ANSASHULE BER6EDORF BEI HAMBUR6. II. PROGRAMM. OSTERN 1885. FNW 1) DIE VERDIENSTE SCHILLERS UM DIE runris VON 6ERHARD 6EHRCKE.„ 2) SCHULNACHRICHTEN VON DIREKTOR pr 6koss. RERGEDORF BEI HAMBURG. 1885. 6EDRRUCRKT IN ED. WAG6NER's BUCRHDRUCKEREI. 1885. PROGR. No. 32 e Ds ſeriins gehilus un ti Igteh. Von Gerhard Gehrcke. Das Wesen und die Gesetze der Schönheit, die der künstlerische Genius unmittelbar in sich trägt und in seinem Kunstwerke darstellt, kommen in der Theorie der Kunst erst auf dem Wege der Reflexion zur Erkenntnis. Aber wie auf jedem Gebiete menschlichen Schaffens gehören auch in der Kunst Theorie und Praxis zusammen: sie Follen einander tördern und ergznzen. Je mehr sich der Künstler der Ansprüche bewusst ist, welche die Asthetik an ein Kunstwerk macht, desto höher wird er sich seine Aufgabe stellen;— und je vollkommener ihm diese im Kunstwerke gelingt, desto besser kann aus demselben die Asthetik wieder ihre Regeln für die Kunst abstrahiren und darthun. Dennoch ist es nur eine seltene Erscheinung, dass ein menschlicher Geist peides umfasst, Theorie sowohl wie Ausübung der Kunst, und in peiden Meisterschaft bewährt.— Unter den wenigen, welche diese doppelte Virtuosität erreicht haben, ragt besonders Schiller hervor, in dem wir nicht nur den unsterblichen Dichter bewundern, sondern auch den Philo- sophen würdigen müssen.— Von den Erstlingen seiner dichterischen Muse trieb es ihn zur philosophischen Reflexion üpber das Schöne— und von dieser wieder zur Poesie, worin er es nun vollends zur Meisterschaft brachte. Nach den ersten ästhetischen Versuchen waren es besonders drei Abhandlungen, die über Anmut und Würde, über die ästhetische Erziehung des Menschen und über naive und sentimentalische Dichtung, worin Schiller das Schöne nach seinem Wesen und nach einzelnen Seiten zu erfassen und darzustellen versuchte. Wie diese, fallen fast seine sämtlichen ästhetischen wie historischen Arbeiten in eine Zeit, wo es ihm Bedürfnis war, aus mangelhafter Vorbildung zu wissenschaftlicher Reife, aus poetischem Instinkte zu vollendeter Kunstdichtung, aus subjektivem Stückwerk zu har- monischer Durchbildung sich durchzuarbeiten.— PDiese Arbeiten fallen meistens in die Jahre 1789 bis 1795, in denen Schillers Poesie fast gänzlich verstummt war.— Noch über dem Literatur-Angaben: Lotze, Gesch. der Ksthetik in Deutschland, 1868. Hemsen, Schillers Ansichten über Schönheit und Kunst. Göttingen, 1853— 54. Hoffmeister, Schillers Leben, Geistesentwicklung nud Werke, 5 Bd., Stuttgart, 1838— 42. Derselbe, Supplemente zu Schillers Werken, 4 Bd., Stuttgart, 1840— 41. Zimmermann, Geschichte der Ksthetik, Wien, 1858. Hettner, Literaturgeschichte des 18. Jahrhunderts. K Tomaschek, Schiller in seinem Verhältnis zur Wissenschaft, 1862. Solger, Vorlesungen über Asthetik, W. Heyse, Berlin, 1829. Vgl. auch A Kuhn, Schillers Geistesgang, Berlin, 1863, und Ueberweg, Schiller als Historiker und Philosoph. herausgegeben von Brasch, Leipzig, 1884. ersten Studium der Kantischen Kritik der Urteilskraft begriffen, suchte Schiller schon die Gedanken seines philosophischen Meisters selbständig zu erfassen und der strengen Schulform entkleidet sie einem weiteren Leserkreise in seinen Zeitschriften zugänglich zu machen.— Und doch war es ein Glück, dass, wie Göthe später sich ausdrückt, Schillers dich- terischer Genius über die Fesseln der Schule den Sieg davontrug und sich über die lange getriebene Theorie hinaus wieder zur Poesie, zu seinen herrlichsten Dichtungen aufschwang. — Schiller selbst hat bei neu gewonnener dichterischer Begeisterung die Zeit seiner früheren philosophiechen Bemühungen gewissermassen als verloren betrachtet, und nur leidigen Trost darin gefunden, dass seine Natur sich des metaphysischen Krankheitsstoffes nun einmal habe entledigen müssen.— Aber wie diese ästhetischen Studien für ihn selber ein not- wendiger Durchgangspunkt waren, so sind sie für Kunst und Wissenschaft wertvolle Vor- arbeiten geworden. In einer Zeit, wo die„Asthestik“ aus Baumgartens Händen als die Lehre von der sinnlichen Wahrnehmung“ kaum entlassen war, wo Kant über Schönheit in höchst abstrakter Form kritisierte, ohne sie zu bestimmen, wo nur einzelne Männer; wie Winkelmann und Lessing auf conkrete Kunstwerke hinwiesen,— da konnte auch Schiller in seinen ästhetischen Studien noch nicht über den Standpunkt eines Vorläufers hinaus, der mehr auf dem Wege des Gefühls und der Divination, als auf dem der philosophischen Entwicklung wichtige Probleme zu lösen suchte. Aber seine Gedanken haben gezündet; sein hoher Sinn für alles, was anmuthig und erhaben, was frei und sittlich rein ist, fand Anklang in viel tausend Herzen; seine Ideen über Kunst und Schönheit eröffneten neue Gesichts- kreise, forderten zu reger Forschung und Fortbildung auf dem Gebiete der Asthetik auf und trugen ihre schönste Frucht in seinen eigenen poetischen Meisterwerken aus seiner letzten Periode. Gehen wir nun auf Schillers ästhetische Schriften näher ein, so müssen wir schon einen Aufsatz vom Jahre 1782„über das deutsche Theater“ erwähnen. Es ist dies ein Vorlàufer der 2 Jahre später erschienenen Rede„über die Schaubühne als moralische Anstalt“.— In beiden Arbeiten stellt sich schon Schillers hervorstechender Zug dar, der Poesie unter den menschlichen Bestrebungen die hohe und ernste Stelle anzuweisen, wonach sie unmittelbar an das Edelste im Menschen geknüpft wird,— und von ihr die kleinliche und trockene Ansicht abzuwehren, welche sie nur zu einer tändelnden Verzierung und Ver- schönerung des Lebens machen will, oder unmittelbar moralisches Wirken und Belehrung von ihr verlangt. Schiller fasst die dramatische Poesie als selpständige Schwester der Moral und Religion und erkennt die eigentümliche Kraft ihrer Wirksamkeit in der„innlichen Anschauung“, die lebendiger wirke,„denn nur PTradition und Sentenzen“. In der Rede über die Schaubühne, für die Schiller nun schon, ausser den„Räubern“, den„Figaro“ und„Kabale und Liepe“ geliefert hatte und für die er am„Don Carlos“ ar- beitete, bezeichnet er die Kunst als Erzieherin des Menshengeschlechts, wie er dies späterhin(Fe- bruar 1789) in den„Künstlern“ dichterisch ausgeführt hat. Die dramatische Kunst aber gilt ihm nicht allein als der Gipfel der Kunst, er möchte sie auch als das„höchste Produkt des menschlichen Geistes“ geschätzt sehen.— Er betrachtet sie in ihrem Verhältnis zum Menschen überhaupt, zum Staate und zur Nation.— Er stellt sie neben die Religion und schreibt ihr, wenn auch nicht als ihren letzten und eigentlichen Zweck,— Beförderung der Sittlich- keit, der Aufklärung und der Nationalität zu. Ja, er versteigt sich bis zu dem Ausspruche: „Wenn wir es erlebten, eine Nationalbühne zu haben, so würden wir auch eine Nation.“— Wenn endlich Schiller in der Rede über die Schaubühne die Blüte der dramatischen Kunst im Perikleischen Zeitalter und die Hellenen noch jetzt als Muster der Pichtung preist, — wenn er in einem anderen Aufsatze derselben Zeit, in dem„Antikensaal zu Mannheim“ sich von dem„allmächtigen Wehen des griechischen Genius“ ergriffen fühlt und überströmt von Be- wunderung für die griechische Kunst, So reiht er sich darin jenen Männern an, die uns zuerst für Ausbildung des Schönheitssinnes zu den alten Griechen in die Schule gewiesen haben, einem Winkelmann und Lessing, und darf auch dieser sein Fingerzeig in jener Zeit wohl als ein Verdienst Schillers um die Asthetikh ervorgehoben werden.— Er hat seiner Begeisterung für das Hellenentum noch nachhaltiger Ausdruck gegeben in den„Göttern Griechenlands“, einem Gedichte, zu dem er sich im März 1788 aus der prosaischen Religionsanschauung seiner Zeit erhob, ohne damit dem Monotheismus den Krieg zu erklären. Die Schönheit hellenischen Lebens und hellenischer Weltanschauung war es, in welcher er fortan den idealen Zustand menschlicher Verhältnisse ansah. Hatte er früher von Rousseau den ur- sprünglichen Naturzustand als das Ideal einer vollkommenen und glücklichen Menschheit sich angeeignet, so trat nun an dessen Stelle das Ideal des Hellenentums, wie er es dichterisch ausmalte und pflegte.— Nunmehr sehen wir ihn mit Begeisterung in die Lektüre der Griechen, namentlich Homers und der Tragiker, versenkt. Fin vertrauter Umgang mit den Alten,— hoffte er,— werde ihm„vielleicht Klassizität geben.“— Aus der Zeit von 1788 auf 89 haben wir noch zwei ästhetische Abhandlungen Schillers, seine„Kritik von Göthes Egmont“ und seine„Briefe über den Don Carlos, den er damals vollendet hatte, und ein Lehrgedicht zu erwähnen. Aus jener Kritik, deren Tadel zum grossen Teil unwiderleglich sein möchte, sei nur hervorgehoben, wie Schiller hier im Sinne von Lessing's Dramaturgie die tragische Rührung durch die Erregung von Furcht und Mitleid begründet sicht.— In den Briefen über Don Carlos sucht er die Einheit des Stückes nach der zu Grunde liegenden Idee im einzelnen zu rechtfertigen und verschweigt auch den Missklang nicht, welchen die Spuren des ursprünglichen Planes in die schliessliche Bearbeitung des Werkes gebracht haben.— Das Lehrgedicht aber aus jener Zeit(Februar 1789) sind die „Künstler“, eine tiefsinnige Dichtung, worin, wie schon erwähnt, die Kunst als Erzieherin des Menschengeschlechts dargestellt wird. Während die„Götter Griechenlands“ noch rückwärts schauen, eine polemische Ideenricht ungabschliessend, haben„Die Künstler“ das Gesicht vorwärts gewandt, indem sie die Keime beinahe aller Grundansichten über das Schöne und die Kunst enthalten, welche Schiller später in seinen ästhetischen Abhandlungen auseinandersetzt. Es bedarf wohl kaum der Erwähnung, wie anregend Schiller schon durch diese ersten asthetischen Grundlagen auf Mit- und Nachwelt gewirkt hat, obwohl er selbst sie nur als Baurisse ansah. Einzelne derselben erregten bei ihrem ersten Erscheinen ungeheures Aufschen und rieten einen lebhaften Kampf für und wider hervor. Neben jenen grossen Kunstkennern und Dichtern, einem Lessing und Göthe, stand nun Schiller schon als ebenbürtig da: * eine neue Zeit für Kunst und Kunstanschauung war heraufgekommen, und das war nicht zum geringsten Teil Schillers Verdienst.— Es trat nun aber für Schiller eine Zeit ein, wo er fünf Jahre hindurch dem dich- terischen Schaffen entfremdet wurde und sich mit grossem, fast aufreibendem Eifer auf ge- schichtliche und philosophische Studien warf. Seine Professur, die er im Mai 1789 in Jena antrat, die Kantische Philosophie, die dort mit„Form und Stoff“ von allen Seiten auf ihn eindrang, die Lektüre der griechischen Tragiker, aus denen er selbst einzelnes übersetzte, und vollends sein eigener Bildungstrieb, der aus„dunkeln Ahnungen von Regel und Kunst nach klaren Begriffen“, aus jugendlicher Halbheit nach voller Mannesreife trachtete,— das alles drängte ihn zu jenen Studien, über denen wohl seine Poesie eine Zeitlang verstummte, aber Kunst und Wissenschaft um so mehr sich in ihm vertieften. Schiller, sagt Hettner in seiner Literaturgeschichte, wäre niemals dieser volle und grosse Mensch, niemals dieser volle und grosse Dichter geworden, hätte er diese schweren und langen und nach der Natur seines Geistes unerlässlichen Bildungskämpfe nicht voll und ganz ausgekämpft.— Am 2. Februar 1789 schrieb Schiller an Körner:„Das ist richtig, dass diese Piversion, besonders wenn sie einige Jahre dauert, einen sehr merklichen Finfluss auf meine erste dramatische Arbeit haben wird und, wie ich doch immer hoffe, einen glücklichen. Was ich auf meine einmal vorhandene Anlage und Fertigkeit Fremdes und Neues pfropfen mag, So wird sie immer ihr Recht behaupten; in anderen Sachen werde ich nur soweit glücklich sein, als sie mit jener Anlage in Verbindung stehen; und Alles wird mich am Ende wieder darauf zurückführen. In acht Jahren wollen wir einander wieder daran erinnern.“— Der Erfolg hat gezeigt, wie tiefblickend Schiller die Bedürfnisse seines Ent- wicklungsganges erkannte und beurteilte.— Durch die hochherzige Geldunterstützung, die ihm von Dänemark aus zu teil ward, der Nahrungssorge und dem schriftstellerischen Erwerbe enthoben, konnte er sich nun, von Kants Asthetik, der Kritik der Urteilskraft schon mächtig ergriffen, der philosophischen und vor allem der ästhetischen Spekulation nach Herzenslust hingeben, und die Früchte seines Forschens in einer Reihe von Abhandlungen niederlegen.— Zuerst war es die Grundlage aller Asthetik, die Begriffsbestimmung der Schönheit selbst, welcher Schiller all sein Sinnen und Denken zuwandte. Kants System hatte gerade hier eine empfindliche Lücke, Schiller suchte sie auszufüllen. Ohne einen objektiven Begriff der Schönheit giebt es keine Wissenschaft vom Schönen. Darum ist es Schillers hohes Verdienst, der Erste gewesen zu sein, der auf einen wissenschaftlichen Grundbegriff des Schönen drang. Seine neu gewonnenen Gedanken in einem Dialoge„Kallias oder über die Schönheit“ zu veröffentlichen, ist nicht zur Ausführung gekommen. Aber der Hauptsache nach sind sie schon mitgeteilt in Schillers Briefwechsel mit Körner, besonders in den Briefen vom 8. und 18. Februar 1793. Aus Kantischen Grundsätzen folgert Schiller, dass Schönheit nichts anderes sei als Freiheit in der Erscheinung. In seiner Begeisterung für Freiheitt rägt er diese aus der sittlichen Welt auch in die schöne Sinnenwelt hinüber.„Es ist gewiss, sagt er, von einem sterblichen Menschen kein grösseres Wort noch gesprochen, als dieses Kantsche, was zugleich der Inhalt seiner ganzen Philosophie ist: Bestimme Dich aus Dir selbst; sowie das in der theoretischen Philosophie: Die Natur steht unter dem Ver- standesgesetze. Diese grosse Idee der Selbstbestimmung strahlt uns aus gewissen Erschei- nungen der Natur zurück, und diese nennen wir Schönheit.“— Aber als wäre er von dieser Pefinition selbst noch nicht befriedigt, stellte er noch eine und die andere auf. So bezeichnet er Schönheit als innere Notwendigkeit der Form, als Natur der Kunstmässigkeit, als Freiheit in der Regel und als Regel in der Freiheit u. 8. w. Anknüpfend an den Ausspruch Kants:„Natur ist schön“, wenn sie aussieht wie Kunst; Kunst ist schön, wenn sie aussieht wie Natur“, fordert Schiller, dass die Darstellung frei sein müsse, ohne unter dem Stoffe oder unter der Natur des Künstlers zu leiden. Reine Objektivität der Parstellung sei das Wesen des guten Stils, der höchste Grundsatz der Künste. — Aper dem Künstler müsse sein Objekt„schon idealisiert, d. i. in reine Form verwandelt“ vor seiner Seele stehen, und es komme nur darauf an, es ausser sich darzustellen, ohne dass „die reine Form“ durch den Künstler oder durch das Medium der DParstellung„Heteronomie“ erleide.— Dem Dichter tritt hier sein Stoff, in dem er zu arbeiten hat, das Wort und der Wortlaut als ungünstig entgegen. Aber auch hier soll die Form über den Stoff siegen. „Schönheit der poetischen Parstellung, schliesst Schiller, ist freie Selbsthandlung der Natur in den Fesseln der Sprache“. Also auch da yin Ketten frei.“— Freiheit im sittlichen Leben und Freiheit in der sinnlichen Form— das sind bei Schiller analoge Begriffe, die fast immer Hand in Hand gehen.— Pas tritt uns noch mehr entgegen in seiner als klassisch geltenden Abhandlung über „Anmuth und Würde“, die Schiller„fleissig genug für einen Kranken“ in etwa 6 Wochen im Juni 1793 für seine„Neue Thalia“ schrieb.— Der erste Teil derselben—„über Anmuth“— geht von dem Mythus der Venus als einem Bilde der schönen Menschengestalt aus und handelt zunächst von der äusseren menschlichen Gestalt als einem Werke der Natur.— Die„architektonische Schönheite, die Schönheit des Baues, ist diejenige, welche„von der blossen Natur nach dem Gesetze der Notwendigkeit gebildet ist, zum Unterschiede von der, welche sich nach Freiheitsbedingungen richtet«. Soll die natürliche Gestalt des Menschen als schön erscheinen, 8o muss an ihr neben der Technik des natürlichen Baues noch ein anderes Merkmal sich finden. Pie Ver- nunft muss ihr„eine ihrer Ideen leihen“, und das ist,— wie wir aus den Briefen an Körner wissen, die Idee der Freiheit.— „Die Schönheit ist als Bürgerin zweier Welten anzusehen, deren einer sie durch Geburt, deren anderer sie durch Adoption angehört; sie empfängt ihre Existenz in der sinn- lichen Natur und erlangt in der Vernunftwelt das Bürgerrecht.“— Das Produkt menschlicher Schönheit leitet Schiller aus der Uebereinstimmung der Natur als Bildnerin mit der Vernunft als Vorbildnerin ab. Weil aber der Mensch nicht bloss Naturwesen, sondern zugleich freie Persönlichkeit ist, so hängt die Art seines Erscheinens auch von der Art seines Empfindens und Wollens, also von Zuständen ab, die er selbst in seiner Freiheit, und nicht die Natur nach ihrer Notwendigkeit bestimmt. — 10— Auch der menschliche Geist selbot bildet sich seinen Körper durch die„Bewegungen, die er dessen Formen und Zügen auferlegt. So wie ein feindseliger, sich uneiniger Geist sogar die erhabenste Schönheit des Baues zu Grunde richtet, man unter den un- würdigen Händen der Freiheit das herrliche Meisterstück der Fh zuletzt nicht mehr erkennen kann, 80 sicht man auch zuweilen das heitere und in sich harmonische Gemüth der durch Hindernisse gefesselten Technik zu Hülfe kommen, die Natur in Freiheit setzen und die noch eingewickelte, gedrückte Gestalt mit göttlicher Glorie auseinanderbreiten. Diese geistgeborene Schönheit ist es, welche Schiller im Gegensatz zur architektoni- schen Schönheit als„Anmut“ oder„Grazie“ bezeichnet.— Mit Recht kann er daher sagen, die che S mache dem Urheber der Natur, Anmut und Grazie dagegen ihrem Besitzer Ehre; jene sei ein Talent, eine Natur. gabe, diese persönliches Verdienst. Es fragt sich nur, wie das Gemüt sittlich beschaffen sein muss, das sich am besten mit dieser anmutvollen Schönheit verträgt oder gar dieselbe Unbedingte Ver- leugnung und Unterdrückung der Sinmlichkeit kann es nicht sein. Schönheit ist nur da, wo auch der Natur ihre Freiheit gewahrt ist. Ebenso wenig kann es die unbedingte des Naturtriebes sein. Nicht nur moralischer, sondern auch ästhetischer Sinn wendet sich mit Ekel von einem Anblicke ab, bei dem nur die Begierde ihre Rechnung findet.— PDer gesuchte Zustand des Gemütes also, Schliesst Schiller, kein anderer sein, als ein solcher, worin Vernunft und Sinnlichkeit mit Z Pieser Gemütszustand ist es, welchen Schiller als die Harmonie von Pflicht und Neigung auffasst, und worin er den Charakter der„Schönen Seeles setzt.„In einer schönen Seele ist es, wo Sinnlichkeit und Vernunft, Pflicht und Neigung harmonieren, und Grazie ist ihr een in der Erscheinung.“ n schöne Seele giesst auch über eine Bildung, der es an architektonischer Schönheit eine unwiderstehliche Grazie aus und oft sicht man sie selbst über Gebrechen der Natur Der Begriff der schönen Seele in der Auftassung Schillers ist die reine und freie Heiterkeit der griechischen Kalokagathie. Der zweite Teil seiner Abhandlung handelt nun von der sittlichen Würde.„80 wie Anmut der Ausdruck einer schönen Seele, so ist die Würde der Ausdruck einer er- habenen Gesinnung.“ Die dauernde„U ſebereinstimmung der Sinnlichkeit und der Vernunft im Menschen“, wie sie Schiller in der„schönen Seele“ voraussetzt, gilt ihm nur als Ideal.„Auf dem Natur- trieb beruht die Existenz des Menschen in der S In den Angriffen derselben hat der Mensch, um die Herrlichkeit einer schönen Seele zu erringen oder zu bewahren, Widerstand zu leisten. Er kann dies nur, indem er der Macht der Sinnlichkeit die Macht der Vernunft entgegenstellt. In diesem Kampfe verwandelt sich die schöne Seele in eine moralisch grosse oder erhabene. Denn„gross und erhaben und allein gross und erhaben ist alles, was von einer Ueberlegenheit des höheren Vermõgens über die sinnliche Natur Zeugnis giept“.— Da erprobt es sich, was eine„schöne Seele“ und was nur ein sogenanntes gutes Herz ist. Während dieses im Kampfe Affekte der Sinnlichkeit unterliegt, herrscht der * schöne Charakter über die sinnlichen Triebe. Diese„Beherrschung der Triebe durch die moralische Kraft ist Geistesfreiheit, und Würde heisst ihr Ausdruck in der Erscheinung.“ Anmut und Würde sind also So wenig Gegensätze, dass sie vielmehr nur verschiedene Spiegelungen eines und desselben Charakterideals sind. „Sind Anmut und Würde, jene noch durch architektonische Schönheit, diese durch Kraft unterstützt, in derselben Person vereinigt, so ist der Ausdruck der Menschheit in ihr vereinigt.“ Wie Schiller am Eingang dieser Betrachtung bedeutsam vom griechischen Mythus ausging, so kehrt er nicht minder bedeutsam auch am Schlusse zum Griechentum zurück. Nach diesem Ideal menschlicher Schönheit, sagt er, sind die Antiken gebildet, und er beruft sich ausdrücklich auf die Schilderung Winkelmanns, wo dieser in der hohen Schönheit antiker Statuen die Verbindung der Grazie mit der Würde sieht. Nach dem Titel dieser Abhandlung„über Anmut und Würde“ kann man nur beanspruchen, dass sie über innere, sittliche Schönheit des Menschen handelt. So sagt sie denn auch nicht, worin die Schönheit der menschlichen Gestalt, und vollends nicht, worin Schönheit überhaupt besteht. Sie bewegt sich überwiegend auf ethischem Gebiete und weilt mit Wohlgefallen bei der„schönen Seele.“ Nur soweit das Aussere ein Spiegel und Abbild des Inneren ist, handelt sie auch von äusserer Schönheit und schöner„Bewegung“— Dabei aber gerät Schiller,— infolge zu grosser Abhängigkeit von Kant— in den Widerspruch, dass er die völlige Gleichgültig- keit der schönen Form gegen ihren Inhalt behauptet und meint, eine Venus noch schön finden zu können, wenn auch eine Tigerseele in ihr wohnte.„Glücklicherweise“, sagt Lotze in seiner Geschichte der Asthetik,„führt ihn die Consequenz über diese Selbsttäuschung hinaus, und ist er, obwohl um dieser Ausserung willen mit Recht, doch im ganzen mit Unrecht zu den Verteidigern der Ansicht von der unbedingten Wohlgefälligkeit inhaltloser Formen gezählt worden. In seiner dichterischen Thätigkeit lebte Schiller diesem Satze so wenig, dass er die Schönheit der Form nicht selten durch die Uebermacht des Inhalts gefährdete; und selbst in dieser Abhandlung sicht er im Grunde alle Schönheit nur in der schönen Seele des Menschen und in ihrer sinnlichen Erscheinung, während sie der Natur nur in Ubertragung von Seiten des Menschen beigelegt werden könne.“ In der Abhandlung„über Anmut und Würde“ liegt so sehr der innerste Kern von Schillers ästhetischer und sittlicher Denkweise, dass sich um sie eine Anzahl anderer Abhand- lungen gruppiert(z. B.„über das Erhabene und über das Pathetische“ u. s. w.), die wesent- lich denselben Grundgedanken ausführen. In immer neuen Wendungen und Gestalten legt er unter verschiedenen Rubriken seine Grundanschauung dar. Die Bedeutung Schillers be- ruht nicht in der Fxtension, sondern in der Intension seiner Gedankenwelt. Uberall aber iet es ihm eigen und entspricht es dem Bedürfnis seiner hohen Seele, die schöne Form in innerer und inniger Bezichung zu dem höchsten sittlichen Gehalte zu betrachten. Das zeigt sich schon in den kleineren Aufsätzen„über die nothwendigen Gren- zen beim Gebrauch schöner Formen“, wo Schiller gegen hohle Schöngeisterei sowohl in der Wissenschaft, wie im sittlichen Leben eifert,— und in dem Seitenstück dazu„über den moralischen Nutzen ästhetischer Sitten.“ Noch sichtlicher tritt Schiller's Kalokagathie hervor in einer Abhandlung„über das Erhabene“ aus dem Jahre 1793, die freilich nachmals in der Gesammtausgabe seiner Schriften bis auf den zweiten Teil„über das Pathetische“ verkürzt und auch nicht mit seiner späteren Abhandlung über das Erhabene zu verwechseln ist. In jener ersten Arbeit, worin er einige Kantsche Ideen weiter ausführen will, unter- scheidet er namentlich das Kontemplativ-Erhabene— wie es von der Phantasie erzeugt oder staunend angeschaut wird— von dem Pathetisch-Erhabenen— das dem Menschen als furchtbare und verderbliche Macht wirklich gegenübersteht und unser tragisches Mitleid erweckt—, und belegt seine Muffassung mit treffenden Beispielen. Ohne seiner weiteren Darstellung des Erhabenen hier im Einzelnen nachgehen zu können, müssen wir nur noch sagen: immer wieder konzentriert sich Schiller in seiner Lieplingsidee, dass der Mensch durch freiwillige Unterwerfung unter das Schicksal die Notwendigkeit gewissermassen in einen Akt der Freiheit verwandle. Dieser Gedanke geht auch durch das Bruchstück„über das Pathetische“. Die tragische Kunst, sagt Schiller, soll nicht bloss das Leiden, sondern zugleich den sittlichen Widerstand des Leidenden zur Parstellung bringen. Erst dadurch wird das Pathos erhaben. Das Pathetisch-Erhabene ist der eigentliche Gegenstand der tragischen Kunst, und ihre beiden Grundsätze sind: Parstellung der leidenden Natur und Parstellung des sittlichen Widerstandes gegen das Leiden.— Nicht das Trauerspiel 0 Franzosen, worin wir selten oder nie die leidende Natur zu Gesicht bekommen, wohl aber die Griechen, die, ohne sich der Natur zu schämen, der Sinnlichkeit ihr Recht liessen,— sicher, nicht von ihr unter- jocht zu werden,— haben das erste Gesetz der tragischen Kunst in vollem Umfange zur Geltung gebracht. Dagegen kommt die übersinnliche Kraft im Menschen dadurch zur Dar- stellung, dass alle bloss der Natur gehorchenden Teile die Gewalt des Leidens verraten, die- jenigen Teile aber, welche der blinden Gewalt des Instinktes entzogen sind und dem Natur- gesetz nicht notwendig gehorchen, keine oder nur geringe Spuren des Leidens offenbaren.— Um dies klarzustellen, nimmt Schiller Bezug auf die Schilderung der Laokongruppe bei Winkelmann und beruft sich auf die Parstellung der Scene bei Vergil. Zwei Dinge sind es immer, die Schiller vereint wissen will, Anmut und Würde, oder wie er es nachdem bezeichnete, das Schöne und Erhabene, um sowohl die ästhetische Er- zichung, als auch um ein Kunstwerk zu vollenden. Durch die Asthetik soll die Menschheit — nach Schillers Absicht,— auch sittlich erzogen werden.— Wir kommen damit zu einem anderen Werke Schillers, zu den Briefen über die asthetische Erziehung des Menschen, worin Männer wie Hoffmeister und Zimmer- mann das Hauptverdienst Schillers um die Asthetik setzen.— Von vornherein müssen wir freilich sagen, dass diese Briefe von allem andern eher handeln, als von der Erziehung des Menschen, ob auch Schiller(Brief 23) sagt:„Es giebt keinen andern Weg, den sinnlichen Menschen vernünftig zu machen, als dass man denselben Zuvor ästhetisch macht.“— Von religiöser Erziehung, von christlicher namentlich, ist bei ————— 3 Schiller keine Rede. Wir sehen indess diese Briefe nur auf ihre Ausbeute für die Asthetik an. Aber auch dafür liegen die ersten neun Briefe, ob sie auch in ihrer idealistischen Anschauung vom Staate als ein oratorisches Meisterstück gelten, unserer Aufgabe fern.— Sie geben den niederschlagenden Eindruck der französischen Revolution kund und sprechen es als ihre Aufgabe aus, den Weg zur Freiheit durch die Schönheit hin zu zeigen. Aein die Erfahrung zeigt, dass mit der Kultur des Schönen nicht bloss der moralische und politische Verfall eines Volkes schr wohl zusammen besteht, sondern sogar noch durch dieselbe beför- gert wird. Das setzt Schiller selbst im zehnten Briefe gar trefflich aus einander.— Der Verlauf der Untersuchung verlässt auch diesen politischen Ausgangspunkt völlig und führt uns ausschliesslich in die Welt der inneren Bildung, der in sich befriedigten schönen Persön- lichkeit.„In der schamhaften Stille Deines Gemüts erziche die siegende Wahrheit, stelle sie aus Dir heraus in der Schönheit, dass nicht bloss der Gedanke ihr huldige, sondern auch der Sinn ihre Erscheinung liebend ergreife.“— Zur Erfüllung dieser Aufgabe werden wir durch zwei entgegengesetzte Kräfte gedrängt, die man, weil sie uns antreiben, ihr Objekt zu verwirklichen, ganz schicklich Triebe nennt. Der erste ist der Trieb der Sinnlichkeit, welche die Eindrücke der Aussenwelt in sich aufnimmt, der Sach- oder Formtriep, der von der Vernunft ausgehend die Sinnlichkeit zügelt und formt. Ihre Aufgabe ist nicht einseitige Herrschaft des einen über den andern, sondern ein solches Wechselverhältnis unter und zu einander, dass sich der Mensch zugleich als Materie empfindet und als Geist kennen lernt, und dadurch die„Idee der Menschheit“ in ihm zum Ausdruck kommt.— Dies ge- schieht im„Spieltriebe“, in welchem beide vereinigt wirken,„Werden mit absolutem Sein vereinbart wird.“ Statt blossen„Lebens“, worauf der sinnliche Trieb ausgeht, und statt blosser„Gestalt“, worauf der Formtrieb hinzielt, ist„der Gegenstand des Spieltriebs“ die „lebende Gestalt“— als Bezeichnung der Schönheit im weitesten Sinne. Das soll also die Zauberformel sein, wodurch„der Bund und das Gleichgewicht zwischen Realität und Form“ geschlossen und das Schöne zur Anschauung gebracht wird. In der vollen Harmonie von Vernunft und Sinlichkeit sieht Schiller nicht nur das Ideal der Schönheit, sondérn der Menschheit überhaupt.— Dieses Gleichgewicht bleibt aber nur Idee, die von der Wirklichkeit nie ganz erreicht werden kann“. In der Wirklichkeit wird entweder der Form- oder der Stofftrieb üperwiegen, und dadurch eine mehr„auflõsende“ oder eine„anspannende“ Wirkung, eine„schmelzende“ oder eine„energische Schönheit“ erzeugt werden.—„Da in Wirklichkeit keine rein ästhetische Wirkung anzutreffen ist,“ heisst es im weiteren Verlauf der Briefe,„8o entlässt uns auch das vortrefflichste Kunstwerk doch immer in einer besonderen Stimmung und mit einer eigentümlichen Richtung des Gemüts. Je allgemeiner nun die Stimmung und je weniger eingeschränkt die Richtung ist, welche unserm Gemüte durch eine bestimmte Kunstgattung oder eins ihrer Werke gegeben wird, desto edler ist jene Gattung und desto vortrefflicher dies ihr Werk.“— In einem wahrhaft schönen Kunstwerk, behauptet Schiller weiter, soll der Inhalt nichts, die Form aber alles thun. Das eigentliche Kunstgeheimnis des Meisters besteht darin, dass er den Stoff durch die Form vertilgt; und je imposanter und anmassender der Stoff mit seiner Wirkung sich vordrängt, desto grösser ist der Triumph der Kunst, welche über den Stoff die Herrschaft behauptet.— Das Gemüt des Zuschauers und Zuhörers muss völlig frei und unverletzt aus dem Zauberkreise des Künstlers gehen. Von dem frivolsten Stoffe müssen wir zum strengsten Ernste und von diesem zum leichtesten Spiele übergehen können. Freiheit von Leidenschaft ist der„unausbleibliche Effekt des Schönen“. Nichts streitet mehr mit dem Begriff der Schönheit, als dem Gemüte eine bestimmte Tendenz zu geben. Das sind„goldene Worte“, ruft Zimmermann begeistert aus,„darin das ästhetische Glaubensbekenntniss unserer klassischen Literatur liegt.“— Aber bei aller Anerkennung für die in den Briefen enthaltenen Wahrheiten und für die von ihnen ausgegangene ästhetische Anregung dürfen wir uns auch ihre Mängel nicht verhehlen. Es ist schon keine leichte Aufgabe, der wortreichen und nichts weniger als knapp wissenschaftlichen Darstellung durch ein Labyrinth abstrakter und dunkler Gedanken zu tolgen und den Entwickelungsfaden festzuhalten. Selbst Tomaschek, der Schiller in seinem Verhältnis zur Wissenschaft wohl zu würdigen weiss, hält doch ein volles Verständnis der ästhetischen Briefe bei den allgemeinen Andeutungen ohne Beispiel und Belege kaum für möglich. Aber noch schwerer ist es, sich in ein System hineinzufinden, das von Kant nicht lassen und doch über ihn hinausgehen will. Stoff-, Form- und Spiel-Trieb— das sind beengende Schranken für Schillers freien und hohen Geistesflug, und unklar dazu. EFin uneigentlicher, bildlicher Ausdruck, wie Spiel, passt nicht für wissenschaftliche Bestimmung eines Systematischen Hauptbegriffes,— wie es denn schon in„Anmuth und Würde“ ein un- klares Wort war, dass der Mensch nur spiele, wo er Mensch sei, und nur da es ganz sei, wo er spiele.— Sodann kommt Schiller auch hier wie in jener Abhandlung mit sich selbst und seinen dichterischen Werken in Widerspruch, wenn er behauptet, dass bei einem wahren Kunstwerk der Inhalt nichts, die Form alles thue. Es lässt sich noch weniger ohne Uber- treibung sagen, dass in dem Schönen die Form den Stoff vertilgen müsse.— Es trifft endlich auch seine Annahme nicht zu, dass je vortrefflicher ein Kunstwerk, desto allgemeiner auch die Stimmung sei, die es in uns zurücklässt, da diese vielmehr um so bestimmter und eigen- bümlicher sein wird, je mehr sich das Kunstwerk selbst durch eigentümliche, konkrete Gestalt auszeichnet. Ueberblicken wir nun nochmals das Ganze dieser Schillerschen Arbeit, so finden wir zwischen den ersten und den späteren Briefen einen auffallenden Gegensatz, der zumeist wohl in den politischen Verhältnissen der damaligen Zeit und auch in Schillers nahem Verkehr mit Wilhelm von Humboldt seinen Grund hatte: in den ersten Briefen Frziechung zum Staate, in den späteren vielmehr Loslösung vom Staate;— in den ersten Schönheit als Grundlage und Ziel der staatlichen Freiheit, in den späteren als Ersatz derselben. Ihren Erziehungszweck am Volke haben diese Briefe nicht erreicht; denn sie sind nicht ins Volk gedrungen. Der populärste DPichter ist als Philosoph dem Volke nie zugänglich geworden. Aber die Gebildeten jener Zeit haben Schillers ästhetische Schriften gelesen und wieder gelesen uad haben reiche Anregung darin gefunden. Selbst Göthe, der sonst der Philosophie und namentlich der Kantischen nicht hold war und in späteren Jahren die von Schiller darauf verwandte Zeit und Mühe beklagte, schreibt damals im Oktoper 1794 au . diesen seinen neuen Freund, dass er das Manuskript der ästhetischen Briete„mit grossem Vergnügen gelesen und auf Einen Zug hinuntergeschlürft habe als einen köstlichen Trank“. Die Vorliebe für den Dichter öffnete auch Herz und Ohr für dessen philosophische Versuche. Kants Grundsätze sind in dem gefälligen Gewande, das ihnen Schiller gab, die Asthetik jener Zeit geworden.— Man praucht die ästhetischen Briefe nicht gerade in Zimmermanns überschwänglicher Weise als das schönste Denkmal ästhetischer Spekulation anzusehen, und wird doch gern das grosse Verdienst anerkennen, das sich Schiller in ihnen um die Wissenschaft des Schönen erworben hat. Aber mit dieser gewiss mühsamen Arbeit schliesst auch seine eigentliche philosophische periode ab. Von der dürren Heide der Spekulation trat Schiller wieder auf die frische grüne Weide der Poesie. Gleich nach der Vollendung der ästhetischen Briefe, im August 1795, regte sich in ihm trotz körperlicher Leiden plõtzlich wieder die alte Lust des dichterischen Schaffens. Der Verkehr mit Göthe war es wohl besonders, der ihn aus seiner poetischen Lethargie aufweckte. Pine staunenswerte Frische und Fülle herrlicher Gedichte entströmte nun seinem Geiste, als da sind„Die Macht des Gesanges,“„der Tanzè,„Ideal und Leben“, die„Elegie“ oder„der Spaziergang“ u. 8. W. lyrisch-didaktische Dichtungen, die sich nach seinem eigenen Ausdrucke noch am Uffer der Philosophie halten, aber nach Inhalt und Form die Vertiefuug und Reife des Meisters bezeugen. Schon keimte und wuchs in ihm der Plan zum Wallenstein, während er auf Don Carlos nur noch geringschätzig zurücksah. Schiller fühlte seine volle Dichter- kraft und trug sich mit hohen Ideen. Aber mit zwei Nebenbuhlern musste sein dichterisches Selbstgefühl sich erst aus- einander setzen: mit der griechischen Pichtung und mit Göthe. Je höher er die alten Griechen und den neu gewonnenen Freund in ihrer naturwüchsigen, objektiven Dichtungsart stellte, desto mehr drängte ihn die Frage, ob er in seiner idealen, mehr subjektiven Art als Pichter neben ihnen noch gelten könne,— eine Frage, ebenso stolz wie bescheiden, die Schiller in der Abhandlung„über naive und sentimentalische Dichtung“ zu lösen suchte.— Um die antike und moderne Kunst, jede in ihrer Figentümlichkeit zu charakteri- sieren, unterscheidet Schiller zwischen zwei Geistesrichtungen und arstellungsweisen, zwischen naiver und sentimentalischer Dichtung. Jene sei der eigentumliche Vorzug der Alten, diese die besondere Stärke der Neueren. Naiv sei auch gleich den besten Alten der Genius Shake- speares und Göthes; in der künstlerischen Ausgestaltung des Sentimentalen dagegen peruhe sein, d. h. Schillers eigenes qichterisches Wesen, dessen Berechtigung und Kraft. Naiv aber, um es nur kurz hier anzudeuten, naiv nennt Schiller, was reine und ganze Natur ist und in schlichter Finfalt über alle Künstlichkeit siegt. Naiv sind die Kinder.—„Sie sind, was wir waren; sie sind, was wir wieder werden sollen. Wir waren Natur, wie sie, und unsere Kultur soll uns, auf dem Wege der Vernunft und der Freiheit, zur Natur zurückführen. Sie sind also zugleich Parstellung unsrer verlorenen Kindheit, die uns ewig das Theuerste bleibt; daher sie uns mit einer gewissen Wehmut erfüllen. Zugleich 16 sind sie Parstellungen unserer höchsten Vollendung im Ideale, daher sie uns in eine erhabene Rührung versetzen.“ Naivität macht das Wesen der alten Griechen aus.„Bei ihnen, sagt Schiller, artete die Kultur nicht soweit aus, dass die Natur darüber verlassen wurde. Sie empfanden natürlich, wir empfinden das Natürliche— etwa mit demselben Gefühle, womit wir die verlorene Unschuld der Kindheit beklagen.“ Dichter werden entweder Natur sein, oder sie werden die verlorene suchen. Jenes macht den naiven, dieses den sentimentalischen Dichter. Bei letzterem, dem sentimentalen Dichter, ist, auch im künstlichen Znstande der Kultur, die Natur noch die einzige Flamme, au der sich sein Dichtergeist nährt; nur steht er in einem ganz anderen Verhältnis zu derselben. Er kommt zur Betrachtung der Natur sowohl als des inneren Lebens mit anderer Stimmung. Unter der Erinnerung an seine eigne Bestimmung und im Hinblick auf das Ziel, das der Welt im ganzen gesetzt ist, nimmt er die Dinge nicht wie sie sind, sondern vergleicht sie mit ihrem Ideal, erhebt sie zum Ideal.— Die alten Dichter rühren uns durch Natur, durch sinnliche Wahrheit; die neuen rühren uns durch Ideen. Der naive Dichter beschränkt sich auf Darstellung der Wirklich- keit; der sentimentale reflektiert zugleich über seinen Gegenstand und hat es mit der Idee sowohl wie mit der Wirklichkeit, mit deren Begrenzung und mit dem Unendlichen zu thun. „Für Mängel und Vorzüge der Wirklichkeit in erhöhtem Grade empfanglich sucht der Sentimentale die Einfachheit idyllischer Schönheit und unverfälschter Natur auf, beklagt elegisch die unvermeidlichen Upel, welche der Lauf der Dinge im natürlichen und geselligen Leben mit sich führt, oder verfolgt satyrisch die Unvollkommenheiten, welche zu diesen die missbrauchte Freiheit des menschlichen Handelns ohne Not hinzufügt.— Es ist unnötig, fährt Lotze(n seiner Geschichte der Asthetik p. 357) fort, dies Bild der sen- timentalen Stimmung weiter auszumalen; denn Schillers scharfe Zeichnung hat es für immer festgestellt.— Nicht durch positive Züge ebenso deutlich bezeichnet hat er ihr Gegenbild, die naive Stimmung; was sie sei, müssen wir aus verschiedenen Stellen seiner etwas verschlungenen Parstellung entnehmen.“ Und nun weist Lotze, dessen meisterhafter Kritik wir hier nur in dürftigem Auszuge folgen können, mit Evidenz nach, dass die besondere Stellung der Griechen zur Natur nicht, wie Schiller meint, in einer innigeren Gemeinschaft mit der Matur, nicht in grösserer Naturmãssigkeit des Lebens ihren Grund habe, sondern in ihrem öffentlichen Wesen, worin ihnen der Staat, ihr Bürgertum über alles ging und das Ideal einer höheren Welt fehlte. „Es ist, Sagt Lotze, ein Stein des Missverständnisses, den Schiller sich am Anfang selbst in den Weg geworfen hat, dass er die sentimentale Stimmung nur aus verlorener Natürlichkeit herleitet, folglich als einen Rückschritt der Natur ansieht, während er ihr doch für sich selber einen berechtigten Platz in der Poesie vindizieren will; und dieses Miss- verstündnis peruht hauptsächlich auf einer„Verwechselung der Stimmung der Phantasie, welche der Weltbetrachtung zum Grunde liegt, mit dem künstlerischen Vortrag ihrer Ergebnisse“. Wenn die plastische Objektivität der Alten darin besteht⸗ dass sie scharf gezeichnete Erscheinungen des zusseren und inneren Lebens für sich sprechen lässt, ohne mit weiteren Worten Gefühle dafür zu erregen, so liegt noch keine innere Nötigung darin, dass der sen- timentale Pichter von seinem idealen Standpunktc dieselbe Darstellung verfehlen würde, obgleich die Versuchung zur Subjektivierung des Vortrags grösser ist. Und wenn selbst die Alten in ihrer lyrischen und dramatischen Poesie nicht immer bloss plastische Bilder ohne Hindeutung auf Ideen und Ideale darstellen, sondern auch stürmische Bewegungen des mensch- lichen Gemüts zum Ausdruck bringen, so kann man mit Recht fragen, warum der sentimen- talen Weltbetrachtung versagt sein sollte, ihre Ergebnisse mit demselben Grade der Objek- tivität auszudrücken.— Nur müssen wir Sentimentalität nicht in jene Empfindsamkeit setzen, welche in ihrem subjektiven Ergehen über die Schranken gesunder Phantasie und echter Volkstümlichkeit hinausschreitet.— Unsere altdeutschen Dichter hatten kein griechisches Klima, noch grichisches Leben und trafen doch den objektiven Ton für ihre epischen Dich- tungen;— unsere Volkslieder sind oft sentimental genug, und doch tritt uns in ihnen Naivität und Objektivität in ansprechender Weise entgegen. Und nun vollends Shakespeare— wenn Schiller diesen unzweifelhaften Vertreter der sentimentalen Weltanschauung mit Homer auf gleiche Linie der Naivetät setzt, so peruht das eben in nichts anderem, als dass Schiller Objektivität der künstlerichen Dar- stellung mit Naivetät der Stimmung verwechselt.— Darum ist seine Alternative: alle Dichter Sind entweder naiv oder sentimental,— nicht zutreffend, ihr Gegensatz nicht ausschliesslich. Ja, Schiller selbst bezeichmet es als einen Gegensat? nicht der Zeit, sondern viel- mehr der Manier.— Gleichwohl ist für ihn sentimentalische Pichtung und subjective Par- stellung keineswegs gleichbedeutend. Das Sentimentalische trägt nach seiner Fassung zwar das Subjektive in sich, wird aber davon nicht erschöpft und gedeckt, erscheint bei Schiller nicht als Schwäche und Mangel, sondern als uberströmende Kraft und Fülle, die den Gegen- stand durchdringen und beseelen, aus einem beschränkten zu einem unendlichen vertiefen und erweitern soll. In diesem„Uberschuss idealisierender Selbstthätigkeit“, in der überwiegenden Neigung vom Allgemeinen aus das Besondere, von der Idee aus die Wirklichkeit zu gestalten, liegt tür Schiller der Grundzug sentimentalischer Dichtung und namentlich seines eigenen Genius. Das ist denn auch das Ziel seiner Auseinandersetzung: diese seine Richtung neben der naiven Art der Alten geltend zu machen, und— wenn nicht höher, doch durchaus gleichberechtigt neben Göthe zu stehen.„Schiller, sagt Hettner, war sich klar bewusst, dass die Kunst der Neueren, so sehr sie an sinnlicher Fülle und Anschaulichkeit hinter der Kunst der Alten zuruck stehe, an Tiefe des geistigen Gehalts sie übertreffe. Und so sehr er die ruhige und hoheitsvolle Naivetät Göthes bewunderte, ein Etwas lebte und wirkte ununterdrukbar in Schiller, dessen Berechtigung und eigenartige Schaffenskraft ſer auch Göthes Eigentümlichkeit gegenüber unwankbar aufrecht erhielt.“ Nach dieser generellen Auseinandersetzung wendet Schiller seinen Grundgedanken auf einzelne Dichtungsarten an, auf die Satyre, Elegie und die Idylle. Und was er darüber sagt, gehört zu dem Tiefsten und Unumstösslichsten, das je über Poetik geschrieben ist; und was sich daran knüpft, das Urteil über die bedeutendsten Vertreter dieser Dichtungs- arten, von Haller und Klopstock an bis zu Göthe hin, das sind unvergleichliche Muster- 8 freisinniger Kritik. Am Schlusse seiner Abhandlung Schiller noch von der naiven und der sen- timentalen Dichtungsart auf die entsprechenden Sinnesarten der Menschen, auf Realismus und Idealismus. Er tritt damit nach gewohnter Weise vom ästhetischen Gebiete auf das ethische über und vollendet hier, ohne es mit nackten Worten auszusprechen, seinen Grund- gedanken: wie das Ideal menschlicher Natur nur aus der innigsten Vereinigung des Realen uud Idealen, so kann auch das Ideal vollendeter Kunst nur aus der innigsten Verbindung und Br des Naiven und Sentimentalen hervorgehn.— Es konnte nicht ausbleiben, dass ein Werk, welches den Gegensatz zwischen antiker und moderner Kunst, zwischen objektiver und subjektiver Weltanschauung zum ersten Male ins Licht stellte und so tief und ernst auffasste, einen durchgreifenden Eindruck auf die ganze literarisch gebildete Welt ausübte. Von den Schriften W. v. Humboldts und der beiden Schlegel legt die ästhetische Literatur bis auf diesen Tag Zeugnis davon ab;— man möchte sagen, der ganzen Kunsttheorie sind von da aus neue Gesichtspunkte eröffnet, ist von da aus ein neues Gepräge aufgedrückt. Wie viel dazu auch Schillers geist- und lehrreicher Brief- wechsel mit Humboldt und Göthe beigetragen hat, müssen wir hier unerörtert lassen.— Wir stehen am Schlusse unserer Aufgabe. Wir haben Schillers philosophische Schriften, die bedeutendsten wenigstens, auf ihr Verdienst um die Asthetik angesehen, haben (nach Kräften) ihre Vorzüge hervorgehoben, aber auch ihre Mängel nicht verschwiegen.— Wie es an übertriebenem Lobe ihnen nicht gefehlt hat, weil es Worte des grossen Dichters sind mit dem vollen Glanze seiner oratorischen Piktion, so geht andererseits ein Mann, wie Solger, in der Verkennung soweit, dass er diesen Schriften allen Gewinn für die Wissen- schaft abspricht und ihnen einen ungünstigen Finfluss auf Schillers poetische Werke, besonders auf seine späteren Tragödien, zuschreibt.— Unser Abschluss aber lautet in Kürze dahin: Der Erste auf einem bis dahin un- bebauten Felde, hat Schiller im Schweisse seines Angesichts eine frische Saat von Ideen ausgestreut, aus der für Kunst und Wissenschaft eine reiche Ernte erwachsen ist.—„Diese ästhetischen Abhandlungen, sagt Lotze, werden für alle Zeiten eine der schönsten Zierden in unserer vaterländischen Literatur bleiben.“— Die schönste Frucht aber haben Schillers Spekulationen getragen gerade in der volleren Reife, die von da an seine dichterischen Werke erlangten.— Von diesen späteren Werken aus fällt ein günstiges Licht auf seine vorangegangene philosophische Arbeitszeit. Im Wallenstein und Tell, wie überhaupt in seinen späteren Gedichten, hat Schiller es gezeigt, dass in der rechten Poesie das Ideale und das Reale ihre ebenso notwendige wie schöne Versöhnung finden. Von diesen Dichtungen aus betrachtet muss sein Verdienst um die Asthetik noch in hellerem Lichte strahlen und von Schiller, dem Dichter und Asthetiker, mit doppelten Rechte sein Wort gelten: „Dem Verdienste seine Krone!“ 2* genachichten oot oor 7„e 9 y § ——— S — S S ————— 9 9* 2 vt z1 1 9 9 2 2 y 7 y* 81 6 51 — 81— 9 91 z 1†e 9 9 49+9 doog 8 9— 2 2— Uosuy g 5 5 uouesn uouanq. uoSuſg uouooz usqorios oruou Kiq voroSodnn N uoumg opuuu dson opdunS0o) oo8o) UosoZu osrog UoSquod norõe Plleo öleo uop ur uowusuz Inoa uðluan M o usleor ſeo uðor olnuos41oA Up?opung oUllSo Uolloslon l99ol a 300 Pul opuplslobopulo Uollotulo 300 o0 Mollou onog 1op hunsseynoAmon ouromoßlle ald 1 3. Uporzicht üher iie Verteilunh der Stunden unter die einzelnen Tehrer. a) Von Ostern bis Michaelis 1884. 6— Vorschule v v S ⸗. S Lehrer E 5 . 8 E 2 Kl E realgymn. real. realgynn. real. realgymn. real. S S 2 Religion 2 Religion Dr. 6ross, 3 Deutschſ3 † 1Dtsch M 6 Latein 20 Direktor. 4 Franz. 4 2Franz 2 Naturg. 2 Natur — S— 2 Religion2 Beligion 6ehrcke, S S 2. wissenschaftlicher 3 Deutsch3 3Dtschſa Engl. 4 Engl. 24 Hilfslehrer. 6 Latein 2 Franz. ——— Dr. Schleker, 6 Peutsch6 Deutsch 6 Latein wissenschaftlicher 2 — S 6 Franz. ſ2 Gesch. 2 Gesch. ſ2 Gesch. 2 Gesch. S Hilfslehrer.—— 2 Gesch. 2 Gesch. 5 S—— Pr. Heesch, 2 Religlonſe Beligion 4. wissenschaftlicher 5 Franz. 9 2 Hilfslehrer. 2 Geogr. 2 Geogr. 5 Wiese.— Hilfslehrer. 4 BRechnen 4 2 Rech. 4 Rechnen 4 Rechnen Henze, 6 Deutsch—— 2 Lesen 2 Geogr. 2 Geogr 2 E 2 Ansch. 2 Naturg. 2 Naturg.—— 2 Geogr. 2 Geogr. 28 lehrer. Meimatsk 2 Naturg. 2 Natu 6 Rechnen Religion 8 2 Hoffmann, Deutsch—— S „ Zweiter Elementa VIII. 2 Schreib. 2 Schreib. K Selneib 2 Scheib. j1 Schreib. 1 1Schrb 28 lehrer.— 2 Zeichn. 2 Zeichn 2 Zeichn. 2 Zeichn. 2 Zeichn. 2 Zeichn. Schreib. 4 Schreib. 8 Schreib. 4 Rechnen 4 Rechuen Schinkel, 3 Ansch. 31 5 ſ S, C. 8 PDritter Elementar- M. ſ6 Rechnen Singen ſe Singen 2 Singen ſ2 Singen 2 Singen 2 Singen ²8 el—— en 2 Singen 2, Singen 2 2 2 Purnen 2 Turnen ſ Turnen 2 Turnen Turuen 2 Turnen —————— 2———— mm uounu, z uoumn?ſ uoumT z usum öſ usnul ö uoutu 5 ugugg E] uosug 6 — 2 oaol 8² uoSulg 2 uoSug z usSu z uoSulg z uoSurg zl uoöug uouioon E — g 8— . uoo F u f aloutog 8[ouos — S ono F o uouoroꝝ nouiſoro? z uoumooz z uouoroz 7 S IIIA uureſ o8 5 qronog ö o osuV 2 8 ſaupst1 oups 1ubs 2 u al awus à douns P S uoumosg 9 SueN 2 SueN. MeueH oo 13000 15000 2— Snu ö FineN 5 osu s IIK aunusutoſ 1281 9 8⁵ 15009 2 15009 5 uoso 5 dosmod 9 15 0h — oſoel uouoon z uouuoon z Uoo uou[oH 5 2—„So1M 8,— 15004) 1500) 2 oMH ooeosuss 6 uorõou z uorðno 2 19600 oolSH oseh z ese I4 vpntnesp E noluos 10 2 Uosqnod 9 osquod 9§* ———————————— 2 — zurng 9 uee 9 onoSH gosuossM* 6 Sug F u n d A oonosnoss y ug 7 Fu 7ſndgE au norsplo ö uorönog z — S SngeN 5 SaneN 2 he 5 oon zu e 5 zunne E 7 A uee 9 uorõnog ð uotõnaM? — l.— S eon nuleau e uus et uuſeon S 2 8* 1040 21 A1 4 olInuos4oh 8 20— —8——————————————————————— a881 u1o80 81 F881 s1LönUoLM uo(q 1 3 — — 24— 3. Uherzicht üher üie in ien Hubahre von Otern 1384 his Otern 1065 atsohierten Lehrvels. a. Haupt-Schule. Quarta realgymnasialis. Kursus einjährig. Ordinarius: Dr. 6ross. Religion. 2 Stunden. Erläuterung des ersten und dritten Hauptstückes und Memorieren der zugehörigen Bibelsprüche; ausserdem wurden das zweite Hauptstück mit Luthers Erklärung, sowie 3 Kirchenlieder neu gelernt, das erste und dritte Hauptstück mit Luthers Erklärung, sowie die früher in V, VII und IX gelernten Kirchenlieder repetiert. Dr. Gross. Deutsch. 3 Stunden. Lektüre aus Hopf und Paulsieck, Lesebuch für Quarta. Ubung in der mündlichen und schriftlichen Wiedergabe des Gelesenen nach einer vorher abgeleiteten Pisposition. Memorieren von Gedichten. Erweiterung des grammati- schen Pensums von Quinta, namentlich Lehre vom zusammengesetzten Satze und von der Interpunktion nach Gloede, Deutsche Grammatik. Wöchentlich ein Aufsatz im Anschluss an das Lesebuch oder den sonstigen Unterricht, eventuell auch ein orthographisches Piktat oder eine grammatische Arbeit. Dr. Gross. Lateinisch. 6 Stunden. Wiederholung der Formenlehre nach Ellendt-Seyffert, Latei- nische Grammatik. Ausserdem Kasuslehre. Memorieren von Musterbeispielen und Vokabeln nach Ostermanns Ubungsbuch und Vokabularium für Quarta. Mündliche und schriftliche Ubersetzung aus Ostermann, Lektüre von N epos ad. v. L attmann p. 1— 24. Wöchentlich 1 Exercitium resp. Extemporale. 6 Französisch. 4 Stunden. Ploœtz, Elementargrammatik der französichen Sprache absolviert. Plotz, Schulgrammatik Lektion 1—6. Systematiches Memorieren von Vokabeln nach Ploœtz Petit Vocabulaire. Lektüre von Ploœtz, Lectures choisies, Sect. 1 Nr. 1—51. Wöchentlich ein Exercitium resp. Extemporale. Dr. Gross. Englisch. 4 Stunden. Gesenius, Elementarbuch der englischen Sprache, Kap. I— XVIII. Lektüre der Lesestücke 1. und 2. Reiche, letztere kursorich. Wöchentlich 1 Fxer- citium resp. Extemporale. Gehrcke. Geschichte. 2 Stunden. Griechische und römisshe Geschichte nach O. Jäger, Hilfsbuch für den ersten Unterricht in alter Geschichte. Dr. Schleker. Geographie. 2 Stunden. Physikalische Geographie der aussereuropäischen Weltteile nach v. Seydlitz, Kleine Schulgeographie. Im Sommer Henze, im Winter Hocke. Mathematik. Im Winter 2 Stunden. Vorbereitender Unterricht in der Geometrie. Dr. Gross. Rechnen. Im Sommer 4, im Winter 2 Stunden. Wiederholung des Pensums der Qumnta, ausserdem Dezimalbrüche, gerade, umgekehrte und zusammengesetzte Regel de tri, Zeitrechnung und Zinsrechnungen nach Saggau, Rechenschule Heft 3, pag. 11—20 und 31—63. Wöchentlich 2 Rechenreinschriften. Wiese. Naturgeschichte. 2 Stunden. Im Sommer: Botanik. Specielle Ubersicht der Pikotyledonen. Anatomie und Physiologie der Pflanzen(erste Hälfte).— Im Winter: Zoologie. Typus der Gliederthiere. Spezielle Ubersicht der hierher gehörigen Klassen. Dr. Gross. Schreiben. 1 Stunde. Erzielung einer gefälligen und fliessenden Handschritt. Ubung nach Rosenkranz, Vorschriften, Heft 2. Prlernung der Rundschrift nach Johannsen, Vorschriften. Im Sommer Hoftmann, im Winter Breywisch. Zeichnen. 2 Stunden kombiniert mit V. Freihandzeichnen nach den Holzmodellen von Heimerdinger, erst in frontaler, dann auch in Ubereckstellung. Erzielung der Sicherheit im genauen Auffassen und Darstellen der Umrisse der Gegenstände. Im Sommer Hoffmann, im Winter Breywisch. Quarta realis. Kursus einjährig. Ordinarius: Dr. Gross. Deutsch. 4 Stunden, davon 3 kombiniert mit Quarta realgymnasialis. Siehe oben. Französisch. 6 Stunden, davon 4 kombiniert mit Quarta realgymnasialis. Die 2 Extra- stunden dienten teilweise zur Befestigung des grammatischen Pensums, teilweise zur Lektüre der Lesestücke(1. Reihe) aus Plotz, Flementargrammatik und Plotz, Lectures choisies Sect. II, p. 30— 70. Siche oben. Schreiben. 2 Stunden, davon 1 kombiniert mit Quarta realgymnasialis. Siche oben. Singen. 2 Stunden, kombiniert mit Quarta. 20 mehrstimmige Lieder nach Müller- Hartung, Vaterländisches Liederbuch, Heft II und III. und 6 dreistimmige Choräle nach Voigt. Vervollständigung der Notenkenntnis. Elementarübungen auf Grundlage der Tonleiter und des Dreiklangs, besonders rhythmische und dynamische Ubungen. Schinkel. Quinta realgymnasialis. Kursus einjährig. Ordinarius Gehrcke. Religion.*“ 2 Stunden. Die Geschichten des Neuen Testamentes nach Preuss, Biblische Geschichten, mit den zugehörigen Sprüchen und Liederversen. Wiederholung der alttestamentlichen Geschichten. Pas erste und dritte Hauptstücke mit LEuthers Erklärung gelernt. Memorieren von drei neuen und Repetition von den in VI. und VIII. gelernten Kirchenliedern. Gehrcke. Deutsch. 3 Stunden. Lektüre aus Hopf und Paulsieck, Lesebuch für Quinta. Münd- liche und schriftliche Wiedergabe des Gelesenen. Memorieren von Gedichten. Formen- (einfacher Satz) und Satzlehre nach Engelien I, Leitfaden für den deutschen Sprachunterricht 3. Stufe und nach dem Anhange des Lesebuchs. Wöchentlich ein Aufsatz resp. eine grammatische Arbeit. Gehrcke. Lateinisch. 6 Stunden. Abschluss der Formenlehre nach Ellendt-Seyffert, Lateinische Grammatik. Systematisches Memorieren von Vokabeln nach Ostermanns Voka- pularinm für Quinta. Mündliche und schriftliche Ebersetzungen aus Ostermanns Ubungsbuch für Quinta. Wochentlch 1 Fxercitium und 1 Extemporale. Gehrcke. *) Vom BReligionsunterrichte war nur ein Schüler und zwar katholischer Konfession dispensiert. „— 26— Französisch. 5 Stunden. Ploœtz. Elementargrammatik der französischen Sprache. Lektion 1—75. Wöchentlich 1 Exercitium und 1 Extemporale. Dr. Heesch. Geschichte. 2 Stunden. Biographische Charakterbilder aus der alten, mittleren und neueren Geschichte. Dr. Schleker. Geographie. 2 Stunden. Physikalicche Geographie von Europa mit bevonderer Betonung der geographisshen Verhältnisse Deutschlands. Nach von Seydlitz' Im Sommer Henze, im Winter Hocke. Naturgeschichte. 2 Stunden. Im Sommer: Botanik. Einführung in das Linnésche und das natürliche Pflanzensystem. Beschreibung und Bestimmung qikotyledoner, namentlich polypetaler Pflanzen. Abschluss der Organographie. H enze, später Hocke.— Im Winter: Zoologie. Typus der Urthiere, Darmlosen, Stachelhauter, Würmer und Weichthiere in einzelnen Vertretern der Ordiungen Hocke. Rechnen. 2 Stunden. Wiederholung der 4 Grundrechnungen mit benannten Zahlen. Die Rechnung mit gemeinen und mit Pezimalprüchen, Anfang der Regeldetri nach Saggau, Rechenschule, Heft III, p. 1— 38. Wiese. Schreiben. 2 Stunden, kombiniert mit Sexta. Nach den Vorschriften von Rosenkranz, Heft J. und Bestimmung der Teile der einzelnen Buchstaben. Sommer Hoffmann, im Winter Breywisch. Zeichnen. 2 Stunden, Kombiniert mit Sexta. Darstellung von geschwungenen Linien(ein- seitig gebogene Linie, Schneckenlinie, Kreis) und deren Anwendung zu einfachen Mustern und Gebilden nach Vorzeichnungen an der Wandtafel und nach den Tabellen von Wohlien. Im Sommer Hoffmann, im Winter Breywisch. Singen 2 Stunden, kombiniert mit Quarta realis. Siche oben. Quinta realis. Kursus einjährig. Ordinarius: Gehrcke. Deutsch. 6 Stunden, davon 3 kombiniert mit Quarta realgymnasialis. Erweiterung und Vertiefung des Pensums der letzteren(Siche oben), besonders Satzanalyse und Lektüre des gesamten prosaischen Teils von Hopf und Paulsieck, Lesebuch für Quinta. Wöchentliche schriftliche grammatische Ubungen. Gehrcke. Französisch. 6 Stunden Plotz, Flementargrammatik der franzòsichen Sprache, Lektion 61 bis 112. Lektion der sämmtlichen Lesestücke der ersten und zweiten Reihe und Memorieren derselben. Wöchentlich ein Exercitium und ein Extemporale. Gehrcke. Rechnen. 6 Stunden, davon 4 kombiniert mit Quinta realgymnasialis. Siehe oben. In allen übrigen Fächern, ausgenommen Lateinisch, kombiniert mit Quinta realgymnasialis. Siehe oben. Sexta realgymnasialis. Kursus einjährig. Ordinarius: Dr. Schleker. Religion. 2 Stunden. Die Geschichten des alten Testaments nach Preuss, Biblische Geschichten, mit den zugehörigen Sprüchen und Liederversen. Das erste und dritte — Hauptstück gelernt. Memorieren von drei neuen und Repetition der in IX gelernten Kirchenlieder. Dr. Heesch. Deutsch. 6 Stunden. Lektüre aus Hopf und Paulsieck, Lesebuch für Sexta. Mündliche und schriftliche Wiedergabe des Gelesenen. Memorieren von Gedichten. Formen- und Satzlehre nach Engelin, Leitfaden für den deutschen Unterricht I, 1. und 2. Stufe und nach dem Anhange zuu Lesebuche(Redeteile, Subjekt, Prädikat etc.). Wöchentlich ein Aufsatz, und abwechselnd ein Diktat resp. eine grammatische Arbeit. Dr. Schleker. Lateinisch. 6 Stunden. Regelmässige Formenlehre nach Ellendt-Seyffert, Lateinische Grammatik. Systematisches Memorieren von Vokabeln nach Ostermann, Voka- pularium für Sexta. Mündliche und schriftliche Ubersetzungen aus Ostermann, pungsbuch für Sexta. Wöchentlich 1 Extemporale und 1 Exercitium. Pr. Schleker. Geschichte. 2 Stunden. Griechische, römische und germanische Götter- und Heldensage. Geographie. 2 Stunden. Allgemeine Ebersicht über die Verteilung des Wassers und Landes auf der Erde. Geographischer Abriss der fünf Erdteile nach von Seidlitz“ Grundzůgen. Dr. Heesch. Rechnen. 4 Stunden. Wiederholung der 4 Grundrechnungen mit unbenannten Zahlen im unbe- grenzten Zahlenraume. Resolvieren und Reducieren. Die vier Spezies mit benannten Zahlen. Leichtere Aufgaben aus der Bruchrechnung und Regel de tri nach Saggau, Rechenschule, Heft 2. Wöchentlich 2 Rechen-Reinschriften. Schinkel. Naturgeschichte. 2 Stunden. Im Sommer: Botanik. Beschreibung von circa 60 bekannteren Pflanzen. Das Hauptsächlichste aus der Gestaltlehre.— Im Winter: Zoologie. Das Wichtigste aus der Lehre vom Menschen. Beschreibung und Vergleichung je eines Vertreters der 5 Klassen des Wirpelthiertypus. Im Sommer Henze, im Winter Hocke. Schreiben. 2 Stunden, kombiniert mit Quinta. Siche oben. Im Sommer Hoftmann, im Winter Breywisch. Zeichnnen. 2 Stunden, kombiniert mit Quinta. Erzielung der Sicherheit im richtigen Auf- fassen und Darstellen der senkrechten, wagerechten und schrägen Linien und deren Verbindung zu ebenen geradlinigen Figuren nach Vorzeichnungen des Lehrers an der Wandtafel und nach den Tabellen von Stuhlmann, mit gehöriger Berück- sichtigung der Veränderung des Massstabes und ohne Anwendung irgend eines Hilfsmittels. Im Sommer Hoffmann, im Winter Breywisch. Singen. 2 Stunden, kombiniert mit Septima. 20 einstimmige Lieder aus Müller-Hartung, Vaterlãndisches Liederbuch, Heft 1 und 2 und 6 Choräle nach Voigt. Elementar- ubungen, besonders auf Grundlage der Tonleiter. Notenlesen. Schinkel. Sexta realis. Kursus einjährig. Französisch. 6 Stunden. Plœtz, Syllabaire frangais, Lektion 1— 104. Regeln über die Aussprache. Die ersten Elemente der Formenlehre. Wöchentlich 1 Exercitium und 1 Extemporale. Dr. Schleker. In allen übrigen Fächern, ausgenommen Lateinisch, mit Sexta realgymnasialis kombiniert. Der Unterricht im Turnen ist für die Schüler der Hauptschule in wöchentlich 2 Stunden von Herrn Schinkel erteilt worden und erstreckte sich im Sommersemester vorzugsweise auf Freiübungen, besonders reigenartige und taktische Ubungen, im Wintersemester vorzüglich auf Gerät- und Gerüstübungen. Ausserdem war es den Schülern gestattet, in bestimmten Pausen an den neuen Turngeräten zu turnen, welche die Schule der Güte der vorgesetzten IV. Sektion der Hamburgi- schen Oberschulbehörde verdankt und die nach den Hnndstagsferien auf dem Spielhofe des Schullokales(Neue Strasse 24) ihre Aufstellung gefunden haben. Dispensiert vom Turnen auf Grund ärztlichen Zeugnisses waren während des Sommers dauernd 6, vorübergehend 5, im Winter dauernd 7, vorübergehend 10. Diese Steigerung Religion. Deutsch. in den zuletzt angegebenen Zahlen ist auf den Umstand zurückzuführen, dass im Winter in der Turnhalle der Volksschule geturnt werden musste, die Räume der- selben aber nicht heizbar sind. Bei der grossen Kälte im Januar d. J. musste in- tolgedessen der Unterricht vorübergehend ganz ausfallen. Hoffentlich gelangt die Schule in Zukunft nicht blos zu einem eignen Hause, sondern auch zu einer zweck- mässig eingeriehteten eignen Turnhalle! b. Vorschule. Erste Klasse. Kursus einjährig. Ordinarius: Im Sommer Henze, im Winter Hocke. 2 Stunden. Sämtliche Geschichten nach Wangemann, Biblische Geschichten I. mit allen zugehörigen Sprüchen und Liederversen. Memorieren von 4 Kirchen- liedern. Im Sommer Henze, im Winter Hocke. 8 Stunden(darunter 2 besondere Lesestunden). Lektüre aus Hopf und Paulsieck, Lesebuch für Septima. Erklärung und Wiedererzählen des Gelesenen. Memorieren von Gedichten. Orthographische Upungen(Dehnung, Schärfung, Endkonsonanten b, d, g, ähnlich lautende Wörter, Grossschreibung etc.) und Elemente der deutschen Formenlehre(Wortarten, Flexion, Subjekt, Prädikat, Attribut, Objekt und adverbiale Bestimmung) nach K. Schulze, Lehrstoff für den grammatischen und ortho- graphischen Unterricht in der Vorschule, II. Heft. Täglich kleine schriftliche Arbeiten im Anschluss an Lektüre und Grammatik, auch als Reinschrift. Im Sommer Henze, im Winter Hocke.. Anschauungs-Unterricht. 2 Stunden. Besprechung von Anschauungstoffen aus der Natur(typische Thierformen nach den Fröhlichschen Bildern als Einleitung in die Naturgeschichte) oder auch von Kunstprodukten. Im Anschluss an letztere Vorübungen im Zeichnen. Im Sommer Henze, im Winter Hocke. Heimatskunde. 2 Stunden. Der Wohnort und seine Umgebung; Hamburg und das hamburgische Gebiet. Erzählungen aus der vaterstädtischen Geschichte. Kurzer Bperblick über Deutschland, Europa und die anderen Weltteile. Im Sommer Henze, im Winter Hocke. Rechnen. 6 Stunden. Die 4 Spezies im Zahlenkreise von 1— 1000 im Kopf und schriftlich, später im unbegrenzten Zahlenraume und mit benannten Zahlen, nach Saggau, Rechenschule Heft 2, 1—50. Täglich 20—30 Ubungsaufgaben und wöchentlich 2 Reinschriften als häusliche Arbeit. Im Sommer Henze, im Winter Hocke. Schreiben. 4 Stunden, kombiniert mit Klasse 2. Nach Rosenkranz, Vorschriften Heft I, 1—51. Im Sommer Hoffmann, im Winter Breywisch. Singen. 2 Stunden, kombiniert mit Sexta. Siehe oben. Zweite Klasse. Kursus einjährig. Ordinarius: Im Sommer Hoffmann, im Winter Breywisch., Religion. 2 Stunden. 15 Geschichten aus dem alten und 15 Geschichten aus dem neuen Testamente im Anschluss an Wangemann, Biblische Geschichten 1. Memorieren von darauf bezüglichen Liederversen und Bibelsprüchen, sowie der 10 Gebote ohne Luthers Erklärung und von 4 Kirchenliedern. Ho ffmann. Breywisch. Deutsch. 6 Stunden. Lektüre aus Hopf und Paulsiek, Lesebuch für Octava. Erklä- rung und Wiedererzählen des Gelesenen. Memorieren von Gedichten. Grammatische und orthographische Ubungen nach Schulze, Lehrstoff I Seite 1— 48. Abschreiben aus dem Lesebuch oder Bearbeitung der Aufgaben im Schulze und täglich ½ Seite lesen als häusliche Arbeit. Hoffmann. Breywisch. Anschauungsunterricht. 3 Stunden. Besprechung von circa 20 Anschauungstoffen aus der Natur oder nach den Bildern von Fröhlich und Winkelmann. Hoffmann. Breywise h. Rechnen. 5 Stunden. Die vier Spezies im Zahlenraume von 1— 100 nach Saggau, Rechen- schule Heft 1, p. 16— 32. Täglich 2— 4 Exempel als häusliche Arbeit. Hoffmann. Breywisch. Schreiben. 4 Stunden kombiniert mit Klasse I. Siche oben. Singen. 2 Stunden kombiniert mit Klasse 3. 16 Lieder aus Müller-Hartung, Vater- landisches Liederbuch Heft 1 und 5 Chorzle. Ubungen im Taktieren und Treffen. Schinkel. Dritte Klasse. Kursus einjährig. Ordinarius: Schinkel. Religion. ℳ½ Stunden. 24 ausgewählte piblische Geschichten aus dem alten und neuen Testamente nach Wangemann, Biblische Geschichten. Memorieren darauf be- züglicher Bibelsprüche und Liederverse, sowie von etlichen Gebeten und vier Kirchen- liedern. Schinkel. Deutsch. 8 Stunden Schreiblesen. Die Fibel von Ehlers wurde absolviert, die deutsche und lateinische Schreibschrift gelernt und eine Anzahl Heyscher Fabeln und kleiner Gedichte aus der Fibel memoriert. Täglich 5—6 Reihen Abschrift und /— ½ Seite zu lesen als häusliche Arbeit. Schinkel. Anschauungsunterricht. 6/2 Stunden. — 30— Besprechung einer Anzahl von Anschauungs- stoffen mit Benutzung der Winkelmannschen Bilder für den Anschauungs- unterricht sowie der Fröhlichschen Thierbilder, wozu im Sommer vorzugsweise die Normalwörter der Fibel, im Winter die Sprachsctücke der Fipel Veranlassung boten. Rechnen. 6/2 Stunden. Die 4 Spezies im Zahlenkreise von 1— 20 nach Saggau, Rechen- schule Heft 1, p 1—15. Täglich 2—3 Exempel als häusliche Arbeit. Schinkel. Singen. 2 Stunden, kombiniert mit Klasse 2. Siehe oben. 4. anolstellung der hein Uuterrichte gerauchten lehricher. Gegenstand Klasse Lehrbücher Religion VIII. u. VII. Wangemann, Biblische Geschichten für die Elementarstufe I. VI.— W. Preuss, Biblische Geschichten. VI.— IV. Luther, Kleiner Katechismus. VIII.— IV. Lübeckisches evangelisch utherisches Gesangbuch. Deutsch IX. Ehlers, Fibel für den Schreib-Leseunterricht. VIII.—IV. Hopf und Paulsiek, Dentsches Lesebuch(für jede Klasse die entsprechende Abteilung.) VIII.— VII. Kar! Schulze, Lehrstoff für den grammatischen und orthographischen Unterricht in der Vorschule Heft 1 und 2. Engelien, Leitfaden für den deutschen Sprachunterricht 1. V. Gloede, Deutsche Grammatik. Lateinisch VI.— V. Ellendt-Seyffert, Lateinische Grammatik. VI.— IV. Ostermann, Lateinisches Fbungsbuch(kür jede Klasse die entsprechénde Stufe). VI.— IV. Ostermann, Lateinisches Vokabnlarium(für jede Klasse die entsprechende Stufe). Lattmann, Cornelius Nepos adauct. Franrösisch VI. Plœtz, Syllabaire frangais. W Plœtz, Elementargrammatik der französischen Sprache. W. Plœtz, Schulgrammatik der französischen Sprache. Plotz, Petit Vokabulaire frangais. W Plotz, Letures choisies. Englisch W Gesenius, Lehrbuch der englischen Sprache, Teil 1. Geschichte W. O. Jäger, Hilfshuch für den ersten Unterricht in alter Geschichte. Geographie v. Seidlitz, Grundzüge. W. v. Seidlitz, kleine Schulgeographie. VI. U. V Andree, Schulatlas. W Lichtenstern und Langes oder Stielers Schulatlas. Rechnen IX. u. VIII. Saggau, Rechenschule Heft 1. VII. n. VI. Saggau, Rechenschule Heft 2. V W Saggan, Rechenschule Heft 3. Schreiben VIII.—VII. Johannsen resp. Rosenkranz Vorschriften Heft 1. Johannsen resp. Rosenkranz Vorschriften Heft 2. Singen VII. u. VII. Müller-Hartung, Vaterländisches Liederbuch Heft 1. W Müller-Hartung, Vaterländisches Liederbuch Heft 2. W Müller-Hartung, Vaterländisches Liederbuch Heft 3. VI.— IV. Voigt, Choräle. ——— — ) 4) H. Veriügungen der vorgesetzten Behörden. 1) Vom Plenum der Oberschulbehörde ging ein: Verordnung betreffend halbjahrliche Einreichung eines Verzeichnisses der in Altona wohnhaften Kinder, welche Schulen im Hamburgischen Staate besuchen. Von der Oberschulbehörde, WV. Sektion für das Landschulwesen gingen ein: a Genehmigung des Lehrplanes für das Sommersemester 1884. b. Genehmigung der für den erkrankten Kollegen Fr. Henze beantragten Vertretung. c. Verfügung betreffend den Ubertritt des Lehrers W. Hocke von der hiesigen Volks- schule an die durch den Tod des Kollegen Fr. Henze freigewordene Lehrerstelle an der Vorschule der Hansa-Schule. d. Genehmigung betreffend Benutzung der Räume der Rektorwohnung im alten Volks- schulgebäude als Klassenzimmer der Hansa-Schule bis Michaelis 1885. e. Anzeige betreffend Aufstellung eines von der Operschulbehörde der Anstalt zum Geschenk gemachten Turngerüstes.. † Bestätigung des zum Lehrer an der Vorschule erwählten Herrn W. Breywisch. g. Genehmigung des Lehrplanes für das Wintersemester 1884. h. Bestätigung der zu wissenschaftlichen Hilfslehrern an der Hansa-Schule erwählten Herren W. Barckhausen, Dr. Wilhelm Fischer und Dr. Gustav Heesch. i. Ankundigung einer am 19. und 21. Februar 1885 2u vollziehenden Schulvisitation. Von dem Kuratorium der Hansa-Schule gingen ein: a Der von Magistrat und Bürgervertretung genehmigte Etat der Hansa-Schule. p. Aufforderung, zwecks zu beschleunigender Prledigung der Schulhaus-Baufrage über die gegenwärtig benutzten Schullokalitäten und die dadurch hervorgerufenen Ubelstände Bericht zu erstatten. Ferner wurde von dem Kuratorium der Hansa-Schule beschlossen: a Behufs Unterbringung zweier Vorschulklassen 2 Zimmer in dem Timmschen Etablissement„Portici“ zu mieten. p. Vorbehaltlich der Genehmigung von Magistrat und Bürgervertretung dem Unter- zeichneten die Umzugskosten in Höhe von 300 Mk. zu erstatten. c. Vorbehaltlich der Genehmigung von Magistrat und Bürgervertretung den Lehrern an der Vorschule nach Ablauf von je 3 Jahren Dienstzeit eine dreimalige Zulage von 100 Mk. aus Stadtmitteln zu gewähren, solange die von ilmen verwalteten Stellen keine definitiven sind, bei der Oberschulbehörde aber zu beantragen, dass auch die Vorschulstellen aus provisorischen in deflnitive verwandelt werden. d. Bei der für die Hausbauangelegenheit eingeset?ten Kommission der Hamburger Bürgerschaft vorstellig zu werden, dass mit den Kosten für die Erbauung eines Schulhauses gleichzeitig auch die für die Herrichtung einer Aula und Turnhalle gewährt werden mögen. e Bei der Schulkommission resp. Oberschulbehörde die Benutzung der Rektorwohnung im alten Knabenschulhause zu Klassenzimmern der Hansa-Schule zu erwirken. — 32— t. Den Lehrer Herrn W. Breywisch aus Altenau im Harze in eine durch den Weg- gang des bisherigen Inhabers frei werdende Stelle der Vorschule zu berufen. Die Vertretung des erkrankten Vorschullehrers Herrn Fr. Henze dem Lehrer an der städtischen Volksschule Herrn W. Hocke zu übertragen. h. Herrn W. Hocke in die durch Todesfall erledigte Vorschullehrerstelle zu bernfen. i. Dem Gesuch eines Lehrers um Gehaltsaufbesserung vom Beginn des nächsten Schuljahres an Folge zu geben. Die im Timmschen Etablissement als Schulzimmer benutzten Räume zu kündigen Bei Magistrat und Bürgervertretung für den Lehrer an der Vorschule Herrn W. Breywisch die Erstattung der Umzugskosten in Höhe von 50 Mk. unter der Bedingung zu beantragen, dass derselbe wenigstens 2 Jahre im städtischen Dienste verbleibe m. An Stelle des an das Realprogymnasium zu Varel übertretenden Herrn Dyr. L. Schleker den Kandidaten des höheren Schulamtes Herrn W. Barckhausen aus Lage, zur Zeit am Gymnasium in Bielefeld zu berufen. n. Die Herren Dr. W. Fischer, zur Zeit am Realgymnasium zu Guben, und Dr. G. Heesch, bisher überzähliger Lehrer der Anstalt, zu wissenschaftlichen Hilfslehrern der Hansa-Schule zu wählen. o. Bei Magistrat und Bürgervertretung die im nächsten Schuljahre für wissenschaft- liche Extrastunden notwendigen Mittel einzuwerben. 00 — p. Die für Unterrichtsmittel im laufenden Schuljahre gemachten und aus der Staats- kasse zu erstattenden Ausgaben bis nach erfolgter endgültiger Festsetzung der Statuten der Hansa-Schule vorschussweise aus städtischen Mitteln zu bestreiten. q. Den Eltern eines Schülers der Anstalt den Rat zu erteilen, den Knaben von der Schule wegzunehmen. III. Chronik der Schule. 1) Die Statuten der Hansa-Schule, die im ersten Programme veröffentlicht worden sind, haben bei Gelegenheit der vorjährigen Budgetberatung in der Hamburger Bürgerschaft mancherlei Einwendungen erfahren. Die infolgedessen zwischen E. H. Senat resp. der Ober- Schulbehörde einerseits und der Bürgerschaft andererseits gepflogenen Verhandlungen haben das ganze letzte Jahr hindurch gedauert und stehen jetzt wohl vor ihrem Abschlusse. Es erscheint deshalb angezeigt, erst im nächstjährigen Berichte über das Ergebnis derselben und die dadurch endgültig festgesetzte Stellung unserer Schule im Organismus des Hamburger Schulwesens weitere Mitteilung zu machen. Leider hat dadurch auch die Hausbaufrage in dem abgelaufenen zweiten Schul- jahre die erhoffte Lösung nicht erfahren, was nicht nur im Interesse einer einheitlichen Leitung der 6 vorhandenen, an zwei verschiedenen Orten hausenden Schulklassen zu bedauern ist, sondern vor allem auch in hygieinischer Hinsicht zu beklagen steht. Ist es schon in einer grossen Stadt nicht leicht, unter den zur Verfügung gestellten Privatwohnungen Räume zu finden, welche für Schulzwecke geeignet sind, so wird dies an einem kleinen, ohnehin an 1 3 Wohnungsmangel leidenden Orte zur reinen Unmöglichkeit, und ist namentlich die kalte Jahreszeit imstande, die Unzulänglichkeit der durch die Not aufgedrängten Behausung in verschiedener Bezichung recht unangenehm fühlbar zu machen. Daher wird der Besitz eines eigenen Schulhauses für die junge, im übrigen normal sich entwickelnde Anstalt immermehr zur entschiedenen Lebensfrage, und es ist dringend zu wünschen, dass schon der nächste Herbst, wenn nicht für alle, S0 doch für die in der Rektorwohnung untergebrachten Schul- klassen eine anderweitige und bessere Unterkunft ermögliche. Die beste ist natürlich nur unter eigenem Dache zu finden. 2) Im Schuljahre 1884/85 waren, wie schon oben pbeiläufig erwähnt worden ist, die 3 Klassen der Hauptschule in der Amtswohnung des Rektors der hiesigen Volksschule im sogenannten alten Knabenschulhause untergebracht, während die 3 Klassen der Vorschule im interimistischen Schullokale(Neue Strasse 24) verblieben. Das Schuljahr begann, nachdem in den Osterferien der Umzug bewerkstelligt worden war, am 21. April a. p. und endigt am 28. März c. Die gesetzlichen Ferien haben gewährt zu Pfingsten vom 1. bis 7. Juni, im Sommer vom 12. Juni bis 9. August, zu Michaelis vom 25. September bis 4. Oktober, zu Weihnachten vom 24. Dezember a. P. bis 3. Januar a. 6. und werden zu Ostern vom 30. März bis 11. April dauern. Wie im ersten Jahre sind auch heuer vom Unterzeichneten während dreier Wochen in den Hundstagsferien täglich 2 Arbeitsstunden abgehalten worden, deren Ertrag zur Beschaffung einer Schulfahne verwandt werden soll. Ausser am 2. September ist die Schule auch am 28. Oktober als am Tage der Reichstags- wahlen ausgefallen; um der Hitze willen musste Sie an 2 Nachmittagen im Juli ausgesetzt werden. Am Sedantage wurde ein Ansflug in den Sachsenwald veranstaltet. Nachdem die Strecke bis Friedrichsruh mit der Eisenbahn zurückgelegt worden war, ging es zu Fuss, das Prommler- und Pfeifercorps der Schule an der Spitze, über den Saupark nach Brunstorf, wo ger Unterzeichnete an einer passenden Stelle im Walde die Schüler durch eine Ansprache auf die Bedeutung des Tages hinwies. Nach eingenommener Erfrischung wurden dann nach- mittags in Brunstorf Wettspiele veranstaltet und der Rückmarsch so angetreten, dass die Schüler von Schwarzenbeck aus mit dem Abend-Personenzuge nach Bergedorf zurückkehren konnten. Der Gepurtstag Sr. Majestät des Kaisers soll auch in diesem Jahre in Ermangelnng eines Raumes, in dem die Gesamtheit der Schüler festlich vereinigt werden könnte, dadurch gefeiert werden, dass dieselben in ihren einzelnen Klassen versammelt und daran erinnert werden, was mit dem ganzen Volke auch die deutsche Jugend dem Kaiser Wilhelm als dem Neubegründer des geeinten deutschen Reiches verdankt. Der Gesundheits?ustand der Schüler war, obwohl schwere und epidemisch auftretende Krankheiten nicht zu verzeichnen sind, ein beschränkt guter, da zahlreiche Versäumnisse von längerer oder kürzerer Dauer auf allen Stufen vorgekommen sind. In Bezug auf die amtliche Thätigkeit der Lehrer ist— von geringfügigen, durch die Militärkontrole bedingten Versäummissen abgeschen zweierlei zu berichten. Der Kollege Wiese hatte mit Schluss des ersten Schuljahres seiner sechswöchentlichen Dienstpflicht im 3 3 1 Heere zu genügen, nahm erst am 13. Mai seine Lehrstunden wieder aut und musste bis dahin von den übrigen Kollegen vertreten werden. Im Laufe der 3. Woche in den Sommerferien erkrankte der Kollege Henze an einem schweren Nervenfieber und musste, da er im Pelirium aus dem Fenster seiner im zweiten Stockwerke belegenen Wohnung gesprungen war und anzunehmen stand, dass er sich dabei noch schwere innere Verletzungen zugezogen haben konnte, nach Hamburg ins Allgemeine Kranken haus geschafft werden. Obwohl nun die letztere Befürchtung sich als grundlos erwies, so ist er doch der gefährlichen Krankheit am 12. Augast im noch nicht vollendeten 25. Lebengjahre erlegen. Damit hatte die viel versprechende Entwickelung eines selten strebsamen und tüchtigen Geistes(H. hatte bereits das Examen pro rectoratu mit Auszeichnung bestanden), die rfolgreiche Thätigkeit eines gewissenhaften Lehrers ein jähes Ende erfahren. Der Unterzeichuete sorgte für die Uberführung der Leiche des in Köthen heimischen Todten hierher, und so konnten die von dem plötzlichen Verluste aufs tiefste ergriffenen Kollegen und Schüler des Ver- storbenen wenigstens durch die Beteiligung an der Beerdigung dem Heimgegangenen einen letzten Zoll ihrer Liebe und Dankbarkeit darbringon. Das Lehrerkollegium hat aber nicht bloss durch den eben berichteten Todesfall, sondern auch durch den Weggang zweier bisheriger Mitglieder noch eine weitere Veränderung in seiner Zusammensetzung erfahren. Zu Michaelis folgte nämlich der Lehrer der Vorschule, Herr Hoff- mann, einem Rufe an eine Gemeindeschule der Stadt Berlin, und auch Herr Dr. L. Schleker verlässt zu Ostern die Anstalt, um eine Stelle an dem Progymnasium zu Var el, Grossherzogtum Oldenburg, anzunehmen. Beiden Herren schuldet die Hansa-Schule für Pflicht- erfüllung in Verwaltung des ihnen übertragenen Amtes Dank, und sie wüncsht ihnen von ganzem Herzen ein ferneres glückliches Fortkommen in ihrem Berufe. In die durch den Todesfall erledigte Vorschullehrerstelle trat Herr W. Hocke von der hiesigen Volksschule, der dieselbe schon vorher bis Michaelis vertretungsweise verschen hatte. In die zweite freigewordene Vorschullehrerstelle wurde Herr W. Breywisch, bisher an der Volksschule zu Altenau im Harze in Wirksamkeit, in die vakante Stelle eines wissenschaft- lichen Hilfslehrers der Kandidat des höheren Schulamts, Herr W. Barckhausen, bis dahin am Gymnasium in Bielefeld thätig, berufen. Ausserdem sind zu wissenschaftliehen Hilfs- lehrern die Herren Dr. W. Fischer, bisher am Realgymnasium in Guben, und Herr Dr. G. Heesch, bisher überzähliger wissenschaftlicher Hilfslehrer der Anstalt, vom Kura- torium gewählt und von der vorgesetzten Oberschulbehörde bestätigt worden. Hiernach setzt sich der Lehrkörper im nächsten Jahre zusammen wie folgt: Direktor Dr. Gross, 2. G. Gehrcke, 3. W. Barckhausen, 4. Dr. W. Fischer, 5. Dr. G Heeseh, 6 Wies e, W Hocke 8 W B 4) Die gesamte Hansa-Schule, die zur Zeit aus den 3 Vorschulklassen und den 3 unter- sten Klassen der Hauptschule besteht und mit dem kommenden Schuljahre die Tertia errichtet, ist am 19. und 21. Februar c. durch den Herrn Landschulinspektor auf allen ihren Stufen der gesetzlichen Visitation unterzogen worden. Erwähnt zu werden verdient, dass der Vorstand des hiesigen Schwimmvereins wie in der hiesigen Volksschule so auch in unserer Anstalt diejenigen Schüler, welche Lust 3 hatten schwimmen zu lernen, in dieser nützlichen und die Gesundheit fördernden Fertigkeit unentgeltlich unterwiesen und, wie das zum Schlusse veranstaltete öffentliche Wettschwimmen darthat, zu fertigen Schwimmern ausgebildet hat. Die Schule sagt dem Vorstande für diese gemeimtzige Thätigkeit gebührend Dank. 6) Die Pflicht des Dahkes ist endlich auch noch zu erfüllen gegenüber dem hiesigen Kirchen vorstande, der wie den Lehrern der Volksschule 80 auch dem Lehrerkollegium der Hansa-Schule einen pesonderen Platz in der Kirche hat herrichten lassen. W. Statistische Mitteilungen. 1 lerzicht iber üie Preluen? und ieren Veränierung in Lalfb des Lenuljalhres 16445— A. Hauptschule. B. Vorschule. 1. Bestand am 1. Februar 1884 36 12 4 48 2. Abgang bis zum Schlusse des Schuljahres 1883/84 2 1 34. Zugang durch Versetzung zu Ostern 20 55 12 10— 22 3b. Zngang durch Aufnahme zu Ostern 5 7 6 18 2 5 15 4 Frequenz am Anfang des Schuljahrs 1884/85 25 21 27 73 14 15 12 41 5. Zugang im Sommersemester 1 3 1 Abgang im Sommersemester 1 2———— 7a Zugang durch Versetzung zu Michaelis 7. Zugang durch Aufnahme zu Michaelis 1— 2 1 8. Frequenz am Anfang des Wintersemesters 76 14 43 9. Zugang im Wintersemester——————— 10. Abgang im Wintersemester— 11. Frequenz am 1. Februar 1885 25 27 76 14 15 14 43 12. Durchschnittsalter am 1. Februar 1885 13,36 12,05 10,54— 9,42 8,58 7,33— 7. 5„.... 1* 1 Meret ider üe ſehliom mi Renatrertänise ier wüler in lallt ies Klulres 1645. A. Hauptschule. B. Vorschule. Pvang. Kath. Pissid Juden Binm. Ausw. Ausl. Evang. Kath. ſhissid. Juden Eimnn. Ausw. Ausl. 1. Am Anfang d. ò ʒ Sommer- 43 30—— Semesters 2 Am Aufang d. Winter- 5 Semesters. 2 v 3. Am 1. Febr.— 1885 24 19 derjenigen Schüler, welche während der Zeit vom 5. April 1884 bis 28 6 3. Vorheichlis Hansa-Schule verlassen haben. März 1885 die Klasse Name Beruf Klasse Name Beruf a. Michaelis 1884 b. Ostern 1835. Wit W Realgymnasium V. August Boy Maschinenbauer. Schmarje des Hamburger IV. Fritz Behn Landmann. Johanneums. W. Fritz Mantiusſ Kadettenhaus in VI. Hans Schmarjef Höhere Bürger Ploen. t zu Ham- Waldem. Pröm Realgymnasium mel des Hamburger Johanneums. Otto Mantius ſ Kadettenhaus in Ploen. VII. Hiegfr. Eller-ſ Volksschule in Reinbek. VIII. Otto Piede-ſ Volksschule in Sande. 4. Aphabetisches Verzeichns. aller Schüler, welche gegenwärtig— 28. März 1885— die Hansa-Schule besuchen, nebst Angabe des Standes und Wohnortes des Vaters. Mie mit* bezeichneten Schüler sind Schüler der Realschule, die übrigen sind Schüler des Realprogymnasiums.) Namen des Schüler Stand des Vaters Wohnort des Vaters — d2 Sd S 11 — — S S c 0 Quarta. Richard Behn August Biehl Adolf Bruns Richard Bruns Bernhard Dräger Alexander Eilers Wilhelm Harders Eduard Kiehn Eduard Lange Friedrich Lodde Wilhelm Delventhal Kaufmann Lohgerbereibesitzer Hufner Hufner Hufner und Ortsvorsteher Nähmaschinenhändler Revierförster Stellmachermeister Hufner Böttchermeister Brauereibesitzer Bergedort 5 Billwärder an der Bille N 5 N Lohbrügge Bergedorf Brunsdorfb. Schwarzenbek Sande Börnsen Bergedort „ —— ———— Namen der Schüler Stand des Vaters Wohnort des Vaters 37 38 39 40 41 43 14 45 16 — — S S c d 00 12 13 14 16 17 18 19 20 21 22 23 Bruno Meyer Hermann Peters Alexander Pichinot Julius Recoschewitz Robert Sager Kar! Schmidt Paul Seifert Leopold Sievers Otto Stettens Arthur Theurich Quinta. Heinrich Behr Hermann Behrmann Kar! Bergener Hermann Bleuss Fritz Boy Johannes Dietrichs. Richard Eggers Adolt Fischer Hugo Fischer Hans Günther Gustav Haack Emil Kock Fritz Kohrs Leopold Kuhls Hermann Lamprecht Otto Land Arnold Rathke Otto Schultz Adolf Sievers Ernst Specht Wilhelm Specht Alfred Steffens Johann Wenck Paul Wenck Ratmannu. Lohgerbereibes. Gastwirt Konkursverwalter Gastwirt Zimmermeister Fabrik besitzer Werkführer Gastwirt Fabrikant Stationsassistent Mühlenbes. u. Holzhändler Kaufm u. belgischer Konsul Fabrikbesitzer Maurermeister Schiffskapitän Glasfabrikant Kaufmann Zimmermeister Buchhalter Ziegeleibesitzer Hufner Hufner Zahntechniker Lehrer Amtsrichter Bleichereibesitzer Kaufmann Hòtelbesitzer Gastwirt Hõtelbesitzer Hqtelbesitzer Hufner Brauereibesitzer Brauereibesitzer Bergedort 5 Sande Bergedort Bergedorf Bukurescht Sande Wentort Bergedort* 5 5 Sande Lohbrügge Dassendorf Wentorf Sande Escheburg Bergedorf Curslack Bergedorf Wentort Bergedort Reinbek Börnsen Bergedorf Namen der Schüler Stand des Vaters Wohnort des Vater 46 47 48 49 50 5¹ 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 7 2 — Sd S+ S d— co —————————— 00— c S c d Sexta. Wilhelm Ahrens Gerhard Baass Walther Behr Werner Blume Paul Bruns Johannes Glüse Fritz Günther Adolf von der Heide Karl Höltig Heinrich Lewitz August Meyer Wilhelm Peters »Richard Pflughaupt Henri Pichinot Franz Pinnau Richard v. Pressenbin Alexander Sacks Richard Schaumann Hermann Scholz Richard Stahmann Ludwig Taht Albert Voigt Richard von Voss Karl Waitz Julius Wenck Hans Wenk Albert Wittum Septima. Gustav Bergener Eerdinand Bleuss Siegmund Dräger Otto Harders Adolf Hartnack Gustav Meyer Julius Peters Heinrich Schierholz Georg Schmidt Gastwirt Lohgerbereibesitzer Mühlenbes. u. Holzhändler Kunst- und Handelsgärtner Hufner Cigarrenhändler Ziegeleibesitzer Gastwirt Hufner und Ortsvorsteher Gerichtsschreiber Schornsteinfegermeister Gastwirt Postunterbeamter Konkursverwalter Krämer Rittmeister a. D. Weisswaarenhändler Hufner Bahnhofsvorsteher Klempnermeister Lehrer Gerichtsvollzieher Premier-Lieutenant a. D. Maler Brauereibesitzer Lehrer Fabrikinspektor Fabrikbesitzer Maurermeister Nähmaschinenhändler Schmiedemeister Cigarrenfabrikant Buchbindermeister Gastwirt Organist a. D. Fabrikbesitzer Bergedorf 5 5 Groppendorf b. Magdeburg Billwärder a. d. Bille Bergedort Lohbrügge Reinbek Wentorf Bergedorf 5— 5 Horst(Altengamme) Bergedorf Hamburg Reinbek Wentorf Bergedorf 5 Wentort Düneberg b. Geesthacht Bergedort Wentorf Bergedort Sande Bergedort Sande Bergedort Namen der Schüler. Stand des Vaters Wohnort des Vaters 83 84 85 86 87 88 89 90 91 93 94 95 96 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 1 112 10 12 — c0 — cS S —— — S c cꝙ 12 13 14 do — S S+ 6 00 12 13 Paul Scholz Adolt Schroeder Kar! Stellmann John Wüstefeld Octava. Heinrich Ahrend Julius Cohrs Kar! Eggers. Erdwin Funk Hans Günther Friedrich Hamester Heinrich von Have Heinrich Hintze Wilhelm Janssen Ernst Land Wilhelm Lange Hermann Lorenzen Richard Pichinot Otto Unger Nona. Paul Boy„ Richard Erlemann Hermann Flügge Wilhelm von Have Guido Houben Franz Jordan Gustav Nissen Hans Peters Eduard Pinnau Friedrich Rädge Hermann Rödinger Wilhelm Schaumann Ernst Schütt Wilhelm Wiegels Bahnhofsvorsteher Glasermeister Ziegeleiinspektor Rentier Aufscher Ziegeleibesitzer Hufner Polizeioffiziant Ziegelmeister Hufner Hufner Hufner Kaufmann Bleichereibesitzer Krämer Maler Konkursverwalter Hufner Schiffskapitän Fabrikant Thierarzt Hufner Kaufmann Barbier Kaufmann Brauereibesitzer Krämer Gerber Cigarrenfabrikant Hufner Kaufmann Schiffer Bergedorf N 5 Wentorf Reinbek Billwärder a. d. Bille Bergedorf Reinbek Dassendorf Wentorf Börnsen Bergedorf Curslack Bergedort N Escheburg Bergedorf Escheburg Wentorf Bergedorf Billwärder a. d. Bille Wentorf Bergedorf — 20— V. Sammlungen von Lehrmitteln. l. Lehrerhihliothel(BibRothekar: Der Direktor). Ausser den Zeitschriften, die im vorigen Programme verzeichnet sind und auch in diesem Jahre gehalten werden, wurden angeschafft: Sanders, Wörterbuch der deutschen Sprache. 3 Bde. Georges, Lateinisch-deutsches und deutsch-lateinisches Wörterbuch. 4 Bde. Sachs-Vilatte, Encyclopädisches deutsch-französisches und franzõsisch-deutsches Wörterbuch. 2 Bde. Webster, Gomplete English Dictionary. Franco-Gallia, Kritisches Organ für französische Sprache und Litteratur. 1. Bd. Anglia, Zeitschrift für englische Philologie. VII. Bd. Internationale Zeitschrift für allgemeine Sprachwissenschaft. 1. Bd. KoppPmann, Aus Hamburgs Vergangenheit. Mönckeberg, Geschichte der Freien und Hansestadt Hamhurg. Ziller, Allgemeine Pädagogik. Staude, Präparationen zQ den biblischen Geschichten des alten und neuen Testaments. Harder, Handbuch für den Anschauungsunterricht. 2 Naurhtoriche Sanmmen. Geschenkt wurden 1) von Schülern der Anptalt: Vespertilio murinus, Talpa europaca, Erinaceus europaeus, Sorex fodiens, Sorex vulgaris, Sciurus vulgaris, Mus decumanus, Cavia cobaya. Astur nisus f., Buteo vulgaris, Guculus canorus, Alcedo ispida, Lanius minor, Mota- cilla alba, Turdus musicus, Turdus pilaris, Turdus merula, Sylvia curruca, Parus coeruleus, Parus palustris, Parus ater, Plectrophanes nivalis, Emberiza citrinella, Fringilla spiuus, Fringilla carduelis, Sturnus vulgaris, Corvus cornix, Corvus frugi- legus, Pica caudata, Garrulus glandarius, Hirundo urbica, Gallus domesticus f. 2) Von Herrn Heinrich Erdmann senior: . Astur palumbarius. Angeschafft wurden: Mustela putorius, Picus viridis, Picus minor, Picus tridactylus, Psittacus amazonicus, Lanius excubitor, Regulus cristatus, Troglodytes parvulus, Coccothraustes vulgaris, . Tanagra rubra, 4 Tanagra Spec.? Bombycilla garrula, Cornix gracula, Certhia familiaris, 5 Trochilus Spec.? Columba oenas, Rallus aquaticus, Parra J agana, Chara- drius pluvialis, Charadrius minor, Haematopus ostrealegus, Vanellus cristatus Scolo- 6 pax gallinago, Numenius arquatus, Tringa subarquata, Tringa minuta, Phalaropus hyperboreus, Phalaropus rufescens, Ardea stellaris, Harelda glacialis m. und f., Fuli- gula spec.? Procellaria gigantea, Larus argentatus, Sterna hirudo, Aptenodytes patagonica. Für alle in Obigem angeführten Geschenke sei auch an dieser Stelle den Geberu 3 nochmals der herzlichste Dank der Anstalt gesagt. — 3. Historisch-Ge00raynischer Aparät. Angeschafft wurden: Kiepert: Wandkarte der alten Welt. Derselbe: Wandkarte von Alt-Italien. Derselbe: Wandkarte des römischen Reiches. Derselbe: Wandkarte von Alt-Griechenland. 4. Zbiblelayarät. Es wurden angeschafft: Stuhlmann, Ubergangsmodelle aus Holz(20 Stüchk). Derselbe: Gipsmodelle für den ersten Unterricht im Schattieren. b. Tumahrarat. Durch die Güte der vorgesetzten IV. Sektion der Oberschulbehörde erhielt die Hansa-Schule, wie pereits oben bemerkt, eine von dem städtischen Operturnlehrer zu Osnabrück, Herrn J. C. Schurig, konstruierte Turneinrichtung, die in äusserst zweckmässiger Weise Klettergerüst, Barren, Reck, Frei- und Sturmschwingel mit einander verbindet und sowohl Schüler von gleichem Alter gemeinsam in gleichen Ubungen, als auch Schüler ungleichen Alters und verschiedener Leistungsfähigkeit in gleicher Zahl gleichzeitig in ungleichen Ubungen zu beschäftigen gestattet. Dieses Geschenk, wofür wir aufrichtigen Dank schulden, ist um so willkommener gewesen, als es uns über den Mangel einer eigenen Turnhalle, wenigstsens während des Sommers und bei günstigem Wetter, hinwegzuhelfen vermag. VI. Mitteilungen. Das öffentliche FExamen, mit dem das laufende Schuljahr abgeschlossen werden soll, findet am Freitag den 27. März a. c. vormittags von 9 Uhr ab im Sitzungssaale des hiesigen Schlosses und zwar in der auf der letzten Seite angegebenen Ordnung statt. Diejenigen Schüler, welche der Schule für das nächste Jahr zugeführt werden sollen, haben sich Sonnabend den 28. März vormittags 9 Uhr im provisorischen Schullokale Neue- strasse 24 zur Aufnahmeprüfung einzufinden und ausser Papier und Feder den Geburts- resp. Taufschein, den Impf- resp. Wiederimpfungsschein und, falls sie schon eine andere Schule besucht haben, das Entlassungszeugnis dieser Anstalt mitzubringen. Es mag bei dieser Ge- legenheit nochmals wiederholt werden, dass es im Interesse der Eltern liegt, die Kinder, welche uns überhaupt anvertraut werden sollen, auch unsere Vorschule besuchen zu lassen, da es namentlich den spätern Schülern der Realabteilung, welche sich einem praktischen Berufe widmen wollen, so allein möglich ist, mit 15— 16 Jahren nach Erlangung der Berech- tigung zum einjährig-freiwilligen Militairdienste die Schule zu verlassen. Zum Nachweise geeigneter Pensionen für auswärtige Schüler ist der Unterzeichnete gern bereit. Das neue Schuljahr beginnt Montag den 13. April a. c. morgens 8 Uhr. Die beim Unterrichte gebrauchten Bücher wie auch die sonstigen Schulutensilien sind in der von der Hansa-Schule vorgeschriebenen Weise in den hiesigen Papierhandlungen zu erhalten. Dr. Georg 6ross. — 3————— ———————————— öftentiche Prüfung. — Zu der am Freitag den 27. März a. c. morgens von 9 Uhr ab im Sitzungssaale des hiesigen Schlosses mit den Klassen der Hansa-Schule vorzunehmenden Schlussprüfung, 9 Uhr: Religion, Deutsch und Rechnen in IX; ½ Uhr: Deutsch und Rechnen in VIII; 10 Uhr: Deutsch, Anschauung und Rechnen in VII; 10 ¾ Uhr: Latein und Geographie in VI; 11 ½ Uhr: Deutsch und Französisch in V; 12 ½ Uhr: Latein, Französisch und Mathematik in IV, ladet die vorgesetzten Behörden, die Eltern und Vormünder der Schüler sowie alle Gönner und Freunde der Anstalt ehrerbietigst namens des Lehrerkollegiums ein Dr. 6eorg 6ross. ₰ Univ. Bibl. Giessen HANSAS0 BER6EDORF BEI HAMBUR6. II. PROGRAMM. OSTERN 1885. INHALT: 1) DIE VERDIENSTE SCHILLERS UM DIE ASTHETIK VON 6RRHARD 6EHRCRKE. Cv 2) SCHULNACHRICHTEN vON DIRERKTOR Dr GROSS.