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Zusatz.
Die Lateinschüler haben statt der obigen 6 Stunden Französisch wöchentlich 6 Stunden Lateinisch. Außerdem bekommen sie französischen Anfangsunterricht in wöchentlich 4 Stunden.
1. Lateinisch. Lektüre: Lebensbeschreihungen nach Cornelius Nepos aus dem UÜbungsbuche. Einprägung der wichtigeren Phrasen, synonymische Unterscheidungen.— Grammatik: Wiederholung der Formenlehre, das Wesentliche aus der Kasuslehre und der Syntax des Verbums. Mündliche und schriftliche Übersetzungen aus dem lateinischen und dem Deutschen. Der Direktor.
2. Französisch. Einführung in die französische Aussprache. Lese- und Sprechübungen. Auswendiglernen von Gedichten und Prosastücken. Erlernung der regelmäßigen Konjugation sowie der ffilfsverben avoir und ètre. Geschlechtswort, fauptwort, Eigenschaftswort nebst Steigerungsgraden und Bildung des Umstandswortes. Für- wörter und Zahlwörter. Mündliches und schriftliches Übersetzen aus dem Französi- schen und dem Deutschen. Rechtschreibeübungen. Oberlehrer Plangemann.
5. Quinta.
Ordinarius: Wiss. filfslehrer Grupe.
l. Religion. a) Katholische. Nach dem Diözesankatechismus die Lehre vom Glauben; Erklärung der Kirchenfeste; Auswahl biblischer Geschichten. Pfarrer Feldmann. b) Evangelische. Biblische Geschichten des Alten Testamentes. Aus dem Katechismus: Durchnahme, Erklärung und Einprägen des ersten und zweiten Haupt- stückes. Wiederholung der früher gelernten und Einprägung neuer Katechismus- sprüche und Kirchenlieder. Oberlehrer Dr. Cnyrim.
2. Deutsch. Lektüre: Lesen von Gedichten und Prosastücken(Pabeln, Märchen, Erzählungen aus der alten Sage und Geschichte, Bilder aus der Natur und Erdkunde). Aus- wendiglernen und verständnisvolles Vortragen von Gedichten nach dem Kanon, von Volksliedern und einigen Fabeln in Prosa. Mündliches Nacherzählen. Gram- matik: Der einfache und der erweiterte Satz, sowie das Notwendigste vom zu- sammengesetzten Satze. Rechtschreibe- und Interpunktions-Obungen. Diktate zum Einüben der Rechtschreibung und Zeichensetzung und schriftliche Nachierzählungen. — Erzählungen aus Sage und Geschichte der Griechen und Römer. Wiss. ffilfs- lehrer Grupe.
3. Französisch. Systematische Durchnahme der regelmäßigen Formenlehre unter Berück- sichtigung der notwendigsten syntaktischen Regeln. Rechtschreibe-, Sprech- und Leseübungen. Auswendiglernen von Gedichten und Prosastücken. Mündliches und schriftliches OÜbersetzen aus dem Französischen und dem Deutschen. Wiss. ffilfs-
lehrer Grupe.
4. Erdkunde. Länderkunde Mitteleuropas, insbesondere des deutschen Reiches. Weitere Anleitung zum Verständnis des Globus und der Karten sowie des Reliefs. Anfänge im Entwerfen von einfachen Umrissen an der Wandtafel. Oberlehrer Dr. Cnyrim.


