öffent. 1889. Progr. Nr. 359. JASBAIbll durch welchen zugleich zu der am 12. und 13. April d. J. stattfindenden li ergebenst einladet der Direktor Dr. Friedrich Heufsner. Inhalt: 1. Uber die Jagd bei den Griechen. Abteilung II. Gymnasial-Oberlehrer Otto Manns. 2. Schulnachrichten. Vom Direktor. Cassel 1889. Druck von Baier& Lewalter. 8 7 Giesse — Königl. Wilhelms-Gymnasium zu dS über das Schuljahr Ostern 1888 bis Ostern 1889, lichen Prüfang der Osterklassen Vom 8 3 2 Uber die Jagd bei den Griechen. Dritter Teil. Die Ausübung der Jagd. —— Der Hund. de Eueye däysty, elne dν σιρυννσQμαιςατεεοο τα εννοωστεεμοο dsyxrat ν. Ael. VII. 10. Die Wertschätzung des Hundes. Unter den Gehülfen des griechischen Jägers nahm seinen hervorragenden Diensten entsprechend der Jagdhund, der im Laufe der Zeiten aus einem Sklaven zum treuen Freund emporgestiegen war, den ersten Rang ein, und darum mag er auch hier den andern Jagdgehülfen vorgehn. Eine Inschrift ¹) auf dem Grabe eines thessalischen Jägers Hippaimon nennt in bezeichnender Reihenfolge nach dem Namen des Herrn zwar zuerst den des Leibrosses, wie es in dem pferdetummelnden Thessalien selbstverständlich war, darauf aber den des mitbegrabenen(s 1 ϑεσσπσεν συνιεεασmœσα Poll.) Jagdhundes Lethargus und dann erst an letzter Stelle des Dieners, und dem entspricht die sicher nicht zufällige Reihenfolge in der Aufzählung der Gehülfen des Jägers, der uνeꝓνοο νυωνννινουτον bei Pollux²), wo Hunde und Pferde vor den Jagdsklaven und unter diesen wieder der Rüdemeister und Pferdebursche vor dem Netzsteller und Netzwächter stehen. Der Jagdhund, dem griechischen Jäger vor Jahrtausenden éêbenso unentbehrlich wie dem Weidmann unserer Tage, füllte seine Stelle ja so gut aus, daſs er der ganzen Kunst den Namen gab. Die Jagd ist dem Griechen die Kunst der Hundeführung(ævvypyedia, xuviyαον, euipi, u,pοeν. IH T0ν uννανν dναꝓ ebipειν νασεται Gdναυνινμσς τ εαοων /Poll. 5, 17) und der Jäger selbst schon bei Homer der Hundeführer(vvnyéris,&nαeνο d. i. 6 τπέννας επ⁴ꝓρνό der, welcher Hunde zur Jagd anführt)). ¹) Poll. on. 5, 47: dedg uεy Tnnatucwy Jroμν*1ᷣ„ νmι Ʒ½ Idæοm] xab uᷣ Ai daνοεα να eοdnovr Bd„i⁵. ²) 5, 17: æb ovregy uvpérou zuee, Tnnoο, τνy‿ς, n ꝓυννeςε, duruayyοε, rοnrye x. r. 1 ²⁹) Vgl. Teil I, p. 17, Anm. 28. 7 B — Lesen wir bei Homer das Wort zwνννιέτε nur einmal ⁴), so hat es dagegen in der späteren Zeit den unbestrittenen Vorrang vor den gleichbedeutenden Worten. Homers Erzählung vom Hunde Argus, die schon früher besprochen wurdeb), beweist zur Genüge, daſs schon in alter Zeit Griechenjäger nicht nur die guten Jagdeigenschaften, sondern auch Anhänglichkeit und Treue des Hundes in hohem Grade anerkannten und ihm darum eine geradezu freundschaftliche Gesinnung entgegentrugen; gibt es doch„keine Stelle von tieferem Pathos in Homers Werken, nicht Andromache mit ihrem Kind(II. 6, 390 ff.), nicht Priamus vor Achilles(II. 24, 470 ff.)“⁶). Daſs Hund als Schimpfwort galt, berechtigt gewiſs nicht zur entgegengesetzten Ansicht. Dieses Miſsgeschick teilt der Hund des griechischen Altertums mit den Hunden aller Zeiten und Völker). Das Geschlecht edeler Hunderassen(der„eενννναχι ½ᷣυ☛νειςσ ⁵³) führten die griechischen Jäger leicht begreiflich auf Stammeltern zurück, die von Halbgöttern und berühmten Helden der Vorzeit gezüchtet waren. So erscheint der Jäger Kastor als erster Züchter der Kastor- hunde(KGr⁶σι ⸗εινεςι⁹), und eine andere Rasse stammte aus der Zucht des Königs Menelaus (Mereαdes), wie ja auch die französischen Jäger des Mittelalters den Stammbaum einer ausgezeichneten Art von Parforcehunden bis ins siebente Jahrhundert auf die Hatzrüden des legendenverherrlichten jagdfrohen Bischofs von Lüttich, des Schutzpatrons des edeln Weid- werks zurückleiteten, indem sie sie als die Hunde des heiligen Hubertus bezeichneten und damit zugleich ihrer Vortrefflichkeit Ausdruck gaben. Auch die Jagdgöttin Artemis hielt ihre schützende Hand über den Jagdhunden nicht minder als über den Jägern und wartete ihres Amtes als 10¼α ooder 70 ¼₰«., d. i. als Göttin der Entbindung ebenso bei Jagdhündinnen wie bei den Frauen ¹⁰). Die Wertschätzung des Jagdhundes fand auch in der Herstellung von Hundestatuen¹) und in Grabinschriften ihren Ausdruck. Eine solche ist das Epigramm des Simonides¹²) auf eine Hündin Lykas, die ihre ausgezeichneten Eigenschaften in verschiedenen Revieren, am Pelion und Ossa und Kithäron bewiesen hatte und vor deren im Grabe bpleichenden Gebeinen nach des Dichters Worten noch das Wild erzitterte. Der nahen Beziehung, in die der Hund im allgemeinen und der Jagdhund im be- sonderen schon früh zu seinem Herrn trat, entsprach es, daſs man dem einzelnen Tier einen Namen beilegte und ihn dadurch auf eine höhere, dem Menschen nähere Stufe erhob, auf ¹) Od. 9, 120. ⁵⁹) I, p. 17. ⁶) Gladstone p. 443.*) Wenn Lenz, Zoologie der alten Griechen und Römer, 1856, p. 108 sagt:„Homer hat's nie soweit gebracht, dass er sich für Hunde begeistert hätte“ und zur Begründung dieser Behauptung auf die vielfache Verwendung ihres Namens in Schimpfworten hinweist, so hat er wohl nie deutsche Jäger, denen doch ihrer Hunde Wohl am Herzen liegt, kräftig schimpfen hören. ³⁴) Poll. 5, 37. *) Ebenda: KæorG ιι—έϑ α Mevelaldee zu Ao³⁶νσοα ἀↄνd οeν ονενver droνdadνσασσν ¹⁰) Anth. Pal. IX. 303: NMourdis ode pueeεte dnzxoos, dadd rat auros] ανννωωσςν oO‿³εειν ʒ́οεre εναι ⁶d zurac. A. P. IX. 311 heisst es von einer Jagdhündin: Aortudos 1*2νaι doxtoυ do. Vgl. auch 268! ¹¹) Des Euthykrates, des Sohnes des Lysippus Pl. h. n 34, 66; A. P. VI. 175: Tor zrra, r ππἀαν—φ œrej⁷s dndora 9,jνε εeε̈eoe uε᷑r ruτννν, rεrο daκάαμε̈e ν* r. 1. ¹²) Bei Poll. 5, 48: Jacobs, Delectus X, 16: F drν ντα m*⅓σσιαιεας 2αυν doον 1 νν ννμννρς/ lare αι rοσsQέειυ 9§ε, dygοe Auxds] rde ν dosrar odden ueya TIij³or, d&' dotdαdo) Ood, K.O αιιέόν⁴ς τν οννμοωα οσποια. 5 der nicht nur die Gattung, sondern die Eigentümlichkeit des einzelnen Individuums zur Geltung kam. Der älteste aller überlieferten griechischen Hundenamen ist der eines Jagd- hundes, der Name des Argus des Odysseus, der sich von den sehr zahlreichen Hunde- namen, die uns aus dem Altertum üſberliefert sind, neben 4as bis auf den heutigen Tag erhalten hat ³). Schon dieses älteste Beispiel ist nach den Regeln gebildet, nach denen die Praxis bei der Nennung der Jagdhunde in späterer Zeit zumeist verfuhr: der Name ist kurz und betont eine hervorragende Eigenschaft des Tieres; war doch die Schnelligkeit(Aoyos„Hurtig, Schnell“— adi.-οαꝙσ⁸σ) 4) für einen Jagdhund der homerischen Zeit unerläſslich. Daſs auch der alte Jäger seinem Hunde einen kurzen Namen gab, würden wir aus der Natur der Sache schlieſsen dürfen, selbst wenn Xenophon¹⁵) und in späterer Zeit Oppian“¹) in seinem Lehrgedicht von der Jagd dies dem Jäger nicht ausdrücklich zur Regel machten und nicht eine sehr groſse Zahl von Jagdhundenamen auf Inschriften ¹⁷), bei Xenophon ¹⁸) und in den Verzeichnissen der Hunde des unglücklichen Jägers Aktäon ¹³⁸) erhalten wären. Einsilbige Namen gab es nicht, weitaus die meisten sind zweisilbig, bei Xenophon alle. Doch verdanken wir einen Teil seiner Namen, wie auch sein Nachahmer Arrian annimmté¹), seiner eignen Erfindung, während er wohl den gröſsten Teil in seiner Jägerpraxis im Gebrauch kennen gelernt hatte. Sicher verschaffte aber sein Ansehn, das viele Jahr- hunderte weit über Griechenland hinaus in Jagdfragen unbestritten blieb, auch den selbst- erfundenen Namen Eingang, wogegen wohl die meisten zusammengesetzten und mehrsilbigen Formen in jenen Verzeichnissen der mythologischen Hunde des Aktäon, die zum Teil der Phantasie der auf Vermehrung der überlieferten Namen bedachten Dichter entsprangen, kaum in den Mund ausübender Jäger gekommen sind. Was sollten diese auch bei einem raschen Hunde mit Namen wie Ixveßdzms oder O984αασσο ε⁷) und ähnlichen anfangen? Dals Xenophon einem seiner Hunde den für den Jagdgebrauch ungeheuerlichen Namen Hippo- kentaurus gegeben habe, wie Pollux ²) perichtet, ist mit Xenophons eigener Vorschrift, den Hunden kurze Namen zu geben, damit man sie leicht zurückrufen könne, nicht zu vereinigen und darum im höchsten Grade unwahrscheinlich. Ganz unzweifelhaft der gleichzeitigen Praxis entlehnt sind die drei Hundenamen bei Arrian²s), da er sie in einem Zusammenhang erwähnt, der bei seinem lehrhaften Charakter andere als gebräuchliche nicht wohl zulieſs. Er ermahnt den Jäger, in gewissen Fällen seinen Hunden zur Steigerung ihres Eifers freundlich zuzureden und dabei jeden beim Namen zu ¹3) Bäcker, de canum nominibus Graecis. Diss. Königsb. 1884, p. 7, Anm.(Die Abh. nennt p. 1—7 183 überlieferte Hundenamen und behandelt sie in etymol. u. lexikal. Beziehung. ¹⁴) Uber die Anderung des Accents vgl. Bäcker a. a. O. p. 14 ff. ¹⁵) VII, 5: ra dε dνsναπά ras 119ονϑάι ϑααe, iνe dœrdzdræ j. ¹⁶) I, 144 ffl. ¹⁷) Auf den Darstellungen der kalydonischen Jagd des Glaukytes und Archicles, Gerh. A. V. 235, und des Ergotimus und Klitias, Monum. ined. IV, 54. ³⁸) VII, 5. ¹⁰) Hygin. fab. 181; Ovid. met. III, 206— 233; Poll. 5, 47 aus Aschylus; Apollod. bibl. III, 4, 4. ²⁰) Cyneg. 31, 2: zæι τα e⁶ιαμ☚ια dε r Soaxea val edardrdræa Serior raic zuodr, zaι roντο neigeoyar aure(i. e. Sevopovrri: rar oda dræy*yaςε drisara, rd ute erαν, rd e zur ds noudas, Je&uνς drαyαer. 21) Hygin. u. Ovid. ²²) V, 47. ²3) 18, 1.. 6 nennen.„Gut, Kirrha! Gut, Bonna! Schön Horme!“ fügt er als Beispiel hinzu. Den letzten der drei Namen führte überdies seine eigene Jagdhündin, der er in seinem Werke ein Denkmal gesetzt hat ²⁴). Alle uns erhaltenen Namen von Jagdhunden hier anzuführen, würde zu weit führen²⁵). Es wird genügen, die bei der Namengebung vorwaltenden Gesichtspunkte an den Beispielen zu zeigen, welche bei den beiden Jägern Xenophon und Arrian vorliegen. Die Namen sind meist in letzter Linie auf Eigenschaften des Körpers oder Geistes zurickzuführen. Doch nicht alle. Was z. B. mit Nlôoras„Schildgriff“ zum Ausdruck gebracht werden soll, ist unerfindlich, und es bleibt, wenn anders der Name richtig über- liefert ist ²⁰), nur die Annahme, daſs Xenophon dieses Wort, zumal es zweisilbig war, in Erinnerung an die vielen Berührungspunkte von Jagd und Krieg gewählt habe, wie auch M6 ¼J=%„Hinterhalt“ diesem Umstand seine Aufnahme in sein Verzeichnis zu verdanken scheint, das gleichfalls auſser Beziehung zu den Eigenschaften des Jagdhundes steht. Im Hinterhalt zu lauern ist Sache des Katzengeschlechts, aber nicht des Hundes, der stets sofort zum offenen Angriff übergeht. Die Reihenfolge der Namen gibt vielleicht einen Fingerzeig: Ilöonas(Schildgriff), Sruoas(Lanzenschuh, Lanze), Aöyx,(Lanzenspitze, Speer), A6 x 8 (Hinterhalt oder der Lochos, die Heeresabteilung), Doovod(die Feldwache), Oulas(der Wächter, der Einzelposten), Taεςςα(die Aufstellung in Reih und Glied) und ioουν(&iqog das Schwert) stehen zusammen und alle scheinen mir beim Niederschreiben aus einem Gedanken Xenophons geflossen zu sein. Der Verfasser hatte mit MiuxiSõ(Seele), das ja auch sonst als Name im Gebrauch war, begonnen, Ouuοs(der Mut) kam ihm danach leicht in den Sinn, und nun lag für den Soldaten Xenophon die Gedankenverbindung zwischen dem Mut und kriege- rischen Kunstausdrücken nahe. Die acht folgenden Worte können alle so erklärt werden; die eine Bedingung, der Kürze, erfüllen sie alle; daſs Xenophon daneben die Beziehung des einen oder andern zu einer Eigenschaft der Jagdhunde ins Bewuſstsein gekommen ist, ist ja nicht ausgeschlossen. So kann bei der Wahl von Aöyxy(Lanzenspitze, Speer) ebenso wie bei dem später genannten Alxει(Wurfspieſs) die Berücksichtigung der Schnelligkeit mit- gewirkt und iqoαων derselben Metapher seine Verwendung als Hundenamen verdankt haben, mit der wir von dem Schneid eines Hundes oder von einem z. B. auf Raubzeug scharfen Hunde sprechen. Ebenso wie igoy nach io, Schwert, scheint T½νναιαινν ν⁷) nach zeöxog, Rüstung, Waffen, vielleicht auch Axtxνααρ⁸) nach τ⁵ι⁵„Reih und Glied“ mit dem Gedanken ²⁴) C. 5. ²⁸) Vgl. in betreff der bei Hygin. u. Ov. vorkommenden und der auf Darstellungen der kalydo- nischen Jagd beigeschriebenen Namen Bäcker a. a. OQ. ²⁸) Bäcker scheint an eine Verderbnis des Wortes aus Högçrak „Kalb, junge Kuh“ zu denken: p. 48, Anm.: An fuit Höôerak? Iorak[IIdoric] vitula P 4; u. p. 64: Hdonak nisi fuit Näçras. Eine solche Namengebung steht aber ohne Analogie. Sagt doch Bäcker p. 62 selbst: Quid? Si omnino eius interfuisset aliorum animalium nomina ad canes translata referre, nominane Kdoas, Aodxov, Aéawva, similia omisisset? ²⁷) Bei Teuzoy denkt Bäcker p. 60 an die Verwandtschaft mit zex und an eine Beziehung auf die Frucht- barkeit der Hunde: Teuzovy= der Hervorbringende; eine solche Beziehung wäre aber doch wohl durch einen Namen feminini generis ausgedrückt worden. ²⁸) Bäcker p. 61: Trexw i. e. Steiger lorexeeur, oretgewr] ab eundo sive currendo petitum ut Eödοανο, Eéοdos.„ —— an die Meute gebildet zu sein. Ich glaube gerade in diesen Namen einen Teil derjenigen zu erkennen, die Xenophon mit Arrians Beifall aus eigener Erfindung den gebräuchlichen hinzu- fügte(addο οπμπυππwπ⁶uh,-— deωαάνέ̈aᷣ). Bei den übrigen Namen Xenophons und Arrians ist die Beziehung auf eine Eigenschaft nicht zu verkennen. So fanden Jagdeifer und Leiden- schaft, Ungestüm, Ausgelassenheit und Mut in Xrαου und Ooyn, in O0 ½ν ²³⁹), in NSOis, XMHο und Tydeðug und in Oνs ihren Ausdruck; der Kraft und Gewandtheit ward durch Bla, Poαν, fA**h, MGa(die Jugendkraft), X9⁶ένοσν(robustus), Odν⁵αων(vegetus), Sreoos(firmus, solidus), Hölue(vehemens) ³⁰), Boνας ³¹) und Ay9eug(validus), der Stärke der Stimme durch B6„αισ), KOMνν, B06ℳ³³), T,60,854) Rechnung getragen. Die Spürkraft schuf den Namen „1* riοανν(αrios vœl—νπννε ταυν Hesych.), die Sehschärfe eνασωνπω die Freſsgier B60.8⁸8*⁵), die Mordlust Döyoẽ, TI⁹ϑ‿ν(πς verwüsten) und Kairoe(xalvc, xretrco morden) und die Klugheit Namen wie MY dας, Nöys und Pvdx, Wie Aoyos, der Hund des Odysseus, so ward auch Irεοναιν der Schnelligkeit zu Liebe genannt, und wie Kiooa(Falbe, adi. ⁴εοο–) der gelben, Oydg der dunkelroten Färbung, so verdankten Hunde, die auf Dleαω, ν, νο, Auris hörten, ihrem hellen, glänzenden Fell ihren Namen. Ein einziger Name bei Xenophon weist auf den Schauplatz der Thätigkeit des Hundes hin: Neus, das unserm„Waldmann“, wie Oosids(f.) bei Hygin unserm„Bergmann“ entspricht. Auch die Beschäftigung wirkte bei der Benennung in Ayoy(Fang) ³⁶) und„0(Jägerin) ³*) mit, und zuweilen nannte man Hunde wohl auch kurzweg nach ihrer Herkunft oder dem Vaterland der Stammeltern, wie Hoxde bei Hygin und 1dxc» bei demselben und Ovid zeigen. Im letzteren Falle stimmte der Einzelname mit dem Rassenamen überein, von denen uns mehrere überliefert sind. Die Jagdhunderassen. Ehe wir uns denjenigen Hunderassen, deren Namen uns überliefert sind, zuwenden, muſs der homerischen Jagdhunde kurz gedacht werden, deren Bild wir uns freilich nur in sehr unbestimmten Zügen zu zeichnen vermögen. Aus der Natur des noch waldreichen Landes ergibt sich, daſs der homerische Jäger eines Hundes bedurfte, der imstande war, das Wild aufzuspüren, anhaltend und rasch zu verfolgen, um es dem Herrn zu stellen oder selbst zu fangen, auf alle Fälle aber laut zu jagen, um den erwartungsvollen Jäger über den Weg, den die Jagd eingeschlagen hatte, aufzuklären und ihm zu ermöglichen, selbstthätig einzugreifen. Drei Eigenschaften sind zu solchem Jagdbetrieb für den Hund unerläſslich, eine gute Nase, Schnelligkeit und Kraft. Und diese drei werden ausdrücklich am Hunde Argus, dessen Name ja schon auf die wichtige Eigenschaft der Schnelligkeit hinweist, gerühmt. Sagt doch Eumäus ¹): *⁰) Die Lieblingshündin Arrians. ³⁶) Uber diese Bedeutung s. Bäcker p. 63. ³¹) Bäcker p. 62: Bouas a Beuc. is qui turget corpore i. e. robustus, validus. Eine ähnliche Bedeutung liegt in A2vHες. ³²) Bei Arrian; Bäcker p. 64 f.= crnj. ³³) Dass wir es hier ebenso wie bei έιτον, Oν u. ä. mit Participien zu thun haben vgl. Bäcker p. 60. ³⁴) a rwogdto tumultuari; hic: is qui gannit, latrat. Bäcker p. 62. ²⁸) Bäcker p. 52:„Vielfrals“. C. J. 8185a(auf der Françoisvase) und bei Hygin. ³⁶) Hyg. u. Ov. ³⁷) C. J. 8139(Gerh. A. V. 235).— ¹) Od. 17, 313 ff. — Wär' er derselbige noch an Gestalt und mutigen Thaten, Als wie Odysseus ihn, gen Troia schiffend, zurücklieſs, Sicherlich würdest du jetzo die Kraft und die Schnelle bewundern. Trieb er ein Wildbret auf im dichtverwachsenen Waldthal, Nimmer entfloh es ihm; denn er war auch ein weidlicher Spürhund. Diese letzte Eigenschaft war um so notwendiger, als die dichten Waldungen das Wild den Blicken selbst eines schnellen Hundes jeden Augenblick wieder entzogen. Einem einzigen Hunde war es wohl selten vergönnt, eine Jagd selbständig zu Ende zu führen, wie es von Argus gerühmt wird; für gewöhnlich scheinen zu solchen Hatzen, bei denen die Hunde das Wild auch selbst zur Strecke brachten, zwei gehört zu haben, die mit Ausdauer „anhielten“, was bei Homer, da, wo er von zwei einen Hasen hetzenden Hunden sprichtꝰ), durch νεες e* ereiyer“„unablässig immerdar nachdrängen“ zum Ausdruck gebracht wird. Und wenn er die beiden Hunde eldre dijoœσ nennt, so betont er damit ein weiteres Er- fordernis, eine solche Jagd erfolgreich zu machen: Das bloſse Nachrennen that es nicht, die Hunde mufsten sich auch auf die besondere Jagdart verstehen, d. h. nicht nur durch Erfah- rung die Manöver kennen, durch die das Wild seinen Verfolgern zu entgehen versucht, sondern auch gelernt haben, ihnen durch planmäſsige Arbeitsteilung zu begegnen. Und wie Homer„stets diejenige Eigenschaft eines Körpers nützt, welche das sinnlichste Bild von der Seite erweckt, von welcher er ihn braucht“, so auch hier: Er nennt die beiden Hatzriden „.αυναdοve„scharfzahnig“, und ohne daſs er ein weiteres hinzufügt, wissen wir, daſs die Katastrophe bevorsteht: im nächsten Augenblick wird das schon in Todesangst klagende Tier(uενευ³⁶ε) eingeholt, von scharfen Zähnen gefaſst und zu Boden geworfen sein. Eine Tugend müssen diese Hunde aufserdem schon besessen haben, die Homer nicht erwähnt, die der Selbstbeherrschung: sie muſsten der Versuchung tapfer widerstehen, ein Stück anzu- schneiden, wenn sie es niedergerissen und gewürgt hatten. Konnten sie aber selbst eines Wildes, das nicht mehr fortkonnte und sich zur Wehr setzte, nicht Herr werden, muſsten sie es solange verbellen, bis der herbeieilende Jäger ihm den Todesstoſs gab. Von jenem Argus heiſst es, daſs er auf wilde Ziegen, Hirsche und Hasen geführt, sei. Die zu dieser Jagd gebrauchte Hunderasse kam also auf der Saujagd nicht zur Verwendung, denn im anderen Falle wäre ein stillschweigendes Ubergehen dieses nach griechischer Auf- fassung edelsten Wildes bei Homer undenkbar. Es liegt nahe, daſs man zu diesem nicht ungefährlichen Jagdbetrieb eine besonders kräftige und mutige Rasse verwandte, die dem selbst zum Angriff übergehenden Keiler standhielt.— Die wenigen und unbestimmten Züge, die Homer von seinen Hunden gibt, lassen keinen Schlufs auf das Auſsere oder nur die Art dieser Tiere zu; denn während der eine Zug einen Fingerzeig zu geben scheint, verbietet gleich ein anderer wieder der auf- steigenden Vermutung weiter Raum zu geben. So macht es das Hetzen im Wald, die gute Nase und die Treue, die eine zwanzigjährige Trennung überstand, unmöglich, in Argus *) II. 10, 360 f. Vgl. I, p. 14. 9 und seinesgleichen Windhunde zu sehen, wenn auch die Schnelligkeit, die Fähigkeit den flüchtigen Hasen zu fangen, das Hetzen zu zweit dazu verleiten könnten. Anders steht es, wenn wir ein halbes Jahrtausend überspringen und Xenophon, Gryllus' Sohn, zu Rate ziehen. In dem Bewuſstsein, daſs die schlechten Jagdhunde, die einem alle Jagdliebhaberei verleiten könnten ³), in der Überzahl vorhanden seien¹) und daſs nur die genaue Beobachtung der Rassekennzeichen bei der Erwerbung eines Hundes und bei der Anzuchtꝰ) vor Enttäuschungen bewahre, gibt er den Typus eines glatthaarigen Jagdhundes in seinen einzelnen„Points“ mit einer Sorgfalt, die der unserer heutigen Kynologen nur wenig nachgibt. Maſsgebend sollen seine Kennzeichen für diejenigen Hunde sein, die in Griechenland zu seiner Zeit auf der Hasenjagd mit Nutzen geführt wurden, die Kastor- und Fuchshunde, Namen, die zwar unterschiedene, aber nicht so verschiedene Unter- arten des glatthaarigen Hasenhundes bezeichneten, daſs nicht der von Xenophon aufgestellte Typus auf beide gleich gut gepaſst hätte. Der Name der Kastorhunde und seine Bedeutung ist schon erwähnt, den Namen der Fuchshunde, der dœůπεtdes, erklärt Xenophon daraus, daſs sie von Hund und Fuchs abstammten, fügt aber hinzu, daſs sich in der Länge der Zeit die Natur dieser Tiere vermischt habe, womit er wohl meint, daſs von dem Kuſsern des Fuchses nicht viel mehr an ihnen wahrzunehmen sei. Mit seinem Typus des Hundekörpers hat der des Fuchses wenigstens nichts gemein. Die ganze Ahnlichkeit wird sich auf die wohl am häufigsten beobachtete fuchsige Färbung(10 ⁴νια Tοο), die Xenophon unter die zulässigen Hundefarben rechneté), und den buschigen Schwanz beschränkt haben. Horaz nennt die lakonischen Hunde, denen die dl‿]erides zugehören?), rotgelbs). Es hat jener Jägerglaube keine gröſsere Berechtigung als die Annahme, die indischen Hunde stammten von Tiger und Hündin?), wenngleich die Kreuzung zwischen Hund und Fuchs nicht wie die zwischen Hund und Tiger in das Gebiet der Unmöglichkeit gehört¹e). Wir müssen an- nehmen, daſs die Liebhaberei an der roten Färbung die griechischen Jäger mit ganz be- sonderer Vorliebe von Hunden und Hündinnen dieser Farbe züchten liefs, so daſs diese die vorherrschende wurde. Nach Xenophons Vorgang hat auch der Bithynier Arrian aus Nikomedia, unter Hadrian Statthalter von Kappadocien, in seinem Buch über die Jagd Rassenkennzeichen für einen Hasenhund aufgestellt, indem er seine Aufstellung derjenigen seines Vorgängers auf- pfropfte; da er aber einen ganz andern Hund als Xenophon dabei vor Augen hatte, sind seine Angaben keineswegs dazu angethan, Xenophon zu ergänzen oder zur Korrektur des überlieferten Textes zu dienen, wie man wohl angenommen zu haben scheint ¹¹). Arrian selbst hat nicht bedacht, daſs das, was bei der einen Rasse ein charakteristisches Zeichen der Reinheit ist, es nicht auch notwendig bei der andern zu sein braucht, und korrigiert ⁵) 3, 11: aAl roiνοτa uter oPd orεs dnorgeνyεaeν deν roς eννιαενυuras uvy²to. ¹⁴) 3, 2: Xætooue dt zat n Jetoue al Toια⁵ε, uurοα ν. r. 2. ⁵) Uber die Sorgfalt in der Auswahl der Zuchthunde vgl. auch Plato, rep. 5, 459, A. ⁴) 4, 7 f.*) Arist. h. a. 8, 28: 2½ dενο el de ot uxwwixot. 8) Epod. 6, 5: fulvus Lacon. ⁹) Herod. 5. 1. ¹⁰) Tschudi, Tierleben der Alpenwelt, p. 423. ¹¹) Vgl. unten p. 12, 3. Xenophon einige Male, obgleich er selbst sagt, dafs dieser seinen Hund nicht gekannt haben könne¹²). Der Hund des Xenophon ist ein Jagdhund im engeren Sinne, der des Arrian ein Windhund. Beide werden auf Hasen geführt, jener als Spürer und Hetzer bei der Netzjagd, dieser als Hetzer und Fänger ohne Anwendung von Netzen¹³); jener fängt wohl aus Zufall einmal einen Hasen¹⁴), diesem entgeht er fast nie, und wenn er ihm entgeht— diese Stelle¹⁵) charakterisiert den ganzen Hund— so ist das ungünstige Gelände: ein schützender Wald oder eine tiefe Erdsenke oder ein Graben daran schuld, der dem hindurchrennenden Hasen Deckung vor den Augen des Verfolgers gewährt. Denn dann ist er mit seinem Latein am Ende, weil er nur mit den Augen hetzt und ihm die gute Nase jener Hunde abgeht. Darum spricht Arrian nichts über das Gebahren seines Hundes auf der Fährte, während Xenophon sehr eingehend davon handelt ¹⁶); und während der griechische Hund seine Thätig- keit von dem Augenblick an beginnt, mit dem man das Jagdrevier betritt, hebt des andern Arbeit erst an, wenn der Hase durch die Jäger aus dem Lager gestoſsen isti?). Überdies stimmt die von Arrian sehr anziehend beschriebene Hasenjagd bis ins einzelne mit der Wind- hundsjagd, wie sie noch heute hier und da betrieben wird, überein. Die Hunde Arrians sind keltischen Ursprungs und heiſsen Vertragi(0060τ0ά ,GĩƷ, dein keltischer die Schnelligkeit ausdrückender Name¹s), sie entsprechen also auch hierin unserm „Windhund“. In Kleinasien, dem Heimatlande Arrians, mögen sie im dritten Jahrhundert v. Chr. gleichzeitig mit der Niederlassung keltischer Wanderscharen bekannt geworden sein. Eine genaue Nebeneinanderstellung der Rassenkennzeichen der beiden zur Hasenjagd gebrauchten Hunde, der lakonischen Kastor- und Fuchshunde und des gallischen Vertragus, wird den auch in der äuſseren Erscheinung groſsen Unterschied dieser Tiere zeigen und sich zugleich zu einer Würdigung der Feststellungen des xXenophon vom weidmännischen Stand- punkte aus gestalten. Denn während Arrian gar oft Dinge, die nach unserer Auffassung kein„Entweder— oder“ zulassen, als gleichgültig oder nebensächlich bezeichnet, ent- scheidet sich sein gröſserer Vorgänger für ein einziges Merkmal und gibt so der Sorgfalt des modernen Hundezüchters, dem es mit seiner Sache ernst ist, nichts nach. Der Hund des Xenophon¹⁵). Der Hund des Arrian“¹). 1. Allgemeine Erscheinung. Grofs und kräftig und wohlpröpor- Langgestreckt vom Kopf nach der tioniert(doxνοασ τ iν— Gυνμαμνε οι ₰⁴, 2). Rute hin(œο τꝛ d*επ ντέιαεα ενιν οεοσe Gesichtsausdruck freundlich(dmπα 1ν denn keins von allen Kennzeichen am Hunde- GV ·ͥñD α⁵eσασ⁵ ⁴, 2). körper deutet so sicher auf Flüchtigkeit und . ²²) 2, 1. ¹³) Arrian, cyneg. 2, 4. ¹⁴) Xen. 5, 29. ¹⁵) Arr. 2, 3. ¹⁶) 3, 4 ff. ¹*) 19 ff. ¹s) 3, 6. ¹⁶) 3, 1— 3 u. 4, 1— 8. Wo die nähere Bezeichnung des Paragraphen fehlt, ist 4, 1 gemeint. Fig. A stellt den Versuch dar, das Bild dieses Hundes, des lakonischen, nach Xenophons Angaben und den erhaltenen Bildern(vgl. Fig. 3 u. 4 und die eingehendere Erörterung unten!) zu vergegenwärtigen. ²⁰) Cap. 4—6. Das Bild eines Windhundes bei Brehm, Säugetiere I, p. 593 entspricht der Schilderung Arrians. 11 edle Abkunft„eνανο wie die Länge 4, 2), derb und wohlproportioniert(œαασπ. 5αα ³⁶‿‿μάε³mν Jm[ũ FMeg„ αςιιιαμεοι—⁴, 3), mit gefälligem Xufsern(3, 7). Gang leicht, flink, zierlich und stolz wie der eines Pferdes, das sich in die Brust wirft(10 S₰⁴ιαα εαωσ ꝙ᷑ãQ 4rꝛ-lvrrd œ ⁴*ιονιν ααά μεταρα‿οιοσισν τας πενοdε, zd 10„ 10⁴.νκαιοωνrõ qqmάvimaτεiνονσαισσα, αά⁴emρμέν ol mno, 2rεα⁴e ⁶αριαουνι⁶ιαν⁷. 2. Kopf. Leicht und gegliedert(.ρ⁵ας εαααορeς — dοσσ⁶ει. Dörner²i) und Christian²e) über- setzen„nervig“, das würde aber»eνοραινα sein, das als etwas Verschiedenes neben αιια. bei Aristot. physiogn. 6 steht: 1εέιιέςεμιο—- dοϑ⁴ιdες τα νέιοισες). Stirn lang und breit mit tiefer Scheidelinie(νππα έ̈dda œu πασεα, rdeς 94αηαςε— die Einsenkung in der Mitte des Stirnbeins— α.έιαςα), der untere Teil der Stirn sehnig(dναι⁶ν τν υενανέν τυννναμεε⁴ννν. Dörner:„sehnig unterhalb der Stirn“. In demselben Paragraphen übersetzt er aber 1 2⁴τέένντόιν½νέωννέυιιωιανν mit„die unteren Teile der Flanken“. Im letzteren Falle Zweifel ausgeschlossen. ist ein Da nun nicht anzu- nehmen, dafs Xenophon denselben Ausdruck zweimal nahe beieinander in verschiedener Bedeutung gebraucht, und„unterhalb der Stirn“ sehr unbestimmt ist, so ziehe ich die obige Übersetzung vor, trotzdem Arrians Worte 1 νnd τοισ νυεεmOοε der Übersetzung Dörners Recht zu geben scheinen. „unterhalb der Stirne flechsig“). Christian: Leicht und gegliedert(4, 4). Ob die Partie unter der Stirn sehnig ist, ist nebensächlich(ode zονιο εν εμμεέ̈ναιι οmαπν 160).. Augenbrauen vortretend(1aıg dsε yeνναιοτεα κα ενμμςνκνυνιον πτνσ⁶σεστσι⁷ 7, 7). ²¹) Chr. H. Dörner, Kynegetikus oder Büchlein von der Jagd, in der Klassikerbibliothek, Berlin, Langen- scheidt. Im folgenden stimme ich nicht immer mit dem Verfasser der sehr brauchbaren Übersetzung überein. ²²) Von der Jagd, übers. v. A. H. Christian, Stuttgart 1831. C Nasenrücken gerade(3, 1 verwirft Xe- nophon die krummnasigen Hunde, d. h. solche mit geschweiftem Nasenbein und spitzer Schnauze). Schnauze(im Profil vorn) abgestumpft (æεα⁵ασααeς σιια⁴ἀeς. Gebiſs kräftig(νσισωσπο—4, 2). (Aristoteles g. a. 5, 12 sagt, daſs die la- konischen Hunde eine lange Nase hätten dwꝰ 01 υνκιέ μάμυμαοd, oOloν τ⁶⁴αααυνυιιιννντυνυν— 17„ 7 0ουσ ρσνσιασαἀm. 12 Schnauze nach vorn sich sehr ver- schmälernd(οrn, αM,... 60ς½ᷣ αεασ ε⁴ εꝓ 1⁴α μO00-* εέ Ʒ(‿οππι οKjösora. Vgl. Brehm, Säugetiere I, p. 592: Darum hat der Windhund„nur einen schwachen Geruchssinn, weil die Nasenmuscheln in der spitzen Schnauze sich nicht gehörig auszubreiten vermögen.*) Ob habichtsnasig oder stumpfschnau- zig, ist gleichgültig 4 Ʒεέ νυισιαα υπα —. 2.5 616*, 00.Mο ⁴μέιιι ο⁶ςει τνι 3. Ohren. Klein, dünn und hinten(Fig. A¹) kurzhaarig,(im Gegensatz zu den längeren Haaren im Innern: 1rα mνιοα. 1eιαι. 1⁴⁴⁴ Die neueren Herausgeber lesen dra 1αν⁴; darüber s. unten! Dörner übersetzt: „langen, schmalen, hinten kahlen Behang“. Die Grundbedeutung von 1emπις ist aber dünn, fein, cf. Ieπd ειμιαιαα II. 22, 511 u. ö.; I4ι⁴ 1αν Thuc. 2, 49 u. a. a. O. Christian: „kleine, dünne, hinten wenig behaarte Ohren“). 6,1 v. Groſs und weich mit überfallender Spitze(ueyα 2α μιααςαά, οσε u upt- Jou 2 μιαιάσα̈⁴νιιο_rJCixeναεεε᷑νασαάχ̈εε σασα 5, 7: so daſs es den Anschein hat, als seien sie infolge der Gröſse und Weichheit ein- geknickt). stehend sind(60), ist es nicht schlimm, wofern sie nur nicht kurz und steif sind Auch wenn sie ganz aufrecht (&i 1ν οσmρ⁴ τε& α οσαοσ. Dörner:„je- doch auch, wenn sie gerade herabhängend er- scheinen, ist es nicht übel u. s. w.“ Die Be- deutung„gerade herabhängend“ von 609 nachzuweisen, dürfte doch wohl schwer halten. Der Gegensatz von„umgebogen“ wie Dörner eειαάαια⁴αασν. übersetzt, ist„nicht umgebogen“, also„gerade abstehend“ oder„aufrechtstehend“). 4. Auge. Vorstehend, schwarz und glänzend (duοαμαιαα μεεεέιοα ⁴‿αα 1αιαν⁴m*. Vorstehend und glänzend, groſs und klar(ϑραα 4, 5). In betreff der Farbe sind die Raub- tieraugen die besten(α*τρασνασ z α οινπ ναχ νπμέέοαςτοdνπττοντα, a α‿αειι*ν 1e6ιυνν νιαι), in zweiter Linie stehen die schwarzen, in dritter die blauen 1 4 3 (aοιπ dειιαηαα, die nicht, wie Xenophon 3, 2 u. 3 meine, schlecht und Zeichen der un- reinen Rasse wären. Von den Augen jeder Färbung verlangt Arrian aber, merkwürdig genug, daſs sie den Anschauenden schrecken). 5. Hals. Lang, geschmeidig(mit Bezug auf die weiche, lockere Haut), rund(r0αeνμοωιυς 4 7— ααοος, dy 9ς, πέαιφέεεις). Lang, rund, geschmeidig(5, 8). 6. Brust und Bauch. Brust breit und fleischig(mπν πα 16, π πάαοαασ. Rippenkorb nicht überall gleichweit ausladend, sondern nach den Weichen hin sich verjüngend(εοος μ⁷),0ĩW(—πν.ιμσασνρ 9α ε⁴ιμαςσ, dν is 10 πἀeνν τπααόωννοαας nicht durchaus tief—„tief“ von der Ausdehnung eines Raumes von Wand zu Wand gebraucht—, nicht überall gleich tief, sondern in die Quere verlaufend. Dörner:„nicht so sehr tief“; &riααν ‿ e heiſst nicht„so sehr“, son- dern„im Ganzen und Groſsen“, auch kommt der durch α bezeichnete Gegensatz in der Dörnerschen Übersetzung nicht zur Geltung. Christian:„nicht durchaus tiefe, sondern schräg zulaufende Seiten“). Nicht auffallend aufgezogene Wei- chen(daννα νυεᷣaν ᷣνανν να 1ι˙οιν. Dörner:„zwischen groſs und klein mitten inne stehende Wammen“.„Wammen“ scheint mir nicht richtig; denn nach dem mir bekannten Sprachgebrauche bedeutet es gebeutelte, herab- hängende Hautfalten, wie man von einer Kehl- wamme spricht; dies bedeutet ⁷ανν oaber sicher nicht. Vgl. Arist. h. a. herausg. v. Aubert u. Wimmer II, Taf. 1 und die entsprechenden Stellen im Index. Xenophon und Arrian unterscheiden zwischen layöres und ½εeνειανεε, Wörter, die sonst beide, wie es scheint, den Brust breit. Rippenkorb gutgebaut(Meνe„e- „ας 5, 9, ein nichtssagender Ausdruck, wo es gilt, das Wesen der„evναες erst festzu- stellen). Die Weichen aufgezogen(layνασς dεκιιέιννσα 5, 9; dveειμαεναάνα obne weiteren Zusatz und den Worten Xenophons gegenübergestellt, scheint auf eine starke Einschnürung zu deuten; die Bedeutung„aufgezogen“ ergibt sich aus .σέιιέεμννοο niederhangend“: 2aο‿ϑιιμιεέωνοο 5ειιπο Zous mit herabwallenden Locken, Luc. dial. deor. 2, 2;*αέιεμσαηι εςασιοονQιας Iph. Taur. 52 u. sonst. Dörner:„die Wammen lose“*¹). 14 Wirbelsäule und Hüften bedeuten. scheint hier die seitlich zuhinterst liegenden Teile, die Leistenteile der Weichen zu be- deuten(Fig. A²), verece dagegen den Hohl- raum(·* ν⁶ςαν) in seiner Gesamtheit oder den Bauch(Fig. A) zu bezeichnen. Arrian ver- langt nämlich, daſs die 1ayονε seines Hundes zwischen Rippen, liegenden„Hohlraum“ layòοvνes dνέιμαε̈ναι aufgezogen“ seien, und die Weichen Arrians Ausdruck gibt einen Fingerzeig für Xeno- sind vor den Keulen aufgezogen. phons„zwischen groſsen und kleinen die Mitte haltende“, das danach wohl richtig mit „mäſsig aufgezogen“ wiedergegeben wird. Christian:„zwischen groſs und klein die Mitte haltende Dünnen“). Die untere Partie des Bauches(ig. A'a) und der Bauch überhaupt schmäch- tig(seitlich eingesunken, nicht angespannt, 1 2⁴ιιεν τιτł⁊LñW3Hß: Luα τά αάντοις 100 zsvεeòα Xenophon verlangt also, daſs der Rumpf sich im Brustkorb ein wenig, hinter dem Brustkorb in den Weichen stärker verjünge). 7. Rücken. Lenden(Fig. A¹) fleischig, mäſsig lang und weder zu biegsam noch zu steif(6% 6 0eιι⁶ετ, 1 μεέκιςν εεαεν⁸ 11eν ταα ⁵5̈οασ, μνπε εμeνέας di υ 9x1ο⁴e[ς). Lenden breit und stark, nicht flei- schig, sondern nervig(òöρν τππααενιαν TOXvOν, 1ννν οσαοοι³dν G ²εςσιςα πναννναά 5, 9. Vgl. Dörner zu Xenophon 4, 1, Anm. 4; dals Xenophon die Lenden G⁴ασπαdεᷣ und Arrian 1 σeσσνν. haben will, braucht uns nach dem Obengesagten kein Kopfzerbrechen zu machen). 8. Rute. Lang, gerade, dünn(060 1αme‿σe 699ς, J„ νυοο⁴eꝛ. Dünn, lang, dicht behaart, am dich- testen an der Spitze, geschmeidig und gekrümmt(odods Jenrdg αd, dαbεlmνο ³ν roiza, oyode sduναe, d roo ie 0ddς 9α.ασασ˙εοονν 5, 9). 15 9. Vorderläufe. Kurz, gerade, rund und gedrungen „„ 7 7„ 9 7„ 7 (ν τα τοσσσ m0,˖ojdd, ϑ, Grοννια, 1 1½ιʃό⁴⁶‧ Schulterblätter dem Rumpf verbunden, ** 7 101π2έιυας ε⁶ςε³ςσς μν von den Schul0 tern, d. h. von beiden Seiten des Widerrists (Fig. A5) ein wenig abstehend; so die Inter- punktion nach Sauppe; Dörner weicht davon ab und bleibt bei der altherkömmlichen Di- stinktion: πτνm¶mπχάσσισασ, Q oιέςσέιςα—m⁷⁷⁴ 10 locker mit (dm*πα τμ νν τeς GI2εαυν, ταςν ⁴ονμας dιεςαιςας μeν„breite, von den Schultern an etwas fleischige Brust“; aber die Brust stölst an den Hals und die Schulterblätter, mit denen die Schultern hier nicht verwechselt werden können). Ellenbogen(Fig. A6) gerade, d. h. weder einwärts noch auswärts gedreht( „—„ 7. 7 1„ν ν ναιαςσ ̈⁴ο⁶eς) 1 Rund, gerade, fest(eν σιιυορνια . r. 7.— Arrian versteht hier unter Gαeι‿ιe die Vorderläufe, da er die Hinterläufe be- sonders erwähnt). Schulterblätter abstehend und nicht verbunden, sondern möglichst lose .. 2 7 nebeneinander(so Dörner; 1⸗ αοταeς 91*αmσ⁶σασςσ εꝓενννιν ετἀ ε⁷O,0⁰“ounennyvias da* do 4„ 2„„.. 016 e 1ε.ιυιααέιναςα μ mðχννν warum es Arrian für nötig hält, miteinander verbundene Schul- terblätter zu verbieten, ist unerfindlich, da dies ohnedies undenkbar ist). 10. Hinterläufe. Hüften hinten(Fig. A!¹*¹) fleischig, oben nicht zusammenstoſsend, nach innen(d. h. nach den Lenden zu)(Pig A19) ohne Hautfalten(doν½iαα στοοꝓ⁶να, bιισσέιν Q.ασασιρηα⁴⁶, deνκεκν ε 1eν,ůw5⁴eεενέμνα ⁸ννοϑιω⁷ d 0005GX6να. οσεςσσ. wird von glatten, festanliegenden Kleidungsstücken im Gegen- satz zu faltenreichen gebraucht, darum ist hier wohl an die Haut zwischen Hüftknochen und Weiche gedacht. Dörner:„nach innen aber gedrungene Hüften“. Christian:„.. Hüft- gelenke.. innen zusammengezogen“). Unterschenkel mager(νιααςι οσeάς³νας Unter Unterschenkel ist der Teil des Hinter- laufes zu verstehen, der im gewöhnlichen Sprachgebrauch, so auch von Dörner und Christian fälschlich als Oberschenkel bezeich- Hüften nicht zusammenstoſsend(7ox½ιια 1 Gυννσε⁵κριαένα 5, 9). 16 net wird. Dieser noch jetzt bestehende Sprach- gebrauch entspricht auch der Auffassung des Altertums. Selbst Aristoteles sah beim Tier den Unterschenkel für den Oberschenkel an, während er diesen, weil ganz im Fleische ver- steckt, ganz übersah. Vgl. H. a. ed. Aubert und Wimmer I, p. 249 Anm. Da also 10⁷αα dem Teil des Hinterbeins entspricht, der sach- gemäſs und richtig als Unterschenkel be- zeichnet wird, so ist unter dταπια der untere Teil des Hinterlaufs zwischen dem Sprung- oder Fersengelenk und den Zehen zu verstehen. Vgl. was von den dπποινααα ddes Hasen 5, 10 und 5, 30 gesagt wird). Der untere Teil des Hinterlaufs Der untere Teil des Hinterlaufs lang, rund und fest(6νπυιοπwO,Oʒuůmaro.(vulgo Unterschenkel) lang und fest. TEOιρσεροε,&dετιαηeκ) Die Hunde, deren Hinterläufe län- Die Hinterläufe(selbstverständlich, so ger als die Vorderläufe sind, sind zur weit sie sich vom Rumpf abheben, also vom Hasenjagd die besten, 5, 11. Von diesen Knie zum Fuſs) viel gröſser als die Vor- unterscheidet Arrian merkwürdiger Weise derläufe und etwas gekrümmt(azel, solche, deren Hinter- und Vorderläufe gleich- Todν νεέεα τ‿ᷣ ννιισοέάν τιqιιαοσε za lang und gar auch noch solche, deren Vorder- 22οακνα 5, 1). läufe länger als die Hinterläufe sind. 12. Fuſs. Rund(6αςα πμειιασεεοεις). Rund und fest(ε dν d πτοισσεεεέες α σρεεο τιαιιαιι⁶οι 5, 11). 13. Haar. Fein, dicht und weich,(drννα, Fein, dicht und weich, sowohl bei 2dν εꝓνπ õ1 α πυνην ταάᷣ εμαάαααάα der kurzhaarigen als bei der langhaari- 10α 4, 6) hinten an den Schenkeln ge- gen Rasse( dois, elre 0ν 105 dος rade abstehend und lang, desgleichen yérous eize 1⁰5 Hloν 1υeνασων οε τινκα, lεντα an den Lenden und(aber sicher nur bei dem 200 ̃M—l ννκάν εαᷣ* αμαάαααmQηm 66, 1). Fuchshund, worüber unten,) der Unterseite— der Rute(en ε α μυã̈mες dναοαςα τπ̈ωιινόα ς, Sœꝰεlde, u ε αςο dοmαςσι ad aνς 06Oœ— αφρ, νι ευν ε ειεεiς 4, 8). 14. Farbe. Fuchsrot, schwarz oder weiſs, und Mag sein, wie sie will, einerlei, ob die zwar Hunde der ersten beiden Farben Hunde mit(iτνεει ποιιι gefleckte) oder ohne 17 mit weiſsen, die der letzten mit roten Abzeichen(öoαi dmπm⁷ I0 Ʒ᷑ ◻3, 7) sind. Abzeichen um das Gesicht herum(mit Die einmal vorhandene Farbe aber sei glän- weiſsem bezw. rotem um das Gesicht herum zend und rein(6, 1:1 ‿⅔αιmσ⁸σασ... 0H„d aufsprossendem Haar; ai α⁴έν mον πχμιοσ 2α*ααιαιςσ⁴m]. SOνασ ευασνιασσνν εενινν τπο⁴να ετπιαάην˙σοοσσν αεο 1 ¹α ⁊. 1. J. 4, 8). Es erübrigt noch, auf die Beschaffenheit der Ohren des griechischen Hundes näher einzugehen, zumal die Lesarten der betreffenden Stelle¹) bei Xenophon verschieden sind. Die Handschriften haben„kleine Ohren“ ²); danach kann, wenn ihre Lesart auch sonst bestätigt wird, von einem langen Behang, wie wir ihn an unsern Jagdhunden sehn und Dörner bei den Hunden Xenophons und zum Teil auch bei denen des Arrian ausdrücklich(s. oben unter 31) annimmt, keine Rede sein. Auch Pollux, der Xenophon ausschrieb, wo es sich um das Aufsere des Hundes handelt, hat drα 4ι). Den Handschriften folgt Weiske und Schneider und von den mir bekannten Ubersetzern Christian; αοα lesen Dindorf und Sauppe, der¹) dazu bemerkt:„Arrianus etiam c. 5. uuiro plane improbans ueydha zal αννα laudat“, ohne zu berücksichtigen, daſs der Hund des Arrian nicht der des Xenophon ist. Hier handelt es sich zunächst darum, ob wir überhaupt an einen Behang zu denken haben. Ganz gewils nicht. Zunächst passen die Stellen?), in denen Xenophon von der Eigen- tümlichkeit der Suche seiner Hunde spricht und in denen dem Ohrenspiel neben den Bewegungen der Rute die Hauptrolle zufällt, auf Hunde mit Stehohren, durch welche die Gefühle des Tieres in augenfälliger Weise zum Ausdruck kommen. Es gäbe viele Arten der Suche, sagt er, bei ebendenselben, d. h. zur selben Rasse gehörenden Hunden: so bewegten die einen die Ohren lebhaft(dεκνιασα τ. 0.) und die andern hielten sie unbeweglich(16. dxiννντα εeοισ̈. Jene machten es ihm überhaupt nicht recht, und von diesen miſsfielen ihm diejenigen, welche die Ohren spitzten(ourdyoudt τ.).(Xrr⁶ꝓνι ꝙτ.. heiſst eigentlich„die Ohren zusammenführen“, steht also ohne Zweifel für die den Tieren mit Stehohren eigentümliche Ohrenbewegung, die wir Ohrenspitzen nennen, die sonst durch dονοσς α 1oταeτα⁸)„die Ohren aufrecht stellen“ ausgedrückt wird.) Dagegen fanden die seinen ungeteilten Beifall, welche beim Spüren die Ohren senkten: IXvενιέινι⁶αασνν..&ινπσηιαερ⁴αεσιοοιιασαιιαι. Es steht hier beim Hund das„ααραααειινντα.. dem Gvνναeεένν ebenso gegenüber, wie in Aristoteles Tier- kunde beim Hirsch dem 699 1 ard xernr„die Ohren aufrecht halten“.„Wenn der Hirsch“, sagt dieser,„die Ohren aufrecht hält, so hört er sehr scharf und läſst sich nicht hintergehen, senkt er sie aber, so wird er überlistet“s⁸). KœrMα. 1.. wird auch an allen übrigen Stellen ¹) 4, 1. ²) Sauppe, Xen. op. V, annot. crit. p. 256 der Ausgabe: 4, 1. Libri 6Ta ννκαρ⁴. ³) Poll. 5, 57. ⁴) Xen. opusc. polit. eq. ven etc. zur Stelle. ⁵) 3, 4 u. 4, 3. ⁶) S. El. 25 ff. inmos.... 609% u; 10rιe ⁷) 4, 3. 8) h. a. 9, 40: ν μι 0dr ru½e do9d rd dra Erovda Sc. 2αμοο, dεν α⅜νονει ν oPx Tur 1αεμν 2.ν* τατα,νειναννννσ ru Q, landres. 18 der Tierkunde, an denen es vorkommt, nur von Tieren ohne Behang gebraucht, so von der Saud), vom Rind ¹⁰) und vom Pferd¹¹). Auch eine Stelle der Odyssee ¹²) mag hier Platz finden, wo es wie bei Xenophon vom Hunde steht und zugleich von der auſserordentlich feinen Natur- beobachtung des Dichters zeugt: Argus hat bei der Annäherung der beiden Wanderer als Zeichen plötzlich erregter Aufmerksamkeit den Kopf und die Ohren aufgerichtet; als aber Odysseus sich ihm nähert, da wedelt er mit dem Schwanze und senkt die Ohren, wie Hunde meist zu thun pflegen, wenn sie die Liebkosung ihres Herrn erwarten. Hier steht dem *œταρσαᷣένιν ddas dέπνέν obæ gegenüber. Doch um auf den Hund des Xenophon zurückzukommen, so sollte dieser also beim Spüren die Ohren nicht spitzen, sondern senken, und dafür hatte der Jäger einen triftigen Grund; denn wenn der Hund die Ohren spitzte, so war das ein Zeichen, daſs er auf jedes Geräusch achtete, während sich seine ganze Aufmerksamkeit auf die Fährte richten sollte; spricht doch Xenophon selbst von Hunden, die mitten im Lauf nur von irgend einer Seite ein Geschrei zu hören brauchten, um sofort ihre Spürarbeit zu verlassen und unbesonnen darauf los zu rennen¹³). Diese zählt er zu den Hunden, die einem alle Freude an der Jagd verleiden könnten. Wir haben es also bei dem Hunde des Xenophon mit keinem Behang, weder langem noch kurzem, sondern mit Stehohren zu thun, und wenn wir den Handschriften glauben dürfen, mit kleinen. Und wirklich sehen wir diese auf einer ganzen Reihe von Bildwerken. Auf den von Gerhard herausgegebenen auserlesenen Vasenbildern altattischen Stils, Töpferarbeiten von den Zeitgenossen des Phidias und Nachfolgern des Polygnot, den besten Zeugen, die wir für unsere Lesart finden können, sehen wir an allen, ungefähr vierzig Hunden ¹⁴) des Jagdhundtypus Spitzohren, und zwar an weitaus den meisten kleine, und nur an wenigen(Fig. 3) erscheinen sie einmal verhältnismäſsig groſs. Nicht anders verhält es sich mit der langen Reihe von Hunden auf andern uns erhaltenen Malereien und Zeichnungen jener Zeit, von denen ich mir Kenntnis verschaffen konnte¹⁴). Kein einziger aller dieser Hunde *) 6, 128. 1¹⁰) 8, 143. 1¹¹) 8, 146. Vgl. El. 25, ff. *²) 17, 290: ³s ot uby roατα νπσsε d⸗νο‿ dyögeuor dνν ϑε τν νέεαααᷣ e val obara zeluevos Eo—ey, z. 1. 1. 301: rGrτε μς ετσmνα Oouvoosa ypue Sövra, odgf uεy O' 5 pTonpe zal odara zduοadey Au*ρρ ν. r. 1. 33) 3, 10. ¹u¹) Auf Taf. 46, 62, 92, 112, 113, 130, 131, 142, 160, 170, 171, 172, 183, 185, 194, 199, 215, 235, 248, 252, 254, 265, 266, 267, 276, 285/6, 290, 316. Etr. u. Camp. Vasenb. Taf. X, 1 u. 4; XX. Inghiram. I, 89. II, 105; III, 205, 211, 221, 278; IV, 396(Aktäon von seinen Hunden zerrissen; dasselbe bei Wieseler II, 17 no. 185 und Lenormant-de Witte, Elite des monuments ceramographiques II, 102; ebenda Taf. 98(Jagdscene: Zwei Jäger, zur Jagd gerüstet, halten zwei Hunde; ein Hase kauert unter einem Baum); Aktäon und seine Hunde: Taf. 99, 100, 101, 102, 103(acht Hunde übernatürlicher Gröfse, sämtlich mit längeren Haaren am Hals), 103 B u. 103 C; Kephalos von Eos verfolgt: 112. Wieseler I, 18 no 93(Saujagd). Vgl. auch Gerh. Etr. Spiegel II, 173(Eberjagd); IV, 304(Hunde und Wild als Ausschmückung); 357, 1 u. 2(Aktäon); auch die Jagdhunde auf den Wandgemälden bei Roux-Barré, Hercul. u. Pomp. weichen in Bezug auf die Ohren nicht ab. Nur erscheint hier einigemale durchaus lange Behaarung, so II, Ser. 2, 60 u. IV, Ser. 4, 18 bei schweren Saupackern. Vgl. auch Helbig, Wandgemälde der v. Ves. versch. St. Camp. VII u. VIII u. Wieseler, II, 17, no. 183, a. Die Monum. d. Inst. konnte ich leider vor dem Druck nicht mehr vergleichen-. 19 zeigt einen Behang. Die meisten der Ohren sind auf den Bildern denen des Wolfes oder Fuchses ähnlich; man vgl. z. B. den Wolfskopf auf einer Silbermünze von Argos bei Wie- seler I, Taf. 41 no. 177, oder den auf einem geschnittenen Stein ebenda Taf. 15 no. 60, die beide derselben Zeit ihre Entstehung verdanken wie unsere Vasengemälde ¹⁵). Auch aufserhalb Griechenlands entstandene Denkmäler stimmen damit überein. So sehen wir auf dem Revers einer Silbermünze von Syrakus bei Wieseler II, Taf. 15, no. 158 a Artemis als Jägerin und einen glatthaarigen Hund mit kleinen Spitzohren und glatter langer Rute; Hunde mit langer, gerader Rute und kleinen Ohren zerreiſsen Aktäon auf dem Relief einer Tempelmetope von Selinus bei Wieseler II, 17, no 184; eine nach UÜberwindung des Sextus Pompeius in Sicilien geschlagene Goldmünze des Augustus zeigt Artemis als Jägerin und einen Hund mit gespitzten Stehohren, und auf einer im dritten Konsulat des Antoninus Pius geschlagenen Bronzemünze erblicken wir neben Artemis einen spitzohrigen Hund mit sehr kurzer glatter Rute. Auch die pompejanischen Wandgemälde gehören hierheru¹). Den kleinen Ohren gab der Jäger den Vorzug, wenn sie zugleich dünn und fein und auf der Rückseite mit kurzen Haaren bedeckt waren. Für die Worte νια νπη'εν ergibt sich als Gegensatz dασ τπ⁶σσεμν„langhaarig vorn“ d. h. auf der Innenseite, was der that- sächlichen Beschaffenheit kurzer, meist aufrechtstehender Tierohren entspricht. Diese Jagd- hunde vertreten eine Form, die den wilden Stammeltern mit spitzen Ohren, wie wir sie an Wolf und Fuchs sehen, noch ähnlicher war, als unser Hund. Wie sich bei den europäischen Jagdhunden allmählich allgemein ein Behang ent- wickelte, können wir nur vermuten. Andere Hunderassen wurden bekannt, so die Vertragi, die nach Arrians Zeugnis bald gerade Stehohren, bald solche mit überfallender Spitze hatten. Von einem Jagdhund mit kleinem Behang spricht das im Anfang des dritten Jahrhunderts verfaſste Jagdgedicht Oppians des Jüngern, wo ¹⁶) verlangt wird, daſs eine dünne Decke die kleinen Ohren von obenher verhülle, von langem Behang dagegen, wie es scheint, der etwa am Ende des dritten Jahrhunderts n. Chr. dichtende Römer Nemesianus ¹⁷), dessen griechischem Jagdhund die sehr weichen Behänge bei starkem Laufe flatterten. Auf einem Relief der sinkenden Kunst, das unter anderem den Tod des Adonis durch den Eber darstellt, haben die Hunde kleinen Behang(Wieseler II, 27, no. 292), machen aber ebensowenig den Eindruck von Jagdhunden und gar solchen, die einem Keiler zu Leibe gehen, wie das langhaarige Hündchen mit kleinem Behang auf einem pompejanischen Wandgemälde von Venus und Adonis bei Roux-Barré II, Ser. 2, 105. Interessant ist in dieser Beziehung, wie im allgemeinen, eine im flachen Relief aus- geführte Jagddarstellung griechischer Arbeit auf der Innenfläche eines in Ruſsland gefundenen ¹⁵) Die bei Wieseler mitgeteilten Statuen mit begleitenden Jagdhunden kommen deshalb nicht in Betracht, weil jedesmal wesentliche Teile der Hundekörper in der Neuzeit ergänzt worden sind. Es sind dies eine Artemis- statue des Vatikans, Wies. II, 15, no. 159, neben der ein plumper Hund mit häfslichem zurückfallendem Behang springt, eine andere no. 181, und eine kleine Aktäonstatue no. 186. ¹⁶) I, 404 f.: Aα⁴ Unεενοε/ obara αεοασ n&εστσεμαdοιν υμμιμνασα ¹⁷) v. 113: cui(que) nimis(i. e. valde) molles fluitent aures. D — 20 Silbertellers in der Eremitage zu St. Petersburg¹s). Hier interessieren uns freilich weniger die eigentlichen Jäger, ein Jüngling und eine Jungfrau, beide in hohen Sandalen, jener un- bekleidet, diese im kurzen Chiton, noch ihre beiden Jagdsklaven, wohl aber zwei Hunde, die in sehr charakteristischer Auffassung im Vordergrund des Bildes sich in lebhafter Aktion auf einer Fährte bewegen(Fig. 5). Der eine mit ziemlich langem spitzzulaufendem Behang, schieſst, die Nase am Boden, spürend auf der Fährte hin, der andere, gedrungen, mit groſsen Stehohren und kurzer gerader Rute, zeigt mit rückwärts den Jägern zugewandtem Gesicht lautbellend die Nähe eines Wildes an. Der Teller wird von Stephany„mit Zuversicht“ dem zweiten oder dritten Jahrhundert der christlichen Zeitrechnung zugeschrieben. Hier sehen wir beide Ohrenformen neben einander und zugleich bei dem einen der Spürer annähernde Ahnlichkeit mit unserem langhaarigen Vorstehhund, einen Typus, der meines Wissens bei Jagdhunden altgriechischer Zeit auf den Bildwerken niemals angedeutet ist. Die einzigen der mir bekannten Hundebilder, welche zottiges Haar zeigen, sind Spitzhundbildchen(Gerh. A. V. 279, 1— 3) und die Darstellungen des Kerberus(z. B. Ingh. II, 136; IV, 392), bei denen die teilweise lange Behaarung jedenfalls den Eindruck der Wildheit hervorrufen sollte. Die langhaarigen Jagdhunde(über den schweren molossischen Hirtenhund siehe unten p. 24) sind in Griechenland in der vorrömischen Zeit sicher nicht vorgekommen, wann und woher sie aber im Römerreich in den Jagdbetrieb eingeführt wurden, bleibt unentschieden. In welchem Teil des heutigen russischen Reiches jene Silberschale gefunden ist, erfahren wir aus Stephanys Bericht leider nicht. Wie viele dieser in Ruſsland gefundenen Kunstwerke griechischer Arbeit wird auch sie von einem Künstler einer griechischen Pflanzstadt am Nordufer des Pontus Euxinus verfertigt und von da in den Besitz eines barbarischen Fürsten der sarmatischen Tiefebene gekommen sein. Auch wie und wann bei dem kurzhaarigen Jagdhund schlieſslich die glatte Rute konstant wurde, oder der lange Behang sich einbürgerte, vermögen wir nicht zu bestimmen. Planmäſsige Züchtung konnte dies Ziel erreichen. Die Vorliebe für die Spitzohren und Fahnen beim glatthaarigen Jagdhund mufste allmählich dem Geschmack an Behängen und glatten Ruten weichen, bis Rückschläge nicht mehr eintraten und beide schlieſslich konstant wurden. Auf den Bildern aus Xenophons Zeit sind die Ruten meist lang und dünn, teils gerade, teils aufwärtsgedreht, die einen glatt und spitzzulaufend, wie die unserer kurzhaarigen Vorstehhunde, die andern mit allmählich sich verlängernder und gegen das Ende wieder ver- kürzender Fahne, die bald durch Schraffierung, bald nur durch die zunehmende Dicke des Pinselstrichs angedeutet wird. Andeutung durchaus langer Behaarung zeigt sich auf keinem einzigen Bild.(Wie man diese wiederzugeben pflegte, zeigen spitzartige Tiere, A. V. 279, 1—3, welche jungen Palästriten zum Zeitvertreib dienen.) Dagegen sehen wir längere Be- ¹s) Comte-rendu 1867, p. 52 ff.; abgebildet Tab. II, Nr. 4. Das Tier, welches der mit einem zottigen Fell (msodeα) bekleidete Jagdsklave hält und das Stephany„ohne Zweifel“ für einen Hasen erklärt, ist ganz unverkennbar ein Lamm, das jedenfalls als Köder irgend eines Raubtiers Verwendung finden soll. Von einer Hasenjagd, wie Stephany annimmt, kann darum nicht wohl die Rede sein. 2il haarung am Hals sehr oft. Was den Körperbau betrifft, so lassen sich drei Typen unter- scheiden. Von den Hundebildern, die ich aus der groſsen Menge ausgewählt und auf Tafel I wiedergegeben habe, vertreten die Figuren 3 bis 4b(vgl. Fig. A auf Taf. II und Anm. 19), 2 und 2a und Figur 6 je einen derselben,(worüber unten). Einige, bei denen die Beziehung zur Jagd zweifellos ist und denen Figuren auf Taf. I entlehnt sind, seien hier etwas ein- gehender besprochen. A. V. Taf. 62. Hase von einem Hunde verfolgt; Nebenfiguren des Innenbildes einer archaischen Schale(Fig. 1). Auf diesem, wie auf manchem andern dieser Gemälde fällt die spitze Schnauze des Hundes auf, die im Gegensatz zu der von Xenophon geforderten Stumpfschnauzigkeit steht. Man vergleiche aber einmal die konventionelle Darstellungsweise dieser Hundeköpfe mit der anderer Tierköpfe, z. B. des kalydonischen Ebers auf Taf. 235 (Fig. 2), wonach man auch jene Spitzköpfe beurteilen kann, andererseits bedenke man, daſs die Verfertiger der Vasengemälde Handwerker waren. Eine ganz ähnliche Darstellung(Fig. 1 a) sehen wir am Hals eines Krugs bei Inghirami, pitture die vasi fittili Tom. II, tv. 105. A. V. Taf. 248, 3. Auszug eines ⁶ιοωιοο. Uber Jagdhunde als Begleitung der Epheben beim Auszug zur ersten Kriegsprobe der Grenzbewachung vgl. Gerhard zu 265, 1, p. 37 des Textes und Teil I dieser Abhandlung p. 19 u. Anm. 1! Die Läufe des Hundes erscheinen ebenso unverhältnismäſsig hoch als die des Pferdes, auf dem der Ephebe sitzt, oder beispiels- weise des kalydonischen Ebers auf Taf. 327. Man hat aber dabei zu bedenken, dals die Ver- hältnisse bei den auf die bauchigen Flächen der Amphoren oder Schalen aufgetragenen Bildern dem Auge anders und richtig erscheinen(Fig. 3). Taf. 265, 1 zeigt ein denselben Vorgang behandelndes Bild; Fig. 3a gibt den Kopf des Hundes wieder. Dasselbe Hundebild erscheint zweimal neben drei mit je zwei Lanzen bewaffneten Jägern, wovon zwei beritten sind, auf einem den Auszug zur Jagd darstellenden Gemälde bei Ingh. I, 89. Die beiden Hunde(wovon einer Fig. 3 b) reichen mit dem Widerrist bis zum Knie des einen aufrechtstehenden Jägers. Den Anforderungen, die Xenophon an den Körperbau des Hundes stellt, entspricht am meisten der Hund auf einem Marmorrelief aus der Zeit des Übergangs des altgriechischen Stils zu dem vollendeten der Periode nach 460 v. Chr. ¹9), von Otfried Müller²¹) bezeichnet als Kastor der Rossebändiger mit dem kastorischen Hund(Fig. 4). Freilich folgt aus der dar- gestellten Handlung keineswegs mit zwingender Gewiſsheit, dals der ritterliche Jüngling gerade Kastor sei; doch spricht der sehr leichte Kopf des Hundes, der lange Hals, die breite Brust mit den scharf hervortretenden Schulterblättern, der nach hinten sich verjüngende Rumpf, die im Verhältnis zu den Vorderläufen bedeutende Länge der Hinterläufe, die kleinen Stehohren, die der Hund, in gespannter Aufmerksamkeit die Bewegungen des sich bäumenden Pferdes verfolgend, gespitzt hat, vor allem der symmetrische Bau, der gegen die Hochbeinigkeit der gemalten Hunde vorteilhaft absticht(Teioous ds œl eiou... u— al, .ιααόατιαιι 3,2) dafür, daſs wir hier den lakonischen, dem Kastor- und Fuchshund im wesent- ) Wieseler I, 14, No. 50. ²⁰) Handb. d. Arch. 8 96, 26. lichen gemeinsamen Typus vor uns sehen. Doch die Rute würde Xenophon nicht gefallen haben. Sie ist zwar lang und dünn, aber nicht gerade, sondern aufwärts gedreht. Dies müssen wir auf Rechnung des Geschmackes des Bildhauers setzen, während der Jäger, auf seine Erfahrung gestützt, die gerade Rute als eins der Anzeichen des zur Jagd brauchbarsten Hundes kannte. Auch die Gemälde weichen darin sehr oft von Xenophons Wünschen ab. Otfried Müllers Vermutung erhält ihre Bestätigung durch zwei Vasenbilder, auf denen die durch Beischrift beglaubigte Anwesenheit Kastors gewiſs annehmen läſst, daſs der Künstler in dem mitdargestellten Hund einen aus des Rossebändigers Zucht hervorgegangenen gesehn wissen will, und der Körperbau im wesentlichen mit der Darstellung jenes Marmor- reliefs übereinstimmt. Das eine der Gemälde befindet sich auf einer berühmten vatikanischen Vase(Monum. d. Inst. II, 22; Gerh. Erläuterungstafel zu d. Etr. u. C. V. D 4; Text p. 45:) „auf welcher Kastor das berühmte Pferd Kyllaros seinem Vater Tyndareus vorzeigt, während Leda den mutigen Rossetummler mit Zweig und Blüte begrüſst. Sein Bruder Polydeukes steht, mit einem Hund scherzend, müſsig daneben.“ Kastor scheint von der Jagd zu kommen einer Lanze zufolge, die er trägt, und sein Jagdhund den Bruder seines Herrn, an dem er emporspringt, freudig zu begrüſsen.(Fig. 4 a.) Das andere ist das bekannte Vasengemälde, auf dem Tydeus, Aktäon, phesens und Kastor, durch beigeschriebene Namen kenntlich, auf der Hasenjagd dargestellt sind. Auch hier qeufet die Teilnahme Kastors darauf, daſs wir in dem spürenden Hund(Fig. 4 b) den kastorischen zu sehen haben(Millingen, uned. mon. Ser. I, pl. 18; Wieseler I, 46, no. 212; Panofka, Bilder ant. L. V, 6.) Auch hier die glatte Rute. Bei näherer Vergleichung erscheint der Körperbau dieser Hunde, die uns recht oft begegnen, mit dem der Hunde mit Fahnenrute, wie Fig. 3 und 3 b sie zeigen, im wesentlichen übereinstimmend,(vgl. Fig. 3a u. 4! Den Hund auf 3 habe ich absichtlich abweichend vom Original, Gerh. A. V. 248, 3, nach links sehend wiedergegeben, um die Vergleichung zu erleichtern); wir dürfen also auch diese als Hunde der lakonischen Rasse und sicher, ohne fehl zu gehen, als Fuchshunde ansprechen. Aus Xenophons Beschreibung geht der Unter- schied in der Behaarung der Rute bei dem kastorischen und dem Fuchshund nicht hervor. In seiner c. 4§ 1 gegebenen Aufstellung handelt es sich aber nur um die den beiden Spiel- arten gemeinsamen Kennzeichen. Auffällig ist freilich, daſs später c. 4,§ 8 nur von langer Bebhaarung der Rute die Rede ist. Es ist dies nicht anders zu erklären, als daſs er hier nur die Fuchshunde im Auge gehabt hat. Kastor- und Fuchshund werden von Xenophon auseinander²¹) gehalten, und nur von der einen Art wird gesagt, daſs sie von Fuchs und Hund stamme; hieran müssen wir uns unbedingt halten, denn die Worte lassen keinen Zweifel. Schon bei Aristoteles²²) finden wir ungenau beide Arten vermengt, wenn er allgemein sagt, daſs die lakonischen Hunde ²¹) 3, 1: rAd ε peyy zey evvd oνν dετd, al ube ydo ²ατςραι, a ε dlonextdec. Nach dieser Fassung seiner Worte ist gar nicht daran zu zweifeln, daſs er zwei verschiedene Tiere unterscheidet, wenn auch später beide nicht mehr richtig auseinandergehalten wurden oder werden konnten. ²²) h. a. 8, 167. 23 von Fuchs und Hund stammten. Bei Pollux, oder vielmehr dessen Gewährsmann erscheint gar der Kastorhund mit dem Fuchshund identisch. Nachdem er ²³) berichtet hat, daſs die lakonischen Hunde vom Fuchs stammten und deshalb Fuchshunde genannt würden, sagt er ²⁴), daſs nach dem Dichter Nikander unter den ωπαιεde die kastorischen Hunde zu verstehen seien ²⁵). Bei der groſsen Übereinstimmung beider Arten war eine Vermengung leicht möxlich, Die lakonischen Hunde waren die eigentlichen Spürhunde par excellence ²⁵), die man zu Xenophons Zeit auf der Hasenjagd ausschlieſslich und bei andern, z. B. den Saujagden, als Finder verwandte, während man indische, lokrische und kretische Hunde erst dann los- lieſs, wenn es galt, das Schwein zu stellen ²*). Sehr anziehend ist Xenophons Schilderung ²s) ihres Spürens. Die Hunde reiner Rasse, wie sie sein sollten, hielten sich nicht lange mit alten Fährten auf, nahmen schnell auf Boden jeder Art die zum Hasenlager führende frische Fährte auf und verfolgten sie freudig und voll Eifer blitzenden Auges, doch ohne hitzig zu werden und ohne darüberhinaus zu schiefsen. Dabei hielten sie den Kopf schräg gegen den Boden, warfen die Rute schnell hin und her und senkten die Ohren. Diese lebhafte Aktion steigerte sich in dem Maſse, als sie sich dem Lager des Hasen näherten, indem sie mit der Rute zugleich den ganzen Körper bewegten, vorwärts, rückwärts und seitwärts sprangen, kampflustig und wetteifernd nebeneinander herrannten und eifrig zusammenliefen, um sich sofort wieder zu trennen. Dabei streckten sie die Köpfe in die Höhe, sobald sie über die Fährte ganz im klaren waren, und blickten abwechselnd den Jäger an und nach dem Lager hin, um bemerklich zu machen, daſs es nun Ernst sei, kurz, sie gaben auf jede Weise ihrer Freude Ausdruck, dem Hasen nahe zu sein. Dann stielsen sie ihn aus dem Lager und ver- folgten ihn mit lautem Hals anhaltend durch Dick und Dünn unverdrossen, bis er ins Netz gelaufen war. So genau wir nun, wie wir sahen, über Körperbau und Eigenschaften der lakonischen Hunde unterrichtet sind, so wenig wissen wir von den andern Hunderassen, die Xenophon nennt, den indischen, kretischen und lokrischen, die man neben den lakonischen zu seiner Zeit zur Saujagd brauchte ²⁸⁹). Von diesen werden sich die lokrischen Hunde als engere Landsleute nicht allzusehr von den lakonischen im Körperbau unterschieden haben, ebensowenig wie die übrigen griechi- schen Hundearten, von denen wir bei den Schriftstellern der römischen Kaiserzeit, bei Gratius Faliscus, Pollux, Oppian und Nemesian noch eine ganze Anzahl finden. Von diesen werden die Molosser am häufigsten genannt. Doch ist hier zu unterscheiden, ob die molossischen Jagd- oder Hirtenkunde gemeint sind. Jene zeichneten sich nach Aristoteles(h. a. 9, 3) vor den Jagdhunden an andern Orten durch nichts aus.„Aber die Schäferhunde,“ fährt er fort, ²³) 5, 38. ²⁴) 5, 40. ²⁸) Vgl. Hesych. unter Kuraddmyk:„ zoug 2E dldnsxos ab xvνν‿daxwνννοωυν νκνναςα ράσ yqyvegoα. Schol. zu Ar. Eq. v. 1064, 1066, Lysistr. v. 956. ²⁸³) S. Aj. 8: ονς uaxæt ́ is oενονο dονε. Die Stellen, in denen des lakonischen Hundes Erwähnung geschieht, sind überans zahlreich. Auch bei den Römern ist nicht leicht von Hunden oder Jagd die Rede, daſs sie nicht genannt würden. Nach Ar. h. a. 9, 1 hatten die lako- nischen Hündinnen bessere Anlagen als die Hunde. Xen. gebraucht zuwy stets als femin. und nur dann als masc., wenn dies genus unerläſslich ist, so 7, 2. ²⁷) C. 10. ²⁸) 4, 3— 4; 6, 16; 6, 23.*) 10, 1. 24 „sind an Gröſse und Mut im Kampfe mit wilden Tieren den andern Hunden überlegen.“ Sie eigneten sich darum besonders gut zur Bewachung von Haus und Hof(Alciphr. 3, 47: 20νες— 0lroνοοο τἀααοοσοε—τα εαeiς ννν ναην MOlorroi), zum Schutz der Herden gegen Raubtiere(Horaz Ep. 6, 5: amica vis pastoribus) und zur Jagd auf diese. Da Kerberus ein Hund des Molosserkönigs Aidoneus gewesen sein soll(Plut. Thes. 31), haben wir viel- leicht in dem zottigen, wolfshundähnlichen Kerberus der Vasengemälde(bei Ingh. II, 136 u. a. a. O.) den Typus des schweren molossischen Hirtenhundes zu sehen. Von den andern Hunden, die Xenophon zur Saujagd verwandt wissen wollte, sind wir den lakonischen schon auf den Bildern der Eberjagden begegnet. Sie dienten dabei vornehmlich als Leithunde. Auf zweien dieser Gemälde sehen wir aber auch Hunde, die der Maler sicher durch ihr geflecktes Fell von andern unterscheiden wollte: A. V. Taf. 235. Kalydonische Jagd des Glaukytes und Archikles mit 6 Hunden. Fig. 2 zeigt einen derselben mit dem beigeschriebenen Namen Aetzos, der von hinten auf einen Keiler gesprungen ist und sich im Kamm hinter dem Gehör festzubeiſsen sucht. Seinen Namen trägt der Hund von einem groſsen weiſsen Flecken am Schulterblatt. An die Färbung des Hundes Leukios auf Taf. 235 erinnern zwei Hunde eines Bildes der kalydonischen Jagd auf einer südetrurischen(aus Volci oder Caere stammenden) Vase bei Gerhard, Etrurische und Campanische Vasenbilder Taf. X, 4. Sie erscheinen auf dem Gemälde schwarz mit weilſsen Abzeichen an Läufen und Rumpf; Fig. 2a zeigt den einen derselben, der wie der Hund auf 235 sich auf dem Rücken des Keilers festbeiſst. Ein dritter Hund ist einfarbig schwarz. Denn die braune Färbung des Halses ist bei diesem und den andern beiden ebensowenig als die natürliche anzusehen, wie die der Kammborsten des Ebers; vielleicht sollen dadurch die sich um den Hals sträubenden Haare oder nur die gröſsere Länge derselben angedeutet werden. Die lakonischen waren einfarbig oder hatten höchstens im Gesicht andersfarbige hervorsprossende Haare; als Lakonen können also diese an Läufen und Rumpf weiſsgefleckten Hunde, die jedesmal der Sau von hinten auf den Rücken gesprungen und so als Saupacker gekennzeichnet sind, nicht angesprochen werden. Auch der Körperbau erscheint schwerer, der Rumpf länger, der Kopf nicht so spitz und die Läufe kürzer. Wir haben in ihnen also sicher eine besondere Rasse zu sehen. Aber dabei müssen wir auch stehen bleiben. Doch ist es möglich, daſs wir in diesen Tieren sogenannte indische Hunde sehen, von denen Xenophon sagt, daſs sie stark, groſs, schnellfüſsig und mutig seien ³⁰) und von denen sonst gerühmt wird, daſs sie sich an die stärksten Tiere wagten und fest in dieselben verbissen ³¹). Mit diesen Eigenschaften waren sie zu Saupackern ganz wie geschaffen. Wir lesen von ihnen sonst bei Aristoteles¹²), daſs sie von Tigern und Hunden stammen sollten, und wie die rote Farbe lakonischer Hunde die Mär einer Kreuzung von Hund und Fuchs ³⁰) 9, 1. ³¹) Klian, Tiergesch. 4, 19. Vgl. auch die fabelhafte Erzählung 8, 1. ³²) h. a. 8, 167. 25 schuf, kann hier das gefleckte Fell zur Ehre einer Abstammung vom Tiger verholfen haben. Für die Jagden der Perserkönige und Satrapen wurden sie in groſsem Maſsstabe gezüchtet, da nach Herodot ³³) in Assyrien vier grolse Dörfer, von allen übrigen Leistungen befreit, für die Pflege dieser Hunde zu sorgen hatten. Mit Xerxes' Heereszug kamen unzählbare dieser Tiere nach Griechenland²⁴) und wurden jedenfalls von den griechischen Jägern als gute Beute betrachtet und ihre Rasse fortgezüchtet. Xenophon nennt auſser diesen nur noch die kretischen Hunde als brauchbar auf der Saujagd, gibt aber nicht die geringste Andeutung über ihr Kuſseres. Arrian nennt einige Unterarten, die deοοο(ausdauernde), die drαα(die mutig drauf los gehen), und eine aus beiden gezüchtete Blendlingsart, die αναi(gemischte)⁰). Mit diesen Namen können wir zur Feststellung ihres Aussehens gar nichts anfangen. Denn dafs er Ausdauer habe und ein Draufgänger sei, verlangte man auch von jedem anderen Jagdhund. Pollux ³⁶) unter- scheidet dοdπονο und ⁴ριι. Auf seine fabelhafte Erklärung jenes Ausdrucks können wir verzichten. Der Name xοιπηmσοι(„die mit den Pferden gleichen Schritt halten“) deutet auf groſse Flüchtigkeit. Auch Arrian gesteht ihnen diese Eigenschaft zu. Er spricht nämlich (cap. 3) von einer langhaarigen Hunderasse, den sogenannten egusischen, nach einem keltischen Volksstamm benannten Hunden, die den von Xenophon an die lakonischen Hunde gestellten Anforderungen entsprächen. Von ihnen unterschieden sich die kretischen im Finden) nicht, auch ihre Verwendung zur Jagd wäre die nämliche. Dem egusischen und lakonischen in ihren Leistungen also sonst vergleichbar, seien sie schneller 5*). Dadurch kamen sie seinem an Flüchtigkeit unvergleichlichen Vertragus näher als jene, ohne ihn jedoch zu erreichen. Ob Arrian die kretischen Hunde zum Vergleich mit diesem auch äuſserlicher Ahnlichkeit zuliebe herangezogen hat, wie es fast scheinen könnte, bleibt dahin gestellt. Nicht ganz unwahrscheinlich ist es, wenn wir den dritten Hundetypus vergleichen, den die Vasen- gemälde uns liefern, so das Bild bei Ingh. III, 205: Prokris vom Speer des Kephalus tötlich getroffen, ist zusammengesunken, ihr Gatte, von einem windhundartigen Tier begleitet, steht voll Bestürzung daneben. Es gab also zu Xenophons Zeiten in Griechenland Jagdhunde, die den Windhunden zum mindesten ähnlich waren und zur Waldjagd benutzt wurden ⁴⁰⁹). Zur Feldjagd auf Hasen wurden die kretischen, wie es scheint, auf dem griechischen Fest- land zu Xenophons Zeiten nicht gebraucht; dagegen können wir aus Arrians Bemerkungen auf eine solche Verwendung schlieſsen, und überdies scheint der Name Mραιπισιο bei Pollux auf eine Jagdart zu deuten, bei der der Jäger zu Pferd und die Hunde gemeinsam hetzten. Eine solche Rennhetze würde freilich für die Windhundsnatur der kretischen Hunde sprechen, da sie mit dem stimmt, was Arrian bei der Verwendung des Vertragus berichtet*¹). ³3) Her. I, 192. ³⁴) VII, 187. ³⁸) 3, 6. ³⁸) 5, 40 u. 41. ²⁷) 3, 4. ³s) 2, 4. ³⁴) 3, 4. Je schneller der Hund war, desto schneller muſste der Jäger sein. Bei Athenäus XIV, p. 630 c werden die Kreter jagdliebend und darum schnellfülsig genannt, Kreta lieferte auch zu den heiligen Spielen nach Olympia treffliche Dolichodromen, wie die hochberühmten Sotades und Ergoteles. Pind. Ol. XII, 17. ¹⁴⁰) Teil I, p. S8. Der Wald wird auf dem Bild, wie üblich, durch einen Baum angedeutet. ⁴⁷) c. 19 u. 20 u. a. a. O. 26 Soviel über die Hunderassen Xenophons! Es würde die dieser Arbeit gesteckten Grenzen weit überschreiten, wollte ich auch die bei späteren Jagdschriftstellern erwähnten Rassennamen in ihren Bereich ziehen, so anziehende Schilderungen sie uns auch bisweilen bieten. Den Hund des Arrian freilich habe ich aus naheliegenden Gründen, was sein Kulseres angeht, berücksichtigen müssen, wenn der griechisch schreibende Statthalter Kappadociens auch nicht als griechischer Jagdschriftsteller im eigentlichen Sinne anzusehen ist. Die Jagd als noble Passion war nach hellenistischem Muster im Römerreiche international geworden, und Xenophon nachahmend schrieben Unterthanen der Kaiser ihre vwyyyerizd und carmina venatica, in denen sie aufser den Lehren Xenophons alles verwerteten, was aus den ver- schiedensten Teilen des Reichs über Jagdarten und Hunderassen zu ihrer Kenntnis gekommen war. Da hören wir nun von Hunderassen ohne Zahl, sind doch nach Gratius Faliscus¹²) mille canum patriae, ductique ab origine mores cuique sua. Die Zucht und Führung des Hundes. Daſs der verständige griechische Jäger von Xenophons Art, der alle Merkzeichen guter Rasse so genau studiert hatte, bei der Auswahl der zur Zucht bestimmten Hunde alle wichtigen Gesichtspunkte, wie das Vorhandensein jener Merkmale, Gesundheit und jagdliche Bewährung ins Auge faſste, versteht sich von selbst, wenn wir auch nicht durch Xenophon wülsten, daſs man die hitzige Hündin vor einem nicht beabsichtigten Belegen schützte,„damit sie ibre Rasse bewabre¹)“ und wenn er nicht ausdrücklich verlangte, daſs man die Hündin einem guten Hunde zuführen solle*). Sehr wichtig ist zur Beurteilung der Sorgfalt, mit der man verfuhr, eine Stelle aus Platons Republik³), die hier in der Ubersetzung folgt:„Sage mir folgendes Glaukon: Ich sehe nämlich in deinem Hause Jagdhunde in groſser Zahl, und du hast doch wohl der Be- gattung und Nachzucht derselben einige Aufmerksamkeit zugewandt?— Wie meinst du das?— Sind und werden nicht von diesen Hunden, wenngleich alle von edler Rasse sind, einige die besten?— Allerdings.— Züchtest du nun von allen in gleicher Weise Junge, oder ziehst du es vor, so weit als möglich von den besten Nachkommenschaft zu erzielen?— Von den besten.— Von den jüngsten oder den ältesten oder möglichst von den in voller Kraft stehenden?— Von den zuletzt genannten.— Und glaubst du, wenn nicht in dieser Weise bei der Züchtung verfahren wird, daſs dir die Rasse weniger gut werden wird?— Gewiſs.“ Die Stelle spricht für sich selbst.. Der griechische Jäger, der von seiner Hündin Nachzucht erzielen wollte, wählte dazu die Zeit des Winters, so dafs das Wölfen gegen das Frühjahr erfolgte. Sobald die Hitze der Hündin eintrat und der Jäger sich entschieden hatte, sie belaufen zu lassen, befreite er sie und den auserlesenen Hund von jeder Arbeit*), wartete aber bis sich die Hitze, deren ¹¹) 154 f.— ¹) 6, 1. ²) 7, 2. ³) Plato Rep. V, 459. A.*) 7, 1. 27 Dauer Xenophon auf vierzehn Tage angiebt, etwas gelegt hatte, weil so der Erfolg sicherer war(d ϑέτo eyzdsενes„iyvντ⁴α), und führte sie dann erst dem Hunde zud?). Wollte man dagegen die Begattung nicht, so schützte man die hitzige Hündin, die man demnach mit ins Freie und zur Jagd nahm, durch Seitengurte aus breiten Riemen, in welche Stacheln eingenäht waren(lν τ έν νυeτασ), deren Spitzen selbst den ungestümsten Liebhaber schrecken mufsten6è). War die Hündin dem Ende ihrer von Xenophon auf 60 Tage be- rechneten Tragezeit nahe, so vermied man es, sie auf der Jagd durch anhaltende Verwendung zu sehr anzustrengen, damit sie nicht verwerfe?*). Waren die jungen Hunde da, so lieſs man sie, bis sie anfingen herumzulaufen, am liebsten bei der Mutter, da die Milch und Pflege einer fremden Hündin die der Mutter nicht ersetzen könnte, und da die lakonische Hündin in der Regel acht Junge warfs), so hatte dies auch weiter nichts bedenkliches. Dafs Xenophon dies aber ausdrücklich erwähnt, be- weist, daſs man auch hier bisweilen gezwungen war, aus der Not eine Tugend zu machend. Welcher Kennzeichen bediente sich nun der altgriechische Jäger, wenn er in die Notwendigkeit versetzt war, unter einem ganzen Gewölfe eine Auswahl zu treffen? Ich denke, im wesentlichen derselben, die ihm beim ausgewachsenen Hunde die Rassenreinheit anzeigten. Darum schweigt der sonst so ausführliche Xenophon über diesen Punkt, weil es ihm selbstverständlich erschien. Bei späteren Jagdschriftstellern finden wir dagegen„un- trügliche“ Jägerregeln für die Auswahl. So schlägt, Nemesianus ¹⁰) die Gewichtsprobe vor und beteuert mit groſser Zuversicht, der leichteste werde der flüchtigste werden. Sein anderer Vorschlag geht dahin, der Mutter die Entscheidung zu überlassen. Man solle sie festhalten, ihr die jungen Hunde nehmen und in einiger Entfernung von ihr in einem weiten, die Gefahr ausschlieſsenden Kreise mit brennenden Stoffen umgeben. Losgelassen werde die Hündin das Rettungsgeschäft nach dem Maſse der Vortrefflichkeit ihrer Jungen vollführen und den besten zuerst, den schlechtesten zuletzt der vermeintlichen Feuersgefahr entreilsen. Ich würde diese römischen Jägerregeln nicht erwähnt haben, wäre nicht einerseits anzunehmen, dass sie bei dem griechischen Weidmann, dem Meister und Vorbild des römischen, ebenfalls bekannt waren, und hätte sich nicht der Glaube daran bis zum heutigen Tag mit unver- wüstlicher Zähigkeit erhalten. Fingen die Jungen an herumzulaufen, so setzte man sie ab und gab ihnen von da an Milch, gewöhnte sie aber auch schon an das spätere Futter. Schwere Speisen vermied der erfahrene Jäger, um seinen Hund vor krummen Läufen und vor Krankheiten zu be- wahren¹¹). Das Futter reichte er ihnen in der Regel selbst, damit sie sich an ihn gewöhnten¹²). Auf die Gewöhnung an Herrn und Haus beschränkte sich der erste Unterricht, da das, was der Hund im Feld leisten sollte, auch nur im Felde gelehrt werden konnte. Hatte der Hund den zehnten, die Hündin den achten Monat ihres Lebens erreicht¹³), so begann 5) 7, 2. Über die Dauer der Hitze vgl. auch Arist. h. a. 6, 136. ⁶) 6, 1.*) 7, 2. Aristoteles sagt, dals die lakonische Hündin sechzig Tage oder etwa einen, zwei oder drei Tage länger trage, h. a. 6, 136. ⁸) Ar. h. a. 6, 139. Uber die lakonischen Hunde überhaupt vgl. h. a. 6, 134— 141. ³⁹) Xen. 7, 3. ¹⁰) v. 144 ff. ¹¹) Xen. 7, 4. ¹²) 7, 12. 3) 7, 6. E 28 man sie zu einer Zeit, in der ihnen durch die Hitze keine Gefahr drohte¹¹⁴), bei windstillem Wetter¹⁰, im Terrain abzuführen, und wechselte, wenn es möglich war, bei jeder Lektion mit dem Revier, damit sie ortskundig wurden¹⁰⁶). Am liebsten führte man sie, wenn es an- ging, auf Berge und nur im Notfall auf bebautes Land. Denn an den kahlen Bergeshängen war es einerseits dem jungen Tiere leichter eine Spur aufzunehmen und zu verfolgen, andererseits härtete solche Ortlichkeit den Körper, besonders aber der harte Boden die Füſse ab¹*). Da kam es nun darauf an, die angeborenen Eigenschaften zu wecken und an die richtige Verwendung derselben zu gewöhnen. Die alten, jagdgeübten Hunde mulsten das Beispiel geben. Ihnen folgten die Jäger mit den jungen Hunden. Zeigten jene durch ihr Betragen an, daſs sie auf der Fährte waren, welche zu dem im Lager ruhenden Hasen führte, so setzte der Jäger den Lehrling, den er am langen Riemen hielt, auf die Spur und lieſs ihn den alten nachziehen¹⁵). Der lange Riemen gewährte teils dem Hunde Spielraum, den angeborenen Spüreifer zu befriedigen, teils ermöglichte er es dem Jäger, allzugroſsen Eifer zu zügeln und Fehler rechtzeitig zu rügen. Fuhr der Hase aus dem Lager, so löste der Jäger den jungen Hund nicht eher, als bis er aus seinem Gesichtskreis verschwunden war¹¹), damit er sich in seinem Jagdeifer nicht schadeteo). Häſsliche Hunde, sagt Xenophon verächtlich, könne man getrost gleich loslassen, denn diese würden von selbst von vornherein die Hoffnung aufgeben, den Flüchtling einzu- holen²¹). Dann aber setzte man den Hund von der Fessel befreit auf die frische Fährte*). Der Jagd mit Hülfe der Nase folgend, kamen die beanlagten Schüler, wenn das Glück hold gewesen und Lampe ins Netz geraten war, auch bald bei der Fangstelle an, wo indessen der Netzwächter den Gefangenen vor den Zähnen der Meute durch warnenden Zuruf ge- schützt hatte*³), doch nur, um ihn dem Gebilſs der Jungen als Opfer aufzusparen Diesen überlieſs man den Unglücklichen zum Zerreiſsen²⁴), eine Freude, die ihnen in der Folge nur noch dann widerfuhr, wenn ein Zufall ihnen den Hasen in den Rachen trieb, was nach Xenophons Bericht selten genug eintrat²?). Dass in diesem Falle der Braten für den Jäger hoffnungslos verloren war, lieſs sich nach jener ersten Lektion nicht anders erwarten. Da es nun bei diesem Jagdbetrieb zunächst erstrebt wurde, einen Hasen in die Netze zu treiben, es also darauf ankam, daſs die Hunde beim Spüren nicht zu weit revierten, sondern sich im Bereich der an den Pässen aufgestellten Netze hielten, denen sie die Hasen zutreiben sollten, muſste der Jäger rasch hinter seinem Hund hersein und ihn, wenn er zu schwärmen anfing, an die lange Leine nehmen, bis er gelernt hatte, nicht zu weit zu suchen*⁰). War eine solche Jagdlektion zu Ende, gab man dem jungen Hunde bei den Netzen, die nun aufgenommen wurden, sein Futter. So gewöhnte er sich daran, immer dahin zurückzu- kommen, wenn man auch bald mit dieser Maſsregel aufhörte, da der Hund, dessen Jagdeifer erweckt war, so lange er sich im Revier befand, doch nichts fraſsꝰ). Diesen Jagdeifer durfte er aber nur bei der Verfolgung der Hasen bethätigen; und ) 4, 11., ¹⁸) 6, 2. ¹⁰) 6, 4. ¹) 4, 9 u. 10. ¹³) 7, 6. ¹⁹) 7, 7. ²¹⁰) 7, 8. ²¹) 7, 9. ²²) 7, 9. ²¹) 6, 10. 24) 7, 9.*5) 5, 20. ²⁰) 7, 10. ²*) 7, 11, 29 wie wir von einem hasenreinen Hühnerhund sprechen, verlangte der griechische Jäger einen fuchsreinen Hasenhund. Den jungen Hund von der Vefolgung eines ihm plötzlich auf- stoſsenden Reinecke abzuhalten, ihn zu strafen, wenn er sich im Verfolgungseifer hatte hin- reifsen lassen, gehörte auch zu den Pflichten des Lehrmeisters s). War der junge Hund über seine Pflichten aufgeklärt, so arbeitete er mit der Meute. Hierbei kam es für den Jäger darauf an, den Eifer der Hunde beim Aufsuchen des Hasen, mochte er noch im Lager sein oder mochten sie die Spur des aufgestoſsenen verloren haben, möglichst zu zügeln, dagegen zu steigern, wenn sie zweifellos auf der Fährte oder ihm gar sichtig auf den Fersen waren. Gut Hunde! Brav Hunde! rief er ihnen in diesem Falle zu²⁵), während er sie beim Aufsuchen des Lagers hier und da einmal, wenn es nötig war, warnend beim Namen ansprach¹⁰). Dazu war es nötig, daſs der Jäger sich selbst in der Gewalt hatte und nicht zu aufgeregt wurde. Darum warnt Xenophon die angehenden Jäger, aufzuschreien, wenn der Hase aufgehe, damit die Hunde nicht auſser sich gerietent), und wenn die Hunde auf der frischen Fährte hinrennten, nicht anhaltend mit ihnen zu laufen, damit sie nicht im Wetteifer die Spur überschössens²). War dies aber geschehen, dann rief der Jäger sie zurück¹³¹), machte sich da, wo sie die Spur verloren hatten, ein Zeichen, nahm die Meute an und suchte unter freundlichem Zuspruch und Streicheln in immer weiteren Kreisen um dieses Zeichen herum, bis die Fortsetzung der Fährte gefunden war¹³¹). Schön ist, wie Xenophon auf die Individualität der Hunde Rücksicht nimmt. Er rät nämlich dem Jäger, falls die Hunde nicht mehr könnten, ohne daſs ein schon abgehetzter Hase, der sich vor Müdigkeit und Furcht wieder gedrückt hatte, gefunden war, die Hunde bei sich zu behalten und selbst nach und nach alle Fleckchen, die Deckung bieten könnten, abzusuchen und dabei den Hunden je nach ihrer Gemütsart, so dem selbständigen wenig, dem menschenfreundlichen viel zuzusprechen ⁰). Vor dem Appell dieser Hunde müssen wir übrigens allen Respekt haben, wenn wir lesen, daſs der Netzwächter die Mordlust der Meute, wenn sie auf der Fährte des im Netz zappelnden Hasen anstürmte, durch Zuspruch dämpfen solle, ohne einen zu berührenss). War das fröhliche Jagen zu Ende, dann rieb man die Hunde ab und verliels das Revier. War es aber im Sommer um die Mittagszeit, so daſs zu fürchten war, die Hitze des Bodens könne den Füſsen der Hunde schaden, dann wartete man ihnen zu Liebe, bis es kühler geworden wars?). UÜberhaupt nahm man auf die Hunde stets die nötige Rücksicht. Daſs eine für Tier und Mensch so überaus anstrengende Jagd nicht jeden Tag exerciert werden konnte, liegt auf der Hand. Xenophon denkt aber nur ans Wohlergehn der Hunde und rät, ²8) 6, 3. ²⁰⁹) 6, 17; 19; 20: 1 x⁴ε*, 1d, zuves,(so ist wohl mit Dindorf statt zazde, das neben dem an-— feuernden ie keinen Sinn hat, zu lesen), αmσιο„ε ues,„aldhe ye d uysg.„hussa Hunde, hussa Hunde, recht so Hunde, schön Hunde.“ Oder edye, edye 6 ee, En&ο⁹˙⁸ G uvsc,„gut Hunde, drauf Hunde“! ³³⁰) 6, 14. 3²¹) 5, 15. ³2²) 17, 22. ³³) 6, 20: oU nddνν, ods dd ᷣ zuves;„(wollt ihr) nicht zurück, nicht zurück, Hunde?“ ³¹) 6, 21: ouεlHsu, sc. ra uwαs eigentlich anreihen z. B. rouνe σmπιιπασ„Zeisige an einer Schnur anreihen“; hier: zusammenkoppeln. ³⁸) 6, 25. ³6) 6, 10: un dnröuevos dddd aααμηοενο. ³⁷) 6, 26. 30 sie nur jeden dritten Tag zur Suche hinauszuführen, gesetzt, daſs kein Hindernis vorliegess). Bei Schnee z. B, der Füſsen und Nase schaden sollte, solle man sie zu Hause lassen und allein suchen¹²⁵); schon wenn sie ihr Futter nicht nehmen wollten, glaubte er zu völliger Schonung verpflichtet zu sein⁰). Diese Fürsorge spricht sich auch sonst aus: Xenophon rechnet zur Ausrüstung der Hunde Leitriemen, Halsbänder und für Hündinnen aufserdem die schon erwähnten Seiten- gurte für besondere Fälle und schreibt vor, daſs die beiden letztgenannten breit und weich seien, damit die Hunde nicht gerieben würden, und daſs man die Leitriemen nicht vermittelst einer Schlinge am Hals des Hundes befestige, denn wer aus dem Riemen zugleich das Hals- band mache, der meine es nicht gut mit seinem Hunde4¹). Und so haben wir ihn und mit ihm den griechischen Weidmann seiner Zeit auch nach dieser Seite bewährt gefunden; denn mit der genauesten, auf scharfer Beobachtung begründeten Kenntnils des Hundes, seiner Vorzüge und Mängel, seiner Tugenden und Fehler ver- band er zugleich ein warmes Herz für diesen seinen treuesten und wichtigsten Jagdgenossen, und wenn je einer, verdient er den Namen eines echten und gerechten Jägers. ³8) 6, 3. ³⁵) 8, 2. ⁴⁰) 6, 2. ¹¹) 6, 1. eWere Sd Nawaba,df teese 4 2* —— 8. a. e 3. — — N opf vVroν — ne 8 25 4 8 23 4 85 *— N 8e. NX N 8 8 32 87 8 8 4 . X 8 8 5 31 Jahresbericht über das Oster-Schuljahr 1888/809. I. Die allgemeine Lehr-Verfassung des Gymnasiums. 1. UÜbersicht über die einzelnen Lehrgegenstände und die für jeden derselben bestimmte Stundenzahl. D D VI v V IV nun Ober fier un bher, Qaer Sa. Religionslehre, ev....... 3 2 V 2 2.1 2 2 22 2 V 2 19 Religionslehre, kath...... 2 2 2(6) Deutsch.......... 3 2 2 2 2 2 2 3 I 3 21 Latein........... 9 9 9 9 9 8 8 8 8 77 Griechisch.........——— 7 7 7 b 7 6 6 40 Hebräisch..........——————(2)(2)(4) Französisch.........— 4 5 2 2 2 2 2 2 21 Englisch.........——-——-—(2)(2) Geschichte und Geographie.. 3 3 4 3 3 3 3 3 3 28 Rechnen und Mathematik.. 4 4 4 3 3 4 4 4 4 34 Naturbeschreibung...... 2 2 2 2 2———— 10 Physik.........————— 2 2 2 2 8 Schreiben........ 2 2——————— 4 Zeichnen.... 2 2 2(2) 6(4 2) Turnen....... 2 2 2 2112 2[2 2 2 18 30 32 32 32 32 32 32 32 32 286 8)(38)(38)(38)(300) Das Gymnasium zählte während des verflossenen Schuljahres fünfzehn Klassen, nämlich neun Herbstklassen(Oberprima bezw. Gesamtprima bis Sexta) und sechs Oster- klassen(Untersekunda bis Sexta). Dazu wird von Ostern d. J. eine neue Oster-Obersekunda kommen. Stunden- 32 2. Übersicht der Verteilung der Stunden Nr Namen. Ordin. Stenin] Korr.] Mll MI2. MII1. M II2. 0112. H III 1. Deutsch 3 V 1. Heufsner— 11 1 Horaz 2 Horaz Soph. Hom. 3 Mathem. 4 Mathem. 4 2.] aAuth—- 15— fphysik 2 Physik 2 Latein 6 ☚ 44.„ 2. Griech. 7 3. Prätorius- MI12 20 5 Fränads. 2 Franzos.?2 oph. Hom. 3 „ Religion 2 Religion 2 4. Krämer MII2. 21 3 Religion 2(Griech. Latein 8 Religion 2 (Pros.) 3 Deutsch 2 Mathem 4 5. Auth II— 22— Physik 2 . MII. 21+†: Griech. 7 6. Püttgen M VI 9 4+ 1[Latein 6 Gesch. 3 Gesch. 3 Latein 8 . BWauner BIII. 22 5 Cech 3 eucden 2 V 21+. Deutsch 3%½ Latein 8 8. Manns 0 II2 4 74+ 1 Gesch. 3 Gesch. 3 Deutsch 2 9. Zülch 0HHII. 22 3 Hebräisch 2 Hebräisch 2 — Religion 2 Französ. 2 10.—— Mathem. 4 0. Rost 24 V Physik 22 Mathem. 4 Mathem. 3 11. Franz— 24 1 Physik 9 Naturk. 2. Griech. 7 12. Eigenbrodt MIII2. 24 3 Y Briemn. 5 5 Französ. 2 Französ. 2 5 13. Bochräder MIv. 23 iee aehe es 22 Englisch 2..... c.. Fran⸗ds.2 23+ Latein 9 14. Bleckmann MIIII. 2 3 Deutsch 2 15.Sunkel OIV. 25 3 Gesch. 3 16. Schmitt OIII2. 24 3 Griech. 7 17. Heil MV. 24 4 18. Thies Syf 25. 4 19. Stern— 26— Turnen 2 Turnen 2 deesh 7.. Chor 1— V 3.... Gesang. 20. olzenberg— 25 Turnen 2 Turnen 2 21. Wenzel— 18—.. Zeichnen I— III 2... 22. fFürer(Wehmeyer)— 18— V Religion 2 23. Martin— 6—... Katholische Religionslehre 2....... Katho- —— 32 Die 9 St. Latein in MVI gab Cand. prob. Thieme und besorgte das Ordinariat dieser Klasse, — 8 i — o F ranzös. 2 — — ¹ Latein Deutsch 2 Religion 2 Mathem. 3 Naturk. 2. Griech. 7 Gesch. 3 Französ. 2 9 33 unter die einzelnen Lehrer.(Hommerhalbjahr 1888.) die 4 St. Französisch in OV und 2 St. Geschichte in OIV gab Kandidat Stengel. ——— 1I 1. M MI 2. 0O MI2. MIV. OIV. MV. 0OV. MVI. OuVI. Namen. Gesch 1 Heufsner Mathem. 3 Auth 1 —Q——— Prätorius ˖—— Krämer Math 2 uem latdem„3 Naturk. 2 Rechnen 4 Auth 1I Franzôs. 5 Latein 9 Püttgen Geogr. 2 Französ. 4 Wagner Französ. 2 Französ. 4 Manns Latein 9 S 7 Deutsch 2 Gesch. 1] Zülch eligion 2 Rechnen4 Rechnen 4 Rechnenm 4 — Naturk. 2 Naturk. 2 Yaturk. 2 Rost Rechnen 4 Rechnen 4 Franz — Naturk. 2 1 Deutsch 3. 1. beennchte 2 Eigenbrodt Geographie 3 — PDeutsch 2 Franzö Latein 9 Bochröder 2ds 2 Franzos. 2 Deutsch 2. Gech- 1 — esch. Griech. 7 Religion 2Gesch. 2 Geogr. 2 Bleckmann — Turnen 2 Griech. 7 Latein 9 Sunkel Turnen 2— Deutsch 2G Gesch. u. Latein 9 Geogr. 3 Schmitt Logr. 3 Deutsch 2 Gesch 1— gri h. u. Latein 9 Geen. 7(Ae u, Hantsch 2 Deutsch 3 Heil Französ. 5 Hetau Latein 9 Thies dumnen. Turnen 2 Geogr. 2 Turnen 2 Schreib. 2 8 desang 2 Stern u. 1 — Religion 2 Turnen 2 Turnen 2 ...... 2 Gesang 2 8 Loane 2 2 9 5 Sieen urk. urnen Beogr. olzenberg — Turnen 2 Schreib. 2 Geogr. 2 4 -——..— f Zeichnené Zeichnen2 Zeichnen2 Zeichnen2 Beichdea Zelemen⸗ Wenzel ———— 1—„ Religion 2 Religion 2 Gesch. 2 Religion 2 Religion 2²2 Religion 3 Religion 3] Fürer(Wehmeyer) Asche Religionslehre 2...... Katholische Religionslehre 2.......... Martin 32—⸗ð⸗—B—ℳ 74 44 nn8EEEEE 34 2. Ubersicht der Verteilung der Stunden Nr. Namen. Ordin. Snden- Korr.] M I 1.—KH12. H II 1. 0 11 2. MII 2.] 0 III1 Deutsch 3. 1. Heufsner— 11 1 fdloraz 21HHoraz 2 Soph. Hom. 3 ——e Mathem. 4 Mathem. 4 2. Auth— 3— ſppysik ¹ Mher 2 +— Latein 6 voch 3. Prätorius 11. 20 5 Französ. 2 ſönech. 7 Soph. Hom. 3’* — Religion 2 Latein 8 4. Krämer II1. 21 4 ſelgion Deutsch 2 Religion 2 Griech. Prs. 3 Religion 2 „— Mathem. 4 Mathem. 3 5. Auth l—- 22— Physik 2 Naturk.?2 6. Püttgen 12. 21 4 Latein 6 Griech. 3 MII 2. 22+ 4+† Gesch. 3 Latein 8 7. Wagner MV. 9 1 Griech. Prs. 3 Deutsch 2 „ 21 4+ Deutsch 3 Latein 8 8. Manns oIlz.] ²21.4 Deutsch 3 Patein 8Gesch. 3 1 Latein 9 i Hebräisch 2[..... Hebräisch 2.. 9.LZülch OIII 1,24 3 0.... Deutsch?¹ Religion 2 Französ. 2 Rehgion? Mathem. 4 10. Rost(Sonne)—- EA* ae Physik 2 11. Franz— 23 1— 4 12. Eigenbrodt MIII124 3 13. Bochröder MVI. 24 7 Franzus. N lsch Franads.2 2 Pranzös.) 14.] Bleckmann MII2 2t 3 15. Sunkel olv. 23 2 Sedene ug . Iri Gesch. u. 16. Schmitt O III2 24 3 Griech. 7 Geogr. 17. Heil MIV. 24 4 Griech. 1 18. Thies OV t 41 19. Stern— 26— Turnen 2 Turnen 2 20. Stolzenberg— 25—.[Chor-V...[Turnen 3 Turnen 2 Gesang. 21.„Wenze!=ai1ge a Zeichnen 22. Fürer— †— Religion 2 23. NMartin— 6— Kathol. Reſigionslehre.............. 2 Kathol.. 2 ſ 2 32 52 32 Die 9 St. Latein in MV gab Kand. prob. Thieme und besorgte auch das Ordinariat dieser Klasse, die 0V(6 St.) gab Kand. Schmitt, die 9 St. Latein in O VI Kand. v. Seidel, der zugleich die Ord nariatsgeschäfte Geographie in MIV gab längere Zeit Dr. Leicher(s. Chronik), unte — IIII 1. — F ranzös. 2 —— Religion 2 — — Latein9 deh.Ger 3 6 — Religionsl 32 4 8t. Fra sorgte athem. 2 35 tunden unter die einzelnen Lehrer.(Minterhalbjahr 1888/89.) —————— QO⏑—B—ZB⁊&X=½ V——:’—— 2. 0 III 1 AlI l. 0 1112. M 111 2. OW. KMW DOV. hNV. 0OVI. MVI.I Namen. w Gesch. 1 Heufsner ——Q·[m[i[i[— Mathem. 3 Auth 1 Q·———— . 7 74 s. 2 Prätorius n 2 Religion 2 Krämer — Mathem-3 Mathem. 3 Naturk. 2 Naturk. 2 Naturk. 2 Rechnen 4] Auth II Französ. 5 Püttgen 8— Franz. 4 h 2. Geogr. 2 Latein 9 Wagner (—H—Q— 23 Französ. 2 Franz. 4 Manns — Tatein* — Denschg Religion 2 Gesch. 1 Zülch Religion?— — Rechnen 4 Rechnen 4 Rechnen 4 Naturk. 2 Naturk. 2 Naturk. 2 Rost(Sonne) mn. 4 Mathem. 3. Rechnen 4 Rechnen 4 Franz 2— Lztem-h Naturk. 2 Naturk. 2 Deutsch 2 Gsch. u. Ggr. 3 Griech. 7 Eigenbrodt Deutsch 2 Gesch. 3 Latein 9 5 2 Französ.) Französ. 2 Französ. 2 Deutsch 3 Bochröder Latein 9 Gesch. u- 5 atein 2. U. 8 Griech. 7Deutsch 2 Gesch. 2 Gesch. Geogr. 3 Bleckmann 0 riech. 7 Latein 9 — nen 2 Turnen 2 Sunkel —(desch. u. Latein 9 Gesch. u. Geogr. 3—. Henscel 2 4 Lilen 5 Geogr. 3 Schmitt j esch. u. atein— — Griech. ¹— geogr. 33 4 Deutsch 2— Deutsch 3 Heil Französ. atein.— ——— Deutsch 2 Deutsch 2 Latein 9 Thies 3 3 ter es 2 Gesang 2 Naturk. 2 Turnen Turnen 2 Turnen 2 Geogr. Religio 22 2 Turnen 2 Sesung 3 Stern — 2 1 Gesang 2 Gesan urnen 2 Naturk. Gesahng............ 2 4 ſlruen 2 3 Nätühee 3Geogr. 2 Stolzenberg ——— V Zeichnen² 2 Zei...... ichnen? Zeichnen? Zei gei Zeichnen? Zeichnen- .— eichnen..... 2 Zeichn 7 eichnenz Zeichnen Sehreib. 2 Schreib. 2 Wenzel Religion ² Religion 2 Religion 2 Religion 2 Religion 3 Religion 3 fFürer 2 Kathol.. Rellgionslehre. e 2 Kathol. Religionsſche........ 2 Nartin QQę⸗(· ····——V òO 32 3 8 22 4 le ͤ i i e e. Klasse, die Laß. Französisch in O V und 2 St. Geschichte in OIV gab Kand. Stengel, Rechnen und Naturgeschichte in riatsgeschäfte Asorgte, die 3 St. Religion in O VI und 2 St. in M V Kand Wehmeyer, 3 St. Mathem. in O III 2 und 2 St. (8. Chronik), athem. in O III2 danach Kand. Schmitt. 3. Übersicht über den während des abgelaufenen Schuljahres erledigten Lehrstoff. (Die Mitteilungen über das Schuljahr 1887/88 der Herbstklassen beschränken sich auf die Lektüre und die Aufsatzthemata der beiden oberen Klassen.) a. Lektüre und Aufsatzthemata der M. I und M. II im Schuljahre 1887/88. Deutsch. Oberprima. Lektüre: Aus Klopstocks Messias und Oden, Lessings Laokoon und Hamb. Dramaturgie; Emilia Galotti, Goethes Iphigenie und Tasso; Lyrik von Schiller und Goethe. Aufsätze: 1. Welche Folgen hatte für Deutschland seine Verbindung mit Italien im Mittelalter? 2. Klopstocks Bedeutung für die deutsche Nationallitteratur. 3. Warum setzt man um das Jahr 1500 den Anfang der neuen Zeit?(Klassenarbeit). 4. Mit welchem Recht wird Horaz von Schiller der wahre Stifter der sentimentalen Dichtungsart genannt? 5. Welche Eigenschaften bewundern wir an den alten Römern? 6. Ajas bei Sophokles, ein echt tragischer Charakter. 7. Alexander und Pyrrhus, ein Vergleich. 8. a) Die Folgen des peloponnesischen Krieges für Athen. b) Gottentfremdung und Gottesglaube in den Goethe'schen Gedichten„Prometheus, Ganymed, Grenzen der Menschheit, das Göttliche“.(Klassenarbeit.) 9. Des Perikles Verdienste um Athen. 2 Unterprima. Lektüre: Geschichte der deutschen Litteratur bis zur Reformation im Anschluſs an die Lektüre hervorragender Dichtungen(Nibelungenlied, Gudrun, Parzival, Lieder Walthers von der Vogelweide, Fischart, Volkslieder mit Auswahl nach Hopf und Paulsiek); Lektüre von Schillers Wallenstein und Goethes Egmont. Memorieren einiger Gedichte von Walther von der Vogelweide. Aufsätze: 1. Wodurch giebt sich in Goethes Götz von Berlichingen der Eintritt einer neuen Zeit kund? 2. Wallensteins Lager, ein anschauliches Bild des Soldatenlebens im dreiſsigjährigen Kriege. 3. In welcher Form erscheint die Treue im Nibelungenliede? 4. Warum verdient der Frankenkönig Karl den Beinamen des Grofsen?(Klassenarbeit.) 5. Inhalt und Gedankengang von Schillers Einleitung zu seiner Geschichte des Abfalls der Niederlande. 6. Welche Mittel der Charakterisierung stehen dem dramatischen Dichter zu Gebote?(Nachgewiesen aus Goethes Egmont.) 7. Der Einfluſs der Kreuzzüge auf das Rittertum. 8. Der Dichter Walther von der Vogelweide ein Kind seiner Zeit.(Klassenarbeit). Obersekunda. Lektüre: Goethes Hermann und Dorothea und Schillers Maria Stuart(W.); Goethes Götz und Nibelungenlied(nach einer Ubersetzung)(S.); ausgewählte Gedichte von Klopstock, Schiller, Goethe und Geibel. Aufsätze: 1.„onεn⁶ε 5αeεσς 2. Charakteristik des Wirtes in Goethes Hermann und Dorothea. 3. Welchen Verlauf nimmt die Handlung im I. Gesang von Goethes Hermann und Dorothea? 4. Kann man die Kriege der Römer bis zur Schlacht bei Pydna als Eroberungskriege bezeichnen? (Klassenarbeit). 5. Welche Umstände in Schillers Maria Stuart erregen besonders in uns die Gefühle der Furcht und des Mitleids? 6. Welche Entwicklung nimmt der Gedankengang in Geibels Gedicht„Der Tod des Tiberius“? 7.„Aller Anfang ist schwer.“ 8. Warum zog Hannibal bei seinem Zug nach Italien den Weg über die Alpen dem Seewege vor?(Klassenarbeit,) 37 Untersekunda. Lektüre: Lessings Minna von Barnhelm und Herders Cid(nach Hopf und Paulsiek)(W.); Schillers Wilhelm Tell und Jungfrau von Orleans(S); ausgewählte Gedichte von Goethe, Schiller, Uhland, Chamisso, Geibel. Aufsätze: 1. Bertran de Born, ein Sänger und ein Held(nach Uhland). 2. Rhein und Donau, eine Vergleichung. 3. Charakteristik Cids(nach Herders Romanzen). 4. a) Welche Bedeutung hat das Auftreten Riccauts in Lessings Minna von Barnhelm? b) Charakteristik des Wirts in Lessings Minna von Barnhelm. 5. Die Erlebnisse des Aeneas in Karthago(nach Verg. Aen. I, 418— 755). 6. Aus welchen Gründen sollen wir nach der Darstellung Schillers die That Tells nicht als Meuchelmord, sondern als Notwehr betrachten? 7. Der Streit des Diktators L. Papirius mit dem Reiterobersten G. Fabius.(Nach Liv. VIII, 30— 36). 8. a) Die trostlose Lage Frankreichs vor dem Auftreten der Jungfrau von Orleans. b) Welchen Eindruck macht das Auftreten Johannas am Hoflager König Karls zu Chinon? Lateinisch. Oberprima. Lektüre: Hor. Od. III u. IV. mit Auswahl. Sat. mit Auswahl.— Tac. Ann. I u. II mit Auswahl und Germania(allgemeiner Teil); Cic. or. Phil. II. Aufsätze: 1 u. 2. Augusti vita a prudentibus varie extollebatur arguebaturve(Tac. ann. I, 9) Pars I u. II. 3. De expeditionibus a Germanico in Germanos factis. 4. Neminem ante mortem beatum esse praedicandum insignioribus quibusdam exemplis comprobetur(Klassenarbeit). 5. Demo- sthenes et Cicero vita non magis quam morte similes. 6. Virtute Miltiadem, prudentia Themistoclem, iustitia Aristidem res Atheniensium maxime firmasse atque auxisse. 7. Quanta fide Hannibal ius iurandum patri datum servaverit(Klassenarbeit). 9. Romani quid debuerint Scipionibus(Abi- turientenarbeit). Unterprima. Lektüre: Hor. Od. I u. II mit Auswahl; Sat. I u. Epist. I mit Auswahl.— Cic. Cato maior, Laelius, pro Archia poeta, pro Murena. Aufsätze: 1. M. Porcius Cato quae gesserit et qui vir fuerit. 2. De Menelao Pandari sagitta vulnerato. 3. Daabus urbibus inimicissimis Romanorum imperio eversis non solum praesentia, verum etiam futura bella delevit Scipio. 4. a) Themistocles fecit idem, quod viginti annis ante Coriolanus. b) Creontem, Thebanorum regem, qualem in Kiace finxerit Sophocles.(Klassenarbeit.) 5. De orationis Murenianae exordio. 6. De Hectoris et Aiacis certamine singulari. 7. Intus, intus, inquam, est equus Troianus. 8. a) De Iliadis libro eo, qui inscribitur Ayauuroros dorela. b) De Archia poeta a Cicerone defenso.(Klassenarbeit.) Obersekunda. Lektüre: Verg Aen. V u. IX zum Teil. Cicero pro Milone(W.), Livius XXI mit Auswahl(S.). Aufsätze: 1. Quomodo Caesar Aduatucos oppresserit. 2. De Caesaris altera in Britanniam expe- ditione. 3. De bello Punico tertio. 4. De bello Iugurthino. Untersekunda. Lektüre: Verg. Aen. I und II.— Cic. or. pro lege Manilia und or. in Cat. I(W.); Liv. VIII und IX mit Auswahl(S.). Griechisch. Oberprima. Soph. Aias. Hom. Jl. XIII—XXIV.— Demosth. orat. Phil. III, Olynth. I(W.); Platon. apolog.(S.). Unterprima. Soph. Antigone. Hom. Jl. III— XII. Thukydides VI und VII. Obersekunda. Hom. Od. III, IV, IX, X. Hom. Jl.—IV. Herod I und II mit Auswahl. Untersekunda. Xen. anab. I, 8 bis zum Schlusse, II, III. Hom. Od. IX, X. Französisch. Oberprima. Montesquieu, Considérations sur les causes de la grandeur des Romains et de leur décadence. Mignet, Histoire de la révolution française. Unterprima. Ségur, Histoire de Napoléon et de la grande armée(I. Teil). Molière, l'Avare. Obersekunda. Racine, Athalie. Michaud, Histoire des croisades I. Untersekunda. Scribe, Le Diplomate. Voltaire, Charles douze Hebräisch. Prima. I. Sam. 20— 26. Englisch. Sekunda. Gesenius, Elementarbuch, 5. Abschnitt, Memorierstücke der 1 und 2. Reihe. b. Der von den Osterklassen erledigte Lehrstoff. Oster-Untersekunda. Ordinarius: Oberlehrer Manns. 1. Evangelische Religionslehre(2 St. w.). 1. Bibelkunde des alten Testaments. Geschichte des Reiches Gottes im alten Testament. Lesen wichtiger Abschnitte aus den poetischen und prophetischen Büchern des alten Testaments, besonders ausgewählter Psalmen und Abschnitte aus Jesaia. 2. Wiederholung des ganzen Katechismus, früher gelernter Lieder, Sprüche(besonders messianischer Weissagungen) und Psalmen. S. Wehmeyer, W. Fürer. Katholische Religionslehre(2 St. w.). Sittenlehre nach Dreher. Lesen mehrerer Kapitel des Römerbriefes. Martin. 2. Deutsch(2 St. w.). Lessings Minna von Barnhelm; Herders Cid nach Hopf und Paul- siek; Lessing: UÜber die Fabel und Fabeln nach Hopf und Paulsiek; Schillers Wilhelm Tell und Jungfrau von Orleans; ausgewählte Gedichte von Göthe, Schiller, Uhland, Chamisso, Geibel; Auf- sätze und Dispositionen. Memorieren einiger Gedichte. Manns. Themata der Aufsätze: 1. Welche Umstände erleichterten Cäsar die Eroberung Galliens? 2. Unser Klassenspaziergang. 3. Die Vorgeschichte zu Lessings Minna von Barnhelm. 4. Der Cid ein Spiegel echter Ritterschaft.(Klassenarbeit) 5 Die Dienstleistungen der Haustiere. 6. Kneas' Flucht (Obersetzung von Vergil, An. II, 721— 795 unter vergleichender Benutzung der UÜbersetzungen von Schiller und 39) 7. Die Hermannschlacht von Schwanthaler. 8. Inhaltsangabe von Schillers Tell.(Klassen- arbeit. 3. Latein(8 St. w.). Vergils Aneis I u. II(2 St.), Livius, Buch VII—X und XXI und XXII mit Auswahl(4 St.). Grammatik nach Ellendt-Seyffert(§ 129— 233). Wiederholung von § 234— 342. Mündliche UÜbungen und schriftliche Übersetzungen nach Süpfle und nach Diktaten (2 St.). Manns. 4. Griechisch(7 St. w.). Homer Odyss. I, V, VI(2 St.). Xen. an. I 7— 10, II—IV (3 St.) Grammatik nach Bamberg(Artikel, Pronomina, Kasus, Präpositionen, Genera der Verba). Wiederholung der Formenlehre. Mündliche Ubungen nach Seyffert-Bamberg. Schriftliche Ubungen nach demselben und Diktaten(2 St.). Dr. Schmitt.. 5. Französisch(2 St. w.). Scribe, Le Diplomate. Voltaire, Charles XII. Grammatik nach Plötz(Lektion 50— 69). Wiederholungen. Scholastika, Diktate und Extemporalien. Bochröder. 6. Hebräisch(2 St. w). Grammatik nach Seffer(§ 1— 33) Übersetzungen aus dem Hebräischen ins Deutsche und aus dem Deutschen ins Hebräische nach Seffer. Zülch. 7. Geschichte und Geographie(3 St. w.). Hessische Geschichte. Griechische Geschichte nach Herbst. Geographische Wiederholungen. Sunkel. 39 8. Mathematik(4 St. w.). Repetition der Potenz- und Wurzelgesetze. Gleichungen des ersten Grades mit einer und mehreren Unbekannten(nach Heis§ 61, 63, 65, 67). Lehre von der Proportionalität und der Ahnlichkeit nebst dazugehörigen Konstruktionsaufgaben nach Uth. S. Dr. Rost, W. Sonne. 9. Naturkunde(2 St. w.). Einzelne leichtere Abschnitte aus der Mechanik und aus der Wärmelehre. Anfangsgründe der Chemie. S. Dr. Rost, W. Sonne. 10 Gesang(2 St. w. mit den Primen und den Sekunden der Herbstklassen kombiniert). Stolzenberg. Oster-Obertertia. Ordinarius: Gymnasiallehrer Zülch. 1. Evangelische Religionslehre(2 St. w.). Die Leidensgeschichte des Herrn. Die Apostel- geschichte. Bilder aus der Kirchengeschichte. Vervollständigung der Bibelkunde des neuen Testamentes. Wiederholung des Katechismus, der in Quarta gelernten Sprüche und früher gelernter Lieder. Zülch. Katholische Religionslehre(2 St. w. mit Untertertia verbunden). Glaubenslehre nach Dubelman. Katechismus II. Hauptstück repetiert. Martin. 2. Deutsch(2 St. w.). Lektüre nach Hopf und Paulsiek. Aufsätze und Anleitung zum Disponieren. Übungen im Vortrage auswendig gelernter Gedichte. Zülch. 3. Latein(9 St. w.). Ovid, Metam. nach Sibelis I(2 St.). Caesar, bell. Gall. III.— VI zum Teil(4 St.). Syntax nach Ellendt-Seyffert§ 234— 343; Wiederholung der§ 129— 233 und der Formenlehre. Mündliche Ubungen und schriftliche UÜbersetzungen aus dem Deutschen ins Lateinische nach Süpfle und nach Diktaten.(3 St.) Zülch. 4. Griechisch(7 St. w.). Formenlehre nach der Grammatik von Franke-Bamberg(§ 77 bis 97, ergänzende Wiederholung von§ 1— 75). Schriftliche Übersetzungen aus dem Deutschen ins Griechische(häusliche und Klassenarbeiten) und mündliche Ubungen(nach Ostermann, nach Diktaten und im Anschluſs an die Lektüre) Vokabellernen. Lektüre von Xenoph. Anab. I (auſser cap. 9) und II, cap. 1—3 mit Auswahl. Dr. Heil. 5. Französisch(2 St. w.). Lektüre aus der Chrestomathie von Plötz. Grammatik nach Plötz(Lekt. 46— 57). Wiederholungen. Scholastika, Diktate und Extemporalien. Bochröder. 6. Geschichte(2 St. w.). Deutsche Geschichte von 1648— 1871 nebst preuſsischer Vor- geschichte nach Eckertz. Dr. Schmitt. 7. Geographie(1 St. w.). Westeuropa: Frankreich, Groſsbritannien und Irland; Nord- europa: die skandinavische Halbinsel und Dänemark; das deutsche Land, nach Daniel(§ 71—83. 85— 103). Dr. Schmitt. 8. Mathematik(3 St. w.). Wiederholung. Null und negative Zahlen. Divisionen alge- braischer Summen. Aufsuchung des gemeinschaftlichen Teilers und Vielfachen. Teilbarkeit der Zahlen. Heis§ 17— 28. Gleichungen des ersten Grades mit einer Unbekannten(Heis§ 61, 63). Kreislehre. Konstruktionsaufgaben nach Uth. Dr. Auth II. 9. Naturbeschreibung(2 St. w.). Lehre vom menschlichen Körper. Krystallographie und Mineralogie. Dr. Auth II. 10. Gesang(2 St w. mit Untertertia verbunden). Stolzenberg. Oster-Untertertia. Ordinarius: Gymnasiallehrer Dr. Schmitt. 1. Evangelische Religionslehre(2 St. w.). 1. Leben Jesu nach den Synoptikern, besonders Marcus. 2. Bibelkunde(Einleitung und Inhalt der biblischen Bücher). 3. Erklärung des christ- lichen Kirchenjahres und wichtiger Perikopen. 4. Wiederholung des ganzen Katechismus und gelernter Sprüche samt Psalmen und Weissagungen, sowie der in Quarta gelernten Lieder. Neu zu lernen 17 Sprüche. S. Wehmeyer, W. Fürer. Katholische Religionslehre(2 St w.) Siehe Obertertia. 2. Deutsch(2 St. w.). Lesen und Erklären ausgewählter Stücke aus Hopf und Paulsiek. Aufsätze und Anleitung zum Disponieren. UÜbungen im Vortragen auswendig gelernter Gedichte. Satzlehre. Dr. Schmitt. 3. Latein(9 St. w) Ovid. metam. mit Auswahl nach Siebelis I. Caesar bell. gall. I, II, III. Syntax nach Ellendt-Seyffert§ 129— 233. Mündliche und schriftliche Übungen im Übersetzen teils nach Süpffe, teils im Anschlusse an die Lektüre. Dr. Schmitt. 4. Griechisch(7 St. w.). Formenlehre nach Bamberg I§ 1— 75(mit Auswahl.) Münd- liche und schriftliche Übungen, Diktate, schriftliche Übersetzungen(häusliche und Klassenarbeiten) nach Ostermanns UÜbungsbuch(—XI). Bleckmann. 5. Französisch(2 St. w.). Lektüre aus der Chrestomathie von Plötz. Grammatik nach Plötz Schulgrammatik(Lektion 15— 28). Scholastika, Diktate und Extemporalien. Bochröder. 6. Geschichte(2 St. w.). Deutsche Geschichte bis zum westfälischen Frieden nach Eckertz. Wiederholung des Pensums der Quarta. Dr. Heil. 7. Geographie(1 St. w.). Asien, Afrika, Amerika und Australien nach Daniel. Wieder- holung der Hauptpunkte der mathematischen Geographie. Dr. Heil. 8. Mathematik(3 St. w.). Arithmetik nach Heis§ 7— 24. Lehre vom Parallelogramm, Trapez und der Flächengleichheit nach Uth. Konstruktionsaufgaben. Wiederholung. Schmitt. 9. Naturbeschreibung(2 St. w.). S.: Bestimmungen von Pflanzen. W.: Beschreibung und Bestimmung von Gliedertieren, hauptsächlich von Insekten. Dr. Aut h II. 10. Gesang(2 St w.). Siehe Obertertia. Oster-Quarta. Ordinarius: Gymnasiallehrer Sunkel. 1. Evangelische Religionslehre(2 St. w.). 1. Biblische Geschichte nach Kurtz§ 1— 86. 2. Wiederholung der drei ersten Hauptstücke des Katechismus, neu gelernt das 4. und 5. Haupt- stück. Ebenso neu gelernt 21 Sprüche, repetiert die früher gelernten; neu gelernt 6 Lieder, repetiert die früheren. S. Wehmeyer, W. Fürer. 41 Katholische Religionslehre(2 St. w. mit Quinta und Sexta verbunden). Biblische Geschichte: Altes Testament§ 63 bis Ende. Neues Testament§ 1— 35. Katechismus I. Hauptstück vom 4— 12. Glaubensartikel. II. Hauptstück. Von den Gebeten. Martin. 2. Deutsch(2 St. w.). Auswendiglernen und UÜbungen im Vortragen von Gedichten, Lesen und Erzählen im Anschluſs an Hopf und Paulsiek. Aufsätze und Diktate. Grammatisches an den einschlagenden Stellen. S. Sunkel, W. Thies. 3. Latein(9 St. w.). Lhomond—XL mit Auswahl. Wiederholung der Formenlehre nach Ellendt-Seyffert. Syntax nach Ostermann, Übungsbuch für Quarta. Schriftliche Ubungen nach Lhomond und Ostermann. Sunkel. 4. Französisch(5 St. w.). Grammatik nach Plötz, Elementargrammatik Lekt. 61— 112 und Schulgrammatik Lekt. 1— 14. Mündliche und schriftliche Ubersetzungen, häusliche und Klassen- arbeiten, Diktate. Thies. 5. Geschichte(1 St. w.). Griechische und römische Geschichte nach O. Jägers Hilfsbuch zum ersten Unterricht in der alten Geschichte. Stengel. 6. Geographie(2 St. w.). Physikalische und politische Geographie von Deutschland nach Daniel. Stern. 7. Mathematik(4 St. w.). Wiederholung der Bruchrechnung, Aufgaben aus der Prozent- rechnung, schwierigere Regeldetriaufgaben und Mischungsaufgaben(Fölsing II, Kap. 5— 8.) Anfangsgründe der Planimetrie bis zur Kongruenz der Dreiecke. Die ersten Konstruktionsauf- gaben. S. Dr. Rost, W. Sonne. 8. Naturbeschreibung(2 St. w.). Beschreibung und Bestimmung von Pflanzen. Beschrei- bung und Systematik der niederen Wirbeltiere. S. Dr. Rost, W. Sonne. 9. Gesang(2 St. w.). Stolzenberg. 10. Zeichnen(2 St. w.) Zeichnen nach einfachen Körpern und kunstgewerblichen Gegen- ständen. Embleme, Trophäen, Wappen. Wenzel. Oster-Quinta. Ordinarius: Hüälfslehrer Thies. 1. Evangelische Religionslehre(2 St. w.). Biblische Geschichte des neuen Testaments mit Auswahl nach Kurtz§ 102— 171. Das 2. und 3. Hauptstück. Dreilsig Sprüche. Sieben Lieder neu auswendig gelernt. Stern. Katholische Religionslehre(2 St. w). Siehe Quarta. 2. Deutsch(2 St. w.). Lesen und Erklären von Lesestücken und Gedichten aus IHopf und Paulsiek. Lehre vom einfachen und zusammengesetzten Satz und von der Interpunktion. Vortrag ausgewählter Gedichte; Wiederholung der in Sexta gelernten. Diktate und häusliche Aufsätze. Thies. 3. Latein(9 St. w.). Die Formenlehre nebst den wichtigsten Regeln der Syntax nach Ellendt-Seyffert. Ubersetzungen aus dem Lateinischen ins Deutsche und aus dem Deutschen ins Lateinische, Vokabellernen, Exerzitien und Extemporalien nach Ostermann. Thies. 42 4. Französisch(4 St. w.). Plötz, Elementargrammatik Lekt. 1— 60. Mündliche und schriftliche Ubungen. Stengel. 5. Geschichte(1 St. w.). Ausgewählte Geschichtsbilder aus der mittelalterlichen und neueren deutschen Geschichte. Der Direktor. 6. Geographie(2 St. w.). Die vier auſsereuropäischen Erdteile. Europa mit Ausschluſs von Mitteleuropa nach Daniel(§ 36—54, 70, 55— 69, 71, 74, 76— 84). S. Stolzenberg, W. Stern. 7. Rechnen(4 St. w.). Gemeine Brüche. Wiederholung der Dezimalbrüche. Einfache Regeldetri, Verteilungsaufgaben und Zinsrechnung nach Fölsing(II, Kap. II— IV). S. Dr. Rost, W. Schmitt. 8. Naturbeschreibung(2 St. w.). Beschreiben von Pflanzen und Tieren. Anfangsgründe der Systematik. S. Dr. Rost, W. Schmitt. 9. Gesang(2 St. w.). Stolzenberg. 10. Zeichnen(2 St. w.). Die Ellipse, die Eilinie, die Spiral- und Schneckenlinie. Orna- mente, bei denen diese Gebilde Anwendung finden. Blattformen stilisiert und naturalistisch. Gefäfse und andere kunstgewerbliche Gegenstände im Aufriſs. Wenzel. 11. Schreiben(2 St. w.). Stern. Oster-Sexta. Ordinarius: Hülfslehrer Thies(im W.: v. Seidel). 1. Evangelische Religionslehre(3 St. w.). Biblische Geschichte des alten Testaments mit Auswahl nach Kurtz,§ 1—74; des neuen Testaments, soweit sich dieselben auf die drei groſsen Feste beziehen. Erklärt und auswendig gelernt wurden die zehn Gebote, dreiſsig Bibel- sprüche und sieben Kirchenlieder. Wehmeyer. Katholische Religionslehre(2 St. w.). Siehe Quarta. 2. Deutsch(3 St. w.). Lesen, Erklären, Nacherzählen von Lesestücken und Auswendig- lernen von Gedichten aus Hopf und Paulsiek. Ubungen in der Rechtschreibung; Diktate. Dr. Heil. 3. Latein(9 St. w.). Formenlehre nach der Grammatik von Ellendt-Seyffert(§ 32— 96 mit Auswahl). Mündliche und schriftliche Arbeiten. Obersetzungen aus dem Lateinischen ins Deutsche und aus dem Deutschen ins Lateinische und Vokabellernen nach Ostermann. S. Thies, W. v. Seidel. 4. Geschichte(1 St. w.). Die homerischen Sagen. Die Nibelungensage. Zülch. 5. Geographie(2 St. w.). Heimatskunde(Stadtkreis Cassel, Landkreis Cassel, Provinz Hessen-Nassau) nach Diefenbach. Stolzenberg. 6. Rechnen(4 St. w.). Die vier Grundrechnungsarten in benannten und unbenannten Zahlen. Einüben der Maſse, Münzen und Gewichte. Dezimalbrüche. S. Dr. Rost, W. Sonne. 7. Naturbeschreibung(2 St. w.). Beschreiben von Pflanzen und warmblütigen Wirbel- tieren. S. Dr. Rost, W. Sonne. 8. Gesang(2 St. w.). Stern. —43 9. Zeichnen(2 St. w.). Die gerade Linie, das Quadrat, das gleichschenkelige und gleich- seitige Dreieck, das gleichseitige Sechs- und Achteck, der Kreis. Ornamente, denen die genannten geometrischen Figuren zu Grunde liegen. Leichtere Blattformen stilisiert und naturalistisch. Wenzel. 10. Schreiben(2 St. w.). Wenzel. c. Aufgaben bei der Reifeprüfung Michaelis 1888. 1. Deutscher Aufsatz: Warum miſslang den Römern die Unterwerfung der Germanen? Lateinischer Aufsatz: Romani quid debuerint Scipionibus. 3. Mathematik: a. In einem Dreieck ist die Höhe zur Grundlinie gezogen. Es soll ein Kreis beschrieben werden, dessen Mittelpunkt auf dieser Höhe oder ihrer Ver- längerung liegt, dessen Peripherie die gröſsere der beiden anderen Seiten oder ihre Verlängerung berührt und durch den Scheitel des Gegenwinkels dieser letzteren geht. b. Aus dem Inhalte J, dem Umfange U und dem Winkel a eines Dreiecks den Radius g des demselben einbeschriebenen Kreises, sowie die Winkel β und y trigonometrisch. zu bestimmen und für J= 26040, U= 744 und= 48⁰ 36“ 32,7“ zu berechnen. c. Ein Gegenstand von der Höhe ha und der Entfernung am wird durch ein astrono- misches Fernrohr gesehen. Das Objektiv hat die Brennweite cw, des Okular ciem. Wie weit muſfs durch Ausziehen des Fernrohrs für ein Auge von dem Weite des deutlichen Sehens das Okular von dem Objektivglase entfernt sein, wie groſs ist das gesehene Bild? d. Von einem geraden Kegel, dessen Seitenlinie die Länge s hat, ist der Mantel doppelt so groſs als die Grundfläche. In denselben ist eine Kugel einbeschrieben. Wie groſs ist der Radius derselben und wie groſs der Inhalt und die krumme Oberfläche des durch den Berührungskreis der Kugel und des Kegelmantels abgeschnittenen kleineren Kugelsegmentes? Von dem christlichen Religionsunterricht war keiner der christlichen Schüler dispensiert. Den fakultativen jüdischen Religionsunterricht erteilten den vereinigten Schülern der beiden Gymnasien in drei Abteilungen je 2 St. w. der Landrabbiner Dr. Prager, im S.: der Dirigent des jüdischen Lehrerseminars Dr. Stein, im W: Seminarlehrer Katz, und der Lehrer Gutkind. An dem Unterricht der 1. Abteilung nahmen S.: 4, W.: 3 Schüler, an dem der 2. Abteilung S.: 5, W.: 7 Schüler, an dem der 3. Abteilung S.: 5, W.: 2 Schüler des Wilhelms- Gymnasiums teil. An dem fakultativen hebräischen Unterricht nahmen teil im S.: 5 Schüler der Prima und 12 der Sekunda; im W.: 5 Schüler der Prima und 10 der Sekunda. Ladf An dem fakultativen englischen Unterricht beteiligten sich im S.: 7, im W.: 6 Schüler der II. 3 44 Turnen:(Sommer 26, Winter 26 St. w.) Stern S.: MII und 2, OII2, O III 1, OIII 2, MV, O VI, MVI. W.: MI1 und 2, O III 1, O III 2, M III 2, O VI, M VI. Stolzenberg S.: MII1 und 2, M III 1, MIV, O V. W.: MII1, O II2 und MII 2, MIV, O V, MV. Sunkel S.: MIII 2, OIV. W.: MIII 1, OIV. Während des Sommers hatten 435 Schüler in 13 Abteilungen, im Wintersemester 438 Schüler in 13 Abteilungen je 2 St. w. Unterricht. Im Sommer waren 21, im Winter 17 Schüler vom Turnen dispensiert. An dem Baden und Schwimmen in der Militärschwimmanstalt, welche den Schülern der beiden Gymnasien für bestimmte Stunden des Tages zur Benutzung reserviert war, beteiligten sich 297 Schüler des Wilhelms-Gymnasiums. Schwimmunterricht erteilten die Schwimmlehrer des 3. hessischen Infanterieregiments Nr. 83 an 111 Schüler. Gesang in 6 Abteilungen(13 St. w.). Die erste Abteilung(Tenor und Baſs) zählte im S.: 48, im W.: 45 Schüler, die zweite Abteilung(Sopran und Alt) im S.: 74, im W.: 72, darunter auch Quintaner, die dritte Abteilung(Tertianer) im S.: 48, im W: 42, die vierte Abteilung(Quartaner) im S.: 37, im W.: 36. Jede dieser Abteilungen hatte wöchentlich 2 Gesangstunden. Daneben erhielten die Klassen Quinta und Sexta w. je 2 St. Klassen-Gesang- unterricht. Es erteilte den Unterricht in der Klasse Sexta(je 2 St.) Stern, den der anderen Klassen Stolzenberg. Zeichnen für Schüler der drei oberen Klassen(2 St. w.) Wenzel. An diesem fakul- tativen Unterrichte, der den vereinigten Schülern des Friedrichs- und Wilhelms-Gymnasiums in unserem Zeichensaale erteilt wurde, beteiligten sich im S.: 14, im W.: 13 Schüler der Klasse III des Wilhelms-Gymnasiums. 4. Verzeichnis der eingeführten Lehrbücher. Religion: 1. evang. Katechismus und 150 Kernlieder(VI—I), Kurz, Biblische Ge- schichten(VI—III), Bibel(III—I), Holzweissig, Repetitionsbuch für den evang. Religions- Unterricht(III l). 2. kathol. Diözesan-Katechismus(VI—III), Biblische Geschichte von Schuster(VI-—IV); Dubelmann, Religionshandbuch(II2); Dreher, Lehrbuch der kathol. Religion(II—I... Deutsche Sprache: Herbst, Hülfsbuch für die deutsche Litteraturgeschichte(I); Deutsches Lesebuch von Hopf und Paulsiek(in jeder Klasse der für dieselbe bestimmte Teil); Regeln und Wörterverzeichnis für die deut che Rechtschreibung. Lateinische Sprache: Ellendt-Seyffert, Lateinische Grammatik(VI—I); Oster- mann, Lateinisches Ubungsbuch mit Vokabularium(V—IV); Gereimte Geschlechtsregeln(VI und V); Süpfle, Aufgaben I(IID); Süpfle, Übungsschule(I)); Seyffert, Übungsbuch (II1 und I); Lhomond, Urbis Romae viri illustres(IV); Ovid von Siebelis(IID. Griechische Sprache: Bamberg, Griechische Grammatik(III—); Ostermann, Ubungsbuch(II); Seyffert, Griechisches Übungsbuch(II—. Hebräische Sprache: Seffer, Hebräisches Elementarbuch(II—I); Hebräische Bibel(D. Französische Sprache: Plötz, Elementargrammatik(V und IV); Plötz, Schul- grammatik(III—I); Chrestomathie(III und II). Englische Sprache: Gesenius, EFlementarbuch(II und I). Geschichte: Jäger, Hülfsbuch(IV); Eckertz, Häülfsbuch(IID); Herbst, histo- risches Hülfsbuch(II und J. Geographie: Diefenbach, Der Regierungsbezirk Cassel(VI); v. Seydlitz-Oehl- mann, Grundzüge der Geographie(VI und V), Kleine Schulgeographie(IV— I); Schulatlas von Debes(IV—. Rechnen und Mathematik: Fölsing, Rechenbuch 2. Teil(V—IV); Heis, Arithmetik (II—D; Uth, Leitfaden der Planimetrie([V— I); Schlömilch, Logarithmen(II1 und D); Nagel, Stereometrie(I). Naturbeschreibung: Leunis, Leitfaden der Naturgeschichte(V—III). Physikk: Trappe, Physik(II und D. Gesang: Brandt, Chorgesangschule(VI— III); Sering, Chorbuch(Chor). Die lateinischen, griechischen und französischen Klassiker sind(aufser Ovid) nur in Textausgaben in Gebrauch. II. Verfügungen der vorgesetzten Behörden. Cassel, 12. März 1888. Anordnung der Gedächtnisfeier für weiland Se. Majestät den Kaiser Wilhelm I. Cassel, 13. März 1888. Die Einführung des historischen Hülfsbuches von Herbst wird gestattet. Cassel, 21. März 1888. Es ist Bericht zu erstatten über die ev. früh- und vorgeschicht- lichen Sammlungen der Anstalt. Cassel, 7. April 1888. Die Anschaffung der Werke Fr. L. Jahns, herausgegeben von Euler, wird empfohlen. Cassel, 1. Mai 1888. Zusendung von Regeln zur Konservierung von Altertums- gegenständen. Cassel, 3. Mai 1888. Mitteilung eines Gutachtens über Konstruktion von Schulbänken. Cassel, 15. Mai 1888. Mitteilung eines Ministerialerlasses betr. die Revision des evangel. Religionsunterrichtes durch die Generalsuperintendenten. Cassel, 2. Juni 1888. Es wird die Anschaffung des„Merkbuches, Altertümer aufzugraben und aufzubewahren“ empfohlen. Cassel, 22. Juni 1888. Anordnung einer Gedächtnisfeier für weiland Se. Majestät den Kaiser Friedrich III. 46 Cassel, 23. Juni 1888. Verfügung betr. die Schulgeldbefreiung bei Söhnen von Rendanten, Schuldienern etc. Cassel, 19. Juli 1888. Mitteilung einer Bibliotheksordnung für höhere Schulen. Cassel, 14. August 1888. Zusendung von 3 Exemplaren„Aktenstücke zum Regierungs- antritte Kaiser Wilhelms II.“ zur Verteilung an reifere Schüler. Cassel, 14. August 1888. Mitteilung der Bestimmungen zur Ausführung des§ 66 des Reichsmilitärgesetzes üher die Besoldung der zum Kriegsdienste eingezogenen Beamten. Cassel, 17. August 1888. Mitteilung der Anordnung einer regelmäſsigen Gedächtnisfeier der Geburts- und Todestage der hochseligen Kaiser Wilhelms I und Friedrichs III. Cassel, 20. September 1888. Die Beachtung der Bestimmungen über Verhängung von Schulstrafen wird nachdrücklich empfohlen. Cassel, 15. November 1888. Die Einführung des Hülfsbuches für die deutsche Litteratur- geschichte von Herbst wird geuehmigt. Cassel, 17. Dezember 1888. Die Einführung der„Grundzüge der Geographie“ und der „Kleinen Schulgeographie“ von Seydlitz-Oehlmann, sowie des Schulatlas von Debes wird genehmigt. Cassel, 28. Dezember 1888 und 15. Februar 1889. Verfügung betr. Berichte über die im Kriegsfalle unabkömmlichen Lehrer. 1 Cassel, 19. Januar 1889. Eine Erlassung des Eintrittsgeldes, sowie des Betrages für Abgangs- oder Reitfezeugnis ist nicht gestattet. Cassel, 16. Januar 1889. Verfügung betr. die Reinhaltung der Räume des Schulgebäudes durch häufiges Kehren, Abstäuben und Aufwaschen. Cassel, 18. Februar 1889. Mitteilung des UÜbereinkommens der deutschen Bundesregie- rungen betr. die gegenseitige Anerkennung der von den Gymnasien bezw. Realgymnasien ausge- stellten Reifezeugnisse. 1 Cassel, 12. März 1889. Empfehlung der Knabenhandarbeit für die Schule. III. Chronik des Gymnasiums. Am 16. März vor. J. als am Begräbnistage Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm fiel der Unterricht von 11 Uhr an aus zur Teilnahme an dem um 12 Uhr in den Kirchen stattfindenden Trauergottesdienste.. Am 22. März als am Geburtstage des hochseligen Kaisers Wilhelm wurde in der Aula eine Gedächtnisfeier zu Ehren desselben veranstaltet, bestehend in einem mit Gesängen ab- wechselnden liturgischen Gebete, dem Vortrage von Chorliedern und einer Rede des Oberlehrers Dr. Langsdorf. Herr Provinzial-Schulrat Dr. Lahmeyer beehrte diese Feier durch seine Gegenwart. Am 24. März bei Gelegenheit der Schluſsandacht entlieſs der Direktor die drei Abiturienten und verabschiedete die aus dem Kollegium scheidenden Lehrer. Oberl. Dr. Langsdorf ging als Oberlehrer an das neue staatliche Gymnasium zu Frankfurt a. M., Hülfslehrer Degenhardt ebendahin als wissenschaftlicher Hülfslehrer, Dr. Knabe, der in sehr bereitwilliger Weise seit Anfang Juni 1887 uns im Unterrichte ausgeholfen hatte(vgl. vorj. Progr. S. 21 f.), war schon von Anfang Februar vor. J. als ordentlicher Lehrer an der hiesigen Realschule angestellt und schied infolge dessen zu Ostern von uns. Dr. Krüger trat nach Vollendung seines pädago- gischen Probejahrs bei dem hiesigen 83. Infanterieregimente ein, um seiner einjährigen Dienstpflicht zu genügen. Am 24. März fand auch die Vereidigung der Lehrer und Unterbeamten der Anstalt für Se. Majestät den Kaiser Friedrich durch Herrn Geh. Regierungsrat Dr. Lahmeyer statt. Durch Verfügung vom 30. März wurde der ordentliche Lehrer O. Manns zum etats- mälſsigen Oberlehrer ernannt. Das neue Osterschuljahr wurde Montag den 9. April, nachmittags 3 Uhr, mit einer gemeinsamen Audacht eröffnet, die neu eingetretenen Lehrer vorgestellt und 65 neuaufgenommene Schüler auf die Schulgesetze verpflichtet. Als ordentliche Lehrer wurden von Ostern ab am Wilhelms-Gymnasium angestellt die an dasselbe berufenen Lehrer Dr. Rost und Dr. Schmitt und der bisherige Hülfslehrer an demselben Sunkel, als wissenschaftlicher Hülfslehrer trat ein Thies. Friedrich Adalbert Rost, geboren am 28. November 1844 zu Erfurt, erhielt seine wissenschaftliche Vorbildung auf der dortigen Realschule 1. Ordnung und studierte dann von Ostern 1863 bis 1867 Chemie, Mathematik und Naturwissenschaften zu Halle, Bonn und Heidelberg; hier wurde er zum Dr. philos. promoviert. Bis zum 1. April 1870 war er als Assistent an der agrikultur-chemischen Versuchsstation zu Halle, bis Ostern 1871 als wissenschaftlicher Hülfslehrer an der Realschule 1. Ordnung zu Osnabrück beschäftigt. Eine schwere Erkrankung nötigte ihn diese Stellung aufzugeben; nach wiedererlangter Gesundheit übernahm er am 1. September 1874 die Stelle des ersten Assistenten am chemischen Laboratorium des landwirtschaftlichen Instituts der Universität Halle, welche Stellung er am 1. Oktober 1876 mit derjenigen eines Lehrers für Chemie und chemische Technologie an der damaligen Königlichen Höheren Gewerbeschule zu Cassel vertauschte. Nach Auflösung letztgenannter Anstalt wurde er am 1. April 1888 an das Königliche Wilhelms-Gymnasium versetzt. Ernst Sunkel, geb. den 17. Juni 1858 in Hersfeld, besuchte das Gymnasium seiner Vater- stadt, darauf die Universitäten zu Leipzig, Marburg und Straſsburg, um Philologie und Geschichte zu studieren. In Straſsburg bestand er Juli 1882 das Examen pro facultate docendi, leistete von Herbst 1882 an der Realschule zu Cassel das Probejahr ab und war zugleich— bis Ostern 1884— als Hülfslehrer daselbst thätig. Herbst 1884 bis Ostern 1885 besuchte er die Turnlehrerbildungsanstalt zu Berlin und wurde Ostern 1885 als Hülfslehrer am Friedrichs-Gymnasium zu Cassel, Ostern 1886 als Hülfslehrer am Wilhelms-Gymnasium daselbst angestellt. Heinrich Schmitt, geb. am 14. März 1861 zu Münster im Oberlahnkreis, besuchte das Gymnasium zu Wiesbaden von Ostern 1870— 79 und studierte darauf von Ostern 1879— 83 in Leipzig klassische Philologie, Deutsch und Geschichte. Auf Grund seiner Dissertation„quaestiones chronologicae ad Thueydidem pertinentes“ erlangte er im November 1882 die philosophische Doktorwürde; im Mai 1883 bestand er das examen pro facultate docendi. Darauf legte er Herbst 1883— 84 an dem Gymnasium zu Wiesbaden sein Probejahr ab. Nach einer vorübergehenden Beschäftigung am Fürstlich Waldeckschen Gymnasium zu Corbach kehrte er an das Gymnasium zu Wiesbaden zurück und war dort von Herbst 1884 bis Ostern 1888 als wissenschaftlicher Hülfslehrer thätig. Im Programm dieser Anstalt vom Jahre 1887 hat er eine Abhandlung„Versuch einer Geschichte der Hilde-Kudrunsage“ veröffentlicht. 48 Ludwig Thies, geb. den 3. Februar 1856 zu Rod am Berg(Obertaunuskreis), besuchte das Königl. Gymnasium zu Weilburg a. L., studierte in Bonn, Marburg und Berlin klassische Philologie und bestand im Mai 1885 zu Marburg die Prüfung pro facultate docendi. Nachdem er von Michaelis 1885 bis 1886 am Königlichen Friedrichs-Gymnasium zu Cassel das pädagogische Probejahr abgeleistet hatte und auf seinen Wunsch an derselben Anstalt bis zu Ostern 1887 als wissenschaftlicher Hülfslehrer weiter beschäftigt worden war, wurde er durch Verfügung Königlichen Provinzial-Schulkollegiums vom 14. Mai 1887 dem Königlichen Gymnasium zu Marburg als Hülfslehrer überwiesen. Durch Verfügung vom 2. April 1888 wurde er in gleicher Eigenschaft an das Königliche Wilhelms-Gymnasium zu Cassel versetzt. Die Vertretung des Pfarrers Fürer durch den Kandidaten Wehmeyer blieb für das Sommerhalbjahr dieselbe wie im vorhergehenden Winter, Kandidat Schmitt blieb bis Michaelis als Probandus, als solcher trat zu Ostern ein Kandidat Thieme(vgl. d. vorj. Progr. S. 23), aufserdem trat als unbesoldeter wissenschaftlicher Hülfslehrer zu derselben Zeit ein Kandidat Stengel. Am 16. Mai als am hundertjährigen Geburtstage Fr. Rückerts wurde des Dichters in entsprechender Weise in den einzelnen Klassen von den Ordinarien oder den Lehrern des Deutschen gedacht. Am 29. Mai machten sämtliche Klassen der Anstalt unter Führung ihrer Ordinarien bei besonders günstigem Wetter Klassenausflüge. Am 2. Juni besuchte Herr Geh. Regierungsrat Dr. Lahmeyer den Unterricht der Kandidaten und Ostern neu zugegangenen Lehrer, ebenso den Unterricht der Kandidaten am 19. September. Am 15. Juni fiel beim Eintreffen der Nachricht vom Tode Sr. Majestät des Kaisers Friedrich der Nachmittagsunterricht aus, am folgenden Morgen 11 Uhr fand eine Trauerfeier in der Aula des Gymnasiums statt, der auch Herr Geh. Regierungsrat Dr. Lahmeyer beiwohnte. Am 30. Juni bei Gelegenheit der allgemeinen Gedächtnisfeier für weiland Se. Majestät Kaiser Friedrich schilderte Oberlehrer Dr. Prätorius den Lebensgang und Charakter des hochseligen Kaisers. Am 25. Juni fiel der Nachmittagsunterricht wegen Hitze aus. Am 4. August fand die Vereidigung der Lehrer und Unterbeamten der Anstalt für Seine Majestät den Kaiser Wilhelm II. durch Herrn Geh. Regierungsrat Dr. Lah- meyer statt. Am 7., 10. und 11. August besuchte Herr Generalsuperintendent Fuchs einige Unter- richtsstunden des evangelischen Religionsunterrichts. Die Sommerferien dauerten vom 1. bis 29. Juli. In den letzten Tagen derselben machte der unterzeichnete Direktor in Begleitung einiger Lehrer mit dem Primaner-Gesangverein einen dreitägigen Ausflug an den Rhein. Am 1. September fand die Feier des Sedantestes in der Weise statt, daſs die Lehrer und Schüler der Anstalt um ½ 11 Uhr mit Musik und Fahnen zur Dönche zogen, wo Erfrischungen geboten wurden, Spiele und patriotische Gesänge abwechselten und der Direktor eine Ansprache über die Bedeutung des Tages an die Schüler hielt. Die schriftliche Maturitätsprüfung für den Michaelistermin fand statt in der Zeit vom 49 6. bis 10. August, die mündliche unter dem Vorsitze des Herrn Geh. Regierungsrat Dr. Lah- meyer am 7. September. Freitag, den 21. September, nachmittags von 3— 5 Uhr und Sonnabend, den 22., vor- mittags von 8— 10 Uhr wurden öffentliche Prüfungen der Michaelisklassen VI bis UIII abgehalten; an denselben Tagen war auch die Aufnahmeprüfung der neuzugehenden Schüler. An dem letzt- genannten Tage morgens 10 ¹¼ Uhr, folgte die Schlufsfeier und Entlassung der Abiturienten. 1. Choralgesang:„Lobe den Herren etc.“, V. 1 u. 2.— 2. Lateinische Rede des Abiturienten Gräser:„Virtute Miltiadem, prudentia Themistoclem, justitia Aristidem res Atheniensium maxime firmasse atque auxisse.“— 3. Chorgesang:„Der Herr ist mein Hirte.“— 4. Deutsche Rede des Abiturienten Krause:„Klopstocks Bedeutung für die deutsche Litteratur.“— 5. Chorgesang:„Ich kenn' einen hellen Edelstein.“— 6. Entlassung der Abiturienten durch den Direktor.— 7. Chorgesang:„Nun zu guterletzt“(Komitat).— Herr Geh. Regierungsrat Dr. Lahmeyer beehrte die Feier durch seine Gegenwart. Die Herbstferien dauerten vom 23. September bis 7. Oktober. Das Wintersemester und mit ihm das neue Herbstschuljahr wurde Montag den 8. Oktober, nachmittags 3 Uhr, mit, einer gemeinsamen Andacht eröffnet und 47 neuaufgenommene Schüler auf die Schulgesetze verpflichtet. Mit dem genannten Tage traten als Probanden ein die Kandidaten des höheren Schul- amtes Dr. Bätjer und Detlefs, sodann übernahm eine Anzahl Stunden der unbesoldete Hülfslehrer v. Seidel, ebenso vom 12. Oktober an Dr. Leicher, der einige Zeit den wegen Krankheit beurlaubten Professor Dr. AuthI vertrat. Dr. Leicher schied wieder aus seiner hiesigen Stellung am 5. Februar 1889. Von Michaelis an wurde der ordentliche Lehrer Dr. Rost wegen eines Augenleidens auf ein Jahr beurlaubt. Seinen Unterricht gab bis zum 3. November Kandidat Schmitt, von da ab zum gröſsten Teil der zur Versehung dieser Stelle gegen Remuneration von Hersfeld hierher berufene Kandidat Sonne. Der bisherige provisorische Zeichenlehrer Wenzel wurde vom 1. Oktober an definitiv als Zeichenlehrer für die beiden Königl. Gymnasien bestellt. Am 18. Oktober als am Geburtstage des hochseligen Kaisers Friedrich fand in der Morgenstunde von 8—9 Uhr eine Gedächtnisfeier statt. Oberlehrer Dr. Krämer entwarf ein Lebensbild desselben. Am 30. September und 1. Dezember verlor die Anstalt durch den Tod zwei brave Schüler, die Obertertianer Georg Volmar(M III 1) und Joseph v. Szukayski(O III 1). In den betr. Morgenandachten wurde der Dahingeschiedenen gedacht, der Direktor, Lehrer und frühere Mit- schüler derselben geleiteten sie zu Grabe. Am ersten Advent-Sonntage, den 2. Dezember, wurde die gemeinschaftliche Feier des beiligen Abendmahls von evangelischen Lehrern und Schölern der Anstalt in der Oberneustädter Kirche begangen. Am 4. Dezember abends wurde in der Aula unter Leitung des Gesanglehrers Stolzen- berg eine musikalische Abendunterhaltung veranstaltet, die auch in diesem Jahre wieder sehr zahlreich besucht wurde. Der Ertrag wurde zum gröſsten Teil zur Vermehrung der Unter- stützungsbibliothek verwandt. Durch Allerhöchste Kabinetsordre vom 13. Dezember wurde Oberlehrer Manns zum Premierlieutenant der Reserve ernannt. Am 22. Dezember wurde zum Schluſs der Schule vormittags 11 Uhr bei brennenden Weihnachtsbäumen eine liturgische Weihnachtsandacht abgehalten, welcher auch Herr Geheimer Regierungsrat Dr. Lahmeyer beiwohnte. Die Ferien dauerten bis zum 6. Januar. Am 26. Januar wurde in einer Vorfeier der Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers durch Deklamationen, Gesänge patriotischer Lieder und eine Festrede des Gymnasiallehrers Franz über„Einige geologische Ansichten Leibnitzens“ gefeiert. Se. Excellenz der Herr Oberpräsident beehrte diese Feier durch seine Gegenwart. Am 31. Januar besuchte Herr Geheimer Regierungsrat Lahmeyer Unterrichtsstunden der an der Anstalt beschäftigten Kandidaten. Am 9. und 22. März fanden in der Morgenstunde von 8—9 Uhr Gedächtnisfeiern zur Erinnerung an den Todestag und den Geburstag weiland Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm I. statt. Die Oberlehrer Dr. Auth II und Püttgen feierten ihn durch Vorträge. Leider erlitt der Unterricht auch in diesem Jahre, abgesehen von kleineren Unter- brechungen, ebenso wie im vorhergehenden durch längeres Unwohlsein oder Beurlaubung von Lehrern manche empfindliche Störung. Zunächst war Gymnasiallehrer Dr. Rost wegen Krank- heit vom 23. April bis 24. Mai in allen seinen Lehrstunden, von da bis zum 1. Juni in einem Teil derselben zu vertreten, von Michaelis ab wurde derselbe, wie oben bemerkt, auf ein Jahr beurlaubt. Vom 30. Juli bis 28. August war Professor Dr. Auth I krank; ebenso vom 30. Juli bis 15. August, dann vom 24. November bis 1. Dezember Gymnasiallehrer Bleckmann. Vom 27. August bis 7. September und ebenso vom 21. Februar bis 5. März konnte Gymnasiallehrer Franz wegen Beteiligung an der Prüfung für Einjährig-Freiwillige nur einen Teil seiner Unter- richtsstunden geben. Der seit Michaelis wieder in sein früheres Amt eingetretene Pfr. Fürer war vom 26. bis 30. November, Oberlehrer Dr. Auth II vom 4. bis 22. Dezember, Gesang- lehrer Stolzenberg vom 8. bis 12. Januar und vom 14. Februar bis 2. März, Gymnasiallehrer Zülch vom 17. bis 29. Januar, Oberlehrer Dr. Krämer vom 21. Februar bis 2. März und teilweise noch bis zum 11. März, Oberlehrer Manns vom 12. März bis 12. April wegen Krankheit zu vertreten, Hülfslehrer Stengel war für die Woche vom 25. Februar bis 2. März beurlaubt. 51 IV. Statistische Mitteilungen. A. Religions- und Heimatsverhältnisse der Sehlller. Evang. Kath. Dissid. Juden. Einheim. Answ. Aal. Gesamtzahl der Schüler. 1. Am Anfang des Sommersemesters 2. Am Anfang des vyintersemesters 3. Am 1. Vebruar 1889. B. Frequenztabelle für das Schuljahr 1888/89. 2 93 9 456 95 8 455 94 8 449 —— Osterklassen on2o MO nI2 0IV 0V 0 VI Herbstklassen MII (Ges.!) MI2 MIII MIIZ uIIIMII2 MIV F requenz am Anfang des Schuljahres 1888 /89 23 29 36 49 36 Zug ugang im Sommer- Semester Abgang im Sommer- semester 15 21 29 23 29 26 26 ur ſuvI so. 30 37 236 Zugang durch ersetzung zu Michaelis Zugang durch Ubergang in Cötus 0 bezw. H Zugangdurch Aufnahme zu Michaelis Frequenz am Anfang des Winter- Semesters. Zugang im Winter- semester. Abgang im Winter- Semester. 27 42 Frequenz am 1. Febr. 89. 27 31 42 46 Durchschnitts alter am 1. Febr. 89. 14 12 16¹h12 15 5/⁄12 128/12 117⁄1½ 10 ˙/⁄12 15 22 20 15 19 17 24 25 15 24 33 222 25 26 28 33 18 ⁄12 18 /12 16¹ ⁄12 16 ½12 14 /1½ 135⁄12 12512 115/12 10 ½1 2 — Das Zeugnis für den einjährigen Militärdienst erhielten zu Michaelis 1888 20 Schüler; davon zu einem praktischen Beruf abgegangen 4. 52 C. Ubersicht über die Abiturienten. 2 Dauer des Geburts-. Des Vaters Aufenthalts Zuname. 2 in dem in dor Gewählter Beruf. Te.] Monat. Jh. Ort. Stand. Wohnort. ſGymnas. Prima. Am 17. März 88. Martin.. April. 69 Cassel fref. Lehrer...... Cassel... 10 2 ½ Rechtswissenschaft. Tiedge..... Nov. 67 Hannover... luth.] Plankammerverwalt. Cassel... 11 ¼ 2 ½ Feldmesskunst. Kehm.... Aug. 68 Cassel ref. Kaufmann..... Cassel... 10 ½ 2 //½ Theologie. Am 7. Septbr. 88. 1(Gräser..... Juli 70 Langensalza..[lutb. † Fabrikant.... Langensalza 6 ½ 2 Rechtswissenschaft. 2(Krause..... Juli 70 Cassel Href. Medizinalrat.... Cassel... 9 2 Rechtswissenschaft. 2 v. Bardcleben. Sept. 69 Diez..... luth. Major a. D..... Wolfsanger. 9 ½ 2 Heeresdienst. 4[v. Eschstruth. Okt. 69 Wesel..fref. † Premierlieutenant Wesel... 10 2 Forstwissenschaft. 5[Herbst.... Juli 69 Cassel.fref.[† Postexpediteur. Gräventonne 10 ½ 2 Postfach. 6 v. Gilsa Xov. 69 Cassel. ref.[† Hauptmann... Emden... 9 ½ 2 eeresdienst. 7Wagner.. Mai 70 Besse..... ref.[Lehrer...... Cassel.. 9 2 Rechtswissenschaft. 8 Uthemann... Dez. 68 Ronsdorf... ev.[Reg.- u. Baurat. Cassel. 11 2 Heeresdienst. 9 Seclig..... Juni 70 Cassel..jev. Pächter...... Bettenhau en9 2 Rechtswissenschaft. 10[Sartorius Dez. 68 Offenbach... jer. Pfarrer...... Schaafheim.] 7 ½ 3 Heilkunde. 11[Siebert Aug. 66 Neukirchen ev. Pfarrer...... Wolfershaus.] 7 3 Heilkunde. Gräser, Krause, v. Bardeleben und v. Eschstruth wurden von der mündlichen Prüfung befreit. V. Sammlungen und Lehrmittel. I. Lehrer-Bibliothek. A. Angeschafft wurden: Meyer, Conversationslex. 9— 12.— Müller, Wörterbuch der Aussprache ausländischer Eigen- namen.— Gymnasium 1888.— Zeitschrift für das Gymnasialwesen 1888.— Jahrbücher für klass. Philol. 16. Suppl.-Band.— Neue Jahrb. für Phil u. Päd. 1888.— Beiträge zur hist. Syntax der griech. Sprache 6— 7.— Herodot, deutsch von Bähr. 2 Bde.— Homer, Odyssee, 10—13, v. Weck. Illias, 5— 12, von Stier.— Plutarch, deutch von Eyth, 6 Bde.— Sophokles, Antigone, König Oedipus von Kern.— Xenophon, Hellenica, von Breitenbach— von Dindorf— von Büchsenschütz— Memora- bilien 2 von Weissenborn— Anabasis von Hansen.— Anabasis deutch von Forbiger.— Hellenika deuteh von Rinkher.— Wagener, Lat Formenlehre.— Caesar, bell. Gall. von Seyffert— von Menge — Vokabeln u. Phrasen zu bell. Gall. von Schmidt, 1— 3.— Cicero, pro Sestio, Milone, Rosc., 53 Pompei, Catil, Arch. von Bouterweck u. a.— Laelius, von Strelitz— de oratore 1, von Stölzle.— Horatius, Oden von Rosenberg.— Livius, 1— 2, 21— 23 von Heynacher u. Luterbacher.— Ovid, Metamorphosen 1— 10, von Magnus.— Metam., deutsch von Suchier.— Tacitus, Annal. 1— 3, von Pfitzner— Lexicon Tacit. 7.— Vergil, Aeneis, 1— 4, 4— 6, von Brosien.— Anhang dazu, von Brosien.— Frick u. Pollack: Aus deutschen Lesebüchern V, 1—6, 2 Exempl.— Grimm, Deutsches Wörter- buch VII, 11— 12; XII, 2.— Mühlhausen, Geschichte des Grimmschen Wörterbuchs— Rinne, Praktische Dispositionslehre.— Scherer, Poetik.— Schultz, Meditationen 2.— Hagemann, Vorträge über Iphigenie, Emilie Galotti, Braut von Messina.— Herrig, Lutherfestspiel.— Vortrag darüber, von Bärwinkel.— Jahn, Werke, 3 Bde.— Langguth, Goethes Pädagogik.— Prosateurs franç. 12: Thiers, Campagne d'Italie, 4 Exempl. — Jaeger, Weltgeschichte 10—12.— Jahresberichte der Geschichtswiss. 6— 8.— Langl, Bilder zur Geschichte. — Ranke, Weltgeschichte, 9.— Stoll, Erzählungen aus der Geschichte, 3 Bde.— Geschichtsschreiber der deutschen Vorzeit, 1— 18.— Verein für Reformationsgeschichte, Schriften, 22— 24.— Schriften für das deutsche Volk: Rietschel, Luther und sein Haus. Rinn, Entstehung der Augsburger Confession.— Culturbilder aus dem klass. Altertum, 3— 4.— Pauly, Realeneyklop. des klass. Altertums, 7 Bde.— Müller, Handbuch der klass. Altertumswiss. III. V, i. VII.— Hermann, Griech. Antiquitäten 2,1.— Knocke, Kriegszüge des Germanicus. Nachtrag.— Müller, Politische Geschichte der Gegenwart, 21.— Scherzer, Aufänge der menschlichen Industrie.— Giesebrecht, Deutsche Kaiserzeit 5,2.— Knackfuss, Deutsche Kunstgeschichte.— Kuntzemüller, Deutsches Staatshandbuch.— Richter, Quellenbuch zur deutschen Geschichte.— Brückner, Peter der Groſse. Oncken, 3,6.— Delbrück, Persönl. Erinnerungen an Kaiser Friedrich.— Heufsner, Geschichte der Stadt Ziegenhain.— Hinzpeter, Wilhelm II.— Treitschke, Zwei Kaiser.— Langl, Griechische Götter- und Heldengestalten.— Roscher, Lexikon der Mythologie. 13.— v. Burger, Evangelien, 2 Bde.— de Wette, Neues Testament, 2— Coordes, Schulgeograph Namenbuch.— Götz, Verkehrswege des Welthandels.— Hölzel, Geogr. Charakter- bilder.— Hübner, geographisch-statistische Tabellen, 1888.— Kirchhoff, Unser Wissen von der Erde: Europa 1,2.— Lehmann, Vorlesungen über den geographischen Unterricht.— Sohr-Berghaus, Hand- Atlas.— Calwer, Käferbuch.— Martin, Praxis der Naturkunde mit Atlas.— Thompson, Vorlesungen über Electricität und Magnetismus.— Weber, Aufgaben aus der Electricitätslehre.— Centralblatt für die gesammte Unterrichtsverwaltung, 1888.— Just, Praxis der Erziehungsschule, 1888.— Jahrbuch des Vereins für wissenschaftliche Pädagogik. 20.— Lehrproben und Lehrgänge, 15— 17.— Mushacke, statistisches Jahrbuch, 8,2. 9,1 u. 2.— Rethwisch, Jahresberichte für das höhere Schulwesen, 1887.— Coordes, Gedanken über den geogr. Unterricht.— Gutersohn, Gegenvorschläge für den Unterricht der neuern Sprachen.— Heynacher, Lehrplan der latein. Stilistik.— Hornemann, Parallelgram. Schriften des Einheitsschulvereins, 3.— Kollbach, Methodik der Naturwissenschaft.— Lattmann, Combination der method. Principien.— Nohl, Pädogogik 2,3. 3.— Münch, Unterrichtsziele— Rothfuchs, Beiträge zur Methodik des altsprachlichen Unterrichts.— Vilmar, Über den evangelischen Religionsunterricht.— Maul, Turnunterricht, 2. 3— Monatsschrift für das Turnwesen, 1889.— Merkbuch, Altertümer auf- zugraben und aufzubewahren.— Die Schulprogramme des Jahres 1888. B. Von der frühern Königl. Handels- und Gewerbeschule zugewiesen wurden: Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Abhandlungen, 1880— 86, 7 Bde. Monatsberichte, 1879— 81, 3 Bde. Sitzungsberichte, 1882— 86, 10 Bde.— Brandes, Hauptströmungen der Literatur des 19. Jahrhunderts, 3 Bde.— Brockhaus, Conversationslexicon, 12. Auflf, 15 Bde.— Caspari, Aus- gewählte Lesestücke der ausländ. Literatur— Literarisches Centralblatt, 1871—73, 3 Bde.— Taylor, Geistesheroen Deutschlands und Englands, 2. Aufl.— Verzeichnils der neu erschienenen Bücher und Landkarten, 1860— 87, 50 Bde.— Virchow-Holtzendorff, Sammlung gemeinverst. wissenschaftl. Vorträge 1— 408.— Herrig, Archiv, 1847— 52, 1865— 79, 21 Bde.— Körting, Encyklop. u. Methodol der roman. Philol., 2 Bde.— Schmitz, Encyklop. des philol. Studiums der neuern Sprachen, 2. Aufl.— Diez, Etymologisches Wörterbuch der roman. Sprache, 2 Bde.— Gram. der roman Sprache, 4 Bde.— Müller, Max, Vorlesungen über die Wissenschaft der Sprache, 3. Aufl.— Paul, Principien der Sprach- geschichte, 2. Anfl.— Georges, Kleines deutsch-latein. Handwörterbuch.— Caesar, Denkwürdigk., 54 deutsch von Baumstark.— Horatius, Oden, dentsch von Ludwig u. a.— Livius, Röm. Geschichte, deutsch von Klaiber, 3 Bde.— Plautus, Ausgewählte Comödien, deutsch von Hertzberg.— Tacitus, Werke, deutsch von Teuffel, 3 Bde.— Terentius, Ausgew. Lustspiele, deutsch von Benfey.— Vergil, Aeneis, deutsch von Hertzberg.— Aeschylus, Dramen, deutsch von Donner— Demosthenes, 12 Staats- reden, deutsch von Beck— Ausgewählte Reden, deutsch von Rauchenstein u. a.— Euripides, Dramen, deutsch von Minckwitz, 4. Aufl.— Iphigenie auf Pauris, deutsch von Minckwitz.— Herodot, deutsch von Schöll.— Pindar, Siegesgesänge, deutsch von Schnitzer.— Platon, Leben von Steinhart.— Sophokles, Werke, deutsch vou Donner, 8. Aufl.— Aias, deutsch von Donner, 5. Aufl.— Antigone, deutsch von Donner, 7. Aufl.— Thukydides, deutsch von Gampe— Reden u. Urk., deutsch von Beck.— Xenophon, Ausgew. Schriften, deutsch von Finckh. Andresen, Sprachgebrauch u. Sprachrichtigkeit.— Becker, Schulgramm. der deutsch. Sprache, 3. Aufl. — Der deutsche Stil.— Benthien, kleine deutsche Sprachlehre.— Bethe, Zur poetischen Formenlehre.— Beyer, Deutsche Poetik, 2 Bde.— Bulthaupt, Dramaturgie, 2 Bde.— Buschmann, Deutsches Lesebuch, 1. u. 3. Abt.— Cholevius, Dispositionen, 2 Bde.— Praktische Anleitung.— Deinhardt, Beiträge zur Dispositionslehre, 3. Aufl.— Dietlein u. Polack, Aus deutschen Lesebüchern, 4 Bde.— Dorenwell, Der deutsche Aufsatz, 2 Bde.— Duden, Anleitung zur Rechtschreibung.— Eberhard, Synonymisches Handwörterbuch, 13. Aufl. — Engelien, Gramm. der neuhochdeutschen Sprache.— Falkmann, Stilistik— Frauer, Neuhochdeutsche Gramm.— Freytag, Technik des Dramas.— Gerlach, Rhetorik und Stilistik.— Gervinus, Geschichte der poet. Nationallit, der Deutchen, 5 Bde.— Geistbeck, Elemente der wissenschaftl. Gramm. der deutschen Sprache.— Gottschall, Die deutsche Nationalliteratur des 19. Jahrh, 4. Aufl., 4 Bde.— Poetik, 4 Aufl.— Grimm, Deutsche Gramm., 2. Aufl., 2 Bde.— Gruppe, Leben und Werke deutscher Dichter, 2. Aufl 5 Bde— Gude, Erläuterungen, 2. Reihe, 2. Aufl.— Heinze, Praktische Anleitung zum Disponieren, 3. Aufl— Herbst, Die deutsche Dichtung im Befreiungskrieg.— Hermes, Unsere Muttersprache, 8. Aufl.— Hettner, Geschichte der deutschen Lit. im 18. Jahrh., 4 Bde.— Heyse, Fremdwörterbuch, 15. Aufl.— Hildebrand, Vom deutschen Sprachunterricht.— Hoffmann, Neuhochd. Elementargramm., 11. Aufl.— Hopf u. Paulsiek, Deutsches Lesebuch, 5. Abteil. Anm. 2 Exempl.— Humperdinck, Über den Vortrag epischer Dichtungen.— Jütting, Lehrbuch der deutschen Grammatik, 5. Aufl.— Deutsche Sprachschule, 11 Hefte.— Übungsbuch, 12. Aufl.— Keller, Deutscher Anti- barbarus.— Klaucke, Deutsche Aufsätze.— Zur Erklärung deutscher Dramen.— Kluge, F., Etymo-— logisches Wörterbuch.— Kluge, H., Themata zu deutsch. Aufsätzen.— Koberstein, Geschichte der deutschen Nationallit., 5. Aufl., 4 Bde.— Koch, Figuren und Tropen, 2. Aufl.— König, Deutsche Literaturgeschichte, 4. Aufl.— Könnecke, Bilderatlas.— Kurz, Geschichte der deutschen Literatur, 5. Aufl, 3 Bde.— Kutzner, Praktische Anleitung zur Vermeidung der Fehler im deutschen Aufsatz.— Laas, Der deutsche Aufsatz, 2. Aufl. 2 Bde.— Lange, Kleine deutsche Sprachlehre, 28. Aufl.— Das- selbe, 35. Aufl.— Deutsche Rechtschreiblehre.— Deutscher Lesestoff, 5 Hefte.— Lehmann, Sprachl. Sünden der Gegenwart.— Linnig, Der deutsche Aufsatz, 3. Aufl.— Menge, Geschichte der deutschen Literatur, 2. Aufl., 3 Bde.— Minkwitz, Lehrbuch der deutsch Prosodie.— Müller, Vortrag über die Vorträge.— Normann, Neue Materialien zu deutsch. Stilübungen.— Offinger, Hilfsbuch zum Unterricht in der deutsch. Sprache.— Oltrogge, Deutsches Lesebuch, 2 Bde.— Panitz, Leitfaden, 5 Hefte.— Pfalz, Die deutsche Literaturgesch., 2. Teil.— Pischon, Denkmäler, 7 Bde.— Pütz, Übersicht der Gesch. der deutsch. Literatur, 6. Aufl.— Regeln u. Wörterverzeichn. zur deutschen Rechtschreibung vom Verein Hessen-Nassau.— Dasselbe, vom Ministerium, 3 Exempl.— Rinne, Prakt. Stillehre, 2. Aufl.— Prakt. Dispositionslehre, 3 Aufl.— Rossberg, Deutsche Lehnwörter.— Rudolph, Prakt. Handbuch für den Unterricht in deutsch. Stilübung, 3. Aufl.— Sanders, Wörterbuch der deutschen Sprache, 3 Bde.— Wörterbuch der Hauptschwierigkeiten.— Scherer, Geschichte der deutsch. Literatur, 2. Aufl.— Schleicher, Die deutsche Sprache.— Schlessing, Deutscher Wortschatz.— Schmidt, Julian, Gesch. der deutsch. Literatur seit Lessings Tod, 5. Aufl., 3 Bde.— Schultz, Grundzüge der Meditation. — Meditationen, 2 Bde.— Strodtmann, Dichterprofile, 2. Aufl.— Venn, Deutsche Aufsätze, 5. Aufl.— Viehoff, Handbuch der deutsch. Nationalliteratur, 6. Aufl., 2 Bde.— Wackernagel, Auswahl deutscher Gedichte, 5. Aufl.— Westphal, Theorie der neuhochd. Metrik, 2. Aufl.— Wilmanns, Deutsche Gramm., 55 2. Aufl.— Wolff, Poetischer Hausschatz, 2. Aufl.— Simrock, Altdeutsches Lesebuch.— Das kleine Heldenbuch.— Deutsches Rätselbuch.— Die deutschen Sprichwörter. Arndt, Geist der Zeit, 5. Aufl.— Meine Wanderungen und Wandlungen mit dem Frhrn. v. Stein, 3. Aufl. — Auerbach, Auf der Höhe. Vortr. von Dalton. 2. Aufl.— Bürger, Gedichte.— Blumauer, Aeneis.— Brentano, Die Gründung Prags.— Beowulk, deutsch von Simrock.— Collin, Regulus.— Balboa— Bianca de la Porta.— Cronegk, Schriften, 2 Bde.— Dingelstedt, Literarisches Bilderbuch.— Deinhardstein, Gedichte— Edda, deutsch von Simrock.— Eyth, Wanderbuch eines Ingenieurs, 2 Bde.— Freytag, Sein Leben, von Alberti— Geibel, Brunhild.— Juniuslieder.— Gedichte.— Neue Gedichte.— Sophonisbe.— Gleim, Zämtliche Schriften.— Goethe, Werke, 15 Bde.— Der junge Goethe, 3 Bde. — Reineke Fuchs, mit Zeichn. von Kaulbach.— Faust.— Leben von Viehoff, 3. Aufl., 4 Bde.— Leben von Düntzer, 2. Aufl.— Zwei Reden von Hiecke u. Grimm.— Gedichte, erläutert von Viehoff, 2 Bde.— Hermann und Dorothea, erl. von Rönnefahrt.— Götz, erl. von Naumann.— Gregorovius, Euphorion, 2. Aufl.— Griepenkerl, Robespierre, 2. Aufl.— Grillparzer, König Ottokars Glück und Ende.— Grimm, Auswahl aus den kleinen Schriften, 2. Aufl.— Grimmelshausen, Simplicissimus.— Hagedorn, Sämtl. poetische Werke, 3 Bde— Halm, Fechter von Ravenna, 2. Aufl.— Hamerling, Ahasver in Rom, 11. Aufl.— Hartmann, Erinnerungen eines deutschen Officiers, 2 Bde.— Heine, Buch der Lieder, 38. Aufl.— Atta Troll.— Herder, Ausgewählte Werke, von Kurz, 4 Bde.— Ideen zur G.— Sämtl. Werke zur Lit. u. Kunst. 7 Bde.— Schulreden.— Cid, erl. von Düntzer, 2. Aufl. — Herwegh, Gedichte eines Lebendigen.— Heyse, Die Sabinerinnen, 2. Aufl.— Hippel, Über die Eheé.— Hoffmann, E. T. A., Ausgewählte Werke von Kurz, 2 Bde.— Hoffmann v. Fallersleben, Ge- dichte. Auswahl.— Hoffmann, W., Gero.— Humboldt, Kosmos, 5 Bde. Mit Atlas.— Reden, auf v. Ehrenberg, Dove, v. Dechen.— Jacobi, J. G., Sämtl Werke.— Jacobi, F. H, Werke.— Immer- mann, Münchhausen.— Kinkel, Otto qer Schütz, 64. Aufl.— Kleist, H. v., Werke.— Klinger, Werke, 6 Bde.— Klopstock, Messias.— Oden, erl. von Düntzer.— Kortüm, Jobsiade, 13. Aufl.— Kotzebue, Der Gefangene. Hussiten vor Naumburg.— Kruse, Wullenwewer, 2. Aufl.— Lenau, Gedichte.— Lavater. Poesien.— Lessing, Werke, von Lachmann, 13 Bde.— Minna v. Barnhelm, Emilia Galotti, Nathan der Weise.— Hamburg. Dramaturgie.— Leben u. Werke, von Stahr.— Leben von Düntzer. — PLeben von Strodtmann.— Minna v. Barnhelm, erl. von Funcke.— Laokoon, erl. von Blümper.— Laokoon, erl. von Cosack.— Minna v. Barnhelm, erl. von Niemeyer.— Minna, Emilia, Nathan, erl. von Düntzer.— Materialien zur Hamburg. Dramaturg., von Cosack.— Lingg, Gedichte, 1. Bd., 7. Aufl.— Lohmann, Dramat. Schriften, 2 Bde.— Meilſsner, Reginald Armstrong.— Mendelsohn, Felix, Briefe, 3. Aufl.— Mendelsohn, Moses, Phädon. Jerusalem.— Möser, Patriotische Phantasien.— Mühlbach, L., Prinz Eugen, 2 Bde.— Müller, Maler, Dichtungen.— Mäller, Max, Deutsche Liebe, 4. Aufl.— Müller, Wilh., Gedichte.— Lyrische Reisen.— Müller v. Königswinter, Immermann— Sommertage am Siebengebirge— Loreley— Furioso.— Nibelungenlied, von Bartsch, 4. Aufl.— v. Hinsberg.— Jean Paul, Sämtl. Werke, 33 Bde.— Werke, Teil 11—18, 20— 23 in 3 Bdn.— Leben v. Eckardt. — Pplaten, Werke, 2 Bde.— Putlitz, Was sich der Wald erzählt, 44. Aufl.— Pyrker, Werke.— Reineke, plattdeutch, von Tannen.— Redwitz, Amaranth, 29. Aufl.— Ramler, Poetische Werke, 2 Bde.— Raabe, Chronik der Sperlingsgasse, 5. Aufl.— Reuter, Leben u. Dichtungen, von Glagau, 2. Aufl.— Riehl, Aus der Ecke, 7 Novellen, 2. Aufl.— Freie Vorträge, 2. Sammlung.— Roquette, Waldmeisters Brautfahrt, 42. Aufl.— Sachs, Hans, Trauerspiele, 3 Bde.— Scheffel, Bergpsalmen, 2. Aufl.— Gaudeamus, 19. Aufl.— Frau Aventiure, 6. Aufl.— Schiller, Werke, von Gödecke, 6 Bde. — Wilh. Tell, von Carriere.— Briefwechsel mit Göthe, 3. Aufl., 2 Bd., mit Körner, 2. Aufl., 2 Bde. — Leben u. Werke, von Viehoff, 3 Bd. Leben, von Düntzer.— Leben, von Weltrich, 1. Lief.— Schiller u. seine Zeitgepossen, von Julian Schmidt.— Zu Schillers Gedächtnils. Rede von Köpke.— Reden auf Schiller, von Grimm, Kinkel, Curtius, Weber u. a.— Werke, erl. von Düntzer.— Tell, erl. von Weber. 2. Aufl.— Briefe über die ästhet. Erziehung des Menschen, erl. von Jung.— Schubart, Gesammelte Schriften, 4 Bde.— Schultze, Ernst, Sämmtl. poetische Werke, 5 Bde.— Die bezauberte Rose.— Schwetscke, Bismarkias.— Simrock, Gedichte.— Spiel von den 10 Jungfrauen. Vortrag von Bechstein.— Passionsspiele in Oberammergau.— Stolberg, Chr. u. F. L., Gedichte, 2 Bde.— Storm, 56 Gesammelte Schriften, 3. Aufl., 7 Bde.— Strachwitz, Lieder eines Erwachenden.— Taylor, Klytia, 2. Aufl.— Uhland, Sein Leben, von seiner Wittwe.— Rede auf Uhland, von Eckardt.— Uhland und seine Heimat Tübingen, von Paulus— Balladen u. Romanzen, erl. von Düntzer.— Uz, Sämtliche poetische Werke, 2 Bde.— Wagner, Ring der Nibelungen.— Walther v. d. Vogelweide, Gedichte, neuhochd. von Simrock, 5. Aufl.— Wartburgkrieg, neuhochd. von Simrock.— Weisse, Trauerspiele, 3 Bde.— Werner, Erinnerungen aus dem Seeleben, 3. Aufl.— Wieland, Werke, von Kurz, 3 Bde.— Oberon, erl. von Düntzer.— Oberon, erl. von Köhler.— Wolfram von Eschenbach, Parzival und Titurel, neuhochd. von Simrock, 3. Aufl.— Tegner, Frithjofssage, deutsch von Mohnicke.— Hertz, König Renéêé's Tochter, deutsch von Leo, 12 Aufl. Baensh, Pocket Miscellany, Vol. I.— Bischoff, engl. Lesebuch.— Bischoff, Systematische Gramm. der engl. Sprache.— Chambers, Cyclopaedia of engl. Lit., 2 Bde.— Eger, Ausw. aus der neuen techn. Lit. Englands.— Erzgraeber, engl. Dichtungen zum Auswendiglernen.— Flügel, Vollst. engl.-deutsch. und deutsch.-engl. Wörterbuch, 2 Bde.— Fölsing, Elementarbuch der engl. Sprache, 22. Aufl., von J. Koch.— Gesenius, Lehrbuch der engl. Sprache, 2 Bde.— Herrig, Handbuch der engl. Nationallit. — Johnson, the lives of the English poets.— Kloepper, engl. Synonymik.— Mätzner, engl. 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Schulgramm.— Ploetz, Manuel de la lit. frz., 2. Aufl.— Vocabulaire, 15. Aufl. — petit vocabulaire, 23. Aufl.— Elementargramm. der frz. Sprache, 13. u. 14. Aufl.— Schulgramm. der frz. Sprache, 23. Aufl.— nouvelle gram., 2. Aufl.— System. Darstellung der frz. Aussprache, 10. Aufl.— Ubungen zur Erlernung der frz. Sprache, 4. Aufl.— Poitevin, gram. frq., 2 Bde.— Prosateurs français, L. 19 u. 31 u. 37.— Rammstein, d. frz. Sekretair.— Ritter, Anl. zu frz. Briefen. 57 — Schäfer, Elementarbuch für den frz. Unterricht.— Schirmer, frz. Elementargramm.— Schnakenberg, des idiomes fr.— Wingeroth, lecture frq., 2 Bde. S Barthélemy, Voyage du jeune Anacharsis, 3 Bde.— Auszug daraus, 2. Aufl.— Beaumarchais, Théatre.— Boileau, Oeuvres poétiqdues.— Bossuet, Oeuvr. choisies, 5 Bde.— Buffon, Morceaux choisis.— Chateaubriand, Itinéraire de Paris à Jerusalem— Corneille, Oeuvres, 2 Bde.— Daudet, Lettres de mon moulin.— Erckmann-Chatrian, L'ami Fritz, 3. Aufl.— Guizot, Hist. de la civilis. en Europe, 14. Aufl.— Victor Hugo, Odes et ballades— Théatre, Bd. 4 u 5,— Marion de Lorme— Hernani— Notre-Dame de Paris, 2. Aufl., 2 Bde.,— Les Orientales, Les feuilles d'automne, Les chants du crépuscule. — Auswahl s. Gedichte. Von Hartmann.— La Fontaine, Fables.— Lamartine, Nouvelles méditations poétiques.— Premiers médit. La mort de Socrate.— Michaud, Histoire de la prem. croisade, 6. Aufl. — Hist. de la troisième crois, 4. Aufl.— Molière, Oeuvres, 4 Bde.— Montesquieu, Oeuvres complètes, 3 Bde.— Pascal, Lettres à un provincial.— Pensées sur la réligion, 2. Aufl.— Racine, Théatre complet.— Rousseau, Cocfessions— Emile— Saint-Simon, Le régent et la cour de France sous Louis XV— Sand, Lettres d'un voyageur.— Scribe, Oeuvres compl., 3 Bde.— Sévigné, Lettres choisies.— Stael, de l'Allemagne.— Thiers, Hist. du consulat et de l'empire, 10 Bde.— Voltaire, Charles XII., 5 Exemplare.— de Vigny, Poesies compl.— Dante, göttl. Komõdie, deutsch von Kanne- gieſser, 3. Aufl., 3 Bde.— v. Witte, 5. Aufl., 3 Bde— Tasso, befreites Jerusalem, deutsch von Gries, 13. Aufl.— Calderon, Schauspiele, deutsch von Gries, 2. Aufl., 3 Bde.— Cervantes, Don Quijote, 2. Aufl., 2 Bde. Becker, Weltgeschichte, 3. Aufl., 22 Bde.— Curtius, Altertum und Gegenwart.— Dahn, Lern- buch f. d. Gesch.-Unterr., 3 Bde.— Eckertz, Hülfsbuch für deutsche Geschichte, 8. Aufl.— Geschichts- tabellen des Fridericianum zu Cassel— Gottschall, der neue Plutarch, 12 Bde.— Grube, Wieder- holungsbuch zu den Charakterbildern.— Herbst, Historisches Hülfsbuch, 4. Aufl.— Jäger, Hülfsbuch für den Unterricht in alt. Gesch., 9 Aufl.— Jahresberichte der Geschichtswissenschaft, 5 Bde.— preufsische Jahrbücher, 22 Bde., 3 Hefte.— Hoffmeyer u. Hering, Erzählungen aus der Weltgesch. — Kneisel, Leitfaden der hist. Geogr., 2 Bde.— Lange, Leitfaden zur allg Gesch, 2 Hefte, 9.—14. Aufl.— Dasselbe.— Matzka, Chronologie.— Mitteilungen aus der hist. Litteratur, 2 Bde.— Pertz u. s. w, Geschichtsschreiber der deutschen Vorzeit, 19 Bde— Ploetz, Hauptdaten der Weltgeschichte, 5. Aufl.— Auszug aus der Gesch., 4. Aufl.— Pütz, Grundrifs der Geographie und Geschichte, I., 13. Aufl.— Ranke, Weltgeschichte, 8 Bde.— Schlosser, Weltgesch., 9 Bde.— Weber, Lehrbuch der Weltgesch., 4. Aufl. 2 Bde.— Weltgesch., 13. Aufl.— Braun, Hist Landschaften.— Duncker, Gesch. des Altertums, 3./2. Aufl, 4 Bde.— Guhl-Koner, daus Leben der Griechen und Römer, 3. Aufl.— Jahn, Aus der Altertumswissenschaft.— Becker, Charikles, 3 Bde.— Pohler, Diodor als Quelle zur Geschichte von Hellas.— Schoemann, Griech. Altertümer, 3. Aufl., 2 Bde.— Sommerbrodt, d. altgriech. Theater.— Becker, Gallus, 3 Bde.— Friedländer, Sittengeschichte Roms, 4/1. Aufl., 3 Bde.— Lange, Röm. Altertümer, 3./1. Aufl, 3 Bde.— Mommsen, Röm. Gesch., 5 Bde.— Peter, Gesch. Roms, 3. Aufl., 3 Bde.— Simons, Aus altrömischer Zeit.— Assmann, Gesch. des Mittelalters, 2. Aufl., 2 Bde.— Giesebrecht, deutsche Kaiserzeit, 3./1. Aufl., 5 Bde.— Raumer, Gesch. der Hohenstaufen, 4. Aufl., 6 Bde. Schirrmacher, die letzten Hohenstaufen, 2 Bde.— Voigt, die Wiederbelebung des class. Altertums.— Wattenbach, Deutschlands Geschichtsquellen, 3. Aufl., 2 Bde.— Das Schriftwesen im M. A., 2 Aufl.— Blane, Februarrevolution 1848.— Bulle, Gesch. der neuesten Zeit, 2 Bde.— Förster, Befreiungskriege, 3 Bde, 7. Aufl.— Gindely, 30 jähr. Krieg, 3 Bde.— Grenzboten, 6 Bde.(defekt).— Hagen, Gesch. der neuesten Zeit, 2 Bde.— Häusser, Zeitalter der Reformation.— Französische Revolution.— Hermes, Geschichte der letzten 25 Jahre, 3 Bde., 5. Aufl.— Jahn, Biograph. Aufsätze.— Müller, Polit. Geschichte der neuesten Zeit, 3. Aufl.— Polit. Geschichte der Gegenwart, 20 Bde.— Prutz, Zehn Jahre(1840— 50).— Ranke, Päpste, 3 Bde., 6. Aufl.— Ursprung des 7 jähr. Kriegs.— Urspruntz der Revolutionskriege.— Raumer, Geschichte Europas seit dem Ende des 15. Jahrh., 8 Bde.— Revue des deux mondes, 73 Bde.— Schafer, 7 jähr. Krieg, 3 Bde.— Schlosser, 18. und 19. Jahrhundert, 8 Bde., 3. Aufl.— Sybel, Revolutionszeit, 5 Bde., 4. Aufl.— Treitschke, Hist. polit. Aufsätze, 3 Bde., 5. Aufl.— Wernicke, Neuzeit, 2 Bde.— Neueste Zeit, 2 Bde., 6. Aufl.— Katalog der prähist. Funde 58 Deutschlands.— Bancroft, Gesch. der Verein. Staaten, 2 Bde.— Baumgarten, A travers la France— La France contemporaine.— Burckhardt, Kultur der Renaissance, 2. Aufl.— Conrad, Universitäts- studium in Deutschland.— Droysen, Preuſsische Politik, 14 Bde., 2. Aufl.— Erler, Deutsche Gesch., 3 Bde.— Ettmüller, Die weisen Frauen der Germanen.— Falke, Deutsche Trachten- und Modenwelt. — Freytag, Karl Mathy, 2. Aufl.— Gerland, Leibnitzens Briefwechsel.— Gneist, Die Eigenart des preuſfs. Staats— Grüneisen, Niklaus Manuel.— Guizot, Englische Revolution.— Hanser, Deutschland nach dem 30 jährigen Krieg.— Hiersemenzel, Verfassung des norddeutschen Bundes.— Kottenkamp, Kolonisation Amerikas, 2 Bde.— Lang, Martin Luther.— Luden, Gesch. des deutschen Volks, 12 Bde. — Montanus, Die deutschen Volksfeste.— Müller, David, Leitfaden der Gesch. des deutschen Volkes. — Geschichte des deutschen Volkes, 5. Aufl.— W. Müller, Moltke, 2. Aufl.— Bismarck— Kaiser Wilhelm, 2. Aufl.— Ompteda, Aus England.— Plitt, Luther vor Kaiser und Reich.— Ranke, Deutsche Gesch. im Zeitalter der Reformation, 3 Bde., 5. Aufl.— Französische Geschichte, 6 Bde.— Preuſsische Gesch., 3 Bde.— Wallenstein, 2. Aufl.— Zur deutschen Gesch.— Scherer, Zur Gesch. des geistigen Lebens in Deutschland.— Schmidt, Leitfaden der brandenb.-preuſs. Gesch., 4. Aufl.— Stacke, Abriſs der Gesch. der preufs. Monarchie.— Strauſs, Voltaire, 3. Aufl.— Treitschke, deutsche Geschichte im 19. 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Gülich, Geschichtliche Darstellung des Handels etc., der bedeutendsten handeltreibenden Staaten unserer Zeit, 2 Bde.— Hahndorf, Zur Geschichte der deutschen Zünfte.— Hoffmann, Geschichte des Handels, der Erdkunde und Schiffahrt, 2 Aufl.— List, Der internationale Handel, die Handelspolitik und der deutsche Zollverein, 2. Aufl.— Meitzen, Der Boden und die landwirt- schaftlichen Verhältnisse des preulſs. Staates, 4 Bde. mit Atlas.— Michaelis, Volkswirtschaftl. Schriften, 2 Bde.— Minoprio, Einleitung in der Volkswirtschaftslehre.— Thiers, Über das Eigentum. Deutsch von Obermayer.— Verhandlungen der General Versammlung des Vereins für Socialpolitik 1884.— A. Wagner, Allgem. Volkswirtschaftslehre, 1. Teil.— Finanzwissensch., 1. Teil, 2. Aufl.— Wirth, Geschichte der Handelskrisen, 2. Aufl. Euler, Briefe an eine deutsche Prinzessin, 2. Aufl., 3 Bde.— Fischer, Geschichte der neueren Philosophie, Bd. 1, 3— 5.— v. Hartmann, Philosophie des Unbewuſsten, 3. Aufl.— Jacobi, Von den göttlichen Dingen.— Mundt, Asthetik.— Röth, Geschichte der griechischen Philosophie, 2. Aufl., 2 Bde.— Schelling, Philosoph Schriften, 1 Bd.— Bruno.— Schleiermacher, Über die Religion, von Schwarz.— v. Schubert, Geschichte der Seele, 2. Aufl. mit Tafeln.— Sterne, Werden und Vergehen.— Unyverfälschter Liedersegen, 7. Auffl. August, Logarithmen u. trigonometrische Tafeln, 2. Aufl.— Briot et Bouquet, Leçons de géom. analyt., 5. Aufl.— Bruhns, logarithm.-trigon. Handbuch.— Charles, Gesch. der Geometrie, von Sohnke.— Clausius, Die Potentialfunktion und das Potential, 3. Aufl.— Clebsch, Zum Gedächtnis an J. Plücker.— Compagnon, Eléments de Géométrie.— Crelle, Anwendung der Rechnung mit veränderlichen Gröſsen auf Geometrie und Mechanik.— Eigenschaften des gradlinigen Dreiecks.— Parallelen-Theorien.— Encyklopäd. Darstellung der Theorie der Zahlen, 1 Bd.— Lejeune-Dirichlet, Vorlesungen und Zahlentheorie, von Dedekind.— Dronke, Ein- leitung in die höhere Algebra, 1. Teil.— Duhamel, Cours d'analyse, Bd. 1 u 2, 2. Aufl— Einleitung in die Geometrie 1797.— Euler, Vollständige Anleitung zur niederen und höheren Algebra, v. Grüson, 1. u. 2. Bd.— Elémens d'algèbres, von Graniers, 1. u. 2. Bd.— Einleitung in die Analysis des Unendlichen, 1.— 3. Bd., von Michelsen.— Anleitung zur Differentialrechnung, von Michelsen, 1. u. 2. Bd.— Vollständ. Anleitung zur Integralrechnung, von Salomon, 4 Bde.— Feller und Odermann, Das Ganze — 59 der kaufmännischen Arithmetik, 14. Aufl.— Finck, Géométrie élémentaire.— Fischer, Lehrbuch der Elementar-Mathematik, 5 Bde.— Anmerkungen dazu.— Gandtner und Junghaus, Sammlung von Lehr- sätzen und Aufgaben aus der Planimetrie, 2 Bde., 2. Aufl.— Gauſs, Fünfstellige logarithm. und trigo- nometr. Tafeln, 23. Aufl.— Gerling, Grundriſs der Trigonom.— Grebe, Zusammenstellung von Stücken rationaler ebener Dreiecke.— Grunert, Lehrbuch der Trigonom., 2. Aufl.— Elemente der analyt Geo- metrie, 2 Bde.— Sphäroidische Trigonom.— Heilermann, Sammlung geometrischer Aufgaben, 2 Bde.— Hertzer, Die geometr. Grundprinzipien der Perspektive.— Hesse, Die Determinanten.— Klügel, Mathe- matisches Wörterbuch, A bis Z, 5 Bde.— Lacroix, Traité élémentaire de calcul différential et de calcul intégral, 6. Aufl., 2 Bde.— Traité de trigonométrie rectiligne et sphérique, 9. Aufl.— Anfangsgründe der Algebra, v. Hahn, 2. Teil.— Essai sur l'enseignement en général et sur celui de mathématique parti, 4. Aufl.— Elémens d'algébre, 16. Aufl.— Complément, 5. Aufl.— Lambert, Beiträge zum Gebrauche der Mathematik, 4 Bde.— Lefébure de Fourcy, Leçons d'algébre, 3. Aufl.— Analytische — Legendre, Die Elemente der Geometrie, von Crelle, 2. Aufl.— Magnus, Sammlung von Aufgaben und Lehrsätzen aus der analyt. Geom. des Raumes.— Mehler, Hauptsätze der Elementar-Mathem., 4. Aufl.— Meyer, Lehrbuch der Geom., 3 Bde.— Plücker, Neue Geom. des Raumes, 1. Abtlg.— Pohlke, Darstellende Geometrie, 1. Abtlg., mit Atlas.— Pouissant, Sammlung von Auf- gaben der Geometrie, von Hahn.— Reidt, Sammlung von Aufgaben der Trigonom. und Stereom.— Resultate, 2 Bde.— Reimer, Historia problematis de cubi duplicatione.— Rühlmann, logarithm.-trigo- metr. Tafeln, 4. Aufl.— Salomon, Lehrbuch der Arithmetik und Algebra, 4. Aufl.— Schellbach, Die Kegelschnitte.— Mathematische Lehrstunden.— Mechanische und mathem. Probleme— Schellen, Auf- gaben für das Rechnen, 1. Teil, 11. Aufl.— Schering, Gauſs' hundertjähriger Geburtstag.— Schotten, Über einige Gattungen der Hypocykloiden.— Schmuse, Theorie der höheren Gleichungen.— Schrön, Logarithmentafeln, 5. Aufl.— Schweins, Gröfsenlehre.— System der Geometrie.— Sohnke, Analyt. Geometrie.— Aufgaben aus der Differential- und Integralrechnung.— v. Staudt, Jede algebraische etc. Funktion kann in Faktoren vom ersten Grade aufgelöst werden.— Stegmann, Variationsrechnung.— Steiner, Uber das gröſste Produkt der Teile. Über algebraische Curven und Flächen.— Über Flächen dritten Grades.— Stern, Algebraische Analysis.— Unger, Arithmetische Aufgaben.— v. Vega, Vor- lesungen über die Mathematik, 4 Bde. versch. Aufl.— Logarithm.-trigonom. Handbuch, 5. Aufl.— Mathematische Tafeln.— Wenck, Graphische Arithmetik.— Wiecke, Lehrbuch der Mathematik, 2 Bde.— Wiegand, Planimetrie, 2 Bde.— v. Wolk, Anfangsgründe der reinen Mathematik. Anding u. Radefeld, Thüringen, 5. Aufl.— Ausland 1867, I. Quart. 1868, III u. IV, 1872— 1880, 19 Bde.— Baenitz u. Kopka, Lehrb. der Geographie, 1. Teil.— Barth, Rhöngebirge.— v. Baumbach, Briefe aus den Vereinigten Staaten.— Neue Briefe.— Berghaus, Physikal. Atlas, 1850— 52.— Bucher, Bilder aus der Fremde.— Cannabich, Kleine Schulgeographie, 2. Aufl.— Deckert, Handels- und Verkehrsgeogr.— Engel, Land und Leute des preuſs. Staates.— Gerling, Beiträge zur Geographie Kurhessens, 2 Hefte.— Girard, Norddeutsche Ebene.— Klein, Erdkunde, 2. Aufl.— v. Klöden, Geographie, 4 Bde.— Klun, Geographie, 3. Aufl.— Kutzner, Geograph. Bilder, 2 Bde., 2. Aufl.— Leibrock, Wanderbuch für Harz- reisende.— Mädler, Leitfaden der Geographie.— Matzat, Zeichnende Erdkunde.— Maurer, Geograph. Bilder, 2 Bde., 9. Aufl.— Napp, Argentinische Republik.— Paulitschke, Geograph. Verkehrslehre— Peschel, Völkerkunde.— Petermann, Mitteilungen 1855— 87, 34 Bde.— Ergänzungshefte, 11 Hefte. Ritter, Geschichte der Erdkunde.— Europa.— Roscher und Jannasch, Kolonien, 3. Aufl.— v. Seydlitz, Grundzüge der Geographie, 20. Aufl.— Kleine Schulgeographie, 20. Aufl.— Schulgeographie, 14. Aufl.— Geometrie, von Grunert. — Siebert, Die geogr. Entdeckungen in unserem Jahrhundert.— Speyer, Bilder italienischen Landes und Lebens, 2 Bde.— Königl. statistisches Bureau, Jahrbuch 1869.— Stein, Kleine Geographie, 9. Aufl.— Thorbecke, Reisehandb. für den Teutoburger Wald, 3. Aufl.— Umlauft, Die Alpen.— Vocke, Führer durch Thüringen, 2. Aufl.— Wagner, Reisen im trop. Amerika.— Wimmel, Kalifornien. Auerbach, 100 Jahre Luftschiffahrt.— Baumgartner, Naturlehre, 7. Aufl.— Supplementband.— Beer, Einleitung in die höhere Optik.— Bill, Botanik.— Bischoff, Botanische Terminologie, 2 Bde., 2. Aufl.— Bode, Anleitung zur Kenntnis des gestirnten Himmels.— Brehm, IIlustr. Tierleben, 3 Bde.— Bronn, Lethaea geognostica, 3 Bde. mit Atlas.— Burmeister, Geschichte der Schöpfung, 2. Aufl.— Carl, Sonne.— 60 Catalan, Manuel des candidats à l'école polytechn, 2 Bde.— Claus, Zoologie.— Colson, Electricité.— Darwin, Variieren der Tiere und Pflanzen, 2 Bde.— Deicke, Aufgaben aus der Chemie.— Eisenlohr, Physik, 2. Aufl.— Emsmann, Mathem.-physik. Probleme.— Engel und Schellbach, Darstellende Optik, mit Atlas.— Euler, Mechanica, 2 Bde.— Opuscula.— Felisch, Was in der Luft vorgeht.— Fischer, Mechan. Naturlehre, 4. Aufl., 2 Bde.— Fittig, Organ. Chemie, 10. Aufl.— Anorgan. Chemie, 2. Aufl.— Fliedner, Physik.— Aufgaben aus der Physik, 5. Aufl.— Gaea, Bd. X u XI.— Gehler, Physikalisches Wörterbuch, 20 Bde.— Gerland, Internationale Ausstellung wissenschaftl. Apparate in London 1876.— v. Gorup-Besanez, Chemie.— Helmholtz, Von den Tonempfindungen, 2. Aufl.— Vorträge, 2 Hefte.— Holtz, Uber die Zunahme der Blitzgefahr.— Jaeger, Anleitungen zu mikroskopischen Beobachtungen.— Jahn, Unterhaltungen, 2 Bde.— Johnston, Konchyliologie, von Bronn.— Kämtz, Meteorologie, 3 Bde.— Kastner, Physik und Chemie, 2. Aufl.— Kayser, Statik.— Mechanik.— Külp, Experimentalphysik, 4 Bde.— Kummer, Mooskunde.— Landgrebe, Vulkane, 2 Bde.— UÜber das Licht.— Leonhard, Mineralogie, 2. Aufl.— Lorscheid, Anorgan. Chemie, 2. Aufl.— Lyell, Geologie, von Cotta, 2 Bde.— Mädler, Pop. Astronomie, 2 Bde.— Melde, Akustik.— Möbius, Barycentr. Calcul.— J. Müller, Kosm. Physik, 2 Aufl.— Physik und Meteorologie, 6. Aufl, 2 Bde.— Atlas der Physik.— Muncke, Natur- lehre, 2 Bde.— Naumann, Mineralogie, 9. Aufl.— Krystallographie, 2 Bde.— Lithurgik.— Geognosie, 3 Bde. mit Atlas, 2 Aufl.— Naumann, Physik, 2 Bde, 2. resp. 3. Aufl.— Ohm, Galvan. Kette.— Mechanik, 3 Bde.— Pfaff, Elektromagnetismus.— Poisson, Mechanik, v. Sterne, 2 Bde.— Radicke, Optik, 2 Bde.— Rammelsberg, Chemie, 4. Aufl.— Rau, Sinnesorgane.— Reitlinger, J. Kepler.— Reynolds und Emmerson, Experimental-Chemie, v. Siebert, 3 Bde.— Roscoe und Schorlemmer, Chemie, 7. Aufl.— Ruedorff, Mineralogie, 2. Aufl.— Chemie.— Sachs, Botanik, 3. Aufl.— Schacht, Mikroskop, 3. Aufl.— Schellen, Spektralanalyse.— Elektromagn. Telegraph., 1. und 5. Aufl.— Atlantische Kabel.— Schmidt, Anatomie.— Scott, Meteorologie, von v. Freeden.— Senft, Felsarten.— Seubert, Botanik.— Strecker, Organ. Chemie, 3. Aufl.— Thompson und Tait, Theoret Physik, 2 Bde.— Virchow, Lehre von den Trichinen, 3. Aufl.— Vogt, Geologie.— Wagner, Chem. Technologie, 9. Aufl.— Weinhold, Experimentalphysik.— Wenderoth, Botanik.— Wiecke, Mechanik.— Willkomm, Atlas der Botanik.— Wüllner, Experimentalphysik, 4 Bde., 3. Aufl.— Young, Die Sonne. Alexi, Zur Reform der höheren Schulen.— Asher, Ueber den Unterr. in den neuern Sprachen. — Bescherer, Methode des naturwiss. Unterr.— Boehm, Methode des deutschen Unterr.— Brauns und Theobald, statist. Jahrb. der deutschen Gymnasien, 2 Bde., 1836, 37— 39.— Centralblatt für die gesamte Unterrichtsverwaltung in Preuſsen, 9 Bde., 1879— 87.— Döderlein, öffentl. Reden.— Eber- hardt, Über Geschichtsunterricht.— Gesetzgebung auf dem Gebiet des Unterrichtswesens in Preuſsen, 1817— 68.— Gesetze, betr. das höhere Schulwesen in Elsaſs-Lothringen.— Heims, Wie erlernt man fremde Sprachen.— Herbold, Methode des Zeichenuuterrichts der Brüder Dupis.— Fürstenberg, Anlei- tung zum Unterricht im Zeichnen nach Dupis.— Herbst, Kaisersgeburtstagsreden, 3. Aufl.— Hiecke, Reden und Aufsätze.— Höinghaus, Gesetz, betr. die Pensionierung.— Jaeger, Bemerkungen über den geschichtl. Unterr., 2. Aufl.— Junge, Geschichtsunterr. auf Gymnasien und Realgymnasien.— Kern, Deutsche Dramen als Schullektüre.— Zur Methodik des deutschen Unterrichts.— Klotzsch, Methode des fremdsprachl. Unterr.— Köcher, 12 Thesen über den Gesch.-Unterr.— Krieger, Geschichtsunterr.— Kühn, Zur Methode des franz. Unterr.— Laas, Der deutsche Unterr.— Marcinowski, Die gesetzl. Be- stimmungen betr. die Pensionierung.— Menge, Gymnasium und Kunst.— Meyer, Moderne Berechtigungs- jagd.— Münch, Zur Förderung des franz. Unterr.— Mushacke, Gesetze über Besoldung u. a.— Mushacke, Schulkalender, 2. Teil, 5 Bde., 1870— 71, 73— 75.— Oberlaender, Der geogr. Unterr.— Programme, 48 Bde.— Protokolle der Oktober 1873 im Ministerium abgehaltenen Conferenz.— Rusch, Methode des Unterr. in der Gesch.— Schmid, Encyclopädie des gesamten Erziehungs- und Unterrichts- wesens, 2. Aufl., 11 Bde.— Schrammen, Erörterungen über den Gesch.-Unterr.— Schulgesetze, preuſs., Zusammenstellung von 1862— 64.— Troschel, Monatsblätter zur Förderung des Zeichenunterr., 4 Bde., 1865— 68.— Videant consules, zur Orientierung über Fragen des höheren Bildungswesens.— Vilmar, Schulreden.— Weck, Allerdeutschentag.— Wiese, Das höhere Schulwesen in Preulsen, 3 Bde.— Ver- ordnungen und Gesetze, 2 Bde.— 2. Aufl., 1 Bd.— Dieter, Merkbüchlein für Turner, 7. Aufl.— 61 Hilgers, Bauunterhaltung in Haus und Hof, 3. Aufl.— Jakob, Deutschlands spielende Jugend, 3. Aufl. — Kohlrausch und Marten, Turnspiele, 2. Aufl.— Leitfaden für den Turnunterricht in den preuſs. Volksschulen, 2. Aufl.— Stuhlmann, Zirkelzeichnen, 3 Bde.— Unger, Perspective.— Dreger, Berufs- wahl im Staatsdienst.— Reuleaux, 3 Wandtafeln zur Verwandlung der preufs. und metr. Längenmaſse. — Wehrordnung, Deutsche, vom 28. September 1875, 3. Aufl.— C. Geschenkt wurden: Von dem Königl. Ministerium des Unterrichts: Deutsche Litteraturzeitung 1888.— Stölzel, brandenburg.-preufs. Rechtsverwaltung, 2 Bde— Zahn, Melodien der Kirchenlieder 1—5. Von dem Königl. provinzial-Schulkollegium: Horatius, Episteln, deutsch von Nordenflycht.— Satiren, deutsch von Nordenflycht.— Avé-Lallemant, Joachim Jungius.— Wildenbruch, Unser Kaiser Wilhelm.— Avé-Lallemant, Wanderungen durch die Pflanzenwelt der Tropen.— Festschrift des Vereins für Naturkunde zu Cassel 1886.— Universitätsprogramm: Marburg 1888. 27. Januar 1889. Chronik 1887— 88. Verzeichnis der Vorles. Sommer 1889. Erinnerung an Roser.— Berlin 1888. 27. Januar 1889.— Breslau, Verzeichnis der Vorles. Sommer 1889. Von der Stadt Cassel: Bericht über die wichtigsten Zweige der Verwaltung, 1882—86. Von Sr. Excellenz dem Herrn Oberpräsidenten von Eulenburg: Bastiat, Volkswirtschaftliche Harmonie.— Drei kleinere Schriften.— Blanqui, Geschichte der politischen Okonomie in Europa.— Burckhardt, Grundzüge der Volks- und Staatswirtschaft.— Chevalier, Zwölf ökonomische Vorträge.— Chelius, Maſs- und Gewichtsbuch, 3. Aufl.— Gunin-Cridaine, Poids et mesures.— Deutsche Jahrbücher für Politik und Litteratur, Bd. 1— 13.— Deutsche Vierteljahrschrift, 44 Bde.— Eytelwein, Mals und Gewicht.— Falke, Geschichte des deutschen Handels, 2 Bde.— Faucher, Vierteljahrschrift für Volks- wirtschaft und Kulturgeschichte, 22 Bde.— Handels-Archiv 1847— 67, 40 Bde. Mit Handelskammer- berichten 1860— 62, 1864— 66, 6 Bde.— Hansemann, Die wirtschaftlichen Verhältnisse des Zollvereins. — Häbner, Die Zolltarife aller Länder.— Knies, Die politische Okonomie.— Die Eisenbahnen.— Mac-Culloch, Grundsätze der politischen Okonomie.— Geld und Banken.— Marx, Das Kapital.— Mohl, Encyklopädie der Staatswissenschaften.— Nebenius, Der deutsche Zollverein.— v. Nordenflycht, Einleitung in das Studium der Nationalökonomie.— Protokolle der Kommission zur Einführung gleichen Maſses und Gewichtes.— Proudhon, Ausgewählte Schriften, 2 Bde.— Quételet, Zur Naturgeschichte der Gesellschaft.— Riehl, Die Naturgeschichte des Volkes, 3 Bde.— Ritter, geogr.-statistisches Lexikon, 2 Bde.— Röbrich, Die Eisenbahnen.— Roscher, Die Grundlagen der Nationalökonomie.— Scherer, Geschichte des Welthandels, 2 Bde.— v. Scherzer, Reise der österreich. Fregatte„Novara“, 2 Bde. — Scherr, Deutsche Kultur- und Sittengeschichte, 2. Aufl.— Schultze-Delitzsch, Die arbeitenden Klassen und das Assoriationswesen.— Stein, System der Staatswirtschaft, 2 Bde.— Umpfenbach, Lehrbuch der Finanzwissenschaft.— Wirth, Grundzüge der Nationalökonomie, 2 Bde.— Zachariae, Vierzig Bücher vom Staate, 6 Bde.— Von Herrn Geh. Oberregierungsrat Mittler: Tritheim, Steganographia, 1606. Von Herrn Geh. Regierungsrat Dr. Bezzenberger: Herder, Sämtliche Werke, 45 Bde. Von Herrn Geh. Regierungsrat Dr. Lahmeyer: Kehrein, Deutsches Lesebuch, 2 Bde.— Schmidt, Deutsches Lesebuch.— Abicht, Alte Geschichte.— Roeder, Planimetrie.— Wossidlo, Botanik. Von Herrn Landrichter Völckers: Preuſsische Jahrbücher 1886, Juli— Dezember 1887.— Deutsche Rundschau 1886, 7— 12; 1887, 1—5, 7— 12. Von Herrn Gymnasialdirektor Dr. Vogt: Vogt, Leben und pädag. Bestrebungen des Ratichius, 4 Abteilungen. Von Herrn Lehrer Schlitzberger: Schlitzberger, Standpunkt und Fortschritt der Wissen- schaft in der Mykologie.— Beitrag zur Kenntnis der Pilzflora in der Umgegend von Cassel. Von Herrn Verlagsbuchhändler Breuer, Prag: Breuer, Konstruktive Geometrie. Von Herrn Verlagsbuchhändler Freytag, Leipzig: Löhlein und Holdermann, Lehrbuch der allgemeinen Weltgeschichte. Von Herrn Verlagsbuchhändler Freyschm idt: Verzeichnis der neu erschienen Bücher 1888. 62 Von Herrn Verlagsbuchhändler Hühn: Valerii Flacci Argonauticon. Von Herren Verlagsbuchhändler Vandenhoeck& Rupprecht, Göttingen: Lattmann, Lat. Übungsbuch für Sexta bis Tertia.— Cornelius Nepos.— Grundzüge der deutschen Gramm.— Latt- mann-Müller, Lat. Gramm.— Lat. Formenlehre.— Lernheft zur Syntax. Von Gymnasialdirektor Dr. Heussner: Boehm, Deutsche Aufsätze 1.— Cohausen, Führer durch das Altertumsmuseum zu Wiesbaden.— Kohl, Griechisches UÜbungsbuch, 2 Bde.— Die Heidel- berger Erklärung. Von Herrn Oberlehrer Dr. Krämer: Iwan Müller, Handbuch der klassischen Altertumswissen- schaft, IV., 1 u. 2. Von Herrn Oberlehrer Manns: Phaedri fabulae. Von Herrn Gymnasiallehrer Sunkel: Monatsschrift für das Turnwesen 1885, 1—6. Von Frl. Duysing: Mozin-Peschier, dictionnaire, 4 Bde.— Ciceronis opera, Zweibrücken, 1780, 12 Bde. Von Herrn Gymnasialdirektor Dr. Fürstenau: Eine grolse Anzahl alter hessischer Schul- programme. II. Schüler-Bibliothek. A. Von der Bibliothek der Königl. Handels- und Gewerbeschule wurden übernommen: Prima. Arndt, Gedichte.— Arndt, Wanderungen und Wandelungen.— Auerbach, Auf der Höhe, 2 Bde.— Baumeister, Culturbilder aus Griechenlands Religion und Kunst.— Beitzke, Geschichte der deutschen Freiheitskriege, 3 Bde.— Biedermann, Deutschlands trübste Zeit.— Brinkmann, Studien und Bilder aus süddeutschem Land und Volk.— Dahlmann, Geschichte der onglischen Revo- lution.— Dahlmann, Gehchichte der französischen Revolution.— Droysen, Das Leben Yorks von Wartenburg, 2 Bde.— Falke, Die ritterliche Gesellschaft im Zeitalter des Frauenkultus.— Falke, Die Hansa.— Freytag, Die Fabier.— Freytag, Die Journalisten.— Freytag, Soll und Haben, 2 Bde.— Freytag, Die verlorene Handschrift, 2 Bde— Freytag, Bilder aus der deutschen Vergangenheit, 5 Bde.— Freytag, Die Ahnen, 6 Bde.— Gellert, Fabeln und Erzählungen.— A. v. Göben, Reise- und Lager- briefe aus Spanien, 2 Bde.— Göthe, Dramatische Meisterwerke, 3 Exemplare.— Göthe, Iphigenie auf Tauris.— Klaus Groth, Quickborn.— Grube, Natur- und Kulturleben.— Gutzkow, Der Königs- leutnant.— Gutzkow, Uriel Acosta.— Hebbel, Die Nibelungen.— Homer, übersetzt von Voſs.— Hübner, Ein Spaziergang um die Welt, 3 Bde.— Immermann, Der Oberhof.— Keferstein, Charakter- bilder aus L. v Ranke's historischen Werken.— Klüpfel, Kaiser Maximilian I.— Kramer, Karl Ritter, 2 Bde.— Kutzen, Aus der Zeit des siebenjährigen Krieges.— Kutzen, Gedenktage deutscher Ge- schichte.— Laube, Dramatische Werke.— Leander, Träumereien an französischen Kaminen.— Lessing, Dramatische Meisterwerke, 3 Exemplare.— Luther. Tischreden.— Matthisson, Gedichte.— Pierson, Der groſse Kurfürst.— G. zu Putlitz, Das Testament des groſsen Kurfürsten.— O. v. Redwitz, Das Lied vom neuen deutschen Reich.— Reuter, Läuschen und Rimels.— Reuter, Ut mine Stromtid, 3 Bde.— Riehl, Culturgeschichtliche Novellen.— Riehl, Geschichten aus alter Zeit.— Riehl, Culturstudien aus drei Jahrhunderten.— Riehl, Land und Leute.— Riehl, Wanderbuch.— Rückert, Gedichte— Scheffel, Der Trompeter von Säkkingen.— Scheffel, Ekkehard.— M v. Schenkendorff, Gedichte.— Scherer, Reisen in die Levante— Schiller, Die Braut von Messina.— Schirrmacher, Kaiser Friedrich II und die letzten Hohenstaufen, 2 Bde.— Schottmüller, Luther.— Seume, ein Spaziergang nach Syrakus.— Shakespeare, Dramatische Werke, 5 Bde.— Shakespeare, Julius Cäsar, 3 Exempl.— Söltl, Das deutsche Volk und Reich, 3 Bde.— Sommer, Die Völkerschlacht bei Leipzig.— Spielhagen, Hammer und Ambos, 2 Bde.— Stifter, Studien, 3 Bde.— Sugenheim, Deutschland im spanischen Erbfolge- und im nordischen Kriege— Tyndall, In den Alpen.— Uhland, Gedichte und Dramen.— Vilmar, Lebensbilder deutscher Dichter.— Voigt, Nürnberg im 16. Jahrhundert.— Waitz, Deutsche Kaiser bis auf Maximilian I.— Voſs, Luise.— Wachsmuth, Niedersächsische Geschichten, 2 Exempl.— Weber, Germanien in den ersten Jahrhunderten 63 seines geschichtlichen Lebens.— Lewes, Göthes Leben und Schriften, 2 Bde.— Ebers, Die Frau Bürger- meisterin— Leixner, IIlustrierte Geschichte der fremden Litteraturen, 2 Bde.— Appun, Unter den Tropen, 2 Bde.— Baker, Der Albert-Nyanza.— Bastian, Die deutsche Expedition an der Loango-Küste.— Bastian, Geographische und ethnologische Bilder— Bickmore, Reisen im ostindischen Archipel.— Dixon, Neu-Amerika.— Dixon, Das heilige Land.— Heine, Die Expedition in die Seen von China, Japan und Ochotsk— Heuglin, Reise nach Abessinien.— Körner, Süd-Afrika— Morelet, Reisen in Central-Amerika.— Musters, Unter den Patagoniern.— Van der Velde, Reisc durch Syrien und Palästina.— Schweiger-Lerchenfeld, Das eiserne Jahrhundert.— Becker, Die Sonne und die Planeten.— Elsas, Der Schall.— Gerland, Licht und Wärme.— Lehmann, Die Erde und der Mond.— Peters, Die Fixsterne.— Walsmuth, Die Elektrizität und ihre Anwendungen.— Burk, Martin Luther.— Eck- stein, Die Claudier, 3 Bde.— Gutzkow, Zopf und Schwert.— Laube, Graf Essex.— Riehl, Am Feier- abend.— Auerbach, Schwarzwälder Dorfgeschichten, 4 Bde.— Musäus, Volksmärchen der Deutschen— Wolf, Die deutsche Götterlehre— Scherr, Schiller und seine Zeit.— Grimm, Kinder- und Hausmärchen. Groſse Ausgabe.— Fichte, Reden an die deutsche Nation.— Förster, Ansichten vom Niederrhein.— Freiligrath, Gedichte. Secunda. Andersen, Bilderbuch ohne Bilder.— Auerbach, Wieder unser.— Ebers, Eine ägyp- tische Königstochter, 3 Bde.— Ebers, Homo sum.— Ebers, Uarda, 3 Bde.— Ebers, Die Schwestern.— Ebers, Der Kaiser, 2 Bände.— Chamisso, Werke.— Fouqué, Undine.— Fouqué, Der Zauberring.— Göthe, Hermann und Dorothea, 3 Exempl.— Hauff, Lichtenstein.— Herder, Der Cid.— Klopstock, Oden.— Hölty, Gedichte.— Palleske, Schillers Leben und Werke, 2 Bde.— Scherenberg, Waterloo— Schiller, Jungfrau von Orleans, 3 Exempl.— Schiller, Maria Stuart, 3 Exempl.— Schiller, Wallenstein, 3 Exempl.— Schiller, Tell, 2 Exempl.— Walter Scott, Werke, 49 Bde.— Simrock, Das Nibelungen- lied.— Simrock, Gudrun— Jäger, Geschichte der Griechen.— Jäger, Geschichte der Römer.— Fechner, Der deutsch-französische Krieg 1870/71, 2 Exempl.— Göll, Kulturbilder aus Hellas und Rom, 3 Bde.— Grube, Biographische Miniaturbilder, 2 Bde.— Hertzberg, Die asiatischen Feldzüge Alexanders des Grolsen, 2 Bde.— Kugler, Geschichte Friedrichs des Grolsen— Lenz, Martin Luther.— Mayer, Kaiser Heinrich IV.— Plutarchs ausgewählte Biographien. Ins Deutsche übersetzt, 6 Bde.— Stoll, Bilder aus dem altgriechischen Leben— Tellkampf, Die Franzosen in Deutschland.— Jäger, Dar- stellungen aus der römischen Geschichte, 7 Bde.— Stoll, Geschichte der Griechen, 2 Bde.— Stoll, Geschichte der Römer, 2 Bde.— Brennecke, Die Länder an der unteren Donau und Konstantinopel.— Grube, Alpenwanderungen.— Browne, Reisen und Abenteuer im Apachenlande— Kane, Zwei Nord- polarreisen.— Klencke, A. v. Humboldt's Leben und Wirken.— Kohl, Deutsche Volksbilder und Natur- ansichten aus dem Harz— Kossak, Hildebrandt's Reise um die Erde, 2 Bde.— Maximilian I, Mein erster Ausftug. Wanderungen in Griechenland.— Ruthner, Berg- und Gletscherreisen in den öster- reichischen Hochalpen, 2 Bde.— Noë, Deutsches Alpeunbuch, 2 Bde.— Faraday, Naturgeschichte einer Kerze.— Masius, Luftreisen.— Masius, Naturstudien.— Weber, Vom rollenden Flügelrade.— Linde- mann und Finsch, Die zweite deutsche Nordpolfahrt. Tertia. Petiscus, Der Olymp oder Mythologie der Griechen und Römer.— Simrock, Rhein- sagen.— Hertzberg, Der Feldzug der 10 000 Griechen.— Berndt, Hamburg-Bremen, die Missionsstätte des skandinavischen Nordens.— Berndt, Das Leben Karls des Groſsen.— Berndt, Heinrich I und Otto der Groſse.— Cohn, Kaiser Heinrich II.— Grube, Charakterbilder aus der Geschichte und Sage. Teil II.— Heinemann, Lothar der Sachse und Konrad III.— Mücke, Kaiser Konrad II. und Heinrich III.— Mücke, Kaiser Heinrich IV. und Heinrich V.— Mürdter, Deutsche Kaiserbilder, 2 Bde.— Stacke, Bertrand du Guesclin.— Kohlrausch, Bildnisse der deutschen Könige und Kaiser bis Maximilian I.— Osterwald, Erzählungen aus der alten deutschen Welt, 8 Bde.— Wägner, Unsere Vorzeit.— Bintz, Ausgewählte Gedichte geschichtlichen Inhalts.— Grube, Deutsche Geschichten in deutschen Gedichten.— Grube, Charakterbilder aus der Geschichte und Sage, Teil III.— Hahn, Geschichte des preuſsischen Vaterlandes.— Hiltl, Der deutsch-französische Krieg von 1870 und 1871.— Mürdter, Deutsche Kaiserbilder, Teil III.— Osterwald, Deutschlands Auferstehung.— Winterfeld, Geschichte des deutsch-französischen Krieges von 1870 und 1871.— Adami, Königin Luise.— Hahn, Friedrich der Groſse.— Müller, Cook, der Welt- 64 umsegler.— Ule, Alexander von Humboldt.— Andree, Abessinien, das Alpenland unter den Tropen.— Grube, Geographische Charakterbilder, 3 Bde.— Mundy, Wanderungen in Australien.— Sach, Die deutsche Heimat.— Feierabend, Die Schweizerische Alpenwelt.— Schott, Das Jahrhundert der Ent- deckungen.— Masius, Die Schiffbrüchigen.— Gerstäcker, Reisen um die Welt, 3 Bde.— Anders, Der junge Generalstab im Harz.— Klotz und Glaser, Leben und Eigentümlichkeiten in der mittleren und piederen Tierwelt, 2 Bde.— Reichenbach, Die Pflanzen im Dienste der Menschheit.— Schwaab, Aus der Natur, 2 Exempl.— Körner, Leier und Schwert.— Simrock, Lieder vom deutschen Vaterland aus alter und neuer Zeit.— Caspari, Der Schulmeister und sein Sohn.— Caspari, Zu Straſsburg auf der Schanz'.— Caspari, Alte Geschichten aus dem Spessart.— Otto, Der Kaufmann zu allen Zeiten.— Tschudi, Das Tierleben der Alpenwelt. Quarta. Lange, Geschichten aus dem Herodot.— Günther, Die Geschichte der Perserkriege nach Herodot.— Hertzberg, Die Geschichte der messenischen Kriege.— Grube, Charakterbilder aus der Geschichte und Sage, 3 Exempl.— Falckenheiner, Hessische Jugendlust. Quinta. Wagner, IIlustriertes Spielbuch für Knaben.— Schmidt, Reineke Fuchs. Sexta. Becker, Erzählungen aus der alten Welt, 3 Bde. B. Angeschafft wurden: Prima. Detto, Horaz und seine Zeit, 2 Exempl.— H. Meyer, Preulsische Festspiele für Schulen.— Weber, Minnesinger.— Fischer, Lessing als Reformator der deutschen Litteratur.— Linnig, Vorschule der Poetik und Litteraturgeschichte.— Heulſsner, Unsere Muttersprache und ihre Pflege, 2 Exempl.— 0O. Jäger, Weltgeschichte II.— Stein, Das Buch vom Dr. Luther.— Rietschel, Jugend- erinnerungen, 2 Exempl.— Smiles, Selbst ist der Mann, 2 Exempl.— Hottinger, Der deutsch-franzö- sische Krieg 1870/71.— F. Schmidt, Kaiser Wilhelm und seine Zeit.— Röth v. Stamford, Geschichte von Hessen.— W Müller, Kaiser Friedrich.— Hübner, Ein Spaziergang um die Welt, illustriert.— Lockyer, Astronomie.— Geikie, Kurzes Lehrbuch der physikalischen Geographie.— A. von Humboldt, Ansichten der Natur. Secunda. O. Jäger, Geschichte der Griechen, 2 Exempl.— O. Jäger, Geschichte der Römer, 2 Exempl.— Peter, Römische Geschichte in kürzerer Fassung.— Rheinhard, Griechische und römische Kriegsaltertümer.— Freytag, Aus dem Mittelalter.— Hottinger, Der deutsch-französische Krieg 1870/71.— W. Müller, Kaiser Friedrich.— Geschichte der Regenten von Hessen-Kassel.— Lindemann und Finsch, Die zweite deutsche Nordpolfahrt.— Masius, Geographisches Lesebuch.— Walter Scott, Romane, 12 Bde.— Ebers, Eine ägyptische Königstochter, 3 Bde.— Brand, Heinrich von Brabant.— Brand, In Lehns- pflicht.— Brand, Allzeit getreu.— Brand, Gute Zeit im Lande.— Mantegazza, Lebensweisheit für die Jugend.— Stein, Otto der Groſse und seine Brüder.— Huxley, Allgemeine Einführung in die Natur- wissenschaften.— Roscoe, Chemie. Tertia. Hottinger, Der deutsch-französische Krieg 1870/71, 2 Exempl.— Otto, Der groſse König und sein Rekrut.— Köstlin, Martin Luther.— Fr. v. Hellwald, Die weite Welt.— Geikie, Physikalische Geographie.— Schmidt, Tierkunde.— Lohmeyer, Deutsche Jugend. Neue Folge VI.— Helms, Heinz Treuaug. Quarta. Würdig, Des alten Dessauers Leben und Thaten.— Hirt, Geographische Bilder- tafeln, 2 Teile.— Spyri, Geschichten für Kinder, 10 Bde.— Wackernagel, Deutsches Lesebuch, Teil III, 4 Exempl.. Quinta Hahn, Hans Joachim von Zieten, 2 Exempl.— Groſse, Aus dem Tierleben der Heimat.— Schneider, Typen-Atlas.— Kolb, Wilde Tiere aller Zonen, 2 Exempl.— Hirt, Geographische Bildertafeln, 2 Teile.— Eiche, Märchen für die Jugend.— Hebel, Schatzkästlein, 2 Exempl.— sSigis- mund Rüstig, Der Bremer Steuermann, 5 Exempl.— Schmidt, Wilhelm Tell, 2 Exempl.— Lohmeyer, Deutsche Jugend. Neue Folge, 5 Bde.— W. O. v. Horn, Der Leibhusar, 3 Exempl.— W. O. v. Horn, Blüchers Schützling, 3 Exempl.— W. O. v. Horn, Hirtenbüblein, 3 Exempl. Sexta. Lausch, Heitere Ferientage, 2 Exempl.— Keck und Johansen, Vaterländisches Lese- buch, 2 Exempl.— Reinick, Märchen-, Lieder- und Geschichtenbuch. 65 C. Geschenkt wurden: Vom Abiturienten von Gilsa: Würdig, Hurrah, jung Preufsenblut!— Wagner, Entdeckungsreisen in der Wohnstube.— Gräbner, Robinson Crusoe.— Bernhardt, Die Schmetterlinge.— Scipio, Durch Wald und Prairie.— Pichler, Der Retter in der Not.— Dielitz, Zonenbilder.— Otto, Der Cäsar des 19. Jahrhunderts.— Winter, Interessante Schilderungen groſser und wichtiger Ereignisse der Neuzeit. III. Unterstützungsbibliothek. A. Angeschafft wurden:. Holzweilsig, Repetitionsbuch, 2 Exempl.— Ostermann, Lateinisches Ubungsbuch und Vokabu- larium für V.— Süpfle, Lateinische Stilübungen, I.— Plötz, Schulgrammatik.— Voltaire, Charles XII. — Kiepert, Karte von Griechenland.— Diefenbach, Der Regierungsbezirk Cassel.— Daniel, Leit- faden, 2 Exempl.— Richter, Schulatlas, 2 Exempl.— Heis, Aufgabensammlung.— Leunis, Botanik, 3 Exempl.— Leunis, Zoologie, 2 Exempl.— Leunis, Mineralogie.— Sering, Chorbuch, 4 Exempl. B. Geschenkt wurden: Von Herrn Verlagsbuchhändler Teubner in Leipzig: Phaedri Fabulae Aesopiae. Von Herru Verlagsbuchhändler Kunze Nachfolger in Wiesbaden: Herbst, Historisches Hülfsbuch, 3 Teile, 2 Exempl.— Eckertz, Häülfsbuch, 4 Exempl.— Jäger, Hülfsbuch, 4 Exempl. Von den Primanern Uthemann und Krause, dem Untertertianer Volmar und dem Quartaner Prüssing eine Anzahl Schulbücher. IV. Geographische Lehrmittel. mittelsammlung der Gewerbeschule überwiesen: Dem geographischen Apparat wurden aus der Lehr el; Berghaus und Stülpnagel, Charte of the Kiepert, Planigloben; Reuter, Der nördliche gestirnte Himm. world; Wetzel, Wandkarte der mathematischen Geographie; Dronke und Henkt, Physikalische Karte der Erde; Kiepert, Physikalische Karte von Asien; Kiepert, Afrika; Kiepert, Afrikanische Westküste; Special- karte der Vereinigten Staaten von Nordamerika; Stieler, Vereinigte Staaten von Nordamerika; Stieler, Südamerika; Stieler, West-Indien; Woldermann, Europa; Kiepert, Politische Wandkarte von Europa; Petermann, Wandkarte von Deutschland; Steinhauser, Hysometrische Karte von Mitteleuropa; Möhl, Oro- hydrographische Straſsen- und Eisenbahnkarte von Deutschland; Wagner, Deutsches Reich; Fils und Vogel, Karte vom Thüringer Wald; Berghaus, Alpen; Liebenow, Karte von Rheinland-Westfalen; Generalstabs- karte von Kurhessen: Kassel und Umgegend; Reufse, Straſsen-, Orts- und Flulskarte von Kurhessen; Kiepert, Italia antiqua; Kiepert, Graecia antiqua; Brecher, Historische Wandkarte von Preuſsen; Stieler, Groſser geographischer Atlas; Klöden, 17 Repetitionskarten zur Geographie; Kiepert, Groſser geographischer Atlas; Kiepert, Kleiner Schulatlas; Habenicht, Atlas zur Heimatskunde des deutschen Reiches; Reymann, Atlas.— Angekauft wurden: Kiepert, Wandkarte von Palästina; Rössel, Schulwandkarte der biblischen Länder; Kiepert, Wandkarte von Ostreich-Ungarn; Kiepert, Wandkarte von Alt-Kleinasien:; Porschke, Schulwandkarte zur preulfsischen Geschichte.. Der Untersekundaner Wegener schenkte ein von ihm gefertigtes Modell des römischen Hauses. V. Naturwissenschaftliche Lehrmittel. 1. Naturgeschichtliche Sammlung. Anschaffungen: Ein Sskelett des Menschen.— Eine Möve.— 260 Schmetterlinge.— Eine Anzahl Käfer.— Sechs Abbildungen mit Text von Schlitzberger: Unsere häufiger vorkommenden eſsbaren Pilze. 66 Aus der Sammlung der früheren Königlichen höheren Gewerbeschule wurden überwiesen: 16 Säugetiere, 1 Hirschklaue, 118 Vögel, 76 Schalen von Weichtieren, 1 Herbarium. Geschenke: Von Herrn Maler Matthei: 250 Käfer aus der Umgegend von München und aus den Alpen.— Von Herrn KantorWerner inWilhelmshöhe: Eine Kreuzotter.— Von Herrn Direktor Thon: Ein Stein- marder.— Von Herrn Mechanikus Richard Hahn: Eine Möve.— Von Herrn Le Fanu, Collector von Nord-Arcot (Madras): Eine Schlangenhaut und die Haut von einem Krokodil.— Von Herrn Oberstabsarzt Heisterhagen: Ein Siebenschläfer.— Von Herrn Kaufmann Emil Goldschmidt: Eine Reiherente.— Von Herrn Fabrikanten Diemar: Eine Anzahl Schalen von Weichtieren.— Von Herrn General-Agent Wilhelm Meyer: Ein Braun- fisch(Delphin).— Von dem Quartaner Zaubitzer: Eine Anzahl Mineralien.— Von dem Quartaner Bode: Eine Möve.— Von mehreren Tertianern: Insekten.— Von Herrn Lehrer Mühlhausen: Eine groſse Anzahl Spanner. 2. Physikalische Sammlung. Von der ehemaligen Gewerbeschule übernommen: Eine ziemlich vollständige Sammlung der für den Schulunterricht notwendigen Apparate, insbesondere: mehrere geodätische Instrumente, Fallmaschine, chemische Wage, Modelle mehrerer einfachen Maschinen, Heberbarometer, hydrostatische und aerostatische Apparate, Gebläsetisch für Schallversuche, Orgelpfeife mit Glaswand, gedeckte Pfeife mit verschiebbarem Index, Stimmgabeln, Stroboskop, phosphorescierende Röhren, Prismen, Glasspiegel und-Linsen verschie- dener Krümmung, Refraktor auf Dreifuls, Stereoskop, künstliches Auge, Nörrembergs Polarisationsapparat, Apparate zur Doppelbrechung und Beugung, 2 Brennspiegel, Thermometrograph, Differenzialthermometer, Thermosäule, August's Apparat zur UÜberkaltung, Elektroskop, Riels' Influenzapparat, Scheibenelektrisier- maschine, Holtz' Influenzmaschine, Leidener Flaschen, galvanische Elemente, Thermoelement, Tangenten- bussole, Stöhrer's Magnetoinduktor, Morseapparat, Telephonbrücke von Schöppe, Siemenseinheit, englisches Inklinatorium. Die Lehrerbibliothek verwaltet Gymnasiallehrer Sunkel, die Schülerbibliothek Hülfs- lehrer Dr. Heil, die Unterstützungsbibliothek Gymnasiallehrer Bochröder, die geographischen Lehrmittel Gymnasiallehrer Dr. Schmitt, die naturgeschichtliche Sammlung Oberlehrer Dr. AuthII, die physikalische Sammlung und den chemischen Apparat Gymnasiallehrer Franz, das Inventar des Gesangunterrichts Gesanglehrer Stolzenberg, den Zeichenapparat Zeichenlehrer Wenzel, den Turnapparat und das Hauptinventar Turnlehrer Stern. Allen freundlichen Gebern, welche unsere Sammlungen mit Geschenken bedacht haben, sage ich auch an dieser Stelle im Namen des Gymnasiums herzlichen Dank. 67 VI. Mitteilungen an die Schüler und deren Eltern. Ordnung der öffentlichen Prüfung der Osterklassen in der Aula des Gymnasiums. Freitag den 12. April 1889. 3— 4 Uhr. Oster-Sexta. Deutsch: Dr. Bätjer.— Latein: v. Seidel. 4—5„(Oster-Quinta. Rechnen: Schmitt.— Latein: Thies. Sonnabend den 13. April 1889. 9— 10 Uhr. Oster-Quarta. Mathemathik: Sonne.— Latein: Sunkel. 10— 11„(0ster-Untertertia. Geschichte: Dr. Heil.— Latein: Dr. Schmitt. Um 11 ¹¼ Uhr wird das Schuljahr mit einer gemeinsamen Andacht sämtlicher Lehrer und Schüler der Anstalt beschlossen. Das neue Oster-Schuljahr wird Montag den 29. April nachmittags 3 Uhr mit einer gemein- samen Andacht eröffnet werden. Am Vormittage desselben Tages von’8 Uhr an findet die Auf- nahmeprüfung der neu zugehenden Schüler statt, soweit diese nicht schon am 12. und 13. April geprüft worden sind. Cassel, am 24. März 1889. Der Königliche Gymnasial-Direktor Dr. Heufsner.