74 4 1 7 9 ⁴₰ᷣ₰/ 8 5 Homerische Blätter. 18888 11G83880 [212L2„ Lexilogische, kritische und exegetische Beitrage zu Homer von * Dr. Ed. Goebel, Gymnasialdirektor. Wissenschaftliche Beilage zum Jahresbericht des Königl. Gymnasiums zu Fulda 1891. Paderborn. Druck von Ferdinand Schöningh. Progr.-Nr. 380. 1891. Homerische Blätter, lexilogische, Kritische und exegetische Beiträge zu Homer. I. dοrn. μααφςοε. dοordgetr. 1. Dals das nur einmal bei Homer vorkommende vès αμτ( 78), wofür Moschopulos àOο&αοοσ⁷—chrieb, offenbar in dem Sinne Ioοςι ⁸ο νεν ϑ⁴οα, wie Hesychius s. v. erklärt,² nichts anderes bedeute wie vès A.μ τ 1 330) oder das häufigere àαονπνιꝶ vs3, ist zwar eine alte und in neuerer Zeit wohl ziemlich allgemein angenommene Ansicht, die aber deswegen noch keineswegs verbürgt erscheint,“ sondern nach meinem Dafürhalten sogar vieles gegen sich hat. Was hätte den Dichter, fragt man, bestimmen sollen, jene auffallende und in doppelter Hinsicht, einmal wegen des Wegfalls des organischen ½(Stamm H⁴eοτο—, 5000—), sodann wegen der besondern Endung für das femininum, abweichende Form den beiden anderen gleichwertig an die Seite zu setzen? Düntzer meint:„Die kürzere Form des Metrums wegen nur hier, wie àοοτοεεν K65 neben*1Hαη⁴οσπτον, und auch Feddes sagt:„Der Dichter wählte diese anomale Form aus metrischem Bedürfnis“. Aber wo liegt denn hier ein solches vor? Als ob es dem Dichter nicht ein Leichtes gewesen wäre, mit dem gewohnten àνμςιοοoοꝶν(oder auch ãν⁴οτιο) einen Vers zu runden! Mit leichtester Anderung könnte man ja z. B. herstellen(vgl. ₰ 268); 3pe d' n' edvdœυν dμςοmμεν, νρ εαw,y)vs à.αμςοοσ⁵ κι⁴. Dahingegen würde man es sehr wohl begreiflich finden, wenn der Dichter eine verschiedene, abweichende Form schuf, um zugleich eine verschiedene, abweichende Bedeutung zum Ausdruck zu 1 Homer hat dieses Wort nur N 41 ,00G0 1, adixot etc. in dem Sinne von ol dyaν οννωννοεε, 5 orir odõvreg. EM. ² Dieser hat aufserdem noch die Glosse.νν τϑēο(˖ννννννν meb σινν, o„ov. s Dieses steht zehnmal(B 57, K 41, 142, X 268, 42 363, 3 429, 574,„ 283, ¹1404, 0 8), während es einmal h. Merc. 97 dα-αον heiſst. 4 Sowohl Hesychius erklärt νκοτν dela als auch die Scholien D d.⁵ρτ⁄j ανι⁴dᷣ, dεᷣla: Eoια νο 1e9d τ ν ϑeε ν vũs und A dr! roν(Cννε olo μαά̈ναισοο. s Dafs das in d‿.α☚οοςσ zum Stamme gehört, wie schon Buttmann Lexil. I 136 erkannte, nicht aber, wie Doederlein Gloss. II S. 114 und La Roche meinen, zu dem& privat.(urspr. dν, dyæ, woher νεν), kann keinem Zweifel unterliegen. Insbesondere beweisen es Zusammensetzungen wie xεααιαιιοπσωοσ, ϑοσ‿ιςοoo etc. Vgl. unten S. 7. 6 Über Wortzusammensetzung im Homer. I. Teil Breslau 1871(Progr. des Elis.-Gymnas.) S. 39. . 1 — 2— bringen. Während das regelrecht gebildete â‿οοτO sowie das davon abgeleitete ‿.ςμσοο (=d-0-1ς) das Gegenteil von g00r6(6.υά ⁶υτπ) ist, also soviel als dνεἀνατοο, dςρναρναοο, εos, 1600G 1ꝓννꝙ εμα bedeutet, sonach vòs dαροοos oder àναροσνm„die unsterbliche, göttliche, heilige Nacht“, könnte der Dichter mit à-.oοτν einen völlig andern Begriff verbunden und zum Ausdruck haben bringen wollen, nämlich, um mit dem Scholiasten 4 zu reden: Kan' 7v(od) 90010] 05 Golrον oder, wie es bei Eustathius Seite 968, 44 heilst, 2v* 6000 0d Ode⁴α Das würde also den Begriff âνεν 006, 01α— 6005ν,„die menschenleere, stille Nacht“ ergeben, ein Begriff der so vorzüglich als Merkmal der Nacht paſst und das Wesen derselben im Unterschiede vom Tage, besonders für das Gemüt, so schön bezeichnet, dafs es uns wunder nehmen mülste, wenn wir beim Dichter ihm nicht begegnen sollten. Die Vorstellung der Einsamkeit und Stille scheint sich allerdings auch mit der Bezeichnung àνον an manchen Stellen zu verbinden Ggl. z. B. K 41, 142, 4 363, 1 404, o 8); aber meist erhält die Nacht das freilich dem äufseren Sinne näher liegende Epitheton„die dunkele, finstere, düstere, schwarze Nacht“(deνεοι, zeaν, deεᷣ³αυνα dρναiπ, à0*εᷣεν*z, 202,*εν). Doch tritt z. B. K 83(= 386) zu der einen Vorstellung die andere hinzu: Eoxeao οdOg viwra du' ορσρναά‿ν, Jre' 8560 b01, ,0010! do. Für diese Auffassung und Deutung des Wortes àοrn können wir einen sehr gewichtigen und alten Zeugen anführen, nämlich keinen geringeren als den Altmeister der griechischen Tragödie. Denn wenn Aeschylus Prom. v. 2 Goοτον ele omdiæv sagt, so brauchen wir nicht erst aus Hesychius zu lernen, was damit gemeint sei, sondern der Dichter sagt es uns selbst v. 20 u. 272 mit den gleich- wertigen Wendungen 15 ᷑π‿ασνν»:»W,müa rdyc und à*μαο τον⁶ν' ανετο d́yov. Auch Gottfried Hermann in seinen Bemerkungen zu jener Stelle schlieſst mit Recht, Aeschylus habe das Homerische α‿οτ»ös nicht anders verstanden, als wie oben bemerkt wurde(dveu 001). Dals diese Deutung des Wortes dοτ die„menschenleere, stille“ den Vorzug verdiene, dafür ist m. E. ein weiterer Beweis der, dals das Wort auch als Substantivum im Sinne von vos gebraucht worden ist, àgoör-,(Sc. o*⁹), was bei dονρ⁵οro oder dàαμροd,⁵, abgesehen davon, dals dνμροmο̈πσꝶ Sc. rο⁵ασ oder 266 in anderem Sinne gebraucht wird, wegen des weiten Bereiches der Begriffe„unsterblich, göttlich, heilig“ wohl nicht möglich wäre. Gegenüber dieser Deutung und Herleitung des Wortes à-οꝓε gibt es noch zwei andere, 1 ⁴.όφ⁴ ο τοα bedeutet zunächst soviel als d9α ναοα(immortalis) und ist Beiwort von 9εG(Y 358, 2 460, X 9, wo der Gegensatz 9vyrös dabeisteht, 445) u. von lας ⁶Hεςο(= 17% mE 339, 870). Ferner werden so genannt die Taxο*, ods IIX* 9 εο ϑιαασ s⁴eν‿ας dιοα(II 381, 867); sie sind ja„Gy*νο τν àϑςαωα s* p. 444), die reöxe« des Achill(P 194), die von Göôttern herrührenden e?uaæα(II 670=680, 7 260, 265, 59), das S1 αεαον der Charitinnen(§ 365), das ν⁴εμνον der Leukothea und endlich der oτε der Kirke.— Nur einmal ist es Beiwort von v»os(4 330). Sollte dafür etwa d.μαςο im Sinne des Hesychius zu lesen sein?— Offenbar aber bedeutet dεαοαιοο nicht ganz dasselbe wie âαμοτοε, denn es verhält sich 4½ 06 G108 zu d.νμρμρτos, wie ονν (x 545 goνn SOorsn= vox humana) zu 569, welches letztere bei Hom. immer nur als nomen substantivum gebraucht wird. s Nur verstehe ich nicht, warum er daselbst von„ludi magistris“ und von einem„érror“ spricht. Sein lebendiges Sprachgefühl dürfte wohl einen Aeschylus zur richtigen Auffassung befähigt haben. * Vgl. Eustathius J. l.: 15 3 vi.μεν ενπτεαέις 2ισιν. Sre„d⁴ο[ε αἀνν*'eεli, Aelει το vο (immo-G*). 20⁴ σʒ½ 6έë οω zuαd ενε τυνν‿Qυν, ⁵„9010½ o3 r068ο⏑jſτ. — 3— worüber in kürzester Fassung die Scholien BL. also berichten: aοeττν mυν*ν mm2 ονάοι u viyvovrct Eavo vdo vuxro rae rãεεες‿ε ⁷1 εεraαιπντενς ααεο ⁸½οιυοσασι ‿οοστ⁶σςει vdeο d—. 2lαᷣ Aixν³οs (sic) âgoorov sle àO„αν, dmν Ʒννν„σς(?) od pylvsral. ¹0 Die eine Erklärung will also das Wort nicht von 9οrög(mortalis), sondern von 6 τ ½(cruor) herleiten— so auch in EM. àνυπ τοο oO gGalvera— i. e. die blut- oder mordfreie, während die andere durch ein eigentümliches Kunststück, aerdονee(Umtausch) genannt, auf den Begriff dunkel (ãρ ‧— GGνς ʃ ονdα, dgαντειατοε) führt, so dafs wir neben den sechs anderen Epitbetis, welche diesen Begriff in verschiedener Schattierung ausdrücken, noch ein siebentes hätten. Eustathius 1. 1. erklärt dieses ausführlicher also: dοm uεντadπντισα...„, G% xœ οονσ αασαααονο*, uν σ 052 Gτο. 1LA Gανς ν⁴αeο, †ασυο, G66ν6ν Ʒοτι σα, dοοενιακς dνmμ⁵w dxeo ort 600r60, 5ͤ9ev zara deraννρν pdοτι dae, rourooruνᷣ§νραε⁶ςιτοο Schon Eustathius, der doch die Herleitung von dο⁹σ-os(cena vespertina) aus dοον und aαα⁵αα nicht zu milsbilligen scheint, wenn er sagt ö9εν αα 60mπροε Geννεετd, ds röre G-¹dady’ a⁵μιεμννοον oο οοε*τοι ro νo, findet doch diese auf der Gleichung àοοτσοοάr dgcs und dem Doppelsinn von goœy in dieser Zusammen- setzung beruhende Etymologie kühn und unbrauchbar. Und wir mit ihm. Gegen die Ableitung von orog aber ist zwar an und für sich sprachlich wenig einzuwenden, allein es ist auch wenig damit gewonnen. Da über Herkunft und Bedeutung dieses Wortes ¹¹ die Ansichten sehr aus einander gehen, so sieht man nicht einmal, ob etwa der Anlaut u demselben von Hause aus nicht ebenso eignet wie dem Adject. 9006G= 4006. Und die Erklärung des Eustathius I. l. Oaνixας ⁸το, Pyobp urd o2⁸. ³εαονρι‿υιν⁹ε li. e. nach Hesych. dæαοαεοσ⁵a, ulανμαα, duaoria νοεινκααανυνοοσ]· od plveraꝭ, de 1bOGενναωων sττε ταν αςαστdsεαν 10 dyαννον elvat vper! er9e0a. ergibt für die Stelle 78 keinen ansprechenden Sinn; vielmehr scheinen die Worte hv zal ri dd- OXνται πηοαιέωτι⁴αιο Tοεε die Vorstellung von der ruhigen Stille und dem nächtlichen Frieden im Gegensatz zum Tage notwendig zu verlangen, während der Gedanke an den blutigen Graus und Schmutz durchaus fern liegt. Wir werden also bei der Herleitung des Wortes àοτι von 800r6(= 400-rds, uοο-rοε) und der Deutung die menschenleere, stille Nacht trotz des Abfalls des anlautenden 2 stehen bleiben müssen, wofern nicht etwa eine neue Ableitung, nämlich aus W. αο(+—. Gmαας tönen) ¹², 6⁰⁰%(600) und die Anlehnung an Wörter wie§νιεσςαα ρααωυνοε, 5ο‿σ‿ν, 806-1-o, à-00-M-os, 606-ℳ-6&, S00-vriz etc. den Vorzug verdienen sollte. ¹0 Es wird wohl heiſsen sollen, wenn auch sachlich unrichtig,&vν ρ Hϑνs od„lyera. Sonst würe hier die dritte Erklärung unpassend angereiht. Aber sowohl das«al vor A10x vaog als auch das Wort„tveraw(nicht etwa 068 ν) läſst vermuten, dafs der Scholiast ςα gedacht hat. ¹1 Homer gebraucht es viermal in der Verbindung Ʒτ ẽ μαενια(IHI 425, 2 7, 345, P 41) und einmal mit Aαα( 189), immer von der blutigen Besudelung Verwundeter oder Getöteter, die abgewaschen werden soll. Auch 5εκeτιυμ̈ να εν αα(1 41) ergibt den gleichen Begriff, und Aristonicus sagt mit Recht: od nty ala 9589, d12 16 dhnd οτπ πιμααοωνQõOQάw? ν.— Pott will das Wort von 29⁹0-(àοον die schwarze Maulbeere) herleiten, Benfei von W. αeε, Doederlein von.ςειν, Siegismund mit Bugge vom scr. mur-ta-s= concretus, coagulatus(W. mar)— vgl. Curtius Studien V 160—, A. Goebel(Lexilogus II S. 292) von SW. αo— ̈αe⁹, vgl. 5⁹--οεοο Schmutz,„Gxerον dνυσαασ⁴eνςαι Hesych. ¹²2 Vgl. A. Goebel Lexilogus II. S. 289 ff. 1*½ — 4— Aus dieser W. 900, 600 bildet sich das Verbal-Adjektiv gοο-rοs i. e. tönend, lärmend mit aktivem Sinne, der ja bei dem Suftix ri-g ¹s nichts Seltenes ist. Man denke an dòeιν*-τεα, 800-Td ε‿ †‿εααα⁶*, 6viaααοο(W. Gev= G), 6ra-τος(Z 506 la‿οοο), ors*‿ το(à 62), ra*νατ(Q 49= Iuα, d.-‿νοτοε, d-αααιόατασοο( 494) d- †a-ros(worüber A. Goebel Lexil. II S. 175 f.) u. s. w. Hiernach wäre àâ-oros ungefähr dasselbe wie à-Gᷣ ς, also, um mit Hesych. zu reden, IUοοιςι ⁴α GGG w 1%% ⁷ eνεκ ϑοοον oder auch Glν, dννοο, und wir kämen auf einem andern Wege für àßoor,(vds) zu derselben Bedeutung, die wir oben gesucht, die geräuschlose, lärmlose, stille, schweigsame Nacht, das tempus tacitum noctis des Tibull(I, 8, 18) oder die taciturna silentia(noctis) des Lucretius IV, 583, der von den Fauni sagt: quorum noctivago strepitu ludoque iocanti adfirmant volgo taciturna silentia rumpi. 2. Khnlich wie bei dρᷣοτε(vös) verhält es sich nun auch mit àνᷣαιςοτν, welches bei Homer viermal vorkommt in der Verbindung àmπν ααιεςαςτεm(Ʒβ᷑ 389, A1 32, M 402, F 281). Auch dieses Wort gestattet eine dreifache Herleitung und Deutung, entweder von 0⁰⁶G (mortalis) oder von 6060s(cruor) oder endlich von W. g0⁰%, 600(sonare). Im ersten Falle ist es soviel als donte„G⁴.αρ 0τν νασαα, den Mann umgebend, schirmend, schützend; im andern würde es bedeuten αμα ⁵ον ⁵έ᷑οα(vgl. d⁵ας⁵αos, dναασαοαος, dαςαᷣαaos etc.) d. i. rings mit Blut befleckt, besudelt, οοτ˙εσσα 8ετιππιωνν(à 41); im dritten Falle endlich(vgl. die analogen Bildungen bei Hom. àν εμ εοε, dνμαασνετοε, dμαααουτιοε, ¹4 μσεαυιαιο) würde es heilsen umlärmt oder mit aktivem Sinne rings dröhnend, ertönend. Dafs die Vorstellung des dröhnenden Schildes uns öfter begegnet, ist begreiflich. So heiſst es N 409 zαοσάα⁴ςον ε oO donte νσ und ähnlich M 160 x60 οεςα ϑνἀ¶ñbρν αοeν ιυιμειιν (erdröhnten dumpf) gallöαevναe μἀddς τᷣœꝛ ðd&oidee d⁴αασα‿αεσςσα, ferner F 260 erα d'α—αν σeασ 4⁴υνκέ dοσενοε dœννκ*(= laut dröhnte umher). Vgl. HI 267 ε ννεν σνꝗ doο Zals(vom Schilde des Aias). Und wenn es F 276 ff heiſst: 7 dαm IIdud[evy eεᷣ³, Ads d'οαs on' adrie: .... 6¹ 6'eροτιεοιεα aεᷣ uαν‿ονs àπαι⁴o àρ ροτ etc., so könnte man wohl versucht sein, hier für das Wort àαμααιφροτν) den Begriff circum-Sonus in Anspruch zu nehmen, zumal die Bezeichnung„mannschützend“ der Situation wenig angemessen erscheint. Letzteres gilt in noch höherem Maſse von der Stelle M 400 ff., wo gesagt wird: 10„ 6 Alꝝν εœ Tνναοςσ dlααοεναανυνκνιαν ο ν e91jxαεα εαανσα πνεοε υτ⁷νεέ σέάeπι⅔‿ν àααα⁴osᷣ àμςαοεςα ϑe Zeds zijoς dαe ⁴.α⁴ος εοο, u* vνυσρν ι ποιυακ̈ν*υ dαeαμenν⁷: Ala d' doαda vdεν ααeνλρνεα νοςα l. ¹ Vgl. Leo Meyer Vergleichende Grammatik II. S. 304 ff. ¹¹ Dieses entspricht auch bezüglich der besondern Form für das Femininum„»*οsς νντεν(α 50, 198, ¹Q 283), circumflua insula. — 5— Denn die doοmπσε dνασ‿οωτ erweist sich hier ja keineswegs als„hominem undique(od. utrimque?) cingens tegensque“ und hindert nicht, daſs Sarpedon an dem glänzenden Riemengehenk derselben vom Pfeile des Teukros getroffen wird; und wenn sogleich Aias mit der Lanzenspitze wider den ehernen Schild stöſst, so erdröhnt er sicherlich. Auch A 32 f, wo der Schild des zur Schlacht sich rüstenden Agamemnon beschrieben wird: dν½§ον εr àαοτιmν, oαdν dondᷣ, 9νοιν xdανe, z eο μαμν ρααοι dLẽeᷣ́u Ldοιυηινοα ⁶αν νκ⁵⁴. ist der Begriff„dröhnend“, wenn er auch durch die Situation nicht unmittelbar nahe gelegt wird, des- wegen doch nicht unbedingt abzuweisen. Er paſst mindestens ebensogut wie die Bezeichnung ϑG̈ο οG („anstürmend“, entstanden wohl aus— vgl. 9ο εν, ⁵οσααισ); denn auch dieses ist der Schild ja eigentlich erst im Kampfessturm der Schlacht(T 162). Und heiſsen doch die vijeg dem Dichter Hoai, selbst wenn sie ruhig im Hafen liegen(A 12, 371 etc.), der Himmel dοrεοεας(E 769, 1 529 etc.), auch wenn es heller Tag ist. An der vierten Stelle B 389 ist die Rede von der bevorstehenden Schlacht: 760080i Aν τεν τεᷣ dαρmν‿ν òꝰ οτινινεέςουν Aοα⁴⁴ος αιοεα. und die allgemeine Bezeichnung„dröhnend“ ebenso am Platze wie„mannschirmend“.— Was aber die Herleitung des Wortes dμαασον von 906 0- anlangt, so ergibt sich alsbald, dals die Bedeutung 00600., ge00roSv,n für Homer wenigstens unbrauchbar ist. Man wird doch selbstverständlich an einer und derselben Bedeutung für alle vier Stellen festhalten müssen, und 1 32 wäre es völlig abgeschmackt, an einen blutbesudelten Schild zu denken(wie auch M 402 und F 281). Dagegen erscheint es mir zweifelhaft, ob nicht für die etwas dunkele Stelle des Nikanderié Alexiph. 216, wo von den Erscheinungen infolge einer Vergiftung durch Toxikon die Rede ist: ντaο G νκκάκανοει εααάνο dπο ανοσα ρμνεσmν ᴵ 6„⁴eχσ ν eeφ⁵εενο οdσ, d i εααεᷣ³αονρω σέω à⁴μσιςετιmνν νταdειαν dmνπ ειρσςέειοσσν ν⁸εie die Bedeutung„ringsblutig, bluttriefend“ angenommen werden muſs. Denn die Erklärung der Scholien „Ti 570 T0v deνισα 6υνεισν⁶αν τεαααιφνν mο εᷣαααmνννQιτεα πeꝝν το αναα kann unmöglich befriedigen. 1 ααιςοστi besagt dμα ⁸οτ⁶ν οα d. i. rν 60r0ν παπέκιέ¶ͥ)ta, und das lälst sich vom Kopfe doch nicht füglich sagen. Etwas anderes ist es, wenn Empedokles nach Plutarch Moral. P. 683 E(Sympos. quaest. V, 8S) d.ςτν ˙mνα im Sinne von 1⁰ r*„b SOlxαεεμ⁴εμννοων ¹5 Auch kennt Homer, abgesehen von den zeuν᷑π½νια Ʒεμιτισιααιμνιαν 41, einer schon von den Alten angefochtenen Stelle, nur Bvαo Z 480, K 528 etc. und αν⁴αςέα ⁵οοτeεντα ς 509(spolia cruenta). ¹16 Vgl. darüber die eingehendere Behandlung in den N. Jahrbb. 1890 S. 826 ff. ¹: Wenn der Scholiast bemerkt: æxuιινο σ αdεεν*ρασι Jνæεᷣνανννν˙ 6"ꝗ„ ¹, ædelaαeν deνoeν, so folgt daraus, daſs er an der betr. Stelle(— 499) Aristarchs Lesart, nicht die Zenodots 0 d meσαά⁴ς¶m⁴⁴εααά, vor sich hatte, welche mit Unrecht von den meisten Herausgebern bevorzugt wird. Denn es ist durchaus irrig, daſs ᷣ⁴deεια nicht ebensogut von dem Kopfe des Menschen wie von dem des Mohnes gebraucht werden könne. Siehe den vorhin erwähnten Aufsatz in den N. Jahrbb. — 6— 6⁵αα gebraucht hat. Das ist wenigstens eine der Ftymologie àσ 600r0„ Pdoœœα entsprechende Anwendung des homerischen Wortes. Diese letztgenannte Herleitung und Deutung des Wortes nun ist, wie bekannt, die von den ältesten Zeiten bis auf Düntzer herabis allgemein angenommene. Nur hat man das aàugl in ver- schiedenem Sinne(rings oder beiderseits) auffassen zu dürfen geglaubt, was aber bei jener „Dräpositionalen(nicht adverbialen) Zusammenfügung“(Fedde S. 39) nicht in gleicher Weise möglich ist, wie etwa bei den attributiven oder possessiven Kompositis ¹οnmGàἀe⁵§ν‿‿αdos, dnοßνρdos u. dgl. Denn während z. B. dεναραέαφαοs i. e.&²α àεeρε(Lævον) 2Gν oder aà dlæ Eov bekanntlich sowohl mare circum se habens(= circumfluus) als auch mare utrimque habens(bimaris cf. Xen. Hell. IV, 2, 13) bedeuten kann und wirklich bedeutet, kann das aus der konstruktiven Verbindung domπκς ☛ ρ 600 0dG.α hervorgegangene doνƷs dναασρο nur den einen Sion haben: der um den Menschen befindliche Schild. Es kann daher die Erklärung des Schol. zu„ 292 „1, AHρoτεεέν τν 5‿ωπτ Qꝙmwe0παοc%νι oder des E. M. 1 dzατειοσςεν ꝙτν rν xαεναωνασα acm αe zνrrovo« nicht gutgeheilsen werden. Richtiger erklärt Hesychius 670„ 10„ 600r0v XE90- ovoœ und Eustathius p. 243, 42:* àνμαα ων ⁸‿τνυν μeρνισωωσον ⁷ Gαeπαοωνασαα ⁶νν⁊ÿtv dννισσαον. Nur ist bei beiden der Begriff 540„ eingeschmuggelt.— Was die Bildungsweise des Wortes anlangt, so ist unter den übrigen homerischen Zusammen- setzungen mit àgt keine analoge Bildung zu finden, wie sich aus folgender UÜbersicht ergibt: ²⁰ a) Bildungen mit Verbalstämmen(einschl. Adj. verb.): àακρα⁵ιοεασ⁸, duαρ³⁵⁄οos, d-νμσα⁶εορ*ν*e, d*ορσοιουαοο, auρi-dομηοοε)j dνμ⁴μαιισι‿σ), dεακαασαρs, dννt-eros, dο‿g νᷣτos, duρ‿rosgijs, duogi- 40, dναα‿ανυιαναο⁸ς. b) Bildungen mit Nominibus(Subst. od. Adj.): duνκραιφηρ‚ε, du&νi-α2οο, duoο‿ꝓvijeds, dàuœ‿ννos, d εi dαυε, dενεοεxνοε, dnugd‿xnaos, duœο‿rn, dοαρσέ‿εᷣα, dugt-galos, dãναμσα⁶ρσνσοο. Dazu kommen noch die Eigennamen: a) Auœ‿&αςο̈sοςα, Augeyeveia, Au†ο‿ddναi, Au†i μααφe᷑νοσ⁸, Au†α‿σέsν, dug⁹uο‿oir=, Audoυ‿rουoνν, duoi-()ν. b) Augt-αοs, Au*οέννοαέ, Auœν‿σmν, Aaoe‿ædos(für εννε), Augi-Aoxos, Auαανν, duoi-vοs. Unter diesen sämtlichen Wörtern findet sich kein einziges sog. Abh ängigkeits-Kompositum wie unser dνμααιαοτοο. Solche sind überhaupt unter den doch so zahlreichen Zusammensetzungen ¹s Dieser drückt sich freilich an den verschiedenen Stellen etwas verschieden aus. Zu B 389 heilst es„den Mann umgebend, schützend. Vgl. ⁴ιιοτοςσι õ(ein Hinweis, der schlecht palst!); zu 42 32 lautet die Erklärung: „ganz schützend; er geht bis zur Erde“(Soll also etwa die Länge bezeichnet werden?!); endlich zu F 281 einfach „mannschützend“. ¹9 So benannt,„weil sie als Adjektiva oder Appellativa den Besitzer dessen ausdrücken, was die einzelnen Teile der Zusammensetzung bedeuten.“ Siehe Bopp Vgl. Gramm. III 455. So ist 2-9H᷑= 9e0„ g„ aτ Qν duαe‿e⁴υν (*ε⁴ς) ælovds dναν εαντν eρ᷑ων μ⁵αάν(æννέ)= dà.ον έμοσιεν oder auch dαx' aæur'z pälove govoœ u. s. wW. Davon verschieden sind drittens noch die minder zahlreichen sog. determinativen Komposita, in welchen das zweite Wort nach Form und Bedeutung unverändert bleibt und durch das erste nur eine nähere Bestimmung erhält z. B. d⁴ Hντσς, εν⁴æᷣs, duααdaν, dαρ‿eνννmνεε, duορ‿αe etc. ²0 Bemerkenswert erscheint es, dafs bei den Bildungen aus Verbalstämmen das dugl fast durchweg(vielleicht mit einziger Ausnahme von dαεro und d.*αμαm‿ς αμαςσσα, welches aber auch unter b) gerechnet werden kann) die Bedeutung„rings“ zeigt, während umgekehrt bei den Bildungen mit Nominibus die Bedeutung, beiderseits“ vorwiegt. — 7— mit aã*i auch in späterer, nachhomerischer Zeit äufserst selten. 2* Ich finde nur dα.αεςαισ⁵⁶μος (Eurip. Tro. 562, Ion. 52), à⁴ααςοςοε(Soph. Ant. 351 svy), dαᷣςατεενςα(Qεc Aesch. Sept. 290), ferner bei Suidas dαμσνταααοs(rdππm) und bei Hesychius àαmσι‿νατοs(Terov dμααναυντοοατ. Noch seltener sind solche Adjektiva ohne Suffix gebildet, so daſs man also eigentlich d-ομασ‿ο ιο‿ς erwartet hätte(wie dνσσέαα⁴ο⁷). Da inzwischen doch auch Homer schon verschiedene suffixlose Adjektiva dieser Art aufzu- weisen hat, ²²2 wie deντ ς εαο‿⁵ς, εν‿ϑeεεααος und sνπ‿⁴εε⁵ος ²⁸(woher das adverbiale εxν‿ι⁶ιεεμια, Eu- Qεεο-*, ë³ο‿-ρα⁴⁵ο¹ε,&n-⁴οωσοο-ς,&x-εμομς(G 403),& ‿εοꝓτμο‿ες, dMο-u*ιο‿ςι, dne-Hοοοσςα(woher das adverb. oreεαοοα) und sogar das kühngebildete dllο-ναοα–-ααο-s(E 831, 889), so wird man schwerlich die suffixlose Bildung duρσοοτος= Aαα‿αοτειοsς in dem Sinne von dασ 0r0 ³ aus diesem Grunde beanstanden dürfen. Auch das andere Bedenken, welches bei Vergleichung der Zusammensetzungen ²⁴ ⅜‿οοο, daναα‿ινμοοος(Pind. Ol. 9, 85), 8ναeοi.μςοος(Pind. Pyth. 6, 30, Isthm. 7, 53), 7Gε ‿ςμ⁵⁴οοο, ze⁴αi- uοτοο, εατ.μ⁴ςοεος(Pind. Ol. 6, 116), reoνρι‿να⁴ααοτος,—asoi‿μςμ, wofür Qρuot-⁴μρ⁵ροισ (Pind. Ol. 7, 71), νυαν‿ιι⁴οος, Ka*‿εμμςμοιοο, νG- εεμροτοs etc. aufsteigen könnte, wiegt m. E. kaum schwerer. Fedde(S. 39) meint, àακαα⁵ οtos sei wie alle praepositionalen Zusammenfügungen relativjungen Ursprungs und habe, da es aus der konstruktiven Verbindung àνμσσ οτν ν entstanden sei, den Anlaut im 2. Teile deshalb eingebülst,„weil er bei dem isolierten Gebrauche von g0r im Zusammenhange der Rede bereits verloren gegangen war“. Aber— abgesehen davon, daſs selbst in den noch jüngeren Zusammensetzungen bei Pindar das organische gewahrt ist— es liegt doch viel näher, daran zu erinnern, daſs a α-(α. 5οοTros aus euphonischen Gründen das zweite aus- stofsen muſste. Vgl. 2xα‿σηι ‿μραιηαι,&,)o„αᷣ. Eher jedoch könnte es auffallen bei dieser Her- leitung des Wortes, daſs der Dichter nicht wenigstens die Länge des gewahrt, sondern aνπηνρσνναροτ⁷ gebildet hat, zumal die Kürzung durch keinerlei„metrische Not“ erfordert wurde. 25 Denn er konnte ja sowohl die Verbindung àναασιοοι aida im Verse gebrauchen, als auch νάαστοτοι οσσα⁵⁴ος und hatte auch die ungewöhnliche Femininalform, die nur in àναut, ein Seitenstück hat, nicht einmal nötig. Auch lagen nach Analogie von σασαιοσε.φ◻⁴οιε(woneben υαινmeααο), Gaeoi, regpi- und vο‿.μ⁵⁴tos metrisch bequeme Bildungen, etwa*εμννι⁸σιο¶ ,(Sowie*ν 0υ νν) oder*mαα‧- XaG-A001og, nicht gerade fern.— 21 Unsäglich arm im Vergleich zu der griechischen Sprache ist an derartigen Kompositis die lateinische. Sie kennt fast nur Zusammensetzungen von circum mit Verbis(und davon abgeleitete Verbalia) und hat kaum ein halbes Dutzend von Bildungen wie circum-fluus, circum-foraneus, circum-padanus, circum-sonus(Ov. Met. IV 723), cireum-vagus (Hlor. ep. 16, 41) aufzuweisen.— Doch sind ihr auch Bildungen wie a-mens, de-mens, a-vius, de-vius, ob-vius nicht fremd. ²2 Vgl. hierüber Fedde l. l. S. 39. Das dort aufgeführte ³ι‿ανεος läfst sich m. E. auch anders erklären, nämlich(vgl. dνενος) dy*νο mϑεαοοσςσ¶ τωνπ. 23 εέ⁵⁴·dεος dagegen ist kein Abhängigkeits-Kompositum, sondern ein determinatives(s. Anm. 20) wie dαdαove, oder eine blofse„Zusammenrückung“(Fedde S. 12). 2u Über die aus den Verbalstämmen daναα νι, ενει, T, lœeρε νοι‿, ora- mittels eines Suffixes zν(=), das hier aber nicht das bekannte, zur Bildung abstrakter Feminina, sondern ein zur Bildung von nomina agentis dienendes ist, gebildeten Komposita vgl. G. Meyer in Curtius Studien V, 110 ff. ²s Es findet sich εμάασ‿ςςρυςοο neben d.εμάα⁴υρμ, duοoρα‿oir¹ neben-lαeρητςσον, offenbar aus metrischer Rücksicht. — 8— Wenn schon dieses gegen die herkömmliche Ableitung und Deutung des Wortes àνμσι‿οτm Bedenken erregt, so kommt dazu, dals die von Hesychius und Eustathius angegebene Bedeutung(520») rôν 0τν πιοιιουασασα(εσονασ, wie wir oben gesehen, an den betr. Stellen, insbesondere M 402, nicht einmal recht paſst. Oder sollte am Ende das Wort zu der Bedeutung eines bloſsen aeydνν oder suosta abgeschwächt werden? Dieses blasse Epitheton freilich würde an allen 4 Stellen passen, aber dazu hätte es dieser neuen Wortbildung nicht bedurft. Der Dichter nennt gelegentlich das οeοαασ des Achill æsya( 478, F 260), des Aias edον᷑(N 552, P 132), wie die doxie des Hektor(0 646) od*vexijs;, aber er schöpft seinen Ausdruck stets aus lebendigem Sprachbewufstsein und aus unmittelbarer Anschauung, und wenn er duσ 0oros sagt, so verbindet er damit nicht etwa den abstrakten Begriff von uéyas, ebensowenig wie mit odyvexij, das vielmehr eine sehr konkrete Vor- stellung erweckt. 26 Hierfür zeugt u. a. die bezeichnende Stelle(Z 117): à³ασν μω ,υσυσοσ imte xad αoxova deομα αεαννv, dvrus ꝛ) uᷣα ϑεέεν ddoς dαεααααοεασοσν wozu Aristonicus bemerkt:„Mοιασεεοασε œ deοονμινᷣe dontdeg Loς 69 νο Q QB¹w d uxevos Xœαασρισονυα. Aber daſs nicht alle Schilde so groſs waren wie der des Hektor oder der des Achilles, des Agamemnon oder des Aias, der ein οdᷣxos trug jöre x⁴οꝙꝓσαν(H 219), ist doch bekannt und geht u. a. deutlich hervor aus 371 ff.: d dsε ϑανο ενεᷣανα⁵s, Ex 6ν'οyν ς dμ Teiooνει ρσάτν σϑτ, 5 d'εννἀςπησ⁴ε εςονι ⁴ιτσ. Daher würde an der Stelle B 389, wo nicht, wie an den drei andern, von einem besonderen Schilde (des Agamemnon, Sarpedon, Aeneas), welcher wie der des Aias durch seine Gröſse hervorragen könnte, sondern ganz allgemein von den Schilden der Krieger überhaupt die Rede ist, die Bezeichnung der Gröſse oder Länge²* nicht einmal passen. Wir verlangen hier einen Begriff, der als ein allgemeines Merkmal des Schildes überhaupt gelten kann.„Mannschützend“ freilich ist jeder Schild, aber àασν 600r0„ Odoa i. e. r0ν„ 800r0 εοιειαοοοα„ringsumgebend, ringsschirmend“ ist er nur dann, wenn er von ganz besonderer Gröſse ist, oder— und das müſste dann wenigstens in dem Worte gefunden werden— wenn er nach rechts und links, nach oben und unten, wie es die Umstände erfordern, durch die geschickte Hand des Kriegers bewegt wird. ²s Diese Vorstellung von der Bewegung des Schildes nach allen Seiten ist auch sowohl B 389 erforderlich:„Triefen von Schweils wird manchem um die Brust das Gehenk des ringsschirmenden ²6 Man vergleiche auch die andern Epitheta von doνs(clipeus) und eog(scutum). Bei ersterem finden sich aufser dφrν und nodiexæis noch folgende: 9osin, Taνοει⁵*, οαντν εο, 8dærOS, o*υ⁴ασανοο, kd vrOG 649„, Palun, dαᷣααεσσα, 1²bεοεαασαᷣά—‚ 90591. Das qãνos wird genannt ανν, dαe⁴ddεν, oe‿ον, αενον, 8800, deευνν, αmριdeεον, ad‿α, Grιρμραeν, brrraαεεμιον, νea Toοννι⁴⁶e, Trv„, G„νο, TsrSfonop, A16ν,, aA va loov, zdν³eεv, 2alænoss, Talu wauαeoy.(Die gesperrten Wörter werden verschiedentlich gedeutet.) 27 Vgl. die Anmerkung Düntzers zu 41 32. S. o. Anm. 18. ²s Nicht umsonst rühmt Hektor(H 238) von sich: old' ε᷑mπ 9e¹⁶, 0d' S Aασπσνι ναυασσι m5άfSᷣν dalen etc., und heifst Tydeus(e 126) Gαemπασα‿⁴ος i. e. x. χ‧ 16 σαeά, der„Schildschwinger“.(Hesychius erklärt ̈ν⁴αάισπυα).: — 9— Schildes“ als auch M 402, wo ja sonst Teukros den Sarpedon nicht auf das Riemengehenk mit dem Pfeile hätte treffen können. Und wenn es von Aias heiſst(II 106): 6 6'doοοτεον&ρον ααuvev, Eueεdov aitv Bxoν dασασςα αov, so ist der Grund der Ermüdung nicht blofs in der Gröſse und Schwere des Schildes zu suchen, sondern, wie das bezeichnende Epitheton ααο zeigt, ²o in der unaufhörlich notwendigen Bewegung. Sollte also trotz der oben angeregten Bedenken das Wort àνμαιραςοm dennoch von ⁶ abzuleiten sein, so hat man diese präpositionale Zusammenfügung nicht sowohl durch dαπσνι οrde o0doα‿ als vielmehr durch àuνσ οοτνmηνεεν oder eεοσμ⁵ςνi zu erklären.— 3. Man kann nicht wohl über dμα⁵εον und a-orn reden, ohne zugleich— und geschähe es auch bloſs der Vergleichung halber, wie von Düntzer zu ⁵½ 78— eines dritten Wortes zu gedenken, welches mit dem letztern groſse Khnlichkeit und auch das gemein hat, wie dieses ein dmxas elomε‿eνοe zu sein. Ich meine das nur K 65 gebrauchte à.αοσπεν. Agamemnon sendet in der dunkeln Nacht(83) den Menelaos zu Aias und Idomeneus, deren Schiffe am Ende des Lagers sich befinden(113), um diese zu veranlassen, sich ebenfalls bei den Wachen vor dem Thore einzufinden(126), wo eine Beratung stattfinden soll, während er selbst zu Nestor und mit diesem ebendorthin gehen will(54— 56). Auf die Frage des Menelaos nun 62 f.: 3⁰ adνσ μέ‿μνα μεa 1O1οι dεdeytενοο, le d αεν ½νιm%, e der d'αͦric,&n* eu ToTe*relα, erwidert Agamemnon: aννιι μενευυνν, ε»Q5½ᷣ m οτεαμεμν ἀ ειν‿ν OXOHCνν τπαοι‿ο„do dvd rοατννꝙ εdι αιενυνεο. Über den Sinn und Gedanken kann kein Zweifel sein. Der Dichter hätte auch sagen können Lij ν αοιͥ⁵αοεομεν Ʒαmπιw Aber ist darum dο⁴eε= dAgaordv? Mit nichten! So wenig wie ich zugebe, dals â.ᷣοros nur eine andere Form für d‿μ☚ρ⁴ος und mit diesem gleichbedeutend sei, ebensowenig ist m. E. aρᷣο'rdsæν— dμρ☚rerv. Weder das Etymon beider Wörter noch die Bedeutung ist dieselbe, so nahe auch letztere sich zu berühren scheint. Der Acrist ε.ροᷣταον wird von Homer mit uαοrov völlig gleich gebraucht, sowohl im eigentlichen als im übertragenen Sinne, a) das Ziel verfehlen, mit oder ohne Genetiv, b) des rechten Lieles verfehlen i. e. fehlen, sündigen. ¹¹ Beide Formen gehen auf dieselbe Grundform ²0 Dals dieses Wort(ebenso wie MN 552 ναχαmααα⁴οꝓν) richtiger durch suælvyroy erklärt als mit dadA So, oιν 1oy, aæsοvy gleichgesetzt wird, weist überzeugend nach A. Goebel Lexil. II S. 536 ff. ²o Da im zweiten Verse das zois nur von Aias und Idomeneus verstanden werden kann, so wird auch wohl im ersten ασιαμιμν αεε τοσαα etc. heiſsen:„soll ich mit diesen dort(i. e. ν uidxννεοσσ) bleiben und warten, bis du kommst?“ Düntzer meint,„xσοᷣ wird erklärt durch asrà xorα.— 1oεα und zνια, uldxεοασσν(56, 58).“ Das ist irrig; denn Menelaos hat den Wächtern gar nichts auszurichten. 21 Man vgl. die Stellen a) E 287, II 336, X 279,„ 421. 425(ro5 σαeαναοο) b) 292(vonμμανο ε&ερααο— eine Stelle, die gewissermaſsen den Ubergang von a zubb bildet vgl. 7 511—), 7 154(&y 668„„010») mit a) 4 491, 0 311, 1 233, N 518, 605, 0 430, P 609, 865,& 155 und b) I 501 dre 2ν τς onsOνν mja! daαντν).— Ebenso 2 — 10— zurück. Diese ist nach Curtius Grundzügen*a-mar-ta= non particeps, expers(W. mar, wovon 4εοσ, deειορναα etc.). 32 Hieraus entsteht einerseits das regelrechte d‿ααοro, anderseits mit Metathesis à- νρο‿ε τιο, ähnlich wie aus W. mar, mor(wovon àaoPaivc und morior) einerseits„ο-το, anderseits à00-ro hervorgegangen ist. Vgl. Siegismund de metathesi graeca in Curtius Studien V S. 160 u. 171. Was in aller Welt hätte denn nun den Dichter bestimmen sollen, anstatt des so häufig gebrauchten Aàοαοrst“v einmal àgoorety oder gar àοordsat zu bilden? Etwa wieder„metrische Not“?1³³ Wir sahen schon, dafs diese durchaus nicht vorhanden war; nicht einmal„metrische Bequemlichkeit“ kann man anrufen, da ja àαeοoωQͥ einfach an die Stelle von dρᷣοrdsoe“ hätte treten können. Der Dichter muls also wohl— zu diesem Schlusse sind wir vollauf berechtigt— mit dem andern Worte auch etwas anderes haben ausdrücken wollen, und das dürfte bei einer genauern Betrachtung unserer Stelle und bei Vergleichung des Gebrauchs von duαoοtdveov oder doauαordvetv bald einleuchten.— Diese Wörter besagen immer, der Etymologie wie dem Gebrauche nach,„das Ziel ver- feh len“(ein bestimmtes oder allgemein das rechte)= dmrαοuxerv. An der vorliegenden Stelle aber ist nicht die Rede von einem bestimmten(feststehenden) Ziele, sondern von einem Begegnen bzw. Einholen auf dem Wege(V. 63 ᷣ deεrd ατνς), einem Zusammentreffen(da oder dort) auf dem Wege. Man beachte auch den Zusatz soνααινα, der keineswegs müſsig dasteht. Der Zusammenhang erfordert also hier einen etwas andern Begriff für àooxdgecv als der für dlαotdvetv ermittelte und feststehende. Denn der Sinn ist hier:„Damit wir nicht etwa(in der dunkeln Nacht) an einander vorbeirennen, unsere Wege auseinander gehen, unsere Schritte sich nicht begegnen“. Wenn daher Hesychius die Glosse hat: à.ροο–sεν adoαν, öeo„uere 16/0εεν(60) àαμ⁴αοοσ und Eustathius, wie er p. 789 sagt,„Ey œα 2εειιααχα gelesen; à ταςαιςι dεαti, dιναm emσ⁶w, zal àdrdoε ϑια⁵οdmνομεν, duœerizονμν dƷν, so ist damit der Unterschied der Bedeutung einigermaſsen nahegelegt durch das bezeichnende Wort d‿αόαα ο⁶*νασσ ³⁷ (Vgl. de‿aαν⁵ς, dε‿‿α-νντ‿εεν). steht auch 3mal dπm55πw¹—= Aoρεαάαᷣον. Vgl. 0 521, I 466 u. 477 mit 0 119, 302, 1 350, N 160, 403, II 322,— 171, 591, X 290 sowie Z 411 und NX 505. 32 Für die Richtigkeit dieser Herleitung gegenüber der von Benary, welcher die gemeinsame Grundform*a-smr-ta (von W. smar, cogitare)= immemor annimmt, sprechen ganz besonders die Stellen Z 411 u. ₰ 505, wo das Participium daαράαᷣεν geradezu heifst expers factus. Edo? ε νε εοσ⁴ον ενννσμ doaαοναν 5να υρμe, sagt Andromache zu Hektor. In gleichem Sinne heifst es von Astyanax Glν d œurooe sordv.— Auch das einfache Verbum steht so ν 512(duααοεινσέ dα bυeᷣeπημmοα. as Wenn Düntzer, der allenthalben„metrische Not“ wittert, zu E 311 œar vi e⁵ ²„9, αμνρ1τ0 Aras dν⁴ιοιν Alvslag, 8*⁴νßGέονꝗ ε„ονε etc., wo der Potentialis anstatt des regelrechten Irrealis gesetzt ist, bemerkt:„Der Vers bestimmte hier die Wahl des Optativ“, so ist das ebensowenig richtig, als wenn er zu 42 569( σεκ, v 600», 08“ aατον ενν εκαισεωςꝙ5⁴α⁴ς von Verlängerung„nur aus Versnot“ redet. Wie leicht war es an obiger Stelle etwa zu sagen: Kal vi aer ντ⁶ιιν!eν2έτν ναά‿ αdςσν dlvstag oder, wenn dvas ohne Digamma milsfallen sollte(trotz II 371, 507, V 67 etc. etc.): æal vi æεν ³ρ½τꝗ νσ μνα †deναά‿ d. A. 3d Auch die Scholien D haben diese Erklärung: dα droruνναρααενν lνες dεααιμαοsdαłα(sich) olv. — Suidas sagt nur: d. ⁴μοα νο ²⁵αοε υαω, das Etym. Gud.: xαοα τ ποτ(sic)) a ruzxetv, während das E. M. schreibt: d.„μα οοᷣσ‿εςιε τυι⁵ςα εmπ* τιν τοεουν(1?) 0 daorvxTy, e Sv οαέινμ³φ ενεx ε æαb το dν̈ drruxey, 3 rlνενες ³ϑωαμωναάρος⁷ασαασ(sic!) Haow.— Auch Hesychius versucht das Wort von 5 ο ˙% abzuleiten: dn roð dnοrux T0 H9τ06 ν 0C 90105 Herd ri αναενσν, wo aber statt derã vielmehr ælrd zu lesen sein dürfte. Auch über die Etymologie macht Eustathius richtigere Angaben, als sonstwo sich finden, wenn er bemerkt: Eorο ε α⁵οπb⁷αν⁷m τ6 OOroO doοruyxdνειν εν d G, ¹) 0&ν à&ά οτ, rovréort vværl, àdποπααανναάsαn. Denn— um es kurz zu sagen— diese letztere Herleitung des Wortes àgoordceivn von α‿σε(= vds) halte ich für einzig wahr und richtig. Sowohl das von Hesychius bezeugte und erklärte àâροσοσ⁷oœ voxròg dœυyriα⁵ i. e. noctu occurrere(oder vagari?— daher auch wohl aberrare und peccare, vgl.„im Finstern wandeln“), von welchem dßοriεαανεꝑ auaorog abgeleitet ist, als auch unser àoordto ist ein Denominativum. Wie jenes àoora, so setzt dieses*dooræy- voraus und ist genau so gebildet 3⁰6ο wie doxeνν aus dor-aæꝙ‿jetv(wozu dorν, acrdy und dοeαemρω), ddaxdecv aus d-aαmxy-jecv(vgl. daro und alα⁴eςμ., Ovorägetv aus ôuv-or-yeν= uerd glag Laxν((£ 755, x 109, v 319, vgl. Ouoraxrus 6 224), axvordgetn aus Aæu-or-apejety u. dgl. m. Es ist also die Herleitung des seltenen Wortes àgoordgetv von à‿ο(bezw. aus ooræp) sehr wohl begründet und die Deutung àv vvær! Aaνα(noctu vagari) oder in der Verbindung mit einem Genetiv ev v»uxrl drονα ztvos in jeder Beziehung durchaus angemessen. Dem- gemäls heiſst ½υmν dordsoενꝙ d⁴αλοιαν einfach:„Damit wir nicht irgendwie in der Nacht von einander abirren“. Hiernach können wir die Gleichung εναρ⁴οτος: àρο ε‿= duooretv: doordsat zwar gut- heiſsen, aber in einem ganz andern Sinne, als wenn Düntzer sagt(zu 78):„vòs dοτ= vSIs dãμ⁵⁵οοsν= vdés âuοτο. ⁴οοros, die kürzere Form des Metrums wegen, nur hier, wie àοοτ⁴εοσμεν K 65 neben οοτον. Wir behaupten vielmehr umgekehrt: So wenig àοτ mit àuοοστοs etymologisch oder begrifflich zusammenfällt, ebensowenig ist dieses bei dαμœrstv und doœoräsat der Fall. II. Exieiurog, ddoεros. Aeõ⁸, wa oy ayédaora al oOor dt αrd †i6„9:² ruft 9 307 Hephaistos entrüstet den Göttern zu, als er die untreue Aphrodite mit Ares ertappt und in den kunstvollen Schlingen gefesselt hat. Daſs— trotz Aristarch und den Handschriften— nicht †eoyᷓ yeldaozd zu lesen sei, ist sofort klar, wenn man erstens die Stimmung des betrogenen Ehemanns, wie sie aus der ganzen Rede hervorgeht, und weiter in Betracht zieht, was er unter den †sνα(„Dinge“,„Geschichten“, ähnlich wie es A 573 heiſst: ⁷ iνα †e rdd' εαοσεε, 0d6' Er' dwexrd) versteht, nämlich den Ehebruch seiner Gattin. Bei ooy« an die deoνn rexwmijevres zu denken, wie der Scholiast, der dy aαœαναᷣ durch„oux sureA, à did i euredeαeν Ʒαατ³αe⁵οννςσέε νς“ erklärt, und diejenigen, welche odxæ axι εεκd mit 0x³ αα μ ⁸læovra interpretieren, ist abgeschmackt und nach dem Zusammenhange nicht möglich. Aber was heiſst denn nun oòx xιρ‿εixαd Heiſst es, wie Düntzer meint, soviel als oxérala, arg, schrecklich?— Wie käme das Wort zu dieser Bedeutung? 3s Die gleichen Worte(dπαηε*α ννσ 6⁹) finden sich im E. M., so dafs sich nicht gewiſs sagen läfst, ob das Präsens d.μετι oder ³οο lautet. Im thesaurus des H. Stephanus ed. Dindorf steht ersteres. 3 Vgl. L. Meyer, Vergl. Gramm. II 47 ff., I 91 und Curtius, Grundzüge. — 12— Der Ausdruck obxz-aeetærd(nur in engster Verbindung mit der Negation kommt νιmρναια dες vor) findet sich noch einmal in der Odyssee und viermal in der Ilias. Aus der Grundbedeutung xe- Feiærös= weichend, nachgebend erklärt sich leicht x 493 Memνοο μμαχαια⁴ον ον εemπσιεᷣαꝓον(fest und unerschütterlich), wie auch E 892 le⁵ενοσ εο l àαοσνέαιααιον, Odx Si†εαᷣαdν(unbeugsamer, hart- näckiger, trotziger Sinn), ebenso G 32= 463 60 6 oOdxæ ⁴ † εαᷣατανι(unbezwingliche, unüberwind- liche Kraft), sowie endlich II 549 6ꝙ ν ος doονετον, O0X ⁴ †‿εαατdν(unaufhörliches, unstillbares Leid). Aber an der vorliegenden Stelle muſs das Wort notwendig im passivischen Sinne verstanden werden: „Dinge, denen man nicht nachgeben, die man nicht dulden kann“= inconcessa, intoleranda.* Dem Sinne ganz angemessen übersetzt Voss„den abscheulichen, unausstehlichen Frevel“. Oder sollte an eine Anderung des überlieferten&ιρεααd zu denken sein? Der für das Wort ermittelte Begriff und die Vergleichung von 4 573 legt es nahe obzér vexrd für oux Br† exrd zu vermuten.— Und äubserlich leichter noch wäre die Anderung, wenn man o6xα 8 TIFSIIS“ (=— delxt) läse; denn dals 160„ oder à66Gν schon früh den Schwund des anlautenden Digamma zeigt, beweisen Stellen wie A 203, I' 224, 453, 4 232, 240, 508 etc. Vgl. Christ Prolegom. p. 162.— 2. E 892 ff. lesen wir: 1τος τοι μμιμνοσο εοτν αοeαιεον, Odx l απιν, Nons r¹v by y αουπ dmρννμι μ̈ε̈αεαοινν. 1 G di elνν räde αονέια⁴αεαν ⁸ενεμοεέ1ων. Diese Worte werden von den ÜUbersetzern und Erklärern mit Unrecht so verstanden, als ob Zeus dem Ares vorwerfe, er habe die unbändige, trotzige Gemütsart seiner Mutter. Das kann aber dem Zusammenhange nach der Sinn nicht sein, wie V. 894 beweist:„Darum glaube ich, dals durch ihre Ratschläge Du dieses leidest“. Es ist also zol hier nicht= G01. Ares hatte sich bitter über Athene beklagt, der Zeus alles nachsehe. Dieser, welcher selbst der Here(und Athene) erlaubt hatte, den Ares zu bekämpfen(V. 756— 768), schiebt nun die Schuld von dessen Verwundung der Here zu im Gegensatz zu der Beschwerde des Ares über Athene, von der dieser vermutet(S81— 2), daſs sie den Diomedes sowohl gegen Aphrodite als gegen ihn selbst aufgehetzt habe.— Anstatt des überlieferten ddοσνε haben Christ und Rzach(letzterer mit Berufung auf Wackernagel, Bezzenb. Beiträge IV 299 ff.) a„⁴ονε ov aufgenommen, hier wie Q 708. Dieses wäre, da dv, dvx(vgl. Gvev) die älteste Form des â privativum ist,s ganz dasselbe wie â-Ge—νꝙεεοοε unbändig (indomitus, invictus), welches auch II 549 in Verbindung mit obæ xε†εiᷣxαꝓd und ganz in demselben ¹ Im cod. Venetus ist V. 463 3 1ι überliefert, was einige Herausgeber beibehalten haben. Aber V. 32 steht ouæ&rαρατ‿ ohne Variante. Hier lieſse sich im Hinblick auf die vorangehenden Worte des Zeus (V. 27) allenfalls auch an W.«(elæν, 20αk) denken, so dafs ouæ enlεᷣœτdν=„unvergleichlich“ wäre. Aber da sowohl ixæeos und elæelos als anch emlelæeos stets mit einem Dativ verbunden wird(9ε⁷ο, d.‿ακκαέτισιν etc.), so könnte der absolute Gebrauch eines von W.« abgeleiteten sνιεαᷣαrdeς Bedenken erregen, und überdies wird man nicht an zwei verschiedene, nur äufserlich gleiche Wörter denken dürfen. ² Diese Bedeutung„unerträglich“(od+οσσνηνν heilst es daher mit Recht in den Scholien) würde, wie schon Doederlein Gloss. II S. 22 bemerkt, auch an den beiden Stellen E 892 und II 549 neben der aktivischen passend sein. ² Vgl. das analoge dνα †ενοοσ I 146, 288, N 366 oder dvd- νπαννεε ν˙σαπτο, welches nach Hes. Theog. 797 auch * 456 herzustellen sein dürfte. Ahnlich ist das deutsche Ohn-gefähr, Ohn-macht, ohn-veit etc. für das spätere und jüngere Un-gefähr etc. — 13— Sinne steht wie Q 708 dαοσos. Aulserdem findet sich die Form d-‿οgzerog häufig noch in Ver- bindung mit dem Accus. determ. 2eωοο(vgl. 8 85, 303, y 104, 0 406, v 19), verwegenen Mutes, unwiderstehlich. Während nun die Form àοd⸗εos, über deren Bedeutung kein Zweifel obwaltet, nach Eustathius u. a. nur ein verstärktes â-oxeros sein soll, will Bekker(Berichte der Akad. 1860 Jan.) das Wort vielmehr von dνένεοεα, duναoxet“ ableiten, von welchem einmal 63 das Adj. verb. àv-Gxeròe neben dem sonst gebräuchlichen dν αᷣrd(A 573, 6 355, K 118= A 610, 1 350, v 233) vorkommt, so daſs ddoνεος für d(b)-Kvοꝓνε stehen würde. Aber der doppelte Ausfall des» wäre zu seltsam und erscheint angesichts des vorhandenen droxerög kaum glaublich. Viel einfacher ist es doch, will man einmal die alte Erklärung von àovgro« nicht gelten lassen, mit Wackernagel dvd-oxeroc= A-Oxeros zu setzen, zumal letzteres II 549(10 d kard εν ddge 6νν οωνεααον, odæ alᷣ †εαιατ ο) in derselben Verbindung wie Q 708 mit ππνιοοο und wie E 892 mit obx aaiρiᷣαν gefunden wird. III. Ey vot irrev. Zu I 234—5:(T05e) 06" Eri„aolv 0*εων, dd v 1 eᷣαiννςνmᷣ᷑εεςναά bemerkt W. Christ in seiner kritischen Ausgabe:„234— 5 cum ex versibus M 106— 7 falso in- tellectis() orti sint, aut damnandi sunt aut alienam originem produnt; cf. proleg. p. 87“.— Derselbe Gelehrte sagt in seiner Griech. Litteraturgeschichte(Nördlingen 1888) S. 30 Anm. 2:„Zu den Stellen, in denen vom Nachdichter ein sprachlicher Ausdruck seines Vorgüngers miſsverstanden wurde, gehört vor allem I 234 gegenüber M 125“(Sic)). Aus diesem angeblichen„Miſsverständnis des sprachlichen Ausdrucks“ werden in den Proleg. p. 87 und 94 sehr weitreichende Schlüsse gezogen. Denn für den Satz:„libri G I, quos uno tractu compositos antea exposuimus, a libro M vel libris MWSFO ita differunt, ut non solum longo intervallo post, sed etiam ab alio poeta additi esse videantur“ wird gerade dieses als Hauptgrund angeführt:„Gravissimum autem illud est quod eadem verba oux Er'„αeνπο oGεμοσ, d vr)0! uεᷣ⁴³αεν⁶υν μςεεναα aliam habent vim in libro undecimo M 107(vel 1252), aliam in libro nono I 235. Aliamne dico? Immo contrariam; priore enim loco Danaos non iam stationem suam tuituros, sed fugientes in naves sese praecipitaturos significant, in altero Troianos sui animi ferociam non iam cohi- bituros, sed summo impetu contra naves proruturos.“ Dals dieser verschiedene Sinn der Worte vorhanden sei, darüber bin ich mit Christ völlig einverstanden. Denn diejenigen Erklärer, welche(wie Düntzer und mit einigem Bedenken auch La Roche) I 235„ueéag als Subjekt hinzudenken wollen, thun den Gesetzen der Grammatik Gewalt an. Ganz zweifellos ist auch an der vierten Stelle, an welcher der gleiche Vers wiederkehrt, nämlich P 637 ff.: 006˙° ET&αασν Ex‿τοοοε dνοοςeνυο ενο Leloœꝝν ddroue 0Xε, dν ν vνο* μ‿ενναυυνπέαεεεεασ — 14— der Ausdruck ν νηα.. lxrety von dem verfolgenden Hektor zu verstehen. Wie hier Christ (proleg. p. 87) die Möglichkeit zugeben kann(mit Faesi, La Roche und Düntzer, die sämtlich usas zu oxi*εοα als Subjekt ergänzen wollen!), 2eνο Exæroοο auch als Objekt zu fassen, ist mir unbegreiflich. Dann mülste es ja doch offenbar anstatt oxναεᷣναα vielmehr.ναρειν heiſsen, wie M 166: 08 PAdο ναν sᷣodαυμνQ υανο déαν 6 X7 Gν*νμέμεεον ε eωνοο œ geroae ddroug. Man vergleiche die andern Stellen, an denen das Aktivum gebraucht ist, 1 820, N 151(cf. 51), 100, P 182 und 4 670 mit denen, an welchen die mediale Form steht: I 655, N 630, 747, P 503. Wer die Worte vν vuo... Eο⁴eςκεςεασα P 639 nicht von Hektor, sondern von den Griechen rerstches will, müſste mit Nauck den Vers 638 als unecht verwerfen. Über den verschiedenen Sinn der gleichen Worte da und dort kann also wohl kein Zweifel bestehen, aber ein„Miſsverständnis des sprachlichen Ausdrucks seines Vorgängers von seiten eines Nachdichters“ I 234— 5 anzunehmen, ist man doch keineswegs berechtigt. Denn angenommen, die Worte seien M 107 anders aufzufassen als I 235, was aber durchaus nicht notwendig ist— warum müfste man denn M 107 Aaævaoug als Subjekt ergänzen?—, so hat doch wohl der Dichter von 1 234—5 nicht blols die Stelle M 106— 7 gekannt, sondern auch M 125— 6: Eæαꝶꝗν o ydo ouxter AZaαος 0X* 6&οσ, dA 2v v,! εᷣ³αἀεννςάν qμεσέε εα und diese Worte gestatten doch nur eine einzige Auffassung und konnten nicht„miſsverstanden“ werden, selbst nicht von den Erklärern, denen an den andern Stellen alles möglich ist(so will z. B. Faesi P 639 zu Xναεκοσασαι 1m0⁷Gα, zu εοεεςαεα sͥdagegen Exrooa ergänzen!). Wenn also die Worte 0X/⁶εʃιο, da v oo! eAaiννρν αιεεςεα 235 und P 639 in anderem Sinne gebraucht sind als M 126, so geschah dies nicht aus einem„Miſsverständnis“(von M 107), sondern mit vollem Bewulstsein und— fügen wir hinzu— mit voller Berechtigung. Denn was konnte den Dichter hindern, dieselben Worte bald von den fliehenden Achäern, bald von den verfolgenden Trojanern zu gebrauchen? Der entgegengesetzte Sinn ergibt sich ja sofort von selbst, jenachdem die einen oder die andern„sich auf die Schiffe bezw. in das Schiffslager stürzen“. Dals der Ausdruck àν v ο.. iaταιανν, wie La Roche zu I 235 anmerkt,„in der Regel(!) nur von den fliehenden Achäern gebraucht werde“, wie es B 175, A1 311 und 0 63, auch M 126 und vielleicht 1 824 der Fall ist, ist eine geschraubte Behauptung, vor welcher allein schon die Stelle N 742 hätte bewahren sollen. Dort sagt nämlich Polydamas zu Hektor: E εν d˙eν adaa σασ sεέαιαααααααεεα ⁵οωιαυνν, xν ε νν ν ει ³ανασm n⁵ ⁶σσαεν al 29 ε1m⁶ hꝛıſεος ꝗᷣueva O⁴rοs, xeν beira xdo vnv 1G.DℳHεεν ννμοωνεκ. rl. Wie an dieser Stelle der Ausdruck v vvot ixrecv ohne Widerrede von den verfolgenden Troern gebraucht wird, so ist ebenso, wie wir oben gezeigt haben, P 639— wenn man nicht etwa mit Nauck V. 638 als unecht verwirft— keine andere Auffassung grammatisch möglich. Nicht minder verlangen die Sprachgesetze das Gleiche auch I 235. Zweifelhaft kann es nur an der einen Stelle M 107 — 15— erscheinen, ob man hier die Beibehaltung desselben Subjekts für nötig erachten oder den Subjekts- wechsel für zulässig erklären und avaous ergänzen soll. Letzteres ist hier, wo 19 ˙d Aavadν un- mittelbar vorhergeht, eher angängig und dürfte sich wegen der gleich darauf folgenden Wiederkehr derselben Worte mit dem Subjekte Axatοσ wohl als das Bessere empfehlen. Denn dals in so unmittelbarer Folge die gleichen Worte von dem Dichter in verschiedenem Sinne gesagt sein sollten, ist allerdings wohl nicht anzunehmen. Die Worte àν½ ν αατν können aber endlich auch noch in einem andern Sinne gesagt und verstanden werden, indem man v als Präposition mit v»voi verbindet und iaατsοαν άͤX G0νεοσεα, xreiveodato etc. nimmt. So übersetzt Voss P 639: Daſs wir des mordenden Hektors Gewalt und unnahbaren Hände Fürder bestehn, nein stracks an den dunkelen Schiffen erliegen. Dafs hier diese Deutung der Worte nicht möglich sei, geht aus dem oben über diese Stelle Gesagten klar hervor. Eher jedoch hönnte man ihr beistimmen 1 824, weil hier die Worte odxtr, dtoysyte Haroν³ε, d³α drαυν 2008Tah, d* εν νν εμεᷣαeννσν αεεοντα auf die Frage(821— 2) antworten: 7 6' Erir π̈ων οeνασόοαωι πέ2αέοον μχατιι dQ ) ¹⁶ ρρσ⁵οοντα s ́rod dwl dantvres;* Wenn aber Voss Alh M 107 und 126 in gleicher Weise übersetzt: Denn die Danaer würden nicht obstehn, Hofften sie nun, nein bald um die dunkelen Schiffe gestreckt sein, so ist das schwerlich zu billigen, denn die Bedeutung von oxiοεοασασα(„sich halten, standhalten, Wider- stand leisten“) verlangt als Gegensatz doch eher einen Thätigkeitsbegriff, so dals„bei den dunkeln Schiffen erliegen“ hier dem Gedanken nicht recht genügt. IT. Mevowvdo und die sog. epische Zerdehnung. M 58 f. lesen wir: L9 0Ot zen Oéα ros 2uOoXoν dομα rναeν 80Gii, r‿ν ßFGᷣ³h Heεꝓνοεννεέον ε ε⁴εοωοαυαασν. Dals zur Vermeidung des Hiatus mit Ahrens hier die Form éei'(wie H 51, N 72 etc.) zu schreiben sei, welche mit zweisilbigem(449) oder einsilbigem(381, N 144) éé« wechselt, liegt auf der Hand und sei nur beiläufig bemerkt. Grölser ist der Anstoſs, den das Wort aαeνοειemυεμον sowohl in formaler als in lexilogischer und syntaktischer Hinsicht erregt. * Der gleiche Sinn kehrt ja auch in anderer Wendung wieder, z. B. N 41: amovro dd vfag AXMεν a*νασεμιν, æεενινεινρ νμαχο ατ—να πάαeντa dο⁴ατον. — 16— Was zunächst die Form anlangt, so wird uns zugemutet, an dieser einen Stelle von dem gar nicht seltenen Verbum uενονα diese neuionische Bildung des Imperfektum anzunehmen. Homer kennt sonst nur folgende Formen: Meνοοιάυι 79, Meενοιυκπα(8 mal), 1ενοσνσα(5 mal), aeνοtrdg T 164, 4εꝓνινιυ 0 293, evyolva(3 mal), aufserdem vom aor. 1 ⁴Hμeενο⁵νυνσςιωπνε 36, uενονυνινοωνσ(oder joεl 8 248), Aενοσσν⁶G⁶¶ h☛ 101 und endlich Alεeνοιυm⁶ε 82, wo aber mit Aristarch vielmehr 4᷑νν1οα 2u lesen sein dürfte. Und da soll er einmal die Herodoteische Form 2εmνοεννεον gebraucht haben? Credat Judaeus Apella! Aber daſs Wackernagel und Cauer es glauben, ¹ mulſs uns füglich wunder nehmen. Denn wer wie diese an hundert anderen Stellen die Oberlieferung für nichts achtet und„an Stelle der sog. distrahierten Formen(deααανααα, 6⁶ον, αναvro etc.) überall die ursprüng- lichen, offenen bezw. unkontrahierten Formen herzustellen“ verlangt(l. 1. S. 273), der darf doch wahrlich weder hier noch II 423(wreov) vor der Uberlieferung auf einmal so grofse Ehrfurcht haben, sondern muſs auch vreov in ſjvraov oder ſorov(trotz des Spondeus) und ebenso devolveov in ueεvolv ov oder deyoivv abzuändern kein Bedenken tragen. ² Oder läge vielleicht doch ein Bedenken vor?— Für die Form devolvov allerdings. Denn man mülste sonst, wie ein Blick auf die beiden nicht kontrahierten Formen N 79 und 7 164 lehrt(um von O 82 abzusehen), die miſsliche Behauptung aufstellen, das des Stammes könne nach Belieben lang oder kurz gebraucht werden. Und hier ist m. E. ein wunder Punkt der„neuen Erklärung der epischen Zerdehnung“ gegenüber der ansprechenden Theorie von Mangold. Nicht sowohl die Lautgruppe aw in vετ α etc. macht Schwierigkeit— diese lieſse sich auf die Weise, wie Wackernagel es gethan, leicht erklären und durch die richtige Umschrift des alten 40 in aov beseitigens—, sondern vielmehr die Quanti- tät des a. Wie ist es z. B. möglich, dals neben der zusammengezogenen Form dyένοε(e 129) wenige Verse vorher einmal„ydeoe mit langem(122) und hinwieder dydeοe mit kurzem Vokal (119) stehen kann?— Dafür sind Wackernagel und Cauer die Erklärung schuldig geblieben; hier aber scheint mir der Grund zu liegen, weshalb der umsichtige Aristarth neben den schon sehr häufigen kontrahierten ¹ Vgl. den Jahresbericht des philolog. Vereins in der Ztschr. f. Gymnasialwesen Bd. XXXIII S. 270, sowie Cauers Ausgabe der Odyssee(Leipzig 1886) Praef.§ 5. ² Wenn I. Bekker(Homer. Blätter I S. 51) meint, die Imperfekte ντεον, eενοενεον, ouoxxouev seien vielleicht nur aus der Abneigung gegen das unzusammengezogene αᷣ hervorgegangen, so klingt das seltsam gegenüber den überlieferten Formen 7⁴ονπο,&εeε‿ααοων πιαοων, eαάεoνdον, SAaoy, uadοντο( 550, II 352, 367, 436,* 6, 162).— Die Form ouαονεααμνν(ν173) aber oder auch dαννεον(ϑ 360, 367, x 211) gehört nicht hierher; denn das Wort heiſst ollmαε. Eher liefse sich die nur 156 und 248 vorkommende Form 6.αlα in Frage stellen. Ebenso ist auch xoοεεμονντιαια 7 von dem richtig gebildeten Iterativum(vgl. Lobeck Rhem. 167) OTSOAtH herzuleiten und das B 461 stehende zοτπνντναι vielmehr in æeᷣrovrato oder xοαπσο νντεαι abzuändern. Letzteres wäre ja auch nur gleich- berechtigte Umschrift aus ON. 8 Von„lετ⁴ finden sich 25mal die unkontrahierten Formen, während die distrahierten, richtiger assimi- lierten nur 5mal im Fem. des Part. praes., vielleicht mit Unrecht, überliefert sind(B 648, I 387, Z 415, x 404, 9 574). Dazu kommen noch 5mal die iterativen Formen auf-äαoeνν. Neben vαεονασαι(⁴ 45, P 172) wäre es allerdings konsequent, auch im Part. überall die unkontrahierten Formen anzusetzen. Andernfalls aber würde mit Aristarch die Endung-6Gοαα, nicht-Aοασα hZzaus schreiben sein. — 17— Formen aulser den gar nicht seltenen blols unkontrahierten auch die sog.„distrahierten“ bezw. assimilierten oder UÜbergangsformen zulieſs. Während nämlich bei der gröſsten Mehrzahl der Wörter auf-a das a kurz ist, erscheint es bei einigen wenigen Stämmen regelmäſsig lang. Diese sind deεναα‿α 584), dοα-(0 317, 324, 333), „ Ga-(e 59, 6, S 468, 503), aMα⁵μαα-(u 95), Gemνροα‿(a 39, 106, 1 288, o 400, x 431, x 38), xetva(I' 25, II 758, X 162). Sollte es nun in anderen Stämmen wie d&ya-, peaa-,5 und unserem uevotwa- nach Belieben lang oder kurz gebraucht werden dürfen, wie der erste Vokal bei den sog. distrahierten Formen ydaονσνε,»ydααε oder göcw und oio für G⁴ν(—dos)?— Das wird wohl niemand zu behaupten wagen, und darum ist die Form aeyolvdov neben uevotvdo und Aενοιυναν (bezw. uevotvdet und-4) allerdings nicht zu gebrauchen; aber gegen eroıνe wäre in keiner Weise etwas einzuwenden. Weshalb man also die auffallende und singuläre Bildung deeiνεᷣν zu- lassen sollte, ist nicht abzusehen. 4 Ebenso wie die FHorm evolveov erregt aber auch die an unserer Stelle geforderte Bedeutung und die Konstruktion des Wortes gerechte Bedenken. Denn mag auch über die Bildung und Etymologie von deνocvdo sich streiten lassen,“ mag es auf W. ud, uev(ul᷑αα) zurückzuführen sein oder auf W. aa, Kaeꝝ=(manu) tractare, so ist doch soviel gewils, daſs es die von den Erklärern hier ihm bei- gelegte Bedeutung„überlegen, sich bedenken“(La Roche interpretiert„meditabantur, conabantur“¹!) nicht haben kann und sonst nirgends hat. Wenn Hesychius das Wort durch&oovrlgeiv, uεοιμναν, x0ο˙ urOHαα, 606yOHa erklärt, so zeigt eine nähere Prüfung sämtlicher Stellen der Ilias und Odyssee, an welchen es vorkommt, daſs dieses richtig sei.— Am qdeutlichsten tritt die ursprüngliche 4 Während sich z. B. nur dreimal Hdςα(bzw.-Aeεασ⁴α*) findet, ν 107, 0 4, v 317, kommen die kontra- hierten Formen oνιαμαα, 6rat, d9ãοæu etc. mindestens zweidutzendmal vor. Ebenso finden sich vorwiegend kontrahierte Formen oder lediglich solche bei den Stämmen d„απα, dνα,&lOυ³α, Aνοιυναά‿ ε᷑aᷣαα, vixa, veεεασα‿, v₰⁴μσαα ανσάα iνάαα υναάηα, τισωα, Teεᷣνx., T⁴ααf οπσαα, 0υναχα ocra- u. a.— Umgekehrt bleiben bei andern, wie dοι⁶αα dνννα‿ 2ααda-, va-, elνα‿ vlετaα‿‿ 11νε αᷣ, dac-, meist oder immer die ursprünglichen Vokale einfach unkontrahiert stehen. Und während bei wieder andern(α,„Oα-, d&œ‿‿, 22α‿, 1α‿f„ æεαα, 1oXx‿f l‿‿ιμα, ara-, xεοαα etc.) die kontrahierten und unkontrahierten bzw. distrahierten Formen sich ungefähr das Gleichgewicht halten, sind bei der weitaus gröfsten Mehrzahl nur oder fast nur distrahierte Formen überliefert(deυ, alria-, duαmσσά‿, dvrixf doxανα‿ Sεαf„æya-, deixœæνα˖, dοια, etc. etc.).— Dals der Grund für die Zusammenziehung oder Nichtzusammenziehung in den Quantitätsverhältnissen der einzelnen Wörter liegt, ist leicht zu ersehen; aber ebensowenig kann geleugnet werden, dals die Formenbildung der Sprache noch im Flufs war und so dem Sänger erlaubte, je nach Bedarf die eine oder die andere Form zu wählen. Die eine oder die andere? Hatte er nur die Wahl zwischen zweien, der ursprünglichen, unkontrahierten und der daraus zusammengezogenen, jüngsten Form, wie Wackernagel will, oder gab es zwischen beiden Endpunkten auch eine Mitte, einen Ubergang? Mulste er beispiels- weise entweder„odovreg oder„oνονse sagen? Oder gab es für ihn auch noch, wie Mangold und Curtius wollen, eine Ubergangsform„ree?— Das ist eben die Frage, welche m. E. keineswegs so endgültig entschieden ist, dals Cauer überall die unkontrahierten Formen an Stelle der„distrahierten“ in den Text setzen durfte. 5 Vgl. v 374, 105 etc. mit 111, v 347 u. 390. Die an den drei letzten Stellen auch wohl gesetzten Formen„ε2οευν,„Org(bzw.„οιινντεας) erklärt Bekker Homer. Blätter I S. 46 für durchaus unsicher, während Ahrens u. a. hier die Formen von„e⁴οαι herstellen zu sollen glauben. Vgl. Doederlein Gloss. I 76. s Vgl. Ebeling lexicon Homer. s. v. und Doederlein Homer. Glossar I 135. Letzterer leitet es ab von uενοιυν(bei Callimachus, vgl. à,εμιι) und führt es mittelbar zurück auf aeeseᷣxlνο,*μεμνενο,„leidenschaftlich begehren“ ( 543 Aενιέααν ϑε πν⁴ος dισ ⁴α⁵². 3 — 18— Bedeutung wohl hervor N 79, wo das Wort mit verschiedenen sinnverwandten Ausdrücken ver- bunden ist: Oörco vöu wœl d⁴αεα mᷣάνε dοoati εiοεε daerot uAαοιιν να ⁴μ⁴ςνςςα οοs, vσςσ ⁊ ποονν GG‿ᷣαν mqðw⁷mντννοοσι, μέννοονασα zal 0los 1*„— Exrοο HoOναν&iον εεατι μἀαιςαεα Auch 0 293 ist aεeναναυ völlig gleich 2.εκ.̈☛α, wie v. 298 zeigt, und sowohl N 214 als 1 164 und 0 82 liegt die Bedeutung„heftig verlangen“ klar zu Tage. Und wenn in den Verbindungen (uerà) goεον, eui ‿᷑μα̃ᷣ deerοναν(₰ 221, 264, 6 34, 248, C 180, 0 111, e 355) oder»6οος d o5 dala uewoivg(6 92,» 381, 283), zα ν T0⁵εοσ εενoiva(1 532) dieser Begriff sich etwas modifiziert, so besagt das Wort doch überall mehr als ein bloſses„Denken, Uberlegen“. Immer begreift es Unruhe und Affekt(vgl. namentlich 1 531— 2) als Merkmal in sich und entspricht etwa dem lateinischen agitare oder dem vergilianischen animo secum volutare(vgl. auch K 101). Dieses zeigt am deutlichsten 264, wo es von den bangen Sorgen und Befürchtungen des Tavo gesagt wird. An den übrigen Stellen(6 36, 275, 285, 480,& 157, x 217) heiſst es durchgehends „wünschen, verlangen, begehren“. Daraus erklärt es sich auch, dals aeeονα zwar oft genug mit dem Infnitiv verbunden wird (K 101, N 79, 214, T 164, 9 36, 248, x 217), nirgend sonst aber mit einem indirekten Frage- satze wie hier.— Und endlich möge auch noch hervorgeboben werden, was La Roche mit Recht bemerkt hat, daſs in der indirekten Frage nach einem Praeteritum in der Regel der Optativ folgt, der Indikativ praes. zwar auch sich findet& 266, der Indik. futuri aber nie anders als nach einem Haupttempus gesetzt wird, wie A 83, B 252, 4 14, I 251, P 144, o 524. Aus allen diesen Gründen dürfte es also wohl gerechtfertigt erscheinen, nicht bloſs die befremdliche Form gevolveov, sondern auch das Wort devοiν an der vorliegenden Stelle für unhaltbar zu erklären. Ich vermute, dals dafür herzustellen sei: eo!& Aeνεμν el rε³εουιωιν und verweise bezüglich der Konstruktion auf 4 333, wo ein abhängiger Satz mit oxöre, sowie auf 1 152, wo ögoa, und auf 1 628, wo ein Satz mit ex folgt: aðrao Sy adrod eνον εαααα⁴ον,& Tis kr 2490¹. Daſs die Partikel àv neben eé stehen und damit wechseln kann, zeigt u. a. 244 ff. und 335— 6.— Sollte aber auf gevotwdo ein abhängiger Fragesatz folgen können, so lieſse sich herstellen: xεεον σ ενο⁵ιυσ 1ε ⁵ααα Gσν. Allerdings mufs ich zugeben, dals ich ein zweites Beispiel bei Homer nicht gefunden habe, worin nach einem Praeteritum der deliberative Konjunktiv beibehalten wäre. Die Anderung 164éOtev aber für das überlieferte relcovνoον wäre etwas gewaltsam, während TeAεααιν nur gleichberechtigte Umschrift aus TEAEOXIN sein würde. — 19= * 7* V. daœrdο, dᷣœr—ε. 4 526 liest man: 0 vyAdo ιμαν πααααισαeνεμτιον ον αᷣπmασατmιν 050) dresνττον, ort en keᷣa⁵ ανrαeꝛνε̈ d. h.„ein Versprechen von mir, das ich mit dem Nicken meines Hauptes gebe(besiegele), lälst sich nicht zurücknehmen, noch ist es betrüglich, noch kann es unerfüllt gelassen werden“. Es fällt auf, dals zwischen die beiden Verbal-Adjektiva, deren Bedeutung so klar und plastisch ist, als drittes Prädikat ein ganz heterogenes Adjektiv tritt, dessen Sinn viel weniger klar und bestimmt erscheint. Auch hat Homer die Form drατ⁷ s sonst nirgend, obwohl dreimal dxarijd =„Falsches, Unwahres, Lug und Trug“(S 127 und 157 dx. gàãεei, 288 dx. 2!6G*). Da es zwischen dem völligen„Zur ücknehmen“, Widerrufen, und dem einfachen„Unerfüllt- lassen“ noch ein Mittleres gibt, nämlich das Versprechen nur halb und halb erfüllen, daran ändern und modeln, ab- und zuthun, so muſs das Wort wohl dieses besagen sollen. Und vergleicht man 347 ff.(— 0 138 ff.): raðra ò,& elocrν aα 210οεα,odx dv kywye ã α oOks&la Oαμ mπαρασπ⁶ν ον πτ—o, dalâ rà dεν εμα έεαπ ουν dμιο vuoriie, 10ν 0ddemν τοι εꝙρά τρμιινά 2νποσςσ 00 ‿ιαεοο, wo m. E. rgöra, wie zu dlda elxο, ebenso auch zu dem synonymen daar“zα(= ausweichend umgehen) gehört, so wird dieses bestätigt, zugleich aber auch die Vermutung nahe gelegt, es sei für drαrndöv vielmehr axar ov(i. e. daran lälst sich nicht drehen und deuteln) zu schreiben. Bestärkt wird man in dieser Vermutung durch Plato Krit. p. 49 E: x τεοον,& àv ris duo- TLoyiο„ 1ꝙꝑ% dixu dra, ouιτεοωνõeꝶ)/ απατσ*τεον,„Ein an sich gerechtes Versprechen, das man jemand gegeben, muls man das halten oder darf man davon abgehen“?— Die nähere Betrachtung der obigen Stelle der Odyssee regt aber weiter auch die Frage nach dem Etymon des Wortes äxdr“) und daarãc an. Gegenüber den Versuchen, dasselbe von àεάν oder von daro, gdc abzuleiten(vgl. Ebeling lex. Hom.) hat die Deutung von A. Goebel Lexilogus I. S. 33 und 245 ff. etwas Verlockendes, der das Wort auf W. mα zurückführt(âä-π⁴ ‿τ aus à-*να‿ τ statt or ‿τ‿ν= zlmνπι έs) und als Grundbedeutung„blauer Dunst. Schwindelei, Vorspiegelung“ annimmt. Aber sollte nicht eine andere Deutung näher liegen und das Wort vielmehr auf dros, Pfad (Z 202, F 137, 4 119) zurückzuführen sein?“ Dann wäre dxdy ursprünglich ein„unbetretener Pfad“ und drardäc„unbetretene Pfade einschlagen, Ausflüchte und Umschweife machen, in falsche Bahnen leiten, irre führen“, sowohl intransitiv als transitiv(wvaæ und xe). Das Bild vom Wege und dem Abbiegen von dem betretenen Pfade(der Wahrheit) schwebt dem Dichter der Odyssee an der obigen Stelle ganz deutlich vor, wie die Adverbia aoοes und αοσαηαιαοeν (i. e. nebenaus, seitwärtsbiegend, abweichend vom Wahren, etwa aus Mitleid oder Schonung, cf. v. 326) beweisen. Wenn also, wie ich annehme, hier drα‿eτmς mit odx av... AAJa lO⁴ε das Objekt raöra gemein hat und denselben Sinn in synonymer Wendung enthält, so ist die Grundvorstellung des * Diese Herleitung findet sich schon im thesaurus graecae linguae des H. Stephanus. — 20— Wortes durch die Adverbia klar angedeutet.— Will man aber diese enge grammatische und begriffliche Verbindung der beiden Verba nicht annehmen und der Deutung von A. Goebel(I. l. S. 246)„ich will dir keinen blauen Dunst vorschwindeln“ den Vorzug geben, dann scheint mir wenigstens notwendig, 03 0“ dnariœ für os6 zu schreiben und vorher ein Kolon zu setzen, so daſs die beiden folgenden Verse dlld rà dem.... 2lƷν nur dazu als adversatives Glied gehören. VI. X 178: Q2 xdreoο dονινκιεαπυ εανεςεας, 0OlOv keieg. Etwas befremdlich erscheint hier der Ausdruck olov keikeg. Man erwartet 0o keies, welches sonst— sei es nun fragend, sei es ausrufend, vgl. Ebeling Lex. s. v.— regelmälsig steht, wenn ein bloſser Vokativ vorausgeht. So heiſst es αοπισον LeQe N 824, 8 85, 243, 0 406 (wie auch xονον εοεεας 570), εν τν½ ⁴μνοι⁵ιο tεœlmηe A 552, A 25, 0 209, 462, 330, II 440, X 361, und der erweiterte Ausdruck ονν σεσ εeασς σεν αονς 66vro findet sich 4 350, 83, .αl 64,„ 230, à 22, 1 492, 168, p 70. Dagegen steht olov kecxes, dessen relativische Bedeutung P 173(= 95) klar hervortritt: Növ ds σεσ ανοσem⁵ν ανκνμ σσςσνας, olov keirss, 3 1ε με σ0ꝛĩ Kavra eAGοοσννοοeν⁊ εοσmπνdv etc. regelmälsig dann, wenn aufser der vokativischen Anrede noch ein interjektionaler Ausruf vorher- geht, wie H 455(=„ 140): πισ ⁶, Evvoονα ενοσουσισ˙εινια, 0lOv keles, oder 6 152(vgl. II 49): 6 ⁴, Todso vlt dalgνοςσ, OloOv keinsg. Kein Wunder, denn auch hier ist die relativische(bzw. kausale) Auftassung angezeigt, und 0lov ist=„bezüglich dessen, was“ und kann als dτι τον, eben in Bezug auf das„wehe mir!“ erklärt werden. Das ist aber an unserer Stelle nicht der Fall. Will man also nicht eine Abweichung von dem sonst durchaus feststehenden Gebrauche gelten lassen— denn dals die Partikel ³ als„E&xοονμα ᷣᷣμφρναννι mit der Interjektion ⁴Qeαα, αmαον auf eine Linie zu setzen sei, ist nicht wohl anzunehmen—, so dürften die Worte zu ändern sein. Da sich nun ο» nicht leicht einführen läſst, so vermute ich, es sei zu lesen: π οι, dOyixᷣοανυe ealvνεες, olov keuxeg. Das Wort äreg ist entbehrlich, und auch F 16 steht 4oyiαtoavve mit der Geltung eines nomen proprium, ebenso wie Kelawvegeée 0 46 und» 147. Dieselbe Bewandtnis aber, wie bei olov keaeg, hat es mit dem sog. exklamativen olos auch in andern Fällen, z. B. 32: ⁴αε, O1O 1„ 9de 900101 alrirat. Auch hier ist noch etwas von der relativischen Natur des olov zu erkennen. Und sieht man genau zu, so bleiben für den rein exklamativen Gebrauch nicht eben viele Beispiele übrig. So wenig man 57 oder 683 für denselben geltend machen darf, ebensowenig ist dieses der Fall bei O 287: — 21— 1 6⁴οι, εᷣꝓνα αοια⁵μα τν ερσνρααμοσν Jοαυασ, 010» d 1 aur esaörie dvτ, zioas ösas, Exrο α⁴. wo nach 600 àalo m. E. ein bloſses Komma zu setzen ist. Auch P 471 und 587 schlieſst sich olon enge an das Vorhergehende an und ist begründend= 6 11 1Oov, nicht rein exklamativ. Nicht minder ist dasselbe auch 221 und v 377 der Fall. Dagegen ist von der relativischen Natur des olog nichts zu erkennen in Beispielen wie e 303: 0101⁶X ☛s ερςεασ πμέοαοτεραειι ονοσννον eu‿ον Zeus, érdoase t xdvrov, 5αοeνπνέοοωι⁶ õελμα xœντποεασν ά⁸εαμασνν εκτ⁴. oder E 601, N 633, 410. Vgl. K. Burchardi, Uber den Gebrauch des Pronomen los bei Homer (Progr. von Duderstadt 1881) S. 9.2 Das dürften indes auch wohl die einzigen Fälle sein, in denen mit Sicherheit der exklama- tive Gebrauch von olos zu behaupten ist, da die btr. Sätze mit olos hier weder in engerer noch in loserer Verbindung mit dem vorhergehenden oder folgenden Gedanken stehen, was bei dem sog. kausalen Gebrauch des Wortes stets der Fall ist. VII. 6 535: aοαον ꝓᷣ◻ν àoοετl dιαᷣiεuz, ei e ν y½s uεiννḧάαιοέεινον απεκορναιισο) ra. An dieser Stelle soll dœeicerat,„abweichend vom gewöhnlichen Gebrauch“, bedeuten„wird (soll) durchscheinen lassen, zeigen“, während dasselbe(nur noch einmal vorkommende) Wort N 277 2s 26 ov, Lvα αιιο důοeεr!, dielderarh ιeν ⁶ρσόν(cf. 6 559 elderat doroa) videtur, apparet bedeutet. Aber vergleicht man 6 532 lGOHαlα, el xe ⁴l ο Tv6εαeφσ, οαred aονν⁶, do n x0 Tero drαεταν etc. oder G 111 6 œQh œ Exrœο elGε, ei zaAl οeν νορν αera u xaeοωυν und II 243 eloerat, 11 da xal olos xior=zraν πðƷεεeν etc., so wird man das verstärkte Oεια‿αεoετν(vgl. dεαασνννναςρ, dα‿σφ⁵ᷣνοεα ßtc.) an obiger Stelle nicht anders fassen:„Er wird seine Heldenkraft gründlich kennen lernen“. Dabei lasse ich dahingestellt, ob nicht„ osrijv das antizipierte Subjekt des Nebensatzes sei.— Mir scheint, daſs auch der Paraphrast, welcher yvαcss, und das E. M., welches yνοανοεε, diαυννσεx, αœeνοmεra bietet, die gleiche Auffassung der Form iα⁵εiοεεαι(Futur. zu olda) hatten. 1 So ist mit La Roche zu lesen statt des o10„ 3 αά' der Handschriften. Nicht ε ist hier am Platze, sondern das im Ausruf sowohl als bei relativischer Anknüpfung übliche o?oν= wie doch, vgl. E 601, N 633, p 587, 32, 221 etc. Wie anderwärts(mit La Roche 4 131, mit Bekker 4 540, mit Düntzer 2 364 u.— 421), so ist daher auch hier trotz der Handschriften Ge α in Synizese zu schreiben. 2 Wenn derselbe IJ. 1. S. 10 ff. mit Ameis-Hentze den kausalen Gebrauch des pron. olog aus dem exklamativen ableiten und z. B. Sätze wie E 758, 182, G 221, v 377 als selbständigen Ausruf auffassen will, so vermag ich ihm nicht beizustimmen. Vielmehr ist der kausale Gebrauch mit Leichtigkeit auf den relativischen zurückzuführen. In den Worten des Menelaos an Telemach z. B. 3⁴ 611: alux́ le dyμιν, Glaor rerνος, o!' dyoosde¹s ist absolut kein Ausruf zu erkennen; olax heilst hier„nach dem, was“. Auch B 320„lες dorareε Hαννανονεν, 010 8TSI9y ist einfach das Demonstrativum zu ergänzen=„solches, wie da geschehen war“. Und so durchweg. Mit Recht kann daher Krüger diesen Gebrauch des oloc auch einen elliptischen nennen. — 22— VIII. P 89: d0ρ εσ τιρα ⁶ν³⁶˙ 1 1498v 4r0402 685 S0%. Die ganz ungewöhnliche Synizese, womit sich v. 259, selbst wenn daselbst die Lesart richtig sein sollte, so wenig wie 0 375 vergleichen läſst, ist es nicht allein, was in diesem Verse Anstols erregt, sondern mehr noch die Trennung und Stellung der Worte vioy 4rotεοςα. Überall sonst( 23, 60, P 37, 4 98, Z 46, 41 131, P 1, 79, 553, d 462, 543) stehen die beiden Wörter 1) ungetrennt und 2) in umgekehrter Folge, und zwar 3) entweder unmittelbar vor der Cäsur oder am Versende, so wie P 1: 00˙9 ν ε°εα vI etc. und P 79: r*ρνοα ιιı τ Meνεααο ουωια, drεοσςα bls etc. Darum wird man, wenn der Anstolſs wegen der Synizese begründet ist, und das ist er zweifellos, nicht allein mit Barnesius, dem Christ gefolgt ist, vla 1 9% anstatt loν aνεε u lesen, sondern auch 4Arosos voranzustellen haben: àρεαστισρ ο 1d εοςα aνν εν α[ς. Dabei bleibt es immerhin auffallend, dals der Dichter nicht lieber gesagt àρεοειρνꝗ ⁶ τοειε⁶‿ά 2ανεων ν˙ οlα, zumal sonst nur die Formen ulög, uiöy und ulé in jener Verbindung vorkommen. Möglicher Weise war eben dieses der Grund für die(wenig glückliche) Anderung, wie sie jetzt in den Handschriften überliefert ist. IX. P 154 f. 1 vOv el rie α οᷣuν Ʒᷣełedea—&νν⁴οραν, Foixαν ευν, Tooin ᷣeral moαχd 9008 sagt Glaukos scheltend zu Hektor.— Während sonst die Form εασαεεεααι(= necabitur 0 140) und ebenso die 2. Person xεανα N 827 u. x 217, wie auch die häufig vorkommenden Formen xερœat, aεᷣro, aεαοεααν, zu W. ga= gev(wovon ké-xε-H(e)v-oν, Gv-os etc.) gehört, soll und muls sie hier— und nur an dieser einen Stelle— zu—†Haiveodoαi gezogen werden. Das erregt aber, wenn auch dvagaiverat in dieser Verbindung gebraucht wird P 244, 1 174 und ebenso das simplex alver 646900 1 557, gerechtes Bedenken. Denn einerseits verliert der Stamm QHaiv, obwohl aus †a-v-ſc entstanden, doch sonst, wie insbesondere die 3. sing. des Perfekts xεᷣραασα zeigt, vgl. B 122, II 207 α⁵α-rat, nirgend das charakteristische v, und anderseits lag die regelmäfsig gebildete Form αm⸗derat so nahe.— Auf das vereinzelte ae(= illuxit s 502) aber zurückzugehen, ist nicht thunlich wegen der Bedeutung und der nahen Beziehung zu„. Weder illucescet und noch weniger illuxerit väre hier am Platze. Glaukos kann ohne die ärgste Übertreibung unmöglich mehr sagen wollen als„nach dem Abzuge der Lykier werde das jähe Ver- derben über Troja kommen“, Selbst was M 345 u. 358 steht, xel raäa Tnde(æeε*) τεεενe ra alade 6189008, würde in seinem Munde hier nicht passen. Allenfalls könnte er sagen(vgl. N 773) 6 LGOᷣTal mα ν˙νς 641ε 90.— Wenn sonach xαεαε al mit Recht Anstoſs erregt, so ist vielleicht, da&αιςσονεεαα, was an sich die leichteste Anderung sein würde, in dieser Konstruktion und Verbindung nicht vorkommt, yevijoerat oder aber(vgl. 1 441) 1001 1& ινινετιαα αας εέιο⁸‿ zu lesen. — 23— X. Die Stelle 438fff. ist m. E. folgendermaſsen zu interpungieren: æurao y e uerà Qοεοσ mœʒiά isa, 6‿αόdelα⁵νο aνonxee doo axeoe a eν⁶οο, 1 ol dronlisas æεᷣασνν oνςdνοαd νεᷣοοα, al e R0 6vrl, Ad2α‿ ⁶◻τ⁶mν. Mag auch die Herleitung des Wortes ν⁶ε, dessen Bedeutung aus den betr. Stellen bei Homer (9 581, p 120, I' 163) sowie aus Hesychius(mπέ*¼i Ʒπυνεvels, ol xar rtyν lx*o³) u. a. hin- länglich klar ist, bestritten und zweifelhaft sein,“ So scheint mir doch soviel zweifellos, dals es den Zusatz adlα oxsdöv sowenig verträgt wie etwa die verwandten Bezeichnungen„αηαο(gener, von W. „aA⁴) oder eνε˙εαος(socer, von W. aκ, wovon xεααα Tau, skr. bandh= binden). Anders ist es bei den deutschen Partizipial-Adjektivis„verwandt“,„verschwägert“, oder auch bei einem griechischen ovyyevi, a**o, welche eine derartige adverbiale Bestimmung wie oxeν oder αοοσσεεν selbst- verständlich zulassen. Es ist aber auch gar kein Grund vorhanden, die Worte adα xeον, wie allgemein, soviel ich sehe, geschieht, mit zu verbinden. Vielmehr fügen sie sich aufs schönste zu dem Verbum 0dddο ε⁵ςοσα i. e.„dicht vor die Füfse auf den Boden zu legen“. Auch könnte man, da sich das Adverbium oxε6ν(= cominus) bekanntlich gern mit Wendungen wie dοο uνev— obraos douoi— obrade Xelo dat αναρ-— Lyxe(dοο) Ʒeυννμν dπνO etc.(Vgl. E 458, 883, II 828, P 60 1I F 290, 378, 462 etc.) verbindet, die Beziehung ausdehnen auf das Participium àxoοσſs, welches ja mit dem Inf. xeldoο zu einer begrifflichen Vorstellung verbunden ist. Dann hieſse udaa xεeν „aus unmittelbarster Nähe“.— Temporal hingegen könnte der Zusatz aα oxedév hier nicht gefaſst werden. Das würde heiſsen aurtea, adν alpa, alp„ς u. dgl. Der zeitliche Gebrauch des Wortes 6edév ist überhaupt nur ein sehr beschränkter und fufst stets auf der räumlichen Anschauung und Vorstellung, wie die betr. Stellen zeigen(6 284, 27, N 817). Die Zeit wird hier eben als Linie gedacht.— Sagen wir im Deutschen„gleich auf der Stelle“, so berühren sich allerdings in diesem Ausdruck, ebenso wie bei dem lateinischen illico(= in loco), die räumliche und zeitliche Bedeutung und Vorstellung. Man setze also nach sévrt ein Komma! Und das entspricht auch dem stehenden Gebrauche; denn überall, wo, wie hier, mit«aMν... Meεο ⁵ ein koncessiver Zusatz beigefügt wird, steht das Participium entweder am Ende des Verses oder es tritt nach demselben die Cäsur ein. Vgl. z. B. II 617 und 620 mit 624, 550, 423, 570, 593, 609; 385, p 12 mit v 271, G 370, 499.— Dasselbe trifft, beiläufig bemerkt, nicht regelmäſsig zu bei negativen und anderen Verbindungen, Z. B. „ 294 05G v Gf eO 80v„ai*, 1 253 ⁴σοσσ σα(ς ⁸ν εεεινι.(Vgl. ½ 200, 82, A 387, 0 164 etc.) * Was man gegen die Angabe des Scholiasten zu T' 163: odx ol 2ναιοι, eνααe ol eneloæerroν σeυνee va! emiærroο, wad τ πααααςα łαα(W. aã, wovon xeπαl⸗⸗= I6r. τ⁴☚α²) Stichhaltiges vorzubringen hat, ist mir unerfindlich. — 24— XI. x 494: 1ᷣ xœll eυναυι ν 6ν ποε IHeooενεtæ olo erννναι τ ꝛ σłeνα dνσασοοσοιν. Ist vöoy hier, wie man allgemein annimmt, Objekt zu oe(wie oben 7 H areεά r60ν vl⁴οιν ενα dαοντ³⁵), oder gehört es vielmehr zu dem Infinitiv æνννοορσα Für letzteres spricht m. E. mehr als ein Grund. Denn erstens ist es logisch und natürlich, olo unmittelbar mit r παοε zu verbinden:„ihm allein verlieh Pers. auch nach dem Tode verständigen Geistes zu sein“ (= Geistesklarheit); sodann aber ist es unrichtig und unlogisch zu sagen, Pers. habe dem Teir. den „os gegeben,„so daſs er allein verständig ist“. Gegeben hat sie ihm auch nicht den vôog, mag man das Wort im Sinne von ratio oder mens oder cogitatio nehmen, sondern sie hat ihm(und zwar ihm allein) nur verliehen, dals seine Geisteskraft ungeschwächt geblieben ist(ονυn"ulαε³⁴i eloν). Und wenn gleich xeeeνοοναᷣ, hauch allein schon besagt„oνετeν, ³εμαρασοανα εναηιν, so lesen wir doch Q 377 ε᷑ννσαα τe ⁶(wo es auch vov heiſsen könnte, während an unserer Stelle»öo wegen der anderen Dative nicht anginge). Dals aber der Aorist Exαοοον ebensogut wie das Perf. Pass. xiᷣααατa(vgl. X 329) mit dem Infinitiv bezw. Akkus. c. Inf. verbunden werden kann, wenn auch gewöhnlich ein nominales Objekt steht(wie 302, 394), beweist I 513 οσσ α ⁶ iς οονσσ0 ενιαα riijv.