— 7—— d U 7[Univ. Königliches Gymnasium zu Elbing. e es Zu der Jahresschlussfeier und Abiturienten-Entlassung im Saale der Anstalt Sonnabend den 10. April Vormittags von 8 Uhr ab ladet ergebenst ein Dr. Max Toeppen Director des Gymnasiums. I NHALT: 1. Schulnachrichten von dem Director. 2. Abhandlung von Dr. Karl Schmidt: De Herodico Crateteo. Elbing 1886. A. Riedel's Buch- und Accidenz-Druckerei. 1886. Progr. Nr. 30. I. Lehrverfassung. 1. Zahl der Lehrstunden in den einzelnen Classen und Unterrichts- gegenständen. oi V i v VI sa. Religion. 2 2 2 2 2 2 2 2 2 3 23 Deutsch. 3 3 2 2 2 2 2 2 2 2 3 25 Latein 8 8 8 8 8 9 9 9 9 9 9 94 Griechisch 6 6 7 7 7 7 7 7——— 54 Französisch. 2 2 2 2 2 2 2 2 5 4— 25 Geschichte und Geographie 3 3 3 3 3 3. 3 3 4 3 3 34 Rechnen und Mathematik. 4 4 4 4 4 3 3 3 4 4 4 41 Naturbeschreibung————— 2 2 2 2 2 2 12 Physik 212 22 21—---— 10 Schreiben————————— 2 2 4 Zeichnen.———————— 2 2 2 6 Summa 30 30 30 30 30 30 30 30 30 30 28 328 Turnen(8 St.) und Gesang(10 St.) 18 Facultativer Unterricht(Englisch 8 St., Hebräisch 4 St., Zeichnen 4 St.). 16 Vorschule(Vorkl. I 16 St., Vorkl. II 14 St., comb. 6 St.) 36 Religionsunterricht für katholische Schüler und für Israeliten(je 2 St.) 4 1* 2. Verteilung der Lehrstunden und der Ordinariate 01 UII a UII b 77 Lehrer: Classe: UI 0II Ordinarius: Toeppen Schmidt I Kausch Volckmann Behring 1 Dr. Toeppen 6 Griechisch 6 Griechisch Director. 2 Prof. Dr. Mehler 4 Mathematik 4 Mathematik 4 Mathematik 1. oberlehrer.[2 Physick 2 Physik 2 Physik— 3 Prof. Dr. Heinrichs 2 Pranzösisch 2 Pranzösisch2 Französisch 2 Französisch 2 Französisch 2. Oberlehrer.*2 Englisch 42 Englisch*2 Englisch*2 Englisch 4 Prof. Dr. Volckmann 3 Geschichte u. 3 Geschichte u. 3 Geschichte u. 3. Oberlehrer. Geographie Geographie Geographie [2 Deutsch S Latein 5 Dr. Kausch 8 Latein 7 Griechisch 4. Oberlehrer. 6 Bandow 2 Religion 2 Religion 2 Religon—— 3 110 2 Religion 5 Oberlchrer*2 Hebräisch*2 Hebräisch 2 Deutsch 7 Gortzitza 1., ordentl. Lehrer. 8 Dr. Borgius 3 Deutsch 2. ordentl. Lehrer.— 8 Latein 9 Behring 3 Geschichte u. 3 Geschichte u. 3. ordentl. Lehrer. Geographie Geographie 2 Deutsch 8 Latein 10 P. Schmidt I 3 Deutsch 4. ordentl. Lehrer. 8 Latein 11 Dr. K. Schmidt II 7 Griechisch 5. ordentl. Lehrer. 1 12 Augustin 7 Griechisch 6. ordentl. Lehrer. 13 Baseler 4 Mathematik 4 Mathematik 1. Hilfslehrer. 3 2 Physik 2 Physik 14 Dr. Bäcker 2. Hilfslehrer. 15 Dr. Ostermayer Cand. prob. 1 16 Dr. Dressler Cand. prob. 17 Mey Cand. prob.. 8 in Vorkl. I 18 Capeller. 19 te buldieder 4 in Vorkl. 1 04 Facultatives Zeichnen.) 4 in Vorkl. I. 20 Nickel. 14 in Vorkl. II 6 in I, II cmb. 21 Cantor Carstenn Gesanglehrer. 10 Gesang) 22] Caplan Dr. Kranich: Religionsunterricht für katholische Schüler 2 St. 23] Rabbiner Dr. Kopfstein:„ israelitische„ 2 St. — 5 unter die Lehrer im Schuljahre 1885/86. UIII b IV VA VI OIII UIII a 8 1 Borgius Schmidt II Augustin Gortzitza Bäcker Capeller umm 12 18 2 Pranzösisch— 8 12 + 8 19 . 22 — 2 Französisch 5 Französisch 2 Religion 2 Religion 18 2 Deutsch+ 4 2 Religion 2 Deutsch 2 Deutsch 21 2 PFranzösisch 9 Latein 4 Französisch 9 Latein 20 3 Geschichte u. 3 Geschichte u. Geographie Geographie 22 8 3 Deutsch 17 3 Gesch. u. Geogr. 7 Griechisch 9 Latein 23 7 Griechisch 9 Latein— 23 3 Mathematik 3 Mathematik 24 2 Naturgesch. 2 Naturgesch. 2 Naturgesch. 2 Deutsch 7 Griechisch 2 Deutsch 3 9 Latein 24 4 Rechnen 9 Latein 9 3 Geschichte u. 4 Geschichte u. 3 deschichte u. 10 Geographie Geographie Geographie 3 Mathematik 4 Rechnen 7 2 Religion 2 Religion 3 Religion 17 2 Naturgesch. 2 Naturgesch. 2 Naturgesch. 5 4 Rechnen 2 Zeichnen 2 Zeichnen 2 ZLeichnen 10 s Turnen) 2 Schreiben 2 Schreiben ₰+ 16 + 24 + 10 328 2. Verteilung der Lehrstunden und der Ordinariate Classe: 01 U 0II UII a UII b . Lehrer: 1 Ordinarius: Toeppen Schmidt I V Kausch Volckmann Behring 1 Dr. Toeppen 6 Griechisch 6 Griechisch Director. 2 Prof. Dr. Mehler 1 Mathematik 4 Mathematik 4 Mathematik — 1 Oberlehrer 2 Physik 2 Physik 2 Physik— 3 pProf. Dr. Heinrichs 2 Französisch 2 Französisch 2 Französisch 2 Französisch 2 Französisch 2. Oberlehrer.*2 Englisch 92 Englisch*2 Englisch*2 Englisch 4 Prof. Dr. Volckmann 3 Geschichte u. 3 Geschichte u. 3 Geschichte u. 3. Oberlehrer. Geographie Geographie Geographie 2 Deutsch 8 Latein 5 Dr. Kausch 8 Latein 7 Griechisch 4. Oberlehrer. 1 6 Bandow 2 Religion 2 Religion 2 RKeligion— 4 110 2 Religion 5. Oberlelirer*2 Hebräisch*2 Hebräisch 2 Deutsch 7 Gortzitza 1. ordentl. Lehrer. 8 Dr. Borgius 3 Deutsch„ 2. ordentl. Lehrer. 8 Latein 9 Behring 3 Geschichte u. 3 Geschichte u. 3. ordentl. Lehrer. Geographie Geographie 2 Deutsch ſ 8 Latein 10 P. Schmidt I 3 Deutsch 4. ordentl. Lehrer. 8 Latein 4 11 Dr. K. Schmidt II 7 Griechisch 5. ordentl. Lehrer. 1 42 Augustin 7 Griechisch 6. ordentl. Lehrer. 13 Baseler 4 Mathematik 4 Mathematik 1. Hilfslehrer. 1 2 Physik 2 Physik 14 Dr. Bäcker 2. Hilfslehrer. 15 Dr. Ostermayer 9— Cand. prob. 16 Dr. Dressler Cand. prob. 17 Mey Cand. prob.. 8 in Vorkl. 1 18 Capeller. 19 van Riesen 4 in Vorkl. I.. technischer Lehrer. 04 Facultatives Zeichnen.) 4 in Vorkl. I 20 Nickel. 14 in Vorkl. II 6 in I, II cmb. 21 Cantor Carstenn Gesanglehrer. 10 desang) 22] Caplan Dr. Kranich: Religionsunterricht für katholische Schüler 2 St. 23] Rabbiner Dr. Kopfstein:„„ israelitische„ 2 St. unter die Lehrer im Schuljahre 1885/86. UIII a Schmidt OIII Borgius II UIII b Augustin IV Gortzitza V Bäcker VI Capeller 2 Französisch 2 Französisch 2 Religion 2 Religion 2 Deutsch 5 Französisch 2 Religion Deutsch Französisch b0 do t0 2 Deutsch 9 Latein 4 Französisch 9 Latein 3 Geschichte u. Geographie 3 Geschichte u. Geographie 3 Deutsch 3 Gesch. u. Geogr. 7 Griechisch 9 Latein 7 Griechisch 9 Latein 3 Mathematike 2 Naturgesch. 3 Mathematik 2 Naturgesch. 2 Naturgesch. 2 Deutsch 7 Griechisch 2 Deutsch 9 Latein 4 Rechnen 9 Latein Geographie 3 Geschichte u. 4 Geschichte u. Geographie 3 Geschichte u. Geographie 3 Mathematik 4 Rechnen 1 8 Turnen— 2 Religion 2 Naturgesch. 2 Zeichnen 2 Religion 2 Naturgesch. 3 RKeligion 2 Naturgesch. 4 Rechnen 2 Zeichnen 2 Schreiben 2 Zeichnen 2 Schreiben Von dieser Stundenvertheilung musste jedoch im Laufe des Jahres mehrfach abgewichen werden. Als zu Michaelis Cand. Ostermayer abging, dagegen Cand. Terletzki eintrat, übernahm Cand. Bäcker 9 St. Latein in VI, P. Schmidt I. 7 St. Griechisch in UIII b, Baseler 4 St. Rechnen in V, Terletzki je 2 St. Naturgeschichte in O III, U IIIa und b, Nickel 3 St. Deutsch in VI, wogegen er in VII noch 1 St. an Capeller abtrat. Als Dr. Bäcker zu Ende Octobers schwer erkrankte, übernahmen von seinen Stunden College Borgius 2 St. Deutsch in U III a, Baseler 2 St. Deutsch in V und die Probecandidaten Dressler und Mey je 9 St. Latein in V und VI. Als Dr. Bäcker nach den Weihnachts- ferien seine übrigen Stunden wieder selbst erteilen konnte, behielt Dressler den lateinischen Unterricht in VI zu seiner Erleichterung noch bis zum 23. Januar. Derselbe übernahm auch das Lateinische in IV während längerer Abwesenheit des Coll. Gortzitza. Gegen Neujahr erhielt Professor Volckmann Urlaub für das ganze Quartal von den Weihnachts- bis zu den Osterferien; in Folge dessen mussten OI und UI für alle Lehr- stunden combinirt werden: der Unterzeichnete übernahm je 3 St. Geschichte und Geographie in der combinirten I und in OII, Coll. P. Schmidt I. 2 St. Deutsch in O II und 8 St. Latein in U II a. 3. Uebersicht der absolvirten Pensen. Oberprima. Ordinarius: der Director. 1. Religionsunterricht der evangelischen Schüler. 2 St. w.— Noack, Hülfsbuch für den evangelischen Religionsunterricht.— Bandow. Repetition der Einleitung ins Neue Testament. Neuere Kirchengeschichte. Lectüre einiger Abschnitte des Römerbriefes. Ueber den katholischen Religionsunterricht vergleiche unten Secunda und Untertertia. 2. Deutsch. 2 St. w.— Hopf und Paulsiek, deutsches Lesebuch für höhere Lehraunstalten, Abth. für Prima.— Borgius. Uebersicht über die Geschichte der neuern deutschen Litteratur und Einführung in die Hauptwerke der bedeutendsten deutschen Dichter. Lectüre und Besprechung von Lessings Hamburgischer Dramaturgie und Emilia Galotti, Schillers Wallenstein und Maria Stuart, Goethes Iphigenie. Uebungen im Disponiren. Freie Vorträge und Deklamationen. Aufsätze. Aufgaben fůr die deutschen Aufsätze: 1. Die Stellung des Menschen zur Natur. Nach Schillers Spaziergang. 2. Vor jedem steht ein Bild 5. dess, was er werden soll; So lang' er das nicht ist, ist nicht sein Friede voll. 3. Inwiefern enthült Schillers Wallenstein die Erfüllung der Worte des Prologs:„Doch euren Augen soll ihn jetzt die Kunst, Auch eurem Herzen menschlich näher bringen“? 4. Der Mensch bedarf des Menschen.(Klausur- arbeit.) 5. Die sittliche Grösse der Iphigenie, nachgewiesen an ihrem sittlichen Kampfe und an den Folgen ihres sittlichen Sieges. 6. Hoffnung und Erinnerung sind Rosen, Von einem Stamme mit der Wirklichkeit, Nur ohne Dornen. 7. Die erregenden Momente und die Peripetie im König Oedipus. 8. Weshalb haben grosse Thaten ihren Grund gerade in der Begeisterung? Desgleichen für die deutschen Aufsätze der Abiturienten: 1. Zu Michaelis 1885: Der Mensch bedarf des Menschen.— 2. Zu Ostern 1886: Wodurch mildert Schiller den sittlichen Makel, der an dem Charakter Octavio Piccolomini's haftet? Lateinisch. 8 St. w.— Ellendt-Seyffert, Lateinische Granumai Süpfle, Aufgaben zu lateinischen Stilübungen. Th. 3.— Kausch. Lectüre: Cic. Philipp I., II. Tac. Germ. Cic. orator. Quint. X. 4 St.— Hor. od. I. u. II. Ausgewählte epod. u. sat. 2 St. Lateinische Sprechübungen im An- schluss an die Lectüre, lat. Vorträge aus Mythol. u. Gesch. Auswendiglernen aus- gewählter pros. u. poet. Stellen. Grammat. Wiederholungen, mündl. Uebersetzen nach Süpfle. Exercitien u. Extemp. wöchentlich abwechselnd, Aufsätze 2 St. Aufgaben für die lateinischen Aufsätze: 1. De animi immortalitate quid Cicero docuerit in primo Tusc. disputat. libro.— 2. Suo jure Epa- minondas gloriatus est: Consiliis nostris laus est attonsa Laconum.— 3. De rebus, quae Odysseae fabulis antecedunt, quid ex Odyssea ipsa discimus.— 4. De Ulixis erroribus.(Clausur.)— 5. Enar- ratio sexti Iliadis libri.— 6. Quos potissimum deos Horatius prirno odarum libro celebraverit, quos viros.— 7. Argumentum primae orationis Philippicae. Desgleichen für die lateinischen Aufsätze der Abiturienten: 1. Zu Michaelis 1885: De Ulixis erroribus.— 2. Zu Ostern 1886: Fortunam fluxam et fragilem esse exemplis clarorum virorum demonstratur. Griechisch. 6 St. w.— Krüger, kleinere griechische Sprachlehre. Krüger, Homerische und Herodotische Formlehre. Wendt und Schnelle, Aufgabensammlung zum Uebersetzen ins Griechische, Abth. 2.— Toeppen. Lectüre: Hom. Iliad. lib. XIII—XX. Sophocl. Oedip. Rex. Lyriker ed. Stoll mit Auswahl. Demosth. oratt. Philipp. I u. III. Platon. Protagoras. Hom. Formenlehre, grammatische Wiederholungen. Französisch. 2 St. w.— Plötz, Schulgrammatik der französischen Sprache.— Heinrichs. Alle 3 Wochen ein Extemporale und eine grössere grammatische Wiederholung nach Plötz, in diesem Jahre im Anschluss an Lect. 78, 79, 70, 68, 66, 69, 46—48, 50, 38, 37. Gelesen im Sommer: Mignet, Vie de Franklin, Göbelsche Sammlung, p 11— 21; im Winter: Iphigénie, par Racine, Schützsche Sammlung, Actes I— III. Als erste Sprechübung: Wiedererzählung des Gelesenen in veränderter Form. 6. Hebräisch. Facultativer Unterricht. 2 St. w.— Seffer, Elementarbuch der Hebräischen Sprache.— Bandow. Repetition der Formenlehre. Lectüre des Buches Ruth, ausgewählte Capitel der Genesis und ausgewählter Psalmen. 7. Englisch. Facultativer Unterricht. 2 St. w.— Kade, Anleitung zur Erlernung der Englischen Sprache.— Heinrichs. Vacat. 8. Geographie und Geschichte. 3 St. w.— Herbst, historisches Hilfsbuch für die oberen Klassen der Gymnasien etc., Abth. 1— 3. Kirchhoff, Schulgeographie.— Volckmann, seit Neujahr Toeppen. Geschichte des Mittelalters. Wiederholung der alten und neueren Geschichte. Geographie von Mitteleuropa sammt Wiederholung des ganzen Gebiets. 9. Mathematik. 4 St. w.— Mehler, Hauptsätze der Elementarmathematik. August, Vollständige logarithmische und trigonometrische Tafeln.— Mehler. Reihen und binomischer Satz, Kettenbrüche, ausgewählte Capitel der neueren Geo- metrie, Wiederholung der Stereometrie, Lösung von Aufgaben. Aufgaben für die mathematischen Arbeiten der Abiturienten: 1. Zu Michaelis 1885: a) Ein Dreieck zu konstruieren aus dem Radius des umgeschriebenen Kreises r, dem Winkel an der Spitze und dem Verhältniss der Grundlinie zur Summe der beiden anderen Seiten m: n. b) Das Volumen eines geraden Kegels aus dem Radius des Grundkreises r und dem Radius der ein- geschriebenen Kugel o zu berechnen. c) Zur Berechnung eines Dreiecks sind gegeben eine Seite c, die Summe der beiden anderen Seiten m und der Radius des eingeschriebenen Kreises 9.(c= 109; m= 163;(= 22,5.) d) X2+ y²+ 5X+ 5)= 234 x(1+ y) †y(1+† v= 157 2. Zu Ostern 1886: a) Ein Dreieck zu construieren aus der Grundlinie=c, der Differenz der Quadrate der beiden andern Seiten= de und der Differenz der Winkel an der Grundlinie= 0. b) Ein Segment einer Kugel vom Radius r isten mal so gross als der Kegel auf derselben Basis, der seinen Scheitel im Mittelpunkte der Kugel hat. Wie gross ist die Höhe des Segments? c) Aus dem Inhalt F, dem Radius des eingeschriebenen Kreises o und einer Seite c eines Dreiecks den halben Umfang, die Winkel und den Radius des umgeschriebenen Kreises zu berechnen.(F= 3060 qm, 0= 22,5 m, C= 102 m.) d) 12+ † X Py= 200 1) † †G† ¹)= 690. 10. Physik. 2 St. w.— Koppe, Anfangsgründe der Physik.— Mehler. Mechanik und mathematische Geographie. — 9— Unterprima. Diese Abteilung wurde bis Neujahr 1886 abgesondert unterrichtet, dann musste sie mit Prima A combiniert werden. Ordinarius bis Neujahr P. Schmidt I., dann der Director. 1. 4. Religionsunterricht der evangelischen Schüler. 2 St. w.— Noack, Hilfsbuch für den evangelischen Religionsunterricht.— Bandow. Deutsche Reformationsgeschichte. Lectüre der Augsburgischen Confession und des Johannisevangeliums. Religionsunterricht der katholischen Schüler, Abt. I.(Schüler der I, II und III.) 2 St. w.— Katholische Religionslehre für die vier obersten Klassen der Gelehrtenschulen, Pustet, Regensburg.— Dr. Kranich. Glaubenslehre(2. Hälfte). Aus der Sittenlehre: von dem Hauptgebote und den zehn Geboten Gottes. Kirchengeschichte des Mittelalters. Deutsch 3 St. w.— Hopf und Paulsiek, Deutsches Lesebuch für höhere Lehr- anstalten, Abt. für I.— P. Schmidt I. bis Neujahr, daun Borgius. Uebersicht über die Geschichte der älteren deutschen Literatur im Anschluss an das Lesebuch. Lectüre von Schiller's Wallenstein und Maria Stuart und Lessings Ham- burgischer Dramaturgie. Dispositionslehre und Uebungen im Disponieren. Aufgaben für die deutschen Aufsätze: 1. Arbeit und Fleiss sind die Flügel, sie führen über Strom und Hügel. 2. Welche Grundgedanken hat Schiller in seinen Balladen ausgesprochen? 4. Tages Arbeit! Abends Gäste! Saure Wochen! Frohe Feste! Sei dein künftig Zauberwort! 4. Kann man Rom mit Recht die ewige Stadt nennen? 5. Schil- derung des Wallensteinschen Heeres nach Schiller's„Wallenstein's Lager“. 6. Die beiden Frühlings- oden des Horaz I und IV nach ihrem Inhalt verglichen und beurtheilt. Lateinisch. 8 St. w.— Ellendt-Seyffert, Lateinische Grammatik. Süpfle, Aufgaben zu lateinischen Stilübungen, T. 3.— P. Schmidt I. bis Neujahr, dann Kausch. Lectüre: Ciceronis de offic. lib. I und III, Orator. c. 39 sq. Taciti annal. lib. I, II, 1— 50. Quintiliani institut. lib. X. Horatii odar. lib. I, II, 1— 15, ausgewählte Epoden und Satiren. Uebrigens wie in Oberprima. Aufgaben für die lateinischen Aufsätze: 1. De Ulixis erroribus pars prior. 2. De Ulixis erroribus pars altera. 3. Quod est apud Ciceronem (Tusc. I§ 89): cum Latinis certans pater Decius, cum Pyrrho nepos se hostium armis objecerunt, uberius disputetur. 4. Bellum Jugurthinum qua de causa conflatum sit et quae sint singulae a Romanis contra Jugurtham susceptae expeditiones. 5. Quomodo amicitias jungi atque conservari, quaeque ami- corum officia esse putet Horatius. 6) De bello Corinthio. 7. Nil hominibus ardui est. Griechisch. 6 St. w.— Lehrbücher wie in OI.— Toeppen. Lectüre: Hom. Iliad. lib. I— V, XVII— XX. Sophocl. Ajax. Demosth. oratt. 2 — 10— Olynth. I— III. Platon. Laches. Homerische Formenlehre, grammatische Wieder- holungen. Einige xercitien. Französisch. 2 St. w.— Plötz, Schulgrammatik der französischen Sprache.— Heinrichs. Alle 3 Wochen ein Extemporale und eine grössere grammatische Wiederholung nach Plötz, in diesem Jahre im Anschluss an Lect. 56, 57, 68, 71, 72, 74, 75, 77, und combiniert mit Oberprima: Lect. 37, 38. Gelesen im Sommer: Vertot, Conjuration du Portugal, Göbelsche Sammlung, p. 9— 46; im Winter: Britannicus, par Racine, Schützsche Sammlung, Acte I; später combiniert mit Oberprima. Als erste Sprech- übung: Wiedererzählen des Gelesenen in veränderter Form. 6. Hebräisch. Facultativer Unterricht. 2 St. w., comb. mit 0I. 10. 11. Englisch. Facultativer Unterricht. 2 St. w.— Kade, Anleitung zur Erlernung der englischen Sprache.— Heinrichs. Durchgenommen Kade,§ 319— 347, nebst Uebersetzung der deutschen Aufgaben. Anderes Syntactisches gelegentlich. Alle drei Wochen ein Extemporale. Gelesen im Sommer in W. Irving's Sketchbook: Christmas und der Anfang von The Stage Coack; im Winter: Richelieu or the Conspiracy, by Bulwer, Act II. Geschichte und Geographie. 3 St. w.— Herbst, Hilfsbuch, Abt. 1— 3. Kirchhoff, Schulgeographie.— Volekmann bis Neujahr, dann Toeppen. Geschichte des Mittelalters. Wiederholung der alten Geschichte. Geographie von Mitteleuropa nebst Wiederholung des gesammten Gebietes. Mathematik. 4. St. w. Lehrbücher wie in O I.— Mehler. Arithmetische und geometrische Reihen, Zinseszins- und Rentenrechnung, Wieder- holung und Ergänzung der Trigonometrie, Stereometrie, Lösung von Aufgaben. Physik. 2 St. w.— Koppe, Anfangsgründe der Physik.— Mehler. Akustik, Optik und einzelne Capitel der Wärmelehre. Obersecunda. Ordinarius: Oberl. Dr. Kausch. Religionsunterricht der evangelischen Schüler. 2 St. w.— Noack, Hilfsbuch für den evangelischen Religionsunterricht— Bandow. Repetition der Bibelkunde und Lectüre einzelner biblischer Bücher. Aeltere Kirchen- geschichte im Anschluss an Noack. Religionsunterricht der katholischen Schüler. Siehe Unterprima. Deutsch. 2 St. w.— Hopf und Paulsiek, deutsches Lesebuch etc., Abt. für Secunda. — P. Schmidt. Monatliche Aufsätze nach Vorbesprechungen; Dispositionen und metrische Uebungen. — 11— — Vortrag von Gedichten und prosaischen Stücken. Lectüre in dem angeführten Lesebuch, ferner Minna von Barnhelm von Lessing, Goetz und Herrmann und Dorothea von Goethe, Julius Caesar von Shakespeare. Aufgaben für die deutschen Aufsätze: 1. Was für eine Idee liegt dem Gedicht von Goethe„Der Sänger“ zu Grunde? 2. Grundgedanke des Gedichts von Klopstock„Die Frühlingsfeier“. 3. Die Vorgeschichte von Lessings„Minna von Barn- helm“. 4. Charakteristik des Wirthes in„Minna von Barnhelm“. 5. Wer nicht vorwürts geht, der kommt zurück. 6. Inwiefern ist Lessings„Minna von Barnhelm“ ein nationales Drama? 7. Die Neugier von ihrer edlen und ihrer gemeinen Seite. 8. Wodurch giebt sich im„Goctz von Berlichingen“ der Eintritt einer neuen Zeit kund? 9. Welches sind die allgemeinen Vorstellungen der Alten von ihren Göttern?. 3. Latein. 8 St. w.— Ellendt-Seyffert, Lateinische Grammatik. Süpfle, Aufgaben zu lateinischen Stilübungen, T. 2.— Borgius. Grammatik 3 St.: Tempuslehre, Moduslehre, Gebrauch der Conjunktionen nach Ell.- Seyffert,§ 234— 350. Wiederholung anderer Pensen. Mündliches Uebersetzen aus Säpfle. Lateinische Sprechübungen. Aufsätze. Extemporalien.— Lectüre 5 St.: Livius lib. XXIV. Cicero pro Rosc. Amerino s. de imper. Cn. Pompei. Vergil. lib. IV—VI und einige Eclogen. Aufgaben für die lateinischen Aufsätze: 1. Bellum civile a. C. Julio Caesare cum Cn. Pompeio gestum paucis narretur. 2. De Themistoclis in patriam meritis. 3. Quod Erucius criminatus erat Sex. Roscium patri non placuisse, num verisimile esse videatur.. 1 4. Griechisch. 7. St. w.— Lehrbücher wie in Oberprima.— Kausch. Grammatik 2 St. Krüger§ 52— 56, 68, 69. Wiederholung der früheren Pensa. Mündliches Uebersetzen ausgewählter Stücke nach Wendt und Schnelle, 1 St. Ab- wechselnd wöchentlich ein Extemporale oder Exercitium.— Lectüre 4 St.: Herodot lib. IX, Plato's Apologie. Xenoph. Memorab. mit Auswahl(2 St.) Hom. Od. XIII XVIII(priv. IVY— VI). 8 5. Französisch. 2 St. w.— Plötz, Schulgrammatik der französischen Sprache.— Heinrichs. Durchgenommen Plötz, Lect. 50— 55, 58, 68, 67, 70⸗—75, nebst Uebersetzung der deutschen Aufgaben A. Alle 3 Wochen ein Extemporale. Gelesen in Lamartine: Christophe Colomb, Göbelsche Sammlung, p. 37— 86. Als erste Sprechübung: Wiedererzählen des Gelesenen in Lerähdertor Form. 6. Hebräisch. Facultativer Unterricht. 2 St. w.— Seffer, Flementarbuch der hebräischen Sprache.— Bandow. Formenlehre des Verbi. Lectüre der Uebungsstücke in Seffers Eleméentarbuch. 2* 10. — 12— Englisch. Facultativer Unterricht. 2 St. w.— Kade, Anleitung zur Erlernung der englischen Sprache.— Heinrichs. Durchgenommen Kade,§ 171— 206, nebst Uebersetzung der deutschen Aufgaben. Das Wichtigste aus den anderen Teilen der Syntax gelegentlich. Alle 3 Wochen ein Extemporale. Gelesen in Irving's Tales of the Alhambra: Legend of the two discreet Statues, und Local Traditions. Geschichte und Geographie. 3 St. w.— Herbst, Historisches Hilfsbuch I. Kirch- hoff, Schulgeographie.— Volckmann bis Neujahr, dann Toeppen. Römische Geschichte, Geographie von Europa. Mathematik. 4 St. w.— Mehler, Hauptsätze der Elementarmathematik. August, Vollständige logarithmische und trigonometrische Tafeln.— Mehler. Quadratische Gleichungen mit mehreren Unbekannten, reciproke Gleichungen, Loga- rithmen, algebraische Geometrie, Trigonometrie. Lösung von Aufgaben. Physik. 2 St. w.— Koppe, Anfangsgründe der Physik.— Mehler. Magnetismus und Elektricität. Elemente der Wärmelehre. Untersecunda. Ordinarius in UIIA: Behring. „ in UII B: bis Neujahr Volckmann, dann P. Schmidt I. Religionsunterricht der evangelischen Schüler. 2 St. w.— Noack, Hilfsbuch für den evangelischen Religionsunterricht.— Bandow. Bibelkunde des Alten Testaments. Lectüre des Lukasevangeliums. Repetition früherer Pensen. Deutsch. 2 St. w.— Hopf und Paulsiek, Deutsches Lesebuch, Abt. für II.— Behring in UIIA, Bandow in UIIB. Aeltere deutsche Litteratur bis auf Klopstock im Anschluss an das Lesebuch. Lectüre des Tell, der Jungfrau von Orleaus von Schiller, Ernst von Schwaben von Uhland. Durchnahme einiger Schillerscher Gedichte. Hauptlehren der deutschen Poetik. Aufgaben zu den deutschen Aufsätzen für UII A. 1. Schlacht bei Pharsalus. 2. l)yes Helden Name ist in Erz und Marmelstein so wohl nicht aufbewahrt, als in des Dichters Liede. 3. Wodurch uns Hagen verletzt, und was uns einigermassen mit ihm aus- söhnt. 4. Die Rede des Memmius. 5. Kriemhild und Brunhild.(Klassenarbeit.) 6. Marius, Roms Retter und Verderber. 7. Die Lage Frankreichs nach Schillers Jungfrau von Orleans. 8. Besprechung des zweiten Aufzuges der Jungfrau von Orleans. 9. In welcher Weise sucht Cicero den ersten der gegen das Greisenalter erhobenen Vorwürfe zu entkräften? 10. Der Ackerbau in seiner Bedeutung für die Entwicklung der Menschheit. — 13— Aufgaben zu den deutschen Aufsätzen für UII B. 1. Die Schlacht bei Kunaxa. 2. Was macht uns Schillers Kraniche des Ibykus zu einer so anziehenden Dichtung? 3. Gang der Handlung im 1. Teil des Nibelungenliedes.(Klassenarbeit.) 4. Rüdiger von Bechelaren. 5. Womit entschuldigt der Ritter bei Schiller seinen Kampf mit dem Drachen? 6. Hat Herodot recht, wenn er den Athenern besonders den Ruhm zuspricht, die Perser besiegt zu haben? 7. Herzog Ernst und Werner, ein Bild deutscher Treue. 8. Die Volksversammlung im II. Buche der Odyssee. 9. Schuld und Sühne der Jungfrau von Orleans.(Klassenarbeit.) 10. Die Verhandlungen auf dem Rütli(Tell II. 2). Latein. 8 St. w.— PEllendt-Seyffert, Lateinische Grammatik. Süpfle, Aufgaben zu lateinischen Stilübungen, T. 2.— In UIIA Behring, in UIIB Volckmann, dann P. Schmidt I. Grammatik nach Seyffert,§ 129— 234. Exercitien und Extemporalien nach Süpfe. 2 St.— Lektüre: Salustii bellum Jugurthinum, Ciceronis Cato maior de senectute, Vergilii Aeneid. lib. I—III. Einige Abschnitte memoriert. 5 St. Griechisch. 7 St. w.— Krüger, kleinere griechische Sprachlehre. Krüger, Homerische und Herodotische Formenlehre. Wendt und Schnelle, Aufgabensammlung zum Ueber- setzen ins Griechische, Abt. 2.— K. Schmidt II in UIIA, Augustin in UIIB. Lehre vom Nomen nach Krüger,§ 43— 51. Wiederholung der Formenlehre. Exercitien und Extemporalien nach Wendt und Schnelle II, 1—89. 2 St.— Lektüre: Xenoph. Anab. lib. III—IV, Her. Mus. lib. VII, Hom. Od. lib.—VI. Memorieren ausgewählter Abschnitte. 5 St. . Französisch. 2 St. w.— Plötz, Schulgrammatik der französischen Sprache.— Heinrichs. Durchgenommen Plötz, Lect. 36— 48, und einige Hauptsachen aus Lect. 50, stets mit Uebersetzung der deutschen Aufgaben A. Anderes Syntactisches gelegentlich. Alle 3 Wochen ein Extemporale. Gelesen in Michaud, Histoire de la Troisième Croisade, Göbelsche Sammlung p. 11—58.. Englisch. Facultativer Unterricht. 2 St. w.— Kade, Anleitung zur Erlernung der englischen Sprache.— Heinrichs. Das Wichtigste aus der Formenlehre§ 25— 142, nebst Uebersetzung einer Auswahl- der deutschen Aufgaben. Das Wichtigste aus der Syntax gelegentlich. Seit Michaelis alle 3 Wochen ein Extemporale. Gelesen in Irving's Tales of the Alhambra: Legend of the three beautiful Princesses, das erste Drittel der Erzählung. Geschichte und Geographie. 3 St. w.— Herbst, Historisches Hilfsbuch für die oberen Klassen der Gymnasien, Abt. 2. Kirchhoff, Schulgeographie.— Behring. Griechische Geschichte. Geographie der aussereuropäischen Erdtheile. Mathematik. 4 St. w.— Mehler, Hauptsätze der Elementarmathematik.— Baseler. Gleichungen ersten Grades mit mehreren Unbekannten. Lehre von den Potenzen — 14— und Wurzeln. Quadratische Gleichungen mit einer Unbekannten. Anfangsgründe der Lehre von den Logarithmen.— Aehnlichkeitslehre. Ausmessung der geradlinigen Figuren und des Kreises. Konstruktionsaufgaben. . Physik. 2 St. w.— Koppe, Anfangsgründe der Physik.— Baseler. Mechanische Eigenschaften fester, flüssiger und luftförmiger Körper. Anfangsgründe der Physik. Obertertia. Ordinarius: Dr. Borgius. . Religionsunterricht der evangelischen Schüler. 2 St. w.— Anger, Hilfsbuch für den Religionsunterricht in höheren Lehranstalten.— Bandow. Repetition der 5 Hauptstücke, ausführliche Erklärung des 3., 4. u. 5. Sprüche und Kirchenlieder wiederholt, neue gelernt. Bibelkunde des Neuen Testaments. Lectüre der Apostelgeschichte. Religionsunterricht der katholischen Schüler, zweite Abteilung(III— VI). 2 St. w. — Deharbe, katholischer Katechismus für die Volksschulen, No. 2. Schuster, biblische Geschichte des alten und neuen Testaments für katholische Volksschulen.— Kaplan Dr. Kranich. 3 Abschnitte von der Kirche, von den letzten Dingen, von den Geboten Gottes und der Kirche. Geschichte des neuen Testaments. . Deutsch. 2 St. w.— Hopf und Paulsiek, Deutsches Lesebuch für höhere Lehranstalten, Abt. für III.— Bandow. 3 Zusammenfassender Abschluss der Satzlehre. Elemente der deutschen Prosodie und Metrik. Erklärung prosaischer und poetischer Lesestücke aus Hopf und Paulsiek. Declamation und monatliche Aufsätze. . Latein. 9 St. w.— PEllendt-Seyffert, Lateinische Grammatik. Süpfle, Aufgaben zu lateinischen Stilübungen, T. 1.— Dr. Borgius. Grammatik 4 St. w.: Tempus- und Moduslehre nach Ellendt-Seyffert,§ 234— 343 mit Auswahl. Wiederholung aus früheren Pensen. Prosodie und Metrik. Mündliche Uebersetzungen aus Süpfle I. Wöchentlich ein Extemporale.— Lectüre 5 St. w.: Caesar de bello civili I und III. Aus Ovids Metamorph. lib. V ff. mit Auswahl. . Griechisch. 7 St, w.— Krüger, kleinere griechische Sprachlehre. Schmidt und Wensch, Elementarbuch der griechischen Sprache.— Dr. Schmidt II. Wiederholung der Formenlehre nach Krüger,§ 1— 35. Verba auf u., unregelmässige Verba,§ 36— 40. Uebersetzen aus dem Deutschen ins Griechische nach Schmidt und Wensch. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit. Lectüre: Xen. Anab. I, II (teilweise).. 3nl) — 15— . Französisch. 2 St. w.— Plötz, Schulgrammatik der französischen Sprache.— Heinrichs. Durchnahme der Regeln in Lect. 24—37, und teilweise 46— 48, nebst Uebersetzen einer Auswahl deutscher Aufgaben in den Stücken A. Anderes aus der Syntax gelegentlich. Alle 3 Wochen ein Extemporale. Gelesen in Michaud, Histoire de la Première Croisade, Göbelsche Sammlung, p. 177— 220. Geschichte und Geographie. 3 St. w.— Andrä, Grundriss der Weltgeschichte für Gymnasien. Kirchhoff, Schulgeographie.— Behring. Geographie von Mitteleuropa. Neuere Geschichte mit Hervorhebung der branden- burgisch-preussischen Geschichte. . Mathematik. 3 St. w.— Mehler, Hauptsätze der Elementarmathematik.— Baseler. Algebraische Gleichungen ersten Grades mit einer Unbekannten und deren Anwendung zur Behandlung in Worte gekleideter Aufgaben. Proportionen. Potenzen mit ganzen positiven Exponenten. Quadrat- und Kubikwurzeln.— Wiederholung der Lehre von der Flächengleichheit. Verwandlungsaufgaben. Lehre vom Kreise. Kreisaufgaben. Konstruktionsaufgaben. . Naturgeschichte. 2 St. w.— Bail, Methodischer Leitfaden für den Unterricht in der Naturgeschichte, Heft 1— 3.— Baseler bis Michaelis, dann Terletzki. Im Sommer: Fortsetzung der Betrachtung natürlicher, zum Teil schwierigerer Familien mit Einschluss der Kryptogamen. Uebungen im Bestimmen. Das Wich- tigste vom inneren Bau und Leben der Pflanzen.— Im Winter: Grundzüge der Mineralogie. Bau und Leben des menschlichen Körpers. Untertertia. Ordinarius in UIII A: Dr. Schmidt II. „„ UIII B: Augustin. . Religionsunterricht der evangelischen Schüler. 2 St. w.— Anger, Hilfsbuch für den evangelischen Religionsunterricht in höheren Lehranstalten. Preuss, Biblische Geschichten für Schulen und Familien.— Bandow in UIII A, Gortzitza in UIII B. Repetition der Hauptstücke des Luth. Katechismus. Passende Bibelstellen u. Kirchen- lieder gelernt und wiederholt. Geographie von Palästina. Lectüre des Ev. Matthäi, in UIII B Ev. Lucae. . Deutsch. 2 St. w.— Hopf und Paulsiek, Deutsches Lesebuch für höhere Lehr- anstalten, Abt. für III.— Dr. Bäcker in UIII A, Gortzitza in UIII B. Weitere Ausführung und Einübung des zusammengesetzten Satzes und der Inter- punktionslehre. Lectüre in Hopf und Paulsiek. Declamation. Monatlich ein Aufsatz. — 16— . Latein. 9 St. w.— Seyffert, Lateinische Grammatik. Süpfle, Aufgaben zu lateinischen Stilübungen.— Schmidt II in O III A, Gortzitza in 0 III B. Casuslehre nach Seyffert,§ 129— 201. Das Wichtigste aus Tempus- und Modus- lehre nach Scheele. Wiederholung der Formenlehre. Uebersetzen aus dem Deutschen ins Lateinische nach Süpfle I, 1. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit. 4 St.— Lectüre: Caesar de bello Gallico I— II(in UIII A), V—VI(in UIII B). Ovid. Met. I—II(in U III A), III—IV(in U III B). Memorieren ausgewählter Abschnitte. 5 St. Griechisch. 7 St. w.— Krüger, kleinere griechische Sprachlehre. Schmidt und- Wensch, Elementarbuch der griechischen Sprache, Abt. 1 u. 2.— Augustin in U III A, Bäcker bis Michaelis, dann Schmidt I in UIII B. Einübung der griechischen Formenlehre bis zu den Verbis auf ι excl. nach K. W. Krüger,§ 1— 36. Mündliche und zum Teil schriftliche Uebersetzung der darauf bezüglichen Uebungsstücke aus Schmidt und Wensch's Elementarbuch. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit. . Französisch. 2 St. w.— Schulgrammatik der französischen Sprache.— In U III A Kausch, in UIII B Gortzitza. Durchnahme der unregelmässigen Verba und Lection 24 und 25 als vorläufiger Ab- schluss der Formenlehre. Aus der Syntax Lection 38, 46—48, zum Teil 49 u. 50 nebst Uebersetzung einiger Sätze aus den Stücken A. Alle 3 Wochen ein Extempo- rale oder Exercitium.— Gelesen in Rollin: Hommes illustres de l'antiquité, Göbel- sche Sammlung. Pyrrhus, in U III B Miltiades. . Geschichte und Geographie. 3 St. w.— Andrä, Grundriss der Weltgeschichte. Kirchhoff, Schulgeographie.— In UIII A Behring, in UIII B Dressler. Geographie von Europa ausser Mitteleuropa. Geschichte des Mittelalters mit Her- vorhebung der Provinz Preussen. 6 . Mathematik. 3 St. w.— Mehler, Hauptsätze der Elementarmathematik.— In UIII A Baseler, in UIII B Mey. Die vier Spezies der Buchstabenrechnung. Wiederholung der Lehre von den Dreiecken. Die Lehre von den Vierecken und von der Gleichheit der geradlinigen Figuren. Konstruktions- und Verwandlungsaufgaben. . Naturgeschichte. 2 St. w.— Bail, Methodischer Leitfaden für den Unterricht in der Naturgeschichte, Abt. Botanik und Zoologie.— Baseler, seit Michaelis Terletzki. Im Sommer: Besprechung von Pflanzen behufs Gewinnung der Charaktere der wichtigsten Familien. Uebungen im Bestimmen.— Im Winter: Durchnahme der Gliederfüssler, sowie einiger wichtiger Vertreter der niederen Tierkreise. Uebersicht über das Tierreich. — 17— Quarta. Ordinarius: Gortzitza. . Religionsunterricht der evangelischen Schüler. 2 St. w.— Anger, Hilfsbuch für den Religionsunterricht in höheren Lehranstalten. Preuss, Biblische Geschichten für Schulen und Familien.— Capeller. Wiederholung der bibl. Gesch. des Alten Testam. Die 5 Hauptstücke des lutherischen Katechismus wurden durch Wiederholung befestigt. Die Haupthunkte der christl. Sittenlehre wurden auf Grund des 1. Haupstückes entwickelt und darauf bezügliche Sprüche und Lieder gelernt. Abschnitte aus den hist. und didaktischen Büchern des Alten Testaments wurden gelesen und erklärt. . Deutsch. 2 St. w.— Hopf und Paulsiek, Deutsches Lesebuch für höhere Lehranstalten, Abt. für IV.— Gortzitza. Lese- und Deklamationsübungen aus Hopf und Paulsieks Lesebuch. Satz- und Interpunktionslehre.— Monatlich ein Aufsatz. . Lateinisch. 9 St. w.— Fllendt-Seyffert, Lateinische Grammatik. Scheele, Vorschule zu den lateinischen Klassikern, T. 2. Weller, Lateinisches Lesebuch aus Livius. Siebelis Tiroconium poeticum.— Gortzitza. Erklärung und Einübung der in Scheele's Vorschule II, 2 aufgenommenen Regeln über die Casus und Modi, sowie Uebersetzung der dazu gehörigen Uebungsstücke (1. Reihe). Lectüre: Wellers Lateinisches Lesebuch aus Livius, Abschnitt 5—7. Siebelis Tirocinium poeticum I, Reihe 1—3, mit Auswahl. Einzelne Sentenzen aus dem Tirocinium wurden auswendig gelernt. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit. . Französisch. 5 St. w.— Plötz, Elementarbuch der französischen Sprache.— Kausch. Wiederholung der Formenlehre nach Ploetz. Die gebräuchlichsten unregelmässigen Verba. Durchnahme der Lectionen 50— 91 nebst Uebersetzen der dazu gehörigen Stücke nach Plötz. Lectüre des in Plôtz angehüngten Lesebuches. Alle zwei Wochen Extemporalien. Geschichte und Geographie. 4 St. w.— Andrä, Grundriss der Weltgeschichte für Gymnasien. Kirchhoff, Schulgeographie.— Dressler. Länderkunde der aussereuropäischen Erdteile nach Kirchhoffs Schulgeographie Seite 35— 95.— Griechische und rämische Geschichte nach Andrä's Grundriss. . Mathematik. 4 St. w.— Mehler, Hauptsätze der Elementarmathematik.— Mey. Uebungen im Rechnen mit gemeinen und Decimalbrüchen. Verkürzte Multiplication und Division der Decimalbrüche. Mündliche und schriftliche Aufgaben aus der Regeldetri und der Zinsrechnung. Gesellschafts- und Mischungs-Rechnung.— Geo- 3 5 — 18— metrische Formenlehre. Planimetrie nach Mehler,§ 1—37. Leichtere Dreiecks- konstruktionen. Naturgeschichte. 2 St. w.— Bail, Methodischer Leitfaden für den Unterricht in der Naturgeschichte, Abt. für Botanik und Zoologie.— Capeller. Im Sommer: Frläuterung des Linné'schen Systems verbunden mit Uebungen im Bestimmen leicht aufzufindender Pflanzen. Entwickelung der morphologischen Grund- begriffe.— Im Winter: Die Ordnungen der Wirbeltiere unter Berücksichtigung der geographischen Verbreitung der wichtigsten Tierformen. .Zeichnen. 2 St. w.— van Riesen. Zeichnen styl. Blatt- und Blüteformen nach Wandtafeln. Zirkelzeichnen nach Vor- zeichnung des Lehrers an der Wandtafel. Quinta. Ordinarius: Bäcker. . Religionsunterricht für evangelische Schüler. 2 St. w.— Anger, Hilfsbuch für den Religionsunterricht in höheren Lehranstalten. Preuss, Biblische Geschichten für Schulen und Familien.— Capeller. Das 2., 4. und 5. Hauptstück wurde erläutert und memoriert, dazu Bibelstellen und Kirchenlieder. Durchnahme der wichtigsten Geschichten des Neuen Testaments. Die Bücher des Neuen Testaments wurden der Reihenfolge nach gelernt, auf den Haupt- inhalt derselben wurde kurz hingewiesen. Deutsch. 2 St. w.— Hopf und Paulsiek, Deutsches Lesebuch für höhere Lehr- anstalten, Abt. für V.— Bäcker. Leseübungen, an welche sich Erläuterung und Wiedergabe des Gelesenen schliesst. Auswendiglernen von Gedichten und Deklamationsübungen. Dictate. Aufsätze über Stoffe aus der Sagengeschichte. Der mehrfach bekleidete und zusammengezogene Satz. Die wichtigsten Nebensätze. Latein. 9 St. w.— Ellendt-Seyffert, Lateinische Grammatik. Scheele, Vorschule zu den lateinischen Klassikern, T. 2. Weller, Lateinisches Lesebuch für Anfänger, ent- haltend zusammenhängende Erzählungen aus Herodot.— Bäcker. Wiederholung und weitere Einübung der Formenlehre nach Seyffert's Grammatik. Einführung in die Syntax der Casus und Modi nach Scheele's Vorschule, II, 1. Jede Woche ein Extemporale oder Exercitium. Daneben im Winter 4 St. w.. Lectüre der Abschnitte III, IV, V, VI, VII, XV des lateinischen Herodot von Weller. . Französisch. 4 St. w.— Plötz, Elementarbuch der französischen Sprache.— Gortzitza. Einübung der Aussprache. Durchnahme der Formenlehre einschliesslich der beiden ◻△ — 19— Conjugationen. Mündliches und schriftliches Uebersetzen nach Ploetz. Alle 14 Tage ein Extemporale. Geschichte und Geographie. 3 St. w.— Kirchhoff, Schulgeographie.— Dressler. Wiederholung des geographischen Pensums der Sexta, dazu das Wichtigste der Länderkunde nach Kirchhoff, S. 13— 32 mit ausführlicher Behandlung Deutschlands. Erzählungen aus der griechischen Sagenwelt. Die römischen Könige. Arithmetik. 5 St. w.— Koch, Aufgaben für das schriftliche Rechnen, Heft 5.— Bäcker bis Michaelis, dann Baseler. Rechnen mit gemeinen und Dezimalbrüchen. Einfache Regeldetrie. Naturgeschichte. 2 St. w.— Bail, Methodischer Leitfaden für den Unterricht in der Naturgeschichte, Abt. für Botanik und Zoologie.— Capeller. Im Sommer: Vergleichende Beschreibung von Pflanzen zur Gewinnung der Gattungs- charaktere.— Im Winter: Vergleichende Beschreibung höherer Wirbeltiere; Ge- winnung der Gattungscharaktere. Zeichnen. 2 St. w.— van Riesen. Zeichnen gerad- und krummliniger Figuren nach Vorzeichnung des Lehrers an der Klassentafel, Zeichnen styl. Blatt- und Blüteformen nach Wandtafeln. Schreiben. 2 St. w.— van Riesen. Lateinische und deutsche Schrift nach Vorschrift des Lehrers auf der Klassentafel und im Heft. Sexta. Ordinarius: Capeller. Religionsunterricht für evangelische Schüler. 3 St. w.— Anger, Hilfsbuch für den Religionsunterricht in höheren Lehranstalten. Preuss, Biblische Geschichten für Schulen und Familien.— Capeller. Die wichtigsten biblischen Geschichten des Alten Testaments. Kenntunis der bibl. Bücher des Alten Testaments nach Reihenfolge und Hauptinhalt. Katechismus.— Das 1. und 3. Hauptstück wurden erläutert und memoriert. Dazu passende Bibel- stellen und Kirchenlieder. Deutsch. 2 St. w.— Hopf und Paulsiek, Deutsches Lesebuch für höhere Lehr- anstalten, Abt. für VI.— Schmidt I. bis Michaelis, dann Nickel. Uebungen im Lesen und mündlicher Wiedergabe des Gelesenen. Monatlich eine Declamation. Alle 2 Wochen ein Dictat. Die Wortarten und ihre Biegung. Der einfache(nackte), so wie der einfach erweiterte Satz. Latein. 9 St. w.— Scheele, Vorschule zu den lateinischen Klassikern, T. 1.— Ostermayer bis Michaelis, dann Bäcker. . 3* — 29— Formenlehre nach Scheele, T. 1. Die erste Reihe der Uebungssätze mündlich und meistens auch schriftlich. . Geschichte und Geographie. 3 St. w.— Kirchhoff, Schulgeographie.— Schmidt I. Erzählung der Sagen vom trojanischen Kriege und der Heimfahrt des Odysseus. — Geographische Vorbegriffe und Globuslehre. Uebersicht über die Land- und Wasserverteilung auf der Erde. Hauptländer und Hauptstädte der Erdteile nach Kirchhoff, S. 1— 32. . Arithmetik. 4 St. w.— Koch, Aufgaben für das schriftliche Rechnen, Heft 5.— Capeller. Wiederholung der vier Species mit unbenannten und benannten ganzen Zahlen.— Die vier Species mit Dezimalen ohne Zuziehung der gemeinen Brüche.— Die ein- fache Regeldetri ohne und mit Dezimalen.— Mit dem schriftlichen Rechnen ab- wechselnd Kopfrechnen, wobei auf klare mündliche Lösungen besonderer Wert gelegt wurde. 3. Naturgeschichte. 2 St. w.— Bail, Methodischer Leitfaden für den Unterricht in der Naturgeschichte, Abt. für Botanik und Zoologie.— Capeller. Im Sommer: Beschreibung einzelner Pflanzen mit deutlichen Zwitterblüten. Ge- winnung des Artcharakters.— Im Winter: Uebersicht über die Hauptformen des Tierreichs. Beschreibung einzelner Säugetiere und Vögel. . Zeichnen. 2 St. w.— van Riesen. Zeichnung gerad- und krummliniger Figuren nach Vorzeichnung des Lehrers an der Klassentafel. . Schreiben. 2 St. w.— van Riesen. Lateinische und deutsche Schrift in Doppellinien nach Vorschrift des Lehrers an der Klassentafel und im Heft. Vorschule. 1. Klasse. Ordinarius: Nickel. 1. Religion. 1 St. w.— Anger, Hilfsbuch für den Religionsunterricht in den höheren Lehranstalten. Preuss, Biblische Geschichten für Schulen und Familien.— Nickel. Ausgewählte Biblische Geschichten des Alten und Neuen Testaments. Das 1. Haupt- stück mit Luther's Erklärung. Sprüche und Kirchenlieder wurden gelernt. — 21— . Deutsch. 6 St. w.— Paulsiek, Deutsches Lesebuch für Vorschulen höherer Lehr- anstalten, zweite Abteilung.— Nickel. Leseübungen mit Prläuterung des Gelesenen und mündlicher Wiedergabe desselben. Auswendiglernen von Gedichten. Im Anschluss an den Lesestoff und die ortho- graphischen Regeln wurden wöchentlich 2 Diktate und 3 Abschriften geliefert. Die Wortarten und ihre Biegung. Das Wichtigste aus der Lehre vom einfachen Satz. . Geographie. 1 St. w.— Nickel. Orientierung im Wohnort und dessen Umgebung. Einführung in die kartographische Darstellung. Die Provinz Westpreussen. . Arithmetik. 6 St. w.— Capeller. Im Kopfrechnen wurden die vier Species im Zahlenraume bis 1000 geübt, die Zahlen bis 100 allseitig betrachtet und das grosse Einmaleins gelernt. Schriftlich wurden die vier Spezies in grösseren unbenannten und benannten Zahlen gerechnet. Lesen und Schreiben grösserer Zahlen. . Naturgeschichte. 1 St. w.— Nickel. Beschreibung einheimischer Pflanzen und Tiere mit besonderer Berücksichtigung der Sprechübungen. Schreiben. 4 St. w.— van Riesen. Lateinische und deutsche Schrift auf einfachen Linien nach Vorschrift des Lehrers auf der Wandtafel und im Heft. . Zeichnen. 2 St. w.— Capeller. Geradlinige Figuren wurden mit Hilfe des Lineals nach Vorzeichnung des Lehrers auf der Wandtafel im Heft gezeichnet. . Singen. 1 St. w.— Nickel. Einübung leichterer Volkslieder und Choräle. 2. Klasse. Ordinarius; Nickel. . Religion. 1 St. w. combiniert mit der 1. Klasse.— Nickel. Die Hauptsachen aus den biblischen Geschichten, welche in der 1. Klasse durch- genommen wurden, wurden eingeübt. Die 10 Gebote ohne Luthers Erklärung, das Vaterunser, einzelne Liederverse und kleine Gebete wurden gelernt. . Schreiblesen: 1. Abteilung: 10 St. w., davon 2 St. combiniert mit Klasse 1.— Lesebuch von Paulsiek für Vorschulen, erste Abteilung.— Nickel. Lese-, Abschreibe- und Diktando-Uebungen. Das Substantiv. Auswendiglernen — 22— kleiner Gedichte. Schreiben der lateinischen und deutschen Buchstaben in Heftem mit Doppellinien. 2. Abteilung: 8 St. w.— Deutsche Fibel von Abs.— Nickel. Lautierübungen im Kopfe. Die Laute und ihre Zeichen in der lateinischen und- deutschen Schreib- und Druckschrift wurden eingeübt. Lautier-, Lese- und Ab- schreibeübungen. Einzelne Wörter und Sätze wurden nach vorangegangener Vor- bereitung diktiert. 3. Anschauungsunterricht. 2 St. w. comb. mit Klasse 1.— Nickel.— 1 St. w.— Capeller. Abbildungen und in Natura vorgezeigte Gegenstände wurden besprochen. 4. Arithmetik. 5 St. w.— Nickel. Allseitige Betrachtung der Zahlen bis 60. Das kleine Einmaleins. Das schriftliche Addieren und Subtrahieren. 5. Singen. 1 St. w. combiniert mit Klasse 1.— Nickel. Nachträgliche Bemerkungen über den Religions- und technischen Unterricht in Gymnasium und Vorschule. An dem evangelischen KReligionsunterricht des Gymnasii nahmen die vier Schüler neumennonitischer Confession nicht Teil, desgleichen die Schüler altmennonitischer Confession nicht nach ihrer Confirmation. An dem vom Herrn Dr. Kranich erteilten katholischen Reüigionsunterricht nahmen sämmtliche katholischen Schüler des Gymnasii Teil. Mosaischen Religionsunterricht erteilte Herr Rabbiner Dr. Kopfstein in 2 St. w. An demselben nahmen von den 18 Israeliten, welche das Gymnasium besuchen, nur 8 Teil; die übrigen schlossen sich mit Genehmigung ihrer Eltern von demselben aus. Im Turnen wurden vier Abteilungen: 1) 0OI, UI und 0I, 2) UIIA und B und OIII, 3) U III A und B und IV, 4) V und VI abgesondert in je 2 St. w. unterrichtet. Leider mussten 38 Schüler von der Teilnahme am Turnen entbunden werden.— Lehrer: van Riesen. Im Gesang wurden die Schüler: 1) der Prima und der 3 Secunden, 2) der drei Tertien, 3) der Quarta, 4) der Quinta, 5) der Sexta abgesondert in je 2 St. w. unterrichtet. Ab und zu erfolgten weitere Combinationen nach Bedürfnis.— Lehrer: Cantor Carstenn. — 23— Zeichnenunterricht wurde den Schülern der oberen Classen in zwei Abteilungen erteilt. Die erste Abteilung bestand aus 17, die zweite aus 27 Schülern.— Lehrer van Riesen. II. Verfügungen der vorgesetzten Behörden. Vom 1. April 1885. Der Candidat des höheren Schulamtes O. Mey wird dem Gymnasium als Probecandidat zugewiesen. Vom 9. April. Mitteilung eines Ministerialrescripts, nach welchem der dritte Hilfslehrer beibehalten werden soll. Vom 16. Mai. Mit den Verwaltungsberichten sind die Protokolle über die jährlichen Revisionen der Gymnasialbibliothek vorzulegen. Vom 16. Mai. Die Schrift„Verordnungen und amtliche Bekanntmachungen, das Turn- wesen in Preussen betreffend“, 2. Auflage, Berlin, R. Gärtner, 1884, wird empfohlen. Vom 28. Mai. Die Begründung eines Stipendienfonds aus der Einnahme von Concerten, Aufführungen etc. wird genehmigt. Vom 12. Juni. Die Ministerialverfügung über die Entlassungsprüfungen vom 24. De- zember 1884(Centralblatt 1885, p. 196 ff.) wird zur Nachachtung bekannt gemacht. Vom 16. Juni. Aufforderung zu neuen Beiträgen für die König-Wilhelms-Stiftung. Vom 17. Juni. Capeller erhält 50 Mk. pensionsberechtigte Gehaltszulage. Vom 15. Juli. Mitteilung der Ministerialverfügung vom 9. Juli zur Ergänzung der Vorschriften über die Reifeprüfungen junger Leute, welche das Reifezeugnis eines Gymnasiums oder eines Realgymnasiums bereits erlangt haben, als Extraneer bei resp. Realgymnasien und Gymnasien. Vom 28. Juli. Der Vorschullehrer Nickel erhält vom 1. April 1885 an eine pensions- berechtigte Zulage von 150 Mark. Vom 17. August. Mitteilung der Ministerialverfügung vom 6. August, welche ergänzende Bestimmungen über die Schliessung von Schulen bei Epidemien enthält. Vom 31. August. Mitteilung der Ministerialverfügung vom 17. August über die Aus- setzung des Unterrichts am 1. Dezember, als dem Tage der allgemeinen Volkszählung. Vom 1. Oktober. Die Schrift:„Thorn im Mittelalter, ein Beitrag zur Baukunst des deutschen Ritterordens“. wird empfohlen. Vom 12. Oktober. Die Annahme des Candidaten des höheren Schulamtes Terletzki als Probecandidat wird genehmigt. Vom 16. Dezember. Betrifft eine Schulfeier entsprechend der Bedeutung des 25jährigen Regierungsjubiläums Sr. Maj. des Kaisers. — 24— Vom 6. Januar 1886. Das Gesuch des Professor Volckmann um Urlaub für die Zeit bis Ostern wird genehmigt. Vom 6. Januar 1886. Das Königl. Prov.-Schulcollegium setzt die Ferien des Jahres 1886 in folgender Weise fest: Ostern: 10. April bis 29. April, Pfingsten: 11. Juni bis 21. Juni, Sommer: 3. Juli bis 2. August, Michaelis: 29. September bis 11. Oktober, Weihnacht: 22. Dezember bis 7. Januar excl. der genannten Tage. Vom 5. Februar. Mitteilung einer Ministerialverfügung vom 7. November 1885, betr. die Führung eines Unfallverzeichnisses(§ 52 des Unfallversicherungsgesetzes vom 6. Juli 1884). III. Chronik der Schule. Das jetz ablaufende Schuljahr begann am 13. April 1885, nachdem schon vorher dem seit dem 1. Oktober 1883 interimistisch beschäftigten Turn-, Zeichnen- und Schreiblehrer Bruno van Riesen die definitive Anstellung als technischer Lehrer bewilligt, der wissen- schaftliche Hilfslehrer Gustav Momber als ordentllicher Lehrer an das Gymnasium zu Marienburg versetzt und das Commissorium des Candidaten Theodor Adrian als Hilfslehrer abgelaufen war. Die beiden Hilfslehrerstellen wurden in dem neuen Schuljahr den früheren Probecandidaten G. F. A. Baseler und Elimar Bäcker übertragen. Der dritte der vor- jährigen Probecandidaten, Ostermayer, blieb noch bis Michaelis bei uns. Neu eingetreten sind zu Ostern die Probecandidaten Gustav Dressler und Oscar Mey, zu Michaelis Paul Terletzki. Wie früher wurden die Schüler des Gymnasiums in 11 Classen unterrichtet, doch machten die veränderten Frequenzverhältnisse die Teilung der Prima in Ober- und Unterprima er- forderlich, wogegen die beiden Obertertien combiniert werden konnten. Im letzten Quartal jedoch mussten die beiden Primen, deren Schülerzahl durch das Abiturientenexamen zu Michaelis abgenommen hatte, wieder vereinigt werden, da es während langwieriger Krankheit mehrerer Lehrer an den zum abgesonderten Unterricht beider Abteilungen erforderlichen Lehrkräften fehlte. Die Schüler der Vorschule, deren verschiedene Abteilungen der Vorschullehrer Nickel früher in einem Classenzimmer allein unterrichtete, wurden etwa zu Anfang des Mai in zweien abgesonderten Classen, von welchen die untere noch zwei Abteilungen enthielt, von dreien Lehrern: Capeller, Nickel und van Riesen unterrichtet. — 25— Die Thätigkeit der Lehrer wurde leider recht oft durch Krankheit, in einzelnen Fällen auch durch andere Abhaltungen unterbrochen. So musste Professor Volckmann seinen Unterricht unmittelbar nach den Hundstagsferien 2 Wochen lang, vom 3. bis zum 16. August, aussetzen, unmittelbar nach den Michaelisferien wurde er zu einer elftägigen, vom 12. bis 22. October dauernden Schwurgerichtsperiode einberufen, endlich erhielt er auf Grund eines ärztlichen Attestes einen mehr als dreimonatlichen Urlaub, von den Weihnachts- bis zu den Osterferien. Oberlehrer Kausch wurde am 3. und 4. August durch Unpässlichkeit, vom 7. bis 14. Januar durch eine Reise, College Gortzitza durch ein Fussleiden vom 15. Januar bis zum 11. Februar, College Borgius durch eine Erkältung vom 30. November bis. 3. Dezember, durch einen Todesfall vom 15. bis zum 20. März von der Schule ferngehalten. Ferner wurden Coll. Behring 3 Tage, vom 18. bis 20. Februar, Coll. P. Schmidt I. durch wiederholte Unpässlichkeiten im Ganzen 14 Tage, vom 23. bis 26. Mai, am 5. November, vom 16. bis 21. November, vom 1. bis 4. Februar, Coll. Dr. K. Schmidt durch Anlässe derselben Art 15 Tage, am 1. September, am 11. und 12. November, vom 25. bis 30. Januar, am 11. März und vom 15. bis 20. März genötigt, das Zimmer zu hüten. Der Hilfslehrer Dr. Bäcker verfiel gegen Ende des Oktober in eine schwere Krankheit, die auch nach seiner Wiederherstellung um Neujahr noch grosse Schonung nôtig machte, so dass er nicht nur 7 ½[WWochen lang vor den Weihnachtsferien für alle seine Lectionen, sondern auch noch 2 ½ Wochen lang nach denselben, d. h. bis zum 23. Januar für einen Teil derselben vertreten werden musste. Auch vom 10. bis 13. März war er wieder am Unterricht behindert. Der technische Lehrer van Riesen setzte seinen Unterricht 4 Tage lang, am 4. und 5. Dezember, 22. und 23. Februar, der Elementarlehrer Nickel am 10. März, der Probecandidat Mey 6 Tage lang, vom 13. bis 16. Mai und am 8. und 9. März, der Probecandidat Oster- mayer zwei Tage lang, am 21. und 22. Mai, aus. Die Lectionen der erkrankten Lehrer wurden von den Collegen bereitwilligst übernommen; dennoch hatte es grosse Schwierigkeit die erforderliche Vertretung überall in genügender Weise zu beschaffen,— waren doch längere Zeit drei Lehrer zugleich zu vertreten. Während der langwierigen Krankheit des Collegen Bäcker übernahmen die Probecandidaten Mey und Dressler, jener den gesammten lateinischen Unterricht in Quinta, dieser denselben in Sexta. Während des mehr als dreimonatlichen Urlanbes des Professor Volckmann musste die Unter- prima mit] der Oberprima combiniert werden, so gern wir diese bedenkliche Maassregel ver- mieden hätten. Die Möglichkeit dieser Combination war durch den Abgang der letzten Abiturienten zu Michaelis gegeben, durch welchen die Zahl der Primaner auf 35 gesunken war. Die epidemischen Krankheiten, welche im Winter in unserer Gegend grassierten, besonders Scharlach und Masern, ergriffen auch mehrere unserer Schüler, so dass auch hier- durch der Unterricht erheblich gestört wurde. Drei hoffnungsvolle Schüler wurden uns za unserem grossen Schmerze durch den Tod entrissen: Hermann Haagen aus Karshof, Kreis Braunsberg, Schüler der Vorschule, am 6. Januar; Albert von Ankum aus Sorbehnen, 4 — 26— Kr. Mohrungen, Schüler der Quarta, am 3. März; Georg Driedger aus Elbing, Schüler der Obertertia, am 9. März. Den Letzteren konnten Lehrer und Mitschüler zur letzten Ruhe- stätte hingeleiten. Am 9. Juni unternahmen wir mit den mittleren und oberen Classen eine Spazierfahrt nach Kahlberg und Frauenburg; die Rückfahrt musste über Braunsberg angetreten werden, da das Dampfschiff des inzwischen ausgebrochenen Sturmes wegen den Hafen von Frauenburg nicht rechtzeitig verlassen konnte. Die unteren Classen durchstreiften unterdessen unter Führung ihrer Lehrer die Wälder in der Nachbarschaft von Elbing. Die Feier des Tages der Schlacht bei Sedan wurde am 2. September in der gewöhn- lichen Weise gefeiert. College P. Schmidt hielt die Festrede, Cantor Carstenn leitete die Gesänge. Beim Wiederbeginn des Unterrichts nach den Weihnachtsferien am 7. Januar sprach der Unterzeichnete vor den versammelten Lehrern und Schülern über die Bedeutung des 25jährigen Regierungsjubiläums Sr. Majestät des Kaisers, wohei Cantor Carstenn wieder die Gesänge leitete. Die Festrede zur Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers am 22. März hielt College Behring, wobei Cantor Carstenn wiederum einige(desänge vortragen liess. Am 26. und 27. Juni führte Herr Provinzial-Schulrath Dr. Kruse eine Revision des Gymnassii aus.— Am 14. September fand die Prüfung dreier Abiturienten des Gymnasiums und dreier Extraneer statt, wobei der Unterzeichnete als Königl. Commissarius fungirte. Die Oster- prüfung fand unter Vorsitz des Herrn Provinzial-Schulrat Dr. Kruse am 19. März statt. IV. Statistische Mitteilungen. 1. Frequenztabelle für das Schuljahr 1885/86. A. Gymnasium. B. Vorschule. UII UII OIII OIII UIII UIII 1 ola BA B A B 1VI V VI Sa. Sa. 1. Bestand am 1. Februar 1885. 29 29 16 19 24 24 22 22 44 50 44 323 48 2. Abgang bis zum Schuljahres 1884/85. 11 4 3 4 2— 1 1 3 2 2 33 14 3. Zugang durch Versetzung zu Ostern 20 19 21 17 8 13 11 14 33 31—(187)— „„ Aufnahme„„— 1———— 1— 4— 21 27 16 UII UII UIII UIII 0I UI OII 4 B OIII 4B IV V VI Sa. I II Sa. 4. Frequenz zu Anfang des Schuljahres 1885/86 18 20] 25 24] 23 29 25 22 53 46 32 317 ſ 33 17 50 5. Zugang im Sommersemester————————— 2 1 3 1— 1 6. Abgang im Sommersemester 3 2 1 2 1— 2 2 5— 1 19 2— 2 7. Aufnahme zu Michaelis.-— 2 2—— 1—— 1 3 1 10 1 3 4 8. Frequenz zu Anfang des Wintersemesters 15 20 26 22 22 30 23 20 49 51 33 311 33 20 53 9. Zugang im Wintersemester———————————— 2—— 10. Abgang im Wintersemester———————— 1 2 1 4 1— 1 Frequenz am 1. Februar 1886 15 20 26 22 22 30 23 20 48 49 32 307 34 20 54 Durchnittsalter am 1. Februar 1886 19,8 18,7 17,5 16,6 16,7 15,1 14,3 14,5 12,9 11,9 10,5 9,1 7,7 — 28— 2. Religions- und Heimathsverhältnisse der Sochüler. A. Gymnasium. B. VNorschule. „4 2 8 5 8. 8S 332e z 322 2 — 8 S—— 8 08— 8— B 2V8S2SBSBSEB82 1. Am Anfang des Sommersemesters[269 14 17 17 186 129 2 39 3 3 5 42 8— 2.„„„ Wintersemesters 267 11 15 18 186 124 1 43 2 3 5 42 11— 3.„ 1. Februar 1886..... 263 11 15 18 178 128 1 43 2 4 5 42 12— Das Zeugnis für den einjährigen Militärdienst haben zu Ostern 1885 25 Schüler erhalten, von welchen 6 zu einem praktischen Beruf abgegangen sind. 3. Das Zeugnis der Reife haben folgende Schüler orworben: Zu Michaelis 1885. 40. H. M. Görke, geboren den 18. April 1866 zu Liebstadt, Kreis Mohrungen, evangelischer Confession, Sohn des Rendanten Herrn G. zu Liebemühl, war 9 Jahre auf dem Gymnasium und zwar 2 ½ Jahre in der ersten Classe, gedenkt in Königsberg Theologie zu studieren. 41. 0O. M. Kessler, geboren den 13. Februar 1866 zu Krossen, Kreis Pr. Holland, evangelischer Confession, Sohn des Gutsbesitzers Herrn K. zu Kuxen, Kreis Christburg, war 9 ½ Jahre auf dem Gymnasium und zwar 2 ½ Jahre in der ersten Classe, gedenkt in Berlin Medicin zu studieren. 42. C. P. H. v. Sypniewski, geboren den 30. Oktober 1865 zu Marienwerder, katholischer Confession, Sochn des Gasthofbesitzers Herrn v. S. zu Bielitz, Kreis Löbau, war 1 Jahr auf dem Gymnasium(vorher auf dem Elisabethgymnasium zu Breslau), gedenkt in Breslau Nationalökonomie zu studieren. Ausserdem folgende Extraneer: P. Reimann, geboren den 19. Januar 1860 zu Ohra bei Danzig, evangelischer Con- fession, Sohn des praktischen Arztes Herrn R., erhielt seine Schulbildung auf dem Real- Gymnasium zu St. Peter und Paul in Danzig, welches er mit dem Zeugnis der Reife d. d. 3. April 1878 verliess, studierte dann germanische und romanische Philologie auf den Univer- sitäten zu Berlin, Leipzig und Strassburg und bestand, nachdem er zu Strassburg im Juli 1882 promoviert hatte, ebenda im November 1883 die staatliche Prüfung pro facultate docendi. Georg Müller, geboren den 18. August 1865 zu Elbing, evangelischer Confession, Sohn des Zimmermeisters Herrn Müller in Elbing, besuchte 10 Jahre das städtische Real- — 29— Gymnasium zu Elbing, von welchem er mit einem Zeugnisse der Reife d. d. 21. Februar 1884 entlassen ist, und hat seitdem hierselbst privatisiert. Adolf Fabian, geboren den 22. November 1863 zu FElbing, mosaischer Religion, Sohn des verstorbenen Kaufmanns Herrn Fabian zu Elbing, besuchte 10 ½ Jahre lang das städtische Realgymnasium zu Elbing, von welchem er mit einem Zeugnis der Reife d. d. 28. August 1883 entlassen ist, und hat seitdem auf der Universität zu Königsberg Naturwissenschaften studiert. Zu Ostern 1886. 43. Albert Conrad, geboren den 12. März 1867 zu Elditten, Kr. Braunsberg, evangelischer Confession, Sohn eines Kaufmanns, war 9 Jahre auf dem Gymnasium, 2 Jahre in Prima, gedenkt Theologie in Jena zu studieren. 44. Ernst Cornelsen, geboren den 18. August 1864 in Tiegenhof, evangelischer Confession, war 7 Jahre auf dem Gymnasium, 2 Jahre in Prima, gedenkt sich der Militär- carrière zu widmen. 45. Paul Hänsler, geboren den 15. August 1865 zu Elbing, evangelischer Confession, Sohn eines Stadtrats, war 11 Jahre auf dem Gymnasium, 2 Jahre in Prima, gedenkt in Jena Medicin zu studieren. 46. Johannes Huss, geboren den 6. October 1866 zu Baldau, Kr. Pr. Stargardt, evangelischer Confession, Sohn eines Gutsbesitzers, war 7 Jahre auf dem Gymnasium, 2 Jahre in Prima, gedenkt in Jena Theologie zu studieren. 47. Robert Jopp, geboren den 8. Dezember 1867 zu Rogehnen, Kr. Pr. Holland, evangelischer Confession, Sohn eines Gutsbesitzers, war 6 ½ Jahre auf dem Gymnasium, 2 Jahre in Prima, gedenkt in Königsberg Philologie zu studieren. 48. Victor Krause, geboren den 20. Mai 1864 zu Baumgart, Kr. Stuhm, evangelischer Confession, Sohn eines Gutsbesitzers, war 11 Jahre auf dem Gymnasium, 2 Jahre in Prima, gedenkt sich der Militärcarrière zu widmen. 49. Friedrich Kröger, geboren den 22. Dezember 1864 zu Dassow in Mecklenburg, evangelischer Confession, Sohn eines Brauereibesitzers, war 2 ½ Jahre auf dem Gymnasium (vorher 5 ½ zu Wismar), 2 Jahre in der Prima, gedenkt Chemie zu studieren. 50. Emil Kuhn, geboren den 6. November 1867 zu Eschenhorst, Kr. Marienburg, evangelischer Confession, Sohn eines Gutsbesitzers, war 10 Jahre auf dem Gymnasium, 2 Jahre in Prima, gedenkt in Halle Theologie und Philologie zu studieren. 51. Alfred Lotzin, geboren den 9. October 1865 zu Dombrowken, Kr. Marienwerder, evangelischer Confession, Sohn eines Gutsbesitzers, war 3 Jahre auf dem Gymnasium(vorher 5 Jahre in Marienwerder), 2 Jahre in Prima, gedenkt in Jena Medicin zu studieren. 52. Heinrich Plasse, geb. den 17. Juni 1867 zu Gr. Carnitten, Kr. Mohrungen, evangelischer Confession, Sohn eines Gutspächters, war 8 ½ Jahre auf dem Gymnasium, 2 Jahre in der Prima, gedenkt in Jena Theologie und Philologie zu studieren. — 30— V. Sammlungen von Lehrmitteln. An Schenkungen für die verschiedenen Sammlungen sind dem Gymnasium in diesem Jahre zugegangen: Von dem Königl. Ministerium der Unterrichtsangelegenheiten ausser den Fortsetzungen von Steinmeyers Zeitschrift für deutsches Alterthum und Gröbers Zeitschrift für romanische Philologie folgende Werke: Cordatus Tagebuch über Martin Luther, herausg. von Wrampel- meyer 1883 ff. Luthers Werke, kritische Ausg. Bd. 3, 1885. De Lagarde, librorum veteris testamenti canonicorum pars prior, 1883. M. v. d. Borne, Fischereiverhältnisse des dentschen Reiches; von Herrn Gymnasiallehrer Augustin: Joh. Lindenblatts Chronik, herausg. von Voigt und Schubert, 1823; von Herrn Wickenhauser das von ihm verfasste Werk: Molda, oder Beiträge zur Geschichte der Moldau und Bukowina, 2. Heft, 1885; von Herrn Professor De Lagarde: 10 Bände verschiedenen Inhalts zur orientalischen Literatur, von ihm selbst verfasst und zwischen 1876 und 1885 herausgegeben; von Herrn P. Zimmermann, Director der Elbinger Dampfschifffahrtsgesellschaft: ein Schädel und ein präparierter Schwanz von Delphinus Delphis; von Herrn Krencki, Kaiserl. deutschem Consul in Bangkok: eine Sammlung von ca. 120 ostasiatischen Schmetterlingen; von dem Besitzer des Försterschen Wandermuseums: ein Axolofe(Spirituspräparat), ein Exemplar von Carsinos maenas Leach, eins von Echinus esculentus L. und ein Stück Krokydolith; von dem Quartaner Mootz ein ausgestopftes Exemplar von Pratineola rubetra Koch; von dem Quartaner Heinrich ein ausgestopftes Exemplar von Mergansus merganser L. Für alle diese Zuwendungen sage ich im Namen des Gymnasiums den Gebern den gebührenden Dank. Aus den etatsmässigen Mitteln des Gymnasiums wurden die Fortsetzungen der bisher gehaltenen Journale: Centralblatt für die gesammte Unterrichtsverwaltung in Preussen; Literärisches Centralblatt für Deutschland von Zarncke; Neue Jahrbücher für Philologie und Pädagogik von Fleckeisen und Masius; Rheinisches Museum für Philologie von Ribbeck und Bücheler; Ostermanns geographische Mitteilungen von Supan; Annalen der Physik und Chemie von Wiedemann angeschafft;— desgleichen die Fortsetzungen folgender Werke: Mommsen, Römische Geschichte, Bd. 5; Ebeling, Lexicon Homericum, Vol. I, fasc. 15— 21; Allgemeine deutsche Biographie, Lief. 101— 110; Grimm, Deutsches Wörterbuch VI, 14, 13, VII, 7; Roscher, Mythologisches Lexicon; Herbst, Encyclopädie der neueren Geschichte, Lief. 24— 27; Ranke, Weltgeschichte, Bd. 6; Statistisches Jahrbuch der höheren Schulen, Jahrg. 6; Treitsehke, Deutsche Geschichte, Bd. 3; Bibliotheca Teubneriana, 22 Bde.— Neu angeschafft — 31— sind folgende Werke: Goetzinger, Real-Lexicon der deutschen Alterthümer, 2. Aufl. 1885; Nitzch, Geschichte des deutschen Volkes, 3 Bde., 1883— 1885; Wegele, Geschichte der deutschen Historiographie 1885; Reber, Kunstgeschichte des Mittelalters 1885, 1886; Buch- holz, Homerische Realien, 3 Bde., 1871— 1885; Neumann und Partsch, Physikalische Geo- graphie von Griechenland, 1885; Classen, Betrachtungen über den homerischen Sprachge- brauch, 1879; Schäfer, Die Hansestädte und König Waldemar, 1879; Göler, Caesars Kriege, 2. Aufl., 2 Bde., 1880; Steinbrecht, Thorn im Mittelalter, 1885; Meyer, die moderne Be- rechtigungsjagd auf unseren höheren Schulen, 1885; Rietschel, Ueber Schulheizung, 1880. Auch die Schülerbibliothek ist durch eine Reihe von Jugendschriften bereichert. Für die physikalische Sammlung wurden angeschafft: ein Anemometer nach Casella, ein Wolpertscher Luftprüfer und ein Koppesches Procenthygrometer. Die sehr wünschenswerte Neuordnung und entsprechende Catalogisierung unserer Naturaliensammlung hat Herr Capeller unternommen und nahezu beendigt. VI. Stiftungen und Unterstützung von Schülern. Ueber die Richard Cowle'sche Stiftung, deren Revenuen nun in dem Etat des Gymnasiums untergegangen sind, und über die Pott'sche Stiftung, welche eine Sammlung von jetzt fast ganz unbrauchbaren physikalischen Instrumenten zum Gegenstande hat, ist das Erforderliche in dem vorjährigen Programm gesagt. Die Revenuen des Fuchs'schen Legates hat zuletzt die Wittwe des Director Mund bezogen. Nachdem dieselbe am 13. September 1885 verstorben ist, sind dieselben der nächst- berechtigten Lehrerwittwe, Frau Oberlehrer Steincke, überwiesen worden. Das von dem Amtsrath Eggert in Weskenhof zum Andenken an seinen Sohn Arthur gestiftete Stipendium erhielt am 22. Januar 1886 der Primaner Robert Jopp. Unterstützung durch Schulgelderlass und Verabreichung von Schulbüchern erhielt eine Anzahl von Schülern den bestehenden Verordnungen gemâss. Anderweitige Fonds zur Unter- stützung von Schülern sind noch nicht vorhanden, da die in früheren Programmen erwähnte Benecke-Stiftung dem Gymnasium noch nicht übergeben ist, der von den Lehrern des Gymnasiums gegründete, von dem Königl. Provinzial-Schul-Collegium unter dem 28. Mai 1885 genehmigte Stipendienfonds durch Zuschlag der Zinsen zunächst bis zu einem gewissen Betrage erhöht werden soll, ehe die Zinsen zu Unterstützungen verwendet werden. — 32— VII. Mitteilungen an die Schüler und an deren Eltern. Programm der Jahresschlussfeier Sonnabend den 10. April 1886. 8 Uhr: Prüfung der Schüler der Vorschule. 8 ¾ bis 9 Uhr Pause. 9 Uhr: Choral, von allen Schülern des Gymnasii gesungen. Declamationen der Schüler von Sexta bis Obertertia. Eine dramatische Scene aus Goethe's Iphigenie, vorgetragen von den Untersecundanern Wendland und Becker. Eine dramatische Scene aus Catilina von Voltaire, vorgetragen von den Obersecundanern A. Plewe, A. Steinbrück und R. Bückling. Eine dramatische Scene aus Jane Shore von N. Rowe, vorgetragen von den Unterprimanern M. Andersch und R. Grunwald. 3 10 ½ bis 10 ¾ Uhr Pause. Gesang des engeren Chors: 1. Brüder reicht die Hand zum Bunde, aus der Zauberflöte von Mozart. 2.] Die Sonn' erwacht, aus Preciosa von Weber. 3. Schon die Abendglocken klangen, aus dem Nachtlager von Granada von Kreutzer. 4. Schneeweisse Flocken, Chor von E. Grell. Reden: 1. Ueber die rechte Friedelosigkeit, gesprochen von dem Abiturienten Huss. 2. De Lachete Platonico, gesprochen von dem Primaner Sauerhering. Erinnerung an Richard Cowle und Abiturientenentlassung durch den Director. Choral, von allen Schülern des Gymnasii gesungen. Der neue Cursus beginnt Donnerstag den 29. April. Zur Aufnahme neuer Schüler wird der Unterzeichnete den 12. April vormittags von 9 Uhr an bereit sein. Die Aufzu- nehmenden haben ein Impf- resp. Revaccinations-Attest und, wenn sie vorher eine andere Schule besucht haben, das bezügliche Abgangszeugnis vorzulegen. Elbing den 23. März 1886. Dr. Toeppen Director. De Herodico Crateteo. Part. I. Historia philosophiae graecae quot quantisque inquinata sit fabulis, narratiunculis, calumniis, neminem fugit vel mediocriter in ea versatum. Mitto Pythagoram atque Pythagoreos, mitto Empedoclem, Heraclitum, Democritum, alios: quin Socratis ac Platonis vitas pertextas et repletas videmus foedissimis calumniatorum conviciis.„Nempe nobilibus ingeniis ad- haerescere solent homines de plebe, partam cum lande multa coronam studentes detrahere, ut suae tabis contagione affectos ad ipsorumque levitatem deiectos, magnos habeant parvae sortis socios'. Et Aristoxenus quidem Peripateticus, Idomeneus Epicureus, Theopompus Chius, Hegesander Delphus quid commenti sint opprobriorum in Socratem ac Platonem, decantatum in scholis ac vel tironibus notum est: alium in lucem proferre calumniarum auctorem huiusce est dissertatiunculae, eumque adhuc prorsus incognitum, ad quem si non omnia, plurima tamen eorum referenda sunt, quae ab Athenaeo— cum in alios philosophos tum in Platonem male- dicentissimo— contra Socraticos disputantur. ¹) Proficiscendum est nobis ex Athenaei loco valde memorabili lib. V cap. 55. Affirmat h. 1. deipnosophista, quae Plato et Antisthenes tradiderint de Socratis militiis mera esse mendacia. Testatur enim Plato(Apolog. p. 28 e. Sympos. c. 35 sq. Charmid. c. 1. Laches p. 181 b) ter Socratem summa cum laude militasse: ad Potidaeam, Delium, Amphipolim; et ad Potidaeam quidem subvenisse eum Alcibiadi vulnerato praemiumque virtutis, quod ipse meruerit, concessisse. Hanc totam Platonis de Socratis stipendiis narrationem Athenaeus J. c. fictam esse dicit et commenticiam, argumentis usus nimis infirmis, quorum summa in scriptorum— Thucydidis potissimum— nititur silentio.— Quaeritur, unde hausta sit dei- ¹) Praemonendum mihi est scriptam esse hanc disputatiunculam ad inchoandam potius quam ad ab- solvendam quaestionem. Quam quominus absolverem, cum temporis angustiis impediebar— muneribus enim laboribusque scholasticis ita paene oppressus sum, ut vix respirandi mihi potestas detur— tum subsidiorum penuria. Namque eorum librorum, quibus mihi opus erat, perpauci suppetebant, ac saepe acquiescendum fuit in spurcissimis exemplis. Itaque quidquid minus accurate, quidquid minus dextre absolvero, benigno animo velim accipiatur. Nam ut excusatione utar Ovidiana:„emendaturus, si licuisset, eram“. — II— pnosophistae contra Platonem declamatio. Cuius auctorem quominus ipsum accipiamus Athenaeum, et scriptoris et scripti indole ac ratione prohibemur. Nam excerpsisse tantum vel compilasse auctores suos in componendo libro Athenaeum inter viros doctos satis constat. Opinatus est Schweighaeuserus fluxisse disputationis illius maximam partem ex Democharis — qui et ipse citatur— pro Sophocle oratione anno 306 habita, quam constat refertam fuisse philosophorum calumniis. Cf. Oratt. Attic. ed. Baiter et Sauppe II p. 341.1) Quam opinionem mox videbis a vero longe aberrare. Ut verum Athenaei fontem indagemur, ipsum deipnosophistam audiamus ratiocinantem (p. 215 f.): odx doxεςνσειςα ε αůũν⁹⁷⁹ 1 1eοααοoyiç(narrationem dicit de pugna Potidaeensi et Amphipolitana) d Adνrονν εᷣemπes½έά v ν d li vνονεννννν, o de πενπασνμεέννν drdodye. ei ydo al 16 Aidlor po*ννεαι¶ oοπddτ, e orτooe Ho⁴ινοςα à& Kedxrijrelos&ν 101 r0G 10 D4ανeτ ν, äud 10 oote doνκννοα dν εᷣꝓ†ρα νν⁸,³) „Iayννονι υο 1ε mεοιπέειιιμυνοο τνννεuενν εα 1ν d†αασννςσα τπτιον 1⁶ν 2ςον 161⁸ ydo„ot εμεν νπς mτ 2i⁴ονο-ν ιϑι ,ναυαορν έσννο, o d'& πu, d*1oον εέπι ουmν, 08 d* ,r⁴) IIdονα 1⁶ dq B0N ³ ⁸†φριααεμννιι εμμκιαιαινοων κòν μἀe(e*νσασα ot unete ol 1e οτν νά 1Oxαρασέκ⁹) 1οιτον ονmν υνοιυ ²α ρsov eudαsνo ode 49 ναάμoνυς u6 νο ⸗ækeο„εινκνεννένιμέεμνοο 2ogaJuc aανμραςσι⁴ιέ⁶) æioaijre, dανσπέαοσντꝙ³τα Boi GTG M AOνονν μuνμυκν za αœ⁸ vis dν⁴‿οσας αἄντν d Oeedioae uεενννιασ, οm dαοος oddee[oöre 1rτοοονοαασςο ouτε] oνντs.!) Herodici testimonium Casaubonus quique post eum hunc locum attigere ad wm*ꝰ:/) quae vocatur, traxerunt atque ita interpretati sunt:„fac verum esse, quod testatur Herodicus Crateteus ey 107 00= 10„ DuAοανκεeωσν, Socratem Delio potitum esse, cum reliquis tamen tur- piter ei fugiendum fuit.“ Herodicum igitur de Socrate ad Delium certante idem tradidisse putant atque Platonem. Ac Wegenerus(De aula Attalica, Hauniae 1836 p. 156) vel hoc inde conclusit Herodicum in dissertatione illa Socratem suscepisse a calumniis adversariorum defendendum.— Atqui clamitat Athenaeus neminem huius rei testem esse nisi Platonem et Antisthenem „ν τπαάινεα ije drdoeids rod d ouxν⁴ει μεννmναν κ. 1. 4.“(Qui potuit, si Herodici testimonio ipse usus esset? Deinde scribendum utique fuit: ⁴ςα oστοœοεει mνα H⁶ννκος ‚ut praeter Platonem et Antisthenem testatur etiam Herodicus“. Denique obversatur interpretationi ¹) De Demochare nunc conferenda egregia Wilamowitzii commentatio„Antigonus v. Karystos“. Philol. Untersuch. IV p. 189 sqq. ²) Porsonus. Jonxe Casaub. Jonxe A. elonxe P. 3) Meineke. ꝓevye libri. 4) Meineke. dε IIοda libri. ⁵) Verba lineolis inclusa paucis mutatis ex Thuc. IV, 96 desumpta. 6) Haec ex Plat. Symp. c. 36, qui alludit ad Aristoph. Nub. v. 362. 7) Meineke. oudels ronzis libri. — m— illorum libelli Herodicei et inscriptio et argumentum. Quid enim? Qui versiculos illos Aspasiae, vel qui Aspasiae ferebantur— quibus impudentissime irridetur et perstringitur Socratis cum Alcibiade consuetudo— in librum suum recepit(cf. Athen. p. 219 c¹), is ut in eodem libro militarem Socratis virtutem praedicaverit? Vereor, ne longior fuerim, quam necesse erat. Nam quis est, quin primo obtutu videat pertinere Herodici testimonium non ad ⁶νπαοπ sed ad dα—medoc, vel potius ad totum enun- tiatum? Afferuntur nimirum ab Athenaeo ipsius Herodici verba contra Platonem pugnantis atque continuantur, ut minimum sumamus, usque ad... 06εκαχόσ... rro8. Totus igitur ille locus, quem supra exscripsi, sine ulla dubitatione ad Herodicum referendus. Quodsi vero hanc disputationis particulam Athenaeus ex Herodici libro deprompsit, reliqua ex eodem fonte fluxisse consentaneum est, praesertim cum particula illa cum reliquis artissimo cohaereat cognationis vinculo. Optime autem convenit cum hac sententia, quod et Herodicus(cf. verba supra exscripta) et Athenaeus Thucydidis utitur testimonio. Nostro igitur iure totam Athenaei contra Socratem et Antisthenem declamationem Herodico vindica- mus idque legitima accurataque unius loci interpretatione assecuti sumus.— Democharis verba: Toαοννιοε εαeνsε dμ σφι⁴οσσsαα ασσσαsννο. reνν mGν c²ꝛnõνονανsα eyev, Gοmσαι εxα Sοννμοας oudeis dvν durxero urxοκedu Jöyx, 06'&x& αο⁴α⁴ᷣοοσ ⁶αεασνννν έάνιννιιον— utpote in transitu posita— excipio, quae sine dubio ab ipso Athenaeo sunt usurpata (repetita illa quidem ex lib. V p. 187 d) atque ad suum usum accomodata. ²) 1) Aonrcola 2εντ, οσσ ν Ʒονςσοs didνασνπαασααοσσ ν H1τοι po, ν 100 εοαενοσι e vrie Eneouνν, ƷƷ⁵ HOιαοο Kouri rotos παιιινειο,—iοσ o*s aασe, oux aαναις με 1νσν π⁵εε ονμνιαα ν Gαν J1*⁶ς Aeuν,Oν QK Kleiulou dA⁴ de᷑ακωυασοmν el Sou⁴det dα²νέι d αdνπ. ⁷αιν⁶νε e‿⁸νςαμ dεν, νλ υνιο q*ανα αιι—τπ ᷣεέᷣμνοω᷑oõOWJrat. x.νις Ʒmπσσ ν—άονασσ αο dmπ Gια παν 7000 11, SAeꝓνςπνσε„νοσ Qισεν odα 6εννs 1. Grενλαον, νοσέ‿μέινν ϑeυι οαeνm—ραυ⁶—νο, 3 16ννι dοꝛme deννοντσι—τπ˙εσονν d.,νμαασν ⁴Lο οdiæ ⁶νi dον. Iude ανοοέ εκες οτ⁶ον, AA dαα⁹ς 6/τνοα ϑυυιαουι. Quos versus ex libro 7⁶ςα 1⁶ι S1lα⁵⁵ petitos esse etsi traditum non est, veri tamen est similli- mum. Quae sequuntur apud Athenaeum: uvwnyer od, d cd Taoxοα*. 1. 1. paraphrasis, quae vocatur, carminis Aspasiae putanda sunt.. ²) Corrigendus igitur Sauppius l. c.— Dixit Demochares: d⁴ν od:“; ιυρμμασε νν oi: xα rl0d⁴⁵- 1wν 46„„ dve α lverat. Haec mihi coniungenda videntur cum fragmento 1(apud Athen. XI p. 508 sqq.) quod pertinere vidit Wilamowitzius l. c. usque ad 509 b: r0⁶0 701* elol xœl*"O, 100„ dαααςνναάQνα ru'es, dvοdicα xα ddοεέναᷣ νres. TOατν„ανο εx doegelac d αο ρb—⁷ vvOεενοσᷣeφνε di„ourelan„d Ala reoSeτoισνOoœ0 ομςσιρ œᷣ Xœlον G IHLeldeug, öc o 6wo, IAdruεᷣ Ʒεᷣρσν᷑sαkε, dadd ul SewoxOdret. x.2 obroc ode rijc rετοε⁴οο υνιοαο νυαeννidao od ,o rode doirouo 1d 021r6, SeAaden dA³ xdœe⸗*h.... radν 63 εA„'elc ex rijc xadic rodurelce xdd 1a, α⁶νμνν‿ ⁶μαμν. Jam optime ita pergitur: d⁴ν⁴ν ν x 9³⁴νμι⁵οσςσ dνκνν o" bx 10100 A6). 7. J. 1* — IV— Hic paulisper subsistamus et de Herodico quae aliunde comperta habemus proponamus. Quae sane sunt perexigua.— Grammaticus fuit scholae Crateteae,— d Kourijreios quinquies nominatur ab Athenaeo— Babylone oriundus. Nam Herodicum Babylonium eundem esse atque Crateteum mordacissimum illud in Aristarcheos epigramma docet ab Herodico Babylonio confectum. Cf. Athen. V p. 222 a: duei od poauμαιν αd νν B⁴.ρ 4 NHO6 dακον ¼υι⁶εν τυνωετωωιτĩ Jð*τοοονννες qeuyer Aoiασταονααοι εέν eνοëᷣ ver dloœνς Eildda, rije goννν mεε⁴τεοι ευ‿ενειμαέαοο, 7νμμνωννορνςο, ⁴μωοοσςσ‿α*⁵οι οσ μεμυηεν 10 Gꝓ.σ*ρ νl 1⁶ σ αoα 1⁶ em ooʒỹG&⁹⁹⁸ ⁄6 viy. T059 dry ern duneᷣ⁵esoe Hoοdiνν ³ EAAds del uiuννο κα ϑᷣais Ba⁴νν.¹) Aetas eius incerta; nam quod dicitur Crateteus, inde nequaquam consequitur— quod ad unum omnes, qui adhuc eius mentionem faciunt, inde collegisse video— ipsius Cratetis eum fuisse discipulum. Scripsit æονό⁴6ουιένν libros²), Gıμμιμαα dνππυιννηννμσατι⁄α)f 1100 10„ i40Gαυσακρ⁴ἀev. Idem affertur in scholiis Homericis¹), in scholiis Aristophaneis⁰), in Heracliti allegoriis Homericisé). 1) Ex his ipsis versibus Athenaeus collegisse videtur— idque recte sine dubio— Herodicum Ba- bylone ortum esse. ²) Inscriptus fuisse liber videtur αάρςdνυνμμεμν o 2υυιναός⁴³νρνενανα neque enim de comoediarum ar- gumentis egit Herodicus, quod placet Meinekio, sed de hominibus qui a comicis ridentur, quod et voluit Schweighaeuserus et suadent fragmenta. Cf. Athen. XIII p. 586 a: xα πν α τ—J Xνα̈αν. 6 Ko. d xr 2‿υναιeνος⁴6doνυιενν †ραeν, J ASvdog A„εo de 1 οασsQ Ʒενα dvnμονee d' is duriꝓᷣeνυν— eν Aoxdde xœ εέν Krουο, ν⁴oαεαστοα, Anleνομν—⁵, εν Neorride wcl Aaerils dν KAeoοuup, w KaAdus.& Mo+†lοꝶνο. Eadem fere ex libro tertio affert Harpocratio s. v. Iwναμν, qui mihi non ad manum est. Harpocratio et Athenaeus quomodo cohaereant altioris est indaginis.— Indidem p. 591 c Athenaeus haec habet: A. dες εέν 2xνν r Rονόρνσςονυνμενυνένν νv‿ν⁴μ νααςοd oꝛες 6*οα φρη ριηνq‿ oↄ'Qↄfṽ’hkcoνvn(sc. Souvnm) Suo.τν(*αανοανοααα d τ dno- Giεlνιν εα noduesν roς σννεαᷣς mἀάsντ, de eεαmσιινκνν Schol. ad. Aristoph. Vesp. 1231: oG⁶αοςα(libri ,ℳl⁵⁶οο) ds ενν 1οι εαυιμρρ⁴doυμμεμνοιι ακαα 1νε⁴⁴dmνꝛw dv᷑νν νᷣοαρσννOov ντααρασς ᷣς Kocrivouv.(Hunc locum debeo Meinekio Frg. com. gr. I p. 14; neque enim scholia Aristoph. mihi praesto sunt; idem relegat ad Hesychium s. v. Kolxoqοοααενςα, quem et ipsum mihi non contigit inspicere. 3) Cf. Athen. VIII p. 340 e; indidem fortasse quae leguntur VI p. 234 d. 4) N 29„⁹‿οσαν* o⁶εννοο iν˙νσ ασω⁷‿‿ν dενε, α τ αοεσ νεοσυ, elra)Fϑ ϑαφναφασασ. A. Scripsit igitur Herodicus: 4 2— P g1. Arc³ ds iτ un oν Tdντιοευν ει mQ᷑εμιυνινιμιν, Odd pwolncen dνxe pndοαe, de daαωxα ,deigzero. V 53 dedn ent Kaddkodnsh: O⁴tαοο αeςσ dveylwudoxee, de TeTν, deroxiu, 0⁴ν. A. X. 385 dàνà ziu: ol reoν ο⁶εειιυν †ραᷣαoᷣο—σωοααoνεᷣᷣνα αάνν rdᷣν ε ταο rœdo εᷣα,. V. 5) bis, nisi me fallit memoria; scholia ipsa mihi non praesto esse valde doleo. 6) c. 11: H̃eοdοα νοννiνιυνιαάνις Hoοdο dmoqpdivercr 1 s ννmν dexdericν εν i euueunxbic rous Endewcc, dal e de zod uεεειμαμνμνωω νωνeννν dnαsαeœυνα dvednau. Kal„do H doyov e. q. s. usque ad.. d.μ εαστασνννα. Haec eiusdem esse Herodici, de quoagimus, non est, quod pluribus ostendatur. — Vv Reliqua Herodici scripta nunc omitto: curo librum 7r00 10„ e2οααακοραeν, cuius frag- mentum sat amplum cum supra adepti simus, videamus, quid inde redundet ad indolem et scriptoris et scripti recte cognoscendam.— Et accuratiora quidem infra docebimus: Ex eis quae adhuc recuperavimus, intellegitur scriptum esse librum non tam in Socra- tem quam in Socratis laudatores. Quod bene convenit cum titulo: 7100 G 10„ udoα- xo. Nam vocabulum Geoαοddi aeque formatum ac alonldroν, udoαgoxlie, Dido⁵αιυνοοs, alia significat Socratis amicum vel admiratorem. Articulus autem accipiendus est is, quem grammatici vocant generalem, ita ut germanico sermone vertendum sit:„Wider die Socratesverehrer.“ Argumentatio scriptoris pro nihilo putanda, fides nulla. Jam vero suspicio oritur ex eodem libro Athenaeum J. c. plura desumpsisse. Pergit enim maledicta conicere in Platonem. Cap. 56— 59 quae peccaverint in temporum ratione cum Xenophon tum Plato, non sine exquisitae quadam doctrinae ostentatione monstratur. In- sunt enim his capitibus gravissima de fabularum temporibus testimonia ex didascaliis sine dubio hausta magnamque huius disputationis auctor in legendis comicis operam videtur collo- casse. Cap. 60 disputatio redit ad Socratem. Quae Plato dixit de oraculo Delphico Socra- tem omnium sapientissimum nuncupante, quae de Socratis matre et uxore(cap. 61), quae de eiusdem cum Alcibiade necessitudine exagitantur atque ridentur. Cap. 62 ad alios Socrati- cos transitur, quorum maledicentia exemplis ex dialogis eorum petitis perstringitur. Denique totus ille locus ita concluditur: Touroig ydo ole drdodct(Socraticos dicit) oudelc dyads Gνμμοðιοο Eνα ⁶οxet, od—roæruyòς voνμιμμοο, d αmσGοσυσα mdẽidoyos, od⁴ rroινντινsoιφέιο⁹ς, 0³ d*ειοο) eudνεαστoO ed Soxorme d μεd ϋν oσmνσeoiae udoid énd rν εονναν Oioy Gο⁴⁶εαεοων Tiorουνι τ*ςωοωασασeνπταοι ‿eονε ²α eoOdö* didäcαν τiν Sraiouν, de deĩ zds&oαoide nadeuerr...... dg Fevoqcν mcroicricνν εν dev) 4o0- Hννμοωοιιιαμιον.: Pinis orationis ab Athenaeo videtur truncatus esse; verba quae intereiderunt nunc quidem recuperari nequeunt: sententia verborum dubitari nequit, quin fuerit haec:„Sed Socrates unus jis instar omnium est“.?²) Jam vide, quam bene quadrent cum reliqua tum haee ultima verba ad librum 0% 10 ν u⁴2οαακοαeτφν contra Socratis laudatores scriptum! Xenophontis memoria haud scio an ipsi debeatur Athenaeo, libro quem exscripsit ex sua lectione nonnulla adicienti.*) Qui sequitur apud Athenaeum catalogus mulierum, quae libros amatorios seripsisse per- hibentur: 1 RMĩW:—ε„e πιεμνε αν παανέμαα νm meᷓe006 lyovra, oëre Nix Na- uia... Gνεοο⁴eςάσσσ*νπιιν Ʒέιαmνμνκασν οι ydo eo* æντα xα. r. J. ipsius deipnosophistae sapit doctrinam. Sequuntur transitionis verba: e&nι⁴eiνπιι' έ αμινν πα x½οννοο να. r. J. saepius ab Athenaeo usurpata, cf. XI p. 506 f. I p. 1 b. Haec omnia igitur sine dubio ¹) Immo lib. III. 10. 11. ²) Similiter Schweighaeuserus in animadversionibus ad h. I., quamquam de lacuna non videtur cogitasse. 3) cf. quae infra p. 7. — VI— secernenda. Totum autem illum locum, quem certis terminis supra circumscripsi, haustum dico ex libro Herodiceo. Componere placet singula eius rei indicia: 1. Capp. 55— 63 et argumenti et sermonis similitudine artissime inter se coniuncta ex uno eodemque fonte fluxisse valde est probabile. Conferas potissimum capp. 60 et 61 cum disputatione Herodicea(c. 55): eundem observabis orationis colorem, idem argumentum. Nam utroque loco disputatio versatur in refutandis eis, quae falso de Socrate Plato tradiderit. Accedit quod cap. 61 in laudandis Aspasiae versiculis repetitur ab Athenaeo Herodici memoria. Nec videtur dubitari posse, quin versiculi illi ex eodem Herodici libro provenerint. 2. Qui ab Athenaeo l. c. exagitantur philosophi, ad unum omnes Socratici sunt: Plato, Xenophon, Antisthenes, Aeschines: iterum reicimur ad librum 7190 10„ i⁴οσσακαα τιν, Socratis admiratoribus oppositum. 3. Verba illa in fine disputationis posita: 10ν1α„⁴ο pτουεςπ e|‿ιςσι ᷣα. 1. J. optime con- venire libri Herodicei et titulo et argumento jam supra monuimus. 4. Quae de Xenophontis et Platonis anachronismis— ut graeco vocabulo utar— dis- putantur, grammaticum quendam auctorem redolent in legendis comicis multum ac diu ver- satum: ad eundem semper relegamur Herodicum, quem in comicorum lectione non mediocrem operam consumpsisse docent et 2⁴᷑ όGGBά½§έeνυονν libri et scholia Aristophanea(cf. quae supra). Quae cum ita sint, non videtur mihi dubitari posse, quin verum sit quod supra posui- mus Athenaei contra Socraticos disputationem derivatam esse ex Herodici libro. Qui quo spectaverit, nunc iam perspicuum est. Scriptus nimirum fuit contra Socratem scholam- que Socraticam, quam libri conditor sibi proposuit impugnandam. Huc et ipse titulus libri revocandus. Plura ex eis recuperabimus, quae infra disputabuntur: nunc quidem examinemus Athenaei in excerpendo consuetudinem. In quo primum apparet studium fontis dissimulandi. Neque enim diserte Athenaeus disputationis initio auctoris nomen laudavit, sed mediae disputationi bis interposuit, idque ita, ut nihil nisi quae aut proxime sequuntur aut ex alio scriptore (Aspasia) afferuntur, inde sumpsisse videretur. Eodem pertinet, quod verbum 7oποοει(cap. 55), ut est in conclusione ineptissimum, ita consulto, ut videtur, ab Athenaeo usurpatum, ut legentium animos deciperet. Quod bene adhuc ei processit.— Herodici verba Athenaeus cetero- quin integra videtur transscripsisse: at cap. 55— excepto illo loco, quem supra ex- scripsi— excerpendo misere turbavit. Tradidit enim Plato(Symp. c. 36) Socratem vel potius Alcibiadem cedente Socrate palmam accepisse ad Potidaeam, Antisthenes et ad Poti- daeam et ad Delium. Cf. Athen. pag. 216 b: œl Avεααοεένν ⁶ αυρσνς—τπεον νπ dιοεiον ⁴ ad UAαονν ſooer; deinde: ò do Auνααςεένα να τοσσεινααἀννέ³ε ενo- yooρPiνᷣ eyον οετοα ε᷑re de dæouνονεν νᷣeν r 0 BOιυνς μἀν ταεσεεε αε 2αεεν x. ¹. J.“ Contra utrumque pugnavit Herodicus Thucydidis silentio nisus. At stupor Athenaei Antisthenis narrationem contulit ad Platonem: ò„ο HAτοων ρ⁹σο mε roœveiae Grœ‿eνααᷣoα⸗ ᷑o- odο⁷, riho ueν eie Noüdaixν, 1 ds eie Au†ορρμ⁴ιν, νν à eic Bourouc, öre ud σννεε — VII— ri&n udig udxννν νεεςααι5ιďsνοεσ dε νονσνι εασσοσοιικοο τες ναἀε doοmssior uνν ακάεν 18rxX κεμναι oGmlσ⁴μ̈νμισ τν d⁄σναεριν συυνννν, νν ꝙ ταά dπα⁵οεννυ. Ultima verba referri nequeunt nisi ad Platonem de pugna ad Delium commissa verba facientem. In his igitur necesse est agnoscamus Athenaei errorem, auctorem suum neglegenter excerpentis. Eodem modo explicanda sunt illa: ςσ ε νας 1⁴έν Gͤmεσιεον AAxεεαιmꝓ maaxwee-, 1 1⁶* 5Aο ακερακουπνννκυιrõOͥœđṽp 1. 4. Somnolentus denique Athenaeus etiam in illis: ⁶ ⁊τε de zοB els Ioridciν sᷣονιεοασιενσαση, ς ενετ Xaouid́⸗ν elo*νεν IIAdrονν, ⁴οeσκν αςτςν ανα 1νν doi- Grε²οον τε 2ηνειυμιμν τπαεααν ιανιααρι Neque enim in Charmide Plato sed in Symposio Alei- biadis doigteilw mentionem facit, quem dialogum et ipsum ab Herodico excitatum fuisse cum per se sit verisimile tum comprobatur illis„S0εννσινυμένμενο εα τασάρμσ 1τ‿αεοσρσαςσωπꝛ. Cf. pag. 2. adnot. 6. In his igitur non est haerendum. ¹) Quibus expositis satis dilucide intellegi puto, quam vere dictum sit a nobis pendere Athenaeum ex alio scriptore. Nam qui ipse legerat Platonis de Socratis militiis narrationem, confundere ista non potuit.— Alii loco ex sua lectione Athenaeus pauca adscripsit. Cap. 58 enim— quo disputatur de Platonis, qui in Gorgia inveniuntur, erroribus chronologicis— haec hodie leguntur(p. 217 e): lévν ϑέ τ¶mἀχhτ Toeyig HIAdrον 1ν ꝙoxodi ode? gyovra²) xaA* 6O Souleuetn Jaxνν, mε⁶ ⁴ν ²ρl eouvrdpeve acd Eder ue Srrνρσρεενν, εέᷣ‿νσν aæοεενον να 0⁴να 1⁶uνεeνννεμννιννρέσ Loννο Ʒονκρ⁴em od uid ddveμαν 6rroinαεν, dd ‿ον rcrd ddoανανιαν oν vdo oνdero luerr uuοrαs vd³οαον. n.M.ο⁵ασνμόι ᷣ‿ιoν να dαemςσ⁶σςσ 6 e OQ, εν τιπ% ENAAux Serels obros sequuntur Xenophontis verba ex Hellenic. I, 7 petita,..... 2 d ωννιανειςι σινεέννες 3uoérou 6&nuνε⁵ 20o0 ijgeu An» Toxdrous r0ë Eeo ſere. 00109 d0 Od-&op, dadd œud dς 6εμονε τπἀᷣννα rr0011αεκ 05169 800ν 6 duανςφμοσυε 6 peνmνμέννοο ακα τυνυννQπνν ⁵οαασνd⸗ν oœm|νανν, re rod&r doyνν⁵ναας e» I væuνμαααια νοο⁵ο- u&ꝓνονεα ου deidoro v. 1. 4. Verba a me uncis inclusa ab ipso Athenaeo auctori suo interposita esse docet dαουπνετον, docet Socratis laudatio, docet denique disputatio interrupta. Nempe id agit Athenaeus vel potius Herodicus, ut erroris chronologici Platonem convincat*), quippe ¹) Quae p. 216 b Platoni exprobrantur: 2 ½ 1. Kolrwvνα 2 Menoos taos IIAdrν 0εε-rou- dαsνσα νππ ‿eęν⁶⁴ρπ 1d ν ⁵αννρeν ke ije ele 7997u0, xroelcg 29Dar quomodo explicanda sint ambigitur. Dicit enim Plato Crit. p. 52 b:... 1. Hece odr, dr Seοεα—νι⁴νροωπν Eĩiıijrie 6160G 8E7A9es, dre 1u dns els Jo⁵αν odr d³dode oddoε,&d mνQ,[XI12oærevdoαενο. Haec ultima utrum in suo exemplo non in- venerit Herodicus, an memoria deceptus neglexerit, altioris est indaginis, quam in aliud tempus differo. 2) p. 473 e. ³) Duo omnio sunt probra, quae iactantur in Platonem, alterum supra monstratum, alterum in eo positum, quod, cum Archelaum dialogi tempore regnantem faciat apud Macedones, Periclem dicat recens mortuum esse.— Similia Plato peccasse arguitur(cap. 59) in Protagora. In quo et hunc sophistam intro- duci mαεσυνενovc od od εeν ⁷μιοασ'et u‿ρναρννα Hippiam Eleum. Et Protagoram quidem iterum advenisse Athenas inter annum 424 et 422— quod recte colligitur ex Amipsiae Conno et Eupolidis Adula- toribus— Hippiam autem versari Athenis non potuisse nisi annuarum indutiarum tempore a. 424 en' Joαeνον (immo anno 423 en, Auu„iov cf. Thuc. IV, 117). Neque tamen his temporibus(annis 424 vel 423) Platonem — VIII— qui eodem tempore et Periclem finxerit vecoori rerelewrixrᷣν(429) et Socratem dicentem faciat: xod*l τπιςσυσι εποπeεηνιν υάαν,&me⁴/ o₰o] envrdeue.....„ y6lora naoexo“ xœl* odr dvdeνιμιν εννρέαłσ᷑ Pertinere enim hune diυνπσο ad annam pugnae navalis ad Arginusas commissae(406): 00ric&Grνν w dαemσ⁶σες»εένμ⁵μεοοα ν ꝓμεμοι Eoovvidi oroœr=y*. r. J.., quae artissime cohaerent cum verbis supra appositis. Vides interrumpi ab Athenaeo sententiarum nexum.— Praeterea argumento est hie quoque locus reliqua Athenaeuni ex alio auctore eaque integra mutuatum esse.— Et haec quidem de Athenaeo. Redeo ad Herodicum. Cuius altera exstat contra Platonem declamatio apud Athen. XI. capp. 112— 115, 117— 118. Disputatur h. 1. de simultate, quae Platoni intercesserit cum Xenophonte(c. 112), de Platonis invidia ac maledicentia(c. 112 extr.— 115), de inutili eiusdem doctrina(c. 117— 118 extr.... d.22⁴d αe‿(μσαάα μεν α 1öyoονε εο οωωπ⁷ eionueεous(sc. eνοαeασοιεκν)... odg*αετιαφαοννιυννmτυσσν oðmwνυνυσοωσσνινmoσυσσνυ) Haec quisquis vel primoribus, ut dicitur, labris gustaverit, licet auctoris nomen ab Athenaeo reti- ceatur, tamen summam observabit cum libri V disputatione Herodicea similitudinem. Nam utroque loco eadem invenitur in Platonem acerbitas atque morositas, idem errores chronologicos investigandi studium(cf. lib. XI c. 113 extr. cum lib. V c. 56— 59 ¹), eadem disputandi ratio- (ef. praesertim XI c. 114— 115 cum V c. 62— 63), denique summa sermonis similitudo. ²) Nec desunt Pergamenorum doctrinae vestigia. Quorum gravissimum sane est, quod animorum immortalitatem et a corporibus discessum ante Platonem primus docuisse dicitur a nostro Homerus(p. 507 e): εν ναϑo woxn danlarroueyn deναοο m orod(sc. Idrωνοοε) xol xαατd iν deννυυιυν τωιοοέ̈νι ον σάσιμαοο παοd ποσατιν εrονναι—μυνmσ 0⁴νοε„e eInev dJε ν r5 TIare⁶⁴εαονυ νꝓν υν A4dοe xετν⁴ένν⁸) d„ rrrνμοων οοασασ, 2πωνσν ᷣoοwcijta cd S. Quae res bene convenit cum Pergamenorum studio quamcunque doctrinam Homero inculcandi. Atque optime illustrantur Athenaei— vel potius Herodici— verba ab Heraclito*) alleg. Homer. c. 17. seqq., severe et graviter affirmante, quae de anima Plato docuerit, ea habitum finxisse hunc dialogum, sed anno 420 archonte Astyphilo: hunc sententiarum ordinem qui recte intellexerit, non infitias ibit prorsus necessariam esse Casauboni coniecturam: 6 ϑέ τν ιιοννέρσ⁵ouxce„uudᷣeeo 0d eol rods aνος rourous(libri:„tοαe νον εοε ασ.-. J.), quam valde miror repudiatam esse a Dindorfio et Meinekio. Quae adiecit Casaubonus: 4 4 υςτεοον superflua sunt. In sequentibus mihi legendum videtur: u τᷣ εκναιοα æiτis(libri τi) uesou—. ¹) Quin etiam eiusdem dialogi(Protagorae) peccata monstrantur et lib. V c. 59 et XI c. 113 extr. ²2) Pauca adscribam exempla. Locutio: zαœeταἀοσοπη QQοι᷑łlegitur et V p. 220 d et XI p. 506 d.— Stesichori verba ex palinodia petita: ‚ouxσ Eντν ευτνναμοο A»„ο ouros occurrunt et V p 216 bet XI p. 505 b. 3) Iliad. II, 856: Segxel. 4) De quo libere fateor nihil me compertum habere nisi hoc exhibere eum Stoicorum atque Perga- menorum doctrinam. = omnia hausta esse ex Homero! Haec igitur eiusdem scholae sapiunt doctrinam.— Eodem revocanda est, quae et apud Heraclitum(c. 4. 12, 21) legitur et apud nostrum(Athen. p. 505 b) Platonis vituperatio, quod Homeri carmina dramaticamque poesin e republica sua excluserit.(cf. Plat. Rep. II 376 e— III 398 b. X p. 595 a— 608 b).— Denique, ut rem plane conficiam, Athenaeum XI p. 507 a en' drooοοꝓο deprehendimus ex Herodico sua haurientem: Athen. XI p. 507 a: Herodicus(apud Ath. V p. 220 d): .. dadd 1νmν w⁶⁶σ odumεςσςεέν ε&᷑mτπιαασ. xd ναo.. zl HAdrca e erorosdas(Sc. 0510 10410g einde a*de(cf. quae V Aισα εέ̈νεν Nd⁴oοa doς α σοσσιι c. 63) 0Odd αdrod rod IAdroνos dreé„ds 10 rgürhv EXxovra entyeao d„εro, dlld xαeõœααsς αἀoror perträs dα⁴ο«νο§ꝓÆᷣ εdοe«ar α⁵⁵ο. Id6 ϑωα ⁶ ταmπννν eνοντα 1 ⁸ειν αα- %ν% ϑἀᷣοον εές⁷αε ν. Excepit apud Herodicum Platonis dialogorum recensionem(XI c. 114—115) recensio Socraticorum(V c. 62— 63). Ita factum est, ut Athenaeus l. c., cum in transitu previaret auctoris sui disputationem, repeteret ea, quae ex eodem fonte accuratius descripserat lib. V. ¹)— Disputationi Herodiceae interpositae sunt ab Athenaeo Hegesandri de Platonis maligni- tate narratiunculae(c. 116),²) interpositum Platonis α᷑.πκσνσεσννα ex Dioscuridis dournoreu- uœo petitum(c. 116 extr.), ³) interpösita Carystii Pergameni¹) narratio de Platonis cum Perdicca et Philippo necessitudine(c. 115 inde a verbis.. 05r0g d'&ν HIrwv usque ad.. 10010 d' ei=reo obroν dνεiꝭ 5xeer*ϑς eν e?dei*.), interposita denique alia.5)— Herodici verba per totam hanc disputationis particulam sive librariorum sive excerptoris culpa valde exstant ¹) Concedendum quidem est posse haec verba ex ipso lib. V ab Athenaeo repetita esse; neque tamen id est probabile. Nam V c. 62— 63 coniungenda esse cum XI c. 114— 115 argumenti similitudine valde commendatur. Stat igitur ea, quam supra proposui, interpretatio. 2 ²) Hegesandri u⸗rouuœ ab ipso Athenaeo lecta et excerpta esse non est, quod pluribus demonstrem. — Ad Hegesandrum totam hanc disputationem(c. 112— 120) revocare voluit Schweighaeuserus, cuius sententia non digna est, quae refutetur. 3) Dioscuridis verba num infuerint Hegesandri narrationi, ignoro. Quae sequuntur:«ò τ⁴ α F§ι Seεασν loα. z. J. ipsius videntur esse Athenaei. 3 4) Qui et ipse inter primarios Athenaei auctores referendus est.— Accedit, quod Carystii verbis interrumpitur dialogorum Platonicorum recensio.. 5) Ipsi Athenaeo deberi videtur Niciae Nicaeensis(cum Sotione) memoria p. 505 b et 506 c; eidem maxima pars eorum, quae c. 113 de Gorgia narrantur.— Quae c. 119 disputat Athenaeus de nefariis atque flagitiosis Platonis discipulis tyrannidem affectantibus Wilamowitzius I. c. p. 195 et 313 not. 23 coniecit deprompta esse ex Carystii commentariis. Cui sententiae praeter coniunctam Democharis cum Carystio memoriam(XI p. 508 e f et XIII p. 610 e f) vel maxime favet, quod indidem Athenaeus c. 115 fonti suo primario nonnulla adspersit.— Ephippi comici fragmentum(c. 120) Academicorum in curandis corporibus mollitiem ridentis dubitari nequit, quin ab ipso Athenaeo adiectum sit, quippe qui plus octingentas mediae 2 — X— corrupta, praesertim in eis, quae ex Platonis dialogis afferuntur(c. 114— 115). Quae ut recte diiudicenter, singularem requirunt accuratamque disquisitionem, alio loco mihi instituendam. Ut summam faciamus argumentationis: quae lib. V et XI ab Athenaeo contra Platonem Socraticosque disputantur, paucis exceptis hausta sunt ex Herodici libello. Disputationis ordi- nem Athenaeus non servavit; nam lib. V capp. 62 et 63 cohaerent cum lib. XI capp. 114 et 115, lib. V capp. 60 et 61 cum c. 55. Proponam tibi singulorum disputationis capitum recensionem, qualem mihi fingam primitus fuisse: 1. Quae Plato et Antisthenes de Socrate tradiderint falsa et commenticia(V c. 55. 60— 61). 2. De Platonis invidia¹) et malitia(XI c. 112— 115). 3. De Socraticorum(Aeschinis et Antisthenis) maledicentia(V c. 62— 63). 4. Platonis doctrinae censura(XI c. 117— 118). 5. De Platonis et Xenophontis erroribus chronologicis(V c. 56— 59. XI c. 113 extr.) Et haec quidem per digressionem videntur esse disputata. De indole et consilio libri Herodicei satis mihi constare videtur: de argumentatione scriptoris quid sit iudicandum, cum paucis supra indicaverim, tum altera— si dis placet— commentationis particula accuratius persequar,— Ad alteram transeo Herodici disputationem, cuius apud eundem Athenaeum largae ex- stant reliquiae. Legimus lib. V cap. 3— 18 convivii Homerici cum Platonico, Xenophonteo, Epicureo collati descriptionem haud iniucundam. Cuius auctor ut est summus laudator Homeri — quem quid sit decorum in agendis conviviis, quid honestum, quid venustum, quid non, optime docere— ita acerrimus Platonis, Xenophontis, Epicuri reprenhensor. Haec non ipsius Athenaei esse excerpta, sed ex alio scriptore deprompta continua docet disputatio. Quam conferas velim cum eis, quae ex sua lectione Athenaeus consarcinavit, capp. 1— 2, 19— 20: statim videbis, quid intersit inter Athenaeum et hunc scriptorem. ²) Contendo hanc descriptionem et ipsam ex Herodico esse petitam. En singula, quibus opinio mea fulcitur, argumenta. Ac primum quidem disputationis illius auctor acerrimus fuit Aristarchi adversarius, quippe quem summae arguat temeritatis in exercenda crisi Homerica. c. 4. ²) c. 9— 11.⁴) c. 14.5) Qua re comoediae fabulas et legerit et excerpserit cf. VIII p. 336 d.— Verbo moneo c. 111 ipsius Athenaei continere excerpta. Quorum est etiam locus ille Xenophonteus(Symp. c. 2) de Socrate maiora pocula recusante, quo sibi transitum parat Athenaeus ad Herodici disputationem. ¹) Quae de Platonis cum Xenophonte inimicitia noster ratiocinatur(c. 112), ea non ab ipso Herodico inventa, sed ex fonte quodam biographico hausta esse docent Gellius N. A. XIV. 3. Diog. L. III. 34. Mar- cellin. vita Thuc. p. 5. edit. Bekker. ²) Accedit quod quam lectionem Athenaeus c. 9 Aristarcho opprobrio facit Od. 6 18 sq.: .. Goοα⁵ ϑ αυνμιαντυε εαφ æod uo³σOη*ς&E&οοννεςσ εiνeνoν uν ⁴ασοσνε. eam ipse exhibet lib. I p. 14 a. ex alio pendens auctore, qui Aristarchi auctoritatem secutus est. ³) Exprobratur h. I. Aristarcho quod II. B 409 falso reliquerit— nam ita interpretandum est illud 0006O.Mꝭνασ—:&didage d' ανο x oi od der wclerv, daν αἀ‿τοααᷣοs léuu enrog, eE 5“6 10, dνα xν dex,ν e dO2‿ν παάαςοουασαeν adτ⁶μμαοο dε ot àdε Soν dναηd Mevεααos. — xl— quasi digito monstrari scholam Crateteam— quamquam etiam extra hane scholam plures fuere Aristarchi adversarii, Callistratus G oασσιςρσαυνειιοοε, Ptolemaeus Æιπνοέε qalii— nemo est, quin intellegat. Jam vero circumspicientibus nobis, num alia insint Athenaeo vestigia Antiaristarchea, quasi sponte offertur in eodem libro(V p. 222 a) acerrimum illud in Aristarcheos epigramma ab Herodico scriptum! Ac si reputaveris ex eodem Herodico Athenaeum plura in alteram libri V partem recepisse, verisimillimum esse concedes hanc disputationem indidem fluxisse. — Accedit quod Herodico tam similis est noster, quam ovo ovum. Ne multus sim in re perspicua atque aperta, vide sis, quae ab utroque contra Socratem, Platonem, Xenophontem disputantur(cf. potissimum capp. 8. 12— 13): eundem ipse deprehendes auctorem. Simillima enim, quin eadem sunt opprobria, quae uterque iactat in Platonem: quod falsa dixerit et commenticia, ¹) quod inter se pugnantia,²) quod ea finxerit in dialogis facta dictave esse, quae ab honestis moribus abhorreant,³) quod republica sua interdixerit Homero.¹) Et in hoc d*ν ναο dς odre ddeloο oure yout odre puwdixæ zautou oPör el ris loort⁴ανας τυς ou‿o dier. 2 σα˙σ deν 1pv Oν ed uœ⁴ d†νν Mlοαι τιmννιςνι οσρσι τοσινανσά τνν αeταν ꝙmσνοοστινιινννες dee„dο œrd νμαν ανσν ⁶ς εmę‿ꝑσο, GIo*εο—ϑον ⁶ν eire clricu σ*φνρερσο dταιεοο de οα—νο rdϑèezνον, iν ie alrias G.,mντο⁴⁶οωιιςμ⁹O½. n6 10Oν„dο, Polv, de os« dεαι τιν d⁵εεν m, œl ςα ν„40ov, d- τ πιειιρσσάσννς „„ i Souoia d αι moQᷣαριμιοε π³ε σ e⁷ ,⁴⁵ν, et α mMπε vi Ada eοαmννμᷣεeνον ρsαv, G⁴⁶νν*⁵⁶ςσς σωωνειννννααραμἀνει τh hM xεν‿μάανα̈να ν ααεειςσεεμενοο απνοσνι αiμιαᷣο Haec ultima ipsius Aristarchi verba esse et ex eis colligitur, quae apud Athenaeum sequuntur: 49ννοd* d˙ G Kuerrxnede ν doιαος τπάαᷣ αανονον τασν duανοιην eꝓνι⁴ν α. 1. 4. et ex schol. ad II. B 405: .. 70„ 2s ⁴⁵ρν ⁶ςε exdν‿se,„„Jcee„d νκαα υνμα dςeσεeν, éοe?ro.“ dνμα ς ϑd ‿ᷣo—mσ dναισιεαιααι ꝙOεανσαν αεςα εαν dσφσιι α Lvαᷣ Æνẽ Sιαε⁴ανόμασι ατο§ õἀνσα‿αρ́ε, α τιμισαν εοο korerat dnæddαα⁷ xεενον ας νονιμιιννον τ εέꝓννιμαοο. B. Aristarchum acerrime? noster im- pugnat: oneo †φσGας dx³νον eν, w᷑ υ π̈υυαε εemeεεmιν α⁷—οs«. 1. 4. 4) Tria sunt, quae obiectantur Aristarcho: quod cantoris mentionem II. X 604 . ueεr dε ꝓσ⁵⁹ο εαιναmOαο dεεοοσ dodo qTοιεμ deleverit, quod ex Iliade( 604— 6) tres versus praefixis duobus aliis perperam in Odysseam(d 15— 19) transtulerit, quod Od. I. c. falso scripserit Eορνν᷑χοↄοωQ pro eε&ον;· cf. Ariston. schol ad h. l.— Valde memorabilis est hic locus Athenaei et a viris doctis multum tractatus, neque tamen, si quid video, adhue recte explicatus. De quo quid sentiam, alio loco ostendam. 5) Praefertur lectioni Aristarcheae(Od. 74): Zyus ou rroude UAuαμσoν εέν⁴οοεινι cddi lectio Seleuci: Zuvog nou roœ˙⸗τ dο‿υιςα νέν κτνμαάα xε. ¹1) P. 187 e: diemν ¼οοσν νᷣαντννε̈ᷣτα(sc. IIAdroον) rd vecνiννν(Alcibiadem dicit, Charmidem, Eythydemum, alios) aανοναασι αeQmOꝝĩ"»εε ‿ιτ ον IIAdτνοο ε. 1. 4. cf. quae contra Platonem disputat Herodicus (V. c. 55. 60— 61) de Socrate ficta tradentem. ²) Ibidem: 16 ϑνι‿eν τ⅔⁵‿ ‿ρσνμμια⁴emςμ εeναννεια‿μααα εε cον roò didν d Souddeο elcerct. x. 1. 4. cf. Herodici de Platonis erroribus chronologicis disputationem. ³) Ut alia omittam, conferas quae uterque dicit de Alcibiade in convivio Platonico turpiter se gerente: p. 182 a: 10„„do reol 4A*ε, οι 16„ο Gαση. XI p. 506 c:& ϑ νπαοε ⁴2ͦναιειέο&OOxεν 6„ 1 Ʒυν☛μραοασα⁶˙ρ ο⁶σ⁵σ ε‿ςε ρσσός εφes uꝶ, σαἀ έστνιν d&iov; deinde: rd ⁴μά OGG,Q⏓ τκαάꝙ ϑαάεές ου ε εένννα — XII— quidem counsentit etiam cum Heraclito alleg. Hom. l. c.— Haec ultima, quid sibi velint, ut penitus perspiciatur, paulo copiosius illustranda sunt. Etenim Plato, cum multa inveniret apud Homerum a virtute atque honestate aliena, multa de dis improbe scelerateque dicta, ne lectione Homerica iuvenum animi corrumperentur, neve falsis de deorum natura opinioni- bus imbuerentur, poesin Homericam e republica sua voluit exterminari.(cf. Rep. l. c.) Hinc ortum et Heraclitil) et nostri— quin totius, nisi egregie fallor, scholae Pergamenae— in Platonem odium. Quorum ille male anxius de Homeri auctoritate adhibita interpretatione allegorica crimen illud ασεeic= Homero a Platone obiectum diluere studet, hic versa vice idem opprobrium in ipsum Platonem retorquet(p. 188 d): ziς 03„ 10 v6ον 6 ν Q 10drol⁴e(quae parum decore cum Xenophon tum Plato finxerint in conviviis) odurν ιτοισωσνταα àeoν παεέο els deerh ooax dein; Im his igitur recte mihi videor agnoscere scholae Crateteae disciplinam. ²) Cui et ipsi optime respondet, quod, quae laude digna iudicat noster in symposio Xenophonteo atque Platonico, ea petita dicit ex Homero- p. 186 e: dαide vdo rd ds ou*⁵π q ᷑νσ οοωσοπααα◻Siiac. 105 10 60 9G dεενμ⁴ εασ 6 evoν νuα HAdνν, bd ai doxde 1νν σeυνννονιηιαμον Særiεrue ν airiavνv 1ν αυσυπνιμιιαισαιον αα τ παονιεςσ. cf. pag. 179 d. 187 b. Nec minus ridicule Heraclitus Thalem Milesium, Anaxagoram, Empedoclem, Platonem, alios placita sua ex Homero hausisse confirmat! Et haec quidem sunt Pergamenorum doctrinae indicia. Denique ipsum Herodici nomen in fine disputationis ab Athenaeo laudatur p. 192 a: 10 d IIAdrονοο duνμη⁶ον ο σωι³⁶εμ⁶ν εοσν, bd Suleurιον, εοσνι σιο—ςσο. oαεα ν⁴o 0εᷣ τον σνμιηαανοßd-roori,α Hεde, di⸗ee Eoueiudxrov vt Daidoov za d² 1νασν oGe⁵Poανεαονν, d' Syoνdε νν dy˙νσιοπνπσσα αχ doαννονο[za mives er do- vοο σεανν νας„oο ι eενέα οα Oντυςι αομασs.]¹) rlver ν εν 1ij—ed.us 8nπ⁴ εέ.&Oσ oς ν μεα 1ντο τοœmᷣεν ϑο vpdrateir, rαα⁵εεν εοοων ⁶ν Aισισοα ν. i³ν μμ̈ᷣανο ννποανσ τν ⁴dyνοωνααν ναχ τν τƷπνααν ναάαν οιννi ddvta exelrOᷣ ασνμι mcmm⁷ναες xεʃν, 86%, σ Go ⁴doασο, els rods Ou*οο ᷣaναεν ννας, νχ*ν ννπινοο dἀ1 dolods&roτο νιιαος. Simulat quidem Athenaeus se nil nisi versum illum Homericum(Od.* 84) ex Herodico G.⁴ισ. cf. praeterea V, 187 c: xα 1 A. de 1ρέέ 2έe᷑α, de o,ro cum V 219 b: 00" s A. œuve- 2Oιυυιmooο ν τν ενανe Laανν(sc. 16ν νακ³Gχ⁸mon%n, elOmxen). 4) P. 187 c: dν mνqμωw¶ἢῦṽͤ, rolντα vtes 10ν O,νν εέꝙνκ⁴αιαο˙νσι τσν τεν. XI p. 505 b: .. 5 Ab ri HoAreie OAον έν⁴‿ααον½να τνν uνννmQw˙dν. ¹) cf. Schow„Commentatio critica in Stoicorum allegorias Homericas,“ quae eiusdem editioni allegori- arum Heracliti subiuncta est. ²) Nunc quidem satis habeo rem paucis adumbrasse alio loco accuratius retractaturus. 3) Haec ab ipso Athenaeo ex Chamaeleonte(cf. XI p. 461 c) videntur adnexa esse. — XIII— mutuatum esse; sed ubi paulo accuratius locum inspexeris, Herodicum videbis Socrati Plato- nico idem exprobrasse atque Athenaeum. Manifesto igitur h. l. ipsum Athenaei auctorem tenemus.— Evicisse mihi videor, quod supra proposui, Athenaei de convivio Homerico disputationem ex Herodico esse derivatam. ¹)—„Atqui non exstat titulus libri Herodicei reoν τυνν ⁶νσσσꝛ εοννπmπο oloεε]! Haec res si tibi scrupulum iniciat, memineris quaeso alteram illam 7rQ0 10„ D2οσακνραἀνσννν disputationem— libro V semel excitatam ab Athenaeo— libro XI una cum auctoris nomine prorsus reticerti. Nempe dissimulare studet Athenaeus Herodici testimonium suamque ei supponere auctoritatem. In hac re igitur non est, quod haereamus.— Nec crediderim om- nino utramque Herodici disputationem peculiarem fuisse libellum, sed particulam quandam 1rν σeυνιννρανι υeνιυννυαειω. Quae sententia valde commendatur eo, quod quae ab Athenaeo XI c. 112— 119 proponuntur, ad unum omnia excerpta esse videntur ex variorum scriptorum commentariis. Nam deinceps laudantur ab Athenaeo Hegesandri dmπμοινρννιμαd, Dioscuridis d,πονναυοωeuαa, Carystii 1τοοσανα emποενναmα, quibus adiungenda existimo Herodici guνμιo mπονυνxεa.— In his nunc acquiesco. Neque enim aliud mihi proposui hac commentatione absolven- dum, nisi ut e tenebris protraham scriptoris adhuc paene ignoti reliquias. Quod si bene mihi cessisse a censoribus doctis atque peritis indicabitur, valde mihi gratulabor. Iam vero quid hinc colligatur et ad illustrandam scriptoris indolem et ad aetatem eius recte definien- dam) alio loco exponam. ¹)„Telae alienae quasi subtemina“ inseruisse videtur Athenaeus Bacchylidis fragmentum cum duobus proverbiis p. 178 b. cf. schol. ad Plat. Symp. 174 b, Philochori verba de Amphictyone rege Athenienses vini temperandi rationem docente c. 8 init.(interpolando hunc locum Athenaeus misere turbavit) cf. II 38 c., Athenarum„αωιον. 187 d(100 10 d uενρνισςοννσ⁶ες ε&dτι ν‿⁴́οινννανυυν 6a", 10 ri TAAddoc uoοudelov, i d ειν IIdαο Eldos EOεεαμα εασq+†..... 6 s II9⁴οs‿ oricνs α ουτανεον εν αννᷣνον) cf. VI 254 b., Apollonii de Aegyptiorum conviviis testimonium cum Pindari fragmento p. 191 f., denique magnorum poculorum nominatio- nem ex Chamaeleonte petitam p..192 a. ²) Si stat Maassii de Seleuci grammatici aetate ratiocinatio(„De biographis graecis.“ Philol. Unters. III. p. 33 sqq.)— nec video quid ei possit obverti— noster in primum p. Chr. saeculum referendus est. Sed hac de re accuratius alio loco erit agendum.