnvnanhilE mmqqaagaven EINAKAODEMISCHER GESEUHENBRIEF Von WILHELM FLEGLER Maaaowovvonanwvrwvavvwwv«v««wwovvwwvwvvw«nwvvwvvvwnwwwwwvwnwwwwnwnnnnndnnnän SIGILLUM DEPOSITIORNIS ALMAE ACADEMlAE GlSSENAE AlINO 1650 DlE 5. MAll RESTAURATAE. VIRTUS CORORNAT JUVERITUTENM. Abdruck aus der Corpszeitung der Hassia vom W.-S. 1913/14. mmqmnnmnnnmmrnnrzmnrmmrrmarnwrvrnnmnnrvwvvnnnnvylyv jITanarararcarcmrwzmrxrrrcmnmmrzmmmmrmmxmoxmomrxmwwmmmmxmrrnranannrrnrwmwrnrowanrwnnnonnvyhh l Es klingt etwas schnodderig, ein in der Sprache Ciceros, ich weiß freilich nicht, ob auch mit ciceronia- nischer Eleganz abgefaßtes Aktenstück mit dem in der Überschrift gebrauchten Ausdruck zu bezeichnen. Zumal, da der Empfänger der Urkunde ein junger Edelmann war, der im Jahre 1763 als Fünfzehnjähriger die Gießer Hochschule bezog und durch den Akt der Deposition in die Zahl der akademischen Bürger ein- gereiht wurde. Sein Aufnahmeschein ist durch eine glückliche Fügung erhalten geblieben und soll im Nachfolgenden im Urtext und in einer von mir ge- fertigten Übersetzung mitgeteilt werden. Er war freilich kein Gießer Hesse, dieweil es zu seiner Zeit auf der Ludoviciana noch keine Hassia gegeben hat. Aber ein Glied des Geschlechtes, dem er angehörte, war ein Corpsbruder von uns; der im Sommer 1912 gestorbene Geh. Regierungsrat Gustav von Zangen, der uns Alten wohlbekannte treue Alte Herr der Hassia, war ein Enkel des ältesten Bruders des jungen Studiosus, von dem hier die Rede sein soll. Zangen hat mir vor Jahren einmal ein lateinisches Schrift- stück übergeben, das sich in den Familienpapieren gefunden hatte und in dem ich sofort ein für die Universitätsgeschichte nicht unwichtiges Dokument erkannte. Ich stellte ihm auch in Aussicht, daß ich es mit Erläuterungen versehen und gelegentlich ver- öffentlichen werde; leider ist er gestorben, ehe ich dazu kam, meine Absicht zu verwirklichen. So möge der nachträgliche Abdruck dazu dienen, das Andenken an den vor zwei Jahren aus unserem Kreise Ge- schiedenen bei uns weiter lebendig zu erhalten. Was es mit der Deposition, deren Vollzug das Schriftstück bescheinigt, für eine Bewandtnis hatte, wird im allgemeinen bekannt sein. Sie bestand in einer Reihe von Handgreiflichkeiten, die einer beim Aufzug auf die Hochschule über sich ergehen lassen mutßte, ehe er als wirklicher civis academicus gelten konnte. Wilhelm Fabricius, der in den neunziger Jahren eine von umfassenden Studien zeugende Monographie über„die akademische Deposition“ ha erscheinen lassen, beschreibt ihren Verlauf folgender- maßen: Die Beane(so hießen die Neulinge) wurden in einer Verkleidung, deren wesentlichstes Stück ein Hut mit Hörnern war, von dem Depositor in den zur Handlung bestimmten Saal geführt. Nach mannigfachen Vexationen wurden die Hörner abgeschlagen, abge- stoßen, abgelaufen oder abgeschliffen(davon depositio cornuum), große Zähne(„Bachantenzähne“) den Beanen in den Mund gesteckt und ausgerissen, dann die Körper der Neulinge mit verschiedenen monströsen Handwerksinstrumenten von Holz unsanft bearbeitet, ferner wurde sinnbildlich eine gründliche Reinigung und Verschönerung vorgenommen. Scbließlich erklärte der Dekan nach einer Prüfung und Ermahnungsrede die Deponierten für Studenten, indem er ihnen Salz — sal sapientiae— und Wein vinum laetitiae aufs Haupt goß und sie feierlich vom Beanismus lossprach oder absolvierte. Nach Erledigung einer bestimmten Gebühr für die Deposition erfolgte die eigentliche Immatrikulation durch den Rektor und der Aufnahmeeid. Aus dieser Schilderung ergibt sich, daß die Deposition mit all ihren Sonderbarkeiten ein ganz offizieller Akt war, und nicht etwa eine Hänselei, die sich der junge Fuchs von seiten der älteren Semester gefallen lassen mußte. Der Depositor war ein Beamter der Universität, neben ihm war auch noch der Dekan, in der Regel derjenige der Artistenfakultät, bei der Handlung tätig. Sie war, wie man sie auch schon, halb im Scherz und halb im Ernst, genannt hat, die Reifeprüfung der guten alten Zeit. Über ihre Herkunft ist viel geforscht und viel gefabelt worden; das unten mitzuteilende Schriftstück selbst behauptet, daß die ersten Depositoren in dem alten Athen ihre Tätigkeit entfaltet hätten. Das klingt lächerlich, und doch ist etwas Wahres daran. Der angesehene Sprachforscher Oscar Schade, der auch die Deposition zum Gegenstand einer gelehrten Untersuchung gemacht hat, hat diese akademische Sitte in den weiten Rahmen der Jünglingsweihen gestellt, wie sie bei den verschiedensten Völkern und schon in alten Zeiten gefunden werden. Gerade aus Athen ist ein Brauch bezeugt, der speziell als aka-— demische Jünglingsweihe anzusehen und in dieser Hinsicht mit der Deposition auf eine und dieselbe Linie zu stellen ist. Seinen Verlauf lernen wir merk- würdigerweise in einer Leichenpredigt kennen, die ein alter Kirchenvater seinem verstorbenen Studien- genossen und Freunde gehalten hat. Gregor von Nazianz erzählt in seiner Rede auf Basilius den Großen, wie es ihnen beiden in Athen ergangen sei, als sie dort hinkamen, um ihre Studien bei einem der daselbst wirkenden Sophisten zu machen. Dort werde jeder Ankömmling sofort von älteren Schülern eines dieser Sophisten in Beschlag genommen und für den Lehrer gekeilt. Damit seien zugleich mannig- faltige Neckereien, bald gröbere, bald feinere, ver- bunden. Man wolle dadurch dem Neuling das in ihm vorhandene Selbstgefühl nehmen und ihn an Gehorsam — 6 gewöhnen. Wer es nicht näher kenne, dem scheine es ja arg zu sein; es sehe sich aber schlimmer an, als es wirklich sei. Schließlich zöge die ganze Gesell- schaft mit dem Angekommenen in feierlichem Zuge in das öffentliche Bad. Dort entstünde nun ein wildes Durcheinander. Die einen täten so, als wollten sie dem jungen Genossen den Eintritt wehren, die anderen suchten ihn mit Gewalt hineinzubringen, was ihnen auch schließlich gelänge. Nach dem Bade werde er dann aber von allen aufs freundlichste empfangen und völlig als ihresgleichen betrachtet. Diese athenische Fuchstaufe ist seit lange als die Wurzel der akademischen Deposition angesehen worden, und es liegt eine große Wahrscheinlichkeit vor, daß ganz bestimmte Fäden von der einen zur anderen hinüberführen. Schade und hernach Fa- bricius haben versucht, die Zwischenglieder zu finden, ohne daß es gelungen wäre, das Dunkel an allen Punkten zu erhellen. So viel ist sicher, daß die Form, die der Weihe am Ausgang des Mittelalters auf den deutschen Hochschulen gegeben worden ist, ihr Vorbild in den Handwerksgebräuchen hat, wie sie jahrhundertelang beim Übergang des Lehrlings in den Stand des Gesellen üblich gewesen sind. Das rechtfertigt es, unsere Depositionsurkunde scherzweise als einen Gesellenbrief zu bezeichnen. Ihr Empfänger war, wie gesagt, der Großoheim unseres Gustav von Zangen. Die Familie schrieb sich früher von Zang und von Zangen, man nahm es eben mit der Orthographie der Eigennamen in früheren Jahrhunderten so wenig genau, wie mit derjenigen der Wörter überhaupt. Sie stammt aus Frankfurt; dort sind die v. Zangs schon am Anfang des 16. Jahrhunderts nachweisbar. Dann trat im Jahre 1714 ein Jeremias von Zang in landgräflich 71— hessische Dienste; er lebte in Gießen und liegt dort begraben. Sein noch vorhandener Grabstein bezeichnet ihn als Kurator der Universität. Sein Enkel war der Karl Jakob Georg Jeremias, der sich am Beginn des Sommersemesters 1763 in seiner Vater- stadt deponieren und wohl auch immatrikulieren ließ. Er war am 5. Mai 1748 geboren, also beim Besuch der Hochschule noch nicht ganz fünfzehn Jahre alt. Möglicherweise ging aber auch die Deposition der eigentlichen Studienzeit um ein oder mehrere Semester voraus; es kam ja vor, daß Eltern ihre Söhne sogar schon im Kindesalter der Deposition unterwarfen, um ihnen die Anwartschaft auf das akademische Bürgerrecht zu sichern. v. Zang starb im Jahr 1819. in Langgöns als pensionierter Regierungsrat und Oberbeamter des Amts Hüttenberg. Auch von demn Depositor ein Wort. Wenn er die Urkunde selbst verfaßt hätte, mützte er sich der akademischen Bildung erfreut haben; und wenn die historischen Deduktionen, die sie enthält, auf selb- ständigen Studien beruhten, wäre er ein schwer gelehrtes Haus gewesen. Aber diese Ausstaffierung der Depositionsbriefe war wohl die allgemein übliche, so daß weder die Gelehrsamkeit noch selbst die Sprache des Dokuments einen Rückschluß auf die geistigen Qualitäten des Ausstellers geraten macht. Dieser war nämlich, wie Corpsbruder Schmitt mir aus den Universitätsakten hat feststellen lassen, seines Zeichens Universitätsdiener, was man wohl schon damals werden konnte, ohne das Gymnasium durch- gemacht zu haben. Freilich wäre es nicht unmöglich, daß wir in dem so stattlich das klassische Roß tummelnden Depositor einen nicht zum Ziel gelangten Exstudenten vor uns hätten, der, ähnlich wie der von Laukhard so drastisch geschilderte Eulerkapper, sein 8— gescheitertes Lebensschiff in den Nothafen einer sub- alternen Stellung gebracht hatte. Er vertauschte dann das Amt eines minister academiae mit dem eines Fruchtmessers, was ihn aber immer noch in Verbin-— dung mit der Hochschule hielt, da diese beträchtliche Bezüge an Getreide aus den benachbarten Dörfern erhielt. Darum durfte er auch in der neuen Stellung, zu der er schon im Jahr 1753 gelangt war, bei den Rezeptionsriten der akademischen Bürger mitwirken, wie dies eben die unten wiederzugebende Urkunde beweist. Begreiflicherweise legt Herr Andreas Gre— gorius Kohlermann für den laudabilis ritus, bei dem er eine so bedeutsame Rolle zu spielen hatte, eine kräftige Lanze ein. Das hatte schon, wie Sabricius bemerkt, einer seiner Vorgänger in einer besonderen Schrift getan. Im Jahre 1689 erschien in Gießen eine Abhandlung, die den Titel führte: Academicus civilis oder Der höfliche Student; ihr Verfasser richtete an die Professoren die dringende Bitte, jedem Versuch, die Deposition abzuschaffen, entschieden entgegenzutreten. Er hieß Johann Justus Valentin und hatte die Magisterwürde; also gehörte er, wiewohl er bloß Depositor war, dem gelehrten Stande an. Aus seinem Buch hat wohl der Nachfolger Kohlermann das Rüstzeug ge- nommen, mit dem er seinen Depositionsbrief aus- gestattet hat, ja wahrscheinlich das ganze Formular. Deswegen müßte man sich wohl an Herrn Valentin wenden, um zu erfahren, aus welcher Quelle er das Zwiegespräch zwischen Solon und Anacharsis ge- nommen hat; ich habe sie bei meinem Suchen dar- nach nicht finden können. Anacharsis war ein junger Skythe, der zu Solons Zeit nach Athen kam, um dort Bildung zu lernen, wie das der junge Moses — 9= Mendelsohn ausdrückte, als er sich an einem Tor Berlins mußte einschreiben lassen und den Zweck seines Herkommens angeben sollte. Der junge Barbar erregte durch die Naturwüchsigkeit seiner Ausserungen und das Schlagfertige seiner Erwiderungen derart das Staunen der polierten Athener, daß sie fast mehr von ihm lernten, als er von ihnen. Also nicht ganz die Rolle, die er nach Kohlermann oder seinem Gewährsmann seinem Führer Solon gegenüber spielte! Auch die energischeste Verteidigung der Depo- sition konnte ihr aber das Leben nicht fristen. Sie wurde schon am Anfang des 18. Jahrhunderts an fast allen Hochschulen abgeschafft; und auch in Gießen wird Studiosus v. Zang wohl einer der letzten gewesen sein, der sich ihr unterzog. Auch aus diesem Grund ist die Urkunde, die ihm ausgestellt wurde, eine antiquarische Rarität, die der Wiedergabe wertist. 1. Der lext. Depositor Publicus Academiae Hasso-Giesenae Andreas Gregorius Daniel Kohlermann Lectori salu- tem precatur plurimam. Receptissima est et a longa memoria probata consuetudo, Academicis coetibus initiari certis quibus- dam ritibus, quos inter omnium primus Depositio, quo inauguramento atque initiamento exerceri solent tyrones in propylaeo, ut in academicum triclinium eo purgatius et limatius intromittantur. Istis vero excipian- tur(sic)»soh advenientes, monenturque, non a delitiis et voluptatibus incipi studia ac finiri, sed prima principia dura, media amara, ultima laeta. Necsine ratione istius- modi actus et ritus a maioribus institutus fuit, qui ab Athe- niensibus per longas aetates ad nos venit longo admo- dum itinere. Athenis in Graeciae paradiso nati sunt primi depositores et a primis cunabulis adsciti postea in — 10— Italiam, hinc in Germaniam nostram transmigraverunt. Vel sola igitur canitie si venerabilis tantum esset ille Depositionis ritus, defendi tamen idem tuto posset contra quosvis osores et derisores, qui pipulis eum differunt et ex academiis proscribunt: progymnasina namque est et praeludium ad seria eruditionis certamina. Sic merito quondam Anacharsis Scytha, cum juvenes Athenienses in se mixim luctantes et pomis corollisque donatos barbarorum more rideret, monitus est a Solone, Graecorum suae aetatis sapien- tissimo, cuius audiendi gratia et ipse Athenas venerat, haud ridenda esse talia juventutis exercitia ludicra, quibus ad altoria excitentur alacres et cupidi virtutum laudisque animi. Reperias et hodie multos, qui Anacharsin imitantes institutum hoc academicum ut leviculum exagitant; sed quod Solon respondit Scythae, id et nos. Sapiens enim vir solemnium ludorum autoritatem ex instituto antiquo tuebatur nolebatque, ut moverentur termini morum antiqui. Idem et nos facimus, moti reverentia academicae antiquitatis, quae morem illum Depositionis per manus nobis tradidit et commendavit. Suae cuique rei sunt initiationes. Infula et baculus episcopo datur: quam vero minus summae dignitatis aspectabilia signa! Non ausi sunt sese opponere Gregorius Nazianzenus vel Basilius raενυ solenni Athenis. Nec laudabili huic ritui Depositionis refragatus fuit Generosissimus Dominus Carolus Jacobus Ge— orgius Jeremias de Zang, Gissensis, qui libens aca- demico huic se subjecit mori, eo ipso nunc initiatus et in numerum studiosorum rite relatus; quod prae— sentes Depositoris publici sigillo munitae attestantur literae, quae dabantur Gießae Hassorum die 15. April anno 1763. 11 2. Die UÜbersetzung. Der amtliche Depositor der Hochschule zu Gießen in Hessen Andreas Gregorius Daniel Kohlermann entbietet dem Leser seinen besten Gruß. Es ist eine ganz eingebürgerte und seit Menschen- gedenken bewährte Sitte, daß man in akademische Vereinigungen durch gewisse Bräuche einführt, wozu in erster Linie die Deposition gehört, durch welche Widmung und Weihe die Neulinge in dem Vorhof zugerichtet werden, damit sie desto geschniegelter und gebügelter in das akademische Festgemach Kkommen. Dadurch werden die Ankömmlinge„in Neu- bruch“ genommen und daran erinnert, daß die Stu- dien nicht von A bis Z in eitel Freude und Wonne verlaufen, sondern daß der Anfang schwer, der Fort- gang bitter und erst der Ausgang vergnüglich ist. Nicht ohne Grund ist dergestalt von den Altvorderen eine UÜbung und Regel geordnet worden, die uns in der Länge der Zeiten auf einem beträchtlich langen Wege von den Athenern überkommen ist. In Athen, dem Paradiese Griechenlands, haben die ersten Depo- sitoren das Licht des Lebens erblickt, und aus dieser ersten Wiege herausgestiegen, sind sie in der Folge nach Italien und von da in unser Deutschland ge- wandert. Wenn er also auch nur durch sein bloßes Alter ehrwürdig wäre, dieser Brauch der Deposition, so könnte derselbe sicherlich gegen Spötter und Ver- ächter verteidigt werden, die ihn mit ihrem Hohne verfolgen und ihn von der Hochschule verbannt wissen wollen: ist er doch eine Vorschule und ein Vorspiel der ernsten Kämpfe der Gelehrsamkeit. 80 ist einst der Scythe Anacharsis, als er die jungen Athener, die sich unter einander herumbalgten und dafür mit Obstern und Kränzlein beschenkt wurden, in Rüpelmanier verlachte, mit Recht von Solon, dem 1 damals weisesten Griechen, den zu hören er eignes nach Athen gekommen war, daran erinnert worden, daß solche spaßhaften Übungen der Jugend nicht zu verlachen seien, da durch sie die lebhaften, nach Lob und Tugend verlangenden Geister zu höheren Dingen angereizt würden. Auch heute könnte man Viele finden, die dem Anacharsis gleich unsere akademische Einrichtung als einfältig verschreien. Doch wie Solon dem Skythen erwiderte, also auch wir. Der weise Mann trat ein für das Recht festfeierlichen Spieles, das auf altem Herkommen ruhte, und wollte nicht, daß der Sitten alte Grenzen verrückt würden. So halten wir's gleichfalls, von Ehrfurcht erfüllt vor der akademischen Vorzeit, die jene Sitte der Depo- sition uns in die Hand gelegt und anvertraut hat. Hat doch jedes Ding seine besonderen Bräuche. Den Bischof schmückt man mit Inful und Stab: welch wenig ansehnliche Insignien des bedeutsamen Amts! Auch Gregor von Nazianz und Basilius haben sich nicht unterstanden, zu Athen sich dem heiligen„ Ilch“ zu entziehen. So hat auch dem löblichen Brauch der Deposi- tion nicht Widerstand geleistet der hochedle Herr Karl Jakob Georg Jeremias von Zang aus Gießen, der sich aus freien Stücken dieser akade- mischen Sitte unterzogen hat und, durch ebendie- selbige nun eingeweiht, in die Zahl der Studiosen aufgenommen worden ist. Was gegenwärtige Ur- kunde des amtlichen Depositors mit beigedrücktem Siegel bestätigt. Gegeben Gießen in Hessen den 15. April 1763. Das am Schluß der Urkunde erwähnte Siegel trägt ein mit den verschiedenen Depositionsinstru- menten— Säge, Zange, Axt, Kamm, Hobel usw.— geziertes Wappen, über dem ein gekrönter Engel, 13— vielleicht der heilige Michael als Beistand und Patron der Initiaten, schwebt. Die Umschrift besteht aus einem äußeren und einem inneren Kreise und lautet: SIGILLUM DEPOSITIONIS ALMAE ACADEMIAE GISSENAE ANNO 1650 DIE 5. MAll RESTAURATAE. VIRTUS CORONAT JUVENTUTEM. Das Petschaft soll, wie Schmitt erfahren hat, noch heute im Universitätsarchiv vorhanden sein. Nachschrift. Einer von mir geäutßerten Bitte entsprechend, hat Seine Magnifizenz der Rektor der Universität mir einen Abdruck des erwähnten Siegels herstellen lassen und dessen Vervielfältigung genehmigt. Es ist auf dem Titelblatt dieser Abhandlung wiedergegeben. Hof- und Universitäts-Druckerei Otto Kindt, Gießen eanaaaanananaan«nanuanaaaananananannananaanananananan«wnwn«nnnannonnonnnllE our& Grey Control Chart se Lan Green Nellow- Hed Magenta Gfey Gοαν— o⸗ nnmamemnmnmmnmmenmnnnmnnanmnzzznaana--'' ₰△☚ꝙ 00 Abdruck aus der Corpszeitung der Hassia vom W.-S. 1913/14. dannnnnvvvvvvnnn’n= nqnrunnnrvrnorvnn wjIaananovoaaananawmwawaaaawwamanwanaunwwavnvsnwvnnvv«vwwvvvvvwnnwwwnnvvvnnnonö'ſfe