2 cwʒcreeei1i1ͦZ22LVGmhy9dh!"4tA2ά h ſtkͤ6SñffnfFIttfuttiuuIÜIjmixxxxjxxxxxxxxxxüüjxũnũ Königliches Gymnasium zu Hanau, vordem „die Hohe Landesschule“. IunEnnnnnnnnnnê JAHRES-BERICHT üben das Schuljahn 1895 /96 b SrsStattet vVon dem Direktor Dr. Ph. Braun. Tmůᷓůüfſfͤͤ Hierzu eine Beilage: Illustris scholae Hanoviensis leges et album civium academicorum inde ab anno 1665 usque ad annum 1812, particula II, 1724— 1812, veröffentlicht vom Direktor. ☛ HANRHU. Druck von Lechleder& Stroh. nnnê 2 1896. Programm Nr. 399. Schulnachrichten. I. Allgemeine Lehrverfassung wahrend des Schuljahres OSstern 1895—96. I. Übersicht über die einzelnen Lehrgegenstände. 1 1 2 L. 1 II. 2 1II 1 III, 2 I. v. vI. sa. 2 2 2 2 2 2 2 2 3 V 17 Religionslehre Manel——— kathol. V 2 2 4 Deutsch und 1 3 3 3 2 2 3 2 3 23 Geschichtserzählungen— 1———— 1 1 — ſim 8. 651m K 6—— im S. 56 Latein„ W 7„ W. 7 6 6 1 1 8 8 9 W. 58 Griechisch 6 6 68 6 6=——— 30 Französisch 2 2 3 3 3 V 4 V—-— 1727 ———————— Englisch(wahlfrei) 2 2——— V— V— V— 4 Hebräisch(wahlfrei) 2 2—-———— 4 Geschichte und 3 3 2 2 2 2—-[—.„ rakandse 2 Rechnen und Mathematik V 4 4 4 4 3 3 V 4 4 4 34 Naturbeschreibung——— V— 2 2 2 2 8 Physik, Elemente der Chemie w 1 und Mineralogie 24 1 2. 1 11 8 Turnen 3 3 V V 3 12 Zeichnen(für I u. II wahlfrei) V 2 2 2 2 2— V 10 Singen V 2 2 2 V 6 1 — V Schreiben———— V——[2 V 2 4 —— 410 u 2sO sld 1 eg 1 H '881A sop sdoslos SunzonaroA lp dauenup III un e,uI 28 L ul qus III u Hosaned g dM 4 ue2eson uautqnd aodn aIII ur MosrHnekrt) 9 nzup olp aIIors d 7e1ae A uesolp uoA iII ur 1s—ea g pun urezuel( Azc) 9— un uI † uopan udz pun uu uu eon A 10880304 uoqnulanod alodpunson oules JunlloasaeH unz uop aApaudIeSu 1 fH 'ssIn 4ep usneuudle A sidl edoet eAl I H ssIA 4ep zualeA 10quiedos opud sid lunf I:Sun u V ¹. 4 9——= Koudoo 3 euſ 8(10a1LuA)— V 4088en weke. 2 f1 8 uoq*αμ 3 nanso d uou olog 8——1 1040,T 4euοstulο en 81 uorlod 3 uo*ειν uuldu- 422 81 — ueum g a—vweumh«e—— 9 dosdonn 9 10 olunn.L pun 0*² 3 3 III 1 8s1 M. 11 MruI 1 osrοιναν ⁹ SIuH dosuessia diA40 osnnod 5 aosqanzux 39 dosno 5 3 16 Laau, 4 V uolod 5 O lod 5 uonled 8 u 8 IA 191 1aodo paeuueete oslsgzuua V 108 119 8 V— lhoode 1 qoslsgauua 4oendn3,5 1sllsud ³ AI 4oolaeqO efnus 4O 6 . dpunlpa. n opun 45 opunipa n. 1. 13 nvennodt 3 ees 9uare 2 Aed 6 III eeed eeeh 8 — 2 opunxpa 8... . punxpadl n 1uNe1oqug. 91 ebunxpaA 8. 5 Eieigasausde 210foes 9 pun oεονισο ˙Bunuue 4 9 Suusop 8 Juuson 8 Suuso 8 9 dosqanaux 3dοsqunzuNX S Ausqauκ 5 AIS4u 19lodO eua 9 8 AIRuEB TIauureu IHBuuadaukN wn f. as oSlod N uenuel 8 V Assmaqel 8 n ee 8 A— 19 ood 8 k 10 lo 5 † zzluoe 1088204 ueunn.I, 8 ο0A punxpaq en u g. dosidoοlnd 9 Punxpad— 1011111090 8 9 83 rreeee V uorlod 8 12ν1 01 8 3 I qneuog 10882104, 9 f z P denddn 9— 3 Jur—) uou-.r 4* 1. 8 (Os a'6.— Pi5) 5 111 uueueoe 1040822404 8 dosdanauN S AIsKnd 8 AIsnd“ 55 uoudood 1un o kes mruioHuL wen osuubeM 108824019 epunxpa“n 1oIsQzuusah+ (ri A) 81 elach Seidalu 9 1 unesg 410 101121410 1 — 1.— A ... elleu us A a aAl 2m, li r— pupsue SeSSοldde=uſi 1lep SunlleldeA 3. UÜbersicht der erledigten Lehraufgaben. * Prima. Religionslehre. 2 St. w. a) evangelische: Im S. Römerbrief, im W. Glaubens- lehre nach der Augsburgischen Konfession(Schmitz). b) katholische:(Es gehörten der Klasse keine katholischen Schüler an). Deutsche Sprache. 3 St. w. Übersicht über die wichtigsten Erscheinungen der neueren deutschen Literaturgeschichte. Die Lebensbilder Goethes und Schillers und ihrer bedeutendsten Zeitgenossen. Lektüre von Goethes Egmont und Iphigenie, von ausgewählten Abschnitten aus Schillers philosophischen Schriften. Freie Vorträge und Aufsätze(Schmitz). Themata zu den deutschen Aufsätzen: 1. Die rechte Gesinnung erst verleiht der Bildung des Geistes wahren Wert. 2. Wie können wir unsere Liebe zum Vaterlande beweisen?(Klassenarbeit.) 3. Worin besteht nach Schiller der Grund des Vergnügens an tragischen Gegenständen und wie lässt sich seine Ansicht aus seinen Dramen belegen? 4. a) Labor voluptasque dissimillima natura naturali quadam inter se societate sunt iuncta. b) Inwiefern ist der Anblick der Natur für uns Menschen einerseits demütigend, anderseits erhebend.(Prüfungsarbeit.) 5. Gedankengang von Goethes Gedicht:„Mahomets Gesang“. 6. Mit welchem Rechte nennt der Mensch sich den Herrn der Schöpfung?(Klasscnarbeit.) 7. Charakteristik der Iphigenie. 8. a) Die Zustände in den Niederlanden nach den Volksscenen in Goethes Egmont. b) Begeisterung ist die Quelle grosser Thaten.(Prüfungsarbeit.) Lateinische Sprache: 6 St.(W. 7 St.) w. Horaz. Auswahl aus dem 4. Buch der Oden, darnach Episteln II, 1 im S. Auswahl aus den Oden des I. und II. Buches im W. Horazianische Metrik. Einzelne Gedichte wurden auswendig gelernt.(2 St. w.) Grammatische Wiederholungen und mündliche UÜbersetzungsübungen im Anschluss an Abschnitte aus Caesars bell. Gall. im W. 1 St. w.(Braun.) S.: Cic. pro Sest. W.: Tac. Germ., ann. XI, XII(mit Auswahl). 3 St. w. Alle 14 Tage eine Übersetzung ins Lateinische im Anschluss an Gelesenes, abwechselnd als Klassen- und Hausarbeit, daneben alle 6 Wochen eine Übersetzung ins Deutsche als Klassenarbeit; grammatische und stilistische Wiederholungen. 1 St. w.(Wackermann, von Mitte Juni bis Weihnachten erst Dr. Blackert, dann Engelhardt.) Griechische Sprache. 6 St. w. Im S.: Sophokles Antigone 3 St. Im W.: Homers Ilias Buch I— VIII mit Ausscheidungen. Von Ostern bis Weihnachten Thukydides VI und VII mit Auswahl. Von Neujahr bis Ostern Demosthenes Phil. I, III. Alle 4 Wochen eine schriftliche Übersetzung aus dem Griechischen ins Deutsche als Klassenarbeit(Braun). Französische Sprache. 2 St. w. Foulché-Delbosc Causeries Parisiennes im S.; Molière, Les Femmes savantes im W. Grammatische Wiederholungen. Sprechübungen im Anschluss an das Gelesene. Alle 14 Tage eine schriftliche Übung(meist Übersetzungen aus dem Franzö- sischen in das Deutsche) als Klassenarbeit(Braun). Englische Sprache. 2 St. w. Washington Irving, Tales of the Alhambra, im S.: Escott, England, its people, polity, and pursuits. im W. Sprechübungen, schriftliche Arbeiten(Müller). Hebräische Sprache. 2 St. w. Gramm. Wiederholung und Ergänzung der Formen- lehre, Syntax nach Hollenberg. Lektüre: Ausgewählte Psalmen und Gen. 1— 25(Schmitz). 1* Geschichte und Erdkunde. 3 St. w. Geschichte vom Beginne des Miittelalters bis zum Jahre 1618 nach Herbsts hist. Hilfsbuch 2. und 3. Teil. Geographische Wiederholungen(Sehaub). Mathematik. 4 St. w. Oberprima. Planimetrische Konstruktionen, Repetitionen und— Aufgaben aus allen früheren Pensen. Elemente der analytischen Geometrie. H enkel.) Unterprima Gleichungen 2. Grades mit mehreren Unbekannten; diophantische Gleichungen; Zinseszins- und Rentenrechnung nach Bardey; Beginn der Stereometrie; planimetrische Kon- struktionen.(Wagenknecht.) Aufgaben für die Abiturienten: Im Herbst. 1. Ein Dreieck zu zeichnen, wenn gegeben ist die Grund.— linie, die zur zweiten Seite gehörige Höhe und die zur dritten Seite gehörige Mittellinie. 2. Ein Bruch bleibt seinem Werte nach unverändert, wenn man den Zähler um 2, den Nenner um 3 vergrössert. Er verwandelt sich 4 in den umgekehrten Bruch, wenn man den Zähler um 3 vergrössert, den Nenner um 3 verkleiuert. Wie heisst der Bruch? 3. Einer Kugel vom Halbmesser r= 8 dm ist ein gerader Kegel einbeschrieben, dessen Höhe dem Durch- messer der Basis gleich ist; wie gross ist das Volumen des Kegels? 4. Von einem Dreieck kennt man die zur Seite e gehörige Höhe h. 20 m, den Winkel„ 124⁰ 58 34“, durch welchen diese Höhe geht und den Winkel 42= 430 36 10“; man soll die Seiten des Dreiecks berechnen. Im Frühjahr. 1. Ein Parallelogramm zu zeichnen aus beiden Höhen und einer Diagonale. 2. Zwei Würfel haben zusammen einen Kubikinhalt von 9990 cbm. Wie gross sind die beiden Kanten, wenn ihre Summe 30 m beträgt? 3. Der Radius der Basis eines geraden Kegels ist r= 5 m, die Höhe H= 9 m. In der Entfernung e 3,6 m von der Spitze wird parallel zur Basis eine Ebene gelegt; wie gross ist der Mantel des hierdurch entstandenen Kegelstumpfes? 4. Die 2 Seiten eines Dreiecks a und b sind bezw.= 65,259 m und 39,564 m, der Gegenwinkel’a der Seite a ist doppelt so gross als der Gegenwinkel der Seite b. Es sollen die Winkel des Dreiecks berechnet werden. Physik. 2 St. w. Statik und Dynamik der festen, flüssigen und gasförmigen Körper. Akustik nach Trappe.(Wagenknecht.) Ober-Sekunda. Ordinarlus: Oberlehrer Prof. Dr. Wackermann (von Mitte Juni bis Weihnachten erst w. H. L. Dr. Blackert, dann w. H. L. Engelhardt.) Religionslehre. 2 St. w. a) evangelische. Erklärung der Apostelgeschichte und ausgewählter Abschnitte aus neutestamentlichen Briefen. Wiederholungen aus früheren Lehrpensen. (Reinhard.) b) katholische. Die besondere christliche Sittenlehre nach dem Lehrbuch von König. Wiederholung des Diöcesen-Katechismus im S. Die allgemeine Glaubenslehre oder Lehre von der göttlichen Offenbarung. Wiederholung des Katechismus. Einige kirchliche Hymnen im W. (Weber.) Deutsche Sprache. 3 St. Literargeschichtlicher UÜberblick über die mittelhochdeutsche Periode mit Vorlegung und Besprechung grösserer Proben(namentlich aus dem Nibelungenliede und aus Walther von der Vogelweide). Schillers„Wallenstein“ und Goethes„Götz“Ü. Das Wichtigste über die Dichtungsarten. Vorträge der Sechüler über Selbstgelesenes und über Themata aus den verschiedensten Gebieten des Unterrichtsstoffes. Besprechung der Aufsätze.(Wackermann, von Mitte Juni bis Weihnachten Kilb.) Themata zu den deutschen Aufsdtzen: 1. Der deutsche Soldat in Lessings„Minna von Barnhelm“. 2. Das wahre Glück liegt nicht ausser uns, sondern in uns. 3. Der Gang der Handlung in Goethes„Hermann und Dorothea“. 4. Die Bedeutung der Blumen für Haus und Leben der Menschen. 5. Warum erscheint uns die Gestalt Siegfrieds so anziehend? 6. Welche Bedeutung hat in Schillers„Wallenstein“ das Lager für die ganze Trilogie? 7. Charakteristik Max Piecolominis(oder Buttlers). 8.(Klassenarbeit.) a) Es liebt die Welt das Strahlende zu schwärzen und das Erhabne in den Staub zu ziehen. b) Das Schicksal des Polykrates verglichen mit dem des Krösus. 5 Lateinische Sprache. 6 St.(im W. 7 St.) Verg. Aen. VI— X m. Auswahl. 2 St. w. S.: Sall. Cat. W.: Cic. in Cat. 3 St. w. Alle 14 Tage eine schriftliche Übersetzung in das Lateinische, abwechselnd als Klassen- und Hausarbeit; daneben alle 6 Wochen eine Ubersetzung ins Deutsche als Klassenarbeit. Stilistische Zusammenfassungen und Wiederholuang einzelner grammatischer Pensa. 1 St., im W. 2 St. w.(Wackermann, seit Mitte Juni Blackert, dann Engelhardt.) Griechische Sprache. 6 St. Hom. Od. XVII— XXII mit Auswahl. Einzelne Stellen wurden auswendig gelernt. 2 St. w. S.: Xen. mem. I.—III. mit Auswahl; Plut. Them. W.: Hdt. I mit Auswahl. 3 St. w. Alle 4 Wochen eine Übersetzung aus dem Griechischen ins Deutsche als Klassenarbeit. Syntax der Tempora und Modi und besonders des Infinitivs und Particips. 1 St. w. (Wackermann, von Mitte Juni bis Weihnachten erst Blackert, dann Engelhardt.) Französische Sprache. 2 St. w. Lektüre: Im S. Daudet: Le Petit Chose, im W. Loti: Aus fernen Meeren und Ländern. Sprechübungen. Alle 14 Tage eine Ubersetzung aus dem Französischen ins Deutsche, Diktat oder Extemporale. Gelegentlich grammatische Wiederholungen, resp. UÜbersetzungsübungen nach Plötz' Schulgrammatik.(Müller.) Englische Sprache. 2 St. w. Einübung der Laute. Lesestücke nach Deutschbein, Irving-Macaulay Lesebuch, mit Auswahl. Sprechübungen. Grammatik nach Deutschbein. Uber- setzungen ins Englische und Diktate.(Müller.) Hebräische Sprache. 2 St. w. Formenlehre des starken Verbums, sowie der verba gutturalia und assimilata. Lektüre nach Hollenberg.(Schmitz.) Geschichte und Erdkunde. 3 St. w. Geographie von Altgriechenland. Griechische Geschichte, dabei das Wichtigste aus der orientalischen Geschichte. S. Geographie von Altitalien. Römische Geschichte bis zum Tode des Kaisers Augustus nach Herbst's Hülfsbuch I.(Braun.) Mathematik. 4 St. w. Potenzen, Wurzeln, Logarithmen, Progressionen, quadratische Gleichungen mit 1 und 2 Unbekannten nach Bardey. Goldner Sehnitt, harmonische Punkte und Strahlen, planimetrische Konstruktionen nach Koppe. Trigonometrische Berechnung des schief- winkligen Dreiecks.(Henkel.). Physik. 2 St. w. Repetition des Magnetismus, der statischen Elektricität und des Galvanismus nach Koppe. Die wichtigsten Metalloide und Metalle.(Henkel.) Unter-Sekunda. Ordinarius: Oberlehrer Professor Schaub. Religionslehre. 2 St. w. a) evangelische. Erklärung des Evangeliums Lucae. Wiederholung der Katechismusaufgabe und der früher gelernten Sprüche, Lieder und Psalmen. (Reinhard.) b) katholische. S. Obersekunda. Deutsche Sprache. 3 St. w. Lesen und Erklären von Schillers„Jungfrau von Orleans“, Goethes„Hermann und Dorothea“, Lessings„Minna von Barnhelm“. Literaturgeschichtliche Bemerkungen im Anschluss an das Gelesene. Auswendiglernen geeigneter Stellen. Dispositions- übungen und Aufsätze.(Wiegand.) Themata zu den deutschen Aufsätzen: 1. Früh übt sich, wer ein Meister werden will. 2. Politische Lage Frankreichs zur Zeit des Auftretens der Jungfrau von Orleans. 3. Inwiefern pleibt Karl VII. hinter seiner Auf- gabe zurück? 4. Welche Pflichten hat jedes Volk gegen das Vaterland zu erfüllen? 5. Worin zeigt der Verlauf 6 der griechischen Geschichte mit dem der deutschen Ihnlichkeit? 6. Wie schildert uns Goethe Hermanns Eltern in den drei ersten Gesängen von„Hermann und Dorothea“. 7. Wodurech wurde die Einwilligung des Vaters zur Verlobung Hermanns und Dorotheas erlangt? 8. Die örtlichkeiten in Goethes Hermann und Dorothea. (Prüfungsarbeit.) Lateinische Sprache. 7 St. w. Ovids Metamorphosen. Auswahl aus B. X und XI (i. S.). Vergils Aeneis, Ausw. aus B. VII u. IX(i. W.). Cicero in Catilinam I—III(i. S.), Livius B. XXIII(i. W.). 4 St. w. Grammatische Wiederholungen und Ergänzungen, insbesondere aus der gesamten Syntax, nach Ellendt-Seyffert. Übersetzen nach dem UÜbungsbuch von Ostermann- Müller 4. Teil. Ubungen im unvorbereiteten Ubersetzen und Rückübersetzen sowie im Lateinsprechen. Wöchentlich eine häusliche oder eine Klassenarbeit, darunter alle 6 Wochen eine UÜbersetzung ins Deutsche. 3 St. w.(Schaub.) Griechische Sprache. 6 St. w. Homers Odyssee B. VIII— XI(mit Auswahl). Geeignete Stellen wurden auswendig gelernt. Xenophons Anabasis B. V i. S., Xenophons Hellenica B. I u. II(mit Auswahl) i. W. 4 St. w. Präpositionen, Syntax des Nomens(Artikel, Pronomen, Kasuslehre) nach Waldecks Schulgrammatik§ 102— 121. Wiederholung der Formenlehre, UÜbungen im mündlichen Ubersetzen nach Seyffert. Alle 14 Tage eine schriftliche Ubersetzung ins Griechische, abwechselnd Hausarbeit und Klassenarbeit, von Zeit zu Zeit eine sehriftliche Uber- setzung ins Deutsche. 2 St. w.(Schaub.) Französische Sprache. 3 St. w. Grammatik: Plötz' Grammatik, Lekt. 50— 79 nach dem systematischen Teile. Extemporalien und Diktate. Lektüre: Duruy: Histoire de France, die Hugenottenkriege 1559— 1598. Gropp und Hausknecht: Auswahl französischer Gedichte(La Fontaine, Béranger). Im Anschluss an die Lektüre Sprechübungen.(Müller.) Geschichte und Erdkunde. 3 St. w. Deutsche Geschichte von 1740 bis zur Gegen- wart nach Eckertz Wiederholung der Erdkunde Europas und elementare mathematische Erdkunde nach Daniels Leitfaden. Kartenskizzen.(Wenning). Mathematik. 4 St. w. Quadratische Gleichungen mit einer Unbekannten, Erweiterung des Potenz- und Wurzelbegriffs auf negative und gebrochene Exponenten, Logarithmen nach Bardey. Kreisberechnung, Konstruktionen nach Koppe. Elemente der Trigonometrie, elementare Körper- berechnung.(Wagenknecht.) Physik. 2 St. w. Leichtere Kapitel aus der Lehre vom Magnetismus, von der Elektricität, vom Schall und vom Licht; Einführung in die Chemie nach Koppe-Husmann 1. Teil.(Wagenknecht.) Ober-Tertia. Ordinarius: Oberlehrer Wiegand. Religionslehre. 2 St. w. a) evangelische. Das Reich Gottes im N. T. Lesen ent- sprechender bibl. Abschnitte. Bergpredigt und Gleichnisse des Herrn. Wiederholung der Katechis- musaufgabe und der früher gelernten Lieder und Psalmen. Reformationsgeschichte im Anschluss an ein Lebensbild Luthers.(Reinhard). b) katholische. S. Obersekunda. Deutsche Sprache. 2 St. w. Lektüre nach dem Lesebuch von Hopf und Paulsiek (insbesondere Schillers Glocke) und Wilhelm Tell. Belehrungen aus der Poetik und Rhetorik. Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten. Alle 4 Wochen ein Aufsatz.(Reinhard). Lateinische Sprache. 7 St. w. Lektüre 4 St. w. Caesar de bello Gall. II, IIIl, IV mit Auswahl; Ovids Metamorph. Stellen aus II, IV, V, VI, VII. Erklärung und Einübung des 7 daktylischen Hexameters. Grammatik 3 St. w. Wiederholung und Ergänzung der Tempus- und Moduslehre, Abschluss der Verbalsyntax nach Ellendt-Seyffert. Mündliche und schriftliche Uber- setzungen aus dem UÜbungsbuch von Ostermann-Müller für Tertia. Alle 8 Tage eine Klassenarbeit oder eine häusliche Arbeit. Alle 6 Wochen statt der erwähnten Klassenarbeit eine schriftliche Obersetzung ins Deutsche.(Wiegand). Griechische Sprache. 6 St. w. Grammatik: Verba auf und anomala nach Waldeck. Präpositionen. Wiederholung des Pensums der Untertertia. Mündliche Übersetzungen aus dem Deutschen nach Weseners Ubungsbuch II. Teil. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit, abwech- selnd Hausarbeit und Klassenarbeit. Im S. 3 St. w., im W. 4 St. w. Lektüre: Xenophons Anab. II und III. Im S. 3 St. w., im W. 4 St. w.(Kilb.) Französische Sprache. 3 St. w. Lektüre: Erckmann-Chatrian, Histoire d'un Conscrit de 1813, Sprechübungen, Grammatik: Ploetz' Schulgrammatik, Abschnitt I, II, III, V und VI. Alle 14 Tage ein Exercitium oder ein Extemporale.(Wenning). Geschichte und Erdkunde. 3 St. w. Deutsche und brandenburgisch-preussische Geschichte von 1483 bis 1740 nach dem Lehrbuch von Eckertz. 2 St. w. Politische Erdkunde Deutschlands. Die aussereuropäischen Erdteile. Kartenskizzen. 1 St. w.(Wiegand). Mathematik. 3 St. w. Lineare Gleichungen mit einer und mehreren Unbekannten, Ein- führung in die Potenz- und Wurzellehre nach Bardey. Kreislehre, 2. Teil, Gleichheit, Anfangs- gründe der Ahnlichkeit, Inhaltsberechnung geradliniger Figuren nach Koppe.(Henkel). Naturgeschichte. 2 St. w. Beschreibung des menschlichen Körpers; mechanische Er- scheinungen, Elemente der Wärmelehre.(Henkel). Zeichnen: 2 St. w. Erweitertes Umrisszeichnen nach plastischen Ornamenten auch unter Wiedergabe der Licht- und Schattenwirkung mit Bleistift und Kreide, sowie Zeichnen von einzelnen Gesichtsteilen.(Jassoy). — Unter-Tertia. Ordinarius: wissenschaftlicher Hülfslehrer Dr. KIIb. Religionslebre. 2 St. w. a) evangelische: Das Reich Gottes im A. T. Lesen ent- sprechender bibl. Abschnitte. Psalmen mit Auswahl. Wiederholung der Katechismusaufgabe. Ein- prägung einiger neuer Kirchenlieder und Wiederholung der früher gelernten. Das Kirchenjahr. (Reinhard). b) katholische: Die Lehre von den Geboten Gottes und der Kirche nach dem Diöcesan-Katechismus. Das öffentliche Leben Jesu nach der biblischen Geschichte von Schuster. S. Die Lehre von der Gnade und den Sakramenten im allgemeinen nach dem Katechismus.— Die Jugendgeschichte und Leidensgeschichte Jesu nach der biblischen Geschichte W.(Weber). Deutsche Sprache. 3 St. w. Überblick über die wichtigsten grammatischen Gesetze, die der deutschen Sprache eigentümlich sind. Alle 4 Wochen ein Klassenaufsatz oder ein häuslicher Auf- satz. Behandlung poetischer und prosaischer Lesestücke aus dem deutschen Lesebuch für Tertia von Hopf und Paulsiek. Belehrungen über poetische Formen. Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten.(Kilb). Lateinische Sprache. 7 St. w. Lektüre 4 St. w. Caesar de bello Gall. I und II mit Auswahl. Grammatik 3 St. w. Wiederholung der Kasuslehre. Hauptregeln der Tempus- und Moduslehre nach Ellendt-Seyffert. Mündliche und schriftliche Übersetzungen aus Ostermann-Müllers — 4 Ubungsbuch für Tertia. Wöchentlich eine Klassenarbeit oder eine häusliche Arbeit. Alle 6 Wochen statt der erwähnten Klassenarbeit eine schriftliche Ubersetzung ins Deutsche.(Kilb). Griechische Sprache. 6 St. w. Die regelmässige Formenlehre bis zum Verbum liqui- dum einschliesslich nach Waldeck. Alle 14 Tage eine schriftliche Klassenarbeit oder eine Haus- arbeit. Ubersetzungsübungen nach Wesener, Griechisches Elementarbuch I. Teil.(Kilb, von Mitte Juni bis Weihnachten erst Blackert, dann Engelhardt.) Französische Sprache. 3 St. w. Wiederholung der Elementargrammatik, unregel- mässige Verba im engsten Anschluss an die Lektüre von Bruno: Le Tour de la France, cp.— XV. Extemporalien und Diktate.(Müller.)— Geschichte und Erdkunde. Kurzer Ubarblick über die weströmische Kaisergeschichte. Deutsche Geschichte bis zum Ausgang des Mittelalters nach dem Lehrbuch von Eckertz. 2 St. w. Physische Erdkunde Deutschlands und Erdkunde der deutschen Kolonien. Einfache Kartenskizzen. (Wiegand.) Mathematik. 3 St. w. Vierecks- und Kreislehre, einfache Konstruktionen nach Koppe. Buchstabenrechnung, leichte Gleichungen mit einer Unbekannten nach Bardey.(Henkel.) Naturgeschichte. 2 St. w. Botanik(bis Weihnachten). Anleitung zum Bestimmen der Blütenpflanzen nach Gies Flora, Besprechung wichtiger ausländischer Kulturpflanzen. UÜbersicht über die Kryptogamen und die Verbreitung der Pflanzen. Zoologie(im letzten Vierteljahre). Uber- blick über das Tierreich, Elemente der Tiergeographie.(Henkel.) Zeichnen. 2 St. w. Erweitertes Umrisszeichnen nach plastischen Ornamenten auch unter Wiedergabe der Licht- und Schattenwirkung mit Bleistift und Kreide, sowie Zeichnen von einzelnen Gesichtsteilen.(Jassoy). Quarta. Ordinarius: Oberlehrer Dr. Müller. Religionslehre. 2 St. w. a) evangelische. Das Allgemeinste von der Einteilung der Bibel und Reihenfolge der biblischen Bücher. Wiederholung und Ergänzung der biblischen Geschichte. Erklärung und Einprägung des 3. Hauptstücks und Wiederholung des l. und 2. Sprüche und Lieder.(Schaub.) b) katholische: S. Untertertia. Deutsche Sprache. 3 St. w. Lektüre nach dem Lesebuch von Hopf und Paulsiek für Quarta. Auswendiglernen von Gedichten. Der zusammengesetzte Satz. Das Wichtigste aus der Wortbildungslehre. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit, abwechselnd Diktat und freie Nach- erzählung.(Wenning.) Lateinische Sprache. 7 St. w. Ostermann-Müllers Latein. Ubungsbuch für Quarta. Gelesen wurden von den lateinischen UÜbersetzungsstücken des ersten Teiles die folgenden: Der ältere Miltiades, der jüngere Miltiades, Themistokles, Aristides, Pausanias, Perikles, Alkibiades, Thrasybul, Epaminondas. Ferner aus der römischen Geschichte: Der erste punische Krieg, Hamilkar, Hannibal, Markus Klaudius Marcellus, der jüngere Publius Kornelius Scipio, Gajus Marius.(Im S. 3, im W. 4 St.) Wiederholung der Formenlehre, das Wesentliche aus der Casuslehre nach Ellendt-Seyffert, Einübung der Regeln an den UÜbersetzungsstücken im 2. Teil von Ostermann-Müller. Wöchentlich eine häus- liche oder eine Klassenarbeit, dazu in jedem Semester 3 Ubersetzungen aus dem Lateinischen ins Deutsche.(Im S. 4, im W. 3 St.)(Müller.) 4 5 — 9 Französische Sprache. 4 St. w. Einübung und Erklärung der Laute mit Zugrunde- legung der Vietor'schen Lauttafel. Sprechübungen über Lesestücke aus Plötz' Elementargrammatik. Auswendigleraen von Gedichten und Prosastücken. Einübung des grammatischen Pensums der Quarta im engsten Anschluss an die Lektüre. Extemporatien und Diktate.(Müller.) Geschichte. 2 St. w. Griechische und römische Geschichte nach Jägers Hülfsbuch. (Wenning.) Erdkunde. 2 St. w. Europa ausser Deutschland nach Daniels Leitfaden. Zeichnen von einfachen Kartenskizzen.(Wenning.) Mathematik. 4 St. w. Dezimalbrüche und bürgerliche Rechnungsarten nach Schellen. Lehre von den Geraden, Winkeln und Dreiecken.(Wagenknecht.) Naturgeschichte. 2 St. w. Im S.: Beschreibung ausgewählter Blütenpflanzen und Zusammenstellung nach dem natürlichen System. Im W.: Übersicht über die wirbellosen Tiere mit besonderer Berücksichtigung der Insekten.(Henkel.) Zeichnen. 2 St. w. Krummlinige Gebilde nach Vorzeichnung an der Wandtafel; die gegebenen Formen wurden auch abgeändert.(Einübung des griech. Alphabets.)(Ruth.) Quinta. Ordinarius: Oberlehrer Professor Schmitz. Religionslehre. 2 St. w. a) evangelische: Biblische Geschichten des N. T. Wiederholung des ersten, Erklärung und Einprägung des zweiten Hauptstücks des Katechismus mit Luthers Auslegung, einiger Kirchenlieder und Bibelsprüche.(Schmitz.) b) katholische: S. Untertertia. Deutsch und Geschichtserzählungen. 3 St. w. Der einfache und der erweiterte Satz. Lesen und Erklären poetischer und prosaischer Stücke aus Hopf und Paulsieks Lesebuch für Quͤinta. Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten. Erzählungen aus der alten Sage und Geschichte. Im Sommer wöchentlich ein Diktat, im Winter abwechselnd Diktate und kleine Auf- sätze.(Wiegand.) Lateinische Sprache. 8 St. w. Wiederholung der regelmässigen und Einübung der unregelmässigen Formenlehre. Erklärung einiger syntaktischer Regeln. Mündliches Übersetzen aus Ostermann-Müllers UÜbungsbuch für Quinta. Wöchentlich eine häusliche oder eine Klassen- arbeit.(Schmitz.) Erdkunde. 2 St. w. Physische und politische Erdkunde Deutschlands nach Daniels Leitfaden. Einfache Kartenskizzen.(Wiegand.) Rechnen. 4 St. w. Teilbarkeit der Zahlen, gemeine Brüche, leichte Aufgaben der einfachen Regel de tri nach Schellen.(Wagenknecht.) Naturgeschichtc. 2 St. w. Im S.: Beschreibung von Blütenpflanzen und Zusammen- stellung nach Familien. Im W.: Das Wichtigste vom Fnochenbau des Menschen; Beschreibung von Wirbeltieren, insbes. Reptilien, Lurche, Fische.(Wagenknecht.) Schreiben. 2 St. w. Taktschreiben und Schönschreiben nach Vorschrift an der Wand- tafel.(Ruth.) Zeichnen. 2 St. w. Ebene, geradlinige und krummlinige Gebilde nach Vorzeichnung an der Wandtafel. Abteilungs- und Klassenunterricht.(Ruth.) 10 Sexta. Ordinarius: Oberlehrer Relnhard. Religionslehre. 3 St. w. a) evangelische: Biblische Geschichten des A. T. Vor den Hauptfesten die betr. Geschichten des N. T. Erklärung und Einprägung des I. Hauptstückes aus Luthers Katechismus, einiger Sprüche und Lieder.(Schmitz). b) katholische: S. Untertertia. Deutsche Sprache und Geschichtserzählungen. 4 St. w. Lesen von Prosastücken und Gedichten aus dem Lesebuch von Hopf und Paulsiek. Nacherzählen von Gelesenem und Vor- erzähltem und Auswendiglernen von Gedichten. Der einfache Satz. Unterscheidung der starken und schwachen Flexion. Wöchentlich ein Diktat.— Lebensbilder aus der vaterländischen Geschichte. (Reinhard.) Lateinische Sprache. 8 St. w. Regelmässige Formenlehre nach Waldeck. Mündliches und schriftliches Ubersetzen aus Ostermann-Müllers Übungsbuch für Sexta. Wöchentlich eine Klassen- arbeit, später dazu eine häusliche Arbeit und Reinschriften derselben.(Reinhard.) Erdkunde. 2 St. w. Grundbegriffe der physischen und mathematischen Erdkunde. Allgemeine Ubersicht über die Erdoberflääche. Heimatskunde.(Wenning.) Rechnen. 4 St. w. Wiederholung der Grundrechnungen mit ganzen Zahlen, unbenannten und benannten. Die deutschen Maasse, Gewichte und Münzen nebst UÜbungen in der dezimalen Schreibweise und den einfachsten dezimalen Rechnungen, Einleitung in die Bruchrechnung nach Schellen, Aufgaben I.(Schaub.) Naturgeschichte. 2 St. w. Im S. Beschreibung einiger häufig vorkommenden Blüten- pflanzen. Im W. Beschreibung ausgewählter Säugetiere und Vögel.(Reinhard.) Schreiben. 2 St. w. Taktschreiben. Die deutschen und lateinischen Buchstaben in Wörtern und Sätzen.(Ruth.) Von der Teilnahme am evangelischen Religionsunterricht waren 10 Schüler der Untertertia, sämtlich Konfirmanden, vorübergehend befreit. Technischer Unterricht. Turnen. Die Anstalt besuchten im Sommer 199, im Winter 186 Schüler. Von diesen waren befreit auf Grund ärztlichen Zeugnisses im S. 8, im W. 12 Schüler, also von der Ge- samtzahl der Schüler im S. 4%, im W. 6,4%. Sechs Schüler der Untersekunda und Obertertia konnten im Winter wegen des mit den Turnstunden ihrer Klasse an 2 Vormittagen zusammen- fallenden Konfirmandenunterrichts an den beiden Turnstunden ihrer Klasse nicht teilnehmen; ein auswärtiger Konfirmand musste im Winter vom Turnen ganz befreit werden. Es bestanden bei 8 getrennt zu unterrichtenden Klassen 4 Turnabteilungen; zur kleinsten von diesen gehörten 41, zur grössten 52 Schüler. Für den Turnunterricht waren wöchentlich insgesamt 12 Stunden angesetzt. Ihn erteil- ten für die unterste Abteilung der Oberlehrer Prof. Schaub, für die drei übrigen Abteilungen der wissenschaftliche Hülfslehrer Dr. Kilb. Der Unterricht wurde in der von der Anstalt zu diesem Zwecke gemieteten Störger'schen Turnhalle erteilt, die etwa 5 Minuten vom Gymnasium entfernt ist. Im Sommer wurde, soweit es die Witterung und der Bestand der Geräte erlaubte, auf dem zur Turnhalle gehörigen Turnplatze geturnt. “ “ 11 Etwa ein Dritteil der zum Turnen bestimmten Zeit wurde im Sommer zum Spielen ver- wandt; im Winter wurde weniger gespielt. Die Spiele fanden im Sommer auf dem Turnplatze, im Winter meist in der Turnhalle statt. Bei günstiger Gelegenheit wurden die Schüler statt zum Turnen von ihren Lehrern zum Schlittschuhlaufen auf einer in der Nähe der Anstalt gelegenen Eis- bahn geführt. An der Anstalt besteht eine Vereinigung von Schülern zum Zwecke des Fussballspieles; diese spielte an den schulfreien Nachmittagen in der günstigen Jahreszeit auf dem vor der Stadt gelegenen Exercierplatze.. Mit den einzelnen Abteilungen wurden folgende Ubungen vorgenommen: Sexta und Quinta: Einfache Frei- und Ordnungsübungen, Springübungen, UÜbungen am Klettergerüst und an den wagrechten Leitern. Leichtere Übungen am Reck und am Bock. Quarta und Untertertia: Wiederholung der Frei- und Ordnungsübungen der Unterstufe mit Erweiterungen, UÜbungen im Reihen. Springübungen am Sprunggestell, am Bock und Pferd. Ubungen am Klettergerüst und an den wagrechten Leitern; leichtere Hang- und Schwungübungen am Reck,; einfache Schwung- und Stützübungen am Barren.— Obertertia und Untersekunda: Schwierigere Ordnungsübungen; Freiübungen mit Handgeräten, insbesondere in Verbindung mit Ausfallstellungen, Sprungübungen am Sprunggestell, an Bock und Pferd; leichtere UÜbungen aus Stand und Stütz am Pferd; Ubungen an dem Klettergerüste. Am Reck: Auf- und Umschwünge, Unterschwung, Schwungübungen im Beugehange. Am Barren: Armbeugen im Querliegestütze vorlings, Beinheben, Stützeln, Stützhüpfen, Schwingen im Streckstütz, Sitzwechsel mit Schwingen im Knickstütz.— Obersekunda und Prima: Wieder- holung wichtigerer Ordnungsübungen: schwierigere Freiübungen mit Handgeräten, Sprungübungen an den Sprunggeräten wie vorher, mit stets steigender Schwierigkeit; Stabhochspringen, UÜbungen am Klettergerüst, an den Schaukelringen. Am Pferde: Kreisspreizen im Seitstütz vorlings, Uber- hocken eines Beines und beider Beine, Flankenschwung aus Stütz, Rad, Schraubenrad, Flanken- schwung rückwärts, Schere seitwärts, Finte. Am Reck: Knickstütz mit Schwungstemmen, Kippen, „Obersprünge und Überschwünge, Schwingen im Streckhange mit Anfügungen, Aufziehen, Auf- stemmen, Aufschwingen aus dem Streckhange, Schwungkippen. Am Barren: Seitensprünge, Kippen, Aufstemmen, Schwingen im Knieckstütz, Spreizübungen, Armwippen beim Vorschwung, Grätschen über ein Holmende, Kehrschwung am Barrenende, Rückschwung mit Armwippen, Schulterstand, Rolle, Wage, schwunglose Ubungen mit Armbeugen und Beinheben. Gesang. 6 St. w. 1. und 2. Abt.(gemischter Chor): Einübung einer grösseren Anzahl von Chorgesängen aus dem Liederschatz für höhere Schulen von Günther und Noack, beide Abt. je 2 St. w. 3. Abt. 2 St. w. Stimm- und Treffübungen. Notenlesen. Die leichteren Dur-Ton- leitern. Choräle, Volks- und Vaterlandslieder.(Henkel.) Zeichnen für die Klassen Prima, Obersekunda und Untersekunda. 2 St. w. Erweitertes Umrisszeichnen nach plastischen Ornamenten auch unter Wiedergabe der Licht- und Schatten- wirkung mit Bleistift, Kreide und Wasserfarbe, sowie Zeichnen von Gesichtsteilen, Händen, Füssen und Köpfen nach Gipsmodellen. Es beteiligten sich an diesem Unterricht im Sommer und Winter 12 Schüler.(Jassoy). Schwimmen und Baden. Von den 197 Schülern der Anstalt waren 127 Freischwimmer, davon erlernten das Schwimmen im verflossenen Schuljahre 14. Die Kaiser'sche Badeanstalt, welche vom Gymnasium subventioniert ist, besuchten von unsern Schülern im vergangenen Sommer 96, andere hiesige Schwimm- und Badeanstalten 39, zusammen also 135. 2* 12 Verzeichnis der eingeführten Lehrbücher, gültig für das Schuljahr 1896/97. —*—--— — 4 VUnter- ober- V Unter- Ober- Prima. Sexta. V Quinta. Quarta. Tertia. Sekunda. Zahn, biblische Geschichte. Zahn, biblische Geschichte. Katechismus. Das neue Testament im Urtert. Religlon. Holzweissig, Repetitionsbuch. 1 Evangelisches Kirchengesangbuch für den Konsistorialbezirk Cassel. 3 Regeln und Wörterverzeichnis für die deutsche Deutsch. Rechtschreibung. Hopf und Paulsieks Lesebuch, die der Klasse entsprechende Abteilung. Waldeck, lateinische Schulgrammatik. Ellendt-Seyffert, lat. Schulgrammatik. Ostermann-Müller, lateinisches UÜbungsbuch, neue Ausgabe. Lateinisch. 1. Teil 2. Teil 3. Teil 4. Teil(für Tertia).. 1. 4 ll 42. Lel für 21 Lateinisch-Deutsches und Deutsch-Lateinisches (für Sexta).(für Quinta).(für Quarta). Wörterbuch(empfohlen wird das von Heinichen). — 3* Waldeck, Erlechioehe Schulgrammatik. Wesener, Seyffert, Elementarbuch UÜbungsbuch V Griechisch. I. Teil II. Teil Griechisch-deutsches Wörter- . 2. dbuch(empfohlen wird das von f. IIIz f. IIIl1 enseler). 3 Pööotzs Kares 8 h 8: Plötz-Kares, Elementar- Prach Plötz. Schulsrammatid. Französlisch. Vvunar. Französisches Lexikon buch, Ausgabe B. dunf(empfohlen wird Thibaut). Aus- V . 2 gabe B. V Tndering Deufschbein, Oramm. Loebrbuoh und Ubungsbuch. Englisch. der engl. Dautschbein, lrving Sprache. Wacaulay Lasebuch. Hebrälsch. Hollenbers, hehr. Schul- N Jäger, Hülfsbuch Eckertz, Hülfsbuch für den H Geschichte. f. d. ersten Inter- ersten Unterricht in der erbst, historisches richt i. d. alten Hulfsbuch 1. bis 3. Teil Geschichte. deutschen Geschichte.. 5 4 3 Daniel, Leitfaden der Geographie.— Seogrophle. Schulatlas(empfohlen wird der von O. Richter, der von E. Debes oder der von Andree-Putzger). Bardey, Aufgabensammlung. Mathematik Nph Lehrbuch der Geometrie. und Schellen, Rechenbuch. Schlömilch, fünfstell. Logarithm. Rechnen. V 5 — Koppe, Anfangs-. Naturkunde Gies, Flora von Hessen. gründe der Koppe, Ehysik . 1. eil. Physik. Meiodienbuch d. neuen Kirchen Singen. gesangbuchs u. Günthernu. Noack, Für den Sängerchor: Günther und Noack, Liederschatz, 3. Teil. Liederschatz, 2. Teil. Ausserdem sind in III, II und I die vorgeschriebenen griechischen, römischen und französischen Klassiker in Textausgaben in Gebrauch. —— oo — 4* * 13 II. Aus den Verfügungen der vorgesetzten Behörden. 1. Verfügung des Königlichen Provinzial-Schulkollegiums vom 29. April 1895, S. 2943 betr. den Ausfall der Unterrichtsstunden der Lehrer, die an der 20. Hauptversammlung des Lehrervereins für Hessen-Nassau zu Fulda teil- nehmen wollen. 2. Desgl. vom 30. April 1895, S. 2773. Als Tage, an denen auf den Gebäuden der staatlichen höheren Lehranstalten die Flagge gehisst werden soll, werden bestimmt der Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers und Königs, Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin, Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin Witwe Friedrich, Sr. Kaiserlichen und Königlichen Hoheit des Kronprinzen und der 2. September. 3. Desgl. vom 4. Mai 1895, S. 2603, betr. die Neubearbeitung des Leitfadens für den Turnunterricht in den Preussischen Volksschulen von 1895, Berlin bei W. Hertz.(Besser'sche Buchhandlung.) Im Turnunterricht sollen die Turnsprache und die Befehlsformen des Leitfadens fortan gleichmässig zur Anwendung gebracht werden. 4. Desgl. vom 25. Mai 1895, S. 3951, betr. Ausfall des Unterrichts am 14. Juni 1895, dem Tage der Berufs- und Gewerbezählung im deutschen Reich. 5. Desgl. vom 3. Juli 1895, S. 4581. Mitteilung eines Ministerialerlasses betr. die Gewührung von Reisekosten und Tagegeldern an wissenschaftliche Hülfslehrer und an Kandidaten des höheren Schulamts bei dienstlicher Ver- wendung an staatlichen höheren Schulen. 6. Desgl. vom 9. Juli 1895, S. 4779. Das Volksbuch des Staatswesens für das Königreich Preussen,„Bürger- recht und Bürgertugend“, bearbeitet von F. Marcinowski und Dr. Emil Frommel wird für Schülerbibliotheken wie für Schulen zur Anschaffung empfohlen. 7. Desgl. vom 15. August 1895, S. 5501 1. Aus den Uberschüssen des Vorjahrs wird ein Betrag von 4593 Mark insbesonders zur Beschaffung neuer Schulbänke, zu Erweiterung der physikalischen Sammlungen und zur Wieder- herstellung der Orgel in der Aula verwilligt. 8. Desgl. vom 5. September 1895, S. 5191. Mitteilung eines Ministerialerlasses, in dem empfohlen wird, thun- lichst auf Förderung der Verwendung deutscher Stahlfedern hinzuwirken. 9. Desgl. vom 5. Oktober 1895, 8. 6695. Der Direktor wird auf sein Ansuchen ermächtigt, für das Winter- halbjahr 1895/96 dem lateinischen Unterricht in Obersekunda und Prima eine weitere wöchentliche Lehrstunde zuzulegen. 10. Desgl. vom 25. September 1895, S. 5702. Die Lehrer des Französischen in den oberen Klassen werden durch Ministerialerlass ermächtigt, gelegentlich schriftliche Übersetzungen in das Französische als Klassenarbeit zu veranstalten. 11. Desgl. vom 1. November 1895, S. 7011, Mitteilung eines Ministerialerlasses, nach welchem die Erhöhung der Stundenzahl des lateinischen Unterrichts in Obersekunda und Prima auf 7 gestattet und die Lehraufgabe in der alten Geschichte für Obersekunda anderweit abgegränzt wird. Die alte Geschichte soll in Obersekunda fortan nur bis zum Tode des Augustus behandelt, die Zeit von da ab bis zum Untergang des weströmischen Reichs der Lehr- aufgabe der Unterprima zugewiesen werden. 12. Desgl. vom 24. Juli 1895, S. 5116. Empfehlung der Anschaffung des Werkes von A. F. Mahan, Einfluss der Seemacht auf die Geschichte in deutscher Übersetzung für die Schulbibliothek. 13. Desgl. vom 27. November 1895. Anträge auf Einführung neuer Lehrbücher, die bisher innerhalb des Amtsbezirks des Kgl. Provinzial-Schulkollegiums zu Cassel an höheren Schulen noch nicht in Gebrauch waren, sollen spätestens am 16. Dezember, andernfalls spätestens am 16. Januar beim Kgl. Provinzial-Schulkollegium eingereicht werden. 14. Desgl. vom 26. November 1895, S. 7683. Bei Bewerbungen um die Lieferung von neuen Schulbänken soll die Fabrik Stolzenberg bei Salmünster mit in Erwägung gezogen werden. 15. Desgl. vom 24. Dezember 1895, S. 7649. Seitens des Kgl. Provinzial-Schulkollegiums werden der Anstalt 25 Exemplare der Druckschrift von F. Wiesenbach„Die blinden Hessen“ zur Verteilung an würdige Schüler und zur Aufnahme in die Schulbibliothek zugewiesen. 14 16. Desgl. vom 9. Januar 1896, S. 81. Schüler der Untersekunda, die sich ohne Vorwissen des Direktors der Prüfung vor einer Königlichen Prüfungskommission für Einjährig-Freiwillige unterziehen, sind von der Schule zu entlassen. 17. Desgl. vom 13. Januar 1896, S. 131. Das Werk„Der alte Fritz“ in fünfzig Bildern für Jung und Alt von C. Röchling und R. Knötel, wird zur Anschaffung für die Schülerbibliothek empfohlen. 18. Desgl. vom 31. Januar 1896, S. 213. Die stufenweise Einführung der Neubearbeitung der Plötz'schen französischen Lehrbücher von Plötz-Kares(Elementarbuch Ausgabe B, Sprachlehre und Ubungsbuch Ausgabe B,) sowie die des Lehrbuchs der englischen Sprache von Tendering zu Ostern d. Js. wird genehmigt. III. Chronik der Anstalt. Die Aufnahmeprüfungen fanden am 22. April statt. Neu eintraten in die Anstalt 36 Schüler. Das neue Schuljahr wurde am 23. April mit Gesang, Gebet und Verlesung der Schulgesetze feier- lich eröffnet. Gleichzeitig wurde der Kandidat des höheren Lehramts Dr. Karl Rottländer, der der Anstalt zur Ableistung seines Probejahres zugewiesen war, von dem Direktor eingeführt. Am 22. Mai fiel der Unterricht in den meisten Klassen wegen Teilnahme der Lehrer an der Jahresversammlung des Vereins akademisch gebildeter Lehrer unserer Provinz zu Fulda aus. Ebenso fiel der Unterricht am 14. Juni, dem Tage der Berufs- und Gewerbezühlung aus. Die Pfingstferien dauerten vom 2. bis zum 5. Juni, die Sommerferien vom 8. Juli bis zum 5. August, die Herbstferien vom 29. September bis zum 13. Oktober, die Weihnachtsferien vom 23. Dezember mittags bis zum 6. Januar einschliesslich. An den Geburts- und Sterbetagen der hochseligen Kaiser Wilhelm I und Kaiser Friedrich III fanden in herkömmlicher Weise Feierlichkeiten zum Gedächtnis dieser Fürsten statt. Kurz vor Beginn der Sommerferien(vom 15. Juni ab) musste Professor Dr. Wackermann zur Herstellung seiner angegriffenen Gesundheit einen längeren Urlaub antreten. Zu seiner Ver- tretung wurde von dem Königlichen Provinzial-Schulkollegium zu Cassel zunächst bis zu den Herbst- ferien der wissenschaftliche Hülfslehrer Dr. Blackert, nach den Herbstferien, als dieser nicht mehr in der Lage war, die Vertretung weiter zu übernehmen, der wissenschaftliche Hülfslehrer Friedrich Engelhardt gegen entsprechende Remuneration der Anstalt zugewiesen. Der jeweilige Vertreter übernahm sämtliche Lehrstunden des Professors Wackermann ausser den deutschen in Obersekunda, die für die Dauer der Abwesenheit des Dr. Wackermann der wissenschaftliche Hülfslehrer Dr. Kilb erteilte. Dieser gab dagegen den griechischen Unterricht in II2 ab. Erst zu Neujahr d. J. wurde dem Kollegen Wackermann vom Arzte die Wiederaufnahme seines Unter- richts, vorläufig in beschränktem Masse, gestattet. Der wissenschaftliche Hülfslehrer Engelhardt vertrat ihn daher bis Ostern in 7 St. Latein in II1. Für ihre bereitwillige Hülfeleistung, durch die ernstere Störungen des Unterrichts vermieden wurden, sage ich beiden namens der Anstalt hiermit besten Dank. Während der Sommerferien fand eine Neueinrichtung des physikalischen Lehrzimmers statt- Ein neues Fenster wurde gebrochen, ein störender Pfeiler tweilweise entfernt und ein ansteigendes Untergestell für die Sitzbänke erriehtet. Auch wurde aus den Uberschüssen des Vorjahres ein namhafter Betrag zu der notwendigen Ergänzung der physikalischen Sammlung bewilligt. 15 Der schriftliche Teil der Reifeprüfung des Herbsttermines, der sich zwei Oberprimaner unter- zogen, fand vom 12. bis zum 16. August statt, die mündliche Prüfung wurde am 13. September unter dem Vorsitze des Herrn Provinzial-Schulrates Dr. Paehler abgehalten. Tags vorher unter- zog dieser die Anstalt einer Besichtigung und wohnte dem Unterrichte in sämtlichen Klassen bei. Am 20. August fanden Ausflüge der Schüler sämtlicher Klassen statt und zwar der Prima und Obersekunda nach dem Otzberg, dem Bräuberg und nach Michelstadt, der Untersekunda nach dem Felsberg, dem Felsenmeer und dem Auerbacher Schloss, der Obertertia nach dem Auerbacher Schloss, dem Melibokus und dem Felsberg, der Untertertia nach dem Altkönig und der Saalburg, der Quarta durch das Steinbacherthal nach dem Johannesberg und nach Aschaffenburg, der Quinta und Sexta nach Hochstadt. Am 2. September ward in der Aula die 25 jährige Wiederkehr des Gedächtnisses der ge- waltigen Erfolge unserer Waffen in dem siegreichen Kampfe gegen Frankreich festlich begangen. Die Ansprache bei dieser Gelegenheit hatte Professor Schaub übernommen. An demselben Tage beteiligten sich die Lehrer und Schüler an dem festlichen Zuge nach dem Friedhofe zur Schmückung der Gräber der in unserer Stadt verstorbenen Opfer jenes Krieges. Am 22., 23. August und am 5. September fiel der Hitze wegen der Nachmittagsunter- richt aus. Am Nachmittage des 19. September fand an dem Forsthause ein Turnfest und Wetturnen mit Preisverteilung statt. Viele Eltern und Angehörigen unserer Schüler wohnten dem wohlge- lungenen Feste bei. Zu Beginn des Winterhalbjahres wurden 2 Schüler in die Anstalt aufgenommen. Am 20. Oktober fand die gemeinsame Feier des heiligen Abendmahles für Lehrer und Schüler evangelischen Bekenntnisses in der Marienkirche statt. In der Zeit vom 18. November bis zum 15. Februar begann der Vormittagsunterricht um 8 ½ Uhr Die Vormittagspausen wurden entsprechend gekürzt. Im Laufe des Winterhalbjahrs wurden mit sämtlichen Klassen nichtöffentliche Klassen- prüfungen vorgenommen und zwar mit Sexta am 4. Dezember, mit Untersekunda am 5. Dezember, mit Untertertia am 12. Dezember, mit Quarta am 13. Dezember, mit Obertertia am 5. März, mit Prima am 9. März, mit Quinta am 11. März und mit Obersekunda am 12. März. Am 18. Januar wurde in der festlich geschmückten Aula die Erinnerung an die vor 25 Jahren stattgehabte Wiederaufrichtung des deutschen Reiches festlich begangen durch Gesang, Deklamation und eine Ansprache des Direktors, in der er die Schüler auf ihre Pflichten gegen das Vaterland hinwies. Vorher waren die Schüler in den Klassen von ihren Klassenlehrern über die geschichtliche Bedeutung des denkwürdigen Tages unterrichtet worden. Am Schlusse seiner Ansprache übergab der Direktor dem Primaner Kuno Baumann, dem Obersekundaner Emil Seipel und dem Untersekundaner Ewald Bartmuss je ein Exemplar des Prachtwerks von Lindner, der Krieg gegen Frankreich und die Einigung Deutschlands, dem Oberprimaner Hermann Pieper und dem Unterprimaner Paul Brandt, jedem ein Exemplar der gedruckten Festrede des Generals v. Mischke, gehalten bei der Ent- hüllung des Kaiser-Friedrich-Denkmals auf dem Schlachtfelde von Wörth. Beide Druckwerke waren auf Veranlassung des Herrn Ministers der Schule zur Verteilung an Schüler der Anstalt zugegangen und zwar das Werk von Lindner aus der von Sr. Majestät dem Kaiser und König zur Förderung jenes volkstümlichen Werks durch Verteilung in Schulen und in der Armee bewilligten Summe von 25 000 Mark. 3 16 Am 27. Januar wurde das Geburtsfest Allerhöchst Sr. Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm II. in der Aula gefeiert. Die Festrede hielt Oberlehrer Dr. Müller über General von Werder und seinen Heldenkampf an der Lisaine. Die schriftliche Reifeprüfung des Ostertermins dauerte vom 6. bis zum 11. Februar. Abgesehen von der obenerwähnten, durch Krankheit verursachten längeren Beurlaubung des Professors Dr. Wackermann erlitt der Unterricht nur wenig Unterbrechungen durch Krank- heit von Lehrern. Auch der Gesundheitszustand der Schüler war im ganzen günstig. Es setzten aus den Unterricht der Dircktor wegen Unwohlseins an 2 Tagen, wegen Familien- angelegenheiten an 2 Tagen, Professor Wagenknecht wegen Familienangelegenheiten an 1 Tag, Professor Schmitz, beurlaubt, berufen in Synodalangelegenheiten an 9 Tagen, Oberlehrer Henkel wegen Krankheit an 4 Tagen, Oberlehrer Wiegand wegen Unwohlseins an 1 Tag, Dr. Müller wegen Unwohlseins an 2 Tagen, Oberlehrer Reinhard wegen Familienangelegenheiten beurlaubt an 3 Tagen, wegen Unwohlseins an 4 Tagen, Dr. Kilb beurlaubt in Familienangelegenheiten an 3 Tagen, technischer Lehrer Ruth wegen Unwohlseins an 2 Tagen und Professor Jassoy aus dem gleichen Grund an 3 Tagen.. Die mündliche Reifeprüfung, der sich sieben Oberprimaner unterzogen, fand am 19. März unter dem Vorsitz des Herrn Provinzial-Schulrat Dr. Paehler statt. IV. Statistische Ubersicht. A. Bestand des Lehrerkollegs am Schlusse des Jahres. a) Der Direktor: Dr. Philipp Braun. b) 9 Oberlehrer: 1. Adolf Wagenknecht, Professor, Rat 4. Kl., 2. Dr. Otto Wackermann, Professor, 3. Hermann Schaub, Professor, 4. August Schmitz, Professor, 5. Wilhelm Henkel, 6. Viktor Wenning, 7. Gustav Wiegand, 8. Dr. Ludwig Müller, 9. Hermann Reinhard. c) 2 wissenschaftliche Hülfslehrer: 1. Dr. Johann Kilb, 2. Friedrich Engelhardt(mit Ver- tretung beauftragt). d) 1 beauftragter Lehrer: Kaplan Emil Weber(für kath. Religion). e) 2 technische Lehrer: 1. Jean Ruth efür Schreiben und Zeichnen). 2. Akademielehrer Professor Etienne Simon Jassoy(für Zeichnen). v 17 B. Frequenztabelle für das Schuljahr 1895/96. d. I. U. I. G. H. b. R.. I. U. II. W. V. VI. Sa. 1. Bestand am 1. Februar 1895 9 12 24 33 21 21 18 23 23] 184 2. Abgang bis z. Ichlusse d. Schuljahrs 1894 95 7 21 3 5[2 1—- 1 3 /M24 3 a. Zugang durch Versetzung zu Ostern 4⁴ 19 18 14 13 17 21 18— 124 3 b. Zugang durch Aufnahme zu Ostern— 1—— 4 3 2— 26 36 4. Frequenz am Anfange des Schuljahrs 1895/96] 6 26 20 24 22 27 25 19 28] 197 5. Zugang im Jommersemester———— 1 1— 2 6. Abgang im Sommersemester 2 54 1— 1—— 2 4[ö59) 7 a. Zugang durch Versetzung zu Michaelis 4———————— 4 7 b. Zugang durch Aufnahme zu Michaelis— 1— 1 1———— 3 8. Frequenz am Anfang des Wintersemesterss8 18 19 25 22 27 26 18 24 187 9. LZugang im Wintersemester—-—— 1———— 1 10. Abgang im Wintersemester——— 2— 1 11——— 1 5 11. Frequenz am 1. Februar 1896 8 16 19 24 22 27 26 18 23 183 12. Durchschnittsaſter am 1. Februar 1896 18,8 17,7 16, 7 16,2 15, 2 14,1 12,8 11,4 10,465— Bemerkungen: 1. Als Termin für die Frequenz unter 4 und 8 gilt der Schluss der zweiten Schulwoche. 2. Das Zeichen—— bedeutet, dass die Klassen gemeinsam unterrichtet werden. * 4 durch Versetzung nach O. I. zu Herbst 1895. 3 C. Religions- und Heimatsverhältnisse der Schüler. Erangal. Kathol. V Diss. Juden. Einh. Auswärt. Ausländ. 1. Am Anfang des Sommersemesters 164 20 13 130 48 19 2. Am Anfang des Wintersemesters* 153 21— 13 121 48 is 3. Am 1. Februar 1896 149 21— 13 121 44 18 Das Zeugnis für den einjährigen Militärdienst haben erhalten Ostern 1895: 20 Schüler, von denen 2 zu einem praktischen Beruf abgegangen sind. 18 U SOEdg — ρέ 11. 12. D. Verzeichnis sämtlicher Schüler während des Schuljahres 1895 96. Bei den Auswärtigen ist der Heimatsort angegeben. * bezeichnet den Zugang;— den Abgang während des Schuljahrs. Prima. .— Albert, Cäsar. . Heintz, Kurt. . Holm, Fritz. . Hosse, Karl. .. Noll, Ernst. . Noll, Rudolf. . Pieper, Hermann. . Reuber, Karl. . Schäfer, Wilhelm, Hochstadt. . Wackermand, Emil. Alberti, Fritz. Baumann, Kuno, Windecken. — Bode, Otto, Langenselbold. . Both, Otto, . Brandt, Paul. . Eisenhut, Georg. Hamburger, Friedrich. . Heiderich, Friedrich. Hirsch, Arthur. . Hirsch, Franz. . Hoffmann, Emil. . Horst, Alfred. — Jatho, Ludwig, Frankfurt a. M. .— Kruschewsky, Karl. . Reuter, Ferdinand. . Scheefers, Franz. .— Schmidt, Julius. . Sommer, Reinhold. .— Viehmann, Wilhelm, Bruchköbel. . Wallschmitt, Ferd. .— Weidert, Franz. .—*v. Wittich, Hans. Obersekunda. . Bechtel, Franz, Ravolzhausen. . Boos, Fritz, Langenselbold. 2 —— — B=B= 1 A de -B,SOOS 90 do— Deines, Hugo. Fraeb, Walther. . Geibel, Wilhelm. . Gustine, German. . Herchenröder, Friedr., Langendiebach. .— Heusohn, Konrad. . Ille, Heinrich, Grosssteinheim . Kotte, Friedrich. . Lorsch, Wilhelm. . Möller, Karl. . Mühlhausen, Gottfried. . Rottenstein, Friedrich, Frankfurt a. M. Schwarzschild, Max. . Seipel, Emil, Grosssteinheim. . Sieg, Hans. Sturmfels, Otto, Seligenstadt. . Wendt, Hans, Gelnhausen. Wesp, August. Untersekunda. Appel, Karl. Baabe, Wilhelm. . Bartmuss, Ewald. Bartmuss, Paul. . Deines, Rudolf. Fenner, August. . Fresenius, Reinhard. .— Grobe, Hans. Hosse, Georg. . Jobst, Johann. . Kausel, Karl, Birstein. . Kröll, Ernst. . Limbert, Ludwig. . Lindemann, Ottokar. . Noll, Karl. . Osius, Werner. . Rau, Rudolf. . Rehfeldt, Emil. 19 20. 21. . Schaub, Karl. Schleimer, Karl. — Schneider, Gottlieb, Kesselstadt. Schumann, Wilhelm. . Stengel. Wilhelm. . Wild, Lothar. . Zeuner, Arthur. Obertertia. . Baumann, Philipp, Windecken. . Both, Adolf. 3. Brandt, Leonhard. Gerlach, Hugo, Kesselstadt. .* Gössmann, Karl, Bergen. . Hixt, Heinrich, Rückingen. . Hoffmann, Gustav, Gelnhausen. .— Jatho, Georg, Frankfurt a. M. . Kleinmann, Karl. . Köppel, Wilhelm, Mittelbuchen. . Koref, Felix. Menzel, Oswald. . Mühlhausen, Heinrich. .v. Rappard, Kurt, Philippsruhe. Rausch, Wilhelm, Marköbel. . Reuter, Alexander. . Scheefers, Otto. .— Sorsche, Hans. . Spier, Isidor, Grosskrotzenburg. . Thomas, Anton. . Thyriot, Richard. Wagner, Wilhelm, Pulverfabrik. 23. Wissner, Hermann. Untertertia. Barthelmes, Udo, Tann i. d. Rhön. 2. Baust, Otto, 26. 27. 1. Windecken. . Bracker, Otto. Brandt, Edward. Büry, Otto. Fenner, Oskar, Wolfgang. Fetz, Oskar. . Frank, Heinrich, Seligenstadt. Gamb, Karl, Kleinenglis, Kreis Fritzlar. .. Heimel, Friedrich. . Hufnagel, Otto, Kesselstadt. . Koscielniaczyk, Edwin. . Kranepuhl, Wilhelm. . Limbert, Karl, Ostheim. . Müller, Hugo. . Ott, Robert. .*Pfeifer, Eduard. . Rousselle, Udo. Saam, Rudolf. Sauer, Jean. Schmidt, Kurt. . Schneider, Wilhelm, Kilianstädten. . Schöner, Heinrich, Gelnhausen. Schubert, Wilhelm, Leipzig. . v. Strahl, Otto, Philippsruhe. Weil, Simon. Wittekindt, Karl, Wachenbuchen. .. Wolff, Heinrich. Quarta. Burk, Heinrich, Kleinsteinheim. . Eichhorn, Friedrich, Kesselstadt. von Eiff, Joseph, Grosssteinheim. . Engeland, Otto, Lochseif. Flörke, Philipp. . Gerheim, Karl. Henkel, Karl. . Henkel, Wilhelm. . Houy, Reinhard. Hüttig, Albert. . Kästner, Robert. Karg, Heinrich. Koch, Hans. . Köhler, Ludwig. . Küstner, Otto. . Möller, Wilhelm. . Muth, Karl, Windecken. Rumpf, Friedrich. . Schaub, Georg. Scheefers, Wilhelm. . Schott, Theodor. E. Verzeichnis der für reif dodde— . Sopp, Adolf, Rossdorf. *Wallschmidt, Eduard. . Wiemann, Ernst. . Wolff, Karl. .Zeh. Wilhelm, Kilianstädten. Quinta. . Andorff, Martin. Culmann, August. Degeler, Karl. .Gerlach, Wilhelm, Kesselstadt. Hahn, Karl. Heidelbach, Hermann. Hirsch, Hermann. .* Jaritz, Kurt. . Keilmann, Heinrich. . Koref, Fritz. . Kühne, Philipp. . Külp, Hans. .— v. Oertzen, Detwig. — Pieper, Erich. .— v. Rappard, Herbert. .Schmidt, Edgar. . Sopp, Karl, Rossdorf. . Spamer, Ludwig, Kinzigheimer Hof. . Walther, Roderich. Wittekindt, Ernst, Wachenbuchen. Sexta. .Alberti, Joseph. 2. Altvater, Theodor, Marköbel. . Appelkamp, Heinrich. Baumann, Wilhelm, Windecken. .— Clasen, August. . Degeler, Otto. .— Dückhardt, Robert, Langendiebach. . Emge, August. . Geb, Wilhelm, Dörnigheim. . Hahn, Karl, Dächheim bei Schweinfurt. erklärten Schüler der Oberprima. 19 Heinemann, Jakob. Hopff, Franz. — Kaiser, August. Koburger, Wilhelm. Kraushaar, August. — Reh, Siegfried, Dessau. Saam, Hugo. Schaub, Rudolf. 19. . Schwabe, Wilhelm. . Sopp, Hans, Rossdorf. — Sorsche, Wolfgang. Spamer, Hermann, Schott, Walther. Kinzigheimer Hof. . Spielmann, Ludwig, Grosssteinheim. . Sponsel, Alfred. . Uebel, Alfred, Kleinsteinheim. Vahl, Joachim. . Zeh, Wilhelm. ——— 258 1 Be-. 4 Dauer des 68 N Ruf- Geburts- ſkennt. Des Vaters · 5 Aufenthalts’ Gewählter ₰ 5 amen vor———, 2— 5 2 in d Beruf 8 25 orname bezw. Ser 2.3 in der eru —2 Ort Tag Relig. Stand Wohnort 2 nstalt Peims a. Herbst 1895. 24 Albert Cäsar Hanau 29. Sept.] 21 ev.[† Kaufm.] Hanau VI[11 ½ 2 ½ Soldatens td. 1874. 25 Wackermann! Emil Biedenkopf 18. Aug. 19] ev.[Oberlehr.] Hanau VI[10 ½ 2 ½ Soldatenstd. 1876 Prof., Dr. b. Ostern 18896. 26 Heintz Kurt Hanau 16. Jan.[20 ½¼ ev.] Kaufm. Hanau VI 11 V 3[Soldatenstd. 1876 V 27 Hosse Karl Hanau 6. Febr. 18 ev. TFabrikantt Hanau VI I. 9 2 Soldatenstd. 1878 28 Noll Ernst Stuttgart 23. Nov. 18 ½ ev. prakt. Arzt, Hanau VI 9 2 Seeoffizier 1877 Dr. med. 29 Pieper[Hermann Berlin 25. Dez. 19 ¼ ev. ſGarnisons- Hanau IIII 5 ½ 2[Rechts- und 1876 bauinsgektor. Staats- Kgl. Baurat wissenschaft 30 Reuber Karl Hanau 22. Juni 18 ¾ ev. Lehrer Hanau VI 9 2 Postdienst 1877 an der höheren Töchterschule 31 Schäfer[Wilhelm Aufenau 13. Juli ſ18 ¾— ev. Pfarrer[Hochstadt IV. 7 2(Bibliotheks- bei Wächters- 1877 wissenschaft. bach 3* 20 V. Sammlungen von Lehrmitteln. 1. Lehrerbibliothek. An Gescheanken sind im Schuljahr 1895/96 eingegangen: Von Sr. Excellenz dem Herrn Kultusminister: Schenkendorf-Schmidt, Jahrbuch für Jugend- und Volksspiele, 4. Jahrgang 1895. Von dem Königl. Provinzial-Schulkollegium in Cassel: Verhandlungen der sechsten Direktorenver- sammlung in Schleswig-Holstein 1895. Von der technischen Hochschule zu Darmstadt: Lepsius, Der Rheinstrom(Festschrift) und Die neuen Gebäude der Grossherzoglichen technischen Hochschule zu Darmstadt(Festschrift zur Einweihung der Neubauten). Von Herrn Professor Dr. Wackermann hier: Neue philologische Rundschau von Wagener und Ludwig, 4 Jahrgang 1894 und 1895. 3 Von der Verlagsbuchhandlung von Velhagen& Klasing in Bielefeld: Kallenberg, Herodot, Text und Kommentar; Naumann, Homers Odyssee, Text und Kommentar; Becker, Vergils Aneis, Text und Kommentar; Harder, Ovids Metamorphosen, desgl.; Schmalz, Ciceros Reden, desgl.; Muff, 4 Sophokles' Antigone, desgl. Von dem Herrn Herausgeber: F. Wiesenbach, Die blinden Hessen(5 Exemplare). Von der hiesigen Handelskammer: Jahresbericht für 1894. Angekauft wurden die Fortsetzungen von: Frick und Meier, Lehrproben und Lehrgänge; Leimbach, die deutschen Dichter der Neuzeit und Gegen- wart; Grimm, deutsches Wörterbuch; Frick und Gaudig, Wegweiser durch die klassischen Schuldramen; Frick und Gaudig, Aus deutschen Lesebüchern. An Zeitschriften wurden gehalten: Deutsche Litteratur- Zeitung; Neue Jahrbücher für Philologie und Pädagogik; Zeitschrift für das Gymnasialwesen; v. Sybel's Historische Zeitschrift: Stiel'sches Centralblatt; Uhlichs Humanistisches Gymnasium. Ferner wurden angekauft: Müller, T'Aide de la conversation française; Foulch é-Delbosc, Echo der französischen Umgangssprache; E. M. Arndt, Gedichte, herausgeg. von Meisner 3. und 4. T.; Beyer-Passy, Elementarbuch des gesprochenen Französisch und Ergänzungsheft dazu; Storm, Französische Sprechübungen; Quiehl, Fran- zösische Aussprache und Sprachfertigkeit; Vietor, Französische Lauttafel mit Text; Gesundheitsbüchlein des Reichsgesundheitsamts; Zettler, Methode des Turnunterrichts; Jäger, Neue Turnschule; Meyer, Kon- versationslexikon Bd. 8, 9 und 10; Baumeister, Handbuch der Erziehungs- und Unterrichtslehre; Leitfaden für den Turnunterricht in den preussischen Volksschulen(2 Exemplare); Zöller, Römische Staats- und Rechtsaltertümer; Fr. Müller, Thucydidas, 1. Teil mit Kommentar; Becker, Vergils Aneis mit Kommentar; Deutike, Vergils Aneis mit Kommentar; Muff, Sophokles Oedipus tyrannus mit Kommentar; Schulze, Auswahl aus Horaz mit Kommentar; Herstlet, Treppenwitz der Weltgeschichte; Bähr, Das frühere Kur- hessen; Lindner, Der Krieg gegen Frankreich; Ackermann, Repertorium der landeskundlichen Litteratur für den Regierungsbezirk Cassel nebst sechs Nachtrügen und einem Autorenregister; Paul, Grundriss der Germanischen Philologie; Gödecke, Grundriss zur Geschichte der deutschen Dichtung, 14. H. 6. Bd.; Gerber und Graef, Lexicon Taciteum XII. Fortsetzung; Hommel, Geschichte des alten Morgenlandes; Schmidt, Griechische Märchen, Sagen und Volkslieder; Sanders, Volksleben der Neugriechen; Kind, Anthologie griechischer Volkslieder und Kind, Neugriechische Chrestomathie; Marcellus, Chants populaires de la Grèce moderne; Fauriel-Müller, Neugriechische Volkslieder; Legrand, Dictionnaire grec moderne- français und françnis-grec moderne; Ellissen, Analekten der mittel- und neugriechischen Litteratur; Güldenpenning, Die antike Kunst und das Gymnasium; Dürr, Klett und Treuber, Weltgeschichte für Oberklassen: Altertum; Keller, Deutscher Antibarbarus; Tröltsch, Altertümer aus unserer Heimat; Chuquet, Der Krieg von 1870(übers, aus dem Französischen); Pöhlmann, Altertum und Gegenwart; Nietzki, Heinrich Heine als Dichter und Mensch; Elsenhaus, Psychologie und Logik; Cauer, Grund- fragen der Homerkritik; Giesebrecht, Geschichte der deutschen Kaiserzeit(Schlussband); Franke, das preussische höhere Unterrichtswesen; Thum b, Handbuch der neugriechischen Volkssprache; Kaegi, Griechische . 21 Repetitionstabellen; Bähr, Eine deutsche Stadt vor 60 Jahren; Rethwisch, Jahresberichte über das höhere Schulwesen, Jahrgang IX(1894); Raupp. Katechismus der Malerei; Fischer, l)ie Technik der Aquarell- Malerei; Müller, Kosmische Physik nebst Atlas; Schäfer, Die innere Mission in der Schule. 2. Schülerbibliothek. Geschenkt wurden: Von der Freitagschen Verlagsbuchhandlung in Leipzig: 1. Bachmann, Uhlands Gedichte; 2. Eickhoff, Uhlands Ernst, IIerzog von Schwaben; 3. Hachez, Schillers Kabale und Liebe; 4. Stehle, Homers Odyssee, Übersetzung von Voss; 5. Windel, Göttinger Dichterbund; 6. Bachmann, Goethe's Gedichte(Auswahl); 7. Windel, Dichter der Freiheitskriege; 8. Janke r, Goethes Iphigenie auf Tauris. Von dem Obertertianer Both: Hessler, Sagenkranz aus Hessen-Nassau. Angekauft wurden: Die Fortsetzung von Weitbrecht, Jugendblätter(Zeitschr.); Wilh. Müller, Fürst Bismarck 1815— 1890; Maurenbrecher, Gründung des deutschen Reichs 1859— 71; Gesundheitsbüchlein aus dem Kaiserlichen Gesundheitsamt; Bohatta, Erziehung und Unterricht bei Griechen und Römern; Ziegeler, Aus Pompeji; Brandt, von Athen zum Tempethal; Jahn, Aus Deutschlands grossen Tagen; Lindner, Der Krieg gegen Frankreich(zwei Exemplare); Amyntor, Gerke Suteminne; Springer, Handbuch der Kunstgeschichte, I. T. Altertum; Kurschat, Hanno, der Liliputerfürst; Schrenk, Des Jünglings Freund; Riehl, Land und Leute(Schulausgabe); Bloch, Römische Altertumskunde; Günther, Walther von der Vogelweide; Jiriczek, Kudrun und die Dietrichepen; Günther, Physische Geographie; L'Hommond- Holzer, Urbis Romae viri illustres; von Göler, Adelheid von Rotenburg; Jähns, Moltke's Lehr- und Wanderjahre; Falkenhorst, Die Tabakbauer von Usambara; Bahmann, Das Kreuz im deutschen Walde; Bahmann, An des Reiches Ostmark; Stephan, Treue um Treue; Bahmann, Gott will es; Stephan, Auf hoher Warte; Bahman n, Um Krone und Reich; Muschi, Im Banne des Faustrechts; Gillwald, Der Schützling des Abtes; Muschi, Die Hansa; Muschi, Deutsche Meister des Mittelalters; Dittmar, In Nuürnbergs Mauern; von Carlowitz, Unter dem Feldzeichen Kaiser Maximilians; von Carlowitz, Aus dem Zeitalter der Reformation; Bahm ann, Um des Glaubens willen; Bahmann, Unter dem Grossen Kurfürsten; Stephan, Die Werber; Falkenhorst, Jung Deutschland in Afrika und zwar: 1. Baumtöter; 2. Sklave der Ilaussa; 3. Unter den Palmen von Bagamojo; 5. Der Fürst des Mondlandes; Brandstaetter, Prichs Ferien; Graebner, Robinson Crusoe; Meister, Sigismund Rüstig; Müller, Er- lebnisse eines Deutschen in Norwegen; von Babo, Erzählungen aus der deutschen Geschichte; Riehl, Kulturstudien aus drei Jahrhunderten; Höcker, Cäsars Glück und Ende; Hoffmann, Pflichtgetreu und Im Schnee begraben; Höcker, Der rote Freibeuter; Wörishöffer, Das Naturforscherschiff; Tanera, Hans von Dornen, des Kronprinzen Kadett; Höcker, 1. Priedrich der Grosse als Feldherr und Herrscher; 2. Im Zeichen des Bären; 3. Im heimlichen Bunde; Hoffmann, Neuer deutscher Jugendfreund; Klein, Frösch- weiler Erinnerungen; Arnold, Unter General von der Tann; Stein, 1. Prinz Eugen; 2. Schillers Jugend- leben; 3. Albrecht Dürer; Ferd. Schmidt, 1. Die Frithjofsage; 2. Die Nibelungen; 3. Gudrun; 4. Martin Luther. 3. Bibliothek des Pels'schen Legats. Es wurden geschenkt: Von der Verlagsbuchhandlung Friedberg und Mode in Berlin: Gies-Weidenmüller, Flora für Schulen, 4. Aufl. 3 Exemplare. Von dem Oberprimaner Pieper: 1. Hopf und Paulsiek, Deutsches Lesebuch für Quinta, 3. A. der neuen Bearbeit. 2. Plötz, Schulgrammatik der französischen Sprache, 31. Aufl. 3. Daniel, Leitfaden für den Unterricht in der Geographie, 169. A. 1888.. Von dem Untersekundaner, Georg Hosse: 1. Seubert, Grundriss der Botanik, 5. A. 1883. 2. Wossidlo, Leitfaden der Zoologie, 3. A. 1889. 3. Zahns Biblische Historien; 4. Stacke, Erzählungen aus der griechischen Geschichte. 5. Stacke, Erzählungen aus der Geschichte des Mittelalters. 6. Jäger, Hilfsbuch für den ersten Unterricht in der alten Geschichte, 17. Aufl. Angekauft wurden: Günther und Noack, Liederschatz, III. Teil, 7. A.(2 Exemplare); G. Noack, Liederschatz, II. Teil, 2. A.(4 Exemplare); Ostermann-Müller, Lateinisches Übungsbuch für Tertia, neue Ausgabe(12 Exemplare); Wesener, Griechisches Elementarbuch, neue Ausgabe, I. Teil(6 Exemplare); Wesener 22 Griechisches Elementarbuch, neue Ausgabe, II. Teil(6 Exemplare); Waldeck, Lateinische Schulgrammatik (6 Exemplare); Waldeck, Griechische Schulgrammatik(6 Exemplare); Seyffert, Ubungsbuch zum Uber- setzen ins Griechische, II. Teil(6 Exemplare); Schlömilch, Logarithmentafeln 12. Aufl. 1894(3 Exemplare). Es wurden angeschafft: 4. Geographischer Apparat. Kiepert, Physikalische Karte von Europa. Gaebler, Schulwandkarte von Australien und Oceanien; Kiepert, Politische Schulwandkarte von Deutschland; Petermann., Physikalische Wandkarte von Deutsch- land; Kiepert, Politische Schulwandkarte von Osterreich-Ungarn; Kiepert, Stumme physikalische Wand- karte von Frankreich; Kiepert, Stumme physikalische Wandkarte der Britischen Inseln; Kiepert, Stumme physikalische Wandkarte von Italien; Ein Universalapparat von Mang. 5. Physikalische Sammlung. Pendelgestell nach Weinhold; Tubus für astronomische und terrestrische Zwecke; optische Bank mit Zu- behör; Skioptikon, Reflexgalvanometer für feste Aufstellung; Fraas'sche Dynamomaschine mit Zubehör. Ausserdem für das physikalische Lehrzimmer: Ein Abzugsschrank mit Wandtafel. 6. Naturwissenschaftlicher Apparat. Die naturwissenschaftlichen Sammlungen erfuhren in diesem Schuljahr keine Vermehrung. 7. Zeichen-Apparat. Anschaffungen wurden nicht gemacht. 8. Apparate für Turnen und Turnspiele. Angeschafft wurden zwei Diskusscheiben; ausserdem wurden der Anstalt vier sorgfältig bearbeitete Steine von verschiedener Grösse zum Zwecke des Steinstossens von Herrn Steinhruchbesitzer Fr. Rousselle zum Geschenke gemacht. Sämtlichen Gebern sagt der Unterzeichnete namens der Anstalt den schuldigen Dank. VI. Stiftungen und Unterstützungen von Schülern. Das Jubilüumsstipendium Abt. II wurde an den Unterprimaner Ferdinand Wallschmitt verliehen. Abt. I des Jubiläumsstipendiums war in diesem Jahre nicht vergeben. Der Ertrag der Zinsen wurde dem Kapital zugefügt. Einer Anzahl von dürftigen und würdigen Schülern wurde das Schulgeld ganz oder teilweise erlassen. Auch wurden bedürftigen Schülern Schulbücher aus der durch das Pels'sche Legat unterstützten bibliotheca pauperum geliehen. VII. Mitteilungen an die Schüler und deren Eltern. Schlussfeier. Sonnabend, den 28. März, vormittags 9 Uhr. 1. Gemeinsamer Gesang. Lied 313, Vers 1 und 2. 2. Bibellektion. 3. Chorgesang:„Hoch thut euch auf, ihre Thore der Welt“, von Gluck. 4. Gebet. 5. Chorgesang: a.„Abendlied“, von Beethoven. b.„Zigeunerleben“, von Schumann. 6. Verkündigung der Versetzung durch den Direktor. 3 4 2 8 8 1 1 4 23 Auf Grund einer Verfügung Königlichen Provinzial-Schulkollegiums zu Cassel vom 25. Juli 1895, S. 5218, bringe ich folgenden Ministerial-Erlass vom 11. Juli 1895, U. II 11731 zur Kenntnis der Eltern und Vormünder unserer Schüler: Berlin, den 11. Juli 1895. „Durch Erlass vom 21. September 1892, UI. II 904 habe ich das Königliche Provinzial-Schul- „»kollegium auf den erschütternden Vorfall aufmerksam gemacht, der sich in jenem Jahre auf einer „Gymnasialbadeanstalt ereignet hatte, dass ein Schüler beim Spielen mit einer Salonpistole von einem „Kameraden seiner Klasse erschossen und so einem jungen hoffnungsreichen Leben vor der Zeit ein „jähes Ende bereitet wurde. Ein ähnlicher, ebenso schmerzlicher Fall hat sich vor kurzem in einer „schlesischen Gymnasialstadt zugetragen. Ein Quartaner versuchte mit einem Tesching, das er von „seinem Vater zum Geschenk erhalten hatte, im väterlichen Garten im Beisein eines anderen Quartaners „Sperlinge zu schiessen. Er hatte nach vergeblichem Schusse das Tesching geladen, aber in Versicherung „gestellt und irgendwo angelehnt. Der andere ergriff und spannte es, hierbei sprang der Hahn zurück, „das Gewehr entlud sich und der Schuss traf einen inzwischen hinzugekommenen, ganz nahe stehenden „Sextaner in die linke Schläfe, so dass der Knabe nach ¾ Stunden starb. „In dem erwähnten Erlasse hatte ich das Königliche Provinzial-Schulkollegium angewiesen, den „Anstaltsleitern seines Aufsichtsbezirks aufzugeben, dass sie bei Mitteilung jenes schmerzlichen Ereig- „nisses der ihrer Leitung anvertrauten Schuljugend in ernster und nachdrücklicher Warnung vorstellen „sollten, wie unheilvolle Folgen ein frühzeitiges unbesonnenes Führen von Schusswaffen nach sich ziehen „kann, und wie auch über das Leben des zurückgebliebenen unglücklichen Mitschülers für alle Zeit ein „düsterer Schatten gebreitet sein muss. „Gleichzeitig hatte ich darauf hingewiesen, dass Schüler, die, sei es in der Schule oder beim „Turnen und Spielen, auf der Badeanstalt oder auf gemeinsamen Ausflügen, kurz wo die Schule für veine angemessene Beaufsichtigung verantwortlich ist, im Besitze von gefährlichen Waffen, insbesondere „von Pistolen und Revolvern, betroffen werden, mindestens mit der Androhung der Verweisung von „der Anstalt, im Wiederholungsfalle aber unnachsichtlich mit Verweisung zu bestrafen sind. „Auch an der so schwer betroffenen Gymnasial-Anstalt haben die Schüler diese Warnung vor „»dem Gebrauche von Schusswaffen, und zwar zuletzt bei der Eröffnung des laufenden Schuljahrs durch „den Direktor erhalten. Solche Warnungen müssen freilich wirkungslos bleiben, wenn „»die Eltern selber ihren unreifen Kindern Schiesswaffen schenken, den Gebrauch „»dieser gestatten und auch nicht einmal überwachen. Weiter jedoch, als es in dem er- „wähnten Erlasse geschehen ist, in der Fürsorge für die Gesundheit und das Leben der Schüler zu gehen phat die Schulverwaltung kein Recht, will sie sich nicht den Vorwurf unbefugter Einmischung in die „Rechte des Elternhauses zuziehen. Wenn ich daher auch den Versuch einer Einwirkung nach dieser „Richtung auf die Kundgebung meiner innigen Teilnahme an so schmerzlichen Vorkommnissen und auf „den Wunsch beschränken muss, dass es gelingen möchte, der Wiederholung solcher in das Familien- „und Schulleben so tief eingreifenden Fälle wirksam vorzubeugen, so lege ich doch Wert darauf, dass „dieser Wunsch in weiteren Kreisen und insbesondere den Eltern bekannt werde, die das nächste Recht „an ihre Kinder, zu ihrer Behütung aber auch die nächste Pflicht haben. Je tiefer die Überzeugung „von der Erspriesslichkeit einmütigen Zusammenwirkens von Elternhaus und Schule dringt, um so deut- „licher werden die Segnungen eines solchen bei denjenigen hervortreten, an deren Gedeihen Familie „und Staat ein gleiches Interesse haben.“ (Unterschrift.) An die Eltern der Schüler richte ich die dringende Bitte, wenn es irgend angeht, es doch so einzurichten, dass ihre Söhne, während sie der Klasse Obertertia angehören, den Konfirmanden- unterricht besuchen. Der regelmässige Vormittagsunterricht beginnt während des ganzen Schuljahrs um 8 Uhr, jedoch während der Zeit vom 23. November 1896 bis zum 18. Februar 1897 einschliesslich um 8 ½ Uhr. Der regelmässige Nachmittagsunterricht dauert von 2 bis 4 Uhr. 24— Die Ferien haben im kommenden Sehuljahr folgende Ordnung: Pfingstferien sind vom 24. bis 27. Mai, Sommerferien vom 5. Juli bis 3. August, Herbstferien vom 27. September bis 12. Oktober, Weihnachtsferien vom 24. Dezember bis zum 6. Januar einschliesslich. Der Unterricht wird am 23. Dezember mittags geschlossen. Die Osterferien beginnen mit Sonntag dem 11. April 1897. 5 Die Wahl der Pension oder Wohnung unterliegt der Genehmigung des Direktors. Er dann seine Zustimmung nur zu der Wahl solcher Pensionen geben, in welchen die Schüler die nötige UÜberwachung finden. Montag den 13. April ündet von 8 Uhr morgens an die Aufnahmeprüfung der neu eintretenden Schüler statt. Bei ihrer Anmeldung, welche der Unterzeichnete am 27. und 28. März morgens von 10— 12 Uhr in dem Gymnasialgebäude mündlich, auch sonst jederzeit schriftlich ent- gegennimmt, sind vorzulegen: 1. Der Geburtsschein. 2 Ein Impfschein(bei zurückgelegtem 12. Lebensjahre ein Wiederimpfschein). 3. Zeugnisse über den seitherigen Unterricht. Schüler, die eine öffentliche Schule besucht haben, müssen ein ordnungsmässiges Abgangszeugnis beibringen. Zur Aufnahme in die Sexta des Gymnasiums ist in der Regel das vollendete neunte Lebensjahr erforderlich. Vorher die Schüler der Anstalt zuzuführen empfiehlt sich nicht. An Vorkenntnissen wird verlangt: a) Fertigkeiten in deutlichem, sinngemässem Lesen und Schreiben deutscher und lateinischer Schrift; b) die Fähigkeit, ein Diktat ohne allzu grobe Fehler niederzuschreiben und eine kurze Erzählung mündlich wiederzugeben; c) praktische Geläufigkeit in den 4 Spezies mit unbenannten ganzen Zahlen; d) einige Kenntnis biblischer Geschichten.— Vor- kenntnisse im Lateinischen sind nicht erforderlich und nicht erwünsceht.. Das Aufnahmegeld beträgt 3 Mark, das Schulgeld für die Schüler aller Klassen viertel- jährlich 30 Mark. Montag den 13. April, nachmittags 4 Uhr finden sich die am Ort anwesenden Schüler in dem Gymnasialgebäude ein, um Mitteilungen über den Stundenplan entgegenzunehmen. Dienstag den 14. April, vormittags 8 Uhr haben sämtliche Schüler zur Eröffnung des neuen Schuljahres in der Anstalt zu erscheinen. Der Unterricht beginnt unmittelbar nach Schluss der Eröffnungsfeier. Hanau, den 21. März 1896. Dr. Braun, Königl. Gymnauasial-Direktor.