Programm der Realſchule erſter Ordnung zu Stralſund Oſtern 1379. Im Namen des Lehrer⸗Collegiums berausgegeben von dem Diretlor Dr. Ernnl grandt, Altter des arigkchen Hoberzaler ſchen Hausordas. Inhatt: Metamorphoſen(Fortſetung), Abhandlung des Oberlehrers Dr. Büdte. 1. Ueber rhythmſche Malerei in 2. Schulnachrichten vom Dirrrtor ——=-; Stralſund, 1879. Drus der Körial. Regiecungs BWuhdruderei 1379. NrIr. Nr. 121. Schüler-Verzeichniß. Winter⸗eucfter 1878,9. 7 Franz Vußße aus Stallund Guſtan Kahl aus Landom Ober-Prima. 8. Jeſmnnn Tanm une, B War Kindt aus Strahfund She nbsagen aus Aonmeiß, 3. Beſh Handunnd Mas telger aus idenhalehin ueln Kaneg ans Stralend. u. dichad⸗arſütag aue Noben Maauf ſan Lin ieemann en ans Sir Ulbert alndann utn St Gattind aßnidtaus mſehur Sans E. Nobeit Vitbelt i Georg Mußz aus üuce get 8 Snt Fgſter aus Helgae Paui Eter aus Sträiſund, Nicigus Raurer aus Stalſund Aüberd nltoin aus Vonſtndor Kichand Faltentzal aucjBuzenwalde, 25. Georg Mlichels=*, e, Wülzelm DVeßz aus Nalswie. Tar zoid aas Stralſund Pautdatoß„ Naul Jür aus Stralſänd Heiurich armzh B ulred Whüler aus Barth Jußtan Grwentund dermalur von Kogier aus Frauzbung is Draſedom Frtedrich u Norrmann a. Straſun dermann adanſens aan Aunat daſeland i han Keinaan anele aunt e Srn “ dansteanen er Lalt Ratenenahebeneu delk Kauſnam Nans ent aas Eabp. atgoif ehen ans Rahed Han Hatgen ans Langethansgagen i3. Heunaeheſd ananemeſlnd. üdenj Sheeau Shrchn dnt atſen Rtauazegiltes Rageaze Adalſ Stohr Guald Tesnaw aüis Wolgaſ. Richatd Wendi ans Verlſe Unter-Prima. Albert von Hanitner aus Sttatſund 31. Cant zrohl ausntngſ Wilbeim Hod 4 d Paul Rüaſentranz aulſ gjemmen Suo Kaſe ſedritz Stged aus Sttanfund ügeimn von Scheven Sunn ütbett Sudi aus⸗Veieyais Frans van Kaller au lhelm Fauſer aus Varth, Neinnar von Koppelow aus Schwern. 19. Hans 8 rich Hardenenk aus Lahawig. Waller Avaduhtaus Skraſfund Lauf Alben Ibarth aus Stralfund aus Ailſäzre⸗ Duo enhag eemand Alehn, e raus Sttanjund. Hermaun e. Alreu ite Keapoldekenlger, nüger.„ Nar Aes oru us Stentiund Krunt Lange aus Welgaſt ARa Weſphale, dr von harmann ahs ant Loeſewig.„ Alber Blde ais Behnienhagen Reiletngnenrnen. Lußde Feorg Länt a ieeen dihlhe dehntaneen ii Pernntt Reuns zne Swihang Huga Wüthan Jaiß von eue aus Arusberget 37 Adolſ eumann aus Statzund. f Jolannes Schmidt aus Grimmen. Max P. Leſchw. Unter-Terta. rsdrich jimmmolwath aus Alräim ploen aus Gülgom. Nelnr von Veringe aus Eduard Skrummviß aus Vonſtedt. 40. Sno punle us Cartshon ranz Bonnaehn ue n Anspar von Wevell aus Keſſnn Wgaßt 1. dan Bernvard an e i Friedrin Weütphal aus Sttalſund hnnidt aus Sttaſund. 4. Ermt Vagßaus Palis Ober-Socunda. Gaſen Brand due Geiante Alhred Valrüß aus Bang. 1 Krdunand rwolmam an 2 Mar Gngel ans⸗Stralſund Hermann Stuemam.. Klhetm diet aus Shafund i Em Engeloruct e, Kagnſt Schip an 3 anma, Seummenagen t Emt Gäſälhw aus„ 8. Aagan Suwerir aus lmmin 10. Stantjund 3 Eterzad Giſctow, palding ans Ganſchuiz. Erihſcht den aus ⸗Veigen ahnke dus Necß dduntd dwe,. 1 Wllheln Hanemnaus⸗Brrlfund ialr ans Vergen duga ine. 8 Srrl Deß aus⸗natswisn dernann Tamnies Aus Ngd zalthen 3. Jranz äfgennnd ans Va dnul Wagf 3 Reinbald enf ars Nubii 1a Veinich Sbrn aus Stealfand 3 Aeande Hatder au⸗ 1l. Erus Vauſen aus L Sun Wieu. Ntatd Heinzelnnun Sun 1 Siſadehnne ans Sinnnd. Fi Jenivan Roane Kie Beneg ats anegihn,, 13. Bübeim Nnaß„ leralder Hrdrits an Stljan 1i. Geakgyune. Ober-Tertia. hap ath 1s. Fehkaler aus ergen 1. Trauz Ahreus aus Stralſuand 21. Heineih Rentom aus Itzenhanen 1e. Sbaf ven Mhitlenſelsu Snnſhand. 2. Seni Anders aus Rnänn 23 Auguſanerrs aus Velnen li. ermann Aallner e, e d. Mar Banis auczraau⸗ 2i Wönaent eret ane Bah 18. itenm, Ohlh„. Pant Vinndonzranz Stmg 24 Nlr Argerjaus Eanve 19. Caui Mütecu.. 3. Benuim von üriſewigen, 38. Naguns ant aus Sunſund 39 Lrl Sacger 8. Vlgehg anzig aues e 3 Uirig Atihan er „21 agſon Salomon aus ziggenwätde. Crnt dorfer Awalh nemermai aus elnit 228 Cuck Schiut aus Stralund, 3 Hugs Ebett aus Wilhenm Lange auszStateubagen 28 Naguse Waguer aus Geugſ Lugagt Franche Gaten annt ans Steaiſ 10 Frſedric es ius Peäton Hermunn onnies v, Suru, Unter-Secunda. Il. Hermann iriinwalde aus Stralſund. 31. Albert⸗Mau„ 1. Slhemn èndt aus Staund. 13. Alhert aedge. Pu ⸗hiaure. 3 Frredric Aiczer aus Rielg 1i. Crich aunemonn.„. 3 adoln Waclenburg dens Parrens aut Sinund.. Heimath eindeimam Max Meinid aus— 4 En enekendarlt ans aßzin 13. Phiinp ilhhe Jann⸗ ie Arek Mieurader, 5 Cael Voſtt aus⸗raſutd 1e. Call Hindrics and Stran Ladrig Meöler us Stedogf. d. Wüheim Bridgam aus Stealſund. I7. Tamt Hoütrater e, e Malteqhüggenburg aus Skralſund ta ek kraGictan Salle ſad wnvènte de AWerjeriers ahgeenden der mit veeenete cherben — 2— ermeſſer, ob er im Stande iſt den Auforderungen, velche das Metrum ſllt, zu genügen, dabei aber zugleic die Mittel, welche daſſelbe zur Belebung des Ausdrucks gewährt, im vollſten Maße zu benutzen und den Zwecken der ganzen Darſtellung dienſtbar zu machen. Da Ovid der großte Meiſer in dieſer Art des Vershaues iſt ſo trrien bei näherer Betrachtung auch hinſichtlich der Wortſtellung zum Zwecke rhythmiſcher(und zugleich lautlicher) Malerei eine Menge Schönheiten in ſeinen Werken zu Tage. §. 2. Es iſt natürlich, daß die gewöhnliche Wortfolge, deren Hauptzweck Verſtändlichkeit und Deutlickeit iſt dem Dichter für ſeine beſondere Ausdrucsweiſe überhaupe wenig Mittel an die Hand giebt am wenigſten aber ſpeeiell für rhythmiſche Malerei. Denn zu dieſem Zwecke will der Port, wie Leſſing im Lackoon S. 122 ſagt,„nicht bloß verſtändlich werden; ſeine Vorſtellungen ſollen nicht bloß klar und deutlich ſein,— hiemit beguügt ſich der Proſaiſt— ſondern er will die Ideen, die er5in uns erweck, ſo lebhaft machen daß wir in der Geſchwindigkeit die wahren ſimmlichen Eindrücke ihrer Gegenſtände zu empfinden glauben und in dieſem Augenblick der Täuſchung uns der Mittel, die er dazu anwendet, ſeiner Worte, bewußt zu ſein aufhsren⸗ Solche Wirung hervorzubringen, liegt aber der logiſchen Worfflge in der Regel ſehr fern. §. 3. Anders ſteht es ſchon mit den Abweichungen von ihr, wie ſie das rhetoriſche Geſetzverlangt. Während im Deutſchen die Bedeutſamkeit eines Wortes durh nachruckvallere Betomumg angezeigt wird, geſchieht es im Lateiniſchen durch die Abweichung von der gewöhnlichen Wortſtellung. Der Redner ſtellt ſeine Worte dahin, wo ſie ihm am beſten zu poſſen ſcheinen, um ſeiner Rede Kraft und Schönheit zu verleihen, gleichwie der Baumeiſter unbehauenen Steinen den Platz anweiſt, an dem ſie ſich am feſteſten in das Gebünde einfügen und trot ihrer Unregelme die ſchöne Form des Ganzen herſtellen helfen. Es werden daher auch mancherlei Abweichungen in der Worffolge, wie ſi der dneriſcen Sprache eigenthümlich ſind, aus dieſer von dem Dichter entlehnt, um dem Ausdrucke Lebendigleit und Anſchaulichkeit zu verſchaffen. Dahin gehört⸗) 1. die Umſtellung, vermöge welcher ein Wort entneder wegen ſeiner Wichtiglei ſtr den Gedanten, cder zur Bezeichnung von Gleicheit oder Gegenſat durch beſondern Nachdruck hervorgehoben werden ſoll, und zwar geht abweichend von der gewöhnlichen Wortfolge voran: ¹) das Priditat dem Subſerte: I, 78. Natus homo est. 146. Tmminet exitio vir coniugis. XIII, 785. Senserunt toti pastorin sibila montes, Seusenunt undae. I, 452. Primus auor Phoehi Daphne Penela. 440. Terror eras. III, 349. Vana diu visu est vox uuguris. II, 161. Sed leve pondus ernt. II, 107. Aureus axis erat, temo aureus, aurea summae Curratura rotae. XIV, 651. Miles erat gladio, piscator arundine sumpta. 1) das attributie Adjertiy dem Subſtantioum: II, 203.— nulloque inhibente per auras Ionotae regionis eunt. I, 436. Mlidit inmumeras species. VI, 174. meximus Atlas est ari 11. ad Pahlica munera veni. 331. Non huc, o iuvenis, montanum numen in am est. Illa suam vocat hanc— c) das Poſſeſſuum dem Subſtantivum: I. 463.— figat kieues omnia, Phoebe, Te meus arcus“ ait. 465. Tunto minor est futa gloria nastra.— Dagegen ſieht das Demonſtrativum bisweilen hinter ſeinem Nomen, wodurch bede in gleicher Weiſe hervorgehoben werden: I. 768. Per iuhar koc' inquit. 772. sitdue oculis luæ ista novissima nostris. ) das regierte Nomen dem regierenden: I, 354. Terrarum, quascunque vident occasus et ortus, Nos duo turbu sumus, III, 581. morisque novi cur sacra frequentes. IV, 55. iuuenum pulcherrimus alter, Altera— praelata puellis. 60. Tempore crevit amor. faeddae quoque iure coissent. .. Hinſichich der Amorduung der einzelnen Abweichungen von der gewöhnlichen Wortpplge ſließe ich mich hier der Grammatik von G. T. A. Krüger an. S. S. 928. 3— e) das Verbum oder Ldiecivum dem auf daſſelbe bezogenen Objee IV, 151. J'rsequar extinctum. VII, 74s. waham veniam et peccasse futebar. 753. Dat mühi practeren— canem munus.— Dat simmul et ineulum.— J, 479. Iupatiens expersque viri. XIII, 935. Res similis fictae: sod quid mihi fngere Prodest? df. VI, 622. Die angefthrten Fälle betreſſen ſämmilich die Umſtellung umnittelbar auf einander beogener Worte: es können aber auch Worte, die gemeinſchaftlich auf ein anderes beogen werden, ihre Stelee mit einander vertauſchen, um dadurch mehr heworzutteten, 3. B. Sübſect und Obſert; Obiect und adverbiale Beſtim⸗ mung u. dg. VI, 234. Frema dabat: dautem non eritabile telum Consequitur. V. 587. Inrenio sine vertice aduns, sine murmurs euntes. VI, 298. quam too corpore mater, tola veste tegens—. 2. Die Verſchiebung. Dieſe Abweichung von der gewöhnlichen Wortfolge, welche darin beſteht, daß ein bedeutſames Wort erſt gegen das Ende eints Satzes oder einer eriode auftritt, hat in proſaiſcher Rede häufig den Zwec, daß die dem betreffenden Worte nachfolgenden Beſimmungen deſto leichter auf daſſelbe be zogen werden kunen. Für den Dichter tritt dieſer Zweck mehr in den Hinergrund, da er mit Hilfe der durch das Metrum gegebenen Hauptſlelen auch auf ferner ſehende Satzglieder nachfolgende Veſtimmungen zu beziehen vermag, wie 3. B. l. 452. Primas auor Pnoebi Daphne Penoin, quem non Fors ignara dodit. Bei ihm hat die Verſchiebung eines Wortes vielmehr den Zweck, daß entweder das lebtere, oder die ihm vorangehenden Beſtimmungen, oder beide zugleich dadurch bedeutenden Nachdruck erhalten. Außerdem kann der Dichter auch dadurch bezweden, die Aufmerlſamkeit des Hörers oder Leſers auf das zulett folgende, für den gangen Grdanken wichtigſte Wort zu ſpannen und dadurch einen beſondern maleriſchen Effect zu erzielen. Lolgende Beiſpiele werden dieſe Abſihten erkennen laſſen: a) hinſihtlich der Verſchiebung des Subjectes. 1I, 729. Non citins frondes autumni frigore tactas Jamque male Maerentes alia rapit arbore ventus, Quam sunt membra viri manibus Gdirepta nefundis. Kerius egressus vestigia vidit in alto Pulrere certa ferne, fotodue expalluit ore yramus. IV, 447. Sustinet ire illuc caclesti sodo relicta, Tantum odiss irueqque dabat, Sahurnia Juna. cf. VI. 189— 191. 1, 101. Ipsa quoque inmunis rastroque iutacta nec ullis Saucin vomeribus per se dabat ommia tellus. II, 188. Neu te dexterior tortum declinet ad Anguem Nero aiuisterior pressam rota dueat ad Aram. Das Sutjett iſt hier nach der Figur änz»owos für das zweite Sabglied aufgeſpart, und die ihm ſind außer der Stellung zugleich durch den Gegenſatz hervorgehoben, Sio onere assueto vacuus dat in aera saltus Kuccutiturque alte similsdue est currus ina IV, 96. Audacem facisbat amor. XII, 316. In tanto fremitu cunetis sine fine incohat Sopitus venis at inexperrectus Anhidas.— II, 710. Tlie oculis illum cernentem sucra Profanis prima ridet, Prima est insano concita eursu, Prima suum misso violavit Penthea thyrso Alaber. IV. 1 1 XIII, 441. WMi subito, quantus eum viveret asso solebat, Rrit numo late rupta, similisqtuo minanti Temporis illus vultum referohat Achilles. ef. XII, 592. XIII, 500. 502. 1) Auch die Beſinmmungen des Prädikates können, um dadurch mehr Nachdruck zu erhalten, dem lettern nachfolgen. VI, 300.„De multis minimam Posco' clamaxit'ef unamp. 1 182. Non ego pro mundi regno magis anxius illa Tempestato fui, qua centum quisqque parabab Inicers anguipadum cahtino bruachia cuelo VI, 697. Idem ego cum suhii eonvera faramina terrae uique ferox imis mea kergu cavermis, ko maenes koumchue teemorihus orhem. Hierher gehört auch der Fall wenn eine Präditatsbeſtimmung ſich zwiſchen das Partieiy und Hilfs⸗ verbum einſchiebt, um durch dieſe Stellung beſonderm Nachdruck zu belommen oder auch das Partiep hervor⸗ zubeben. VI, 203. duplicataque rulnere caeeo est. V. 570. ut sol, qui tckus aquasis Nubihus auto fnit. VIII, 238. testutalne gundia cantu est. VIII, 352. ickes ab illo est, Sed sine vulnere, aher. cf. X, 60. 63. c) Auch das Subiect nimmt manchmal dieſe Stelle ein, oder ſteht überhaupt gwiſchen Prädikat und Hüfsverbum, was mit dem oben bei der Umſtellung angefuhrten erften Falle übereinkommt(S. 2.), VI. 258. Altera per iugulum pennis tenus acta segitta est(ier iſt noch auberdem die Beziehung des Subjects auf das Anfangswort von Wichtigkei).— III, 620. Dracdao tam cueca upido est. VI, 215. poenas mora longa guerdlla ast;— oder es ſteht wiſchen Oöject und Präditat, wodurch es ſelbſt ſowie auch das Objert oft ſtark herortritt, 3. B. l, 489. votoque tuo tua forma ropugnat. 491. sunqne illum oracula fullunt. 1, 625. Centum lumiuibus cinetum capub Arhus habehat. 3. Die Auseinanderſtellung. Sie beſeeht darin, daß zwei dem Sinne nach eng zuſammengehörige Wrte, von denen jedes für ſich bedeutſam iſt, durch andte getrennt werden, die hierdurch mehr in den Hinter⸗ grund trrten und jene um ſo mehr hervorheben. Sind die trennenden Worte Beſtimmungen eines der beiden in enger Beziehung zu einander ſiehenden, ſo iſt eine ſolche Stellung weniger auſfallend, weil eins der leztern mit dem eingeſchobenen Satzgliede gleicſam zu einem Begriffe zuſammenſchmilzt: daher ſind Augeinanderſtellungen dieſer Art auch ſelbſt in gewöhnlicher Proſa nichts Seltenes. Stehen die eingeſchobenen Worte aber nicht in dem Verhältni der Unterorduung zu den getrennten, ſo entſteht eine eigentliche Fggur der Wortſiellung, die oft im redneriſchen Stile angewandt und von Quintilian⸗) Dyperbaton genaunt wird. Er führt ein Beiſpiel aus Cieero Pro Cluentio an:„Knimadrerti, iulioes, omnem acensatoris orationem in duas divisam asse partes und bemerlt dazu:„nam in daas peries diuiveru esse rectum ernt, sed durum ot inoomptums. Von den Dichtern wird dieſe Figur ſehr häuſig angewandt, oft auf eine ſo verickele und kunſtvolle Weiſe daß der Reduer dem Dichter hierin nicht mehr zu folgen vennag. Es kommnt nämlich dem letztern hierbei zu gute, daß das Metrun ihm gewiſſe Stelen an die Hand giebt, die durch ihre Beziehung auf einander auch bei nach ſo künſtlicee Wortverſetzung die Deutlichkeit des Ausdrucs nicht vermiſſen laſſen. Doch davon weiter unten bei der Woriſtellung nach rhythmiſchem Geſebe. Hier wollen wir zunächſt die Fälle anführen, in denen O. auch ohne jenes Hülfomittel der redneriſchen Ausdrucsweiſe analog die Auseinanderſtelung angewandt hat. Dieſelbe tann nämlich ſtatfinden „) VIII, G, Gg. Tachge quodue, id est verbi transgressiunem, quoniam frequenter ratio comharationis et decor poscit, van inmerito intar virtutes habemus. Pit enim frsqueautiseimws aspera et dura et dissluta et Mians oratie zi ad necessitatem ordinis zui verha redigantur et, ut quoldne orttur, ita proximis otiamci siuciri non petest, alligeiur. Diferenda ixitur qusedam at Praesumenda te. a) bei einander untergeordneten Satzglie ſtantiv: VI. 181. Iumensas spectantur opes. XV, Paskerier parts superat mensura priores. III, 677. In shatium resilire manus êreue ilit;— bei einem adiectiviſchen Pronomen und Subſtantivum; VI, 197. üngite domi Frufe aliduid nenule— VII, 692. Roc utinum caruissem munere semper. III, 654. Ouo merui pocmam /acko?— bei einem Subſtantioum und dem davon abhängigen Genitiv: VI, 709. Neo prius aerii cursus subpressit habenas, Cuam Ciconum tenuit populas et moenia raptor;— bei Subject und Prädikat in einer Participial⸗ oder Infinitiv⸗Conſtruction II, 817. Hinc ego me mon sum nisi te motura rcyulso. NI, 46, Positis te frondibus arbos Tonsa comam luxit. XV, 311. Acmatis Athamanas aquis accenders lüguum narratur.— X, 47. k quoque ſluminu dieunt Inererisse suis. XV, 259. Ni eduidem durure din sub imagine ealem Credi- darim;— endlich bei einem Adverbium in Verbindung mit einem Awiectwum, einem Verbum oder einem andern Avverbium: I. 52. qui guanto est Pondere terrae Pandus admae lerius, kanto est omersior igni. 1, 57. His qnoque non passim mundi fubricator hahendum Aern permisit. I, 182 Non ego Pro mundi regno magis anxius ina Tempestate fui. 1) bei nebengeordneten Satzgliedern, die durch ihnen gemeinſchaftlih zugehsrige Worte getrennt werden: VI, 300.-Do multis minimam paseo; clamavit ect, umaml. VI, 7I1. Ilje et gelidi coniunz Actaen tyranni Eb genekria, fucta est. 716. Iuhlumes Cuauuistque Duer Zekewoue fuerunt. XII, 623. Non minor Atrides, non bello mäior et acuo,— Solis Tulamone ereato Lairfegue fuit tantas ſiducin landis. VI. 612. indefletneduo agantur Nalanum nmeurumgue animno, ſerenumweue sennemdue. Zuweilen werden auch zuſammengeſeßte Wörter durch andere dazwiſchen tetende getrennt; z. B. XV. 4. non illo zakis cognosse Sabinae Gentis hahet ritus. VII, 584. Cuo so cuméue acies oculorum fiexerat. cf. I, 64. XII, 497. 4. Die Zuſammenſtellung. Worte, die in denſelben oder in unmittelbar auf einander folgenden Soten gleiche, verwandte oder entgegengeſebte Begriffe bezeichnen, werden oft nebeneinander geſtell, um dadurch deſio mehr hervorgehoben zu werden; doch darf dies nicht mit zwei ganz gleichen Formen geſchehen: VIII, 483. mors moyfe Dianda est, deuenutue in deute fatigat. IN, 44. Gum pede pes iunctus— Bi Gigitas digitis ot /ronten ſronte Dremobam. VIII, 124. at qui coieere, coluntur. IV, 108. euna duas inquit nox perdet amantes. III, 464. ſummas moteudue ferulue. Von je zwei mit einander verbundenen Begriffen, die ſic entſprechen, treien in der Riegel zwei ent⸗ ſprechende des Nachdrucs wegen zuſammen, während ſie von den beiden andern eingeſchloſſen werden.(Eine Art des Ehiaamus.) IV, 71. hino Thisbe, Pyramus illine. II, 407. dat terrae gramiua, frondes Arborihus. IV, 7. Serta comm, manibus frundentes sumere thyrsos. VII, 19. alinäcluo eupido, mens aliul suadet. III. 580. ede tuum nomen lnomenquo parentum. VI, 267. bama mali populique dolor lacrimaeqque suorum. 1. 642. Naides ignorant, ignorat et Iunchus, ipsc. I. 474. Pratinus alter amat, fugit altera nomen amantis. NV, 28. Numen abiro inbet, prohihent discedere leges.— §. 4. Waͤhrend die eben bezeichneten Ahweichungen von der gewohnlichen Wortfolge den Zweck haben, eingelnen Begriſen wegen ihrer Wichigkeit für den datzuſtelenden Gedanlen beſondern Nachdruck zu verleihen, lehrt das rhhthmiſche Geſetz die Worte ſo ordnen, daß durch ihre den Geſeten der Schönheit entſprechende Folge Wohllewegung und zugleich Wohlklang erzeugt werde. Der nedneriſche Numerus, über den, wie bereits oben S. 1. bemerkt worden, Eicero und Quintilin eingehende Vorſchriſten gegeden haben, iſt aber anderer Art, als der poetiſhe Rhythmnus. Er beruht zwar auch auf der Abwechſelung langer und kurzer Silben, doch richtet er ſich nicht, wie Luintilian ſagt, gleich dem Rhythmus in der Poeſie nach dem Tactſchlag des Fingers, ſondern nach der Beſchaffenheit des auszudrücnden Gedankens. Beſonders an den Ausgängen und auch zu Anfange ſtelten die Redner die Worte ſo, daß ein dem Ohre gefäliger Rhhthmus erzeugt wurdez daher war das rhoth⸗ miſche Geſetz oft don weſentlichem Eituß auf die oben angefährten Ahweichungen von der logiſchen Wortfolge. und zwar zunächſt bei Adjectiv und Sub — Auders ſtand es mit dem Dichter: hatte er ein gewiſſes Metrum gewähll, ſo war ihm nicht, wie dem Redner, geſtattet die Worte ſo zu ſeten und auch wohl mit einander zu vertauſchen, daß dadurch ein dem jedesmaligen Zuhalte am beſten eutſprechender Rhythmus hervorgebracht wurde, ſondern ſein Rhythmus war ein feſt be⸗ ummter, underänderlicher. Trot dieſer Gebundenheit war es ihm aber doch möglich den Ausdruck dem Inhalt entſprechend zu geſtalien, und gerade das Versmaß gevährte ihm die Mittel dazu. Es bat gewiſſe Hauptſtelen; an dieſe ſezte der Dichter die Worte, die entweder wegen ihrer Wichtigkei für den Gedanken ader wegen ihrer engen Beziehung auf einander beſonders herworgehoben werden ſollten. So beuirkte es das Versmaß, daß der Dichter in der Freiheit der Wortſollung diel weiter gehen konnte, als der Redner. Jene Hauptſtellen nun ſind je nach den Versmaßen verſchieden; im Hexameter ſind es Anfang, Cöſur, Schluß, durch welche nicht bloß die auf ſie treffenden Worte nachdrucksvoll hervorgehoben, ſondern auch unter Anwendung mannichacher rhetoriſher Figuren auf einander bezogen werden. Außerdem eniſprechen ſich auch die Anfünge der beiden Tripodien, ſo wie Anfang und Ende der letzten Tripodie; ferner die Anfänge, Ciſuren und Schlüffe unmitelbar auf einander folgender Verſe, und die gleichen(2, 4. und 6. Juß) und ungleichen(1, 3. und 5. Fuß) Stelen des Hexameers. Dabei kommen endlich noch die verſchiedenen Arten der Cifuren in Betracht. Es würde zu weit führen, wolle ich ſämmtliche dülle, in denen das Verömaß auf die Wortſtellung von Einfluß iſt durch Veipiele aus den Metamorphoſen belegen, obgleich jeder dieſer Fülle dazu brirragen kanm, den Ausdruck maleriſc zu geſtalten. Daher mag es genigen, daß ich die wichtiſten nüher bezeichne. Den meiſten Nachdruc erhalten alſo zuvärderft die Worte, welche im Anfange des Hexantters ſichen; denn auf dem erſten Fuße ruht der Hauptietus der erſten tripodiſhen Reihe. Deghalb nehmen vor Allem ſolche Worte dieſe Stele ein, welche durch ganz beſonders ſtarke Brtonung einen malerüſchen Eſſett hervorbringen ſollen; 3. B. II, 311. Tuauat et dexira hratum fulmen ab aura Nfisit in aurigam pariterqus animaque rctisdue Bepulit.— Chusternantur oqui— II, 144. Tbseinner. X. 443. Vieimus! Dazu kommt noch die Hervorhebung ſolcher Worte durch Amvendung rhetoriſcher Figuren, z. B. des Hoperbaton: II, 150. Obstantes scindunt nobulas. J, 165. Hlorrilar inrasit boreus. Man ſtlle in den letten beiden Versanſängen die Vorte ſo, daß z. B. das Verbum begimmt, und alſo dus Hyperbaton wegfäll, ſo wird man inne werden, welche bedeutende Kraft das lettere dem Aufangsworte verleiht. Von andern Rede⸗ ſiguren weiter unten.— Ferner wird das erſte Wort im Verſe auch durch inhaltliche Beziehungen, z. B. Ver⸗ gleichungen, Gegenſäte u. 1. v. hervorgehoben; daher ſtehen im Anfange häuſig Comparatide, Superlative, über⸗ haupt Worte, die eine Qualität ader Suantität bezeichnen: VI, 195. Ilaior sum quam eni— 1. 16. Sanetius l XI. 708. Phura dolor prohibat. P. 311. Mazima Dars unda mpitur. I. 28. Iyurimnss est uer illi. 1, 512. Chui Placcas, inquire tamen. 700. Tulia verha refort. II, 461. U'na moras quacrit. XV. 165. Cumia mutantur. Nl. 609. Julla domo tota. 60G. Jhnuuerachue lorhae.— Gegenſatz: III, B6l. Pauea terrobit— II. 368. 0 materno quamxis a sanguine iunckus Alaute tamen, hacton, propior fuit. lUeeber die Schlußvorte, welche die nächſt wichtige Stelle im Verſe einnehmen, iſt im Allgemeinen das. ſelbe zu bemerken wie über die Anfangsworte: durch beſondern Nachvruc zeichnen ſich auch am Schluſſe die Qualitäts, und Qumntitätsbegriffe aus; beſonders häuſig kommt ille und unus vor. Stark tritt der Schluß hervor und dient oſt zur Schilderung einer gewaltſamen Bawegung oder Thätigkeit, wenn er durch ein mehr⸗ ſiliges Wort, deſſen lebie Silbe vor est elidit iſt gebildet wird, 3. B. In 461. dubitanti vestis adempta est. N, 57. at hrotinus illn relapen est. 63. rerolutuqus rursus codem est; femer im èusrufe: II, 520. quam rästa potentin nostru est! VIII, 131. maris incola, Proteu. cf. XlIl, 512; oder wenn das lette Wort dem Sinne nach zum folgenden Verſe gehört: V, 141. natan Salis ab occasu solis qunerohat ad ortus. Von der Verſchiehung des Suljeets ans Cnde, damit dadurch die Aufmerlſamkeit um ſo mehr geſpannt werde, und es mit um ſo grßerem Nachdrucke auftrete, iſt oben S. 3. gehandelt worden; aber auch andere Satzglieder werden in gleicher Weiſe für den Schluß aufgeſpat, fo z B. die Ergänzung des Pridilates: XIII, 596. primisque sub annis Oecidit a forti— sic vos voluistis— Acbüle. Ebenſo iſt von der —— maleriſchen Wirkung einſilbiger Schlußzworte, denen ein mehrſilbiges Wort vorangeht, bereits oben Cap. Il. die Rede geweſen. Manchmal ninmmt ein Wort in ſehr charakierſtſcher Weiſe für den Inhalt die lette Stolle ein, ſo z. B. in der Erählung von Nareiſſus und Echo das letere Wort ſechamal: IIl, 358. 380. 387. 493. 500. 507. Andere ſtehen amt Ende eines Verſes und zugleich eines größeren Abſchnites, um das ſchleßliche Er⸗ gebniß einer erzählten Verwandlung zu bexeichmen; ſo iſt das Schlußwort der Ctzählung von der Vervandlung der weiſchen Bauern in Froſche:„amae(VI, 381.); und gleich darauf in der Etzählung von der Verwand lung des Marſhas in einen Fluß iſt das lebte Work: aumis(VI, 400) Demnüächſt ſtehen an den wichtigſten Stellen des Verſes die Worte vor und nach der Cäſur; denn, wie in vorlährigen Programme S. 17. näher nachgewieſen iſt, werden die erſteren, außer bei Anvendung der weiblichen Haupteäſur und wenn ſie, wie gewöhnlich, mehrſlbig ſind, durch den Widerſtreit des Wort. und Versaccents herworgehoben; die leziern aber bekommen ebenſalls, well ſie einen neuen rhythmiſchen Abſchnit beginnen, einen verſtärten Jetus. Man vergleiche folgendes Beſſpiel, in welchem außer den Anſangs⸗ und Scllußworten ganz beſonders die Worte vor und nach der Ciſur hervortreten: I. 5. Aute mare ot terrus]et auod tegit on Unus erat toto] naturae ultus in orbe, Quem dixere Chaos; lrudis indigestaque moles Nee quiequam uisi pondus iners! eongestaqlne eodem Non bene iunckarum discordin semina rerum. Hier kommnt freilich im 2. und 5. Verſe noch hinzu, daß durch die Beziehung des Worles vor der Gäſur auf das Schlußwort der Nachdruc beider verfürit wird; auf derarige Veziehungen wollen wir jett näher eingehen. Es eutſprechen ſich alſo in demſelben Verſe: ¹) Anfang und Schluß. Die an dieſen Steleen ſiehenden Worte ſid, wie auch in den folgenden Fälen, entweder einander untergeordnet und dann häufig, namteutlich im attributiven Verhältmiſſe, durch Aus⸗ einanderſtellung getrennt; oder beigeordnet; oder gehören auch verſthiedenen Säten an. In lehterm Falle drüchen ſie entweder Gleichheit des Begriffes, was häuſig durch Wiederholung deſſelben Wortes bezeichnet wird, oder einen Gegenſatz aus, womit ſich bisweilen chiaſtiche Stellung verbindet. 1II, 412.„Lazuis, io silrne, erudelius, indnit wamavit? Sent, fetura minor, tepilis in axilihus agni; Sent quoque, par actus, aliis in osilihus hadi. Cuem quidem ego nctutum, modo vos absistite, camam. Aleernm nastras luctus extendit in aeeum Tnrita tamen hunc perimet mea dextra Diana.— 1 Ratantenn atqque humerps innato muriee keckum. VII, 219.— Curnis adest. Aderat dermissus ub acthers currus. XIII, 861. Iein amus, pracfersque meis amplexibus Acin? cf. V, 586. Xl, 706. XV, 28. Niemen abire iubet: prohibent discodere leges. 1 329. h cnclo terras ostendit et acthera terris. XII, 401. Alultas illum hetiere sua do gente, sedl una— ck. II, 723. IX, 42. Diyredimur haulum, rursusdue ad hella cimus.— *) Anfang und Cäſur. Hier kommen dieſelben Berhältniſſe vor, wie bei a), wobei die Verſchieden heit der iſur keinen Unterſchied bewirkt. Zunächſt entſpricht ſch das Anfangswort und das Wort vor der Cäſu⸗ NIII, 340. Fyrts uhi est Afar? X, 441. hurn, ait test Almrhas. NIII, 353. nas tu- Sohus eras. tihi turba comes. I, 190. Cenetn hrius tempkata. 260. Ihena Dlacxt dirersc.— Bisweilen caelum —— wird die Anaphora in dieſen Stellen angewandt: III, 711. Prima ridet, prima est insano concita emrsu. cf. VIII 150. damn die Anfänge der durch die Cäſur getrennten Verstheile: 1, 82. Quam satus Iupetolſ mirlam, ſluxialihus undis— VIII, 695. Tantuem aberant summo,] gwantum somel ire sngitta— ef. IN, 681. J, 19. Fyihida pugnabant calidis,] humentia tieci, III, 382. Voce evonit' ſmagna clumat. II, 33. Cuasique exias fihi euusu] quid hic, ait aroo potisti?- auch mit Wiederholung derſelben Worte an dieſen Stelle IV, 583. Acwacke, o coniunx,! acede, miserrimma, diit. V. 445. Sxlis ab occasu] solis quac- rehat ad ortus. 1, 770. 1II, 507. 465. XIV, 387. Gegenſat: XIII 386. Inuieiwmdus virum]vincit dolor. c) Cäſur und Cäſur. Es entſpricht ſih zunäcſſt der Schluß der erſten und der Anfang der zweiten Verghälfte: XIII, 356. IDse quoque hues peteret.] veteret moleratior Aiar. 1V, 170. Cepit amor Solem: Swlis referemus amores. Xl, 109. Ilics detraxit virgem:] virha aurea facta est. Talüt humo sazum: srum quoque pälluit auro, cf. IV, 153. VII, 68. XIII, 490. XV. 183. das Wort vor der Trithemimeres und vor der Hephthemimeres: III, 450. Erihua Drohihemur adua. f. 505. VIII, 166. 167. NIV, 255. Millo kupi müxtaeque aeqlue leaeque. 1, 515. Cuem fugias, Ideodu ebenſo das Wort nach jeder dieſer beiden IV, 161. Vota tamen l keligere deos,]teligere Durontes. XIV, 240. Canielunt,] merhuntdue viros,! merhuntêue carinas. c) Cäſur und Schluß. Hier iſt das Gevöhnlicſte, daß das Wort vor der Penthem, in attribuivem Verhältniſſe zu dem Schlußworte ſteht, in welchem Halle gewöhnlich die Figur des Hyperbaton angewandt wird; in höchſt maleriſcher Weiſe in folgendem Verſe: II, 441. Ad cireumstantes! tondens sun braachin silvas. Andere Beiſpiele: VIII 780. Sunt, quibus in phures]ius est transise füuras. I. 89. Vinxit in eqfiiem mode- rantum euncta deorum. Doch kommen auch andere Saberhältniſſe als das attribuive vor. Hinſichtlich des Anhalis ſtehen dieſe beiden Worte entweder im Verhälmiſſe der Gleichheit oder des Gegenſates; im erſtern Falle wird bis⸗ weilen daſſelbe Wort wiederholt: XIII. 389.— quique eruore Saepe Phrygum madeit,l domini nunc caede madehit, No quis- quum Aiacem] hossit superure nist Aiaz. VIIl, 132. Num molo to iuvenem,] modo te vilero leonem— NXIV. 386. Tum bis al occasus,] his se conrertit ad orkus. cf. l, 45. Glertra— sinistru. IX, 24. falsus— venus. Daſſelbe gilt von dem Worte vor der Hephthemimeres⸗ XIV, 286. clandor hara. Ssolummque sus caruisse fimera— NXIII. 607. Rt primo] Simils rulhcri,1 Mox veru vofucris. I. 50. Nympha, manol] sie ahma lumum,] sie cerua leonem— ſo vie von denjenigen nach der Cäfur und ihrem Verhältniſſe zum Schlußworte: XII 452. Ducitur ad tumulum, dirohue dt Lostin husto. cf. III, G49. IV, 591. X. 96. 1, 514. Horridus Ohserro.] ueseis, temeruria, nescis. XIV, 649. Fales datai /rnddator erat] vitisdue Iialo. NXII, 431. Phaeocomes,] hominemdue simul! Drotectus eluumque, ) die gleichen ſo wie die ungleichen Stellen und zwar entweder je zwei, ader mehrere. 1. und 3. Fuß: 1. 181. Tulihus inie modis. 597. Ne ſuge mol fugiehut enim. 190. Cuncta prius temptahat. l. und 5. Fuß: 1. 216. Maewala trumsierum latebris jorrence ferarum. — Consoduitur, summague tremons cervice sagitü. 2. und 4. Fuß: XIII, 364. Tu Duguare potes: puymenci tempora mecum Eligit Atrides, df. IV, 117. VIII 735. Saepe lapis Doteras, arhor quoqus saepe videri. 2. und 6. Fuß: lV, 380. Vt nune hac iuvoni, uune ciroumfunditur Tllac. VII, 767. Iln leri velox suyerabat retia salfs. 4. und 6. Suß: VII, 663.— Mst data, nox samnis. inhar aureus extulerat sol. Sind es mehrere Stellen, ſo können auf zwei ſich enljprechende zwei andere ſich ebenfalls ent⸗ ſprechende Stellen folgen, 3. B.: VI, 197. üngite demi Maie aliquid Dopulo maforum posse meorum. 1. und 3..; 4. und 6. F. oder zwei einander folgenden Stellen entſprechen zwei andere in gleicher der in umgekehrter Ord⸗ nung auf einander folgende: 1, 100. Mollia seeurae peragehant olia gentes, ef. 1. 4. 529. 1. u. 5. 8. Ciſur u. Schluß. XV. 375. Somina limus habob virides generantia ranas. 1. u. 5. F.; 4. u. 6. F. XIIl, 7T. Ataue Aia armis, non dAiai arma petuntur, of. I, 6. u. 4 F.; 3.u VI, 280. Pascero, eruddis, nostro, Latonc, dolore. cf. VI, 264. 3. u. 5.. 4. u. 6. 8. 1, 112. Plauaque do viridi stillabant iliee mella. Anfang und Schluß; 3. u. 5. F. Die Kühnheit in der Amvendung des Hyperbaton in dieſen Verſen iſt dem Dicher wegen der Sym. metrie der begeichneten Stellen erlaubt Auch entſprechen ſich die Aufänge der Vershälften und ebenſo die Schlüſſe derſelben: I, 202. Scyeem ego per noctes, totidlem cruciata diahus. der die Schlüſſe der drei Abſchritte, welche durch Anvendung der Trithemimeres und Hephthemi⸗ meres entſtehen: XIII, 180. Arnma pMlo: viro dederam, past futa repasco. dann die Anſänge zweier Abſchnitte und drei andere Steleen(2, 4. u. 6. F): 1II, 465. Cuid fucium? roger, anne rogem guid deinde rogabo? ferner Aufang und Schluß der erſten Vershälfte dem Schluſſe und Anfange der zweiten: XIII, 730. Sehllc latus deaktrum, Iaepum inraquieta Charyhdis oder endlich die drei erſten Stellen entſprechen in umgekehrter Ordnung der Reihe nach(chiaſtiſch) den drei lebten: XV, 28. Nimen abire iubet: Prohibent Giscedere lches, u. ſ. w. F. In ähnliher Weiſe wie in demſelben Berſe konnen ſich auch die angegebenen Hauptſelen in auf einander folgenden Verſen euüſprechen; die einzelnen Fälle wil ich der Künze wegen nur durch Bei⸗ ſpiele begeichnen: I 1. Ih nora fert animns mutatas dieero furmas Cbrpoa. III, 451l. Nam quatiens liquidis Porreximus osonla lymphis, Nie taieus ad me resuhino nititur ore. XIII, 520. Velicem Priumum Jost Giruta Pergama diei? Tmlir morto sua est. cf. 502. 503. II, 28. 29. VI, 430. 431. I 470. Quod ſacit, hamatum est et cuspile fulgut acuta: Ouod ſugat, obtusum est— (Auch in nicht unmittelbar auf einander folgenden Verſen entſprechen ſich die Anfänge; ſo 651 und 653: Me miserump)— 2 — 0— 1, 139. Quasque recondiderat Stygiisdue admorerat umbrhs Ridiodiuntur apes.— 1, 101. Ipsa quoque inununis rastroque intacta nec ullis Saucia vomerihus per se dubat omnia tellus. 1, 341. Omihus audlita est telluris et aoduoris undis Et quibus est undis audita, coereuit omnes. XV, 864. 8u. 1 197. Cua wmihi, qui fulmen, qui vos habooque regoque, Struxerit insidias notus feritate Tyeaun.— dl. IX, 50, 51. 618, 619.— III 238.— sonumdue Etsi non Jominis, quem non tumen olere pos Cervus, labat. 1, 32. Sie ubi dixposikam quisquis fuit ille deorum, Cungeriem seomit. J. X, 21. IN, 289. VIII, 49, talls— Qualis.— XIV, 845. Neo mora, Romuheas cum virgine Thaumantea Ingreditur coles. II 138. Neu to darterior tortum declinet ad Anguem, Nere shmisterior pressum rota ducat ad Arum.— III 459. Cum risi, arrides: lacrimas duoque sacpe notai NMo lacrimante keas. 1. 517. luppiter est genitor. per me duod eritque fuitquo hstque, patet: per me coneoriant carmina nerris.— 1, 40. Cuas, dixersa locis, ertim sorbentur ab ipsn, In mare perreniunt partim, J,— V, 646. Triptolemo:=Harfimue rudi data seminu iussa Spargere kumo, partim— X. 81. Sive üdem dederat. maltas tamen ardor habebat lungers so xati: ènltae Goluero repulsae.— cf. NIV, 194.195. XV, 72. 73.— Ula ctiam supplex A„ho cum bracchia vellet Tendere, non habnit quae bruechia tenderet ArHo. egenſat: juvenum— TuelliIs.— entum aberank zummo, quantum semel ire sahitta Missa Potest. cf. V, 55. alter— Altera. Non potes inritas Corexis gener esso: ro-ande, Non raniendea fuit. quodsi componero magnis Purua mili fus est VII 49.— perqus Tahacys Sueratär wnhes— at,l, 486 I, 215. I, 112.— Hwies quam sire puelle, Sire dares ènero.]— IV, 57. Contiguas tenuere domus, uhi dicitur aktam Coctilihus muris cinxisso Semiramis zerheu. ef. XIII. 4909. 500. Charakteriſiſch für den Inhalt iſt IX, 569. Rt paridum blundita fer lus, ſdissimne, nostny— Dirit, et adieqit longo post temmpore rutni cf. XI, 428. 429. II, 136, 137. VII, 466. 467. I, 637. 688. XI, 442. 443. II, 138. 139.— Auch in zwei nicht unmittelbar auf einander folgenden Verſen entſpricht zuweilen der Schluß dem Schluſſe und zwar unter Anvendung deſſelben Wortes: XIII, 5600. 502. Achälles.— Aus allen dieſen Beiſpielen geht hervor, wie die durch das Versmaß bedingte Wortfolge dazu beiträgt, den dichteriſcen Ausdruck nicht bloß klar und überſichtlich zu machen, ſondern denſelben auch den Geſeen der Schönheit geinäß nachdrucsvoll und lebendig, anſchaulich und maleriſch zu geſtalten.— — m— Cap. V. Stellung und Verhältniß der Hätze zu den Verſen. §. 1. Wie die Stellung der Worte, ſo iſt auch die Stellung und das Verhältnß der Sähe und grußern Sabglieder zu den Verſen und Versthelen von großer Bedentung für die rhyihmiſche Malerei. Beide, Vers und Sab, oswohl darin übereinſtimmend, daß ſie Abſchnite des Gedichts ſind und zum Ausdruck von Gedanken dienen, haben doch als ſolche einen weſenklich verſchiedeen Charalter. Wührend der Vers eine rhyth micche Reihe von einer beſtimmten Anzahl von Tacten iſt und daher eine genau vorgeſchriebene Länge hat, iſt der Satz als Ausdruc eines ſelbſſtindigen Gedankens ſeinem Umfange nach lediglich durch den Inhalt beſtimmt. Vers und Sat werden daher hinſictlich ihrer Länge häuſig mit einander calldiren. Da jedoch der Vers der Metamorphoſen, der heroiſche Hexameter, von ziemlich bedeutendem Umfauge iſ ſo hat O. in den bei Weitem neiſten Fällen darnach geſtreöt, den Versſchluß wenn nicht mit dem Schlufſe eines Sazes, ſo doch mit einem Abſchnitte deſſelben zujammenfallen zu laſſen; den Ulebergang des Gedankens dagegen von einem Verſe in den andern hat er dazu benntt, Abwecholung und Mannichjaligeit in die Darſtellung zu bringen. Ebenſo wie dem Umfange nach ſiud Vers und Satz auch hinſchtlich ihrer Theill von verſchiedener Natur. Während der Bers(Dexamcter) nach einer beſtimmten Anzahl Tacte eines Enſchnittes(Cäfur) bedarf, um dadurch iberüihtlich zu werden, zerfällt der Satz je nachdem er einen zuſammengeſebteren oder einfacheren Bau hat, in eine grußere oder geringere Anzahl von Gliedern, wie ſi die Darſelung des Gedanlens von ſelbſt erziebt, oder wie ſie der Dicher für angemeſſen erachtet; zwiſchen ihnen titt ſets je nach ihrer Wichtzglit eine längere oder kürzere Sinnpanſe ein, die auch für den Rhythmus des Verſes nicht ohne Bedrutung bleiben kann. Auch zwiſchen dieſen Abſchnitten des Gedankens und den Einſchntten des Verſes hat O. nicht durchweg Collſſon erſtrebt, vielmehr laßt er die erſterm häufig mit der Haupteäſur zuſammenſallen, und wo dies nicht geſchieht, müſſen ſie oſt, wie wir dies bereits oben bei der Vetrachtung der Cäluren und Düreſen geſehen haben, dazu dienen, den Rebencäſuren beſondere Kraft zu verleihen, wenn die beſondere Beſcheffenheit des Gedankens eine ſolche Unterbrechung des Rhythmus erfordert. Neehmen wir alſo bei der Betrachtung des Verhältniſes und der Stellung der Säize zum Verſe im Einzelnen den Hexameter, der ſeinem ganzen Bau und Uimfange nach„immer ſich ſelbſt gleich iſt” als feſt fiehendes Maß an, ſo haben wir drei älle zu unterſcheiden, nämlich: 1) Satz und Vers ſind einander ihrem Uunſange nach gleich; 2) der Sat iſt lrzer, 3) der Satz iſt länger als der Vers. §. 2. Wenn Vers und Sat gleichen Umfang haben, ſo kann der Satz, mag er einfach oder zuſammengeſett(in lezterm Falle Sabverbindung oder Satgeflge) ſein, den Hetameter entueder vollländig füllen, oder er kam innerhalb deſſelben beginnen und in dem folgenden Verſe enden. Iu dem erſten Falle wird ſich der Charakter des Herameiers am reinſten ausprägen, da ſesine Bewegung durch ſeine Gedankenpauſen gehemmt wird, und Anſang und Schlußz ſic am kriftizſen abheben. Wegen der gleichen Zeitdauer der Arſis und Theſis hat der dalthliſce Hexamtter eine gleichmägige und ruhige Bewegung: daher iſt er, wenn der Satz mit ihm zuſammenfält, am meiſten zum Ausdrucke des Ernſten und Ruhigen, Krüſtigen und Würdigen geeig wie ſich dies auch aus den folgenden Beiſpielen ergeben mird. Wo dagegen unruhige und lebhaſte Zuſtinde und Thatigkeiten geſchiidert werden ſollen, da wird die Bewegung des Verſes entweder durch Abſchitte des Gedaukens unterbrochen, oder der Gedauke ſeßt ſich von einem Hexameter in den andern fort. Obwohl es daher als der einfachſie Fallverſcheint daß Satz und Vers ſich decen, ſo konnnt derſelbe im Ganzen genommen doch nicht eben häuſig vor, da die poeliche Darſtellung überwiegend eine bewegte und lebendige iſt. Noch viel ſeltener kommt es vor, daß mehrere mit dem Gedanken zugleich abſchlißende Hepameter auf einander folgen: es würde dadurch der Ausdruck zu monoton werden, und die einzelnen Säte würden zu abgeriſſ neben einander ſtehen, In manchen Fälenn kann eine ſolche Ausdrucksweiſe frllch dem Inhalt entſrechend ſein, ſo 3. V. in der Erzählung von der leidenſchaftlic erregten Byölis, die von einem Gedanken ſchnell und ohne Vermittlung zun andern iiberſpringt, um ihre verbrecheriſche diebe zu beſchönigen: 2. — 2— IX, 505. Et tamen arbitrium quaerit res ista duorum Pinxo placers mihi, scalus esso vidobitur ill. At non Aeolidae thalamos timmmere sororum. IX, 626. Deniane iam nequea nil commisisse nefandum Rt scripsi et potü: temeruta est nostra voluntas. Ui mihil adieiam, non possum inmoxia diei. Cuol superest, multum est in vota, in erimina parrum. In andern Füllen lißt ſich unſchver ſchon aus dem Juhalt erkennen, daß die Aufeinanderfolge mehrerer ſolcher Herameter nur durch Interpolation bewirkt worden iſt, ſo: II, 611. 824. III, 415. 1V, 92. VII, 569. 576. XIV, 123 Nach dem Obigen werden alſo die Verſe, welche von einem Satze ausgeflült werden, in ruhiger Beſchreibung, Schilderung und Erzählung vorkommen: 1, 4:f. Vitta coerashat Postos sine lege capilos. VII, 800. Nlutua cura duos et amor socialis habehat. JI. 259. Tela rebonuntur manibus fubrieata Cyelopum. I, 481. Sueho Dater dixit generum mühi, flia, debes, Suehe pater dirit debes mini, nata, mepoles, IX, 522. Dextm tenet ferrum, vacuam tenet altera ceram. Daher auch bei Zeitangaben, Einleitungen und Ueberleitungen: III, 30. Focerat exiguas iam issimus umbras. II, 344. Luna quater iunetis implerat cornihus orbem. NXI, 231. Myrten silra subest, biealaribus ohsita hacis. XV, 178. VII. 149. Per- vigilem zuperest herlis sopiro draconem. ſowie beim Abſchluß von Beſchreibungen, Aufhählungen, Erzählungen, Redeabſchnitten und Reden, Anreden und Beſehlen VI, 101. Cireuit extramus cleis Dacalibus ras. Is modus est, oherisquo sua fneit arboro fnem. XII, 430.— Antimachumque Blymumcdue securiferumque Pyracten. Vulnera non memini, numerum nomendue notasi.— 1. 717. Nune dea lmnigera colitur celobarrima turba. II, 610. Nactonus, et pariter ritam cum ganguine fudit. V. XIII, 295. Postulat, ut capiat, quae non intelligit, arma.— IV. 703. Ut mea sit servata mea virtute, paciscar' VI, 548. Audiut mec ncther, ot si deus ullus nlo est'. Feiericher Abſchluß einer Rede, al. XV. 640.— I, 149. Cuas tutus spectes, sine me duro luminn terrisl' cf. II, 701.— III, 1538. Sistito opus Dracsons, nodosaue follie lna! luss viri tacunt intermttuntqus laborem.— Wegen der Unterbrechung, welche zviſchen den einzelnen Herametern durch die Sinnpauſe eintrit, ſciidern ſolche Verſe auch evas plötzlich Eintretendes:— IN, 5Tl. Cum aret, elupeno manibus cacidero tabellae.— Ferner, wie wir es oben bei den Beiſpielen aus der Erählung von der Byblis geſehen haben, Schwanken und Ueberlegung; zuweilen enthalten ſie auch zweifelnde Fragen und kuze Ausrufe: X, 616. Quid, quod inest rirtus et, wens interritn letib Quid, quod ah acquoren numorafur origine quartus? X. Ga0. Aut, quoniam es demens, utiunm velocior esses! At quam virgineus puerili vültus in oro estl Al miser Mlippomene, mollem tihi risn fuissem! f. II.447. VII, 522. XIV, 197.— Drdurch aber, daß Anfang und Schluß in dieſen Verſen ganz beſonders hervortreten, ſud ſie geeignet, envas Nachdrickliches und Eindringliches zu bezeichnen, z. B. knze, eindringliche, auch unwillge Rede, kurze Gegemſätze, kriftige That. 335. In manihus xestris vita est actasque Darentis. II,388. Cuülibet alter agat hortantes ¹—, 517. Tu serrars potes, tu periers sclus amantem. cf. NX, 749. XIlI, 363. III, 286. Sunt mihi, quae aleant in talia pondera, vires. Bat animus certe vestros sen- XIII, 299. 300.— VII, 619. Ile notam fulgore dedit tonitruque secundlo.— Beginnt der dem Umfange nach einem Hepameter gleiche Satz innerhalb deſſelben, ſo geſchieht es am häufigſten nach der Penthemimeres, ſo daß er dann von dieſer bis zur Penthemimeres des folgenden —— Verſes reiht. In der Regel trift in dieſem Falle nit dem Ende des erſten Verſes ein Sazbſchnitt zuſannnen, wie dies in dem folgenden Beipiele zweimal nach einander vorkommt: II, 294. cireumspieo utrumdne, Pumat uferqne polus. quos si ritiurerit ignis, Atria vestra ruent. Der Grund dieſer Stellung iſt wohl darin zu ſuchen, daß nicht bloß dielenigen Worte des Satzss, welche den erſten Vers ſchließen und den folgenden beginnen, ſondern auch die Anfangs und Schlußworte des Satzes in der Ciſur einen erhöhten Nachdruck erhalten; ſo taeclao und patres in dem folgenden Beiſpiele: IV. 60. laedue quoque iurs colssent Sel vetuero patres. cf. IV, 329. 488. VI, 618. VII, 24. 120. cto. trnet ſich dieſe Stellung vorzilich zur Hervorhebung von Cantraſten, ſowie von Ausrufen Daher und Fragen: VII. 20. video meliora probodue, Deteriora Sequor, cf. 37. 431. 697. VIII, 77. XII, 442. XIV, 613. V. 527. ut derint etern, qunntum est Bsse lovis frmtrem! V, 371. cur non matrisque tunmane Imperium profors? XV. 308. 468. Die folgende Vershälfte füllt O. gewshnlich mit einem eigenen Sahe aus, damit dann Vers. und Satzanſang wieder zuſanmmenſallen können. cl. VIIl, 78. Auch von andern Ciſuren heben ſolche Verſe an, z Hephthemimeres und von der erſten Diäreſe: VIII, 138.— proporaro iuxat, divulsaque romis Unda sonat.— M. 191. date munera templis, Nes timida gaudete fdel ef. X, 561.— X. 378.— erigitur, laqueoque inneckers fances Destine B. von der Tiithembneres, ſo wie auch von der §. 3. gſt der Satz kürzer als der Hexameter, ſo enthält der letztere entweder einen für ſich be⸗ ſtehenden Satz, der mit oder in dem Verſe beginnt; oder mehrere ſolcher Sätze, von denen der erſte chenfalls mit oder in dem Verſe anfängt, und der lette mit oder in dem Verſe abſchliet; oder auch keinen abgeſchloſſenen Satz ganz, ſondern derſelbe beginnt oder eudet nur in dem Hexameter und iſt zum Theil in dem angreuzenden Verſe enthalten. Brzinnt der eine ſelbſſtändige Satz mit dem Hexameter zugleic, ſo idet der Gedanke des folhenden Sates einen llebrrgang in den nachſolgenden Vers, worüber weiter unten Nüöherss gefagt werden wird. Der eine vollſtindige Satz, welcher kürzer iſt, als der Hepameter, kann an allen außer den ſpaͤler zu bezeichnenden Stellen innerhalb des letztern vom Ende des erſten bis zum Ende des fünſten Fußes abſchließen und zwar nur inner⸗ halb dieſer Grenzen, weil weder ein⸗ noch zweiſilbige Worie irgendwo in den Metamorphoſen einen für ſich be⸗ ſtehenden Sat bllden, ſondern ſieis durch Coujunelionen ader durh den Sinn mit einem gröheren Sabganzen verbunden ſind. In dieſer Weiſe kommt z. B. das Wort Dixit an zwanzigmal zu Anfang des Verſes vor; andere Beiſpiele ſind: Sensit(XIII, 916.), Perstat(XIV, 568) etc. Die Sätze, welche mit der erſten Diäreſe abſchließen, ſind nicht ſehr häufig; ſie dienen gewöhnlich zur Bekräftigung des Voranfgegangenen, oder zur Ein⸗ leitung für das Folgende(XI, 710. Mane erat⸗) und treten wegen ihrer Stellung zu Anfange des Verſes und wegen ihrer Kürze ganz beſonders hervor. Am öfteſten bildet auf dieſe Art das Wort Dixorat einen eigenen Satz. Ferner ſtehen ſo: lusserat.(I. 281.) Hoc placet.(V. 53.), Moms placet.(X, 378.) Auch kurze Ausrufe gewinnen einen beſondern Narhdruck in dieſer Stellung: Vll, 649. Eredderet Gleiches gilt von den Sätzen, welche bis zur Trithemimeres reichen; auch ſie treten durch Kürze und Stellung beſonders marlig hervor und unterbrechen die Versbewegung oft in höchſt charakteriſtiſcher Weiſe; z. B. II, 169. Ipse pavet. 1 CQuid faciat? VII, 643 mmus abit. XI. 289. Bt ſlebat. XI, 731. In- silit huc.— Mit beſonderm Nachdrucke: 1, 720. Arge, inces. III, 322. Ila negut. IV, 225. Purueraut. V, 238. Ales erat. Bisweilen erhält auch das Folgende durc diſe Unterbrechung eine un ſo ſtrtere Betonung: —n— II, 214. Parra queror. magnae perount eum moenibus urbes— VII, 743. Ila nihil. tacito tantummolo vicka pudars— NI, 688. Uhhra fuft. sodet umnhra tamen munifesta— Mit dem zweiten Trochäus ſchlisſt in den Metamorphoſen kein ſelbſtſändiger Sat ab, der mit demſelben Hexameter beginnt; ebenſo wenig mit der zweiten Diäreſe. Am häufigſten dagegen ſchlißt ein ſolcher Sat mit der Penthemimeres, was in dem ganzen Gedichte ungeſähr 70mal der Fall iſ. Wegen ihres geringen Unfanges kommen dieſe Säte bei kurzen Schilderungen vor, oder dienen zu Ueberleitungen oder zum Abſchluß des Voraufgehenden; namentlih zu lezterm Zwecke werden ſie ſehr hänſig vervandt: XII, 242. Vinu duhant animas.— V, 341. Ia caneniln mi VII, 520. Ordine uune ro- petam.— I, 566. Vinierat Pacan. Weil ſie aber mit dem Aufange des Verſes beginnen und mit der Haupteiſur ſchliehen, ſo ſtelen ſie oſt einen Gedanken auf eine ſehr nachdrucksvolle Weiſe dar; ſie enthalten ſerner eutweder einen Gegenſatz des Folgenden oder Varaufgehenden, oder eine rage, einen Ausnif, einen Wunſch, oder bezeichnen Eniſchloſenheit, Drohung, innere Erregung: 1 517. Juppiter est geu XIII, 855. Hunc tihi do socarum.- J 630, Tuee siuit hsei. cum sol kellurs suh alta est, Ciaudit,— VIII, 879. Quid muror exteruis? N, 400. Quid rear ultarius? III, 451. Cuisquls es, huc exit X, G33. Virers dixnus eras! VII, 37. Di weliorm velintl,— VI, 288. Ullu malo est anda. IX, lor, potero.— II, 474. Iiaud inpune fercs. VIII, 497. Haud euidem patiur.— XlI, omncs. VIII, 279. Tangit et iru deos. Mit der weiblichen Cäſur im 3. Fuße ſchliet nur in zwei Verſen der Satz ab: VI, 572. Quid faciat Philommelae IX, 500, Sunt superis sun iurm.— und zwar wird in dem erſten Beipiele, entſyrechend der Bedeutung der weiblicen Hauptäſur, die Rathloſgteit der Philomele, in dem zweiten die Unſchlüſſiggeit der Byölis ausgedrück. Mit der dritten Diäreſe enden keine Site dieſer Art; nicht ſelten dagegen mit der Hephthemi⸗ meres. In dieſem Falle iſt an Manches zu erinmern, was oben Cat. Il. über die maleriſche Bedeutung dieſer Haupieiſur geſogt wurde. Da dieſe Ste ſchon über die Hilfie des Herameters hinausgehen und die⸗ jenigen an Umfang übertrefſen, welche mit der Penthemimeres ſchlißen, ſo bezeichnen ſie auch nur in einigen Fällen gleiche Verhältniſſe mit den leztemm; ſo z. B. dienen ſie wie jene zur Ueberleitung und zum Abſchluſſe geuwiſſer Abſchnitte ader zum Ausdrucke von ettras Großem und Gewalligem Zlateriumm superabat opus. nam Muleiber illie— XII, 592. Credita res anctore suo est. IV, 657. Cuantus erut, mons fictus Atlus.— n andern Fällen dagegen dricken ſie innere Hemmung aus, Bedenken und Rene, Ernſt, Traurigkeit und Schrecen. VII, 19. Sed grarxat inxitam nora vis. VIII, 492. Deſeciunt ad coepta manus. II, 49. Pac nituit jurasse Datrem. VIII, 48. Uleiscor facioque nefus. XIII, 525. Non hacs est fortunn domus. XI, 50. Membra iaeeut disersa lom Wie aus den Beiſpielen hervorgeht, iſt hier die Hephthemimeres von der Trithemimeres unterſtütt; durch Säte dieſer Art wird auch bisweilen ein Contraſt bezeichet: X. 607. Neo virtus citra geuus est. XIV, 595. Qmaedue petis, Dro quoque petis. Geht dagegen eine Cäſur im 3. Fuße voraus, ſo wird das auf dieſe Folgende beſonders hervorgehoben: VIII 92. Praemia nulla peto, nisi to. XIII, 173. Quod Thebae cecidere, meum est. Noch iſt zu bemerken, daß durch dieſe Säte wie auch durch die weiter gegen das Ende des Verſes hin ſchliehenden gleichmäßig fortlaufende Bewegung ausgedrickt wird, z. B. XV, 697. Iupulernt loris aurm ratem. Wegen der verſchiedenen Linge läßt O. bisweilen Säte, die mit der Penthemimeres ſchließen, mit dieſer Art abweczſel 1. 511. Curre, fugamdno inhibe. malemtius Cui piaceas, inquire tamen. usoduar ipse. — 5b— VI, 20. Qune fugiumnus, kahet. seris vomit usus ub annis. Consilium no sperne meum. VIII 491. Vi mitit quo rapiorè frutres ignaseite matri! Deüciunt ad coepta manus. meruisso futomnur Tllunm, eur percat. mortis mmli displieet anckor, Miit dem 4. Trochäus ſchließen dieſe Sätze nicht ab, wohl aber mit der buloliſcen Ciſur. Iu Ueber⸗ ümmung mit dem, was oben über die Bedentun dieſer Düreſe bemerkt worden iſt, bezeichnen ſie wegen ibrer Linge einen dauernden Zuſtand, Ausdauer, Prahlen, Entſhlofſenheit, Unnen aber auch, wie die vorigen Sste, als Einleitung oder zum Albſchluſſe dienen und Erfolg oder Nichkerfolg ſo wie auch einen Gegenſatz be⸗ geichnen. Tichem XY, 103. Omulu mutantu,,miil iert. III, B19. Yamn diu vn tu son auemie V, Ges. Cnid mihi tunc animi miserae fuit? NII, 226. Feminoo clumore sonat domus.(Dauernder gevalt. ſamer Zuſtand) VI. 40. Consili satis est in me mini.— Vl, 197. Bcessere metum mea iam boma. YIII, 6. Et cur ulla foret mo fortiars NIlI, 388. Hoc' ait eutemcum est in mo miht.— V, a. Miranti sio orsn deao den.— VI,. 301. Domuo rogat, pro qua rogat, occidit. IV, 790. Aute exhae- tatum tacuit tamen.— VI, 483. Vineitur ambarum genitor precc. VIll, 352. Qua potuit, precibus daus aunuit.— Xl, 449. Non tamen ideinco causam hrohat.— Es ſind hierauf noch die Süte zu ervähnen, welche bis zum 5. Trochius und bis zur 5. Düreſe reichen, denn mit der 5. AIrſs ſchließt kein Satz ab. Die erſten beiden Arten bexeichnen im Weſenllichen das⸗ ſelbe, was oben über die Verätheile vor dieſer Nebencäſur und Diäreſe bemerkt worden, nanlich weite Aus⸗ dehnung und gleichmäßig ſortlaufende Thätigkeit: IV. 136. Pallar iemsque tenent late loca senta. I. 678. Voce nora enptus oustos Junonius; oder plöiliche Unterbrechung einer gewaltſamen Thäüigkit die gewöhnlich dem Folgenden gegenübergeſtelt wird: 1, 283. Ihse trideute suo terram peremsiit.]at iiln— II. 5 Reicere ex humeris vestem mallhar. at illa— cf. IX, 495. oder wenn der Sat ſchon vor der Cäſur durch eine Sinnpanſe unterbrochen wird, Bedenken, Zaudern, Schrecen u. dgl. VI, 63¹. Cui sis nupta, vide, Pandlone uatal X, G76. An peteret, virgo visa est dubitare. IV, 598. Qulsquis adest— aleraut camtes— lerrotur. Beginnt der eine ſelbſſndige Sat, welcher kirzer iſt als der Hebameler und mit dieſem zugleich ſchließt, in dem Verſe, ſo kann dies an alen Stellen innerhalb des 1. Trochäus und der buloliſchen Cöſur ge⸗ ſchehen. Es würde zu weit führen, alle dieſe Arten von Sätzen nach ihrer beſondern Bedeutung für den maleriſchen Ausdruck ausſührlich zu charakteriſten; ich werde daher nur wemige Beiſpele für die eingelnen Arten beibringen und, wo es nöthig in kurze Bemerkungen hinzufigen. Als durchgängiger Unterſchied zwiſchen dieſen Säten und denen der vorigen Art iſt der hinzuſtellen daß in ihnen die Anfangäworte viel ſürlerm Nachdruc erhalten, als er dieſen Worten ſonſt meiſtns nach ihrer Stellung im Verſe zu Theil werden würde. So gleich in dem erſten Beiſie in welchem, was ſehr ſelten vorkommt, der Satz nach dem 1. Trochäus beginnt: VI, G13.— Passit, in omne netas ego me, germana, parari. cI. III, 713, Dickenigen Säte, welche nach der 1. Diäreſe anfangen, enthalten vornehmlich einen Ausruß, in welchem wieder das Anfangswort einen ſehr ſtarken Tou erhält: IV, 144.— Nominat, erudi, rultusqlue attolle iacentes! VI 288.— Blleror, exulka, vic- trixaue inimie ViI, 693.— hor utsuamt caruissem muunere sempe— erandi noc res intercipo nostras. andere enthalten einen erllärenden Zuſätz: XIV. 234.— in urbem Venimu regnabat in illa. cf. V, VI. VIII, 7 Einkeitung oder einen Abſchluß. ef. VII, 808.— Anutiphates terra XIII, G61; oder, wie die Sätze der vorigen Art, eine — n— Die Anſangsworte der nach der Trithemimeres beginnenden Sätz erhalten einen um ſo ſtärkern Ton, da ſie ſchon ohnehin durch ihre Stellung vor der Haupteäſur heworgehoben werden, beſonders wenn ſie ſich auf das Schlufwort des Hepameters beziehen. Sätze dieſer Art ſind daher vor allen gerignet, cin uder mehrere Worte ſtark hervortreten zu laſſen, ſo wie eine Sleich, oder Eutgegenſtellung van Begriffen auszudrückn: 1. 357.—(exreut etiamnunc nubila mentem. Cf. IX, 241. VIII, 349.— auct teli Puga- seus luson. NIII. 487.— dowiuum mutri vix repperit Heckor. Xl, 662.— fulso tibi me promitters ucli. XIV, 815.— rata sit verborum summma tucrum. VII. 219. Currus altst. aderat demissus ab aethere currus. VIlI, 139.— merum simul al mea terra rusodit. cf. X, Bl.— II. 09.— Benam, Thasthon, pro muenere poscis. VI. 6a5.— seclus cst pielas in coningo dervo. X. 709.— Sed stut monitis eontrariu eirtes. V. 297.— Jominenuue hutat loro nata lacutum. Ates erai. efI. XII, 506.— Gleiche Tendenz mit dieſen Säten müſſen diejenigen haben, welche nach dem 2. Trochäus beginnen, weil auch ihr Anfangswort ſeine Stelle vor der Haupteiſir hat; doch kommt in den Metamorphoſen wohl nur ein ſolches Beiſziel vor, nämlich 1. 215.— münor fuit ipsa infunia vero. Ebenſo beginnt in ihnen auch nur ein Satz nach der 2. Dläreſe, der zußleich mit dem Hexameter ſchließt, nämlich: X. 590.— kamen ille decorem Iliratur magis, eb cursus facit ille decorum.(Nach Mertels Ausg. 1875) Die nach der Penthemimeres beginnenden Site dieſer Art kommen gegen gmal in unſerm Ge⸗ dichte vor, nicht ſelten, wie ſchon bemerkt iſt nach einem Sate, der einem Hexameter an Umfang gleich iſt und nach der Peuthenimeres des voraufgehenden Verſes beginnt; ſo VI, 28.— non omnia grundiar aotas, Cuao fugiammus habet, seris venit uaus ab amuis. Sie haben in Allgemeinen denſelben Character wie die mit dem Herameter beginnenden und vor der Penthemimeres ſchließenden Säze, weshalb wir hier nicht naͤher auf ſie eingehen wollen. Nach der trochäiſchen Cäſur des 3. Jußes kommen ſolche Süte mur in zwei Verſen vor, nämlich: VI 572. Quid faciat Philomela? fugam custolia claudit. VII, 830.— Nescio quas uudisse. evenè tamen toptima, diei. Von Säben, die nach der dritten Diäreſe beginnen, giebt es, wie von deuen nach der gweiten, in den Metamorphoſen nur einen einzigen, nämlich VIII, 851.— Laes Neptunus habebat; derſelbe fügt dem Vorangehenden eine Grklärung hinzu. Die Sätze nach der Hephthemimeres enthalten wegen ihres geringen Umfanges kurze Zurufe oder Ausrufe, ſovie auch kurze Zuſäbe; doſſelbe gilt von denen, welche nach dem 4. Trochäus und nach der bu⸗ toliſchen Caſur beginnen. IV, 95. wae, natn, quod opt est.— VIII 561. et usus utradue est.(lusgabe von Meriel. 18 visa tapere est. IV, 132. hueret, an haec si Das lebte Beiſpiel iſt beſonders maleri ſilbigen Worte amm Schluſf Von ſolchen Sützen, die in dem Verſe beginnen und ſchließen, gieht es nur wenige. Sie enthalten, wie die folgenden Beiſpiele zeigen, entweder einen kurzen Abſchluß einer Aurede, oder einen Ziſatz zu derjelben, eine kurze Frage, einen Zuruf, oder dienen, wenn ſie vor der Penthemimeres begimmen, zu Gegen. äiberſtelnngen: IV, 228. Aundi oeulus. mihi crede, plaeese Duret ilu, metuque— V, 379. Aungp deam patruo- dirit Vemuss ille paretram—— XIII, 311.— cur hie meteis?— VII, 47.— guin tula times,— IV, 614.— Puenitat. inpositts iane euelo est alier, at alter— XI, 638.— Verla. sed lie solas homines imikautr, at alier— Sind mehrere Säize in einem Verſe enthalten, ſo betrigt ihre Anzahl gewühnlich zwei, ſelten drei Hinſichtlih der Stellung der Sütze zum Herameter können hier 4 Källe ſiatinden:; X, 565, fuge coniugis usum. IV, 550. res diota scuta — VIII, 186. ibimus illac. X. 281. durch die Sinnpanſe nach haeret und durch die drei ein⸗ Ju dieſem Falle ſind es faſt immer nur zwei Sätze, die den Vers ausfülen. Selten kommt es vor, daß der erſte Sat nur bis zur 1. Diäreſe die beiden Sätze zum Abſchluß des Vorangehenden oder zur lleberleitung auf das Folgende III 406. Dixerat. assensit rocibus Rhamnusia iustis. V. 5a8. Dixerut. at Cereri certum est educers natanr Ebenfalls nicht häufig ſchliet der erſte Satz mit der Trithemimeres. Beſouders charalteriſiſch iſt alsdann die Kürze des erſten Sahes, und auch der zweite zerſällt bisweilen noch in zwei Glieder. dier woumt auch der Fall vor, daß ein ers drei abgeſchloſſenne Ste enthält. Sätze dieſer Art dienen dazu, eine unruhige Situation und erregte Stimmnung zu ſchildern; denn je lebhaſter die Emfindung iſt deſto kürzer ſin die Sätze, in welchen ſie ſich ausſpricht. Sie kommen daher hauptſächlich dei Wünſchen und aufgeregten Fragen vor: II. 133. Mac sit iter. manifesta ratne vestigin cernes.(Worte des um das veben ſeines Sohues Phaeton beſorgten Phoebus) IX, 497. Di melius!,— di nemmpe suus hahnere sorres. III, 204. Quid fuciat? repetutne domumn et rogalin tecta? cf. XIII, 517. III, 465. Cuil facium? roger, anue rogem? quid deinde rogabon Am hämfigſten iſt der Fall, daß ſih der erſte Satz bis zur Penthemimeres erſtrect. Säle dieſer Art enthalten eine Gleich, oder Gegenlberſtelung, beſonders in Form von Frgen oder Ausrufen; oder der eine ſteht zum andern in dem Verhältniß von Grund und Folge: 1, 292. Ommia pontus eraut, deerant quoque Üitora Ponto. III 433. CQuod petis, est nusquam. quol amas, uverters- Deries. III, 427. Iddue mihi satis este haoc una Doieutia nostm est II, 5 0, ego, quantum egit quam vasta Potentia mastra est! II, 56. Sors tua mortalis. non est mortal quod optas. IX. 147. Gonquerar, an sileamk repetam Calydona, morerney Excedam fectis? an, si mibil amplius, obstem?— II, 74k. Ilerse causu riHe. furcas oramus amanti. VIII, 491. Mi muihit quo rapiorꝰ frutres iguoscite matri! II, 58. Dissuadero licet. non est tua tuta voluntas. Auch bis zur dephthemimeres wicht der erſte Sat, wo dann beſonders der zweite kürzere die Bewegung des Verſes lebhaft macht und meſſt eine Irage oder einen Auoruf enthält: XIII, 516. Inforius hasti peperi. quo furrea resto? XIV, 721. Vincis enim mariorque libens, age, ferren, gandd. ¹) Der erſte Satz beginnt mit dem Hexameter, und der lette ſchlißt in demſelben Dieſe Scte ſind meiſt noch kurzer als die eben angeführten, weil ſer den Hexameter nicht ganz ausfültm. Sie bezeichnen kurze, entſchlſſene Rede, auſgeregte Fragen, Zurufe und Ausrufe: I, 785. Sie hus est. Alauros ea est, haucl Dlura locuta— IX, 616, Vincetur. Repetendus erit. VIII, 506. Et euhio et nequeo. Cuid ugam? IV, 592. Caulme, quid hock ubi best I. 597. Jo tuge mol fugiebat enim. III, 268. Coneipit! id decrat! XI. 659, An men mutata est faeles ncon respieel(Amrede des Traumbilves an die Alcyone, beſonders charakteriſiſch durch die verſchiedene Länge der beiden Säte und den dalthliſhen Ausgang beider.) I) Der erſte Sa beginnt in dem Hexameter, und der lebte ſchließt mit demſelben. Dieſer Jall iſt ſehr ſelten und konumt nur bei kurzen Fragen und Ausrufen vor: IX 5l.— Doterisne loquik pokerisne fateri? I, 676.— Auo to rpise ibimus unal 4) Beide Site ſind von dem Heraneter eingeſchloſen. So kommen nur kurze Frageſäße und Ausruſe vor, die von einem verdum gieendi abhängig ſind: X, 320. Et secum quo mente ferorp quid molior' inquit. cf. XV, 677.— Schließlich ſind noch die Sütze in Betracht zu ziehen, welche zwar kürzer ſind als der Hepameter, die aber doch bis in den folgenden Vers hineinreichen. In ihnen ſind die Schluß⸗ und Anfangsworte der Verſe, i1s— weil ſie an den Hauptſtlen ſtehen, gewshulich am ſtärſſten betont; auerdem iſt der Uebergang des Gedankens in den folgenden Vers und die darnach eintretende Pauſe für die rhyihmiſche Bewegung von beſonderer Bedeutung. Wir wollen die Beiſiile zu den verſchiedenen Arten dieſer Sätze nach der Anfangsſtelle georduet anführen, die nie vor die Penthemimeres fällt, und einige kurze Bemerlungen hinzufgen. Die Säte können alſo reichen: a) von der Penthemimeres bis zur folgenden 1. Diäreſe. In dieſem Falle iſt beſonders das Schlußwort des Sades, welches in der Negel ein Datthlus iſ, charakteriſiſch, da es im Anfange des folgenden Verſes kräftig hervortönt und durch die Sinnpauſe, welche es begleite, ſtar von dem übrigen Theile des Verſes getrennt wird. VII, 602. Moc me cam coniuge cara Perdidit. VIII, 611. fnctum mimbile eunctos Morerat, V. 258, volui mirahile factum Ceruere. II, 51. utinam promissa lieeret Non dare! XIV, 679. nedus enim sibi notior ille est Ouam mihi. h) von der Penthemimeres bis zur folgenden Trithemimeres. Auch hier treien die Anfangsworte vor letzterer ganz beſonders dalltönend hervor, doch kann auch das Anfangswort des Sabes oder das Schluß des erſten Herameters ſowie beide zugleich den Hauptton haben. Sätze dieſer Art kommen ziemlich häufig vor. VII, 110. tamen illis Aesone natus Ohwius it. XIII. 340, uhi sunt ingentia mugni Verba riri? VIII, 660. mensam succincka tremensque Bwmit anus.(Die Unterbrechung der Versbewegung durch den Lbſchuitt des Gedankens iſt in dieſem Verſe beſonders maleriſch) ef. VII, 46. 346. 704. XIl, 66.— XII, 16. deejmum dilatus in annum Hector erat. VII, 794. iaculo quod crimen in inso est?“ Phocus ait. NI, 697. unltum fuit utile fecuom Ire mihi. c) von der Hephthemimeres bis zur 1. Diäreſe: X. 400. nec sentiet umqquam Hoo pate d) von der Hephthemimeres bis zur Trithemimeres: VI. G2. quid pasit, ab illo Admonita est. VII, If. acciußere et emnnem Pelle morann! NX. 672. hurs ultima eursus Restahat.(Dier iſt neben dem Abſchnitt des Sinnes auch der maloſſiſche Wortfuß charakteriſiſch.) e) von der Hephthemimeres bis zur Penthemimeres. Dies ſidd die längſten Säte dieſer Art und nicht eben ſelten; ſie find beſonders gerignet zum Ausdruck von Gegenſäten: V. 520 aod rapta, feremus, Dummodo recddat eam. VII, 19. aliudque cuhido, Mens aliud suadet. ) von der bukoliſchen Cäſur bis zur Trithemimeres. In dieſen kurzen Säben hat jedes Wort ſeiner Stellung wegen einen ſtarten Ton: II, 92. aspiee rultus Fœxe meds. 9) von der bukoliſchen Cäſur bis zur Penthemimeres. Auch die Worte dieſer Säbe haben ſarken Nachdruck und bezeichnen daher entſchloſſene und kühne Reden und Thaten: VIII, 76. ire Per ignes Kb gladios ansim. NIIl, ripit ensem, Rt emens Jie certe ¹ von der bukoliſchen Cäſur bis zur Hephthemimeres: VIII, 133. coquii ad aures Perreniunt mea dicta tuas?(Hier iſt die Ueberſchreitung der gewöhnlichen Gäſur für den Gedanken charakterſtſc) i) vom 5. Trochäus bis zur 1. Diäreſe. XI, 740, at ille Semserat. Beſonders kräfäig, weil tloß aus Versſchluß und Versauſang beſtehend. ) von der 5. Diäreſe bis zur Penthemimeres: XIV, G78. PDro quo Me quoqne piguus habe. 1) van der 5. Diäreſe bis zur Hephthemimeres: IX. 790. num qune Femina nuper eras, puer es.— 3 8. 4. Iſ der Satz länger als der Herameter, ſo kamm dies den äuherlichen Zweck haben, daß die rhythniſche Bewegung durch den Versbergang belebt und Einförmigkeit derſelben dadurch vermieden werde, daß alſo nicht zu oft nach einander der Abſchluß des Gedankens und des Verſes zuſammenfalle. An der Regel wird ſich jedoch der Dichter bei der Verlängerung des Satzes iber den Bers hinaus von dem innern Zwecke leiten laſſen, daß dadurch der Gedanle ſowohl der Form als dem Inhalte nach den entſprechendſten und voll. tommenſten Ausdruck ſinde. Nicht liebt es aber die Poeſſe, wie die Proſa im redneriſchen und hüſriſchen ¹9 Stiles), lange und verwickelte Perioden zu bilden, viele Sätze durch Coniunetionen und Relativa einander unter⸗ zuordnen, Participial⸗Conſtrurtionen unter ſie zu miſchen und ſie durch künfliche Stellungen unter einander zu verflechten. Es kommt dies zu ſehr auf das Verſtandesmäßige und Reflectirende hinaus: die wahre Poeſie aber iſt ein frrier Erguß des Innern, unter dem Varwalten der Phantaſie und dem Zurücktreten grübelnder Reſpqion und ſondernder Thätileit des Verſtand:s. Um ruhige Gedauken und Empfindungen auszudricken, bedarf ſie keiner langen Perioden; hat ſie aber Aufregung, Leidenſchaſtlichkeit u. dgl. zu ſchildern, ſo kann zwar der ganze Gedankencomplex ein umfangreicher ſein; allein die einzelnen Theile reihen ſich meiſteus im Verhält. niß der Beiordnung ſo einfach an einander an, daß auch der Bau des Ganzen dadurch ein ſehr einfacher und überſichtlicher wird. Zwar iſt die Wortſtellung oft weit vervickelter, als dies in Proſa geſtattet iſt, namentlich bei Satzverſchränkungen(M. vgl. VIII, 376. 405, 751.); allein durch Amwendung gewiſſer rhetoriſcher und grammatiſcher Figuren, wie Amaphors, Polzſyndrton n. a, durch Vervendung von Hauptſiben ſtatt der Neben⸗ ſätze, durch die ſich eutſprechenden Stellen, welche das Versmaß gewährt, wird auch in dieſer Beziehung der poetiſchen Darſtellung Deutlichkeit und Ueberſichtlichkeit gewahrt. Als gewöhnliches Maß fur den Umfang einer oratwriſchen Periode ſebt Girro die dänge von vier Hera metern feſt, ans dem praltiſchen Grunde nimlich, weil ein Sabganzes von dieſem Umſange in einem Athemtzuge vorgetragen werden konne. Beim Vortrage von Verſen jedach iſt durch die rhythmiſche Pauſe am Ende jedes derſelben, durch die loſe Zuſammenfägung der Sibe und durch das häuſige Zuſammenfallen des Endes der Satzlieder oder Satziheile mit den Einſchnitten oder Aliſchlüſſen der Verſe dafür geſorgt, daß auch längere Satganze ohne Zwang und Ueberanſtrengung der Stimme auf richige Weiſe zu Gehör kommen können. Wir finden daher auch an vielen Stellen der Metamorphoſen weit längere Perioden, ſo z. B. gleich im erſten Buche eine ſolche, die neun Hexameter umfaßt, von v. 78—86. In andern Fällen, in welchen der Satzbau noch ein. facher, und die Verbindung der einzelnen Theile noch gleichförmiger iſt, wie bei Aufzählungen, findet man Sc ganze von ſehr bedeutendem Umfange. So im deitten Buche vom 209, bis zum 225. Verſe, wo die Namen und Eigenſchaſten der Jagdhunde auſgezählt werden, welche den in einen Hirſch verwandelten Actaeon verfolgen; im zehnten Buche vom 90. bis zum 105. Verſe**), wo die verſchiedeuen Arten der Bäume und ſonſtigen Ge⸗ wächſe genannt werden, welche dem die Saiten rührenden Orpheus Schatten gewähren, und im dreizehnten Buche, wo der für die Nymphe Galatea entbrannte Polyphem ſein einförmiges Liebeslied mit einer Fluth von Ver⸗ gleichen und ſchmückenden Beiwörtern beginnt, die ſich unaufhhaltſam vom 789. bis zum 807. Verſe ergießt.— Freilich gehören mehrere Stellen dieſer Art, abheſehen von der letzten, in welcher die Linge der Periode für den Inhalt charakteriſtich iſt, nicht zu den vorziglichemm bei Ovid, weil er in ihnen die Fülle der ihm zuſtrömenden Anſchauungen nicht auf das rechte Maß beſchränkt und bisweilen ein gewiſes Prunen mit Gelehrſamkeit nicht unterdrücken ka Für die rhythmiſche Malerei kommt es weniger auf den Umfang der Sütze an, als vielmehr auf die Stellung derſelben ſowie ihrer Glieder zu den Verſen und deren Theilen. Was zunächſt den Anfang der Sitze betriſft, ſo ſind bereits oben bei Beſprechung derjenigen Sätze, welche kürzer ſind als der Herameter, die Stellen bezeichnet worden, auf welche derſelbe fallen tanl. Da der —) Als giel des erſeeren ſtelt Cicero hin, daß er vollendete Perioden habe, wenn auch der Abwechelung wegen der Vortrag biswellen in leinere Glieder zu zerſticen ſei. De Orat. 1II, 19, 190, Iit erleiendum est illul mod nolis, no uat oralio, no vagstun, no imaistat interius, ne cxcurtat lomgins: ut membeis distineuatur, ut cynrersiones habeat ahsohutas. Nedue semper uteuium est perhetuitate et qusai eonrereieme xerharum, Sed sacpe carhenda meuhris minutierihms oratio est, quue tamen ihaa memhra snut uumeris vinciemi.— Von dem hiſtriſchen Stile aber ſagi Ouintilan, daß er Abrundung und zuſemmenhängendes Gewehe verlange: Instit. 1. 1, 121. Iliateria non tam ſuitas wameros quam orhemm quemau eomiextumnque Geilerat. Namque amnit cius meuhru emexs sunt, duonium luhräea ert ac Ruit. ut homänen, qni anibus jnricemn apprehensie gradum ürmant, cantinent et eontinentur.— *.) In der Merkeſchen Ausgabe ſindet ſch zuar am Ende des 98. Verjes ein Punkt, doch iſ das Satganze an dieſer Stellenoch nicht beendet, ſondern im ſolgenden B. trit uur ſtatt des erſſen Briditais wen afit das gleichbedemtende venistis ein, 3* Einſtuß, welchen der verſchiedene Anfang des Sabes auf die rhythmiſche Bewegung des Verſes ausübt, hier im Weſentüchen derſelbe iſt wie dort, ſo würde es nur zu Wiederholungen ſühren, wallten wir die einzeluen Fäle noch einmal durchgehn. Hinzuzufügen iſt nur daß dieſe Sätze auch, ie jene, nach dem 5. Trochäus ſo wie nach der 5. Diäreſe begiunen können: in erſtern Falle wird dann ſehr häuſig ein Gegenſatz bezeichnet; in lezterm aber beſteht der Satanfang gewshnlich aus zvei einſilbigen Worten, die zugleich als Vergende ebenſo wie die Worte nach dem 5. Trochäus ſehr ſtarie Vetonung haben XI. 638. at alter it, V. 200. VIII. 872.— IX, 280, cum s S1. malnf Nomine dirorum— Demmnächſt iſt die Steltung zu berückſchtigen, welche die Schlüſſe der Sätze und Satzglieder zum Schluſſe der Verſe und Verstheile einnehmen. In dieſer Bezichung haben wir zuei Fälle zu unterſcheiden: Die Schlüſſe fallen entweder zuſammen, oder ſie colldiren mit einander. Die erſte Stellung kommt bei ruhigen Beſchreibungen, Schilderungen und Erzählungen vor und iſt für die rhythmiſche Malerri an mnd für ſich von keiner Bedentung. Man vergl. folgende Stellen: II, 1—4. 1. 72—7h. VIl, 767. 768. 674— 678. etc. Ganz anders ſicht es mit dem hweiten Jalle: durch jene Collſſon trifft die Betonunz auf andere Vers⸗ ſtelln als gewhnlich; der Gang der in Weſenllichen gleichgebauten Hexameter gewinnt Abwecholung, die rhyeh⸗ miſche Bewegung der Verſe Maumichaltigkeit und Leben. Wir wollen hier der Kürze wegen nicht die einzelnen Stelen des Verſes aufzählen, an welchen der Satz ſchliehen kann, ſondern nur im Allgeminen die für die röythmiſche Malerei wichtigſten Momente hervorheben. a) Die in nachfolgende Verſe übergehenden Schlußzworte von Sätzen oder Sattheilen erhalien ſehr ſtarke Betonung, beſonders wenn mit dem Uebergange Verſchiebung oder Auceinanderſtellung verbunden iſt. VII, 204. Vidorut ex alto tanti mireula monstri— Liher. IV, 375.— ficiesdue inducitur ulis— Una. VII, 340. Sternitur incursu nemnus, et Dropulsa fragorem— Sileu daf. *) Beſonders lebhaft und plöblich iſt die Unterbrechung des Rhythmus, wenn ſie noch vor der Haupt. cöſur eintritt alſo nach dem 1. Trochäus, nach der 1. Düreſe oder der Trithemimeres; namentlich wird durch einen dakthlichen Uebergang ehvas Gevaltſames bezeichnet: VIII, 338. Hinc aper excitus medios violentus in hastes Vattr,— VIII, 343. Ille ruit spar- gitaue eanes, ut quisceue fureuti Chstat— cf. VI, 612. IV, 175.— ut illi Bt mens, et quod opus rilis dexira tenebat Ereidit. cf. V. 369. IX, 78. lnicit. 128. Traieit. 212. Aspicit. 765. Aestuat. XI, 239. Oecupat. 240, Vim Jarat. a25, lupulit.— V. 34. Ct Stetit illa toro, stratis tum denique Perscus Iazilit. II, 567. NMe petütz III, 123. AHarte eudunt. GTl. Sire timr. IV, 729. Ore vomt. V, 204. Ense ferit. VIII, 288. Spuma ſuit. Jc) Richt der Uebergang über die Penthemimeres hinauns, ſo wird dadurch weite Ausdehmmg, fort⸗ lauſende Benegung und fortyeſette Thitigtit bis zu einem beſtnmten Ziele u. dgl. bheihnet. IV, 457. ta Praebebat Tityas lanianda, noxemque lugeridus distentus erut. VIII, 165.— Ht nuno ad fontes, uune ad mure versus apertum Incertas exerect aduas: ita Dacdulus implet Iunumerus errore vias. XI. 338. veloxque cupidine leti Vertice Parnasi potitur. ¹) Soll Aufregung und Ungeſtüm, Schreckiches und Gewaluiges gemalt werden, ſo ſid oſt mehrere Verſe nach einander durch Gedankenübergänge verbunden; auch läuft bisweilen ein einziger Satz ohne Unter. brechung des Sinnes durch mehrere Herameter hindurch: 1, 182. Non ewo Dro mundi ragno magis anxius illa Temestale fui, qua e parabat lnieere unguipedum captiro hruechia cnelo- ta est Argolis Alomene,— cf. IV. 496. e meiit Alemene:— I, 678. at t,(uisquis s,— III. — à II, 340. Nec minus Hleliades lugent et, innnin morti Jlunera, dant lacrimas, oßcaesne pectora palmis Non audtiturum miseras Phnstont dnerellas Nocte diequo vocant. XII 515. cum cclla foroces Au frata convertunt, arrectisqne nuribus horrent Quadrupedes, monstriqque metu turbantur, et, Praccipitant currum Seopulis. cf. II. 202— M XII, 238. Sanguiuis ille globos Pariter cerohrumdne merumdue Vulnere et ore vomens mdidn resupinus aremm Caleitrat. II, 311. Intonat et dextra lhratum fulmen ab aum Mist in aurigamn Dariterque animaque retisque Expulit— IX, 271. Quem pater omnipotons inter carn nubila raptum Cuadriiugo curru radiantibus intulit astris.— Hier ſind auch die ſogen. versus hypermetri zu erwähnen, die meitens bei Außählungen vorommen, und in denen das überzählige Auo ebenfalls zur Verbindung der Verſe und zur Belebung des Rhyihmus diem: IV, I1. Turaluo dant, Racchumdue vocaut Bromiumque Laoumque Iguigemamue satumque iterum solumdue bimatrem. ef. IV, 780. VI, 507. e) Je nach der Beſchaffenheit des Inhalts ſindet aber auch in demſelben Satze ſowohl Coineidenz der Sabtheile mit den Verseinſchitten und Abſchllſſen als Uebergang ſtatt: I. 353. Dumdue ea mirantur, compleckitur inguina cortex, Penque gradus uterum pectusqäue kumeroscdue mannscue Ambit, et exstabant tantum ora vocantia mutrem. VI, 370. inrat esse sub undis, t molo tota casa submergero membra palude, Nunc proferro caput; summo modo gurgite nare, Suepe zuper ripam Siagni camsiste Iu grlides resilire lucus. In dieſem Beiſpiele iſt ſvvohl der Umfang der einzelnen Satztheile als auch ihre Stellung zum Verſe eiſt maleriſcc. Außerdem vergleiche man, was im Prograum 1871 S. 29 über Lautmalerei zu dieſer Stelle bemerkt worden iſt. ¹) Trot des Gedankenüberganges tritt doch am Ende jedes Verſes eine rhythmiſche Pauſe ein, die um ſo merllcher iſt als ſie zwiſchen zwei ſtark betonten Worten ſtattſindet. Daher benutzt Ovid dieſe Stellung des Satzes zum Verſe oft, um Ausdehnung in Raum und Zeit zu malen: sehe II. 587.— mor acta per auras Mvehor. 743. ego sum, qui iussa per auras Verha patris Dorto. 603, llexumque a cornibus arcum Tendft. I, 702. Domec arenosi Vlacicum Laddonds ad ummem Venexit. XI, 467. ubi terra rccessit Longius. I. 568. Bst nemus Hnemoniae, Pruerupta quod undique clandit Silrn. N, 48. umbras erat illn recontes Inter. 1, 682. Sedlit Atlantiades, ot euntem multa lodnendo Hetinuit zermone diemn, iunetisque canendo Vincere arundinibus serzantia lumina temptat II. 126. Obstipuit forma lovo matus, et nethere pendens Non Secus exursit, quam eum Balearien Mumbum Punda iacit. cf. II, 574. 619. 649. 22² Aus dieſer Darſtelung ergiebt ſich zur Genüge, daß Ouid ein Meter war in der Kunſt, den Aus druck hinſichtlich der rhothmiſchen Bewegung ſo wie auch des Klanges maleriſch zu geſtalten. Doch nicht bloß Ovid, faſt alle laſſichen Dichter des Alterthums, römiſche wie griechiche, ricteten hierauf ihr Augenmerl. Ein bolles Verſtündnih derſelben kann daher nur dann erreicht werden, wenn beim Leſen und Erklären ihrer Werte auch auf dieſe Seite ihrer Kunſt gebührende Nückicht genommen wird. In manchen ertlirenden Aus. gaben finden ſich freilih auch Vemerhungen dieſer Art, doch ſind dieſelben meiſ ſo vereinzelt und ohne Zu ſommenhang unter einander, daß durch ſie von der Kaunſt der Dichter in der nachahmenden Darſtllung kein genügendes Bild gewonnen wird. Es wäre zu wünſchen, daß es von Werken ſo formgewandter Dichter wie Orid erllärende Ausgaben gibe, die jene Kunſt ganz beſonders berichſichägten; der Nuben ſolcher Ausgaben würde kein geringer ſein.— Sollte die obige Abhandlung ſo wie die vom Jahre 1871 über Lautmalerei dazu Anregung geben und dadurch ſo wie auch durc das Matrral, weches ſie biett, cin tiferes und völlgerrs Verſtändniß nicht bloß Ooids, ſondern der romiſchen Klaſſter überhauyt, befördern helſen, ſo waͤre ihr Zwec erreicht.— Dr. Lüdke. Schuluachrichten. I. Lehrverfaſſung. Prima. Zweijähriger Curſus. Ordinarius: Prof. Dr. Krahmer. 1. Religion. Kirchengeſchicte und Glaubenslehre. Wiederholung von Evangelium, Spruch und Lied nach dem Wibellalender, 2 Std. Direcor 2. Deutſch. Die erſte aſſſche Blüthengeriodr. Lerre, proſaiſcher Stike, der Nbelungen und Walterſcher Gerichte. Das Wichigſte vom UUriheil und Schluß. Freie Aufſäte. 3 Std. Director. 3. Lutein. Ausgewählte Abſchnitte aus Orill lib. VVI. Widerholung von Cesar bell. gall. U. VII. 3.Sid. Dr. Luͤdke, 4 Frangöſſſh. Raciues Kthalis und proſaiſche abſchnitte aus Herrig. Freie Aufſite, Grereiien und Extem⸗ vorallen, graumatiſche Wiederholungen, mündliche Vorttäge ir liebung im Gebrauch der Sprache. Std. Dr. Lambeck Engliſch Lerüüre aus lucanks zlſchen. 3 Sid. Prof. Kral Geſchichte. Neuere und neleſie Geſe 3 Sid Pr Thackeray, Goldsmith, Presoott und W. Scott, ſonſt wie im Fran⸗ . ichte; Wiederholung der älteren Geſchichte in freien Vorträgen. 6. 2 2 4 8 3 9 E 4 Löſung zahlreicher Aufgaben. 3 Std. einiges aus der j „ Mathemutik. Splaͤriſche Tigonometrie, analhtiche Geometie, Kettenbriche, diorhantiſhe, kubiſche und eßt chungen ondnalakalehr, Bontſcer keirſ. Aeſund lrzer Auſdber, haulche Arbeiten hier wie auch in der Phhſik und Chemie. 5 Sld. Prof Schütte, 10. Zeichnen, npeichnen nach Gyps, nach ausgeſppſten Thierm und nach Vorlsgebltter, Uebung im Federzeichnen und Aquarelliren. Schatten⸗Conſtructionen, architectoniſches, Maſchinen, und Plo Zeicnen. Wiederholung der Säulrordnungen ud dir wichigien Bauſtle, 3 Std. Müller. 11. Singen. Die Schuler dieſer Klaſſe bilden mit den beſten Singern der andem iaſſen(II—IV) den erſtn Singerkreis und ſingen Motetien, vierlimmige Choräle, Vall, und andere eder. 2 Std. Dornheckter. Ober-Secunda. Einjähriger Curſus. Ordinarius: Prof. Dr. Schütte. igion. Das Leben Jeſu nach den dier Evangelien und die Apoſtlgeſcſchte, Wiederhalung wie in J. 2 Std. Director. ². Deuiſt. Leaſin auczewihler Dichnngen ann Alapſat enige Oden) Gotthe Hernnan und Derathn einige Balladen und Hymnen) und Schiller. Das Wichtigſte aus der Poetit, freie Aufſätze. 3 Std. Direcior. 24 ine des 0zid Jletam,, lih. VIII, 611 884; IX, 1- 272; X. 1. 77, 86—147; 155— 219. T05—2l; XI, 1. 84 und des Sallust Vell. Cutüin. Moduslehre. Erereitien und nporalien, 4 Std, Dr. Vüde. 4. Frauzöſtſch, Lrrtine des Sgur, histoire de Napoleon, Iib. VII, und VIII; hausliche Lectüre aus Karthelenug, voyage du, jenno Auucharsis, auch zu Vortragen benußzt. Grammatit nach Ploet, fus II. Leetion 38— 75, Sxereitien und rtemporalien. 4 Std. Dr. Lambeck 5 Engliſch, Leetire aus Lidecing(rring, Dickens; Oiftoriſches und Reden). Grammatit nach Geſenius, Theil. Crercitien und Ertemporalien, 3 Std. Prof. Krahmer, 6. Geſchichte und Geographie Mülete Geſchichte. Witderholungen in freien Vorträgen.— Europa, Aſſen, Airita und Amerig. 3 Sid. S.⸗ Dr. Lüdke; W.⸗ Proß, Kerahmer. 7 Pauſik. Mechanit, Alnſüt, Magnetamus, Reibungselertreitit, Galvanismus. 2 Std. Prof. Schütte. 8 Chemie. Nach Wirderholung der Metalbide die wichtiien Säuren. 2 Std. Paſſow. 9. Mathematik. Couſtruckion algebraiſcher Ausdrcke, Stereometrie; quadratſſhe Gleichungen, Progreſſonen, Inſeszinorechnung, 5 Std. Prof. Schütte. 10. Naturbeſchrribung, Elemente der Pflanzen⸗Anatomie und Phyſiologie, Wiederholung wichiger Pflanzen⸗ familie ineralogie. 2 Sid, Paſſow 3. 1I. Zeichnen. Freihandzeichnen nach Gps, llebung im Federzeichnen und Tuſchen; gometriſches Zeichnen, architerioniſches und MaſchinenZeichnen(Sünlenordnungen). Vorübungen im Planzeichnen. 2 St. Müller. Lingen wie J. Unter-s. mda.*) Einjähriger Curſus. Ordinarius: Oberlehrer Paſſow. 1. Neligon, Lertixe allreſtamentariſcer Alſchnite mit beſonderer Berickſchügung der Meſſini ſagunge Erlernen ausgewählter Pſalmen, ſonſt wie I. 2 Std. S.: P. Bindemann; W.: Dr. Lüdke. 2. Deutich, Lerüre der Glock, des Spazierganges, Worte des Glaubens, Clnſiſches eſt don Schller; das Wichiigſte aus der Melrik; fraie Aufäe. 3 Std. cwek. I S.: Dirretor und Dhr. Block; W.: Dr. Block. coct. II Foerſter. Latein, Letüre des Orid letam, Iv. I. 1— 451 und des Caesar hell. gall. lb. V. Temus, und Waduglehre, Proſsdie und Meirik. Eercluͤen und Extemporalien. 4 Std. cwei. Iund il Dr. Düſi 4. Franßöſih. Leetite des Sögur Uhe 1-= IV, in coet. I und des Charlemmgno von Cuhellgu in Loci. Il. Grammatit nach Plort, Eurſus II, vect. 39—57, Cxereitien und Extemporalie d Coet. 1und II S. Direttor und Dr. Lambec. W. cvet. I Ur. Lambed; coct. II Dr. Kar 5. Engliſch. Lectüre aus Lidecing(eſchichtiches). Graumntit nach Geſening 2. Theil. Crereltien und Extemporalien, 4 Std. S: coot. I Prof. Krahmer, coet. II Dr. Lüdle; W.: coet. 1 und II „Prof Krahmer 6. Geſchichte und Geograuhie, Alte Geſchichte.— Die außereuropüſchen Endheile. 3 Std. S.: coet. I und 1I P. Bindemann; W. Dr Lüdke, *. Phyſit, Allgemeine Eigenſchaften der Körper, Statit feſt Meteoxoloſie 2 Std, coct. undell, Proſt s. Chemnir. Sguerſioff Waſſerſtoff, Kohlenſt l und II 9. Mathematik. Wfederholung und Erweiterung des geometriſchen und arithmetiſchen Penſums der Ober⸗ Tertia, Berührungsprohlem des Avollonius; Trigonometrie, Logrithmen, Gleichungen erſten und zweiten Grades. 5 Std. waat. Paſſow, coci. II. Dr. Geutzen, 10. Naturbeſchreibung. Beſprechung ausgewählter Pflangen⸗Famillen(Humboldds, Pflanzenſormen); die Wirbelthier, Elemente der Anatomie und Phyfiologie. 2 Std. coot. 1 und II Paſſow. 11. Zeichnen. Freihandzeichnen nach Gups, Ornantnte nach Vorlagen; geometriſches(Projectienslehre) archi kectonſſches Zeichnen. 2 Std. Müller. 12. Singen wie J. ftülſiger und luftförmiger Körper, Wärmelehre, ütte. Schwefel, Phosphor, Chlor, Jod. 2 Std. coet. „Dee Alaſe wa n 2 Shtas gealen, welhe i der Relgian, Geſchchte, Gevrazbie Ghenie Aaturgecicte Phyſit und im Zeichnen combinirt waren. n 4 ſe Sid — 25— Ober-Tertin. Einjähriger Curſus. Ordinarius: Oberlehrer Dr. Lüdke. 1. Religion. Erklärung des 3. und 4. Hauptſtücts, Erlemmen der Belagſtellen, Geographie von Paläſtina; Ewangelium, Spruch und Led wie I. 2 Std. Dr. Lüdle. Deutſch, dectüre und Erklärung Uhland'ſcher, Schilkrſſcher und Goetheſcher Valladen, das Wichtigſte aus der Metrik. Interunktions, und Satzlehre, Declamirübungen und freie Aufſäte. 3 Std. Dr. Block. 3. Latein. Lertüre des(uesur bell. gall. lib. I- III. Wiederholung der ganzen Caſuslehre; Erercitien und Ertemporalien. 6 Std. Dr. Lüdke. 4 Frunzöſſch, Lertire des Allerry. Cnillnme lo Conquteant ehup. 92, 142. Granmatt nach Plcet, darſug 2, Let. 26— 36. Grertiien und Ertemporalien. 4 Std. Dr. Karmohl⸗ Engliſch. Leetre aus Lidecking, 1. Theil. Grammatit nach Geſenius, 1. Theil Kap. 1— 24. Exrreitien und Extemporalien. 4 Stb. S.: Prof. Krahmer, W.: Dr. Lambeck. 6. Geſchichte und Geographie. Deutſche Geſchichte von Rudolf von Habsburg bis 1786. S.: P. Binde⸗ mann, W.: Eic.— Deutſchland beſonders Preußen. 4. Std. S. Prof. Krahmer, W. Eick. 7. Mathematik und Rechnen. Slichlächigteit und Aehnlicheit, Proportionen, Potenzen, Wurzeln, Gleichungen erſten Grades unt einer Unbelannten, Discont, Gewint. und Verluſt⸗Rechnung, Verechnung von Werthpapieren. 6 Std. Dr. Oenten. 5 Katurbeſchrribung. Das natlriche Pſtanzenſgſtem. Deutſche Wirbelthier. 2 Sid. Paiſow Zeichnen. Freihandzeichen nach Hohzkärpern und Vorlegeblättenn(Schreibers Körperſnidien, Ormamente nach Andet), Bauzeichnen, Elemente der Perſpective. 2 Std. Muller. 10. Singen wie I. Die weniger geibten Sänger dieſer Klaſſe und der Klaſſen IB- VI bilden den zweiten Säͤngertreis und ſingen Choräle und dwiftimmige Lieder. 2 Std. Kirchhoff. 9 Unter-Tertia. Einjähriger Curſus) Ordinarius: Dr. Geutzen. Neligion. Das 1. und 2, Hauptſtick mit Belagſtelen; ſonſt wie 1. 2 Std. Dr. Brügmann. Deuiſch Die Sablehre. Erilärung und Erlernen auczewählter Gedichte nach dem Canon. Fre⸗ 3 c. S. Dr. Herbſt und Förſter, W. Eick. Latein. Letture des Nehos plenior(imon, Periales, Aleidiadles, Lsander, Purasyhul, Conon, Iphi- erates, Chabrias, Tlmotheus). Erweiterung der Caſuslehre(gen. und ahl.); Crereitien und Ektemßoralien. 5. Std. Förſter. Franßöſſſch. Lertüre des Miohand promlibre eruisnde chap, 8 14. Grammatit nach Plortz Gurſus 2, Lec 1.— 23. Grercitien und Ertemporalien, 4 Std. Vr. Gentzen. Engliſch. Die Elemente dieſer Sprache nach Geſenius; mündliche und ſchriftlche Urbungen. 4 Std Ur. Lambeck z Geſchichte und Geograuhie. Deutſche Geſchiche bis auf udolf von Habsburg.— Gurops, beſenders utſhinnds ef enhir Speſchinpemann, Wen Gic Mathematik und Rechnen. Kreilehre und zahlreiche Aufgaben aus der Dreiecalehre. Die 4 Sprcies mit algebraiſczen Zahlen.— Brutto, Rabatr, Gewinne und VerluſtRechmumg. 6 Std. Dr. Genten. Naturbeſchreibung. Einige Pflanzenfamillen des natürlichen Shſtems.— Gliederthiere. 2 Std. S: Borgwardt, W. Paſſſow. Zeichnen. Jreihandzeichen nach Vorzeichnung und nach der Natur, Zeichnen und Schattiren nach Holz krern, geometriſches Zeichnen. 2 Std. Muͤller. 10. Singen wie IIIA. kn Aufſäbe. 8 2 8 * ð „) Das peſun diſer Kuſe it bemäſen, daß dieſbe don ſahilet und ſehigen Schlem in ſſſ men halben 4 — 2²6— Quarta A. Einjähriger Curſus. Ordinarius: S. Dr. Herbſt; W. Dr. Karmohl. died Faugſte nit Lutſerg Erlirung. Wecheſiruch und Lied nach dem Bihelkalender, 2 Std. S Dr. Herbſt, W.: Dr. Karmohl. 2. Deutſch. Lerture aus Maſtus und hieran der einfach erweiterte und der zuſammengezogene Sat. Erlernen R. rncht zach dem Gmwn. Dulammtgthunmen und fiie Luſſte, 3 S. S. Vr derbt, W.: Dr. Bäker, 3. Latein. Lertüre des keinen Horodot eap. 1 60. Die wichtigſten Regeln der Shntax der Caſus, mit kuſalaß des m. und abl. Exereitien und Extemporalien. 6 Stv. S.: Dr. Herbſt, W.: Dr. Karmohl. 4. Franßöſiſch. Grammatik nach Ploet, Curſus für Quarta. Lectüre aus Lideciing und Retroverſion. deelietien und Ertenforalin, ,Stde n, Brüsmanm. 5. Geſchichte und Geographie. Grieciiſche Geſchicte bis zum Tode der Kaſerzeit(Auguſtus, Tiberius, Nero).— Die außereurope Dr. Block. 6. Mathematik und Rechnen. Elemente der Planimetrie, Dreiecklehre, Vierecslehre.— Zuſammengeſecte und umgetehrte Regeldetri, Geſelſchafts⸗ und Zinsrethnumg. 6 Std. S.: Borgwardt W.: Jobſt. 7. Naturbeſchreibung. u. Demonſnationen, das Liunſche Syſtem. Wirbelthiere. 2 Siv. S. 2 Stv. Müller. ller. 1. Neligion. Lectüre des Lucas⸗Evangel kernnders, rimiſche bis zum Bezinn iiſchen Erdtheile; Kartenzeichnen. 4 Std. Quarta B. Einjähriger Gurſus. Ordinarius: Dr. Brügmann. Die glaſſe it uane A. crrdinie; hier wie in Calis B. und Fete R. brginnt und endet der Eucus zn Micneis Die Penſen und die Stundenzahl ſind dieſelben wie in IVA. Die Vertheilung der Lertionen war folgende. Neligion, Deutſch, Latein(lerodot pug. 1.—1263 Geſchichte, Geographie Dr. Brügmann; Franzöſiſch S.: Dr. Herbſt, W., Dr. Karmohl; Mathematit, Rechnen, Naturbeſchreibung S.: Borg⸗ wardt, W.: Jobſt; Zeichnen, Schreiben Müller; Singen Kirchhoff. Quinta A. Einjähriger Curſus. Ordinarius: S. Dr. Karmohl; W. Dr. Düſing. 1. Neligion. Bibliſche Geſchichten des A. und N. Teſtaments nach Zahn. Die 3 erſten Hauptſticke mit Luthers Erllätung. Wochenſpruch und Lied wie IV. 3 Sid. S.; Dr. Karmohl, We: Dr. Düſing. 2. Deutſch. Lectüre aus Maſius, an derſelben der einfache und einfach erweiterte Sat., Derlamirübungen, kleine Aufſätze und zuweilen ein Dictat. 4 Std. Dr. Karmohl, W., Eick. 8. Lntein. Die unregelmäßigen Formen in Declinaton, Conzugntian ind Combaration; die Fürvörter, Zahl. wüärter, Umſtandsworier, Verhültniſwörter, die verha doponentia, defectia und anomula. Cectüre einiger Ueiner Fabeln. Ertenporalien. 6. Std. S.: r. Karmohl, W.: Dr. Düſing. 4. Franzöſtſch. Die Elemente dieſer Sprache nach Ploeh, Curſus für Suinta. Extemporalien. 5 Std. S Laupichler, W.: Jörſter 5. Geſchichte und Geogruphic. Gricchiche Sage(Theſeus, Alegonauten, Hereules, Cadmag)z die Nibelungen⸗ ſage.— Dlgemeine Geographie von Europa. 3 Stv, S.: P. Bindemann, W. Eick. 6. Rechnen. Bruchrechnen in benannten und unbenaunten Zahlen, Regeldetri mit Brüchen, Decimalbrüche. 4 Std. S. Laupichler, W.: Herfarth.. 7. Naturbeſchreibung. BVeſchreibung ausgewahlter Pflanzen und Thiere Gogel, Jſſhe) 2 Std. S: Lau⸗ pichler, W.: Jobſt. 8. Zeichnen, Fornlehre und Uebungen im Zeichnen von Battformen, Zuſammenſtelung von Blätter, Vünigen zud Früchten zu omamentalen Gehilden., 2. Sid. Müllor 9. Schreiben. Uebungen im Schänſchreihen nach Vorſchriſt und nach dem Tack. 2 Std. Kirchhoſſ. 10. Singen. Erweiterung der Uebungen aus Vl. 1 Stid. Dornheckter. Quinta B. Einjähriger Curſus. Ordinarius: S. Dr. Düſing; W. W. Förſter. (Guwen a cverdinin) Die Penſen und die Stundenzahl mie vA. Die Verthellung der Lectionen var folgende: Meligion, Deutſch, Latein S.: Dr. Düſing; W.: Religion, Latein Förſter; Deutſch Herfarth; Franföſiſch S.: Dr. Karmohl; W. Dr. Dlſing; Geſchichte und Geographie Prof. Schätte; Naturbeſchreibung S.: Vorgwardt; W.: Jobſt; Rechnen S. Vorgwardt; W.: Herfarth; Jeichnen Müller; Schreiben und Singen Kirchhoff. Sexta A. Einjähriger Curſus. Ordinarius: Dr. Block. 1. Religion. Bibliſche Geſchichten des A. und N. Teſtaments nach Zahn, die 3 erſten Hauptſtüche, Wochen⸗ ſpruch und Lied wie IV, 3 Std. Dr. Block. 2. Deutſch. Die Wortlehre und der einfache Satz Uebungen im Leſen, Erzählen des Geleſenen, Declamir⸗ libungen, Dittate und kleine Aufftze. 4 Std. S.:r. Blod, W.. Dr. Bäler, . Latein. Die regelmäͤfige Declination, Conjugation und Comparation. Mündliche und ſchriftliche Uebung im Uieberſeten. 3 Sid. Dr. Blod. 4. Geſchichte und Geugruphie, Erählungen aus der Odgſſe.— Allgemeine Urberſiht über die Eroberfüche 3ee, S Saueghler h Perſaßede 5. echnen. Die 4 Species mit einfach denumten Zahlen 4 Scd. Kirchhoff. 6 Bannſecndſang büſhehun anamniinr aſonmm und Tüin Eünm un Mrrlrn) 3u. S.⸗ Paſſow, W. Jobſt. Seichet dahiſehte und irſelum änſaß ermmenier Heüite auf Gnund der ſeibtn Balten. 2 St. er. 8 Sareie fnihe id briſce Shne m Dugſarn Mimnn md Chen mh tm a7 a68. eirchhoff. 9. Singen. Gehde, und Treſſclebungen. Einibung von einſtimmigen Volksliedern und Chorälen. 2 Std. Dormheckter. Sexta B. Einjähriger Curſus. Ordinarius: S. Förſter; W. Dr. Bäker. Gbenns a. cvrdinin) Die Penſen und die Stundenzahl wis VIg. Die Vertheilung der dertionen war folgende; Meligion, Latein S. Pörſter, W.: Dr. Baͤkerz Deutſch S.: Laupichlor, W.: Dr, Bäker; Geſchlchtr und Geographi S.: Laupichler, W.: Sick; Nechnen Kirchhoff; Naturbeſchreibung S. Förſter, W⸗ Zobſt; Zeichnen Müller; Schreiben und Singen Kirchhoff. Den Turnunterricht ertheilie in Gemeinſchaft mit R. Düſing⸗ Kirchhoff. Im Sommer turnte die ganze Schule in 2 wochentlicen Stunden, im Winter in je 1 Stunde. Zu diefen UUebungen traten im Sommer die Reihenübungen(milikairiſche Uebungen⸗ 4. — 2— Lehrer⸗Tabelle. 4. Namen. Gegenſtand. I. VI. 4. ewwe 1 conr ſun4. 1 I De. Prändi, ſelſſan Diatue e“ Denſc 2 Bare ra e nlſg, met Oeertt Geſhlthe nGeene r de d esi DeScnt e Deeran ppyfit he 1 Paſon. ſghenie enlede Srairnat drb ſ n ſarzaſnwenn. 5 r Ldle. ſaezwien drakaeg ſaaen Sid belſt, behtasen gea Dr. Lambeck granzöſſſch Di kätzer daaed v Gzengen, nun ent dühet daan Reanen Seden ie X De Tearnohlſgeigſen Wihut deßne nehe e 19es raagla SP Prignann geien arden Behrer, Heuiſch eenn eniſaenne eanegge veen 1 V Düſag deigion wben ditte ennan Beee hs branzgls II Förſe ee elgen elee dreet Hien Geoms Dr. Bloc elſlon ardend. veſter eunch rded. V R arin d. geſttze dea II.D Bälek, gelgan SieRebente denc Bennd Sh baaie II Müler, Gelzaß ne. Srehe 1s Riragof, enen daſſe Süie, Lelner ſSingen— 1s Dornhegler, ſSingen Selanglehrer 1 I. Jabſt e ralhem.Recnen raatzeftreldung 8 Geſcncle u Geoge den grchnen ſGefcich u. Geegt — 2— II. Aus der Schul⸗Chronik. Das Schullahr 187771s ſchloß am 10. April; das neu Sculjahr begann am 25, Ahpril mit der Einführung der Nodizen. Wie dasſelbe ein Jahr teffter Betrübniß für das geſammte Vaterland, denn die Tage der 11. Mai und der 2. Junt mit ihren fluchwundigen Attentaten auf unſern lieben Kaiſer und Konig ſezen ja unausliſchlich in den Blättern preußſſcher Geſchihte, ſo iſt dasſelbe außerdem für die Schule ein Jahr der Trauer geworden, da ſie in demſelben zvei Lehrer und zwei Schüler zu Grabe geleiten mußte⸗ Der Oberlehrer Herr Dr. Reinhold Fock, welcher der Anſtalt ſet ihrer Griindung angehürte und der ſchon ſchwer krank mit Aufbietung ſeiner Kräſte ſiinem Amte vorſtand, wurde unmittellar nach Wiederanfang der Lectionen am 30 Apeil uns plötlich durch den Tod entriſen und der ordentliche Lehrer Herr Dr. Sylpeſter Heröſt folgt ihm etenſo unerwartet am Schluſſe der Hundztegsſeren 7. Jun im Tode nach Beden eſrie bewahrt die Schule ein dankbares Gedenken!, Ebenſo betrauern wir den Tod des leben, zu ganz deſondern Hoſſtungen berechtigenden Ober Tertianers Paul lemk, welcher am 22. Juni 1878 im elterlichen Hauſe ſtard, und des Unter⸗Tertianers Max Meinke, des einzigen Kindes ſeiner tief trauernden Cltern, welcher am 2l. Frbruar 1870 nach nur lurzer Krankheit verſchied. Wie das Gedächtniß, der uns entriſenen Sollegen in beſonderen Trauerandachten geſeiert wurde, ſo gedachten wir auch der beden liehen Schüler in den Morgenandachten, welche die Schule nach ihrem Tobe wider verſammelt ſahen. Max⸗ Meinke geleiteten der Ordinarius und die Mitſchller zum Grabe. Schenke ihnen allen der gnädige Gott eine fröhliche Auferſtehung! In dieſer durch den Verluſt der Lehrkräfte ſchweren Zeit. ſtand uns Herr Paſtor Bindemann treu belſend zar Seite; für ſeine Aushülfe ſei ihm auch an dieſer Stelle berzlicerr Danl geſgt. Von anderen Störungen des Unterrichts abgeſehen ſei noch ervähnt, daß Herr Proſtſſor Krahmer zum Gebrauch einer Bavehenenen dedehnuhiſen leldn rhat ſoie daf der leneicneit dundzſhner Ertmunund geͤuungen, ſeinem Amte vier Wochen hindurch fern bleiben mußte „ee Die vacanten Lehrerſtellen wurden nach dem Beſchluß des Hochedlen Raths durch Ascenſion beſebtz die aufrlckenden Lehrer ſyrachen dem Patrone ihren herglihſten Dank aus, der auch hier noch wiederolt wird In die vorletze ordentliche Lehrerſtelle rückte der aus Prenzlau berufene wiſſenſchaftliche Hilſslehrer Herr Dr. Ferdinand Bäker), deſſen Emführung in ſein Amt am 14. Octber erſolgte; vereidigt wurde er am 11. December. Für die noch zu beſebenden Stund die Unter⸗Seeunda war füͤr das Schuliahr gelheilt worden— wurden die Schulamts Candidaten Herren Eick, Herfarth und Zobſt gewonnen. In den Tagen vam 24. bis 26. Aund unterzog der Geheime Regierungs⸗ und Prouinzal⸗Schulrath Herr Dr. Wehrmann die Anſtalt einer eingehenden Reviſion. Er wohnte dem Unterricht in allen Klaſſen und deden wefen ineriheenänden ei ſt Ralſſon, Deuſaz Fraaiſt, Aitenatt Shemi, ghnene lla Poyſit. Botanik; II. Latein, Deutſcht ll A. Religion, Franzeſiſch; AII B. Engliſch Arithmetik; 1yA. Religion, Recmen; IV B. Religon, Geſchichte, Rechnen, Naturgeſchichte; J K. Franzbſüſch, Geographie; VB. Schreiben; VIA. Rechnen; VIB. Jatein), ah die Arbeiten der Primaner im Laboratorium und die Turm und ſchen Uebungen der Schule auf dem Turnplatz. Ebenſo ſchenkte er uns ſeine Gegemwart bei der Enthülungsfeier der nen in der Auſs aufgeſtelten Biſten von Luher und Melanchthon und hielt am Schluſſeerſelben eine egreifende Anſprache an die Schiler. Am Cnde der Reuſion ſprach er in einer brſonderen Conferenz, welcher auch der weoſcholarch der Schult, dier Geheimralh Denhard, anmohnte, iber ſeine Wahrnehmungen und das eſammt Ergebniß der Rrviſton. Für die mannichfache Anregung, ſowie fir das Wohlwallen, welches der Wßla Commiſſarins reichem Maße der Anſtalt bewies, ſind wir demſelben zu herzlichen Danke verpilihtet Die Mehrzahl der Schller der Primg, Ober und Unter Seeunda unternahm in den Tagen 24. big 26. Auguft unter Leitung der Herren Forſter und Kirchhoff eine Rügemvanderung, die übrigen Klaſſen uniernahmen lleinere Ausftlge „e Am 2. Sepiember feierten wir das Stdaufeſt, in gewohnter Weiſe, Der Unterzeichete ſchloß im Hinblick auf dſe Attentate ſeine Anſprache an die Schler mit der Frage: Mit welchen Empfindungen ſeierm wir im Jahre der Schmach den Sedantage *) Jerdinand Friedric Gottfriedn aler wurde am 1a. December 1852 zu Ahelam geboren, beſuchte das Gyunmaſtum ſeiner Vaterſnde, beſtnd 1871 das Abllurkenten⸗Eruuen ſtudierte ln reiſswaid Phlologie, wurde Sſen 1875 zuns Bactar der uſohs deene uſcie es ſan Sſauts fnnnt alſethe ein Kabelahe an haneſun zu repiow, war von Oſern 1878 bis Mitnells als wiſenſchafticher Dütſstehier am unnaſiunn zu Prenzlau beſchäſigt und wurde von dort aus in ſein hieſges Amt beruſen. —— Das Herbſr Albiturienten Examen wurde am 17. September unter Vorſit des Herrn Canſſſorialrths Dalmer ahgehalien, Die 7 Abitirienten erhielten ſimmülich das Zeugniß der Reiſe Mit dem Schluß des Sommerſemeſters ſchied der ordentlihe Lehrer Herr Vorgwardt von uns, um einem Nufe an das Ksniglihe Gymmoſium zu Neu⸗Stetin Folge zu leſſen. Seine Plchtreue, welche er in feiner hielgen Auntsthätigtt bewieſen, werden wir in kreuem Gedchiniß bewahren! Das Winterſemrſter begannen wir am 14. October; mit dieſem Tnges traten außer dem ordentlichen Chrer, Herrn Dr. Bäker, die oben genaunten Schulamts⸗Candidaten als wiſenſchefliche Hilfslehrer bei der Schuls en, Die Mitel zur Gewimung der Hülfskeiſte hatte der Natron der Anſtalt mit altbemährter Mmi⸗ ſceng bereitpilig, gewührt,, Die Früglahrs Abituriemten⸗Priffung wurde am 7. März unter dem Vorſite des Herrn Geheimraths Dr. Wehrmaun abgehalten; 8 Abiturienten erhielten das Zeugniß der Reiſe Der Reinerrag des von der erſten Chorllaſſe der Amſtalt am 15. März veranſtalteten Conerrts ſoll wie bisher zur Ausſchurüchung der Aula mit ausgemaͤhlten Väſten verwendet werden Bii der diesmaligen Feier des Geburtsfeſtes Sr. Maleſtät des.Kaſers und Köni die Feſtrede halten. Verwaltung der Sliſtungen. ¹) Das Vermogen der Wittwen⸗ und Walſenkaſſe betrng am 31. Deeember 1877(ſ. das vorige drohean)............... 1413 4) Mart und hat ſich vurch Zinſen ſovie Beiträge der Miglieder bis 31. December 1878 vermehrt auf die Summe von........, 2e 2,,N.„1602,58 Mark. 2) Der Stipendienfonds(Stiftung alter Realſchüler) befaß am 31. Detember 1878 1950 Mark. Derſelbe wurde vermehrt durch: a. Ertrag einer Zeichenausſteltung........... 62,05 Mark. b. Geſchenk des Gaſtwirths Herrn Henning....... 20,00„ 9„„ Fem Felgenhaher......... 1009„ d.„„ Amd. derrm Paul⸗ e.,„ Abiturienten Hern Neuman 2000„ f. Reſt einer Sammlung der Klaſſe Ouarta. 1,00„ 8. 3alen...... 4 in Summä— 142,05% ſo daß derſelbe heute betrügt die Summe.... 002,05 Mark. . Das Stzzendium, iſt unterm 17. Januar er. im Betrage von 87,75 Mark einem Lbitmrienten unſerer Schule(auf 3 Jahre) verlohen. III. Verordnungen der Behörden. ¹) 8. Dun 1878. Das Käniglche Provinzal⸗Schuleollgium emſiehlt die Schriſt des Dr. gat:„Die Urſachen der Erblindung, ein Droh. und Troſtwort⸗, 2) 18, Juni 1878. Der Herr Wälniſer macht darauf aufmerham, daß an edaatznirte Schiler Dis, venſationen vom Turnumterrichte auf die Dauer von 14 Tngen, von der Volljehung der Wederimpfumg an gerechnet, zu ertheilen ſind. 4 3) 23. December 1878. Auß Veennlaſſung des Heren Minſters ordnet das Komigliche Sculcolegium an, daß die dreſlhrigen Verwaltumgsberichte Lon mmn an in der erſten Hülfte des Mai erſuattet werden ſollen. 4) 3. Janunr 1579. Dieſelbe Behörde verfüht, daß die nüchſten Oſtrſerien Mittwoch, den 2. Aril Wnittags, begimnen und mit Mittwoch, den 16. April endigen ſollen. — 81 IV. Statiſtiſche Nachrichten. Die Anſtalt zählte nach Semeſter und Klaſſen vertheilt Schüler: ſu.4.[u.. u.p. 1n.. Semeſter. 1. En. M.n. ue3. Summ. Sommer 78. † Winter 78/79. 1225 25 32 23 28 28 Zu Oſtern 1878 und im Laufe des Schuliahres 1878 9 verlieen die Anſtalt 76 Schller. Unter dieſen befanden ſich die Abiturienten — duf Dauonſ Prädikate No. Namen Geburtsort Sale in I. und Beruf. Stule Bemerkung. ——— Oſtern 1878. 0 Eduard Düwahl Stalſund genügend beßanden. Banſach 31 Ernſ dübner Straltund Veuäterd dſede. Sttihage. wiſenſcnſten e Henxy Joſepbv. Pierana 2, aut beſanden Bhalſac 3 Kalter Kaut Stralund 26 ſgenigend deſtanden alae 3 Avolf Tämh. Vant 3 ⁄ Fui eanden. neue 98 Bilhelm Warnke. Semlow⸗ 19½ a8 ſgen zgend beſtanden. Slud.d Theol. 6 Taul⸗Büge Erveipai b.Auclam.30 3 en igend beſtanden. Studedneuer Michaelig 1878. Sprüchen 97 Ernſt Brandenburg. Straſſund 16„½ ² ut beſande Sa hu 5 Sprachan as Wilhelm Koch Behrenwade. sſ 2 ſcenügens beimmder BStthe wiſenſchaften 39 Slegwnnd Lowenthat Sats 4 ² ſgenggend beſanden cBaſech ¹09 SurheMartens Verin 21 ³ 1 1 Fenügend bellanden Sudedäurde. 13, Jn Radenaßf hewerr. i ereeshene. Sirn 102 Friesrich Thlleov. AJolaaſ 1, ³ ² Aut leanden Lesde 10, Max Reumann aww. 20ℳG2 ² gengend beſandenſAiſtaf Die übrigen gingen ab aus: Ober⸗Prima. Hans Engel(Kauſmann), Hermann von Köhler(Soldat), Rihardt Wendt(Soldat). Ober⸗Secunda. (Kaufmann) Hermam Peters Auguſt Haß(Soldat), Hugs Hückſtaedt Cehrer), Ous Lange e iihem Eh Snlid Ghaſdingh (Kaufmann), Guſtäv Salomon(Kauſmann), Düto Schroeder(ardmam Unter⸗Secunda. Otto Abel(Kaufmann) Hermann Appel(Landmann), Guſtav Daehn(Landmann) Emil Gerlach Gatndenſe euurd Grünwals aufmann) Sin Rt uſhienteuer) KeaneuBita dh auſuunm, renfried Deſterreich(Kaufmann), Theodor Prützmaun(Landmann), Richard Sauerbier(Maurer), Mar Scholz(Ltauſmann) Wilhelm Schiever(Kaufmann), Wilhelm Schmock(Marine) Richard Voß (Candmann) Albert Wehergang(Kaufmann) Otto Witthans(Kaufmann) Hans Wolter(andmann). Ober⸗Tertia. nwalert Engel, poſtienſt), Oto Grünewald(Gewerbeſchule) Mar Peterſſen(Maurer) Paul Raat(Lehrer), Paul Witt(Seemaum). Unter⸗Tertia. Alfred Beyer(Landmann) Feminand Broockmann(erkrant), Werner Holſten(Landmann) Frit Martins(Landmanm, Carl Rubarth(Kaufmann), Franz Schoof(Mler) Fliedrich Schorler GKaufmann), Robert Stiegler(Kaufmann,, Luduig Weber(Schiſſeber) Wlhelm Wolter(Seeennm Durch den Tod verloren wir 2 Schüler, Die anderen verließen die zuſtalt aus Quarta A. und B. 1(G Kaufleute, 2 Schiffer, 2 Landleute, 1. Mäller, 1 Schmied, 1 Maler, 1 Schrifiſeber), aus Sunta R. und B. 4(2 Kaufteute, 1 Schlächter, 1 Meſſerchmid). V. Vermehrung der Lehr⸗Apparate. Die Lehrer⸗Bibliothek unter Au Dieſelbe wurde vermehrt durch: Viector Carus, Orchideen und Inſekten von Charles Darwin. Stuttgart 1877. Derſelbe, die verſchiedenen Blüthenformen von Charles Darwin. Georg Ebers, Uarda. Fünfzehnte Auflage. Düntzer, Schillers lyriſche Gedichte. Leipzig 1874. Georg Ebers, durch Goſen zum Sinai. Leipzig 1872. Georg Ebers, Homo sum. 1878. Bruno Bauer, Chriſtus und die Cäſaren. Berlin 1877. Düntzer, Goethe s lyriſche Gedichte. 2 Thle. Denkſchrift über die Pflege der Kunſt an den öffentlichen Bauwerken.(Geſchenk des Hochedlen Rathes.) Lucian Müller, Rei metricae Poetarum latinorum Summuarium. Petropoli 1878. Aug. Boltz, Die Sprache und ihr Leben Oſſenbach 1878. Georg Curtius, Grundzüge der rihiſchen Etymologie. 1873. Dr. Wilh. Buchner, Kunſtgeſchichte. Eſſen 1878. Ferd. Baur, Sprachwiſſen Ginleitung in das Griechiſce und Lattiniſche, Bouterwel und Tegge, die allſprachliche Orthorpie Praris, K. Barthel: die deutſche Nationalliteratur der Neuzeit, 9. Auftl. G. Rheinhard, Catsaris 1 de Bello Gallico. L. Müller, Orthographiae et Prosodine lat. Summarium. Fr. Schöll, De accentu lingune latinae. Die Shiler llſnher zählt 1537 Bände. Die Huͤlfs⸗Bibliothek zählt 550 Bände. Der phyſikaliſche Apparat unter Aufſicht des Herrn Profeſſor Dr. Schütte wurde vermehrt um eine Sirene nach Seebec, Alangfigurenapparat, Stereoscoi, 2 glaſchemlemente, Coihrohr, Der cheuiifhͤe Apomrut unter Aufſcht des Herrn Oberlehrers Paſſotd erfuhr die nathuendigen Ergänzungen, namentlich wurde ein Kipy ſcher Schwefelwaſſerſtoff Apparat angeſchafft. Die maturgiſtoriſche Sammlung unter derſelben Aufſiht erhielt durch Ankauf: 15 Dünuſch 1 Augenmadell 1 Wiedehopf, 1 Ulferſchwalbe, 1 Sturmſchwalbe, eine Sammlung Concholien; an größerrn Geſchenken: 1 Rehgeweih von Kräft(IIIb), 1 Canarienvogel ei Pennczelo en(lIh), 2 Canarienvögel in Spiritus von Wehergang(lIh), 1. Ess⸗Tauchente von Herm L. Beſterreich, mehrere braſllianiſche Bögel von Herrn Fritz Lorgus in Braſilien, 1 Gabelveihe von Herrn M. Harder, 2 Schmetterlingsſinken von Zarncke(VI), 1 Pirol von Pieritz(1), 3 auſtraliſche Vögel von Herrn Candidat Mahnke, 1 Schildkröte und 1 Schlangenhaut von Mintzlaff(). 1 Stück eines Krolodilbanzers von Engel(!), 1, Seewolf von errn Seronamterath Autsberg, 1 Raſtan mit Canchlien nan dern raiheigtret Schnitter und Stück Granit mit großen Granaten vom Herrn Bauführer Kücken. Die Sammlung der Zeichnungen und Modelle unter Aufſicht des Zeichenlehrers Herrn Müller erhielt durch Aukauf: 15 Holztörper, das polhchrome Flachornament von Prof. Anton Andel, Heft 1- 5. Die Sammlung der Noten unter Aufſicht des Geſanglehrers Herrn Dorn heckter wurde vermehrt um: C. Reinecke op. 133(Schucewittchen) Clavierauszug; P. Huber, Thürmerstochter, Clavierauszug und Singſtimme. Kiahnn weiren gerese erhet de Schle uen derm DefeBrghner, De ungehen in Gü ſund von O. Francke; Illustrated London news 3 vol.; Von Herrn Oberlehrer Dr. Lambeck: 1tters of Lady Nontagu, von ihm herausgegeben; vom Unter⸗Secundaner Stahnke: Scribe, le verre d'eau; vom Unter⸗ Tertianer Knorre(für die Hülfsbibliothek): Zahn, Fölſing und Weller; vom Quartaner Schirmeiſter: Wirt shaus am Speſſart mid vom Quarianer Seifert Sezolit von Kühn(ſür die Schller Bbiuthel), Für die geſchenkten Gegenſtände ſage ich auch hier noch allen Gebern den beſten Dank. t des Herrn Oberlehrers Dr. Lüdle zählt jezt 1344 Binde. — 3 Verzeichniß der in der Anſtalt gebrauchten Lehrbücher und Jeitfaden. e. Bätel, Geſangbuch, Bibelkalender, Richter Hülſsbuch; Deutſch Biehofz Vatein. Lqrius. er Oxid; Frauzöſiſch. Herrig, Ploet, die Antoren; Engliſch Herrig, Shakeſeare; Mathe⸗ matik und Phyſik. Kambly, Schütte, Müller; Geſchichie. Plortz. Dielit. uI. Religion und Deutſch wie l. Latein. Cicero, Sallust,(rid.(ezur, Schultz Grammatit, Fran zoſiſch. Segur. Ploetz; Engliſch, Herrig, Geſenius, videcing; Mathematit und Phyſit wie J. laußer Schütte, Geſchichte wie 1. Geograßhie. Danidl; Naturbeſchreibung. Paſſow. IIIA. Religlon wie I.(auher Richterz; Deutſch. Mager, Wendt; Latein. Dſermam; Fran zoſiſch. Tliertv, Ploet; En liſch Livecing, Geſemusz Geſchichte⸗ Müller ſonſt wie Il. 1IIB. Religion und Deutſch wie lUlA.; Latein Nehos Plenior, Oſtermann; Franzöſiſch. liehaud loet; ſonſt wie I. IV. Religion wie III.; Deutſch Maſius; Latein. Weller, Oſtermann; Franzöſiſch. Ploetz, Lüdecking, ſonſt wie II. V. Religion. Zahn, ſonſt wie IIl.; Deutſch wie IV.; Latein. Kuhr, v. Gruber; Franzöſiſch. Ploetz; Rechnen Forlſing; Geographie und Naturbeſchreibung wie IIl. VI wie V. außer tiloet 1. Retigi Das neue Schuljahr beginnt Donnexstag, 17. April. Die Prüſung neuer die Sexta⸗Aspiranten Donnerstag, 3. April für die ibrigen Mittwoch, 16. April, früh dUhr im vorale der Anſtalt ſtait. Bei der Anmeldung ſind as Tauf⸗((Heburts.) und zweite Impfzeugniß und ein orduungsmäßiges Abgangs⸗Zeugniß der früher beſuchten Schule mit zur Stelle zu bringen Dee UUnterrichts, und Prifungs⸗ Ordnung vom 6. Oetober 150 ſett in§. 2 ſeſtt, Der Emtritt in die Seta erfolgt in der Regel nicht vor dem vollendeten neunten Lebensjahr, Die zur Aufnahme in die Sera erforderlichen Kenntuiſſe und Fertigkeiten ſud, Gelauſigtet im Leſen lateintſcher und deutſcher Drucſchrift; eine Varlen in vinite Zaueönien wesiczedees afen en eigerde kene Snnnn Sicherheit in den 4A Nechnungsarten mit gleichbenaunten Zahlen. In der Religion wird einige Belanntſchaft mit den Geſchichten des alten und neuen Teſtaments, ſowie(bei den evangeliſcen Schülern) mit Bibelſrüchen Leederverſen geſordert⸗ Bei der Aufnahme von Schülern, die nach Alter und Vorkenntniſſen in eine höherr Klaſſe als Segta eineten zu können erwarten, iſt beſonders darauf zu achten, daß ſie im Weſentlichen das Malz von Kenntuiſſen mitbringen, welches ſie befähigt, mit den linger auf der Schule umterrichteien Schülern gleichen Schritt zu halten. Dr. Brandt. üler findet für — e