zur feier der Immatrikulation des 1000. Studenten an der Univerſität veranſtaltet von der Stadtk Giessen Vivat Alma Mater Ludovicianal — Feſtplan. Um 5 Uhr Felſtzug von Oswaldsgarten aus. Don 6 ½ Uhr ab Claldfeft im Philoſophenwald, beſtehend aus Feſtkommers und Tanz. Um 11 ½ Uhr Lampionzug zur Stactt. (Das Zeichen zum Aufbruch wird durch Trompetenſignale gegeben.) Es herrſcht allgemeiner Burgfriede. NDoblauf, die Luft geht friſch und rein, wer lange ſitzt, muß roſten; den aller⸗ ſonnigſten Sonnenſchein läßt uns der Himmel koſten. Jetzt reicht mir Stab und Ordenskleid der fahrenden Scholaren, ich will zu guter Sommerzeit ins Land der Franken fahren! Valleri, vallera, valleri, vallera, ins Land der Franken fahren! Der Wald ſteht grün, die Jagd geht gut, ſchwer iſt das Korn geraten, ſie können auf des Maines Flut die Schiffe kaum verladen. Bald hebt ſich auch das Herbſten an, die Kelter harrt des Weines; der Winzer Schutzherr Kilian beſchert uns etwas Feines. Valleri ꝛc. Wallfahrer ziehen durch das Thal mit fliegen⸗ den Standarten, hell grüßt ihr doppelter Choral den weiten Gottesgarten. Wie gerne wär' ich mit gewallt, ihr Pfarr' wollt' mich nicht haben! So muß ich ſeitwärts durch den Wald als räudig Schäflein traben. Valleri ꝛc. Zum heil'gen Veit von Staffelſtein komm ich emporgeſtiegen, und ſeh die Lande um den Main zu meinen Füßen liegen: Von Bam⸗ berg bis zum Grabfeldgau umrahmen Berg und Hügel die breite, ſtromdurchglänzte Au — ich wollt, mir wüchſen Flügel! Valleri ꝛc. Einſiedelmann iſt nicht zu Haus, dieweil es Zeit zu mähen; ich ſeh ihn an der Halde draus bei einer Schnitt'rin ſtehen: Verfahrner Schüler Stoßgebet heißt: Herr, gieb uns zu trinken! Doch wer bei ſchöner Schnitt'rin ſteht, dem mag man lange winken. Valleri ꝛc. Einſiedel, das war mißgethan, daß du dich hub'ſt von hinnen! Es liegt, ich ſeh's dem Keller an, ein guter Jahrgang drinnen. Hoiho! die Pforten brech ich ein und trinke, was ich finde. Du heiliger Veit von Staffel⸗ ſtein verzeih mir Durſt und Sünde! Valleri ꝛc. Scheffel. 22 2 22 2 23 22 * Rede des Derrn Bürgermeiſters auf Kaifer und Grossherzog.£ II. Eeil dir im Siegerkranz, Herrſcher des Vater⸗ lands, Heil, Herrſcher, dir! Fühl' in des Thrones Glanz die hohe Wonne ganz: Liebling des Volks zu ſein, Heil, Herrſcher dir! III. [Deutſchland, Deutſchland über alles, über alles in der Welt, wenn es ſtets zu Schutz und Trutze brüderlich zuſammen hält, von der Maas bis an die Memel, von der Etſch bis an den Belt. Deutſchland, Deutſch⸗ land über alles, über alles in der Welt. Deutſche Frauen, deutſche Treue, deutſcher Wein und deutſcher Sang ſollen in der Welt behalten ihren alten ſchönen Klang, uns zu edler That begeiſtern unſer ganzes Leben lang. Deutſche Frauen, deutſche Treue, deutſcher Wein und deutſcher Sang!: Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutſche Vaterland, danach laßt uns alle ſtre⸗ ben brüderlich mit Herz und Hand! Einigkeit und Recht und Freiheit ſind des Glückes Unterpfand. Blüh' im Glanze dieſes Glückes, blühe, deutſches Vaterland! Hoffmann v. Fallersleben. Begrüssungsrede.£ HUntwort des Rektors der Univerſität. IV. Otußt an! Gießen ſoll leben! Hurrah hoch! —Die Philiſter ſind uns gewogen meiſt, ſie ahnen im Burſchen, was Freiheit heißt. Frei iſt der Burſch, frei iſt der Burſch! — Stoßt an! Vaterland lebe! Hurrah hoch! Seid der Väter heiligem Brauche treu, doch denkt der Nachwelt auch dabei. Frei iſt der Burſch! Stoßt an! Landesfürſt lebe! Hurrah hoch! Er verſprach zu ſchützen das alte Recht, drum wollen wir ihn auch lieben recht. Frei iſt der Burſch! Stoßt an! Frauenlieb lebe! Hurrah hoch! Wer des Weibes weiblichen Sinn nicht ehrt, der hält auch Freiheit und Freund nicht wert. Frei iſt der Burſch! Stoßt an! Männerkraft lebe! Hurrah hoch! Wer nicht ſingen, nicht trinken und lieben kann, den ſieht der Burſch voll Mitleid an. Frei iſt der Burſch! Stoßt an! Freies Wort lebe! Hurrah hoch! Wer die Wahrheit kennet und ſaget ſie nicht, der bleibt fürwahr ein erbärmlicher Wicht. Frei iſt der Burſch! Stoßt an! Kühne That lebe! Hurrah hoch! Wer die Folgen ängſtlich zuvor erwägt, der beugt ſich, wo die Gewalt ſich regt. Frei iſt der Burſch! Stoßt an! Burſchenwohl lebe! Hurrah hoch! Bis die Welt vergeht am jüngſten Tag, ſeid treu, ihr Burſchen, und ſinget uns nach: „Frei iſt der Burſch!“ ℳ½ A. Binzer. 22 22 22 22 22 22 — Rede des Vertreters d. Studentenſchaft & Halſo-Rhenania.£ V. Die ſind wir verſammelt zu löblichem Thun, drum Brüderchen, ergo bibamus! Die Gläſer, ſie klingen, Geſpräche, ſie ruhn; beherziget: ergo bibamus! Das heißt noch ein altes, ein tüchtiges Wort, es paſſet zum erſten und paſſet ſo fort und ſchallet, ein Echo, vom feſtlichen Ort, ein herrliches: ergo bibamus! ein herrliches: ergo bibamus! Mich ruft mein Geſchick von den Freunden hinweg: ihr Redlichen ergo bibamus! Ich ſcheide von hinnen mit leichtem Gepäck, drum doppeltes: ergo bibamus! Und was auch der Filz von dem Leibe ſich ſchmorgt, ſo bleibt für den Heitern doch immer geſorgt, weil immer dem Frohen der Fröhliche borgt;:,: drum, Brüderchen: ergo bibamus!:; Was ſollen wir ſagen zum heutigen Tag? Ich dächte nur: ergo bibamus! Er iſt nun einmal von beſonderem Schlag, drum immer aufs neue: bibamus! Er führet die Freunde durchs offene Thor, es glänzen die Wolken, es teilt ſich der Flor, da leuchtet ein Bildchen, ein göttliches, vor; wir klingen und ſingen: bibamus! Goethe. VI. er Gott, der Eiſen wachſen ließ, der wollte keine Knechte, drum gab er Säbel, Schwert und Spieß dem Mann in ſeine Rechte, drum gab er ihm den kühnen Mut, den Zorn der freien Rede, daß er be⸗ ſtände bis aufs Blut, bis in den Tod die Fehde!! —» So wollen wir, was Gott gewollt, mit rechten Treuen halten, und nimmer im Tyrannenſold die Menſchenſchädel ſpalten; doch, wer für Tand und Schande ficht, den hauen wir in Scherben,:, der ſoll im deutſchen Lande nicht mit deutſchen Männern erben.“ O Deutſchland, heilſges Vaterland! o deutſche Lieb' und Treue! Du hohes Land! du ſchönes Land! wir ſchwören dir auf's neue: Dem Buben und dem Knecht die Acht! der ſpeiſe Kräh'n und Raben! So zieh'n wir aus zur Hermannsſchlacht und wollen Rache haben. Laßt brauſen, was nur brauſen kann, in hellen lichten Flammen! ihr Deutſchen alle, Mann für Mann, zum heil’gen Krieg zuſammen! und hebt die Herzen himmelan und himmelan die Hände, und rufet alle Mann für Mann: „Die Knechtſchaft hat ein Ende!“ Laßt klingen, was nur klingen kann, die Trommeln und die Flöten! wir wollen heute Mann für Mann mit Blut das Eiſen röten, mit Henker⸗ und mit Knechteblut— o ſüßer Tag der Rache! das klinget allen Deutſchen gut, das iſt die große Sache! Laßt wehen, was nur wehen kann, Standarten weh'n und Fahnen! wir wollen heut' uns Mann für Mann zum Heldentode mahnen. Auf! fliege, hohes Siegspanier voran den kühnen Reihen! wir ſiegen oder ſterben hier den ſüßen Tod der Freien. E. M. Arndt. Rede auf die Damen. Mathem.-naturw. Verein.£ Bon allen den Mädchen ſo blink und ſo — blank gefällt mir am beſten die Lore; von allen den Winkeln und Gäßchen der Stadt gefällt mir der Winkel am Thore. Der Meiſter, der ſchmunzelt, als hab' er Verdacht, als hab' er Verdacht auf die Lore: ſie iſt mein Gedanke bei Tag und bei Nacht und wohnet im Winkel am Thore. Und kommt ſie getrippelt das Gäßchen hinab, ſo wird mir ganz ſchwül vor den Augen; und hör ich von weitem ihr leiſes Klipp Klapp, kein Niet oder Band will mir taugen. Die Damen bei Hofe, ſo ſehr ſie ſich ziern, ſie gleichen doch nicht meiner Lore; ſie iſt mein Gedanke bei Tag und bei Nacht und wohnet ◻ im Winkel am Thore. Und kommet die liebe Weihnacht heran, und ſtrotzt mir das Geld in der Weſten, das Geld, das die Mutter zum Rock mir geſandt, ich geb's ihr, bei ihr iſt's am beſten; und würden mir Schätze vom Teufel gebracht, ich trüge ſie alle zur Lore; ſie iſt ꝛc. Und kommet nun endlich auch Pfingſten heran, nach Handwerksgebrauch müßt ich wandern; dann werd ich jedoch für mein eignes Geld hier Bürger und Meiſter trotz andern. Dann werde ich Meiſter in dieſer Stadt, Frau Meiſterin wird meine Lore; dann geht es juchheiſſa! bei Tag und bei Nacht, doch nicht mehr im Winkel am Thore. Nach H. C. Boie. VIII. MDos die Welt morgen bringt, ob ſie mir Sorgen bringt, Leid oder Freud? Komme, was kommen mag, Sonnenſchein, Wetterſchlag, morgen iſt auch ein Tag, heute iſt heut! morgen iſt auch ein Tag, heute iſt heut! Wenn's dem Geſchick gefällt, ſind wir in alle Welt morgen zerſtreut! Drum laßt uns luſtig ſein! Wirt, roll' das Faß herein!:,: Mädel, ſchenk ein! ſchenk ein! Heute iſt heut!:;: Ob ihren Roſenmund morgen ſchon Hildegund anderen beut— danach ich nimmer frag', das ſchafft mir keine Plag', wenn ſie mich heut nur mag— heute iſt heut! Brüder, ſtoßt an und ſingt! Morgen vielleicht erklingt Sterbegeläut! Wer weiß, ob nicht die Welt morgen in Schutt zerfällt! Wenn ſie nur heut noch hält! Heute iſt heut! ℳ IX. alte Burſchenherrlichkeit, wohin biſt du verſchwunden? Nie kehrſt du wieder, goldne Zeit, ſo froh und ungebunden! Ver⸗ gebens ſpähe ich umher, ich finde deine Spur nicht mehr. O jerum, jerum, jerum, o quae mutatio rerum! Den Burſchenhut bedeckt der Staub, es ſank der Flaus in Trümmer, der Schläger ward des Roſtes Staub, erblichen iſt ſein Schimmer, verklungen der Commersgeſang, verhallt Ra⸗ pier⸗ und Sporenklang. O jerum, jerum, jerum, o quae mutatio rerum! Wo ſind ſie, die vom breiten Stein nicht wankten und nicht wichen, die ohne Moos bei Scherz und Wein den Herrn der Erde glichen. Sie zogen mit geſenktem Blick in das Philiſterland zurück. O jerum etc. Da ſchreibt mit finſterm Amtsgeſicht der eine Relationen, der andre ſeufzt beim Unterricht, und der macht Recenſionen, der ſchilt die ſünd'ge Seele aus und der flickt ihr verfallnes Haus. O jerum etc. ☛ 22 22 22 22 22 Allein das rechte Burſchenherz kann nimmer⸗ mehr erkalten; im Ernſte wird, wie hier im Scherz, der rechte Sinn ſtets walten; die alte Schale nur iſt fern, geblieben iſt uns doch der Kern, und den laßt feſt uns halten! Drum, Freunde, reichet euch die Hand, damit es ſich erneue der alten Freundſchaft heil’ges Band, das alte Band der Treue. Klingt an und hebt die Gläſer hoch, die alten Burſchen leben noch, noch lebt die alte Treue!— Dr. E. Höfling. X. Weinen Tropfen im Becher mehr und der Beutel ſchlaff und leer, lechzend Herz und Zunge.— Angethan hat's mir dein Wein, deiner AÄuglein heller Schein, Lindenwirtin, du junge! Lindenwirtin, du junge! Und die Wirtin lacht und ſpricht:„In der Linde giebt es nicht Kreid' und Kerbholz, leider, haſt du keinen Heller mehr, gieb zum Pfand dein Ränzel her, aber trinke weiter, aber trinke weiter!“ Tauſcht der Burſch ſein Ränzel ein gegen einen Krug voll Wein, thät zum Gehn ſich wenden. Spricht die Wirtin:„Junges Blut, haſt ja Mantel, Stab und Hut; trink und laſſ' dich pfänden!“ Da vertrank der Wanderknab Mantel, Hut und Wanderſtab, ſprach betrübt:„Ich ſcheide. Fahre wohl, du kühler Trank, Lindenwirtin, jung und ſchlank, ſchönſte Augenweide, ſchönſte Augenweide!“ Spricht zu ihm das ſchöne Weib:„Haſt ja noch ein Herz im Leib, laſſ' es mir zum Pfande!“ Was geſchah, ich thu's euch kund: Auf der Wirtin rotem Mund heiß ein andrer brannte, heiß ein andrer brannte. Der dies neue Lied erdacht, ſang's in einer Sommernacht luſtig in die Winde. Vor ihm ſtund ein volles Glas, neben ihm Frau Wirtin ſaß unter der blühenden Linde, unter der blühenden Linde. Rudolf Baumbach. XI. Ind wenn ſich der Schwarm verlaufen hat um mitternächtige Stunde, dann findet unter den Edleren ſtatt eine würdige Tafelrunde, es ſind, erhaben ob Raum und Zeit, die Ritter von der Gemütllichkeit. Und wie der Zapfen vom Faſſe ſpringt, ſo ſpringt der Deckel vom Herzen, und was ſich drinnen bewegt, das klingt in luſtigen Liedern und Scherzen. Es ſind dem freien Wort ge⸗ weiht die Ritter von der Gemütichkeit Wenn einem trocken die Kehle ward und er durſtig lechzt nach dem Naſſen, ſo iſt es dieſer Ritter Art, daß ſie ihn nicht ſterben laſſen. Es ſind dem Wohle der Menſchen geweiht die Ritter von der Gemütlichkeit. Und wenn ſich etliche Thoren gar in trau⸗ rigem Irrtum bekannten zu jener beklagens⸗ werten Schaar der Secte der Flagellanten— denen ſetzen zurecht den Kopf bei Zeit die Ritter von der Gemütlichkeit. Drum lebe hoch das freie Wort, das friſch von den Lippen rinne! Drum lebe, wem nicht die Kehle verdorrt, und wer nicht verachtet die Minne! Drum leben, erhaben ob Raum und Zeit, die Ritter von der Gemütlichkeit! Krummacher. 22 e 22 e 24 22 Spielplan£ der Kapelle des Inf.-Regts. Kaiſer Glilhelm (2. Grossb. Deſſ.) No. 116. 1. Studentenherz. Marſch †riedemann.)— 2. Ouverture z. Optte.„Flotte Burſche“ Guppe. 3. Chevalier et Chatelàine a.„Bal coſtumé“ Rubinſtein.— 4. Die Schönen von Valencia. Glalzer = Morena.= 5. Introduction und Chor a.„Lohengrin“ — lagner.— 6. Berliner Husſtellungs-Melodien. Potp. — Tbiele.— 7. OQuverture z. Op.„Die fellenmühle“ — RKeissiger. 8. La Manola. Spaniſches Ständchen =(éilenberg.= 9. Luna-CGlalzer — Licke.— 10. Finale a. d. Op.„Der Nordſtern“ — Neyerbeer. 11. Sita-Mazurka = Lincke.— 1. Sine lult'ge Fahrt durch die mulikaliſche Tlelt. Dotpourri ä= Laukien.— e S⸗ E —— (las fang' ich armer Seufel M Nas fang' ich armer Teuf an? Die Gelder ſind verzehret; mein Hab' und Gut iſt all' verthan, der Beutel ausgeleeret; Und daraus folgt der harte hluß, daß ich nun weiter wander muß. O jerum, jerum, jerum, o quae mutatio rerum! 1 1 Und Wäſche hab' ich auch nicht mehr, Hemde, das thut mir in der Seele weh und fremde. Ein'n alten Gottfried hab' ich noch, der hat am großes Loch. O jerum, jerum etc. In meiner Stub' iſt alles leer, da iſt nichts mehr zu finden als nur ein altes ordgewehr, das will ich um mich binden und 7 Gtu miil will damit nach Gießen zieh'n, vielleicht wird da mein blüh'n. O jerum, jerum etc. Ich zog in Gießen ein bedrückt, doch hob mein Mut ſich plötz bunten Fahnen war's geſchmückt, das lacht' mich an ergötzl dchen grüßten mich gar hold, ich wußte gar nicht, was d d jerum, jerum etc. Zur Alma Mater eilte ich, ſie kam mir ſchon entgege grüßte mich ganz mütterlich und gab mir ihren Segen, ſie ſchenkt mir'ne Matrikel ſchön, wie ich ſie niemals noch geſeh'n. O jerum etc. „Das ſchlechte Leben hat ein End' nun, lieber Sohn, genommen, du biſt der tauſendſte Student, ich heiße dich willkommen! Zum Zeichen meiner großen Gunſt haſt alles Bier du hier umſunſt.“ O jerum etc. Nun iſt mir kannibaliſch wohl, ich fahr' blos noch mit Vier und mein berühmtes Abbild ſoll'ne Weltpoſtkarte zieren mich examinieren kann, der rechnet ſich's zur Ehre an. O jerum ctc. Man ſieht, ſtudieren iſt famos: Aus uns kann alles werden! Dem Studio blüht das ſchönſte Loos, das ſchönſte Loos auf Erden. D ht d hönſte Loos⸗ s auf Drum vivat academia! Es lebe unſ're alma— ma! Wir wollen hoch ſie halten! Wir wollen hoch ſie halten! KIEOT, àIESEN. Sw. Hochwohlgeboren 3 2))beehrt lich der gehorſamft unterzeichnete Feftausſchuſs 4 zur Teilnahme an dem Claldfeft, welches von den Itaädtiſchen Behörden zur feier der Immatrikulation des 1000. Studenten bei hieliger Univerſität am Mittwoch, den 2. Juli 1902, Nachmittags von 5 Uhr ab im Philolophenwald veranftaltet wird, hiermit ganz ergebenft einzuladen. Zugleich wird das Feſtzeichen mit der Bitte beigelegt, dasſelbe während des Feltes äusserlich ſichtbar tragen zu wollen. Der Feftausſchuss Giessen, den 28. Juni 1902. I. H.: Mecum. Pof- und Aniverſitätsdruckerei O. Kindt, Giessen. Colour& Grey Control Chart Magenta Blue Cyan Green vVellow Hed 3 Wnite Grey 1 Grey 2 Srey 3 Grey 4 Bald hebt ſich auch das Herbſten an, ote zielter harrt des Weines; der Winzer Schutzherr Kilian beſchert uns etwas Feines. Valleri ꝛc. Wallfahrer ziehen durch das Thal mit fliegen⸗ den Standarten, hell grüßt ihr doppelter Choral den weiten Gottesgarten. Wie gerne wär' ich mit gewallt, ihr Pfarr' wollt' mich nicht haben! So muß ich ſeitwärts durch den Wald als räudig Schäflein traben. Valleri ꝛc. Zum heil'’gen Veit von Staffelſtein komm ich emporgeſtiegen, und ſeh die Lande um den Main zu meinen Füßen liegen: Von Bam⸗ berg bis zum Grabfeldgau umrahmen Berg und Hügel die breite, ſtromdurchglänzte Au — ich wollt, mir wüchſen Flügel! Valleri ꝛc. 444—————— AIrTTIHTENHENTNTETnſnnſmchct Jrrrrenne 1= rrer, re en Ventt —— n Keller an, ein guter Jahrgang drinnen. Hoiho! die Pforten brech ich ein und trinke, was ich finde. Du heiliger Veit von Staffel⸗ ſtein verzeih mir Durſt und Sünde! Valleri ꝛc. Scheffel. Black