Programm 1 Lib nl Olbl. 8 8 1 11 3 ₰ Gie Sechsundvierzigster JAHRESBERICHI- 4. K teerwagunn der Benedictiner MELK. Am Schlusse des Schuljahres 1895/96 veröffentlicht Vom Director des Gymnasiums P. Hermann Ulbrich. HESE AN S Inhalt:„ 1. Die geschichtlichen Handschriften der Melker Bibliothek. Vom Professor P. Dr. Odilo Holzer. 2. Schulnachrichten. Vom Director —— Melk, 1896. Selbstverlag des Gymnasiums Druck von Rudolf Brzezowsky& Söhne in Wien Sechsundvierzigster JAHRESBERICHIT k. K. Stiftsgymnasjums der Benedictiner Zu MELK. —— Am Schlusse des Schuljahres 1895/96 veröffentlicht Vom Director des Gymnasiums P. Hermann Ulbrich. Inhalt: 1. Die geschichtlichen Handschriften der Melker Bibliothek. Vom Professor P. Dr. Odilo Holzer. 2. Schulnachrichten. Vom Director. —— Melk, 1896. Selbstverlag des Gymnasiums. Druck von Rudolf Brzezowsky& Söhne in Wien. Die geschichtlichen Handschriften der Melker Bibliothek. Von Professor P. Dr. 0dilo Holzer. Vollständige Titel der häufig angeführten Bücher. Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde. Frankfurt und Hannover 1820 ff. Aschbach, Geschichte der Wiener Universität im 1. Jahrh. ihres Be- stehens. Wien 1865. Catalogus codicum manuscriptorum, qui in bibliotheca mon. Mellicensis O. S. B. servantur. I. B. Wien 1889. Chmel, Geschichte Kaiser Friedrich IV. und seines Sohnes Maximilian. Hamburg 1840— 1843. Chmel, Materialien zur österreichischen Geschichte I. B. Linz 1832, II. B. Wien 1838. Hefele, Conciliengeschichte. Freiburg i. Br. 1855 fl. Huber, Geschichte Osterreichs. Gotha 1885 ff. Keiblinger, Geschichte des Benedictinerstiftes Melk I. B. Wien 1851. Kraus, Lehrbuch der Kirchengeschichte. 3. Aufl. Trier 1887. Kropff, Bibliotheca Mellicensis. Wien 1747. Lorenz, Deutschlands Geschichtsquellen im Mittelalter. 3. Aufl. Berlin 1886. Monumenta Germaniae historica. Hannover 1826 ff. Palacky, Geschichte von Böhmen. Prag 1836 ff Pastor, Geschichte der Päpste. Freiburg i. Br. 1886 ff. Pelzel, Kaiser Karl IV. Prag 1780— 1781. Pelzel, Lebensgeschichte des röm. u. böhm. Königs Wenceslaus Prag 1788— 1790. Pez Bernh., Bibliotheca ascetica. Regensburg 1725. Pez Bernh. u. Hueber Phil., Codex Diplomatico- historico- epistolaris. Augsburg 1729. Pez Hier., Scriptores rerum Austriacarum. Leipzig 1721. Potthast, Bibliotheca historica medii aevi. Berlin 1862. 2. Aufl. I. B. Berlin 1896. Potthast, Regesta pontificum Romanorum. Berlin 1874. Pray, Annales regum Hungariae. Wien 1766. Raynald, Annales ecclesiastici. B. 15.—18. Köln 1691 ff. Schramb, Chronicon Mellicense. Wien 1702. Voigt, Enea Silvio de Piccolomini. Berlin 1856— 1863. Wattenbach, Deutschlands Geschichtsquellen im Mittelalter. 6. Aufl. Berlin 1893. Einleitung. Unter diesen nehmen die geschichtlichen einen hervor- ragenden Platz ein. Viele derselben hat schon Kropff in der Bibliotheca Mellicensis verzeichnet. Ferner sind in einigen Bänden des Archivs der Gesellschaft für ältere deutsche Ge- schichtskunde kurze Berichte über jene Hss. enthalten, die für die deutsche Geschichte Bedeutung haben. ¹) Zum Theile be- ruhen dieselben jedoch auf Kropff und sind, wie dieser, lücken- haft. Der hisher einzige Band unseres Handschriftencataloges enthält nur 234 Hss., und unter diesen sind wenige geschicht- liche. Beim Studium der Hss. H 17, H 18 und N 13 kam mir daher der Gedanke, den Inhalt der wichtigsten geschichtlichen Hss. anzugeben und die Veröffentlichungen aus denselben zusammenzustellen. ²) Später erweiterte ich diesen Plan, indem ich auch aus den übrigen Hss. das Geschichtliche anführte. Dabei wurden allerdings einige Einschränkungen vorgenommen. Zunächst habe ich nur die mittelalterlichen Hss. aufgezählt, denn mit dem Aufkommen des Buchdruckes verlieren die Hss. an Bedeutung. Dann habe ich viele Dinge weggelassen, die mir zu untergeordneter Bedeutung erschienen, so die meisten Grabschriften, Gedichte, Briefe, Notizen und anderes. Auch die Legenden habe ich nicht einzeln angeführt, da dies zu umständlich gewesen wäre. ¹) Archiv III. 75, 311 ff., VI. 192— 193, X. 601— 607. ²) Die wichtigeren Hss.— es sind etwa 40— sind durch fetten Druck hervorgehoben. 6 Der Inhalt der Hss. bezieht sich zum größten Theile auf Kirchengeschichte. ¹) Allgemeine Darstellungen derselben sind allerdings nur zwei vorhanden, nämlich die des Petrus Comestor, ein verbreitetes Handbuch, das aber schon mit dem Tode der Apostelfürsten schließt, und das Werk des Bischofs Haymo von Halberstadt. Die weitaus meisten und schönsten Hss. sind die Sammlungen von Legenden,²) unter welchen manche wichtige Geschichtsquellen sind, wie die Lebensbeschreibungen der Heiligen Severin, Gallus u. a. Besonders wertvoll ist die Hs. F 8. Hieher gehören auch die Martyrologien. Urkunden der Päpste sind in großer Anzahl, besonders aus dem 15. Jh., vorhanden; gleichzeitige Abschriften älterer Urkunden finden sich dagegen selten. In dieser Beziehung sind hervorzuheben die Hss. C 27 und C 29, welche auch schöne Miniaturen enthalten. Hier sei auch erwähnt, dass im Folgenden der Ausdruck Bulle häufig für päpstliche Urkunde überhaupt gebraucht ist. Bemerkenswert ist der Papstcatalog der Hs. I 1, welcher eigentlich eine kurze Geschichte der Päpste ist. Sehr viel Material ist in den Hss. vorhanden zur Geschichte des Baseler Concils, ³) für welches man in den österreichischen Klöstern Partei genommen hat; auch über die hussitischen Angelegenheiten findet sich manches. Viele Nachrichten enthalten die Hss. natürlich über Melk selbst; namentlich liebte es Slitpacher, gelegentlich Bemer- kungen in annalistischer Form zu machen. Besondere Erwäh- nung verdienen die beiden Verzeichnisse von Mitgliedern unseres Stiftes im 15. und zu Beginn des 16. Jh. ⁴) Geschichtliche Werke der Kirchenschriftsteller sind ein- zelne vorhanden von Gregor d. Gr., Rufinus und Sulpicius Severus. Sehr wertvoll ist die Hs. G 32, welche Werke von Beda enthält. ¹) Der Obersichtlichkeit wegen sei die Trennung in Kirchen- und Profangeschichte gestattet; manche Werke fallen natürlich unter beide Kategorien. ²) Hss. C 12, E 11, E 89, F 8, F 12, H 9, I 8, I 34, K 17, L 42, L 58, M 4— M 8, 724, 760, Q 2, Q 34, R 13, R 21, R 35. ³) HSs. E 5, 729, 0 44, P 32. 2) E 17, 1 1. 7 Als Anhang sind hier noch anzuführen die apokryphen Schriften, ¹) die eigentlich mehr theologisches Interesse haben, und die Necrologien. ²) In das Gebiet der Profangeschichte gehören zunächst die Annalen, welche in unserem Kloster durch mehr als vier Jahr- hunderte hindurch aufgezeichnet wurden. Die Hs. 11, in welcher dieselben enthalten sind, ist eine der wichtigsten und reich- haltigsten unserer Bibliothek. Ferner sind zu erwähnen die Chronica minor und die Minoritenchronik, ³) eine Geschichte der Kaiser und Päpste aus dem Ausgange des 13. Jh. Diese war im Mittelalter sehr verbreitet und wurde vielfach um- gearbeitet. Von politischen Schriften sind die des Abtes Engelbert, von Admont und des Aegidius von Rom zu nennen. Größere Bedeutung haben die Urkundensammlungen ⁴) und Formelbücher. ⁵) Diese letzteren enthalten gewöhnlich auch wirklich ausgestellte Urkunden mit Weglassung von Einzel- heiten— der Inscription und der Datierung—; sie dienten als Beispiele. Quellen für diese und für die Urkundensamm- lungen waren Regesten, Acten und Urkundenbücher; ⁶) ein solches enthält die Hs. 957. Hier sei gleich bemerkt, dass viele Urkunden sich auf die Vorgänge beziehen, welche sich in Osterreich im J. 1452 abspielten. Der damalige Abt unseres Stiftes, Stephan von Spannberg, war ein hervorragendes Mit- glied der ständischen Opposition, und man hatte daher Ge- legenheit und Interesse, derartige Urkunden abzuschreiben. Von den Reisebeschreibungen ist die des Odoricus von Friaul hervorzuheben; dieser kam bis Indien und China und starb im J. 1331. Für die Literaturgeschichte ist die Hs. R 28 wichtig. Briefe sind aus dem 15. Jh. in großer Anzahl vorhanden;) viele derselben sind von B. Pez und Phil. Hueber veröffent- 1)) E 31, H. 18, H 96, P 58. 2) I1 1, R 2, 957. 3) H 17. IH 18. 4) G 3, 729, 730, N 13. ⁵) G 2, G 35, 720, 0 44, P 50. 6) S. Palacky, UÜber Formelbücher. 1. Lief. Prag 1842 S. 223. ²) Hss. G 3, H 31, H 44, H 45, K 56, L 88, 716, O 19, P 25, P 57, 931. 8 licht worden. ¹) Geschichtliche Bedeutung haben die Briefe über die Einnahme Constantinopels durch die Türken; ²) die große Zahl derselben spiegelt den starken Eindruck wieder, den dieses Ereignis auf die christliche Welt gemacht hat. Auch von Aeneas Sylvius, dem späteren Papste Pius II., finden sich einige Briefe. Hieher gehören auch die Zeitungen, kurze Be- richte über wichtige Ereignisse. Bezeichnend für die Art und Weise, wie solche Nach- richten verbreitet wurden, sind die Bemerkungen zu den HSs. B 24, N 13 u. 730. Endlich seien noch erwähnt die zahlreichen Grabschriften und Gedichte, die nur geringen geschichtlichen Wert besitzen. — Was das Alter der Hss. anbelangt, so ist zu bemerken, dass mit einer Ausnahme— G 32— keine über das 12. Jh. hinauf- reicht. ³) Die älteren Hss. sind zum Theile beim großen Brande des J. 1297 zu Grunde gegangen; ¹) die weitaus größte Zahl der Hss. stammt aus dem 15. Jh. Besondere Aufmerksamkeit habe ich der Herkunft der Hss. geschenkt. In den meisten Fällen lässt sich diese nicht mehr feststellen, in manchen ist es jedoch noch möglich. Auf den Einbanddeckeln finden sich nicht selten Anmerkungen über den früheren Besitzer. Manche Hss. sind durch Kauf erworben worden, andere sind durch Schenkung in unsere Bibliothek gekommen. Die meisten Hss. sind in unserem Kloster selbst geschrieben worden, besonders im 15. Jh. ⁵5) Nur dem Fleiße der damaligen Mitglieder unseres Stiftes ist die verhältnis- mäßig große Anzahl unserer Hss. zu verdanken. Unter den Männern, welche durch geschichtliche Aufzeichnungen sich ein Verdienst erworben haben, sind hervorzuheben Johann Slitpacher, Martin von Senging, Wolfgang von Steyer und ¹) Pez-Hueber III. 192 ff. ²) 29. Mai 1453. ³) Dies gilt natürlich nur von den gesch. Hss. 4) Kropff 14, Keiblinger 381. ⁵) Die Hss., welche wahrscheinlich in unserem Kloster geschrieben wurden, sind mit einem Sternchen versehen; wo es möglich war, habe ich auch den Schreiber angegeben. 9 Konrad von Würzburg. ¹) Als Schönschreiber haben sich her- vorgethan Christophorus Lieb und Wolfgang Frischman. ²) Die Schriften, welche in unserem Kloster geschrieben wurden, sind entweder Abschriften anderer Werke oder Original- schriften. Diese letzteren sind folgende: 1. Annales Mellicenses.(12.—16. Jh.) Vita s. Colomani.(12. Jh.) Breve chronicon Austriae.(12. Jh.) Historia fundationis monasterii Mellic.(14. Jh.) Vita b. Gothalmi von Bernardus Dapifer.(14. Jh.) Historia crucis Mellicensis.(14. Jh.) . Historia Friderici III.(15. Jh.) . Itinerarium Wolfgangi de Styra.(15. Jh.) .(Wahrsch.) Historia de morte Alberti II.(15. Jh.) Dazu kommen noch einige kleinere Aufzeichnungen; diese sind im Anhange veröffentlicht. Es geht daraus hervor, dass die Originalaufzeichnungen 9 90 9 K 90 po im 15. Jh. nicht von besonderer Bedeutung sind; man hat sich mehr mit dem Abschreiben fremder Werke beschäftigt. Zu diesem Zwecke haben die Klöster ihre Hss. unter einander ausgeliehen. ³) Wo Urkunden im Originale vorhanden sind, ist das aus- drücklich bemerkt; dieselben finden sich auf den Einband- deckeln und sind gewöhnlich zerschnitten. 4¹) Alle anderen Urkunden sind Abschriften. Das Datum habe ich der Kürze wegen überall in moderner Weise gegeben. Anfang und Ende eines Werkes habe ich nur dort an- geführt, wo daraus etwas für das Werk selbst ersichtlich war. Signaturen habe ich beide gegeben, mich jedoch, soweit sie vorhanden ist, an die ältere gehalten. Beide stimmen nicht genau miteinander. ¹) Kropff 368 ff, 449 fl, 470 ff. Keiblinger 536, 540 ff. 2²) Kropff 317 ff, 357 ff. Keiblinger 535 ff. ³) Vgl. Hs. L 59, S 35 a, 49 b. 4) Bruchstücke von Privaturkunden finden sich in folgenden Hss.: 1, B 40, D 41, E 19, E 21, E 60, E 78, F 25, F 27, H 7, H 23, H 64, 97, I 4, I 12, K 6, L 9, 0 43, Q 5, Q 59.— Roteln sind in den Hss. B 3 H Q 8 u. 1127. —1⁰ Über die Angabe der Seitenzahl ist zu bemerken, dass bei den meisten Hss. die Blätter gezählt sind; in diesem Falle erscheint dieselbe Seite zweimal. Viele Werke sind doppelt oder mehrfach geschrieben. Im 15. Jh. wurden häufig die älteren Hss., die vorhanden waren, abgeschrieben. In diesem Falle habe ich die Werke im allgemeinen nur einmal angeführt und die weiteren Vor- kommnisse in Klammern beigesetzt. Die Literatur habe ich, soweit es mir möglich war, an- geführt; dass hier manche Lücken vorhanden sind, möge man gütigst entschuldigen. Bezüglich der Ausgaben habe ich im allgemeinen auf Potthast verwiesen; nur bei den Veröffent- lichungen aus unseren Hss. habe ich dieselben eigens ange- geben. Diese Veröffentlichungen sind ungemein zahlreich. ¹) Im vorigen Jahrh. haben die Gebr. Pez, Kropff, Schramb und Hueber schon das meiste geschichtliche Material unserer Hss. veröffentlicht. Drei Quellen sind auch in die Monumenta Ger- maniae aufgenommen worden. Urkunden aus unseren Hss. sind gedruckt bei Pelzel, Pray und wahrscheinlich auch bei Chmel; dieser hat jedoch seine Quellen nicht ausdrücklich genannt. Zum Schlusse spreche ich den Herren Geheimrath Watten- bach in Berlin, den Proff. Huber und Mühlbacher' in Wien und dem Bibliothekar unseres Stiftes, Prof. Dr. Rudolf Schachinger, für vielfache Unterstützung, der Direction der k. k. Universitätsbibliothek in Wien für die Zusendung von Büchern meinen besten Dank aus. ¹) Sie sind kenntlich gemacht durch den Beisatz„Ausg.“ oder„Gedr.“ * 2.(A 3.) 4⁰. Pp. 15. Ih. S. 266 a Nachricht von dem Tode Gersons.(K 19.) ... Complevit autem iste doctor elevatus hoc opus egregium super cantica canticorum apud lugdunum Anno domini 1429 die sabbati nona mensis julii, duodecima vero die eiusdem mensis anno etatis sue seagesimo sexto inter verba oracionis spiritum deo devote redGidu. Schwab: Johannes Gerson, Würzburg 1858. S. 773. Catal. 7. Eine Grabschrift auf Gerson befindet sich in der Hs. K 11, S. 9 b- 10 b. S.(A 10.) 40 Pp. 15. Jh. S. 49— 115 Leben der h. Väter. Catal. 20. Von demselben Werke ist ein Bruchstück in der Hs. Q 4 aus dem 14. Jh. Eine ähnliche Hs. ist G 47 auch aus dem 14. Jh. 40.(B 4.) Fol. Pp. 15. Jh. 1. S. 91 a— 94 a Lebensbeschreibung des h. Hieronymus von Laudivius.(L 80.) 2. S. 97 a— 180 a Engelbert von Admont: De regimine principum. Lorenz II. 345, Potthast ² 406. Die Hs. ist ein Geschenk des Vicars Oswald in Schär- ding 1478. Catal. 85. * 59.(B 24.) 12⁰ Pp. 15. Jh. 1. Innens. des vord. D.: Stammbaum der Habsburger von Rudolf I. bis Karl V. mit geschichtlichen Bemerkungen. 2. S. 11 a u. b Schreiben Johann Hunyadys an König Ladislaus über die Schlacht von Belgrad. 24. Juli 1456.(G 23.) Kropff 54, Gedr. Pray III. 180 ff. 3. S. 167 a u. b Nachricht von dem Erdbeben in Sicilien und Neapel am 4. December 1456. Ende: Praefate novwitates lamentabiles ex quadam scedula sunt copiate in monasterio mellicensi octava die februarii anno domini 1457. 12 4. S. 167 b Bericht über die Sendung Martins von Senging nach Rom.— Keiblinger 541, Gedr. Kropff 453. 5. S. 171 a— 177 a Auszug aus dem Werke des Diogenes von Laerte über das Leben der Philosophen.(B 4, K 24, L 39, 755.) 6. S. 185 a u. b Nachrichten von der Eroberung Con- stantinopels. Ende: Praedicta sunt copiata in nostro monasterio mellicensi, cum praesens esset dominus archiepiscopus nidrosiensis praedicator contra turcos, cui praedicta a fide digno sunt recitata.— Keib- linger 588. 7. Innens. des rückw. D.: Nachrichten über Melk. Anno domini 146 2 in vigilia Jacobi apostoli tam vehemens erupit pluvia eirca mellicum, qualis viæ fuit in hominum memoria, unde et rivus ibidem fluens mirabiliter inundavit. Schramb 473, Keiblinger 614. Item anno 1466 post pasca mirabilis venit ex pluvia inundacio riparum cum multo dampno rerum diversarum. Die weiteren Nachrichten sind gedr. bei Keiblinger 629, 630.— Catal. 133 ff. Fast die ganze Hs. ist von Slitpacher geschrieben. * 60.(B 25.) 12⁰ Pp. 15. Jh. Innens. des vord. D.: Bericht über den Zug des Königs Mathias gegen die Türken im J. 1475. Catal. 120. * 61.(B 26.) 12⁰ Pp. 15. Jh. 1. Innens. des vord. D.: Ein Schreiben Mohammed II. an die Christen. Constantinopel 2. August 1476. 2. S. 147 a— 175 a Engelbert von Admont: De ortu et statu et fine romani imperii.— Lorenz II. 343 ff, Potthast?² 406. 3. S. 198 a u. b, 205 a u. b Verhandlungen österreichischer und bairischer Benedictineräbte wegen einer gemeinsamen Observanz. 1472. Kropff 355, 388, 401, Schramb 481, 483, Keiblinger 639. 4. S. 228 b— 229 a Ein Schreiben des Propstes von Press- burg über eine Niederlage der Türken 1475. 5. S. 229 a Friedensschluss zwischen den Königen Mathias von Ungarn und Kasimir von Polen. 1474.— Huber III. 229. 13 6. S. 229 b— 230 b Bestimmungen des Reichstages zu Regensburg wegen eines Zuges gegen die Türken 1471. Kropff 58. 7. S. 238 b— 239 a Bericht über den Zug des Königs Mathias gegen die Türken 1475.(deutsch.)— Huber III. 233 ff. 8. Innens. des rückw. D.: Bericht über eine Niederlage der Türken durch Trekole bei Sabacz.(deutsch.) Ende: Ouidam civis in Lremss inter extensa scripta scripsit haec ex wienna suis concibibus. Kropff 58. Catal. 122 ff. Fast die ganze Hs. stammt von Slitpacher. 124.( 2.) Fol. Innens. des vord. Deckbl.(Pg.): Bruchstück einer Urkunde König Ruprechts. Nürnberg 19. Februar 1401.(Orig.) ... Predecessorum igitur nostrorum dive memorie vestigiis in- herentes, ew quo divina hoc ordinante clemencia coronam Suscepimus regiam solium ascendentes sacre Romane Regie dignitatis devocioni tue pro ludewico poll de wienna clerico dicte pataviensis dioeceseos porrigimus primarias preces nostras te requirentes attencius et mo- nentes, quatenus praedictum ludewicum ob nostri et sacri Romuni Regni iuris conservacionem et primariarum precum nostrarum rebe- renciam beneficium cum cura vel sine cura ad tuam pertinens colla- cionem vacans pronunc vel proæimum vacaturum cum omnibus et singulis ipsius juribus honoribus et emolumentis conferas seu prae- fatum ludewicum ad ipsum beneficium, si praesentare habes, prae- sentes modis et formis ac sollempnitatibus in hiis fieri consuetis le exhibendo in praemissis adeo liberaliter ut obinde sencientes te nostra ac sacri Romani Regni jura cum devocione promovere tuis commodis et honoribus ampliandis gratiosus intendamus. Harum sub nostri Regie Maiestatis Sigilli appensione testi- monio litterarum. Datum Nurenberg Anno domini millesimo Ouadrin- gentesimo primo decima nona die mensis februarii Regni vero nostri anno primo. Catal. 192. Chmel, Regesta Chronologico-Diplomatica Ruperti. Frankfurt 1834 Nr. 173. 14 * 134.(C 12.) Fol. Pp. 15. Jh. S. 1 a— 272 a Ein Theil des großen Legendariums.(Die Heiligen des Mon. December.) Catal. 201 ff. Kropff 333 ff. Archiv X. 644 ff. Die Hs. stammt von Christophorus Lieb. * 144.(C 22.) Fol. Pp. 15. Jh. S. 161 a— 188 b Ein Schreiben Pius II. an den Sultan über den Aberglauben der Türken.(1461.) Pastor II. 179, Voigt III. 658. Die ganze Hs. stammt von Johannes von Ysenhut. Kropff 315, Catal. 212, 213. 149.(C 27.) Groß-Fol. Pg. 14. Jh. Init. Min. 1. Innens. des vord. D.: Bruchstück einer Urkunde des Klosters Braunau. 7. Dec. 1342.(Orig.) 2. S. 76 a— 122 b, 167 b Constitutionen der Päpste Gregor IX. Benedict XII. und Clemens VI. für die Benedictiner. 3. Innens. des rückw. D.: Bruchstück einer päpstlichen Urkunde über die Verwaltung des Klosters Braunau.(Orig.) Datum Koinione VI. Idus Novembris pontificatus nostri anno primo.— Catal. 221, 222. 151.(C 29.) Groß-Fol. Pg. 14. Jh. Init. Min. 1. S. 1 a Schreiben Johann XXII. über den Widerruf des Johann von Poliaco. Avignon 25. Juli 1321. 2. S. 1 a— 1b 7 Urkunden Bonifaz VIII.(ohne Datum), darunter die Bulle„Unam sanctam“. 3. S. 1 b— 2 a Schreiben Johann XXII. über die kirch- lichen Einkünfte. Avignon 25. October 1317. 4. S. 3a— 3 b Bulle Johann XXII. über die„Clementinae“. Avignon 1. November 1317. 5. S. 59 a— 59 b Bulle Johann XXII.(Execrabilis) gegen die Cumulation von Beneficien. Avignon 19. November 1317. Catal. 223, 224. 154.(C 32.) Fol. Pg. 13. Jh. S. 168 b: Urkunde über den Verkauf des Zehents in Leobersdorf, Matzendorf und anderen Orten von Seite des 15 Stiftes Melk an die Herren Ulrich, Heinrich und Friedrich von Wallsee. Wien, 24. April 1388. Kropff 24, Keiblinger 457. Catal. 226. 186.(D 23.) Fol. Pg. 12. Jh. Init. S. 1 b— 24 b Honorius von Autun(?): Imago mundi. Das Werk ist eine Beschreibung der ganzen Welt; und enthält auch eine kurze Chronik. Potthast² 620, Wattenbach II. 258 ff. Mon. Germ. 88. X. 127, 132 ff. Archiv III. 314. Catal. 265. Auf der Innens. des vord. D. steht: Jo(hannes) de Monaco. *215.(E 5.) Fol. Pp. 15. Jh. Init. 1. S. 87 a— 257 b, 261 a— 309 b Acten des Basler Con- cils: Reden und Predigten auf demselben, Verhandlungen mit Eugen IV. und Frankreich etc. 2. S. 258 a— 260 b Pragmatische Sanction Karl VII. von Frankreich. Bourges 7. Juli 1438.— Kropff 460 ff, Hefele VII. 762 ff. 3. S. 313 a— 319 a Ein Schreiben des Aeneas Sylvius an Petrus de Noxeto über die Thätigkeit des Basler Concils. Basel 20. Juni 1437. Kropff 50, Archiv VI. 193, Archiv f. österr. Gesch. XVI. 337. 4. S. 319 a— 320 b Ein Schreiben über den Tod König Albrecht II.(H 75 u. 730.) Potthast?² 606, Lorenz I. 271, Ausg. Pez S8S. II. 675 ff. Catal. 283 ff. Die Hs. ist von Martin von Senging geschrieben, der selbst auf dem Basler Concile anwesend war.(Keiblinger 540.) Ich vermuthe, dass auch der Bericht über den Tod Albrecht II. von Martin von Serging herrührt; an wen er gerichtet ist, lässt sich nicht bestimmen. 221.(E 11.) Fol. Pp. 15. Jh. S. 2— 351 b Lebensbeschreibungen von 121 Heiligen. (deutsch.) Catal. 317. 318. 232.(E 20.) 12⁰° Pp. 15. Jh. S. 186 b— 188 a Bericht über das Erdbeben in Valencia- 1427.(931.) Catal. 330. 16 234.(E 25.) 12⁰° Pp. 15. Jh. 1. S. 53— 137 Rufinus: Leben der h. Väter.— Potthast 521. 3 2. S. 278— 279 Auszüge aus verschiedenen Legenden.— Catal. 331. 4 237.(E 26.) 12⁰ Pp. 15. Jh. 1. S. 1— 178, 236— 373, 402— 445. Auszüge aus Augustinus, Eusebius, Hieronymus, Rufinus u. a. über heidnische und christ- liche Schriftsteller. 2. S. 435— 530, 621— 829 Kirchengeschichte bis zum J. 380 n. Chr.(in Auszügen aus Eusebius, Rufinus u. a.) Die ganze Hs. ist von Martin von Senging geschrieben. Kropff 458. * 241.(E 31.) 120 Pp. 15. Jh. 1. S. 143 a— 197 b Kirchengeschichte des Bischofs Haymo von Halberstadt.(† 853.)(L 48 u. H 96, ein Auszug H 32.) Potthast² 571. 2. S. 198 a Beschreibung Christi. 3. S. 199 a— 199 b Briefwechsel zwischen Abgar u. Christus. 4. S. 199 b— 200 a Brief des Pilatus an Nero. Apokryphe Schriften. Kraus 45, 46. Ende: Finitus est iste libellus feria tercia post letare anno elc. 1445. 267.(E 58.) Fol. Innens. des rückw. D.(Pp.) Schreiben des Erzbischofs Johann von Salzburg über die Reform des Klosters Millstatt. Salzburg 10. December(14)30.— Keiblinger 511. Gedr. das. 1156. 298.(E 89.) 12 ⁰ Pg. 14. Jh. S. 1 a— 77 b Lebensbeschreibung der Klausnerin Wilburgis. Anf.: Incipit vita zwilburgis incluse et sororis sancti floriani, guam scripsit Eunwicus frater eiusdem monasterii et praepositus. Keiblinger 258, Lorenz I. 293, Stülz, Gesch. von St. Florian. Linz 1835, S. 37 ff. Czerny, Handschriften von St. Florian. Linz 1871, S. 113. Ausg. Pez S8S. II. 217 ff. 17 Die Hs. ist auch dadurch interessaut, dass wir mehrere Besitzer derselben kennen. S. la ist als solcher angegeben Brassicanus.(S. Keiblinger S. 735 N. 1.) Dann kam sie in den Besitz des Bischofs Johann Faber von Wien und endlich kaufte dieselbe ein Dr. Haeringshauser, wahrscheinlich der Vater unseres Sigismund H., durch den sie in unsere Bibliothek kam. 310.(F S.) Fol. Pg. 13. Jh. Init. Miniat. S. 1 a— 264 b Legenden von 63 Heiligen; darunter S. 47 a — 59 a Leben des h. Severin von Eugippius.— Potthast 887. Ausg. Pez SS. I. 64 ff. Zwischen S. 263 b u. 264 a sind 2 Blätter eines Legendars aus dem 14. Jh.— Kropff 23, Archiv III. 312, X. 601. 313.(F 12.) Fol. Pg. 14. Jh. 1. Innens. des vord. D.: Fragmente von Melker Annalen aus dem 15. Jh.(ad a. 1110, 1112.) 2. S. 53 a— 58 a Leben der h. Barbara.— Kropff 42. * 342.(G 2.) 40 Pp. 15. Jh. S. 49 a— 83 a, 85 a— 87 a Formelbuch; darunter S. 61 b — 62 a Urkunde der Confraternität zwischen Melk und dem Kloster St. Dorothea in Wien. 20. April 1420.— Keiblinger 502. S. 62 a— 62 b Urkunde der Confraternität mit Gurk. 24. August 1444. S. 75 b Aufnahme der Witwe Heinrichs von Zelking in die Confraternität. 25. Mai 1420.(deutsch.)— Keiblinger 502. S. 86 a Schutzbrief des Königs Ladislaus für die Religiosen Paulus und Johannes aus Indien. Wien 12. August 1455.— Kropff 55. * 343.(G 3.) 4° Pp. 15. Jh. L. S. 1. S. 1— 5 Bestätigung der„Carolina“ ¹) durch Martin V. Constanz 16. December 1417. 2. S. 5—7 Urkunde des Cardinals Petrus, Augsburg 13. April 1451 mit einem Transsumpt Nicolaus' V., worin der- selbe die„Carolina“ bestätigt. Rom 9. Februar 1450. ¹) Die„Carolina“ ist ein Gesetz Karl IV. zum Schutze des kirch- lichen Eigenthums vom 13. October 1359. Raynald ad h. a. Nr. 13., Pelzel, Karl IV. 612, 613, Palacky II. 2. 359. 2 18 3. S. 7— 12 Bulle des Basler Concils, durch welche dem Kaiser Sigismund und seinen Nachfolgern das Recht der„ersten Bitten“ ¹) zugestanden wird. 20. September 1437. 4. S. 12— 205 Formelbuch enthaltend Urkunden von Karl IV.(94 St.), Wenzel(7 St.), Sigismund(24 St.), Albrecht II. (1 St.) und Urban V.(2)(1 St.) 5. S. 206— 237 Schreiben des Bischofs Leonhard von Mytilene an den Papst über die Eroberung von Constantinopel. Chios 16. August 1453.— Potthast² 720. 6. S. 238— 240 Geschichte der Zerstörung Babylons durch Cyrus. 7. S. 241— 243 Excommunication Gregors von Heimburg durch Pius II.(Schreiben des Papstes an die Stadt Nürnberg 18. October 1460.)— Potthast² 22. 8. S. 243— 251 Berufung Gregors von Heimburg 1461. (B 33.)— Lorenz II. 382 ff, Potthast?² 573. 9. S. 252— 277 Rede Pius II. auf der Versammlung zu Mantua. 26. September 1459. 10. S. 277— 281 Vorschläge des Kaisers bei dieser Ver- sammlung.— Kropff 50, Voigt III. 71 ff, 93 ff, Pastor II. 43 ff. 11. S. 282— 393 Verschiedene Reden und Briefe bes. von italienischen Gelehrten. TI. B. 12. S. 394— 427 Formelbuch enthaltend Privaturkunden. 13. S. 428— 434 Gesetz Sigismunds vom 15. März 1433. (deutsch.) 14. S. 435— 468 Die goldene Bulle Karl IV.(1356.)— Potthast² 194. 15. S. 469— 474 Concordat Nicolaus V. mit den deutschen Fürsten. Rom 19. März 1448.(0 5.)— Chmel, Gesch. Friedr. II. 436 ff, Voigt I. 418. 16. S. 475 Bestimmungen der Diöcesansynode von Bam- berg 1451.— Hefele-Hergenröther VIII. 41. 17. S. 476— 478 Schreiben Wenzels an den König von England über die Rechtmässigkeit Urban VI.(20. Mai 1379.)— Raynald ad a. 1379 Nr. 40, Pelzel, Wenzel IV. 83. ¹) Das Präsentationsrecht. 19 18. S. 478— 481 Schreiben Wenzels in derselben Angelegen- heit an alle geistlichen und weltlichen Fürsten. 19. S. 481— 483 Schreiben Karl IV. an die Königin Johanna von Neapel über die Rechtmässigkeit Urban VI.— Gedr. Pelzel, Karl IV. Urkb. 389; Palacky III. I. 7. 20. S. 483— 486 Schreiben Ludwig des Baiers an Karl von Böhmen„quare se de imperio ingerat“ und Antwort Karls.(1347.) — Pelzel, Karl IV. Urkb. 39 ff. 21. Schreiben Urban VI. an Wenzel über die sicilischen Angelegenheiten.(1382.)— Pelzel, Wenzel IV. Urkb. 53, Palacky III. 1. 8. 22. S. 488— 494 Concordat Eugens IV. mit den deutschen Fürsten. Rom 7. Februar 1447.(O 5.)— Raynald ad a. 1447 Nr. 4, Chmel, Gesch. Friedr. II. 407. 23. S. 494— 507 Urkunde Calixt III., worin er dem Kaiser Friedrich III. das Recht der„ersten Bitten“ zugesteht. Rom 1. October 1455 mit einem Transsumpt von Nicolaus V. Rom 22. September 1454. 24. S. 507— 508 Schreiben des Cardinallegaten Nicolaus von Cusa an den Bischof von Würzburg. 24. Mai 1451. 25. S. 509— 511 Bestätigung der Wahl Wenzels durch Urban VI.— Pelzel, Karl IV. Urkb. 258 ff. 26. S. 511— 512 Schreiben Karl IV. über die Gefangen- nehmung seiner Gesandten durch Konrad von Aufenstein.— Palacky, UÜber Formelbücher 2. Lief. Prag 1847. S. 22. 27. S. 512— 514 Schreiben Innocenz VI: an den König Kasimir von Polen. 28. S. 514— 515 Schreiben Gregor XI. an den Kaiser über seine Krönung. 29. S. 515— 516 Ein Schreiben über die sicilischen An- gelegenheiten. 30. S. 517— 527 Briefe Karl IV.(18 St.)— Kropff 52; einige davon gedr. bei Pelzel, Karl IV. Urkb. 254 ff. 31. S. 528— 536 Urkunden Karl IV.(9 St.) 32. S. 536— 538 Urkunde des Dogen Franz Foscari und des Rathes von Venedig in Grenzangelegenheiten mit dem Bischof von Brixen und dem Grafen von Görz.(Ohne Datum.) 33. S. 538— 555 Formelbuch enthaltend Privaturkunden. 2* 34. S. 626— 723 Anleitung zur Abfassung von Urkunden. (deutsch.) 35. S. 724— 725 Ein Schreiben des Bürgermeisters und des Rathes von Weißenburg an Kaiser Friedrich III. 12. April 1462. 36. S. 726— 738 Drei weitere Schreiben des Bürg ermeisters und des Rathes von Weißenburg an Personen der Umgebung des Kaisers.(Ulrich Rieder, Berthold Hoppen und Peter Gampen.)(deutsch.) 37. S. 728— 733 Formulare des Ausschreibens in der Kanzlei des Herzogs Ludwig(von Baiern). Aus dieser Hs. sind noch Urkunden gedruckt bei Pelzel Karl IV. Urkb. S. 110, 189, 224, 250 ff, 389 ff. Die Hs. stammt von Konrad von Würzburg. 357.(G 17.) 4⁰ Pp. 15. Jh. S. 307— 310 Schreiben des Basler Concils über die Ver- einigung mit den Griechen und über die Aufbringung der Kosten für die griechische Gesandtschaft. 14. April 1436.— Hefele VII. 635. * 363.(G 23.) 4* Pp. 15. Jh. S. 8 a Schreiben des Patriarchen Ludwig von Aquileja über die Einführung der Reform in Obernburg.(Ohne Datum.) — Keiblinger 508. Die ganze Hs. stammt von Slitpacher. 369.(G 29.) Föl. Pp. 14. Jh. S. 1 a— 180 b Aegidius Romanus: De regimine principum. (Auszug daraus H 82.)— Lorenz II. 339, Potthast² 17. 370.(G 32.) Fol. Pg. 9. u. 10. Jh. Init. 1. S. 22— 26 Beda: De sex aetatibus mundi.— Potthast² 137, 138. 2. S. 39— 42 Ostertafeln von 836—999 mit geschichtlichen Randbemerkungen. 3. S. 44— 55 Calendarium mit geschichtl. Eintragungen. 4. S. 59— 191 Beda: De temporibus.(Auch G 48 aus dem 12. Jh.)— Kropff 19, Potthast?² 138. 21 Die Hs. stammt aus dem Kloster St. Germain d'Auxerre in Frank- reich. UÜber dieselbe hat gehandelt Sickel: Sitzungsber. der Wiener Acad. phil. hist. Cl. 38. B. 1862 S. 161 und ausführlicher: Bibliothéque de l'école des chartes t. III. Paris 1862 S. 38 ff. Das sind auch einige der geschicht- lichen Eintragungen.(S. 35 u. 36.) Die Hs. ist auch interessant durch die irischen Initialen und durch die häufig vorkommenden tironischen Noten. (Z. B. S. 12— 15, S. 143). Zwei Abbildungen aus dieser Hs.(S. 52 u. S. 143) sind in den Monumenta graphica medii aevi T. VIII, 11 u. 12. 372.(G 35.) Fol. Pg. 14. Jh. schöne Hs. Init. S. 1— 172 Formelbuch des Thomas von Capua.— Kropff 44, Archiv III. 315, Rockinger, Briefsteller und Formelbücher. München 1863. XXVII. 2. S. 173— 210, 213— 250, 285— 318 Formelbuch des Jo- hannes Bondi von Aquileja.(Auch H 16 b, 720 u. 968.)— Rockinger 950 ff. 3. S. 319— 332 Sammlung von Arengen. 380.(G 46.) Fol. Pg. 14. Jh. Init. S. 1 a— 150 b Die vier Bücher Dialoge Gregor d. Gr. (G 56, A 10, E 25, K. 21, deutsch.)— Potthast² 539. 393.(H 3.) Fol. Pp. 15. Jh. S. 1 a— 87 b Bairisches Landrecht vom Jahre 1346.(deutsch.) Ende: Hye hat das puech ein endt Got und Maria uns allen unsern kummer wendt. Anno domini Millesimo Quadringentesimo secto per me os- zwaldum scriptorem. Kropff 74, Archiv VI. 193, X. 603. 398.(H 9.) Fol. Pp. 15. Jh. Init. 1. S. 166 a— 191 a Leben des h. Anselm von Canterbury von Eadmer.— Potthast 603. 2. S. 274 a— 302 a Legenden der Heiligen Barbara, Placidus, Scholastica und Wolfgang. 3. S. 308 b Grabschrift für den Abt Simon von Mondsee. ( 1463.) 4. Das. Grabschrift für den Abt Stephan von Melk.(† 1453.) (L 88.)— Gedr. Kropff 251, Schramb 442. 22 * 399.(H 10.) Fol. Pp. 15. Jh. 1. S. 3— 142 Geschichte der Heiligsprechung des Mark- grafen Leopold III. von Osterreich.— Keiblinger 637 ff, Gedr. Pez SS. I. 577 fl. 2. S. 143— 146 Geschichte der Gründung von Melk.(H 104, K 4, L 80, 934.)— Keiblinger 443, Potthast² 609, Gedr. Pez SS. I. 296 ff. 405.(H 16.) Fol. Pp. 15. Jh. S. 1 a— 56 a Joh. Boccaccio: De mulieribus claris.(Aus- züge daraus K 24.) * 406.(H 18.) Fol. Pp. 16. Jh. 1. S. 149— 161 Die Chronik aus dem Werke des Honorius von Autun: Imago mundi, fortgesetzt bis Friedrich III. 2. S. 163— 289 Die Minoritenchronik, erweitert und fort- gesetzt bis zum J. 1471. Die Erweiterungen beginnen bei Heinrich V.; benützt wurden dabei hauptsächlich Regensburger Quellen und die Contin. Altah. In der Chronik selbst wird außer dem„speculum historiae vincentii“ eine„chronica s. consecrati petri Ratisb.“ als Quelle genannt.(S. 233.) Die zahlreichen Randbemerkungen enthalten auch eine Reihenfolge der Salzburger Erz- bischöfe. 3. S. 290— 293 Grabschriften auf Albrecht II., seine Ge- mahlin Elisabeth und auf Ladislaus; Geschichte Friedrich III. — Potthast² 105, Ausg. Pez SS. II. 462 ff. 4. S. 295— 311 Reihenfelge der Kaiser bis Sigismund. 5. S. 313— 319 Reihenfolge der ungarischen Könige bis Mathias. 6. S. 321— 324 Geschichte Baierns von der Römerzeit bis zum J. 1353. 4 7. S. 325 Bruchstück einer päpstl. Urkunde für Regens- burg„de translatione s. Dyonisii“. Regensburg 7. October 1052. 8. S. 326 Geschichte von Regensburg. 9. S. 327— 328 Reihenfolge der Bischöfe von Regensburg. 10. S. 329— 331 Reihenfolge der Bischöfe von Lorch und Passau.— Gedr. Schramb 495 ff. 11. S. 345— 348 Lebensbeschreibung des Erzbischofs Udo von Magdeburg(2). 23 12. S. 349— 352 Geschichte Mohammeds. 13. S. 353— 354 Bulle des Basler Concils gegen Eugen IV. 25. Juni 1439.— Hefele VII. 779. 14. S. 359 Ein Brief des Pontius Pilatus an Tiberius. 15. Das. Brief eines römischen Beamten an den Senat über Christus.(apokr. Schriften.) Eine ganz ähnliche Hs. befindet sich in der Wiener Hofbibliothek. Archiv X. 535. 408.(H 20.) Fol. Pp. 14.—15. Jh. S. 143— 221 Martyrologium. * 416.(H 32.) 12⁰0 Pp. 15. Jh. S. 304— 306 Auszüge aus der historia Hierosolymitana.(H 44.) Anf.: Historia Jerosolimitana libros octo continel parciales, in quibus describitur inicium passagii ad terram sanctam. * 424.(II 42.) 12⁰° Pp. 15. Jh. 1. S. 225 a— 234 b Auszüge aus dem Werke des Marco Polo. Anf.: I cristi nomine 1465. Incipiunt excerpta ex historia marci pauli de veneciis de regionibus orientalibas. 2. 235 a— 245 b Ein Schreiben des Priesters Johannes.— Potthast ² 674. Anm.: De confirmacione omnium, quae superius dicta sunt gquasi incredibilia, verissima esse quidam cardinalis Stephanus nomine sub pollicitacione sue jidei dicebat et omnibus patenter pro- nunciabat. Eæplicit epistola sive hyustoria presbgteri Johannis mira- bilis valde. 1465. 3. S. 255 b— 257 a Urkunde Eugen IV. über die Vereinigung mit den Griechen.— Hefele VII. 741 ff. 4. S. 257 a u. b Urkunde über die Vereinigung mit den Armeniern.— Raynald ad a. 1439 n. 13, Hefele VII. 789. 5. S. 257 b Kurzer Bericht über den Streit des Basler Concils mit Eugen IV. und über die Vereinigung mit den Griechen auf dem Concil zu Florenz. 6. S. 271 a— 275 a Gutachten Nicolaus' von Dinkelsbühl ¹) über die Reform der österreichischen Benedictinerklöster.— Schramb 309 ff, Keiblinger 480. Gedr. Kropff 184 ff. Die Hs. stammt zum größten Theile von Slitpacher. ¹) Professor an der Wiener Universität. Aschbach 430 ff. 24 * 426.(H 45.) 12⁰ Pp. 15. Jh. 1. S. 233— 240 Schreiben Stephans von Spannberg an Johann Slitpacher über die Verhältnisse in Osterreich im J. 1441. Melk 8. December 1441.(P 25.)— Keiblinger 554 N. 2., Gedr. Pez- Hueber III. 281 ff. 2. S. 264— 267 Schreiben Martins von Senging an Johann Slitpacher über die Zustände in Bursfeld. 18. October 1457.— Potthast ² 770, Gedr. Bernh. Pez, Bibliotheca ascetica. VIII. 550 ff. 3. S. 509— 511 Schreiben des Priors Bernhard von Tegern- see über den Tod des Abtes Caspar und über die Wahl eines neuen Abtes. 14. Februar 1461.(O 19.)— Gedr. B. Pez, Bibl. asc. VIII. 589 ff. Fast die ganze Hs. ist von Slitpacher geschrieben und enthält zumeist Briefe an denselben. 453.(H 74.) Fol. Pp. 15. Jh. S. 165 b— 188 b Legenden. 4 474.(H 96.) 12⁰ Pp. 15. Jh. S. 146 b— 176 a Evangelium Nicodemi.(Apokr. Kraus 46.) * 482.(H 104.) 12 ⁰ Pp. u. Pg. 15. Jh. 1. S. 33 a(u. 51 a u. b) Urkunde Rudolf IV. über das Melker Kreuz.(1363.)— Gedr. Pez SS. II. 396. 2. S. 33 a u. b Grabschriften der in Melk begrabenen Mark- grafen und Markgräfinnen.— Gedr. Pez S8. I. 313. 3. S. 37 a— 44 b Leben des h. Coloman.(H 85.)— Keib- linger 150 ff, Wattenbach II. 318. Gedr. Pez SS. I. 97 ff, Mon. Germ. SS. IV. 674 ff. 4. S. 44 b— 51 b Geschichte des Melker Kreuzes.— Keib- linger 283 fl, 443; Gedr. Pez SS. II. 389 ff. 5. S. 51 b— 54 a Leben des sel. Gothalm von Bernardus Dapifer.— Keiblinger 152 ff, 444, Lorenz I. 222; Gedr. Pez SS. I. 109 ff.(1—5 auch K 4 u. L 80.) 6. S. 54 a— 59 b Verzeichnis der dem Stifte Melk von ver- schiedenen Päpsten und Bischöfen verliehenen Ablässe.(E 71, K 24, 1., lL. 25.) 25 485.(H 108.) 12⁰ Pg. 14. Jh. S. 43 a— 47 a Geschichte der Gründung des Karthäuser- ordens.— Kropff 36. Archiv X. 603. S. 1 b steht: Iste liber est fratris Nicolai praedicatoris in hospitali in Melniko detur(5) sibi. * 486.(1 1.) Fol. Pg. 12.—16. Jh.(S. 183— 189 Pp.) 1. S. 4— 27 Necrologium Mellicense.— Ausg. Pez SS. I. 304 ff. 2. S. 30— 31 Breve chronicon Austriae.— Kropff 115 ff, Keiblinger 291, Wattenbach II. 318, Potthast² 253. Gedr. Pez SS. I. 290 ff, Mon. Germ. SS. XXIV. 69 ff. 3. S. 31— 32 Grabschriften der Pabenberger— Gegqr. Archiv X. 604, Keiblinger 203 ff. 4. S. 32 Ein Gedicht über den Einfall der Mongolen 1242. — Gedr. Pez SS. II. 398. 5. Das. Notiz über das Räuberunwesen im J. 1520.— Gedr. Archiv X. 605, Keiblinger 725 N. 1. 6. S. 33— 43 Reihenfolge der Päpste bis Martin IV.(†⁵ 1285.) 7. S. 44 Bericht über die Familie Leopold III. und über die letzten Babenberger bis zum J. 1260.— Gedr. Pez SS. I. 574 ff, Vgl. Contin. Claustron. V. Mon. Germ. SS. IX. 612. 8. S. 45— 165 Annales Mellicenses.— Kropff 101 ff, Keib- liger 280, Wattenbach II. 317, Potthast?² 78. Gedr. Pez SS. I. 166 ff, Mon. Germ. 8S. IX. 479 ff. Die gleichzeitigen Eintragungen beginnen mit dem J. 1123 und enden mit dem J. 1564; die Jahreszahlen sind bis 1577 vorgeschrieben. Im 15. Jahrh. und auch in der späteren Zeit wurden Nachrichten zu den früheren Jahrhunderten eingetragen. Diese späteren Eintragungen wurden nebst anderen geschichtlichen Nachrichten dieser Hs. von Pez in seine Ausg. aufgenommen und durch schiefen Druck kenntlich gemacht; Watten- bach jedoch hat dieselben in seiner Ausg. weggelassen und nur einen kleinen Theil als Auctarium Mellicense herausgegeben. Mon. Germ. SS. IX. 535 ff. W. hat seiner Ausgabe auch Schriftproben beigefügt. 9. S. 167— 169 Verzeichnis der„Gäste“ des Stiftes Melk von 1419— 1532.— Keiblinger 499 ff. 10. S. 170 Bemerkungen über einzelne Conventualen des Stiftes Melk im 16. Jahrh.— Gedr. Keiblinger 755, 756. 11. S. 171 Bericht über die schlechte Weinernte im J. 1560. — Gedr. Schramb 636, Keiblinger 765. 26 12. S. 172— 173 Geschichte der Reform in Melk.(1418.) — Gedr. Schramb 317, 318. 13. S. 173— 177, 179— 181 Verzeichnis der Professen von Melk von 1418— 1535. 14. S. 178 Schreiben des Johannes von Megies über ein Privilegium, welches dem Stifte Melk von dem Cardinallegaten Marcus von Aquileja verliehen wurde.— Kropff 488 ff, Keib- linger 645. Gedr. Pez SS. I. 262. 15. Das. Regulae Cancellariae von Paul II. 20. Febr. 1476. — Gedr. Pez 8S. I. 264. 16. S. 179 Bericht des Johannes von Megies über einen Ablass, welcher dem Stifte Melk bei dem Jubiläum unter Sixtus IV. im J. 1476 verliehen wurde.— Schramb 493, Keib- linger 645, Gedr. Pez SS. I. 265. 17. S. 182 Bericht über die Öffnung des Melker Kreuzes im J. 1420.— Keiblinger 501, Gedr. Pez SS. I. 254. 18. Das. Grabschrift Petrarcas. 19. S. 183 Verschiedene Nachrichten über Melk zu den Jahren 1465, 1466, 1516, 1525.— Zum Th. gedr.: Schramb 473, Keiblinger 614, 713 N. 2. 20. S. 185— 186 Reihenfolge der Abte von Melk bis Abt Berthold(† 1739). 21. S. 188 Schreiben des Priors Adam Forman von Dun- fermline in Schottland an den Abt Sigismund von Melk über die Abstammung des h. Coloman. 1. Februar 1524. 22. S. 189 Stammbaum des h. Coloman.— Keiblinger 734 N. 1. Gedr. Schramb 29 ff. Eine Übersicht über den Inhalt dieser Hs. hat zuerst Pertz gegeben: Archiv IV. 523, dann Wattenbach: Archiv X. 603 ff. 493.(I S.) Fol. Pg. 13. Jh. 1. S. 1 a— 12 a Legende des h. Mathias. 2. S. 13 a— 41 b Schriften des Sulpicius Severus. S. 13 a— 23 b Leben des h. Martin. S. 20 b— 22 b Drei Briefe(an Eusebius, Aurelius und Basula.) S. 23 b— 41 b Drei Bücher Dialoge.— Kropff 22, Potthast 805. 3. S. 41 b— 82 a Verschiedene Legenden.— Archiv X. 606. 27 4. S. 86 a— 86 b Urkunde über den Ausgleich zwischen Rudolf von Habsburg und Ottokar von Böhmen im Jahre 1276.— Böhmer, Regesta imperii. Stuttgart 1844. S. 80.(21. Nov.) 5. S. 86 b u. 98 b Urkunde Rudolfs von Habsburg, in welcher derselbe den Landfrieden für Osterreich, Steiermark, Kärnten und Krain verkündet. Wien, 3. December 1276.— Kropff 34, Archiv III. 314, Böhmer 81. 519.(1 34.) Fol. Pg. 15. Jh. 1. S. 2 a— 113 b Legende der h. Katharina von Siena († 1380) von Raymundus de Vineis.— Potthast 648, 649. 2. S. 113 b Hymnus Pius II. auf die h. Katharina. Anf.: Quis sacra gesta canat, quae lingua diserta potensque.— Pastor II. 203 N. 4. S. 114 a steht: Iste liber est monasterii mellicensis qui emptus est per fratrem Melchior pro tunc librarium pro dƷ libris denariorum. 530.(K 1) 4 Pg. 15. Jh. S. 198 b Schreiben Friedrich III. über die Beilegung eines Streites zwischen Wolfgang Gallen und Valentin Chun wegen der Pfarrkirche zu Aych.(deutsch.) Wien 14. Juni 1447. * 533.(K 4.) 4⁰ Pp. 15. Jh. Init. 1. S. 75 b— 91 b Legenden der Heiligen Theobald, Wolf- gang und Otilia. 2. S. 114 b— 140 a Calendarium mit geschichtlichen Ein- tragungen S. Anhang I. Wahrscheinlich sind das die bei Kropff 479 und Keiblinger 532 erwähnten Ephemerides. 543.(K 14.) 40. Innens. d. vord. u. rückw. D.(Pg.): Bruchstück einer Urkunde Herzog Albrecht II. für St. Florian. Melk 1. Februar 1346.(Orig.) Der Herzog verkauft gewisse Güter an das Kloster St. Florian und bezeugt, dass er den Kaufpreis dafür erhalten habe; er nimmt die verkauften Güter unter seinen Schutz. Corroboratio: In quorum omnium et singulorum testimonium ac evidenciam praesentes litteras eis tradidimus nostrorum ac nobi- 28 lium virorum dominorum Ottonis et Alberi amborum fr(atrum de) Celbing domini Rudolfi de Losenstagn nec non domini Gothschalci de Hachenelk testium sigillorum ap(penditione) roboratas praesen- kibus eciam domino Ulrico de sytzental domino Chunrado Fritzen- storfer et domino Chunrado de Pyrbaum et aliis quam pluribus de familiaribus nostris fide dignis. Kctum et datum in Monasterio nostro Medlicensi ſanno) domini millesimo trecentesimo quadragesimo sexto in vigilia Puri- ficacionis beate et gloriose virginis marie. 545.(K 17.) 4⁰ Pg. 13. Jh. Init. 1. Die 3 ersten und die 3 letzten Blätter enthalten die Legenden der Heiligen Jodocus und Laurentius. 2. S. 1 a— 252 a Legenda aurea. S. 724. 3. S. 252 a— 260 b Chronicon legendae aureae.(724 u. ²Q 2.)— Potthast² 634. * 552.(K 24.) 4⁰ Pp. 15. Jh. 1. S. 1— 22 Abhandlung des Hermann Zoest von Münster über die Verbesserung des Kalenders. 2. S. 23— 25 Decret des Basler Concils über die Ver- besserung des Kalenders.(Ohne Datum.)(P 57.) Anm.: Hoc praemissum decretum de correccione kalendarii nec adhue hoc tempore cum a nativitate domini numeratur Anno 1467 publicatum ac execucioni traditum est. 3. S. 52— 56 Auszug aus dem Werke Petrarcas„de viris illustribus“ über Massinissa. 4. S. 109— 121 Die Zerstörung von Jerusalem durch Titus aus dem Werke des Lombardus. S. L 70. 5. S. 262— 274 Auszüge aus Valerius Maximus. 6. S. 364 Todestage einiger hervorragender Männer.— Kropff 312, Keiblinger 532 N. 1. S. Anhang II. Die ganze Hs. ist von Wolfgang von Steyer geschrieben. * 562.(K 32.) Fol. Pg. 15. Jh. Init. 1. S. 183 a— 221 a Schreiben des Abtes Eusebius von Cremona über den Tod des h. Hieronymus. 29 2. S. 221 a— 227 a Schreiben des h. Augustinus an den h. Cyrillus von Jerusalem über den h. Hieronymus. 3. S. 227 b— 260 b Schreiben des h. Cyrillus von Jeru- salem an den h. Augustinus über die Wunder des h. Hieronymus. Alle 3 Briefe auch G 8(deutsch) u. Q 35; sie sind unecht. Fessler, Institutiones Patrologiae, Innsbruck 1851. II. 166. 576.(K 49.) 4⁰ Pg. 13. Jh.(sehr schöne Hs.) Init. 1. S. 1 a— 28 a Honorius von Autun: Imago mundi. S. D 23. 2. 28 b— 29 b Verzeichnis der Päpste bis Martin IV. 582.(I. 1.) Fol. Innens. des vord. u. rückw. D.(Pg.): Bruchstück einer Urkunde Rudolfs IV. von Osterreich für die Fleischhauer in Wien. deutsch.(Orig.) * 585.(L 4.) Fol. Pp. 15. Jh. 1. S. 237 a Urkunde des Bischofs Ludwig von Maddaloni, durch welche bestätigt wird, dass das Stift Melk gewisse Taxen an die päpstliche Kammer gezahlt habe. Florenz 30. Mai 1419. — Kropff 192, Keiblinger 506. 3. S. 237 b— 239 b Urkunden über die Wahl des Abtes Ludwig von Melk. 1474.— Theilw. gedr.: Schramb 491 ff, Keiblinger 643. 3. Zwischen S. 239 b u. 240 a Ein Schreiben Maximilians an Alexander VI. wegen der Bestätigung des Abtes Johann von Melk. 1. November 1497.— Keiblinger 698. Gedr. das. S. 1159. 4. S. 362 a— 366 a Urkunden über die Wahl des Abtes Augustin von Melk 1480.— Theilw. gedr.: Schramb 502 ff; Keiblinger 660, 1128 ff. 5. S. 366 a— 367 b Urkunden über die Abdankung des Abtes Augustin von Melk 1483.— Theilw. gedr.: Schramb 514 ff. Keiblinger 669 ff. 6. S. 368 a— 368 b Ein Schreiben Sixtus IV. über das Jubiläumsjahr. Tibur 29. August 1473.— Pastor II. 453. 599.(L 20.) Fol. Pg. 14. Jh. Init.. S. 2 a— 333 b Kirchengeschichte des Petrus Comestor. G 55, L 12, R 14.)— Kropff 33. 30 Auf d. Innens. d. vord. D. steht: Iste liber emptus est a magistro ulrico pataviensi anno etc.(417 prima die aprilis quo die petrus de luna alias benedictus deponi debuit de papatu in con- cilio constantiensi et est emptus liber pro 5 talentis denariorum. 617.(I 42.) 12⁰ Pg. 14. Jh. S. 1 a— 37 b Leben des h. Abtes Berthold von Garsten.(I 8.) — Wattenbach II. 301, Potthast 632. Ausg. Pez SS. II. 86 ff. * 627.(L 52.) Fol. Pp. 15. Jh. Init. S. 229 a— 242 a Honorius von Autun: De luminaribus ecclesiae.(K 24.)— Kropff 359, Archiv X. 606. Potthast² 620. Die ganze Hs. stammt von Wolfgang Frischman. 632.(L 59.) Fol. Pp. 15. Jh. 1. S. 171 b— 180 a Legende der Heiligen Chrysanthus und Daria. 2. S. 180 a— 183 b Legende des h. Coloman. S. H. 104. 3. S. 185 a— 217 a Senatorium des Abtes Martin zu den Schotten. Potthast² 770, Lorenz I. 225, Keiblinger 573. Ausg. Pez SS. II. 623 ff. Schramb 430 ff. Auf dem rückw. Deckblatte steht: Wolfgangus Wacullarius Wienensis 93. 642.(L 70.) Fol. Pp. 14. Jh. 1. S. 1 a— 87 a Petrarca: De illustribus Romanis. Potthast 488. 2. S. 87 a— 166 a Fortsetzung dieses Werkes von Lombarqdus. Anf.: Eiusdem epithomatis quorundam clarissimorum herorum francisci petrarce poete laureati ad generosissimum patavi dominum inclite prestancie franciscum de Carrario lombardi a serico patavini supplementum. * 658.(. 88.) 16° Pp. 15. Jh. 1. S. 46 a Nachricht von einem Erdbeben in Italien 1461. 2. S. 176 b Grabschrift auf König Ladislaus. Anm.: Nota, quod rex ladislaus ungarie, bohemie, duæ austrie obiit prage anno domini 1457 die sancti Clementis sub anno sue etatis 18. veneno infectus secundum commaunem famam, licet certi- tudo non haberetur. 4 31 3. S. 224 a u. b Autobiographie Slitpachers.(1467.)— Gedr. Kropff 439. Fast die ganze Hs. stammt von Slitpacher. * 674— 678.(M 4— M S.) Fol. Pg. 15. Jh. Init. Das große Legendarium.— Kropff 318 ff, Archiv III. 312 ff, X. 646 ff. Das Leg. ist von Christophorus Lieb geschrieben. * 705.(M 36.) Fol. Pg. 15. Jh. Init. S. 2— 182 b Registrum Gregorii magni.— Potthast ² 539. Die Hs. stammt von Christophorus Lieb. 716. 40 Pp. 15. Jh. 1. S. 1 b Gedicht des Johann Sprenger von München auf Friedrich III., auf König Ladislaus und auf gelehrte Zeit- genossen. 1449. Ein ähnliches Gedicht befindet sich in der Hs. 936. S. 130 a. 2. S. 18 a— 19 a Ein Schreiben von Bonlavilliers an den Herzog von Mailand über das Auftreten der Jeanne d'Arc. 21. Juni 1439.— Kropff 51, Gedr. Pez-Hueber III. 237 ff. 3. S. 22 a— 26 a Gutachten des Professors an der Wiener Universität, Narcissus Herz über den Streit zwischen dem Basler Concil und Eugen IV. 717. 4° Pp. 15. Jh. S. 71 b— 82 b Verzeichnis von Vergabungen an das Heilig- thum zu Andechs. 718. 4⁰(Aus versch. Hss.) 1. J. 73— 94(Pg. 14. Jh.) Beschreibung des h. Landes. Ende: Eaplicit hoc totum, quod terris est mihi notum. Et si plara sint, quae obmisi, reperies in evemplari sc. in Mappa mundi. 724. 4⁰ Pg. 14. Jh. Init. S. 1 a— 360 a Jacobus de Voragine: Legenda aurea.— Potthast? 635, Wattenbach I. 61. Dasselbe Werk ist in den beiden Hss. A 31 u. O 8 aus dem 15. Jh. 727. 40 Pp. 15. M. 1. S. 166 a— 178 b Formelbuch enthaltend Briefe und Privaturkunden. 2. S. 179 a— 181 b Bekanntmachung verschiedener Be- stimmungen Calixt III. über den Kampf gegen die Türken. Wien 18. Juli 1456. * 729, 730. 40 Pp. 15. Jh. I. B. 1. S. 96 a— 97a Bestätigung der Rechte und Freiheiten des Königreiches Ungarn durch Albrecht II. Pressburg 18. De- cember 1437.— Kropff 57. 2. S. 97 b— 100 a Die Ceremonien bei der Krönung eines Königs von Ungarn.— Gedr. Pez-Hueber III. 228 ff. 3. S. 100 b Bericht über die Wahl und die Krönung Albrecht II. zum König von Ungarn.(1438.)— Gedr. Pez- Hueber III. 232. 4. S. 101 b— 102 b Schreiben des Bischofs Bartholomaeus von Novara an Albrecht II.„derselbe möge die Zustimmung zu seiner Wahl zum römischen König geben“. Wien 27. April 1438.— Kropff 51. Gedr. Pez-Hueber III. 232 ff. 5. S. 103 a— 105 a Urkunde der Kurfürsten über die Wahl Albrechts. Frankfurt 18. März 1438.(deutsch.)— Kropff 58. Gedr. Pez-Hueber III. 235 ff. 6. S. 105 a Zustimmung Albrechts zu dieser Wahl.(Ohne Datum.)— Kropff 58. Gedr. Pez-Hueber III. 326. 7. S. 107 a— 107 b Geleitsbrief Johann Hunyadys für die Gesandten Ungarns an den Papst. Pressburg 11. März 1452.— Kropff 54, Chmel Mater. I. 377 ff. 8. S. 107 b— 108 a Memoriale über die ungarischen An- gelegenheiten.— Chmel Mater. I. 378. 9. S. 108 a— 108 b Schreiben aus Rom über die Begeben- heiten nach der Kaiserkrönung Friedrich III.— Chmel Mater. II. 6. 10. S. 109 a— 112 b Rede der ungarischen und öster- reichischen Gesandten vor Nicolaus V.— Kropff 55. Gedr. Pray III. 103 fl. 33 11. S. 115 a— 116 a Die Prager Compactaten(1433).— Hefele VII. 568 ff, Palacky III. 3. 139 ff. 12. S. 117 b— 133 a Abhandlung des Johannes Keck von Tegernsee über die Absetzung Eugen IV. durch das Basler Concil. 4 13. S. 133 b Decret des Constanzer Concils über die Ab- haltung der Concilien.(Ohne Datum.) 14. S. 133 b— 134 a Decret des Basler Concils„de tribus veritatibus fidei catholicae“. 16. Mai 1439.— Hefele VII. 778. 15. S. 134 b— 135 a Absetzung Eugen IV. 25. Juni 1439. — Hefele VII. 779. 16. S. 135 b— 137a Decret des Basler Concils über die Einsetzung Felix V. 26. Februar 1440.— Hefele VII. 787. 17. S. 137 b— 139 b Decret gegen Eugen IV. 30. Oct. 1439. 18. S. 139 b Aufhebung der Proteste gegen eine Papst- wahl. 24. October 1439.— Hefele VII. 783. II. B. 19. S. 195 a— 215 a Geschichte des Karthäuserordens von Heinrich Calcar. 20. S. 253 a— 257 a Gutachten des Magisters Johannes, Kanzlers von Paris, über das Auftreten der Jeanne d'Arc. 21. S. 261 b— 264 a Schreiben des Cardinals Isidor über die Eroberung von Constantinopel. Creta 8. Juli 1453.(N 13.) — Potthast² 687. S. 261 a steht: praesentetur domino priori in avpach aut elus vicario. 22. S. 264 b Begleitschreiben Slitpachers an den Prior von Aggsbach.— S. Anhang III. 23. S. 265 a— 279 a Bericht des Vicekanzlers von Rhodus Wilhelm Caorsin über die Belagerung von Rhodus durch die Türken. 1480.— Potthast ² 185. 24. S. 279 b— 286 a Kreuzzugsbulle Sixtus IV. Rom 8. April 1481.— Pastor II. 500. 25. S. 287 a— 295 a Schreiben des Bischofs Roderich von Palencia an den Cardinal Bessarion über die Eroberung von Enböa durch die Türken 1452. 00 34 26. S. 304 b— 311 a Passio dominorum sacerdotum sub domino marchione secundum matthiam.(Albrecht von Culm- bach.)— Kropff 56. Archiv X. 607. 27. S. 328 a— 339 b Schreiben Petrarcas über seine Reise in das h. Land. 28. S. 340 a— 341 a Klage auf den Tod des Königs Ladis- laus 1457.(deutsch.)— Gedr. Pez SS. II. 679. 29. S. 341 b Eine gleiche Klage. 30. S. 343 b— 346 a Kreuzzugsbulle Pius II. Mantua 14. Jän- ner 1460.(N 13.)— Pastor II. 69. 31. S. 348 a— 349 a Ausgleich zwischen Friedrich III. und Albrecht VI. vermittelt durch König Georg von Böhmen.(1461.) — Palacky IV. 2. 191. 32. S. 349 b Grabschrift auf König Ladislaus. Nr. 1— 5 sind von Martin von Senging geschrieben. 736.(N 13.) 4⁰ Pp. 15. Jh. 1. S. 2 a— 45 a Abhandlung des Aeneas Sylvius für den König Ladislaus über die Erziehung der Jugend. Ende(von anderer Hand geschr.): Eæplicit tractatus domini Enee episcopi Tergestini post pii pape propria manu eius conscriptus( ad dive memorie dominum ladislaum tune infantem hungarie ac bohemie regem ducem austrie et Stirie etc. Voigt II. 290, Potthast² 24. Auszüge daraus bei Chmel, Gesch. Friedr. II. 795. 2. S. 131 b— 133 a Auszug aus dem 9. Buche der Kirchen- geschichte des Eusebius über das h. Kreuz. 3. S. 133 a— 137 a Auszug aus der historia tripartita.— Potthast² 197. 4. S. 136 b— 140 b Auszug aus dem Werke des Erzbischofs Turpin von Rheims über die Kämpfe Karl d. Gr. in Spanien. — Potthast 554. 5. S. 140 b Auszug aus der Schrift Calixt II. über die Wunder des h. Jacobus.— Potthast 750. 6. S. 140 b— 143 a Auszug aus der Geschichte von An- tiochien des Fulger von Chartres.— Potthast² 476. 7. S. 143 a— 147 a Auszüge aus Legenden. 35 8. S. 175 b— 179 b Schreiben des Cardinals Ludwig von Aquileja an seinen Vicar über die Abhaltung einer Synode und Bestätigung der Constitutionen, welche auf der Synode zu Laibach am 17. Juni 1448 gegeben wurden. Rom 7. Dec. 1448. 9. S. 179 a u. b Rundschreiben über den Tod des Abtes Nicolaus von Melk. 10. Februar 1426.— Keiblinger 506 N. 1. gedr. Kropff 196 ff. 10. S. 180 a— 181 a Schreiben des Bischofs Rudolf von Lavant an Gabriel von Verona, worin er demselben die Predigt des Kreuzzuges gegen die Türken überträgt. 11. S. 181 a— 188 b Kreuzzugsbulle Pius II.(Ezechielis.) Rom 22. October 1463.— Voigt III. 692. 12. S. 189 a Bestimmungen des Bischofs Rudolf von Lavant über den Kreuzzug. 13. S. 190 a— 194 a Schreiben des Salzburger Kanzlers Bernhard von Kreyburg an den Bischof Sylvester von Chiemsee über die Eroberung von Constantinopel. Salzburg 23. Juli 1453. — Kropff 52, Gedr. Pez-Hueber III. 362 ff. 14. S. 197a u. b Ein anderes Schreiben über dieses Er- eignis von Johannes de Lastito.— Kropff 54. 15. S. 198 a— 201 a Kreuzzugsbulle Nicolaus V. Rom 30. Sep- tember 1453.— Raynald ad a. 1453 Nr. 9—11. 16. S. 201 a— 202 a Schreiben der Türken an Nicolaus V. Ende: Datum anno Machameti septingentesimo quadragesimo Quinto(2) introitu heldey. 17. S. 202 a u. b Schreiben aus Rhodus an den Mark- grafen Friedrich von Brandenburg 30. Juni 1453. 18. S. 202 b— 208 a Rede des Nicolaus Sagudini an den König Alfons über Mohammed II.(Neapel 31. Jänner 1453.) 19. S. 208 b— 210 b Kreuzzugsbulle Calixt III.(Cum his superioribus annis.) Rom 20. Juni 1456.— Raynald ad h. a. Nr. 19— 23(andere Dat.) 20. S. 211 a u. b Antwort des Bischofs von Siena, Aeneas Sylvius, im Namen Friedrich III. an die Ungarn. Wiener- Neustadt 23. April 1455. Gedr. Pray III. 154. 21. S. 212 b— 214 b Nicolaus V. verhängt über Eizinger und seine Anhänger den Bann. Rom 4. April 1452.— Kropff 72, Gedr. Pray III. 105 ff, Chmel Mat. II. 4 ff. 3* 36 22. S. 215 a— 216 b Berufung der Stände dagegen.(Beides auch P 27.)— Kropff 56, Gedr. Pray III. 112 ff. 23. S. 216 b— 217 b Ein Schreiben an die Cardinäle in derselben Angelegenheit.— Kropff 56. 24. S. 217 b— 218 a Schreiben Nicolaus V. an Johann Hunyady„derselbe möge den Gebannten keine Hilfe leisten“. Rom 22. April 1452. Kropff 73, Gedr. Pray III. 111 ff. 25. S. 219 a Schreiben Friedrich III. an Johann Hunyady in derselben Angelegenheit. Wiener-Neustadt 7. Juli 1452.— Gedr. Pray III. 114. 26. S. 219 b— 220 a Ein Schreiben der ständischen Partei. — Kropff 53, Gedr. Pray III. 115. 27. S. 224 a u. b Bulle des Basler Concils über die Prager Compactaten. 25. Februar 1434.— Hefele VII. 576. Anf.: Post vero quia propter aliguorum renitenciam tractatus iste firmari non potuit, sed instabant quatenus per litteras coneilii mandaretur omnibus de regno quatenus sacramentum sub utraque specie sumerent, hinc miserunt Martinum presbyterum in Crudim et gquendam secularem de praga prezsko ad sacrum concilium, qul id petebant, sed responsum est eis per bullam sequentem. 28. S. 225 a— 227 b Bestätigung der Compactaten durch das Basler Concil. 15. Jänner 1437.— Palacky III. 3. 260. 29. S. 228 a Bulle des Basler Concils über die Communion unter beiden Gestalten. 23. December 1437.— Hefele VII. 657. 30. S. 228 b Decret des Basler Concils über seine Recht- mässigkeit. 16. Mai 1439.— Hefele VII. 778. 31. S. 229 a u. b Zwei Decrete des Basler Concils über seine Unauflösbarkeit(10. Juli 1439) und über die Spendung der Sacramente.(22. Jänner 1445.) 32. S. 230 a— 233 a Schreiben des Aeneas Sylvius an Ni- colaus V. Wiener-Neustadt 25. November 1448.— Kropff 51, Archiv f. öst. Gesch. XVI. 392 ff; Gedr. Pray III. 70 ff. 33. S. 234 a— 237 a Rede des Bischofs von Caffa im Namen des griechischen Kaisers an Friedrich III. nach der Einnahme von Constantinopel. 34. S. 238 a— 241 b Rede der österreichischen und unga- rischen Gesandten an den Papst Nicolaus V. über die Ent- 37 lassung Ladislaus' aus der Vormundschaft.— Kropff 53, Gedr. Pray III. 103 ff.(729.) 35. S. 241 b Schreiben des Conventes von Mondsee an den Convent von Melk über den Tod des Abtes Simon von Mondsee.(Ohne Datum.) 36. S. 251 a— 254 b Rede des päpstlichen Gesandten, des Bischofs Johann von Pavia, an den König Ladislaus wegen des Türkenkrieges. 37. S. 255 a— 256 b Antwort des Bischofs Johann von Großwardein auf diese Rede.— Gedr. Pray III. 164 ff. 38. S. 259 a u. b Schreiben des Königs Ladislaus an Calixt III.(Ohne Datum.)— Kropff 55, Gedr. Pray III. 166 ff. 39. S. 260 a Ein Schreiben der Stadt Ragusa an den Bischof von Großwardein. 28. November 1453. 40. S. 260 b Ein gleiches Schreiben an den königl. Vice- kanzler Nicolaus Barius.(Ohne Datum.)— Kropff 56. 41. S. 260 b— 261 b Schreiben des Königs Ladislaus an Kaiser Friedrich III. über die Castelle im Banat und in Croatien. Prag 9. Februar(ohne Jahr).— Kropff 55. 42. S. 261 b— 262 a Schreiben des Königs Ladislaus über den Zustand in Böhmen. Prag 9. Februar(ohne Jahr). Anf.: Nobiles et prudentes viri, fideles nostri dilecti. 43. S. 262 a— 263 b Schreiben eines gewissen Simon an den Bischof von Großwardein über italienische Angelegen- heiten.(Ohne Datum.) 44. S. 264 a— 265 b Schreiben des Königs Ladislaus an Johann Hunyady.(Ohne Datum.)— Gedr. Pray III. 152 ff. 45. S. 266 a— 270 a Zeitung aus Prag über die Ereignisse des J. 1454.— Kropff 56, Palacky IV. 1. 356 ff. Gedr.: Quellen und Forschungen zur vaterländischen Geschichte, Literatur und Kunst. Wien 1849 S. 246 ff. Vgl. das. S. 225. 46. S. 271 a Begleitschreiben. S. Anhang IV. Die Hs. enthält außerdem noch manches über Kreuzzüge im 15. Jh. * 730.(N 16.) 4° Pp. n. Pg. 15. JIh. 1. S. 97 b— 101 b Zwei Schreiben Benedict XII. für die Benedictiner. Avignon 17. Juni 1335 u. 5. December 1340. 38 2. S. 102 2— 104 b Bestätigung der Statuten des Concils von Narbonne für die Benedictiner durch Gregor IX. Perugia 1. Juli 1228.— Potthast, Reg. Nr. 8225. Ende: Scriptum Basilee manu fratris Martini professi mona- sterii Mellicensis in Austria anno domini 1436. 3. S. 203 a— 214 a Bericht Martins von Senging an das Basler Concil über den Stand der österreichischen Benedictiner- klöster.— Potthast?² 770. Gedr. B. Pez, Bibl. asc. VIII. 505 ff. *750.(N 29.) 4⁰ Pp. 15. Jh. Innens. des rückw. D.: Geschichtliche Bemerkungen Slitpachers. Anno domini 1438 dominus Albertus rex ungarie etc. duæ austrie etc. assumpsit penultima aprilis in ecclesia sancti Stephani wienne regnum romanorum magna adhibita solempnitate praesenti- bus ambasiatoribus seæ principum electorum romani imperii, quam- quam ipse dominus rex ex sua humilitate longius se excusaverit et assumere distulerit. Sed scriptum est qui se humiliat exaltabitur gloria et laus deo. Item quarta Maii confirmavit salvum conductum domini imperatoris Sigismundi praedecessoris ct soceri sui datum adeuntibus et recedentibus a concilio basiliensi promittens se ipsum concilium velle manutenere. * 757.(K 24. I.) 40 Pp. 15. Jh. S. 40 a— 45 b Nachrichten über die Altäre der Melker Stiftskirche.— Schramb 470, Keiblinger 641. * 760. 4⁰ Pg. 13. Jh. 1. S. 1 a— 241 a Legenda aurea. S. 724. 2. S. 241 a— 241 b Bernardus Dapifer: Leben des sel. Gothalm. S. H 104. 3. S. 241 b Bericht über die Öffnung des Grabes des sel. Gothalm im Beisein Rudolf IV. 1362.— Keiblinger 438 ff. Gedr. Schramb 251. *770.(O5.) 4⁰ Pp. 15. Jh. 1. S. 1 a— 114 b, 140 b— 151 b Formelbuch, darunter S. 143 a Urkunde einer Zollfreiheit von Mathias von Ungarn. 1468. 39 2. S. 124 a— 125 b Zwei Schreiben Nicolaus V. über kirchliche Angelegenheiten Deutschlands. Rom 23. April 1448 u. 4. December 1447. 783.(0 19.) 4⁰ Pp. 15. Jh. S. 177 a— 182 b Chronik des Karthäuserordens von 1082 bis 1110. Vgl. H 108. 792.(0 29.) 40 Pp. u. Pg. 15. Jh. 1. S. 79 a— 87 a Schreiben an die Stadt Prag mit Klagen über die Hussiten.— Gedr. Pez-Hueber III. 209 ff. 2. S. 87 b— 89 a Einladung der Böhmen zum Basler Concil. Basel 15. October 1431.— Hefele VII. 440. Palacky III. 3. 15 ff. * 806, 807.(0 44.) 4⁰ Pp. 15. Jh. I. B. S. 127— 132, 158— 161, 166 Privaturkunden und Formeln. II. B. 1. S. 11— 26 Decrete des Basler Concils aus den Jahren 1433— 1438. 2. S. 97— 100 Schreiben Pius II. an den Bischof von Lübeck(?). Siena 21. April 1460. 3. S. 101— 112, 187— 191, 193— 194, 385— 397 Privat- urkunden und Formeln. 4. S. 286— 288 Schreiben Paul II. an den Abt von St. Egydius in Heidelberg. Rom 5. August 1465. 5. S. 288— 289 Schreiben des Grafen Johann von Sulz an den Papst Paul II. Rotweil 2. April 1466. 6. S. 401— 412 Reformation des Reiches durch Friedrich III. Frankfurt 14. August 1442.(deutsch.)— Chmel Gesch. Friedr. II. 161 ff. Potthast ² 471. Archiv X. 607. 7. S. 415— 417 Schreiben Sixtus IV. über die Anderung der Patronatsverhältnisse der Pfarren Perchtoldsdorf und Möd- ling. Rom 11. Juni 1475.— Keiblinger 648. 8. S. 417— 419 Bulle Paul II. über die Errichtung des Bisthums Wien. Rom 18. Jänner 1468. Die Hs. enthält hauptsächlich Formeln juridischen Inhalts, sie ist geschrieben von Konrad von Würzburg.(S. 400.) * 837.(P 27.) 4° Pp. 15. Jh. 1. S. 146 b— 149 a Bündnis der ungarischen Stände mit den österreichischen und böhmischen. Wien 5. März 1452.— Gedr. Pray III. 89 ff. 2. S. 149 a u. b Schreiben der Stände an den Cardinal Johannes.— Gedr. Pray III. 97. 3. S. 149 b— 153 b Instruction für die ständischen Ge- sandten.— Gedr. Pray III. 92 ff. Kropff 73, Archiv X. 607, Keiblinger 579. 842.(P 32.) 4⁰ Pp. 15. Jh. 1. S. 174 a— 198 b Aeneas Sylvius: Dialogus de rebus conciliaribus. Potthast ² 23. Ende: Scripta sunt hec raptim in monasterio Tegernsee mensis maiti die segta inchoata, completa vero mensis eiusdem luce decima Anno 1443. 2. S. 198 b— 199 b Zwei Schreiben der Pariser Universität an ihre Vertreter auf dem Basler Concil und an dieses selbst. 22. Jänner 1443. 3. S. 162 a— 171 a, 202 a— 237 b Schriften und Gutachten über das Basler Concil. 4. S. 238 a— 243 a Schreiben des Basler Concils über die Reform der Benedictiner. 27. Mai 1436. 843.(P 33.) 4 Pp. 15. Jh. S. 1 b— 3 b Daniel von Raith: Lebensbeschreibung des h. Johannes Scholasticus.(B 51.) Potthast 758. * 857.(P 50.) 40 Pp. 15. Jh. S. 1 a— 205 b Formelbuch enthaltend kirchliche Urkunden, darunter mehrere von Martin V.— Kropff 458. Auf dem vord. Deckbl. steht: Formularius bonus scriptus et collectus in Basilea tempore concilii per dominum Martinum pro- fessum in monasterio Mellicensi. S. E 5. 859.(P 52.) 4⁰ Pp. 15. Jh. S. 1 a— 146 a Guido von Messina: Geschichte von Troia. 41 Ende: completum Anno 1287. Finitus est iste liber anno domini 1455 in translacione sancti benedicti circa horam secundam post meridiem.(Die Abschrift.)— Potthast² 550. 863.(P 57.) 40 Pp. 15. Jh. 1. S. 7 a— 9 b Schreiben des Johann Rokyzana an Johann von Capistran(Prag 9. August 1451) und Antwort desselben. (Olmütz 14. August 1451.) 2. S. 9 b— 11 b Schreiben des Johann Woratin an Johann von Capistran(Lumith(?)„in die s. ludmille“ 1451.) und Ant- wort desselben.(Brünn 2. September 1451.) 3. S. 12 a— 13 a Schreiben des Joh. Rokyzana an Johann von Capistran(Prag„sabbato ante exaltationem s. crucis“ 1451.) und Antwort desselben.(Brünn 2. September 1451.) 4. S. 13 a— 14a Schreiben des Johann von Capistran an die Universität Wien. Znaim 24. September 1451.— Gedr. Bern. Pez: Bibliotheca ascetica VIII. 562 ff. Alle 7 Briefe sind in der Hs. doppelt vorhanden. Uber die Verhand- lungen s. Palacky IV. 1. 286. 864.(P 58.) 4 Pp. 15. Jh. 1. S. 143— 151 Geschichte Buridans und der Königin Jo- hanna von Frankreich. 2. S. 151— 152 Schreiben des Lentulus an den römischen Senat über Jesus.(Apokr.) 3. S. 153— 156 Brief des Aeneas Sylvius an Hippolyt von Mailand. Wien 31. December 1446.(Q 45.)— Archiv f. österr. Gesch. XVI. 390. 4. S. 195— 201 Brief des Aeneas Sylvius an Prokop von Rabenstein. Wien 26. Juni 1444.— Archiv f. öst. Gesch. XVI. 356. 867.(Q 2.) 4⁰ Pg. 13. Jh. S. 1 a— 224 a Legendarium(Die Heiligen der Monate August bis December.) 894.(Q 31.) 40. Innens. des vord. Deckbl.(Pg.): Schreiben des Car- dinalbischofs Jordanus von Alba für einen gewissen Petrus Chelner in Beichtangelegenheiten. Rom 27. März 1421.(Orig.) 42 895.(Q 32.) 4⁰ Pp. 15. Jh. 1. S. 164 a— 183 b Leben des h. Maurus von Faustus.— Potthast 812. 2. S. 183 b— 188 a Leben des h. Placidus von Gordian.— Potthast 854. Das erste ist gewiss, das zweite wahrscheinlich eine Fälschung.) * 896.(P 25.) 4 Pp. 15. Jh. 1. S. 1 a Gedicht auf Jodocus Weiler von Heilprunn. ¹) (1450.)(B 24.) 2. S. 105 a Gedicht auf Professoren der Wiener Univer- sität.(1440.) 3. S. 141 a Gedicht auf Friedrich III. und auf Wiener Professoren.(1449.)(A 3.) 4. S. 154 a Gedicht auf König Ladislaus.(1448.)(B 24.) — Kropff 432. Die Hs. enthält zumeist Gedichte von Slitpacher und Briefe an denselben. 897.(Q 34.) 4 Pg. 14. Jh. S. 11 a— 91 b Leben der h. Fides.— Potthast 702. Kropff 35, Archiv X. 607. 918.(Q 56.) 40. Auf der Innens. des vord. u. rückw. D. befinden sich Fragmente des ältesten Melker Necrologiums aus dem 11. bis 12. Jh.(Pg.) Einige Eintragungen sind von jüngeren Händen. Es ist offenbar dasselbe Necrologium, von welchem Keiblinger S. 1160 ff. Bruchstücke veröffentlicht hat. Die Eintragungen sind zahlreicher als in dem Necrol. der Hs. I 1; manche Namen finden sich in beiden, so zum 1. Mai, 2. Mai, 29. Nov., 3. Dec. und 5. Dec. S. Anhang V. 921.(R 2.) 4⁰ Pg. 13. Jh. Init. 1. S. 1 a— 69 b Martyrologium Adonis. S. R 24. 2. S. 113 a— 138 b Necrologium des Klosters Klein-Maria- zell.— Herausg. von Vincenz Staufer in den Studien u. Mittheil. aus dem Benedictinerorden. I. B. 2. H. 106 ff. ¹) Professor an der Wiener Universität. Aschbach 475 ff. 43 922.(R 3.) 4 Pg. 13. Jh. 1. S. 1 a— 2 b Reihenfolge der Päpste bis Gregor X. 2. S. 2 b— 3 b Reihenfolge der Kaiser bis Friedrich II. 3. 11 a— 65 a Chronica minor. Ende: Rex bohemie suffultus auctoritate apostolica proficiscitur in prussiam. Lorenz I. 64, Potthast ² 235. Mon. Germ. SS. XXIV. 178 ff. Vgl. das. S. 173. 4. S. 65 a— 80 a Auszüge aus verschiedenen Legenden. 5. S. 80 a u. b Translatio s. Nicolai.— Potthast 827. Kropff 23. Archiv X. 607. 927.(R 11.) 8o Pg. 13. Jh. S. 128 b— 131 a Legende des h. Ap. Thomas und der h. Sophia. 928.(R 13.) 80 Pg. 12. Jh. 1. Innens. d. vord. Deckbl., S. 1 a— 48 a Leben des h. Gallus von Walafried Strabo.— Wattenbach I. 279 ff, Potthast 711. 2. S. 49 a— 64a Legenden der Heil. Leonhard und Egidius. — Kropff 18. 3. S. 74 a— 82 b Passio s. Viti. 4. S. 83 a u. b Traditiones ad altare s. Viti.(11.—12. Jh.) S. Anhang VI.— Archiv III. 312, X. 607. 929.(R 14.) 12⁰ Pg. 13. Jh. Init. 1. S. 66 a— 72 b Historia evangelica. 2. S. 72 b— 78 a Kurze Geschichte der römischen Kaiser bis Vespasian und andere geschichtliche Nachrichten. 930.(R 15.) 12⁰ Pg. 13. Jh. S. 85 a— 96 a Verschiedene Legenden; darunter S. 87 a— 88 b passio s. Bonifacii S. 93 b— 96 a vita s. Willibrordi. 942.(R 21.) 4 Pp. 14.—15. Jh. 1. S. 2 a— 61 a Theoderich von Apolda: Leben der h. Eli- sabeth.— Lorenz I. 9, Potthast 680. 44 2. S. 62 b— 64 b Bulle Gregor IX. über die Heiligsprechung der h. Elisabeth. Perugia 1. Juni 1235.— Potthast Reg. Nr. 9929. 3. S. 64 b— 65 a Schreiben Innocenz IV. betreffend die Übertragung der Gebeine der h. Elisabeth. Lyon 4. Nov. 1249. — Potthast Reg. Nr. 13856. 4. S. 66 a— 73 b Passio s. Floriani.— Gedr. Pez SS. I. 39 ff. 947.(R 24.) 4⁰ Pg. 12. Jh. 1. S. 1 a Zwei Schreiben des Abtes und Conventes von St. Michael in Bamberg an den Abt und Convent von Melk wegen der Confraternität.— Gedr. Kropff 15, 16, Keiblinger 1136. Vgl. das. 294. 2. S. 1 b— 81 a Martyrologium Adonis. Potthast ² 15. 3. S. 133 b Aufnahme eines gewissen Rudolf in die Bruder- schaft der Melker Mönche.— Gedr. Kropff 17. 4. S. 134 b— 135 b Verzeichnis der Päpste bis Stephan VII. Auf einem zwischen S. 131 b und 132 a eingeschalteten Blatte steht: Censuales huius monasterii sunt Gerolt et filius eius, pilgrim et filie eius adla alheit de hofsteten. Kropff 15 ff. Archiv X. 607. 949.(R 28.) 4⁰ Pp. 14. Jh. 1. S. 1 a— 40 b Hieronymus: de viris illustribus.— Pott- hast² 596. 2. S. 40 b— 64 b Gennadius: de scriptoribus ecclesiasticis. — Potthast ² 497. 3. S. 64 b— 90 b Anonymus: de scriptoribus ecclesiasticis. — Kropff, 36, Keiblinger 282, Potthast?² 105. Gedr.: Bernh. Pez, Bibliotheca Benedictino-Mauriana. Augsburg 1716. 427 ff. Der Verfasser war nach Pez wahrscheinlich ein Mönch von St. Emmeran. 4* 055.(R 34.) 40 Pp. 15. Jh. 1. S. 196 a— 198 b Decret des Basler Concils über die Abhaltung von Provincialconcilien und Synoden. 26. November 1433.— Hefele VII. 557. 2. S. 213a— 215a Decret des Basler Concils gegen Eugen IV. 13. Juli 1433.— Hefele VII. 537. 45 3. S. 215 b Decret des Basler Concils„de electionibus“. (1433.)— Hefele VII. 538. 4. S. 270 a— 283 a Legende der h. Katharina von Siena. 5. S. 290 a— 291 b Einladung der Böhmen zum Basler Concil. 14. Mai 1432. 6. S. 292 a— 295 a Decret des Concils über die Abhaltung von Concilien. 29. April 1432.— Hefele VII. 473. 7. S. 295 b— 296 b Schreiben Sigismunds an das Basler Concil. Parma 31. März 1432.— Hefele VII. 470. 8. S. 296 b— 298 b Bericht der Gesandten Sigismunds aus Rom.— Hefele VII. 469. 9. S. 301 a— 309 b Die Prager Compactaten. S. 729. 957. Fol. Pg. 13.—15. Jh. 1. S. 3 b Verzeichnis der Bischöfe von Straßburg(fort- geführt bis Gaston von Rohan † 1749). 2. S. 4 a— 55 b, 87 a— 124 b Copialbuch des Domcapitels von Straßburg.(Dasselbe enthält Urkunden, Vergabungen, Verzeichnisse der Einkünfte und Besitzungen u. a.) 3. S. 56 a— 86 b Necrologium u. Traditionsbuch desselben Domcapitels.— Lorenz II. 403, Zeitschrift f. Gesch. des Ober- rheins N. F. II. 99 fl. * 959.(H 17.) Fol. Pp. 15. Jh. 1. S. 1— 72 Flores temporum.(Die Minoritenchronik bis zum J. 1288.)— Lorenz I. 62 ff. Potthast ² 451. 2. S. 73— 119 Geschichte Alexanders des Gr. und der Diadochen. 3. S. 119— 241 Eine Beschreibung des heil. Landes. 4. S. 241— 277 Beschreibung des heil. Landes von Bur- chardus de Monte Sion.— Kropff 52, Potthast ² 177. 5. S. 278— 301 Odericus: De partibus orientis.(718.) Anf.: Licet multa et varia de ritibus el condicionibus hulus mundi enarrantur a multis ego tamen frater Odericus de foro iulii de portu nahonis volens ad partes infidelium transfretare magna et mira vidi et audivwi quae possum veraciter enarrare. Kropff 35, Archiv X. 603, Potthast 832 Suppl. 103. 46 6. S. 303— 312 Aufzählung der Fürsten, welche bei der Wahl Maximilians zum römischen Könige anwesend waren und Bericht über die Wahl selbst.(1486.) deutsch. Ende: Finitur Mellici foeliciter anno quo supra V. dus Maii. Et uti psitacus pronunciat vestra(⁵) sic inscripsi illud„ᷣdioma. Kropff 58. 7. S. 313— 317 Itinerarium des Wolfgang von Steyer.— Kropff 473, Lorenz I. 222, Keiblinger 536. Ausg. Pez S8. II. 446 ff. 8. S. 318— 323 Kurze Geschichte der Reform in Melk(1418) und Verzeichnis der Professen von 1418— 1507.— Theilw. gedr.: Schramb 318, 356, 363 ff, Kropff 190. Nr. 7 u. 8 sind von Wolfgang von Steyer geschrieben. 962.(R 35.) Fol. Pp. 14. Jh. 1. S. 109— 174 Bonaventura: Leben des h. Franciscus.— Potthast 707. 2. 211— 232 Leben der h. Walburga von Wolfhard.— Potthast 929. 969.(K 51.) 4 Pg. 14. Jh. 1. S. 248 Schreiben des Sultans von Babylon an Clemens V. 2. S. 249 Schreiben Clemens V. an den Sultan von Babylon. Avignon 1313.(K 24.) 3. S. 250 Schreiben Friedrich des Schönen an die Car- dinäle über die baldige Wahl eines Papstes. Wien 7. März 1316. — Kropff 33, Archiv III. 314, VI. 193. 1227.(A 24.) 4⁰ Pg. 14. Jh. Init. S. 227— 243 Verschiedene Legenden. 1770.(L 58.) 16° Pg. 13. Jh. Init. S. 1 a— 99 a Passionale.(Legendensammlung.) 47 Anhang. I.(K 4.) Circumcisio domini. Anno domini 1438 Albertus dux austrie stirie karinthie etc. marchio moravie comesque Tirolis electus regni ungarie in alba regali civitate regni prefati coronatus est in Regem regni eiusdem. Fabiani et sebastiani martyrum. Anno 1437 obiit pater Antonius de Cathalonia. ¹) (15. März.) Anno domini 1437 tempore matutinali fuerunt tonitrua magna valde corruscationes fuerunt praevalide. (18. März.) Anno domini 1438 Albertus rex ungarie dal- macie croacie etc. electus regni Bohemie dux austrie stirie etc. marchio moravie comes Tirolis electus est in frankfordia in Regem Romanorum semper Augustum. Tiburcii et valeriani martyrum. Anno domini 1438 Magister Johannes poltzmacher decretorum doctor electus est in Rec- torem alme wiennensis universitatis. Anno domini 1437 Magister Nicolaus de Grecz sacre Theo- logie Baccalaureus formatus ²) electus est in rectorem wiennensis universitatis. Georii martyris. Anno domini 1444 inter secundam et tertiam horam post meridiem ventus supervenit nimis subitaneus ab aquilone procedens qui multa valde dampna intulit per sub- mersiones navium et ruinas edificiorum praesertim ex lignis et stramine erectorum. Ante ventum fuit ardor solis acutus et subitus. Petri novi martyris. Anno domini 1438 Albertus rex ungarie dalmacie croacie etc. dux austrie stirie etc, marchio moravie ¹) Keiblinger 492. ²) Aschbach 106, 467. 48 comesque Tirolis electus regni Bohemie consensit in eleccionem sui in Regem Romanorum pridem decima octava die mensis marcii in frankfordia de se factam. Consensit autem wyenne in choro ecclesie sancti Stephani. Floriani martyris. Anno domini 1444 prima tonitrua in- sonuerunt inita(?) die circa quartam post cum parvo fulmine et ymbre modico. Stephani pape et martyris. Anno domini 143(2) ¹) frater Johannes de lengenfeld fecit professionem in Mellico una cum aliis tribus fratribus qui secum intraverant religionem. Michaelis archangeli. Anno 1442 vindemia inchoabatur circa egidii et duravit fere usque katherine. hoc anno vasa fuerunt in magna karistia ita ut ternarius vacuus daretur pro 18 solidis pro 14 solidis pro duobus talentis pro 18 solidis pro 20 solidis. ²) plenus autem ternarius vini dabatur pro 4 talentis pro tribus talentis etc. urna vendebatur pro 18, pro 21 pro 24 etc. hoc anno monasterium mellicense omnibus computatis habuit circa 800 vel 900 vasa vini. Sed utilius erat habere 300 etc. Schramb 379. Keiblinger 552 N. 2. II.(K 24.) Item Anno 1415 ³) Magister Johannes hus combustus est in constancia in die octava petri et pauli. Item Anno 1416 30. die maii combustus est hyeronimus hereticus de secta hus de praga in concilio constantiensi. Item anno 1425 in die Georgii obiit magister petrus de pulka wyenne doctor theologie. Item anno 1428 8. mensis augusti obiit Abbas Nicolaus Scotorum wyenne ipsius monasterii reformator. Item anno 1437 in die concepcionis obiit bone memorie Sigismundus imperator. Item anno 1431 20. die februarii obiit Martinus papa quintus. Item anno 1438 Albertus quintus dux austrie in die cir- cumcisionis coronatus est in regem ungarie. Idem coronatus ¹) Keiblinger 531 N. 1. 2) Conf. Cont. Claustroneob. V. ad h. a. M. Germ. IX. 740. ³) Es sind überall die Ordinalzahlen gegeben. —4 est eodem anno in regem bohemie in die petri et pauli aposto- lorum. Idem sequenti anno videlicet 1439 obiit in ungaria in vigilia apostolorum simonis et iude. Item anno 1457 in die clementis obiit in praga filius dicti Alberti quinti rex ungarie et bohemie atque dux austrie ladis- laus. post cuius obitum nulla pax fuit austrie, sed continua imperatoris et ceterorum(2) discordia tam ab incolis quam exteris terre(?) usque ad haec tempora ita, ut verificetur id dictum: Multis annis iam transactis nulla fides est in pactis. Mel in ore verba lactis, fraus in corde fraus in factis. III.(730.) Venerabili patri domino thome priori domus axpach frater iohannes dictus de weilhaim complacendi voluntatem. Reverende pater vir venerabilis magister petrus plebanus in kremss de curia romana attulit copiam littere cuiusdam cardinalis de captivitate civitatis constantinopolitane. Cuius tenorem hic vestre paternitati transmitto hac praecipue de causa, ut ipse ac vester conventus sciant condolere membris christi et ex- citentur ad devotius exorandam divinam clementiam, ut sua misericordia dignetur respicere ecclesiam militantem eidemque succurrere in tantis periculis et a gravioribus conservare. Unde nihil mihi videtur obesse hanc copiam fratribus vestris et similiter(2) patri vincentio communicare. Quorum devocioni- bus me suppliciter commendari peto. Dominus noster abbas modernus ¹) feria quarta ante Martini adhuc me absente, quia constat de eius confirmacione, licet bulla rome quiescat, donec redimatur, regimen assumpsit in spiritualibus et temporalibus et in brevi spero me liberandum(?) a superintendentia quietem celle cum abiecto priore vestro antecessore adepturum. De tractatu et effectu diete proxime in kremsa habite puto vestram paternitatem per dominum priorem gammcensem ²) satis infor- matum igitur eam praetereo breviter. In domino valete. Briccii episcopi ³) 1453. ¹) Johann Hausheimer 1453—1474. Keiblinger 586 N. 1. ²) Gaming. ³) 13. November. 50 IV.(N 13.) Item in illa et aliis cedulis ego mitto vobis novitates concurrentia(?) hic in curia regis, quas meis et vestris bonis amicis et ceteris hominibus signanter vestris dominis cruciferis legere et de hiis dicere potestis. Et postquam illas legistis et transscripsistis, vellem, quod meas cedulas destinaretis ad Sepronium ¹) dominis meis favo- rosis et scribatis ipsis, quod ego destinavi. Et inserui vobis et ipsis plures novitates, si occurrunt scribam et destinabo etc. Item si factum regni hungarie sic se habet, ut vobis scripsi, scribatis mihi, quia quidam mihi dixerunt, quod non sit sic, sed non credo, quod dominus ulricus Eyczinger et ceteri domini consiliarii domino regi scripsissent falsum, quia eciam(?) cedula est facta ex eorum(2). V.(Q 56.) (11. April.) III. Idus. Leonis pape. Leupoldus abbas... Gotto conversus et monachus. Dieprant laicus. Engilschalch. Dietrich laicus. Reinoldus laicus. Heinricus puer. Balmarus... Reinhart. Methilt laica soror nostra. Dietericus laicus frater noster. Benedicta. (14. April.) XVIII. kalendas. Tyburtii et aliorum. Herbertus abbas. Hezilo laicus. Swiker presbyter et monachus. Adelheit. (Das Weitere ist unleserlich.) ¹) Odenburg. 51 (1. Mai.) Kalendis. Philippi et Jacobi. Heinricus abbas s. Gorgonii. Otto presbyter et monachus nostre congregationis. Gruno. Liupreht. Permut laici. Ruopreht. Pero. Truither laici. Hirzo puer. Richiza laica. Judita laica Genna laica. Engilscal laicus. Heinricus laicus. Pruno laicus obiit. Juditta laica. Alhart laicus. Chunigunt laica. Chrispina laica obiit. Chrispina(?) laica. Hemma ¹) laica obiit. Richza. heilwich laica. Engilscalcus laicus obiit. Gisila ²) laica obiit. Alheit laica soror nostra. Sophia laica. Gerboto laicus. (2. Mai.) VI. Nonas Anastasii episcopi et confessoris. Immo abbas s. mauri. Penno abbas. Nizo laicus filius Gebehardi. Egilolf monachus nostre congregationis. Sophia ducissa de Schala. Gerhoch laicus. Selint laica soror nostra. Gisila soror nostra. Hailwic laica. Heinricus ³) laicus frater noster. Chuniza laica. Reinherus presbyter et monachus nostre congregationis (3. Mai.) V. Nonas. Inventio s. crucis. Penno presbyter. Rapoto laicus. Ruodolf. Adalber laici. Hiltigunt. Wendelburc laicae. Ruodmar. arnold. Walchun. Adelheit. Haedewich. ¹) übergeschr.; de herzogenhalle. ²) übergeschr.: religiosa(?) ³) übergeschr.: de pelahe() 4* 2 Azela laica obiit. Luitbrant laicus obiit. Heilka laica obiit. (4. Mai.) IIII. Nonas Floriani martyris. Adalbero conversus et monachus nostre congregationis. Dietrich. Otto. Richer laici. Pertholt. Adelheit. Luitolt laicus obiit. Chunigunt laica obiit. Diemndis laica. Pilgrimus laicus. helwigis laica. Otto presbyter et monachus nostre congregationis. (29. November.) III. kalendas Saturnini martyris. Enzichint conversus et monachus nostre congregationis. Dietricus comes. Bezela laica. Uodalrich laicus. Wirath laica. Adalheid laica. Ruozila laica. Perhtrat laica soror nostra. Adilheit laica. Albegundus conversus. Arnoldus. Ekkerich laicus. (3. December.) III. Nonas Cassiani martyris. Irminoldus presbyter et monachus nostre congregationis. Hieremias presbyter et monachus. Bruno laicus frater noster. Gozwinus laicus. Gisila laica. (4. December.) II. Nonas Barbare virginis. Berengerus presbyter et monachus. Wizlan laicus. Pernhard laicus. Chuniza conversa. Gerdrud laica. (5. December.) Nonis Dalmatii martyris. Absalon presbyter et monachus nostre congregationis. Geroldus conversus et monachus nostre congregationis. 53 Anshalmus diaconus et frater noster. Piligrim. Trutman laici. Gnanwip laica(?). Heinricus presbyter et monachus. Hiltpurch laica. luiphilt laica. Walchunus laicus frater noster obiit. (6. December.) VIII. Idus Nycolai episcopi et confessoris. Gerold laicus. Hartwic laicus. Hailwic laica Reginhardus laicus. Reinhilt laica. Sifrit laicus obiit. Uodalrich. wernhart. arnolt. Wernhart. Heilwich. Mahtilt. Otacher. Perbelint(?). Uolrich. Maehtilt laica. Perhtolt? laicus. Alber laicus. Diemut laica obiit. IIII. Nonas Victorini martyris.(?) Arnoldus presbyter et monachus. Hezilo conversus. Chunigunt. Mathilt conversa. Die klein gedruckten Namen sind von einer späteren Hand ein- getragen. VI.(R 13.) Notum sit omnibus christi fidelibus, quod quidam vir nomine Wolfhardus delegavit super altare s. viti martyris per manum Piligrimi nobilis viri ancillam suam nomine Wazan cum omni posteritate sua pro censu quinque denariorum. Hec sunt nomina eorundem mancipiorum: Waza mater. Richpolt. Dietrich. Engilpreth. Mantuvin. Erchinger filii eius. Gisala. Adelmuot. Reginhilt filie eius. Item ad idem altare delegavit quidam nomine Wichardus unum mancipium nomine Eberhardum cum manu suuanhilde primitive domine(?) sue pro censu quinque denariorum. Item omnibus sit notum, qualiter marchio Otacher rogatu clerici sui Wezilonis quoddam praedium eiusdem clerici Wezilis- perch vocatum delegavit ad altare s. viti eo tenore, ut idem 54 clericus usu fructuario uteretur et post obitum eius absque omni contradictione deserviret ecclesie s. viti. Huius rei testes sunt. Liutpoldus filius eiusdem marchionis. Werigant(?) comes. Heidanricus. Fridericus advocatus eiusdem ecclesie. Idem marchio Otacher mutuavit novem iugera de dote s. viti, que sita est Haganvelt Rorwanch pirchvelt cum bene- ficio Reginheri, quod possederat Winipreth et angulo ad hal- bach, quod dicitur Otpoldesgivanch. Huius rei testes sunt Luipoldus eiusdem marchionis filius Waltheri et frater eius Hartwicus(?) Pabo de sirniche. lantfridus. fridericus advocatus Heribort filius eius. Quidam ministerialis vir Wezil delegavit ad altare s. viti ancillam suam... pro simili censu. Item Heinricus eiusdem Wezilonis filius tradidit ad altare s. viti servum suum nomine Adelramum.....(Das Weitere ist unleserlich.) Notum sit omnibus, quod quidam homo Gezmannus nomine tradidit ad altare s. viti mancipium suum nomine peronem(⁷) cum omni posteritate sua pro censu quinque denariorum. Huius rei testes sunt fridericus advocatus. Liuzman. Item idem homo Gezmann delegavit ad idem altare s. viti ancillam suam nomine Hemmam pro eodem censu. Nachtrag. 246.(E 38.) 12⁰ Pp. 15. Jh. S. 8— 282 Martyrologium Usuardi.— Potthast 437. 272.(E 63.) Fol. Pp. 15. Jh. S. 235— 450 Legenden. Anf.: Incipit opus Pauli kölner de Sanctis. 279.(E 70.) 120° Pp. 15. Jh. S. 1— 150 Legenden. Schulnachrichten. Inhalt. Personalstand des Lehrkörpers und Lehrfächervertheilung. . Lehrverfassung. . Lehrmittelsammlungen. Wichtigere Erlässe der hohen Unterrichtsbehörden. . Statistik der Schüler. . Maturitätsprüfungen. . Unterstützungswesen. . Schulhygiene. Chronik des Gymnasiums. . Religiöse UÜbungen. Verzeichnis der Schüler. . Kundmachung für das Schuljahr 1896/97. I. Personalstand des Lehrkörpers und Lehr- fächervertheilung. a) Bewegung im Lehrkörper: 1. Am Schlusse des abgelaufenen Schuljahres schied der für den Unterricht in Geographie und Geschichte approbierte Stifts- priester Professor P. Romuald Gumpoltsberger aus dem Lehrkörper. 2. Zu Beginn des Schuljahres trat der für den Unterricht in der englischen und deutschen Sprache approbierten Stiftspriester P. Dr. Edmund Gattinger in den Lehrkörper ein, und seine Verwendung für den unobligaten Unterricht in der französischen Sprache wurde vom k. k. n.-ö. L.-Sch.-R. mit Erlass vom 9. November 1895, Z. 10249 genehmigt. 3. Nach Beginn des Schuljahres trat der für den Unterricht in der classischen Philologie approbierte weltliche Supplent Michael Neihöfer zur Vertretung des erkrankten Professors P. Theodor Jungwirth in den Lehrkörper ein, und seine Bestellung wurde vom k. k. n.-ö. L.-Sch.-R. mit Erlass vom 14. November 1895, Z. 11274 bestätigt. b) Beurlaubungen. Beurlaubt war für die Dauer des ganzen Schuljahres der Supplent P. Dr. Andreas Pühringer behufs wissenschaftlicher Arbeiten in der Vaticanischen Bibliothek in Rom mit Genehmigung des k. k. n.-ö. L.-Sch.-R. vom 9. November 1895, Z. 10249, ferner der Professor P. Theodor Jungwirth krankheitshalber vom 14. October 1895 bis zum Schlusse des Schuljahres mit Genehmigung des k. k. n.-ö. L.-Sch.-R. vom 14. November 1895, Z. 11274, der Turnlehrer Friedrich Buxbaum vom 7. Jänner bis zum 19. Februar wegen inſectiöser Krankheitsfälle in seiner Familie, der Zeichenlehrer P. Benedikt Hager behufs einer Studienreise nach Italien vom 23. Màrz bis zum 30. April mit Genehmigung des k. k. n.-ö. L.-Sch.-R. vom 7. Maàrz 1896, Z. 2049 und der Turn- lehrer Josef Hummel krankheitshalber vom 1. bis 30. April. 58 c) Stand am Schlusse des Schuljahres. Ulbrich (3). 2 P. Cölestin Jungnikl 3 V P. Turon7 Bleininger P. Constantin Krumhuber 5 P. Albert Fürst 6 P. Honorat No- vosadek Religionslehre II, V, VII.(je 2) Vorbereitungscl(10). 1 Religionslehre I und III(ie 2), Latein III(6), Griechisch III(5). Religionslehre IV, VI. VIII(je 2), Latein VII(5), Griechisch VII(4). Mathematik III(3), VI(3), VIII(2), Physik VIII(3). 43 V — Lehrgegenstände, 85 — 5 S Name Classen und Stundenzahl 3½ Anwerkuns 2 1 P. Hermann Deutsch III(3), IV 6 Director des Gym- nasiums, Obmann des Studenten- V Unterstützungs- vereines, Custos der philol.-histor. dammiung. 16 I. Exhortator. 15 Ciassenrorctaud 4 d. III. Cl., II. Exhor- tator, Ausschuss- Vorbereitungscl(10). V V mitglied des Stu- denten- Unter- und Gymnasial- secretär. 16 ſChassenvorstand d. Vorbereitungscl. 9 Classenvorstand d. VII. GCl. 11 Director des Con- victes, Custos der physikal. Samm- lung. stützungsvereines, Schulgeld-Cassier 135 23 Lehrgegenstände, 25 ne S Name Classen und Stundenzahl V 3½ Anmerkons — 7 P. Dr. Rudolf V Deutsch V, VI, VII, V 12 Stiftsbibliothekar. Schachinger VIII(je 3). — ſͤ 8 P. Clemens Latein IV(6), 15 Classenvorstand d. Kaltenbrun- Griechisch IV(4), VI IV. Gl. ner(5). 9 P. Chrysosto- Mathem. I(3), 13 Custos der natur- mus Zer- Naturgesch. I, II, III histor. Sammlung. mann(II. Sem.), V, VI.(je 2), Physik III(2)(I. Sem.). 10 P. Dr. Eduard Geogr. u. Geschichte 15 Custos d. Schüler- Katschthaler II(4), III(3), IV(4) bibliothek u. der VI(4) histor.-geograph. Sammlung, Stifts- archivar. 11 P. Dr. Odilo Geographie I(3), 16 Classenvorstand d. Holzer Geogr. u. Gesch. V(3), VIII. Cl., Con- VII(3), VIII(3), victspräfect. Phil. Propädeutik VII V(2), VIII(2). 12 P. Gabriel Ko- Latein I(8), 17 Classenvorstand d. zell Deutsch I(4).(1. Cl., Convicts- Griechisch V(5), I präfect, Aus- schussmitglied d. V V Studenten-Unter- stützungsvereines. —— ̊ᷓrͤ—Q——ᷣ—XͦYM— ꝗ—— 13 P. Columban Latein II(8), 17 Classenvorstand d. Ressavar Deutsch II(4), Griechisch VIII(5). II. Cl., Convicts- präfect. 60— — Lehrgegenstände, V* V S Name Classen und Stundenzahl ⁸ Amnerkung 4 2 A Alois Nieder- Mathematik Il(3), IV 19 Classenvorstand d. hauser(welt-(3), V(4), VII(3), V. Cl. V lich) Bieele G. VII 1) V ——————— 15 Michel Nei- Latein V(6) vI(6). 17 Classenvorstand d. höfer(welt⸗ VIII(5) VI. Cl. lich) V ——————— 16 P. Benedikt Zeichnen(10),[12 Custos der Leir- Hager Kalligraphie(2). mittel für den V Zeichenunterricht. ————— 17 P. Ambros Gesang(6). V 6 Coynvictspräfect, b Exler Ausschussmitglied ¹. Studenten-Unter- V Sstützungsvereines. 18 P. Dr. Edmund Französisch(5) 5 Convictspräfect. Gattinger 19 Josef Humme Turnen(2), 6 Lehrer an d. Volks- (weltlich) Leitung der Jugend- schule in Melk. spiele(4). 20 Friedrich Bux- Turnen(12). 12 Lehrer an d. Volks- baum(welt- schule in Melk. lich) 61 II. Lehrverfassung (vollinhaltlich nach den hohen Verordnungen des k. k. Ministeriums für Cultus und Unterricht vom 26. Mai 1884, Z. 10128, vom 2. Mai 1887, Z. 8752, vom 1. Juli 1887, Z. 13276, vom 14. Jänner 1890, Z. 370, vom 30. September 1891, Z. 1786 und vom 24. Mai 1892, Z. 11372). A. Obligate Lehrfächer. Vorbereitungsclasse. Olassenvorstand: P. Constantin Krumhuber. Religionslehre, wöchentlich 2 Stunden. Glaubens- und Sittenlehre nach dem großben Katechismus für die katholischen Volks- schulen. Bibel von Schuster. Lesen und Vortrag, wöchentlich 2 Stunden. Nach dem Lesebuch für österreichische Volks- und Bürgerschulen, 5. Theil, von Ullrich, Ernst und Branky. Rechnen, wöchentlich 4 Stunden. Kopf- und Zifferrechnen in den vier Rechnungsarten. Rechnen mit Decimalen und mehrnamigen Zahlen. Nach dem 3. und 4. Rechenbuche von Moénik. Schönschreiben, wöchentlich 2 Stunden. Deutsche und lateinische Currentbuchstaben in genetischer Reihenfolge und in Ver- bindungen nach Kuranda. P. Cölestin Jungniltl. Deutsche Sprachlehre, wöchentlich 6 Stunden. Die Lehre von den Redetheilen mit fleilsiger Einübung der Declinationen und Conjugationen. Das Wesentlichste über den Satzbau nach Gurkes„Hauptpunkte der deutschen Sprachlehre“. Genaue Bestimmung der Rede- und Satztheile und der einfachen Sätze. Mündliche und schriftliche Ubungen in Wort- und Satzanalysen. Gedankenausdruck: Bilder einfacher und zusammengezogener Sätze. Dictando, wöchentlich 4 Stunden Ubungen. P. Constantin Krumhuber. Untergymnasium. I. Classe. Classenvorstand: P. Gabriel Kozell. Religionslehre, wöchentlich 2 Stunden. Katholische Glaubens- und Sittenlehre; Elemente der Gnadenlehre. Nach Fischers Lehr- buch. Laurenz Bleininger. 62 Lateinische Sprache, wöchentlich 8 Stunden. Formenlehre der wichtigsten regelmäßigen Flexionen nach Schmidts Grammatik, eingeübt an beiderseitigen Übersetzungen aus Haulers UÜbungs- buch für das IJ. Schuljahr. Präparation und Memorieren der Vocabeln. Wöchentlich 1 Composition. P. Gabriel Kozell. Deutsche Sprache, wöchentlich 4 Stunden. Orthographie; Formen- lehre des Nomens und Verbums; der einfache Satz nach Kum- mers Grammatik. Elemente des zusammengezogenen und zu- sammengesetzten Satzes.— Lectüre nach dem Lesebuche von Kummer und Stejskal. Vortrag memorierter Gedichte.— Monatlich 4 schriftliche Arbeiten: zunächst Dictate, vom December an ab- wechselnd Aufsätze, im II. Semester Schul- und Hausaufsätze in regelmäßiger Folge. P. Gabriel Kozell. Geographie, wöchentlich 3 Stunden. Grundbegriffe der mathema- tischen und physikalischen Geographie. Grundzüge der Länder- kunde. Versuche im Zeichnen der einfachsten geographischen Objecte. Nach dem Lehrbuch von Umlauft und dem Schulatlas von Kozenn. P. Dr. Odilo Holazer. Mathematik, wöchentlich 3 Stunden. Arithmetik: Das dekadische Zahlensystem. Römische Zahlzeichen. Die vier Grundoperationen mit unbenannten und einfach benannten ganzen und Decimal- zahlen. Das metrische Maß und Gewichtssystem. Das Rechnen mit mehrfach benannten Zahlen. Theilbarkeit, der Zahlen, Zerlegung in Primfactoren. Die einfachsten Vorübungen für das Rechnen mit gemeinen Brüchen einschlieſblich des Aufsuchens des gemeinschaftlichen Maßes und Vielfachen.— Geometrische Anschauungslehre(2. Semester): Die Grundgebilde, Gerade, Kreis, Winkel und Parallelen. Die einfachsten Eigenschaften des Dreieckes. Im Semester 4 Schularbeiten und Hausübungen von Stunde zu Stunde. Lehrbücher von Moénik. P. Chrusostomus Zermann. Naturgeschichte, wöchentlich 2 Stunden. Die ersten 6 Monate des Schuljahres: Thierreich u. zw.: Säugethiere und Insecten in entsprechender Auswahl. Die 4 letzten Monate des Schul- jahres: Pflanzenreich: Beobachtung und Beschreibung von Samenpflanzen verschiedener Ordnungen nach ihren wichtigeren Merkmalen, vergleichende Betrachtung derselben behufs Auf- fassung ihrer Verwandtschaft. Lehrbücher von Pokorny. P. Chrysostomus Zermann. 63 II. Classe. Classenvorstand: P. Columban Ressavar. Religionslehre, wöchentlich 2 Stunden. Liturgik der katholischen Kirche. Nach Fischers Lehrbuch. P. Cblestin Jungnikl. Lateinische Sprache, wöchentlich 8 Stunden. Formenlehre der selteneren und unregelmäßigen Plexionen nach der Grammatik von K. Schmidt, eingeübt an beiderseitigen Übersetzungen aus Haulers UÜbungsbuch für das II. Schuljahr. Monatlich 3 Schul- arbeiten und 1 Hausarbeit. P. Columbhan Ressavar. Deutsche Sprache, wöchentlich 4 Stunden. Grammatik: Der zu- sammengezogene und der zusammengesetzte Satz nach Kummers Schulgrammatik.— Lectüre nach dem Lesebuche von Kummer und Stejskal.— Memorieren und Vortrag poetischer Stücke. — Dictate zur Einübung der Orthographie und Interpunctions- lehre. Monatlich 3 Aufsätze, abwechselnd Schul- und Haus- arbeiten.— P. Columban Ressavar. Geographie und Geschichte, wöchentlich 4 Stunden.— Geographie (Umlaufts Lehrbuch und Kozenns geogr. Schulatlas): Eingehende Beschreibung der Erdoberfläche von Asien und Afrika in physi- kalischer und topographischer Hinsicht. Allgemeine Ubersicht Europas, Länderkunde Südeuropas und des britischen Insel- reiches. Übungen im Entwerfen einfacher Kartenskizzen mit Linienkreuz und Maßstab.— Geschichte(Mayers Lehrbuch und Putzgers historischer Schulatlas): Erzählungen aus der Ge- schichte des Alterthums mit besonderer Berücksichtigung der Sagen und der biographischen Momente. P. Dr. Eduard Katschthaler. Mathematik, wöchentlich 3 Stunden, abwechselnd Arithmetik mit Geometrie. Arithmetik: Die Bruchrechnung; gemeine und Decimalbrüche und ibr Zusammenhang. Verhältnisse und Pro- portionen. Aufgaben über das Rechnen mit benannten Zahlen, gelöst durch Proportionen, Schluss und Formel.— Geometrie: Die Congruenz der Dreiecke; die wichtigsten Eigenschaften des Kreises, der Vierecke und Vielecke. Constructionsaufgaben, gelöst mittelst Hilfsfiguren und geometrischen Ortern. Nach Moéniks Lehrbüchern fürs Untergymnasium. Im Semester 4 Schularbeiten, 1 Hausarbeit sowie Hausübungen von Stunde zu Stunde. Alois Niederhauser. 64 Naturgeschichte, wöchentlich 2 Stunden. Die ersten 6 Monate des Schuljahres: Thierreich u. zw.: Vögel, einige Reptilien, Amphibien und Fische. Einige Formen aus den Abtheilungen der wirbellosen Thiere mit Ausschluss der Insecten. Die 4 letzten Monate des Schuljahres: Pflanzenreich. Fortsetzung des Unterrichtes der ersten Classe durch Vorführung anderer Samen- pflanzen und durch Anbahnung des Verständnisses ihrer syste- matischen Gruppierung. Einige Sporenpflanzen. Nach den Lehr- büchern von Pokorny. P Chrysostomus Zermann. III. Classe. Olassenvorstand: P. Laurenz Bleininger. Religionslehre, wöchentlich 2 Stunden. Geschichte der göttlichen Offenbarung des alten Bundes. Nach Fischers Lehrbuch. P. Laurenz Bleininger. Lateinische Sprache, wöchentlich 6 Stunden. Grammatik(3 Stunden): Congruenz, Casuslehre. Lehre von den Präpositionen nach der Grammatik von K. Schmidt und Haulers Aufgaben zur Ein- übung der lateinischen Syntax I. Theil.— Lectüre(3 Stunden): Cornelii Nepotis vitae(ed. A. Weidner): I. Miltiades, II. Themi- stocles, III Aristides, IV. Pausanias, V. Cimon, VI. Lysander, VII. Alcibiades 6, 8, VIII. Thrasybulus, IX. Conon, XV. Epami- nondas, XVI. Pelopidas, XVII. Agesilaus 4— 6, XX. Timoleon. VIII, 4, IX, 3, XV, 4 wurde memoriert.— Alle 14 Tage eine Schularbeit, alle 3 Wochen eine Hausarbeit. P. Laurenz Bleininger. Griechische Sprache, wöchentlich 5 Stunden. Regelmäſbige Formen- lehre mit Ausschluss der Verba auf pi nach der Grammatik von Curtius-Hartel, mündlich und schriftlich eingeübt nach Schenkls Elementarbuch.— Vom December an alle 14 Tage eine schrift- liche Arbeit, abwechselnd Haus- und Schulaufgaben. P. Laurenz Bleininger. Deutsche Sprache, wöcbentlich 3 Stunden, darunter eine für Grammatik. Lectüre nach dem Lesebuche von Kummer und Stejskal. Memorieren der Gedichte des Canons für diese Classe. Grammatik: Systematische Wiederholung und Er- weiterung der Formen- und der Casuslehre nach der Schul- grammatik von Kummer. Im Semester 5 Schularbeiten und 5 Hausarbeiten. P. Hermann Ulbrich. 65 Geographie und Geschichte, abwechselnd in wöchentlich 3 Stunden. Geographie(Umlaunfts Lehrbuch und Kozenns geogr. Schulatlas): Eingehende Beschreibung der Lander Europas mit Ausschluss Südeuropas und Osterreichs, sodann Erdkunde von Amerika und Australien. Übungen im Entwerfen einfacher Kartenskizzen mit Linienkreuz und Maßstab. Geschichte(Mayers Lehrbuch und Putzgers hist. Schulatlas): Die wichtigsten Personen und Begeben- heiten aus der Geschichte des Mittelalters mit besonderer Rück- sicht auf die österreichischen Länder. P. Dr. Eduard Katschthaler. Mathematik, wöchentlich 3 Stunden, abwechselnd Arithmetik mit Geometrie. Arithmetik: Die vier Grundoperationen in ganzen und gebrochenen allgemeinen Zahlen; das abgekürzte Rechnen mit vollständigen und unvollständigen Zahlen; das Quadrieren und Wurzelziehen aus besonderen und allgemeinen Zahlen.— Geometrie: Flächengleichheit und Verwandlung und Theilung von Figuren. Flächenmessung; Khnlichkeit der Drei- ecke. Aufgaben über Flächenberechnung und Längen, gelöst mittelst des pythagoreischen Lehrsatzes und der Khnlichkeits- sätze. Nach Moénik's Lehrbüchern fürs Untergymnasium. Im Semester 4 Schularbeiten und Hausübungen von Stunde zu Stunde. P. Honorat Novosadek. Naturwissenschaften, wöchentlich 2 Stunden. Im 1. Semester: Physik. Vorbegriffe: Räumlichkeit und Undurchdringlichkeit der Körper. Charakteristik der 3 Aggregatzustände. Lothrechte, wagrechte Richtung; absolutes und specifisches Gewicht. Druck der Luft, Besprechung der wichtigsten Erscheinungen und Ge- setze der Wärmelehre und Chemie im Anschlusse an geeignete Experimente. Lehrbuch von Mach und Odstréil.— Im 2. Semester: Mineralogie. Beobachtung und Beschreibung einer mäſßigen Anzahl von wichtigen und sehr verbreiteten Mineralarten. Ge- wöhnlichste Gesteinsformen. Lehrbuch von Pokorny. P. ChryYsostomus Zermann. IV. Classe. Classenvorstand: P. Glemens Kaltenbrunner. Religionslehre, wöchentlich 2 Stunden. Geschichte der göttlichen Offenbarung des neuen Bundes. Nach Fischers Lehrbuch. P. Constantin Krumhuber. Lateinische Sprache, wöchentlich 6 Stunden. Grammatik(3, resp. 2 Stunden). Die Eigenthümlichkeiten im Gebrauche der Nomina 5 und Pronomina, die Tempus- und Moduslehre, Infinitiv, Particip und Supinum nach K. Schmidts Schulgrammatik und Haulers Aufgaben zur Einübung der lateinischen Syntax, II. Theil. Quantitätslehre und Elemente der Metrik.— Lectüre(3, resp. 4 Stunden) C. Juli Caesaris de bello Gall. comm. I., IV., ce. 1— 13, 16— 36, V, cc. 1— 23, VI. cc. 9— 28(Ausgabe von Prammer).— Ausgewählte Gedichte des P. Ovidius Naso (Ausgabe von Sedlmayer) etwa 200 Verse.— Alle 2 Wochen eine Schularbeit, alle 3 Wochen eine Hausarbeit. P. CGlemens Kaltenbrunner. Griechische Sprache, wöchentlich 4 Stunden. Die Verba auf h, die sogenannten unregelmäßigen Verba auf. Hauptpunkte der Syntax(Grammatik von Curtius-Hartel), eingeübt durch mündliche und schriftliche Übersetzung aus Schenkls Elementar- buch. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit, abwechselnd Haus- und Schularbeiten. P Clemens Kaltenbrunner. Deutsche Sprache, wöchentlich 3 Stunden. Systematische Wieder- holung und Erweiterung der Lehre vom zusammengesetzten Satze mit praktischen Übungen, sodann Grundzüge der Prosodik und Metrik nach der Schulgrammatik von Kummer. Lectüre nach dem Lesebuche von Kummer und Stejskal, 4. Band. Dabei wurde besondere Aufmerksamkeit gelegt auf das richtige Lesen, auf kurze Inhaltswiedergabe, auf Erörterung der Dispo- sition, auf Unterscheidung der poetischen und prosaischen Aus- drucksweise, auf Erklärung bildlicher Ausdrücke. Die im Canon genannten Gedichte wurden memoriert und vorgetragen. Monatlich eine Schularbeit und eine Hausaufgabe. P. Hermann Ulbrich. Geographie und Geschichte, wöchentlich je 2 Stunden. Geographie (Umlaufts Lehrbuch und Kozenns geogr. Schulatlas): Ein- gehende Beschreibung der österr.-ung. Monarchie. Übungen im Entwerfen einfacher Kartenskizzen mit Linienkreuz und Maß- stab.— Geschichte(Hannaks Lehrbuch und Putzgers hist. Schulatlas): Die wichtigsten Personen und Begebenheiten aus der Geschichte der Neuzeit mit besonderer Rücksicht auf Oster- reich. P. Dr. Eduard Katschthaler. Mathematik, wöchentlich 3 Stunden, abwechselnd Arithmetik mit Geometrie. Arithmetik: Gleichungen des ersten Grades mit einer und mehreren Unbekannten in Bestimmung und Ansatz, Schluss- rechnung, Theilregel und Kettenregel, Zinzeszinsrechnung, 67 Cubieren und Cubikwurzelziehen aus besonderen und allgemeinen Zahlen.— Geometrie: Die Lage von Punkt, Gerader und Ebene zu einander, die Eigenschaften der eckigen und runden Körper, ihre Oberflächen und Inhaltsbestimmung mit steter Benützung des pythagoreischen Lehrsatzes und der Hauptformeln aus der Planimetrie. Im Semester 4 Schularbeiten, 1 Hausarbeit sowie Hausübungen von Stunde zu Stunde. Lehrbücher von Moénik. Alois Miederhauser. Physik, wöchentlich 3 Stunden. Magnetismus, Elektricität, Mechanik, die Lehre vom Schalle, vom Lichte und von den Gestirnen, welche zum Verständnisse der Orientierung auf der Erde und der Himmelserscheinungen benöthigt werden. Lehrbuch von Mach-Habart. Alois Miederhauser. Obergymasium. V. Classe. Classenvorstand: Alois Niederhauser. Religionslehre, wöchentlich 2 Stunden. Beweis der Wahrheit der katholischen Religion. Nach Wapplers Lehrbuch der katholischen Religion. I. Theil. P. Cölestin Jungnikl. Lateinische Sprache, wöchentlich 6 Stunden. Lectüre: Titi Livii (ed. Zingerle) libb. I und XXI. Ausgewählte Gedichte des P. Ovidius Naso(ed. H. St. Sedlmayer); aus den Metamor- phosen Nr. 4, 11, 13, 17, 19, 21, 22, 23, 25; aus den Fasten Nr. 3, 4, 8; aus den Tristien Nr. 1, 6; aus den Briefen Nr. 2. Memoriert wurden Met. Nr. 4, 19, 25 theilweise.— Aus der Grammatik von K. Schmidt: Lehre von den Negationen, Wiederholung der Congruenz- und Casuslehre, der Praeposi- tionen, der Pronominen und der Metrik. Stilistische Übungen nach J. Haulers Stilübungen, I. Theil.— Monatlich eine Schul- arbeit. Michel Neihöfer. Griechische Sprache, wöchentlich 5 Stunden. Lectüre: Xenophon (nach Schenkls Chrestomathie) Anab. I. II. III. IV. V. VI. Kyrup. I. II.— Homer, llias(ed. Scheindler) I. und II. Eine Anzahl Verse wurde memoriert.— Grammatik nach Curtius- Hartel: Syntax bis zur Tempuslehre. Schriftliche und mündliche Übungen nach Schenkls Ubungsbuch.— 8 Schularbeiten. P. Gabriel Kozell. 5* 683 Deutsche Sprache, wöchentlich 3 Stunden. Schullectüre nach dem Lesebuche von Kummer und Stejskal. 5. Band. Erklärungen und Anmerkungen. Besondere Aufmerksamkeit wurde dem deutschen Volksepos zugewendet. 8 Gedichte wurden memoriert und vor- getragen.— Grammatik nach Kummer(alle 14 Tage 1 Stunde): Wortbildung, Lehnwörter und Fremdwörter; Volksetymologie.— 9 Schul-, 9 Hausaufsaätze. P. Dr. Rudolf Schachinger. Geschichte und Geographie, wöchentlich 3 Stunden. Geschichte der orientalischen Völker, der Griechen und Römer bis zur Unterwerfung Italiens. Nach dem Lehrbuche von Gindely und dem historischen Schulatlas von Putzger.— Systematische Wiederholung der Geographie von Afrika, Asien und Süd- europa. Nach dem Lehrbuche von Umlauft und dem Schulatlas von Kozenn. P. Dr. Odilo Holzer. Mathematik, wöchentlich 4 Stunden, abwechselnd Arithmetik mit Geometrie. Arithmetik: Lehre von den einfachen Operationen, Gleichungen ersten Grades mit einer und mehreren Unbekannten. Nach Gajdeczkas Lehrbuch der Algebra.— Geometrie: Con- gruenz und Ahnlichkeit sowie Flaäche von einfachen Figuren; Constructionsaufgaben mittelst geometrischer Orter, Hilfsfiguren, ähnlicher Figuren und durch Rechnung. Nach Hoéevars Geometrie. Im Semester 4 Schularbeiten und eine Hausarbeit sowie Haus- übungen von Stunde zu Stunde. Alois Niederhauser. Naturgeschichte, wöchentlich 2 Stunden. I. Semester: Mineralogie und Geologie nach Hochstetter und Bisching. II. Semester: Botanik nach Wretschko. P. Chrysostomus Zermann. VI. Classe. Classenvorstand: Michel Neihöfer. Religionslehre, wöchentlich 2 Stunden. Die katholische Glaubens- lehre. Nach Wapplers Lehrbuch der katholischen Religion. II. Theil. P. Constantin Krumhuber. Lateinische Sprache, wöchentlich 6 Stunden. Lectüre: G. Sallusti Crispi(ed. Linker- Klimscha) bellum Jugurthinum und bell. Catil. von c. 29 an; M. Tulli Ciceronis(ed. Kornitzer) orationes in Catilinam I. II. G. Jul. Caesaris(ed. Em. Hoffmann) de bello civili lib. I, 1— 50. P. Vergili Maronis(ed. Em. Hoffmann) Ecclogae I. V. Georgicon l. I, 1— 99. l. II, 458— 450. I. IV. 149— 226, 281— 332. Aeneidos libb. I. II. Aus der Grammatik 69 von K. Schmidt: Systematische Wiederholung der Syntax, Capp. XLI— IL— Stilistische Übungen nach J. Haulers Stilübungen, I. Theil.— Monatlich eine Schularbeit. Michel Neihöfer. Griechische Sprache, wöchentlich 5 Stunden. Lectüre: Homer, Il.(ed. Scheindler) III, VI, VII, VIII, XIX.— Xenophon (Schenkls Chrestomathie) Kyrup. VII, Comm. III.— Herodot (Hintner)— XIX, XXV- XXIX und Anhang I.— Grammatik (Curtius-Hartel): Tempus- und Moduslehre und die Lehre vom Infinitiv und Participium.— Schriftliche und mündliche Übungen nach Schenkls Übungsbuch.— 8 Schularbeiten. P. Clemens Kaltenbrunner. Deutsche Sprache, wöchentlich 3 Stunden. Literaturgeschichte: Kurze Ubersicht über die literarischen Zustände in Deutsch- land bis zu Beginn des XVIII. Jahrh., ausführliche Geschichte der deutschen Literatur vom Beginne des XVIII. Jahrh. bis Herder. Schullectüre nach Kummer und Stejskal, 6. Band: Proben aus dem Nibelungenliede und aus Walther von der Vogelweide im Originaltexte, aus Klopstocks Messias und Oden sowie aus Wielands Oberon; Lessings Minna von Barnhelm, einige Literaturbriefe, ein paar Stücke der Hamburg'schen Dramaturgie. Memoriert wurde nach Vorschrift. Privatlectüre: Lessings Abhandlungen über die Fabel, Wielands Abderiten, Lessings Miss Sara Sampson, Emilia Galotti, Nathan der Weise. 7 Schul-, 6 Hausaufsätze. P. Dr. Reudolf Schachinger. Geschichte und Geographie, wöchentlich 4 Stunden. Geschichte (Gindelys Lehrbücher und Putzgers histor. Schulatlas); Geschichte des römischen Reiches seit der Zeit der punischen Kriege bis zum Untergange desselben; Geschichte des Mittelalters, vor- zugsweise Deutschlands.— Wiederholung einzelner Abschnitte aus der Geographie Europas(Umlaufts Lehrbuch und Kozenn geogr. Schulatlas). P. Dr. Eduard Katschthaler. Mathematik, wöchentlich 3 Stunden. Algebra: Potenzen, Wurzeln, Logarithmen, imaginären Zahlen, Gleichungen des zweiten Grades mit einer Unbekannten, Lehrbuch von Gajdeczka.— Geometrie: Stereometrie, ebene Trigonometrie. Lehrbuch von Hoéevar. Im Semester 4 Schularbeiten und eine Hausarbeit. P. Honorat Novosadek. Naturgeschichte, wöchentlich 2 Stunden. Somatologie und Zoologie nach Graber. P. Chrysostomus Zermann. VII. Classe. Classenvorstand: P. Albert Fürst. Religionslehre, wöchentlich 2 Stunden. Die katholische Sitten- lehre. Nach Wapplers Lehrbuch der katholischen Religion. III. Theil. P. Cblestin Jungnilcl. Lateinische Sprache, wöchentlich 5 Stunden. Lectüre: M. Tulli Ciceronis(ed. Kornitzer) oratio de imperio Cn. Pompei, oratio pro Archia poeta, Cato Maior de senectute§§ 15— 85.— P. Vergili Maronis(ed. Hoffmann) Aeneidos libb. III, VI, VII. 1— 285.— Einige Stellen der Lectüre wurden memoriert.— Grammatisch-stilistischer Unterricht nach K. Schmidts Grammatik und J. Haulers Stilübungen II. Abth.— Monatlich eine Schul- arbeit. P. Albert Fürst. Griechische Sprache, wöchentlich 4 Stunden. Lectüre: Demosthenes (ed. Wotke): Die I. Rede gegen Philipp und die drei olynthischen Reden.— Homer, Odyssee(ed. Pauly-Wotke) I, 1—88, V, VI, VII, VIII, 1— 43 und 318— 420, IX. X, 131— 423. Einige Stellen der Lectüre wurden memoriert.— Grammatik(Curtius- v. Hartel): Die Lehre vom Particip, von den Negationen und Partikeln; ferner Wiederholung der Lehre vom Subject und Prädicat, vom Artikel, vom Gebrauch der Casus, von den Praäpositionen und vom Pronomen.— Übersetzungen aus Schenkls UÜbungsbuch.— 8 Schularbeiten. P. Albert Fürst. Deutsche Sprache, wöchentlich 3 Stunden. Deutsches Lehr- und Lesebuch von Kummer und Stejskal, 7. Band. Literatur- geschichte; Sturm und Drang; Herder; Bestrebungen der Göttinger; Goethe und Schiller.— Schullectüre: Goethes Jugendlyrik; Iphigenie auf Tauris. Schillers philosophische Lyrik; Wallenstein. Memoriert und vorgetragen wurden einige Gedichte aus der Jugendzeit Goethes, sowie Schillers Eleu- sisches Fest.— Privatlectüre: Götz von Berlichingen, Clavigo, Egmont; Die Räuber, Fiesko, Kabale und Liebe, Don Carlos; Coriolan.— Redeübungen.— 7 Schul-, 6 Hausaufsätze. P. Dr. Rudolf Schachinger. Geschichte und Geographie, wöchentlich 3 Stunden. Geschichte der Neuzeit mit besonderer Berücksichtigung der österreichi- schen Geschichte. Nach dem Lehrbuche von Gindely und dem 71 historischen Schulatlas von Putzger.— Systematische Wieder- holung der Geographie von Amerika, Australien, Nord- und Osteuropa.— Nach dem Lehrbuche von Umlauft und dem Schulatlas von Kozenn. P. Dr. Odilo Holzer. Mathematik, wöchentlich 3 Stunden, abwechselnd Arithmetik mit Geometrie. Arithmetik: Quadratische und höhere Gleichungen mit 2 und mehreren Unbekannten. Reihen, Kettenbrüche und diophantische Gleichungen. Combinationslehre und ihre Anwen- dung für die Wahrscheinlichkeitsrechnung und Binominalsatz. Nach dem Lehrbuche von Gajdeczka.— Geometrie: Trigono- metrische Aufgaben aus der ebenen Geometrie, Astronomie und mathematischen Geographie. Analytische Behandlung der Kegel- schnittslinien im rechtwinkligen Coordinatensystem. Nach dem Lehrbuche von Hoëéevar. Im Semester 4 Schularbeiten und eine Hausarbeit sowie Hausübungen von Stunde zu Stunde. Alois Niederhauser. Physik, wöchentlich 3 Stunden. Die Mechanik fester, flüssiger und gasförmiger Körper. Die Lehre von der Wärme. Chemie. Nach dem Lehrbuche von Handl. Aloiës Niederhauser. Philosophische Propädeutik, wõchentlich 2 Stunden. Formale Logik. Nach dem Lehrbuch von Drbal. P. Dr. Odilo Holzer. VIII. Classe. Classenvorstand: P. Dr. Odilo Holzer. Religionslehre, wöchentlich 2 Stunden. Geschichte der Kirche Jesu Christi. Nach Fischers Lehrbuch. P. Constantin Krumhuber. Lateinische Sprache, wöchentlich 5 Stunden. Lectüre: P. Corneli FLaciti(ed. Halm), Germania, annal. I. I. capp. 1— 30; 50— 52; 55— 71; l. II. 1— 32; 41— 46; 69— 75; 82; 88. l. IV. 32, 33; 72, 73. histor. l. I capp. 1- 30.— O. Horati Flacci(ed. J. Huemer) Carm. l. I. 1, 3, 4, 6, 11, 20, 22, 32, 37, 38; 1. II. 3, 13, 14, 18; l. III. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 30;, l. IV. 7. Epod. 2, 7. Sat. I. I 1; 6, 45— 118; 4, 102— 140. Epist. I. I, 2; 20. 1. II. 2, 41— 64; 3, 1—– 72. Grammatisch-stilistische Übungen nach J. Haulers Stilübungen, II. Theil.— Monatlich eine Schularbeit. Michel Neihöfer. 2. Griechische Sprache, wõchentlich 5 Stunden. Lectüre: Platons Apo- logie, Kriton und Euthyphron(Ausgabe von Hermann-Wohlrab.— Sophokles' Antigone(Ausgabe von Dindorf-Mekler).— Homers Odyssee XVIII; XX, 1— 100(Ausgabe von Pauly-Wotke).— Grammatik(Curtius-Hartel): Wiederholungen der Grammatik vom Gebrauche der Modi an. Obersetzungen aus Schenkls Übungsbuch.— 8 Schularbeiten. P. Columban Ressavar. Deutsche Sprache, wöchentlich 3 Stunden. Deutsches Lehr- und Lesebuch von Kummer und Stejskal, 8. Band. Geschichte der Literatur des XIX. Jahrhunderts mit besonderer Berücksichti- gung Grillparzers.— Schullectüre: Wilhelm Tell, Torquato Tasso. Hermann und Dorothea, Maria Stuart, Macbeth, Sappho, Laokoon. Memoriert wurde das Lied von der Glocke.— Privat- lectüre: Die Braut von Messina, Die Jungfrau von Orleans, König Lear, Faust. Der Tragõdie 1. Theil, Medea, Heinrich von Kleists Dramen.— Redeübungen.— 5 Schul- und 5 Haus- aufsätze. P. Dr. Rudolf Schachinger. Geschichte und Geographie, wöchentlich 3 Stunden. Im I. Se- mester: Geschichte der österreichisch- ungarischen Monarchie bis zum Berliner Congress. Nach dem Lehrbuche von Hannak und dem historischem Schulatlas von Putzger.— Im II. Semester: Physikalische Geographie, Statistik und Topographie des öster- reichischen Kaiserstaates nach dem Lehrbuche von Hannak und dem Schulatlas von Kozenn.— Ubungen im Kartenzeichnen.— Wiederholung der wichtigeren Abschnitte aus der griechischen und römischen Geschichte. P. Dr. Odilo Holzer. Mathematik, wöchentlich 2 Stunden. Arithmetik: Wiederholung der Elementarmathematik und Übungen im Auflösen von Auf- gaben aus allen Theilen der elementaren Algebra und Geometrie. Im Semester 4 Schularbeiten und 1 Hausarbeit. E. Honorat Novosadel. Physik, wöchentlich 3 Stunden. Magnetismus, Elektricität. Wellen- lehre, Akustik, Optik, Elemente der Astronomie. Nach dem Lehrbuch von Handl. D. Honorat Novosadek. Philosophische Propädeutik, wöchentlich 2 Stunden. Empirische Psychologie nach dem Lehrbuche von Drbal. P. Dr. Odilo Holzer. 2 So 3 Themen zu den deutschen Aufsätzen. V. Classe. Die Entdeckung der Mörder des Ibykus.(Brief eines Theil- nehmers an den isthmischen Spielen an seinen Freund.)(Sch.) In den Ocean schifft mit tausend Masten der Jüngling; Still, auf gerettetem Boot, treibt in den Hafen der Greis. Schiller.(H.) Walther und Hildgund. Erzählung.(Sch.) Wodurch erregt das Nibelungenlied unser besonderes Mitleid mit Siegfrieds Tod?(H.) Der Einzug des Winters. Schilderung.(Sch.) Das Mythische im Nibelungenliede.(H.) a) Das Sieveringer Brünnlein. 5) Rüdiger von Bechelaren. Charakterbild.(Sch.) Gemeinsame Züge des Volksepos.(H.) Wenn jemand eine Reise thut, So kann er was erzählen. Claudius.(Sch.) Die Mannigfaltigkeit des Interesses an der Natur und der ver- schiedenartige Standpunkt ihrer Betrachtung.(H.) . Es wachsen die Pflanzen zum Nutzen und zur Zierde.(Sch.) Der Frühling ist erwacht. Schilderung.(H.) Ostern in der Kirche, in der Natur, im menschlichen Herzen.(Sch.) Vergessen ist ein Fehler, ein Unglück, ein Glück, eine Tugend.(H.) . Einfluss des Sonnenlichtes auf Natur und Menschenwelt.(Sch.) Gedankengang in Kaltenbrunners Liede„Das Vaterhaus“.(H.) . Das Frohnleichnamsfest. Schilderung.(Sch.) Warum freue ich mich auf die Ferien?(H.) VI. Classe. Frübling und Herbst.(Gegenüberstellung).(Sch.) Die Kreuze in Chamissos„Kreuzschau“ als Sinnbilder.(H.) Hoffnung und Erinnerung sind die Angelpunkte des mensch- lichen Lebens.(Sch.) Morgenstund hat Gold im Mund.(H.) Die Burgunden in Bechelaren.(Sch.) Streit, Hader, Zank, Zwist. Begriffsbestimmung und Be- trachtung.(H.) Walthers„Kreuzlied“.(Ubersetzung des Liedes und gramma- tische Analyse der ersten Strophe.)(Sch.) 13. 85 74 hér Walther von der Vogelweide, swer des vergaeze, der taet mir leide.(H.) Welche Ausdrücke kennt die deutsche Sprache für den Begriff Sterben?“(Sch.) . Warum ist die Jugendzeit vornehmlich zum Lernen geeignet?(H.) Welche Gefahren birgt die Armut, welche der Reichthum in sich?(Sch.) Solem e mundo tollere videntur, qui amicitiam e vita tollunt: qua nihil melius habemus, nihil iucundius.(Cic. de am. XIII. 47.)(H.) Zum Gedäachtnis Gotthold Ephraim Lessings. Rede.(Sch.) VII. Classe. . Wie lässt sich der Ausspruch des Sophokles:„Nichts ist ge- waltiger als der Mensch“ mit Herders Wort vereinen:„Der Mensch ist ein schwaches Wesen“?(Sch.) Begeisterung für das Vaterland ist die Quelle großer Thaten.(H.) a) Das Familienleben auf Jaxthausen. Nach Goethes„Gôtz von Berlichingen“. b) Charaktergegensätze in Goethes„Götz von Berlichingen.“(Sch.) Vergleichende Betrachtung der Dramen Goethes„Gôtz von Berlichingen“ und„Clavigo“.(H.) Liegt dir Gestern klar und offen, Wirkst du heute kräftig, frei: Darfst du auf ein Morgen hoffen, Das nicht minder glücklich sei. Goethe.(Sch.) Lob der Wissenschaft und Kunst. Nach Ciceros Rede für den Dichter Archias.(H.) Ist das Bedürfnis der Freundschaft ein Mangel unserer Natur oder Aàußert sich in ihm eine Vollkommenheit derselben?(Sch.) Verwicklung und Lösung in Goethes„Iphigenie auf Tauris“.(f.) Nicht an die Güter hänge dein Herz, Die das Leben vergänglich zieren! Wer besitzt, der lerne verlieren; Wer im Glück ist, der lerne den Schmerz! Schiller.(Sch.) Wodurch erlangte Philipp von Macedonien die Herrschaft über Griechenland? Nach Demosthenes.(H.) Verdienste und Aufgaben des Künstlers.(Sch.) Die Geschichte Athens im Lichte von Schillers„Spaziergang“. u) . Nur zwei Tugenden gibt's. O, wären sie immer vereinigt, immer die Güte auch groß, immer die Größse auch gut! Schiller.(Sch.) 75 VIII. Classe. 1. Wie begründet Lessing in der Hamburgischen Dramaturgie das Erscheinen von Gespenstern auf der Bühne?(Sch.) 2. Schuld und Schicksal in Schillers„Braut von Messina“.(H.) 3. Aber auch aus entwölkter Höhe Kann der zündende Donner schlagen; Darum in deinen fröhlichen Tagen Fürchte des Unglücks tückische Nähe! Schiller. Mit Beispielen aus Geschichte und Leben.(Sch.) 4. Das Wesen der epischen Darstellung soll an Beispielen aus „Hermann und Dorothea“ dargelegt werden.(H.) 5. Germanicus auf dem Kriegsschauplatze im Teutoburgerwalde. (Sch.)— 6. Die Motive in Schillers„Wilhelm Tell“.(H.) 7. Eines Mannes Tugend Erprobt allein die Stunde der Gefahr. Schiller.(Sch.) Charakteristik der Prinzessin in Goethes„Torquato Tasso“.(H.) 9. Rede eines österreichischen Feldherrn an sein Heer.(Sch.) 10. Maria Stuart und Jeanne d'Arc. Ein Vergleich.(H.) 55 B. Außerordentliche Lehrfächer. Französische Sprache, I. Abtheilung, wöchentlich 3 Stunden. Vocal- und Consonantenlehre, Declination, Numerale und Pronomen nach dem Elementarbuch von Filek. Schriftliche Ubungen an der Schultafel.— Zahl der Schüler im I. Semester 24, im II. Semester 22. II. Abtheilung, wöchentlich 2 Stunden, die eine für Gram- matik, die andere für Lectüre. Wiederholung der Lehre vom Verbum, Wortbildungslehre, Congruenzlehre, Präpositionen, Pronomina, Conditional, Moduslehre, nach der Schulgrammatik von Filek mit Dictando in französischer Sprache. Lectüre: Einige Stücke aus Fileks Chrestomathie und Molières Avare.— Zahl der Schüler im I. Semester 22, im II. Semester 20. P. Dr. Edmund Gattinger. Stenographie, wöchentlich 2 Stunden in einer Abtheilung. Wort- bildung und Wortkürzung; das Wichtigste aus der Satzkürzungs- lehre. Lehrbuch und Lesebuch von K. Engelhard. Schülerzahl im I. Semester 28, im II. Semester 27. P. Ambros Ewler. 76 Freihandzeichnen in drei Unterrichtsstufen. I. Unterrichtsstufe. I. Classe: Wachentlich 2 Stunden. Zeichnen ebener geometrischen Gebilde und des geometrischen Ornamentes aus freier Hand nach Vorzeichnungen auf der Tafel. Lehrbehelf: Das geometrische Ornament von Andèl, Elementar-Ornamente von Ed. Herdtle.— Grundbegriffe aus der Raumlehre und anschauliche Erklärung der elementaren Körper- formen. Zahl der Schüler 31, II. Classe: Wöchentlich 2 Stunden. Perspectivisches Frei- handzeichnen. Ibungen am Versuchsapparate, Zeichnen nach Holzmodellen.(Serie I.) Erste Übungen im Schattieren. Orna- mentalzeichnen: Die Elemente des Flachornamentes. Lehr- behelf: Elementar-Ornamente von Ed. Herdtle. Zahl der. Schüler 29. II. Unterrichtsstufe. III. Classe: Wöchentlich 2 Stun- den. Perspectivisches Freihandzeichnen nach Holzmodellen und Modellgruppen(Serie Ib, II). Zeichnen und Malen von Flach- ornamenten der antik-classischen Kunstweise. Lehrbehelf: Wand- tafeln von Steigl und das Vorlagenwerk von Ed. Herdtle. Zahl der Schüler 18. IV. Classe: Wöchentlich 2 Stunden. Perspectivisches Frei- handzeichnen nach Gefäſbformen und Baugliedern. Zeichnen und Malen von Flachornamenten. Zeichnen nach einfachen ornamen- talen Gipsmodellen. Lehrbehelf: Grammatik der Ornamente von Jakobsthal, die kunstgewerblichen Vorlageblätter von J. Stork, und Gipsmodelle(Serie III, Serie IV a). Zahl der Schüler 22. III. Unterrichtsstufe. V.—VIII. Classe: Wöchentlich 2 Stunden. Zeichen ornamentaler Gipsmodelle(Serie IV.), Zeichnen und Malen von polychromen Flachornamenten. Lehr- behelf: Kunstgewerbliche Vorlegeblätter von J. Stork, Gram- matik der Ornamente von Jakobsthal. Übungen im Kopfzeichnen nach Vorlagen von Bargue, Reliefabgüssen und Büsten. Zahl der Schüler 22. P. Benedilct Hager. Kalligraphie, wöchentlich 2 Stunden. I. Classe: Formenlehre der deutschen und lateinischen Currentschrift. Übungen nach Vor- schriften auf der Tafel. Zahl der Schüler 37.— II. Classe: Kalligraphische Übungen der deutschen und lateinischen Current- schrift. Dictat- und Schnellschreiben. Die Rondschrift. Zahl der Schüler 49. Benedilct Hager. Gesang, in 3 Cursen zu je zwei Stunden wöchentlich. I. Cursus(I. Classe): Lehre vom Notensystem, von den Tönen und deren Zeichen, Wert und Eintheilung. Die Taktarten; Intervalle; Versetzungszeichen. Entwicklung der Normaltonleiter im Dur- und Mollgeschlecht und deren Versetzung auf die übrigen Stufen bis zu fünf Erhöhungs-, resp. Erniedrigungs- zeichen. Übungen im Notenschreiben. Treffübungen, wobei auf reine Vocalisation ein besonderes Gewicht gelegt wurde. Ein- und zweistimmige Lieder verschiedenen Inhaltes.— Zahl der Schüler im I. Semester 35, im II. Semester 33. II. Cursus(II. Classe): Wiederholung sämmtlicher Dur- und Molltonleitern. Entwicklung der wichtigsten Accorde in allen gebräuchlichen Dur und Molltonarten. Schriftliche Ubungen. Zwei- und dreistimmige Lieder.— Zahl der Schüler im I. Semester 37, im II. Semestern 35. III. Cursus(III. Classe): Fortgesetzte Theorie der Ton- lehre bei steter Wiederholung des bereits durchgenommenen Lehrstoffes, Die Umkehrungen des Dreiklanges; der Dominant- Septimenaccord. Verwandtschaft der Tonarten. Quinten- und Quartenzirkel und deren Verbindung. Einiges über die alten Tongeschlechter. Schriftliche Ubungen.— Drei- und vier- stimmige Knabenchöre.— Zahl der Schüler im I. Semester 16, im II. Semester 15. P. Ambros Ecler. Turnen, in 6 Abtheilungen zu je 2 Stunden wöchentlich. Gesammt- zahl der Schüler 194. 35 Schüler waren theils wegen zu weiter Entfernung des Wohnortes, theils auf Grund eines ärztlichen Zeugnisses vom Turnen befreit. Unterrichtsgang im Sinne von Jahn und Spießd: Ordnungs-, Frei-, Geräthübungen und Turn- spiele. Josef Hummel, Friedrich Buæbaum. III. Lehrmittelsammlungen. A. Gymnasialbibliothek. Diese besteht aus der Sammlung der Jahresprogramme der Mittelschulen, der Schülerbibliothek und der Schulbüchersammlung des Studenten-Unterstützungsvereines. Durch Austausch von Programmen der österreichischen Mittel- schulen kamen an die Anstalt 140 deutsche und 80 fremdsprachige, vonseite der baierischen Studienanstalten 40 Stücke. —8 Geschenkweise bekam das Gymnasium vom hohen k. k. Mini- sterium für Cultus und Unterricht A. IIgs kunsthistorische Charakter- bilder aus Osterreich-Ungarn, ferner den fortlaufenden Jahrgang der Mittheilungen der k. k. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der kunst- und historischen Denkmale, von der gleich- namigen k. k. Central-Commission, der Studien und Mittheilungen aus dem Benedictiner- und Cistercienser-Orden vom hochw. Herrn Stiftsabte, J. M. Stowasser's lateinisch- deutsches Schulwörterbuch von der Verlagshandlung F. Tempsky und die Blätter des Vereines für Landeskunde von Niederösterreich, sowie die Fortsetzung der Osterr.-ung. Monarchie in Wort und Bild vom Director. Die Schülerbibliothek erhielt folgenden Zuwachs: a) Durch Schenkung: 1. Deutscher Hausschatz, 1895.— 2. Chronik der Zeit 1894.— 3. Katholische Missionen, drei Jahrgänge.— 4. Katholische Warte. — 5. Deutscher Hausschatz, 1888.— 6. Stangens Stenographisches Unterhaltungsblatt, 1894. Gespendet wurden Nr. 1 vom Herrn Prof. P. Dr. Odilo Holzer, Nr. 2— 5 vom Herrn Prof. P. Clemens Kaltenbrunner, Nr. 6 vom Herrn Convicts-Director Prof. P. Honorat Novosadek. b) Durch Kauf: ¹) Andersen, Winterabendgeschichten.— Aesops Fabelschatz.— Bechstein, Deutsche Märchen.— Bauberger, Sämmtliche Erzählungs- schriften.— Conscience, Bauernkrieg.— Defoë, Robinsons Colonie.— Hattler, Katholischer Kindergarten.— Deutscher Hausschatz 1895.— Hebel, Rheinisches Schatzkästlein.— Dielitz, Amerikanische Reise- bilder.— Heinrichs, Die Opfer der Revolution; Deutsche Märchen. — Herchenbach, Erzählungen. 9 Bändchen.— Höcker, Am Hofe der Medici; Kreuzfahrer; Wuotans Ende.— Hoffmann R., Welt- umseglung.— Hoffmann Frz., Jugendbibliothek. 9 Bändchen.— Hofmann, Coopers Lederstrumpf.— Klimsch, Wanderungen durch Rom.— Kolping, Erzählungen. I. Bd.— Kralik, Prinz Eugen.— Krier, Die Höflichkeit.— Kummer-Stejskal, Einführung in die deutsche Literatur.— Lackowitz, Wilde Scenen.— Leite, Er- lauterungen zu Hirt's Bilderschatz.— Leutemann, Bilder aus dem ¹) Zur Erhaltung und Erweéiterung des Bücherbestandes der Schüler- bibliothek wurden seitens der Gymnasialdirection von 208 öffentlichen Schülern ein Jahresbeitrag von je 1 fl. eingehoben. 75 Völkerleben.— Lichtenfeldt, Der Mutter Segen.— Lohmayer, Militärbilderbuch.— May, Old Surchand. I. Bd.; Der blau- rothe Methusalem.— Messerer, Kleine Abenteuer.— Müller, Vasco da Gama.— Niebuhr, Griechische Heroengeschichte; Histo- rische Erzählungen aus der römischen Geschichte.— Nieritz, Jugendbibliothek. 2 Bde.— Pederzani-Weber, Die Marienburg; Kynstedl.— Praxmarer, Die Pestkapelle; Die Auswanderer aus dem Zillerthale.— Proschko, Jugendheimat. 1896; Jugendlaube.— Ruß, In der freien-Natur; Meine Freunde.— Schubert, Grüne Blätter.— Schwab, Die schönsten Sagen. Bearbeitet von B. Grimm.— Seeburg, Joseph Haydn; Die Nachtigall; Das Marienkind.— Spillmann, Sklaven des Sultans.— Stöber, Scherz und Ernst.— Stoddard, Die neue Welt; Im Fluge durch die Welt.— Truxa, Josef Maurer. Lebensbild.— Verne, Die Kinder des Kapitän Grant.— Umlauft, Rundschau für Geographie, 1895.— Vilmar, Geschichte der deutschen National-Literatur.— Weber F., Gedichte.— Waal, Leobuch.— Weißenhofer, Der kleine Tiroler.— Alte und Neue Welt, 1895.— Wichner, Erlauschtes. Infolge der neu durchgeführten Katalogisierung der Schüler- bibliothek in Tabellenform sind auf 8 Tafeln für die 4 Stufen des Untergymnasinms 1075 Nummern, auf 11 Tafeln für die 2 Ober- stufen, welche in 6 Gruppen mit den Signaturen„Unterhaltungs- schriften“,„Zeitschriften“,„classische Lectüre“,„Geschichtliches“, „Naturwissenschaft“ und„Lectüre für die oberste Stufe“ geordnet wurden, 1418 Nummern verzeichnet. Danach beträgt die Gesammt- zahl der für die Schüler verwendbaren Bücher 2493 Stücke. Bibliothekstunden zum Ausleihen der Bücher wurden in jeder zweiten Woche täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage in 6 Abtheilungen abgehalten. Die Zahl der Bibliothekstunden betrug 102, die Zahl der Ent- lehner 1836, die Zahl der ausgeliehenen Bücher 2782. In den Bibliotheksgeschäften hat der Quartaner Franz Pr 67 fleißſig und ausdauernd mitgeholfen. Der Custos spricht dernselhen an dieser Stelle den wärmsten Dank aus. Für die Bibliotheca pauperum spendeten die Hetapader Fanta 11, Rainer 8, Ruedl 8, Fuchsig 6, Fundulus 6, Blumauer 3, Herbst und Mayerhofer je 2, der austretende Schüler der Präpa- randa Georg Graf von Geldern-Egmond 7 Schulbücher. Den Spendern sei hiemit der gebürende Dank ausgesprochen. Wegen der Einführung anderer Lehrbücher und neuer Aufagen von Schulbüchern mussten wieder über 100 Stück beseitigt werden. 80 Dagegen hat der Studenten-Unterstützungsverein in diesem Vereins- jahre Lehrbücher im Werte von 88 fl. 12 kr. angekauft. Es wurden an 61 Schüler der Anstalt 569 Schulbücher zur Benützung für das Schuljahr ausgeliehen. P. Dr. Eduard Katschthaler, Custos der Gymnasialbibliothek. Die Lehrerbibliothebk ist mit der Stiftsbibliothek ver- bunden, da die Leitung dieser es sich angelegen sein lässt, bei ihren Anschaffungen die Wünsche der Mitglieder des Lehrkörpers zu befriedigen. Angeführt seien hier nur die wissenschaftlichen Zeit- schriften, welche für die Mitglieder des Lehrkörpers gehalten werden: Zeitschrift für die österr. Gymnasien, herausg. von W. v. Hartel und K. Schenkl.— Wiener Studien, redigiert von denselben.— Berliner Philologische Wochenschrift, herausg. von Chr. Belger und O. Seyffert.— Jahresbericht über die Fortschritte der classischen Alterthumswissenschaft, herausg. von J. Müller.— Gymnasium, herausg. von M. Wetzel.— Mittelschule, herausg. von Langhans, Tumlirz, Maiss, Glöser, Illges.— Neue Jahrbücher für Philologie und Päda- gogik, herausg. von A. Fleckeisen und H. Masius.— Jahresbericht über die Erscheinungen auf dem Gebiete der germanischen Philologie, herausg. von der Gesellschaft für deutsche Philologie in Berlin.— Zeitschrift für vergleichende Sprachforschung auf dem Gebiete der indogermanischen Sprachen, herausg. von E. Kuhn und J. Schmidt. — Zaitschrift für deutsches Alterthum und deutsche Literatur, herausg. von E. Schroeder und G. Roethe.— Jahresberichte für neuere deutsche Literaturgeschichte, herausg. von Julius Elias, Max Herrmann, Siegfried Szamatolski.— Zeitschrift für den deutschen Unterricht. Unter Mitwirkung von R. Hildebrand herausg. von O. Lyon.— Euphorion. Zeitschrift für Literaturgeschichte, herausg. von August Sauer.— Historisches Jahrbuch, herausg. von H. Grauert. — Mittheilungen des Institutes für österreichische Geschichts- forschung, redigirt von E. Mühlbacher.— Blätter des Vereines für Landeskunde von Niederösterreich, herausg. von A. Mayer.— LZeit- schrift für das Realschulwesen, herausg. von J. Kolbe etc.— A. Petermanns Mittheilungen aus Justus Perthes' Geographischer Anstalt, herausg. von A. Supan.— Mittheilungen der k. k. Geogra- phischen Gesellschaft in Wien, redigiert von Fr. R. v. Leo Monier. — Neues Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichts- kunde zur Beförderung einer Gesammtausgabe der Quellenschriften deutscher Geschichten des Mittelalters.— Zeitschrift für den physi- 81 kalischen und chemischen Unterricht, herausg. von Poske.— Zeit- schrift für mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterricht, herausg. von J. Hoffmann.— Osterreichische botanische Zeitschrift, herausg. von A. Skofitz.— Natur und Offenbarung.— Philosophisches Jahrbuch. Auf Veranlassung der Görres-Gesellschaft herausg. von C. Gutberlet.— Literarisches Centralblatt für Deutschland, herausg. von Friedr. Zarncke.— LZeitschrift für das Gymnasialwesen, herausg. von H. Kern und H. J. Müller.— Lehrproben und Lehrgänge aus der Praxis der Gymuasien und Realschulen. Zur Förderung der Zwecke des erziehenden ÜUnterrichtes etc., herausg. von W. Fries und H. Meier.— Zeitschrift des Vereines österr. Zeichenlehrer.— Zeitschrift für Turnen und Jugendspiel, herausg. von H. Schnell und H. Wickenhagen. P. Dr. Rudolf Schachinger, Stiftsbibliothekar. B. Lehrmittel für den philologisch-historischen Unterricht. Angekauft wurden Stracks Baudenkmäler des alten Rom und F. Hoppes Bilder zur Mythologie und Geschichte der Griechen und Römer(4 Lieferungen). Vermehrt wurde durch die Verwaltung des Stiftsarchivs wieder die instructive, wertvolle Sammlung griechischer und römischer Münzen. Die Direotion. C. Lehrmittel für den historisch-geographischen Unterricht. Angekauft wurden die Wandkarte von Asien von Sy dow- Habenicht, die Fortsetzung von Langls Bildern zur Geschichte (Sphinx; Ellora; Tempel von Elephanta; Felsengräber von Ipsambul; Palast von Khorsabat; Theater von Taormina; Moschee Tulun; Kremel von Moskau) und 30 galvanoplastische Siegelabdrücke von J. Kurz. P. Dr. Eduard Katschthaler, Custos. D. Lehrmittel für den physikalischen Unterricht. Angekauft wurde ein Wasserzersetzungsapparat nach Hofmann zur Darstellung der volumetrischen Verhältnisse von Wasserstoff und Sauerstoff im Wasser. P. Honorat Novosadek, Custos der physikalischen Sammlung. 6 82 E. Lehrmittel für den naturhistorischen Unterricht. Angekauft wurden: Wildkatze, Hamster, vierzehiger Ameisen- fresser, Wanderfalk, Beutelmeise mit Nest, Küchlein. 24 zoologische Wandtafeln von Leutemann. Geschenkt wurden: Vom hochw. Herrn Pfarrer P. Thomas Neumaier ein Seeadler und ein Keilerschädel; vom Herrn Johann Haas, Oberförster des Stiftes Melk, 1 Kakadu, 1 Fischreiher, 1 Lach- möve; vom Sextaner Otto Pann 1 Seepferdchen; vom Quintaner Josef Hummel 1 Granatapfel; vom Quartaner Hugo Schoffel palae- ontologische Tafeln; vom Secundaner Franz Stocklassa 40 Mine- ralien aus dem Salzlager von Ischl; vom Secundaner Johann Laad ein Schneckengehäuse(Turbo marmorata), vom Secundaner Moriz Knizek ein großèer Sägetaucher; vom Primaner Walther Zohner das Modell eines Vulcans; vom Primaner Arnold Schütz verschiedene gebrannte und ungebrannte Thone und daraus erzeugte Demonstra- tionsobjecte von Steingut und Majolika, Steingutglasur, Chamotte- ziegel. Den freundlichen Spendern wird im Namen der Anstalt wärm- stens gedankt. P. Chrysostomus Zermann, Custos der naturhistorischen Sammlung. F. Lehrmittel und Geräthe für den Turnsaal und für den Spielplatz. Neu angeschafft wurden zwei Cocos-Matratzen und verschiedene Spielbälle. Die Direction. IV. Wichtigere Erlässe der hohen Unterrichts- behörden. 1. K. k. n.-ö. L.-Sch.-R. vom 17. August 1895, Z. 7902: Der Herr k. k. Schulrath Josef Langl ist mit der Inspection des Zeichenunterrichtes an den Mittelschulen, Lehrer- und Lehrerinnen- bildungsanstalten in Niederösterreich auf die Dauer von weiteren drei Jahren betraut worden. 2. K. k. n.-ö. L.-Sch.-R. vom 20. August 1895, Z. 3847: Der Bericht der Direction über den Abschluss des Schuljahres 1893/94 83 wird im Hinblick auf den sehr erfreulichen Stand der Disciplin, den guten Unterrichtserfolg und die eifrige Pflege der körperlichen UÜbungen der Jugend mit Befriedigung zur Kenntnis genommen. 3. K. k. n.-ö. L.-Sch.-R. vom 8. October 1895, Z. 10331: Der Herr k. k. Landes-Schulinspector Anton Maresch hat die Inspection der Anstalt wieder übernommen. 4. K. k. n.-ö. L.-Sch.-R vom 22. October 1895, Z. 9652: Der Bericht des Herrn Fachinspectors über den Zeichenunterricht wird unter Anerkennung des befriedigenden Unterrichtserfolges in den oberen Classen zur Kenntnis genommen. 5. K. k. n.- ö. L.-Sch.-R. vom 26. März 1896, Z. 2952: Die Direction wird auf die Bestimmungen des Ministerial-Erlasses vom 9. März 1896, Z. 1966, die Maturitätsprüfungen von Frauen betreffend, aufmerksam gemacht. 6. K. k. n.-ö. EL.-Sch.-R. vom 26. März 1896, Z. 3042: Die Anstalt wird auf das verdienstliche Wirken der österreichischen Gruppe der Gesellschaft für Erziehungs- und Schul- geschichte aufmerksam gemacht. 7. K. k. n.-ö. L.-Sch.-R. vom 2. April 1896, Z. 3478: Mittheilung des Ministerial-Erlasses bezüglich der Verleihung von Stipendien für Studienreisen an Lehrer der natur- wissenschaftlichen Fächer an Mittelschulen. 8. K. k. n.-ö. L.-Sch.-R. vom 7. Mai 1896, Z. 4754: Die Direction wird angewiesen, die Frage der Lösung der erziehlichen Aufgabe der Schule zum Gegenstande einer besonderen Con- ferenz zu machen und unter Anschluss des Conferenzprotokolles das Ergebnis dieser Conferenz sowie die eigenen Ansichten in einem gesonderten Berichte dem k. k. Landesschulrathe vorzulegen. 9. K. k. n.-ö. L.-Sch.-R. vom 8. Juni 1896, Z. 3385: Der Hauptbericht und die Schlussacten über das Schuljahr 1894/95 werden im Hinblick auf den sehr reichen Unterrichtserfolg, die gute Disciplin und die eifrige Pflege der körperlichen UÜbungen der Jugend mit Befriedigung zur Kenntnis genommen. 6* 84 V. Statistik der Schüler im Schuljahre 1895/96. 1. Zahl der Schüler.*) S1aASse 3 ˙ lrv. IervI vI 5 f ſ Zzu Ende 1894=95..... 1 52 28 34 33 20 11 18 13 209 Zu Anfang 1895— 96....... 45 55 27 34 23 20 9 17 230 V Während des Schuljahres eingetreten 2 1 1 4 7 Im ganzen also aufgenommen... 47 56 28 34 23 20 9 17 234 V Darunter: ſ Neu aufgenommen und zwar: aufgestiegen-...... 31 6 3 3 5 b 48 V Repetenten......... 3 1 1 4 1 12 Wieder aufgenommen und zwar: aufgestiegen.. 9 46 21 27 18 13 9 17 166 Repetenten........ 2 3 3— 8 Wüährend des Schuljahres ausgetreten 10 6 2 1 4 1 24 Schülerzahl zu Ende 1895— 96. 37 50 26 33 19 19 9 17 210** 2. Vaterland der am Schlusse des II. Semesters verbliebenen Schüler. 13 S58 5 2 1— 2 4[(I. II. IIE IV. V. IVI. VII. VIIII Z ſ Niederösterreich.28 36 19 23 12 16 7 12 153 Oberösterreich......... 3 3 1 2 1 1 1 1 13 Salgbnre.......... v“. 1 Steiermatk........... V 2. V 3 Krain.......... x.. 1 Istrien........... 1. 1 2 Tiroo 1.. 1 Böhmen. 11 3 11 2 1 1 2 un Mahren...... 2 3— 4 2 1 1 2 15 österreichisch-Schlesien..... 2 11. 3 Galizien........... 1 1 1. V b 3 Pukowina.......... 1 1 Ungar....... 1 1.. 1 Baden........... 1.. V. 1 Luxemburg.......... V 1 V 1 V Vne. 37 50 26 33 19 19 9 7r 25 210— *) In der ganzen nachfolgenden Statistik sind nur öffentliche Schüler angeführt, weil in diesem Jahre an der Anstalt keine Privatisten eingeschrieben waren. *r) Hiezu kommen 19 Schüler der Vorbereitungsclasse. 3. Muttersprache der am Schlusse des II. Semesters verbliebenen Deutsch Gechoslavisch......... Polnisch Eransösisch........... Summe. Schüler. S 1 2SS S S = [II[II IV v. vI. vII. vIII 36 46 26 32 18 19 9 17 203 56. 1. 4 1 1 2 o 37 50 26 33 19 19 9 17 210 4. Religionsbekenntnis der am Schlusse des II. Semesters verbliebenen V Schüler. ⁸ 12=SSe S A½ LL n. II. IV.] V.]vi. Vn. vII.] 2 Katholisch des lat. Ritus-... 35 49 V 26 32 V 19 17 V 9 16 203 Evangelisch A. C........ 2 1 2 1 6 Israelitiseh.......... 1]. 3 V 3 1 Summe. 37 50 17 210 9 e 5. Das Lebensalter der am Schlusse des II. Semesters verbliebenen, Schüler. Es hatten am Schlusse des Schuljahres vollendet: S 1 6G 8 5 S ze 1 THLIV. v. vI. VIIIVIII 5 10 Jahre........... 3 3 11„........... 11 1 12 12„............ 11 11 1— 23 18 ro„)„) 8 18 4 1. 31 1141„......... 4 14 12 10 4 44 15„.......... 3 6 11 5. 25 16„⁰....... 2 3 S87e 31 12„........ 1 1 2 3 3 1 11 18„............ 1. 4 3 8 16 19„............ 1 1 1 2 7 12 2o0. 1 1 2 Summe. 37 50 V 26 33 19 19 9 17 210 86 6. Wohnung der am Schlusse des II. Semesters verbliebenen Schüler. S 12 8= S— ———;;::——xxxxxxꝛꝛP———= 1. II. II. IVIVv. VI VII. VIIII= Im Convicetee....... 23 19 12 20 3 11 5 10 108 Im Alumnate.......... 2 3 11 11 11 8 Externe......... 12 28 14 12 11 7 4 6 94 Summe 37 50 26 33 19 19 9 17 210 7. Classification. SlasSsS S 2 = 4 12 LI. II. III. IV. v.] VI. Vll. VIII.] V -——y————— a) Zu Ende des Schuljahres V 1895—96: I. Fortgangsclasse mit Vorzug. 10 6 4 9 3 6 3 4 45 V I. Fortgangsclasse 25 35 16 ²2²2 13 12 6 13 142 Zu einer Wiederholungsprüfung zu- gelassen........... 6 2. 2 1 11 II. Fortgangsclasse..... 2 2 4 2 1 V 11 III. Fortgangsclasse....... 1 1 Zu einer Nachtragsprüfung Lrank- heitshalber zugelassen..... Außerordentliche Schüler..... V. — Summe 37 50 26 33 19 19 9 V 17 210 b) Nachtrag zum Schuljahre 1894/95. Wiederholungsprüfungen waren be- Willigt............ 1 2 1 1 5 Entsprochen haben..... 1 2 1 1 5 Nicht entsprochen haben Nicht erschienen sind..... Nachtragsprüfungen waren bewilligt 1 1 Entsprochen haben...... Nicht entsprochen haben. Nicht erschienen sind V 1 1 Darnach ist das Ergebnis für 1894/95 I. Fortgangsclasse mit Vorzug. 15 9 8 8 4 3 4 4 55 I.„....... 34 12 20 25 16 7 14 9 137 II.„....... 2 6 6 1 15 III........ 1 V 1 Ungeprüft bliebe 1 1.. 1 Summe. 52 28 34 33 20 11 18 13 209 87 8. Geldleistungen der Schüler. 8 12=S”S'S P I. II. III. IV.] V. VI. VIIL. VIII S Das Schulgeld*) zu zahlen waren ver- pflichtet im I. Semester..... 38 26 20 24 11 15 6 9 149 „ I„ 30 24 21 24 8 15 6 9 137 Zur Hälfte waren befreit im I. Semester...... 1 1 „ II.„.. 1 1 Ganz befreit waren im I. Semester....... 7 6 i S 3à „ II.„....... 9 26 5 9O l 5 3 76 Das Schulgeld betrug im ganzen im I. Semester Gulden 380 265 200 240 110 150% 60 90 1495 „ 11.„..— 300 245 210 240 80 150 60 90 1375 Zusammen.. Gulden 680 510 410 480 190, 300 120 180 2870 Die Aufnahmstaxen betrugen Gulden 50 10 4 6 8 2 80 Die Beiträge für die Schüler- bibliothek betrugen 44 39 25 29 18 17 7 15] 191 Die Taxen für Zeugnisdupli- V cate betrugen....„.. 3 2ö. 2 Summe Guſden 1 15 25 35 23 21= 15 2753 9. Besuch in den relat.-oblig. und nichtobligaten Gegenständen. S 13 S= e S =8 — LLIIELILIVIV. wI VII. vIIIL S Kalligraphie...(i. Uurs 3 49 43 I. Curs 31 31 11.„ 29 29 Freihandzeichnen 1.„ 18 18 1V. 22 22 V.„ 8 27 7 22 Turnen in 6 Abtheilungen nach den Classenxr.)......... 35 43 23 27 18 13 7 11 177 [1. Curs.. 33. 33 Gesang.... Lil. 35. 35 111.„. 15 15 Stenographie...( 1 Gur 25 1 1 2 Franz. Sprache.( ſ Gurs 1 4 17 11 1 5 36 *) Das Schulgeld beträgt am hiesigen Gymnasium im Semester für jeden Schüler 10 fl. **) Hiezu kommen 17 Schüler der Vorbereitungsclasse. 88 10. Stipendien.*) S 1 2 sSS 2* E (r. n. Im. 1v. v. vi. viL. vm= ——— Anzahl der Stipendisten G 11 1 1 1 3 1 1 9 Gesammtbetrag d. Stipendien: Gulden. 125 315 220 315 915 200 300 2390 G Statistik der Schüler der Vorbereitungsclasse. Zu Beginn des Schuljahres....... 16 öffentliche Schüler Am Schlusse des Schuljahres....... 19— 2 Religion der Schüler.......... 18 römisch-katholisch 1 evangel. A. C. Summe. 19 Vaterland der Schüler: Niederösterreien.......... 11 Oberösterreich 2 Böhmen. 2 Mähren. 1 Schlesien 1 Ungarn. 2 Summe. 19 Muttersprache: deutsch— 16 éechoslavisch 1 ungarisch.. 2 Summe. 19 Alter der Schüler: 10 Jahre 6 11„ 9 12.„ 3 14„. 1 Summe 19 Wohnung der Schüler: im Convicte. 11 Externe 8 Summe 19 *) Eines der hier angeführten Stipendien ist vom Ersten Allg. ö. Be- amtenvereine, die übrigen sind von der hohen k. k. Statthalterei verliehen, Der hochwürdige Herr Prälat betheiligt außerdem immer drei würdige Schüler mit Handstipendien im Gesammtbetrage von 108 fl., und aus der Dr. Teuchmannschen Ferienstiftung erhält jährlich ein Schüler ein Reisestipendium im Betrage von 50 fl. 89 Ergebnis der Classification: I. Semester. II. Semester. —— Erste Classe mit Vorzug. 1 Erste Classe mit Vorzug. 2 Erste„...... 13 Erste„ 16 Zweite„...... 6 Zur Wiederholungsprüfung Dritte„ 11 2ugelassell...— — te lassese.1 Summe. 21 Dritte 1 Ungeprifh.....— Summe. 19 VI. Maturitätsprüfungen. Bei der für das Schuljahr 1894/95 abgehaltenen mündlichen Maturitätsprüfung war dem Schüler Moller Gustav eine Wieder- holungsprüfung aus Latein gestattet worden. Diese Maturitäts- Wiederholungsprüfung fand am 30. September 1895 unter dem Vorsitze des Herrn k. k. Landes-Schulinspectors Stephan- Kapp statt, und der Schüler wurde für reif erklärt. Im Schuljahre 1895/96 wurden zufolge Erlasses des hochlöbl. k. k. Landesschulrathes vom 23. April 1896, Z. 4303 die schrift- lichen Maturitätsprüfungen am 8., 9., 10. und 11. Juni abge- halten, und es meldeten sich zu denselben alle 17 öffentlichen Schüler der VIII. Classe. Die Themen für die schriftlichen Arbeiten lauteten: I. Aus der lateinischen Sprache(Ubersetzung ins Lateinische): Welche Folgen hätte es gehabt, wenn die Römer mit Alexander dem Großen in Kampf gerathen wären?(Nach Sedlmayer-Scheindler, II. B. Nr. 30, I. und II). II. Aus der lateinischen Sprache.(Ubersetzung ins Deutsche): Vergl. Aen. X, 215— 255 R. III. Aus der griechischen Sprache(Ubersetzung ins Deutsche): Plato, Prot. c. 15— 326 d(ed. Hermann). IV. Aus der deutschen Sprache: Schillers Worte:„Nur dem Ernst, den keine Mühe bleichet, rauscht der Wahrheit tiefversteckter Born“ auf den Dichter selbst angewendet. V. Aus der Mathematik: 1. Welche dreiziffrige Zahl hat folgende Eigenschaften? Ihre 90 Quersumme ist 12. Die aus den beiden ersten Ziffern links gebildete Zahl ist um 3 Einheiten kleiner als die doppelte Anzahl der Ein- heiten der dritten Ziffer. Die mit denselben Ziffern aber in umge- kehrter Reihenfolge geschriebene Zahl ist um 693 gröbber als die ursprüngliche Zahl. 2. Ein gleichschenkliges Dreieck ist zu construieren aus dem Unterschiede d zwischen dem Schenkel a und der Basis b und aus dem Winkel an der Basis a. 3. Wie groß ist der Radius der dem Dreiecke der Aufgabe Nr. 2 umgeschriebenen Kreises bei d= 03 m. αϑ1)§üä= 740 35 18 2 4. An die Ellipse+ 4%= 4 sind in ihren Schnitt- punkten mit der Geraden= ¼ xαχ ½ die Tangenten gelegt; unter welchem Winkel schneiden sich dieselben? Die mündliche Prüfung fand, nachdem im Sinne der hohen Ministerialverordnung vom 8. April 1890, Z. 6929 der Unterricht in der VIII. Classe am 13. Juni geschlossen worden war, zufolge Erlasses des hochlöbl. k. k. n.-ö. Landesschulrathes vom 11. Mai 1896, Z. 4638 am 22., 23. und 24. Juni unter dem Vorsitze des Herrn k. k. Landes-Schulinspectors Anton Maresch statt. Der Prüfung unterzogen sich alle siebzehn öffentlichen Schüler der VIII. Classe. Von den Geprüften erhielten 3 ein Zeugnis der Reife mit Aus- zeichnung, 13 wurden für reif erklärt, und einer hat sich einer Wiederholungsprüfung zu unterziehen. Namensliste der Abiturienten im Schuljahre 1895/96. ‧* — 5* V 5 rhaftsget V Gewähltes N ame 2 und 5 Note S— Vaterland 2* V Berufsstudium Jahre 85K Blumauer Edler v. 3 Wien, ſ Wieder- 3— 1 Montenave Josef 19 5 Niederösterr. 10 J. Tendaene Rechtswissenschaft dan, 20. vpbsite,— 3Wrenner Lran⸗ ane Niederösterr. 8 ₰. reif Mediein 4 Tahruberger Jak. 1oue ehase J. reif Teologie Niederösterr. (Saecular-Clerus) Neustift bei 4 Fanta Gustav 18 ⁄ eheiede Nieden 8 J. 1n at, Philosophie Fuchsig Erwin Sternberg, 5 Cazjetan— 18 712 Mähren. 8 J. reif Rechtswissenschaft 6 Fundulus Ernst 18¹%2 Trebitsch, Mähren. 9 J. reif Rechtswissenschaft 91 VII. Unterstützungswesen. = . Geburtsort 28 5 2 5 Gewäh 2 Name— und 5 ⸗☛ Note K 8 4 Vaterland 3* Berufsstudium 8₰5 Jahre S 1 Wien, Orientalische 7 Gerber Lothar 18 ¼, Niederosterr. 8 J. reif Akadlernie . Linz. Theologie 4 8 Gulich Rndolf 19 1⸗ Oberösterr. 83 relf(Saecular-Clerus) 9 Herbst Eduard 171 ¼2 Wiihai 8 J. n. wit Rechtswissenschaft 10 H d 6 Melk,;. utter Rudolf 19% Niederösterr. 3. reif Medicin 11 Kopf Friedrich 19412 Ni ſleheer 8 J reif Bergakademie 12 Kronfellner Max 19%2 elhhecher 8 J. reif Postwesen 13 Maverhofer 185 Möllersdorkfk. 13 Ernest 18 7⁄. Niederösterr. 3 reif Medicin 14 Reiner Hermann 18 3⁄2 Niledhce. 8 ₰ reif Rechtswissenschaft 15 d.. d Karlsbad,. 3 Ritter Karl 195/⁄12 enmen 8 ₰ reif Rechtswissenschaft 16 Ruedl Franz⸗ 18 ½ Nidænite, 8 J. reif Technik „ Ottenschlag,. reif Technik und 17 Schwinner Rob. 18 ⁄12 Niederösterr. 8 J. m. Aus⸗ Philosophie 1. Drei von der Ah. Familienfonds-Güter-Direction Sr. Majestät des Kaisers verliehene Freiplätze im Convicte. 2. Acht von der hohen k. k. Statthalterei und ein vom Ersten Allg. n.-ö. Beamtenvereine verliehenes Stipendium im Gesammtbetrage von 2390 fl. 3. Die von dem P. T. hochw. Herrn Prälaten drei unbemittelten Studierenden verliehenen Handstipendien im Gesammtbetrage von 108 fl. 4. Die Dr. Teuchmannsche Ferienstiftung im jährlichen Be- trage von 50 fl. zum Zwecke einer Ferienreise für einen würdigen und dürftigen Schüler des Obergymnasiums. 92 5. Zwei ganze Freiplätze und neun ermäßigte vom hochw. Herrn Prälaten eingeräumte Plätze im Convicte und die freie Verpflegung der(8) Sängerknaben im Stiftsalumnate. 6. Eine groſbe Anzahl von Freitischen für 69 Schüler in der Stiftsküche. 7. Vom hiesigen Studenten-Unterstützungsvereine wurde im XXI. Vereinsjahre außèer Büchern bares Geld im Betrag von 1066 fl. mittellosen und würdigen Schülern des Gymnasiums ausgefolgt. Der Berichterstatter spricht hiefür in seinem und des Lehr- körpers Namen allen P. T. Preunden und Wohlthätern der Studieren- den, besonders dem hochwürdigsten Herrn Abte Alexander Karl, welcher als Patron der Anstalt für Jugendunterricht und Jugendbildung mit dem vollen Aufgebote seiner geistigen und ma- teriellen Mittel zu wirken bemüht ist, den herzlichsten und ehr- erbietigsten Dank aus. VIII. Schulhygiene. Die durch den Erlass des k. k. n.-ö. Landesschulrathes vom 31. October 1890, Z. 8209 vorgeschriebene Lehrerconferenz über die zur körperlichen Ausbildung der Schüler zu ergreifenden Mittel wurde am 12. October 1894 abgehalten. In dieser Conferenz wurde der Beschluss gefasst, die bisher an der Anstalt bestehenden, den localen Verhältnissen entsprechenden Einrichtungen zur Pflege der Leibesübungen aufrecht zu erhalten. Daher wurde der Stunden- plan für den Turnunterricht so entworfen, dass wieder regelmäßig an den beiden schulfreien Nachmittagen je zwei Stunden auf dem Spiel- platz dem Betriebe der Turnspiele gewidmet werden konnten. Dank der günstigen Witterung war der Spielplatz vom Beginne des Schuljahres fast bis Ende October und vom 1. Mai bis zum Schlusse des Schul- jahres regelmäßdig besucht. UÜbrigens wurde der Betrieb der Turnspiele von beiden Turnlehrern auch im Winter im Turnsaale berücksichtigt. Im abgelaufenen Schuljahre wurden mit den nach ihrem Alter in drei Gruppen eingetheilten Schülern folgende Turnspiele geübt: Mit der ersten Gruppe(I. und II. Classe): Drei Mann hoch, — Katze und Maus,— Der Plumpsack geht um,— Der hüpfende Kreis,— Bärenschlagen,— Scherbenspiel,— Hahnenkampf,— Ziel- reißen,— Wanderball,— Stehball; mit der zweiten Gruppe (III. umd IV. Classe): Ball mit Preistätten,— Deutscher Schlagball. — Schleuderball; mit der dritten Gruppe(V.—VIII. Classe): Stoßball,— Thurmball,— Fußball,— Freiball,— Kreisball. 93 Außerdem wurde von den Schülern der beiden obersten Classen der griechische Fünfkampf*) geübt, wobei hauptsächlich auf schöne Körperhaltung nach antikem Vorbilde und auf exacte Ausführung der UÜbungen Bedacht genommen wurde. Obwohl bei den Spielen stets auf strenge Befolgung der Ge- setze gesehen, genaues Aufmerken sowie Regelmäſbigkeit und Takt der Bewegungen gefordert wurde, behielten die Schüler doch unaus- gesetzt an der Sache ihre Lust und Freude, und es traten sichtlich alle Vortheile zutage, die ein gut und gern besuchter und ent- sprechend beaufsichtigter Spielplatz bietet. Die Haltung der Schüler war durchwegs lobenswert, die Betheiligung allgemein. Bis zur Zeit der Berichterstattung war kein Unfall zu verzeichnen. Hinsichtlich des Schlittschuhlaufens waren dieselben Vor- kehrungen getroffen wie im vorigen Schuljahre. Die Convictszöglinge wurden dabei ebenso wie beim Handschlittenfahren im Stiftspark von ihren Präfecten beaufsichtigt, die externen Schüler genossen das Vergnügen des Eislaufens auf den Donau-Nebenarmen zu be- stimmten Tagesstunden und waren hiebei vom übrigen Publikum möglichst gesondert. Der heurige Winter war diesem Vergnügen nicht sehr günstig; er brachte nur in den letzten Tagen des Monates November und im Jänner gutes Eis zum Schlittschuhlaufen. Das Donaubad konnte auch heuer der ungünstigen Witterungs- verhältnisse halber nur in den letzten fünf Wochen des Schuljahres benützt werden. ¹)) Der Fünfkampf(Pentathlon) als die schönste Blüte und der edelste Kern altgriechischer Leibesübung stellt einen turnerischen Wettkampf dar, welcher aus den fünf Übungsarten: Sprung, Speerwurf, Lauf, Diskoswurf und Ringen besteht. Die Durchführung dieses die physischen Kräfte in hohem Grade beanspruchenden und den Turner körperlich allseitig ausbildenden Wettkampfes ist kurz folgende: Zuerst findet die Bestimmung der Reihenfolge der Theilnehmer am Pentathlon mittels Losung statt. Dann treten sämmtliche Wettkämpfer, deren Zahl, durch das Wesen des Fünfkampfes begründet, keine allzugroße sein soll, zuerst zum Sprunge an. Dieser ist ein Weitsprung, und die mindest geforderte Sprungweite beträgt 4 m. Der Sprung darf ebenso wie der Diskos- und der Speerwurf nur einmal ausgeführt werden. Alle jene, welche den Sprung ordnungs- gemäß bestanden haben, werden dann zum Speerwurf zugelassen, einem Weit- wurf ohne bestimmtes Ziel. Der Speer besteht aus einem 120 cm langen Schaft aus Rohr nebst einer 40 cm langen Klinge und ist mit einer Riemenschleife (arrsX) versehen. Die vier besten Speerwerfer messen sich dann im Laufe. Ein griechisches Stadion soll gleichzeitig von den vier Speerwerfern im Schnell- Laufe durcheilt werden.(Die hiesigen Platzverhältnisse gestatten nur eine 94 Wiederholt machten die Schüler unter Führung der beiden Turnlehrer und einzelner Professoren an schulfreien Nachmittagen weitere Turngänge, Professor P. Chrysostomus Zermann unternahm mit seinen Schülern wieder mehrere botanisch-entomologische Excursionen und der Zeichenlehrer P. Benedikt Hager Studien- ausflüge. Durch nachfolgende Tabelle wird das Ergebnis derjenigen statistischen Erhebungen veranschaulicht, welche sich auf die körper- liche Kräftigung der Jugend durch das Schwimmen und durch das Schlittschuhlaufen beziehen, desgleichen bietet die Tabelle die Zahl derjenigen Schüler, welche auch in den Ferien auf dem Lande leben. Zahl derjenigen Schul- V Zahl der Zahl der Lanne welehe Saheher classe Schwimmer Eisläufer enen in lan Schüler V Lande leben der Classe 1. V 17 24 3 37 I 27 41 47 b 50 III. 13 22 26 26 IV. V 20 2 3 3 33 V. 13 17 18 19 VI. V 14 17 18 19 VII 8 7 929 9 VIII. 15 16 17 17 Vorberei- 3 11. 14 19 tungscl. Bahnlänge von 160 m mit Wendung um Pfähle. Der schlechteste(langsamste) Läufer wird ausgeschieden, die übrigen drei schreiten darauf zum Diskoswurfe. Der Diskos ist eine 1;5 kg schwere eiserne Scheibe von 21 cm Durchmesser. Ge- worfen wird aus der sogenannten Myronschen Körperstellung und Diskoshaltung. Die zwei besten Diskobolen bekämpfen einander endlich im Ringkampfe, einem Ringen mit Ausschluss von Schlagen, Stoßen, Zerren, Würgen u. s. w. Derjenige, welcher zuerst unten auf den Boden zu hiegen kommt, ist besiegt, und der Sieger im Ringkampfe ist dann Sieger im Pentathlon. Die hier erläuterte Reihenfolge der fünf Kampfarten sowie die Zutheilung des Sieges ist nach der Ansicht Dr. Eduard Pinders(UÜber den Fünfkampf der Hellenen, Berlin 1867) die zweck- entsprechendste, während Professor Dr. Fr. Fedde in Breslau(Jahrbücher der deutschen Turnkunst 1888) und Dr. Hans Haggenmüller(Programm des kgl. Wilhelm-Gymnasiums 1892) in München in ihren Forschungen über den Fünf- kampf zu ganz andern Resultaten gelangten, worüber im nächsten Jahre an dieser Stelle berichtet werden soll. Die nebenstehende Tabelle veranschaulicht das Ergebnis eines am 4. Juni d. J. in Anwesenheit mehrerer Mitglieder des Lehrkörpers nach dem System Pinders durchgeführten Pentathlons. 9⁵ ueSun V Bün 10 3018 r.† 95 v. r Tor 7.Z? s 921 IIIA ledod Neouul A⁸ Jan ASOAS1C V „)S pun Zunzds ¹eusen 4.0O 35„.Lr 36 † 89 ges 891 6I IIIA HoLrpaIId JdoM —————— ——.S 83 205 007 9..29 16 V I91 en, eI IIIA 1Seus⁵ TJodao KulL 3 — ꝗ—— Imaxoods 4.86 9,9† 447 9.99 rs derl e MA uoquV 40uM 11ͤ1 V ——(ze cer 4.69 88 921 8è1„IIIA GueH uloA. “— G ö — d or vro as 2¹ 22 2l IIA uuedof lozelod V——— 1 ſ u e u ie uro SA u— uenuſ* Sunasloel ueßung nM ur dunA et Sugun ut 08SuIO 0 l e N 048 SoNs!O Ine- ſaus Gundds]- asuag Vand lV Zunlleuqv uesodo e ee ee g681 lunſ † ue uoqa=νμ⁴μορ 96 Mit der allmählichen Durchführung der h. Ministerial-Ver- ordnung vom 12. März 1895, Z. 27638 ex 1894 wurde zunächst im Convicte begonnen. Hier wurden nämlich die Studierzimmer nicht ohne bedeutenden Kostenaufwand mit einem neuen harten Fußbboden versehen. Dasselbe soll nach und nach auch im Gymnasium geschehen. Auf die Temperatur und die Luft in den Lehrzimmern, auf die Haltung der Schüler bei Schreib- und Zeichenarbeiten, auf die Rein- lichkeit des Schulgebäudes, auf eine die Mängel des Gehörs und der Augen berücksichtigende Sitzordnung der Schüler, auf eine die Gefahr der Überbürdung möglichst fernhaltende Verfassung des Stundenplanes und Vertheilung der schriftlichen Haus- und Schul- arbeiten hat die Direction ihre Fürsorge gerichtet. IX. Chronik des Gymnasiums. Vor Beginn des Schuljahres schied Professor P. Romuald Gumpoltsberger aus dem Lehrkörper, und mit Erlass des k. k. n.-ö. L.-Sch.-R. vom 9. November 1895, Z. 10249 wurde ihm für die stets bewiesene Berufstreue die Anerkennung ausgesprochen. Mit Beginn des Schuljahres begann der für den Unterricht in der englischen Sprache approbierte Stiftspriester P. Dr. Ed mund Gattinger seine lehramtliche Thätigkeit. Am 15. Juli 1895 fand die erste Schüleranmeldung für die erste Classe statt. Es meldeten sich 19 Schüler, von denen bei der Aufnahmsprüfung einer zurückgewiesen wurde. Am 16. September 1895 fand die zweite Schüleranmeldung für die erste Classe statt. Von 17 Aufnahmsbewerbern wurden 13 als reif befunden, so dass die Zahl der in die erste Classe mit Anfang des Schuljahres wirklich aufgenommenen öffentlichen Schüler ein- schließslich der 9 aus der Vorbereitungsclasse aufgestiegenen und der 5 Repetenten 45 betrug. Nachdem am 17. September die Wiederholungsprüfungen ab- gehalten worden waren, wurde das Schuljahr 1895/96 am 18. Sep- tember mit einem in der Stiftskirche celebrierten Heiligengeistamte und mit der darauffolgenden Bekanntgabe der Disciplinarvorschriften eröffnet, und am 19. September begann der regelmäſßige Unterricht. Am 22. September wurde die General-Versammlung des Studenten-Unterstützungsvereines abgehalten. Am 28. September wurde die schriftliche und am 30. Sep- tember unter dem Vorsitze des Herrn k. k. Landes-Schulinspectors 97 Stephan Kapp die mündliche Maturitäts-Wiederholungsprüfung abgehalten. Am 14. October erkrankte zum großen Leidwesen seiner Collegen und seiner Schüler der Professor P. Theodor Jung- wirth und musste für die Dauer des Schuljahres beurlaubt werden. An seine Stelle trat am 26. October der weltliche Supplent Michel Neihöfer. Am 23. November fand die erste Ausschuss-Sitzung des Studenten-Unterstützungsvereines statt. Vom 20. bis 22. Jänner unterzog der Herr k. k. Landes- Schulinspector Anton Maresch die Anstalt einer Inspection. Am 15. Februar wurden nach Schluss des Unterrichtes die Zeugnisse über das I. Semester vertheilt. Am 19. Februar war der Beginn des II. Semesters. Laut Mittheilung des k. k. n.-ö. L.-Sch.-R. vom 1. März 1896, Z. 2047 wurde vom k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht mit Erlass vom 14. Februar 1896, Z. 3324 den Supplenten P. Gabriel Kozell, P. Columban Ressavar und P. Dr. Andreas Pühringer im Hinblick auf ihre Verwendung im praktischen Lehramte die Ablegung des formellen Probejahres nachgesehen. Am 29. April fand die zweite Ausschuss-Sitzung des Studenten- Unterstützungsvereines statt. Der 28. Mai war ein Ferialtag, und die Schüler machten unter Leitung ihrer Lehrer classenweise nach verschiedenen Richtungen Ausflüge. Zu demselben Zwecke wurde von der Direction auch der 16. Juni als Ferialtag bestimmt. Am 8., 9., 10. und 11. Juni wurden die schriftlichen, am 22., 23. und 24. Juni unter dem Vorsitze des Herrn k. k. Landes-Schul- inspectors Anton Maresch die mündlichen Maturitätsprüfungen abgehalten.. Am 30. Juni errichtete der wegen seiner menschenfreundlichen Gesinnung in weiteren Kreisen bekannte Stiftsarzt Herr Dr. Josef Teuchmann die nach ihm benannte Dr. Teuchmannsche Ferien- stiftung mit der Bestimmung, dass von dem testamentarisch sicher- gestellten Capitale die Interessen im Betrage von 50 fl. am Schlusse eines jeden Schuljahres vom jeweiligen Director der Anstalt einem armen, würdigen Schüler des hiesigen Obergymnasiums zum Zwecke einer Ferienreise verabfolgt werden, welche der Stipendist bei Leb- zeiten des Stifters diesem, später dem jeweiligen Gymnasialdirector schriftlich zu schildern hat. Die Wahl des Berichterstatters fiel in diesem Schuljahre auf den Schüler der VII. Classe Anton Kittinger. 7 98 Herr Dr. Josef Teuchmann hat sich durch diese Stiftung in der Geschichte des Melker Gymnasiums ein bleibendes Denkmal gesetzt, und die Direction stattet dem edlen Freunde der studierenden Jugend an dieser Stelle im Namen der Anstalt den gebürenden Dank ab. Am 1. Juli fand die dritte Ausschuss-Sitzung des Studenten- Unterstützungsvereines statt. Vom 25. Juni angefangen wurden die Versetzungsprüfungen abgehalten. Am 6. Juli beehrte der hochwürdigste Herr Domscholaster Prälat Dr. Simon Rettenmoser aus St. Pölten als bischöflicher Commissär die Anstalt mit seinem Besuche und wohnte dem Religions- unterrichte in der II., III. und VI. Classe bei. Am 14. Juli wurde der Unterricht, am 15. Juli das Schuljahr mit einem feierlichen Dankamte in der Stiftskirche geschlossen. Darauf folgte die Vertheilung der Zeugnisse durch die Classenvor- stande und die Besichtigung der im LZeichensaale ausgestellten Schülerarbeiten. Der 15. und 16. Juli war der erste Termin für die Aufnahms- prüfungen in die erste Classe des nächsten Schuljahres. Ordentliche Conferenzen wurden am 16. und 25. September, am 12. und 28. October, am 14. December, am 8. Februar, am 28. März, am 4. und am 8. April, am 16. Mai, am 16. Juni, am 8. und 11. Juli, außerordentliche am 28. und 30. April und am 19. Mai abgehalten. Der Gesundheitszustand war während des abgelaufenen Schuljahres gut. Von ansteckenden Krankheiten blieben die Schüler gänzlich verschont. Die ehrfurchtsvolle Liebe zu unserem Kaiser und die treue Anhänglichkeit an unser Herrscherhaus wurde auch in diesem Schul- jahre bei den entsprechenden Gelegenheiten von Lehrern und Schülern zum Ausdruck gebracht. So wurde am 4. October das Namensfest Sr. Majestät des Kaisers Franz Josef I., am 19. November das Namensfest Ihrer Majestät der Kaiserin Elisabeth, am 2. December die Thronbesteigung Sr. Majestät des Kaisers mit einem Hochamte in der Stiftskirche gefeiert. Die Nachricht von dem am 19. Mai erfolgten Hinscheiden Sr. k. und k. Hoheit des durchlauchtigsten Erzherzogs Karl Ludwig erweckte in den Bewohnern des Stiftes Melk um so schmerzlichere Theilnahme, als Höchstderselbe das Stift wiederholt besucht hatte. Dem am 27. Juni in der Studenten- kapelle abgehaltenen Trauergottesdienste wohnten die Studierenden, der Lehrkörper und der hochw. Herr Patron des Gymnasiums Abt Alexander Karl bei. 99 X. Religiöse Ubungen. Am 18. September wurde zur Eröffnung des Schuljahres ein feierliches Hochamt mit dem„Veni Sancte Spiritus“ in der Stifts- kirche celebriert. Am Tage der Allerhöchsten Namensfeier Sr. Majestät des Kaisers Franz Josef I., am Namensfeste Ihrer Majestät der Kaiserin Elisabeth und am Tage der Jahresfeier der Thronbesteigung Sr. Majestät unseres allergnädigsten Herrn und Kaisers wohnten die Studierenden und der gesammte Lehrkörper dem feierlichen Gottes- dienste in der Stiftskirche bei. Am 28. October wurden die Studierenden nach vorausgegangener Exhorte zur heiligen Beichte und Communion geführt. Bis zum 25. October wohnten die Studierenden täglich unter Führung eines Lehrers um ½ 8 Uhr früh der heiligen Messe, an Sonn- und Feiertagen um 7 Uhr früh der heiligen Messe und einer Exhorte in der Studentenkapelle bei. Am 26. October wurde der tägliche Gottesdienst für die Dauer der kalten Jahreszeit sistiert und auf den Gottesdienst an Sonn- und Feiertagen beschränkt. Am 2. November, dem Allerseelentage, wohnten Lehrer und Schüler einem Gottesdienste in der Stiftskirche bei. Am 21. März, dem Feste des heiligen Benedictus, wohnten die Studierenden dem feierlichen Gottesdienste in der Stiftskirche bei. Am 18., 19. und 20. April wurden die Oster-Exercitien abge- halten, und die Studierenden empfiengen am 20. April nach voraus- gegangener Exhorte das heilige Sacrament der Buſbe und des Altars. Am 3. Mai wurde das Namensfest des hochwürdigsten Herrn Stiftsabtes und Patrones des Gymnasiums mit einem Hochamte in der Stiftskirche gefeiert, welchem die Studierenden und der Lehr- körper beiwohnten. Vom 4. Mai an wurde der Schulgottesdienst wieder täglich abgehalten. An Sonn- und Feiertagen war er mit einer Exhorte verbunden. Am 4. Juni betheiligten sich die Studierenden unter Führung des Lehrkörpers an der heiligen Frohnleichnamsprocession. Am 27. Juni wohnten die Studierenden mit dem Lehrkörper und dem hochw. Herrn Stiftsabte dem Trauergottesdienste bei, welcher anlässlich des Hinscheidens Sr. k. und k. Hoheit des durch- lauchtigsten Erzherzoges Karl Ludwig abgehalten wurde. 7* 100 Am 3. Juli wurde in der Studentenkapelle eine heilige Seelen- messe für die verstorbenen Gründer, Mitglieder und Wohlthäter des hiesigen Studenten-Unterstützungsvereines gelesen. Am 13. Juli wurden die Studierenden nach vorausgegangener Exhorte zur heiligen Beichte und Communion geführt. Am 15. Juli wurde das Schuljahr mit einem feierlichen Dank- amte in der Stiftskirche geschlossen, welchem die Studierenden und der Lehrkörper beiwohnten. XI. Verzeichnis der öffentlichen Schüler*) nebst Angabe ihres Geburtsortes. (Die Namen der im Laufe des Schuljahres Ausgetretenen sind mit* bezeichnet; die Namen der Vorzugsschüler sind mit fetter Schrift gedruckt.) Vorbereitungsclasse. Alt Emil, Wien. Dreiseitl Paul, Freudenthal in Schlesien. Fornasari Edler von Verce Priedrich, Gießhübl. .* Geldern-Egmond, Graf von, Karl Georg, Bukarest in Rumänien. 5. Hartmann Ernest, Wien. 6. Hirschmann Konrad, Margitta in Ungarn. 7. Höfenmayer Franz, Loich. 8. Hofmeier Karl, Wien. 9. Kronenberger Franz, Hafnerbach. 10. Kundschafter Karl, Winterberg in Böhmen. 11. Mayerhofer Karl, Mödling. 12. Pluner Wenzel, Chlumetz in Böhmen. 13. Retschek Anton, Unin in Ungarn. 14. Salzbauer Wilhelm, Mauthausen in Oberösterreich. 15. Schönbach Rudolf, Mödling. 16. Stoklassa Rudolf, Ischl in Oberösterreich. 17. Urbatschek Franz, Mährisch-Neustadt in Mähren. 18. Vystavél Franz, Melk. 19.*Weismayn, Ritter von, Konrad, Gmunden in Oberösterreich. 20. Wührer Georg, Wien. 21. Zauner Anton, Langegg. 53 9 *) In diesem Jahre waren keine Privatisten eingeschrieben-. 101 I. Classe.*) 1.*Altenberg Oskar, Wien. 2. Barth Gustav, Wien. 3. Bauer Karl, Herzogenburg. 4. Czaykowski Stanislaus, Lemberg in Galizien. 5. Diernhofer Johann, Kreuzen in Oberösterreich. 6. Döhler Hugo, Wien. 7. Dreiseitl Karl, Freudenthal in Schlesien. 8. Engelhart Karl, Gloggnitz. 9. Forner Rudolf, Brünn in Mähren. 10. Fröhlich Prich, Haslach in Oberösterreich. 11.*Gaber Max, Spitz. 12.*Greil Karl, Pöchlarn. 13. Hacher Josef, St. Leonhard a. F. 14. Hally Adolf, Kirchberg a. d. Pielach. 15. Herbst Erich, Kundratitz in Böhmen. 16. Himmelbauer Oskar, Stockerau. 17. Hum m el Paul, Melk. 18. Jellinek Heinrich, Scheibbs. 19. Kerbler Ludwig, Gablitz. 20.*Kerl Richard, Platten in Böhmen. 21. Kuhn Johann, Gloggnitz. 22. Lautinger Julius, Wien. 23. Nörber Friedrich, Wien. 24. Petzl Theodor, Wien. 25. Pohl Ernest, Wien. 26. Riedl Franz. Ybbs. 27. Rossmann Friedrich, Judenau. 28. Rumschöttel Robert, Wien. 29. Schütz Arnold, Olomuéan in Mähren. 30. Schwarz Karl, Melk. 31. Speck Eduard, Wien. 32. Steinbach Robert, Wien. 33. Stockinger Ludwig, Gaming. 34. Stöhr Johann, Wien. 35. Stritzl Oskar, Wien. 36.*Uiberacker Ernest, Groß-Enzersdorf. *) Vier Schüler wurden in den ersten Wochen des Schuljahres in die Vorbereitungsclasse versetzt. 37. 38. 39. 40 9 8 H K 90 do— 16 10² Vogel Wenqdelin, Wieselburg. Wanke Hans, Aistershaim in Oberösterreich. Weilguni Anton, Walpersdorf. .*Wittigschlager UHeinrich, Wien. 41. 42. 43. Zauner Leopold, Langegg. Ziselsberger Georg, Traismauer. Zohner Walther, Hruschan in Schlesien. II. Classe.*) Adler Emil, Alt-Kettenhof. Amtmann Alfred, Seefeld. Anzengruber Johann, Wien. Bair Engelbert, Reinsberg. Becker Hubert, Ober-Achern in Baden. Benesch Ernest, Wien. Bleyer Alfred, Pechlarn. Blumenschein Konrad, Erlauf. .*Broelemann Friedrich, Teschen in Schlesien. 10. 11. 12. 13. 14. 15. Danzinger Adolf, Göpfritz a. d. Wild. Diernhofer Rudolf, Kreuzen in Oberösterreich. Eidenberger Alcis, Rabenstein. Eisenstöck Ludwig, Melk. Fahrnberger Adolf, Schuß. Gall Adolf, Laa a. d. Thaya. .* Gerstner Emerich, Brünn in Mähren. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. Görg Josef, Pressnitz in Böhmen. Graf Heinrich, Schönbach. Himmelbauer Norbert, Stockerau. Jähnl Wilhelm, Gruſbbach in Mähren. Jelinek Franz, Scheibbs. Junk Friedrich, Wien. Katschthaler Rudolf, Mistelbach. Kittinger Friedrich, Hetzendorf. Klein Franz, Wien. Knizek Moriz, Ainöd in Krain. Krebs Konrad, Stannern in Mähren. Laad Johann, Pottenstein. *) Zwei Schüler wurden in den ersten Wochen des Schuljahres in die- erste Classe versetzt. 29. 109 Lenz Engelbert, Gerolding. 30.*Lill Camillo, Inzersdorf. 31. 32. 33. 34. 35. 36. 37. Mayer Edmund, Aspern a. d. Donau. Neidhart Anton, Wien. Penzhofer Friedrich, Liesing. Petras Josef, Wien. Pö121 Josef, Melk. Rudy Karl, Hosterschlag in Böhmen. Schaller Edler von Hirschau Rudolf, Hartberg in Steiermark. 38.*Schenk Karl, Freudenthal in Schlesien. 39. Schmid Anton, Baumgarten. 40. Seidl Johann, Unter-Markersdorf. 41. Silverio Rudolf, Eferding in Oberösterreich. 42. Skutezky Johann, Leoben in Steiermark. 43. Stasa Adolf, Ebersdorf. 44. Steinbach Arnold, Wien. 45. Stiegler Karl, Tuln. 46. Stock kKarl, Wien. 47. Stocklassa Franz, Ischl in Oberösterreich. 48. Stuchlik Franz, Schardiéek in Mahren. 49. Thier Karl, Loosdorf. 50. Thornton Richard, Biedermannsdorf. 51. Tomaides Adalbert, Wlaschim in Böhmen. 52. Tüchler Alfons, Altmannsdorf. 53. Tutter Karl, Wien. 54. Uleniecki, Ritter von, Wladimir, Roglno in Galizien. —VBB 92 do— S O 00 1. R 95 b0.— III. Classe. Bair Alois, Steinakirchen. Bleyer Adolf, Pechlarn. Cmyral Hugo, Haag. Domansky Rudolf, Wien. Fischer-Colbrie Paul, Wels in Oberösterreich. Härtl Wenzel, Driesendorf in Böhmen. Heinz Franz, Freudenthal in Schlesien. Helmer Hans, Wien. Kessler Alfred, Wien. Kleedorfer Andreas, Hadres. Klobusar Marius, Görz in Küstenland. Kraus Adolf, Mittersill in Salzburg. Mader Raimund, Thernberg. 14. 15. 16. 17 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. Öhl Wilhelm, Wien. Pabeschitz Alfred, Marchegg. Petzl Edmund, Marbach. * Quidenus Theodor, Wien. Reichel Karl, Stanislau in Galizien. Resch Adalbert, Kierling. Schade Heinrich, Kadolz. Schier Franz, Resicza in Ungarn. Schützner Karl, Haunoldstein. * Seidl Anton, Zwettl. Seidl Karl, Melk. Stöhr Josef, Wien. Tugendsam Karl, Melk. Wally KAlois, Melk. Zeller Ignaz, Fritzberg. IV. Classe. Arnold Paul, Wien. *Baumgartner Rudolf, Wien. Drischel Eugen, Friedland in Mähren. Glanz Anton, Alberndorf. Götzl Karl, Wien. Gstöttner Otto, Brixlegg in Tirol. Hartwich Max, Wien. Helfert Emerich, Neunkirchen. Himmelbauer Ernest, Stockerau. Kirchner Gregor, Tradigist. Kittinger Othmar, Wien. Kretzer Ludwig, Traisen. Lillie Franz, Amstetten. Lindenth al Hugo, Eferding in Oberösterreich. Mayer Franz, Pyhra. Muthsam Rudolf, Tuln. Odelga Paul, Wien. Petrinschek Robert, Wien. Preyß Franz, Ober-Markersdorf. Protivensky Erich, Ernsthof. Röhmer Olivier, Czernovitz in der Bukowina. Ryppa Karl, Pottenstein. Schmid Eugen, Schwechat. 10⁵ 24. Schöffel Hugo, Padochau in Mähren. 25. Schwaigart Karl, Mank. 26. Sobotka Franz, Deblin in Mähren. 27. Tepser, Edler von, Friedrich, Wien. 28. Tiefenbacher Alexander, Schwechat. 29. Tutter Eugen, Wien. 30. Voigt Karl, Schüttenhofen in Böhmen. 31. Wagner August, Steyr in Oberösterreich. 32. Wala Franz, Beraun in Böhmen. 33. Winkler Leopold, Wien. 34. Wittrich Karl, Gnadlersdorf in Mähren. V. Classe. Friderici Hugo, Vordernberg in Steiermark. Fürst Bernhard, Neumarkt. Harvalik Josef, Triest im Küstenlande. .*Herndler Georg, Pechlarn. Höbarth Franz, Gföhl. Hummel Josef, Melk. Junk Rudolf, Wien. Kattus Johann, Wien. Kaudelka Hugo, Erdberg in Mäahren. 10. Lux Paul, Wolkersdorf. 11. Müller Friedrich, Retz. 12. Nowotny Franz, Pechlarn. 13. Petschann Anton, Ungarschitz in Mahren. 14. Peyerl Friedtich, Loosdorf. 15. Pramberger Julius, Pechlarn. 16.*Prokop Max, Pettau in Steiermark. 17. Rudy Franz, Hosterschlag in Böhmen. 18.*Schaller Edler von Hirschau Franz, Hartberg in Steiermark. 19. Schemfil Victor, Wien. 20.*Schneider Stephan, Olmütz in Mähren. 21. Widerhofer Leopold, Weyer in Oberösterreich. 22. Willigens Josef, Luxemburg in Luxemburg. 23. Wortner Karl, Wien. 99 1S S VI. Classe. 1. Arnold Ernest, Wien. 2. Blauensteiner Leopold, Wien. 106 3. Fridthum Anton, Wullersdorf. 4. Gaudernak Franz, Ybbs. 5. Herbst Rudolf, Prag in Böhmen. 6. Hütter Eduard, Wien. 7. Jelinek Theodor, Scheibbs. 8. Kain Rudolf, Weyer in Oberösterreich. 9. Kaudelka Alfred, Erdberg in Mähren. 10. Kern Arnold, Wien. 11. Kramer kKarl, Wien. 12. Kronberger Felix, Obersulz. 13. Löwenfeld Walther, Wien. 14. Odelga Friedrich, Wien. 15. Pann Otto, Wien. 16. Riegler Friedrich, Puchberg am Schneeberg. 17.*Rosko-Bogdanowicz, Reichsritter von, Karl, Litatyn in Galizien. 18. Sild Johann, Floridsdorf. 19. Widhalm Franz, Kirchberg am Wagram. 20. Zötl Stephan, St. Gotthard. VII. Classe. 1. Bittmann Arthur, Wien. 2. Bourguignon von Baumberg, Freih., Karl, Wien. 3. Dolezel Johann, Kremsier in Mähren. 4. Elsigan Franz, Rudmanns. 5. Fischer-Colbrie PFriedrich, Liuz in Oberösterreich. 6. Groß Josef, Melk. 7. Kittinger Anton, Rudolfsheim. 8. Leuther Alfons, Wien. 9. Sturm Franz, Bruck a. d. Leitha. VIII. Classe. 1. Blumauer Edler von Montenave, Josef, Wien. 2. Brenner Franz, Ybbsitz. 3. Fahrnberger Johann, Schuss. 4. Fanta Gustav, Neustift bei Scheibbs. 92S g Fuchsig Erwin Cajetan, Sternberg in Mähren. Fundulus Ernest, Trebitsch in Mähren. Gerber Lothar, Wien. Gulich Rudolf, Linz in Oberösterreich. 107 9. Herbst Eduard, Birkau in Böhmen. 10. Hutter Rudolf, Melk. 11. Kopf Friedrich, Edthof. 12. Kronfellner Max, Kleinzell. 13. Mayerhofer Ernest, Möllersdorf. 14. Reiner Hermann, Marchegg. 15. Ritter Karl, Karlsbad in Böhmen. 16. Ruedl Franz, Ternitz. 17. Schwinner Robert, Ottenschlag. XII. Kundmachung für das Schuljahr 1896/97. Die Anmeldung aller Schüler findet bei der Gymnasial- direction am 15., 16. und 17. September statt und zwar von 8 bis 12 Uhrvormittags. Es haben also nicht nur die neu eintretenden Schüler, sondern auch diejenigen, welche ihre Studien am hiesigen Gymnasium fortsetzen wollen, an diesen drei Tagen in Begleitung ihrer Eltern oder deren Stellvertreter ihre Einschreibung bei der Gymnasialdirection zu erwirken. Behufs dieser haben die neu ein- tretenden Schüler die Bestätigung ihrer vorschriftsmäſsigen A b- meldung, ihren Tauf- oder Geburtsschein und ihre sämmtlichen bisher erworbenen Gymnasialzeug- nisse vorzulegen und eine Aufnahmsgebür von zwei Gulden sowie einen Bibliotheksbeitrag von einem Gulden zu entrichten. Solche Schüler können auch zu einer Aufnahmsprüfung verhalten werden. Die der Anstalt bereits angehörigen Schüler haben nur das letzte Semestralzeugnis vorzulegen und den Bibliotheksbeitrag von einem Gulden zu erlegen. Schüler, welche in beiden Semestern des letzten Schuljahres die dritte Fortgangsclasse erhalten haben oder die Classe zum zweitenmale zu wiederholen hätten, müssen die Anstalt verlassen. Gesuche um ausnahmsweise zu bewilligende Be- lassung solcher Schüler an der Anstalt müssen an den hochlöbl. k. k. n.-ö. Landesschulrath gerichtet werden und längstens bis 1. August bei der Direction eingebracht sein. Am 16. und am 17. September finden die im 2. Termine für das Schuljahr 1896/97 abzuhaltenden Aufnahmsprüfungen der in die I. Classe eintretenden Schüler statt. Diese haben sich daher schon am 15. September bei der Direction vorzustellen. Nach dem Erlasse des hohen k. k. Ministeriums für Cultus und Unterricht vom 2. Jänner 1886, Z. 85, wird in jedem Termine über die Aufnahms- prüfung definitiv entschieden; eine Wiederholung der Aufnahms- 108 prüfung, sei es an derselben oder an einer andern Lehranstalt, ist unzulässig. Wer in die erste Classe des Gymnusiums eintreten will, muss das 10. Lebensjahr vollendet haben oder doch mit dem 31. December 1896 erreichen. Bei der Aufnahmsprüfung wird gefordert: jenes Maß von Wissen in der Religion, welches in der vierten Classe der Volksschule erworben wird; Fertigkeit im Lesen und Schreiben der Unterrichtssprache und der lateinischen Schrift, Kenntnis der Elemente aus der Formenlehre der Unterrichtssprache, Fertigkeit im Analysieren einfacher bekleideter Sätze, Bekanntschaft mit den Regeln der Orthographie beim Dictandoschreiben, UÜbung in den vier Grundrechnungsarten in ganzen Zahlen und im Kopfrechnen.— Die mündliche Prüfung aus der Unterrichtssprache und dem Rechnen wird jedem Schüler erlassen, welcher seine Reife in diesen Gegen- ständen bei der schriftlichen Prüfung durch mindestens befriedi- gende Leistungen und im Volksschulzeugnisse mindestens durch die Note„gut“ dargethan hat. Die Prüfung aus der Religionslehre entfällt dann, wenn der Schüler aus diesem Gegenstande in der Volksschule die Note„gut“ oder„sehr gut“ erhalten hat. Sind in einem Prüfungsgegeustande die Zeugnisnote und die Censur aus der schriftlichen Prüfung entschieden ungünstig, so wird der Schüler zur mündlichen Prüfung nicht zugelassen, sondern als unreif zurückgewiesen.— An die Stelle der für die Meldung der Schüler beim Übertritte aus der Volksschule in die Mittelschule früher vorgeschriebenen„Frequentationszeugnisse“ treten die neuen Formularien der an den Volksschulen üblichen„Schulnachrichten“. Am 17. und 18. September werden die Aufnahmsprüfungen in höhere Classen, die Wiederholungs- und Nachtrags- prüfungen vorgenommen werden. Am 18. September wird um 8 Uhr früh in der Stiftskirche ein feierlicher Gottesdienst abgehalten, welchem alle katholischen Schüler der Anstalt beizuwohnen haben. Hierauf werden den Stu- dierenden durch die Herren Classenvorstände in den Classenzimmern die Disciplinarvorschriften bekannt gegeben. Samstag am 19. September beginnt der regelmäbiige Unterricht. Im Interesse der sittlichen Bildung und der gedeihlichen Entwicklung der Schüler richtet die Direc- tion an die Eltern und verantwortlichen Aufseher der Studierenden das dringende Ersuchen, den Lehrkörper in seiner dem Wohle der Jugend gewidmeten Thätigkeit thatkräftig zu unterstützen, weil die Schule ihre schwere Aufgabe nur dann mit dem rechten Erfolge lösen kann, wenn sie vom Hause aus unterstützt wird. Die Schule wird zu gemeinsamem Handeln gerne die Hand bieten. Besonders werden die Eltern und Elternstellvertreter dringend ersucht, die Schüler vor verderblicher Lectüre und unpassender Gesellschaft zu bewahren und sie vom Hause nicht früher zur Schule gehen zu lassen als eine Viertelstunde vor dem Beginne des Unterrichtes, beziehungs- weise des Gottesdienstes; die Schüler stehen oder schlendern sonst, wenn schon nichts Schlimmeres geschieht, müſbig in den Gassen oder vor dem Stiftsgebäude umher, während sie doch mit der Zeit haus- hälterisch umgehen müssen, wenn sie den gesetzlichen Anforderungen genügen sollen. In Verbindung mit dem Gymnasium unterhält das Stift auch eine Erziehungsanstalt(Convict), geleitet von einem geistlichen Director und mehreren geistlichen Präfecten. Außer dem öffent- lichen Gymnasialunterrichte in den obligaten und freien Lehr- gegenständen erhalten die Zöglinge auch Musik- und Schwimm- Unterricht. Aufgenommen werden Schüler aller acht Classen und der Vorbereitungsclasse. Aufber den zur Aufnahme ins Gymnasium erforderlichen Documenten ist auch ein ärztliches Gesundheits- zeugnis beizubringen. Die Aufnahme geschieht unmittelbar nach Schluss des Schuljahres. Die Pension beträgt 300 fl. ö. W. Nähere Auskunft ertheilt die Convictsdirection. Auch im Markte Melk, der unmittelbar an das Stift und Gymnasium angienzt, erhalten die Schüler Unterkunft in Privat- Wohnungen, die unter der Aufsicht der Direction und des Lehr- körpers stehen. Diesbezügliche Rathschläge gibt bereitwilligst die Gymnasialdirection. Die Eltern der Studierenden werden in ihrem eigenen Interesse ersucht, die Wahl des Kostortes erst nach vorausgegangener Anfrage bei der Direction vor- zunehmen. Diese wird darauf bedacht sein, die Schüler zunächst dorthin zu empfehlen, wo durch bisheriges einheitliches Zusammen- gehen der Kosteltern und der Lehranstalt die Erreichung der Ziele des Unterrichtes und der religiös-sittlichen Erziehung am ehesten zu erhoffen ist, wo die Anforderungen nicht zu hoch gestellt, da- gegen Zucht und Ordnung am nachdrücklichsten gehandhabt werden. Melk, am 15. Juli 1896. P. Hermann Ulbrich, Director. Verzeichnis der bisher erschienenen Programm-Aufsätze des k. k. Stiftsgymnasiums zu Melk. 1851 Mayer Theodor, Über die Verwandtschaft der deutschen Sprache mit der lateinischen.— Mayer Theodor, Kurze Geschichte des Gym- nasiums zu Melk. 1852—— Scholia in Q. Horatii Flacci Opera. 1853—— Zur Vertheidigung der sogenannten heidnischen Lectüre in christlichen Schulen(ohne Titel, bloß 4 Seiten). 1854—— Streiflichter auf die Geschichte Osterreichs von der Völker- wanderung bis Karl den Großen. I. Abtheilung. 1855—— Streiflichter auf die Geschichte Osterreichs von der Völker- wanderung bis Karl den Großen. II. Abtheilung. 1856—— Fluss- und Orts-Namen, ein wichtiger Zweig des Geschichts- Studiums. 1857—— Streiflichter auf die Geschichte Osterreichs von der Völker- wanderung bis Karl den Großen. III. Abtheilung. 1858—— Einige Fragmente des Euripides, übersetzt von—. 1859 Staufer Vincenz, Die Atmosphäre und ihre Luft- und Wasser-Meteore. 1860 Keiblinger Ignaz Franz, Nachricht über ein zum Unterrichte des österreichischen Prinzen Ladislaus Posthumus im Stifte Melk ge- schriebenes Buch. 1861 Puschl Karl, Über den Ursprung und die Gesetze der Molecular- kräfte nach dem Principe der Krafterhaltung. I. Theil. 1862—— Über den Ursprung und die Gesetze der Molecularkräfte nach dem Principe der Krafterhaltung.(Schluss.) 1863 Staufer Vincentius, Litterae Viri Clarissimi Joannis Benedicti Genti- lotti ab Engelsbrun ad PP. Bernardum et Hieronymum Pez. Typis mandavit—. 1864—— Mondseer Gelehrte. 1865—— Mondseer Gelehrte.(Fortsetzung und Schluss.) 1866 Heller Ambros Anton, Hat Karl V. wortbrüchig an dem Landgrafen Philipp von Hessen gehandelt, als er ihn zu Halle gefangen nahm? 1867—— Hat Tilly absichtlich Magdeburg zerstört und kann geschicht- lich nachgewiesen werden, dass er an der Zerstörung dieser Stadt seine Freude gehabt? 1868—— Heinrich V. in seinem Verhältnisse zu seinem Vater, dem Kaiser Heinrich IV. und in seinen Beziehungen zu Papst Paschal II. bis auf die Zeit seiner Kaiserkrönung. 1869 1870 1871 1872 1873 1874 1875 1877 1878 1879 1880 1881 1882 1883 1884 1885 1886 1887 1888 1889 1890 1891 1892 1893 1894 1895 1896 Resch Koloman, Der Regenbogen. Heller Ambros Anton, Melk und die Mark der Babenberger in ihrer Gründung und ursprünglichen Abgrenzung. Jungwirth Theodor Thomas, Das sogenannte Eintagegesetz in den uns erhaltenen Tragödien des Sophokles. Siber, Freiherr von, Eduard, M. Porcius Cato Censorius. Staufer Vincenz, Materialien zur Geschichte des Weinbaues in ster- reich während des Mittelalters. Hoffer Berthold Dr., Zur Gründupgsgeschichte des Frauenklosters St. Bernhard bei Horn. Heller Ambros, Welche erziehlichen Elemente liegen im Geschichts- unterrichte, und wie lässt sich das dem Gymnasium darin gesteckte Lehrziel erreichen? Krenn Isidor, Die griechischen und römischen Staats- und Privat- Alterthümer an den Gymnasien. Hochfellner Odilo, Beugung des Lichtes. Jungwirth Theodor Thomas, Uber den Chor der griechischen, speciell der sophokleischen Tragödie. Gumpoltsberger Romuald, Kaiser Gratian(375— 383 n. Chr.). Ebner Alois, Die verba auxiliaria kunnen und soln in der Gudrun (1— 879). Strobl Gabriel, Flora von Admont(I. Theil).— Hoffer Berthold Dr. Nekrolog: P. Odilo Hochfellner. —— Flora von Admont(II. Theil). Gumpoltsberger Romuald, Melk in der Türkennoth des Jahres 1683. — Strobl Gabriel, Flora von Admont(Schluss). Ulbrich Hermann, Der literarische Streit über Tacitus' Agricola. Lechthaler Alois, Die Singularitäten der ebenen algebraischen Curven in Cartesianischen Punkt- und Plücker'schen Liniencoordinaten. Schachinger Rudolf, Congruenz des Numerus zwischen Subject und Verbum bei Wolfram von Eschenbach. Fürst Albert, De Carmine Catulli LXII. Schachinger Rudolf Dr., Die Bemühungen des Benedictiners P. Pla. cidus Amon um die deutsche Sprache und Literatur. Katschthaler Eduard Ernst, ÜUber Bernhard Pez und dessen Brief- nachlass. Heidrich Georg Dr., Varroniana I. —— Varroniana II. —— Der Stil des Varro. Zermann Chrysostomus, Beitrag zur Flora von Melk(I. Theil). —— Beitrag zur Flora von Melk(II. Theil). —— Beitrag zur Flora von Melk(III. Theil, Schluss).— Jungwirth Theodor, Nekrolog: P. Augustin Obenaus. Holzer Odilo Dr., Die geschichtlichen Handschriften der Melker Bibliothek. Druck von Rudolf Brzezowsky& Söhnt in Wien. Sechsundvierzigster JAHRESBERIOHIT L. k. uheewngun der Benedidtincf Zu MELK. Am Schlusse des Schuljahres 1895/96 veröffentlicht Coloùr& Grey Control Chart Blue Cyan Green vellow Hed Magenta Wuite Grey 1 Grey 2 Grey 3 Grey 4— Black — Dr.—————— 2. Schulnachrichten. Vom Director. 13 14