2. eimmcccMcchhm ☛. X Iunnnne ed 8 8 XN * N unnnnnnnme Königliches Gymnasium zu Hanau, vordem „die Hohe Landesschule“. ICHT JAHRES-BE. üben dos Schuljahn 189 ½⁴ /95 V erstattet von dem Direktor Dr. Ph. Braun. Hierzu eine Beilage: Illustris scholae Hanoviensis leges et album civium academicorum inde ab anno 1665 usque ab annum 1812, particula I, veröffentlicht vom Direktor. — 2U 8 ALA Aee= —* X. d 8, HRNRU.— Druck von Lechleder& Stroh. & emm A hmmcamhccc f ———-——————————õ—————— RR 2 1895. Programm Nr. 397. Schulnachrichten. I. Allgemeine Lehrverfassung während des Schuljahres Ostern 1894— 95. I. Übersicht über die einzelnen Lehrgegenstände. P., 1 n, 2 1III, 1 III, 2 IV. V. VI. Sa. 1, ee elſe ſ: 2,2 ſ:ſiu evangel. 1A Religionslehre Lathel V 2 2 4 Deutsch und t 3 3 2 2 3 2 3 2 SGesehiehtserzäblungen—— Latein 6 6 7 7 7 7 8 8 56 Griechisch- 6 6 6 6 6——— 30 Französisch 2 2 3 3 3 4—— 17 Englisch(wahlfrei) 2 2——— 8—— 4 Hebräisch(wahlfrei) 2 2—————— 4 Geschichte und 3 3 2 2 2 2—— 2 Erdkunde.——=— 1 2 2 2 3 Rechnen und Mathematik 4 4 4 4 3 3 4 4 4 34 Naturbeschreibung V———— 2 2 2 2 8 Physik, Elemente der Chemie V und Mineralogie 2 2 2 2 8 Turnen 3 3 3 3 12 Zeichnen(für I u. II wahlfrei) 2 V 2 2 V 2 2— 10 Singen 2 2 2 6 Schreiben V—— V— b——— 2 V 2 4 1* . ueᷣοωισ¶ðG6☚☚̈ũðõo⏓RꝙᷓokJo*ο 4 10lolmepulV Kossef 108821041 (1orgluuA) uedονο 3 1edlrd 5 1d10u 58 3 te2. 5 Oρνσ 3 0 oI 1οsuοοο πφ FI uolod 8 uuldux 12 2 10ddouu f†681 pud. 81 15 86 855 61¹ osqangux uo 8 os⁸,n † — opunxpad 8 JuusoH 8 (uoε, 3) uouan 1, 8 uouan, 8 uoοεd 5 — IeA. 5 sIq uuldux so2 121delsgIn Hosuosstursoqun“Banquopf 51 ueuan g os8ειν%ẽmõ Groaul L 1os1 9 dosanel 8 Uosanel 8 uo* lod 8 orlod 3 osſsOeuuag uoaurl 2 osnnodl 8 opunxpad 3 Gau(I 8 apunxpa n 21 1 s0 8 opundpadn 21 1800 8 ul1 2 opundpaJ 5 s1sgzuua 5818920 2o dosod 3 ¹ n AEdoslsgzuuxdT g Suusod 3 uo,lod 8. uoudn I, 8 Adosqunzux 6⁴οοqunaux uoudoed f† uureu uau] 8 uo*,ν 8 uoν uouᷣ — V V b V AdosqanjzuN 8 Aosqunau N 8 IHuiIT8 AMuen 3 III . — — — . — — — . 10olunnI pun 404† 3 III SIu H dosuosstA⁴*—=⁴ 40. 11 uo*ε, 3 uoed IA 101110—O pleuleede 1 sISug. doehedeun d 8, 1ehsluuale, Aoellshad e Al wnolrodO 2enun e san0l 8-1'III 01102 puebase, 8 epunipa n-18 ouaoHldld 21ο 8 pun oaοσμο Buſuue 5 Suuson 8 ITAA 8 194111a0O eu 9 Auu† Men f†.— 0SIHQ. osIHaqQoHl 8 aMadens 5 A 101 1lteg0 0 V uoS lod 5 zalue 10882 101 18 1H1 9 opunxpaJn 10491110Q0 1 1 0100osd 9 5 qneuog 10882104 9 f —. 1081 O0) 9 . 01u- 14 12ul1990 „ohawe 2 uſenu I II uueuaeoeLé-1O408825041 9 5 — alsaud 6 AISAnd 8 lIN † A 01laedo 3 AHuuiedzuNf† amn. oauuee 0882101 6 opunxpad n Pnehenee. upeug ou 0s g 1 2 1 8 20 10911bo 4 4 4⁴ 4 jeueu 4 7 3 II 1 1 31/ʃ1 41 4 O uSN dpunlsue 5e51lde-usl 1ep Sunlleldeh II 3. Übersicht der erledigten Lehraufgaben. Prima. Ordinarius: Der Direktor. Religionslehre. 2 St. w. a) evangelische: Im S. Evangelium Johannes, im W. Kirchengeschichte(Schmitz). b) katholische: Die besondere Glaubenslehre von den Werken Gottes. Die Lehre von den Sakramenten. Alllgemeine Sittenlehre nach König, Lehrbuch für den kath. Religionsunterricht. III. und IV.(Delmhorst, seit Januar 1895 Weber). Deutsche Sprache. 3 St. w. Die wichtigsten Erscheinungen der neueren deutschen Nationalliteratur bis auf Lessing; Lektüre des Laokoon und ausgewählter Abschnitte aus der Hamburgischen Dramaturgie. Freie Vorträge und Aufsätze(Schmitz). Themata zu den deutschen Aufsdätzen: 1. a) Warum schliesst Schiller„Die Braut von Messina“ mit den Worten:„Das Leben ist der Güter höchstes nicht, Der Übel grösstes aber ist die Schuld“? b) Wie erweist sich die Wahrheit des Wortes;„Das Leben ist der Güter...“ in Schillers„Wallenstein“? 2. Wer ist glücklich zu nennen?(Klassenarbeit). 3. Inwiefern befolgt Goethe in seinem„Hermann und Dorothea“ das im 16. Abschnitte des„Laokoon“ von Lessing aufgestellte Gesetz? 4. Charakteristik Hans Sachsens im Anschluss an Goethes Gedicht„Hans Sachsens poetische Sendung’. 5. Welche Umstände begünstigten das Entstehen der absoluten Monarchie in Deutschland? 6. Der Mensch bedarf des Menschen.(Klassenarbeit). 7. Welche dichterische Eigen- tümlichkeiten Klopstocks treten in den Oden:„Der Zürcher See“ und„Die Frühlingsfeier“ hervor? 8. Inwiefern ist Schillers„Wallenstein“ eine tragische Gestalt?(nach der Hamburgischen Dramaturgie). Lateinische Sprache. 6 St. w. Im S. Horaz Oden Buch II, darauf Sat. I, 1, 4, 6, 9; im W. Oden Buch III und IV mit Auswahl. Horazianische Metrik. Einzelne Gedichte wurden auswendig gelernt. 2 St. w.(Braun). S.: Cic. in Verr. V. W.: Tac. ann. I, II(mit Auswahl). Kursorische Lektüre aus Livius und aus Ciceros Briefen. 3 St. w. Alle 14 Tage eine Ubersetzung ins Lateinische im Anschluss an Gelesenes, abwechselnd als Klassen- und Hausarbeit, daneben alle 6 Wochen eine UÜbersetzung ins Deutsche als Klassenarbeit; zuweilen eine latein. Inhaltsangabe eines gelesenen Abschnittes; grammatische und stilistische Wiederholungen. 1 St. w.(Wackermann). Griechische Sprache. 6 St. w. Im S.: Sophokles Ajax. 3 St. Thukydides II und III mit Auswahl. 3 St.; im W.: Homers Ilias XVI, XVII, XVIII, XIX, XX, XXI, XXII mit Auswahl. 3 St. Alle 4 Wochen eine schriftliche Übersetzung aus dem Griechischen ins Deutsche als Klassenarbeit.(Braun). Französische Sprache. 2 St. w. Molière, L'Avare, im S.; Mirabeau, Discours und CGomte d'Hérisson, Journal d'un Officier d'ordonnance, im W. Sprechübungen im Anschluss an die Lektüre. Alle 14 Tage eine Übersetzung aus dem Französischen ins Deutsche als Klassen- arbeit.(Braun). Englische Sprache. 2 St. w. Lektüre nach Deutschbein's Irving-Macaulay Lese- buch; im W.: Collection of Tales and Sketches, Bd. I.; im Anschluss daran Sprechübungen, schriftliche Arbeiten. Wiederholung der Grammatik von Deutschbein.(Müller). Hebräische Sprache. 2 St. w. Repetition des Verbums; das Nomen. Die erzählenden Abschnitte des Pentateuchs von Ex. 11 an.(Schmitz). Geschichte und Erdkunde. 3 St. w. Die wichtigsten Begebenheiten der Neuzeit, insbesondere der brandenburgisch-preussischen Geschichte, vom Jahre 1618 bis zur Gegenwart nach Herbsts hist. Hilfsbuch 3. Teil. Geographische Wiederbolungen.(Schaub).. Mathematik. 4 St. w. Oberprima. Planimetrische Konstruktionen, Repetitionen und Aufgaben aus allen früheren Pensen. Elemente der analytischen Geometrie.(Wagenknecht). Unterprima. Wiederholung der Lehre von den Potenzen, Wurzeln und Logarithmen; Gleichungen 2. Grades mit einer und mehreren Unbekannten; diophantische Gleichungen; Zinseszins- und Renten- rechnung nach Bardey; Wiederholung der Trigonometrie; planimetrische Konstruktionsaufgaben. (Henkel). Aufgaben für die Abiturienten: Im Herbst. 1. Es ist ein Dreieck zu zeichnen, von dem man den Um- fang, das Verhältnis zweier Seiten und den Unterschied der gegenüberliegenden Winkel kennt. 2. Auf einer Kugel vom Radius r= 24 em ist ein Ausschnitt 4 mal so gross als der zugehörige Abschnitt. Wie gross ist die Höhe des Abschnitts? 3. Die Centrale zweier einander senkrecht schneidenden Kreise ist= 23,6 cm, die gemein- schaftliche Sehne= 18,2 cm. Wie gross sind die beiden Radien? 4. Eine goldne Denkmünze vom Feingehalt. 900 wiegt in der Luft 58 g. Wie schwer wiegt sie im Wasser?(Spez. Gew. des Goldes= 19,36, des Kupfers = 8,81). Im Frühjahr. 1. Es ist ein Dreieck zu zeichnen, von dem man die Höhe, den Unterschied der Segmente und den Unterschied der Winkel an der Grundlinie kennt. 2. Die Oberfläche einer Kugel, deren Radius 18 em misst, wird durch 2 parallele Ebenen in 3 gleiche Teile geteilt. Wie gross ist der Inhalt der Kugelschicht? 3. Die Axe eines Kegels ist 12,3 cm lang und bildet mit der lüngsten und kürzesten Seitenkante Winkel von 36⁰° 17 36“ und 67° 38 12“.· Wie gross sind diese Kanten? 3 1 4 3 1 4. ... soll rt den. 4. Die Kettenreihe 5+ 53+ 54+ 55+ 57+ 5⸗+ soll summiert werden 4 Physik. 2 St. w. Optik nach Trappe; mathematische Geographie.(Wagenknecht). Ober-Sekunda. Ordinarius: Oberlehrer Professor Dr. Wackermann. Religionslehre. 2 St. w. a) evangelische. Erklärung der Apostelgeschichte und ausgewählter Abschnitte aus neutestamentlichen Briefen. Wiederholungen aus früheren Lehrpensen. (Reinhard.) b) katholische. S. Prima. Deutsche Sprache. 3 St. Literargeschichtlicher Überblick über die mittelhochdeutsche Periode mit Vorlegung und Besprechung grösserer Proben(namentlich aus dem Nibelungenliede, Parzival, Walther von der Vogelweide); Hans Sachs. Goethes„Götz von Berlichingen“, Schillers „Spaziergang“ und andere Gedichte. Das Wichtigste über die Dichtungsarten. Vorträge der Schüler über Selbstgelesenes und aus den verschiedensten Gebieten des Unterrichtsstoffes.(Wackermann). Themata zu den deutschen Aufsätzen: 1. Et facere et pati fortia Romanum est. 2. Die Freunde der Maria Stuart am englischen Hofe. 3. Siegfried, das Urbild eines deutschen Jünglings(Klassenarbeit). 4. a) Die Veranlassung zum 1 Samniterkriege. b) Wodurch wird das Schlimme in Hagens Charakter gemildert? e) Ein Gemülde aus dem Nibelungenliede. 5. a) Eumaios. b) Welchen Einfluss übt der Pfarrer in Goethes Hermann und Dorothen auf den Gang der Handlung? 6. a) In welchen verschiedenen Bedeutungen wird das Wort„Welt“ gebraucht. b) Jucundi acti labores(Chrie). 7. Götz von Berlichingen, seine Rechte und seine Schuld.(Klassenarbeit). Lateinische Sprache. 6 St. Vergils Aeneis B. VI— X mit Auswahl. 2 St. w.; S.: Liv. VII.; W.: Cic. pro Milone 3 St. w.— Alle 14 Tage eine schriftliche Übersetzung in das 5 Lateinische, abwechselnd als Klassen- und als Hausarbeit, meist im Anschluss an Gelesenes, daneben alle 6 Wochen eine Übersetzung ins Deutsche als Klassenarbeit. Stilistische Zusammenfassungen und Wiederholung einzelner grammatischer Pensa. 1 St. w.(Wackermann). Griechische Sprache. 6 St. Homers Odyssee XIII— XX mit Auswahl. Einzelne Stellen wurden auswendig gelernt. 2 St. S.: Xen. mem. I. III., W.: Hdt. VII mit Auswahl. 3 St. Alle 4 Wochen eine Übersetzung aus dem Griechischen ins Deutsche als Klassenarbeit. Syntax der Tempora und Modi und besonders des Infinitivs und Particips. 1 St. w.(Wackermann). Französische Sprache. 2 St. w. Lektüre: Im S. Scribe: Le Verre d'Eau, im W. Sarcey: Le Siège de Paris. Sprechübungen. Alle 14 Tage eine UÜbersetzung aus dem Französischen ins Deutsche, resp. Diktat. Gelegentlich grammatische Wiederholungen, resp. UÜbersetzungsübungen nach Plötz' Schulgrammatik.(Müller.) Englische Sprache. 2 St. w. Einübung der Laute. Lesestücke nach Deutschbein, Irving-Macaulay Lesebuch, mit Auswahl. Sprechübungen. Grammatik nach Deutschbein. Uber- setzungen ins Englische und Diktate.(Müller.) Hebräische Sprache. 2 St. w. Formenlehre des starken und schwachen Verbums. Zusammenhängende Lesestücke aus Hollenbergs Schulbuch.(Schmitz.) Geschichte und Erdkunde. 3 St. w. Geographie von Altgriechenland und Altitalien. Griechische und römische Geschichte nach Herbst's Hülfsbuch I.(Braun.) Mathematik. 4 St. w. Potenzen, Wurzeln, Logarithmen, Progressionen, quadratische Gleichungen mit 1 und 2 Unbekannten nach Bardey. Goldner Sechnitt, Khnlichkeitspunkte, harmonische Punkte und Strahlen, planimetrische Konstruktionen nach Koppe. Trigonometrische Berechnung des schiefwinkligen Dreiecks.(Wagenknecht.) Physik. 2 St. w. Repetition des Magnetismus und der statischen Elektricität, Galvanismus nach Trappe. Die wichtigsten Metalloide und Metalle.(Wagenknecht.) Unter-Sekunda. Ordinarius: Oberlehrer Professor Schaub. Religionslehre. 2 St. w. a) evangelische. Erklärung des Evangeliums Marci. Die Leidensgeschichte des Herrn nach den vier Evangelien. Wiederholung der Katechismusaufgabe und der früher gelernten Sprüche, Lieder und Psalmen.(Reinhard.) b) katholische. S. Prima. Deutsche Sprache. 3 St. w. Lesen und Erklären von Schillers„Jungfrau von Orleans“, Lessings„Minna von Barnhelm“, Göthes„Hermann und Dorothea“. Literaturgeschichtliche Be- merkungen im Anschluss an das Gelesene. Auswendiglernen geeigneter Stellen. Dispositionsübungen und Aufsätze.(Wiegand.) Themata zu den deutschen Aufsätzen: 1. Erst Wägen, dann wagen. 2. Charakterentwicklung Johannas. 3. Wahre Vaterlandsliebe verhilft zum Siege.(Klassenaufsatz.) 4. Inwiefern ist die Behauptung Schillers, dass zwischen Engländern und Franzosen auf die Dauer nur Feindschaft bestehen könne, berechtigt? 5. a) Die Feld- herrnlaufbahn Wallensteins. b) Welchen Einfluss übt die Lage und Beschaffenheit eines Landes auf die Bewohner aus?(Klassenaufsatz.) 6. Inhaltsangabe des dritten Aktes der Jungfrau von Orleans. 7. Das Leben und Treiben in einer deutschen Kleinstadt. 8. Charakteristik Hermanns. 9. Prüfungsarbeit: Odysseus und Nausikaa. Lateinische Sprache. 7 St. w. Ovids Metam., Auswahl aus B. VII im S., Vergils Aeneis, Auswahl aus B. II und III im W. Cicero pro Q. Ligario und pro rege Deiotaro im 8., Livius B. XXII im W. 4 St. w. Grammatische Wiederholungen und Ergänzungen, insbesondere aus der 6 gesamten Syntax, nach Ellendt-Seyffert. Ubungen im unvorbereiteten Ubersetzen und Rücküber- setzen. Wöchentlich eine häusliche oder eine Klassenarbeit, darunter alle sechs Wochen eine Ubersetzung ins Deutsche. 3 St. w.(Schau b.) Griechische Sprache. 6 St. w. Homers Odyssee IV—VIII mit Auswahl. Geeignete Stellen wurden auswendig gelernt. Xenophons Anabasis B. IV im S.; Xen. Hell. III, IV und V. mit Auswahl im W. 4 St. w. Syntax des Nomens(Artikel, Pronomen, Kasuslehre) nach v. Bamberg§ 1— 61, Wiederholung der Formenlehre, Ubungen im mündlichen Ubersetzen nach Seyffert. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit, abwechselnd Hausarbeit und Klassenarbeit, von Zeit zu Zeit eine schriftliche UÜbersetzung aus dem Griechischen ins Deutsche. 2 St. w.(Schaub.) Französische Sprache. 3 St. w. Grammatik: Plötz' Grammatik, Lekt. 59— 79, Ex- temporalien und Diktate. Lektüre: Im S. Mignet: Vie de Franklin mit Auswahl. Im W. Daudet: Lettres de mon Moulin. Im Anschluss an die Lektüre Sprechübungen.(Müller.) Geschichte und Erdkunde. 3 St. w. Deutsche Geschichte von 1740 bis zur Gegen- wart nach Eckertz.— Wiederholung der Erdkunde Europas. Elementare mathematische Erdkunde nach Daniels Leitfaden. Kartenskizzen.(Wenning.) Mathematik. 4 St. w. Quadratische Gleichungen mit einer Unbekannten, Erweiterung des Potenz- und Wurzelbegriffs auf negative und gebrochene Exponenten, Logarithmen nach Bardey. Kreisberechnung, Konstruktionen nach Koppe. Elemente der Trigonometrie, elementare Körper- berechnung.(Henkel.) Physik. 2 St. w. Leichtere Kapitel aus der Lehre vom Magnetismus, von der Elektricität, vom Schall und vom Licht. Einführung in die Chemie.(Henkel.) Ober-Tertia. Ordinarius: Oberlehrer Wlegand. Religionslehre. 2 St. w. a) evangelische. Das Reich Gottes im N. T. Lesen entsprechender bibl. Abschnitte. Bergpredigt und Gleichnisse des Herrn. Wiederholung der Kate- chismusaufgabe und der früher gelernten Lieder und Psalmen. Reformationsgeschichte im Anschluss an ein Lebensbild Luthers.(Reinhard, zeitweilig Homburg). b) katholische. S. Prima. Deutsche Sprache. 2 St. w. Lektüre nach dem Lesebuch von Hopf und Paulsiek (insbesondere Schillers Glocke) und Wilhelm Tell. Belehrungen aus der Poetik und Rhetorik. Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten. Alle 4 Wochen ein Aufsatz.(Reinhard). Lateinische Sprache. 7 St. w. Lektüre 4 St. w. Caesar de bello Gall. V, VI und VII mit Auswahl; Ovid Metamorph. Stellen aus I, II, III, IV. Erklärung und Einübung des daktylischen Hexameters. Grammatik 3 St. w. Wiederholung und Ergänzung der Tempus- und Moduslehre, Abschluss der Verbalsyntax nach Ellendt-Seyffert. Alle 8 Tage eine Klassenarbeit oder eine häusliche Arbeit. Alle 6 Wochen statt der erwähnten Klassenarbeit eine schriftliche UÜbersetzung ins Deutsche.(Wiegand). Griechische Sprache. 6 St. w. Grammatik: Verba auf α und anomala nach Pranke-v. Bamberg. Präpositionen. Wiederholung des Pensums der Untertertia. Mündliche Ubersetzungen aus dem Deutschen nach Weseners UÜbungsbuch II. Teil. Alle 14 Tage eine sehriftliche Arbeit, abwechselnd Hausarbeit und Klassenarbeit. Im S. 3 St w., im W. 4 St w. Lektüre: Xenophons Anab. I und II. Im S. 3 St. w., im W. 4 St. w.(Kilb). 7 Französische Sprache. 3 St. w. Lektüre: Erckmann-Chatrian, Waterloo, Sprech- übungen. Grammatik: Ploetz' Schulgrammatik Abschnitt II, III, V und VI. Alle 14 Tage ein Exercitium oder ein Extemporale.(Wenning). Geschichte und Erdkunde. 3 St. w. Deutsche und brandenburgisch- preussische Geschichte von 1483 bis 1740 nach dem Lehrbuche von Eckertz. 2 St. w. D'olitische Erdkunde Deutschlands. Die aussereuropäischen Erdteile. 1 St. w.(Wiegand). Mathematik. 3 St. w. Lineare Gleichungen mit einer und mehreren Unbekannten, Einführung in die Potenzen- und Wurzellehre nach Bardey. Kreislehre 2. Teil, Gleichheit, Anfangs- gründe der Xhnlichkeit, Inhaltsberechnung geradliniger Figuren nach Koppe.(Wagenknecht). Naturgeschichte. 2 St. w. Beschreibung des menschlichen Körpers, mechanische Erscheinungen, Elemente der Wärmelehre.(Wagenknecht). Zeichnen: 2 St. w. Erweitertes Umrisszeichnen nach plastischen Ornamenten, auch unter Wiedergabe der Licht- und Schattenwirkung mit Bleistift und Kreide, sowie Zeichnen von einzelnen Gesichtsteilen.(Jassoy). Unter-Tertia. Ordinarius: wissenschaftlicher Hülfslehrer Dr. Kilb. Religionslehre. 2 St. w. a) evangelische: Das Reich Gottes im A. T. Lesen entsprechender bibl. Abschnitte. Psalmen mit Auswahl. Wiederholung der Katechismusaufgabe. Einprägung einiger neuer Kirchenlieder und Wiederholung der früher gelernten. Das Kirchenjahr. (Reinhard). b) katholische: I. Hauptstück. Glaubenslehre. 10— 12 Glaubensartikel. 2. Haupt- stück. Von den Geboten. 1.— 4. Gebot nach dem Diöcesankatechismus. Biblische Geschichten des neuen Testamentes mit Auswahl nach Schuster(Delmhorst, seit Januar 1895 Weber). Deutsche Sprache. 3 St. w. Überblick über die wichtigsten der deutschen Sprache eigentümlichen grammatischen Gesetze. Alle 4 Wochen ein Klassenaufsatz oder ein häuslicher Aufsatz. Behandlung poetischer und prosaischer Lesestücke aus dem deutschen Lesebuch für Tertia von Hopf und Paulsiek. Belehrungen über die poetischen Formen. Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten.(Kilb). Lateinische Sprache. 7 St. w. Lektüre 4 St. w. Caesar, de bell. Gall. I. Grammatik: 3 St. w. Wiederholung der Kasuslehre. Hauptregeln der Tempus- und Moduslehre nach Ellendt- Seyffert. Mündliche und schriftliche Ubersetzungen aus Meiring, UÜbungsbuch für Quarta. Wöchentlich eine Klassenarbeit oder eine häusliche Arbeit. Alle 6 Wochen statt der erwähnten Klassenarbeit eine schriftliche Übersetzung ins Deutsche.(Kilb). Griechische Sprache. 6 St. w. Die regelmässige Formenlehre bis zum Verbum liquidum einschliesslich nach Waldeck. Alle 14 Tage eine schriftliche Klassenarbeit oder eine Hausarbeit. Ubersetzungsübungen nach Wesener, griech. Elementarbuch I. Teil.(Kilb). Französische Sprache. 3 St. w. Lese- und Sprechübungen. Wiederholung und Erweiterung der regelmässigen Konjugation, Wiederholung der Hülfsverben avoir und éêtre. Die be- kanntesten unregelmässigen Verben nach Ploetz, Elementargrammatik. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit.(Wenning). Geschiehte und Erdkunde. 3 St. w. Kurzer Überblick über die weströmische Kaisergeschichte. Deutsche Geschichte bis zum Ausgang des Mittelalters nach dem Lehrbuche von Eckertz. 2 St. w. Physische Erdkunde Deutschlands und Erdkunde der deutschen Kolonien. Einfache Kartenskizzen.(Wiegand). Mathematik. 3 St. w. Vierecke und Kreislehre, einfache Konstruktionen nach Koppe Buchstabenrechnung, leichte Gleichungen mit einer Unbekannten nach Bardey.(Wagenknecht). Naturgeschichte. 2 St. w. Botanik(bis Weihnachten). Anleitung zum Bestimmen der Blütenpflanzen nach Gies’ Flora, Besprechnng wichtiger ausländischer Kulturpflanzen. UÜbersicht über die Kryptogamen und die Verbreitung der Pflanzen. Zoologie(im letzten Vierteljahre). Uber- blick über das Tierreich, Elemente der Tiergeographie.(Wagenknecht). Zeichnen. 2 St. w. Erweitertes Umrisszeichnen nach plastischen Ornamenten, auch unter wiedergabe der Licht- und Schattenwirkung mit Bleistift und Kreide, sowie Zeichnen von einzelnen Gesichtsteilen.(Jassoy). Quarta. Ordinarius: Oberlehrer Dr. Müller. Religionslehre. 2 St. w. a) evangelische: Das Angemeinste von der Einteilung der Bibel und die Reihenfolge der biblischen Bücher. Wiederholung und Ergänzung der biblischen Geschichten. Erklärung und Einprägung des dritten Hauptstücks und Wiederholung des ersten und zweiten; Sprüche und Lieder.(Schaub). b) katholische: S. Unter-Tertia. Deutsche Sprache. 3 St. w. Lektüre nach dem Lesebuch von Hopf und Paulsiek für Quarta. Auswendiglernen von Gedichten, Chorübungen. Das Wichtigste aus der Grammatik und Interpunktionslehre. Monatlich je ein Aufsatz und ein Diktat.(Müller). Lateinische Sprache. 7 St. w. Cornelius Nepos(Teubner, Ed. Fügner) vitae—IV, VII, IX, XI, XV.(Im S. 3, im W. 4 St.). Wiederholung der Formenlehre, das Wesentliche aus der Casuslehre nach Ellendt-Seyffert, mündliche Ubungen nach Meirings UÜbungsbuch. Wöchentlich eine häusliche oder eine Klassenarbeit, dazu in jedem Semester 3 Ubersetzungen aus dem Lateinischen ins Deutsche.(Im S. 4, im W. 3 St.).(Müller). Französische Sprache. 4 St. w. Einübung und Erklärung der Laute. Sprechübungen über Lesestücke aus Ploetz' Elementargrammatik. Auswendiglernen von Gedichten und Prosastücken. Einübung des grammatischen Pensums der Quarta im engsten Anschluss an die Lektüre. Extem- poralien und Diktate.(Müller). Geschichte. 2 St. w. Griechische und römische Geschichte nach Jägers Hülfsbuch. (Wenning). Erdkunde. 2 St. w. Europa mit Repetition Deutschlands nach Daniels Leidfaden. Zeichnen einfacher Kartenskizzen.(Wenning). Mathematik. 4 St. w. Decimalbrüche und bürgerliche Rechnungsarten nach Schellen, Aufgaben I. Lehre von den Geraden, Winkeln und Dreiecken.(Henkel). 9 Naturgeschichte. 2 St. w. Im S.: Beschreibung ausgewählter Blütenpflanzen und Zusammenstellung nach dem natürlichen System. Im W.: UÜbersicht über die wirbellosen Tiere mit besonderer Berücksichtigung der Insekten.(Henkel). Zeichnen. 2 St. w. Krummlinige Gebilde nach Vorzeichnung an der Wandtafel; die gegebenen Formen wurden auch abgeändert.(Einübung des griech. Alphabets.)(Ruth.) Quinta. Ordinarius: Oberlehrer Professor Schmitz. Religionslehre. 2 St. w. a) evangelische: Biblische Geschichten des N. T. Wiederholung des ersten, Erklärung und Einprägung des zweiten Hauptstücks des Katechismus mit Luthers Auslegung, einiger Kirchenlieder und Bibelsprüche.(Schmitz). b) katholische: 8. Unter-Tertia. Deutsch und Geschichtserzählungen. 3 St. w. Der einfache und der erweiterte Satz. Lesen und Erklären poetischer und prosaischer Stücke aus Hopf und Paulsieks Lesebuch für Quinta. Auswendiglernen und Vortragen von Gedichten. Erzählungen aus der alten Sage und Geschichte. Im Sommer wöchentlich ein Diktat, im Winter abwechselnd Diktate und kleine Auf- sätze.(Wiegand). Lateinische Sprache. 8 St. w. Wiederholung der regelmässigen und Einübung der unregelmässigen Formenlehre. Erklärung und Einübung einiger syntaktischer Regeln. Mündliches Ubersetzen aus Meirings Ubungsbuch. Wöchentlich eine häusliche oder eine Klassenarbeit.(Schmitz). Erdkunde. 2 St. w. Physische und politische Erdkunde Deutschlands nach Daniels Leitfaden. Einfache Kartenskizzen.(Wiegand). Rechnen. 4 St. w. Teilbarkeit der Zahlen. Gemeine Brüche. Einfache Regel de tri nach Schellen, Aufgaben I.(Henkel). Naturgeschichte. 2 St. w. Im S.: Beschreibung von Blütenpflanzen und Zusammen- stellung nach Familien. Im W.: Beschreibung einer grösseren Anzahl von Wirbeltieren; das Wichtigste vom Knochenbau des Menschen.(Henkel). Schreiben. 2 St. w. Taktschreiben und Schönschreiben(auch Rundschrift) nach Vor- schrift an der Wandtafel.(Ruth). Zeichnen. 2 St. w. Ebene, geradlinige und krummlinige Gebilde nach Vorzeichnung an der Wandtafel. Abteilungs- und Klassenunterricht.(Ruth). Sexta. Ordinarius: Oberlehrer Reinhard. Religionslehre. 3 St. w. a) evangelische: Biblische Geschichten des A. T. Vor den Hauptfesten die betr. Geschichten des N. T. Erklärung und Erlernung des 1. Hauptstücks aus Luthers Katechismus, einiger Lieder und Sprüche.(Schmitz). b) katholische: S. Unter-Tertia. Deutsche Sprache und Geschichtserzählungen. 4 St. w Lesen von Prosa- stücken und Gedichten aus dem Lesebuch von Hopf und Paulsiek. Nacherzählen von Gelesenem 10 und Vorerzähltem und Auswendiglernen von Gediehten. Der einfache Satz. Unterscheidung der starken und schwachen Flexion. Wöchentlich ein Diktat.— Lebensbilder aus der vaterländischen Geschichte.(Reinhard). Lateinische Sprache. 8 St. w. Regelmässige Formenlehre nach Waldeck. Mündliches und schriftliches Ubersetzen aus Meirings UÜbungsbuch für Sexta. Wöchentlich eine Klassenarbeit, später dazu eine häusliche Arbeit und Reinschriften derselben.(Reinhard). Erdkunde. 2 St. w. Grundbegriffe der physischen und mathematischen Erdkunde. All- gemeine Ubersicht über die Erdoberfläche. Bild der engeren Heimat.(Wenning). Rechnen. 4 St. w. Wiederholung der Grundrechnungen mit ganzen Zuhlen, unbenannten und benannten. Die deutschen Maasse, Gewichte und Münzen nebst UÜbungen in der dezimalen Schreibweise und den einfachsten dezimalen Rechnungen nach Schellen, Aufgaben II.(Schaub). Naturgeschichte. 2 St. w. Im S.: Beschreibung einiger häufig vorkommenden Blüten- pflanzen. Im W.: Beschreibung ausgewählter Säugetiere und Vögel.(Reinhard). Schreiben. 2 St. w. Taktschreiben: Die deutschen und lateinischen Buchstaben in Wörtern und Sätzen.(Ruth). Von der Teilnahme am evangelischen Religionsunterricht waren 18 Schüler, sämtlich Konfirmanden, vorübergehend befreit und zwar 13 Obertertianer, 5 Untertertiâner. Technischer Unterricht. Turnen. Die Anstalt besuchten im Sommer 195, im Winter 185 Schüler. Von diesen waren befreit auf Grund ärztlichen Zeugnisses i. S. 8, i. W. 11 Schüler, also von der Gesamtzahl der Schüler i. S. 4,1%, i. W. 6%. Es bestanden bei S getrennt zu unterrichtenden Klassen 4 Turnabteilungen; zur kleinsten von diesen gehörten 40, zur grössten 52 Schüler. Für den Turnunterricht waren wöchentlich insgesamt 12 Stunden angesetzt. Ihn erteilten für die unterste Abteilung der Oberlehrer Prof. Schaub, für die drei übrigen Abteilungen der wissenschaftliche Hülfslehrer Dr. Kilb. Der Unterricht wurde in der von der Anstalt zu diesem Zwecke gemieteten Störgerschen Turnhalle erteilt, die etwa 5 Minuten vom Gymnasium entfernt ist. Im Sommer wurde, soweit es die Witterung und zugleich der Bestand der Geräte erlaubte, auf dem zur Turnhalle gehörigen Turnplatze geturnt. Etwa ein Dritteil der zum Turnen bestimmten Zeit wurde im Sommer zum Spielen ver- wandt; im Winter wurde weniger gespielt. Die Spiele fanden im Sommer auf dem Turnplatze, im Winter meist in der Turnhalle statt. Bei günstiger Gelegenheit wurden die Schüler statt zum Turnen von ihren Lehrern zum Schlittschuhlaufen auf einer in der Nähe der Anstalt gelegenen Eisbahn geführt. In der Anstalt besteht seit letaztem Sommer eine Vereinigung von Schülern zum Zwecke des Fussballspieles; dieselbe spielte an den schulfreien Nachmittagen ziemlich regelmässig mehrere Stunden auf dem vor der Stadt gelegenen Exercierplatze unter Leitung des Turnlehrers. 11 Desgleichen hat sich mit Beginn des Winters ein aus 50 Mitgliedern bestehender Turnverein gebildet, der in zwei Abteilungen an zwei Abendstunden das Geräteturnen unter Leitung und Auf- sicht des Turnlehrers Dr. Kilb besonders pflegt. Mit Genehmigung des Kgl. Provinzial-Schulkollegiums wurde während der verflossenen Wintermonate für diesen Verein die Störgersche Turnhalle für zwei weitere Stunden gemietet. Hierfür sagt der Unterzeichnete der hohen vorgesetzten Behörde an dieser Stelle den besonderen Dank. Mit den einzelnen Abteilungen wurden folgende UÜbungen vorgenommen: Sexta und Quinta einfache Frei- und Ordnungsübungen; Gangarten, Springübungen; Ubungen am Klettergerüst; leichtere Ubungen am Reck und Bock. Quarta und Untertertia: Wiederholung der Frei- und Ordnungsübungen der Unterstufe und Erweiterungen derselben; Ubungen am Klettergerüst; Spring- übungen; Aufschwünge am Reck.— Obertertia und Untersekunda Freiübungen: Armübungen in Verbindung mit Schritt- und Ausfallstellungen. Ordnungsübungen: Vor-, Hinter- und Nebenreihen am Ort und im Gehen vom Ort. Geräte: Weitspringen, Pferd, Bock, Reck, Hochspringen, Barren, wagrechte Leiter, Klettern.— Obersekunda und Prima: Freiübungen: Bein-, Rumpf- und Armübungen, Hände mit Hanteln oder eisernen Stäben belastet. Ordnungsübungen: Umzug, Gegenzug, Schlängeln im Wechsel mit Laufen und Gehen. Geräte wie oben. Gesang. 6 St. w. 1. und 2. Abt.(gemischter Chor): Einübung einer grösseren Anzahl von Chorgesängen aus dem Liederschatz für höhere Schulen von Günther und Noack, beide Abt. je 2 St. w. 3. Abt. 2 St. w. Stimm- und Treffübungen. Notenlesen. Die leichteren Dur-Tonleitern. Choräle, Volks- und Vaterlandslieder.(Henkel). Zeichnen für die Klassen Prima, Obersekunda und Untersekunda(wahlfrei) 2 St. w. Erweitertes Umrisszeichnen nach plastischen Ornamenten, auch unter Wiedergabe der Licht- und Schattenwirkung mit Bleistift, Kreide und Wasserfarbe, sowie Zeichnen von Gesichtsteilen, Händen, Füssen und Köpfen nach Gipsmodellen. Es beteiligen sich an diesem Unterricht im Sommer 26, im Winter 14 Schüler.(Jassoy). Schwimmen und Baden. Von den 195 Schülern der Anstalt sind 129 Freischwimmer, davon erlernten das Schwimmen im verflossenen Schuljahre 10. Die Kaisersche Badeanstalt, welche vom Gymnasium subventioniert ist, besuchten von unseren Schülern im verflossenen Sommer 97, andere hiesige Schwimm- und Badeanstalten 45, zusammen also 142. —ʒ———⏑,⏑B—V⏑———2„ö„,ͤ—„ y—ö—gyqy⅓„.ß2—n⁸⁹Ꝙö—aꝛ——⏑—:n⏑n:—— ———— Sexta. Quinta. Quarta. Tertia. V Sekunda. Prima. f— Zahn, biblische Geschichte. Religion. Zahn, biblische Geschichte. Katechismus. Das neue Testament im Urtext, 9 Holzweissig, Repetitionsbuch. Evangelisches Kirchengesangbuch. für den Konsistorialbezirk Cassel- Regeln und Wörterverzeichnis für die deutsche Deutsch. Rechtschreibung.. Hopf und Paulsieks Lesebuch, die der Klasse entsprechende Abteilung.— Waldeck, lat. Schulgrammatik. Ellendt-Seyffert, lat. Schulgrammatik. Ostermann- Ostermann- Ostermann- Ostermann-üller, lateinisches Lateinisch. Müller, lat. Müller, lat. Müller, lat. Übungsbuch für Tertia.. UÜbungsbuch für UÜbungsbuch UÜbungsbuch Lateinisch-Deutsches und Deutsch-Lateinisches — Sexta. für Akuen für Quarta. Wörterbuch(empfohlen wird das von Heinichen). Waldeck, griech. Schul- Seyffert-Bamberg, grammatik(III u. II, 2). Hauptregeln der griech. Syntax(II, 1 u. I). b Wesener, Ele- Seyffert, Ubgs. Griechisch. mentarbuch, 1.T. buch V W(I. 2) 1. Griechisch-deutsches Wörter- esener, Ele buch(empfohlen wird das von mentarbuch, 2. T. Benseler). 21(III, 1). ͤ Ploetz, Schulgrammatik. Französlsch. Ploetz, Elementargrammatik Französisches Lexikon —————[lempf. das von Thibaut). V Daat-bete. Gramm. u. ungsbuch Engilsch. Deutschbein, Irving- Macaulay, Lasebuoh(1I, 1u. 1). 3 2 Hollenberg, hebr. Schul- Hebraisch. 8e— duch(II. 1 u. D. Jüger, Hülfsbuch Eckertz, Hülfsb. Geschichte f. d. ersten Unter- f. d. ersten Inter- Herbst, historisches Hülfsbuch . richt i. d. alten fricht i. d. deutsch. 1. bis 3. Teil. 1 Geschichte. Geschichte.— Daniel, Leitfaden der Geographie. Geographie. Schulatlas(empfohlen wird der von 0. Richter, der von E. Debes oder der von Andree-Putager. — 1 Bardey, Anfäbengis. 1 Koppe, Lehrbuch der Geometrie. Mathematik Koppe, Lehrb. d. Trigonometrie und Schellen, Rechenbuch.(II, 1 u. D. Rechnen. Schlömilch, fünfstell. Logarithm. Koppe, Lehrb. — 8 d. Stereometrie. Seubert, Botanik.— Gies, Flora von V Trappo, Sehol Hessen(III, 2). Koppe,. Naturkunde. Koppe, Anfangs- Physik gründe d. Physik 2. Teil 2 TI.(III, 1u. II, 2).(II. 1). Melodienbuch d. neuen Kirehen- Singen. gesangbuchs u. Güntheru. Noack, Für den Süngerchor: Günther und Noack, Liederschatz, 3. Teil. iederschatz, 2. Teil. Ausserdem sind in III, II und I die vorgeschriebenen griechischen, römischen und französischen Klassiker in Textausgaben in Gebrauch. 13 II. Aus den Verfügungen der vorgesetzten Behörden. 1. Verfügung Kgl. Provinzial-Schulkollegiums vom 28. Februar 1894. Mitteilung eines Ministerialerlasses betr. die Einführung der lateinischen wie der griechischen Schulgrammatik von August Waldeck an der hiesigen Anstalt. 2. Desgl. vom 27. Februar 1894, S. 1134. Kinder von Eltern, die zur sog. renitenten Kirchengemeinschaft gehören, können an dem ehemals hessischen Buss- und Bettage, dem 1. November, vom Besuche des Unterrichtes zum Zweck der Teilnahme an der gottesdienstlichen Feier des genannten Tages nicht befreit werden. 3. Desgl. vom 26. Februar 1894, S. 992, betr. Anderung der deutschen Wehrordnung: Der Reichskanzler ist ermächtigt in besonderen Fällen ausnahmsweise dem Zeugniss über die bestandene Abschlussprüfung an einer deutschen Lebranstalt, bei welcher nach dem sechsten Jahrgange eine solche Prüfung stuttfindet, die Bedeutung eines gültigen Zeugnisses der wissenschaftlichen Befähigung für den einjährig-freiwilligen Dienst auch dann beizulegen, wenn der In- haber des Zeugnisses die zweite Klasse der Lehranstalt nicht ein volles Jahr hindurch besucht hat. 4. Desgl. vom 20. April 1894, S. 2530, betr. die Teilnahme von Lehrern der Anstalt an der 19. General- versammlung des Lehrervereins für Hessen-Nassau zu Frankfurt a. M. am 2. Mai. 5. Desgl. vom 26. April 1894, S. 2781. In Schulen, deren Schüler alle oder zum Teil aus kirchlichen Ge- meinden nicht lutherischen Bekenntnisses stammen, soll für die Unterscheidungslehren beim evangelischen Religions- unterricht nicht ein bestimmter Katechismus, wie der lutherische, allgemein verbindlich sein, sondern es soll die Lehre von der Taufe und dem Abendmahl nur auf Grund des Bibelwortes behandelt werden. 6. Desgl. vom 15. Mai 1894, S. 177 betr. die Zulassung zur Prüfung der Prima-Reife für Nichtschüler der Anstalt. Als Termine für diese Prüfung werden bis auf weiteres Anfang Juni und Anfang Dezember j. Js. bestimmt, als äusserste Anmeldungsfristen der 16. November und 16. Mai j. Is. 7. Desgl. vom 12. Mai 1894, S. 2481. Mitteilung eines Ministerialerlasses betr. die Amtsbezeichnung seminarisch gebildeter Lehrer an höheren Lehranstalten, nach welcher Lehrer, die ausschliesslich oder vorzugsweise für den Zeichen- unterricht berufen sind, sofern ihnen nicht ausdrücklich eine andere Amtsbezeichnung beigelegt ist, die Amtsbezeichnung „Zeichenlehrer“ führen, während andere seminarisch gebildete Lehrer, die ausschliesslich oder vorzugsweise für anderen Unterricht berufen sind, die Amtsbezeichnung„Lehrer“, je nach Erfordernis mit dem Zusatz„am Gymnasium u. s. w.“ führen. 8. Desgl. vom 21. Mai 1894, S. 4131. Mitteilung eines Ministerialerlasses, wonach Eingaben über Angelegen- heiten, in welchen Direktoren und Lehrer die Entscheidung des Herrn Ministers glauben nachsuchen zu müssen, nicht direkt, sondern durch Vermittelung des Königlichen Provinzialschulkollegiums oder durch Vermittelung des Direktors der Anstalt und des Provinzialschulkollegiums beim Herrn Minister zur Vorlage zu bringen sind. 9. Desgl. vom 7. Juli 1894, S. 4543. Auf die von den Professoren E. Mayer und J. Lucsch herausgegebene „Weltkarte zum Studium der Entdeckungen mit dem kolonialen Besitz der Gegenwart“, erschienen im kartographischen Verlage von Artaria& Co. in Wien, wird aufmerksam gemacht. 10. Desgl. vom 20. Juli 1894, S. 4752. Die Anschaffung des Werks von Dr. Ludwig Schmid zu Tübingen „Graf Albert von Hohenberg, Rotenberg und Haigerloch vom Hohenzollern-Stamm“ für die Schulbibliothek der Anstalt ist vom Herrn Minister angeordnet. 11. Desgl. vom 29. März 1894, S. 1633. Empfehlung der von R. Koser in Verbindung mit Fr. Holtze, G. Schmoller u. a. herausgegebenen Forschungen zur brandenburgischen und preussischen Geschichte. 12. Desgl. vom 31. Juli 1894, S. 4893. Empfehlung der von Eduard Kremser für Gymnasien u. s. w. be- arbeiteten altniederländischen Lieder. 13. Desgl. vom 4. September und vom 12. Oktober 1894, S. 5455 und 6284. Ein Exemplar(3 Bände) des deutschen Liederhortes von Erk-Böhme wird im Auftrag des Herrn Ministers der Anstalt als Geschenk zugewiesen. 14. Desgl. vom 29. Oktober 1894, S. 6725. F. Hirts Bilderschatz zur Länder- und Völkerkunde wird zur Anschaffung empfohlen. 15. Desgl. vom 9. November 1894, S. 7061. Empfehlung der Neubearbeitung von Paulys Realencyklopädie durch Professor Wissowa zur Anschaffung. 14 16. Desgl. vom 27. November 1894, S. 6950. Die Genehmigung zur Miete der Störger'schen Turnhalle für zwei weitere Wochenstunden zu Gunsten des von den Schülern gebildeten Turnvereins wird vorläufig bis Ende März 1895 erteilt. 17. Desgl. vom 4. Januar 1895, S. 7645. Genehmigung der Einführung der lateinischen UÜbungsbücher von Ostermann in der Neubearbeitung von H. J. Müller für die Klassen Sexta bis Tertia, des vierten Teiles zugleich für die Klasse Sekunda. 18. Desgl. vom 22. Januar 1895, S. 331. Genehmigung der Einführung der Neubearbeitung von Koppes Anfangsgründe der Physik, Ausgabe B und zwar des ersten Teiles(vorbereitender Lehrgang) für die Klassen Obertertia und Untersekunda, des zweiten Teils(Hauptlehrgang) für die oberen Klassen. 19. Desgl. vom 16. Januar 1895, S. 206. Mitteilung eines Ministerialerlasses, durch den die Lehrer auf die Wichtigkeit der Pflege einer guten Handschrift bei den Schülern hingewiesen werden. 20. Desgl. vom 6. Februar 1895, S. 711. Auf die in der Reichsdruckerei hergestellte, durch die Kunsthandlung von Amsler und Ruthardt in Berlin vertriebenen Bilder der brandenburgisch-preussischen Herrscher aus dem Hause Hohen- zollern wird aufmerksam gemacht. 21. Desgl. vom 14. Februar 1895, S. 343. Mitteilung der Vorschriften über die Art der Flaggenführung an Staatsgebäuden. 22. Desgl. vom 11. Februar 1895, S. 902. Die Ferienordnung, wie sie in der Verfügung vom 31. März 1892 vorläufig festgesetzt war, soll dauernd gültig sein. 23. Desgl. vom 23. Februar 1895, S. 992. Auf die in dem Kaiserlichen Gesundheitsamt ausgearbeitete gemein- fassliche Anleitung zur Gesundheitspflege, erschienen unter dem Titel„Gesundheits-Büchlein“ mitgeteilten Anweisungen wird aufmerksam gemacht.. 24. Desgl. vom 21. März 1895, S. 1831, betr. Ausfall des Unterrichts am 1. April, dem 80. Geburtstage des Fürsten Bismarck. III. Chronik der Anstalt. Folgende Veränderungen im Bestande des Lehrerkollegiums sind im Laufe des Schuljahrs eingetreten: An Stelle des pensionierten Oberlehrers Ricker war der seitherige Oberlehrer am Kgl. Gymnasium zu Wiesbaden Dr. Ludwig Müller hierher versetzt worden. An Stelle des nach Marburg versetzten Oberlehrers Ewoldt war der wissenschaftliche Hülfslehrer Dr. Johann Kilb der Anstalt zugewiesen worden(durch Verfügung vom 5. März 1894, S. 15). Ihm wurde neben wissenschaft- lichem Unterricht zugleich der grösste Teil des Turnunterrichts übertragen, die Uberstunden gegen besondere Vergütung.(Mit Erteilung von drei Turnstunden wurde der Oberlehrer Professor Schaub beauftragt.) Die neu der Anstalt zugewiesenen Lehrer traten ihren Dienst mit dem Beginn des Schuljahrs an. Ludwig Müller, geboren am 6. Juli 1860 zu Cassel, besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt und studierte von Herbst 1879— 1883 an den Universitäten Genf, Leipzig und Marburg neuere Sprachen und Geschichte. Nach einem mehrmonatlichen Aufenthalte zu Paris promovierte er im Januar 1884 zu Marburg und bestand daselbst am 18. Januar 1885 das Examen pro facultate docendi. Nachdem er hierauf seiner Militärpflicht genügt hatte, leistete er von Ostern 1886 bis 1887 an dem Wilhelms-Gymnasium zu Cassel das Probejahr ab. An dieser Anstalt war er dann noch bis Herbst 1887 beschäftigt und wurde von da ab bis Ostern 1889 mit der kommissarischen Versehung einer Lehrerstelle am Realprogymnasium zu Biebrich a. Rh. beauftragt. Hierauf wurde er als Hilfslehrer an das Königl. Gymnasium zu 15 Wiesbaden versetzt und am 1. Oktober 1890 zum ordentlichen Lehrer der Anstalt ernannt. Im August und September 1892 hielt er sich zu weiteren Studienzwecken in London und Liverpool auf und wurde zu Ostern 1894 auf seinen Wunsch dem Königl. Gymnasium zu Hanau überwiesen. Johann Kilb, geb. den 6. März 1862 zu Lindenholzhausen bei Limburg a. d. Lahn, erwarb sich das Zeugnis der Reife an dem Gvmnasium zu Hadamar. Er studierte an den Universitäten zu Bonn, München und Marburg alte und deutsche Philologie und Geschichte, sowie Philosophie. An letzterer bestand er im Sommer 1887 die Prüfung pro facultate docendi und erwarb sich zugleich den philosophischen Doktorgrad. Sein pädagogisches Probejahr leistete er von Herbst 1887 bis Herbst 1888 an dem Gymnasium zu Wiesbaden ab. An dieser Anstalt blieb er drei weitere Jahre als unbesoldeter wissenschaftlicher Hilfslehrer beschäftigt. Im Herbste 1891 trat er in die Königl. Turnlehrerbildungs- Anstalt in Berlin ein und erwarb sich Ostern folgenden Jahres die Lehrbefähigung zur Erteilung des Turnunterrichts. Er blieb noch zwei weitere Jahre in Berlin und lag vor allem an der dortigen Universität und der Königl. Hochschule für Musik weiteren wissenschaftlichen und künstlerischen Studien ob. Ostern 1894 wurde er dem Gymnasium zu Hanau als wissenschaftlicher Hilfslehrer überwiesen und zugleich mit der Erteilung von Turnunterricht betraut. Mit dem Schlusse des Schuljahres 1893/94 hörte somit auch die Thätigkeit des Turn- lehrers Störgers an unserer Anstalt, an der er seit Oktober 1858, also über 33 Jahre den Turn- unterricht erteilt hatte, auf. Er ist unseren Schülern jederzeit ein treuer, wohlwollender und freund- licher Lehrer gewesen und hat seine Aufgabe, für die Vorbedingung der geistigen Ausbildung, die Pflege der Kraft und Frische des Körpers sorgen zu helfen, immer auch unseren Schülern gegenüber auf das gewissenhafteste erfüllt. Die Schüler wie die Anstalt werden ihm stets ein dankbares und treues Andenken bewahren. Seinem Wunsch entsprechend wurde der unbesoldete wissenschaftliche Hülfslehrer Dr. Anacker durch Verfügung Kgl. Provinzial-Schulkollegiums vom 22. März 1894, S. 1790 von seiner weiteren Thätigkeit an unserer Anstalt entbunden, um eine Privatlehrerstelle im Ausland anzunehmen. Da- gegen ward der Kandidat des höheren Schulamts Rudolf Homburg, der im Vorjahre an der Anstalt sein Probejahr abgeleistet hatte und nachher mit zeitweiliger Versehung einer Lehrerstelle am Friedrichsgymnasium zu Cassel betraut worden war, seiner Bitte entsprechend vom 1. Mai d. J. ab als unbesoldeter wissenschaftlicher Lehrer an der Anstalt zugelassen. Am 5. März d. J. stellte er seine Thätigkeit an unserer Anstalt ein und bat um seine Entlassung. — Mit Ablauf des Jahres 1894 musste der katholische Religionslehrer, Kaplan Delmhborst, seine Wirksamkeit an der Anstalt aufgeben, da er nach Oberrodenbach versetzt war. An seiner Stelle wurde der Kaplan BEmil Weber durch Verfügung vom 2. Junuar 1895, S. 42, mit der Er- teilung des katholischen Religionsunterrichts beauftragt. Franz Emil Weber, Sohn des Rektors Karl Weber zu Cassel, geboren den 4. Oktober 1871 zu Burg- haun, Kreis Hünfeld, besuchte bis zum Jahre 1886 das Lyceum Fridericianum und alsdann das Königl. Wilhelms- Gymnasium zu Cassel, wo er Herbst 1890 das Zeugnis der Reife erhielt. Im Priesterseminar zu Fulda studierte er alsdann acht Semester Philosophie und Theologie. Nachdem er im Sommer 1893 das Examen pro introitu und im Sommer 1894 das Examen pro cura bestanden hatte, empfing er am 12. August 1894 die hl. Priesterweihe. Zunächst war er in Cassel als stellvertretender Kaplan bis Mitte Oktober 1894 thätig. Nach kurzer Thätigkeit als Kooporator in Batten i. d. Rhön wurde er am 1. November 1894 provisorisch und am 24. Dezember 1894 definitiv zum Kaplan in Hanau bestellt. Durch Verfügung vom 21. Januar 1895 wurde er mit Erteilung des katholischen Religionsunterrichtes am Königl. Gymnasium beauftragt, den er am 24. Januar übernahm. Beurlaubt waren während des Schuljahrs folgende Lehrer: Professor Wagenknecht vom Beginn des Schuljahrs am 3. April bis zum 14. April zum Zweck der Teilnahme an einem naturwissenschaftlichen Ferienkursus in Göttingen, Professor Dr. Wackermann zur Teilnahme an einem im Anschlusse an die Pfingstferien in Aschaffenburg, Würz- burg und Mainz stattfindenden, von der Kgl. Bayerischen und Grossherzoglich Hessischen Regierung 16 veranstalteten arehäologischen Anschauungskursus vom 17. bis 22. Mai, Professor Schmitz zur Teilnahme an den Sitzungen der Gesamtsynode des Regierungsbezirks Cassel vom 13. bis zum 17. November und vom 26. November bis zum 1. Dezember, Oberlehrer Dr. Müller vom 8. bis zum 15. Januar zur Teilnahme an dem in Frankfurt a. M. abgehaltenen Ferienkursus für französische Sprache. Mit Vertretung der beiden letztgenannten Lehrer für die Dauer ihres Urlaubs war der wissenschaftliche Hülfslehrer Homburg gegen entsprechende Vergütung beauftragt. Das neue Sehuljahr wurde Dienstag den 3. April in gewohnter Weise eröffnet. Neu auf- genommen wurden 30 Schüler. Schülerausflüge wurden gemacht am 7. Juni von der Prima nach dem Auerbacher Schloss. dem Melibokus, dem Felsenmeer und Jugenheim, von der Untersekunda nach Lindenfels und der Neunkirchner Höhe im Odenwald, von der Obertertia nach dem Rossert im Taunus und nach Eppstein und von der Untertertia nach dem Feldberg im Taunus. Die Sexta machte am 4. Juni einen kleineren Ausflug in den benachbarten Bruchköbler Wald, ebenso die Quinta am 6. August, die Quarta am 7. August nach der Rückersbacher Schlucht und dem Hahnenkamm, die Obersekunda an demselben Tage nach dem Feldberg. Am 15. Juni, 18. Oktober, 9. März und 22. März fanden in herkömmlieher Weise Feierlich- keiten zum Gedächtnis der hochseligen Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III. statt. Die Pfingstferien dauerten vom 13. bis 16. Mai, die Sommerferien vom I. bis 30. Juli, die Herbstferien vom 23. September bis 7. Oktober, die Weihnachtsferien vom 23. Dezember bis zum 7. Januar. Während der Sommerferien wurden grössere bauliche Anderungen im Gymnasium vorge- nommen. Durch eine unwesentliche Verkleinerung der Aula ward unter Zuhülfenahme des davor gelegenen Ganges ein geräumiger, gut beleuchteter Zeichensaal gewonnen, die Aula selbst wurde bei dieser Gelegenheit in geschmackvoller Weise erneuert. Ein zweiter Treppenaufgang nach der Aula wurde hergestellt. In einem Klassenzimmer(No. 29 des Bauplans, in dem nordöstlichen Anbau gelegen) und in dem darunter gelegenen Lehrerzimmer(No. 23) wurde eine bessere An- ordnung der Fensteröffnungen getroffen, so dass diese früher mangelhaft erhellten Räume jetzt gutes Licht haben. In sämtlichen Lehrzimmern wurden Dauerbrandöfen nach dem System Riessner in Nürnberg angebracht, die sich durch einfache Handhabung der Regulierung auszeichnen und bis dahin sehr gut bewährt haben. Endlich wurden an Stelle einzelner Aborte, die früher im Schul- gebäude gewesen waren, solche in einem Nebenbau auf dem Schulhofe angelegt. Wenn ja noch mancherlei Wünsche unerfüllt bleiben, denen nur durch einen Neubau der Anstalt völlig genügt werden könnte, so sind doch, wie alle Angehörigen der Anstalt mit Dank anerkennen müssen, durch die getroffenen Xnderungen sehr wesentliche Ubelstände beseitigt und dringende Bedürfnisse erfüllt worden. In einer an den Direktor gerichteten Zuschrift vom 31. August verabschiedete sich der seit- herige unmittelbare Vorgesetzte der Anstalt, Herr Geheimer Regierungsrat Provinzial-Schulrat Dr. Lahmeyer von dem Lehrerkollegium der Anstalt und teilte zugleich mit, dass nach der neuen Geschäftsverteilung, die zufolge der Anstellung eines dritten Provinzial-Schulrats innerhalb des Provinzial-Schulkollegiums unserer Provinz getroffen sei, das Gymnasium zu Hanau dem neuernannten 17 Provinzial-Schulrat Herrn Dr. Paehler unterstellt worden sei. Ich fühle mich gedrungen zugleich namens des Lehrerkollegiums unserem seitherigen hochverehrten Vorgesetzten für seine stets sach- gemässen und freundlichen Weisungen und Belehrungen, für das Wohlwollen und das Interesse, das er der Anstalt und jedem Einzelnen entgegengebracht hat, hier den aufrichtigsten Dank auszudrücken. Die schriftliche Reifeprüfung zum Herbsttermine dauerte vom 20. bis 24. August, die münd- liche fand am 7. September unter Leitung des Herrn Provinzial-Sehulrat Dr. Paehler statt. Es bestanden sie drei Abiturienten. Am 1I. September fand in der Aula eine musikalisch-deklamatorische Feier des Sedantages statt, bei welcher Professor Dr. Wackermann die Festrede über die Bedeutung von Elsass-Lothringen in der deutschen Geschichte hielt. Einzelne Klassen machten am Nachmittag dieses Tages Ausflüge unter Leitung ihrer Lehrer. Am folgenden Tag beteiligte sich die Anstalt an dem Festzug nach dem Friedhofe zur Schmückung der Gräber der dort ruhenden Opfer jenes Krieges. Am 18. September fand auf dem Forsthause ein wohlgelungenes Turnfest der Schüler statt, zu dem sich viele Angehörige derselben und Freunde der Anstalt eingefunden hatten. Das Wintersemester begann am 9. Oktober. Im Laufe des 2. und 3. Quartals traten 10 Schüler in die Anstalt ein. Am 28. Oktober fand die gemeinsame Abendmahlfeier für Lehrer und Schüler evangelischen Bekenntnisses in der Marienkirche statt. Durch Verfügung des Königlichen Provinzial-Schulkollegiums vom 24. April waren der An- stalt im Auftrag des Herrn Ministers 9 Exemplare der im Verlag von H. Herrosé in Wittenberg erschienenen kleinen Festurkunde über die Einweihung der erneuten Schlosskirche in Wittenberg, durch weitere Verfügung vom 5. Oktober 7 Stück der in demselben Verlag erschienenen Festsehrift des Professors Dr. Witte über die Erneuerung der Schlosskirche in Wittenberg übersandt worden. Es wurde davon je ein Stück der Lehrer- und der Schülerbibliothek überwiesen, die übrigen wurden durch Beschluss der Lehrerkonferenz in der Art verteilt, dass den Primanern Otto Fetz, Karl Reuber und Wilhelm Schäfer sowie den Obersekundanern Emil Hoffmann und Ferdinand Reuter beide Schriften, den Untersekundanern Wilhelm Geibel und August Wesp jedem ein Exemplar der Urkunde zugewiesen wurde. Die Ubergabe an die Schüler seitens des Direktors fand in der Schlussandacht der Woche des Reformationsfestes statt, wo zugleich die Gedächtnisfeier dieses Festes abgehalten wurde. Am Freitag den 7. Dezember beehrte Se. Excellenz der Herr Oberpräsident unserer Provinz Magdeburg in Begleitung der Herren Landrats von Oertzen und Oberbürgermeisters Dr. Gebeschus das Gymnasium mit seinem Besuch, liess sich die Lehrer der Anstalt vorstellen, be- suchte die einzelnen Klassen, wohnte in einigen derselben auch kurze Zeit dem Unterrichte bei und unterzog die übrigen Räume wie auch die Sammlungen der Anstalt einer kurzen Besichtigung. Sonnabend den 8. Dezember, vormittags 11 Uhr fand für die evangelischen Lehrer und Schüler der Anstalt in der Aula eine Gedächtnisfeier an die 300-jährige Wiederkehr des Geburts- festes König Gustav Adolfs statt, bei der Oberlehrer Reinhard ein Bild der Thätigkéit jenes Fürsten entwarf und auf seine Bedeutung für die Erhaltung des evangelischen Glaubens hinwies. Am 26. Januar fand zur Vorfeier des Geburtsfestes Allerhöchst Sr. Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm II. in der Aula eine Festlichkeit statt. Die Festrede hielt Oberlehrer Wiegand über die sociale Politik König Friedrich Wilhelm I. von Preussen. Daneben wechselten Chorgesänge, Deklamationen und Instrumentalvorträge der Schüler mit einander ab. 3* 18 Die schriftliche Reifeprüfung zum Ostertermine dauerte vom 1I1. bis zum 16. Februar. Es unterzogen sich ihr 7 Oberprimaner. Die mündliche Prüfung wurde am 23. März unter dem Vorsitz des Herrn Provinzial-Schulrats Dr. Paehler abgehalten. Sämtliche Abiturienten bestanden sie. Der Gesundheitszustand der Lehrer liess besonders im letzten Vierteljahr viel zu wünschen übrig. Der Professor Dr. Wackermann erlitt am 11. Januar einen argen Unfall, indem er beim Austritt aus der Thüre der Anstalt auf der Treppe ausglitt und sich am linken Unterarm eine schwere Verletzung(Ausrenkung des Gelenkes und Bruch einer Röhre) zuzog. Erst am 21. Februar konnte er seinen Unterricht wieder aufnehmen. Die Schüler seiner Klasse bereiteten ihm, als er zum ersten mal wieder in die Klasse kam, einen festlichen Empfang, indem sie das Klassenzimmer ausschmückten. Dank der Bereitwilligkeit der übrigen Lehrer konnten seine Unterrichtsstunden im wesentlichen ohne Störung weiter erteilt werden. Es übernahmen den lateinischen Unterricht in Prima mit je 2 Stunden Professor Schaub, der dagegen eine Turnstunde an Dr. Kilb abgab, und der Unterzeichnete, den deutschen in Obersekunda Professor Schmitz mit 3 Stunden, den lateinischen in Obersekunda mit je 3 Stunden Oberlehrer Wiegand und Oberlehrer Reinhard, den griechischen mit je 3 Stunden Oberlehrer Wenning und wissenschaftlicher Hülfslehrer Homburg. Nicht lange, nachdem Professor Wackermann wieder seinen Unterricht aufgenommen hatte, wurden einzelne Lehrer durch starke Erkältungen(2. T. Anfälle der grassierenden Influenza) von ihrem Amt teils kürzere, teils längere Zeit ferngehalten, so dass an einigen Tagen von den elf vollbeschäftigten Lehrern nicht weniger als vier gleichzeitig zu vertreten waren, und teilweise Klassen, sofern nicht Unterrichtsstunden ausfielen, kombiniert werden mussten. Es mussten im ganzen wegen Krankheit oder Unwohlseins dem Unterricht fern bleiben Professor Wagenknecht an 3 Tagen, Professor Wackermann an 36 Tagen, Professor Schaub an 5 Tagen, Oberlehrer Wenning an 11 Tagen, Oberlehrer Wiegand an 2 Tagen, Oberlebrer Müller an 8 Tagen, Oberlehrer Reinhard an 1 Tag, Dr. Kilb an 5 Tagen, Lehrer Ruth an 5 Tagen, der unterzeichnete Direktor an 4 Tagen. Gegen Ende des Schuljahres fanden nichtöffentliche Prüfungen der einzelnen Klassen statt. IV. Statistische UÜbersicht. A. Bestand des Lehrerkollegs am Schlusse des Jahres. a) Der Direktor: Dr. Philipp Braun. b) 9 Oberlehrer: 1. Adolf Wagenknecht, Professor, Rat 4. Kl., 2. Dr. Otto Wackermann, Professor, 3. Hermann Schaub, Professor, 4. August Schmitz, Professor, 5. Wilhelm Henkel, 6. Viktor Wenning, 7. Gustav Wiegand, 8. Dr. Ludwig Müller, 9. Hermann Reinhard. c) 1 wissenschaftlicher Hülfslehrer: Dr. Johann Kilb. d) 1 beauftragter Lehrer: Kaplan Emil Weber(für kath. Religion). e) 2 technische Lehrer: 1. Jean Ruth(für Schreiben und Zeichnen), 2. Akademielehrer Professor Etienne Simon Jassoy(für Zeichnen). B. Frequenztabelle für das Schuljahr 1894/95. 19 0.1. C L O. IL W HI. O. ml. U. lI. N. V. NIL Sa. 1. Bestand am 1. Februar 1894 12 11 19 27 V 29 33 17 16 25 189 2. Abgang bis z. Sohlusse d. Schuljahrs 1893/94 8 2 2 2 2 l 2 24 Za. Zugang durch Versetzung zu Ostern 8 12 16 25 24 14 15 20— 134 3 b. Zugang durch Aufnahme zu Ostern-——— 3— 2 3 2 20 30 4. Frequenz am Anfange des Schuljahrs 1894/95 12 15 22 34 26 23 19 22 22 195 5. Zugang Zim Sommersemester——— 1—— 1— 3 5 6. Abgang im Sommersemester 5—— 2 4 3 1— 1 16 7a. Zugang durch Versetzung zu Michaelis 2——=—— 1— 3 7b. Zugang durch Aufnahme zu Michaelis—— 1—— 1 1— 1 4 —— 8. Frequenz am Anfang des Wintersemesters 9 12 23 33 22 21 18 23 23] 184 9. Zugang im Wintersemester————— 1 10. Abgang im Wintersemester—————1———— 1 11. Frequenz am 1. Februar 1895 9 12 24 33 21 21 18 23 23 184 12. Durchschnittsalter am 1. Februar 1895 19,1 18,0 17,1/ 16,1 14,8 13,9 12,9 11,6 10,4— Bemerkungen: 1. Als Termin für die Frequenz unter 4 und 8 gilt der Schluss der zweiten Schulwoche. 2. Das Zeichen—— bedeutet, dass die Klassen gemeinsam unterrichtet werden. C. Religions- und Heimatsverhältnisse der Schüler. Erangel. Kathol. V Diss. Juden. Einh. Auswän. Auslnc. 1. Am Anfang des Sommersemesters 163 20— 12 140 39 V 14— 2. Am Anfang des Wintersemesters 155 18- 11 l 130 8 3. Am 1. Februar 1895 155 18— 11 129 39 3 Das Zeugnis für den einjährigen Militärdienst haben erhalten Ostern 1894: 21 Schüler, von denen 5 zu einem praktischen Beruf abgegangen sind, Michaelis 1895 ein Schüler. C 2 S — ρ½ H&◻ D. Verzeichnis sämtlicher Schüler während des Schuljahrs 1894 95. Bei den Auswärtigen ist der Heimatsort angegeben. * bezeichnet den Zugang;— den Abgang während des Schuljahrs. Prima. . Albert, Cäsar. . Bell, Hans. .— Berlizheimer, Adolf. Castendyck, Wilhelm, Elberfeld. .— Deckelmeyer, Wilh. . Fetz, Otto. . Kling, Wilhelm. Koppen, Karl. . Kranepuhl, Theodor. .— Rachor, Jean, Grosssteinheim. . Wackermann, Emil. . Weidert, Ferdinand. .— Weil, Adolf. .— Wolff, Richard. . Bode, Otto, Langenselbold. . Fraeb, Emil. . Heintz, Kurt. . Holm, Fritz. . Hosse, Karl. . Noll, Ernst. .Noll, Rudolf. Pieper, Hermann. Reuber, Karl. . Schäfer, Wilhelm, Hochstadt. . Schmidt, Julius. .— Strauss, Jakob. .— Sudrow, Eduard. Obersekunda . Alberti, Fritz. .— Blumöhr, Karl. .. Both, Otto. Brandt, Paul. . Eisenhut, Georg. . Hamburger, Friedrich. Heiderich, Friedrich. Herchenröder, Friedr., Langendiebach. . Heusohn, Konrad. . Hirsch, Arthur. V V 11. Hirsch, Franz. 12. Hoffmann, Emil. 13. Horst, Alfred. 14.*Jatho, Ludwig, Frankfurt a. M. 15. Kruschewsky, Karl. . Reuter, Ferdinand. 17. Scheefers, Franz. . Seriba, Richard, Kaichen. . Sommer, Reinhold. Bruchköbel. . Wallschmitt, Ferd. . Weidert, Franz. .*v. Wittich, Hans. Untersekundu. 1. Appel, Karl. 2. Bartmuss Paul. 3. Bechtel, Franz, Ravolzhausen. 4. Boos, Fritz. Langenselbold. 5. Deines, Hugo. 6. Deines, Rudolf. 7.— Fay, Eduard. 8. Fraeb, Walther. 9. Geibel, Wilhelm. . Grobe, Hans. 11. Gustine, German. Hosse, Georg. . Hüttig, Ehrhard. 14. Hufnagel, Friedrich. .— Hutfnagel, Julius. . Ille, Heinrich, Grosssteinheim. . Kausel, Karl, Birstein. Kotte, Friedrich. . Kröll, Ernst. . Löser, Wilhelm. . Lorsch, Wilhelm. . Möller, Karl. . Steinheuer, Richard. Viehmann, Wilhelm, . Mühlhausen, Gottfried. . Munk, Karl. . Rottenstein, Friedrich, Frankfurt a. M. . Schleimer, Karl. . Schwarzschild, Max. . Schwind, Joseph. Seipel, Emil, Grosssteinheim. *Sieg, Hans. Sturmtels, Otto, Seligenstadt. Wendt, Hans, Gelnhausen. Wesp, August. Wild, Lothar. Zeuner, Arthur. Obertertia. . Baabe, Wilhelm. — v. Bargen, Hans. . Bartmuss, Ewald. Fenner, August. . Fresenius, Reinhard. Hixt, Heinrich, Rückingen. . Hopff, Alfred. . Jobst, Johann. . Kleinmann, Karl. — Küch, Richard, Kleinsteinheim. . Limbert, Ludwig. . Lindemann, Ottokar. . Mühlhausen, Heinrich. .— Munk, Friedrich. . Noll, Karl. . Osius, Werner. . Rau, Rudolf. .— Rausch, Wilhelm, Marköbel. . Rehfeldt, Emil. . Reuter, Alexander. Schaub, Karl. . Schumann, Wilhelm. Stengel, Wilhelm. . Thomas, Anton. z. Wilcke, Emil. — Zimmermann, Georg. de Untertertia. . Both, Adolf. .— Brandt, Leonhard. Fetz, Oskar. .Gerlach, Hugo, Kesselstadt. Hoffmann, Gustav, Gelnhausen. Hufnagel, Otto, Kesselstadt. Köppel, Wilhelm, Mittelbuchen. . Koref, Felix. Kranepuhl, Wilhelm. Limbert, Karl, Ostheim. „Menzel, Oswald. . Müller, Hugo. Ott, Robert. — Pfeiffer, Eduard. . v. Rappard, Kurt, Philippsruhe. . Scheefers, Otto. . Sorsche, Hans. . Spier, Isidor. .— Streichert, Wilhelm. Thyriot, Richard. . Wagner, Wilhelm, Pulverfabrik. Wissner, Hermann. . Wolff, Heinrich. — Zeuner, Hugo. Quarta. . Baust, Otto, Windecken. Bracker, Otto. . Brandt. Edward. Büry, Otto. . Fenner, Oskar, Wolfgang. *Gamb, Karl, Kleinenglis, Kreis Fritzlar. . Heimel, Friedrich. Houy, Reinhard. . Koscielniaczyk, Edwin. .— Lübeck, Martin. . Rousselle, Udo. . Saam, Rudolf. . Sauer, Jean. .*Schmidt, Kurt. .Schneider, Wilhelm, Kilianstädten. Schöner, Heinrich, Gelnhausen. .Schott, Theodor. . v. Strahl, Otto, Philippsruhe. Weil, Simon. — Willmann, Franz. . Wittekindt, Karl, Wachenbuchen. E. Verzeichn Quinta. 1. Burk, Heinrich, Kleinsteinheim. . Eichhorn, Friedrich, Kesselstadt. . Engeland, Otto, Lochseif. FElörke, Philipp. Gerheim, Karl. . Henkel, Karl. Henkel, Wilhelm. Hüttig, Albert. . Karg, Heinrich. . Koch, Hans. Köhler, Ludwig. Küstner, Otto. . Möller, Wilhelm. .*Muth, Karl, Windecken. Pieper, Erich. 6. Rumpf, Friedrich. is der für reif 21. erklärten Schüler . Schad, Adolf. Schaub, Georg. . Scheefers, Wilhelm. . Sopp, Adolf, Rossdorf. Wiemann, Ernst. 2. Wolff, Karl. 3. Zeh, Wilhelm, Kilianstädten. Sexta. Andorff, Martin. Clasen, August. .*Culmann, August. Degeler, Karl. .. Gerlach, Wilhelm, Kesselstadt. .*Hahn, Karl. Heidelbach, Hermann. . Hirsch, Hermann. Keilmann, Heinrich. Koref, Fritz. 21 . Kormann, Karl. — Kotte, Gustav. .*Kühne, Philipp. Külp, Hans. — Lübeck, Walter. .— Muth, Karl, Windecken. (Herbst nach Quinta versetzt.) . v. Oertzen, Detwig. v. Rappard, Herbert. Reh, Siegfried. Schad, Hugo. .*Schmidt, Edgar. Sopp, Karl, Rossdorf. . Spamer, Ludwig. Kinzigheimer Hof. . Walther, Roderich. .— Willmann, Hans. 6. Wittekindt, Ernst, Wachenbuchen. 28 Be- 4 Dauer des 22 Namen Ruf- Geburts- 3 ſkennt. Des Vaters 1 5 Aufenthaltsſ Gewählter 5 Vorname„ 5 bezw.—„ 5 2 in der Beruf — 3 Ort Tag Relig. Stand Wohnort iα̃ Anstalt peima a. Herbst 1894. 14[Berlizheimer Adolf Hanau 11. Aug.[19 ½ jüd. Kaufm. Hanau VI 9 ½ 2 ½ Rechts- 1875 wissenschaft 15[Deckelmeyer Wilhelm Hanau 6. Sept. 20 kath. Bahnhofs- Hanau VI 10 ½ 2 ½ Theologie 1874 Restaur. 16 Weil Adolf Hanau 18. Dezbr. 20 ¾ jüd. Kaufm. Hanau VI 10 21 ½ Medizin 1873 b. Ostern 1898. 17 Bell Hans Eschwege 6. Aprilſ 20 ev[Domänen- Hanau VI 12 2 Medizin 1874 rat 18 Castendyck Wilhelm Hanau 27. Mai ſ19 ¾— ev.[Oberlehr., Elberfeld VI. 11 3 Theologie 1875 Professor 19 Fetz Otto Diepholz 3. April 19 ev. Steuer Hanau VI 8 ½l 2 Soldatenstd. Rgb. Hannov. 1876 inspektor 20 Kling Wilhelm Hanau 31. Dezbr.ſ19 ¼ ev. Hof- Hanau VI 10 3 Zahnheilk. 1875 zahnarzt 21 Koppen Karl Bergen auf 9. April 19 ev.[Landger.- Hanau III2 7 2 Rechts- und Rügen 1876 Präsident Staats- wissenschaft 22 Kranepuhl Theodor[Oberlahnstein 19. Dezbr. 18 ⅓/ ev. Hauptsteuer- Hanau VI 9 2 Medizin 1876 amtsrendant Rech- nungsrat 23 Weidert[Ferdinandd Hanau 20., Jan. 18 ¼ ev. Stadt- Hanau VI 9 2(Geodäsie und 1877 kümmerer Kultur- a. D. technik V. Sammlungen von Lehrmitteln. 1. Lehrerbibliothek. An Geschenken sind im Schuljahr 1894/95 eingegangen: Von Sr. Excellenz dem Herrn Kultusminister: 1. Schenckendorf-Schmidt, Jahrbuch für Jugend- und Volksspiele, III. Jahrgang 1894; 2. Erk-B hme, Deutscher Liederhort, 3 Bände; 3. Witte, die Erneuerung der Wittenberger Schlosskirche nebst Urkunde über die Ein- weihung derselben. Vom Kgl. Provinzial-Schulkollegium: Eine Anzahl von Universitätsschriften, Reden u. s. w. Von der hiesigen Handelskammer: Jahresbericht für 1893. Von Herrn Oberstlieutenant Sieg in Hanau: Bothe-von Klatte, Geschichte des Thüringischen Ulanenregiments Nr. 6. Von dem Hanauer Geschichtsverein, dem das Gymnasium als Mitglied beitrat: 1. Festsechrift des Hanauer Geschichtsvereins zur 50 jährigen Jubelfeier; 2. Protokolle der Generalversammlung des Gesamtvereins der deutschen Geschichtsvereine zu Metz; 3. Mitteilungen des Hanauer Geschichtsvereins von 1884, 1887, 1888, 1890, 1891 und 1892; 4. Duncker, Friedrich Rückert als Professor in Hanau; 5. Wille, Urkundliche Beiträge zur Geschichte Hanaus; 6. Suchier, Weitere Münzen und Stempel aus Hanaus Nůhe; 7. Wolff, Das römische Lager zu Kessel- stadt bei Hanau. Von der Verlagsbuchhandlung von Teubner in Leipzig: Fügner, Caesars Gallischer Krieg(Text). Von der Verlagsbuchhandlung von Meyer in Hannover: Vokabularium zu Caesars bellum Gallicum. Von der Verlagsbuchhandlung von Baedeker in Essen: 1. Spiess-Heynacher, Übungsbuch zum Ubersetzen aus dem Lateinischen und in das Lateinische für Sexta und Quinta, zwei Teile; 2 Koppe-Husmann, Anfangsgründe der Physik, Teil I. 4 Von der Verlagsbuchhandlung von Freytag in Leipzig: 1. Schiche, Ciceronis Cato maior de senectute; 2. Nohl, Ciceros Rede für den Dichter Archias; 3. Nohl, Ciceros Reden für Ligarius und Deiotarus; 4. Nohl, Ciceros Rede für T. Annius Milo; 5. Nohl, Ciceros Rede über den Oberbefehl des Pompejus. Von der Verlagsbuchhandlung von Nicolai in Berlin: Riehter, Lateinisches Lesebuch, II. Teil. Von der Verlagsbuchhandlung von Baedeker in Essen: Spiess-Breiter, Griechische Formenlehre für Anfünger und Spiess-von Kleist, Übungsbuch zum Übersetzen aus dem Griechischen und ins Griechische. 4 Von Herrn Buchhündler Alberti in Hanau: Hinrich, Verzeichnis der Bücher und Landkarten (10 Bände 1886— 90) und Holzweissig, Leitfaden für den evangelischen Religionsunterricht. Angekauft wurden die Fortsetzungen von: Frick und Meier, Lehrproben und Lehrgänge; Leimbach, die deutschen Dichter der Neuzeit und Gegenwart; Grimm, deutsches Wörterbuch; Iwan Müller, Handbuch der klassischen Altertums- wissenschaft; Treitschke, deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts(5. Band); v. Sybel, Begründung des deutschen Reichs unter Wilhelm I.(Band VI und VII); Stier, Kommentar zu Homers Ilias und Weck, Kommentar zu Homers Odyssee. An Zeitschriften wurden gehalten: Deutsche Litteraturzeitung; Neue Jahrbücher für Philologie und Pädagogik; Zeitschrift für das Gymnasialwesen; v. Sybels Historische Zeitschrift; Stiehl'sches Centralblatt; Uhligs Humanistisches Gymnasium. Ferner wurden angekauft: Warneck, Mission in der Schule; Dillmann, Exegetisches Handbuch, 12. Exodus und Leviticus; Erhardt, Entstehung der homerischen Gedichte; Detto-Lehmann, UÜbungsstücke zum Übersetzen ins Lateinische nach Caesar; Farrar, das Leben Jesu(Übersetzung ins Deutsche von Walther); Meyer, Konversationslexikon, 5. Auflage, soweit sie erschien(7 Bände); Fröhlich, das Kriegswesen Caesars; Landwehr, Dichterische Gestalten; Böttcher, Lehrgang für das Knabenturnen; Müller, Schillers Mutter; Meisner, Gedichte E. M. Arudts; Heintze. Gut Deutsch, Anleitung zur Vermeidung der häufigsten Verstösse; Lange, Lehrer-Kommentar zu Ovids Metamorphosen—IV Buch; Hoddik, Weltliche Texte, Gedanken-Motive; Müller, der französische Unterricht in deutschen Gymnasien; 23 Geist, Was bieten die antiken Schriftsteller der modernen Jugend? Sperl, die Fahrt nach der alten Urkunde; Sperl, Lebensfragen; Anonymus, Eckstein, Verstehen wir Deutsch? 1 Demosthenes; Lehmann„Friedrich Grundriss der vergleichenden Gramm leben; Baumeister, Betrachtungen über unser klassisches Schulwesen; Bottek, Dispositive Inhaltsübersicht zu acht Staatsreden des der Grosse und Ursprung des siebenjährigen Kriegs; Brugmann, atik der indogermanischen Sprachen; Thimm, deutsches Geistes- Handbuch der Erziehungs- und Unterrichtslehre, Band I Geschichte der Pädagogik; Rethwisch, Jahresberichte über das höhere Schulwesen, 8. Jahrgang 1893; Ries, Was ist Syntax? Endemann, Staatslehre und Volkswirtschaft; Seiler, Entwicklung der deutschen Kultur im Spiegel des deutschen Lehnworts; Adressbuch von Hanau und Kesselstadt für 1894 und 1895. 2. Schül bibliothek. Geschenkt wurden: chülerhibliothe Von Sr. Excellenz dem Herrn Kultusminister: Witte, Die Erneuerung der Wittenberger Sehloss- kirche nebst Urkunde über die Einweihung derselben(letztere wurde auch in vier Exemplaren an Schüler verliehen). Von der Freytagschen Verlagsbuchhandlung in Leipzig: 1. Shakespeares Kaufmann von Venedig von Seifert; 2. Schillers Braut von Messina von Tumlirz; 3. Voss, Luise und 70. Geburtstag von Zürn. Von dem Abiturienten G. Schramm: Hottinger, der deutsch-französische Krieg 1870— 71; dasselbe auch von der Verlagsbuchhandlung von Hottin ger in Strassburg. Von dem Untersekundaner Georg Hosse: Grimm, Kinder- und Hausmärchen, grosse Ausgabe; Spyri, Heidi kann brauchen, was es gelernt hat; Spyri, Heidi's Lehr- und Wanderjahre; Hofmann, der Kinder Wundergarten; Lauckhard-Hofmann, Tausend und eine Nacht; Hirschmann, Märchenstrauss; Büchner und a. Jugend-Album; Ninck, Sonntagsgruss fär 3 die deutsche Jugend; Schanz, Mit Ränzel und Stab; Loh meyer, Deutsche Jugend, 26. Band. Angekauft wurden: Weitbrecht, Jugendblätter(Zeitschr.); Keck, Gudrun, Nordseesage nach der mittelalter- lichen Überlieferung; Kaiser, Gustav Adolf, ein christliches Heldenleben; Thiele, Ernst Moritz Arndt; Wagner, Eine Gerichtsverhandlung in Athen; Kleemann, Ein Tag im alten Athen; Em. Geibel, Heroldsrufe, 5. Aufl., Tanera, Die deutschen Einigungskriege, I. und II. Teil 1864 und 1866; Schiler, Die Schreckenstage von Wörth 1870; von Schmidt, Deutsche Kriegertugend, Sel- hausen, Leitfaden für den biographischen Geschichtsunterricht; Jordan und Totzke, Gustav Adolf; Zeitz, Kriegserinnerungen; Leimbach, Em. Geibels Leben, Werke etc.; Schmidt, Graf Albert von Hohenburg, 2 Teile; Hoffmann, Im Schnee begraben; Brand, Unter König Jerome; Carey, Esther, eine Selbstbiographie; von Zobeltitz, Unter dem eisernen Kreuz. 2. Für die Bibliothek des Pels'schen Legats wurden einige sechszig noch recht brauchbare Schulbücher von dem Abiturienten G. Schramm, sowie andere Schulbücher von den Verlagsbuchhandlungen von Teubner in Leipzig und Baedeker in Essen geschenkt. Andere Schulbücher wurden angekauft. 3. Geographischer Apparat. Reymann, Spezialkarte von Centraleuropa(Forts.). Kaiser Wilhelm Land in 4 Blättern von der deutschen Kolonialgesellschaft. Geschenkt wurde von dem Rhönklub zu Fulda eine Tafel mit Ansichten aus der Rhön. 4. Physikalischer Apparat. Ein Pascal'scher Bodendruckapparat, ein Gasometer, ein Winkelspiegel, eine Winter'sche Elektrisier- maschine mit Zubehör, ein Ampére'’sches Gestell, ein Elektromagnet, 4 Bunsen-Elemente. 5. Naturwissenschaftlicher Apparat. Die naturwissenschaftlichen Sammlungen wurden vermehrt durch Ankauf von 3 Präparaten, darstellend die inneren Organe von mus decumanus, stürnus vulgaris und die Metamorphose von bombix mori. Ferner wurden angekauft: Schlitzberger, Schlangen, Tafel 1 bis 4. Geschenkt wurde von dem Quartaner Sopp eine Ringeltaube. 24 6. Zeichen-Apparat. Angeschafft wurden folgende Gipsmodelle aus dem Verlag von Weschke in Dreden: Ornamenttafel mit Einhornkopf, eine solche mit Widderkopf, Büste des Ajax(Vatican), der Minerva(Schloss Glienicke), des jugendlichen Augustus(Vatican), der Diana von Versailles, Maske des Brutus(v. Michel-Angelo), der Niobe, der heiligen Therese(v. Bernini), eines Faun, ein anatomischer Muskelmann(v. Coudron), Relief: Amor auf dem Panther(Rietschel). 7. Apparat für Turnspiele. 1 Fussball-Blase, 4 grosse und 10 kleine Stangen zum Fussballspiel, 2 Schleuderbülle und 1 Stossball. Sumtlichen Gebern sagt der Unterzeichnete namens der Anstalt den schuldigen Dank. VI. Stiftungen und Unterstützungen von Schülern. Das Jubiläumsstipendium war in diesem Jahre nicht vergeben. Der Ertrag der Zinsen wurde dem Kapital zugefuügt. Einer Anzahl von dürftigen und würdigen Schülern wurde das Schulgeld ganz oder teilweise erlassen. Auch wurden bedürftigen Schülern Schulbücher aus der durch das Pels'sche Legat unterstützten bibliotheca pauperum geliehen. VII. Mitteilungen an die Schüler und deren Eltern. Freitag, den 5. April, nachmittags findet in der Störger'schen Turnhalle ein Probeturnen der sämtlichen Schüler statt und zwar in folgenden Abteilungen: 3— 3 ½ Uhr Sexta und Quinta. 3 ½— 4 Uhr Quarta und Untertertia. 4— 4 ½ Uhr Obertertia und Untersekunda. 4 ½— 5 Uhr Obersekunda und Prima. Schlussfeier. Sonnabend, den 6. April, vormittags 9 Uhr. .Gemeinsamer Gesang. Lied 313, Vers 1 und 2. . Bibellektion mit Gebet. . Chorgesang:„Du bist's dem Ruhm und Ehre gebührt“, von Haydn. Verkündigung der Versetzung durch den Direktor. + 9 0— Die Eltern bitte ich beim Einkauf von Lehrbüchern für ihre Söhne auf Anschaffung der neuesten Auflagen zu halten, da infolge der Umarbeitungen auf Grund der neuen Lehrpläne der gleichzeitige Gebrauch der älteren Aufiagen Ubelstände im Gefolge hat. In zweifelhaften Fällen sollen die Schüler sich bei ihren Lehrern Rat holen. Der regelmässige Vormittagsunterricht beginnt während des ganzen Schuljahrs um 8 Uhr, jedoch während der Zeit vom 21. November 1895 bis zum 15. Februar 1896 einschliesslich um 8 ½ Uhr. Der regelmässige Nachmittagsunterricht dauert von 2 bis 4 Uhr. 25 Die Ferien haben im kom menden Schuljahr folgende Ordnung: Pfingstferien sind vom 2. bis 5. Juni, Sommerferien vom 8. Juli bis 5. August, Herbstferien vom 29. September bis 13. Oktober, Weihnachtsferien vom 24. Dezember bis zum 6. Januar einschliesslich. Der Unterricht wird am 23. Dezember mittags geschlossen. Die Osterferien beginnen mit Sonntag dem 29. März 1896. Die Wahl der Pension oder Wohnung unterliegt der Genehmigung des Direktors. Derselbe kann seine Zustimmung nur zu der Wahl solcher Pensionen geben, in welchen die Schüler die nötige UÜberwachung finden. Montag den 22. April findet von 8 Uhr morgens an die Aufnahmeprüfung der neu eintretenden Schüler statt. Bei Anmeldung derselben, welche der Unterzeichnete am 8., 9 und 10. April morgens von 10— 12 Uhr in dem Gymnasialgebäude mündlich, auch sonst jederzeit schriftlich entgegennimmt, sind vorzulegen: 1. Der Geburtsschein. 2. Ein Impfschein(bei zurück- gelegtem 12. Lebensjahre ein Wiederimpfschein). 3. Zeugnisse über den seitherigen Unterricht. Schüler, die eine öffentliche Schule besucht haben, müssen ein ordnungsmässiges Abgangs- zeugnis beibringen. Zur Aufnahme in die Sexta des Gymnasiums ist in der Regel das vollendete neunte Lebensjahr erforderlich. Vorher die Schüler der Anstalt zuzuführen empfiehlt sich nicht. An Vorkenntnissen wird verlangt: a) Fertigkeit in deutlichem, sinngemässem Lesen und Schreiben deutscher und lateinischer Schrift; b) die Fähigkeit, ein Diktat ohne allzu grobe Fehler nieder- zuschreiben und eine kurze Erzühlung mündlich wiederzugeben; c) praktische Geläufigkeit in den 4 Spezies mit unbenannten ganzen Zahlen; d) einige Kenntnis biblischer Geschichten.— Vor- kenntnisse im Lateinischen sind nicht erforderlich und nicht erwünscht. Das Aufnahmegeld beträgt 3 Mark, das Schulgeld für die Schüler aller Klassen viertel- jährlich 30 Mark. Montag den 22. April, nachmittags 4 Uhr finden sich die am Ort anwasenden Schüler in dem Gymnasialgebäude ein, um Mitreilungen über den Stundenplan entgegenzunehmen. Dienstag den 23. April, vormittags 8 Uhr haben sämtliche Schüler zur Eröffnung des neuen Schuljahres in der Anstalt zu erscheinen. Der Unterricht beginnt unmittelbar nach Schluss der Eröffnungsfeier. Hanau, den 30. März 1895. Dr. Braun, Königl. Gymnasial-Direktor. v.““ v““ 1 1—* 8 ³* SNN Matwhhhn. IAn A Funt Al i* 1 8 “ Sn d bo