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weshalb?— 4. Welche Löhnungsform empfiehlt ſich für das Geſinde im landwirtſchaftlichen Betriebe?— 5. a. Ein am 14. März ausgeſtellter 4⸗Monatswechſel über 1137,4 Mk. wird am 23. Juli diskontiert. Wie⸗ viel wird ausgezahlt? b. Ein 2⸗Monatswechſel über 3140 Mk., ausgeſtellt am 13. Auguſt, wird am 5. Oktober verkauft. Wieviel erhält der Inhaber? c. Ein Händler ſchuldet am 18. Auguſt einem Landwirt 986,50 Mk. Er bittet ihn einen Wechſel, fällig am 15. Dezember, in Zahlung zu nehmen und gibt ihm 550 Mk. bar. Wie hoch muß der Wechſel wenigſtens lauten?— 6 a. Ein Landwirt hat am 1. Juli bei ſeinem Bankier, mit dem er in Kontokorrentverkehr ſteht, noch 147,14 Mk. ſtehen. Er bringt am 11. Auguſt 360 Mk. hin, am 17. Sep⸗ tember 425 Mk. Er holt am 2. September 160 Mk., am 20. Dezember 175 Mk. Wie hoch iſt am 1. Januar ſein Guthaben?(Zins 3%, Proviſion 0,2%). b. Ein Landwirt hat am 1. Januar auf der Sparkaſſe 132,40 Mk. ſtehen. Er bringt am 5. Mai 100 Mk. hin, am 7. Juni 215 Mk., am 16. Oktober 310 Mk. Er holt am 2. Februar 15 Mk., am 14. Juli 240 Mk. Wieviel hat er am 1. Januar des folgenden Jahres noch ſtehen? (3%).— 7. a. Was muß man heute für 7500 Mk. 3 ½% ige Staatsanleihe zahlen?(Kurs 98,7. Zinstermine 1. 4. 10. Proviſion 2 ½%0, Courtage 1⁄½%0). b. Wieviel iſt am 14. Oktober für 9 Aktien von 1000 Mk. zu zahlen?(Kurs 137,4. Zinstermin 1. III. Proviſion 2%. Courtage ½%0. Stempel 120%0.) e. Jemand kauft heute für 3000 Mk. Aktien zum Kurſe von 273,6. Die Dividende iſt 14%. Iſt der Ankauf lohnend?— 8. Wie erzeugt man gute Braugerſte?(Probe⸗ und Abiturientenarbeit.)— 9. a. Welches Nährſtoffverhältnis findet man im beſten Wieſenheu, im geringſten Wieſenheu? b. Eine Kuh von 11 Zentner Lebendgewicht ſoll mit einem Wieſenheu ernährt werden, welches bei 85% Trockenſuhſtanz 9,4% Nh, 1,9% F, 41% Nfr. E. und 26,5% R enthält. Die Verdauungskoeffizienten ſind 55 bezw. 49, 62, 58. Wieviel Heu iſt nötig? Ge⸗ nügt die Ration? Wieviel Mineralſtoffe erhält die Kuh in dieſem Futter? c. Welche Verdauungskoeffizienten ſind in der Wolff'ſchen Tabelle für Weidegras angenommen?— 10. a. 2 Arbeitsochſen von je 630 kg Ge⸗ wicht ſollen ſo gefüttert werden, daß die Ratien neben 23 kg Trockenſubſtanz pro 1000 kg Gewicht ein Nähr⸗ ſtoffverhältnis von 1: 8 aufweiſt; der Fettbedarf iſt ca. 0,35 kg. Wie muß die Norm lauten? Wieviel grüne Futterwicken ſind täglich zu geben? Kommen die Tiere mit dem Futter aus? b. Kann man Mutterſchweine mit grünem Rotklee ernähren? Wieviel hat ein Tier nötig?(Gewicht 270 Pfund). c. Wieviel Kühe von je 800 Pfund Gewicht kann man mit dem grünen Klee von 7,2 ha ernähren?— 11. a. Eine Kuh von 1150 Pfund(Milchertrag 4000 1) erhält pro Tag 80 Pfund grünen Rotklee, 7 Pfund Luzernehen, 20 Pfund Runkel⸗ rüben. Genügt das Futter? Wenn nicht, kann es durch Beigabe von Gerſteſtroh aufgebeſſert werden? Wie teuer kommt das tägliche Futter? b. Ein Maſtſchwein(85 kg) erhält täglich 1 kg Haferhäckſel, 2 kg Rüben. Kann durch Beigabe von Kartoffeln die Ration ausreichend werden? Wie teuer würde das Futter kommen? — 12. Wie findet man den Wert des Gebäudekapitals?— 13. Ein wachſendes Maſtrind im Alter von ca. 15 Monaten erhält täglich 10 kg geſäuerte Schnitzel, 4 kg gewöhnliches Heu, 2,75 kg Haferſtroh, 1 kg Gerſteſchrot und ½ kg Malzkeime. Genügt die Ration? Wenn nicht, wie kann ſie verbeſſert werden?— 14. Entwurf eines Beſtellungsregiſters.— 15. Berechnung aus der Milchwirtſchaft.— 16. Probe⸗ und Abi⸗ turientenarbeit.
Die Verſuchs⸗ und Demonſtrationsfelder der Anſtalt.
A. Das obere Verſuchsfeld, Größe ca. 40 a. Es dient zur Beſchaffung des nötigen Demonſtrationsmaterials für den Unterricht im ſpeziellen Pflanzenbau, Obſtbau, Wieſenbau und in der Botanik, ſowie zur Prüfung neuer Varietäten, ihrer Kulturbedingungen und praktiſchen Brauchbarkeit. Das Feld wird mit Hilfe von Taglöhnern durch den land⸗ wirtſchaftlichen Fachlehrer bewirtſchaftet. Der Unterricht im ſpeziellen Pflanzenbau findet ſo viel wie möglich auf dem Verſuchsfelde ſtatt, jedem Schüler der oberen Klaſſe iſt außerdem eine Feldabteilung zur eigenen Beobachtung und Überwachung überwieſen. Im übrigen iſt das Feld allen Schülern der Anſtalt zu beſtimmten Stunden zugänglich. Das Feld beſteht aus 8 Hauptparzellen, welche durch Wege von allen Seiten zugänglich ſind. Zur Abhaltung des Unterrichts iſt ein freier Platz reſerviert.
Von den acht größeren Abteilungen ſind Feld J, II und III in je 4 Parzellen getrennt. Davon dienen die Parzellen 1—9 zur Demonſtration einer neunfeldrigen Fruchtwechſelwirt— ſchaft. Der Turnus iſt: Hackfrucht, Sommerfrucht, Klee, Winterfrucht, Futterpflanzen, ev. Brache, Raps, Wintergerſte, Hülſenfrüchte, Winterfrucht. Die Parzellen III 2, 3 und 4 tragen Eſparſette, bezw. Luzerne und Dauerpflanzen. Die Abteilungen 1V, V, VI ſollen den Schü— lern die wichtigſten Varietäten der Kulturpflanzen bieten, auf ihnen findet ein dreijähriger Wechſel ſtatt. Im Sommer 1904 trug Abteilung IV getreideähnliche Gewächſe, Ol⸗ ſowie Geſpinſtpflanzen, Abteilung Vi war mit Leguminoſen und ſonſtigen Futterpflanzen bebaut, während Abteilung V für Hackfrüchte beſtimmt war. Auf der Abteilung VII dienen drei Parzellen zur Vorführung einer verbeſſerten Dreifelderwirtſchaft, während die vierte Parzelle Beerenobſt trägt. Abteilung VIII iſt für den Anbau von Gemüſe etc. hergerichtet.
Im Jahre 1904 kamen folgende Pflanzen zum Anbau(die Zahlen bedeuten die Zahl der Varietäten):


