2 2 3 8 20 des kK Kdansg 2 5 S = 8 8 8 3 8 2 von dem k. k. Gymnasial-Director Dr. Franz Svoboda. * 1884. Druck der 8. Hermagors Buehruexarei in Kugeufurt. Im Selhetrerlese des Känssſänus. XXXIV. PROGRAMM des K. k. Staats-Gymnasiums ZU Klagenfurt. Herausgegeben am Schlusse des Studienjahres 1884 von dem k. k. Gymnasial-Director Dr. Franz Svoboda. 18S4. Druck der St. Hermagoras-Buchdruckerei in Klagenfurt. Im Selbstverlage des Gymnasiums. Inhalt: Seite Die Schicksalsidee in Schillers Wallenstein. Eine aesthetische Abhandlung von Dr. Franz G. Hann.. 3 Schulnachrichten vom Director................... 18 Die Schicksalsidee in Schiller allenstein. 1 So sehr der Genius der tragischen Kunst seit den Tagen eines Aschylos und Sophocles bestrebt war neue Bahnen einzuschlagen und dieselben auch wirklich gefunden hat, so sind doch die Tragiker nachhellenischer Zeit immer wieder zuückgekehrt zu dem ewig quellenden Jugendborn aesthetischer Schön- heit, zu dem griechischen Kunstzeitalter. Wir dürfen uns daher nicht wundern, dass auch das Dioscurenpaar Goethe und Schiller in der Epoche ihrer dich- terischen Reife und Vollendung gleich Winkelmann dem Cultus der Classicität, huldigten und dass daher auch die mit Unrecht geschmähte Schicksals- tragödie der Alten auf beide Dichterheroen einen grossen Einfluss ausübte, obwol gerade die Schicksalsidee unserem modernen Geschmacke zu wider- sprechen scheint. Es ist ein oft wiederholter und in voller Allgemeinheit nicht einmal richtiger Ausspruch, dass die antike Tragödie Schicksalstragödie die moderne aber Charaktertragödie sei, in der jeder sozusagen als seines Glückes Schmied betrachtet werden könne. Immerhin müssen wir zugeben, dass das griechische Trauerspiel so lange es nicht vom Zahne sophistischer Skeptik zernagt ist, es in gläubiger Hingebung liebte, Götter- und Menschen- willen derart einander gegenüber zu stellen, dass der Götterwille als die heilige Ananke erscheint, als das gewaltige Schicksal, welches„den Menschen erhebt, indem es den Menschen zermalmt.“ Und in dieser antiken Wortbe- deutung zieht das Verhängniss auch in Schillers Wallenstein wieder auf den Brettern ein, welche die Welt bedeuten. Sehen wir ab von der ersten Conception des Stückes, in welcher dasselbe mehr auf eine tragische Staatsaction, herbeigeführt durch die grossartige Gestalt Wallensteins, ange- legt war, so erscheint uns Schillers vollendete Trilogie durchaus peeinflusst von der antiken Schicksalsmacht. Diese tritt nämlich in der ebenso weihe- als verhängsvollen Form des Gestirnglaubens auf und wir können mit vollem Rechte den Gestirnglauben und demnach die Schicksalsidee als die wirkende und stürzende Macht, als Lebensnery des dramatischen Werkes, auffassen. Da mir aber die Schicksalsidee in Schillers Wallenstein von den Aesthetikern fast durchaus zu wenig oder nicht ganz objectiv gewürdigt scheint, so will ich der Bedeutung derselben für Schillers erstes classisches Werk einige Zeilen widmen. Die erste Aufgabe einer unbefangenen aesthetischen Analysis, welche selbst wider die Grundbedingung für jede wahre Kritik eines Dichterwerkes ist, besteht darin, den Autor nicht nach vorgefassten subjectiven Meinungen zu beurtheilen,„sondern mit Vermeidung aller Privatgefühle“ durch seine eigenen Worte zu interpretiren. In dem Prologe zu Schillers Trilogie, der als eine erklärende Zueignung aufzufassen ist, sagt uns nun Schiller ausdrücklich, dass die grössere Hälfte der Schuld Wallensteins den unglückseligen Ge- stirnen zuzuwälzen sei. Aus der durch diese Schicksalsmacht herbeigeführten Schuld Wallensteins, nämlich der des Verrathes, des Abfalles vom Kaiser, folgt der durch neues Walten der Ananke herbeigeführte Untergang des Helden, denn wer des ewigen Rechtes heilige Satzung nicht ehrt, den trifft, rascher Schicksalsschlag. 1* Der Schicksalsglaube als wirkende tragische Macht. Der Gestirnglaube ist in Schillers Wallenstein identisch mit der Schick- salsmacht. Dies geht aus dem Inhalte der Dichtung hervor und Octavio, Wallensteins Feind, bezeugt es überdies ausdrücklich, da er(Piccolomini V. 1) zu seinen Sohne spricht: „Herzog Friedland Hat seine Zurüstung gemacht. Er traut Auf seine Sterne. Unbereitet denkt er uns Zu überfallen,— mit der sichern Hand Meint er den goldnen Zirkel schon zu fassen. Er irret sich,— wir haben auch gehandelt. Er fasst sein hös geheimnissvolles Schicksal.“ Das bös geheimnissvolle Schicksal für Wallenstein liegt demnach in den Sternen; sie wirken bestimmend durch ihre Constellation und ihre Kundgebungen auf Wallensteins Handeln. Durch den Gestirnglauben wird der tatkräftige Feldherr zum Zauderer. Es gilt sagt er„die rechte Sternen- stunde auszulesen, Des Himmels Häuser forschend zu durchspüren, ob nicht. der Feind des Wachsens und Gedeihens In seinen Ecken schadend sich ver- berge.“ So wartet er nach Illos Worten auf die Sternenstunde bis ihm die irdische entflieht, er lässt die günstige Stunde trotz Illos, des klarsehenden Realisten Zuspruch vorübergehen und Octavio, der ränkevolle falsche Freund gewinnt unterdessen Zeit die Pläne Wallensteins im eigenen Lager zu ver- eitaln. Doch nicht blos durch das Zaudern wird der Gestirnglaube zur wir- kenden Macht sondern auch in anderer Weise. Lange deliberirt Wallenstein, er spielt mit den Gedanken des Verrates„wie mit einem gefährlichen Spreng- stoffe;“ was bringt ihn schliesslich doch dazu jene Tat des Abfalles vom Kaiser zu begehen, welche mit unerbitterlicher Notwendigkeit seinen Tod herbeiführt? Der Schicksalsglaube, der„glückselige Aspect.“ Wallenstein betrachtet mit Seni(Wallensteins Tod I.) die Planetenbilder. Die Constellation ist endlich die lang erwartete, günstige. Verflüchtigt sind nun alle patriotischen und moralischen Bedenken Wallensteins. „Jetzt muss Gehandelt werden schleunig, eh die Glücks- Gestalt mir wegflieht überm Haupt, Denn stets in Wandlung ist der Himmelsbogen.“ Welch' ein Gegensatz zwischen den Wallenstein, der in den Sternen die entscheidende Stunde zum Handeln liest und dem zaudernden Zweifler, als das er uns in den Piccolomini erscheint! Wallenstein ist entschlossen zum Handeln. Da pocht es, Terzky tritt herein und meldet, dass der Unterhändler mit den Schweden und Sachsen, der Sesin, in die Hände der Feinde Wallensteins gefallen sei. Von dieser irdischen Zufälligkeit weis der gestirnte Himmel, weis die Planetenconstellation nichts, dieselben sagt vielmehr nur, das Ort und Zeit günstig und zum Handeln bestimmt sei. Diese irdische Zufälligkeit, welche wider Erwarten eingetreten ist, macht Wallenstein momentan schwankend. Wie soll er sich zu diesem Ereignise verhalten; die Sterne sagen ihm darüber nichts, er ist also wieder auf sich, auf seinen eigenen Willen ge- wiesen. Das Zaudern beginnt von Neuem.„Wallenstein sagt zu IIlo Warte noch ein wenig. Es hat mich überrascht— es kam zu schnell— Ich bin es nicht gewohnt, dass mich der Zufall Blind, waltend, finster herrschend mit sich führe“. In dem darauffolgenden denkwürdigen Monologe und in dem Gespräche mit Wrangel und der Gräfin Terzky sind all' die alten Bedenken wieder wach so dass Wallenstein heftig bewegt(I. 7) ausruft: „Zeigt einen Weg mir an aus diesem Drang. Hülfreiche Mächte, einen solchen zeigt mir Den ich vermag zu geh'n.“— Diesen Ausweg, den ein Wallenstein zu gehen vermag, versteht die schlaue Gräfin zu finden. Was alle ihre arglistigen sophistischen Redeintri- guen nicht vermocht, das vermag der Hinweis auf das Schicksal, auf den gestirnten Himmel, auf den glückseligen Aspekt. Die Gräfin sagt: „Die Zeichen stehen sieghaft über dir, Glück winken die Planeten dir herunter Und rufen: es ist an der Zeit! Hast du Dein Lebenlang umsonst der Sterne Lauf Gemessen?— den Quadranten und den Zirkel Geführt?— den Zodiak, die Himmelskugel, Auf diesen Wänden nachgeahmt, um dich herum Gestellt in stummen ahnungsvollen Zeichen Die sieben Herrscher des Geschicks, Nur um ein eitles Spiel damit zu treiben? Führt alle diese Zurüstung zu nichts, Und ist kein Mark in dieser hohlen Kunst, Dass sie dir selbst nichts gilt, nichts über dich Vermag im Augenblicke der Entscheidung? Dies wirkt, „Ruft mir den Wrangel, spricht Wallenstein,— er schliesst ab mit dem Feinde, die entscheidende Tat, der u*οες welcher mit Notwendigkeit, des Helden Untergang herbeiführt, ist getan, getan nach des Schicksals Macht und Bestimmung, der gegenüber der Mensch willenlos ist. Sagt doch Wallenstein in diesem entscheidenden Momente von sich selbst: Geschehe denn, was muss „Recht stets behält das Schicksal, denn das Herz In uns ist sein gebieterischer Vollzieher. Hier zeigt sich doch sonnenklar wie das Schicksal, die wirkende Macht in Schillers Wallenstein ist, keineswegs aber, wie gemeiniglich behauptet wird, nur eine nebenher gehende romantische Zuthat. Wer kennt ferner nicht jene Frage an das Schicksal, welche Wallen- stein, der unter dem Zeichen des Jupiter geborene Hellseher, in der Nacht. vor der Lützner Action an den Weltgeist richtet?(Wallensteins Tod II. 3) Wallenstein hat eine Frage frei an das Schicksal. Das Schicksal aber offen- bart sich wie in der Antike durch ein Orakel. Es gibt ihm an, dass Octavio sein bester Freund sei. Darauf baut Wallenstein felsenfest und allen War- nungen seiner Freunde gegenüber hat er nur ein stolzes Lächeln der Ver- achtung.“„Du wirst mir, sagt er zu Illo“, meinen Glauben nicht er- schüttern, Der auf die tiefste Wissenschaft sich baut. Lügt er, dann ist die ganze Sternkunst Lüge. Denn wisst, ich habe ein Pfand vom Schicksal selbst, Dass er der treu'ste mir ist von meinen Freunden.“ Aber IIlo hat doch Recht, dieses Pfand hat gelogen, das Schicksal hat ein trügerisches Orakel gegeben, da der Untergang des grossen Wallenstein unabänderlich 6 bestimmt ist, und dieses Orakel eben zur Erfüllung dieses Verhängnises beiträgt. Es ist als ob wir Herodot reden hören würden, der da sagt, dass die Götter niemanden ungestraft übermütig sein lassen. Wallenstein aber ist übermütig, denn er will die Grundlage jeder Gesellschaftsordnung, die heilige Treue erschüttern„die Macht, die ruhig sicher thronende“ die in verjährt geheiligten Besitz, In der Gewohnheit festgegründet ruht, Die an der Völker frommen Kinderglauben, Mit tausend zähen Wurzeln sich befestigt“. Wir sehen, wie der Grundgedanke des Stückes antik ist, denn so lehrt uns die grie- chische Tragik, wer des ewigen Rechtes heilige Satzung nicht ehrt, den trifft rascher Schlag. Wir werden auf diesen wichtigen Gedanken noch einmal zurück- kommen. So viel sehen wir bis jetzt klar, der Glaube an die Sterne d. i. an- das Schicksal verblendet Wallenstein, macht ihm zum Zauderer, reift den Plan des Abfalles und bringt den entscheidenden Entschluss zu Stande. Der Glaube an die Sternkunst hat aber den tragisch verhängnisvollen Plan auch geboren. Dies sagt die Herzogin, Wallensteins Gemahlin(Wallen- steins Tod III. 3)“. Seit dem Unglückstag zu Regensburg Der ihn von seiner Höh' herunterstürzte Ist ein unstäter, ungesell'ger Geist Argwöhnisch finster über ihn gekommen. Ihn floh die Ruhe, und dem eignen Glück, Der eigenen Kraft nicht fröhlich mehr vertrauend, Wandt er sein Herz den dunklen Künsten zu, Die keinen, der sie pflegte, noch beglückt.“ Die dunklen Künste, welche die Herzogin verwünscht, weil sie ahnt, dass sie den Untergang Wallensteins herbeiführen werden, sind die astrolo- gischen. Auch Gordon(Wallensteins Tod V. 6) bezeugt gleichfalls, dass die Gewalt der Sterne Wallensteins Herz trieb. Wallenstein selbst nennt in instinktiver Vorahnung den Schicksalsglauben die ihn verderbende Macht. So in dem denkwürdigen Monologe, wo er die Worte ausspricht(W. Tod I. 4). „Ernst ist der Anblick der Notwendigkeit. Nicht ohne Schauder greift des Menschen Hand In des Geschicks geheimnissvolle Urne. In meiner Brust war meine That noch mein, Hinausgegeben in des Lebens Fremde Gehört sie jenen tück'schen Mächten an, Die keines Menschen Kunst vertraulich macht.“ Vor allem aber erhellt dies aus den Worten, die er nach gereiftem Entschlusse zu IIlo spricht und die bei einem antik griechischen Tragiker zu lesen sein könnten.“ „Frohlocke nicht! Denn eifersüchtig sind des Schicksals Mächte. Voreilig Jauchzen greift in ihre Rechte. Den Samen legen wir in ihre Hände, Ob Glück ob Unglück aufgeht lehrt das Ende.“ Er erwartet, wie er selbst sagt,„dass der Rache Stahl auch schon für seine Brust geschliffen sei.“ Und doch säht er des Drachen Zähne, doch vertraut er sich dem Schicksale an. Man sieht deutlich das Schicksal hat ihn zum Opfer auserkoren, er steht willenslos unter des Fatums Macht. 7 ——— Die Schuld aber, welche ihm unter des Fatums Macht gebracht hat, ist der masslose Ehrgeiz. der die Welt durch Treubruch erschüttern und um- gestalten will, denn die Götter lassen ungestraft niemanden übermütig sein, das Hochemporragende reizt sie, das Unbedeutende aber nicht. Das Schicksal als stürzende Macht. In Schillers Wallenstein ist das Schicksal nicht blos eine wirkende sondern zugleich die stürzende Macht. Man geht fehl, falls man glaubt, dass die Schicksalssterne blos in der Brust Wallensteins walten; das Schicksal ist vielmehr eine reale mit aller poetischen Wahrheit ausgestattete Kraft. Schiller will, dass wir an diewirkliche Existenz der Schicksalsmacht glauben, gerade so wie wir in der Jungfrau von Orleans an der Realität der gött- lichen Vorsehung festhalten müssen, welche Jean d'Arc zur Retterin Frank- reichs bestimmt hat. Schon aus dem früher Durchgeführten ergibt sich wohl, dass das Fatum keineswegs nur ein Glaube, oder besser gesagt ein betörender Aberglaube in des Helden Innern sei, aber auch die Personen reden mehrfach derart, dass sie die Realität des Schicksals, welches sich in den Sternen offenbart, bezeugen. Den besten Beweis hiefür aber liefern jene Scenen, in denen sich, wollen wir nicht einen sinnlosen Zufall annehmen, das Eingreifen einer höheren Ananke, das Walten einer unsichtbaren Hand, kund gibt. Es ist die äusserste Verblendung, herbeigeführt von der strafenden Schicksalsmacht, welche Wallenstein nach geschehener That des Abfalles vom Kaiser zu Grunde richtet. Als Verrat und Meuterei im Lager um sich greifen und es(III. 8 Wallensteins Tod) Wallenstein gemeldet worden ist, dass Octavio an all' dem die Schuld trage, da ruft* Terakg aus „Hätte man mir geglaubt, Da siehst du's, wie die Sterne dir gelogen.“ Aber mit Würde richtet sich der schwergebeugte Wallenstein auf und spricht mit gläubiger Entschlossenheit die denkwürdigen Worte: „Die Sterne lügen nicht, das aber ist Geschehen wider Sternenlauf und Schicksal. Die Kunst ist redlich, doch dies falsche Herz Bringt Lug und Trug in den wahrhaft'gen Himmel. Nur auf der Wahrheit ruht die Wahrsagung, Wo die Natur aus ihren Gränzen wanket Da irret alle Wissenschaft.“ Mit diesem mystischen Wortspiele sucht Wallenstein sich die schla- gende Macht der Thatsachen aus dem Sinne zu schlagen. Es ist jedoch ein tiefer Sinn in diesen Worten. Die alles durchdringende Schicksalsmacht durchschaut den masslosen Ehrgeiz des Helden, der durch seine That der Treulosigkeit die moralische Weltordnung erschüttern will.** Um ihn zu be⸗ rücken und zu verderben und- dadurch den Erfolg der vorausgesehenen That zu brechen, streut die Stimme der Wabrheit d. h. das Schicksal * Wallensteins Tod III. 9. ** Dass der Treubruch ein welterschütterndes Laster sei sagt Wallenstein selbst(Wallensteins Tod I. 4. III 9.) Dasselbe bezeugt Max(W. Tod II 2.)„Nur zum Verräter werde nicht, das ist schwarz wie Jie Hölle.“ Aehnliches spricht Wrangel aus.(W. T. I. 5). 8 —— unter der Maske eines Lügengeistes ein für Wallenstein betrügliches Traum- orakel aus. In dem Banne dieses Orakels bleibt Wallenstein befangen, und so sehr ist er in der Hand des Schicksals, dass kein factisches Vorkommnis ihn an der Astrologie irre machen kann. Die Sterne lügen nicht, das aber ist Geschehen wider Sternenlauf und Schicksal. Der Charakter(ctavios soll Schuld tragen an der Nichterfüllung der Verheissung nicht aber der gestirnte Himmel. Und im nächst- folgenden zehnten Auftritte zeigt sich aufs neue das sinnverwirrende Ein- greifen der Schicksalsmacht in Wallensteins Geist. Wenn Wallenstein vor- dem(Vgl. W. Tod III. 4) Buttler instinctiv als seinen Feind betrachtete, wenn ein Gefühl, dessen er nicht Meister werden konnte, in der Nähe Buttlers schaudernd seine Sinne beschlich, so war diess eine richtige düstere Vorahnung des schrecklichen Mordes, den dieser Buttler plante. Jetzt aber ist diese warnende Ahnung, die Wallenstein aus den Händen Buttlers noch retten und befreien könnte, durch die waltende Schick- salsmacht plötzlich umgewandelt in ein Gefühl der Freundschaft. Buttler tritt als Freund an Octavios Stelle, der Mörder an die Stelle des Verräters. „Komm an mein Herz, du alter Kriegsgefährt So wohl thut nicht der Sonne Blick im Lenz Als Freundes Angesicht in solcher Stunde.* In den letzen drei Acten von Wallensteins Tod treten eine Reihe von Handlungen und zwar gerade die ausschlaggebensten zufällig ein. Wenn diese dramatisehen Ereignisse wirklich nur von Ungefähr wären, so wäre in Schillers ersten dramatischen Meisterwerke die Peripetie und Katastrophe, in aesthetisch sinnloser, weil unmotivirter Weise herbeigeführt. Nichts ist, kritisch in einem Drama mehr zu verurtheilen, als eine solche Aufhebung der dramatischen Einheit, welche Cansalität fordert. Wer aber wird Schiller eines solchen Fehlers leichtfertig zeihen wollen, ihn, der seinen Helden also reden lässt: „Es gibt keinen Zufall; Und was uns bplindes Ohngefähr nur dünkt, Gerade das steigt aus der tiefsten Quelle.“ (W. Tod II 3). Ja, halten wir uns nur an die Worte des Dichters. Diese Zufällig- keiten sind kein blindes Ohngefähr, sie steigen wirklich aus der tiefsten *Wenn Wallenstein(man vergleiche W. Tod II 6.) Buttler hintergegangen hat, indem er ihn antrieb beim Kaiser die Erhebung in den Adelsstand nachzu- suchen und dann anstatt sich versprochener Massen mit Freundeswärme für ihn zu verwenden, es brieflich beim Hofe durchsetzte, dass Buttler schmählich abgewiesen wurde, so war dies ein schlau durchdachter Plan, der aus Wallensteins Selbsterhaltungstriebe, möchte ich sagen, hervorging. Er wollte durch diesen Schachzug jenen Menschen, bei dessen Anblick ihm graute, nähmlich Buttler, an sich bannen und ihn dadurch unschädlich machen. Aber durch Zufall, wie Octavio sagt, gelangt der alte Piccolomini in den Besitz des Briefes, überreicht ihn Buttler und dieser beschloss, in seinem Ehrgeitze auf das Aeusserste gekränkt, Wallenstein zu verderben. Das Ganze ist aufzufassen als eine Fügung des Schicksales, welches es auf den Tod Wallensteins abgesehen hat. Was auch Wallenstein thun mag, es schlägt für ihn ins Gegentheil, ins Verderben um. 9 —— Quelle d. h. sie sind Fügungen der realen allwaltenden Schicksalsmacht, herbeigeführt, um das ausersehene Opfer zu umgarnen und zu vernichten. Der Reitende, den Graf Kinsky an Wallenstein schickte, um diesen über das Schicksal Prags Nachricht zu geben, wird, scheinbar durch Zufall, (W. Tod III. 10) von der Wache im Lager aufgefangen. Sein Brief, so will es das Schicksal, dessen Verkünder Butiler, der böse Dämon Wallen- steins ist, läuft aufgebrochen durch das ganze Lager. Er meldet den Truppen zur unrechten Stunde, dass Prag für Wallenstein verloren sei, dass alle Re- gimenter zu Budweis, Tabor. Branau, Königingrätz, zu Brünn und Znaym dem Kaiser gehuldigt haben und dass Wallenstein selbst mit Kinsky, Terzky und Illo geächtet sei. Wie dies auf die noch Unschlüssigen wirkt, lässt sich denken.„O weh uns IIlo“, ruft Terzky aus,„Alles stürzt zusammen“. Freilich erscheint der Kampf gegen den Kaiser für Wallenstein nunmehr eine erlaubte Notwehr zu sein, dies richtet ihn auf, „Notwendigkeit ist da, der Zweifel flieht, jetzt fecht ich für mein Haupt und für mein Leben.“ So spricht der Friedländer, wir aber wissen, dass es für den, der das Kainszeichen des Schicksales trägt, gleichgültig ist. ob er glaubt aus Not- wehr oder aus freiem Antrieb zu handeln. Er ist auf jeden Fall verloren. Dies zeigt der sechzehnte Auftritt des 3. Aufzuges in Wallensteins Tod. Die Pappenheimischen Kürassiere sind das Elitecorps in Wallensteins Lager. An ihrer Treue muss Wallenstein viel gelegen sein. Das Corps, unschlüssig, sendet(15. Auftritt) eine Deputation an den Feldherrn. Durch die Macht seiner Persönlichkeit und durch kluge Rede hat Wallenstein sie, wie aus den letzten Worten des Gefreiten hervorgeht, fast überredet, ihm treu zu bleiben. Da, im entscheidenden Moment tritt Buttler, der Herold des Fatums auf und bringt die Nachricht „Graf Terzkys Regimenter reissen Den kaiserlichen Adler von den Fahnen „Und pflanzen deine“(nämlich Wallensteins) Zeichen auf.“ sofort fallen die Pappenheimer von dem Feldherrn ab und Wallen- stein ruft in höchster Erregung aus:; „Das stürzt uns ins Verderben. Buttler, Buttler, Ihr seid mein böser Dämon, warum musstet ihr's in ihrem Beisein melden!...— 0 grausam spielt das Glück Mit mir! Der Freunde Eifer ist's, der mich Zu Grunde richtet, nicht der Hass der Feinde.“ Das verderbenbringende Schalten des Schicksales hat aber damit noch nicht den entscheidenden Höhepunkt erreicht. Als in Pilsen alles verloren ist, beschliesst Wallenstein in seiner Verblendung sich in Eger der Obhut Buttlers und dessen Freundes, des Kommandanten Gordon anzuvertrauen. (Wallensteins Tod III 23.). Damit hat er selbst die Würfel seines Schick- sals wahnwitzig zu seinem Untergange geworfen. Dies zeigt uns der un- mittelbar folgende Monolog Buttlers(W. Tod IV. 1.) Er ist herein. Ihn führte sein Verhängnis Bis hieher Friedland und nicht weiter! sagt Die Schicksalsgöttin. Aus der böhmischen Erde Erhob sich dein bewundert Meteor, Weit durch den Himmel einen Glanzweg ziehend, Und hier an Böhmens Gränze muss es sinken. 10 Du hast die alten Fahnen abgeschworen Verblendeter und traust dem alten Glück! Den Krieg zu tragen in des Kaisers Länder, Den heil'gen Herd der Laren umzustürzen Bewaffnest du die frevelhafte Hand. Nimm dich in Acht! dich treibt der böse Geist Der Rache— dass dich Rache nicht verderbe. AlSo, so spricht Buttler, die Schicksalsgöttin hat den Tod Wallensteins bestimmt, weil er die frevelhafte Hand bewaffnete zum Umsturze des hei- ligen Herdes der Laren. Buttler ist nur das Werkzeug des Schicksales und das unheilvolle Ver- hängnis führt Dinge herbei, die wieder scheinbar Wallenstein nützen aber in Buttler notwendig den Entschluss reifen müssen, noch vor Tagesanbruch Wallenstein zu tödten. Wenn auch Buttler in der ersten Aufwallung des Zornes den Ausspruch getan hat, Wallenstein solle nicht mehr leben, so weicht doch der Gedanke an Mord wieder aus seiner Seele und er will, wie aus dem Gespräche mit Gordon(W. Tod V. 6. u. 8) hervorgeht, Wallenstein nur dem Kaiser ausliefern, damit an den Geächteten zu Wien die verdiente Rache geübt werde. Da kommt die Nachricht(IV. 5.), dass fünf Meilen von Eger bei Neustadt die kaiserlichen Truppen unter Max gänzlich ver- nichtet worden seien. Am nächsten Morgen(IV. 7.) sollen die siegreichen Schweden in die Stadt Eger einziehen, Wallenstein wird sich mit ihnen vereinen, der Verrat ist dann doch gelungen. Nur die kommende Nacht noch gehört in Eger den kaiserlich Gesinnten, die an Zahl viel zu schwach sind, um die Vereinigung Wallensteins mit den Schweden zu hindern. Jetzt erst fasst Buttler, der für den Ausgang Bürge geworden ist, den ebenso notwendigen als furchtbaren Entschluss, Wallenstein noch in dieser Nacht zu tödten. Hier(6. 8. IV.) ist die Peripetie des Stückes, die mit innerem Zwang die Katastrophe herbeiführt. Sie ist ein Ergebnis der Siegesnachricht, diese aber, und damit Buttlers Entschluss und Wallensteins Tod ist herbeigeführt durch die rächende Nemesis. Das dies so zu fassen sei, sagt uns Schiller durch Buttlers Mund. Spricht doch Buttler(V. 6.) „Wär die Armee des Kaiser nicht geschlagen, Möcht ich lebendig ihn erhalten haben“. „Der Ort nicht, sein Verhängnis, tödtet ihn“. Und im 8. Auftritte erklärt Buttler Gordon gegenüber mit ebenso grosser Aufrichtigkeit als Entschiedenheit: „Gordon! Nicht meines Hasses Trieb,— Ich liebe Den Herzog nicht, und hab' dazu nicht Ursach',— Doch nicht mein Hass macht mich zu seinem Mörder, Sein böses Schicksal ist'’s. Das Unglück treibt mich, Die feindliche Zusammenkunft der Dinge. Es denkt der Mensch die freie That zu thun, Umsonst! Er ist das Spielwerk nur der blinden Gewalt, die aus der eignen Wahl ihm schnell Die furchtbare Notwendigkeit erschafft. Was hälfs ihm auch, wenn mir für ihn im Herzen Was redete.— Ich muss ihn dennoch tödten. Man sieht, Buttler ist nur Scherge des Fatums, welches Wallensteins Tod verhängt hat. Sein Herz sagt ihm, übe Milde, aber des Patums Macht hält ihn in ehernen Klammern. 11 —— „Warum“ sagt Buttler„mussten auch die Schweden siegend und so eilend nah'n. Gern überliess ich ihn des Kaisers Gnade, sein Blut nicht will ich, nein er möchte leben.“ Doch er muss sterben.„Der Ort nicht, sein Verhängnis tödtet ihn.“ Bei all' dem wäre noch immer eine Möglichkeit für Wallenstein dem Verhängnise zu entgehen, wenn er, der grosse Menschenkenner, der be- wusste, planvolle Berechner, der Romantiker, der auf Ahnungen und Vor- zeichen etwas hält, nicht gerade jetzt aus Verblendung am Sorglosesten wäre. Die nüchterne, aufgeklärte Gräfin Terzky sogar ist von bösen Ahnungen ergriffen, denn grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus(IV. 9.)(V. 3.) Träume melden den Tod Wallensteins, aber Wallenstein sagt die innere Warnungsstimme gerade jetzt gar nichts. In dem herrlichen, von wahrsten Geiste ächter Romantik getragenen 3. Auftritt des V. Actes sieht Wallenstein nach dem gestirnten Himmel. „Am Himmel ist geschäftige Bewegung Des Thurmes Fahne jagt der Wind, schnell geht Der Wolken Zug, die Mondessichel wankt Und durch die Nacht zuckt ungewisse Helle. Kein Sternbild ist zu sehn! Der matte Schein dort, Der einzelne ist aus der Kassiopeia Und dahin steht der Jupiter. Doch jetzt Deckt ihn die Schwärze des Gewitterhimmels“. Doch dem Astrologen Wallenstein verrät, so will es das Verhängnis, gerade jetzt im entscheidenden Momente der gestirnte Himmel nichts, gar nichts, denn durch den Tod Maxens, des edelsten Freundes, glaubt Wallen- stein„den Neid des Schicksales gesühnt zu haben.“(V. 4). Darum ist er ganz ruhig, und als ihm(V. 5) sein treuer Seni zuruft, dass die Zeichen grauenhaft stehen, dass nahes Unglück von falschen Freunden drohe, antwortet ihm Wallenstein, das auserkorene Schlachtopfer des Schicksales: „Du träumst, Baptist, die Furcht bethöret dich“. Von falschen Freunden stammt mein ganzes Unglück Die Weisung hätte früher kommen sollen, Jetzt brauch' ich keine Sterne mehr dazu. Da wirft sich Gordon Wallenstein zu Füssen, er deutet ihm unter flehentlichen Bitten das ihm drohende Verhängnis an, allein Wallenstein hört auf all' dies nicht. Wie eine Motte dem Feuer zuflattert, stürzt er sich selbst ahnungslos in sein Verderben. „Gut Nacht Gordon! Ich denke einen langen Schlaf zu thun, Denn dieser letzten Tage Qual war gross. Sorgt, dass sie nicht zu zeitig mich erwecken.“ Dies sind die letzaten Worte, welche Schiller den grossen Friedländer sprechen lässt.(V. 5.) Rasch wird durch Deveroux und Macdonald auf Buttlers Geheiss der Mord vollzogen. Man hört nähmlich Trompeten in der Ferne. Das sind schwedische Trompeten, rufen Macdonald und Deveroux.„Die Schweden steh'n vor Eger! Lasst uns eilen.“ Trostlos enteilt Gordon und mit rasender Schnelligkeit wird, da jede Minute kostbar erscheint, der Mord vollzogen.“ Wäre er einige Minuten verzögert worden, er wäre unterblieben. Nicht die Schweden, die kaiserlichen sind in Eger eingedrungen, athem- los stürzt der getreue Gordon herbei. 12 —— „Es ist ein Irrthum— Es sind nicht die Schweden, Die Kaiserlichen sinds, die eingedrungen Der Generalleutnant schickt mich her, er wird Gleich selbst hier sein— Ihr sollt nicht weiter geh'n. Was Gordon einen Irrtum nennt, ist das Eingreifen des Fatums. An einem Augenblicke hing Wallensteins Leben, doch dieser Augenblick er war der Tigersprung des Schicksales, das Wallenstein lange umlauert hatte. So ist Peripetie und Katastrophe durch die Schicksaltücke herbeigeführt; aber vergessen wir nicht, das tückische Schicksal, es ist der Anwalt der Moral, der Treue, und durch Wallensteins Tod triumphirt daher ein sittliches Princip ebenso wie durch die unüberwindbare treue Liebe Maxens und Theklas, die sich stärker zeigt als das Schicksal, weil dieses nicht im Stande ist, ihnen dieselbe aus den Herzen zu reissen. Weil, wie wir ge- zeigt zu haben glauben, das allwaltende Schicksal in Schillers Wallenstein das wirkende und stürzende Agens ist, bemüht sich auch Schiller in seiner Dichtung sichtlich die ganze Familie und Freundschaft des Friedländers unter den verderbenden Bann der heiligen Ananke zu stellen. IIlo und Terzky gehen, weil mit der gleichen Schuld behaftet, auf gleiche Weise unter. Heiter, voll froher Siegeszuversicht,(W. Tod IV. 78.) stürzen sie gleich ihrem Feldherrn und Freund„ahnungslos in das ausgespannte Mord- netz“, wie Gordon sagt. Gleich einem finsteren Dämon schreitet das Schicksal durch Wallensteins Haus und darum liegt eine trübe, düstere Athmosphäre über dem Heime des Friedländers, welche in den furchtsamen, auf schauriges Geschehen gleichsam harrenden Charakter der Herzogin, wie überhaupt in den düsteren Ahnungen, welche zuletzt sogar die Gräfin Terzky ergreifen, ihren psychologischen Reflex findet. Am deutlichsten möchte ich sagen fühlt Thekla, die zartbeseitete und doch zugleich heroisch starke Seele das Walten des Verhängnisses. Lässt sie doch Schiller(Piccolom. III 9.) pro- phetisch, wie eine zweite Cassandra, als alles für Wallenstein noch sonnig zu sein scheint, die Worte sprechen: „Es geht ein finstrer Geist durch unser Haus Und schleunig will das Schicksal mit uns enden. Ihr ist es, als ob der Rachestahl für ihr ganzes Haus schon ge- schliffen sei. Als ihr(W. Tod III 2.) durch die Gräfin Terzky die That des Verrates, welche ihr Vater zu tun im Begriffe ist, mitgeteilt wird, spricht sie: „O meine ahnungsvolle Seele— Jetzt— Jetzt ist sie die kalte Schicksalshand Die in mein fröhlich Hoffen schaudernd greift. Ich wusste wohl,— o gleich als ich hier eintrat, Weissagte mir's das bange Vorgefühl, Dass über mir die Unglückssterne stünden. Darum hat sich aber auch der astrologische Turm,„das Heiligtum, das sonst so streng verwahrt wird, gleich in den ersten Stunden für Thekla geöffnet. Seni führte Thekla in den Turm, und schüttelte das Haupt bedenk- lich, da ihm die Linien von Theklas Hand nicht eben zu gefallen scheinen. (Piccol. III. 4). Ja Max und Thekla gehen unter, weil sie mit dem in Ver- bindung stehen, der das Kainszeichen des Schicksales trägt, nämlich mit Wallenstein. In richtiger Vorsehung dieses Umstandes sagt Max am Schlusse der Piccolomini von Wallenstein: 13 — Dieser Königliche, wenn er fällt, Wird eine Welt im Sturze mit sich reissen, Und wie ein Schiff, das mitten auf dem Weltmeer In Brand geräth mit einem Mal und berstend Auffliegt und alle Mannschaft, die es trug, Ausschüttet plötzlich zwischen Meer und Himmel, Wird er uns alle, die wir an sein Glück Befestigt sind, in sein Fall hinabzieh'n“. Ohne sittliches Verschulden allerdings enden Max und Thekla, aber das herbe, moralisch unbefriedigende dieser Tragik wird aufgehoben durch den Sieg der Treue in der Brust der Siegenden über das allgewaltige Schick- sal; denn dieses vermag nichts über ihre Liebe, und die Treue bleibt bei Max und Thekla in ächt germanischer Heldenhaftigkeit gewahrt bis in den Tod. Aesthetische Zulässigkeit der Schicksalsidee und Gründe für die Ein- führung derselben in Schillers Werk. So ist denn Schillers Wallenstein im Wesentlichen eine Schicksals- tragödie, wenn wir von der ersten Conception absehen, in der das Stück nach Schillers eigenen Worten auf eine Staatsaction angelegt war,*† wovon es noch deutliche Spuren zeigt. Nun leidet freilich nach modernen Begriffen jede Schicksalstragödie daran, dass sie den menschlichen Willen unfrei und zum Spielballe eines blinden Verhängnises macht und daher die Gerechtigkeit vernichtet. Aber wir haben gesehen, dass das Schicksal im Wallenstein als gerechte sittliche Vergelterin Rache nimmt an den, der„mit frevelhafter Hand den heiligen Herd der Laren umstürzen will“. Wallenstein selbst stellt als das finsterste und unatürlichste Laster, das alles aus den Angeln hebt, den Treubruch** besonders den gegenüber Freunden und Wohltätern hin. Damit hat er, der aus masslosem Ehrgeize die Hand gegen seinen Herrn und Wohltäter dem Kaiser erhebt und eine ganze Armee zum Laster der Felonie verführen will, sich selbst sein Urteil gesprochen. Genau so wie er selbst über Octavio, urteilt das Schicksal über ihn; der Fall ist ja der gleiche und auch Octavio (man vergleiche den Schluss der Trilogie) entgeht für seinen Treubruch gegenüber Wallenstein der streng aber gerecht abwägenden Nemesis nicht. Und der Ehrgeiz Wallensteins, dieser dämonische Drang, ob dessen er dem Schicksale verhält, erscheint zurechnungsfähig und verschuldet. Denn dieser Dämon liegt im Charakter Wallensteins und wir sagen mit Schopenhauer, * Briefwechsel mit Körner. Brief vom 28. November 1796. *r Dies geht besonders aus W. Tod I. 6. hervor. Spricht doch Wallenstein: „Die Treue sag' ich euch Ist jedem Menschen, wie der nächste Blutsfreund, Als ihren Rächer fühlt er sich geboren. Was noch so wütend ringt, sich zu zerstören Verträgt, vergleicht sich, den gemeinen Feind Der Menschlichkeit, das wilde Thier zu jagen, Das mordend einbricht in die sichre Hürde, Worin der Mensch geborgen wohnt.— 14 —— dass der Mensch zwar nicht für jede einzelne Handlung wohl aber für seinen ganzen Character, aus dem die einzelnen Handlungen fliessen, verantwortlich gemacht werden kann. Genau dasselbe lässt ja Schiller selbst seinen Helden sagen, indem derselbe spricht:(Wall. Tod II 3. „Des Menschen Taten und Gedanken, wisst Sind nicht, wie Meeres blindbewegte Wellen Die innre Welt, sein Mikrokosmus, ist Der tiefe Schacht aus dem sie ewig quellen. Sie sind nothwendig, wie des Baumes Frucht, Sie kann der Zufall gaukelnd nicht verwandeln, Hab' ich des Menschen Kern erst untersucht, So weiss ich auch sein Wollen und sein Handeln. Des Menschen Kern, der tiefe Schacht, ist der Character, dieser aber ist„geprägte Form, die lebend sich entwickelt“. Für seinen ehrgeizigen Character ist Wallenstein verantwortlich und das Lager zeigt uns, wie der Glaube an seine Macht, an sein Können, sich in Wallenstein bis zum Uebermute steigern konnte; war doch die Gelegenheit, waren doch die äusseren Umstände,(dies verrät uns auch noch der Beginn der Piccolomini) so geartet, dass der Held mit freien Willen jenen Gedanken des Verrates fasste, dessen Ausführung das Herz und Nieren durchforschende heilige Schicksal dadurch vereitelt, dass es durch den Gestirnglauben des Friedländers Geist berückte, ihn verblendete und sicher zugleich machte und jene Umstände, die nur scheinbare Zufälligkeiten sind, herbeiführte, durch welche der Stern des Friedländers zu jähem Falle kam.* Wir sehen daher, wie Freiheit und Notwendigkeit sich in Schillers Wallenstein nicht ausschliessen, denn der Character, der Wallensteins geistiges Eigen ist, gibt, das Substrat ab, an dem die heilige Ananke sich betätigt. Von dieser die Treue rettenden Betätigung der Ananke handelt der zweite, namentlich aber der III. Teil der Trilogie. Wenn also vom moralischen Standpunkte die Herrschaft der Schicksals- idee gerechtfertigt erscheint, so ist dies wol nicht minder vom aesthetischen. Standpunkte der Fall. Das Geschrei, dass sich principiell gegen jede Schicksalstragödie erhebt, ist aesthetich durch die einfache Entgegnung mundtod zu machen, dass das Dasein einer unendlichen, alles beherrschenden Schicksals- macht, poetisch fingirt, die Vorstellung des Erhabenen hervorruft. Denn wo immer uns in der Natur oder Kunst der Schein einer unendlichen Macht oder Grösse entgegentritt, der gegenüber der Einzelne in Nichts verschwindet, haben wir es mit dem Erhabenen zu tun. Das Erhabene aber, darüber obwaltet aesthetisch kein Streit, gehört in das Gebiet des Schönen und alle Künste machen von demselben Gebrauch, also kann auch * Der Schauspieler, für den die von aussen eingreifende Schicksalsmacht undarstellbar ist, wird, wie ich in Nr. 7030 der„Neuen Freien Presse“(vom 23. März 1884) las, freilich am besten tun, Wallensteins Charakter so darzu- stellen, dass der Glaube an die Gestirne nichts anderes ist, als der starke Glaube des Ehrgeizigen an sich selbst,„der sich in diesem Aberglauben spiegelt“. Wenn der Referent in diesem Berichte Recht hat, so soll der berühmte Schauspieler Sonnenthal bei seiner Darstellung deutlich durchfühlen lassen, wie dieser Reflex des eigenen Ehrgeizes, nämlich Wallensteins Gestirnglaube, den Helden zum Zauderer mache, verblende und dadurch seinen Sturz herbeiführe. 15 — die Dramatik uns das erhabene Schicksal vorführen. Aber freilich muss die unendliche und daher an sich übersinnliche Macht des Schicksals durch ein sichtbares Medium wirken und in Erscheinung treten und dieses sichtbare Medium muss ein der heiligen und gewaltigen Ananke würdiges sein. Wenn man, wie dies neue Romantiker besonders gerne taten, durch eine verhängnisvolles Messer, einen Unglücksdolch, einen verfluchten Tag das Fatum sich manifestiren lässt, so wird dadurch das Erhabene herab- gewürdigt, ja die Wirkung schlägt wegen der Disharmonie zwischen der unendlichen Idee und dem geringfügigen Vehikel leicht ins Lächerliche um, so dass sich dann der Ausspruch bewährt:„vom Erhabenen bis zum Lächer- lichen ist oft nur ein Schritt“! An derartigen Misgriffen aber trägt die Schicksalsidee nicht Schuld, sondern der ungeschickte Dramatiker, der sie nicht zu benützen versteht. Sophocles in seinem König Oedipus, Schiller in seiner Braut von Messina und in seinem Wallenstein haben derartige Fehl- griffe vermieden. Wenn uns das Schicksal zur Anschauung kommt am ge- stirnten Himmel, dessen Anblick, wie Kant mit Recht sagt, das Gemüt ebenso mit Bewunderung erfüllt, wie das Sittengesetz in uns, wenn Wallen- stein in den Sternen, die einem Platon göttliche Wesen waren, seine Thaten liest, so haben wir für das Schicksal eine würdige Manifestation. Diese Manifestation hat aber gerade für das Drama Wallenstein die beste poetische Wahrheit, denn zur Zeit des dreisigjährigen Krieges glaubte man ja an die Astrologie und von Wallenstein wird erzählt, dass er sich von Keppler das Horoskop stellen liess. Freilich war die Astrologie in Wirklichkeit ein Aberglaube, ein verblendender Wahn, aber der Geisterglaube ist auch ein Aberglaube und wie der Spiritismus zur Genüge zeigt ein verblendender, gefährlicher Wahn und doch hat ein Skakespeare mit solchem Erfolge von diesem Wahne den herrlichsten poetischen Gebrauch gemacht. Warum sollte daher nicht auch Schiller den astrologischen Wahn poetisch einführen, handelte es sich doch blos darum, denselben einerseits wahr, andererseits aber idealisirt darzustellen. Gewiss aber hat Schiller den astrologischen Glauben idealisirt, denn wenn wir Wallenstein von den Sternen reden hören, oder dieselben befragen sehen, so ergreift uns ein gewisser Schauder, wir werden„geteuscht“ und der Hang zum Wunderbaren, zum Geheimnissvollen, der in jeder Menschenbrust mehr oder minder liegt, wird aesthetisch be- friedigt. Mit Glück hat es Schiller vermieden, in die technischen Details der Astrologie zu sehr einzugehen, denn das wäre unpoetischer Gram aus einer Rumpelkammer voll von Wunderlichkeiten.* Nach Schillers ursprünglicher Absicht sollte ein Buchstabenorakel auf Wallenstein entscheidend einwirken(man vergleiche Goethes Brief an Schiller vom 8. December 1798). Mit Recht bemerkte darüber Goethe seinem Freunde, dass zwar der moderne Orakelaberglaube auch manches poetisch Gute habe, dass aber die von Schiller ausgewählte Species zu den Ana- grammen, Chronodistichen, Teufelsversen gehört und daher„aus einer ge- * Die Zahlenphantastik(Piccol. II. 1) hätte vielleicht unterbleiben können, wie überhaupt diese ganze Scene in der die Bedienten die Stühle setzen. Ebenso hätte wohl der Ausspruch Senis unterdrückt werden können.(W. Tod I. 1)„Und beide grosse lumina von keinem Malefico beleidigt.“ Doch dies sind nur Kleinig- keiten, im übrigen ist die Einführung der Astrologie durchaus würdig und feierlich. Man erinrere sich nur an die geistvolle Begründung des astrologischen Glaubens durch Wallenstein Illo gegenüber.(Piccol. II. 6). 16 ——— schmacklosen und pedantischen Verwandschaft ist, an die man durch ihre incurable Trockenheit erinnert wird.“ Schiller hatte nach einem unaesthe- tischen Mittel gegriffen, verwarf aber,(wie der Brief vom 11. December 1798 zeigt), dieses unpassende Hilfsmittel. Da aber, wie aus dem Briefwechsel mit Körner hervorgeht, nach Schillers eigenen Worten der vorliegende Wallensteinstoff poetisch„im hohen Grade ungeschmeidig“ war,„Kleine und viele Mittel“, zerstreute Handlungen,„eine für den Vortheil des Poeten viel zu kalte trockene Zweckmässigkeit“ hatte und der ganze Wallenstein'sche Entwurf„am Ende nur durch eine Ungeschicklichkeit“,(wie sich Schiller ausdrückt), mislingt, so hatte der Dichter lange und schwer zu arbeiten, um diese unpoetische Trockenheit zu überwinden, dem Stücke den Charakter einer Haupt- und Staatsaction zu nehmen, und durch eine kunstreiche Führung der Handlung“ dasselbe„zu einer schönen Tragödie“ zu machen. Zu einer schönen Tragödie aber wurde Wallenstein nicht blos dadurch dass, wie uns der Prolog sagt, Wallenstein dem Herzen, menschlich näher gebracht. wurde, was vor allem durch Einführung von Max und Thekla geschah, sondern besonders durch den Schicksalsglauben. Es brauchte eine Zeit lang bis Schiller die Bedenken gegen Einführung des astrologischen Motives über- wand. Er wollte(man vergleiche Schillers Brief an Goethe vom 4. De- cember 1798) anfänglich das astrologische Motiv nur in so weit ge- brauchen, als dadurch„der Abfall Wallensteins eingeleitet werden und ein muthvoller Glaube an das Glück der Unternehmung in ihm erweckt werden soll“. Noch spricht Schiller davon, dass er„durch das Wunderbare dem Wallenstein nur„einen augenblicklichen Schwung“ geben wolle, ja er richtet an Goethe die Frage, ob die von ihm gebrauchte„Fratze“ einen ge- wissen tragischen Gehali habe und nicht blos als lächerlich auffalle. Aber Goethe sprach sich in dem Briefe vom 8. December 1798 so vorteilhaft über den aesthetischen Wert des astrologischen Glaubens aus, und empfahl denselben so sehr, dass Schiller in seinem Briefe vom 11. December 1798 an Goethe folgendermassen schreibt:„Ihre Bemerkungen sind vollkommen richtig und ihre Gründe überzeugend. Ich weiss nicht welcher böse Genius über mir gewaltet, dass ich das astrologische Motiv im Wallenstein nie recht ernsthaft auffassen wollte, da doch eigentlich meine Natur die Sachen lieber von der ernsthaften als von der leichten Seite nimmt. „Ich sehe aber jetzt vollkommen ein, dass ich noch etwas Bedeu- tendes für diese Materie thun muss und es wird auch wohl. gehen, ob es gleich die Arbeit wieder verlängert“. Das Bedeutende, was nun- mehr Schiller auf Goethes Anregung tat, war die Einführung der Schick- salsidee in der von uns besprochenen Weise. In den Piccolomini tritt diese Idee noch weniger hervor, desto mehr aber in Wallensteins Tod, dem Meisterstücke der Trilogie. Dies deutet Goethe in seinem Briefe vom 9. März 1799 ziemlich unverholen an, wenn er schreibt:„Wenn sich der Zuschauer bei den Piccolominis aus einem gewissen künstlichen, und hie und da will- kührlich scheinenden Gewebe nicht gleich herausfinden, mit sich und an- deren nicht völlig eins werden kann, so gehen diese neuen Acte nur schon gleichsam als naturnotwendig vor sich hin. Die Welt ist gegeben, in der das alles geschieht, die Gesetze sind aufgestellt, nach denen man urteilt, der Strom des Interesses, der Leidenschaft findet sein Bette schon ge- graben, in dem er hinrollen kann“. Man sieht, nicht aus den Charakteren ergibt sich die Katastrophe, sondern der Strom des dramatischen Geschehens findet sein Bette schon gegraben vor, nämlich durch das determinirende Schicksal. 17 ·A Demnach enthält Schillers Wallenstein drei Momente in sich. Das anfangs vorwaltende später aber relativ mehr zurückgedämmte Moment der militärischen und politischen Action, ferner das subjectiv lyrische Mo- ment der Freundschaft Wallensteins zu Max und der Liebe zwischen Max und Thekla und endlich das antike Moment der Schicksalsidee in zeitge- mässer und poetisch wahrer Form manifestirt im astrologischen Glauben. Es lag nicht im Zwecke dieses Aufsatzes eine Analyse des ersten und zweiten Momentes zu geben, es sollie nur in Kürze aus dem Inhalte der Dichtung gezeigt werden, wie das Schicksal in Schillers Wallenstein als wirkende und stürzende Macht waltet. Diese der Antike entlehnte Vor- stellung war für Schiller um so verlockender, als seit dem Jahre 1798 durch aesthetisches Studium der Alten und namentlich durch die geistige Einwirkung Goethes auf Schiller in diesem sich die Ueberzeugung von der absoluten Mustergültigkeit der Antike pildete. Während Schiller in der Ab- handlung über tragische Kunst(B. 11. S. 458), welche sich zuerst im zweiten Stücke der neuen Thalia vom Jahre 1792 gedruckt findet, das an- tike Schicksal noch aesthetisch verwirft und davon spricht dass sich die „griechische Kunst zur reinen Höhe tragischer Rührung nie erhoben“ habe und dass die Neuern darauf verzichten müssen griechische Kunst je wieder herzustellen, findet sich die Schicksalsidee scuon im Taucher und im Ringe des Polykrates* poetisch verwendet, sie zieht im Wallenstein auf die Bühne ein und in der Braut von Messina vollends will Schiller die an- tike Schicksalstragödie sammt der Zuthat der Chöre in die Neuzeit ein- führen. So erscheint denn die Einführung des Schicksals als ein Ausfluss der Bewunderung des Hellenismus, zu der der gereifte Dichter sowie sein grosser Freund in der daher mit Recht sogenannten Epoche der GClassicität gelangten.** 13 * D. h. in dem bekannten Balladenjahre 1797. *r Ein zweiter Teil der Arbeit wird den Briefwechsel zwischen Schiller und Körner zu Rate ziehen und die Anschauungen der übrigen Wallensteinausleger namentlich die Süverns und K. Tomaschek's kritisch näher erörtern. Prof. Dr. Franz Hann. 18 —— Schulnachrichten. J. Personalstand des Iehrkörpers und Lehrfächervertheilung. a) K. k. Director: Franz Svoboda. Doctor der Philosophie, lehrte Griechisch V. 5 St. w. b) K. k. Professoren: . Johann von Klebelsberg, i. d. VIII. Rangclasse, l. Latein V. IV., Griechisch IV., 16 St. w. . Benno Scheitz, Senior, f. b. geistl. Rat, Capitular des Bened.-Stiftes St. Paul, Exhortator für das ganze Gymnasium, Jl. Religionsl. in allen Classen, 20 St. w. . Norbert Lebinger, Capitular des Bened.-Stiftes St. Paul, Conservator der k. k. Gentral-Commission für Kunst und histor. Denkmale, l. Ge- schichte und Geographie Ia. III. V. VII. VIII., 16 St. w. . lulius Steiner, Doctor der Philosophie, l. Mathematik I. a, b, Natur- geschichte, bez. Naturlehre I. a, b, II. a, b, III. V. VI. 20 St. w. Adalbert Meingast, l. Latein III. VIII., Griechisch III. 16 St. w. Karl Dürr, l. Latein VII., Griechisch VII., Deutsch IV. V, Philosoph. Propädeutik VII. VIII., 18 St. w. Hermann Purtscher, Doctor der Philosophie, krankheitshalber beurlaubt. . Johann Scheinigg, l. Latein VIII. I. a, Deutsch I. a, Slovenisch I. Abt., 19 St. w. . Jakob Sket, Doctor der Philosophie, l. Latein II. a, Deutsch II. a, Slo- venisch II. III. IV. Abt., 18 St. w. . Franz Hann, Doctor der Philosophie, I. Deutsch III. VI. VII. VIII., Gesch. u. Geogr. IV. VI., 19 St. w. c) K. k. Gymnasiallehrer: . Karl Maly, J. Mathematik V.—VIII., Physik IV. VII. VIII. 21 St. w. d) Supplenten: . Franz Schmidl, geprüft für das ganze Gymnasium, l. Latein II. b, VI. Deutsch II. b. 18 St. w. . Jakob Wang, geprüft für das ganze Gymnasium, I. Latein, I. b, Grie- chisch VI., Deutsch I. b. 17 St. w. . Robert Morawetz, geprüft für das ganze Gymnasium, I. Mathematik II. a, b, III. TV. 12 St. w. .Alois Grillitsch, geprüft für das ganze Gymnasium, l. Gesch. u. Geogr. T.b. II. a. b. 11 St. w. 20. 2l. 90 ———— ) Nebenlehrer. . JIohann Seidl, k. k. Professor an der Lehrerbildungsanstalt, I. Zeichnen in 2 Abt. mit je zwei St., w. 4 St. .Alexander Lutschounig, Regenschori an der Dom- und Stadtpfarrkirche, l. Gesang in 3 Abt. mit je zwei St., w. 6 St. . Victor Slop von Kadenberg, Lehrer an der k. k. Oberrealschule, J. Italienisch. 2 St. W. Josef Lakomy, k. k. Turnlehrer, l. Turnen in 2 Abt. mit je zwei St., w. 4 St. Robert Morawetz, Gymnasial-Supplent, l. Turnen in 2 Abt. mit je zwei St., w. 4 St. II. Lehrrerfassung. Obligate Lehrgegenstände. I. Classe A. Classenvorstand: Prof. Joh. Scheinigg. I. Classe B. Classenvorstand: Suppl. Jak. Wang. Religionslehre: Kurze Uebersicht der Glaubenslehre, 2 St. w. Lateinische Sprache: Formenlehre der regelmässigen Flexionen, eingeübt an den Uebungsstücken des Lesebuchs. Von November an regelmässig jede Woche 1 Composition, im 2. Sem. monatlich auch 1 Pensum. 8 St. w. Deutsche Sprache: Formenlehre des Verbums, der einfache, der einfach erweiterte Satz und das Satzgefüge. Lesen, Erklären, Memorieren u. Vortragen von Lesestücken. Monatlich 2 orthographische Uebungen mit Ausschluss der Fremdwörter, 1 Schul- und 2 Hausaufgaben 4 St. w. Geographie: Die Grundbegriffe der mathem. Geographie soweit dieselben zum Verständnis der Karte unentbehrlich sind. Beschreibung der Erdoberfläche nach ihrer natürlichen Beschaffenheit und den allgemeinen Scheidungen nach Völkern und Staaten.(Atlas Kozenn-Jarz). Uebungen im Kartenzeichnen. 3 St. w. Mathematik: A. Arithmetik: Die vier Rechnungsarten mit unbenannten, einfach und mehrfach benannten Zahlen. Rechnen mit Decimal- und gemeinen Brüchen; Resolvieren und Reducieren: Theilbarkeit der Zahlen. B. Geometrische Anschauungslehre: Linien, Winkel und Dreieke. Monatlich 1 Schulaufgabe und mehrere häusliche Uebungen. 3 St. w. Naturgeschichte: Zoologie: Säuge- und Gliederthiere, Weich- und Strahl- thiere. 2 St. w. II. Classe A. Classenvorstand: Prof. Dr. J. Sket. II. Classe B. Classenvorstand: Suppl. F. Schmicdl. Religionslehre: Erklärung der gottesdienstlichen Handlungen der kath. Kirche. 2 St. w. Lateinische Sprache: Wiederholung der Formenlehre und der unregel- mässigen Flexionen, Construction der Städtenamen, des Nom. und Acc. c. Infin., Coniunctix nach gewissen Conjunctionen, Fragesätze, der Gebrauch des Gerundiums und die Participialconstructionen. Memorieren von Vocabeln, häus- liche Praeparation. Wöchentlich l Schul-, alle 14 Tage 1 Hausaufgabe. 8 St. w. Deutsche Sprache: Satzverbindung, Satzgefüge und Periode. Flexion Substantivs und Adjectivs mit der dazugehörigen Wortbildung. Wiederhol 2* 9 20 — der Orthographie mit besonderer Berücksichtigung der Fremdwörter. Lectüre: Memorieren und Vortragen von Lesestücken. Jede Woche orthographische Uebungen, alle 14 Tage ein Kufsatz. 2 St. w. Geographie u. Geschichte: Uebersicht der Geschichte des Altertumes bis zum Beginne der Völkerwanderung(375 n. Chr.) Specielle Geographie von Asien, Afrika und den drei südeuropäischen Halbinseln, eingehende Oro- und Hydrographie von Europa; Uebungen im Kartenzeichnen. 2 St. w. Mathematik: A. Arithmetik: Wiederholung der Rechnungsoperationen in gemeinen und Decimalbrüchen. Die Hauptsätze über Verhältnisse und Propor- tionen. Regeldetri, Münz-, Mass- und Gewichtsbestimmungen. B. Geometrische Anschauungslehre: Wiederholung der Congruenz der Dreiecke. Haupteigen- schaften der Dreiecke, Vier- und Vielecke, Grössenbestimmung und Aehnlich- keit der geradlinigen Figuren, pythagor. Lehrsatz. Monatlich 1 Haus- und 1 Schulaufgabe, überdies viele häusliche Uebungen.— 3 St. Ww., davon im I. Sem. 1, im II. 2 St. Geometrie. Naturgeschichte: I. Sem. Zoologie: Vögel, Reptilien, Amphibien und. Fische. II. Sem. Botanik. 2 St. w. IHI. Classe. Classenvorstand: Prof. A. Meingast. Religionslehre: Religionsgeschichte des alten Bundes, verbunden mit der biblischen Geographie. 2 St. w. Lateinische Sprache: Lectüre: Cornel. Nepotis vitae ed. C. Halm: Themistocles, Aristides, Cimon, Lysander, Conon, Iphicrates, Pelopidas, Agesi- laus, Phocion, Hannibal. Wöchentlich zwei Stunden Grammatik: Casuslehre, eingeübt an Beispielen aus Vielhabers Uebungsbuche. Alle 14 Tage 1 Haus- aufgabe, alle 2— 3 Wochen 1 Schulaufgabe. 6 St. w. Griechische Sprache: Die Formenlehre bis zum Passiv-Perfect; die einschlägigen Uebungsbeispiele nach Schenkls Elementarbuch. Alle 14 Tage 1 Hausaufg., alle 3—4 Wochen 1 Schulaufg. 5 St. w. Deutsche Sprache: Ergänzung, bez. Wiederholung der Formen- und Satz- lehre in praktischen Uebungen. Einige Gesetze der Wortbildungslehre. Lesen, Memorieren u. Vortragen. Monatlich 2 schriftliche Arbeiten. 3 St. w. Geographie und Geschichte: Uebersicht der Geschichte des Mittelalters. Specielle Geographie von Frankreich, Belgien, Holland, England, Dänemark, Schweden, Norwegen, Russland, der Schweiz, Deutschland, Amerikas und Australiens. Uebungen im Kartenzeichnen. Mathematik: A. Arithmetik: Algebraische Grössen, die 4 Rechnungsarten mit ganzen und gebrochenen algebraischen Zahlen, Potenzen, Ausziehen der Quadrat- und Gubikwurzel, Combinationslehre. B. Geometrie: Aehnlichkeit der Dreiecke, Kreislehre. Monatlich 1 Schul- und 1 Hausarbeit; viele häusliche Uebungen. 3 St. w., davon im I. Semester 1 Stunde, im II. Semester 2 Stunden Geometrie. Naturgeschichte: I. Semester Mineralogie. 2 St. w. Naturlehre: II. Semester Allgemeine Vorbegriffe, Schwere, Wärmelehre, Molecularkräfte, chemische Erscheinungen. 2 St. w. W. Classe. Classenvorstand: Prof. J. v. Klebelsberg. Religionslehre: Religionsgeschichte des neuen Bundes und kurze Geschichte der Kirche bis auf unsere Zeit. 2 St. w. Lateinische Sprache: Caesar bell. Gall. ed Hofmann Ausgewählte Par- tien aus lib. I. II. IV. V. VI. VII. 5 St. Wöchentlich 1 St. Grammatik: ð 6. 21 — Tempus- und Moduslehre, Orat. obliqua, eingeübt an Beispielen aus dem Uebungsbuche von Vielhaber. Metrische Uebungen. Wöchentlich 1 Pensum, alle 2— 3 Wochen 1 Composition. 6 St. w. Griechische Sprache: Formenlehre vom Passiv-KAor. an, die Verba auf 1 und Verba anomala; Hauptpunkte aus der Syntax sammt den einschlägigen Uebungsstücken aus dem Elementarbuche von Schenkl. Alle 14 Tage 1 Pen- sum, alle 4 Wochen 1 Composition. 4 St. w. Deutsche Sprache: Die wichtigsten Geschäftsaufsätze, Hauptpunkte aus der Stilistik und Metrik. 4 Haus- und 4 Schulaufgaben in jedem Semester. 3 St. w. Geographie und Geschichte: I. Semester Geschichte der neueren und neuesten Zeit. 4 St. w. II. Sem.: Geographie von Oesterreich-Ungarn. 3 St w. Ueberdies 1 Stunde wöchentlich Uebersicht über die wichtigsten Thatsachen der Geschichte Oesterreichs bis zur Zeit Maximilians I. Mathematik: Zusammengesetzte Verhältnisse und Proportionen und deren Anweundung, Gleichungen des 1. Grades. Stereometrie mit Benützung von Mo- dellen. Jeden Monat 1 Haus- und 1 Schularbeit, viele häusliche Uebungen. 3 St. w., davon im I. Semester 1 Stunde, im II. Semester 2 Stunden Geometrie. Naturlehre: Gleichgewicht und Bewegung fester, tropfbarer und luftförmigen Körper, Schall, Licht, Magnetismus und Elektricität. 3 St. w. V. Classe. Classenvorstand: Prof. N. Lebinger. Religionslehre: Katholische Apologetik. 2 St. W. Lateinische Sprache: Livius ed. Grysar: lib. I. 1— 26, 32— 42, lib. VIII. 1—11, lib. XXII. 1—11. Ovid. ed. Gehlen u. Schmidt. Fast. 5, 8, 10, 14, 23; Trist. 1, 2; Metam. 1, 5, 13, 14, 16, 17, 19, 20. Stilübungen nach Berger; Substantiva, Verba, wöchentlich 1 Stunde. Alle 2 Wochen t Pensum, alle 4 Wochen 1 Composition. 6. St. w. Griechische Sprache: Aus d. Chrestomathie aus Xenophon v. Schenkl, Cyr. I. II. IX. Anab. IV. Privatlectüre: Cyr. III. IV. Anab. I. II. Homer Ilias ed. Dindorf J. und III. Auswahl nach der von Zechmeister bearbeiteten Epitome Hocheggers. Praeparation. Memoriert. Cyrop. II. 19—21. II I. v. 1— 21. u. v. 245— 274. III. v. 1— 20 u. v. 37— 57. Grammatik: Haupt- punkte der Casuslchre und der Lehre von den Praepositionen, eingeübt an den einschlägigen Aufgaben aus Schenkls Elementarbuch. Monatlich 1 Schulauf- gabe. 5 Stunden. Deutsche Sprache: Allgemeines über die Gattungen der Literatur, Er- klärung und Vortrag von Musterstücken der behandelten Dichtungsgattungen. 3 Schul- und 4 Hausaufgaben in jedem Sem. 2. St. W. Geographie und Geschichte: Geschichte des Alterthums bis zum Aus- bruche der Bürgerkriege, mit steter Berücksichtigung der hiemit im Zusammen- hange stehenden geographischen Daten, zunächst Asiens, Afrikas und Süd- europas. 4 St. W. Mathematik: Die 4 Grundoperationen, gemeinschaftliches Mass- uud Viel- faches, Proportionslehre, Anwendung der Gesetze der arithmet. Grundoperatio- nen auf die Ziffernrechnung. Ketten- u. Näherungsbrüche. Planimetrie. Monatlich 1 Schul- und 1 Hausaufgabe, häusliche Uebungen. 4 St. w.(2 Stunden Algebra 2 Geometrie). Naturgeschichte: I. Semester Mineralogie und Plemente der Geognosie. II. Sem. Botanik. 2 St. w. OCt Ovw 22 — VI. Classe. Classenvorstand: Prof. Dr. F. Hann. Religionslehre: Die besondere katholische Glaubenslehre. 2 St. W. Lateinische Sprache: Salust. ed. Dietsch: Bellum Jugurth.— Cicero ad Klotz. Orat. in Catil. I.— Vergil. ed Hoffmann: Eccl. I. V.; Keneid. I. Wöchentlich eine Stunde grammatische Uebungen mit schriftlicher Präparation nach Bergers Uebungsbuch. Abschnitte über das Verbum und die Partikeln. Monatlich 1 Schul-, alle 14 Tage 1 Hausaufgabe. 6 St. w. Griechische Sprache: Homer Tlias ed. Hochegger. Ges. III. XVI. XVIII. Herodot ed. Wilhelm lib. VIII. Grammatische Uebungen nach Schenkls Ele- mentarbuch. Tempus- und Moduslehre. Monatlich 1 Composition und in jedem Sem. 2 Pensa. 5 St. w. Deutsche Sprache: Einführung in die Grammatik und Lectüre des Mittel- hochdeutschen. Im Anschlusse an die Lectüre Hervorhebung der bedeutendsten Momente aus der mittelhochdeutschen Literaturgeschichte. Ausserdem neuhoch- deutsche Lectüre.(Schillers Braut von Messina. Monatlich 1—2 schriftliche Arbeiten. 3 St. w. Geographie und Geschichte: Römische Geschichte von Augustus an- gefangen. Geschichte des Mittelalters mit steter Berücksichtigung der hiemit im Zusammenhange stehenden geogr. Daten. 3 St. w. Mathematik: Potenzen, Wurzeln, Logarithmen, Gleichungen des 1. Grades. Stereomotrie, Goniometrie, ebene Trigonometrie: recht- und schiefwinklige Dreiecke. Monatlich 1 Schul- und 1 Hausaufgabe, häusliche Uebungen. 3 St. (im I. Sem. 2 St. Algebra, im II. Sem. 2 St. Geometrie). Naturgeschichte: Zoologie. 2 St. w. VII. Classe. Classenvorstand: Prof. K. Dürr. Religionslehre: Die besondere Sittenlehre. 2 St. w. Lateinische Sprache: Cicero ed. Klotz: In GC. Verrem act. II. lib. IV. c. 1— 25; pro M. Marcello, pro Q. Ligario. Vergil. ed. Hoffmann Aeneid. II. u. III. Buch, VIII. v. 391— 514, IX. 85— 358, XII. 627— 692. Memoriert Aen. VI. 780— 840. Berger verba. Stück 8—38. Partikeln 1—10. Im Sem. 8 Haus- und 4 Schulaufgaben. 5 St. w. Griechische Sprache: Homer ed Dindorf Odyssee V, VI, IX u. XXII. 1—8. Memoriert: XVII. v. 290— 328, XXI. 405— 423 u. XXII. 1—8, Demo- sthenes ed. Pauly: 3 Philippische, 1. u. 2. Olynthische Rede. Schenkls Uebungsbuch: 166— 171, 178 u. 179. Im Semester 4 Schulaufgaben. 4 St. w. Deutsche sprache: Uebersicht über die deutsche Literaturgeschichte vom Beginne der neuhochdeutschen Zeit bis zum Goethes Tod im Anschlusse an die Lectüre. In der Schule wurde ausserdem gelesen Schillers Wallenstein Trilogie und Jungfrau von Orleans, Goethes Iphigenie auf Tauris, Egmont, Hermann und Dorothea.(Hauslectüre: Schillers Maria Stuart und Goethes Götz). Uebungen im freien Vortrage. Monatlich 1— 2 schriftliche Aufsätze. 3 St. w. Geographie und Geschichte: Geschichte der Neuzeit mit besonderer Beachtung der französischen Revolution unter Beigabe geograph. Daten. 3 St. w. Mathematik: Kettenbrüche, unbestimmte Gleichungen des 1. Grades, qua- dratische Gleichungen, Progressionen, Zinseszins- und Rentenrechnung, Com- binationslehre. Ebene Trigonometrie, Anwendung der Algebra auf Geometrie, analytische Geometrie. Monatlich 1 Schul- und 1 Hausaufgabe, häusliche Uebungen. 3 St.(vertheilt wie in der VI. Classe). =B . La Naturlehre: Allgemeine Eigenschaften. Chemie. Gleichgewicht und Bewe- gung. 3 St. w. Philosophische Propädeutik: Formale Logik. 2 St. VIHI. Classe. Classenvorstand: Gymnasiallehrer K. Maly. Religionslehre: Die Lehre von der Kirche und die Kirchengeschichte. 3 St w. Lateinische Sprache: Jacit. ed. Halm: Germania c. 1— 32. Auswahl aus den Annal. I. II. u. III. Horaz. ed. Müller. Auswahl von Oden u. Epoden. Sat. I. 1, 9; II. 6. Epist. I., 10. 11. Stilistische Uebungen nach Berger. Die zusammenhängenden Uebungen über Nom., Adi. und Verbum. Alle 14 Tage 1 Hausarbeit und jeden Monat 1 Composition. 5 St. w. Griechische Sprache: Plato ed. Ludwig, Apologie und Crito; Sophocles ed. Schubert, Oedipus rex; Hom. Odyss. XX, XXI, XXII. Grammatik bei der Lectüre, jeden Monat ein Pensum oder 1 Composition. 5 St. w. Deutsche Sprache: Literaturgeschichte der neuesten Zeit in Grundzügen mit besonderer Berücksichtung Oesterreichs im Anschlusse an die Lectüre. In der Schule wurde ausserdem gelesen und erläutert: Goethes Iphigenie auf Tauris und Shakespeare, Caesar und Coriolan. Recapitulation und übersichtliche Zusammenfassung des in den V., VI. u. VII. behandelten Lehrstoffes. Uebun- gen im freien Vortrage. Monatlich 1—2 schriftliche Arbeiten. 3 St. w. Geographie und Geschichte: I. Sem. Oesterreichische Geschichte mit einem Abriss der neuesten Geschichte. II. Sem. Vergleichende Statistik der österr.-ung. Monarchie. 3 St. Mathematik: Zusammenfassende Wiederholung des für das Obergymnasium vorgeschriebenen mathematischen Lehrstoffes. Uebungen in Lösung mathemat. Probleme. Monatlich 1 Schularbeit und Hausarbeiten. 2 St. w. Naturlehre: Wärme, Wellenbewegung, Akustik, Optik, Magnetismus, Plectricität. 3 St. w. Philosophische Propädeutik: Empirische Psychologie. 2 St. w. IHI. Lehrbücher. ligion: J. Classe; Katechismus der kathol. Kirche von Dr. Schuster: II. Cultus der kath. Kirche von Dr. Wappler; III. u. IV. Biblische Geschichte von Barthel; V. Die kath. Apologetik von Frind; VI. u. VII. Lehrbuch der kath. Religionslehre v. Dr. Martin; VIII. Geschichte der Kirche Christi v. Fessler. teinische Sprache: I— VIII. Kleine lat. Sprachlehre von Dr. Schultz; I. u. II. Lat. Lesebuch und Wörterverzeichnis von A. Rozek, 1. u. 2. Teil; III. u. IV. Aufgaben zum Uebersetzen ins Lat. v. Vielhaber: V.—VIII. Stili- stische Uebungen d. lat. Sprache von Fr. Berger. Griechische Sprache: III.— VIII. Griech. Schulgrammatik von Curtius. De III.—VI. Griech. Elementarbuch v. Dr. Schenkl. VII, VIII. Uebungsbuch zum Uebersetzen ins Griechische v. Dr. Schenkl. utsche Sprache: I.— III. Deutsche Grammatik v. Dr. Willomitzer; IV. Grammatik der neuhochdeutschen Sprache v. Heinrich; I.— IV. Deutsches Lesebuch v. Dr. Egger; V. VII. VIII. Deutsches Lehr- und Lesebuch für höhere Lehranstalten, 1. u. 2. T.; VI. Mittelhochdeutsches Lesebuch v. Reichel. Geographie u. Geschichte: I. Leitfaden der Geographie, 1. Teil, v. Kozenn- Jarz; II.— VIII. Lehrbuch der Geographie v. Dr. Supan; II. u. IV. Lehrbuch der allgem. Geschichte für die unteren Classen 1—3 T. v. Dr. Gindely; V. 24 Grundriss der Geogr. u. Gesch. f. d. oberen Cl. 1. T. v. Dr. Pütz; VI. VII. Lehrbuch der allgem. Geschichte für die oberen Classen d. Gymn. 2. u. 3. T. v. Dr. Gindely; VIII. Oesterr. Vaterlandskunde für die höheren CGlassen d. M. v. Dr. Hannak. Mathematik: I.— IV. a) Lehrbuch der Arithmetik, p) Geometr. Anschauungs- lehre v. Dr. Moénik; V.— VIII. Lehrbuch der allgem. Arithmetik v. Dr. Frisch- auf; V.— VIII. Lehrbuch der Geometrie für die oberen Classen d. M. v. Dr. Moënik; V.— VIII. Sammlung von Beispielen und Aufgaben aus der allgem. Arithmetik und Algebra v. Dr. Heis für alle Glassen des Gymnasiums. Naturgeschichte: J. II. III. IIlustrirte Naturgeschichte der drei Naturreiche, 1.— 3. T. v. Dr. Pokorny. V. Leitfaden der Mineralogie u. Geologie v. Dr. Hochstetter und Dr. Bisching; Vorschule der Botanik v. Dr. Wretschko. VI. Leitfaden der Zoologie für den höheren Schulunterricht, v. Dr. Woldfich. Naturlehre: III. IV. Anfangsgründe der Naturlehre v. Dr. Krist; VII. VIII. Lehrbuch der Physik für Obergymnasien v. Dr. Handl. Philosophische Propädeutik: VII. Lehrbuch der Logik. VIII. Lehrbuch der Psychologie, beide v. Dr. Lindner. Slovenische Sprache: J. u. II. Abth. Slovenisches Sprach- und Uebungs- buch v. Dr. Sket; II. A. Cvetnik berilo v. Janezié; III. A. Cvetnik slovenske slovesnosti v. Janezié; III. u. IV. A. Slovenska slovnica v. Janczié; IV. A. Slovensko berilo za osmi gimnasialni razred v. Dr. Miklosich.— Anmerkung: Von sämmtlichen hier angeführten Lehrbüchern wurden zumeist die approbierten letzten Auflagen, von den früheren Auflagen nur die von der Schul- behörde zugelassenen benützt. Die Lehrtexte der classischen Autoren sind im Lehrplane angeführt. Das Verzeichnis der für das nächste Schuljahr vorgeschriebenen Lehrbücher, liegt bei den hiesigen Buchhändlern auf. II. a) Themata für die deutschen Aufsätte im Obergymnasium. V. Classe. Mucius Scaevola.— Gutta cavat lapidem non vi, sed saepe cadendo.— Ferro nocentius aurum.— Klein Roland.— Der Winter.— Das Wachtfeuer.— Blüten und Hoffnungen.— Eintracht gibt Stärke.— Das Königspiel des jungen Cyrus. — Die Fahrt des Phaeton.— Eine Scene aus der Rennbahn bei den olympischen Spielen.— Der Abschied zum Heere.— Zunge und Schwert.— Eine Chrie(nach freier Wahl). VI. Classe. a) Hausarbeiten. 1. Was war die altrömische Bürgertugend, wie äusserte sie sich und was leistete sie.— 2. Die Völkerwanderung nach ihren Licht- und Schattenseiten.— 3. Warum wird Kaiser Karl mit Recht der Grosse genannt.— 4. Das Zeitalter der Kreuzzüge, ein christlich romantisches.— 5.„Gleich wie die Blätter im Wald, so sind die Geschlechter der Menschen.“— 6. Charakteristik der lyrischen Hof- poesie auf Grund der gelesenen Minnelieder und Sprüche.— 7. Die Jagd, des Kriegsgottes lustige Braut.“. b) Schularbeiten. 8. Warum verfolgten die römischen Kaiser die Christen.— 9. Charakteristik des Odysseus und Menelaos nach Hom. Iliade.— 10. Wie bekämpft der Mensch die gefürchteten Naturerscheinungen.— 11. In wieferne kann man Hagen den ungetreuesten getreuen Mann nennen.— 12. Heidnische“ Gestalten und Vorstel- lungen in der Nibelungensage.— 13. Welches Bild über die römischen Verhält- nisse entwirft uns Sallust in seinem Bellum Jugurthinum?— 14. In wieferne hat der Ausspruch Berechtigung: Die Elemente fördern das Gebild der Menschenhand. VII. Classe. a) Hausarbeiten. 1. Warum ist Italien von altersher das Wanderziel so vieler Reisender und Völker.— 2. Welche Mittel wendet Goethe an, um unsere Theilnahme für den Muttermörder Orestes zu erregen?— 3. a) Es sollen die einzelnen Soldaten- charaktere in Wallensteins Lager dargestellt werden. b) Warum geht Wallensteins Lager den übrigen Teilen der Trilogie voraus?— 4. Die Türkenschlacht vor Wien (1683), ihre Bedeutung und ihre Analogie in der Weltgeschichte.— 5. Man lebt nur einmal.(Ueber die verschiedene Auffassung dieses Sprichwortes.)— 6. a) Die tragische Verwicklung, Läuterung und Katastrophe in Schillers Jungfrau v. Orleans. b) Es sollen die Charaktere in Schillers Jungfrau v. Orleans nach ihren Gegen- sätzen dargestellt werden.— 7. Darstellung der Verwicklung der Peripetie und Katastrophe in Schillers Maria Stuart. b) Schularbeiten. 8. Nutzen der Kriege.— 9. Folgen der grossen Entdeckungen.— 10. a) Iphigenie, eine Wohlthäterin nach Goethes gleichnamigem Drama, b) Die Charaktere in Goethes Iphigenie sind ihren Grundzügen nach darzustellen, c) Ver- wicklung und Katastrophe in Goethes Iphigenie.— 11. Warum war die Strafe der Verbannung bei Griechen und Römern eine härtere als heute?— 12. Der dreissigjährige Krieg, ein Unglück für Deutschland.— 13. Welche Mittel wendet Schiller an, um uns seinen Wallenstein dem Herzen menschlich näher zu bringen?— 14. Schillers Gedicht der Spaziergang, ein Gang durch die Weltgeschichte. VIII. Classe. a) Hausarbeiten. 1. Einfluss der Romantik auf deutsches Denken, Dichten und Fühlen.— 2. Warum kann man das Mittelalter mit Recht ein romantisches Zeitalter nennen? 3. Bedeutung des Ausspruches: Vom Oriente kommt das Licht.— 4. Rom im Altertume, Mittelalter und in der Neuzeit eine Weltstadt.— 5. Der österreichische Staat, ein Reich geographischer und ethnographischer Contraste.— 6. Durch Kriege wachsen andere Staaten, du glückliches Oesterreich durch Verträge.— 7. Der christliche Charakter des Mittelalters ist zu erweisen aus der Literatur und Kunst dieses Zeitraumes. 3 b) Schularbeiten. §. Nil mortalibus ardui est.(Horatius Od. I. 3.)— 9. Kaiser Diocletianus in seinem Verhältnisse zur Kirche.— 10. Welche Mittel wendet Antonius an, um das Volk für sich zu gewinnen.(Auf Grund der Lectüre von Shakespeares Julius Caesar).— 11. Wann und in wieferne zeigt sich in der deutschen Literatur vor allem ein Einfluss der französischen.— 12. N. Lenau, eine Charakteristik des. Dichters(auf Grund der gelesenen Gedichte).— 13. Lob und Tadel der alten Deutschen nach Tacitus Germania.— 14. Welchen Nutzen gewährt die Phantasie den Menschen.— 8. Griechen und Römer ein geschichtlicher Vergleich.(Maturi- tätsarbeit.) 3 2 —— b) Themata zu den slovenischen Anfsätzen im Obergymnasium. III. Curs. 1. Kako sem pretekle poëéitnice porabil v svoj dusevni in telesni prid?— 2. a) Cyrus in konec njegovega zivljenja. b) Zadetek ljudskega preseljevanja.— 3. Pohlep oslepi.(V prozi po J. Koseskem.)— Zima in starost(prispodoba.)— — 5. Ogenj in voda dobro slulita, slabo gospodarita.— 6. Nekaj o valnosti in splosnem znaéaji slovenskih när. pripovedek in pravljic.— 7. Gast je ledena gaz, ki hitro zvodeni.— 8. a) Nasledki krizarskih vojsk. b) Glavne poteze iz Zivljenja Aleksandra Velikega.— 9. Na dan prvega majnika.— 10. Lastovka, tovarsica 6loveska.— 11.„Mladost, po tvoji temni zarji Srcé zdihovalo bo mi, Bog te ob- varji.“(Preséren.)— 12. 0 pomenu gozdov za Gloveske naselbine. IV. Curs. 1. Dijasko zivljenje v poëitnican.— 2. a) Zakaj se zaéenja z letom 1493 novi vek. b) Pomen Sokrata v grskej filosofiji.— 3. Razvaline— Ziyljenja novine. — 4. Vednost je zaklad, delo pa kljué do njega.— 5. Kaj nam pripoveduje vaska lipa?— 6. a) Glavni znaki Horatijeve filosofije. b) Nasledki tridesetletne vojske.— 7. Na grobu pesnika Ivana Koseskega.— 8. a) Glavne reforme za Marije Terezije. b) Zakaj je Sofoklejey„Oedipus rex“ takozvana osodna tragedija. — 9. Spomladno zivljenje v gozdu.— 10. Prevod iz staroslovenséine.— 11. Prednosti avstrijske dréave v povestniskem in zemljepisnem oziru. V. Relativ obligate und freie Lehrgegenstände. 1. Slovenische Sprache. I. Curs für Slovenen der IH. Qlasse und deutsche Anfänger aus ver- schieddenen Classen. Schülerzahl: 49. Allgemeine Vorbegriffe; praktische Formenlehre bis zur GClasseneintheilung des Zeitwortes; Memorieren der Vocabeln; mündliche und schriftliche Uebersetzung der Uebungsbeispiele nach der Grammatik von Dr. J. Sket.— 8 Aufgaben im Semester. Unterrichtssprache deutsch. II. Curs für Slovenen der II. und IV. Classe und in der slovenischen Sprache vorgeschrittene Deulsche. Schülerzahl: 23. Die syntaktischen Haupteigenthümlichkeiten und deren praktische Anwendung; Zweite Abtheilung(47.—76. Lection) des slovenischen Sprach- und Uebungsbuches von Dr. Sket, mit schriftlichen Uebersetzungen aus dem Deutschen ins Slovenische. Lectüre aus Janezié's„Cvetnik“ J. del. Jeden Monat ein slovenischer Aufsatz. 2 St. w. III. Cars für Slovenen der V. und VI. Classe. Schülerzahl: 6. Lectüre und Erklärung prosaischer und poetischer Stücke aus Janeziés „Cvetnik slovenske slovesnosti.“ Das Wesen der slovenischen Volkssagen und Märchen und deren Haupteigenthümlichkeiten. Vorträge prosaischer und poetischer Lesestücke. Grammatik bei der Lectüre. Monatlich eine schriftliche Arbeit. 2 St. w. 27 IV. Gurs für Sovenen der VII. und TIII. Classe. Schülerzahl: 5. Geschichte der neuslovenischen Literatur seit Vodnik. Altslovenische Gram- matik; Lectüre und Erklärung der entsprechenden Probestücke nach Miklosié- Navratils„Slovensko berilo za osmi gimnazijalni razred.“ Monatlich eine schrift- liche Arbeit. 2 St. w. In den drei letzten Cursen ist die Unterrichtssprache slovenisch. 2. Kalligraphie. Diesen Unterricht, welchen Prof. A. Meingast in 2 wöchentlichen Stunden ertheilte, besuchten mit wenigen Ausnahmen alle Schüler der I. Classe. 3. Italienische Sprache. Der Unterricht wurde in diesem Jahre im niederen Lehrcurse in 2 wöchent- lichen Stunden ertheilt. Schülerzahl: 26. Vorgenommen wurde die ganze Formen- lehre, mündlich und schriftlich eingeübt an Beispielen aus Dr. Mussaſias italienischer Sprachlehre. 4. Zeichnen. 1. Abtheilung: 2 St. w. 34 Schüler. Geomet. Anschauungslehre als Grundlage des gesammten Zeichenunterrichtes. Zeichnen ebener geomet. Gebilde aus freier Hand nach den Vorzeichnungen des Lehrers an der Schultafel, mit kurzen zum Verständnis nöthigen Erklärungen. Zöglinge aus den höheren Jahr- gängen zeichneten nach plastischen und polychromen Ornamenten. Eintheilung des Regelkopfes.— 2. Abtheilung: 2 St. w. 28 Schüler. Zeichnen räumlich geomet. Gebilde aus freier Hand nach perspectivischen Grundsätzen durchgeführt an Draht- und Holzmodellen und Körpergruppen. Uebungen im Ornamentzeichen und Ent- würfen nach geeigneten Musterblättern. 5. Turnen. Das Turnen wurde in 4 Abtheilungen zu je 2 St. w. gelehrt. In d. I. u. II. Abt.,(55 Schüler d. I. u. 45 d. II. Cl.) wurden Prei- Ordnungs- und Geräthe- übungen, in d. III. Abt.(54 Sch. d. III. u. IV.), in d. IV.(51 Sch. d. Ober- gymnasiums) Ordnungs- Frei- Eisenstab- und Gerätheübungen nach dem vorge- schriebenen Lehrplane vorgenommen. 6. Gesang. Der Gesangsunterricht zerfiel in 3 Abtheilungen zu je 2 St. w.— 1. Ab- theilung: Schülerzahl 24. Unterrichtsstoff: Bilden d. Durtonleitern, Uebung in der C- dur u. F- dur Tonleiter.— 2. Abtheilung: Schülerzahl 19. Unterrichts- stoff: Bilden der Durtonleitern. Uebung in den G-, G-, D-, F-, B-, Es-Tonleiter und Einübung mehrerer Lieder.— 3. Abtheilung: Schülerzahl 35. Unter- richtsstoff: Bilden und Einübung des ganzen Quintenzirkels, der Molltonleitern und Einübung von vierstimmigen Chören. Anmerkung. Der Unterricht in der sloven. Sprache ist für Slovenen von der II. Cl. an, im Schönschreiben für die Schüler der I. Classe obligat, für die übrigen Schüler ein freier Gegenstand. Die übrigen hier angeführten Fächer sind für alle Schüler unobligat. 3* 28 —;ò VI. Lehrmittelsammlungen. A. Bibliothek: a) Lehrerbibliothek. Custos Prof. K. Dürr. Dieselbe wurde vermehrt: 1. Durch Goschenk e: Carinthia, Zeitschr. für Vaterlandskunde, J. 1883.— Katalog des historischen Lagers von Heberle Köln.— Mittheilungen der Salzburger Landeskunde.— Rhetorik von Hoffmann— Prinos k naglasu v novoslovenskom jeziku v. M. Valjavec.— Slavnostni spis o Rakovniku.— Personalstand der Diözese Gurk.— Aufhebung der Klöster von Wolf.— Nepos von Gitlbauer.— Ciceronis orationes selectae von Nohl.— Ovid von Zingerle.— Koziol lateinische Schulgrammatik.— Gindely Geschichte für untere Classen, II. Theil.— Gesangsfibel vom Gurker Caecilien-Verein.— Festrede von Krones.— Meisterschaftssystem von Baoch- Arkossy— Jahrbuch des kärntn. Landesmuseums.— Hauler Uebungsbuch I. Classe.— Neumann u. Gehlen Deutsch. Lesebuch II. Classe.— Ciceronis Cato u. Laelius v. Schiche.— Nepos von Andersen.— Sallust von Schneider.— Lateinisches Uebungsbuch v. Nahrhaft.— Das Thierreich von Rothe.— Tamchyna Sammlung von Beispielen zur analyt. Geometrie.— Diagramme d. meteorologischen Beobachtungen v. Seeland.— Verordnungsblatt des Herzogtums Kärnten.— Mitteilungen der landwirtschaftl. Gesellschaft für Kärnten.— Die im Verlage von Gräser in Wien bisher erschienenen commentierten Schulausgaben v. Caesar, Cicero, Sallust, Vergil, Tacitus, Demosthenes, Plato, Sophocles und Xenophon Nr. 1—21. 2. Durch Ankauf; Beiträge zur Geschichte Steiermarks, 19. Heft.— Brunlechner Minerale Kärntens.— Deutsche Dichter des 16. Jahrhunderts, 3. und 18. Bändchen.— Thucvdides 4. Bändchen von Classen.— Kpologie des Christenthums v. Hettinger. — Die commentierten Schulausgaben der Teubner'schen Sammlung v. Cicero, Horaz, Livius, Ovid, Tacitus, Vergil, Demosthenes, Herodot, Homer, Plato, Sopho- cles und Xenophon.— Alexandri Memorabilia v. Schmidt-Gehlen.— Geschichte der classischen Philologie von Bursian.— Schworella, Kartographie.— Anatomie von Gegenbauer.— Spektralanalyse von Schellen.— Atlas der Spektralanalyse von Schellen.— Mikrokosmus von Lotze.— Physiologische Psychologie von Wundt.— Deutscher Sprachunterricht von Hildebrandt.— Sprachgebrauch und Sprachrichtigkeit von Andresen.— Andreas Wilhelm von Rotter.— Lyrik des Horaz von Rosenberg.— Olympia von Bötticher.— Alt-Ilion von Brentano.— Troja von Schliemann.— Taschenwörterbuch der Aussprache geogr. u. histor. Namen von Völkl u. Thomas.— Grundzüge der Zoologie von Klaus.— Denk- mäler des classischen Alterthums v. Baumeister.— Daau die LZeitschriften und Fortsetzungen: Botanisches Centralblatt.— Zoologischer Anzeiger von Carus.— Petermanns Mitteilungen.— LZeitschrift für Schulgeographie.— Mittheilungen der geographischen Gesellschaft in Wien. Mittheilungen der österreichischen Ge- schichtsforschung.— Zeitschrift für das Realschulwesen.— Zeitschrift für das Gymnasialwesen.— Zeitschrift für die österreichischen Gymnasien.— Verord- nungsblatt d. Ministeriums f. Cult. u. Unterricht.— Berliner Philologische Wochen- schrift.— Bursian Jahresbericht der Altertumswissenschaft.— Deutsche Literatur- 29 zeitung v. Roediger.— Verhandlungen der zoolog.-botan. Gesellschaft.— Reper- torium der Physik.— Ortsrepertorium für Kärnten.— Oesterr. Reichsgesetze, Taschenausgabe.— Janisch, topograph. Lexikon von Steiermark.— KAelschker, Geschichte Kärntens. b) Schülerbibliothek. Custos: Prof. Dr. Fr. Hann. Angekauft: Sigismund Rüstig, nach Capitän Maryat.— Kinder- und Hausmärchen, Gebrüder Grimm.— Türken vor Wien, von Brandeis.— Kärntner Volksbücher, Verlag von Leon.— Prinz Eugen von Haym.— Perlen der Weltliteratur, her- ausgegeben von Normann. 19. Lief.— Sämmtliche Werke von Schack in Lie- ferungen.— Sämmtliche Werke von Geibel in Lieferungen.— Nal und Dama- santi von Rückert.— Kaiser Octavianus von Tieck.— Steinhart Oesterreich und sein Volk, 2 Bände.— Lewe's Goethe's Leben und Werke. 2 Bände.— Hans Sachs Ausgewählte Werke, herausgegeben v. Hopf.— Riehl Kulturgeschichtliche Novellen.— Putz König Laurin.— Kalidasa Sakuntala von Lobedanz.— Gre- gorovius, Die Insel Capri.— Wakernagel, Edelsteine der deutschen Dichtung und Weisheit.— Simrock, Parzival und Titurell.— Prankl, Don Juan d' Austria.— Simrock, Heliand.— Bulwer, Ausgewählte Werke übersetzt von Pfitzer u. Fink.— Heinrich Conscience, Bauernkrieg. 2 Bände.— Brüder Grimm, Deutsche Sagen. — Trendelenburg, Niobe.— Becker Gallus. 3 Bände.— Donner, Euripides Iphigenie in Aulis und Tauris. 2 Theile.— Otto Abel, K. Karls Leben von Ein- hard.— Pflüger, Kaiser Konrad II. v. Wipo.— Schottin, Sächsische Geschich- ten von Widukind.— Hesse, Lambert von Hersfeld.— Wattenbach, Algier, Ninive, Stockholm.— Ficker, Die Völkerstämme der österr.-ung. Monarchie.— Lange Geschichten aus Herodot.— Brendel, Die Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien.(Völker der österr.-ung. Monarchie.)— Simony, Schutz dem Walde, — Jäger, Geschichte der Griechen.— Jäger, Die punischen Kriege. 2 Bände.— Berger, Oesterreichische Jubiläumstage.— Littrow, Die Wunder die Himmels.— Liebig, Chemische Briefe.— Redwitz Osc., Amaranth.— Fischer Kuno, Nathan der Weise.— Löher, Griechische Küstenfahrten.— Die Orientreise des Kron- prinzen Rudolf.— Brockhausen, Rechtslehre.— Kunz, Aus dunklen Tiefen.— Curtius E., Altertum und Gegenwart. 2 B.— John, Vorträge der Altertums- wissenschaft.— Paul Vernier, Mentor.— Heimgarten. Jahrg. 1883/84 abgeschlossen. — Vom Fels zum Meer wird bis zum Schluss des Jahrg. fortgesetzt.— Ausserdem werden gehalten die Zeitschriften: Globus, Deutscher Hausschatz u. Kres, Aelschker Geschichte Kärntens wird fortgesetzt, ebenso Martin Naturgeschichte. B. Naturhistorisches Cabinet: Custos: Prof. Dr. J. Steiner. 1883—84. Zuwachs: a) Durch Ankauf: 25 St. Arachniden und Myriopoden.— 1 Lemnus norwegicus.— 1 Cri- cetus frument.— 1 Herpestes ichneumon.— 3 Trichinen-Präparate.— 1 Salpa- mucronata.— VII. Lief. des anat. phys. Atlas der Botanik von Dodel-Port. b) Durch Geschenke: Von der Rainer'schen Bergverwaltung Kappel 16 St. Mineralien.— Vom Herrn Suppl. A. Grillitsch, 1 Buntspecht, gestopft.— Vom Herrn J. Hengelmüller 0 cand. jur., 2 St. Lyfah(sog. Lufahschwämme).— Von A. Gobanz, Schüler der VI. Cl., 14 Pflanzenspezies aus Griechenland.— Von F. Ruckgaber, Schüler der V. GCl., Vis- cum Album.— Mehrere Pflanzen und Insekten von Schülern der J., II. und VI. Classe. Stand dm Schlusse. a) Zoologische Abtheilung 1664 St.— b) Botanische Abtheilung 2105 St.— c) Mineralogische Abteilung 1670 St.— d) Kristallmodelle 235 St.— e) Apparate und Präparate 325 St.— f) Blätter und Tafeln 82 St. C. Physikalisches Cabinet. Zuwachs durch Ankauf: Zeigerwage, Birnbarometer, Influenzapparat nach Riess, Linse zur Projection, 2 Thermosäulen von Noë auf Stativ mit Gasdruckregulator, Stativ für Geissler'sche Röhren. 2 Volumeter, 2 Densimeter, 1 Schraubenschneidzeug, Schublehre, 1 Schleif- stein, Kaleidophon nach Wheatstone, Vertical-Galvanometer nach Bourbonze, 1 tri- polaren Magnet, 2 Drahtspulen auf Stativ, 1 Ringmagnet, 1 Eisenstab mit Kupfer- drahtspirale, Modell zur Erklärung der Dynamomaschinen, Berzelliuslampe. Stand der Apparate am Schlusse des Jahres 1883/84. 1. Zur Mechanik 99 Apparate.— 2. Zur Chemie 10 Apparate und 150 Geräthe aus Glas, Porzellan und Kautschuk und 200 Präparate.— 3. Zur Wärme 28 Apparate.— 4. Zum Magnetismus 10 Apparate.— 5. Zur Plectricität 86 Apparate.— 6. Zur Akustik 29 Apparate.— 7. Zur Optik 65 Apparate.— 8. Zur Astronomie 15 Apparate. D. Geometrische Sammlung. 4 Drahtmodelle(die Lage der Geraden gegen eine Ebene darstellend), 4 Holzmodelle(Körper). E. Geographisch-hist. Sammlung. Custos: Prof. N. Lebinger. Zuwachs durch Ankauf: Chavanne, Physikal. Wandkarte v. Afrika.— Haardt, Wandkarte v. Afrika. — Dolezal, Schulwandkarte von Oesterreich-Ungarn.— Sydow, Wandkarte von Amerika.— v. Langl, Akropolis und panathen. Stadion. Gegenwärtiger Stand:. .) Wandkarten 64 St.—§) Atlanten 22 St.—„) Globen 1 St.— ) Tellurien 1 St.—«) Plastische Karten 4 St.— Andere Karten, Bilderwerke, Blätter, Tabellen, Tafeln 29 St. F. Lehrmittel für Zeichenunterricht. 3 Custos: Prof. J. Seidl. Zugewachsen sind durch Ankauf im J. 1883/84. Teirich, Ornamente aus der Blütezeit der italienischen Renaissance, 4 H.— Schreiber, Flachmalerei, 6 H.— Umrisse und Ornamente antiker Thongefässe bezog. v. österr. Museum f. Kunst-Geräte.— Herdtle, Ostasiat. Bronze u. Gefässe. — Der Stand der ganzen Sammlung wird im nächsten Programme mitgeteilt werden. 31 G. Lehrmittel für den Gesangunterricht. Custos: Gesanglehrer Lutschoundg. Neu angekauft: 21 Exemplare„Oesterr. Liederkranz“ von Liebscher.(1 Exemplar gratis.)— Gegenwärtiger Stand, ausser den angeführten Stücken: Eine Anzahl geschriebener Chöre für Männerstimmen.— Eine Sammlung auserlesener Lieder für einstimmigen gemischten Chor, herausg. v. J. Seitz.— 1 Partitur und vierfach besetzte Singstimme. VII. Naturitätsprüfung. Die schriftlichen Prüfungen wurden vom 9. bis 14. Juni abgehalten. a) Schriftliche Arbeiten. .) Aus dem Deutschen:„Griechen und Römer“, ein geschichtlicher Vergleich, Abhandlung. 6) Uebersetzung aus dem Deutschen ins Lateinische:„Kriege mit Tarent und Pyrrhus“ nach G. Webers Lehrbuch der Weltgeschichte II. B. S. 307. py) Aus dem Pateinischen ins Deutsche: Livius I. V. cap. 8. d) Aus dem Griechischen: Demosthenes Rede über den Kranz, §. 17, 18 und 19. ) Aus der Mathematik: 1. 3.4 ¼ 12 9+ 2= 6.41+ 1— 1 9x+ 1 2. Ein Dreieck ist zu construieren, wenn eine Seite, ein anliegender Winkel und die Differenz der beiden anderen Seiten gegeben sind. 3. Wie gross ist das Vo- lumen eines Kugelsectors, wenn der Centriwinkel des Axenschnittes«= 68⁰ 36“ 44“ und der Radius der Kugel r= 21 m. ist. 4. Man bestimme die Gleichung für den geometrischen Ort der Scheitel aller Dreiecke, welche auf der Grundlinie a aufstehen und in welchen die beiden anderen Seiten das constante Verhältnis m: n haben.(Allgemein und für m= 1, n= 2). 1])) Aus dem Slovenischen: Prednosti aystrijske dréave v povestniskem in zemijepisnem oziru.(Abhandlung). b) Verzeichnis der Abiturienten, die sich bereits der schriftlichen Prüfuang unterzogen haben. Mit Ausnahme der sub Nr. 23 u. 24 angeführten, waren alle übrigen Maturanden öffentliche Schüler des Klagenfurter Gymnasiums. 1. Martin von Ehrfeld, aus Klagenfurt, 19 Jahre alt, absolvierte die Gym- nasial-Studien in 9 Jahren; gewähltes Berufsstudium: Medicin. Moritz Fiedler, aus Zeltweg in Steiermark, 18 J. alt, abs. d. G.-St. in 8 J.; g. B.: Jus⸗ Felix Fosse!l, aus Laibach, 19 J. alt, abs. d. G.-St. in 8 J.; g. B.: Technik. Ludwig Hafner, aus Rabensdorf in Kärnten, 21 J. alt, abs. d. G.-St. in 8 J.; g. B.: Theologie. Johann Hobisch, aus Strassburg in Kärnten, 21 J. alt, abs. d. G.-St. in 9 J.; g. B.: Theologie. 8 32 . Friedrich Huber, aus Spittal in Kärnten, 18 J. alt, abs. d. G.-St. in 8 J.; g. B.: Classische Philologie. . Ferdinand Jahoda, aus Brünn, 22 J. alt, abs. d. G.-St. in 10 J.; g. B.: Jus. Franz Jantsch, aus Neustadl in Böhmen, 20 J. alt, abs. d. G.-St. in 9 J.; g. B.: Jus. Philipp Kollmann, aus Klagenfurt, 18 J. alt, abs. d. G.-St. in 9 J.; g. B.: Medicin. . Martin Kovaé, aus Leopoldkirchen in Kärnten, 21 J. alt, abs. d. G.-St. in 8 J.; g. B.: Theologie. Ferdinand Lowretz, aus Tüffer in Steiermark, 20 J. alt, abs. d. G.-St. in 8 J.: g. B.: Medicin. Josef Maurer, aus Klagenfurt, 19 J. alt, abs. d. G.-St. in 9 J.; g. B.: Jus. Julius Moser, aus Klagenfurt, 20 J. alt, abs. d. G.-St. in 9 J.; g. B.: Jus. ELudwig Pirker, aus Hörzendorf in Kärnten, 22 J. alt, abs. d. G.-St. in 8 J.; g. B.: Theologie. Robert Praxmarer, aus St. Paul in Kärnten, 18 J. alt, abs. d. G.-St. in 8 J.; g. B.: Philosophie. Franz Rader, aus Lavamünd in Kärnten, 22 J. alt, abs. d. G.-St. in 9 J.; g. B.: Theologie. Josef Rakesch, aus Eisenkappel in Kärnten, 19 J., abs. d. G.-St. in 8 J., g. B.: Theologie. Franz Rosa, aus Bud. Szt. Mihäly in Ungarn, 18 J. alt, abs. d. G.-St. in 8 J.; g. B.: Philosophie. . Max Rottert, aus Klagenfurt, 20 J. alt, abs. d. G.-St. in 9 J.; g. B.: Classische Philologie. .Karl Thurner, aus St. Veit in Kärnten, 23 J. alt, abs. d. G.-St. in 8 J.; g. B.: Theologie. Hermann von Vest, aus Klagenfart, 19 J. alt, abs. d. G.-St. in 9 J.; g. B.: Technische Militärakademie. Franz Virnik, aus Seeland in Kärnten, 20 J. alt, abs. d. G.-St. in 8 J.; g. B.: Theologie. Josef Gasser, aus Millstatt in Kärnten, 22 J. alt, abs. d. G.-St. in 10 J.; g. B.: Theologie.(Externist.) . Max Kinsele, aus Fiume, 18 J. alt, Externist, g. B.: Medicin. Die mündliche Prüfung beginnt am 23. Juli; das Resultat derselben kann erst im nächsten Programme angegeben werden. Anmerkung. Von den im Jahre 1883 zur Wiederholungsprüfung aus je einem Gegenstande zugelassenen 7 Maturanden wurden Hugo Rabitsch, Wolfgang von Rainer, Jaroslaw Straczowsky, Johann Tiefenthal und Aurel Tschebull für reif erklärt, die übrigen 2 auf ein Jahr reprobiert. 33 ——A VIII. Locales Unterstützungswesen. REOCHNUNG für den Fond des Studenten-Unterstützungsvereines vom 8. Juli 1883 bis 24. Juni 1884. I. Einnahmen. a) Rest aus dem Vorſahre(rectificiert)......... fl. 328.55 b) Beiträge der Ehrenmitglieder 2. c) Beiträge der Schüler. 2. 283.50 c) Zinsen ans dem Reëiékischen Legate 3 1.21 ½ d) Zinsen von der Sparcasse„ 206.30 e) Zinsen von den Obligationen..........„ 14.20 f1) deschenk des lohen Landtages........„ 100.— g) Geschenk der löblichen Sparcasse.........„ Summe fl. 1556. 76 ½ II. Ausgaben. a) Anschaffune von Leinbüchern.......... l. 65.32 b) Büchereinband..„ 2.05 c) Für an dürftige Schüler veriheilte Kieidungssticke.„ 344.50 d) Unterstützungen in PBarbetrigen..........„ 456.— e) Für ein Recept....»„ 33 f) Regieauslagen: Rincassieren der Beiträge, Stempelmarken„ 10.57 g) Sparcasseeinlage zur Vermehrung des Gapitals.„ 600.— Summe. Hfl. 1448.77 Die Vergleichung mit den Einnahmen pr..„ 1556.76 ½ ergibt einen verfügbaren Cassarest pr.. fl. 107.99 ½ IM. Vermögensstund. 1 St. Staatsobligation v. J. 1868, Ser. 17900, Nr. 16... fl. 100.— 1„ 8„„ 1860,„ 12204,„ 6„ 100. 1„„ 1868, Nr. 118397 durch Umwand- ² lung der 5% Obligation...„ 100.— 1 St. kärntn. Gr undentiastungsobligntion Nr. 96 ã„ 50. Reciekisches legat Dr..............„ 15.15 Cassarest v. J. 1883/84.............„ 107.99 ½ Spaicasseeinlagen...............„ 5100.— Bücherwert..............„ 800.— Invental..„ 28. Activforderungen(aus der vorjähr. Rechnung übertragen).„ 4475.20 Summe fl. 6876.34 ½ Bei Vergleichung mit dem Stande v. J. 1883 pr.„ 6515.75 ergibt sich eine Vermehrung des Vereinsvermögens von.„ 360.59 ½ Anm. Von dem Werte der Bücher wurden 99 fl. 32 kr. abgeschrieben. 5 — Ausserdem wird bemerkt, dass die Firma„Hermagoras-Buchdruckerei“ einen 25% Nachlass ausser ihrem Beitrage gewährt hat, und dass nicht wenige dürftige Schüler der Anstalt Unterstützungen von Wohlthätern teils durch Kosttage teils in anderer Weise erhalten haben. A. Verzeichnis der P. T. Ehrenmitglieder und deren Beiträge. v086. 1 nest— Nameund Stand Peilra⸗ 1. fl. Ikr. 1 Herr Leopold Freiherr von Aichelburg, Herrschaftsbesitzer.— 2„ Dr. Karl Birnbacher, Irrenhaus-Director 3 3„ Martin Brugger, Buchbinder.. 2 4„ Otto Graf Coonnisi. k. k. Hofrath 5— 5„ Karl Dürr, k. k. Professor. 21— 6„ Pranz Ritter v. rteumaun, Herrschaftsbesitzer. 10— 76 Dr. Ernst Ritter v. Edelmann, Herrschaftsbesitzer 5— 8 Frau Nothburga Gräfin Egger... 10— 9 Herr Dr. Jesef Erwein, Hof- n Gerichtsadvocat 5 5— 10 Frau Susanne Eadle v. Pischer, k. Statthaltereiraths- Witwe 2— 11 Herr Karl Pornara, ere nanarmmrchulann. 5— 12„ Anton Fräss, Edler von Ehrfeld, Banquier 5— Se. Excellen⸗ Herr K. Graf Fugger, k. k. Geheimer Rath und 13 Oberst a. D., Herrschaftsbesitzer 3 5— Se. fürstbischöfliche Gnaden Herr Dr. Peter Funder, Fürstbischof 14 Fon Girk.....„....... 20 Se. Excellenz Herr A. Graf Goëss, k. k. Geheimer Rath und 15 Herrschaftsbesitzer...25— 16 Herr Leopold Ritter von Gröller, Herrschaftsbesitzer 5— 17„ Dr. Fran«z Hann, k. k. Profossor...„... 1— 18„ Kal PFreiherr von Iauser, Conservator.... 3— 19„ Paul Freiherr v. Herbert, Herrschaftsbesitzer 5— 20 Löbl. Firma: Hermagoras-Buchdruckerei 5— 21 Herr Johannes Heyn, Buchhändler 2— 22„ Karl Hillinger, k. k. Bergrath und HHandelskammer- Präsident 3— 23„ Romuald ffolenia, Berswerksbesitzer...... 6— 24„ Gabriel Ritter von Jessernigg, Bürgermeister..... 3— 25„ Johann von Klebelsberg, k. k. Professor.... 1— 26 Löbl. Firma: P. von Kleinmayrs Buchhandlung 2— 27 Hochw. Herr Norbert Lebinger, k. K. Professor 5— 28 Herr Friedrich Leon, Buchhändler... 2— 29„ Dr. osof Luggin, Hof- und Gerichtsadvocat. 5— 30„ Karl Maly, k. k. Gymnasiallehrer. 3. 2— 31„ Adalbert Mloingast, K. k. Profossor........ 1— 32„ Pranz Graf Merveldt, k. k. Hofrath 5— 3„ Leopold Ritter v. Moro, Herrschaftsbesitzer 10— 34„ Nax Ritter von Moro, Herrschaftsbesitzeer. 6— 35„ Paul Mühlbacher, Fabriksbesitzer........ 5,— Fürtrag 1 183— 35 —— Tder Name und Stand Beitrag . fHl. kr. — 82 Uebertrag 36 Hochw. Herr V. Müller, Henäehii.. 37 Herr Dr. Hermann purtscher, k. Professor. 38„ Dr. Victor Ritter v. Rainer, erhe ſennen u. Landesanschuss Löbl. Firma: A. Raunecker, Buchhandlung Herr Eduard Rauscher, Bergwerksbesitzer.. 41„ K. Ritter von Reichenbach, k. k. Hofrath i. NR. in Lin⸗. 42 Se. Durchlaucht Herr Heinrich Fürst zu Rosenberg 43 Herr J. M. Rothauer, Banquier.......... 44 Hochw. Herr B. Scheitz, f. b. geistlicher Rath, k. k. Professor 45 Herr Johann Scheinigg, k. k. Professor 46„ Preiherr von Schmidt-Zabiérow, k. k. Landes-Präsident 47„ Ludwig Schmued, k. k. Gymnasial- Pirector i. R... 48„ Dr. Pranz Schönberg, k. k. Hof- und Gerichtsadvocat. 49„ Dnr. Jakob Sket, k. k. Professor.. 50„ Kall Preiherr v. Keinser k. k. Major a. p.. +⁴ O „ Dr. Julius Steiner, k. k. Professor. 3 5² Frau Wilhelmine Leidente k. Gymnasial-Directorsgattin 53 Herr Dr. Franz Svoboda, K. k. Gymnasial-Director— 54 Herr Josef Ritter v. Thavonat, Gutsbesitzer. V— 55„ Dr. Karl Ubl, Hof- und Gerichtsadvocat, Landesansschuss— 56„ VWictor Edler v. Vest, k. k Landesgerichts-Präsident „ Dr. Ferd. Ritter von Wolff, Hof- und Gerichtsadvocat 1 Summe. 2[=eeeedeeeeeeeeSee — —85 Für die der Anstalt und deren Schülern zugewendeten Gaben spricht die k. k. Gymnasial-Direction allen Wohlthätern und Gönnern den wärmsten Dank aus. 5* 36 ·ʒê B. Schülerbeiträge. I. CI. A. v. Thavonat 2 fl. 20 kr.;— v. Vest 2 fl.;— v. Belschan u. Kessler je 1 fl. 50 kr.; Bombig, Gruber, Gunzer, Krammer, v. Langer, Malgai, Münichsdorfer, Pirker, Propst, Rochmann, Singer, Spitzer je 1 fl.;— Abermann, Abert, Kabusch, Kolloros, Marchetti, Maurer, Pöllinger, Steindl, Willitsch je 50 kr. — Drobiunig 40 kr.— Ottowitz 30 kr., Arbeiter, Fischer, Hartlieb je 20 kr.— Zus. 25 fl. I. Cl. B. Bierbaum 3 fl.;— Lebitsch, Graf Neuhaus, Rauscher je 2 fl.; — Mann, Rambausek je 1 fl. 50 kr.:— Dolnigg, Drosk, Ebner, Egger, Eichwald, Grasser, Hamrusch, Hornbogner, Kainradl, Kasda, Kletzer, Lürzer, Pollatscheg, Polzer, Rossbacher, Samek, Sattleger, Schellander, Steiner, Thuile, Walker, Zechner je 1 fl.;— Dienes, Grubhofer, Hillbrand, Koffler, Kreiner, Melchior, Krassnigg, Pickl, Schluet, Swetic, Weissel je 50 kr. Zus. 39 fl. 50 kr. II. Cl. A. Brejc, Daghoffer, Hren, Jandl, Riederer je 2 fl.,)— Ebner, Kovaséié, Pinteritsch, Plachki je 1 fl. 50 kr.;— v. Böhm, Kichwalder, Dersola, Fornara, Girardis, Hopfgartner, Hribar, Mayerhofer, Meier, Miksch, Murnik, Ple- schiutschnig, Richter, Sommeregger, Werdino, Westritschnig, Zirkounig je 1 fl.; — Bouthillier 60 kr.;— v. Lerchenthal, Omersu, Tschernitz, Unterwelz, v. Wolff je 50 kr. Zus. 36 fl. 10 kr. II. Cl. B. PFranke 2 fl.;— Clementschitsch 1 fl. 50 kr.;— Bostianéié, v. Braunecker, Ebner, Hermann, Inzinger, Kometter, Kreutziger, Maier, Pacher, Pankesegger, Papp, Rossmann, Tschernesel, Tutl, Uebel, Weingartner je 1 fl.;— Fleischhacker, Mandry, Pichler, Rumler, Stersche, Strugger je 50 kr. Zus. 22 fl. 50 kr. III. Cl. Strack 3 fl.;— Birnbacher 2 fl. 50 kr.;— v. Jessernigg, Lob, Praxmarer, Rauscher je 2 fl.;— Luggin 1 fl. 50 kr.;— Fercher, Gussenbauer, Holzer, Illitsch, Janezié, Kleewein, Krippel, Loipold, Mallewein, Manhart, Messiner, Pirker, Schmidt, Theuermann, Weissenbacher, Winter je 1 fl.— Angermann, Duller, Hohenauer, Köffler, Pichler Joh., Pichler Jos. je 50 kr. Zus. 34 fl. IYV. Cl. Birnbacher 2 fl. 50 kr.;— v. Böhm, Böss, Gotter, Praxmarer je 2 fl.;— Freund, Hiebaum, IIlgoutz, Janach, Laure, v. Lichem, Mayr, Oertl, Payer, Rab, Samitz, Stranig, Zier je 1 fl.;— Fischer, Frühstück, Kuess, Piko, Prandstätter, Ramusch, Sepper, Skubl, Srebre, Stotz, Warmuth je 50 kr.— Zus, 29 fl. V. Cl. Huth, Mühlbacher, Seeland, v. Wretschko je 2 fl.;— Spitzer 1 fl. 50 kr.; — v. Knapitsch 1 fl. 10 kr.;— Beran, Brugger, Gassmaier, v. Glaunach, Höf- ferer, Huber Oswald, Kandolf, Kohlmayr Franz, Krainz, Leopold, Lernbass, Lud- wig, Markowitz, Mayerhoffer, Mittelbach, Obitsch, Pardatscher, Peénik, Perkounig, Podgorz, Ramusch, Raschun, Ruckgaber, Streiner, Strieder, Tiefenbacher, Waldner, Wawruschka, Wilhelmer je 1 fl.;— Prosén 80 kr.;— Bornschegg, Fugger, Huber Jos., Kollmaier Jos., Riedl, Röhricht, Schöffmann, Wewerka je 50 kr. Zus. 44 fl. 40 kr. VI. Cl. v. Mayrhofer 2 fl. 50 kr.; Baron Spinette 2 fl.; Strohuber 1 fl. 50 kr.;— Komauer, Paulitsch, Pichler, Rossbacher, Schwaighofer, Six, Tambor, Zeliska je 1 fl.,— Ehleitner, Hassler, Hilpert, Klimsch, Okorn, Puza, Safron, Schuschnigg, Zemljak je 50 kr.. Zus. 18 fl. 50 kr. — VII. Cl. Lemisch 2 fl.;— Fibeck, Grossauer, Kainradl, Korpnik, Lorenz, Müller, Ogertschnig, Pichler Alex, Pichler Karl, Rauter, Riederer, Schneider je l fl.; — Hotschewar, Plochl, Preiber je 50 kr. Zus. 15 fl. 50 kr. VIII. Cl. Fiedler, Fossel, Praxmarer je 2 fl.;— v. Ehrfeld, Huber, Jantsch, Kollmann, Maurer, Moser, Pirker, Rosa, v. Vest, Virnik je 1 fl.,— Hafner, Jahoda, Kovaë, Lowretz, Rottert, Winkler je 50 kr. Zus. 19 fl. In allen Classen die obige Summe 283 fl. 50 kr. IX. Verorduungen der vorgesetzten Behörden von allgemeinem Interesse. 1. Erlass des hohen k. k. Ministeriums f. C. u. U. v. 15. November 1883 Z. 21104, intim. mit dem Erlasse des hohen k. k. kärntn. Landesschulrathes v. 28. November 1883, Z. 2600,— nach welchem die Errichtung eines Frei- curses für italien. Sprache am k. k. Gymnasium zu Klagenfurt nur dann gestattet wird, wenn sich mindestens 20 Schüler hiezu gemeldet haben. 2. Verordnung des hohen k. k. Minister. f. C. u. U. v. 26. Mai 1884, Z. 10128, betreffend mehrere Abänderungen des Lehrplanes der Gymnasien und die Hinausgabe von Instructionen für den Unterricht an denselben. 3. Verordnung des hohen k. k. Minister. f. C. u. U. v. 27. Mai 1883, Z. 8019,— intim mit h. L.-Sch.-R.-Erlasse v. 7. Juni 1884, Nr. 1259,— nach welchem die Aufnahmsprüfung für die I. Classe der Mittelschulen beibehalten und deren Vornahme modificiert wird. X.(hronik. a) Veränderungen im Lehrkörper. Mit Allerhöchster Entschliessung Sr. k. u. k. Apostol. Majestät vom 29. Juni 1883 wurde die nach dem k. k. Gymnasial-Director Ludwig Schmued erledigte Directorstelle(vgl. das Programm v. J. 1883, S. 18) am k. k. Gymnasium zu Klagenfurt dem Director des Staatsgymnasiums zu Cilli, Dr. Franz Svoboda, ver- liehen, welcher am 7. September d. J. seinen Dienst antrat. Mit Rücksicht auf die grosse Schülerzahl der II. Classe bewilligte das hohe k. k. Ministerium f. C. u. U. mit d. Erlasse v. 8. October 1883, Z. 18533 die Theilung dieser Classe in zwei Parallelabteilungen, nachdem die Theilung der I. Glasse und die Bestellung einer Aushilfslehrkraft schon früher genehmigt worden waren. Zur Versehung der durch diese Classentheilung erweiterten Unterrichtser- theilung wurden mit dem Prlasse des hohen k. k. Landesschulrathes vom 22. No- vember 1883, Nr. 2414 die Lehramtscandidaten Robert Morawetz und Alois Gril- litsch als Hilfslehrer berufen, welche bereits in den letzten Tagen des Octobers den Dienst angetreten hatten. Professor Dr. H. Purtscher war krankheitshalber auch für das Schuljahr 1883/84 beurlaubt und wurde von dem Supplenten Jakob Wang suppliert. Im übrigen war der Stand des Lehrkörpers derselbe wie im Vorjahre. 38 P) Andere Vorkommnisse. Das Schuljahr wurde am 17. September mit dem vom Herrn infulierten Propste Dr. V. Müller celebrierten„Veni Sancte“ eröffnet. Nach demselben wurde die Disciplinarordnung den Schülern der III.— VIII. Classe vom Director mit einer entsprechenden Anrede in Anwesenheit der meisten Professoren bekannt gegeben, während dieselbe den Schülern der I. und II. Classe von den betreffen- den Classenvorständen erläutert wurde. Der regelmässige Unterricht begann am 18. Am 22. fand unter dem Vorsitze des Herrn k. k. Landesschulinspectors Dr. Joh. Zindler die Maturitäts-Wiederholungs- prüfung statt, über welche oben berichtet wird.— Dieser Tage begleiteten Lehrer und Schüler den in der Blüte der Jugend dahingerafften Schüler der VI. Classe, Eduard Seeger, zur letzten Ruhestätte und waren bei der von dem Herrn geist- lichen Rate B. Scheitz für den Verstorbenen gelesenen Trauermesse anwesend. Der 4. October als Namenstag Sr. Majestät des Kaisers wurde durch einen Festgottesdienst unter Absingung der Volkshymne gefeiert, welchem der gesammte Lehrkörper und die Schüler beiwohnten. An diesem Tage fand kein Unterricht statt. Der Schluss des ersten Semesters erfolgte vorschriftsmässig am 9., der Be- ginn des zweiten am 13. Februar. Von 20.— 25. Mai unterzog der k. k. Landesschulinspector, Herr Dr. Joh. Züindler, die Anstalt einer eingehenden Revision und schloss dieselbe am 26. mit einer Conferenz ab. Vom 17.— 23. Juni wurden die schriftlichen, von da bis 8. Juli die münd- lichen Versetzungsprüfungen, am 9. Juli die Privatistenprüfung vorgenommen. Am 30. Juni endete der Nebenunterricht im Zeichnen, in der italienischen Sprache und im Turnen. Aus dem letzteren wurde am 30. Juni und am 1. Juli, aus dem Gesange am 12. Juli in Anwesenheit des Directors, mehrerer Professoren und Angehörigen der Schüler eine öffentliche Prüfung abgehalten. Dem Schulgottesdienste, welcher mit Bewilligung des hochwürdigen Herrn Superiors des Benedictiner-Collegiums, Dr. O. Habermann, in der Klosterkirche stattfand, wie den üblichen religiösen Uebungen wohnten die katholischen Schüler vorschriftsmässig bei. Abgesehen von vorübergehenden Erkrankungen einzelner Lehrer und Schüler liess der Gesundheitszustand an der Anstalt nichts zu wünschen übrig. Der Schluss des Unterrichtes erfolgte am 14., des Schuljahres am 15. Juli mit dem Te Deum laudamus und der Vertheilung der Zeugnisse. Nachtrag. Am 10. Juli beglüchten Thre k. u. k. Hoheiten der durch- lauchtigste Kronprinz Rudolf und die durchlauchtigste Kronprinzessin Stefanie anlässlich der festlichen Lröffnung des Rudolfinums die Stadt Klagenfurt mit Threm Besuche. Das Gymnasium, die allgemeine Freude der Bevölkerung theilend, betheiligte sich an den Empfangsfeierlichkeiten, indem die Schüler mit dem Lehrhörper in dem Spalier sich befanden, durch welches das Kronprinzenpaar vom Bahnhofe in die Stadt fuhr, wührend der Director in der Bahnhofshalle bei dem Empfange Threr k. u. K. Hoheiten anbesend war. 39 errI8 LorFISSI 3 ſr’ err 1 9 co 163 esor egr r.1 6ſr— ox rLeI«0¹ 28 r 068 euru öa“ — 21 ſor,, V 0& L9e IIIA 1 6 8. 5 u O z I el o Ie ee« r e i a e A 2.— r 5—Ae, r e e e e e e, reeeer e e ae, e A 1E 8 i, e e,, e e a 819 92 3 3 Ig 6e ſe Ee l ee-e, es ef Al r Oe ee i r I r—S Ie S 2us.g s e e e ei g gi-n e o e e e e ie-i« i r e e ſr e e 87 I t s..s— 9e I I e[z 15 998* II A o. I o, eir e, ee e, oeee ſ i, e,„— 1 8 F 9 s OF i r 8 1 r f 8 5— Sr e— 88 9. 5 2r 2=e= rS e ⸗ ͤöͤ 2=S 2 e 5 5 5[Es3 S 2.z 28. e 5. eb e we 5 5.*8 V 8 32 5 2 5. 5 -(l 5 5 5 ureS IIsop ossuldos=. 3 o0soues II ssouo*-ovadsa—un ule ssu 5 2 S 5 5 8 I u pleslutss 48Seruo I UI unM a meraen 5 3 V 8 2 3 5 5 uopuod pleslucos oOIsSSoJu UOedsa ssele ldezees e dieeg pun puejs(e d disen 40 —O D) Vaterland. 2 5= ER. L an d SA== Kärnten: Stadt Klagenfurt. 8 13 4 3/˙13 9 11 5 6 6 78 „ Land.. 24 22 21 21 28 24 26 16 9 10 201 Steiermark.... 5 5 31 3 41= 5 1 2 28 Krain........ 2 1 2 1 2— 1 1 111 Tirol w— ꝰ 3 12 1———— 7 Küstenland——— 1——— 1— 2 Oesterreich 2— 1 3 1 2 2— 3— 14 Böhmen———————— 1 1 Mähren 1— 1— 1———— 1 4 Schlesien. 1———— 1———— 2 Galizien——— 1—————— 1 Bukowina.— 2—————— 2 Dalmatien— 1— 1———— 2 Ungarn——— 2 1— 1— 1 5 Kroatien!————— 1———— 1 Ttalien........—— 1—— 1 Samme.. 43 41 36 34 52 42 41 28 21 22 360 c) Lebensalter. Am Schlusse des II. Semesters waren alt: ſ Lebensjahre I. a. I. b. II. a. II. b. III. IV. v. VI. VII. VIII. Summe 1o 1 141=—= 2 11[11 10 1 2—=——= 24 12 13 10 10 6 6————— 45 13 5 10 6 6 10—==— 37 14 4 5 10 3 10 8 1——— 49 15 15 4 4 5 9 9 72—— 45 16[— 1 4 4 10 12 15 5 2= 53 17—— 1 4 3 10 13 7 1. 4 18 1— 1— 1 5 5 4 6 4 27 19-—— 1— 3 3 4 5 16 20— 1 1—— 1 1 35 9 21——————— 1 4 5 22 1—==———— 2 3 23————————— 1 1 Summe. 43 41 36 34 52 42 141 28 21 22 360 41 ———O d) Ergebnis der Wiederholungsprüfungen vom Jahre 1882/83. p ſ . 32 =8=S25 Classe SBSSBS 23 V V Zugelassen wurden.. V 4 5 6 2 6 2 3—— 28 Die Prüfung bestanden 4 2 3 1 6 2 2—— 20 Nicht bestanden— 2 1——— 1—— 4 V Nicht erschienen.. 12 1————— 4 e) Dotationen für Lehrmittel im Schuljahre 1883/84. 1. Aufnahmstaxen, zu Beginn des Schuljahres eingehoben.. fl. 24780 2. Lehrmittelbeiträge.„ 389— 3. Schülerbibliotheks-Beiträge 4. Nachträgliche Aufnahmstaxen, Lehrmittel- und Bibliotheks- beiträge von vier im Laufe des Schuljahres eingetretenen Schülern„ 14 30 5. Für Ausstellung von Zeugnisduplicaten„ 22— 6. Für verkaufte Programme. 1— vom 12. Juli 1879, Nr. 3700, verwendet. f) Schulgeld und Stipendien. Summe.. fl. 1027·10 Diese Einnahmen wurden im Sinne der hohen Ministerialverordnung 8 1. Der Gesammtbetrag des im II. Semester eingehobenen Schul- geldes war...... 1I. 21006 2. Die Summe der Stipendienbeträge ii im II. Semester...„ 2104·90 8 Ng AS S —— — ½ 12. 13. 14. 15. Karl Rothenpieler aus Prävali. Johann Ottowitz aus Schiefling. . Friedrich Malgai aus Oberloschnitz in Steiermark. Johann Krammer aus St. Michael. . Josef Kabusch aus Kremsbrücken. Erich Spitzer aus Klein-Glödnitz. Eugen von Belschan von Mildenburg aus Mürzzuschlag in Steiermark. Gabriel Singer aus Kappel a. D. Josef Maurer aus Unterloibl. Franz Willitsch aus Klagenfurt. . Eduard R. v. Nowakowski aus St. Veit. 42 —— XII. Location“ derjenigen Schüler, welche ein Zeugnis mit Vorzug oder der ersten Classe erhalten haben. I. Classe Kilian Propst aus Friesach. 16. ObtoStaindl aus Steinfeld in Nieder- 17. österreich. 18. . Johann Pirker aus Feistritz. 19. . Georg R. Langer von Podgoro aus 20. Poganic in Krain. 21. I. Classe Mathias Egger aus Paternion. Lorenz Klatzer aus St Gandolf. . Rudolf Drosk aus Ebenthal. Ferdinand Krassnigg aus Kla- genfurt Johann Ogriz aus Ludmansdorf. Franz Thuile aus Spittal. . Johann Steiner aus Gurnitz. . Georg Walker aus St. Lorenzen. Georg Melchior aus Schwarzenbach. Cajetan Kainradl aus Klagenfurt. Alfred Schluet aus Czernowitz in der Bukowina. Christian Kreiner aus Kleblach-Lind. Albin Zechner aus Möchling. Max v. Lürzer aus Hopfgarten in Tirol. Andreas Hornbogner aus Deutsch- Griffen. B 9 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 5 30. 31. 4. Johann Abermann aus Klagenfurt. Franz Oliva aus Rastenfeld. Paul Bomnbig aus Klagenfurt. Ludwig Pöllinger aus Sirnitz. Alois Marchetti aus Millstatt. Friedrich Gruber aus Maria-Saal. 2. Erich Wehrenfennig aus Kleinbressl. in Schlesien. . Raimund Kanatschnig aus Dreifal- tigkeit. . Friedrich Münichsdorfer a. Hüttenberg. . Karl Rampitsch aus Feldkirchen. . Ludwig Gunzer aus Klagenfurt . Julius Kessler aus Graz in Steiermark . Johann Lederer aus Neumarktl. . Adolf R. v. Thavonat aus Wien in Nieder-Oesterreich. Anton Schaunig aus St. Thomas. 31. Johann Hauger aus Osterwitz. B. Otwin Posch aus Klagenfurt. Johann Koffler aus St. Veit. Wilhelm Rauscher aus St. Veit. Eduard Hamrusch aus Klagenfurt. Johann Dolnigg aus Raibl. Friedrich Ebner aus Bleiburg. Victor Polzer aus Klagenfurt. Peter Rossbacher aus St. Hermagor. Robert Bierbaum aus Klagenfurt. Karl Habliéek aus Bleiburg. Franz Sattleger aus Unterhaus. Cyprian Weissel aus Sacco in Tirol. Otto Rambausek aus Czernowitz der Bukowina. Emil Figala aus Borgo in Tirol. Max Samek aus Klagenfurt. Hubert Augustin aus Gutenstein. in * Anmerkung. Die Namen der Vorzugsschüler sind mit gesperrter Schrift gedruckt, bei den in Kärnten Geborenen ist das Geburtsland nicht angeführt. — 09 do Au gust Plachki aus Schönberg in . Johann Ebner aus Ragain. Albin Hopfgartner aus Radenthein. . Gustav Böhm v. Kettmannstorft aus Friedrich Miksch aus Maria-Rain. . Adolf Kovaòëié aus Mellweg. . Josef Hribar aus Möchling. . Johann Meier aus Fesching . Simon KAichwalder aus Klagenfurt. .Albin Westritschnig aus Althofen Barthol. Zirkounig aus Rechberg. . Otto Daghofer a. Neumarkt in Steierm. . Ernst Riederer aus Wien in Nieder- Josef Lindner aus Moosburg. . Florian Pirker aus Berg. . Hermann R. 43 ——— II. Classe A. Mähren. Christian Girardis aus Bleiburg. Johann Brejc aus Birkendorf i. Krain. 4 5 0 9 8 5 9 9 0 9 9 2 Zara in Dalmatien. 6 5 9 5 6 9 5 9 5 9 9 8 Oesterreich. 16. 17. 18. 19. 20 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. II. Classe Peter Funder aus Bruggen. 8 . Karl Kaponig aus St. Gandolt. d Johann Pacher aus St. Walburgen. . Johann Papp aus Eisenkappel. 9 Josef Rossmann aus St. Georgen. ¹ . Franz Tutl aus St. Leonhard Victor Pankesegger aus Feldkirchen. Victor Bresnik aus Littai in Krain. Erich Hermann aus Klagenfurt. Simon Bostianéié aus Ludmausdorf. . Alfred Eisendle aus Meran in Tirol. . Franz Ebner aus Pulst. . Franz Kometter aus Lichtenwörth in Nieder-Oesterreich. 8 Wilhelm Maier aus Feistritz. 8 6 Jakob Fercher aus Sittich 8 v. Jessernigg aus Klagenfurt. 6 . Walther Rauscher aus Klagenfurt. .Anton Stress aus Göriach. . Franz IIlitsch aus Längdorf. 3 . Wilhelm Matschnig aus Graz in Steiermark. Robert Prugger aus Eisenkappel. . Albin Lentsche aus Klagenfurt. III. GI 16. 17 18. 19. 20. 12. Julius Werdino aus Judenburg in Steiermark. Oskar Edler v. Lerchenthal aus Spittal. Karl Fornara aus Klagenfurt. Johann Tschernitz aus Bleiburg. Ernst Koss aus Klagenfurt. Vincenz Unterwelz aus Friesach. Josef Omersu aus Eberndorf. Franz Richter aus Wolfsberg. Johann Weissel aus Sacco in Südtirol. Johann Bouthillier aus Klagenfurt Franz Pleschiutschnig aus Rasswald in Steiermark. Johann Dersola aus Rosseg. Arthur R. v. Wolff aus Leibnitz in Steiermark. Georg Maurnig aus Ruden. Wladimir Hren aus Rudolfswert i. Krain. B. Thomas Inzinger aus Feistritz. Josef Uebel aus Aichdorf. Franz Unterberger aus Kirchbach. Franz Strugger aus Wolfsberg. Richard Wass de Also-Arpasy aus W.-Neustadt in Nieder-Oesterreich. August Tschernesl aus Friesach. 2. Felix Gaill aus Klagenfurt. 3. Gustav Fr. v. Braunecker aus Althofen. 4. Gustav Rumler aus Brixlegg in Tirol. 5 Rudolf von Kreutziger aus Wien in Nieder-Oesterreich. Andreas Sterse aus Miess. . Leo Weingartner aus Eisenkappel. . Jakob Brehm aus Wolfsberg 9. Rudolf Weiss aus Klagenfurt 2886. 10. 2 11. Johann Mallewein aus St. Veit. Raimund Holzer aus Gersdorf. Josef Pichler aus Spittal. . Leopold Kainradl aus Klagenfurt. . Albin Uchann aus Laibach in Krain. . Johann Renger aus Mauthen. . Friedrich Mitteregger aus Klagenfurt. . Franz Loipold aus Stall. . Ignaz Köffler aus Bleiburg. . Max Lob aus Wien in Nied.-Oesterreich, l. Johann Mokre aus Klagenfurt, — — —-==g —¼½ de do 10 — S 8S. A O⸗ do — . Wolfgang Kleewein aus Klagenfurt. . Franz Duller aus Freudenberg. Martin Schmidt aus Velden. . Pranz Steiner aus Glödnitz. .. Martin Ehrlich aus Saifnitz. . Josef Krassnig aus Weigelsdorf. . Valentin Theuermann aus Reisberg. . Josef Taschek aus Gallizien. .. Karl Gussenbauer aus Gmünd. . Johann Krippel aus Klagenfurt. AAAAQ‚”AQQAQ”AQEQDQD 31. Konrad Honisch aus Güssing in Ungarn. Johann Pichler aus Graz in Steiermark. . Josef Weissenbacher aus St. Ruprecht. 34. Ignaz Angermann aus Mauthen. Josef Kattnig aus Klagenfurt. . Anton Janezièé aus Kronstadt in Sieben- bürgen. . Victor Janausch aus Laibach in Krain. . Johann Prettner aus Glödnitz. .. Johann Mayer aus St. Veit. IVY. Classe. Georg Buchacher aus Kirchbach. Paul Morak aus Klagenfurt. Josef Fischer aus St. Lamprecht. Dominik Skubl aus Bleiburg. Markus Pickel aus St. Peter. Ernst Kukutsch a. Teschen in Schlesien. Alois Freund aus Neutra in Ungarn. . Martin Mayr aus Tragin. .. Valentin Ilgoutz aus Gablern. . Karl Petschnig aus Lesach. . Rudolf Perne aus St. Jakob. Hugo Kubick aus Ebenthal. . Hermann Böss aus Murau in Steiermark. . Josef Samitz aus Bleiburg . Rudolf Pliemitscher aus Klagenfurt. 16. . Alexander Srebre aus Schwarzenbach. . Karl Zier aus Klagenfurt. Karl Gotter aus Wien in N.-Oesterreich. Adolf Payer aus Klagenfurt. Johann Doposcheg aus Klagenfurt. 1 G 21. . Johann Warmuth aus Fritzendorf. . Rudolf Alber aus Wolfsberg. . Franz Stranig aus Kleblach-Lind. . Rudolf Oertl aus Bruck in Steiermark. . Peter Kuess aus Klagenfurt. . Alfred Praxmarer aus Wolfsberg. . Friedrich Jannach aus Metnitz. . Franz v. Lichem aus Windisch-Feistritz Georg Ramusch aus Klagenfurt. in Steiermark. Hermann Böhm Edler v. Kettmannstorff aus Zara in Dalmatien. . Rudolf Hiebaum aus Judenburg in Steiermark. . Karl Stotz aus St. Thomas. . Jakob Rab aus Treffelsdorf. . Engelbert Scheriau aus Klagenfurt. . Josef Laure aus St. Ruprecht. 3. Josef Piko aus Javorien. . Franz Tscharmann aus Eisenkappel. V. Classe. 1. Josef Tiefenbacher aus Birnbaum. . Alfred R. v. Wretschko aus Wien in Nieder-Oesterreich. . Philipp Streiner aus Grades. . Heinrich Pardatscher aus Kla- genfurt. Karl Ludwig aus Wien in Nieder- Oesterreich. . Franz Gassmayer aus Paternion. Valentin Podgorz aus St. Agnes. Mathias Krainz aus Klagenfurt. 9. Franz Kohlmayr aus Lendorf. .. Mathias Raschun aus Brenndorf. . Franz Beran aus Klagenfurt. . Gustav Obitsch aus Treffen. Arnold Höfferer aus Gradatz in Krain, 9 8 6 9 9 9 9 9 9 9 „ „ - . Max Lernbass aus St. Paul. . Eduard Fugger aus St. Marein. .Ambros Brugger aus Reisach . Josef Markowitz aus Klagenfurt. . Josef Perkounigg aus Ferlach. . Hubert v. Glaunach aus Völkermarkt. . Alexander Prosen aus Viktring. . Ernst Spitzer aus Klein-Glödnitz. 22. Johann Strieder aus Kötschach. . Paul Huth aus Völkermarkt. . Karl Waldner aus Grafendorf. KAlois Ramusch aus Klagenfurt. . Julius Leopold aus Klagenfurt. . Mathias Kandolf aus Stockenboi, . Josef Wilhelmer aus Lieting. Oswald Huber aus Spittal, 30. 31. 32. N — S O 9 SS A S⸗ 45 — Eugen Seeland aus Lölling. Franz Mayrhofter aus Klagenfurt. Ferdinand Mittelbach aus Agram in Kroaticn. 33. 5 34. 35. 36. Karl Wawruschka aus Mauthen. Albin Poëénik aus Maria-Elend. Ottokar Wewerka aus Klagenfurt. Paul Edler v. Knapitsch aus Klagenfurt. VI. Classe. Alois Gobanz aus Eisenkappel. . Wilhelm Schwaighofer aus Maria- zell in Steiermark. Wilhelm Zeliska aus Prevali. . Josef Rossbacher aus Klagenfurt. . Paul Six aus St. Johann am Forst. Josef Tambor aus St. Veit. . Friedrich Okorn aus Klagenfurt. . Georg Paulitsch aus Wolfsberg. Mathias Hassler aus Luggau. . Rudolf Brand aus Judenburg in Steier- mark. .Sigmund Schuschnig aus St. Andrä. .Adolf Puza aus Wolfsberg VII. . Karl Pichler aus Spittal. . Karl Plochl aus Althofen. . Thomas Schneider aus Wolfsberg. Alex Pichler aus Spittal. . Josef Treiber aus Faak Roman Eibeck aus Klagenfurt. Eduard Müller a. Ritschka in Böhmen. . Josef Krampl aus Klagenfurt. . Ludwig Korpnik aus St. Martin. VIII. . Karl Thurner aus St. Veit. Josef Rakesch aus Eisenkappel. . Hermann v. Vest aus Klagenfurt. Friedrich Huber aus Spittal. . Robert Praxmarer aus St. Paul. . Franz Rosa aus Büd Szt. Mihaly. . Moritz Fiedler a. Zeltweg in Steierm. Felix Fossel aus Laibach in Krain. . Ludwig Pirker aus Hörgendorf. Josef Maurer aus Klagenfurt. . Martin Kovaé aus Leopoldskirchen. . Robert Klimsch aus Ferlach. . Hermann Strohuber a. Graz in Steierm. . Edwin Komauer aus Klagenfurt. . Albin Freiherr v. Spinette a. Klagenfurt. . Josef Ehleitner aus Präyvali. . Karl Hauser aus Kötschach. . Franz Hilpert aus Bleiburg. . Gustav Pirker aus Homberg. . Rudolf Safron aus Perau 2. Emil Nagel aus Klagenfurt. 3. Georg Pichler aus Klagenfurt. B. Robert Mrack aus Hermagor. . Josef Plaminek a. Kremnitz in Ungarn. Classe. 10. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. Otto Lemisch aus St. Veit Albin Kainradl aus Klagenfurt. Stef. Ogertschnig a. St. Martin a. Ponfeld. Josef Thurnwald a. Stich in Böhmen. Ernst Rauter aus Klagenfurt. Josef Wasmer a. Komotau in Böhmen. Arthur Faber aus Gottschee in Krain. Emil Hotschewar aus Hüttenberg. Classe. 5 12. 4 13. 4 14. 5 15 9 16. 2 47. 6 18. 5 19. * 20. 21. 9 22. Franz Jantsch a. Neustadl in Böhmen. Philipp Kollmann aus Klagenfurt. Martin v. Ehrfeld aus Klagenfurt. Josef Hobisch aus Strassburg. Franz Virnik aus Seeland. Franz Rader aus Lavamünd. Ferdinand Jahoda a. Bränn in Mähren. Max Rottert aus Klagenfurt. Ludwig Hafner aus Rabensdorf. Julius Moser aus Klagenfurt. Ferdinand Lowretz a Tüffer in Steierm XIII. Kundmachung, betreffend das Schuljahr 1884/88. Das nächste Schuljahr wird am 16. September um halb 8 Uhr Früh mit dem Veni Sancte eröffnet, welchem alle katholischen Schüler beizu- wohnen haben. Schüler, welche in die erste Classe aufgenommen werden wollen, müssen das neunte Lebensjahr zurückgelegt haben; sie müssen sich, wenn sie an einer öffentlichen Volksschule unterrichtet wurden, mit einem Frequentations- zeugnisse ausweisen, welches die Noten aus der Religionslehre, der deutschen Sprache und dem Rechnen zu enthalten hat. Doch pleibt pei der Ent- scheidung über die Aufnahme die gut bestandene Aufnahmsprüfung mass- gebend, welche aus der Unterrichtssprache und dem Rechnen schriftlich und mündlich vorgenommen wird. Im übrigen werden bei dieser Prüfung folgende Anforderungen gestellt: a) Jenes Mass von Wissen aus der Religionslehre, welches in den vier ersten Jahrescursen der Volksschule erworben werden kann. 5) Fertigkeit im Lesen und Schreiben der deutschon Sprache und der lateinischen Schrift; Kenntnis der Elemente aus der Formenlehre der deutschen Sprache und Fertigkeit im Analysieren einfach bekleideter Sätze; Bekanntschaft mit den Regeln der Orthographie und richtige Anwendung derselben. c) Uebung in den vier Grundrechnungsarten in ganzen Zahlen. Die in die erste Classe neu eintretenden Schüler haben sich in Be- gleitung ihrer Eltern oder deren Stellvertreter am 10. und 11. September zwischen 9 und 12 Uhr vormittags und 3 bis 4 Uhr nachmittags bei der Gymnasial-Direction zu melden und sich mit dem bezeich- neten Frequentationszeugnisse und dem Tauf- oder Geburtsscheine auszu- weisen. Spätere Anmeldungen können nicht berücksichtigt werden. Sie haben eine Aufnahmstaxe von 2 fl. 10 kr. und einen Lehrmittel- und. Schülerbibliotheks-Beitrag von 2 fl. zu erlegen. Diese Beträge werden zurück- gestellt, wenn der aufzunehmende Schüler die Prüfung nicht besteht. Die Prüfung wird am 12. und 13. September jedesmal um 8 Uhr früh beginnen, und es haben die eingeschriebenen Schüler die nötigen Schreibrequisiten mitzubringen. Die Anmeldung der Studierenden in die übrigen Classen findet am 14. vormittags, am 15. vormittags und nachmittags in den angegebenen Stunden statt. Neu eintretende Schüler haben dieselben Taxen zu entrichten, wie die in die I. Classe eintretenden. Die dem Gymnasium angehörigen Schüler entrichten den Lehrmittel- und Bibliotheksbeitrag von 2 fl. 47 Die Aufnahmsprüfungen für die II. bis VIII. Classe, die Wiederholungs- und Nachtragsprüfungnn werden am 15. und 16. September vorgenommen werden. Anmerbung. Auswärtigen Eltern wird bei der Wahl der WMohnung und der Person ihres Stellwertreters die gräösste Umsicht ans Herz gelegt, da Sorglosigkeit, mitunter sogar Vorschubleistung von Seiten minder ge- zwissenhafter Ouartiergeber öfter die Schuld an dem Misserfolge oder Aus- artung ihrer Pflegebefohlenen tragen. Lassen begründete Thatsachen die häuslichen Verhältnisse, in welchen sich ein Pflegebefohlener befindet, als verderblich für dessen Sittlichkeit oder Fortgang erscheinen, so steht dem Lehrkärper nach der Disciplinarorduung das Reecht zu, von den Eltern die Aenderung des Wohnortes 2u verlangen und sogar den Schüler auszuschliessen, wenn ewiederholtem Ferlangen diesbezüglich nicht entsprochen Wird. Direction des k. k. Staats-Obergymnasiums zu Klagenfurt, den 15. Juli 1884. Dr. F. Svyoboda.