— A 36500 D,. b 6) PRODROMUS, 2 oder Vor⸗Trab Dererjenigen Nachrichten und Solennitaͤten/ ſo/ auff hohe„Berordunu Murchlauchtigſten Pürſrn u. FMerriſ & Lund Arafr zu Heſſen/ Fuͤrſten zu i95 Graffen zu Catzn⸗Ellbogen/ Dietz/ Ziegenhain/ Nidda/ Schaumburg/ Yſenburg und Buͤdingen/ Unſers gnaͤdigſten Fuͤrſten und Herrn/ bey dem m Jahr MDCCVII. J feyerlichſt celebrirten UBILO ACADEMICO bey der loͤblichen Vni erüitaͤt zu Gieſſen/ fuͤrgekommen/ und zu publiciren bishero un Emee wohlmeinend ans Licht durch Bibſioth ei Uni Immanuel Wenenn essen GJESSEN/ den XVI. Jul. MDCCXEN. Berlcgts ſel. Joh. R. Vulpii nachgel. Witwe/ und E. H. Sanmex —— Se 2 8SSS SS 2* * „„.. 2 .* 2 8 4 2 6 1t SS iſt ohne allen Zweiffel noeh maͤnnig⸗ K üchen in ohnentfallenem Andencken/ was 25 Etal der Durchlaͤuchtigſte Fuͤrſt und 9 derr/ Herr ERNST LlOWIJG/ =Landgraff zu Heſſen/ Fuͤrſt zu Hirſch⸗ feld/ Hraſf zu Kaci Elub eSdi3 Ziegenhain/ Nidda/ Sechaumunrn Pſenburg und Buͤdingen/ Unſer gnaͤdigſter Furſt und Herrſin abgewichenen tau⸗ ſend ſiebenhundert und ſiebenden Jahre das Jubel⸗Feſt bey allhieſiger/ damahls eben hundert Jahre hindurch durch Goͤttl. brovidens und Seegen im Flor geſtande⸗ ner loͤbl. Vniverſitaͤt/ ſolenniter zu celebriren gnaͤdigſt angeordnet/ ſolches auchldurch Goͤttliche Gnaden⸗Ver⸗ leyhung/ mittelſt Hochfuͤrſtl. nicht ſattſam auszuſpre⸗ chender allerhoͤchſten Clemence und Mildthaͤtigkeit/ dergeſtalt zum Wercke gekommen/ daß verhoffentlich/ bey/ zumahl ſo fuͤrtrefflicher Veranſtaltung und ver⸗ huͤteter aller Unruhe/ GOtt der Hoͤchſte dadurch zur Ge⸗ faͤlligkeit/ der Durchl. Landes Vater zum gnaͤdigſten contentem ent, u. aller Anweſenden Augen zur Verwun⸗ derung bewogen worden. Gleichwie es nun bey GOtt/ 2. der .— 2 22A..* der Durchlaͤuchtigſten Landes⸗Herrſchafft/ bey der Nachwelt/ und Uus ſelbſt ohnverantwortlich ſehn wuͤr⸗ de/ wann wir dieſe allzugroſſe Gnade mit einem un⸗ danckbaren Stillſchweigen uͤbergehen wolten; bis da⸗ hero aber die noͤthige Nachrichten/ allen angewandten Fleiſſes ohngeachtet/ noch nicht zu handen zu bringen. geweſen/ daß man die voͤllige Relation davon ans Lichte.„ tellen koͤnnen; Als haͤbe/ um dieſe moram nur in ein was zu purgirenſich/ deme dißfalß die Commiſlion uͤber⸗ tragen worden/ gegenwaͤrtige zn ey pieges neulich/ die ſehr wohl⸗geſetzte Rede des Kaͤt erlichen Reichs⸗Hoff⸗ Raths/ und Erb⸗Herrn anff Reinheim/ damahligen Hochfuͤrſtl. Heſſen⸗ Darmmſtaͤdtiſchenr eſpectiee erſten-⸗ Geheimbden Raths/ auch hoch⸗ verdient Cancellarii, und Ober⸗Amtmanns in Gieſſen/ Her Jacobi von Schroͤdern/ und dann das hierauf äbgeleſene naͤdig⸗ ſte Intimations Patent, als einen Prodromum derer in Zukunfft voͤllig zu edirenden Nachrichten von dieſem hoͤchſt⸗ feyerlichbegan ſenen Unierſitats⸗/ Jubilæo, wohl⸗ meinend voran ſchicken wollen. Ich lebe dahen der zuverſichtlichen Hoffnung) es werde dieſer Vor⸗Crab etwa veranlaſſen/ daß dadurch das Haupt⸗Werct in die Gleiſſe geleitet/ und die ſaͤmptlichen von ſo vielen/ auch Extraneis, ſehnlich verlangten Act⸗ und com- plete Nachrichten dieſes ſo glorioli Jubilai zum Tages⸗ Sheine moͤgten gebracht werden. Gieſſen/ den c. Jul. 1719, Eroͤff⸗ 1 „ — ————õõ———— 1 Froͤffnungs⸗Wnrede. 82(☚☛ kluͤger und tugendhaffter als ihre Untergebene ſeyen/ ſich zu einem Muſter und Bilde aller Tugenden darſtellen/ und/ wie eine auf einem hohen Berge oder Thurn auffgeſteckte Leuchte/ zu einem rechten Tugend⸗ Wandel jedermann vorleuchten/ ja ihre eintzige Be⸗ muͤhung in zeitlichen Dingen ſeyn laſſen ſollen/ daß nach ihrem lobwuͤrdigen Exempel ſich andere Menſchen formiren und nachbilden koͤnnen. Denn Regis ad exemplum: totus componitur orbis; .- nec ſie inflectere ſenſus Humanos Edicta valent, quam vita Regentis 5 Mobile mutatur ſemper cum Principe vulgus. Worinnen aber die Fuͤrſtliche Gedaucken/ welche Re⸗ genten haben und auch daruͤber halten dllet beſtehen darinnen mögten wohl die Meynungen derer/ die ohen 1 angefuͤhrte Regul einmuͤhtig behaupten/ nicht ein⸗ muͤhtig ſeyn/ indem einige noch wohl des Ißmnacht gen Griechiſchen Monarchen Jentiment beypflichten durffen/ als ob es Fuͤrſtl. Gedancken waͤren/ wann groſſe Herren und Potentaten/ die gantze Welt zu be⸗ zwingen/ ihnen vorſetzen/ und dazu alle ihren Kraͤf⸗ te und Verſtand auffbieten. Aber weit gefehlet; denn dieſe des groſſen Alexandri ungezaͤumte Gedancken wurden auch damahlen ſchon von Barbaren dieſen ſonſt lobwuͤrdigen Helden in das Angeſichte hinein veraͤchtlich und ſchimpfflich vorgehalten/ und er dar⸗ über ein Moͤrder und groſſer Land⸗Raͤuber von ihnen genennet/ deſſen Regierſucht(wie abſonderlich die Ga⸗ ramanten/ in ihrer nichts weniger als Barbariſchen Rede/ dieſe Worte braucheten) billig mit dem Grabe erſtickt 93(&☛ erſtickt werden ſolte. Fuͤrſtliche Gedancken/ daruͤber zu halten/ ſind es eben ſo wenig/ wanngroſſe Herren mit Zuſammenſcharrung unzahlbaren Reichthums/ ſich oder doch ihre Poſterieaͤt/ uͤber andere erheben/ und durch die penetrante Macht der gehgrniſchten guͤlde⸗ nen Maͤnner dieſelbe zu dem Gipffel der zeitlichen Gluͤckſeligkeit und Hoheit fuͤhren wollen. Dann zu⸗ Pſcyeigan, daß dergleichen Geldgierigkeit nicht ohne Fluch und Unſeegen bleiben kan ſo iſt es auch ein ſchluͤpferigter Grund/ darauff nichtes dauerhafftes/ vielweniger aber das ſchwere Regiments⸗Gebaͤu mit Beſtand geſetzet werden kan. So ſind es auch keine Fuͤrſtl. Gedancken/ daruͤber zu halten/ wenn ſich groſe ſe Herren zu allerhand Wohlluͤſten verleiten und en ⸗ trainiren laſſen/ nicht anders/ als waͤren ſie darum vergoͤtterte Menſchen/ damit ſie nur ihrer Beguem⸗ lichkeit pflegen/ und ſich nach aller Wohlluſt ihres Hertzens in der Welt wohl dwertiren koöͤnnen. Denn ſolche Gedancken/ wenn ſte in die aͤuſſerliche Ausbruͤ⸗ che eingeleitet ſind/ werden von dem klugen Heyden Leneca gar heßlich beſchrieben: Hunc tu, ſagt er/ non inter viros numeres, ſed inter homines, quorum ſum- mum bonum ſaporibus ac coloribus ac ſonis conſtat. Excedat ex hoc animalium numero pulcherrimo, ac Diis ſecundo, mutis aggreetur animal, pabulo natum. Noch weniger ſind es Fuͤrſtl. Gedancken/ welche jener ſonſt beruͤhmte/ aber in vielen Principiss gewiſſenloſe Ita⸗ liaͤniſche Poliricus, einen Regenten beybringen will) wenn er rathet/ daß derſelbe nur ſich bemuͤhen ſolle/ diejenige Laſter zu meypenſtveche ſeinem Sbuat dache 2. ei 460 theilig ſeyn koͤnnen; diejenigen aber/ ſo eralſo nicht be⸗ ſchaffen finde/ er wohl practieiren moͤge/ und ſich an die davon vor der Welt auff ſich ziehende Schande und blame nicht zu kehren habe. Dann dieſes Principium gbt der Regenten Willkuͤhr anheim/ was ſie/ nach eſchaffenheit ihres Staats/ vor Laſter halten wollen oder nicht/ und welche ſie fliehen/ oder ohne Beden⸗ cken ausuͤben moͤgen; nicht anders/ als wenn die Laſter auch wohl/ nach Beſchaffenheit eines Regiments⸗Zu⸗ ſtandes/ in Tugenden verwandelt werden koͤnten; daru⸗ ber man wol mit jenen ernſtl. Roͤmiſchen Cenſore ſa⸗ gen moͤchte: Vera rerum vocabula amiſimus, vitia pro virtutibus habentur. Am allerwenigſten aber ſind das Fuͤrſtliche Gedancken/ wann die verkehrte bolitique denen groſſen Herren/ durch der unkeuſchen Liviæ ver⸗ damliche waxime, quod libet licet, Thor und Thuͤr zu aller Licenz eroͤffnen. Dann dieſem gottloſen brineipio nicht allein von jeder Zeit her alle ehrbare Heyden/ ſondern viele/ mehrChriſtl. und gewiſſenhaffte Staats⸗ Leute/ traͤfftiglich widerſprochen/ und vortrefflich be⸗ hauptet haben/ daß einem rechtſchaffenen Regenten weniger als einem andern Menſchen zu ſundigen erlau⸗ bet ſeye/ weil er mit ſeinem Exempel weit groͤſſern Schaden/ als eine particulier Perſon/ thue/ welches auch ſo gar der heydniſche Kaͤyfer Julius Cætar erkunte/ wenner zu ſagen pflegte: Cæterorum familiam quidem facto, ſuam vero etiam̃ ſuſpicione carere debere. Die rechte Fuͤrſtl. Gedancken aber/ welche Füͤrſten haben/ und auch daruͤber halten ſollen/ ſind/ nach dem guldenen Ausſpruch zweyer horhebesühunter Jautſehen taats⸗ und Erhaltung der niedrigen und — 1 8* Staats⸗Maͤnner dieſe/ wann Fuͤrſten und Regenten ſich gegen GOtt/ als ihrem oberſten Lehen⸗Herrn/ von Hertzen fromm und demuͤhtig/ gegen ſich ſelbſten/ die Ihrige und alle uͤbrige Menſchen/ tugendhafft/ und gegen ihre Unterthanen vaͤterlich erweiſen. Und weil GOtt dem HErrn der erſte nnd vornehmſte Dienſt gebuͤhret/ ſo lieget auch lob⸗wuͤrdigen Regenten ob/ unter dieſen erſten Dienſt auff vrgfältige Stifft⸗ hohen Schulen hauptſaͤchlich mit zu ſehen/ indeme dieſe die Seminaria ſind/ in welchen tuͤchtige und fruchtbahre Baͤume und Pflantzen anzuziehen/ damit ſelbige in die drey Haupt⸗Staͤnde des groſſen Welt⸗Gartens/ zu Her⸗ vorbringung annehmlicher und nutzlicher Fruͤchte/ zum Preiſe des HErrn verſetzet werden koͤnnen; wie dann auch von Anbeginn der Welt her/ unter dem Volck GOttes ſo wol als auch unter denen Voͤlckern/ die ohne GOtt ſind/ eine durchgehende unwider ſprech⸗ liche Wahrheit geweſen/ daß loͤbliche Regenten die erſte und groͤſſeſte Regiments⸗Sorge haben ſeyn laſ⸗ ſen/ wie die Jugend in denen Schulen zu allerhand guten Wiſſenſchafften Stuffen⸗weiſe gefuͤhret/ von Laſtern ab⸗ und zu den Tugenden auggewehnet mit hierzu geſegneten Werckzeugen/ ſowol geiſt⸗ als welt⸗ liche Aempter ruͤhmlich zu verwalten/ zugerichtet wer⸗ den moͤgte. Unnoͤthig iſt es derenthalben/ die unzaͤhl⸗ bare Menge loͤblicher Regenten /aus denen alten und neuen Chriſtl. und Heydniſchen Hiſtorien/ hier auf⸗ Pefüihren als welche vorhin groͤſten Theils nicht un⸗ ſekandt/ auch deren ſo viel ſind/ daß gegenwaͤrtige A 3 Gele⸗ 971=& Gelegenheit/ nur deren den zehenden Theil zu ihren hochſt⸗verdienten Lob zu melden/ nicht geſtattet. Doch nur einige wenige merckwuͤrdige/ und hieher ſonder⸗ lich ſich ſchickende zu melden/ ſo mag der glorwuͤrdigſte teutſche Kaͤyſer Marximilian der erſie/ mit Warheits⸗ Grunde/fundator& reſtauratot literarum in Germania ge⸗ nennet worden/ indem er nicht nur an ſeinen Hofe faſt lauter gelehrte Leute/ wie auf einer Academie, ge⸗ habt/ ſondern auch/ durch ſein vortreffliches Exempel/ die Teutſche Fuͤrſten/ zu ſelbſt eigener Excolirung aller Regenten maͤßigen Wiſſenſchafften/ und zu Befoͤr⸗ derung und Hochachtung gelehrter Leute/ vortrefflich auffgemuntert. Von dem unvergleichlichen Roͤmi⸗ ſchen Kaͤyſer/ Carl dem Fuͤnfften/ bezeugen die Hiſto⸗ rien/ daß er die gelehrte Leute dergeſtalt hoch und wehrt gehalten habe/ daß er unter andern einesmah⸗ len einen wegen ſeiner Gelehrſamkeit damahls be⸗ ruͤhmten Neapolitaner zu ſich beruffen/ um von ſeiner Weißheit zu proſitiren/ und als der Kaͤyſer ihme/ wie und was Art ein Regent ſein Regunent am gluͤcklich⸗ ſten fuͤhren koͤnte gefraget/ er geantwortet: wann Ew. Kayſerl. Majeſtaͤt dergleichen Leute/ wovor ſie mich halten/ zu ihren Raͤthen und Gehuͤlffen beruffen werden. Welches dann dem Kaͤyſer beraus wohl ge⸗ fallen/ und ihn Kaͤyſerlich regaurt gehabt. Kaͤyſer Ferdinand der erſte/ glorwuͤrdigſter Gedaͤchtnißfwar ein ſolcher groſſer Liebhaber von gelehrten Leuten/ daß er ſich mit ſolchen faſt tamiliariſiret/und dergeſtalt fleiſ⸗ ſig converſ t gehabt/ daß er von allen Dingen eine verwunderliche Wiſſenſchafft erlanget. Dieſen gabe hierunter A)78 hierunter der lobwuͤrdigſte Sueceſſor Kaͤyſer Maximilian der zweyte nichts nach; dann derſelbe dermaſſen vor hohe und andere Schulen u gelehrte Leute portirt gewe⸗ ſen/ daß Ihro Majeſtaͤt in der mit denenſelben gepflo⸗ genen Converſation ein abſonderliches Vergnuͤgen ge⸗ ſucht/ ja ſo gar Anno 1405. die weltliche Chur⸗ und Fuͤrſten des Reichs ſehr beweglich auff einem Reichs⸗ Convent erinnert/ daß ein jeder in ſeinem Lande eine Academiam auffr ichten ſolte/ damit doch die freyen. Kuͤnſte/ deren man/ ſagte dieſer unrergleichliche Kaͤy⸗ ſer/ ſo gar nicht entbehren koͤnne/ erhalten wuͤrden. Aind was hat nicht in dieſem Stuͤck der Ruhm⸗ würdigſte R. Kaͤyſer Rudolph der zweyte Pthan und darinnen ſeinen Preiß⸗wuͤrdigſten Herrn Vatern und Vorfuhren im Regiment faſt ubertroffen? Dann den⸗ ſelben die allhieſige Vniverſitaͤt die allergnaͤdigſte Confirmation der Privilegien zu unſterblichen allerun⸗ terthaͤnigſten Dancke zuzuſchreiben hat) und dieſelbe an dieſen Academ. Denck⸗ und Danck⸗ Feſte billig deſſen Gedaͤchtniß in der Aſchen heehret. Dieſer groß⸗maͤch⸗ tigſte Monarch war nicht nur ſelbſten ein ſo grundge⸗ lehrter Herr/ daß man ihn den Teutſchen Salomon zu nennen pflegen; ſondern liebte und unterhielte auch eine groſſe Anzahl gelehrter Leute/ ſo gar/ daß ihn ein gewiſſer Hiſtoricus, mit wenigen aber weitgreiffenden Worten/ nennet: Ildeam ſapientiæ ſpectatæ, ad imitatio- nem omnis poſteritatis decantatam. Wie ſehr der Arragonier Konig/ Alphonſus, die Schulen und gelehrte Leute geliebet/ verſorget/ und mit dieſen converſiret/ koͤnnen die Hiſtorien⸗S khrei — 22— ber zu expriwiren nicht ſulfiiente Redens⸗Arten fin⸗ den/ ſondern haben ſolches mit dem einigen Wort/ daß ſie ihn den Zunahmen des Weiſen beygeleget/ exprimt⸗ ren wollen. 1 Von dem Ruhm ⸗wuͤrdigen Ertz⸗Hertzoge von Oeſterreicha brroncenltleletman mit Berwunderung daß er vielfaͤltig/ mit ſeiner Gemahlin llabella, in dle Auditoria gegangen/ und der Profeſſorum Lectiones mit groſſer ernüigung angehoͤret haet. Was iſt aber noͤhtig auswartiger Potentaten und Regenten Erempel ziun Beweißthum/ deroben angefuͤhrten unlinſtoßlichen Regul/ daß Furſten ſol⸗ len Furſtliche Gedanckenfuber hohe und andere Schu⸗ len/ und üͤber gelehrte Leute haben/ ſich zu bedienen/ da in dem uhralten Fuͤrſtl. Hauſe Heſſen deren eine oſſe Anzahl/ von allen Zeiten her/ zu finden ſind. Wie dann der hochberuͤhinte Parlamnents⸗Præſidene Thuanus, ſchreibet/ quod Haſſicis familiis gencile ſit, li- teris inſtructum eſſe Und in Warheit/ zu geſchweigen/ derer vor anderthalb hundert Jahren ſchon darinnen vorhanden geweſenen Exempel/ ſo bezeugendie Hiſto⸗ rien/ daß der mit Nahmen und Thaten großmühti⸗ e Fuaͤrſt/ Herr Landgraff Philipp/ die benach⸗ barte loͤbliche Univerii aͤt Marburg Anno 1527. mit groſſen Koſgen gefeiftet reichlich doeinet/ und deren ſorgfaͤltige Be 4 bachtung in ſeinem Teſtament ſeiner Fuͤrſtl. Poſternaͤt gar hoch und nachdruͤcklich anbe⸗ fohlen/auch es ſeiner Furſti Hoheit nicht vor vertleiner⸗ lich gehalten/ mit ſeiner Gemahlin Anno var in dem Auaitocio daſelbſt/ bey einer Oration zu erſcheinen/ und 895(&☛ — 5— und mag dahero wohl ein gewiſſer gelehrter Mann An⸗ no 1650. Gelegenheit genommen haben anzumer⸗ cken/ daß der Durchlaͤuchtigſte Keitaurator dieſer U- niverſitaͤt mit ſo viel Kaͤyſern/ Koͤni en/ Chur⸗ und Fuͤrſten/ durch Blut⸗ Freund⸗ und chwaͤgerſchafft damahlen verknuͤpffet geweſen/ welche 19. Univerſitaͤ⸗ ten in⸗ und auſſerhalb eutſchlandes/ worzu nunmeh⸗ ro die 20. auch gerechnet werden kan/ geſtifftet haben. Herr Landgraff Wi helm/ der Vlte dieſes Nahmens/ zugenaunt der Weiſe/ iſt nicht allein ſelb⸗ ſten in Sprachen und Kuͤnſten ſtattlich erfahren ge⸗ weſen/ ſondern hat auch gelehrte Leute von weiten und nahen Orten beſchrieben/ ſie reichlich verſorget/ und ebenfalß ſeinen in Wiſſenſchafften Ihme nichts nachgebenden Sohn/ Herrn Landgraff Mauri- tium, von welchem ein vortrefflicher Teutſcher Orator und Politicus ſchreibet: Literarum helluo& gurges eſt; raεooiay& ſcientiarum orbem animo complexus, Poe- ta eſt, Orator eſt, Philoſophus eſt, JCtus eſt, Theologus eſt, Muſicus eſt,& quis non eſt? ſehr nachdencklich ver⸗ mahnet/ auff die Univerſitaͤten und Schulen im Lan⸗ de ein ſorgfaͤlliges und wachendes Auge zu haben/ wel⸗ ches er auch getreulich beobachtet/ die Univerſttaͤt Marburg in ſtattl. Flor gebracht/ auch oͤffters die Colle⸗ gia und Diſputationes per ſoͤnlich beſuchet. Der hochſelige Serr Landgraff Georg der erſte/ zugenannt der Fromme/ hat in kurtzer Zeit 3. Schulen im Lande an⸗ gerichtet. Dieſes Ruhm ⸗wuͤrdigen Fuͤrſten nicht we⸗ niger Preiß⸗wuͤrdige Succeſſor, Herr Landgraff newig der V. genannt/ war in Philoſophicis& hu- 8 manioribus 14 *) 10(☚ manioribus literis, auch in denen Rechtenfuͤberaus be⸗ wandert/ und eſtimirtte gelehrte Leute ſo hoch/ daßer nicht leyden konte/ daß jemand von denenſelben uͤbel und verkleinerlich redete; dannenhero/ mit ſo groſſer Verwunderung als Ergoͤtzung/ in denen geheimden Brieffſchafften zu leſen/ wie dieſer tapffere Regent keine Muͤhe und Koſten geſparet/ biß er durch abſon⸗ derliche Schickungen/ duͤrch Auswuͤrckung vieler ln⸗ terceſſionen von Evangeliſchen und Roͤm. Catholiſchen Chur⸗ und Fuͤrſten des Reichs/ auch gar mit Uber⸗ nehmung einer abſonderlichen Reiſe/ zu J hro Kaͤy⸗ ſerl. majeſtaͦt nacher Prag/ die allhieſige Unver⸗ liaͤt gluͤcklich geſtifftet/ und da Ihro Hochſelige Durchl dieſen Zweck/ nicht ohne groſſe D ccultaͤten erreicht gehabt/ eine ungemeine Freude daruͤber ſchrift⸗ lich und muͤndlich bezeuget/ auch ſelbige vielfaͤltig ihr beſtes und koſtbarſtes Kleinod genennet. Ja es koͤnnen die viele auserleſene Expreſſiones, ſo dieſer un⸗ vergleichliche Fuͤrſt/ in dem/ bey der Anrichtung all⸗ hieſiger Umverutat/ damahlen von Ihro ſelbſten publi⸗ cirten lateiniſchen Programmate gebrauchet hat/ nicht ohne rechte Gemuͤhts⸗ Beweg? und innerliche Ver⸗ gnuͤgung geleſen werden/ doch ſollen davon folgende wenige nachdenckliche Worte/ abſonderlich an dieſem heutigen Tage/ da wir Dero/ als des getreueſten und gottſeligen Fundatoris dieſer Umveriiat/ Gedaͤchtniß in tieffer Ehrerbietung deveniren/ nicht verſchwiegen bleiben/ da dieſer uͤber alles Lob geſtiegene Regent emphaticè darinn ſetzet: Et ſane, cum Principes, teſte Seriptura, nutritores Cccleſiæ eſſe debeant, à quibus, tn- quam ArE quam Scutis terras, Dominus Glorias vult exaltari, hos præcipue in eam curam incumbere, ſtimulo conſcien- tiæ teneri exiſtimamus, ut apertis& certis legibus ac pri- vilegis munitis ſcholis docentium& diſcentium, Aepo- htum illud coeleſtis doctrinæ, tanduam pretioſsᷣmum Ne on, in ditionibus ipſorum retineatur,& inde ad alias regiones& urbes atque ad ipſos Poſteros transmittatur. Wer wolte hier nicht ſagen/ daß dieſer theure Fuͤrſt Fuͤrſtliche Gedancken gehabt/ und auch daruber ge⸗ halten habe? Und/ ob wohl Derſelbe m anno 1625. dit allhieſige mit der loͤbl. Marburgiſchen Univerſitaͤt co- adunnet; ſo haben ſie doch nicht ermangelt/ alles/ was auch zum Flor und Auffnehmen ſothaner combinirten Umverſiaͤt hat nur erſonnen werden moͤgen/ mit recht Fuͤrſtlichem Eyfer vorzukehren. Nicht weniger Furſtl. Gedancken hat der Preiß⸗ wuͤrdige Nachfolger im Regiment/ Herr Land⸗ Graff Georg der lite uͤber hohe und andere Schu⸗ len gehabt. Dann zu geſchweigen/ daß Dieſelbe An. no 1627. das Jubilæum der Marburgiſcheu Univerſitat ſelber in hoͤchſter Perſon/ nebſt Dero Fuͤrſtlichen Frau Gemahlin und Printzen/ Uluſtre gemacht/ ſo habeu Ihro Hochſel. Durchl. auch Anno 1650 das allhieſige 25. Jaͤhrige Ouum Mularum auffgehebet/ und die re- ſtararon der Ludovicianſchen Academie mit einem Chriſt⸗Fuͤrſtl. Muth enteprenniret/ auch durch un⸗ gemeinen Eyfer/ und durch Kuperirung groſſer und ſchwerer in den Weg gekommener Dificul aͤten/ in de⸗ me damahlen noch nicht gar geendigten karz en berio- do des Vaterlandes Teeer Nation, da daſſelbe lie 3 2 er 2(3 ber 30. Jahr mit Krieg/ Brand/ Hunger/ Peſtilentz und Sterben deſolat gemacht/ und in letzten Zuͤgen gelegen geweſen/ und kaum die erſte Lebens⸗Geiſter wieder empfunden gehabt/ durch Goͤttlichen Beyſtand ausgefuͤhret/ auch bey der damahligen Glorwuͤrdigſt⸗ regierenden Kaͤyſerl. Majeſtaͤt eine Comitivam vor all⸗ hieſige loͤbl. Juriſten⸗ Facultaͤt in ampliſſima forma aus- gewuͤrcket/ uͤber welches alles Dero Fuͤrſtliche eigene Worte/ welche Dieſelbe in denen deshalben damahlen publicirten teutſchen Patent/ unter vielen andern nach⸗ dencklichen Expreſſionen gebrauchen/ allhier an ufuͤh⸗ ren/ nicht umgegangen werden mag:„Daß Wir ſagen Sie/„aus Ehentichen Eyfer und Landofuͤrſtl. „Sorgfalt/ nicht alleine vielfaͤltig zu Gemuͤhte gezo⸗ „gen/ und bey uns bedaͤchtlich erwogen/ welcher geſtalt „uns der Allerhoͤchſte in dem Fuͤrſtl. Stand und „das Ampt der hohen Obrigkeit geſetzet/ und/ was uns „dahero Goͤttl. Gebots/ und Unſerer Hochloͤbl. Vor⸗ „Eltern und Vorfahren/ Jirfen zu Heſſen/ Preiß⸗ „wuͤrdigen Exempeln nach/ ſonderlich auch wegen »Auffricht⸗ und Erhaltung der verfallenen und in „Abgang gerathenen Kirchen nnd Schulen/ und zu⸗ „mahlen unſerer Univerſitaͤt/ als eines edlen gemein „nutzigen Kleinods/ ſo wol in unſerm Fuͤrſtenthum/ „Land und Leuten zum ewigen Beſten erhalten/ als „auch auff die liebe Poſteriraͤt fortgepflantzet werde/ „obliege/ und was vor unausſprechlicher Nutzen/ „Seegen/ Gluͤck/ Heyl/ Lob und Ehre dem allgemei⸗ „nen Vatterland/ ja gar Koͤnigreichen/ Chur⸗ und „Fuͤrſtenthuͤmern von wohl beſteltten hohen Schulen „„ zuwachſt. Des A)( Das mag wohl heiſſen: Fuͤrſten ſollen Fuͤrſt⸗ liche Gedancken haben/ und daruͤber halten/ wel⸗ ches dieſer Preiß⸗ wuͤrdige Regent auch iu dem Werck ſelbſten alſo gethan. Denn/ wie in den geheimen Brieffſchafften mit Vergnuͤgenzu leſen iſt/ haben Ih⸗ ro Hochſel. Durchl. bey ſothaner Keſtauration abſon⸗ derlich verordnet/ daß in der damahlen in dem gan⸗ tzen Lande zu halten angeordneten Danck ⸗Predigt/ dem Volck zu erkennen gegeben werden ſolte/ wie noth⸗ wendig die Auffricht⸗ und Erhaltung der Academ en ſeye. Wie ſie dann auch keine Muͤhe/ Sorge und Fleiß geſparet/ damit nicht nur dieſe lobl. Vniverſitaͤt reſtauriret; ſondern auch bey denen/ obgedachter maſ⸗ ſen) damahlen calamitoſen Zeiten/ mit tapffern qua- lifieirten Leuten beſetzt/ und denenſelben die behoͤrige Subſiſtentz⸗ Mittel verſchaffet werden moͤchten/ von welcher Fuͤrſtl. Sorg und Bemuͤhung gantze Volu⸗ mina, ſo in denen Fuͤrſtl. Archiven vorhanden/ mit Verwunderung zeigen. Nicht minder hat dieſes glorwuͤrdigen Regenten ſein nicht weniger glorwuͤrdiger Nachfolger im Re⸗ giment/ Herr Landgraff Ludwig der ſechſte/ gottſeligſten Andenckens ſolche Fuͤrſtl. Gedancken von Vniverſiraͤten und qualitic rten Leuten gehabt/ und daß Sie auch daruͤber gehalten/ nicht nur darinnen bezeuget/ daß Ihro Hochſel. Durchl. im rten Jahr/ ihres Fuͤrſtl. Alters die Academ ſche Keckor Wuͤrde uüͤbernommen/ ſondern auch/ nebſt dero Durchl Herrn Bruder/ bey der Keſtauration dieſer Vniverſtaͤt/ in einer zierlichen lateiniſchen Rede den Cerro e chdenes 3 3 49 46( bey der unterthanigſten Bewillkommung/ mit ſonder⸗ barer Beredſamkeit geantwortet/ auch hernachin waͤh⸗ render ihrer loͤbl. Landes⸗Regierung ſorgfaͤltige Ver⸗ anſtaltungen/ wegen mehrer dotation der allhieſigen Vnyverſiaͤt und Verbeſſerung der Sdaren/ auch Ver⸗ mehrung der Anzahl der brofeſforum gemacht/ ja „noch vor Dero Hochſel. Ende in Dero letzten Wil⸗, lens Verordnung/ Ihren Landes Nachfolger die, ungekraͤnckte Erhaltung dieſes gemein nutzigen Klei⸗⸗ nods/ zu vier unterſchiedenen mahlen/ ſehr ernſtlich. eingebunden. Gleichwie aber dieſer Durchlaͤuchtig⸗ ſte Jurſt ſelbſten ſolche Fuͤrſtliche Gedancken gehabt/ und daruͤber gehalten: alſo haben Ihro in GOTT ſel. ruhende Durchl. auch eben Dieſelbige/ auff den „jetzo regierenden Durchlaͤuchtigſten Fuͤrſten und „Herrn/ Herrn Ernſt Ludwigen/ Landgraffen zu „Heſſen/ Fuͤrſten zu Herßfeld/ raffrnzu Catzeneln⸗ „bogen/ Dietz/ Ziegenhayn/ Nidda/ Schaumburg/ „Yenburg und Buͤdingen/„ meinem gnaͤdigſten Fuͤrſten und Herrn fortgepflantzet/ indeme Ihro Hochfl. Durchl. mit vielen Proben bereits ſchon dargeleget ha⸗ ben/ wie ſie uͤber die allhieſige/ Dero treu⸗ gehor⸗ ſamſte Vniverſitaͤt/ und alle gelehrte und qualificirte Leute recht Fuͤrſtl. Gedancken haben/ und daruͤber halten wollen. Dann denen Mit⸗Gliedern dieſes loͤbl. Corporis iſt bekandt/ wie ſorgfaͤltig Ihro Hochfuͤrſtl. Durchl. zu deren Conſervation. Verbeſſerung und Befoͤrderung mehrern Wachsthums ſeit Ihrer Fuͤrſtlichen Regierung/ die vormahlen faſt gantz verfallene Diſciplinam Academicam durch vortreffliche 1 und — SrE und wohl⸗geſchaͤrffte Ordnungen retabüret/ viele ein⸗ geſchlichene Mißbraͤuche abgethan/ und oͤffters faſt gleichſtimmige Fuͤrſtl. Gedancken/ wie Dero Herr Vetter/ Herr Landgraff Moritz der altere/ und Dero in GOtt hochſeelig erfreuter Groß⸗Herr Vat⸗ ter/ Herr Landgraff Georg der zweyte/ von ſich hoͤren laſſen/ gefuͤhret: Sie wolten lieber keine/ als eine ungezogene Schule haben: Es ſeye einer Vni⸗ I verſitaͤt beſſer und ruͤhmlicher/ daß ſie wenig und zwar V fromme/ gelehrte und wohl⸗qualinieinte Srudioſos, wel⸗ che hernach GOtt und dem Menſchen erſprießlich die⸗ nen koͤnten/ als eine groſſe Menge unbaͤndiger/ gott⸗ loſer/ muthwilliger und frevelhaffter Geſellen haͤtte; Sondern es haben auch abſonderlich hoͤchſtgedacht Ih⸗ ro Hochfuͤrſtl. Durchl. Dero uͤber hieſige hohe Schul habende Fuͤrſtl. Gedancken dadurchoͤffentlich zu Tag⸗ legen wollen/ daß/ da GOtt der HErr den letzten Tag des erſten Seculi dieſer Vniverſnaͤt/ in Ihro Fuͤrſtl. Landes ⸗Regierung hat fallen laſſen/ und Dieſelbe in Chriſtfuͤrſtl. Betrachtung gezogen/ was vor groſſe Gnade GOtt der HErr/ Dero Hochfuͤrſtl. Hauſe/ in Erhaltung dieſes koſtbahren Juwels erwieſen/ wie der HErr aller Herren den Geiſt derer Durchlaͤuchtig⸗ ſten in GOtt ſeelig ruhenden Herrn Vorfahren/ zu deſ⸗ ſen Anſchaff⸗ Auspolirung/ Wiederbring⸗ und Be⸗ wahrung erwecket/ und ſie mit dem heroiſchen Gei⸗ ſte des groſſen Conſtantim ausgeruͤſtet/ daß ſie erwie⸗ ſen haben: Se eſſe Epiſcopos conſtituros, extra Eccle- ſiam, ſicut Sacerdotes ſunr Epiſcopi in Eœoleſia. Ihro Hochfuͤrſtl. Durchl. haben nicht weniger ſich zu Ge⸗ muͤblg b *) 1660 muͤhte gehen laſſen/ wie dieſer HERR maͤchtig im Streit uͤber dieſe Stadt/ welche das Gluͤck und die Ehre hat/ dieſes koſtbahre Jubel zu verwahren/ recht wunderbarlich gewachet. Denn/ vieler anderer Wun⸗ der Guͤte zu geſchweigen„ſo iſt es gewiß ein Wun⸗ „der vor unſern Phren/ daß da Anno 1646. zu zu En⸗ „de des Monats Maydie Koͤnigl. Frantzoſiſche/ Schwe⸗ „diſche und andere maͤchtige Armeen, dieſen unbewaf⸗ „neten barnaſſum rund umher umzwingelt/ und be⸗ „ſchloſſen hatten/ denſelben zu zerſtoͤren/ der HErr al⸗ „ler Herren am sten Tage des darauff gefolgten Mo⸗ „nats Junn Mittags um 10. Uhren/ einen hellen Stern/ „(welchen viel hundert Perſonen geſehen) uͤber dieſe „Stadt auffgehen lieſſe/ und dadurch den beaͤngſtig⸗ „ten Muſen⸗Sitz/ die bevorſtehende Goͤttliche Ret⸗ „tung verkuͤndigte: Wie denn auch den zten Tag dar⸗ „auff! dieſe formidable Kriegs⸗Heere/ hieſige Gegend „ unvermuthlich verlaſſen/ ohne durch menſchlichen „Arm dazu obligiret worden zu ſeyn. Ja/ da eben „dieſe Armeen einen Monath darauff ſich wieder all⸗ „hier einfunden/ und dieſe Stadt an 4. Orten anzu⸗ „fallen reſolviret waren/ ſchickte der HErr der Heer⸗ „ſchaaren/ der Bogeu zerbricht und Spieſſe zerſchlaͤgt/ „am 24ten Junn ein groſſes Donner⸗ Hagel⸗ Wetter „und Schlag⸗Regen/ daß das Waſſer dergeſtalt hoch „in dem Lager angeloffen/ daß die Pferde ſich von „denen Stangen loſggeriſſen/ theils in der Lehne erſof⸗ „fen/ theils ſonſten zerſtreuet/ und die Soldaten alſo „dadurch erſchrecket worden/ daß viele bekannt haben/ daß 5 Marburg uud allhier gefuhret äben.⸗ 8 16 daß GOtt vor dieſe Stadt ſtreite/ wie dann auch, die Armeen wenig Tage hernach auffgebrochen/ und, ohne weitere Ruͤcktehr fortgeeilet. Es erinnern ſich nicht weniger hoͤchſt⸗gedacht Ihro Hochfuͤrſtl. Durchl. mein gnaͤdigſter Herr/ daß Sie in dieſem Muſen⸗ Sitz/ in dem vorigen ſchweren Kriege/ mit Dero Hochfuͤrſtl. Familie und Hoffſtadt/ gleichſam wie mit⸗ ten im Frieden/ etliche Jahr lang deroſelben Lands⸗ Regierung gluͤcklich und preißwurdig gefuͤhret haben. Sie erinnern ſich auch/ wie Dero zwey juͤngere Durchl. Printzen( darvon leyder der eine Fuͤrſtl. Zweig vor einem halben Jahr durch den fruͤhzeitigen Todt abgebrochen) in dieſem Helicon zu allen Fuͤrſtl. Tugenden/ Wiſſenſchafften und Qualiaten vortreff⸗ lich angezogen worden/ und reſpectivè noch auff das Beſte eleviret werden. Es erinnern ſich ebenfals Ih⸗ ro Hochfuͤrſtl. Durchl. des groſſen Nutzens/ welcher durch dieſe Dero Univerfraaͤt/ ſeit hundert Jahren her/ nicht nur Dero Fuͤrſtl. Lande/ nicht nur dem H. Roͤm. Reiche/ ſondern auch vielen auslaͤndiſchen Reichen und Staͤdten zugegangen/ wie dann in dem heute ſich en⸗ digenden Jahr⸗Hundert/ ſieben Landgraffen von SHeſſen(daran auch der Durchlaͤuchtigſte Fuͤrſt und Herr/ Herr Ludwig(rt. die achte Zahl nun faſt compliren werden) das Vniverfitaͤts⸗ Regiment zu Und *Es iſt hiebey auch nicht zu vergeſſen/ weil es dieſer loͤbl. Vniver⸗ gtaͤt zu einer nicht geringen Luſtre gereichet/ daß im Jahr 1608. zwey Durchl. Hertzoge und Printzen 10 Saffu, nemli 1 ◻) 10(G ——— Und ob man wohl nicht ſpeciſicè ſagen kan) was vor eine Anzahl hoher und anderer Perſonen/ von eit der Fundation dieſer floriſanten Vniverlitaͤt an/ is auff deren Keſtauration allhier ſich gelehrt und qua⸗- ltiert gemachet; ſo iſt doch aus denen Hiſtorien be⸗ kandt/ daß deren eine groſſe Menge/ von Teutſcher und anderen Nationen/ geweſen ſeyen/ ſo/ daß der be⸗ kandte Taubmann/ bald nach der fundation, an dem damahligen Prof. Hiſt.& Poeſeos Bachmann anhero geſchrieben: Deum immortalem, ut ſtudia apud vos ca- lent. Von Zeit der reſtauration aber iſt dieſe Vniver- ſitaͤt von 32. Graͤffl. Perſonen beſuchet/ und in dem etwas mehrers/ als einem halben Seculo, ſind 38. Do- Gores und Licentiati Theologiæ, darvon viele rechte lumina Eccleſiæ geweſen/ und theils noch ſind/ ſo dann 179. Doctores und Licentiati Juris, ingleichen 178. Do- Gores und Licentiati Medicinæ, Und 265. Magiſtri re- nuntiiret und reſpectivè creiret worden. Damit ich a⸗ ber nicht in das Concept kommen moͤge/ als wolte ich die Fuͤrſtl. Gedancken/ welche hoͤchſt⸗ ermeldte Ihro Hochfuͤrſtl. Durchl/ mein gnaͤdigſter Herr/uͤber e S ens 1I7en s Dero nemlich der Durchl. Erb⸗Printz/ Herr Johann G wuich,d deſſen gleichfals DWaichi Herr Woh⸗/ 1. De⸗ mus Erneſtus. ſub Rectoratu des damahligen Profeſſoris Medicinæ, D Joſephi Lautenbachii, dem Regimini Aca- demico zu ſubmittiren ſich gnaͤdigſt gefallen laſſen; gleich Sie denn auch in folgenden beyden Jahren nach und nach die Rectorat- Wuͤrde hoͤchſt⸗ruͤhmlich bekleidet/ und die Ada Rectoralia, ſb titulo: Kelεmini, Academici Giéſen- 1 8, zum Druck befoͤrdern laſſen. — *) rr(☛᷑ Dero Vniverſitaͤt und wohl qualificirte Leute haben/ und daruͤber halten/ zu weit amplifieiren/ ſo breche dieſe meine Rede ab/ und beziehe mich auff die unter Dero hohen Handzeichen auf gegenwaͤrtigem Papier exprimirte recht Fuͤrſtl. Sentiments; wie dann der Hr. Secretarius aus gegenwaͤrtig offenen Brieffe dieſelbe vernehmlich ableſen und verkuͤndigen wolle. Poſt Prælectionem Edicti. de quo pag. ſeq. 21. Ddeſ alſo verſtandene Fuͤrſtl. Gedancken koͤnnen mein vorhero/ von Ihro Hochfuͤrſtl. Durchl. meinem gnaͤdigſten Herrnſgemaͤchtes Klogm hoffent⸗ lich zur Gnuͤge veriticiren. Denn es ſind eines groſſen Fuͤrſten/ eines milden Nutritii Academiæ, zuforderſt aber auch eines gegen GOtt dem HErrn danckbaren Hertzens Ausſpruͤche/ darzu ich/ als Dero unterthaͤ⸗ nigſter Miniſter, nichts weiters zuzuſetzen weiß; ſon⸗ dern Nahmens hoͤchſt⸗ ermeldter Ihro Hochfurſil. Durchl. aus Dero gnaͤdigſten Special Befehl und Commiſſion, allen und jeden/ Hohen und allen uͤbri⸗ gen/ ſo dieſes Fuͤrſtliche Feſtin mit Dero annehmli⸗ chen Gegenwart beehren wollen/ reſpectivè freundl. und gnaͤdigſten Danck abſtatte/ mit der beygefuͤgten eziemenden Bitte und Erſucheu/ daß dieſe hoͤchſt⸗und och ⸗anſehnliche Verſammlung/ welche dermahlen ſich in denen Mauren dieſes geſegneten Jeruſalems befin⸗ det/ zu Abſtattung des hertzlichen Lobes und Dan⸗ ckes/ dem Geber aller guten und vollkommenen Ga⸗ C 2 ben G) 20( ben ſich gefallen laſſen wolle/ mit an den Ort/ wo SOtt der HErr ſeines Nahmens Gedaͤchtniß geſtif⸗ tet hat/ ſich zu begeben/ und deſſen Lob mit ausbrei⸗ V ten und verkuͤndigen zu helffen. Ich aber ſchlieſſe mei⸗ ’ nen/ bey Eroͤffnung des gegenwaͤrtigen Jubel⸗Feſtes/ gethanen Ansſpruch mit einem kurtzen Wunſch und — Chronodiſticho:— Quam, LVDOVICL, ſtruis, firmatque GEORGIVS Almam, 4 Auget cam ac ſervat, regit& LVDOVICIA 8 TRIGA. Plaudite Pierides Gieſſenſes, plaudite cuncti, Laudemusque DEVM, nobis qui hæc otia fecit. ERNESTVS vivat Princeps LVDOVICVsS in orbe: Vivat par Fratrum hoc; Domus hæc celſiſſima vivat? Vt Vlgeat gleſſena ACaDe Mla faXlt IoVat „Loreat Vt faXls; ſors atqVe perennet In xVa. In hoc Chronodiſticho continetur Annus Jubilaris, 1 qui eſt MDCCVII Gnaͤdigſtes —— &) 21(☚ Gnaͤdigſtes Imitations- Patent. On G Ottes Gnaden/ Wir Wrnſt Gudwig/ Landgraff 8 W zu Heſſen, Fuͤrſt zu Herßfeld/ Graff zu 3 3 Catze nelnbogen/ Dietz/ Ziegenhayn/ Nid⸗ da/ Shauunbur, Yſenburg und Buͤdingen/ ꝛc. Nuchdem Uiſers in GOtt⸗ruhenden Uhr Groß⸗ Herr Vatters/ Herrn Landgraff Ludwigen des Vten/ Gnaden/ aus erheblichen Urſachen bewogen wor⸗ den/zu Preiß und Ehre GOttes/ und dann zu Befor⸗ derung des gemeinen Nutzens/ im Jahre/ nach unſers theuerſten Erloͤſers IEſu Chriſti Geburt ein tauſend ſechshundert und ſieben in Unſerer Stadt und Feſtung Gieſſen eine hohe Schule und Umverfitaͤt auffzurich⸗ ten/ dieſelbe auch mit ſtattlichen Einkuͤnfften zu be⸗ aben/ und fuͤrtreffliche Kaͤyſerl. Prwilegia und Con- rmationes daruͤber auszuwuͤrcken; inmaſſen dann die ſolenne Publication und mauguration ſothaner neuen VUniverfitaͤt am ſiebenden Oddobrisjetzt⸗gedachten Jahrs vor ſich gegangen/ und dieſelbe darauff durch GOt⸗ tes Seegen/ vermittelſt angewandten Fleiſſes derer dazumahl in allen Facultaten beſtellten beruͤhmten, tapffern und gelahrtenbrofeſforn/ innerhalb kurtzer Zeit in einen ſehr groſſen Ruff in und auſterhalb Teutſch⸗ landes gekommen; Uind/ obwohl Uinſers Groß Herrn Vattern/ weyland Landgraffen Georgen des ten/ C3 Chriſt⸗ 8) 140. Chriſt⸗milden Andenckens/ Lbden. im Jahre ein tau⸗ ſend ſechs hundert und fuͤuff und zwantzig bey dem Ihro damahlen angediehenen Marburgiſchen Landes V Antheile/ ſonderlich in Betracht der damahligen V ſchweren Kriegs⸗Zeiten/ nicht fuͤr rathſam befunden/ beyde Vniverſticaͤten zugleich zuunterhalten/ und dan⸗ V nenhero die zu Gieſſen neu angelegte/ auff eine Zeit⸗ V lang/ in ſoweit eingezogen/ daß/ auff vorher erlangten allergnaͤdigſten Kaͤyſrlichen Conſens die Profeſſores ſich von dannen nacher Marburg begeben/ und/ nebſt etz⸗ lich wenigen/ ſo vorhin bereits allda geſtanden/ an 1 ſelbigen Orte den Ruhm ſowolder alten von weyland Unſern Uhr/ Uhr/ Uhr/ Groß Herrn Vattern/ Land⸗ 1 graffen Philipp dem Großmuͤhtigen/ Preißwuͤrdig⸗ ſten Gedachtniß/ im Jahr ein tauſend fuͤnff hundert und ſieben und zwantzig angelegten vormahligen Heſ⸗ 1 ſiſchen Sambt⸗Vniverſitaᷣt/ als auch der dahin transfe⸗ 1 rirten neuen Heſſen Darmſtaͤdtiſchen eifferigſtcontinui⸗ ren moͤgten; So dann bey erfolgter in denen Hiſto⸗ 1 rien Teutſchlandes bekandten Veraͤnderungſin erwehn⸗ 1 ten Fuͤrſtenthum Marburg/ Unſers Hochſel. Groß⸗ . Herrn Vattern Gnaden ſich bemuͤßiget befunden/ nach erlangten allgemeinen Friedenſim Jahr ein tau⸗ ſend ſechs hundert und funffzig die vormahls in der 1 Veſtung Gieſſen auffgerichtete Vniverſitaͤt an denſel⸗ ben Orthe wiederum zu reſtauriren; Inmaſſen dann in ſelbigem Jahre am fuͤnfften Tage des MayMonats ſolches mit gebuͤhrenden Solennitaͤten auch erfolget iſt 3 Nichts aber deſto weniger/und ohnerachter dieſer ſo un⸗ terſchiedenen Veraͤnderungen/ von ſelbiger Zeit an wo ——— — 1* wohl durch hochbemeldter Unſerer in GOtt ruhenden Herhldu Vorfahren am Regiment Preiß⸗wuͤrdiger uͤrſorge und Fuͤrſtl. Muniticentz/ als vermittelſt ruͤhm⸗ lichen Fleiſſes gelaͤhrter und qualiticirter Profeſſorum, und dann anſehulicher Frequentz derer von nahen und ferneren Orten/ auch aus frembden Staaten und Koͤ⸗ nigreichen ſich allda eingefundener Studioſorum, offt⸗ bemeldte Unſere hohe Schul und Vniverſitaͤt zu Gieſ⸗ ſen bis dieſe Stunde in perpeturlichen Flor und Auff⸗ nahm erhalten/ und eine ſehr groſſe Anzahl ſtattlicher Subjectorum, die hin und wieder in der Kirchen und Schulen/ nicht weniger als bey dem Weltlichen Regi⸗ giment die hoͤchſte Ehren ⸗Stellen in und auſſerhalb Reichs mit groſſem Ruhm und Nutzen bekleidet ha⸗ ben/ und theils noch gegenwaͤrtig bekleiden/ allda an⸗ gezogen worden: Und dann Wir/ die Wir/ Zeit waͤhren⸗ der Unſerer Fuͤrſtl. Regierung/ die Wohlfart und Be⸗ ſtes mehr beſagter Unſerer Univerſitat/ als eines koſtbahren Kleino⸗ des Unſerer Lande/ nicht weniger als Unſere inG Ott ruhende. Hoch⸗ geehrte VorEltern/ die Fuͤrſten und Landgraffen zu Heſſen/ Uns je und allwege angelegen ſeyn laſſen/ durch die Gnade des Allerhoͤch⸗ ſten diejenige Zeit nunmehro erlebet haben/ da Dieſelbe vor ein hun⸗ dert Jahren von obhochgedachten Unſers Hochſel. Uhr Groß Herrn Vattes gnaͤdigſt zuerſt angerichtet worden/ Wir auch dannenhero entſchloſſen ſind/ nach dem loͤblichen Exempelanderer Chriſtl. Po⸗ tentaten und Staͤnde des H. Roͤm. Reichs/ das Gedaͤchtniß ſotha⸗ ner Stifftung/ welches nach dem verbeſſerten Srylo nunmehro auf den 18. Tag des October Monaths einfaͤllet/ durch Begehung ei⸗ nes oͤffentlichen Jubel⸗Feſtes mit gewoͤhnlichen Solennitaͤten/ füͤr⸗ nemlich durch Chriſtliche Loh⸗ und Danck⸗Predigten/ ſo wohl bey Unſerer Univerſitaͤt/ als auch im gantzen Lande, nicht weniger durch Orarionen und Promotionen in allen vier Fasalsatene nih mehrern ) 24(— mehrern Inhalt Unſerer dieſerhalben verſchiedentlich ergangenen gnaͤdigſten Befehlen und gemachten Verordnungen/ feyerlich zu be⸗ gehen/ auch zu ſolchem Ende/ Unſers freundlich geliebten Erb⸗ Iörintzens/ Herrn Ludwig/ Landgraffen zu Heſſen/ und Fuͤr⸗ ſten zu Hirßfeld ꝛc. als Rectoris Magnificentiſſimi, wie auch Un⸗ ſers ebenfals geliebten zweyten Printzens/ Landgraffen Frangz Ernſtens/ Ldl. Ldl. in Perſon dabey zugegen ſeyn gnaͤ⸗ digſt verſtattet; Als haben Wir daſſelbe jedermaͤnniglichen ſowol in Unſerm Fuͤrſtenthum und Landen/ als auch auſſer denſelben/ de⸗ nen es zu leſen oder zu hoͤren vorkommen moͤchte/ durch dieſes offe⸗ ne Patent hiemit kund machen/ auch dieſelbe gebuͤhrend und reſpe⸗ Kivè gnaͤdigſt erſuchen wollen/ daß ſie ſothanen ſolennen Actui und Academiſchen Jubilæo auff obbeſtimmte Zeit beywohnen/ Ih⸗ ro Chriſtl. Wuͤnſche mit beytragen/ und Unſere hierunter fuͤhren⸗ de wohl⸗meynende Chriſt⸗Furſtl. Intention darob erkennen moͤ⸗ gen; nicht zweifflende/ es werde ein jeder die groſſe GuͤteG Ottes/ die er an dieſer Unſerer Univerſitat/ durch Erhaltung der reinen Lehre ſeines heiligen Worts/ durch Beforderung der freyen Kuͤn⸗ ſie und loͤblichen Wiſſenſchafften/ und daher ſo Geiſt⸗ als welt⸗ lichen Staͤnden zu deren ſonderbahren Wachsthum und Nutzen d reichlich zu gegangenen Vortheile und Wohlthaten, erwieſen 2/ gebuͤhrend behertzigen/ und G Ott um beſtaͤndige Beybehal⸗ tung dieſer Gnade und Beſchirmung eines ſo gemeinen nuͤtzlichen Kleinodes/ auch Verleyhung fernern Seegens/ mit inbruͤnſtigem Gebet hertzlich anruffen.. 3 Urkuͤndlich Unſerer Eigenhaͤndigen Unterſchrifft/ und auf⸗ gedruckten Fuͤrſtlichen Secrer. So gegeben und geſchehen zu Darmſtadt/ den 18. October 1707. Vrnſt Wudwig. (I. S.) Cyan Green vellow Hed Magenta Grey 1 Grey 2 Greys Grey 4 Black Küichen in vynfunennnnenneneeeeeee eſtalt der Durchlaͤuchtigſte Fuͤrſt und pie Herr ERNST LlIOWIJG/ Landgraff zu Heſſen/ Fuͤrſt zu Hirſch⸗ feld/ Graff zu Eeibi, Slnbo ſen Dietz/ Ziegenhain/ Nidda/ Schaumburg/ Yſenburg und Buͤdingen Unſer gnaͤdigſter Furſt und Herr/in abgewichenen tau⸗ ſend ſiebenhundert und ſiebenden Jahre das Jubel Feſt bey allhieſiger/ damahls eben hundert Jahre hindurch durch Gottl. brovidens und Seegen im Flor geſtande⸗ ner loͤbl. Vniverſitaͤt/ ſolenniter zu celebriren gnaͤdigſt anaeordnet ſolches auch l durch Gottliche Gnaden⸗Ver⸗ 5 3 3 5 6 7 8 9 10 I 6 8 L. 9 dontentem ent u. aller Anweſenden Augen zur Verwun⸗ derung bewogen worden. Gleichwie es nun bey GOtt/ 2. der ee0