PROORAMM lieit 1 ub IN . VEROFFENTLICHT AM SCHILUSSE DES SCHULAHRES P 1. DIE PHILOSOPHIE SCKHILLERS UND DEFR DEUTSCHUNTERRICHT IN DEN OBERKLASSEN DES GVMNASIUMS. VON DR. KARl. FURMULLER. 2. SCHULNACHRICHTEN. VON SCHULRAT L. APPEIL., K. K. DIREKTOR. —— „2 S 3 obunSemh * (. olullbihen K A A D E N. SELBSTVERLAG DER AMSTAl.T.— DRUCK VON WENZRI. HONI. IN KAADEN. 1905. —————— ———————— —— S——————————— ———=————————„—*„— Die Philosophie Schillers und der Deutschunter- richt in den Oberklassen des Gymnasiums. Von Dr. Karl! Furtmüll1er. In den beiden obersten Klassen des Gymnasiums steht die Beschäftigung mit Schiller und Goethe im Mittelpunkt des Deutsch- unterrichts. Ihre wichtigsten Werke werden gelesen und besprochen, aus der Kenntnis und dem Verständnis ihrer Dichtungen aber soll sich allmählich ein Gesamtbild Goethes sowohl als Schillers ergeben. Für die Wissenschaft nun liegen die Dinge so, daß der Entwurf eines solchen Gesamtbildes bei Goethe, dem wechselreichen und vielgestaltigen, den größten Schwierigkeiten begegnet, daß es noch keinem Biographen völlig gelungen ist, den individuellen Kern, der dem Dichter des„Götzé und dem Pichter der„Natürlichen Tochter“ gemeinsam ist, völlig klarzulegen. Bei Schiller dagegen, dessen Leben wie aus einem Gusse vor uns daliegt, ergibt sich eine einheitliche Anschauung verhältnismäßig leicht. Für die Be- handlung in der Schule jedoch, die ja nicht so tief zu schürfen hat, kehrt sich das Verhältnis gerade um. Bei Goethe wird der innige Zusammenhang, der stets zwischen seinem Leben und seiner Dichtung bestanden hat, leicht zum einigenden Band, das die einzelnen Werke zusammenhält. Bringt man den Schülern dann durch konkrete Beispiele die Universalität von Goethes geistigen Interessen zum Bewußtsein, macht man ihnen— 2z. B. an der Art, wie er seinen Aufenthalt in Italien ausgenützt hat— klar, was wir unter Goethes„Lebenskunst“ verstehen, so wird ihnen seine Persönlichkeit und sein Wirken in genügender Klarheit vor Augen stehen. Gewiß muß in seinen Werken, auch in denen, die gewöhnlich in der Schule gelesen werden— ich erwähne nur den „Tasso“— manches unverstanden bleiben; aber das wird nicht so sehr ein völliges Nichtverstehen als vielmehr ein Noch-nicht-ganz- verstehen sein und es kann sogar dadurch wohltätig wirken, daß es den begabten und empfänglichen Studierenden anreizen wird, sich in reiferen Jahren immer von neuem mit diesen Werken zu beschäftigen. 2 Bei der Behandlung Schillers dagegen erheben sich schier un- überwindliche Schwierigkeiten durch Schillers Verhältnis zur Philosophie. Wer sich nicht klar ist über die Bedeutung, die Schillers Beschäftigung mit der Philosophie für sein ganzes ferneres Wirken gewonnen hat, der ist ja weit entfernt von einem Ver- ständnis Schillers. Anderseits aber stößt jeder Versuch, die Philo- sophie Schillers in der Schule zu behandeln, auf erhebliche Hin- dernisse. Die Schwierigkeiten, den Schülern philosophische Pro- bleme begrifflich klarzulegen, kommen hier nicht einmal so sehr in Betracht wie der Umstand, daß nur der die Tragweite solcher Probleme ermessen kann, der sie in gewissem Sinne selbst erlebt hat. Hier werden also dem Lehrer des Deutschen stets die ernstesten Sorgen erwachsen. Der einfachste Ausweg scheint freilich der, auf Schillers philosophische Bemühungen überhaupt nicht näher einzugehen. Eine Reihe von Gründen läßt sich hiefür anführen. Beschäftigung mit Philosophie fällt ja nicht in den Rahmen des Gymnasiums. Und speziell der Deutschunterricht in den obersten Klassen hat so mannigfaltige Aufgaben zu lösen und die Zeit ist ihm im Verhältnis dazu so karg zugemessen, daß er gewiß keine Ursache hat, den Kreis seiner Tätigkeit ohne zwingende Nötigung noch zu erweitern. Man begnüge sich daher beim literaturgeschichtlichen Unterricht mit einer kurzen Erwähnung von Schillers philosophi- schen Studien und Schriften und verwende im übrigen Zeit und Fassungskraft der Schüler auf diejenigen Dichtungen Schillers, die ohne Kenntnis seiner Philosophie verständlich sind. So werden die Schüler zwar nur einen Teil von Schillers Gesamtwerk kennen lernen, aber diesen dafür umso gründlicher. Aber gegen diesen Standpunkt macht sich sofort ein gewich- tiger Einwand geltend. Schillers Gedichte und Dramen sind Ge- meingut des deutschen Volkes, seine philosophischen Schriften dagegen sind in den Hunderttausenden von Exemplaren, die in den Händen des Publikums sind, toter Ballast, selten gelesen, viel seltener noch verstanden. Da muß es doch das Gymnasium, das höhere Bildung vermitteln soll, gewiß als seine Aufgabe be- trachten, die Schüler damit bekannt zu machen, was Schiller mit diesen Werken gewollt hat, und sie zugleich darüber aufzuklären, warum die Lektüre dieser Werke dem philosophisch nicht Geschulten solche Schwierigkeiten macht, damit doch der Schüler den betref- fenden Bänden seiner Schillerausgabe nicht mehr völlig ratlos gegenüberstehe. Und da nun der Weg zu einem tieferen Verständ- nisse Schillers nur durch seine Philosophie geht, so wird es umso- mehr Pflicht der Schule, den Studierenden diesen Weg, den sie 3 sie freilich nicht führen kann, wenigstens zu zeigen, ihnen wenig- stens Andeutungen und Anregungen zu geben. Zu diesen allge- meinen Erwägungen kommen noch solche aus der Schulpraxis. Wie sorgfältig man auch bei der Auswahl der zu lesenden Gedichte vorgehen mag, stets werden einzelne Stellen ein Ein- gehen auf Schillers philosophische Ideen unbedingt erforderlich machen, wenn nicht die Erklärung zur Verflachung werden soll. Läßt sich also diesen Fragen keinesfalls vollständig ausweichen, so ist es doch gewiß richtig, noch einen Schritt weiter zu gehen und, statt sich auf fragmentarische Bemerkungen zu beschränken, eine gewisse Abrundung anzustreben. Was sonst nur dem Ver- ständnis einer einzelnen Stelle gedient hätte, wird so allgemeinere Bedeutung gewinnen. Auch wird es methodisch angezeigt sein, die Darlegung von Schillers Ideen der Lektüre jener Gedichte, zu deren Verständnis ihre Kenntnis notwendig ist, vorhergehen zu lassen. Denn diese Dichtungen bieten auch dann noch genug Schwierigkeiten, wenn man Schillers Gedankenkreis im all- gemeinen kennt, und es ist nicht zweckmäßig, diese Schwierig- keiten noch dadurch zu komplizieren, daß der Schüler erst durch die Gedichte selbst in Schillers Ideengang eingeführt werden soll. Im folgenden soll der Versuch gemacht werden, die Haupt- linien dessen, was den Schülern aus dieser Materie mitzuteilen wäre, zu skizzieren. Natürlich kann es sich dabei nur um einen allgemeinen Rahmen handeln. Die einzelnen Partien werden bald flüchtiger, bald eingehender zu behandeln sein; das wird sich nach der Auswahl der Lektüre, vor allem aber nach der Begabung der Schüler richten, mit denen man es gerade zu tun hat. Von ent- scheidender Wichtigkeit wird es natürlich sein, immer von Beispielen auszugehen und das Abstrakte aus dem Konkreten her- aus zu entwickeln. Dadurch wird den Schülern auch am ehesten zum Bewußtsein kommen, daß es sich nicht um müßige Spitzfindig- keiten, sondern um Fragen handelt, die für den Denkenden von tiefer Bedeutung sind. Bei dem maßgebenden Einfluß, den Kant für das Denken Schillers gewonnen hat, ist selbstverständlich von der Kantischen Philosophie auszugehen. à) Eine kurze Schilderung von Kants ¹) Liest man die„Künstler“ in der Schule, so muß man freilich die Leibniz- Baumgartensche Lehre von den niederen Seelenvermögen und von der Schönheit als Vorstufe der Wahrheit streifen. Man wird die Uberschätzung des Verstandes- mäßigen und Unterschätzung des Poetischen, die darin liegt, charakterisieren, dabei aber auch auf die Beziehungen hinweisen, die zwischen Kunst und Wissen- schaft tatsächlich bestehen. Bei der Lektüre der„Künstler“ wird sich dann zeigen, wie Schiller der Kunst zu ihrem vollen Rechte verhilft. 4 Persönlichkeit, eine knappe Erzählung, wie der„Alleszermal- mende“ auf seine Zeitgenossen gewirkt, wie er trotz der Oppo- sition der Fachgelehrten in kurzer Zeit gerade die besten Köpfe Deutschlands erobert hat, mag das Interesse beleben. In Anknüp- fung an die Titel der drei Hauptwerke wird dann seine Philo- sophie im allgemeinen als„kritische“ im Gegensatz zur früheren „dogmatischen“ zu charakterisieren sein. Geht man dann zur Dar- stellung der einzelnen Lehren Kants über, so ist natürlich streng daran festzuhalten, daß es sich nicht um eine Einführung in das Kantische System handelt; es ist also nur das anzuführen, was für das Verständnis Schillers unentbehrlich ist. So wird man sich bezüglich der„Kritik der reinen Vernunft“ auf die Anführung und Klarlegung von Kants Grundanschauung beschranken können, daß unsere Erkenntnis nicht über die Er- fahrung hinaus könne und daß daher wissenschaftliche Metaphysik unmöglich sei. Fs liegt gewiß nahe, hier zur Erläuterung den Gegensatz von Erscheinung und Ding an sich heranzuziehen. Aber gerade da wird besondere Vorsicht am Platze sein. Der Begriff des Dinges an sich ist ja bei Kant schillernd und nicht freĩ von Widersprüchen und es ist hier sehr zu befürchten, daß die einleuchtendste Erklärung die platteste sein wird. Im Gebiete der praktischen Philosophie wird es sich darum handeln, den Schülern den Kantischen Pflichtbegriff klarzulegen. Gerade weil die Vorstellung der Pflicht im allgemeinen den Schü- lern so geläufig ist, besteht die Gefahr, daß ihnen das Spe- zifische der Kantis chen Lehre entgeht. Man stelle daher— das kann mit wenig Worten geschehen— die Kantische Lehre in den historischen Zusammenhang hinein und zeige, wie sie sich aus der Opposition gegen die damals in der Moralphilosophie herrschenden Strömungen heraus entwickelt: Die einen wollen die Moral einzig abhängig machen vom moralischen Gefühl, das„gute Herz“ soll die Entscheidung über Gut und Böse zu treffen haben; so tritt an die Stelle des klaren Urteils der Vernunft nebelhafte Unbe- stimmtheit, die nur allzuleicht selbstsüchtigen Regungen EFinfluß auf unsere Handlungsweise gestattet. Die andern wieder bezeich- nen als den Zweck alles moralischen Handelns die Glückseligkeit des Menschengeschlechts, sie sehen bei Beurteilung einer Hand- lung zu sehr auf den Erfolg und zu wenig auf die Gesinnung, sie sind auch nicht sehr skrupulös in der Wahl der Mittel, wenn nur der gute Zwock erreicht wird. Da tritt nun Kant auf und betont, daß in unserm Gewissen ein moralisches Gesetz zu uns spricht, das uns in jedem einzelnen Fall genau vorschreibt, was wir zu tun haben, und dem wir zu unbedingtem Gehorsam ver- pflichtet sind. Und er betont ferner, daß es für die moralische Beurteilung einzig und allein auf den Willen des Handelnden ankommt, ganz und gar nicht auf den Erfolg der Tat. War der Wille gut, so ist die Tat zu billigen, ohne Rücksicht auf den Ausgang. Anderseits aber sei eine Tat, die dem Gebot der Pflicht entspreche, trotzdem keine moralische, wenn für den Handeln- den andere Motive neben dem Pflichtgebot mitbestimmend oder gar alleinbestimmend waren.(Moralität— Legalität.) Erst durch diesen Kontrast werden die Schüler die Erhabenheit und sittliche Größe des Kantischen Gedankens ermessen können. Indem man aber dann darauf hinweist, daß auch jene Anschauungen eine Seite der Wahrheit richtig erkannt haben, wird auch— und für die Wür- digung Schillers ist das ja wichtig— die historisch bedingte Ein- seitigkeit der Kantischen Theorie deutlich werden.— Die Erklä- rung des Ausdrucks„kategorischer Imperativ“ wird, da die Termini „Kategorisch“ und„hypothetisch“ ja aus der Logik geläufig sind, keine Schwierigkeiten machen. Bedeutend spröder wird sich der Schulbehandlung die Asthetik zeigen. Lange Erörterungen über Schönheit und Kunst sind natürlich zu vermeiden; gerade hier wird man über das, was zum Verstandnis Schillers ganz unentbehrlich ist, gewiß nicht hinaus⸗ gehen. Indem man an der Hand von Beispielen das Schöne anderen Wertgefühlen gegenüherstellt, suche man das Charakteristische des- selben zu verdeutlichen. Man zeige, wie die Vorstellung von etwas Angenehmem oder Nützlichem immer ein Begehren nach dem Besitz hervorruft, während beim Schönen das bloße Schauen oder Hören genügt; man zeige, wie sowohl das Gefühl des Angenehmen wie das des Guten immer auf die Wirklichkeit hindrängen, und mache im Gegensatz dazu klar, wie in der Kunst der schöne Schein genügt, wie zum Beispiel die Schönheit einer Erzählung mit ihrer Wahr- heit nichts zu tun hat. Aus dem Beispiel einer Theatervorstellung wird sich dann er- geben, daß dieses Bewußtsein, daß wir es nur mit bloßem Schein zu tun haben, für den Kunstgenuß sogar wesentlich ist. Jetzt wird auch leicht eingeschen werden, inwiefern man die Kunst im Gegen- satz zum Ernst des Lebens ein Spiel nennen kann. An Beispielen aus der elementaren Asthetik(den Schwingungs- verhältnissen der Akkorde, der Wichtigkeit der Symmetrie) mache man dann klar, welch wichtiges Moment bei der Schönheit die Angemessenheit des sinnlichen Eindrucks ist. Da wird sich aber sofort ergeben, daß dies nicht bei allen ästhetischen Gefühlen der Fall ist, sondern daß bei einer sehr wichtigen Gruppe derselben gerade das Uberwältigende des Eindrucks ausschlaggebend ist. 6 So gelangt man zum Begriff des Erhabenen. Es wird nun zu er- klären sein, warum solche Eindrücke, als deren Wirkung man doch zunächst Unlust erwarten sollte, trotzdem Lustgefühle hervor- rufen. Einige Beispiele, die zeigen, wie in bestimmten Situationen dieses Lustgefühl in den Hintergrund tritt oder ganz verschwindet, werden lehren, daß es eben nur dann eintritt, wenn wir ans von dem Hberwältigenden doch nicht überwältigen lassen, wenn wir die Freiheit unserer Persönlichkeit ihm gegenüber behaupten, wenn wir uns im Anschauen des Großen zwar klein fühlen, uns aber doch wieder zu dem Großen erheben. Bei der Wichtigkeit, den der Begriff des Erhabenen für das Drama hat, wird ein längeres Verweilen bei ihm und ein Illustrieren durch zahlreiche Beispiele gewiß fruchtbar sein. Noch aber haben wir gerade die Lehre Kants nicht berührt, durch die Schiller am frühesten beeinflußt wurde: Kants Geschichts- philosophie. Den Kern derselben müssen die Schüler ja bei der Lektüre des„Spaziergangs“ auf jeden Fall erfahren. Aber ich glaube, gerade hier zeigt sich pesonders deutlich, wie viel durch eine etwas weiter ausholende, selbständige Behandlung der Ideen zu gewinnen ist, die Schillers Dichtungen zugrunde liegen. Man wird zunächst klarmachen, wie gegenüber dem ungeheuren Tat- Sachenmaterial der Geschichte für den Historiker das Bedürfnis nach allgemeinen Gesichtspunkten entstehen muß, nach denen er dieses Material ordnen, nach denen er entscheiden kann, was wichtig und unwichtig ist; auch beim Aufsuchen der Tatsachen wird er ja einer solchen allgemeinen Richtschnur nicht entbehren können. Die Schüler werden dann Kants Geschichtsphilosophie als einen großartigen Versuch in dieser Richtung würdigen lernen; man wird sie aber dabei gleich autmerksam machen, welche Gefahren es mit sich bringt, an die Tatsachen mit einem fertigen Schema heranzu- treten, und wie leicht dies zu Willkürlichkeiten verleiten kann. Pabei wird es ein erwünschter Nebengewinn sein, wenn die Ver- suchung verringert wird, die gerade für begabte und gewandte Schüler besteht, sich durch die Lektüre von Schillers geschichts- philosophischen Gedichten selber auf das Gebiet historischer Kon- struktionen locken zu lassen; eine Erscheinung, die man öfters bei deutschen Hausarbeiten ergötzlich beobachten kann. Pann schildere man die Kantische Theorie in ihren Haupt- zůgen: Wie der Mensch zuerst unter der Herrschaft der Natur lebt, beschränkt zwar, aber glücklich und ohne die Schuld zu kennen; wie er dann zur Kultur übergeht, die trotz ihrer Errun- genschaften den Menschen doch nicht gläcklicher macht und ihn in schwere sittliche Konflikte verstrickt, wie aber im Gegensatz zum 7 Naturzustande die Kultur unendlich entwicklungsfähig ist und es daher ermöglicht, daß die Menschheit in ständigem Fortschreiten sich immer mehr dem dritten Zustand nähert, ohne ihn freilich je völlig zu erreichen, der idealen Vereinigung von Natur und Kultur. Hier kann man dann an Rousseau anknüpfen, dessen Naturevan- gelium ja beim Sturm und Drang zur Sprache gekommen sein wird, und zeigen, wie Kant mit ihm in der Auffassung des gegenwärtigen Zustandes übereinstimmt, wie er aber an Stelle des„Zurück zur Natur!“ ein„Vorwärts zu immer höherer sittlicher Entwicklung!“ setzt, wie also durch Kant und Schiller der Rousseausche Stand- punkt überwunden wird. Das Vorbringen alles dessen wäre gewiß schon an sich völlig gerechtfertigt, da diese Gedanken, der Fassungskraft der Schüler völlig angemessen, ihren Gesichtskreis erheblich erweitern können. Aber auch die Lektüre des„Spaziergangs“ wird sich ganz anders gestalten, wenn man an sie erst herantritt, nachdem diese Ideen geistiges Eigentum der Schüler geworden sind. Im andern Fall wird das poetische Gewand nur allzuleicht als ein Hemmnis erscheinen, durch das man sich zum Verständnis des Gedankens erst mühsam durcharbeiten muß. So aber werden die Schüler die Kunst bewundern können, die für den abstrakten Inhalt eine so wunder- volle dichterische Form gefunden hat. Schillers Verhalten zu Kants Idee der Geschichte ist überdies ein einleuchtendes Beispiel, an dem man den Schülern klarmachen kann, wie große Geister auch dort, wo sie von andern empfangen, sich nicht damit begnügen, die Lehre dieser einfach zu übernehmen, sondern wie sie dieselbe mit ihren eigenen Gedanken verknüpfen und selbsttätig weiterbilden. Man wird die Schüler darauf aufmerksam machen, daß Schiller welthistorische Perspektiven auch vor Kant geläufig waren, wobei man vielleicht auf seine Dissertation hin- weisen kann. Seine geschichtsphilosophischen Gedichte, vor allem der„Spaziergang“, zeigen dann, wie unter Kants Einfluß Schillers Geschichtsauffassung an Bestimmtheit, gewissermaßen an Rückgrat gewinnt, vor allem durch die Finteilung des histo- rischen Prozesses in drei Hauptphasen. In der Abhandlung „Uber naive und sentimentalische Dichtung“ aber führt dann Schiller den Kantischen Gedanken selbständig weiter, indem er ihn auf die Entwicklung der Literatur anwendet. Ist man zur Besprechung dieser Abhandlung auf diesem Wege gelangt, so werden die Schüler ihre entscheidende Bedeutung leicht einsehen. Wenn man ihnen zeigt, wie an Stelle des Kantischen Gegensatzes Natur— Kultur bei Schiller die Gegenüberstellung Griechen— moderne Pichtung tritt, werden sie schon selbst zu dem Schlusse gelangen 8 können, daß für Schiller zwar die griechische Dichtung etwas Vollendetes, in seiner Art Vollkommenes, die moderne Poesie da- gegen etwas sehr Unvollkommenes, Entwicklungsbedürftiges sein wird, daß aber die Moderne für ihn doch von vornherein einen höheren Punkt der Entwicklung bedeutet. Wie kräftig in dieser Abhandlung das Selbstgefühl des modernen Poeten sich regt, wer- den die Schüler ohneweiters fühlen; und es wird jetzt auch nicht mehr schwer sein, ihnen klarzumachen, daß diese Abhandlung das Ende des Renaissanceideals in der deutschen Poetik bezeichnet, insbesondere wenn man darauf hinweist, wie rasch sich die auf- kommende Romantik dieser Gedanken bemächtigt und wie kräftig sie dieselben ausnützt. Bisher ist den Schülern gegenüber vor allem betont worden, daß Schiller in der Philosophie ein Schüler Kants war, wenn auch natürlich die Differenz in ihren Standpunkten gelegentlich gestreift worden sein wird. Fine eingehendere Erörterung dieser Pifferen- zen¹) aber und der tiefsten philosophischen Gedanken Schillers, also des Hauptinhaltes der Abhendlung„Uber Anmut und Würde“ und der„Briefe über die ästhetische Erziehung“ wird man, glaube ich, am besten für den Schluß der 8. Klasse aufsparen, vor allem des- halb, weil da in der Psychologie die ästhetischen und ethischen Gefühle bereits besprochen sind und die Schüler also festen Boden unter ihren Füßen fühlen werden. Es wird wohl schon früher notwendig geworden sein, die Begriffe der„Anmut“ und der Würde kurz zu charakterisieren— beide geknüpft an das Unwillkürliche an willkürlichen Bewegungen, die Anmut ein Ausdruck der Uber- einstimmung von Pflicht und Neigung, die Würde ein Ausdruck des Sieges, den die Pflicht über die Neigung davonträgt— und sie an Beispielen, die die Abhandlung ja zahlreich an die Hand gibt, zu erläutern. Jetzt hebe man im Vorbeigehen her- vor, wie charakteristisch es für Schiller, den Dramatiker, ist, daß er aus dem ganzen Bereich der Schönheit gerade die Schön- heit des Menschen und auch hier wieder die Schönheit der be- wegten Gestalt, des handelnden Menschen, in den Bereich seiner Untersuchung zicht. Nun lasse man von den Schülern die Begriffe der Anmut und der Würde mit dem Kantischen Pflicht- begriff zusammenhalten und führe sie Schritt für Schritt zu einer ¹) Ieh gehe im folgenden von der Ansicht aus, daß ein prinzipieller Gegen- Satz zwischen Kant und Schiller in der Auffassung des Pflichtbegriffes allerdings pesteht und daß Schillers Einwendungen gegen Kant im wesentlichen das Rechte treflen. Bei anderem wissenschaftlichen Standpunkt des Lehrers wird sich na- turgemäß auch die Schulbehandlung dieser Frage anders gestalten müssen. 2 Würdigung des Standpunktes, den Schiller eingenommen hat. Man kann hiebei vielleicht zweckmäßig folgenden Weg einschlagen: 1. Die Schüler werden leicht erkennen, daß der Ausdruck einer moralischen Handlung im Kantischen Sinne nur die Würde, nie- mals die Anmut sein kann, denn Kant hat ja verlangt, daß das moralische Gesetz unter Ausschluß aller anderen Triebfedern wirke, und ist später so weit gegangen, Pflicht und Neigung in not- wendigem Gegensatz zu denken. Es läßt sich nun leicht darlegen, wie Kant das lebendige psychologische Geschehen zu sehr in das Schema eines gewissermaßen juridischen Vorganges gepreßt hat. Ein Richter allerdings kann einer Partei, die zwei Gründe vor- bringt, in Würdigung des Grundes A recht geben, während er den Grund B für belanglos erklärt. In unserm Seelenleben dagegen werden sich zwei Motive, die nach derselben Richtung wirken, notwendigerweise verstärken. 2. Die Ausschaltung der andern Triebfedern ist also psycho- logisch unmöglich. Sie ist aber auch gar nicht wünschenswert; denn die Ubereinstimmung der Neigung mit der Pflicht erspart dem Menschen viele Versuchungen, sie enthebt ihn schwerer Kon- fikte und ist ein wichtiger Faktor seines Glücks. Freilich ist da- bei die notwendige Voraussetzung, daß im Konfliktsfalle die Pflicht sich der Neigung gegenüber als die stärkere erweist. Bei einem solchen Menschen wird man allerdings mit Kant die Mehrzahl seiner Handlungen als moralisch indifferent bezeichnen müssen. Aber— das hat eben Schiller Kant gegenüber mit Recht so betont— bei der ethischen Beurteilung kommt es weniger auf die einzelne Handlung an als auf die Gesamtpersönlichkeit, weniger auf den Willensakt, als auf die Willensdispositionen. Der Trunkenbold, der in dem Vorsatz, sich zu bessern, unter heftigen inneren Kämpfen acht Tage lang kein Glas anrührt, hat zweifellos eine moralische Tat vollbraght; aber deswegen steht er unter sonst gleichen Umständen doch moralisch tiefer als der Nüchterne, der nicht einmal die Versuchung zum Trunke in sich fühlt. 3. Aber der Einklang von Pflicht und Neigung kann nicht nur ein Glück für den Menschen, er kann auch sein Verdienst sein; denn der Mensch hat es in der Hand, seine Neigungen mit seinen Pflichten— bis zu einem gewissen Grade wenigstens— in Uber- einstimmung zu bringen. Fine uninteressante Arbeit, die wir pflichtgemäß unternommen haben, wird uns mit der Zeit mehr oder weniger interessieren. Dem Unordentlichen, der sich an Ordnung gewöhnt, wird sie zum Bedürfnis. Wünsche, die wir zurückdrängen, schwächen sich mit der Zeit ab. In dieser Anpassung der Neigung an die Pflicht liegt eine Hauptaufgabe der Erzichung, vor allem der 10 Selbsterziehung. Wenn dann ein solcher Mensch, von der Neigung geleitet, pflichtgemäß handelt, so ist seine Handlung deshalb gewiß nicht ohne moralischen Wert. Denn er heimst ja jetzt nur die Früchte seiner Arbeit an sich selbst ein. Eine solche Gemüts- beschaffenheit ist es, was Schiller unter einer schönen Seele ver- steht. 4. Aber natürlich wird es nie möglich sein, daß Pflicht und Meigung in allen Fällen Hand in Hand gehen; wo das nicht der Fall ist, muß selbstverständlich die Pflicht die Oberhand be- halten, auch wenn sie die schwersten Opfer verlangt. Da muß die schöne Seele dann erhabene Gesinnung beweisen, an Stelle der Anmut muß die Würde treten. Daß Schiller dies so nachdrück- lich hervorhebt, zeigt uns, daß er, eine Einseitigkeit Kants er- gänzend, nicht in die entgegengesetzte Einseitigkeit gefallen ist. Bei Besprechung der„Briefe über die ästhetische Erziehung“ hätte man natürlich überhaupt nicht auf die metaphysische, einst- weilen aber auch nicht auf die geschichtsphilosophische Konstruktion einzugehen, sondern vor allem den Kern des Werkes herauszuschälen: Die Lehre von dem erzieherischen Werte des Asthetischen. Die alte Anschauung, Kunst müsse belehren oder bessern, ist den Schülern seit langem bekannt und wahrscheinlich wissen sie auch, daß Schiller selbst in seiner Jugendabhandlung„Die Schaubühne als moralische Anstalt“ diese Ansicht vertreten hat; das könnte leicht ein Anlaß zu MiBverständnissen werden. Es ist also zunächst festzustellen, daß Schiller diesen Standpunkt längst überwunden hat und hier durch- aus nicht darauf hinaus will Aber wenn im Menschen eine innere Umwandlung vorgehen soll, so muß er erst aufgerüttelt werden, muß durch einen machtvollen Eindruck dem Gewohnten, dem Alltag entrückt werden. Sollen im Menschen niedere Interessen durch höhere, materielle durch geistige, egoistische durch solche der All- gemeinheit verdrängt werden, so müssen die einen erst an Kraft verlieren, damit die andern einsetzen können, und dies wird durch packende àsthetische Wirkungen vorbereitet, da ja für die ästhetischen Gefühle das Losgelöstsein vom Begehren charakteristisch ist. Und während der Mensch im Leben sonst meist einseitig in Anspruch genommen ist, appelliert die Kunst an den ganzen Menschen und weckt so schlummernde Kräfte. Die Kunst macht also den Menschen für erziehliche Einflüsse empfänglich; sie erzieht nicht selbst, aber sie bereitet der Erziehung und Veredlung des Menschen den Boden. Es wird nicht schwer sein, hier an persönliche Erfahrungen der Schüler anzuknüpfen. Die ganze Tragweite dieser Erkenntnis wird aber erst dann zu Tage treten, wenn gezeigt wird, wie diese Wir- kung nicht nur von eigentlich ästhetischen Eindrücken ausgeht, 11 sondern überall dort entsteht, wo geistige Kräfte betätigt werden aus Freude an dieser Betätigung selbst. Zur Erläuterung kann man die modernen Volksbildungsbestrebungen heranzichen. Natürlich darf man den Glauben nicht aufkommen lassen, als ob damit die Rolle der Kunst ausgespielt wäre; sie beruht ja auf einem tiefen Bedürfnis des Menschen(„Spieltrieb“) und wird ihn daher bei seiner ferneren Entwicklung stets begleiten müssen. Hier dürfte es am Platze sein, den Begriff der Bildung von Schillerschen Gesichtspunkten aus zu beleuchten. Erst wenn die Schüler so erkannt haben, welche Bedeutung die ästhetische Erziehung für den einzelnen hat, werden sie ver- stehen können, wie Schiller dies geschichtsphilosophisch verwertet: Die ästhetische Erziehung soll der Hebel sein bei der Entwicklung der ganzen Menschheit. Aber man wird auf diese Wendung des Gedankens nicht allzu viel Gewicht legen und vor allem nicht verschweigen, daß Schiller hier der Gefahr jeder geschichtsphiloso- phischen Konstruktion nicht entgangen ist, daß er über einem Faktor alle andern vernachlässigt hat. Gerade dadurch wird das, was in diesem Werke Schillers unsterblich ist, schärfer hervortreten. Ich habe hier einiges an den Schluß der Oktava gewiesen, im übrigen aber die Frage nach dem geeignetsten Zeitpunkt noch nicht berührt. Fs ist natürlich gar nicht daran zu denken, größere Partien eines so schwierigen und abstrakten Stoffes im Zusammenhang vorzutragen. Im Gegenteil, eine wichtige Aufgabe wird es sein, das, was aus diesem Gebiet mitgeteilt werden soll, möglichst mit dem übrigen Unterricht, soweit er sich um Schiller dreht, zu verknüpfen. Das eine wird einem Gedicht vorauszu- schicken, das andere im Anschluß an ein gelesenes oder bei Er- klärung einer einzelnen Stelle vorzubringen sein, manches wird wieder am besten bei der Literaturgeschichte seinen Platz finden: das ergibt sich jeweils aus dem Bedürfnis des Unterrichts. Hat sich der Lehrer einen bestimmten Plan darüber gemacht, was er den Schülern von Schillers Philosophie mitteilen will, und hat er bei seinen einzelnen Bemerkungen neben den momentanen Bedürf- nissen immer auch diesen Plan im Auge, so wird sich der Zusam- menhang von selbst herstellen, es wird wiederholt auf schon Ge- sagtes zurückgegriffen, auf Kommendes hingewiesen werden. Aber empfehlenswert wäre es jedenfalls, den Hauptteil dieser Materie bis zur 8. Klasse aufzusparen. Vor allem natürlich, weil die allgemeine Reife der Schüler da eine größere ist; dazu kommt aber noch, daß sie bereits logisch geschult sind und wenigstens begonnen haben, sich mit Psychologie zu beschäftigen. Der Deutschunterricht könnte 3 —— ———— 12 da aus dem Psychologieunterricht manchen Nutzen ziehen, aber auch umgekehrt. Dazu wäre es allerdings nötig, die philosophischen Gedichte Schillers, die jetzt in der Septima gelesen werden, in die 8. Klasse zu schieben. Das wäre aber von jedem Standpunkte aus zu wün- schen, denn diese Gedichte werden auch dann nicht minder schwer, wenn man sie nicht in den Zusammenhang der Philosophie Schil- lers rückt. Man könnte dafür die weit weniger Schwierigkeiten bietende„Glocke“(und im Anschluß daran natürlich Goethes „Epilog“) in der 7. Klasse behandeln. — Schulnachrichten. I. Personalstand und Lehrfächer-Verteilung. Esschieden aus: Dr. Josef Fritsch, k. k. Professor, welchem mit dem Erlasse des Herrn k. k. Ministers für Kultus und Unterricht vom 8. Juni 1904, Z. 15.134, eine Lehrstelle am Staatsgymnasium im XVIII. Wiener Gemeindebezirke verliehen wurde. Ferdinand Wünsch, k. k. Supplent, welcher mit Erlaß des Herrn k. k Ministers für Kultus und Unterricht vom 2. Juni 1904, Z. 13.357, zum wirklichen Lehrer am Staatsgymnasium mit deutscher Unterrichts- sprache in Ung.-Hradisch ernannt wurde. Rudolf Schwarzbach, k. k. Supplent. 6. Ludwig Pschor, k. k. wirklicher Gymnasiallehrer. Ernannt mit Min.-Erl. vom 29. August 1904, Z. 30.727. 2. Dr Kar! Furtmüller, k. k. wirklicher Gymnasiallehrer. Ernannt mit Min.-Erl. vom 7. Juni 1904, Hugo Michl, als k. k. Supplent bestellt mit Erlaß des k. k. Pandesschulrates vom 27. September 1904, Z. 40.871. Richard Moser, für Mittelschulen lehrbefähigter Nebenlehrer für Turnen. Bestellt mit Erlaß des k. k. Landesschulrates vom 7. Oktober 1904, Z. 40.870; als Probekandidat für Mathematik und Natur- lehre zugeteilt und unter die fachmännische Leitung des Professors Wenzel Bauer gestellt mit Erlaß des k. k. Landesschulrates vom 23. Jänner 1905, Z. 3420. Artur Hahn, k. kK. Supplent. Für das 2. Semester pestellt mit Frlaß des k. k. Landesschulrates vom 31. Jänner 1905, Z. 4816, und unter die fach- männische Leitung des Professors Alois Traube gestellt. Franz Zischka, Lehrer an der landwirtschaftlichen Landes- Mittelschule in Kaaden. Als Probekandidat zugelassen und unter die fachmännische Leitung des Professors Joser Meixner gestellt mit Er⸗ laß des k. k. Landesschulrates vom 26. Oktober 1904, Z. 46.688. Ernst Piesch, evangelischer Pfarrer in Komotau. 14 Es waren beurlaubt: 1. Professor Wenzel Howorka mit Erlaß des k. k. Landes- 2 schulrates vom 16. September 1904, Z. 38.908, behufs Leitung eines Kurses über Fischzucht in Graslitz vom 27.— 30. Oktober 1904 und mit Frlaß vom 18. Mai 1905, Z. 20.797, behufs Teil- nahme am internationalen Fischereikongreß in Wien. Gymnasiallehrer L udwig Pschor wegen Krankheit laut Er- laß des k. k. Landesschulrates vom 24 Nov. 1904, Z. 51.483, mit Erlaß des Ministeriums für Kultus und Unterricht vom 12. November 1904, Z. 38.987, bis 1. Jänner 1905 und dann laut Erlaß des k. k. Landesschulrates vom 11. Feber 1905, Z. 6648, mit Erlaß des Ministeriums für Kultus und Unterricht vom 25. Jänner 1905, Z. 572, bis zum Schlusse des Schuljahres. Supplent Artur Hahn mit Frlaß des k. k. Landesschul- rates vom 31. Mai 1905, Z. 23.012, vom 8.— 20. Juni behufs Ablegung der Lehramtsprüfung. Die übrigen Beurlaubungen erstreckten sich in keinem Falle auf mehr als eine Woche und erfolgten daher im Wirkungskreise des Direktors. bO 60 Stand am Schlusse des Schuljahres. Ludwig Appel, k. k. Direktor, k. k. S 6 Stunden. Wenzel Bauer, k. k. Prof. VII. R., Verwalter des phys. Kab., M in VII.— 21 Stunden. 24. Okt. 1904 auch Prop. VII. Ord. in II.— 20 Stunden. Josef Hofmann, k. k. Prof, VII. R. Verw der Schüler- bipliothele, E D Or 18 Stunden. Wenzel Howorka, k. k. Prof., VII. R., Verw. des natur- historischen Kab., M. I, IV, N. I, II, III, V, VI, Ph. IV, Sten.— 21 Stunden. Heinrich Lö wy, k. k. Prof., VIII. R. Verw. des Zeichen-Kab. Z. I—V unobl. V VIII, Kall. I, Stunden. Böhm., Ges.— 21 Stunden. Heinrich Michler, k. k. Prof., VIII. R., Verw. der geogr. Sammlung, D. IV, H. II, IV, VI, VII, Ord. in IV.— 18 Stunden. Dr. Karl Prodinger, k. k. G.-L., Verw. der Lehrerbibliothek, VIII, Ord in VIII.— 17 Stunden.(Vom 24. Oktober 1904 bis 11. Feber 1905 auch L. V in 6 Stunden.) 10. 13. 14. 16. Vàa 15 Ludwig Pschor, k. k. G.-L., bis zum 24. Okt. 1904 L. V, S Or in dn Seit 24 Okt. 1504 im Lehramte vertreten.) r d. in VI.— 15 Stunden.(Vom 24. Oktober 1904 bis 11. Feber 1905 auch Gr. VII in 4 Stunden.) n Pro, V. R R III, Franz., 20 Stunden. Seit 24. Oktober Ord. in V. Artur Hahn, k. k. Supplent seit Beginn des 2. Semesters, Hugo Michl, k. k. Supplent, L. III, IV, Gr. III, Ord. in III. — 17 Stunden.(Vom 24. Oktober 1904 bis 11. Feber 1905 auch Gr. V in 5 Stunden.) 5. Richard Moser, Nebenlehrer für Turnen und Propekandidat, Leiter der Jugendspiele, Turnen I— VIII.— 16 Stunden. Franz Zischka, Lehrer an der kgl. pöhm. landwirtsch. Landes-Mittelschule in Kaaden, H. in III wäh- rend der letzten Monate des Schuljahres. Ernst Piesch, evang. Pfarrer in Komotau, erteilte den evang. Religionsunterricht in einer wöchentl. Stunde. Samuel Schwarzberg, Rabbiner in Kaaden, erteilte pri- ten Religionsunterricht an die israelitischen Schüler. II. Lehrverfassung. Der Lehrstoff wurde absolviert. Lektüre im Latein: 6, 1, 14 15 20. IV.; Oaes b. G. I, IV 16—36, excl. 17, V 1— 23, VI 9— 28, VII 1— 14, 68— 90; Ovid. Met. 1,5; Fast. 5; Trist. 1; Ex Ponto3. 20 21 F 6 Prit Ponto 1, 3, 4. i C Ce bei 34 II 82 bis 99; Verg. Ecl. 1, 9; Georg. II 109— 176, 319— 345, 458 bis 540; Aen. I. VII.: Oic. de imp. On. Pomp., pro Archia, Cato maior; Verg. Aen. v II, IV 1—5, 68— 89, 171— 415, 554— 629, 663— 671, VI, IX 176—449, XII 311— 500. III.: Tac. Germ. 1—27, Ann. I 1— 72; II 44— 46, 62, 63, 80; IV 1—9, 37— 42, 57— 59; XV 38— 45, 60— 65. Hor. carm. I 1, , Lektüre im Griechischen: V. Ken. Anab. I, II, III, VII, IK; Kyrup. II, KIV. Hom. J. VI.: Xen. Kyrup. III, IX; Comm. II. Herod. VII 33—56, 100— 105, 198— 238; VIII 1— 26, 40— 96. Hom. Jl. VI, VII, XII, XW VII. Pemosth Ol. 1 I1, I Phil VIII.: Plat. Apol., Krit., Phaid. 64 ff.; Soph. Antig.; Hom. Od. XI I. Privatlektüre: V.: Frankl Otto: Ov. Met. 11; Fuhr Ernst: Ov. Met. 4, 7, 8; Herold Ludw.: Ov. Met. 15; Kohn Alfred: Ov. Med. 7; Lang Anton: Ov. Met. 24; Ruppert Arnold: QOv. Met. 15, 24, 1 80. VI.: Franz Julius: Cic. Catil. II.; Horvath Karl: Sall. bell. Cat. 16—55; Lienert Ernst: Verg. Aen. II.; Wagner Josef: Sall bell. Catil. 1— 25, Cic. Catil. II. V.: Baldini Josef: XNen. Kyr. XII; Bittersmann Josef: Nen. An. VI Frankl Otto: Xen. Anab. VIII 59 Schluß; Fuhr Ernst: Xen. Ant. VI 1— 15; Haas Ferd.: Nen. Kyr. VI Herold Ludw.; Nen Kyr. X; Jäger Rob.: Nen. Kyr. X; Kohn Alfr. X. Kyr. E Lang Ant.: Nen. Kyr. VIII; Beinl Leo: Ken. Kyr. V; Ruppert Arn.: Xen. Kyr. VI; Taut Ant.: Kyr. IX Tischer Ant.: Nen. Kyr. X. VI.: Blaha Siegmund und Rieß Georg: Hom. M. IVW Fran? Julius: Herod. IX 1— 50; Lienert Ernst: Xen. Mem. 4, 5 GSchenkl), Hom. M. IW; Wagner Josef: Hom. M. XIX, Xen. Hellen. II 3, 11— 18, 21— 39, 42—56. VII.: Hauptmann Josef: Dem. Phil. I, Hom. Od. I; Hirmer Ferdinand: Dem. Phil. I, Hom. Od. 1; Krob Ernst: Hom. Od. VIII; Löschner Karl: Hom. Od. XV, XVIII, XXIII, XXIV; Markus Egon: Hom. De VI.: Lessings Emilia Galotti und Nathan der Weise. VII.: Götz; Fgmont; Räuber; Fiesko; Don Carlos; Wallenstein. VIII.: Schillers„Jungfrau von Orleans“,„Wilhelm Tell“; Goethes I. Teil; Kleists„Käthchen von Heilbronn“; Grillparzers„König Ottokars Glück und Ende“; Shakespeares„Hamlet“. Memorierte Stellen: IV.: Metam. 5. Deukalion und Pyrrha 1— 34. Aus den Klageliedern: 1 1— 16. V.: Ovid. Metam. 16. VII.: Cic. de imp. Cn. Pomp.§§ 1—3 Verg. Aen. Il 199— 227. S V.: Homer. Jl. I 1— 42. VI.: Hom. J. VI 331— 340, 352— 355. VII.: Hom. Od. I 1— 10; V 1—20; IX 420— 433. VIII.: Soph. Ant. 175— 206. D Die im Kanon empfohlenen Gedichte. SchluBarbeiten aus den klassischen Sprachen: II. Sem. Ov. Met. 8, 55— 69. VI.: I. Semester: Sall. bell. Catil. 52 19—27. Verg. Aen. XII 311— 339. „ Cic. pro Sulla 11, 12. — — 17 ll. Verg. Aen. III 49— 68. II. ie eeſ i GieehRisch m I. Berod. IX 16, 13 34. . Dem VL I. Hom O VIII: Plat. Laches, 13. Kap. III. Lehrbücher. Kathol. Rel.: 1 Kl.: Großer Katechismus. 2. Kl.: Zeller, Katholische Liturgik. 3 und 4. Kl.: Fischer, Geschichte der gött- lichen Offenbarung des alten und neuen Bundes. 5.— 7. Kl.: Wapplers Lehrbücher der katholischen Religion. 8. Kl.: Kaltner, Kirchen- geschichte. Evangel. Rel.: Palmer, Der christliche Glaube. Lat. Spr.: Scheindler, Lat. Schulgrammatik. 1.— 4. Kl.: Steiner und Scheindler, Lat. Lese- und Ubungsbücher. 5.— 8. Kl.: Hauler, Lat. Stilübungen für die oberen Klassen 3. Kl.: Golling, Chresto- mathie aus Corn. Nep. und Curt. Ruf. 4. Kl.: Prammer, Gaes. comm. de bello Gall. 4. und 5. Kl.: Sedlmayer, Ausgewählte Gedichte des P. Ovid. 5. Kl: Zingerle, Livii a. u. c. libri. 6. Kl.: Scheindler, Sallust.; Hoffmann, Caes. comm. de bello civ.; Kornitzer, Cic. in Catil. orat. quattuor. 6. und 7. Kl.: Kloucek, Verg. Aen., Bucol u. Georg. 7. Kl.: Kornitzer, Cic. de imp. Cn. Pomp.; pro Archia; Cato maior. Klouöek, Verg. Aen., Bucoſ. u. Georg 8. Kl.: Weidner, Tacit.; Petschenig, Horatius Flaccus, Auswahl. Griech. Spr.: Curtius-Hartel, Griechische Schulgrammatik. 3. u. 4. Kl.: H. Schenkl und Weigl, Griech. Elementarbuch. 5.—8. Kl.: Hintner, Griech. Aufgaben in zusammenhängenden Stücken. 5. u. 6. Kl.: Schenkl, Chrestomathie aus Xenophon; Christ, Ilias. 6. Kl.: Scheindler, Herodot. 7. Kl.: Wotke, Demosthenes. 7. u 8. Kl.: Christ, Odyssee. 8. Kl.: Platons Apologie, Kriton, Phaidon; Schubert, Sophokles Antigone. Deutsche Spr.: 1.—6. Kl.: Kummer, Deutsche Schul- grammatik. 1.— 4. Kl. Lampel, Deutsches Lesebuch. 5.— 8. Kl.: Kummer-Stejskal, Deutsches Lesebuch. Geogr und Gesch.: Supan, Lehrbuch der Geogr.; Kozenn, Geogr. Schulatlas; Putzger, Histor. Schulatlas. 2.— 4. Kl.: Mayer, Lehrbuch der Geschichté für die unteren Klassen der Mittelschulen. 5.—7 Kl.: Gindely-Mayer, Lehrbuch der Geschichte für die oberen Klassen der Gymnasien. 4. Kl.; Hannak, Osterreichische Vater- landskunde für die unteren Klassen der Mittelschulen 8. Kl.: Hannak, Osterreichische Vaterlandskunde für die oberen Klassen der Mittelschulen. Mathem.: Moöniks Lehrbücher für Arithmetik und Geometrie. Naturgesch.: 1. u. 2. Kl.: Pokorny-Latzel-Mik, Naturge- schichte des Tierreiches und Pflanzenreiches für die unteren Klassen der Mittelschulen. 3. Kl.: Pokorny-Nos, Naturgeschiche des Mineral- 18 reiches. 5. Kl.: Scharizer, Lehrbuch der Mineralogie und Geologie für die oberen Klassen der Gymnasien; Wretschko, Vorschule der Botanik. 6. Kl.: Graber-Mik, Leitfaden der Zoologie für die oberen Klassen der Mittelschulen. PhysSik: 3. und 4. Kl.: Krist-Pscheidl, Naturlehre. 7. und 8. Kl: Wallentin, Lehrbuch der Physik. Ausgabe für Gym- nasien. Philosoph. Propädeutik: 7. Kl. Behacker, Logik. 8. Kl.: Lindner-Lukas, Psychologie. Böhm. Spr.: Riha, Böhm. Lehr- und Lesebuch. Stenographie: Scheller, Lehr- und Lesebuch der Gabels- berger'schen Stenographie. Gesang: Liebscher, Osterr. Liederkranz; Mende, Liederbuch tür Studierende. Französ. Spr.: Ploetz, Elementargrammatik; Lectures choisies. IV. Themen der deutschen Aufsätze und Redeübungen. V. Kl.: Hausarb.: 1. Lob des Waldes. 2. Vergleich der beiden Gedichte„Belsazer“ und„Das Glück von Edenhall“. 3. Es sind an den Sagen vom Sieveringer Brünnlein die sagenbil- denden Elemente klarzulegen. 4. Geschichte einer Münze. 5. Was gewinnt dem Reineke Fuchs unsere Sympathien? 6. Wandertrieb und Heimweh. 7. Wie beeinflußt die moderne Entwicklung der Verkehrsmittel unser tägliches Leben? 8. Dorf und Stadt. 9. Der Tod als Würger und der Tod als Freund(Nach Rethels Holz- schnitten.) Schularb.: 1. Die FEntdeckung der Mörder des Tbykus. 2. Vorteile und Nachteile der Maschinenarbeit gegenüber der Handarbeit. 3. Die Verzweiflung und die Reue des Schiffbrüchigen in„Salas y Gomez“ 4. Die Eger im Winter. 5. Willst du, daß wir mit hinein in das Haus dich bauen, laß es dir gefallen, Stein, daß wir dich behauen! 6. Die Versammlung im Hause des Kaiphas. 7. Winter im Frühling. 8. Schillerfeier im Kaadner Schützenhause. 9. Ein schwüler Sommertag. VI. Kl.: Hausarb.: 1. Arbeit ist des Blutes Balsam, Arbeit ist der Tugend Quell. 2. Fhrenvoll ist der Tod, nicht minder ehrenvoll das Leben für das Vaterland. 3. Heilig ist das Unglück: Wenn Götter strafen, weine der Mensch und lerne! 4. Der Wider- streit der Pflichten im Hildebrands-, Walthari- und Nibelungen- liede. 5 Lesen und Reisen zwei Bildungsmittel. 6. Klopstock der Sänger des Vaterlandes. Schularb.: 1. Der Untergang der Nibelungen in der nor- dischen Sage und im Nibelungenliede. 2. Die Hauptgestalten der Nibelungendichtung im ersten Liede. 3. Amfortas und der arme Heinrich.(Ein Vergleich.) 4. Unsere Volkshymne ein Gelöbnis. 5. Ubersetzung aus dem Mittelhochdentschen: Kreuzlied von Walther 19 von der Vogelweide. 6. Tellheim in der Vorgeschichte von Lessings „Minna von Barnhelm“. VII. Kl.: Hausarb.: 1. Liebe die Heimat, achte die Fremde! 2. Was bestimmt uns, den Anfang des 16. Jahrhunderts als den Beginn einer neuen historischen Periode zu bezeichnen? 3. Der Mann der Tat und der Mann des Gedankens.(Im Anschluß an Goethes„Tasso“.) 4. Inwieferne kann das Vergessen ein Fehler, eine Schuld, ein Glück und eine Tugend sein? 5. Die Bedeutung der österreichischen Besitzungen an der Adria. 6 Wie wirken Fortschritte der materiellen Kultur auf die geistige ein? Schularb.: 1. Der kleine Karl in„Götz von Berlichingen“. 2. Die innere Wandlung des Helden in Goethes Gedicht„Der Wanderer“ 3. Hätten die Pläne des Pylades in Goethes„Iphigenie“ zum Ziele geführt? 4. Vorteile und Nachteile einer frühen Berufs- wahl. 5. Die Phasen der Freundschaft zwischen Carlos und Posa. 6. Die Richtigkeit des Satzes:„De mortuis nil nisi bene“ ist zu untersuchen. Redeäbungen:„Götz“ als Drama des Sturmes und Dranges. (Hauptmann.) Vergleich von Goethes„Iphigenie“ mit dem Drama des Euripides.(Hirmer.) Die Götterwelt der alten Deutschen.(John.) Eine Stadt im Mittelalter.(Kranl.) Leben und Wirken Rousseaus. (Krob.) Wallensteins Lager.(Löschner.)„Der arme Heinrich“. Ein Vergleich zwischen dem Epos Hartmanns von der Aue und dem Drama Gerhard Hauptmanns.(Markus.) Der historische Wallen- stein.(Meder.) Die Bedeutung der Volksszenen in Goethes „Egmont“.(Simon.)„Kabale und Liebe“.(Tannenbauer.) Goethes „Clavigo“, verglichen mit dem Bericht des Beaumarchais.(Weber.) VII. Kl.: Hausarb.: 1. Das Fisen als Feder, Schwert und Pflug. 2. Warum heißt Schillers„Jungfrau von Orleans“ eine romantische Tragõdie? 3.„Der Osterreicher beneidet nicht, läßt lieber sich beneiden.“ 4.„Versuche, deine Pflicht zu tun, und du weißt gleich, was an dir ist!“ 5. Goethes„Hermann und Porothea“ und Schillers„Spaziergang“ im Lichte von Lessings„Laokoon“. 6. Rudolf von Habsburg in Grillparzers„König Ottokars Glück und Ende“. Schularb.: 1. Die tragischen Affekte Mitleid und Furcht. 2. Das Verhältnis von Goethes„Hermann und Porothea“ zu seiner „Quelle“. 3.„Straf' keck das Böse ins Gesicht, vergiß dich aber selber nicht!“ 4. Was ist von dem Satze„Ut pictura poesis“ zu halten? 5.(Maturitätsprüfungs-Thema): Die sittlichen Anschau- ungen Schillers über Familie und Staat im„Lied von der Glocke“. Redeübungen: 1(Bien) Die Heimstätten der mhd. Dich- tung. 2.(Ehmig) Die Freundschaft zwischen Posa und Carlos. 3. Fischer) Der Ring in deutschen Dichtungen. 4.(Fuhr) Goethes Reisen. 5.(Gabeson) Die Hexenküche in Goethes„Faust“. 6. Janka) Der Einfluß der franzõsischen Rgvolution auf Klopstock, Goethe und Schiller. Nach gelesenen Dichtungen 7.(Peitner) Die beschreibende Dichtung. 8.(Schmid) Die Arten des Epos in der deutschen Dichtung. 9. und 10.(Stark und Wettengl) Sitten- bilder aus Goethes„Hermann und Dorothea“. 11.(Lienert) Goethes und Schillers gemeinsames Wirken. 12.(Ströer) Grillparzers Dramen. I IV. do 20 V. Freie Gegenstände. Böhm. Sprache, 2 Abt. zu je 3 St. 1. Abt.: Deklination, regelmäßige Konjugation, die wichtigsten unregelmäßigen Verba, Konditional, Adverbia, Numeralia. Ubersetzen, Memorieren, Sprechübungen. Prof. Meixner. 2. Abt.: Die Lehre von den regelmäßigen Formen. Bildung der Verba dur., fin., iterat., frequent. Ubersetzen und Er- klären, Memorieren. Nacherzählen, Sprechübungen. Monat- lich eine Schularbeit. Prof. Bauer. Franz. Sprache: 1. Abt. 2 St. Prof. Zenker. Grammatik und Ubungssätze nach Ploetz, Lekt. 1— 60. Sprechübungen. Jede Konferenzperiode 1 Schularbeit. Stenographie: 2. Abt. 2 St. Prof. Howorka. Satzkürzungs- lehre. Gesang in 3 Abt. zu je 1 St. Prof. Meixner. 1. Abt.: Notenschlüssel, Zeitdauer der Noten, Pausen, Rhyth- mus, Taktarten, Intervalle, Dur- und Molltonarten. In der 2. Abt. wurden gemischte, in der 3. Männerchöre geübt. Peichnen im Obergymnasium in 3 Stunden. Prof. Löwy. 1. Abt.: Anatomische EPinteilung des menschlichen Kopfes. Proportion der Gesichtsteile. Verhältnis des Kopfes zur mensch- lichen Figur. Anatomischer Bau des Halses und Verbindung des Kopfes mit dem Rumpfe.— Zeichnen nach passenden Vorlagen, Reliefs, Büsten und dem lebenden Kopf. Zeichnen naturpflanzlicher und gegenständlicher Motive. VI. Unterstützungen der Schüler. a) Stiftungen. Held Josef, 2. Kl., Handstipendium aus dem Fonde der Gefälls- Strafgelderüberschüsse, 200 K, Fin.-Min. 18. Nov. 1903, Hofmann Wolfgang, 3. Kl., P. Joh. Schupp, 330 K, 20. Mai 1904, Z. 55240. Weisbach Josef, 3. Kl., Ernst GoßBler Nr. 1, 330 K, 11. Feber 1904, Z. 19615. Kempf Kamillo, 4. Kl., Anna Elis. Thumseker Nr. 3, 220 K, 29. Dezember 1903, Z. 274258. Schütz Theodor, 4. Kl., Renner Nr. 12, 600 K, 26. Mai 1902, Z. 1192, Metr. Kap. Bittersmann Josef, 5. Kl., Erzherzogin Gisela, 100 K, 10. Feber 1902, Z. 5415, Gem.-Aussch. Kaaden. Lang nton, 5 Kl., Bott de Pierott, 92 K 5 Feber 1902 20318. Eilenstein Josef, 6. Kl., P. Gnadt Nr. 1, 290 K, 20. April 1902, Z. 61878. Krehan Alois, 6. Kl., Thumseker Nr. 1, 220 K, 16. März 1900, Z. 44220. — 21 — 10. Pollack Franz, 6. Kl., Thumseker 360 K, 17. Feber 1902, Z. 249689. 11. Fuhr Josef, 8. Kl., Goßler Nr. 2, 330 K, 9. März 1902, Z. 44008. 12 Stark Otto, 8. Kl. Erzhorzogin Gisela, 100 K, 12. November 1902, Z. 2800, Gem.- Aussch. Kaaden. 13. Endl Karl, 1. Kl., Erzherzogin Marie Valerie, 131 K 40 h, 21. Juni 1905, Z. 2361, Gem.-Aussch. Kaaden. b) Finmalige Unterstützungen. Franz Julius, 6. Kl., 100 K, 20. Feber 1905, Z. 38275, k. k. Statth. c) Lokales Unterstützungswesen. Die Einnahmen des hiesigen Studenten-Unterstützungsvereines bestanden: 1. in den Mitgliederbeiträgen mit 318 K; 2. in dem Erträgnisse des am 18. Juni d. J. unter Leitung des Herrn Prof. J. Meixner und unter Mitwirkung von Frau Anna Peschek-Komotau und Fräulein Erna Howorka-Kaaden abgebaltenen Schulerkonzertes mit 349 K 38 hz 3. in den Spenden der löbl. Sparkassa in Kaaden mit 100 K; der Frau Anna Seling geb. Loib in Karlsbad mit 80 K; des Herrn Fabrikanten Gramisch-Kaaden, des Herrn Tierarzt und Assistenten J. RoBmeisel-Wien und des Abiturienten R. Seling- Karlsbad mit je 10 K; 4. in dem Zinserträgnisse der Spareinlagen mit 400 K 70 h. Die Bibliothek des Vereines zählt 1387 Bände, von denen 867 an Schüler ausgeliehen waren. Bücherspenden liefen ein von den löbl. Verlagshandlungen Styria in Graz und Otto in Prag; ferner von den Herren Prof. Weber, Notar Dr. Brunbauer, Prof. Pschor, von den vorjährigen Abiturienten Beutel, Epstein, Friedl, Otto und Peter, endlich von dem absolvierten Sextaner Krehan Die vom Vereine den Schülern gewährten Unterstützungen bestanden in Büchern, Schulrequisiten, in Beiträgen zum Kostgelde, Freitisch und Kleidung. Viele Schüler erhielten außerdem durch die Mildtätigkeit der hiesigen Bewohnerschaft nambafte Unter- stützungen in Barem und durch Kosttage. Der Gebarungsausweis des Vereines ist folgender: 1. Kassarest und Kapitalbestand des Vorjahres.. 10915 K 71 h 0 4. Aktivstand und Kapitalbestand für 1905/6 10992 K 35 h. Verzeichnis der KMitglieder: a. AuBerhalb Kaadens: Die P. T. Herren: Exzellenz Oswald Graf Thun-Salm 20 K, Herrschaftsbesitzer E. Karsch in Hagensdorf 10 K, G. Ehmig, Gutsbesitzer-Gösen 5 K, J. Kratter, Direktor-Asch 2 K, L. Liegert, k. k. Steuer-Oberinspektor in Graslitz 2 K, Frau Emma Mühlstein-Karlsbad 2 K, Dr. Siegmund Siebel in Berlin 2 K. b. In Kaaden: A. Zenker, k. k. Prof. 50 K, Schulrat L. Appel, k. k. Direktor 10 K, M. Herold, Privatier, M. Blahl, k. k. Direktor R., V. Uhl, Buchhändler je 5 K, L. Janka, Bürgermeister, Rich. Löster, k. k. Oberbezirkstierarzt, Fr. Pösch, k. k. Landesgerich ts- rat i. R, Dr. J. Ruppert, prakt. Arzt je 4 K; 22 W. Bauer, k. k. Prof., Dr. J. Bayer, Stadtarzt, A. Baldini, k. k. Kinanz-Kommissär i. R, K. Belohoubek, k. k. Gerichtsadjunkt, K. Blaha, Oekonom, K. Böhm, Uhrmacher, N.U. Dr. A. Brunbauer, k. k. Notar; Dr. M. Dvofak, k. k. Gerichtsadjunkt, F. Fisenkolb, k k. Landesgerichtsrat i. R., L. Fochtmann, Hausbesitzer, J UDr. A. Forster, Landesad vokat, J. Frank, Privatier, Dr. Furtmüller, k. k. Gymnasiallehrer, Frau Julie Gabeson, k. u. k. Oberstleutn.- Witwe, J. Gangl, Hotelier, Hans Gerlich, Oberbuchhalter, K. Glaser, Kaufmann, F. Görner, Kaufmann, L. Grimm, Porzellanmaler, A. Guba, Bürgerschuldirektor, R. Hafenrichter, Oekonom, Frz. Hahnl, Schmiedmeister, J. Hanke, Buchbinder, J. Heller, Spirituosener- zeuger, E. Hellmessen, Apotheker, Ed Hergl, Stadtrat, O. Hick- mann, Kaufmann, W. Hönl, Buchdrucker, J. Hofmann, k. k. Prof., F. Hohl, k. k. Oberoffizial, W. Howorka, k. k. Prof., H. Hütter, Gastwirt, Dr. J. Illing, Distriktsarzt, J. Janka, Kaufmann, J. Jugl, Tischlermeister, Frau M. kirchberger, Frau M. Kirsch, F. Koisser, Winterschuldirektor, L. Korb, Gastwirt, A. Kraus, Geschäftsmann, J. Lenz, Weißgerber, H. Löwy, kK. kK. Prof., L. Löwi, Kaufmann, G. Luksch, k. k. Prof. i. R., K. E. Meder, Kaufmann, J. Meixner, k k. Prof., A. Michl, k. k. Supplent, H. Michler, K. K. Prof., J. Mi- kolasch, Privatier, J. Mocker, Stadtrat, O. Nekwapil, Bürgerschul- diektor, J. Mittner, Privatier, A. Nowoczek, Professor, E. E. Pan- haus, Handschuhfabrikant, J. Peter, Baumeister, A. Pils, Kaufmann, M. Bokorny, k u. k. Oberst i R., F. Pransky, K. K. Landesgerichts- rat, Dr K. Prodinger, K. k Gymnasiallehrer, L. Pschor, k. K. GVm- nasiallehrer, Gustav von Quandt, Dompropst, J. Richter& Co. Handschuhfabrikauten, F. Rippaus, J. U.Dr. K. Reif, Advokat, Fr. Roth, Zuckerbäcker, Wilh. Rudolf, Kaufmann, W. Russe, Bürger- Schullehrer, A. Sachers, Volksschullehrer, J. Schmidt, Stadtrat, W. Schmidt, Okonom, W. Schmidtmayer, k. k. Bezirksschulinspektor, D. Schneider, Getreidehändler, A. Schubert, Kürschner, A. Schubert, Kaufmann, J. U.Dr. C. Schreitter R. v. Schwarzenfeld, Advokat, J. Siegl, Kontrollor, L. Siegl, Kassier, A. Stanka, Apotheker, A. Steiner, Direktor, Th. Stümper, Stadtkaplan, R. Stumpf, Haupt- steueramtskontrollor, K. Süß, Okonom, Sal. Tauber, Getreidehändler, I. Tischer, Kaufmann, A. Traube, k. k. Prof. M. U. Dr. Ferd. Traeger, Stadtrat, K. Tschochner, Zuckerbäcker, P. Karl Wach, Pechant, S. Wagner, Hotelier, A. Walter, k. k. Steuereinnehmer, K. Wenzl, Privatier, W. Wermann, Schweizerbäcker, Fr. K. Wollny, Uhr- macher, A. Wünsch, k. kK. Gymn.-Lehrer je 2 Kronen. Seitens der hiesigen Stadtgemeinde sind die beiden seinerzeit errichteten Erzherzogin Gisela-Stiftungen und die Erzherzogin Marie Valerie-Stiftung an 3 Schüler verliehen. VII. Vermehrung der Lehrmittelsammlungen. a) Hinnahmen. 1. Aufnahmstaxen von 47 Schülern 197 K 40 h 2. Lehrmittelbeitrag von 193 Schülern 336 3. Für Zeuupkat 4 Prni Zusammen 880 K— h. 5) AdCMs. Lehrerbibliothek. Fortsetzungen zu den Katalog-Nummern 12, 154, 219, 231, 233, 461, 766, 786, 500, 1035, 1089, 1115, 1182, 1203, 1228. 1253. Lehmann, Wandtafeln(öm Lager, röm. Forum, griech. Tempel- wiese). Pichlers Witwe u. Sohn. Wien 1901. 1254. Cybulsky, Tafeln(griech. u röm. Tracht). Pichlers Witwe u. Sohn. Wien 1901. 1255. Gobinean, Alexander. Tragödie in 5 Aufzügen. Ubers. v. L. Schemann. 2. Aufl. Straßburg. K. J. Trühner 1904. 1256.—, Die Renaissance. Historische Szenen. Ubers v. L. Schemann. StraßBburg, K. J. Trübner 1904. 1257. Prang, Lehrgang für die künstlerische Erziehung. 3. Aufl. Dresden 1905. 1258. H. Schweizer-Sidler, Tacitus' Germania. 6. Aufl. vollst. neu bearb. v. E. Schwyzer. Halle a. S. 1902. 1259. Ratzel F., Politische Geographie. 2. Aufl. München u. Berlin 1903. 1260. Wuttke R., Sachsische Volkskunde. 2. Aufl. Leipzig 1903. 1261 Höfler A., Physik. Braunschweig 1904. 1262. Menge H., Oden und Epoden des Horaz. Berlin 1904. 1263. Leydig F., Naturgeschichte der Daphniden. Tübingen 1860. 1264. Capelle C., Homerisches Wörterbuch. Leipzig 1889. 1265. Tschinkel H.. Die Gymnasialfrage— eine nationale Frage. Prag 1904. 1266. Wiener O., Das deutsche Kinderlied Prag 1904. 1267. Fleischer L., Die Schule der Zukunft. Prag 1904. 1268. Bethge R., Ergebnisse und Fortschritte der germanistischen Wissenschaft im letzten Vierteljahrhundert. Leipzig 1902. 1269. v. Willamowitz-Moellendorff U., Aischylos' Orestie. 2. Stück: Das Opfer am Grabe. Berlin 1896. 1270. Truxa H. W., Richard von Kralik. Wien und Leipzig 1905. 1271. Festschrift zur Feier des tünfzigjährigen Bestandes der k. k. Oberrealschule in Olmütz. Olmütz 1904. 1272. Euphorion. Zeitschrift für Literaturgeschichte, herausg. v. A. Sauer. 11. Band. Leipzig und Wien 1904. Vr. 786, 1035, 1228 und 1270 Geschenke des k. k. Ministeriums für Kultus und Unterricht, 1255, 1256 und 1261 Geschenke der Verlagsbuchhandlungen, 154 u. 900 Geschenke des Lehrkörpers. Schülerbibliothek. Durch Schenkung: Steger und Daun, Was die Jugend vom Alkohol wissen soll(vom hohen k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht); Trusa, Richard von Kralik(vom Herrn Verfasser). Durch Kauf: Ebner-Eschenbach, Ein kleiner Roman; BoZena; Neue Erzählungen; Alte Schule; Riehl, Der Stadtpfeifer; Hansjakob, Valentin der Nagler; Rosegger, Das zu Grunde gegangene Dorf; Dickens, Ein Weihnachtsabend; Stifter, Der Waldsteig; Ebner-Eschenbach, Krambambuli; Keller, Das Fähnlein der sieben Aufrechten; Storm, Von jenseits des Meeres; Raabe, Die schwarze Galeere; Wilbrandt, Der Lotsenkomman- 24 deur; Gothelf, Elsi, die seltsame Magd; Grillparzer, Der arme Spielmann; Gerstäcker, der Schiffszimmermann; Das Wrack; Sohnrey, Der Hunnenkönig; Saar, Tambi; Helling- haus, Klassische Novellen; H okfmannsthal, Plektra; Kraliz, Die wunderbaren Abenteuer des Ritters Hugo von Burdigaf Lange, Deutche Götter- und Heldensagen; Liliencron, Kriegsnovellen! Pajeken, Bob der Falkensteller; Bob der Stadtegründer⸗ Bob der Millionär; Riehl, Sechs Novellen; Die Familie; Land und Leute; Die bürgerliche Gesellschaft Rosegger, Als ich' noch der Wald. bauernbub war; Wichner' Alraunwurzeln; Im Schneckenhause; An der Hochschule; Ladendorf, Storms Immensee; Pole Poppen späler; Sa hr Meyers Jürg Jenatsch; Wasserzieher, Webers Prei- zehnlinden; zöhrer, Der österreichische Robinson; Anze ngruber, Der Meineidbauer; Pumlirz, Die Lehre von den PTropen und Figuren. Das Neue Universum, XXV. Jahrgang; IMustrierte Zeitung für Gabelsbergersche Stenographen, XIX. Jahrgang. Geographische Sammlung. Diese erfuhr keine Vermehrung. Physikalische Sammlung. Geschenk: 2 Stück Kabelmuster von H. Johann Köstler, Tele- phonaufscher, 1 Stück Glühlampe von Theod. Schütz, Sch. d. IV. Kl. ———— Kauf: Demonstrationswage von Josef Lämmermann, Kom- munikationsgefäß, Kompensationsstreifen, ein Stück Bernstein, 3 Kugeln auf S das elektrische Ei, Kettchen aus Platin und Silber auf Stativ, 2 Stück Telephone mit Mikrophon(Lautsprecher), Kegelspiegel mit Bildern. Naturhistorische Sammlung. Zoologie. Schenkung: Acherontia atropos, Bayer I. Kl. Kauf: Herpestes Ichneumon, Arvicola arvalis, Anser cinereus, Sylvia atrica pilla, Phyllopneustes balicaria, 4 Tafeln von Pfurtscheller: Botanik. Schenkung: Halmstück von Saccharum officinarum von Hrn. F. Rippaus& Neffe. Mineralogie. Schenkung: Rubellit von Hrn. J. RoBmeisel, Assistent in Wien, 2 Stück Magnetkies von N. Liegert, III. Kl. 10 Srück Sprudel- und Erbsensteine, 6 Versteinerungen der Pertiärformation von Joh. Teuchner, II. Kl. Kauf: Aventurin, Anthrazit, Smirgel, Rubellit, Mondstein, Schriftgranit. Freihandzeichnen. b A. Vorlagenwerke: Bouda A., die Pflauzen in der Kunst(23 Tafeln). ² B. Gegenständliches: 1. Leuchter aus Messing; 2. Taube in Flug- 4 stellung; 3. Apatura Iris; 4. Gatocala fraxini; 5. Vanessa Atalanta; ——— ——— 25 6. Vaness Jo; 7. Rhodocera rhamni; 8. zwei Stück Arctia caja; 9. Papilio protesilaus; 10. Catocala elocata; 11. Smerinthus populi; 12. Arctia purp; 13. Agrotis fimbria; 14. Deilephila Porcellus; 15. Bombix Rubi. b) Geschenk. Johann Teuchner, II. Kl. 1 zweihenkelige Porzellan vase, 1 bemalte Porzellantasse, Porzellanbecher, 1 Porzellan- Aschenschale; Ernst Moritz, I. K. 1 Pichelhsher c) Stand am SchlSe 7905. 1. Lehrerbibliothek: Zuwachs 1905 Stand am Schlusse 1905 Gesamtnummern 20 1272 in Bänden 34 2688 Programme 274 6891 2. Schülerbibliothek: Gesamtnummern 46 1177 in Bänden 46 1180 3 Physikalische Apparate 10 574 4. Ghemische Apparate— 157 Präparate— 188 Sonstige Lehrmittel— 4 5. Zoologische Sammlung: Wirpeltiere 5 355 Andere Tiere 984 Sonstige zoologische Gegenstände— 1077 6 Botanische Sammlung: Herbariumblätter— 2053 Sonstige botanische Gegenstände 1 235 7. Mineralogische Sammlung: Naturstücke 15 2086 Krystallmodelle— 227 Apparate— 49 8. Naturhist. Abbildungen 4 241 9. Pe chnologische Objekte— 65 10. Geographie: Wandkarten— 65 Atlanten— 5 Glo ben— 4 Tellurien— 1 Plastische Karten— 2 Geogr. und hist Bilder— 102 11. Geometrie: Körper und Modelle— 22 12. Zeichnen: Drahtmodelle— 27 Holzmodelle— 29 Gipsmodelle— 149 Vorlageblãtter 23 1095 Hilfswerke— 20 Modelle für gegenst. Zeichnen 20 97 Utensilien 18 26 13. Münzensammlung: Zuwachs 1905 Stand am Schluß 1905 Goldmünzen— 3 Silbermünzen 4*) 161 Kupfer-, Bronze-, Nickelmünzen, Medaillen— 259 Papierscheine— 24 *) 3 Münzen wurden vom Herrn Kaufmann F. Rippaus und 1 vom Herrn Probekandidaten R. Moser geschenkt. „ VI. Maturitäts-Prüfung. Nachtrag vom Jahre 1904. — Name Geburtsort Vaterand= 2 Briolg Gewälulter — Beruf 1 Beutl Karl Klösterle Böhmen 18 reñ Bahndienst „ Dobretzbergeèr Possparkas Anton österreich 4 3 Epstein Alfred Karlsbad Böhmen 21 11 6 Jus 5 4 Friedl Franz Graslitz 5 mit Ausz 5 Glatz Karl Heinersdorf 2 reif Theologie. 6 Hancke Jaroslav Visoco Bosnien Kaden Ronmen 21 o et trent , 18 8 reif Bodenkultur Walther 5 mit Ausz. 10 Kühn! Ernst Graslitz 10 8 2 Jus 11 Kunz Anton Kaaden 3 19 8 reif Militärdienst 12 Otto Erdmann Sonnenberg 20 8 5 Theologie 18 Pacnmenn Keml Merett⸗ o vnopne 14 Peter Anton Duppau 5 reif Bahndienst„ 15 Plomer Franz Tomitschan* 0 Theologie 16 Stt Sb bdugen 4 2 mit Aus? ee 17 Schröter Rudolf Teplitz Böhmen 22 11 reif Bahndienst 3 18 wislischel Rudoli Kaaden ————————————— 19 Zebisch Ernst Pürstein 5 19 8 3 „ 27 Die diesjährige schriftliche Maturitätsprüfung fand vom 1. bis 5 statt. Die TPhemen waren: Im Deutschen: Schillers sittliche Anschauungen über Familie und Staat im„Lied von der Glocke“. 2. Im Latein: Vergil, Aeneis, lib. XII 500— 534; Zimmermann, Ubungsbuch im Anschluß an Cicero u. s. w., 2. Heft, Nr. 146 und 148 Anfang. 3. Im Griechischen: Platons Phaidros, Kap. 59(274 G— 275 B). 4. In der Mathematik: 1. Wie groß sind die Seiten eines Drei- eckes, wenn dieselben durch drei aufeinanderfolgende Zahlen ausgedrückt sind und die Fläche des Dreieckes 84 cm? beträgt? — 2. Wie groß ist der Zentriwinkel des Achsenschnittes eines Kugelsektors, wenn die Gesamtoberfläche des zugehörigen Seg- mentes einem größten Kreise der Kugel mit dem Radius r= 10 m gleich ist?— 3. In einem See, dessen Meereshöhe 2800 m betrug, erblickt man von einer h= 120 m über dem See ge- legenen Stelle das Spiegelbild eines Berggipfels unter dem Senkungswinkel a= 110 47 und die Spitze selbst unter dem Neigungswinkel 5= 100 15“; wie groß ist demnach die Meereshöhe der Spitze des Berges?— 4. Im Mittel- der Sehne, welche die Gerade mit der Gleichung V= —1 und die Linie mit der Gleichung x*† y*— 62= 16 wird eine Normale zu derselben errichtet. Es ist ihre Gleichung anzugeben und der Flächeninhalt des von beiden genannten Geraden und der Abszissenachse bestimmten Drei- eckes zu berechnen. Die mündliche Prüfung fand uuter dem Vorsitze des Herrn k. k. Landesschulinspektors Dr. Viktor Langhans vom 26.— 28. Juni 5 Name Geburtsort Vaterland 3 Erfolg S 1 Bien Robert Kegen Bohmen 22 reif Bahndienst F 2 Ehmig S Sen 5, 8 Jus S Wischt 19 S Fuhr S 5 reif Postdienst § 65 3 Philosophie 6 Janka Modrtz ahren* Bergbau P Leitner Böhmen 6 Medizin 8 Johann Sneatden 5 Philosophie — — Geburtsort Vaterland=. 5 Erfolg * 82 eruf Podletit? Böhmen 20 8 reit Pharmazie reif 11 Ströer Ernst Bärringen reif Philosophie 12 Wettengl Franz Frohnau 18 8 5 Lehrfach ſe 5 Hssſslen am 13 Rossmeisl Josef Graslitz 5 29 naslalßlassen„ absolviert an der Herärztl. 5§ Bochschule in Wien. 14 Seling Rudolf Wien Mieder. 26 naslaſtlassen Moderne õsterreich absolvlert Philologie Die unter P.-Nr. 1— 12 Angeführten waren Schüler der Anstalt, die unter P.-Nr. 13 und 14 Externisten. M. Verfügungen der vorgesetzten Behörden. 1. Gegen Wirte, welche in ihren Lokalen Mittelschülern Zu- sammenkünfte und damit verbundene Kneipereien gestatten, kann die Unterstützung der k. k. Bezirkshauptmannschaft zur Hintan- haltung der bezeichneten Unzukömmlichkeiten angesucht werden. (L.-S.-R.-F. Z. 19.900 ai 1904.) 2. Bei Kletterübungen haben nur Stangen aus tadellosem Ma- terial, wenn möglich aus Eschenholz oder auch Metallrohre mit einem rostsicheren Uberzuge zur Verwendung zu kommen. Das Herabgleiten statt des griffweisen Herabkletterns ist unter keinen Umständen zu dulden. Die Schüler dürfen solche Ubungen nur in Turnschuhen vornehmen.(M.-E. v. 4. Dez. 1903, Z. 13.846, L.-S.-R.-E. v. 21. Juli 1904, Z. 57.161.) 3. Schülerlegitimationen für Eisenbahnfahrten sind den Schü- lern zum Zwecke des Schulbesuches nur zu bestätigen, wenn die Schüler nicht im Schulorte, sondern auswärts wohnen.(L.-S.-R.E. v. 7. September 1904, Z. 36.981.) 4. Weisungen betreffs des Verkehres der Lehrer mit den Eltern der Schüler in den Sprechstunden und die Behandlung der Schüler beim Unterrichte.(M.-E. v. 21. Nov. 1904, Z. 40.508, L.-S R.-E. 90 053 5. Anläßlich eines Unfalles beim Fußballspiele wird einge- schärft, daß das Tragen schwerer, starkgeschlter Schuhe beim Fuß- ballspiel unter keinen Umständen zu dulden ist. Das FuBballspiel (englischer Fußball) ist nur reiferen Schülern gestattet.(L.-S.-R.-E. v. 9. Dez. 1904, Nr. 48.565.) 6. Weisungen betreffs der Suspendierung der Schüler vom Unterrichte.(L.-S.-R.-E. v. 30. Jänner 1905, Z. 57.622.) 7. Sämtliche Schüler aller Klassen sind zu versammeln, den- selben neuerdings und zwar in Gegenwart des gesamten Lehrkör- — . 29 pers das Verderbliche des Gasthausbesuches, der Kneipereien und des Verbindungsunwesens vor Augen zu halten, ihnen die strikteste Beobachtung der§§ 19 und 24 der Disziplinarorduung für die Mittelschulen in Böhmen zur Pflicht zu machen, sie eindringlichst und nachdrücklichst zu verwarnen und ihnen in ernster Form zu eröffnen, daß der K. k. Landesschulrat gegen die Zuwiderhandelnden in Zukunft keinerlei Nachsicht üben, sondern eine noch gröBere Strenge walten lassen und die Namen der wegen Teilnahme an Verbindungen und wegen Gasthausbesuches ausgeschlossenen Schüler den Direktionen sämtlicher deutschen Mittelschulen des Landes bekannt geben wird. Die Namen der gewissenlosen Wirte, welche den Kneipereien, dem Verbindungsunwesen und dem Gasthausbe- suche in welcher Art immer Vorschub leisten, sind dem k. k. Lan- desschulrate bei Bekanntwerden von Fällen der Ubertretung der obangeführten Bestimmungen namhaft zu machen.(L.-S.-R.-E. v. 12. Jänner 1905, Z. 1726.) 8. Der 9. Mai 1905 als der 100. Todestag Schillers kann unter- richtsfrei gegeben werden, wenn eine Schulteierlichkeit an dem- selben abgehalten wird.(M.-E. vom 6. Feber 1905, Z. 45.404 ai 1904, L.-S.-R.-E. v. 24. Feber 1905, Z. 6833.) 9. Von jeder Erkrankung an Genickstarre oder dem Verdachte dieser Erkrankung ist sofort an die lokale Sanitätsbehörde zu be- richten.(L.-S.-R.-E. v. 13. Mai 1905, Z. 19.807.) 10. Ein Abiturient, von dessen schriftlichen Arbeiten bei der Maturitätsprüfung im Sommertermine vier oder mehr als nicht genügend oder ganz ungenügend befunden worden sind, lund dem aus einem Gegenstande eine Semestral-Wiederholungsprüfung be- willigt wurde, ist nicht als bei der Maturitätsprüfung reprobiert zu betrachten. Auch im Falle eines ungünstigen Ergebnisses der Semestral-Wiederholungsprüfung kann von einer Reprobation nicht die Rede sein.(M.-E. v. 9. Mai 1905, Z. 16.187, L.-S.-R.-E. V. 18. Mai 1905, Z. 20.760.) X. Chronik. Am 4. Oktober fand anläBlich des Allerhöchsten Namenstestes Sr. Majestät des Kaisers ein Festgottesdienst statt. Am 19. November wurde ein Trauergottesdienst für weiland Ihre Majestät die Kaiserin Elisabeth abgehalten. Am 9. Mai vormittags fand anläßlich Schillers hundertsten Todestages im Festsaale der Anstalt eine interne Schulfeier statt. Die Stadtvertretung von Kaaden spendete 50 K, so daß die ärmeren Schüler mit einem Schillerbüchlein als Festgabe bedacht werden konnten. Am 26. Mai wohnte der k. k. Fachinspektor für Zeichnen, Schulrat Professor Anton Friebel, dem Zeichenunterrichte an der Anstalt bei. Am 29. Mai wohnte der bischöfliche Diözesan-Kommissär für den Religionsunterricht, Domkapitular Msgr. Gustav Mattauch dem Religionsunterrichte an der Anstalt bei. Vom 2. bis 6. Juni inspizierte der k. k. Landesschulinspektor Dr. Viktor Langhans die Anstalt. Die katholischen Schüler empfingen dreimal die hl. Sakra- mente der Buße und des Altars und beteiligten sich an dem kirch- lichen Fronleichnamsumzuge In der Zeit vom Palmsonntage bis einschließlich Dienstag vormittags der Karwoche fanden die öster- lichen Rekollektionen statt. Xl. Körperliche Ausbildung der Jugend. Die beiden zur Verfügung stehenden Spielplätze wurden in Stand gehalten. Angeschafft wurden einige neue Kegel und eine neue Kugel nebst Aufhängeschnuren für die Kegelwurfspiele, ein neues Kroketspiel und zwei Broschüren über die Anleitung zum Kroket- und Kriketspiele. Auf dem kleineren Spielplatze im Gymnasialhofe spielten die Schüler der ersten und zweiten Klasse an zwei Nachmittagen je eine Stunde unter Aufsicht des Direktors, auf dem großen Spiel- platze auf dem Heiligenberge die Schüler der übrigen Klassen unter der Leitung des Turnlehrers Richard Moser an zwei Nach- mittagen in 2 Abteilungen je 1 ½ Stunden. Der große Spielplatz wurde fleißig benützt. Das Spielen unterblieb, sobald die Witterung das Baden in der Eger gestattete. Der Stadtrat von Kaaden ermäßigte auch im abgelaufenen Schuljahre wiederum in der entgegenkommendsten Weise für die Schüler der Anstalt die Gebühr sowohl für die warmen Bäder als auch für das Schwimmbad in der Eger. Der Ausschuß des Kaadener Radfahrervereines spendete wieder- um zehn Freikarten zur Benützung des Eislaufplatzes. S 2 So- 6 S„ S So% o 208 ₰ 50= Schüler S* E 28 5 8 Aus- 8 2. Zahl 3 3 55 45 5 5 flüge E 3 8 2 = S c S [18t 1 d. I. u. 182 122 12757 16 52 2 nu i. wi 20 1 Im Herbste fand ein Wettspiel mit den Schülern der Kaadener landwirtschaftlichen Landesmitteischule und am 24. Mai ein solches zwischen den Schülern der 4. Gymnasialklasse und den Schülern der Kaadener 4. Bürgerschulklasse statt. Bei beiden Wettspielen siegten die Gymnasiasten. Neben den regelmäßigen Turnstunden wurden an freien Nach- mittagen im Winter und an regnerischen Tagen Kürübungen unter Aufsicht und Anleitung des Turnlehrers abgehalten. 31 XII. Statistik der Schüler. KIasse Zus . U. m. W. v. M. vu. vn. Zu Ende 1903/4 36 41 20 23 29 16 14 19 198 1 Während des Schuljahres eingeteten. Im ganzen also aufgen.. 32 31 42 22 15 26 14 12 194 Darunter: Neu aufgenommen, u. 2w.: aufgestiegen 30 39 Repetenten. 1 0 Wieder auigen. und zw. auigestiegen 30 34 19 13 24 9 12 Repetenten 5 1 1 Während des Schuijahres ausgetreten 2 4 3 Schülerzahlz. Ende 1005 30 35* 15 2. Geburtsort Kaaden 5 6 4 1 41 Böhmen 15 2 23 15 9 18 11 10 130 Nieder Osterreich Steiermark Mähren 1 3 Schlesien. Blien 1 Deutsches Reich 1 2 Summe 30 27 39 21 1526 1 2 182 3. Muttersprache. Heic Eeehoslaich Summe 30 N35] W 26 12[2 182 4. Religionsbekenntnis. Katholisch des lat. Ritus 2 26 3 6 S 24 12 12 170 Evangelisch A. B.. 3 sraelitisch 4 12 Summe 2 30 2 15 26 1 185 ⸗ — 5. Lebensalter d. Schüler. 10 Jahre 1 12 Sum 6. Nach dem Wohnorte der Eltern. Ortsangehörige. Auswärtige e Summe. 7. Klassifikation. jahres 19045: l. Fortgangskl. m. Vorzug 1 Zu einer Wiederholungs! Prüfung zugelassen II. Fortgangsklasse III. Nichtklassifiziert Summe b) Nachtrag vom Schul- jahre 1903/4: Zu einer Nachtragsprüfung krankheitshalber zugel. Wiederholungsprüfungen waren bewilligt. Entsprochen haben Nichtentsprochen 3 haben od. nicht erschienen sind u M MVV n 2 11 17 15 1 3 3 16 5 5. 6 6 5 6 1 35[ 37 353 15 o1 99 01 3 66 16 18 23 121 6 16 11 91 116 50 7 3 1 1 31 1 11 21 14 5 1 12 2 2 4 [30 39 15 26 12 12 182 5 14 5 5 3 3 2 2 1 6 Klasse 33 Klass 5 E Mu Mu 3 gebnis für 19034: 1. Fortgangskl. m. Vorzug 7 5 2 2 3 15 5 30 . 24 31 17 17 22 14 7 14 146 . Ungeprüft blieben 1 3 2 Summe 36 41 0 3 20 16* 198 8. Geldleistungen d. Sch. Das Schulgeld zu zahlen waren verpflichtet: im 1. Semester 118 12 18 ſin e Sen bereit aren im. S im 2. Semester Das Schulgeld detrug im ganzen: 8 im emeser 60 540⁰ 330 120 210 240 150 2490 420 360570 360 150 330 270 150 2610 Zusammen 0960 720 110 690 270 540 510 300 5100 Die Aufnahmstaxen be- trugen K 21s 42 33.6 8˙4 8˙4 8˙4168— 201˙6 Die Lehrmittelbeiträge be- K 64 62 84 44 30 52 23 24 388 Die Taxen für Zeugnis- Summe 1358 662 1176 524 38˙4 60.4 448 24 601 6 9. Besuch d. Unterrichtes in den relat.-oblig. und nicht- obligaten Cegenständen. ʒ 3 12 Freihandz. im Obergymn... 5 e2 Franzõsische Sprache.. 4 2 10. Stipendien. Anzahl der Stipendisten. 1 1 2 22 3 2 13 Ges. Betrag d. Stipendien nar 200 660 820 192 870. 430 33064 31 XIII. Schüler-Verzeichnis. G bezeichnet Schüler, die die Anstalt verließen,** Schüler, die im Verlaufe des Schuljahres eintraten) . Baumann Hubert, Bayer Justin, Behr Max, Enders Karl, Endl Karl, Fellinghauer Ernst, Glaser Franz, Goldhammer Josef, Gößl Oskar, Gößl Otto, Gramisch Friedrich, Hacker Franz, Herold Friedrich, Homolka Johann, Irmler Franz, Kaiser Ludwig, Kauer Karl, Kirsch Gustav, Kirsch Wenzel, Knapp Karl, Knapp Paul, Laun Anton, Melzer Adolf, Moritz Ernst, Muck Ferdinand, Pösch Wilhelm, Prin?z Karl, Rabenstein Rudolf, Richter Ilgnaz, Rochata Johann, Studnitzka Anton, Tomsza Theodor. I. Adamovié Franz, Beck Hermann, Bohland Rudolf, Böhm Ludwig, Eilenstein Johann, Federle Rudolf, Förster Anton, Held Josef, Hoch- berger Anton, Horner Johann, Kraus Anton, Lederer Gustav, Müller Hermann, Oser Albin, Pachmann Josef, Pechler Josef, Peter Johann, Reinl Adolf, Rössler Franz, Rössler Josef,*Schlunze Eduard, Schmid Alfred, Schmidt Anton, Schneider Karl, Siebenäuger Ernst, Teuchner Johann, Urban Anton, Wagner Karl, Weikert Johann, Wetteng! Hugo, Zimmermann Johann. III. Behr Alois, Benedikt Franz, Dirb Hermann, Eilenstein Adolt, Fechter Wilhelm, Fischer Ernst, Foita Franz, Forster Anton, Frank Rudolf, Fuchs Johann, Götte! Josef, Haberzettl Josef, Hlavaty Karl, Höll Josef, Hönl Otto, Hofmann Adalbert, Hofmann Woligang, Hoßner Pius, Hotek Damian, Hütter Ernst, Hufsky Fdmuncd, Kaufmann Wilhelm, Kinch Karl, Körner Paul, Liegert Nikolaus, Lippmann Waldemar, Majer Wenzel, Meder Karl, Meinlschmidt Albin, Mocker Ferdinand, Moser Ludwig, Peter Josef, Pils Friedrich, Pleil Friedrich, Plomer an. Pöschl Anton, Reichl Karl, Ritterer Ernst, Schmidtmayer Karl, Sommer Benno, Weisbach Josef, wilomiter Kar!. Brendl Ludwig, Fuchs Franz, Hauptmann Josef, Hohl Alfred, Janka Karl, Karger Otto, Kempf Kamillo, Kratter Eduard, Lang- hammer Rudolf, Löffler Anton, Löster Friedrich„ Matejka Franz, Misek Mathias, Mühlstein Richard, Sachers Karl, Schüt? Theodor, Semm oset, Steiner Ernst, Tauber Artur, Tauber Friedrich, Tschoch- ner Hermann, Walter von Waltersheim Oskar. V. Baldini Josef, Bittersmann Josef, Blaa Ernst, Frankl Otto, Fuhr Ernst, Haas Ferdinand., Herold Ludwig, Jäger Robert, Kohn Alired, Lang Anton, Peinl Leo, Ruppert Arnold, Steiner Paulinus, Taut Anton, Tischer Anton. 6 30 VI. Bauer Otto, Blaha Sigismund, Brun Franz, Danek Fdler von Esse Vinzenz, Filenstein Josef, Epstein Maximilian, Franz Julius, Friedrich Georg, Gössl Josef, Hinkelmann Edwin, Hirsch Bruno, Horwath Karl, Jugl Josef, Krehan Alois, Lienert Ernst, Ludwig Franz, Nowoczek Emil, Pöschl Alfred, Pollack Franz, Rebenstock Anton, Rieß Georg, Sturm Alois, Viereckl Adolf, Wagner Josef, Wara Wilhelm, Willmitzer Otto. VI. Achtner Edmund, Hauptmann Josef, Hirmer Ferdinand, John Ernst, Jugl Rudolf, Kranl Josef, Krob Ernst, Löschner Karl, Markus Egon, Meder Edmund, Simon Josef, Tannenbauer Johann, Weber Wilhelm. VIII. Bien Robert, Ehmig Gustav, Fischer Robert, Fuhr Josef, Gabeson Ludwig, Janka Erwin, Leitner Franz, Lienert Johann, Schmied Emil, Stark Otto, Ströer Ernst, Wetteng! Franz. XV. Namen der Vorzugsschüler. — Klasse: Baumann Hubert, Gößl Otto, Melzer Adolf, Rabenstein Rudolf. Klasse: Adamovié Franz, Oser Albin. Klasse: Forster Anton, Göttel Josef, Hotek Damian, Kincl Karl, Meinlschmidt Abin. Klasse: Langhammer Rudolf, Schütz Theodor, Steiner Ernst. Klasse: Bittersmann Josef, Frankl Otto, Fuhr Ernst, Lang Anton. Klasse: Lienert Ernst. Klasse: Krob Ernst. Klasse: Ehmig Gustav, Fischer Robert, Janka Frwin, Lienert Johann, Stark Otto. XV. Kundmachung für das nächste Schuljahr. Die Aufnahme für die erste Klasse findet am 15. und 16. Juli und am 16. und 17. September statt. Die Schüler haben sich in Begleitung ihrer Eltern oder deren Vertreter zu melden und den Tauf- oder Geburtsschein, sowie das Frequentationszeugnis vorzu- legen; bei Bürgerschülern genügt das letzte Semestralzeugnis. Zur Aufnahme in die erste Klasse ist die Vollendung des zehnten Lebens- jahres im laufenden Jahre als unterste Altersgrenze bestimmt. Die Aufnahmsprüfung wird an den oben angegebenen Tagen um 10 Uhr bezw. 2 Uhr vorgenommen. —,— Jene Schüler, die in eine höhere Klasse(2.— 8.) neu eintreten wollen, haben sich am 16. und 17. September zu melden. Kommen sie von einer öffentlichen Anstalt, 8so ist die vorschriftsmäãtige Ab- meldung nachzuweisen; Privatschüler müssen sich einer Aufnahms- prüfung unterziehen. Die Schüler, welche der Anstalt bereits angehört haben und ihre Studien an derselben fortsetzen wollen, haben sich am 16. und 17. September nachmittags zu melden. Jeder neu eintretende Schüler hat eine Aufnahmstaxe von 4 K 20 h, einen Lehrmittelbeitrag von 2 K und den Beitrag von 1 K zur Pflege der Jugendspiele zu entrichten. Die Schüler, welche der Anstalt bereits angehörten, zahlen den Lehrmittelbeitrag von 2 K. Die Wiederholungsprüfungen werden am 16. und 18. September abgehalten. Das hl. Geistamt wird am 18. September um ½ 8 Uhr früh abge- halten. Nach demselben findet in den einzelnen Klassen durch die Ordinarien die Verlesung der Disziplinar-Ordnung und die Bekannt- gabe des Stundenplanes statt, worauf die Einschréibung für die nicht obligaten Lehrgegenstände Eeichnen im Obergymnasium, Böhmisch, Franzõsisch, Gesang und Stenographie) vorgenommen wird. Am 19. September beginnt der regelmätßige Unterricht. Schulrat Appel, k. K. Direktor. Kaaden, am 15. Juli 1905. Die Wahl den Quantiene ist fün die sttene Hal- tng nd den Studienortgang der Shilen von den Syösten Bedetung. Ks engeht deshulb an alle Alten/⸗ das Ersuchen, sch in diesen Angelegenheit au die P- veletion zu enden. Die Kost- nd Quatiergeben der nicht ortsaunge- hörigen Schler haben sich bet Beginn des ndchsten Schlulnes die iben Scllbehköndlichen Auſftrag heruus- gegebenen„ Weisungen ſfln die Kost- unMd Quuntiergeben den nicht ortsuugelörigen Studienenden des ſe. M. Stuats- Omnusiums im Kaaden“ sumt einen Hausonduung Fin die Schhler gegen Erlag von 10 ℳ von dern Direl- fon zu beschafen. Diese Weisungen uud die Hausordnung sind aucl Fin die Etenn den Studienenden enhhdltlich. —— ————————— 1872. 1873. 1874. 1884. 1885. 1886. 1887. 1888. 1889. 1890. 1891. 1892. 1893. 1894. 1895. 1896. 1897. 1898. 1899. 1900. 1901. 1902. 1903. 1904. 1905. Die bisherigen Programme enthieſten nachstehende Aufsätze. „Kurze Geschichte der Anstalt“. Dir. Josef Loos. „Uber die EFilinie“. Prof. Eduard Bartl. „Dampfbildung und Zusammenhang zwischen Temperatur, Spannkraft und Dichte des gesättigten Dampfes vom Standpunkte der mechanischen Wärmetheorie aus betrachtet“. Prof. Anton Hönl. „Geschichte der Anstalt“. Dir. Moriz Plahl. „Bedeutung des Eckenliedes“. G.-L. Josef Hofmann. „Diskussion der Kurve, welche entsteht, wenn ein Kreiszylinder eine Kugel durchschneidet, mit besonderer Berücksichtigung des Falles, daß der Basiskreis des Zylinders einen Kugelradius zum Durchmesser hat und derselbe durch den Mittelpunkt geht“. G.L. Wenzel Bauer. „Die Privilegien der königl. Stadt Kaaden“. Prof. P. Constantin Uher. „Die Fische und Fischerei-Verhältnisse des Egergebietes“. Prof. Wenzel Howorka. „Bemerkungen zum 4. Bande des Lampel'schen Lesebuches, insbesondere die Dispositionen der Prosastücke“. Prof. Anton Strobl. „Uber Kanäle“. Prof. Josef Meixner. „Die platonische Apologie die wirkliche Verteidigungsrede des Sokrates“. Prof. Karl Mendl. „Versuch, Weidners Corn. Nepos für die Schule brauchbar zu gestalten“. Prof. Alois Traube. „Fin Beitrag zur Kenntnis der griechischen Sepulcral-Altertümer“. G.-L. Dr. Josef Dorsch. „Der historische Unterricht, ein Hauptzweig des Erziehungsunterrichtes und des vielseitigen Interesses.“ G.-L. Wenzel Nowak. „Beiträge zur Geschichte der Kultur Osterreichs am Ende des 13. Jahrhunderts nach Seifried Helbling.“(. Teil.) Suppl. Johann Starey. 1.„Das Baden und Schwimmen, ein unentbehrliches Hülfsmittel der Schulhygiene.“ Prof. Anton Kempf. 2.„Schluß der Abhandlung des Programmes vom Jahre 1895*. „Zur Entwicklungsgeschichte des 3. Falles der griech. Bedingungssätze“. Prof. H. Bill. „Katalog der Lehrerbibliothek“.(I. Teil.) Prof. Dr. Josef Dorsch. „Bei Horaz in den Sabinerbergen.“ Prof. Dr. Josef Dorsch.„Katalog der Lehrer- bibliothek“.(I. Teil.) Prof. Dr. Josef Dorsch. „Urkunden zur Geschichte der Stadt Kaaden.(Aus dem k. sächs. Hauptstaats- Archive in Dresden.)“ Prof. H. Michler. „Der Sprachgebrauch des griechischen Romanschriftstellers Heliodor und sein Verhältnis zum Atticismus.“(I. und II. Teil.) Prof. Dr. Josef Fritsch. „Die Menschen- und Götterepitheta bei Homer in ihrer Beziehung auf die helle- nischen Personennamen.(I. Systematischer Teil.) G.-L. Dr. K. Prodinger. dto.(I. Teil.) G.-K. Dr. K. Prodinger. „Die Philosophie Schillers und der Deutschunterricht in den Oberklassen des Gymnasiums.“ Dr. Karl Furtmüller. GCRAMM Sſilſshtialhls AADEN. 4 aM sc USSE bEs scharREs 3 1905. RS UND DER DEUTSCHUNTERRICHT IN DEN ASIUMS. VON DR. KARl. FURTMULLER. N SCHULRAT L. APPEI., K. K. DIREKTOR. Farbkarte 613 K A A D E N. T.— DRUCK VON WENZEI. HONI. IN KAADEN. 1905.