Jahrgang 
1906
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Unterricht im wahlfreien Zeichnen, im Schreiben für Schüler mit schlechter Handschrift, im Turnen und im Gesang.

a) Wahlfreies Zeichnen. FürUIIG waren zusammen für das wahlfreie Frei- handzeichnen 2 Stunden angesetzt; es nahmen daran im S. 2 Schüler teil. Metz.

Wahlfreies Linearzeichnen. 1 R und 2 R vereinigt 2 Stunden. Darstellen ein- facher und regulärer Körper in schräger Parallelprojektion. Es nahmen an dem Unterricht teil im Sommer: 1R 4 Schüler, 2 R 12 Schüler; im Winter: 1R 2 Schüler, 2 R 10 Schüler. Metz.

3 R 2 Std. Uebungen im Gebrauch von Zirkel und Lineal. Darstellung einfacher geometrischer Gebilde. Es nahmen an dem Unterricht im Sommer und Winter alle Schüler teil. Metz.

b) Schreiben für Schüler mit schlechter Handschrift von Quarta G und den 4 Tertien. 1 St. Jung.

c) Turnen. Die Hauptanstalt(mit Ausschluß der Vorschulklassen) besuchten im Sommer 391, im Winter 394 Schüler. Von diesen waren befreit:

Vom Turnunterricht überhaupt: Von einzelnen Uebungen: im Sommer 48, im Winter 58, im Sommer und im Winter je 4,

also von der Gesamtzahl der Schüler: 1 im Sommer 12, im Winter 15%, im Sommer und im Winter je 1%.

Es bestanden 8 Abteilungen: zur kleinsten Abteilung gehörten 30, zur größten 68 Schüler.

Die erste und zweite Vorschulklasse hatte wöchentlich 2 Turnstunden, sodaß für den Turnunterricht wöchentlich insgesamt 23 Stunden verwandt wurden.

Ihn erteilten: Lohberg, 1te Abteilung, Müller, 2te Abteilung, Gerlach, 3te Abteilung, Herr, 4te Abteilung, Schnaus, 5te Abteilung, Vollmer, 6te Abteilung, Linder, 7te Abteilung, Metz, Ste Abteilung(Vorschulklasse I und II).

Der Unterricht wurde teils in der Turnhalle hinter dem Schulgebäude, teils im Freien erteilt. Im Sommer wurde, soweit es die Witterung erlaubte, auf der von der Stadt zur Verfügung gestellten sog. Schützenbleiche geturnt bezw. gespielt.

Schulschwimmen ist nicht eingeführt, doch ist Gelegenheit zum Baden und Schwimmen im Main vorhanden.

d) Gesang. 1. Chorgesang, I-IV, in 2 Abteilungen wöchentlich 2 Stunden. Chor- studien. Einübung vierstimmiger Lieder nach F. W. Sering, Heft III b. Jung.

2. Quinta. 2 St. Erweiterte Tonbildungs-, Gehör- und Treffübungen; Einführung in die verschiedenen Tonarten; die Hauptdreiklänge und der Dominant-Septimenakkord. Die Zweistimmigkeit, die schwierigen Taktarten, die Triole, die Synkope; Einführung in ein- fache Sätze der polyphonen Schreibweise. Einübung zweistimmiger Lieder aus F. W. Sering,

Heft II. Jung.