Programm der Realſchule erſter Ordnung zu Stralſund Oſtern 1378. Im Namen des Lehrer⸗Collegiums herausgegeben won dem Dieketor Dr. Eruſt randt, nuuter des Knilicen Haberzolernſchen Hausarden Inhalt: 1. Ueber rhythmiſche Malerei in Ovids Metamorphoſen, Abhandlumg des Oberlehrers Dr. Lüdke 2. Schulnachrichten vom Ditertor —'; Stralſund, 187s. Druc der auuigl. Negerungs Budhdruckre 1878 Progr Nr 117 Schüler⸗Berzeichniß. prima. ¹. Sno Jbszagen aus Jonweult ² Kilbeim Autgterg aus Stratfand, Whar Anderſck ℳ3„ e, Sanb Banbannn. 3. Eruard Dindabt 6 Suwo Germam„„ 7. Hans Euß 8 Cart Feuſdader aus Aaalgat, 9. Allerd hllnowe e Vahſerdor 10 Wibetn Heßz ans alawen I. Erutt Hütner aus Etnaliumd 12 Jant Iöc,, a 1a Henrch Jaſeni ans Barne 14 Plteim Koch aus⸗Vehrrmwande 1f. Hennann ve ller aus Franskurg, 1e. ernann arrmig aus Vor e Stagnuund Chwenthal aus Sitz. 18. Knsp Alnriens ans derin 19. Earr Rilendurg ans Staſund i Gatt Mſchelahs oner 3r. Mar Jrlgnann e Kan . Andelnd Srſen. Noſuc 23. Walte Paulen, Stratind 21. Mar Bundelef„.„ Waren henn. 23. Nolert Splher aus Staaßſnd 26. Awolih Siahre de, wn 27 Idalgz Tanß„ Saii. 2s Emald Teanmw„ Wagan . Fus Thurww“ e 30. Gaitein Wurne aus Sembow 31 glchardt Ewendte d. Straljude 32. Paul Vige aus Rütlingzauen Ober-Secunda. 2n. Guſtas Bfel aus Stralſund. Llak Engel„ a Withenn Vauſer'aus Buin, 1. Wlltelm Hauw e Straljud. Srlc Hardenuck. Kubewie⸗ 8. Auguſj Haß aus Stralſume T. Hags Snahadt aus Strafund. 8. Aler Ibang„, e, 8. Herman ditn.„ 1ar Fuſnv Keame.„ II. Perpoln rlger 3 l Bus dange an eh an. Ia. Prul Fange e Wagaſ etntgund 1e Heneih armv aus uiſt 1s. DenmannäRäters, Brſumd ls. Nober Perit aus⸗Grunmenhagen 19. Jri v. Rehe aus Arnaterg .e. Mlan iemann, Stratu a1 Sani Rüterzuſc Vtnmen Zmdi aun Chnmen. 3i Dund Scheder aus trallumd 3 CardBnanalp ons annen 2e. Zältzenn khämlih e Mocelbel 26. Augung Wagner ans ugt 2i Ine Seingat ans rann. Unter-Secunda. 1. Ouo Abel aus Stralſe 3. Fernamn dippel ans Grimmmenof Aifrd Baglenhs aus Varn Guſton Tahn aus Varbeluiz xi m- Schmuen Sexie hs un Bane dee Aunets uxelangen der mi bettner i e Winter⸗Semeſter 187178. End Genehrat as Strahud. ah ul wea ne Srhen 6. Emil Gerlach aus Züli. Johannes Luhde aus 3 Kal Vſde na hlgne NRnnns Jeren Eegabſhſa e enan Kenann enns z drran Feinahlrieans gen Heh hn innnaersonen Kicbehnend Kehrin uns. i Jiaſ Rinwemadelenn geleerelnanna Rhet ſinſenanc dhenhn 1 Sii Sehin aae wen heiſen agaa den ich ennſdiae a Keeehis an auſhn Phunöenoene⸗e dnen. ai dan dat an Bunhn. I nosen vn en. 4 Pnd Bandeez ie Pülen en, Binmn Shner⸗ ie Senagn: k inen Sſinen. ſ Fannaie enei Fereeie iſri in enn i Peheidütnnen ihan Anatuan 3i Aihin Sane., uxming 2s Baaeder Ainen ar evexkag i Sunnder Ganite.„. uamainn 3s Beunzn ernne anhnde: Fruzen eeard hend a Ergſet,. Sa eiahans beg rnn Benneneatt, Kaneniennd eh Stnulund en Plen tane Shllang Araltaden a demmann Eangesn Vwnuhese nnut Ktnnegtedane 3 denhn köns, Si din ee dns Mn I enn annen.: t etes Baennn enrunanne 38. ginn Riten,, II tnad Sannnens ahnn 1 hen Saſer ans Kai Unter-Tortia. Uülheln Sclnas ant Einin. Ahed Rar ans Beenge Paul Blaunower, Straßſnd. Man Scols d Wlbemm Dami,. ue, Kane Slahne aus'Rerh. lichard Voßz aus Anmenbof, 1 Heinrich Diräs aus giügſt Alder ggexergaug aus'Sttalſund 3. auſt Borer aus Sagrte⸗ Sno daildmmcng„3 Su, Hans Corrt aus Sinhund. dans Walier„„ dagacn Enern e 3. Carl Jranchang. ober-Tertia. Kltzaid allbe a resric eß aus preſor Tta Ghrüneaid aus Verga⸗ Hermann rimnaldi aus Stralſun Aiden Hadge. 4 Sn emnam.: Helnnatz Heinhelnanm a 5 1 Klherd nnelnaun e 1 Frauß Alreus aus Strulſund 2 Eruisandsrd aus Jialnm 2. Mllelm Randt uns En 1 Fbkric Afche ar 3. Kani Barelgeans Stralſnd 8. Miar Vuthje aus Peen 8. Eung Heneiendoſf aus Stratlund. Saut Jane hunay Hen aus Sumtäna d Jaua Wühein endgam.. darleHundrlezs aus Strallum Frun Buſe n„.. Vernet Holſen, Sieutagen Baßee Srueße Pan Halſens cndn iabin nn reheten: au bani Akan: Feanihnt ane Szennen Renesdande e ahen Mhahsdeeh“b lhaß hnrrnamf ans Beun ni lennln an deae Ktgſenann⸗aleude Kernhmd am.. Srrc aanwam e d3. Acurn Danſcnlag„ Alrjhre li iterr eumenmaus Stralſund. 19 Nodert Bibet aus ſan 1 Jaud dert aus Stralhund. 1e Aortbert Engel aus de⸗ 18. zaezard Falkanal ns Aucenwalde 19 Sart zold aus Stealſund 30. Heineic Grnal d an Faies Lehannd an daſson Augunt Saſe aus Strallund Keerg Mias aus unn 33. Talt Hemmug a, wuue, 3s. Siw Wamter aus Slralhum 21. Haus Hollet„ Langkhanshsgen a3 Arel,Auehront e Run 2r Dar Holſem e 3. Pon Man aus ⸗etralund e Albertd Homenär aus Stralſund. s Fredrſt d. Normanm aus Simlium. .Due rſe aus⸗ 36 Permaul Panels nn d, 28 Stus Rutataus Nltſze 3. Hans Pſc. 3 Ksoe t ars Sehnn is inic Pagie aus Seulbn. 30. Paler gasGain Staind. 3 Hermanmgfſpo aus Stratſumd 31. Mar⸗rhiln ans⸗Alcfähre 40. Kardeiel ans aungn i8 Ganaed Ariget an Stalſum 4n ſanl zeetugus fhnen i Nennes er. d, 32 Lart abanz ans Strlium ug aus Soltendon . Lte Lobecc.„ 38 Sis Blgeun d. Scrven aus Strallund Alhet Süuſt ans Kerna Frams Scoof, Strilſaud Btnh Sdhorbei.„ Blto Schrüder aus Hans Schinnmnm a. Du Stcger aus Kereiiagen Nabers Segler aus Stralfand Nax Tesnsp,, Eun Kewe.. Paut WWeck Albert Blde aus Velmtänbagen Praut Wlt aus Stralſund Ferrg Wt, e, itzahe Quarta a. Nober Albraht ans Strutſund Arans Bardart e, Su, Nann Vane: end evehug in Sndet ſan De ans Baazabene Eung eectinannee Can Aumfo rand'ans Stallnd Kenna hufaes Faan darttHagemalefaus Stauſund. Mane Hahn un, S, Orio deunng 12 Jrul Holien aus Sreintazen Zans 2 Dumcher aus Stkalſumd. Si direr er„, unt anc„ MMar äapener Nhsd Seiger aus anme. lten dage aus Stalennagen. danl larangf ans Steuſund Kterelarn ans Sur Waanhene„ aen aie Mate 3 Müvann gter 3 ubelurawükraus dichon Fuſtad pwernnnn, and Sttälſd Naar enn Alitn Ratwis.. B Ernt veamnr Gto Funt ans Frzourge Biltzeln Ralf ang Skraſn Jraut Somud, S, aiar Scut.„ ues Shier.. der Shne. 3 Nicrd Srin eha Shnus ne.. e genenm.„ dis Water„„ Quarta B. Felx u Veringe aus Stuln Eat botorngtent Grnnt ſent Van aus Scharfſß Kſe deaadt eus Seunen Jolrnnss Cwers„ Stual Aluert Faufte„„ Hugo Fiur,„ Pn Fun„ . Käterrch Hennzug aus„ Sregkned Henmſen aus aapelm tezander Hindeichs, Stralhund. Rendard Hubner aud Wütvv. Setdorf aus Stealund 6 endagen Auguß Knontt aus Welzien uclmn rct„ Barh Zen Kahl„ Staallund i Gnſtav veweren, ir Hermann Lonnzes aus Harg⸗ Radalſ mealendurg aus Stratſum Mlar Ullan aus ſtgion Nar Mätrer aus Stratſum. 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Suo Ahteegen uns Vicdani Nas düenene aüſ dnt Warnt enas ünttazen M dedaragtel s Batnde Lentn balrit Eten ennam Caßzang- e 3en ,. dir gamed.; ei eeh 3 iieheun gehen t Stealan t anſenjget Lträfunn nl Snch h3„ e, Lan Ken., "4. Mnerdeeeen ⸗„: 5 iantd Biahwif.., Mübit Stratlund. 3 19 17. 18 ¹9 20. 21 2 21. 2 28. 27. 4 2 1 Aad Duagen. kant Dun ⸗: Erhnamn Vinmen 7. art lenberder a daittrg 1Rorn. 3 Sit Egnert aus Sttafund 3 Jarl Een d 19 Vltern Fun. 11. dantun Heminä 12 Jnlottd Homchexae, 13. Mälheln anaumer. It Sarl amaaf anse“- Is. Ends Anrh,, ¹h. darh Siu 5 It Walbehn Pere 18 Enit eazemns 18 Enig Bet, Srimmegogen. 30 Larl Schne ens Stllund dl. dii Starß, S 2s Sart Stan„ 2i dor Samanenie 2M Karſ Satünſaus 2 Ctrenf Gatt aus⸗ 2i. Erni nes ams Carlärenzagen „r. Fergtaos tner ans nſe Sexta B. t Hernaun Albratt aus Strahu 2 L aanle nn grrar⸗ rang Leng, Stzalum ¹. Jer das, Su a darkidenmnmii a.„ 8. uo Nenemhns.. 8. Hanantenre, 8 LanleEltner aus Jair. ae Ernn Cald ans⸗Strind. 1de Sashac'hchnlund auß eſtdun 11. Seh Aroll Harder ans rgdeef ¹2 Ernt Hamemain aus Eträlſund. 1i Ganteds Menkmnurgy ause 14. Saiar Bacgaels ang s ⸗ 18. Frcig Moler„. 13. Nr Nenmam:„ Ii Sent elerch Maus. Is Miar Perea, Standgn. 19. Jehanbes Aung„ Lunsozc 20. Aiin Schmüdt„ Stealſund r Herhanm Eaot„ Sie 3 Sonntnt ⸗ auſxanarf Emmſe Wintzlaff aus Strallund etn didteh e, Sn ia aaheaee.„ datt Räeer.. kadt Rienam- gs Kitag Gauiden 8. Haal Swiling„ Arloun⸗ lgeln Schineiſer ause gulbus Larl,Sehreter aus Stralſind Hermand Schräder d. e Franz Veih aus., Ernſs Beber“n, Hans Wevergaug a.⸗ Faul grruſe 3u„ Sexta A. galheln Ball aus Stralſund. Naben Vuſſen„ Auquz Bihtimg.„ 28. Olbo Schult aus Stralſunde 2 33 Sio 36. E. Heunz Girga'e äcfs Haus Waller. Paveilagen Nr zarmte„ Sttalnn Uleber rhythmiſche nntialerei in Ovid's Metamorphoſen. Dno sant igitar wn, abae permaleeamt aates, omas ot mawworus. Cie. O 49. 103. In dem zu Oſtern 1871 erſchenenen Prograume dieſer Auſialt habe ich nachzuweiſen geſucht, wie Ovid ſich in den Metamorphoſen an vielen Stellen der Lautmalerei bediente, im der Natur der datzuſtellenden Gegenſtände durch den Ausdrut gleichzukommen und ſo die Schönheit ſeinss Werkes zu erhshen. Zu den Mitteln der nachahmenden Darſtelumgsweiſe gehort aber außer der daumalerei noch die rhythmiſche Malerei, und auch dieſe hat Ovid in dem angeführten Werke keineswegs unbeachtet gelaſſen, ſondemm in ihr dieſelbe Meiſtrſchaft wie in jener bewährt. Alis ich vor ſieben gahren die Abhandlung„Uleber Lantmalerei in Oviys Metamorphoſen“ verfaßte gedachte ich anfangs zugleich die Kunſt dieſes Dichters in der rhythmiſchen Malerei zu ſchildern; da abe Ausfährung dieſes Planes die Grergen einer Programmr Abhandlung überſchriteen haben würde, ſo mußt die Darſtellung des zweiten Theiles meiner Arbeit auf ſpätere Zeit verſchiehen. Ehe ich dazu übergehe, ſei mir noch eine kurze Vorbemerung geſtattet Es iſt mir nach dem Erſcheinen des erſten Theiles der Einwurf gemacht worden, ab denn wohl der Dichter an manchen Stellen, wo ich ſeine Kunſt in der Lautmalerei beſonders zu erkennen glaubte, nicht ganz zufällig ſo geſcrien, und ob ihm alſs nicht Abſthten von mir untergelegt wären, die er me gehegt hätte. Ich antworte darauf, daß allerdings die Sprache in lautlicher Bezjehung für den Dichter mitarbeitet und ihm bei dielen Geltgenheiten freundliche Hilſe gewährt; doch kann ich nicht zugeben, daß eine ſolche Uebereinſiimmung des lautlichen Ausdrucks mit der Natur des darzuſtellenden Gegenſtandes, wie ſie uns bei Ooid und anderen taſſiſchen Dichtern, alten ſowohl wie neuen, entgegentrite, auf bloßem Zufall beruht. Vielmehr habe ich mich bemüht, in jener Abhandlung zu zeigen, daß dieſe Erſcheinmg ihren Grund hat in ganz beſtinnnten phyſiologiſchen Vorgängen, deren Weſen dem wahrhaft großen Dichter nicht verborgen bleiben kann; daß er ſich daher dieſes Müüttels abſictlich bedient, um ſeinem Werke dadurch beſondern Schmruc und eigenartige Schönheiten zu verleihen. Wenn dieſe mm nicht ohne Weiteres bei jedem Hörer— denn hören und nicht bloß mil den Augen leſen uuß man die Dichtenverke, um über ihre laullchen Schönheiten urtheilen zu konnen— Auerkennung finden, ſo liegt die Schuld nicht an dem Dichter, der ſich ſeines Thuns wohl bewußt geweſen iſt ſondern an dem Hürer deſſen Ohr nicht venjenigen Grad muſtkalſcher Ausbildung bett, um den Intencionen des Dichers hinſichtlich des rautlichen Ausdeuks folgen zu knnen. Lehrt doch die Erfahrung, daß es ſelbſt Leuten, die auf andren Gebieten den hächſen Grad der Bildung erreictt haben, trot aller Anſtrengung nicht gelingt, die Töne nach ihrer Höhe und Tiefe richtig zu 1 unterſcheiden, und kommt es doch ſogar vor, daß andere, die auf dem Clavier eine bedeutende Fertigkeit erlangt haben, nicht genau wiſſen, ob ihr Inſtrument verſtiumt iſt oder nicht, und welche Töne hauptſächlich unrein ſind geſchweige denn, daß ſie angeben küunten, wie die richtige Stimmung ſein müßte Kein Wunder, demn das Inſtrnment erſpart ihnen ja die Beurtheilung der Höhe und Nefe der Töue, raubt ihnen aber dadurch, wenn nicht mit dem Claierumterricht zugleich Geſangübungen verbunden ſind, wie in neueren Clavierſczulen empſohlen wird, ein wichtiges Mittel muſtalicher Ausbildung. Ebenſo mus auch das Ohr geütt werden, un die lantlichen Unterſchiede und Schönheiten in der Poeſierichig erkennen und beurtheilen zu lernen. Ver ſich hierum niche beklnmert der darf auch nicht glauben, daß er jemals die Kunſt klaſſſcher Dichter würdig ſchäten und ihre Werke voll und ganz verſtehen lernen werde, beſonders nicht die der grieciſchen und roiſchen Claſſiker. kht ſo ſchuierig iſt die richige Erfaſſung des rhythmiſchen Elementes und demgemäß auch die Eremmniß der ryythmiſchen Schönheiten in Dichterverten. Beim Rhyrhmus handelt es ſich haupeſächlih um eine beſtimmte Eintheilung der Zeit, wie ſie auch von dem ungebildeten Manne ohne ſonderliche Uebung bewerk ſteligt wird; man denle an den Haunmer und Dreſcherſchlng. Während es, um das melodüſhe Elemtent zum Bevußiſein zubringen, der meuſchlchen(auch thieriſchen) Stimme oder eines beſondern mnſſkliſchen Juftrmments berarf, begnigt ſich der Rhyehmus, um vernommen zu werden, mit den einſachſien Mitten.„Ein Annpäſt bleibt', wie Voß ſagt⸗),„Anabäſt, er mag auf der Laute und Harmonila klingen, oder von der Trommel und Heerpauke in das Ohr dröhnen, oder ſogar unter des Vöttthers zlipfel auf dem Tomenreif klappem“ Um ſo eher und unbeſtrittener werden daher die rhythmiſchen Schönheiten, welche ich in Ouids Metamorphofen nachweiſen will erkannt und anerkannt werden; da jedoch an den maleriſcſten derartigen Stellen oſt zugleich Lautmalerei von Ovid angewandt worden iſt, ſo werde ich auch nebenbei auf dieſe dinzuveiſen haben Mkau verſteht unter rhythmiſcher Malerei die nachahmende Darſtellung des Gegenſtandes vermitteſt der rhythmiſchen Bewegung. Rhythuuus iſt eine beſiinmmte Eintheilung der Zeit nach Geſetn, wie ſie der dem Mienſchen augeborne Sinn fir Vrdnung und Symmetrie auſſtellt Der Rhythmus mutß aber, um firnlich anſchaulich zu werden, an etwas Materielem ericheinen, das ſich meſſen läßt. Ein ſolches zu Grunde liegendes Materieles, von Ariſtorenus Rhytymizomenon genant, iſt für den Rhythmus der Poeſie der artiellrte Ton, der Laut der Sprache, durch den de Silben, dann die Worte u.ſ w. gebildrt werden. So iſt alſo der Rhythums unſprünglich etwas außerhalb der Sprache Liegendes und wird erſt durch den Dichter zu ihr binzugebracht Die Poeſie iſ durch den Rhthnus als gemeinſames Band mit zwei andeten Künſten, nämlich mit der Muſt und der Orcheſtil ſchveſterlich vereint und wurde auch mit dieſen in der frübeſten helleniſchen Zeit von dem Sänger in einer Perſon gemeinſam ausgelibt. Wenn man dennoch die Dichtkunſt ſowohl nach ihrer lautlichen ais rhythmiſchen Beziehung mit der Malerei vergleiht, ſo geſchieht dies nicht etun aus dem Grunde, weil die lettere in einem engern Verhilluiſſe zu ihr ſtände, als jene beiden Künſte; vieluehr unterſcheidet ſic die Malerei von allen dericn dadunt, daß ſie ihre Umriſſe und Geſtalten im Naume ordnet, wäͤhreid jene Künſte es mit einer beſimmten Eintheilung der Zeit zu thun haben. Der Grund jener Vergleichung iſt der, daß dir Malerei durch ihre in Ruhe verharrenden und neben einander befindlichen Formen und Geſtalten auf das Auge wirkt und dadurch ſinnlicher, anſchaulicher iſt, die Eibildungskraft ſtärker und mehr mit einem Schlage trifft, als Poeſie und Muſik die mit ihren nach einander in die Erſcheinung tretenden Erzeugniſſen ſic an das Gehär wenden und erſt durch die hinzikonnnende Phantaſie und Reflerion ein abgeſchloſſenes Bid gewähren. Iſt nun dieſes Bild ein ſo plötziches, lebendiges, anſchauliches, daß es gleichſam mit einem Schlage vor dem geiſtigen Auge daſteht, ſo nenut man die Ausdrucsweiſe, durch welche Porſie oder Muſik es hervorgebracht haben, maleriſch.— Die Orcheſtit wirkt durch ihre Figuren(xiwera) zwar auch auf das Auge, doch ſind ihre Büder keine bleibenden wie die der Malerei, ſondern gemäß der rhhthmiſchen Bewegung immer abwechſelnd und ſich beründernd. *) Erlärungen zu Verzits Landbau Altonn 1800, p. 191. In der angegebenen Weiſe ſcheint auch Leſſing in ſeinem Laokoon das Weſen der poetiſche Malerei aufgefaßt zu haben, wenn er ſagt⸗):„Jeder Zug, jede Verbindung mehrerer Zige, durch die uns der Dicher ſeinen Gegenſtand ſo ſinnlich macht, daß wir ins dieſes Gegenſtandes deutlicher bewußt werden als ſeiner Worts, heiht materiſch, heißt ein Gemülde, weil es uns dem Grade der Jluſion näher bringt, deſſen das materielle Gemälde beſonders fähig iſt der ſich von dem materiellen Gemälde am erſten und leichteſen abſtrahiren laſſen.“ WWo alſo poetiſce Stalen vorkommen, die durch die treſſende Nachahmung des Rlanges oder durch die lebendige und ausdrucksvolle Bewegung des Rhychmus den Gegenſtand ſo anſchaulich und täuſchend vor unfer inneres Auge hinſtelen, daß wir ein Vild deſſeiben zu ſehen glanben und dariter weniger an die Warte denten, da werden wir von lauclicher oder rhyehmiſcher Malerei ſprechen wnnen. Wiir haben es hier nur mit der lebteren zu thun, deren Aufgabe es iſt durch die der beſondern Natur des Gegenſtandes angemeſſenſte Versbewegung Nachdruck, Lebendigkeit und Abwechlung in die Darſtellung zu bringen Sie iſt ſomit auf das Einzelne gerichet und läßt ſich nach ihrem beſondern Weſen nur an einzelnen Fältn und Beipielen erkeunen und nachweiſen, in denen der Dichter ſich ihrer zur Ausſchmücung ſeines Werles bedient hat Die Mittel, welche die rhyihmiſche Malerei amvendet, um jene Abwechalung in der Versbewegung bervorzubringen, berlien, allzemein angegeben, auf der Wahl der Versfüßez anf der Art der Versgliederung ſowie der Wortfüße; anf der Woriſtellung und endlich auf dem Verhältniß und der Stellung der Sätze und Satztheile zu den Verſena) Wie Ooid ſich dieſer Mittel bedient hat, um in den Hexametern der Metamorphoſen in rhyihmiſcher Bezichung maleriſche Effeete zu erzielen, wil ich in Folgendem nach⸗ zuweſſen veruchen. . Cap. I. Von den Versfüßen. § 1. Vorherrſchende Dakthlen.— Da der Hexameter ein datthlicher Vers iſt, ſo künnte man erwarten, daß ein in dieſem Versmaße verfaßtes Gedicht aus Verſen beſtehe, die ſimmtlich oder doch nur mit ſeltenen Ausnahmten lauter Dattylen enthalten. In der früheſten Poeſie der Griechen, von denen ſit vivins Andrornitus die Nümer ihre Metrn entlehnten, war dies auch der Fall, nur in der Mite und am Ende kat an die Stelle des Dakthlus der gleichiegende Spondeus. Der Herameter verdankt nämlich ſeine Entftehung der älteſten dakthlichen Neihe, der dathlicchen Triodie, welche dem epiſchen Geſange als Träger diente und noch in den ſogenannten doriſchen Strophen, denen ſie zu Grunde lag, den Spondeus auf den Schlußtakt beſchräntte. Die Verbindung zweier folcher datthliſchen Reiben zu perisdiſchem Vorder⸗ und Nachſatz ergab den Hexameter, der alſo zunächſt dieſes Maß hatte: Woegen des ruhlgen Ernſtes der äͤlteften Poeſſe und wegen der Venvendung zu melſſchen Zwecen wirtte die oftmalige Wieverholung eines ſolchen Verſes nicht ermüdend auf die Hörer; beim dellamatvriſchen Vortrage aber würde ein ſolcher immer wiederkehrender Hernmeter durch ſeinen gleicförmigen Bau und vollenden Gang eine mnerträgliche Monotonie erzeugt haben. Wir ſinden deshalb auch ſchon bei Homer hinſichlich der Vervendung der Spondeen ſtatt der Daktylen große Mannigfaligkeit und bei den Römern, namentlich bei Ooid, bilden die nur aus Dalthlen beſtehenden Verſe(von dem letten uße abgeſehen) geradezn eine ziemlich ſeltene Auouahme⸗ Unter den 5154 Verſen der erſin ſoben Bücher der Metamorphoſen ſinden ſic nur 278 mit lauter Datthlen in den erſten fünf Füßen; wo ſie varkommen, dienen ſie meiſt nur maleriſchen Zwecen, bei deren Hervorhebung wir jedoch nicht bloß die rein datthliſchen, ſondern auch ſolche Verſe zu berichſihligen haben, welche überwiegend Daktylen enthalten.. —) Gcſammelte Werke 6. d. Leigig 1830, S. 110. —= Wehaf, Vorſchule der Dichtkenſt. Braunſchw. 1360, S. 48 1* — 4— Wegen der gleichen Zeitdauer der Arſis und Theiis iſt den daktyliſchen Verſen urſprünglich eine gleichmäßige und ruhige Bewegung eigen, die freilich um ſo mehr hervortritt, je häufiger die Theſen eine Zuſammenziehung erleden. Durch beſondere Verwendung der Cäjuren indeſſen, von denen ich ſpäter handeln werde, ſowie durch Auflöſung der Theſis wirw der Charakter der dakthlichen Verſe derartig modiſgirt, daß ſie in Stande ſind, die größte Energie und Lebendigkeit auszudrüccen. In dieſem Sinne ſagt Quitilian Instit. IX, 4, 83. von den Versfützen überhaupt: auo quidue sunt temporibus Pleniores longisque syllabis magis stahiles, hoo grariorem faciunt orationom; breves celerem ao mobil Die Verſe mit vorherrſchenden Dakthlen bezeichnen daher vor Allem eine gleichmäßige, lichte und ſchelle Bewegung. Auf dieſe Weiſe malt Ovid V 587. Iuvenio sine vertiee adluas, siue murmurs euntes das gleichmäfige Dahinſüjeßen des Waſſers. 1. 553. Nano quoque Phochus amnat, Dostaque in stipite dextmm Kontit adhuc trepidare noro sub eurtios pectus das gleichmäßhige und ſchnelle Pochen des Herzens der Daphne unter der Baumrinde; beſonders malcriſch wirtt zugleich im 2. Verſe die Dephthemimeres in Verbindung mit der Trithemimeres und die Verwendung der Conſonanten und t. IV, 673. Vilit Aluntiades, nisi quod ler das Flattern des Haares der gefeſſelen Andromeda. cl. II, 575. II, 70. Acdde quod asqidun rupitur vertigine cuelum alta trahit eclericlue volumine tarduet die gleichmäßige und ſchnelle Umdrehung der Hietmelsſphäre. XII. 673. pennas suumpsere, tuneque Coniugis in volueres, nirens ubiero columhas das ſchnelle Auffliegen der Tauben, in welche die Töchter des Anius verwandelt wurden. cr. XIV, 390. II, 158. Corripuere viam pecdibusdue her uora motis die Schnelligkeit der Sonnenroſſe 1I. 743. leo sum, qui jussa per aurus Verha patris Dorto. Dater est mili Juphiter ipse aura capillos— loverut die Schnelligkeit des Mereur Damit hängt zuſammen, daß die Verſe mit überwiegenden Datthlen dem Ovid auch zum maleriſchen Ausdruck dienen von Behendigleit und Gewandtheit,(Spielen, Tändeln); Irohlichkeit, Geſchäftigkeit und Eile. 1I, 150. Oeaubat ille lerem iuxeuali corporo currum. Ktatque super, mauibusdue datas cuntingere hahenas Gaudet Behendigkeit und Gewandtheit, mit der Phaeton den Wagen des Sonnengottes beſteigt. Im zweiten Verſe wirkt wieder die Hephthemimeres in Verbindung mit der Trithemimeres beſonders maleriſch, da durch dieſe Versbewegung die Freude des merfahrenen ünglings hervorgehoben wird, der ſeinen unbeſonnenen Wunſch erfüllt ſieht. VI, 20. Seu digitis subigobat opus, repetitadue longo— Gewandtheit und Faunſtferügkeit der Arachne im Bearbeiten der Walle II, 841. ubi magui flia regis Iuddere virgiuibus Iyriis comitata solebat. cf. V, 392. IX, 795. Postera lux radiis latum patefscerat orbamn, Cum Vouus et Juno sociosdne Hymenaous'ad ignes Couveniunt, potiturdue sua puer Ihis Janthe. 23. (Fröhliche Vermählung) cl. III. —— III, 603. Ipse, quid aura mihi tumulo promittat ab alto Prospicio comitesdue yoco repetocue carinam. Geſchſtigtit des Acoetes(unter dem ſith Bacchus verbitgt), im zweiten B. beſonders auch durch die Cäſur hervorgehoben. ckr. VI, M00. VII, 647. ccee venit Telamon properus, forihusque reoluwis Speque fdedue, hater, dixit umniorn videbis, Mgrederol' exrodior. I, 281. 678. 756. 777. II, 119. 838. V, 599. N, 658. 668—670. Ferner wird durch die vorherrſchenden Daliylen Fliehen und Meden und das Gegenthell eifriges Begehren und Verfolgen gemalt. 1, 302. tugit ocior aumm Ia lesi, neque ad haec rerocanfis verha resistit: Nymphn, hrecur, Penei, mane! nau insednor hostis: NYmpha, munel sie agna lupum, sis cerra lsonem, Ki aduilaum penna fugiunt trepidante calumbas HNastes duaecue suos. amor est mihi causn seduend Asbera, dua Droperas, loca sunt, moderatius, aro, Curre, fugumdue inbibe. moleratius insoduur ihse.— nescis, temmeraria, nescis, Cuem fugias, Ideoqno fugis. ndhi Delphien tell V 460, 601. IX, 580. X, 341. 620. III 450. Prigun prohibemur udua. enbit ipsd teueri— ef. X. 72 XI. 773.— auam Troius heros Inseduitun celeremdue metu celer urxguat amore. Endlich: Leddenſchaftlihkeit, Furcht, Schreck, Zern und Nuth, Gewaltſames und Gewaltiges. 1. 498. idet iene mieantes Kiderihus similes oculos, videt oscula, quae non Rst ridlise satis. VI 480. Ommia Pro Simulis fuefbusque eibodue fururis Acclpit, et qutiens amplectitur illa harsntam, Moss purous pellet:— noquo oniuu minus impius essot. VI 491. 561. 641. N—40. 764—66. X, 39. 375- 7.— 1 180, Palluit, et subito genun intremuers timre. cf. II, 66. VI, 527— 30. VII. 115 III, 694. Pmecfyitem famuli rapite huno ernciataque diris Corpora tormentis Stgiae demüttite noctil V, 166. Nescit, utro hotius ruat ot ruero urdot utrodue- dt. V, 170. VI 610. 620 23.— 1, 285. Rxsputiata ruunt per abertas flumina cumpas Cumque sutis arhusta sunul pecudesdue virssdue Tectalue cumdne Suis rapiunt penetralin Sucris. Das reihende und gewaltſame Dahinſtrömen der Gewiſſer bei der Sinflut, ck. IX, 105. IX 27l. Quem pater omniptens inter cara nubila mptum Cuaruge curru radiantius intulit asiris, Die Sturmesgewalt, mit der Herrules von Juppiter unter die Geſtitme verſetzt wird. Am zweiten B. iſt dabei auf das muleriſche r zu achten. — 6 §.2. Gehüufte Spondeen.— Durch die Zuſammenziehung der beiden Künzen des Datthlus wird die Bewegung des Herameters ruhiger und ernſter, weil alsdann die Zeit in weniger ſchnell auf einunder folgende Momente zerlegt wird. Die Ruhe und Langſamkeit der rhythmiſchen Bewegung tritt natürlich um ſo mehr bervor, je fter ein Spondeus in einem Verſe die Stelle des Dalthlus einmimmt. Rein ſpondeiſches Versmaß kant in der hieratichen Poeſie in den alten Syferyumen zur Amvendung, und eben von dieſen Gebrauche bei der Spendung hat das Metrum den Ramen omorieier erhalten, wahrend die den Geſang begleitenden Blas⸗ ſtrumente ⸗rordeueenn æilai genamnt wurden. Herameter mit lauter Spondeen konmen in den Metamorphoſen des Ooid, wie äberhaubt bei den Dicktern der auguſteiſhen Zeit, nicht vor, während illere Dichter, wie Ennius und Lucilius, ſolche Verſe nicht verſchmähten, und ſich auch ſelbſt bei Eatull noch folgender Vers findet: ui te lenirem nobis, meu conarero- (carm. CXV. 3). Hexameter mit fünf Spondeen ſind in den Metamorphoſen nicht ſo gar ſelten; ſo weiſt z.B. das ſechste Buch allein ſehzehn derſelben auf. Der alleinige Dakthlus befündet ſich dann ſteis im 5. Juße(mit Ausnahme des vansus shondlnons), danit wenigſtens noch am Ende des Verſes das dakthliſhe Maß hervortritr⸗) Kommen zwei Daltylen vor, ſo befinden ſie ſu gewöhnlich im 1. und 5. Fuße, wie in ſolgendem Verſe: 1. 10. Nullus adhue munde prasbebat lumiun Titan ſeltener, außer im 5. J., im zweiten, noch ſeltener im ditten oder im vierten. Eine dusnahme bilden hier natärlich wieder die versus shoncliaci. Doch dies nebenbei; hier kommt es vor Allim darauf an, nachzuweiſen, in welchen Fälen das dluf⸗ treten von Spondern eine maleriſche Wirkung hervorbringt. Das iſt aber keineöwegs von der größern Anzahl der in einem Verſe vorkommenden Spondeen abhängig, vielmehr kann ſchon ein einzelner Spondeus, an der rachten Stelle gebraucht ind dunh Cäſur und Schwere der Wortfße unterſtitt, äunßerſt maleriſch wirken. Beſonders geſchieht dies, wenn der Spondens im 5. Jutße vorkommt, im ſogen vorsus sponeliaeus; doch ſind hier vieie Fülle abzurechnen, in denen ein nomen hrohrium den Gebrauch des Spondeus veraulaßt hat. In den meiſten übrigen Fülen beabſichigt Ooid vermittelſt des lebteren den berefſenden Gegenſtand langſamer an uns vorüberzuführen und dadurch, daß er uns länger bei demſelben verweilen läßt, denſelben mehr zu deranſchaulichen (vornani poematis gratine, Diomel. 164). Die einzelnen Beiſpiele hierzu werden unter den folgenden angeführt werden. Daß Ooid, wie manche der ältern Dichter, die Spondeen ganz beliebig unter die Daktylen gemiſcht habe, wie es ihm die Sprache gerade an die Hand gabz oder daß er dadurch bloß Aöwechslung in die Bewegung des Verſes batte bringen wollen, ift bei einem in der ganzen Darſtellung ſo vollendeten Dicher nicht anzunehmen: vielmehr nüſſen wir faſt äberall, wo Spondeen in irgendvie auffallender Weiſe in den Herametern vorkommen, darnach fragen, in welche Beziehung Ihre Anwendung zu dem darzuſtelenden Gegenſtande zu ſetzen iſt. Da die Spondeen mur die Vertreter der Daktylen ſind, ſo werden ſie wie dieſe wegen der gleichen Zeitdaner der beiden Tarttheile lanuere) Sleichmäigkeit und Uuterſchtesloſigtit bezeihnen; durch die Zuſammen zeehung der beiden Theſiskürzen aber eignen ſie ſich vorzugsweiſe, wie wir oben geſehen haben, zum Ausdruck einer langſamen, ruhigen Bewegung. Hierzu werden ſie auch von Ouid verwandt, jedoch in entgegen⸗ geſeutem Sinne, indem er einerſeits durch ſie eine langſume Bewegung veranſchaulich, wie ſie bis zur vollſtän. digen Ruhe hin abnimmtz andrerſeits aber, wi ſi ſch ſelbſt bis zum Gewalligen und Großartigen hin ſteigert. Betrachten wir zunächſt die Fäle, in denen durch die Spondeen ein gleichmäßiger, unterſchieds⸗ loſer Zuſtand, eine gleichmäßige und langſame Bewegung oder Thatigkeit beeichmet wird. *) Aus glehem Grunde meiſt Duintllan(Umatt. IN. 4, 61) darauf hin, dal der renneriche Aihyihmus(„tumerns) sſonders an den Ausgangen mit Sorglut zu behandein ſi Gs leit dert: Aagis kamnen at leridiratur in elanaalis et opparet, brimum, Cuia zoneus emuis habet auam finem Dossitqus uaturale niarrallum, quo'a sequentis iiti Girilutur: deinde, quod nares cuutinuem vocem scrntae ductacqne velut hine deurrantis erationis luming tum umsgis indieaut, eum lle imhatus sietit et iatuemdi tampus dedit. Nam igitar durum zit neduo abraptun, quo amini elut respirant ac reüeiuntur 7 1. 6. Unus erat to natunae Tultus iu orbe, Quem dixere Chuos; rudis indigesiaque moles Nau aialuam nisi ondus ine Non bene jinekarum, diseordl 1. 15. Utque erat ef feitus illie et pontus et adr. 1, 291. Jamdue mare et talus mulkem diserimen hapebant „2dd. Er dneit nemas Inie uhi nuper Gleichmähiger Ruderſchlag, der durch die zweiflbigen Wortfüße, dei geſchleiſte Spondeen, terſlch ver anſchanlicht wird. Zu vergl. iſt Xl. 463, afialidne ieh Seindunt ireta und XIlI. 728. VII, 227. lurinn suteidit curramine faleis demac. 8. Cui dum vectaudas eunchet Galaten capilles. IV. d1 duro fora mora rystro bigit, et irabzs longis dat xuluera rumis. Gleichmziges Klopſen des Spechtes durch die Spondeen gemalt in wiederkehrenden Silben ro, ra. Man vergl. Oſterpr. 1871 am Ende. V lue Tluc limum saltu movere mullieno- Plumpe Sprünge der Bauern im Waſſer, um es der lazenden Latona zu trüben. Zu beachten ſind witder die drei weiſlbigen Worfie, ſo wie die maleriſchen dumpfen Bolale u und o. V, 616. et iuens Crinafes eittas afllahat anhelitus oris. Wisderholtes ſchweres Athmen; cf. 1. 542. 707. und die beiden eomqaüci VI. Lumina persarunt, animnamn simul arhafarunt VII. 581. Mie inie, uhi mars deprenlerut, erhalantes. in denen die Schlulſpondeen vortreffich das langfame, ſchuere Athmen der Sterbenden verſumlichen.(Progr. des Gymn. zu Brieg 1858. Bemerk. zur Merrik in Ferd. Schult lat. Granum.— Von Prof. Kaiſer v. X.) 1. 521. uudabant corpora venti, Ob rersas ihahtant flaminn vestes Wiederholtes und gleichmäßiges Wehen des Gewandes XII, 932. Utaue recenserom, canüirws ondine hisces Iusuper exposui. Gleichmäßiges Analeſen und Hinlegen der Fiſche ins Gras. IV. 62. Frr achua euhuts ardehennt menibus ambo Gleiche Aumigleit der iede bei Pyramus und Thisbe. 1, 582. Iu mare deducunt ſissas erroribus undas. Langſames Flieſen der Strime, II, I, 603. III, 15. Incustodikam leuto videt irs iurencam, IV, 147. Sustinat fre illue euclesli sode rolita. Zögerndes Veſuchen der Unterwelt von Seiten der Juno. XIII, 533. Hirit, et ad litus hsau Prowessit anil3 Waulender Schritt der greiſen Heruba. VII, 252. X. 162 VII. 82. Sie iam lantus amon iam guem languere putam VIII, 632. IIa sunt annis iuncti iuvenalihus. iln— Schilderung des alten Ehepaares Phiemon und Baucis. Wie das Gleichmäßige und Langſame, ſo wird auch durch Spondeen das Ernſte, Fromme, Felerlice ausgedrück. seminn rerum- erbindung mit den ſo hauſig III, 517.„Nam falie esses, si tu quoque luminis huius Orbus ait ieros- Ernſte Worte des Sehers. V. 265. Sitnanum Hecos eircumshicit antiuwanun Durch die erſten Spandeen wied das Umherſchauen nach allen Seiten(S. weiter u) durch den ſpon⸗ deiſchen Ausgang aber der Ernſt und die Ehrwürdigkeit der alten Waldungen bezeichnet. I, 327. Innocuos aunhos, cuktores numinis ambos. unſchuld und Frömmigkeit Deuklions und Pyrrhag. VI, 369. Aetermum stagno' dixit wivatis in isto!“ Ernſter und ſeierliher Wunſch der Latona. 1. 768. Per iubar hoc— Nate, tihi iuro, quod nos areditque videtque, lac te, quen apectas, hoe te, gui temperat orbem, Sale satum. Feierlicher Schwur. III, 638. V, 316. 1. Inde ubi Iihatos inrwarere lquores. Feierlicher religüſer Brauch. VII, 152. Muno pasihuam aharsit Tethaei gramine suci. Beſprengung mit Zauberſaſt. VII. 189. 197. 198. 249. 258.— Die Verminderung oder Hemmung einer Beegung oder Thätigkeit welche durch Spondeen bezeichet wied, iſt entweder eine iußerliche und tritt als ein Zurüchalten, Widerſtreben, Bewachen, Lauſchen, Anblicken, Drohen hervor; oder eine immerliche Bedenklichkeit, Verlegenheit, Spannung, Uberraſchung, Vervunderung Erwartung; Unwille, Abneigung, Scham und Reue. Auch die Aeußerungen ſolcher gedrücken Stimmmung werden durch Spondeen geſchidert, nämlich Klage, Flehen, Trauer u. dergl. XI, TT. Masternuta fuyan frustza temptahat: at illam Lenta tonet ncdiz ersultantemuue cverect, at. l 703. III, 676. XV, 475. XV, 520. EI ralro lentas tendo resnpinus habenas. III, 89. 1. 631. Claudit et Fiemo eieéudtat vincula collo Es iſt hier das malerſſhe c zu beachten, ſo wie die beiden auf einander folgenden Moloſſe. VI 524. 1, 159. Ohstantes seinddunt nobulas penuisdue lexati. 1, 685. TIle twmen puchnat molles exincere sommnos IV, 361. Denique nitentem cantra elabiquo rolentem Inplieat, ut serpens, duam— 1. 627. Cetera(sc. lumina) zeruahank atque in statione mmnebant. 629. Aute oculos 1o duauzis arersus hubebut. V, 161. Tigris ut aucktſs dinerse valle duorum lstiumnlata fune önegitihus armentwum. Man feeht gleichſan, wie das Raubthier ſich niederkauert, auf das Gebrll der Riudder lauſchend und unſchlüfſig, nach welcher Seite hin es ſeinen Angriff richten ſoll. Beſonders maleriſch wirken die Schußſpondeen. I. 678. Voce nou cuhlus cuatas Tunonin Lauſchen des Argus auf die erſt rzlic erfundene Hirtenflste. Zu beachten ſind die vier auf einander folgenden zweiſlligen Wortfüße IIh 98. Sapentem syeetas? et!u pectubere serpens VI, 17. Nia fuctas slum veskes wectaro iurnbat. 1 497. III, 439. IV. 199. V, 31. VI, 105. 455. 461. 478. 631. VIlI, 43.— II, 118.— XIII, 662. Hlles adest et, ni dedantze, belln minatur. III, 563. Attrahite hue viuckum! iussis mom seguis abesto.— VIII. 753.— ct ut iussas cunctari idit,— 9 IX, 46. Non aliter ridi jewtes cwmcurrere tuuros, Cum pretiunn pume tato nitidissima ealtu fxpetiter eomiunr: Syekant armeuta haventane 1. 496. IV. 346. 347. VI. 53.— heprtasi totiens inu nasset furta uaritj. IV. 184. IV. 641. Sire es wiralor rerum, mirabere III, G2. VII. 130. VIII. 608. XIII. vII- Et mustrn arourrlanf pomissus Horres muesse II. 518. Thr nero, cur Guis Juumeu Hedere malt- VI, 13 1 483. Ila. velut eriuen lawthis erasa iusales P'ulehrn vercrnuch vuſtunditur ura rubore X. 367. Drmisit cuftus Sceleris eini emmscin virgo. VI. Gif 1I. au 1. 605.— ut qu nostrus. Pnenitet heu ver nerucws eruddelis ananteu- 1 0 Soror. o wwndne, femuiua b. 508. 509. 61. V. 425. VI. 5 VI. 640. Er uater, uuer clnuanteu at colla petent- Angfrnf des Ius, als ihn ſeine Mutter Prozne ermorden will. cl. N a5. Iila etiam supber dee ew bracchia vollet Teuder XIV. 243 Irr 39. 10. XIII. 663 En lagut non sie lagenda fata sororis VI, 394. 402. 505. VIII. Unterbrechung und Aufhdren einer Thätigteit, Verveilen und Ruhe malt Ovid durch Spondeen in folgenden Veiſpielen III, 151. Iussa viri fueiunt entermittuutque laborem, Nau aaclo teras et lerris abscidit undus Ht liduichan dyisso serenit ub atre caeluum. Oaae Hateuau erolrit anctodue wzeuit acerse Uissociuta loeis comear, Duce lixuxit. Beruhigung des Streites der Elemente und Sonderung derſelben.— XI. 648.— ef rurzus uulli lauguore solutus. I. 71G. XII. 316. incobat Sebitus teuis et inerherreetus Aphidus VI. 30f.— ei ceuae desiuuuf posse museri. Nec Huati cervir nec Gorgone ausyerte sur cwncrevit oborto dadue re autes veyetun lumina wotn cf. 591. X. 6TI. Ar rurdus nwmi iactu remuratu seeundi V. N1. Funerten ſrusirn helli et ncutra anuu ucutum Unthätigkeit und Partelloſgeit des Idns. XV, 339. Cuae nane immatne verstaut centisqque resistunt. Die vielen auf einander ſolgenden Spondeen malen die Undeweglichkeit und Zeſtigteit der einſt zuſammen ſchlagenden Symylegadiſchen Felſen Ungekehrt mie in den vorigen Beiſpielen veranſchaulichen die Spondeen aber auch die allmähliche Zunahmte und Steigerung einer gleichmäßigen und langjamen Bewegung oder Thätigkeit nämlich allmahliche VII. 579. — 1 Entwiclung; ununterbrochene Ausdehnung nach einer oder verſchiedenen Richtungen hin; Großes und Erhabenes. Folgende Beiſpiele mögen dies darthun: 1. 403. NMox uhi creuerunt naturaque mitior illi Contigit, ut guuaedam, sie non mumifosta videri Porma patest hominis Entſtehung von Menſchen aus den von Deukalion und Pyrrha geworfenen Steinen. ck. III. 1100 VII. 127. 129. 1II, 264 ef. I. 11. 109. 343. II. 453. Beſonders wird ſolche allmähliche Entwicklung bei der Erzählung von Berwandlungen durch Spondeen gemalt; Tusistunt montes et sparsus Cycladas augent. In fmmudem erines, in tamas bracehia creseunt. cf. Ix. 353. X, 490— VI. 69. Et vetus in tela deducit Die Spondten, hauptſachlich am Ende, veranſchaulichen vie allmähliche Bollendung des Gewebes der Pallas. ur arhumaentame. VI. Dung die gehäuften Spondeen wird geſchidert, wie Progne allmählich das Geheimniß des ſchändlicen Terrus erräth. 81. Erofrit estis smewi matronu tyranni. Auter inheset similis iam iammqne tenere Sperat, et exkento strinwit vestigiu mstro- Allmähliches Vordringen. 1. 705. II. 12. III. 90. 280. XIII. 785. Senserunt tofi pustoria sibila montes. Senseruut unclte, Das weithin Schallende. el. J. 331. 341. 342. X. 58. Kracchiaque intandkens vrendinue et Premdere eartus Nil nisi ceuentes inftbir arrihit aurus. Ausſtrecen der Arme des Orpheus mach der verſchwindenden Eunzdier Gf. l. 13. AMargine toranun norrexerat Auyhiteite, wo die Schlußſpondeen zugleich die unermeßliche Ausdehnung des Meeres malen, wie IV, 535 In Jonio inuense— Xl. 675. XIV. 189.— 1. 644. II, S6l. IV. 515.„IDse Prvam Serbens in longem Dorrigar alxum Dixit, t ut Serpens in louum tenditur alcum. ef. III. VI. 68. Titie et lauum fülis immittitur aurum Ausdehnung der Golsfäden durch das Gewebe. cf. VI. 128. Nesilihus ſores hederis habet uter- terlas, wo die Spondeen im 5. und 6. Fuße Aehnliches bezeichnen und XlII. 407. longus in wuntskum dua dlauditur Helleswutus, wo ſowohl die erſten als auch die Schlußſpondeen die weite Ausdehnung bervorheben. So wird VlI. 114. durch den ſpondeſchen Ausgang ſawiererunt und 1. 732. durch luctisono wmugita das langgezogene Gebrül nachgeahmt, wobei zugleich auf den Wechſel der hellen und dunklen Vatale zu achten iſt. VI, 445. pracchin longh II. 721. Tnelinat eursus et easdem cixeinnt auras Fuus des Merarr in Kreiſ herum cf. II, 715. 71s. XI. 540,— Iris et arguat cachem cwrramine sixmans. of. VI 64. II, 321 — 11 IV. Iudle ler tomwvsem rentis discurdibus actus Nunc huc, uaue iluc, eruhuo uubis aquasae vertur— Bewegung nach verſchiedenen Rchuungen; desgl. II. 100 II. 157.— Rephulit et facta est inmensi cohin mundi 1II. f. Terrarundue orbem caelumahne, auol imminet arki tsdehnung nach allen Sciten. cf. l. 43. VII. 59.— Hieran vihen ſih die Stilen, in weichen durch die pendeen Verzigliches, Großes, Erhabenes, Gottliches bezeichnet wird: IV. 211. Quxuνqater euuckas, fam muatrem ülia vieit. VI. 185. laier suun fman tui bessit kurtuna mocere- cf. VI. 200. Y. 30⁵. XIII, S9f.— l. 45 1. Nill, 3 1lI. 60. Sustulit ef auunnem maauo comauuine misit. XIII, S42. sim quautas. uon tst hr curpore mrdor r iu eucle cf. II, 267. III, 44. VII. XI. 517 Indue frefum wreckas totun disceudere caplum cf. Xl. 498. 5917. XII. 219. Das Gewaltige, Schreckenerregende. durch die dunpfen Vokale ausgedrückt. VI. 1 Adecuta wrawitate sedent Num tibi, saeroruw sievisshue Ceninururnm lezteres beſonders durch den ſpondeiſchen Ausgang ſowie auch ſs Swer eaclestes medlo Jase selibus allis VI, 44. IV, 449. 455. VII. G23. Sucra Jori quereus de semiue Datwamee Der ſpondeiſche Ausgang hebt die Heiligkeit des Ortes herwor. §. 3. Auſeinander folgende Vershälften und Verſe mit gleichen Versfüßen. Da dus Weſen der rhyehuiſehen Malereidrin beſteht daſ di einzeinen Gedanken und Eußfindungen durch die Bewenmg des Verſes maglicſt nachgeahmt und darurch anſchulich gemacht werden, ſo iſ es matürlich, daß Verſe die in Ganzen gleiche Gedanlen ausdrücen, mag dies in paralbier oder in coneraſttender Weiſe geſchehen, auch gleice rhythmiſche Bewegung haben. Wir wollen dies ier zunsehſt hinſhtlich der Anvendung der Vergfiße nachweſſen; ſpäter werden wir auch bei der Beſprechung der Giſuren und der Worifüte darauf zurlckommen müſfn Es finden ſich an dielen Stollen der Meramorphoſen Beifiele, die3in den Hälſten auf einander folgender Verſe ſowie in dieſen ſelbſt gleiche Bersſie aufweiſen Wemm dies nun auch biaweilen bloßer Zufal iſt, oder vielmehr durch die Regelmäßigkeit bedingt wird, mit welcher O. Spondeen und Daktylen in ſeinen Herameterm abwechſeln läßt, ſo lehrt doch genauere Brobarhtung, daß gewohnlich unnüittlbar amf einander folgende gleich gebaute Vershälſten oder Verſe eine gewiſſe Gleichheit des Inhalts erkemnen laſſen. Bisweilen heht der Klang üter allen Zweifel himweg, da O. es liebt, Gleicheit des Sreigniſſes oder Gedantens durch Wiederholung defaben Vorte wizudrickn de Vir wemm diheigen Verß, walce auher iben Brwöüßen au läche Wortfüße enthalten, hier ausſehließen und auf den Abſchnitt verſharen, der don den Wortſühen handelt Nicht haufig kommt es vor, daß Gleichheit des Inhalts durch übereinſtimmenden Bau der beiden Hälften deſſelben Verfes angedeutet wird, wie 3. B. IV. 314. Ilollibus aut toli III, 446. Bt placot at vile IV. 318. Cuam se comuposuit, au cf. 1. 240. III, 437. XII, 120. XIV, 268. aut mallibus imenhat herhis quod videoque placetque circumspexit auwictus 12 Theilt man hier den Vers nach dem Ende des 3. Fußes, ſo erhält man völlg gleich gebaute Hälften, die gleichen Inhalt haben und von denen die des erſten Verſes ſogar mit demſelben Worte begimmen(man vergl. auch IIl, 612): doch iſt in ſolchen Verſen, wie auch die ubigen Beſſpiele zeigen, von vid und überhaupt von den beſſern Dichtern ſtets dumch eine Cäſur innerhalb des 3. Jußes dafr geſorgt, daß ſie rhythmiſch nicht in zwei völli gleiche Hälſten gerfallen. Im Pentamcter dagegen, im trochaiſchen Tetrmneter und andern Verſen mit ſtehender Cäſur drücken die gleichgebauten Hälften ſehr häuſig Parallelismus oder Contraſt der Idern aus Wie die Hälften derſelben Verſe, ſo können auch die etſprechenden Hälften anf einander ſolgender Verſe der maleriſchen Darſtellung wegen gleichen Bau hinſicttich der Versfüße und gleichen Inhalt haben, un zwar kommt dies ſehr häufig bei den erſten Vershälften vor, weil dieſe vie wir weiter unten bei der Betrachtung der Wortfiz ſehen werden, in ihrem Bau viel geringere Abwechslung zeigen, ats die zweiten, 3. B. II. 127. Mate, huer stimulis, et fortius utere loris Swute sua pruperant Nee lihi dinecfos Ulaceat via quindue per arous: Sertus in ulihuem eet— Nee vreme, uee sumuue mulire hor aeth ittins urtsus cuelestia tecta eromuhis. luftrins errus. III. 96. Va, sthito muhita est; neqne erat eognoscore Drammptum., Trnae, sed auchita eit doch auch nickt ſelten bei den lebteren: 1. 144. Viritur ex mapto; mon hosyes ah Hasyte luhus Non vycer a Beuers; fruirunn dwotne gratin runn est 1. 149, ¹I Tirpo caade uaddeutas Ctimma caelesium. kerras dsfenea rarient, Von den ganzen Berſen walten wir zuerſt ſolche anfären, welche Gleichhei des Anhals bloß durch Gleichheit der Versfüße, dann ſolche, welche ſie zugleich durch Wiederholung derſelben Worte ausdrücken; endlich reihen wir einige an, die bei ganz geringer Verſchidenheit hinſihtich der Versfi doch in malerſſher Weiſe zur Darſtelung gleicher Gedanten dienen. AMagun purens terra est: lapides in carhors terrae Ossa roar diei: incare hos post terga iubemur. Dhit, et oliso Hereussis aere heunis Imnpigeer umbrosa Parnasi constitit arce. 1. 501. Nympha. hrecor, Peneh, mane! nou inseluor hostis: Nymnpha. mune! sie agna luhum, Sie 1. 510. Aspern. qua Droberus, Inen sunt. moderatius, oro, Curre, fugamane inl Desiltt in terras, illi tegumenan t hosuit bennas: tantunumalo virgn rateuta est 1II, 65 4. Pone metuur, Proreus eet quos contingore partus Mle velis diit, terru Sistere hotita, Naxon' ait Liber, cursus ndvertite vestrus! IV, 310. Sed modo fonte suo formosos perluit urtus, Suape Cytoriaco deducit pectiue eriues VIII. 664. Ponitur hie bicolor sincerae haen linerwae Condituque in liquica corna autumnalia fece.— eursum rra leonem— be. wodera us insequar ipse. remmorit 13 XI. 402. Ipse puvet, nec Se, qui sit stutus ipse futetur Keire zatis reeton, nee qnid inbeutre vetetse XII, 492. Busem fititerum caseamdne in riseern uanit Verzaritaue manum vulnusque in vulnere fecit. XIV. 291. Pucifer uie dedernt ſoremn Cyllemius album. Malx vocant suberi; nigra radice tenetun 1. 200. 403, 493, III. 630. V. 329. V. 291. XI. 7l0. XIII, 7 XI. 412. Nes uisi dune Datiur, metuamn; huriturque feremus, Quiddquid erit; pariter suher nedluora lata fere XIII, 956. Hlactenus acta tihi ossum memoranda rrferre: Hactenus hace memini. nes mens mea ectera seusit VI. 438. Ilue ane caninneti Prugne Tereusque. parentes llac uve sunt fucti, gratatn est scllient il XII, 148 Dumadue vigil Phrygios Serrat enstodia nnuros. t vigil Arxalieas seryuf custadiu fosäns. u Saperos isumne Jorem. tu uumina houti Victa domas ilsumque, regit aui numina ponti sui nympihne vineta Tunoli. us uymphme Pactoliles uncus 30. Alter inhnesuro immllis kaun ianmaue tenere et extenta ötringit vestigin vostr init, et dubitat: Serihit. daunnatque tahellas: ntat, et delet: intat, eulpat ue, Prabatcu XIII. 964. Cuid tamen huee shecies, quidl dis placuisse" Git fuxat esse deunn, di tu non taugeris istis? §4. Gegenüberſtellnng von Daktulen und Spondeen.— Ungleichheit des Juhalts wird vermittelſt der Vergfüße im Gegenſate zu dem Vorigen am einfachfien und anſchaulicſten durch unmittelbare Gegeniber ſtelung von Daktylen und Spondeen entweder in demſelben Berfe oder in aufeinanderfolgenden Heamtterm ausgedrücct Ovid bedient ſich auch dieſes Mittels, um die bebendigkeit der Darſelung dadurch zu erhöhen; deszalb mögen einige der wichtigſen betrefferden Stellen bier angeführt werden uud zwar zunädchſt diejenigen, in welchen ſich eine ſolche Gegenüberſtelunng in demſelben Verſe finde 1 308. In murs lassatis volueris wac Slcillt alis Die erſte Hälfte mit dem Spondeus und dem moloſſiſhen Wortuße malt die Ermldung, die daltyliche dlfte aber das ſchnelle Herasfalen des Vogels in die Fiutt. Alehulich im vorauſgehenden Verfe 1. 318. Keslgitus orhis erat. quemn pastquam vidit inanem Die erſte dattyliſce Verchälſt drückt energiſche Wirtſamkeit die folgende ſpondeiſche dagegen die Oede der durch die Sinflut verwüſteten Erde aus. 1. 556. Oseula dut ligno: refunit tamen oscnla lienum. Zirtlchteit des Phoevus gegen die in einen Lorbeerbaum verwandelte Daphme und ſchnelles Zurüchveichen derſeiben var ſeinen Kiſſen 1I. 9. Proteaque ambignum, halaenarumdue promentem— Die erſte dattyliſhe Hälſte bezeichnet den wandelbaren, vielgeſtaligen Proteus; die zweite Spondeen enthaltende iſt das Glitheton des ungeheuren Marrieſen Acgaeon. 14 n II. 157. Reppult, et facta est iumensi copia mundi ſteht der Daktylus zu Anfange den folgenden Spondeen allen gegeniber, um das plotliche Wegnehmen der Schrauken und die damn entſtundene freie ins Unermeßliche führende Bahn der Somnenroſſe zu veranſchaulichen 1I. 201. Quae postquam Sunrmo tetigere iacontin terge Die Spondeen malen das allmähliche Entgeeiten der Zigel aus den Händen des Pharton, die Datthlen dagegen das ſchnelle Hinabfallen derſelben auf den Rücken der Pferde II. 205. Incursaut stellis, rapinntaue per avia currum. Durch die Spondeen wird das Anrennen gegen die Geſtirne, alſo Hemmung, durch die Datthlen hingegen das Durchgehen der Roſſe mit dem Sonnemwagen geſchider 1I. 501. Rt cognoscenti simälis fnit, ille mfugit— Dee ſpondeiſche Hälfte malt das Scklſtehen der in eine Birin verwandelten Callito, die ihren Sohn, den Arcns, zu erkennen ſcheint; die datthliche dagegen die eilige lacht des letzteren 1I. 61. ht nune alludit, virtdidune exultat in herha Die Spoudeen verſinnlichen, wie ſich der Stier der Europa allmählich ſpielend nähert, die Dattylen, wie er frählic berunpringt III. 691. Acussi sueris Bzacchenque festu froduento ſchitdert das alimähliche Herbeikommmen und daun das fröhliche Mitfeiern des Bacchusſeſtes III. 730. Jamdne male huereutes alta rapit arbre ventus. Die Spondeen bezeichnen die noch loſe am Baume ſitenden Blätter, die Datchlen das gewaltſame Abreißen derſelben durch den Sturm. IV. d6l. Volvitur lrion et de seduiturdue fugitque veranſchaulicht zu Anfange die laugſame, int Folgenden die immner ſchmeller werende Dretung des Rades, an welches I gebunden iſt(Das zweimal augehängte Aue bez. das gleichmäßige und wiederholte Umtreiſen des Rades), UUmgekehrt ſchidern IV. 463. ASsidune repetunt quns pendunt, Belides undas die Daktylen zu Anfange das unauſhörtiche Waſſerholen der Dangiden, die darauf folgenden Spondeen aber das allmähliche Heransfließen deſſelen aus dem durchlöcherten Faſſe V. aene dimnnl visn est dilectalus raptaaue lyti. Pluto ſieht, liebt und emtfährt die Proſerpina: das erſte durch Spondeen, ds Folgende durch lauter Datahlen ausgevrück V. 399. Cullecti lores tunicis ewcidere romlsssis Die Sy. bezeichnen das almüßliche Sammein der Blmmen, die D. aber das ſchnelle Herabfallen derſelben. V. 450. Mirantem fentemuue et tungere manstra parantem (Pugit anum). Bewunderung und Jaumer der Alten über die Verwandlung eines Knaben in eine Edrechſe werden vung die Sp, die Ammäherung an das ſchnelle Thier, um es zu berühren, durch die D. ausgedrütkt. Zu vergl. iſt VIII. 423. Iliruntes shectant, neque adhue eantingere tutum— Wsse putant und II, 860, Sod auamvis mitem, metuit contingone Primee VI. 331. Hrrantem accehit, tuum cum levis insulu mahut. Der erſte ſpondeiſche Theil ſchidert die Aufnahme der nothleidenden umberirrenden vatonn, der zweite dattyliche das leichte Umberſchwimmen der Juſel Delos⸗ VI. 547. Imyleho silras, et conscia suxa moveha. Weithin ſchallende Klnge und energiſche Wirtumg derſelben. VI, 668. Peulebant peuuis. quanun petit altarn siras Ruhiges Schweben in der Luft, dann eiliges Davonfliegen. VI 704. Adliata est tellus latmmque perhorruit aequor. 15 Das gewaltige und ſtoßweiſe Brauſen des Berens wird durch die Sp., das empörte Aufwogen des Meereg durch die D. gezeichmet VII. Rugasodne suum serrantes cortics callem. Die Sp. molen in Verbindung mit dem wiederkehrenden Conſonanten s das langſame und gleichmäige Hinauſtriechen der Ameiſen auf eine Giche; der Dakthlus eartiee zugleich mit dem Conſon. a drückt ſchnellere und ungleichmäßige Bewegung, etwa durch die Unebenheit der Rinde veranlaßt, aus. VIII. 165. kit nunc ad fontes, nune ad mare versus upertum Langſameres Zurücfüießen des Fluſſes in der Richtung zur Quelle, und ſchmalere Strämung zum Meere hin X. 367. Demäiit vultus Sceler Scham und innere Crregung XI. 497. Pluctibus erigitur euehumdne aequare ridetur, Die Dakthlen in der erſten Vershälſte veranſchaulichen gewaltige Erregung des Meeres, die Sp. in der zweiten das wiederholte, gleichmäßige(daher zweimal der Conſ a) Aufwogen deſſelben XI. 501. Sternitur interdum, spumisque somantihus albet Zeitweiſe Beruhigung und darauf wieder folgende Erregung des Merre Gegenüberſtelung von Spondeen und Daltzlen ſindet aber auch in auf einander folgenden Verſen ſtatt, die damm entweder Vorder und Nachſat einer Periode biiden, oder verſchiedene Sätze enthalten, welche wegen der Ungleicheit ihres Inhalts eine verſchirdenartige usdruckaweiſe bedingen. Auch hierzu mögen mehrere Beſſpiele folgen consciu virgo. 1. 478. Ilulti illum petiere, illa axersutn hetentes nupaftens exhersque ziri nemorum asin lustrat. Die Spondeen bezeichnen Widervillen gegen die Bewerbungen, die Dacwlen im Gegenſate dazu das freie und ungebundene Leben der Zungfrau. Zu ackten iſt im 2. Verfe auf die Häufung der Conſonanten. 1. 537. Alter in anbiguo est, an sit conprensus, et ipsis NMorsibus eripitur taugentiadlue eru relinqui Der erſte B. malt durch die untermiſchten Spondeen die Funct des Haſen vor den Biſſen der Hunde, der andere durch die ſlüchtigen Dalthlen den Anlauf deſſelben zu ermeuter ſchneleer Flucht. 1. 541. Oeior est requiemudue negat tergwque fugacis Iuminet et erinemn spursum cerrieitus afliat Hier veranſchaulicht ver erſte B. durch die gehäuſten Daktylen und die Cäfur im vierten Fuße in Begleitung der Trithemimeres den ſchmellen und unermüdlichen vauf des Apollo, während der folgende B. durch die Spondeen und zweiſibigen Wortfüße das wiederholte anfathmen des Gottes ſchiert, der die ſlihende Daphne faft eingeholt hat. 1I, 150. Qeaupat ile levem iuvenali eurhore eutrum tatqlue super, manihusdue dutus cantingere habenas Gaulet, et insito grates uait inde parenti, Von dieſen drei Verſen bezeichnen die erſten beiden dattyliſchen riſtige Thätigkeit Phaetons im Gegenſatz zu dem dritten, welcher Spondeen enthält und den Dank des Zünglings für das erlangte Gefährt ausdrickt Auch die folgende Schiderung iſ durch den Wechſel der daltzlichen und ſpondeiſchen Rüße äußerſt malrriſch Es reihen ſich zunächſt drei Verſe nit gehuften Dakthlen an, welche die Unruhe der Sonnenraſſe veranſchaulice, che die Fahrt beginnt; dann folgen zwei ſpondeiſche, in welchen Tethys die Schranken hinwegräumt, welche die Roſſe zurüchhalten, und mmm ſtürmen dieſe dahin: Cyrripuere viam pedihusque Der adra motis 16 Hierzu treten die beiden folgenden ſpondeiſchen Obstantes seincunt nehulas Demnisqne lexati Practereunt ortas isdlenn de hartihns Nuros wisder in ſchönen Gegenſatz, indem der erſtere die Ueberwindung der entgegentretenden Hinderniſſe, der andere das gleichmäige Dahintilen der Sonnemwoſſe und der Oſtvinde ſchildert, von denen die lebteren unterliegen. 1I. 603. Arma assueta rabit lerumaue a coruihus mroum Tendit et illa Suo totiens cum pectore iuncta Indexituto triecit hackora telo. Die beiden erſten dattyliſchen beſchreiben Aufregung und Spannen des Bogens, der dritte ſpondeiſche das Zielen und Treſſen mit demſelben, II. 870. Cum deus a terra siecoqque a litore sensim pissa pedum Drimmis vestigia ponit in uncdlis, Inde ahit ulterius. mcdüidne Der ueduneru hanti Vert hraeddann. In den beiden Hexametern mit Spondeen wird das allmähliche Hireinſchreiten des Stieres mit ſeiner Beute ins Waſſer geſchidert; in dritten die ſchuelle Entfährung der Europa über das Meer 1II. G76. At lähns ahstentos dum vult ohvertere remos. In Shatium resilire munus hrexe ridit— Der erſte ſpondeiſche B. bezeichnet die Anftrengungen des Libys, die zurüctreibenden Ruder wieder in Bewegung zu ſeen; die Dattoten ſchildern die ſchnelle Vervandlumg deſſelben⸗ IV. 46. Quos omnnes acie lestuemm Saturnin tarru Vidht et ante wmmnes Iiona. rursus ab illo Sisyphon ashiciens Juns blict in der Unterwelt die Bißenden der Reihe nach grimmig an; beſonders ſcharf trifft ihr Blich den Nion: dies wird in vorherrſchend fpondeiſchem Maße geſchildert. Schnell aber wendrt ſie ſich voller Erregung, weil ſie des beſondern Vergehens des Irion gegen ſie ſelbſt gedeukt, anderswohin: dieſe Erregung ſo wie das ſchmelle Fortblicken wird durch vonviezende Dalthien mid durch die butoliſche Cäſur trefflich angedeute. V. 164. Tieris ut auditis d'xersa talle duorum ENtirnulata fame mugitihus armentorum Neseit, utr hotius ruat, et ruere anlet utrodue Das Lauſſhen des Tigers auf das Gelrül der beiderſeitgen Rinderheerden wird durch den ruhigern Gang der beiden erſten Verſe(ct. oden d. S armeutoruun), die Midheit und Begier des Raubthiers in die Herrden einzubrechen durch die dann folgenden ſchnelen Datthlen geſchider. VI. 39 f. Conecbit lacrimus ac venis herhihit imis: Cuns uhi keeft aahnum. rucuns emnſaſt in uuras. Wie die Erde die Thränen der Satyrn und Nymphen allmahlich einſaugt wird durch Spondeen, wie ſie ſie aber, in Quellvaſſer vervandelt, ſchell hervorſprudeln läßt, durhh Daktylen ausgedrickt X. 382. Ilunuura verhorum ſidas uutrieis adl uures perrenisse lerunt. limen serrantis almmunne. uruit anus, reseratue fores— Die beiden erſten mit Sp. untermiſchten Hexameter beſchreiden das Lauſchen der alten Aumme auf die Worte der verzweifelnden Myrrha; die damn folgenden D. in Verbindunz mit der Eiſur im 4. und 2. F. veranſchaulichen die ſchuellen Vorkehrungen, welche die alte trifft, um der M.. zu Hülfe zu fommen. XI, 731. Insilit huc. mirumdue fuit hutuisset volabat, Pereutiensdue lerem modo natis adrn hennis, Stringehut sunnnas ales nuiserahilis unddas 17 Die beiden erſien datthliſchen Verſe beſchreiben den ſchnellen Flug der in einen Eisvagel venvandelten Alchone; der lette ſpondeiſche verſinnlicht das gleichmüßige Hiuſwrichen des trauernden Vogels über die Wellen. XTV. Pacula, Gonuntem vitwa mnuleere capillos Reppulft, et stricto päridlam deterruit ense In dem erſten B. mit gehzuften Sp. wird der allmaähliche Verſuch der Circe geſchidert, den Ulres mit dem Zauberſtabe zu berühren; in dem folgenden mit raſcherem Gange das hefüige Einrringen des Syſſeus auf die Zanberin mit ſeinem Schwerte. Cap. II. Von der Versgliederung. §. 1. Weſen und Arten derſelben.— Weit der daltyliſche Hexameter aus der Verbindung zweier tripodiſcher Reihen zu einer Periode entſtanden iſt, ſo wird man es f Ratürlicſte halten, daß die Grenzſcheide dieſer beiden Reiben durch ein Wortende oder wohl gar durch einen gemiſſen logiſchen Abſchtt des Zatzes bemerkbar gemucht wird. Dies ſcheint auch in der vorhomeriſchen Zeit der Fall geweſen zu ſein, als man im Hepameter den Spondens noch auf den Schlußtatt jeder der beiden Tripodien beſchräulte In der Verbindung tetrapodiſcher Reihen iſt die Cäſur auf der Greuzſcheide der deiden Reihen beibehalten worden; der tripodiſche Vers jedoch iſt dieſen Biddungen gegenüber zu weuig umfangreich, ir einzelnen Reihen deſſelben ſind zu klein, als daß nicht, zumal bei dem veiitrrenden Vortrage und bei der fortwihrenden Wiederholung des Heraueters, durch Zuſammenfall der kurzen rhuchmichen Abſchitte mät den durch das Wartende bedingten Abſchnitten der Rede eine kaum zu ertragende Monotonie entſtehen ſollte⸗ Noßbach, Griech. Rhythmit, 2. Aufl. 35. So ſinden ir demn ſchon in den homeriſchen Herametern und dann in den Verſen der fpätern griegiſchen Spiter die gröͤßte Mannigfaltigeit wie in der Vertrstung der datthlichen Versfüße durch ſpondeſſh ſo auch in der Behandlung der ähur; die Kömer aber blieben in dieſer Beziehung ihren Vorbüdern im Hanzeu getrru und wichen mur in Einzelheiten von ihnen ab, wenn ſie durch den beſondern Eharalter ihrer Sprace dazu veranlaßt wurden. Es wunde bei ihnen, wie bei den Griccen, der Eiſſchnitt(roni) von der Grenzſcheide Tatt verleg. Der der beiden Neihen in den Takt vor oder nach derfelben, alſo in den dritten oder vierte Grſchnitt nach der Arſts des dritten Fußes oder nach dem 5 Halbſuße(rer9zhhesoſs, de am haufigſten vorkommmende, nichſidem die Cäfur nach der Arſis des wierten Fußes oder nach de Halbfuße(c naneeije, einiseptemariu), die bei Ovid gewöhnlich von der Cäſur nach der Arſis des zeiten Fußes oder nach dem dritten Halbfuhße Croro 1 eois) Unterfütt wird Ziemlich ſelten und bei Orid meiſt nur durch den Inhalt veranlaßt iſt die Amvendung der Ciſür nach der erſin Theſts des dritten Fußes oder nach dem dritten Trochäns(werti roiron*94uior). Dies ſind die drei Dauptesſuten des romiſchen Hexautete on denen eine in edem Soidiſtzen und üterhaupt in jedem regelrect gebauten lateinichen etaneter vortomman muß. Auſerdem ſinden ſich noch Jeebencüuren überall da, wo ein Bersfuß von einem Wortende durchſchnitten wird und Düüreſen, wo Worc. und Versſuß zuſammenſallen; unter letteren iſt die ſogen. butalihe Sänur, die Düüreſe aun Eide des vierten Fußes, die bekannteſte und wichigſte. Von beſonderer Bedeutung iſt es für d maleriſce Vervendung der Gäſur im Lateinſſchen, daß ſie bei dem ſeltenen Vorkonnnen der E uach dem deitten Trochäus ſaſt immner maunlich iſt: es fällt dadurch der Ton auf die lebte Silbe eines(in der Regel) mehrſylbigen Wortes, wodurch ein Widerſtreit des Versaceentes mit dem Wortactente entſteht. Nichtig bemerkt hierüber Goßrau in ſeiner lateinſchen Sprachlehre S 629:„Das ſſt in Latein jedesmal der Inll nicht im Griechſchen; und dieſer Widerſteit von Wort. und Bersacant giebt dem Verſe ſeinen Charatter, jenachdem viel männliche Giſiren, alſo viel widerſtritende Beronungen vorkonmmen, oder dieſer Widerſtreit Weit hin in den Vers ſich fortſett, ob bis in den 2. oder 3. oder 4. Juß. Da aber wie in der Muſit, ſo in der Metrit der fortgehende Widerſtreit ſih in Eiklang auflöſen ſoll, haben die Römer als feſtes Geſet angenommen, daß im Ausgange, d. h. in den bedden lebten Jßen Wort. und Versateent zuſammenfalle“ Man vergleiche hierüber auch Weſtphal, Griech. Metrit 2 und zurian Miller, de re metrica hocturum htinarum J. 209. Aufi- b.2 — 18 212.— Ueberall demnach, wo von dieſem feſten Geſete bei vid eine Ausnahme gemacht wird, wo z. B. viele müännliche Esfuren verwandt ſind, ind ſogar noch im 5 oder 6. Fuße jener Widerſtreit auftritt, werden mir die Ubſſcht Ovids zu vermuthen haben, daß er durch Anvendung der Cäſur den Vers maleriſch geſtalten wolle. Auch hängt davon die Wahl und Verbindung der Wortfiſſe ab, wie wir weiter unten(Cap. III.) ſehen werden. Ein anderes Moment, welches für den maleriſchen Gebrauch der Cäſur hervorgehoben werden muß, in das Iuſammenfallen derſelben mit einem logiſchen Abſchnitte. Wir ſind oben davon ausgegangen, daß der Zweck der Cäſur im Hexaumeter die Scheidung der beiden triovſſchen Rihen iſt, aus denen er beſteht. Nun dat aber Weſtphal Griech. Merik p. 13) nackgewiefen, daß alle Poeſieen der indagermaniſchen Bölker überein ſüimmend nicht nur mit dem Schluß des Syſtems oder der Strophe regelmäßig einen Gedankenabſchnitt beenden, ſondern„daß auch das Ende der Periode faſt regelmäßig mit einem Satzende zuſammenfält, ja daß ſogar die Grenſcheide zweier zu einer Periode vereinter Kola ſich mit einem logſſchen Abſchnitte innerhalb des Sabes zu verbinden ſireöt.. Nur die Griechen ſind hierin freierz doch war dies mmehr der Fall in der ſfätern fortgeſchittenen Zeit, namentlich in der Lyril als in der frheren, in welcher die metriſchen Bildungen im Ganzen demſelben Principe folgten, vie die Metra der verwandten Böller. Wir dürſen daher mit Recht annehmen, daß auch im wmiſchen Hexameter der Gedankeninhalt auf die Scheidung der Reiben von entſcheidendem Einfluſſe war, um werden uns von dieſem Geſſchtspuntte in den Fällen leiten laſſen, in welchen es für die maleriſche Verwendung der Gäſur wichin iſt, welche von den vorhandenen man als die Hauptesſur anzuerkennen hat §. 2. Die Hanpteäſuren. a. Die Penthemimeres. Da die Haupteäfuren zur Scheivung der beiden Reihen dienen, ans welchen der Hepameter zuſammtengeſett in, und da ſie zu gleicher Zeit die Tacte jeder Reihe als zuſammengehörig bezeichnen ſollen, indem ſie dieſelben einem Tacte, der den Dauptittus trgt, unter werfen, ſo iſt erforderlich, daß ſie möglicht nach der Miite des Verſes zu auftreten. Das iſt am meiſten bei der Gäfur nach dem 3. Trochäus der Fall. BWeil dieſe aber dem Betonungsgeſetz des rämiſchen Herameters ſo wenig entſpricht, indem bei ihrer Anwendung der Widerftreit des Wort. und Versacceuts namentlich in der erſten Vershäfte zu unmerklich hervortritt; und weil fermer duns die Hephihemineres der Hexameter in zwei ziemlich ungleiche Hälſten getheilt wird, ſo iſ die Peuthem. bei weitem die haufigſte, gewiſſermaßen die Normal cäſur. Zu maleriſcher Geſtaltung des Ansdrucs wird ſie daher wenig beitragen, da dieſelbe in der Regel durch mehr oder weniger ſeltene oder auſſallende Erſcheinungen bewirkt wird. Aun meiſten Nachvruck und Einwirkung auf den Inhalt hat die Penthemimeres, wenn ſie mit einem ſontakthchen Abſchritte zuammenfält; 5. B. X. 123. Hacteuns, et geuulit; oder 42l: uon ausn-pareute Dieere, contionit. XII, 18. Ohstihuers omnes; ferner I. 167.(unciiumque vocat, tenuit mara nulka ocatos, wo ſie Entſchiedenheit und Beſtimmntheit bexeichnet; oder wo große Ausdehnung veranſchaulicht werden ſol; 1. 292. Omnin houtus erunt. deerant Anoque litora Dauto. Das Blld des unendlichen Merres wüme hier ungemein geſchvächt werden, wenn die Giſur nicht mit der ſyntactiſhen Pauſe zuſammenſile, Daſſelbe findet ferner Statt, um die Gleichheit des Gedankens im Vorder⸗ und Nachſate auch außerlich darzuſtellen, wo daun gewähnlich auch das Wort, welches den Hautton hat, wiederholt wird: 1. 238. Canities enlemn estz eademn vialentia ultus. ldemn veuli lueant, eadem ferttatis Indugy 50. 351. 610, V. 159. VII. 695. ac, oder um einen Gegenſatz hervorzuheben 1. 23. Oeruhat hie collemn: eumha sedet alter ulunca wo zugleich das oft wiederholte c in maleriſcher Weiſe das Sich Bergen, Sich Retten darſteltt Man vergl Oſterprogr. 1871 p. 26.— Die entgegengeſetzten Begrife ſtehen hier unmitelbar vor und nach der Eäſurz auch kommt der eine vor der Gſur, der andre am Ende des Verſes vor, wie II. 190. Prospicit occasus, interdum reshicit ortus. cf. l. 494. IV. 360, 626. dagegen ſtehen die beiden Begriff, deren Gegenſatz ausdräüclich negirt wird, vor der Giſur: 1, 291. Jumdue mure et tellus nullum diserimen habehant. cf. IV. 261. 317. 3 ¹19 Die Penthemimeres wird mit Bedeutſamkeit ſerner angewandt, wemn die erſte Vershälſte Grund oder Bedingung der zweiten enthält, oder durch dieſelbe näher beſtimmt und erllärt wird, z. B. X. DT, Plexit muans ueulos: et hrstiuus illa relahsa esi. Hesilit in latiees, alternadue bracchia duceus— Dranupsit duo tela pharetra Divetsorum operum; fugat hoc. fueit lnud amorem. daher auch vor directen Ausführungsſäten: I. 181. Suene luter dixit generum mihi, flli, debes'; ſowie inmitten oder am Schluſſe derſelben, wodurch das dolgende um ſo ſtärker herorgehoden wird, 3 B 1. 4636. Flius uuie Veneris gat tuus wmunia, Phoehe Te meus arcus, ait unutodue animalia cedunt— II. 705. Me mihi prodisy ait periuruque pectora vertit endlich nach einem Auoruſe: VIII, 35. Intrat, et heu facinust fatali nata parentem Crine suum sholiat. Haufſig wird die Penth. noch durch andre Cäſuren uud Düreſen aus maleriſchen Gründen unterſttt, ſo z. B. don der Hephchemimeres in dem eiligen Zurufe des die ſliehende Dahne verfolgenden Aholl: 1. 5066. Sie mauilam henna fugiunt trepidante calumlhae, llostes quaecue sauos. umor est muihi causu sednendi. oder bei Ausrufen: VII. Slà. Auru,, recondor euim, veniast, cf. VII, 190;— von der männlichen Cäſur nach der 1. Arſts, um die Furcht und das Verlangen des Orphens zu ſchüdern: no deſicenet, metuens, asidusdne ridendi—; von der Diärrſe nach dem 1. Iuße bei Trauer. und Klage rifen: IV, 141— 144. Endlich von der Trithemimeres, z. B. in Zurufen: X. 464. ASiu tun est, Cinyral- oder um plöbliche Erregung anzudenten: X. 666. Ostipuit virgv, uder vergeblichen Anlauf und Verſuch: 1I, 172, Bt setito trusiru temuptarunt accuore tingui; oder es crhält durch ſie das nachfolgende Wort vor der Penthem, damn gewößnlich ein Spondeus, ungemein ſtarten Nachdruck; z. B. IV, 490.— Uu ferunt; muens est, qune diros sentiat jetus; oder, um große Ausdehnung zu ſchidern: II, 166. Fuccutiturque alto— 187. Quid faciat? multum caeli past tergu relietun, Aute oeulas Ulus est v. Die Hephthemimeres. Die Hephthem iſt diejenige der drei Haupicüfuten, welche am weiteſten nach dem Ende des Verſes hin eintritt und dadurch die Theile deſſelben am wenigſten gleichmäßig ſcheidet; daher iſt ſie bei O. gewöhnlich mit einer geringen Ciſur im 2. Fuße verbunden, wodurch dann der Vers in drei ziemlic gleiche Theile getheilt wird. Während die Penthemimeres in der Regel, wenn nicht der Gedanke des vorigen Hexameters fortgeſebt wird, den Satz in Vorder. und Nachſat ſcheide, wird dagegen die Hephthem. im Verein mit der Trichem. angewandt, wenn Hemmmmg, Unterbrechung, Aufregung und Leidenſchaftlihteit geſchiidert werden ſoll. Dieſe Eäfur kommt weit ſeltener vor als die Penthem, tritt aber werhalimifmäſig viel häufiger maleriſch auf und kann nach dem Geſagten ſowohl bei der Scilderung langſamer und gehemmter, als auch allmählich ſortſchreitender, wiederholter, ſchneller und lebhafter Bewegung und Thätigkeit vervandt werden. Erſteres iſt der Fall in folgenden Beiſpielen: IV. 569. lanndus malis annisque graves dum hrünn wtractant Luta dommus releguntque suos termtns lalbres , 462. Cunctuntem longera manu diducit— XII. 567. Sed ruhti vulnere nerri Defieinnt, motumqne negaut viresqéue volundi. cf. IV, 266. V, 449. Ebenſo wird auch imere Hemmmum: Uunſchliſgleit Trauer und Klage durch dieſe Cäſur veranſchaulic 1, 617. Cuid faciate erudele, suos aliloore amores. V. 425. At(hune rahtauudus deam contemptadue fontis lura sui muereus. I. 508. Mle miserum! ne pronu cadus— 3* 1. 37. aterane Pronus humi, gelidoque purens dedit o. III, 17. Subsequitur pressoque legit vestigin gressu(Wiederholtes Spiren) al. IV. 137. 1, 554. IV. 354. VI, 219. 558. X, 672. Wederholte ſchele Vemegung et 1. 600: daher auch in kurzen ſchneln XI, 132. Da veniam, Lonaoe pater! peccurimus, inquit. 1. 501 2. 521. IV. 591.— Auch mit Wiederholung deſſelben Wartes in den beiden erſten Theilen: 1, 514.— nescis, Cuem tugias. ieochue furis. l. 597. Ne fuge mel fugiebat enim. Erdlich wird durch dieſe Cäſur lebhafte, unruhige, aufgeregte und gewaltſame Thätigteit gemalt Parra mora est alas podidus virgumulue potenfi Somnifaram sumpsisse manu tegun Impatiens exbersque viri nemorum aria lustrat XI. 127. Attanitus noxitate mali, diresdue m VI. 658. Prasiluit, Ityasdue cuput Philomel Mhiit in ora hatris. ct. II, 151. V, 356. II. 175. VI. 52. 133. VIII 210— 213.(In dieſen vier auf einander ſolgenden Verſen wird durch Anwendung der Heyhthem. mit der Trithem. die Aufregung des Didalus bei dem bevorſtehenden Fiuge ſeines Sohnes Icarus geſchildert) Vl, 645, 706. 612. 617., 621 k. Soll eine ſchnelle oder gewaltſame Thütigkeit als eine unaufhallſam fortſchreitende dargeſtellt werden, ſo tritt die logiſche Pauſe erſt bei der Hephthem. ein, und auf die Trithem. folgt keine Interpuntton, z. B. II, 119. Iussa deas celeres peragunt. 1, 185. Perdendum est mortale genus. 1. 311. Aluxima Dars unda nnienn Genaſnct enten eht ite Setzie daßr dnaneie hee ver heeren te V. 231. 467. 718. In andern Fällen wird auf dieſe Weiſe Ausdehmung in Raum und Zeit hervorgehoben, „457f.— movemdue lugeribus distentus erat. 467. Perhetuas latitur Doemm Wo es der Sinn verlangt, kann aber auch die Haupipauſe nach der Trithem eintreten, z. B. 1. 438. sed te quoque, maxime Python. Tum genuft, populisque noris, inecgnite serhens. Terror erus, tantum spatii de monte tendhus. dies geſchieht hier in zwei auf einander folgenden Verſen, wodurch beſonders in dem leten der Schrecken vor dem Ungeheuer anſchaulich gemalt wird; nach der folgenden Hephthem. ſindet dagegen keine nterhunction ſiatt um die ungeheure Ausdehnung des Drachenleibes zu ſchildern. In beiden Verſen aber iſt die doppelte Cäſur dem Inhalte zußerft entſprechend. Fältt ſowohl die Trithem. als auch die Hephthem mit einem ſyntaktichen Abſchnitte zuſammen, ſo werden dadurch die deei Theile des Verſes in auffallender Weiſe getrennt. So in dem kurzen und beſtimmten Befehle der Tritonia an die Gottheit des Neides: II, 785. Sie opus est. Agluurps en est. haud Plura lwenta— oder VIII, 114. In hatriamk superata iacut. sedd finge maner wo Frage und Antwort die Scheidung der Glieder und zugleich die doppelte Cäfur bedingen. cl. IV. 592. Doch auch ohne Iterpunction ſcheidet die Hephthem. in Verbindung mit der Trithem. häufig drei Hauptbegriffe im Verſe aus und hält ſie aus einander 3. B. III, 349. exitus ilam Resque Drobat letians gonus noritasque furoris. II 594. Cansbectum lneemune fugit tenebrisdue pudorem— VI, 218. Planus erat lateque patens prope moenia campus. Weniger oft kommnt es bei O. vor, daß die Hephthem, nicht von der Trithem. umeerſtütt wird, dam tritt aber die Penthem. hinzu; ſo I. 432. Gumane sit ignis aqune pugmax. wo der Widerſtreit der Elemente erufen und Ausrufen naue cnpillis I. 473 zerue— eruentum 1 durch dieſes abweichende Verhältniß in charakteriſiſcher Weiſe hezeichnet wird; ähnlich 1, 19. Frigida pugmabant calicis. Bisweilen wird auch das Wort vor der Hephthemt, durch das Hinzutreten der genthemimeres bedrutend hervorgehoben: VIII, 92. Prnemia nulla peto, nisi te. IV. 681.— nec nudut Ahyellare virum rirge. cf. V, 785. V. 147; oder es iſt für den Inhalt charalteriſſch, daß iiber die Penthem. hinveggegangen wird, und die Hauptciſur erſt ſpäter eintritt: V. 140. Dlus tumen exhuusto superest. NIV, 308.— multaqus Vrnesens Tempore tam longe vidi. XIII, 780. Mlue ferus ascendit Cxclops. XV. 518. Pruecipitant currum seapulis. ef. XI. c. Die Cäſur nach dem 3. Trochäus. Dieſe Gäſur kouunt bei Oid, wie berhaupt bei den meiſen roniſchen Dichtern der Uaſſſchen Zeir⸗ iheraus ſelten vor; in den Metamordhoſen im Garzzen nur 28 mal.⸗) Der Grund ihrer ſo ſeltenen Amvendung liegt darin, daß ſie wegen des trochiſcen Ausganges im Gegenſat zu den beiden andern Haupteäſuren den Widerſtreit des Vers. und Wortaceentes in der erſen Hülftr des Verſes verringert, wenn ſie ihn auch nicht ganz aufhebt. Denm nur ſelten hat Odid ſeine Hexameter mit meiblicer Hruptciſur nach dem Wiſſer des jolgenden gebant⸗ IN Penthea tu, enerande, hipenniferumque Lycurgum. in welchem durchgehends Vers. und Wortacent zuſammenfällt;:) in der Regel ſind ſie vielmehr ſo beſchaffen, daß wenigſtens einmal in der erſten Vershälfte und bisweilen auch durch einen auf die Cäfur folgenden iambiſchen Wortfuß im 4. F. noch der Wortaceent mit der Versbetonung rollidirt; 3. B. 1. 230. Poena hläcot dirersa, gouns martale suh undis Perdere. Daraus ſolgt, daß der Amphibrachus, welcher in dem vorhin angefthrten Verſe IV. 22. aus maleriſchen Grnden ⸗s) dreimal nach einander vortommt, ſonſt von O. und auch don andern Dichtern im 4. Fuße vermieden wird, weil er jenen Widerſtreit aufhebt und dadurch den Vers unkräftig macht; der Bacchins aber, welcher aus leicht erſictlichen Grinden innerhalb der Verſe mit männlicher Säſur üiberhaupt ais Wortfuß keine Stelle findet, auch hier im 4. Fuße verwönt iſt*) um deshalb, wie wir unten ſehen werden, nur im Versſchluſſe vorkommt. Weil der Bau der Verſe mit weiblicher Hauptesſur von dem der übrigen ſo erheblich abweicht, ſo werden ſene faſt überall, wo ſie auftreten, von O. zir Characterzeichunng verwandt. Sie ſcileen im Allgemeinen etwas Schwaches, Sauftes, Weichlches, Hilfloſes, Leichtes und Füchtiges, wie ſch aus den folgenden Beipielen ergiebt: 1, 190. Cuncia prius temuhtata. sel inmedlenbile vuluns Muse recidenddum est Hier ſcheint die weibliche Cäſur gewählt zu ſein, um im Gegenſatz zu dem ſolgenden eense reciendum est, und dem vorangegangenen perdenqum ast mortale genus die große Langmuth Jupziters heworzuheben. Gbenſo ſoll 1. 260. Poena Placut dixersa, genus mortale sub undlis Perder, durch die weibliche Eüur die von Lupziter zuletzt gewählte Strafe als eine mildere hingeſtelt werden, als der Untergang des Menſchengeſchlechts durch den Blit II. 33. enac'que viae tibi cnusap quid hacy ait areo petistir fi) Freundliche Amrede des Phöbns an ſeinen jugendlichen Sohn Pharton. J 190. 210 II. 33. 401, 728. IV, 22, 535, 550. VI, 539. 572. VII. 78. X, 95. XI. 72s. XII, 2is. 104, 160, 10s, XIII. 268. 60, 508. 903. IV, 150, *„) Baſelbe iſt der Fall in. XIL, 400 Antimmachwmluo lpmmmane aceuniſerumndne Pyracten, wo die zweüe Hälſte derjenigen des obigen Verſes gaug gleich gebaut iſt und auſerdem: VIII, 22. IN. 7158, XIII. M04.— *nn) Aus demſelben Grunde iindet er ſich auch im 4. F. des felgeiden Verzes: X. 05. Et plaianus genialis aceraue ewlorihus juar i) Dagegen Tlor 4p.2. 1, 102. Pt post Punica bella aqwietus duncrere eychit. 110, Cwmaita Dust knumenta ienentes teunpore taato Corhus, in weichen Verſen iedoch ſowohl die Anwendung des Vacchius als auch der weiblichen Gäfur ſur den Juhalt von Bedeutung ir Ti) Wenn L. Mueler„De re metrien p.l. b. 187. bemerkt:„eeterum illad djemum mentione verha ventiemäi ¹t dexlaran Auo ineint media, qüssi enciji dadumm ita eralexcere, ut ryrsns unum etüeare zideamtur seneum, unde nelus in tertis trochaen incisust aratio versuum velut talinm 40, 161. So. VIII. 22. a87. Ix. 5oo. 22 XII, 404. Multae llunn petiers sun de gente, sod una— Zärtliches Verlangen. cf. XIII, 906. 802. WV. 22. Peuthen tu, venerauie, bipenniferumque Lycurgum— Aneufung des Liber bei Gelegenheit der Schilderung fröhlicher Feier zu Ehren des Gottes. cl. X, h5. Xll, 215. VI 572. Cuid faciat Philomela? fugam enstodin claudit. Hülfloſgteit der Phil. Alehnlich IX. 758. Rathloſigtet der Ivhis. INX, 500. Entmuthigung der Byblis. Xl, 728. Klage der Alehone. cf. XIII, 620. II, 491. A. quotiens per saxa cunum lutratibus acta est!(Gurcht und Flucht) In andern Jällen ſcheint durch die leichte trochaiſche Ciſur eine ſtetge, gleichmäßig fortlaufende Bewegung it werden zu ſollen; man vergleiche 8. Pumla ucit; volat ilnd at incandescit eundo- Illa manus uf forte tetenderat in maris undus. Jactari auos cernis iu Joio inmenso veranſcha wohin auch zu gehören ſchei §. 3. Die Nebencäſuren. Dieſe dienen zur Unterſtützung der Haupteäſüren und trrten meiſt nur dann in charakteriſiſcher Weiſe hervor, wenn ſie nach Worten vorkommen, die an einer bedeutſamen Stelle des Verſes ſtehen, oder durch inhaltliche Bezjehungen hervorgehoben werden; wir können uns daher über ſie kur faſſ u. Cäſur nach der 1. Arſis. Ocgleich die erſte Arſis ſchon an und für ſich durch den Hauptietus in Verſe vor den übrigen hervortönt, ſo erhält ſie doch noch größern Nachdruck, wemn ſie von einer Cäſur begleitet iſt beſonders, wenn das Anfangswort nicht zu unbedeutenden Inhalt hat. Man ſehe folgende Beiſtiele: II. 282. Vi eduidem fanses luec ipsa in verba resolvo- es est Pheton. VIll, S2. curarum maxima nutrix— Nox iuterventt. Erhöht wird dieſer Nachoruck und zugleich die Wirkung der Csſur noch durch beſondere logiſche Ver⸗ hältniſſe von denen wir die wichtigſten envahnen wollen Zunzchſt durch einen Ausruf, in welchem das Aufangswort eine Interjection oder ein Pronomen iſt: IV, 155. ² multum miseri! I. 651. Ne miserum! Vor einem ſolchen Ausrufe kann ſogar das unbedeutende et merllich hewwortreten: VI, G40 lt mater, muter, clamantom; ebenſo nach vorangegangener Auißzählung dieler Namen: lV, 16. nt. Auas hrueteren— Nomuina, liber, lbes Dann durch eine Frage: II. mnnter? V. 599. Cuo Drolerase VI. Gl9 anodeunque harari: Cwid, sit 631. Cui Sis nuhta, ride. Durch eine Gegenüberſteluung und disjunctioe Correſpomſion: II, 705. Me mihi prodis III, 460. mnerinmns duodue siepe notasi— Me lacrimunte fuas. J. 464.„igat tuns omnin, Phoche.— de meus arcus. 1. 172. loc deus in nympha Peneide firit; at ilo— I. 607. aut ewo fallor, Aut wegy lualor' ait. Durch Correlgtian: II. 201. quaque impetus egit, Rao Sine lege ruunt. 35†. Huc ent atue illue. Durch Wiederholung deſſelben Wortes: III, G78. Jam non esse munus, iau pinnas hosse vocari. II. 237. Tiem facta est Libye— Arida. tum uymphae— IV. 18. lu puer neternus, tu formu- zissimus alto— VI. G45. purs judde cavis exultat ueuis, Purs] verihus stridunt, magnum aplucatus mitiscne rogaut Tauenides alräs, intus lahes dueuu peweis ait, citewunrieie nedne pust duurttum heleu in his dAune que ziue tibi eausa? quid hac ait aree heliat ſo ſtimme ich ihm hierin bel; wenn er aber weiterhin als Girundſabz auſſtelt: vayul veteres metri rationes ulique potiares Rahentur quam senaur⸗s ſo kaun ich mich demſelben nicht anſchleßen, ſondern lalte daflr, daß, in den hierher gehörigen Fällen, in welchen durch die Hepbthem. dem Sinne nach eng zuſaummengängende Worte in unpeſſender Weiſe geieennt ader nicht zuſammengehorende vereint werden, leber die weibliche Gäſur anzunehmen iſt, wenn dadurch iene Uebelſtinde beſeitigt weiden. Aus dieſen Gründen habe ich 1, 200, VI, 572. VII, K40, S, IN, 500, XII, 404. und II, fhl. unter die Verſe rrchnen zu mütfen geglaubt, in welchen micht die Hepheh, ſondern die Eäſur nach dem 3. Troch anzunehmen iſt.— 23 Durch Hervorhebung der Art oder Beſchaffenheit namentiic vernitte His adbibet coniunx iguarum Teren mensis. cf. 675; ſo wie durch Heworhebung eines Bem eines encltſch hinzugeftgten Wortes: I. G8. Juno etiam— Tethas salot ipsa vereri. 1 IV. 3T1. Non tamen efucies, II. 423. lioc eerio furtum coniunr men neseiete Endlich durch einen ſyntactichen Abſchniit. Nach Schapers Zählung(Progt. Inſterburg 1862) kommt ein einſllbtges von einer Iuterpuntion begleitetes Wort in der 1. Arſis 161 mal in den Metamorphoſen vor mreiſt nach Conjuntionen: et. nec. aut, vol, ut, si. cum, nam x.— Abuerbien: mor, Sie, Auo. hic— oder Interjectionen: o! u! eu! hen! Dann nach Pronominibus, Verben(zunt, VIIl. 730, einfilb. oder eldirten zweifllb. Imperativen: J, da. Daree, vive) und nach Subſtantiven(di, rer); doch nie bei Ovid wie auch nicht bei Verzil nach einem Worte, welhes den Gedanken des vorigen Verſes abſhlieſte Aeltere Dichter(Eenäus, Lucrez) ſo wie auch ſpütere wandten dagegen dieſe Eäſur an, um einem ſolchen Wont beſondern Nacidruck zu verleihen, z B. Pap. Stat. Theb. II. 58. nec recdditn eomtra— Vax. VI, a0. primnus teneris laczisse luhatis— Or. et littoreo— der Demonſtratida: VI, 647. iffes vernitelſt Te duoduc. b) Cäſur nach dem l. Trochäͤus. Dieſe eſur wird durch die folgenden mänlichen, namentlich wemn den Haupteüfuren, was ſehr häuſig Nſ, auch noch die Triche vornsgeht, ſo verdunlelt, daß ſie in malericcher Beziezung von keiner Bedeutung int wenn ſie nicht wit einem Abſchnitte des Sinnes zuſammentrifft. In dieſem Falle tritt ſi beſonders hervor in Auörufen nach Bocatiden oder Imperaliden: I. 130. Arßt, laces. Nl, 585 Iril XIII, 495. Juta, iacs, 1. 505. Nymphn, mane! IIl, b1à Mste, hrecor, memores!— oder wenn das der Göſur voraufgehende Wort einen eiguen Sat bitdet: 1. 762. Dhit ei innhlieuit— XIV. d6. Derstut, habetque deos pars utraque: oder den Gedanlen des vorigen Verſes abſchließt. Es iſt dann in der Regel ein Subſtautivum oder Verbum, doch kominen auch andere Wartarten, z. B. Pronomina(X. 432. Zahlmörter und Präpoſitionen in dieſer Weiſe vor. Durch den Versähergang ſo wie durch den Einſchnitt nach dem kurzen zweſſitigen Worte gewinnt dieſe Cäſur beſondere Krafe unt vird daher von O. meiſt in höchſt maleriſcher Weiſe vermandt, wie an folgenden Beiſpielen zu erſehen iſt 1. 568. Ust mermus llnemunine, prmerupta quod undiqne chulit Sitan. vocant Teupe. III. 712. Primmn Suuum misso viularit Penthen thxrso Nuer, do, gaminae— VI. 144. Cetera venter labet: de quo tamen illa remittit Stauen, let antiquas everect arunea talas. ef. II. 260, IX, 17 III. 706. Penthen sic ietus longis ululutibus nether Marit, et audito XIII. Ss2 hartemndue e monte rexul HIiitit, et extremus— ci. II. 6l6. Xl. XIV. 5à4. ematrfne aitz emmin demwens Cralis, et es tumiius— modderutius, oro. Chore, fugamdue indihel Taciesdue inclueitur ills— Una. relut siduis umbras ernt üln raeeutes Inter, at inces dnadque deorum est— Tastar, habent unlmos Als eigenthimliche Versanſänge, die gleicſalls durch die weibliche Cäfur hervorgehaben werden, ſonſt aber ſelten vorkommen, mögen noch folgende drei hier ervähnt werden: III, 603. Inquit eut irn— XII, 497. Iudue cruentatus(Tmeſis); NV. 857. Denique.- ut— «) Gäſur nach der 2. Arſis. Von dieſer iſt bereits oben S. 20, wo von der Hephth. gehandelt wurde, die Rede geveſen; wir konnen ſie deshalb hier übergehen. d) Eifur nach dem 2. Trochäus. Sit dient in der Regel zur Herworhebung der Penthemimeres, visweilen auch der Hepheh. und tritt meſſt mur vann maleriſch hervor, wenn der Vers mit dem. Cpitit veginnt. Dieſer koumt, wie wir weiter unten bei der Betrachtung der Wortſihe ſehen werden, ſowohl bei der Schilderung ruhiger als lebhaſter Thäüigkeit vor(meiſtens mit angehängtem que): im erſten Falle wird daun die ruhlge Bewezung des Verſes noch durch dieſen Einſchnitt erhöhr; in leterem belommt durch ihn der jambiſche Wortfuß vor der Penthemimeres ganz beſondern Nachdruck Beiſpiel erſter Art: VI, 30d. lumuina muestis Stank inmata Wenis. 1, 402. Nollriaue mora.— XIII, 183. hxpectata din.— Xll, 3ld. Laugmentique! mann— XI, 81. Rt cnnatu] femnur mnerenti plangere dextra. 77. Esternata fuam frustra temptahut. XV, 223. Paulatinuue tremens— XlI, 65. Adventars- rates.— 1. 613. speciem Saturnin vaccuc.—(Manudnam inrita,] probat(die weibl. E vor der P. malt das Zögern der Saturnia)— VIII. 368. Desbeitceue, loco tutus(hier die Hephthem. in mal. Weiſe von dieſer Cäſur unterſtützt.— Beiſpiele der zweiten dlrt VIII. 306. Leucippusque ferox— XII. 223. Raptaturque comis. 262. Dehressitque duos. XIII. 562. Expilatque Seuis weulos.— fueit ira ralentem— Inmergitaue uanus— N. 43. Nec curhsere lecur volueres der auch bei andern Versanfängen nterſtäßt dieſer Einſchnitt die Hauptesſur und verangſauut entweder die Versbenregung, mie in ſolgenden Beiſpielen: Il. 177., Cwannris turdus erus. Xl, las. Sed müiserere, precur.— oder macht ſie lebhafter wie Ill, 68. Ile dalore keros(wo die ohnmächtige Wuth der Schlange geſchitdert werden ſoll, Xl. Tä. volahat,— Pereutiensäue levem meclo natis aura pennis.— e Ciſur nach dem 4. Trochäus. Dieſe Eöſur konunt nur nach der Peuthem. vor und hat, wie uberhaupt die Göſuren und Diäreſen, welche gegen das Ende des Verſes hin eintreten, den Zeck die rhöthmuſche Bexegung, beſonders bei Amvendung von leichten und ſchnellen Wortfißſen, zu mäſigen. In dieſer Weiſe findet ſie ſich oft gwiſchen dem B. und 2. Paon: 1, 1017. lacidiaue tebentihus auris Iluloebant zeployri natos zine Semmine flores. l, Bl. soliduuudue cherruit orbem. 317. suherankaue cueumina nubes. II. 209. rupiuntque Der asin currum. 158, pelihusduen her uara uotis, Gbeuſo auch, wenn dem 2. Päon ein Palinbachins voraufgeht, 3 B. II. 121. deae celerrs— Quulrupedes dueunt adduntaue sonantia frenn, wo ſie nobſt dem angehängten ue das klingende unt, welches bereits der Penthem. voraufgeht,— dem dam aut in der 5. Arſis ſolgt,— hervorhebt, um das Geion des Geſchirres der Sonnerroſſe zu malen. Val. iber die maler. Bedeutung des Conſonanten u das Oſterprogr. 1871 p. 25). In andern Stellen bezeichnet ſie das Ende einer allmählich abnehmenden Bewegung oder Thätzgteit oder Unterbrechung derſelben; ſo 3. B. Vlll 2. noctisceue fuxxante Teuupora Iueifer caclit eurus, das allmähliche Schwächenverden und Aufhören des Sſwrindes; ferner hifft ſie weite Ausdehnung ſchildern, 3 B. die des Tromzetenſchalles über das Meer hin 1. à41. Omnibus audita est(Sc. hucina) telluris et auduoris undis, Ei Auihus est undis aulita, coereuit ommes. cf. l. 337, 338 Endlich kann ſie zur Sonderung entgegengeſetzter Begrife dienen; ſo 1. 659. Spesque(uit generi müihi prüma. sccundu nehotum. 9) Die Eiſur nach der 5. Arſis. Sie konnnt in drei verſchiedenen Arten von Ausgängen vor 1) 35mul nach einem einflbigen Worte, auf welches ein Pyrrhich und ein Spondens oder ſtatt des letterm ein Trochäus folgt(.= 2) ²) mal nach einem mehrſlbigen Worte mit folgendem Joniens u minori „), 557 Gor. 757. II. 206. a79, 4 VII. 0. 1X, 404.. à10 517, Gi5. Gui. 2 *) I. 2u1. V, 409. vIII 310 un) und 214. VI, 17. 352, 374, 497, vI., 172 340, Gig. 188. , 276 312 485,554. IIl,548. NIV, 761. XV. 86.196. 25 3) 10mal nach einem mehrſlbigen Worte, das einem dreiſibigen Endworte Mtoloß oder Palimbacchius) vorangeht(= ö) alſo im v. spomdulcus.-) Da in den Ausgängen der erſten Art Wort, und Versacrent zuſammenfallen, wie es das römiſche Betonungsgeſetz erheiſcht(S. oben S. 17), ſo kommen jene am häufigſien vor und ſind in maleriſcher Beziehung weiter von keiner Bedeutung, als daß das Wort in der 5. Arſis durch die Ciſur meiſt einen beſondern Nadhdrutt erhält, 3. B. III. 456, et amurunt me] quadue uymphae. Xl. 720. heu. miser, iuduit. VI. 4197 tn, auaqune, Teren. XII. 554. me minus und. In den beiden andern Arten dagegen ſett ſich der Widerſtreit zuiſchen Wort und Versaceent bis in den 5. uß fort, daher werden dieſe Verſe aucdh, weil in ihrem Klange auffallen, von O. zu malerſcher Darſtellung bemutt, woſern nicht die beiden Schuußvärter srieciiche Eigennamen ſind, was im Ganzen 7mal vorkommt. Die übrigen Beipiele führe ich der Ueberſihelickeit wegen hier auf, wenn auch mehrere von ihnen bereits oben(ah. l.§2. in anderem Zuſammenhange Erwähnung gefunden haben XI, II. Aympanacue et Plausus et Bacchei ululutus Oistrepuere sono eitharac. Die Aufeimanderfolge der drei Volale, nach deren helſſiem die Calur nach griechichem Vorgange in Verbindung nit dem Hiatus eintritt ſtellt in höchſt anſchaulicher Weiſe das Baechantengeſchrei dar XI. 756, rahtusque Javi Gauxmedes. Die Gäſur nach dem 5. Fuße trägt weſentlich zur Schilderung der Sturmesgewalt bei, mit der Juppiter den G. maubte 1, 117. inaecduules autumnas: Die dunch die E. verurjachte abweichende Versbetonung malt die Veränderlichteit der herbſtlichen Wütterung. 1, 188. Fauniqne sutgrique et mantieolu Silvani Durch die Ciſur und den ſpondeiſchen Ausgang werden die äͤlteren und würigern Silvane den ſcherzenden und muthwiligen Faunen und Sathrn gegenibergeſtellt Bgl. Zlet. NV. 687 1. 732. Et gemitu et luerimis et luctisome mugitu Cum Jove vis queri e Cäſur, ſpondeiſcher Ausgang und Wechſel der heilen ind dunteln Bokale malen das langgezogene Brüllen der Kuh. III, 181. purhureae] ampore. Die Gaſu ſoll in Verbindung mit dem ſpondeiſchen Schluſſe die Ausdehnung, das miederholte r die Röthe des Hinmels verſinnlichen(ck. Oſterprogr. 1871.. 24). Eine gleiche Beſtimmung hat die Cäſur nach Fuße: IV, 535. Iactari quos cernis in lonioſimmenso, un zugleich die weibl. Cäſur im 3. 3. zu unterſten, welche hier aus demſelben Grunde angewandt iſt. S. oben b. 22. In dem letzen Beipiele XV. 450. Hnec Helonuun cceinisse penatigero] Aeneue komunt wiederum die weibliche Cäſur im 3. J. vor, und da auf ſie kein iambiſcher Wortfuß folgt r. vgl. oben S. 21) ſo dient die Eiſur nach der 5. Arſis einestheils dazu, auch in der 2. Vershälfte Widerſtrit zwiſch Wort. und Versacrent zu bewirken, hauptſächlich aber dazu, nebſt dem ſpondeiſchen Ausgange die Ehrvümigleit des Stammvaters der Römer hervorzuheben. 9) Die Cäſur nach dem 5. Trochäus. Sie hat dieſelb Beſtimmung wie die nach dem 4. Trochäus, namlich die Bewegung des Verſes zu unterbrechen, ehe er zu Ende geht; nur trit dieſe Unterbrechung hier noch ſchärſer hervor, weil die iſur dem S3chluſſe des Verſes näher iſt. Man vgl.folgende beide Beiſpele: VI, 486. lam labor exiguns Phosho restahat, equidne— Palsabant— IX, 770, dllatadue temmparu taedie— lnstiterant, unusque dies restadat.ut illu— Die Umterbrechung der Versbewegung kann auch zugleic Unrterbrechung der geſchiderten Thätigtet oder das Ende und Ziel derſelben bezeichnen. Das Erſtere iſt der „ II 133, 722, I. 247. I 184. rV. Bas. vn, 308, um 316. Xv. 358. 110. Fall, wenn ein Zurückweichen, Verhindern, Zaudern, Verlegenheit, Ermatten, Seufzen, Befürchten dargeſtelt werden ſoll oder wenn der Cüſur eine Frage oder ein Zuruf vorhergeht oder nachfolgt, wie folgende Beiſpiele zigen: X. 452. Tor pedis oftensi signo V. 101. Cui, duoniann Drobibent auni bellure, loquendo Puguat. II. 105. Ergo qua licnit, genitor cunstatus, ad altos— N, 676, An petenet, virgo visn est duhiture, cf. Xl, 740. I. 615. luppiter e terra geuitam mentitur, cf. VI, 523. 37. II. 301.— neque enim tolerurs vaporamn Slterius potuit nec dicere plura summque— Die weibliche Cäſur im 5. F, welche nebſt der Trith. die Penth unterſtütz,, drückt mit der vorangehenden Diäreſe nach dem 4. J. das Ermatten aus cf. 1. 543. II, 277. 657. X, 457. 551.— III. 237. lam loca vulnerihus desunt. gemit ille, ſsonumque— Durch die weibliche Cäſur im 5. F. nach der Hepheh. wird in ſchöner Weiſe das Seufßen bezeichnet, und ein ſtarker Nachdruck auf das folgende souumque gelegt. Alehnlich VII, 480. Admonitus putri luctus suspirut, et illl— ck. II 655. III, 93. IV. 598. Quisduis adest— aderunl comites— terretur. at iln— df. IV, 228.— I, 613. Quamquam inxita. Probat nae non et cnius et unde— quuerit. ef. II, 383. VIII. IV. 110. Nostra nocans animm est. ego te, miserancla, peremi. cf. III. 477. IX.— Ferner wird durch dieſe Eäfur Ende oder Ziel einer Bewegung oder Thütigteit bezeichnet, die eutveder eine gleichmüßig verlaufende oder eine lebhafte und unruhige ſein kann Ik, 392. Desierant simnul ora loqui, simul XIV. 484. Deliciunt ſnemnque roguni erroris. III. 677. In Spatium resilire mauus hreve xidit 1, 472. Hloc deus in uympha Peneide fnit; ſ ut illo II, 184. lam Ileropis diei eupiens ita fertur,ut- diudue eta Praecipiti inus bore. Iv. Pestiterulue manu raptos inmisit. at illi 1I. anam— Pluminis in rapidi riis enira vocaxit Oeyrrhotn. Der Vers laͤuft, um den reienden Strom zu malen, ſo ſchnell über die Cäſuren im 3. und 4. Fuße hünveg, daß erſt nach dem 5 Trochäus ein Halt eintritt.— Auch von der Trithem, an kam der Vers ohue Unterbrechung fortlaufen, wo dann die Hephthem. mehr zurücktritt, 3. B. l. 6hl. lunc timuit, hlandaque manu Sedduxit, ſet illi— Läuft der Vers bis zur weiblichen Cäſur im 5. R. ununterbrochen fort, ſo bezeichnet er bisweilen gleichmöͤßige und weite Ausdehnung, 3. B. 1Y, 438. Pallar hieumsque teuent late loca senta. 411. Sie omues animmas locuss acihit ille. V, 388. Slra caronut aduas einguns latus oume; häufig aber auch zu dem Folgenden einen Gegenſat, weshalb, wie aus mehreren der ohigen Beifpiele zu erſehen iſt, mit einer adverſativen Conjunction ind meiſt einem ſtarl betonten Pronomen fortgefahren wird; ſo auch: II, 532. Hteicere ex huumuerxis vestemn malibar. at illn Plumma erat. Man vergl. noch: III, 701, IV, 174. 614. V, 70, 80. X 61 oder es wird bloß das Wort vor der Cifur durch die letztere hervorgehoben, weil es dem folgenden wegen Verſchiedenheit des Sinnes gegenübergeſtellt werden ſoll: Il, 429. ridetet uudit; oder endlich es tritt das Schlußwwort nach der trochüſchen Eiſur ertlärend hinzu: II, b16, manumqne Odit owmque manu teme- raria tela, sagittas.— 1) Enſur nach der 6. Arſis. Dieſe Cäſur, welche in den Metam. 64 mal vorkonmnt, iſt für die rhythmiſche Malerei im Ganzen von geringer Bedeutung, wenn ſie ſich zwiſchen zwei en Wörtern fudet: es erhält dann nur das lebtte Wort, obgleich in der Sentung ſtehend, meiſt einen verhältnißmäßig ſtarken Ton und bisweilen auch das vorangehende, wenn es ſomſt ein Atonon iſt(einſilb. Präpoſttion ꝛ.) z. B. Vll, 436. tellus Ppidauria ver te Clarigeram vidit Vuleani occumbere prolem, wo durch das per te der Helden⸗ ruhm des Theſeus hervorgehoben werden ſoll. Aehnliche Stellen: VII, 860, in me. VIII, 65, in te. 862. et a se— Se quueri gundens. XIII. b69. einſilbigen Wörtern ein drittes vorauf, z. werden ſoll Jt aber das der Cäſur vorangehende Wort ein mehrſlbiges, was in den Met. Smal vorkommt, ſo erbalt dieſes in abweichender Weiſe den Ton auf der letzen Sllbe; der Widerſtreit zwiſchen Wort und Vers⸗ accent ſett ſich bis in den G. Fuß ſort, daher werden die ſimmtlichen Stellen hei Ovid auf maleriſche We verwandt. Er bezeichnet dadurch entueder Unrnhe und Gewaltfamkeit(VII, R20, worer os cf. IX. 147 muorernc. VIII, 359. vulniiens sus.) oder Großartigkeit und Erhabenheit(V. 513. sacer fans. VII. 603. iubar aureus extulerat ol. XV. à0, niticmm erxhut abdidernt Sol. VIII. G. aodmoreus rex. ſven Merkel geſtrichensl XV. B1.— eidersum Naa.) Nur eimmal wird dieſe Gäſur, wie wit es auch bei Horaz finden, in kamiſchem Sinne vervandt, nämlich XIV. 515. seruienher Pan, zur Vezeichnung des ſeliſam geſtalteten vocsfüſigen Herrdengottes. §. 4. Die Dürrſen. Im Herameter ſind 5 Düäreſen möglich die aber für die rhythmiſche Malsrei nur daun in Betracht konmnen, wenn ſich mit der durch ſie bewirkten Trennung der Vers und Wortftße zu gleic ein Abſchnit des Sinnes verbindet. Ohne dieſen ſind die rhytynnſchen Pauſen der Dlüreſen ſo unmerklih und treten ſo ſehr namentlich gegen die männlichen Cifuren zurück, daß ſie ſelbſt zvein und dreimal in einem Verſe vorlommend doch keine Wirtung auf den Inlalt anaüben. Dur in einigen Verſen, in welchen zugleich Lautmalerei hinzutommt, tragen ſie dazu bei, daß die ihnen vorangehenden Warte eimen beſondemm Nachdruck erhalten, wie ebwa in ſolgendem: J. 126. Saerior inge aal Vorridla Prummptior a Da vor den Dünrſen oft Wort. und Versſuß zufammenfallen, und dieſes auch die Uebereinſuimmung des Wortaccentes und des rhochmiſchen Zetus bedingt, ſo kommen die Düäreſen am häuſigſten nach demt erſten und fünſten Fuße vor, ſeltener nach dem zweiten und dritten, in welchen, ſo wie auch im vierten Fuße, gewöhnlich der Widerſtreit zoſchen Wort. und Versaceent ſtattfindet ¹) Diireſe nach dem 1. Fuße. Dieſe hat, da das ihr vorangehende Wort an der Haußtſtele des Verſes ſteht, etwas ungemein Krftiges, ſo daß ſie ſelbſt ohne Verbindung mit einem logiſchen Abſchnitte be⸗ mertbar iſt und in maleriſcher Weiſe wirlſam ſein lann. So ll, 171. Serpens— Priors] hieru prius tormidladilis ull, wo ſie nebſt der weiblichen Eäfur im 2. Fuße die Haupteiſur unterſtübend die Trügheit und Ungefährlichkit der Schlange ſchildern hilft. VI 602. Harruit infelk. ef. XI, 458. Sie unterſüütt in der Regel nur die Penthem., äußerſt ſelten die Cäſur nach dem 3. Trochäus. Mit einem Abſchnitte des Sinnes zuſammenfallend trägt ſie zuweilen gleichſam vorbereitend dazu bei, der Penthem. mehr Gewicht zu geben: Cuod mncit Wamatum ast.— Quodl fugat, obtusum est; auch mit andern Düäreſen in Gemeinſchaft unterſtütt ſie die Penthem., ſo z. B. in charakterſiſcher Weiſe bei der Anfählung verſchiedener Eigenſchaften: X. 5. Kduus, obscurus, calirine densus opaca: ferner V. 1386. asquorts instar— Quod tremit, exignaſcum summum Stringitur aura; bisweilen auch zugleich mit der Heyhth, wie IX, 523. Ineipit, et duhitat:] Seriit, ummutque tabellas Et notat, et delet: ſ mmtat,] eulpatcue, Probutane wo Schwanken und Aufregung geſchildert werden ſoll. Einen beſonders kräͤſigen Einſchnitt und Beionung des Folgenden bewirtt dieſe D. vor einem Anfüh⸗ rungsſate: I. 222. Mox ait eexperiar. 377. Atdus ita] si precibus dixerunt— 557. Cui dens at Auoniam,— Daſſelbe geſchieht, wenn das ihr vorangehende Wort einen eigenen Satz biddet: l. 281. Jusserat. hi releunt— II, 144. Poseimur: efulget.— Auch das Anfangawort wird durch ſieſtark betont in Fragen: IX, 509. Quo ferory und Ausrufen: VI. 264. Pareitel 1. 523. Ri mihi! Biswellen malt ſie ein blöbliches Innehalten und ſtellt dadurch die lebhafte Thätigkeit des vorauſgehenden kurzen Sates der ruhiger gehaltenen des lingeren nachfolgenden gegeniber: III. 381. Hie stupet, atdue aciem partes dimittit in omnes. 383. Respicit, et rurus nullo veniente quid' inguit— pro quo. Zuweilen geht auch noch den beiden aeret, an haeg si, wo dadurch Ungewißheit geſchildert 4 28 Am ſtärtſten aber iſt der durch ſie bewirtte Cinſchnitt und maleriſche Effect bei einem daktyliſchen oder ſpondeiſchen Versübergange; ſo wird 3. B. in der folgenden Strlle⸗ 1, 567. factis modo lauren mamis— Adnuit,] utque eaput visn est auitasse ceuumen durch ſie zuſammen mit den übrigen Cüſuren gleichſam die Bewegung der Krone des Lorbeerbaumes veran ſchaulicht. XIIl, 768: Checis amor feritusque sitisque inmonsa ernoris— Cessunt, et tutae— Hier bringt die nach dem ſpondeiſchen Uebergange eintretende D. die ſchon durch die doppelte männliche Cäfur ange zeigte heftie Bewegung des vorhergehenden Berſes völlig zur Ruhe.— Das dem Sinne nach zum vorigen Verſe gehörige Wort erhält in der Regel einen bedeutenden Nachdruc beſonders wenn es ſchon durch die Be. zjehung auf ein anderes Wort hervorgehoben wird, oder ein Verbum iſt, das eine heftige und gewaliſame Thätigreit bezeiclnet. Man vergleiche: 1. 665. Rreytamqne hatri diveran in hasem Ahatrahit 1, 719. sawodue eruentum— Deieit II. Bl3. animuuhue rotisque— Brhulit 2. dextrumudue Precantis— Ahatulit. VI. 5400 Cuin animam hane— Fribi Uiane manm lute pendemtiu nuhila pressit— Fil pugor. ¹) Diäreſe nach dem 2. Fuße. Dieſe D. wird von Ovid vor der Penthem nicht angewand, weil ſonſt der iambiſche oder anapäſüſche Ausgang vor der Haupteiſur wegfallen wurde. Es konmen zwar Wortausgünge an zweiter Stelle vor einfilöigen Wörtern vor, damm gehören aber die lebtem ſo eng mit dem Worte im 2. Fuße zuſammen, daß ſie mit ihm gleichſam nur einen Wortfuß bilden, z. B. l. 6l. Lu fnce neseio auar— 247. Umnibus, et dui sit— ef. VIII, 129. Bisweilen verſtekt Ovid auch den datthliſcen oder ſpondeiſchen Ausgang im 2. Fuße durch ein nachfolgendes ot, ac ete.: 1. 591. Altorum n XIII. 19 Nohilior form ae—. Auch in einigen Verſen mit trochäſcher Eiſur im Wortausginge an zweiter Stelle; doch hier gehört das letzte Wort im 2. 8 folgenden zuſammen, daß die Düreſe von keiner Bedeutung iſt; z. B. V, 535. Jactari auos cernis— ef II. à3. 491. IV. 53 Es bleiben allo nur noch die Verſe mit der Hepbthem. als Haupteäſur übrig. Dn dieſe aber in der Regel bei Ovid von der Trithemimenss unterſtütt wird, ſo findei dum zuiſchen dem Schluß⸗ worte des 2. Fußes und dem Folgenden derſelb enge Znſammenhang ſtatt, wie bei den andern Hauptcüſnren, 8 B. 1. S. Nee quicquum misi bomdus iuers— Nur ein Vers der Metamorphoſen macht in dieſem Falle eine Ausnahme, nämlich: X. 590. Niratur mngis. et eursus facit ille decoren.=) Durch die ſtarke Sinnpauſe nach dem 2. Fuße wird hier das Schlußzwort deſſelben von dem Folgenden völlig abgetrennt; der Vers aber malt ſo in ſchöner Weiſe in dem erſten Theile die Verwunderung des Hippomenes, in dem zweiten längeren den ſchnellen und zierlicen Lauf der Atalanta Iſt die Hephthemimeres nicht von der Trith. begleitet, ſo tritt ſtatt der lettern die Penthem. bei vor welcher, wie wir oben geſehen haben, dieſe Diäreſe keine Berücſichtigung verdient 0) Diäreſe nach dem 3. Fuße. Auch dieſe iſt, wie bereits oben bemerkt wurde, ſelten bei Ovid, und ſteis iſt durch die voranfgehende Penthem nelſt andern Cäſuren und D ſo wie durch ersübergänge dafür geſorgt, daß der Vers nicht durch ſie in zei gleiche Hälften zerfalle. Ooid vewwendet dieſe D. in maleriſcher Beziehung auf ganz entgegengeſette Weiſe, nämlich ſowohl zur Schilderung von Schwäche und Undermögen, als von lebhaſter und gewaliſamer Thätigkeit. So wird l. 65. alto kantum suspirin ducis— Pactore, quodne unum potes. ad meu verha remugis— durch die D. nach dem 3. Fußr in Verbindung mit dem dalty. liſchen Uebergange und durch die darauf folgende D. das lnvermägen der Jo zu antvorten verſinlicht.(Man achte auch auf das wiederholte maleriſche u.) Ebenſo wird VIII, S50. Pripe me domino, qui ruptae praemia nobis Virginitatis habes, ait— dunc die D. die Hülfloſtgtit der zum Neptun lehenden Alastmm bezeicmet. erum et Fuße fuden ſich iedesmal ſo eng mit dem Oowid -) In dieer Weſſe lommen in der eneis(. 115. 1I?) folgede dre Verſe nach einonder vot: In puppim ferit: excutitur pronusque mag Voixitur in caput; ast lllamm ter luctus ili Torünet axens ciroum at rapidus vorat aequore vortor 29 In Vertindung mit der bukoliſchen Cäſur ſcildert ſie VI. 30O1. Jhumdue rogat, pro qna rogut, wccidit. orha resailit— das Unvermögen der Mobe die jüngſte Tochter zu reiten. X. 466. Virgineosque wetus lerat. II, 183. Jum cognosse gonus higet. 191. Cnüällne ugat, ignarus stuhet.(Verzagen des Phaeton und ſeine Rathloſigkeit in der Gefahr.) Dagegen wird VIII. 310. Sternitur ineursn nemnus. et Propulsa frugorem— Silyu dut— durch dieſe D. nebſt dem föolgenden datthlicchen Uebergange das ungeſtüme Vordringen des Ebers geſchidert; in ähn die Wlldheit des Tigers: V, 166. Nescit, uirn pokins runt. et muere urdet utrodue:— die gewaliſame Rücſtrömung des Simois: XlII, B24. Aute retro Smois ſluet et sine frondibus lde— Stahit. ch Diäreſe nach dem 4. Fuße. Dieſe D., butoliſche Cäſür genaunt, wenn ſie mit einem Ab⸗ ſchnütte des Siumes zuſammenfält, war bei den Gricchn eine Haupteäſur, im Lateiniſchen jedoch dient ſie unr einer ſolchen. Gevöhnlich folgt ſir auf die Penthem., doch auch auf die Hephthem.(Il. V. 131. IX. 767)), ſo wie auf beide zugleich. 327); in dem Geſange des Polyphem zu Chren der Galaten tonnmt ſie(Ill. 302.) auc nach der trochäſſchen Ciſur im 3. Fuße vor. Auch ohne Sinnpauſe kann ſi i maleriſcher Beziehung wirtſam ſein, 3 B. 1. 503. fugit vcior aum Ila leri, nedue ad haec revocantis rerba resistit, wo ſie nach dem ioniſchen Wortfuße das Zurickrufen und Zurücwinken verauſchaulichen bilt. cl. NI. Der Aufang des domius erhält in der Regel einen ſiarten Nachoruck, ſo daß Worte, die durch die Betonung hervorgehoben werden ſo en, deshalb gerade an dieſe Stelle geſetzt werden: X. 4 an aetatis auoue nomine'flli, dixit. cf. 561. Verſtärkt wird vieſe Betounng bisweilen noch dadurch, daß das zu Aufange des Verſes, vor der Penthem, oder an anderen Stellen des Verſes vorlonnmende Wort in Auſange des Adouius wiederholt wird: V, 144. Occiit et Celadon Meulesius: occidit Astreus. XIV. 268. Isa quol hus fuciunt opus, exigit; ipen, quis usus— Cuoque sit in falio. cf. VII, S4.— III. 458. Cumdue euo porrexi tibi bracchin, porrigis ultro. II, 107. Aurous axis erut, teino aursus. auten summuae curzaturu rotas. Im Allgemeinen wird durch die längere bukoliſche Tetrapodie in gleicher Weiſe, wie wir es oben bei den in der zweiten Vershälfte dorkommenden Nebencifuren geſehen haben, gleichmaßige Foridauer eines Zuſtaudes oder einer Thätigkei geſchidert: 10. Attomitaeque diu similis fuit: ntdue dotore— X temporis. cf. X. 520. VI. 38. Et nimium vixisse diu nawct. audiuf istas der fortlaufende Thätigteit bis zu einer beſtimmten Zäit oder bis zu einem beſtimmten Zile: XIV. 308. Annum nos ille tenuit mora. X. 51. o fleetat retro zua lumina. donec Avernas — mrierit valles. V. 278. Templ petebamus Parnasia: vilit eunfes,— cf. VII. 564.— oder allmählich abnehmende Thätigkeit bis zum Erlöſchen derſelben: VI. 295. Haec frustru fugiens collabitur: illn sorori— lumorttur, II. Auum contundfmur;erihe llaummmis— cl. XV. 693. oder endlich dauernde Thätigkeit bis zu plötlicher Unterbrechung: IV. 464. Guos aumes acie postquam Saturnia toran Vidit, et ante omnes kionn. rursus ab illo Sisyphon aspiciens— inquit. In allen dieſen Füllen ſett der Awonins mit verſtärtem Nachvruck ein; daſſelbe geſchieht auch beſon ders, wenn ſein Inhalt zu dem der bukol. Tetraßsdie einen Gegenſat bildet: „ 220, Causa fuit meritis melior tua, temuore nastra. IV, 385. Cuisquis in has fontes vir venerit, exeat inde— Semivir, cf. Nl, 451. II, 501.— IV, 450.— tibi, Tuutale, nulle— Depren- duntur aquao; quneque imminet, ſeffucit arbos.(Hier bildet nur der Theil von der Penthem, an den Gegenſatz zum Inhalt des Adoniſchen Verſes.) oder Grund oder Folge deſſelben angiebt: XV, 858. Si et Saturuus minor est Jore. Juppiter arees Temperut aetherius. VI, 483. 1. Longu fuit medü mora In chaos auti- — 3. Vincitur ambarum genitor prece. audet agitque IHa patri grates, cf. XIII, 386. VIII, 352.— N, 281. Incumbensdus toro dedit asoula.] visa tepers est:(Plöblich eintretende, überraſchende olge.) In formeller Beziehung ſiehen die durch die Düreſe geſchiedenen Theile des Verſes häufig zu ei ander in dem Verhältniß wie Vorder⸗ zu Nachſat: IN. 164. Victa malls Dastquam est atientia, reppulit aras, und der Nachſatz beginnt dann oft mit einem ſtart betonten Ausruf ader Zuruf⸗ XI, 720. Dt, tumdluann ignota lacrimamn daret, heul misery, inqnit. X, 40 eum tradleret, aecie', dhit oder der Theil nach der Diäreſe wird van dem Anfange durch einen Zwiſchenſatz getrennt: IN, 510. Nee, nisi qun fas esi germunae, fiater ametur—j oder endlich der Adoniſche Vers bilpet einen Sab für ſich: VIII. 186.— at caelum certe hatof. ibimmns illac. ef. VIII, 115. XI. 659. 676. *) Diäreſe nach dem 5. Fuße. Schon an und für ſich nehmen die Worte im letten Juße eine der bedeutungsollſteen Stellen im Verſe ein, wie ſpüter in dem Eapitel, welches von der Wortſtellung handelt, näͤher gezeigt werden wird; um ſo mehr nritt dies herwor, wenn eine D. varauſgeht. Der lette Fuß lann damm aus einem zweiſiligen Worte, oder aus eben ſolchem mit eldirter leßter Silbe und einem einſibigen Worte, oder endlich aus zwei einſilbigen Worten beſtehen. Hier kann wieder der Fall eintreten, welchen wir oben bei der Giſur nach dem 5. Trochäus angeführt haben daß der Vers in charatterſſiſcher Weiſe ohne Unterbrechung des Sinnes über die Haupiciſur hinveg b zur D. nach dem 5. Fuße ſorteilt, worauf dann der Schluß, wie auch in den nachher anzuführenden Fälen, b ſondern Nachdruck erhält; die Schlußworte gehören dann entweder dem Sinne nach zu dem folgenden Verſe, oder ſie ſind ein mit Nachdruc an das Ende geſteltes Sabglied, 3. B. 1. 452. Primus amor Phocbi Daphne Penela, quem non— Fors iguaru dedit:— I. 524. Nee brosunt domino quue prosumt ommibus artes! cf. II 309. XIII. 415. X. 592 ſo iſt es, wenn der Verslheil vor der D. durch eine oder mehrere Sinnpauſen unterbrochen iſt. of. III, 281. II, 518. X. 570. Verſtärkt wird der Nachdruck der Worte nach der Diöreſe noch, wenn ſie zu andern einen Gegenſat bilden, oder einen Ausruf, eine Frage tezeichnen, oder ein anderes Wort wiederholen. Alle dieſe Fälle ſind oben bei Beſprechung der übrigen Diäreſen bereits mehrmals vorgekommen, weshalb wir hier nicht näher auf ſie eingehen.— §.5. Die Wiederholung derſelben Haupteäſur zum Ausdruck gleicher Gedanken tritt bei der penthem. wegen ihrer überaus häufigen Anwendung meiſt nur dann in maleriſcher Weiſe hervar, wenn ihr gleiche Wort. formen oder auch gleiche Worte vorangehen, 3. B. XIV, 203. Ht iam pronsurum, iam nune mea viscera rebar In sun mersurum; mentiqlne haerohat imago— cf. 1, 299. 300. IV. 326. Siqua tihi sponsa est, ziduam dignabero tneda. Haec tibi sire aliqun est, mea sit furtira volupins. V. 225. Et bassumn fribuisse et maguum est munus inerti, Pone metum, tribuam. unllo violabero ferro. diemmque, Quadue data est claro Pandione nata tyranno, Onadue erut ortus Itys, festum inssere vocari. cf. VIII, 583. 534. XIII, 670. 671. Bisweilen verbinden ſich hiermit auch gleiche Vers. und Wortfüße in der erſten oder zweiten Hälfte, ſowie in den ganzen Verſen, weshalb mehrere der oben cap. 1,§ 3. und auch die meiſten der unten bei den Wortſüßen angefühhrten Beiſpiele zu vergleichen ſind. Wir fügen hier deshalb nur wenige hinzu: I. 470. Quod fucit, hamatum est et cuspide fulget nouta: Cuod fugat, obtusum est et habet sub arnndine plumbum. . Admotam lecto VI. 435 31— IV. 305. Salmmei, vel laculum, vel ictas sume pharetras nt tun eum duris venatihus otin misce Nee iaculum sumit ues lictas illu Dharetrus Nec sua cum duris venatibus otin miseat cf. V. 208. 200. 203. und 200. Deutlicher trit durch Wiederholung der ſeltener vorkommenden Hephthem. zugleich mit der Trithem. in auf einander folgenden Verſen die Albſicht des Dichters hervor, Gleſchheit des Inhalts zu bexeicznen und durch dieſe Art der rhythmiſchen Bewegung den Ausornck maleriſch zu geſtalten, ohne daſ es der Wiederholung derſelben Worte bedarf; doch finden ſich auch Beiſpiele der lebtern Art 1, 375. Ut templi tetigere gradus, Prycumlit uterque Pronus humi, gelidodue hasens dedit oscula liver adest festisdue freiuunt ululatipus agr Turha ruit mirtaecue viris matresdue uurusque— VIII, 583. lutumi. Anantusque feror. emn Dlurmus umcquam, Tuntus erun, Daritarqus animis fununis et undis— XIV, 308. Priginuur, sactavdus culunt, biltlosque relimquit Riimnn pedes. rodeunt humeri et subiecta lacertis— VII, 680. Sponte suu, per sedue rident sueersseero vina: Attoniti moxitate Davent, wanlbusque supiuis Concipiunt Bauciscue hreces timidusque Plülemwn. VI 430. Mumemides tonuere fncos de funere raptas; Eumenides struxere forumn, tertocdue Drofauus cf. 1, 501. 505. V, 369, 370. X. 6 XII, 332. 333. XIlI, 938 940, XV, 637. 638.— Auch von der Penthem untsrfüttt kommt die Hephihemimeres in mehreren auf einander folgenden Verſen zum Ausdruck gleicher Gedanken vor: xII. Godentidne seqluens instat, turbatque ruitque, Attonitoque next roquiemt Daxor oceupat illumm, Aute weulasqus uatunt tenebrae: retradue ferenti Kyersos hassus mällio lapis ohstitit urwo. cf. XV, 300, 301.— Die trochäiſche äfur im 3. Juße kommt in den Metamorphoſen in unmittelbar auf einander folgenden Wrrſen nicht vor; dagegen findet ſich die ſogenannte dutoiſche Cäſur wiederholt XIV, 378. 379, Nt quaecunque es, ait, mon zum tuus. altera cahtum Ile tenet, at tenvat per lomgum, camprecor, aerum. Daß in nach einander folgenden Verſen Ungleichheit des Inhalts auch durch die Anvendung verſchiedener Ssſuren bezeichnet wird, verſtcht ſich von ſelbſt; wird doch dadurch hauptſächlich die rhythmiſche Bewegung des Lerſes mannickfaltig und maleriſch. Beſpiele dafür ſinden ſich daher auch auf jeder Seite der Metamorphoſen, ſo daß es derſelban hier nicht bedarf. Doch das iſt noch hinzuzfügen, daß bisweilen in demſelben Verſe parallele oder contraſtirende Gedanten mit Hllfe der Cäſur einander gegenibergeſtelt werden, wozu jede der drei Haupteäſuren vervandt werden kann. Auch hierbei kommt in den durch die Cäſur getrennten Verstheilen Wiederholung derſelben Worte vor. VII. 799. Caniuge erum fllx, felix ert illa marito. VIII A bilrvis dilras et ah ursis arra roxulsi. l, 478. Multi illun hetitre, illn uvorta petentes— ef. 1. 770. VIII, 537. 538.— TV, 34. 35. XIII, 43, 1. 293. IX, 68l. XIl, 336. XIV. 386. 1, 109. Quod solidum est ſectique neduit 1. 763. Perque Suum leropisque caput tnodasque wororum= VI, A7l. Perque suau contraquo suam petitipsu salutem. ef.II,86. VI, 190. XIV. 595.XV.10. VII, 461. Hine Anaphen sibi iungit et Astypaleln regua. II, 33.(uneque viae tibi causar quid hac' ait arwe petisti?. VII, 340. Bt ne sit sceleratn, fucit scelus.— cf. X, 95. XII, 215. 1I. — 32— Cap. III. Von den Wortſüßen. 1. Außer den Verfßſen und der Versgliederung müſſen auch die Wortfuße für die rhyihmiſche Malerei in Betracht gezogen werden. Während es bei den erſtern nur auf vorſchriftsmäßige Zahl, Stellung und Tongemicht der Silben ankommt, ohne Rückſicht darauf, zu welchen Wortbildungen dieſe gehoren(Kleinpaul, Poetik p. 47.), beſteht jeder Wortſuß aus einem ganzen Worte, mit dem unter Umſtänden eng verbundene Rebenwörter(Präßoſit, Enkliita) als zu demſelben Wortfuße gehörig hinzugerehnet werden. Zwiſchen je zwei Wortſtßen iſt überall ein mehr oder weniger deutlich bemeribarer Einſchnitt in den Rhythmus vorhanden daher hängt ihre Amvendung mit der im vorigen Capitel behandelten Anwendung der Verseiſiren eng zuſamme Da die Wortfüße mit den Namen der entiprechenden Versflſße bezeichnet werden, ſo unterſcheidet man zwei, drei, und vierſlbige. Für einſibige und fär mehr als vierſlbige Wortfi giebt es kine beſonderr Namen. Die erſiern ſchließen ſich durch Simn und Ton meiſtens ſo eng an andere Worte an, daß man ſie mit dieſen zu einem Wortſuße rechnen kann; demgemaß beginnt 3. B. 1V., G7. Sedl quibus iuter o— mit einem daktzliſchen und moloſſſchen Wortſuße; VIIl, böl. et usus utrodue est endet mit einem Amphibrachys und einem Bacchins. Nur in ſeltenen Fälen hat Ovid die Aufeinanderfolge mehrerer einſilbiger Wörter zu maleriſchen Zwecken benubt. Da durch die beſoudere Betonung, welche jedes Wort für ſich fordert und durch die zuiſchen den einzelnen Wörtern entſtehenden Einſchnitte der Gang des Verſes oft unterbrochen wird und dadurch etuas Unſicheres bekommt,*) ſo ſchldert Ovid auf dieſe Weiſe Ungewißheit und Zweiſel: IV, 132. Naeret, au haec sit. X. 27. An sit et hie, dubitv. sd et hic tamen auguror esse. Sollen die mehr als vierſlbigen Wartfühe nach Art der andern benannt werden, ſo kann es nur mit den Namen derjenigen Versſtße geſchehen, in die ſi ſic zerlegen laſſen: ſo ſagt z.B. Quintilan. IN. 4, 97. daß in Wrtern wie fu ater zwei Füße enthalten ſind, nämlich ein Tribrachys und ein Spondeus. Von den zweiſilbigen Wortfüßen vermag hauptſächlich nur der Spondeus durch ſich allein eine male⸗ riſche Wirkung hervorzubringen, die übrigen meiſt nur in Verbindung mit anderm Wortfüßen, da ſie zu wenig Umfang haben und im daltzliſchen Veramaße nicht mehrmals nach einander wiederholt werden können. Von den dreiſlbigen kommen der Daktylus, der Ainphibrachys,der Anapäſt, der Bacchins, Palimbacchius und Moloffus vor; von den vierſilbigen endlich ſind der Choriambus, der 2. und 3. Päon, die beiden Jonici und der 1. und 4 Eritrit zu erwähnen. Wir wollen hierauf die genannten Wortfiſße durchgehen und nachzuweiſen verſüchen, welche maleriſche Wirlung ſie a) für ſich allein, mögen ſie einzeln vorkommen oder wiederholt werden—, b) in Verbin dung mit andern Wortfüben hervorbringen kunnen 8 2. Malriſche Wirtung der einzelnen Wortfüßße.— Von dem Pyrrhichins und Jambus iſt hier in Weſentlichen nichts anzuführen, was nicht auch weiter unten, wo von der Verbindung der Wortfüße die Rode iſt Erwähnung fände. Auch die Trochäen ſid wegen ihrer Kürze und weil nicht mehrere im Hezameter auf einander folgen kkmen, für ſich allein wenig maleriſch; am meiſten Kraft haben ſie im erſten Fußz, wenn ſie den Gedanken des vorhergehenden Verſes ſchließen, 3. B. I, 320. lougocue per aamm tractu Trlur. II, 11. munibusquo datas contingers habenus Cäaudel, cf. 6oi. IV. 100. VIII. 339.— ſerner nach der bukalſſchen Eiſur: VI. 301. occidit. orh resedit, IV, 465. X. 655.— oder wenn eine Sinndauſe nach ihnen eintritt, z. B. IIl, 38. mmentlich in Zurufen, wie VI. 201. Iiez satis Dro Prolo zacri est. ef. VII, 813. 837. Da in dieſen Füllen jedoch meiſt inmer die Wirkung anderer Wortfüße mit in Betracht geppgen werden muß, ſo werden wir unten wieder auf ſie zurickkommen. Maleriſcer iind einzeln gebrauchte Spondeen, die je nach ihrer Stelle im Verſe bald ſteigend, bald ., Duutiign, der de Kuſäuandeclze wieier einlhier Brrer ais auen Vecfaß Jehet vie Bahleenung der Rene edet, ſan deriber IN 1, 4: Rtium momarpllae, ai inrs eunt, male emtinnabmntur, quin neohe cht ecupaaite mudti Ghwuli onmcha tubruitet ilaanne tiam rerinm verharum ne nominun ritand? Gntinastin 33 ſintend angewandt werden; ſie nrrten oſt zwiſchen Wortfüßen anderer Art durch den ruhht, ſehr bedeutſam hervor, wie in folgenden Beiſpielen 1, 414. Iude Wenus durn" sumus. II, S7l. Vissu pecum yrimis vestigia pouit in undis, VI, 380. Syinn virst; acuter, pars maxiunn corhoris, albet. N. 711. Bcivere canes, silrisque exire parun- tem. XI, 6G2. Occidimus. ulso tibi me ranittere uoli. ef. II. 318. Xl. 631.— Beſonders iſt dies der Fall, wenn ſir im erſten Fuhe, oder, was weit hiufiger iſ, nach der Haupt⸗ csſur vorkounnen: 1II. S9. raeudo urechut, nee longius ire sinchat. IV. 1 cuit unda. VII, 11.— Vincere non poterat, Thistra, Iledea, repulwuas. ef. l. 127. 206. 632. VII, 41. 48. VIII. 173 Erhöht wird die Wirkung natürlich noch bedeutend, wemn mehrere ſpondeiſche Wor nach einander oder getrennt im Verſe auftrrten: II, 103. Uitane labant, eirrus iusin Sine pondlere maxes. II, 18. Cuil faciate multhuan eueli host terga relietun. XI, Tà3. Stringehat wmmas akes miseruhilis undas. XV. 520, Iit retro lentes teucio resupinus habemas. VIII, Gae. llla sunt aunis inucki iuveunlihbus, dla Gonsenuare casn. II. 316. Illie trenu incant, ilie temone rexulsus— VI Nachdruck, der auf ihnen Ut lea snexu sitim èulta cam- 1II., 1 de unmittelbar Tuiz veste tegens emem muiniummaue relinduel— Nie dürfen zwei ſpondeiſche Wortfifße den Vers ſchließen, was ſich ſelbſt rir ältern römiſchen Dichter nicht erlaubten; ſondern es wird der dem ſchließenden ſpondeſſhen Wortfuße vorangehende Versfuß ſteis dal⸗ chliſch gebildet Ebenſo wenig kommt der ſpondeiſche Wortfuß an zweiter Stelle vor, mas mit dem oben er⸗ wilnten Betonungsgeſete des vomiſchen Hexameters zuſammenhängt. Wenn ſich auch bei Orid Verſe funden wie IV, 679. Sedl quibus iuter se eupidi iunxuntur amantas. ef. XII, 130., ſo iſt hier doch, wie auch in ööulichen Stellen bei Verzil(Ien. II, 451. IV. 193. u. a) Iufer ae als Moloßz zu nehmen Wird der ſpondeiſche Wortfuß aus einfilhigen Wärtern gebildet, oder iſt die lezte Silbe des erſten Wortes elddir, ſo wird et dadurch beſonders kräſtig und nachdrucksvoll hervorgehoben, 3. B VI, 195. Mnior sum, duam cwi ossit frtuna nocere. VI. 30l. Dummque roeut."o Quw ragut, occidit. df. II. 513, 518. Die daktyliſchen Wortfüßze haben ihre Stelle im Verſe am häufigſten im 1. und 5. Fuße; im versus shomclaiens iſt gemöhnlich der. Fuß ein Dattylns, 3. B. IIl. 669.. le. anders dagegen. 117. Im 5. Fuße haben die daltylichen Wortfüße nurr Nachdruck, wenn ſie zu einem andern Worte einen Gegenſat vilden, wie II. 10h. Prospieit ccusus, interum resvicit orius. cf. ll. 3l3. là. oder nach der buloliſhen ſur: XI. 659. An men muututa est facies necev reshite! noscss. XII, 383. uspice, dixi. Im erfien Fuße dagegen haben ſie oft bedeutende maleriſche Kraft, wenn eine Juterpunction folge. Sie bilden dann ent⸗ neder einen eigenen Satz: I, 111. 1useiemur. 311. Tutwnaf, oder auch einen Nachſatz zu dem Voraugehenden: 1. 268. U'taue manu late peudentin nubila Pressit Vif frabzor; oder ſchließen, was am häuſigſten vorkommt, den Gedanken eines oder meherer voraufgehender Hexameter ab; z. B. ll, 312, pariter auimudue rotisqeue Hanuli. XI, 167. uhi terru raaesdt Towmius f. II.. IV. 362. VII. 349. IX. 128. Xl, 509. Endlich finden ſie ſich als Zurufe: 1IV. 112. Uuruue 9. Phnederar egradior. Uunmitelbar nach einander wiederholt kommen dakthliſhe Wortflße bei Svid höchſ ſetten vor, wie in folgendem Verſe G. Seriar ingenüs et ad honrica hauyfior urma, der in Verbindung mit dem voll tönenden o und dem gehänften r den rauhen und kriegerichen Sinn des chernen Zellers mllen ſoll; oder 458. Cui dare ulneru Hasswmaes hosti—, wo die beiden Daktylen die gewallige Wirk. funkeit des Apolinichen Geſcoſſes ſchidemm Häuffger verbindet Cvid dem erſin von zwei auf einander ful. genden dattyliſhen Wortfüßen mit einem einfübigen Worte nach der Penthem. zu einem loniens a maari; VIII, 355. Ira feri mola est, nae fulneiu leuus arsit. II. 10. Auraus uxis cxat, temo auenus, auwtm suumumae—,(wo durch das dreimal wiederholte Epüheton uureus. vas Werk des Bultan gerühmt werden ſoll,— wie ja auch ein wirllicher lonieus a mazori nach der Haupteäſur häufig einem Datthlus voraufgeht. 34 (Pal. unten S. 37.) Die Aufein damit nicht die Wort, und Versſt Eintöniges bekomme⸗ Der Amphibrachys wird von Ovid ziemlich häuſg in der Clauſel des Hexameters gebraucht u iſ daun meiſt von keiner maleriſchen Bedeutung. Selten tritt er im erſten Theile des Verſes auf, wie ll. lhat, erutäue decus pompae cnmnitumdue sunrum, wo er die ſiattlcche Erſcheinung der Herſe in dem feier lichen Zuge zum Tempel der Athene ſchildern hilft. ol. XIV. 286. Der Amphibrachys hat nict den em ſchiedenen Aufſchwung des Anabäſt, ſondemn iſt einem Speinger zu vergleichen, der zwar einen Anlauf nimn, dann aber wieder zuräckgeht. Er iſt ein weicher, unträfiger Fußz oder, wie Boß ſich ausorüct, ein Fuß„mit ſchwachem Gehüpfer. Die Alten, Griechen wie Römer, wiederholten ihn daher nicht fter, als zweimal nach einander, es ſei denn, daß man Stalen wie alot. ivenniferummqne Iiyeurgum, Acn. IV. 486. sopo- rkerummlne paluver als Ausnahmen berracten will wo edech die beiden erſten Anphibrachen ein Worl lilden Bei Ovid geht ihm, wenn er in der Elauſel vorkommt und auch, wenn er zweimal nach einander georaucht wird, gewhnlich ein Palimbacchius voraus, der ihm in der Bewegung zwar ähnich, aber durch die bezinnende Lange kräftiger iſt. Ovid malt durch einzeine und wirderholte amphibrachiſche Wortflihr, meiſt mit vorauf gehendem Paliubacchius, eine ſaufte, gelinde(auch wisderholte, Bewegung oder Thaligleit, vie hervantreten und ſich bemerkbar machen will, aber zurickgehalten wird; oder mie in dem obigen Beiſpiel ſtatlihe, ſchäne Er ſcheinung und ſplze Geſimmnng: II. 11. lenidue taunc eremanber. II, 450, lacsi 1. 795. Irammdue puckors raprissff. XI. 188. uocdnoruue refunmit in auu².— L tuodue beutiem Nescio quemn fueturu taro. J. suherhum. cf. IN, 444., II. ü. Die auapaͤſtiſchen Wortfiſhe werden in malerſſher Beziehung einzeln und wisderſolt zum Ausdrude raſcher und heftiger Bewegung und lebhafter Thätigkeit vervande. Einzelu treten ſe zwiſchen ruhigerm Wort. füßen 3. B. in folgenden Verſen anſ, beſonders nachdruäsvoll nach der Hanpteäſur: . 1. 133.— Pasvabatur humus, sed ihem est in viscarn terrnc. I. 261. Bulititque I maadidis Notus exolat alis. 1. 394. Ossu rear dici: ineere hos host tersa iubemur, II. 743. Pleronesdue nepos: eGFa sum qui iussa her aurus— III, 43. Posse putes tungi: mäninmum est, quod umuntibus ob- stat. X. 657. Hiypomene, wmopera! NI. 65. Nune praccedentemm sequitur, nunc pruesius anteit. Xl, 2. Poseit ohemn: Suhenut illi frmtresqlue Duronsque. XII, 560. Vertitur in faciem tuluenis, cf. l. 525. 535. II, 708. 720. III, 242. XI, 63. 443, 448. 480, S51. 74. ete. Wiederholt tommen ſie vor in foigenden Beſpieen: 1, 369. Nulla mora est, adeunt haxiter Ceplisidas undas. I, 498.— vilet igne mieantes Sideribus similes oculas. III. 230, Actaean cho sum, dominum cognoscite vestrum! N. 42. Captuvit „Ehuunam, zteymilhue Iionis arbis. NXI. 486. Sponte tamen zpoperant alii suhdueere remos. Xl, 53. Non tenet his lacrimas; stuydk hie; rocut illo beutos— XIl. 66. Hostis ulest. nrahihent aditus, litusdue tueutur. III, 242. At. wmitkes rahicem Sofitis hortatibus acmen— instigunt. XlV. 3287. Ter fureueu baaeulo kaligit tria carmina dixit. XIV. S13. Num memwrd memorieue amimo hin verba notaxi. cf. 1. 480. 713. VIII, 581. X. 338. 505. Xl, 509 Der Bacchius kommt in den Metamorphoſen nur au Schluſſe der in daher mur im Verein mit andern Wortflßen von maleriſcher Bedeutung. Der Palimbacchins kann zwar ebenſo wenig wie der Bacchius im datthliſchen Versmaße unmittelbar nad anander Kitrjalt werden auch mmt er mit vieſem cver wit einem dunzhiradhs um geubhnliſen in der Clauſel vor(——= 2); doch tritt er ſehr haufig auch an andern Stelen des Verſts auf, mit beſonderm Nachdruce vor oder nach der Ciſur, z. B. 1. 260, Pœema Dlacet Tinersa. NIV, 286. Claucdor hara. sahumgue suis earulsso figura Vidimus lochuum. XIV, 303. Brigimmur, sackachue cadtunt. ehrerer daktyliſher Wortfüßſe wird natürlich deshalb vermieden, ſe zuſammenfallen, und der Rhythmus dadurch etwas Urverbundenes und t sicna rubere Pudoris. o virao lore dtena l. vieto verhente suherhus. I. 152. Phoeboque partue dum erſe vor(ſ. oben S. 21) und hun — 35 Er gehört weöſt dem Bacchius zu den ſchweren Wortfäßen, weshalb beide auch oft mit andern ſolchen (Spondeus, Moloſſus) vereint vorkommen. Weil ſie aber den Jctus auf der zweiten Silbe haben, ſo werden ſie auch mit leichtern Füüen verbunden. Wir werden weiter unten, wo von der Bereinigung mehrerer Wortſüße zu maleriſchen Zwecken die Rede iſt, beide öfters zu erwähnen haben. Hier mögen nur noch einige Beipiele angeführt werden, in denen der Palimbacchius miehrmals auftritt, was beſonders der Fall iſt, wemm die Hepht. bemimeres von der Trithemimeres unterſütt wird. Er malt dann wegen ſeiner Schwere, ahnlich wie wir es dben bei den ſpondeſſchen Versfüßen ſahen: Weite Ausdehnung Erhabenes, Wunderbares, Trauriges, Schrecliches 1, 351. Torrurum, quaseunque Sideut, oceasus et ortus— I. S. Os homiul suhlimne dadit. enchemäue videre— cl. 18. 1. 302. Nereides. zilrwstue tement delpnis, et altis— VII, 860, Dumque diquid spectare potest, me secfat, et in me lufelieem animam— exhalat. IV, 390. Unxguet opus syermitoue deum fisttemalue Profunat. Die Moloſſe haben ihre Stolle in den erſeen vier Füßen und kommen, wemn ſie einmal im Verſe auftreten, nach folgenden Muſtern vor 1I. 159. Ohstautes scindunt nehal Pluminn suhsichunt— ef. VIII, 337. II. s3 cf. 1. 496.— terden ſie nach einander wiederholt, ſo lann es nur im zweiten bis vierten Fuße geſchehen, wie 1. 455. Villerat addueke Rteeteutem coruua nerxo II. 311. lutonat ef dertr libubum fulmen ub aure— Beginnt dagegen der erſte Moloß mit dem erſten Fuße, ſo muß er der Cöſur wegen von dem zweiten dutii einen Spondeus oder Auapiſt getreunt ſein; 3.. 1, 157. Ajiesam multo natoruur sauguine Terrum— I, 606. Dewrensi totiens iam nasset turta matiti= Xll, 217. Prucsimis fucie, ſüieem diximus ilu Faſt immer ſind die Maloſſe änßerſt maleriſch, ſowoßl wenn ſie allein, als auch beſonders, wenn ſie widerholt im Verſe vorkommen. Im Enzeluen hebe ich hier nur den Fall heroor, wenn der Molos mit voraufgehendem Dakthlus oder Spondens vor der Giſur auftritt: Ovid gebraucht ihn dann ſehr häufig, um ctwas Gewalliges und Schrechliches zu malen. Auf dirſe Weiſe kommt er 3. B. in der Schüverung des Meeresſurms XI. 480— 507, alſo in 27 Berſen niczt weniger als lämal vor. Da er mi ſeinen Längen entveder für ſich, oder zugleich mit den vängen der angrenzenden Worte gehäufte ſpondeiſche Veröfüße bülder, ſo kounnt ſeine maleriſche Vervendung im Weſentüchen mit dem dort Bemerkten überin — L 188. Verdwndum caft martäle genus— I. 343. 13. Cuutus Mumnunm lonega ilncrit lmite monsor. Die choriambiſchen Wortfäße können in jedem der erſeen finf Taete beginnen; am häufigſten fangen ſie mit dem erſten oder zueiten an. Mit dem deitten köunen ſie nur beginnen, wenn die Haupteüur des Verſes ephihemimeres in Verbindung mit der Trithenmeres iſt 3. B. XI, 630. lris nhit: necue enim ullerius ſe vuporis—; mit dem vierten zuße fangen ſie mehrmals in einem v. ponlaieus an, III. 181. Nubibus esse salet aut Durpuetae nurorae; mit dem fünften endlich, wenn der Hexameter mit einem einſübigen Worte ſchlißtt: VlII. 359. In iuvenes vasto sis impeto nulnifieus sus— Der choriambiſche Wontfuß hat denſelben Umfang wie der Moloß; er unterſcheidet ſich aber drdurch von ihnn, daß ſtatt der mitleren langen Sibbe zwei kutze ſtehen. Während daher der Grundcharakter des Moloffns Ruhe und Gleiczmäßigket iſ, ſett der Ehoriamb trüſtig ein und nimmt in anapäſtiſcher Weiſe einen Auffehwung zur letten langen Silbe hin. In dieſer Weiſe tritt er beſonders maleriſch auf in der erſten und zweiten Stelle, namentlich wenn er den Gedanken des vorigen Hexameters ſchließt, oder einer Interpunction vorangeht oder nachſolgt. Folgende Beiſpieleemögen dies veranſchaulichen; 1, 26. Igneu convesi ris et sine ponders cueli— Kiricuit. J, 281. at illn— Duyeumit— VIII. 583. Intemai— IX, 314. Hrsiluit.— XI. 662. Occicimus. T31. Iusilit hue.— VIII, 367. Arboris insiluit, quae stäibat proxiimn, rauis. ef. NI, 526. X. 378. MNors Placut. eriyilr— cf. Xl, 497. 36— XI. 468. Dum liect, insehiter fuxientem lumine pinum. Xl, 484. Hie iuhet: impehnnt adversue inssa Drocellue NI. mulmüina: fulmineis urdesennt ignipus undus. In den meiſten dieſer Fälle malt der Choriamb eine plötliche, auffahrende, gewaltſame Bewegung oder innerr Erregung. Ein Gleiches ſindet gewöhnlich ſtatt, wenn er im dritten Fuße beginnt, wozu die doppelie Cinr nicht wenig beiträgt, die auch hänſig in Anwendung kommnt, wie aus obigen Beiſpielen zu erſehen iſt wenn der Choriamb im Anfange des Herameters ſteht. Dem bereits angefährten Beipiele für den Choriams an dritter Stelle mögen noch folgende hinzugefügt werden VI, 250. Inaue hia culit Mieie— XII. 5066— Spem eaperrt. nos sewimari superumur ab hoste Anders iſt es, wenn der Chorkamb im vierten Fuße beginnt: hier bezeichnet er mit dem ſchleßenden Moloſſe etwas Ernſtes, Wirdiges, Großartiges und Erlabenes, wie3in dem oben angeführten Beiſyele: purunene auroruc. Ferner: 193. Faunique satyrique et mantirolae Silvand Silvane den jugendlichen Faunen und Sathn gegeni TV. 55. lactari quos cernis in lonpy lmmense Hier malt der Choriamb im Verein mit dem moloſſiſchen Schluſſe die Unermeßlichkeit und Erhabenheit des Meeres⸗ Beginnt der Choriams endlich mit dem fünften Fußs, ſo muß der ers mit einem einſubigen Worte ſchliezen, welches, oöſchon in der Senkung ſiehend, doch bedentenden Nachdruck hat, da der Ton noch einmat genäthigt wird ſih zu erheben. An dieſer Stelle malt der Choriamb, ähnlich wie im letten Falle, Gowaltiges, Erhabenes. Crſteres geſchieht in dem oben angeführten Beiſpiele durch den Ausgang vuluiſteus zus: letteres XV. 30, 31. Caudidus Oecuno nitidumn caput abdiderut Sol. It caput extulerat densiseiina sidentun Nn. Zur Bezeichnung von etwas Komiſchem dagegen hat Horaz dieſen Ausgang in dem belannten Herameter: Parturiunt montes, nascetur ridieuls mus venvandt; auch Ovid thut dies einmal XIV. 515. mit dem Ausgange semeieaber Pan. Wenm der horiamb an finfter Stelleſteht, ſo wird, wie die ämmtlichen angeführen Beipiele ergeben, dieſer Wortfuſß noch einmal im 1. oder 2. Fuße wiederholt, mas ſeltener vorkommt, wenn er die dritte oder vierte Stelle einmimmt; unniitelbare Aufeinanderfolge deſſelben verbietet der Rhythmus des Hexameters Der zweite Päon kommt häufſig in der Glauſel vor, ohne maleriſch zu ſein. Wenn er an ander Stelen des Verſes auftrit, ſo verbindet er ſich mit ausemm aufpringenden Fähen, namentlich mit dem Aumpiſt; werden die ältern, würdigern ergeſtelt daher wird unten noch wieder von ihm die Rede ſein.— Auch der dritte Päon bildet häufig mit einem 1. Barchius ader Amphibrachys die Clanfel 1.—= j ſonſt kommt er oft nach der Trichemimeres vor und wirkt dann durch ſeine vielen Kürzen beſonders maleriſch; 3. B. VIII, 210. Inter opus manihtshue goune muduero seniles, t Tatriue eremnere manns. deit osenla nato Nou itarum repekencha suo, peunisque lerat- Aute rolat, emiticue timet, cf. I. 375. II. 279. VII, 862. VIII. Bisweilen erſcheint er auch, wie in dem erſten der angeführten Verſe, zugleich nach der wodurch der Rhythmus einen äußerſt ungeſtümen Charatter erhilt: 1II, 162. Solis equi, swnstacne iugum Oraritate carchat. III. 604. Proshielo, cwwittexhue voco. „epataue carinam. VIII, 333. Sigma pecdumn eaepfunthue suum reyerire bericlum. cf. 1. 600. II, 586, IV, 164. VIII, 317. 628.— Da jedoch in allen dieſen Verſen zugleich andere ſteigende Wortfüßhe zur Belebung des Ausdrucs mit wirten, ſo wird auch auf dieſe Fälle ſpäter noch hinzuweiſen ſein. Keiner von beiden Pöonen kann im Herameter mehrmals nach einander wiederholt werden; dafür folgen beide häufig ſo auf einander, daß der zweite zuletzt ſteht und malen dann eine leichte, ſchnelle, lebhafte auch ungeſtime Thätigkeit ſo wie Großartiges und Erhabenes: 37— 1I, 10T. Ver erat aeteruum. plaeidieue tahentthus auris Muleebunt zcphyri.— J. 4 aumeis- aue fuwmeihus. II. 158. pelihusgue per aüyn motis. II. 155. Hechhuseue rtyahula pulsaut lauitutaue ver arin eurrum, I, 31. valichendue cwereuit orbem. of. VIII. àd. VlIl, 625 1. 317.— Aechuliches wie von den Pöonen gilt von den Jonicig: ſie könmen nicht mehrmals unmitelbar uach cinander im Verſe wiederholt werden, ſiud am nachdruckovollien und maleriſſten nach der Cäfur, der Pent heminneres: 1. turque alle simiifsue est currus inani. II 787 tugit ocior aurn Illa lesi, neque ad haec„eroranüſs verba resistit. II. 166. Suseuti- Ina deam ohliduo fumhentenm lumins cerhens. Ill. 20. Hos Sstetit et tollens cyreiewam cornihus ultis— Ill, asf. Reshonsura somo 7 rrtiulit hehe ef. II. 147. I. X. 6. 18s 1I. 724. irsinihus pracafimuhor oumibus Merse— VIII. 3O. lucipyt a hiano dyneanadie ſetae diseecite: brospieit cf. II. 816 VIII. verbinden ſich aber wegen der beiden in ihnen vorkommenden dängen(namentlich gilt dies von dem lonicus a undori) eben ſo gern mit fallenden als mit ſnigenden Wortfiſen, wie dies aus den vorangebenden Beiſpieten erhellt. Aus ihnen kann mau auch erſehen, daß der lankeus a minari wegen ſeiner briden anſprin genden Kürzen den Gaug des Verſes belebt, während der lon a maiorf wegen der beginnenden vängen Ruhe heworbringt. dln diora gereus erhorruit aeqquoris instar. X. 33d. Shes inten Der erſte Epitrit hat ſeine Stelle im Verſe vor der Penthemimeres, wahrend ihm ein Trorhäus vorangehe. Wezen ſeiner dieien Längen iſt in malerſſcher Beziehung üder ihn daſſelbe zu bemerken, was oben Cnp. I.§. 2 über gehäufte Spondeen erwihnt worden iſt. Als Beiſviele, in denen er maleriſch auftrite ſe ic folgeude an⸗ 1. ÄSf. Spectat tmarnatas coll pendere capilles. cf. IX. 3. VI. 105. Ihea riltehatur tarnas re Specturo rolictas. cf. lII. 43. I. 535. Alter iuhaesuro simis— X. 285.(era reuwbleveit. X. 490, Terra auperrenit.— X. I. Inde per inmeustem— cf. 13. VI. 145.— t antiquas exereot uranea teles.— 1. 477. Vitta cwcrcehal psitas zine lewe cupillos. el. X. 18t. Der vierte Spitrit kommt entweder zu Anfange des Hexameters vor, oder bildet mit einem Buechius oder Amphibrachys den Schluß. In beiden Fällen malt er wegen ſeiner drei Längen ungefähr das ſelbe wie Moloſſe oder gehauſte Spoudeen, naunlich Greichmäßigkeit, almmätlich ſich entwicelunde Bewegung oder Thätigkeit, Widerſtreben, Verwunderung, Unwillen und Abſcheu, Klage und Trauer, wie folgende Beiſpiele zeige . 14. Rt semit varios. quammris diversn sonurent Cumcurdare modos.— X. 382. Murmu verborum dus nutricis adl aures Pyveuisse ferunt. N. 511. icmorittue wunus. 28l. luclwuheusene tora. IV. 412, Cuakachue loqui. X. TlI. Mrejcenn canes. IX. 183. Dat muuns ruptae xvelut inritamen amoris.— XIl. lTegmluis oſiecium, tamen inceseriehus ahiho, ef. XII, 496.— XlI, 8S. Airm- Datar enim.— VI. 204. ludiuata dea est. VIIl. 659.— X. 3941. Aterzala gemit. I. 478. Multj lamm petiere, illa acersua petentes— X. 161. Wmeikacue loni nectur lunome ministrnt.— X, G Supremuomhue vale— dixit, cf. X. 335. 109.— XI. 587. Brsyiuetilue iuhe Ceycis imugine mittat— Sonunia. Dach kann er aucz wegen des ſinkenden Schluſſes namentlic in Verbindung mit einem Jambus plt che lebhafte Bewegung und Erregung ausdricken: 1. 261. Emikitque Notum. 310. Pulsahanihue novi montana cacumina fuctus. X. 450. Raytoresdue lupus. 552. lnriswnchue mihi genns est. 98— Auch kann der 4. Epitri an den beiden bezeichneten Stellen des Berſes zugleich vorkommen, wie 1II. 315. Brelusura deum, eui Mandlineußu Precesdue Verbaque iactunti— dixit, wo er behartliche Zurückweiſung malt und XII, 6. Adarutare rutes. nedlue inexhectafts in armis Hlostis addest, wo er die allmähliche Antunft der feindlichen Flotte ſchldert. §. 3. Was die Verbindung mehrerer Wortfüße zu maleriſchen Zweckn betrifſt, ſo iſt vor Aulem zu bachten, daß das Malerſche in einem Verſe, inſoueit es von den Wortfihen abhängt, meiſt nur darch das Wort ausgedrickt wird, weiches den Hauptbegriff enthält; es ſonnen indeß anch andere hinzukommende Wortſüße die Wirkung noch verfrken. Gine ſolche beſlimmte Verbindung von Wortfüßen iſt aber nicht in allen Fällen maltricch, ja es kännen durch eberdieſelbe oft ganz verſehiedenartige Bezichungen ausgedrückt werden. Dazu koummt noch, daß die Anfangsworte mancher Hexameter erſt den Sinn des vorangehenden Verſes ab⸗ ſoliehen, und der übrige Theil einen ganz andern Gedanken enthält; uder daß in deuſelben Verſe mehrere Sätze verſchiedenen Inhalts vorkommen, ſo daß die Verbindung der Wortfüße vor der Ciſur mit derjenigen nach der Gaſür unr durch den allgemeinen Zuſammenbang verknüpft iſt. Es gilt daher, dieſenigen Jäle zu be⸗ zeichnen, in welchen der Dichter wirklich die Abſiht hatte, durch die ganze Verbindung den Ausdruck maleriſch zu geſtalten; ſolche ſind aber hanptſächlich da zu ſinden, wo mechrere Längen auf einander folgen, oder die Kürzen bäuſiger unter die vängen gemücht ſind als gemöhnlich Um dieſe Fätte riclin zu beurtheilen, hat man zunächſt darauf zu ſehen, welche Cäſur in einem Verſe ſtattſudet. Jſt es die tentheinimeres, ſo wird der Vers in zwei Theile getheilt, von denen der erſtere etwas kürzer iſt, als der zweite; zu Alnſange muß— ſo erfordert es das Metrum des Hepameters— ein fallender Woriſuß ſtehen; in dritten Fuße tritt ſchon die Eiſur ein und wirkt auch zugleich auf den zweiten Fuß zurück: der Vau der erſten kürzern Hälſte wird vaher ziemlich gleichmäßig ſein und in Vetmff der Wortſüße nur in einzelnen Filten Gelegenheit zir maleriſchem Ausdrut bieten. Deſto veichere lbwechſelung in den Wortfußen wird man in der zueiten Häihte finden; da dieſelbe jedach durc die Slauſel beſümmten Beſchrüͤnkungen unter worfen ſſt ſo erziebt ſch hiermus, daß die mülerichen Stalen haußtſächlich in der Miut des Verſes zu ſuchen ſind Ein Gleiches ergiebt ſich, wenn die Cäſur nach dem 3. und ge eintrit: der Bers wird durch dieſelbe in dri Theile getheilt, von denen der erſie und letze in ihrem Bau noch weit beſchräukter ſind, als die dunch die Peuthem. enttandeuen Abſelnitte; der Wechſel in den Wortfüßen kann daher hauptſächlich nur in der Mitte ſtatfunden, wegen der Kürze des mittlern Abſchnitts freilich auch nur in geringem Maße.— Die ſogen bukoliſce Eiſur kommt hier nicht in Betracht, da ſie bei Ovid ſteis mit der Peuthemn. verbunden ſt; eben ſo wenig wegen ihrer Selteneit die Cäſur nach demm dritten Trochäus WWir wallen hierauf verſichen, die vichigſten Fälle anffufzren, in denen mehrere Wortfüße durch ihre Bereinigung in der Regel eine malerſche Wirkung hersorbringen, und uns bei der Außzählung durch den Wort, fuß leiten laſſen, mit dem der Herameter beginnt. Betrachten wir alſo A diejenigen Hexameter, welche mit einem Trochäus anfangen. In der erſten Hälfte des Verſes kommen hier bei Anwendung der Peuthem. nur ſolgende drei Verbindungen von Wortfüßen vor: 1, Trochäus, Jambus, Spondens, oder ſtatt der beiden lettern Fißfe der erſte Eitrit; 2, Trochäns, Auphibrachys, Jambus; Trocläns, Jambus, Anapiſt,— wie es folgendes Schema überſictlicher darſtelt 8I=el=⸗ in der zweiten Halfte dagegen giest es acht weſenelich verſchitene*) Verbindungen, die ſich auch bei den übrigen Anfängen des Hegameters immer wiederholen, uämli .) Die versus sdaudazei ſid hirtei nich berücfichigt 39 5p Wir laſſen ſett einige Beiſpiele aus den Mietamerphoſen folgen, Brdentung jener Verkindungen machzueiſen la: Dieſe Verbindung malt wegen der vieen Längen in der Mite häleniſſ, welche fruher bei der Betrachtuug der gehanſten Spoldren zur Sprache kamen YIII, 104. Sexlla froto postaauam deduetus nure carinas— rilit. das langſaute Dabingleiten Schiſſe maleriſch dargeſtelt; I. hertun ut interum de caclo Stell seren,— 3l Bewegung. VlII, 226. Ilollit odoratas. pemmurum vinenlu cerns— das alzmihlie Ermeichen des Wachſes. XI, 78. Leuta tenet radix, ersultuntemdne cvercet— Demmung. VIIl. Ti3. Ante gralus sacros cum stureut forte locique— Schwachh Gebrechticſteit wegen Alters. VIII. 2169. Iluins opem muenis inploravers perielis— Fleheu um Hitſe, VIII. 262. Ilitis kahehatur: iam lamentaüile Athenne— Trur 81. Templa coronantur, bellatricamque Blinersam— Verehrung der Gätter, el. VIII. 152. . Nlisit aprum, quante mniores herbidhu taures— VIII, 288. Spunm uit. dentes nequautur dentibus Indis. VIII, 170, Clawöit, et Actaso his Dustum sunxuine monstrum— Großes, Gewaltiges, Schrecliches. ef. VIII. 339. 311. Von ähnlicher maleriſcher Bedentung ſind die folgeuden drei Verbindungen, da in ihrer Mite die Längen gehäuft ſind. 15b: X. 49.— Inter, et incessi pssn de vuln Teln teuent der turdo VIII, 2 ntin ferro.— Zillen und Angriſf. ef. VIII. 147. VIII. 68. Ile celer heuma tanlis uetate falient— Eutwiſchen der Gans und laugfame Verfokgammg derſelben. cf. VIII, 260. VIII, 724.(ura pü dis sunt, et qui coluere. caluntur.— Ernſte und fromme Worte. XI, 492. Ihse hasut, neo se, aui Sib Sfutus, Ihes ſutetur Sciro ratis reckor, nec quid lubeute, vetetre.— Furcht und äußerſte Verlegenbeit cl. Xl. 83. 72n. II, 361. IV. 372. 1. 5 1e⸗ VIII, 202. IUse suum eorpus, uctadue pehendit in aura. cf. 148. 723. 1d: VIII Ira feri mota est, nec fulmins lenius urdit.(Zurficgehaltene Wuth)) XI. 498. Pontus, ot induetas ashergine tangere nubes. if. VII. 548. Doch werden durch dieſe Verbindung auch ruhigere Zuſtünde und Th XI, 497. Puppe secahbatur, longeque erat utraque tellus. XI. 350. Templa mari subsunt nec marmore clamm nec auro. II. 57I. Fissa peduu primis vestigia ponit in undi- Dafſelbe gilt von den vier folgenden Verbindungen wegen der mhigen erſten Vershälfte; wegen der aufſpringenden Wortfühe des zweiten Theiles dagegen bezeichen ſie oft änßere oder innere heftige Erregung⸗ 1e: XI, 40à. Donocinherentem lacerae cerrics iuvenene.— cf. X, 195.(Allmähliche Venvandlung.) VIII, 161. Ducit in errwrem rariarum ambage viurum.(Irrſal.) VIII, 188. Disit, et ienotas auimum dimittit in artes.(Grübelndes Nachdenken IV. 84. Multa prins questi, Statuunt, ut nocte silenti— (Klage und Entſchluß)— XI, 726. Om comas vestem lacernt, kemlensdne trementes—(Ungeſtüme Trauer.) II, 719. Spemque suam motis aricus circumvonat alis(Begier. cf. l 145, VII, 811. XIV.G Ksase sui Tartes, rcfugitqns abigitane timetque Ora Droterru canum— Ghf I. 31. III, 228. If: VIII. 11. Sexta resurgebant orientis cornua lunne. IX, G1. Pressa genu nostro est, et urenns ore momonit. XI. 516. Nece calunt lurgi resalutis nubibus imbres geiten geſcidert, z.B 40 Culydonins ammis Gwepit, Inornatos redimitus arundine crines.I Instat unhelanti, probihetque resumers vires. II, 362. Darce, precorl mostrum lacaratur in 1h: II, 752. Vertit ad lane forri qea ballea luminis arhem. XI, 355. Parsque boum fulpis wonna inclimarat arenis— XI. 550. Omme lutot cuclum, duplicataque noctis imugo est. XI. velut victrix. zinuataaue despicit undas. VI, 301. Dumuque negat, pro qua roeat, oceidit. Orhu res Die zweite Verbindung von Wortfüßen der erſten Vershälfte: Trochäus, Auphibrachys, Jambus kommt mit den ſämmtlichen der 2. Vershälfte ſa=h) vereint in den Metamorphoſen vor. Da in dieſen Verbindungen die Kürzen und Lingen im Ganzen mehr mit einander abwechſeln, als in den vorigen, und namentlich der Auphibrachys in der erſten Hälfte denſelben einen weictern Charakter verleiht, ſo werden ſie nur ſelten in maleriſcher Wriſe(III, 68. Ulle dolure forox caput in sun tenzu retursit- Ohnmächtige Wuth der Schlange.) meiſt in ruhiger Schlderung und Erzählung, in Reden und Selöſtbetrachtungen angewandt Wir wenden uns daher ſogleich zur driteen Verbündung der erſten Vershälſte: Trochäus, Jambus, Auapäſt; auch ſie kommt im Verein mit den ſämmtlichen Verbindungen der 2 Hälfte ſa h) vor und zwar weit hüuftger als die zweite Combination. Die vier ernien Arten(3u—l) bezeichnen wegen der nach der Cäſur ſich wiederholenden Längen im Ganzen daſſelbe, wie die entſprechenden der beiden vorher ervähnten Zuſamnen ſellungen, nantlich: Alimähliches Werden, Demmung, Ennfachheit und dernlickeit, Blehen um Hilfe u. dgl⸗ die in Verbindungen uy, in denen die aufſpringenden Worfüße vorherrſchen, bezeichnen lebhaſtere Thätigkeit, z.B. fredigen oder fürhtſamen Ausruf, leichte und ſchnelle Bewegung, Eile und Flucht, gewaltſamen Untergang u. dergl. Als Beipiele für den maleriſchen glusdruc ſolchzer Beziehungen mögen nur folgende gelten: 3e: III. 728. Chumat io eunttes, ohus Mners vietoria nostrum est!— 3e: XIV, 390) Seque noxum sbite Latiis acceddere Sibris. Der Rhythus des Verſes ahmt den Flug des Spechtes nach)— f: 1. 502.— tugit ocior aura Illu lexi. nedue ad uee rexacuntis verha resistit.— 3: VIll. 300, lucta muanns inremumm ewiere eupidine laudis.— 3h: XI, 514. luucdue labant cunei, syoliatadue teguine cerae Rinna hatet. Das Schemm der mit einem Trochäns beginnenden Halbfuße vonkonmt, ſſt folgendes: erhore corpus. Berſe, in denen die Gäfur nach dem 3. und 1. Da hier der erſie Bersabſchnitt immer dieſelbe Geſtalt hat, eine geringe Veränderung der Elauſel aber wenig Einfluß auf den maleriſchen Ausdruc ausüßt, ſo kommt es in Bezug auf die verſchiedenen Fäle haupt. ſüchlich auf den mielern Abſchnitt an, deſſen verſchiedene Formen wir daher mit den Zifſern 1— 5 bezeichnen Im Allgemeinen dricken dieſe Vereindungen wegen der vielen bſchnütte Unterbrechung und Demmung aus; ſie werden daher bei Lufßihlungen ober bei Wiederholung oder ructweiſem Fortſritt einer Thätilkeit angenundt, ſowie zur maleriſchen Darſtellung äußerer oder innerer Erregmmg. Falgende Beipiele mögen zur Verauſchaulichung des Geſagten genüge ¹) II., 609. Vjxque soqui. spocto cultum ſneiemqne gradumdne— Taumeln des Bacchus.— VII, 693. elte siruul. parent amnbo, baculisqus lerati— Elle des alten Ehepaates Philemon und Baucis. cf. NIII. 412. III, 382. 2) VIII, 6. — Mlissu Datest: Hexere oeulos, et mersu halude Cetera Droshie — uI der Flucht. Ebenſo XIII, 910. IV, 128. Nece matu nandum posh Turba furens; eunctus coount, treyidumdne seaquuntur. IV, instius ill. 3) II 217. Ardet Athas Tuurusdue Cin et Tmolus et Oete. Aufpählung. Ebenſp II, 191. VIII, 336. 302. VIII, 629. Ilille domos clansere serne, tumen una rocebit— Wirderholtes Anklovfen Juppiters und Merkurs bei ihrer Wandenmg über die Erde. VlIl, 34tz. Vana fuit ſse. eushis), truncoque dedit lere vuinus acerno— Hemmung. VIII, 327.— lIin virum! nec Plura sinit tempusdue pudordue Dicere. Kurzer unterbrochener Ausruf und Erregung. ef l. 501. 505. VIII. 680.— Spaute sua, her sodus rilent Sucarescors vina. Uleberraſchung. VIII. B43. Ie ruit spargitane canes, ut quis- que furenti Ohstat. Wüthen des Ebers. IV, 103.— tremebunda ridet pulsare cruentinn Membra solum, ratroane podem tufſt, aradue buro— Aruerſte Beftärzung. XI. 515. Rimm patet, lraebetque viam leta- ühus undis— Untergang des Schiſſes.— 4) XIV. A5.— hitiqosduo relinquit Rima Dodes redeunt humeri et suhiectu lacertis— Fort. ſezreitende Verwandlung. IV, 129. Illa redit, iurenemque oculis animocque requirit. Aengſlches Süchen. IV, 588. Cuisquis udest— aderunt comites— terreiur:; at ill— VIII Grl. Purru morn est, epulasque foci misere calentes. Abwechalung der Speiſen. Il. 15I. Statque suber, mauibusque dutas contiugere habenas. Aufregung und Unternehmungsluſt des Phaeton. IX. 14I. II, Sas. olktoqlue celer dolabere eursu. Ermunterung zur Schnellgkeit I. 120—„quo te üduci pedhum, violente, rapite tihi, Nesse bifarmis, Dieiumn Lalter und erregter Zuruf. II. 162. Solis ecdui, sahtudue iueum grawitate carshat. Schwanken und Schankeln des Sonnenivagens. n. Beginnt der Herumeter mit einem ſpondeiſchen Wortfuße, ſo kann nur die Penthemimeres ſtat finden, da bei Amwendung der Trithem kein Widerſtret des rhhthmiſchen Jetus mit dem Wartaceent entſehen würde, was gegen das Betonungsgeſetz des lateiniſchen Hexameters verſtößt. In der erſten Vershälfte kommen drei derſciedeme Verbindungen vor, nämlich 1, Spondens, Moloſſus; 2, Spondeus, Trochäus, Jaubus; 3, Spondeus, Choriambus, ſo daß das Schem folgendes ſſt me fallat amantem— III, 716. AMnter adest, amibo miseri, sedd 1)— 3).e Alle drei Verbindungen vereinen ſich mit den S. 30 angeführten Verbindungen der zweiten Hülfte und unterſcheiden ſich von den mit einem Trochäus begimnenden Combinationen im Algemeinen mur dadurch, daß ſie wegen der noch mehr vorherrſchenden Längen im Ganzen ruhigere Zuſtände und Thätigkeiten malen; wo dagegen in beiden Hälſten die Kürzen häufiger auftrrten, bzeichnen ſie auch lebhaftere Handlungen. Die Ver kindungen der erſien Art alſo, welche mit dem Spondeus und Moloß beginnen, ſchüddern im llgeminen die ſelben Verhältniſſe, wie ſie oben bei den gehänften ſpondeiſchen Versfüßen zur Sprache kamenz wir wollen daher der Kütze wegen nur einige Beiſpiele für die Verbindungen der zweiten und dritten Art anführen, welche Aehn liches darſtelln können, jedoch auch: Widerſumd, Wildheit und Wuth, Vernichtung und Schrecken, ſo wie das Gegentheil: Scherz und Freude. VIII, TlZ. Donec vita datu est., unnis nevadlue soluti—(èb) Lange Dauer NXV. 416.(a.) 1, 312.(2e) II, 177. Cuuuris turdus orss et te tua plaustra tenehaut, Eb. VI. 200. Aota veste tegens unam minimamque relinqnet-(eh.) Flehentliche Vitte. er. VI, 360(21.) VI, 273, Klage.(3) II, 345. Trauer(2a.) NlI, 528. luter mille virus murum kamen oeaupat unus(2d. Erſtürmung. VI, 242. Ningen.(3*) VIII. R7. Heftige Zurichveiſung. X. 702. Iram zultus hubet, pro verlis munuura reldunt(Ea.) VI, 634. Cui sis nupia, ride, Pandione natu! murito— Degoneras?(24.) Wüthender Ausruf der Progre. VI. 616.(3b.) IIl,, 303. Nac, auo centimanum(eiecerat igne Tylhoia(34.) Ver⸗ nichtung. II. 316. Zerſtörung.(b.) XII, 111. Morden.(3.) XIV, 185. Veriinken des Schiffes.(3b.) 6 42 II, 328. Untergang bei einem großen Unternehmen.(3 b)— XIV, undas— Naides.(3a) NXIV. GT. Guid non et Satgri. ultatibus upta iurentus—(3) G. Fängt der Vers mit einem daktyliſchen Wor⸗ an, ſo kann, wenn die Trithemimeres Anmwendung finden ſoll, nur noch eine Einzellinge hitzutreten, wodurch ſih derſelbe Urbelſtand herausſtell, der oben S. 41 erwähut wurde; nut findet der Unterſchied ſtatt, daß ſich die Kürzen des Dattylus eher mit der Eirzellünge zu einem Ausgange zuſammenſchließen, der einem Anapäſt ähnlich iſt, als es die zweite Länge eines den Vers beginnenden Spondeus thun würde. Es kommen daher auch jene Verbindungen bei Orid vor, jedoch um ſelten, im erſten Buche 3. B. uur vienmal: v. 121. oOhruta sunt. 311. maximm hars. 541. Ocior est. 12e. excihit hos. 6. Illas zirgineis exere Wir rechnen dieſe Verbindung wie auch diejenige, in welther die erſt Lange durch ein einſiliges Wort vertreten wand,(1I. 185, sie ohus est.) dem weiter unten zu behandehiden Falle zu, in welchem der Heramter mit einem Cboriambus beginnt und haben es hier daher nur mit Verſen zu thun, in denen die Penthemimeres vorkommt. Dann iſt das Schema der erſten Hüffte folgendes 2) Von den Combinationen dieſer beiden Nummern mit den oben S. 49. unter ah aufgeführten Ver kindungen der 2. Versholfte führen wir nur diejenigen cinzeln au, welche am häufiſten in rhythuuſcher Beziehung maleriſch auftreten; diejenigen, welche in ihrer Amveudung etwas Aehnliches haben, faſſen wir der Kürze wegen gruppemveiſe zuſammen. 1a: Fir dieſe Verbindung ſind beſonders die beiden auf einmder ſolgenden ſchrweren Wortſüße in der Mitte des Verſes charakteriſiſch; ſie ſhildert daher äußere und innere Demmung, wie folgende Beipiele zeigen XIII, 902. Aut, uhi lassata cst, Seductos macta rocessus itur incurgu ninlhosi turbinis arbor.— VIII. Sl. Tulia dieenti eururum mazima nutrix— Nox interrenit. VIII, 698. Dumne ea mürankur, Aum dedſent fata uarum— Durch die Verbindungen 23, 1, 20) wewen wegen der in ihrer Mitte vorkommenden Läugen häuftg mmhige Zulände und langſame Vorgänge bezeichnet, z. B.— Corhoris amnis abit vox tuutum utcme, osa eupersunt; doch auch allmäßlicer Uebergang zu lebhafterer Thätigleit und dieſe ſabſt z.B. Xl, 107. Nluctibus erirltur cuelummue nequare videftur. Die beden ſoigenden Verbindungen lo und Je daßegen, in deren zweiter Hälſte mehr ſtigende Wortfäße vorkommen, ſchildemn faft immer ſchnelle unruhige, gewaliſame und leidenſchaftiche Thätigkit: VIII 253.— aremmdus Recididit, at mmodio velarit iu atre Dennis ef interäum, Shumiscue sonantibus albet. ci. 481. l. 144. cf. II 24. XI. D0I. Sternitur Vixitur ex rapto; non hashes ah hoshit VIII, T. Altem iamdludum suecensa cuhiline tanto u. Die Verbindungen 14 und 24 enthalten ſaſt nur ſinlende Wortfüße und ſchildern daher auch ſehr häufig ruhige Thätigkit; 3. B. VIII. 703. Talin tum Placio Saturmins edidit vre. cf. 149.— wegen des Zuſammenſtaßes der Längen in der Miitte aber werden ſie hauptſächlich dei der Schilderung gewallſamer Vorgänge angewandt: VIII, 261.— Daadalom, et Suuuptis hro suphlice Cocalus urmis. YIll. 28. Torsorat alductis nastilla lenta lacertis. II. 625. Tempara diseussit claro cara malleus ietu. 1. 145. Nom socer a geuoro; fratrum quocne gratia rura est. Immminet exitio vir coniugis illa mariti. VIII. 356. Huicat ex oculis gpirat auodus pectoro flamma. ufus. Die ſämmilichen üörigen Verbindungen dienen wegen des häufigen Wechſels von Kürzen und Lingen und wegen der beiden anſpringenden Kürzen nach der Penth. faſt immer zur Schütderung einer leichten ſchnellen, lebhaften und gewaliſamen Thätiteit: 43 VIII, 66 Oxaque non aen leriter versata farill.(e) VIII. 642. Suseitat hesternos foliscque et caxtics sicco Nutrit et ad fammns unima produeit anili.(le) VIII. 256. Non tamen hacc alte volucris sua corhora tallit.(ie) VIII. 225 Altius exit iter, rapili vieinin solis, G2e.) Flug des Jkarus. XI. 480 Cum mnre sub noctem tumilis albescere cvepit— Huctidus(le.) I. BI. UIltima passedlit wolicdumque coercuit orbem(1g) Dieſer Vers malt mit den duntken Volalen das Aufwogen des Merres cf. 1. 36. Xl, 529. Sic ubi pulzurunt noriens lutern ardua fuetus Vastius iusumgens decimae ruit iunpetus unlae,(e) Xl, 470. Cornnaque in sumuna locat arbore totaque malo(1h.) Curbasa deducit venientesdue aceiit aurus(If.) II, 872. Inde abit ulterius, mecdücdue per aequomm ponfi(ég) Fert Druedaum— I. 126. Sueior iugeuiis et ad korrida yrummptior arua.(2h) I. 143. Sanguinencue manu erepitantin eoncufit arma.(h) in den mit einem chariambiſchen Wortfuße beginneuden Hegametsrn folgt in der erſten ¹) Miit den acht Verbindungen der zweiten Versholfte ſchildern dieſe beiden Nummern dieſelben A unanden oder Thätigkeiten wie die entſorechenden mit einem daktgliſcen Wortfuhe anfangenden Conbinationen, mit dem Unterſchiede, daß ſie wegen der grißerm Zahl ſteggender Wortfüßt im Allgemeinen noch gräßere Beweg. lichkeit und Lebhaftigteit ausdrücken. Ich begnüge mich daher, für jeden Fall wenige Biſdiete anzuführen 1a: VIII, 246. Perpetuas dentes et serrue repherit usum.— 2a: VIII, 226. Mune mmieri tumulo ponentem corpora nati— 1b: VIIl, 190. A lnium coeptas, longum breviore seqquenti— VIII. 121. Armeniae tigres austroque agitata Charyhlis— 2 b;: VIII, 208. Vikuriunt populi, nec se ntsi moenlbus urbis KSSe putaut tutos.— 1e: VIII, 211. Cquns ienerum prziem Drolusit in aära nid. 2: VIII, 217. Hios aliquis tremula dum eabtat arundine pisces.— Xl. 522. Discutiunt tunen has pruehentque micuntin lumen Fulmina.— 14: VIII, 371. Rurytidue magui rosire femur hausit adunco 2d: VII, 14l. Terrigenne pereunt per mutun vulnera frmtres. 1e: VI. 55. Terribilis Progne furüsque agitata daloris— 2: l. 1ö3. Iuterea volueres Pyrois et Raus et Atthon— XI. 539. Non tenet lie lacrimus; stupet hic, vocat ille beutos— 1f: I. 166. Suceutiturdus alte sintlisque est currus inani.— 1I, 374.— alteru dorso Iupasita est; tremmulaw sinuantur fhumuine sestas lE: VIll, 625. Nune celebres morgis fulieisue halustrius undue. N est, ibi Rxa eucumine muntis— X. 666 Ohstipuit virho, nitidique eupiline pomi u speculi relbritur imngine Pioebus. I, 234. Colligit s rahiem, solitueque cupidine caedis— Verje der letten dirt ſind ſelten, cinmal, weil ſämmtliche Versfüße Daltylen ſind und daun, weil bei ſo bewegtem Rythmus gewöhnlich die Hephth. zugteich mit der Trith. angewaudt wird. 1h: VIII, 6. Interen Minos Lelegeia litora vustat. 2h: VIII,3 Qua potuit, precibus deus aduuit, ietus ahy Ilo est Sal sine rulners aper. Die mit einem Choriambus beginnenden Verbindungen, in welchen die Hephth. und Trith. vorkommen, werden in maleriſcher Beziehung ganz ebenio gebraucht wie die entſprechenden mit trochäſchem Anfange, weshalb wir ſie übergehen können. 1. Iſt der erſte Wortfiſß ein Moloß, o kann ſowohl die Penth. als auch die Hepbth., unterſtütt von der Trith, angewandt werden. Im erſten Falle iſt das Schema der erſten Vershälfte ſolgendes: 1)== 2 Die Combinationen dieſer beiden Nummern müt den acht Verbindungen der zweiten Vershälſte werden zur rhythmiſchen Malerei ganz in derſelben Weiſe vervandt, wie die entſprechenden Verbindungen, welche mit einem Spondeus begimmen, weshalb wir auf das oben S. 41. darlbber Geſagte venveiſen. Findet die Dephih. mit der Trith. Anvendung, ſo iſt das Schema, asgeſehen von dem Anſangs Moloſſe ganz daſſelbe, wie das oben S. 40 Lei den mit einem Trochäus beginnenden Verſen angegebene. Der beginmeude 44 Moloß iſt hier jedoch in maleriſcher Beziehung inſefern von Wichtikeit, als er bewirkt, daß durch dieſe Ver vindungen, außer wo die Päone in der 2. Hälfte auftreten, meiſt ruhige Zuſtünde und Thätzgkiten geſchidert werden. Folgende Beiſpiele werden dies darthum: 1) 1. 662. pracclusadue ianna leti Acternum nostros luctus extendit in neyum. 1, 720. quodaue— lumen kabobas Mstinctum est, centumdue oculos nox oceupat una. X, 462. Cunctuntem longnera manu deducit, et alto— VIII, 199.— cerum ollibat, lusuque suo mirahile patris Impediebat opus. cf. X, 283. IV, 79, 4) XIII, 58. Velaturque aliturque aribus, volueresque Detendo 5) 1, 30 Et pressa est gruvitate sui, cirsumftuns humor— cf. I. 8. VIII, 602. As nostros comitate gradus et in arina montis— II, 294. At caeli miserore tni. cireumshias utrumque— h. Steht der 4. Gpitrit zu Anfange eines Berſes, ſo füllt er mit einem Jambus die erſte Hälſte deſſelben bis zur Penthemimeres aus. Von der maleriſchen Bedeutung des erſten Wortfußes an ſich iſt oben . 37 gehandelt und dort bemerkt worden, daß er wegen ſeiner iberviegenden Lngen meiſtruhige und dauernde Verhältiſſe bezeicnet. Im Berein mit den Veröindungen der 2. Vershälfte bezeichnet er entweder 1) eben ſolche Zulände und Thtigleitn, ader er ſchiiert 2) mit jenen wegen ſeines plötlich abfaleenden Schluſſes und des darauf folgenden Jambus lebhafte und gewaltſame Vorgänge. Beiſiiele zu No. 1. d. 223. Pauiatimque tremens ot nondum hoplite ürmo Comstitit(. XI. 787. coi.— h) Xl,. 356, Latarumudue iacens campos spectahut aquarum ata din, nulla aut eontraria clussi Planninn erunt. c) Xl. 459. Amplesusque dedit, trtstiaue miserrimm tandem Ore erule, dirit.— d) XII, 318. Lnguentidue manu earchesia mirta tenchat.— e) VI, 304R.— lumina maestis Stant inmotn gemis: nilil est in imugine vivum. II, 63. qun vix mane recantes nitantur equi. mecdio est altissima euelo.— 1) VIII, 799. QMacsitamdus Famem lapidoso vidit in agrv.— 2) Xl, 595.— nehulas caligine mirtas Bhalantur huuno duhiaecue erepuseula lucis.— u) VIII, 702. Cnelatusdus fores, aloyertaque marmore tellus. Erhabene Verwandlung⸗ Beiſßiele zu Nr. ². a) X. 540. Raptoresque lupes armatosdne unguibus ursus— b) VI, 598. Giermunamalue mpit, raptaecue insignin Bacchi— c) X. 477. Iutereepta neci est: lutosqque Jugnta per agros— d) NllI. lnmergitque manus, foedatuque sanguine sonti— e) I. 264. Kuuttitqaue Notum. madidis Notus evolat alis. II, 194. Vastarumcdue videt trebidus simmulern ferarum. III, 727. Arulsumdue caput digitis conplexn eruentis. 1) Xll, 118. Qua plangente graxem maribundo vertios terrum— 1) III, 537. Obsceniqlue greges ot inania tymnana vincant? Durch Amvendung der Eäfur nach dem deitten Trochius werden die oben aufgeführten Schemata in beiden Vershälften ettas verindert; da es hierbei aber in maleriſcher Beziehung weniger auf die Wortfüße, als dielmehr auf die Bedeutung der Cifur ankoumt, ſo verveiſen wir auf den Abſchnitt, in welchem von derſelben gehandelt worden iſt.(S. 20— 2.) §. 4. Gleichheit der Wortfüße in den entſprechenden Hälften unmittelbar auf einander folgender Verſe und in den letzteren ſelbſt. Mit der Gleichheit der Versflße(ap. I.§. 3) verbindet Ouid oft auch Gleichheit der Wortfüße ſowohl in den eutſprechenden Hälſten auf einander folgender Verſe wie in den ganzen Verſen, um parallele oder contraſtirnde Gedanken auf malerſſhe Weiſe uczudrücken In den Hilften derſelben Verſe iſt dies nicht mäüglich, weil es die verſchiedene Betonungäweiſe der beienn Verchälften nicht zuläßt. Die Gleicheit der Wortfuſe wird häufig auch durch Wiederholung derſelben Worte noch mehr herwor⸗ gehoben; da wir dieſe Beipiele aben S. 11—— 13 ausſchloſſen, ſo werden wir ſie hier hauptſächlich berückichigen. Wegen der geringen Abwecholung im Bau der erſten Vershälften ſinden ſich in denſelben auch in auf einander folgenden Verſen, die gleiche Gedanten enthalten, ziemlich häufig gleich Wortfüßße, 3. B. 1, 28. Pyorimus est agr iln lesitate locodue; Densior his tallus— 1, 38. Addidit et outes et Stugna inmensa lacusque uwminaque ohlinuis cinxit decliriu riis. cf. 45, 46.— 248. 249. XIII. 790 791.— und mit Wiederhalung derſelben Worte:; XIII. 185 Sensenunt toti pastoria sibila montes, Senserunt undaw. V. 341. Prima(wres unco glacham dimovit aratro, Tyima dedit ſruges alimentadue mitiu tarris, Tyima dedit leres, Cereris sunt omnia munus. aber auch nicht ſelten in der zweiten Hälfte auf einander ſolgender Verſe, ohne und mit Wisderholung der. felben Worts: 1, 138. sud ttnm cst in viseera terrac Qunsque recondldernt Styniisrue aduouerut uubri,— 5er. Tum duodue visa decuns, uud aheunt curhoru venfi, Ohriadlue acversas vihyuhant flamiua resfes- 1, 36l. Namuque exo. erede mihi, si fe duue èomtus Jaberd, Te scduerer, coniuns, et me guadue nwutus haheret, Una fiü: nec une stzahiosius altera sulhus Legit, nes posuit shudiosſis alfera cusses. VI. 358. IIi quoque vos moreant, qui nostro bracehia tendunt Purra sinu, et cusu tenddahaut hacehia nali VI 419. Cuneque urbes aliae himari elaukentur ab Tathmo, lxteriusquc sitao bimari syectautur ab Iahmo XIII ST. Suut, foturu minar, feyidis in anilihus amis Suut quodue, Dar dctas, alſis in orilihus hauasi Von den auf einander folgenden ganzen Verſen ſühren wir zuerſ diejenigen an, welche Gleicheit des Gedankens nur durch gleiche Wortfüße(dann matrlich auch durch gleiche Versflie) ausdricken; hierauf ſolche, welche damit Wiederholung derfelben Worte verbinden und endlich einige, welche ſich nur unveſentlich durch die Wortflß unterſcheiden. II, 214. Parra queror. magnae pereunt eum moenibus urbes, Cumque suis totas populis incendin gontes— Ut tammen ingratas in Dectomm fudit odlores Ht dedit amplexus ininstadus insta peregit VIII, 414. luplerit pariter ternis latralibus auras t Slursit virides sbumis albenkibus agros. VIII 307. lHiypothousque Dryusqne et erctus Amyntore Phoeuix, Actoridaedlue pures, et missus ah Blide Phyleus. XI, 505. Nunc uhi demissam aurvum circumstetit nequor, Suspieero inforno summmum de gurgits caclum. II, 626. 46 e Sic uhi pulsarunt noie- a ardun ſuetus, Vustins insurgons decimae ruit impetus uncdag. . Unde sonent. homiinemdue putat love nata locutum. Ales erut. numeroque noxemn, sua fata querentes. VII, 246, Pum suber inrengens liquidi carchesin bacchi Aencaclue invergens tepidi carchesia lactis— VI 327. Resttit, et Daxido fuseas mihi- wurmure dixit Dux meus; et simili faxeas, ego murmure dicj— Drocor serpens in longann Jorrigar alruur et ut zerhens in longam keucitur alrum— n beue,(nune, tuo poteram nurus esse parentit Cuauu hene, Caune, meo potoras gener esse Durontit Et superesse rirum de tot modo milbus unma, Et superesse videt de tot modeo mülibus unum. am folgenden Beiſpiele tritt ein Vers mit ungleichen Wortfüßhen dazwiſchen III, 353. Nlulti illum furenes, multae eupiere huel Kedl fuit in tanera tam dura superbin farua, Nuhii illunu inrenes, nullae tetikere Puellue Auch knnen mehrere dazwiſchen treten, wie es bei den Verſen XV, 24. It nisi paruerit, munta ac metuenda miuatur XV. 33 t, nisi paruerit, plura et gruxiora miuari der Fall iſt. Tumn hater orn sui snero medkemuine mat Contizit et rapidas fecit hatieutiu ſauumae, Suseitat hesterus folüsque ei corties sieco Nutrit at all llanunnas animma hraduecit auil. Cornnaans in sumuun locat arbero, totulue malo Gurheen delueit venientesdue accihit auras. XIII, 790. Plaxidior hratis, lomgn Drocerior alno, Splendidior vitro, tenero lascivior hMedo. 181. Suape hater dnit enerum mihi, ſlia, debes dater dirit ehes mini, mata, nehot VIIH G2s. lile donuas udliere, locum reqmiemque petentes: Alille donmes ckuusere serue. tamen unn recchit §. 5. Gegenüberſtelung von Wortfüßen verſchiedener Art.— Schlielich haben wir hier noch die Gegenüberſtelung von Wortfißen verſchiedenartigen Charakters zu berückſchtigen, die der Dichter behuſs maleriſcher Darſtellung ennveder in denſelben oder in auf einander folgenden Verſen in Anwendung bringt. Wo nämlich ruhige oder gehenunte Thäligkeit geſchldert werden ſoll, ſinden wir, ähnlich wie wir es oben bei den Versfüßen geſehen haben, auch meiſt ſchwere und ſallende Wortfüße: leichte und ſteigende dagegen, wo leb hafte, gewaltſame Vorginge darzeſtelt werden. Wird ſolche Gegenberſtelung in demſelben Verſe angewandt, ſo kommen die ruhigern We 47 meit zu Anfang und in der erſin Hälfte vor, wit ſic dies auch aus den oben außzeführten Schematen erzibht; es kaun aber auch das umgelehrte Verhältniß durch den Inhalt bedingt ſein. Beiſpiele der erſten Art: 1, 94. Nondum cacsa snis. peregriumm ut iseret orbem.— III. ebumnat: vocut illu vocantem. Disſer Vers malt das laute Rafen und Horchen der ſchnell antwortenden Scho. XlII. 7609. Voce„venit mug- Nareiß imm Gegenſatz Cessunt, et tutas veniuntdue abeuntcue e 1II. Sed tumen Maerot amor qrescitque dolore repulsae. I. 367. Dixerat, et flehant. Placuit cacleste pres Numen. I. 556. OScula dut liguo: refugit tamen oseula lienum. II. 205. Incursant stellis. ra- piuntque per arin currum. II. 586. turrebamm: nec. ut unte, pedes ratinehat arena. Der Moloß malt die Gleichmäßigkeit, die folgenden ſteigenden Workfiße die Leichigeit und Schnellikeit des aufts. II. 15. Obstantes scindunt nebulas pennisolue lexati— II. GS. Ieestuann salus paricum gelidumaue trementi Corpare— üruut deus. IIl. 245. Ad manen cähut ille refert. II, 765. Concussne patuere fores X, 66f. Deeliuat eursus, aurumuque volubile tolüt. Gern ſebt Ovid in dieſem Falle zu Anfang des Verſes den 4. Cpitrit X. JII. Excixere canes silxisdtue exire puruntenn— Pherat. V, Gà. Heplaruxit Athin. quos ill tetenderat areus— Arripit. cf. VI. 1. Nl. 676i. XIV. 198. Ilnec et Hlura ferox. me luridus oceupat horror. VI, à8. Limosodne noruc saliunt in gurxite ranne. III. 301. Nunc armatur eo: niminm feritatis in illo est. XV, 151. Deshectare preeul, trepäles ohitumcue timeutes Beiſßiele der andern An: III, 381. Hie Stuhet, atque aciemn Dartes dimittit in ammnes. III, 383. Neshicit, et rursus nullo veniente equid' inquit,„ Schlles Umſehn nd Horchen. VIIl. 216. M uwvet ihse Suas et nati respieit alas. VIII, G66 lietilinus. hst. hnec cuelatus cudem Sistitur urgento eratar fahrxieatadue fugo Pacuka— Der ſchwere iſchkeſſel im Gegenſat zu den üöbrigen leichtern Geſäßen. XIl. 18s Pructuque dissiluit Dereussn lanmmina calla Auch der 4. Cpitrit kann wegen ſeines plös gen johen Schlußfalls, der durh Conſonnten Verlindungen noch mehr hervortritt(M. val. Progr. 187I. h. 27.) den foigenden ruhigern Worfißen in maleriſcher Weiſ gegennbergeftelt werden: JIII, 276. Sulenrktane eutem nngis, et eurru tremmenti— erabru tulit passu. VIII, 687. Pluditqque diu, fauleuuque est visus al ihses— Cunfugisse deas. el. Xl. 29. XIV, 200.— Ebenſo wie die Theile können auch gauze Berſe binzicelich der verſchidenen Beſchoffenheit ihrer Woriflß des maleriſchen Ausdrucks wegen einen Gegeuſatz bitgen. Man benchte folzende Beiſpilr: 1. 412. MMiSsa viri manihus fachem trasere rirerum, Lt de feuineo reharata est fominn kactu Im erſten Verſe ſteiende und kürzere, im zweiten meiſt ſirkende und längere Wortſuße 1II, 602. Pruehuimus lonals, Pontheus auuhagibus uuresf Induit'ut irn ira ires ubsumere hasset. Prarcihitem fmunli rahite hune, erucfitaque diris Corbora tormentis Stygiae Aiuüttite nacti- Die ruhigern Wortfüße der beiden erſten Verſe deuten das Warten und die Mäßigung der Wuth des Pentheus an, im Gegenſate zu den heftigem der beiden letten, in demen er ſeine grauſamen Befetle erläßt. III 723. Non hahot intelis(Se. Actacon’, aune matri hracchia tendat, Trunca Sell ustendens deiectis vulnera meuuhris. Ispice, materl' ait, risis ululaxit Aguue, Callaaue iactarit, maritcue Der asra eriuem: Arulsumue eaput diritis conplexn eruentis Clammat io comnites. ahus hac vietaria mosirum esté — 8— In den mit erisis ulularit A. beginnenden hefigen Wortfüßen ſind auch zugleich die mehrfach vor⸗ tommnenden Conſonanten Verbindungen zu bemerken. VIII, 644. Mnltiſiqasque faces ramaliaque arida tecto Detulit et mimnit, parsoque admorit aumo. Die viele Kinzen enthaltenden Wortfühe der erſten anderthalb Verſe malen das geſchäflige Herbeiholen des Holzes und Zerknickn des Reiſigs; der Schluß des 2. Verſes bezeichnet durch ſeine Lingen das langame Aulegen des Brennſtofes ans Feuer. XIV, 687. Quid non et Satyri, sutatihus apta iuentus Fecers et pinu praccincti caruna Punes, Sitranusdue, suis semper iuvenilior annis—p In den beiden lezten Verſen werden die ernſteren Heerden. und Waldgötter, die Pane und der greiſe Silvanus, den im erſten V. ervähnten jugendlichen und munterm Sathrn gegenübergeſtelt.(c. P. Ghoriſehung im Progranmn des nachſen Jahres) Schulnachrichten. I. Lehrverfaſſung. 1 Zweijſähriger Curſus. Ordinarius: Prof. Dr. Krahmer. 1. Religion. Römerbrief und Evangelium des ohannes. Wiederholung von Evangelium, Spruch und Lied nach dem Bibelkalender. 2 Std. Dirccior 2. Deutſch. Die zweite klaſiche Blithenzeriede., Lectire proſiſcher Stüce von Leſſug(Laorwon) Schiller(das Erhabene und Schöne), Herer, Klohſtocſiher und Goelheſcher Odem, ſovie der Jphigenie von Goethe (Priwatim der Minna von Baruhelm Freie Aufſäte. 3 Std. Direttor. 3 Latein. dhlte Abſchnitte aus Ovill. Nb. 1-IV. Wiederholung von Cuesur bell, gall. lid. II. V und F. 3 Std. Ur. Lüdke 4. Franzöſiſch. Carueilles Iloraco und Raciues Phädre. Freie Aufſätze, Erereitien, Eremporaliem, gram matiſche Wiederholungen, mändliche Vortruge zur liebung im Gebranch der Sprache. 3 Std. Dr. Lambeck 5. Engliſch. Slaleespeune Prof. Krahmler. 6. Geſchichte. Neuere und neuee Geſchichte; Wiederholumg friherer Theile auch in mündlichen Vortrößen und geographiſche Wiederholungen. 3 Std. Praſ. Krahmer, 7. Phyſit. Opiik ind Widerholung der Ahnſäi, Mechanit, Wärmelehre und der dehre von der EClectiätät td. Prof. Schütte. 8. Chemic. Zume Blei, Silber, Kupfer, Gold, Quechſüber, Mangan, Platinaz einiges aus der organiſchen Chemie. Stöchiometriſche Aufgaben und ſelbſtmdige Arbeiten der Schüler im Laboratium. 3 Std. Paſſow. 9. Muthematit. Erveiterung der Stereometrie. Arithmetiſche eeihen, Functionslehrr, Maximum und Meinimum. Wiederholungen aus dem ganzen Gebiet der Malheimatitk an zahlreichen Aufgaben. Haugliche Arbeiten hir wie auch in der Phhſit und Cheme 5 Sid. Prof. Schütte 10. Zeichtien. Freihandzeichnen nach Gyps, nach augeſtopften Thieren und nach Vorlegeblittern, Uebung im Fderzeichnen und Auarellirn. Schatten Conſtruonen artiietaniſches Maſchinen, und BlanrZeichnen Wiederhalung der Stulenordmungen und die wichtigſten Banſthle. 3 Std. Muller. 11. Singen. Die Schüler dieſer Klaſſe blden mit den beſten Sängern der andern Klaſſen(1I— Y) den erſien Singertreis und ſingen Motetten, vierſtimmige Choräle, Volls. und andere Lider 2 Std. Dornheckter. Richard II. und the Chrästmas Cural, ſonſt n im Franzsſſſchen. 3 Std. Ober-Secunda. Einjähriger Eurſus. Ordinarius: Prof. Dr. Schütte. 1. Religion. Das Leben Jeſu nach den vier Evangelien und die Apoſtelgeſchichte, Wiederholung wie in I. 2 Std. Director. „ Engliſch. Lectire aus Lides . Deutſch, Lectüre ausgewählter Dichtungen von Klopſtoc(einige Oden), Goethe(Herman Franzüſiſch. Jégur histgire de Naholeon Iir. Geſchichte und Geographie, 50— und Dorothe, Alhe Bultnen und Dannen) u Saltr Dus idſe aus der Baed, ſwit Bufſte 3 n. rector Latein. Orid, Aletam. lib. VI, 146— 400; 681. O21; VII, 661.699; 153. 865; VII, 157.,588. Gicero. Cuſo major. Tempus. und Moduslehre. Erercitien und Exteiporalien. 4 Stb. Dr. Lüdke. Franzöſiſch. Ségur, istaire de Nupalon lir VI und VII’ häusliche Lert aus Rarthelemy, voyage du jenne Anachumdis, Grammmtit nach loet, Eurſus il, vertion 57—75. Crercitien, Ertempo ralien und Dietate nach dem Gehör. 4 Std. Vr Lambeit. ng(Aacaulag, Wälter Soott. Chatham, Byron, Benjamin Pranklin) Grammaütk nach Geſenius, 2. Theil. Crrreitien und Ertemporalien. 3 Sid Prof. Krahmer, Geſchichte und Geographie. Mitlere Geſchichte. Wiederholungen in freien Vortrigen.— Europ 3 Std. S. Dr. Lambeck; W.: Uyr Fock . Pynſi. Bavegungglehre, Aliſüi, Magnetismus, Neibungsclechititit Galvansmus, 2 Sid Praf. Schütte, Chemie. Nach Widderholung der Metalbide die wichligſen Säurem. 2 Std. Paſſow. Mathematik. Conſtruction algebraiſcher Ausdrücke, Sterrometrie; quadratſſche Gleichungen, Progreſſionen, Zinſeszinsrechnung 5 Prof. Schütte, 85 Katurbeſchreibung, Elemente der Pflanzen AMnatomie und Phyſiologie, Wiederholung wichtiger Pflangen Familien.— Mineralogie. 2 Std. Paſſow. . Zeicmnen. Friihanozeicznen nach Gyps, Uebung im Fedenzichnen und Tuſchen; geometriſces Zeicmen, Aebiertmiſtes uns Maſciuer Zechnen(Stulwrdnumdenſ, Varibenzen in lanzinen Müller Singen wie I. 2 Süd wer-Secunda. Einjähriger Curſus. Ordinarius: Oberlehrer Dr. Fock Religion. Lerture altieſtamentariſcer, Abſchnitte mit, beſonderer Verſchſhtigung der Meſſianiſchen Weifſagungen. Erlernen ausgewühlter Pſalmen, ſonſt wie I. S. P. Bindemann; W: Dr. vüdke. Deutſch Lectüre der Glocke und des Sygziergauges von Schiler; das Wichigſte aus der Metrit; freie Aufſate. S.: Direttor ind Dr. Düſing; W: Dr. Fock. Latein. Oxid. Aletum. lib. I. 1. 300, Cuesar ball. gall.h. I, und J. Wiederholung aus der Cajus lehre, Modus und Tempuslehre. Crereitien und Ertemporalien. Dr. Düſing. III. Grammatik nach Ploet, Eurſus II. ect. 36— 50, ſonſt wie IIA. 4 Std. Dr. Lambeck. Engliſch, Lertre, aus Lidecing(Geſchichiches'. Graumatit nach Geſenins, 3 Sw. Prof. Krahmer Thell, ſonſt wie IIA. Alte Geſchichte.— Die außereuropäſchen Erdtheile. 3 Std. S.: Dr Vüdte und Paſſow; W.⸗ Dr. Fock . Poyſit., Alllgemeine Eigenſchnften der Körer, Statit ſeſter Körper, Gleichgewicht ſüüſſiger und luſtförmiger Korper, Wärmelehre, Meteorologie. 2 Std. Prof. Schütte. Chee 82 Waſſerſoff, Kohlenſtoff, Stickſoſſ, Schweſel, Phosphor, Chlor und Jod. 2 Std. Paſſow. . Matgematik. Wiederholung und Erweiterung des geometriſchen und aritymetiſchen Penſums der Ober Tertia Berührungsproblem des Apollonius, Trigonometrie, Gleichungen 1. und ryehmen. 5 Std. Paſſow. Grades, Loa. . Raturbeſchreibung. Beſprechung ausgewählter Pflanzen Familien.(Humboldes Pflanzen⸗Formen); die Wurelthiere Elemente der Anatomie und Phyſiologie. 2 Stv. Paſſow. . Zeichnen. Freihandzeichnen nach Göps, Ornameute mach Vorlagen; geometriſhes,(Projecionglehre) arch⸗ tectoniſches und Maſchinergeichnen. 2 Sto. Müller. Singen wie I. 51 Ober-Tertia.“) Einjähriger Curſus. Ordinarius: Oberlehrer Dr. Lüdke. 1. Neligion. Erklärung des 3, 4. und 5. Hauptſtlcks, Geographie von Paläſina; Evangelium, Spruch und Lied wie l. 2 Std. Ur. vüdke.,. 2. Deutſch. Leetüe und Ertlärung Uhland'ſcher, Schlllerſcher und Goetheſcher Balladen und die lemente er Mletrik Wiederholingh der Sablehre, Imeerpumcionslehre; Derlamirübungen und freie Auſſbe 1id. S. Dr. Black W. coot. l. Vr. Blocz cwot. II. Förſter. à. Latein.(mesur bell, gall. ll. 1w. Ye umd Vl. Wicderbolung der ganzen Caſuslehre; Cgereiien und Ekteunporalien. 5 Std, S. r. Lüdke; W.: coet. l. r. Lüdke; cat, II.. Düſing. Tuierry. Guülaume-le-Conquärant enane 1= 100h Srammattt nach Ploet, Eusſus 11, rrreitin und Eriemporalien. 4 Sid, S. und W.: Gart. I. und II. Ur, Karmohl 5. Engliſch. Teetürr aus Ldeckung, 1. Theih,,, Graumlat nach Geſenins, 1. Theil, Kapitel 1. 24. Er⸗ ternen von Gedichten. Erereiten und Exeemporallen, 4 Std. S.: Prof. Krahmer; W. evet. I. Prof. Krahmer: Coet. II. Director und Dr. Lüdke. 6 Geſchichkt und Geograbhſe. Deutſce Geſthiche von Rudolf von Habsbung bis 17 beſonders Preußen, 4,Std. S.⸗ P. Bindemann, W.: Ul. Fock. 7. Mathenmtit und Rechuen. Gleichfächigkeit und Aehnlichkeit.— Proportonen, Potenzen, Wurzeln, Gleichungen erſien Grades mit einer Unbekanuten; Discont, Cours, Gewinn, ind Verluſt Rechunng. 6 Std. S. und W.: cout. l. und II. Dr. Gentzen. 8. Naturbeſchreibung. Das natürliche Pflanzen Syſtem Dutſche Wirbelihiee. 2 Sid, Paſſow. eichnen. Freihandzeichnen nach Vorlegeblättern(Schreibers Körherſindien) und nach Holztörpern mit Aufführung in diht und Schatten, Elewente der Perſyertide, 3 Std. Mullor, 10. Singen wie l. Die weniger geübten, Singer dieſer Klaſle und der Klaſſen IBe Vis bilden dem zweiten Sängerkreis und ſingen Ehoräle und zeſtummige Lieder. 2 Std. Kirchhoff 6.— Deuſſchland Unter-Tertin. Curſus.**) Ordinarius: Dr. Geutzen. Einjähriger 1. Meligion. Das 1. und 2. Hauptſtüct mit Belegſtelen, ſonſt wie I. 2 Std. Dr. Brügmann 2. Deutſch. Die Zablehre. Crllärung und Erlernen ausgewäheter Gedichte nach dem Cancm. Freie Auf. ſibe 3 Std. Dr. Herbſr 3. Latein. Lettüre des Neles(Lhaminonclas, Palopilns, Puocion. Jfikules, Themistocles, Aristige awanarnſiwan. Grbelermn der aſlhte zun und ahiat): Ginniin un edßanain. Sid. Förſter⸗ ¹. Franzüſiſch. Iliehmmuchs 1. erytsude chah. 1. Grammatit nach Ploet, Curſus II, vect. 1 Creralien und Crtemporalien. 4 Std Vr. Gentzen.— Engliſch Die Elemente dieſer Sprache nach Gefenius; mändliche und ſchiſtlice Uebungen. 4 Std. Uhr Lambeck. 6. Geſchichte und Geographie, Deuſſhe Geſchichte bis auf Rudolf von Hababurg.— Europa, beſonders Deuſſcland 4 Std. S.: P. Binvemann; W. r. Foch * Mathematik und Rechnen. Kreislehre uud zahlreiche Außgaben ans der Dreicslehre.— Die vier Spreies mit algebraiſchen Zahlen, Gleichungen erſeen Grades mit einer UUnbelannten.— Rabatt, Nctto, Brutto, Taree, Gezuinn. und VerluſtRechmung, 6 Std, Dr. Gentzen. a Katupbeſgſeidung. Giige Lſamen anüen des nalütiten Sgſens.— inderhiere 2 St . Gengzen 9. Zeichnen. Freihandzeichnen, Ormanente nach acobethal. Zeichnen und Schattrren nach Hotzkörpern; geometriſchs Zeichnen und Elemente der Perſpertise 2 Sto. Muüller, 10. Singen wie IIIA. „) Dee Kluſſe mar in Winteremeſer in 2 Paralll Goehus gelhell, weche in der welizon, Geſcihte, Geagraphie im Rechen und eichen cominit wiren 2 —e) Das Penſom dicſer Fleſe in ſo bemeſen, daß diſale von ſöhigen und ſteßcen Sgülem in einem halben Zahte durtlaufen wetden kand Luarta A. Einjähriger Curſus. Ordinarius: Dr. Herbſt. 1. Religion. Lertüre des Luras⸗Evangelu Die fünf Hauptſtücke mit Luthers Ertlärung. Wochenſpruch und Lied nach dem Bibellalender. 2 Std. l. Herbſt 2. Deutſch. Lectüre aus Maſius und hieran der einfach erreiterte und der zuſammengezogene Sat. Er⸗ lerien der Gedichte nach dem Canon. Derlamalionsübungen. 3 Std. Dr. Herbſt Lntein, Lettüre des leinen Herodot I. NII. Die wichtigſten Regeln der Shutauz der Caus mit Ans ſchluß des gen. und ahlit. Ererciten und Ertemporalien. 6 Std. Dr. Herbſt. 4. Franzöſtſch, Grammatik nach Plortz, Eurſus fir Ouarta. Lectäre aus Lidecking und Retroverſion Exerciien und Extemporalien. 5 Std. D. Brügmann. Geſchichte und Geograyhie, Griechiſche Geſchichte his zur Schlacht bei Chäroneg, römſche bis zum Be⸗ aumn der Kaſſerzeit.— Die außereuropäſchen Erdtheile; Kartenzeichnen. 4 Sid. Dr. Block. 6. Mathematit und Rechnen. Elemente der Planimetric, Dreicckslehre und Viereckslehre.— Zuſammmen. geſebte und umgelehrie Regeldetri, Geſellchaſts, und Zinsrechnung, 6 Stv. Borgwardt Naturbeſchreibung. Pflanzen⸗ Demonſtaationen, das Einnöſche Shſtem.— Wirbelthiere. 2 Std Borgwardt. s Jeianfit Friea Hußzechen wacz Subushelen eufatr Smament, Ueuung in Tuſcen 2 S Mültter 9. Schreiben. Deutſche und lateiniſche Schriſt nach Vorſchriften und Dictat. 2 Std. Müller 10. Singen wie II. 2 Std. Kirchhoff. Quartn B. Einjähriger Curſus. Ordinarius Dr. Brügmann. Die Klaſſe iſt Quarta A. coordinirt; hier wie in(uinta B. und Sexta B. beginnt und endet der Curſus zu Mlchaelis. Die Penſen und die Stundenzahl ſind dieſelben wie in IVA. Die Vertheilung der Lectionen war ſolgende: Religion, Deutſch, Latein(Weller pag. 1—126), Geſchichte und Geugrabhie Dr. Brügmann; Franzöſiſch Vr. Herbſt. Mathematit, Rechnen und Naturbeſchreibung Vorgwardt; Zeichnen und Schreiben Müller; Singen Kirchhoff. Quinta A. Einjahriger Gurſus. Ordinarius Dr. Karmohl. ſgion. Büöliſhe Geſcichten A. und Nd. Teſtaments nach Zahn. Die B erſen Haust Erklärung. Wochenſpruch und Lied wie IV. Std. Dr. Karmohl. 2. Deutſch. Lectüre aus Maſius, an derſelben der einfache und einfach erweiterte Satz. Declamirübungen, Dlctate und kleine Aufſätze 4 Std. S.: Dr. Karmohl; W.: Laupichler. 3. Latein. Die unregelmäßigen Formen in Declination, Coniugation und Comparation, die Fürwörter, Zahl⸗ wörter, Adverbien, Präpoſitionen, die verba deponentiu defectira und anomaln. Lectüre einiger kleiner Fabeln, Extemporalien. 6 Std. Dr. Karmohl. 4. Frunpöſſch. Die Elementr dieſer Sprache nach Plortz Eurſus für Cuinta. Extempomlien, 5 Std. 8. Dr. Düſing; W.: Laupichler. 5. Geſchichte und Gevgraphie. Griechiſche Se ſage.— Allgemeine Geographie von 6. Kechuen 4 ⁸ Kae mit uthers 9 age(Theſeus, Argonauten, Herules, Oedipus), die Nibelungen⸗ ropa. 3 Std. S.: P. Jindemann; W.: Dr Foch Brüchrechnung in benannten und unenannten Zahlen, Regelbetri mit Brüchen, Derimalbrüche. S. Dr Geutzen; W. Laupichler. 58 7. Naturbeſchreibung. Beſchreibung ausgewählter Pflanzen und Thiere(Vögel und Fiſche) 2 Std. Vorgwardt. 8. Jeiche Farnenlehre und lehunger in Zeihnen von Bathrmen unc Vorzeichnung und nach der Natur. 2 Se. Müller. 9. Schreiben. Uebungen im Schönſchreiben nach Vorſchrift und dem Tact. 2 Std. Kirchhoff. 10. Singen. Erweiterung der UUebungen aus VI. 1 Std. Dornhecter⸗ Quinta B. Einjähriger Curſus. Ordinarius: Dr. Düſing. (Cuinta A. coordinrt) Die Penſen und die Stundenzahl wie VA. Die Vertheilung der Lectionen war folgende: Religion, Deutſch Larein Dr. Düfing; Iranzöſiſch Dr. Karmohlz Geſchichtr und Geograghir, Prof. Schttei Iaturbeſchreibung und Rechnen Borgwardt; Zeichuen Müller; Schreiben und Singen Kirchhoff exta A. Einjähriger Curſus. Ordinarius: Dr. Vlock. 1. Neligion. Bibliſche Geſchchten d” und N. Trſtaments nach Zahn, die erſten Hauptſtück, Wochenſpruch und Lied. 3 Std. Dr. Block 2. Deutſch. Die Wortlehre und der einfache Satz. Uebungen in Leſen Erzählen des Geleſenen, Derlamir⸗ ütungen, Dictate und einige fleine Auffäte. 4 Std. Dr. Bloc. 3. Latein. Die regeluäßige Declination, Conjugation und Comparation. Mündliche und ſchrifliche Uebung in Ulberſetene 3 Std. Ur. Vlock. 4. Geſchichte und Geographie Erzählungen aus üas und Odyſſer, oberfläche. 3 cd. S. P. Bindemann; W.⸗ Dr. Lambect b. Rechnen. Die 4 Species mit einſach benannten Zahlen. 1 Sid. Kirchhoff . Aaiagheſterteun Beſchreibung ausgewählter Pflanzen und Thiere(Stugethiere und Reptilien, 2 Std. aſſow Zeichnen. Formenlehre und Darſtelung einſach ornamentaler Gebilde auf Grund der gelbten Palngone. 2 Std. Müller. 8 Schreiben, Vmiir und lateinſce Schrift in Buczſtaben, Wörtern und Sätzen nach dem Tact. 3 Std Kirchhoff. 9. Singen. Gehör, und Treſſ Uebungen. Einübung von ei Dornheckter ulgemeine Urberſicht über die Erd. ſüimmigen Voltaliedern und Chorälen. 2 Std. Sexta E. Einjähriger Curſus. Ordinarius: Förſter. (Gexta A. coordinirt.) Die Penſen und die Stundenzahl wie NIA. Die Vertheilung der Leeonen war folgende: Neligion, Latein, Naturbeſchreibung Förſter; Deutſch S, Förſterz W. Laupichlerz Geſchichte und Grogruphie S. Dr. Lüdke; W.: Laupichler; Rechnen, Schreiben und Singen Kirchhoff. Den Turnunterricht ertheilte in Gemeinſchaft mit Dr. Düſing: Kirchhoff, Am Sonner turntt die ganze Schule, in, 2 wchentlichen Stunden, in Winter in je 1 Stunde. Zu dieſen Uebungen treten im Sommer die Reihenübungen(mlitatriche Uebungen). ni T. vi gaui,3 1 4, VI.h. Sa. Namen. Gegenſtand. eer Dr. Brundt, ſeſgon Dieetue.. Deaſſ enauſch Narfe Krahnguſg 8 mer HterleGeftnchte u Geoge à ter den, dl Dr Schüt⸗Ppyſn 3 1e Obesſenur laitemant 1 De Jo. ſoauſo Bnt. Gaaide vem e 5 Paſod, ſehens 3 eehe. Gattenaar 3 aaneſetnt ang 2 12 hnn 2 dathane Anen 1 2 . d. III. 4. ſh 4 he Lemabrs Semſs 5 aaenedarſrne eäscher oomh Vr. Herdſt, litzon rdentl vegres endh drded. Ids taiem Srang neitsen deulk Vegreſranſh Ser. d.tVe atnn Franzäſſch lagchen. Geomr 10. De, Genthen, Pfanzsſich erzeul. deßre. Gianſemnn gechnen edd. Paunbeſtteibung II Dr. armoht gelgm erdendk Lehrerſbotem Be. d. N R Frauzſh 12. De Däſuſ. Neggon edenn Lehte Heunch Srn. d. K. Satin 1s Fbrſ aah „Ddeunſh 1eriin ſaalteſcheibung I. Dr. Block. glligon Adeud. vehnr Deugch Leiene d ſteſatge. Gan 1s Vorſwardt ietnrziesſen 6 odand beirt. Rairiechetan..— 2 1 WAälek e ene anatäne Sltatee 1 3 In Sirchpof Aeu ſan. Sthraben Singen I8 Dornhecter, Singen Gelangleime i. Laupichler.(deuiſg wiſe Hulleie ramsſo etnen Geſcnce u Geogr 55— II. Aus der Schul⸗Chronik. Das Schuljahr 1870,77 ſchlaß am 244. Marz; das neue Schullahr begann am 9. April mit de Einführung der Novizen. Im Laufe deſſelben erfuhr der geordnete Unkerricht manche Störung. Die, Gollezen Dr. Düſing und Förſter wurden, erſterer zu einer 12tägigen, letterer zu einer Anügigen lebung eingezogen, Dr. Düſing war als Geſchworner thaig. Außerdem aber ſuchten kürzere oder längere Ertrankungen faſt alle Müitglieder des Collegims heim, Callgge Borgwardt erhielt einen Gwächentlichen Uürlaud, r ock wurde fir die Zeit von Pfingſten bis Michaeliszbeurlaubt; ſeint Vertretung übernahm Herr Paſtor die Bindemann, dem die Schule für ſeine bereitwillge Aushüüße zu groſem Dauke verſlichte at. Emnzelne Schüler wurden dunt Halsleiden und Scharlachfüeber dem Unterricht entzogen; ein Schäler, der Quartoamer 13) ar Müͤhrer wurde Uns nach turzer Krantheit durch den Tod entriſſen. Am 19. Januar geltiteten die Ordinarien der beiden uarta und die Müſſhüler den fruy Vollendeten zu ſeinem Grabe, in der Morgenandacht des 21. gedachten wir des lieben Kindes, das ſeinen Eltern und Lehrern durch ſeinen gewiſſenhaften leiß, ſowie duns ſein mmſter⸗ haftes Betragen nur Freude gemacht hatte. Mäge ihm die Erde keich! ſei Alber auch von ſteudigen Erigniſſen hat die Schule zu berichtn. Am Geburtstage unſeres theuren Kaiſers und Königs konnte Nreerent zum Schluß der Feier dem zweiten Oberlehrer der Anſtalt, Herrn dr. Wilhelm Schütte das ihm verliehene Patent eines Königlichen Profeſſors iberreichen. Und dieſe Verleihung war die Einleitung zu dem Jubelſeſte der Schule, das dieſelbe im häuslihen Kreiſe amt 27. April beging: dem Bjäbrigen Jubiläun. Am 27. April 1892 waren die bis dahin mit dem Gomnafium verbundenen Reallaſſen Luarta und Tertia, mit 45 Schlern als ſelbſtindige Realſchule in ein gemielhetes voral der Semloverſtraße eingezogen um hier unter Oberleitung des wmnſial Dirretors Dyr. Nizze von den erſien Lehrern der neuen nſtall, den bisherigen Gymgſialehrern l. Arndt(verſterben als außer⸗ ordentlicer Profeſſor der lniverſist Verlin) und Dr. Brandt(dem jebigen Hirertor) ſowle dem nen erwahlten Dr. Kruſe(gegenwartig Provinzial⸗Schulrath von Prenßen zu Königsberg unterrichtel zu werden. Der erwihlie Dirretor Dr. Riſch konnte ſein Amt erſt Michaelis 1852 autrets Ein Blich auß die im Zahre 187tz bei Gelegenheit der Einweihung des neuen Schulhauſes gegebene wcis⸗Tabelle der Schller Freguenz Winter 1852,53— 80 Schüler, Winter 1875,76= Ä Schüler lehrt, daß und wie die neue Auſtalt einem dringenden Bedürfniß Abhülfeſchafſte: Realllaſſen mit einem Gynmaftum werbundan führen aus nalellegenden Gründen meſſ ein iunnerlices ehen, ſelſt wenn dicſaden bis zur oberſien Suufe hinnuf entwickelt ſundd Enem jyütem Progranm ſoll vorbehalten bleiden eine Seſchihte der umem umd außern Cutwicklung der Auſialt, ſowie eine Darlegung der mancherlei Schwierigleiten, mnit denen gerade hier zu kämpfen war, und die nach dem bei Gelegenheit der Einfährung des jetigen Diriklors erfolgten Amoſpruche des Vertreters des Raths und Scholarchats libenvunden wurden nur durch den treuen hingebenden Eifer der Lehrer. Da die Schule ſich ſelbſt ſeierte, ſo war eine öffeutliche Enladung nicht ergangen, die erſchenenen Feſcgäſte wurden mit groſer Fraude begrüzt, Oberlehrer Paſſow hatte mit daukenswerther Mühwaltung und mit großer Somfalt ein Verzeichiß allr Lehrer zuſnmengeſtell, welche der Auſtalt bisher gedient haben, ſowis der ſeit Gründung der Anſtalt bis dahin geprüſten Abituntenden Autnifend an die in der Aula neu aufgeſtelten und eben enthülten Büſten König Friedrich Wilhelms ll, Friedrich Wühelm IV. und Kaſſer Wllhelms zeigte Ref, in ſeiner Feſreluſprache, wie die Schule erſtnbe, vicht zu entzünden im Haubte, das Fruer der Liebe zu wecken im Herzen, um ſo tüchtig zu machen für das Leben. Er macte hierauf Mätheilungen der Feſieſcenke, welche der, Schule dargebracht waren und von denen an erſter Stelle zu nennen iſt die„Stiftung alter Realſchülerz), welcee eine Summe von 1950, Marl als Guundſteck zu einer Stipendium Stiumg überreicht eine um ſo erfreulicere Gabe als die Schule außer der von de Lehrern gegründeten Witrventaſſe noch keinerlei Stitung beſitt. Jür dieſe Gabe ſagen wir unſeren alten lieben Schlern in der Nähe und Jerne auch noch auf dieſem Wege den wärnſten und umigſten Damli Ans Gern ſandte uns Herr Carl Völ ſch(obeufalls, ein alter Schüler) in reicher Ausſtattung die Büliothel eograbhiſher Reiſen und Endecungen und das Abtſehe Wert ilher die Pllhe Her Vuchhändler Bremer ſcheulte der Anſtalt die Blſten S. K. R. Hohelt des Kronprinzen und des Fürſten Bismarck welche unſerem Atrium zur Zierde gereichen; die vazu gehörigen Conſolen ſchenkte uns Derr Tiſchlermeiſter Behm. Dos Statut iſt unten abgedrct Von Herrn Buchhändler Pippom erhielt die Schule ein ſchänes Bildniß unſeres Kaiſers in reichem Goldrahmen zum Schmuck der Aula. Auch dieſen freundlichen Gehern wiederholt die Anſtalt den herzlicſten Dank. Zur Feier des Tages zog die geſammte Schule am Nachmittag hians zu einem nahegelgenen Garten, unterwegs hielt ſie an dem Kirchhofe an, auf welchem ihr erſter Direttor Dr. Julius Riſch ruht, um das Grab deſſelden zu ſchmücken Der Abend vereinigte das Collegium mit einer Anzahl von alten Schülern und Freunden der Schule; wäͤhrend des gemüthlichen Mahles liefen noch Depeſchen alter Schüler ein, welche des feſtlihen Tages in der Ferne gedachten. Ein Ballfeſt, welches die Schler Tags darauf veranſtaltettn, beſchloß die ſcöne gelungene Feie An Stelle des ſonſt üblichen gemeinſammen Ganges mach Devin unternahmen die einzelnen Klaſſen unte⸗ Leütung der Lehrer grißere Ausflige in desn Wald von Aötshagen, nach Eldene, Devin, und Negaſt. Das Herbſt Abitnrienten⸗Eramen wurde am 30. Anguſt abgehalten. Der ulbiturient Otto Schmidt erhielt das Zeulgiß der Neiſe 3 ¹ Den Sedantag ſcierten wir in gewohuter Weiſe. In ſeiner Feſteede beantwortete der Unterzeichnete die Frage: Woher es omme, daß in vielen Kreiſen die Großthaten des Jahres 1870, ſo bald in Vergeſſenheit grrathen? indem er nachwies, wie daran vormämlich Schuld ſei die Genußſucht unſerer Zeit Er warnte die Jünglinge und Kenaben anf das eindringlichſte vor jenem Uebel und wies ſie hin auf die hohen eolen Zille, welche den Jungern der Wiſſenſchaft geſtect ſind, Das Winter Semeſter begannen wir am 15. Oarber, während deſſelben erfuhr die Ober⸗Tertia eine Spaltung in 2 cotus. Mit altewährter Güte genhrte der Patron der uſtalt die itiel zur Gewimmung einer Hllfskraſt. In der Perſon des Schulamts Candidaten Laupichler wurde dieſe vehrkmft gewonnen. Die Fräjahrs Abitarienten Prüfung wurde amn 21. Zebrnar abgehalten; ſämmliche Abiturienten er⸗ hielten das Zeuguiß der Neife Daß von der erſien Chorklaſſe der Anſtalt am 20. Mirg veranſtaltete Concert brachte einen Rein⸗ ertong von 1000 Mark, welche Summe wie früher zur weiteren Ausſchmückung der Aula mit ausgewählten Väſſten ſowie zur Vernehrung des Stipendienfonds verwandt werden ſoll Bei der dirsmaligen öſſentlchen Feier des Geburtsſeſtes Sr. Mafeſtät des Kaiſers und Kbnigs wird Cöllege Dr. Düſing die Feſtrede halten. Die Wittwen, und Waiſenkaſſe erhielt an Geſchenken und Beiträgen der Mitglieder.“ 3 ee e Mark. ſo daß dieſelbe heute einen Befund hat von.......... I4 8ds Mark. Statut der Stiftung alter Realſchüler. 8.1. Gründung und Zwec der Stiftung. In Veranlaſſung des 25ſüährigen Beſtehens der hieſigen, Ralſchule iſt von alten Schülern derſelben ung gegrndet, welche den Namen„Stiftung alter Realſchülere füͤhrt und den Zweck hat, mittlſe würdige und beſthigte bienrienten der Realſchule während ihres, Studiums durch Stidendien zu unterſtützen, Die Stiftung hat ihren Sit und Gerichtsſtand in der Stadt Stralſund. 8.2. Vermögen der Stiftung. Das Kapital der Stiftung beſteht in dem bis zum heutigen Tage angeſammelten,Jonds von 1950 M. Lisr ren bei dem Kloſter zun Heiligen Geiſt lant Oblgation vom 17. Jamar lB7s zinsbar à 4 ½ 3 elegt iſt. n Bezug auf die anderweitige Unterbringung des Stiftungskazitals ſind, was die Sicherheit betrift, die wegen Belegung von Pupillengeldern geltenden Vorſchriſten zur Richtſchnur zu nehmen. 57 Berwaltung der Stiftung Die Verwaltung der Stiſtung fuͤhrt ein Curatorium, beſtehend aus dem Direttor der Realſchule oder deſſen Siſter e und zweien ans der Mitte des Lehremollegums zu wählenden Migliedern. Daſſelbe hat die Aufgabe, 1) fir die ſtatutenmäßige Verwendung des Vermögens der Stiftung zu ſorgen, 2) die Stitung gerichtlih und auzergerichtlich zu vertreten. 3) dem ſtädtiſchen Neviſionseollegium allührlich vor dem I. April Rechnung zu legen. 8.4. Verwendung des Stipendiums. Das Stypendium, welches aus den ſährlich anſtommenden Zinſen des Stüſtungstapitals beſttht, darf nur einem mittellſen, würdigen und befäligten Abiturkenten der Ralſchule, zum Zwech ſeines Siudiunts auf einer Univerſttät, Baur, Berge oder Forſtacademie oder einer techniſchen Hochſchule ohrend der Dauer deſſelben, ledach längliens auf drei Jahre gewährt werden. 1 Die Verleihung geſchieht durch das geſammte Lehrer Colleguum der Realſchule, und entſcheidet bei Stimmengleichheit die Stimmme des Dirertors⸗ Jär den Fall, daß in einem Jahre kein Stipendiat vorhanden ſein ſolte, werden die Zinſen des Stipendienfonds zu Kazital geſchlagen und zur Vergrüßerung deſſeiben verwendet, Solle dus Kaßttal jedoch auf dieſe Weiſe oder durch anderweite Zuwendungen eine ſolche Huhe erreichen, daß es dem Curatorium ange meſſen erſcheint, ein weileres Stidendtum zu bilden, ſo ſoll daſſelbe hierzu mit Zuſtimmung des Raths der Stadt Stralſund ermächtigt ſein. 8. 6. Aufſichtsbehörde. Die Auſſict uber die Stitung führt,der Nath der Stadt Stralſund Das Oberauſſihtsrecht bleiöt dem Stnate vorbehalten Abänderungen des Statuts, welche den Sitz den Zweck und die äußere Vertretung der Sti treffen, oder Beſchliſſe, welche die Aufhebung derſelben oder die Vereinigung mit einer anderen Stiſuung be⸗ zwecken, bedürfen der landesherrlichen Genehmigung, ſonſtige Statutenänderungen aber der Genehunigung des Oberpräſidenten der Provinz Stralſund, den 17. Januar 1878. Das Stiftungs-Comité. Otto Baad. Earl Görs. Otto Hanſen. A. Nasmus. eung be III. Verordnungen der Behörden. Mlai, 9. Auguſt 1877 und 31. Jamuar 1878. Die Zuerkennung des miltriſchen Befähigungs⸗ Zeugniſſes für den einlährigen freiwilligen Militairdienft ſoll mit derſelben Strenge und nach denſelben Gruundſäten erfolgen, nach welchen über die Verſetzung der Schüler, in die höhere Kllaſe entſchieden wi. Der Beſlut te: Zuetewuund des du Jeuguſſe da erl damn aßt becdan ven en der Zeltdauer(ein Jahr) des von dem betreffenden Schiller zu erfordernden Schulbeſuchs nicht, mehr als döchſtens der Zeitraum eines Monats(30 Tage) fehll. Dadurch, daß einem Schüler in der Verſetungs Conſereiz die Verſezung nach Ober Secunda bedingungslos zuerkannt iſt, wird demſeiben zugleich das miltairiſche ualffratians⸗Zeugniß zuertammt. 8 — 38— 2) 20. Jun 1877. Im Auſchluß an die Verfügung, ein Mitarbeiten von Schülern an Schller, und anderen Zeitſchriſten betreſſend, ordnet der Herr Miniſter an daß die K. Provinzial⸗Schuleollegien die Dircetoren veranlaſſen, dafär Sorge zu kragen, daß burhhändleriſche Zuſendungen, welche, wie es boufig gelchecht, nicht an einen beſtimnten Namen, ſondern an die prina, den Driinus ommium z. adreſtrt ſind, ſeitens der Poſt niemand anderem als dem Dirertor der Anſtalt, welcher deren Ver treter iſ, zuzuſtelen ſind 3) 22. Mai 1877(Finanz⸗Minſterium). Die Provinzial, Steuewireetoren ſind zur Ammahme der Super numerare befugt, wemn die Bewerber die Prima eines Gummaſtums oder einer Realſchule J. Ordnung mindeſſens 1 Jahr lang nit ganem Erfolge befucht, die Mältarpfltht,als Enſährig Freiwiliger durch befriedigend geleiſteten Militanrienſt erfüült, haben und einen geſunden, Anſtrengungen ertragenden Forver beitten, durch zuverläͤſſtge Suſtentations⸗Zeußniſſe nachweiſen, daß ſie im Beſtte der Mittl ſünd, um ſich überall, wo ſie zu ihrer Ausbilding beſchäftigt werden ſollen, im Ganzen mindeſtens 3 Jahre lud auf Erfordern noch länger, ohne Veihülſe des Staats zu erhalten, Die Meldungen ſind an dieienigen Provinzial Steuerdirreticnen zu richten, in deren Bezirt die Aufnahme gewinſcht wird. Der Candidat wird dunch einen Dber⸗Juſpector geßrift, un feſtzuſtelen, daß er eine gut loſer liche Hand ſchrribt, gute Kenntmiſſe namentlich im Deutſchen, in der Geſchichte, Geograßhie ſovis in der Naiheuntit und Arithmetit beſizt und befähigt iſt, ſein Zuſchaummgen iber einen gegebenen Gegenſtand klar und verſtindlich wiederzugeben. Junge Leute, welche zum Mlirairdienſt für untauglich befunden ader vorläuſig zurüctgeſtelt worden find, dürſen nür umter beſtimmten Vorausſzungen und uihgenntgung de Hchrn Fulananinſters lugenunhen werden IV. Statiſtiſche Nachrichten. Die Anſtalt zählle nach Semeſter und Klaſſen vertheilt Schiler: Semeſter. 1. L Sommer 77. † 27 21 Winter 77/78.] 32 27 36 h.nv4.. 1. VI. 4. V1.. ſeummm. 390 399 Zu Oſtern 1877 und im Laufe des Schuljahres 1877/78 verlieen die Anſtalt 71 Schüler. Unter nieſen befnden ſich die Abiturienten: aafdn Geburtsort. eerear he rven ir l sere Prädikate und Bemerkung Namen. No. Oſtern 1877. ſgengggend bejanden. Forſfaa ꝛ0 Paul Dalmer Gunp Schonda,n 21 b73 50 Friedrich Harder Straſund 13 5 genägend leſandm Kauhuamm⸗ 81 Hermann Jenben. Steatund. 209e ac(gengend beſandat.—oſſac, 32 Friedrich Martens Stralimn 2 6 11 2 genücend leſanden—Buchundel sa Emit Man Gwwi antid a8. 622³ geuüggend beſonden—larine Jn 31 Friedr Wilh. Rudeloſſ. Aoſoc. 2¹, 2 geuügend belanden. Vülün. s5 Albrecht Scefiſch Staalun 10, 10 2 genlggend befanden.—Poſtach 3s Hermaun Schütt Bar* N24 genüigend beſanden.—daufmam 87 Morib Sorge Siſoo 1306 8 2 aut Erſarden Baufach 3s Hermann Tode. Stralſum 21* ½3 genügend befunden. Bauſag. Michaelis 1877. 30 Otto Schmidt Straſund 2O, 1 2 ſaut bcßanden Suium der mod. Sprag, Die übrigen gingen ab aus Prima. Mar Anderſec(ertrankt), Otto Fock(Kaufmann) Ober⸗Seeunda. Guſta Baeſell(aufmann) Frieͤrich Berg(Kaumann, Bruns Harder(heldmeſſer), Helmuth Ariesmaun(Kaufmann), Carl Lombard(Vurraudiemd, Fromhold Pieritz Faaufmaun) Max Rickmann (Vureandienſt) Carl Schiitt taufmmaun) Robert Schultz(Maurer), Friedrich von Stralendorff(Soldat) Unter⸗Seeunda. Richad Baier(Landmann, Ernſt Brauer(Apothekery, Wilhelm Danctwardt(Zimmermanm, Wirhelm Gracſer(Pörſter) Guſtav Günthel⸗ Bureumdienſt), Friß Hoff„Kaufmann), Johanmes Holſten (Wkaurer, Frierich Holtz(andmann), Max Horn(Poſtvient) Jüchar Coock(äraufinamn), Eari Lange (Kaufmann) Paul Weber(Kaufmann), üchard Zimmermann(Kaufmann). Ober⸗Tertia. Albert Falkenthal(ertrankt), Otto Je ſerich(polyterhniſche Schule), Walier Köppen(Landmann), Robert Maaß(Handelsſchule) Robert Denzien(Kaufmann), Paul Fürſtenow(Kanfmann, Richard Peters(Zinmermann Cduard Roehl(Kaufmaun), Hermaun Steinbart(Präparanden Amſtalt), Guſtas Tesnow(Kaufmann) Carl Walter(Gewerbeſchule) Durch den Tod verloren wir 1 Schüler; 3 wurden ſtil, eutl Die anderen verließen die Anſtalt aus Quarta A. und B. 9(V Scemann, 1 Schriftſetzer, Kaufmann, 3 auf andere Schulen); aus Quinta A. und B. 6,(1 Stemann, 1 krank, A auf andere Schulen): aus Sexta A. und B. 5(1 Landmamn, 4 auf andere Schulen) Themata für die Abiturienten⸗Brüfung. ſtern 1877. 1¹ Deuiſh. Der Miauch un Aanſ uit der Aaun ²) Jranzgſſc., Chur anee l Praser at l Razae Msn-1n) 2) Enguſc. Ca Cwralium „) Mankemalt,. Trlgunomeirie, D euen Driet de üelpanl des uuorethue Rrsſs um e 3 von den Beranlante de Sigannneandetehncdrehennfinenent Re aunterin rigenmche u r hne neJlrkedrzurſie Heien aschuale naf ieeenadel un alhinenat eht Adiechastrealat et e Geteahgerteanevresgegntien Kn de en R uneih erbadehſn de derts ezuraleden enskealeſoſdeunnhrdennneo e gldch des mrchſändisheiſes di mfiler Piödſale zſchen den gincen dee rndrreße Keugskaleag unclgez ah de ddir bſgulaſunſetueſtenentürehe awaniele alan eh aenndedetlanek er Bſaltnn enes Batztit ſekeen Je herezledRſrs,de anyheeden andern Srleſeut häſenum der Vinſthtan der Sgite ee. Gieichnngen e Der liuflis anes aſſcenntnen Brüce ii d r it, der antnlt Fr Mie neon Rdihe⸗ 9 uanit e Eirpales waxlins Tenever nü der Ahut a— S euz uh den Gerihe p.= 0 Fr ſhan aui Wuaßer) dnnt nntdtenäennennen den e Vetitk N.s iüs ianldederentan a d zum aunreanfal ne n Veenieraunültenſturerenimnnher aknnnt ee Rſahunnelhanen umidt hüdenln anſate Aadtente ukenerralnenſleng anteanensſanndn eazanenmnaähaſe dan nita rtzn tion de atnentenit endleſte B1 Sſ aemeuche hah wns de Lantennn dl ens lezrinſee dabene de dacnag ee atheäh 6 Güemie. a. Das Sz— h. Wie ve e nuß in Ardeit genommen werdem, un 139 Silogramm Bleiweiß au esgeigen unn wee diei Biegland ii, vem ken Berluſ ſtſude erfrderdch,um das tulſwanpige Vä daröaſelenz 60 V. Vermehrung der Lehr⸗Apparate. Die Lehrer⸗Bibliolhet unter Aufſicht des Oberlehrers Dr. Lüdke zählt jebt 1320 Bände. Dieſelbe wurde vermehrt durch Dr. J. J. Hayes, Bibliothek geographiſcher Reiſen und Entdeckungen, 6 Bande. Ban d. Velde, Reiſe durch Shrien und Palaeſtna. Hepworth Dixon, Das hellge Land iberſett von A, Martin(ieſe drei ſinw ein Geſchenk alter Schüler zumn 25 ihr, Zubiläum) G. Abr, Die Pitze(Geſch. alter Schller zum 2diäor. Jubiläum der Realſchule), Kern, Grumdriß der Pädagogit. J. Nasmyth u. J. Carpenter, Der Mond. Weigand, Deutſches Wörterbuch. Reuſch, Bibel und Naiur. v. Zeſchwitz, Der Katechumen. Auerswald, Botaniſche Unierhaltungen. Uhlands Gedichre und Dramen. E. A. Lehmann, Kunſt⸗Hiſtoriſce Biderbogen 2. Sanunl. v. 1- 48. Dr. Goetzinger, Deutſche Dichter, Karl Simroct, Handbuch der deutſchen Mychologi. Beſtimmungen über den einjähr. freivillgen Dienſt, Joſeyh, Benn, Deutſche Kufſate, Ludw Ballauf, Elewents der Pfychologie, Schneider, Chriſliche Klänge., Dr, Piderit, Zur Gymnaſialyädagegit Tho, Aunals of, Wnwlande George Elléndt, Katalog für Schüler Bibliothäen. Oscar Peſchel, Geſchicte des Zeitalters der Entdeckgungen. E. Curtius, Aterthum und Segemdart. S. Overheck, Pompeli Engelmann, Jean Kacine, Oeuvres Molière, Deurres complè Die Schüler⸗Bibliothet zählt 14u3 Binde⸗ Dee Hülſs⸗Bibliothet zählt heute 537 Binde. Der plmjſiraliſche Apparat unter Aufſict des Pref, Dr. Schütte wurde vermehrt um Atwood'ſche Fallmaſchine, Telephon, Stab don Hartguumd, Hufeiſenmagnet, Polariſep⸗ Der chemiſche Apparnt unter Aufſicht des Oberlehrers Paſſow erfuhr die nothwendigen Ergünzungen; zu dem Zweck waren von der vorgeſetten Behörde ſtatt der bisherigen 45 Mark pro Jahr 180 Mari dewilligt vorden Der Seeundauer Baeſell ſchentte 2 Verbrennumgsapparate, der Seeundaner Mie 17 Färbeſofe Außerdem war das chemnſche Laboratorium ſo weit fertig geſtellt worden, daß mit der inneren Ein. richtung begonnen werden konnte, und die für dieſen Zweck extra van der vorgeſetzten Vehörde bewiligten 600 Mart wurden zur Veſchaffung der nathigen chemiſchen Gerthſchaften und Stoſſe verwendrt. Rach den Hundstagsferien konnten die 37 Primaner an 13 Tiſchen, deren jeder mit den wichtigſen Geräthen ausſeſtattet iſ, unter Benubum der an 1 Stelen aufgeſtlten chemiſchen Stoſſe mach einem vam Oberlehrer Paſſow ausgearbelteten Bland ihre Arbeiten begimen, Der Dirertor hielt im Laboratorium eine kurze Anſprache an die Prumauer, in der er die Wichtigeit dieſer Arbeiten herworhob und die Schüler ermahnte, die ihnen gebotene Gelegenheit in der richigen Weiſe zu benuten. Schon vorher hatte der Oberlehrer Paſſow die Prumauer aufmerkſam gemacht auf die nöchige Vorſicht dei Anſtellung der Verfuche, auf Beobachtung der größten Ordnung und auf Schonung der Geräthe und Kleider. Die naturtiſtoriſche Sammmlung erhielt durth Ankau 40 Blatt der Hagelberg ſchen Relief Naturgeſchihte, 15 Tafeln aus dem zoologiſchen Atlas von Lehmann; an grißeren Geſchenken: 1 Nehgeweih vom Sbertertimner Kreplin, 1 unges Kaalb vom Obertertianer Kännack, ſchwarzen Storch von Herm Lieutenam Gersdorff, 2 ſchwarze Stüörche, ſchon ausgeſiopft und jeder auf ſolider Conſole, von Herrn Kaufmaun A. Becker, 1 Fall vom Unterſetundnner Giſchtow 1, 1 Ente und Sperber(chon ausgeſtopft) vom Quintaner Brocker, 1 Cierſammmlung in elegantem Kaſten vom Obertertianer Neumann, mehrere Schildkröten vom Unterſecundaner Mie, 1, ſliegenden Fich vom Unterſeeundaner Klein, Ger von Lachs und Lachsforelll vom Obertertiner Je ſerich,, Rlckgrath und Floſſen vom Hal vom Unter tertinner Goß, 1 Kaſten mit ausländiſchen Imſecien vom Untertertianer Schroder,, Wespenneft vom Quartaner Wolter, 1 Seeſtern von Sextauer Pens, 1 Sammlung von Farnen vom Primaner Hübner, l Kiſte mit Rügenſchen Verſteinerungen dom Sextaner Schilling. Außerdem purde von der vorgeſeztei Behörde l erſchließbarer Schrank für Mineralien) aus dem Indentariuin der Gewerbeſchule für die naturhiſtoriſche Sammlung beſtimmt und übergeben. Die Sammlung der Zeichnungen und Modelle unter Aufſict des Zeichenlehrers Muller erhielt durch Ankauf: Körperſludien doſt Schreiber, geometriſche Ornamente von Andal, und Ornamente von Martin; an Geſchenken vomm Sbertertianer Heinrich Grahl: Zeichenvorlagen für Landſchften. 61 Die Suumlung der Noten uner Aufſicht des Geſanglehrers Dornheckter wurde vermehrt um: Dornhecter ap 16, Partur, und 80, Stinumenz Fr. Aeaenes 16, Ne 2. Sugüumen An weiteren Geſcheuken erhilt die Schule zins zahl on Schulbüchern von Herrn Dr. Lambed. die veheblcher und Leüfden der Peima von dem Abieurienten Panl Dalmer und von den nachſolgenden Luartamern je 1 oder 2 Bllcher; Albert Fauſt,, Stsgfries Heynſſen, Rudolf Regewitz, Ernſt Siemon, uns Waterſtradt, Carl Wiechmaun, Rudolf Wellner, Guſtay Zarnke⸗ Für die geſchenkten Gegenſtände ſpreche ich auch hier noch den deſten Dant aus. Berzeichniß der in der Anſtalt gebrauchten Lehrbücher und Jeitfäden. . Religion. Bibel, Geſangbuch, Vibelkalender, Richer, Hülfsbuch; Deutſch. Beehofz, Latein Jurius, Gucsar, Oeid; Franzöſiſch Herrig, Ploetz die Antoren; Engliſch. Herrig. Shauſpeare; Mather matit uw Vhüſtt Landin Stüte Rhüe; Gelaichten Suln II. Religion und Beutſch wie l. Latein. Liear allust, Orid(aezar, Schult Grammaiitz Fran⸗ zöſiſch. Soeun, Ploet; Engliſch. Herrig, Geſeuns, Lireainzz Mathemarit und Phyſit wiel. ſaußer Schite; Geſchichte wie 1. Seoßraphie. Daniel; Raturbeſchreibung. Paſ uII A. Rellgion wie 1.(außer Richter); Deutſch. Mager, Weudt, Latein. Caesur Oſeruamn Söſiſc. Tierrge Plvet; Engliſch. Lldecing, Geſenius; Geſchichte. Muller ſonſt wie li III B. Neligion und Deutſch wie 1II.; Lakein. Nepos, Oftermaun; Franzöſiſch. Alichaud, Ploet; ſonſt wie I kV. Religion wie ſonſt wie Il V. Religion, Zahn, ſonſt wie 1II; Deutſch wie IV.; Latein. Kuhr, v. Gruber; Franzöſiſch. Ploetz; Nechnen, Fortſing; Seographie und Naturbeſchreibung wie III. VI wie V, autßer gicet Fran Deutſch. Maſius; Latein Weleer, Oſtermann; Franzöſiſch. Ploetz Lüdecing, Das neue Schullahr begimt Donnerſtag, 25, April, Die Prüfung neuer Schüler ſindet für die Serm Aspiremn Donnerſtag, II. April, ſir die übrigen Mittwoch. 24. April, fruh d Uyr in Lcralk der Anſlalt ſtait. Bet der Anutzldung find das Tauf.(Geburts.) und zweite Imbfeugniß und ein ordnungsmäßtges Abgangezenguſß der friljer deſuchten Schule mit z Stell zu bringen Dee lnterdhis und Briſunge⸗Dernungwomm t Darder l8)ſtut in R2 fſt: Der Einrit in de Serta erſolgt in der Regel nicht vor dem volleneten neunten Lebenclahr Die zur Aufnahae in die Sektn erforder⸗ lichen Keuntniſſe und Fertigeiten ſind Geläuſigkeit im deſen lateinſcher und deulſcher Druckſchriſt; en leſerliche und reinliche Hanoſchrift; Hertigleit, Dickrtss ohne grobe orthographiſche dehler naczuſchreiden: Sicherhrit in den A Rechnungsarten mit gleichbenannten Zahlen. In der Rallgion wird einige Belanntſchaft mit den Geſciichten des alten und neuen Teſtaments, ſowie(bei den evangeliſcen Schüleen) mit Bibelſprüchen und Lisderverfen gefordert, Bei der Anfnahme von Schülern, die nach Alter und Vorkenntniſſen in eine höherr Klaſſe als Sekta cintreten zu kaunen erwarten, iſ beſouders darauſ zu achten, daß ſie im Weſentlichen das Maß von genntmiſſen näibringen, welches ſie befihigt, mit den länger auf der Schule unterichteten Schülern gleichen Schilt zu halten. Dr. Brandt.