Aufsatz 
Zur Literatur Iohann Fischarts / zuerst wieder veröff. durch A. F. C. Vilmar
Entstehung
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Als daß ſie jhren Königen 10. Wöllen die Kron vom Haupt tringen Wo hat man aber je vernommen, Oder iſt etwas je fürkommen Daß mehr oder ein Hugonot Sich ſo vergeſſen het an Got 15. Daß er nur het villeicht gedacht (Vil weniger es dann vollbracht) Auff ein dergleichen Schelmenſtuck Wie hie ein Mönch erzeigt ein duck? Der ſeinen Natürlichen König 20. Erſticht, durch rhat des Volcks abtrinnig? Ihr Papiſten habts lang getrieben, Vnd wider ſie ſehr viel geſchrieben Wie ſie nit ſolln ſein widerſpennig Eim Gewiſſenzwingenden König: 25. Euch aber iſt es Heyligthumb Wann jhr pringt einen König vmb, Der euch ewer Gewiſſen laſſet, Ja der mit euch ein Glaub hat gfaſſet, Vnd nur ſein zeitliches Regiren 30. Nach ſeiner Meynung will vollfüren, Vnd ſein Rebelliſch Vnderthanen Will wider zum Gehorſam manen? Aber diß macht, jhr habt zu Rom Einen, der macht euch wider fromm, 35. Welcher die König ſetzet ab, Vnd ſchenckt die Reich, die er nie gab. Gleichwol erſcheint hierauß nun klärlich In welcher meynung jhr hält ehrlich Die Oberkeit, nemlich alsdan 40. Wann ſie thun alls, was euch ſteht an: (B 4a) Aber wo ſie nicht zwingt die Gewiſſen, Vnd will kein Chriſtenblut vergieſſen, Da ſteht ſie euch gar nicht mehr an, Der Bapſt muß ſie gleich thun in bann