C, 55. PrOgramf griech.-orient. Ober-Gymnasiums UM.Pm. Giessen PaocRAHM des in Suczawa fl1. daus Schuljahr 1877. —e Veröffentlicht von dem Director des Gymnasiums Tohann Limberger. ——— CZERNOMWITZ. Druck von Rudolf Eckhardt. 1827. PaoaRAMM des griech.-orient. Ober-Gymnasiums in Suczawa für das Schuljahr 1877. Veröffentlicht von dem Director des Gymnasiums Johann Limberger. Czernowitz. Druck von Rudolf Eckhardt. 1890. Inhalt: 1. Zu Schiller's Wallenstein. Abraham's a S. Clara Antheil an der Ka- puzinerpredigt in„Wallenstein's Lager.“ Vom Professor Stefan v. Repta. 2. Schulnachrichten vom Direktor. 2zu Schiller's Wallenstein. Abraham's a S. Clara Antheil an der Kapuzinerpredigt in„Wallenstein's Lager.“ I. Im September des Jahres 1798 kam Schiller auf einige Tage nach Weimar ¹) und wurde bei dieser Gelegenheit von Goethe bewogen, diesem seinen„Prolog“— jetzt„Walleustein's Lager“— zur Eröffaung der the- atralischen Wintervorstellungen und eines renovirten Theatergebäudes zu überlassen.²) Nach Jena zurückgekehrt, machte er sich sofort an die Arbeit, um den Prolog, der nun für sich allein bestehen und unabhängig vom Stück gespielt werden sollte, in dieser Rücksicht zu prüfen und zweckentsprechend umzugestalten. Die Prüfung fiel aus, wie zu erwarten stand*): sie ergab die Nothwendigkeit, das Stück um ein Bedeutendes zu erweitern und zwar theils durch Aufnahme neuer Figuren, theils da- durch, dass einigen andern, die schon da waren, eine grössere Ausführung gegeben werde. Denn als Charakter- und Sittengemälde, meinte er, müsste das Stück, um auch wirklich eine Existenz zu versinnlichen, noch etwas mehr Vollständigkeit und Reichthum erhalten, wodurch dann unter Einem auch der Vortheil erreicht werde, dass über der Menge der Fi- guren und einzelnen Schilderungen dem Zuschauer unmöglich gemacht werde, einen Faden zu verfolgen und sich von der darin vorkommenden Handlung einen Begriff zu bilden. Dies theilte Schiller unterm 18. September dem Freunde mit, be- merkend, dass er ihm das umgearbeitete Stück am 21. September ein- ¹) Der Aufonthalt währte vom 10, bis 17. Septembor; vergl. Briefe an Goethe vom 9. 18. und besonders vom 21. Sept. 1798. 2) Brief an Körner vom 30. Sept. 1798:„Goethe hat mir keine Ruh gelass en, bis ich ihm meinen Prolog zur Eröffnung der theatralischen Wintervorstellungen und eines renovirten Theatergebäudes überliess“. 1.) Vergl. Anm. 8, sammt dem dazu Gehörigen. 1* 4 senden werde. ³) Allein eine schlaflose Nacht(vom 20. auf den 21.) und der Umstand, dass am 21. September sein Abschreiber ihn hatte sitzen lassen, hinderten den Dichter, sein Versprechen zu halten. Aus dem Briefe jedoch, worin dies mitgetheilt wird,(21. Sept.), ist zu entnehmen, dass die Arbeit ihrem Abschluss ziemlich nahe war und dass Schiller mit derselben nicht unzufrieden zu sein schien:„Ich denke,— heisst es da — in der Gestalt, die er jetzat bekommt, soll er als ein lebhaftes Ge- mälde eines historischen Moments und einer gewissen soldatischen Exi- stenz ganz gut auf sich selber stehen können.“⁴) Doch bezweifelte er, dass Alles, was er dem Ganzen zu lieb darin hatte aufnehmen müssen, auch auf dem Theater werde erscheinen dürfen. Dahin zählte er vor Allem den Kapuziner, den er aufgenommen, weil ihm„gerade dieser Charakterzug der Zeit und des Platzes“ gefehlt hatte, meinte jedoch, es liege auch nichts daran, wenn derselbe vom Theater wegbleibe. Schliess- lich fügte er noch die Bitte hinzu, wenn möglich, solle man auf das Stück ein ruhiges, moralisches Drama folgen lassen, weil es dadurch wahr- scheinlich am besten herausgehoben würde. Es schien ihm das um so nothwendiger, als er das ganze Verdienst des Stückes in dessen Leb- haftigkeit setzte und überdies die Absicht hatte, es mit vieler Musik be- gleiten zu lassen.„Er(der Prolog nämlich), beginnt mit einem Lied und endigt mit einem; auch in der Mitte ist ein klein Liedchen— er ist also selbst klangreich genug.“ Auf diesen Brief erfolgte von Seiten Goethes keine Antwort, wohl aus dem Grunde, weil dieser gleich den nächsten Tag nach Jena hinüber- fuhr. Während Goethes Aufenthalt dortselbst, der sich bis in den Anfang Oktobers verzog, wurde nicht nur Schillers Anliegen betreffs des nach- folgenden Stückes erledigt, 5) sondern auch beschlossen, dem„Vorspiel“ noch einen Prolog vorauszuschicken. Die Ausarbeitung dieses übernahm Schiller, musste sich jedoch über direkt ausgesprochenen Wunsch Gocthes einige Aenderungen an dem ursprünglichen Entwurf gefallen lassen— worüber weiter unten Näheres. Dass in dieser Zeit„nach reifer Ueber- legung und vielen Conferenzen mit Goethe“ auch der Beschluss gefasst ³) Goethe, der inzwischen nach Rossla verreist war und dem in Folge dessen dieser Briaf erst am 20. zugestellt wurde, erklärte sich Tags darauf, ohne die Sendung abzuwarten, mit den beabsichtigten Erweiterungen vollkommen einverstanden. ¹) Brf. an Körner v. 30. Spt.:„wirklich ist er jetzt ein schr lebhaftes Gemälde eines Wallensteinischen Kriegslagers.“ *) Nach Maltzahn, Beilage II. waren es die Corsen von Kotzebue. 5 wurde, das Stück selbst in zwei Stücke zu trennen, sei nur nebenbei bemerkt. ⁶) Inzwischen war aus dem unscheinbaren*) Prolog, der lediglich den Zweck hatte, dem Dichter über eine nicht zu umgehende Klippe hinweg- zuhelfen, ³) der erste Theil des dramatischen Gedichtes Wallenstein, Wal- lenstein's Lager, geworden. Ob die Arbeit schon in den ersten Tagen von Goethe's Aufentbalt in Jena(bis auf die weiter unten namhaft ge- machten Theile) vollendet wurde— wie man das aus dem bereits oben angeführten Briefe vom 21. September schliessen könnte— ob später, etwa gegen Ende September, ist nicht zu bestimmen; so viel jedoch steht fest: Der Hauptsache nach war die Arbeit am 30. September schon fertig und was noch zu geschehen hatte, waren— das Anfangslied und die Predigt abgerechnet— nur geringfügige Ergünzungen und minder we- sentliche Aenderungen. Man kann das schon aus dem UÜUmstande ent- nehmen, dass Goethe ihrer bei der ersten Aufführung leichtlich entrathen zu können meinte.*) Und da Goethe die Abfassung der Predigt und das Eingangsliedchen auf sich genommen hatte, ¹⁰*) so war nunmehr der Prolog Schiller's eigentliche Hauptarbeit. Schiller wäre mit dem Prolog schon am 2. Oktober fertig geworden, hätte ihm nicht ein Besuch der Weimarischen Dichterinnen, Amalie Imhof und seiner Schwägerin, die letzten Stunden vor Abgang des Botenmäd- chens geraubt. Nun musste er den nächsten Posttag abwarten und sandte in Folge dessen die Arbeit erst am 4. Oktober ein, mit dem Bemerken, wenn Goethe Einiges geändert wünsche, dass er's ihn durch einen Ex- pressen wissen lassen möchte. In der Erwiederung autf diesen Brief vom 5. Oktober erklärte sich Goethe mit dem Prolog sehr zufrieden ³) Bf. an Körner v. 30. Spt.„Das Stück selbst habe ich nun, nach reifer Ueber- legung und vielen Conferenzen mit Goethe, in zwei Stücke getrennt. Ohne diese Ope- ration wäre der Wallenstein ein Monstrum geworden an Breite und Ausdehnung und hätte um für das Theater zu taugen, gar zu viel Bedeutendes verlieren müssen. Jetzt sind es mit dem Prolog drei bedeutende Stücke, davon jedes gewissermassen ein Ganzes, das letzte aber die eigentliche Tragödie ist... Das dritte Stück heisst Wallenstein und ist eine eigentliche, vollständige Tragödie; die Piccolon ini können nur ein Schau- spiel, der Prolog ein Lustspiel heissen.“ ¹) Ebendaselbst:„Ich habe ihn beträchtlich und gewiss um die Hälfte vermehrt.“ ³) Bf. an Körner v. 28. Nov. 1796:„Die Base, worauf Wallenstein seine Unter⸗ nehmung gründet, ist die Armee, mithin für mich nur eine unendliche Fläche, die ich nicht vors Auge und nur mit unsäglicher Kunst vor die Phantasie bringen kann: ich kann also das Objekt, worauf er ruht, picht zeigen und ebenso wenig das, wodurch er fällt, das ist ebenfalls die Stimmung der Armee, der Hof, der Kaiser.“ ²) Vergl. Goethes Briefe vom 6. Oktober; übrigens kommt die Sache weiter un- ten noch einmal zur Sprache. ¹1⁰) Hier insbesondere Goethes Briet vom 5. Oktober zu vergleichen, überdies auch jener vom 29. Septemb., wofern ich mir das„Mancherlei“ in diesem richtig erkläre. 6 und erst Tags darauf äusserte er den Wunsch, dass von den Weimarer Schauspielern etwas mehr, von Iffland etwas weniger gesprochen würde und dass irgend eine Stelle auch auf Schroeder gedeutet werden könnte. ¹¹) Die Rücksichtnahme auf die Weimarer Schauspieler war— von andern Gründen ganz abgesehen— um so gebotener, als Goethe in der letzten Zeit wiederholt Anlass nehmen konnte, ihre Ausdauer, ihren Eifer für die Sache und insbesondere ihre hervorragenden Leistungen rühmend anzuerkennen. Ich führe als Beleg hiefür den einschlägigen Passus aus dem Briefe vom 5. Oktober an:„Wenn Vohs sich hält wie unsere andern (Schauspieler) beim Vorspiel, so können wir zufrieden sein. Leissring, Weyrauch und Haide deklamiren die gereimten Verse, als wenn sie ihr Lebtag nichts anderes gethan hätten; besonders hat Haide gegen den Schluss einige Perioden deklamirt, wie ich's auf dem deutschen Theater noch gar nicht gehört habe.“ ¹²) Und nun, nachdem Schiller den Prolog fertig gebracht ¹³) und so seiner Hauptarbeit sich entledigt hatte, schob ihm Goethe auch seinen Antheil zu. Zwar nicht den ganzen; denn für das Anfangsliedchen, welches ihm ebenfalls nicht gelingen wollte, erklärte er einen entspre- chenden Ersatz zu haben; ¹⁴) aber immerhin genug, um dem Dichter seine ohnehin fatale Lage noch fataler zu gestalten. ¹⁵) Doch schickte er, um ihm die Arbeit zu erleichtern, auch einen Band von Abrahams Werken mit dem folgenden Begleitschreiben(5. Oktober):„Nach dieser guten Nachricht(betreffend die erfreulichen Leistungen der Schauspieler) muss ich aber leider anzeigen, dass es mir unmöglich war, auch nur eine Zeile zu unserem Zwecke beizutragen; deswegen schicke ich einen Band des Pater Abraham, der Sie gewiss gleich zu der Kapuzinerpredigt begeistern wird. So wäre z. E. das Rabenaas, als Schlussformel, in ¹¹) Die bezüglichen Aenderungen verfasste Goethe selbst und fanden dieselben auch Schillers ungetheilten Beifall. Vergl. Gths. Bf. vom 6. Okt. und Schillers Antwort darauf vom 7. Oktober. ¹²) Goethes Bf. vom 6. Okt.:„Das Vorspiel geht recht artig. Es war heute Probe auf dem Theater; wir müssen aber auf die geringste Veränderung Verzicht leisten. Bei der Schwierigkeit, eine so neue und fremde Aufgabe mit Ehren zu vollenden, klammert sich jeder so fest an seine Rolle, wie ein Schiffbrüchiger ans Brett, so dass man ihn unglücklich machte, wenn mans ihm wacklich macht.“ Vergl. noch den Schlusspassus im ersten Brfe. v. 6. Okt. bei Vollmer Nr. 526. ¹²) Die von Goethe vorgenommenen Aenderungen betr ffend im Brf. vom 6. Okt. „ich wünschte, dass statt der Stelle, die ich ausgestrichen habe, die andere eingeführt Wärde welche hier im Manuscript folgt,“ worauf dann die bereits angeführten Wünsche folgen. ¹⁴) Goth. 5. Okt.„Das Anfangsliedchen bringe ich auch nicht zu Stande, habe aber etwas Schickliches dafür zu substituiren.“ Schillers Hoffnung, das Liedchen doenn doch zu Wege zu bringen(5. Okt.), gieng bekanntlich nicht in Erfüllung. ¹⁵) Vergl. Bf. an Goethe vom 8. Okt. 35 Genast's Munde vielleicht höchst erbaulich. S. die gezeichnete Seite p. 77. Es ist übrigens ein so reicher Schatz, der die höchste Stimmung mit sich führt.“ Schiller hatte zu dem„würdigen“ Abraham gute Hoffnung, doch fehlte es ihm im Augenblick an der nöthigen Musse, um sich sofort an die Arbeit machen zu können; denn eben war er daran, die letzte Hand an die Umarbeitung zu legen und suchte aus dem Grunde auch den Freund zu„praeveniren“, dass noch einige Veränderungen im Werke wären, die er ihm nebst der Predigt Montag Abends(8. Okt.) einsenden wollte. Eine jener Veränderungen, für welche er auf Goethes Zustimmung mit Bestimmtheit rechnen zu können glaubte, hätte darin bestehen sollen, den Constabler mit einem Invaliden zu vertauschen und diesen mit einem Zeitungsblatt auftreten zu lassen, auf welche Weise man„unmittelbar aus der Zeitung Regensburgs Einnahme und die neuesten, passendsten Ereignisse“ erfahren würde. ¹⁵) Deshalb ersuchte er Goethe um sein Exemplar des Vorspiels oder doch mindestens um die ersten acht bis zehn Blätter; denn am Ende und in der Mitte hatte er nicht die Absicht, etwas zu verändern. Allein da Goethe in seiner Antwort(dem ersten Briefe vom 6. October) die Aufnahme der angekündigten Veränderungen ziemlich unverblümt in Frage stellte ¹*) und zum Schlusse versicherte, dass nur die Hoffnung, es werde bald Abend und Alles vorbei sein, ihn noch erhalten könne, so bestand Schiller auf derselben nicht mehr und begnügte sich, blos zwei jener Veränderungen nochmals auf das Wärmste anzuempfehlen. ¹³) Zugleich sprach er den Wunsch aus, Goethe möchte ihn durch das Botenmädchen wissen lassen, welcher Termin für die Vor- ¹6) Daraus wurde bekanntlich nichts, wie aus so mancher andern Hoffnung, die er bezüglich dieses Stücks gehegt hatte. 3 4 . 11) Gths. Brf. vom 6. Okt.:„Hier kommt ein Theil des Vorspiels; arbeiten Sie ja daran fort, ob ich Ihnen gleich nicht versprechen kann, schon das nächste Mal die Veränderungen aufzunehmen. Alles ist jetzt schon so auf Reim und Silbenfall einge- richtet, so auf die Stichwörter eingehetzt, dass ich nichts zu äudern wage, weil unmit- telbare Stockungen zu besorgen sind.“ Im nächsten Briefe aber lehnt ers rundweg ab: „Wir müssen auf die geringste Veränderung Verzicht leisten.“— ¹s) Brf. an Gth. vom 6. Okt.:„Es thut mir freilich leid, wenn die kleinen Ver- änderungen im Vorspiel nicht gleich der ersten Vorsteilung zu Gute kommen können. Das Motiv mit der Zeitung wäre passend za einer vollkommenen Exposition des Mo- ments und der Kriegsgeschichte. Lassen Sie wenigstens bei Nr. 5 den Constabler mit einem Zeitungsblatt auftreten und anstatt des Verses„aber ein Eilbot ist angekommen, setzen„aber das Prager Blatt ist angekommen.“ Und ferner:„Sie haben mich neulich wegen der Perücken zweifelhaft gemacht. Wenn wir statt jener Stelle lieber setzen: Wacht.„Und das Gemunkel und Gespioniere, Und das Heimlichthunn und die Couriere Trompet.: Ja, ja! das hat sicher was zu sagen. Wachtm. Und der spanische,'eife Kragen, den man etc. 8 stellung festgesetzt sei, da es ihm nicht unlieb wäre, wenn er für die Kapuzinerpredigt noch ein paar Tage Musse haben könnte. Es war nun allerdings wenig wahrscheinlich, dass die Vorstellung Mittwoch den 10. Oktober ¹⁹*)— wie man es ursprünglich in Aussicht genommen hatte, vor sich gehen würde; ²⁰) indess Goethe drängte trotz alledem, wünschte die Predigt je eher, je lieber in Händen zu haben ²⁵) und so sandte Schiller das Fertiggebrachte am 8. Oktober mit folgenden Begleitworten ein:„Hier erhalten Sie meine Kapuzinerpredigt, so wie sie unter den Zerstreuungen dieser letzten Tage, die von Besuchen wim- melten, hat zu Stande kommen können. Da sie nur für ein paar Vorstellungen in Weimar bestimmt ist und ich mir zu einer anderen, die ordentlich gelten soll, noch Zeit nehmen werde, so habe ich kein Bedenken ge- tragen, mein würdiges Vorbild in vielen Stellen blos zu übersetzen und in anderen zucopieren. Den Geist glaubeichso ziemlich getroffen zu habep.“ Und Tags darauf wieder versichert er, die Predigt hätte noch besser ausfallen müssen, hätte er gewusst, dass sie am 10. in der Früh nicht zu spät kommen würde. Im Grunde genommen, meint er weiter, mache es ihm grosse Lust, auf die Fratze noch etwas zu verwenden; denn dieser Pater Abraham sei ein prächtiges Original, vor dem man Respekt bekommen müsse und es sei eine interessante und keineswegs leichte Aufgabe, es ihm in der Tollheit und in der Gescheidigkeit nach- oder gar zuvorzuthun; doch werde er das Möglichste versuchen. In wie weit Schiller sein Vorhaben ausgeführt, lässt sich jetzt, wo uns das Theaterexemplar der Weimarer Bühne nicht mehr zu Gebote steht, ²²) nur vermuthen. Als Hauptquelle käme hiebei die Beilage zur allgemeinen Zeitung vom 7. November 1798 in Betracht und nächst dieser wohl die von Maltzahn verglichene Theaterbearbeitung des Stücks aus dem Jahre 1799. ²³) Letztere scheint mir übrigens auch noch aus einem andern Grunde und nicht blos wegen der zahlreichen Varianten, die sie ¹3) Brf. an Körner v. 30. Sept.„In zehn Tagen wird er also in Weimar ge⸗ spielt werden.“ 3 ²⁰) Gths. Bf. vom 6. Okt.„Ich will Sie nicht eher herübersprengen, als nöthig ist; denn es ist noch nicht einmal wahrscheinlich, dass wir Mittwoch spielen. 21) Vergl. Gths. Brfe. vom 6. u. 7. Oktober. ²²) Ging beim Theaterbrand am 21. März 1825 zu Grunde. . ²³) Nach dem Manuscripte des Dichters„copiert“ und„von ihm durchgesehen“, wie er dieses eigenhändig darauf bemerkt. Wahrscheinlich für die Stuttgarter Bühne be- stimmt, kam sie aus der Verlassenschaft des Staatsrathes Kielmeyer, eines Genossen Schillers, auf den Solitüde im Jahre 1845 in den Besitz der königlichen Bibliothe k in Berlin.(Nach Maltzahn.) bietet, einer besonderen Beachtung werth zu sein. Wir finden hier nämlich eine Reihe von Stellen gestrichen, die in der Editio prima völlig unan- gefochten belassen wurden. Nun sind diese Stellen, wie man sich aus dem zweiten Theile der vorliegenden Arbeit leicht überzeugen kann, durch die Bank fast wörtlich aus Abraham ¹²) entlehnt; und da blos bei zweien, ²⁴) höchstens dreien ²⁸) derselben ein plausibler Grund für deren Auslassung beigebracht werden kann, bei der vierten ²⁶) aber man lediglich auf die Ausflucht angewiesen ist, dass bei einer Theaterbearbeitung nicht Alles auf die Goldwaage gelegt werden dürfe, so scheint mir hier der erste, schüchterne Versuch vorzuliegen, die im Brief vom 8. Oktober in Aussicht genommene Ausmerzung des fremden Eigenthums mindestens anzubahnen. Zwar scheint die geringe Zahl der entfernten Stellen diese Vermuthung nicht sonderlich zu unterstützen, allein eine sorgfältige Prüfung der Sache dürfte ergeben, dass der Dichter sie im Augenblick nicht um eine einzige vermehren durfte. Denn der Rest der Entlehnungen ist so fest in das Gefüge des Ganzen verarbeitet worden, dass manche derselben geradezu als Grundsäulen des ganzen Gebäudes angeschen werden können; und die Entfernung dieser hätte jedenfalls eine vollständige Umarbeitung der Predigt erfordert, wozu der Dichter jetzt— nämlich in der zweiten Hälfte des Jahres 1799— weder Zeit noch auch rechte Lust haben konnte. Und nun bevor wir an die Ausscheidung des aus Abraham entlehnten Materials schreiten, noch ein paar Worte über die Stelle, an welcher der Dichter die Predigt gern angebracht wissen wollte. Dabei werden auch die die Predigt einleitenden Umstände zur Sprache kommen müssen; denn nur wenn man diese genau kennt, kann man sich die ersten zwei Zeilen der Predigt richtig erklären und wird überdies dem Dichter das Zeugnis nicht versagen, dass er selbst im Eingang zu der Predigt seinem Vorbild treu geblieben. Schiller hatte den Kapuziner aufgenommen, weil ihm„gerade dieser Charakterzug der Zeit und des Platzes“ gefehlt hatte; allein an welcher Stelle er ihn ursprünglich anbringen wollen, ist aus der Correspondenz nicht zu entnehmen. Unzweifelhaft hatte er ihm eine der ersten Szenen zugedacht. ²⁷) Später jedoch kam er zu der Ueberzeugung, dass es doch 2⁴) v. 487— 489„Als hätte—drein schlagen“, und v. 512— 513„Und das römisch-Arm“. 2⁵) Als dritte Stelle, v. 563— 566„Die Glocken-Munde geht.“ 26) v. 52 7— 530„Auf das— a, b, c.“ a) Aus dem Traktate:„Antf, auff ihr Christen, das ist: Eine bewegliche Anfri- schung der Christlichen Waffen wider den türkischen Blut-Egel“, enthalten in„Reimb dich oder ich Liss dich.“ ²7) Brf. an Gth. v. 8. Okt.„Wenn Sie die Predigt gelesen haben, so werden Sie selbst finden, dass sie nothwendig um einige Szenen später kommen muss.“ 10 nicht angehe, ihn cher auftreten zu lassen, als bis man von den Soldaten durch diese selbst einen Begriff bekommen habe, desgleichen auch, dass es nothwendig sei, dass der Predigt eine bunte, belebte Szene nicht nur vorausgehe, sondern eine gleiche unmittelbar auch nachfolge. Und da letztere überdies eine reiche Handlung entfalten sollte, so war sein Vor- schlag, die Predigt entweder unmittelbar vor dem Auftritt des Rekruten, oder, was ihm noch lieber war, vor der Ertappung des Bauern und dem Auflauf im Zelt anzubringen. ²s⁸) Dabei erfuhr auch die der Predigt vor- angehende Szene aine nicht unbedeutende Bercicherung. Der Dichter brachte nämlich noch einen Spielmann an— später kamen an dessen Stelle Bergknappen— und liess seine Wallensteiner mit der Marketen- derin und der Aufwärterin wacker kreisen. Nun aber hat der Kapuziner das Unglück, bei seinem Eintritt in die Marketenderbude dem tanzlustigen Jäger statt des entwischten Mädchens in die Arme zu fallen; ist es da nicht ganz natürlich, dass dieses Urbild eines burlesken Volkspredigers, zu dessen Abconterfeiung Abraham in den schönsten Momenten seiner übersprudelnden Laune dem Dichter Modell gesessen, seine Strafpredigt damit einleitet, dass er— im Bewusstsein seiner übergeordneten Macht- stellung als Seelenhirt— mit schneidender Kälte in das Johlen und Jauchzen seiner sündigen Schäflein einstimmt? Diese Art von Introduction, um daun in Kraftausdrücken seinem Unmuth Luft zu machen und die Untergebenen die ganze Schwere ihres Vergehens fühlen zu lassen, ist— wie gesagt— ganz natürlich und im Munde eines Ungebildeten auch völlig unverfänglich; allein sobald sich ihrer ein Gebildeter bedient, wird die Sache doch bedenklich. Und nun gar ein Geistlicher in der Ausübung seines heiligen Berufsamtes, ²⁹) womit wir immer den Begriff des Würdevollen im Auftreten verbinden! ³⁰) Da ²s) Dadurch, meinte er, werde an der übrigen Oekonomie gar nicht gerückt; es sei nur ein Stichwort zu verändern. Die Paar Reden aber, welche die Soldaten darin bekommen, seien in ein Paar Minuten gelernt. Und sie wurde auch wirklich an der ge- wünschten Stelle eingeschoben.“ ²⁹) Eine Marketenderbude ist zwar nicht der Ort dafür; allein man darf nicht vergessen, dass unser Pater mit einem Volk zu thnn hat, welches„die Predigt schwänzt und die Mess“ und dass ihm daher völlig gleichgiltig sein kann, wie und wo er es bei- sammen bekommt. Zudem ist es auch noch der Tag des Heren; er betritt daher die Bude mit dem festen Vorsalz, den Soldaten für ihr gottloses Treiben derb den Text zu lesen. ³⁰) Palmer statuirt hier in Bezug auf die katholische Geistlichkeit eine Ausnahme. Nach ihm erfrent sich der katholische Priester eines so echten und wahrhaft unver- wüstlichen Charakter indelebilis, dass er ihm selbst durch ciniges Plebejische in seiner Haltung nichts anhaben könne. In Folge dessen sei unter dem katholischen Volke die Achtung vor dem geistlichen Amte völlig unabhängig von der pezsönlichen Haltung des Mannes und dürfe sich der katholische Prediger Vieles erlanben, was ein Anderer, beispielsweise ein protestantischer, geradezu unter seiner Würde erachten müssc. Geist- liches und Weltliches p. 256 ff. hat der Jauchzer:„Heysa, Jucheysa, Dudeldumdey“ wie auch das darauf- folgende: quos ego! gewiss etwas stark Burleskes an sich. An Burleskem nun ist bei Abraham allerdings kein Mangel— fasst jede Seite bietet dafür zu Dutzenden die Belege— und wenn sich bei ihm gleichwohl ein ähnlicher Eingang nicht findet, so ist daraus noch 8 8 8 9 keineswegs der Schluss erlaubt, dass Abraham ihn überhaupt nicht machen ₰ 7 1 können, sondern nur, dass es ihm zu einem solchen an der entspre chenden Veranlassung gefchlt habe. Den besten Beweis liefert sein Syl- labus. ³¹) Dieser enthält nur Entwürfe über die evangelischen Perikopen, und man sollte daher meinen, wenn irgendwo, so werde gewiss hier keine Spur davon zu finden sein. Aber weit gefehlt; hier erst recht, als hätte er sich's zur Aufgabe gemacht, den Grundsatz seiner Kirche: satisfacere ingenio ct genio hujus mundi ³²)— der übrigens auch der seine war ³³)— zu Ehren zu bringen. Ein paar Beispiele werden es bestätigen. Dabei greife ich die nächsten besten heraus, in der Ueberzeugung: Eine un- befangene Prüfung werde auch diesen das Zeugniss nicht versagen, dass sie— ceteris paribus— dem Schiller'schen Eingang mindestens eben- bürtig an die Seite gestellt werden dürfen: Dom. XXI. post. Pentecost. „Ich lade hiemit ganz freundlich meine gegenwärtige Zuhörer, was Wan- dels und Handels sie immer seynd, zu einem Tantz. Es ist zwar denen Geistlichen das Tantzen verboten“ ctc. Dom. Palm.„Heut schenk' ich euch ein paar Esel; das ist ja ein chrliche Schänckung.“ Dom. Quadrag. „Ich nicht, ich nicht, wie ich sase, ich nicht; der Saul, laut Göttlicher ³¹) Aus der Praefatio zu„Reimb dich oder ich Liss dich“: Ingratiam et favorem Praeconum Evangelicorum, maxime Ruralium, brevem Syllahum annexi, ubi volummodo Exordia pro Concione cudenda haberi possunt, cum resciam, quod non pauei in texen- dis exordiis magnopere desudent et non leves pationtar difficultates. ³²)„Je stärker die Spannung, je unversöhnlicher der Gegensatz ist, worein der Katholicismus Kircne und Welt gegen einander bringt, je heiliger ssine leiligen sind, je abgelöster vom Familienleben durch den Cölibat sein Clerus ist: um so mehr macht sich andererseits das Bedürfniss als eine Art physischer Nothwendigkeit zur Herstel- lung des Gleichgewichtes geltend, sich, um dennoch auf diese Welt zu wirken, auch wieder an ihre Formen"nzuschliessen Daher zeigt der Katholicismus a Iler Orten neben allseiner Härte doch zugleich eine Geschmei- digkeitin Bezug auf Nationalsitten, auf Volksgeist und Welt- natur, die der Protestantismus inseinerabstracteren(iedan- kenstrenge., in seinem alle IIlusionen abstosserden nüchter- nen Wahrheitssinne niemals zu haben sich rähmen kann, ob-⸗ wohler sehr gut weiss, dass ihm dadurch ein bedeutender Hebel zur Gewinung äusserer Erfolgeabgeht.“ Palmer. Geistl. u. Welt. p. 256. ²³) Seine Predigten waren geistliche Volksunterhaltungen und obschon ein ziem- licher Theil des Publicums sich hauptsächlich seiner Spässe wegen bei der Kanzel ein- fand, so dürfte doch im Ganzen und Grossen genommen, die sittliche Wirkung der- selben mindestens ebenso gross gewesen sein, wie die der Predigten seines gleich be- rühmten Zeitgenossen Massillon, von dem Ludwig XIV. versichente, dass er ihn mit sich selbst immer unzufrieden machte. Schrift, hat seines Vaters Eslen gesucht und gefunden, ich nicht.“ Dom. VI. post. Pentecost.„Ut, Re, Mi, Fa, Sol, La. La, Sol, Fa, Mi, Re, Ut.“ Also, meint er, werden die auf- und absteigenden Noten in der Musik„ge- nennet,“ und wirft nun die Frage auf, welche Noten zum Oeftesten ge- sungen werden. Die Antwort liegt nicht so nahe, selbst wenn man seine ausgesprochene Vorliebe für das Wiener Deatsch kennt; es sind das die Noten: Sol Mi, indem diese nur zu häufig in Schuldforderungen ange- stimmt werden:„Herr N. Sol Mier umb die verfertigte Arbeit so und so- viel geben.“ Hiemit findet der historische Theil der vorliegenden Arbeit seinen Abschluss. der zweite Theil hat zum Gegenstande die Feststellung des aus Abraham entlehnten Materials und wird dieses an den betreffenden Stellen unter dem Text der Predigt angebracht werden. Die Stellen aus Abraham sind citirt nach der bei Gottfried Hautt in Lucern im J. 1687 erschienenen Ausgabe von„Reimb dich oder ich Liss dich“ und be- zeichnen die römischen Ziffern die Capitel, die arabischen die Seitenzahl. Der Text der Predigt ist nach der historisch-kritischen Ausgabe der Werke gegeben. 13 II. Kapuziner. Heysa, Jucheysa, Dudeldumdey! Das geht hoch her. Bin auch dabey! v. 485. Ist das eine Armee von Christen? Sind wir Türken? sind wir Antibaptisten? ¹) Treibt man so mit dem Sonntag Spott, Als hätte der allmächtige Gott Das Chiragra, könnte nicht dreinschlagen! ²) Ist's jetzt Zeit zu Saufgelagen, 490. Zu Banketten und Feiertagen? Quid hic statis otiosi? Was stehet ihr und legt die Hände in Schoss? ³) Die Kriegsfuri ist an der Donau los, Das Bollwerk des Baierlandes ist gefallen, 495. Regenspurg ist in des Feindes Krallen, Und die Armece liegt hier in Böhmen, Pflegt den Bauch, lässt sich's wenig grämen, Kümmert sich mehr um den Krug als den Krieg, ⁴) ¹) Antibaptisten— bezeichnet nicht, wie Rudolph in seinem Schiller-Lexikon be- hauptet, Leute, die nichts von der Taufe halten, sondern nur Gegner der Taufe, was in gewissem Sinne auch die Anabaptisten gewesen sind. Und da Schiller den Anfang des XI. Capitels beim v. 511 unzweifelhaft benützte, hier aber Anabaptisten und Türken als Sekten zusammengestellt erscheinen, von denen die christliche Kirche viel zu leiden hatte, so scheint es nicht unwahrscheinlich, dass er Antibaptisten statt Anabeptisten setzte. Die fragliche Stelle bei Abraham lautet: XI. 62:„Hart haben die Christliche Kirchen verfolgt mit ihren verruchten Secten die Anabaptisten, die Deisten, die Prisci- lianisten, die Donatisten...., doch aber hat kein einige Sect so lange gewehret, als die Mahometannische und ist der verruchte Alcoran über die Tausend Jahr schon dem Evangelio überlästig“ 2) IV. 17.„Lebt man doch, als hätte der Allmächtige Gott das Chiragra und köante nicht mehr dreinschlagen,“ ³) VI. 30.„nicht weniger wird erfordert von cuch, dass ihr gleichmässig die Händ' nicht sollt in den Sack schieben, nicht stehen wie je Faullentzer, denen Filtzweiss ist gesagt worden: quid hic statis otiosi tota die, sondern sollt fein hertzhafft nach dem Degen greiffen.— 4 3. ¹) Das Wortspiel mit Krug und Krieg— doch in dec Pauralform— kommt bei Abraham in„Soldaten-Glory“, pag. 6 vor:„Soldaten, diec lieber haben Krüg als Krieg, seynd nichts nutz!“ Allein da die Benützung dieser Predigt weiter nicht nachweisbir ist und das Wortspiel überdies zu den landläufi rsten gehört, so dürfte es ziemlich gewagt sein, auch hier an Entlehnung zu denken. Viel wahrscheinlicher scheint es mir, dass Schiller bei den Versen 497—501 die Stelle IX 45 f. vor Augen hatte:„Hinweg mit denjenigen Soldaten. die lieber von den Musszgatellern als von Missq teten höcen. Fort mit denjenigen Soldaten, die lieber mit den Decken als mit dam Dogen umbghen. Auss mit solchen Soldat n, die lieber zu Fressburg als zu Preszburg in der Quiurnison liegen. Nichts nutz seynd diejenige Soldaten, walche lieber Lucelb irg als Luxenburg belägern; zu schimpfen seynd alle diejenige Soldaten, die lieber mit der Sabinl als mit dem Sabel umbspringen.“ 14 Wetat lieber den Schnabel als den Sabel 500. Hetzt sich lieber herum mit der Dirn', Frisst den Ochsen lieber als den Oxenstirn. Die Christenheit trauert in Sack und Asche, Der Soldat füllt sich nur die Tasche. Es ist eine Zeit der Thränen und Noth, 505. Am Himmel geschehen Zeichen und Wunder Und aus den Wolken, blutigroth, Hängt der Herrgott den Kriegsmantel'runter. Den Kometen steckt er wie eine Ruthe Drohend am Himmelsfenster aus, ⁵) 510. Die ganze Welt ist ein Klagehaus, Die Arche der Kirche ⁶) schwimmt im Blute, Und das römische Reich— dass Gott erbarm! Sollte jetzt heissen römisch Arm, Der Rheinstrom ist worden zu einem Peinstrom, 515. Die Klöster sind ausgenommene Nester, Die Bisthümer sind verwandelt in Wüstthümer, Die Abteyen und die Stifter Sind nun Raubteyen und Diebesklüfter Und alle die gesegneten deutschen Länder 520. Sind verkehrt worden in Elender— Woher kommt das? Das will ich euch verkünden, Das schreibt sich her von euern Lastern und Sünden, ¹) ⁵) Zu den v. 504— 509 gab Cap. III die Anregung, wo von„den wunderlichen Zeichen und seltzsamen Begebenheiten“ die Rede ist,„so gemeiniglich Kriegen und anderen Straffen Gottes“ vorauszugchen plegen. Hier heisst es p. 13:„Gäntzlich aber kann man es nicht widersprechen und für wahr tröbet der über uns erzürnte Gott durch viel Zeichen am Himmel und auf Erden mehrmahlen ein verdienten Ruthenstreich; der gar grosse und erschröckliche Comet mag wohl ein Ruthen gewest sein, die uns Gott in dies grosse Fenster gestellt hat, womit er uns einen harten Streich trohet.“ ⁵) Xl. 61:„Die Arcuen der katholiscuen Kirchen hat über die anderthalb Tausend Jahr manchen Anstoss gelitten von den tobenden Wellen der Ketzereien.“ ¹) Für die Verse 510 530, welche uns die furchtbare Zeit des 30 jährigen Krieges schildern, benützte der Dichter vielfach das IV. Capitel, wo nachgewiesen wird, dass die Christen für den Einfall der Barbaren in ihre Länder niemand andéeren beschuldigen dürfen als blos„die gar häufigen Sünden der Zeit“, indem der liebe Ilerr Gott gegen uns„mild und wild“ sich zeige,„gestaltsamb wir uns gegen ihme halten“....„ISt es Sach, dass wir seine Göttliche Gebott halten und seinen heiligsten Nahmen loben und preysen, so ertheilet er uns reichflüssig cinen galdenen Frieden, einen gewüuschten Wohlstand und allersättlichen Seegen Dafern wir aber in zahmloser Freiheit leben, Sünd und Laster täglich vermehren und Seine Göttliche Majestät beleidigen, so zeigt er uns ein eysene Faust, Harte Kriegs-Empörungen und faindliche Einfall“(p. 15). Hier nun heisst es p 15:„Von vielen Jahren hero ist das Römische Reich schier Römisch arm worden durch stäte Krieg;.... Eilsass ist ein Elendfass worden durch lauter Krieg; der Rhein-Strohm ist ein Pein-Strohm worden durch lauter Krieg und andere Länder in Elender kehrt worden durch lauter Krieg.“ 15 Von dem Greuel- und Heidenleben, Dem sich Officier und Soldaten ergeben. 525. Denn die Sünd'’ ist der Magnetenstein, Der das Eisen ziehet ins Land herein. ³) Auf das Unrecht, da folgt das Uebel, Wie die Thrän' auf den herben Zwiebel, Hinter dem U kömmt gleich das Weh, 530. Das ist die Ordnung im a, b, c. ⁵) Ubi erit victoriae spes, Si offenditur Deus? ¹⁹) Wie soll man siegen, Wenn man die Predigt schwänzt und die Mess, Nichts thut als in den Weinhäusern liegen? 535. Die Frau in dem Evangelium Fand den verlornen Groschen wieder, Der Saul seines Vaters Esel wieder, Der Joseph seine saubern Brüder; Aber wer bey den Soldaten sucht 540. Die Furcht Gottes und die gute Zucht, Und die Schaam, der wird nicht viel finden, ¹¹) Thät er auch hundert Laternen anzünden. Zu dem Prediger in der Wüsten, Wie wir lesen im Evangelisten, 545. Kamen auch die Soldaten gelaufen, Thaten Buss und liessen sich taufen, Fragten ihn: Quid faciemus nos? s) IV. 16.„Die Sünd ist der Magnet, welcher das scharpffe Eysen und Kriegs- Schwerdt in unsere Länder ziehet.“ *) IV. 18.„Wer hat den Türken, diesen Erbfeind, gezogen in Asiam, in Europam, in Hungarn? Niemand anderer als die Sünd; nach dem S im AB0 folgt das T', nach der Sünd folgt der Türk.“ Hiezu liesse sich noch eine Stelle aus der Lobpredigt auf den h. Bernardus vergleichen, wo erklärt wird(p. 6), man habe keinen Grund, Adam— dem ersten Welt-Regenten—„alle natürliche Wissenschaft“ beizulegen; denn war er ein grosser Doctor, so hätte er auch wissen müssen, dass in ABC auf das S noch die Buch- staben T und U, nicht aber gleich das W folge. Es heisst aber auch sprichwörtlich: Einmal Uch und dreimal Weh— das ist die Ordunuug im ABO. 4 ¹) Die Worte des Frankenkönigs Chlodwig„ubit erit spes victoriae si sanctus Martinus offenditur?“ ändert Abraham(X, 54) in:„Obi erit spes victoriae, si Deus offenditur?, wo wird dann ein Hoffnung seyn zum Sieg und Victori wider diesen grössten Erbfeind, wenn Gott beleydiget wird? Wo wird dann der Himmel seinen Seegen geben, wenn ihr Soldaten täglich solche Sünden begchet, welche in Himmel schreyen, wo werd ihr die Gnad von Gotft haben, den Feind zu schlagen, wenn ihr alle Gebott Gottes thut ausschlagen“. 11) X, 56 f:„Das Weib in dem Evangelio hat den verlohrenen Groschen gesucht und gefunden; der Saul hat die Esel gesucht und gefundon; der Joseph hat seine sau- beren Brüder gesucht und gefunden; der»ber Zucht und Eurbarkeit bey den Soldaten sucht, wird nicht viel finden.“ Vergl. Syll. Dom. I. Quadvag. 16 Wie machen wir's, dass wir kommen in Abrahams Schooss? Et ait illis, und er sagt: 550. Neminem concutiatis, Wenn ihr Niemanden schindet und plackt. Neque calumniam faciatis, Niemand verlästert, auf Niemand lügt. Contenti estote, euch begnügt 555. Stipendiis vestris mit eurer Löhnung Und verflucht jede böse Angewöhnung. ¹²) Es ist ein Gebot: Du sollst den Namen Deines Herrgotts nicht eitel auskramen, Und wo hört man mehr blasphemiren, 560. Als hier in den friedländischen Kriegsquartieren? Wenn man für jeden Donner und Blitz, Den ihr losbrennt mit cuerer Zungenspitz, Die Glocken müsst' läuten im Land umher, Es wär' bald kein Messner zu finden mehr. ¹³) 565. Und wenn euch für jedes böse Gebet, Das aus eurem ungewasch'nen Munde geht, Ein Härlein ausging aus eurem Schopf, Ueber Nacht wär er geschoren glatt, Und wär er so dick wie Absalons Zopf. ¹⁴) 570. Der Josua war doch auch ein Soldat, König David erschlug den Goliath, Und wo steht denn geschrieben zu lesen, Dass sie solche Fluchmäuler sind gewesen? Muss man den Mund doch, ich sollte meynen, ¹²) IX. 52.„Zu dem h. Jounni, dem Tauffer seynd underschiedliche Stands Per- sohnen getretten und den h. Buss-Prediger umb Rath gefragt, was doch ihnen nothwendig seye zu Erhaltung der Seeligkeit; under andern seynd auch(ist ja viel) etliche scrupulosi Soldaten zu ihm getretten, sprechend:„Was sollten dann wir thun? Worauff Joannes geantwortet: Tnut Niemand Ucberlast noch Gewalt: Contenti es tote stipendiis vestris und seyet mit eurem Sold zufrieden.“ Und Vulgata Luc. 3 14: Interrogabant autem mi- lites: Quid faciemus nos? Et ait illis: Neminem concutiatis, neque calumniam faciatis et contenti estote stipendiis vestris.“ 18) X. 55.„Es ist ein Gebott, du sollest den Nahmen Gottes nicht eytel nennen; wer ist, der mehrer flucht und schwört als ihr?... Wann auch der Himmoel wäre ohne Wollken und von der guldenen Sonnen Strahlen ganz ausgeläuttert, so muss doch bey ench Donner und Hagel allezeit einschlagen: So man zu allen Wetteren, welche euer Fluchzung aussbrütet, müsste die Glocke leutten, man köndte gleichsamb nicht Messner gnug herbeischaffen.“ ¹14) X. 55.„Wann euch solte von einem jeden Flucher ein Härlein aussgehen, so würde euch in einem Monath der Schedel so glat, und so er auch dess Absalons Strobel gleich wäre, als wie ein gesottener Kalbskopff.“ 17 —— 575. Nicht weiter aufmachen zu einem Helf Gott! Als zu einem Kreuz Sackerlot! ¹⁵) Aber wessen das Gefäss ist gefüllt, Davon es sprudelt und überquillt. Wieder ist ein Gebot: Du sollst nicht stehlen. 580. Ja, das befolgt ihr nach dem Wort, Denn ihr tragt alles offen fort, Vor euren Klauen und Geiersgriffen, Vor euren Praktiken und bösen Kniffen Ist das Geld nicht geborgen in der Truh, 585. Das Kalb nicht sicher in der Kuh, Ihr nehmt das Ey und das Huhn dazu. Was sagt der Prediger, Contenti estote, Begnügt euch mit eurem Kommisbrote. ¹⁵) Aber wie soll man die Knechte loben, ¹⁵) X. 55.„David war auch ein Soldat und weiche Tapfferkeit halber keinem bey der Zeit, hatte gar offt gantze Armeen zu commandiren und zweiffels ohne auch un- bändige Kriegs Knecht under sich; doch hat dieser streittb re Kriegs-Fürst keinem viel Tausend Teuffel auff den Rüeken geladen; ich vermeine ja nicht, dass man das Maul muss weiter auffsperren zu diesem Spruch:„Gott helff dir, als der Teuffel] holl dich.“ ¹⁶) Abraham erläutert dieses Gebot folgendermassen. X. 58.„Die Soldaten, meint er, haben das Gebot„Du sollst nit stehlen“ mit einem einzigen„Strichel]“ vermehrt, so dass es nun bei ihnen laute„Du sollst miit stehlen“, daher komme es denn, dass unter einer„Beckelhauben“ viel„Rauben und Klauben“ stecke und dass nicht wenige Soldaten meinen, sie seien deswegen Kriegsleut, damit sie überall was kriegen, gleichviel wo dieses liege, ob offen auf der Bank oder versteckt und verspert in einem Kasten. Zwar gebe es auch„plumpe“ Soldaten, aber die Mehrzahl habe doch gute„Inventiones“, „absonderlich bei den Bauern; dann wann sie allda ein Kun stenlen, so nemmen sie das Kalb für ein Zuwag.“ Diese guten Leute wollen keine Diebe sein und treiben unter dessen stets die freie Kunst. Daher die Klage, dass man von den Kriegsknechten weit mehr zu leiden habe als von den Feinden. Ob ihnen schon der H. Joannes, der Tauffer, geprediget, sie sollen mit ihrem Sold aufrieden seyn und niemand das Seinige entfrembden, so schlagen sie doch diesen Scrupel in Wind und ist ihnen nie rechter, als wanns krumpe Finger machen.“— Wie man sieht, unterscheiden sich die beiden Erläuterungen nicht unbedeutend von einander, und zwar besteht der wesentlichs'e Unterschied darin, dass Abraham's Auslegung des Gebotes Leser und lesekundige Zuhörer voraussetzt, jene Schillers dagegen blos Zuhörer, ohne Rücksicht darauf, ob sie lesekundig sind oder nicht, und ferner dass Abraham seine Soldaten zu einem verächtlichen Diebs- gesindel stempelt, dem nichts erwünschter ist, als wenn es im Trüben fischen und„krumpe Finger machen“ kann, während den Wallensteinern Schillers nur insofern eine Ueber- tretung des in Rede stehendes Gebotes schuldgegeben werden kann, als sie nicht in Feindes- sondern in Freundesland hausen. Doch gibt der Kapuziner selbst zu, dass man ihnen ihr Treiben halb und halb entschuldigen müsse, da si das Aergernis dazu von oben bekommen. Und so unrecht hat er nicht, selbst wenn wir ihm seine Beweisführung nicht gelten lassen. Versichert doch der lange Peter von Itzehoe— und dem dürfen wir aufs Wort glauben, da er vieler Herren Länder geseh'n und schon manches Commando erprobt— dass nur unter Wallensteins Fahnen ein rechtes Soldatenleben zu finden sei. (W. L. 304 ff.): „Da geht alles nach Kriegessitt'! Hat alles'nen grossen Schritt, Und der Geist, der im ganzen Corps thut leben, Reisset gewaltig, wie Windesweben, 18 590. Kömmt doch das Aergerniss von oben! Wie die Glieder, so auch das Haupt! Weiss doch Niemand, an wen der glaubt. Erster Jäger. Herr Pfaff! Uns Soldaten mag er schimpfen, Den Feldherrn soll er uns nicht verunglimpfen. 2 Kapuziner. 595. Ne custodias gregem meam! Das ist so ein Abab und Jerobeam, Der die Völker von der wahren Lehreu Zu falschen Götzen thut verkehren. ¹⁷) Trompeter und Rekrout. Lass er uns das nicht zweimal hören! Kapuziner. 600. So ein Bramarbas und Eisenfresser Will einnehmen alle festen Schlösser. Rühmte sich mit seinem gottlosen Mund, Er müsse haben die Stadt Stralsund, Und wär sie mit Ketten an den Himmel geschlossen. Trompeter. 605. Stopft ihm keiner sein Lästermaul! Kapuziner. So ein Teufelsbeschwörer und König Saul, So ein Jehu und Holofern, Verläugnet wie Petrus seinen Meister und Herrn, Drum kann er den Hahn nicht hören kräh'n. . Beyde Jäger. 610. Ptaffe! jetzt ist's um Dich gescheln! Auch den untersten Reiter mit. Da tret' ich auf mit beherztem Schritt, Darfüber den Bürger kühn wegschreiten Wie der Feldherr über der Fürsten Haupt,— womit doch gewiss nur Fürsten gemeint sein können, die treu zum Kaiser und Reich hielten. ¹²) IV. 15 f.:„Unter der Regierung des jüdischen Königs Jeroboam ist ein immer- währender Krieg gewest; wie Nahab den Szepter in Israel führte, ist ein stäter Krieg gewest;... das stäte Einfallen, das grimmige Anfallen, das unverhoffte Ueberfallen... haben die Juden müssen ausstehen wegen ihres Abfallen von Gott. Weitere Entlehnungen sind nicht nachweisbar, so zahlreich auch die Stellen sein mögen, in denen Reminiszenzen aus Abraham Verwertung fanden. Mindestens dürfte auf Rechuuug dieser die formidable Sturmcolonne zu setzen sein, die der erboste Kapuziner aus den übelberufensten Figuren(alten und neuen Testaments) formirt und gegen den „Sündenvater und muffigen Ketzer’ Wallenstein aufmarschieren lässt. 19 Kapuziner. So ein listiger Fuchs Herodes— Trompeter und beyde Jäger(auf ihn eindringend). 620. Schweig stille! Du bist des Todes!l Kroaten(legen sich drein). Bleib da, Pfäfflein, fürcht dich nit, Sag dein Sprüchel und theils uns mit. Kapuziner. So ein hochmüthiger Nebukadnezer, So ein Sündenvater und muffiger Ketzer, Lässt sich nennen den Wallenstein, Ja freilich ist er uns allen ein Stein Des Anstosses und Aergernisses, Und so lang der Kaiser diesen Friedeland Lässt walten, so wird nicht Fried im Land.—— ——————-————————— 2* Schulnachrichten. I. Personalstand des Lehrkörpers und Vertheilung der Lehrgegenstände im Schuljahre 1877. 1. Johann L imb erger, Director, Mitglied des k. k. Bezirksschul- rathes und der Stadtgemeinde-Vertretung, Vorstand des Studenten- Unterstützungs-Vereines, lehrte Naturgeschichte in der V. und VI. Classe. 2. Johann Kri, Professor, Ordinarius der VII. Classe, lehrte Latein in der VII., Griechisch in der VI. und VIII. Classe. 3. Hieronymus Muntean, wirklicher Gymnasiallehrer, beurlaubt. 4. Stefan v. Repta, Professor, Ordinarius der IV. Classe, lehrte Latein in der IV., Deutsch in der V., VII., VIII. und Logik in der VII. Classe. 5. Arkadius Wassilo wicz, wirkl. Religionslehrer, lehrte gr. or. Re- ligion in allen acht Classen. 6. Samuel Isopescul, Professor, Custos der Gymnasialbibliothek, Ordinarius der VIII. Classe, lehrte Geographie und Geschichte in der V., VI., VII., VIII., Psychologie in der VIII. und Rumänisch in der VIII. Classe. 7. Demeter Isopescul, Professor, Ordinarius der V. Classe, Custos des physikalischen Cabinets, lehrte Physik in der VII., VIII., Mathe- matik in der V., VI., VII. und VIII. Classe. 8. Stefan Draczinski, wirkl. Gymnasiallehrer, Ordinarius der VI. 10. 11. 12. 13. 14. 16. 17. 21 Classe, lehrte Latein in der VI., VIII., Griechisch in der VII. und Rumänisch in der IV. Classe. Josef Scharnagel, wirkl. Religionslehrer, lehrte röm. kath. Re- ligion in allen acht Classe n. Basil Bumbac, suppl. Gymnasiallehrer, Ordinarius der II. Classe, lehrte Latein in der II., Griechisch in der IV., Rumänisch in der II., VI. und VII. Classe. Stefan Stefureac, suppl Gymnasiallehrer, Ordinarius der III. Classe, lehrte Latein in der III., Griechisch in der III., Rumänisch in der I., III. und V. Classe. Clemens Herasimowiczn, suppl. Gymnasiallehrer, lehrte Mathe- matik in der I. b, II., III., IV., Physik in der III. und IV., Natur- geschichte in der I. Classe a und b und im I. Sem. auch in der III. Classe. Julius Wunderlich, suppl. Lehrer, lehrte Geographie in der I. b, Geographie und Geschichte in der II., III., IV., Deutsch in der VI. und Naturgeschichte in der II. Classc. Peter Lunger, suppl. Gymnasiallehrer in Stellvertretung für den beurlaubten Gymnasiallehrer Hieronymus Muntean, lehrte Latein in der V., Deutsch in der II., III. und IV. Classe. Franz Seidler, suppl. Gymnasiallehrer, Ordinarius der I. Classe b, lehrte Latein und Deutsch in der I. Classe b und Griechisch in der V. Classe.. Kornel Bilinkiewicz, suppl. Gymnasiallehrer, Ordinarius der I. Classe a, lehrte Latein, Deutsch und Mathematik in der I. Classe a. Nikolaus Ustyanowicz, gr. kath. Pfarrer, überwachte die Andachts- übungen der gr. kath. Gymnasialschüler. II. Lehrplan für das Schuljahr 1877 a. Obligate Lehrfächer. l. Classe. Abth. A. Ordinarius K. Bilinkiewicz. Abth. B. Ordinarius Fr. Seidler. Religionslehre(2 St.) a) für die gr. or. Schüler: das alte Testament nach C. Andriewicz. Arc. Wassilowicz. b) für die röm. kath. Schüler: Glaubens- und Sittenlehre nach dem Katechismus von Schuster. J. Scharnagel. 22 Latein(8 St.) Formenlehre und zwar das Nomen und die regelmässigen Formen des Verbums, nämlich: sum mit seinen Compositis, die vier Conjugationen, die Verba deponentia, die Verba auf io,— ior nach der III. Conj., die periphrastische Conjugation bis zu den un- regelmässigen Perfect- und Supinbildungen nach der Grammatik und dem Uebungsbuche von Fr. Schultz. Memoriren von Vocabeln, täglich schriftliche Präparation, im II. Sem. wöõchentlich eine Schularbeit. Abth. A. K. Bilinkiewicz. Abth. B. Fr. Seidler. Deutsch(4 St.) Formenlehre des Verbums und Satzlehre nach der Gram- matik von A. Heinrich. Lesen, Nacherzählen, Memoriren und Vortrag leichter Stücke nach A. Neumann's und O. Gehlen's Lesebuch I. Th. in Verbindung mit sprachlichen und sachlichen Erklärungen; ortho- graphische Uebungen, schriftliche Haus- und Schularbeiten nach Vorschrift. Abth. A. K. Bilinkiewicz. Abth. B. Fr. Seidler. Romanisch(2 St.) Eintheilung der Buchstaben, Wohllautveränderungen der Vocale und Consonanten. Das Nomen und die Hilfsverba nach der Grammatik von A. Pumnul. Lectüre mit sprachlicher und sach- licher Erläuterung nach Pumnul's Lesebuch I. Th. Memoriren und Vortrag leichter Stücke; orthographische Uebungen und schriftliche Arbeiten. Abth. A. und B. St. Stefureac. Geographie(3 St.) Grundzüge der vergleichenden Erdbeschreibung in allen ihren Theilen nach Gustav Herr's Lehrbuch. Abth. A. S. Isopescul. Abth. B. J. Wunderlich. Mathematik(3 St.) a) Arithmetik: Dekadisches Zahlensystem; die Grund- rechnungen mit unbenannten und benannten ganzen Zahlen und De- cimalbrüchen; Theilbarkeit der Zahlen; gemeine Brüche; Verwand- lung derselben in Decimalbrüche und umgekehrt. b) Geometrie: Linien, Winkel und Dreiecke nach Dr. Mocnik. Alle 14 Tage eine Haus- oder Schulaufgabe. Abth. A. K. Bilinkiewicz. Abth. B. C. Herasimowicz. Naturgeschichte(2 St.) Im I. Semester die Säugethiere; im II. Semester die wirbellosen Thiere nach Pokorny. Abth. A. und B. C. Herasimowicz. II. Classe. Ordinarius B. Bumbac. Religionslehre(2 St.) a) für die gr. or. Schüler: Geschichte des neuen Bundes nach Const. Andriewicz. A. Wassilowicz. 23 b) für die kath. Schüler: Geschichte des alten Bundes. J. Scharnagel. Latein(8 St.) Die unregelmässigen Conjugationsformen; Adverbien; Prä- positonen; Conjunctionen; das Nothwendigste aus der Casus-, Tempus- und Moduslehre, besonders der Accusativus et Nominativus cum In- finitivo, Participialconstructionen, das Gerundium und Supinum nach der Grammatik und dem Uebungsbuche nach F. Schulz. Wö- chentlich ein Pensum. B Bumbac. Deutsch(4 St.) Lectüre prosaischer und poetischer Lesestücke mit sach- licher und sprachlicher Erklärung, Gedächtnissübangen und Vortrag auserlesener Gedichte nach dem Lesebuche von Neumann und Gehlen; Formen- und Satzlehre. Alle zwei Wochen eine schriftliche Arbeit. P. Lunger. Rumänich(2 St.) Wiederholung der Formenlehre; Einübung der Ortho- graphie; Lectüre nach Pumnul's Lesebuch I. B. mit sachlicher und sprachlicher Erklärung, wobei poötische und prosaische Stücke me- morirt oder aus dem Rumänischen ins Deutsche übertragen wurden. Alle drei Wochen eine schriftliche Schul- oder Hausarbeit. B. Bumbac. Geographie und Geschichte(4 St.) a) Geschichte(2 St.) Uebersicht der Geschichte des Alterthums nach A. Gindely. b) Geographie(2 St.) Specielle Geographie von Asien und Afrika. Eingehende Beschrei- bung der verticalen und horizontalen Gliederung Europas und seiner Stromgebiete, stets an die Anschauung und Besprechung der Karten geknüpft; specielle Geographie von Süd- und Westeuropa nach G. Herr. Jul. Wunderlich. Mathematik(3 St.) a) Arithmetik. Die Hauptsätze über Verhältnisse und Proportionen. Regeldetrie in mannigfacher Anwendung auf practisch wichtige Fälle. Hiemit verbunden die Lehre von den Münz-, Mass- und Gewichtsbestimmungen. b) Geometrie. Grössenbestimmungen und Grössenberechnung der gradlinigen Figuren. Verwandlung und Thei- lung von Figuren. Aehnlichkeit der Dreiecke nach Dr. Fr. Mocnik. Alle zwei Wochen eine Haus- oder Schularbeit. C. Herasimowicz. Naturgeschichte(2 St.) Im I. Sem. Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische. Im II. Sem. Botanik nach Pokorny. J. Wunqderlich, III. Classe. Ordinarius St. Stefureac. Religionslehre(2 St.) a) für die gr. or. Schüler: Gründung und Verprottung d es Christenthums. Liturgik nach S. Andriewicz. A. Wassilowicz. b) für die röm. kath. Schüler: Geschichte des neuen Bundes. J. Scharnagel. Latein(6 St.) Die Casuslehre nach Schultz’ kl. Grammatik. Entspre- chende Version aus Rozek's Uebungsbuch. Lectüre im I. Sem. eine Auswahl aus„Memorabilia Alexandri Magni“, im II. Sem. aus Corn. Nepos, nach dem Buche von Schmidt und Gehlen, Haus- und Schul- aufgaben nach Vorschrift. St. Stefureac. Griechisch(5 St.) Die Declination der Nomina, Conjugation der Verba in nach Curtius, Version aus Schenkel's Uebungsbuch. Im II. Sem. entsprechende Pensa. St. Stefureac. Deutsch(3 St.) Die Satzlehre. Lectüre nach Neumann’s Lesebuch II. B. I. Th. Haus- und Schulaufgaben nach Vorschrift. P. Lunger. Rumänisch(2 St.) Formenlehre des Verbums. Satzlehre. Lectüre nach Pumnul's Lesebuch II. Th. Schriftliche Arbeiten nach Vorschrift. St. Stefureac. Geographie und Geschichte(3 St.) Die Geschichte des Mittelalters nach Dr. Gindely mit Hervorhebung der Hauptereignisse aus der Geschichte Oesterreichs. Geographie von Nord-, Ost- und Mitteleuropa mit Aus- schluss Oesterreichs, von Amerika und Australien nach G. Herr. Jul. Wunderlich. Mathematik(3 St.) a) Arithmetik: Die vier Grundrechnungen mit Buch- stabengrössen und einfache Fälle des Gebrauchs der Klammern; das Potenziren und Radiciren; das Wichtigste von den Combinationen und Permutationen. b) Geometrie: Der Kreis mit mannigfachen Con- structionen in und um denselben. Ausmessung desselben. Je zwei Wochen eine Haus- oder Schulaufgabe. Cl. Herasimowicz. Naturgeschichte und Physik(2 St.) I. Sem. Mineralogie nach Pokorny. II. Sem. Physik: Allgemeine Eigenschaften der Körper, Chemie und Wärmelehre nach Schabus. Cl. Herasimowicz. WV. Classe. Ordinarius St. Repta.— Religionslehre(2 St.) für die gr. or. Schüler: Glaubens- und Sittenlehre nach C. Andriewicz. A. Wassilowicz. b) für die röm. kath. Schüler: Liturgik. J. Scharnagel. 25 Latein(6 St) Cæsar„de bello Gallico“ I., IV. und VII. Grammatik: Wiederholung der Casuslehre; Tempus- und Moduslehre nach Fr. Schultz; Uebungen nach Rozek II. Einiges aus der Prosodie und Metrik, nebst entsprechenden Uebungen(Ovid ed. Grysar.) Pensa nach Vorschrift. St. Repta. Griechisch(4 St.) Wiederholung des in der dritten Classe vorgenommenen Stoffs; Verba in und die unregelmässigen Verbalclassen. Einiges aus der Moduslehre nach Curtius. Version nach Sehenkl, Pensa nach Vorschrift. B. Bumbac. Deutsch(3 St.) Lectüre nach dem Lesebuche von A. Neumann mit den nöthigen Erläuterungen; Geschäftsautsätze. Vortrag memorirter Lese- stücke. Prosodie und Metrik in Grundrissen Pensa nach Vorschrift. P. Lunger. Rumänisch(2 St.) Lectüre nach Pumnul; Wiederholung der wichtigeren Partien aus der Grammatik, fortlaufende Uebungen im Uebersetzen aus dem Rumänischen ins Deutsche und umgekehrt. Aufgaben nach Vorschrift. St. Draczinski. Geschichte und Geographie(4 St.) I. Sem. Uebersicht der-Geschichte der Neuzeit mit steter Hervorhebung jener Begebenheiten und Personen, welche für die Geschichte des habsburgischen Gesammtstaates von besonderer Wichtigkeit sind, nach Gindely. II. Sem. Geschichte und specielle Geographie der österr.-ungar. Monarchie nach Hannak. J. Wunderlich. Mathematik(3 St.) a) Arithmetik: Zusammengesetzte Verhältnisse und Proportionen, Kettensatz, einfache und zusammengesetzte Gesell- schafts- und Allegationsrechnung, Zinseszinsrechnung, Alles in man- nigfacher Anwendung auf praktisch wichtige Aufgaben. Die Lehre von den Gleichungen ersten Grades mit einer und mehreren Be- stimmungszahlen. b) Geometrie: Lage der Linien und Ebenen gegen einander, Körperecke, Hauptarten der Körper, ihre Gestalt und Grös- senbestimmung mit Benützung von Modellen nach Dr. Mocnik. Pensa nach Vorschrift. C. Herasimowicz. Physik(3 St.) Gleichgewicht und Bewegung, Akustik, Magnetismus, Elek- tricität. Optik nach Schabus. C. Herasimowicz. V. Classe. Ordinarius D. Isopescul. Religionslehre(2 St.) a) Für die gr. or. Schüler: Allgemeine Dogmatik nach S. Andriewicz. A. Wassilowicz. 26 b) Für die röm. und griech. kath. Schüler: Derselbe Lehrstoff nach Dr. K. Martin.. J. Scharnagel. Latein(6 St.) 5 St. Lect. Livius I. cap. 1— 50. XXIII. cap. 1— 15. Ovid (ed. Grysar) Trist. III. 7; V. 3; Met. III. 511—733, VI. 140—312; VII. 1- 158; VIII. 611— 724; Ex Ponto IV. 4. Fast. 543— 586.— 1. St. grammat.-stilist. Cebungen nach Dr. F. Schula Uebungsbuch für untere und mittlere Classen der Gymnasien. Schriftliche Arbeiten nach Vorschrift. P. Lunger. Griechisch(5 St.) Lectüre: Xenophon's(Chrestomathie v. Schenkel)„Ky- ropädie“ die vier ersten Abschnitte;„Anabasis“ die Abschnitte I, II, III und V; Homers Ilias I und VI(ed. Hochegger). Grammatik: vom Artikel, die Casuslehre, Präpositionen, dann das Nothwendigste aus der Tempus- und Moduslehre. Im Anschluss daran Uebungen nach dem Uebungsbuche von Schenkl. Schriftliche Arbeiten nach Vorschrift. F. Seidler. Deutsch(2 St.) Lectüre nach dem Lehrbuch von Al. Egger(Bd. I, Th. 1; im Anschluss daran Grundzüge der deutschen Metrik und Poötik. Schriftliche Arbeiten nach Vorschrift. St. Repta. Rumänisch(2 St.) Grundzüge der rumänischen Metrik und Poëtik. Lec- türe nach Pumnul's Lesebuch III. B. Schriftliche Arbeiten nachVorschrift. St. Stefureac. Geschichte und Geographie(4 St.) Geschichte des Alterthums seit den ältesten historischen Zeiten bis zur Geschichte der römischen Kaiser- zeit, mit steter Berücksichtigung der geographischen Verhältnisse nach Dr. Anton Gindely's Lesebuch. S. Isopescul. Mathematik(4 St.) a) Arithmetik: Zahlensystem, Begriff der 4 Species; die 4 Species in algebrais chen Ausdrücken; Theilbarkeit der Zahlen; vollständige Lehre der Brüche; Proportionen; einfache und zusam- mengesetzte Regeldetrie; einfache und zusammengesetzte Gesell- schaftsrechnung und Kettenregel. b) Geometrie: Planimetrie. Beides nach Dr. Fr. Moénik. D. Isopescul. Naturgeschichte(2 St.) I. Sem. Mineralogie nach Kenngott. II. Sem. Bo- tanik nach Bill. J. Limberger. VI. Classe. Ordinarius St. Draczinski. Religionslehre(2 St.) a) Ge. or. Specielle Dogmnalik nach S. Andeiewicz. A. Wassilowicz. 27 b) Röm. kath, Specielle Dogmatik nach Dr. Conrad Martin. J. Scharnagel. Latein(6 St.) Lectüre: Sallust' Jugurtha, Virgils Aen. I., II., III. mit ein- zelnen Auslassungen. Gramm. stilistische Uebungen nach Dr. F. Schultz. Aufgabensammlang für die mittlere Stufe. Aufgaben nach Vorschrift. St. Draczinski. Griechisch(5 St.) Homers Ilias VI., VIII., IX. nach der Ausgabe von Hochegger. Herodot VI.§ 1— 81 nach der Ausgabe von Wilhelm. Grammatik von Curtius§ 469— 529. Alle 14 Tage schriftliche Arbeit. J. Krixz. Deutsch(3 St.) Lectüre nach Al. Egger's Lehr- und Lesebuche II. Th. 1. B. Im Anschlusse daran: Geschichte der alt- und mittelhochd. Literatur im Umriss. Schriftliche Arbeiten nach Vorschrift. Jul. Wunderlich. Rumänisch(2 St.) Literaturgeschichte I. und II. Periode; Anleitung zur Stilistik. Lectüre nach Pumnul. Alle zwei Wochen eine schriftliche Arbeit. B. Bumbac. Geographie und Geschichte(3 St.) Geschichte der röm. Kaiserzeit, dann die ganze Geschichte des Mittelalters bis zu den Vorboten der Neuzeit mit vorschriftsmässiger Berücksichtigung der geograph. Verhältnisse nach Dr. A. Gindely Sam. Isopescul. Mathematik(3 St.) Arithmetik: Die vollständige Potenzlehre; Potenzen und Wurzeln in Anwendung auf ein- oder mehrgliedrige algebr. Ausdrücke; die Lehre von den Logarithmen; Gleichungen des ersten Grades mit einer und mehreren Unbekannten. Geometrie: Stereo- metrie und Trigonometrie; beides nach Dr. Mocnik. D. Isopescul. Naturgeschichte(2 St.) Im I. Sem. Die Wirbelthiere; im II. Sem. Die wirbellosen Thiere nach dem Lehrbuche von Dr. O. Thomé. J. Limberger. VII. Classe. Ordinarius J. Kriz. Religioslehre(2 St.) a) Gr. or. Moral nach S. Andriewicz. A. Wassilowicz. b) Röm. kath. Moral nach Dr. Martin, J. Scharnagel, 28 Latein(5 St.) Cic. pro Roscio Amerino. Virgil(ed. Hoffmann) Aen. VII, VIII., IX. Uebungen nach Süpfle II. 12. Aufl. Nr. 1— 64. Alle 14 Tage schriftliche Arbeit. J. Kriz. Griechisch(4 St.) Hom. Odyss.(ed. Pauly) I., II., V., X., XI. mit mch reren Auslassungen. Demosth. I., II. Alle vier Wochen schriftliche Arbeit. Deutsch(3 St.) Im Anschluss an das Lesebuch von Egger: Geschichte der deutschen Literatur im 19. Jahrh. Ferner wurden noch gelesen: der zerbrochene Krug von H. Kleist und Nathan der Weise von Lessing. Schriftliche Arbeiten nach Vorschrift. St. Repta. Rumänisch(2 St.) Literaturgeschichte: I., II. und III. Periode bis zu den Schriftstellern der Moldau. Lectüre nach Pumnul's Lehr- und Lese- buch. Schriftliche Arbeiten nach Vorschrift. B. Bumbac. Geschichte und Geographie(3 St.) Geschichte der neueren und neuesten Zeit seit der Entdeckung Amerikas bis zu den historischen Ereig- nissen der letzten Decennien, mit besonderer Berücksichtigung der politisch-geographischen Verhältnisse nach Dr. A. Gindely's Lehrbuch. S. Isopescul. Mathematik(3 St.) a) Arithmetik: Unbestimmte Gleichungen vom I. Grade; quadratische Gleichungen mit einer und mit mehreren Unbekannten; höhere auf quadratische zurückführbare Gleichungen; Exponential- gleichungen; Progressionen mit Einschluss der Zinseszins- und Ren- tenrechnung, Permutationen: Combinationen; Variationen; binomischer und polynomischer Satz. b) Geometrie: Wiederholung der ebenen Trigonometrie; Anwendung der Algebra auf die Geometrie; anali- tische Geometrie in der Ebene; Lehre von den Kegelschnitten. Beides nach Dr. Moénik. D. Isopescul. St Draczinski. Physik(3 St.) Mechanische Eigenschaften der Körper im Allgemeinen; Statik, Dynamik; Chemie und Magnetismus nach P. Münch. Logik(2 St.) nach Dr. Drbal mit Abkürzung der Lehre von den Schlüssen. St. Repta. Vill. Cfasse. Ordinarius Samuel Isopescul. Religionslehre(2 St.) a) Gr. or. Kirchengeschichte nach eigenen Schriften. A. Wassilowicz. b) Böm. kath. Dasselbe nach Dr. Bobitsch. J. Scharnagel. 29 —— Latein(5 St.) Horaz Oden und Epoden, eine Auswahl, Sat. I. 1., 9. Tacit. Annal. XI., XII. Alle 14 Tage Composition. St. Draczinski. Griechisch(5 St.) Plato Apologie und Kriton; Sophokles Ajas. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit. J. Kriz. Deutsch(3 St.) Lectüre: Lessing's Laokoon Auswahl, Göthe’s Hermann und Dorothea und Schiller's Wilhelm Tell. Schriftliche Arbeiten nach Vorschrift. St. Repta. Rumänisch(2 St.) Die neueren Epochen der Literaturgeschichte; Lectüre nach A. Pumnul's Lesebuch und C. Negruzzi's Schriften nach Aus- wahl. Schriftliche Arbeiten nach Vorschrift. S. Isopescul. Geographie und Gsschichte: I. Sem. Oesterreichische Geschichte und II. Sem. Oesterreichische Geographie in allen ihren Theilen nach Dr. Em. Hannak. S. Isopescul. Mathematik(2 St.) Wiederholung der wichtigsten Partien nach Dr. Moénik's Lehrbuch. D. Isopescul. Physik(3 St.) Magnetismus, Electricität, Akustik, Optik und Wärmelehre nach K. Koppe. D. Isopescul. Philosophische Propä deutik(2 St.) Empirische Psychologie nach Dr. Lind- ner's Lehrbuch. S. Isopescul. b) Nichtobligate Lehrfächer. 1. Ruthenische Sprache I. Abth.(2 St.) Grammatik: Formenlehre; Lectüre, nebst entsprechenden schriftlichen Uebungen nach dem Lesebuche von E. Partecki, Th. I. II. Abth.(2 St.) Grammatik: Syntax; Lectüre nach dem Lesebuch von E. Partecki, Th. II. Schriftliche Uebungen meist im Anschlusse an die Lectüre. In beiden Abtheilungen St. v. Repta. 2. Gr. orient. Kirchengesang(2 St.) A. Wassilowicz. 3. Kalligraphie(2 St.) Current- und Lateinschrift. St. v. Repta. III. Themen zu den stilistischen Debungen A) In der deutschen Sprache. V. Cl. 1. Klein Roland v. Ulland.— 2. Quo semel imbuta est, servabit testa odorem— 3. a) Das Grab im Busento v. Platen.— b) Die 7 Zech- 30 — brüder von Uhland.— 4. Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.— 5. a) Wer das kleine nicht ehrt, ist des Grossen nicht wert.— b) Die Gründung Roms nach Liv.— 6. Der wilde Jäger von Bürger.— 7. Die Bürgschaft von Schiller.— 8. Der Mond, ein Bild des mensch- lichen Lebens.— 9. Die Jugend ist die Zeit der Aussaat.— 10. Der Müssiggänger und der Arbeitsame.— 11. Wenn die Not am grössten, ist Gottes Hilfe am nächsten.— 12. Der Apfelbaum ein Wirth, nach einem Gedichte Uhlands.— 13. Die Kreuzschau.— 14. Wie kommt es, dass Landleute alle Gebildeten für Müssiggänger halten und deren Beschäfti- gung als Kleinigkeit und blosse Vergeudung anschen?— 15. Viele Köche verderben den Brei.— 16. Pegasus im Joche von Schiller.— 17. Han- nibal schwört den Römern ewige Fein dschaft. St. v. Repta. VI. Gl. 1. Nemo ante mortem beatus.— 2. Schweigep ist besser als Reden.— 3. Walther ein Charakterbild aus dem Waltharius.— 4. Der Winter und das Greisenalter, eine Parallele.— 5. Worin hat die Anhänglichkeit an die Heimat ihren Grund?— 6. Wir sind dem Alter Achtung schuldig.— 7. Die Schlossruine bei Suczawa, eine Schönbeschreibung.— 8. Der Wald, eine Schönbeschreibung.— 9. Mein Studierstübchen, eine Schön- beschreibung.— 10. Welche Vorzüge rühmt Sallust an den Römern der früheren Zeit?— 11. Hans Sachs, eine Charakteristik nach Göthe’'s„Hans Sachsens poëtische Sendung“.— 12. Der erste Kreuzzug.— 13. Per aspera ad astra.— 14. Der Müssiggänger, ein Charakterbild.— 15. Wie soll man studiren?— 16. Welchen Einfluss übt die Musik auf die Cultur der Menschen?— 17. Die Wahl Rudolfs von Habsburg zum deutschen Könige.— 18. Der Untergang der Hohenstaufen.— 19. Wettstreit der Künste, ein Dialog.— 20. Lehrstand, Nährstand und Wehrstand, ein Dialog.— 21. Thue Recht! Scheue Niemand! J. Wunderlich. VII. Cl. 1. Der Stern, ein Bild des menschlichen Lebens.— 2. Es stürzt den Sieger oft sein eigenes Glück.— 3. An der Sprache erkennt man den Menschen.— Audiator et altera pars.— 5. Unglück macht oft ungerecht.— 6. Was erleichtert die Mühen des Lernens.— 7. Less. Minna von Barnh. Inhaltsangabe.— 8. Der Blick des Neides sieht alles zu seiner Pein— nur alles Fremde gross und alles Eigne klein, von Rückert.— 9. Ueber die wahre und falsche Bescheidenheit.— 10. Die Erinnerung an über- 31 standene Mübhen ist angenehm.— 11. Solamen miseris socios babuisse malorum.— 12. In wie fern sind Griechen und Römer unsere geistigen Vorfahren.— 13. Gewöhne dich nicht an überflüssige Bedürfnisse.— 14. Frau Martha in Kleist's zerbroch. Krug.— 15. Leben und leben lassen.— 16. Ueber die Trauerkleider.— 17. Ein Gleiches leisten vor- treffliche Bücher und erfahrene Menschen. Feuchtersleben. St. v. Repta. VIII. Cl. 1. Vorrede in Lessings Laokoon, Gedankengang.— 2. Zu des Ver- standes und Witzes Umgehung istnichts geschickter als Augenverdrehung.— 3. Warum mussten die Meister des Laokoon im Ausdruck des körper— lichen Schmerzes Mass halten?— 4. Das Alter ist nicht trübe, weil darin unsere Freuden, sondern weil darin unsere Hoffnungen aufhören. J. Paul.— 5. Tapferkeit beweist nicht allein der Krieger.— 6. Die Menschen sprechen oft, indem sie andere richten, sich selbst das Urtheil.— 7. Ilmenau von Goethe, Gedankengang.— 8. Vor zwei Dingen hüte dich im Weltverkehr: nicht lächerlich und nicht beklagenswerth erscheinen.— 9.„Haltet am Glauben fest und fest an dieser Gesinnung, denn sie macht im Glücke verständig und sicher, im Unglück reicht sie den schönsten Trost und belebt die herrlichste Hoffnung“. Goethe.— 10. Hermann, nach Goethes Herm. und Doroth.— 11. Die Quellen des Egoismus.— 12. Heilig sei dir der Tag; doch schätze das Leben nicht höber als ein anderes Gut etc. Goethe.— 13. Was man ist, das muss man ganz sein.— 14.„Des Todes rührendes Bild steht nicht als Schrecken dem Weisen und nicht als Ende dem Frommen“. Goethe.— 15. Die Unbekanntschaft mit der Zukunft ist die Haupttriebfeder zur Anspannung unserer Kräfte.— 16. Welches sind die Folgen der Erfindung der Buchdruckerkunst?— 17. Ueber die Neigung. Vieler, sich in entfernteren Bezichungen Pflichten aufzuerlegen und dar- über die nächsten und natürlichsten zu versäumen.— 18. Die meisten Erinnerungen sind Wasserpfanzen, die nur von Thränen leben. J. Paul Stefan v. Repta. B. In der rumänischen Sprache. V. Cl. 1. Descrierea locului natal. 2. Mai bine un dram de minte decàât o ocà de noroc. 3. Descrierea unei càmpii de toamnä. 4. Faptele lui Stefan cel Mare in timp de pace(dupà Gr. Ureche). 5. Suæ quisque faber for- 32 tunæ. 6. O poveste dupä plac. 7. Caracteristica lingusitoriului. 8. Descrierea ernei. 9. Ce au fost tiranii la Grecii cei vechi? 10. Gura päcätosului adevér vorbesce. 11. Primävara, icoana junetei. 12. Aurora musis amica. 13. Cum este a se intelege sentinta urmätoare:„feresce-mé doamne de amicii miei, cã de inimici mé voiu sci feri“. St. Stefureac. VI. Cl. 1. Quiquid agis, prudenter agas et respice finem. 2. Urmärile neor- dinei. 3. Valoarea literarã si pedagogicäã, ce se cuprinde in povestile po- porale. 4. Ce idei se desceaptä in cugetul nostru si ce sêmtäminte in inima noasträ, cand videm, cum cã paserile emigrante ne päräsesc? 5. Ce se intelege sub cuvéêntul natAngie, zi carile sünt urmärile ei in decomun? 6. Carele este scopul studilor gimnasiale? 7. Sä se disfäsure foloasele, ce le aduce cu sine pacea pentru omenime. Dupäé sonetul lui Ioan Väcä- rescul. Pumnul Tom. III. p. 278. 8. Este jocul o necesitate fireascä, sau o inventiune omeneascã prefäcutä in datinà la feliuritele popoare? 9. Cari sünt greutätile zi piedicile, ce le intimpinã un studinte in decursul stu- dielor sale si cum trebue sä purceadä, ca sů le poatä iuvinge? 10. Ce folos ni aduce studiul istoriei naturale? 11. Sä se descrie festivitatea Ma- ialului din anul acesta, reflectand pe scurt la scopul festivitätii acesteia. 12. Folosul si daunele, ce le aduce unui popor résboiul. B. Bumbac. VII. Ol. 1. Tacob II. Stamati, metropolitul Moldovei: caracteristicä dupã Pum- nul. Tom. IV. p. 8. s. u. 2. Ce folos ni aduce studiul limbelor clasice, antice? 3. Säã se disfäzure causa, care a produs la poporul român datina, de a colindà cu plugul in presara anului nou. 4. Poemul,„Aprodul Pu- rece“, de C. Negruti, sã se analiseze in mod critic. 5. Principiis obsta! sero medicina paratur, Quum mala per longas convaluere moras. 6. Cul- tura mintii forã mobilarea inimii poate causãâ mai multé dauné decàt folos. 7. Sä se arate scopul, carele se urmäresce prin studiul istoriei nationale. 8. Prin ce se disclinesce poesiea de prosäã, zi care este tendinta urmaritä prin poesie? 9. Cântecul isvorit din impuls firesc este spresiunea cea mai fidelä a dispusätiunii psichice ominegci. 10. Cari sünt figurile mitologice zi atributele lor in superstitiea poporului romän? 11. in cate perioade se imparte literatura rcmändà, ai cari sünt semnele carateristice ale scriitorilor din fie care period? 12. Fii curägios zi muncitoriu! razämä-te in propria 33 ta putere! cäci numai aza vei pute scapà de gratiea oamenilor, carea nu poate ferici pe nimine in lume. B. Bumbac, VIII. Cl. 1. Carthago non erat delenda. 2. Viéta ai scöla. 3. Bis dat qui cito dat 4. Ce asemänäri se pot face intre munti si märi. 5. Avutau Grecii din Asia micä neapäratä trebuintaà de rescolare in contra Persilor? 6. Resbelul ca inimic si amic al artelor. 7. Resbelele Europei cu Asia si causele lor. 8. y69t G.εινέ. 9. Cari inréurinfi asupra culturei popörelor din Europa au avut espeditile cruciatilor? 10. Ce esä din mätä söreci prinde zi lupul igi schimbä pärul dar naravul nu. 11. Cari sunt legatu- rile ce ni légà de patrie. 12. Acela numai este ferice in viétà, ce scie a petrece in linesce si pace, Si cu putin ce are se aflä multemit(A. Can- temir Satire). 13. O aseménare intre temperamente ai anotimpuri. 14. Re- flessiunile unui abiturient la alegera chemärii sale. 15. Studia rebus ad- versis perfugium ac solatium præbent.(Maturitätsprüfungs-Arbeit). WV. Naturitätsprüfung. A. Themen zur schriftlichen Maturitätsprüfung: Aus dem Deutschen: Ueber die wichtigsten Folgen der Erfindung der Buchdruckerkunst. Aus dem Deutschen ins Latein: Aus der Aufgabensammlung von Dr. Geist Nr. CXXX, VI. Von der Mitte bis zu Ende. Aus dem Latein ins Deutsche: Cicero de senectute cap. XVII. bis senec- tutis auctoritas. Aus dem Griechischen ins Deutsche: Xenophon EMMrνα lib. IV. cap. I. § 29— 33. Aus dem Rumävischen: Studia rebus adversis perfugium ac solatum præbent. Aus der Mathematik: 1) Um in einem Bergwerke Bleierz aus einer Tiefe von 175 M. zu fördern, sind 18 Pferde nöthig, von denen jedes in 4 Sekunden 128·8 Kilogramme 3 M. in die Höhe zu ziehen im Stande ist. In einem anderen Bergwerke, dessen rohe Ausbeute sich zu der des ersteren wie 16: 9 verhält, soll Erz aus einer Tiefe von 135 M. in die Höhe geschafft werdeu. Wie viel Pferde sind hiezu nöthig, wenn jedes in 15 Sekunden 115 92 Kilogramme 10 M. hoch zuziehen im Stande ist? 3 2) Ein Jugendfreund übergab einem Lebrer eine gewisse Summe Geldes, 4) um sie unter seine 25 armen Schüler auf folgende Art zu vertheilen: Der Lehrer soll eine schriftliche Ausarbeitung machen lassen, die Schüler nach der Qualität ihrer Arbeit classificieren und dem ersten das Meiste geben, dem zweiten etwas weniger, dem dritten um ebenso viel weniger u. s. w. Auf diese Art erhält der dritte und vierzehnte zusammen 32 Gulden, der siebente und letzte zusammen 20 Gulden. Wie viel erhielt jeder dieser vier Schüler und wie viel erhielten alle 25 Schüler zusammen? Jakob kam mit 69 Personen nach Aegypten, so dass also zusammen 70 waren. Beim Auszuge aus Aegypten nach 430 Jahren zählte man 660000 Meuschen; wie stark musste die jährliche Zunahme der Be- völkerung gewesen sein, wenn man annimmt, dass von 50 Menschen 3 im Durchschnitte jährlich mit Tode abgegangen sind? Um die Breite eines Flusses zu bestimmen, wurde eine Standlinie AB= a gemessen, welche dem Ufer des Flusses in einem Abstande gleich b parallel lief. Darauf wurde von den Endpunkten der Stand- linie nach einem am gegenüberliegenden Ufer unmittelbar am Wasser stehenden Pfahl C visirt, und es ergaben sich die Winkel CAB= G und AB00= 9. Wie breit war der Fluss an jener Stelle? a= 686·734 M. b= 42.952 M., a= 74* 16: und 3= 86 5⸗ 4527 Verzeichniss der Abiturienten, welche sich am Schlusse des Schuljahres 1877 der Maturitätsprüfung unterzogen und das Zeugniss der Reife erhalten haben. 2 Namen Geburtsort 53 Künftiger 8 der und S 5 Beruf 5 Abiturienten V Vaterland V. 5 1 Borcea Georg Kimpolung Bukow. 20 J. 8 J. reit Militär 2 Goilav Ludwig ſlotusohham Rumän. 19 J†. 8 9. reif Medicin 3 Jaworski Wlad. Bunincc Bukowinaſ19 94 9 J. reif Jurisprud. 4 König Josef Suczawa Bukowina 20 J. 8 J. reif Jurispraud. 5 Pauliuc Georg Burla Bukowina 21 21,2 8 J. eit Theologie 6 Prokopowicz Sev, Romanestie Bukow. 2 1 † 8. 8 reif V Ph'ilosoph. 7 Turturean Amfil. Petroutz Bukowin. 20 J. 8 J. reik Jurisprud. 8 Turturean Basil Petroutz Bukowin 25 ₰J. 8 J. b reif Forstwesen 35 Ansser diesen, welche sämmtlich die achte Classe als öffentliche Schüler besucht hatten, erhielten noch vier Externisten die Bewilligung, sich der Maturitätsprüfung zu unterziehen und einem Abiturienten vom k. k. Gymnasium in Sambor waurde die Wiederholung der Prüfung ge- stattet. Von den vier Externisten sind drei zur Prüfung nicht erschienen, einer ist vor der mündlichen Prüfung und der Abiturient vom Samborer k. k. Gymnasium während der mündlichen Prüfung zurückgetreten. V. Zzuwachs an Lehrmitteln A. Bibliothek. 1. Die Lehrerbibliothek erhielt a) durch Ankauf: Curtius, Studien zur griechischen und lateinischen Grammatik.— Zeitschrift für mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterricht 1877. Sybel, historische Zeitschrift 1877.— Krone's Geschichte Oesterreichs.— Mül- ler, Grundriss der Sprachwissenschaft.— Petermanns Ergänzungshefte.— Diefenbach, Volksstämme der europäischen Türkei.— Schmitz, Encyclo- pädie des philologischen Studiums IV.— Indogermanische Grammati- ken I.(Siever Lautphysiologie).— Zeitschrift für Völkerpsychologie.— Pindari opera.— Gottschall, Nationalliteratur.— Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe.— Briefwechsel zwischen Schiller und Humboldt.— Heyne, altgermenische Laut- und Flexionslehre.— Vernaleken, deutsche Syntax.— Juvenalis saturæ ed. Weidner.— Gottschall, Poetik.— Ru- dolf, Schillers Lexikon.— Saupe, Goethes und Schillers Balladen.— Rudolf, deutscher Stil.— Eckardt, Anleitung dichterische Meisterwerke zu lesen.— Koberstein, deutsche Literaturgeschichte.— Müllenhof, Al- terthumskunde.— Schrader, Erziehungslehre.— Wackernagel, Poetik und Rhetorik.— Rheydt, trigonometrische Aufgaben.— Rheydt, stereom. Aufgaben.— Hesse, Determinanten.— Schlömilch, Uebungsbuch zur höheren Analyse.— Fort und Schlömilch, analytische Geometrie.— Vanicek, etymolo- gisches Wörterbuch.- Schillers Briefwechsel mit Körner.— Schillers sämmt- liche Werke von Goedeke.— Weigand, deutsches Wörterbuch(Ergänzung.) — Herrmann, bibliotheca scriptorum classicorum 1858— 1869.— Klussmann, bibliotheca scriptorum classicorum 1870— 1873.— Weiss, Lehrbuch der Weltgeschichte VI.— Poggendorf, Annalen der Physik sammt Beiblät- 5 2·* 36 tern 1877.— Petermanns Mittheil ungen, dazu dessen Inhaltsverzeichniss 1865— 1874.— Zeitschrift für österr. Gymnasien.— Osadca, ruthenische Grammatik.— Spencer, Erziehungslehre.— Schultze, Kant und Dar- win.— Hartwig, Leben des Meeres.— Münch, Physik.— Gayril J. Muntean, rumänische Grammatik.— Tacit, grammatica latina I. II.— Popowicz Barcianu, gramatica germana. Niceforu Crestomatia germana.— Dr. N. Popu, Elemente de istoria si geografia.— Munteanu, Carte de lectura rumanesca I. II. Aritmetica Stojanu I. II.— Geografia-fisica de Mihajescu.— Geografia de Butoceanu.— Dictionar latin de Preda.— Gramatica de Badulescu I. II.— Aritmetica de Melicü.— Geometria de Melicu.— Zoologia, Botanica si Geologia de Brandzaa— Botanica, Mi- neralogia gi Cosmografia de Naneanu.— Munteanu, Gramatica latina.— Nanianu, Zoologia si Botanica.— Badilescu, Gramatica latina I. II.— Copacinianu, Comenteriele lul Ceæsare de belulu galicu.— Caragiani, cursu complitu de gramatica ellena.— Cipariu, Principie de limba zi de scriptura.— Burla, gramatica limbei grecesti.— Jareu, Bibliografia chronologica romana.— Preda, Dictionariu latin romanu.— Laurian, dictionariu limbel romane.— Cipariu, Gramatica limbei romane partea II. Cipariu, despre limba romana suplemente la sintactica. b) Durch Schenkung: Von der Alfred Hölder'schen Verlagshandlung: Dr. Val. Hintner's griec hisches Elementarbuch.— Lehrbuch der Geschichte des Alterthums für die Oberclassen der Mittelschulen.— Deutsches Lesebuch für die I. Classe der österr. Mittelschulen.— Elementarbuch der französischen Sprache von Dr. E. Filek.— Dr. KAlois Handl, Lehrbuch der Physik für die oberen Classen.— Dr. Hochstetter's und Dr. A. Bischings Leitfaden der Mineralogie und Geologie.— Dr. Johann Woldrich's Leitfaden der Zoologie für den höheren Schulunterricht.— Vom hohen Ministerium für Cultus und Unterricht: Oesterreichische botanische Zeitschrift Jahrgang 1872, 1873, 1874, 1875, 1876 und 1877.— Spicuire in Istoria biseri- ceasca a Romanilor de Ioan M. Moldavan, geschenkt vom Herrn Autor. Von der Verlagshandlung des Herrn Carl Graeser: Dr. Loserths Grund- riss der allgemeinen Weligeschichte für Obergymnasien I. Theil Alterthum. 2. Die Schülerbibliothek erhielt a) durch Ankauf: Hellwald, die Erde und ihre Völker.— Hoffmann's Erzählungen 165 Bändchen.— Gude, Erläuterungen zu deutschen Dichtungen.— 37 Habn, Hochstetter und Pokorny, Erdkunde.— Mäünch, Lehrbuch der Physik.— Thannabauer, Aufgabensammlung.— Göll, die Gelehrten des Alterthums.— Vaterländische Bilder aus Ungarn.— Vaterländische Bil- der aus Siebenbürgen von Körner.— Kluge, deutsche Nationalliteratur. Hahn, poetische Literatur der Dautschen.— Stoll, Geschichte der Grie- chen und Römer.— Umlauft, österreichische Monarchie.— Becker, Er- zählungen aus der alten Welt.— Heis, Sammlung mathematischer Auf- gaben.— Uhland, Gedichte.— Lenau, Gedichte.— Chamisso, poe- tische Werke.— Bürger, Gedichte.— Schulausgaben deutscher Classi- ker und zwar Gocthes Gedichts: Hermann und Dorothea, Götz von Berlichingen, Egmont, Tasso, Thsn Prosa 1. 2— Schillers Tell, Braut von Messina, Jangfrau von Orleans, Maria Stuart, Geisterseher, Wallenstein.— Lessing's Mina von Barnhelm.— Uhland's Herzog von Schwaben und Ludwig der Baier.— Herder's ausgewählte Dichtungen und Cid.— Heinrich, deutsche Sprachlehre in 6 Exemplaren.— Neu- mann, deutsches Lesebuch für die 4. Classe.— Pokorny, Zoologie in 2 Exemplaren.— Mocnik, Arithmetik in 3 Exemplaren,— Schultz, latei- nische Sprachlehre in 2 Exemplaren.— Schultz, lateinisches Uebungs- buch in 8 Exemplaren.— Herr, Erdbeschr: zuhnee I. Theil in 3 Exem- plaren.— Gindely, Weltgeschichte fürs Untergymnasium III. Theil in 2 Exemplaren, und fürs Obergymnasium I. und III. Theil.— Benseler, griechisch-deutsches Wörterbuch.— Pauli, Homers Odyssee I. Theil.— Pumnul, rom. Lesebuch l. Theil.— Schultz, lateinische Grammatik. Neumann und Gehlen, deutsches Leseb ich.— Kozenn's geographischer Schulatlas in 2 Exemplaren.— Schuster, Katechismus.— Schulcz, latei- nische Sprachlehre und lateinisches Uebungsbuch.— Pumuul, rom. Gram- matik.— Neumann, deutsches Lesebuch.— Pokorny, Naturgeschichte. Alexandri, Meditatti, elegii, epistole, satire zi fabule.— Alexandri, Poesi populare ale Romanilor.— Alexandria sau istoria luai Alexandru Mace- don(der Lehrerbibliothek einverleibt)— Bolintineanu, Viata si faptele lui Mihaju Vitezul.— Bolintineanu, Viata si faptele lui Stefan cel mare. Dragosiescu, Extractu din istoria romaniloru.— Haiden Rasvan i Vidra. Odobescu, Mihnea— Voda.— Odobescu, Pseudo— Kunegheticos,— Snove seu Povesti populare.— Cipariu, gramatica limbei romane par- tea II.— Cipariu, despre limba romana suplemente la sintactica.— b) Durch Schenkung: Klein Zaches, goaaant Zlanobae. Ea Mieensn v¹ C. T. A Hoff. mann, geschenkt von L. Goldstein, Schüler der VI. Gymuasialclasse.— Neues deutsches Märchenbuch von Ludwig Bechstem, geschenkt vom Heinrich Charas, Schüler der VI. Gymnasialclasse.— Lehrbuch der Ge- schichte der Neuzeit für mittlere Classen der Mittelschulen von De. Em. Hannak, geschenkt vom Schäüler der V. Classe, Miecislaus Woloszy- nowski.— Weltgeschichte für das deutsche Volk von Fr. Chr. Schlosser, II. Auflage, IV. Band, geschenkt von H. Charas, Schüler der VI. Classe. Oesterreichische Vaterlandskunde für höhere Classen der Mittelschulen, IV. Aufl. Oberstufe, von Dr. Em. Hannak, geschenkt vom suppl. Lehrer Herrn Jul. Wunderlich.— Grundzüge für den ersten Unterricht der Erd- beschreibung vom Prof. Gustav Herr, II. Aufl Wien 1875, geschenkt vom suppl. Lehrer Jul. Wunderlich.— Länder- und Völkerkunde voa Gustav Herr, geschenkt vom Herrn Jul. Wunderlich.— Deutsch-lateini- sches Schulwörterbuch von Dr. F. Ingerslev, III. Aufl., geschenkt vom Schüler der VI. Classe Leo Goldstein.— Lehrbuch der Physik für Un- tergymnasien von Dr. Franz Josef Pisko, IV. Aufl., geschenkt vom Schü- ler der VI. Classe, Samuel Rappa.— O Tspocrang i dyabynoee dns ens odu Aiae DO ASOoꝓ Mehz. Kycxννενννρνπωάωι q1873, geschenkt vom Schüler Leo Goldstein aus der VI. Cl.— Schillers Gedichte I. Theil Wien 1816, geschenkt vom Schüler der VI. Classe H. Charas.— Die bezauberte Rose, Gedicht von Ernst Schultze, geschenkt vom Schüler der VI. Classe, G. Lewandowski.— Göthe's sämmtliche Werke, vollständige Ausgabe in sechs Bänden, Stuttgart Verlag von J. G. Cotta'schen Buchhandlung 1865, geschenkt von der Buchhandlung Gerold& Sohn in Wien.— Gramatica latina, teoret. pract. cu Vocabulariu, 2. Parti, geschenkt vom Autor, Herrn J. Corn. Tacit.— Santa Scripturã a vechiului Testament soc. brit. Tom II, geschenkt vom Schüler der I. Classe Isidor Jakobsohn. — Elemente de Istorie zi Geografie, pentru clasele gimnas.;i reale infer. de Dr. Nikolaus Popu, Evul mediu, geschenkt vom Herrn Autor.— Manual de Aritmetica pentru gimnas. infer. dupã Dr. Fr. cav. de Mocnik, de J Marculetiu. Part. II, geschenkt vom Herrn Autor.— Dictionarel romano-latin de loanne M. Moldovan, geschenkt vom Herrn Autor.— Curs elementar de limba maternã de J. Teodor Romanescu(in 11 Exem- plaren), geschenkt vom Herrn J. M. Moldovan, Gymnas.-Prof. in Blasen- dorf.— Lepturariu romanesc de Arune Pumnul, Tom I, geschenkt vom Schüler der IV. Classe Georg Horga.— Poesii poporale romäne, adunate de Simeon Fl. Marian, Tom I. II., geschenkt vom Schüler der VI. Classe Leo Goldstein. B. Lehrmittel für den geografisch-historischen Unterricht: Sydow, Wandkarte von Afrika. 39 C. Das physikalische Cabinet erhielt durch Ankaut im Schuljahre 1876: Dreissig und sechs Apparate und zehn Elemente von Bunsen.— Im Schuljahre 1877: Neunzehn Ap- parate, 4 Spulen für Induktion und 10 Drahtklemmen. D. Das naturhistorische Cabinet erhielt durch Ankauf das Schildkrötengehäuse von Testudo græeca und von Emys europæs, durch Schenkung zwei Backenzähne und ein Stück eines Stosszahnes von Elephas primigenius. VI. Wichtigere Verordnungen und Erlässe. a) Im Schuljahre 1876*) 1. L. Sch. R. Erlass vom 27. Septemboer 1875 Z. 1771, womit die Ernennung des suppl. röm.-Kath. Religionslehrers Josef Scharnagel zum wirklichen Lehrer intimirt wurde. 2. L. Sch. R. Erlass vom 24. October 1875 Zz. 1936, womit der Lehr- amtscandidat Julius Wunderlich zum Supplenten ernannt wurde. 3. L. Sch. R. Erlass vom 7. November 1875 Z. 2065, womit ge- stattet wurde, von den Schülern bei ihrer Einschreibung einen jährlichen Betrag von 1 fl. ö. W. für die Schülerbibliothek einzuheben. 4. L. Sch. R. Erlass vom 16. November 1875 Z. 2026, womit der wirkliche Lehrer Stefan v. Repta unter gleichzeitiger Verleihung des Titels„Professor“ im Lehramte bestätigt wurde. 5. L. Sch. R. Erlass vom 25. Jänner 1876 Z. 108, womit dem Gym- nasiallehrer Hieronymus Muntean ein Urlaub für die Dauer des II. Seme- sters behufs der Ergänzung seiner Lehramtsprüfung bewilligt wurde. 6. L. Sch. R. Erlass vom 24. Jänner 1876 Z. 6, womit ein neues- Normale über die Ferien mitgetheilt wurde. 7. L. Sch. R. Erlass vom 27. März 1876 Z. 438, womit der Lehr- amtscandidat Peter Lunger an die Stelle des beurlaubten Gymnasialleh- rers Hieronymus Muntean zum Supplenten ernannt wurde. *) Hicr aufgeunommen, weil am Schlasse des Schuljanres 1376, gemiss dem hohen Ministerial-Erlasse vom 30. Juni 1876 Z. 10299, kein Programm veröffentlicht wurde. 40 b) im Schuljahre 1877: 1. L. Sch. R. Erlass vom 25. August 1876 Z. 1351, womit dem Gym- nasiallehrer Hieronymus Muntean eine Urlaubsverlängerung bis zum Schlusse des I. Semesters 1877 bewilligt wurde.. 2. L. Sch. R. Erlass vom 10. September 1876 z. 1522, womit der supplirende Lehrer Peter Lunger bis Ende des l. Semesters 1877 zur Dienstleistung belassen wurde. 3. L. Sch. R. Erlass vom 10. September 1876 Z. 1521, wornach der Lehramtscandidat Franz Seidler zum Supplenten ernannt wurde. 4. L. Sch. R. Erlass vom 10. September 1876 Z. 1218, womit die wirk- lichen Lehrer Samuel und Demeter Isopescul unter gleichzeitiger Verlei- hung des Titels„Professor“ im Lehramte bestätigt wurden. 5. L Sch. R. Erlass vom 2 Soptember 1876 Z. 1410, wornach die Benützung von photolithographischen Karten und Atlanten beim Unterrichte nicht gest attet wird. 6. L. Sch. Erl. vom 30. Sptember 1876 Z. 1535, womit die Eröff- nung einer Parallel-Abtheilung für die I. Classe bewilligt und der Lehr- amtscandidat Tüaden Bilinkiewicz zum Sappleaten ernaunt wurde. 7. L. Sch. R. Erlass vom 9. October 1876, Z. 1624, womit die Er- theilung des Thrſerrntnts in der ruthenischen Sprache in 2 Abtheilungen genehmigt wurde. 8. L. Sch. R. Erlass vom 27. Oktober 1876 Z. 1783, womit die Be- nützung des J. Deharbe'schen Katechismus als Lehrbuch strengstens unter- sagt wurde. 9. L. Sch. R. Erlass vom 22. December 1876 Z. 2186, womit das mit hohem Ministerial-Erlasse vom 27. November 1876 Z. 18740 erlassene Normale betreffs der practischen Ausbildung der Probecandidaten des Mittelschullehramtes intimirt wurde. 10. Ministerial-Erlass vom 16. December 1876 Z. 20166, womit der Katechet Arcadius Wassilowicz zum gr.-or. Religionslehrer am ganzen Gymnasium ernannt wurde. 11. L. Sch. R. Erlass vom 13. März 1877 2. 280, womit dem Gym- nasiallehrer Mieroynils Muntean der Urlaub für die Ph no- des II. Seme- sters I. J. verlängert wurde, 12 L. Sch. R. Erlass vom 15. März 1877 Z. 289, wornach die aus dem Fonde der Gefällsstrafgelder verlisheaea Stipendien zur Keautniss der Lehranstalten, welche der Stipendist besucht, gabracht werden missen. 41 13. L. Sch. R. Erlass vom 23. April 1877 Z. 513, wornach vom Schuljahre 1877/78 angefangen, ein armenisch-orientalischer Priester für die Ertheilung des arm. orient Religionsunterrichtes und zwar vorläufig auf die Dauer von 3 Jahren bestellt werden soll. 14. L. Sch. R. Erlass vom 28. März 1877 Z. 416, woruach der in den Ruhestand versetzte k. k. Landes-Schulinspector Dr. Josef Marek die Amtsgeschäfte bis zum Eintreffen seines Nachfolgers noch fortfüh- ren wird. VII. Chronik des Gymnasiums. a) 1876. Während der Ferien 1875 begab sich der supplirende Lehrer Ema- nuel Dworski, welcher mit dem hohen Ministerial-Erlasse vom 25. April 1875 Z. 4453 zum wirklichen Lehrer am k. k. Gymnasium in Czernowitz ernannt worden war, an seinen neuen Bestimmungsort. Nach der Auflas- sung der Parallelabtheilung für die I. Classe entfiel die Nothwendigkeit eines Ersatzes für denselben. Am 1. September meldete der supplirende Lehrer Johann Bumbac seinen Austritt aus dem Lehrkörper an. An dessen Stelle wurde der Lehramtscandidat Julius Wunderlich zum Supp- lenten ernannt. An die Stelle des beurlaubten Gymuasiallehrers Hiero- nimus Munteau wurde der Lehramtscandidat Peter Lunger zum Supp- lenten ernannt, der am 8. März in den Dienst eingeführt wurde. Endlich wurde der Gymnasiallehrer Gabriel Baleanu mit dem Erlasse des Lan- despräsidiums vom 9. Mai 1876 Z. 490 von der Dienstleistung suspen- dirt und mit dem hohen Ministerialerlasse vom 9. Juni 1876 Z. 904 aus dem Dienste entlassen. Die Lehrfächer desselben wurden mit Genehmi- gung des hohen Landes-Schulrathes bis zum Schlusse des Stuljahres unter die Mitglieder des Lehrkörpers vertheilt. Die Aufnahme der Schüler, sowie die Aufnahms-Wiederholungs- und Nachtragsprüfungen wurden am 28., 29., 30. und 31. August vorge- nommen. Das Schuljahr wurde am 1. September mit einem feierlichen Got- tesdienste eröffnet.— Am 2. September wurde nach vorangegangener Bekanntmachung des Disciplinargesetzes der Unterricht begonnen. Am 9., 10. und 11. September inspisirte der k. k. Laadesschul- Inspector Herr Dr. Josef Marek die Lehranst alt. 42 Am 4. October und 19. November wurde aus Anlass der Allerhöch- sten Namensfeste Ihrer k. und k. Ma jestäten feierlicher Gottesdienst ge- halten, dem der Lehrkörper und die studirende Jugend beiwohnten. Am 29. Jänner wurde das I. Semester geschlossen, und am 3. Fe- bruar das II. Semester begonnen. Am 8., 9. und 10. Mai inspicirte das Gympasium der Herr Landes- Schulinspector A. Maresch, der zur Inspection der Mittelschulen Galiziens und der Bukowina vom hohen Ministerium entsendet worden war. Die schriftliche Maturitätsprüfung wurde vom 6. bis 12. Juni, die mündliche am 7. und 8. Juli unter dem Vorsitze des k. k. Landesschul- Inspectors Herrn Dr. Josef Marek abgehalten. Während des Schuljahres wurden die gr.-or. und kath. Schüler dreimal zur h. Beicht und Communion geführt. Am 15. Juli wurde das Schuljahr nach einem feierlichen Gottes- dienste mit der Zeugnisvertheilung geschlossen. b) 1877. Die Aufnahme der Schüler, sowie die Aufnahms-, Wiederholungs und Nachtragsprüfungen wurden am 28., 29., 30. und 31. August vorge- nommen.. Am. 1. September wurde das Schuljahr mit einem feierlichen Got- tesdienste eröffnet. 2 Am 2. September begann der Unterricht, nachdem vorher die Dis- ciplinarvorschriften den Schülern bekannt gemacht worden waren. Am 4. September wurde der neuernannte Supplent Franz Seidler in den Dienst eingeführt. Am 25. September wurde die mündliche Maturitätsprüfung mit einem Abiturienten aus sämmtlichen Lehrfächern und mit drei anderen die Wieder- holungsprüfung aus je einem Gegenstande unter dem Vorsitze des k. k. Landes-Schulinspectors Dr. Josef Marek vorgenommen, wobei alle für reif erklärt wurden. Bei diesem Anlasse inspicirte der Herr Landes Schulinspector auch bis 27. September die Lehranstalt. Am 4. October fand aus Anlass des Allerhöchsten Namensfestes Seiner k. und k. Majestät ein feierlicher Gottesdienst statt, welchem der Lehr- körper und die studierende Jugend beiwohnten. Am 16. October wurde nach dem Eintreffen des neuernannten Supp- lenten Kornel Bilinkiewicz die I. Classe in zwei Abtheilungen getheilt. 43 Am 30. Jänner wurde das I. Semester geschlossen und am 3. Fe- bruar das II. Semester begonnen. Die schriftliche Maturitätsprüfung wurde vom 4. bis 9. Juni, die mündliche am 30. Juni und 2. Juli unter dem Vorsitze des k. k. Landes- Schulinspectors Dr. Josef Marek abgehalten. Im Laufe des Schuljahres wurden die religiösen Uebungen vor- schriftsmässig vorgenommen. Am 14. Juli wurde das Schuljahr mit einem feierlichen Gottesdienste und mit der Zeugnisvertheilung geschlossen. VIII. Stipendien und Unterstützungen. Aus dem gr. or. Religionsfonde bezogen folgende Schüler Stipendien und zwar zu je 100 fl.: 1. Berlinski Sabin(II.), 2. Grigorowicz Aurelian (III.), 3. Marian Damian(IV.), 4. Bonikowski Georg(V.), 5. Popowicz Alexander(VII), 6. Tarnawski Basil(VII.), 7. Vicol Lasar(VII.), 8. Tur- turean Amfilochius(VIII.) und 9. Prokopowicz Severin(VIII.); zu je 80 fl.: 1. Marginean Sava(III.), 2. Spinul Leo(¶V.), 3. Joakimezuk Basil(IV.), 4. Sagin Stefan(V.), 5. Pawel Stefan(VII.), 6. Kuparenko Titus(VII.), 7. Mateiczuk Peter(VII.) und 8. Turturean Basil(VIII.). Aus dem Suczawaer Gymnasialstiftungsfonde bezogen die Schüler Lauer Eisig und Zenkuer Johann aus der IV. und Rappa Samuel aus der VI. Classe Stipendien à 50 Gulden. Der Schüler Lewandowski Georg aus der VI. Classe bezog aus dem Gefällsstraffonde ein Stipendium von 150 fl. und der Schüler Lauer Jakob aus der V. Classe von dem Vereinc zur Unterstützung armer und würdiger Schüler des Gymnasiums in Su-— czawa ein Stipendium von 50 fl. Herr Hotelpächter Emanuel Finkler beköstigte während des ganzen Schuljahres 1876 zwei und im Schuljahre 1877 durch längere Zeit einen Schüler. Von dem Reinertrage des im Jahre 1876 zu Gunsten armer Schüler veranstalteten Balls wurden 494 Gulden 19 kr. mit einem Dukaten in Gold an den Vereinsfond abgeführt und 200 Gulden unter arme Schäüler zur Anschaffung von Kleidungsstücken vertheilt. Die Hälfte des Reinertrages der im Winter 1877 vom Theaterdirektor Herrn Baczinski zu Gunsten mittelloser Schüler des hiesigen Gymnasiums veranstalteten Vorstellung wurde im Betrage von 61 Gulden 65 kr. ö. W. dem Gefertigten übergeben; davon wurden 26 fl. mit 65 kr. an die Ver- einscasse abgeführt und 35 fl. zu Handunterstütznngen für das Schuljahr 1877/78 zurückbehalten. 44 Der von der k. k. Bezirkshauptmannschaft übermittelte Betrag von 5 fl., welchen der hiesige Insasse Gregor Lukotz dem Unterstützungsver- eine für mittellose Schüler des hiesigen Gymnasiums widmete, wurde eben- falls an die Vereinscasse abgeführt. Von einer unter den Mitgliedern des Lehrkörpers für das Maifest der Schüler veranstalteten Sammlung blieb ein Rest von 4 fl. 25 kr., der auch der Vereinskasse zugestellt wurde. Mehrere Jugendfreunde versorgten bei dem Maifeste in den Schul- jahren 1876 und 1877 die mittellosen Schüler reichlich mit Viktualien. Für drei Schüler wurde das Schulgeld entrichtet und mehrere Schüler wurden mit den nötigen Lehrbüchern versorgt. Die gefertigte Direction fühlt sich angenehm verpflichtet, allen Wohlthätern der studierenden Jugend den verbindlichsten Dank auszusprechen. 45 — Gebahrungs-Ausweis des Vereines zur Unterstützung armer und würdiger Schüler in der Zeit vom 1. August 1875 bis Ende Juli 1877. 5 Obliga- 3 Silber] B. N. 1 t 8 Gegenstand GoldafSnber] B. N. tonen 5 fl. kr) fl. ſkr fl kr fl. kr . e e A. Einnahmen. 1 Cassarest mit Ende Juli 1875 9 60 2 20 203 30 4020— 2 Zinsen von den vorhandenen Obli- V gationen und zwar: „e eingelöst. Coupon pro November 18757/———— 7087 „ Mai u. Nov. 1876= 189 „ Mai 1877= 1181215—— 3 Gründungstaxen und Jahresbeiträge— e 4 Reinerträgnis des Balles im Jahre V 1876 zu Gunsten der armen Stu- direnden 4 80— 494 19—— 5 Ueberschuss aus dem Maifeste 1876 4 80 2 20 57⁰—— 6 Erlös für die veräusserten 4 Du- caten in Gold..———— 24——— Erlös für die veräusserten 10 Franc in Silber...—-——— 460—— 7Eine angekaufte Bukowinaer Grund- Entlastungs-Obligation-——— 1000— Summe der Einnahmen 19 20 4 40 lsgſas 46 Nr. Post- Gold Silber B. N. Obliga- Gegenst an d tionen Uebertrag 19 20 44011188 785020 V V B. Ausgaben. V V An Stinendhen in dieser Zeipenolle ausbezahlt ei— Ankauf der in die Einnahme einge- stellten Bukowinaer Grundentla- ichenis stungs Obligation....— 845 3—— Die veräusserten 4 Stück Ducaten in b Gold mit......). n. 1920——— R und die 10 Frankenstücke in Silber mit—- 440————— werden mit Bezug auf die eingestellte Einlösung beadsgabt.....—— Summe der Ausgaben. 19/ 20 4 40 970 3—— Werden die Ausgaben von den Ein- ahmenin Abauggebraelt so pleibt ein Activrest........—-— 218 75 5020 Vergleicht man diesen Activrest mit dem Cassareste vom Schuljahre 1875, so ergibt sich eine Vermeh- rung des Vereinsvermögens um———— 15 45 1000— 5 “ Statistische Uebersicht der Schüler a) im Schuljahre 1876.* Studienclasse 6 5 . 2 = AS Am Anfange des Schuljahres 1876 waren 5645 545 112e 24 15 13 3 259 (davon sind ausgetreten.....[7 9 1.2 5 36,— R33 am Ende des Schuljahres waren... 19 36,44 22 32 21 913 226 darunter Privatisten........———— — Es erhielten ein Zeugnis b der I. Classe mit Nieade.... 9 der I. Olasse... 24 22 der II. Classe der III. GClasse.. 4 Zur Wiederholungsprüfung zugelassen. 84 6 4 3 die ieſs henezedeiane bestanden.. 6 2 4 2— 1 1—1 16 ungeprüft blieb.., ur. r.- 1 Es besuchten den Unterricht in der Kalligraphic........ 24 1714—— 55 im gr.⸗or. Eirchengesange...... f11 7 5 15 4-—— 33 im Kuthenischen.........[1— 1 1 53 in der Patristik..— 2 4 6 Es waren im II. Semester von der Zah- V V lung des Schulgeldes befreit.... 1611/18 810,11 77188 dasseſbe zahlten........ 33, 25 26 14 22 10 2 6 138 Gesammtbetrag des eingehobenen Schul- geldos.........—— 1297 fl. Aufnahmstaxen,——————-- 119fl. Eehrmitteldotation—— 700 fl. Duplicattaxen........— 4 fl. Stipendisten...... 2 3 2= 6 3 4 20 Gesammtbetrag der Stipendien y.-——-O---—-[1782 Hfl Schüler mit dentscher Muttersprache.. 28 21 21 hne 4 1 4 104 1 *) Hlier nachträglich aufgenommen, weil am Schlusse des Schuljahres 1876 kein Programm veröffentlicht wurde. 48 — Studienclase 3 —— 2 — 3 ö A Schüler mit rumänischer Muttersprache.[14 11,17,11 14 10 7 3 „„ polnischer„ 4 1 5 1 2 1— 2 „„ ruthenischer 3.1 2,— 1— 4 1 4 „„ armenischer„. 2 1 1—— 2—— „ Lriech. orient. Religion j17/12 16/01114ʃ11 7 5 „ röm. kath. 5 11 8 7)7 1 4 3— 5 „ griech.-Kath.„„. 1 1 111 3— 2 „ arm. kath.„.. 9*l.— 1——q „ arm. orient....... 2 2 117==. 2 M=⸗ „ evangelischer 1).....=1 13 1 2—— „ mosaischer„.....[18,/12 15 811 121 1 Aus der Bukowina zenürtin.... 41 32 34 18,26 18 8,12 189 „ Galizien„.... 3 1 3 11 36 1 „ Ungarn„..... 12 „ Siebenbürgen„......(— 3 1——-— „ Rumänien„ 3 3 4 2 3,1 4 Lebensalter der Schüler am Ende des II. Semesters. I. Classe. Mit 10 Jahren 2 7„ 11„ 7 „ 12„.. 14 „ 13„ 9 „ 14„. 8 „ 15 5. 4 8 16„„... 5 Oberste Classe. Mit 18 Jahren.. 3 3 2 „ 19„.. 5 77 20 37 5 8 1 „) 21„ 4 3 77 24„). 1 7 27 2). 2 1 49 Ergebniss der Maturitätsprüfung am Schlusse des II. emesters 1876 Schuljahres 1877. und im Beginne des *) Zur Maturitätsprüfung haben sich gemeldet Vor oder während der Prütang traten Zuick....... Von den Geprüften wurden: mit Auszeichnung. approbirt a. 8 bl einfach reif. auf ½ Janr.... Tekohint„„. „„ immer. Hierunter befinden sich bei der gestatte- ten Wiederholungsprüfung aus einem ein- 3 zelnen Lehrfache: Approbirte: reif Von sämmtlichen Approbirten wendeten sich zu der Theologie. der Rechts- und Siaaiswissonschaft der philosophischen Facultät: humanisti- schen Studien. der philosophischen Facultät realistischen Studien........ dem FWorstwesen....... der Handelsakademie. ohne Maturitätsprüfung gingen ab öffentl. Privati- Schüler sten der Austalt Externe 13 8 8 + *) Am Schlusse des I. Semesters wurde am hiesigen Gymnasium keine Ma⸗ turitätsprüfung abgehalten. 50 — b) Im Schuljahre 1877 Stu dienclasse 5 ſ ſ. 4i:A= 5 b= E5 Am Anfange des Seharlaltecsloie Faden 45 51 31 344323 26 18 8 299 davon sind ausgetreten 7111 6 5 3 1 3 2— 38 im II. Semester eingetreten.— 1—— 2——— 5 am Ende des Schuljahres 1877 waren 38 41 4529 42 22 23 18 8 266 darunter Privatisten.——- V Es erhielten ein Zeugniss: V V der I. Classe mit Faraus. 4 4 3 3 3 2 2 3— 24 der I. Classe.. 19 2031 17 22 1616 9 8 158 der II. Classe. 1— 2 4 1 1 2 3— 14 der III. Classe 8 9 3 1 5 2 1—— 29 zur Wiederholungspritfung aigeluasen 6 8 6, 410 1 2 3- 40 Ungeprüft blieb 1——— 1 es besuchten den Unterricht in der Kalligraphie.. 15/111 9 7-—-—— 42 im gr. or. Kirchengesang. 2 610 7 6 1 4 4 1 41 im Ruthenischen. 5 3 2—— 3 1 5— 17 Stipendisten 1 2 5 3 2 6 3 22 Gesammtbetrag der Stipendien.— 1890 fl. es waren im II. Semester von der Vahh 1 lung des Schulgeldes befreit.— 1012 141316 19 810 71101 dasselbe zahlten...... 28 29 31 16 261215 8 1 165 Gesammtbetrag des eingehobenen V I fl. kr. Schulgeldes..—— 160 40 Aufnahmstaxen—— 216 10 Lehrmitteldotation————--- 2²50— Duplicattaxen.—— 25— Biliotheksbeitrag===S=S=S 201— Schüler mit deutscher Muttersprache 19,16 29 16 20 912 2 1 124 .„ rumänischer„ 9 14 10 11 20 8 10 10 6 98 5„ ruthenischer„ 5 3 1 1— 3— 75 16 „„ polnischer 2 4 8 3— 1 2 1 1 1 21 5„ armenischer„ 1— 2 1 1—— 2— 7 „ gr. or. Religion 1115 1311 19 10 9 11 5 104 .„ Tär. kath.. 711 9 8 5 2 3 2 ¹] 48 „„ griech. kKath.„ 3 1 1—1 2— 2— 10 „„ arm. kath. 85——.——— 8„ arm. orient. 4 1 1 3 2 1—— 3 1 11 —„ evangel scher„ 1 1 3— 327 8 5„ mesaischer. 161913 713 8 9 1 1 85 — Studienclasse— ra S .+— S Aus der Bukowina gebürtig.. 30 30 37 28 32 19 20¹7 7 220 „ Galizien 3. 2 1 3 1 3 2 1—,— 13 „ Siebenbürgen 3 „ Ungarn„— 1 1 „ Nieder-Oesterr.„ 1——— 1 „ Rumänien 5. V 9 5— 4 1 4 1 28 Am Schlusse des Schuljahres hatten: b ein Alter von 10 Jahren. 1 4———— 5 .. 3 2—= „ 2„ 12„ 8 9 5 35—— 25 „„„ 13 77 11ʃ13 5 2 36 „„„ 14 1 7 8 7 9 64 37 „„„ 15„ 4 110 6, 8 5 2,—— 36 „ 16 31 114 5 8 51 71-— 34 2 41 11 17 2 2 2— 8 4 5 4 4— 27 „„ 18.—- 1— 5 7 1 4— 18 „„„ 19„-—— 1 2,— 2 2 3 10 „„ 20——,——— 2 1 2 4 2 11 „„ 2 21 1—— 1— 4 3 2 10 14„ 1/ 22 71—— 1——— 1 „.. 3 4* Xl. Rangordnung der locirten Schüler. l. Classe A. . Grünberg Isidor.* . Kraus Alois.* . Bumbac Johann.* . Bokancze LErakles.* . Jakobsohn Isidor. „Kobylanski Stefan. . Blum Isaak. . Christof Peter. . Kuparenko Basil. . Ignatescul Awram. . Grün Josef. . Kuczmajewski Stanislaus. . Jarema Theodot. . Holdengräber Abraham. . Koffler Heinrich. Balanowicz Epiphanie. . Juda Elias. . Fogorasch Johann. . Koethe Franz. . Balanowicz Eutychie. . Hausvater Jakob. . Grünberg Adolf. . Byk Josef. . Eisenberg Nachim. . Capstrimb Konstantin. . Buleandra Ilie. . Krulikowski Franz. . Janowicz Konstantin. . Hausirer Friedrich. . Gewölb Josef. . Jakubowicz Kajetan. . Janicki Adolf. 8o dg —1 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31. 32. 33. . Paszkan Johann. . Mironowicz Basil. 1I. Classe B. . Turturean Georg.* Sucevan Emanuel.* Michajescu Georg.* * Lauer Leib. . Schiller Heinrich. 8. . Spieler Abraham. Zachmann Jakob. Netea Johann. Winter Stanislaus. . Tarangul Vespasian. . Zettl Ferdinand. .Siegler Adolf. . Zoppa Demeter. Nadler Simon. Löbel Michel. . Zenkner Stefan. . Soroczan Eusebius. 20. Prokopowicz Eulampie. 21. . Tokarski Josef. . Reichman Leo. . Schärf Salomon. Wassilowski Epifanie. Nowacki Sigmund. Sirbul Basil. Levescu Athanas. Wodnarzik Victor. Sirgi Demeter. Malinescul Georg. Sternberg David. Orkisz Josef. Wittner Isidor. Die mit* Bezeichneten erhielten die Vorzugsclasse. — —½ œò² S= do d 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31. 32. 33. 34. 35. 36. 37. 38. 39, II. Classe . Last Awram.“* . Bakal David.“ .Badlmesser Franz.* Wolczinski. Basil . Vogel Karl. . Berlinski Sabin. . Hellmann Salomon. . Ursuleak Michael. . Schaje Jonas. . Ghiutza Emilian Dulberger Simon. Lichtenberger Friedrich. Meixner Josef. Sachter Bernhard. Neamtzu Anania. Konstantinowicz Max. Andriczuk Eusebius. Geisler Kasimir. Buczewski Samuel. Smokot Aftauasi. Blindu Nikolaus. Bottuschan Emanuel. Weinbach Isak. Sauczuk Samuel. Jasilkowski Emil. Berghoff Leiser. Berghoff Feibisch. Wolfer Elias. Schwarz Hersch. Pollak Rudolf. Kulla Adolf. Grünberg Eisig. Moldauer Leib. Riegler Marcus. Prunkul Bogdan. Gaina Garabet. Neumann Johann. Lippiner Moses. Oliva Michael, 53 —— —=— O9o dS S S O f8 do do ddAͤ=SS O½ 00 9 õñ S. G“u d — . Fokschaner Max . Fokschaner Samuel. . Lauer Eisig. . Marian Damian. . Spinul Leo. . Joakimczuk Basil. . Marian Stefan. . Schaffer Aron. . Janowicz Johann. IHI. Classe. Daschkiewicz Silvester.“* Popociciu Eusebius.* . Gaina Bogdan.“* Grigorowicz Aurelian. . Tarnawski Georg. Apriham Christe. Berghoff Abraham. Jakubowicz Vasile. . Gertzer Eduard. . Marginean Sava. . Krämer Efraim. . Schwetz Eduard. . Awram Josef. . Levescu Erast. . Grigorowicz Stefan. Wolczynski Longinus. . Zierhoffer Karl. . Kristel Victor. . Ussatiuk Eusebius. . Hurtig Bernhard. . Lichtenberger Johann. 22. 23. 24. 25. Schwetz Ludwig. Bohaczek Victor. Vogel Josef. Holdengräber Moses. IWV. Classe. Nadler Salomon.* * * . Domaraski Wladislaus. 12. Horga Georg. . Negru Josef Draczinski Epaminondas. . Sirbul Michael. . Zenkner Johann. . Mitrofanowicz Eugen. 19. 20. 21. . Schandru Georg. . Krämer Juda. 24. 25. 26. . Wasilowski Theophil. 28. . Zothe Fridolin. 30. . Lenzberg Abraham. Rappa Adolf. Muntean Basil. Neumann Axthur. Moysa Bogdan. Kreutz Arthur. Mitrofanowicz Victor. Buleandru Demeter. Fieberl Ludwig. Schiffer Sigmun d. V Classe. . Lauer Jacob.* * Dische Simon. Lomikowski Georg. Saghin Stefan. . Weber Salamon. . Thaler Abraham. . Illiutz Victor. . Tomowicz Eudoxius. . Woloszynowski Mieczyslaw. . Polonik Nicolaus. . Macovei Stefan. . Czechowski Marian. . Grigorowicz Lazar. . Barber Jacob. . Mohr Michael. . Lenzberg Josef. . Ustyanowicz Johann. S G 10. . Vicol Lazar. 1SS K H 8 . Nussbaum Norbert. . Sirgie Haralampie. . Daszkiewicz Nicolaus. . Klopper Samuel. VI. Classe. .Rappa Samuel.* .Goldstein Leo.* Limberger Stanislaus. . Kussmani Victor. Czerniawski Michael. Reus Miltiades. . Popowicz Emanuel. . Charas Heinrich. Schaffner Maximilian. Komoroschan Basil. . Zierhoffer Franz. Wahrmann Jacob. . Beldean Stefan. . Wassilowski Victor. . Lewandowski Georg. Godel Marcus. . Weidenfeld Josef. . Lang Ludwig. Doroftei Michael. .Berlinski Johann. Badalutza Hilarion. VII. Classe. * Popowicz Alexander.* Kuparenko Titus.* Mateiczuk Peter. Prunkul Valerian. . Tarnawski Basil. . Pavel Stephan. Wassilowski Vikentie. Allacz Theodor. Hluntg Joseph. 11. Zurkan Nicolaus. 3. Goilaw Ludwig. 12. Mally Josef. 4. Turturean Basil. 13. Daszkiewicz Johann. 5. Prokopowicz Severin. 14 Popescul Epiphanias. 6. Pauliuk Georg. 15. Kobylanski Maximilian. 7. Borcea Georg VIII. Classe. 8. Jaworski Ladislaus. 1. Turturean Amfilochius. 2. König Josef. Anzeige für das Schuljahr 1877/78. Das nächste Schuljahr beginnt am 1. September mit einem feier- lichen Gottesdienste. Die Einschreibung in die erste Classe erfolgt am 28., 29. und 30. August von 8— 12 Uhr in der Directionskanzlei. Die Schüler haben in Begleitung ihrer Eltern oder deren Stellvertreter zu erscheinen und sich mit dem Geburtsschein über das vollendete neunte Lebensjahr aus- zuweisen. Ein Zeugniss der Volksschule wird nicht gefordert. Die Auf- nahme in die erste Classe hängt von dem guten Erfolge der Aufnahms- prüfung ab, welche am 30. und 31. August stattfindet. Bei dieser Prü- fung werden folgende Anforderungen gestellt: Jenes Mass von Wissen in der Religion, welches in den ersten 4 Classen erworben werden kann; Fertigkeit im Lesen und Schreiben der deutschen Sprache und eventuell der lateinischen Schrift; Kenntniss der Elemente aus der Formenlehre der deutschen Sprache; Fertigkeit im Analysiren einfach bekleideter Sätze, Bekanntschaft mit den Regeln der Orthographie und Interpunktion und richtige Anwendung derselben beim Dictandoschreiben; Uebung in den 4 Rechnungsarten mit ganzen Zahlen. Die übrigen Schüler haben sich zur Wiederaufnahme am 30. und 31. August von 8— 12 Uhr unter Vor- weisung des Zeugnisses vom 2. Semester in der Directionskanzlei zu melden. Neu eintretende Schüler haben eine Aufnahmstaxe von 2 fl. 10 kr., alle übrigen Schüler einen Bibliotheksbeitrag von 1 fl. zu entrichten. Die Wiederholungs- und Nachtragsprüfungen werden am 30. und 31. August vorgenommen. J. Limberger, k. k. Gymnasial-Director,