ee Dr. der Rechte, Subſtitut des kaiſerlichen General-Procurators, General— Advocat in Hamburg, Eonmmentar 6 0 een Band ——— Snen er 8. — **—— S An die Vollendung dieſes letzten Bandes iſt durch Dienſt⸗ geſchaͤfte, und vorzuͤglich durch meine Verſetzung nach Ver⸗ den und Hamburg aufgehalten. Einen bdſen Druckfehler im zweyten Bande S. 200. Zeile 4. muß ich hier bemerklich machen, da er zu manchen Beſorg⸗ — —— 1v Voprede. Beſorgniſſen Veranlaſſung geben koͤnnte. Fuͤr die Worte: daß ſie erſt nach dem uſten Januar 1808 errichtet worden ſind', iſt zu leſen: daß ſie nicht erſt nach dem iſten Ja⸗ iia ſ Ninder wichtige wird der guͤtige Leſer verzeihen. Hamburg den 20ſten July 1811. E. Spangenberg. Inhalts⸗ S. Einleitung.„§. 1—9. itt. Von dem Zuſtande des Franz. Rechts, vor 3 6 und der Entſtehungsgeſchichte deſſeliben. F. 10. 1. Pertode. Von den älteſten bis auf den Ausbrich der Revolution. ⸗ ⸗ ⸗ ⸗ 5 32. 2. Periode. Von dein uutuce 8 Peletn 5 auf dus Conſulat Napoleons. ⸗ F. 28—27. 3. Pertode. Von dem Cmnſulure Rnpolerns bi auf die Zeit. ⸗* ⸗ S. 38— 42. n. Abſchnitt. Von dem Inhalte des C. N.„„ F. 45—49. III. Abſchnitt. Von 5 W des C. zu den dri⸗ g. Peſihe 43—52. Von der des C. N.*§. 33—56. v. Abſchnitt. Von den Huͤlfsmitteln zur Auslegung des c. N. d. 57— 66. Commentar uͤber den Code Napoleon. Einleitungs⸗Titel. Von der Verkuͤndigung, den Wirkun⸗ gen und der Anwendung der Geſetze im Allgememen. 1. Kapitel. Von den Geſetzen uͤberhaupt. 25§. 66- 70. II. Kapttel. Von der Eintherlung der Geſetze.„ ⸗ F. 7174. III. Kapitel. Von der verbindlichen Kraft der Geſetze. ⸗ I. Abſchnitt. Von der seitn Publication der Geſetze. ⸗ ⸗ ⸗§. 76— 80. 2. Abſchnitt. Von den Wirtungen der Seſtte. 5. 31—97. IV. Kapitel. Von der Anwendung der Geſetze.„§. 92— 97. 3 Erſtes v Inhaltsvetzeichniß. Erſtes Buch. Von den Perſonen. I. Titel. Von dem Genuſſe und der Beraubung der buͤrgerlichen Rechte. ⸗ ⸗ I. Kapitel. Von dem Genuſſe der buͤrgerlichen Rechte. „ .* 5§. 98- 100. » IOI—. 2. Kapitel. Von der Beraubung der buͤrgerlichen Rechte.. 4 I. Abſchnitt. Von der Beraubung der bürgerlichen Rechte durch den Verluſt der Eigenſchaft eines Franzeſen⸗„ F. 114— 11. 2. Abſchnitt. Von der Beraubung der buͤrgerlichen Rechte durch gerichtliche Verurtheilungen. ⸗„ F. 119— 129. II. Titel. Von den Urkunden des Civilſtandes.„ §. 130. 131. I. Kapitel. Allgemeine Verſuͤgungen. 1„„„ F. 132—140. 2. Kaprtel. Von den Geburts- und Anerkennungs-Urkunden. F. 141 145. 3. Kapitel. Von den Heyraths⸗Urkunden. ⸗„ F. 146—156. 4. Kapitel. Von den Sterbe Urkunden.§. 157 röꝗ. 5. Kapitel. Von den Urkunden des Civilſtandes, welche Mi⸗ litärperſonen außerhalb des Staatsgebietes betreffen ⸗ 5. 163— 171. 6. Kapitel. Von der Berichtigung der Urkunden des Ci⸗ vilſtandes,.„ ⸗ F. 172— 175. III. Titel, Von dem Woöhnſitze. IV. Titel. Von den Abweſenden. I. Kapitel, Von der Vermuthung der Abweſenheit.„ ⸗ §. 176 179. I80. 2. Kapitel. Von der Abweſenheits-Erklaͤrung. F. 6 182. 3. Kapitel. Von den Wükungen der Abweſenheit.„ F. 182. b. 1. Abſchnitt. Von den Wirkungen der Abweſenheit in Be⸗ ziehung auf das Vermögen, welches der Tage ſeines Verſchwindens beſaß. ⸗§. 183— 189. 2. Abſchnitt. Von den Wirkungen der Abweſenheit in ve⸗ ziehung auf die dem Lte e tuellen Rechte.§. r90— 19r, 3. Von den weenen wnſihe in Sn ſicht auf die Ehe. 5. 192— 193. 4. Kapitel. Von der Aufſicht über ge⸗ Finder, de⸗ ren Vater verſchwunden iſt. ⸗** F. 194 196. V. Titel. Von der Ehe. ⸗ ⸗ ⸗ ⸗§. 197. 198. I. Kapitel. Von den zur Eingehung der Ehe rſ Eigenſchaften und Bedingungen. 5. 199 208. 2. Kapitel. Von den auf die utetin Ehe ſi 6 be ziehenden Förmlichteiten. ⸗„ F. 209—212. 3. Kapitel. Von den Einſpruͤchen wider 67 Heyrath. ⸗§. 213—214. 4. Kapitel. Von den Klagen auf Unguͤltigkeit der Ehe.§. 215— 224. 5. 0 Inhaltsberzeichniß. vn 5. Kapitel. Von iren die aus der Ehe entſpringen. ⸗§. 225— 226. 6. Kapitel. Von wſſiugn mun und Picten der Ehegatten* S. 227— 234. 7. Kapitel. Von br 2lſung der ze. ⸗ ⸗ ⸗§. 235. 3. Kapitel. Von der zweyten Heirath⸗. ⸗ ⸗ F. 236. VI. Titel. Von der Eheſcheidung. ⸗ ⸗ ⸗ 5. 237. I. Kapitel. Von den Urſachen der Eheſcheidung.„ F. 338— 241. 3. Von der Eheſcheidung wegen einer beſtimmten Ur⸗ 2 Abſch nitt. Von der der S beſtimmten Urſache.§. 242— 257. 2. Abſchnitt. Von den vͤtijuſgen Maoßregein, dricn die auf eine beſtimmte Urfache S Sheſcheieung Perh laſſen kann.„§. 258— 261. 3. Abſchnitt. Von den Sitien die zuuſnnte einer Eheſcheidungsklage aus beſtimmter Urſache. F. 267. b. 3. Kapitel. der Se wegen wechſelſeltiger euwt⸗ ligung. ⸗§. 262— 267. 4. Kapitel. Von den Wirkungen der Eheſcheidung. 5. 268— 27. 5. Kapitel. Von der perſoͤnlichen Trennung Sni von Tiſch und Bette.).§. 272. 273. VII. Titel. Von der PVaterſchaft und der Kindſchaft.§. 274. I. Kapitel. Von der Kindſchaft oder in S em⸗ pfangener Kinder⸗„§. 273— 278. 2. Kapitel. Von dem Beweiſe Kindſchaft Mice Kinder.§. 279— 285. 3. Kapitel. Von den unehelichen Kindern.§ 286. I. Abſchnitt. Von der Legitimation unehelicher Kinder. 5. 287. 288. 2. Abſchnitt. Von der Auerkennung unehelicher Kinder.§. 289— 296. VIII. Titel. Von der Adoption und der Pflegſchaft. 1. Kapitel. Von der Adoption(Annahme an Kindesſtatt). 1. Abſchnitt. Von der Adoption und ihren Wirkungen.§. 297— 302. 2. Abſchnitt. Von der Form der Adoption.„§. 303— 307. 2. Kapitel. Von der Pflegſchaft. ⸗§. 308—311. IX. Titel. Von der elterlichen Gewalt.: 5. 312— 316. Titel. Von der Minderjaͤhrigkeit, der Vormundſchaft und der Emancipation. 1. Kapitel. Von der Minderjaͤhrigkeit.„„ 2ſe 2. Kapitel. Von der Vormundſchaft.„ ⸗ 2 1. Abſchnitt. Von der Vormundſchaft der Eltern. ⸗ 6. 379- 321. —— 3 5 . . 3 N 4½ 1 vUI Inhaltsverzeichniß. Abſchnitt. Von der durch die Eltern uͤbertragenen Vor⸗ mundſchaft.„. Abſchnitt. Von der Vormundſchaft der Aſcendenten. Abſchnttt. Von der durch den Familienrath uͤbertragenen Vormundſchaft. ⸗ 5. Abſchnttt. Von dem Gegenvormunde. ⸗ ⸗ Abſchnitt. Von den Urſachen, welche von der Vormund⸗ ſchaft befreyen.„„ ⸗ 7. Abſchnitt. Von der Unfaͤhigkeit zur Vormundſchaft, und von der Ausſchließung und Abſetzung der Vormuͤnder. 8. Abſchnitt. Von der Verwaltung des Vormundes. 5 9. Abſchnitt. Von den Vormundſchaftsrechnungen„ 3. Kapitel. Von der Emancipation oder Entlaſſung aus der elter⸗ lichen oder vormundſchaftlichen Gewalt.„„ XI. Titel. Ven der Volhaͤhrigkeit, der Interdietion und dem gerichtlich beſtellten Vormunde. I. Kapitel. Von der Vollährigkeit. ⸗. 2. Kapitel. Von der Interdiction. 3. Kapitel. Von dem gerichtlich beſtellten Beyſtande.„ S 5 Zweytes Buch. Von den Sachen und den ver⸗ ſchtedenen Beſchraͤnkungen des Eigenthums. 5. 322— 324. 5. 325. 326- 335. 336— 338. 339— 344. 345— 349. 350— 362. 363—366. — 367— 371. F. 372. 6. 373— 380. §. 381. 382. 1. Titel. Von der Eitheilung der Sachen. ⸗§. 383— 384. 1. Kapitel. Von den unbewealichen Sachen. ⸗ 2. Kapitel. Von den beweglichen Sachen⸗. 3. Kapitel. Von den Sachen in Ruͤckſicht auf ihre Beſitzer. F. 385—388. F. 389— 393. F. 394— 400. II. Titel. Von dem Eigenthume. ⸗ ⸗ ⸗§. 401— 401. I. Kapitel. Von dem Zuwachsrechte auf das was die Sache hervorbringt ⸗* 3 1 2. Kapitel. Vom dem Zuwachsrechte auf das, was mit der Sache vereinigt und ihr einverleibt wird. 1. Abſchnitt. Von dem Zuwachsrechte in Beziehung auf un⸗ bewegliche Sachen.„ ⸗ ⸗ 2. Abfchnitt. Von dem Zuwachsrechte auf bewegliche Sachen III. Titel. Von dem Rießbrauche, dem Gebrauchs? und Wohnungsrechte. 1. Kapitel. Von dem Nießbrauche.„„ 1. Abſchnitt. Von den Rechten des Nießbrauchers.„ 2. Abſchnitt. Von den Verbindlichkeiten des Nießbrauchers. 3. Abſchnitt. Wie ſich der Nießbrauch endigt. ⸗ 5. 403— 404. §. 305. 5. 406—412. §. 413— 417. F. 418— 419. 5. 420— 431. §. 432— 439. §. 4 4 6 Inhaltsverzeichniß. 1 2. Kapitel. Von dem Gebrauchs; und Wohnungsrechte.„ IV. Titel. Von den Servituten oder Grunddienſtbarkei⸗ 4. 4. 5. 445— 450. 1. Kapitel. Von den natuͤrlichen Servituten.„ ⸗ 5 z. Kapitel. Von den geſetzlichen Servituten.„ 3 5 6 I. Abſchnitt. Von der Servitut des Zwiſchenwerks 5. 6 16 2. Abſchnitt. Von der Servitut des Zwiſchenraums. 5 470 3. Abſchnitt. Von der Servltut der Ausſicht.. z. Abſchnitt. Von der Servitut der Dachtraufe. 5. 5. Abſchnitt. Von der Servltut des Uebergangs. 6 3. Kapitel. Von den durch die Handlung eines Menſchen be⸗ gruͤndeten oder conventionellen Servituten.. 8.§ 1. Abſchnitt. Von den verſchiedenen Gattungen der Servi⸗ 477. tuten, welche bey Grundſtuͤcken ſtatt finden können.„§. 478 2. Abſchnitt. Wie die Servituten erworben werden. 3 30. 3 3. Abſchnitt. Von den Rechten und Verbindlichkeiten des 481. Eigenthuͤmers des Grundſtuͤckes, welches die Servitut von dem andern fordern kann.„ 5 4. Abſchnitt. Wie die Servituten erlöſchen. F. 6 Anhang. Von eintgen Beſchränkungen des Eigen⸗ thums, deren der C. N. nicht erwähnt. 3 I. Kapitel. Vom Lehnverhältniſſe.„ 3*§ 38 136 II. Kapitel. Von dem Colonatverhältniſſe.„„ 5 9. III. Kapitel. Von der Emphytenſe.„„ 3§. Drittes Buch. Von den verſchiedenen Erwerbs⸗ arten der Sachen. Allgemeine Verfuͤgungen.§. 498— 502. 503— 505. I. Anfall des Erbrechts. 1. Kapttel. Von dem Anfalle des Erbrechts und dem Ueber⸗ gange des Beſitzes auf die Erben... 6. 506—50 2. Kapitel. Von den zur Erbfolge erforderlichen Eigenſchaften:§. 310 3. Kayttel. Von den verſchledenen Claſſen der Erbſolge. 51I. 1. Abſchnitt. Allqgemeine Grundſätze. S 5re 2. Abſchnitt. Von dem Repraſentationsrechte.. zu5 3. 4. 5. Abſchnitt. Von den verſchiedenen Claſſen der Erb⸗ folge.. ⸗ S5 z. Kapitel Von der außerordentlichen Erbfolge. 3. S 1. Abſchnitt. Von der Succeſſion der unehelichen Kinder. F. 529—336 2. Abſchnitt. Von den Rechten des uͤberlebenden Ehegat⸗ ten und des Staates(und der Hoſpizen). s6 r Spangenberg's Commentar Bd. 11I.„* u — . 1 1 X Inhaltsverzeichniß. II. Erwerb des Erbrechts. ⸗ ⸗ ⸗ 5. 542 5. Kapitel. Von der Annahme oder Ausſchlagung der Erb⸗ ſchaften. 1. Abſchnttt. Von der Annahme.. ⸗ ⸗§. 543— 348. 2. Abſchnitt. Von der Ausſchlagung der Erbſchaften. 6. 549— 552. 3. Abſchnitt. Von der Rechtswohlthat des Inventars. F. 353556. g. Abſchnitt. Von erbloſen Verlaſſenſchaften.§. 559— 561. 6. Kapttel. Voyn der Theilung und Collation.„§ 362. 1. Abſchnitt. Von der Theilungsklage und deren Form.§. 563— 374. 2. Abſchnltt. Von der Collation. ⸗ ⸗ 5. 375— 379. 3. Abſchnitt. Von der Bezahlung der Schulden.„§. 580— 582. z. Abſchnitt. Von der Wirkung der Theiluns und der Ge⸗ waͤhrleiſtung fuͤr dieſelbe..* 5. 583. 584. F. Abſchnttt. Von der Aufhebung geſchehener Theilungen. 5. 555. 586. II. Titel. Von Schenkungen unter Lebenden und von Teſtamenten. I. Kapitel. Allgemeine Grundſitze fuͤr beyde.„ F. 587- 558. 2. Kapitel. Von der Fähigkeit, durch Teſtament oder Schen⸗ kung unter Lebenden etwas zu verfuͤgen oder zu erhalten.§F. 589- 591. 3. Kapitel. Von dem diſponiblen Theile des Vermogens und von der Reduction⸗ I. Abſchnitt. Von dem diſponiblen Vermoͤgenstheile. F. 592— 595. 2. Abſchnitt. Von der Reduction der Schenkungen und Vermächtniſſe.„ ⸗*§. 596— 601. 4. Kapitel. Von den Schenkungen unter Lebenden. 1. Abſchnitt. Von den Erſorderniſſen der Schenkungen un⸗ ter Lebenden. ⸗ ⸗. ⸗ 5. 602— 614. 2. Abſchnitt. Ausnahmen von der Regel, daß Schenkungen unter Lebenden unwiderruflich ſind⸗„§. 615— 620. §. Kapttel. Von Teſtamenten.„ ⸗§F. 621. 1. Abſchnitt. Von den geineinrechtlichen Teſtamenten. F. 622— 628. 2. Abſchnitt. Von den privilegirten Teſtamenten.§. 629— 6383. 3. Abſchnitt. Von dem Inhalte der Teſtamente.§. 639. z. Abſchnttt. Von Univerſal Legaten. 640— 642. 6 ⸗ 5. Abſchnitt. Von den Legaten unter einem Univerſaltitel. F. 643— 645. ö. Abſchnitt. Von den Partikularlegateh.. 5. 646— 649. 7. Abſchnitt. Von den Teſtamentsexecutoren. S ⸗§. 650— 633. 8§. Abſchnitt. Von dem Widerruf der Teſtamente unb den übrigen Urſachen threr Unwirkſamkett..§. 654— 652. 6. Kapitel. Von einigen Arten von Schenkungen, bey denen beſondere Regetn eintreten⸗ F. 663. 6*„ I. Von den Verfuͤgungen, die zum Vortheile der Enkei des Schenkers oder Teſtirers, oder der Kinder ſeiner Geſchwiſter, erlaubt ſund⸗. ⸗ F. 664— 673. 7. Inhaltsvetzeichniß. X1 7. Kapitel. IM. Von den Theilungen, weiche Eltern oder an⸗ dere Aſcendenten unter ihren Deſcendenten vornehmen. 6. 674—676. g. Kapitel. III. Voa den in etner Eheſtiftung an die Ehe⸗ gatten, oder die aus der Eh⸗ zu e Kinder gemach⸗ den Schenkungen. 6. 677— 679. o. Kapitel. IV. Von den Ecenkunzen aier Ehegatten.§. 630—683. III. Titel. Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen, im Allgemeinen. ⸗ ⸗ ⸗§. 684. I. Kapitet. Vorbereltende Verfügungen F. 635. 686. 2. Kapitel. Von den zur S der i gehörenden Erforderniſſen. 5. 637 I. Abſchnitt. Von der Einwiligung. 1 6. 688— 604. 2. Abſchnitt. Von der Fähigkeit der Contrahenten⸗.§. 695 696. 3. Abſchnitt. Bt dem und% der Verträge. S. 697. 698. 4. Abſchnitt. Von dem Beweggrun⸗ der Verindichteten.§. 699. 700. 3. Kapitel. Von der Wirkung der Verbindlichkeiten. I. Abſchnitt. Allgemeine Regeln. ⸗. ⸗ F. 701. 2. Abſchnitt. Von der Verbindlichkeit etwas zu geben. 5. 702— 706. 3. Abſchnitt. Von 8, zu nicht zu thun. 5 5. 707. 4. Abſchuttt. Von den Auſpruche u vimhe S⸗ loshaltung. F. 708— 712. 5. Abſchnitt⸗ Von der Ausletung„ 5 13 7 ö. Abſchnitt. Von der Wirkung der Vertrage in An⸗ ſehung dritter Perſonen. F. 715. 4. Kapitel. Vou den verſchiedenen Gattungen der Verbindlich⸗ keiten. ⸗*§. 716. 1. Ahſchnitt. Von den bedingten Verbindlichkeiten. 1. Hauptſtuͤck. Von der Bedingung im und deren Emtheilung.. 6. 717—719. 2. Hauptſtuͤck. Von der aufſchiebenden Szung F. 720— 721. 3. Hauptſtuͤck. Von der auſtoͤſenden Bedingung. ⸗(. 222. 723. 2. Abſchnitt. Von betagten Verbindlichkeiten. F. 724. 725. 3. Abſchnitt. Von alternativen Verbindlichkeiten. ⸗ 6. 726— 729. z. Abſchnttt. Von ſohdartſchen Verbindlichkeiten. I. Hauptſtück. Von der activen Solidaritat. 2. Hauptſtuͤck. Von der paſſiven Solidarität. ⸗ H. 733— 737. 5. Abſchnitt. Von theilbaren und unthenbaren Verbind⸗ lichkeiten. ⸗„ ⸗ F. 738. 739. 1. Hauptſtäck. Von den Sgen Lug theilbaren Verbindlichkeit.„ ⸗ F. 740. 741. 2. Hauptſtück. Von den Virtungen ciner incheinen Verbindlichkeit.„ ⸗ j5. 742. 743. 1. 2 6. —— —— —— R11 6. Abſchnitt. Inhaltsverzeichniß. Von Verbindlichkeiten, denen eine Conven⸗ tionalſtrafe angehängt iſt„ 5. Kapitel. Von der Erloͤſchung der Verbindlichkeiten. 1. Abſchnitt. Von der Zahlung. 5 7 1. Hauptſtuͤck. Von der Zahlung im Allgemeinen 2. Hauptſtuͤck. Von der Subrogation. 3. Hauptſtuͤck. Von der Abrechnung der Zahlung. Hauptſtuͤck. Von 65, P zahun⸗ und der Hinterlegung. 5. Hauptſtuͤck. Von der Winzenbebnenunge„ 2. oſchnirt. 3. Abſchnitt. g. Abſchnitt. 5. Abſchnitt. 6. Abſchnitt⸗ 7. Abſchnitt. Von der Novation. Von der Remiſſion. Von der Compenſation. Von der Confuſton. in den vorigen Stand. 6. Kapitel. Von dem Beweiſe der 1. Abſchnitt. 1. Hauptſtuͤck. 2. Hauptſtuͤck. 3. Hauptſtuͤck. Von Kerbhoͤlzern. ⸗ ⸗ ⸗ 3 Hauptſtuͤck. Von Abſchriften der Urkunden. §. Hauptſtuͤck. Von to und Beſtätigungs⸗ Urkunden..„ Von dem 3engenteweiſe ⸗ ⸗. Abſchnitt. Von Vermuthungen.„ 3 1. Hauptſiuck. Von dem Urkundenbeweiſe. Von öffentlichen Urkunden.„ Von Privaturkunden. ** 5 5 6 3 Von dem Untergange der Sache. Von der Riüßee und Bibet 3 7 5. 3 Von den geſetzlichen Praͤſumtionen. 2. Hauptſtuͤck. Von den gerichtlichen Präſumtionen. „ Abſchnitt Von dem Geſiaͤndniſſe. Von dem Eide. ⁵„ 3* 5 Hauptſtuͤck. Von dem„ 2. Hauptſtuͤck. Von dem Erganzungseide. ⸗ 6. u. 7. Abſchnitt. ſtehen. .. 7 7* I. Kapitel. Von Quaſicontracten. 2. Kapitel. Von Delicten und Quaſidelieten V. Titel. Von der Eheſtiftung. 1. Kapitel. Allgemeine Verfuͤgungen. 2. Kapitel. Von dem Rechtsvethältniſſe der Guͤtergemeinſchaft Von dem ger'chtlichen Augenſcheine, n dem Gutachten der Sachverſtaͤndigen. IV. Titel. Von Verbindlichkeiten die ohne Vertrag ent⸗ .. 7** — 5 M 7* „„ §. 747. . 748. 749. §. 750— 753. §. 754. §. 755— 789. §. 764— 766. §. 767— 768. S. 769— 771. §. 7721773 F. 774. 775. F. 776— 780. F. 781. 752. 5. 783 F. 784— 787. 5. 788 793. F. 794. 5. 795— 797. F. 798— 800. §. 803. §. 8056 807. §. 808. F. 809— 812. §. 813. F. 814— 816. F. 817— 819. F. 820. 5. 5216 §. 3221 825. 5. 326 827. §. 828. F. 829— 833. §. 834. Erſter Inhaltsverzeichniß. Erſter Thetl. Von der geſetzlichen Guͤtergemeinſchaft. ⸗ 1. Abſchnitt. Von dem Beſtande der Guͤtergemeinſchaft. 1. Hauptſtuͤck. Slzemtine ſchaft.* 2. Hauptſtuͤck. Ven Paſin⸗Beſtande d Guͤterge⸗ meinſchaft. ⸗. 2. Abſchnitt. Von der Verwaltung der Gätergemeinſchaft, und den Wirkungen der von den Ehegatten im dene auf ſie vorgenommenen Handlungen. ⸗ 3. Abſchnitt. Von der Z Stuzenanaſ und ihren Folgen. z. Abſchnttt. Von der Znnuhſe tit uſchlagung tes Ver⸗ moͤgens der Guͤtergemeinſchaft, nach deren Aufhebung. 5. Abſchnitt. Von der Annahme der Sütesnſchaſt, und deren Folgen. ⸗. I. Hauptſtuͤck. Von der Theilung des Sitzeis. z. Hauptſtäck. Von dem Beytrage zu den Schulden. 6. Abſchnitt. Von der Verzichtleiſtung auf v Siramen⸗ ſchaſt und deren Wirkungen. ⸗ Beſtimmung uͤber die geſetzliche Bäungemehiſceſt XIII ⸗ F. 835. §. 336. F. 837. 838. §. 339— 84o. 5. 841— 348. 6. 849 856. S. 837— 861. F. 862. 6. 363— 867. 5. 868— 372. §. 873. einer oder beyde Ehegatten Kinder aus fruͤhern Ehen haben. F. 374. Zweyter Theil. Von der vertragsmäßigen Guͤtergemein⸗ ſchaft, und der Verabredung, wodurch alle Guͤtergemeinſchaft ausgeſchloſſen wird. A. Von der vertragsmäßigen Guͤtergemeinſchaft.„ 1. Abſchnitt. Von der Clauſel der Errungenſchaft.„ 2. Abſchnitt. Von der Clauſel des Ausſchluſſes. 3. Abſchnitt. Von der Clauſel der Mobiliariſirung. z. Abſchnitt. Von der Clauſel der Schuldenrrennung. 5. Abſchnitt. Von der Clauſel der Zuruͤcknahme. 6. Abſchnitt. Von der Clauſel der Vorausnahme.„ 7. Abſchnitt. Von der Clauſel der Ungleichheit.„ 3. Abſchnitt. Von der Clauſel der Allgemeinhett. ⸗ F. 875. 876. F. 878- 879. §. 880— 884. F. 885. F. 886. S. 887. 888. 5. 3 i2 894. Allgemeine Regeln uͤber die vertragsmäßige Guͤtergemeinſchaft.. 895. 9. Abſchnttt. B. Von den Verabredungen, alle S tergemeinſchaft ausgeſchloſſen wird. 1 1. Hauptſtuͤck. Von der Verabredung der Chegatten, rhi Guͤtergemeinſchaft einander heirathen zu wollen. 2. Fii Von der Vermoͤgensabſon erung.. 3. Kapitel. Von dem Dotanerhilniſſ... 1. Abſchnitt. Von der Beſtellung deſſelben. ⸗ ⸗ 2. Abſchnitt⸗ Von den Rechten des Mannes an dem Braut⸗ ſchatze. 5* 5 6 à 6 6 5. 896. S. 397. 898. H. 90I. §. 902. §. 903. 904. 3. Ab⸗ k⸗. 3 x1v Inhaltsverzeichniß. 3. Abſchnitt. Ven der Wiedererſtattung des Brautſchatzes F. 9o- 4. Abſchnitt. Von dem Paraphernalvermoͤgen.„ Beſondere Verordnung.. 89 VI. Titel. Von dem Verkaufe.„„§. 91r. 4. Kapitel. Von dem Begriffe und der Form des Verkaufs.§. 9129rr. 2. Kapitel. Wer kaufen, oder verkaufen kann. ⸗ h. 918. 919. 3. Kapitel. Von den Sachen, welche verkauft werden können.§. 920. z. Kapitel. Von den Verbindlichkeiten des Verkaͤufers⸗ 1. Abſchnitt. Allgemeine Verfuͤgungen. ⸗ 5 z F. 92r. 2. Abſchnitt. Von der Ueberlieferung.. F. 922—924. 3. Abſchnitt. Von der Gewaͤhrleiſtung⸗„ 5. 925. 1. Hauptſtuͤck. Von der Evictionsleiſtung. ⸗ 5. 926—929. 2. Hauptſtuͤck. Von der Gewaͤhrleiſtung fuͤr die Maͤngel der verkauften Sache.„„ 5. 930— 932. s. Kapitel. Von den Verbindlichkeiten des Kaͤufers. 5. 933 935. 6. Kapitel. Von der Nichtigkeit und der Aufhebung des Ver⸗ kaufs. ⸗„„„§. 936. 1. Abſchnitt. Von dem Wiederkaufsrechte.„ ⸗ 5. 937. 933. 2. Abſchnitt. Von Aufhebung des Verkaufs wegen Verletzung.§. 939—941. 7. Kapitel. Von der Verſteigerung, ⸗„§. 942— 943. 8. Kapitel. PVon der Ceſſion. 5„ F. 944 948. VII. Titel. Von dem Tauſche⸗ ⸗ ⸗.§. 949. 950. VIII. Titel. Von dem Mietheontracte. 1. Kapitel. Allgemeine Verfuͤgungen ⸗ ⸗. S. 951. 952. 2. Kapitel. Von dem Miethcontracte über Sachen.„ F. 953. 1. Abſchnitt. Von den allgemeinen Regeln, die der Miethe 6. 954058. und Pacht gemeinſchaftlich ſind. ⸗ ⸗ 2. Abſchnitt. Von den eigenthuͤmlichen Regeln der Miethe. F. 959— 962. 3⸗ Abſchnitt. Von den eigenthuͤmlichen Regein der Pacht. J. 963 967. 3. Kapitel. Von dem Miethcontracte uͤber Arbeit. 5. 968. 1. Abſchnitt. Von Verdingung der Dienſtboten und Arbeits⸗ leute.„ ⸗*. F. 969. 2. Abſchnitt. Von den Landfuhrleuten und Schiffern⸗ ⸗§. 970· 3. Ab ſchnitt.. Von der Verdingung beſtimmter Arbeiten nach einem Anſchlage und Accord. ⸗ ⸗ 5. 9711 974. Kapittel. Von dem Viehpacht. 5. 975—977. 1. Abſchnitt, Allgemeine Regeln⸗. ⸗„ 7 2. Abſchnitt. Von dem einfachen Viehpacht⸗. d. 978 96o. 3. Abſchnitt. Von dem Viehpacht zur Häifte⸗ ⸗ H.„ 5 Inhaltsverzeichniß. Xv Asſchnttt. Von dem mit dem Pächter oder Theilpächter eingegangenen Viehpadt. 1. Hauptſtuͤck. mit 52 Paͤchter eingegangenen Viehpacht. o 085. 2. Hauptſtuͤck. Bon un mit un Sheipichter engezan⸗ genen Viehpacht. 986— 985. 5. Abſchnitt. Von dem uutgnti ſogenannten Biehpacht.§. 989. IX. Titel. Von dem Geſellſchaftsvertrage. I. Kapitel. Algemeine Grundſätze.„ 5. 990. 991. 2. Kapitel. Von den verſchiedenen Gattungen der Geſellſchaften.§5. 992. I. Abſchnitt. Von aſtgemeinen Geſellſchaften..„ 5. 993— 996. 2. AbſchRitt. Von den beſondern Geſellſchaften.§. 997. 3. Kapitel. Von den Verpflichtungen der Geſellſchafter unter einander und in Beziehung auf dritte Perſonen. 1. Abſchnitt. Von 32 Fi der un⸗ ter einander. F. 998— 10c0. 2. Ab ſchnitt. Von den werplichtungen der Sruene in Beziehung auf dritte Perſonen. ⸗ F. 1001. 4. Kapitel. Von den des un.une trages. ⸗ F. 1002— 1007. Verfuͤgungen in Vetreß 5 Handelsgeſelſchaſten.„ F. 1003. X. Titel. Von dem Darlehn. ⸗. ⸗§. 1009. 1. Kapitel. Von dem Leihcontracte. I. Ibſchnitt. Von der Natur des Leihsontratts. 3 F. 1010- T01r. 2. Abſchnitt. Von den Verpflichtungen des Leihers. F. 1012. 3. Abſchnitt. Von den Verbindlichkeiten des Verleihers. F. 1013. 2. Kapitel. Von dem Darlehn. eS Von der Natur des Darlehns.⸗. 5. 101 To15. 2. Abſchnitt. Von den Verbindlichkeiten des Datleihers. J. 1016. 3. Abſchnttt. Von den Verbindlichkeiten des Erborgers. F. 1017. 3. Kapitel. Von dem verzinslichen Darlehn.„ ⸗ F. 1018- 1022. XI. Titel. Von dem NRiederlegungsvertrage(Depoſitum). 1. Kapttel. Von dem Niederlegungsvertrage im Allgemeinen.§. 1023— 1024. 3. Von dem Niederlegungsvertrage im eigentlichen nne. 1. Abſchnitt. Von der Natur und dem Weſen deſſelben. F. Ioas. 1026. 2. Abſchnitt. Von der frehwilligen Niederlegung.„§. 1027. 3. Abſchnitt. Von den Verbindlichkeiten des Verwahrers§. 1028. 1029. z. Abſchnitt. Von den Verbindlſchkeiten des Niederlegers (Deponenten)⸗ ⸗„§. 1030. 5. Ab⸗ —. Xv Inhaltsverzeichniß. 5. Abſchnitt. VBon der gezwungenen Nieber/ legung. ⸗ ⸗ 5. 103r— 1oz3. 3. Kapitel. Von der Sehn ⸗ ⸗„ 5. 103 1. Abſchnitt. Von den verſchiedenen Gattungen der Se⸗ 3 queſtratlon. ⸗„„ F. roz5. 2. Abſchnitt. Von der vertragsmäßigen Sequeſtration F. roz6. 10 3. Abſchnitt. Von der gerichtlichen Sequeſtration. 2 XII. Titel. Von den aleatoriſchen(Gluͤcks⸗ oder Hoffnungs) Vertraͤgen....* 5. 1040. 1041. 1. Kapitel. Vom Spiele und der Wette.„ 1 F. 1042. 2. Kapttel. Von dem Leibrenten⸗Contracte. r. Abſchnitt. Von den Erforderniſſen deſſelben.„ F. 1043. 2. Abſchnitt. Von den Wirkungen des Vertrages.„§. 1044. XIII. Titel. Von dem Mandats⸗Contracte. I. Kapitel. Von der Natur und der Form deſſelben⸗§. 1045. 1046 2. Kapitel. Von den Verbindlichkeiten des Bevolmůchtigten (Mandatars). ⸗„ 5 F. 1047. 3. Kapitel. Von den Verbindlichkeiten des n (Mandanten). ⸗„ ⸗§. 1048. 4. Kapttel. Von den Endigungsarten des Mandats. 5. 1049—1052 XIV. Titel. Von der Buͤrgſchaft. 1. Kapitel. Von der Natur und dem Umfange deſſelben. 5. 1053- 1056 2. Kapitel. Von den Wirkungen der Bürgſchaft. 1. Abſchnitt. Von den Wirkungen der Heſasfe zwſchen dem Glaͤubiger und dem Boͤrgen. k F. 1057— 1059 2. Abſchnitt. Von der Wirkung der Burgſchaft hle dem Schuldner und dem Büuͤrgen F. 1060. 3. Abſchnitt. Von der Wirkung der viſcl in den Mitbuͤrgen.„. 5 roör. 3. Kapitel. Von Erloſchung der Sirgſchaft. ⸗ ⸗ S. 10561 g. Kapitel. Von der geſetzlichen und gerichtlichen Buͤrg⸗ ſchaft.„ ⸗ ⸗„ ⸗ 5 F. 1063. 1064 XV. Titel. Von dem Vergleiche.:§. 1065— 1070. XVI. Titel. Von der korperlichen Vrbhtni in buͤr⸗ gerlichen Sachen. ⸗ ⸗ ⸗§. 1071— 1074 XVII Inhaltsyerzeichniß. xvII XVII. Titel. Von dem Pfandeontraete. ⸗ 8. 1075. 1076. 1. Kapitel. Von dem Fauſipfanbsconttacte.„*§. 1077. 1078. 2. Kapttel. Von dem antichretiſchen Contracte.§. 1079— 1094. XVIII. Titel. Von Privilegien und Hypotheken.§. 1085. 1. Kapitel. Allgemeine Grundſaͤtze.„ F. 1086. 3. Kapitel. Von den Privilegien.„ F. 1037- 1090. I. Abſchnitt. Von Privilegien auf egle Sachen.§. 1091. 1. Hauptſtuͤck. Von auf kee liche Sachen. ⸗ ⸗ F. 1092. 2. Hauptſtuͤck. Von vreueie auf in, weoi Sachen. 6. 1093. 2. Abſchnitt. Von Privilegien auf uibewegliche Sen S. 1094. 1095. 3. Abſchnitt. Von Privilegien auf und liche Sachen ⸗§. 1096. 1097. Abſchnitt. Von den Bedingungen, unter ichen die Pri⸗ vilegien allein Guͤltigkeit und Wirkungen haben. ⸗ F. 1098. 1099. 3. Kapitel. Von den Hypotheken.§. 1100— 1103. 1. Abſchnitt. Von den geſetzlichen Hypotheken.§. 1105— 11056. 2. Abſchnitt. Von den gerichtlichen Hypotheken.§. 1107— 1109. 3. Abſchnitt. Von den verträgsmäßigen Hypotheken.§. 1110. 1111. z. Abſchnitt. Von dem Range der Hypotheken unter ein⸗ ander. ⸗* ⸗„ ⸗ F. I1121115. z. Kapitel. Von der Art und Weiſe der Pri⸗ vilegien und Hypotheken. ⸗ s. Kapitel. Von der Loͤſchung und Reductlon der nen Privilegien und Hypotheken.„ ⸗ 6. Kapitel. Von den Wirkungen der hisiet, und dypo⸗ theken gegen dritte Beſitzer.„ 7. Kapitel. Von der der vu 1116- 1120. 7 „112I. II22. „1123— 1I25. theken. ⸗ 5. 1126. 3. Kapttel. Von der Art, kn von und Hypotheken frey zu machen. ⸗„ F. 1127— 1129. 9. Kapttel. Von der Art und Weiſe, bey Erwerbung der zum Vermögen der Ehemänner und Vormuͤnder gehörigen Grundſtuͤcke dieſelben von den auf jenem haftenden, aber nicht eingetragenen Hypotheken frey zu machen.„ 10. Kapitei. Von den Hypothekenbewahrern. XIX. Titel. Von dem gerichtlichen, Schulden hal⸗ ber vorzunehmenden Verkaufe, und der Rangord⸗ nung unter den Glaͤnbigern. Spangenberg's Commentar Bb. III. 11* 1. Kan Ue 1132— 1136. —— * 5 14 6 „ 3 Xv11I Inhaltsverzeichniß. 1. Kapitel. Von dem gerichtlichen, Schulden halber vorzu⸗ nehmenden Verkaufe. ⸗*§. 2. Kapitel. Von der Rangordnung der Glaͤubiger und der Vertheilung des Kaufpreiſes unter h„. XX. Tite l. Von der Verjaͤhrung. I. Kapitel. Allgemeine Verfuͤgungen.„„. 2. Kapitel. Von dem Beſitze. ⸗ 5. 3. Kapttel. Von den Urſachen, die eine Verſaͤhrung unmog⸗ lich machen. 5„„ ⸗„ g. Kapitel. Von den Urſachen, die den Lauf der Verjährung unterbrechen oder aufhalten. 1. Abſfchnitt. Von den Si die Zetihruz unterbrechen. ⸗ 2. Abſchnitt. Von den Lauf der Ver⸗ ährung aufhalten. ⸗ ⸗„ ⸗ 5. Kapftel. Von der zur Verjährung S Zeit. 1. Abſchnitt. Allgemeine Regeln. 2. Abſchnitt. Von der dreyßigjhrigen werjlhrung⸗ 3. Abſchnitt. S6 der nt ſut neiei 3 rung.* z. Abſchnitt. Von zeſondnn der Ven ihrnz. 24 S 1137— 1139. 5. 1140. 1147. 1142. 1143— 1196. §. 1147. 1148. 1149. 1150. 1I5l. I152. II53. 1154— 1156. II57 1I59. 1I160- 1162. Von ien 6. 634. Einleitung. S oben(§. 499.) iſt es erinnert worden, daß die Arten, Eigen⸗ thum zu erwerben, theils einfache, theils zuſammengeſetzte ſind. Zu den letztern gehören außer der in dem vorigen Titel abgehandelten Erbfolge, und der Schenkung, die Verbindlichkerten. Dieſe konnen ihrer Na⸗ tur nach doppelt ſeyn; denn ſie entſpringen entweder aus Verträgen (contrats, obligations) oder aus Handlungen, deren Vornahme dem Geſetze nach eine gewiſſe Verpflichtung nach ſich zieht d. h. aus Qua⸗ ſicontracten, Delicten und Quaſidelicten(Engagemens). Rit den Vertraͤgen werden wir uns in dieſem Titel, mit den uͤbrigen genannten Handlungen in dem folgenden beſchaͤftigen. ¹) Spangenberg's Commentar Bd. III. A Druter — 2 Drittes Buch. Dritter Titel. 4 D ite ie. Von den Perbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen ent— ſtehen, im allgemeinen. Erſtes Kapitel. Vorbereitende Verfuͤgungen⸗ Besrif. 1„ 4 Dieſer Titel enthaͤlt nur die allgemeinen Regeln uͤber Vertraͤge, und 1 deren Wirkung uͤberhaupt; die beſondern Regeln uͤber einzelne Arten 1 der Verträge ſind in dem fuͤnften und den folgenden Titeln enthalten ¹). 1 Prt. 1101. Vertrag oder Contract iſt eine Uebereinkunft, mittelſt welcher eine oder mehrere Perſonen ſich gegen eine oder mehrere Perſonen verbind⸗ uch machen, etwas zu geben, zu thun, oder nicht zu thun. 1) CoMMaiLILN nouveau traité des obligstions. paris 1805. 8. RENAuLT (de j Orne) traitẽ des conventions et des engagemens ſans convention. Pa- rs 1806. 5. d. 6. DAunaN Tod traité pratique de toutes eſpeces de con ventions, contrats, obligations, et engagemens. Paris 1807. 8. „ Da uͤberhaupt die Obligationen der Rechtstheil iſt, woran, den Ehecontract ausgenommen, am wenigſten geandert iſt, und das Roͤmiſche Recht vorwal⸗ tet, ſo iſt auch hier vorzuͤglich borkrRs traité des obligatons. Nouvelle 1 edition, o Pon a indiqus les changemens faits par le Code civl; par M. 3 BERMARp1. Paxis 180. 11 Voll. ſehr zu ewpfehlen⸗ 6586 1 1 Eintheilung. urt. ncz. Die Verträge können verſchieden abgetheilt werden: I. in zwey⸗ nrt. 1103. ſeitige oder einſeitige, je nachdem die Contrabenten ſich wechſelſei⸗ tig zu einer Leiſtung verbindlich machen, oder je nachdem nur auf e ette Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 3 Seite eine Verbindlichkeit ſtatt findet; II. in commutative oder nicht⸗ Art. 1103. commutative. Ein commutatwer Vertrag iſt ein ſolcher, wo jeder Theil etwas zu geben, oder zu thun verſpricht, was als Verguͤtung deſſen, was der andere Thei ihm giebt, oder fuͤr ihn thut, betrachtet werden ſoll; III. in oneroſe, wohltbätige und risquirte. Ris⸗ quirte ſind ſolche, wo die Möglichkeit eines Gewinnes oder Verluſtes fuͤr den einen Contrabenten von einem ungewiſſen Ereigniſſe abhaͤngt: wohlthatige ſolche, wodurch ein Theil dem andern einen durchaus un⸗ Art. 10 entgeldlichen Vortheil verſchafft; läſtige, wo jedem der Contrahenten et⸗ was zu geben ¹), oder zu leiſten auferlegt wird ²). Nach dieſen Eintheilungsgruͤnden duͤrften ſich wohl die im Code ge⸗ nannten allgemeinen buͤrgerlichen Verträge, denn die beſondern Handeis⸗Att. 1107 vertraͤge finden in dem Code de commerce ihre Beſtimmung, dem Geiſte des franzöſiſchen Rechts am gemäßeſten, folgendermaaßen elaſſi⸗ fieiren laſſen: 1, Zweyſeitige Vertraͤge. 1. Commutative. in A. Oneroſe. , a. Kauf. Art. 1582— 1700. b. Tauſch. Art. 1701— 1707. c. Miethe. Art. 1708— 1831. d. Die ungenannten aus der Natur der Sache entſpringenden Contracte. B. Risquirte,(hier genannt aleatoriſche.)! in 5 S Art. 1964— 1983. tu 2. Nichttommutative: N. Oneroſe. ch a. Eheſtiftung. Art. 1387— 158r. ¹ b. Geſellſchaft. Art. 1832— 1873. c. Vergleich. Art. 2044— 2058. B. Wohlthaͤtige: a. Commodat und Darlehen. Art. 1874— 1914. b. Precarium. e C. Risgquirte. ſi a. Pfand und Hypothek. Art. 2071— 2218. m b. Interceſſionen. Art. 2011— 2043. i 2 2 U. 4 Drittes Buch. Dritter Titel. II. Einſeitige Vertraͤge. a. Mandat. Art. 1984— 2010. b. Depoſitum. Art. 1915— 1967. Aus dieſer Ueberſicht folgt jedoch auch, daß der Code die einzel⸗ 3 nen Vertraͤge nicht claſſifieirt; ſondern nur die Eintbeilungsgruͤnde der⸗ 3 ſelben angegeben hat. Wir werden daher auch dieſe angegebenen Claſſifi⸗ cationen verlaſſen muͤſſen, da wir die Titelfolge des Code zu befolgen uns zur Pflicht gemacht haben. 3 1) Mag daſſelbe auch auf der einen Seite noch ſo gering ſehn. Caſſattons⸗ 3 hof in S1RBv Journal général. 1809. P. I. p. 185. Z. B. Schenkung unter Ausbedingung des Untethalts. S. auch Ebendaſelb ſt. P. I. S. 106. 2) Noch findet hier eine Bemerkung uͤber die ſo oft mißgedeuteten natuͤrlichen Verbindlichkeiten(obligations naturelles) Statt.— Der Code beſtimmt hieruͤber nichts ausdrucklich; indeſſen erſehen wir aus der Hauptſtelle uͤber die⸗ felben, namlich B1607 pR PRPanMRvBu Fxpoſé, bey Gakdkkv B. 11I. 7 Th. 11, S. 76. daß zwar: I. in der Regel die Exiſtenz einer natuͤrlichen Ver⸗ vindlichkelt ausdruͤcklich anerkannt wird, z. B. bey Unſtatthaftigkeit der Klage wegen Minder)ährigkeit, wo doch Buͤrgſchaft ſtatt findet. Art. 2012. Ferner nach bereits verjaͤhrter Klage. S. auch GouP1I. PREFRI. N ebendaſ. S. 317. 4 JausERT Rapport. Daſ. B. lV. S. 27. 128 DErvINcovR Inſtitutes. T. II. p. 203. MarEviLE Analyſe ad art. 1235. Planck Abhandlungen. 3 Th. I. S. 307.;— 11. daß dieſelbe hedoch dem Gläubiger ketn anderes Recht 1 giebt, als daß der Schuldner, wenn er ſie einmal erfuͤllt hat, die Leiſtung 1 nicht wieder zuraͤck fordern kann, Art. 1235. namentlich III. daß der Creditor keine Anſpruͤche, die nur auf einer natuͤrlichen Verbindlichkeit beruhen, zur Compenſation hringen kann. B1607 pE PREAMENEU a. a. O. PoTRIER traitè des obligations. P. II. ch II. nro. 192. 193. 195. Wohl aber IV. fin⸗ det eine Buͤrgſchaft bey der natürlichen Verbindlichkeit ſtatt. Arg. Art. 2012. f 1 Zweytes Kapitel. Von den zur Guͤltigkeit der Verträge weſentlich gehoͤren⸗ den Erforderniſſen. 8. 687. Aufzählung derſelben. Art. 1105. Zur Guͤltigkeit eines Vertrages ſind weſentlich erforderlich: I. die Einwilligung des ſich verpflichtenden Tbeils, L. Faͤ⸗ igkeit (n „t ſe⸗ t ge t 3 e. n, t o r kn n ie Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. ₰ pigkeit deſſelben, den Vertrag eingehen zu können, II. eine beſtimmte Sache, die den Gegenſtand des Vertrags ausmacht, und IV. ein erlaubter Grund der Verbindlich⸗ keit*N 1) Tisso réflexions fur les contrats et quelques unes des cauſes, qui en de- terminent la reſciſſion. Paris. 1806. 8. Erſter Abſchnitt. Von der Einwilligung. 5. 688. I. Wie ſie beſchaffen ſeyn muͤſſe? 1. ungültigkeitsgruͤnde. Die Einwilligung muß mit voͤlliger Willensfreyheit gegeben Art. 1109. werden. Iſt ſie mithin I. aus Irrthum gegeben, oder lI. durch Ge⸗ walt erzwungen, oder III. durch Betrug erſchlichen worden, ſo iſt ſie unguͤltig. §. 689. a. Irrthum. Rur I. der Irrthum, der das Weſen der den Gegenſtand urt. 1110. des Vertrags ausmachenden Sache betrifft ¹), macht den⸗ ſelben unguͤltig, nie der Irrthum in Hinſicht der Perſon des Gegencon⸗ trahenten, ausgenommen wenn die Ruͤckſicht auf dieſe Perſon den Haupt⸗ grund des Vertrags ausmacht ²). II. Ebenfalls nur, unter der eben genannten Vorausſetzung, ein factiſcher Irrtbum, d. b. ein Irr⸗ thum uͤber Thatſachen; nie aber ein rechtlicher d. h. uͤber Geſetze 3). — Ein Rechnungsfebler 4) iſt dagegen immer zu verbeſſern, ohne daß das Geſchaͤft durch ihn unguͤltig wird*). 1) Ueber die Wirkung des Irrthums bey Eingehung einer Ehe ſ.§. 216. Not. 2. Fall ſetzt auch der Art. 2033. voraus, der anfangs zu widerſprechen eink. 3) S. F. 75. Not. 1. 4) Art. Art. 2058. 13 5) 5 — Drittes Buch. Dritter Titel. b. Gevalt. Die Gewalt laßt ſich auf eine doppelte Art denken. Denn theils iſt ſie mechaniſch; d. h. durch wirkliche Anwendu ten bewirkt, oder Zwang; theils compulſiv; d. h. eine Androhung ei⸗ welches im Richtfolgeleiſten eintreten ſoll, Furchterre⸗ Beyde Arten von Gewalt haben gleiche Wirkung. Damit aber Vertrags nach ſich ziehe, iſt erforderlich: der eine Verbindlichkeit uͤbernahm, und ſich zu oder deſſen Gatten, oder Deſcendenten oder Aſcen⸗ Ob ſie von dem, zu deſſen Vortheile der oder von emem Andern angewandt wurde, on der Beſchaffenheit ſeyn, daß ſie druck machen, und bey ihr die ſelbſt, oder ihren Gatten, oder oder endlich ihr Vermögen, im beträchtlichen, und 3) gleich be⸗ Sind dieſe drey Erfor⸗ cht ein, welche die Nich⸗ In wie fern aber dieſe nes Uebels, Gewalt die Richtigkeit des Art. 1111. I. ſie muß gegen den, etwas anheiſchig machte, denten, ausgeuͤbt werden. Vertrag geſchloſſen wurde, urt. x112. iſt völlig einerley. art. 1113. 1) auf eine geſetzte Perſon Ein Beſorgniß erregen kann, daß ſie ſich ihre Deſcendenten oder Aſcend Richtfolgeleiſtungsfalle einem 2 vorſtehenden Uebel ausſetzen werde.— derniſſe vorhanden, ſo tritt eine gerechte Fur tigkeit des erzwungenen V Erforderniſſe in einem gegebenen Falle vo ſen der Tribunäle zu uͤberlaſſen. tende Regel gegeben, da Alter, Geſchlecht und die Art. 1114. ſicht nehmen muͤſſen.— (metus reverentialis) wobey kein Zwang ange Art. 111. hinreichend, den Vertrag fuͤr unguͤltig zu erklaͤ kann nicht mehr angegriffen wer gebort hat, entweder ausdruͤck II. Sie muß v ertrags begruͤndet. rhanden ſind, des iſt denſelben jedoch als lei⸗ ſer Furcht auf das ß ſie bey Beurtheilung die ¹) der Perſon Ruͤck⸗ körperliche Beſchaffenbeit Bloß ehrerbtetige Furcht gegen Aſcendenten wandt wurde, iſt nicht III. Ein Vertrag ſeitdem die Gewalt auf⸗ lich oder ſtillſchweigend, z. B. wenn man die zur Wiedereinſetzung in den vorigen Stand geſetzlich beſtimmte Zeit ²) verſtreichen ließ, genehmigt worden iſt. den, wenn er, 5) Ebenfalls muß es dem Ermeſſen des Tribunals uͤberlaſſen bleiben, ob niche vielleicht der Umſtand, daß der Irrende ſelbſt Schuld an ſeinem Irrthume war; oder daß er deſſen ohngeachtet den Vertrag eingegangen haben wurde, wenn er den Jerthum eingeſehen haͤtte, Beruͤckſichtigung verdient. Zacta- R1AE Haudbuch. Th. I. S. 260. Not. 4. ng von korperlichen Kraͤf⸗ iſt dem Ermeſ⸗ ¹) Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 7 1) So uͤberſetzen das Wort conditton ſfehr richtig die Weſtphaͤliſche, und 5 l ſo wie die Lateiniſche Auszabe; Waſſaulx hingegen:„Man. t nimmt Rückſicht auf— den Stand der Perſonen“ Erhard:“ Umſtande der Perſonen“. 2) S. Art. 1303 fg. §. 691. ſ Betrug iſt eine Erregung falſcher Vorſtellungen bey dem Miteontta⸗Art. 1116. ſ henten, um denſelben zu uͤbervortheilen 1). Der Betrug bewirkt die i Richtigkeit des Vertrags nur dann, wenn die zu der genannten Erre⸗ gung falſcher Vorſtellungen gebrauchten Kunſtgriffe von der Art ſind, daß e der andere Theil ohne dieſe Kunſtgriffe nicht contrahirt haben wuͤrde. (Es muß dolus caussam dans contractui ſeyn.)— Der Betrug muß immer vollkommen bewieſen werden, wenn man die Unguͤltigkeit des Vertrags aus ihm herleiten will ²). 1) Der Betrug muß immer von dem Mitcontrahenten begangen ſeyn. Iſt er e, von einem dritten begangen, ſo findet gegen denſelben nur eine Klage auf ſi Entſchädigung ſtatt. Daſſelbe iſt der Fall, wenn er nur einen außerweſentli⸗ chen Umſtand betrifft. BouscuRT Explication ad h. art. 2) Einen merkwuͤrdigen hierher gehörigen Rechtsfall erzaͤhlt S1REv Jurispruden- M ee. 1807. P. 254. Blanchard zu Maleville Th. II. S. 17 fgg. in 2. Wirkung dieſer ungultigkeitsgruͤnde. Irrtbum, Gewalt und Betrug machen nie den Contract ipso ju- re unguͤltig; ſie geben nur eine Klage auf Reſeiſſton oder i Richtigkeit des Contracts ¹). Ueber dieſelbe ſ. Cap. 5. Abſchn. 7. 1) DARD ad h. art. ſagt: C'etait ume maæime du Lrot Frangais, que c. les voier de uullitè n avoient Point lieu en Frauce. S. auch Coutume de Gorze. tit. 7. art. 10. 11. Art. 1117. 6. 6923. 3. Andere Arten der ungultigkeit. t Außerdem giebt es noch andere Arten der Unguͤltigkeit der Ver⸗ trage, welche theils aus der mangelnden Faͤhigkeit des Contrshenten, der —— Art. 1118. Art. 1119. Art. 1120. Art. 1121. Art. 1122. 8 Drittes Buch. Dritter Titel. der Sache und des Grundes entſpringen; theils nur gewiſſen Contrac⸗ ten eigen ſind, wie z. B. Verletzung, Mangel der gehoͤrigen Form. Hierber gehoͤrt: I. Einige Vertraͤge muͤſſen naͤmlich durchaus ſchriftlich abgefaßt werden, wenn ſie guͤltig ſeyn ſollen, wie die Eheſtiftung, der Ver⸗ gleich, Societätscontract, Hypothek und das Depoſitum; bey den uͤbrigen dient die ſchriftliche Abfaſſung nur zum Beweismittel ¹); II. Einige muͤſſen vor oͤffentlichen Beamten eingegangen werden, wie die Eheſtif. tung. III. Eme unmoͤgliche, oder in der Willkuͤhr des ſich Verbinde den liegende Bedingung, u. a. m. Fxpoſé zum B. 1II. Tit. 4. bey GanNERr B. III. Th. III. 02 §. 694. II. Von wem ſie geſchehen müſſe? In ſeinem eigenen Nahmen kann man in der Regel weder etwas verſprechen, noch ſich ausbedingen, als fur ſich ſelbſt. Ausgenommen: I. fuͤr einen dritten kann man zwar eine von demſelben zu leiſtende Hand— lung verſprechen; man iſt aber dann zur Schadlosbaltung verbunden, wenn der dritte die Erfuͤllung des Verſprechens verweigert. II. Auf emt gleiche Weiſe kann man zum Vorcheile eines druten ſich etwas verſpre⸗ chen laſſen, wenn 1) dieſes die Bedingung einer Leiſtung iſt, welche man ſich ſelbſt ausbedingt; z. B. ich laſſe mir ausbedingen, daß der Andere mir ein Haus baue, dieſes jedoch durch eine dritte benannte Perſon ¹); 2) oder einer Schenkung, die man einem Andern macht. — Wer ein ſolches Verſprechen zum Vortheil eines dritten ſich hat ge⸗ ben laſſen, kann nur dann davon wieder abgehen, ſo lange der dritte, dieſen Vortheil annehmen zu wollen, nicht erklaͤrt hat*). 11I. Auch ſtreitet immer die Vermurhung dafuͤr, daß man nicht bloß fuͤr ſich, ſon⸗ dern auch fuͤr ſeine Erben und Nachfolger ſtipultrt babe, wenn nicht das Gegentheil ausgedruͤckt wurde, oder aus der Natur des Vertrages hervorgeht. 1) Fr. Ia3. 6. 21. D. XLV. I. de verborum obligationib. nach welchem bet Artikel zu erklären iſt. Ganz irrig uͤberſetzt deshalb erhard die Worte: lorsque telle eſt la condition d' une ſtipulation que l'on fait pour ſoi mẽme — in ſo fern ſolches als Bedingung eines Verſprechens geſchleht, das ſich ſelbſt leiſtet“— da es heißen müßte⸗*daß man ſich ge⸗ en läßt“. 2) M wis ſen n dey, en ſu Ath de un ſch t 1 ſ i . or nin di Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 9 Mag dieſer Vortheil auch ſo entfernt ſeyn, wie er will. Bemerkung des Dee in der Diſcuſſion. Conférence. T. V. p. 12. Blanchaed Waleville Th. II. S. 22 fgg. Es ſcheint unbedenklich, daß anch dem dritten, ein nach dem gemeinen Rechte Klagrecht auf Erlangung dieſes Vortheils zuſtehe, da das jetzige Syſtem der Klagen lediglich auf das Intereſſe des Individuums gebauet it. S. mein Proceſſus judiciarius civilin in reguo WMeſtyhallae.§. 127. Zweyter Abſchnitt. Von der Fähigkeit der Contrahenten. §. 695. Regel. Ein jeder kann contrahiren, den nicht das Geſeß fur unfaͤhig er⸗grt. riaz. klärt hat. Dieſe Unfaäͤhigkeit iſt entweder abſolut, oder relativ. Abſolut unfaͤhig ſind: I. die Minderjaͤhrigen ¹); II. die Interdi⸗Art. 1124. cirten, III. die buͤrgerlich Todten 2). Relativ unfähig ſind: I. die Ehefrauen in den durch das Geſetz beſtimmten Fällen ³); II. alle diejenigen, welchen das Geſetz gewiſſe Verträge unterſagt. Z. B. Gemeinden 4). 1) Dae Tribunal zu Paris erklaͤrte jedoch einen Wechſel fur guͤſtig, den ein Minderjabriaer wegen Vorſchuͤſſe, im Militairſtande, ausgeſtelft hatte, fuͤr gul⸗ tig. S. JouANNau et Soron Diſcuſions. T. II. p. 254. not. 1. 2) S. F. 122. 3) S. Art. 1338. 217. Ueberhaupt: F. 229. ) Betrunkene werden, dem Ermeſſen des Richters nach, als Interdicirte, oder dolos Hintergangene zu betrachten, und aus dieſen Gruͤnden die von ihnen ab⸗ geſchloſſenen Vertraͤgen zu reſeindiren ſeyn. 6. 696. Anfechtung der Vertraͤge aus dieſen Gruͤnden. Iſt eine ſolche unfähige Perſon einen Vertrag eingegangen, ſo Art. kann auch nur ſie allein oder ihr Vormund und Curator, oder ihre Erben ¹), dieſen, jedoch nur in denen durch das Geſetz beſtimmten Spangenberg's Commentar Bd. UI. B Fäl⸗ — — 10 Drittes Buch. Dritter Titel. Fällen ²), reſcindiren laſſen. Der fahige Mitcontrahent aber kann ſich nie aus dieſem Grunde auf die Ungültigkeit des Contracts berufen 3). 1) Dahin iſt der Artikel zu erklaͤren. MatFvILLE Aualyſe ad h. art. Ebenfalls iſt die Reglerung befugt, einen von dem Maire einer Gemeinde ohne Autori⸗ ſation geſchloſſenen Contract aufheben zu laſſen, da ſie ſich als Vormund verhält. 2) S. dieſelbe in Cap. 5. Abſchn. 7. 3) S. Art. 223.— Der 1125. Art. ſoll jedoch nicht dann ſeine Auwendung finden, wenn durch einen Curator abſenus, der ſein Mandat überſchreitet, Verträge eingegangen ſind. So z. B. kann der, welcher ein Compromiß uͤber die Rechte eines Abweſenden mit deſſen Curotor eingegangen, und der letz tere nicht zur Abſchliebung eines Compromiſſes antoriſitt war, ſelbſt die Nichtigkeit dieſes Compromiſſes reclamiten. Caſſationshof in Strr Jour- nal genéral 1809. P. I. P. 71. Dritter Abſchnitt. Von dem Gegenſtande und dem Inhalte der Verträͤge. 6. 697. Gegenſtand. Art. 1126. Der Gegenſtand eines Vertrags beſteht immer in einem Thun zrt. 1127. öder Richtthun, oder einem Leiſten, oder einem Geben. Im letztern Falle kann ſowohl das Eigenthum einer Sache, als der bloße Gehrauch, oder Beſitz gegeben werden. S. 698. Erforderniſſe. net. 1123. Was die Sachen anlangt, welche Gegenſtand eines Vertrags ſeyn koͤnnen, ſo muͤſſen ſie: I. dem Privatverkehr unterworfen ſeyn (res in commercio) ¹); II. zum wenigſten ihrer Gattung nach, be⸗ ſtimmt ſeyn. Ibr Betrag kann ungewiß ſeyn, in ſo fern er nur uͤber⸗ Art. 1129. haupt beſtimmbar ²) iſt, z. B. eine Heerde, Bibtiothek, nothiges Getraide auf ein Jahr u. ſ. w.— Ob die Sache gegenwättig, oder xrt. 1130. zukuͤnftig ²) iſt, darauf köͤmmt nichts an, nur iſt beſtimmt, daß man einer noch nicht angefallenen Erbſchaft entſagen, auch nicht, ſelbſt nicht mit Genehmigung des Erblaſſers, uber dieſe Efbſchaft einen Vertrog ſchließen darf 4), 1) Von den Verbindlichkeiten, welche aus Verträgen entſtehen. 1 1) Welche Sochen nicht in commereio ſind, beſtimmt: Art. 33864r. 2) Entweder durch die Nothwendigkeit, oder durch den Richtel. PoTRIR a. 4. 3) ueber die Emtio ſpei z.B. ſ. zum Art. 1600. t ₰ Dieſes Verbot iſt im Art. 797. und 1600. wiederholt. Grund deſſelben iſi, die Einzriffe in die Gleichheit der erbſchaftlichen Thellungen zu verhindern. S⸗ Movkicaurd Rapport und Blanchard zu Maleville Th. III. S. 27. 3 Vierter Abſchnitt. Von dem Beweggrunde der Verbindlichkeiten. . 5 699. R e 63 e. Jede Verbindlichkeit muß einen Beweggrund ¹) haben. Iſt dieſer At. 151. nicht vorhanden, oder iſt ein falſcher ²) oder unerkaubter Beweggrund ihr zum Grunde gelegt, ſo iſt ſie unguͤltig. Doch iſt der Vertrag dar⸗ Art. 1134. um nicht unguͤltig, wenn der Beweggrund deſſelben in demſelben nicht ausgedruͤckt iſt, falls er nur bewieſen werden kann. 1)* cauſe“ die Weſtphalica überſetzt:« Grund“ die Badenſis:*Urſache“ Pr⸗ . hard:“Veranlaſſungsurſachen.“— Man hute ſich caſe bloß durch cauſfa n debendi, Rechtsgrund des Vertrags, zu uͤberſetzen; denn auch ein faetiſchet Grund iſt darunter zu verſtehen.— Nahe graͤnzt uͤbrigens die Ungůltigkeit des Vertrags wegen falſchen Beweggrund an die, wegen Irrthums. Vergl. uͤberhaupt die in einigen Puncten von dieſer Anſicht abweichende Theo⸗ rie der cauſe in Z2AcRARIaE Handbuch. Th. I. S. 263— 263. 2) Daher iſt jeder ſimulirte Vertrag unguͤltia, mit Ausnahme deſſen, was F. 60. Not. 2. geſagt iſt. §. 700. Unerlaubter Veweggrund. 6 Der Beweggrund der Verbindlichkeit iſt unerlaubt, wenn er J. von Art. 1133 dem Geſetze verboten iſt; II. wenn er den guten Sitten oder der öffent— u lichen Ordnung zuwider iſt ¹). nn 1) S. Art. 6. und F. 97. Ferner die intereſſante Abhandlung von Mavcord im it Journal de barreau, 1809. S. 167. und in SInBv Jourual géntral. 1809. P. n II. S. 346 fgg. Vergl. auch Geſterley und mein Commentar qber die Franzöſ. und Weſtph. Proceßerdnung. Th. I. S. 427. Anmerk. 3 3 * 15 6 12 Drittes Buch. Dritter itel. Drittes Kapitel. Von der Wirkung der Verbindlichkeiten. 6 Erſter Abſchnitt. 5 Srundſatz. Art. 1134. Den Geſetzen gemäß abgeſchloſſene Vertraͤge gelten fuͤr die Con⸗ trahenten als Geſetze. Hieraus folgt: I. ſie können nur aus geſetzlichen Gründen, oder unter gegenſeitiger Einwilligung widerrufen werden; II. ſie urt. 1133. muͤſſen redlich und ohne Gefaͤhrde(hona Rde) vollzogen werden; II. ſie verbinden ſowohl zu dem, was in ihnen ausgedruͤckt iſt, als auch zu allem, was Billigkeit, Herkommen oder Geſetz aus der Natur der eingegangenen Verbindlichkeit folgern läßt. Zweyter Abſchnitt. Von der Verbindlichkeit etwas zu geben. 5. 702. Im Allgemeinen⸗ Art. 1136. Im allgemeinen zieht die uͤbernommene Verbindlichkeit, etwas zu geben, folgende Verpflichtungen nach ſich: L. die Sache zu über⸗ liefern; II. die zu uͤberliefernde Sache bis zur Ueberlie⸗ ferung aufzubewahren— und zwar, bey Strafe, dem Glaͤubi⸗ ger oder Berechtigten vollſtandige Schadloshaltung Qnerum cessans, und damnum emergens ¹)) zu leiſten ²). Immer findet mithin eine Klage auf Erfullung ſtatt. 1 edoch nie darin beſtehen, daß der Glaͤubiger Sache anſchaffen darf⸗ die mit derſe⸗ nigen, welche haͤtte geliefert werden muͤſſen, von gleicher Art iſt. Appellhof zu Sroſſet im Journal de barrcau. 1809. P. II. P. 171.— Se Art. 1149. ) Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 13 2) Glänbiaer(eréancier) wird hier und in den folgenden Titeln derjenige genannt⸗ gegen den man eine Verbindlichtett contrahtrt hat, Schuldner der, welcher ſie zu erfuͤllen verſprochen hat. MarkvIILLE Analyſe ad ork⸗ 1146. §. 70o3. 1. Verpflichtung, die Sache aufzubewahren. „Dieſe Verpflichtung, fuͤr die Erhaltung der Sache bis zu deren Art. 1137. Ablieferung zu ſorgen, verpflichtet den, welchem ſie obliegt, allen Fleiß eines guten Hauswirths darauf zu verwenden, gleichviel, ob der Ver⸗ trag nur den Vortheil eines der Contrahenten, oder ihren gemeinſchaft⸗ n lichen Rutzen zum Gegenſtande hat. Mehr oder weniger ſtreng iſt n dieſe Verbindlichkeit bey den einzelnen Verträgen“. Um dieſe Säͤtze gehörig zu verſtehen, muß man die Anſicht der franzoöſiſchen Geſetzgeber von dolus, culpa und praestatio culpae u kennen. t Dol zeigt immer ein aetives, mit der Abſicht zu ſchaden verbun⸗ denes Handeln an; Faute(culpa) nur eine ſchaͤdliche Unterlaſſung der nöthigen Fuͤrſorge ¹). Aus den Worten Bigot⸗de⸗Preameneu's ²) erbellt nun zwar, daß man dieſe letztere nicht in Grade eintheilen, ſon⸗ dern nur die Regel auſſtellen wollte: Jeder der zur Erhaltung einer Sache verpflichtet iſt, hat fuͤr dieſelbe die Sorg⸗ falt eines guten Hausvaters zu tragen; welchejedoch nach den Umſtänden oft ſtrenger, oft geringer beurtheilt wird; womit man alſo die gewöbnlich ſogenannte culpa levis in abstracto et concreto zur Norm erbeben wollte. Aber ans den einzelnen Arti⸗ keln des Code ſelbſt laͤßt ſich folgern, daß man dieſer Anſicht nicht treu geblieben iſt, ſondern folgende Grade der Gulpa aufgeſtellt hat: I. Gulpa lata, grobes Verſehen; Vernachläſſigung der Sorgfalt ei⸗ i nes ſchlechten Hausvaters. Dieſe muß z. B. der Beneficiarerbe pra⸗ ſtiren ²); II. Culpa levis, Vernachlaͤſſigung der Sorgfalt ei⸗ nes guten Hausvaters. Dieſe wird theils ohne Ruͤckſicht auf die perſönliche Individualitaͤt des Verpflichteten beurtheilt(Culpa levis in abstracto), oder mit Ruͤckſicht auf dieſelbe(Culpa levis in con- z crsto). Die erſtere tritt in der Regel bey jedem Contracte ein, mithin ¹) bey der obengedachten Verpflichtung zur Aufbewahrung einer zu 6 uͤberlieſernden Sache; 2) bey dem Vormunde ²), 3) bey dem Rieß⸗ B3 braucher ) 3 14 Drittes Buch. Deritter Titel. braucher*), 4) bey dem Geſchäftsfuͤhrer 6), 5) bey dem Miether und Paͤchter*), 6) bey dem Darleiher*), 7) bey dem gerichtlichen Ver⸗ wahrer ²), u. ſ. w. Die letztere tritt nur bey dem Depoſitarius als Re⸗ gel ein 10). III. Culpa levissima, Vertchlaͤſſigung der hoͤch⸗ ſten, erdenklichen Sorgfalt. Dieſe hat der Depoſitar allein, und nur in den durch den Art. 1928 beſtimmten Faͤllen zu leiſten. S. BaAuER Beyträge zur characteriſtik des C. N. H. T.— Meine Ia⸗ ſtitutiones J. C. N. F. 31. 2) Erpoſé. b. GakNeRv L.III. P. II. p. 40. Ceete diviſton der fautes ſt plus ingsnieuſe Ju'utile dan la pratigtte; il tlent faut ar moil ur chague faute veriſter, ſi lobligation du debuteur eſt ylur ou moit Victe, Juel 3. ljnt Erèet des partier, comment elles ont en- tendu vobliger, quelles ſont les circonſtauees. Lorsque la conſeienc⸗ du juge a ete aiuſt clairee, u n'a pas beſoin de règles gehéraler voꝛir pro oncer ſilbaut equte. La thoris, daus laquelle on diviſe ler fantes en pluſieurs claſſes, ſaus vorvoir les determiner, ne peut que repandre iue Fauſſe Iueur et. devenir la matjere de coneeſtations plur nombrenſes ete. C'eſt auſt, Ju'on a décidé Jue eelui, Ju eſt oblig? de veiller 4 la dune choſe, doit apporter tous les ſoins d'un bon pore de famille— mais ne cette obligation eſt plui ou moin otendue d legard de certains contratu.— Man ſieht hieraus, daß der Code den ihm von von Almendingen's Bibliothek fuͤr Staatskunſt. H. 1. Dabelow Archiv. Heft V. gemachten Vorwurf, als be⸗ folge er blindlings die Anſichten eines Heinecclus u. ſ. w. ohne aus den Quellen zu ſchoͤpfen, woraus denn doch von Loͤhr(Theorie der Culpa) und Schömann(Theorie der Eulpa) noch ſehr widerſprechende Anſichten holten, nicht ſo ganz verdiene. 3) Art. So4. 4) Art. 450. 3) Art. 601. 627. 6) Art. 1374. 7) Art. 1728. 1806. 8) Art. 1880. 9) Art. 1962. 10) Art. 1927. 5. 704. 2. Verpflichtung, die Sache zu üͤberliefern s⸗ Im Allgemeinet⸗ urt. 138. Die Verpflichtung, die Sache zu ͤberliefern, wird durch die bloße Einwilligung der contrahirenden Theile aufs vollkommenſte ierau Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 15 Hieraus ſolgt: I. das Eigentbum der zu liefernden Sache geht ſogleich t auf den Gläubiger uͤber, ſo wie die Einwilligung der Eontrahenten vorhanden iſt; es bedarf mithin zur Lebertragung deſſelben der Tradi⸗ c tlon nicht mebr(die Roͤmiſche Marime: traditionibus, non nudis n, pactis, dominia rerum transferuntur, iſt abgeſchafft) 1). H. Die Gefahr der Sache geht in dem Augenblicke, wo dieſelbe uͤberliefert wer⸗ den ſollte, auf den Glaͤubiger uͤber, ausgenommen, wenn der Schuld⸗ ner in Verzug geſetzt iſt, die Sache zu üͤberliefern, denn dann ſieht ſie auf Gefahr des letztern ²). ) S. auch Art. 1383. . 2) Das franzoͤſiſche Recht kennt die Regel dies interpellat pro howine eigent⸗ 5 lich nicht:(S. jedoch Not. zum folgenden Paragraph) es bedarf immer ei⸗ ler ner interpellatio von Seiten des Glaubigers, aeſchehe ſie mittelbar, oder unmlttelbar, um die mora zu begruͤnden. MarkviIIE Analyſe ad art⸗ 1139. aus der Diſeuſſion. .§. 705. . Verzng(mora). Verzug iſt uͤberhaupt jede vertragswidrige Zögerung, etwas zu thun, oder eine Sache herauszugeben(mora dandi), oder anzunehmen(mora 6 accipiendi) 1). Die Wirkung derſelben iſt, wenn der Glaͤubiger in 6 mora iſt, daß er von dem Tage der Anbietung keine Zinſen verlangen un, kann, und die Gefahr der Sache auf ihn uͤbergeht; von Seiten des Schuldners, daß die Gefahr der Sache auf ihn geht, vorausgeſetzt: 1) daß er in Verzug geſetzt worden iſt, wie im vorigen Paragraph geſagt iſt, und 2) daß die Sache nicht durch emen Zufall zu Grunde ge⸗ gangen iſt, durch den ſie auch, wenn ſie abgeliefert worden wäre, bey dem Glaͤubiger zu Grunde gegangen ſeyn wuͤrde ²),— In Verzug geſetzt wird der Schuldner: 1) durch eine von dem Gläubiger mittelſt“ eines Rotars, oder eines Huiſſiers ²) geſchehene Aufforderung die Sache zu überliefern; 2) durch die Wirlung des Contracts ſelbſt, falls darin beſtimmt iſt, daß durch den bloßen Ablauf des Ueberlieferungs⸗ termins, und, ohne daß es einer weitern Handlung beduͤrfe, der Schuldner im Verzuge ſeyn ſolle. 3) Durch das Geſetz, welches ihm Verzugszinſen zu bezahlen auferlegt à), Der Gloubiger wird durch lo Anerbieten der Zahlung, und Hinterlegung derſelben in Verzug ver⸗ de ſetzt ra 16 Drittes Buch. Dritter Titel. 1) Dahin ſind die Worte des Art. 1146. de remplir[on obligation“ mach Art. 1145. zu erklären. S. auch ZAcRHakAE Haudbuch. Th. I. S. 236. 2) Art. 1042. 1302. 3) Irrig behauptet BousovEr Explication ad art. daß die Mahnung durch eine Privaturkunde geſchehen koͤnne, denn daß dieſelbe oͤffentlich geſchehen muͤſſe, beweiſen die Worte des Artikels par une[ommation, ou par autre acte dquivalent. 4) Nur in dieſem einzigen Falle iſt die Rechtsregel: dies interpellat pro ho⸗ mine, anwendbar. Beyſpieie deſſelben ſiehe in: Art. 1152. 456. 474. 1840. S. auch Art. 1146. 1904. 5) Art. 1257 fgg. 5. 706. b. Ins beſondere. Art. 1140. I. Die Wirkungen der Verpflichtung, eine unbewegliche Sache zu uͤberliefern, ſ. Tit. VI. Cap. 4. Abſchn. 2. und Tit. KVIII. Art. 111. II. Hat man ſich gegen zwey oder mehrere Perſonen nach einan⸗ der verpflichtet, eine bewegliche Sache zu uͤberliefern, ſo bleibt dieje⸗ nige Eigenthuͤmer, welche ſich in einem redlichen Beſitze derſelben befindet, ſelbſt, wenn ihr Erwerbungstitel der Zeit nach ſpäter iſt. Dritter Abſchnitt. Von der Perbindlichkeit, etwas zu thun, oder nicht zu thun. 6. 707. Im Allgemeinen. Art. 1r42. Jede Verbindlichkeit, etwas zu thun, oder nicht zu thun, berech⸗ tigt den Gläubiger, die Erfullung, und in ſo fern ſie nicht geleiſtet wird, von dem Schuldner eine vollſtändige Schadloshaltung zu verlangen ¹). Art. 143. Außerdem kann der Glaͤubiger I. verlangen, daß alles vernichtet werde, was etwa dem Contracte zuwider unternommen wurde, z. B. dasjenige, was nur den von dem Schuldner verſprochenen freyen Durchgang durch ſeine Grundſtucke verſperrt?). Er kann ſich ſogar gerichtlich autoriſiren laſſen, daſſelbe, unbeſchadet der ihm etwa gebuͤhrenden Schadloshal⸗ Au. 1144. tung, auf Koſten des Schuldners ſelbſt zu verrichten. II. Daß ſ tch en tre o. 4. cht n je en 6, itd, rde, ige utc ſt h V on den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 17 die Befugniß ertbeilt werde, die Verbindlichkeit auf Koſten des Schuld⸗ ners bedu ſelbſt vollziehen zu laſſen, z. B. wenn er von leßterm eine Arbeit ng, die derſelbe nachher nicht uͤbernehmen wollte. Beſteht die Verbindlichkeit darin, daß der Schuldner verſprach, Att. 1145. etwas nicht zu thun, ſo wird er ſchon durch das bloße Zuwiderhandeln zur ¹) ²) vollen Schadloshaltung verpflichtet. In wiefern dieſer Artikel auch auf Eheverlobniſſe anwend ü e ndbar iſt, daruͤber PoTRIER traite des obligations. nro. 138. Vierter Abſchnitt. Von dem Anſpruche auf voͤllige Schadloshaltung. 88708 . Zur vollſtändigen Schadlosbaltung iſt ein Schuldner verbunden: Att. 11 6. J. wenn ihm bey Erfuͤllung ſeiner Verbindlichkeit ein Verzug zur Laſt faͤllt was II. wenn er die Verbindlichkeit gar nicht erfuͤllte 1), inſofern das, er zu geben oder zu thun ſich anheiſchig gemacht hatte, nur einer gewiſſen Zeit, die er verſtreichen ließ, gegeben oder gethan werden von fall oder zu t 1) konnte ²). Ausgenommen, wenn er beweiſt, daß die Richterfüllung Art. 1147 emer fremden Urſache, die ihm nicht zugerechnet werden kann, herruͤhre. War z. B. eine unabwendbare Gewalt ²), oder bloßer Zu⸗ Art der Grund, daß der Schuldner I. die Verbindlichkeit zu geben zu thun nicht erfuͤllte, oder II. der Verbindlichkeit, etwas nicht hun, entgegen handelte, ſo findet keine Schadloshaltung ſtatt. Auch wenn ihm dabey keine boͤſe Abſicht zur Laſt fällt“. So Worte des Art. ecencore qu'i) n'y ait aucune mauvaſſe foi de ſa 2 der Weſtphäliſchen Ueberſetzung ſehr richtig gegeben. Die Heſſtſche und Prhard uͤberſetzen:“wenn gſeich ſeiner Seits dabey u. ſ. w.“; die teiniſche: etſi ab eo mala ſides abſit. Irrig dagegen dem ihm dabey u. ſ. w.“— Irrig bagegen Laſſaulx: Haußer⸗ 2) 3. B. bey einer drohenden Ueberſchwemmung einen Damm aufzuwerfen. 3) Dieſe entſchuldigt ſogar den im Verzuge ſeyenden Schul S zuge ſey chuldner eingermaßen. Spangenbergs Commentar Bd.. C S. 709. Art. 1131. nicht den letztern ²). ſ das begreifen, Drittes Buch. Dritter Titel. 1 Betrag dieſer Schadloshaltung. 18 Art. 1149. Die einem Glaͤnbiger zu leiſtende volle Schadloshaltung beſteht in der Regel: I. in dem Erſatze des Verluſts, den derſelbe erlitten hat (damnum emergens), I. in dem Betrage des Gewinnes, der ihm Art. 1150. entzogen wurde(ucrum cessans). Ausgenommen: 1) Iſt die Ver⸗ bindlichkeit nicht durch böſe Abſicht des Schuldners unerfuͤllt ge⸗ blieben, ſo haftet derſelbe nur fuͤr den Schaden und Gewinn, welchen man zur Zeit der Eingehung des Contracts vorhergeſehen hat, oder vorherſehen konnte. Es wird aber vermuthet, daß die Contrahenten nur den Schaden und entbehrten Gewinn vorausgeſehen haben, den der Glaͤubiger, im Fall der Nichterfuͤllung der Verbindlichkeit, in Bezie⸗ hung auf den Gegenſtand derſelben erieiden konnte(dainnum et in⸗ 1 teresse, propter ipsam rem von habitam), nicht aber den, den dieſe Nichterfullung ihm uͤberdieß in Hinſicht ſeines Vermoͤgens zuge⸗ Der debitor bonae fidei 2) Selbſt dann, ſuͤgt hat ¹). hat nur den erſtern zu erſetzen, wenn der Schuldner aus bö⸗ ſer Abſicht den Contract nicht was eine unmittelbare Folge der Nichterfuͤllung des Contracts war. Z. B. er hatte eine gute Kuh zu uͤberliefern ver⸗ ſprochen, und uͤberlieferte eine mit einer anſteckenden Krankheit behaf— tete, dann iſt er nur fuͤr den Schaden, den ich durch Anſteckung babe, verantwortlich, nicht aber fuͤr den, durch den Mangel derſelben meine Felder 3) Iſt in dem Contracte ausbedungen, meiner uͤbrigen Kuͤhe erlitten den ich dadurch, daß ich Art. 1132. nicht beſtellen konnte, erlitt 3). in dem Falle der Nichterfuͤllung, Conventionalſtrafe*) bezahlt werden ſolle, ſo hat es bierbey ſein Be⸗ Art. 1133. wenden. 4) Bey Verbindlichkeiten, die die Bezahlung einer gewiſſen Summe enthalten, beſteht die Schadloshaltung, wegen Verzögerung der Erfullung des Vertrages, nur in der beſonders feſtgeſetzten Regeln. Hierbey der Schadloshaltung gebuͤhrt dem Gläu⸗ irgend einen Verluſt darzuthun. ſchaͤfte à) und Buͤrgſchaft*) iſt zu bemerken: a) dieſe Art biger, ohne daß er verbunden iſt, b) Sie gebuͤhrt ihm nur von dem nommen, wenn das Geſetz beſtimmt, daß von einer beſtimiten Zeit an der Zunſenlauf von Rechtowegen anfangen ſoll“) 1) erfullte, ſoll die Schadloshaltung nur ſtatt der Schadloshaltung, eine Verurtheilung zu den geſetz⸗ lich beſtimmten Zinſen, jedoch mit Vorbehalt der fuͤr Handlungsge⸗ Tage der Anmahnung an, ausge⸗ en der en der ie Nn n, u d et⸗ det int Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 19 1) 3. B. ich habe jemanden eln Pferd verkauft, es ihm blnnen einer gewlſ⸗ ſen Zeit zu liefern verſprochen, aber es ihm nicht liefern können. Der Käufer hat ſich daher ein anderes ankaufen muͤſſen. Sind nun die Pferde während dieſer Zwiſchenzeit im Preiſe geſtiegen, ſo muß ich ihm das er⸗ ſetzen, was er hat mehr zahlen muͤſſen, um ein Pferd von gleicher Be⸗ ſchaffenheit zu erhalten; denn dieſen Schaden hat er propter ipſam rem nou habitam erlitten; er bezieht ſich nur auf die Sache, dle der Gegenſtand des Contracts war, und da der Preis der Pferde veraͤnderiich iſt, ſo konnte ich es vorherſehen. Wurde dagegen der Käufer dadurch, daß ich das Pferd nicht zur gehorigen Zeit, obwohl nicht aus boͤſer Abſicht, ablieferte, verhindert, Wechſelbriefe an einem Orte, den er mit dieſem Pferde zu bereiſen gedachte, zu dem beſtimmten Tage zu präſentiren, ſo brauche ich ihm den hieraus er⸗ wachſenen Schaden nicht zu erſetzen, da er dem Gegenſtande meines Con⸗ tracts fremd war, und ich ihn nicht vorausſehen konnte. S. Blanchard zu Maleville Th. III. S. 36 fgg., der dieſe Lehre durch Beyſpiele treffüch rläutert.— S. auch Art 1136. Not. 1. 0) Beyſo ffiich 2) Ausgenommen, wenn er ihn uͤbernommen hat. 3) PorurPR nro. 166. 167. Blanchard a. a. O. S. 39. *) S. Art. 1226 fgg. 4) Code de commerce art. 216. 218. 5) Art. 2028. 6) S. z. B. Art. 456. 474. 1346. ginſen. a. In Frankreich⸗ Zinſen ¹) nennt man uͤberbaupt das, was jemand für den ge⸗ habten, oder dem Andern entzogenen Gebrauch einer Sache demſel— ben als Entſchaͤdigung zu geben, ſchuldig iſt. Dieſe Entſchaͤdigung wird entweder durch das Geſetz beſtimmt(geſetzliche Zinſen) oder durch Vertrag(vertragsmaͤßige Zinſen). Zu den erſtern gehören die in dem vorigen Paragraphen genannten Verzugszinſen; in Hinſicht der leßtern iſt folgendes zu bemerken: l. Sie koͤnnen in allen den Faͤl⸗ len, wo das Geſetz ſolches nicht verbietet, die geſetzlichen uberſteigen. II. Ihr Betrag muß ſchriftlich verſprochen werden, damit die Tribunaͤle Gelegenheit haben, den zu uͤbermaͤßigen Zins herabzuſetzen ²). Der Code beſtimmt jedoch nirgends den Zinsfuß der geſetzlichen Zinſen; ſo daß auch die Frage unentſchieden bleibt, wie viele Zin⸗ ſen man ſich vertragsmäßig verſprechen laſſen duͤrfe? Aus der Diſcuſſion ³) erbellt, daß Freyheit des Zinsvertrags der Geſichts⸗ C2 punet —— 20 Drittes Buch. Dritter Titel. panet war, aus dem die Geſetzgeber bey Aufſtellung der obigen Norm ausgingen, daß ſich mithin jeder ſo viel Zinſen verſprechen laſſen könne, wie er wolle; ausgenommen, wenn es das Geſetz ausdruͤcklich ver⸗ biete.— Die Erfahrung bewies jedoch, daß es durchaus nothwendig war, einen Zinsfuß geſetzlich feſtzuſetzen, und dadurch die kuͤcke auszu⸗ fulen, die im Code dadurch entſtanden war, daß er ſich in Hinſicht der geſetzlichen Zinſen auf fruͤhere*), durch das Geſetz vom 30. Ven⸗ toſe Xl. zum Theile annullirte*) Geſetze, berief. Es wurde deshalb am ten Sept. 1807 ein Geſetz) erlaſſen, welches folgendes beſtimmt: I. Die vertragsmaßigen Zinſen duͤrfen in buͤrgerlichen Geſchäften nicht 5, und in Handelsgeſchäften nicht 6 PC. uͤberſteigen; II. die geſetzli⸗ chen Zinſen ſind, mit demſelben Unterſchiede, auf daſſelbe Quantum feſigeſetzt. III. Verboten iſt jeder Vorausabzug vom Capitale. IV. Iſt es bewieſen, daß mebr vertragsmaͤßige Zinſen, als die obengenann⸗ ten genommen ſind, ſo ſoll der Darleiher verurtheilt werden, den Ueber⸗ ſchuß, den er bezogen haben mag, zuruͤckzuerſtatten, oder deſſen Abzug von dem Capitale zu leiden*). Das Tribunal kann ihn ſogar nach Beſchaffenheit der Umſtaͤnde vor das Correctionsgericht verweiſen, um daſelbſt der folgenden Beſtimmung gemaͤß verurtheilt zu werden. V. Jeder naͤmlich, welcher beſchuldigt wird, Wucher als Profeſſion(ha- bituellement) zu treiben, ſoll vor das Correctionsgericht geladen, und im Fall, daß er uͤberfuͤhrt wird, zu einer Geldſtrafe verurtheilt werden, welche jedoch die Haͤlfte des ausgeliehenen Capitals nicht uͤberſteigen kann. Hat er außerdem betruͤgeriſch gehandelt, ſo ſoll er, außer der Geldſtrafe, noch zu einer Gefaͤngnißſtrafe verurtheilt werden, die jedoch nicht uͤber zwey Jahre dauern kann. 1) S. LyREur Code, ou nouveal⸗ traitè des interèts, mis en rapport avec les loi et la jurisprudence ancienne et nouvelle ſur les liqui- dation et partages etc. Paris 1805. 12⸗ ueber Zinsfuß und Wuchergeſetze, mit beſonderer Ruͤckſicht auf den C. N. und das Preuß. Landrecht, in Hartleben allg. Policeyblätter. 1303. B. 1. Vorzuͤglich meine Abhandlung uͤber den Zinsfuß, in OEsTERLEV und meinem Magazin fur das Civil- und Criminalrecht des K. R. W. Bd. II. S. 1 fg3. 2) Art. 1907. 3) MarnviI.1E Analyſe ad art. 1907. Conference. T. VI. p· 231 fgg. Ju⸗ risprudence. T. IX. p.279 fgg. 4) S. B. Edit de 1770. Loi du 3. Octobre. 1739. 5 imn nn⸗ et a. ind eh, in der och Von den Verbinvlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 21 (6 ſagt die Diſeuſßon particulière zum Art. 1483. bey MarEvIIIE Shec in der Conßerenee. T. V. pag. 36.: dieſe Geſetze beſtänden noch; deshalb beruft ſich Bigot⸗de⸗Preamenen im Expoſs des motifs⸗ 1L. 1fl. tit. 3.(GaknRRv. L. III. P. II. p. 54.) darauf, Ju'd deſaut de vonvention la 105 ſt ſupplée par Juſage, ui ſæe hntefet 4 5 6) Abgedruckt in der Jurisprudence a. a. O. und in ROpoNMRnRv Supple- ment. p. 242. ed. Voss. S. auch ZacakIaß Handbuch. Th. I. S. 343. 7) Es ſindet mithin nur eine Reduction, keine Vernichtung der Forderung ſtatt. Daſſelbe erhellt auch aus Art. 5. des Kaiſ. Decrets vom 17ten Maͤrz 1808, die Juden betreffend; worin es heißt:„Jede Forderung, deren Capital auf eine offenbare oder verborgene Art durch Zinſen uͤber 3 PC. beſchwert iſt, ſoll von unſern Tribunälen Pibteſee b. In Weſtpbalen. In Weſtphalen gilt zwar der Code, nicht aber das Geſetz vom zten Sept. 1807.; denn es iſt nicht mit recipirt, und verhält ſich nur, wie ein den Code erklaͤrendes Franzoſiſches Partieulargeſetz. Die Frage, wie viel Zinſen ſich jemand in Weſtphalen verſprechen laſſen duͤrfe, iſt daher lediglich nach den Grundſätzen, welche in Frankreich vor dem 3. Sept. 1807 ſtatt fanden, zu beurtheilen). In Hinſicht des geſetz⸗ lichen Zinsfußes ſind daher noch immer die fruͤhern Geſetze, auf die ſich der Code Art. 1907. bezieht, indem er ſagt: die geſetzlichen Zin⸗ ſen werden durch das Geſetz beſtimmt“ anzuwenden', in Hinſicht der vertragsmaͤßigen gilt die Regel, daß ſich jeder ſo hohe Zinſen ver⸗ ſprechen laſſen könne, wie er wolle, ausgenommen, wenn es das Geſetz ausdruͤcklich verbietet ²). 1) Dieſen Grundſatz beſtätigt auch ein Schreiben des Hertn Juſtizminiſters vom 13. Jul. 1810.(Rro. 2375), welches ich, wegen ſeiner Wichtigkeit, in en⸗ tenſo einrücke: Pai requ, Monßeur le Procureur du Roi, votre lettre du zme de ee mois, relative à hintörèt légal et conventionel de J'argent. Les abus, que vous me dénoncez, et que quejques-uns de vos coſlegues m'avoient fait ägalemeut connaitre, me dttermindrent au mois de Pecembre 1809 de propoſer au conſeil d Ftat un projet de deeret pour regler cet objet d'une mamdre uniforme. Mais le Conſeil penſo, que les dierſes lois et cou- tumes des pays, qui forment aujourd'hui le royaume, ayant ſtatué à eet égard, il convenait de F'en temr aux anciens reglemens. Il réſulte de cet aws, qui eſt une application de l'artiele 1907 du C. M., que dans les 6 cãs, Art. 1154. Art. 1155. 22 Drittes Buch. Dritter Titel. eas, ou les réglemens et uſuges, qui en tenoient lieu, waurdient pas déterminé le taux de l'intérét conventionel, les parties le pourroient fixer entre elles, et les notatres en admeitre la fixation arbitraire dans leurs actesꝰ. 2) Anderer Meinung iſt Dabelow Archiv. St. W. S.399. und behauptet, deß auch die fruͤhern Geſetze, noch in Hinſicht der conventionellen Zinſen, anwendbar ſeyen. 6 Eben ſo wenig verbietet der Code den Anatocismus, oder Zin⸗ ſen von Zinſen; woͤgen die Zinſen als beſonderes Capital demſelben Schuldner wiedergegeben(A. separatus), oder wieder zum Capitale ge⸗ ſchlagen ſeyn(A. conjunctus). Durch fruͤhere Geſetze ¹) war der Anatocismus in Frankreich durchaus verboten; aus der Diſtuſſion ²) erhellt jedoch, daß man auch in dieſer Hinſicht von der Idee eines freyen Eigenthums uͤber das Geld, welches als Waare betrachtet werden muͤſſe, ausgmg ²). Der Code beſtimmt daher: I. Fällige Ca⸗ pitalzinſen koͤnnen wieder Zinſen tragen, ſowohl vermittelſt Anſtellung einer gerichtlichen Klage, als vermittelſt einer beſondern Uebereinkunft, vorausgeſetzt, daß ſie wenigſtens Zmſen eines Jahrs ſind. II. Faͤlltge Revenüen, z. B. Pacht⸗ oder Mierhgelder, oder Ruͤckſtaͤnde von im⸗ merwährenden Renten, tragen gleichwohl Zinſen von dem Tage der erhobenen Klage ⁴), oder der vertragsmaͤßig beſtimmten Verfallzeit an, ohne Ruͤckſicht, ob es Revenden eines Jahrs ſind ³). Daſſelbe iſt auch bey Fruͤchten und Zinſen der Fall, die ein Dritter dem Glaͤubi⸗ ger fuͤr Rechnung des Schuldners gezahlt hat.— Um jedoch dieſen Anatocismus unſchädlich zu machen, hat der Code ebenfalls verordnet, daß die Zinſen binnen fuͤnf Jahren veraͤhren ſollen“), wodurch dann das Anſchwellen eines Capitals, durch dazu⸗ geſchlagene Zinſen, moglichſt verhuͤtet wird. Das Interusurium kennt der Code gar nicht. 1) Ordonnance 1673. tit. 6. àrt. I. 3. Caſſattonshof b. MaEVIILL Analyſe ad b. art. 2) MarRvILILR Analyſe ad h. art. 3) Dieſem folgt auch das Kalſerl. Dectet vom rten März 1803. die Juben betreffend, worin nach Art. 3. nur dann eine durch Auatociemu⸗ erhohte Forderung pu en un teh in ſe i fü ge i de a ſi de rih 90 h 1 Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 23 derung fuͤr wucheriſch erklaͤrt, und als ſolcher vernichtet werden ſoll, wenn 15 Wevitale geſchlagenen Zinſen 3 PC. überſteigen. La demande“, welches wohl nicht bloß„Anforderung“ heißt, wie einige Ueberſetzungen haben, wie aus Art. 1154. erhellt. 3) So erklaͤrt Erhard in ſ. Ueberſetzung den Art. ſehr richtig. 6) Art. 3277. Fuͤnfter Abſchnitt. Yon der Auslegung der Verträg er 5. 713. Re 3 el. In Bezug auf das, was ich oben(Th.I. S. 8o fgg. S. 53 fsg.) uͤber die Auslegung der Geſetze, und den Satz: Vertraͤge verhalten ſich zwiſchen den Partheyen wie Geſetze, geſagt habe; iſt noch hier zu bemerken, daß bey Auslegung der Verträge nicht die grammatiſche, ſondern die logiſche Interpretation die Regel ausmache 1), daß man Art. 1136. daber die gemeinſchaftliche Abſicht der contrahirenden Theile zu erfor⸗ ſchen ſuchen, und nicht bey dem buchſtäblichen Sinne der Worte ſteben bleiben muß ²). 1) Finden ſich 3. B. Ausbräcke in Verträgen, mit denen der Code einen an⸗ dern rechtlichen Begriff, als die vorigen Geſetze, unter denen dieſe Vertraͤge eingegangen waren, verbindet; ſo muͤſſen dieſe Ausdruͤcke, auch nach Einfuͤh⸗ rung des Code, dennoch in dem Sinne der vorigen Geſetze genommen wer⸗ den. Appellhof zu Rouen, in Jurtsprudence T. X. p. 66. zu Caſſel, in Pfeiffer's Rechtsfaͤllen entſchieden nach dem Geſetzbuche Napoleons. Abth. I. S. 140.(der uͤberhaupt dieſen Satz vortrefflich erlaͤutert.) 2) Art. 1163. 2048. 2049. §. 714. Naͤhere Beſummungen. Außer dieſem beſtimmt der Code noch folgendes: I. Eine doppel⸗ ſinnige Clauſel muß eher in dem Sinne genommen werden, worin ſie einige Wirkung hervörbringen kann, als in dem Sinne, worin ſie un⸗ wirkſam bleiben wuͤrde. IMI. Doppelſinnige Ausdrucke muͤſſen uͤberhaupt Art. 1138. immer Art. 1157. Art. 1159. Art. 1160. Art. 1161. Art. 1162. Rrt. 1163. Art. 1164. 24 Drittes Buch. Dritter Titel. immer in dem Sinne genommen werden, welcher dem Gegenſtande des Contracts am angemeſſenſten iſt. III. Was dagegen zweydentig iſt, muß nach dem Herkommen des Landes, wo der Vertrag geſchloſſen iſt, beſtimmt werden. IV. Bey einem Vertrage werden die gewöhnli.hen Clauſeln, auch wenn ſie nicht in demſelben ausgedruͤckt ſind, praͤſu⸗ mirt 1). V. Säͤmmtliche Puncte eines Vertrags werden einer aus dem andern erklaͤrt, und zwar ſo, daß man emem jeden den Sinn beylegt, welcher ſich aus dem ganzen Geſchaͤfte ergiebt. VI. Im Zweifel wird ein Vertrag gegen den Glaͤubiger(den, der ſich etwas ausbedungen hat) und zum Vortheile des Schuldners(deſſen, der die Verbindlichkeit uͤbernommen har), erklaͤrt ²). VII. Jeder Vertrag, ſeyen auch die Ausdruͤcke deſſelben noch ſo allgemein gefaßt, iſt nur auf die Sachen eingeſchraͤnkt, in Anſchung deren es klar iſt, daß die Partheyen daruͤber zu contrahiren Willens geweſen ſind. VIII. Hat man in dem Vertrage zur Erlaͤuterung der Verbindlichkeit ein Bey⸗ ſpiel eines Falls gegeben, ſo wird micht dafuͤr gehalten, daß man da⸗ durch die Ausdehnung auf andere, nicht ausgedruͤckte Faͤlle, welche ſchon dem Geſetze nach in der eingegangenen Verpflichtung liegen, habe beſchraͤnken wollen ³). Zu bemerken iſt jedoch: I. daß die eben aufgefuͤhrten Beſtimmun⸗ gen nicht ſtrenge und gebietende Vorſchriften, ſondern nur Rathſchlaͤge fuͤr den Richter ſind, die ihm das Geſetz giebt; II. daß ſie bey Aus⸗ legung einer Privatſchrift, die keinen Vertrag entbält, z. B. eines Briefs, gar nicht zur Anwendung kommen können*). 1) 3. S Clauſel der Gewährleiſtung, auf den Fall, daß die Sache evin⸗ cirt wird. 2) Ein Beyſpiel ſ. in Art. 1602. 3) Ganz unrichtig iſt MalRvILILE's(Analyſe ad h. art.) Erklärung dieſes Artikels, wenn er ſagt:„Weit entfernt, daß eine Einſchränkung in einem Falle ein Grund ſey, um eben dieſe Einſchraͤnkung auf die uͤbrigen Faͤlle auszudehnen, iſt ſie vielmehr ein Grund, um ſie nach der Marime: inclußio unius eit excluſto slterius, auf den ausgedruͤckten Fall zu beſchränken“ K. Die in dieſer Erklärung aufgeſtellte Regel iſt gleichwohl richtig. 4) Caſſationshof in S1REv jurisprudence de ja Cour /de Caſſaton 1807. p. 241. Bulletin de jurtsprudence. T. II. P. 309. ZacRAR1AE Handbuck. Th. 1. S. 267. not. 3. Sechstet Von den Verbindlichkeiten/ welche aus Vertraͤgen entſtehen. 25 6 Sechster Abſchnitr. , Von der Virkung der Verträge in Anſehung dritter perſonen. §. 715. 6 n Die Vertraͤge gelten nur unter den Contrahenten. Einem dritten Art. 1164. ſchaden ſie ſo wenig, als ſie ihm Vortheile bringen(Res jüter alios acta, tertio neque nocet, neque prodest), ausgenommen, wenn der Vertrag zum Vortheil dieſes dritten ausdruͤcklich eingegangen iſt*). Deſſenohngeachtet haben die Gläubiger das Recht: I. alle Rechte und zrt. 1t66 Klagen ihres Schuldners ²), falls ſie demſelben nicht ausſchließlich fur ſeine Perſon zuſtehen(höchſtperſönlich ſind) geltend zu machen. II. Auch können ſie in ihrem eigenen Namen die Handlungen anfechten, welche ihr Schulduer zur Beeintraͤchtigung ihrer Rechte unternommen hat).— Doch muͤſſen ſie in Ruͤckſicht der in dem Titel von der Erbfolge nt 16n. und von der Eheſtiftung 3) ibnen zugeſtandenen Rechte ſich nach den daſelbſt vorgeſchriebenen Regeln richten.. n 1) Art. 1721. 2) Irrig verſteht Erhard in ſ. Ueberſetzung, dieſes nur von dem in C gerathenen Schuldner.— S. Art. 618. 377. 882. 1364. oncurs 3) Art. 1053. 8653. S. zum Art. 2098. 4) Art. 788. 820. 865. 882. 1053. 5) Art. 1412. 1446. 1447. 1464. 1319. Viertes Kapitel. Von den verſchiedenen Gattungen der Verbindlichkeiten. .„ S. 716. Eintheilung derſelben. Die Verbindlichkeiten werden, ihrer Verſchiedenheit nach, einge— theilt: I. in bedingte und unbedingte; I. in betagte und un— v betagte; III. in alternative und nichtalternative; 1V. in ſo— Svangenberg's Commentar Bd. II. D lidari— „ 26 Drittes Buch. Dritter Titel. lidariſche und einfache; V. in tbeilbare und untheilbare; VI. in ſolche, denen eine Conventionalſtrafe angehaͤngt iſt und ſolche, bey denen dieſes nicht der Falliſt. 5 2 F§ Erſter Albſchnitt. Von den bedingten Verbindlichkeiten. Erſtes Hauptſtück. Von der Bedingung im Allgemeinen, und deren Eintheiluns⸗ §. 1.. B 5 ſ 6 Art. 1168. Eine Verbindlichkeit iſt bedingt, wenn ſie von einem unbekann⸗ ten Ereigniſſe abhaͤngt, das entweder ſchon eingetreten iſt ²), oder ein⸗ tritt, oder eintreten wird. Dieſes Ereigniß heißt Bedingung, und 1 kann bewirken: I. daß die Erfuͤllung der Verbindlichkeit bis zu der Kenntniß ſeines Eintritts, oder Nichteintritts aufgeſchoben wird, auf⸗ ſchiebende Bedingung, Conditio suspensiva; oder II. daß die Erfullung durch dieſe Kenntniß ruͤckgäͤngig gemacht wird, aufloſende Bedingung, Conditio resolutiva. 1) Dahin iſt der Art. 1168. deſſen Faſſung zu enge iſt, nach Art. 1181. zu er⸗ weitern, und zu erklären. S. jedoch die Diſcufſion bey MarEvILLE ad h. art. 3 Eintheilung. I. Die Bedingung kann theils zufaͤllig(couditio casnalis) oder willkuͤhrlich(c. potestativa) oder vermiſcht(mixta) ſeyn. Art. 1169. Eine zufaͤllige Bedingung iſt eine ſolche, welche vom Zufalle abhaͤngt, 1 und auf keine Weiſe in der Macht des Glaͤubigers oder Schuldners Art. 1170 ſteht, z. B. wenn es morgen regnet. Eine willkuͤhrliche Bedingung iſt die, deren Erfuͤllung von der Willkuͤhr der einen, oder der andern vrt. 1171. Parthey abhaͤngt: eine vermiſchte, die zu gleicher Zeit von der Will⸗ iäſt kuhr eines der Contrahenten, und vom Zufalle ¹), oder der Willkuhr eines dritten abhängt. II. n en ih Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 27 Kl. Theilt man die Bedingungen in mögliche und unmogliche. Jede Bedingung muß moͤglich ſeyn; iſt ihr Gegenſtand pbyſiſch, oder moraliſch unmoglich ²), z. Be⸗ den guten Sitten zuwider, oder durch Art. 1172. das Geſetz verboten, ſo iſt ſie nichtig, und macht den Vertrag, dem ſie hinzugeſetzt iſt, vollig ungältig*).— Die Bedingung hingegen, Art. 1173. etwas unmogliches nicht zu thun, macht den Vertrag nicht unguͤltig; vielmehr wird derſelbe nunmebr als unbedingt eingegangen, betrachtet. 1II. Unterſcheidet man eine affirmative und negative Be⸗ dingung, je nachdem zu Folge derſelben etwas geſchehen oder nicht ge⸗ ſchehen ſoll ⁴). ¹) Dahin iſt der Art. zu erklären. 2) S. Th. 1 S. 137 not. 4. und Th. II. S. 172. not. 7. und MarzvrrIR Analyſe ad h. art. ſo wie Blanchard Th. III. S. 37. not. 3) Eine Ausnahme in Hinſicht der Schenkungen und Teſtamente ſ. im Art. ooo. Da die Schenkungen nicht mehr zu den Vertraͤgen gerechnet werden, ſo findet ſich auch kein Widerſpruch zwiſchen dem Art. 900 und 1172., wie die Paudecles frangaiſer T. VIII. p. 246. irrig behaupten. S. außer deu Th. II S. 172. not. 7. zum Art. goo. genennten Schriftſtellern noch Marx- vILILE Analyſe ad h. art. und MERLIN Repertoire, v. Condition. Sect. I. F. 2. nro. 3. 4) S. Art. 1176. 1177. 5. 719. VBeſondere Regeln. I. Jeder Vertrag iſt nichtig, der unter einer Bedingung einge⸗ Att. 117. gangen worden iſt, deren Erfuͤllung von der Willkuͤhr des Schuldners abhoͤngt ¹). II. Jede Bedingung muß auf die Art erfüllt werden, Art. 1173. wie es die Contrahenten wahrſcheinlich gewollt, und verſtanden ha⸗ ben 2). 1lI. Jede unerfuͤllte Bedingung macht den Vertrag nichtig. Hierbey iſt zu bemerkén: 1) Iſt ein Vertrag unter der Bedingung Art. 176. eingegangen worden, daß ein Ereigniß binnen einer beſtimmten Zeit eintrete, ſo wird die Bedingung fuͤr nicht erfuͤllt gehalten, ſobald die Zeit verſtrichen iſt, ohne daß das Ereigniß emtrat. Iſt dagegen keine Zeit beſtunmt, ſo kann die Bedingung zu jeder Zeit erfullt werden, und wird nur dann fuͤr nichterfuͤllt geachtet, wenn es gewiß iſt, daß das Ereigniß nicht eintreten werde 3). 2) Iſt ein Vertrag unter der Art. 1rr. Bedingung eingegangen, daß ein Ereigniß binnen einer beſtuumten Zeit mcht 28 Drittes Buch. Dritter Titel. nicht eintteten werde, ſo iſt dieſe Bedingung erfuͤllt, ſobald cie Zeit verfloſſen iſt, ohne daß das Ereigniß eintrat, oder ſobald es ſchon vor dem Ablaufe der Zeit zur Gewißheit geworden iſt, daß das Ereigniß Art. 1178. nicht eintreten werde. IV. Eine Bedingung wird als erfuͤllt betrach⸗ tet, wenn derjenige, der ſie hinzugeſetzt hat, ſelbſt deren Erfuͤllung Art. 1179. verhinderte à). V. Eine erfuͤllte Bedingung wirkt rückwaͤrts bis auf den Tag des abgeſchloſſenen Vertrags. Iſt der Gläubiger vor der Erfulluig der Bedingung geſtorben, ſo gehen ſeine Rechte auf ſeine Art. 1180. Erben uͤber. VI. Noch ehe die Bedingung erfuͤllt iſt, kann jedoch der Glaͤubiger, zur Sicherbeit ſeiner eventuellen Rechte, alle conſerva⸗ toriſche Handlungen vornebmen. Z. B. Arreſte anlegen, Inſeriptio⸗ nen bewirken*). 1) 3. B. ich gebe dir 100 Franken, wenn ich will. Sage ich dagegen, wann ich will, ſo bleibt der Vertrag gültig, da die Zeitfriſt entweder durch den Richter beſtimmt werden kann, oder doch gewiß mit dem Tode des Schuldners erfuͤllt wird. Beyſpiele ſ. in fr. 46.§. 2. 3. D. XKV. 1. de verborum obligart. S. auch Art. 944. 2) Art. 1156.— Hierdurch ſollte auch die Frage, ob die Vertraͤge in forma ſpeciũica, oder per aequipollens et pro ſubjecta materia erfuͤllt werden muͤſ⸗ ſen? beygelegt werden. BI6oT DB PRAMpNEv Expoſe. b. GARNERx B. III. P. II. p. 58. 3) Dieſe Beſtimmung giebt noch immer den im fr. II5. F. 2. D. XLV. I. ds ver bor. oblig. enthaltenen Einſchraͤnkungen Raum. PorTR nro. 209. 210. 211. Blanchard Th, III. S. 34. 4) Jedoch unter den in fr. 20. F. 5. fr. 38. D. KL. 7. de ſtatu liberis ent⸗ haltenen Beſtimmungen⸗ S. bornIEs und Blanchard a a. O. Aber, wenn ein dritter die Erfuͤllung verhinderte? MArRvIILF Aua- lyſe ad h. art. zieht die Anwendbarkeit des fr. 31. D. XXXV. I. de con- dit. et demonſ⁵trat. in Zweifel. 5) S. mein und GPeſterley Commentar uͤber die P. O. Th. I. S.9. Zweytes Hauptſtück. Von der aufſchiebenden Bedingun. ——Y“ 5. 720. B e 5 f Wt. 18r. Aufſchiebende Bedingung iſt die, deren Eintritt die Er⸗ fullung des Verttags bewirft. Iſt dieſelbe zukuͤnftig, ſo kann der Vertrag i, Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 29 Vertrag erſt nach ibrem Eintritte vollzogen werden; iſt ſie zwar ſchon eingetreten, aber unbekannt, ſo hat der Vertrag ſeine Wirkung von dem Tage an, da er eingegangen wurde. §. 721. Wirkungen. War der Vertrag unter einer aufſchiebenden Bedingung eingegan⸗ Art. 1182. gen, ſo bleibt die den Gegenſtand deſſelben ausmachende Sache auf Gefahr des Schuldners bis zu dem Eintritt der Bedingung. Hieraus folgt: I. Iſt die Sache ohne Verſeben des Schuldners gaͤnzlich zu Grunde gegangen, ſo iſt die Verbindlichkeit erloſchen; II. Hat ſich der Werth der Sache ohne das Verſeben des Schuldners verringert, ſo hat der Glaͤubiger die Wahl, entweder den Vertrag aufzuheben, oder, ohne den Kaufpreis verringern zu durfen, die Sache in dem Zuſtande zu fordern, worin ſie ſich befindet. III. Iſt hingegen der Werth der Sache durch das Verſehen des Schuldners verringert wor⸗ den, ſo hat der Gläubiger die Wahl, ob er den Vertrag aufheben, oder die Sache in dem Zuſtande, worin ſie ſich jetzt befindet, nebſt vollſtändiger Schadloshaltung verlangen will. Drittes Hauptſtuck. Von der anflöſenden Bedingung. S Aufloͤſende Bedingung iſt diejenige, deren Eintritt die Auf⸗ Art. bebung der Verbindlichkeit mit allen ihren Folgen bewirkt, und alles wieder in den Zuſtand verſetzt, als wenn keine Verbindlichkeit vorhan⸗ den geweſen waͤre. Der Vertrag wird mithin ſogleich vollzogen„ ver⸗ bindet aber den Glaͤubiger, das Empfangene in dem Falle zu er⸗ ſtatten, wenn das Ereigniß eitritt. D3§. 723. — Art. 1184. Die aufloͤſende Bedingung wird bey allen zweyſeitigen Tauſchver⸗ 30 Drittes Buch. Dritter Titel. 6. 523. R e 9 l. traͤgen ²) auf den Fall ſtillſchweigend vorausgeſetzt, daß einer der Contrahenten ſeinem Verſprechen kein Genuͤge leiſtete. Der Vertrag iſt jedoch in dieſem Falle nicht ipso jure aufgeloͤßt, ſondern der Theil, dem das ihm geſchebene Verſprechen nicht erfuͤllt wurde, hat die Wahl, entweder den andern zur Vollziehung des Vertrags, wenn dieſe noch möglich iſt, zu zwingen, oder deſſen Aufhebung nebſt voll⸗ ſtaͤndiger Schadloshaltung zu verlangen. Die Aufhebung muß daber vor Gericht ²*) nachgeſucht*), und es kann dem Beklagten, den Um⸗ ſtaͤnden nach, ein Aufſchub zur Erfuͤllung gegeben werden. 1) Hierauf iſt der Art. zu beſchraͤnken; ZacCHaRIAF Handb. Th. I. S. 230. not. 6. S. Art. 1588., 2) Die auflsſende Bedingung kann jedoch nie von dem Richter beurtheilt wer⸗ den, wenn ſie nicht von der Handlung eines der Contrahenten abhaͤngt; ſondern vom Staate. Caſſattonshof bey DRNEvERs Journal des au⸗ giences. 1806. p. 3. Blanchard Th. lil. S. 62. 3) Selbſt, wenn die Auflöſung des Vertrags in einem ſolchen Falle ausdruͤck⸗ lich zur Bedingung gemacht iſt. B6oT DE PREaMEMEu Expoſc. a. a. O.— Dieſes findet jedoch nicht bey Verkaͤufen ſub pacto reluitionis ſtatt. Art. 1667. Zweyter Abſchnitt. Von betagten Verbindlichkeiten. §. 724. Betagte Verbindlichkeiten(obligations à terme) ſind ſolche, denen eine Zeitfriſt zur Eintretung, oder Beendigung ihrer Fol⸗ Art. 183. gen feſtgeſetzt iſt. Dieſe Zettftiſt unterſcheidet ſich von der ſuſpenſiven Bedingung dadurch, daß ſie nicht die Verbindlichkeit ſelbſt aufſchiebt, ſondern nur deren Vollziehung verzögert; von der reſolutiven Bedin⸗ gung, daß ſie nicht die fruͤher ſchon ſtattgefundenen Folgen der Ver⸗ bindlichkeit annullirt, ſondern dieſelben nur, im Augenblicke ihres Ein⸗ tritts, beendet. §. 725 Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 31 6 35. R 5 Zu bemerken iſt: I. Was man erſt zu einer beſtimmten Zeit ſchul⸗Art. 1186. dig iſt, kann vor dem Verfallstage nicht gefordert werden. Was je⸗ doch vor dem Verfallstage bezahlt iſt, kann ebenfalls nicht zuruckgefor⸗ dert werden. II. Die Zeitbeſtimmung wird ſtets zum Vortheile des Art. 1187. Schuldners hinzugefuͤgt vermuthet, inſofern nicht aus der Uebereinkunft, oder aus den Umſtaͤnden erhellt, daß ſie auch zum Vortheile des Glaͤubigers verabredet worden ſey. II. Der Schuldner kann auf den Art. 188. Vortheil der Zeitbeſtimmung nicht mehr Anſpruch machen, I. wenn er in Coneurs gerathen; II. wenn durch ſeine Schuld die ſeinem Gläu⸗ biger ¹) in dem Contracte gegebene Sicherheit vermindert worden iſt; III. wenn ſeine Guͤter auf Anſuchen ſeiner uͤbrigen Gläubiger verkauft' worden ſind; IV. wenn er als Contumax verurtheilt, oder V. Schul— denhalber verhaftet iſt ²). 7 1) Maa derſelbe chirsgraphariſcher oder hypothecariſcher Gläubiger ſeyn. Ma⸗ LEvILLE Analyſe ad h. art, aus der Diſeuſſion. 2) Code de procedure art. 124. VMeſtphalien. art. 80.(wo aber die teut⸗ ſche Ueberſetzung nicht ganz vaſſend iſt).— Hierauf beſchränkt den Art. ſehr richtig PI6EAv. S. Oeſterley und mein Commentar uͤber die P. O. Th. 1. S. 38. Wird der Schuldner Schuldenhalber verhaftet, ſo wird da⸗ durch ſein ganzes Vermoͤgen erſchuͤttert; wird er dagegen wegen Verbrechen eingeſperrt, ſo bleiben ihm in der Regel dieſelben Mittel, ſeine Glaͤubiger zu befriedigen⸗ Pt b ſchn Von alternativen Verbindlichkeiten. §. 726. 0 Alternative Verbindlichkeit iſt, wenn ſich der Schuldner zur Leiſiung einer von beyden Sachen, die den Gegenſtand des Ver⸗ trags ausmachen, verpflichtet. — 32 Drittes Buch. Dritter Titel. Res ge. Art. 1189. I. Wer eine alternative Verbindlichkeit oͤbernommen hat, wird durch die Ueberlieferung einer der beyden Sachen, die den Gegenſtand— Art. 1190. des Vertrags ausmachen, befreyt. 11. Welche Sache er uͤberliefern will, iſt der Wahl des Schuldners uͤberlaſſen, ausgenommen, wenn At. 1191. ſie ausdruͤcklich dem Glaͤubiger eingeraͤumt worden iſt ¹à). Obgleich derſelbe, durch Ueberantwortung einer der beyden Sachen, von ſeiner Verbindlichkeit befreyt wird; ſo kann er dennoch nie den Glaͤubiger zwingen, einen Theil von der einen, und einzn Theil von der an⸗ dern anzunehmen. 1) Oder der Schuldner in wora iſt. Art. II38. TI45. 1195. 1203. 5 Verwanblung der alternativen Verbindlichkeit in eine einfache. Art. 1192. Eine alternative Verbindlichkeit wird einfach: I. wenn eine der beyden verſprochenen Sachen kein Gegenſtand*) eines Vertrags ſeyn Art. 1193. konnte. II. Wenn eine der verſprochenen Sachen, ſey es durch das Verſehen des Schuldners, oder ucht, zu Grunde ging, und nicht mehr geliefert werden kann. In Hinſicht der Folgen dieſes Untergangs muß man unterſcheiden, ob dem Schuldner die Wahl, eine Sache zu uͤber⸗ liefern, zuſtand, oder dem Glaͤubiger. Im erſtern Falle muß der Schuldner die uͤbriggebliebene Sache herausgeben, und darf nicht den Werth der untergegangenen Sache an deren Stelle anbieten. Sind beyde Sachen zu Grunde gegangen, ſ unterſcheidet man, ob in Hin⸗ ſicht einer derſelben dem Schuldner ein Verſehen zur Laſt faͤllt, oder nicht. Im erſtern Fall muß er den Werth der zuletzt zu Grunde ge⸗ gangenen Sache verguten; im letztern iſt die Verbindlichkeit gaͤnzlich erloſchen ²). Art. 194. War hingegen dem Gläubiger die Wahl vertragsmäßig zugeſtan⸗ den, ſo iſt: I. entweder nur eine von den Sachen zu Grunde gegan⸗ gen. Geſchah dieß obne Verſeben des Schuldners, ſo erbält der Gläubiger die uͤbriggebliebene. Faͤllt hingegen dem Schuldner ein Ver⸗ ſehen zur Laſt, ſo kann der Glaͤnbiger entweder die uͤbriggebliebene, oder den Werth der zu Grunde gegangenen Sache verlangen. U. 2 ₰ Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 33 es ſind beyde Sachen zu Grunde gegangen. Beging der Schuldner in Ruͤckſicht beyder, oder nur einer derſelben, ein Verſehen, ſo kann der Glaͤubiger nach Willkuͤhr den Werth der einen oder der andern i fordern. Sind beyde Sachen ohne Verſehen des Schuldners, und n ebe er in Verzuge war, zu Grunde gegangen, ſo iſt, in Gemäßheit n des Art. 1302., der Vertrag erloſchen. m c 1) Att. 1128. get§. 729. 4 Ausdehnung dieſer Gtundſätze. Dieſelben Grundſaͤtze ſind in dem Falle anwendbar, wenn die al— Art. 1196. ternative Verbindlichkeit mehrere, als zwey Sachen begreift. Vierter Abſchnitt. Von ſolidariſchen Verbindlichkeiten. nn 66 ht 1§. 730. k V egrif. Ein ſolidariſcher Vertrag iſt ein ſolcher, vermittelſt welchem einer fuͤr alle, und alle fuͤr einen ſtehben. Dieſer läßt ſich deppelt denken: I. von Seiten des Gläubigers(active Solidaritãt) . II. von Seiten des Schuldners(paſſive Solidarität) ¹). g 1) Nicht bloß aus einem Vertrage entſpringt eine ſolche Solidarität, ſondern ic auch aus den Geſetzen. 8. B. bey Delicten, Code der dolit ot Peiner.(1810.) art. 55. S. auch Ordonuauce 1673. tut.. art. 7. Bey Wechſeln, Code de commerce Art. 140. Bey der Ehe, Art. 399. 306. an 1431. 1432. 1487. Bey Erbſchaften, Art. 884. 1033. Bey der Filethe, 1 Art. 1734. 1587. Bey der Vollmacht, Art. 1995. 2002. Bey der Bütg⸗ der ſchaſt, Art. 2021. 2023. 2030. Bey der untheilbaten Verbindlichkeit. Art. 1222. , di Spangenberg's Commentar Bd. IM. C Erſtes — 34 Drittes Buch. Dritter Titel. Erſtes Hauptſtuͤck. P §. 731. Behgrerier Ark. 1197. Eine active Solidaritaͤt tritt ein, wenn das ſie begruͤndend⸗ Rechtsgeſchaͤft jedem der mehreren Glaͤubiger ausdruͤcklich das Recht giebt, die Bezahlung der ganzen Forderung zu verlangen, und den Schuldner nach der Zablung von ſeiner Verbindlichkeit zu befreyen; ſelbſt, wenn der aus der Verbindlichkeit entſtehende Vortheil an ſich theilbar wäre. §. 732. 5 6 I. Jeder Glaͤubiger hat das Recht, gegen den Schuldner auf Art. 1193. Bezahlung zu dringen. Der Schuldner hat dagegen ſo lange die Wahl, an einen oder den andern der Solidarglaͤubiger zu bezahlen, ſo lange er von einem derſelben nicht auf Zahlung belangt iſt, denn dann muß er an den Klaͤger zahlen. Il. Jeder Gläubiger hat das Recht, den Schuldner nach geſchehener Zahlung von der Ver— bindlichkeit zu befreyen. Desbhalb befreyt z. B. der nur von Einem der Solidarglaͤubiger geſchebene Erlaß der Forderung den Schuldner nur fuͤr den Antheil dieſes Glaͤubigers ¹). III. Jeder der Glaubiger muß die einem von ihnen entgegengeſetzten Einreden ²) reſpectiren. IV. Art, 1199. Jede Handlung, die in Ruͤckſicht eines der Solidarglaͤubiger die Ver⸗ jährung unterbricht, nutzt auch den uͤbrigen Gläubigern. Ueber das PVerhältniß der Solidarglaͤubiger gegen einander iſt nichts geſagt ²). 1) Hiernach iſt der Art. 1284. zu erklaͤren. 2) Aber welche? S. unten Not. 3. 3) Nach fr. 62. D. XXXV. 2. ad. leg. Falcid. iſt der bezahlte Glaͤubiger in der Regel nicht verbunden, ſeinen Mitgläubigern von der gezahlten Summe etwas abzugeben; nach dem Code ſcheint es aber allerdings der Fall zu ſeyn;z denn nach Art. 1198. kann der Glaͤubiger nur uͤber ſeinen Anthell an der For⸗ derung disponiren, und nach Art. 1209. erliſcht ebenfalls die Schuld durch Confuſion und pro rata,— Iſt dieſes der Fall, ſo ſchelnt arz. Art. er Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 35 der Schuldner auch befugt zu ſeyn, alle Einreden dem klagenden Solidarglaͤu⸗ biger enrgegen zu ſetzen, wodurch er deſſen rata zernichtet, mithin auch die verſönlichen Einreden. S. auch Zachaklaß Handbuch. Th. I. S. 22. not. ÿ.— Alles freylich gegen die Beſtimmungen des Roͤmiſchen Rechts. Zweytes Hauptſtuͤck. Von derpaſſiven Solidaritst. §. 733 We i Eine paſſive Solidaritat findet ſtatt, wenn die Verbindlich⸗grt r2c0. keit mehrerer Schuldner auf die naͤmliche Sache dergeſtalt gerichtet iſt, daß ein jeder auf das Ganze angegriffen werden kann, und daß die von einem einzigen geſchehene Zahlung die uͤbrigen in Rückſicht des Glaͤubigers befreyet. 5. 734. Ne en I. Eine Verbindlichkeit, welche ſolidariſch iſt, ſetzt immer vor⸗ aus, daß mehrere zur Leiſtung deſſelben Gegenſtandes verbunden ſind; Art. raor. doch iſt es gleichguͤltig, ob dieſe mehreren auch auf eine und dieſelbe Art verpflichtet ſind, oder nicht. So z. B. kann von einem das Verſprechen der Leiſtung unbedingt geſchehen, während das Verſprechen des andern ſchlechthin und unbedingt geſchah; es kann ſich einer einen Termin vorbehalten, der dem andern nicht zugeſtanden iſt, u. ſ. w. ¹). II. Das Solidarverhaͤltniß wird nicht vermuthet, ſondern muß aus⸗ Nrt. 1202 druͤcklich verabredet werden; ausgenommen, wenn das Geſetz ²) ſelbſt“ daſſelbe eintreten macht. 1) S. Art. 2001. *) 8. B. Code de commerce art. 22. 23. 24. 26. 28. 32. 140. S. au oben Vierter Abſchnitt. Rot. 1. 5 §. 735. Wirkungen: 1. Auf Seiten des Glaͤubigers. Der Gläubiger bat in dem Falle einer ſolidariſch uͤbernommenen Verbindlichkeit das Recht; I. ſich nach freyer Wahl an einen der Art. 12c8. E 2 Schuld⸗ 36 Drittes Buch. Dritter Titel. Schuldner klagbar zu wenden, ohne daß ihm dieſer die Rechtswohl⸗ Art. 120z. that der Theilung ¹)(beneficium divisionis) entgegenſetzen darf. II. Hat er ſchon einen der Schuldner belangt, ſo hindert ihn dieſes nicht, wider die uͤbrigen auf gleiche Weiſe zu verfahren. II. Er hat das Recht, den ausgeklagten Schuldner von ſeiner Verbindlichkeit zu befreyen. 1) Art. 2026. § 536. II. Auf Seiten der Schuldner. I. Der ausgeklagte Schuldner iſt dagegen verpflichtet, das Ganze Art. 1203. zu leiſten.— War der Gegenſtand der Leiſtung durch ihn unterge⸗ gangen, ſo muß er den Glaͤubigern vollſtaͤndige Schadloshaltung geben; war der Gegenſtand dagegen durch das Verſehen oder den Verzug der Mitſchuldner zu Grunde gegangen, ſo bezahlt der ausgeklagte Schuld⸗ ner nur deſſen Werth; und die Mitſchuldner ſind zur Schadloshaltung Art. 1206. verbunden. II. Die wider einem der Solidarſchuldner erhobene Klage untekbricht die Verjaͤhrung, die einer der Mitſchuldner dem Glaͤubiger Art. 1207. hätte entgegenſetzen können. III. Die wider einen der Solidarſchuldner auf Zinszahlung erhobene Klage bewirkt den Zinſenlauf in Anſehung Art. 1208. aller. IV. Wird einer der Solidarſchuldner van dem Glaͤubiger vor Gericht belangt, ſo kann erſterer alle, ſowohl die in der Ratur des Vertrags liegenden, als die ihm perſoͤnlich zuſtehenden, und auch die den ſaͤmmtlichen Mitſchuldnern gemeinſchaftlichen Einreden vorſchutzen. Er kann ſich aber derjenigen Einreden nicht bedienen, welche einigen der uͤbrigen Mitſchuldner nur fuͤr ihre Perſon zukommen Wird einer der Schuldner von der Verbindlichkeit befreyet, ſo hat die⸗ ſes fur alle gleiche Wrrkung ²). Hierbey iſt jedoch zu bemerken: 1) Art. 1209. Wird einer der Schuldner einziger Erbe des Glaͤubigers, ſo erliſcht die Schuld nur fuͤr den Antheil, der auf denſelben hätte repartirt wer⸗ Art. 1210. den koͤnnen 3). 2) Der Glaͤubiger, welcher in die Theilung der Schuld in Ruckſicht eines ſeiner Mitſchuldner willigt, bebaͤlt ſeine So⸗ lüdarklage dennoch gegen die übrigen, jedoch nur nach Abzug des An⸗ theils desienigen Schuldners, den er von dem Solidarverhältniſſe be⸗ Art. 1211. freyet hat. 3) Der Gläubiger, der von einem der Schuldner ſeinen Antheil beſonders annimmt, ſelbſt ohne in der Quithng das Solidar⸗ verhältniß oder ſeine Rechte überhaupt ſich vorzubebalten, m oli⸗ — Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 37 Solidarverhaͤltniſſe nur in Beziehung auf dieſen Schuldner. Doch iſt zu bemerken: à) daß der Glaͤubiger einem Schuldner das Solidarver⸗ paltniß erlaſſen habe, iſt nicht anzunehmen, wenn er von ihm eine Summe annimmt, die dem Theile, wozu letzterer verbunden iſt, gleich kömmt, inſofern die Quitung nicht beſagt, daß dies fuͤr ſeinen An— theil ſey. b) Eben ſo verbaͤlt es ſich mit einer bloßen Klage, ver⸗ mittelſt deren man einen der Mitſchuloner nur fuͤr ſeinen Antheil belangt, ſo lange nicht derſelbe die Klage eingeräumt hat, oder eine ihn verurtherlende Entſcheidung erfolgt iſt à). 4) Der Glaͤubiger, Art. 1212. welcher den Antheil eines der Mitſchuldner an verfallenen Renten oder Zinſen*), von der Schuld abgeſondert, und ohne Vorbehalt annimmt, verliert die Solidarrechte nur in Ruͤckſicht der ſchon faͤlligen Zinſen oder Renten, aber ſo wenig in Anſehung der noch faͤllig werdenden, als in Anſehung des Capitals, wenn nicht die getheilte Zahlung zehn Jahre nach einander fortgeſetzt wurde. 1) 3. B. nicht der Einrede der Compenſation. Art. 1294. 2) S. auch Art. 1283. 3) Dieſes wird auch dann eintreten, wenn der Schuldner Miterbe des Glaͤu⸗ bigers wurde. S. Art. 826. 870. 3) Mithin, wenn der Bekingte die Schuld nicht einraͤumt, oder derſelben Ein⸗ reden entgegenſetzt, ſo kann der Klaͤger noch während des Prozeſſes ſein Suchen auf die ganze Forderung richten. ZacaRIAß Handbuch. Th. I. S. 222. Not. 11. 5)„Dans les arrérages“. Irrig haben elnige Ausgaben:„ſans les arrérages“. 5. 737. III. In Betreff der Mirſchuldner gegen einander⸗ Die gegen einen Gläubiger ſolidariſch uͤbernommene Verbindlich⸗Art. 1213. keit iſt unter den Schuldnern Kraft des Geſetzes getheilt, und es ſind dieſelben unter ſich, jeder nur fuͤr ſeinen Antheil verbindlich. Hieraus folgt: I. Hat ein Mitſchuldner die ſolidariſche Forderung ganz bezahlt, Art. 121. ſo kann er von einem ſeden der uͤbrigen nur deſſen Antheil zuruͤckfor⸗ dern. II. Iſt einer von ihnen inſolvent, ſo wird der aus ſeiner In⸗ ſolvenz entſtebende Verluſt unter die uͤbrigen zahlungsfähigen Mit⸗ ſchuldner und demjemgen, der die Zahlung geleiſtet hat, verhältniß— mäßig repartirt. III. Hat der Gläubiger in Ruckſicht eines der Schuld⸗Art, 1218. ner der Solidarklage entſagt, und werden nachher einer oder mehrere — 38 Drittes Buch. Dritter Titel. der uͤbrigen Mitſchuldner zahlungsunfaͤhig, ſo geſchieht die verhaͤltniß⸗ maͤßige Vertheilung des Antheils des alle ner, ſelbſt dieſenigen, welche der Glaͤubiger von der Solidarverbind⸗ lichkeit vorher befreyet hatte.— Nur eine Ausnahme finden wir von Art. 1216. dem oben ausgedruͤckten Grundſaße: Betraf naͤmlich das Geſchaͤft, wofuͤr mehrere die ſolidariſche Verbindlichkeit uͤbernommen hatten, nur einen der ſolidariſchen Mitſchuldner; ſo haftet dieſer ſeinen Mitſchuld— nern, welche fuͤr ihn bezahlten, fuͤr die ganze Schuld, und erſtere ſind in Beziehung auf ihn nur als ſeine Buͤrgen zu betrachten. Fuͤnfter Abſſchnitt. Von theilbaren und untheilbaren Verbindlichkeiten. S 3 S6 Besri ff. Art. 1217. Eine Verbindlichkeit iſt theilbar oder untheilbar, je nach⸗ dem ſie eine Sache oder Handlung zum Gegenſtande hat, deren Ueberlieſerung oder Vollziehung einer wirklichen, oder intellectuellen (in Gedanken zu machenden) Theilung faͤhig, oder unfaͤbig iſt*). 1) S VIMN1 partitiones juris. Libr. II. eap. 36. DunMoutN de dividuo et indiwiduo, denen die franz. Geſetzgeber gefolgt ſind. §. 739. R e 8 e n. Art. 1213. Hierbey iſt zu bemerken: L die Verbindlichkeit iſt untbeilbar, wenn gleich der Gegenſtand derſelben ſeiner Natur nach theilbar waͤre, wenn das Verhältniß, in welchem die Verbindlichkeit bey der Ueber⸗ nahme der Verpflichtung betrachtet wird, nicht geſtattet, daß ſie tbeil⸗ Wt. 1219. weiſe erfuͤllt werde 1). II. Das ausbedungene Solidaritàtsverhaͤltniß einer Verbindlichkeit giebt ibr nie die Eigenſchaft der Untheilbarkeit. ¹ 3. B. die Verbindlichkeit, ein Haus zu bauen: denn obgleich ſich dieſet Bau nur thetiweiſe, und nach und nach auffuͤhren läßt; ſo iſt doch nur das ganz vellendete Gebaͤude ein Gegenſtand der Verbindlichkeit. Pornirs nto. 393. fr. 80. F. I. D XXXV. 3. ad leg. Talcid. Erſtes Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 39 Erſtes Hauptſtuͤck. ſ Von den Wirkungen einer theilbaren Verbindlichkeit. ſde §. 740. un Grund ſatz. Eine theilbare Verbindlichkeit iſt in Hinſicht ihrer von dem Schuld— ner zu geſchehenden Leiſtung, immer untheilbar, d. h. ſie muß zwiſchen Art. 1220. dem Gläubiger und Schuldner ſo vollzogen werden, als wenn ſie un⸗ theilbar wäre. Die Theilbarkeit derſelben wird nur in Hinſicht der Erben ſichtbar, indem dieſe nur fuͤr den Antheil, deſſen Beſitz auf ſie uͤbergegangen iſt, oder wofuͤr ſie als Stellvertreter des Glaͤubigers oder des Schuldners zu baften haben, zur Einforderung der Schuld berechtigt, oder zu deren Bezahlung verbunden ſind 1), 1) Art. 873. S. Anusnahme. Auch die Erben des Schuldners muͤſſen ausnahmsweiſe die Lei⸗ Att. 1221. ſt ſtung untheilbar thun: I. wenn fur die Schuld eine Hypothek beſtellt iſt 1); M. wenn ſie eine genau beſtimmte Sache zum Gegenſtande hat; III. wenn die Schuld alternativ war, dem Glaͤubiger aber unter meh⸗ reren Sachen, deren eine untheilbar iſt, die Wahl zuſtebt. In dieſen drey Faͤllen kann der Erbe, der die ſchuldige Sache, oder das zur Hypothek verſchriebene Grundſtuͤck beſitzt, in Anſehung deſſelben auf das Ganze belangt werden; und hat ſodann einen Entſchaͤdigungsan⸗ ſpruch wider ſeine Miterben. IV. Wenn bey der Begruͤndung der Verbindlichkeit einem der Erben allein die Vollziehung derſelben aufer⸗ legt iſt; V. wenn es aus der Natur des Verſprechens, oder der Ab⸗ ſicht der Contrahenten erhellt, eine theilweiſe Berichtigung der Schuld nicht ſtatt finden zu laſſen. In dem vierten Falle kann nur allein der Erbe, dem die keiſtung auferlegt wurde, und im fuͤnften jeder Erbe auf das Ganze belangt werden. In dieſen Fällen hat derſelbe jedoch einen Entſchaͤdigungsanſpruch gegen ſeine Miterben. 1) Art. 3873. zweytes Art. 1222. Art. 1223. Art. 1224. Art. 1225. 40 Drittes Buch. Dritter Titel. Zweptes Hauptſtuͤck. Von den Wirkungen einer untheilbaren Verbindlichkeit. §. 742. Grundſat. Ein jeder von denen, welche gemeinſchaftlich eine untheilbare Schuld uͤbernommen haben, haftet fuͤr das Ganze, ſelbſt wenn die Verbindlichkeit nicht ſolidariſch eingegangen waͤre. Eben ſo ver⸗ balt es ſich mit dem Erben desjenigen, der eine ſolche Verbindlich⸗ keit uͤbernahm. §. 743⸗ 5 5 3 e. Hieraus folgt: I. Jeder Erbe des Glaͤubigers kann die Vollzie⸗ gung einer untheilbaren Verbindlichkeit im Ganzen verlangen. Doch kann er: 1) weder die Schuld im Ganzen erlaſſen, noch auch den Werth der Sache an deren Stelle annebmen. 2) Hat einer der Er⸗ ben fuͤr ſich allein die Schuld erlaſſen, oder den Werth der Sache angenommen, ſo kann ſein Miterbe die untheilbare Sache fordern; er muß jedoch dem Schuldner den Antheil desjenigen Miterben, welcher den Erlaß zugeſtanden, oder den Werth der Sache empfangen hat, verguͤten). II. Der auf den ganzen Gegenſtand der Verbindlichkeit belangte Erbe eines Schuldners kann dagegen eine Friſt verlangen, um ſeine Miterben zur Theilnabme an dem Rechtsſtreite aufzufordern; ausgenommen, wenn die Schuld nur allein von ihm bezahlt werden ſollte, in welchem Falle er allein verurtheilt wird, jedoch einen An⸗ ſpruch auf Entſchaͤdigung gegen ſeine Miterben hat. 1) Es muß, um dieſen Antheil auszumitteln die Sache taxirt werden. PoTRIER nro. 327. Sechster A nh et⸗ Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 41 Sechster Abſchnitt. Von Verbindlichkeiten, denen eine Conventionalſtrafe angehängt iſt. 5. 744 · Eine Verbindlichkeit unter Conventionalſtrafe iſt die⸗ urt. 1226 jenige, wodurch ſich die Contrahenten, um die Vollziehung eines Ver⸗ trages zu ſichern, auf den Fall der Richterfuͤllung zu irgend einer Leiſtung verpflichten ¹). 1) ueber die Folgen dieſer Clauſel in Pinſicht der Erben ſ. Art. 1137. 1132. §. 745. 1 Die Unguͤltigkeit der Hauptverbindlichkeit zieht immer die Un⸗Art. 1227. gultigkeit der Strafbeſtimmung nach ſich, nicht aber die Unguͤltigkeit der jetztern die der erſtern. II. Der Gläubiger kann, im Falle des Urt. 122. Verzuges, den Schuldner auf die Erfüllung der Hanptverbindlichkeit bekangen, ſtatt von ihm die vorbehaltene Strafe einzufordern. Nie Lrt. 1229. aber kann er zugleich auf Erfuͤllung der Hauptverbindlichkeit und Be⸗ zahlung der Strafe klagen, da die letzrere zur vollſtändigen Schadlos⸗ haltung ¹) fuͤr den Rachtheil beſtmmt iſt, den der Glaͤnbiger durch die Richterfuͤllung der Hauptverbindlichkeit leidet; ausgenommen wenn die Strafe fuͤr den bloßen Verzug bedungen wurde. Ill. Die Strafe Art. 1230. iſt verwirkt, weuͤn der, welcher ſchuldig war, etwas zu überliefern, in Empfang zu nehmen, oder zu thun, ſich im Verzuge befindet ²); es mag die urſpruͤngliche Verbindlichkeit eine Zeitbeſtimmung fuͤr deren Vollziehung enthalten, oder nicht. IV. Der Richter kann die Strafe Art. rz3r maͤßigen, wenn die Hauptverbindlichkeit zum Theil vollzogen wurde 2 ¹) rt wenn der wuͤrkliche Schuden den Betrag der Strafe üͤberſtiege. S. Art. 1152. MarzvIILE Analyſe ad h. art. Anderer Meinung iſi boTRIni nro. 342. 2) S. Art. 1139. und dazu den Commentar. Daſſelbe tritt ein, wenn der Srn etwas thut, was mit der Verbindlichkeit im Widerſpruche ſteht. Art. 1145. 3) Nicht aber deswegen, weil ſie den wirklichen Schaden und Intereſſe uͤber⸗ ſteigt. S. Art. 1152. Spangenberg's Commentar Bd. III. F S5 — Art. 1233. Drittes Buch. Dritter Titel. 5. 746. Veſondere Beſtimmungen. 1. Hat die urſpruͤngliche Verbindlichkeit unter Conventionalſtrafe, eine untheilbare Sache zum Gegenſtande, ſo iſt die Strafe ſchon durch Uebertretung eines einzigen der Erben des Schuldners verwirkt, und kann nun entweder im Ganzen wider den, welcher dem Vertrage zuwider handelte, oder wider einen jeden der Miterben nach dem Verhältniſſe ſeines Antheils, und hypothecariſch fuͤr das Ganze, mit Vorbehalt ihres Entſchädigungsanſpruches wider den, welcher die Strafe verwirkte, eingeklagt werden. 11. Iſt dagegen die urſpruͤngliche Verbindlichkeit unter. Conventionalſtrafe theilbar, ſo wird die Strafe nur von demjenigen der Erben des Schuldners, welcher dieſer Ver⸗ bindlichkeit zuwider handelte, und nur fuͤr den Antheil, wofuͤr er bey der Hauptoerbindlichkeit zu haften hatte, verwirkt, ohne daß wider die⸗ jemgen, welche ſie erfuͤllt haben, eine Klage ſtatt faͤnde. Ansgenom⸗ men: wenn die Strafbeſtimmung in der Abſicht beygefuͤgt wurde, da⸗ mit⸗die Zablung nicht theilweiſe geſcheben koͤnne, und nun einer der Miterben die Erfuͤllung der Verbindlichkeit fuͤr das Ganze verhindert hat. In dieſem Falle kann die Strafe von dieſem ganz, und von den uͤbrigen Miterben fuͤr deren Antheil, mit Vorbehalt ihres Ent⸗ ſchaͤdigungsanſpruches, beygetrieben werden. Fuͤnftes Kapitel. Von der Erlöſchung der Verbindlichkeiten⸗ §. 747. Im Allgemeinen. Die Verbindlichkeiten erloͤſchen: F. durch Zabkung; II. Roba⸗ tion; 1II. Remiſſion; W. Compenſation; V. Confuſion; VI. Untergang ihres Gegenſtandes: VII, durch die Richtig⸗ keitstlage und Wiedereinſetzung in den vorigen Stand; VIII. durch den Eintritt einer reſolutiven Bedingung; M. durch Verjäbrung ¹). Alle Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 43 Alle dieſe Erlöſchungsgruͤnde werden jetzt abgehandelt werden; aus⸗ genommen die Reſolutivbedingung, von der im zten Cap. gehandelt iſt, und die Verjaͤhrung, von der unten Tit. 20. gehandelt werden ſoll. Von der Erloͤſchung der Verbindlichkeiten durch mutuus dissen- sus, Tod, Revocation, resolutio juris concedentis, concursus duarum caussarum lucrativarum handelt der Code nicht namentlich. i les contrats et quel d 1) S. J. F. Tissor röflexions fur quelques · unes des can- qui en dsterminent la reſciſion. Paris 1806. 8. Erſter Abſchnitt. Prſtes Hauptſtuͤck. PVon der Zahlung im Allgemeinen. §. 748. Zahlung iſt Leiſtung desjenigen, was man verſprochen hat*). ) Erhard a h. 1. §. 749. Erforderniſſe. Soll die Zahlung guͤltig ſeyn, ſo muß: I. eine Schuld, welche Art. 1233. bezahlt wird, vorhanden ſeyn. Was man, ohne es ſchuldig zu ſeyn, gezahlt bat, kann man zuruͤckfordern(Gondictio indebiti). Doch iſt die Zuruͤckforderung in Anſehung der natuͤrlichen Verbindlichkeiten, welche man freywillig erfullte, nicht zulaſſig. II. Sie muß von dem urt. 1236. geſcheben, welcher ſich verpflichtete; mithin 1) von dem Schuldner, 2) dem Mitſchuldner, 3) oder dem Buͤrgen. Ausnahmsweiſe kann die Verbindlichkeit ſelbſt durch einen Dritten, der nicht dabey intereſſirt iſt, erfuͤllt werden, vorausgeſetzt a) daß derſelbe im Ramen und fuͤr Rechnung des Schuldners handelt, oder b) wenn er in eigenem Na⸗ men handelt, er nicht in die Rechte des Glaͤubigers eingeſetzt worden iſt, denn in dieſem Falle wuͤrde er durch die Ceſſion ſelbſt Gläubt⸗ 2 ged 44 Dreittes Buch. Dritter Titel. Art. 1237. ger werden ¹). c) Daß die Verbindlichkeit nicht ein Thun verlangt, denn die Verbindlichkert etwas zu thun kann durch einen Dritten wi⸗ der den Willen des Gläubigers, inſofern dieſer ein Intereſſe dabey hat, daß der Schuldner die Verbindlichkeit ſelbſt erfuͤlle, nicht erfuͤllt Art. 1233. werden. III. Der Zablende muß 1) Eigenthümer der zu zahlenden Sache, und 2) faͤhig ſeyn, dieſelbe zu veräußern.: Indeſſen⸗ findet, wenn eine Geldſumme, oder eine andere fungible Sache(§. 422.) gezahlt wurde, wider den Glaͤubiger, der dieſelbe in gutem Glauben verbraucht hat, keine Zuruͤckforderung ſtatt, wenn gleich der Zahlende nicht Eigenthuͤmer, oder micht faͤhig war, dieſelbe zu veraͤußern 2). Att. 1239. 1IV. Die Zahlung muß an den Gläubiger, oder den Bevollmaͤchtigten deſſelben, oder an einen ſolchen geſchehen, den das Gtticht(z. B. ei⸗ nen Curator) oder die Geſetze(z. B. den Vormund) autoriſirt haben, fuͤr jenen in Empfang zu nehmen. Indeſſen iſt zu bemerken: 1) die an einen zur Empfangnahme fuͤr den Glaͤubiger nicht Beauftragten geſchehene Zahlung iſt guͤltig, wenn der Glaͤubiger ſie genebmigt, oder davon Rutzen zieht, z. B. wenn der Schuldner dem Glaͤubiger des Art. 1240. Glaͤubigers zahlte 7). 2) Eine Zahlung, die in gutem Glauben an den, welcher ſich im Beſitze der Forderung 4) befindet, geleiſtet wurde, iſt gultig, wenn gleich das Recht daran in der Folge dem Beſitzer Art. 1241. abgeſprochen wurde. 3) Eme Zahlung, die an den Glaͤubiger geſchab, da derſelbe unfähig war*) ſie anzunebmen, und die mithin an ſeinen Vorgeſetzten haͤtte geſchehen muͤſſen, iſt unguͤltig, ausgenommen, wenn der Schuldner beweiſt, daß die gezahlte Sache zum Nußzen des Glaͤn⸗ Art. 1242. bigers verwendet worden ſey(eme versio in rem). 4) Zablte der Schuldner an einen Glaͤubiger, obngeachtet deſſen, däß Gläubiger des Glaͤubigers dieſe Forderung mit Arreſt belegt, oder ſonſt Einſoruch eingelegt hatten, ſo iſt dieſe in Hinſicht der erſtern unguͤltig, und die Gläubiger des Glaͤnbigers koͤnnen ihn, ſo weit ihr Recht gebt, zwin⸗ gen, aufs nene an ſie zu zahlen; doch bleibt ibm, wenn er zablt, der Entſchädigungsanſpruch an ſeinen Gläubiger vorbehalten 6). V. Es muß die Sache gezahlt werden, welche Gegenſtaud des Ver⸗ Art. 1243. ſprechens war. Der Glaͤubiger kann nicht gezwungen werden, eine andere, als die ihm ſchuldige Sache, anzunehmen, wenn gleich die angebotene Sache von gleichem, oder ſelbſt von höherem Werthe ſeyn art. 1244. ſollte. VI. Die Zahlung muß ganz geſchehen. Der Schuldnex kann den Gläubiger nicht zwingen, theilweiſe Zahlung einer Schuld, auch wenn 4 i: n, ie er die in⸗ , et⸗ ine die ehn nn u ehn Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 45 wenn bieſelbe Kheilbar wäre, anzunehmen. Durch dieſe Vorſchrift bleibt jedoch den Richtern das Recht unbenommen, mit Ruͤckſicht auf die Lage des Schuldners, maͤßige Zablungsfriſten demſelben zu geſtat— ten 7), und der Exeentiom 3), waͤhrend alles in dem bisherigen Zu— ſtande bleiben muß, Anſtand zu geben; ſedoch haben ſie ſich dieſer Befugniß nur mit großer Vorſicht zu bedienen 2).— Zu bemerken iſt jedoch: 1) Wer eine gewiſſe und genau beſtimmte Sache Art. 1238. (eine Species, einzelne körperliche Sache) zu leiſten bat, wird durch die Ablieferung derſelben in dem Zuſtande, worin ſie ſich zur Zeit der Leiſtung befindet, frey, vorausgeſetzt, daß weder er ſelbſt, noch die Perſonen, fuͤr welche er verantwortlich iſt ¹0), durch Handlungen, oder Verſehen an den erfolgten Verſchlimmerungen Schuld ſind, oder daß er ſchon, bevor dieſe eingetreten ſind, ſich im Verzuge befand. 2) Hat der Vertrag eine Sache zum Gegenſtande, die nur ihrer Art. 1246. Gattung nach beſtimmt iſt, ſo iſt der Schuldner, un ſich von der Verbindlichkeit zu befreyen, nicht verbunden, eine von der beſten Gat— tung zu geben, aber er darf auch keine von der ſchlechteſten anbie⸗ ten 11). VII. Die Zahlung muß an dem durch den Vertrag be⸗ Art. 1247. ſtimmten Orte geſcheben. Iſt in demſelben kein Ort beſtimmt worden, ſo iſt entweder von emer gewiſſen und genau beſtimmten Sache die Rede, oder nicht. Im erſten Falle muß die Zahlung an dem Orte geſchehen, wo zur Zeit des abgeſchloſſenen Vertrags die Sache ſich befand. Im letztern Falle muß die Zahlung an dem Wohnſitze des Schuidners 1²) geſchehen. VIII. Die mit der Zahlung verbundenen Art. 1248. Koſten hat der Schuldner zu tragen 13). 1) Die Schuld wuͤrde mithin nicht erloͤſchen, die Zahlung dieſes Dritten in Hinſicht auf den Schuldner alſo unguͤltia ſeyn. War er dagegen nicht in die Rechte des Glaͤubigers eingeſetzt, ſo iſt die Zahlung guͤltta, denn er tritt nicht ipſo jure in die Rechte des Gläubigers, wenn er ohne Vollmacht des Schuldners zahlt. MarEvILLE Analyſe ad h art. DuMouIIN de uſuris. nro. 331. 332. aus fr. 40. D. XLVI. 3. de ſolutt. c. 17. C. VIII. 43. eod.— Eine Ausnahme von dieſer Regel enthaͤlt der Gode de commerce art. 159., in Hinſicht des von einem Dritten gezahlten Wechſels. 2) Art. 1377. 3) Cambacérès erklärt den Artikel in der Dlſcuſſion: le poiement ne ſera valable, que lorsqu'il n'aura point portè prejudice' aux ercaneier; und Treilhard ſetzt binzu: daß der Artiket ne ſe borne pas à extger, que le paiemenut n'ait point ẽté prèjudiciabſe au erkancier, il veut encore, que 6 3 le = —— —. ————————————— —————— 46 Drittes Buch. Dritter Titel. le paiement lui ait été avantageux(Conference. T. V. S. 88. 89.). Mit⸗ hin iſt die Zahluug des Schuldners an einen minder preſſanten Glaubiger des Glaͤubigers unguͤltig. 4) Z. B. der Obligatlon, die auf jeden Inhaber geſtellt iſt. S, auch MaA- LEvILILB ad h. art. 5) 3. B. die Zahlung an einen Minderjährigen, oder an eine Ehefrau, ohne Autoriſation des Vormundes oder Ehemanns. Ueber die Zahlung an offent⸗ liche Anſtalten beſtimmt ein Gutachten des Staatsraths vom 27. Nov. 1808. in S1Rkv Journal génẽral. 1809. b. II. p. 43. 1) que le rembourſement des capitaux dus aux hoſpices, communes et fabriques, et auties etabliſſemens, dont les propriétés ſont adminiſtrè es et réties ur la ſurveillance du gouvernement⸗ Peut toujours avoir lieu, Juand les debiteurs ſe prẽſentent pour fe liberer; mau qu'iis doivent zvertir les adminiſtrateurs un mois d'avance, pour que celx- ci aviſent endant ce teins, aux moyens de placement, et rẽquiereit les autori⸗ ſations neceſſaires de h'autorité ſuperieure; 2) que l'empſoi des eapitaux en rentes ſur IEtat n'a pas beſoin d'étre autoriſe, et leſt de droit par la retle générale deja établie; 3) aue'emploi en biens fonds, ou de toute autre manire, doit étre autoriſè par un décret reudu au Conſeil d'Etat, ſur l'avis du miniſtre de PInterieur, pour fes communes et hoſpices; et du möme minſtre ou de celui des eultes, pour les fabriques. Einen ſehr merkwuͤrdigen, einigermaßen hierher gehorigen Rechtsfall enthaͤlt OEsTRRIL.Ex und mein Magazin. Bd. II. S. 154 fgg. 6) Ebenfalls iſt die Zahlung unguͤltig, wenn der Schuldner an einen der meh⸗ reren Gläubiger des Gläubigers zahlt. Caſſationshof bey DENEvERs Journal des audiences. 1806. p. 263. 4 7) Le C. TREIIRHARD erpoſe l'éſprit de Tarticle. I dit; que les offres reelles ne ſont pas valides, ſi elles uc ſont de la totalité de la dette; mais que ce meſt pas Ia Feſpece qu'on a voulu prévoir. On a ſuppoſẽ un débiteur qut, prouvant par le tableau de fa fiuation, qu'il eſt[ol- vable, demande un court délei pour une partie du paiement. Dans ce cas d'après l'artiele le juge le condamne pour la totaltẽ, mats il gradue Jes terines du paiement“(Conférence. T. V. b. 91.).— Moratorten (ettres de répit) kann ollein die Regierung ertheilen; entſtehen aber Strei⸗ tigkelten uͤber dieſelben, ſo erkennen nicht die Adminiſtrativen⸗ ſondern die Juſtizbehörden. Königl. Decret vom 20. Januar 1809. Geſetzbulle⸗ tin. 1809. nyo. 3. 8) Dieſes bezieht ſich wohl nur auf die Erecutlon von conventionellen Ver⸗ bindlichkeiten, nicht aber von Erkenntniſſen. Denn eines Theils ſpricht dle Fubrik des Titels nur von obligations convenkionelles, theils erhellt es aus der Diſcuſſſon. So ſagt Br6or pE PaßaMnnru Expoſt.(Gaz- NERx. L. III. p. 79.) la loi les juges y autoriſe, mais en leur rappelant le reſpeet qu'ils doivent aug cortrats. S. auch Appellhof zu Ceimat bey DEREvTRs Journal. An. XIV. Suppl. p · õ3 · 90 b 3 ſe . 6 U nt t ke le le le it Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 47 9) Beſonders in Hinſcht der Steuerpſichttgen. Schreiben des Hrn. Ju⸗ ſtizminiſters vom 10. Decemb. 1809. in meinem und OrsTERILEx Magazin. Th. II. p. 435.— Gar kelne Termine dürfen die Richter bey Zahlung eines Wechſels geſtatten. Code de commerce art. 157. 10) S. Art. 1383— 1386. 11) S. auch Art. 1022. 12) Anders iſt es bey dem Anerbieten der Zahlung. S. Art. 1258. uro. 6. 13) Inwiefern man in Billon oder Kupfermuͤnzen zahlen könne, beſtimmt das Königl. Decret vom 16. Ortob. 1809. im Geſehbulletin 1809. uro. Art. 4. Dem gemäß ſoll frey ſtehen, in Billon oder Kupfermuͤnze zu bezahlen: 1) Die Summen, deren Ganzes nicht 32 Centimes überſchreitet;. 2) die Brüche der Franken, die nicht in Zweygutegroſchenſtuͤcken oder andern groben Muͤnzen bezahlt werden koͤnnen. 3) Außerdem ſoll den oͤffentl. Caſſen zuſtehen, in allen Zahlungen, welche die Summe von 100 Franken uͤberſteigen, 1 PC. in Billon und 1 PC. in Kupfermuͤnze zu bezahlen. In Hinſicht Frankreichs ſagte Pelet, qu'à Paris la monnaie de billon ne pouvait entrer dans les paiemens, que pour un 46. Conference. T. V. pag. 94. Zweytes Hauptſtück. 5. 70. Besrif. Zahlt ein Dritter fuͤr den Schuldner, ſo entſtebt haͤufig eine Subrogation, d. h. ein Eintritt deſſelben in die Rechte des Gläu⸗ Art. 1249. bigers. Dieſe Subrogation iſt theils vertragsmäßig, d. h. aus⸗ bedungen, theils geſetzlich. 6. 75r. 1. Vertragsmaͤßige Subrogation. Vertragsmäßig iſt die Subrogation: J. wenn der Gläubiger den Art. 1230, Zahlenden in ſeine Rechte, Klagen, Privilegien und Hypotheken wi⸗ der den Schuldner einſetzt. Dieſe Einſetzung muß jedoch ausdruͤcklich, und gleichzeitig mit der Zahlung geſchehen. 1I. Wenn der Schuldner eine 4⁸ Drittes Buch. Dritter Titel. eine Summe erborgt, um ſeine Schuld zu bezahlen, und den Dar⸗ leiher in die Rechte des Glaͤubigers einzuſetzen. Hierbey iſt zu be— merken: 1) die Urkunde uͤber das Darlehn muß in dieſem Falle, eben ſo wie die Quitung, vor Rotarien ausgefertigt, auch, daß die Summe in der Abſicht, die Zablung zu leiſten, erborgt ſey, in der Urkunde uͤber das Darlehn, ſo wie, daß die Zahlung mit dem erborg⸗ ten Gelde wirklich geſchehen ſey, ausdruͤcklich erklaͤrt werden. 2) Dieſe Einſetzung bedarf der Zuſtimmung des Glaͤubigers nicht ¹). 1) Zu bemerken iſt: I. dieſes Eintreten in die Stelle des Glaͤubigers findet auch dann ſtatt, wenn das Geld nur einem unter mehreren Mitſchuldnern geliehen worden iſt. Caſfattonshof in Laſſaulx Journal. III. 2. S. 72. I1. Der Dritte erhält nur inſofern alle Rechte des Glaͤubigers, als derſelbe ihn ausdruͤcklich in alle Rechte, Klagen und Privilegien einſetzt. Appellhof zu Riom im Jourual de harreau. 1809. P. II. S. 361. §. 752. II. Geſetzliche Subyogation. Art. 1251. Die Subrogation findet kraft des Geſetzes ſtatt: I. bey dem Glaͤubiger, der einen andern Glaͤubiger, der wegen ſeiner Vorzugs⸗ rechte oder Hypotheken ihm vorgehen wuͤrde, befriedigt; lI. bey demje⸗ nigen, der ein Grundſtück erwirbt, und den Erwerbspreis zur Befrie⸗ digung der Glaͤubiger, denen an dieſem Grundſtuͤcke eine Hypothek zuſteht, verwendet; III bey demſenigen, der eine Schuld bezahlte, de⸗ ren Tilgung ihm mit andern, oder fuͤr andere oblag; IV. bey dem Beneficiarerben, der die Erbſchaftsſchulden mit ſeinem Gelde bezablt hat. §. 753. Wirkungen der Subrogationen. Art. 1232. Dieſer Eintritt in die Rechte des Glaͤubigers, ſey die Subroga⸗ tion vertragsmäßig, oder geſetzlich, hat Wirkung: I. ſowohl wider die Schuldner, als den Buͤrgen. II. Er kann zedoch dem Glaͤubiger, wenn derſelbe nur zum Theil befriedigt wurde, nicht nachtheilig ſeyn; vielmehr kann derſelbe vorzugsweiſe vor dem, welcher ihm nur theil⸗ weiſe Zahlung leiſtete, in Anſehung des Reſtes ſeiner Forderung, ſeine Rechte geltend machen. Drittes ⸗ be: le die er tg. det ern 72. le hi Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 49 Drittes Hauptſtuck. Von der Abrechnung der Zahlung. §. 754. Reen I. Iſt jemand mehrere Poſten an einen Glaͤubiger ſchuldig, ſo Art. ra3. hat er das Recht, bey der Zablung zu erklaͤren, welchen Poſten er mit derſelben zu tilgen die Abſicht habe. II. Dieſe Erklärung kann jedoch nicht dahin gehen, daß die geleiſtete Zahlung auf das Capital abgerechnet werden ſolle, inſofern dieſes Renten oder Zinſen hervorbringt, ausgenommen unter Zuſtimmung des Gläubigers. Denn jede Zahlung, Art, 12. welche Capital und Zunſen nicht zugleich tilgen kann, wird zuerſt auf die Zinſen abgerechnet. III. Hat der Schuldner mehrerer Poſten eine Art. 1233. Quittung angenommen, worin der Gjlaͤubiger das Empfangene auf ei⸗ nen dieſer Poſten beſonders abgerechnet hat; ſo kann der Schuldner nicht mehr verlangen, daß doſſelbe auf einen andern Poſten abgerech⸗ net werde; ausgenommen, wenn von Seiten des Glaͤubigers Betrug oder Ueberliſtung ſtatt fand. IV. Iſt jedoch in der Quiung wegen Art. 1286. der Abrechnung nichts beſtimmt worden, ſo findet dieſelbe folgender⸗ maaßen ſtatt: 1) ſind die Poſten zu gleicher Maaße faͤllig, ſo wird die Zahlung auf den gerechnet, der dem⸗ Schuldner am laͤſtigſten war. 2) Iſt ein Theil der Poſten faͤllig, der andere nicht; ſo geſchieht die Abrechnung auf den faͤlligen Poſten, wenn er auch nicht ſo laͤſtig waͤre, als einer der nicht faͤlligen. 3) Sind die Poſten nicht fällig, ſo ge⸗ ſchieht die Abrechnung auf den alteſten; ſind ſie von einem Alter, ſo geſchieht ſie auf jeden verhaͤltnißmaͤßig. Viertes Hauptſtuͤck. Von dem Anerbieten der Zahlung und det Hinterlegunz. Statt der Zahlung dient das Anerbieten der Zablung, und die Hinterlegung derſelben. Verweigert nämlich der Glau⸗Art. 1257. Spangenberg Commeutat Bd. rii. G biger 50 Drittes Buch. Dritter Titel. biger die Annahme der Zahlung, ſo kann der Schuldner den Gegen⸗ ſtand derſelben ibm wirklich und in Natur anbieten, und auf die Weigerung des Glaͤubigers, die Zahlung anzunehmen, die angebotene Summe oder Sache deponiren. Iſt dieſes Anerbieten, und die Depo⸗ ſition geſchehen, ſo befreyet ſie den Schuldner von ſeiner Verbindlich⸗ keit, und verhält ſich fuͤr ihn als Zahlung; mitbin traͤgt auch der Gläubiger die Gefahr der auf ſolche Art deponirten Sache. 5. 756. S Art, 1233. Zur Guͤltigkeit eines ſolchen Anerbietens wird erfordert: I. daß daſſelbe einem zur Annahme Faͤhigen, oder deſſen Bevollmaͤchtigen, oder Stellvertreter geſchehen ſey; II. daß es durch einen Schuldner, der uͤberhaupt zahlen darf, geſchab; MI. daß es den ganzen faͤlligen Betrag des Capitals, der Zinſen und der liquiden Koſten, ſo wie eine Summe fuͤr die noch nicht liquiden, und das Verſprechen, letztere, im Fall ſie nicht zureichen wurde, zu erganzen, enthalte; W. daß die Summe faͤllig ſey, wenn der Zahlungstag zum Vortheile des Gläu⸗ bigers ausbedungen worden; V. daß die etwaige Bedingung, unter welcher die Verbindlichkeit eingegangen wurde, erfuͤllt ſey; VI. daß das Anerbieten an dem verabredeten Zahlungsorte, oder falls keiner verabredet worden, entweder dem Glaͤnbiger in Perſon, oder an deſſen Wohnorte, oder an dem fuͤr die Vollziehung des Vertrags gewaͤhlten Wohnſihe geſchebe; VII. daß das Anerbieten durch eine offentliche Per⸗ ſon, welche zu Handlungen dieſer Art ermaͤchtigt iſt, d⸗ h. den Huiſ⸗ 3 ſier, vorgenommen ſey. 6— 5. 757. Verfahren bey dem Anerbieten 1). Verweigert mithin der Glaͤubiger privatim die Annahme der Zab⸗ lung, ſo hat der Schuldner einen Huiſſier aufzufordern, welcher äͤber dieſe Aufforderung ein Protocoll aufnmmt, welches folgendes entbalten muß: I. eine genaue Bezeichnung der Sache, oder der Muͤnz ſorten der Summe. II. Eine Erwaͤhnung der Antwort des Glaͤubigers und ſeiner Unterſchrift. Iſt der Glaͤubiger nicht erſchienen, ſo wird ihm eine Abſchrift dieſes Protocolls zugeſtellt, ——————— ———— —— Weigert der e be tn re und ihn e Von den Verbindlichkeiten, welche aus Verträgen rutſichen.„1 Weigert ſich der Glaͤnbiger, dieſes Anerbieten anzunehmen, ſo hat der Schuldner die Zahluug, wenn ſie in einer Summe Geldes beſtebt, bey dem Generaldiſtrietseinnehmer, oder bey einem Rotar zur Ablieferung in die Amortiſationscaſſe ²), oder, falls es eine andere Sache iſt, bey dem Rotar zn deponiren. Dieſe Depoſition kann theils ohne gerichtliche Genehmigung geſchehen, theils unter einer gerichttichen Genehmigung. Im erſtern Falle iſt erforderlich: Art. 1270 J. daß eine dem Glaͤubiger zugeſtellte Aufforderung vorhergegangen ſey, in welcher der Tag, die Stunde und der Ort, wo die angebotene Sache deponirt werden ſolle, angegeben iſt; II. daß der Schuldner den Beſitz der angebotenen Sache anfgegeben, und dieſelbe nebſt den bis zum Tage der Depoſition falligen Zinſen an g geſetzlichen Ort ab⸗ geliefert habe. III. Daß von deim Huiſſier uͤber die Gattung der an⸗ gebotenen Muͤnzſorten, uͤber die Verweigerung der Annahme, oder das Richterſcheinen des Glaͤubigers, und uͤber die Depoſition etni Protocoli aufgenommen, und IV. daß dem Glaͤubiger, im Falle derſelbe micht erſchienen iſt, dieſes Protoroll, nebſt einer Aufforderung, die depomrte Sache zu ſich zu nehmen, zugeſtellt worden ſey. Der Glaͤubiger hat nnn das Recht, die Anerbietung mittelſt einer gerichtlich angeſtellten Klage für ungultig erklaͤren zu laſſen.— Im lettern Falle kann der Schuldner vorher bey dem Tribunale daranf antragen, das Anerbieten als guͤltig zu erklären, und die Depoſition zu verfuͤgen 3).— Zu be⸗ merken iſt noch: I. Sowohl die freywillige, als die gerichtlich verfugte Depoſition fann fuͤr die uͤbrigen Gläͤubiger, welche Arreſt auf die Sache gelegt baben, keinen Nachtbeil bringen; da dieſe Arreſtanlegun⸗ gen nur dem Glaͤubiger, dem das Anerbieten geſchab, angezeigt werden muͤſſen; II. die Koſten des Ayerbietens und der Depoſttion fallen, Art. 1260 wenn beydes guͤltig geſchab, immer ²) dem Glaͤubiger zur taſt. 1) urber daſſelbe ſ. Code de prorddure frangait Art. S12— 818. Iſt vhalier. Att. 744— 750. PIGrau Proccdure. T. II. p. 470 fgg Prari- cieyꝛ ſangais T. V. p. 68. LEPA6F nouveau ſtyle. p. 641. vorzuͤglich aber OßsTRnRILTEx practiſche Erläuterung der W. P. O. T. iII. p. fög⸗ 2) Loi ſur les conſigMations vom XXVIII. Nivofe. XIII. b. RovponRpAu Supplement. p. 132. ed. Vost. Blanchard zu Maleville. Th. III. S. 100. Code de Froecd. TMeſtphalien. Art 744 Geſetz v. 14. Jui. 1803. Art. 13.(Geſetzbuͤlletin 1808. nro. 48.) Koͤnigl. Decret vom 17. Novemb. 1808. Att. 3.(Geſetzbuͤlletin. 1803. nro. 69.)— Sonſt ge⸗ ſchah die Depoſitlon in Frankrelch bey dem regevcur des coutributious. G 2 Pors- * 5 1 t ſii 3 ₰ 1½ 3 1 . 3 . 3 3 3 3 Drittes Buch. Dritter Titel. BousQaunT Expſieation. ad art. 1259. Nie aber bey dem Hypothekenbewah⸗ rer, wie ZAcRaktaß Handbuch. Th. I. S. 187. will. OrsTRRILEx a. a. O. S. 13. und in Hinſicht des Zinſenlaufs, deſſen ote 2. 4) Weil derſelbe immer durch ſeine Weigerung der Annahme Veranlaſſung zu denſelben gab. Deshalb fällt auch die Ausnahme bey MatEvILILE Analyſe ad h. art. und Z2ackaR1LAE Handbuch. Th. I. S. 247. Not. g. hinweg. § 58. Zuruͤcknahmerecht des Schuldners. Art. 1261. So tange der Gläubiger die deponirte Sache oder Summe noch nicht angenommen hat, kann ſie der Schuldner zuruͤcknehmen, und, wenn er dieſes thut, bleiben auch ſeine Mitſchuldner und Buͤrgen fer⸗ Art. 1262. ner verhaftet; ausgenommen, wenn die Depoſition unter gerichtlicher Genehmigung geſchab, denn dann kann er ſie, zuln Nachtheile ſeiner Mitſchuldner oder Buͤrgen, ſelbſt mit Einwilligung des Glaͤnbigers, Art. 1263. nicht mehr zurücknehmen. Hat der Glaubiger, dazu eingewilligt, daß in dieſem Falle der Schuldner die Sache zuruͤcknehme; ſo kann er, um zur Bezahlung ſeiner Forderung zu gelangen, die damit verknuͤpft geweſenen Privilegien und Hypotheken nicht mehr geltend machen; er hat keine Hypothek weiter, als von dem Tage an, wo die Urkunde, durch welche er die Zuruͤcknahme bewilligte, mit der zur Begruͤndung einer Hypothek erforderlichen Form ¹) verſeben wurde. 1) S. Art. 2127. §. 759 Anmerkung. Oben(§. 736.) iſt es bemerkt worden, daß das Anerbieten an dem verabredeten Zahlungsorte, oder dem Glaͤubiger in Perſon, oder an deſſen Woßnorte geſchehen muͤſſe. Von dieſer Regel findet ſich ein⸗ Art. 126. Ausnahme. Iſt naͤmlich die ſchuldige Sache ein genau beſtimmter Ge⸗ genſtand(eine species), der an dem Orte, wo er ſich befindet, über⸗ liefert werden ſoll; ſo muß der Schuldner den Glaͤubiger durch einen demſelben in Perſon, oder an deſſen Wohnſitze, odet den zur Voll⸗ ziebung des Vertrages gewaͤhlten Wohnſitze, durch den Huiſſier zuge⸗ ſtellten ſchriftlichen Auffatz auſſordern, die Sache dort S u ſe em n ine e⸗ en ol. Von den Verbindlichkeiten⸗ welche aus Vertraͤgen entſtehen. 53 Iſt dieſe Aufforderung geſcheben, ohne daß der Glaͤnbiger die Sache abholt; ſo kann der Schuldner, wenn er des Orts bedarf, wo die⸗ ſelbe bingeſtellt iſt, von dem Tribnnale die Erlaubniß erwirken, ſie an eipem andern Orte zur Verwahrung niederzulegen⸗ Suͤnftes Hauptſtuck. VPon der Vermoögensabtretung. §. 760. erei. Die Vermoͤgensabtretung(cessio bonorum) iſt die Hand⸗ Att. 1265. lung, wodurch ein Schuldner, der ſich außer Stande befindet, ſeine Schulden zu bezahlen, ſein ganzes Vermögen uͤberläßt. 5. 761. Arten derſelben. Die Vermogensabtretung iſt entweder freywillig, oder ge⸗ Nrt. 1266. richtlich ¹). 1) Code d⸗ commerce. art. 366. 6. 752. 1. Freywillige Vermoͤgensabtretung. Die freywillige Vermögensabtretung iſt die, welche von den gurt. 1267. Glaͤubigern freywillig angenommen wird, und die keine andere Wir⸗ kung hat, als welche ſich aus den Verabredungen des zwiſchen ihnen und dem Schuldner deshalb eingegangenen Vertrages ergiebt ¹). 1) Code de commerce. art. 567. 5. 763. 2. Gerichtliche Vermoͤgensabtretung. Die gerichtliche Vermögensabtretung iſt eine Wohlthat, die das Art. 126. Geſetz ¹) dem I. ungluͤcklichen, und II. redlichen Schuldner ver⸗ 3 gönnt, 54 Drittes Buch. Dritter Titel. gönnt, indem es ihm, ohne Ruͤckſicht auf jede entgegenſtehende Ueber⸗ einkunft, verſtattet, zur Erhaltung ſeiner perſoͤnlichen Freyheit ſein gan— zes Vermoͤgen ſeinen Glaͤubigern gerichtlich zu uͤberlaſſen. Die Wir⸗ Art. 1269. kungen derſelben ſind: J. anf Seiten der Glaͤubiger: 1) Sie uͤberträͤgt nicht das Eigenthum des ſchuldneriſchen Vermögens auf die Glaͤubi⸗ ger; ſondern giebt den letztern nur das Recht, das Vermögen zu ih⸗ rem Vortheile verkaufen zu laſſen, und bis zum Verkaufe deſſen Ein⸗ At. 1270. kuͤnfte zu erbeben. 2) Die Glaͤubiger können die gerichtüche Verms⸗ gensabtretung nicht ablehnen, außer in den durch das Geſeß ausge⸗ nommenen Faͤllen. Dieſe Rechtswohlthat kann näͤmlich nicht zugelaſſen werden: a) bey ſolchen, die einen Stellionat begangen haben, boshaf⸗ ten Bankerottirern ²), Perſonen, die wegen Diebſtals oder Prellerey verurtheilt ſind, und Rechnungsbeamten; b) bey Auslaͤndern 3), Vor⸗ mundern, Adminiſtratoren und Depoſitarien*). II. Auf Seiten des Schuldners: 1) dieſe Wobhlthat hewirkt die Befreyung von der perſoͤn⸗ lichen Verhaftung; 2) Sie befreyet den Schuldner nur bis zum Be⸗ trage des Werthes des abgetretenen Vermögens. Reicht daſſelbe nicht bin, und erwirbt er in der Folge von neuem etwas, ſo iſt er ver⸗ bunden, auch dieſes abzutreten, bis die Glaubiger vollſtaͤndig bezahlt ſind 5). 1) Auf welche Art der Schuldner dieſe Wohlthat nachzuſuchen hat, beſtimmt der Oode de procodure frangais art 998— 906. Weſipüalien ast. 826— 834. Ferner der Gode de commerce art 566. OrsTERLEv Pract. Er- lauterung. Th. III. S. 156 fgg. und verzuͤglich BoRIER ſur l'Ordonnance 1673. Lit. 10. art. 1. 2) Wer dafuͤr gehalten werde, beſtimmt der Code de commerce Art. 593. 30. 3) Jedoch, inſoſern ſie nicht Civilrechte in Frankreich genteßen. Code Napolson. Art. 11. 13. Caſſationshof bey StREr Jurisprudenee 1808. Suppl. P. 110. 4) Code de procèdure frangais art. 9os. Meſnlalien art. 833. Cod⸗ de commeree art. 75. 5) Code de commerce art. 568.— Der Schuldner, der ſchon verhaftet aſt⸗ kann nicht ſogleich aus der Haft entlaſſen werden, wenn er das Geſuch um dieſe Wohlthat der Ceſſion angebracht hat, ſondern erſt, nachdem auf die⸗ ſes Geſuch vom Gerichte zu ſeinen Gunſten verfuͤat iſt. Appellhof zu Pa⸗ ris in BAvovx et LolsPau Jurisprudeuce du Code de procédure. T. I. P⸗ 263. Zwey⸗ t e n e⸗ cht er⸗ h mt uce 03. on , un ie e Pr. Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. J6 Zweyter Abſchnitt. BHo n de N vati n. 5. 764. V„. Rovation iſt die Verwandlung einer Verbindlichkeit jn eine an⸗ dere. Sie kann auf dreyfache Art geſchehen; I. indem der Schuldner Art. 1271. gegen ſeinen Glaͤnbiger eine nene Verbindlichkeit, ſtatt der alten, welche aufgehoben wird, uͤbernimmt ¹); II. indem ein neuer Schuld⸗ ner an die Stelle des vorigen, welchen der Glaͤubiger frey giebt, tritt (Expromissio). Geſchiebt dieſes ſo, daß der alte Schuldner einen neuen in ſeine Stelle dem Glaͤubiger ſetzt, ſo heißt dieſes Delega⸗ tion. III. Indem, zufolge einer neuen Ueberemkunft, ein neuer Glaͤubiger in die Stelle des alten, in Beziehung auf welchen der Schuldner befreyet wird, eintritt. 1) 8. B. wenn ein Gläubiger ſeinem Schuldner eine Quitung giebt, dabey aber, ſtatt der Zahlung, auf Ordre zablbare Schuldſcheine annimmt. Ap⸗ pellhof zu Bourges b. SiRpv Jurtsprudenee. 1307. p. 61. 5. 765. iſ Die Novation muß, wenn ſie guͤltig ſeyn ſoll, geſchehen: I. zwi⸗ Art. 1272. ſchen Perſonen, welche uͤberhaupt faͤhig ſind, zu contrahiren; II. aus⸗ drucklich; denn ſie wird nicht vermuthet, ſondern die Abſicht, ſie zu Art. 1273. bewirken, muß aus dem Geſchaͤfte klar hervorgehen.. Wirkungen. I. Die Novation, wodurch ein neuer Schuldner in die Stelle xurt. 1274. des alten geſetzt wird, kann, wie wir oben geſehen haben, entweder durch den Gläubiger, oder durch den Schuldner geſchehen. Im er— ſtern Falle bedarf es der Muwirkung des Schuldners nicht; im letz— tern iſt die Rovation ohne die ausdruͤckliche Erklaͤrung des Glaͤubi⸗ Art, 1378. gers, —————————————— Art. 1278. Art. 12871. 56 Drittes Buch. Dritter Titel. gers, daß er Willens ſey, den delegirenden Schuldner frey zu geben, unguͤltig. Hat jedoch der Glaͤubiger dieſe Erkläͤrung abgegeben, ſo Art. 1276. ſteht ihm wider den delegirenden Schuldner, wenn der delegirte Schuldner zahlungsunfaͤhig wird, kein Anſpruch mehr zu, ausgenom⸗ men: 1) wenn er ſich denſelben ausdruͤcklich vorbehalten hat; 2) oder wenn zur Zeit der Delegation der delegirte Schuldner ſchon offenbar Art. r277. in Concurs gerathen war.— Als Delegation iſt hedoch nie anzuneb⸗ men, wenn der Schuldner eine Perſon anwieß(assignatio), die an ſeiner Stelle zahlen ſoll. Ebenfalls iſt es keine Rovation, wenn der Glaͤubiger eine Perſon anwieß, welche fuͤr ihn die Zahlung empfan⸗ gen ſoll. II. Die mit der alten Forderung verknuͤpften Privilegien und Hy⸗ potheken gehen auf die neue, an deren Stelle geſetzte, nicht über, Art. 1279. wenn der Glaͤubiger ſie nicht ausdruͤcklich vorbehielt. Ja dieſer Vor⸗ behalt iſt auch dann ohne Wirkung, wenn die Novation durch Ein⸗ ſetzung eines neuen Gläubigers an die Stelle des alten bewirkt wird, denn in dieſem Falle konnen die mit der Forderung urſpruͤnglich ver— enuͤpften Prwilegien und Hypotheken nie auf das Vermoͤgen des neuen Art. 1280, Schuldners uͤbergehen.— Kömmt dagegen die Novation zwiſchen dem Gläubiger und einem Solidarſchuldner zu Stande, ſo können die Privilegien und Hypotheken der alten Forderung nur auf das Vermo⸗ gen deſſen, der die neue Schuld uͤbernimmt, vorbehalten werden. II. Durch die zwiſchen dem Glaͤubiger und einem der Solidar⸗ ſchuldner erfolgte Novation werden die Mitſchuldner frey.“ IV. Die in Anſehung des Hauptſchuldners geſchehene Novation befreyt den Buͤrgen. Hat inzwiſchen der Gläubiger sub nro. III. den Beytritt der Mitſchuldner, oder in dieſem letztern Falle den des Buͤrgen ſich vorbehalten, und die Mitſchuldner oder Buͤrgen weigern ſich, der Novation beyzutreten, ſo iſt dieſelbe ungältig, und die alte Forderung bleibt bey Kraͤften. Dritter h ut, in rd, et⸗ Uen he o at⸗ ion II. des etn t Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 37 Dritter Abſchnitt. ſ i §. 767. Remiſſion iſt die Handlung, wodurch der Glaͤubiger dem Schuldner die Schuld erlaͤßt. Sie geſchieht: I. durch die von dem Art. 1282. Glaͤubiger an den Schuldner freywillig geſchebene Zuruͤckgabe des Ori⸗ ginals einer Prwaturkunde ¹); H. durch die freywillige Zuruͤckgabe der Art. 1283. Hauptausfertigung einer oͤffentlichen Urkunde; jedoch mit Vorbehalt des Gegenbeweiſes; III. durch Vertrag. 1) Der Glaubiger wird in dieſem Falle nicht mit dem Beweiſe zugelaſſen, daß er die urkundr nicht in der Abſicht zuruͤckgegeben habe, um den Schuldner zu befreyen. MarEvIILILE Analyſe ad h. art. ZacRakIaß Handbuch. Th. I. S. 250. Anderer Meinung iſt jedoch BousauET Fxplication ad h. art. 6„68. Wirkungen. I. Die Remiſſion durch Zuruͤckgabe des Schuldſcheins an einen Art. 1284. Solidarſchuldner begruͤndet zwar die Vermuthung der Remiſſion fuͤr alle; indeſſen ſind hierbey die oben Art. 1198. aufgeſtellten Regeln zu beachten. II. Die zum Vortheile eines Solidarſchuldners durch Ver⸗Art. 1283. trag geſchehene Remiſſion entledigt auch alle uͤbrigen, wenn nicht der Gläubiger ſich ſeine Rechte wider dieſelben ausdruͤcklich vorbehielt. In dieſem letztern Falle kann er die Schuld nur nach Abzug des Antheils deſſen, welcher ſie erlaſſen hat, einfordern. II. Die Zuruͤckgabe des Art. 1286. Pfandes begruͤndet nicht die Präſumtion der Remiſſion. IV. Iſt dem Art. 1287. Hauptſchuldner vertragsmaͤßig die Schuld erlaſſen, ſo ſind auch die Buͤrgen frey. Iſt ſie dagegen dem Buͤrgen zugeſtanden, ſo wird der Hauptſchuldner nicht frey; eben ſo wenig, als die uͤbrigen Bürgen, wenn ſie einem der Buͤrgen zugeſtanden iſt. Indeſſen muß das, was Att. 1288. der Glaͤubiger von einem Burgen zur Entledigung von ſeiner Buͤrgſchaft empfangen hat, auf die Schuld abgerechnet werden, und dem Haupt⸗ ſchuldner, ſo wie den uͤbrigen Buͤrgen, zur Befreyung gereichen. Spangenberg's Commentar Bd. III. H Vier⸗ — — ——z————————— Drittes Buch. Dritter Titel. Vierter äbſchnitt. Voln d i S. 769. 6( Art. 1289. Compenſation ¹) iſt die Aufhebung wechſelſeitiger Forderungen Art. 1290. gegen einander. Sie geſchieht von Rechtswegen, und kraft des Ge⸗ ſetzes, ſogar ohne Wiſſen der Schuldner. In dem Augenblicke, wo die beyden Schulden vorhanden ſind, erlöſchen ſie gegenſeitig bis zur gleichen Größe ihres beyderſeitigen Betrages ²). 1) PuI. LvDw. RurprNTRar D. fur les principes de la Compenſation- Coblence. 1808. 2) Sie findet daher ſowohl in der Executions⸗ als Appellatlonsinſtanz ſtatt. Caſſattonshof b. S1REv Jursprudence 1806. p. 526. Suppl. p. 1. Daß übrigens eine durch ein rechtskraftiges Urtheit angenommene Compenſation ipſo jore und definitlv eintrete, wenn ſchon die Richter den Ueberſchuß, der dem Gläubiger der großern Summe noch bleibt, bloß proviſoriſch feſtgeſetzt haben, entſchled der Appellhof von Grenoble b. Sinx a. a. O. 1807. p. 433. 8 570 Erforderniſſe. Die Compenſation ſetzt jedoch immer zwey Forderungen voraus, Art. 1291. welche beyde I. eine Summe Geldes, oder eine beſtimmte Quantttaͤt fungibler Sachen der naͤmlichen Art zum Gegenſtand baben, und II. beyde liquide und einklagbar ſind. Doch können auch unbeſtrittene Leiſtungen an Getraide und Lebensmitteln, fuͤr welche ein Marktpreis öffentlich feſtgeſett iſt, gegen liquide und einklagbare Geldſummen com⸗ penſirt werden. 5 Grundſi tze. Att. 1. Zu bemerken iſt: I. Eine dem Schuldner vertragsmaͤßig geſtattete Friſt verbindert die Compenſation, da die Forderung bis zu Ablauf derſelben nicht einklagbar iſt; nicht aber eine ihm bloß aus Nachſicht Art, 1293. geſtattete Friſt). II. Die Compenſation findet ſtatt, auf i runde t. aß on N 6t . 6, it I. ne is uf eh de Von den Verbindlichkeiten, elche aus Vertraͤgen entſtchen. 69 Grunde auch die eine oder die andere der beyden Forderungen beruhen mag; ausgenommen: 1) wenn auf die Zuruͤckgabe einer Sache, deren der Eigenthuͤmer ungerechter Weiſe beraubt iſt, geklagt wird. Hier kann, der Spoliant nicht, wegen einer an den Eigenthuͤmer habenden Forderung, compenſiren wollen; 2) wenn auf Zuruͤckgabe einer zur Ver⸗ wahrung anvertrauten, oder zu einem beſtimmten Gebrauche dargeliehe⸗ nen Sache geklagt wird; 3) wenn die Forderung Alimente zum Ge⸗ genſtande hat, bey denen keine Arreſtanlage ſtatt findet. III Was der Art. r20. Glaubiger dem Hauptſchuldner zu zahlen hat, iſt der Buͤrge zu com⸗ penſiren berechtigt. Aber der Hauptſchuldner kann nicht das, was der Glaͤubiger dem Buͤrgen ſchuldig iſt, zur Compenſation bringen. Eben ſo kann der Solidarſchuldner das, was der Glaͤubiger an deſſen Mit⸗ ſchuldner zu zahlen hat, nicht compenſiren. IV. Der Schuldner, Art. 1293. welcher die von dem Gläubiger an einen Dritten geſchehene Ceſſion ſeiner Forderung angenommen hat, kann dem Ceſſionar die Einrede der Compenſation nicht mehr entgegenſetzen, die er gegen den Cedenten batte. Hat der Schuldner die Ceſſion nicht angenommen; ſo hindert dieß nur die Compenſation der nach derſelben entſtandenen Forderungen. V. Sind beyde Forderungen nicht an dem naämlichen Orie zahlbar, ſo Art. 1296. kann man die Compenſation nur dann vorſchuͤtzen, wenn man auch die Ueberſendungskoſten in Abrechnung bringt. VI. Iſt eine und dieſelbe grt. r297. Perſon mehrere zur Compenſation geeignete Poſten ſchuldig, ſo tritt die Compenſation, nach den im Art. 1256. beſtimmten Regeln, bey den läſtigſten u. ſ. w. Poſten ein. VII. Nie findet die Compenſation Art. 1293. zum Nachtheile der wohlerworbeuen Rechte eines Dritten ſtatt. So kann z. B. der, welcher etwas ſchuldig war, und bey dem auf dieſe Forderung von einem Dritten Arreſt angelegt war, nicht mehr, wenn er Glaͤubiger ſeines Glaͤubtgers wurde, die Compenſation dieſer mit Arreſt belegten Summe vorſchuͤtzen. VIII. Wer eine ipso jure durch att. 1299. Compepſation erloſchene Schuld bezahlt hat, und min die Forderung geltend nacht, die er hätte in Compenſation bringen muͤſſen, kann von den damit verknuͤpften Privilegien und Hypotbeken, zum Nachtheile dritter Perſonen, nicht mehr Gebrauch machen, ausgenommen, wenn ihm aus einer gegruͤndeten Urſache die Forderung, womit er ſeine Schuld haͤtte compenſiren können, unbekannt geweſen waͤre. ¹) Ob man dem öffentlichen Schatze die Einrede der Compenſation entgegen⸗ ſetzen könne, iſt nicht beſtummt. Doch ſaßt das Geſetz vom 15. Febr. d 2 1810. Drittes Buch. Dritter Titel. 1810.(Geſetzbuͤlletin 1810. nro:7.) Art. 4. fuͤr Weſtphalen: der öffentliche Schatz ſoll fortfahren, in Anſehung der Ruͤckſtaͤnde von Abgaben jeder Art— dieſelben Vorzuͤge zu genießen, welche die verſchiedenen Geſetze der vormali⸗ gen Provinzen, woraus das Koͤnigreich zuſammengeſetzt iſt, ihm beygelegt haben“.— Die Diſcuſſion ſetzte die Unzuläſſigkeit einer ſolchen Compenſa⸗ tion voraus. Mar.RvIILLE Analyſe ad h. art. Fnfter Abſchnini. Bo B e r Art. 13c0. Confuſion entſteht, wenn die Eigenſchaft des Glaͤubigers und Schuldners in derſelben Perſon zuſammentreffen. Durch Confuſion erliſcht dann Schuld und Forderung kraft des Geſetzes; z. B. wenn der Gläubiger Erbe des Schuldners wird, und vice versa. §. 773. R e Art. 1301. I. Die in der Perſon des Hauptſchuldners eintretende Confuſton befreyt auch den Buͤrgen; nicht aber die in der Perſon des Buͤrgen ſich ereignende Confuſion den Hauptſchuldner; II. die in der Perſon des Glaͤubigers erfolgende befreyt den ſolidariſchen Mitſchuldner nur bis zu dem Betrage des Antheils, wofuͤr der Glaͤubiger zugleich Mitſchuldner ward. Sechster Abſchnitt. Von dem Untergange der ſchuldigen Sache. S. 774. Art. 1302. Die Verbindlichkeit erloͤſcht: wenn eine gewiſſe und. genau be⸗ ſtimmte Sache(eine species), die den Gegenſtand des Vertrages 3 macht ſd on un on ur Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 61 macht 16 zu Grunde geht, oder II. dem buͤrgerlichen Verkehre entzogen wird; oder III. dergeſtalt abhanden kömmt, daß man von ihrem Da⸗ ſeyn durchaus nichts weiß, inſofern nur die Sache ohne Verſehen des Schuldners, und ohne Verzug deſſelben abhanden kam. Selbſt wenn der Schuldner im Verzuge iſt, aber den bloßen Zufall nicht uͤbernom⸗ men hat, iſtrdie Verbindlichkeit erloſchen, inſofern die Sache bey dem Gläubiger, wenn ſe ihm uͤberliefert worden waͤre, ebenfalls zu Grunde gegangen ſeyn wuͤrde ¹). 1) Art. 1042. §. 775. R e n Zu bemerken iſt jedoch: I. der Schuldner muß den von ihm vor⸗ geſchuͤtzten Zufall beweiſen; II. der Schuldner wird zwar von der Verbindlichkeit, die Sache berauszugeben, oder deren Werth zu er⸗ ſtatten, frey; nicht aber derjemge, welcher ſie entwendet hat. III. Sogar iſt der Schuldner verpflichtet, gegen letztern ſeine ihm auf die Art. 1303. Sache zuſtehenden Rechte und Klagen an den Glänbiger abzutreten. Siebenter Abſchnitt. Von der Nichtigkeitsklage, und Wiedereinſetzung in den vorigen Stand. 6. 796. Grund ſa t. Außerdem kann ein Vertrag durch die Richtigkeitsklage, und durch Wiedereinſetzung in den vorigen Stand, wieder aufgeboben werden ¹). 1) Jede dieſer Klagen iſt eine Hauptklage. Daher kann derjenige, der in er⸗ ſter Inſtanz die Nichtigkeitsklage angeſtellt hatte, aber mit derſelben abge⸗ wrleſen war, die Wiederaufhebungsklage nicht in der Appellationsinſtanz vop⸗ bringen, ſondern muß ſie ganz von neuem anſtellen. Caſſationshofb. SmE Jurisprudence. 1808. p. 193. §. 777. 1. Nichtigkeitsklage. Die Richtigkeitsklage tritt in den Fällen ein, wenn dem Vertrage die Bedigungen abgehen, auf welchen ſeine Guͤltigkeit be⸗ H 3 ruht. —————————— ——————— 62 Drittes Buch. Dritter Titel. Art 1304. ruht(S. Cap. 2. Art. 1108— 1133.). Sie dauert in der Regel ¹) zehn Jahre. Dieſe fangen an zu laufen: I. in dem Falle eines Zwan⸗ ges mit dem Tage, an welchem derſelbe aufhörte; Il. in dem Falle eines Irrthums oder Betrugs mit dem Tage, wo derſelbe entdeckt wurde; III. bey den von verheiratheten Frauen ohne Genehmigung vorgenommenen Rechtsgeſchaͤften mit dem Tage der Anfflöſunz der Ehe; IV. dey den von Interdieirten vorgenommenen Geſchaͤften/von dem Tage an, an welchem das Verbot der eigenen Vermoͤgensverwal⸗ tung aufbörte; V. bey Minderzährigen von dem Tage der erlangten Volhaͤhrigkeit an ²). 4 1) Eine 2usnahme ſ im Art: 1676. 4) Hat der Minderſahrige as nigtige Geſchüft genehmigt, ſo Fudet die Mich⸗ tigkeitsklahe nicht mehr ſtatt. Art. r31I.. 2. Wiedereinſezung in don vorigen Stand. Ait. 1303. Die Klage auf Wiederaufhebung der Vertraͤge, oder die Wiedereinſetzung in den vorigen. Stand, tritt nur wegen Verletzung ein. I. Bey nichtemancipirten Minderjahrigen, wegen jeder Verletzung in irgend einer Gattung von Vertraͤgen; II. bey emanei⸗ pirten Minderjaͤhrigen wegen Verletzung bey ſolchen Rechtsge⸗ ſchaͤften, die außer den Gränzen ihrer Fäͤhigkeit liegen(I. Buch. 10. Titel. 3. Cap.). Hierbey iſt zu bemerken: die Wiedereinſetzung in den Art. 1306. vorigen Stand faͤllt bey Minderjährigen weg: 1) wenn die Verletzung in einem zufaͤlligen, und unerwarteten Ereigniſſe ihren Grund hat; Art. 1307. nie aber ſteht die bloße Erklarung des Minderzaͤhrigen, daß er voll⸗ jaͤhrig ſey ¹), der Wiedereinſetzung in den vorigen Stand entgegen. Art. 130s. 2) Wenn der Minder)aͤhrige ein Handelsmann, Wechsler oder Hand⸗ werker iſt, in Hinſicht der Verbindlichkeiten, die er in Beziehung auf Art. 1309. ſeine Handlung, oder Kunſt üͤbernorimen hat; 3) in Hinſicht der in der Eheſtiftung enthaltenen Verabredungen, wenn dieſelben mit Bewil⸗ lignng und unter dem Beyſtande derjenigen, deren Einwilligung zur Art. 1310. Guͤltigkert ſeiner Ehe erforderlich war, eingegangen wurden; 4) in Hinſicht der aus ſeinen Delicten, oder Quaſidelicten U1I. B. 4. Tit. Art. 1311. 2. Cap.) euzſtehenden Verbindlichkeiten; 5) in Hinſicht der unguͤltigen, nachher aber, wäbrend ſeiner Volhaͤhtigkeit, von ihm genehmigten Hand⸗ lungen ie er ſl. Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 63 lungen ²).— 1I. Interdicirte ²), und verheirathete Frauen, Art. 1312. in Hinſicht der während der Interdiction, oder der Ehe abgeſchloſſe⸗ nen Geſchäfte. IV. Andere Volljaͤbrige nur in den Faͤllen, und Art. 1313. unter den Bedingungen, welche der Code beſtimmt 4).— Die Klage dauert ebenfalls 10 Jahre, von dem Tage der Volhaͤhrigkeit, Auflö⸗ ſung der Ehe, oder Aufhebung der Interdiction angerechnet*). 1) Z. B. wenn er ſeinen Contrahenten badurch täuſchte, daß er ſich fuͤr voll⸗ jährlg ausqab. Daß in dieſem Falle der Minder)ahrige nicht vor das Cor⸗ rectlonstribunal aezogen werden konne, entſchied der Caſſationshof bey §1RBv Jursprudenee. 1807. Suppl. p. 95. Blanchard zu Maleville Th. III. S. 134. 2) Noch andere Ausnahmen ſ. in Art. 942. 1663. 2195. S. auch Art. 1374. 3) So auch gerichtlich erktärte Verſchwender. Art. 502. 5o3. 309. ZAcRA⸗ RIAE Handbuch. Th. I. S. 274. 275. 4) Art. 783. 1079. 1674 fgg⸗ 5) Art. 1304. §. 779. Bemerkungen. I. Wird den Minderjaͤhrigen, Interdicirten, oder vetheiratheten Frauen die Wiedereinſetung in den vorigen Stand zugeſtanden; ſo kann derjenige, welcher zufolge der wiederaufgehobenen Verbindlichkeit an ſie etwas gezahlt hat, dieſes Gezablte nicht zuruͤckverlangen; aus⸗ genommen, wenn er erweiſt, daß die Zahlung zu ihrem Nutzen ge⸗ ſchehen ſey(eine Versio in rem) ¹). II. Sind die in Ruͤckſicht der Minderjahrigen, oder Interdicirten, bey der Veraͤußerung unbewegli— cher Sachen, oder der Theilung einer Erbſchaft, vorgeſchriebenen Förm⸗ lichkeiten beobachtet worden; ſo werden jene, in Ruͤckſicht dieſer Ge— ſchäfte, ſo beurtheilt, als ob ſie dieſelben nach erlangter Volljährigfeit, oder vor der Interdietion vorgenommen haͤtten ²). 1) Art. 1312.. 2) Sie konnen mithin nur bann keſtituirt werden wenn ſie die Verletzuna er⸗ Uuten, die einem Vollſährigen zu dieſem Reſtituttonsgeſuch berechtigte. Ma⸗ LEvILLE Analyſe ad h. art, §. 780. Art. 1314. ————————— —.——————————— Drittes Buch. Dritter Titel. §. 780.. Rechtsmittel der Wiedereinſetzung in den vorigen Stand. Auch giebt es noch eine Wiedereinſetzung in den vorigen Stand, welche ein außerordentliches Rechtsmittel gegen Erkenntniſſe bildet. Von dieſer kann jedoch hier keine Rede ſeyn ¹). 1) Code de proc&dure frangais. Art. 480— 504. VMſtphalion Art. 424— 445. Sechstes Kapitel. Von dem Beweiſe der Verbindlichkeiten⸗ 5. 781. Srundſat. Wer die Erfullung einer Verbindlichkeit fordert, muß das Da⸗ ſeyn derſelben beweiſen. Umgekehrt muß derjenige, welcher von der Verbindlichkeit wieder befreyt zu ſeyn behauptet, entweder die Zahlung, oder den Umſtand, wodurch ſeine Verbindlichkeit erloſchen ſeyn ſoll, beweiſen. Von dieſem Beweiſe iſt er nur dann befreyet, wenn er eine Präſumtion fur ſich hat. Der Code behandelt jedoch dieſe Praͤ⸗ ſumtionen ſelbſt als Beweismittel, unter deren Anzahl wir ſie daher kennen lernen werden ¹). 1) ueber den Beweis ſ. prEAv proesdure. T. I. p. 190 ſq. Oeſterley und mein Commentar uͤber die P. O. Th. I. S. 356 fgg. OEsTBRTEX pract⸗ Erlauterung der Weſtph. P. O. Th. I. S. 190 fgg. Art. 1315. 5. 782. Arten des Beweiſes. urt. 1316. Der Beweis kann gefuͤhrt werden: I. durch Urkunden, II. durch Zeugen, Ill. durch Präſumtionen, IV. durch das Ge⸗ ſtändniß, V. durch den Eid. Dieſen fuͤgt die Proceßordnung noch hinzu: VI. den Beweis durch gerichtlichen Angenſchein und VII. durch Sachverſtaͤndige. Erſter et⸗ Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertragen entſtehen. 6 Erſter Abſchnitt. Von dem Urkundenbeweiſe. B 3 iff Die Urkunden ſind I. entweder öffentliche oder Privaturkum den; II. ſchriftliche, oder Kerbſtöcke; II. Hriginalurkunden, oder Abſchriften; IV. Haupturkunden, oder Anerkennungs⸗ und Beſtatigungsurkunden. Prſtes Hauptſtuͤck. Von dffentlichen urtkundem 6. 784. Be3 r iff. Eine oͤffentliche Urkunde(titre authentique) 1) iſt eine Art. 1317. ſolche, welche I. von einem öffentlichen Beamten, II. innerhalb ſeines Amtsſprengels, und III. mit Beobachtung der erforderlichen Förmlich⸗ keiten 2) aufgenommen worden iſt. Feblt eines dieſer drey Erforder⸗ Art. 1313. niſſe, ſo iſt die Urkunde unguͤltig; ausgenommen, wenn ſie von den Partheyen unterſchrieben iſt, denn dann verbält ſie ſich wie eine Pri⸗ vaturkunde 3). In Ruͤckſicht auf ihre Form nnterſcheidet man das Concept(la minute), die ſimple Ausfertigung(expedition) und die Ausfertigung mit der executoriſchen Clauſel(Grosse). tetztere bat das Eigene, daß ſie ohne richterliches Anrufen von dem Huiſſier zum Vollzuge gebracht werden kann. Von allen dreyen unterſcheidet ſich die Abſchrift(copie). 1) Zu vergleichen: Oeſterley und mein Commentar über die P. O. Th. I. S. 35— 46. S. 305 fgg. 2) Welche dieſe ſind, daruber ſ. Lot du 25. VentAſe Xl. art. 12 u. fgg.(die Franzöſiſche Notartatsordnung), das königl. Decret vem 17. Febr. 1809. (Geſetzbuͤlletin 1809. nro. 8.) die Weſtphäl. N. O. ethaltend, u. ſ. w. 3) Dieſer Satz muß jedoch dahin reſtringirt werden, daß er Anwendbarkeit er⸗ leidet, wenn uͤberhaupt der Vertrag auch durch eine Privaturkunde errichtet Spangenberg's Commeutar Bd. 111. werden ———— ⸗——————„ —————— Art, 1319. Ari. 7320, Drittes Buch. Dritter Titel. werden konnte. Unheilbar nichtig wuͤrde z. B. eine vor einem Notar un⸗ foͤrmlich errſchtete Schenkung ſeyn, denn eine Schenkung kann durch kein Privattaſtrument errichtet werden. MaLRvILLE Analyſe ad h. 1. Gitt aber eine ſolche unfoͤrmliche Ur unde als Privaturkunde, ſo wird letztere nicht dadurch unguͤltig, weil ſie dem Art. 1325. zuwider, nicht mehrfach ausge⸗ fertigt war. Diſcuſſion ebendaſ. S. Act. 6 n. 36. der Franz. N. O. 6 6 6 0 6 Eine öffentliche Urkunde macht unter den Partheyen, und deren Erben oder ſonſtigen Rachfolgern, einen vollen Beweis; und kann ſo⸗ gleich vollſtreckt werden, falls“ ſie nur mit der executoriſchen Clauſel bekleidet iſt. Gegen dieſe Urkunde findet nur die Einrede der Ver⸗ faͤlſchung ſtatt. Dieſe kann auf eine doppelte Art vorgebracht wer⸗ den: I. mittelſt einer pemlichen Anklage gegen den Verfaͤlſcher(kaux principal) ²); II. in dem Wege des Cirlverfahrens durch die Be⸗ hauptung der Unächtheit der Urkunde(faux incident) ²). Durch dieſe Einrede wird die Vollzrehung der oͤfentlichen Urkunden aufgehal⸗ ten, und zwar 1) bey der peinlichen Klage bis nach Entſcheidung derſelben, 2) bey der Civilklage nur vorlaͤufig, und nach dem Er⸗ meſſen der Tribunaͤle. 1) Das Verfahren beſchreibt der Code diſiruction eriminelle art. 445— 467. 2) Das Verfahren in dieſem Falle beſchreibt der Code d⸗ procédure fran- gait art. 214— 246. Heſlhhalien art. 165 200. 5 786. Art der VBeweiskraft. In der Regel hat ſowohl die öffentliche, als die Privaturkunde Beweiskraft, ſowohl in Huſicht ihres Hauptinhalts, als deſſen, was nur beylaͤufig darin angefuͤhrt iſt, vorausgeſetzt, daß dergleichen bey⸗ täufige Ausdtücke in unmittelbarer Beziehung auf den Hauptinbalt ſtehen ¹). Sind ſie aber der Verfuͤgung fremd*), ſo dienen ſie nur zum Anfange eines ſchriftlichen Beweiſes 3).— Der Beweis gilt auch gegen dritte Perſonen. 1) 3. B. es heißt in einem Verkaufscoatraet: der Verkauf ſey geſchehen fuͤr 10o00 Fe., von denen 3000 zum Vorgis hezahlt lepen⸗ 2 m n ſt e a6 h Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 67 Z. B. wenn der Verkaͤufer in der Urkunde ſagt, daß ihm das verkaufte e aus der Erbſchaft ſeines Vaters zuſtehe. Findet nachher der Kauſer, daß es ihm ſelbſt vlelmehr zuſtehe, und es ihm entriſſen war, ſo kann er noch immer den Verkauf als nichtig anfechten⸗ 3) Was man hierunter verſtehe? darüber ſ. zum Art. 1347. 5. 787. S Reverſe(Gegenverſicherungen, Ruͤckſcheine) können dagegen nur Art. 132 in Hinſicht der Contrahenten ihre Wirkung äußern; in Bezug auf dritte Perſonen werden ſie als nicht exiſtirend betrachtet ¹). 1) Die Erhohung des Kaufprelſes, die in elnem Reverſe geſchleht, hat in Frankreich keine Kraft, well hierdurch nach Art. 40. der Loi du 2 fri- ware VII. die Regie des Euregiſtrement verkuͤrzt werden wuͤrde. Jonurual de hareau 1809. P. II. S. 214. Zweytes Hauptſtuͤck. en §. 788. Arten derſelben. Privaturkunden ſind I. die ohne Dazwiſchenkunft eines öffeutlichen Beamten von den Contrahenten wechſelſei⸗ tig unterſchriebenen Urkunden; II. die Handlungsbächer der Kaufleute; III. die Hausbuͤcher und Hauspapiere; IV. die Anumerkungen, welche der Glaͤnbiger an den Rand, oder auf den Ruͤcken einer urkunde geſeßt hat. §. 789. 1. Pon den urkunden, welche die Contrabenten wechſelſeitig unterſchrieben haben. I. Beweiskraft. Dieſe Urkunden haben, wenn ſie von dem, gegen welchen ſie ge⸗ gt. 1322, braucht werden, anerkannt ſind, oder fuͤr anerkannt den Geſetzen nach gehalten werden, unter den Contrahenten, und deren Erben und Rach⸗ 2 folgern, —-———— ——————— —— 68 Drittes Buch. Dritter Titel. Art. 1323 folgern, dieſelbe Beweiskraft, wie eine offentliche Urkunde. Iſt naͤm⸗ lich eine Urkunde, als von der Gegenparthey aufgefetzt, oder unter⸗ ſchrieben, producirt, ſo muß dieſelbe erklaͤren, ob ſie ſie anerkenne, oder nicht. Erklärt ſie ſich nicht, ſo kann der Richter die Urkunde fur anerkannt erklren. Iſt die Urkunde von ihrem Vorgänger aus⸗ geſtellt, ſo kann ſie ſich auf die Erklaͤrung heſchraͤnken, daß ſie die Handſchrift, oder die Unterſchrift ihres Vorgaͤngers nicht kenne. In dieſem Falle, wie auch, wenn der Gegner die Unterſchrift oder Hand⸗ ſchrift ableugnet, wird vom Tribunale eine Beweisfuͤhrung üͤber deren Aechthen verfügt*). Erkennt er die Unterſchrift als von ihm, oder ſeinem Vorganger geſcheben an, ſo beſtätigt der Richter dieſe Erklaͤ⸗ rung durch ein Erkenntniß; und dann hat die Urkunde dieſelbe Be⸗ weiskraft, wie eine öffentliche, was auch der Fall iſt, wenn die ab⸗ geleugnete Urkunde fur ächt erklaͤrt wird. 1) Das Verfahren hierbey ſ. im Code de procòdure frangais art. I91- 213. Meſiplialien art. 140— 164. §. 790. 2. Erforderniſſe. Außer der Anerkennung ſind noch weſentliche Erforderniſſe zur Art. 1323. Guͤltigkeit einer Urkunde: I. Enthaͤlt ſie eine gegenſeitige Verabredung, ſo muͤſſen ſo viele Originale davon ausgefertigt werden, als Partheyen vorhanden ſind, die ein verſchiedenes Intereſſe haben). Hierbey iſt zu bemerken: 1) Ein Hriginal iſt pinreichend fuͤr alle Perſonen, die das nämliche Intereſſe haben; 2) jedes Original muß die Anzahl der Originale erwaͤhnen, welche davon ausgefertigt ſind; doch fann den Mangel dieſer Erwähnung derjenige nicht mehr vorſchuͤtzen, welcher von ſeiner Seite die in der Urkunde enthaltene Uebereinkunft erfuͤllt Art. 1326. hat. II. Ein Schuldſchein, oder Verſprechen unter Privatunterſchrift, wodurch die eine Parthey allein ſich gegen die andere zur Zahlung ei⸗ ner Geldſumme, oder Leiſtung einer Sache verbindlich macht, muß ganz von der Hand deſſen, der ihn unterſchreibt, geſchrieben werden, oder wenigſtens, muß dieſer ſeiner Namensunterſchrift“gut auf die Summe von“——(dieſe muß mit Buchſtaben ausgedruͤckt werden) oder genehmigt auf die Summe von“—— hinzuſetzen ²). Ansgenommen iſt der Fall, wenn der Aufſatz von Kaufleuten, Hand⸗ werkern, Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 69 werkern, Ackersleiten, Weinbauern, Taglöhnern und Dienſtboten aus⸗ gefertigt wird dem beygefuͤgten“gut' oder egenehmigt“ ausgedruͤckren verſchieden, ſo wird vermuthet, daß die Verbindlichkeit ſich auf die geringere Summe beſchraͤnke, ſelbſt, wenn ſowohl der Aufſatz, als das gut'“ durchaus von der Hand des ſich verbindlich Machenden geſchrieben waͤre; inſofern nicht bewieſen wird, daß ein Irrthum vorhanden ſey). III. Privaturkunden haben wider dritte Perſonen keine Glaubwuͤrdig⸗ keit, ausgenommen von dem Tage an, 1) wo ſie einreaiſtrirt*) wur⸗ den, 2) wo der oder einige der Contrahenten, welche ſie unterzeichnet haben, geſtorben ſind, 3) wo der weſentliche Inhalt derſelben durch Urkunden, welche von öffentlichen Beamten ausgeſtellt ſind, z. B. durch Protocolle uͤber die Verſiegelung oder Inventaraufnahme, oder durch Erkenntniſſe, in Gewißheit geſetzt wurde*). 1) Hemmt ſemand das gerichtliche Verfahren gegen ihn dadurch, daß er in einer Privaturkunde die Zahlung verſpricht, ſo braucht dieſe nicht mehrfach ausgefertigt zu werden. Caſſationshof im Journal de barreau. 1809. P. II. S. 211. S. auch Not. 3. zum Art. 1318. 2) Iſt der Schuldſchein auf dieſe Abt ungultig, ſo iſt der Schuidner denn doch immer zu bezahlen ſchuldig, wenn der Beweis der Schuld auf an⸗ dere Art gefuͤhrt wird. Auch dient denn dieſer Schuldſchein als Anfang eit nes ſchriftlichen Beweiſes. Appellhof in Turin in SiREx Journal. 1809. P. II. S. 309. 1 3) Daß die Verfüqung des Art. 1326. auf eiaene Wechſel, billets à oräre, nicht anwendbar ſey, entſchied der Apvellationshof zu Caſſelm Pfeiffer's Rechtsfällen entſchteden nach dem Geſftzzuche Navoleors. Abthi. I nro. IX. Daaegen hat Mackeldey in OßsTERLEN und meinem Magazin tur das Civil und Criminalr. Bd. 11. S. 349 fag⸗ zu erweiſen geſucht, daß der Art. 1326. alleidings auf deraleichen Wechſel anwendbar ſey, jedoch ganz ae⸗ gen den Art. 188. des Code de commerce, in welchem die Enforderniſſe der Guͤlttakeit eines billet à ordre feſtaeſetzt ſind, und der das“bon' oder approuvé'“ deſſenohngeachtet nicht erwaͤhnt. MALEvILLE Analyſe ad h art. pehauptet zwar auch die Anwendbarkeit des Arttkels, aber er kannte den da⸗ inais noch nicht erſchtenenen Code de commerce nicht; auch ergiebt die Diſcuſſion in der Conférence- T. v. p 167. daß es keinesweges die Abſicht geweſen tſt; durch den Art. 1320 eine auch auf Wechſel anwendbare Vor⸗ ſchrift feſtzuſetzen. S. auch Appellhof zu Bruͤſſel in S1RkEx Jurisprudenee. 1808 Suppl. p. 05 3) Das Enegiſtrewent. oder die Eintraquna der Urkunden in die Regiſter be⸗ ſonders'dau beſtiminter Adminiſtratlonsbeborden, iſt in Weſtphalen noch un⸗ bekannt. S. hieruͤber das Geſetz vom 22. frimaire vII. Art. 33.— Ueber S die Iſt die in der Urkunde angegebene Summe von der in Art. 1327. 70 Drittes Buch. Drittet Titel. die Regie de l'enregiſtrement ſ. FlEukrGEon Pode adminiſtralif. Admi- niſtration. FII. P. I. S. 81 fg9. 5) Ueber die caufla debendt ſ. zum Art. 1131. §. 791. m. Voh den Handlungsbuͤchern der Kaufleute. „ Art. 1329. Hierbey iſt zu bemerken: I. Sie haben keine Beweiskraft gegen Richtkaufleute, in Hinſicht der in ihnen, aufgezeichneten Lieferungen. Aber der Kaufmann kann verlangen, daß der, von dem die Bezah⸗ lung der ihm gelieferten Sache verlangt wird⸗ beweiſe, daß dieſelbe Art. r330. ihm nicht welwfert ſey. 1I. Sie beweiſen gegen Kaufleute 1). Der Nichtkanfmann alſo, gegen den ein ſolches Handlungsbuch producirt wird, kaun dieſe Beweisfuhrung dufch eine einfache Erklaͤrung verwer⸗ fen. Fmdet er zedoch, daß es etwas für ihn vortheilhaftes enthaͤlt, ſo kann er den Beweis nicht theilen, und das Vortheilbafte anneb⸗ men, das Nachtheitige verwerfen ²). Z. B. er behauptet, daß ihm nicht drey Ellei Sedaͤnſches, ſondern Pariſer Tuch geliefert ſind, und verlangt die Production des Handlungsbuchs. Hierin heißt es aber, daß ihm ſechs Ellen Pariſer Tuch geliefert ſind. In dieſem Falle kann er nicht das Handlungsbuch, in Hinſicht des Beweiſes, daß ihm Pariſer Tuch geliefert iſt, annehmen, und es in der Hinſicht, daß ihm 6 Ellen, ſtatt 3 Ellen, geliefert ſind, verwerfen; ſondern er muß es als durchaus beweiſend annehmen. 1) Unter welchen Bedtngungen, ſ. Code de commerce art. 8- II. I2. 2) Code de commerge art. 587. 594. §. 792. M. Pon Hausbuͤchern und Familienpapieren. Art. 1331. Hausregiſter und Familienpapiere baben fuͤr den, welcher ſik ge⸗ ſchrieben hat, keine Beweiskraſt). Aber ſie machen in folgenden beyden Fällen einen Beweis gegen ibm J. wenn ſie den Eipfang ei⸗ ner Zahlung beſagen: Il. wenn ausdrucklich darin erwähut iſt, daß die Kufzeichnung in der Abſicht geſcheben ſe), um den Mangel einer Urkunde zum Vortheile desenigen zu erſetzen, zu deſſen Beſien eine Verbindlichkeit darin ausgedruͤckt wurde. Schreibe ich z. B. in mein Haus⸗ Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 1 Hansbuch, daß N. mir 600 Francs geliehen hat, und' daß dieſes Aufſchreiben die Stelle eines Schuldſcheins fuͤr ihn vertreten ſoll, ſo wird dieſe Bemerkung gegen meine Erben als wahrer Schuldſchein gelten, wenn ſie nicht durch des R. Quitung beweiſen koͤnnen, daß die Schuld getilgt ſey 2). 1) S. jedoch Art. 1787. e 2) Die Beweiskraft der in öffentlichen Archtven aufbewahrten Privaturkun⸗ den, beruͤhrt der Code nicht. h. h⸗ §. 793. N. Von Anmerkungen, die der Glaͤubiger auf den Schuldſchein ſeßt. Was von dem Glaͤnbiger am Schluſſe, auf dem Rande, oder Art. 1332. t auf der Ruͤckſeite einer Urkunde, welche ſteiz in ſeiner Verwahrung , geblieben iſt, hingeſchrieben wurde, hat auch, wenn es von ihm we⸗ h. der unterſchrieben, noch datirt worden iſt, Beweiskraft, inſofern es n darauf abzweckt, eine Befreyung des Schuldners zu begruͤnden. Das nämliche gut von dem, was der Glaubiger auf der Ruͤckſeite, auf , dem Rande, oder am Schluſſe des Duplicats einer Urkunde, oder Quitung bingeſchrieben bat, vorausgeſett, daß dieſes Duplicat ſich in 6 den Haͤnden des Schuldners befinde. Z. B. wenn der Gläubiger auf 6 dem Schuldſcheine bezeugt, abſchlaͤgliche Zahlung erhalten zu haben, e oder auf dem Duplicate eines Pachteontracts, das der Pächter in den Haͤnden hat, bemerkt, daß derſelbe in Zukunft weniger Pachtgeld zah⸗ len ſoll; oder daß er das Pachtgeld 6 Monate zum Voraus bezahlt hat. Drittes Hhauptſtuͤck⸗. rn 5§. 794. 1 . Begriff und Regel. 1 Kerbhölzer 1) paben nur Beweiskraft: I. wenn ſie, und die Art. 1333. darin gethanen Einſchnitte oder Kerben genau auf das in den Haͤnden der Gegenparthey befindliche Kerbholz paſſen; II. wenn ſie unter ſol⸗ in chen Perſonen Zefuͤhrt werden, welche die tieferungen, die ſie im Fleinen —² 2 Drittes Buch. Dritter Titel. Kleinen thun, oder empfangen, auf ſolche Weiſe in Gewißbeit zu ſetzen pflegen. 1) Beyde Cxemplare der Kerbhölzer muͤſſen naͤmlich von elner Große ſeyn. So oft eine Veferung geſchleht, ſo werden beyde Stuͤcke auf einander ge⸗ legt, und mit einem Einſchnitte zugleich bezeichnet. PorRikk uro. 730⸗ Leth. Handbuch fuͤr Friedensrichter. St. 2. Viertes Hauptſtuͤck. Von Abſchriften der urkunden⸗ 5. 795. Beweiskraft derſelben. Die Beweiskraft der Abſchrift einer Urkunde iſt ſehr verſchieden, je nachdem die Urkunde ſelbſt noch vorhanden iſt, oder nicht. §. 796. I. Wenn das Original noch vorhanden iſt. Art. 1334. So lange die Originalurkunde noch vorhanden iſt, beweiſen Ab⸗ ſchriften nur das, was in der urkunde ſelbſt enthalten iſt. Die Vor⸗ legung der Urkunde kann ſtets gefordert werden. 5. 797. II. Wenn daſſelbe fehlt. Iſt die Hriginalurkunde nicht mehr vorhanden, ſo beweiſen die Abſchriften nur unter folgenden Beſtimmungen: I. Mit dem Origi⸗ nale gleiche Beweiskraft baben: 1) die Groſſen oder erſte Ausferti⸗ gungen einer oͤffentlichen Urkunde. 2) Solche Abſchriften, die in Ge⸗ genwart, oder nach geböriger Vorladung der Partheyen, zufolge rich⸗ terlicher Verfuͤgung, wie auch ſolche, welche im Beyſeyn der Par⸗ tbeyen, und mit deren gegenſeitiger Zuſtimmung gemacht wurden. 3) Abſchriften, die ohne Verfuͤgung des Richters, oder ohne Zuſtimmung der Partheyen, erſt nach der Ausfertigung der Groſſen, durch den Notar, der die Urkunde aufnahm, oder einem ſeiner Rachfolger, oder durch Art. 1333. e 0, , Men Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 73 durch öffentliche Beamte ¹), welche als ſolche die Originalconcepte auf— bewahren, von dem Originalconcept genommen ſind, kénnen, wenn ſie uͤber dreyßig Jahr alt ſind, nach dem Verluſte des Originalconcepts als ſolches dienen. II. Nur den Anfang eines ſchriftlichen Beweiſes machen: 1) die unter nro. 3. genannten Copieen, die noch nicht dreyßig Jahre alt ſind; 2) die von einem Notar, der aber weder das Hrigi⸗ nalconcept verfaßt, noch des Aufnehmers Nachfolger, noch öffentlicher Depoſitor des Originalconcepts war. z. Die Transſcription einer Ur-Art. 1336. kunde in die offentlichen Regiſter, z. B. in die Hypothekenbuͤcher, je⸗ doch nur unter folgenden Vorausſetzungen: a) daß alle Hriginalconcepte des Rotars von dem Jahre, in welchem dem Anſehen nach die Ur— kunde aufgenommen iſt, verloren ſind, oder, daß man beweiſt, daß der Verluſt des einzelnen Originals ſich durch einen beſondern Zufall zuge⸗ tragen hat: b) daß ein vorſchriftsmäßiges Repertorium des Notars vorhanden iſt, in welchem er bezengt, daß die Urkunde unter dem naͤm— lichen Datum aufgeſetzt ſey. Sollen dieſe Umſtände durch Zeugen be— wieſen werden, ſo muͤſſen nothwendig diejenigen, welche als Zengen bey der Urkunde waren, falls ſie noch am Leben ſind, vernommen werden. III. Als ſimple Notizen verhalten ſich Copien von Copien. 1) Z. B. den Greffier, in dem Fall des Art. 205. des Code de Frangais, Art. 156. des O. d. p. Weſtphalien. Fuͤnftes Hauptſtuͤck. Von Anerkennungs⸗ und Veſtaͤtigungsurkunden, §. 798. 8 procEdure Primordialurkunde nennt man die Haupturkunde, z. B. die Urkunde, wodurch ſich eine Parthey verbindlich macht, die Summe zu bezahlen, die ſie erborgt hat; die, welche eine Servitut begruͤndet, u. ſ. w. Anerkennungsurkunde iſt die, wodurch eine Parthey durch eine fruͤbere Urkunde ſich verpflichtet erklaͤrt, und die Erfuͤllung der Verpflichtung verſpricht. Sie kann ſtatt ſinden, um eine verlorne Primordialurkunde zu erſetzen, um die Verjährung zu vermeiden ¹) u. ſ. w. Beſtoͤtigungsurkunde iſt dieſenige, wodurch Spangenberg's Commentar Vd. II. K man eine nichtige, —— — —————— ———— —— 74 Drittes Buch. Dritter Titel. nichtige, oder der Klage auf Reſeiſſion ausgeſetzte Urkunde beſtätigt, oder genehmigt, und dadurch auf ſein Recht, dieſelbe anzufechten, Verzicht leiſtet. 1) S. Art. 2263. §. 799. I. Von Anerkennungsnrkunden. Art. 1337. Anerkennungsurkunden befreyen nie von der Vorlegung der Pri⸗ mordialurkunde, ausgenommen: I. wenn der Inhalt der letztern in die erſtere beſonders eingeſchaltet iſt; II. wenn ſich mehrere gleichlautende, durch den Beſitzſtand unterſtuͤtzte Anerkennungsurkunden vorfinden, de⸗ ren eine uͤber dreyßig Jahre alt iſt. In dieſem Falle iſt es dem Er⸗ meſſen des Richters uͤberlaſſen, ob er dem Glaͤubiger die Production der Primordialurkunde erlaſſen will. Was ſich in den Anerkennungsurkunden mehr, oder abweichend, als in der Primordialurkunde, befindet, hat keine Wirkung. 5. 800. 11. Von Veſtatigungsurkunden. Art. 1338. Beſtaͤtigungsurkunden ſind nur dann guͤltig, wenn man den we⸗ ſentlichen Inhalt der reſeiſſions faͤbigen Verbindlichkeit, den Grund der etwa zu erhebenden Reſeiſſionsklage, und die Abſicht, den Fehler, der die Reſeiſſionsklage begruͤndet, zu verbeſſern, darin ausgedruͤckt hat. Zu bemerken iſt: I. In Ermangelung einer Beſtaͤtigungsurkunde iſt es binreichend zur Gultigkeit der Verbindlichkeit, daß dieſelbe ſeit dem Zeitpuncte, wo ſie guͤltig beſtätigt, oder genehmigt werden konnte,. B. ſeit der Polhähriakeit bey einer waͤhrend der Minderzährigkeit uͤbernom⸗ menen Berbindlichkeit, freywillig erfullt worden iſt. II. Die in der Beſtätigung liegende Entſagung der Einreden gegen die Primordialur⸗ Art. 1339. kunde kann den Rechten dritter Perſonen nicht ſchaden. III. Eine Beſtaͤtigungsurkunde iſt ungultig bey einer feblerbaften Schenkung un⸗ ter Lebenden; dieſe muß vielmehr von neuem in geſetzlicher Forin vor⸗ Prt. 1330. genommen werden ¹). Hingegen die nach dem Tode des Schenkers von deſſen Erben oder Rachfolgern geſchehene Beſtatigung, Genehmi⸗ gung, oder fteywillige Erfuͤllung einer Schenkung fuͤhrt die Entſa— gun Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 75 ge, gung auf jede, wegen Mangels in der Form, oder wegen anderer en, Gruͤnde vorzuſchuͤtzende Einrede mit ſich. ¹) àtt. 964. Zweyter Abſchnitt. Von dem 3eugenbenweiſe. Ni. die 5. Sgo1. d k. 6 Unzulaͤſſigkeit deſſelben 1). t Ueber die Zulaͤſſigkeit des Zeugenbeweiſes iſt folgendes zu beach⸗ on ten: Er iſt unzulaͤſſig: I. gegen den Inhalt ²) einer Urkunde, oder uͤber Nebenberedungen, oder uͤber Aeußerungen, welche vor, bey, oder n, nach deren Aufnahme vorgekommen ſeyn ſollen. II. Bey Gegenſtaͤn⸗ den uͤber 150 Francs. Die naͤhern Beſtimmungen ſ. in den folgen⸗ den Paragraphen. 1) S. DAuTI traité de la preuve par temoins. 1772. vorzuͤglich aber Art. 2. Tit. 20. der Ordonnance von 1667. 2) Die cauſe kann beſtritten, und durch Zeugen als unerlaubt bewieſen werden. pe Caſſattonshof in S1RBv Jurisprudence XII. Suppl. p. 177. der u 5. 202 et 1. Gegen den Inhalt einer Urkunde. Hierbey iſt nur zu bemerken, daß ſich in den Handelsgeſeßen ¹) xrt. 1332. den von dieſer Regel Ausnahmeu finden; und daß ein Zeugenbeweis uͤber F die Frage, ob eine Urkunde von dem Ausſteller wirklich geſchrieben ſey, gar wohl ſtatt finde. de lut int in 55. bot⸗ I. Weil der Gegenſtand über 130 Francs betrug. kurt n ueber alle Gegenſtaͤnde, welche die Summe oder den Werth von Art. 133n. iſn hundert und funfzig Franes uͤberſteigen, ſelbſt bey freywilugen Depoſi⸗ K 2 u tionen, 1) Code de oommerce art. 41. 1og. S. auch Art. 1834. des C. N. und Erhard ad art. 1342. ————— 8—— 76 Drittes Buch. Deitter Titel. tionen ¹), muß eine öffentliche, oder Privaturkunde aufgenommen wer⸗ den, und findet kein Zengenbeweis ſtatt, wenn eine ſolche Urkunde e e Art. 1343. Art. 1334. Art. 1345. Art. 1346. Art. 1347 vorhanden iſt. Iſt ſie nicht vorhanden, nur in den im Art. 1347 und 1348. ausgenommenen Fällen.— Die genannte Regel tritt auch dann em: J. wenn die Klage außer der Capitalforderung, eine Forde⸗ rung auf Zinſen ²) enthaͤlt, welche mit dem Capital vereinigt die Summe von 150 Francs uͤberſteigen; II. wenn die Forderung uͤber 150 Francs betraͤgt, aber der Klaͤger dieſelbe unter dieſe Summe her⸗ ablaſſen wollte; III. wenn die Summe zwar unter 150 Franes betraͤgt, dieſelbe aber als Reſt, oder Theil einer größern, durch Urkunden nicht bewieſenen Forderung angegeben wurde; IV. wenn eine Parthey meh⸗ rere, durch ſchriftliche Beweismittel nicht unterſtuͤtzte Forderungen, welche zuſammengenommen die Summe von 150 Franes uͤberſteigen, in demſelben Proceſſe vorbringt; ſollte ſie gleich behaupten, daß dieſe Forderungen aus verſchiedenen Rechtsgruͤnden entſpringen, und zu ver⸗ ſchiedenen Zeiten entſtanden ſind; es ſey dann, daß dieſe Rechte durch Erbfolge, Schenkung, oder auf andere Weiſe von verſchiedenen Per⸗ ſonen herruhrten.— Alle ſolche Forderungen, auf welchem Rechts⸗ grunde ſie auch beruhen mögen, ſollen, wenn ſie nicht ganz durch Ur⸗ kunden dargethan werden können, in einer und derſelben Vorladung zuſammengefaßt werden à). Nachdem dieſe erfolgt iſt, werden alle uͤbrigen Forderungen, woruͤber keine ſchriftlichen Beweiſe vorbanden ſind, nicht mehr zugelaſſen. 1) Daß dieſes auch auf deponirte Paviere gehe, behauptet JoussE Commen- taire ſur J'ordonnance de 1667. T M. p.. 2) ZacMAIag Handbuch. Th. II S. 302 bemerkt, daß unter den Zinſen uberhaupt Schadensanſprüche zu verſtehen ſeyen. Dagegen will MAlEviLB analyſe ad h. art den Artitet auf Zinſen, die während des Proceſſes auf⸗ jaufen, nicht ausdehnen. 3) Vorausgeſetzt jedoch, daß ſie mit einander in Verbindung ſtehen. So be⸗ ſtimmt wenigſtens der Gode de procedute N eſiphalien Art. 13. dieſen Artikel.(In dem Code de procsdure frangais findet ſich dagegen keine Vorſchrift.) S. auch Roſenthal Weſtphal. P. O. Bd⸗ 1I. Th. II. Anhang p. 38— 40. 5. S0o4. Ausnahmen von dieſer Regel. Bey Summen uͤber 150 Franes findet ein Zeugenbeweis ſtatt: l. wenn der Anfang eines ſchriftlichen Beweiſes ¹) vorhan⸗ den Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 77 n den iſt. Anfang eines ſchriftlichen Beweiſes neunt man einen jeden N ſchriftlichen Aufſatz, der die angefuͤhrte Thatſache wahrſcheinlich macht, und entweder von demjenigen, wider welchen die Forderung gerichtet iſt, oder von dem, deſſen Stelle dieſer vertritt, herruͤhrt. II. Wenn Art. 1348. „ es dem Glaͤubiger unmöglich war, ſich einen ſchriftlichen Beweis der i gegen ihn uͤbernommenen Verbindlichkeit zu verſchaffen. Als Beyſpiele e werden angefuͤhrt: I. Verbindlichkeiten, die aus Quaſicontracten, oder Quaſidelicten ²) entſpringen(S. Tit. 4. Cap. 1. 2.). 1I. Sachen, , die im Nocbfalle bey einer Feuersbtunſt, bey dem Einſturze von Ge⸗ ht bauden, bey einem Aufruhre, oder Schifſbruche, oder von Reiſenden bey ihrem Aufenthalte in einem Gaſthauſe, in Verwahrung gegeben , wurden; dies alles nach Verſchiedenheit der Perſonen und Umſtände; , III. Verbindlichkeiten, die bey unvorßhergeſehenen Ereigmſſen, wo man nicht im Stande war, ſchriftliche Aufſätze zu entwerfen, eingegangen wurden. IV. Der Fall, wo der Glaͤubiger, durch einen unvorherge⸗ 6 ſehenen und unvermeidlichen Zufall, die ihm zum ſchriftlichen Be⸗ weiſe dienende Urkunde verloren hat). 1) Was unter dem Ausdruck Anfang eines ſchriftlichen Beweiſes t. zu verſtehen ſey, iſt lediglich dem Ermeſſen des Richters uͤberlaſſen. Einige Beyſpiele ſ. Bd. l. S. 317 ad art. 324.— Gonner: Was iſt unter dem Ausdrucke, Anfang eines Urkundenbeweiſes, zu verſtehen? in ſ. Aechtv. Bd. III. le H. 1. S. S. giebt folgende Criterta an, unter welchen eine Uekunde den en Anfang eines ſchriftl. Beweiſes machen ſoll. Er ſagt ſie muß 1) ſchriftlich abgefaßt, 2) an ſich glaubwürdig und aͤcht ſeyn, 3) ihr aber die geſetzliche Form mangeln, die eine Urkunde haben muß, wenn ſie uͤber einen be⸗ n ſtimmten Gegenſtand vollkommen beweiſen ſoll. Z. B. Briefe, worin jemand den Empfang einer Sache meldet.— Immer muß die Urkunde ſn von dem ausgeſtellt ſeyn, gegen den ſie gerichtet iſt. Wenn dieſer die Ur⸗ 1 kunde abtengner, ſo muß er durch comparsno htterarum als Ausſteller uͤber⸗ iſ wieſen ſehn, ehe die Urkunde als ein commencement de preuve par écrit be⸗ trachtet werden kann. Caſſattonshof bey DERRvRRs Journal. RIV. ie S. 161fag. S. auch PoTRIER nro. 767. MalEvIILILE analyſe ad h. art. n ZacRakIAß B. II F. 415. Jurtsprudence ſur la procédure. P. II p 41.— ſ Laſſaulx Journal. Jahrg. II. H. b S. o5. führt einen Fall an, wo der n Zeugenbeweis zugelaſſen war, da doch die den Anfang des ſchriftlichen Be⸗ weiſes machende Urkunde nichts von dem Betrage der Schuld enthält. 2) Jurisprudence de a procedure a. a. O. 3) Ueberhaupt gehören hierher alle Thatſachen, woruͤber es den Partbenen nicht moͤglich war, einen ſchriftlichen Auſſatz zu verſertigen. Joussr a. a. O. S. 10. 1 3 Ueber 78 Drittes Buch. Dritter Titel. Ueber das Verfahren ²) beym Zeugenbeweiſe in Civilſachen, f. Code de procdure Frangais art. 253— 294. 34—36. VWescpha⸗ lien art. 197— 230. 404— 410. ) S. Oeſterley und mein Commentar uͤber die P. O. Lh. l. S. 407 fgg. Dritter Abſchnitt⸗ VPon Vermuthungen(Präſumtionen). §. 805. e i ff⸗ Schon oben iſt es bemerkt, daß der Code die Präſuuntionen, welche doch eigentlich Befreyungsgruͤnde vom Beweiſe ſind, als wahre Beweismittel aufgefuͤhrt hat. Er definrt dieſelben folgendermaßen: Art. 1349. Präſumtionen ſind Folgerungen, welche das Geſetz, oder der Richter, aus einer bekannten Thatſache auf eine unbe⸗ kannte macht. Hiernach theilen ſich die Praͤſumtionen in geſetz⸗ liche(praesumtiones juris et de jure) und richterliche(prae⸗- zumtiones hominis et facti). Erſtes Hauptſtuͤck. Bon den geſetzlichen Präſumtionen. 5. 806. Bes ſi⸗ Art. 1350. Eine geſetzliche Präſumtion iſt eine ſolche, welche ein beſonderes Geſetz mit gewiſſen Handlungen, oder Thatſachen verbunden bat. Der⸗ gleichen begruͤnden: I. Handlungen, die das Geſeß fuͤr nichtig erklaͤrt, indem es blos auf deren Beſchaffenbeit die Vermuthung gruͤndet, daß dieſelben, um ſeine Verfuͤgungen zu umgehen, vorgenommen wurden ¹). 1I. Die Fälle, wobey das Geſetz erklaͤrt, daß aus gewiſſen beſtummten Umſtänden das Eigenthum, oder eine Befreyung ²) entſtebt; IM. die Rechtskraft 3) eines Urtheils; IV. die Kraft, welche das Geſetz mit dem Eingeſtändniſſe, oder dem Eide einer Partbey verbindet 4).— In Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 79 ſ. In Hinſicht der Wirkung eines rechtsPraͤftigen Urtbeils iſt zu bemer⸗ Art. 133. a ken, daß dieſelbe ſich nur auf das erſtrecke, was den Gegenſtand deſ⸗ ſelben ausmachte. Es muß daber der Gegenſtand der neuen Klage ge der nämliche ſeyn, welcher in der erſten verlangt war, auch muß die⸗ lelbe auf dem nämlichen Grunde beruhen, und zwiſchen den nämlichen Partheyen, und von beyden Seiten in der naͤmlichen Eigenſchaft ſtatt gefunden haben. 1) S. z. B. Art. 1100. 1396. 2) Art. 1331. 1332... 3) Die Einrede der Rechtskraft kann jedoch nicht vi ofcii fupplirt werden. Caſſattonshof im Journal de barreau. 1809. P. II S. 265. 4) Daß dieſes nicht die einzigen geletzlichen Vermutbungen ſeyen, behauptet DELArokTE Diseuſſions. T. III. p 427. So z B. ſey es zu vermuthen, , daß ſeder Act gultig ꝛu Stande gekommen ſey, bis das Geaentheil erwieſen wäre. Ebenfalls gehoͤrt hierher die Verhährung, und die Vermuthung, daß die Geſetze, nach Ablauf der Promulgationsfriſt, algemein publteirt und be⸗ n kannt ſind. S. B. I. S. 114. e W r ug. 6 Eine geſetzliche Vermuthung befreyt den, der ſie fuͤr ſich anfuͤhrt, Art. 1352. von allem Beweiſe. Auch findet aegen dieſelbe, wenn das Geſetz auf dieſelbe die Nichtigkeit gewiſſer Handlungen, oder die Verſagung einer gerichtlichen Klage gründet, kein Gegenbeweis ſtatt, ausgenommen wenn das Geſetz denſelben ausdruͤcklich vorbehielt. Immer aber kann die geſetzliche Vermuthung durch Eidesdelaton ¹), oder ein gerichtli⸗ ches Eingeſtändniß, zernichtet werden. 1) S⸗ Art. 2275. in Hinſicht der Vershrung, und vorzuͤglich mein und Oeſter⸗ ley Commentar uͤber die P. O. Th. I. S. 332 fo9. ke 9 zweytes Hauptſtuͤck. t, Von den richterlichen Praäſumtionen. di n 5. Sog. i 6 6 0 0 ni Vermuthungen, die das Geſetz nicht begruͤndet, bleiben dem Er⸗ Art. 1338. ⸗ zeſſen des Richters zu ziehen uͤberlaſſen. Man ſeht voraus: 1. daß N ſie — — — ——————— ———— 80 Drittes Buch. Dritter Titel. ſie erheblich, beſtimmt, und öbereinſtimmend ſind; II. daß ſie bey ſol⸗ chen Faͤllen vorkommen, wo das Geſetz den Zeugenbeweis ¹) geſtattet; es ſey dann, daß ein Rechtsgeſchaͤft wegen Betrug, oder Argliſt an⸗ gegriffen wuͤrde. 1) Dieſes iſt auf Handelsgegenſtaͤnde nicht anwendbar. Appellationshof zu Pa⸗ ris und Caſſatlonshof in S§IREX Jurisprudence. 1803. S. 245. Blan⸗ chard zu Maleville. Th. MI. S. 103 fog. Vierter Abſchnitt. Wo n de m G e n dwi e 5. So9. Art deſſelben. Das Geſtandniß, welches eine Parthey thut, und welches der Gegner ihr als Beweis entgegenſetzen kann, kann gerichtlich, oder außergerichtlich geſchehen. §. 810. 1, Außergerichtliches Geſtaͤndniß. Dieſes geſchieht entweder ſchriftlich, oder muͤndlich. Das erſtere hat Beweiskraft; was aber das andere anlangt, ſo kann es nicht durch Zeugen bewieſen werden, wenn der Gegenſtand deſſelben nicht durch ſie bewieſen werden kann. Iſt hingegen bey dem Gegen⸗ ſtande des Geſtaͤndniſſes der Zeugenbeweis zuläſſig, ſo iſt er es auch bey dem Geſtaͤndniſſe ſelbſt ¹). 1) Dahin iſt der Art tzs. zu erklären.— Daß nach Analogie des Art. 1356. auch ein außergerichtliches Geſtändniß nicht getheilt werden koͤnne, erkannte das Tribunal zu Göttingen in Sachen Hartmann wider Weſſel. Art. 1354. Art. 1333. §. 811. n. Gerichtliches Geſtändniß. 1. Begriff. Art. 1336. Das gerichtliche Geſtändniß muß durch die Partbey ſelbſt, oder deren Specialbevollmaͤchtigten ¹) vor Gericht geſchehen. Es geſchieht Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 81 I. durch eine Erklaͤrung in der Plaidoirie; II. auf perſonliche Verneh⸗ t mung 2); III. durch eine Erklaͤrung in dem Schriftwechſel zwiſchen den Anwälden. 1) Code de procedure Vſtphal Art. 30. J. 6. 2) Wie dieſe vorzunehmen fey beſagt der Code de procédure frangais. art. 324— 336. N eſephalien art. 239— 373. S. Oeſterley und mein Commentar. Th. I. S. 357 fg⸗ 5 2. Wirkungen. I. Das gerichtliche Geſtändniß beweiſt vollſtaͤndig wider den, der es abgelegt hat ¹); doch kann es zu deſſen Nachtheile nicht getheilt werden, vielmehr muß der, der ſich deſſen bedient, entweder das ganze Geſtaͤndniß annehmen, oder verwerfen. Z. B. A. klagt gegen B. auf Bezahlung einer Summe. B. geſteht den Empfang derſelben ein, behauptet aber, die Summe zurckgezahlt zu haben. Hier kann A. de nicht das Geſtändniß des Empfangs annehmen, und die Behauptung de der Zuruͤckzahlung verwerfen, um das Gegentheil derſelben beweiſen zu koͤnnen 2). II. Es iſt unwiderrufbar, ausgenommen, wenn es erweiß⸗ ucher Maßen aus einem Irrthume uͤber Thatſachen entſprang. 1) Es muß aber von einer ſolchen Perſon abgelegt werden, die ſich durch ihr Geſtaͤndniß verpſlichten kann, nicht z. B. von einer nichtautoriſirten Ehefrau u. ſ. w. Ferner muß es in der Streitſache, welche zwiſchen den Partheyen verhandelt wird, geſchehen; denn geſchah es in einem andern Proceſſe, ſo wuͤrde es nur die Kraft eines außtergerichtlichen Geſtaͤndniſſes haben. Dabe⸗ low Commentar uͤber den C. N. B. II. S. 385. n 2) Nimmt vielmehr A das Geſtändniß an, ſo kann dem B. in Hinſicht der en Rückahlung das ſuppletorium auferlegt werden. Appellhof zu Paris bey u DRNRvERS Journal des audiences. An. KIV. Suppl. p. 100. Fuͤnfter Abſchnitt. m §. S13. Arten deſſelben. d Es giebt zwey Gattungen des gerichtlichen Eides, von dem Lrt. 1381 ih hier nur allein die Rede ſeyn kann: I. den Eid, welchen eine Partbey Spangenberg's Commentar Vd. III. 1 der 82 Drittes Buch. Dritter Titel. der andern zuſchiebt, um die Entſcheidung der Sache davon abhaͤngig zu machen, oder Entſcheidungseid(juramentum delatum); 1I. den, welchen der Richter der einen, oder der andern Parthey ex of- licio auflegt, oder Ergaͤnzungseid(juramentum suppletorium et assertorium) ¹). 1) S. Rſein Annalen der Preuß. Geſetzgebung. Bd. 26. und Leipziger Lit⸗ teraturzeitung. 1809. Septemb. nro. 107. Erſtes hauptſtück. Von dem Entſcheidungseide⸗ 5. 814. Erforderniſſe zur Gultigkeit deſſelben. Der Entſcheidungseid kann nur von einer ſich verpflichten konnen⸗ den Parthey, einer ſich ebenfalls verpflichten koͤnnenden Parthey zuge⸗ Art. 1358. ſchoben werden; und zwar I. uͤber jede Gattung von Streitigkeiten ¹); Art. 1359. II. nur uͤber die eigenen Handlungen deſſen, dem man ihn zuſchiebt, 2rt. 1360. III. und in jeder Lage des Rechtsſtreits 2), ſelbſt wenn nicht einmal der Anfang eines ſchriftlichen Beweiſes vorhanden iſt.— Nicht zu eng darf man jedoch die Worte: Heigene Handlungen“ erkläͤren; ſebr richtig begreift Dabelow ²) darunter: 1) daß man etwas nicht ge⸗ than hat; 2) daß man von der Exiſtenz einer Begebenheit oder eines fremden Factums keine Wiſſenſchaft habe. Das ſuramentum igno- rantiae über facta aliena iſt daher nicht abgeſchafft, wohl aber das juramentum credulitatis, weil das Glauben kem Factum iſt, uͤber deſſen Exiſtenz, oder Nichtexiſtenz geſchworen werden ſoll 4). Dagegen ſind aber die ubrigen proceſſualiſchen Eide(wie das juramentum cä- jumniae, und malitiae), welche bey den Haupteiden beylänfig vorkg⸗ *„. men, und ihnen zur Einleitung dienten, abgeſchafft W 1 1) Auch kann dem Gläubiger der Eid uͤber eine ihm angeſchuldiate u pravitas deferirt werden. Appelhof zu Brüſſel in SiRhr Journal Sen ucht 1809. P. II. S. 213. Ueber die Zuläſſigkeit des Eides in Hin 6 zeinen Verträge, ſ. Zachakraß Handbuch. Th. H. S. 310. 6 4„ 2) Eintge Auegaben haben im Art. 1360.1 ll ne peut étre defers“ aber, 1 daß dieſes ein Druckfehler iſt, hat ſchon 2Ackatat a 6⸗ O. S. 305 gezeigt. 3) t. fü ſu (, 5, — Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 83 ₰ Commentar uͤber den C. N. V. II. So 386. 4) Uebrigens zum Schluſſe dieſes Paragraphen noch einige Bemerkungen: I. Höchſt irrig will MaEvIILLE Knalyſe ad h. art. und der Appellhof zu Turin bey Blanchard zu Maleville Th. IIl. S. 173. aus Art 1368. behaupten, daß auch gegen den Inhait einer oͤffentlichen Urkunde ein Eid deferirt werden konne, denn hierdurch wuͤrde die publica üdes derſelben annullirt. Nur die Fälſchunosklage ſindet gegen dieſelbe ſtatt. 1l. Die Ei⸗ desdeiation findet nur in Citvil⸗, nicht in peinlichen Sachen ſtatt. DRLa- pokTT Diseuſſians. T. III. p. 428. III. Ob der Eid in Eheſcheidungen ſtatt finde, iſt zweifelhaft. Eine intereſſante Unterſuchung hieruͤber findet man in des Heu. Präſid. Roſenthal Baͤegerl. P. O. Weſiphalens. B. I. Th. 2. S. 333 fag. des Anhangs, wo ein Schreiben des Hrn. Juſtizmini⸗ ſters vom 13. Maͤrz 1810. angefuͤhrt iſt, welches die Frage, geſtutzt auf die Diſcuſſion, verneint. Ich ſelbſt habe ſie im Bd. l. S. 288. unbedingt beſaht, doch glaube ich meine Meinung dahin beſchränken zu muͤſſen, daß der Eid in allen den Fällen, und unter den Bedingungen ſtatt finden könne, in welchen das Geſtaͤndniß der Parthey in Ehe⸗ ſcheidungsſachen angenommen wird. Gleicher Meinung iſt der Hr. Tr'bunalrichter Lehzen, deſſen intereſſante Adhandlung in Geſterley Maga- zin fur das Civil- und Ciuminalr erſcheinen wird. 5) Rede des Hrn. Graſen von Wolfradt, jetzigen Miniſter des Innern, uͤber die B. P. O. Weſtphalens. S. 13. §. 815. S I. Derjenige, dem der Eid zugeſchoben iſt, kann ihn annehmen, und ableiſten, oder ſeinem Gegner referiren, damit dieſer ihn ableiſte. Verweigert der erſte, den zugeſchobenen Eid anzunehmen, oder ihn zu⸗Art. 1361. ruͤckzuſchieben, oder verweigert der Deferent, den ihm zuruͤckgeſchobe⸗ nen Eid abzuleiſten, ſo wird jener mit ſeiner Klage, dieſer mit ſeiner Einrede, abgewieſen. Hierbey iſt jedoch zu bemerken: 1) der Eid kann Art. 1362. nicht zuruͤckgeſchoben werden, wenn die den Gegenſtand deſſelben aus⸗ machende Thatſache nicht beyde Theile gemeinſchaftlich, ſondern nur den, welchem der Eid zugeſchoben wurde, perſoͤnlich angeht. 2) Iſt Art. 1363. der angetragene oder zuruͤckgeſchobene Eid einmal geleiſtet, ſo wird der Gegner mit dem Beweiſe, daß falſch geſchworen ſey, ucht mehr zu— gelaſſen ¹). 3) Die Parthey, welche den Eid deferirt ²), oder refe⸗ Att. 136. rirt hat, kann ihn ſo lange zuruͤcknehmen, als ſich der Gegner zu deſſen Ablegung nicht bereit erklärt hat ²). II. Der geleiſtete Eid beweiſt nur Art. 1363. fur denjenigen, welcher ihn zugeſchoben hat, wie auch fuͤr deſſen Erben und — 84 Drittes Buch. Dritter Titel. und Nachfolger. Ausgenommen: 1) der von dem Hauptſchuldner ge⸗ leiſtete Eid befreyt auch den Buͤrgen; 2) der von einem Solidarſchuld⸗ ner abgeleiſtete Eid nützt auch dem Mitſchuldner. 3) Der dem Bür⸗ gen zugeſchobene Eid nuͤtzt auch dem Hauptſchuldner. In dieſen beyden letzten Faͤllen nuͤtzt der Eid des ſolidariſchen Mitſchuldners oder des Buͤrgen den uͤbrigen Mitſchuldnern, oder dem Hauptſchuldner nur alsdann, wenn er uͤber die Schuld ſelbſt, nicht aber uͤber das Vorhandenſeyn des Solidarverhaͤltniſſes oder der Ver⸗ buͤrgung, zugeſchoben wurde.— II. Der Eid beweiſt nur wider den, welcher ihn zugeſchoben bat⸗ und wider ſeine Nachfolger. 1) Dieſer Artikel iſt jedoch auf den Erfuͤllungseid, und die perſonliche Verneh⸗ mung, ſelbſt, wenn eidlich geantwortet iſt⸗ nicht anzuwenden. Caſſations⸗ hof b. S1npX Jurisprudence. 1808. p. 214. 2) Stirbt der Delat vor Ableiſtung des angenommenen Eides, ſo tritt die Sache in den vorigen Zuſtand zuruͤck. Praticien frangais. T. I. p 388. 3) Der, welcher einen deferirten Eid zuruͤcknahm, kann ihn nicht von neuem antragen. ZacRakAE a. a. O. S. 308. Fernet bemerkt Dabelow Com⸗ mentar. Bd. 11. S. 387. ſehr richtig, daß da der angenommrne Eidesantrag ſich als Pact zwiſchen den Partheyen verhalte, eine probatio pro vitando perjurio nicht mehr ſtatt finde. 5 Verfahren⸗ Das Verfahren bey der Eidesdelation iſt in der Proceßordnung nicht beſchrieben, wohl aber aus allgemeinen Grundſaͤtzen von mehreren Proceßlehrern vortrefflich dargeſtellt ¹). 1) S. Geſterley und meinen Commentar uͤber die P. O. Th. I. S. 337 fag. vorzuͤglich OßsTERILEN praetiſehe Brlauterung. Th I. S 267— 273. F. Fo· S. meinen Proceſſus judiciarius civilis in retno Weſtphaliae. F. 394 501. Zweytes Hauptſtück· Von dem Cegänzunsseide. 6. 57 Eintheilung.⸗ utt. 1366. Der Ergänzungseid iſt doppelt. Der Richter kann ibn auferlegen . um die Entſcheidung der Sache davon abhaͤngig zn machen(jura- mentum eh n hie n o n ren ſig zo. ol u rd⸗ un Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 8 mentum suppletorium) II. um den Betrag des Gegenſtandes der Berurtheilung zu beſtimmen(juramentum asdertorium). Der Reini⸗ gungseid quramentum purgatorium) findet nicht mehr ſtatt ¹). 1) Schreiben des Hrn. Juſtizminiſters vom 31. Decemb. 1809.(Rro. 3950.) S. auch von Ramdohr Juriſtiſche Beobachtungen. Th. I. S. 575. I. Juramentum ſuppletorium. Dieſes kann ſowohl dem Klaͤger in Betreff der Klage, als dem att. 1367. Beklagten in Betreff der Einrede auferlegt werden ¹); jedoch nur un⸗ ter zwey Bedingungen: 1. daß die Klage oder Einrede nicht vollſtaͤndig erwieſen, und JI. jedoch nicht von allem Beweiſe entbloͤßt ſey.— Außer dieſen beyden Faͤllen muß der Richter unbedingt, und ſchlechthin die Forderung entweder zuerkennen, oder verwerfen.— Dieſer Eid urt. 1368. kann nicht von der Parthey, der er von Amtswegen auferlegt iſt, der andern zuruͤckgeſchoben werden. 1) Das ſuppletorium darf nicht dem Schuldner des Fiscus auferlegt werden, der ſeine Quttungen uͤber die Zahlung verloren hatte, ſelbſt wenn die Un⸗ treue des Einnehmers notoriſch iſt. Laſſattonshof b. S1REr Journal enẽral. 1309. P. I. S. 303. 6. 879. II. Juramentum aſſertorium. Dieſen Eid, der den Werth der eingeklagten Sache beſtimmen Art. 1369. ſoll, kann der Richter nur alsdann dem Flaͤger auflegen, wenn es un⸗ möglich iſt, denſelben auf andere Weiſe auszumitteln; und ſelbſt in dieſem Folle muß der Richter die Summe beſtimmen, bis zu deren Betrage dem Klaͤger auf ſeinen Eid geglaubt werden ſoll ¹). ¹) Gewöhnlich verfaͤgen die Richter in Frankreich zuerſt ein Zeugenverhör uͤber den Vermoͤgenszuſtand des Klägers, um auf dieſe Art zu erfobren, obſer die angegebene Sache wirklich habe beſitzen können. MarEvIIIE Analyſe ad h. art. Solte das Zeugenverhör kein hinlänaliches Reſultat zur Entſcheidung kefern, ſo kann noch immer dieſer Eid auferlegt werden. Caſſationshof in SinEx Jurisprudence. 1807. p. 455 ſg. 3 Sechs⸗ s6 Dritt. Buch. Dritt. Titel. Von den Verbindlichkeiten, ꝛc. Sechster und ſiebenter Abſchnitt. Von dem gerichtlichen Augenſcheine, und dem Gutachten der Sachverſtändigen. Verfahren⸗ Ueber das Verfahren bey dieſen beyden Beweismitteln ſ. die Franz. Proceßordnung Art. 295— 322. 41. 42. die Weſtphaͤl. P. O. Art. 231— 258. 4tr. 412. und die Commentatoren uͤber dieſelben. Vierter die 0 Bäeurter Ditel. Von Verbindlichkeiten, die ohne Vertrag entſtehen, 5. 9316 Gewiſſe Verbindlichkeiten(Engagemens) entſtehen, ohne daß Art. 1370. weder von Seiten des ſich Verbindenden, noch von Seiten deſſen, 3 gen welchen ſich derſelbe verbindet, ein Vertrag emgegangen iſt ¹). Dieſe Verbindlichkeiten entſtehen entweder I. unmittelbar durch das Geſetz, oder ll. durch eine perſoͤnliche Handlung deß ſen, der in die Verbindlichkeit geſetzt wird.— Die erſtern beſtehen in den unwillkuͤbrlich ſtatt findenden Verpflichtungen, welche z. B. zwiſchen zwey Nachbaren, oder zwiſchen dem Vormunde uh ſeinen Pupillen, oder in Anſehung anderer Verwalter, welche das ih⸗ nen uͤbertragene Geſchaͤft nicht ablehnen konnen, ſtatt finden. Die letztern entſpringen entweder aus Quaſicontracten, aus Delicten, oder Qnaſidelicten. 1) S. RenauLT de l'Orne) traité des conventions „et des engagemens, qui ſe formant ſans convention. Paris 1806. 8. Soruſtoens apite. 5 822. Quaſicontraete ſind gaͤnzlich willkuͤhrliche Handlungen eiues Art. 137. Menſchen, woraus irgend eine Verbindhchkeit gegen einen Dritten, und bisweilen eine gegenſeitige Perbindlichkeit beyder Partheyen ent— ſpringt. urt. 1372. andern. Wenn jemand freywillig die Geſchäfte eines andern beſorgt, mag dieſer von der Beſorgung Wiſſenſchaft haben oder nicht, ſo uͤber⸗ nimmt er dadurch ſtillſchweigend die Verbindlichkeit, die angefangene Beſorgung zu vollenden, oder ſo lange fortzuſetzen, bis der Andere im Stande iſt ſich ihrer ſelbſt anzunehmen ¹). 1) Oder, bis mon den anderu davoh bonachrichtigte. Dahln wird der Artikel Drittes Buch. Vierter Titel. ſpringt. Das Geſetz nennt zwey dieſer Handlungen, die Negotiorum gestio, und Indebiti solutio. 5. 823 7. Megotiorum geſtio. I. Begriff. Negotiorum gestio iſt freywillige Beſorgung der Geſchäfte eines durch die Diſcuſſion beſtimmt. TREILHakh bey JovANMFAW et SoLON Diſcuſſons. T. II. p. 349. MALEVIILLF Analyſe ad h art— Auch beißt es in der Diſcuſſion, daß man die Regel öieſes Artikels nicht z“ ſtrenge anwenden müſſe; aus einigen Dienſten⸗ die man z. B. ſeinem Nachbar ge⸗ leiſter, duͤrfe die Vermuthung nicht hergenommen werden, daß man ſich zum negotiorum geſtor habe aufwerfen wollen, u. ſ. w⸗ §. 824. 2. Gegenſeitige Verbindlichkeiten. Die Verpflichtungen des Geſchaäftsfuͤbrers ſind: I. er muß ſich al⸗ len demjenigen unterztehen, was von dem Geſchaͤfte abhaͤngig iſt; II. er unterwirft ſich allen Verbindlichkeiten, welche aus einer ausdruͤckli⸗ chen, von dem Eigenthuͤner des Geſchaͤfts ihm ertheilten Vollmacht Art. 1373 entſpringen wuͤrden. mer vor Beendigung des Geſchäfts ſterben ſollte, die Beſorgung deſ⸗ ſelben ſo lange fortzuſetzen, bis der Erbe deſſen Leitung zu uͤbernehmen Art. 1374. im Stande iſt 1). 1V. Er iſt ſchuldig, alle Sorgfalt eines guten Hausvaters auf die Beſorgung des Geſchaͤfts zu verwenden. Gleich⸗ wohl hot der Richter das Recht, mit Ruͤckſicht auf die Umſtande, die den Geſchaͤftsfuͤhrer zur Uebernahme des Geſchuͤfts bewogen haben, die Schadloshaltung zu ermäßigen, welche durch Verſehen, oder Nach— Art. 1373. läſſigkett des Geſchäftsführers etwa vera lichkeiten des Eigenthumers ſind dagegen: l. er muß die in ſeinem Namen von dem Geſchaͤftsfuͤhrer eingegangenen Verpflichtungen MI. Er iſt verbunden, ſelbſt wenn der Eigenthuͤ⸗ nlaßt iſt.— Die Verbind⸗ it ge ge 1 II. kli cht deſ nn n 6 Rt e, h ind nen 0 Von Verbiudlichkeiten, die ohne Vertrag entſtehen. 89 II. ihn wegen der perſoͤnlich uͤbernommenen Verbindlichkeiten eutſchaͤdi⸗ gen, III. und alle von demſelben gemachten nuͤtzlichen, oder nothwen⸗ digen Auslagen erſetzen. ) Jedoch unter den bey dem Art. 1372. genannten Einſchraͤnkungen. §. 825. H. Indebiti Tolutio. Indebiti solutio bewirkt die Verbindlichkeit fuͤr den, welcher aus Art. 1376. Irrthum, oder wiſſentlich etwas annimmt, was ihm nicht gebuͤhrt, dieſes demſenigen zuruͤckzugeben, von dem er es unbefugt angenommen hat. Hieraus folgt: I. Hat jemand eine Schuld, zu der er ſich aus Art. 1377. Irrthum verbunden glaubte, getilgt, ſo iſt er berechtigt, ſie von dem Glaͤubiger zurͤckzufordern ausgenommen in dem Falle, wo der Glaͤn⸗ biger, wegen der erbhaltenen Zahlung, die Obligation zernichtet hat, ob⸗ gleich dem, welcher die Zahlung geleiſtet hat*), eine Entſchaͤdigungs⸗ klage wider den wahren Schuldner vorbehalten bleibt. II. In Hinſicht der Zuruͤckerſtattung muß man unterſcheiden, ob der Empfaͤnger in gu⸗ tem oder böſem Glauben war: 1) War er in böſem Glauben, ſo muß urt. 13t. er das. Capital nebſt Zinſen und Nutzungen, von dem Tage der Zab⸗ lung angerechnet, zuruͤckerſtatten. Iſt jedoch der unbefugt angenom⸗ Art. 1379. mene Gegenſtand eine unbewegliche oder bewegliche koͤrperliche Sache, ſo iſt der Empfänger verbunden, ſie in Natur zuruͤckzugeben, wenn ſie noch vorbanden iſt, oder deren Werth zu erſetzen, wenn ſie durch ſein Verſchulden zu Grunde ging, oder verſchlimmert wurde. Wenn er in boöſem Glauben war, ſteht er ſogar fuͤr den Zufall ein. 2) War Art. r3so. er in gutem Glauben, und verkaufte die Sache, ſo iſt er nur zur Er⸗ ſtättung des Kauſpreiſes verbunden. Der, welchem die Sache zutſäkgeheben wird, muß die nothwen⸗ Art. 1381. digen, und nuͤtzlichen, zur Erhaltang der Sache ſelbſt von dem Be⸗ ſitzer in boͤſem Glauben aufgewandten, Koſten erſeßen. 1) Dies muß von dein Folle verſtanden werden, wenn der, welcher bezahlt hat, es auf den Namen des Schuldners gethan hatte. MartvirIx Aualyſe ad h. art. Spangenberg'e Commentar Bd. II. ——— Drittes Buch. Vierter Titel. Zweytes Kapitel. Von Delleten, und QusſidlicgSi⸗ — 6 526. Grundſat. Jede Handlung eines Menſchen, von welcher Art ſie auch ſey, verbindet, wenn ſie einem Andern Schaden verurſacht, demenigen,⸗ durch deſſen Verſchulden dies geſchah, denſelben zu erſetzen 16 4) 4 le reparer“ mithin nicht zur vollkommnen Schadtoshaltung, die lucxum ceſſans mit in ſich begreiſt, da das Geſetz nicht von dommoges— interéts hier ſpricht.— lind zwar haften mehrere Deltnquenten ſoltdariſch. Code pcuol (i810) Art. s5.— Ein gleiches entſchied das Tribunal zu Göttingen in Sachen Kirchner wider Hartmann und Guͤnther:“In Erwöqutig— daß die Verbindlichkeit der Beklagten zur ſolidariſchen Erſtattung eines ſolchen durch verbotene und ſtrafbare Handtungen angerichteten Schadens, wenn auch der C. N. daräber keine ausdruckliche Beſtimmung enthaͤlt, um ſo weniger einem Zweifel unterworfen ſeyn kann, weil ſie ſich ſchon aus allgemetnen Gruͤnden herieiten läͤßt, und die Beſtimmungen des aitern Rechts in dieſer Hinſicht durch das neuere nicht aufgehoben ſind, u. ſ. w. Folgerungen. Hieraus folgt: I. Es iſt einerley, ob dieſer Schaden durch poſi⸗ zive Facta, oder durch Nachlaͤſſigkeit, und Unvorſichtigkeit entſtand⸗ II. Man iſt nicht allein fuͤk den Schaden verpflichtet, den man durch eigene Handlungen veranlaßt, ſondern auhh fuͤr den, den Andere, fuͤr die man einſtehen muß, oder diSachen, die man mn ſeiner Verwah⸗ rung hat, verurſachen. Mithin 4 11) muß der Vater, und nach deſſen Tode die Mutter, fuͤr den durch ihre minderhährigen, bey ibnen wohnenden Kinder verurſachten Schaden einſteben. 2) Hausberten, und Committenten ſind fuͤr den durch ihr Hausgeſinde, und Commiſſa⸗ rien in den denſelben anvertrauten Geſchaͤften*) verurſachten Schaden verantwortlich. 3) Lehrer und Handwerker müſſen fuͤr den durch ihre Zoͤglinge und Lehrlinge, während der Zeit, wo dieſelben unter ihrer Aufſicht ſtehen, verurſachten Schaden haften.— Doch dieſe Berant⸗ Ne e en 5 ſen eh, en hr r iſ n Von Verbindlichkeiten, die ohne Vertrag entſiehen. o1 Vernntwortlichkeit nur dann ein, wenn die genannten Perſogen, mit Ausnahme der Committenten, die unbedingt*) verpflichtet ſind, mcht beweiſen koͤnnen, daß ſie die ſchadende Handlung ihrer Untergebenen nicht verhindern konnten.— 4) Der Eigenthuͤmer eines Thiers iſt, wr auch der, welcher ſich deſſen bedient, ſo lange er es in Gebrauch hat, fuͤr den durch daſſelbe verurſachten Schaden verantwortlich, es mag das Thier ſich unter ihrer Aufſicht befunden haben, oder verirrt, oder entlaufen geweſen ſeyn ²). 5) Der Eigenthuͤmer eines Gebaͤudes iſt fuͤr den durch deſſen Einſturz verurſachten Schaden verantwortlich, wenn nämlich daſſelbe wegen Mangels der Unterhaltung, oder wegen eines Fehlers in der Banart eingeſtuͤrzt iſt*). Ueber die außerdem noch eintretenden Corrections- und Policeyſtra⸗ fen, vergleiche den Code pénal vom Jabre 1810. 1) Richt aber wegen des ſonſt verurſachten Schadens. Laſſattonshof bey S1RTN jurisprudenee. 1807. p. 461. 2) BrRTRARh pF 6Rxumup Rapport. b. GabNrR L. II. p. 21z. Anderer Meinung iſt[akRItx Piſrouis. ebeubaf. p. 231. aber grgen die Worte des Art. 1384. S. auch MauT 1EIE Analyſc ad h. art. 3) Die Noxae datio fällt mithin gänzlich weg. Der Haͤter eines Thiers ſoll zedoch eher verurtheilt werden, als der Eigenthuͤmer, ſeibſt wenn erſterer nicht die jouiſſance hat. Caſſationshof b. DENrvTRs Journal. An. XIV. S. 53. 4) Dieſe Folle ſind nur Beyſpiels haiber genannt; wie ans MarTvrLIE Ana- lyſe ad Art. 1385. erhellt. Actio de efluſis et dezectis, de recepto u. ſ. w. findet mithin noch immer ſtatt.— M2 Von — Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. —— Von den einzelnen Vertraͤgen insbeſondere⸗ F ſeſ Von der Eheſt iofnt nnß g §. 828. Geſchichte derſelben. Die Lehre von der Ebeſtiftung iſt eine der allerſchwierigſten, welche der Code enthält, weil dieſelbe aus den verſchiedenen Coutumes muͤh⸗ ſam zuſammengeſetzt iſt, um nicht durch eine ganz neue Legislation zu verderblich in die Familienverhaͤltniſſe der Menſchen einzugreifen. Rur, was ſich uͤber das Dotalverhaͤltniß in dieſem Titel findet, iſt groͤßten⸗ theils aus dem Römiſchen Rechte entlehnt ¹). In Hinſicht der Gütergemeinſchaft unter Ehegatten, welche ur⸗ ſpruͤnglich wohl nur auf eine Gemeinſchaft der Errungenſchaft be⸗ ſchränkt war, exiſtirten in Frankreich vier beſondere Syſteme: 1) Das Syſtem der Coutume de Paris, mit der der großte Theil der uͤbrigen Landrechte uͤbereinſtimmte. Hauptcharaeter deſſelben 3 war, daß zwiſchen den Ehegatten die beweglichen, und während 4 der Ehe erworbenen unbeweglichen Guͤter, gemeinſchaftlich ſeyn i ſollten; und zwar kraft des Geſetzes, durch Abſchiießung der Ehe ²). 11 2) Das Syſtem der Coutume de Bretagne, Anſou, Maine, Chartre und le Grand-perche, welches eine Guͤtergemeinſchaft nur dann kraft des Geſetzes annahm, wenn die Ehe wenisſtens ein Jahr und einen Tag gedauert hatte.. 3 3) Das Syſtem des Droit écrit, nach welchem durchaus keine Guͤ⸗ tergemeinſchaft ſtatt fand, wenn ſie nicht ausdrucklich ausbedun⸗ gen war. 4 Von der Eheſtiftung. 93 4) Das Syſtem der Coutume de Normandie, welche die Guͤter⸗ gemeinſchaft ſchlechthin verbot, und die Rechte beſtimmte, welche der Frau an dem Vermoͤgen des Mannes, nach deſſen Abſterben, zuſtehn ſollten ²). Aus dieſen verſchiedenen Coutumes haben die franzoſiſchen Geſetz⸗ geber die meiſten Beſtimmungen dieſes Titels ausgewaͤhlt; jedoch den Grundſat aufgeſtellt: daß zwar die Guͤtergemeinſchaft kraft des Geſetzes eintritt, jedoch nur dann, wenn nicht das Dotalverhältniß ausdruͤcklich ausbedungen, oder andere Verträge uͤber die Vermoͤgensrechte abgeſchloſſen worden ſind, wodurch die geſetzliche Guͤtergeweinſchaft abgeaͤn⸗ dert, oder ausgeſchloſſen wird ²). „) ueber die ältere Gütergemeinſchaft und Eheſtiftung, ſ. noch: LRRRUN de la communauté. Paris 1757. fol, PoTuiEn traité de la comwunauté. Neue Ausgabe von BrRNanpr. paris. 1805. 11 Voll. S. kRENosson de la communautẽ, 1692. 1723. und die verſchiedenen Com⸗ N mentatoren uͤber die Coutumes, ueber die neue; u BPRNARpI Commentaire ſur la loi du 20. Pluvioſe XII.(der gegen⸗ waͤrtiae Tltel des Code). 1804. 8. M. F. B.(BeRLIER) nouyeau traité du mariage et des convention⸗ ſ. matrimonales. (ContnMAILLE) Traitè du contrat de marisge, ſuivant les principes du t. eode civil; avec des modéles et kormules ete. Par Tauteur du nouveau ſhle de⸗ notaires de Paris. Paris et Bruxelles. 1804. I1 Vol. 3. 6(Pfeiffer) die Vermögensrechte der Chegatten. Caſſel. 1803. 8. R. S. Terlinden ſoſtematiſche Darſtellung der Rechtslehre ven der Guͤ⸗ il tergemeinſchaft unter Eheleuten, nach dem Napol. Geſetzb. und den neuern en Franz. Geſetzen. Muͤnſter 1810. 8. Zu bemerken iſt, daß die Teutſche Guͤteraemeinſchaft ſehr von der Fran⸗ nd zöſiſchen abweicht, und man ſich daher ſehr huͤten muß, beyde zu vermiſchen. yn So kennt z. B. das Franz. Recht keine communio bonorum prorogata nach P dem Tode des einen, oder des andern Ehegatten. Auch hat der Umſtand, daß einer Kinder aus einer fruͤhern Ehe hat, nur in ſo fern Einfluß, als ſ daß deren Pflichttheil nicht verletzt werden darf. Art. 1406. 1527. 2acn4 . aar Handbuch. Th II. S. 60. 2) Coutume de Paris. art. 220. 221. 246. 3) Coutume de Normandie art. 329. 330. 389. 392. 394. ſ 4) Aeußerſt lehrreich iſt die Diſcuſſion uͤber die Frage: ob die Guͤtergemeinſchaft zum gemelnen Rechte zu erheben ſey? Corférence. T. V. S. 210 fg. Ma- LTvII1B Analyſe ad art. 1393. M 3 Erſtes 94 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. Tllgemeine Verfägungen. Erſtes Kapitan §. 829. Grundſat. At. 1387. Ueber die aus dem Abſchluſſe der Ehe entſpringenden Rechtsber⸗ bältniſſe der Ehegatten in Bezug auf ihr Vermögen, hat das Geſetz Verfügungen gemacht, die 1edoch nur in Ermangelung beſon⸗ ₰ derer Verträge, welche die Ehegatten in Hinſicht ihres Vermogen treffen koͤnnen, eintreten. Dieſe Verträge duͤrfen jedoch nicht den Art. 1338. Geſetzen, und nicht den guten Sitten ¹) zuwider ſeyn. Mithin: L. können die Ehegatten inittelſt dieſer Vertraͤge nichts abaͤndern an den Rechten, die dem Ehemanne uͤber die Perſon der Frau und der Kin⸗ der zuſtehen; II. noch au den Rechten etwas abändern, welche dem 3 uͤberlebenden Ehegatten nach Buch I. Titel 9 und 10. zuſtehen; III. Art. 1339. noch an den verbietenden Verfuͤgungen des Code. IV. Sie kön⸗ 3 nen keine Uebereinkunft treffen, oder Verzichtleiſtung vornebmen, die eine Abänderung der Inteſtaterbfolge ²), ſey es in Beziehung auf ſich ſelbſt bey der Erbfolge ihrer Deſcendenten, ſey es in Beziehung auf ihre Deſcendenten untereinander, bewirten wurde, jedoch mit Ausnahme der im III. Buch, Tit. 2⸗ Cap. 6 u. S. enthaltenen Verfuͤgungen⸗ V. Art. 1390. Sie können nicht mehr in dieſeu Vertraͤgen im Allgemeinen ſagen, 3 daß dieſe Rechtsverhaͤltniſſe nach dem oder dem Landrechte ²), z. B. der Coutume de Paris, die vormals in dem Franzoͤſiſchen Gebiete gal⸗ 3 ten, aber durch den Code abgeſchafft ſind, beurtheilt werden ſollen 4). 1) S. zum Art. 1133.— Der 1379. Artikel iſt Ausuahme ron der Regel.— Ein Beyſpiel iſt im Art. 1433. vorhanden. 2) So können z. B. Ehegatten nicht mehr in ihrer Eheſtiftung dem Erſtge⸗ bornen ihrer Kinder den zur Zeit ihres Pbſterbens dispontbein Theil ihres 1 33 Vermoͤgens ſchenken, weil dieſe Verfuͤgung die Wirkung elner Subſthutlon haben wuͤrde. MarpvIrE Analpſe ad aut 1339. Zachaktaß Handbuch. Th. I. S. 56. Not.. 3) Sie koͤnnen jedoch die Beſtimmungen elner Coutume materiell ihrer Che⸗ ſtiftung zum Grunde legen, Se. auch Dabelow Commentat Th. Il. S. a0o. 2actaktar Handhuch. Th. Il S. 57. Not. 8 40 ie e 1 4 on ch. he 00 Von der Eheſtiftung. 95 Anch kann nicht werobredet werden, daß keine Inſcriptien ins Hypotheken⸗ buch genommen werden ſolle. Art. 2140 §. 830. Inhalt dieſer Verträge. Dieſe Vertrage können nun beſtimmen: J. daß es die Abſicht Art. 1391. der Contkahenten ſey, im allgemeinen i das Rechtsverhaͤlt⸗ niß der Guͤtergemeinſchaft, ohne diefe näher zu beſtim⸗ men, oder in das Dotalverhaͤltniß einzutreten ¹). In dem erſtern Fall tritt die geſetliche Guͤtergemeinſchaft nach dem zten Cap. dieſes Titels ein, im letztern das Dotalverhältniß nach dem zten Cap. Hierbey iſt jedoch zu bemerken: 1) die bloße Be⸗ ſtimmung, daß entweder die Frau ſelbſt, oder em Anderer fuͤr ſie er⸗ nen gewiſſen Vermoͤgenstheil zum Brautſchatze ansſetzt, begruͤndet die Vermuthuug, daß ſie ſich dem Dotalverhältniſſe habe unterwerfen wollen, nicht. 2) Eben ſo wenig folgt die Annahme des Dotalverbaͤlt⸗Art. 1392. niſſes ans der bloßen Erklaͤrung der Ehegatten, daß ſie ohne Guͤter⸗ gemeinſchaft, oder in Vermogeustrennung leben wollen à). EuDaß es die Abſicht der Contrahenten ſey, zwar die geſetzliche Guͤterge⸗ meinſchaft zum Grunde zu legen, ſie aber durch einige in der vertragsmaͤßigen Guͤtergemeinſchaft liegenden Ver⸗ ahredungen zu beſchraͤnken. S. Cap. 2. Th. a. 1I. Daß ſie ſich ohne Guͤtergemeinſchaft und, obue in das Dotalver⸗ baͤltniß einzutreten, heirathen wollen(Cap. 2. Abſchn. 9.). IV. Daß ſie in der Guͤtertrennung leben wöllen. V. Oder end⸗ lich, daß ſie ſich unter ſolchen Beſtimmungen verheirathen wollen, die ihnen zuträglich ſcheinen, vorausgeſetzt, daß ſie nicht an die in denn vorigen Paragraphen aufgeſtell⸗ ten Grundſaͤtze anſtoßen. In[Ermangelung ſolcher Vertraͤge aber tritt die geſetzliche Art. 1393. Guͤtergemeinſchaßt als gemeines Recht ein ²). 1) Ueber dieſe Abſicht iſt die Abſchließung eines foͤrmlichen Contracks in Weſt⸗ vhalen nicht einmal nothig, da es hinreicht, bey Abſchluß der Ehe ſich vor dem Ctvilſtanbsbeamten zu etklären, ob man in der Gaͤtergemeinſchaft le⸗ ben wolle, oder unter dem Dotolverhaͤltniſſe. S. B. I. S. z01.§. 156. Not. 1— Bey der Guͤtergemeinſchaft kann ober immer noch außerdem emne dos ſintretem Art, 1581. 1541. DuvExRiER Rapport b. GakNIRv L. — Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. L. III. P. III. p. 106. noigue la dot ait donus ſon nom à ce ſy. Keme légilatiß(Ie regime dotat), et qwelle ſoit ſja matiöre priiei- pale, elle ne lut eſt pas tanmnoius excluſtvement partieuliere. La dot peut aypartènir æ tou les v0hel rae d mariage, uelgue ſoit leur rẽgime conventtonnel. Elle aura done des rögler générales, et d'une application commune A tou les ces rogles ſeront la corſoquence dun principe gonsral. auch BERnIER Diſcours. ebendaſ. a) Wohl aber, wenn es jn der Eheſtiftung heißt, doß alle Goͤter der Frau als ihr Brautſchatz angeſehen werden ſollen, oder daß ſie alle paraphernal ſeyn ſollen; oder daß ein Theil dotal, der andere paraphernal ſeyn ſolle. 3) Dabelow Commentat. Th. II. S. 402 fg3. §. 831. Form dieſer Verträge. Werden dergleichen Verträge eingegangen, ſo iſt folgendes zu ih⸗ Art. 1394. rer Guͤltigkeit erforderlich: 1. Sie muͤſſen vor der Heiratb, und zwar vor Notarien abgeſchloſſen, und von denſelben aufgenommen Art. 1395 werden 3) Da nach geſchloſſener Ehe daran keine Abaͤnderung ge⸗ troffen werden kann, ſo muͤſſen die vor Abſchluß der Ehe etwa noch Art. 1396. vorgenommenen Abaͤnderungen durch eine, in eben der Form, wie die Eheſtiftung ſelbſt, verfaßte Urkunde in Gewißheit geſetzt werden; auch muͤſſen ²) dann alle Perſonen, die als Mitcontrahenten ²) an der Eheſtiftung Theil genommen haben, gleichzeitig zugegen ſeyn, und zuſtimmen*). Ferner muͤſſen dieſe Abaͤnderungen, vder Gegent Art. 1397. reverſe dem Originaleoncepte als Nachtrag beygefuͤgt werden, ſonſt ha⸗ ben ſie gegen dritte Perſonen keine Kraft. Auch iſt es dem Notar bey Strafe der den Partheyen vollſtaͤndig zu keiſtenden Schadloshaltung, und erforderlichen Falls noch bärterer Strafe, unterſagt, Groſſen oder ſonſtige Abſchriften der Eheſtiftung zu geben, ohne die Abaͤnderung oder Gegenreverſe zugleich mit abzuſchreiben. II. Sie muͤſſen von ſol⸗ chen Perfonen abgeſchloſſen werden, welche eine Ehe gultig eingeben Art. 1353 können. Sind dieſelben aber minderjaͤhrig, ſo muͤſſen allst⸗die Perfö⸗ nen mitwirken, deren Einwilligung zur Gültigkeit der Ehe erforderlich iſt*). 11“ Sie treten nur dann in Kraft, wenn die Ebe wirktich darauf folgt o), ſind mithin immer unter einer Suſpenſtobedingung ab⸗ geſchloſſen; ſo daß aus dem Vertrage auf keine Schadloshaltung ge⸗ klagt werden kann, wenn die Ehe nicht erfolgt iſtN. 9 ie an , e o n Von der Eheſtiftung. 97 Vor Einfuͤhrung des Code konnten ſie auch durch Privaturkunden ab eſchloſ⸗ werden. Dieſe vor dem Code abgeſchloſſenen Verträge ſind ſu ſelben nur in ſo fern guͤltig, als ſie ein beſtimmtes Datum erhalten haben, mithin 1) einregiſtrirt waren, oder 2) einer der Contrahenten vor dem Cod⸗ geſtorben war. CoMMArLLE T. I. p 6. 7. Anderer Meinung ſind MatEvIILLE Analyſe ad h. J. und der Caſſa⸗ tionshof bey SiEv Jurisprudence. 1807. p. 142., und laſſen die Guͤltig⸗ keit dieſer Privatvertrage unbedingt zu. 2) Parties“ wohl nicht alle„Intereſſenten“ wie die Weſtphsl. Ueberſe hat Parties ſind vielmehr dieſenigen, dont l⸗ conſentement a eeulielle- ment concouru 4 ſa ormation. S.§. 199. Pes Parons, 1e amis, ui ne ſont invite, que par Aonneur, ne ſont voint partier. CoM- MArLLB T. I. p. Io0. Das Wort perſonnes darf man dagegen nicht zu eng erklaren. Hätte z. B. der Vater den Contract unterzeſchnet, ſo muß nach deſſen Tode die Mutter bey Abaͤnderung des Contracts concurriren. 3) Anderer Meinung iſt MarRvILILE ad h. art. 4) Es iſt nicht nothwendig, daß dieſelben Zeugen wieder herbeygerufen werden. MarPyrrIE Analyſe ad h. art. aus der Dtſcuſſion; wohl aber dona⸗ teurs ẽtrangers; die alſo Mitcontrahenten waren. 5) Zu Gunſten der Ehe werden mithin die Bedingungen zur Abſchließung ei⸗ nes Vertrages bey der Eheſtiftung nicht ſtreng erfordert. CoMMAtLLE ſo S. auch Art. 1095. In Hinſicht dritter Perſonen, als Mitcontrahenten, treten ſedoch die im Art. 1081 fgg. aufgeſtellten Regeln ein. 6) CoMMaiLE T. I. p. 3. S. auch Analog. ex art. 1399. 7) Einige beſondere Förmlichkeiten treten hey der Eheſtiftung einer Handels⸗ frau ein. Code de commercs art 67 fg. tung §. 832. Ueber den Einfluß der neuen Geſetze Sibensrehe fruͤher verheiratheter Am Schluſſe dieſes Capitels bleibt uns noch eine höchſt wichtige Frage zu eroͤrtern uͤbrig, naͤmlich: in wie fern die in demſelben aufgefuͤhrten Grundſaͤtze auf die Vermoͤgensrechte fruͤher verheiratheter Ehegatten einwirken? Hrerbey ſind folgende Fälle zu unterſcheiden: I. die Ehegatten, welche die Ehe vor Einfuͤhrung des Code eingiengen, haben mittelſt eines wahren Vertrags ihre Vermogensrechte, und Erbrechte ausdruͤcklich beſtimmt. In diefem Falle muß es nach dieſem Vertrage gehen, in ſo fern derſelbe nur ein gewiſſes Datum hat*). Spangenberg's Commentar Bd. 1II. N Doch — ————— ———— 98 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. Doch ſind diejenigen Erben, welche einen Pflichttheil verlangen koͤnnen, befugt, die Reduction deſſen, was deuſelben verletzt, zu verlangen, wenn die Wirkung des Vertrags nach Einfuͤhrung des Code eintrat, z. B. einer der Ehegatten nach dieſer Einfuͤhrung ſtarb 2). II. Die gedachten Ehegatten haben keine Eheſtiftung gemacht, ſon⸗ dern ſich nur unter einem Geſetze verheirathet, welches dem Ueberlebenden gewiſſe Vorrechte und Erbrechte zu⸗ geſteht. Die allgemeine Anſicht der Franzoͤſiſchen und Teutſchen Ge⸗ richtsboͤfe und Juriſten ³) iſt die, daß in Anſebung der ehelichen Rechte jede ſtatutariſche Verfuͤgung die Eigenſchaft einer vertragsmaͤßi⸗ gen ſtillſchweigenden Uebereinkunft habe, daß demnach alle Rechte und Vortheile, welche das Gewohnheitsrecht, unter deſſen Herrfchaft, und im Vertrauen, auf welches die Ehegatten ſich verheiratheten, beſtimmt, vom Tage dieſer Verheirathung unwiderruflich erworben ſeyen, mithin der Code Napoleon auf dieſelbe keine Anwendung finden koͤnnte. Ob⸗ gleich dieſer Anſicht dennoch noch eiige Zweifel*) entgegenſtehen, ſo glaube ich doch, daß dieſelbe die richtigere, und btlirgere*) ſey, daß jedoch die Pflichterben auch in dieſem Falle befugt ſeyen, den ih⸗ nen nach dem neuen Geſetze zugeſtandenen Pflichttheil zu reclamiren, da ſie dieſes bey fruͤhern Teſtamenten konnen, und die Succeſſionsge⸗ ſetze dem Staatsrechte angehoͤren, welches den bey ihrer Promulgaton exiſtirenden Pflichterben ſogleich ihre Vortheile zufließen laſſen wollte. 1) S Not I. zum Art. 1394. 2) S Bd 1. S 123. Not. 3. Bd. II. S. 199. c. Anderer Meinung iſt CRA- 307 de'Allier Queſtions tranſitonres. T. I. p. 79. 312. und will die Re⸗ duction nicht zulaſſen; weil jeder Paciſcent ein vollkommnes Recht aus dem Vertrage habe, weiches von dem Tage des Abſchluſſes deſſelben wirklich er⸗ worben ſey.— Aber die Geſetze uͤber die Erbfolge gehoͤren zun Staats⸗ rechte, und koͤnnen durch Privatverträge nicht ſo annullirt werden, daß ihre Dispoſitionen gaͤnzlich untergehen, ſollten dergleichen Verträge auch fruͤher abgeſchloſſen ſeyn. Und warum ſollte ein Teſtament, bey dem dieſe Reductton außer Zweifel iſt, weniger beguͤnſtrgt werden, als ein Vertrag? 3) Appellhsfe zu Angers, Beſangon in Jurisprudence. T. VII. p. 408. voN STRoMBRck Formulare zur Weſtph. P. O. Pe 52. Bruͤſſel in Ju⸗ risprudence. T. VIII. p. 129. Trier in Laſſaulf Annalen. B. I. S. 79. Caſſel in Pfeiffero Rechtsfälſen entſchieden nach dem C. N. Abrhetl. II. S. 20 igg. S. vorzuglich Pfeiffer a. a. O. und Abth. L. nro⸗ V. und CMasor Queſtons. a. a. O. Zeiz Darſtellung der Rechte uͤberlebender Chegatten auf das Vermogen des zuerſt Verſtorbenen im KR. Weſtphal. Halle 1808. 8. 4) Von der Eheſtiftung. 99 4) Juritprudence. T. I. p. 44. T. II. p. 36. 144. Dabelow Commentar. B. Il. S. 400. Archiv. St. IV. S, 337. 482. SEIPENsTIckER Eileitung in den(E N. S,. 368. 5) Dieſes erhellt auch daraus, was ich Bd. H. S. T2t. Not. 2. geſagt habe. §. 833. Eintheilung des folgenben. Der Code handelt nun: I. von der Guͤtergemeinſchaft Art. 1399 1528. Il. Von den Verträgen, die ſowohl Gaͤtergemeinſchaft, als Dotalverhaͤltniß ausſchließen. Art. 1529— 1835. 1ll. Von der Guͤ⸗ tertrennung. Art. 1536— 1539. IV. Von dem Dotalverhältniſſe. Art. 1540— 1581.— Man vergleiche hiermit was ich oben zum Art. 1391. und foſgg. geſagt habe, um den Faden des Zuſammen⸗ hangs, der hier doppelt ſchwer zu behalten iſt, nicht zu verlieren. Zweytes Kapitel. Von dem Rechtsverhaltniſſe der Gätergemeinſchaft. §. 934. Allsemeine Grundſaͤtze. Die Güͤtergemeinſchaft iſt geſetlich, oder vertragsmäßig. Schon oben iſt es erinnert worden, daß die erſtere nur dann eintritt, wenn die letztere nicht vorhanden iſt, oder, daß wenn die erſtere aus⸗ druͤcklich verabredet iſt, man ſich der letztern ebenfalls bedienen kann, um durch öhnliche Verabredungen die erſtere zu modiſiciren. Die Gütergemeinſchaft, mag ſie geſetzlich oder vertragsmäßig 2rt. 13« ſeyn, mimmt nur von dem Tage ihren Anfang, wo die Ehe vor dem Cwilſtandsbeamten wirklich abgeſchloſſen war. Jede Verabredyng, daß ſie zu einer andern Zeit anfangen ſolle, iſt unguͤltig. N2 Erſter — 100 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. Srſt 5 Von der geſetzlichen Guͤtergemeinſchaft. §. 835. Beſondere Grund ſatze. Art. 1400. Die Regeln uͤber die geſetzliche Guͤtergemeinſchaft betreffen I. den Beſtand derſelben, oder die Frage, was wird durch die Guͤter⸗ gemeinſchaft gemeinſchaftlich erworben, und was muß aus dieſem ge⸗ meinſchaftlichen Vermoͤgen beſtruten werden?(Activ⸗ und Paſſivbe⸗ ſtand der Guͤtergemeinſchaft). II. Die Verwaltung derſelben. iM. Die Auflöſung derſelben. IV. Die Annahme und Aus⸗ ſchlagung nach erfolgter Auflöſung. V. Die Annahme des gemeinſchaftlichen Vermogens und deren Folgen. VI. Endlich die Ausſchlagung der Guͤtergemeinſchaft, und de⸗ ren Folgen. Dieſe Gegenſtaͤnde werden in den folgenden ſechs Ab⸗ ſchnitten abgehandelt. Erſter Abſchnitt. Von dem Beſtande der Guͤtergemeinſchaft. 6 Eintheilung.⸗ Die Guͤtergemeinſchaft beſteht aus Activ⸗ und Paſſiv⸗Ver⸗ mogen, d. b. durch die Guͤtergemeinſchaft wird ein beſtimmter Tbeil des Vermögens der Ehegatten gemeinſchaftlich erworben, unter der Se jedoch, gewiſſe Schulden ebenfalls gemeinſchaftlich zu ezahlen. Erſtes ök⸗ eil der il Von der Eheſtiftung. 101 Erſtes Hauptſtück. Von dem Activ⸗Beſtande der Gütersemeinſchaft. §. 837. Was dazu gehoͤre? In die Guͤtergemeinſchaft fallt, als Aetivbeſtand derſelben: I. al⸗Art. 1401. les bewegliche Vermoͤgen ¹), welches 1) die Ehegatten an dem Tage des Abſchluſſes der Ebe beſaßen; 2) welches ihnen waͤhrend der Ehe ritulo lncrativo, d. b. durch Erbrecht, oder Schenkung zufaͤllt, wenn nicht im letztern Fall der Schenker ausdruͤcklich erklaͤrt hat, daß das Geſchenk nicht in die Guͤtergemeiſchaft fallen ſolle. II. Alle waͤhrend der Ehe faͤllig werdenden, oder gezogenen Nutzun⸗ gen, Zinſen, und Gefaͤlle jeder Art, welche von dem Vermögen der Ehegatten, beſaßen ſie es vor, oder erwarben ſie es aus irgend einem Rechtsgrunde waͤhrend der Ehe, herruͤhren. III. Alles unbe⸗ wegliche Vermogen, welches waͤhrend der Ehe titulo oneroso erworben wurde 2²). Hierbey iſt zu bemerken: 1) Jede unbewegliche Art. 1402. Sache wird als Erwerb der Guͤtergemeinſchaft betrachtet, wenn nicht bewieſen wird, daß einem der Ehegatten entweder ſchon vor der Ehe das Eigenthum, oder der rechtmaͤßige Beſitz derſelben zuſtand, oder daß ſie ihm waͤhrend der Ehe durch Erbrecht oder Schenkung zugefal⸗ len ſey. 2) Die Benutzung der Holzſchlaͤge, wie auch die Ausbeute Wrt. 1403. der Steinbruͤche und Bergwerke füllt in die Guͤtergemeinſchaft, in ſo fern ſie nach den im B. II. Tit. 3. aufgeſtellten Regeln, als Gegen⸗ ſtand des Rießbrauchs betrachtet werden koͤnnen 3). a) Unterblieb der Abtrieb des Holzes, der dieſen Regeln zufolge waͤhrend der Guͤterge⸗ meinſchaft haͤtte geſchehen können, ſo muß dem Ebegatten, welcher nicht Eigenthuͤmer des Grundſtuͤcks iſt, oder deſſen Erben dafuͤr Erſatz geleiſtet werden. b) Wenn die Steinbruͤche und Bergwerke erſt waͤh⸗ rend der Ehe eröffnet wurden,(ſo faͤllt deren Ansbeute nur mit dem Vorbehalte einer Verguͤrung oder Entſchaͤdigung fuͤr den Ehegatten, dem ſie gebuͤhrt, in die Guͤtergemeinſchaft“. Dieſe dunkle Verfuͤgung läßt ſich nur aus der Diſcuſſion, und zwar aus den Bemerkungen des Tribunats 4) uͤber dieſen Artikel er⸗ klären. Das Reſultat dieſer Erklärung iſt folgendes; a) die Aus⸗ beute 102 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. beute der Bergwerke und Steinbruͤche, moͤgen ſie vor Abſchließung der Ehe ſchon betrieben ſeyn, oder nachber erſt eröffnet werden, faͤllt in die Guͤtergemeinſchaft. 6) Doch kann derjenige der Ehegatten Entſchädi⸗ gung fuͤr dasjenige fordern, was von ihm prioative darauf hat ver⸗ wandt werden muͤſſen, um die Ausbeute zu gewinnen, oder nach ge⸗ wonnener Ausbeute den Grund und Boden wieder zu ebenen. Es iſt naͤmlich nothwendig, daß z. B. der Mann eine Entſchaͤdigung ver⸗ langen darf, wenn er betraͤchtliche Summen auf die Eröffnung eines Bergwerks, oder eines Steinbruchs verwandt bat, wofuͤr er doch nur ſpaͤt durch die ſpäͤterhin ſich zeigende Ausbeute hätte entſchaͤdigt werden können, eder z. B. die Frau, wenn ſie Eigenthuͤmerin des Grundes und Bodens war, und, nachdem aus demſelben alles gezogen und in die Gemeinſchaft gefallen war, was gezogen werden konnte, den Grund und Boden wieder ehnen laſſen muß 7).— 2) Hierher gehoͤren auch Renten. Art. 529. Doch ſteht es denſenigen, die ſie für zu beträchtlich halten, um ſie zur Guͤtergemeinſchaft zu ziehen, frey, ſie mittelſt eines beſondern Vertrages davon auszunehmen. MatEvILtLE Aua- lpſe ad art. 1404. aus der Diſcuſſion⸗ Giebt einer der Ehegatten etwas in die Guͤtergemeinſchaft, ſo hat er, wenn er ſchon früher in einer Ehe gelebt hatte, den Art. 1098. nicht außer Acht zu laſſen ConMMartLE T. l. p 65. 2) Eine Ausnahme ſ. im Art. 1408. Ebenfalls kaͤllt in die Guͤtergemeinſchaft der Gewinn, der waͤhrend der Ehe aus einer ihr vorhergehenden Pachtung von Landguͤtern, aus einer vorher gemachten Unternehmung, und aus einem vorher geſchloſſenen Vertrage ent⸗ ſprinat. MERtIN Repertoire v. communautẽ. Blanchard zu Maleville Th. III. S 216 fag. 4) Confsrence T. V. P. 258. 5) Fuͤr die nicht gemachte Ausbeute, welche aber hätte gemacht werden können, fällt nichts in die Suretgemeinſchaft. Dabelow Commentar. Th. II. S. qoy. 5. 835 Was dazu nicht gehöre? Art. 1404. In die Gütergemeinſchaft fällt dagegen nicht: I. Unbewegliche Sachen, welche die Ehegatten an dem Tage des Abſchluſſes der Ehe ſchon befitzen, oder die ihnen während derſelben titnlo lucrativo ¹) (durch Erbrecht, oder Schenkung) zufallen ²). 1) Haͤtte jedoch einer der Ehegatten vach der Eheſtiftung, welche die ver⸗ abredet Von der Eheſtiftung. 103 3 abredet hat, und vor dem Abſchluß der Ebe, eine unbeweglichs ie Sache erworben, ſo faͤllt dieſelbe in die Guͤtergemeinſchaft, ausgenom⸗ i men, wenn die Erwerbung derſelben kraft einer Beſtimmung der Ehe⸗ t ſuftung ſeloſt geſchah, da es denn bey dieſer Beſtimmung bleiben muß. 3 2) unbewegliche Sachen, die nur einem der beyden Ehegatten wäh⸗ Art. 103. rend der Ehe geſchenkt wurden, fallen nicht in die Guͤtergemeinſchaft, fondern gehören dem Beſchenkten allein, wenn nicht die Schenkung 6 ausdrücklich beſtimmt, daß die geſchenkte Sache zur Gütergemeinſchaft r geboren folle. II. Unbewegliche Sachen, welche einer der Aſcen⸗ Att. 1406. 1 denten dem Ehegatten uͤberließ, oder abtrat 1) als datio in[olutum e fuͤr eine Forderung des letzteru, 2) oder mit der Bedingung, die iz Schulden des Schenkers an Fremde 3) zu bezahlen. Doch ſoll in dieſem Falle der andere Ehegatte nach Aufbebung der Ehe eine Ver⸗ gůtung oder Entſchädigung zu fordern berechtigt ſeyn. Im erſtern Falle würde naͤmlich die Forderung, wenn ſie durch Geld getilgt waͤre, als bewegliche Sache in die Guͤtergemeinſchaft gefallen ſeyn, und im letz⸗ 5 tern wird es ſo angeſehen, als wenn etwas gegeben, und mithin erwor⸗ ben wäre, um eine BVerbindlichkeit zu erfuͤllen. An dieſem Erwerbe muß aber der andere Ehegatte Theil nehmen, oder, wenn dieſes das Geſetz verbietet, entſchaͤdigt werden. UI. Eine unbewegliche Att. 1407. Sache*), die während der Ehe durch Vertauſchung gegen eine an⸗ dere, einem der beyden Ehegatten zugehörige, erworben wurde, faͤllt nicht in die Gätergemeinſchaft, ſondern trit an die Stelle der ver⸗ tauſchten, doch muß der etwaige Ueberſchuß dem andern Ehegatten bey l Trennung der Ehe verguͤtet werden. W. Die wuͤhrend der Ehe durch Art. 08. Verſteigerung oder auf andere Weife geſchehene Erwerbung einer un⸗ beweglichen Sache, wovon einem der Ehegatten das gemeinſchaft⸗ liche Eigenthum mit einem Dritten ungetheiit zuſtand, fällt nicht in die o Gutergemeinſchaft, doch muß das zu dem Erkaufe aus der Maſſe der Gemeinſchaft genommene Geld nach Trennung der Ehe dem andern Ehegatten zu Gute gerechnet werden. Hatte dagegen der Ehemann al⸗ lein, und in ſeinem eigenen Ramen eine unbewegliche Sache, die der Ehefran mit dritten Perſonen zuſtand, ganz oder zum Theil erworben, und ſich in einer Verſteigerung zuſchlagen laſſen, ſo hat letztere bey Aufloͤſung der Guͤtergemeinſchaft die Wahl, entweder die Sache der Guͤtergemeinſchaft zu uͤberlaſſen, und dann erhaͤlt ſie ihren an dem Preiſe geboͤhrenden Antheil erſetzt, oder die Sache ſelbſt zu bebal⸗ ten, do Z. — Art. 1409. 104 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. ten, und dann muß ſie der Guͤtergemeinſchaft den Erwerbungspreis verguͤten. 1) Ebenfalls nicht der Kaufpreis ſolcher während der Ehe verkaufter Grund⸗ ſtuͤcke. CoMMAiLE T. I. p. 59. 2) Der Art. ſpricht nur von Erbrecht. S. aber Prt. 1402. 3) War er hingegen der Guͤterarweinſchaft ſchuldig, ſo fällt auch die unbeweg⸗ liche Sache in dieſelbe. BousQuET Explication ad h. art. 4) In der Praris iſt es angenommen, daß, wenn einer der Ehegatten wäh⸗ rend der Ehe wieder zum Beſitze eines Immobile gelangte, welches er vor⸗ her veräußert hatte, dieſes ihm etaenthemſch verbleibt, er mag es mitteiſt Reſciſſion, oder Auflöſung des Verkaufs, oder kroft eines ausbedungenen Wiederkaufs zuruͤckerhalten haben, mit Vorbehait des Erſatzes zedoch, in ſo fern das Kaufaeld zum Wiederkaufe aus der Guͤtergemeinſchaft genommen worden iſt. MarEvILK Analyſe ad art. 1407. Zweytes Hauptſtuͤck. Von dem Paſſiv⸗Veſtande der Gütergemeinſchaft. 5. 839. Was dazu gehoͤre? Zum Paſſiobeſtande der Guͤtergemeinſchaft gehören: I. alle Mo⸗ biliarſchulden ¹), 1) womit die Ehegatten am Tage des Abſchluß⸗ ſes der Ehe beläſtigt waren, 2) womit die waͤhrend der Ehe ihnen anfallenden Erbſchaften belaſtet ſind; doch muß in dieſem Falle fuͤr die aus der Gemeinſchaft bezahlten Schulden, welche auf unbeweglichen, dem einen oder dem andern Ehegatten ausſchließlich angehörenden Sachen haften, dem andern eine Vergätung nach Trennung der Ehe gegeben werden. II. Alle während der Guͤtergemeinſchaft von dem Manne, oder, mit deſſen Bewilligung, von der Frau gemachten Schul⸗ den, ſowohl Capital- als Reuten, und Zinſen„Schulden, mit Vor⸗ behalt der Vergutung in den Fällen, wo ſolche als nothwendig und billig erſcheint, denn ſonſt werden dieſe Schulden, wie die folgendel, bey Trennung der Ehe gemeinſchaftlich getragen. III. Die Gefaͤlle und Zinſen ſolcher Schulden und Renten, welche einem der Ehegatten perſoͤnlich obliegen; IV. die Ausbeſſerungskoſten der zu der Guͤterge⸗ meinſchaft nicht gehörenden unbeweglichen Sachen, in ſo fern ir ieß⸗ Von der Eheſtiftung. 105 Nießbraucher obliegen. V. Der Unterhalt der Ehegatten, die Koſten der Erziehung und Unterhaltung der Kinder, und alle übrigen Laſten der Ebe*). 1) D. h. ſolche, deren Gegenſtand eine bewegliche Sache iſt, wohln denn auch hyvothecariſche Schulden gehören. Bovsautr Explication ad h. art. ConM- MA1LLB T. I. p. I18. 2) Hierher gehören auch noch die Koſten der Aufhebung der Guͤtergemein⸗ 6 ſchaft. Art. 1482. 1 Beſondere Regeln. I. Fuͤr die Mobiliarſchulden, welche die Ehefrau vor der Art. 1z10. Ehe gemacht hat, haftet die Guͤtergemeinſchaft nur dann, wenn ſie aus einer oͤffentlichen, vor der Ehe abgefaßten Urkunde, oder einer Privaturkunde berruͤhren, welche vor dieſem Zeitpunete durch Inſerip⸗ tion, oder durch den Tod emes der Contrahenten ein gewiſſes Datum erbalten haben. Iſt dieſes nicht der Fall, ſo kann ſich der Glaͤubiger wegen der Bezablung nur an das bloße Eigenthum, da der Nießbrauch der Gemeinſchaft zuſteht, der ihr perſoͤnlich zuſtehenden Immobilien balten. Behanptet der Mann, eine Schuld dieſer Art fuͤr ſeine Frau bezahlt zu haben, ſo kann er dafuͤr weder gegen ſie, noch gegen ihre Erben einen Regreß nebmen. II. In Hinſicht der Erbſchafts⸗ Att. 141. ſchulden iſt zu bemerken: 1) die Schulden einer bloß aus Mobilien . beſtebenden Erbſchaft, welche den Ehegarten während der Ehe anfaͤllt, i bat die Gemeinſchaft ganz zu uͤbernehmen. 2) Beſteht ſie bloß aus art. 1412. Unbeweglichem, ſo fallen die Schulden derſelben der Gemeinſchaft gar nicht zur Laſt, ſondern die Glaͤubiger können ſich in der Regel nur an dieſe Immobilien halten. Hierbey iſt jedoch zu bemerken: a) Fiel ſie dem Manne zu, ſo können die Glaͤubiger ſich ſowohl an das eigen⸗ tbuͤmliche Vermogen deſſelben, als an das Vermogen der Gemeinſchaft halten, doch muß in dieſem letztern Falle die Frau, oder deren Erben n entſchaͤdigt werden. b) Fiel ſie der Frau an, ſo nahm ſie dieſelbe tt. 1413. e) mit Bewilligung deſſelben an. Dann können ſich die Glaͤubiger wegen ihrer Befriedigung an das ſämmtliche der Ehefrau perſönlich zu⸗ ſtebende Vermogen halten, 6) Rahm ſie ſie an nach Weigerung des n Mannes, unter Genehmigung des Gerichts, ſo können die Glaͤubiger, wenn die erbſchaftlichen Immobilien nicht hinreichen, ſich nur an das i Spangenberg's Commentar Bd. III. O bloße r 3 Art. 1414. Art, 1415. Art. 1416. Art. 1417. Art. 1418. Art. 1419. Art, 1420. 106 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. bloße Eigenthum des uͤbrigen der Frau perſönlich zuſtehenden Vermögens halten. 3) Beſteht die Erbſchaft zum Theil aus beweglichen, zum Theil aus unbeweglichen Sachen, ſo fallen der Guͤtergemeinſchaft die darauf haftenden Schulden nur in ſo fern zur Laſt, als ſie mit den beweslichen Sachen und deren Werth im Verhaͤltniß ſtehen. Um dieſes auszumitteln, muß ein Inventar, welches der Mann immer zu beſorgen hat, mag die Erbſchaſt ihm, oder ſeiner Frau angefallen ſeyn, errichtet werden; und zwar bey Strafe, daß die Ehefrau und deren Erben in allen Faͤllen, wo der Mangel des Inventars ihnen zum Nachtheil gereicht, bey der Auflöſung der Guͤtergemeinſchaft eine Entſchaͤdigung verlangen kann, und alsdann zum Beweiſe des Beſtandes und des Werths der nicht inventariſirten Immobilien, durch Urkunden, Familienpapiere, Zeugen und Notorietät zugelaſſen, der Mann aber nie zu einem ſolchen Beweiſe gehört wird ¹). Die Glaͤnbiger haben in dem Falle einer ſolchen gemiſchten Erbſchaft folgende Rechte: a) Frel ſie dem Manne, oder der Fran mit Bewilligung des Mannes an, ſo können ſie ſich wegen ihrer Befriedigung an das zur Gemeinſchaft gehoͤrende Vermo⸗ gen halten, doch muß in dieſem Falle, nach Auflöſung der Ehe, dem Ehegatten, der dieſe Schulden nicht zu bezahlen hatte, eine Entſchaͤdi⸗ gung gegeben werden. Eben ſo verbält es ſich, wenn die Erbſchaft von der Ehefrau nur mit Geuehmigung des Gerichts angenommen, das dazu gehorige bewegliche Vermoͤgen aber, ohne Errichtung eines Inventars, mit dem Vermoͤgen der Guͤteraemeinſchaft vermiſcht iſt. p) Ward die Erbſchaft von der Frau mit Genehmigung des Gerichts angenommen, und ein Inventar errichtet, ſo koͤnnen ſich die Glaͤubi⸗ ger an das ſaͤmmtliche erbſchaftliche Vermögen, und, bey deſſen Unzu⸗ laͤnglichkeit, an das bloße Eigenthum des der Frau perſonlich zuſtehen⸗ den Vermoͤgens halten.— Dieſelben, im Art. 1411 und fgg. auſge⸗ ſtellten Regeln treten auch bey den auf einer Schenkung haftenden Schulden ein. III. In Hinſicht der von der Frau mit Bewilli gung des Mannes gemachten Schulden iſt zu beachten, daß die Glaͤubiger ſich dann ſowohl an das geſammte Vermögen der Güter⸗ gemeinſchaft, als an das des Mannes oder der Fran halten können, jedoch mit Vorbehalt der der Guͤtergemeinſchaft, oder dem buͤhrenden Schadloshaltung in den erſten beyden Fällen. Dagegen faͤllt jede Schuld, welche die Fran vermöge einer allgemernen beſondern Vollmacht des Mannes gemacht hat, der Von der Eheſtiftung. 107 aft zur Laſt, und der Glaͤubiger kann auf Bezahlung weder die Frau ſich an das ihr perſonkich zuſtehende Vermogen halten. ¹) Well es ſeine Schuld iſt, daß kein Inventatium aufgenommen iſt. S. jedoch zum Art. 1503. Zweyter Abſchnitt. 6. 841. Grundſat. Von der Verwaltung der Guͤtergemeinſchaft, und den Wirkungen der vom den Ehegatten im Bezuge auf ſie vorgenommenen Handlungen. Der Monn allein iſt Verwalter des zur Guͤtergemeinſchaft gehöri⸗Art, 141. gen ſowohl, als des perſonlichen Vermoͤgens der Frau. I. Verwaltung der Guͤtergemeinſchaft. 1. Rechte des Mannes. Der Mann hat außer den Verwaltungsrechten uͤber das gemein— ſchaftliche Vermögen, noch folgende Rechte: I. er kann es ohne Mit— wirkung der Frau verkaufen ¹), veräußern und mit Hypothe⸗ ken beſchweren. JI. Er kann daſſelbe verſchenken, ausgenom⸗ urt. 1922 men: 1) die Immobilien, 2) die geſammten Mobilien, ode r einen aliquoten(im Verhaͤltniſſe zum Ganzen beſtimmten) Theil derſelben. Sein Dispoſitionsrecht iſt mitbin nur auf einzelne Mobilien einge— ſchränet, uͤber die er zum Vorthen eines jeden ²) verfuͤgen kann, vor⸗ ausgeſetzt, daß er ſich nicht den Nießbrauch an denſelben Nur dann kann er auch uͤber die Immobilien und ge— vorbehaͤit. ſammten Mobilien verfügen, wenn er hierdurch eine Verſorgung der aus der Ehe genteinſchaftlich erzengten Kinder bezwecken will. II. Er kann daſſelbe vermachen, doch duͤrfen die von ihm huterlaſſenen Att. 128. Legate ſeinen Antheil an der Goͤtergememſchaft nicht üͤberſteigen. Auch 2 kann 108 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. kann der Legatar nur dann das Legat in Natur verlangen, wenn es bey der Theilung der Guͤtergemeinſchaft zufaͤllig in den Antheil der Er⸗ ben des Mannes faͤllt. Faͤllt es nicht in dieſen Antheil, ſo kann der Legatar den vollen Werth der ihm vermachten Sache ans dem Antheil der Erben des Mannes an der Guͤtergemeinſchaft, und aus dem per⸗ Art. 1424. ſoͤnlichen Vermoͤgen des Mannes verlangen. IV. Er kann die Geld⸗ ſtrafen aus dem Vermögen der Gütergemeinſchaft bezahlen, die er durch ein den buͤrgerlichen Tod nicht nach ſich ziehendes Verbrechen verwirkt hat; doch muß er deshalb der Frau Entſchädigung geben.— Die Folgen des buͤrgerlichen Todes treffen dagegen nur den Antheil an Folg 9eg der Guͤtergemeinſchaft eines jeden Ehegatten, und deſſen perſönliches Vermoͤgen. 1) Dieſer Verkauf kann jedoch wegen Betrug und Argliſt angefochten, und aus dieſer Urſache fuͤr nichtig erklaͤrt werden. Caſſationshof in SIREr Juris⸗ prudence 1807. p. 308. 2) Doch nicht der Perſonen, weiche nach Art. 911. als Zwiſchengeſtellte betrach⸗ tet werden, weil ſich der Mann hier ſelbſt etwas auf eine indirecte Art ſchenken wuͤrde. Dahin reſtringirt den Art. ſehr richtig MERLIN Repertoire. v. communautè.§. 5. uro. 5. 6. 843 2. Rechte der Frau. Die Rechte der Frau ſind ſehr beſchränkt, ſie kann obne Mitwir⸗ kung des Mannes weder verkaufen, noch veräußern, noch verpfaͤnden. At. 1426. I. Fuͤr Handlungen, welche dieſelbe ohne Zuſtimmung des Mannes, wenn gleich mit Genehmigung des Gerichts vornahm, iſt das Vermé⸗ gen der Guͤtergemeinſchaft nicht verbaftet, außer wenn ſie ſich als öf⸗ fentliche Handelsfrau ¹), und in ihren Handelsangelegenheiten verbind⸗ urt. 1427 lich gemacht hatte. II. Die Frau kann, ſogar um ihren Mann aus dem Gefängniſſe zu befreyen, oder in deſſen Abweſenbeit ihren Kindern eine Verſorgung zu geben, nur nach vorhergehender Genehmigung des Gerichts ſich verbindlich machen, und das Vermoͤgen der Guͤtergemein⸗ ſchaft verpfänden ²). III. Die von der Frau verwirkten Geldſtrafen können, ſo lange die Guͤtergemeinſchaft dauert, nur auf das bloße Ei⸗ genthum des ihr perſoͤnlich zuſtehenden Vermögens vollzogen werden ³). 1) S. Art. 5. des Code du commerce. ²) Von der Eheſtiftung. 109 2) Mit Recht ſät ſich hier die Frage aufwerfen: Sind die Schulden, welche die Ebefrau, die mit ihrem Manne in Guͤteraemeinſchaft lebt, als mar⸗ chande publique et pour le fat de ſon commerce contrahirt, und diejent⸗ er gen, welche ſie mit gerichtlicher Autorilation zum Behufs der Befreyung ih⸗ il res Mannes aus dem Gefaͤnaniſſe, oder des Etabliſſements ihrer Kinder in Abweſenhelt des Mannes contrahirt, à la charge de la communautè, d. h. . fallen ſie beyden Gatten zur Laſt? oder können die Gläubiger in diefem d Falle dieſelben nur auf die Guͤter der communauté verfolgen, ſedoch ſaut t la recompenſe due au mari? d. h. ſo, daß dieſe Schulden eigentlich nicht ge⸗ n memſchatich hnd, ſondern bey der Nuseinanderſetzung ledigtich der contrahi⸗ renden Fran zur Laſt fallen.— Das letztere ſcheint nach dem Art. 1409., 5 der alle à la charge de la communauté ſeyenden Schulden aufzöhlt, und n dieſer im. Art. 1425 und 1427. enthaltenen nicht erwaͤhnt, der Fall zu ſeyn. 1 Zackastak. Th. I. S. 611. iſt der erſtern Meinung. 3) Hteraus folgt, daß der Mann aͤberhaupt nicht verantwortlich fuͤr die Ver⸗ brechen ſeiner Frau iſt. Caſſattonshof in Jurisprudence. 1807. p. 461. 8 II. Verwaltung des perſoͤnlichen Vermoͤgens der Frau⸗ kt 5. 844. Rechte des Mannes. Der Mann hat die Verwaltung des geſammten der Frau perſoͤn⸗ Art. 1428. lich zugebörenden Vermoͤgens. Hieraus folgt: I. er kann alle der Frau zuſtehenden Klagen ¹) geltend machen, und zwar 1) die beweglichen, oder poſſeſſoriſchen Klagen allein, 2) die unbeweglichen unter Mutwir⸗ kung der Frau. II. Er kann das Vermögen der Frau veraͤußern, je⸗ doch unbewegliche Sachen nicht ohne ihre Zuſtimmung. III. Er muß aber fuͤr jede Deterioration des perſoͤnlichen Vermögens ſeiner Frau, welches er verwaltet, einſteben, in ſo fern dieſelbe dadurch entſtand, daß er die zu deſſen Erhaltung dienlichen Vorkehrungen nicht getrof⸗ 6 fen hatte ²). m Außerdem uͤbt er noch alle Rechte aus, welche ein Verwalter hat, verpachtet, vermiethet, u. ſ. w. n ²) S. vortuglich prgrAv proesdure devant les tribunaux. T. I. p. 7o. Mein und Sel Commentat über die P. O. Th. I. S. 20 ſgg. ) 2) Daß dieſer Hak auf alle und jede Fahrlaͤſſigkeit auszudehnen ſey, behaup⸗ tet BovsvT ad h. art. 5 3 5. 345. 110 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. Beſondere Regeln. Der Code ſchreibt uͤber einige Verwaltungshandlungen des Man⸗ Art. 1z29. nes noch folgende beſondere Regeln vor; 1. Hat er allein die Guͤter ſeiner Frau verpachtet, und zwar auf mehrere, als neun Jahre, ſo iſt dieſelbe oder ihre Erben, wenn inzwiſchen die Guͤtergememſchaft aufgelößt wird, verbunden, dieſe Verpachtung nur die an neun Jahren noch fehlenden Jahre zu halten, wenn neun Jahre noch nicht abgelau⸗ fen waren. Waren dieſelben zedoch abgelaufen, ſo müſſen ſie, wenn der zweyte Abſchnitt von neun Jahren ſchon angefungen hatte, die Pachtzeit wieder bis zu neun Jahre halten, und eben dieſes iſt der Fall, wenn eine dritte, vierte u. ſ. w. Pertode von neun Jahren an⸗ Art 1430. gefangen hat.— J. Verpachtungen dagegen von neun oder weni⸗ gern Jahren, welche der Mann allein uͤber die Guͤter der Frau ein⸗ gegangen, oder erneuert hat, ſind unguͤltig, wenn ſie über prasdia ru- stica 3 Jabre, und uͤber Haͤuſer 2 Jahre vor dem Ablaufe des erſten Contracts geſchloſſen ſind, und die neue Pachtzeit bey Aufhebung der Güͤtergemeinſchaft noch nicht angefangen hatte ¹).— 1) Sobald jedoch die Frau bey Abſchllefung der Pacht concurrirte, ſo fallen dieſe Beltimmungen des Art. 1429 und 1430. weg. JovANNEAv et So- LoN Diſcuſſions, T. II. p. 397. III. Wirkungen der von den Ehegatten in Bezug auf die Guͤtergemeinſchaft vorgenommenen Handlungen. 6. 846. 1. Bey ſolidariſchen Verpflichtungen. Art. 1431. I. Die Frau, welche ſich in Angelegenbeiten der Guͤtergemein⸗ ſchaft, oder ihres Mannes, ſoldariſch mit demſelben verpflichtet, wird in Beziehung auf ihn nur als Buͤrge betrachtet, und hat die Rechte eines Buͤrgen, ſo daß ſie daber fuͤr die üͤbernommene Verbindlichkeit ¹) Art. 1432. bey Aufloͤfung der Guͤtergemeinſchaft entſchaͤdigt werden muß. II. Der Mann hat nur dann eine Entſchaͤdigungsforderung gegen ſie, ſowohl in Ruckſicht ihres Antheils an der Gutergemeinſchaft, ais in Hinſicht des Von der Eheſtiftung. 111 des ihr perſonlich zuſtehenden Vermögens, wenn er bey dem von der Frau vorgenommenen Verkaufe einer ihr perſoͤnlich zugehörigen unbe⸗ weglichen Sache ſolidariſch, oder auf andere Art die Gewährleiſtung uͤbernomnten hat, und nun deshalb in Anſpruch genommen wird. 1) Doch kann ſie ſich von dieſer Verbindlichkeit nicht einmal durch Verzichtlei⸗ ſtung auf die Guͤtergemeinſchaſt befreyen. MRRx 1M Repertoire v. communautẽ. §. 847. 2. Bey Veräußerungen. I. Iſt eine unbewegliche Sache, die einem der Ehegatten zuge⸗ Art. 1433. boͤrte, verkauft, oder ſind Servituten auf Grundſtuͤcke, die einem von ihnen eigen ſind, losgekauft, und iſt der Preis davon in die Guͤtergemeinſchaft gefallen, ohne daß eine Wiederverwendung ſtatt gefunden hat; ſo iſt der Ehegatte, welchem dieſe unbewegliche Sache oder dieſe Grundſtuͤcke gehoͤrten, berechtigt, dieſen Preis bey Aufls⸗ ſung der Guͤtergemeinſchaft vorweg zu nehmen. 1) Dieſe Wiederver⸗ Art. 1433. wendung wird bey dem Manne praͤſumirt, wenn er bey einer neuen Erwerbung erklaͤrt hat, daß dieſelbe a) mit dem Verkaufspreiſe ei⸗ ner ihm perſoͤnlich zugehörigen unbeweglichen Sache, und b) in der Abſicht, dadurch eine Wiederverwendung zu bewirken, geſcheben ſey. 2) Daſſelbe iſt der Fall mit einer ſolchen Erklaͤrung der Frau. Erklaͤrt Art. 1433. jedoch der Mann fuͤr ſie, daß die Erwerbung aus dem Verkaufs⸗ preiſe einer ihr perſoͤnlich zugehörigen unbeweglichen Sache und in der Abſicht der Wiederanlegung geſchehen ſey, ſo iſt dieſe Erklaͤrung nur dann beweiſend, wenn die Wiederanlegung von der Ehefrau förmlich ¹) angenommen wurde. Geſchah dreſes nicht, ſo iſt ſie nur berechtigt, bey der Aufloͤſung der Goͤtergemeinſchaft die Erſtattung des Kauſpreiſes ihrer verkauften unbeweglichen Sache zu verlanaen, ohne daß ſie die Wabl hat, ob ſie lieber das Grundſtuͤck, oder den Preis deſſelben nehmen will 2. JI. Wegen Erſtattung des Preiſes einer dem Manne Art. 1436. zugehörigen unbeweglichen Sache kann nur die Maſſe der Guͤtergemein⸗ ſchaft in Anſpruch genommen werden; die Verguͤtung des Preiſes einer der Frau zugehorigen unbeweglichen Sache kann dagegen bey Unzu⸗ laͤnglichkeit der Maſſe auch aus dem perſénlichen Vermögen des Man— nes verlangt werden.— In allen Faͤllen wird jedoch nur der Ver⸗ kaufspreis — Akt. 1438. 112 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. eaufspreis ³) der Sache verguͤtet; mag auch der Werth der Sache groͤßer, oder kleiner geweſen ſeyn. 1) Am beſten iſt es, daß dieſe Annahme durch elne Erklaͤrung vor Notarien geſchehe; wenn ſie nicht in dem Veraͤuferungscontracte ſelbſt geſchah. Daß beydes gultig ſey, ſchelnt wenigſtens aus der hier ſehr zweydeutigen gehei⸗ men Diſcuſſion zu erhellen. S. MarviLIE Aualyſe ad h. art. 2) Autrement la colluſton et la Fraude des serier hoſtérieurs au ma- riage et antidatè: fouruiroient d une femme facile ou coupable tonut 7. les moyen de ruiner ſon mart, et en commumnauté. La mome prẽcantior weſt ÿpas noceſſaire ſur les detter du mari antérieurer au matiage, parcohue dans tous jes cas, leur paiement, indiſpenſable par le mari, n'eſt que juſtice, qu'il paie ſur ſes bien verſonnels, ſoft qu't paie ſur ceu de la communautd ont il eſt le maitre; ſauf en ce dernier car, liudemnitèé de la femme, ſagen DoVBVRiPR Rapport. b. GaknpRv. B. III. Th. 1II S s1 nnd S1MEon Diſcours Daſelbſt. S. 159. S. auch JovaNnPav et Sotox Diſeuſſions. T. II. p. 399. 400. 3) Doch gehört zum Verkaufspreiſe auch das Acceſſorium der Hauptſumme, wie Weinkauf, Schluͤſſelgeld u. ſ. w. PoTRiER nro. 576. §. 848. z. Bey den aus der Maſſe genommenen Summen. So oſt aus der Maſſe eine Summe genommen wird, entweder zur Tilgung der Schulden, welche einem der Ehegatten perſoͤnlich be⸗ treffen, z. B. um den ruckſtaͤndigen Preis einer ihm perſoͤnlich zuſtehen⸗ den unbeweglichen Sache zu bezahlen, oder Servituten loszukaufen,— oder zur Wiedererlangung, Erhaltung oder Verbeſſerung des ihm per⸗ ſonlich zuſtehenden Vermoͤgens, und uͤberhaupt in allen Faͤllen, wo ei⸗ ner der beyden Ehegatten einen perſoͤnlichen Vortheil aus dem gemein⸗ ſchaftlichen Vermoͤgen gezogen hat, muß dem andern Ehegatten dafuͤr Verguͤtung geleiſtet werden. Hierbey iſt zu bemerken: I. Wenn die Ehegatten zuſammen ein von ihnen gemeinſchaftlich erzengtes Kind aus⸗ geſtattet haben, ohne den Antheil, den ein jeder dazu gegeben hat, auszudruͤcken, ſo wird angenommen, daß jeder von ihnen die Halfte des Brautſchatzes gegeben habe, mag derſelbe aus gemeinſchaftlichem, oder perſonlichem Vermögen gegeben, oder verſprochen ſeyn. In dem letztern Falle hat jedoch der Ehegatte, deſſen perſoͤnliche Sache zum Brautſchatze gegeben wurde, einen Entſchaͤdigungsanſpruch auf das Vermogen des andern mit Räckſicht auf den Wertb⸗ den die ache Von der Eheſtiftung. 113 Sache zur Zeit der Schenkung gebabt bat. II. Hat der Mann al⸗ Art. 1430. lein einem gemeinſchaftlichen Kinde aus dem Vermoͤgen der Gemein— ſchaft einen Brautſchatz gegeben, ſo fällt er dieſer zur Laſt, und die Frau muß, wenn ſie bey Auflöſung der Ehe die Gemeinſchaft ange⸗ nommen patte, die Hälfte des Brautſchahes uͤbernehmen, wenn nicht der Mann ansdrucklich erklaͤrt hat, daß er das Ganze, oder mehr als die Häͤlſte uͤbernommen habe.— Zur Gewaͤhrleiſtung fuͤr den Braut—⸗grt. ſchatz iſt jeder, der denſelben gab, verbunden; auch muß er, in Er— mangelung einer entgegenſtehenden Uebereinkunft, von dem Tage der Heirath an, ſelbſt wenn zur Auszahlung deſſelben eine andere Zeit feſtgeſetzt waͤre, denſelben verzinſen. Uebrigens iſt es keine Frage, daß wenn einer der Ehegatten ei⸗ nei ſeiner aus einer vorigen Ehe erzeugten Kinde einen Brautſchatz aus der Maſſe giebt, er dem andern Ehegatten fuͤr den ganzen Be⸗ trag deſſelben Entſchaͤdigung ſchuldig iſt ¹). 1) boTtiEn nro. 641. MArEvIILI.E Analyſe ad h. art. Dritter Abſchnitt. Von der Aufloͤſung der Guͤtergemernſchaft, und ihren Folgen, 5. 849. Aufloͤſung der Gütergemeinſchaft. Die Guͤtergemeinſchaft wird aufgelößt: l. durch natuͤrlichen Art. 1441. und bürgerlichen Tod, II. durch Vermoͤgensabſonderung. II. Durch Trennung von Tiſch und Bette. 1V. Durch Eheſcheidung. §. 850. Folgen derſelben, und zwar bev Aufloͤſung: J. durch natürlichen und buͤrgerlichen Tod. In dieſem Falle muß ein Inventarium errichtet werden. Hier⸗ bey iſt zu bemerken: I. die Unterlaſſung der Errichtung eines Inven⸗ wti1t tars bewirkt nicht die Fortſetzung der Gütergemeinſchaft ¹); doch ble⸗* ben den Intereſſenten alle Maaßregeln zur Ausmittelung des Beſtan⸗ Spangenberg's Commentar Bd. III. P des S——— ——— 114 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. des der gemeinſchaftlichen Guͤter und Sachen vorbehalten, und es kann hieruͤber ſowohl durch Urkunden, als durch die Notorietaͤt, Be— weis gefuͤhrt werden. 1I. Sind minderjaͤhrige Kinder aus der Ehe vorhanden, ſo macht uͤberdies die Unterlaſſung des Inventars den uͤber— lebenden Ehegatten der Benutzung ihrer Einkuͤnfte verluſtig, und der Gegenvormund, welcher ihn zur Inventaraufnahme nicht angehalten hat, haftet ſolidariſch mit ihm fuͤr alles das, wozu derſelbe zum Vor⸗ theile der Minderjahrigen etwa verurtheilt werden mochte. 1) Wie nach den ehemallgen Coutumes der Fall war. 3Z. B. Coutume d⸗ Paris Art, 240. §. 851. I. Durch Vermoͤgensabſonderung. 1. Vegriff und Erforderniſſe. Die Vermögensabſonderung kann nur gerichtlich geſchehen; jede außergerichtliche iſt nichtig, wenn ſie nicht ausdruͤcklich in der Eheſtif⸗ Art. 14½3. tung vorbehalten wurde ¹). Nur die Frau ²) kann auf Vermoͤgens⸗ abſonderung gerichtlich antragen, mag ſie in der Guͤtergemeinſchaft, oder im Dotalverhältniſſe leben 3); und zwar alsdann: I. wenn ihr Brautſchatz in Gefahr iſt; II. wenn das Vermoͤgen des Mannes ſo zerruͤttet iſt, daß deſſen Vermögen nicht hinreichen wird, ſie wegen deſſen, was ſie zu fordern hat, und was ihr bey der Theilung vor⸗ ausgebuͤhrt ⁴), zu befriedigen*). Daber kann ſie auch nicht Gegenſtand eines Compromiſ⸗ ſes ſeyn. Code de pnrocodure M ſhalien art. 925. Pr6EAu Procs. dure. T. I. p. 19. LRPA6E nouveau ſtyle. p. 816. 2) S. Jurisprudence. T. V. p. 433. Blanchard zu MalEvILLB ad h. art. 3) JovaNkRau et SoLoM Diſcuſſions. T. II. p. 405. 4) S. Art. 1470 fag⸗ 5) PoTRHIBR uro. so1. behauptet, daß auch eine Frau, welche keinen Braut⸗ ſchatz emgebracht habe, aber durch außerordenttiche Talente, z. V⸗ Sticken, einen quten Erwerb verſchaffen könne, gegen ihren denſelben verſchwendenden Mann die Klage auf Vermogenvabſonderung anſtellen koͤnne. 5. 8§52. Wie die gerichtliche Klage erhoben werden muſe, lebrt die Fran⸗ zöſſche Prozeßordnung; Art, 865— 874. die Weſtpbäliſche; Art. Von der Eheſtiftung. 115 e go5. Der Eode verfuͤgt noch folgendes: I. Nach dem Erkenntniſſe Art. 144). . muß bey Strafe der Nichtigkeit die wirkliche, vermöge einer offentli⸗ he chen Urkunde ¹) zu bewirkende Berichtigung der Anſpruͤche und Vor⸗ et ansnebmungen der Frau bis zu dem Betrage des Vermoͤgens des Man⸗ e nes vollzogen, oder wenigſtens damit binnen 14 Tagen nach Erthei⸗ lung des Urtheils der Anfang gemacht, und ununterbrochen fortgefab⸗ ren ſeyn. Il. Sie muß ferner, ehe ſie vollzogen wird, ebenfalls bey urt. ra4. Strafe der Richtigkeit der Vollziehung, offentlich durch Anſchlaͤge ²) in dem Hauptſaale des Tribunals erſter Inſtanz, und wenn der Ehe⸗ * mann Kaufmann, Banquter oder Großhaͤndler iſt, in dem des Han⸗ delsgerichts an dem Orte ſeines Wohnſitzes bekannt gemacht werden. III. Das die Vermogensabſonderung ausſprechende Erkenntniß hat ruͤck⸗ wirkende Kraft bis zu dem Tage der angeſtellten Klage. 1) 3. B. durch ein Erkenntniß uͤber die Prioritaͤt dieſer Anſpruͤche, in dem f vitlleicht durch gegen die Frau aufgetretene Glaubiſer des Mannes erhobenen 1 Proceſſe. Da naͤmlich die Klage ſowohl durch Eintragung in die Begiſter der Notarien u. ſ. w. als durch Inſertien in die“Departementalblaͤtter be⸗ f, kannt gemacht wird, ſo treten die Gläuriger als Intervententen gegen die ht gegen ihren Monn klagende Frau auf. S. Roſenthal nene buͤrgerl P. O. ſ des K R. W. Bd. II. Th. I. S. 230 fgg. OrsTRRrTv pract. Erlauterung. en Th. Iil. S. 106 fgg. on 2) Code du commerce art. 63 fgg. ni 5. 853. e. 3. Rechte der Glaͤnbiger. Da die Vermögensabſonderung ſowohl den Glaͤubigern des Man⸗ nes, als der Frau bedeutenden Rachtheil bringen kann, ſo iſt verord⸗ net, daß jede Vermögensabſonderung, wie wir oben geſeben haben, öffentlich belanut gemacht werden muß, um dieſelben in den Stand zu u ſeßen, ihre Maaßregeln nehmen zu koͤnnen. Die perſönlichen Glaͤubi⸗ grt. 1446. e ger der Fran haben ſogar das Recht, ſelbſt, jedoch nicht ohne ihre alt, Zuſtimmung, auf die Vermögensabſonderung gegen den Mann anzu⸗ tragen. Haben ſie es nicht gethan, ſo koͤnnen ſie, wenn der Maun in Concurs oder Vermogensverfall geraͤth, die Rechte der Frau, bis zum Betrage ihrer Forderungen, gegen denſelben verfolgen.— Die xrt. r44 n Glänbiger des Mannes koͤnnen dagegen die erkannte, und ſchon vollzo⸗ . gene Vermoͤgensabſonderung, wenn ſie zur Beeintraͤchtigung ihrer Rechte P2 gereicht, 116 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. gereicht, gerichtlich anfechten; ſie können ſogar bey dem Geſuche der Frau um Vermoͤgensabſonderung als Intervenienten außtreten, um dieſelbe zu verhinoern. §. 854. z. Wirkungen der Vermoͤgensabſonderung. wirkt hat, nach dem Verhaͤltniſſe ihres, und ihres Mannes Vermo⸗ gen ¹), zu den Koſten der Haushaltung, und der Erziehung der ge⸗ meinſchaftlichen Kinder beytragen; ja, ſie muß dieſe Koſten allein uͤber⸗ Art. 1449. nehmen, wenn dem Manne nichts uͤbrig bleibt ²). I1. Sie erhaͤlt die freye Berwaltung ihres Vermogens wieder. Hierbey iſt zu bemerken: 1) Sie kann uͤber ihr bewegliches Vermoͤgen verfuͤgen, und es veraͤußern; 3 2) Ihre unbeweglichen Sachen kann ſie nur unter Autoriſation des Mannes, oder, falls ſich derſelbe weigert, des Gerichts, veraͤußern. Art. 1450. Hat der Mann bey dieſer Veraͤußerung nicht mitgewirkt, oder kann es 3 nicht bewieſen werden“ daß das Geld von ihm in Empfang genommen, ½ oder zu ſeinem Vortheile verwandt ſey, ſo hat er fuͤr die Unterlaſſung ₰ der Anlequng oder Wiederverwendung des Kauſpreiſes einer unhewegli⸗ 3 chen Sache, welche die Frau mit Genehmigung des Gerichts veraͤußert Prt. 1448. I. Die Fran muß, wenn ſie die Vermoͤgensabſonderung ausge⸗ ₰ bat, nicht zu haften. Er haftet jedoch immer, 1) wenn ſie die Sache unter ſeiner Autoriſation verkaufte, 2) wenn er das Geld in Empfang nahm, und für ſich verwandte. Nie braucht er aber fuͤr die Nuͤtzlich⸗ keit der Anlequng zu haften, d. b. nicht dafuͤr zu ſtehen, wenn die Anlegung nachher unglucklich ausfiel, und die Frau eher Schaden als Vortheil davon hatte. 6 1) Hat ſie mehr Vermsgen als der Mann, ſo muß ſie mehr beytragen; hat ſie wentaer, ſo fallt ihr auch weniger zur Laſt. 2) Die Frau iſt aber nicht verbunden, ihren Beytrag in eine gemeinſchaftliche Coſſe zu legen, woruͤ'er der Mann allein zu diaponiren habe. Anvellhof zu Paris in StRyv Jurisprudence. 1807. Suppl. p. 181. Blanchard zu 3 Maleville Th. 1II. S. 254 fgg. S. auch S1REN a. a⸗ O. 1808. Supbl. 4 3 P⸗ 9. 5 1§. 355. 31 m. Durch Trennung von Tiſch und Bette. Frt. 1451. Die Guͤtergemeinſchaft, welche durch Trennung Lon Tiſch und Bette, oder durch Vermögensabſonderung aufgeloßt wurde, kann mit Bewilli⸗ Von der Eheſtiftung. 117 Bewillizung beyder Theile wieder hergeſtellt werden. Dieſe Wiederber⸗ n ſtellung geſchieht mittelſt einer vor Notarien aufgenommenen Urkunde, wovon das Originalconcept aufbewahrt bleibt, und einer Ausfertigung, die mit Beobachtung der im 1445ſten Artikel beſtimmten Form angeſchla⸗ gen werden muß. In dieſem Falle erhaͤlt die wiederhergeſtellte Güter⸗ gemeinſchaft von Neuem ihre Wirkung vom Tage der Heirath an, und alles kömmt wieder in denſelben Zuſtand, als ob niemals eine Vermogensabſonderung ſtatt gefunden haͤtte; hedoch darf hieraus der Vollziebung derjenigen Geſchaͤfte kein Nachtheil erwachſen, welche die 5 Frau in jener Zwiſchenzeit, dem 1449 ſten Artikel gemäß, etwa vor⸗ i genommen hatte.— Jede Ueberemkunft, wodurch die Ehegatten ihre Guͤtergemeinſchaft unter andern Bedingungen, als welche vorher dabey feſtgeſetzt waren, wiederberſtellen wollen, iſt nichtig. W. Durch Eheſcheidung. Die durch Eheſcheidung, oder Trennung, ſowohl von Tiſch und urt. 1452. + Bette und Vermögen ¹), als in Anſehung des Vermögens allein, be⸗ t wirkte Auflöſung der Guͤtergemeinſchaft, hat den Anfall der Rechte, e die der Frau beym Ueberleben zuſteben, nicht zur Folge; doch behaͤlt ſie die Befugniß, dieſe bey dem natuͤrlichen oder buͤrgerlichen Tode des Mannes auszuuͤben. i 1) Die perſoͤnliche Trennung zieht immer die Vermogensabſonderung nach 6 ſich. Art, 311⸗ 2 Vierter Abſchnitt. t Von der Annahme oder Ausſchlogung des Vermögens der Guͤtergemeinſchaft, nach deren Aufhebung. Nach Aufhebung der Gutergemeinſchaft ſteht der Frau, oder nach grt. 1z36. deren Tode, ihren Erben und Rachfolgern, die Befugniß zu, dieſelbe li P3 entwe⸗ 118 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. entweder anzunehmeu, oder auszuſchtagen. Jede derſelben entgegenſtehende Uebereinkunft iſt nichtig. 1) Da der Mann Herr der Guaͤtergemeinſchaft i o läßt ſich bey ihm wed Annahme, noch Entſagung denten. ſchakt iſt, ſo läßt ſich bey ih er 5. 858. Erforderniſſe. Rur allein die Erforderniſſe bey der Entſagung zaͤhlt der Code auf, da ſich aus denſelben indirect auf die Erforderniſſe bey der An⸗ Art. 1454. nahme der Guͤtergemeinſchaft ſchließen läͤßt. Entſagen kann die Frau der Guͤtergemeinſchaft nicht: I. wenn ſie ſich in die Anaelegenheiten derſelben eigemiſcht hat. Bloß adminiſtrative oder conſervatoriſche Masßregeln ſind jedoch fuͤr keine Emmiſchung zu halten); lI. wenn ſte ſich bey einem Geſchaͤfte als Tbeilnehmerin ²) der Guͤtergemeinſchaft Art. 1453. betrug, in ſo fern ſie 1) volhährig war, und 2) kein Betrug von Sei⸗ ten der Erben des Mannes ſtatt fand. Dieſes Präjudiz tritt ſogar dann ein, wenn dieſes Geſchaͤft vor Errichtung eines Inventars ge⸗ ſchehen war, und kann die Frau ſich nicht einmal dagegen in den vo⸗ Art. 1456. rigen Stand wieder einſetzen laſſen 2); Ill. wenn ſie nicht binnen 3 Monaten, ſeit dem Todestage ihres Mannes, ein getreues und genaues Inventarium des geſammten zur Guͤtergemeinſchaft gebörigen Vermo⸗ gens, im Beyſeyn und contradictoriſch mit den Erben des Mannes, oder wenigſtens nach deren gehoriger Vorladung, hat aufnehmen laſſen. Bey dem Schluſſe dieſes Inventars muß ſie vor dem oͤffentlichen Beamten(dem Rotar 4)), welcher daſſelbe aufnahm, eidlich bekraͤfti⸗ gen, daß es aufrichtig und der Wahrheit gemaͤß ſey,(einen Mani⸗ Art. 1337. feſtationseid ablegen). IV. Wenn ſie die Entſagung nicht binnen 3 Monaten, und 40 Tagen, binnen welcher letzterer Zeit ſie eine Delibe⸗ rationsfriſt hat, nach dem Tode des Mannes, in der Greéffe des Tri⸗ bunals erſter Inſtanz, unter dem ihr Mann ſeinen Wohnſttz hat, ab⸗ gab, und in das zu dieſem Entzweck beſtimmte Regiſter(Art. 784‧) Art. 1338. eintragen ließ 5). Doch kaun die Wüwe nach der Beſchafſenbeit der Umſtaͤnde um eine Verlaͤngerung der obengedachten Friſt nachſuchen, und es wird dieſelbe, wenn ſie ſtattnehmig iſt, contradietoriſch oder auf geſchehene Vorladung der Erben ſelbſt in deren Ausbleibensfalle Art. 1359. geſtattet. Bey dieſem jetzten Erforderniſſe iſt zu bemerken;— die itwe, Von der Eheſtiftung. 119 Witwe, welche binnen der oben vorgeſchriebenen Friſt nicht entſagt hat, verliert dennoch das Recht der Emtſagung nicht, a) wenn ſie ein In⸗ ventar errichtet, und b) ſich nicht eingemiſcht hatte. Sie kann aber in dieſem Falle bis zur erfolgten Entſagung als Theilhaberin der Guͤ⸗ tergemeinſchaft belangt werden, und muß die bis dahin gegen ſie aufge⸗ wandten Koſten erſeßen. Sie kann auch ſchon, nach dem Ablaufe der 40 Tage ſeit der Beendigung des Inventars, wenn dieſelbe noch vor dem Ende der 3 Monate erfolgte, belangt werden 6). 2) Hat die Att. 1360. Witwe zur Guͤtergemeinſchaft gehörige Sachen untergeſchlagen, oder verheimlicht, ſo wird ſie, ibrer Entſagung ohngeachtet, als Theithabe⸗ rin der Gutergemeinſchaft erklärt. Das naͤmliche gilt in Anſehung ihrer Erben. 3) Stirbt die Witwe vor dein Ablaufe der 3 Monate, ohne Art. 1a6t. das Inventar errichtet, oder beendigt zu haben, ſo haben ihre Erben bierzu eine anderweite Friſt von 3 Monaten von dem Todestage der Witwe angerechnet, und eine Bedenkzeit von 40 Tagen, ſeit dem Schluſſe des Inventars. Stirbt die Witwe nach Beendigung des In⸗ ventars, ſo haben ihre Erben eine neue Friſt von 40 Tagen, von dem Todestage an gerechnet, als Bedenkzeit. Sie koͤnnen uͤberdies auf die Guͤtergemeinſchaft, nach den obigen Formen, und nach Anleitung der Art. 1458. 1459. entſagen. 4) Wird die Guͤtergemeinſchaft durch Art. 1462. buͤrgerlichen Tod aufgelößt, ſo lanſen die gedachten Friſten von dem Tage des Eintritts deſſelben. 5) Die geſchiedene, oder von Tiſch und Art. 1463. Bette getrennte Frau, wenn ſie nicht binnen der gedachten Friſt von dem Tage des definitiden Eheſcheidungserkenntniſſes, oder der voll⸗ zogenen Trennung angerechmet, die Guͤtergemeinſchaft angenommen hat, wird ſo betrachtet, als wenn ſie dieſelbe ausgeſchlagen habe; in ſo fern ſie nicht noch wäbrend zener Friſt, nach vorgaͤngiger Vernehmung des Mannes oder gehöriger Vorladung deſſelben, eme Verlaͤngerung der Friſt gerichtlich erwirkt hat*). 1) S. Art. 779. 2) S Art. 1460. 3) Wohl aber die minderjährige Frau. MatFvIIL1B Analyſe ad h. art. 4) Der von der Witwe ernannte Notar nuß demſemaen vorgezogen werbden, den die Erben voraeſchlagen haben. Appellhof zu Paris im Jourual de barreau. 1809. P. II. p. 163.* 5) C57e de procbdurs raugnkr. art. 997. Se. duch Doron traitè de la proetdure civile. T. III. p. 359— 361. 6) —— g ——— 120 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. 6) Gode de procodure frangais. art. 174. Veſinhalien. art. Ta. 7) Sie kann jedoch zur Erklärung, ob ſie die Guͤtergemeinwaſt annehme, oder ausſchlage, nicht eher gezwungen werden, als bis ein ordnungsmäßiges Inventarium gemacht iſt. Appellhof zu Angers im Journal de barreau 1809. P. II. p. 165. §. 859. Rechte der Glaͤubiger. Art. 1z. Die Gilaͤubiger der Frau koͤnnen die zur Beeintraͤchtigung ihrer Forderungen von derſelben, oder ihren Erben geſchehene Entſagung anfechten, und in eigenem Mamen die Guͤtergemeinſchaft annehmen ¹). 1) Aber auf ihre Gefahe. S. Art. 1166. 1167. 6. 360. Rechte der Witwe. art. 1465. Waͤbrend der zur Errichtung eines Inventars und als Bedenk⸗ zeit geſtatteten 3 Monate und 40 Tage, iſt die Witwe, mag ſie die Guͤtergemeinſchaft annehmen, oder ausſchlagen wollen, berechtigt ¹), den Unterhalt für ſich und ihr Hausgeſinde aus den vorhandenen Vorraͤthen zu nehmen, und in deren Ermangelung ſich ſolchen durch ein fuͤr Rechnung der gemeinſchaftlichen Maſſe aufgenommenes Anſehn zu verſchaffen; doch muß ſie biervon mit Mäßigung Gebrauch machen. Ebenfalls iſt ſie fuͤr die Bewehnung eines Hauſes des Mannes waͤb⸗ rend jener Friſten zu keinem Miethzinſe verbunden, und wenn die Ehe⸗ gatten das zur Zeit der Aufloſung der Gütergemeinſchaft von ihnen be⸗ wohnte Haus nur miethweiſe inne batten, ſo traͤgt die Fran wäbrend der gedachten Friſten zur Bezahlung des aus der· Maſſe zu nehmenden Miechzinſes nichts bey. 1) Dieſes Recht wuͤrde ſie jedoch im Falle des Art. 1459. nicht haben. Ma⸗ LEviILLE Analyſe ad h. art. 5. 861. Rechte der Erben. Art. 1466. Im Fallé die Guͤtergemeinſchaft durch den Tod der Frau auf⸗ geloͤßt wird, ſo koͤnnen ihre Erben in eben den Friſten und welche e, 6 u ie , Von der Eheſtiftung. 121 welche das Geſet der uͤberlebenden Chefrau vorſchreibt, der Giterge⸗ meinſchaft entſagen. Fuͤnfter Abſchnitt. Von der Annahme der Guͤtergemeinſchaft und deren Folgen. §. 862. Wirkung derſelben. Nach der von der Frau oder ihren Erben geſchehenen Annahme xtt, 1467. der Guͤtergemeinſchaft wird der Aectiv- und Paſſiv⸗Beſtand derſelben zwiſchen ibr und dem Manne, oder deſſen Erben, folgendermaaßen getheilt. Erſtes Hauptſtuͤck. Von der Theiluug des Vermogens, 6 553 Einzelne Handlungen derſelben. Dieſe geſchiebt nach folgenden Grundſätzen. Es erfolgt naäͤmlich: I. eine Collation; I. eine Vorausnahme; II. die Theilung; die denn auch wohl eine Verſteigerung emzelner Sachen zur Folge haben kann ¹). 1) Uebrigens ſind hierbey die oben bey der Erbſchaftstheilung angedeuteten Re⸗ geln aualogiſch zu befolgen. I. Collation. Die Eheaatten oder deren Erben werfen zuerſt in die Maſſe des grt. vorbandenen Vermogens I. alles dasjenige ein, was ſie nach den in dem 2ten Abſchnitte des erſten Theils dieſes Capitels vorgeſchriebenen Regeln der Guͤtergemeinſchaft als Verguͤtung, oder Entſchaͤdigung ſchuldig ſind. 1I. Ebenfalls alles dasjenige, was an bagrem Gelde, Art. 146. Spangenberg's Commentar Sd.. O oder 122 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. oder den Werth der Gegenſtaͤnde, die in narura aus der Maſſe ge⸗ nommen ſind, um entweder ein Kind aus einer fruͤhern Ebe, oder auch ein gemeinſchaftliches Kind auf eigene Rechnung auszuſtatten. 5. 863. 33 1I. Vorausnsahme. Att. 1470. Jeder Chegatte oder deſſen Erbe nimmt, nach erfolgter Collation, aus der Maſſe zum Voraus: I. das ihm perſonlich zuſtebende, in die Guͤtergememſchaft nicht gefallene Vermogen, wenn es ſich noch in Ra⸗ tur vorfindet, widrigenfalls aber das an deſſen Stelle wieder Ange⸗ ſchaffte. UI. Den Werth ſeiner während der Guͤtergemeinſchaft ver⸗ äußerten Immobilien, wenn nicht an deren Statt andere angeſchafft waren, ſondern derſelbe in die gemeinſchaftliche Maſſe gefallen war; ² III. die ihm aus der Guͤtergemeinſchaft gebuͤhrenden Entſchaͤdigungen.— Hierbey iſt zu bemerken: I. die Vorausnahme geſchiebt in Anſehung der in Natur nicht mehr vorhandenen Gegenſtaͤnde zuerſt aus dem baa⸗ 3 ren Gelde, alsdann aus den Mobilien, und im Falle der Unzuläng⸗ 4 lichkeit des einen oder des andern, aus den zur Guͤtergemeinſchaft ge⸗ 4 hoͤrigen Immobilien. In dieſem letztern Falle wird der Frau und ihren 3 Art. 171. Erben die Wahl unter den Immobilien verſtattet. II. Geſchieht die Vorausnahme von Seiten der Frau, ſo geht dieſelbe der des Man⸗ nes vor. Auch hat die Frau noch uͤberdies ein ſehr bedeutendes Recht. Art. 1472. Der Mann nämlich kann, was ihm zum Voraus gebührt, nur aus 3 dem zur Guͤtergemeinſchaft gehörigen Vermögen fordern; die Frau und ihre Erben können dagegen, im Falle der Unzulaͤnglichkeit des gemein⸗ ſchaftlichen Vermogens, ſich wegen deſſen, was ihnen zum Voraus ge⸗ 6 f buͤhrt, an das dem Manne perſönlich zuſtebende Vermogen balten. ett. 1473. III. Der Erſatz fuͤr veraͤußerte Sachen und die Verguͤtungen, welche 1 den Ehegatten aus der Guͤtergemeinſchaft gebuͤbren, wie auch die Ver⸗ 1 ½ gutungen und Entſchaͤdigungen, welche ſie derſelben ſchuldig ſind, tra⸗ gen kraft des Geſetzes, von dem Tage der Auflöſung der Gemeinſchaft 3 an, Zinſen. 3 8. 266. 111. Theiluns. Irt, 1474. Rachdein bende Ehegatten alles conferirt, und das ihnen zum Voraus Gebuͤtrende ans der Maſſe genommen baben, wird der re en e Von der Cheſtiftung. 123 reſt unter ihnen, oder denen, die in ihre Stelle getreten ſind, zu glei⸗ chen Theilen vertheilt. Hierbey iſt zu bemerken: I. Wenn die Erben der Frau, denn die des Mannes muͤſſen die Gemeinſchaft immer an— nehmen, verſchiedenex Meinung ſind, indem einer die Guͤtergemeinſchaft angenommen, der andere dieſelbe ausgeſchlagen hat; ſo kann der, wel⸗ cher ſie annahm, nur den auf ſeinen Kopf fallenden Erbantheil, aus dem Theile der Fran, zu ſich nehmen; den Ueberreſt behaͤlt der Mann. Der PVerzichtleiſtende kann gegen letztern jedoch alle Rechte ausuͤben, welche die Frau im Falle der Verzichtleiſtung ausuͤben konnte,— je— doch nur bis zum Betrage des dem Entſagenden fuͤr ſeine Perſon ge— Art. 1353. buͤhrenden Erbantheils. Il. Die Theilung des gemeinſchaftlichen Ver⸗ Art, 1416 mögens iſt in Hinſicht der etwa nöthigen Verſteigerung, der Gewaͤhr⸗ leiſtung, der Herausgabe zur Ausgleichung, und ihrer uͤbrigen Wirkun⸗ gen, denſelben Regeln unterworfen, wie Theilungen unter Miterben. III. Hat einer der Ehegatten zur Guͤtergemeinſchaft gehoͤrige Sachen art. 1417 untergeſchlagen oder verheimlicht, ſo wird er ſeines Antheils an dieſen Sachen verluſtig 1). IV. Wenn nach vollendeter Theilung einer der Art. 1473 beyden Ehegatten perſoͤnlicher Glaͤnbiger des andern iſt, z. B. weil der Preis einer ihm zugehoͤrenden Sache zur Bezahlung einer perſoͤnli⸗ chen Schuld des andern Ehegatten verwendet worden iſt; ſo kanñ dieſe Forderung auf den dem letztern aus der Maſſe zugefallenen Antheil, oder auf das demſelben perſonlich zuſtehende Vermögen geltend ge⸗ macht werden. 1) Dieſer Artikel ſetzt immer voraus, daß die Guͤteraemeinſchaft angenommen war, und ſeht daher mit Art. 1460, der die Entſagung vorausſetzt, nicht im Widerſpruche. MalBvIILIE Analyſe ad h. art; der außerdem, obwohl gegen das Geſetz, und nur auf eme Billigkeit der vormaltgen Parlamente geſtutzt, behauptet, daß die in dem Art. ausgedruͤckte Strafe wegfiele, wenn der reuige Ehegatte die verheimlichten Sachen dem Inventarium zuſetzen laſſe, ehe die Erben Wiſſenſchaft von der Verheim'ichung erhalten haͤtten, oder ſelbſt dann, wenn die Erben Wiſſenſchaft davon erhielten, in ſo ſern dieſel⸗ ben nicht den Zuſatz zum Inventarium bewirkten. §. 867. Allgemeine Bemerkungen. I. Die Forderungen, welche die Cbegatten perſönlich an einander zrt. 14 zu machen haben, tragen erſt von dem Tage der gerichtlichen Klage an 124 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. Art. 1480. an Zinſen ¹). II. Die Vollziehung der Schenkungen, welche etwa ein Ehegatte dem andern gemacht hatte, erfolgt nur aus dem Anthele des Schenkers an die Guͤtergemeinſchaft, oder aus dem ihm perſoͤnlich Art. ras1. zuſtehenden Vermögen. III. Die durch den Tod des Mannes der Fran verurſachten Trauerkoſten ²) fallen den Erben des Mannes zur laſt. Der Betrag derſelben richtet ſich nach dem Vermoͤgen des Man⸗ nes, und gebuͤhret der Fran auch dann, wenn ſie der Guͤtergemein⸗ ſchaft entſagt. 1) Man ſehe Art. 1473. 2) Hierher gehoͤrt die Trauerkleidung der Witwe, der Domeſtiken, und alles Trauergerath. Der Artikel iſt nicht auf die Trauerkle'dung des Mannes, im Falle des Todes ſeiner Frau, auszudehnen. MarEvILLE analyſe ad h. art. Zweytes Hauptſtück. Von dem Beytrage zu den Schulden. 6. 868 Grundſat. Art. 1332. Die Schulden der Gemeinſchaft fallen jedem der Ehegatten oder deren Erben zur Haͤlfte zur Laſt. Man findet ſie oben Art. 1409. aufgezahlt, doch gebören noch außerdem die Koſten der Verſiegelung, der Inventaraufnahme, des Verkaufs des beweglichen Vermoͤgens, der Rechnungsberichtigung, der Verſteigerung, und der Therlung hier⸗ her. S. außerdem Art. 1490. §. 869. 7. Verbindlichkeiten der Fran. Art, 1483. Die Frau haftet fuͤr die Schulden ¹) der Gütergemeinſchaft, ſo⸗ wohl in Ruͤckſicht des Mannes, als der Glaͤubiger, nur bis zum Be⸗ trage des ihr zukommenden Activantheils, vorausgeſetzt daß I. ein rich⸗ tiges und getreues Inventarium aufgenommen wurde, und I. daß ſie ſowohl uͤber das, was in dieſem Inventar enthalten, als uͤber das, was ihr durch die Theilung zugefallen iſt, Rechnung ablegt. ¹) es m t. Ne 9, 6, t Be ich⸗ ſi 6, Von der Eheſtiftung. 125 1) Dieſe muͤſſen jedoch durch Urkunden, welche vor der Aufloſung der Gemein⸗ ſchaft mit einem gewifſen Datum ausgeſteilt ſind, erwieſen werden. Laſ⸗ ſatlonshof bey S1REx Jurisprudence. 1807. p. 455. Blanchard zu Ra⸗ leville. Th. 3. S. 270 ſgg. §. 870, FI. Verbindlichkeiten des Mannes. Der Mann bingegen haftet I. fuͤr den ganzen Betrag der von Art. 1484. ihm gemachten Schulden der Guͤtergemeinſchaft, jedoch mit Vorbehalt des Entſchaͤdigungsanſpruches wider die Frau oder deren Erben in An— ſehung der Haͤlfte dieſer Schulden. II. Er haftet nur fuͤr die Hälfte Art. 1485. der perſönlichen Schulden der Frau, welche der Guͤtergemeinſchaft zur Laſt gefallen waren. 5 377. M. Rechte der Glaͤnbiger. I. Die Frau kann auf den ganzen Betrag der Schulden, welche Art. 1386. urſpruͤnglich von ihr herruͤhren, und in die Guͤtergemeinſchaft gefallen waren, belangt werden, doch hat ſie einen Entſchaͤdigungsregreß wider“ den Mann, oder deſſen Erben, in Anſehung der Hälfte dieſer Schulden. II. Die Frau kann, auch wenn ſi fuͤr eine auf der Guͤtergemeinſchaft urt. 187. haftende Schuld ſich perſoͤnlich verbunden hat, doch nur auf die Hälfte dieſer Schuld belangt werden, ausgenommen wenn die Verbindlichkeit ſolidariſch iſt, in welchem Falle ſie auch auf das Ganze belangt wer⸗ den kann. 111 Die Frau, welche auf eine Schuld der Guͤtergemein⸗Art. 1383. ſchaft mehr, als ihre Haͤlfte bezahlt hat, kann den zu viel gezahlten Ueberſchuß von dem Glaͤubiger nicht zuruͤckfordern, es muͤßte denn in der Quitung ausdruͤcklich enthalten ſeyn, daß das von ihr Gezahlte fuͤr ihre Haͤlfte geweſen ſey. 6. 872. W. Allgemeine Regeln. I. Derjenige von beyden Ehegatten, welcher zufolge einer Hypo⸗ Art. 1489. thek*), die auf eine ihm in der Theilung zugefallene unbewegliche Sache geltend gemacht wird, auf den ganzen Betrag einer gemein⸗ 3 ſchaftlichen 126 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. ſchaftlichen Schuld belangt wurde, hat in Anſehung der Haͤlfte dieſer Schuld, braft des Geſetzes, einen Entſchaͤdigungsanſpruch wider den Art. 1490. andern Ehegatten, oder deſſen Erben. II. Doch kann einem der Ehe⸗ gatten bey der Theilung ²) die Verbindlichkert auferlegt werden, mehr, als die Haͤlfte der Schulden, ja ſogar alle, zu uͤbernebmen. Doch hat er immer einen Regreß gegen den andern, wenn er mehr Schulden Art. rz91. bezahlte, als den ihm obliegenden Antbeil. III. Alle Verfuͤgungen dieſes Hauptſtuͤcks gelten ſowohl fuͤr, als gegen die Erben ³) der Ehegatten. 1) Art. 1214. S. Art. 873. 1232. 2) Nicht aber in der Eheſtiftung ſelbſt. Art. 1521. 3) Die Erben der Frau haften jedoch faͤr elne von dem Manne waͤhrend der Guͤtergemeinſchaft contrahirte untheilbare Verbindlichkeit nicht ſolidariſch, ſondern nur pro rata ibres Erbantheils. Appellhof zu Bruͤſſel in Srunr Jurisprudence. 1808. Suppl. p. 38. Sechster Abſchnitt⸗ Von der Verzichtleiſtung auf die Gütergemeinſchaft und deren Wirkungen. 5. 873 Folgen derſelben. Art. 1492. Rur die Frau kann, wie wir oben geſehen haben, auf die Gü⸗ tergememſchaft Verzicht leiſten. Die Folgen dieſer Verzichtleiſtung ſind: I. Sie verliert alle und jede Rechte auf das Vermögen, was ſie in die Guͤtergemeinſchaft gebracht bat. Sie kann jedoch zuruͤcknehmen: Art. 1493. 1) ihre Leibwaͤſche 1) und Kleidungsſtuͤcke; 2) die unbeweglichen Sa⸗ chen, welche ihr zugeboͤren, und noch in Ratur vorhanden ſind, oder welche an die Stelle der littern wieder angeſchafft wurden, 3) den Preis der veraußerten unbeweglichen Sachen, wenn deſſen Wiederver⸗ wendung unterblieben, oder von ihr nicht genehmigt iſt ²), 4) alle aus Art. 1494. der Gütergemeinſchaft ihr gebuͤbrenden Entſchaͤdigungen 3). I. Sie iſt von jedem Beytrage zu den Schulden der Guͤtergemeinſchaft ſowohl in Anſehung des Mannes, als der Glaͤubiger befreyt. Dieſen leßtern bleibt ſie jedoch verhaftet, wenn ſie die Verbindlichkeit gemeinſchaftlich mit dem Manne uͤbernahm 4), oder, wenn die in die haft 4 Von der Eheſtiftung. ſchaft gefallene Schuld urſpruͤnglich von ihr berruͤhrte; obgleich ſie in dieſen beyden Fällen einen Regreß auf Wiedererſtattung gegen den Mann oder deſſen Erben hat. Ihre Anſpruͤche auf Herausgabe, und Entſchaͤdigung kann ſie ſo— wohl wider das zur Guͤtergemeinſchaft gehoͤrige, als wider das dem Manne perſoͤnlich zuſtehende Vermögen geltend machen. Daſſelbe Recht baben ihre Erben, ausgenommen in Hinſicht der Lerbwaͤſche, der Klei⸗ dungsſtuͤcke, der Wohnung, und des Unterhalts waährend der Inven⸗ tariſations⸗ und Deliberationsfriſt*), da dieſe Rechte der uͤberleben⸗ den Chefrau nur fuͤr ihre Perſon zuſtehen. 1) Art. 1566. 3) Art. 1435. 3) Art. 1403. 1406— 1409. ThI2. 1416 u. ſ. w. 4) Doch muß dieſes aus dem Contracte ſelbſt hervorgehen. Caſſattonshof in MeRIIN Repertoire v. communsute. F.. n.6. Blanchard zu Ma⸗ leville. Bd. 3 S. 274. 5) Art. 1463. 1570. Beſtimmung uͤber die geſetzliche Guͤtergemeinſchaft, wenn einer oder beyde Ebegatten Kinder aus fruͤhern Ehen haben. 6. 874. Im Allgemeinen⸗ Alle in dieſem erſten Theile vorkommenden Verfuͤgungen ſind ſelbſt alsdann zu beobachten, wenn einer der Ehegatten, oder beyde, aus vo⸗ rigen Ehen Kinder haben. Sollte gleichwohl die Vermiſchung des be⸗ weglichen Vermoͤgens und der Schulden einem der Ehegatten einen groͤßern Vortheil verſchaffen, als Art. 1089. verſtattet, ſo haben die Hinder erſter Ehe des andern Ehegatten eine Klage auf Reduction ¹). 1) Bey derſelben beſtimmt REXUseon, Communauté P. 4. ch. 3. n. 22. das Verfahren ſolgendermaaßen: Z. B. die Mobillarſchaft des ſich wiederverhetra⸗ theten Ehegarten beträgt 16000 Fr. und die des zwehten Ehegatten 4000 Fr. Nun muͤſſen die Kinder erſter Ehe des erſtern, und der letztere aus der Ge⸗ meinſchaft dasſenige zuruͤcknehmen, was zeder eingebracht hat. Der Reſt wird in 3 Theile gerheilt, von denen einer fuͤr die Kinder, der andere iR 128 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. den 2ten Ehegatten iſt. Hierauf ſetzt man das Eingebrachte des wiederver⸗ heiratheten Ehegatten von 16000 Fr. mit ſeinem Antheile an der Gemein⸗ ſchaft zuſammen, und bildet eine Maſſe, die man Kopfswelſe uhter den Findern erſter Ehe, und dem aten Ehegatten vertheilt; und giebt nun dem 2ten Ehegatten gerade ſo viel, als eines der Kinder erhaͤlt, welches am wenigſten bekömmit⸗ Zweyter Theit. Von der vertragsmaßigen Guͤtergemeinſchaft, und der Ver⸗ abredung, wodurch alle Gütergemeinſchaft ausge⸗ ſchloſſen wird⸗ A. Von der vertragsmaͤßigen Guͤtergemeinſchaft. 4 5. 875. 3 B e 3 6 Schon oben iſt es erinnert worden, daß die Ehegatten die geſetz⸗ liche Gütergemeinſchaft durch jede Art von Verträgen, die den Arti⸗ Art. 1497. keln 1387— 1389 und 1390. nicht widerſprechen, abaͤndern koͤnnen. Dieſe einzelnen Abaͤnderungen begreift der Code unter den Namen 4 der vertragsmäͤßigen Gütergemeinſchaft, die man daber nicht als eine beſondere, abgeſchloſſene Species derſelben betrachten 3 darf, und zählt Beyſpielsweiſe einige der vorzuͤglichſten dieſer abaͤn⸗ dernden Vertraͤge auf ¹). 1) S. Art. 1527. 1328. 5. 876.. Beyſpiele derſelben⸗ Es kann nämlich verabredet werden: I. daß die Guͤtergemeinſchaft nur die Errungenſchaft(das wäbrend der Ebe Erworbene) begreifen ſolle(Clauſel der Srrungenſchaft), I. daß das gegenwärtige, oder kuͤnftige Vermoͤgen gar nicht, oder nur zum Theil, in die Guͤter⸗ gemeiuſchaſt fallen ſolle(Clauſel des Ausſchluſfes), II. daß man die Guͤtergemeinſchaft auf die gegenwaͤrtigen oder eünftigen unbe⸗ weglichen Sachen ganz oder zum Theil ausdehnen wolle, indem man —— „ ————— dieſelben k⸗ ſu 6 m ie, tet⸗ d nbe noh bet Von der Eheſtiftung. 129 dieſelben fuͤr beweglich erklaͤrt Clauſel der Mobiliariſirung); IV. daß jeder Ehegatte die vor der Ebe gemachten Schulden fuͤr ſich beſonders bezahlen wolle(Clanſel der Schuldentrennu 9 V. daß die Frau im Falle der Entſagung ihr zugebrachtes Vermsgen frey von Schulden zuruͤcknebmen könne(Clauſel der Zurücknahme); VI. daß der Ueberlebende etwas zum Voraus haben ſolle(Clanſel der Vorausnahme); VII. daß die Ehegatten ungleiche Theile erhal⸗ ten ſollen(Clauſel der Ungleichbeit), und VII. daß unter ihnen eine völlig allgemeine Guͤtergemeinſchaft ſtatt haben ſolle(Elanſel der Allgemeinheit). Erſter Abſchnitt. Von der Clauſel der Errungenſchaft. §. 377. Regel und Folgerungen. Verabreden die Ehegatten, daß nur in Ruͤckſicht der Errungen⸗Art. 1405. ſchaft, oder des Adquaeſts ¹) unter ihnen eine Gemeinſchaft ſtatt fin⸗ den ſoll, ſo hat dieſe folgende Wirkungen: I. die gegenwärtigen und kuͤnftigen Schulden eines jeden von ihnen, und ihr jetziges und zukuͤnf⸗ tiges bewegliches und unbewegliches Vermoͤgen fallen nicht in die Ge⸗ meinſchaft, nach der Gemeinſchaft zur Laſt. II. Nnur die Errungen— ſchaft, d. h. was waͤbrend der Ehe von beyden Ehegatten zuſammen, oder einem beſonders erworben iſt, und was entweder von ihrem ge⸗ meinſchaftlichen Fleiße, oder von der Erſparung an den Fruͤchten und Einkuͤnften des Vermogens beyder Ehegatten herruͤhrt, wird gemein⸗ ſchaftlich, und nach Trennung der Gememſchaft, nachdem ein jeder der Ehegatten ſein gehörig erwieſenes zugebrachtes Vermögen zum Voraus erhalten hat, getheilt. Als Errungenſchaft wird aber das bey Ein⸗grt. 199. gebung der Ehe vorhandene, oder ſeitdem angefallene bewegliche Ver⸗ moͤgen betrachtet, welches nicht durch ein Verzeichniß beym Einbrin— gen, oder durch einen Etat in gehoriger Form als Zugebrachtes beur⸗ kundet iſt ²). 1) Ueber dieſelbe ſ. die ausfuͤhrliche Theorie in MatEvII1LE Analyſe ad art. 1381. Spangenberg's Commentat Bd. II. R 3) 130 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. 2) BRvakpr cours du droit eivn. T. I. p. 424. 425. Bey dieſer Guͤtergemeinſchaft kann auch eine Pos ſiatt finden. Art. 1581. Zweyter Abſchnitt. Von der Clanſel des Ausſchluſſes. Art. 1300. Die Ehegatten konnen ihr geſammtes gegenwaͤrtiges und zukuͤnfti⸗ ges bewegliches Vermögen, welches in der Regel in die geſetzliche Gü⸗ tergemeinſchaft fällt, von derſelben ausſchließen. Auch koͤnnen ſie ver⸗ 3 abreden, daſſelbe gegenſeitig bis zum Betrage einer beſtimmten Summe, 5 oder eines beſtimmten, Werthes in die Gemeinſchaft zu legen. Dann wird angenommen, als wenn ſie das Uebrige von der Gemeinſchaft ausſchließen, und fuͤr ſich behalten wollen. 1 S Art. 1501. Iſt dieſes geſcheben, ſo wird: l. der Ebegatte, in Anſebung det Summe, welche er einzubringen verſprochen hat, Schuldner der Gu tergemeinſchaft, und iſt verbunden, bey Aufloſung derſelben, das wirk Art. 1oꝛ. lich geſchehene Einbringen darzuthun. Hierbey iſt zu bemerken: 1) von Seiten des Mannes iſt das Einbringen hinlaͤnglich durch die in der Eheſtiftung enthaltene Angabe des Werths ſeines beweglichen Vermögens dargethan; 2) von Seiten der Frau aber durch die von dem Mann 3 ihr, oder denen, welche ſie ausgeſtattet paben, ertheilte Qnitung). 4 Art. 1323. II. Jeder Ehegatte iſt bey Aufbebung der Guͤtergemeinſchaft berechtigt, ſo viel zuruͤck, und zum Voraus zu nehmen, als das bey Eingehung der Ehe von ihm zugebrachte, oder ihm ſeitdem angefallene bewegliche Vermogen an Werth ſeinen Beytrag zur Gütergememſchaft über 11 urt, 1504. ſteigt 2). Das ihm während der Ehe zufallende bewegliche Vermogen . uuß hedoch durch ein Inventar beurkundet werden. In Ermangelunz deſſelben bey Vermögen des Mannes, oder einer Urkunde, welche de ſen Beſtand und Werth nach Abzug der Schulden zu beweiſen ſt, Von der Eheſtiftung. 131 iſt, darf der Mann daſſelbe nicht zuruͤcknebmen. Mangelt das Inven⸗ . tar bey Vermoͤgen der Frau, ſo kann ſie oder ihre Erben den Werth deſſelben durch Urkunden, Zeugen, oder Notorietat beweiſen. 1) PoTIER nro. 286. und Mat.TviLILE Analyſe ad h. art. behaupten, daß dieter Beweis auch gefuͤhrt werden könne: 1) durch ein zwiſchen den Ehe⸗ gatten, ſogar waͤhrend der Ehe, errichtetes Privatverzeichniß; 2) durch eine Erbſchaftstheitung, weiche beurkundet, daß einem der Ehegatten dieſe oder jene Mobiliarſchaft angefallen iſt; 3) durch eine Vormundſchaftsrechnung, de⸗ ren Datum nahe an das des Heirathscontracts graͤnze, 4) durch Rotorietät. 2) Dieſes kann er nach MarnvIIILE Analyſe ad h. art. auf die in der vort⸗ gen Note angeführte Art beweiſen, ohne daß der Art. 1415. hier in An⸗ ſi wendung koͤmmt. Dritter Ab ſchnitt. ſe, ſ Von der Clauſel der Mobiliariſirung. aſt §. 880. 6 Mobiliariſirung tritt ein, wenn beyde Ehegatten, oder einer Art. 1303. de von ihnen ſeme gegenwartigen, oder zukuͤnftigen unbeweglichen Sachen ganz oder zum Theil zum Gegenſtande der Gütergemeinſchaft macht ir 1) DuVFvBIER Rapport. b. GakMRRV. L. III. P. III. p. 100. ſagt: Lammen- ) bliſrmeut n'eſt uune hietion 4 la fadeur de la quelle ler épouæ penhent metere da la communanté ine ſomme ſixe ot certaine, 4 du Prehudre ſur nn immenble détermins, ou ſanz dèterminatiqn Jur tou i leurs imeubles en genéral. ic n Eintheilung. u ch Die Mobiliariſirung kann beſtimmt, oder unbeſtimmt⸗ ſeyn. Art. 1500. be Beſtimmt iſt ſie, wenn der Ehegatte erklärt hat, daß eine beſtimmte e unbewegliche Sache ¹) ganz, oden bis zum Betrage einer beſtimmten n Summe als beweglich betrachtet werden ſolle, und er drſelbe in die do Gutergemeinſchaft einbringen wolle. Sie iſt unbeſtimmt, wenn der Ebegatte ſchlechthin erklart, ſein unbewegliches Vermögen bis R 2 zum 132 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. zum Betrage einer gewiſſen Summe, in die Guͤtergemeinſchaft ein⸗ bringen zu wollen. 1) Oder alle Immobillen(ameublilſement genéral). BrRNARbi Cour⸗ du droꝛt civil. T. I. p. 438. 7. Beſtimmte Mobiliariſirung. Art. 1307. Die Wirkungen der beſtimmten Mobiliariſirung ſind: I. daß die mobiliariſirte Sache als bewegliche betrachtet wird, und zum Activ⸗ beſtande der Guͤtergemeinſchaft gebort; II. daß wenn die Sache der Frau gehörte, der Mann daruͤber, wie uͤber andere Gegenſtaͤnde der Guͤtergemeinſchaft verfuͤgen, und dieſelbe ganz veräußern kann; III. daß jedoch, wenn die unbewegliche Sache der Frau nur bis zu einer gewiſſen Summe mobiliariſirt worden iſt, der Mann ſie nicht anders 3 als mit Bewilligung der Frau veraͤußern; wohl aber ohne deren Zu⸗ 4 ſtimmung, jedoch nur bis zum Betrage des mobiliariſirten Theils, mit Hypotheken beſchweren darf. §. 883. m. unbeſtimmte Mobiliariſirung.“ Art, 1308. Die unbeſtimmte Mobiliariſirung giebt dagegen der Guͤtergemein⸗ ſchaft nicht das Eigenthum der unbeweglichen Sachen, welche mobilia⸗ riſirt ſind; ſondern bewirkt nur, daß der Ehegatte, der die Mobiliari⸗ ſirung verſprach, einen Theil ſeiner unbeweglichen Guͤter, bis zum Be⸗ trage der von ihm verſprochenen Summe, bey der Aufloͤſung der Guͤ⸗ tergemeinſchaft in die zu theilende gemeinſchaftliche Maſſe werfen muß. War es die Frau, welche die unbeſtimmte Mobiliariſirung verſprach, ſo kann der Mann eben ſo, wie bey der beſtimmten Mobiliariſirung, ohne Zuſtimmung der Frau, die mobiliariſirten Gegenſtände, weder ganz, noch zum Theil veräußern, wohl aber ſie bis zum Betrage die⸗ ſer Mobilariſirung, ohne Zuſtimmung der Frau mit Hypotheken belaſten⸗ ——— 5. 384. Allgemeine Resel bey beyden⸗ 3 xt, 13c9. Der Ehegatte, welcher ein Grundſtück mobillariſirt hat, iſt be⸗ rechtigt, es bey der Theilung in Ratur zu bebhalten⸗ indem er es 5 en —————— it lig⸗ ri B i uß h, der di jen Von der Eheſtiftung. 133 den Werth, welchen es zur Zeit der Theilung hat, auf ſeinen Antßeil emrechnet. Eben dieſes Recht haben auch ſeine Erben. Vierter Abſchnitt. Von der Clauſel der Schuldentrennung⸗ Snig. Wirkungen. I. Die Verabredung, wodurch die Ehegatten feſtſetzen, daß ein Art. 1310, jeder von ihnen ſeine perſonlichen Schulden beſonders bezahlen ſolle, verpflichtet ſie, bey Auflöſung der Gutergemeinſchaft ſich gegenſeitig die Schulden zu verguͤten, von denen es erwieſen wird, daß ſie fuͤr Rech⸗ nung desjenigen Ehegatten, welcher der Schuldner war, aus der Gaͤ⸗ tergemeinſchaft bezahlt wurden. Deeſe Verguͤtung findet auf gleiche Weiſe ſtatt, es mag ein Inventar errichtet worden ſeyn, oder nicht. Iſt aber das von den Ehegatten eingebrachte Mobiliarvermögen nicht vor der Ehe durch ein Inventar, oder hlaubhaftes Verzeichniß in Ge⸗ wißheit geſetzt worden; ſo koͤnnen die Glaͤubiger des einen, oder andern Ehegatten, obne Ruͤckſicht auf irgend einen Unterſchied, den man etwa geltend machen wollte, ſich wegen ihrer Bezahlung ſowohl an das nicht verzeichnete bewegliche Vermögen, als auch an alle üͤbrigen zur Guter— gemeinſchaft gehörigen Sachen halten. Eben dieſes Recht ſtebt den Glaͤubigern auf das den Ehegatten waͤhrend der Guͤtergemeinſchaft an⸗ gefallene bewegliche Vermoͤgen zu, wenn auch dieſes nicht durch ein Inventar oder glaubhaftes Verzeichniß(Ftat authentique, d. h. ein vor Notarien aufgeſtelltes Verzeichniß) in Gewißheit geſetzt worden iſt. II. Wenn die Ehegatten eine gewiſſe Summe, oder eine genau be⸗ Art. 1517. ſtimmte Sache in die Guͤtergemeinſchaft einbringen, ſo fuͤhrt dies die ſtilſchweigende Uebereinkunft mit ſich, daß das Eingebrachte fuͤr die vor der Ehe gemachten Schulden nicht verhaftet ſeyn ſolle, und es muß daher der Ehegatte, welchem dieſelben oblagen, dem andern in Anſehung aller der Schulden, wodurch das verſprochene Eingebrachte etwa geſchmaͤlert wuͤrde, Vergutung leiſten. III. Die Verabredung der Art. 13r3. Schuldentrennung verhindert nicht, daß die ſeit Eingehung der Ehe R 3 faͤllig ———— „„—— ——— ——— Art, 1573 Art. 1514. 134 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. faͤllig gewordenen Zinſen und Renten der Guͤ⸗ergemeinſchaft zur Laſt fallen. IV. Wird die Gütergemeinſchaft wegen der Schulden eines der Ehegatten belangt, welcher in der Eheſtiftung fur befreyet von der Be⸗ zahlung aller vor der Ehe gemachten Schulden erklärt iſt; ſo bat der andere Ehegatte eine Entſchaͤdigungsforderung, welche entweder aus dem Antheile des ſchuldneriſchen Ehegatten, der demſelben ans der Gütergemeinſchaft zufaͤllt, oder aus dem ihm perſönlich zuſtehenden Vermoͤgen genommen wird. Dieſe Entſchaͤdigung kann auch, im Falle der Unzulaͤnglichkeit, mittelſt einer Klage auf Gewaͤhrleiſtung wider den Vater, die Mutter, den Aſcendenten, oder den Vormund, die jenen frey und ledig von den Schulden erklaͤrt haben, gefordert werden. Ruͤhrt die Schuld von der Frau her, ſo kann der Mann dieſe Ge— währleiſtung ſogar waͤhrend der Guͤtergemeinſchaft geltend machen; doch iſt in dieſem Falle die Fran, oder deren Erben dem Gewaͤhrleiſtenden eine Verguͤtung ſchuldig ¹). ) S. MarsvirIZ Analyſe ad h. art. der mehrere nach PoTHER u. ſ. w. entſcheidet⸗ hierher gehörig Fragen Funfter Abſchnitt⸗ Von der Clauſel der Z uruͤcknahme. Beſchraͤnkung derſelben. Die Frau kann ſich ausbedingen, das bey Eingehung der Ehe, oder nachher eingebrachte Vermoͤgen, im Falle der Entſagung auf die Guͤtergemeinſchaft, ganz oder zum Theil zurcknehmen. Dieſe Ueberein⸗ kunft kann aber weder auf andere, als die foͤrmlich ausgedruͤckten Ge⸗ genſtaͤnde, noch zum Vortheil anderer als der darin benannten Perſo— nen ausgedehnt werden. Hieraus folgt: I. die Verabredung, das bey Eingehung der Ebe von ihr zugebrachte Vermogen zuruͤcknebmen zu duͤrfen, kann von der Frau nicht auf das während der Ebe an gefatlene ausgedehnt werden, und vice vérsa. II. Iſt der Ebefrau dieſe Befugniß eingeräumt, ſo läßt ſie ſich nicht auf ibre Kinder aus⸗ dehnen, und iſt ſie der Frau und den Kindern eingeraͤumt, ſo läßt ſi „ ſich nicht auf ihre Aſcendenten, oder Collateralen ausdehnen ¹). aſt Nt e Ner 16 der Nn Ue e len e, he h Nn e, he die eih⸗ Von der Eheſtiftung. 135 In allen Fällen kann jedoch das eingebrachte Vermögen nur nach Abzug der perſönlichen Schulden der Frau, die etwa aus der Guͤterge⸗ 1) Wohl aber ſind unter„Kinder“ auch entferntere Deſcendenten zu verſtehen⸗ BERNakpr Cours du droit civil. T I. p. 453. Sechster Abſchnitt. Von der Clanſel der Vorausnahme. 6. 887. Wirkungen derſelbeu. Die Verabredung, wodurch dem uͤberlebenden Ehegatten geſtattet Art. 1313. wird, vor aller Theilung eine gewiſſe Summe, oder eine beſtimmte Menze beweglicher Sachen in Natur vorauszunehmen, giebt der uͤber⸗ lebenden Ehegattin nur alsdann ein Recht auf die Vorausnahme, wenn ſie die Guͤtergemeinſchaft annimt; es ſey denn, daß in der Ebeſtiftung ihr dieſes Recht ſelbſt fuͤr den Entſagungsfall vorbehalten waͤre. Iſt dieſes letztere nicht der Fall, ſo kann die Vorausnahme nur auf die zu vertheilende Maſſe, nicht auf das dem verſtorbenen Ehegatten per⸗ ſenlich zuſtehende Vermögen geltend gemacht werden, wohl aber in dem gedachten letztern Falle. S. 888. 1. Die Vorausnahme wird nicht als ein den Förmlichkeiten der Art. 1316. Schenkung unterworfener Vortheil, ſondern als Theil der Ebeſtiftung betrachtet. Il. Der natuͤrliche, oder buͤrgerliche Tod begruͤndet den Art. 1517. Anfall der Vorausnahme. III. Wird die Guͤtergemeinſchaft durch Ehe⸗ Art. 1518. ſcheidung, oder durch perſonliche Trennung aufgeboben, ſo findet die wirkliche Ueberlieferung des zum Voraus Bedungenen noch nicht ſtatt; es behalt jedoch der Ehegatte, welcher die Eheſcheidung, oder die per⸗ ſonliche Trennung ausgewirkt hat, auf den Fall des Ueberlebens ſeine Rechte in Anſehung der Voransnahme. Iſt dies die Ehefrau, ſo ver⸗ bleibt die den Gegenſtand der Vorausnahme machende Sache oder Summe — —— —————————— — 136 Summe in jedem Art 1819. Buͤrgſchaft leiſten. ſtets berechtigt, die Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. Falle vorlaͤufig dem Manne, doch muß er dafuͤr IV. Die Glaͤnbiger der Gäͤtergemeinſchaft ſind Sachen, welche den Gegenſtand der Vorausnahme ausmachen, verkaufen zu laſſen, jedoch mit Vorbehalt des zufolge des 1Frßten Artikels de m Ehegatten zuſtehenden Entſchaͤdigungsanſpruches). 1) Wenn die Vorausnahme, ſelbſt im Verzichtleiſtungsfalle, ausbedungen worden iſt, dann kann derſenige, dem ſie verſprochen wurde, ſeinen Regreß an dem perſoͤnlichen Verm ögen des andern nehmen. MarkviLe Analyſe ad h. art. Siebenter Abſchnitt. Von der Clauſel der ungleichheit. ——— §. 889. V e 3 rif Art. 1520. Die Ehegatten konnen von der geſetzlich beſtimmten Gleichbeit der Theilung Abänderungen machen, indem ſie entweder I. dem uͤberleben⸗ den Ehegatten, oder ſeinen Erben, einen geringern Theil, als die Haͤlfte des gemeinſchaftlichen Vermögens, oder 1I. fuͤr alle ſeine Anſpruͤche auf daſſelbe nur eine beſtimmte Summe zugeſtehen, III. oder indem ſie feſtſetzen, daß in gewiſſen Fällen das ganze gemeinſchaftliche Ver⸗ moͤgen dem uͤberlebe hören ſolle. nden Ehegatten, oder nur einem von ihnen zuge⸗ §. S90. Regeln. 1. Im erſten Falle. Art. 1521. Wenn verabredet worden iſt, daß der Ehegatte oder ſeine Erben nur einen beſtimmten Antbeil an der Guͤtergemeinſchaft, z. B. 3 oder 4 haben ſollen; ſo hat der auf ſolche Art beſchränkte Ehegatte, oder ſeine Erben, auch von den Schulden der Guͤtergemeinſchaft einen biet⸗ mit im Verhaͤltniſſe ſtehenden Theil zu uͤbernehmen. Die Uebereinkunft, welche ihm oder deſſen Erben die Verbindlich⸗ keit auferlegt, einen moͤgen erhalten, zu größern Theil der Schulden, als ſie ber dem Ver⸗ tragen, oder ſie von der Uebernahme eines damit gleichſtehenden Antheils an den Schulden befreyet⸗ iſt nichtig. §. 891. fir ſid Ns tben dem art. de em iſte ch den en ge be der odet in ch Ber mi Von der Eheſtiftung. §. 891. 2. Im zwepten Falle. Iſt dagegen verabredet worden, daß einer der Ehegatten oder Art. 1322. deſſen Erben fuͤr ihr ganzes Recht an der gemeinſchaftlichen Maſſe nur eine gewiſſe Summe als Abfindung zu fordern berechtigt ſeyn ſollen; ſo iſt dieſe Verabredung einem Vertrage in Bauſch und Bogen gleich zu achten, und die Wirkungen derſelben ſind folgende: 1. der Ehegatte, der dieſe Verabredung eingieng, und deſſen Erben, muß dem berechtig— ten Ehegatten, oder deſſen Erben, die verabredete Summe geben, die Maſſe der Guͤtergemeinſchaft mag zur Bezahlung der Summe hinrei— chen, oder nicht ²). Iſt jedoch dieſe Verabredung nur in Anſebung grt. 1523. der Erben des Ehegatten gemacht, ſo daß dieſe allein nur durch eine beſtimmte Summe abgefunden werden ſollen; ſo hat der Ehegatte, falls er den andern uͤberlebt, deſſenohngeachtet ein Recht auf die geſetzliche Theilung zur Hälfte. II. In Anſehung der Schuldenzahlung iſt zu un⸗ terſcheiden: ob der Mann die ganze gemeinſchaftliche Maſſe uͤbernom⸗ Art. 1324. men hat; dann muß er auch die ſaͤmmtlichen Schulden tilgen, und die Gläubiger haben in dieſem Falle keine Klagen wider die Ehefrau, oder deren Erben. Oder iſt die Annahme von Seiten der Frau geſchehen; dann hat dieſe ds Wahl, den Erben dieſe Summe zu bezahlen, und fuͤr alle Schulden verhaftet zu bleiben, oder der Gätergemeinſchaft zu entſagen ²), und ſowohl das Vermoͤgen, als die kaſten derſelben den Erben des Mannes zu laſſen. 1) Freylich darf dann die Clauſel nicht hinzugeigt werden, daß es dem Ueber⸗ lebenden frey ſtehen ſolle, alle zur Gemeinſchaft gehörigen Guͤter fuͤr ſich zu behalten, dagegen ſolle er aber z. B. 10000 Fres zahlen; denn in dieſem Falle wuͤrde der Ueberlebende die Wahl haben, ob er die Gemeinſchaft behalten wolle, oder nicht. MERLIN Repertoire, v. communauté. F.. n. 7. Appellhof zu Orleans; ebendaſ. 2) Denn dieſes Recht kann ihr nie genommen werden. Att. 1433. §. 892. 3. Im dritten Falle. Iſt dagegen verabredet, daß das ganze gemeinſchaftliche Verms⸗ grt. 1362. gen dem Ueberlebenden, oder wenigſtens Einem der Ehegatten gehoren ſolle 1), ſo haben die Erben des andern dennoch immer das Recht, Spangenberg's Commentar Vd. II. S das 3 138 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. das von ihrem Erblaſſer eingebrachte Vermogen, und die eingeworfenen Capitalien zuruͤckzunehmen. 1) Doch darf dieſes nicht zum Nachtheil der aus einer fruͤhern Ehe vorhan⸗ denen Kinder geſchehen. Art. 1098. 1099. 1527. Caſſattonshof b. S. REL Jurisprudence. 1308. p. 323. Anmertung.⸗ uebrigens wird dieſe Verabredung nicht als eine Beguͤnſtigung, 4 welche den Regeln uͤber die Schenkungen unterworfen waͤre, ſondern 3 nur als Theil der Eheſtiftuns, und als eine Uebereinkunft unter Ge⸗ ſellſchaften betrachtet ¹). 1) D. h. Sie kann deswegen nicht angefochten werden, weil ſie nicht mit den bey den Schenkungen vorgeſchriebenen Formen verſehen, oder weil ſie eine indirecte Beguaͤnſtigung iſt, oder weil ſie den nomlichen Abgaben, wie die Schenkungen, unterworfen waͤre. MAIEvILILE Analyſe ad h. art. 4 Achter Abſchnitt. Von der Clauſel der Atlgemeinheit⸗ 3 5. 894. i R e 6 3 Art. 1526. Die Ehegatten koͤnnen durch ibre Eheſtiftung eine allgemeine Guͤ⸗ „ tergemeinſchaft beſtimmen, welche betreffen kann: I. ihr bewegliches und unbewegliches, gegenwärtiges und zukuͤnftiges Vermogen; 11. ihr gegen⸗ wärtiges Vermögen allein; III. oder ihr zukuͤnftiges Vermögen allein. „Raͤhere Grundſaͤtze“, bemerken die Herren Pfeiffer ſehr richtig, ewonach dieſes Inſtitut, wovon die erſte Gattung die gewohnliche teut⸗ ſche communio bonorum universalis iſt, zu beurtheilen ſey, fehlen 6 ganz, auch ſind die Grundſaͤtze der geſetzlichen Guͤtergemeinſchaft⸗ auf it welche der Art. 1528. ganz allgemein verweiſt, bey der voͤlligen Ber' ſchiedenheit des Begriffs, oft gar nicht anwendbar; man muß daher 3 da, wo dieſe nicht aushelfen, auf die eigenthuͤmliche Natur die— ſer Guͤtergemeinſchaft, und ihten Begriff recurtiren⸗ und daraus die Von der Eheſtiftung. 139 e die feblenden Principien zu entwickeln ſuchen, da durch jene Verweiſung auf die goſetzliche Guͤtergemeinſchaft die Grundſaͤtze des teutſchen Rechts, n dem dieſe Gattung ganz unbekanntiſt, voͤllig ausgeſchloſſen ſind S. 1) Napoleons Geſetabuch. Th. II. S. 241 fg.— Außerdem wärden hier die in dem Tit. IX. Cap. 2. enthaltenen Regeln uͤber allgemeine Gefellſchaften befolyt werden konnen; jedoch mit Ausſchluß des Art. 1837. Allgemeine Regeln uͤber die vertragsmaͤßige Guterge⸗ meinſchaft. 5 Schlußbemerkung. in Der Code recapitulirt hier noch die ſchon oben ausgefuͤhrten Grund⸗ Art. 1517. in ſaͤte: I. daß die oben aufgezählten Clauſeln nur beyſpielsweiſe angefuͤhrt w ſind; II. daß, wenn Kinder aus einer verhergehenden Ehe vorhanden ſind, jede Uebereinkunft, deren Wirkung dahin abzweckt, dem einen der Ebegatten mehr, als er nach Art. 1098. erhalten kann, zu ſchen⸗ ken, in ſo weit unwirkſam wird, als ſie dieſen Theil uͤberſteigt. Doch ſollen die Vortheile, welche bloß durch gemeinſchaftlichen Fleiß oder Erſparniß an den beyderſeitigen, wiewohl üngleichen, Einkuͤnften der beyden Ehegatten gewonnen werden, nicht als eine zum NRachtheil der Kunder erſter Ehe geſchehene Beguͤnſtigung angeſehen werden; III. daß Art, 1328. die vertragsmaͤßige Guͤtergemeinſchaft den Regeln der geſetzlichen fuͤr alle die Faͤlle unterworfen bleibt, welche nicht durch den Vertrag di⸗ z rect oder indirect abgeaͤndert worden ſind. un Neunter Abſchnitt. tig, B. Von den Verabredungen, wodurch alle Guͤtergemeinſchaft i ausgeſchloſſen wird. uß b 8. 896. he Ne e. di Wenn die Ehegatten, ohne weder in das Dotalverhaͤltniß*), noch Art. 1520. u in die Guͤtergemeinſchaft zu treten, einander heirathen, ſo erklaͤren ſie 5 S 2 dabey, 2———— S————— ——— 140 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. dabey, daß ſie eine Vermögenstrennung ſtatt ſinden laſſen wollen, oder nicht. Von dem letztern Falle handelt das erſte Hauptſtuͤck, von dem erſtern das zweyte. 1) Deun dieſes muͤſſen ſie ausdräcklich erklaren, wenn ſie in das Dotalverhaͤlt⸗ niß eintreten wollen. Erſtes Hauptſtuͤck. Bon der Verabredung der Ehegatten, ohne Gͤtergemeinfchaft einander heirathen zu wollen. ——————————— §. 397. Wirkungen derſelben. Att. 1330. Dieſe Verabredung bewirkt: I. daß die Nutzungen des Vermoͤgens der Frau ebenfalls dazu dienen, um die Laſten der Ehe zu beſtreiten, urt. 1331. und betrachtet werden, als ſeyen ſie dem Manne eingebracht; II. daß der Mann die Verwaltung des ſaͤmmtlichen Vermoͤgens der Frau hat, und folglich auch das Recht, das bewegliche Vermoͤgen, welches ſie als Dos einbringt, oder, welches ihr waͤhrend der Ehe zufaͤllt, in Em⸗ pfang zu nehmen, mit Vorbehalt der Wiedererſtattung, wozu er na Auflöſung der Ehe, oder gerichtlich erkannter Vermoͤgenstrennung(Art. Art. 1532. 1441 fgg.) verpflichtet iſt. Befinden ſich unter dem beweglichen Ver⸗ moͤgen, welches die Frau als dos eingebracht hat, oder, welches ihr während der Ehe zugefallen iſt, fungible Sachen; ſo muß der Eheſtiß tung ein mit der Taxation derſelben verſehenes Verzeichniß derſelben bey⸗ gefuͤgt, oder bey dem Anfalle derſelben ein Inventar daruͤber errichtet werden, und der Mann iſt nachher verbunden, den Taxationswerth zu xtt. 1333. erſetzen 1). III. Daß dem Manne alle Laſten eines Rießbrauchers ²) obliegen. 1) MarßvIIIE Analyſe ad b. art. nimmt jedoch die Sachen aus, die durch den Gebrauch abgenutzt werden,. B. Leinwand, Mobilien, die beyde Ehe⸗ gatten gebrauchen; und begruͤndet ſeine Melnung dadurch, daß der Art. 1533. ſage, der Mann habe die Pflichten des Niebbrauchers⸗ 2) Art. 60s fgg. 5. 898. Von der Eheſtiftung. 141 5. 998. Vemerkungen. I Dieſe Verabredung ſchließt die weitere Uebereinkunft nicht aus, Att. 153. zufolge deren die Ehefrau jaͤhrlich fuͤr ihren Unterhalt und thre per— fsnlichen Beduͤrfniſſe einen gewiſſen Theil ihrer Einkuͤnfte bloß gegen ihre Quitungen bezieben will ¹). II. Unbewegliche Sachen, die zum Art. 1533. Brautſchatz im Falle dieſer Verabredung gegeben wurden, ſind nicht unveraͤußerlich*), weil die Unveraͤußerlichkeit nur eine Folge des hier nicht eintretenden Dotalverhaͤltniſſes iſt. Die Frau kann ſie jedoch nur unter Autoriſation des Mannes, und bey deſſen Weigerung, des Ge⸗ richts veraͤnßern. 1) Art. 1549. 2) Art. 1534. zweytes Hauptſtuͤck. Von der Verabredung der Vermogensabſonderung. §5. 899. Wirkungen. Die Vermögensabſonderung, oder Vermögenstrennung muß gleich in der Eheſtiftung ausgemacht ſeyn; denn nachher findet ſie nur kraft einer gerichtlichen Klage ſtatt ¹). Iſt ſie gleich anfangs aus⸗Art. 1336. gemacht, ſo hat ſie folgende Wirkungen: I. die Ehefran behält die voͤllige Verwaltung ihres beweglichen und unbeweglichen Vermo— gens, ſo wie die freye Benutzung ihrer Einkünfte 2). II. Beyde Ehe⸗ Art. 1537. gatten tragen nach der in der Eheſtiftung enthaltenen Uebereinkunft zu den laſten der Ehe bey; iſt aber deshalb nichts verabredet, ſo hat die Frau 4 threr Einkuͤnfte dazu herzugeben ²). III Dagegen iſt aber Art. 1338. der Frau jede Veraͤußerung ihrer Immobilien, ſelbſt wenn ihr hier⸗ zu in der Ebeſtiftung die Erlaubniß gegeben ſeyn ſollte, unterſagt; aus⸗ genommen, wenn ſie ſie vornimmt unter Autoriſation ³) des Man⸗ nes, oder, bey deſſen Weigerung, des Tribunals.— Jede der Ehe⸗ frau in der Eheſtiftung, oder nachher im Allgemeinen ertheilte Au⸗ toriſation der Veräußerung ihrer unbeweglichen Sachen iſt michtig; ſie muß vielmehr ſpeciell auf die zu verußernde Sache gerichtet ſeyn. S 3 ¹) „ —————— —— 142 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. 1) Art. 1434 fgg. und daſelbſt den Commentar. Vergl. auch Jurisprudence. T. V. p. 428. T. VI. p. 37. T. VII. p. 19. T. VIII. p. 62 fgg. 2) Was ſie daher erwirbt, geht voͤllig in ihr Eigenthum uͤber. MarEvirrE Analyſe ad h. art. 3) Der Mann kann aber nicht verlangen, daß eine gemeinſchaftliche Caſſe er⸗ richtet werde, uͤber der ihm ein Dispoſitionsrecht zuſtehe. Appellhof zu Pa⸗ ris in SrREx Jurisprudence. 1807. Suppl. S. 131. S. auch ebendaſ. 1808. Suppl. S. 10 fg. 4) Dieſe kann in der Verkaufsurkunde ertheilt werden, doch iſt dieſes nicht un⸗ umgaͤnglich noͤthig. Caſſationshof b. MA.EVILLE Analyſe ad h. art. F. 9o0. Bemerkungen. urt. 1339. Die Frau bat immer das Recht, ihrem Manne die Benußung ihres Vermögens einzuraͤumen. Dann iſt dieſer, bey einer von Sei⸗ ten der Frau geſchehenen Anforderung oder bey Aufloͤſung der Ehe, nur zur Ablieferung der wirklich noch vorhandenen Fruͤchte verbunden; er iſt aber nicht ſchuldig, uͤber die bis dahin verbrauchten Rechnung abzulegen*). 1) S. Art. 1577— 1530. S Von dem Dotalverhaͤltniſſe. §. 901. Im Allgemeinen. Erklären dagegen die Ehegatten, in das Dotalverhaͤltniß eintreten zu wollen, denn hach Att. 1531. 1532. kann auch die Ehe⸗ frau einen Brautſchatz einbringen, ohne gerade in dieſes Verhaͤltniß einzutreten, ſo treten die in dieſem Capitel angegebenen Regeln ein. Art. 1340. Das Vermoͤgen der Frau, welches ſie in die Ehe einbringt, iſt entweder Brautſchatz(dot) oder Paraphernalvermögen(Ab⸗ ſchn. z.). Brautſchatz iſt das Vermögen, welches die Frau dem Manne zur Beſtreitung der Laſten der Ebe einbringt⸗ Jut den reite i⸗ i t ſi in i iu in i Von der Eheſtiftung. 143 ſtreitet die Vermuthung; ſo daß alles, was die Frau in der Eheſtif⸗Art. 1541. tung entweder ſich ſelbſt ausſetzt, oder was ihr darin gegeben wird, in Ermangelung einer entgegenſtehenden Uebereinkunft, die Ratur des Brautſchatzes hat. Hieraus folgt, daß die Paraphernalien nur durch eine ſolche Uebereinkunft conſtituirt werden können. 1) Dieſe ſind zwar groͤßtentheils aus dem Römiſchen Rechte genommen; doch muß man ſich ſehr huͤten, die Vorſchriften deſſelben unbedingt anzuwenden, weil ſich mehrere Abweichungen finden. So iſt nach dem Code eine pollier tatio dotis unguttia, kann die dos waͤhrend der Ehe nicht beſtellt, oder ver⸗ mehrt werden, U. ſ. w. DUvBrRITR Rapport b. GakRRv L. III. P III. p. 109. bemerkt daher ſehr richtig: Les lois romaines avoꝛent hlnſteurs autres regler ſur la conſitution dotale, ute le projet de ioi vaſe Vout Klence, les unter, comme inutiles d'eæxprimer, les autres commne incomnatibles avec otre Jégiglotion actuelle.— Daß aber auch neben der Guͤtergemeinſchaft eine dos beſtehen konne, darüber ſ. zum Art. 1391. Not. 1. m ſchn t Erſter Abſchnitt. §. 902. Regeln uͤber dieſelbe. I. Nur eine dos voluntaria kennt das Franzoſiſche Recht, keine dos necessaria 1).— M. Der Brantſchatz kann zum Gegenſtande urt. 1542, baben: 1) das gegenwärtige und zukuͤnftige Vermögen der Frau, 2) das gegenwaͤrtige ganze Vermogen allemn; 30 einen Theil ihres gegenwar⸗ tigen und zukuͤnftigen Vermögens; 4) eine einzelne Sache. Iſt die Be⸗ ſtellung des Brautſchatzes in allgemeinen Ausdruͤcken geſchehen, ohne ausdruͤcklich auf dqs zukuͤnftige Vermögen gerichtet zu ſeyn, ſo begreift der Brautſchatz nur das gegenwaͤrtige Vermögen.— IIi. Det Braut⸗Art. 1363. ſchatz kann nur vor der Ehe in der Eheſtiftung beſtellt werden; waͤh— rend derſelben kann er weder beſtellt noch vermehrt werden.— 1V. Beſtellen Eltern gemeinſchaftlich einen Brautſchatz fuͤr ihr Kind, ohne urt. 1344. den Antheil eines jeden zu beſtimmen, ſo nimmt man an, daß jeder ibn zur gleichen Haͤlfte beſtimmt habe. 1) Wurde dagegen der Braut— ſchaß —„ —— Art. 1345. Art. 1346. Art. 1547. Art. 138. Art 1349. 144 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. ſchatz allein von dem Vater, und zwart aus dem vaͤterlichen und muͤt⸗ terlichen Vermoͤgen beſtellt, ſo faͤllt der Brautſchatz allein dem Veter zur Laſt, und iſt die Mutter, ſelbſt wenn ſie bey dem Vertrage ge— genwaͤrtig war, keinesweges fuͤr denſelben verhaftet. 2) Wenn der Ueberlebende von beyden Eltern einen Brautſchatz aus dem väterlichen und muͤtterlichen Vermögen, ohne die Antheile anzugeben, beſiellte; ſo wird dieſer Brautſchatz zunaͤchſt aus dem, was dem Kinde von dem Vermoͤgen desjenigen ſeiner Eltern, welcher vorber verſtorben iſt, zu⸗ kömmt, genommen; der Ueberreſt aber aus dem Vermögen deſſen, der den Brautſchatz beſtellte. 3) Wenn gleich die Tochter eigenes Vermöò gen hat, deſſen Benußung den Eitern zuſtebt, ſo ſoll deſſen ohngeach tet, in Ermaugelung einer entgegenſtebenden Uebereinkunft, der Braut⸗ ſchatz aus dem Vermoͤgen derer, welche ihn beſtellt haben, genommen werden.— V. Die, welche einen Brautſchatz beſtellen, ſind zu der Evictionsleiſtung fur die darunter begriffenen Gegenſtande verbunden.— VI. Sie ſind ebenfalls in der Regel den verſprochenen Brantſchatz von dem Tage der abgeſchloſſenen Ehe an zu verzinſen verbunden, ſelbſt wenn fuͤr die Zahlung deſſelben eine anderé Zeit beſtimmt waͤre ²).— Nur eine entgegenſtebende Verabredung kann hier den Zinſeulauf abaͤndern. 1) Art. 20g.— Eine dos rereptitia iſt ebenfalls nicht verboten⸗ 2) Der Appellhof zu Riom entſchied auf den Grund dleſes Artikeis: I. daß der Ehemann, dem ſeine Schwiegermutter in dem Ehevertrage eine Mitgift in Gelde verſprochen hatte, um dieſelbe zu erhalten, ſeine Frau, welche Erbin ihrer Mutter geworden iſt, nicht zwingen könne, die ihr zugefallenen Grund⸗ ſtuͤcke zu verkaufen, ſondern nur einen Theil derſelben bis zum Vetrage det verſprochenen Mitgift zum N'eßbrauche verlangen konne; II. daß ebenfalls der Ehemann, welcher von ſeiner Fran par ſeparation du kait abgeſondert lebte, wenn dieſelbe zu den Heirathskoſten nichts beytrug, die während die⸗ fer Zeit fällig gewordenen Zinſen nicht verlangen koͤnne. Journal de bar⸗ reau 1809. P. II. p. 340. Zweyter Abſchnitt. Von den Rechten des Mannes an dem Brautſchatze. — 03. §. Regeln? 1. dette des Mannes. Der Mann hat: 1. allein die Verwaltung des Brautſchatzes wäh⸗ rend der Ehe;— II. Et hat ebenfalls den Genuß der Früchte und Zinſen Von der Cheſtiftung. 145 Zinſen deſſelben. Er kann mithin die Schuldner und Inhaber des Brautſchabrs belangen, die Fruͤchte und Zinſen deſſelben erheben, und die zurͤckgezahlten Capitalien in Empfang nehmen. Es kann jedoch in der Ebeſtiftung ausgemacht werden, daß die Fran jährlich für ihren Unterbalt, und ihre perſonlichen Beduͤrfniſſe einen Theil ihrer Einküͤnfte bloß gegen ihre Qnitung erheben ſolle ¹).— III. Er iſt nicht ſchuldig, Art, fuͤr den Brautſchaß Buͤrgſchaft zu ſtellen, wenn ihn nicht die Eheſtif⸗ mng dazu ausdrücklich verbindet.— IV. Beſteht der Brautſchatz oder ein Theil deſſelben aus Mobilien, ſo wird er Eigenthuͤmer derſelben; er muß jedoch nach Auflöſung der Ehe das in der Eheſtiftung dafuͤr an— geſetzte Taxatum bezahlen, ausgenommen, wenn es in der Eheſtiftung urt. erklaͤrt iſt, daß die Mobilien verkauft werden ſollen, denn dann haftet er fuͤr den Kaufpreis derſelben.— V. Ueber die unbewegliche Dotal⸗ ſache erbaͤlt er folgende Rechte: 1) Sie wird ſein Eigenthum, wenn utt. ſich darüber eine Erklaͤrung in der Eheſtiftung findet; doch muß er das taxatum bey Aufloͤſung der Ehe rrſtituiren. Fehlt die gedachte Ecklaͤ⸗ rung, ſo bewirkt das blos in der Eheſtiftung angeſetzte taxatum der Sache ſein Eigenthum nicht. 2) Die aus den Dotalgeldern angeſchaffte urt unbewegliche Sache gebört nicht zum Brautſchaße, wenn nicht der Vor⸗ behalt der Anlegung zener Gelder in der Eheſtiſtung verabreder wurde 2). Eben ſo verhält es ſich mit der mn beweglichen Sache, welche zur Be⸗ zahlung eines in baarem Gelde beſiellten Brautſchatzes gegeben wurde. 3) Die Dotalgrundſtüͤcke können weder von dem Manne, noch der grt, Frau, noch von b yden zuſammen veraͤußert, oder mit Hypotheken be⸗ ſchwert werden, ausgenommen: a) die Frau kann unter Autoriſation Art. des Mannes, oder, bey deſſen Weigerung, des Tribnnals, ihre dos zur Verſorgung ihrer aus einer fruͤhern Ehe berruͤhrenden Kinder ver⸗ wenden; nur bleibt im Falle, daß das Tribunal ſie autoriſirte, dem Manne das Benutzungsrecht an dieſen Dotalſtuͤcken vorbehalten. b) Sie kann auch, unter Autoriſation ihres Mannes, ihre dos zur Ver⸗Att. ſorgung der gemeinſchaftlichen Kinder anwenden. c) Das Dotalgrund⸗Art. ſtuͤck kann 3) veräußert werden, wenn die Eheſtiftung deren Veraͤuße⸗ rung erlaubte. 0) Das Dotalgrundſtuͤck kann ſogar in folgenden Fal⸗Art. len mit Erlaubniß des Tribunals, durch Verſteigerung nach dreymali⸗ gen öffentlichen Anſchlage, verkauft werden: à a) um den Mann, oder die Frau von dem Gefängniſſe zu befreyen; bb) um in den, durch die Artikel 203. 205 und 206. beſtimmten Fallen, der Familie den Unterhalt Spangenberg's Commentat Bd. III. T zu — 552 I551. 1552, 1553. 1554. 1555. 1558. 146 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. 3 zu verſchaffen; oc) um die Schulden der Frau, oder der Dotanten zu bezahlen, in ſo fern dieſe Schulden durch authentiſche Urkunden vor der Eheſtiftung bewieſen ſind; dd) um diejemgen Reparaturen an den Do⸗ talgrundſtuͤcken vorzunehmen, welche zu deren Erhaltung unentbehrlich ſind, ee) wenn das Dotalgrundſtuck mit dritten Perſonen in ungetheil⸗ ter Gemeinſchaft beſeſſen, und als untheilbar erkannt wird; von dieſen dritten Perſonen aber eine Theilungsklage angeſtellt iſt.— In allen dieſen Faͤllen, wird aber das Residuum als Dotalvermögen erklaͤrt, und muß in dieſer Eigenſchaft zum Vortheile der Frau wieder augelegt Art. 1359. werden. e) Das Dotalgrundſluͤck kann, jedoch nur mit Bwilligung der Frau, gegen ein anderes, welches wemgſtens zu 4 von gleichem Werthe iſt, vertauſcht werden; doch muß die Ruͤtzlichkeit des Tanſches ² gezeigt und die gerichtliche Genehmigung ausgewirkt werden, auch eine Schaͤtzung durch Sachverſtaͤndige, welche das Tribunal von Amtswegen ernennt, vorausgeben. Die eingetanſchte unbewegliche Sache nimmt in auf dem Tauſch herausgegeben iſt, in jener Eigenſchaft zum Beſten der 3 Frau wiederanzulegen iſt. 1 Art. 1560. Wenn das Grundſtuͤck außer dieſen genannten Fällen veraͤußert 1 wird, ſey es von dem Manne, der Frau, oder beyden zuſammen; ſo 1 koͤnnen dennoch nach Auflöſung der Ehe, die Frau, oder deren Erben die Beräußerung widerrufen, ohne daß ihnen irgend eine in den Zeit⸗ raum der beſtandenen Ehe fallende Verzährung entgegengeſetzt werden konnte. Eben dieſes Recht hat die Frau, nach erfolgter Vermögensab⸗ ſonderung. Selbſt der Mann kann noch waͤhrend der Ehe die Ver⸗ 3 aͤußerung aufheben laſſen; doch bleibt er dem Kaͤufer, wenn er nicht bey dem Vertrage erklaͤrt hat, daß das verkaufte Grundſtuͤck ein Do⸗ 3 talgrundſtuͤck ſey, zur vollſtaͤndigen Schadloshaltung verbunden. 3 Art. 1561. †) Dotalgrundſtuͤcke, die in der Eheſtiftung nicht fuͤr veraͤnßerlich erklaͤrt worden ſind, ſind waͤhrend der Ehe keiner Verhaͤhrung unterwor⸗ 1 werden jedoch veryaͤhrbar nach erfolgter Vermögensabſonderung, in wel⸗ chem Zeitpunete auch die Veryährung ihren Anfang genommen haben Art. 1562 mag.— VI. Dem Manne liegen in Anſehung des Dotalvermoͤgens alle Verbindlichkeiten des Nießbrauchers ob. Er iſt fuͤr jede inzwiſchen vollendete Ver)aͤhrung, und fuͤr alle durch ſeine Rachlaͤſſigkeit emſtan⸗ denen Verſchlimmerungen verantwortlich*). fen, wenn dieſe micht ſchon fruͤher ihren Anfang genomimen hat. Sie dieſem Falle die Dotaleigenſchaft an; ſo wie auch dasſenige, was etwa — Von der Eheſtiftung. 147 1) S. Art. 1534. Te mart a yus les pouboirs d'un tuteur. Ta dot, dont eſt e gadten, eſt immuable, comme la pierre anglale, ſer ln hnelle repoſent la mniſon des cponr et la ſortue de leurs eyt- ſahr ſemme ſt comnne un mne, t perit gérer ſes hueis, conſhrnmer ſes evenus, mais ſans dispoſer de ſes ſonds. DUvvRIER a. a. O. BERNARyr Cours. T. I. p. 208. 2) Und zwar bdarf es nicht der Genehmigung der Frau bey dieſer Antegung. MrRrIN Repertoire v. dot.§. 10. Anderer Meinung ſind die Pandecles Paa ſeb. T. XII. p. 231. 3) Le not peut aunonce, que applicatiox de harticle ſt abandonmde a 1a nee e des rbunau— ſℳt Je mari ne ſe troude ent prſpu, que Pohr A d'un dolat ou ponr detter eontdetdes au ſeu, l ne ſerore pa jſte que la dot de la femme ſervit d l'en tuer. Cambacétès in der Diſcuſſion b. JooaNREav et Soton T. II. p. 440. Conferenc⸗ T. V. p. 348. 4) Art. 606 fgg. F. 904. Koͤmmt der Brautſchatz in Gefahr, ſo kann die Frau in Gemaͤß⸗ Art. 1563. heit des Art. 1443 und fgg. die Vermögensabſonderung verlangen. Britter Abſchnitt. Von der Wiedererſtattung des Brautſchatzes. §. 905. Grundſatz. Nach Auflöſung der Ehe muß der Mann, als Verwalter des Brantſchatzes, denſelben der Frau, oder deren Erben zuruͤckgeben. Rur eine Vermögensabſonderung kann ihn fruͤher dazu zwingen. §5. 906. Folgerungen. Er erſtattet den Brautſchatz zuruͤck: I. u nverzuͤglich nach Auf⸗ Art. 15 4. loͤſung der Ehe, wenn er in unbeweglichen Sachen, oder in ſolchen Mobilien beſtand, die in der Eheſtiftung entweder gar nicht, oder un⸗ c— ter Art. 1563. Art. 1566. Art. 1367. 1 Art. 156. f Art. 1369. Art. 1570. 148 Drittes Buch. Fünfter Titel. ter dem Vorbehalte, daß durch die Taxation das Eigenthum an den Mann nicht üͤbergehen ſolle, geſchaͤtzt waren; II. nach einem Jahre ſeit Anflöſung der Ehe, wenn er in einer Summe Geldes, oder in beweglichen Sachen, die ohne den gedachten Vorbehalt in der Eheſtif— tung taxirt worden, beſtand. 6. 907. Beſondere Regeln. I. Wenn die in dem Eigenthume der Frau verbliebenen bewegli— chen Sachen, durch den Gebrauch, und ohne Verſchulden des Man⸗ nes verſchlimmert, oder zu Grunde gegangen ſind, ſo iſt er nur ſchul— dig, dre noch vorhandenen, und zwar in dem Zuſtande, worin ſie ſich gerade befinden, zuruͤckzugeben. In allen Faͤllen kann jedoch die Frau das Leibleinen und die Kleidungsſtuͤcke, welche zu ibrem wirkli— chen Gebrauche dienen, zuruͤcknehmen, wiewohl ſie, wenn dieſelben taxirt zum Brautſchatz gegeben waren, ſich deren Werth in Anrech— nung bringen laſſen muß. II. Wenn der Brautſchaß Schuldforderungen, oder Renten ent— hielt, die entweder verloren gegangen ſind, oder ohne daß dem Manne eine Nachlaͤſſigkeit zur Schuld faͤllt, vermindert ſind, ſo ſoll er dafuͤr nicht haften; ſondern durch Zuruͤckgabe der daruͤber vorhandenen Urkun den von aller Verbindlichkeit frey werden. III. Iſt der Nießbrauch an einer Sache zum Brautſchatze gege⸗ ben, ſo iſt der Mann, oder ſeine Erben bey Aufloͤſung der Ehe nut verbunden, das Recht des Rießbrauches, nicht aber auch die während der Ehe faͤllig gewordenen Nutzungen zuruͤckzugeben. IV. Hat ſeit dem Ablaufe der zur Bezablung des Brautſchatzer beſtimmten Friſten die Ehe zehn Jahre beſtanden, ſo kann die Frau, oder ihre Erben, nach Aufloͤſung der Ehe den Brautſchat von dem Manne zuruͤckfordern, ohne zu dem Beweiſe, daß er denſelben wirklich uberliefert erhalten habe, verbunden zu ſeyn, ausgenommen, in ſo fetn der Mann darthut, vergeblich alle Mühe angewandt zu haben, um ſich die Bezahlung zu verſchaffen. v. Wurde die Ehe durch den Tod der Ehefrau aufgeloßt, ſo ge⸗ buͤhren ihren Erben ipso jure die Zinſen und Fruͤchte des zu erſtatten den Brautſchatzes von dem Tage der Auflöſung an. Wurde ſie binge⸗ gen 1 N en i in ſ Von der Eheſtiftung. 149 gen durch den Tod des Mannes anfgelößt, ſo hat die Ehefran die Wabl, während des Trauerjahrs entweder die Zinſen ibres Brautſchatzes zu fordern, oder auf Koſten der Erbſchaft des Mannes ſich während dieſer Zeit den Unterbalt geben zu laſſen; doch muß ihr in beyden Fäl— len die Wohnnng während dieſes Jahrs und die Trauerkleidung aus dem Nachlaſſe verſchafft werden, ohne daß eine Abrechnung auf die ihr gebuͤhrenden Zinſen ſtatt faͤnde. VI. Bey der Aufloͤſung der Ehe werden die Revenuen der Dotal⸗Art. 1571. grundſtuͤcke, nach dem Verhaͤltniſſe der Zeit, welche die Ehe im letzten Jahre beſtanden hat, zwiſchen beyden Ehegatten oder deren Erben ge⸗ theilt, und zwar wird dieſes Jahr von dem Jahrestage ¹) des Ab⸗ ſchluſſes der Ehe angerechnet. VII. Die Frau und deren Erben haben bey der Zuruͤckforderung Art. 1572. der dos kein Vorzugsrecht vor den mit einer fruͤbern Hypothek verſehe⸗ nen Glaͤnbigern. VII. Wenn der Mann zu der Zeit, wo der Vater ſeiner Tochter Art. 1373. eine dos beſtellte, ſchon zahlungsunfaͤhig war, und weder eine Kunſt, noch ein Gewerbe trieb, ſo braucht dieſelbe zur Erbſchaft ihres Vaters nur das Klagrecht zu conferiren, welches ihr auf Zuruͤckgabe des Braut⸗ ſchatzes gegen den Rachlaß ihres Mannes zuſtebt. Iſt aber der Mann erſt nach geſchloſſener Ebe zahlungsunfaͤhig geworden, oder trieb er ein Handwerk oder Gewerbe, ſo hat die Frau den Verluſt des Braut⸗ ſchatzes allein zu tragen. 1) Pie anniverſario“. Dahin iſt der Artlkel zu erklaͤren. Berer bſchniti⸗ B. Von dem Paraphernalvermsgen. 6. 9os. P ehsiſt Alles Vermoͤgen der Frau, welches nicht zum Brautſchatze beſtellt, Art. 1374. ſondern demſelben ausdruͤcklich entnommen wurde, heißt Parapher⸗ nalvermoͤgen ¹). T3 1) k S—— 150 Drittes Buch. Fuͤnfter Titel. 1) Der Code macht keinen Unterſchied zwiſchen bona paraphernalia und bonn receptitia.— S.(BERrIER) nouveau tiaité. p. 221. 252. §. 909. Rechte und Pflichten der Frau in Hinſicht deſſelben. Art. 137. I. Sie traͤgt aus denſelben zu den Laſten der Ehe bis zum ihrer Einkuͤnfte bey, wenn keine Mos gegeben war, und der Biyrrag in der Art. 1576. Eheſtiftung nicht beſtimmt iſt. HI. Sie hat die Verwaltung und Be⸗ nutzung des Paraphernalvermögens; aber ſie kann ohne Autoriſation des Mannes, oder bey deſſen Weigerung, des Tribuals, daſſelbe weder veraͤußern, noch in Beziehung auf daſſelbe vor Gericht auftraten⸗ III. Art. 1377. Sie kann hedoch chren Mann zur Verwaltung und Benutzung deſſelben bevollmächtigen. Hierbey iſt zu bemerken: 1) Iſt der Mann bloß Ver⸗ walter, und muß er ihr die Früchte berechnen, ſo ſteht er in dem Ver— Art. 1378. hältniſſe eines wahten Manbatars(Tit. 13.). 2) Benutzt er das Pa⸗ raphernalvermögen ohne Vollmacht, aber auch ohne Widerſpruch der Frau, ſo iſt er bey Aufloͤſung der Ehe, oder auf die erſte von ihr ge⸗ ſchehene Anmahnung, nur zur Ablieferung der noch vorraͤthigen Fruͤchte verbunden, aber nicht ſchuldig, uͤber die bis dahin verbrauchten, Rech⸗ Art. 1379. nung abzulegen. 3) Widerſprach ſie dagegen ¹ erwieſenermaßen ſeiner Benutzung, ſo iſt er verbunden, ihr alle, ſowohl noch vorraͤthigen, als Att. 1380. verbrauchten Fruchte zu berechnen. IV. Dem Manne, welcher das Paraphernalvermögen benutzt, liegen alle Pfüchten eines Nießbrau⸗ chers ob 2). 1) Dies braucht nicht durch eine urkunde zu geſchehen, wie BovsEr Expli- cation ad h. ait. irrig behauptet. 2) S. Art. 604 fgg. 8. H0o Beſondere Verordnung. Art. 1381. Die Ehegatten können, auch wenn ſie in das Dotalverhaͤltniß ein⸗ treten, dennoch eine Gemeinſchaft des Erwerbs(Th. I. Abſchn. 1) verabreden, deren Wirkungen ſich nach den Seſtimmungen des 1495ſten und 1499ſten Artikels richten. Sechs Sechster Titel. §. 911. Im Allgemeinen. Drſr Titel handelt: I. Von dem Begriffe und der Form des Ver⸗ kaufs; II. Von den Erforderniſſen deſſelben, in Hinſicht der Perſonen (Cap. 2.) und des Gegenſtandes(Cap. 3.). III. Von den Verbind⸗ lichkeiten des Verkaͤufers(Cap. 4.). IV. Von den Verbindlichkeiten des Kaͤufers(Cap. 5.). V. Von der Nichtigkeit und Aufhebung des Verkaufs(Cap. 6.). VI. Von eungen beſondern Arten des Verkaufs, nämlich der Verſteigerung(Cap. 7.) und der Ceſſion(Cap. 8.)*). 1) PoTRIFER traité du contrat de vente. Nouvelle édition, ou l'on a indi- ue les changemens faits par le Code civil; par M. BERNaAkpr. Ueber den Verkauf der Nattonal⸗ und Gemeindeguter exiſtiren beſondere Verordnungen. S. FrruRI6on Code adminiſtratif. v. Communes; und Biens.— Fuͤr Weſtphalen ſ. das koͤnigl. Decret vom 13ten May 1809. im Geſetzbulletin 1809. nro. 26. Ein jus protumiſeos kennt der Code nicht. Sſte Sapitel. Von dem Begriffe, und der Form des Verkaufs. 3 6. 912. 1. Begriff und Form im Allgemeinen. Der Verkauf iſt ein Vertrag, vermoge welchem ein Theil ſich Art. 138ꝛ. verbindet, einen Gegenſtand zu uͤberliefern, und der andere, etwas da⸗ fuͤr zu bezahlen. Er kann ſowohl durch eine oͤffentliche, als durch eine Privaturkunde, als auch muͤndlich abgeſchloſſen werden, da die ſchrift⸗ liche 3 152 Drittes Buch. Sechster Titel. liche Form nur zum Beweiſe, nicht aber zu den weſentlichen Erforder⸗ niſſen dieſes Contracts dient. 1) PosTar.18 Expoſé b. GaRNRRv L. III. P. III. p. To2. Simulirte Ver⸗ kaͤufe oder Ceſſionen der ungehorſamen Conſcribirten, oder deren Eltern, um ſind von den Tribunälen zu annulliren, ſey ihre Form auch noch ſo rechtsbe⸗ 6 ſtaͤndig, als ſie wolle. Ein voller Bewels dieſer Abſicht benutzt nicht vor⸗ hauden zu ſeyn, da der Richter die Stelle der Jury vertritt, und Anzeigen uud Vermuthungen in dieſem Falle als Beweis betrachten kann. Circular des Großtichters vom 9. Januar 1809. bey Blanchard zu Mgle⸗ ville Th. II. S. 344. 31 5. 913 2. Natur dieſes Contracts. 2. Regel. Der Kaufcontract iſt ein reiner Conſenſualcontract; er iſt perfect, und das Eigenthum wird ipso jure, dem Kaͤufer in Beziehung auf 3 den Verkaͤufer ¹) erworben, ſobald man uͤber die Sache, und den Preis übereingekommen iſt. Zur Perfection des Contracts gehoͤrt mit⸗ hin nicht: l. daß die Sache uͤberliefert, oder II. daß der Preis gezahlt ſey.— Ferner kann er ſowohl unbedingt, als unter einer aufſchieben⸗ 3 den, oder auflöſenden Bedingung eingegangen werden. Auch kann er zwey oder mehrere Sachen alternativ zum Gegenſtande haben. In die⸗ ſen Faͤllen werden die oben aufgefuͤhrten allgemeinen Grundſaͤtze von den Verträgen anzuwenden ſeyn. 1) Auch in Hinſich dritter Perſonen. Will man ſedoch das gekaufte Gut von Hypotheten befreyen, ſo iſt erſt elne Tranſcription nothig. Art. 2108. 2155. S. auch das folaende Erkenntniß des Tribunals zu Göttingen in Sachen Ahlborn wider Degenhard⸗ In Erwägung: daß der Beklagte ſo wenig das Eigenthum der Verkäuferin Stunz geb. Degenhard an dem befraglichen Lande zur Zeit deſſen Verkaufes an den Fläger als die Richtigkeit dieſes am zten Febr. 1810. geſchehenen Verkau fes beſtritten, und daß er nur behauptet hat, ſeit dem Marz 1805. im antichretiſchen Beſitze dieſes Landes zu ſeyn; daß demnach die Verkäuferin Stunz, da der Schnidner durch der an⸗ tichretiſchen Vertrag das Eigenthum nicht verliert(Art. 2085. des N.) dieſes Eigenthum durch den Verkauf auf den Kläger zu übertragen aller 3 dings fahig war; daß es ferner, nach neuerem Rechte, zur Uebertragung des Eigenthumt auf einen Contrahenten der ſörmlichen leberlieferuns und uhee Art. 1383. Art. 1384. —— —— —— ſich der Entrichtung der gegen ſie ausgeſprochenen Geldſtrafen zu entziehen, Von dem Verkaufe. 153 Sache nicht bedarf, ſondern daß das Eigenthum ſchon von dem Augen⸗ blicke on uͤbergehet, wo die Sache uͤberliefert werden ſollte, wenn gieich auch die Uebergabe nicht erfolgt iſt(Art. 1138. des N. G.); e daß dem von ihr beygebrachten Kaufcontracte zufolge das Eigenthum 1 des beſtaglichen Landes in dem Contrarte ſelbſt ſofort auf den Käufer über⸗ tragen wurde, daß dieſemnach auch die Ueberlieferung ſogleich geſchehen mußte, und doß daher der Uebergang des Eigemhums auf den Klaͤgen b auch ohne weitere Tradition als bereits erfolgt, angenommen werden muß; 6 daß der Art. 1583, des N. G. weit entſernt, von dieſem Grundſate 4 eine Ausnahme bey dem Kaufcontracte zu machen, denſelben vielmehr bey 3 dieſem Rechtsgeſchäfte noch ausdehnt, und ſchon die bloße Einwilli⸗ gung der Contrahenten, ohne Räͤckſicht auf den Zeitpunct, wo erſt die Verbindlichkeit zur Ueberlieferung eintritt, kuͤr hinreichend erklart, den Kaͤufer jedoch in Beziehung auf den Verkäufer zum Eigenthuͤmer zu machen; wodurch mithin die im 1138. Att. enthaltene Beſtimmung durchaus keine Abänderung erlttten hat; daß indeſſen die Verkauferin des Landes dem Kläger nicht mehrere Rechte uͤberrragen konnte, als ſie ſelbſt hatte(Art. 2182.), und daß dem⸗ nach, wenn der Beklagle darzuthun im Stande iſt, daß ihm das zuruͤck⸗ uf geforderte Land bereits im Mätrz 1808. gegen ein Dariehn von 71 Rchlr. n, . 24 gr. in Gelde von der Verkauferin antichretiſch eigegeben worden, der ſit Känſer die Zurückgabe deſſelben nur gegen Erſtattung des noch ruckſtaͤndi⸗ hl gen Pfandſchillings von 21 Rthlr. 24 gr. verlangen kann. Legt das Tribunal dem Beklagten mit Verwerfung ſeiner Einrede in der unſtatthaften Klage, binnen 4 Wochen zu beweiſen auf: daß ihm das befragüche halbe Vorling Ackerlandes in der Ellie⸗ ie haͤuſer Feldmark in der Silberbreite zwiſchen Heinrich Ahlborn de und Chriſtoph Mbrecht beſegen, im Maͤrz 1808. gegen ein Dar⸗ lehn von 71 Rthlr. 24 gr. in Golde von der Verkäuferin Stunz geb. Degenhard amtichretiſch verpfaͤndet ſey; worauf mit Vorben 5 halt des Klagers binnen gleicher Friſt anzutretenden Gegenbe⸗ der Sache und der Koſten halber weiter ergehet, 6 w. R. iſt. S. auch Arg. Art 1600. 2182.— Der Glaͤubiger hat daher immer das Recht, auf die verkaufte Sache eine inſeription hypothécaire zu nehmen, wenn der Kaͤufer ſeinen Titel nicht hatte tranſcribiren laſſen. Appellhof zu Bruſ⸗ i ſel in S1RBv Journa! gönẽral. 1509. P. II. S. 47. MAr BvIILLE Analyſe ad h. art.— Caſfattonshof in BikAuM jurisprudente de la cour apprl de Tréves. T. I. p. 94.(1810) Drnvpns Journal 1310. p. a32. Appellhof zu Pottiers in Jurtsprudence. T. XIV. p. 328. e le b. Ausnahmen. Die Regel, daß der Verkauf durch bloßen Conſens vollkommen Att. 1368. werde, leidet in folgenden Fällen eine Ausnahme: l. wenn die Sachen i Spangenbeig's Commentat Bd. II. u nach ————— S———— 14 Drittes Buch. Sechster Titel. nach Maaß, Zahl und Gewicht verkauft worden ſind, denn in dieſem Faile iſt der Verkauf in Hinſicht des Verkaͤufers erſt durch die Tradi⸗ ton guͤltig; denn der Verkaͤnſer traͤgt die Gefahr der verkauften Sachen ſo lange, bis ſie abgewogen, zugezaͤhlt, oder zugemeſſen ſind. In Hin⸗ ſicht des Kaͤufers wird dagegen der Contract durch die Uebereinkunft volttommen, ſo daß er auf Erfuͤllung des Contracts klagen, odér im Falle der Richterruͤllung des Verſprechens, nöthigen Falis vollſtändige Lrt. 1586. Schadloshaltung verlangen kann.— Sind dagegen die Waaren ¹) in Bauſch und Bogen(en bloc) verkauft, ſo iſt der Verkauf volltom⸗ men, wenn gleich die Waaren noch nicht abgewogen, zugezaͤhlt oder zu⸗ Art. 1387. gemeſſen ſind. II. Wenn die Sachen, Wem, Oel, oder ſolche Sachen ſind, welche man vor dem Ankaufe zu koſten pflegt; denn dann iſt ſo lange noch kein Kauf vorhanden, als der Kaͤufer ſie nicht gekoſtet, und annehmlich gefunden hat. 111. Wenn die Sachen auf Probe(a l'essai) Art. 13568. verkauft ſind, denn dieſer Verkauf wird ſtets betrachtet, als wenn er unter emer auſſchiebenden Bedingung eingegangen waͤre, und wird in Hinſicht des Käufers nicht eber perfect, als bis derſelbe die Sachen fuͤr annehmbar gefunden hat ²). 1) Mrchandiſes ſind hier jede Sachen, welche Gegenſtand des Handels ſind, z. B. Getraide. 2) Das Pactun Yisplicentiae(Reukauf) iſt im Code nicht enthalten. 5. 915. 3. Verſprechen eines Verkaufs. Art. 1389.„Das Verſprechen eines Verkaufs, gilt als Verkauf, ſobald die gegenſeitige Einwilligung beyder Theile uͤber die Sache und den Preis vochanden iſt. Art. 1590. Kam zu dem Verſprechen etwas zu verkaufen, ein Handgeld hinzu, ſo iſt ein jeder der Contrabenten berechtigt davon abzugehen: Der, welcher daſſelbe gab, indem er es verliert; Und der, welcher es empfangen bat, indem er es zwiefach erſtattet ⸗ Dieſe beyden Artikel des Code verlangen eine genaue Auseinan⸗ derſetzung: Nach Art. 1583. macht die Uebereinkunft uͤber Sache und Preis den Contract perfect. Nach Art. 1589. gilt das Vetſprechen des Ver⸗ kaufs unter den nomlichen Bedingungen gls perfecter Verkauf, ſo a is , Von dem Verkaufe. 155 auf Erfuͤllung deſſelben geklagt werden kann, wenn kein Handgeld da⸗ bey ausbedungen iſt; da in dieſem letztern Falle jeder Contrahent die Wahl bat, ob er einſeitig von dem Contrarte abgehen wolle. Jetzt fraͤgt es ſich, weun bey dem wirklichen Verkaufe, ein Handgeid war, berechtigt dieſes auch zu der einſeitigen Abſpringung von dem Con— tracte, wie bey dem dem wirklichen Verkaufe gleichgeſetzten Verſprechen zu verkaufen? Wenn gleich das Verſprechen, eine beſtmmte Sache fur einen beſtimmten Preis zu verkaufen, dem Verkaufe gleich geſetzt iſt; ſo läßt ſich, wie Herr Schulz*) ſehr richtig bemerkt, miht um— gekehrt behaupten, daß jeder Verkauf ein Verſprechen etwas zu verkau⸗ fen ſey ²). Der Kauſcontract kann naͤmlich auf zweyerley Rrt abgeſchloſ⸗ ſen werden: I. indem man ſich des Ausdrucks bedient, daß man ver— ſpreche, eine beſtimmte Sache für einen beſtimmten Preis zu verkau⸗ fen, oder daß man eine beſtimmte Sache fuͤr einen beſtimmten Preis verkaufen wolle, und II. daß man geradezu ſagt: ich verkaufe dieſe Sache fuͤr dieſen Preis. Mit andern Worten: der Kaufeontract kann entweder verbis in futurum concoptis oder verbis de praesenti ab— gefaßt ſeyn 3). Sobald zedoch die Geſetze beſondere Beſtunmungen uͤber den Kaufcontract, der verhis in futurum con ceptis abgefaßt iſt, enthalten, wie dieſes namentlich im Art. 1590. der Fall iſt; fo iſt man nicht berechtigt, dieſe Beſtimmungen auch auf den Kaufcontract, der verbis de praesenti abgefaßt iſt, auszudehnen. Ferner konnte einem wirklichen Kaufeontracte verbis de praesenti nur eine arrha conſir- matoria oder pacto jam perfecto duta als Zeichen des bereits tbeilweiſe erfuͤllten Contraets, da eine ſolche immer auf das Kauf— geld abgerechnet wird, gegeben werden. Von dieſer konnte aber bey dem Verſprechen des Verkaufs nicht die Rede ſeyn, da noch nicht der Contract, ſondern erſt ein Vertrag, den Contract abſchließen zu wollen verfect geworden war, ſondern, wenn eine arrha gegeben war, nur von einer artha pacto imperfecto data oder Poenitentials, welche nicht auf das Kauſgeld abgerechnet wird, ſondern den Contra⸗ henten das Recht reſervirt, mit Verluſt derſelben, von dem Verſprechen abzuſpeingen). Die Reſultate dieſer Unterſuchungen wuͤrden mithin folgende ſeyn: I. Der wirkliche Verkauf(venditio venpis de praesenti) ohne wei— tere Beſtimmungen der Partheyen, iſt dem Verſprechen des Verkaufs(venditio verbis in futurum conoeptis) völlig gleich zü 12 ſtellen. 156 Drittes Buch. Sechster Titel. ſtellen. II. Iſt bey dem wirklichen Verkauf eine arrha gegeben, ſo wird dieſelbe im Zweifel, und wenn nicht ausdruͤcklich das Gegentheil vedungen iſt, fuͤr eine arrha coufirmatoria, oder theilweiſe Vollzie⸗ 3 hung des Contracts gehalten, ſo daß kein Abſpringen von dem Con⸗ tracte mehr moͤglich iſt; II. Iſt bey dem Verſprechin des Verkaufs eine arrha gegeben, ſo iſt dieſes nur eine arrha poenitentialis, und kann nach Art. 1590., ſo lange noch res integra iſt, d. b ſo lange dieſes Verſprechen nicht durch Vollziehung ſchon in Kraft geſetzt iſt, die arrha poenitentialis in eine arrha confirmatoria, und pacto jam perfecto data verwandelt*). 1) In OBsTpRrTv und meinem Magarin. Bd. I. S. 93 fgg. S.(v. STRoN. syck) ebendaſ. S. 413 fgg.— 2) Wie GRENirk Diſcours a. a. O. behauptet. Anderer Melnung war dagegen ſehr richtig der Herr Staatsrath Faunk Rapport a. a. O. 3) Das Verſprechen, etwas zu verkaufen, unterſcheidet ſich von dem Verkaufe 6 nithin dadurch, daß bey dieſem der Verkauf, d. h. die Uebereinkunft, eine beſtimmte Sache fuͤr elnen beſtimmten Preis hinzugeben, als in dem gegeni wärtigen Zeitpuncte geſchehen, bey jenem hingegen als kuͤnftiq betrachtet wird. S. ScRoIz in OnsTERLEv und meinem Magazine. Bd. I. S. 423 fgg. 4) Noch einen andern Weg ſchlaͤgt MalEvIIIE Knalyſe ad art. 1590 ein, und verſteht ihn nur von dem Falle, wenn ein Verſprechen etwas zu verkau⸗ fen abgeſchloſſen war, ohne daß man uͤber Sache oder Preis einig war: Il vagit dans cet article, d'arrhes dontées ſur la ſtmple promeſe de vendre, et non de cellet donnéer, la vente une foi parfaite, aber die vente iſt ja nach Art. 1500. parfante, wenn bey der promeſſe de vendre Einwilligung uͤber Sache und Preis vorhanden iſt.— Noch anderer Met nung iſt ZacRakraß Handbuch. Th. I. S. 278. Not. 5. 6 5) So haben auch die Tribunäle in Verden und Göttingen in mehreren 3 Fäͤllen entſchieden. 3 4. Kaufpreis. art 101.. Erforderlich iſt es zur Guͤltigkeit des Contracts, daß der Kauß 3 preis von den Partheyen beſtimmt, und genan angegeben werden muß N ² Nicht hinreichend wuͤrde es ſeyn, wenn er blos beſtimmbar wäre. art. 1392. Doch kann die Beſtimmung auch der Beurtheilung eines Dritten 4 aſſen ———— zeder der Contrahenten abſpringen. Denn durch die Vollziehung wird Von dem Verkaufe. 157 laſſen werden; will oder kann jedoch der Dritte den Preis nicht beſtim⸗ men, ſo iſt der Verkauf als nicht vorhanden zu betrachten. 1) Appellhof von Aix; in DeMEvxRs Journal. 1806. p. 431. 5. 917. 5. Koſten des Contracts. Die Koſten des ſchriftlichen Aufſatzes uͤber den Contract, ſo wie Art. 1393. auch andere auf den Verkauf Bezug habende Nebenkoſten*), ſallen, in Ermangelung einer entgegenſtehenden Verabredung dem Kaͤufer zur Laſt. 1) S. Art. 1608. Zweytes Kapitel. We nfen oden verkanfen kann. §. 918. Grundſat. Jeder, dem es das Geſet nicht unterſagt, kann kaufen oder Art. 1594. verkaufen. 5. 8i9. Wer nlcht kaufen, oder verkanfen konne. Das Geſetz unterſagt es: L. allen, die keine Vertraͤge eingehen können ¹); I. den Ehegatten unter einander, ausgenommen in folgen⸗Art. 1593. den drey Fällen: 1) wenn einer der Ehegatten dem andern, der gericht⸗ lich von ihm getrennt iſt, zur Befriedigung ſeiner Anſpruͤche einen Theil ſeines Vermoͤgens abtritt; 2) wenn der von dem Manne an ſeine, auch nicht getrennte Ehefrau, geſchehenen Abtretung eine rechtmaͤßige Urſache, z. B. die Wiedererſtattung ihrer veraͤußerten unbeweglichen Sachen, oder des ihr zugehörenden baaren Geldes, zum Grunde liegt, in ſo fern nicht dieſe unbeweglichen Sachen, oder baaren Gelder in die Guͤterge⸗ ieinſchaft fallen; 3) wenn die Frau ihrem Manne einen Theil ihres Vermögens zur Bezablung der Summe abtritt, welche ſie ihm als 5 Braut⸗ S ——— — 156 Drittes Buch. Sechster Titel. Brantſchatz verſprochen hatte, im Falle naͤmlich die Guͤtergemeinſchaft ausgeſchloſſen iſt. Doch bleiben in dieſen drey Fällen den Erben der contrahirenden Theile ihre Rochte fuͤr den Fall einer indirecten, etwa ge⸗ Art. 1396. ſchehenen Beguͤnſtigung, vorbehalten. Ul. Bey Strafe der Richtig⸗ keit duͤrfen weder ſelbſt, noch durch andere Perſonen(auf andere Ra⸗ men) beym Verkaufe erſteben: 1) Vormuͤnder die Sachen ihrer Pupil⸗ len; 2) Bevollmaͤchtigte die Sachen, deren Verkauf ihnen uͤbertragen worden iſt; 3) Verwalter die Sachen der Geweinden oder oͤffenrlichen Anſtalten, welche ihrer Sorgfalt anvertrant ſind; 4) öffentliche Beam⸗ Arz. 1397. ten die Nationglguͤter, deren Verkauf durch ſie geſchieht. IV. Die Richter, Suppléants, Generalprocuratoren, Subſtituten und kaiſerli⸗ chen Procuratoren, die Greffiers, Huſſſiers, Advocaten, Avoues und Rotarien duͤrfen, bey Strafe der Nichtigkeit, des Koſtenerſatzes und vollſtaͤndiger Schadloshaltung keine ſolche Proceſſe, ſtreitigen Rechte ²) und Klagen, woruͤber das Gericht, bey dem ſie angeſtellt ſind, oder in deſſen Bezirke ſie ihre Dienſtverrichtungen ausuben, zu erkennen bat, auf ſich uͤbertragen laſſen. 1) S. Art. I124. und daſelbſt den Commentar. 2) Welche ſolche ſind, daruͤber ſ. Art. 1700. Drittes Kapitel. Von den Sachen, welche verkauft werden koͤnnen. 5. 920. Grund ſat. Art. 1393. Jede Sache iſt eines Verkaufs fähig, welche: I. dem buͤrger⸗ lichen Verkehre unterworfen iſt ¹), gusgenommien, wenn be⸗ ſondere Geſetze ²) ihren Verkauf unterſagt haben; II. dem Berkaͤu⸗ grt. 1359. fer eigenthuͤmlich zugehört: der Verkauf einer fremden Sache iſt nichtig; auch kann der Kaͤufer gegen den Vertaͤufer eine Klage auf vollſtaͤndige Schadloshaltung anſtellen, wenn der erſtere nicht wußte, daß die Sache einem andern zugehorte 3); II. und im Augenblicke art. 1600, des Verkaufs wirklich vorhanden iſt.— Hieraus folgt: 1) die Erbſchaft eh Von dem Verkaufe. 159 Erbſchaft einer noch lebenden Perſon kann man, ſelbſt mit deren Be⸗ willigung, nicht verkaufen ¹), da ſie in die Kategorie der fremden Sachen gebört; 2) War in dem Augenblicke des Verkaufs die verkaufte Art. 160r. Sache ganz zu Grunde gegangen, ſo iſt der Verkauf nichtig*); war nur ein Theil derſelben zu Grunde gegangen, ſo hat der Kaͤufer die Wahl, entweder von dem Verttage abzugeben, oder den uͤbrig geblie⸗ benen Theil, deſſen Preis alsdann verhaͤltnißmaͤßig beſtimmt wird, zu verlangen.— Eine Emtio spei, oder ein Kauf geboffter Sachea, iſt jedoch nicht verboten, in ſo fern 1) es in des Verkaͤufers Willkühr ſtand, deren Eigenthum ſogleich zu erhalten, und 2) die Ungewißheit, und die Hoffnungen, welche den Gegenſtand des Vertrags ausmachen, den Grundſätzen der Rechtlichkeit, und der Ratur nicht widerſtreiten ⁵). 1) S. Art. 316. Sogar von dem Kaiſer unveraͤußerlich ſind die Guͤter, welche die Dotation der Krone ausmachen. Senatusconſult vom 30. Januar 1310. Art. 10. Ebenfalls koͤnnen nach einem Gutachten des Staats⸗ raths vom 2. Febr. 1808. die Zietraite? und Reform⸗Beſoldungen, ſo wie die Penſionen der Milttairperſonen und Mitglieder der Ehrenlegion nicht ver⸗ kauft werden.— Ebenfalls nicht Dotalgrundſtuͤcke. Art. 1534. 2) 3. B. Waffen verbotener Gattungen, Gifte u. ſ. w. PonTAt.is Expofe b. GakrRT L. III. P. III. p. 190. LMomme eſt Vors de Priu⸗ ℳ vie ne ſauroit ötre un objer de commeree; ſa mort ne peut devenir la matiere d'une Vheculatiònu mercahtile. 3) Hierdurch iſt aber der Verkauf ſeines Antheiſs an elner gemeinſchaftlichen Sache nicht verboten. MaEvILI.E Analyſe ad h. art. 4) Art. 791. 1130. 3) 3. B. ein Schiff, welches vor dem Verkaufe, den Contrahenten unwiſſeut⸗ lich, untergegangen war. Caſſationshof bey DBuEvRRs Journal des au- diences 1806. p 137.— In der Diſenſſion wurde aber behauptet, der Ar⸗ tikel ſey auf Handelsſachen nicht anwendbar. MalEvIILILR Analyſe ad h. art. 6) PokTAL1s a. a. O. J ſÿt ſanr doute permis de traiter ſur de cho- ſer incertaines, de vondre et d'acheter der ſimples ſperances; mai faut que ler incertitudes et ler eſperancey, Jui ſont la matiere du cohtrat, ne ſoient contrairer vi aud ſentimens de la nanture, ni auæ prineipe de IRonnẽtetò. S. auch Art. 1130. Viertes * 1 1 6 f 3 3 160 Drittes Buch. Sechster Titel. Viertes Kapitel. Von den Verbindlichkeiten des Verkaͤufers. Erſter Abſchnitt. Allgemeine Verfuͤgungen. 5 Verbindlichkeiten deſſelben im Allgemeinen. Art. 1602. Der Verkaͤufer iſt im Allgemeinen ſchuldig, dasjenige, wozu er ſich verbindlich macht, deutlich auszudruͤcken; jeder dunkle oder doppel— ſinnige Vertrag wird zu ſeinem Nachtheile ausgelegt ²). Ihm liegen urt. 1603. außerdem zwey Hauptverbindlichkeiten ob; I. die verkaufte Sache zu uͤberliefern; und 11. fuͤr dieſelbe Gewähr zu leiſten. 1) S. Art. 1162. Zweyter Abſchnitt. P 5 d 2 F5. 922. B eſ Art. 1604. Die Ueberlieferung(Tradition) beſteht in der Uebertragung der verkauften Sache in die Gewalt, und den Beſitz des Kaͤufers. 5. 923. Arten derſelben. Art. 1605. Die Ueberlieferung geſchieht nach Maaßgabe der zu uͤberliefernden Gegenſtaͤnde auf dreyfache Art: I. Bey unbeweglichen Sachen durch Uebergabe der Schluſſel, wenn von einem Gebaͤude die Rede iſt; oder durch Uebergabe der das Eigenthum beweiſenden Urkundin⸗ II. urt. 1606. Bey beweglichen Sachen, entweder r) durch wirkliche Uedergabe, 2) oder durch Ueberlieferung der Schluͤſſel der Gebände, worin die be⸗ weglichen l. h Von dem Verkaufe. 161 weglichen Sachen ſich befinden; oder 3) durch die bloße Einwilligung der Partheyen, wenn die wirkliche Uebergabe zur Zeit des Verkaufs nicht geſchehen kann, oder wenn der Kaͤufer die Sachen ſchon aus ei⸗ nem andern Grunde in ſeinem Gehorſam hatte, z. B. wenn er ſie fruͤher vom Verkaͤufer erliehen, oder in deposito hatte. II. Bey urt. 1607. unkoͤrperlichen Gerechtſamen geſchiebt die Ueberlieferung entwe⸗ der durch Einbaͤndigung der Urkunden, oder durch den Gebrauch, wel⸗ chen der Kaͤufer mit Bewilligung des Verkaufers davon macht. 5. 924· Erforderniſſe. Die Ueberlieferung muß geſchehen: I. auf Koſten des Ver⸗ rt. 1608. raufers, falls nicht etwas anderes verabredet iſt. Die Koſten der Wegnahme der Sache fallen jedoch dem Kaͤufer zur kaſt; II. an dem Art. 1609. Orte, wo zur Zeit des Verkaufes die den Gegenſtand deſ— ſelben ansmachende Sache ſich befand, dies jedoch nur, in Ermangeluug einer entgegenſtehenden Verabredung; IlI. zur verabre⸗ Art. 1610. deten Zeit. Unterlaͤßt der Verkaͤufer die Ueberlieferung binnen der⸗ ſelben, ſo hat der Kaͤufer die Wetl, zu verlangen ¹), daß der Con⸗ tract aufgehoben, oder er in den Beſitz geſetzt werde. Auch kann er immer vollſtäͤndige Schadloshaltung verlangen, wenn daraus, daß die Art. 161. ueberlieferung nicht zur gehorigen Zeit erfolgte, ein Nachtheil für den Kaͤufer erwächſt. Hierbey iſt jedoch zu bemerken; 1) der Verkaͤufer Art. 1612. iſt nicht ſchuldig, zur verabredeten Zeit die Sache zu überliefern, wenn der Käufer nicht deren Preis bezablt, und der Verkaͤufer ihm eine Zahlungsſeiſt auch nicht bewilligt hat. 2) Selbſt in dem Falle, wo art. 1613. er dem Kaͤufer eine Zahlungsfriſt verwilligte, iſt er dennoch zur Ueber⸗ lieferung nicht verbunden, wenn ſeit dem Verkaufe der Kaͤufer in Con⸗ curs oder Vermögensverfall gerathen iſt ²*), ausgenommen, wenn der Kaͤufer ihm Buͤrgſchaft leiſtet, daß die Zahlung binnen der beſtimm⸗ ten Zeit erfolgen ſolle. IV. In dem Zuſtande, worin die Sache Art. 161. in dem Augenblicke des Verkaufs ſich befindet ²). Von dieſem Tage an gehören auch dem Käufer alle Fruͤchte der Sache. V. Mit allem Zubehör der Sache, ſo wie allem, was zu Art. 1613. deren beſtändigem Gebrauche beſtimmt iſt*). VI. In dem Maaße, Gewicht und der Zabl, welche der Contract an⸗ Spangenberg's Commentat Bd. III. X grebt⸗ 162 Drittes Buch. Sechöter Titel. Art. 1616. giebt. Jedoch finden ſich hierbey folgende Beſtimmungen: 1) Iſt ein Grundſtuͤck, mit Angabe der Groͤße, und des Preiſes fuͤr zjedes Maaß derſelben verkauft worden, ſo iſt der Verkaͤufer verbunden, die in dem Art. 1617. Contraete angezeigte Groöße dem Kaͤufer, wenn dieſer es verlangt, zu uͤberliefern. Wenn ihm aber dieſes unmoͤglich iſt, oder der Kaͤufer es nicht verlangt, ſo muß der Verkuͤufer ſich eine verhaͤltmßmaͤßige Ver— Srt. 1618. munderung des Preiſes gefallen laſſen. Fundet ſich hingegen eine be⸗ traͤchtlichere Große, als der Contcäct angiebt; ſo hat der Kaufer dre Wahl, entweder den Preis verhaͤltnßmaͤßig zu vermehren, oder ven dem Contracte abzugehen, wenn der Aeberſchuß die angegebene Große Ait. 1079. um überſteigt. 2) In allen uͤbrigen Faͤllen, wo entweder eine ge⸗ nan beſtimmte und begraͤnzte Sache verkauft wurde, oder wo der Ver⸗ kauf von emander verſchiedene und abgeſonderte Grundſtuͤcke zum Ge⸗ genſtande hat, mag nun un dem Contraete zuerſt das Maaß, oder zuerſt die verkaufte Sache, und nachher das Maaß angegeben ſeym, begruͤn⸗ det, in Ermangelung einer emgegenſteßenden Uebereinkunft, die Angabe dieſes Mwaßes weder zum Vortheile des Verkäufers erne Erhöbung des Preiſes wegen des Uebermaaßes, noch zum Vortheile des Kaͤufers eine Verminderung des Preiſes wegen des geringern Maaßes, ſo lange nicht, mit Ruͤckſicht auf den Werth ſaͤmmtlicher verkauften Gegenſtaͤnde, der Unterſchied des wirklichen und des im Contracte angegebenen Maaßes Art. 1620 den zwanzigſten Theil mebr oder weniger betraͤgt. In dem Falle, wo nach dem vorbergehenden Satze eine Erhöhung des Preiſes fuͤr das Uebermaaß ſtatt findet, bſeibt dem Kaͤufer die Wabt, entweder von dem Contraete abzugehen. oder die Engaͤnzungsſunnne des Preiſes zu bezahlen, und zwar mit Zinſen, wenm et in dem Beſſbe der unbewegli⸗ Art. 1621. chen Sache geblieben iſt. 3) In allen Fällen, in welchen der Kaͤufer berechtigt iſt, von dem Contracte abzugehen, iſt der Verkaͤnfer verbun⸗ den, ihm außer dem Preiſe, wenn er denſelben ſchon empfangen hat, Art. 1622. die Koſten des Contracts zu erſtatten. 4) Die Klagen des Verkaͤufers auf Ergänzung des Kaufpreiſes, und die des Kaͤufers auf deſſen Ver⸗ minderung oder auf Aufhebung des Contracts, muͤſſen binnen einem Jahre, von dem Tage des Contracts anzurechnen, bey Strafe des art 16.3. Verluſts derſelben angeſtellt werden. 5) Sind zwey Grundſtücke in demſelben Contracte und fuͤr einen und denſelben Preiß, mit Beſtim⸗ mung des Maaßes eines zeden, verkauft worden, und es findet ſich bey dem einen ein geringeres, bey dem gndern hingegen ein „ in 6 m p r⸗ e en e er⸗ je⸗ n b es ne det es wo a on ſu fer un⸗ at, its et en des im 6 ts Von dem Verkaufe. 163 Maaß, ſo wird beydes bis zur vertragsmaͤßigen Groͤße gegen einander aufgehoben, und die Klage auf Ergänzung, oder Verminderung des Preiſes hat nur zufolge der oben beſtimmten Regeln*) ſtatt. 6) Die Art. 1621. Frage, wer von beyden Theilen den Verſuſt oder die Verſchlimmerung der verkauften Sache vor der Ueberlieferung zu tragen habe, wird nach den, in dem zten Titel d. B. vorgeſchriebenen Regeln beurtheilt. 1) Und zwar, ohne daß eine Aufforderung zue Ablteferung vorauszugehen braucht. MarRvILLE Analyſe ad h. art.— Doch muß die unterlaſſene oder verzö⸗ gerte Ablieferung durch das Factum des Verkaͤufers herraͤhren; denn ſollte ſie zufaͤllig ſeyn, z. B. wenn die Paſſage gehindert würde, ſo tritt die Verfü⸗ gung des Art. nicht ein. Caſſationshof b. S1REx Jurisprudence 1808. p. 95. Blanchard zu Malepille Th. 3. S. 36. 2) S. Art. 1553.. 3 3) D. b. der Verkaͤufer barf die. Beſchaffenheit der verkauftep Sache nicht in dern. Verändert ſie ſich zufaͤllig, ſo erhält der Kaͤufer d hterdurch i lahten Gewinn, oder trägt den Verluſt. MarrviILILR Analyfe ad h. art. 4) S. Att. 317 fgg. 5) D. h. in dieſem Falle wird der Werth der beyden Grundſtuͤcke, nicht aber das Maaß derſelben gegen einander verglichen. Iſt dieſes geſchehen, ſo hat man auf dasjenige„ was noch zu viel oder zu wenig iſt, nur in ſo fers Rückſicht zu nehmen, als ſich der Unterſchied auf 2 belaͤuft, es ſey dann, daß im Contracte ausbedungen worden, daß ſo und ſo viel fuͤr das Maaß gegeben werden ſolle. MaLEvILLE Aralyſe ad k. art. Dritter Abſchnitt. Von der Gewhrleiſtung. S9 Arten derſelben. Die zweyte Pflicht des Verkaͤufers iſt die Gewährleiſtung. Art. 1668. Dieſe iſt doppelt: I. Gewaͤhrleiſtung wegen des ruhigen Be⸗ ſitzes de verkauften Sache(Evictionsleiſtung) ¹). 1I. Gewaͤhr⸗ leiſtung fuͤr die verborgenen Maͤngel der Sache, oder Wandlungsfehler. 1) Die Franz. und Weſtphäl. Prozeß⸗Ordnungen unterſcheiden außerdem die eifache Gewährleiſtung und Im erſten Fall tritt der 164 Drittes Buch. Sechster Titel. der Verkaͤnfer nur als Intervenient bey dem Prozeſſe wider d r en Entwa den auf, im letztern aber als Beklagter, ſo doß der Käufer voͤllig ex hen blerbt. Ueber das Verfahren bey einer Gewaͤhrleiſtung. S. Code de pro- codure ſrangai art. I75— 185. VMeſiphalien art. 126— 136. Erſtes hauptſtuͤck. en der Eiten e G r u. n d ſa t. Art. 1626. Iſt die Evictionsleiſtung gleich nicht ausdruͤcklich ausbedungen, ſo muß dennoch der Verkaͤufer, kraſt des Geſetzes, dem Käufer ſowohl fuͤr die Entwaͤhrung, wodurch ihm der verkaufte Gegenſtand ganz oder zum Theil entzogen wird, als fur die Laſten einſtehen, wegen deren die Sache in Anſpruch genommen wird, und die bey dem Verkaͤufer nicht art. 1627. angegeben worden ſind ¹). Die Partheyen können durch beſondere Ver⸗ traͤge den Umfang dieſer geſetzlichen Verbindlichkeit ausdehnen oder ver⸗ engern ²*); ſie können ſogar verabreden, daß der Verkaͤufer zu keiner Gewaͤhrleiſtung verbunden ſeyn ſolle. 1) Wenn ein Grundſtuͤck ſueceſſive durch mehrere Haͤnde gegangen iſt, und der letzte Kaͤufer evincirt wird, ſo hat er, wenn die uͤbrigen Verkaͤufer in⸗ ſolvent ſind, keine Klage directe gegen den erſten Verkdufer. Appellhof zu Bruſſel im Journal de barreau. 1809. b. II. S. 93. 2) Z. B. beſtimmen, daß der Verkaufer ſtatt der Evictionsleiſtung nur eine Summe Geid geben ſolle. Marxvir1R Analyſe ad p.. 56 Beſondere Regeln. 1. Wenn die ganze Sache evincirt iſt. Art. 1623. 1. War verabredet, daß der Verkäufer zu keiner Gewährleiſtuns verbunden ſeyn ſolle, ſo muß er jedoch immer die Entwaͤhrung erſeßzen, zu der er durch ſeine eigene Handlung Veranlaſſung gab, und jede hier Art. 1629. mit im Widerſpruche ſtehende Uebereinkunft iſt nichtig. Ebenfalls iſt in dem Falle einer ſolchen Verabredung der Verkäufer immer, went die Emwährung erſolgt, zur Erſtattung des Kanfgelds berbunden, aus⸗ genommen, wenn der Kaufer zur Zeit des Verkaufs weder die Sefah e Von dem Verkaufe. 165 en der Entwaͤhrung gekannt, noch auch auf ſeine eigene Gefahr gekauft hat. 11. War dagegen Gewaͤhrleiſtung verſprochen, oder in Betreff Art. 1630. . ihrer gar nichts verabredet, ſo muß der Verkaͤufer bey der eintretenden Entwährung dem Käufer: r) den Kaufpreis zuruͤckgeben ¹), 2) die Fruͤchte in ſo fern erſetzen, als der Kaͤufer verbunden iſt, ſie dem Ei⸗ genthuͤmer, der die Entwährung vornimmt, herauszugeben; 3) die Ko⸗ ſten der Klage des Kaͤufers auf Gewährleiſtung, wie auch die, welche der Eigenthuͤmer aufgewandt hat, erſetzen, ſo wie 4) vollſtaͤndige Schadlosbaltung dem Kaͤufer leiſten, und die Koſten und geſetzmäßigen Gebuͤhren fuͤr die Abfaſſung des Contracts zuruͤckgeben. Außerdem treten hierbey noch folgende Regeln ein: I. Findet ſich zur Zeit der Entwährung die verkaufte Sache an ihrem Werthe verrin⸗Art. 1631. ſ gert, oder betraͤchtlich verſchlimmert, ſo geſchah dieſes 1) durch die ohl Einwirkung eines nnabwendbaren Zufalls. Dann iſt der Verkaͤufer de deſſenungeachtet zur Erſtattung des ganzen Preiſes verbunden. Oder es i geſchah 2) durch Nachlaͤſſigkeit des Kaͤufers. Dann iſt zu unterſchei— t den, ob der Käufer aus den von ihm herruͤhrenden Verſchlimmerungen 4 Vortheile gezogen oder nicht. Im erſtern Falle iſt der Verkaͤufer be⸗ bet rechtigt, eine dieſem Vortheile gleichkommende Summe von dem Kauf⸗ Art. 1632. e preiſe zuruͤckzubehalten, im letztern iſt er zur Erſtattung des ganzen Preiſes verbunden. II. Findet ſich zur Zeit der Entwaͤhrung der Werth Art. 1633. un der verkauften Sache, wenn gleich ohne Zuthun des Kaͤufers erhöht, iw ſo iſt der Verkaͤufer ſchuldig, ihm auch das zu bezahlen, was ſie uͤber 6 den Kaufpreis werth iſt. III. Ebenfalls iſt der Verkaͤufer ſchuldig, Art. 1639. dem Kaͤufer alle auf das Grundſtüͤck aufgewandten nothwendigen und in nuͤtzlichen Koſten zu erſetzen; ja ſogar diejenigen Koſten, welche nur Art. 1633. zur Verſchonerung oder zum Vergnuͤgen dienen, wenn der Verkaͤufer wiſſentlich ein fremdes Grundſtuͤck verkauft hatte. 1) Dieſes gilt ſogar von dem Falle, wenn der Kaͤufer durch ein Uebergebot (Art. 2183 fgg.) evincitt wird. Caſſationshof b. S1REx Jurisprudence. un 1808. p. 358. zit 2. Wenn nur ein Theil derſelben evincirt iſt. enn I. Wenn dem Kaͤufer nur ein Theil der Sache entwaͤhrt worden grt. 1636. au iſt, ſo kann er den Verkauf nur dann wieder aufheben laſſen, wenn ſiht dieſer Theil im Verhälmiſſe zum Ganzen ſo bedeutend iſt, daß der 3 Kaͤufer ———— k 166 Drittes Buch. Sechster Titel. Kaͤufer die Sache oßne den ihm entwaͤbrten Theil gar nicht würde ge⸗ utt. r537. kauft haben. Iſt dieſes der Fall nicht, oder will der Kaͤufer den Ver⸗ kauf nicht wieder aufbeben laſſen, ſo kann er die Verguͤtung des ent⸗ waͤhrten Theils nach dem Werthe, worauf derſelbe zur Zeit der Ent⸗ währung geſchaͤtzt wird, nicht aber im Verhaͤltniſſe zum ganzen Kauf⸗ preiſe, verlangen; es mag die verkaufte Sache am Werthe zu⸗ oder Aut. 1638. abgenommen haben. Il. Iſt das verkaufte Grundſtuͤck mit Servituten, die micht ins Auge fallen, belaſtet, ohne daß der Verkaͤufer ſolches dem Kuͤufer angezeigt hat, und ſind dieſe Servituten von ſolcher Wich⸗ tigkeit, daß ſich vermuthen laͤßt, der Kaͤufer wuͤrde, wenn er davon unterrichtet geweſen waͤre, das Grundſtuck nicht gekauft haben, ſo kann er die Aufhebung des Contracts verlangen, wenn er nicht lieber mit ei⸗ ner Entſchädigung ſich begnugen will⸗ §. 929. Schlußbemerkungen. Art. 1639. I. Die uͤbrigen Fragen in Anſechung der Schadloshaltung, welche dem Kaͤufer wegen Nichtvoliziehung des Verkaufs gebuͤhrt, ſind nach den im zten Titel dieſes Buchs aufgeſtellten Regeln zu entſcheiden. II. 2et. 160. Die Gewaͤhrleiſtung wegen erfolgter Eutwährung fällt weg, wenn der Käufer ohne ſeinen Verkaͤufer zur PVertretung aufzufordern, durch ein rechtskraͤftiges Urtheil ſich hat verurtbeilen laſſen, und der Verkaͤufer beweiſt, daß hinlängliche Gruͤnde vorhanden waren, die Verwerfung der Flage zu bewirken. Zweytes Hauptſtuͤck. Von der Gewährleiſtung füͤr die Mingel der verkauften Sache. §. 930. Grundſatz. Art. 1631. Der Verkaufer iſt zur Gewährleiſtung*) fuͤr diejerigen vbotge nen Mängel 2) der verkauften Sache verbunden, welche dieſe e zu dem Gebrauche, wozu ſie beſtimmt iſt, entweder untanglich machen, oder ihre Brauchbarkeit ſo ſehr vermindern, daß der Kaͤufer ⸗ ſ⸗ 0 he I. Mer ei ſer u he. ge en, icht iſt, Von dem Verkaufe. 167 gekauft, oder doch nur einen geringen Preis dafuͤr gegeben haben wuͤrde, wenn die Maͤngel ihm bekannt geweſen waͤren. Die Maͤngel, die eine ſolcht Klage auf Gewohrlaiſtung begruͤn⸗ den, muͤſſen immer ſeyn: J. verborgen. Der Verkaͤufer iſt fuͤr Art. 1632. folche Maͤngel, welche ins Auge fallen, und wovon der Kaͤufer ſich ſelbſt uberzeugen konnte, nicht verantwortlich. II. Gleichguͤltig iſt es urt. 16. jedoch, ob dieſe verborgeneu Mängel dem Verkaͤnfer bekannt, oder unbekannt waren, ausgenommen, wenn er in dem letzten Falle ſich ausbedungen haͤtte, zu keiner Gewaͤhrleiſtung verbunden zu ſeyn; denu⸗ in dieſem Falle haftet er nicht 3). 1) Der Uanterſchied zwiſchen actio quanti minoris und redhibitoria, ben die ehmalige Praxts machte, und die Wirkungen des aedilitiſchen Ediets ceſſiren vollig. 2) Garuen Diſcours; behauptet, toß die Beſtimmung der Fehler, welche dieſe Klage begruͤnden, nach den bishet beſtehonden Ortsgewohnheiten entſchie⸗ den weiden muͤſſen. 3) Der Caſſattonshof erkonnte, daß gegen elnen Verkaͤufer dieſe Klage wegen einer auf dem verkauften Grundſtücke haftenden, und nicht angegeben nen Servitut nicht ſtatt finde, wenn dem Kaufer dieſe Servitut mittelſt einer von der zu deren Ansübung berechtigten Perſon angelegten Oppoſitivn bekannt geworden war, und der Kaufer nicht die Aufhebhng derſeiben zu erwirken⸗ ſuchte, ſondern ſogar den Kaufpreis an den Verkaͤufer ohne Vorbehalt aus⸗ dahite. S1RB* Jurisgrudence. 1308. P. 339. Wirkungen⸗ Die Wirkunden der Gewährleiſtung ſind verſchieden, je nachdem dem Verkaͤufer die Maͤngel der Sache bekaunt, oder unbekannt wa⸗ ren. Der Kaͤufer hat im Allgeneinen die Wahl, entweder die Sache Art. 1644. zuruͤckzugeben, und den Kaufpreis ſich erſtatten zu laſſen, oder die Sache zu behalten, und einen Theil des Kraufpreiſes, ſo wie er durch Sachverſtändige beſtinmt wird, ſich⸗ zuruͤckgeben zu laſſen. Waren Art. 1643. nun dem Verkaͤufer die Mängel der Sache bekannt, ſo iſi er, außer der Wiedererſtattung des dafüͤr erhaltenen Preiſes, dem Kaͤufer zur vollſtaͤndigen Schadloshaltung verbunden; waren ihm bingegen die Art. 1646. Mängel unbekannt, ſo hat er mir den Kaufpreis zu ekſtatten, und dem Käͤufer die Koſten des abgeſchloſſenen Contracts zu efſetzen⸗ §. 932. 168 Drittes Buch. Sechster Titel. F5. 932. Beſondere Regeln. Art. 154. I. Iſt die mit Maͤngeln behaftete Sache durch ihre ſchlechte Be⸗ ſchaffenheit zu Grunde gegangen ¹), ſo trifft der Verluſt den Verkaͤu⸗ fer, welcher dem Kaͤufer zur Wiedererſtattung des Kauſpreiſes, und zu den uͤbrigen Entſchädigungen, je nachdem er die Maͤngel der Sache kannte, oder mcht, verhaftet iſt. II. Den von einem Zufalle berruͤh⸗ Art. 1643. renden Verluſt muß dagegen der Käufer tragen*). II. Die durch die Wandlungsfebler begruͤndete Klage, muß nach Beſchaffenheit dieſer Maͤngel, und der Gewohnheit des Orts, wo der Verkauf geſchab, Art. 1649. binnen kurzer Friſt angeſtellt werden 2). 1V. Die Klage auf Gewaͤhr⸗ leiſtung wegen verborgener Maͤngel findet bey den von Gerichtswegen geſchehenen Verkaͤufen nicht ſtatt. 1) Dieſes muß der Kaͤufer beweiſen. 2) Doch kann er das verlangen, was die Sache wegen ihrer Maͤngel weniger werth war. MALEvILLE Analyſe ad h. art. 3) Iſt dieſe Klage binnen der gehoͤrigen Zelt angebracht, ſo wird immer prä⸗ ſumirt, daß die Wandlungskehler im Augenblicke des Verkauſs ſchon exſſtirt haben. Appellhof zu Beſangon im Journal de barreau. 1809. P. II. p. 376. StRRx Journal gencral. 1809. P. II. S. 29. Fuͤnftes Kapitel. Von den Verbindlichkeiten des Kaͤufers. §. 933 Im Allgemeinen. Art. 1630. Die Verbindlichkeiten des Kaͤufers beſteben darin: I. daß er den Kaufpreis an dem durch den Contract beſtimmten Tage und Orte zahle; II. daß er die erkaufte Sache zu der beſtimmten Zeit in Empfang nehme. 8. 934 1. Zahlung des Kaufpreiſes. Art. 1651. In Hinſicht der Zahlung des Kaufpreiſes iſt zu bemerken;. Iſt uͤber den Tag und Ort der Zahlung bey dem PVerkaufe nichts o Von dem Verkaufe. 169 ſo iſt der Kaͤufer verbunden, an dem Orte, und binnen der Zeit, wo die Ueberlieferung geſchehen ſoll, zu bezahlen. II. Der Kaͤufer braucht Art. 16 r. 3 den Kaufpreis nicht bis zur Zahlung deſſelben zu verzinſen, ausgenom⸗ zu men: 1) wenn dieſes bey dem Verkaufe verabredet wurde, 2) wenn n die verkaufte und uͤberkeferte Sache Fruͤchte, oder andere Emkuͤnfte e abwirft(eine res frugifera war); 3) wenn an den Kaͤufer eine Auf— forderung zur Zahlung 2) geſchab. In dieſem letztern Falle lauſen c die Zinſen erſt von dem Tage der Anforderung an, in den erſtern bey— ſt den Faͤllen, von dem Tage der Verabredung, oder des abgeſchloſſenen , Contracts. hr Der Kaͤufer braucht den Kaufpreis nicht zu bezahlen, wenn er im gen Beſitze der erkauften Sache geſtort wurde, oder gegruͤndete Beſorgniß Art. 1633. bat, durch eine byporbecariſche oder Vindications-Klage geſtoͤrt zu wer⸗ den; ſo lange, bis von Seiten des Berkaͤufers die Stöhrung gehoben iſt, oder letzterer desbalb Buͤrgſchaft geſtellt hat; ausgenommen, wenn verabredet iſt, daß der Stöbrung ungeachtet der Kaͤufer bezahlen ſolle. 3 Bezablt der Kaͤufer, außer dieſem Falle, den Kaufpreis nicht, Art. 1633. ſut ſo kann der Verkäufer entweder auf Zahlung klagen, oder die Aafhe⸗ . bung des Verkaufs verlangen. War eine unbewegliche Sache verkauft, ſo wird die Aufhebung Art. 1658. ſogleich erkannt, wenn der Verkäufer in Gefahr war, die Sache und den Kaufpreis zu verlieren ²). Tritt dieſe Gefahr nicht ein, ſo kann der Richter dem Kaͤufer eine Zahlungsfriſt geſtatten, und erſt nach Ver— ſtreichung derſelben, die Aufhebung des Verkaufs erkennen. III. Iſt Art. 1636. man bey dem Verkaufe von Gruͤndſtuͤcken dahin uͤbereingekommen, daß, wenn die Bezahlung des Kaufpreiſes binnen der verabredeten Zeit nicht erfolgen wuͤrde, der Verkauf bloß hierdurch ſogleich aufgeloßt ſeyn ſolle; ſo kann der Kaͤufer gleichwohl auch nach dem Ablaufe der Friſt bezah⸗ den len, ſo lange er noch nicht durch eine Aufforderung in Verzug geſetzt e iſt; nach dieſer Aufforderung aber kann der Richter ihm keine Friſt geſtatten.“ 1) Dieſe braucht nicht gerichtlich zu geſchehen. MarvIILIR Analyſe ad h. I. 2) Die Nichtvollziehung einer dem Kaufe hinzugeſetzten Reſolutivbedingung, be⸗ rechtigt den Verkäufer, ohne Ruͤckſicht auf inſcription hypothéquaire, zum Nachtheil der auf daffelbe vom Käufer gelegten Hypotheten, zu vindiclten. Die Glänbiger können jedoch, um dieſelben zu retten, die Bezahlung oder gehörige Sicherheit derſelben anbleten. Appellhof zu Rouen im Journal de m, barreau. 1809. P. II. S. 187. ſ Spangenberg's Commentar Bd. 11I. Y§. 935. —— k 170 Drittes Buch. Sechster Titel. §. 935 II. Empfengnahme. Art. 1697. Hierbey iſt nur zu bemerken, daß beym Verkaufe von Lebensmit⸗ teln und beweglichen Sachen r) nach dem Ablaufe der Zeit, welche zu deren Empfangnahme in dem Contracte feſtgeſetzt war, die Aufloͤſung des Verkaufes zum Vortheile des Verkaͤufers, kraft des Geſetzes, und ohne weitere Aufforderung ²) eintritt. 1) Wohin aber nicht Waaren gehoren. Diſcuſſion bey MarTvIII.E Ana- lyſe àd h. 1. 3) Eine purgatio morae wird daher auch hier wegfallen. S. Art. 1133. Sechstes Kapitel. Von der Richtigkeit und der Aufbebung des Verkaufs. 5. 936. Im Allgemeinen. Att. 1633. Außer den allgemeinen Urſachen der Aufhebung und Nichtigkeit der Contracte, ſo wie, außer den in dieſem Titel ſchon angefuͤhrten Gruͤn⸗ den, kann der Kaufcontraet noch: J. durch Ausuͤbung des Wie⸗ derkaufsrechts, wie auch II. wegen Verletzung, aufgelößt werden. Erſter Abſchnitt. Yon dem Wiederkaufsrechte. §. 937. e8 f Art. 16591 Das Wiederkaufsrecht iſt ein Vertrag, wodurch der Verkaͤufet ſich vorbehaͤlt, gegen Wiedererſtattung des Kaufpreiſes, und gegen die im 1673ſien Art. erwähnte Verguͤtung, die verkaufte Sache zuruͤckzu⸗ Art. 1660. nehmen ¹).— Es kann auf eine laͤngere Zeit, als fünf Jahre, nicht ausbedungen werden; ſollte es auf langere Zeit ausbedungen ſeyn i erliſch ſit⸗ zu u nd na. det n ie den⸗ ufer die kzu⸗ nicht ſo iſt Von dem Verkaufe. 171 erliſcht es nach 5 Jahren. Hierbey iſt zu bemerken: I. die feſtgeſetzte Art. 1661. Friſt kann von dem Richter nicht verlaͤngert werden; II. binnen derſel⸗ ben erliſcht ſowohl das Wiederkaufsrecht, als auch die Klage auf Art. 1662. Wiederkauf ²). Die Friſt laͤuft gegen alle Perſonen, ſelbſt gegen Minderjaͤhrige; Art. 1663. doch bleibt nothigenfalls der Anſpruch auf Entſchaͤdigung gegen zeden dazu Verbundenen vorbebalten. 1) Ja es kann ausgemacht werden, daß der Verkaͤufer ſich des Wiederkaufs⸗ rechts nicht anders bedlenen ſolle, als gegen Zahlung einer Summe, die den Verkaufspreis uͤberſteigt. Appellhof zu Paris in S1aBx Jurisprudeuce. 1808. Suppl. p. 137. 2) S. Planck Abhandlungen. Th. I. S. 256. not. I5. S. 938. Wirktungen. I. Der Verkaͤufer, welcher ſich den Wiederkauf vorbehielt, kann Art. 166. ſeine Klage wider einen zweyten Erwerber geltend machen; auch wenn der Befugniß zum Wiederkaufe in dem zweyten Contrarte keine Erwäh⸗ nung geſchehen iſt. II. Der Kaͤnfer uͤbt bis zu dem Wiederkaufe alle Art. 1663. Rechte ſeines Berkänfers aus; er kann ſowohl wider den wahren Ei— genthuͤmer, als wider denjenigen verjahren, welcher gewiſſe Rechte oder Hypotheken an der verkauften Sache zu haben behauptet; ja demſelben die Rechtswohlthat des Zuvorausklagens(beneßcium excussionis) Art. 1666. entgegenſetzen. III. Wenn der Käufer eines Theils eines noch nicht Art. 1667. getheilten Grundſtuͤckes, gegen welchen der Wiederkauf ausbedungen war, in einer wider ihn ansgewirkten Verſteigerung das Ganze erſtan⸗ den hat, ſo kann er den Verkaͤufer noͤthigen, das Ganze zu nehmen, weun letzterer von dem Wiederkaufe Gebrauch machen will. IV. Wenn Art. 1666. mehrere zuſammen ¹), mittelſt eines und deſſelben Contracts, ein ihnen gemeinſchafthiches Grundſtuͤck verkauft haben, ſo kann jeder nur fuͤr den Antheil, der ihm zuſtand, den Wiederkauf geltend machen. Eben die⸗At. 1069. ſes gilt von dem Falle, wo der, welcher fuͤr ſich allein ein Grundſtuͤck unter der Bedingung des Wiederkauſs verkauft hatte, mehrere Erben binterließ, die denſelben geltend machen wollen. Ein jeder dieſer Mit⸗ erben kann dann nur fuͤr den Antheil, welcher ihm an dem Nachlaſſe znſteht, von dem Wiederkanfsrechte Gebrauch machen. In beyden grt, 1670. Faͤllen ———— 172 Drittes Buch. Sechöter Titel. Faͤllen kann jedoch der Kaͤufer, gegen den der Wiederkauf geltend ge⸗ macht wird, verlangen, daß alle Mitverkaͤufer, oder alle Miterben, zur Theilnahme an dem Prozeſſe aufgefordert werden, um ſich unter emander uͤber die Zuruͤcknahme des ganzen Grundſtuͤcks zu vereinigen. Erfolgt dieſe Vereinigung nicht, ſo wird der Kaͤufer von der Klage Art. 1671. entbunden. V. Wenn der Verkanf eines mehreren zugehorigen Grund⸗ ſtuͤckes dagegen nicht von ihnen gemeinſchaftlich, und nicht uͤber das Grundſtuͤck im Ganzen abgeſchloſſen, ſondern nur von jedem Einzelnen der ihm zuſtehende Theil veraͤußert wurde; ſo kann ein jeder fur ſich be⸗ ſonders den Wiederkauf ſeines Antheils ausuͤben, ohne daß ihn der Art 1672. Kaͤufer zwingen kann, das Ganze anzunehmen. VI. Hat der Käufer mehrere Erben nachgelaſſen, ſo kann die Klage auf Wiederkauf wider einen zeden derſelben nur fuͤr feinen Antheil angeſtellt werden, ſie mögen die verkaufte Sache noch in Gemeinſchaft, oder ſchon unter ſich ver— theilt haben. Wenn aber eine Theilung der Erbſchaft ſtatt gefunden hat, und die verkaufte Sache in den Antheil eines der Erben gefallen iſt, ſo kann wider dieſen die Klage auf Wiederkauf, wegen des Gan⸗ zrt, 1673. zen erhoben werden. VII. Der Verkaͤufer, welcher den Wiederkauf geltend macht, muß nicht allein 1) den Kaufpreis, ſondern auch 2) die Koſten und geſetzmäßigen Gebuͤhren des Contracts, 3) die nothwendigen Ausbeſſerungen, und diejenigen, welche den Werth des Grundſtuͤcks er⸗ höht haben, bis zum Betrage dieſes erhöhten Werths erſtatten. Er kann nicht eher in den Beſitz des wiedererkauften Grundſtuͤcks eintreten, bis er alle dieſe Verbindlichkeiten erfuͤllt hat ²). VI. Dagegen erhaͤlt der Verkaͤufer ſein Grundſtuͤck ftey von allen Laſten und Hypotheken, womit es der Kaͤufer beſchwert haben mag, zuruͤck. Er muß jedoch die von dem Käͤufer, nicht betrüglicher Weiſe abgeſchloſſenen Pachtcon⸗ tracte halten. 1) Das Pactum ↄddictionis in diem kennt der Code nicht. 2) Auch der Erwerber iſt dann nicht ſchuldlg, die vor dem Zeitpuncte, wo jene Verbindlichkeiten von dem Verkaͤufer erfuͤllt worden ſind, genoſſenen Fruchte zu erſtatten⸗ Csſſationshofb⸗ S1Rkx Jurisprudence. 1807. p· 355 Zweyter en, ſter en. 09e nd⸗ das nen der fer ider gen het⸗ den Ulen zan⸗ kauf die igen er⸗ Er ten, hilt ken, de ton⸗ ſenel 35 Von dem Verkaufe. Zweyter Abſchnitt. Von Aufhebung des Verkaufes wegen Berletzung⸗ 8. 939. rhnſpfpe Iſt der Verkaͤufer um mehr als ſieben Zwölftel bey dem Preiſe Art. 1674. einer unbeweglichen Sache verleßt worden, ſo iſt er berechtigt, die Auf⸗ bebung des Verkaufes zu verlangen, ſelbſt wenn er in dem Contraete dreſer Befugniß entſagt, ja ſogar erklaͤrt haͤtte, das, was die Sache mehr werth ſey, dem Käufer ſchenken zu wollen 1). Dieſe Befugniß ſetzt jedoch voraus: I. daß die unbewegliche Sache nach ihrem Zuſtande, Art. 1675. und Werthe zur Zeit des Verkaufs geſchaͤtzt worden ſey; II. daß die Art, 1676. Klage auf Wiederaufhebung des Verkaufs, binnen zwey Jahren, von dem Tage deſſelben angerechnet, erhoben ſey; denn nach dieſer Zeit iſt ſie nicht mehr zulaͤſſig. Dieſe Friſt läuft wider Jedermann, ſogar wi⸗ der Ehefranen, Abweſende, Interdicirte und Minderjaͤhrige, wenn letz⸗ tere in die Rechte eines volhährigen Verkaͤufers getreten ſind. Sie läuft auch unausgeſetzt waͤhrend der fuͤr den Vorbehalt des Wieder⸗ kaufs ausbedungenen Zeit. 1) Daß dieſe reſciſſoriſche Klaͤger nicht gegen die Erwerber der Nationalgüter geltend gemacht werden koͤnnen, emſchied der Kaiſer. S. Bericht an den⸗ ſeiben uͤber einen von dem Praͤfeckarrathe des Finistère-Departements er⸗ laſſenen Beſchluß vom 1. April 1808. bey Blanchard zu Malepille B. III. S. 410. 6. 040. Perfahren und Wirkungen. 1. Der Beweis der Verletzung kann nur durch ein Urtheil, und Art. 1677. nur in dem Falle zugelaſſen werden, wo die den Gegenſtand derſelben ausmachenden Thatſachen wahrſcheinlich, und erheblich genng ſind, um die Verletzung vermuthen zu laſſen). Er ſoll nur durch einen Be⸗Art. 1673. richt dreyer Sachverſtaͤndigen, welche nur ein gemeinſchaftliches Proto⸗ coll uͤber ihr nach Mehrheit der Stimmen abgegebenes Gutachten, auf— nehmen duͤrfen, gefuͤhrt werden. Sind die Meinungen verſchieden, ſo Art. 1679. ſoll das Protocoll die Gruͤnde derſelben enthalten, ohne daß es jedoch y 3 erlaubt 174 Drittes Buch. Sechster Titel. erlaubt waͤre, anzufuͤhren, welcher Meinung jeder Sachberſtaͤndige ge⸗ Art. 1680. weſen iſt. Die drey Sachverſtaͤndigen werden, falls die Partheyen ſich Aut. 1681. nicht uͤber ihre Wahl vereinigen, von Amtswegen ernannt ²). U. Wird die Aufhebungsklage zugelaſſen, ſo hat der Kaͤufer die Wahl, entweder die Sache zuruͤckzugeben, und den dafuͤr bezahlten Preis wieder anzu⸗ nehmen, oder gegen Nachzahlung der Summe, welche an dem wahren Preiſe fehlt, jedoch mit Abzug eines Zehntels des vollen Werthes ³), das Grundſtuͤck zu behalten. Der dritte Beſitzer hat das nämliche Recht, mit Vorbehalt ſeines Anſpruchs auf Gewaͤhrleiſtung wider ſei⸗ Aet. 1682. nen Verkaͤufer. Entſchließt ſich der Kaͤufer, die Sache zu behalten, und die Nachzahlung zu ieiſten, ſo muß er auch die Zinſen der nachzu⸗ zahlenden Summe von dem Tage der angeſtellten Klage an bezahlen⸗ Zieht er hingegen die Zuruͤckgabe der Sache und die Wiederannahme des Kauſpreiſes vor, ſo hat er die Fruͤchte von dem Tage der Klage an zu erſtatten; doch werden ihm die Zinſen des von ihm gezahlten Kauſpreiſes verguͤtet, umd zwar entweder von dem Tage der angeſtellten Aufhebungsklage angerechnet, oder, wenn er gar keine Fruͤchte bezogen hat, von dem Tage der Zahlung angerechnet. 1) Alſo zuerſt wird proviſariſch uͤber die Zuläſſigkeit, oder Unzulaͤſſigkeit der Klage erkannt, ohne Sachverſtändige zuzuziehen, und hierauf durch ein Er⸗ keuntniß der Beweis vetfoͤgt. Dlſeuſſton t. MatEvILB Anslyſe ad h. art. 2) S. Csde de procedure frangais ant. 302— 322. VWeſinkalien art. 238— 3) Diefe Befugniß iſt auf die vor Verkuͤndigung des Code abgeſchloſſenen Con⸗ tracte nicht anwendbar. Appellhof zu Air in StRkr Furuprudence. RII⸗ Suppl. p. 76. 941. Schlußbemerkungen⸗ Art. 1683. Die Aufhebung wegen Verletzung findet nicht ſtatt: I. zum Vor⸗ theile des Kaͤufers, fondern nur der Verkaͤufer ¹) kann die Klage auf Lrt. 1634. Aufhebung anſtellen. II. Ebenfalls findet ſie nicht ſtatt bey allen Ver⸗ kaͤufen, welche nur gerichtlich geſcheben können ²).. Art. 1683. Hahen mehrere zuſammen, oder abgeſondert verkauft, oder ſtellen ihre Erben die Aufhebungsklage an, ſo treten die ün Art. 1666— 1672. aufgeſtellten Regeln ein. N 1/ Von dem Verkaufe. 175 e 1) Onia penes vendit vrem inopia, Fenes emtorem invidia 1 Actus. 5 2) Alſo wohl bey freywilligen Verkäufen der Guͤter der Mihderjshrigen. Art. g66. 1314. FabRE und GkBRiRk Diſcoura. PonTAlis Expoſé, und MA- 1EVILLT Analyſe ad h. art. ſind dagegen anderer Meinung. l⸗ in Siebentes Kapitel. , l⸗ n. 6. 942. e Verſteigerung iſt der vorgenommene Verkauf an Meiſtbietende. Art. 1686. * Sie geſchieht vorzuͤglich dann: I. wenn eine unter mehreren gemeinſchaft— . liche Sache ſich nicht bequem, und ohne Verluſt theilen laͤßt; II. wenn bey einer mit gegenſeitiger Einwilligung vorgenommenen Theilung ge⸗ meinſchaftlicher Sachen, einige derſelben vorhanden ſind, die keiner der bet Theilenden annehmen will, oder kaun.— Der Kaufpreis wird dann unter die Miteigenthuͤmer verkauft; HI. in den von dem Geſetze be⸗ 4 ſimmten Fällen/. B. wenn Sachen eines Minderjaͤhrigen, u. ſ. veräußert werden ſollen⸗ un 8 943. Regeln I. Ein jeder der Miteigenthuͤmer iſt berechtigt, zu verlangen, daß At. 1687. Fremde zur Theilnahme an der Verſteigerung aufgefordert werden, da auch die Verſteigerung unter den Miteigenthuͤmern allein vorgenommen werden kann. Dieſe Aufforderung muß nothwendig geſcheben, wenn einer der Miteigenthuͤmer noch minderſaͤhrig iſt. II. Die Art und Art. 1688. Weiſe der Verſteigerung wird in dem Titel von der Erbfolge Art. 815 ſag., und in der Franzöſiſchen Proceßordnung Art. 953 fog., ſo lu wie in der Weſtphaͤliſchen Proceßordnung Artr 877 fgg. angegeben. 1 Achtes Drittes Buch. Sechster Titel. Achtes Kapitel. V d n d S. 944. Pegriff. Ceſſion iſt Uebertragung von Forderungen und anderen unkoͤrper⸗ lichen Rechten ¹). Der Uebertrager heißt Cedent, und der auf den die Forderung uͤbergetragen wird, Eeſſionar. 1) Auch Amortiſationscaſſenobligationen können in Weſtphalen cedirt werden. Geſetz vom 17. Novemb. 1808. Art. Io.(Geſetzbuͤlletin. 1808. S. 489.) — 6. 945. Art und Weiſe. Die Ueberlieferung bey der Ceſſion geſchieht zwiſchen dem Ceden⸗ ten und Eeſſionar durch die Einbaͤndigung der uͤber die Forderung, das Recht, oder die Klage gegen einen Dritten, welche cedirt werden ſollen, Art. 1690. vorhandene Urkunde 1). In Beziehung auf dritte Perſonen gelangt der Ceſſionar nicht eher zum Beſitze, als durch die an den Schuldner geſchehene Rotification der Ceſſion, oder wenn der Schuldner die Ceſſion in einer öffentlichen Urkunde angenommen hat. Bezahlt der Schuldner Art. 1691. den Cedenten, bevor ihm von dem Cedenten, oder Ceſſionar die Ceſſion angezeigt wurde, ſo iſt er guͤltig von der Verbindlichkeit befreyet. Die Ceſſion betrifft emweder I. Forderungen oder Gerecht⸗ ſame, oder II. eine Erbſchaft, oder III. ein ſtreitiges Recht (eine Klage) 1) Der Contrart wird durch den Conſens perfect. Art. 1138. 1583. BrRMaRDr Cours de droit civil. T. IV. p. 32. Art. 1689 ———— 5. 946. 1. Ceſſion einer Forderung oder Gerechtſame. 1 Art. 1692. Im Allgemeinen iſt zu bemerken, daß der Verkauf oder die Ceſ— Buͤrgſchaften, ſion einer Forderung, auch deren Zubehörungen, 3⸗ B. gron rivile⸗ e 3 nt n un ner ſn 3 t Giß ſen, iſ Von dem Verkaufe. 177 Privilegien und Hypotheken in ſich begreift. Außerdem muß der, wel⸗Art. 1693. cher eine Forderung, oder eine andere Gerechtſame verkauft, fuͤr deren wirkliches Daſeyn zur Zeit der Ceſſion(de veritate) ¹) einſtehen, wenn gleich keine Gewährleiſtung verabredet war. Für die Zahlungsfähigkeit Art. 16e. (de bonitate) 2) haftet er aber nur alsdann, wenn er ſich dazu ver⸗ bindlich gemacht hat, und nur bis zum Betrage des Preiſes, welchen er fuͤr die Forderung empfangen hat 3). Hat er fuͤr die Zahlungs⸗ Art. 169. faͤhigkelt des Schuldners die Gewäͤhrleiſtung verſprochen, ſo wird den⸗ noch dieſes Verſprechen nur von der gegenwärtigen„Zahlungsfäͤhigteit verſtanden, nicht aber auf die kuͤnftige Zeit ausgedehnt, wenn nicht der Cedent ſich dazu ausdrucklich verbindlich gemacht hatte. 1) Garantie de droit der Franzoſen. S. Le nonweau Ferrière. T. 2. v. Garantie. p. 260. 2) Garantie de fait det Franzoſen. S. Te nouveau Ferriere a. a. O. 3) Aiſo fällt hier die Ler Anaſtaſam weg. S. unten zum Art. 1699. 5. 947. 2. Cefſſon einer Erbſchaft. Rur die wirklich erworbene Erbſchaft eines Verſtorbenen kann ce⸗gurt. 1696. dirt werden; nicht aber die gehoffte, und bey Lebzeiten des Erblaſ⸗ ſers 1).— Wer eine Erbſchaft verkauft, ohne deren Gegenſtände einzeln anzugeben, iſt nur dafuͤr zu ſtehen verbunden, daß er wirklich Erbe ſey. Hatte er ſchon Fruͤchte des einen oder des andern Grund⸗ Art. 1697. ſtuͤckes erhoben, oder den Betrag einer zu der Erbſchaft gehörigen For⸗ derung in Empfang genommen, oder einige Erbſchaftsſachen veräußert, ſo iſt er verbunden, alles dieſes, in ſo fern er es bey dem Verkaufe nicht ansdrucklich ausnahm, dem Käufer zu vergüten. Der Kaͤufer Art 1693. muß dagegen von ſeiner Seite, und in Ermangelung einer entgegen⸗ ſtebenden Uebereinkunft, dem Verkäufer dasjenige erſtatten, was dieſer an Schulden und Laſten der Erbſchaft getilgt bat, auch muß er ſich mit ihm, wegen alles deſſen berechnen, was derſelbe als Glaͤubiger zu fordern hatte. 1) Art. 791. 1130. 1600. Spangenberg's Commentat Bd. II. 3 5. 948. —— 178 Drittes Buch. Sechster Titel. Von dem Verkaufe. 6. 948. 3. Ceſſion eines ſtreitigen Rechts. Arr. 1699. Wenn ein ſtreitiges Recht uͤbertragen wurde, ſo kann der, wider welchen daſſelbe zuſteht, ſich ſeiner Verbindlichkeit gegen den Ceſſionar dadurch entledigen, daß er ihm den wirklichen Preis der Ceſſion ¹) nebſt den Koſten und geſetmäßigen Gebuͤhren, wie auch die Zinſen von dem Tage an verguͤtet ²), wo der Caſſtonar den Ceſſionspreis bezahlt hat. Art. 1700. Die Sache wird von dem Augenblicke an als ſtreitig angeſehen, wo uͤber das Recht ſelbſt ein Rechtsſtreit und gerichtlicher Widerſpruch ent⸗ Art. 1701. ſtanden iſt.— Die im Anfange dieſes Paragraphen enthaltene Verfuͤ⸗ gung fallt weg: I. wenn die Ceſſion an einen Miterben, oder an einen Miteigenthuͤmer des cedirten Rechts, oder II. an einen Glaͤubiger als Zahlung deſſen, was man ihm ſchuldig war, oder III. an den Beſitzer des den Gegenſtand des ſtreitigen Rechts ausmachenden Grundſtuͤcks geſchehen iſt; weil in allen dieſen Faͤllen die Ceſſionarien nur ihre eige⸗ nen Rechte durch eine ſolche Ceſſion zu erhalten ſuchen. 1) Alſo nur auf die in dem Römiſchen Rechte ſchlechthin verbotene Ceſſion ei⸗ nes ſtreitigen Rechts, hat man die Vorſchrift der Ler Anaftafiana zur An⸗ wendung gebracht, waͤhrend dieſelbe bey der Ceſſion eines nichtſtreitigen Rechts nicht zur Anwendung kömmt. S. zum Art. 1694. PFBITPER Napoleons Geſetzbuch. Th. II. Se 349. 2) Bey Anſtellung dleſer Klage gegen den Ceſſionar braucht jedoch der Schulds ner nicht den Preis der Cefſion ſogleich baar anzubieten(par des offres réel- les) oder gerichtlich zu deponiren. Caſſationshof b. SiREr Jurisprudence. Sieben⸗ hts on 5 el. X 179 Siebenter Titel. 5. 949.. Be g r f De Tauſch iſt der Vertrag, mittelſt welchem die Partheyen ſich Art. 1702. eine Sache fuͤr eine andere geben. Er kömmt auf gleiche Weiſe, wie Art. noz. der Verkauf durch bloße Einwilligung zu Stande ¹). 1) Der Umtauſch der Staatsdomalnen kaun nur durch ein Senatusconſult ge⸗ ſchehen. Senatusconſult vom 30. Januar 1810. Art. T. 5. 950. Ne 3 e l n. I. Hat einer der Tauſchenden die ihm vermöge des Tauſches gebuh⸗ Art. 10. rende Sache wirklich empfangen, und beweiſt nachher, daß der andere Contrahent nicht Eigenthuͤmer dieſer Sache war; ſo kann er nicht ge⸗ zwungen werden, die dafuͤr verſprochene Sache zu liefern, und muß dagegen die empfangene wieder herausgeben. II. Der Tauſchende, Art. 1703. welchem die erhaltene Sache evincirt wurde, hat die Wahl, entweder auf vollſtäͤndige Schadloshaltung anzutragen, oder ſeine Sache zuruck⸗ zufordern ²). Außerdem, daß die Aufhebung wegen Verletzung bey dem Tauſche nicht ſtatt findet, ſind alle übrigen für den Kaufeontract vorgeſchriebenen Regeln auch auf den Tauſch anwendbar 2). 1) Ob auch von einem Dritten? dies iſt ſehr zweifelhaft. Verneint wird die Frage im Repertoire de jurisprudence. v. echauge. nro. 2. Blanchard zu MWaleville Bd. III. S. 429. 2) 3. B. Art. 1599., welcher auch auf den Miteigenthaͤmer, welcher die un⸗ getheilte Sache vertauſcht, und den Fremden, welcher gar keinen Theil an der Sache hat, anwendbar iſt. Laſſatſonshof in Sinrx Journal géneral. 1810. P. 204. DENRvrRs Journal. 1810. p. 152. = Achter Drittes Buch. Achter Titel. Achter Sitel. Erſtes Kapitel. Allgemeine Verfuͤgungen.· Arten des Miethcontracks. 1. Im Allgemeinen. urt. 1705. E⸗ giebt zwey Gattungen des Mietheontraets, den Mietheontract uͤber Sachen, und den üͤber Arbeit). Der Miethcontract uͤber Sachen iſt ein Vertrag, wodurch die eine Parthey ſich verbindlich macht, der andern waͤhrend einer beſtimmten Zeit und gegen einen beſtimmten Preis, den Gebrauch einer Sache zu uͤberlaſſen. Art. 1710. Der Mietheontract uͤber Arbeit iſt ein Vertrag, wodurch die eine Parthey ſich verbindlich macht, fuͤr die andere, gegen einen unter ihnen verabredeten Preis, etwas zu thun ²). 1) S. PoTnIER zraite du contrat de Louage. Nouvello adition, on Pon a indiquè los changemer“ faits par le Code civil; par BuT- TRAu.— JeAN Rukr.E Juriprudence de locations. 2) Beym Miethcontracte treten dieſelben allgemeinen Regeln ein, welche bey dem Verkaufe eintreten, z. B⸗ daß, wenn die Sache 2 mal vermiethet war, der erſte Vermiether den Vorzug hat, u. ſ. w. MarEvirLF Analyſe ad art⸗ I721. Repertoire de Jurisprudenee. v. Bail. F. 3. Art. 1709. 2. Im Beſondern. zrt. Vu. Der Mietheontraet uͤber Sachen iſt dreyfach: I Mietbe, oder Miethcontraet uͤber Haͤuſer und Mobilien; M. Pacht, W uͤber get ine un zu ine nen 1 0 vr. l wol a odet fro ibe Von dem Miethcontracte. 181 uͤber Feldguͤter, II. Viehpacht, Miethcontract uͤber Vieh; der Mieth⸗ contrart uͤber Arbeit, heißt Verdingung⸗ Nur anf dieſe Arten von Mietheontracten beziehen ſich die in die⸗ ſemm Titel enthaltenen Regeln; nicht aber auf die Verpachtung von Na⸗ Art. 171. nonalguͤtern, und ſolchen, welche den Gemeinden und öffentlichen An⸗ ſtalten zugeboren, weil hieruber beſondere Verordnungen ¹) exiſtiren. 1) Z. B. über die Verpachtungen, die von Hoſpizen und Anſtalten des öffent⸗ lichen Untertichts vorgenommen werden, katſerliches Decret vom 12. Auguſt 1807. in Blanchard zu Maleville Bd. III. S. 434. S. auch FtBuRi⸗ 6Eon Code adminiſtratif. Adminiſtration. P. I. p. IIIL 244.(Arrété d. d. 7 Germinal VII. Inſtruction du Miiſtre de lntérieur d. d. 42 Flortal IX, arrété d. d. 13 Nivoſe KI).— Fuͤr Weſtphalen ſ. das königliche Decret vom 13. May 1809. im Geſetzbuͤlletin 1809. uro. 26.— Die producttven Domainen der Krone konnen verpachtet werden, ſo daß jedoch die Pachtzeit durch die Art. 595. 1429. 1330 und 1718. des Code Nap. beſtimmt wird; es müßte dann durch ein im Staatsrqthe berathſchlagtes De⸗ cret eine Erbpacht(bail emphythéotique) autoriſirt worden ſeyn. Sena⸗ tusconſuit vom 30. Jan. 1810. Art. 14. Zweytes Kapitel. Von dem Miethcontracte uͤber Sachen. §. 953. Srund ſat. Man kann jede Arten von Sachen, ſowohl bewegliche, als un⸗ bewegliche, vermietben. Gewoͤhnlich wird jedoch der Mietheontract uͤber Haͤuſer und Feldguͤter abgeſchloſſen. Art. 1713, Erſter Abſchnitt. Von den allgemeinen Regeln, die der Miethe und Pacht gemeinſchaftlich ſind. 5. 954. Form des Contracts. Der Contract kann in dieſen Fällen ſowohl muͤndlich als ſchriftlich grt. 17rz. abgeſchloſſen werden, doch iſt der mundlich abgeſchloſſene Conttact nicht 3 3 ſo 182 Drittes Buch. Achter Titel. Art. 1713. ſo beguͤnſtigt, als der ſchriftliche. Es iſt naͤmlich verfuͤgt: I. daß, wenn der muͤndlich abgeſchloſſene Contrart noch gar nicht zur Vollzie⸗ hung gebracht iſt, und von einem der beyden Theile abgeleugnet wird, kein Zeugenbeweis zulaͤſſig iſt, ſo gering auch immer das Miethgeld ſeyn mag; ſollte auch gleich auf ein gegebenes Handgeld ſich bezogen werden. In dieſem Falle kann nur dem, der den Contract ableugnet, Art. 1716. der Eid uͤber die Exiſtenz deſſelben zugeſchoben werden; Il. daß, wenn uͤber den Preis des muͤndlich abgeſchloſſenen Contraets, deſſen Vollzie⸗ bung ſchon angefangen hat, Streit entſteht; dem Eigenthuͤmer(Ver⸗ miether) auf ſeinen Eid geglaubt wird, falls keine Quitung vorhanden iſt: es muͤßte denn der Miether den Preis durch eine Schätzung be⸗ ſtimmen laſſen; wobey er aber die Koſten derſelben zu tragen hat, ſo⸗ bald dieſelbe den von ihm angegebenen Preis uͤberſteigt. §. 955. Inhalt deſſelben. Art. 1617. Iſt dem Miether in dem Contracte die Aftervermiethung, d. h. Vermiethung auf ſeine Rechnung an einen Dritten, und die Uebertragung ſeines Mietheontractes auf einen anderu, nicht entzogen, ſo iſt derſelbe hierzu berechtigt. Beyde Befugniß kann ihm jedoch in dem Contracte ganz, oder zum Theile entzogen werden, und iſt eine ſolche Beſtimmung immer ſtreng zu beobachten⸗ Rechte und Verbindlichkeiten des Vermiethers. Art. 1718. Außerdem, daß der Vermiether bey Vermiethung der Sachen ver⸗ beiratheter Frauen und Minderjaͤhrigen, ſich nach den in dem Titel 5. dieſes Buchs ¹), angegebenen Regeln richten muß, ſo iſt er noch, nach Att. 1719. der Natur des Contracts, und ohne daß es deshalb einer beſondern Uebereinkunft beduͤrfte, verbunden: I. dem Miether die vermiethete Sache zu uͤberliefern; II. dieſe Sache in dem Zuſtande zu unterhalten⸗ daß ſie den Gebranch, wozu ſie vermiethet worden iſt, zu gewaͤhren fäbig bleibt; MII. dem Miether, während der Dauer des Contracts die ungeſtörte Benutzung der Sache zu verſchaffen. At. 1720. Hieraus ehn der Vermiether iſt ſchuldig, die Sache in einem ſolchen Zuſtande zu uͤberliefern, daß die Ausbeſſerungen jeder ie⸗ , die , ine . 1 en ete en, ren di ſeh zu t Von dem Miethcontracte. 183 vorgeſchehen ſind; waͤhrend des Contracts muß er alle deren etwa noth⸗ wendig gewordenen Ausbeſſerungen, mit Ausnahme der dem Miether zur Laſt fallenden, vornehmen. U. Er muß fuͤr alle den Gebrauch Art. 1721. der vermietheten Sache hindernden Febler und Maͤngel derſelben, dem Miether einſtehen, ſelbſt wenn er ſie bey Eingehung des Contracts nicht gekanut haben ſollte. Entſteht aus dieſen Fehlern oder Maͤngeln einiger Verluſt fuͤr den Miether, ſo iſt der Vermiether zur Entſchädi⸗ gung verbunden. 1II. Wird durch Zufall waͤhrend der Dauer des Att. 1722. Mietheontracts die vermiethete Sache ganz, oder zum Theile zerſtöhrt, ſo erliſcht der Contract hierdurch ipso jure; ward ſie hingegen nur zum Theile zerſtohrt, ſo kann der Miether, den Umſtaͤnden nach, ent⸗ weder eine Verminderung des Miethgeldes, oder die Anfhebung des Contracts verlangen. Entſchaͤdigung findet jedoch in beyden Faͤllen nicht ſtatt. IV. Der Vermiether darf waͤhrend des Contracts die Ge⸗ Art. 1723. ſtalt der vermietheten Sache nicht verandern ²). V. Treten waͤhrend Art. 1724. des Contraets dringende, und bis zur Beendigung deſſelben nicht auf⸗ zuſchiebende Reparaturen ein, ſo muß der Miether dieſelben erlauben; ſollten ſie auch noch ſo beſchwerlich ſeyn, und ihm, waͤhrend ihrer Dauer, den Genuß eines Theils der Sache entziehen. 1) Dauern je⸗ doch dieſe Reparaturen laͤnger als 40 Tage, ſo wird der Preis der Miethe nach dem Verhaͤltniſſe der Zeit, und des dem Mietber entzo⸗ genen Theils der gemietheten Sache vermindert. 2) Sind dieſelben von der Beſchaffenheit, daß ſie das, was dem Miether fuͤr ſich und ſeine Familie zur Wohnung nothwendig iſt, unbewohnbar machen, ſo kann derſelbe den Contract aufheben laſſen. Dagegen iſt: 3) der Ver⸗Art. 1723. miether nicht verbunden, dem Miether fuͤr Stöhrungen einzuſtehen, wo⸗ durch ein Dritter denſelben eigenmaͤchtig an der Benutzung, ohne gleich⸗ wohl ein Recht auf die gemiethete Sache zu bebaupten, hindert; doch rann der Miether denſelben in ſeinen eignen Namen gerichtlich belan⸗ gen. Wuͤrde hingegen der Mietber durch eine das Eigentbum der Art. 1726. Sache in Anſpruch nehmende Klage in der Benutzung grſtöhrt, ſo iſt er, wenn er dem Vermiether litem denunciirte, zur verbältnißmäßigen Verminderung des Mieth- und Pachtgeldes berechtigt.— Wenn die⸗Art. 1727. jenigen, welche die eigenmaͤchtigen Handlungen unternebmen, eigenes Recht an der vermietheten Sache zu haben behaupteten, oder wenn der Miether ſelbſt vor Gericht geſordert iſt, um zur gänzlichen, oder theilweiſen Raͤumung dieſer Sache, oder zur Geſtattung der Ausuͤbung irgend 134 Drittes Buch. Achter Titel. irgend einer Servitut verurtheilt zu werden; ſo muß er den Vermiether zur Gewaͤhrleiſtung auffordern, und wird, wenn er den Vermiether nennt, in deſſen Ramen er beſitzt, auf ſein Verlangen aus dem Pro⸗ zeſſe entlaſſen. 1) Art. 1429 1430. 2) S. zum Art. 599. 8. 957. Rechte und Perbindlichkeiten des Miethers. Art. 1728. Dem Miether liegen drey Hauptverbindlichkeiten ob: I. die gemle⸗ thete Sache als ein guter Hauswirth, und nach der im Contracte ent— haltenen, oder, in Ermangelung einer Uebereinkunft, aus den Umſtän⸗ den und der Natur der Sache zu erſehenden Beſtimmung, zu benutzen: II. den Miethzins zu den beſtimmten Zeiten zu bezahlen. III. Die Sache, nach Aufloͤſung des Contracts in dem gehörigen Zuſtande zu⸗ ruͤckzugeben. Art. 1729. Hieraus folgt: I. Wenn der Mietber ſich der gemietheten Sache zu einem andern Zwecke, als wozu ſie beſtimmt war, oder zu einem ſolchen, wodurch der Vermiether einen Nachtheil erleiden könnte, be⸗ dient; ſo kann dieſer nach Beſchaffenheit der Umſtaͤnde den Contract art. 130. aufheben laſſen. II. Wenn der Vermiether und Miether zuſammen eine Beſchreibung der vermietheten Sache aufgenomtmen haben, ſo muß letz⸗ terer dieſelbe ganz ſo, wie er ſie zufolge derſelben empfangen hat, zu⸗ ruͤckgeben, mit Ausnahme deſſen, was durch Alter, oder unabwendba⸗ Art. 1731. ren Zufall zu Grunde gegangen, oder verſchlimmert worden iſt. Iſt xeine ſolche Beſchreibung aufgenommen, ſo wird, wiewohl mit Vorbe⸗ balt des Gegenbeweiſes, vermuthet, daß der Miether die Sache in einem ſolchen Zuſtande erhalten habe, daß alle einem Miether ſonſt zur Laſt fallenden Ausbeſſerungen zuvor geſchehen waren; und in eben die⸗ zrt. 1732. ſem Zuſtande muß er ſie wieder abliefern. III. Der Mietber muß fuͤr alles, was waͤhrend ſeiner Benutzung verdorben wird, oder zu Grunde geht, einſtehen; in ſo fern er nicht beweiſt, daß es ohne ſein Verſchul⸗ att. 1738. den geſchehen iſt. Er iſt mithin für jede Feuersbrunſt verantwortlich, in ſo fern er nicht beweiſt: 1) daß ſie durch einen bloßen Zufall, odet unabwendbare Gewalt, oder durch einen Fehler in der Bauart ent⸗ ſtand, oder 2) daß ſie ſich aus einem benachbarten Hauſe obe. e⸗ nt, in⸗ en die jl che n he det ine leh⸗ bt⸗ R rbe⸗ in jut die ſüt ndt hul hch, odet ent hilt gbl Von dem Miethcontracte. 185 babe.— Sind mehrere Miether da, ſo haften ſie alle ſolidariſch für Art. 1rz die Feuersbrunſt, ſo fern ſie nicht beweiſen, daß die Feuershrunſt in der Wohnung eines von ihnen ausgebrochen iſt, in welchem Falle nur dieſer allein dafuͤr verantwortlich bleibt; oder in ſo fern nicht einige der⸗ ſelben beweiſen, daß bey ihnen das Feuer nicht hat ausbrechen können, in welchem Falle dieſe nicht verhaftet ſind ¹). IV. Der Miether hat urt 1735 fur die Verſchlimmerungen und Schäͤden zu haften, welche von Perſo⸗ nen ſeines Hauſes oder von ſeinen Aftermiethern herruͤhren. 1) S. vorzuͤglich RoursEaup v. Incendie, und MERt1N Repertoire v Iu. cendie. 5. 958. Eude der Miethe und Pacht. Der Contract endigt ſich: I. durch Aufkuͤndigung. Iſt der art Contract nicht ſchriftlich aufgeſetzt, ſo kann ein Theil dem andern nur rt. 1736. mit Beobachtung der durch Ortsgewohnheit beſtimmten Friſten aufkuͤn⸗ digen ¹). II. Durch Ablauf der in dem Contracte beſtimm⸗Art. ten Zeit. Iſt der Mietheontract ſchriftlich verfaßt worden, ſo er⸗ liſcht er mit dem Ablaufe dér darin beſtimmten Zeit, kraft des Ge⸗ ſetzes, und ohne daß es einer Aufkuͤndigung bedurfte. Hierbey iſt zu bemerken: 1) Bleibt nach dem Ablaufe der in einem ſchriftlichen Con⸗ Art tracte beſtimmten Zeit der Miether im Beſitze, und wird er darin ge⸗* laſſen, ſo entſteht hierdurch eine neue Miethe(relocatio tacita), die ſo lange dauert, als Ortsgewohnheit die Miethszeit beſtimmt. 2) Daſ⸗ ſelbe iſt der Fall, wenn dem Miether bey einem muͤndlichen Contraete nicht aufgekuͤndigt wurde. Iſt ihm dagegen aufgekundigt, ſo kann er Art. 1739. ſich, wenn er gleich in der Benutzung blieb, auf eine ſtillſchweigende Erneuerung des Contracts nicht berufen. 3) Wird die Miethe auf dieſe Art verlängert, ſo erſtreckt ſich jedoch die fuͤr den Mietheontract Art. 172. geleiſtete Buͤrgſchaft nicht auf die aus der Verlaͤngerung derſelben ent— ſtehenden Verbindlichkeiten.— II. Durch den Untergang der gemietheten Sache. IV. Dadurch, daß die Partheyen ge⸗ genſeitig ihr Verſprechen nicht erfuͤllen*). Nicht aber erliſcht die Miethe: I. durch den Tod der Par⸗Lrt. 1742. theyen; II. auch nicht burch den Verkäuf der vermietheten Lrt. 143. Sache; in ſo fern der Miethcontract in einer öffentlichen Urkunde enthalten, oder mit einem gewiſſen Datum ver⸗ Spangenberg's Commentat Bd. IHI. Aa ſehen 1737. — 186 Drittes Buch. Achter Titel. ſehen iſt*); ausgenommen, wenn der Vermiether es ſich im Con⸗ Ati. 1744. tracte ausdruͤcklich vorbehielt. War dieſes letztere vorbehalten, jedoch wegen der dem Miether auf dieſen Falle zuſtebenden Schadloshaltung keine Beſtimmung gemacht; ſo wird dieſelbe folgendermaßen beſtimmt: Art. 14. 1) Iſt von einem Hauſe, Wohnzunmer oder Kramladen die Rede, ſo zahlt der Vermiether dem Miether, der dieſelben räumen mußte, zur Schadloshaltung ſo viel, als der Miethzins fur die Zeit betraͤgt, welche nach Ortsgewohnbeit zwiſchen der Aufkuͤndigung und wirklichen Raͤu⸗ xrt. 1746. mung geſtattet iſt. 2) Iſt von Feldguͤtern die Rede, ſo beſteht die Entſchaͤdigung, welche der Verpachter dem Pachter zu zahlen hat, in Art. 1747. einem Drittel des Pachtgeldes fuͤr die noch uͤbrige Pachtzeit. 3) Iſt hingegen von Manufakturen, Huͤttenwerken oder andern Anlagen, die einen großen Vorſchuß erfordern, die Rede, ſo wird die Entſchaͤdigung durch Sachverſtändige beſtimmt. Art. 17 68. Ueberdies iſt der Kaͤufer, welcher ſich der im Mietheontracte vor⸗ behaltenen Befugniß, den Pachter oder Miether zu vertreiben, bedie⸗ nen will, ſchuldig, dem Miether ſolches in der obſervanzmaͤßigen Auf⸗ Art. 1749. kuͤndiguſgsfriſt vorher anzuzeigen. Auf gleiche Weiſe muß er dem Paͤchter von Feldguͤtern zum wenigſten ein Jahr zuvor aufſagen. Die Pächter oder Miether können auch nicht eher vertrieben werden, als bis ihnen von dem Vermiether, oder, in deſſen Ermangelung, von dem Art. 1750, Kaͤufer die obengedachte Schadloshaltung geleiſtet worden iſt. Iſt der Miethcontract nicht in einer öffentlichen, oder mit einem gewiſſen Datum verſehenen Urkunde enthalten, ſo iſt der Kaͤufer zur Schadlos⸗ vri. 1751. haltung nicht verbunden. Der Käͤufer, gegen welchen der Wiedervet⸗ kauf vorbehalten wurde, kann ſich der Befugniß, den Miether zu ver⸗ treiben, nicht eher bedienen, als bis er unwiderruflicher Eigenthuͤmer geworden iſt. 1) Dieſer Arttkel iſt nur auf Häuſervermiethungen anwendbar, und ans Ver⸗ ſehen in dieſen Abſchnitt gerathen. S. die Diſcuſſion⸗ Art. 1775.; und den Appellhof zu Lyon in MrRLIN Repertoire v. Bail⸗§. 4. nro. I.— Falſch iſt es, wenn MovRRICAULT kapport und BERNARPI cours de droit civil. T. IV. p. q6. behaupten: S le bail a cte falt ſans égrit, Van terme ſiwe, ce bail cef des uil platt à lune des parties denn Art. 1759 und 1774. fetzen das Segentheil feſt. S 2) Der Appellhof in Paris erklaͤrte daher⸗ auf dieſen Artiket geſtützt, eine Pachtung für auſgehoben, weil der Pachter ſeit 2 Jahren das Pachtgelb rückſandig war, ungeachtet er während des Prozeſſes ein⸗ abſchlägliche Zah⸗ zung anf daſſelbe gethan hatts. S1BEy Jurisprudeuee. 1507. Suppl. p. 13. Von dem Nietheontracte. 187 3) Durch den Tod einer der Parthetzen, ober durch Einregtſtrirung. Art. 1328.— Alſo bey dem imnuͤndlichen Contracte erliſcht die Miethe durch Berkauf. Doß ein Käufer an die vor Einführung des Code Napoleon uͤber die von ihm gekaufte Sache abgeſchloſſenen Mieth: und Pachtcontracte nicht ge⸗ bunden ſeh, mithin, ſo wie der Centract vor dem C. N. geſchloſſen, der o Kauf aber nachher erfolgt ſey, der Kaͤufer dennoch das jus expellendi co⸗ r Jonum des gemeinen Rechts habe, behaupten MpRLin kRepertomre v. PBaf. t Vol. I. p. 519. Jurisprudence. T. III. p. 207. IW. p. 209. 317. V. p. 174. Pfeiffer Rechtsfäͤlle, entſchleden nach dem C. N. Abth. I. S. r. v. Strom⸗ l beck in meinem und OETeRrFx Magazin. Bd II. S. 173 fgg. Eehzen ie ebendaſ. Bd. II. S. 546. Aus uͤberwiegenden Gründen wird zedoch das Ge⸗ in gentheil, und die Anwendbarkeit des Art. 1743. behauptet, ebendaſ. Bd. Iil. ſt S. 112 fag. Ich bemerke zedoch hierbey, daß dieſe Behauptung auf die Fätle beſchraͤnkt werden muß: I. wenn der Miethcontract auf einer öffentlichen Ur⸗ kunde beruht, oder ein gewiſſes Datum hat; lI. wenn der Verkauf nach der 0 Einfuͤhrung des C. N. abgeſchloſſen iſt; während dem der Miethcontract vor⸗ her abgeſchloſſen war. ie⸗ Zweyter Aoſchnitt. in Von den eigenthuͤmlichen Regeln der Riethe⸗ R s zn§. 959.. ſt Erforderniſſe. ſen Nur Ergänzungen bietet dieſer und der folgende Abſchnitt zu den allgemeinen Regeln dar. So verfuͤgt er: I. daß der Miether, welcher Art. 1752. das gemiethete Haus nicht hinlaͤnglich mit Mobilien verſteht, vertrieben werden kann, wenn er nicht binreichende Buͤrgſchaft wegen des Mieth⸗ 05 t Nr⸗ nut zinſes leiſtet 1). II. Der Aftermiether haftet dem Eigenthuͤmer nur bis Ait. 173. zu dem Betrage des im Augenblicke des bey ihm angelegten Arreſtes he noch ſchuldigen Aftermiethzinſes, ohne auf geſchehene Vorausbezahlun⸗ m gen 2) ſich berufen zu duͤrfen. Jedoch werden ſolche Zahlungen, die wi der Aftermiether, vermöge einer in ſeinem Miethsrontracte enthaltenen au Ueberemkunft, oder zufolge der Obſervanz geleiſtet hat, als Vorausbe⸗ zahlungen betrachtet. en 1) Denn dem Vermiether ſteht ein Prlvileg auf die Meublen, wegen des 900 Miethzinſes zu. Art. 2102. Ob auch an den Illaten des Aftermiethers? 3 Die Frage wurde in der Diſtuſſſon auf den Titel von Privilegien verwieſen, ohne daß ſie daſelbſt beruͤhrt iſt. 3 Aa 2 2) 188 Drittes Buch. Achter Titel. 2) S. Code de procédure frangais art. S20. Sogar die Zahlung m ſans traude geſchehen ſeyn. fe. ea Verbindlichkeiten des Miethers⸗ Art. 1754. Zu den dem Miether zur Laſt fallenden Ausbeſſerungen oder ge⸗ ringfuͤgigen Unterhaltungskoſten, welche derſelbe in Ermangelung einer entgegenſtehenden Uebereinkunft zu tragen hat, gehoren: I. die, welche durch Ortsgewohnheiten ¹) beſtimmt werden, II. die Ausbeſſerungen 1) an dem Boden, den Ruͤck- und Seitenwaͤnden, Einfaſſungen und Ge⸗ ſimſen der Camine; 2) an der Tuͤnche des untern Theils der Mauern in den Zimmern und andern zur Wohnung beſtimmten Orten, bis zur Höhe eines Meters(etwas uͤber drey Fuß); 3) an den Steinen und Platten der Fußboden in den Zimmern, wenn nur einige derſelben zer⸗ brochen ſind; 4) an den Fenſterſcheiben, wenn nicht dieſelben durch Schloſſen, oder andere äußere deutliche, und aus einem unabwendba⸗ ren Zufalle herruͤhrende Ereigniſſe, fuͤr welche der Miether nicht haf⸗ ten kann, zerbrochen wurden; 5) an den Thuͤren, Fenſterrabmen und den Brettern, welche zu Scheidewaͤnden, oder zum Verſchließen der Kramlaͤden dienen, wie auch an den Thuͤrangeln, Riegeln und Schlöſ⸗ Art. 1753. ſern ²). Zu bemerken iſt jedoch: I. Keine der gedachten Ausbeſſerun⸗ gen fällt dem Miether zur Laſt, wenn ſie durch Alter, oder unabwend⸗ Art. 1756. baren Zufall veranlaßt iſt. II. Das Reinigen der Brunnen und Ab⸗ tritte fallt, in Ermangelung einer entgegenſtehenden Beſtimmung, dem Vermiether zur Laſt. 1) 3. B. Ausbeſſerung der Seile und Eimer. 2) Alle dieſe Gegenſtände ſind nur beyſpielsweiſe genannt, und werden durch den Ortsgebrauch ſupplirt. MarEvIILIE Analyſe ad h. art. 5. 961. Miethzei. Hieruͤber iſt folgendes beſtimmt, wenn dieſelbe nicht im Contracte zrt. 17. ausdruͤcklich beſtimmt iſt: I. Die Vermiethung von Mobilien, welche, um ein ganzes Haus, Wohnzimmer oder einen Laden zu verſehen, geliefert wurden, iſt fuͤr die nach Obſervanz herkommliche Vermie⸗ thungszeit von Haͤuſern, Wohnzimmern, oder Läden geſchehen zu 62 Ne er he ¹) je ur d t⸗ nd r n⸗ d⸗ ſc ete he, n, en⸗ I. Von dem Miethcontracte. 189 II. Die Vermiethung einer meublirten Wohnung wird als auf ein Art. 1733. Jahr geſcheben betrachtet, wenn dafuͤr ein zaͤhrlicher Miethzins verab⸗ redet iſt; auf einen Monat, wenn derſelbe monatsweiſe; auf einen Tag, wenn er tagweiſe beſtimmt wurde. Wenn aber nichts daruͤber Gewißheit giebt, daß die Vermiethung fuͤr ſo viel jährlich, monatlich, oder täglich geſchehen ſey, ſo wird dafuͤr gehalten, daß der Mietheon⸗ traet der Ortsgewohnheit gemaͤß geſchloſſen wurde. Bleibt der Miether, nach dem Ablaufe der in einem ſchriftlichen Sit Mietheontracte beſtimmten Zeit, ohne Widerſpruch des Vermiethers in* der Benutzung, ſo wird angenommen, daß er das Haus oder die Wohnung waͤhrend der obſervanzmaͤßigen Zeit unter den vorigen Bedin⸗ gungen behalte, und er kann ſie nur nach vorgaͤngiger Aufkuͤndigung, wobey die durch Ortsgewohnbeit beſtimmte Friſt zu beobachten iſt, ver⸗ laſſen, oder daraus vertrieben werden. §. 962. Ende der Miethe. Hierbey iſt zu bemerken: I. daß im Falle der Aufhebung des Con⸗ Art. 1760. tracts durch Verſchulden des Mietbers, dieſer zur Bezahlung des Mieth⸗ zinſes waͤhrend der zur Wiedervermiethung erforderlichen Zeit verbun⸗ den iſt, mit Vorbehalt jedoch der Schadloshaltung für den aus dem Mißbrauche der Sache etwa entſtandenen Nachtheil. II. Der Vermie⸗ Art. 1761. ther iſt, in Ermangelung einer entgegenſtehenden Uebereinkunft, von dem Contracte ſogar in dem Falle abzugeßen nicht berechtigt, wenn er das vermiethete Haus ſelbſt bezieben zu wollen erklaͤrt. Iſt jedoch die⸗Att. 1762. ſes verabredet, ſo iſt der Vermiether verbunden, das Haus unter Beob⸗ achtung der obſervanzmaͤßigen Kuͤndigungsfriſt dem Miether zu kuͤndigen. P Von den eigenthuͤmlichen Regeln der Pacht. 5. 963. Erforderniſſe. In der Regel iſt der Pachter zur Afterpachtung und Abtretung der Art. 1763. acht an einen andern befugt, nur nicht der Theilpächter, d. h. derze⸗ Aa 3 nige, 190 Drittes Buch. Achter Titel. nige, welcher Land unter der Bedingung bauet, daß die Fraͤchte mit dem Verpachter getheilt werden ſollen; wenn ihm nicht dieſe Befugniß Art. 1764. im Pachtcontracte ausdruͤcklich gegeben worden iſt. Im Uebertretungs⸗ falle hat der Eigenthuͤmer das Recht, in die Benutzung wieder einzu⸗ treten, und der Päͤchter wird zur Schadloshaltung wegen des aus der Nichterfuͤllung des Pachtcontracts entſtandenen Nachtheils verbunden. Art. 1763. Wenn in dem Pachtcontracte den Grundſtucken ein geringeres oder grißeres Maaß, als ſie wirklich haben, beygelegt iſt, ſo findet fuͤr den Paͤchter nur in den Fällen, und nach den Regeln, welche der vorige Titel beym Verkaufe ¹) enthaͤlt, eine Erhohung oder Verminderung des Pachtgeldes ſtatt. 1) Art. 1616 fög. 5. 964. Verbindlichkeiten des Pächters. Art. 1766. Der Paͤchter*) iſt verpflichtet ²): I. das Feldgut mit dem zur Benutzung erforderlichen Viehe und Feldgeraͤthe zu verſehen, und den Anbau als guter Hauswirth zu betreiben; von der gepachteten Sache kei⸗ nen andern Gebrauch zu machen, als wozu ſie beſtimmt war, und uͤberhaupt den Beſtimmungen des Pachtcontraets ein Genuͤge zu leiſten. Thut er dieſes nicht, und erwächſt hieraus fuͤr den Verpachter ein Schaden, ſo kann dieſer, den umſtaͤnden nach, den Pachtcontraet auf⸗ heben laſſen. Erfolgt dieſe Aufhebung, ſo iſt der Pächter auf die im 1764ſten Artikel beſtimmte Weiſe zur vollſtändigen Schadloshaltung ber⸗ Art 1767. bunden; II. die Erzengniſſe an den im Pachtcontracte dazu beſtimmten zrt. 1768. Orte einzuſcheuern; Nf. dem Eigenthuͤmer von den Eingriffen, welche etwa gegen die Grundſtuͤcke unternommen werden, Nachricht zu geben, und zwar dieſes bey Strafe aller Koſten, und der vollſtändigen Schad⸗ loshaltung. Dieſe Benachrichtigung muß binnen der naͤmlichen Friſt geſchehen, welche fur gerichtliche Vorladungen nach Eutfernung der Orte beſtimmt iſt ²). 1) Preneur“, welches Wort auch den Theilpächter enthaͤlt. 2) In Hinſicht der kraft des am 22. April 1808 zu Berlin abgeſchloſſenen Contracts an den Franz. Kaiſer abgetretenen Weſtphäl. Domainen, verord⸗ net ein Beſchluß des Staatsraths⸗ Generalintendanten Daru, Ma vom 17 ay 1808 Art. it niß 96 der del ige g zur den kei⸗ und en. ei u⸗ im ber ſen ſche ben, d iſt r ſinn totd⸗ arlh A Von dem Miethcontracte. 191 Art. 24.§. 2. Die Pächter muͤſſen die Grundſteuer und dazu kommenden Nebenſteuern auf ihre Koſten, und ohne ſolche vom Pachtgelde abztehen zu duͤrfen, von den zu verpachtenden Gütern entrichten, und dies dem Elemen⸗ tarerheber erweiſen. Art. 25. In den Bedingungen der Pacht darf von keinem Weinkauf, Einſtandsgeld, oder Vorauszahlung auf den Pacht die geringſte Rede ſeyn. Art. 29. Die an den Domainen zu machenden Reparationen und Wie⸗ deraufbauungen koͤnnen nicht vorgenommen, noch ihr Betrag bezahlt, oder in Ausgabe paffirt werden, als wenn ſie gehörig authoriſirt werden, naͤmlich durch den Departements⸗Director, nach dem Gutachten des Verificators, wenn ſie unter 100 Francs betragen, durch den Generaldirector, nach dem Gutachten des Departementsdirectors, wenn ſie unter 1000 Fraucs ſind, und nach dem Gutachten des Con⸗ ſeils in ſtreitigen Angelegenheiten, wenn ſie uͤber dieſe Summe und bis 3000 Franken incl. ſich belaufen, und durch den Staatsrath, Generaltntendanten der großen Armee, wenn ſie uͤber 3000 Franken ſich belaufen. 3) Code de procodure frangai art, 7 fgg. Meſiphalien art. 22 fgg. §. 965. I. Geſchah die Verpachtung auf mehrere Jahre, und war waͤh⸗ Art. 1769. rend der Dauer derſelben eine Erndte ganz oder wenigſtens zur Hälfte durch Zufall zu Grunde gegangen ¹), ſo kann der Pachter eine Remiſ⸗ ſion an ſeinem Pachtgelde verlangen, wenn er nicht durch die vorher⸗ gehenden Erndten entſchaͤdigt iſt. Die Beſtimmung der Remiſſion kann daher erſt am Ende der Pachtzeit ſtatt finden, wo ſodann eine Ausglei⸗ chung der ſaͤmmtlichen Pachtahre vorgenommen wird. Vorlaͤufig kann jedoch der Richter die Bezahlung eines Theils des Pachtgeldes, nach dem Verhaͤltniſſe des erlittenen Verluſts, dem Paͤchter nachlaſſen. 1II. War der Pachtcontract nur auf ein Jahr geſchloſſen, und erſtreckt ſich Art. 1770. der Verluſt entweder auf alle, oder doch wenigſtens auf die Hälfte der Fruͤchte, ſo wird dem Pachter ein verhaͤltnißmaͤßiger Theil ſeines Pacht⸗ zinſes erlaſſen. Betraf der Verluſt weniger als die Haͤlfte, ſo kann derſelbe keine Remiſſion verlangen. III. Außerdem kann der Pachter Art. 1777. keine Remiſſion verlangen: 1) wenn ſich der Verluſt der Fruchte ereig⸗ net, nachdem ſie ſchon von der Erde abgeſondert waren ²*), ausgenom⸗ men, wenn dem Eigenthuͤmer im Pachteonttaete ein aliquoter(im Ver⸗ bältniſſe zum Ganzen beſtimmter) Theil in Ratur vorbehalten iſt. In dieſem ——— — 192 Drittes Buch. Achter Titel. dieſem Falle hat letzterer ſeinen Ancheil am Verluſte zu tragen, voraus⸗ geſetzt, daß der Pächter mit der Ablieferung nicht im Verzuge war; 2) wenn die Urſache des Schadens zur Zeit der Abſchließung des Con⸗ traets ſchon vorhanden, und bekannt war. 1) Er muß jedoch die Verheerungen ſogleich durch das Protocoll eines Notars haben beſchreiben, und in Gewißheit ſetzen laſſen. Appellhof zu Poitiers tn S1REx Jurisprudence. 1807. Suppl. p. 12. Caſſationshof in S1nRr Journ. général. 1809. P. I. S. 80. 2) Oder wenn er mit dem Einbringen der Fruͤchte in mora geweſen war. MAIEviILILE Analyſe ad h. I. S. Art. 1142. 1146. 5. 966. Uebernahme des Zufalls. Art. 1772. Der Pachter kann durch eine ausdruͤckliche Uebereinkunft den Zu⸗ fall uͤbernehmen. Dieſe Uebereinkunft begreift jedoch nur den gewöhn⸗ lichen Zufall, als Hagel, Blitz, Froſt und das Abfallen der Weinbee⸗ Art. 1773. ren; nicht aber den außererdentlichen, wie Kriegsverbeerung und unge⸗ woͤhnliche Ueberſchwemmung, auszenommen, wenn der Paͤchter vorher⸗ geſehene und unvorhergeſehene Zufaͤlle ubernabm. 6. 967. Ende des Contracts. Art. 1774. Bey der ohne ſchriftlichen Aufſatz geſchebenen Verpachtung wird angenommen, daß ſie auf ſo lange Zeit eingegangen ſey, als erforder⸗ lich iſt, um alle Fruͤchte des gepachteten Grundſtuͤcks zu erhalten. So z. B. nimmt man an, daß die Verpachtung einer Wieſe, eines Wein⸗ bergs, und jedes andern Grundſtuͤcks, deſſen Fruchte binnen Jahres⸗ zrt. 1773. ſriſt ganz geboben werden, auf ein Jahr geſchehen ſey. Bey der Ver⸗ pachtung des Ackerlandes, wenn es nach dem Wechſel der Fruchtarten eingetheilt iſt, nimmt mau an, daß dieſelbe auf ſo viele Jahre, als Abtheilangen ſind, geſchehen ſey 1). Rach dieſer Zeit hort die Pacht Lrt. 1776 kraft des Geſetzes auf. Wenn der Pachter beym Ablaufe eines ſchrift⸗ lich abgefaßten Pachtcontracts im Beſitze bleibt, und darin gelaſſen wird, ſo entſteht hierdurch eine neue Verpachtung, deren Wirkungen ſich nach dem Art. 1774. richten⸗ De Von dem Miethcontracte. 193 ⸗ Der abzirhende Paͤchter muß ſeinem Nachfolger eine angemeſſene Art. 1777. ſ; Wohnung überlaſſen, und andere Bequemlichkeiten fuͤr die Arbeiten des folgenden Jabres verſtatten; dagegen muß aber auch der antretende Paͤch⸗ ter dem Abzrehenden eine angemeſſene Wohnung und andere Bequem⸗ lichkeiten verſchaffen, um das Viebfutter verbrauchen und die noch an uͤbrige Erndte einbringen zu koͤnnen. In benden Faͤllen richtet man ſich 6 bierbey nach der Obſetvanz. Ebenfalls muß der Abziehende Stroh und Art. 1773. Duͤnger vom letzten Jahre, wenn er dergleichen bey ſeinem Antritte vor⸗ 3 fand, zurüͤcklaſſen; ja es kann ſogat, wenn er dieſelben nicht vorgefun⸗ den hatte, der Eigenthuͤmer dieſelben nach einer Schätzung zuruͤckbehalten. 1) Je nachdem naͤmtich das Wechſelſyſtem, drey⸗, vier-, fuͤnf⸗ Felderſyſtem, oder die Koppelwirthſchaft beliebt war. S. uͤber dieſelben Thaer Grund⸗ ſätze der ratlonellen Landwirthſchaft. Bd. I. S. 316 fgg. zu e Von dem Mietbcontracte uͤber Arbeit. ie s. 968. Arten deſfelben. Der Mietheontract uͤber Arbeit iſt von dreyfacher Art: I. Ver⸗ dingung der Dienſtboten und Arbeitsleute; I. Verdin⸗ gung der Landfuhrleute und Schiffer, um Perſonen oder Art. 1779. ic Waaren fortzubringen; 11I. Verdingung beſtimmter Arbeiten de nach einem Anſchlage und Accord. So Erſter Abſchnitt. et Von Verdingung der Dienſtboten und Zrbeitslente. tten als acht S. 969. i a egeln. ſin un I. Man kann ſeine Dienſte nur auf beſtimmte Zeit, oder fuͤr eine Att. 180. eſtiminte Unternehmung ¹) verdingen. II. Dem Herrn wird auf ſeine Art. 1781. Di Spangenberg's Commentat Bd. II. Bb eidliche 194 Drittes Buch. Achter Titel. eidliche Verſicherung geglaubt: 1) in Anſehung des Betrages des Lohns; 2) in Anſehung der Bezahlung deſſelben vom verfloſſenen Jabre; 3) in Anſehung der auf Abſchlag bezahlten Summen fuͤr das laufende Jahr. 1) Hierdurch wird die Ruͤckkehr einer Leibeigenſchaft unmöglich gemacht. S. Bd. 1I. S. 73. F. 492.— Der Dienſtbote kann zedoch zu jeder Zeit außer Dienſt gehen, quia nemo poteſt cogt ad facta, iſt aber in dieſem Falle ſeli nem Herrn zur vollſtändigen Schadloshaltung verpflichtet. S. auch Bous⸗ QE Explic. ad h. art. ZAcRAk1Ah Handbuch F. I. p. 313. will hier dſe Art. 1736. 1738. 1738 und 1759. analogiſch anwenden. Zweyter Abſchnitt. Von den Landfuhrleuten und Schiffern. e e Art. 1782. I. Landfuhrleute und Schiffer ſind in Ruͤckſicht der Aufbewahrung und Erhaltung der ihnen zugeſtellten Sachen den naͤmlichen Verbindlich⸗ Art. 1783. keiten, wie die Gaſtwirthe ¹), unterworfen. Sie haften: 1) micht nur fuͤr dasjenige, was ſie in ihr Schiff oder Fuhrwerk ſchon aufgenommen haben, ſondern anch fur dasjenige, was ihnen im Hafen oder an dem zur Niederlage dienenden Orte uͤbergeben worden iſt, um auf ihr Schiff Art. 1783. oder Fuhrwerk geladen zu werden ²). 2) Ebenfalls fuͤr den Verluſt und die Beſchädigung der ihnen zugeſtellten Sachen, wenn ſie nicht be⸗ weiſen, daß dieſelben durch bloßen Zufall, oder unabwendbare Gewalt verloren oder beſchaͤdigt worden ſind. II. Die Unternehmer öffentlicher Reiſewagen ²) und Schiffe, wie auch die der oͤffentlichen Frachtwagen, muͤſſen uͤber die ihnen zugeſtellten Gelder, Sachen und Päckereyen ein Art. 1786. Regiſter fuͤhren. Ueberdies ſind ſie, ſo wie die Eigenthümer von Käh⸗ nen und Schiffen, beſondern Verordnungen ²) unterworfen. Rrt. 1783. 1) Art. 1952— 1954. S. auch Code de Scommerce art. To3— 105. 2) Vey dieſem Artikel entſchled die Diſcuſſion folgende Fragen 1. der Fuhr⸗ mann braucht nicht ſuͤr die Effecten zu haften, die elnem dritten übergeben, oder in ein Magazin niedergelegt ſind, um ſie ihmm zu Aberliefern, in ſ fern er nicht das Magazin ſelbſt errichtet hat, oder Aſſocls des Errichters uhriann⸗ nregi ackete annahm, haftet fuͤr war. 11. Der Fuhriann, der nicht sinregiſtrirte P eſelben, ſi Mr nen en hif uſt bu alt her en, ein h hen, iett ſit hen, Von dem Miethcontracte. 195 dieſelben, der Unternehmer, der ihn hlelt, nicht, ausgenomtnen, wenn er gar kein Regliſter hielt; oder ſie in dieſelben einzutragen vergah. MarEvrIILE Analyſe ad h. art. 3) 3. B. Poſten. 4) 3. B. TLoi d. 23 Juillet 1793., welche durch dleſe Artikel nicht modificirt iſt, ſo daß die Poſtdirectoren noch den ganzen wirklichen Werth der verlornen Effecten bezahlen muͤſſen. Caſſationshof bey SrREx Journal général. 1809. P. I. p. 172.— För Weſtphalen ſ. königliches Dectet vom go. Sept. 1810. Geſetzbuͤlletin 1810. uro. 36. Ven der Verbingung beſtimmter Arbeiten nach einem Anſchlage und Accorb. 5. 971. Arten derſelben⸗ Dieſe Verdingung ¹) kann auf eine doppelte Art geſchehen, näm⸗ xrt. 137. lich ſo, daß der, deſſen Arbeit verdingt wird, entweder nur ſeine Ar⸗ beit, oder ſeinen Gewerbfleiß bergebe, oder daß er zugleich den Stoff dazu liefere. Geht in dem Falle, wo der Arbeiter den Stoff lie⸗ Art. 17 8. fert, die verfertigte Sache noch vor ihrer Uebergabe auf irgend eine Art zu Grunde; ſo trifft der Verluſt den Arbeiter, ausgenommen wenn der Miether in mora accipiendi war. lieferte er den Stoff nicht, ſo Art. 1789. iſt er, wenn die Sache zu Grunde geht, mur wegen ſeines Verſehens verantwortlich. Ging in dieſem letztern Falle die Sache ohne ſein Art. 1790. Verſchulden zu Grunde, bevor der Beſteller die Sache angenommen batte, und ohne daß ihm in Anſebung der Pruͤfung deſſelben ein Ver⸗ zug zur Laſt fiel; ſo hat der Arbeiter keinen Anſpruch auf Arbeitslohn, die Sache muͤßte denn durch einen Fehler des Stoffs zu Grunde ge— gangen ſeyn. 1) LEPraAcE trailè des dovis et marchès ſelon le Code Napoléon. 6 0 6 I. Iſt von einer Arbeit, welche Stuckweiſe, oder nach einem Maaße xurt. 1791. verfertigt wird, die Rede, ſo kann de Pruͤfung und Genehmigung auch theilweiſe 196 Drittes Buch. Achter Titel. theilweiſe geſchehen, und es wird dafuͤr gehalten, daß, wenn der Be⸗ ſteller den Arbemer nach dem Verbaͤltniſſe der ſchon fertigen Arbeit be⸗ zahlt hat, dieſelbe in Anſehung aller bezahlten Theile ſtatt gefunden Aut. 1792. habe. Il. Wenn ein nach einem im Ganzen beſtimmten Preiſe anfge⸗ fuͤhrtes Gebaͤnde durch die fehlerhafte Bauart, oder auch nur durch einen Fehler des Bodens zu Grunde geht ¹); ſo ſind waͤhrend zehn Jahren der Baumeiſter und Bauunternehmer dafuͤr verantwortlich. Art. 1793. III. Hat ein Banmeiſter oder Bauunternehmer die Auffuͤhrung eines Gebaͤudes in Bauſch und Bogen nach emem feſtgeſetzten und mit dem Eigenthuͤmer des Bodens verabredeten Plane uͤbernommen; ſo kann er weder unter dem Vorwande, daß der Arbeitslohn, oder der Preis der Materialien geſtiegen ſey, noch aus dem Grunde, weil an dem erſten Plane Veraͤnderungen oder Zuſätze gemacht worden, eine Erböbung des Preiſes verlangen, wenn nicht dieſe Veraͤnderungen oder Zuſatze ſchrift— lich genehmigt ſind, und der Preis mit dem Eigenthuͤmer verabredet Art. 1794. worden iſt. 1V. Der Beſteller kann ganz nach eigener Willkuͤhr von einem in Bauſch und Bogen geſchloſſenen Contracte wieder abgehen, obgleich das Werk ſchon angefangen iſt; doch muß er den Unternehmer fur alle ſeine Auslagen, für ſeine ganze Arbeit, und fuͤr alles, was er bey dieſer Unternehmung haͤtte gewinnen koͤnnen, entſchaͤdigen. 1) Le mok perit renferine lewplication, que larchit ecte eſt re vonſabl⸗ tontes les fors, e les vices, ſoit de conſtruction, ſoit de ſol, com- promettent la ſolidi?s du hatiment. Diſeuſſion b. JovAMNEAU et So LoN Diſcuſſions. T. II. p 377. §. 973. Ende des Contracts. Art. 1793. Der Miethcontract uͤber eine beſtimmte Arbeit erliſcht durch den Art. 1796. Tod des Arbeiters, des Baumeiſters oder des Unternehmers. Der Beſteller aber iſt verbunden, an die Erben der genannten Perſonen den Wertb der ſchon fertigen Arbeit, und den Werth der wirklich zubereite⸗ ten Materialien, jedoch nur dann, wenn die Arbeit und Materialien fuͤr ihn brauchbar ſind, und zwar nach dem Verhältniſſe des in dem Vertrage beſtimmten Preiſes, zu bezahlen⸗ §. 974 e be⸗ Nh O: ch hu es em der en des det 0n en, mer al om⸗ S0. den Der den eite⸗ lien dem Von dem Miethcontracte. 197 6. 974. Verbindlichkeiten des Unternehmers. Der Unternehmer haftet fuͤr die Handlungen der Perſonen, deren Art. 1797. er ſich bey der Arbert bedient; den Maurern, Zimmerleuten und Ar— Art. 1798. beitern ſteht nur ein Klagrecht gegen den Unternehmer; gegen den Be⸗ ſteller aber nur dann zu, wenn dieſer dem Unternehmer zur Zeit der an⸗ geſtellten Klage noch ſchuldig iſt, und nur auf dieſen ſchuldigen Betrag. Dieſelben in dieſem Abſchnitt enthaltenen Beſtimmungen ſind auch Att. 1799. auf die Maurer, Zimmerleute, Schloſſer und andere Arbeiter anwend⸗ bar, welche unmittelbar einen Accord im Ganzen abſchließen, denn auch ſie ſind Unternehmer in Anſehung derjenigen Arbeit, deren Ausfaͤhrung ſie uͤbernommen haben. Wites Kapitel. Erſter Abſchnitt. n 8. 975. Der Viebpacht iſt ein Vertrag, wodurch ein Theil dem andern Art. 1300. eine gewiſſe Anzahl Vieh, um daſſelbe zu bewahren, zu fuͤttern und zu warten, unter den zwiſchen ihnen verabredeten Bedingungen uͤberlaͤßt. 6. 976. A n. Der Viebpacht kann von vierfacher Art ſeyn: I. der einfache Art. 1801. oder gewöhnliche Viehpacht, II. der Viehpacht zur Hälfte, III. der Viehpacht, der mit einem Paͤchter oder Theilpaͤchter eingegangen wurde, IV. der uneigentliche Viebpacht. Bb 3§. 977. ————. 193 Drittes Buch. Achter Titel⸗ S. 977. Grundſätze. Art. 1802. I. Man kann jede Gattung der Thiere, welche eines Zuwachſes durch Junge(der Zuzucht) faͤhig, oder fuͤr Ackerbau und Handel nut⸗ Art, 1303. lich ſind, zum Gegenſtande des Viebpachts machen. U. Die in den folgenden Abſchnitten aufgeſtellten Regeln treten nur in Ermangelung beſonderer Verabredungen ein. Zweyter Abſchnitt⸗ Von dem einfachen Piehpacht⸗ §. 978. B e i i ſ⸗ Art. 1804. Der einfache Viehpacht iſt ein Vertrag, wodurch man einem andern einiges Vieh zu ernaͤhren und zu warten unter der Bedingung überläßt, daß dem Paͤchter die Haͤlfte des Zuwachſes durch junges Art. 1803. Bieh verbleiben, er dagegen aber auch den Verluſt zur Haͤlfte tragen ſolle. Das Vieh wird in dem Contracte taxirt, um dieſes zu beſtim⸗ men; nie aber uͤberträgt die Taxation das Eigenthum auf den Pachter. §. 979. Rechte und Verbindlichkeiten des Paͤchters. Art 1806. Der Pächter muß: I. fuͤr die Erbaltung des Viehs wie ein guter Art. 1307. Hauswirth ſorgen. I. Fuͤr bloßen Zufall haftet er nur, wenn von ſei⸗ ner Seite ein Verſehen vorherging, ohne welches der Verluſt nicht er— At. 1808. folgt ſeyn wuͤrde. Hierbey iſt zu bemerken: 1) Bey entſtehendem Streite muß der Pachter den Zufall, und der Verpachter das Verſehen, wel⸗ At. 1809. ches er dem Pachter Schuld giebt, bewerſen; 2) der Pachter, den der Art. 130. Zufall von ſeiner Hauptverbindlichkeit befreyte, muß gleichwobl die Haͤute der Thiere ¹) berechnen. 3) Koͤmmt alles Vieb ohne Verſchul⸗ den des Pachters um, ſo trägt der Verpachter den Verluſt⸗ Köumt nur ein Theil deſſelben um, ſo wird der Verluſt nach dem Taxations⸗ preiſe beym Anfange des Contrgets, und nach emer Taration 3 En t . 9 en n e en m er. tor ſi⸗ er⸗ eite vel⸗ der die hul umt r e Von dem Miethcontracte. 199 Ende deſfelben, gemeinſchaftlich getragen. 4) Man kann nicht ausbe⸗ Art. 1311. dingen: a) daß der Pachter den ſelbſt durch bloßen Zufall und ohne ſein Verſchulden eingetretenen gaͤnzlichen Verluſt tragen; oder b) daß ſein Antheil am Verluſte großer, als am Gewinne ſeyn, oder c) daß der Verpachter am Ende der Pacht etwas mehr, als das von ihm her⸗ gegebene Vieh zum Voraus erhalten ſolle. Jeder Vertrag dieſer Art iſt nichtig. IMI. Der Pachter hat allein den Nutzen von der Milch, dem Duͤnger und der Arbeit des Viehs. Die Wolle und der Zuwachs am jungen Vieh werden getheilt. IV. Der Pachter kann uͤber kein Art. 18ta. Stuͤck Bieb aus der Heerde, es mag zum Hauptſtamme oder zum Zu⸗ wachſe gehoͤren, ohne des Verpachters Bewilhigung dispomren. Eben⸗ daſſelbe darf der Verpachter ohne Bewilligung des Pachters nicht. Wird Nrt. 1812. das Vieh einem fremden Pachter(d. b. einem ſolchen, der nicht auch zugleich Land von dem Eigenthuͤmer des Viehs gepachtet hatte) zur Nutzung uͤberlaſſen, ſo muß dieſes dem Eigenthuͤmer, von dem der⸗ ſelbe ſein Gut verpachtet hat, angezeigt werden. Geſchah dieſes nicht, ſo kann letzterer das Vieb, wegen ſeiner Forderungen an den Pachter, mit Arreſt belegen und verkaufen laſſen. V. Der Pachter darf die Schur Art, 1813. nicht vornehmen, ohne zuvor den Verpachter davon zu benachrichtigen. 1) Particl⸗ n'oblige pas d payer roujour? le peauæ, qu'il nie peut par reprẽſenter, mai⸗ ſeulemen⸗& en reidre compte. Diſcuſſton bey JouANNEAU et SofoN Diſcuſſions. T. II. p. 582. §. 980. Ende des Contracts. Iſt in dem Vertrage uͤber die Dauer des Viebpachts nichts be⸗Art. 1813. ſtimmt, ſo nimmt man an, daß derſelbe auf drey Jahre eigegangen ſey. Doch kann der Verpachter noch fruͤher deſſen Aufhebung verlan⸗Art. 1816. gen, wenn der Pachter ſeine Verbindlichkeiten nicht erfuͤllt. Bey Auf⸗Art. 1317. hebung des Contracts wird ſodann eine neue Schaͤtzung des Viehs vor⸗ genommen; der Verpachter nimmt ſo vieles Vieh von jeder Gattung, als die erſte Schaͤtzung betraͤgt, ab; und dann wird das Uebrige zwi— ſchen ihm und dem Pachter getbeilt. Iſt ſo viel Vieh, um den Be⸗ trag der erſten Schätzung zu erſetzen, nicht mehr vorhanden, ſo nimmt der Verpachter das noch uͤbrige, und beyde Theile berechnen ſich uͤber den Verluſt. Dritter ———— 200 Drittes Buch. Achter Titel. Dritter Abſchnitt. V d 5. 981. Art. rzis. Der Viebpacht zur Haͤlfte iſt ein Geſellſchaftsvertrag, bey wel⸗ chein jeder der Contrahenten die Haͤlfte des Viehs zu gemeinſchaftlichem Gewinne und Verluſt liefert. F5. 982. Rechte und Verbindlichkeiten des Pächters. Art. 1819. I. Der Pachter benutzt die Milch, den Duͤnger und die Arbeit des Viehes allein. II. Der Verpachter bat nur ein Recht auf die Hälfte der Wolle und des Zuwachſes an jungem Vieh. II. Jede entaegen⸗ ſtehende Uebereinkunft iſt nichtig, wenn nicht etwa der Verpachter zu— gleich Eigenthuͤmer der Meyerey iſt, welche der Pachter gegen einen be— ſtimmten Preis, oder gegen einen Theil der Fruchte gepachtet hat. 5. 983. Grundſat. Art. 1320. Alle uͤbrigen Regeln des einfachen Viehpachts ſind auf dieſen Vieh⸗ pacht anwendbar. Vierter Abſchnitt⸗ Von dem mit dem Pächter oder Theilpaͤchter eingegangenen Biehpacht. Erſtes Hauptſtuͤck. Von dem mit dem Pächter eingegangenen Viehpacht. §. 984. Begriſß. Dieſer Viehpacht, auch genannt eiſerner Viebvacht, iſt der, wodurch der Eigenthuͤmer einer Meyerey dieſelbe mit dem darauf befind⸗ lichen Art. 1821. el⸗ en dez lſte en zu be der, nd che Von dem Miethcontracte. 201 lichen Vieh, unter der Bedingung verpachtet, daß der Pachter am Ende der Pachtzeit ſo viel Vieh, als dem Schätzungspreiſe deſſen, wel⸗ ches er auf der Meyerey gefunden bat, am Werthe gleich kömmt, zu⸗ ruͤcklaſſen ſolle. Die Taxation, die uͤber dieſes Vieh vorgenommen Art. 1322. werden muß, macht den Pachter nicht zum Eigentbuͤmer ¹), uͤberträgt jedoch auf ihn die Gefahr des Verluſts. 1) Die Gläubiger des Verpachters können es daher in Beſchlag nehmen, und verkaufen laſſen; nur kann dann der Pachter verlangen, daß, wenn beym Verkaufe mehr geloͤßt wird, als die Taxe des Viehs betraͤgt, dieſer Ueber⸗ ſchuß ihm verabfolgt werde, ohne daß er zu den Koſten der Beſchlagnehmung, und des Verkaufes beyzutragen ſchuldig iſt; denn nur bis zum Betrag dieſer Taxe bleibt der Verpachter Eigenthuͤmer des Viehs; dagegen die Vermehrung des Werths dem Pachter gehört. Caſſationshof b. S1RE? Jurisprudence. 1807. p. 52 fag⸗ §. 985. Rechte und Velbindlichkeiten des Pachters. I. Dem Pachter gehoͤrt, in Ermangelung einer entgegenſtehenden Mt. 1223. Uebereinkunft, aller Rutzen während der Dauer des Contracts, ausge⸗ nommen der Duͤnger, welcher vielmehr der Meyerey gebört, und zu de⸗ Art. 1324. ren Vortheil ausſchließlich verwandt werden muß. II. Der ſogar den Art. 1323. ganzen Viebſtand betreffende, und aus bloßem Zufalle herruͤhrende Ver⸗ luſt trifft, in Ermangelung einer entgegenſtehenden Verabredung, ganz den Pachter. III. Am Ende des Contracts iſt der Pachter nicht be⸗ xrt. 1326. rechtigt, das Vieh gegen Bezahlung des taxati zu behalten; er muß einen Viehſtand, der dem, welchen er empfing, am Werthe gleich koͤmmt, zuruͤcklaſſen. Was etwa abgebt, muß er bezahlen; der Ueber⸗ ſchuß dagegen gehört ihm. Zweytes Hauptſtuͤck. Bon dem mit dem Theilpächter eingesansenen Viehpacht. §. 986. S 6 Hierbey tteten folgende Ausnahmen, da die in dieſem Abſchnitte enthaltenen Beſtimmungen die Regel ausmachen, ein; I. Geht ohne urt. 1327. Spangenberg's Commentar Bd. III. Cc Ver⸗ ——— 202 Drittes Buch. Achter Titel. Von dem Miethcontracte. Verſchulden des Theilpaͤchters(colonus partiarius) der ganze Vieß⸗ urt. 182. ſtand zu Grunde, ſo trifft der Verluſt den Verpachter. U. Man kann verabreden: 1) daß der Verpachter ſeinen Antheil an der Wolle dem Pachter fuͤr einen wohlfeilern Preis, als der gewöhnliche iſt, uͤberlaſſe; 2) daß der PVerpachter einen größern Antbeil am Rutzen haben, und 3) daß er die Haͤlfte der Milch erhalten ſolle. Nie kann man aber verabreden, daß der Pachter allen Verluſt zu tragen habe., 1 F. 987. Ende des Contracts. Art. 1529. Der Viehpacht hoͤrt zugleich mit der Verpachtung der Meyerey auf. 5. 988. Grundſak. Art. 1830. Im uͤbrigen iſt er allen Regeln des einfachen Viebpachts unterworfen. Fünfter Abſchnitt. Von dem uneigentlichen ſogenannten Biehpacht. — 5. 989. Seg r iK. Art. 1331. Dieſer beſteht darin, daß Jemand eine oder mehrere Kuͤhe einem andern giebt, um ſie in ſeinen Viehſtall aufzunebmen und zu ernaͤhren. Dann behaͤlt der Verpaͤchter das Eigenthum, und der Pachter erbält die von denſelben geborenen Kälber ¹). 1) Der Umfang dieſes Contracts iſt lediglich den Partheyen uͤberlaſſen. S. MparI Repertoire. v. Cheptel. F. 3. Blanchard zu Maleville. Bd. HHI. S. 500 fgg. Reunter m en. ilt 6. IMI Neunter Titel. Von dem Geſellſchaftsvertrage. Erſtes Kapitel. Ailgemeine Grundſaͤttze. 6 506 Begriſff. D⸗ Geſellſchaftsvertrag iſt derjenige Contract, mittelſt welchem Art. 1332 zwey oder mehrere Perſonen verabreden, einen gewiſſen Beytrag in der Abſicht zuſammen zu bringen, um den daraus entſpringenden Vortheil- zu theilen ¹). 1) borues traitè du contrat de ſoeiete. Nonwelle odition par IoTTxAv. II Voll. 3. 5. 991. Stfstdniſſe. Erforderniſſe zur Guͤltigkeit dieſes Contraets ſind, außer den allge⸗ meinen Erforderniſſen der Guͤltigkeit eines Contracts: I. daß der Ver⸗Art. 1333. trag einen erlaubten ¹) Zweck habe; II. daß er fuͤr das gemeinſchaftliche Intereſſe beyder contrahirenden Theile eingegangen ſey; III. daß jeder Geſellſchafter entweder Sachen, oder ſeinen Fleiß beyträgt 2). Der Contraet ſelbſt muß ſchriftlich abgefaßt werden, wenn ſein Ge⸗grt. 1334. genſtand den Werth ²) von 150 Franes überſteigt. Iſt dieſes geſchehen, ſo wird der Zengenbeweis 4) ſo wenig gegen den Inbalt der Urkunde und uͤber Nebenverabredungen, als oͤber Veraͤußerungen, welche vor, bey oder nach deren Abfaſſungen vorgefallen ſeyn ſollen, zugelaſſen, ſelbſt wenn von einer Summe, oder einem Werthe unter 150 Franes die Rede waͤre. 1) Ein unerlaubter Zweck iſt z. B. die Steigerung der Lebensmittel. Tag1.⸗ nAb Expoſé. b. GakNERv I. III. P. III. p. 345. Ce 2 2) 204 Drittes Buch. Neunter Titel. 3) Rie aber durch bloßes Hergeben des Nahmens, um der Geſellſchaft Credit zu erwerben. TapII.Hakp Expoſé. bey GakMRkv L. III. P. III. p. 345. MA- 1LEvILLT Analyſe ad h. art. 3) Naͤmlich der zuſammengebrachten Sachen. PpEiFPER Map. Geſ. Bd. II. p. 41I. 4) Der Zeugenbeweis iſt jedoch zulaͤſſig, wenn der Anfang eines ſchriftlichen Be⸗ weiſes vorhanden war. Caſfationshof bey DENEVERs Journal. 1806. p. 334. S⸗ auch Tit. III. Cap. 6. Abſchn. 2. Zweytes Kapitel. Von den verſchiedenen Gattungen der Geſellſchaften. §. 992. Eintheiluns. Die Geſellſchaften ſind entweder: I. Civilrechtsgeſellſchaf⸗ ten, oder 1I. Handelsgeſellſchaften, oder III. sonventionelle Geſellſchaften ¹). Der Code enthaͤlt nur Grundſaͤtze in Betreff der erſtern; die Grundſaͤtze der Handelsgeſellſchaften enthaͤlt der Code de commerce Buch I. Titel 3; die conventionellen Geſellſchaften richten ſich nach den einzelnen Vertraͤgen der Partheyen. Irt. 1335. Die Civilrechtsgeſellſchaften ſind entweder allgemeine oder be⸗ ſondere. Code de commerce art. 18. S. Art. 1373.— Die ſogenannten ſtillſchwei⸗ genden Geſellſchaften(Sociẽtẽ laiſibles) finden nicht mehr ſtatt. MarEvILLE Analyſe ad h. art⸗ Erſter Lbſchnitt. PVon allgemeinen Geſellſchaften⸗ 6. 993. Eintheilunsg.⸗ Att. 1836. Die altgemeinen Geſellſchaften erſtrecken ſich entweder auf das ganze gegenwärtige 1) Vermögen, oder hloß auf den Gewinn. 1) Von dem Geſellſchaftsvertrage. 205 1) Dieſe verllehren durch nachgebohrne Kinder ihre Kraft. Ebenſalls tritt der — — . Art. 853. 854. in Hinſicht der den Geſellſchaften eingeräumten Vortheile ein. MArvIILILE Analyſe ad h. art. aus der Diſcuſſion.— Die Societas om⸗ n. nium bouorum des R. R. iſt abweichend. PpRiFPRR Nap. Geſ. Bd. II.§. 414. e⸗ p 5. 994. I. Allgemeine Geſellſchaft des ganzen gegenwaͤrtigen Vermoͤgens. Die allgemeine Geſellſchaft des ganzen gegenwärtigen Vermögens Art. 1837. iſt der Vertrag, mittelſt welchem beyde Theile das geſammte bewegliche . und unbewegliche Vermögen, welches ſie gegenwaͤrtig beſitzen, und den Rutzen, welchen ſie davon ziehen, zuſammenſchießen, um dereinſt den Rutzen zu theilen. Hierbey iſt zu bemerken: I. die Partheyen können unter dem Ausdruck Rutzen jede andere Gattung des Gewinnes be⸗ greifen. II. Doch darf unter dieſen Gewinn nicht das ihnen durch Erb⸗ folge, Schenkung oder Teſtament etwa noch zufailende Vermögen begrif— ſ. fen werden; denn von dieſem Vermoͤgen koͤnnen nur die Revenden in die lle Geſellſchaftscaſſe fallen. Jede dahin abzweckende Uebereinkunft, daß dr auch das Eigenthum deſſelben hineinfallen ſolle, iſt verboten, ausgenom⸗ de men zwiſchen Ehegatten, und unter den hiebey vorkommenden Bedin⸗ e gungen ¹). 1) S. Art. I326. 6 8. 995 pel m. Allgemeine Geſellſchaft des Erwerbs. Die allgemeine Geſellſchaft des Etwerbs iſt diejenige, mittelſt welcher Art. 1838. alles, was beyde Theile waͤhrend der Dauer derſelben durch ihren Fleiß aus irgend einem Grunde erwerben, und die beweglichen Sachen*), welche ein jeder der Geſellſchafter zur Zeit der Eingehung des Ver⸗ trags beſitzt, in die gemeinſchaftliche Caſſe fallen. Ebenfalls fallen die Revenuen der ihnen perſoͤnlich zugehorigen unbeweglichen Sachen in dieſelbe. 1) Wohin auch Aetivforderungen gehoren, nicht aber dasſenige, was elner der Ge⸗ ſellſchafter wegen einer ſeiner Perſon zugefügten Beleldigung erhäſt. Was den Schadenserſatz betrifft, der einem der Geſellſchafter für das ſeinem Eigenthume guf zugefuͤgte Unrecht zuerkannt wird, ſo gehoͤrt entweder dieſes Eigenthum der Geſellſchaft, oder nicht. Im erſtern Falle gehört ihr der Schadenserſatz zu, nicht aber im letztern. Blanchard zu Maleville Bd. 1v. S. 7. ) Ec 3§. 996. 206 Drittes Buch. Neunter Titel. 5. 996. Allgemeine Regeln. Art. 1339. I. Die einfache, und ohne weitere Erläͤuterung geſchebene Verabre⸗ dung einer allgemeinen Geſellſchaft bewirkt nur eine allgemeine Geſellſchaft Art. 1840. des Erwerbs. II. Eine allgemeine Geſellſchaft kann nur unter ſolchen Perſonen ſtatt finden, welche die Fähigkeit haben, einander etwas zu ſchenken, oder von emander etwas zu empfangen, und denen es nicht ver⸗ boten iſt, ſich zum Rachtheile anderer Perſonen zu hegunſtigen ¹). Zweyter Abſchnitt⸗ Von den beſondern Geſellſchaften⸗ 5. 997. Fintheilung⸗ Lrt. 1r. Die beſondern Geſellſchaften betreffen entweder ein einzelnes Object, z. B. gewiſſe beſtimmte Sachen, oder deren Gebrauch ¹) oder Nutzun⸗ grt. 1832. gen(ſpecielle G.), oder eine gewiſſe Erwerbsgattung, z. B. wenn ſich mehrere Perſonen zu einer beſtimmten Unternehmung, oder zur Ausuͤbung eines Handwerks oder Gewerbes vereinigen(particulatre G.). 7) 3. B. Kaͤhe. Pornikn nro. 54. Drittes Kapitel. Von den Verpflichtungen der Geſellſchafter unter einander und in Be⸗ ziehung auf dritte Perſonen⸗ Erſter Abſchnitt. Von den Verpflichtungen der Geſellſchafter unter einander. 5. 998. Anfang und Dauer der Geſellſchaft. Art. i33. Die Geſellſchaft mmmt in dem Augenblicke des abgeſchloſſenen Ver⸗ trags, wenn darin nicht ein anderer Anſangstermin beſtunmt 1 ufang, tte oſt en Nr⸗ ut, n ſch n Be el⸗ Nen , Von dem Geſellſchaftsvertrage. 207 Anfang; und dauert, wenn nichts Beſonderes daruͤber verabredet iſt, fuͤr die ganze Lebenszeit der Geſellſchafter, jedoch mit Vorbehalt der Auftuͤn— digung ¹), oder, wenn der Gegenſtand der Geſellſchaft beſchrankter iſt, Art. 134. fuͤr die ganze Zeit, welche das Geſchaͤft dauern wird. 1) S. Art. 1869. S. 999. Verpflichtungen der Geſellſchafter. Die Verpflichtungen der Geſellſchafter ſind: I. Jeder wird wegen Art. 1845. alles deſſen, was er einzubringen hat, Schuldner der Geſellſchaft. 1) Beſtebt dieſes Einbringen in einer genau beſtummten Sache, die nachher der geſellſchaftlichen Caſſe evincirt wurde, ſo iſt der Geſellſchafter, auf gleiche Art wie der Verkaͤufer dem Kaͤufer, zur Gewährleiſtung 1) verbun⸗ den. 2) Beſteht das Eizubringende in einer gewiſſen Summe Geldes, Art. 1846. ſo muß dieſelbe, kraft des Geſetzes, und ohne daß es einer Anforderung beduͤrfte, von dem Tage an, da ſie gezahlt werden mußte, verzinſet wer— den. Daſſelbe gilt von Summen, welche einer der Geſellſchafter aus der geſellſchaftlichen Caſſe nahm, von dem Tage an, wo er ſie zu ſeinem beſondern Vortheile erhob*). In beyden Fällen iſt er aber nach Maaßgabe der Umſtaͤnde zur weitern Schadloshaltung verpflichtet. 3) Die Geſellſchafter, welche ſich verbindlich gemacht haben, ihren Fleiß zu Art. 1647. der Geſellſchaft beyzutragen, muͤſſen derſelben den Gewinn berechnen, den ſie durch die Gattung des Fleißes, welcher den Gegenſtand der Geſellſchaft ausmacht, erwarben. II. Wenn einer der Geſellſchafter fuͤr ſeine be⸗Art. 1848. ſondere Rechnung eine einklagbare Summe an Jemanden zu fordern hat, welcher ebenfalls eine einklagbare Forderung der Geſellſchaft ſchuldig iſt; ſo muß er das Empfongene ſowohl auf die Forderung der Geſellſchaft als auf ſeine eigene, nach dem Verhaͤltniſſe beyder Forderungen, abrechnen; ſelbſt wenn er in ſeiner Quitung das Ganze allein auf ſeine eigene For⸗ derung abgerechnet hätte. Doch ſteht es ihm auch frey, das Empfan⸗ gene ganz auf die Forderung der Geſellſchaft abzurechnen. Soollte er Art. 1839. ſeinen ganzen Antheil auf ſeine Forderung erhalten haben, und wird dar— auf der Schuldner inſolvent, ſo muß er das Empfangene in die gemein— ſchaftliche Caſſe einwerfen, ſelbſt wenn er uͤber den Empfang ſeiner gan⸗ zen Forderung qulittirt bätte. 11I. Jeder Geſellſchafter haftet der Ge⸗ Art. 180. ſellſchaft fuͤr den durch ſeine Schuld ²) entſtandenen Schaden, ohne daß er Prt 1331. Art. 1832. Art. 1853. Art. 1854. 208 Drittes Buch. Neunter Titel⸗ er berechtigt iſt, dieſen Schaden gegen die Vortheile, welche er ihr in andern Faͤllen durch ſeinen Fleiß verſchafſt bat, in Anrechnung zu brin⸗ gen. IV. Beſtehen die Gegenſtande, welche bloß in Anſehung der Be⸗ mitzung in die Geſelſſchaft eingebracht worden ſind, in gewiſſen und ge⸗ nan beſtimmten Sachen, die durch den Gebrauch nicht verbraucht werden: ſo hat der Geſellſchafter, dem ſie eigenthuͤmlich zugehören, die Gefahr des Verluſts zu tragen. Wenn es bingegen verbrauchbare, oder ſolche Sa⸗ chen ſind, die durch längeres Aufbewahren verſchlimmert werden, oder wenn ſie zum Verkaufe beſtimmt, oder nach vorhergegangener, in einem daruͤber verfertigten Inventar enthaltenen Schätzung in die Geſellſchaft eingebracht worden ſind, ſo trägt dieſe die Gefahr des Verlnſts. Iſt die Sache geſchätzt worden, ſo kann jedoch der Geſellſchafter, der Eigen⸗ thuͤmer derſelben war, nur den Betrag ihrer Schaͤtzung zuruckfordern. 1) Art. 1626 fög⸗ 2) Ekenfalls muß der Geſellſchafter, der ein Immobile einzubringen verſprach, von der Zeit, wo es eingebracht werden ſollte, die Fruͤchte geben⸗ MALEvILLE Analyſe ad h. art. 3) Mißgluͤckte Speculationen gehören aber nicht hierher. BekrB in der Diſ⸗ tuſſon. Diſcuſions pur JoadNrAU et SoL.oN. T. II. p. 598. §. 1000. Rechte der Geſellſchafter. I. Der Geſellſchafter hat eine Klage wider die Geſellſchaft, nicht nur in Ruͤckſicht der Summen, welche er fuͤr ſie ausgegeben, ſondern auch in Anſehung der Verbindlichkeiten, die er in Angelegenheiten der Geſellſchaft bona ßide ubernommen hat, und des von ſeiner Geſchaͤfts⸗ fuͤhrung unzertrennlichen Nachtheils. II. Er hat ein Recht auf ſeinen Theil des Gewinnes; muß dagegen aber auch ſeinen Theil des Verluſts tragen. 1) Beſtimmt die den Geſellſchaftsvertrag enthaltende Urkunde den Antheil eines jeden Geſellſchafters am Gewinne und Verluſte nicht; ſo richtet ſich derſelbe fur einen jeden nach dem Verhaͤltniſſe ſeines Bey⸗ trags zu dem Geſellſchaftsvermögen. In Anſehung deſſen, welcher nut ſeinen Fleiß beygetragen bat, wird der ihm gebuͤhrende Antheil am Ge⸗ winne und Verluſte ſo berechnet, als wenn ſein Beytrag dem Einbrin⸗ gen des Geſellſchafters, der am wenigſten eingebracht hat, gleich wäre. 2) Die Geſellſchafter können auch uͤbereinkommen, einem von ihnen, e eine ju⸗ e ge⸗ P de e der en aſt N en: boh ILE Diſ icht ern der iſt inen uſts unde icht: Bey nul hrih⸗ itt⸗ ode inen Von dem Geſellſchaftsbertrage. 209 einem Dritten die Beſtimmung der Antheile zu uͤberlaſſen; in dieſem Falle kann dieſe Beſtimmung nur alsdann angefochten werden, wenn ſie der Billigkeit offenbar zuwider iſt. Gleichwohl wird kein hierauf ge⸗ gruͤndeter Anſpruch mehr zugelaſſen, wenn von dem Zeitpuncte an, wo dem ſich verletzt glaubenden Geſellſchafter die Beſtimmung bekannt wurde ¹), mehr als drey Monate verſtrichen ſind, oder wenn er ſchon von ſeiner Seite die Beſtimmung zu vollziehen angefangen hat. 3) Die Uebereinkunft, wodurch einem der Geſellſchafter der ganze Ge⸗ Art. 1855. winn zugeſichert wurde(Societas leonina), eben ſo wie die Ueber⸗ einkunft, wodurch die von einem oder dem andern der Geſellſchafter eingebrachten Summen oder Sachen ron allem Beytrage zum Verinſte freygeſprochen werden, iſt nichtig. UI. Iſt einem Geſellſchafter durch art. 1386. eine beſondere Beſtimmung des Geſellſchaftscontracts die Verwaltung derſelben aufgetragen, ſo kann er alle hierzu gehörenden Handlungen, und zwar, des Widerſpruchs ²) der uͤbrigen Geſellſchafter ungeachtet, vornehmen, falks er es nur ohne betruͤgliche Abſicht thut. Auch kann dieſer Auftrag, waͤhrend der Dauer der Geſellſchaft, ohne rechtmäßige Urſache nicht zuruͤckgerufen werden; ſollte er indeſſen erſt nach Ein⸗ gebung des Geſellſchaftsvertrages erthenlt worden ſeyn; ſo iſt er, wie jede andere Vollmacht, widerruflich ²). 1) Sind mehrere Geſellſchafter art. 1357. mit der Verwaltung beauftragt, ohne daß man ihre einzelnen Verrich— tungen beſtimmt und dabey geſagt bat, daß einer ohne den andern nicht handeln ſolle; ſo kann jeder Emzelne alle Verwaltungshandlun⸗ gen ²) vornehmen. 2) Iſt man hingegen uͤbereingekommen, daß einer Art. 1355. ohne den andern nicht handeln ſolle, ſo muß dieſes ſelbſt in dem Falle beobachtet werden*), wenn es dieſem letztern jetzt unmsglich ſeyn ſollte, n der Verwaltung mitzuwirken. 3) In Ermangelung befondeter Ver⸗ Art, 1839. 9 9„1859 abredungen uͤber die Art der Verwaltung ſind folgende Regeln aufge⸗ ſtellt: a) Man nimmt an, daß die Geſellſchafter ſich die wechſelſeitige Befugniß eingeräumt haben, einer fuͤr den andern zu verwalten. Was ein leder mithin thut, iſt gultig, ſelbſt fuͤr den Antheil ſeiner Geſell⸗ ſchafter, auch wenn er deren Emwilligung nicht eingeholt hat. Doch baben die letztern das Recht, ſich der Unternehmung, bevor ſie vollzo⸗ gen iſt, zu widerſetzen. b) Jeder Geſellſchafter kann die gemeinſchaft— lichen Sachen gebrauchen; nur muß er ſich derſelben ihrer gewohmlichen Beſtimmung gemaͤß, und nicht gegen das Iutereſſe der Geſellſchaft, noch ſonſt auf eine Weiſe bedienen, wodurch ſeine Mitgeſellſchafter Spangenberg's Commentar Bd. III. Dd verhin⸗ 210 Drittes Buch. Neunter Titel. verhindert werden, von denſelben gleichfalls Gebrauch zu machen. c. Jeder Geſellſchafter iſt berechtigt, ſeine Mitgeſellſchafter zu noͤthi⸗ gen, gememſchaftlich mit ihm die zur Echaltung der geſellſchaftlichen Sachen nothwendigen Koſten anzuwenden. d. Ein Geſellſchafter kann, ohne die Einwilligung der uͤbrigen, keine Neuerung in Anſebung der geſellſchaftlichen unbeweglichen Sachen vornehmen, ſelbſt wenn er be— haupten ſollte, daß dieſelbe der Geſellſchaſt zum Vortheile gereiche.— xrt. 1860. 4) Der Geſellſchafter, dem die Verwaktung nicht aufgetragen iſt, kann die der Geſellſchaft zugehoͤrtgen, ſelhſt beweglichen, Sachen weder ver⸗ Art. 1361 zußern, noch verpfaͤnden. 1V. Jeder Geſelſchafter kann, ohne die Einwilligung ſeiner Mitgeſellſchafter, in Beziebung auf den ihm an der Geſellſchaft zuſtehenden Antheil mit einer dritten Perſon in Geſellſchaft treten; nie kann er aber dieſelbe, ohne dieſe Einwilligung, in die Hanpt— geſellſchaft aufnehmen, ſelbſt wenn er die Verwaltung derſelben ha— ben ſollte. 1) Durch eine förmliche Infinuatlon, oder einen andern gkeichgeltenden Act. Blanchard zu Makeville Bd. 1V. S. 13. 2) Ließe er ſich vielmehr durch denſeiben bewegen, ſeine Verwaltung einzuſtel⸗ len, ſo iſt er fuͤr allen hleraus entſpringenden Schaden verantwortkich. 3) Und zwar koͤnnen die Geſellſchafter dieſen Widerruf vornehmen, ohne eine Urſache deſſelben anzugeben. Appellhof zu Bruͤſſei im Jourusl de barreau. 4) 3Z. B. die Activa elnzucaſſien, und daruͤber zu auittiren, die Schuldner zu belangen, die Gläubiger zu bezahlen, die Arbelter zu dingen, Ankaͤufe zu machen, u. ſ. w. PFoTBrEn nro. 66. Sogar kann er veraͤußern. Ars⸗ e contrar. Art. 1860. 5) Ausgenommen, um einen großen beoorſtehenden Schaden zu verhſten. Der Artikel muß von gewöhnlichen Fallen, von neuen Unternehmungen ver⸗ ſtanden werden. MatTvIIILT Analyſe ad h. e Zweyter Adſchnitt⸗ Von den Perpflichtungen der Geſellſchafter in Bezichung auf dritte Perſonen⸗ § 1031 Verpflichtungen. Pt. 1. 1 Bey Gefellſchaften, die keine Handelsgeſellſchaften ſind, haften di Geſellſchafter für die geſelſſchaftlichen Schulden nicht auch eh. Men wen ſnin Von dem Geſellſchaftsvertrage. 211 auch kann kein Geſellſchafter, ohne dazu bevollmaͤchtigt ¹) zu ſeyn, die uͤbrigen verbindlich machen. II. Die Geſelſchafter baften demze⸗ Art. 1863. nigeh, mit dem ſie contrahirt haben, zu gleichen Summen und Thei⸗ len, ſelbſt wenn der Antheil emes derſelben an der Geſellſchaft gerin⸗ ger ſeyn ſollte; ausgenommen, wenn deſſen Verpflichtung durch das Geſchaͤft ſelbſt nur auf das Verhaͤltniß ſemes Antbeils ausdrucklich beſchraͤnkt iſt. UI. Die Verabredung, daß eine Verbindlichkeit fuͤr Art. 186. Rechnung der Geſellſchaft eingegangen ſey, bindet nur den Geſellſchaf⸗ ter, welcher dieſelbe contrahirte; nicht aber die uͤbrigen, ausgenom— men: 1) wenn dieſelben ihn dazu bevollmaͤchtigten, oder 2) der Ge⸗ genſtand zun Nutzen der Geſellſchaft verwandt worden iſt 2). 1) Der Dritte känn daher von den mlt ihm contrahirenden Geſellſchaftern die Vorlegung des Geſellſchaſtscontracts verlangen. 2) leber die Vorladung der Geſeliſchafter ſ. Code att. 59o. M eſiphkalten art. 61. de procddure Vraugais Von den Beendigungsarten des Geſellſchaftsvertrags. Veendigungsarten. Der Geſellſchaftsvertrag endet: I. durch den Ablauf der Zeit, Att. 1363. auf welche er eingegangen war; II. durch den Untergang der Sache oder die Vollendung des Geſchaͤfts; III. durch den naturlichen Tod eines der Geſellſchafterz IV. durch den buͤrgerlichen Tod, die Inter⸗ dictron, oder den Vermögensverfall eines derſelben; V. durch die Er⸗ kläͤrung eines oder mehrerer, in der Geſellſchaft nicht mehr bleiben zu wollen. S 03 1. Durch Ablauf der Zeit. Die Verlaͤngerung einer auf eine gewiſſe Zeit beſchraͤnkten Geſell⸗ Art. 1866. ſchaft kann uur durch einen, in der naͤmlichen Form, wie der Geſell⸗ ſchaftsvertrag ſelbſt, abgefaßten ſchriftlichen Aufſat geſchehen. Dd2§. 1004. 212 Drittes Buch. Neunter Titel. §. 1004. 2. Durch Untergang der Sache. Ut. 1867. Wenn einer der Geſellſchafter verſprochen hat, das Eigentbum einer Sache ¹) in die Gemeinſchaft zu bringen, ſo erliſcht, wenn die Sache vor ihrer Einbringung zu Grunde gebt, der Geſellſchaftsvertrag in Beziehung auf alle Geſellſchafter. Auf gleiche Weiſe wird die Geſellſchaft durch den Verluſt der Sache in allen den Faͤllen aufgeloͤßt, wo nur die Benutzung derſelben in die Gemeinſchaft faͤllt, das Eigen⸗ thum aber dem Eibringer perſonlich verbleibt. Die Geſellſchaft wird aber durch den Verluſt der Sache nicht aufgelößt, wenn das Eigen⸗ thum derſelben ſchon wirklich in die Geſellſchaft eingebracht war. 1) Jedoch iſt der Artikel nur von dem Falle zu vetſtehn, daß die untergegan⸗ gene Sache eine zu dem Zwecke der Geſellſchaft weſentlich gehoͤrende Haupt⸗ ſache war. MarLVILLE Analyſe ad h. art. §. 1005. z. Durch Tod. Art. 1868. Iſt man uͤbereingekommen, daß beym Abſterben eines der Ge⸗ ſellſchafter die Geſellſchaft entweder mit ſeinen Erben, oder bloß un⸗ ter den uͤberlebenden Geſellſchaftern fortgeſetzt werden ſolle, ſo muͤſſen dieſe Verabredungen befolgt werden. Im letztern Falle hat der Erbe des Verſtorbenen nur ein Recht auf Theilung des geſellſchaftlichen Ver⸗ mögens, ſo wie daſſelbe ſich zur Zeit des Abſterbens befand, und nimmt an den weitern Vortheilen nur in ſo fern Antheil, als ſie eme nothwendige Folge deſſen ſind, was vor dem Tode des Geſellſchafters, welchen er beerbt, geſchehen iſt. F. 1006. 4. Durch Erklaͤrung der Aufkuͤndigung. Att. 1369. I. Die Aufhebung der Geſellſchaft durch den Willen eines der Contrahenten findet nur bey Geſellſchaften auf unbeſchraͤnkte Zeit ſtatt, und wird durch eine den ſaͤmmtlichen Geſellſchaftern bekannt gemachte Aufkuͤndigung bewirkt; doch muß dreſelbe redlicher Weiſe, und nicht zur Unzeit geſchehen. Sie geſchiebt zur Unzeit, wenn ſich die Sachen nicht mehr in dem vorigen Stande befinden, und der Geſellſchaft gelegen ah ſu un ſen tbe et⸗ nd ine rs, der chte ich hen ran e Von dem Geſellſchaftsbertrage. 213 gelegen iſt, daß ibre Aufhebung verſchoben werde; ſie geſchieht nicht Art. 1370. redlicher Weiſe, wenn der Geſellſchafter der Geſellſchaft entſagt, um einen Gewinn, welchen die Geſellſchafter gemeinſchaftlich zu machen die Abſicht ha'ten, ſich allein zuzueignen. II. Die Aufhebung der auf be-Art. 1871. ſtimmte Zeit eingegangenen Geſellſchaft kann von dem Grſellſchafter vor dieſer Zeit nur aus gerechten Urſachen verlangt werden, z. B. wenn einer der Mitgeſellſchafter ſeinen Verpflichtungen kein Genuͤge lei⸗ ſtet, oder eine anbaltende Kraͤnklichkeit ihn zu den Geſchaͤften der Ge— ſellſchaft unfaͤbig macht. Dier Beurtheilung der Gerechtigkeit der Ur⸗ ſachen bleibt dem richterlichen Ermeſſen uͤberlaſſen. Theilung nach Auflöſung der Geſellſchaft. Nach Aufloſung der Geſellſchaft wird Gewinn und Verluſt unter Art. 1372. die einzelnen Geſellſchafter vertheilt. Die Regeln, welche ſich auf Erbſchaftstheilungen, und deren Form, ſo wie auf die unter den Mit— erben hieraus entſpringenden Verbindlichkeiten beziehen, ſind auch auf die Theilungen unter Geſellſchafter anwendbar ¹); jedoch nur in Ermangelung beſonderer Verabredungen, in ſo fern dieſelben uͤberhaupt guͤltig ſind. 1) Art. 315— 842. F. 1008. Verfügung in Betreff der Handelsgeſellſchaften. Die Verfuͤgungen des gegenwärtigen Titels ſind auf Handelsge⸗ urt. 1873. ſellſchaften nur in denjenigen Puncten anwendbar, die mit den Handels⸗ geſetzen, und Gebraͤuchen nicht im Widerſpruche ſtehen. Zehnter —————— 214 Drittes Buch. Zehnter Titel⸗ 7 — Zehnter Titel. P §. 1009. Begri ff. De Code zieht die beyden Contracte des Romiſchen Rechts, mu⸗ At. 1374. tuum und commodatum in einen zuſammen ¹). Er ſagt naͤmlich: Es giebt zwey Gattungen des Darlehns: J. von Sachen, die man ge— brauchen kann, ohne ſie zu zerſtöhren(Leihcontract, Commodat): II. und von Sachen, die durch den Gebrauch, den man von ihnen macht, verbraucht werden(Darlehnd⸗ 1) PoriEs rrait⸗ des oontrats de bienfaiſance. Notwelle 4dition, miſe en rapport avec le Code civil par HörTRav. I Voll. 8. Erſtes Kapitel. Erſter Abſchnitt.⸗ Von der Natur des Leihcontracts⸗ 5, 1010. 6 4 ſ Art. 1873. Der keihcontratt iſt ein Vertrag, wodurch ein Theil dem andern eine Sache, um ſich derſelben zu bedienen, unter der Bedingung⸗ die Sache nach geendigtem Gebrauche 1) zurückzugeben, uͤbergebt⸗ t man ) Muß man dagegen die Sache auf Anfordern zuruͤckgeben, ſo nenn dieſen Contract Precarium, der als ſpeeies des Darlehns im Code zwar nicht beſonders abgehandelt, aber doch Art. 2239. erwähnt wird⸗ §. 1011. 7 3 en t , ſhi Von dem Darlehn. 215 S n Natur deſſelben. I. Der leihcontract iſt in der Regel unentgeldlich. II. Der Ver⸗Art. 176. teiher bleibt Eigenthuͤmer der gelichenen Sache. III. Er kann nur t⸗ 1877. eine Sache begreifen, die dem buͤrgerlichen Verkehre unterworfen iſt, Art. 1878. und nicht durch den Gebrauch verbraucht wird 1). IV. Die aus dem Art. 1879. Leihcontracte entſtehenden Verbindlichkeiten gehen auf die Erben, ſo⸗ wohl des Verleibers, als des Leihers über. Hat man inzwiſchen nur mit Ruͤckſicht auf den teißer, und nur ihm fuͤr ſeine Perſon geliehen, ſo koͤnnen die Erben den Gebrauch der geliebenen Sache nicht fortſetzen. 1) Ausgenommen, wenn Geld und kebensmittel geliehen werden, nicht um ſie zu gebrauchen, ſondern um ſie zu zeigen, und damit zu prahlen. MarE- vIILEE Analyſe ad h. art. Zweyter Abſchnitt. Von den Verpflichtungen des Leihers. S ee Aufzählnung derſelben. I. Der keiber iſt verbunden, für die Aufbewahrung und Erhal⸗At. 1680. tung der geltehenen Sache als guter Hauswirth zu ſorgen. II. Er darf ſich chrer nur zu dem durch ihre Natur oder durch die Ueberein⸗ kunft beſtimmten Zwecke bedienen, und zwar bey Strafe der vollſtaͤndi⸗ gen Schadloshaltung fuͤr den etwa entſtandenen Rachtheil. Wenn der Art. 1881 Leiher die Sache zu einem andern Zwecke, oder für eme längere Zeit, als er berechtigt war, gebraucht, ſo hat er ſelbſt fuͤr den Zufall zu haften. UI. Gebt die geliehene Sache durch einen Zufall zu Grunde Art. 1382 vor dem der Leiher ſie hätte bewahren konnen, ſobald er ſeine eigene Sache gebraucht haͤtte; oder hat er, im Fall mir eine von beyden er⸗ halten werden konnte, die ſeinige gerettet; ſo muß er fuͤr den Verluſt der geliehenen Sache einſtehen. 1) Iſt die Sache zur Zeit der Ab⸗ Art. 1883 ſchließung des Contraets geſchaͤtzt worden, ſo hat der Leiher, in Erman⸗ gelung einer entgegenſtehenden Uebereinkunft, ſelbſt den durch bloßen Zufall ſich ereignenden Verluſt zu tragen. 2) Verſchlunmert ſich die Art. 1884. Sache 216 Drittes Buch. Zehnter Titel. Sache bloß durch den Gebrauch, wozu ſie gelieben wurde, und ohne einiges Verſchulden von Seiten des Leihers; ſo hat er fuͤr dieſe Ver⸗ ſchlimmerung nicht zu ſtehen. IV. Der teiher kann die Sache nicht Art. 1385. zuruͤckbehalten, um ſie auf das, was ihm der Verleiher ſchuldig iſt, Att. 1836. in Anrechnung zu bringen. V. Hat der Leiher, um die Sache gebrau⸗ chen zu koͤnnen, einige Koſten ¹) aufgewendet, ſo kann er dieſelben Art. 1887. nicht zuruckfordern. VI. Wenn mehrere zuſammen eine und dieſelbe Sache entlehnt haben, ſo ſind ſie dem Verleiher ſolidariſch verpflchtet. 1) S. Att. 1390. Dritter Abſchnitt⸗ Von den Verbindlichkeiten des Verleihers. Aufzählung derſelben. Art. 1888. I. Der PVerleiher kann die verliehene Sache nicht eher zuruͤckneh⸗ men, als nach Ablauf der verabredeten Zeit, oder, in Ermangelung einer ſolchen Abrede, nachdem ſie zu dem Zwecke, wozu ſie geltehen art. 1389. wurde, gebraucht worden iſt. Wenn jedoch waͤhrend jenes Zeitraums, oder ehe noch des Leihers Beduͤrfniß aufgebört hat, ein dringender und unvorhergeſebener Fall eintritt, ſo daß der Verlerher ſelbſt ſeiner Sache bedarf, ſo kann der teiher, den Umſtänden nach, gerichtlich angehal⸗ At. 1390. ten werden, ſie dem Berleiher herauszugeben. U. Wenn während der Dauer des teihvertrags der Leiher ſich zu einer außerordentlichen, zur Erhaltung der Sache nothwendigen, und ſo dringenden Ausgabe, daß er den Verleiher davon nicht vorher benachrichtigen konnte, genöthigt Art. 1891. ſah: ſo iſt letzterer ſie ihm zu erſtatten verbunden. UI. Hat die ge⸗ liehene Sache ſolche Fehler*), daß ſie dem, welcher ſich deren be⸗ dunt, ſchaͤdlich werden kann, ſo iſt der Verlether, wenn er die Febler kannte, und den Leiher davon nicht benachrichtigte, verantwortlich. E tan at il faut ſant dote det ærca/ahnce tré- reſponſable. in der Diſcuſſion. MA EvILLE analyſe ad h. art. Zwey⸗ e ſet öſ. der Von dem Darlehn. 217 Zweytes Kapitel. Erſter Abſchnitt. Von der Natur des Darlehns. §. 1014. Be8 r i ff. Das Darlehn iſt ein Vertrag, wodurch ein Theil dem andern Art. 1392. eine gewiſſe Quantität von Sachen, welche durch den Gebrauch ver⸗ zebrt werden, unter der Verbindlichkeit uͤberliefert, daß letzteret ihm eben ſo viel, in derſelben Gattung und Beſchaffenheit, dereinſt wie⸗ der geben ſoll. W t n. I. Der Empfaͤnger wird Eigenthuͤmer der dargeliehenen Sache; er Art. 1893. tragt, wenn ſie zu Grunde geht, den Verluſt, möge er ſich zufaͤllig ereignen, oder nicht. II. Nur Sachen, deren Genus und Species nicht von einander unterſchieden ſind, können Gegenſtand des Darlehns ſeyn, mithin z. B. nicht Thiere. III. Iſt die Rede von einem Geld⸗ Art. 1393. darlebn, ſo braucht nur die im Vertrage der Zahl nach benannte Summe zuruͤckgegeben zu werden; und zwar in den zur Zeit der Zah⸗ Art. 1894. . lung geltenden Muͤnzſorten, wenn vor dem Zeitpuncte der Zurückzah⸗ lung die Geldſorten im Werthe geſtiegen oder gefallen ſind 1); ausge— Art. 1396. nommen, wenn das Darlehn in Barren(Gold⸗ oder Silberſtangen) gegeben iſt. Machten ſolche Barren, oder Waaren und Lebensmittel At. 1897. den Gegenſtand des Darlehns aus, ſo muß der Schuldner dieſelben ſtets in der naͤmlichen Menge und Beſchaffenheit zuruͤckgeben, und zwar ohne Ruͤckſicht darauf, ob deren Werth ſich erhöht, oder ver— mindert hat. 1) 3. B. hat der Darſeiher Ttaler geßeben, die zur Zeit des Darlehns 6 Franken galten, und deren Werth zur Bezahlungszeit 12 Franken betraͤgt, ſe braucht der Erborger nur die Hälfte der erborgten Summe zuruͤckzuzah⸗ Spangenberg's Commentar Bd. III. Ee len. 218 Drittes Buch. Zehnter Titel. Fandecter frangaiſes T. XIV. p. 74. Goͤnner Archiv fuͤr Geſetzgeb. len: Genommen aus einem Edict Heinrichs IW. dom Sept. 1602. S. Br. III. H. I. S. 4 fg3. Zweyter eb ſchnitt⸗ 5 3 Von den Berbindlichkeiten des Darleihers. Aufzaͤhlung derſelben. 3 Art. 1898. I. Bey dem Darlehn hat der Darleiher dieſelbe Verantwortlich⸗ 3 Zrt. 1899. keit, welche der Art. 1891. fuͤr den tLeiheontraet feſtſetzt. II. Der 3 Darleiher kann die dargeliehenen Sachen nicht vor der verabredeten 3 Art. 19c0. Zeit zuruͤckfordern⸗ 1) Iſt wegen der Zuruͤckgabe keine Zeit beſtimmt 4 worden, ſo kann der Richter, den Umſtänden nach, dem Erborger eine 3 Prt. 1901. Friſt zugeſtehen. 2) Daſſelbe iſt der Fall, wenn es in dem Vertrage 4 heißt; daß der Empfaͤnger bezablen ſolle, wenn er dazu im Stande 4 ſeyn, oder die Mittel haben wuͤrde. Dritter Abſchnitt⸗ Von den Verbindlichkeiten des Erborgers. 6. 1017. Aufzaͤhlung derſelben. Art. 1902. Der Erborger iſt verbunden, die dargeliebenen Sachen in derſel⸗ en Quantitaͤt und Beſchaffenheit, und zu der bedungenen Zeit zurůͤck⸗ Art. 1903. zugeben. Befindet er ſich nicht im Stände, dieſer Verbindlichkeit ein Genuge zu leiſten, ſo muß er den Werth der Sache, ſo wie ſich der⸗ ſelbe zur vertragsmaͤßigen Zeb und an dem Orte der Zuruͤckgabe be⸗ fand, bezahlen. Sind Zeit und Ort nicht beſtimmt worden⸗ ſo ge⸗ ſchieht die Bezablung nach dem Preiſe der Zeit und des Orts, wo art, 1904. das Darlehn eingegangen wurde. Wenn der Erborger die F ie Von dem Darlehn. 219 liehenen Sachen oder deren Wertb zur verabredeten Zeit nicht zuruͤck⸗ giebt, ſo muß er ſie von dem Tage der gerichtlichen Klage an verzinſen⸗ Drittes Kapiteſ. Von dem verzinslichen. 5. 1018. Arten deſſelben. Dieſes wird entweder ſo gegeben, daß der Erborger das Capital Art. 190. zuruͤckgeben muß, oder nicht. Im letztern Fall heißt es Renten⸗ vertrag. 6. 1019. I. Verzinsliches Darlehn. I. Man kann ſich bey dem Darlehn Zinſen ¹) verſprechen laſſen; Art. 1906. mag daſſelbe in Gelde, Lebensmitteln, oder andern beweglichen Con⸗ ſumtibilien beſtehen. Selbſt wenn der Erborger keine Zinſen ver⸗ ſprochen hatte, und dennoch welche bezahlte, kann er dieſelben doch we⸗ der zuruͤckfordern, noch aufs Capital abrechnen. II. Die ohne Vor⸗ Art. 1907. behalt der Zinſen uͤber das Capital ertheilte Quitung bewirkt die Präſumtion, daß guch die Zinſen gezahlt ſind, und bewirkt eine Be⸗Atr 1900. freyung von denſelben. 1) Ueber die Zinſen ſ. F. 710 fgg. 6 5 I. Rentenvertrag. 1. Im Allgemeſnen, Der Rentenvertrag iſt ein Vertrag, wodurch Jemand ein Ca⸗ pital einem andern eigenhümlich uͤbergiebt, ſich dabey aber aͤbrliche Art. 1909. Zinſen ausbedingt. Dieſer Vertrag iſt doppelter Art, je nachdem die Rente fuͤr beſtändig, oder auf tebenszeit ausbedungen iſt 1). Art. 1970. 1) Uber die Rentes fongieres ſ. Bd. II. S. 67 fgoy. PorirR traitè du ohurat de conſtetntront de rente. Noꝛwelje öditioh miſe en rapport adee le Code citrit par HuTTEA. g. 1 Ee 2 5. 161 Art. 1911. Art. 1913. 220 I. Die beſtaͤndige Rente iſt ablösbar. Drittes Buch. Zehnter Titel. Von dem Darlehn. 6. 1. Véſtaͤndiger Rentenvertrug. 1021. Die Partheyen koͤnnen nur verabreden, daß die Ablöſung nicht vor einer beſtimmten Zett, welche jedoch nicht uͤber zehn Jahre hinausgeſetzt werden darf, wie daß ſie nicht anders, als nachdem der Glaͤubiger eme unter ihnen beſtimmte Zeit vorhet benachrichtigt worden, geſcheben ſolle. II. Der Schuldner kann uͤberdies in folgenden Fäͤllen zur Abloͤſung gezwungen werden: 1) wenn er während zweyer Jabre ſeine Verbind⸗ hchkeiten nicht erfuͤllt hat, und 2) wenn er dem Darleiher die durch auch, den Vertrag verſprochene Sicherheit nicht verſchafft. III. Außerdem kann ihm das Capital der beſtaͤndigen Rente aufgekuͤndigt werden, wenn er un Concurs, oder gaͤnzlichen Vermogensverfall gerathen iſt. 2. §. Leibrentenvertrag. Dieſer wird unten Art. 1968 ſgg. abgehandelt werden. 1022. Eilftet en ie ker l. 9 id⸗ ch in , ſt 221 Von dem NRiederlegungsvertrage(Depoſitum). Von dem Riederlegungsvertrage im Allgemeinen, §. 1023. B e iſ De Niederlegungsvertrag(Pepositum) iſt der Contraet, Ait. 1915. wodurch man die Sache eines Andern unter der Verbindlichkeit, ſie aufzubewahren, und in Natur zuruͤckzugeben, in Empfang nimmt. 5. 1024. Arten deſſelben. Es giebt zwey Gattungen dieſes Contracts: I. der Niederle⸗Art. 1916. gungsvertrag im eigentlichen Sinne; II. die Sequeſtration. Zweytes Kapitel. Von dem Niederlegungsvertrage im eigentlichen Sinne. S Von der Natur und dem Weſen deſſelben. §. 1025. Erforderniſſe. Dieſer Contract iſt ein ſeinem Weſen nach unentgeldlicher 1) Art. 1917. Vertrag. Erforderniſſe deſſelben ſind; I. er kann unt bewegliche Sachen urt, 191. S3 zum 222 Drittes Buch. Eilfter Titel. Art. 191. zum Gegenſtande haben; I. er wird lur durch die wirkliche oder un⸗ eigentliche Uebergabe ²) vollkommen. Als Art der letztern iſt anzuſehen, wenn der Verwahrer(Depoſitar) die Sache, welche man bey ihm in Verwahrung laſſen will, ſchon aus einem andern Rechtsgrunde in ſei⸗ nem Gewahrſame hat, z. B. erliehen hat. 1) Erhält nämlich der Depoſitar Lohn, ſo entſteht ein Miethcontract. 2) Art. 1604 fgg⸗ 5. 1026. r e Art. 1920. Die Riederlegung geſchieht entweder freywillig, oder durch Nothfall gezwungen⸗ Zweyter Abſchnitt. Von der freywilligen Niederlegung⸗ 5 6 Crforderniſße. Art. 1921. Dieſe muß, wenn ſie guͤltig ſeyn ſell, geſchehen: I. durch gegen⸗ Art. 1922. ſeitige Einwilligung beyder Contrahenten; II. durch den Eigenthuͤmer der Sache, oder mit deſſen ausdruͤcklicher oder ſtillſchweigender Geneh⸗ Art. 1923. migung; IIH. ſchriftlich. Hierbey iſt zu bemerken: 1) der Zeugenbeweis wird, ſobald der Werth 150 Franes uͤberſteigt, nicht zugelaſſen. 2) Art. 1923. Kann mithin der dieſe Summe uͤberſteigende Vertrag nicht durch Ur⸗ kunden erwieſen werden; ſo wird dem angeblichen Verwahrer, auf ſeine Erklärung ſowohl in Anſehung der Niederlegung, als der erfolgten Art. 1925. Zuruͤckgabe, geglaubt ¹). IV. Sie kann nur unter ſolchen Perſonen ſtatt finden, die zur Aoſchließung eines Contraets fhg ſind ²). 1) Gab jedoch eine bierzu unfaͤbige Perſon einer fähigen etwas in Ver⸗ wahrung, ſo hat lettere alle Pflichten eines wirklichen Verwabrers zu erfüllen, und kann von dem Vormunde oder Verwalter der uufäbigen Aut. 1926. Berſon gerichtlich hierauf belangt werden. 2) Gab bingegen eine fähige Perſon einer unföbigen etwas in Verwabrung⸗ ſo bat eh Von dem Niederlegungsbertrage. 223 nur eine Klage auf Zuruckforderung der in Verwahrung gegebenen Sache, ſo lange dieſe ſich in den Haͤnden des Empfaͤngers befindet, oder wenn dieſes nicht der Fall iſt, eine Klage auf Erſatz deſſen, was zum Nutzen des Unfaͤhigen verwendet worden iſt. Weiter kann ihr aber nicht geholfen werden. 1) Hatte der Depoſitar ein freywilliges nicht ſchriftlich erwieſenes Depoſitum eingeſtanden, zugleich aber erklärt, daß er es wiedergegeben habe, ſo kann das Gegentheil, naͤmlich, daß er es nicht wiedergegeben habe, anch nicht durch Zeugen erwleſen werden. Caſſationshof bey DENFvERs Journal. 1806. p. 464. Eben ſo wird dem Depoſitar auf ſeine Eitlaͤrung dann mcht geglaubt, wenn es bſoß um die Art zu thun iſt, wie ein freywilliges münd⸗ liches Depoſitum, deſſen Exiſtenz eingeſtanden iſt, zuruͤckgegeben werden ſoll. Caſſationshof daſelhſt p. 593. 2) Art. 1123 fag⸗ Dritter Abſchnitt. Von den Verbindlichkeiten des Verwahrers. S. 1028. Aufzählung derſelben. l. Der Verwahrer muß bey Aufbewahrung der ihm anvertraueten Art. 127. Sache die naͤmliche Sorgfalt anwenden, welche et bey Aufbewahrung ſeiner eigenen Sachen anwendet(culpam leyem in concreto pras- stat). Dieſe Verfuͤgung muß mit größerer Strenge angewandt werden (d. h. er praͤſtirt culpam levissimam): 1) wenn er ſich zur Aufbewab⸗ Art. 1926. rung der Sache ſelbſt anbot; 2) wenn er ſich fuͤr die Aufbewahrung eine Verguͤtung ausbedungen hatte; 3) wenn die Miederlegung zum Vortheile des Verwahrers geſchebeu war; 4) wenn der Verwahrer ſich fuͤr jede Art des Verſehens verbindlich machte. In keinem Falle iſt Art. 1929. er jedoch fuͤr die Folgen eines unabwendbaren Zufalls ¹) verantwortlich, ausgenommen, wenn er in mora reddendi war. II. Er darf ohne Art. 1930. ausdruͤckliche oder vermuthliche ²) Einwilligung des Eigenthuͤmers die deponirte Sache nicht gebrauchen. II. Er darf nicht zu erforſchen ſu⸗ Art. 1931. chen, was es fuͤr Sachen ſeyen, die bey ihm deponirt ſind, in ſo fern ihm dieſelben in einem verſchloſſenen Kaſten, odet verſiegelten Umſchlage anver⸗ —————— m„ — — 224 Drittes Buch. Eilfter Titel. Art. 1932. anvertraut ſind. WV. Er muß die nämliche Sache, welche er empfing, zuruͤckgeben. 1) Iſt ibm daher gemünztes Geld in Verwaßrung gege⸗ ben, ſo muͤſſen Stuͤcke der naͤmlichen Sorte in derſelben Anzahl zuruͤck⸗ gegeben werden, es mag nun deren Werth geſtiegen, oder gefallen ſeyn. Art. 1933. 2) Der Verwahrer hat jedoch die deponirte Säche nur in dem Zu⸗ ſtande zuruͤckzugeben, worin ſie ſich in dem Augenblicke der Zuruckgabe befindet; doch muß er fuͤr die Verſchlimmerungen einſtehen, die von At. 1934. ihm herruͤhren. 3) Iſt ihm die Sache durch einen unabwendbaren Zu⸗ fall entriſſen, ſo muß er das zuruͤckgeben, was er dafuͤr zum Erſatze Ant. 1933. von dem Urheber des Zufalls etwa erhielt. 4) Der Erbe des Ver⸗ wahrers, der die Sache ohne unredliche Abſicht, und ohne zu wiſſen, daß ſie ein Depoſitum war, verkanft hat, iſt nur zur Erſtattung des empfangenen Kaufpreiſes, oder wenn derſelbe noch ruckſtändig war, Art. 1936. zur Abtretung ſemer Klage wider den Käufer verbunden. V. Er muß, wenn ihm eine fruchtbringende Sache uͤbergeben war, dieſelbe mit den Fruͤchten erſtatten. Doch braucht er das bey ihm deponirte Geld nicht zu verzinſen ³), anßer von dem Tage an, wo er in Verzug der Wie⸗ Art. 1037. dererſtattung geſebt war VI Er muß die Sache nur dem, welcher ſie bey ihm deponirt hat, oder in deſſen Namen dieſes geſchehen wat, oder der zum Empfange derſelben angewieſen iſt, herausgeben. 1) Er kann in dieſei Falle von dei Deponenten nicht den Beweis ſfeines At. 1938. Eigenthumes fordern, doch muß er, wenn er entdeckt, daß die deponirte Sache eine geſtohlene ſey, und wer deren wahrer Eigenthümer ſey, dieſem von der bey ihm geſchehenen Depoſition Anzeige thun, und den⸗ ſelben auffordern, die Sache binnen einer beſtimmten hinlaͤnglichen Friſt in Anſpruch zu nehmen. Verſaͤumt aber der, welchei dieſe Anzeige geſchehen iſt, die deponirte Sache in Anſpruch zu nehmen, ſo wird der Verwahrer durch die Ruͤckgabe an den Deponenten von aller Ver⸗ Art. 1939. bindlichkeit befreyet. 2) Im Falle des natuͤrlichen oder buͤrgerlichen Todes des Deponenten kann die Sache nur an deſſen Erben zuruͤckge⸗ geben werden. Sind mehrere Erben da, ſo muß jedem ſein Antheil an derſelben zugeſtellt werden; iſt die Sache untheilbar, ſo muͤſſen ſich Art. 100. die Erben uͤber die Annahme derſelben vereinigen. 3) Hat der Depo⸗ nent ſeinen perſoͤnlichen Zuſtand, z. B. durch Interdichon, oder die Deponentin durch Verßeirathung, veraͤndert, ſo kann die Sache nur demjenigen zuruͤckgegeben werden, dem die Verwaltung der Rechte, und Art. 1941. des Vermögens des Deponenten zuſtebt. 4) Geſchab die vwſi o n he⸗ ſ⸗ h, Von dem Niederlegungsvertrage. 225 von einem Vormunde, Ehemanne oder Verwalter in einer dieſer Ei— genſchaften; ſo kann, wenn deren Geſchäftsfuͤhrung oder Verwaltung aufgehört hat, die deponirte Sache nur der von denſelben vertretenen Perſon zutuͤckgegeben werden. VII. Die Zuruͤckgabe muß an dem vertragsmaͤßigen Orte geſchehen. Der Verwahrer muß die Sache an dieſen Ort, jedoch auf Koſten des Deponenten hinſchaffen. Iſt kein Ort beſtimmt, ſo geſchieht die Zuruͤckgabe an dem Orte des abgeſchloſſe— nen Contracts. VIII. Die Zuruͤckgabe muß, ſelbſt wenn ein Termin bierzu vertragsmaͤßig beſtimmt war, auf Verlangen des Deponenten zu jeder Zeit geſchehen; ausgenommen, wenn bey dem Verwahrer von dem Glaͤubiger des Deponenten Arreſt auf die Sache gelegt iſt, in welchem Falle der Verwahrer einen gerichtlichen Ausſpruch, wem die Sache zugeſtellt werden ſoll, erwarten muß. 1) S.§. 705. Die in demſelben enthaltenen Ausnahmen ſcheinen auf dieſen Fall nicht anwendbar zu ſeyn. 2) Eine ſoſche vermuthliche Einwilligung tritt ein, wenn eine Geldſumme un— verſiegelt deponirt iß. 3) Ausgenommen, wenn er es ſelbſt gebraucht hatte, welches ihm zuſteht, wenn er nur die Summe in den naͤmlichen Muͤnzſorten zuruͤckgab. 5. 1029. Beſondere Regeln. I. Einem ungetreuen Verwahrer wird die Rechtswohlthat der Ver⸗ mögensabtretung ¹) nicht geſtattet*). II. Alle Verbindlichkeiten des Depoſitars hoͤren auf, wenn er entdeckt und beweiſt, daß er ſelbſt Ei⸗ genthuͤmer der deponirten Sache fey. 1) S. Art. 126] fgg. 2) Derſenige, welcher wegen Violation sines muͤndlichen Depoſiti angeſchuldigt iſt, kann nicht, wenn er daſſelbe ableugnet, vor das Correctionstribunal ge⸗ zogen werden, ſelbſt nicht auf den Antrag des Miniſtère public, denn a) waͤrde man die Exiſtenz dieſes Depoſiti erweiſen muͤſſen, und dieſes koͤnnte nut durch Zeugenbeweis geſchehen. b) Da dieſer nach dem C. N. unzuläſſig iſt, ſo wuͤrde man denſeſben umgehen, wenn man cortectionnell klagte. Caß⸗ ſationshof bey DEnEvTRs Journal. XIV. p. 676. Spangenberg'e Commentar Bd. 1II. Ff Vierter ——.— Art. 1942, Art. 1943. Art. 1944. Art. 1945. Art. 1936. — — ℳ 226 Drittes Buch. Eilfter Titel. Vierter Abſchnitt. Von den Verbindlichkeiten des Niederlegers(Deponentew. 5. To30. Aufzählung derſelben. Art. 197. 1. Der Deponent iſt ſchuldig, dem Verwahrer die auf die Erhal⸗ tung der ihm in Verwahrung gegebenen Sache verwendeten Koſten zu erſetzen, und denſelben fuͤr allen durch die Riederlegung ihm verurſach— Art. 1948. ten Verluſt zu eutſchaͤdigen. II. Der Verwahrer kann bis zu ſeiner voölligen Befriedigung fuͤr das, was ihm in Hinſicht des Niederlegungs⸗ contracts gebuhrt, z. B. die verſprochene Belohnung, die ihm in Ver⸗ wahrung gegebene Sache zuruͤckbehalten⸗ Fünfter Abſchnirt⸗ Von der durch Nothfall gezwungenen Nieberleguns 6. rogr. Art. 1939. Eine im Nothfalle geſchebene Riederlegung iſt vorhanden, wenn man hierzu durch ein zufaͤlliges Ereigniß, z. B. durch eine Feuers⸗ brunſt, durch Einſturz eines Gebäudes, Pluͤnderung, Schiffbruch, oder irgend eine andere mvorhergeſchene Begebenheit genöthigt wor⸗ den iſt. F. 1032. Art, 1980. Bey einer ſolchen Niederlegung iſt auch Zengenbeweis zuloſſig⸗ ſelbſt wenn die Sache über 150 Franes werth iſt. Im übeigen tre⸗ urt. 1951. ten die Regeln des frehwilligen Depoſitum ein. Von dem Niederlegungsbertrage. 227 §. 1033* F Wirtbe großer oder kleiner Gaſthaͤnſer(aubergistes ou hötdliers) Art. 1932 ſind als Verwahrer fuͤr die von bey ihnen einkehrenden Reiſenden mit⸗ gebrachten ¹) Sachen verantwortlich: das Einbringen ſolcher Sachen wird einer im Nothfall geſchehenen Einbringung gleichgeachtet. Sie Art. 1933. muͤſſen daber fuͤr die Entwendung oder Beſchädigung der Sachen des Reiſenden einſteben, mag dieſelbe durch das Geſinde, und die, welche zu der Wirthſchaft vorſtehen, oder durch Fremde, die in dem Gaſthofe h aus und eingehen, geſchehen ſeyn. Sie haften aber nicht fuͤr die mit Art. 1934. er gewaffneter Hand veruͤbten oder ſonſtigen gewaltſamen Diebſtaͤhle 2). 6 1) Nicht aber fuͤr die dem Gaſtwirthe zur Aufbewahrung anvertrauten Sachen. 5 AosrEr pB Mauox rraicd der dopotv. p. 206. 2) Wohl aber fuͤr ſede andere Dlebſtaͤhle, wid aus Art. 1953.„Fremde, die in dem Gaſthofe u. ſ. w.“ erhellt. Anderer Meinung iſt MarEvIIILE Analyſe ad h. art. Drittes Kapitel. §. 1034. nn e 3 f . Sequeſtration iſt die Verwahrung eines ſtreitigen Gegenſtandes, o Erſter Abſchnitt. Von den verſchiedenen Gattungen der Sequeſtration. 5. 1035. ſ, ſe⸗ Gattungen⸗ Die Segueſtration iſt entweder vertragsmaͤßig, oder ge⸗ Att. 1952. richtlich. 6 Ff2 Zweyter 228 Drittes Buch. Eilfter Titel. Zweyter Abſchnitt. Von der vertragsmaäßigen Sequeſtration⸗ S S in Art. 1956. Die vertragsmaͤßige Sequeſtration iſt die von einer oder mehreren Perſonen vorgenommene Niederlegung einer ſtreitigen Sache in die Haͤnde eines Dritten, welcher ſich verpflichtet, dieſelbe nach beendigtem Streite an den, welchem ſie zuerkannt wird, zuruͤckzugeben. Eine Sequestratio personae kann nach dem Geiſte der Rapo⸗ leoneiſchen Geſetzgebung nicht mehr ſtatt findén. So3 N à nr Art. 1957. I. Die Sequeſtration kann auch gegen Vergeltung geſchehen. Ge⸗ Art. 1938. ſchieht ſie unentgeldlich, ſo iſt ſie, mit Vorbehalt der gleich zu erwaͤhnen⸗ den Ansnahmen, den Regeln des eigentlich ſogenannten Niederlegungs⸗ Lrt. 1939. contracts unterworfen. II. Sie kann nicht nur bewegliche, ſondern xrt. 1960. auch unbewegliche Sachen zum Gegenſtande haben. III. Der mit der Sequeſtration beauftragte Verwahrer(Sequestrarius) kann vor Beeu⸗ digung des Streites nur mit Bewilligung aller Intereſſenten, oder aus einem vom Gerichte fuͤr rechtmaͤßig erklärten*) Grunde, ſeiner Ver⸗ bindlichkeit entledigt werden. 1) Art. 1944. Dritter Abſchnitt⸗ Von der gerichtlichen Sequeſtration⸗ §5. 1038. In welchen Fällen ſie eintritt? Att. 1961. Das Gericht kann die Sequeſtration verfuͤgen: I. der mit Arreſt belegten beweglichen Sachen eines Schuldners; II. der inbeneglchen ode Von dem Niederlegungövertrage. 229 oder beweglichen Sache, deren Eigenthum oder Beſitz unter zweyen oder mehreren Perſonen ſtreitig iſt; III. der Sachen, welche ein Schuld⸗ ner anbietet, um ſich von ſeiner Verbindlichkeit zu befreyen. 6. 1039. Verbindlichkeiten. Die Anordnung eines gerichtlichen Verwahrers begruͤndet zwiſchen Art. 1962. dem, welcher den Arreſt ausgewirkt hat*), und dem Verwahrer ge⸗ genſeitige Verbindlichkeiten. Der Verwahrer muß: J. fuͤr die Erhal⸗ tung der mit Arreſt belegten Sachen als guter Hausvater ſorgen; I. er muß ſie wieder abliefern, entweder zum Verkaufe gegen Quitung desjenigen, welcher den Arreſt angelegt hat, oder, im Falle der Arreſt wieder aufgeboben iſt, an den, gegen welchen die Execution erkannt war. Die Verbindlichkeit deſſen, welcher den Arreſt angelegt hat, beſteht darin, daß er dem Verwahrer die geſetzlich ²*) beſtunmte Ver⸗ geltung auszahle. Der Verwahrer wird entweder von den Intereſſen. Art. 1963. ten gemeinſchaftlich gewaͤhlt, oder von dem Gerichte von Amtswegen ernannt. In dem einen, wie dem andern Falle iſt der, welchem die Sache anvertraut wurde, allen Verbindlichkeiten, welche die vertrags⸗ maͤßige Sequeſtration mit ſich fuͤhrt, unterworfen. 1) S. Code de procédure cibile art. 596 fgg. 2) DPeeret imyerial d. 16 Fvrier 7607, concernant le tarif des frais pour le reſſort de la cour d'appel de Paris. Art. 34. Les frais de garde ſeront taxés par chaque jour, pendant les douze premiers jours, A Paris 2 fr. 50 c. Dans les villes ou 1 a tribuna! de prémiere inſtance, 2 fr. Pans les autres villes et cantons ruraux, 1 fr. 50 e. Enſuite,[eulement 1 raiſon de, Pans les villes oü il„ a tribunal de prémiere inſtanee, 80 e. Dans les autres villes et cantons ruraux, 60 c.* In Weſtphalen wird dem Verwahrer täglich 1 fr. 350 c. gegeben. Ks⸗ nigl. Decret vom 11. Novemb. 1810, die Sporteltaxe der Tri⸗ bunäle enthaltend, im Geſetzbuͤlletin 1810. nro. 43. iſ n de Ff 3 Zwoͤlfter ——* 230 Drittes Buch. Zwoͤlfter Titel. —— Zwoͤlfter Titel. Von den aleatoriſchen(Gluͤcks- oder Hoffnungs⸗) Vertraͤgen. 6. 1040. 6 6 f ſ Art. 1964. St aleatoriſcher Contract*) iſt die gegenſeitige Ueberein⸗ kunft, deren Wirkungen in Anſehung des Gewinnes und Verluſts ent⸗ weder fuͤr alle Partheyen, oder fuͤr eine oder mehrere derſelben, von einem ungewiſſen Ereigniſſe abhaͤngen. 1) PorRiEs traité der Contratt alcat oires. §. 1041. Zu den aleatoriſchen Contracten gehören: I. der Afſechranzcon⸗ tract; II. der Bodmereycontract; IHI. das Spiel und die Wette; IV. der Leibrentencontract. Die beyden erſtern ſind im Code de commerce Buch II. Tit. 9 und 10, oder Art. 311— 396 abgehandelt, uns intereſſiren hier mir die beyden letztern⸗ Erſtes Kapitel. Pen der n Spie 5. 1042. Grundſaße uͤber beybe. I. Hazardſpiele ſind verboten ¹). II. Die uͤbrigen Karten? und andere Spiele, ſo wie die Wetten werden geduldet; doch geſtattet das Geſch it 00 . dot ſih Von den aleatoriſchen Vertraͤgen. 231 Geſetz keine Klage wegen einer Spielſchuld*), oder wegen Bezahlung Art. 1963. einer Wette; ausgenommen, wenn die Spiele zur Uebung im Ge⸗ Att. 1966. brauche der Waffen dienten, oder wenn ſie im Wettrennen zu Fuß oder zu Pferde, Wettfahren, Ballſpielen und andern, wobey es auf Gewandheit und Leibesuͤbung ankömmt, beſteben.“ Das Gericht kann gleichwohl, wenn ihm die Summe zu uͤbermaͤßig ſcheint, die Klage verwerfen. II. Hat jedoch der Verlierende freywillig bezabit, ſo kann Art. 1967. er das Gezahlte auf keinen Fall zuruͤckfordern, ausgenommen, wenn von Seiten des Gewinnenden Betrug oder Ueberliſtung ſtatt gefun— den hat. 1) Kaiſerl. Decret vom 24. Junius 1806. im Bulletin des loix. 10r. uro. 1671. S. S1on Rapport b. GaRNDRv L.III. P. IV. p. 53. 2) Der Art. 1965. bezleht ſich nicht auf Lotterten. Schreiben des Hry. Juſtizminiſters S1MEoN in OEsTRRLTv und meinem Magazin. Zweytes Kapitel. Pon dem eibrentnontrere⸗ Erſter Abſchnitt. Von den Erforderniſſen deſſelben. 6. 1043. Aufzahlung derſelben. Der Leibrentencontract, deſſen Weſen ſchon im Art. 1969 und 1970 beſtimmt iſt, hat folgende Erfordermſſe: I. die Leibrente kann Art. 1968. als Vergeltung entweder fuͤr eine Summe Geldes, oder fuͤr eine ſchaͤtzungsſähige bewegliche Sache, oder für ein Grundſtuck beſtellt wer⸗ den. Auch kann ſie ganz unentgeldlich durch Schenkung unter den Le⸗ Art. 1969. venden oder Teſtament angeordnet werden. Hierbey iſt zu bemerken? 1) daß in dieſem Falle die von dem Geſetze vorgeſchriebenen Formen dabey zu beobachten ſind; 2) daß auch die Leibrente dann, wie jede Art. 1970. andere, Schenkung der Reduttion ¹) unterworfen iſt, wenn ſie den dis⸗ ponibeln Vermögenstheil uͤberſteigt. II. Sie iſt unguͤltig, wenn ſie zum Vor⸗ ——. 232 Drittes Buch. Zwolfter Titel. Vortheil einer Perſon geſchieht, welche unfaͤhig iſt, zu erwerben. Art. 1971. III. Sie kann ſowohl auf die kebenszeit deſſen, welcher ſie ſich conſti⸗ tuiren läßt, als auf die Lebenszeit einer dritten Perſon, welcher auf art. 1972. deren Benutzung kein Recht zuſteht, beſtellt werdeh; auch kann ſie auf die Lebenszeit einer oder mehrerer Perſonen angeordnet werden. IV. Art. 1973. Sie kann zum Vortheil eines Dritten beſtellt werden, wenn gleich eine andere Perſon den Preis derſelben hergab. In dieſem letztern Falle iſt dieſelbe den bey Schenkungen erforderlichen Formen, jedoch mit Vorbehalt der oben erwähnten Reduction, nicht unterworfen. V. Art. 1974. Jeder teibrentencontract, welcher auf die Lebenszeit einer am Tage der Eingebung des Vertrages ſchon verſtorbenen Perſon geſchloſſen wurde, Att. 1975. iſt ohne alle Wirkung. Das namliche iſt der Fall, wenn die gedachte Perſon von emner Krankheit befallen war, und binnen zwanzig Tagen Art. 1976. ſeit der Eingehung des Vertrages an derſelben ſtarb ²). Vl. Die teib⸗ rente kann auf jeden Zinsfuß, welchen die contrahirenden Theile belie⸗ ben, beſtimmt werden⸗ 1) S. Art. 920 fag. und daſelbſt den Commentar. 2) Befand ſie ſich zur Zeit der Eingehung des Contracts wohl, ſo thut es nichts zur Sache, wenu ſie binnen 20 Tagen nach demſelben ſtarb.— Daß äͤbrigens dieſer Actel auch dann eintrete, wenn die Rente auf die Lebens⸗ zeit deſſen, der ſie ſelbſt errihtete, oder ſich verſprechen ließ, geſtellt war⸗ und folglich der Contract keine Wirkung hervorbringe, wenn der Conſtituent der Rente binnen 20 Tagen nach dem Contracte an der Krankheit ſtirbt⸗ womit er damals behaftet war⸗ erkannte der Appellhof zu Rouen in S1RFx Jurisprudence i8o8 Suppl. p. 72. Ueberlebt er dagegen die 20 Tage, ſo bleibt der Leibrentencontract guͤltig. Appellhof zu Grenoble ebendaſ. KIII. p. 49. Suppl. Zweyter Abſchnitt. Von den Wirkungen des Vertrages⸗ §. 1044. Rechte und Verbindlichkeiten der Contrahenten. Art. 1977 1. Derzenige, zu deſſen Vortbeil eine Leibrente gegen einen gewiſ⸗ ſen Preis verſprochen wurde(der Glaͤubiger), kann die Aufhebung des Contracts verlangen, wenn ihm der, welcher ſie uͤbernahm, die oll Von den aleatoriſchen Vertraͤgen. 233 Vollziehung des Vertrages ausbedungene Sicherbeit nicht verſchaſſt. i II. Bloß der Umſtand, daß der jäbrliche Rentenbetrag nicht bezahlt Art. 7s. f wurde, berechtigt den Glaͤubiger nicht, die Zuruͤckgabe des Capitals oder Grundſtuͤcks, wofuͤr die Leibrente ausbedungen war, zu verlangen; ihm ſteht nur die Befugniß zu, das Vermögen des Schuldners mit 6 Arreſt zu belegen und verkanfen zu laſſen, und eine Verfuͤgung oder Bewilligung auszuwirken, daß von dem Kaufpreiſe eine ſo große Summe, als zur ſortwäbrenden Berichtigung des jaͤhrlichen Rentenbe⸗ trags hinreicht, angelegt werde. II. Der Schuldner der Rente kann grt. 1979. . ſich von deren Bezahlung dadurch nicht befteyen, daß er ſich zur Wie⸗ dererſtattung des Capitals erbietet, und auf die Zuruͤckforderung der ſ ſchon bezahlten Termine Verzicht leiſtet; vielmehr iſt er verbunden, waͤhrend der ganzen Dauer des tebens der Perſon oder der Perſonen, t⸗ auf deren tebenszeit die Rente verſprochen war, dieſelbe zu entrichten, i wie lange auch immer dieſe Perſonen leben mögen, und wie läſtig die Bezahlung der Rente geworden ſeyn mag. WV. Die Leibrente gebuͤhrt Art. 1930. dem Glaͤnbiger derſelben nur im Verhaltniſſe zur Anzahl der Tage, 4 welche er gelebt hat, und zwar postnumerando; war man gleichwohl Mb uͤbereingekommen, daß ſie praenumerando bezahlt werden ſollte, ſo erwirbt er den zu bezahlenden Termin an dem Tage, wo die Bezah⸗ lung haͤtte erfolgen muͤſſen. V. Daß eine Leibrente keinem Arreſte ¹) Art. 1931. u unterworfen ſeyn ſolle, kann nur, wenn ſie unentgeldlich verſprochen r wurde, ausbedungen werden. VI. Die teibrente erliſcht nicht durch Art. 1982. 1 den buͤrgerlichen Tod des Berechtigten; ſondern nur durch den natur⸗ lichen Tod deſſelben. VII. Der Gläubiger der Leibrente kann die fäl⸗Art. 1953. ligen Termme nur alsdann fordern, wenn er beweiſt, daß er, oder die Perſon, auf deren Lebenszeit die Rente verſprochen wurde, noch am Leben iſt. 1) Code de proced. art. 636 fgg. Vorzglich Art. 551. piſ de Spangenberg'e Commentar Vd. MI. Gg Drey⸗ ——— Art. 1984. Art. 1985. Art. 7956. Mt. 1 37. Art. 1985. 234 Drittes Buch. Dreyzehnter Titel. —— Dreyzehnter Titel. Von de m M n e Erſtes Kapitel. Von der Natur und der Form deſſelben⸗ 5. 1045. e8 ri. De⸗ Mandat*)(Bevollmächtigung, Procuration, Auftrag), iſt die Handlung, wodurch Jemand eine andere Perſon(Mandatar) be⸗ vollmächtigt, etwas fuͤr ihn(den Mandanten) zu thun ²). 1) PorRR traité du contrat du mandat. 2) Ueber die rechtlichen Folgen eines Raths, oder einer Empfehlung iſt nichts geſagt. 6. 1046. Erforderniſſe. I. Der Contraet erhaͤlt ſeine Guͤktigkeit durch die Annahme von Seiten des Mandatars ¹). Dieſe kann jedoch auch ſtillſchweigend ge⸗ ſchehen, und aus der von dem Mandatar bewirkten Vollziehung deß ſelben gefolgert werden. II. Die Vollmacht kann ſowohl durch eine oͤffentliche als durch eine Privsturkunde, ja ſogar durch einen Brief ertheilt werden. Man kann ſie auch muͤndlich geben; doch wird der Zeugenbeweis daruͤber nur unter den im Art. 1341. genannten Be⸗ ſchraͤnkungen zugelaſſen. UI. Der Contract iſt, in Ermangelung einet entgegenſtehenden Uebereinkuuft, fur nnentgeldlich zu halten. W⸗ Die Vollmacht tſt entweder eine General- oder eine Specialvollmacht; je nachdem ſie ſich auf alle Geſchaͤfte des Mandanten, oder nur auf ein ſpecielles Geſchaͤft bezieht. Die Generalvollmacht kann jedoch nur zu Verwaltungshandlungen autoriſiren; ſoll etwas veraͤußert, mit einer Hypothek ſ e⸗ 9e eß jn der B. net Die je ein ſu net hi Von dem Mandatscontracte. 235 Hypothek beſchwert, oder ſonſt eine ſich auf das Eigenthum beziehende Handlung vorgenommen werden; ſo muß die Vollmacht ausdrucklich hierauf gerichtet ſeyn. V. Der Mandatar darf nie die Graͤnzen des Art. 1989. Mandats uͤberſchreiten. So fuͤhrt z. B. die Vollmacht zum Ver⸗ gleiche die zur Wahl eines Schiedsrichters nicht in ſich. VI. Frauen- Art. 1990 zimmer und emancipirte Minderyaͤhrige konnen zu Bevollmaͤchtigten er⸗ waͤhlt werden. Doch ſtebt dem Mandanten gegen den bevollmaͤchtigten kinderjäͤhrigen nur nach den allgemeinen Regeln uͤber die Verbindlich⸗ keiten der Minderjährigen, und wider eine Ehefran, welche ohne Ge⸗ nehmigung des Mannes die Vollmacht angenommen hat, nur nach den in dem Titel von der Eheſtiftung enthaltenen Regeln ein Klagrecht zu. 1) Ueber die Bevollmächtigung eines Anwaldes ſiehe: art. 73 fgg. des Cod⸗ 4 procSdure fraugais, und Art. 28. des Code TMeſephallere. Zu be⸗ merken iſt, daß, wenn die Prozeßordnung in Hinſicht der Anwaldsbeſtellung etwas anders verordnet, wie der Code bey dem Mandat, die erſtere als lex ſpectalis den Votzug haben muß. Beuſpiele und eine genaue Verglei⸗ chung dieſer Abaͤnderungen finden ſich in Roſenthal's buͤrgerl. PO. Weſt⸗ phalens. Th. Il. Bd. 2. Anhaug. S. 168 ſgg. Zweytes Kapitel. Von den Verbindlichkeiten des Bevollmächtigten(Mandatars). 5. TO7 Aufzäylung derſelben. 1. Der Mandatar iſt verbunden, das Mandat, ſo lange es dauert, Art. 1991. zu vollzuehen, und er muß den aus deſſen Richtvollziehung entſtehenden Schaden anfs vollſtaͤndigſte erſetzen. Er iſt auch verbunden, das bey dem Abſterben des Mandanten angefangene Geſchaͤft zu vollenden, ſo⸗ bald Gefahr auf dem Verzuge ruht. II. Der Mandatar iſt ſowohl Art. 1992. fur den dolus, als fuͤr culpa(evis) verantwortlich. Doch liegt dem, welcher den Auftrag unentgeldlich uͤbernahm, eine minder ſtrenge Ver⸗ antwortlichkeit wegen des Verſehens ob(culpam latam praestat) als dem, welcher eine Vergeltung empfing. III. Der Mandatar muß von Art. 1903. ſeiner Geſchaͤftsfuͤhrung Rechnung ablegen, und dem Mandanten alles, was er kroft der Vollmacht empfangen hat, berechnen, ſollte auch das, Gg 2 was ——— — N 236 Drittes Buch. Dreyzehnter Titel. Art. 1994. was er empfing, dem Mandanten nicht zugehören. IV. Der Manda⸗ tar bann einen andern Aftermandatar ſtellen ¹). Er haftet jedoch fuͤr denſelben: 1) wenn ihm das Recht, einen Andern in ſeine Stelle zu ſetzen, nicht ertherlt worden iſt, und 2) wenn ihm dieſes Recht ohne Beſtimmung einer hierzu zu beauftragenden Perſon gegeben wurde, und die von ihm gewaͤhlte notoriſch untuͤchtig oder inſolvent war. In allen Fällen kann jedoch der Mandant unmittelbar wider den Aftermandatar Art. 1993. klagen. V. Sind mehrere zugleich Mandatare, ſo findet zwiſchen ihnen nur dann ein Solidaritaͤtsverhaͤltniß ſtatt, wenn dies beſonders ausge⸗ Art. 1996, druͤckt worden iſt. VI. Der Mandatar muß die erbobenen Summen, welche er zu ſeinem eigenen Gebrauche verwandt hat, von dem Tage dieſer Verwendung an, und dieſenigen, welche er aus ſeiner Rechnung ſchuldig bleibt, von dem Tage an, wo er in Verzug geſetzt wurde, ver⸗ Art. 1997. zinfen 2). VII. Der Mandatar, welcher der Perſon, mit welcher er in dieſer Eigenſchaft contrahirt, eine hinlaͤngliche Kenntniß ſemer Voll⸗ macht gegeben hat, iſt in Ruͤckſicht deſſen, worin er ſie uͤberſchritten hat, zu keiner Gewaͤhrleiſtung verbunden, ausgenommen, wenn er ſich bierzu perſoͤnlich verbindlich gemacht hatte⸗ 1) Selbſt wenn ihm dieſe Befugnit nicht ausdruͤcklich zugeſtanden wäre. Ma- LEvIILILE analyſe ad h. art. aus der Diſtuſſion. 2) Ausgedehnt auf die Prepolés de TEaregiſtrement et des domaines, durch ein Gutachten des Staatsraths vom 9. Jul. 1503. S1RBv Juris- prudence 1308. Suppl. P. 237. Drittes Kapitel. Von den Verbindlichkeiten des Vollmachtgebers(Mandanten). §. 1048. Aufzählung derſelben. Prt. 1998. I. Der Mandant iſt ſchuldig, die von dem Mandatar innerhalb den Graͤnzen der ihm ertheilten Vollmacht eingegangenen Verbindlich keiten zu erfüllen. Fur daszenige, wodurch etwa dieſelbe öberſchruten wurde, haftet er nur, wenn er es ausdrucklich, oder ſtilſchweigend ge⸗ grt. 1999. nehmigte ¹). II. Der Mandant muß dem Mandatar die tr is l en n, Von dem Mandatscontracte. 237 Koſten, welche ihm die Vollziehung des Auftrags verurſachte, erſetzen, auch, wenn ihm eine Vergeltung verſprochen war, bezahlen. Hat der Mandatar kein Verſehen begangen, ſo kann der Mandant dieſen Erſatz nicht verweigern, noch denſelben unter dem Vorwande, daß die Koſten und Auslagen haͤtten geringer ſeyn konnen, ermäßigen laſſen. III. Er Art. 2cco. muß den Mandatar auch fuͤr den Verinſt entſchaͤdigen, welcher denſel— ben bey Gelegenheit ſeiner Geſchaͤftsfuͤhrung, ohne eine ihm zuzurech— nende Unvorſichtigkeit, getroffen hat. IV. Auch muß er dem Mandatar Art. 2c01 die gehabten Auslagen von dem Tage an, wo dieſelben erweislich ge— ſcheben ſind, verzinſen. V. Haben mehrere Mandanten einen Manda⸗ tar fuͤr eine gemeinſchaftliche Angelegenheit beſtellt, ſo iſt ein jeder von ihnen demſelben fuͤr alle Wirkungen des Auftrages ſolidariſch verhaftet. 1) S. PoTRIER du contrat de mandat. nro. 90— 1oT. Wir Von den Endigungsarten des Mandats. §5. 1049. Arten. 1. Im allgemeinen. Der Mandatscontract hoͤrt auf: I. durch Widerruf, II. durch Art. 20oz. Aufkuͤndigung von Seiten des Mandatars; III. durch natuͤrlichen oder buͤrgerlichen Tod, Interdietion oder Vermögensverfall ſowohl von Seiten des Mandanten, als des Mandatars. S. 1050. 2. Im Beſondern. a. Wlderruf. Der Mandant kann das Mandat nach Gutduͤnken widerrufen, und Art. 2cog. erforderlichen Falls den Mandatar zwingen, die hieruͤber aufgeſetzte Urkunde wieder berauszugeben. Doch kann dieſer Widerruf, wenn er nur allein dem Mandatar bekannt gemacht wurde, dritten Perſonen, Art. 2003. welche ſich, mit dem Widerrufe unbekannt, nach demſelben mit ihm eingelaſſen haben, nicht entgegengeſetzt werden; doch bleibt in dieſem Falle dem Mandanten ein Regreß gegen den Mandatarins. Der Wi⸗ S. derruf 238 Drittes Buch. Dreyzehnter Titel. V. d. Mandatscontracte. derruf kann ausdruͤcklich, oder ſtillſchweigend geſcheben. So Art. ⁊co6. gilt die Erneuerung eines neuen Mandatars als Widerruf in Hinſicht des erſten, von dem Tage an, wo ſie dieſem bekannt gemacht wurde. §. 105I. b. Aufkundigung. Art. 2co7. Der Mandatar kann die Vollmacht aufkuͤndigen, indem er dem Mandanten hiervon Nachricht giebt; doch muß er letztern entſchaͤdigen, wenn demſelben dieſe Aufkuͤndigung nachtheilig war, ausgenommen, wenn der Mandatar ſich dem Mandate nicht länger unterziehen konnte, ohne ſelbſt einen betraͤchtlichen Nachtheil dadurch zu erleiden. C. T 0 d.— Art. 2008. Iſt dem Mandatar der Tod des Mandanten, oder deſſen In⸗ terdiction u. ſ. w. unbekannt geblieben; ſo iſt alles, was er in dieſer Art. 2009. Unkunde vorgenommen bat, guͤltig. Auch finden die von dem Mandan⸗ ten uͤbernommenen Berpflichtungen in Hinſicht dritter Perſonen, die Art. 2010. hona fide dabey zu Werke gungen, ihre Vollziehung. II. Stirbt der Mandatar, ſo ſind deſſen Erben verbunden, dem Mandanten hiervon Nachricht zu geben, und inzwiſchen dasſenige zu beſorgen, was die Umſtaͤnde fuͤr das Intereſſe des letztern erfordern⸗ Vitr , 239 —— t t, 7 Vierzehnter Titel. 1 Erſtes Kapitel. Von der Natur und dem Umfange derſelben⸗ n, t, §. 1053. 8 e 5 Bargſchaft 1) iſt der Contract, mittelſt welchem jemand ſich ge—⸗ Art. 2011. gen den Glaͤubiger eines dritten verpflichtet, die Verbindlichkeit des i letztern zu erfuͤllen, wenn derſelbe ihr nicht ſelbſt Genuͤge leiſtet. Sie ſ iſt entweder freywillig, oder geſetzlich, oder gerichtlich(Cap. 4.). 1) Caution iſt im franz. Recht immer Sicherſtellung durch Buͤrgen(ſatisdatio). A. Von der freywilligen Buͤrgſchaft. 1. Erforderniſſe der Burgſchaft. Die Erforderniſſe einer Buͤrgſchaft ſind: I. ſie kann nur in An⸗ Art. 2012. ſebung einer guͤltigen Hauptverbindlichkeit ſtatt finden. Doch kann man ſich fuͤr eine ſolche Perſon verbuͤrgen, die die Hauptverbindlichkeit ver⸗ möge einer ihr perſoͤnlich zuſtehenden Einrede aufheben laſſen kann, z. B. fuͤr einen Minderjaͤhrigen*); geſchiebt dieſes, ſo verhaͤlt ſich der Buͤrge als Schuldner. II. Sie darf nie den Betrag der Hauptver⸗ Att. 2013. bindlichken uͤberſchreiten, noch auch unter läſtigern Bedingungen, als dieſelbe, uͤbernommen werden; ſie kann aber dagegen fuͤr einen mindern Betrag, und unter minder läſtigen Bedingungen geſchehen. Ueberſteigt die Buͤrgſchaft die Hauptverbindlichkeit, oder geſchieht ſie unter laͤſti⸗ gern Bedingungen, ſo iſt ſie einer Reduction bis zum Betrage der Hauptſchuld unterworfen. UI. Sie muß fuͤr den Schuldner geſchehen. Art. 2014. it I. — 2—— G E— ———— 240 Drittes Buch. Vierzehnter Titel. 1. Man kann ſich auch ohne Auftrag deſſen, fuͤr den man ſich ver⸗ bindlich gemacht hat, und ſelbſt ohne ſein Wiſſen verbuͤrgen; 2. man kann nicht nur fuͤr den Hauptſchuldner, ſondern auch fuͤr deſſen Buͤr⸗ Art 2013. gen, Buͤrge(Afterbuͤrge) werden. IV. Sie muß, da ſie nie praͤſu⸗ mirt wird, ausdrucklich geſchehen, und darf uͤber die Graͤnzen, inner⸗ balb welcher ſie uͤbernommen wurde, nicht ausgedehnt werden. 1) Derzenige, welcher zu der Zeit, als die Minderyaͤhriakeit auf 24 Jahre ſeſtge⸗ ſetzt war, ſich für eine bey det Muͤndigwerdung irgend eines Individuums faͤllig werdende Verpflichtung verbuͤrgt hat, kann nicht zur Erfuͤlung dieſer Veipflich⸗ tung gezwungen werden, ſobald dieſes Indwiduum nach den Boſtimmungen des Code mit 21 Jahren muͤndtg geworden iſt, und alſo das Recht hat, den Haupt⸗ verpflichteten aerichtlich dazu anzuhalten. Weſtph⸗ Staatsrath im Moni⸗ teur Weſtphalien i8tT. nro 88.— Dieſer Fall iſt nicht zu verwechſeln mit Bd. I. S. 123. not. 5. nro3. 2. Umfang derſelben. I. Eine Buͤrgſchaft, welche man unbeſtimmt uͤbernahm, erſtreckt ſich ſowohl auf die Haupt? als auf die Nebenverpflichtung*), ſogar auf die Koſten der Ausklagung des Hauptſchuldners, und auf alle die, welche nach der dem Buͤrgen davon ertheilten Anzeige entſtanden ſind. Art. 2017. II. Die Verpflichtungen des Buͤrgen gehen, mit Ausnahme der koͤr⸗ perlichen Haft, wenn dieſelbe ſtatt fand, auf die Erben uͤber. 1) Hierher gehören aber nicht die Einregiſtrirungsgebuͤhren der Schuldforderung⸗ Caſſatlonshof in DERRvEns Journæl. 1806. Art. 2016 §. 1056. 3. Crfolderniſſe des Vürgen. Art. 2013. Ein Schuldner, der zur Stellung eines Buͤrgen verpflichtet iſt, muß einen ſolchen vorſchlagen, der I. einen Vertrag zu ſchließen faͤhig iſt ¹); II. deſſen Vermögen hinreicht, um fuͤr den Gegenſtand der Schuld Stcherbeit zu leiſten, und Iit deſſen Wohnſitz im Gerichtsbe⸗ zirke des Appellationshofs, wo die Buͤrgſchaft geleiſtet werden ſoll⸗ be: findlich iſt. Die Zahlungsfähigkeit des Buͤrgen wird aus ſeinem Grundei⸗ genthume benrtheilt, ausgenommen in Handelsangelegenbeiten⸗ und wenn die Schuld geringfugig ſt; doch wird auf das Grundeigenthum, 2 e Art. 2019 Von der Buͤrgſchaft. 241 ches im Proceſſe befangen iſt, oder wegen ſeiner Entfernung zu ſchwie⸗ rig zum Angreifen ſeyn wuͤrde, keine Ruͤckſicht genommen. Wird der— vom Glaͤnbiger freywillig, oder kraft richterlicher Verfüͤgung angenom— mene Buͤrge nachher zahlungsunfähig, ſo muß ein anderer geſtellt wer⸗Art. 2020 den; ausgenommen, wenn der Glaͤubiger eine beſtimmte Perſon zum Buͤr⸗ gen verlangt, und erhalten hatte. 1) Mithin Ehefrauen nur unter Genehmigung des Mannes.— Das SC. Velle. janum iſt abgeſchafft. e Von den Wirktungen der Buͤrgſchaft. Erſter Abſchnitt. Von den Wirkungen der Buͤrgſchaft zwiſchen dem Glaͤubiger und dem Buͤrgen. S. 1057. Im Allgemeinen. Dieſe bezieben ſich theils auf das Verbaͤltniß des Glaͤubigers zu dem Buͤrgen, theils auf das Verhaͤltniß des Schuldners zu dem Buͤr⸗ gen, theils endlich auf das Verhaͤltniß der Buͤrgen unter einander. §. 1058. Rechtswohlthat des Zuvorausklagens. Der Buͤrge iſt nur dann den Glaͤubiger zu bezablen ſchuldig, Art. 2021. wenn der Schuldner es unterlaͤßt; er kann daher demſelben, wenn er fruͤher belangt wird, die Einrede des Zuvorausklagens(benefi- cium excussionis) entgegenſetzen, ausgenommen: I, wenn er auf die⸗ ſelbe Verzicht gethan oder II. ſich ſolidariſch mit dem Schuldner ver⸗ pflichtet hat. Da zedoch keine ſolche Rechtswohlthat jemanden angebo— ten wird, der ſich nicht darauf beruft, ſo muß der Buͤrge, wenn er von dem Gläubiger belangt wird, dieſes Zuvorausklagen ¹) verlan— Art. 2022. gen, und außerdem dem Glaͤubiger das Vermoögen des Hauptſchuldners Art. actz. anzeigen, ſo wie auch die zur Beſtreitung der Koſten des Ausklagens Spangenberg's Commentar Bd. 1I. ₰H erfor⸗ 242 Drittes Buch. Vierzehnter Titel. erforderkiche Geldſumme vorſchießen. Er darf ihm aber weder ſolches At 2c4. Vermögen des Hauptſchuldners angeben, welches außerhalb des Bezr⸗ kes des Appellationshofs des Orts, wo die Zahlung geſchehen ſoll, ge⸗ legen iſt, noch ſolches, uͤber welches ſchon ein Prozeß entſtanden iſt, noch endlich ſolche Guͤter, die zwar fuͤr die Schuld zur Hypothek ge⸗ ſtellt, aber uicht mehr im Beſitze des Schuldners ſind. So wie mn der Buͤrge dieſe Erforderniſſe erfuͤllt hat, ſo wird der Gläubiger dem Buͤrgen, bis zum Betrage des ihm angezeigten Vermögens, fuͤr de Zahlungsunfaͤhigkeit des Hauptſchuldners, in welche derſelbe durch die verſäͤumte Anſtellung einer Klage erſt nachher gerathen iſt, verantwortlich. 1) und zwar dieſelbe, wie jede dilatoriſche Einrede, avant toutes defenſes vor⸗ ſchůtzen. TnLBAR Expoſe. CGRHABOT Rappore. LAHakv diſcour. Anderer Meynung iſt MERrLIX Repertoite. v. Caution F. ʒ. uro. 1. 5. 7059. Rechtswohlthat der Theilung. Art. 2025. Sind mehrere Perſonen Buͤrgen des Schuldners fuͤr eine und die⸗ ſelbe Schuld geworden, ſo iſt eine jede von ihnen fuͤr die ganze Schuld Art. 2026. verpflichtet. Doch kann jede, wenn ſie nicht der Rechtswohlthat der Theilung entſagt hat, verlangen, daß der Glaͤnbiger vorerſt ſeine Klage theile, und auf den Antheil eines jeden Buͤrgen dieſelbe anſtelle. Be⸗ finden ſich zu der Zeit, wo einer der Buͤrgen das Erkenntniß auf Thei⸗ lung ausgewirkt hat, Zahlungennfaͤhige unter ihnen, ſo bleibt jener Buͤrge fuͤr die nicht beyzutreibenden Antheile verhältnißmaͤßig verhaftet; er kann aber in Anſehung derzenigen nicht mehr in Anſpruch genommen Lrt. 2027. werden, welche erſt nach der Theilung inſolvent geworden ſind. Hat dagegen der Glaͤubiger ſelbſt freywillig ſeine Klagé getheilt, ſo kann er von dieſer Theilung nicht wieder abgehen, ſelbſt, wenn ſchon vor der Zeit, da er dieſelbe auf ſolche Weiſe bewilligt hat, Zahlungsun⸗ fähige unter den Bhrgen geweſeß wären⸗ Zweyter Von der Buͤrgſchaft. 243 Zweyter Abſchnitt. Von der Wirkung der Buͤrgſchaft zwiſchen dem Schuldner und dem Bärgen. 6 6 Rechte des Vuͤrgen. I. Dem Buͤrgen, welcher ſtatt des Schuldners gezahlt hat, ſteht Att. 2028. wider denſelben, mag die Buͤrgſchaft mit oder ohne ſein Votwiſſen ge⸗ ſchehen ſeyn, ein Regreß in Anſehnung des Capitals, der Zinſen und Koſten zu. Doch kann der Buͤrge nur wegen derſenigen Koſten Ent— ſchädigung verlangen, welche von ihm, ſeitdem er dem Hauptſchuldner von der wider ihn angeſtellten Klage Nachricht gegeben hatte, ausgelegt worden ſind. Auch kann er den Umſtaͤnden nach vollſtändige Schad⸗ loshaltung fordern. II. Der Buͤrge, welcher die Schuld bezahlt hat, Art. 20291 tritt in alle Rechte ein, welche der Glaͤubiger wider den Schuldner Art. 2030. batte. Waren mehrere ſolidariſche Hauptſchuldner vorhanden, ſo hat der Buͤrge, der ſich fuͤr alle verbuͤrgt hat, gegen jeden ein Recht auf die Zuruͤckforderung der ganzen gezahlten Summe. III. Zahlte der Art. 2031. Buͤrge, und zahlte der Hauptſchuldner nochmals, ſo hat erſterer gegen letztern keinen Entſchaͤdigungsanſpruch, wenn er ihn nicht von der ge⸗ ſchebenen Bezahlung benachrichtigt hat; doch bleibt ihm die Klage auf Zuruͤckzahlung wider den Glaͤubiger vorbehalten. Zablte der Buͤr— ge, ohne belangt worden zu ſeyn, und ohne den Hauptſchuldner benachrichtigt zu haben; ſo hat er wider den Schuldner, falls dieſer in dem Augenblicke der geleiſteten Zablung Gruͤnde gehabt haͤtte, die Schuld fuͤr erloſchen erklaͤren zu laſſen, keinen Entſchädigungsanſpruch, und nur eme Klage auf Zuruͤckzahlung wider den Glaͤubiger. IV. Der xrt. 2032. Buͤrge kann, ſelbſt ehe er Zahlung geleiſtet hat, den Schuldner in folgenden Faͤllen auf Entſchaͤdigung belangen: 1. wenn er auf die Zah⸗ lung gerichtlich belangt wird; 2. wenn der Schuldner in Concurs oder Vermögensverfall gerieth, J. wenn der Schuldner ſich verpflichtet hat, ihn binnen einer beſlimmten Zeit ſeiner Verbindlichkeit zu entledigen, 4. wenn die Schuld durch den Verfall des verabredeten Zahlungster⸗ mins einklagbar geworden iſt; F. nach dem Ablaufe von zehn Jahren, wenn fuͤr die Hauptverbindlichkeit keine Verfallszeit beſtimmt war, es ſey denn, daß jene Verbindlichkeit ihrer Natur nach nicht vor einer beſtimmten Zeit aufhören kann, z. B. bey der Vormundſchaft. Hh2 Dritter —— ℳN 244 Drittes Buch. Vierzehnter Titel. Dritter Abſchnitt. Von der Wirkung der Buͤrg ſchaft unter den Mitbuͤrgen. 5. 1061. Art 2033. Wenn mehrere Perſonen ſich fuͤr den naͤmlichen Schuldner wegen einer und derſelben Schuld verbuͤrgt haben, ſo ſtebt dem Buͤrgen, wel⸗ cher die Schuld bezahlt hat, ein Entſchaͤdigungsanſpruch wider die uͤbrigen Buͤrgen, und zwar wider einer jeden fuͤr ſeinen Antheil zu. Doch findet dieſer Anſpruch nur dann ſtatt, wenn der Buͤrge in einem der im vorigen Paragraphen nro. IV. angefuͤhrten Faͤlle bezahlt hat. Siti Von Erlöſchung der Buͤrgſchaft. 6. 1062. R 6. Art. 2034. Die aus einer Verbuͤrgung entſtehende Verbindlichkeit erloͤſcht aus eben den Urſachen, wie jede andere Verbindlichkeit. Zu bemerken iſt: Art. 2033. I. die Confuſton, welche in der Perſon des Hauptſchuldners und ſeinet Buͤrgen ſich ereignet, indem einer des andern Erbe wird, bebt die Klage des Glaͤubigers wider den Afterbuͤrgen(Ruͤckbuͤrgen) nicht auf. Art. 2036.JI. Der Buͤrge kann dem Glaͤubiger alle die Einreden entgegenſetzen, welche dem Hauptſchuldner zuſteben, und ſich auf die Schuld beziehen. Aber er kann ſolche Einreden nicht vorſchuͤtzen, welche dem Schuldnet bloß fuͤr ſeine Perſon zuſtehen. IlI. Der Buͤrge wird befreyet, wenn Art. 2037. durch die Schuld des Gläubigers die Einſetzung des Buͤrgen in dit Gerechtſame, die Hypotheken und Privilegien des Glaͤubigers nicht meht Art. 2038. geſchehen kann. IV. Die vom Glaͤubiger freywillig geſchebene Annahme einer Sache an Zahlungsſtatt befreyet den Buͤrgen, auch wenn die Art. 2039. Sache dem Glaͤubiger nachher evincirt wurde. V. Eine bloße Ver⸗ laͤngerung der Zahlungsfriſt, welche der Glaͤubiger dem Suht ewil⸗ Von der Buͤrgſchaft. 245 bewilligt, befreyt den Bütgen nicht; doch kann letterer in dieſem Falle den Schuldner belangen, um ihn zur Bezahlung zu zwingen. VI. Der Glaubiger kann die Buͤrgſchaft remittiren. ¹).— Roch einige Folge⸗ rungen aus dieſen Regeln ſind oben abgehandelt; I. in Hinſicht der No— vation, Art. 1281.(5. 766.). II. Der Remiſſion Art. 1287. 1288. G. 768.). III. Der Compenſation, Art. 1294.(§. 771.). IV. Der Confuſion, Art. 1301. C(. 773.).— V. In Hinſicht der Verjaͤhrung S. Art. 0 1) S. Art. 1288. War dafuͤr etwas bezahlt, ſo muß dieſes von der Haupt⸗ verbindlichkelt abgerechnet werden. Viertes Kapitel. B. Von der geſetzlichen und gerichtlichen Buͤrgſchaft. 5 S In der Regel ſind, wenn jemand geſetzlich, oder durch ein rich⸗ Art. 200. terliches Bekenntniß verpflichtet iſt, einen Buͤrgen zu ſtellen, die allge⸗ meinen, bey der freywilligen Buͤrgſchaft aufgeſtellten Regeln zu beob⸗ achten. Vorzuͤglich muͤſſen bey der dazu vorgeſchlggenen Perſon die im Art. 2018 und 2019. vorgeſchriebenen Bedingungen eintreten. Iſt von einer gerichtlichen Buͤrgſchaft die Rede, ſo muß der Buͤrge noch uͤber⸗ dies eine ſolche Perſon ſeyn, wider welche die korperliche Verhaftung verfuͤgt werden kann(S. Tit. 16. dieſes Buchs.). Der, welcher keinen Art. 2041. ſolchen Buͤrgen finden kann, muß ſtatt desſelben ein hinlaͤngliches Un⸗ terpfand geben ¹). 1) Code de procèd. art. 167. Meſtphal. art. 5. 1064. Abweichungen der gerichtlichen Buͤrgſchaft. I. Der gerichtliche Buͤrge hat die Rechtswohlthat der Zuvoraus⸗Art. 2042. klagung nicht. II. Ebenfalls kann der Afterbuͤrge(Ruͤckbuͤrge) eines Art. 2043. gerichtlichen Buͤrgen nicht fordern, daß der Hauptſchuldner und Buͤr⸗ gen zuerſt ausgeklagt werden ſollen. Hb 3 Funfzehn⸗ —————— Z — 246 Drittes Buch. Funfzehnter Titel. e.—— Funfzehnter Titel. Wonep m §. 1065. 5 6 Art. 2044. Sr Vergleich*) iſt ein Vertrag, wodurch die Partheyen entwe⸗ der einen ſchon entſtandenen Rechtsſtreit beylegen, oder einem noch be⸗ vorſtehenden zuvorkommen. 1) S. PIcEau Proeédure devant les tribunaux. T. I. p. 1. ſqq. GuIcnaRo traité des transactions pendant le papier monnoie. Paris 1798. II Voll. 12. FooRnrI. Dictionnatre raiſonmnẽ des trantactions. 5. 1066. Erforderniſſe. I. Der Vergleich muß ſchriftlich abgefaßt werden. II. Die Con⸗ trahenten muͤſſen fähig ſeyn, über die im Vergleiche begriffenen Gegen⸗ ſtande zu verfuͤgen. Daher kann ſich 1. ein Vormund, Namens der Manderiährigen und Interdicirten, mir in Gemäßheit des Att 46 und uͤber die Vormundſchaftsrechnung nur nach Vorſchrift des Art. 472 vergleichen); 2. die Ehefrau nur unter Autoriſation ihres Man⸗ nes, oder des Gerichts, 3z. Gemeinden und öffentliche Anſtalten nur Art. 2046. mit ausdruͤcklicher Genebmigung des Kaiſers 2). 4. Man kann ſich auch uͤber das aus einem Berbrechen entſtehende Privatintereſſe verglei⸗ chen; doch hindert dieſes die öffentliche Verfolgung des Verbrechens 1) Ueber die Form des von Vormündern abzuſchließenden Vergleichs ſ. folgendes Schreiben des Herrn Juſtizmintſters vom 24. Jul. I810.(Nro⸗ 2594.). . 4 Vous me demandez, Mr. le Procureor du Roi, comment doit etre éxécuté T'artiele 467. du C. N.— Vous paroiſſez teſtreindre cet au Art. 20½5. Von dem Vergleiche. 247 zux transadions ſur procès müs ou à mouvoir; je erois, qu'il steud 3 Outes les transactions quelconques, tar la transaétion eſt une diſpoſition, u1 3 l'inſtar de l'aliénation et de hypothoque excède le couis et les pou- voirs de l'adminiſtration ordinaire; mais que bartiele 467 ait plus ou moint d'extenſion, il s'atzit de favoir, comment il doit étre exécuté. Le tuteur, qui peuſe qu'il eſt utile de transiger, ſoit qu'i propoſe li. mẽme la transaction, ou qwelle lui foit propoſée, fait aſſembler un conſerl de famille, qui J' autoriſe Jur les motifs, qu'il expoſe. Aprẽès cette autoriſation il s'addreſſe au Procurcur du Roi, qui nomme trois juisconful- tes, ſur l' avis dasquels le proyẽt de transaction eſt dieſſẽ. ce projet, sil n'eſt tout, de ſuite redigé en a6te publie chez unk no- taire, doit etre au moins ſign par les parties, car 1 eſt necꝙſſatre, de her celui, qui tramige avec le mineur. L homologation étant autoriſation pour Pexttulion, elle ne peut interyenir ſur un acte hypothktique, qui pourrait n'étre pas réaliſe. .„** 5 La transadtion étant donc ou paſſée chez un notaire, ou redigée en adte fous ſeing priv, on en preſente dans le premiẽr cas une expedition, dans le ſecond la minute elle méme au tribunaſ, qui met au bas l'ordonnauce de: ſoit comnuniquse au Miſtére pubiic“ et commet un juge pour faire le rapport au jour udiqué Kart. 815. du Code de procédure civile.). tü Au bas de l'expedition ou de la uunute et des conclufions, l'ordonnance de l'homologation eſt éerite. i l'homolotzation eſt refuſee, ce qui eſt aſſez difficile à pergevoir, puis- que la transadion eſt le deſir de la famille et J ouprage de trois jurisconſul- tes,' acte paſſe chez le notaire ou ſous ſeing privé, eſt eomme non avenu, puisqu ü manque de ja conſirmation, dont 1 a beſoin. S1 P'homologation eſt accordée, la transaction, ſi elle eſt[ous ſeing privé, eſt enregiſtrée chez je notatre, qui en delivre en ſuite les expẽditions st groſ- ſes neceſſatres; ſi deja elle avoit été paſſce chez he notaire, ihen dehvre la i e groſſe, et aoute dans les„Mandons et ordonnons&c*“ mention du juge- der ment q' homologation, dont i) fait auſ une note fur fon regiſtre eu marse de la transaction. 7 3) Arrstè 4. d. 21. Frimaire AlI. B. Blanchard zu Maleville Bd. WV. 5 S. 138. Fuͤr Weſtphalen ſ. königl. Decret vom 13. May 1809. uͤber die Veräußerung, Erwerbung, u. ſ. w. der den Gemeinden und öffentlichen Anſtal⸗ 1 ten gehoͤrigen Guͤter. Im Geſetzbuͤlletin 1809. nro. 26. ſch 3) ueber Alimente kann man ſich nicht vergleichen, ſo daft man auf dieſelben renunciirt. Appellhof zu Paris in JovANEAU et SoLoN Diſcuſſions T. II p. 674. 5. 1067. u R 3 en. n I. Man kann einem Vergleiche eine Conventionalſtrafe anhaͤngen. Art. 2047. e U. Pergleiche beſchraͤnken ſich auf ihren Gegenſtand; die darin entbal Art. 2046 tene —— um 2* —— k 248 Drittes Buch. Funfzehnter Titel. tene Entſagung auf alle Rechte, Klagen und Anſprüche gebt mur auf diejenigen, welche auf die Streitigkeit, die den Vergleich veranlaßte Art. 2049. Beziehung haben. III. Vergleiche dienen nur den darin begriffenen Streitigkeiten zur Entſcheidung, es mögen nun die Partheyen ihre Ab— ſicht durch generelle oder ſpectelle Ausdruͤcke kund gemacht haben, oder es mag dieſe Abſicht aus den gebrauchten Ausdruͤcken gefolgert wer⸗ Art. 2050. den ¹). IV. Wenn der, weſcher ſich uͤber ein ihm ſelbſt zuſtehendes Recht verglichen hatte, in der Folge ein gleiches Recht, das eier an— dern Perſon zuſtand, erwirbt; ſo iſt er in Anſebung des neuerworbenen Art. 2031. Rechts an den vorherigen Vergleich nicht gebunden. V. Der von ei⸗ nem der Intereſſenten abgeſchloſſene Vergleich bindet die uͤbrigen nicht, und kann ven ihnen nicht vorgeſchuͤtzt werden ſ 1) D. h. Iſt in einem Vergleiche uͤber eine Zwiſtigkeit eine Verzichtleiſtung auf alle Rechte, Anſpruche und Forderungen vorhanden, ſo muß dieſe Verzichtlei⸗ ſtung nicht auf dasſenlae ausgedehnt werden, was ſich nicht ouf die Zwiſtig⸗ keit bezieht. B6or ps PRbantdEU bey MaEvILIB Analyſe ad h. art. 2) Ueber die Wirkungen einer Erictton bey Vergleichen ſ. Goͤnner Archtv. Bd. Il. H. 2. nro. 12 §. 1068. Wiederaufhebungsklage. Art. 2032. Vergleiche haben unter den Partheyen die Wirkung eines in letz ter Inſtanz ergangenen rechtskraͤftigen Urtheils. Sie können ſo wenig wegen eines Rechtsirrthums, als wegen Verletzung angegriffen werden. Art. 2033. Sie können jedoch wieder aufgehoben werden: l. wenn der Irrthum die Perſon, oder den Gegenſtand des Streits betraf; Il. wenn Betrug Art. 2054. oder Zwang ſtatt fand; III wenn ſie in Gemaͤßheit eines nichtigen Rechts⸗ geſchaͤfts eingegangen wurden; ausgenommen, wenn ſich die Partheyeu Art. 083. ausdrucklich uͤber dieſe Richtigkeit verglichen batten; 1V. wenn ſie auf Urkunden geſchloſſen wurden, die man nachher fur falſch erkannt hat; Art. 2036. V. wenn ſie uber einen Rechtsſtreit eingegangen waren, der durch ein dem einen oder dem andern Theile unbekannt geweſenes rechtskraͤftiges Urtheil ſchon entſchieden war. War jedoch gegen das den Partheyen unbekannte Urtheil noch Appellatron zuläͤſſig, ſo iſt der Vergleich gůl Art. 2037. tig; VI. wenn ſich die Partheyen uͤber alle Angelegenheiten, die ſie mit einander haben möchten, im Allgemeinen verglichen, und unbekanntt urkunden durch die Schuld einer der Partheyen zuruͤckgehalten 1 en, Von dem Vergleiche. 249 den, welche das Recht klar machten; denn in der Regel berechtigen „ neuaufgefundene Urkunden nicht zur Wiederaufhebungsklage, ausgenom⸗ men, wenn daraus erhellt, daß einer der Partheyen gar kein Recht ſ auf den Gegenſtand des Vergleichs zuſtand. der er§. 1069. Rechmungsfehler. Ein Rechnungsfehler in einem Vergleiche muß immer verbeſſert krt. 2058. 5 werden. . uf§. 1070. Compeomiß. n Achnlich dem Vergleiche iſt der Vertrag mit einem Schiedsrich⸗ krt. ter. Dieſen handelt der Code nicht ab, ſondern die Proceßordnung, und zwar der Code de procédure Irangais Art. 1003 fgg. West- phalien Art. 924 fgg.*). 1) S. PISBA T. I. p. 1. ſqq. 3 die tüh—— hi ne u ut en ig6 gil wi nn ur 5 in, Spangenberg's Commentar Vd. 1II. Jt Sechs ————— ½„ 250 Drittes Buch. Sechszehnter Titel. = Sechszehnter Titel. Voͤn der korperlichen Verhaftung in buͤrgerlichen Sachen. §. 1071. S i Genz iſolirt findet ſich dieſer Titel hier zwiſchen den Contraeten; denn nur in entferntem Bezuge ſteht er mit der Buͤrgſchaft, in gar keinem mit dem Vergleiche, §. 1072* Waun ſie ſtatt findet? Art. 2039. In bürgerlichen Sachen findet die korperliche Verhaftung ſtatt*); I. wegen eines Steklionats. Ein ſolcher iſt vorhanden: 1. wenn jemand eine unbewegliche Sache, von welcher er weiß, daß er nicht Eigenthuͤmer iſt, verkauft, oder mit Hypotbeken beſchwert; 2, wem jemand Grundſtuͤcke, die mit Hypotheken beſchwert ſind, fuͤr frey, oder die darauf ruhenden Hypotheken fuͤr geringer, als ſte wirklich ſind, Art. 2060. ausgiebt ²); II. Wegen einer gezwungenen Riederlegung. II. Im Falle der Wiedereinſetzung in den Beſitz, um die von dem Gerichte befohlene Raͤumung eines Grundſtücks, deſſen der Eigenthuͤmer durch Gewalt entſetzt wurde, die Erſtattung der wäbrend des widerrechtlichen Beſitzes erhobenen Fruͤchte, und die Entrichtung der dem Eigentbuͤmer zuerkannten Schadloshaltung zu bewirken. IV. Im Falle der Zuruck, forderung von Geldern, welche bey öffentlichen hierzu beſtellten Perſo⸗ nen medergelegt ſind. IW. Wegen Zuruͤckgabe der einem Sequeſter, einem vom Gerichte Beauſtragten, oder andern Verwahrern anvertrau⸗ ten Sachen. VI. Bey den gerichtlichen Buͤrgen, und bey andern Bur⸗ gen, die ſich der körperlichen Verhaftung unterwerfen konnten, und unter⸗ worfen habeu. VII. Bey allen öffentlichen Beamten, wegen der ihnen befohlenen Vorlegung der in ibrer Verwabrung befindlichen Original⸗ concepte, VIII. Bey den Rotarien, Anwälden ³) und Huiſſiers, ¹4 9 Von der körperlichen Verhaftung in buͤrgerlichen Sachen. 251 gen Zuruͤckgabe der vermöge ibrer Amtsverrichtungen ihnen anvertrauten Urkunden, und der fuͤr ihre Partheyen erbobenen Gelder. IX. Bey Pächtern in dem gleich anzufuͤhrenden Falle. Hierbey iſt zu bemerken: 1 Außer dem unter Nro. IIi. enthalte⸗ grt. 2061. nen poſſeſſoriſchen Falle kann auch wider diejemgen, welche durch ein im petitoriſchen Prozeſſe ergangenes, und rechtskraͤftig gewordenes Er⸗ kenntniß angewieſen ſind, ein Grundſtuͤck zu raͤumen, und ſich weigern, demſelben ein Genüge zu leiſten, 14 Tage, nachdem dieſes Erkenntmß dem Beklagten in Perſon, oder an ſeinem Wohnorte inſinuirt iſt, durch ein zweytes Erkenntniß die korperliche Verhaftung verfuͤgt werden. 1I. Wider die Päͤchter ⁴) kann wegen Bezahlung der Pacht die körper⸗Art. 2ccr. tiche Verhaftung nur dann verfuͤgt werden, wenn ſie ſich derſelben im un Pachtcontracte ausdruͤcklich unterworfen haben. Gleichwohl kann ſowohl wider die Pächter, als Halbpaͤchter, die am Ende der Pachtzeit das zur Nubung gehabte Vieh, wie auch das ihnen anvertraute Saatkorn und Ackergeraͤthe nicht zuruͤckliefern, auch ohne eine ſolche Unterwerfung die körperliche Verhaftung erkannt werden, wenn ſie nicht beweiſen, ) daß das Fehlende ihrem Verſchulden nicht beyzumeſſen ſey. en Außer dieſen und andern geſetzlichen*) Faͤllen iſt es allen Rich⸗ xrt. 2063. in tern verboten, auf körperliche Verhaftung zu erkennen, allen Rotarien 1 und Greffiers, Urkunden aufzunehmen, worin dieſelbe verabredet wäre, de und ſedem Unterthan, ſolche Verabredungen, ſollten ſie auch im Aus⸗ id, lande eingegangen ſeyn, zu genehmigen; bey Strafe der Richtigkeit, des M Koſtenerſatzes und der vollſtändigen Schadloshaltung. ch 5 1) ueber das hierbey vorzunehmende Verfahren ſ. Code de procédure fran- gais art. 780— 805. VMeſtphalien art. 711— 736. und die Commentatoren uͤber beyde. 3 2) Außerdei kann aber weder der Stellionatar, noch ſeine Complizen vor das it Correctionstribunal gezogen werden. Coſſationshof b. SikE Journal ge- néral 1809. P. I. S. 299. Journal de barreau 1809. T. II. p. 174. ſe, 3) Nicht bey Advocaten, noch wegen Summen, welche die gedachten Perſonen tul auf ihre Gebuͤhren zum Voraus erhlelten. Bit 3) Nicht gegen Miether. n 5) S. Code d⸗ procodure art. 126. 127. I9I. 201. 213. 221. 550. 824. un Code de commeroe art. 209. und das Geſetz üͤber die koͤrperliche n Verhaftung von Fremden, die in Frankreich kein Domicit haben, vom 10. Sept. 1307. ℳ Ji 2§. 1073. — 2— 10 252 Dritt. Buch. Sechszehnt. Tit. V. d. körperl. Verhaftung c. 5. 1073. S I. Gegen Minderzaͤhrige kann nie die koͤrperliche Verhaftung er— Art. 2063. kannt werden. II. Sie kann nie wegen einer Summe unter 300 Franes At. 2066. verfuͤgt werden. III. Wider Perfonen, die das Foſte Jahr ihres Al⸗ ters angetreten haben, desgleichen wider Frauen ¹) und Maͤdchen, kann nur im Falle eines Stellionats darauf erkannt werden. Hierbey iſt zu bemerken: 1) Wider Ehefranen hat wegen eines, während der Ehe be⸗ gangenen Stellionats, die perſoͤnliche Verhaftung nur alsdann ſtatt, wenn ſie in Vermoͤgensabſonderung leben, oder ſich die freye Verwaltung die⸗ ſes Vermoͤgens vorbehalten haben, und zwar nur in Ruͤckſicht der auf dies Vermögen ſich beziebenden Verbindlichkeiten. 2) Frauen, welche in der Guͤtergemeinſchaft leben, und gemeinſchaftlich, oder ſolidariſch mit ihrem Manne eine Verbindlichkeit uͤbernommen haben, ſind in Ruͤckſicht ſolcher nie des Stellionats ſchuldig zu halten. IV. Sie kann Art. a067. nur vermoge eines Erkenntmſſes verhängt werden.- 1) 3. B. Ehefrauen und Wittwen. Art. 2064. 5. 1074. R e geu. Art. 2063. I. Die Appellation, welche gegen letztgedachtes Erkenntniß einge⸗ wandt wurde, ſchiebt die körperliche Verhaftung nicht auf, wenn daſ⸗ ſelbe ein ſolches war, welches gegen Buͤrgſchaft proviſoriſch vollſtreckt Art. 2069. werden konnte ¹). II. Durch Vollziehung der koͤrperlichen Verhaftuns wird das gerichtliche Verfahren und die Execution in Anſebung des Art. ⁊070. Vermögens nicht verhindert oder aufgeſchoben. 1I. Durch dieſen Titd iſt den Grundſätzen des Code de commerce, des Code d'in- struction criminelle, und der Geſetze, welche die Verwaltung öffen⸗ hcher Gelder betreffen, nicht derogirt. 1) S. uͤber ein ſolches Erkenntniß Code de procòdure art. 135. ——— Sieben⸗ 1 253 ———— it n Siebenzehnter Titel. 1 de m §. 1075. die u De Pfandcontract ¹) iſt der Vertrag, wodurch ein Schuldner Art. 2071. 4 ſeinem Gläunbiger zur Sicherheit einer Schuld eine Sache uͤberlie⸗ ſert. Dieſe wirkliche Ueberlieferung macht das Weſen dieſes Contracts n aus, und unterſcheidet ihn hierdurch von der Hypothek. 1) S. CoMMA1LLE traité des hypothequet. Appendice. 5. 1076. Eintheilung. Iſt die Sache eine bewegliche Sache, ſo heißt die Verpfäͤndung Art. 2072. Fauſtpfandscontract; iſt ſie eine unbewegliche, ſo heißt ſie anti— 1 chretiſcher(Pfandnutzungs“) Contract. d Erſtes Kapitel. ſee dn fin S Wirkungen deſſelben. I. Das Fanſtpfand giebt dem Glaubiger ein Recht, aus der den urt. 2073. Gegenſtand desſelben ausmachenden Sache vorzugsweiſe, und vor an⸗ dern Glaͤubigern ſeine Bezahlung zu verlangen. Dieſes Vorzugsrecht Ait. 2074. findet jedoch nur dann ſtatt: 1) wenn eine oͤffentliche oder gehoͤrig einre⸗ giſtrirte Privaturkunde vorhanden iſt, worin eine Angabe der ſchuldigen hen Summe, — 254 Drittes Buch. Siebenzehnter Titel. Summe, und der Gättunz Rütur des Unterpfandes, oder eine Be⸗ ſchreibung der Beſchaffenheit, des Gewichts und des Maaßes deſſelben, beygefugt iſt. Die ſchriftliche Abſaſſung und Einregiſtrirung des Vertrags wird jedoch nur bey ſolchen Gegenſtänden erfordert, die den Werth von Art. 2073. 150 Franes uͤberſteigen 1). Sind unkoͤrperliche bewegliche Sachen, Forderungen, die bewegliche Sachen betreffen, zum Pfande gegeben, ſo wird dieſes Vorzugsrecht nur durch öſſentliche, oder Privaturkunden, welche ebenfalls emregiſtrirt, und dem Schuldner der zum Unterpfandt Art. 2076. gegebenen Forderungen inſtnuirt worden ſind, begruͤndet. 2) Findet es nur ſtatt, wenn das Fauſtpfand in den Beſitz des Glaͤnbigers, oder eines von den Partheyen gewählten Drittei gekommen iſt, und gilt nur Art. 2077. ſo lange, als es darin verbleibt. II Das Fauſtpfand kann anch von Art. 2078. einem Dritten fuͤr den Schuldner gegeben werden. III. Der Glaͤubiger kann nicht, wenn die Zahlung ausblerbt, eigenmaͤchtig uͤber das Fauſt⸗ pfand verfuͤgen; er muß vielmehr eine gerichtliche Verfuͤgung dahin aus⸗ wirken, daß daſſelbe ihm entweder bis zum Betrage ſeiner Forderung nach einer von Sachverſtändigen vorgenommenen Taxation gelaſſen, oder durch eine Verſteigerung verkauft werde. Jede Verabredung, wel— che dem Glaͤubiger das Recht ertheilt, das Fauſtpfand zu behalten, Art. 2o79. oder eigenmaͤchtig daruͤber zu verfuͤgen, iſt nichtig. Der Schuldner Art. aoso. bleibt bis zur Verſteigerung Eigenthuͤmer. IV. Der Glaͤubiger haftet, nach den in den Art. 1137. 1302. aufgeſtellten Regeln, fuͤr den Ver⸗ luſt und die Verſchlimmerung des Fauſipfandes, die eine Folge ſeiner Rachlaͤſſigkeit waren. Doch hat aber auch der Schuldner dem Glaͤu⸗ biger die von demſelben zur Erhaltung des Fauſtpfandes aufgewandten xrt. 20s1. nuͤtzlichen und nothwendigen Koſten zu erſetzen. V. War eine verzins⸗ liche Forderung zum Unterpfande gegeben, ſo hat der Glaͤubiger die Zinſen auf die ihm etwa gebuͤhrenden in Abrechnung zu bringen. Ge⸗ Art. 2032. bühren ihm keine, ſo muß er ſie auf das Capital abrechnen. VI. Der Schuldner kann die Zuruͤckgabe des Unterpfandes nicht eher verlangen, als nachdem er die Schuld, Zinſen und Koſten getilgt hat, ausge⸗ nommen wenn der Inhaber des Unterpfandes daſſelbe mißbraucht. Selbſt wenn eine Schuld vorhanden waͤre, die der naͤmliche Schuldner gegen den nämlichen Glaͤubiger nach der Ueberlieferung des Fauſtpfan⸗ des uͤbernommen hat, die aber noch vor Bezahlung der erſten Schuld, wofuͤr das Unterpfand gegeben war, einklagbar wird; ſo iſt der Glaͤu⸗ biger nicht eher verbunden, das Unterpfand herauszugeben, als e Von dem Pfandcontracte. 255 1 beyder Forderungen tegen vollſtaͤndig befriedigt iſt, wenn auch gleich 5 nicht verabredet wurde, daß das Unterpfand auch fuͤr die Bezahlung n der zweyten Forderung haften ſollte. VII. Das Fauſtpfand iſt, ohne Art. a0sz. o Ruͤckſicht auf die Theilbarkeit der Schuld, unter'den Erben des Schuld— * ners oder des Glaͤnbigers für untheilbar zu halten. Hieraus folgt: 1) , der Erbe des Schuldners, welcher ſeinen Antheil an der Schuld he— e zahlt hat, kann, ſo lange die Schnld nicht ganz getilgt iſt, die Zu⸗ 1 ruͤckgabe ſeines Antheils an dem Unterpfande nicht verlangen. 2) Von 6 der andern Seite aber kann auch der Erbe des Gläubigers, welcher der ſeinen Antheil an der Forderung erhalten hat, zum Nachtheil derjenigen m Miterben, welche noch nicht befriedigt ſind, däs Unterpfand nicht zu— ton ruͤckgeben. hu 1) In Betreff der Juden enthalten die Art. 14. u. I5. des Kaiſerl. Decrets uſt vom 17ten Maͤrz 1808. beſondere Beſtimmungen. In Weſtphalen beſtimmt us das Geſetz vom 12. Febr. 1810, daß Lombarde, und obrigkeitlich pribilegtrte 3 Pfandleiher ein Patent nehmen ſollen. Es kann aber nicht bezweifelt werden, daß nur die Pfandleiher, welche mit dem Leihen auf Pfaͤnder ein Gewerbe treiben, und in dieſer Hinſicht conceſſionirt ſind, der Patentſteuer unterwor⸗ vel fen ſind, nicht aber Privatperſonen, welche zur Sicherheit einer einzelnen il, Forderung ein Pfand nehmen.“ ne t, 6. 1078. zer Anmerkung.⸗ 3 Die in dieſem Titel enthaltenen Verfuͤgungen ſind weder auf Han—⸗Art. 206. 1 delsſachen, noch auf öffentlich gebilligte Leih⸗ und Pfandhaͤuſer anwend⸗ n bar, indem dieſelben nach den ſie beſonders betreffenden Geſetzen und ins Verordnungen beurtheilt werden ¹). 6„ S. FtEvncßon Code admiinſtratif. Polico. p. 454[ꝗ. de e, Zweytes Kapitel. 4. te, . nt . 1079. ſu torm beſſelhen. Der amtichretiſche Vertrag kann nur ſchriftlich eingegangen werden. Art. 2055. ſde§. 1080. 256 Drittes Buch. Siebenzehnter Titel. §. 1080. W Art. 2086. Der Glaͤubiger erbaͤlt durch dieſen Vertrag nur die Befugniß die Früchte der unbeweglichen Sache zu heben, mit der Verbindlich⸗ keit, ſie jaͤhrlich von den Zinſen, wenn er ſolche zu fordern hat, und nachher von dem Capital abzurechnen.(Antichresis exptessa et tacita). §. 1081. Verbindlichkeiten des Gliübigers. Der Glaͤubiger iſt verbunden: i. in Ermangelung einer entgegen⸗ ſtehenden Ueberemkunft die Steuern und jaͤhrlichen Laſten des anti⸗ chretiſch beſeſſenen Grundſtuͤcks zu bezahlen; Il. fuͤr die Unterhaltung, und die nuͤtzlichen und nothwendigen Ausbeſſerungen deſſelben zu ſorgen. Er hat jedoch das Recht, die hierzu erforderlichen Anslagen von dem * Ertrage der Früchte zuerſt abzuziehen. 5. 1082. Velbindlichteiten des Schuldners. Art. 2037. Der Schuldner kann, ebe die Schuld völlig getilgt iſt, die Be⸗ nutzung des antichretiſch hingegebenen Grundſtuͤcks nicht wiederfordern; dem Glaubiger bingegen, der ſchehn ſeinen eben aufgezäblte Ver⸗ bindlichkeiten befreyen will“ ſteht Ks frey, den Schuldnet zur Zutſck⸗ nahme deſſelben zu nothigen. 6 183 Sonſtiae Wirkungen. Art. 2088. 1. Dadurch allein, daß die Zahlung zur verabredeten Zeit nicht erfolgt, wird der Glaͤubiger noch nicht Eigenthuͤmer der ugbeweglichen Sache, und eine jede hiermit im Widerſpruche ſtehende Verabreduni iſt michtig; er kann edoch in emem ſolchen Falle den offentlichen Verkauf Art. 2039, des Grundſtuͤcks auf dem geſetziichen Wege erwirken. 11. Haben die Partheyen verabredet, daß de Fruͤchte auf die Zinſen entweder ganz, oder bis zu einem gewiſſen Bettage in Antechynng gebracht werden Art. 2090, ſollen, ſo iſt dieſe, wie zede andere durch die Giſeße nicht ri Von dem Pfandcontracte. 257 Uebereinkunft, zu vollzieben. II. Die i Bie im Art. 20 haltenen Verfuͤgungen ſind auch auf d in o en⸗ en ſi wendbar. amtichtetiſchen Contract au⸗ h m 5. 1084. e Wirkung in Hinſicht dritter Perſonen. Alle in dieſem Capitel angefuͤhr ten Verfuͤgungen duͤrfe ten, welche dritte Perſonen an dem ſtuͤcke haben, nicht zum Nachtheile gereichen. Selbſt der Gläubiger, d ißer noch geſetzlich begruͤndete und geſicherte Privilegien oder 6* bat, kann dieſelben, unbeſchadet ſeine in 2 . Si m ſeiner Ordnung, und wie jeder andere un B——˖v en; ſu it ict ch u uf de , rdol e Spangenberg's Commentar Bd. III. 258 Drittes Buch. Achtzehnter Titel. — Achtzehnter Titel. Von P e S 109 Geſchichte dieſer Lehre. Di Lehre von den Privilegien(Vorzugsrechten) und Hypotheken iſt rein franzöſiſch, und das Römtſche Recht bey dieſer Materie kaum als raison öcrite(Bd. I. S. 70.) anwendbar. Die wichtigſten frubern Geſetze ²) ſind: I. Das Ediet Ludwig's XIV. vom Marz 167 ½, welches die Idee der Oeffentlichkeit der Hypotheken durch Errichtung einer Art von Hypothekenbewahrern aufſtellte, aber ſchon im folgenden Jahre widerrufen wurde; dieſes ſieht der jetzigen Legwlation ſehr aͤhnlich. Ludwig's XV. vom Junius 1771, wodurch Hy⸗ pothekenbewahrer errichtet wurden qe systéme de la généralité et clandestinité). Dieſes modifieirte nur das beſtehende Römi⸗ ſche Recht. II. Das Geſetz vom 1Iten Brumaire VII. wodurch die jetzt beſtehenden Grundſaͤtze der Publicitàt, und Specialität aufgeſtellt wurden ²). Dieſes letztere Geſetz iſt dem vorliegenden Titel des Code zum Grunde gelegt ²). Es baſirt die ganze Lehre von den Privilegien und Hypotheken auf zwey Hauptgrundſaͤtze: I. daß jede Hypothek, ſo wie jeder Contract, wodurch das Eigenthum von unbeweglichen Guͤtern ubertragen wird, öffentlich ſeyn, und daß es jedem moglich ſeyn ſoll⸗ von dem Daſeyn derſelben Nachricht zu erhalten(Grundſatz der Publicität); und II. daß die vertragsmaͤßige Hypothek immer ſpetiell, d. b. auf ein oder mehrere ſpecielle Grundſtuͤcke gelegt ſeyn ſoll(Grund⸗ ſatz der Specialitaͤt) 4). Mit dieſen Ideen iſt nun die Einrich— tung der Hypothekenbewahrer, oder der Perſonen, denen die gr = 3 1 13 3 „ 3 1 ⁸ 1 . —— ————— — —— Von Privilegien und Hypotheken. 259 gung der Hypotheken, und der das Eigenthum uͤbertragenden Contracte, obliegt, in Verbindung geletzt, und ein ſolcher Hypothekenbewahrer ei⸗ nem jeden Diſtrict eines Departements vorgeſetzt. Durch dieſe Eintra⸗ gung wird der Grundſatz der Publicität volizogen. ¹ ueber das ältete Hypothekenrecht ſ. Guchakp Code hypothécaire. Pari. 1791. 12. 2) S. über das Geſetz vom 1I. Brumaire vII. Danz, Smelin und Tafinger eritiſches Archtv der neueſten juriſtiſchen Litteratur und Rechtspflege(Tuͤbingen 1803. 8.) Th. 1l. S. 520— 6uIckakD Code hypothécaire, ou inſtruction et formules ſur l'ehs- cution de la loi du II. Brumaire. VII. Cologne. 1800. 13. 3) ueber den Titel des Code ſiehe: BaRTEEEMv Diſſertation fur T'ancien et le nouveau ſyfteme bypo⸗ theesmre. TISSaXpITR traité dementaire, methodique et complet ſur le régime hypothécaire, conformement aux lois du 1I. Brumaire VII et 23. ventoſe Ali(den Titei des Code)- (CoMMaiLE) nouveau traitè des privilages et hypothèques. Paris 1805. 8. J. C. PEasII. Regime hypothöcaire.(Heberſetzt von F. Collenbach Duͤſſeldorf. 1810. 8.) GuIcRasp Legislation hypothécaire. Deſſelben Jurisprudence hypothteaire, ou recneil alphabétique des queſtious et dẽciſions ſur les points les plus importaus en mattère des bypothéques. Paris. 1510 P I. vauvILLIERs traité des privilèges et hypothéques. Paris. 1809. 12. GrovaRR SozziranTI dei privilegi ed ipoteche. Florenza. 1810. 3. 4) Die intereſſante Diſcuſſion hieruͤber ſ. in Conférenee T. VII. p. 44 fag. und MarpvrIIE Anahſe ad h. tit. ConMarrtx S. 1fag. S. auch ZcHanrar llandb. Tb. I. S. 169 fgg. PrEiRPER Napol. Geſetzb. Th. II. S. S80 fgg.— Vorzuͤglich TRTirHakp Expoſe des motifs, und GRTNIER Rapport.— Ganz ronſeguent konnte dieſes Syſtem der Publicität und Speclaltoͤt nicht durchgefuͤhrt werden, weshalb ſich in dieſem Titel mehrere Ausnahmen von demſelben finden. 260 Drittes Buch. Achtzehnter Titel. Erſtes F apitel N g m i §. 1086. Grundſat. Art. 2092. Ein jeder, der ſich perſoͤnlich verbindlich gemacht hat, muß fuͤr die Erfuͤllung ſeines Verſprechens mit ſeinem geſammtem beweglichem und unbeweglichem, gegenwärtigem und zukuͤnftigem Vermoͤgen haften. Doch folgt hieraus nicht, daß dieſes Vermögen dem Gläubiger hier⸗ durch verhypothecirt iſt, denn Verbindlichkeit und Hypothek ſind ſehr von einander verſcheden. Finden ſich naͤmlich keine rechtmaͤßige Ur— ſachen, warum einer ſeiner Glaͤubiger dem andern vorgezogen werden Art. 2093. muß, ſo verhalten ſich die Guͤter des Schuldners als gemeinſchaftliches Unterpfand, und der Preis, wofuͤr ſie verkauft werden, wird unter denſelben verhältnißmaͤßig vertheilt. Die rechtmaͤßigen Urſachen, die Art. 2093. einen Vorzug des einen vor dem andern begruͤnden, ſind die Privile⸗ gien und Hypotheken. Zweytes Kapitel. Von de n P e iv §5. 1087. S Der Begriff, den man nach gemeinem Rechte mit dem Worte privilegium(Ausnahme fuͤr einzelne Unterthanen von dem Geſctz verbindet, iſt dem Code völlig fremd; ihm iſt vielmehr das Privilegium Art. 2095. das, was man ſonſt hypotheca priviletziata oder jus privilegiatum nennt, naͤmlich, ein in der Beſchaffenbeit einer Forderung gegrüͤndetes Recht des Gläubigers, den uͤbrigen, ſelbſt mithypothekariſchen Gläu⸗ bigern vorgezogen zu werden. 5. 1088 it m er hr Un den hes ter de ile Von Privilegien und Hypotheken. 261 5. 1088. Grundſatze. 1. Der Vorzug der privilegirten Gläubiger unter ſich richtet ſich Art. 2c96. nach der Eigenſchaft der Prwilegien. II. Mehrere privilegirte Gläu⸗Art. 2097. biger, deren Privilegien den nämlichen Rang haben, werden nach dem Verhaͤltniſſe ihrer Forderungen bezahlt. §. 1089. Privileginm des öffentlichen Schatzes. Das in Anſehung des öffentlichen Schatzes ſtattfindende Privile⸗ Art. 2098. gium, und die Ordnung, in welcher es geltend gemacht wird, richtet ſich nach den beſondern hieruͤber vorhandenen Geſetzen. Dieſe ſind für Frankreich: 1. Das Geſetz vom 5. Sept. 1807. uͤber die Art und Weiſe, wie die Gerichtskoſten in peinlichen, Cor— rections- und Polizey⸗Sachen fuͤr den oͤffentlichen Schatz beyzutreiben ſind ¹). Das dieſerhalb dem Staate zuſtehende Privilegium kann gegen die Mobilien des Verurtheilten nur nach den im Art. 2101 und 2102. des Code beſtimmten Prwilegien, und nach den Defenſtonskoſten gel⸗ tend gemacht werden; gegen die Immobilien nur, wenn es binnen 2 Monaten, von dem Tage des Urtheils angerechnet, inſeribirt iſt, und nach den im Art. 2103. bezeichneten Privilegien in dem durch den Art. 2105. vorgeſchriebenen Falle, nach den im Art. 2103. genannten Privilegien, falls die zu ihrer Erhaltung vorgeſchriebenen Bedingungen erfullt ſind, nach den geſetzlichen Hypotheten, welche fruͤher ſind als der Arreſtbefehl, oder in deſſen Ermangelung, des condemnatoriſchen Urtheils, nach den fruͤher, als die genannten Verfuͤgungen erlaſſen ſind, eingetragenen Hypotheken, und nach den Defenſionskoſten. 2. Das Geſetz vom Ften Sept. 1807. uͤber die Rechte des öffentlichen Schatzes an dem Vermoͤgen der Rech⸗ nungspflichtigen. Dieſes Privilegium ²) kann gegen die Mobilien nur nach den im Art. 2101 und 2102. genannten Privilegien, und gegen die ſeit der Ernennung titulo oneroso erworbenen Immobilien, wenn daſſelbe in Kk 3 den — N 262 Drittes Buch. Achtzehnter Titel. den 2 Monaten nach dem Enregiſtrement der das Eigentbum uͤbertra⸗ genden Urkunde inſeribirt worden iſt, nach den im Art. 2101— 2105 euthaltenen Privilegien; und gegen die vor der Ernennung zuſtehenden Immobilien nur nach Inſcription der dem Schatze bierauf zuſtehenden geſetzlichen Hypothek verfolgt werden. z. Das Geſetz über das Privilegium des oͤffentlichen Schatzes wegen Erbebung der directen Stenern, vom 18. November 1808. Bey demſelben iſt zu bemerken: I. daß nicht alle Fotderungen der Staatscaſſe mit einem Prwilegum verſeben ſind: z. B. nicht aus den mit dritten Perſonen abgeſchloſſenen Contracten; II. daß dieſes Privi⸗ leg nur wegen der directen, nicht aber wegen der indirecten Steuern ſtatt findet, da bey letztern das Eigenthuͤmliche ihrer Erhebung jedes Vorzugstecht entbehrlich macht; IHI. daß ſich dieſes Privileg nur auf die Mobllien beſchraͤnkt 3). Fuͤr Weſiphalen verordnet das Geſetz ¹) vom 15. Februar 1810. folgendes: das Privilegium des offentlichen Schatzes in Anſepung der Steuern geht allen andern vor, und erſtreckt ſich: 1) wegen der direc— ten, ſowohl Grund⸗ als Perſonal-Abgaben des letztverſloſſenen und laufenden Jahres auf die Mobilien des Steuerpflichtigen, und bey de⸗ ren Unzulaͤnglichkeit auf die Immobilien; 2) wegen der von Erbſchaf⸗ ten und Vermächtniſſen zu bezahlenden Stempelabgabe, auf den Be⸗ trag der Erbſchaften und Vermächtniſſe; beſtehe er in Mobilien oder Immobilien. Im letztern Falle muß das Privileg, jedoch binnen 2 Monaten vom Tage der Eroffnung der Erbſchaft angerechnet, inſeribirt werden. Außerdem kann der Steuerbetrag von den Revennen des Pflich⸗ tigen, die ihm andere Perſonen ſchuldig ſind, eingefordert werden. 1) S. Schteiben des Großrichters vom 9. Aug. 1808. in S1kEX Ju- risprudence. 1808. Suppl. p. 270. Blanchard zu Maleville a. a. 9 2) Dieſes Privilegium iſt durch ein Gatachten des Stastsraths auch auf den Kronſchatz anwendbar erklärt(vom 23. Febr. 1808.) 3) Der Tert des Geſetzes iſt folgender: Art. x. Dos Vorzugsrecht der Staatskaſſe wegen der ruͤckſtaͤndigen direclen Auflagen iſt auf folgende Art beſtimmt, und findet vor allen andern Forde⸗ rungen ſtatt: 1) In Anſehung der Grundſteuer ſür das vetfloſſete und faufende Jahr: auf dle Ernte, Fruͤchte, Pachtzinſe und Erträgniſſe der unbeweglichen Guͤter, welche der Grundſteuer unterworfen ſind⸗ 5 Von Privilegien und Hypotheken. 263 t 2) Fuͤr das verfallene und laufende Jahr der Mobiliarſteuer, der Abga⸗ ben von Thuͤren und Fenſtern, der Patente und heder andern directen und perſoͤulichen Abgabe auf alles bewegliche Vermögen der Schuldner, n wo es ſich befinden mag. Nn Art. 2. Alle Pächter, Miethleute, Einnehmer, Verwalter, Notarien, be⸗ auftragte Schaßzmänner, und andere Depoſſtarien oder Schuldner, welche vom Reſtanten Geld in Händen haben, welches der Staarskaſſe verhaftet i iſt, ſind verbunden, nach der an ſie ergangenen Aufforderung, auf Rech⸗ n nung des Schuldners und auf Pbſchlag der Summe, welche ſie dieſem ſchuldig ſind, oder die ſich in ihren Haͤnden befindet, die Ruͤckſtände ganz oder zum Theil zu bezahlen. Die Quitungen der Einnehmer uͤber die recht⸗ t maͤßigen Ruͤckſtaͤnde ſollen Jenen auf ihre Rechnung zu gut gehen. M Art. 3. Das Privilegtum der Staatskaſſe in Anſehung des Ruͤckſtandes an bi⸗ directen Auflagen hebt die Rechte nicht auf, welche derſelben auf das Ver⸗ ern mogen deſſen, der im Ruͤckſtande iſt, gleich jedem andern Glaͤubiger zuſte⸗ en können z. Wenn bey dem Betriebe des gerichtlichen Verkaufs des Mobiliarver⸗ uf mogens zur Zahlung der Staatsauflagen ein Streit uͤber das Cigenthum des beſagten Mobiltarvermoͤgens ganz oder zum Theil ſich erhebt, ſo kann 0 er vor die ordentlichen Gerichte ucht eher gezogen werden, bis er von ei⸗ nem der intereſſirten Thelle der adminiſtrativen Behoͤrde nach dem Geſetze vom z. Nov. 1700. vorgelegt worden iſt. 4) Geſetzbuͤlletin 1810. nro. 7. d 6. 1090. Eintheilung der Privilegien. 2 Die Prioilegien haften entweder guf beweglichen, oder auf un⸗Prt, 2099. * beweglichen Sachen; oder endlich auf beyden zugleich. irt c Erſ Pon den Privilegien auf bewegliche Sachen⸗ 5. 1091. n Arten derſelben. de Dieſe Privilegien ſind entweder allgemeine, welche auf allen Frt, aco. * beweglichen Sachen, oder beſondere, welche letztere guf gewiſſen be⸗ e weglichen Sachen haften. Erſtes 264 Drittes Buch. Achtzehnter Titel. Erſtes Hauptſtuͤck. Von allgemeinen Privilegien auf bewesgliche Sachen⸗ §. 1092. Aufzahlung derſelben. Art. 2101. Privilegien auf das geſammte bewegliche Vermoͤgen ſind die hier⸗ naͤchſt benannten, welche in folgender Ordnung geltend gemacht werden: I. die Gerichtskoſten ¹); II. die Beerdigungskoſten ²); II. alle und jede Koſten der letzten Krankheit 2), nach dem Verhaͤlt⸗ niſſe der einzelnen⸗Forderungen; IV. der Liedlohn, welchen das Ge⸗ ſinde und andere im Dienſte des Schuldners ſtehende Perſonen von dem verfloſſenen und laufenden Jahre zu fordern haben. V. Die Forderungen wegen der Lebensbeduͤrfniſſe(Fournitures de subsistance), die dem Schuldner und deſſen Familie von denen, welche im Kleinen verkaufen 4), wie z. B. von Bäckern, Metzgern, und andern, waͤh⸗ rend der letzten ſechs Monate, und von Koſtherrn 5) und Großhänd⸗ tern, waͤhrend des letzten Jahrs geliefert worden ſind. 1) Gerichtskoſten ſind die Koſten, welche die Erhaltung der Sache zum Vor⸗ theil des Eigenthuͤmers, des Glaubigers, u. ſ. w. bewirkt hat, die Koſten der Verſiegelung, Inventariſation, des Verkaufs, der Execution, Cloſſifica⸗ tion, u ſ. w.— Nicht aber die Auslagen der Partheyen(depens). Blan⸗ chard zu Maleville Th. 1v. S. 243. ConMnaiLLE p. 180. 2) Hierher gehoͤren alle und jede Koſten, die bey einer Beerdigung vorkommen⸗ ſogar fuͤr die Trauerkleidung. Nur muͤſſen ſie dem Stande der Perſon ange⸗ meſſen ſeyn. CoMMaLE p. 181. 3) War die Krankheit eine aente⸗ die nicht lange dauerte, ſo iſt die Anwendunz dieſes Artikels ſehr leicht, wie aber, wenn ſie eine chroniſche, mehrere Jah⸗ re dauernde war? Dann exiſtirt nach der Praris das Privileg nur ven den Augenblicke an, da die Krankheit einen toͤdtlichen Character gewann, der Krauke ſeine Geſchäfte nicht mehr beſorgen, und nicht außer Bette oder dem Zimmer ſeyn konnte; mithin gewoͤhnlich ſeit dem letzten Jahre. CoM- Ma1LLE p. 183. 4) Sehr richtig bemerkt CoMMAxILs p, 186. daß man mehr darauf ſehe muͤſſe, wie die Lieferungen geſchehen leyen, ob z. B. en gros, oder en detai. als, ob der Lieferant Groß oder Kleinhändler war; weil es ſehr haͤufig iſ⸗ daß Großhändler auch en detail verkaufen. Immer muͤſſen jedoch die Liefe⸗ ranten Kaufſeute ſeyn, da Privatleute dieſes Privileg nicht haben⸗ welches ſe⸗ doch Tissaunren traite des hyp. behauptet.— Daß unter den 4 Von Privilegien und Hypotheken. 26½ auch Klelder, und Holz gehören, iſt unbeſtritten; dos Tribunal zu Göttingen erkannte jedoch in der Bretlingſchen Concursſache, daß ſich nur diejenigen die⸗ ſes Privilegs erfreuen koͤnnten, welche zugleich den Stoff der Lebensbeduͤrf⸗ niſſe geltefert haben, wie z. B. Schuſter und Holzhaͤndler, nicht aber Schnei⸗ der, u ſ. w.— Hatte ein Particalier ſeinem Miethsmann dergleichen Be⸗ duͤrfniſſe geltefert, ſo verhält er ſich wie ein Koſtherr. CoMnaLLs a. a. OD. 5) ConMaiLIB p. 188. dehnt dieſes Privileg ſogar auf Buͤcher aus, wenn die Koſtherren(maitres de penſion, wohin auch Inſtituteurt et Podagogues, et qui prenunent der enfans et des jeuner genn, pour les cléver, les our- rir et les inſtruire gehoren) ſolche gewoͤhnlich ihren Penſionnairs lieferten. zweytes Hauptſtuͤck. h Von Privilegien auf geviſſe bewegliche Sachen, en . §. ro93. nen S ih Ein ſolches Privilegium ſteht zu: I. dem Verpächter oder Vermiether Art. 2102. d in Hinſicht des Mieth- und Pachtzinſes von Grundſtuͤcken, und zwar auf den Ertrag der Erndte des laufenden Jahrs, und den Werth von al⸗ lem dem, womit der Schuldner das gemiethete Haus, oder das gepach⸗ tete Grundſtuck verſehen(garni) hat ¹), wie auch auf diejenigen Ge⸗ 5 genſtaͤnde, welche zur Bewirtbſchaftung des letztern dienen. Hierbey an iſt zu bemerken: 1) dieſes Privileg findet wegen alles faͤlligen, oder faͤl⸗ lig werdenden Zinſes ſtatt, vorausgeſetzt, daß die Pacht- und Mieth⸗ mn, contracte mittelſt einer öffentlichen, oder ein gewiſſes Datum habenden n Privaturkunde abgeſchloſſen ſind. In dieſen beyden Faͤllen ſind die uͤbri⸗ gen Glaͤubiger berechtigt, das Haus oder Pachtgrundſtuͤck fuͤr die uͤbri⸗ ge Zeit des Contractes wieder zu, vermietben, und den Mieth- und Pachzins zu erheben, jedoch mit der Verbindlichkeit, alles was der ſe Eigenthuͤmer(erſte Vermiether) noch zu fordern hat, an denſelben zu in bezahlen. 2. Iſt hingegen uͤber den Contract keine ſolche Urkunde vor⸗ 0 banden, ſo gilt das Priileg noch ein Jahr, von dem Ende des lau⸗ 6. fenden anzurechnen. 3) Das Privileg ſteht ebenfalls den Vermiethern oder Verpächtern wegen der dem Miether zur Laſt fallenden Ausbeſſe⸗ . rungen, und wegen alles deſſen, was die Vollziehung des Mieth⸗ oder tu⸗ Pachteontracts betrifft, zu. In beyden Fällen werden gleichwohl vor⸗ zugsweiſe vor dem Eigenthuͤmer die fuͤr die Ausſaat und Erndtekoſten F Spangenberg's Commentar Vd. III. 1 des —£— 266 Drittes Buch. Achtzehnter Titel. des laufenden Jahrs noch ſchuldigen Summen aus dem Ertrage der Erndte ²), und was fuͤr Geraͤthſchaften noch ruckſtandig iſt, aus dem Preiſe der Geräthſchaften bezahlt. 4) Der Eigenthuͤmer(Vermiether) kann die Mobilien, womit ſein Haus, oder das von ihm verpachtete Grundſtuck beſetzt iſt, wenn ſie ohne ſeine Bewilligung anders wohin gebracht wurden, mit Arreſt belegen, und behält ſein Privileg auf die⸗ ſelben, wenn er mr, inſofern von Mobilien, womit das Pachtgrundſtuͤck beſetzt war, die Rede iſt, dieſelben binnen einer Friſt von vierzig Ta⸗ gen, und wenn von ſolchen, womit ein Haus beſetßt war, die Rede iſt, binnen einer Friſt von vierzebn Tagen iu Anſpruch genommen bat 2). II. Dem Pfandglaͤnbiger auf das Fanſtpfand, inſofern er dasſelbe beſitzt. III. Demjenigen, der Koſten auf die Erbaltung einer Sache verwandt hat, auf dieſe Sache. IV. Dem Verkaͤnfer in Hin— ſicht auf den ruͤckſtändigen Kaufpreis beweglicher Sachen, auf dieſe Sachen; mögen dieſelben mit oder ohne Beſtimmung eines Zahlungs⸗ termins verkauft ſeyn 4). 1) Iſt der Verkauf ohne Beſtimmung emes Zahlungstermins geſchehen, ſo kann der Verkaͤufer, ſo lange dieſ⸗ Sachen ſich noch im Beſitze des Kaͤufers finden, dieſelben ſogar als ſein Eigenthum zuruͤckfordern, und deren weitern Verkauf verhindern, nur muß die Zuruͤckforderung binnen acht Tagen nach geſchehener Tradition erfolgen, und die Sachen noch in demſelben Zuſtande, worin ſie uͤberliefert wurden, ſich befinden. 2) Das Privileg des Verkaͤu fers ſteht jedoch demſenigen des Vermiethers oder Verpaͤchters nach, ausgenommen, wenn derſelbe erweißlich Wiſſenſchaft davon gehabt hatte, daß die in ſeinem Hauſe oder Pachtgrundſtuͤcke befindlichen Mobilien, und andere Gegenſtände dem Miether nicht gebörten.— Dieſe Be⸗ ſtimmungen ſollen jedoch den Handelsgeſetzen und Gebraͤuchen nicht 3) derogiren. V. Dem Gaſtwirthe wegen deſſen, was er dem Reiſenden geliefert hat, auf die von letzterm in das Gaſthaus eingebrachten Sachen. VI. Dem Unternebmer einer Fuhre wegen des Fuhrlohns und der Nebenkoſten 6), auf die Ladung. Endlich: VII. Dengenigen, welche durch die von èffentlichen Beamten bey Ausuͤbung ihrer Amts⸗ verrichtungen begangenen Mißbraͤuche und pflichtwidrigen Handlungen verletzt ſind, wegen ibrer Entſchaͤdigung, auf den Betrag der Sicher⸗ heitsleiſtung(Caution) dieſer Beamten, und die denſelben davon gebuh⸗ renden Zinſen 7). 1) Aus dieſem Worte muß man ſchlleben, daß nur die ueule · nebleuſe Von Pribilegien und Hhpotheken. 267 e genſtand dieſes Privilegs ſeyn können, mithin. B. nicht Kleidungsſtucke, en Geld und ſonſtige Effecten, wie auch das Tribunal zu Göttingen in der Koppſchen Concursſache erkannte; CoMMAILILE p. 200. bemerkt jedoch: Puol- qne der marchandſes hni Vont dant 77e boutique OI 7 mag aſtn. e ſoient pas au nombre des meubles menblans d'une maſoh, et u quelles vy ſoient pas pour 7 demerrer(welches Crforderniß aus der Natur der Sache, und der Analogie des Römiſchen Rechts erhellt) puinqu'elles ſont deſtinòes d etre vendues, néaynoins eller répondent des loyer — it car le droit du locateur wetend ſur tous les ehet ui garnſent T chaque partie de ſn maſon, ſuvaht le genre deæploitation de cha- ede cune des ces partiei. Allein auch er erkennt den Grundſatz an ſich an, der auch durch Art. 1752 beſtaͤtigt wird, worin es heißt:“Le locataire, nen qui ue gaint pas la maiſon de moubles ſuſRſans(naͤmlich, um den Ver⸗ 6 miether ſicher zu ſtellen) peut étre expulſe,ü. ſ. w. het Uebrigens wird das Prlvileg auch dem Pächter und Miether gegen den in Afterpaͤchter und Aftermiether eingeraͤumt. iſ 2) Der Tagelshner hat dles Privtleg, ſelbſt wenn er vom Pächter angeſtellt ſt. Caſſationshof bey S1RBv Jurtprud. 1807. p. 239. u 3) Code de procedure aitt. 819 fag.— Außerdem iſt noch in Hinſicht dieſes ueſt Privilegs zu bemerken: 1) der Miether, wenn er ſchon ſo viel Meublen zu⸗ a ruͤcklaßt, als zur Sicherheit aller fälligen, und noch faͤllig werdenden Mieth⸗ in gelder hinreichend ſind, iſt nicht befugt, den Reſt ſeiner Mobllien wegzuneh⸗ men. Appellhof zu Paris bey S1RRx Jurisprudence. 1807. Suppl. Me 2) Der Eigenthuͤmer kann nur dann ſein Privileg geltend machen, wenn in er faͤllige Zinſen zu fordern hat, oder der Miether in Verfall geräth. Caſ⸗ i ſationshof ebendaſ. p. 52. c, 4) Der Verkaͤufer kann in dieſem Falle, wenn der Kaͤufer in Vermogensber⸗ 3 fall gerleth, Caution fuͤr den fälligen Preis verlangen, und die uͤbrigen in i, den Handen des Käufers befindlichen verkauften Obzecte bis zum Betrage ge deſſelben vindiciren. Caſſationshof im Journal de bartenu. 1809. P II. p. 155. n§) Code de commerce art. 376 fgg. hie 6) 3Z. B. Reparaturkoſten der Emballage, Koſten um die geſtohlenen Effecten hi wieder zu erhaiten. u 7) Aus der Diſcuſſion, und GRnNira BRapport. erhellt, daß die in dleſem n Paragraphen genannten Privilegten in der Ordnung claſſificirt werden můſ⸗ g ſen, wie ſie auf einander folgen. MArTvILLE Analyſe ad h. art. he bih 66 ſu Zweyter ————— 1— F. 268 Drittes Buch. Achtzehnter Titel. Zweyter Abſchnitt. Von Privilegien auf unbewegliche Sachen. §. 1094. G rundſatz. Dieſe Privilegien ruhen immer nur ſpeciell auf den bezeichne⸗ ten Sachen. 5. 1095. Aufzählung derſelben. Art. 213. Ein ſolches Privileg ſtebt zu: I. dem Verkaͤufer auf die verkaufte unbewegliche Sache wegen Bezahlung des noch ruͤckſtaͤndigen Kaufprei⸗ ſes. Sind mehrere Verkaͤufe nach einander geſcheben, wovon der Preis ganz oder zum Theil noch ruͤckſtaͤndig iſt, ſo geht der erſte Verkaͤufer wegen ſeiner Forderung dem zweyten, der zweyte dem drit⸗ ten u. ſ. w. vor. UI. Demſenigen, der zum Ankaufe einer unbeweg⸗ lichen Sache Geld vorgeſchoſſen hat, wegen Erſtattung dieſes Geldes, auf die erkanfte Sache; vorausgeſetzt, daß durch die Darlehnsurkunde und durch die Quitung des Verkaͤufers auf eine authentiſche Weiſe dargethan wird, daß ſowohl die Summe zu jenem Zwecke beſtimmt war, als auch die Bezahlung wirklich mit dieſem Gelde geſchehen iſt. II. Den Miterben auf die zur Erbſchaft geboͤrigen Immobilien, we⸗ gen der Gewaͤhrleiſtung fuͤr die unter ihnen geſchehenen Thetlungen, und fuͤr dasjenige, was ein Miterbe dem andern auf ſeinen Antheil herausgeben muß. IW. Den Baumeiſtern, Bauunternehmern, Mau— rern und andern Arbeitern, welche gebraucht worden ſind, um Ge⸗ baͤude, Canäle, oder andere Werke zu verfertigen oder auszubeſſern, wegen ihres Lohns, auf dieſe Werke; vorausgeſeßt jedoch, daß nicht nur ein von dem Tribunale erſter Inſtanz, in deſſen Bezirke jene Ge⸗ baͤnde liegen, von Amtswegen ernannter Sachverſtaͤndiger, uͤber die Be⸗ ſchaffenheit dieſer zu unternehmenden Werke, ein Protocoll aufgenom⸗ men hat, ſondern auch, daß ein auf gleiche Weiſe ernannter Sach⸗ verſtäͤndiger die gemachten Arbeiten, ſpaͤteſtens in ſechs Monaten nach deren Vollendung, durch ein Protocoll beurkundet hat. Der Gegen⸗ ſtand des Privilegs darf jedoch den durch das zweyte 5. immter Von Privilegien und Hypotheken. 269 ſtimmten Betrag des Werths nicht uͤberſteigen, und beſchraͤnkt ſich auf die Summe, um welche der Werth des Grundſtuͤcks zur Zeit der Ver⸗ äußerung ſich durch die daran gemachten Arbeiten erhöht findet. V. Endlich denjenigen, welche Geld hergeliehen haben, um die Arbeiter zu bezahlen oder ihnen ihre Auslagen zu erſtatten, wegen Wiedererſtat⸗ rung dieſes Geldes, auf die Arbeiten; unter Vorausſetzung, daß dieſe Verwendung durch die Darlehnsurkunde, und durch die Quitung der Arbeiter glaubhaft erwieſen wird, ſo wie es eben in Anſehung derer, welche zum Ankaufe einer unbeweglichen Sache Geld hergeliehen ha⸗ ben, beſtimmt iſt. Dritter Abſchnitt⸗ Von Privilegien auf bewegliche und unbewegliche Sachen. 5. 1096. Arten derſelben. Dieſe Privilegien ſind die naͤmlichen, welche der Art. 2101. auf⸗ Art. 270. zaͤhlt; denn wenn in Ermangelung des beweglichen Vermogens ſich die Art. 210. in dem gedachten Artikel erwaͤhnten privilegirten Glaͤubiger ſich mel⸗ den, um aus dem Preiſe einer unbeweglichen Sache zugleich mit den Glaͤubigern, die an dieſer Sache ein ſpecielles Privileg haben, befrie⸗ digt zu werden, ſo werden dieſe im Art. 2101. genannten Forderungen zuerſt befriedigt, und hierauf erſt die im Art. 2103. genannten. 5. 1097. Rangordnung der Privilegien unter einander. Siebe hieruͤber die Tabelle zu dem Titel 19. Kap. 2., worin dieſe Rangordnung aufs genaueſte beſtimmt iſt. Vierter „— — L — ℳ Art. 2106. Af. 2107. Art. 2108. Att. 2109. 270 Drittes Buch. Achtzehnter Titel. Vierter Abſchnitt. Von den Bedingungen, unter welchen die Privilegien allein Guͤltigkeit und Wirkungen haben. §. 1098. I. Die Privilegien, welche auf Immobilien und Mobilien zuſtehen, werden von dem Tage an, daß die privilegirten Forderungen erwieſen ſind, wirkſam. II. Die Privilegien, welche auf Mobilien zuſtehen, ebenfalls. 1M. Die Prwikegien hingegen, welche auf Immobilten zu⸗ ſtehen, von dem Tage der geſetzlichen Einſchreibung ¹) in die Regiſter der Hypothekenbewahrer. Hierbey iſt zu bemerken: 1) der Verkaufer ſichert ſein Privilegium durch die Transſeription der Urkunde uͤber den abgeſchloſſenen Verkauf, und woraus erhellt, daß der Kaufpreis ganz oder zum Thbeil noch ruͤckſtaͤndig ſey, indem naͤmlich dieſe von dem Kaͤufer zu veranſtaltende Einſchreibung des Contracts ſowohl fuͤr den Verkaufet als fuͤr den Darleiher, welcher erſterm das bereits bezahlte Geld vorgeſchoſſen hat, und durch denſelben Contract in die Rechte des Verkaͤufers eingeſetzt worden iſt, als Hypothekeneintragung gilt. Der Hypothekenbewahrer iſt anßerdem, bey Strafe der vollſtaͤndigen Schad⸗ loshaltung gegen dritte Perſonen, verbunden, die aus dem Geſchaͤfte, wodurch das Eigenthum uͤbertragen wird, entſtebenden Forderungen zum Vortheile ſowohl des Verkaͤnfers, als der Darleiher, in ſein Regiſtet von Amtswegen einzutragen; doch bleibt es auch dieſem unbenommen, die Einſchreibung des Verkanfscontracts, wenn ſie noch nicht geſcheben ſt, vornehmen zu laſſen, um dadurch fuͤr das, was ſie auf den Kauf⸗ preis noch zu fordern haben, die Rechte der Eintragung zu erlangen. 2) Ein Miterbe ſichert ſein Privileg auf das in jeden Antheil gefallene Vermögen, oder auf die verſteigerten Sachen u Ruckſicht deſſen, was zur Ausgleichung der Antheile herausgegeben werden muß, oder in An⸗ ſehung des Verſteigerungspreiſes, durch die binnen ſechzig Tagen, vol dem Theilungsgeſchaͤfte, oder dem Zuſchlage bey der Verſteigerung a zurechnen, auf ſein Betreiben geſchehene Eintragung. Wäbrend dieſer Zeit kann auf den Vermogensantheil, worauf etwas perausgegeben wer⸗ den muß, oder auf die bey einer Verſteigerung zugeſchlagenen Sh ind en, ſen en, j ſtt ſer bet reis bon den h des Der ſt, un ſtet en, he auf geh. len was 1m vot t ieſer wer⸗ hen⸗ ſ Von Privilegien und Hypotheken. 21 zum Nachtheil deſſen, welcher die Herausgabe oder den Kauſpreis zu for⸗ dern hat, keine Hypothek ſtatt finden. 3) Baumeiſter, Baunnterneh⸗ At. 210. mer, Mauret und andere Arbeiter, ſo wie diejengen, welche, um ene zu bezahlen, oder ihre Auslagen ihnen zu erſtatten, Geld geltehen ha⸗ ben, deſſen wirkliche Verwendung dargethan iſt, ſichern durch die Ein— tragung: a) des Protocolls, wodurch die ortliche Beſchaffenheit in Gewißheit geſetzt, und b) des Protocolls, welches uͤber die vollendete Arbeit aufgenommen iſt, ihr Privileg von dem Tage an, wo das erſte Protocoll eingetragen iſt. 4) Die Glaͤubiger und Legatarien, welche in Art. 2117. Gemaͤßheit des Art. 378. um Abſonderung des Vermögens des Verſtor— benen nachſuchen, ſichern, wider die Glaͤnbiger der Erben, oder Stell— vertreter des Verſtorbenen, ihr Privileg ²) auf die unbeweglichen Erb⸗ ſchaftsſachen, durch die binnen ſechs Monaten ſeit dem Anfall der Erbfolge auf eine jede dieſer Sachen bewirkte Eintragung. Vor dem Ablaufe dieſer Friſt koͤnnen die Erben oder Stellvertreter zum Nachtheil jener Glaͤubiger und Legatarten keine wirkſame Hypothek auf dieſe Sa⸗ chen beſiellen. 1) Inſcription nennt man die Eintragung der Hypotheken und Privileglen; Tranſeription die Eintragung der Urkunden, welche das Eigenthum an ei⸗ nen andern uͤbertragen. 2) Dieſes beſteht nur in dem Rechte, ſich aus dieſen Immobltien vorzugsweiſe vor den perſönlichen Gläubigern des Erben bezahlt zu machen. Reyertoire de jurispr. Blanchard zu Maleville Th. 1v. S. 273.— Ueberhaupt modificirt der Art. 211I. den Art. 880. 6. 1099. Beſondere Regeln. I. Diejenigen, welchen privilegirte Forderungen abgetreten ſind, Art. a112. uͤben die naͤmlichen Rechte, wie die Abtretenden, an deren Stelle, und in derſelben Ordnung aus. II. Alle privilegirten Forderungen, Art. a1s. bey welchen die in dem vorigen Paragraphen beſtimmten Formlichteiten nicht beobachtet ſind, bleiben gleichwobl immer hypothekariſche Forde— rungen; aber die Hypotbek iſt in Betreff dritter Perſonen erſt von dem Zeitpuncte an wirkſam, wo die Eintragung auf die bey den Hy— potheten vorgeſchriebene Weiſe vorgenommen worden ſſt, Drittes —————— — 272 Drittes Buch. Achtzehnter Titel. Drittes Kapitel. V d Beg riſf Art. 2114. Die Hypothek iſt ein dingliches Recht an unbeweglichen Sachen, welche fuͤr die Erfuͤllung einer Verbindlichkeit haften. Sie unterſchei⸗ det ſich dadurch von den Privilegien: I. daß ſie ſich nicht auf beweg⸗ tiche Sachen beziehen kann; II. daß ſie micht blos auf dem Geſetze be⸗ ruht, ſondern auch auf andere Art beſtellt werden kann ¹). 1) Ueber die fruͤhern Hypotheken iſt folgendes zu beachten: 1) Hatte der Schuldner vor Einfuͤhrung des C. N. ſeinem Glaͤubiger eine Gene⸗ ralhypothek gegeben, ſo fraͤgt es ſich, ob dieſe der Reduction, die im Art. 2167. geſtattet rſt, unterworfen ſey? Vejahend entſchieden durch den Appellhof von Aix in Jurtsprudence III. S. 290., verneint durch den Appellhof zu Agen, Jurisprudence V. S. 195. Nismes, Paris in DBNEVRRS Journal 1807. S. 184. 185. Caen. daſ. 1809. S. 40. 2) Ein Gläubiger, welcher in einem mit Frankreich vereinigtem Lande vor der Vereinigung eine guͤltige Generalhypothek hatte, konnte ſie nach der Vereinigung auf die Guͤter ſeines Schuldners in Frankteich ausdehnen. Caſ⸗ ſationshof b. S1Rsv Journal geuéral. 1810. S. 65. 5. 1101. We ſ I. Die Hyypothek iſt ihrer Natur nach untbeilbar, und ruht im Ganzen ſowohl an ſaͤmmtlichen ihr unterworfenen unbeweglichen Sa⸗ chen, als auch auf jeder einzelnen, und auf jedem Theile derſelben. Sie dauert fort, in welche Hände auch dieſe Sachen uͤbergehen mö⸗ Art. au. gen. II. Sie findet nur in den Fällen, und nach den Formen, welche das Geſetz beſtimmt, ſtatt. §. 1102. Die Hyypothek iſt entweder geſetzlich, oder gerichtlich, oder Art. 2116. vertragsmaͤßig. Von Privilegien und Hypotheken. 273 Eine geſetzliche Hypothek iſt diejenige, welche unmittelbar aus dem Art. 2117. Geſetze entſpringt, z. B. bey der Vormundſchaft, Ehe. Die gerichtliche Hypothek iſt die, welche aus Urtheilen, oder an⸗ dern gerichtlichen Handlungen, z. B. Anerkennung einer Urkunde, entſteht. Die vertragsmaͤßige Hypothek iſt die, welche von Vertraͤgen abbängt. n 3 e. S e ſ h b Gegenſtand der Hypothek können nur ſeyn: J. Unbewegliche, dem Art. arts. buͤrgerlichen Verkebre ¹) nicht entzogene Sachen, und deren als unbe⸗ weglich zu betrachtende Zubebörungen 2); II. der Nießbrauch an eben dieſen Sachen, und Zubehörungen, während der Dauer deſſelben. r Hieraus folgt, daß eine Hypothek auf bewegliche Sachen wider einen Art. 219. hef dritten Beſitzer derſelben nicht geltend gemacht werden kann. zu 855 1) S. Art. 338. 2) Jedoch nur inſofern die Hauptſache verhypothecirt iſt. Blanchard zu Ma⸗ tur leville Th. 1V. S. 282. 5 der 1 5. 1104. n m e u n. Ueber die Verhypothecirung der Seeſchiffe und Fahrzeuge ſind die grt. ar20 daruͤber vorhandenen beſondern Geſetze zu betrachten ¹). in 1) S. Code de commerce L. II. Tit. T. So bn Erſter Abſchnitt⸗ ni ih neen. S0 Aufzählung derſelben. oder Eine geſetzliche Hypothek haben: I. die Ehefrauen auf das Ver⸗ Art. 2121 * 1.— 1 moͤgen ihres Mannes*), wegen ihres Brautſchatzes, deſſen, was ihnen u Spangenberg's Commentar Bd. 1II. Mm aus 274 Drittes Buch. Achtzehnter Titel. aus der Eheſtiftung gebuͤhrt, der Brautſchatzgelder, welche aus den wahrend der Ehe angefallenen Erbſchaften und Schenkungen herruͤhren*), und wegen der Entſchaͤdigung fuͤr die mit dem Manne gemachten Schul⸗ den, endlich wegen des Erſatzes füͤr das veräußerte, ihnen eigenthuͤmlich zuſtehende Vermögen 3). 1l. Die Minderhährigen und Interdicirten auf das Vermögen des Vormundes ⁴*), wegen der Verwaltung deſſel⸗ ben; III. der Staat, die Gemeinden, und oͤffentlichen Anſtalten auf das Vermögen ihrer rechnungspflichtigen Einnehmer und Adminiſtrato⸗ ren. Die geſetzliche Hypothek des Staats iſt zugleich privilegirt, wie aus den im zweyten Kapitel oben excerpirten Geſetzen erhellt 3). 1) Ob auch dann, wenn daſſelbe ſchon vor Auflsſung der Guͤtergemeinſchaft wieder veraußert worden war, iſt ſehr zweifelhaft. S. uͤber die verſchtedenen Meinungen LoRET Annuales du Notariat. IV. p. 415. und vorzuͤglich Theper Archtv fuͤr das Notariat. Bd. Il. H. 2. S. 169 fgg. Mir ſcheint es, daß die Frage vernemt werden muͤſſe. 2) Art. 1402. 140g. 1405. 3) Art. 1409 fag. 1431 1433 fag. 4) So wie des Gegenvormunds, und Mitvormunds; nicht aber auf die eines curator ad hoc(Art. 450. 552.) oder gerichtlichen Beyſtandes. 5) Folgende Praxls iſt noch zu bemerken: 1) Eine geſetzliche Hypothek wird durch einen Vergleich unter den Partheyen nicht vertragsmaͤßig, wenn der Schuldner in dieſem Vergleiche ſeine Guͤ⸗ ter zur Hypothek gab, ohne ihre Natur und Lage zu verändern. Appell⸗ hof zu Aix in Jurisprudence. III. S. 290. 2) Eine Ehefrau kann ein ſtulſchweigendes geſetzliches Hypothekenrecht auf die Guͤter des Mannes verlangen, und den inſcribirten Gläubigern vorgehen, ſelbſt wenn dieſes Recht in elnem Zeitpunkte, und unter einer Geſetzge bung entſtanden iſt, welche den Ehewetbern keine ſillſchweigende geſeb⸗ liche Hypothek geſtattete. Bruͤſſel in Jurtsprudence vlII. 183. ) Weiber, welche ſich vor Einfuͤhrung bes C. R. verehlichten, koͤnnen eine geſetzliche Hypothek zur Sicherhelt jener Vermogensrechte, welche älter als der C. N. ſind, nur gegen ſolche Gläubiger ihres Mannes geitend machen, welche zur Zeit der Erſcheinung des C. N. noch nicht eingeſchrieben wa⸗ ren. Caſſationshof in S1REx Journal génẽral. I810. S. 75. 4) Nur die wirkliche Ehefrau hat die geſitzuche Hypothek, nicht die Wittwe. Nach dem Tode des Mannes muß ſie daher die geſetzliche Hypothek inſeri biten laſſen. Caſſattonshof in Juriprudence. T. IV. P 44. Umfang der geſetzlichen Hypothek. Der mit einer geſetzlichen Hypothek verſehene Glaͤubiger kann ſein Recht zuf alle unbewegliche Sachen, welche ſeinem Schuldner ugebi⸗ Von Privilegien und Hypotheken. 275 en zugehören, und die derſelbe in der Folge noch erwirbt, unter den nach⸗ ), ber anzugebenden Einſchraͤnkungen(Art, 2135,) geltend machen. M Zweyter Abſchnitt. Von den gerichtlichen Hypotheken. uf o⸗ vie S 107. ſ Eine gerichtliche Hypothek entſteht: I. aus Erkenntniſſen, mögen Art. arz3. ſer ſie contradictoriſch oder in contumaciam, definitiv oder proviſoriſch er⸗ laſſen ſeyn; II. durch gerichtliche Anerkennung ¹), oder durch den Be⸗ weis der Unterſchrift einer Privaturkunde. 1) S. Geſetz vom 5. Aug. 1807. ne Art. 1. Wenn auf eine Klage um Anerkennung eines Privatſchuloſcheins, welche vor der Verfallzeit der Schuld angehoben wurde, ein Urtheil er⸗ laſſen worden iſt, ſo kann zufolge dieſes Urtheils nur dann die Inſcription i des Hypothekenrechts vorgenommen werden, wenn die Schuld zur Zeit, Gi wo ſie verfällt, nicht bezahlt wird; man habe denn das Gegenthetl aus⸗ l⸗ bedungen. Art. 2. Die Koſten des Urtheils koͤnnen nur dann von dem Schuldner ver⸗ die langt werden, wenn er ſeine Unterſchrift abgeleugnet hat. Die Koſten der hen, Einreglſtrlrung fallen dem Schuldner zur Laſt, ſowohl in dem eben erwähn⸗ 606 ten Falle, als anch, wenn er ſich geweigert hat, die Schuld, nach der ſi Zeit, wo ſie verfallen war, abzutragen. 3§. 1108. en, i e. e*„ Sie begreift die gegenwärtigen und zukuͤnftigen Immobilien des 5 Schuldners. ſt 6 Sie ſetzt immer voraus, daß das Erkenntniß von einer inlandi⸗ ſtin ſchen Gerichtsbehörde geſprochen ſey, daher bewirken: ¹) ſchiedsrichter⸗ ſ liche Erkenntniſſe nur alsdann eine Hypothek, wenn dieſelben vom Frie⸗ bi Mm 2 densrich⸗ ——— ℳ 276 Drittes Buch. Achtzehnter Titel. densrichter oder Tribunalspraſidenten fuͤr executoriſch erklaͤrt ¹) ſind; 2) auswaͤrtige Erkenntniſſe nur dam, und in Ermangelung entgegenſtehen⸗ der Staatsgeſetze, oder Staatsvertrage, wenn ſie von einem inlaͤndiſchen Gerichte fuͤr vollziehbar erklaͤrt ſind.(S.§. 91.. 1) Code d⸗ procòdure franqais att. 1020. VVeſiphalien art. 942. Drittee Abſchnitt⸗ Von den vertragsmaßigen Hypotheken⸗ S6 F6 Srforderniſſe⸗ Art. 2123. Die Guͤltigkeit einer vertragsmäßigen Hypothek ſetzt voraus: I. daß ſie von denenigen beſtellt wurde, welche faͤhrg ſind, die unbeweglichen Sachen, welche Gegenſtaͤnde der Hypothek ſeyn ſollen, zu veraͤußern. Art. 2123. 1) Hieng ihr Recht an dieſen Sachen nur von einer aufſchiebenden Be⸗ dingung ab, oder war es in gewiſſen Fallen auflösbar, oder der Wie⸗ deraufbebung unterworfen, ſo können ſie nur unter denſelben Bedingun— gen, und unter Vorbehalt der naͤmlichen Wiederaufhebung eine Hypo⸗ Art. 2126. thek verwilligen. 2) Das Vermoͤgen der Minderjaͤhrigen, wie auch der Abweſenden, ſo lange deſſen Beſit bloß vorlaͤufig eingeräumt iſt, kann nur aus den Urſachen und unter den Formen, die das Geſetz vorſchreibt, oder zufolge eines Erkenntniſſes, mit Hypotheken beſchwert werden ¹). Art. a17. 1l. Daß ſie durch eine von zwey Rotarien, oder von einem Notar in Gegenwart zweyer Zeugen aufgenommene offentliche Urkunde ²) beſtellt Art. 2128. wurde. Jede Privathypotbek iſt unguͤltig. Ebenfalls können Contraete, die im Auslande abgeſchloſſen wurden, auf die im Lande belegenen Guͤ⸗ ter keine Hypothek verleihen, wehn mcht Staatsgeſetze, oder öffentliche Verträge eine Ausnahme bewilligen. 1Il. Daß ſie auf einzelne urt. 2129. Grundſtuͤcke, deren Eigenſchaft ³) und Lage in der die Forderung be— gruͤndenden, oder einer andern ſpaͤtern offentlichen Urkunde, genau aus: gedruͤckt iſt, und die dem Schuldner eigentbuͤmlich zugehören⸗ gelegt ſey. W. Daß dieſe einzelnen Grundſtuͤcke zu dem gegenwaͤrtigen Ver⸗ mogen des Schuldners gehören; denn das kuͤnftige Vermogen kann man nicht mehr zur Hypotbek verſchreiben. Hierbey iſt zu 1 0 Nn n. he⸗ it: ho⸗ der n bt, N it ellt cte, i che 6 legt zet⸗ un ent ) ne Von Privilegien und Hypotheken. 277 1) wenn jedoch das gegenwärtige und noch freye Vermögen des Schuld⸗ At. a3o. vers zur Sicherheit der Forderung nicht hinreicht, ſo kann derſelbe,⸗ mit Beziehung auf dieſe Unzulaͤnglichkeit, dazu einwilligen, daß eine jede Sache, die er in der Folge erwerben wird, ſo wie er ſie erwirbt, fuͤr die Forderung haften ſolle. 2) Auf gleiche Weiſe kann der Glaͤu⸗ biger, wenn die verhypotheeirten Grundſtuͤcke zu Grunde gegangen, oder ſich ſo verſchlimmert haben, daß ſie zu ſeiner Sicherheit micht mehr hinreichen, entweder ſogleich ſeine Befriedigung, oder eine Er⸗ gänzung der Hypothek verlangen à). V. Endlich, daß die Summe, fuͤr welche die Hypothek verwilligt wurde, gewiß, und in der Urkunde beſtimmt iſt. Iſt naͤmlich die aus der Urkunde entſpringende Forde— rung entweder in Anſehung ihrer Exiſtenz bedingt, oder ihrem Werthe nach unbeſtimmt, ſo kann der Glaͤubiger nur die Eintragung derſelben nach einem von ihm angegebenen Betrag ſchätzungsweiſe verlangen, und dem Schuldner ſteht es frey, nachher die Reduction(Art. 2162.) auszuwirken. 1) Art. 120 faa. Art. 437.— Der Sinn des Artikels iſt, daß Vormuͤnder die ihrer Verwaltung unterworfenen Immobillen einer. Conventtonalhypothek unterwerfen konnen, jſedoch nur unter Beobachtung der geſetzlichen Formen; die Praͤſumtiverben des Abweſenden, die in den Beſitz ſeiner Guͤter einge⸗ wieſen ſind, können uͤber dieſelben keine vertragswäßige Hypothek errichten; dagegen kann aber eine gerichtliche Hypothek an denſelben erworben werden. 2) Nie aber durch eine Privaturkunde, da dieſe gar nicht eingetragen werden kann, und daber die hierdurch beſtellte Hopothek ohne Kraft blelbt Unrichtig iſt daher von PI6rau Procédure. T. Il. p. 237. und OrsTERLEv Pract. Erlauter. Th II. S. 310. behauptet, daß eine nicht inſcribirte Privathypothek ein Vorzugsrecht vor den chiroaraphariſchen Glaͤubtgern gewähre. S. Ro⸗ ſentbal Buͤrgerl. PO. W. Th. Il. Bd. 2. Auch S. 360 fgg., und die daſelbſt angefuͤhrten Schriftſteller. 3) Beſchaffenheit ihrer Oberflaͤche. 4) Dann wird durch das Erkenntniß eine gerichtliche Hypothek erwirkt. Caſ⸗ ſationshof b. S1REv Jurisprudence. 1808. p. 372. n Die einmal erworbene Hypotbek erſtreckt ſich auch auf alle an der Art. 2133. damit beſchwerten Sache erfolgte Vetbeſſerungen ¹). 1) Noch iſt folgende Praxis zu bemerken: Mm 3 1) — ℳ 278 Drittes Buch. Achtzehnter Titel. 1) Die Clauſel des Contracts, daß, wenn der Kaͤufer noch mehrere ſpäter bekannt gewordene hypothekariſche Glaͤubiger von dem Kaufpreiſe bezahlen muß, der Verkaufer ihn dafur ſchadlos halten müſſe, macht den Käufer noch nicht zum perſoͤnlichen Schuldner der hypothekariſchen Giaͤubiger— et behalt vielmehr das ihm im Art. 2172 zund 2174. zugeſtandene jus ceſſionis. Bruͤſſel in Jurisprudence VII. p. 389. 2) Geht ein verhypothecirtes Grundſtuͤck, ſelhſt durch eine Maaßregel der Regierung, zu Grunde, ſo kann der Glaͤubiger, wenn ihm keine neue Hypothek beſtellt wurde, die Forderung eintreiben. Paris in Jurtspru⸗ dence. VIII. 195. 3) Der Eigenthuͤmer eines verhypothecirten Waldes kaun die zͤhrlichen Hlebe ſchlagwelſe veraußern, zedoch ohne hetriegliche Abſicht gegen ſeine Glaͤubiger. Caſſationshof b. DRNRVERs Journal. 1808. S. 63. 9) Die von einem Erben, oder Miteigenthümer bewilligte Hypothek haftet nur auf dem Antheite, der ihm durch die Abtheilung zufaͤllt. Bruͤſſel in Jurisprudence K. 148. 155. 5) Die auf ein Haus beſtellte Hypothek laſtet auch auf dem Geſchirr, wel⸗ ches ſeiner Beſtimmung nach als Zubehoͤr deſſelben zu betrachten iſt⸗ Grenoble in Jurasprudence. Kl. 43⸗ Vierter Abſchnitt. Von dem Range der Hypotheken unter einander. 5 Grundſat. Art. 2134. Die Hypothek hat, mag ſie geſetlich, gerichtlich oder vertrags⸗ maͤßig ſeyn, unter den Gläͤubigern nur von dem Tage einen Rang, an welchem der Glaͤubiger deren Eintragung in die Regiſter des Hypothe— kenbewahrers bewirkt hat⸗ Sn Ausnah m e. Art. 2133. Nur in Hinſicht folgender Hypotheken findet eine Ausnahme ſtatt. I. Die Hypothek der Minderzaͤhrigen und Interdicirten nimmt ihren Rang von dem Tage der angenohimenen Vormundſchaft. II. Die der Ebefrauen, und zwar: 1) in Hinſicht des Brautſchatzes, und deſſen, was ihnen aus der Eheſtiftung gebuͤhrt, von dem Tage der Abſchließung der Ehe ¹), 2) in Hinſicht det aus während der Ehe aften Von Privilegien und Hypotheken. 279 u ſchaften oder Schenkungen herruͤhrenden Brautſchatzgelder, von dem e Tage des Anfalls der Erbſchaft, oder der Wirkſamken der Schenkung; ſ 3) in Hiuſicht der Entſchädigung fuͤr die mit ihrem Manne gemachten Schulden, und in Hinſicht des Erſatzes fuͤr das veräußerte, ihr ei⸗ genthuͤmlich zuſtehende Vermögen, von dem Tage wo die Schuld ent⸗ be ſtanden, oder der Verkauf geſchehen iſt ²). Dieſe Ausnahme kann A jedoch den vor der Bekanntmachung dieſes Titels erworbenen Rechten dritter Perſonen nicht nachtheilig werden. * 1) Dahin iſt der Artikel zu erklären. Mau6vIN in Bibliothdque de barreau. ue I. P. III. C. 11. S. 299. Theyer Archiv fuͤr das Notariat. Bd. 1I. H. 2. fut S. 213 fgg. ſel 2) Ueber die Rechte der Ehefrauen der Kaufleute ſ. Gode de commercs. L. III. Sed. 3. 4 Beſondere Regeln in Betreff dieſer Ausnahme. 1. Inſcription der ausgenommenen Hypotheken. Obgleich dieſe genannten Hypotheken, unabhaͤngig von aller Inſerip⸗ . tion, dennoch ihren Rang behanpten, ſo ſind jedoch die Ehemänner Art. 2136. und Vormuͤnder verpflichtet, dieſelben zur öffentlichen Kenntniß zu brin⸗ gen, und zu dieſem Ende die Eintragung auf die ihnen ſchon zugehoͤri⸗ gen, oder in der Folge zu erwerbenden unbeweglichen Sachen bey dem Hypothekenbureau ſelbſt unverzuglich nachzuſuchen. Unterlaſſen ſie die⸗Art. 137. ſes, und laſſen ſie in der Folge Privilegien oder Hypotheken auf jhre unbeweglichen Sachen zu, denn die beweglichen ſind mit der geſetzlichen 9i Hypothek nicht beſchwert, ſo werden ſie des Stellionats fuͤr ſchuldig er⸗ he klaͤrt, und der korperlichen Verhaftung den Umſtaͤnden nach unterworfen. Im Fall, daß die Ebemaͤnner und Vormuͤnder die Eintragung verſaͤu⸗ men, ſind zu deren Bewirkung verpflichtet: 1) die Gegenvormuͤnder, Art. arzs. und zwar unter perſoͤnlicher Verantwortlichkeit, und bey Strafe der vollſtaͤndigen Schadloshaltung. 2) Unterlaſſen es dieſe auch, ſo muß . der kaiſerliche Procurator ¹) bey dem Tribunale erſter Inſtanz des ten Wohnſitzes der Ehemaͤnner, oder Vormuͤnder, oder des Orts, wo die der Grundſtucke gelegen ſind, darauf antragen. 3) Auch die Verwandten Art. 2139. ſ, des Mannes und der Frau, und die Verwandten des Minderyaͤhrigen, n oder in deren Ermangelung, ſeine Freunde können um die erwaͤhnten ch Eintragungen nachſuchen; ja die Ehefrau und der Muderzaͤhrige ſelbſt. ſi Haben m—— —— ℳ 280 Drittes Buch. Achtzehnter Titel. Art. 2140. Haben in der Eheſtiftung die Partheyen, wenn ſie volhährig wo⸗ ren, verabredet, daß die Eintragung nur auf eine oder gewiſſe unbe⸗ wegliche Sachen des Mannes geſchehen ſollen; ſo bleiben die daju ucht beſtimmten Immobilien von der Hypothek gaͤnzlich befreyet, welche der Frau in Hinſicht des Brautſchatzes, das ihr bey der Theilung zum Vorausgebuͤhrende, und fuͤr die in der Eheſtiftung geſchebenen Zufagen gebuͤhrt. Daß aber gar keine Eintragung geſchehen ſolle, kann nicht Art. a141. verabredet werden. Daſſelbe gilt in Hinſicht des Vormundes, wenn der Familienrath der Meynung war, daß die Eintragung nur auf ge— Art. 142. wiſſe Immobilien geſchehen ſollte. In dieſen beyden Fällen ſind der Mann, der Vormund, und Gegenvormund nur auf die beſtimmten Sachen um die Eintragung nachzuſuchen verbunden ²). 1) S. uͤber dieſen Fall die Inſtruction des Großrichters Juſtizmini⸗ ſters vom 15. Sept. 1806. bey Blanchard zu Maleville Bd. IV. S. 320. 2) S können aber auf die nicht angewleſenen freyen Gaͤter keine Inſcriptlon verlangen. 2. Reduction diefer Hypotbeken. Art. 2143. 1. Ward durch die Ernennungsurkunde des Vormundes die Hypo⸗ thek nicht auf beſtimmte Grundſtuͤcke eingeſchraͤnkt, ſo kann dieſer, im Falle die allgemeine Hypothek die fuͤr ſeine Vetwaltung hinreichende Sicherheit notoriſch uͤberſtergt, darum nachſuchen, daß dieſe Hypothek auf ſo viele unbewegliche Sachen eingeſchränkt werde, als hinreichend ſind, um den Minderzaͤhrigen vollkommene Sicherheit zu verſchaſſen, Dieſe Klage auf Reduction muß der Vormund, nach eingeholtem Gut— Art. 2144. achten des Famlienratbs, gegen den Gegenvormund richten. JI. Auf gleiche Weiſe kann der Mann mit Bewilligung ſeiner Frau ¹), und nach Einholung eines Gutachtens ihrer vier naͤchſten in emen Familien⸗ rath verſammelten Verwandten, darum nachſuchen, daß die in Ruͤck⸗ ſicht des Brautſchatzes, des ihr bey der Theilung zum Vorausgebuh⸗ renden, und der in der Eheſtiftung enthaltenen Zuſagen(denn in Hu⸗ ſicht der uͤbrigen geſetzlichen Hypotheken der Frau findet dieſes nicht ſtatt), auf ſeinem geſammten unbeweglichen Vermoͤgen haftende allge⸗ meine Hypothek auf ſo viele unbewegliche Sachen eingeſchraͤnkt werde, als zur vollſtaͤndigen Sicherheit der Frau hireichen. Die Von Privilegien und Hypotheken. 281 n Die auf die gedachten Geſuche der Ehemaͤnner und Vormunder zu Art. aras. u ertheilenden Erkenutniſſe ſollen nur nach Anhorung des kaiſerlichen Pro⸗ ht curators, und auf weitere Verhandlung zwiſchen ihm und jenen Perſo⸗ er nen erlaſſen werden. n Erkennt das Tribunal die Beſchraͤnkung der Hypothek auf gewiſſe en unbewegliche Sachen, ſo ſind die auf alle uͤbrigen geſchehenen Eintra— ht gungen auszuloſchen. n 1) Doch muß ſie volhährlg ſeyn Art. 2140. N⸗ u en Vientes Fapitel. Von der Art und Weiſe der Eintragung der Privilegien i⸗ und Hypotbeken. S. u Art der Eintrasung. Die Eintragungen muͤſſen auf dem Burrau des Hypothekenbewah⸗ Art. a146. rers des Bezirks, in welchem die dem Privileg oder der Hypothek un⸗ terworfenen Guͤter belegen ſind, geſchehen. Hierbey iſt zu bemerken: J. in ſie bleiben ohne Wirkung, wenn ſie vor dem Ausbruche des Concur⸗ de ſes ¹), und zwar während des Zeitraums, waͤhrend deſſen die Handlun⸗ et gen des Schuldners fuͤr unguͤltig erklaͤrt ſind, geſchehen. II. Das nam⸗ d liche gilt in Betreff der Erbſchaftsglͤubiger, wenn einer derſelben erſt en, nach dem Aufalle der Erbfolge die Eintragung hat bewirken laſſen, l und zwar in dem Falle, wo die Erbſchaft nur unter Vorbehalt der uf Rechtswohlthat des Inventars angenommen wurde. 4 1) Code de commerce art. 443- 446. Wirkung derſelben. cht Durch die Eintragung wird das Datum des Privilegs oder der Art. a147. ge Hypothek beſtinmt. Alle an demſelben Tage eingetragenen Glaͤubiger N, haben in Colliſionsfällen eine Hypothek von dem nämlichen Datum, ohne Unterſchied, ob die Eintragung des Morgens, oder des Abends di Spangenberg's Commentar Bd. III. NRn geſchah, —„ — 282 Drittes Buch. Achtzehnter Titel. geſchah, und ſelbſt, wenn der Hypothekenbewahrer die Verſchiedenheit der Zeit angemerkt haͤtte. 5. 1118. Pe b Art. 2148. I. Um die Inſcription zu bewirken, uͤberreicht der Glaͤubiger ent⸗ weder ſelbſt, oder durch einen dritten, dem Hypothekenbewahrer das Urtheil, oder die ſonſtige Urkunde, worauf ſich das Prwilegium oder die Hypothek gruͤndet, im Original oder einer authentiſchen Ausferti⸗ gung ¹). Zugleich übergiebt er zwey auf Stempelpapier geſchriebene Bordereaus, oder Aufſaͤtze, wovon der eine auf die Ausfertigung des Urtheils oder Urkunde ſelbſt geſetzt werden kann, welche folgendes ent⸗ halten muͤſſen: 1) die Namen ²), den Wohnort ²), das Gewerbe des Glaͤubigers, und die von demſelben geſchehene Erwaͤhlung eines Domicils an irgend einem Orte in dem Bezirke des Bureaus; 2) die Namen, Wohnort, Gewerbe des Schuldners, und wenn er letzteres nicht treibt, ſeine genaue Bezeichnung, ſo daß er in allen Faͤllen von dem Hypothekenbewahrer erkannt, und unterſchieden werden kaun; 3) Das Datum und die Beſchaffenheit der die Hypothek oder das Privileg bezeichnenden Urkunde; 4) den Capitalbetrag der Forderungen, welche entweder in der Urkunde ſelbſt ausgedruͤckt ſind, oder wenn von Ren⸗ ten und keiſtungen, ſo wie von kuͤnftigen, bedingten, oder unbeſtimm⸗ ten Rechten die Rede iſt, von dem Glaͤubiger in den nöthigen Fällen taxirt werden muͤſſen; ebenfalls den Betrag der Zubebörungen dieſer Ca⸗ pitalien und die Verfallzeit; 5) Die Anzeige der Gattung und kage der Grundſtuͤcke, worauf der Glaͤnbiger ſein Vorzugsrecht, oder ſeine Hy⸗ pothek zu ſichern die Abſicht hat; doch iſt dieſes bey geſetzlichen und ge⸗ richtlichen Hypotheken nicht nothig, weil bey dieſen, in Ermangelung einer beſondern Verabredung, eine einzige Eintragung alle in dem Be⸗ zirke des Bureaus belegenen Immobilten begreift.— Endlich iſt noch zu bemerken, daß wenn auf das Vermögen riner verſtorbenen Perſon Art. 2149. Inſeriptionen vorzunehmen ſind, dieſe mit bloßer Bezeichnung des Ver⸗ ſtorbenen, nach der sub nro. 2. enthaltenen Beſtimmung geſcheben Art. arzo. konnen. II. Der Hypothekenbewahrer bemerkt auf ſeinem Regiſter den Inhalt*) dieſer Bordereau's, giebt dem Gläubiger das Original oder die Ausfertigung der Urkunde nebſt einem der beyden Bordereau's zu⸗ ruͤck, und bezeugt, am Schluſſe deſſelben, die gſchebene Eintragit. t en e der n Be oc ſon et be de der z ſ Ein Von Privilegien und Hypotheken. 283 Ein Glaͤubiger, der ein verzinsliches oder Rententragendes Capital Art. a131. hat eintragen laſſen, kann in Hinſicht der Zinſen oder Renten jedoch nur fuͤr die letzten zwey Jahre und das laufende Jahr den naͤmlichen Hy— pothekenrang des Capitals verlangen; auch kann er eine Eintragung der Ruͤckſtaͤnde fordern, welche von dem Tage an, daß ſie geſchah, eine Hypothek bewirk:. Sowohl dem Glaͤubiger, als ſeinen Stellvertretern, Art. 2152. und den Ceſſionarien durch eine offentliche Urkunde, ſteht es frey, den von ihnen gewaͤblten Wohnſitz zu ändern, nur muß dann em anderer in demſelben Bezirke erwaͤhlt, und dieſes angezeigt werden. Art, 2153. III Die geſetzlichen Hypotheken werden auf die Vorlegung zweyer Bordereau's eingetragen, welche folgendes enthalten muͤſſen: 1) die Na⸗ men, das Gewerbe, den wirklichen, und gewaͤhlten Wohnſitz des Glaͤu⸗ bigers; 2) die Namen, das Gewerbe, den Wohnſitz, oder eine genaue Bezeichnung des Schuldners, 3) die Beſchaffenheit der durch die Ein⸗ tragung zu ſichernden Rechte, und, ſo viel die beſtimmten Gegenſtände betrifft, den Betrag ihres Werths, ohne daß man jedoch in Ruͤckſicht der bedingten, auf einen kuͤnftigen Fall zuſtehenden, oder unbedingten Gegenſtaͤnde zu dieſer Angabe verbunden waͤre. 1) S. zum Art. 2131. 2) Sind dieſe unrecht angegeben, ſo iſt die Inſcription dennoch guͤltig, wenn die Identität des Glaubigers nicht bezweifelt iſt. Appellhof in Rouen in S1REv Journa! genéral. 1809. P. II. p. 188. Auch iſt die Inſcription einer Erbſchaft, wobey die Namen der Erben nicht genannt worden, guͤltig. Ap⸗ pellhof zu Paris. ebendaſ. S. 209. 3) Vertragswaͤßigen oder wirklichen. Appellhof zu Paris a. a. O. Der ein⸗ zelne Mitdonatarius u. ſ. w. und Mitkäufer konnen nicht pro rata ihren Anthetl tranſeribiren laſſen, ſie muͤſſen vielmehr die ganze Schenkung oder den ganzen Contract in die Regiſter des Hypothekenbewahrers eintragen laſſen, und haben wegen der Koſten einen Regreß pro rata gegen die Mitdonata⸗ rien u. ſ. w. Deciſton du Minſtre de la Jnſtice et der Tinances 17. 28. März. 1809.— ſourn. d'Euregiſtrement. nro. 376. S. 184. Journ. de barreau. 1809. T. II. S. 200. aLe créancier w'eſt pas tenu d' iudiquer dans l'inſcription l'Epoque de l'exigibilits qui peut avoir heu en vertu de Part. 9123 et en y deſignant la nature et la date du titre, ainſi que le montant du capital, il a par- faitement rempli, quant au capital, Peſprit et'mtention de la loi, utsqu'il ne doit deéterminer d'autre époque d'exigibilité que celle qui réſulte de[on titre; mais quont aux arrérages, il doit en deſigner non ſeulement le tems oů le montant, mais encore l'époque de leur échtance ou de leur exigibité.— Quant aux eréances réſuſtant des jugemens, 2* wy a pont de motifs de les ſouſtraire à la règle commune. PTonte Nn 2 creance 284 Drittes Buch. Achtzehnter Titel. ereance exigible, quelque foit le titre qui la conſtitue doit étre deſignée dans l'mſeription, non·ſeulement par ſon capital et ſes acce ſſoires encore par P'epoque de leur exigibiluté*. Moerſion du Miiſtre Graud jutze du 21 Jan. 1808. in Bavoux et LotsEau jurisprudence du Code de P. P. II. p. 265. 3 Am beſten iſt es, er ſchreibt ße ab. Reponſe du Grandjuge d. 17 Janvier 1809. in SIkr Journal général. 1809. P. H. p. dõ⸗ §. 1119. Dauer der Wirkung der Eintragung. Art. 2154. Die Eintragungen ſichern das Hypothekenrecht und Privileg zehn Jahre hindurch, von dem Tage, an welchem ſie geſchehen, anzurech⸗ nen. Ihre Wirkung boͤrt auf, wenn ſie vor dem Ablaufe dieſer Friſt nicht ernenert werden*). 1) Dieſer Arttkel iſt auch anf die geſetzlichen Hppotheken anwendbar. Gut⸗ achten des Franz. Staatsraths vom 22. Januar 1808. S. auch Blanchard zu Maleville Bd. IW. S. 387 fgg.— S. auch noch fuͤr Weſtphalen das königt. Decret vom 20. Jantar 1809., welches verfuͤgt, daß ahe vor dem 1. Jan. 1808. errichtete Hypotheken und Privilegien zehn Jahre kräͤftig ſeyn ſollen, in ſo fern ſir binnen dieſer Zeit eingetragen ſind. §. 1I20. Koſten derſelben, und gerichtliches Verfahren. 1. Die Koſten der Eintragung fallen, wenn das Gegentheil nicht verabredet iſt, dem Schuldner zur Laſt, ſie müſſen jedoch von dem Gläubiger vorgeſchoſſen werden; ausgenommen bey den geſetzlichen Hy⸗ potheken, in deren Hinſicht der Hypothekenbewahrer nach der Eintra⸗ gung ſich an den Schuldner zu halten hat. Die Koſten der Tranſeription 2rt. a136. trägt der Kaͤufer. II. Klagen, wozu die Emtragung Veranlaſſung gab, ſind bey dem competenten Gerichte anbaͤngig zu machen, und zwar durch Vorladungen an die Gläubiger in ihrem gewäͤhlten Wohn⸗ ſitze, oder in Perſon; erſteres ſogar dann, wenn ſie ſelbſt, oder die Perſonen, bey denen ſi dieſen Wohnſitz wählten, inzwiſchen verſtorben ſeyn ſollten⸗ Art. 2153. Fuͤnftes t t , hu d. Von Privilegien und Hypotheken. 285 Fuͤnftes Kapitel. Von der Löſchung und Reduction der eingetragenen Privilegien und Hypotbeken. S d ſ ch un g. Eingetragene Privilegien und Hypotheken werden entweder mit Be⸗ Art. 2137. willigung der Intereſſenten, in ſo fern dieſelben ſie zu ertheilen faͤhig ſind, oder kraft eines rechtskraͤftigen, oder in letzter Inſtanz erlaſſenen Urtheils gelöſcht). In beyden Fäͤllen muͤſſen diejenigen, welche die wrt. a18. Loſchung nachſuchen, in dem Bureau des Hypothekenbewahrers eine Ausfertigung der die Einwilligung enthaltenden oͤffentlichen Urkunde, oder des Erkenntniſſes niederlegen. Dieſes letztere wird auf folgende Art erwirkt: Fehlt es nämlich an der erforderlichen Einwilligung, ſo Artt. 2159. muß um die Löſchung bey dem Tribunale, in deſſen Bezirk die Eintra⸗ gung geſchehen iſt, nachgeſucht werden; ausgenommen, wenn die Ein— tragung zur Sicherheit einer auf einen kuͤnftigen Fall gerichteten, oder unbeſtimmten Verurtheilung geſchehen wäre, uͤber deren Vollziehung oder Berichtigung(exécution ou liquidation) der Schuldner und der angebliche Glaͤubiger bey einem andern Gerichte entweder noch ſtreiten, oder ein Erkenntniß zu erwarten haben, denn in dieſem Falle gehort die Löſchungsklage vor dieſes andere Gericht. Glaͤnbiger und Schuld⸗ ner können außerdem verabreden, daß im Falle eines Streits die 1o⸗ ſchungsklage bey einem andern, von ihnen beſtimmten Gerichte ange⸗ bracht werde.— Die Tribunaͤle muͤſſen ſodann die Löſchung verfuͤgen, Art. 2160. wenn die Eintragung geſchab, ohne ſich auf ein Geſetz oder einen ſon⸗ ſtigen Rechtsgrund zu ſtuͤtzen, oder wenn dieſer Rechtsgrund unguͤltig, etloſchen, oder durch Zahlung aufgeboben war, oder endlich, wenn die Privilegien und Hypotheken auf geſetzliche Weiſe getilgt ſind 2). 1) Geſetzbom 1I. Thermidor XII. Art. 1. Die Eilnnehmer der Armenanſtalten können in den Faͤllen, wo die Geſetze es nicht verordnet haben, weder u. ſ. w.— noch eine Loſchung, Veraͤnderung, oder Reductlon der eingetragenen Hypothekenrechte bewilligen, ausgenommen, wenn ſie dazu durch eine Entſcheidung des Praͤfecturraths autoriſirt ſind. ueber die Loͤſchungsurtheile ſ. Code de procodure art 549. Nn 3 2) 286 Drittes Buch. Achtzehnter Titel. 2) Folgendes iſt noch beſtimmt: 1) Der Conſervateur kann ſich nicht weigern, eine Einſchreibung auszuſtret⸗ chen, wenn die Ausſtreichung durch ein Contumacialerkenntniß, gegen wel⸗ ches kein Rechtsmittel eingewandt wurde, verfuͤgt iſt. Bordeaux in Jurisprudence. III. a86. 5 2) Verehlichte ſich die Frau unter einer Geſetzgebung, welche ihr geſtattete, ihrem Hypothekenrechte auf die Guͤter ihres Mannes zu entſagen, ſo kann ſie auch unter dem C. N. guͤltiger Weiſe in die Ausſtreichung dieſer Rechte aus dem Hypothekenregiſtet willigen. Lyon in Jurisprudence. VIII. 77. I. Reduction. Art, 2161. I. Hat ein Glaͤubiger, welcher eine geſeßliche Hypothek hat, die Eintragnug auf mehrere verſchiedene Grundſtuͤcke von größerem Betrage, als die Sicherbeit ſeiner Forderung etfordert, ohne daß je⸗ doch eine Beſchraͤnkung durch Vertrag ſtatt gefunden hat ¹), bewirkt; ſo kann der Schuldner auf Reduction der Eintragung, oder auf tö⸗ ſchung eines Theils derſelben, inſofern ſie ein billiges Verbältniß uͤber⸗ ſchreitet, bey demſelben Gerichte, wovon der vorige Paragraph ſpricht, Art. 2162. klagen. Fuͤr unverhaͤltnißmäßig wird eine Eintragung, welche mehrere Grundſtuͤcke zum Gegenſtande hat, gehalten, wenn der Werth eines einzi⸗ gen, oder mehrerer derſelben an freyem Eigenthume den Betrag der Forde⸗ rung an Capital und geſetzlichen Zubehörungen um mehr als ein Drittel Art. 2163. uͤberſteigt. II. Einer ſolchen Reduction iſt auch die vertragsmaͤßige Hypothek, jedoch nur in dem Falle unterworfen, wenn die Eintragung nach einer Schätung des Glaͤubigers geſchab, und dieſelbe bedingt, Art. 2163. oder auf einen kuͤnftigen Fall zuſtehend, oder unbeſtimmt iſt. Die Be⸗ ſtimmung des Uebermaaßes der Eintragung geſchieht in dieſem Falle ge⸗ richtlich, wobey auf die Umſtände, die Wahrſcheinlichkeit kuͤnftiger Ereigniſſe, und die factiſchen Vermuthungen dergeſtalt Ruͤckſicht zu nehmen iſt, daß die wahrſcheinlichen Rechte des Glaͤubigers mit det Erhaltung des Credits des Schuldners in Uebereinſtimmung gebracht werden. Sollte ſich jedoch aus dieſer Verhandlung ergeben, daß die bis dahin unbeſtimmten Forderungen des Gläubigers eine größere Sum⸗ me betragen, ſo kann derſelbe eine neue Eintragung auswirkem⸗ die ihm von dem Tage ihres Datum eine weitere Hypothek verſchafft. Art. 2165. Der Werth der unbeweglichen Sachen, welcher mit dem Betrage der Forderungen und ein Drittel darüber, als welches, wenn 6 Von Privilegien und Hypotheken. 287 ten wird, die Reductionsklage begründet, zu vergleichen iſt, wird auf die Art beſtimmt, daß man bey ſolchen Sachen, welche einer Ver⸗ ſchlimmerung nicht unterworfen ſind, 15 mal, und bey ſolchen, die ſich verſchlimmern können, 10 mal den Ertrag der Einkuͤnfte berechnet, ſo wie dieſelben entweder in der Mutterrolle der Grundſteuer angege⸗ ben ſind, oder aus dem Steuerſatze auf der Erhebungsrolle nach dem in den Gemeinden, wo die Guͤter gelegen ſind, zwiſchen dieſer Mut⸗ terrolle, oder dieſem Steuerſatze und den Einkuͤnften beſtebenden Ver⸗ baͤltniſſe ſich ergeben. Außerdem können jedoch die Richter diejenigen Aufklärungen zu Huͤlfe nehmen, welche unverdaͤchtige Pacht und Mieth⸗ contracte, nicht lange vorher aufgenommene Schätzungsprotocolle, und andere ähnliche Urkunden gewaͤhren, und alsdann die Einkuͤnfte nach n einem mittlern Anſchlage der aus dieſen verſchiedenen Nachrichten ber⸗ vorgehenden Beſtimmungen ausmitteln. 6 1) Die Worte ſans limitation convenue beziehen ſich naͤmlich auf inſcriptions 6 priſes; wie die Weſtphäliſche Ueberſetzung ſehr richtig hat; denn get r⸗ ſchah die Inſcription nach vorgängiger Verabredung, ſo verwandelte ſich die , geſetzliche Hypothek in eine nicht reductible vertragsmaͤfige. Auf auroit droit t deziehen dieſe Worte minder richtig Damels und Spielmann; auf domaines differens die lateiniſche, und italiäniſche Ueberſetzung(Fenda limtta- ſ. rione). Ne tel. Sechstes Kapitel. 6 Von den Wirkungen der Privilegien und Hypotheken ge⸗ gen dritte Beſitzer. e e 5 6. 1123. u Grundſakß. ci Die mit einem Privilegium, oder einer auf eine unbewegliche Sa⸗ Art. 2166. die che eingetragenen Hypothek verſehenen Gläubiger ¹) halten ſich an die n Sache, in welche Haͤnde dieſelbe auch uͤbergehen mag, um nach dem die Range ihrer Forderungen und Eintragungen geordnet und befriedigt zu t 1) Les eréanciers ayant privilège ou hypothtque inſcrite ſur un immeuble.“ 6 Einen ganz ondern Sinn geben die Weſtphaͤitſche, Heſliſche und Spiel un mannſche — 5 ———— 268 Drittes Buch. Achtzehnter. Titel. maunſche Ueberſetzungen, welche haben:„Die mlt einem auf eine unbe⸗ wegliche Sache eingetragenen Prwileg, oder einer ſolchen Hypothek verſehe⸗ nen Glaͤubiger“ und alſo den Priollegien auf eine bewegliche Sache, oder denen, die auf das ſämmtliche Vermögen gehen, die in dem Art. gegebene Kraft nehmen⸗ S. Verbindlichkeiten des dritten Beſizers⸗ Art. 2167. Wenn daher der dritte Beſiter die im gten Kapitel enthaltenen Förmlichkeiten, um ſein Eigenthum zu befreyen, nicht beobachtet; ſo bleibt er 1. als Beſitzer bloß vermöge der Emtragung fuͤr alle hypotheka⸗ riſchen Schulden verhaftet; doch kommen ihm die dem urſpruͤnglichen Schuldner bewilligten Zeitbeſtimmungen, und Friſten zu ſtatten. Der Art. 2168. dritte Beſitzer muß daher in dieſem Falle entweder alle fälligen Zinſen und Capitalien, wie hoch auch deren Betrag ſeyn mag, bezahlen, oder die mit der Hypothré beſchwerte unbewegliche Sache ohne einigen Vorbe⸗ Art. ⁊169. halt abtreten. Unterlaͤßt der dritte Beſitzer die vollſtändige Erfullung einer dreſer Verbindlichkeiten, ſo iſt jeder bypothekariſche Glaͤubiger nach 30 Tagen, ſeitdem an den urſpruͤnglichen Schuldner ein Zablungsbefehl ergan⸗ gen, und an den dritten Beſitzer eine Aufforderung zur Bezahlung der faͤlligen Schuld oder Abtretung des Grundſtuͤcks erfolgt iſt, berechtigt, die mit der Hypothek beſchwerte Sache verkaufen zu laſſen; doch kann in dieſem Falle der dritte Beſitzer Oppeſitien gegen den Verkauf einlegen, wenn noch andere fuͤr dieſelbe Schuld verbypothecirte Sachen ſich im Beſitze des Schuldners befinden, und nach den in dem Tit. 14. Kap. 2. Abſchn. 1. enthaltenen Beſtimmungen die Einrede des Zuvorausklagens Art. 2171. einwenden. Dieſe Einrede kann jedoch dem Glaͤubiger, welcher auf die unbewegliche Sache ein Privileg, oder eine Specialhypothek hat/ a1. nicht entgegengeſetzt werden.— Die Abtretung des verbypotbecirten Gryndſtuͤcks iſt dagegen ſedem⸗ dritten Beſitzer, welcher zur Bezahlung der Schuld nicht perſoͤnlich verpflichtet, und zu veraͤußern fabig iſt⸗ a173. erlaubt; ſegar ſelbſt dann noch, wenn derſelbe, jedoch nur als dritter Beſitzer, die PVerbindlichkeit anerkannt hat, oder als ſolcher verurtheilt worden iſt. Auch verbindert ſie denſeſben nicht, die Sache bis zuu wirklichen Zuſchlage, gegen Bezahlung der ganzen, Schuld und der Ko⸗ az. ſten, zurückzunehmen. Die Abtretung eſchteht auf der Greffe des Tribunals, worunter die Guͤter gelegen ſo/ miteit Etilrun den Art. 2170. Art. — Art. — Art. 2 d ſe Von Privilegien und Hypotheken. 289 dritten Beſitzers zu Protocolle, und das Tribunal ertheiſt hieruͤber eine Beſcheinigung. Auf Anſuchen desjenigen Intereſſenten, welcher ſich zuerſt deshalb meldet, wird für das abgetretene Grundſtuͤck ein Cura⸗ tor ernannt, gegen welchen deſſen Verkauf mit Beobachtung der im Tit. 19. Kap. 1. vorgeſchriebenen Formalitaͤten betrieben wird.— II. Er iſt fuͤr alle Verſchlimmerungen, die durch ſeine Handlung, oder Art. a173. Rachläſſigkeit herruͤhren, verantwortlich, wenn ſie den privilegirten, oder hypothekariſchen Glaͤubigern zum Nachtheile gereichen. Dagegen kann er ſeine Auslagen und Verbeſſerungen nur bis zum Petrage des dar⸗ aus erſtandenen hohern Werths wiederfordern. III. Die Fruͤchte der Art. 2176. mit der Hypothek beſchwerten unbeweglichen Sache hat der dritte Be⸗ ſitzer von dem Tage an zu erſetzen, wo er entweder zur Bezahlung oder zur Abtretung der Sache aufgefordert wurde, oder falls das ge⸗ richtliche Verfahren drey Jahre bindurch liegen geblieben iſt, von dem Tage an, wo eine neue Aufforderung erfolgte. F. 1125. Rechte deſſelben⸗ I. Servituten und dingliche Rechte, die dem dritten Beſitzer auf Art. 21. das Grundſtuͤck, vor ſeinem Beſitze zuſtanden, leben nach der Abtre⸗ tung oder nach dem erfolgten Zuſchlage wieder auf. Seine perſonli⸗ chen Gläubiger konnen erſt nach allen denzenigen, welche wider den Hauptſchuldner, oder die vorigen Eigenthuͤmer, eine Eintragung er— wirkt hatten, ihre Hypothek auf das abgetretene oder zugeſchlagene Grundſtuͤck geltend machen. Il. Dem dritten Beſitzer, welcher die by⸗ Art. r?s. pothekariſche Schuld bezahlt, oder das verpypothecirte Grundſtuͤck ab⸗ getreten hat, oder den gerichtlichen Verkauf ſich gefallen laſſen mußte, ſteht wider den Hauptſchuldner eine Klage auf Gewaͤhrleiſtung zu. III. Will der dritte Beſitzer das Grundſtuͤck durch Brzahlung des Lrt. 2179. Kauſpreiſes frey machen, ſo muß er die im Bten Kap. vorgeſchriebe⸗ nen Foͤrmlichkeiten beobachten. Spangenberg's Commentar Bd. III. Do Sieben⸗ 290 Drittes Buch. Achtzehnter Titel. Siebentes Kapitel. Von der Srloͤſchung der Privilegien und Hypotheken. 5. 1126. Arten der Erloöſchung⸗ Nxt. 21o. Die Privilegien und Hypotheken erloſchen: I. durch Erlöſchung der Hanptſchuld; II. durch Verzichtleiſtung des Gläubigers auf die Hypothek; III. durch die von dritten Beſißzern vorgenommene Befrepung (Kap. 8. 9.). IV. Durch Verjährung. In Hinſicht der ketztern iſt zu bemerken: 1) die Verjährung wird zum Vortheile des Schuldners in Anſehung der in ſeinem Beſitze befindlichen Sachen durch den Ab⸗ lauf der Zeit vollendet, welche fuͤr die Verjährung der Forderungen, worauf ſich die Hypothek, oder das Privileg gruͤndet, vorgeſchrieben iſt. 2) In Anſehung eines Dritten wird ſie durch den Ablauf der Zert vollendet, welche erforderlich iſt, um die Erwerbung des Eigenthums durch Verjährung zu begruͤnden. Setzt die Veryaͤhrung aber einen be⸗ ſondern Rechtsgrund voraus, ſo faͤngt ſie erſt von dem Tage an zu laufen, an welchem derſelbe in die Regiſter des Hypothekenbewahrers eingetragen iſt. 3) Die von dem Glaͤubiger bewirkten Eintragungen unterbrechen den Lauf der zum Vortheile des Schuldners oder eines Dritten geſetzlich zuläſſigen Verjaͤhrung mcht⸗ Pchtes Kapiteſ. Pon der Art, ſein Eigenthum von Privilegien Ind Hy⸗ potheken frey zu machen⸗ 5. 1127. r t n Dieſe betrifft entweder inſeribirte Hypotheken, oder die deſe ſichen nicht inſcribirten der Pupillen und Ehefrauen. Von der freyung der erſtern redet dieſes, von den letztern das folgende Kapitel⸗ §. 1128 ie Von Privilegien und Hypotheken. 291 §. 1128. I. Will der dritte Beſitzer Grundſtuͤcke, oder dingliche Rechte, die er erworben hat, von Privilegien und Hypotheken frey machen, ſo muß er die Verträge, wodurch ihm das Eigenthum gegeben wurde, Art. a1st. von dem Hypothekenbewahrer, in deſſen Bezirke die Grundſtuͤcke gelegen ſind, ihrem ganzen Inbalte nach transſcribiren(einſchreiben, auf ſeinen Namen ſchreiben) laſſen 1). Dieſe Einſchreibung ſoll in ein dazu be⸗ ſtimmtes Regiſter geſchehen, und der Hypothekenbewahrer verbunden ſeyn, jedem, der darum nachſucht, Kenntniß zu geben ²). 1I. Die Att. 2132. bloße Einſchreibung dieſer Verträͤge befreyt die unbewegliche Sache nicht von den darauf ruhenden Laſten und Hypotheken, ſondern der Ver⸗ känfer überträgt nur hierdurch das Eigenthum mit den ihm an der Sache zuſtehenden Rechten, aber auch deren Laſten auf den Käufer. Will jedoch der neue Eigenthuͤmer ſich gegen die privilegirten und hypo⸗ Art. a18g. thekariſchen Gläubiger ſicher ſtellen, ſo muß er: I. entweder vor dem Verfahren, oder ſpaͤteſtens hinnen emem Monate ſeit der erſten an ihn gerichteten Aufforderung, dem Glaͤubiger an dem Wohnſitze, welchen derſelbe bey Gelegenheit der von ihm erwirkten Eintragungen gewaͤhlt hat, folgendes zuſtellen ²) laſſen: 1) einen Auszug aus der Urkunde, vermittelſt welcher er die Sache erwarb, worin nur das Datum und die Eigenſchaft des Geſchaͤfts, der Name und die genaue Bezeichnung des Verkaͤufers oder Schenkers, die Beſchaffeuheit und Lage der ver⸗ kauſten oder geſchenkten Sache, und, weunn von einem Inbegriſſe meh⸗ rerer Grundſtuͤcke die Rede iſt, bloß die allgemeine Benennung des Ghnts und der Bezirke, worin daſſelbe liegt, ferner der Kaufpreis, und die ſonſtigen dazu mitgehörenden kaſten, oder, falls die Sache ge⸗ ſchenkt war, das Taxatum derſelben enthalten iſt; 2) Einen Auszug aus der Euſchreibung der Verkaufsurkunde; 3) Eie aus drey Colum⸗ nen brſtehende Tabelle, von denen die erſte das Datum ſowohl der Hy⸗ potheken, als der Eitragungen, die zwehte die Namen der Glaͤubiger, und die dritte die Summe der eingetragenen Forderungen enthaͤlt. U. Der Kaͤufer oder Beſchenkte muß zu leich erklaͤren, daß er bereit ſey, Art. usz. die hypothekariſchen Schulden und ohne Unterſchied, ob ſie ſchon einklagbar ſind, oder nicht, jedoch nur bis zum Betrage des Kaufprei⸗ ſes(d. h. durch Bezahlung der Schulden mit demſelben) unverzuͤglich Do 2 abzu⸗ 292 Drittes Buch. Achtzehnter Titel. urt. a1s3. abzutragen. UMI. Nachdem dieſe Anzeige und Erklaͤrung geſcheben iſt, kann jeder Glaͤubiger, deſſen Forderung eingetragen iſt, um die öffent⸗ liche Verſteigerung der Sache nachſuchen, jedoch unter folgenden Ver⸗ bindlichkeiten: 1) daß dieſes Geſuch dem Kaͤufer oder Beſchenkten ſpaͤteſtens binnen 40 Tagen nach der geſchehenen Anzeige inſinuirt werde. Fuͤr jede fuͤnf Myriameter(Meilen), welche der gewaͤhlte und der wirkliche Wohnſitz eines jeden der nachſuchenden Glaͤubiger von ein⸗ ander entfernt ſind, muͤſſen der erwaͤhnten Friſt noch zwey Tage zuge⸗ ſetzt werden; 2) daß er das Anerbieten mache, ein Zehutel uͤber den im Contracte ausbedungenen, oder von dem Kaͤufer angegebenen Preis ent⸗ weder ſelbſt zu bieten, oder zu bewirken, daß es von andern geboten werde; 3) daß eine gieiche Inſinuation binnen der nämlichen Friſt an den vorigen Eigenthuͤmer, als Hauptſchuldner, geſchehe; 4) daß das Original und die Abſchriften dieſer Inſinnationsurkunden von dem nach⸗ ſuchenden Glaͤubiger, oder von ſeinem Specialbevollmaͤchtigten, der in dieſem Falle eine Abſchrift der Vollmacht mittheilen laſſen niuß, unter⸗ zeichnet iſt; 5) daß er ſich erbiete, bis zum Betrage des Preiſes, und der ſonſtigen Laſten, Buͤrgſchaft*) zu ſtellen. Alles dieſes muß art. 2136. bey Strafe der Richtigkeit*) geſchehen. IV. Haben die Glaͤubiger in der vorgeſchriebenen Friſt und Form um die öffentliche Verſteigerung nicht nachgeſucht, ſo wird der Kaͤufer, oder Beſchenkte, wenn er den contractsmäßigen oder angegebenen Preis an die Glaͤubiger nach ihrem Range ausbezahlt, von allen Privilegien und Hypotheken befreyet. V. Art. 2137. Kömmt es zu der Verſteigerung, ſo geſchieht ſie in der im Tit. 19. angegebenen Form. Der, welcher die Verſteigerung nachſucht, muß den im Contracte bedungenen, oder von dem neuen Eigenthüͤmer ange— gebenen Preis, und die hobere Summe, welche er ſelbſt zu bieten, oder bieten zu laſſen, ſich anheiſchig gemacht bat, in den Anſchlaaszet⸗ Art. 2183. teln anzeigen. VI. Der, welchem die Sache zugeſchlagen wird, iſt ſchuldig, außer dem Preiſe, wofür ſie ihm zugeſchlagen wurde, dem Käaͤufer oder Beſchenkten ͤberdies die Koſten und geſeßmäßigen Ge⸗ buͤhren des Kanſcontracts, die der Einſchreibung in die Regiſter des Hypothekenbewahrers und der eben erwaͤhnten Bekanntmachung, wie auch die zur Auswirkung eines neuen Verkaufs angewandten Koſten zu erſtatten. Bey dieſer Verſteigerung iſt außerdem zu bemerkent 1) Erſtand der Kaͤufer oder der Beſchenkte die Sache ſelbſt⸗ ſo braucht Lrt. 2190. er das Adjudreationserkenntniß nicht einſchreiben zu laſſen. 2) e t⸗ t t Ne ſt n 08 in r⸗ ß in ¹9 m d Von Privilegien und Hppotheken, 293 der Glaubiger auf die nachgeſuchte Verſteigerung Verzicht, ſo kann er auf keine Weiſe den öffentlichen Zuſchlag verhindern, ausgenommen mit ausdruͤcklicher Einwilligung aller bypothekariſchen Gläubiger. 3) Erſtand der Kaͤufer die Sache ſelbſt, ſo hat er wider den Verkaͤufer Art. a191. einen Regreß auf Verguͤtung deſſen, was er uͤber den in ſeinem Kauf⸗ contracte bedungenen Preis bezahlen mußte, und auf die Zinſen dieſer böhern Summe von dem Tage der Zahlung angerechnet. 1) Waren es Privaturkunden, ſo wüſſen dieſelben erſt einregiſtrirt werden, ehe ſie transſcribirt werden konnen. Gutachten des Franz. Staatsraths vom 12. Floreal XIII. 2) Nicht bloß:„dem nachſuchenden Theile daruͤber eine Beſcheinigung zu ge⸗ ben“ wie die Weſtphäliſche Ueberſetzung hat. 3) und zwar durch einen Hulſſter. S. Code de procedure att. 334 ſ99. 4) Hterzu muß ihm eine beſtimmte Friſt gegeben werden. Appellhof zu Nis⸗ mes in Jurisprudcce du C. de P. T. I. P. 577. 3) Doch konnen ſich die uͤbrigen hypothekariſchen Glaͤubiger nicht auf dieſelbe berufen. Caſſotionshof im Journal de barreau. 1809. P. II. S. 228. Beſondere Regel. Begreift der Kaufcontract des dritten Beſitzers unbewegliche und Art. 2192. bewegliche Sachen zugleich, oder mehrere unbewegliche, von denen ei— mige mit Hypotheken beſchwert ſind, andere nicht; ſo muß ohne Unter⸗ ſchied, ob ſie in einem oder mehreren Bureaubezirken belegen ſind, ob ſie fuͤr einen, oder fuͤr verſchiedene Preiſe veräußert ſind, oder ob ſie gemeinſchaftlich bewirthſchaftet werden, oder nicht, der Preis eines jeden Grundſtuͤcks, worauf verſchiedene und abgeſonderte Ein⸗ tragungen baften, in der Bekanntmachung des Dritten, und zwar, wo moglich, im Verhaͤltniſſe zu dem im Contracte ausgedruͤckten gan⸗ zen Preiſe angegeben werden. Der Glaͤubiger, welcher ein höheres Ge⸗ bot thut, kann in keinem Falle genötbigt werden, den angebotenen hö⸗ bern Preis entweder anf das bewegliche Vermoͤgen, oder auf andere, als die ſeiner Forderung wegen verbypothecirten und in demſelben Be⸗ zirke gelegenen Grundſtücke auszudehnen; doch bleibt dem Dritten, we⸗ gen des durch die Trennung der von ihm gekanften Gegenſtaͤnde, oder der landwirthſchaftlichen Benubung derſelben ihm zugefügten Rachtheils, der Regreß wider ſeine Vorgaͤnger(Autoren) vorbehalten. Ho 3 Neuntes ——— — ℳ ——— Art. 2193. 294 Drittes Buch. Achtzehnter Titel. Neuntes Kapitel. Bon der Art und Weiſe, bey Erwerbung der zum Ver⸗ moͤgen der Ehemaͤnner und Vormuͤnder gehörigen Grund⸗ ſtuͤcke, dieſelben von den auf jenem haftenden, aber nicht eingetragenen Hypotheken frey zu machen. 136. G un ſ Die Kaͤufer von Grundſtücken, welche Ehemaͤnnern oder Vormuͤn⸗ dern zugehoren, koͤnnen dieſelben von den darauf haftenden Hypothe⸗ len frey machen, auch wenn die auf dem Vermegen derſelben ruhende geſeßliche Hypothek nicht eingetragen iſt. g Art. 2194. Zu dem Ende müſſen ſie J. eine gehoͤrig beglanbte Abſchrift des Zrt.195. anzuzeigen, verbypothecirten(Art. 2059.). U. Erfolgte w Contracts, wodurch das Eigenthum uͤbertragen iſt, in der Grefſe des Civiltribunals des Orts, wo die Guͤter gelegen ſind, niederlegen, und durch eine ſowohl der Frau ¹), oder dem Gegenvormunde, als dem kaiſerlichen Procurator inſinirte Beſcheinigung dieſe Niederlegung dar⸗ thun. Ein Auszug aus dieſem Contracte, worin deſſen Datum, die Ramen, Gewerbe, und Wohnort der Contrahenten, Angabe der Be⸗ ſchaffenheit und Lage der verkauften Sachen, Preis und ſonſtige Laſten des Verkaufs enthalten ſind, muß in dem Audienzſaale des Tribnnals angeſchlagen werden, und zwey Monate daſelbſt haͤngen. Waͤhrend die⸗ ſer Zeit ſteht es den Frauen, Ehemaͤnnern, Vormuͤndern, Gegenvormuͤn⸗ dern, Minderzaͤhrigen, Interdieirten, Berwandten, Freunden, und dem kaiſerlichen Proeurator frey, die Inſeriptionen auf das veraͤußerte Grundſtuͤck vornehmen zu laffen. Dieſe haben ſodann dieſelbe Wirkuug⸗ als wenn ſie an dem Tage der errichteten Eheſtiftung, oder der Amkt⸗ tung der Vormundſchaft geſcheben wären, obgleich die Ehemäuner oder Vormuͤndec denn doch immer des Stellionats angeklagt werden kennen, wenn ſie nach dieſen Perioden die Guͤter, ohne die geſetzliche Hypothek aͤhrend dieſer zwey Von Privilegien und Hypotheken. 295 zwey Monate von den gedachten Perſonen keine Eintragung, ſo geben die Sachen befreyt von der geſetzlichen Hypothek an den Kaͤufer uͤber, und den Ehefrauen u. ſ. w. ſteht nur ein Regreß gegen ihren Ehemann n. ſ. w. zu. Geſchah dagegen die Infeription, ſind aber zugleich aͤltere Glaͤubiger vorhanden, deren Befriedigung den Kaufpreis ganz oder zum Theil abſorbirt; ſo wird der Kaͤufer frey, wenn er die Glaͤubiger nach dein Range ganz oder theitweiſe befriedigt, und die Eintragung wird gelöſcht. Sind dagegen die, Namens der Ehefrau u. ſ. w. vorgenom⸗ menen Inſcriptionen die älteſten, ſo darf der Käufer an keine)üngern Glaͤubiger(d. h. ſolche, die nach der Eheſtiftung oder Antretung der Vormundſchaft ihr Recht erhielten) zahlen; und es werden die Inſerip⸗ tionen der juͤngern Glaͤubiger, an welche die Reihe nicht kam, gelöſcht. ¹) Oder deren Stellvertretern. Gutachten des Franz⸗ Staatsraths vom 1. Jun. 1807. Blanchard zu Maleville Bd- IV. S. 305. Jurisprudence du Code de P. P. II. P. I119. Zehntes Kapitel. Pon den Hypothbekenbewabrern⸗ 5. 1132. 5 r f. Hypothekenbewahrer heißt derjenige öffentüche Beamte, dem die Führung der Inſeriptions- und Transſeriptionsregiſter, und uͤber⸗ haupt die Sorge fuͤr die Hypotheken obliegt. In Weſtphalen iſt der⸗ ſelbe als zweyter Greffier der Aufſicht des Tribunals erſter Inſtanz unterworſen; in Frankreich gehort er zu den adminiſtrativen Behoͤr⸗ den ¹). 1) S. hieruͤber: Lot du I7. Brumaire. FLEuRISEoN Code adminiſtratiſ. Admimſtration. Tom. II. p. 683 fag. Für Weſtphalen: G. P. Becker Ueber das Amt der Hypothekenauſſeher im K R. W. Göttingen. 1809.— vorzüglich: Das koͤntgl. Decret vom 22. Sept. 1805. uͤber die neue Einrichtung des Hypothekenweſens, die Decrete vom 16. Januar 1309. uͤber die Ge⸗ baͤhren des Hypothekenbewahrers, vom 23. Jul. 1810. uͤber die Cautionen derſelben, das Gutachten des Staatsraths vom 28. Jul. 1810, nach wels chem dis hypothekariſchen Eintragungen und Beſcheinlgungen, bey weſchen die Hypothe⸗ 1 Art. 2196. Art. 2197. Art. 2198. Art. 2199. 296 Drittes Buch. Achtzehnter Titel. Hypothekenbewahrer ſelbſt, oder deren nahe Verwandten intereſſirt ſind, von 6 13365 Pflichten des Hypothekenbewahrers. dei Greffier desjenigen Tribunals, bey welchem ſie angeſtellt ſind, geſchehen müſſen, und vorzuͤglich des Horn. Juſtizminiſters S1Mon Carculaire aua Greſſters conſervat eurs des hypot hequles. I. Er iſt verbunden, jedem, der es verlangt, eine Abſchrift der in ſeine Regiſter eingetragenen Urkunden, wie auch der vorhande⸗ nen Eintragungen, oder eine Beſcheinigung, daß deren keine vorhan⸗ den ſind, mitzutheilen. daraus eutſteht, daß er: II. Er iſt fuͤr den Nachtheil verantwortlich, der 1) des in ſeinem Bureau geſchehenen Anſu⸗ chens ungeachtet, unterlaſſen hat, in ſeine Regiſter entweder Urkunden, welche eine mit dem Eigenthume vorgegangene Veraͤnderung betreffen, einzuſchreiben(zu transſcribiren), oder Hypotheken und Privilegien ein⸗ zutragen(zu inſeribwen); 2) daß er in ſeinen Beſchemigungen einer oder mehrerer wirklich vorhandenen Eintragungen keine Erwaͤhnung gethan hat, ausgenommen, wenn in dieſem letztern Falle der Irrtbum von unvollſtäͤndigen Angaben, die ihm nicht zuzurechnen ſind, herruhrt; die unbewegliche Sache bleibt in dieſem Falle von den ausgelaſſenen Hypotheken in den Haͤnden des neuen Beſitzers befreyt, vorausgeſetzt, daß derſelbe ſeit der Transſeription des Contracts die Beſcheinigung nach⸗ geſucht hat. Hnpotbeken lange der Kaufpreis noch nicht bezahlt iſt, Glaͤubiger noch nicht gerichtlich beſtätigt iſt, III Verweigert er die Eintragung, theilung der verlangten Beſcheimgung, ſo iſt er nehmen. Der Hypothekenbewahrer bleibt dann fuͤr die ausgelaſſenen verantwortlich; auch behalten die Glaͤubiger das Recht, ſo oder die Rangordnung der in derſelben ihren Plat zu Einſchreibung, oder Er⸗ den Partheyen zur voll⸗ kommenſten Schadloshaltung verbunden. Dieſe Verweigerung wird durch ein uber dieſelbe, von dem Friedensrichter, und zwey Zeugen, aufgenommenes Protocoll bewieſen. Art. 22c0. Der Hypothekenbewahrer muß folgende Re Journal(registre d'ordre, de remise des pieces)/ w §. 1134. N ſ e Hutſſier oder Notar giſter ſübren: I das orin unter fortlau⸗ Von Privilegien und Hypotheken. 297 fortlaufenden Nummern alle zu inſcribirende oder zu transſeribirende Ur— kunden angefuͤhrt werden; II. das Inſecriptionsregiſter, worin die Hypotheken, und Proilegien einzuttagen ſind, II. das Transſerip— tionsregiſter, welches die Urkunden uͤber die Uebertragung des Ei⸗ genthums enthaͤlt, lV. das Immiſſionsregiſter, wori die Arreſte auf Grundſtuͤcke eingetragen werden), V. das Löſchungsregiſter, worin die Radiationen, VI. das Taxregiſter ²), worin die Ein— nahme bemerkt wird, und noch alphabetiſche Repertorien uͤber das In⸗ ſcriptions- und Transſcriptions⸗Regiſter. Endlich VII. das Denuneia— tionsregiſter, in welches die dem Schuldner geſchehene Anzeige der Beſchlaganlegung ³) eingetragen wird 4). 1) Code de procddure frangois art. 677— 679. Meſtphalien art. 623 fgg. 2) Konigl. Decret vom 22. Sept. 1808. Art. 11. 3) Code de procédure Meſtphalien art. 623. 4) Vorgeſchrieben durch ein Circulaire des Herrn Miniſter Sime'on vom 6. December 1810.(Nro. 4582.). 5. 1135. Regeln bey Fuͤhrung derſelben. I. Werden dem Hypothekenbewahrer zu transſeribirende, oder inſeribirende Urkunden eingehaͤndigt, ſo muß er dafuͤr dem Nachſuchen⸗ den einen Empfangsſchein auf Stempelpapier geben, worin ſich auf die Nummer des Journals bezogen wird. Il. Die Trans- und Inſeriptio⸗ nen geſchehen unter dem Tage und in der Ordnung, als ſie ihm ein⸗ gehaͤndigt wurden, in die dazu beſtummten Regiſter. III. Alle Regi⸗ art. 220r. ſter muͤſſen auf Stempelpapier geſchrieben, und von einem Richter des Tribunals, in deſſen Bezirk das Bureau liegt, pagimrt und paraphirt werden. Die Regiſter ſind mit jedem Tage abzuſchließen. IV. Die S. unten⸗ Erwähnungen, die in das Journal eingetragen werden, ſo wie die Art. 2203. Inſcriptionen und Transſeriptionen in die dazu beſtimmten Regiſter, muͤſſen fortlaufend, ohne leeren Zwiſchenraum, und ohne daß zwiſchen die Zeilen geſchrieben werden darf, geſchehenr Spangenberg's Commentar Bd. II. Pp 5. 1736. — ———————— Art. 2202, 298 Dritt. Buch. Achtzehnt. Tit. V. Privilegien u. Hypotheken. 5. 1136. S I. Sind die Verfuͤgungen dieſes Kapitels nicht beobachtet, ſo wird der Hypothekenbewahrer das erſtemal in eine Geldſtrafe von 200 bis 1000 Franken genommen, und das zweytemal abgeſetzt. Außer⸗ dem iſt er den Partheyen zur volligen Schadloshaltung, die noch vor Bezahlung der Geldſtrafe berichtigt werden muß, verbunden. II. Hat er leere Räume gelaſſen, oder zwiſchen die Zeilen geſchrieben, ſo wird er ebenfalls in eine Geldbuße von 1000 bis 2000 Francs, und zur vorher zu berichtigenden Schadloshaltung der Partheyen verurtheilt. Nenn⸗ . 299 Neunzehnter Titel. Von dem gerichtlichen, Schulden halber vorzunehmen⸗ den, Verkaufe, und der Rangordnung unter den u Glaͤubigern. ith Erſtes Kapitel. Von dem gerichtlichen, Schulden halber vorzunehmenden, Verkauft. §. 1137. Grundſatß. Der Gläubiger kann verlangen, daß gerichtlich verkauft werden: I. Art. 2204. die ſeinem Schuldner eigenthuͤmlichen unbeweglichen Sachen, nebſt de⸗ ren geſetzlich fuͤr unbeweglich erklaͤrten Zubehörungen; II. der dem Schuldner an Sachen dieſer Art zuſtehende Rießbrauch ¹). 1) S. Code de procodure civile ſrangois et Meſphalien Partie I. Livr. V. tit. 12 et 13. und daſelbſt die Lommentatoren. §. 1138. Beſondere Reseln. I. Der Antheil, welchen einer der Miterben an unbeweglichen Art. 2203. Sachen einer Erbſchaft noch in ungetheilter Gemeinſchaft beſitzt, kann von ſeinen perſönlichen Glaͤubigern nicht vor der Tbeilung und Veerſtei⸗ gerung, die ſie nach Art. 882. entweder ſelbſt, oder als Intervemen— ten verlangen können, zum Verkaufe gebracht werden; II. die unbeweg⸗ Art. 2206. lichen Sachen eines, ſogar emancipirten, Minderjaͤhrigen, oder Juter⸗ dicirten, koͤnnen nur dann, wenn deren bewegliches Vermögen zuvor angegriffen iſt, verkauft werden; ausgenommen? 1) wenn ein Volhͤh⸗ riger und ein Minderſähriger oder Interdieirter dieſelben in ungetheil⸗ ter Gemeinſchaft beſitzen; 2) wenn die Schuld gememſchaftlich iſt; 3) Art. a07. wenn das Verfahren gegen den Volhaͤhrigen, oder vor der Interdiction n Pp2 angefan⸗ —. S 2—„ 300 Drittes Buch. Neunzehnter Titel. Art. 2208. angefangen hatte. III. Der gerichtliche Verkauf der zur Guͤtergemein⸗ ſchaft gebörigen Immobilien wird allein gegen den Mann als Schuld⸗ ner betrieben, ſelbſt wenn die Frau zur Bezahlung der Schuld mitver⸗ bunden iſt. Der gerichtliche Verkauf ſolcher Immobilien, welche der Frau zugebören, und nicht in die Guͤtergemeinſchaft gefallen ſind, wird wider den Mann und die Frau ausgewirkt, welche letztere, wenn der Mann ſich weigert, den Prozeß mit ihr gemeinſchaftlich zu fuͤhren, oder minderjaͤhrig iſt, vom Tribunale dazu autoriſirt werden kann. So⸗ wohl im Falle der Minderjährigkeit des Mannes, als beyder, oder der Frau allein, muß, wenn ſich im letzten Falle der vollaͤhrige Mann weigert, gemeinſchaftlich den Prozeß zu füͤhren, der Frau vom Tribu⸗ nale ein Vormund beygeordnet werden, gegen den hierauf der Prozeß Art. 2209. gerichtet werden muß. IV. Der Gläubiger kann um den Verkauf ſol⸗ cher Immobilien, woran ihm keine Hypothek zuſteht, nur in dem Falle der Unzulaͤnglichkeit der ibm zur Hypothek verſchriebenen nachſuchen. Art. 2210. V. Zum gerichtlichen Verkaufe der in verſchiedenen Bezirken gelegenen Grundſtuͤcke kann nur nach und nach(uccessive) geſchritten wer⸗ den ¹), in ſo fern dieſelben nicht zu einer und der naͤmlichen Bewirth⸗ ſchaftung gehören. Man wirkt dieſen Verkauf bey dem Tribunale aus, in deſſen Bezirk der Hauptſitz der Bewirthſchaftung, oder in deſſen Ermangelung der Theil der Grundſtuͤcke, welcher nach der Mut— terrolle der Grundſteuer die meiſten Einkuͤnfte abwirft, liegt Att. 2211. VI. Gehören Grundſtuͤcke, woran der Glaͤubiger eine Hypothek hat, zu⸗ gleich mit ſolchen, woran ihm keine zuſteht, oder endlich ſolche, die in verſchredenen Bezirken gelegen ſind, zu einer und derſelben Bewirth⸗ ſchaftung; ſo werden auf Verlangen des Schuldners ſowohl jene, als dieſe, zu gleicher Zeit zum Verkaufe gebracht, und man berechnet wo moglich den Preis der einzelnen Theile im Verhaͤltniſſe zu dem ganzen Art. 2212. Zuſchlagspreiſe. VII. Thut der Schuldner durch authentiſche Pachtcon⸗ tracte dar, daß der reine und freye emährige Ertrag ſeines unbewegli⸗ chen Vermögens zur Bezahlung der Schuld an Capital, Zinſen und Koſten hinreicht, und erbietet er ſich zu deſſen Abtretung an den Gläu⸗ biger, ſo können die Richter das Verfahren einſtellen, jedoch mit dem Vorbehalte, es von neuem fortzuſetzen, wenn gegen die Bezahlung Eim⸗ Art. 2213. ſpruch geſchieht, oder ſonſt ein Hinderniß eintritt. VIII. Der gericht liche Verkauf vermöge einer executoriſchen Urkunde kann nur ner beſtmmten und klaren Schuld ausgewirkt werden⸗ Iſt der Ge⸗ genſtand V. d. gerichtl., Schulden halber vorzunehmenden Verkaufe ꝛc. 301 genſtand der Schuld noch nicht völlig klar, ſo iſt das Verfahren zwar guͤltig, aber der Zuſchlag kann nicht eber, als nach geſchehener Klar— machung erfolgen. Derjenige, auf welchen eine erecutoriſche Urkunde Art. 2214. uͤbertragen iſt, kann nicht eher um den gerichtlichen Verkauf nachſn— chen, als bis die Ceſſion dem Schuldner angezeigt iſt 3). IX. Der Art. 221. gerichtliche Verkauf kann ſowohl mittelſt eines vorlaͤufigen, als End— urtheils, welches, der Appellation ungeachtet, einſtweilen vollſtreckt wer— den kann*), ſtatt finden; der Zuſchlag kann aber nur nach einem in letzter Inſtanz ergangenen, oder rechtskraͤftig gewordenen Endurtheile ge— ſcheben. Auf Contumacialerkenntniſſe wahrend der Oppoſitionsfriſt kann der gerichtliche Verkauf nicht verfuͤgt werden. Das Verfahren kann Att. 2216. aus dem Grunde, daß der Glaͤubiger dasſelbe wegen einer groͤßern Summe, als er wirklich zu fordern hat, angefangen habe, nicht fuͤr unguͤltig erklärt werden. X. Jedem den gerichtlichen Verkauf be⸗Art. 2217. zweckenden Verfahren muß ein Zahlungsbefehl vorhergehen, welcher auf Betreiben des Glaͤubigers dem Schuldner in Perſon, oder an ſeinem Wohnſitze durch einen Huiſſier zugeſtellt wird. 1) Succeſſivement“ Nach und nach'. Hier macht das kaiſerl. Decret vom 14. Nov. 1808. eine Ausnahme. Dieſes enthaͤlt folgendes: Art. 1. Der gerichtliche Verkauf unbeweglicher in verſchiedenen Bezirken lie⸗ genden Guͤter eines Schuldners kann zu gleicher Zeit geſchehen, ſo oft, als der Geſammtwerth dieſer Guͤter weniger ausmacht als der Ge⸗ ſammtbetrag aller Summen, welche der Schuldner ſowohl dem betreiben⸗ den Glaͤubiger, als andern in die Hypothekenregiſter eingezeichneten Glaͤubi⸗ gern ſchuldet. Art. 2. Der Werth der Guͤter wird berechnet nach dem letzten authentiſchen Pacht, der mit fuͤnf und zwanziz ethöhet wird. Im Mangel eines ſolchen Pachts wird er berechnet nach der Grund⸗ ſteuer, die mit erhoͤhet wird. Art. 3. Der Glaͤubiger, welcher ſich des im erſteu Artikel zugeſtandenen Rechts bedienen will, muß dem Präſidenten des Gerichts jenes Bezirks, worin der Schuldner ſeinen Wohnſitz hat, eine Vorſtellung uͤbergeben, und derſelben beylegen 1) eine förmliche Abſchrift des authentiſchen Pachts, oder in deſſen Ermangelung eine ſoͤrmliche Abſchrift des Grundſteuercata⸗ ſters; 2) einen Auszug der Einzeichnungen, welchen er auf die in den verſchiedenen Bezirken liegenden Guͤter des Schuldners genommen hat, oder ein Zeugniß, daß deren keine vorhanden ſind. Dieſe Vorſtellung wird dem oͤffentlichen Miiſterlum mitgetheilt und von ihm durch eine Ordonnanz beantwortet, welche erlaubt, zum gericht⸗ lichen Verkaufe aller Guͤter zu ſchreiten, welche in den darin bezeſchneten Bezirken und Departements hegen. Pp3 Art. Drittes Buch. Neunzehnter Titel. Art. g. Das Verfahren ſowohl uͤber den erzwungenen gerichtlichen Verkauf der unbeweglichen Gaͤter, als über die Austheilung des Kaufſchtlings, wird von den einſchlaͤgigen Gerichten geleitet, unter welchen die Guͤter 302 liegen. Art.§. Alle Verordnungen, welche dieſem Geſetze entgegen ſtehen, ſind aufgehoben. 2) Liegen ſie in Einem Diſtrict, aber unter mehreren Bewirthſchaftungen, ſo können ſie nicht zertheilt verkauft werden. Caſſationshof bey Sintr Journa! général. 1808. S. 81⸗ 3 3) Art. 1690. 4) Code de procodure art. 133. ji S S 0 6 6 0 6 0 Die Formen des Zahlungsbefehls, und des den gerichtlichen Ver⸗ kauf betreffenden Verfahrens ſind in dem Code procédure frangais Art. 673 fgg. Westphalien Art. 675 fgg. beſtimmt ¹). 3) S. hieruber PI6eau Procédure. T. II. p. 203 fag. OorsTEaIgv prad. Brlaut. Th. nI. S. 226. Roſenthal P. O. Weſiph. Th. I. BdI. S. 495 fsg. Zweytes Kapitel. 1 Pon der Rangordnung der Gläubiger, und der Vertbei⸗ lung des Kaufpreiſes unter dieſelben. §5. 1140. e r Die Ordnung und Vertheilung des Kaufpreiſes der Immobilien ſind im Code de procédure art. 656 fgg. Westphalien Art. 617 fas · beſtimmt ¹). Ueber die Rangordnung der Gläubiger ſ. die folgende Tabelle. 1) S. hieruͤber die eben angeführten Schriftſteller, welche jedoch in der Ranse beſtummung von einander abweichen. Ich habe deshalb die Lehre nochwals auf das genaueſte gepruͤft; die nebenſtehende Tabelle iſt das Reſultat dieſer Prufung· Art. 2218. Rang⸗ Pr n. t S— i en le. is auf Von dem gerichtl., Schulden halber vorzunehmenden Verkaufe ic. 303 Rangordnung der Glaͤubiger. Erſte Claſſe. Privilegirte Glaͤubiger⸗ 7. Auf das ſaͤmmtliche Vermoͤgen. a. Der Staat wegen der Grundſteuer an den Revenüen der Immobilien, und wegen der Mobiliarſtener an ſaͤmmtlichen Mobilien(In Frank⸗ reich; in Weſtphalen aber: wegen der directen Steuern auf das ſaͤmmtliche Vermögen.). b. Gerichtskoſten. c. Beerdigungskoſten. d. Koſten der letzten Krankheit. e. Liedlohn des verſloſſenen und lau⸗ fenden Jahrs. I. Die Lieferanten der Lebensbebürf⸗ niſſe, während des leßten relp. gan⸗ zen oder halben Jahrs⸗ NB. Dieſe Privilegien haben ihren Rang nach der hier aufgeſtellten Ordnung. n. Auf die ſpeciellen, Immobi⸗ lien, die das Privilegium be⸗ faßt. a. Der Verkaͤnfer an der verkauften Sache wegen Bezahlung des Kauf⸗ preiſes. v. Der Darleiher zum Ankauf einer Sache, auf dieſelbe. e. Die Miterben auf die erbſchaftlichen Jmmobilien, wegen der einander⸗ zuſtehenden Eviction und Heraus⸗ gabe;(In Weſtphalen: anch noch der Staat auf dieſe Gegenſtände, wegen nicht bezablter Stempelſtener von den Erbſchaften.). d. Die Baumeiſter, Banunternehmer, Maurer und Arbeiter, wegen Be⸗ zahlung ihres Lohns, an der anf⸗ sebaueten Sache. Zweyte Claſſe. Hypothekariſche Gläubiger. I. Aufdie ſämmtlichen Im⸗ mobilien. 1. Geſetzliche Hypotheken. „„ Minderjaͤhrige und Interdi⸗ cirte, wegen der Geſchäfts⸗ führung ihrer Vormuͤnder, von dem Tage der angenom⸗ menen Vormundſchaft. b. Ehefrauen, wegen des Brautſchatzes, und deſſen, was ihnen der Eheſtiftung nach gebuͤhrt, von dem Ta⸗ ge der Abſchließung der Ehe. Wegen der waͤhrend der Ehe aus Erbſchaften oder Schenkungen zugefallenen Brautſchatzgelder, von dem Tage des Anfalls der Erb⸗ ſchaft, oder der Vollziehung der Schenkung. Wegem der fuͤr die mit ih⸗ rem Manne gemachten Schul⸗ den ibr gebührenden Entſchä⸗ digung, und wegen des Er⸗ ſaßes fuͤr ihr veraͤußertes Vermoͤgen, von dem Tage wo die Schuld entſtanden, oder der Verkauf geſchehen iſt. c. Der Stsat, Gemeinden, und öffentliche Anſtalten auf das Vermoͤgen der Einneh⸗ mer und Verwalter, von dem Tage der Inſcription. 2. Gerictliche Hypothek. Dieſe gilt von dem Tage der Inſcription. n. Anf ſpecielle Immobl— lien. Dritte Claſſe. Chirographari⸗ ſche Glaͤubiger. Dieſe werden, oh⸗ ne Ruckſicht auf das Alter der Forderung, ver⸗ hältnißmäßigbe⸗ friedigt. Erſte ————————— ————— 4 304 Dritt. Buch. Neunzehnt. Tit. V. d. gerichtl., Schulden halber. Erſte Claſſe. Prwilegirte Glaͤubiger. e. Die, welche zu dieſem Arbeitslohn Geld geliehen haben, an derſelben Sache. f. Der Schatz, wegen Ruͤckerſtattung der Gerichtskoſten und auf dem Ver⸗ mogen der Rechnungepflichtigen,(in Frankreich) auf alle Immobilien. NB. Dieſe Privilegien gelten nach dem Tage der Inſeription. III. Auf die ſpeciellen Mobilien: a. Die Ausſaat- und Erndtekoſten an der Erndte, ſo wie die Preiſe für ge⸗ lieferte Gerätbſchaften, an dieſen. Dieſes Prwileg geht immer dem folgenden vor. p. Der Vermiether und Verpächter an den invectis ilaus, der Eindte und deren Geräthſchaften, wegen Vezahlung des Zinſes und der Er⸗ füllung der übrigen contractmäßigen Verbindlichkeiten. c. Der Veſitzer eines Fauſtpfandes, an demſelben. 4. Die auf die Erhaltung einer Sache verwendeten Koſten. e. Der Verkäufer an der verkauften Sache wegen ruckſtandigen. Kauf⸗ preiſes. 4 Der Gaſtwirth an den invectis und illatis des Fremden. Der Fuhrlohn und die Nebenkoſten auf die Ladung h. Verletzte Perſonen auf die Cau⸗ tion der Veamten, die ſie in Dienſt⸗ ſachen verletzten. . Der Schatz wegen Ruͤckerſtattung der Geuchtskoſten, und auf dem Vermoͤgen der Rechnungspflichtigen, (in Frankreich) auf alle Mobilien. NB. Dieſe Privilegien haben einen Rang in der hier aufgeſtellten Ordnung. Zweyte Claſſe. Hypothekariſche Glaͤubiger. I. 2. Die vertragsmiäßigenHy⸗ potheken, und zwar von dem Tage der Inſeription. „Die Privilegien auf Immobilien, die durch nicht keeeneriehie ſind, em Tage der Inſeription der Forderung. Zuſerlt Zwanzis Zwanzigſter Titel. e Erſtes Kapitel. em Ve 6 6 6 6 6 0 Di Verjaͤhrung ¹) iſt ein Mittel, durch den Ablauf einer ge⸗ Art. 2219. wiſſen Zeit, und unter den geſetzlichen Bedingungen, etwas zu erwer⸗ ben, oder ſich von einer Verbindlichkeit zu befreyen. Die Verzaͤhrung iſt daber von doppelter Gattung; 1. adquiſitive, wodurch man et⸗ was erwirbt, oder Il. extinetive, wodurch man ſich von einer Ver⸗ bindlichkeit befreyet.— Die Theorie beyder iſt gemeinſchaftlich auf⸗ geſtellt. 1) S. uͤßer dieſe Lehre: Donop traité de la preſeription; ed. par DrArokTT. pornirR traité de la preſeriptionz vorzüglich aber: w. Planck Lehre von der Ver)ährung, in deſſen Abhandlungen uͤber Gegenſtände aus dem Franz⸗ Civilrechte. Bd. I. Abth. I.— Goͤttingen 1809. 8. Unbedeutend iſt: C. E. Muͤnter von der Adquiſitiv⸗ und Exſtinctivverſaͤhrung, nebſt einet tabellariſchen Ueberſicht der Friſten, von denen Präſcription der Klagen abhaͤngt, wie auch anderer fur jedes Rechtsgeſchaft beſtmmter. Hannover 1810. 8. S. 1142. ru dſ B e 1. Man kann nicht zum Voraus der Veraͤhrung entſagen, wohl Art. 2220. aber der ſchon vollendeten. 1) Dieſe Entſagung geſchieht entweder Art, 2221. ausdruͤcklich, oder ſtillſchweigend durch Thatſachen, welche eine Entſa⸗ gung auf das erworbene Recht enthalten; 2) Wer nicht veraͤußern Art. 2222. Spangenberg's Commentar Bd. HI. D4 kann, 306 Drittes Buch. Zwanzigſter Titel. kann, kann ſich auch nicht der vollendeten Verjährung begeben. II. Art. aa23. Den Richtern iſt es nicht erlanbt, die Einrede der Verjährung von Art. 2224. Amtswegen zu ſuppliren. IlI. Die Verjaͤhrung kann in jeder Lage des Prozeſſes, ſelbſt vor dem Appellationshofe, vorgeſchuͤtzt werden, falls nicht aus den Thatumſtaͤnden auf eine Entſagung derſelben geſchloſſen Art. 2225. werden känn. 1V. Hat der Schuldner oder Eigenthoͤmer der Veryaͤh⸗ rung entſagt, ſo kann jedoch jede andere Perſon, die Intereſſe da⸗ ben hat, z. B. in dem letztern Falle der Glaͤubiger, ſich auf dieſelbe Art. 2226. beziehen. V. Man kann das Eigentbum an Sachen, welche dem buͤr⸗ Art. aa27. gerlichen Verkehre entzogen ſind, nicht veraͤhren 1). VI. Auch der Staat, öffentliche Anſtalten und Gemeinden können durch Verjäbrung erwerben und verleren, und zwar auf dieſelbe Weiſe, wie Privat⸗ perſonen. 1) Auch nicht Mobilien. Art. 2279. Zweytes Kapitel. V 5 d e em Beneſt Be 5 Um durch Verjahrung erwerben zu koͤnnen, muß man Beſitz ge⸗ Art. a23. habt haben. Beſitz iſt vorhanden, wenn ſich Jemand in der körper⸗ lichen Inhabung oder Benutzung einer Sache, oder eines Rechts in eigenem Namen befindet, oder wenn in ſeinem Namen ein Dritter die Sache inne hat, oder das Recht ausuͤbt ¹). 1) S. Planck die Lehre von dem Beſitze, nach den Grundſäken des Franz⸗ Civitrechts. Goͤttingen 1810. 8.— Auch in OrsTERLIx Magazin. Bd. III. H. I. 2.— Von den fruͤhern Schriftſtellern iſt: Pornis traite de ja poſſeſñon, ed. par HoTTTAU zu vergleichen⸗ 5. 1144‧ Veſitz als Vedingung der erworbenen Verjährung. Art. 2229. Um durch Verjährung erwerben zu können, muß man binnen der geſehlichen Zeit in einem unnnterbrocheneh, ruhigen, ne Von der Verjaͤhrung. 307 I. zweydeutigen Beſitze, und zwar als Eigenthuͤmer, geweſen ſeyn. Hier⸗ At. 2230. n bey iſt zu bemerken: 1. Man hat ſtets die Vermuthung fuͤr ſich, daß e man in eigenem Namen und als Eigenthuͤmer beſitze, ſo lange nicht ls erwieſen wird, daß man im Anfange fuͤr einen Andern beſeſſen habe. n II. Hat man anfaͤnglich fuͤr einen Andern beſeſſen, ſo wird, ſo lange Art. a231. nicht das Gegentheil erwieſen iſt, vermuthet, daß man noch aus dem⸗ e ſelben Rechtsgrunde beſitze. II. Der gegenwärtige Beſitzer, welcher Att. a334. be ehedem beſeſſen zu haben darthut, hat in Ermangelung eines entgegen— ir ſtehenden Beweiſes die Vermuthung des Beſitzes waͤhrend der Zwi⸗ e ſchenzeit fur ſich. §. 1145. Folgerungen. I. Handlungen der freyen Willkuͤhr, wie auch die der bloßen Nach⸗ Ait. 2232. giebigkeit(tolérance), koͤnnen weder Beſitz noch Verjaͤhrung begruͤnden. II. Gewaltſame Handlungen eben ſo wenig; erſt mit dem Aufhoren der Art. a233. Gewolt iſt der Beſitz dazu geeignet. uut et. lehe Art. 2231. §5. 1146. me um die Verjaͤhrung zu vollenden, kann man den Beſitz ſeines Art. 2233. g Vorgaͤngers mit zu dem ſeinigen technen, ſey man auch unentgeldlich oder gegen Entgeltung, kraft eines allgememen, oder beſondern Rechts⸗ titels an deſſen Stelle getreten. de Von den Urſachen, die eine Ver)aͤhrung unmöglich machen. U. en ed 5. 117. Wer kann nicht verjähren? Verjähren kann nicht: I. wer fuͤr einen Andern beſiht, mag ſein Art. a236. der Beſitz auch noch ſo lange gedauert haben; alſo nicht die Nießbraucher, n Paͤchter, Depoſitare, Precariare, noch deren Erben. Ausgenommen, Art. 2237. Da2 wenn 308 Drittes Buch. Zwanzigſter Titel. Art. 238. wenn der Grund ihres Beſitzes entweder aus einer von einem Dritten herruͤhrenden Urſache, oder durch den dem Rechte des Eigenthuͤmers Art. 2239. entgegengeſekten Widerſpruch veraͤndert iſt. Wobl aber können die, welche die Sache von den genannten Perſonen mittelſt eines das Ei⸗ Art. 2230. genthum uͤbertragenden Rechtstitels erbalten haben, verzaͤhren. 11. Rie⸗ mand kann wider den Rechtsgrund ſeines Beſitzes verjaͤhren, d. h. man kann die Urſache und den urſpruͤnglichen Grund ſeines Beſitzes micht ſelb ſt veraͤndern; ſondern die Veraͤnderung muß durch einen Dritten art. 2241. geſchehen. Doch kann man die Befreyung von einer uͤbernommenen Verbindlichkeit durch Verſaͤhrung erlangen. Von den Urſachen, die den Lauf der Verjährung unterbrechen oder aufhalten. Erſter Abſchnitt. Von den urſachen, welche die Verjährung unterbrechen. 5. 1148. Arten derſelben. Art. 2242. Die Verjährung kann entweder natuͤrlich, oder rechtlich unter⸗ Lrt. 2243. brochen werden. Eine nauͤrliche Unterbrechung iſt vorhanden, wenn dem Beſitzer uͤber ein Jahr lang die Benutzung der Sache durch den vorigen Eigenthuͤmer, oder einen Dritten entzogen war⸗ Eine rechtliche Att. a24. Unterbrechung wird durch eine Vorladung vor Gericht, eine Aufforde⸗ rung zur Zahlung, oder Arreſtanlegung, welche demſenigen, deſſen Verjaͤhrung man unterbrechen will, inſinnirt worden ſind, erzengt; oder wenn der Beſitzer oder Schuldner das Recht deſſen, wider den er ber? aͤhrte, anerkennt. 5. 1149. Veſondere Regeln uͤber die geſetzliche Unterbrechung. I. Eine Vorladung vor das Vergleichsbureau des Friedensrichters ms an, in ſo fern Art. 2245. unterbricht die Verjaͤhrung von dem Tage ihres Datu i darauf eine binnen den beſtimmten Friſten geſchehene Vorladung vor II Auch eine Vorladung vor den incompetenten Rich⸗ Art. 2246. Die Unterbrechung iſt hedoch in beyden Faͤllen als nicht geſchehen zu betrachten: 1) wenn die Vorladung we⸗ gen Mangels an der Form nichtig ſt; 2) woin der Klaͤger von ſeiner Art. 2297. Klage abſteht, 3) wenn das gerichtliche Verfahren durch ſeine Schuld erliſcht), 4) wenn die Klage verworfen wird. Aufforderung und Anerkennung des Rechts deſſen, wider den verjährt wird, iſt zu bemerken: 1) die an einen Solidarſchuldner geſchehene Aufforderung oder deſſen Anerkennung unterbricht die Veräͤhrung aller,„ und ſogar ihrer Erber, 2) geſchab die Aufforderung an einen der Er Art. 2249. ben des Solidarſchuldners, oder geſchah die Anerkennung von demſel— ben, ſo wird die Verjaͤhrnng in Hinſicht der uͤbrigen Miterben nicht unterbrochen; ausgenommen, wenn die Berbindlichkeit untheilbar iſt. Eben dieſe Aufforderung oder Anerkennung unterbricht die Veraͤh⸗ rung in Anſehung der uͤbrigen Mitſchuldner nur fuͤr den Antheil, wo⸗ Um m Anſehung der uͤbrigen Mitſchuld⸗ ner die Verjährung fuͤrs Ganze zu unterbrechen, muß die Aufforderung an alle Erben des verſtorbenen Schuldners gerichtet werden, oder von ihnen allen die Anerkennung geſchehen. IV. Eme an den Hauptſchuld- Art. 2250. ner erfolgte Aufforderung, oder deſſen Anerkennung, unterbricht die Verjährung in Hinſicht des Buͤrgen. 1) Ueber Peremtion ſ. Code de procẽdure ſrangais art. 15. 397. Gericht erfolgte. fur dieſer Erbe verhaftet iſt. Die Verjaͤhrung laͤuft wider alle Perſonen, denen nicht eine durch Art. 2231. das Geſetz beſtummte Ausnahme zu ſtatten kömmt. ter unterbricht die Verhährung. Seh er Von der Verjaͤhrung. Abſchnitt. Von den urſachen, welche den Lauf der Verjährung aufhalten. F. Gru §. Solche Ausnahmen treten ein: J. in Anſehung der Minderjäßri⸗Art. a252. gen und Interdicirten, zedoch mit Vorbehalt der im Art. 2278, und 1I50. ndſat. 309 III. In Hinſicht der Art. 2248. ſonſt Art. Art. Art. Art. Ark. Art Arte Alt, 2260. 310 Drittes Buch. Zwanzigſter Titel. ſonſt(Art. 166 3. 1676. 2278.) vorkommenden Ausnahmsfaͤlle; U. in 2233. Anſehung der Ehegatten. 1) Zwiſchen ihnen laͤuft ſie nicht. 2) Sie 2254 laͤuft aber wider eine Ehefrau, die nicht in der Guͤtertrennung lebt, in Anſehung desenigen Vermoͤgens, wovon chr Ehemann die Verwaltung hat, jedoch mit Vorbekalt ihres Entſchaͤdigungsanſpruchs wider den⸗ a235. ſelben. 3) Sie laͤuft nach Art. 1561 nicht waͤhrend der Ehe in 2256. Ruͤckſicht der Veraͤußerung eines Dotal⸗Grundſtuͤcks 1). 4) Auf glei⸗ che Weiſe iſt waͤhrend der Ehe ihr Lauf gehemmt: a. in dem Falle, wo die Klage der Fran erſt nach ihrer Wahl der Annahme oder Aus⸗ ſchlagung der Guͤtergemeinſchaft angeſtellt werden kann; b. in dem Falle, wo der Ehemann, welcher ergenes Vermoͤgen der Frau, ohne deren Be⸗ willigung, veraͤußert hat, fuͤr den Verkauf Gewaͤhr leiſten muß, und in allen Faͤllen, wo die Klage der Frau in ihren Folgen auf den Mann 227 zuroͤckwirken wuͤrde. III. In Hinſicht der von einer Bedingung abhaͤn⸗ genden Forderungen, bis zum Eutritte dieſer Bedingung. IV. In Hin⸗ ſicht einer Klage auf Gewaͤbrleiſtung, bis die Entwaͤhrung wirklich ſtatt gefunden hat; V. in Hinſicht einer an einem beſtimmten Tage faͤlligen For⸗ 22s. derung, bis dieſer Tag erſchienen ſt; VI. In Hinſicht des Beneſiciarerben, in Anſehung der Forderungen, welche ihm auf den Rachlaß zuſtehn. Wohl aber laͤuft ſie: J. wider erbloſe Verlaſſenſchaften, wenn a9 gleich fuͤr dieſelben noch kein Curator beſtellt war: I. waͤhrend der drey Monate, welche zur Errichtung eines Inventars, und während der 40 Tage, die als Bedenkzeit verſtattet ſind. 1) Die einmal augefalgene Verjahrung wird durch die Dotaleigenſchaft nicht un⸗ terbrochen. Planck Von der Ver). S. 66.— S. auch Art. 1561. F Bon r erforderlichen Zeit. Erſter Abſchnitt. W m e § Berechnung der Zeit, Die Verzaͤhrung wird nach Tagen, und nicht nach Stunden be⸗ Art. z261. rechnet ¹). Sie iſt vollendet, wenn der letzte Tag der erforderlichen Friſt abgelaufen iſt*). Von der Verjaͤhrung. 311 in ¹) D. h. die beſtimmte Verzährungszeit fängt nicht von dem Augenblicke an zu ie laufen, wo der Beſitz zuerſt vorhanden war, ſondern von der naͤchſtfolgen⸗ den Mitternacht an. Z. B. ich erhalte den Beſitz eines Grundſtuͤcks, wel⸗ n ches ich in 10 Jahren durch Verjährung erwerben kann, am 1. Januar 1808 fruͤh zehn Uhr, ſo bin ich erſt am 2. Januar 1808, aber gleich von Mit⸗ n ternacht an, Eigenthuͤmer. S. Hrn. Prof. Schrader von einer doppelten in Zeitberechnung des Franz. Rechts in OßsTERLEx Mogazin Bd. III. S. 481 fag. — Anderer Meynung ſind Planck L. v. d. Ver). S. 310. 24cRARIAE Handbuch F. 83. not. 4. e, 2) Merkwuͤrdig iſt der Zuſatz in der lateiniſchen Ueberſetzung, welche die 6 Art. 2260 und 61. zuſammenzieht, und als Art. 2261. eine ganz neue ſ Verfuͤgung enthält. Beyde lauten namlich folgendermaaßen: Art. 2260 In praeſcriptione dies, non horae computantur; ipſa non- niſi toto poſtremo die completo adquiritur. in Art. 2261. In praeſeriptionibus, quae certo dierum numero explentur, um quicumque dies, etiam fertati, indiſtincte computantur. In 1llis praeſcriptio- nibus, quae ad menſes decurrunt, finguli menſes aequales habentur, licet inaequali dierum numero couſtent. n⸗ §. 1153. k. Arten der Verjaͤhrunt. Nicht eine gleiche Zeit iſt bey allen Verjährungen erforderlich. n Der Code kennt vielmehr: I. eine dreyßigjaͤhrige Verjaͤhrung, wel⸗ t che in der Regel eine Exſtinetivverjaͤhrung iſt, I. eine zehn⸗ und 40 zwanzig jährige, in der Regel als Adquiſitivveryaͤhrung bey Immobi⸗ lien, und II. eine dreyjahrige als Adquiſitivverzaͤhrung bey Mobi⸗ m lien(Art. 2279.). Dieſe alle ſind allgemeint Verjaͤhrungen, au⸗ ßerdem aber findet ſich noch eine beſondere Extinctivverjaͤhrung, welche im vierten Abſchnitt abgehandelt iſt. i Zweyter Abſchnitt. Von der dreyßigjahrigen Verjahrung⸗ §. 1154. ⸗ Dieſe iſt theils Erſtinetioverjaͤhrung, theils Adquiſitivverjährung. ) 5. 1155. ———— A —————— 312 Drittes Buch. Zwanzigſter Titel. Sonm 1. Erxſtinctivverjahrung von 30 Jahren. Art. 2262. In Hinſicht dieſer iſt zu bemerken: Alle ſowohl dinglichen als perſönlichen Klagen werden in dreyßig Jahren ver)aͤhrt, ohne daß der, welcher ſich auf dieſe Veyaͤhrung bezieht, verbunden waͤre, die⸗ ſelbe auf einen beſondern Rechtstitel zu ſtuͤtzen, und ohne daß ihm utt. a263. die Einrede der mala fickes opponirt werden koͤnnte. Desbalb kann der Schuldner einer Rente nach 28 Jabren, von dem Datum der letzten, ſeine Verbindlichkeit begruͤndenden Urkunde anzurechnen, geno⸗ thigt werden, auf ſeine Koſten ſeinem Glaubiger, oder deſſen Nach⸗ folgern, ein neues Bekenutniß daruͤber aufzuſtellen §. 1156. 2. Adquiſitivverjäbrung von 30 Jahren. In Hinſicht ibrer iſt zu beachten, daß Immwobilien durch 30 jährigen Beſitz erworben werden, wenn der Erwerber keinen, oder einen in Hinſicht der Form nichtgen Rechtstitel hat ¹).— Art. 2264. Ueber die Verjaͤhrung der Servituten ſ.§. 450 · 1) Arg. Art. 2267. Dritte ſchwitt⸗ Von der zehn⸗ und zwanzig jährigen Verjaͤhrung. 5. 1157. 1. Adquiſitivverjährung. à. Grundſatz. Art. 2263. Wer eine unbewegliche Sache bona ce(Art. 550), und justo titulo beſitzt, erwirbt das Eigenthum derſelben durch Veryaͤhrung: J. in zehn Jahren, wenn der wahre Eigenthuͤmer in dem Gerichtsbe⸗ zirke des Appellationsbofs wohnt, in deſſen Umfange die Sache S iſt; Il. in zwanzig Jahren, wenn derſelbe außer dieſem Bezirke ſeinen Wohnſitz hat. Wohnte der wahre Eigenthuͤmer eine Zeitlang in dem Gerichtsbezirk, eine andere Zeitlang aber außer Art. 2266. Von der Verjaͤhrung. 313 werden, um die zehn Jahre zu ergaͤnzen, zwey Jahre Abweſenheit für ein Jahr Gegenwart gerechnet. en 6 m I. Ein wegen Mangel an der Form nichtiger Titel kann die 10 Att. a267. oder 20 jaͤhrige Verjährung nie begruͤnden, ſondern nur die 30 jähri⸗ e ge ¹). II. Die bona fides wird ſtets vermuthet, ſo daß derjenige, i. der ſie leugnet, das Gegentheil beweiſen muß. III. Die bona fides Art. 226. . braucht nur im Angenblicke der Erwerbung vorhanden geweſen zu ſeyn, Art. 46%. um die Verjaͤhrung zu begruͤnden(mala fides superveniens non nocet). . 1) S. MaLEvIILLE Analyſe ad art. 96. 5. 1159. 2. Erſtinetivverjährung von 10 Jahren. Nach zehn Jahren werden Baumeiſter und Bauunternehmer frey, Art. 2270 fuͤr die von ihnen, oder unter ihrer keitung errichteten Gebaͤude und An⸗ lagen einzuſteben. S. uͤberdies Abſchn. IV.§. 1160. nro. VII. Virrter Abſchn it⸗ Yon einigen beſondern Arten der Verjaͤhrung. 6 1. Erſtinctive Verjaͤhrungen. Es verjahren ¹): I. binnen drey Monaten: die Klage auf Reduction einer ungerechten Theilung im Geſellſchaftscontracte ²). . II. Binnen ſechs Monaten: 1) die Klagen der Lehrer der grt. 221. n Wiſſenſchaften und Kuͤnſte, wegen des Unterrichts, den ſie monatsweiſe e geben; 2) die Klagen der Gaſt- und Speiſewirthe, wegen Wohnung in und Leferung des Unterbalts; 3) die Klagen der Arbeiter und Tagelöh⸗ ſ ner, wegen Bezahlung ihres Lohns, ihrer Lieferungen, und ihres Gehalts. Spangenberg'e Commeutar Bd. III. Rr III. n——. — 5 . Art. 2272. Art. 2273. Art. 2274. Art. 2275. 314 Drittes Buch. Zwonzigſter Titel. UI. Binnen einem Jahre: 1) die Klagen der Aerzte, Wund⸗ ärzte und Apotheker wegen ihrer Beſuche, Operationen und Arzeneymit⸗ tel; 2) der Hniſſiers auf die Gebuͤhren fuͤr Inſinuationen und ſonſti⸗ ge Auftrage; 3) der Kaufleute wegen an Richtkaufleute verkaufter Waaren; 4) der Unternehmer einer Erziehungsanſtalt, wegen der Un⸗ terhalts- und Erziebungskoſten, und der Lehrberren wegen des Lehrgel⸗ des; 5) der Dienſtboten, welche ſich jahrweiſe vermiethen, wegen des Lohns; 6) die Klage auf Verminderung oder Erhöhung des Kaufgel⸗ des ²); 7) die Klage auf Richtigkeit der Ehe); 3) die Klage auf Reſeiſſion einer Schenkung*); 9) alle poſſeſſoriſchen Klagen(z. B. Art. 559.) 6). IV. Binnen zwey Jahren: 1) die Klage aus einer enormen Verletzung*); 2) die Klage der Anwaͤlde auf Bezahlung ihrer Aus⸗ lagen und Gebuͤhren; und zwar von dem Zeitpuncte an, wo die Pro⸗ zeſſe entſchieden, oder unter den Partheyen verglichen, oder die Voll⸗ machten der Anwälde zuruͤckgenommen wurden. In Anſehung der noch unbeendigten Sachen können ſie wegen ihrer Auslagen und Gebuͤhren, die noch von laͤngerer Zeit als fuͤnf Jahren ruͤckſtaͤndig ſind, keine Klage anſtellen. 3) Die Klage gegen Huiſſiers auf Herausgabe der ihnen anvertrauten Actenſtuͤcke, von dem Zeitpuncte der Inſinnation oder Vollziehung ihres Auftrags angerechnet 5). Bey den nro. II. 1. 2. 3. MMI. 15. W. 2. angefuͤhrten Verjaͤb⸗ rungen treten noch folgende beſondere Regeln ein? 1) die in den gedach⸗ ten Fällen eintretende Verjährung findet ſtatt, wenn gleich mit den Lie⸗ ferungen, Dienſten und Arbeiten fortgefahren ſeyn ſollte. Sie laͤuft ſo lange, bis die Rechnung abgeſchloſſen, ein Schein, oder eine Schuld⸗ verſchreibung ausgeſtellt, oder eine nicht wieder perimirte Vorladung vor Gericht erlaſſen iſt. 2) Die, welchen dieſe Verjaͤhrungen entgegen⸗ geſetzt werden, können gleichwohl denjenigen, welche dieſelben vor⸗ ſchuͤtzen, uͤber die Frage, ob die Zahlung wirklich erfolgt ſey, den Eid zuſchieben. Den Witwen, Erben und Vormändern kann dieſer Eid nur dahin, daß ſie nicht wiſſen, daß der Klaͤger die Sache wirk⸗ lich zu fordern habe, zugeſchoben werden. v. Binnen drey Jahren: 1) die Klaze der Glaͤubiger gegen die Legatare 2); 2) die Klage der Glanbiger des Verſtorbenen auf Trennung der Verlaſſenſchaft 10). Von der Verjaͤhrung. 315 d VI. Binnen fuͤnf Jahren: 1) Die Klage gegen Richter und Art. 2276. Anwaͤlde auf Herausgabe der ihnen anvertrauten Aetenſtuͤcke; 2) der ſ fällige Ertrag beſtaͤndiger und Leib⸗Renten, Koſtgelder, Mieth? und u Pachtzins, Zinſen von geliehenem Gelde, und uͤberhaupt alles, was ſ jahrlich, oder nach kuͤrzern, regelmaͤßig wiederkehrenden Friſten zahl⸗ l bar iſt. VII. Binnen zehn Jabren: 1) die Rullitaͤtsklage 11¹); 2) l die Klage gegen den Bormund*2). uf Die in den Artikeln des gegenwaͤrtigen Abſchnittes vorkommenden Art. 2273. . Verjährungen laufen auch wider Minderjährige und Interdicirte, mit Vorbehalt des Entſchaͤdigungsanſpruches wider ihre Vormuͤnder. en 1) Ueber die Verjährung der Criminalklagen ſ. den Code d'inſtruetion eri- : ſo wie der Handelsklagen den Code de commercs. Z. B. Art. 2) Art. 1354. c 3) Art. 1622. n, 4) Art. 183. ge 5) Art. 937. e 6) Dode de procodure frangais art. 23. 7) Art. 1976. 8) Art. 2276. 5 9) Art. 809. c 10) Art. 880. ie: 11) Art. 1304. ſo 12) Art. 475. ld⸗ 5. 1161. n m 2. Adquiſitive Verjaͤhrungen. o Bey Mobilien gilt der Beſitz als Rechtsgrund 1)z d. b. bey allen art. aa79. beweglichen Sachen begruͤndet der bloße Beſitz das Eigenthum, ſo daß ſ weder von einer Vindication, noch von einer Vetrjaͤhrung bey denſelben i⸗ die Rede ſeyn kann ¹). Jeder entgegenſtehende Titel wird als durch ſpätere Ereigniſſe entkraͤftet und aufgehoben betrachtet, ja gar kein Gegen⸗ n beweis des Eigenthums zuläſſig. Nur zwey Ausnahmen erlaubt das Ge⸗ uf ſetz von dieſer Regel: I. wenn dargethan werden kann, daß der Eigenthuͤ⸗ mer den Beſitz durch Diebſtahl verlohren habe; II. wenn der Eigenthuͤ⸗ Rr2 mer — 316 Drittes Buch. Zwanzigſter Titel. Von der Verjaͤhrung. Art. 2280. mer durch das Verlieren der Sache um deren Beſitz kam. Derjenige 3 naͤmlich, welcher eine Sache verloren hat, oder dem ſie entwendet wor⸗ den iſt, kann waͤhrend dreyer Jahre, von dem Tage des Berluſits oder der Entwendung angerechnet, das Eigenthum derſelben gegen einen jeden, in deſſen Haͤnden er ſie findet, in Anſpruch nehmen; doch bleibt letzterem wider den, von welchem er ſie erhielt, der Regreß vorbehalten. Außer⸗ dem kann der urſpruͤngliche Eigentbuͤmer der Sache dieſelbe nur, gegen Erſtattung des Kauſpreiſes an den Beſitzer, zuruͤckfordern, wenn dieſer ſie auf einer Meſſe, einem Markte, oder in einer öffentlichen Verſtei— gerung, oder von einem Kaufmann, der mit dergleichen Sachen han⸗ 4 1) S. hieruͤber die ſcharfſinnige Erklärung des Hrn. Trib. Aſſeſ. Planck in d. Lehre v. d. Verjährung. S. 23 fag.— Der Artikel iſt eine von den crucibus interpretum.— Ueber andere Erklaͤrungen ſ. Dabelow Archiv Bd. V. S. 4 goo. Neue Leipz. Lttt. Zeit. 1809. S. 63. Heidelberger Jahr⸗ 1 buͤcher 1310. S. 56. §. 1162. Grundſätze, nach denen die altern Verjährungen beurtheilt werden müſſen. Art. 2281. I. Verzährungen, die zur Zeit der Promulgation des 20ſten Titels (S. 42.) ſchon ihren Anfang genommen hatten, werden nach den alten, zur Zeit dieſes Anfangs geltenden Geſetzen beurtheilt. II. Sie ſollen jedoch nach dem Ablauf von 30 Jahren vollendet ſeyn, wenn zu ibrer Vollendung nach den alten Geſetzen noch mehr als 30 Jahre erforder⸗ lich waren. ——————— Regiſtet Nr el len, Men hret det⸗ ſe Re 8 i ſt b p. Die Römiſche Ziffer bezeichnet den Vand, die Arabiſche die Seitc). —— in den Regiftern des Civtlſtandes iſt der Ciwilſtandsbeainte' verantwortlich. I. 186. Welche Abänderungen an den geſetzlichen Rechten der Ehegatten koͤn⸗ nen in der Eheſtiftung nicht verabre⸗ det werden? Ill. 9g. Abaͤnderungen in der Eheſtiftung finden nach geſchloſ⸗ ſener Ehe gar nicht, und vor deren Abſchliefung nur mit Beobachtung der vorgeſchriebenen Form ſtatt. 96. Wel⸗ che Abänderungen können die Ehegat⸗ ten machen in Anſehnng der geſetzli⸗ chen Guͤtergemeinſchaft 128. und in Anſehung der geſetzlich beſtimmten Gleichheit der Theilung? 137. Die vertragsmaͤßige Guͤtergemeinſchaft bleibt den Regaln det geſetzlichen fuͤr alle die Fälle unterworfen, welche nicht durch den Vertrag abgeaͤndert worden ſind⸗ 1390. Abänderungen an dem Plane eines im Ganzen verdungenen Gebau⸗ des berechtlgen den Unternehmer nicht zu einer Erhoͤhung des Preiſes. 196. 5 ern⸗ Abk uͤrzungen duͤrfen in den Regi⸗ ſtern des Ctvilſtandes nicht gemacht werden. l. 181. Ablieferung, ſ. Ueberlieferung. Abloͤſung. Jede beſtändige oder ie⸗ benslaͤngiiche Rente iſt abiösbar. 11. 9. 1II. 220. Auch der Lehnbeſitzer kann den Grundzins ablöſen. U. 71. A. A baͤnderung. Wegen Abaͤnderung Alle im Königreich Weſtphalen ſtehen geblibbenen Grundgerechtſame ſind fuͤr ablösbar erklärt. 73. In welchen Faͤl⸗ len der Schuldner zur Ablsſung der Rente gezwungen werden kann? 1II. 220. Eine Leibrente iſt in der Regel nicht abloͤsbar. 233. Abmarkung. Der Nachbar kann den Eigenthuͤmer zur Abmarkung ſeines Grundſtuͤcks zwingen. II. 49. Abrechnung. nung einklagbdrer Von der Abrechnung der Zahlung. Regein. III. 49. Auf die Schuld muß das abgerechnet wer⸗ den, was der Gläubiger von einem Buͤrgen zur Entledigung ſeiner Buͤrg⸗ ſchaft empfangen hat. 57. Im Fall einer Compenſation richtet ſich die Ab⸗ rechnung nach den allgemeinen Grund⸗ ſätzen. 59. Die Frau muß ſich den Werth des zum Brautſchatz gehsren⸗ ben Leinens und der Kleidungsſtuͤcke, welche ſie zuruͤcknimmt, in Abrechnung bringen laſſen, 148. Von der Abrech⸗ Forderungen der Geſellſchafter unter einander. 207. Zinſen, die der Erborger bezahlte, ohne ſie verſprochen zu haben, kann er nicht auf das Capital abrechnen. 210. Die Zinſen etner ihm zum Un⸗ terpfande gegebenen Forderung kann der Gläubtger in Abrechnung bringen. 254. Die Fruͤchte der unbeweglichen Sache werden bey dem antichretiſchen Rr 3 Contracte —— —————— 3*6 her vom Capital abgerechnet. 256. Abſchaffung. Das Colonatverhältniß iſt in Frankreich abgeſchafft. 11. 72. Ehegatten duͤrfen ſich in ihrem Rechts⸗ verhältniſſe nicht mehr auf die Land⸗ rechte, oder auf die Coutumes beru⸗ fen, denn dieſe ſind abgeſchafft. 94. Abſchätzung, ſ. Schaͤtzung: Abſchrift. Von den zur See aufge⸗ nommenen Geburtsurkunden werden den Ctvilſtandsbeamten am Wohnorte der Eltern nur keglanbte Abſchriften zugeſendet. I. 192. Von den Abſchrif⸗ ten der Urkunden. Bzweiskraft der⸗ ſelben wenn das Original noch vor⸗ handen iſt, und wenn daſſelbe fehlt. III. 72. Der Notar darf von den Eheſtiftungen keine Abſchriften geben, ohne die Abaͤnderungen zugleich mit abzuſchreiben. 96. Die Käufer von Grundſtuͤcken muͤſſen, um ſie von ge⸗ ſetzlichen Hypotheken zu befreyen, eine gehoͤrig heglaubigte Abſchrift des Con⸗ tracts in der Greffe des Tribunals er⸗ ſter Inſtanz niederlegen. 294. Der Hypothekenbewahrer muß jedem, der es verlangt, eine Abſchrift der in ſeine Regiſter eingetrggenen Urkunden mittheilen. 296. Vergl. Ausfenti⸗ gung. Urkunde. Adſetzung des Vormundes. Verfahren 1. 374. des Gegenvormundes. 364. Die Abſetzung beendigt die Vormund⸗ ſchaft. 389. Die Hypothekenbewahrer können wegen geſetzwidrigen Verfah⸗ rens abgeſetzt werden. IIl. 298. Abſicht, redliche oder unredliche, ſ. Redlichkeit. Abſicht. Welche Riederlaſſung in ei⸗ nem fremden Lande wird ſo gngeſehen, oft ſey ſie mit oder ohne Abſicht der Ruͤckkehr geſchehen? I. 137. Abſonderung,[. Befriedigung.. Grben. Hecken. Maugrn. Schulden 5 6 Regiſter. Contracte von den Zinſen, und nach⸗ Abſonderung des Vermoͤgens, ſ. Vermoͤgen. Abſtehen, ſ. Verzichtleiſtung. Abtretung. Die Beſtellung einer 4 2 A Abſonserung der Schulden, f. Abweſenheit⸗ Rente gegen Abtretung eines Grund⸗ ſtuͤcks hindert deren Ablösbarkeit nicht. II. 9. Zur Abtretung des Eigenthums kann der Staat den Eigenthuͤmer zwingen. 15. Der Nießbraucher kann ſein Nießbrauchsrecht einem Andern ab⸗ treten 32. aber nicht ſein Gebrauchs⸗ und Wohnungsrecht. 43. 44. Die Ab⸗ tretung erbſchaftlicher Sachen iſt ein Beweis der Annahme der Erbſchuft. 127. In welchem Fall derjenige, dim ein Miterbe ſein Erbrecht abgetreten hat, von der Theilung ausgeſchloſſen werden kann? 154. Der Schuldner iſt verpflichtet, die ihm auf die unter⸗ gegangene Sache zuſtehenden Rechte ſelnem Glänbiger abzuteeten. III. 6. unbewegliche Sachen, welche einer der Aſcendenten dem Ehegatten wegen ei⸗ ner Schuld abtrat, fallen nicht in die Guͤtergemeinſchaft. 103. Der Miether kann ſeine Rechte einem Andern ab⸗ treten 182, auch der Pächter; aber nicht der Theilpächter. 1890. Wenn der Erbe des Perſtorhenen ein Depo⸗ ſitum perkauſt hat, muß er den Kauf⸗ preis erſtatten, oder, im Fall dieſer noch ruckſtaͤndig iſt, ſeine Klage wider den Kaͤufer abtreten. 224. In wel⸗ chem Fall dem dritten Beſitzer die Ab⸗ tretung ſeines mit Hypothek beſchwer⸗ ten Grundſtuͤcks erlaubt iſi? 238. vergl. Verzichtleiſtung⸗ btretung von Schuldforderun⸗ gen, ſ. Uebertragung. otretung des Vermögens⸗ Permoͤgen. 5 btritt. Das Reinigen derſelben fällt dem Vermlether zur Laſt. II⸗ 159⸗ Vergl. Miſtgrube Abweichung, ſ. Abänderung. Das Vermogen des, amen Richterſcheinens wegen ungehorſamen Richt 6 e d n t nn ein fu im en ſin ur et⸗ hie 1. er l⸗ die het h her . n po uf ſer r el M t⸗ l. ilt 8 e, ſens jm Regiſter. zum bargerlſchen Tode Verurtheilten wird eben ſo verwaltet wie das des Ab⸗ weſenden I. 168. Von der Abweſen⸗ heit. Wodurch ſie entſteht. Wie wird das Vermögen einer als abweſend ver⸗ mutheten Perſon verwaltet? 219. Wo⸗ durch das Recht der Intereſſenten auf Abweſenhettserklärung begruͤndet wird. 221. Merfahren bei der Abweſenhetts⸗ erklärung. 222. Wirkungen der Abwe⸗ ſenheit. 224. Wie dieſe Wirkungen verhindert werden können. 225. Rech⸗ te, die dem Abweſenden verbleiben, wenn ſein hinteriaſſenes Vermögen den Intereſſenten zum vorlaͤufigen Beſitz uͤbergeben iſt. 227. Was er bet ſei⸗ nem Wiedererſcheinen zuruͤck bekoͤmmt. 227. Seine unbeweglichen Guͤter koͤn⸗ nen nicht veraußert, noch mit einer Hypothek beſchwert werden. 228. De⸗ ſinitive Theilung ſeines Vermögens. 229. Wenn er wiedererſcheint, oder wenn dargethan wird, daß er noch lebt, hoören die Wirkungen der Abweſenheits⸗ erklärung auf. 230. Rechte der Gilaͤu⸗ biger des Abweſenden. 231. Wer ein Recht des Abweſenden in Anſpruch neh⸗ men will, muß nach Erfordern deſſen Leben, oder deſſen Tod beweiſen. 231. Die dem Abweſenden waͤhrend ſeiner Abweſenheit angefallenen Erbſchaften kann derſelbe bey ſeinem Wiedererſchei⸗ nen zuruͤck verlangen. 233. Wirkun⸗ gen der Abweſenheit in Hinſicht auf die Ehe 233 und auf die Erbrechte. 234. Wer erhält die Aufſicht uͤber die minderhährigen Kinder des Abweſenden? 235. Die Abweſenheit des Aſcenden⸗ ten, dem der Notar das ehrerbietige Anſuchen vorzutragen hat, muß bewie⸗ ſen werden. Wodurch dieſes geſchieht. 241. Waͤhrend der Abweſenheit des Mannes kann die Ehefrau von dem Richter autorlſirt werden, vor Gericht aufzutreten und Verträge zu ſchließen. 268. Abweſenheit unter fuͤnf Jahren iſt keine Eheſcheidungsurſache mehr, 319 279. Die Abweſenheit des Mannes be⸗ gruͤndet die phyſiſche Unmoglichkeit der Vaterſchaſt. Auf die Größe der Entfer⸗ nung kömmt es dabey nicht an. 311. Statt der Abweſenden haben die eingewie⸗ ſenen Verwandten die Theilung zu erwir⸗ ken. II. 145. Bey Abweſenden tritt die nothwendige Verſiegetung der Verlaſſen⸗ ſchaft ein. 146. Wenn unter den Erben Abweſende ſind, muß der Teſtamentsexre⸗ eutor den Nachlaß unter Siegel legen laſſen 220. Um während der Abweſen⸗ heit des Mannes ihren Kindern eine Verſorgung zu geben, kann ſeine Frau ſich mit Genehmigung des Gerichts ver⸗ bindlich machen. III. 108. Die Ver)äh⸗ rungsfriſt der Klage wegen Verletzung bey einem Verkaufe läuft auch gegen Abweſende. 173. In wie fern kann das Vermoͤgen der Abweſenden mit Hy⸗ pothek beſchwert werden? a76. Abwe⸗ ſenhett außerhalb des Gerichtsbezirks verlängert die Verjährung. 312. Acceſſion gehört zu den einfachen Er⸗ werbsarten. II. 80. Acciſe und Umgeld iſt in Frankreich abgeſchafft. II. 68. Achtung iſt ein Kind ſeinen Eltern ſchuldig. I. 340. Vergl. Ehrerbie⸗ tung. Ackergeraͤthe gehoͤrt zu den unbeweg⸗ lichen Sachen II. 6. Ackerleute brauchen die von ihnen auszuſtellenden Schuldſcheine nicht ganz zu ſchreiben. III. 68. Ackervieh und Ackergeraͤthe hat der Beſchwerte taxiren zu laſſen, und bey der Wiederablieferung einen gleichen Werth zu erſtatten. II. 230. Actten gehoͤren zu den beweglichen Sa⸗ chen. II. 9⸗ Activa muͤſſen in dem Ju errichtenden Inventar angegeben werden. II. 137. Die Activa der erbloſen Verlaſſenſchaft muß der Curator eincaſſiren. 142. Aetivbeſtand. Was fallt in die Guͤ⸗ tergemelnſchaft, gis Actſobeſtand eR? 1 6 3 „* 320 Regiſter. ben? III. 107. und was gehoͤrt nicht dazu? 102. Wie geſchieht die Verthei⸗ lung deſſelben? 121. Adcitation ſ. Aufforderung. Adjudicgtion ſ. Zuſchlag. Adminiſtrator. Die Rechtswohlthat der Vermogensabtretung kann den Ad⸗ miniſtratoren nicht zukommen. III. 54. Adoption. Eheverbote bey. adoptirten Kindern. 246. Von der Adoption. Begriff. 328. Arten derſelben. 329. Adoption zum Beſten deſſen, den man ſechs Jahre lang pflegte. Erforderniſſe dazu, 329. und deſſen, der dem Adop⸗ tirenden das Leben rettete. Erforder⸗ niſſe dazu. 331. Wtetungen der Adop⸗ tion. 331 f. Form derſelben. 333 f. Abſchluß der Adoption. 335. Was ge⸗ ſchieht, wenn der Adoptirende ſtirbt, bevor das Gericht uͤber die Adoption entſchieden hat? 335. Ende der Adop⸗ tion. 336. Auf die Adoption hat der Pflegling ein Recht. 338. Sie been⸗ digt die Pflegſchaft; 339 aber nicht die elterliche Gewalt. 340. Advocat darf keine ſolche Proceſſe, ſtreitigen Rechte und Klagen, woruber das Gericht zu erkennen hat, auf ſich uͤberttagen laſſen. III. 158. vergl. An⸗ walt. Beyſtand⸗ Aechtheit einer Urkunde. In wel⸗ chem Folle wird vom Tribunale eine Beweisfuͤhrung über die Aechtheit einer Urkunde verfuͤgt? III. 68 Aftervermiethung. In welchem Falle der Miether dazu berechtigt iſt. M. 182. Wofuͤr iſt der Aftermlether dem Eigenthuͤmer verhaftet? 187. Afterverpachtung. Dazu iſt der Thenpaͤchter nicht befuat. III. 189. Agenten, geſandtſchaftliche, können im Auslande die Urkunden des Civilſtandes aufnehmen. I. 184. Alemanniſche Geſetze. I. 13. Alimente können dem buͤrgeriich Tod⸗ ten ſowohl durch Schenkung als Teſta⸗ ment gegeben werden. I. 167. II. 174. Die Allmentation iſt eine Verbindlich⸗ kett der Eitern 262. und der Kinder. 263. Auch iſt ſie in Hinſicht ehelicher Kider auf deren Aſcendenten ausge⸗ dehnt. 263. Ende der Alimentation. 263. Art und Weiſe der Atimenta⸗ tion. 264. Verminderung und Be⸗ freyung von derſelben. 265. Verwan⸗ delung der in baarem Gelde geleiſteten Alimentatton in dte Naturalalimetja⸗ tion. 266. Mlimente erhaͤlt die Frau, die wegen Exceſſe ꝛc. um Eheſcheidung von ihrem Manne nachſucht. 291. Wel⸗ che Summe die Frau erhalten ſoll, die wegen wechſelſeitiger Einwilligung auf Eheſcheidung klegt, muß durch ſchriftliche Uebereinkunft beſtimmt wer⸗ den. 299. Dieſe Uebereinkunft muß bei Einleitung der Klage beigebracht werden. 3z0o. Ueber die Alimente, die der Mann ſeiner Frau zu geben hat, wetn ſie ſich von Tiſch und Betee wol⸗ len ſcheiden laſſen. 308. Die bloß anerkannten unehelichen Kinder haben nur ein beſchränktes Recht auf Alimen⸗ te. 321. 324. Wann Klagen auf Ali⸗ mentation des unehelichen Kindes ſtatt finden koͤnnen? 325. Bwiſchen dem Adoptirenden und dem Adoptirten ent⸗ ſteht eine wechſelſeitige Alimentations⸗ pflicht. 332. Der minderzährige Pfleg⸗ ling ſoll die Alimente von den Erben des verſtorbenen Pflegers erhalten. 338. Das in Biutſchande oder Ehebruch er⸗ zeugte Kind kann nur Alimente for⸗ dern. II. 118. Wegen der Alimente, die ein in einem Hoſpiz aufgezogenes Kind erhalten hat, muͤſſen nach ſen nem Tode die Verwandten deſſelben das Hoſpiz entſchädigen. 124. Alimente ſind der Collation nicht unterworfen. 158. Wegen Verſagung derſelben kann der Schenker die Schenkung wiberru⸗ fen. 193. Wenn ein Vermächtniß in einer jaͤhrlichen Alimentationsſumme bei ſteht, ſo kann der Particularlegatar ndem Todestage des Te⸗ die Zinſen vo ch, der, cher ge one ſte⸗ Be an len lit au, un ol, ung tch ver⸗ muß ucht die t, vol bloß hen nen M ſalt dem ent nb i⸗ hen . e ſon nte, enes ſi das ente ſin⸗ ann rr in be atot ſtt Regiſter. ſtirers an Lerlangen. 217. Wenn eine Schuldforder ung Alimente betrifft, ſo findet keine Compenſation ſtatt. MI. 59. Veral Unterhalt. Allgemeinheit. Von der Ciauſel der Allgememheit bey der Eheſtiftung⸗ Allodium. In Allodium ſollen die Lehen verwandelt werden. die noch auf mehr als vier Augen ſtehen; die aber nur noch auf vier Augen ſtehen, ſind davon ausgeſchloſſen. II. 70. Akluvionen an dem Meere ſind Staatseigenthum II. 12. 21. Was man unter Alluvionen verſteht 20. und was nicht darunter begriffen iſt. 27. Den dadurch erhaltenen Zuwachs be⸗ nutzt der Nießbraucher. z2. Vergl. Inſei. Alter. In der Urkunde des Civilſtan⸗ des muß das Airer aller darin genann⸗ ten Perſonen ausgedruͤckt werden. J. 177. Beſtimmung des Alters der Zeu⸗ gen bey der Aufnahme der Urkunde des Civilſtandes. 179. Das ſcheinbare Alter des gefundenen Kindes muß im Protocoll bemerkt werden. 191. In den Helrathsurkunden muß das Alter der Chegatten und der Zeugen; 200. in der Sterbeurkunde das des Ver⸗ ſtorbenen und des anderu Ehegatten, oder ſeiner Verwandten ausgedruͤckt werden 203. Wenn der Abweſende hundert Jahre alt iſt, kann ſein Ver⸗ moͤgen definitiv vertheilt werden. 229. Beſtimmung des Aiters zur Eingehung der Ehe. 238. Wenn Kinder das be⸗ ſtimmte Alter noch nicht erreicht haben, ſo iſt die verſagte Einwilligung der El⸗ tern unbedingtes Ehehinderniß. 239. Beſtimmung des Alters der Kinder zur Abſchließung der Ehe nach geſche⸗ hener ehrerbietigen Anfrage, oder ohne Einwiligung ihrer Eltern, 241. ihres Vormundes oder des Familienraths. 245 In wie fern kommt das Alter in Betrocht bey den Klagen auf Un⸗ Spangenberg's Commentar Bd. II. 32I guͤltigkeit der Ehe? 236. bey der Ehe⸗ ſcheidung? 298. bey der Adoption? 329. bey Pflegaͤltern und bey dem Pfleg⸗ kinde? 337. bey der Dauer der vä⸗ terlichen Gewalt? 340. bey Kindern, die freywillig Kriegsdienſte nehmen wollen? 341. bey der Einſperrung der Kinder? 341. bey der Dauer des eiterlichen Nießbrauchs? 344. bey der Minderhährigkeit? 346. bey Ausſchla⸗ gung der Vormundſchaften? 368. bey der Emancipation? 390. bey der Voll⸗ jaͤhrigkeit? 393. bey mehreren zu⸗ gleich umgekommenen Menſchen? II. 87. bey der Faͤhigkeit, ein Teſtament zu machen? 173. bey Teſtamentszeugen? 207. bey der perſoͤnlichen Verhaf⸗ tung? II. 252. Vergl. Minder⸗ jaͤhrigkeit. Volljaͤhrigkeit. Alter(fruͤhere Geburt). Der aͤlteſte von den beyden Notarien, weſche bey dem Geſuch um freywillige EChe⸗ ſcheidung zugezogen wurden, behaͤlt das Ortginalconcept. I. 300. Im Fa⸗ milienrathe wird bey Gleichhett des Grades der ältere Verwandte dem jun⸗ gern vorgezogen. 356. Die fruͤhere Geburt hat auf die Succeſſion keinen Einfiuß. Il. 103. 227. Alter lder Gebaͤude). Weder der Ei⸗ genthuͤmer noch der Nießbraucher koͤn⸗ nen einander zwingen, das wieder auf⸗ zubauen, was vor Alter zuſammenge⸗ fallen iſt. II. 35. An dem vor Alter zuſammengeſtuͤrzten Gehaͤude hat der Niefbraucher kein Recht. 41. Aus⸗ beſſerungen, die durch Alter veranlaßt ſind, fallen dem Miether nicht zur Laſt. III. 188. Amortiſationscaſſe. Darin kann durch einen Notar die Summe depo⸗ nirt werden, deren Annahme der Gläu⸗ biger verweigert hat. lII. 51. Amt(oͤffentliches). Durch die von dem Kaiſer nicht genehmigte Annohme eines oͤffentlichen, von einer fremden Regierung verliehenen Amts verbert Ss man Anerbieten. 322 I. 157. Wo der zu einem öffentlichen Amte auf Lebenszeit berufene Staats⸗ buͤrger ſeinen nothwendigen Wohnſitz hat. 216. Wer, Kraft des öffentli⸗ chen Amts, was er bekleidet, von der Vormundſchaft befreyet iſt? 36. Beſteht ein Legat in et⸗ ner unbeſtimmten Sache, ſo darf der Erbe nicht die von der ſchlechte⸗ ſten Beſchaffenheit anbieten. II. 218. Der Glaͤubiger kann nicht gezwungen werden, ſatt der ihm ſchuldigen Sache eine andere ihm angebotene anzuneh⸗ men. III. 4ga Wenn der Vertrag eine nur threr Gattung nach beſtimmte Sache betrifft, ſo darf der Schuldner keine von der ſchlechteſten Beſchaffen⸗ heit anbteten. 43. Von dem Anerbie⸗ ten der Zahlung. Begriff. 1kl. 49 Erſorderniſſe zur Guͤltigkett des An⸗ erbietens. Verfahren. 50. Anerkennung. Die Anerkennungs⸗ urkunde kann die verloren gegangene Verleihungsurkunde uͤber Servituten erſetzen. 1I. 64. Privaturkunden, wel che anerkannt ſind oder fuͤr anerkannt den Geſetzen nach gehalten werden, haben diefelbe Beweiskraft, wie oͤffent⸗ liche Urkunden. HI. 67. In weichem Fall der Richter ſie fuͤr anerkannt er⸗ klären kann? 68. Von Anerkennungs⸗ urkunden. Begriff. 73. Faͤllen ſie von der Vorlegung der Pri⸗ mordiaiurkunde befreyen? 74. Durch gerichtliche Anerkennung entſteht eine gerichtliche Hypothek. 275. Die An⸗ erkennung des Rechts deſſen, wlder den verjährt iſt, unterbricht die Ver⸗ ſährutg⸗ 309.. Anerkennung des Kindes. Von den Ancikennungsurkunden unehelicher Kinder. I. 103. Das im Publteum immer fuͤr das Klnd des beſtrittenen Vaters anerkannte Kind begruͤndet ken Beſitz der Kindſchoft. 316. Die An⸗ erkennung des Kindes muß der Legiti⸗ Anfall. Anklage. Ankuͤndigung ſ. In welchen“ Regiſter. man die Eigenſchaft eines Franzoſen. mation vorangehen. 327. Von der Anerkennung der unehelichen Kinder. Begriff. Erforderniſſe. 322. Wirkun gen. 323. Wer die Anerkennung ber ſtreiten kann? Eine getichtliche Aner⸗ kennung kann nur in Hinſicht der Mutter erzwungen werden. 324. Die Anerkennung verpflichtet den Vater zur Alimentation. 325. Das unehe⸗ liche Kind muß geſetzlich anerkannt ſeyn, um zur Succefſien ſeiner Eitern ge⸗ langen zu konnen. II. 113. Von dem Anfall des Erb⸗ rechts U. 86. und der Erbfoige. 89. Anfang des Beweiſes, ſ. Be⸗ weis. Derjenige, welcher wider den Erblaſſer eine falſche Anklage we⸗ gen eines Capitalverbrechens erhoben hat, iſt von der Erbſchaft ausgeſchloſ⸗ fen. Ii. 90. Eine peinliche Anklage gegen den Verfälſcher der Urkunde hemmt die Vollziehung derſelben. III. 55. Bekanntma⸗ chung. Anlagen kann der Eigenthuͤmer über und unter der Oberflaͤche ſeines Bo⸗ dens machen. H. 18. Sie werden als ihm zugehoͤrig betrachtet. Was kann der Eigenthuͤmer verlongen, wenn ſit von einem Dritten gemacht ſind? 19. oder wenn derzenige, von dem ſie her⸗ ruͤhren, Beſitzer in gutem Glauben war? 20. Die Aulegung und Aus⸗ beſſerung der Stroßen und anderer öf⸗ ſentuchen und Gemeindeanlagen iſt eine geſetzliche Servitut. 49. Von dem Zwiſchenraum, der bey gewiſſen An⸗ lagen gelsſſen werden muß. 56. Die ſich burch änßere Anlagen akäͤndigen⸗ den Servituten ſind augenfällge. 6t. Der Eigenthuͤmer der Servltut hat das Recht, alle zu deren Gebrauch und Erhaltung nöcthigen Anlagen zu machen. ög. Neue Anlagen auf dem Legats ſind als Theile Grundſtuͤcke des Les miethuns deſſelben zu betrachten⸗ 27. i et er Ne e⸗ n, n h Nr e en ge de . nn ſt . kr⸗ en 16 iſ⸗ ine em ln⸗ Die en⸗ 61. hat 0 zu en tilt it n Anlegung. Anlehnen Regiſter. 323 miethung koſiſpieliger Anlagen verbin⸗ det im Fall der Aufhebung des Mieth⸗ contracts zu einer Entſchůdigung. lii. 186. Das aus dem Mobiliars vermögen des Abweſenden geloͤßte Geid muß der Eingewieſene gleich wieder anlegen. 1. 227. Der Vormund muß fur die Anlegung der Gelder des Min⸗ derzährigen ſorgen. 379. Wenn der Nießbraucher keine Buͤrgſchaft leiſtet, ſo wird das darunter begriffene baare Geld angelegt. II. 34. Der uͤberle⸗ bende Ehegatte muß, wenn er zur Erbfolge gelangt, das bewegliche Ver⸗ moͤgen anlegen. 122. Der mit einem Fleicommiß Beſchwerte muß dte dazu gehsrenden Gelder anlegen. 230. In welchen Fällen haftet der Mann fuͤr die unterlaſſene Anlegung des Kauf⸗ preiſes der von ſeiner Frau veräußer⸗ ten Immobilien? UI. 116. Die aus den Dotalgeldern angeſchaffte unbeweg⸗ liche Sache gehort nicht zum Braut⸗ ſchatze, wenn nicht die Anlegung die⸗ ſer Gelder in der Eheſtiftung vorbe⸗ halten wurde. 1458. Was vom Kauft preiſe eines veräußerten Dotalgrund⸗ ſtucks uͤbrig bleibt, muß wieder ange⸗ legt werden. 146. Der Glaͤubiger ei⸗ ner Rente kann das Vermoͤgen des Schuldners verkaufen laſſen, und den Kaufpreis anlegen. 233. Anlehn ſuͤr ſeine Pupillen kann der Vormund ohne Genehmigung des Fa⸗ millenraths nicht aufnehmen. I. 380. Eben ſo wenig der emancipirte Min— derſaͤhrige; 397. und ohne Mitwir⸗ kung ſeines Beyſtandes auch nicht der Interdicirte 308. und der Verſchwen⸗ der. 302. Die Wiltwe, wreiche in Guͤtergemeinſchaft lebte, kann während ihrer Bedenkzeit zu ihrem Unterhalt ein Anlehn aufnehmen. Ill. 120. Vergl. Darlehn. an die gemeinſchaftiiche Mauer darf keiner der Nachbaren ein Werk. 1I. 33. Annahme. Der Glaͤubiger, der Lon einem der Schuldner ſeinen Antheil beſonders annimmt, entſagt der Soll⸗ darverhaltniſſe nur in Beziehung auf dieſen Schuldner. II. 36. Er ver⸗ liert ſeine Solldarrechte nur in Ruͤck⸗ ſicht der ſchon falligen Zinſen, wenn er den Antheil eines der Mitſchuldner an Zinſen ohne Vorbehalt annimmt⸗ 37. Wenn der Schuldner mehrerer Poſten eine Quitung uͤber einen dieſer Poſten angenommen hat, kann er nicht verlangen, daß das Bezahlte auf einen andern Poſten abgerechnet werde. 49. Wenn der Gläubtger die Annahme der Zahlung verwetgert, kann der Schuld⸗ ner ſie deponiren. s0. Der Schuld⸗ ner, welcher die von dem Glaͤubiger an einen Dritten geſchehene Ceſſton feiner kann nicht mehr compenſiren 39. ſon⸗ dern ſetzt den Ceſſionar in den Beſitz ſeiner Forderung. 176. Folgen der von der Frau geſchehenen Annahme des Vermoͤgens der Guͤtergemeinſchaft nach deren Aufhebung. 117. 121. Der Arbeiter hat keinen Anſpruch auf Ar⸗ beitslohn, wenn die von ihm verfer⸗ tigte Sache vor deren Annahme zu Grunde ging. 195. Der Mandats⸗ contraet wird erſt durch die Annahme guͤltig. 234. In welchem S der Gläubiger ſtatt des angenommenen zah⸗ lungsunfähigen Buͤrgen keinen andern bekommen kann? 241. Die vom Gläu⸗ biger freywillig geſchehene Annahme ei⸗ ner Sache an Zahlungsſtatt befreyt den Buͤrgen. 244. Annahme der Erbſchaften. Wie ſie Namens der Minderſährigen von beſſen Votmund geſchehen kann. I. 382. Von der Annahme der Erbſchaft. Wire kungen der Aunahme. II 125. Form derſelben. 126. Uebertragung des Rechts der Annahme auf die Erben. An⸗ fechtung der Annahme. 127. Binnen welcher Zeit die Befugniß, eine Erb⸗ Ss 2 ſchaft Forderung angenommen hat, 324 ſchaft anzunehmen, verjährt? 132. Je⸗ der Erbe kann die ihm zugefallene Erbſchaft mit dem Vorbehalt des In⸗ ventars annehmen. 133. Daß man die Erbſchaft angenommen habe, muß man darthun, um die Theilung nach⸗ ſuchen zu können. 145. Annahme der Schenkungen. Eine dem Minder)aͤhrigen zugefallene Schen⸗ kung kann der Vormund nur mit Ge⸗ nehmigung des Famlltenraths anneh⸗ men. I. 383. Von der Annahme der Schenkungen. Wie ſie geſchehen muß, und wer eine Schenkung annehmen kann. II. 186. Gegen die unterlaſſene Annahme findet keine Wiedereinſetzung in den vorigen Stand ſtatt. 188. Dem Beſchwerten iſt es verboten, durch die Annahme eſner ſpätern Schenkung ei⸗ ner fruhern zu entſagen. 227. Wenn der Schenkung das Verzeichniß der Schulden nnd Loſten nicht beygefuͤgt iſt, muß der Beſchenkte die Schen⸗ kung entweder ganz annehmen, oder ganz ausſchlagen. 234. Die Annahme der Schenkung iſt nicht nothwendig⸗ wenn ſie in einer Eyeſtiftung gemacht wurde. 235. Annahme an Kindesſtatt, ſ⸗ Adoption⸗ Anrechnung. Dadurch geſchteht die Collation beweglicher Sachen, lI. 139. und nur durch ſie werden bewegliche Sachen conferirt. Wie die Anrech⸗ nung geſchieht. 161. Der Auszahler des Legats darf das einem Glaͤubiger⸗ oder Dienſtboten hinterlaſſene Vermächts niß nicht auf deſſen Forderung, oder deſſen Lohn anrechnen. 218. Jeder Geſellſchafter haftet der Geſellſchaft fuͤr den durch ſeine Schuld entſtandenen Schaden, ohne die ihr verſchafften Vortheile in Anrechnung bringen zu können. III. 208. Der Lether kann die geliehene Sache nicht zuruckbehal⸗ ten, um ſie auf eine Schuld des Ver⸗ teihers in Anrechnung zu bringem. 216. Regiſter. Die Partheyen können in einem antl⸗ chretiſchen Contracte verabreden, daß die Fruͤchte auf die Zinſen in Abrech⸗ nung gebracht werden ſollen. 256. Vergl. Compenſation. Anſchlag(oͤffentlicher). Oeffent⸗ lich angeſchlagen muͤſſen werden: das Erkenntmß, welches oie Adoption zu⸗ laßt;. 334. der Verkauf der unbe⸗ weglichen Guͤter des Minderſährigen; 381. der dreymalige Aufruf der Er⸗ ben, ehe der uͤberlebende Ehegatte, oder der Staat in den Beſitz eingewie⸗ fen werden können; II. 122. die Ver⸗ ſteigerung der dem PVerderben unter⸗ worfenen Sachen aus dem Nachlaß; 135. der Verkauf der Mobilien einer Beneficiarerbſchaft; 139. die geſchehene Vermogensabſdnderung; III. 115. die wiederhergeſtellte Guͤtergemeinſchaft; 117. die Verſteigerung des Dotalgrund⸗ ſtuͤcks; 145. und die Verſteigerung ei⸗ nes mit Hypothek beſchwerten Grund⸗ ſtuͤcks. 292. Anſchwemmung, ſ. Alluvion. Anſpruche, die ein Franzoſe an ei⸗ nen Ausländer macht, kann er vor franzoſtſchen Gerichten ausfuͤhren. I. 161. Anſtalten,(oͤffentliche), koͤnnen nur mit Genehmigung des Kayſers ein Geſchenk oder ein Vermächtmß anneh⸗ men. II. 175. Die zu ihrem Vortheil gemachten Schenkungen werden von den dazu ermächtigten Verwaltern der⸗ ſelben angenommen. 186. Die Ver⸗ walter öffentlicher Anſtalten dürfen die threr Sorgfalt anvertrauten Sachen nicht an ſich kaufen. III. 158. ileber die Verpachtung der dem öffentlichen An⸗ ſtalten gehoͤrtgen Guͤtet exiſttren beſon⸗ dere Verordnungen. 181. Heffentliche Anſtalten koͤnnen ſich nur wit Geneh⸗ migung des Katſers vergleichen⸗ 246. Sie haben eine geſetliche Hypothek auf das Vermögen ihrer Adminiſtrato⸗ Sze konnen durch Verjäh⸗ ven. 274 Sie 2 n aß ch. 6. nt das l he⸗ u; Et⸗ te, ie⸗ e ere 5; her ene die ft; nd⸗ ei⸗ nd ihren Antheil. 94⸗ d rung auf dieſelbe Weiſe erwerben ober vertieren, wie Privatperſonen⸗ 306. Anſuchen(ehrerbietiges) ſ. Ehr⸗ erbietiges. Antheil an Finanz: Handels und Gen werbsgeſellſchaften gehoͤrt zu den be⸗ weglichen Sachen. II. 9. Vollbuͤrtige Verwandte erhalten in beyden Linien Der Antheit des die Erbſchaft Ausſchlagenden waͤchſt ſei⸗ nen Miterben zu. 128. Der Erbe, welcher Erbſchaftsſtuͤcke unterſchlaͤgt oder vetheimlicht, wird ſeines Antheils dar⸗ an verluſtig. 133. Bey der Verthei⸗ tung der Erbſchaftsmaſſe ſoll darauf geſehen werden, daß in den Antheit eines Jeden wo moͤglich eine gleiche Menge Sachen von derſelben Natur und von gileichem Werthe fallen. 132. Zur Bezahluug der Schulden des Erb⸗ laſſers traͤgt ſeder Erbe nach Verhält⸗ niß ſeines Antheils bey. 161. 162. 163. Nach geſchehener Theilung wird jeder Miterbe ſo betrachtet, als habe er alle in ſeinem Antheile begriffenen Gegenſtände allein und direct geerbt. 164. Nach Verhältniß ſeines Antheils iſt der Miterbe zur Evictionsteiſtung perſoͤnlich verbunden⸗ 165⸗ Wenn der Teſtator den Antheil eines Jeden un⸗ beſtummt gelaſſen hat, wird das Ver⸗ maͤchtniß als Mehreren in Verbindung gegeben betrachtet. 224. Der von Eir nein der Solldargläubiger geſchedene Er⸗ taß der Forderung befreyt den Schuld⸗ ner nur fuͤr den Antheil dieſes Glaͤu⸗ vigers. III. 34. 36. Wenn einer der Solidarſchuldner einziger Erbe des Glaͤubigers wird, ſo erliſcht die Schuld nur für ſeinen Antheil. 36. Wenn einer oder mehrere der Mitſchuldner zahlungsunfaͤhlg werden, ſo geſchieht die verhältnißmaͤßige Vertheilung des Antheils des Inſolventen unter alle Schuldner. 38. Die Erben haben nur für den Antheil, deſſen Beſitz auf ſie übergegangen iſt Verbindlichkeiten. 39⸗ Regiſter. 325 Der Erbe muß dem Schulbner ben An⸗ theil des)enigen Miterben, welcher den Erlaß der Sache zugeſtanden, oder den Werth der Sache empfangen hat, ver⸗ guten. zo. Wenn dle Erben der Frau uͤber die Annahme der Gütergemeln⸗ ſchaft uneinig ſind, ſo kanu derſenige, welcher ſie annimmt, nur den auf ſeinen Kopf fallenden Erbantheil nehmen. 123⸗ Wenn ein Chegatte zur Guͤtergemein⸗ ſchaft gehoͤrige Sachen unterſchlagt oder verheimlicht, ſo wird er ſeines Antheils daran veriuſtig. Forderungen des ei⸗ uen Ehegatten an den andern können auf den ihm aus der Maſſe zugefalle⸗ nen Antheil geltend gemacht werden⸗ 123. 124. Wos iſt Regel, wenn der⸗ abreder iſt, daß der Ehegatte oder ſeine Erben nur einen beſtimmten Antheil an der Guͤtergemeinſchaft haben ſollen? 137. Wenn Mehrere zuſammen ein gemeinſchaftliches Grundſtuͤck verkauft haben, ſo kann jeder von ihnen, oder feine Erben, nur fuͤr ſeinen Antheil den Wiederkauf geltend machen. 171. Hat ein Jeder ſeinen Antheil einzeln verkauft, fo kann er, oder ſeine Erben⸗ nicht gezwungen werden, das Ganze ant zunehmen, im Fall er den Wiederkauf geltend macht. 172. Beſtimmungen über die Antheile derer, weiche einen Vtehpacht eingehen. 198. 199. 200. 202. Wenn ein Geſellſchafter ſeinen ganzen Antheil erhält, und der Schuld⸗ ner darauf inſolvent wird, ſe muß er das Empfangene in die gemeinſchaftliche Caſſe werfen. 207. Beſtimmung der Antheile der Geſellſchafter an Gewinn und Verluſt. 209. 212. Was ein je⸗ der Geſelſchafter thut, iſt ſelbſt fur den Antheiſ ſeiner Geſellſchaſter guͤltig. 209. Unter mehreren Buͤrgen muß zeder fuͤr ſeinen Antheil belangt werden. 242. Einem Buͤrgen, der bezahlt hat, ſiehe ein Cntſchaͤdigungsanſpruch wider die übrigen Buͤrgen, und zwar wider ei⸗ nen jeden fuͤr ſeinen Antheil zu 244⸗ Ss 3 Wie S 2 — 326 Regiſter. Wie ſichert eln Miterbe ſein Privileg auf das in jeden Antheil gefallene Ver⸗ moͤgen? 270. Der Antheil eines Mit⸗ erben an einer ungetheilten Erbſchaft kann von ſeinen Glaͤubigern nicht vor der Theilung verkauft werden. 299. Vergl. Theilung. Antichretiſcher Vertrag ſ. Pfand⸗ nutzung. Antretung der Erbſchaft iſt unwider⸗ rufbar. II. 133. Anwalt wird bey Eheſcheidungsklagen waͤhrend der Vorladungsfriſten beſtellt; I. 384. aber in dem oͤffentlichen Au⸗ dienztermin nicht zugelaſſen, wenn der Kläger nicht in Perſon erſchetnt. 286. Darf den Partheven bey der Klage auf Scheidung von Tiſch und Bett in dem Termin, welche die Wiederausſoͤhnung derſelben bezweckt, nicht beyſtehen. 307. Bey den Anwälden findet wegen Zuruck⸗ gabe der Urkunden und der fuͤr thre Parthehen erhobenen Gelder koͤrpetliche Verhaftung ſtatt. 230. Friſt, binnen welcher ihre Klage auf Bezahlung ih⸗ rer Auslagen und Gebuͤhren verjaͤhrt. 314. Desgleichen die Klage auf Her⸗ ausgabe der ihnen anvertrauten Acten⸗ ſtuͤcke. 315. Vergl. Advocat. Bey⸗ ſt a nd. Anweiſung. In welchem Fall kann die Ausubung einer Servitut gegen die urſpruͤngliche Anweiſung veraͤndert werden? II. 653. Wenn jedem Teſta⸗ mentsexecutor ſein beſtimmtes Geſchäft angewieſen iſt, fallt ihre ſolidariſche Verbindlichkeit weg. 220. Mehrere Legatarien ſtehen in Verbindung, wenn jedem von ihnen nicht ein beſtimmter Then an der vermachten. Sache ange⸗ wieſen war. 224. Es iſt keine Dele⸗ gation, wenn der Schuldner eine Per⸗ ſon anwieß, die an ſeiner Steſie zahlen ſoll, und keine Novation, wenn der Glaͤubiger eine Perſon anwieß, wel⸗ che fuͤr ihn die Zahlung empfangen ſoll. il. 56. Vergl. Ueberweiſung. Anwuchs, ſ. Anſchwemmung. Anzeige. Die Uebertretungen der Ci⸗ vilſtandsbeamten muß der Kaiſerliche Prochrator anzeigen. I. 186. Wem und von wem muß die Geburt eines Kindes angezeigt werden? 188. und wie iſt es mit gefundenen Kindern zu halten? 191. Der Kaſſerliche Procu⸗ rator muß auf die Anzeige von dem geſchehenen Betruge des Ctviſtandsbe⸗ amten die Entſchädigungsklage wider deſſen Erben richten. 261. Der Nieß⸗ braucher muß dem Eigenthuͤmer die ge⸗ ſchehenen Eingtiffe anzeigen. II. 38. Der Erbe, welcher die Ermordung des Verſtorbenen dem Gerichte nicht an⸗ gezeigt hat, iſt der Erbfolge unwuͤr⸗ dig. 9o. Der Miether und Pachter muͤſſen dem Eigenthuͤmer die Stoͤrun⸗ gen anzeigen. II. 183. 190. Anzei⸗ gen muß es der Pachter dem Eigen⸗ thuͤmer, wenn er ſein Vieh einem An⸗ dern zur Nutzung uͤberlaſſen, und wenn er die Schur vornehmen will. 199. Der Verwahrer muß dem Eigenthüͤ⸗ mer von der bey ihm deponirten ge⸗ ſtohlnen Sache Anzeige thun. 224. Eine unbeſtimmt uͤbernommene Buͤrg⸗ ſchaft erſtreckt ſich auch auf alle die Ko⸗ ſten, welche nach der dem Buͤrgen da⸗ von ertheilten Anzeige entſtanden ſind. 240. Wenn der Buͤrge ſich der Rechts⸗ wohlthat des Zuvorausklagens bedienen will, muß er dem Glaͤubiger das Ver⸗ mögen des Hauptſchuldners anzeigen. 241. Der Buͤrge kaun von dem Schuldner nur fuͤr dtejenigen Koſten Entſchädiqung verlangen, welche nach geſchehener Anzeige der Klage von thm ausgelegt worden ſind. 223 Was hat es fuͤr Folgen, wenn der Buͤrge zahll⸗ ohne es dem Hauptſchuldner anzuset gen? 243. Apotheker. Unter welchen Bedingun⸗ gen kann er dasſenige behalten⸗ was ihm der Kranke waͤhrend der letzten nkt hat? II. 174. Die Krankheit geſche Klage . ce em u zu (U em be⸗ der eß⸗ gen 5. nz n r⸗ et un⸗ jet⸗ en⸗ An ent 09. hi⸗ i⸗ ſrg Ko⸗ da⸗ d. his nen Jer⸗ eu. en ſyn tach ön hat h, zei ul⸗ vns zeth du iahe Regiſter. 327 Klage wegen gelieferter Arzneymittel ver)ährt binnen Einem Jahre. III. 314. pellation von Erkenntniſſen uͤber die Urkunden des Civilſtandes; I. 187. von Berichtigungsurtherlen uͤber dieſe urkunden; 212. von Erkenntniſſen uͤber Aufhebungsklagen von Einſpruch; 254. von Erkenntniſſen in Eheſcheidungsſa⸗ chen 292. und in Eheſcheidungsklagen wegen gegenſeitiher Einwilligung. 302. Gegen die Beſtrafung eines Mitgliedes des F̃amillenraths findet keine Appellation ſtatt. 358. Appellation kann eingelegt werden gegen die Erkenmtniſſe uͤber den Beſchluß des Familienraths, 360. uͤber die Abſetzung des Vormundes, 377. und über den vom Vormunde vorgeleg⸗ ten Verkauf der unbewegtichen Guͤter des Pupillen. 381. Sie kann ferner eingeſegt werden gegen das Erkenntniß auf Interdiction, 398. auch von der Fran des interdicirten Mannes gegen den Beſchluß des Familtenraths und das Erkenntniß des Tribunais. 399. Wenn gegen ein den Partheyen unbe⸗ kanntes lirtheit noch Appellation zulaͤſſig iſt, ſo iſt der von ihnen eingegangene PVergleich gaͤltig. III. 248. Die Ap⸗ pellation ſchlebt die körperliche Verhaf⸗ tung nicht auf. 252. Sie hindert duch nicht den gerichtlichen, Schulden hal⸗ ber vorzunehmenden Verkauf. 301. Appellationshof hat die Eheſchei⸗ dungsſachen als eilig zu behandeln. I. 292. Verfahren, wenn Eheſcheidungs⸗ kiagen wegen gegenſeitiger Einwilligung vor ihn gebracht werden. 303. Ihm muß binnen Einem Monath die Ent⸗ ſcheidung des Tribunals uͤber die Adop⸗ tion vorgelegt werden. 334. Der Praͤ⸗ ſident des Appellationshofes kann den vom Tribunal erlaſſenen Verhaftsbeſehl zur Einſperrung des Kindes aufheben oder mäßigen. 342. Was der Appella⸗ tionshof bey dem Anſuchen auf Inter⸗ diction thun kann. 399. Nur einen ſolchen Buͤrgen kann der Schuldner vor⸗ ſchlagen, deſſen Wohnſitz im Gerichts⸗ bezirke des Appellattonshofes befindlich iſt. III. 240. Der Buͤrge, im Fali er ſich der Rechtswohlthat der Zuvor⸗ ausklage bedient, kann dem Gläubiger keine Vermogensſtuͤcke angeben, die außerhalb des Bezirks des Appellarivns⸗ hofes liegen. 242. Die Verjahrung kann ſelbſt vor dem Appellatlonshofe vorgeſchuͤtzt werden. 306. Wer eine unbewegliche Sache bona ſide beſitzt, erwirbt das Eigenthum derſelben durch Verlährung eher, wenn er in dem Be⸗ zirke des Appellationshofes, als wenn er außerhalb demſelben wohnt. 312. Arbeit. Die von einem Dritten aufge⸗ wandten Arbeitskoſten hat der Eigen⸗ thuͤmer zu erſetzen, wenn er die Fruͤchte davon erndten will. II. 17. 19. 25. Die Arbeitskoſten muß der Gebraucher bezahlen, wenn ihm der Verleiher alle Fruͤchte zugeſteht; 44. auch der Woh⸗ ner, wenn er das ganze Haus be⸗ wohnt. 4. Vom Miethcontracte uͤber Arbeit. II. 180. Er heißt Verdin⸗ gung. 181. Arten deſſelben: Von Ver⸗ dingung der Dienſtboten und Arbelts⸗ leute. 193. Von den Landfuhrleuten und Schiffern. 194. Von der Vert dingung beſtimmter Arbeiten nach ei⸗ nem Anſchlage und Accord. 193. Der Pachter hat aßein den Nutzen von der Arheit des Viehes. 199. 200. Die Klage der Arbeiter verhährt binnen ſechs Monaten. 313. Vergl Fleiß. Arbeiter haben den Wohnſitz der Per⸗ ſon, bey der ſie arbeiten. I. 217. Rech⸗ te des Arbeiters, deſſen Arbeit den Werth des Stoffes uͤberſteigt. II. 25. Von Verdlngung der Dienſtboten und Arbeitsleute. 11I. 193. Arbetter, wel⸗ che unmittelbar einen Accord im Gan⸗ zen abſchließen, ſind denſelben Beſtim⸗ mungen unterworfen, als dte Unterneh⸗ mer. 197. Die Klage der Arbeiter verſaͤhrt binnen ſechs Monathen. 343. Arbeitshaus, Wie die Sterbeur⸗ kunde * 3 kunde in einem Arbeitshauſe aufzuneh⸗ men iſt. I, 205. Verel. Zuchthaus⸗ Argliſt. Wenn ein Rechtsgeſchaͤft we⸗ gen Argliſt angegriffen wird, können Vermuthungen als Beweismittel gel⸗ ten III. 80. Arme. Die Armen einer Gemeinde koͤns nen nur mit Genehmigung des Katſers ein Geſchenk oder ein Vermächtniß an⸗ nehmen. II. 175. Die zu threm Vor⸗ theil gemachten Schenkungen werden von den dazu ermächtigten Verwaltern derſelben angenommen. 186. Armee, ſ. Militaͤr. Armuth hindert die Uebernahme der Vormundſchaft nicht. I. 372. Arreſt. Damit koͤnnen einige fuͤr be⸗ weglich erk'aͤrte Gegenſtaͤnde ihrer Wichtigkeit wegen belegt werden. 1I. 9. Wenn Gläubiger Arreft angelegt haben, können die Sachen nicht in Na⸗ tura vertheilt, ſondern ſie muͤſſen oͤffent⸗ lich verkauft werden. 151⸗ Arreſt kann der Gläubiger noch vor erfüllter Ve⸗ dingung anlegen laſſen. 11I. 28. Zah⸗ lungen des Schuldners mit Hintan⸗ ſetzung eines Arreſtes ſind ungäͤltig. 44⸗ Die Depoſition kann den Glaͤnbigern, welche Arreſt auf die Sache gelegt ha⸗ ben, keinen Nachtheil bringen. 351. Da bey Alimenten keine Arreſtanlage ſtatt findet, ſo findet bey Alimentattonsfor⸗ derungen auch keine Compenſation ſtatt. 59. Der Aftermiether haftet dem Ei⸗ genthuͤmer nur bis zum Augenblicke des bey ihm angelegten Arreſtes. 187. In welchem Fall kann der Eigenthů⸗ mer das Vieh des Afterpachters mit Arreſt belegen laſſen? 199⸗ Wenn auf die deponirte Sache Arreſt getegt iſt, hat der Verwahrer den gerlchtlichen Ausſpruch zu erwarten, wem ſie zuge⸗ ſtellt werden ſoll. 225. Das Gericht kann die Segueſtration der mit Arreſt belegten beweglichen Sachen eines Schuldners verfügen. 228. Verbind⸗ lichkeiten zwiſchen dem, der den Arteſt 28 Regiſter. ausgewirkt hat, und dem Verwahrer. 229. Wegen nicht bezahlter Rente kann der Glaͤubiger das Vermögen des Schuldners mit Arreſt belegen laſſen. 233. Unter welcher Bedingung eine Leibrente keinem Arreſie unterworfen iſt? 233. Die Arreſtanlegung iſt eine rechtliche Unterbrechung der Ver)äh⸗ rung. 308 Vergl. Verhaftung. Arzt, der bey der Geburt des Kindes zugegen war, kann dieſelbe anzeigen. I. 188. Muß bey dem Protocoll, das der Polizebeamte bey ſich außernden Zeichen eines gewaltſamen Todes auf⸗ nimmt, zugegen ſeyn. 204. Zwe Aerzte haben die Krankheit des Fu gers zu beſcheinigen, wenn er ſeine Theſcheidungsklage nicht in Perſon uͤber⸗ reichen kann. 282. Unter weichen Be⸗ dingungen können Aerzte das behalten⸗ was ihnen der Kranke während der letzten Krankheit geſchenkt hat? II. 174. Der erſte Feldarzt kann das Te⸗ Fament einer Militatrperſon aufneh⸗ men. 208. Die„Koſten der letzten Krankheit ſind privilegirt. III. 264. Die Klagen der Aerzte wegen ihrer Beſuche verzahren binnen Einem Jah⸗ re. 314. Vecgl. Wundarzt. Aſcendenten erhalten die Aufſicht uͤber die minderaährigen Kinder des Abweſenden. l. 235. Sie oder thre Stellvertreter muſſen einwilligen, ehe die Ehe guͤltig iſt. 238. In welchem Falle ihre Verſagung der Einwilligung unbedingtes Ehehinderniß ſt? 239. Ihnen muß durch Notarten das ehrer⸗ pietilge Anſuchen vorgetragen werden⸗ 241. Zwiſchen Aſcendenten und De⸗ ſcendenten iſt die Ehe verboten⸗ 246. Wer, in Ermangelung der Aſcenden⸗ ten, Einſpruch wider die Heirath thun darf? 252. Aſcendenten brauchen die Beweggründe ihres Einſpruchs zugeben, 253. und wenn dieſer auch doch zu keiner pſichtet e. e e ne ſen ne ⸗ e den f⸗ ve li ne er Be en, der Le⸗ eh⸗ ten ö0. ſer 1 ſcht des hre hen ung 39. ter den. du 6⸗ den⸗ hun he an auch ſe ver⸗ tut von dem Minderhaͤhrigen Regiſter. pflichtet. 234. Sie koͤnnen die Ehe wegen fehlender Publicitaͤt anfechten. 257. Auch auf ſie iſt die Alimenta⸗ rionsverbindlichkeit in Hinſicht ihrer ehelichen Kinder ausgedehnt, ſo wie ſie auch wieder von ihren Kindern alimentirt werden muͤſſen. 263. Sie haben in die Auflöſung der Ehe ein⸗ zuwilligen. 298. 300. Von der Vor⸗ mundſchaft der Aſcendenten⸗ 353. Die Aſcendenten bilden mit den vollbuͤrti⸗ gen Bruͤdern den Familtenrath. 356. Auch weibliche Aſcendentinnen können Mitglieder des Familtenraths ſeyn. 372. Aſcendenten von Interdicirten muͤſſen die uͤbernommene Vormund⸗ ſchaft behalten. go0. Aſcendenten wer⸗ den durch das Geſetz zur Erbfolge be⸗ rufen. II. 89. Die ihnen zufallenden Erbſchaften werden in zwey gleiche Therle getheilt. 93. Zu ihrem Vor⸗ theil findet kein Repräſentattonsrecht ſtatt. 99. Die Aſcendenten der väter⸗ lichen und muͤtterlichen Linte ſuccediren in der dritten, und weitere Aſcenden⸗ ten in der vierten Claſſe. 102. Wann ſie zur Succeſſion gelangen. ros. Erb⸗ folge derſelben, wenn nur Aſcendenten von Einer Linie, und wenn Aſcenden⸗ ten einer Linie und Collateralen vor⸗ handen ſind. 109. Welche Rechte ſie haben, wenn ihre Deſcendenten ohne Nachkommen ſterben? 111. wenn ſie mit unehelichen Kindern concurriren? 115 Unter welchen Bedingungen ſie ein Vermachtniß oder eine Schenkung annehmen können, ſelbſt wenn ſie deſſen Vor⸗ mund ſind? 179. Nur eheliche Aſcen⸗ denten können einen Pflichttheil erhal⸗ ten. 177. Beſtmmung deſſelben⸗ 178. Aſcendenten können nicht verlangen, daß die unter der Bedingung einer Leibrente veräußerten Vermogens⸗ ſtuͤcke mit eingeworfen werden, wenn ſie ihre Einwilligung zur Veraͤußerung gegeben haben. 180 Sie koͤnnen im Spangenberg's Commentar Bd. II. 329 Namen des Minderjährigen elue Schen⸗ kung fuͤr ihn annehmen. 186 Die von den Aſcendenten der Ehegatten einander gegenſeitig gemachten Schen⸗ kungen ſind dem Widerruf nicht un⸗ terworfen. 194. Aſcendenten können ihr Vermoͤgen unter ihre Deſcenden⸗ ten vertheilen. 232. Sie können in elner Eheſtiftung an die Ehegatten, oder an die aus der Ehe zu erwar⸗ tenden Kinder Schenkungen machen. 234. Zwang, der gegen den Aſcent denten des Contrahenten ausgeuͤbt wurde, macht den Vertrag unguͤltig; aber nicht ehrerbietige Furcht. III. 6. Gegen Aſcendenten, welche den einen Ehegatten fuͤr frey von Schllden er⸗ keärt haben, ſteht dem andern eine Klage auf Gewährleiſtung zu. 134. Die der Ehefrau eingerumte Befng⸗ niß, ihr Vermoͤgen bey Entſagung der Guͤtergemeinſchaft zuruͤckzunehmen, läßt ſich nicht auf ihre Aſcendenten ausdehnen. 134. Vergl. Deſcenden⸗ Großeltern, Mutter, Va⸗ er. Aſt. Derſenige, auf deſſen Eigenthum die Aeſte von des Nachbars Baͤumen uͤberhaͤngen, kann den letztern zwin⸗ gen, ſie abzuſchneiden. II. 65. Aſſecuranzcontract gehoͤrt zu den aleatoriſchen Contracten. III. 230. Aucttonator kann dte Verſteigerung der dem Verderben unterworfenen Sachen beſorgen. II. 135. Aufbewahrer. Der Aufvewahrer von oͤffentlichen Urkunden kann gezwungen werden, das Original einer Urkunde herauszugeben. 1. 183. Er iſt ver⸗ antwortlich fuͤr alle darin vorkommen⸗ den Verfälſchungen. 186. Aufforderung. Durch die von dem Glänbther geſchehene Aufforderung zur Ueberlieferung der Sache wird der Schuldner in Verzug geſetzt. III. 16. Der belangte Erbe kann eine Friſt verlangen, um ſeine Miterben zur Tt Theil⸗ 330 Thellnahme an dem Rechtsſtreite auf⸗ zufordern. 41. Der Depoſition muß eine Aufforderung an den Gläubiger zur Annahme der Zahlung vorherge⸗ gangen ſeyn. 31. 32. Wenn der Kaäu⸗ fer den Verkaͤufer nicht zur Vertretung aufgefordert hat, faͤllt die Gewaͤhrlei⸗ ſtung megen erfolgter Entwaͤhrung weg. 166. Wenn an den Kaͤufer emne Auf— forderung zur Zahlung geſchah, muß er den Kaufprets verzinſen. 169. So lange der Känfer eines Giundſtücks durch eine Aufforderung zur Zahlung noch nicht in Verzug geſetzt iſt, kann er auch noch nach der ihm geſtatteten Friſt bezahlen. 169. Bey beweglichen Sachen tritt aber die Aufloſung des Verkaufs ohne wettere Aufforderung ein. 170. Wenn ein Erbe des Ver⸗ kaufers ſein Wiederkaufsrecht ausſben will, muß er zuvor alle Miterben zur Theilnahme an dem Mozeſſe auffor⸗ dern. 172. Der Miether, gegen den ein Recht auf die gemiethete Sache geltend gemacht wird, muß den Ver⸗ miether zur Gewährkeiſtung auffordern. 134. Der Verwahrer der entwendeten Sache muß den Eigenthuͤmer auffor⸗ dern, ſie in Anſpruch zu nehmen⸗ 224. Hypothekartſche Glaäubiger ſind berechtigt, nach geſchebener Aufforde⸗ rung au den dritten Beſiter zut Ab⸗ tretung des Grundſtuͤcks, die mit Hy⸗ pothek beſchwerte Sache verkaufen zu laſſen. 288. Nach geſchehener Auffor⸗ derung hat der drirte Beſitzer die Fruchte zu erſetzen. 280. Weitere Folgen die⸗ ſer Aufforderung. 291. Eine Auffor⸗ derung zur Zahlung unterbricht die Ver)ahrung. 308. Was iſt in Him ſicht der Aufforderung deſſen, wi⸗ der den verjaͤhrt iſt, zu bemerken? 309. Auffuͤhrung. Eitern konnen ihre Kinder wegen uͤbler Auffuͤhrung ein⸗ ſperren laſſen; I. 341. auch der Vor⸗ mund ſeine Pupillen. 386. Schlechte Regiſter. Auffuͤhrung macht unwuͤrdig, eine Vor⸗ mundſchaft anzunehmen. 373. Aufgebot. Sie können uur in der Gemeinde ſtatt finden, in welcher die künftigen Ehegatten wohnen. I. 176. Von den Aufgebotsurkunden. Inhalt. 19g. Zweck. Dos Aufgebot kann nur auf Anſuchen beyder Contrahenten ge⸗ ſchehen. Folgen der Aufgebote. 195. Sile muͤſſen in den Heirathsurkunden als geſchehen erwaͤhnt werden. 200. Wo die Aufgebote der Militarperſonen geſchehen muͤſſen? 209. Bey welchen Municipalitäten, und wie die Aufge⸗ bote geſchehen muſſen? 251. Vom zweyten Aufgebete kaun der Kaiſer diſpenſiren. 251. Sie muͤſſen auch bey den im Auslande eingegangenen Ehen geſchehen. 252. Wenn die beyden Aufgebote dem Abſchluß der Ebe nicht vorangegangen ßud, wird der Civii⸗ ſtandsbeamte beſtraft. 259. Aufhebung. Was der Cwilſtandsbeamte zuthun hat, wenn der Einſpruch aufge⸗ hoben wird. 1 197. Das Tribunal tann den Einſpruch aufheben, wenn der angeblich Wahnſinnige geſund befuns den wird. 253. Ueber die Klage auf Aufhebung des Einſpruchs hat das Tribunal binnen zehn Tagen zu erkent nen. 254. Durch ein Erkenntniß, wel⸗ ches die Aufhebung der Interdietion beſtimmt, tritt der Interdicirte wieder in die Ausuͤbung ſeiner Rechte ein⸗ go1. Die Klagen auf Wiederaufhe⸗ bung der Theilung muͤſſen vor dem Tribunal des Orts der Erbfolge ange⸗ bracht werden. II. 148. Von der Auf⸗ hebung geſchehener Thellungen⸗ 166. Cine aufloͤſende Bedingung bewirkt die Aufhebung der Verbindlichkeit. III. 29. Durch die Nichtakeitsklage und durch die Wiedereinſetzung in den iihe Stand kann ein Vertrag wieder 6 gehoben werden. 61. Wenn der 5 käufer unterlaͤßt, die verkaufte Sache binnen der verabsedeten 3 liefern/ 5. 0. P n e ) en n h iü e al n m uf as n el 0 et n. e ⸗ e . en f he et* Regiſter. 331 liefern, ſo kann der Kuͤufer Heriangen⸗ daß der Contract aufgehoben werde; I61. auch wenn ein anderes Maaß als das verabredete gebraucht iſt. 162. Was bey den Klagen auf Aufhebung des Contracts zu beobachten. 162. In welchem Fail der Kaͤufer den Verkauf einer Sache wieder aufheben laſſen kann, wenn nur ein Thetl derſelben entwaͤhrt worden iſt? 163. 166. Wenn der Käufer den Kaufpreis nicht bezahlt, kgnn der Verkäufer die Aufhebung des Verkaufs verlangen. 160. Von der Auſhebung des Verkaufs. 170. Von Auſhebung des Verkaufs wegen Ver⸗ letzung. Grundſatz. Verfahren und Wirkungen. 173. Die Aufhebung we⸗ gen Verietzung ſindet bey dem Tauſche nicht ſtatt. 179. Wenn die vermie⸗ thete Sache zum Theil zerſtoͤhrt wird, oder wenn die erforderlichen Repara⸗ turen die Wohnung unbcwohnbar ma⸗ chen, kann der Miether die Aufhe⸗ bung des Contracts verlangen. 183. Im Fall der Aufhebung des Contracts önrch Verſchulden des Miethers iſt derſelbe zur Bezahlung des Miethzin ⸗ ſes wahrend der zur Wiedervermie⸗ thung orforderlichen Zeit verbunden. 189. In wie fern der Verpad ter den Pachtcontraet aufheben laſſen kann? 190. Wenn der Pachter die Verbind⸗ lichkeiten der PViehpacht nicht erſuͤllze, kann der Verpachter dte Anfhebung derſelben verlangen. 109 In weſchem Fall die Aufhebung einer Geſellſchaft durch den Willen eines der Conttahen⸗ ten ſtatt finden kann? 212. Die Auf⸗ hebung einer Geſellſchaft vor der be⸗ ſtimmten Zeit kann nur aus gerechten. Aufruhr. Urſachen verlangt werden. 213. Wann kann derjenige, dem eine Leibrente ge⸗ gen einen gewiſſen Preis verſprochen wurde, die Aufhebung des Contracts verlangen? 232. Wodurch koͤnnen Vergleiche wieder aufaehoben werden? 243. Vergl. Aufloͤſung, Been⸗ — Erlbſchung, Wider⸗ ruf. Aufkuͤndigung. Dadurch endigt ſich der Coutract; es bedarf aber keiner Auſtuͤndigung, wenn die im Contracte beſtimmte Zeit abgelaufen iſt. UI. 185. Welche Aufkuͤndigungsfriſt hat der Ver⸗ miether zu beobachten, im Fall er ſich den Verkauf der vermietheten Sache vorbehalten hat? 186. Nur nach vor gaͤngiger Aufkuͤndigung kann der Mier ther, der nach Ablauf des Contracts ohne Widerſpruch des Vermiethers in der Benutzung geblieben iſt, vertrie⸗ ben werden. 189. Wenn der Vermie⸗ ther eines Hauſes ſich vorbehalten hat⸗ daſſelbe ſelbſt zu beziehen, ſo iſt er doch an die herkömmliche Auftuͤndi⸗ gungsfriſt gebunden. 189. Die Auf⸗ hebung der auf unbeſchraͤnkte Zeit ge⸗ ſtifteten Geſellſchaften wird durch Auf⸗ luͤndigung bewirkt. 212. Unter welcher Bedingung der Mandatar die Voll⸗ macht aufkuͤndigen kann? 238. Aufloſung. Von der Auflöſung der Ehe. I. 270. Wann die Frau nach aufgeloßter Ehe ſich wieder verheira⸗ then kann. 271. Von der aufloͤſenden Bedingung bey Vertraͤgen. Begriff. li. 29. Regel. 30. Bon der Zoflö⸗ ſung der Guͤtergemeinſchaft, und ihren Folgen. 113. Nach Auflöſung der Ehe muß der Mann den Brautſchatz zuruͤckgeben. 147. Wodurch der Kauf⸗ contract aufgelsßt werden kann. 170. Von der Thetlung des Gewinnes und Verluſtes, nach Anſiöſuna der Geſell⸗ ſchaft. 213. Beral. Aufhebung, Veendigung, Erloͤſchung. Beh Sachen, die bey ei⸗ nem Aufruhr Jemanden in Verwaht rung gegeben wurden, findet Zeugen⸗ beweis ſtatt. III. 77. Aufſatz. Was dieſenigen Auſſatze ent⸗ halten muͤſſen, welche dem Hypothe⸗ kenbewahrer zur Bewirkung der In⸗ ſcription uͤbergeben werden. III. 282. Den 332 Den Inhalt dieſer Aufſaͤtze bemerkt der Hypothekenbewahrer in ſeinem Regiſter, und einen dieſer Aufſuͤtze giebt er dem Gläubiger zuruͤck. 282. Inhalt derzeni⸗ gen Aufſaͤtze, nach welchen die geſetzlichen Hypotheken eingetragen werden. 283. Aufſchub. Wenn die Bedingung, un⸗ A ter weicher ein Legat guͤltig werden ſollte, nur eine aufſchiebende war, ſo macht der Tod des Legatars das Legat nicht unwirkſam II. 223. Von der auf⸗ ſchiebenden Bedingung. Begriff. III 28. Wirkungen. 29. Bey der auflöſenden Bedingung kann dem Beklagten ein Auf⸗ ſchub zur Erfüllung gegeben werden. 30. Im Fall einer peinlichen Klage wegen Verfaͤlſchung der Urkunden wird die Voll⸗ ziehung derſelben aufaeſchoben 66. Der Kaufcontract kann unter einer aufſchie⸗ benden Bedingung eingegangen werden. 152. In Hinſicht der von einer Be⸗ dingung abhängenden Forderung wird die Verhaͤhrung aufaeſchoben. 310. ufſicht über die Kinder des verſchwun denen Vaters hat die Mutter. I. 234, und wenn ſie ſchon tsdt war, die naͤch⸗ ſten Verwandten in aufſteigender Linie. 235. Geſchiedene Ehecatten behalten gegenſeitig das Recht, uͤber den Unter⸗ halt und die Erziehung ihrer Kinder die Aufſicht zu führen. 305. Die Auf⸗ ſicht oͤber den Pflegling geht auf den Pfleger uͤber. 338. Die Aufſicht aͤber erbſchoftliche Sachen iſt kein Beweis der Annahme derſelben. II. 126. Lehrer und Handwerker muͤſſen fuͤr den durch ihre Zoͤglinge und Lehrlinge, die unter ihrer Aufſicht ſtehen, verurſachten Scha⸗ den haften. III. 9o Der Eigenthü⸗ mer eines Thiers bleibt fuͤr den durch daſſelbe verurſachten Schaden verant⸗ wottlich, es mag ſich unter ſeiner Auf⸗ ſicht befunden haben oder nicht⸗ 91. Auftrag, ſ. Vollmacht. Augenſchein. Durch gerichtlichen Au⸗ genſchein kann der Beweis gefuͤhrt wer⸗ den. III. 64. Verfahren. 86. Ausfertigung. Regiſter. Augenzeugen. können den geſchehenen Ehebruch beweiſen. I. 275 vergt Zeugen. Ausbeſſerungen, die keine Hauptaus⸗ beſſerungen ſind, muß der Rießbrau⸗ cher uͤbernehmen, 1I. 35. auch der Gebraucher, wenn ihm von dem Ver⸗ leiher alle Fruͤchte zugeſtanden ſind, 43. und auch der Wohner, wenn er das ganze Haus bewohnt. 44. Die Ausbeſſerung der Straßen und anderer öffentlichen und Gemeindeanlagen iſt als geſetzliche Servitut zu betrachten. a9. Die Ausbeſſerung einer gemein⸗ ſchaftlichen Mauer liegt allen denen ob, denen ein Recht an derſelben zuſtehr. 52. 33. Regeln, die uͤber die Art und Weiſe der Ausbeſſerung eintreten, wenn die verſchiedenen Stockwerke ei⸗ nes Hauſes verſchiedenen Eigenthumern gehoͤren. S4. Um nuͤtzliche Ausbeſſe⸗ rungen vorzunehmen, kann der Eigen⸗ thuͤmer dem Berechtigten der Servitut eine ändere Stelle anweiſen. 65. Die dem Nießbraucher obliegenden Ausbeſ⸗ ſerungskoſten fallen der Guͤtergemein⸗ ſchaft zur Laſt. III. 104. Um die zur Erhaltung der Dotalgrundſtücke noͤthi⸗ gen Ausbeſſerungen vornehmen zu koͤn⸗ nen, kann das eine oder das andere von ihnen verkauft werden. 146. Pflichten des Vermiethers und Mie⸗ thers in Betreff der Ausbeſſerungen. 182. Welche Ausbeſſerungen fallen dem Miether zur Laſt? 188. Der an⸗ tichretiſche Glaͤubtger muß fuͤr die Aus⸗ beſſerungen des Grundſtuͤcks ſorgen. 256. Den Vermiethern ſtehet wegen der dem Miether zur Laſt fallenden Ausbeſſerungen ein Privileg zu. 265. Von der zur See aufgenommenen Geburtsurkunde muͤſ⸗ ſen zwey Auefertigungen in dem erſten Hafen, wo das Schiff landet⸗ nirder⸗ gelegt werden. I 102. 206. Eine Ausfertigung der Sterbeurkunde der gewaltſamer Weiſe umgekommenen muß n den Civilſtands⸗ der Polizeybeamte beamten beomten des Wohnorts des Verſtorbe⸗ nen einſenden, 20g. und eine Ausfer⸗ tigung der im Felde aufgenommenen Heirathsurkunde hat der dazu beauf⸗ rragte Offizter an den Civilſtandsbeam⸗ ten des letzten Wohnorts der Ehegat⸗ ten zu ſchſcken 209. 210. Der Ctvil⸗ ſtandebeamre hat dieſe Ausfertigungen in ſeine Civilſtandsregiſter zu tragen. 2o. Eine Ausfertigung der Adop⸗ tions Urkunde muß dem Kaiſerlichen Procurator zur Beſtätigung uͤberreicht werden. 334. Die erſten Ausfertigun⸗ gen haben gleiche Bewetskraft mit den Originalurkunden. III 72. Der No⸗ tar darf von der Eheſtiftung keine an⸗ dere Groſſen geben, ais mit den dazu gehsrigen Abänderungen. 96. Um die Inſcription zu bewirken, muß der Glaubiger dem Hyvothekenbewahrer eine authentiſche Ausfertigung der Ur⸗ kunde uͤberreichen. 282. Eben daſſeibe hat derenige zu thun, der die Loſchung der Hypothek nachſucht. 285. Ausgabe. Wenn der Lether ſich zu einer ſo außerordenrlich dringenden Ausgabe genothigt ſieht, daß er den Verlether davon nicht vorher benachrichtigen konnte, ſo iſt letzterer ſie ihm zu er⸗ ſtatten verbunden. IlI. 216. Vergl. Auslagen. Koſten. Ausklagen. Um die Klage auf Re⸗ duction der Schenkungen anſtellen zu koͤnnen, muß das Vermögen des Be⸗ ſchenkten zuerſt in Anſpruch genommen werden. li 184. Der Kaͤufer kann dem Eigenthuͤmer die Rechtswohlthat des Zuvorausklagens entgegenletzen, wenn der Verkaͤufer ſich den Wieder⸗ kauf vorbehielt. III. 171. Dieß kann auch der Bürge dem Glaͤubiger; 241. aber nicht der gerichtlichen Buͤrge, und Afterbuͤrge. 245. Sie kann auch nicht dem Gilaubiger, der auf die unbeweg⸗ liche Sache eine Speciathypothek hat, entgegengeſetzt werden. 288. Auslagen. Der Miterbe kann bis zur Regiſter. 333 Erſtattung ſeiner Auslagen im Beſitz der Sache bleiben. II. 61. Der Ei⸗ genthuͤmer muß die von ſeinem Ge⸗ ſchaͤftsfuͤhrer gemachten Auslagen er⸗ ſetzen. 1II. 89 Wenn der Beſteller nach eigener Wllkuͤhr von einem in Bauſch und Bogen abgeſchloſſenen Con⸗ tracte abgeht, muß er dem Unterneh⸗ mer alle ſeine Vuslagen erſetzen 196. Der Mandant muß dem Mandatar die gehabten Auslagen erſetzen, 236 ſogar mit Zinſen. 237. Der annchretiſche Gläubiger hat das Recht, die zur Unterhaltung des Grundſtücks gehabten Auslagen von dem Ertrage der Fruͤchte zuerſt abzuziehen. 256. Ein Privileg haben diejenigen, welche Geid her⸗ geliehen haben, um die Auslagen der Arbeiter zu erſtatten 269. Der dritte Beſitzer eines verhypothecirten Grund⸗ ſtuͤcks kann ſeine Auslagen nur bis zum Betrage des daraus entſtandenen hoͤ⸗ hern Werths wiederfordern. 289. Vergl. Ausgabe. KFoſten. Ausland. Auslaͤnder. Auslaͤnder find den allgemeinen Sicherheitsge⸗ ſetzen unterworfen. I. 126. Ihre in Frankreich gebohrnen Kinder ſind he⸗ kechtigt, nach erlangter Volhahrigkeit die rechtliche Eigenſchaft eines Franzo⸗ ſen in Anſpruch zu nehmen. 146. Be⸗ ſtimmung ihrer buͤrgerlichen Rechte. 149. Sie durfen keine Vormund⸗ ſchaft uͤbernehmen, keine Zeugen ab⸗ geben, und können, wenn' ſie mit ei⸗ nem Franzoſen Verbindhchketten einge⸗ gangen ſind, perſoͤnlich verhaftet und vor ein franzoſiſches Gericht gefordert werden. 151. Sie koͤnnen den Fran⸗ zoſen vor ſeinem Richter belangen, we⸗ gen Verbindlichkeiten, die er mit ih⸗ nen in einem fremden Lande einging. 153 In welchen Fällen Auslaͤnder ſich vor ein franzoͤſiſches Gericht for⸗ dern können? 134. Als Klaͤger muß der Auslaͤnder Buͤrgſchaft leiſten fuͤr die durch den Prozeß erwachſenden Ko⸗ Ti 3 ſten. ſten. 155. genſchaft eines Franzoſen wieder erhal⸗ ten kann, wenn ſie dieſelbe durch Ver⸗ heirathung mit einem Auslaͤnder ver⸗ lor? 159. und wie derjenige Franzoſe, der auswärtige Kriegsdienſte annahm? Wie die Franzoͤſin die Ei⸗ 160. Wann ſind die in Ruͤckſicht der 7 Ausländer im Auslande aufgenommenen urkunden des Civilſtandes guͤltig? 184. und die der Miltaͤrperſonen? 207. Foͤrmlichkeiten in Hinſicht der im Aus⸗ lande eingegangenen Ehen. 232. We⸗ gen des Veimoͤgens, welches ein Min⸗ 3 derjähriger in den Colonien beſitzt, muß ihm ein beſenderer Vormund be⸗ ſtellt werden. 361. Was iſt zu beob⸗ achten, wenn ein im Anslande ſich auſhaltender Franzoſe ein Teſtament machen will? Il, 211. Ausländern 4 kann die Rechtswohlthat der Vernioͤ⸗ gensabtretung nicht zukommen. IIl. 64. 1 Die kérperliche Verhaftung iſt ſelbſt in den im Auslande eingegangenen Ver⸗ abredungen knterſagt. 261. In mie fern bewirken auswärtige Erkenntniſſe eine Hypothek? 276. Contracte, die im Auslande aeſchloſſen ſind, verlei⸗ hen keine Hypothek auf die im Lande belegenen Guͤter. 276. Vergl. Frem⸗ der. Auslegung. Von der Auslegung des Code Nopoleon. I. 80. Authentiſche st. und doctrinelle Auslequng. 84. Huͤlfsmittel zur Auslegung. 88. Re⸗ geln uͤber die Auslegung der Verträ⸗ ge. III. 23. Jeder dunkle oder dop⸗ pelſinntae Vertrag wird zum Nachtheil des Verkaͤufers ausgelegt. 160. Ausſaat. Die von einem Dritten auf⸗ gewandten Koſten der Ausſaat hat der Eigenthuͤmer zu erſeben, wenn er die Fruͤchte davon genießen will. 1l. I17. Ausſchlagung. Unter welchen Be⸗ dinaungen der Vormund im Namen des Minderjährigen eine ihm zugefal⸗ iene Erbſchaft ausſchlagen kann? 1. 382. Von der Ausſchlagung der Etbſchaften. Regiſter. II. 125. Form und Virkungen der: ſelben. 123. In weichem Fall die Ausſchlagung der Erbſchaft widerrufen werden kann? und wo die Ausſchla⸗ gung weafällt? 132. Eine teſtamen⸗ tariſche Verfuͤgung verliert ihre Kraft, wenn der Legatar ſie ausſchlagt. 224. Vergl. Entſagung. Ausſchließung. Von der Ausſchlie⸗ ßung der Vormuͤnder. I. 371. Un⸗ wuͤrdige ſind von der Erbfolge ausge⸗ ſchloſſen. II. go. Ehegatten können ihr geſammtes Vermogen vyn der Guͤ⸗ tergemeinſchaft ausſchlteken. Folgen davon. 111. 130. Von den Verabre⸗ dungen, wodurch alle Göͤtergemett⸗ ſchaft ausgeſchloſſen wird. 139. Ausſicht. In wie fern ſie auf das Grundſtuͤck des Nachbars geſtattet iſt. II. 57. 58. Sie iſt eine fortwähten⸗ de Servitut. 61. Ausſoͤhnung. Die Ausföhnung der Chegatten bearuͤndet eine Einrede ge⸗ gen die Zulaͤſſigkeit der Eheſcheidungs⸗ kloge I. 296. Ausſtattung. Darauf können Kin⸗ der nicht gegen ihre Eltern klagen. I. 263. Sie iſt der Collation nicht un⸗ terworfen. II. 158. Vergl. Braut⸗ ſchatz. Auswanderung. Die vor derſelben gebornen minderſahrigen Kinder behal⸗ ten die Eigenſchaft eines Franzoſen⸗ I. 159. Auszug. Auszuͤge aus den Civilſtands⸗ regiſtern, beglaubigt vom Präſidenten des Tribunals erſter Inſtanz, haben volle Bewetskraft. I. 182. Jedermann kann ſich ſolche Auszuͤge geben laſſen. 182. Wer ſoſche ausfertigen kann? 183. Einen Auszug aus der Erwerbö⸗ urkunde muß der Erwerber dem hypo⸗ thekariſchen Gläubiger zuſtellen. III. 291. Ein Auszug des, Contracts muß in dem Audlenzſaal des Tribunals an⸗ geſchlagen werden, wenn der e nuß an ufer ſiſn Regiſter. 335 ſeln Grundſtuͤck von goſetzlichen Hypo⸗ theken befrehen will. 294. Autoriſation, ſ. Genehmigung. B. Baares Geld iſt in dem Ausdruck Mobilten nicht mitbegriffen; Il. 10. auch nicht in dem Verkauf oder Schen: kung etnes Hauſes mit allem was ſich darin befindet. 11. Der Curator ri⸗ ner erblolen Verlaſſenſchaft muß die vorhandenen Baarſchaften zur Caſſe des Receveur de la régie impertale abliefern. 142. Die Collatton oes ge⸗ ſchenkten Geldes geſchteht dadurch⸗ daß man um ſo viel weniger aus der Baarſchaft des Nachlaſſes erhaͤlt. 161. Durch baares Geld kann der Beklagte den Fortgang der Klage auf Aufhe⸗ bung der Theilung hemmen. 167. Der mit einem Fidecommiß Beſchwerte muß die vorraͤthigen Baarſchaften an⸗ legen. Wie dieſe Anſegung geſchehen muß. 230. Vergl. Geld. Backofen. Wer neben einer Mauer einen ſolchen anlegen will, muß den gehdrigen Zwiſchenraum laſſen. II. 56. Balcon, ſ. Vorſprung. Balken. Zur Erneuerung derſelben iſt der Nießbraucher nicht verpflichtet. II. 35. In welcher Entfernung von der gemeinſchaftlichen Mauer kann der Mit⸗ eigenthuͤmer Balken legen laſſen? 52. Bankerott, ſ. Conturs. Bankerottirer. Boshaften Banke⸗ rottirern kann die Rechtswohlthat der Vermoͤgensabttetung nicht zukommen. II. 59. Bankier, ſ. Wechsler. Barren. Wenn ein Darlehn in Bar⸗ ren gegeben iſt, ſo muß der Schuld⸗ ner dieſelben ſtets in der naͤmlichen Menge und Beſchaffen heit zuruͤckgeben⸗ UMI. 217. Batailionschef kann das Teſtament S Militaͤrperſonen aufnehmen. U. Bau. An einem unterirdiſchen Bau un⸗ ter dem Gebaude eines Andern kann ein Dritter ein Eigenrbum erwerben. U. 10 BVergl. Gebaͤude. Bauart. Der Eigenthuͤmer eines Ge⸗ baͤndes iſt für den durch deſſen Einſtuez verurſachten Schaden veroniwortlich⸗ wenn daſſelbe wegen eines Fehleis in der Bauart eingeſtuͤrzt iſt. 1Il. 91. Wenn der Miether nicht bewelſt, daß die Feuersbrunſt durch einen Fehler in der Bauart entſtand, ſo iſt er dafuͤr verantwortlich. 184. Fuͤr die fehler⸗ hafte Bauart eines im Ganzen uͤber⸗ nommenen Gebaͤudes iſt der Baumei⸗ ſter wahrend zehn Jahren verantwort⸗ lich. 196. VBaum. Baͤume darf der Nießbraucher aus einer Baumſchule nehmen 1I. 31. in welcher Enrfernung von dem Grund⸗ ſtuͤcke eines Andern duͤrfen hochſtaͤmmi⸗ ge Bäume gepflanzt werden? Ueber⸗ hangende Aeſte und Wurzeln kann der Beſitzer des benachbarten Grundſtücks ſelbſt abſchneiden. 55. Bäume, die ſich in einer gemeinſchaftlichen Hecke befinden, ſind gemeinſchaftlich. 56. Baumaterialien, nut welchen der Eigenthuͤmer auf ſeinem Grund und Boden Anlagen gemacht hat, koͤnnen von dem Eigenrhuͤmer der Baumate⸗ rialien nicht weggenommen werden; II. 19. ſind ſie aber von dieſem ges macht, ſo kann der Eigenthuͤmer des Grund und Bodens ſie zuruͤckbehalten, oder den Andern zur Wegnahme der⸗ ſelben noͤthigen. 19. Baumeiſter iſt während zehn Jahren fuͤr das nach einem im Ganzen be⸗ ſtimmten Preiſe aufgefuͤhrte Gebaͤnde verantwortlich. Er kann auch keine Eie löſchung des Preiſes verlangen. Durch ſeinen Tod erliſcht der Contract. III. 196. Er haftet fuͤr ſelne Arbeitsleute. 197. Er hat ein Privileg auf dle von ihm verfertigten Werke. 268. Wie er ſein Privileg durch Eintragung in 3 4 U * „ 336 Regiſter. in das Hypothekenregiſter ſichern kanu. 271. Nach zehn Jahren ſind Bau⸗ meiſter fuͤr die von ihnen errichteten Gebaͤude nicht mehr einzuſtehen ſchul⸗ dig. 3t3. Baumfruͤchte auf dem Baum geho⸗ ren zu den unbeweglichen, abgepfluͤckte zu den beweglichen Sachen. II 4. Bauſch und Bogen, ſ. Vertrag. Bayerſche Geſetze(leges Bajuvario- rum.) I., 16. Beamte des Civilſtandes. Sie haben nur den Civilſtand in Beziehung auf die öffenthichen Rechtsverhaͤltniſſe auszumitteln. 174. Ihre Competenz. 175. Sie werden von den Vlearien oder Predigern vertreten. 176. Duͤr⸗ fen in die Urkunden keine Anmerkun⸗ gen einruͤcken, 177. koͤnnen ſelbſtge⸗ wahlte Zeugen zuziehen, muͤſſen die Ur⸗ kunde vorleſen und unterſchreiben; 179. duͤrfen in den Civiiſtandsregiſtern niches auslöſchen, keine Nebenbemerkungen hinzufuͤgen und ſich keiner Abkuͤrzun⸗ gen bedienen. 181. Sie muͤſſen das Tivilſtandsregiſter am Ende ſedes Jahrs abſchließen, und ſich uͤber die Nieder⸗ ſegung der Vollmachten im Secrera riate des Tribunals erſter Inſtanz ei⸗ nen detatlltrten Schein geben laſſen; 182. ſie haben vom laufenden Jahre nur getreue Abſchriften von den ols falſch angegriffenen Urkunden zu ediren, kön⸗ nen Auszuge aus den Civiſſtandsregi⸗ ſtern geben, 183. und die Erwah⸗ nung einer andern Urkunde am Rande des Civiiſtandsregiſters ſelbſt eintra⸗ gen. 185. Sie ſind verantwortlich fuͤr die Fehler, die von ihnen bey der Aufnahme der Urkunden des Civti⸗ ſtandes begangen wurden. 186.— Ih⸗ nen muß die Geburt des Kindes an⸗ gegeigt, und das Kind vorgezeigt wer⸗ den. 188. Sie haben die ihnen von dem Voraeſetzten der inſcription ma- ritime zugeſandte Ausfertigung der Geburtsurkunde uͤber ein zur See ge⸗ bohrnes Kind ſogleich in das Regiſter einzutragen, 192. und können die An⸗ erkennung eines unehelichen Kindes be⸗ ſtätigen. 193.— Der Abſchließung der Ehe haben ſie em doppeltes Auf⸗ gebot vorangehen zu laſſen, 194. und den ihnen inßnuirten Eiſpruch in das Aufgebotsregiſter einzutragen. 196. Sie duͤrfen vor aufgehobenem Einſpruch die Ehe nicht abſchlteßen, 196. und haben Zeugniſſe uͤber nicht geſchehenen Einſpruch auszuſtellen. 197. Sie muͤſt ſen ſich die Gehurtsurkunde der kuͤnfti⸗ gen Ehegatten vorzeigen loſſen, 197. desgleichen auch den Einwilligungs⸗ aufſatz der Eltern derſelben. 198. Wie ſie die Ehe abzuſchließen haben. 199. — Zur Beerdigung müſſen ſie ſchrift⸗ liche Erlaubniß geben. 201. Wie ſie ſich zu verhalten haben bey Sterbefäl⸗ len in Hoſpirälern, 203. bey Zeichen eines gewaltſamen Todes, 20. bey Hinrichtungen und bey Sterbefällen in Gefängniſſen. 205.— Wer ihre Stelle bey Militairperſonen außerhalb des Staatsgebiets vertritt? 207. Ihre Verpflichtungen bey den ihnen von der Armee zugeſandten Urkunden. 210.— Verfahren bey der Berichtigung der von ihnen nicht gehoͤrig eingetragenen Civilſtandsurkunden. 211. Ste haben die Berichngungsurtheile in die Regi⸗ ſter einzutragen, und Abſchriften von der Urkunde nur mit den Berichtigun⸗ gen zu geben. 214.— Strafe wenn ſie die Ebe ohne Einwilligung der Aſcendenten abſchließen. 244. Vor ch⸗ nen ſoll die Ehe oͤffentlich abgeſchloſſen werden. 250. Der geſchehene Eln⸗ ſpruch muß ihnen durch einen Huiſſier inſinuirt werden. 253. Sie koͤnnen beſtraft werden, wenn ſie die Sehi⸗ gungen nicht erfuͤllen, welche zumn b ſchluß der Ehe erforderlich ſind, 259. und peinlich verfolgt werdeh, wenn ſie die Heirathsurkunde verfulſchen oo. Sie, oder ihre oder zernichten. 2 Erben, Regiſter⸗ 337 Erben, werden destalb auch zum vyl« Privileg auf.; deren Buͤrgſchaft zu⸗ be ſtändigen Schadenserſatz verurtheiſt. 266. 5 u 261.— Sie ſprechen die Aufloöſung Bedemund iſt im Königreich Weſt⸗ liſ der Che aus; 290 293. 302. 303. phalen aufgehoben. II. 73. und haben die vom Gericht beſtärigten Bedenkzeit iſt dem Beneſiciarerben ha Adoptronen in thre Regiſter einzuira„zur Antzahme oder Ausſchlagung der . gen. 335.— Die Gutergemeinſchaft Erbſchgkt geſtattet; II. 134. 135. auch nimmt nur von dem Tage ihren An⸗ der Wirtwe uͤber die Annahme der ſ fang, wo dte Ehe vor dem Beamten Guͤtergemeinſchaft, III. 118. und ih⸗ S Civliſtandes abgeſchloſſen war. ren Erben. n Bedingung. er Nießbrauch kann Beamte(ffentliche). Beſtimmung theils bedingt verſtat⸗ 9 ihres Wohnſitzes I. a16. Welche tet werden. II. 27. Der Eintritt ng Beamten ſind von der Vormyndſchaft einer Reſolutiv⸗ Bedingung endigt Be befreyet? 365 Der Vormund muß den Rießbrauch, 39. die Servitut, 19g. alle bewegliche Sachen ſeiner Pupillen 66. und die Verbindlichkeiten. III. 42. ſtſt⸗ in einer von oͤffentlichen Beam⸗ Dle viner Schenkung oder einem Te⸗ 6 ten zu haltenden erſteigerung verkau⸗ ſtament beygefuͤgten unmöglichen oder i fen laſſen. 378. Ihre Reaiſter und den guten Sitten zuwider laufenden ce Caſſen werden bey ihrem Tode ver⸗ Bedingungen werden als nicht beyge⸗ z ſiegelt. 1I, 146. Wenn ſie die Ur fuͤgt betrachtet. H. 170. 190. Von ilun kunde uͤber eine Schenkung aufſetzen, den Bedingungen, weiche bey einer ihre ſind ſig relativ unfaͤhlg, das ihnen Schenkung gemacht werden können. halb darin ermachte anzunehmen. 175. 189. Welche von ihnen die NRichtig⸗ n Einige Vertrage muͤſſen vor ihnen ein⸗ keit der ganzen Schenkung nach ſich 15 gegangen werden, um gaͤltig zu ſeyn. ziehen? 190. Wegen Nichterfuͤſlung III. 8. Oeffentliche Urkunden ſind die der Bedingungen kann die Schenkung der von einem öffentlichen Beamten auf⸗ widerrufen werden. 192. Bedingun⸗ ne genommenen. 65. Privaturkunden er⸗ gen, welche eine teſtamentariſche Ver⸗ halten Glaubwuͤrdigkeit, wenn ihr In⸗ fuͤgung unwirkſam machen. 223. We⸗ ſtgi halt durch Urkunden, welche von oͤf? gen nicht erfuͤllter Bedingungen kann von fentlchen VBeamten ausgeſtellt ſind, in von den Erben eine Klage auf Wider⸗ gin Gewißheit geſetzt wurde. 69. Vor ruf des Legats anseſtellt werden. 225. um dem öffentlichen Beomten muß die Bedingungen, welche einer Schenkung 3 Wittwe am Schluß drs Inventars über zum Vortheil der Ehegatten beygefuͤgt das zur Gatergemeinſchaft gehörtge werden koͤnnen. 235. Eine unmoͤg⸗ oſin Vermoͤgen deſſen Wahrheit eidlich be⸗ liche, oder in der Willkuͤhr der ſich Cin kräftigen. 118. Oeffentliche Beamte Verbindenden liegende Bedingung macht uſier dürfen die durch ſie verkauften Na⸗ den Vertrag ungaͤltig. Ml. S8. Wenn anen tionalguter micht erſtehen. 158. We⸗ die Bedingung etne Leiſtung iſt, kann edin gen der ihnen befohlnen Zuruͤckgabe man ſich auch fuͤr einen Dritten et— 1 der in ihrer Verwabrung befindlichen was verſprechen laſſen. 8. Von der 2. Gelder und Originalpapiere koͤnnen Bedinguns im Allgemeinen. Begriff enn ſie verhaftet werden. 250. Denſeni⸗ Eintheiluna. 26. Von der auſſchteben⸗ ſten gen, welche durch Mißbräuche und den Bedingung. 28. Von der auflö⸗ ihr pflichtwidrige Handlungen der öffentlu ſenden Bedingung. 29. Wodurch ſich ben⸗ chen Beamten verletzt ſind, ſtehet ein Spangenberg's Comeutat Bd. 1I. die ſuſpenſive Bedingung von der Zeit⸗ Un friſt k 1 3 „ 8 7 * „ 1 „ 338 friſt bey betagten Verbindlichkeiten ün⸗ terſcheidet. 3o. Unter mehreren ſoli⸗ dariſchen Verhindlichkeiten kann die eine bedingt, die andere unbebingt ge⸗ ſchehen. 35. Zur Guͤttigkeit des An⸗ erbietens der Zahlung wird erfordert, daß die etwatge Bedingung erfuͤllt ſey. Fo. Unbewegliche Sachen, welche rin Aſcendent dem Ehegatten mit der Be⸗ dingung uͤberließ, die Schulden des Schenkers damit zu bezahlen, fallen nicht in die Guͤtergemeinſchaft. 103. Ehegatten duͤrfen nach wiederhergeſtell⸗ ter Guͤtergemeinſchaft keine anderen Bedingungen, als die vorherigen, feſt⸗ ſetzen. 117. Der Kaufcontract kann ſowohl unbedingt, als auch unter einer aufſchiebenden, oder aufloͤſenden Bedin⸗ gung eingegangen werden. 152. Der auf Probe geſchehene Veikauf wird als unter einer aufſchiebenden Bedin⸗ gung eingegangen betrachtet. 75. Eine Buͤrgſchaft darf nicht unter laͤſttgern Bedingungen, als die Hauptſchuld, uͤbernommen werden. 230. Wem ein Recht an einer Sache nur unter einer aufſchiebenden Bedingung zuſteht, kann dieſelbe auch nur unter dieſer Bedin⸗ gung zur Hypothek verſchreiben. 276. Bedinate Rechte muͤſſen bey der hypo⸗ thekariſchen Eintragung kaxtrt werden; 282. bey geſetzichen Hypotheken iſt dieß aber nicht nöthig. 283. Wenn die Forderung bedingt iſt, ſo iſt auch die vertragsmaͤßtge Hypothek einer Re⸗ duction unterworfen“ 286. Bey den von einer Bedingung abhängenden For⸗ derungen laͤuft die Veraͤhrung erſt von dem Eintritt dieſer Bedinguñg an. 310. Beduͤrfniſſe. Wenn die Einkuͤnfte der Frau zur Beſtreitung ihrer Be⸗ dürfniſſe nicht hinreichen, muß ihr der Mann vor dem Anfange der Ehe⸗ ſcheidungsklage eine gewiſſe Summe feſtſetzen. I. 209. Der Gebraucher kann nur ſo viele Nubungen erheben, 8 Regiſter. vals ſeine ünd ſiiner Famllie Beduͤrf⸗ niſſe fordern. IHI. 43. Der Wohner * darf ſein Wohnungsrecht nach ſeinen Beduͤrfniſſen ausdehnen. 44. Die Ehe⸗ fran kann ſich fuͤr ihre perſoͤnlichen Beduͤrfnlſſe einen gewiſſen Then ihrer ikuͤnſte vorbehalten III. 141. r45. enn der“ Verlecher ſeine Sache be⸗ parf, noch ehe des Lethers“Beduͤrſniß aufaehoͤrt hat, ſo kann er ſie den Um⸗ ſtänoen nach zuruͤckfordern. 216. Vergl. Lebensbeduͤrfniß. Unterhalt. Beeintraͤchtigung. Släubiger kön⸗ nen die Hänblungen anfechten, welche hr Schuldner zur Beeintrachtigung ihrer Richte unternommen hat. lII. 23. Die Glaͤubiger des Mannes koͤnnen die zur Beeintraͤchtigung ihrer Rechte gereichende Vermoͤgensabſonderung an⸗ fechten. 115. Vergl. Nachtheil. Beendigung. Von den Beendigungs⸗ arten des Geſelſchaftsvertrages. III. 21I. und des Mandats. 237. Vergl. Aufhebung. Beerdigung. Der Beamte des Ci⸗ viiſtandes muß Erlaubnift dazu geben. lI. 201. Bey Zeichen eines gewaltſa⸗ men Todes darf ſie nicht eher geſchehen, als bis der Poltzeybeamte eln Proto⸗ toll datuͤber aufgenommen hat. 204. Wie es mit den Beerdigungskoſten zu halten, wenn der Nachlaß des Verſtor⸗ benen dem Staat anheimgefallen iſt. MI. 123. Sie fallen dem Nießbrau⸗ cher zur Laſt, 344. gehoren zu den privilegirten Forderungen, 11I. 264. und haben den Vorrang vor den pri⸗ vilegirten Forderungen auf unbeweg⸗ liche Sachen. 269. 6 Befreyung. Wodurch man ſich von der Ahmentationsverbindlichkeit befreyen kann? I. 265. Welche Aemter von der Vormundſchaft befreyen? 365. Andere Befreyungsgrunde von der Vor⸗ mundſchaft. 369. Bey der activen Solidarität hat jeder Gläubiger das dner nach der Zah⸗ diecht, den Schuldner nach der tf⸗ ler en he⸗ en er he⸗ iß n t, che ng ²5. ſen hie n⸗ 96 I. gl. li en⸗ en, o 04. au⸗ den ö0. i⸗ 9 von yen von 65. zor ven da h un Rigißer. 339 lung von ſekher Verbindlichkelt zu be⸗ freyen, III“34. und bey der paſſiven befreyet die von einem der Schuldner. ge ſchehene Zahlung alle uͤbrigen. 35. Die Buͤrgen ſind ftey, wenn dem Haupt⸗ ſchuldner die Schuld erlaſſen iſt. 37. Wer von einer Verbindlichkeit befreyet zu ſeyn behauptet, muh die Zahlung, oder den Umſtand, wodurch ſeine Ver⸗ bindlichkeit erloſchen ſeyn ſoll, bewei⸗ ſen. 64. Die Fälle, wobey das Ge⸗ ſetz erklärt, daß aus gewiſſen beſtimm⸗ ten Umſtaͤnden eine Befreyung ent⸗ ſteht, begruͤnden eine geſetzliche Praͤ⸗ ſumtion. 76. Eine ſolche befreyet vom. Beweiſe. 79. Die uͤber das Capital ertheitte Quittung bewirkt eine Be⸗ freyung von den Zinſen. 219. Der Schuldner einer Rente kann ſich von deren Bezahlung uicht dadurch be⸗ freyen, daß er ſich zur Wiedererſtat⸗ tung des Capitals erbietet. 233. Der Baͤrge wird befreyet, wenn durch die Schuld des. Glaͤubigers die* Ein⸗ ſetzung des Buͤrgen in die Rechte des Gläubigers nicht mehr geſchehen kann⸗ 244. Befriedigung. Elne ſolche um ſein Grundſtuͤck anzulegen iſt jeder Eigen⸗ thuͤmer berechtigt. II. 48. Vergl. Einſchließung. Befugnitß, ſ. Necht. Beglaubigung. Auszüge aus den Reyrſtern des Ctvilſtandes, von dem Praſidenten des Tribunals erſter In— ſtanz beglanbigt, haben volle Beweis⸗ kraft. 1. 182. Vegräbnißkoſten,[ Beerdigung. Beguͤnſtigung, ſ. Vortheit. Bekanntmachung. Die des Juſtiz⸗ mimiſters uͤber die Abweſenheitserklä⸗ rung muß Ein Jahr lang abgewartet werden. I 223. Wenn der Vorwund zum Verkauf unbeweglicher Sachen des Minderſaͤhrigen ermächtigt iſt, muß derſelbe offentlich bekaunt gemacht werden. 381. Auch der Bennficiareibe muß'die Verſtelgerung der ihm zuge⸗ fullenen Erbfchaft vorher bekannt ma⸗ chen. II. 135. 139. Das Erkenntniß uͤber die bewilligte Vermogensabſonde⸗ rung muß durch oͤffentliche Anſchläge bekannt gemacht werden. 1II. 113. Vergl. Anſchlag(oͤffentlicher). Verkuͤndigung.„ Bekenntniß, ſ. Cingeſtändniß. Beklagter kann ein bärgerlich Todter ohne Curator nicht ſeyn. I. 164. Vergl. Klage. Beleidigungen. Wenn wegen gro⸗ ber Beleidigungen die Eheſcheidung nachgeſucht wird, braucht der Richter die Eheſcheidung nicht gleich zuzulaſſen. I. 200. Schenkungen koͤnnen wegen grober Beleidigungen widerrufen wer⸗ den; Il. 193. auch teſtamentartſche Verfuͤzungen. 225. Beneficiarerbe. Begriff. II. 133. Rechte und Verbindlchkeiten deſſeiben. 138. Er kann die Erben in[olidum wegen ſeiner perſoͤnlichen Forderungen belangen; 163. und muß fuͤr grobe Verſehen haſten. Ill. 13. In weichem Fall die Subrogation bei ihm ſtatt finde:? 48. In Hinſicht ſeiner For⸗ derung auf den Nachlaß laͤuft keine Verzaͤhrung. 310. Veegl. Inven⸗ 6 6 Benutung. Benutzungsrecht der in den Beſitz des Vermoͤgens des Abwe⸗ ſenden Elngewieſenen. I. 227. Das Benutzungsrecht an dem Vermoͤgen iht rer Kinder haben die Eltern bis nach zuruͤckgelegtem achtzehnten Jahr. 344. Dieſenigen Sachen werden für unbe⸗ weglich gehalten, welche der Eigenthü⸗ mer eines Grundſtuͤcks zur Benutzung doſſelben darauf gebracht hat. II. 6. Dem Nießbraucher ſtehet die frcye Ve⸗ nutung des Gegenſtandes zu. 28. Sa⸗ chen, dte man nicht benutzen kann, ohne ſie zu verbrauchen, muß der Nießbraucher bei Beendigung des Nieß⸗ brauchs erſtatten. 29. Er benutzt auch Uu 2 den 340 den Zuwachs, welchen dié Stche durch Alluvion erhält, ſo wie auch die Ser⸗ vituten, Steinbruͤche, Bergwerke ꝛc. 32. Er kann verlangen, daß der Ei⸗ genthuͤmer ſeiner Benutzung nichts in den Weg lege. 33. Der Gebraucher muß die Sache als guter Hauswirth benutzen, und trägt zu den Ausbeſſe⸗ rungen derſelben nur nach dem Ver⸗ haͤſtniß ſeiner Benutzung bey. 43. Dieß aehoͤrt auch zu den Pflichten des Wohners. 44. Wenn dem Ehe⸗ mann die Benutzung des Vermoͤgens ſeiner Frau zuſteht, kann er auf die Theilung einer ihr zugefallenen Erb⸗ ſchaft antragen. 145. Bey der Erb⸗ ſchaftstheilung ſoll ſo viel als moͤglich darauf geſehen werden, daß die Ver⸗ thetung der Benutzung von Grund⸗ ſtuͤcken vermteden werde. 152. Die Unterlaſſung des Inventars macht den uͤberlebenden Eheaatten die Benutzung der Einkuͤnfte ſeiner Kinder verluſtig. III 114. Bey verabrederer Vermo⸗ gensabſonderung behalt die Frau die freye Benutzung ihrer Einkuͤnfte. 141. Sie hat auch die Benutzung ihres Paraphernalvermoͤgens. 150. Der Vermiether muß dem Miether die un⸗ geſtörte Benutzung der Sache verſchafi fen. 183. Der Miether muß die ge⸗ miethete Sache als ein auter Haus⸗ wirth benutzen. 154. Wenn dem Miether aufgekuͤndigt iſt, ſo kann er ſich, wenn er gleich in der Benutzung blieb, auf eine Gtllſchweigende Erneue⸗ rung des Contracts nicht berufen. 183. Wenn er aber ohne Widerſpruch des Vermiethers in der Benutzung vlieb, ſo wird angenommen, dab er das Haus oder die Wohnung unter den vorigen Bedingungen behalte. 139. Der Eigenthuͤmer hat das Recht, in die Benutzung wieder eintutreten, wenn der Pachter das Grundſtuͤck wie⸗ der verpachtet 190. Bey der Vieh⸗ pacht benutzt der Pachter die Miſch, Regiſter. den Doͤnger und die Arbeit des Vie⸗ hes atein. 200. Die Geſellſchaft wird durch den Verluſt der Sache in allen den Fällen aufgeloßt, wo die Be⸗ nutzung derſelben in die Guͤtergemein⸗ ſchaft faͤllt. 212. Veral. Fruͤchte. Nießbrauch. Nutzung. Reve⸗ nuͤen. Beraubung. Von der Beraubung der buͤrgerlichen Rechte durch den Ver⸗ luſt der Eiaenſchaft eines Franzoſen; I. 156. und durch gerichtliche Verur⸗ theilung. 162. Bergwerke. Bergwerksantheile geho⸗ ren zu den beweglichen Sachen. Il. 9. Der Eigenthuͤmer, der unter der Oberflaͤche ſeines Eigenthums Gruben macht, muß ſich nach den Bergwerks⸗ geſetzen richten. 18. Der Nießbrau⸗ cher benutzt die Bergwerke ganz wie der Eigenthuͤmer, jedoch nur unter gewiſſen Bedingungen. 32. In wie fern faͤllt ihre Ausbeute in die Guͤ⸗ tergemeinſchaft? 11. 10t. Beſchaͤdigung. Sachen, die ohne Beſchädigung nicht wegagenommen wer⸗ den koͤnhen, gehsren zu den unbeweg⸗ lichen U. 6. In welchen Fallen iſt der. Mießbraucher fuͤr Beſchadiaungen verantwortlich? 38. 40. vergl. Scha⸗ den. Verſchlimmerung. Beſcheinigung. Daß kein Einſpruch eingeleat ſey, muͤſſen die Intereſſen⸗ ten beſcheinigen. 1 197. Wenn bei Eheſcheidungsklagen der Klaͤger wegen Krankheit micht perſoͤnlich erſcheinen kann, muß er ſeine Krankheit durch zwey Aerzte beſcheinigen laſſen. 282. Das Gericht ertheltt uͤber die Abtre⸗ tung eines mit Hypothek beſchwerten Grundſtuͤcks eine Beſcheintgung 289. Der Hypothekenbewahrer muß jedem, der es verlangt, eine Beſchei⸗ nigung geben, daß keine Eintragungen vorhanden ſind. 296. Beſchimpfung des Andenkens des Teſti⸗ le ird en e n⸗ ( er en k 1 ie ter ie h ne er eg en en⸗ bei en en ſch 82. re⸗ ten . uß el en be ſ Regiſtet. 341 Teſtirers kunn eiue Klage auf Wider⸗ ruf des Legats begruͤnden. II. 225. Beſchluß. Gegen den Beſchluß des Famtltenraths zur Ernennung des Vor⸗ mundes kann ſich derſelbe an das Tri⸗ bunal erſter Inſtanz wenden; I. 370. eben dieß kann er thun bei ſeiner Ausſchließuna oder Abſetzung. 375. Der Beſchluß des Familtenraths uͤber den Verkauf der unbeweglichen Sachen des Minderzährtaen muß erſt dem Tribu⸗ nal erſter Inſtanz zur Beſtatigung vor⸗ geleat werden. 381. Beſchreibung. Der Nießbraucher darf die Benutzung der ihm zum Nieß⸗ brauch gegebenen unbeweglichen Sache nicht eher anfangen, als bis er eine Beſchreibung' derſelben hat aufnehmen laſſen. II. 34. Dieſelbe Pflicht hat auch der Gebraucher g2. und der Woh⸗ ner. 44. Wenn der Vermiether und Miether zuſammen eine Beſchreibung der vermtetheten Sache aufgenonunen haben, muß ſie anz in demſeiben Zu⸗ ſtande zuruͤckaegeben werden. III. 184. Veral. Protvcoll. Verzeichniß. Beſitz. Nach erfolgter Abweſenhettser⸗ klärung werden die Intereſſenten in den vorlaͤufigen Beſitz eingewielen. J. 224. Begriff des varläuftgen Beſitzes. 227. Wann er definitlv aufgehoben wird? 229. Wie die aufgehobene Ab⸗ weſenheitserklaͤrung auf ihn wirkt? 229. Der Beſitzſtand kann die Chegatten nicht befreyen, ihre Heyrathsurkunde vorzuzeigen; 239. bewirkt aber, unter⸗ ſtuͤtzt von der Heyrathsukunde, daß die Ehegatten mtt ihrer Nichtiakeits⸗ klage wegen derſelben nicht gehoͤrt wer⸗ den. 260. Durch den Beſitzſtand kön⸗ nen Kinder die Rechtmaͤßiakeit ihrer Geburt beweiſen. 260. 315 f. Ein mit der Geburtsurkunde uͤbereinſtimmender Beſitz kann nicht in Anſpruch genom⸗ men werden. Zib. Der Beſitzer hat ein Recht auf die von ſeiner Sache hervorgebrachten Fruͤchte. U. 17. Wer iſt Beſitzer im guten Glauben, und Beſitzer im böſen Glauben? 17. Die von dem Beſiker in gutem Glau⸗ ben gemachten Anlagen inuß der Ei⸗ genthumer erſtatten. 20. Durch einen ununterbrochenen dreyfig)ährigen Be— ſitz erwirbt der Eigcuthümer den Ge⸗ nuß des auf ſein Grundſtuͤck hinunter fleßenden Woſſers; a7. ſo wie jede andere Servitut. 62. Die rege maßi⸗ gen Crben treten in den Beſitz des Vermoͤgens ipſo jure ein; die unre⸗ gelmaßigen müſſen aber um Emwei⸗ fung in den Beſitz bitten; 89. auch die unehelichen Kinder, r17. der uͤberle⸗ bende Chegatte, der Staat, 122. das in einem Hoſpiz auferjogene Kind, 124. der Univerſallegatar, 214 und der Particularlegatar. 216. Wenn gleich der Beſchenkte ſchon im Beſitz der ihm geſchenkten Sache war, ſo findet doch die Aufhebung der Schen⸗ kung wegen nachgeborner Kinder ſtatt. 19g. Erſt nach einem Beſitze von dreyßig Jahren wird der Wlderruf der Schenkung verjaͤhrt. 106. Dem Te⸗ ſtamentsexecutor kann der Beſitz des beweglichen Vermogens der Erbſchaft nur auf Ein Jahr eingeraͤumt wer⸗ den. 219. Wenn man eint bewegſiche Sache mehreren Perſonen nach einan⸗ der zu uͤberitefern verſprochen hat, ſo hat der redliche Beſitzer den Vorzug. III. 16. Zur Guͤltigkeit der Depoſi⸗ tion wird erſordert, daß der Schuld⸗ ner den Beſitz der angebotenen Sache aufgegeben habe. s51 Mehrere durch den Beſißſtand unterſtützte Anerken⸗ nungsurkunden befreven von der Vor⸗ legung der Primordiaturkunde. 74. Wenn dem Ehegatten ſchon vor der Ehe der Beſitz einer unbewealichen Sache zuſtand, ſo faͤllt ſie micht in die Gütergemeinſchaft 101. Wenn der Käufer im Beſitze der gekauften Sache geſtoͤrt wurte, braucht er den Kaufpreis vor aufgehobener Störung Uu 3 nicht ———— —— ———— 342 nicht zu bezahlen. 1690. Zum Beſitze einer abgetretenen Forderung gelangt der Ceſſionar erſt nach geſchehener No⸗ tification an den Schuldner. 176. Wenn nach Ablauf der im Contracte beſtimmten Zeit der Miether im Be⸗ ſitze bleibt, ſo entſteht dadurch eine neue Mlethe. 185. 180. Eben ſo der Pachter. 192. kleber eine Sache, de⸗ ren Beſitz ſtreitig iſt, kann Sequeſtra tion verfügt werden. 229. Das Vor⸗ zugsrecht in Anſehung eines Fauſt⸗ pfandes findet nur ſtatt, wenn das Fauſtpfand in den Beſitz des Glaͤubi⸗ gers gekommen iſt. 254. Bey nicht beſtunmtem Zahlungstermin kann der Verlaͤufer die verkaufte Sache, ſo lange ſie ſich noch im Beſitze des Kaͤu⸗ fers findet, zuruͤckfordern⸗ 266. Wie kann das Vermoͤgen der Abweſenden von den darin Eingewieſenen mit Hy⸗ pothek beſchwert werden? 276. Von dem Beſitze. Begriff. Beſitz als Be— dingung der erworbenen Ver)aͤhrung. 3o6. Folgerungen. 307. Wer fuͤr et⸗ nen Andern beſitzt, kann nicht verfäh⸗ ren; 307. auch kann Niemand wider den Rechtsgrund ſeines Beſitzes ver⸗ zahren. 308. Bey Mobillen gilt der Beſitz ais Rechtsgrund. 315. Beſitzer(dritter). Die Kiage auf Reduction der Schenkung kann auch gegen dritte Beſitzer gerichtet werden. II. 184. Wenn bey dem Widerruf der Schenkung die geſchenkten Guͤter ſchon an dritte Perſonen uͤbertragen ſind, kann der Schenker ſeine Klage gegen dieſe dritte Perſonen richten. 102. Rechte des dritten Beſitzers bey Aufhebung des Verkaufs wegen Ver⸗ letzung. 174. Eme Hypothek auf be⸗ wegliche Sachen kann gegen dritte Ber ſitzer nicht geltend geinacht werden. 273. Von den Wnkungen der Pri⸗ vilegtlen und Hypotheten gegen diltte Beſitzer. 287. Verbindlichkeiten und Rechte des dritten Beſitzers. 288. 289. Beſtellung. Regiſtet. Wie der dritte Beſitzer Grundſtäcke S0 Hypotheken frey machen kann. 207. Beſtaͤtigung. Aufgehobene Schenkun⸗ gen koͤnnen durch eine beſtétigende Ur⸗ kunde von Seiten des Schenkers nicht wieder àufleben. II. I95. Von Beſtä⸗ tigungsurkunden. III. 73. Bedingun⸗ gen threr Guͤltigkeit. 74. Beſtaͤtigung(gerichtliche). Die Notorietaͤtsurkunde muß vom Präſiden⸗ ten des Tribunals beſtaͤtigt werden, I. 198. auch der Bericht des Kunſt⸗ verſtändigen uͤber die unbeweglichen Sachene des Abweſenden, 227. und die Adoptionsurkunde. 334. Wenn der Vormund ſeiner Abſetzung widerſpricht, ſo hat der Gegenvormund auf die Be⸗ ſtaͤtigung des gefaßten Beſchluſſes an⸗ zutragen. 375. Der Beſchluß des Fa⸗ milienraths uͤber den Verkauf der unbe⸗ weglichen Sachen des Minderzährigen muß dem Tribunale erſter Inſtanz zur Beſtätigung vorgelegt werden: 381. auch ber vom Vormunde im Mahmen des Minderzaͤhrigen abgeſchloſſene Ver⸗ gleich. 386. Der emanctpirte Minder⸗ ſährige kann nur nach dem vom Tribu⸗ nal erſter Inſtanz beſtaͤtigten Beſchluß des Familtenraths ein Anlehn aufneh⸗ men. 391. Wenn ein Kind des In⸗ terdicuten ſich verheirothen will, ſol⸗ len die Bedingungen durch ein vom Tribunal erſter Inſtanz beſtaͤtigtes Guts achten des F miltenraths beſtimmt wer⸗ den. 401. Die gerichtliche Beſtätigung der außergerichtlichen Theilung iſt un⸗ thunlich. Il. 145. So lange die Rang⸗ ordnung der Gläubiger noch nicht ge⸗ richtlich beſtätigt iſt, behalten die Glaͤu⸗ biger das Recht, in derſelben ihren Platz zu nehmen, wenn der Hypotbe⸗ kenbewahrer ihre Hypotheken ausgelaſ⸗ en hat. 296. e Die von einem Drilten aufgewandten Koſten der Beſtellang hat der Eigenthumer zu erſeten, wenn e n. 1 h iä⸗ Ne in n, ſſ⸗ en nd der ht, e n⸗ a⸗ be⸗ en ur e er er hu⸗ luß ſh⸗ n⸗ ſoh om ut er ung uh⸗ ge u ren he⸗ b tet hot ner hi Regiſter. die Fruͤchte davon genieben will. I. Beſthaupt iſt im Känigreich Weſtpha⸗ Betragen, len aufgehoben. 11 73. ſ. Auffuͤhrung. Betrug kann die Klage auf Ungültig⸗ Betten ſind unter keit der Ehe begruͤnden. I. 235. Nach entdecktem Betruge kann der Mann, dem die Geburt des Kindes verheimwlicht war, das Kind ableugnen⸗ 313. We⸗ gen Betruz können Volljährige die An⸗ nahme einer Erbſchaft anfechten, 1I. 127. und eine definitiv geſchehene Thes lung aufaehoben werden⸗ 166. Ein Miterbe kann die Klage wegen Betrug nicht mehr anſtellen, wenn er die Ver⸗ äußerung ſeines Antheils nach der Entdeckung des Betrugs votgenommen hatte. 167. In welchen Fällen Be⸗ trug die Nichttakett der Vertraͤge be⸗ wirkt? 1II. 7. Wenn von Seiten des Glaͤnbigers Betrug ſtatt fand, kann der Schuldner bie gemachte Zahlung auf einen andern Poſten abrechnen laſ⸗ ſen. 40. Von der Nichtigkettsklage im Fall eines Betrugs. 62. Wann ein Rechtsgeſchaͤft wegen Betrug angegrif⸗ fen wird, koͤnnen Vermuthungen als Bewelsmittel gelten. 80. Wenn ſich die volljoͤhrige Frau ais Theunehmerin der Guͤtergemeinſchaft betrug, und wobey von Seiten der Erben des Man⸗ nes kein Betrug ſtatt fand, ſo kann ſie der Gaͤtergemeinſchaft nicht entſa⸗ en. 118. Beim Wiederkaufe muß der Kaͤufer die micht betruͤglicher Weiſe abgeſchloſſenen Pachtcontratie haiten. 172. Wenn von Seiten des Gewiunent den Betrug ſtatt fand, kann det Ver⸗ Uerende das Gezahlte zuruͤckfordern. 231. Veraleiche können wegen ſtatt gefundenem Betruae wieder aufgehoben werden 148. Vergl. Beeintraͤch⸗ tigung. Dolus. dem Ausdruck Moͤ⸗ bein mitbegriffen. II. 11. Bevollmaͤchtigte koͤnnen die Par⸗ 343 teyen vor den Beamten des Civilſtan⸗ des vertreten. I. 179. Durch Bevoll⸗ mächtigte kann man Einſpruch thun laſ⸗ ſen. 196. Bevollmaͤchtiqte können im Nahmen des Abweſenden die waͤhrend ſeiner Vbweſenheir von dem zuruͤckge⸗ bliebenen Gatten aeſchteſſene neue Ehe anfechten. 233. Ste koͤnnen die Einre⸗ den gegen die Zuläſſiakeit der Eheſchet⸗ dung vorbringen. 384. Ein Bevoll⸗ maͤchtigter darf im Famtlienrathe nur Eine Perſon vertteten. 355. Er kann foͤr Voſhährige und fuͤr Taubſtumme Schenkungen annehmen, ll. 186. und Zahlungen fuͤr den Glaͤubtger in Em⸗ pfang nehmen. III. au. Daß das Anerbie⸗ ten der Zahlung einem Bevollmächtigten des zur Annahme Fähigen geſchehen ſey⸗ wird zur Guͤltigkeit deſſelben erfordert. So. Das gerichtliche Cingeſtändniß kann durch Specialbevollmachtigte geſchehen. 8o. Frauenzimmer und emanctpirte Minderſaͤhrige koönnen zu Bevollmäch⸗ tigten erwählt werden. az5. Von den Verbindlichkeiten des Bevollmaͤchtigten⸗ 235. Ein Glaͤubiger kann durch einen Speclalbevollmächtigten um die Ver⸗ ſteigerung eines ihm vethyvothecirten Grundſtuͤcks nachſuchen laſſen. 292. Vergl. Mandatar. Beweggruͤnde, ſ. Erkenntniſſe. Bewegliche Sachen eines Minder⸗ hährigen muß der Vormund meiſtbietend verkaufen taſſeu. T. 378. Sie koͤnnen auch getheilt werden. 385. Die mit ei⸗ nem Grundſtuͤck in Verbindung geſetzten beweglichen Sachen gehoͤren zu den unt beweglichen Sachen. II. 6. Von den beweglichen Sachen. Beariff und Cin⸗ thellung: nach ihrer Natur S. und th⸗ ren geſetzlichen Beſtunmungen. 9 Be⸗ deutung des Ausdrucks: bewegluhe Sas chen. 11. Welche Rechte das Eigen⸗ thum an einer beweglichen Sache giebt? 16. Von dem Zuwachsrechte auf beweg⸗ liche Sachen. 24. Der Nießbraucher muß ein Verzeichnib der ihm gegebenen beweg ———— 344 beweglichen Sachen aufnehmen. 33. Sie werden verkauft, wenn er keine Buͤrg⸗ ſchaft geleiſtet hat. 34. Die zur Erb⸗ ſchaft gehörigen beweglichen Sachen kann der Beneſiciarerbe verkaufen laſ⸗ ſen, oder Buͤrgſchaft dafuͤr ſtellen. 139. Die der erbloſen Verlaſſenſchaft muß der Curator verkaufen. 142. In Hinſicht ihrer kann die Frau allein die Thei⸗ lung nachſuchen. 1458. Wie geſchteht die Schätzung derſelben bei Erbſchafts⸗ theilungen? 150. und wie die Thei⸗ lung? 151. Die durch Zufall zu Grun⸗ de gegangenen beweglichen Sachen ſind der Collatton nicht unterworfen, doch muß ihr Werth erſetzt werden. 158. Sie werden durch Anrechnung conferirt. 161. Wann das Recht des Glaͤubi⸗ gers verhährt, die Trennung der be⸗ weglichen Sachen des Erhlgſſers von denen der Erben zu verlanßen 2 104. Welche Schenkung uͤber bewegliche Sa⸗ chen nur gaͤleig iſt? 190. Der Schen⸗ tende kann ſich an ihnen den Rieß⸗ brauch vorbehalten. 191. Die unter einem Fideicommiß begriffenen bewegli⸗ cher Sachen ſollen geſchaͤtzt, und of⸗ fentlich verkauft werden. 229. Wenn man an mehrere Perſonen nach einan⸗ der eine bewegliche Sache verſprochen hat, ſo hat der redliche Beſitzer der⸗ felben den Vorzug. III. 16. Welche Moviliarſchulden gehoͤren zum Poſſiv⸗ Beſtande der Guͤtergemeinſchaft? 104. 105. Die geſammten Mobilien kann der in Guͤtergemeinſchaft lebende Ehe⸗ mann ohne Mitwirkung ſeiner Frau nicht verſchenken. 107 In welchem Fall unbewegliche Sachen die Natur beweglicher Sachen annechmen? 132. Wenn der Brantſchatz aus beweglichen Sachen beſteht, wird der Mann Ei⸗ genthuͤmer davon. 145. Nach Auflo⸗ fung der Ehe erſtattet er denſelben zu⸗ ruͤk. 127. Auch bewegliche Sachen koͤnnen vermiethet werden. 181. 183. Wenn der Miether das Haus nicht Regiſter. hinlaͤnglich mit Mobllien verſieht, muß er wegen des Miethzinſes Buͤrgſchaft leiſten. 187. Die allgemeine Geſell⸗ ſchaft des Erwerbs begreift auch die be⸗ weglichen Sachen der Geſellſchafter in ſich. 205. Ueber die mit Arreſt beleg⸗ ten beweglichen Sachen eines Schuld⸗ ners kann Sequeſtration verfuͤgt wer⸗ den. 123. Iſt eine bewegliche Sache verpfändet, ſo hetßt die Verpfändung Fauſtpfandscontract. 253. Von den Privilegien auf bewegliche Sachen. 263. Eine Hypothek auf bewegliche Sachen kann wider einen dritten Beſitzer nicht geltend gemacht werden. 273. Bey beweglichen Sachen begruͤndet der bloße Beſitz das Eigenthum. Ausnahmen von dieſer Regel. 315. Vergl. Mo⸗ bilien. Bewegliches Vermoͤgen. Das be⸗ wegliche Vermoͤgen des Abweſenden kann von dem Eingewieſenen veräußert werden. I. 227. Bedeutung des Aus⸗ drucks: bewegliches Vermoͤgen. I. 1I. Ob die Hinterlaſſenſchaft aus bewegli⸗ chem oder unbeweglichem Vermogen be⸗ ſteht, darauf nimmt das Geſetz bei Beſtimmung der Erbfolge keine Ruͤck⸗ ſicht 92. Der Teſtirer kann dem Te⸗ ſtamentsexecutor eine Zeitlang den Be⸗ ſitz ſeines beweglichen Vermoͤgens ein⸗ räumen. 219. Welches bewegliche Ver⸗ moͤgen fallt in die Gätergemeinſchaft? III. 101. Welche Rechte ſtehen dem Manne daran zu? 107. Ihr beweg⸗ liches Vermoͤgen kann die Frau nach ert folgter Verntogensabſonderung veräu⸗ ßern. 116. Die Koſten des Verkaufs des beweglichen Vermogens fallen der Gütergemeinſchaft zur Laſt. 124. Im Fall die Frau der Guͤtergemeinſchaft entſagt, verliert ſie ihre Rechte ouf das ihr zugebrachte bewegliche Verius⸗ gen. 126. Welches bewegliche gen wird als Errungenſchaſt betrachlet? 129. Die Ehegatten köunen ihr ge⸗ ches Vermoͤgen, oder ſammtes beweslich. uß aft ell⸗ ben ehn d⸗ Ne che u den 6z. hen ſcht bey oße nen o⸗ be⸗ den fert ut⸗ ll. li⸗ he⸗ hei ück Te⸗ Be em⸗ zer⸗ ſt? dem e e il ufs der In haft uuf no⸗ m et? he oder es Regiſter. 345 einen Theil davon, von der Guͤterge⸗ meinſchaft ausſchließen 130. Das je⸗ dem der Eheqatten waͤhrend der Ehe zugefallene Vermoͤgen muß durch em Inventar beurkundet werden 130. Fol⸗ gen, wenn ſich die Frau ausbedungen hat, im Fall der Cntſagung auf die Gaͤtergemelnſchaft ihr eingebrachtes Vermoͤgen zuruͤcknehmen zu dürfen. 134. Welche Rechte hat der Mann an dem beweglichen Vermögen der Frau bei Ausſchließung der Gütergemein⸗ ſchaft? 140 Aufzählung der Privile⸗ gien auf das geſammte bewegliche Ver⸗ mögen. 26g. Das bewegliche Vermo⸗ gen der Minderjahrigen oder Interdi⸗ cirten muß zuvor angegriffen ſeyn, ehe deren unbewegliche Sachen verkauft werden koͤnnen. 299. Beweis. Beglaubigte Auszuge aus den Ctvilſtandsregiſtern haben vollen Be⸗ weis. I. 182. Wie der Beweis der Hehrathen, Geburten und Sterbefaͤlle bey verloren gegangenem Civiiſtands⸗ reaiſer gefuͤhrt werden kann. 184. Wann iſt der Beweis uͤber Leben und Tod des Abweſenden erforderiich? 232. und wann der uͤber die Eyiſtenz deſ⸗ ſelben? 233. Von dem Beweiſe ei⸗ ner guͤltigen Ehe. 259. Beweis durch eine peinliche Klage. 260. Der Be⸗ weis des Chebruchs kann durch wich⸗ tige und nothwendige Vermuthungen beygebracht werden. 275. Wodurch er bey Eheſcheidungsklagen getkuͤhrt wer⸗ den kann. 288. Vom Zeugenbeweiſe. Einleitung deſſelben. 288. Wenn der Kläger die Einrede der Wiederausſoͤh⸗ nung ableugnet, hat der Beklagte den Beweis zu fuͤhren, 297. und die Ehe⸗ gatten haben in drey auf einander folgenden Terwinen zu veweiſen, daß ihre Eltern oder Aſcendenten auf die Zulaſſung der Eheſchetdung beharren. 3zoo. Beweis der Kindſchaft ehelicher Kinder. 315 f. Gegenbeweis. Wo⸗ durch er gefuͤhrt werden kann. Ver⸗ Spangenberg's Commentar Bd. III. fahren dabey. 318. Den Beweis muß das Kind fuͤhren, das Jemanden als ſeine Mutter in Anſpruch nimmt. 327. Beweisverfahren bey dem Geſuche um Interdietion. 397. Der Betrug muß immer vollkommen bewieſen werden. III. 7. Der Schuldner muß den von ihm vorgeſchuͤtzten Untergang der Sache beweiſen. 61. Von dem Beweiſe der Verbtnolichkeiten. Grundſatz. Arten des Beweiſes. 64. Vom Urkundenbet weiſe. 65. Bewetskraft der oͤffentli⸗ chen Urkunden, 66, der Privaturkun⸗ den, 67. der Handlungsbuͤcher der Kaufleute, der Hausbuͤcher und Fa⸗ miltenpapiere, 70. der Kerbhoͤlzer 71. und der Abſchriften von Urkunden. 72. Von dem Zeugenbeweiſe. 75. In welchem Fall er nicht ſtatt findet? 76. Was wird unter dem Ausdruck: An⸗ fang eines ſchriftlichen Beweiſes ver⸗ ſtanden? 77. Eine geſetzliche Vermu⸗ thung befreyet vom Beweiſe. 79* Das ſchriftliche Geſtandniß hat Be⸗ weiskraſt. Sso. Selbſt wenn nicht ein⸗ mal der Anfang eines ſchriftlichen Bet weiſes vorhanden iſt, konnen die Par⸗ theyen den Entſcheidungseid einander zuſchteben. 82. Mit dem Beweiſe, daß falſch geſchworen ſey, wird der Geaner nach abgelegtem Eide nicht mehr zugelaſſen. 83. Wenn die Klage oder Einrede nicht vollſtaͤndig erwieſen iſt, kann der Richter den Eid aufle⸗ gen. 85. Wenn Perſonen beweiſen koͤnnen, daß ſie dte ſchadende Hand⸗ lung ihrer Untergebenen nicht verhin⸗ dern konnten, ſind ſie nicht dafuͤr ver⸗ antwortlich. 91. Durch welche Be⸗ weismittel kann der Mangel eines In⸗ ventars bey Muflöſung der Guͤterge⸗ meinſchaft erſetzt werden? 1o6. I14. 131. Wie kann der Beweis der Ver⸗ letzung gefuͤhrt werden? 173. Zeu⸗ genbewets iſt bei dem Miethcontraete nicht zuläſſig. 182. Der Miether muß den Beweis fuͤhren, daß er an einer Er Feuers⸗ 346 Feuersbrunſt nicht Schuld ſey. 184. Bey dem Geſellſchaftsvertrage iſt Zeu⸗ genbewels nicht zulaäſſig. 203. Be: weisfuͤhrung bey dem Niederlegungs⸗ vertrage. 222. 224. 226. Zeugenbe⸗ wels äber muͤndliche Vollmachten wird nur unter Beſchraͤnkungen zugelaſſen. 23g. Durch den Beweis der Unter⸗ ſchrift einer Privaturkunde entſtehr eine gerichtliche Hypothek. 273. Vergl. Zeugenbeweis. Beyſchlaf. Wenn der Mann eine Beyſchläferin im gemetnſchaftlichen Hauſe haͤlt, kann die Frau auf Ehe⸗ ſcheidung antragen. I. 273. Eine phy⸗ ſiſche Unmoglichkeit der Vaterſchaft iſt vorhanden, wenn der Mann ſich im Augenblick der Cmpfängniß in einem Zuſtande befand, der den Bevyſchlaf unmoͤglich machte. 311. Der freywil⸗ lige außereheliche Beyſchtaf iſt rechtlich nſchtig; aber nicht der erzwungene. 325. Beyſtand ſind die Ehegatten einander ſchuldig. I. 266. Im Zeugenbeweiſe bey Eheſcheidungsklagen konnen drey Beyſtände jeder Parthey mit vor Ge⸗ richt erſcheinen. 289. Der zu Inter⸗ dicirende kann ſich durch einen Bey⸗ ſtand vertreten laſſen 397. Dieſer kann auch in gewiſſen Fällen vom Tri⸗ punal ernannt werden. 398. Von dem gerichtlich beßtellten Beyſtande⸗ Wem derſelbe zugegeben wird. 402. Vergl. Anwald. Bienenſtoͤcke aehören zu den unbetweg⸗ lichen Sachen. II 6. Bigamie begruͤndet die Nichtigkeitokla⸗ ge des Ehegatten. 1. 237. Bildſaͤulen, die in befonders dazu angelegten Riſchen aufgeſtellt ſind, ge⸗ hören zu den unbeweglichen Sochen; iI. 7. zu den Moͤbeln ober, wenn ſie bloß zur Verzterung eines Zimmers dienen. 11. Bioͤdſinn iſt keine Eheſcheidungsurſache mehr I. 379. Er zieht die Interdiss Regiſter. tion nach ſich, worauf der Naiſerliche Procurator antragen kann. 393. Blutſchande iſt ein Hinderniß der Le⸗ gitimation. I. 321. und der Anerken⸗ nung des unehelichen Kindes. 322. Es ſoll in dieſem Fall auch nicht zur Ausforſchung des Vaters oder der Mut⸗ ter zugelaſſen werden. 327. Um zur Succeſſton ſeiner Eltern zu gelangen, darf das uneheliche Kind nicht durch Blutſchande erzeugt ſeyn, II. 113. Das durch Blutſchande erzeugte Kind hat nur ſehr beſchraͤnkte Anſpruͤche auf den Nachlaß ſeiner Eitern. 118. Blutsverwandte. Erbfolge derſel⸗ ben ll. 92. Boden. Das Eigenthum des Bodens zteht das Eigenthum alles deſſen nach ſich, was daruͤber, und was darunter iſt. UI 18. Der Nutznießer des Ge⸗ bäudes hat kein Recht an den Grund und Boden deſſelben; g1. wohl aber dann, wenn es nur einen Theil eines Guts ausmacht. 42. Nach dem Ver⸗ haͤltniß des der Hut und Weide durch die Beftiedigung ſeiner Grundſtuͤcke entzogenen Bodens verliert der Eigen⸗ thuͤmer ſein Recht an der Koppelweide. 4s. Das Regenwaſſer wuß auf mei⸗ nen eigenen Grund und Boden fallen. 58 Der Baumeiſter iſt während zehn Jahren fuͤr die Fehler des Bodens ver⸗ antwortlich. III. 196. Bodmerey. Der Bodmereycontract gehoͤrt zu den aleatoriſchen Verträgen⸗ II. 230. Boͤſer Glaube zieht die Richtigkeits⸗ etklaͤrung der Ehe nach ſicch. 1 261. Wer iſt Beſitzer in boͤſem Glauben? H. 17. Wozu iſt der Empfänger in böſem Glauben, dem eine Zahlung Irrthum grleiſtet wurde, verpfilchtet d. 39. Alle Klagen verjähren binnen dreißiq Jahren, ohne daß die Einrede der maſe Kides opponirt werden könnte. 312. Bordercau,[. Aufſaß⸗ hs e 5 en 2. ut n, ſch 3. nd auf ſtl n ach ter nd ber es et ch ſce en de. ei en. ehn ver rat t i 61. n in aus et nen ede ne⸗ Regiſter. 347 Posquet. Ob der Nießbraucher an deſſen Statt einen Gemuͤſegatten anle gen koͤnne? 1I. 35 Brautlauf iſt im Koͤnigreich Weſt⸗ phalen aufgehoben. II. 73. Brautſchatz. Wie wird der Braut⸗ ſchatz des Interdiclrten beſtimmt? zo1. In weichem Fall der Schen⸗ kende bey der auf ihn zuruͤckfallenden Schenkung die Hypothek fuͤt den Braut⸗ ſchatz anzuerkennen hat? M. 191. und wo dieſes nicht ſtatt findet? 195. Die Ehefrauen des mit einem Fideicommiß Beſchwerten haben in Anſehung ihres Brautſchatzcapitals einen Entſchaͤdi⸗ gungsanſpruch. 228. Wie tragen Ehe⸗ garten zum Brautſchatz ihrer Kinder bey? III. 112. Zur Gewährlelſtung ſuͤr den Brautſchatz iſt jeder der ihn gab verbunden. 113. Wenn ihr Braut⸗ ſchatz in Gefahr iſt, kann die Frau auf Vermoͤgensabſonderung autragen⸗ 114. 147. Der Mann hat das Recht, den Brautſchatz der Frau in Empfang zu nehmen. 140. Was iſt Braut⸗ ſchatz? 142. Von der Beſtellung deſ⸗ ſelben. 143. Rechte des Mannes an dem Brautſchake. 144. Rechte der Frau. 147. Von der Wiedererſtat⸗ tung des Brautſchatzes. 147. Nach Aufisſung der Ehe werden die Reve⸗ nen deſſelben getheilt. 149. Wegen ihres Brautſchatzes hat die Frau eine geſetzliche Hypothek auf das Vermogen ihres Mannes. 273. Rangordnung die⸗ ſer Hypothek. 278. Durch Verabte⸗ dung können eſnzelne Grundſtücke von dieſer Hypothek ausgenommen werden; auch kann der Mann um Reductlon dieſer Hypothek nachſuchen. 280. Breviartum laiciauum iſt römiſchen Urſprungs. I. 14. Bruder. Vollbuͤrtige Bruͤder des Min⸗ derzaährigen ſind ſämmtlich Mitglteder des Familtenraths. I. 336. Dem volle buͤrtigen Bruder des Minderhährigen kann die Gegenvormundſchaft uͤbertra⸗ gen werden. 364. Das Kraft der Repräſentation berufene Bruderskind ſchlleßt die Oheime und Tanten des Erblaſſers aus. II. 100. Vergl. Ge⸗ ſchwiſter. Brunnen. Wer neben einer Scheide⸗ wond einen Brunnen graben will, muß den gehorigen Zwiſchenraum laſſen. II⸗ 56. Das Reinigen der Brunnen fällt dem Vermiether zur Laſt. III. 188. Buchten gehören zum Staatseigen⸗ thum. II. 12. Buͤcher ſind in dem Ausdruck Mobi⸗ nen nicht mitbegriffen. 1I. 10. Vergl. Handelsbuͤcher. Hausbuͤcher. Buͤrge. Wenn gleich der Schenker ſch durch die Schenkung als Buͤrge fuͤr die Vollztehung der Ehe dargeſiellt hat, ſo fällt ſie dennoch nach geſchehe⸗ nem Widerruf an den Schenker zu⸗ ruͤck. II. 195. Als Buͤrgen ſind die Mitſchuldner zu betrachten, wenn das eingegangene Geſchaͤft nur Einen ſoli⸗ dariſchen Schuldner betraf. III. 35. Der Buͤrge kann fuͤr den Hauptſchuld⸗ ner guͤltige Zahlung leiſten. 43. Wie dle Subrogation auf ihn wirkt. 38. Er bleibt ſo lange verhaftet, bis der Glaͤubiger die deponirte Sache angee nommen hat. 52. Wodurch er bey der Novation befreyet werden kann? 56. wodurch bey der Remiſſion? 57. und bey der Confuſion? 60. Er iſt das zu compenſiren berechtigt, was der Glaͤuviger dem Hauptſchuldner zu zahlen hat. 59. Er wird durch den vom Hauptſchuldner geleiſteten Eid be⸗ freyet. 84. Als Buͤrge wird die in Gätergemeinſchaft lebende Ehefrau be⸗ trachtet, wenn ſie ſich mit ihrem Maune ſoldariſch verpflichtet hat. 110. Man kann auch fuͤr den Buͤrgen des Haupt⸗ ſchuldners Buͤrge werden. Die Pflich⸗ ten des Buͤrgen gehen auch auf ſeine Erben üͤber. Erforderniſſe des Bär⸗ gen. 240. Von den Wirkungen der Vuͤrgſchaft zwiſchen dem Glaͤubiger Xx 2 und 1 3 3 i . „ 348 und dem Buͤrgen; 241. zwiſchen dem Schuldner und dem Buͤrgen; 243. und unter den Mitbuͤrgen. 24. Be⸗ freyung des Buͤrgen. 244. Eigenſchaf⸗ ten und Rechte des gerichtlichen Buͤr⸗ gen. 245. Bey ihm findet koͤrperliche Verhaftung ſtatt. 250. Eine an den Hauptſchuldner erfolgte Aufforderung, oder deſſen Anerkennung, unterbricht die Verjährung in Hinſicht des Buͤr⸗ gen. 309 Vergl. Buͤrgſchaft. Buͤrgerliches Leben wird zur Gul⸗ tigkeit der Ehe erfordert. I. 238. Buͤrgerliche Rechte. Von dem Ge⸗ nuſſe der buͤrgerlichen Rechte. Be⸗ griff derſelben. I. 144. Bedingung, dieſelben auszuuͤben. 145. Verhältniß der buͤrgerlichen Rechte zu Auslaͤndern. 149. Von der Veraubung der buͤr⸗ gerlichen Rechte durch den Verluſt der Eigenſchaft eines Franzoſen 156. und“ durch gerichtliche Verurtheilung. 162. Um ſeine buͤrgerlichen Rechte ausuͤben zu können, muß man einen Wohnſitz haben. 215. Teſtamentszeugen muͤſſen im Genuſſe der buͤrgerlichen Rechte ſeyn. lI. 207. Buͤrgerlicher Tod. Begriff. I. 162. Wirkungen deſſelben. 163. Folgen in Hinſicht der weltbuͤrgerlichen Rechte 16. und der buͤrgerlichen Rechte. 166. Welche Rechte verbleiben dem buͤrger⸗ lich Todten? 167. Die Strafe des buͤrgerlichen Todes tritt mit der Voll⸗ ſtreckung des Urtheils ein. 168. Wo⸗ durch der Ungehorſame ihr entgeht? 171. Sie verjahrt nicht. 172. Das während dleſes Zuſtandes von dem Ver⸗ urtheilten erworbene Vermoͤgen fällt nach erfolgtem natuͤrlichen Tode dem Staate anheim. 173. Die peinliche Verurtheilung zum buͤrgerlichen Tode begruͤndet ein Ehehinderniß. 243. Nach Auftöſung der Ehe durch den buͤrgerli⸗ chen Tod eines der Ehegatten ver⸗ wandelt ſich die Guͤteradminiſtration des uͤberlebenden Ehegatten in Vor⸗ Regiſter. mundſchaft. 348. Durch buͤrgerlichen Tod erloſcht der Nießbrauch. II. 39. Buͤrgerlich Todte können repräſentirt werden. 102. Der buͤrgerlich Todte kann gar keine Erbſchaft annehmen. 125. Cr iſt unfaͤhig, eine Schen⸗ kung unter Lebenden oder ein Teſtament zu machen 173. oder ſolche anzuneht men; doch koͤnnen ihm Alimente ge⸗ ſchenkt oder vermacht werden. 174. Buͤrgerlich Todte koͤnnen nicht Teſta⸗ mentsexecutoren werden. 219. Sie ſind unfaͤhig zu contrahiren. III. 9. Die Foigen des buͤrgerlichen Todes treffen nur den Antheil eines ſeden in Guͤtergemeinſchaft lebenden Ehegatten. 1os. Der buͤrgerliche Tod loͤßt die Guͤtergemeinſchaft auf. Bey ſeinem Eintritt muß ein Inventar errichtet werden. 113. Beim buͤrgerlichen To⸗ de ihres Mannes kann die Frau ihre Rechte, welche ihr auf die vorher auf⸗ gelößte Gütergemeinſchaft zuſtehen, ausuͤben. 117. Der buͤrgerliche Tod begruͤndet den Anfall der Vorausnah⸗ me. 135. Er beendigt den Geſell⸗ ſchaftsvertrag. 211. Im Fall des buͤr⸗ gerlichen Todes des Deponenten kann die Sache nur an deſſen Erben zuruͤck⸗ gegeben werden. 224. Eine Leibrente erloſcht nicht durch den buͤrgerlichen Tod. 233. Durch buͤrgerlichen Tod hoͤrt der Mandatscontract auf. 237. Buͤrgſchaft muß der als Kläger auf⸗ tretende Fremde leiſten, I. 155. auch die in das Verwögen des Abweſenden vor⸗ laͤufig eingeſetzten Erben, 225. ſo wie der Ehegatte, der nach erklärter Ab⸗ weſenheit das ihm zum voraus Gebuͤh⸗ rende nach Aufhebung der Guͤterge⸗ meinſchaft zuruͤckgenommen hat; 220. ſie wird aber bey der definitiven Lhei⸗ lung aufgehoben. 229. Buͤrgſchaft muß der Nießbraucher für die ihm üͤber⸗ gebenen Sachen ſtellen, l. 34. auch der Gebraucher 42. und der Wohner. nn der NRießbraucher 44. Folgen, we e Regiſter. 349 außer Stanbe iſt ſie zu leiſten, und Butten gehören zu den unbeweglichen wenn er ſie verzoͤgert 34. Buͤrgſchaft Sachen. II. 6. muͤſſen die zur Succkſſion gelangten un. Burgundiſches Geſetbuch. Wann ehelichen Kinder leiſten; 117. auch der. üͤberlebende Ehegatte fuͤr das angelegte B bewegliche Vermogen, 122. und der! Bensfilurerbe. 139. Die für die Buͤrgſchaft feſtgeſehren Regeln machen eine Ausnahme von denen fuͤr die Schadloshaltung: 1I. 18. Hat die Eheftau die Eheſcheidung ausgewirkt, ſo bleibt die den Gegenſtand der Vor⸗ ausnahme ausmachende Sache dem Manne; er muß aber dafuͤr Buͤrg⸗ ſchaft leiſten. 135. Fuͤr den Braut⸗ ſchatz braucht der Ehemann keine Buͤrg⸗ ſchäft zu ſtellen. 133. Wenn der Ver⸗ käufer wegen der Bezahlung in Ge⸗ fahr iſt, kann er vor der Ueberlte⸗ ferung der Sache Buͤrgſchaft verlan⸗ gen. 161. Dieh kann auch der Kaͤu⸗ fer, wenn er im Beſitz der gekauften Sache geſtoͤrt wurde. 169. Die Ceſ⸗ ſion begreift auch Buͤrgſchaften in ſich. 176. Wird der Mietheontract ſtill⸗ ſchweigend verlängert, ſo erſtreckt ſich die fuͤr den Mietheontract geleiſtete Buͤrgſchaft nicht auf die aus der Ver⸗ längerung entſtehenden Verbindlichket⸗ ten. 185. Von der Natur und dem Uumfange der Buͤrgſchoft. Begriff. Von der freywilligen Buͤrgſchaft. Erforder⸗ niſſe. 239. Umfang. 240. Von den Wirkungen der Burgſchaft zwiſchen dem Glaͤubiger und dem Buͤrgen, 241. zwiſchen dem Schuldner und dem Bür⸗ gen, 243. und unter den Mitbuͤrgen. 244. Von Erloͤſchung der Buͤrgſchaft 244. Von der geſetzlichen und gericht⸗ lichen Buͤrgſchaft. 245. Wenn ein Er⸗ kenntniß gegen Buͤrgſchaft proviſoriſch vollſtreckt werden konnte, ſchtebt die Appellation die koͤrperliche Verhaftung nicht auf. 252. Hypothekartſche Gläu⸗ biger koͤnnen die ihnen verſchriebene Sache gegen Buͤrgſchaft verkaufen laſ⸗ ſen. 292. Vergl. Buͤrge⸗ es verfaßt vſt 1. 15. uße. Die auferlegte oͤffenthiche Buße iſt kein Ehehinderniß. I. 249. C. Capital. Nur mit Zuziehung ſeines Curators kann der emancipirte Minder⸗ ährige ⸗in Capital etncaſſiren; I. 391. und unter Mitwirkung ſeines Beyſtan⸗ des der Interdickrte 398. und der Ver⸗ ſchwender. z02. Zinſen von aufkuͤnd⸗ baren Capitalien ſind Ctvilfruͤchte. II. 28. Bey der Vertheilung der Erb⸗ ſchaft muß das Capital der auf dem Grundſtuͤck haftenden Rente abgezogen werden 162. Jede Zahlung, welche Capital und Zinſen nicht zugleich tiigen tann, wird zuerſt auf die Zinſen ab⸗ gerechnet. III. 4o. Wenn die Capi⸗ talforderung mit Zurechnung der Zinſen die Summe von 150. Franken uͤber⸗ ſteigt, ſo iſt kein Zeugenbeweis zulaͤſ⸗ ſig. 76. Das Capital nebſt Zinſen und Nutzungen muß der in boͤſem Glauben ſtehende Empfaͤnger zuruͤcker⸗ ſtatten. s89. Der Mann kann die zu⸗ ruͤckgezahlten Capitalten des Braut⸗ ſchatzes in Empfang nehmen. 145. Wenn der Erborger Zinſen bezahlte, ohne ſie verſprochen zu haben, kann er ſie nicht auf's Capital abrechnen. 219. Die auf das Capital erthente Quitung bewirkt die Praͤſumtton, daß auch die Zinſen bezahlt ſind. 219. Wenn Jemand einem Andern ein Capital eigenthuͤmlich uͤbergiebt, ſich aber da⸗ bey jährliche Zinſen ausbedingt, ſo entſteht ein Rentenvertrag. 219. Es kann aufgekuͤndigt werden, wenn der Schuldner in Concurs geraͤth. 220. Wenn dem Gläubiger keine Zinſen ge⸗ buͤhren, ſo hat er die aus der ihm zum Unterpfand gegebenen zinsbaren Forderung fallenden Zinſen auf das Ca⸗ 2 3 pital 350 Regiſter. pital abzurechnen. 234. Der Capital⸗ betrag der einzutragenden Forderung muß dem Hypothekenbewahrer genau angegeben werden 282. Mit dieſem eingetragenen Capital haben die Zinſen und Renten fuͤr die letzten zwey Jahre gleichen Nang 283. Der dritte Be⸗ ſitzer eines mit Hopothek beſchwerten Grundſtuͤcts muß alle barauf hoftenden Capitallen bezahlen. 289. Vergl. For⸗ derungen. Gelder. Schulden⸗ Capitularien. Anſehen derſelben in der Fränkiſchen Monarchie. I. 16. In ihnen finden ſich einige ſchwache Spu⸗ ren der Adoption. 328. Caſſation gegen die Erkenntniſſe in Eheſcheldungsſachen muß binnen drey Monaten nachgeſucht werden. I. 293. Caſſationshof. Die Richter bey deini ſelben ſind von der Vormundſchaft be⸗ vet. I. 366. Die Caſſen der oͤffentlichen Beamten werden nach ihrem Tode ver⸗ ſiegelt. II. 146. Catholiken konnen ſich in Anſehung der Aufnahme der Acte des Civilſtan⸗ des vor ihren eigenen Geiſtlichen ſtel⸗ Cenſor. Die Cenſoren der Lyceen ſind zum Cölibat verpfiichtet. I. 243. Ceremonie. Reugioͤſe Ceremonien durfen in den Regiſtern des Ctvilſtan⸗ des nicht erwaͤhnt werden. 1. 174. Ceſſion,[ Abtretung. Citation, ſ. Vorladung. Civilgroßofficiere der Krone ſind von der Vormundſchaft befreyt. I. 366. Civilrecht. Welche Ehehinderniſſe noch aus ihm entſpringen? 1 248. Vergl. vuͤrgerliche Rechte. Civilſtand. Er wird nach den Ge⸗ ſetzen der Herkunft beurtheitt. I. T26. 129. Begriff des Civilſtandes. 143. Vergi. Beamte des Civilſtan⸗ des. Regiſter des Civilſtan⸗ des. Urkunden des Civilſtan⸗ des. Claſſen der Ersfoige. II. 102: Claſſification, ſ. Rangordnung. Clauſel. Eine doppelſinnige Clauſel muß in dem Sinne genommen werden, wori ſie einige Wirkung hervorbrin⸗ gen kann. III. 23. Bei einem Ver⸗ trage werden die gewohnlichen Clau⸗ ſeln praͤſumirt. 24. Von der Clauſel der Errungenſchaft, 139. des Ausſchluſ⸗ ſes, 130. der Maohiliariſirung, 131. der Schuldentrennung, 133. der Zu⸗ ruͤcknahme, 134. der Vorausnahme, 135. der Ungleichheit, 136. und der Allgemeinheit. r38. Gode civil des Francots. Un⸗ ter dieſem Nahmen wurden die diſeu⸗ tirten Geſetze als Geſetzbuch promulgirt. I. 51. Er wurde nachher revtdirt und unter dem Nahmen Code Napoléou promulgirt. 34. Code Napole'on. Wer ihn entwor⸗ fen? I. 1. Nothwendigkeit ſeines Stu⸗ diums. 2. Verbreitung deſſelben uͤber Italien, 3. Deutſchland, z. Warſchau w. 6. Art der Einfuͤhrung. Was durch ihn nicht mitrecipirt iſt? 6. Sein Plan, 58. Inhalt, 59. Methode, Quellen, 62. und Zweck. 64. Noth⸗ wendigkeit, die uͤbrigen Geſetze neben ihm zu ſtudiren. 66. Sein Verhaͤlt⸗ niß zu den fruͤhern 67. und zu den be⸗ ſtehenden Geſetzen. 7). Wie iſt es mit den Schwängerungen zu halten⸗ die vor ſeiner Einfuͤhrung geſchahen? 326. Er verträgt ſich nicht mit den Lehensverhältniſſen II. 67. und mit dem Colonatverhaͤltniß. 72. Code rural enthält die Feldordnung ⸗ [S Coder Gregorlanus, Hermogenlanus und Theodoſtanus wurden den Galliern von den Romern aufgedrungen⸗ 1. 12 Cölibat begraͤndet ein Ehehindernib. 1. 248. Collateralen werden durch das Geſet zur ordentlichen Erbfolge berufen. 5. 89. Sie ſuccediren tn der vierten C. Regiſter. 331 ſe. I02. Erbfolge der Collateralen, wenn nur Aſcendenten Einer Linie 108. und wenn ſie allein vorhanden ſind⸗ 1I0. Collation. Das was die unehelichen Kinder von dem Erblaſſer empfangen haben, muͤſſen ſie ſich anrechnen laſ⸗ ſen, im Fall es der Collatton unter⸗ worſen iſt. II. 117. Wie die Einwert fung geſchieht, welche Miterben fuͤr die vorher erhaltenen Geſchenke zu ma⸗ chen haben. 152. Von der Collation. Begriff. 156. Wer muß conferiren? 157. Was und wie muß conferirt werden? 153. 150. Die Miterben ksnnen die Collatton des Ueberſchuſſes uͤber den diſponibeln Vermogenstheil verlangen. 180. Coltation desſenigen, was man auf den diſponibeln Theil er⸗ hleit. 180. Wie geſchteht die Colla⸗ tion von den Ehegatten? III. 12†. Im Fall der Mann zu der Zeit der Beſtellung des Brautſchatzes ſchon zah⸗ lungsunfahig war, braucht die Frau zur Erbſchaft ihres Vaters nur das Kiagrecht zu conferiren. 149. Colonatverhaͤltniß. Begriff deſſel⸗ ben. Iſt mit dem Code Napole'on un⸗ vertraͤglich. Abſchaffung in Frankreich. II. 72. Beſchraͤnkung im Koͤmgreich Weſtphalen. 73. Erbfolge in den Co⸗ lonatverhältniſſen. 74. Colonelsgeneraur ſind von der Vor⸗ mundſchaft befreyet. I. 366. Colonien. Wenn ein Minderſähriger in den Colonien Vermoͤgen beſitzt, wird ein Specialvormund ernannt. 36 Commandeur des Schiffs hat die Te⸗ ſtamente zur See aufzunehmen. II. 209. Commiſſaire des kaiſerlichen Rech⸗ nungsweſens ſind von der Vormund⸗ ſchaft befreyet. 366. Committenten ſind fuͤr den durch ih⸗ re Commiſſarten veranlaßten Schaden verantwottlich. III. 90. Compenſation iſt nur als Einrede gegen die Zulaͤſſiakeit der Scheidungs⸗ klage zu betrachten. I. 297. Compen⸗ ſirt koönnen die Koſten nicht werden, wenn der Nießbraucher Ein Grundſluͤck verſchlimmert, und das andere verbeſ⸗ ſert hat. lI. 33 Durch Compenſation erloͤſcht die Verbindlichkeit. Ul 42. Von der Compenſation. Begriff. Er⸗ forderniſſe. Grundſätze. 58. Vergl. Anrechnung. Competenz der franzoſiſchen Gerichte gegen Fremde. 1. 151 †† Competenz des Gerichts bey Eheſcheidungsklagen. 281. Welches iſt das competente Ge⸗ richt, um die Loͤſchung lII. 285. oder die Reduction der Hypothek nachſuchen zu können? 286. Vergl. Recht. Concubinat. Als Concubtnat wird es betrachtet, wenn Ehegatten nach erfolgter Scheidung noch beyſammen lebten. 1. 303. Pergl. Beyſchlaͤ⸗ ferin⸗ Concurs. Der in Concurs gerathene Schuldner kann auf den Vortheil der Zeitbeſtimmung keinen Anſpruch machen⸗ IM. 31. Weſchen Anſpruch kann der Gläubiger machen, wenn der delegirte Schuldner in Concurs geräth? 56. Wenn der Mann in Concurs geraͤth, können ſeine Glaͤubiger die Rechte der Frau gegen denſelben verfolgen. 115. Der Verfaͤufer iſt zur Ueber⸗ lieferung der verkauften Sache nicht verbunden, wenn der Kaͤufer in Con⸗ curs geräth. 161. Das Capttal einer beſtäͤndigen Rente kann aufgekuͤndigt werden, wenn der Schuldner in Con⸗ curs gerathen iſt. 220. Der Buͤrge tann den Schuldner auf Entſchädigung belangen, wenn derſelbe in Concurs gerieth. 243. In der Zeit vor dem Pusbruch des Concurſes, während wel⸗ cher die Handlungen des Schuldners fuͤr unguͤltig erklärt ſind, bleiben auch die Eintragungen in das Hypotheken⸗ regiſter unwirkſam 281. Vergl. Ver⸗ moͤgensverfall, Confir⸗ 352 Confirmation. Die daraus ent⸗ ſprinaende geiſtliche Verwandtſchaft hat aufgehoͤrt. I. 236. Confuſion. Dadurch erliſcht die Ser⸗ vitut, II. 66. und die Verbindlichkei⸗ ten uͤberhaupt III. 42. Wenn einer der Solidarſchuldner einziger Erbe des Glaäͤubigers wird, ſo erliſcht die Schuld nur fuͤr ſeinen Antheil 36. Von der Confuſion. Beariff Regeln. 60. Die Confuſion des Hauptſchuldners und ſei⸗ nes Buͤrgen hebt die Klage des Glaͤu⸗ bigers wider den Afterbuͤrgen nicht auf 244. Connetable iſt von der Vormund⸗ ſchart befreyet. J. 366. Conſens der Guteherrſchaft zur Hey⸗ rath iſt im Koͤnigreich Weſtphalen aufgehoben. II. 73. Vergl. Geneh⸗ migung. Conſolidation ſ Vereinigung. Conſul. Hanoelsconſuln können im Auslande die Urkunden des Ctvilſtan⸗ des aufnehmen. I. 184. Dem Conſul muß das zur See aufgenommene Te⸗ ſtament uͤbergeben werden, und er hat es an den Miniſter des Seeweſens einzuſenden. II. 210. Contumacialurtheil ſ. Ungehor⸗ m. werden als juriſtiſche Perſonen beurtheilt. I. 142. Correſpondenz. Heimliche Corre⸗ ſpondenz der Ehefrau iſt eine wichtige Velmuthung, um den Bewets des Ehebruchs zu conſtituiren I. 275. Contumer Darin finden ſich einige ſchwache Spuren der Adrption. I. 328. Culya. Anſichten der franzoſiſchen Ge⸗ ſetzzeber daruͤber III. 13. Fuͤr eulpa iſt der Mandatar verantwortlich 235. Curator wird dem buͤrgerlich Todten zugeordnet, ſcheint. I. 164. Derſenige, dem dte Verwoltung ſeines Vermoͤgens genom⸗ mes iſt, hat ſeinen Wohnſitz bet ſei⸗ nem Curator. 217. Curatoren haben wenn er vor Gericht er⸗ Regiſter. deh von ihnen einzulegenden Einſpruch erſt vom Familtenrath genehmigen zu loſſen. 233. Ein Eurator wird“ der Frau ernannt, die bey Abſterben ihres Mannes ſchwanger iſt. Functionen. deſſelben. 349. Eintge Handlungen darf der emancipirte Minder)aͤhrige nur unter Zuziehung eines Curators vornehmen. 391. Einer erbloſen Ver⸗ laſſenſchaft wird vom Tribunal ein Cu⸗ rator ernannt. II. 141. Seine Pfflich⸗ ten. 142. Unter ſeinem Beyſtand kann der emancipirte Minderährige eine Schenkung annehmen; auch der Taub⸗ ſtumms, der nicht ſchreiben kann. 186. Er muß die dem Interdicitten ge⸗ ſchenkte, mit Hypothek beſchwerte Sa⸗ che in das Hypothekenregiſter eintragen laſſen. 188. Er kann im Nahmen der Interdicirten auf Ernennung eines Teſtamentsexecutors antragen, 228. und den von dem unfähigen Interdi⸗ citten eingegangenen Vergleich reſein⸗ diren laſſen. IIl. g. Füͤr ein wegen darauf haftender Hopotheken abgetre⸗ tenes Grundſtuͤck wird ein Curator er⸗ nannt. 239. Vergl. Beyſtand. Vor⸗ mund. Curmede iſt im Königreich Weſtphalen aufgehoben. Il. 73. D.. Dach. Zur Erneuerung ganzer Daͤcher iſt der Niefbraucher nicht verpflichtel⸗ 1I. 33. Das Dach an einem Gebau⸗ de, deſſen Stockwerke verſchtedenen Eigemhuͤmern gehören, fällt fämmtli⸗ chen Eigenthuͤmern zur Laſt. 54. Es muß ſo eingerichtet werden, daß das Regenwaſſer nicht auf das benachbarte Grundſtuͤck fallt. 58. Dachtraufe. Begriff dieſer S II. 58. Sie iſt eine fortwaͤhrende vitut. 61. 8 Damm. Zur Herſtellung ganzer Die me iſt der Nießbraucher nicht verpfli Waſſerabzug 3u tet. 11. 35. Um den Waſſt het tet⸗ ih ne tli⸗ da rle ut⸗ et im⸗ c . in verhindern, darf der Eigenthuͤmer des tiefer belegenen Grundſtuͤcks keinen Damm aufwerfen. 46. Darlehn. Wenn der Darleiher in die Rechte des Gläubiaers eingeſetzt wer⸗ den ſoll, muß die Urkunde uͤber das Darlehn vor Notarlen ausgefertigt werden. III. 48 Von dem Darlehn. 214. 217. Von der Natur des Dar⸗ lehns. 217. Von dem verzinslichen Darlehn. 219. Darleiher. Er muß fuͤr Culpa hevis haften. III. 14. Von den Veibinolich⸗ keiten des Darleihers. 218. Weſche Privtleglen ſtehen ihm zu? 268. 269. und wie ſichert er dieſelben durch In⸗ ſtriprion? 270. Dativtutel. Wann ſie bey Inter⸗ dicirten eintritt? I. 399. Vergl. Vormundſchaft. Datum. Die Urkunde des Civilſtandes muß das Datum enthalten. I. 177. Der Zeitfolge nach muͤſſen die Anet⸗ kennungsurkunden eingettagen werden. 193. Bey der Klage gegen dritte Beſitzer einer Schenkung muß derle⸗ nige zuerſt in“ Anſpruch genommen werden, an den die juͤngſte Veraͤuße⸗ rung geſchehen iſt. 18g. Ein eigen⸗ haͤndiaes Teſtament muß von der Hand des Teſtators datirt ſeyn. 199. Pri⸗ vaturkunden haben nur Glaubwürdig⸗ keit von dem Tage an, wo ſie einre⸗ giſtrirt wurden. lil. 690. Auch wenn der Gläubiger das auf der Ruͤckſette einer Urkunde Geſchriebene nicht da⸗ tirt hat, hat es doch Beweiskraft. 71. Wenn die Transſeription einer Urkunde in die öffentlichen Regiſter die verlo⸗ ren gegangene Ortginalurkunde erſetzen ſoll, muß das Datum derſelben in Gewſſheit geſetzt werden. 73. Fuͤr die Schulden der Frau haftet die Gü⸗ tergemeinſchaft nur, wenn ſie ein ge⸗ wiſſes Datum erhalten haben. 105. Wegen dergleichen Schulden kann auch Spangenbergs Commentar Bd. 11I. Regiſter. 3.53 das Dotalgrundſtuͤck verkauft werden. I46. Wenn der Miethcontract nicht mit einem gewiſſen Datum verſehen iſt, ertſcht die Miethe durch den Ver⸗ kauf nicht; 185. auch iſt der Kaufer zur Schadloshaltung deshalb nicht ver⸗ bunden. 186. Das Privilegium des Vervaͤchters oder Vermiethers findet fuͤr alle diejenigen Contracte ſtatt, die ein gewiſſes Datum haben. 265. Die Hypotheken erhalten ihren Rang nach dem Tage der Eintragung. 278. Das Datum der Urkunde muß bey der Inz ſeription derſelben angegeben werden. 282. Bey der Abtretung eines mit Hypothek beſchwerten Grundſtuͤcks mußt das Datum des Geſchäfts, und das der Hypotheken und der Inſcriptionen dem Glaͤubiger angezeigt werden. 291. Ein öffentlich anzuſchlagender Auszug des Contracts, wodurch Grundſtuͤcke von geſetzlichen Hypotheken befreyet werden ſollen, muß das Datum beſſele ben enthalten. 294. Die Trans⸗ und Inſcriptionen hat der Hypothekenbe⸗ wahrer unter dem Tage und in der Ordnung einzutragen, als ſie ihm ein⸗ gehändigt wurden. 297. Dauecr. Die Dauer der Einſperrung des Kindes kann der Vater verkurzen. I. 342. Während der Dauer des Niebbrauchs muß der Nießbraucher dem Eigenthuͤmer die geſchehenen Ein⸗ griffe anzeigen. II. zs. Während der Dauer der dem Erben vorgeſchriebenen Friſten braucht er ſich uͤber die An⸗ nahme der Erbſchaft nicht beſtimmt zu entſcheiden. 135. Wenn waͤhrend der Dauer der Pachtſahre eine Erndte zu Grunde gegangen iſt, kann der Pach⸗ ter Remiſſion verlangen. II. 19r. Dauer des Geſellſchaftsvertrags, wenn daruͤber nichts verabredet iſt. 206. Nur bey Geſellſchaften auf unbeſchraͤnkte Zeit findet die Aufhebung derſelben durch den Willen eines der Contrahen⸗ ten ſtatt. 214. Auch der Nießbrauch Yy kann — 354 Regiſter. kann waͤhrend ſeiner Dauer ein Ge⸗ genſtand der Hypothek ſeyn. 273. Delegation. Wenn der alte Schuld⸗ ner einen neuen an ſeine Stelte fetzt, entſteht eine Delegation. III. 35. Es iſt aber keine, wenn er eine Perſon anweiſt, die an ſeiner Stelle zahlen ſoll. 56. Vergl. Ueberweiſung. Delicte. In Hinſicht der daraus ent⸗ ſtehenden Verbindlichkeiten kann der Minderjährige nicht wieder in den vo⸗ rigen Stand geſetzt werden III. 62. Von Delicten und Quaſideticten. 90. Vergl. Quaſidelicte. Vergehun⸗ gen. Depoſitar kann peinlich beſtraft wer⸗ den, wenn er die Heirathsurkunde verfälſcht oder zernichtet. 1 260. Er hat fuͤr Culpa levifũma zu haſten. III. 14. Ihm kann die Rechtswohl⸗ that der Vermogensabtretung nicht zu⸗ kommen. 54. Er kann nicht verzäh⸗ ren 307. Depoſttion, ſ. Piederlegung. Deſcendenten. Die des Abweſenden koͤnnen nach dreißig Jahren deſſen Ver⸗ mogen zuruͤckſordern. I. 230. Zwiſchen thnen und ihren Aſcendenten iſt die Ehe verboten. 246. Eheliche Deſcen⸗ denten muͤſſen von ihren Aſcendenten alimentirt werden. 262. Deftendenten können in Eheſcheidungsklagen nicht als Zeugen auftreten. 289 Die der un⸗ ehelichen Kinder können legitimirt wert den. 321. Deſcendenden darf der Adop⸗ tirende zur Zeit der Adoption nicht ha⸗ ben. 330 331. Worauf das Erbrecht der Deſcendenten des Adoptirten und des Adoptirenden beſchränkt iſt? 332. Deſcendenten des Interdicirten können zum Vormund über ihn ernannt wer⸗ den. 399. Welche Deſcendenten des Lehnbeſitzers im Koͤnigreich Weſtphalen noch Ein mal ſuccediren können? II. 70. Deſcendenten werden durch das Geſetz zur ordentlichen Erbfolge beru⸗ ſen. 89. Wie ſie ſuceediten7 92. 103. 103. und wie ihre Grade gezaͤhlt wer⸗ den? 96. Das Repraͤſentationsrecht findet bei ihnen bis ins Unendliche ſtatt. 93. Die Deſcendenten der Ohet me und Tanten des Erblaſſers werden durch das Kraft des Repräſentations⸗ rechts berufene Bruderskind ausgeſchloſ⸗ ſen. 100. Erbfolge der Deſcendenten der Eitern und der Geſchwiſter. 104. Erbfolge der Deſcendenten von Ge⸗ ſchwiſtern, wenn ſie mit Geſchwiſtern, 105. 106. wenn Eltern und Geſchwi⸗ ſter, 107. und wenn Deſcendenten des Vaters mit unehelichen Kindern con⸗ curriren. 115. Wenn Deſcendenten ohne Nachkommen ſterben, koͤnnen ihre Aſcendenten die jenen geſchenkten Sa⸗ chen zum Voraus nehmen. 111. Erb⸗ recht der Deſcendenten des unehelichen Kindes. 116. 119. Eheliche Deſcen⸗ denten haben das Recht der Voraus⸗ nahme an den dem unehelichen Kinde geſchenkten Sachen. 120. Deſcenden: ten werden als untergeſchobene Perſo⸗ nen bei den Verfuͤgungen zum Vor⸗ theil eines Unfahigen betrachtet. 176. 237. Nur eheliche Deſcendenten koͤn⸗ nen elnen Pflichttheil erhalten. Wie dieſer beſtimmt wird. 177. Deſcent denten können nicht verlangen, daß die unter der Bedingung einer Leib⸗ rente veräußerten Vermoͤgensſtuͤcke mit eingeworfen werden, wenn ſie thre Einwilligung zur Veraͤußerung gegeben haben. 180. Durch nach der Schen⸗ kung geborne Deſcendenten wird die Schenkung aufgehoben. 194. Nur in Ermangelung von Deſcendenten koͤn⸗ nen Geſchwiſter einander ihren diſpo⸗ nibeln Vermögenstheil unter gewiſſen Bedingungen übertragen. 226. De⸗ ſcendenten, die bey der Theilung⸗ wel⸗ che Eltern und ihre Deſcendenten vnr nahmen, uͤbergangen ſind, koͤnnen die Theilung anfechten. 233. Deſcendenten des Contrahenten aus⸗ geuͤbte Gewalt macht den g⸗ Die geßen en en hie z⸗ o ſen eb or hie n 16 n th⸗ — Regiſter. 355 gultig. III. 6. Ehegatten können keine ilebereinkunſt zur Abänderung der Erb⸗ folge ihrer Deſcendenten treffen. 94. Vergl. Kinder. Deſtillirkolben gehören zu den unbe⸗ weglichen Sachen. II. 6. Diebſtahl. Den wegen Diebſtahl Ver⸗ urtheiiten kann die Rechtswohlthat der Vermogensabtretung nicht zukommen. HI. 54. Wenn der Verwahrer ent⸗ deckt, daß die deponirte Sache eine geſtohlne ſey, muß er dem Eigenthuͤ⸗ mer derſelben die geſchehene Depoſition anzeigen. 224. Goſtwirthe muͤſſen fuͤr die Entwendung der Sachen des Rel⸗ ſenden einſtehen; aber nicht, wenn der Deebſtahl mit gewaffneter Hand geſchah. 227. Eben ſo die Fuhrleute und Schiffer fuͤr die ihnen zugeſtell⸗ ten Sachen. 194. Geſtohlne beweg⸗ liche Sachen kann der Eigenthuͤmer drey Jahte lang gegen jeden Beſttzer in Anſpruch nehmen; er muß aber in gewiſſen Faäͤllen den Kaufpreis erſtat⸗ ten. 314. Dienſte. Die in Dienſt ſtehenden Voſi⸗ aͤhrigen haben den Wohnſitz der Per⸗ ſon, welcher ſie dienen. I. 217. Mi⸗ litarperſonen in wirklichew Dienſte ſind von der Vormundſchaft befreyt. 366. Die im Dienſt bey den Armeen ge⸗ ſiorbenen Kinder werden bey der Be⸗ frehung von der Vermundſchaft als le⸗ bend mitgezählt. 369. Dienſte, die ihrer Natur nach keinen Nutzen brin⸗ gen koͤnnen, ſind abgeſchafft. 1I. 68. Perſoͤnliche Dienſte ſind im Koͤntgreich Weſtpholen aufgehoben; ſo auch der Dienſtzwang; beſtimmte und gemeſſene aber nicht; 73. Mit Ruͤckſicht auf die geleiſteten Dienſte foͤnnen Aerzte, Apotheker und Wundérzte eine einzel⸗ ne Soache von demſemgen, den ſie in ſeiner letzten Krankheit behandelt ha⸗ ben, als Geſchenk annehmen. 174. Man kann ſeine Dienſte nur auf be⸗ ſtimme Zeit, oder fuͤr eine beſtimmte Unternehmung verdingen. 193. Die im Dienſt des Schuldners ſtehenden Perſonen haben ein Privilegium. 264. Dienſtboten. Auf ſie ſind die Vor⸗ ſchriften uͤber den Abſchluß der Ehe auwendbar. J. 199. Sie haben den Wohnſitz ihres Brodherrn; 217. ksn⸗ nen bei Eheſcheidungsklagen ais Zengen auftreten, 289. um Verſiegelung der Verlaſſenſchaft ihres Brodherrn nach⸗ ſuchen; II. 146. aber nicht um Entſie⸗ gelung. 147. Das ihnen gegebene Vermächtniß darf der Auszahler deſſel⸗ ben nicht auf ihren Lohn anrechnen. 218. Sie brauchen die von ihnen aus⸗ zuſtellenden Schuldſcheine nicht ganz zu ſchreiben. III. 68. Hausherren ſind kuͤr den durch ihr Geſinde verurſachten Schaden verantwortlich. 9o. Während der ihr zugeſtandenen Friſt kann die Wittwe den Unterhalt fuͤr ihr Geſinde aus den vorhandenen Vorraͤthen neh⸗ men. T2o. Von Verdingung der Dieuſtboten. 193. Dieſtboten haben fuͤr ihren Lohn von dem vergangenen und dem laufenden Jahre ein Privile⸗ gium. 26 4. Ihre Klatze wegen des Lohns veyaͤhrt binnen Einem Jahte. 314. Directoire erscutif. Seine De⸗ crete. I. 41. 42. Geiſt dieſer Verfaſ⸗ ſung, und Verſuche, eine einfoͤrmige Legtslation herzuſtellen. 42. 43. Directoren der öffentlichen Anſtalten muͤſſen die denſeiben geſchenkten, mit Hypothek beſchwerten Sachen in das Hypothekenregiſter eintragen laſſen. II. 188. Diſpenſation erthellt die weltliche Macht. I. 236. Der Kaiſer kann vom geſetmaͤßtgen Alter zur Eingehung der Ehe diſpenſiren; 238. auch vem Ehe⸗ verbot 246. und vom zweiten Aufge⸗ bot. 251. DBolur. Anſicht der franzoſiſchen Ge⸗ ſetze daruͤber. III. 13. Der Mandatar iſt dafuͤr verantwottlich. a33. Yy 2 Dotal⸗ ———————— 356 verhäitniß lebende Ehefrau bedarf der Autoriſation chres Mannes, oder des Gerichts, um die Thetlung nachſuchen zu können. II. 145. Ob Ehegatten darin leben wollen, oder nicht, können ſie in der Eheſtiftung beſtimmen. 11I. 95. Von dem Dotalverhältniſſe. 142. S. Brautſchatz. Dritter. Die Früchte einer Sache ge⸗ hoͤren dem Eigenthuͤmer nur gegen Er⸗ ſtattung der von einem Dritten aufge⸗ wandten Koſten. II. 17. Die von ei⸗ nem Drieten gemachten Anlagen, Pflan⸗ zungen ꝛc. kann der Eigenthuͤmer be⸗ halten, oder den Dritten zur Weg⸗ nahme noͤthigen. 19. Der bis auf ein gewiſſes Alter eines Dritten bewilligte Nießbrauch dauert fort, wenn auch der Dritte vor Erreichung dieſes Alters ſtirbt. qr. Rechte, welche Dritte Perz ſonen an dem Erbſchaftsvermögen er⸗ worben haben, muͤſſen die Erben aner⸗ kennen, die nach Ausſchlagung Erbſchaft dieſelbe wieder angetreten h ben. 132. Deitte Perſonen können bei der Theilung Einſpruch thun. 160. Alle Verfuͤgungen, wodurch Jemanden auferlegt wird, fuͤr einen Dritten et⸗ was zuruͤckzuliefern, ſind, mit einigen wenigen Ausnahmen, unguͤltig. 170. Wenn einem Dritten mehr als der diſponible Betrag vermacht iſt, ſo ha⸗ ben die zum Pflichttheil Berechtigten die Wahl, ob ſie ihm dieß geſtatten, oder ob ſie den diſponiblen Theil an ihn abtreten wollen. 180. Der Schen⸗ ker kann den Nießbrauch an der ge⸗ ſchenkten Sache auch einem Andern vorbehalten. r91. Mehrere Perſonen können in einem und demſelben Auf⸗ ſatze zum Vorthetl eines Delteen kein Teſtament errichten. 197. Die durch Zwang eines Dritten erlangte Einwil⸗ ligung iſt nichtig. III. 5. Unter wel chen Bedingungen man fuͤr einen Drit⸗ ten etwas verſprechen, oder ſich fuͤt Regiſter. Dotalverhaͤltniß. Die im Dotal⸗ ihn etwas verſprechen laſſen kann? g. Zinſen, die ein Dritter dem Glaubiger zahlte, tragen wieder Zinſen. 22 Von der Wirkung der Verträge in Anſehung Dritter Perſonen. 23. In welchen Fällen kann durch einen Dritten guͤltige Zahlung geleiſtet werden? 43. Da⸗ durch entſteht haͤufig eine Subrogation. 47. Zum Nachtheit der wohlerworbenen Rechte eines Dritten findet keine Com⸗ penſation ſtatt. 59. Der Beweis aus oͤffentlichen Urkunden gilt auch gegen Dritte Perſonen; 66. Reverſe aber haben gegen ſie keine Kraft. 67. Prin vaturkunden haben gegen Dritte Per⸗ ſonen nur unter gewiſſen Bedingungen Gültigkeit. 6s. Ihnen kann die in der Beſtaͤtigung liegende Entſagung der Einreden gegen die Primordialur⸗ kunde nicht ſchaden. 74. Um gegen Dritte Perſonen Kraft zu haben, muͤſ⸗ ſen die Abaͤnderungen der Eheſtiftung dem Originalconcept als Nachtrag bet⸗ gefuͤgt werden. 96. Das mit Dritten Perſonen in Gemeinſchaft beſeſſene un⸗ theilbare Dotalgrundſtuͤck kann nach an⸗ geſtellter Theilungskiage verkauft wer⸗ den. T46. Wie geſchteht die Ceſſion an einen Dritten, und wodurch ge⸗ langt der Ceſſionar in Anſehung drit⸗ ter Perſonen zum Beſitz? 176. Ge⸗ ſellſihafter köͤnnen einem Dritten die Beſtimmung der Antheile uͤberlaſſen. 200. Von den Verpflichtungen der Geſellſchafter in Beziehung auſ dritte Perſonen. 210. Cine Leibrente kann auch auf die Lebenszeit einer dritten Perſon beſtellt werden; auch zum Vor⸗ theil eines Dtitten. 232. Der Wi⸗ derruf des Mandats kann dritten Per⸗ ſonen nicht entgegenaeſetzt werden⸗ 237. Die von dem Mandanten uͤber⸗ nommenen Verpflichtungen in Hinſicht dritter Perſonen müſſen auch nach deſ⸗ ſen Tode vollzogen werden. 233. Ein Fauſtpfand kann von einem Dritten à Schuldner gegeben werden⸗ fuͤr den Sch Regiſter. 357 254. Den Rechten drltter Perſonen an den antichretiſch veryfaͤndeten Grund⸗ ſiuͤck gereichen die Verfuͤgungen uͤber den ahtichretiſchen Contract nicht zum Nachtheil. 257. Die Hypothek iſt in Betreff dritter Perſonen erſt von dem Zeitpunct an wirkſam, wo die Eintra⸗ gung geſchehen iſt. 271. Geſetzliche Hypotheten gereichen den Rechten drit⸗ ter Perſonen, welche ſie vor der Ve⸗ kanntmachung dieſes Titels erworben haben, nicht zum Nachtheil. 279. Vergl. Beſitzer. Erwerber. Duͤnger gehoͤrt zu den unbeweglichen Sachen. II. 6. Der abziehende Paͤch⸗ ter muß den Duͤnger vom letzten Jahre zurücklaſſen. II. 193. Bei dem ein⸗ fachen Viehpacht hat er den Nutzen vom Duͤnger allein; 199. auch bei der Viehpacht zur Haͤlfte; 200. bei dem mit dem Paͤchter eingegangenen Vieh⸗ pacht gehoͤrt aber der Dunger zur Meyerey. 207. Durchſtreichung eines Teſtaments be⸗ weiſt einen Widerruf deſſelben. II. 221. P. Edelſteine ſind in dem Ausdruck Mo⸗ bilien nicht mitbegriffen. 1I. 10. Effecten. Die Beſchreibung und Schaͤtzung derſelben muß in dem zu er⸗ richtenden Inventar enthalten ſeyn. II. 137. Vergl. Bewegliche Sachen. Ehe mit elnem Franzoſen bewirkt die rechtliche Eigenſchaft eines Franzoſen. I. 146. 148. Die Ehe des buͤrgerlich Todten iſt aufgeſoößt. 164. 172. Sie darf vor dem dritten Tage nach dem zweyten Aufgebote nicht abgeſchloſſen werden, und gar nicht abgeſchloſſen werden, wenn ſie nicht binnen Jah⸗ resfriſt nach dem geſchehenen Aufgebot eingegangen iſt. 195. Sie darf auch vor Zuyruͤcknahme des Einſpruchs nicht abgeſchloſſen werden. 196. Was dem Abſchluß derſelben ferner vorhergehen muß? 197. und wie ſie abzuſchließen —— 5 iſt? roo. Foͤrmlichkeiten bey Militaͤr⸗ perſonen. 2090. Von den Witkungen der Abweſenheit in Hinſicht auf die Ehe. 233 Von der Ehe. Weſen der⸗ ſelben. 236. Beariff. 238. Erforder⸗ niſſe zur Guͤltigkeit derſelben. 238. Sie kann nach erfolgter Einwilligung der Eltern oder Großeltern abgeſchloſ⸗ ſen werden. 241. Eheverbote wegen zu naher Verwandtſchaft. 246. Da⸗ von kann der Kaiſer aus wichtigen Gruͤnden diſpenſiren. 246. Ehehinder⸗ niſſe, die aus dem Civilrecht, und aus dem Staatsrecht herflteßen. 248. Wegfallende Ehehinderniſſe. 249. Form⸗ lichkeiten, die ſich auf die Abſchließung der Ehe beziehen, 250. und ſolche, die die im Auslande eingegangenen Ehen betreffen. 252. Wann und von wem Einſpruch gegen die Ehe einge⸗ legt werden darf? 252. Von den Kiagen auf Ungültigkeit der Ehe. 255f. Wenn ſie nicht oͤffentlich abgeſchloſſen iſt, wird der Civilſtandsbeamte be⸗ ſtraft. 259. Sie konn bei verioren gegangenem Civilſtandsregiſter durch Hauspapiere und Zeugen bewieſen wer⸗ den. 259. Wie ſie bei verfaͤlſchter Heyrathsurkunde fuͤr guͤltig erklaͤrt wer⸗ den kann. 261. Folgen der in gu⸗ tem Glauben, und in boͤſem Glau⸗ ben eingegangenen Ehen. 261. Von den Verbindlichkeiten, die aus der Ehe entſpringen. 262 f. Von der Aufls⸗ ſung der Che. 270. Unter welchen Bedingungen ſie⸗durch gegenſeitige Ein⸗ willigung aufgeloͤßt werden kann? 298. Die eheliche Geburtſdes Kindes, das drey hundert Toge nach Avfioͤſung der Ehe geboren wurde, kann angeſochten werden. 312. Bey Abſchließung der Ehe muͤſſen die unehelichen Kinder ge⸗ ſetzlich anerkannt werden, wenn ſie die Rechte ehelicher Kinder erhalten ſollen. 3271. Die Adoption zieht ein Cheverbot nach ſich. 331. Waͤhrend der Ehe uͤbt der Vater allein eiterliche 9y 3 Gewalt ———— ——— — ————— 358 Geſwalt aus; 341. anch hat er bie Benutzung von dem Vermoͤgen des Kindes, 34g. und die Verwaltung deſ⸗ ſelben. 348. Die Ehe macht keinen Unterſchied in der Erbfoige der De⸗ ſcendenten. II. 103. Schenkungen zur Beguͤnſtigung der Ehe eines Dritten konnen wegen Undank nicht widerru⸗ fen werden, wohl aber wegen nachge⸗ horner Kinder. 194. Zum Vortheil der aus einer Ehe zu erwartenden Kin⸗ der können beſondere Schenkungen ſtart finden. 233. 234. Wenn die Ehe nicht erfolgt, ſo ſind die zu ihrer Be⸗ guͤnſtigung gemachten Schenkungen un⸗ gultig. 235. Was von den Schen⸗ kungen während der Ehe zu bemerken. 237. Allgemeine Verfuͤgungen uͤber die aus dem Abſchluß der Ehe ent⸗ ſpringenden Rechtsverhaͤltniſſe. 11I. 4. Erſt durch die darauf folgende Ehe tritt die Eheſtiftung in Kraft, 95. und erſt von dem Tage ihres Ab⸗ ſchluſſes an nimmt die Guͤtergemein⸗ ſchaft ihren Anfang. 99. Die Laſten der Che gehören zum Paſſivbeſtande der Gaͤtergemeinſchaft, 105. und muͤſi ſen auch von der Frau mit getragen werden, wenn die Gütergemeinſchaft ausgeſchloſſen wurde, 140. und bey verabredeter Vermoͤgensabſonderung. 141. Zur Beſtreitung derſelben iſt auch der Brautſchatz beſtim nt, 142. und ein Theil ihres Paraphernalver⸗ mögens. 150. Waͤhrend der Ehe kann der Brautſchatz weder beſtellt, noch vermehrt werden. 143⸗ Nach Auflo⸗ ſung der Ehe muſi der Mann den Brautſchatz zuruͤckgeben. 147. Vom Tage der Abſchliekung der Ehe an hat die Frau eine geſetzliche Hypothek auf das Vermogen ihres Mannes. 278. In welchen Faͤllen ſt während der Ehe der Lauf der Verhährung ge⸗ hemmt? 310. Vergl. Heirath. Ehe(zweite). Wenn der Ehegatte etues Abweſenden zur zweiten Ehe ge⸗ Regiſter. ſchritten iſt, kann dieſer die Ehe an⸗ fechten. I. 233. Wenn ein Abweſen⸗ der Kinder aus einer fruͤhern Ehe him terlaſſen hat, ſo hat der zuruͤckgeblie⸗ bene Chegatte gar kelne Rechte uͤber ſie. 235. Kinder aus einer andern Ehe konnen die zweite Ehe bey Leb⸗ zeiten der Ehegatten nicht anfechten, 256. wohl aber der Ehegatte, zu deſ⸗ ſen Nachtheil ſie abgeſchloſſen wurde. 257. Wenn die Schwiegermutter zur zwetten Ehe ſchreitet, hoͤrt die Ali⸗ mentationsverbindlichkett der Kinder auf. 263. Wann die Frau nach Auf⸗ loͤſung der Ehe ſich wieder verheira⸗ then kann? 271. und nach ausgeſpro⸗ chener Eheſcheidung? 303. 3og. Hat der Vater ſich wieder verheirathet, ſo kann er ſeine Kinder erſter Ehe nur unter gewiſſen Bedingungen einſperren laſſen. 342. Die zweite Ehe der Muts ter beendigt ihren Nießbrauch an dem Vermögen ihrer Ktuder. 344. Vor Abſchließung der zweiten Ehe muß die Mutter den Familienrath zuſammenbe⸗ rufen loſſen. 350. Sie kann ihren Kindern keinen Vormund ernennen. 352. Bisweilen endigt die zweite Ehe der Mutter die Vormunoſchaſt. 389. Was ein Ehegatte bet ſeiner zweiten Ehe ſeinem Ehegatten nur ſchenken kann? II. 237. Verfuͤgungen in Fücke ſicht der Guͤtergemeinſchaft, wenn der eine Chegatte Kinder aus einer frü⸗ hern Ehe hat. III. 127. Ehegalten können kelne Uebereinkunft zum Nach⸗ theil ihrer Kinder aus einer fruͤhern Che treffen; erlangte Vortheile wah⸗ rend der Che werden aber nicht als zum Nachtheil derſelben geſchehen be⸗ trachtet. 139. Ehebruch des Mitſchnldigen begründer ein Chehinderniß, 1. 248. und die Che⸗ ſcheidungsklage. 275. Weun Ehegat⸗ ten wegen Ehebruch. geſchieden ſind, kann ſich der Schuldige nie mit ſeinem en vetheirathen, 30). Die ehebreche⸗ h h ſe⸗ er n Regiſter. 359 ehebrecheriſche Frau ſoll zur Einſper⸗ rung in ein Zuchthaus verurtheilt wer⸗ den. 304. 308. Sie kann nach vorher⸗ gegangener perſonlicher Trennung nicht um die wahre Eheſcheidung nachſuchen. 3o9. Ihr Ehebruch veranlaßt die mo⸗ raliſche Unmoͤglichkeit der Vaterſchaft, 312. iſt ein Hinderniß der Legitimation 321. und der Anerkennung des unthe⸗ ichen Kindes. 322. Das im Ehebruch erzeugte Kind fotl auch nicht zur Aus⸗ forſchung des Vaters oder der Mutter zugelaſſen werden. 327. Es hat kein Erbrecht. II. 113. 118. Ehefrau hat den Wohnſitz ihres Man⸗ nes. I. 217. Wenn ſie ſich nach er⸗ klaͤrter Abweſenheit ihres Mannes fuͤr die Guͤtergemeinſchaft entſcheider, be⸗ hätt ſie das Recht, in der Folge dar⸗ auf Verzicht thun zu koͤnnen. 326. Wenn ſie ſich vor Ablauf von ſechs Mo⸗ nathen ſchwanger befindet, fallt die Kiage des Ehegatten wegen Impuber⸗ tät weg. 2356. Ste iſt ihrem Manne Gehorſam ſchuldig. Folgen davon. 267. Ste kann ohne Einwilligung ihres Mannes, oder, bei deſſen Weigerung, des Gerichts, nicht vor Gericht erſchei⸗ nen, keine Vertraͤge ſchließen 268. kei⸗ ne Erbſchaft annehmen; II. 125. keine Schenkung unter Lebenden und kein Teſtament machen, 173. keine Schen⸗ kung annehmen, 186. nicht Teſtaments⸗ executor werden. 219. Faͤlle, wo ſie der Einwilligung ihres Mannes nicht bedarf. I. 270. Jede ihr im Allgemei⸗ nen ertheilte Genehmigung gilt nur in Beziehung auf die Verwaltung ih⸗ res eigenen Vermogens. 269. Wann ſie ſich nach aufgeloͤßter Ehe wieder verheirathen kaun? 271. 303. Ihr Ehebruch begruͤndet die Eheſcheidungs⸗ klage. 275. Wann ſie die Eheſchei⸗ dung wegen Ehebruch verlangen kann? 275. Wozu ſie berechtigt iſt, wenn der Mann die Eheſcheidung wegen Exceſſe w. nachſucht? 290. Sie kann darum nachſuchen, daß ihrem Mann waͤhrend des Eheſcheidungsprozeſſes ihre Kinder nicht uͤbetlaſſen werden. 294. Wo⸗ zu ſie während des Eheſcheidungspro⸗ zeſſes berechtigt ift? 29s6. Die ehe⸗ brecheriſche Frau ſoll zum Zochthauſe verurtheilt werden. 304. 308. Zur Ueberteichung threr klage auf Treu⸗ nung von Tiſch und Bette bedarf ſie keine Genehmigung. 307. Sie ver⸗ liert das Recht auf die Eheſcheidungs⸗ klage, wenn die Scheidung von Tiſch und Bett wegen ihres Ehebruchs aus⸗ geſprochen war. 309. Ihr Ehebruch veranlaßt die moraliſche Unmoͤglichkeit der Vaterſchaft. 312. Wenn ſie bei Abſterben ihres Mannes ſchwanger iſt, erhält das Kind einen Curator. 349. Sie kann zur Vormuͤnderin ihres in⸗ terdieirten Mannes ernannt werden. 399. In welchen Fällen ſie um Thei⸗ lung nachſuchen kann? II. 145. Die Eintragung der ihr zugefallenen be⸗ ſchwerten Sachen in dos Hyporheken⸗ regiſter geſchieht von ihrem Manne, und wenn dieſer es unterlaſſen hat, ſo kann ſie von ihm Entſchädigung ver⸗ iangen. 188 Die Ehefrau des Be⸗ ſchwerten hat einen Eutſchädigungsan⸗ ſpruch auf das der Wiederabtretung Un⸗ terworſene. 228. Ehefrauen ſind rela⸗ tiv unfaͤhig zu contrahtren. III. 9. Von der Nichtigkeitsklage bei den von ihnen ohne Genehmigung vorgenomwenen Rechtsgeſchäften. 62. In weſchem Fall ſie die Wiedereinſetzung in den vorigen Stand verlangen koͤnnen? 63. Woas kann ſie thun, wenn ihr Ehe⸗ mann eine unbewegliche Sache erwor⸗ ben hatte, die ihr mit Dritten Perſoͤnen zuſtand? 103. Rechte der⸗ Glaubiger in Anſehung einer ihr zugefallenen Erb⸗ ſchaft. 105. Wos iſt bet den Schul⸗ den zu beachten, die ſie mit Bewilli⸗ gung ihres Monnes gemacht hat? 106. Rechte der Frau, die mit threm Mann in Guͤtergemeinſchaft lebt. on 360 Von der Verwaltung des ihr perſon⸗ lich zuſtehenden Vermoͤgens. 109. Wenn ſie bei der Guͤtergemeinſchaft ſich mit threm Mann ſolidariſch ver⸗ pflichtet, wird ſie in Ruͤckſicht ſeiner nur als Buͤrge angeſehen. 110. In welchen Fallen ſie auf Vermoͤgensab⸗ ſonderung antragen kann? 11g. Wir⸗ kungen dieſer Vermogensabſonderung. 16. Nach Aufhebung der Güterge⸗ meinſchaft kann die Ehefrau ſie anneh⸗ men, oder ausſchlagen. 118. Welche Rechte ſie bet der Vorausnahme noch erfolgter Collation hat? 122. In wie fern ſie fuͤr die Schulden der Guͤter⸗ gemeinſchaft baftet? 124. 125. Nur ſie kann auf die Guͤtergemeinſchaft Ver⸗ zicht leiſten. Folge davon. 126. Wie ſie ihre Anſpruͤche geltend machen kann? 127. Die uͤberlebends Ehefrau hat die Wahl, die beſtimmte Summe fuͤr das gemeinſchaftliche Vermoͤgen zu be⸗ zahlen, oder der Gutergemetnſchaft zu entſagen. 137. Welche Wirkungen hat die Verabredung der Ehegatten, daß ſie ſich ohne Guͤtergemeinſchaft hetra⸗ then wollen? 140 und die Verabre⸗ dung der Vermögensabſonderung? 141. Das Vermöaen, was die Frau dem Manne zur Beſtreitung der Laſten der Ehe einbringt, iſt Brautſchatz. 142. In welchen Faͤllen ſie ihre Dotalgrund⸗ ſtuͤcke verkaufen kann? 145. Koͤmmt ihr Brautſchatz in Gefahr, ſo kann ſie um Vermoͤgensabſonderung nachſu⸗ chen. 147. Beſondere Regeln uͤber die Wiedererſtattung deſſelben. 143. Der Theil ihres Vermoͤgens, der nicht zum Brautſchatz beſtellt iſt, heißt Pa⸗ raphernalvermoͤgen. 149. Rechte und Pflichten der Frau in Hinſicht deſſel⸗ den. 150. Die Verzährung der Flage wegen Verletzung durch einen Verkauf läuft auch gegen Ehefrauen. 173. Wenn die Deponentin ihren per ſoͤnli⸗ chen Zuſtand durch Verheirathung ver⸗ andert hat, kann die Sache nur ihrem Regiſter. Manne zuruͤckgegeben werden. 224. Wider die Chefrau, die ohne Senth⸗ migung ihres Mannes ſich hat bevoll⸗ maͤchtigen laſſen, ſteht dem Mandan⸗ ten nur ein bedingtes Klagrecht zu. 235. In welchem Falle koönnen Ehe⸗ frauen wegen eines Stellionats ver'oͤn⸗ lich verhaftet werden? 252 Ehefrauen haben eine geſetzlice Hypothek auf das Vermoͤgen ihres Mannes, 273. die auch ohne Eintraaung gauͤltig iſt. 278. Wenn der Mann d'e Eintragung un⸗ terlaſſen hat, kann die Ehefrau darum nachſuchen. 279. Mit Bewilligung ſei⸗ ner Frau kann der Mann die Reduction der Hypothek nachſuchen. 280. Wie wird der gerichtliche Verkauf der zur Gaͤtergemeinſchaft gehoͤrigen Immobi⸗ lien betrieben? z0o. Lauf der Ver⸗ zährung wider eine Ehefrau. 310. Ehegatte. Der Ehegatte des buͤrger⸗ iich Todten kann alle die Rechte aus⸗ uben, die ihm nach deſſen notuͤrlichem Tode zuſtehen wuͤrden. l. 163 Der Ehegatte, der mit dem Abweſenden in Guͤtergemeinſchaft lebte, kann die Wir⸗ kungen der Abweſenhettserkläͤrung ver⸗ hindern. I. 225. Pflichten, die dar⸗ aus entſpringen. 227. Der Ehegatte des Abweſenden darf ſich nicht wie⸗ der verheirathen; 233. kann ſich in den vorlaͤufigen Beſitz elnweiſen laſ⸗ ſen; 234 und hat üͤber die aus einer fruͤhern Ehe des Abweſenden hinterlaſ⸗ ſenen Kinder gar keine Rechte. 235. Wer kann Einſpruch thun, wenn der künftige Eheaatte wahnſinnig iſt? 232. Der Ehegatte kann bei Nichtigkettekta⸗ gen gezwungene Einwilltgung vor⸗ ſchuͤtzen, und dieſe Klage anſtellen; 235 wegen zu naher Verwandſchaft und wegen Impubertät die Ehe anfech⸗ ten, 256 auch wegen Bigamte und fehlender Publicität. 237. Wenn Ehe⸗ gatten die Nichtigkeit der erſten Ehe vorſchutzen, kann die zweite Ehe auf⸗ en. 257. Wer kann recht erhalten werd e le 1 t k 6⸗ m er irt er⸗ t⸗ e ſe⸗ ek Regiſter. 361 den Nahmen Ehegatte in Anſpruch neh. men? 250. Sie konnen den Civil⸗ ſtandsbeamten wegen Verfälſchung oder Vernichtung der Heirathsurkunde pein⸗ lich anklagen. 2671. Ehegatten in bo⸗ ſem Glauben werden nicht als Ehegat⸗ ten angeſehen, wohl aber die⸗ welche ſich in gutemn Glauben befinden⸗ 261. Von den wechſelſettigen Rechten und Pflchten der Ehegatten⸗ 266. Der natutliche oder buͤrgerliche Tod des ei⸗ nen Ehegatten lößt die Ehe auf. 270. Um das Endurtheil in Cheſcheidungs⸗ tagen anzuhören, kann ein Ehegatte den andern vorladen laſſen, 291. eben ſo, um die Eheſcheidung von demm Beamten des Citviiſtandes aus⸗ ſprechen zu laſſen. 293. Die Wieder⸗ ausſchnung der Ehegacten begrändet eine Einrede gegen die Eheſcheidungs⸗ klage. 207. Was ſie zu thun haben, wenn, ſie die Eheſcheidungsklage mit wechſelſeitiger Einwilligung erheben? 298. und wie ſie dieſelbe einzuleiten haben? 299. Erſt nach Ablauf des Probejahrs können ſie die Eheſchei⸗ dungsklage fortſetzen. Was dazu er⸗ forderlich iſt? 301. Geſchtedene Ehe⸗ gatten können ſich nie wieder verhei⸗ rathen. zoz. Wenn ſie mit gegen⸗ ſeitiger Einwilltzung geſchieden ſind, darf jeder von ihnen erſt nach drei Jahren zu einer neuen Ehe ſchreiten. Tndere Folgen der Eheſcheidung. 304 f. Was hat der Ehegatte zu thun, der von Tiſch und Bette geſchteden ſeyn wil? 307. Ein Ehegatte darf ohne Bewilligung des andern nicht adopzi⸗ ren; 330. 331. auch keine Pflegſchaft uͤbetnehmen. 337. Nach dem Tode des einen Ehegatten verwandelt ſich die Guͤteradminiſtration des andern in Vormundſchaft. 34s8. Der Eheaatte braucht nur eine einzige Vormundſchaft anzunehmen. 360. Er kann auf Int terdiction antragen, 395⸗ und wird auch deßhalb im Familtenrathe zuge⸗ Spangenberg's Commentar Bd. 1. laſſen, hat aber keine Stimme. 397. Er muß dte Vormundſchaft uͤber den Interdicirten behalten. qo0. Der uͤber⸗ lebende Ehegatte wird durch das Ge⸗ ſetz zur außerordentlichen Erbſfolge be⸗ tufen. II. 89. Er wird von der Erb⸗ ſchaft nicht ausgeſchloſſen, wenn er gleich den Moͤrder des Erblaſſers nicht anzeigte. 9go. In welchem Fall er ein uneheliches Kind beerbt? 119. Erb⸗ folge des uͤberlebenden Ehegatten. 121. Waos er dabel zu beobachten hat. 122. In ſeinem Beiſeyn muß das Inven⸗ tarium aufgenommen werden, 137⸗ und die Entſiegelung geſchehen. 148. Was er von den ihm gemachten Ge⸗ ſchenken und Vermaͤchtniſſen zu con⸗ feriren hat? 157. Er wird bei den Verfuͤzungen zum Vortheil eines Un⸗ faͤhigen als untergeſchobene Perſon be⸗ trachtet. 176. Auch wenn er zah⸗ lungsunfaͤhig iſt, findet doch wegen unterlaſſener Eintragung der Hypothet kelne Wiedereinſetzung in den vorigen Stand ſtatt. 188. Die von den Ehe⸗ gatten einander gegenſeitig gemachten Schenkungen ſind dem Widertuf nicht unterworfen. 194. Von den in einer Cheſtiftung an die Ehegatten gemacht ten Schenkungen. 233. Von den Schenkungen unter Ehegatten. 236. Zwang gegen einen Chegatten hat dte Nichtigkeit des Vertrags zur Folge. III. 6. Ehegatten koͤnnen durch die Eheſtiftung an den Rechten des uͤber⸗ lebenden Ehegatten nichts abändern. 9g. Weiche Wirkung haben die in dem Titel von der Eheſtiftung ange⸗ fuͤhrten Grundſatze auf die Vermo⸗ gensrechte fruͤher verheiratherer Ehe⸗ gatten? 97. Welches Vermoͤgen der Ehegatten fällt in die Gäͤtergemein⸗ ſchaft? 10t. und welche Schulden der Ehegatten werden davon bezahlt? 104. 106. und welche Strafen? 108. Von den Wirkungen der von den Ehegat⸗ ten in Bezug auf die Gätergemein⸗ 3 z ſchaft ——— 362 ſchaft vorgenommenen Handlungen. 1Io. Was hat der Ehegatte bei der Thei⸗ lung einzuwerfen? 121. und was kann er aus der Maſſe zum Voraus nehmen? 122. Wie geſchieht die Thei⸗ lung unter ihnen? 122. Wenn ein Ehegatte Sachen unterſchlogen oder verheimlicht hat, wird er ſeines An⸗ theils verluſtig erklärt. 123. Forde⸗ rungen, welche ſie perſonlich an einan⸗ der haben, tragen erſt Zinſen von dem Tage der erhobenen Klage an. 123. In welchen Fallen ſie Entſchä⸗ digung von einander fordern konnen? 125. Beſtimmungen uber die geſetz: liche Guͤtergemeinſchaft, wenn Ehe⸗ gatten Kinder aus einer fruͤhern Ehe haben. 127. Einzelne Verabredungen der Ehegatten in Anſehung der Gu⸗ tergemeinſchaft. 128. Von den Verabt redungen der Ehegatten, wodurch alle Gutergemetnſchaft ausgeſchloſſen wird⸗ 139 f. Von der Verabredung des get meinſchaftlichen Erwerbs. 150. Jn welchen Fällen Ehegatten unter einan⸗ der einen güͤltigen Kauf ſchlteßen kön⸗ nen? 137. Zwiſchen Ehegatten iſt die Mebereinkunft, daß das ihnen zuſal⸗ lende Vermoͤgen in die allgemeine Ge⸗ ſellſchaft fallen ſolle, erlaubt. 205. Zwiſchen ihnen laͤuft kcine Verjäh⸗ rung. 310. Ehemann iſt ſeiner Frau Schutz ſchul⸗ dig. 1. 266. Er muß ſeine Einwillt gung geben, wenn ſeine Frau vor Gerlcht auftreten, 267. wenn ſie eine Erbſchaft annehmen, II. 125. wenn ſie die Theilung nachfuchen, 145. wenn ſie eine Schenkung machen, 173. oder annehmen, 186. wenn ſie Teſtaments⸗ executorin werden, 219. wenn ſie nach erfolgter Vermoͤgensabſonderung uͤber ihre unbeweglichen Sachen verfuͤgen, IMI. I16. wenn ſie ihre unbewegli⸗ chen Sachen, 141. ihre Dotolgrund⸗ ſtuͤcke 145. und ihr Paraphernalvermoͤ⸗ gen veraͤußern will. 150. Regeln, Regiſter. wenn er dieſe Einwilligung verweigert. I. 268. Seine Einwilligung muß auf das Geſchaͤft ſpeciell gerichtet ſeyn. 269. Er kann wegen Ehebruch die Cheſcheidung verlangen. 275. Wozu er verurtheilt wird, wenn die Frau die Eheſcheidung wegen Exceſſe ꝛc. nach⸗ ſucht? 290. Ihm bleibt während der Eheſcheidungsklage die Sorge fur die Kinder. 20. Er kann auch während derſelben das Mobiliarvermoͤgen uͤber⸗ nehmen; 295. aber jede zum Nach⸗ theil der Frau gereichende Belaͤſtigung oder Veräußerung iſt ungültig. 206. Er iſt Vater der während der Che empfangenen Kluder. 310. Entfernung und zufälliges Unvermogen des Chemam nes ſind phyſiſche Unmöglichkeiten der Vaterſchaft. 311. Welche Kinder er ab⸗ leugnen kann? 312. Dieß kann nur durch eine ihm perſoͤnlich zuſtehende Kiage geſchehen. 313. Er iſt Kraft des Geſetzes Vormund uͤber ſeine ſn⸗ terdieirte Frau. 399. Er kann in ſel⸗ nem eigenen Nahmen auf die Thei⸗ lung der ſeiner Frau zugefallenen Erb⸗ ſchaft antragen. II. 145. Er muß die ſeiner Frau geſchenkten Sachen in das Hypothekenregiſter eintragen laſſen. 188. Ueber die ihm zuſtehenden Rechte kann in der Eheſtiftung nichts abgeaͤndert werden. lil. 94. Wenn bei der Guͤ⸗ tergemeinſchaft die Erbſchaft an den Mann fällt, ſo koͤnnen ſich die Gläu biger auch an ſein eigenthuͤmliches Vermogen halten. 105. Er jſt Ver⸗ walter des zur Guͤtergemeinſchaft ge⸗ hörigen und des perſonlichen Vermo⸗ gens ſeiner Frau. Was er außer dem Verwaltungsrechte fuͤr Rechte hat? 107. Rechte bei der Verwaltung des per⸗ ſönlichen Vermögens ſeiner In welchem Fall er bet Fidele Verpflichtungen mit ſeiner Fra ſchä ie hot? eine Entſchädigungsklage gegen ſi 110. Vermogen zerruͤttet iſt, tann ſeine Frau auf Snſi er b U de ſt ſ el eh Ne 46 . nn rt en u e er em . er⸗ ⸗ e ur tet Regiſter. 363 abſonberung antragen. 114. In wel⸗ chen Fäͤllen er fuͤr die Anlegung des Kaufpreiſes der von ſeiner Frau ver⸗ zußerten Sachen, 116. und in wie fern er fur die Schulden der Guͤter⸗ gemeluſchaft haften muß? 125. Wozu er verpflichtet iſt, wenn die Frau ihm die Benutzung ihres Vermogens ein⸗ raumt? 142. Von ſeinen Rechten an dem Brautſchatze. 144. Nach Auflö⸗ ſung der Ehe muß er ihn zuruͤckgeben. 147. Vorſchriften bet der Zuruͤckgabe. 148 Wenn er das Paraphernalver⸗ moͤgen benutzt, liegen ihm die Pflich⸗ ten des Nießbrauchers ob. 150. Nur an ihn kann die Zuruͤckgabe der von ſeiner Frau vor threr Verhetrathung deponirten Sachen geſchehen. 224. Wenn er aber als Ehemann etwas deponirte, und dieſe Eigenſchaft auf⸗ hörte, ſo kann die deponite Sache nur der von ihm vertretenen Perſon zuruͤckgegeben werden. 223 Auf ſein Vermögen hat die Frau wegen ihres Brautſchatzes eine geſetzliche Hypothek. 273. Er iſt verpflichtet⸗ dieſe Hypo⸗ thek einttagen zu laſſen. 279. Er kann mit Bewilligung ſeiner Frau auf Reduction dieſer Hypothek antra⸗ gen. 280. Wegen nicht geſchehener Eintrauung ſtehet ſeiner Ehefrau ein Regreß gegen ihn zu. 2956. Der ge⸗ richtliche Verkauf der zur Guͤterge⸗ meinſchaft gehsrigen Immobllien wird gegen den Ehemann als Schuldner betrieben. 300. Lauf der Verhährung in Anſehung des Vermogens, wovon dem Ehemann die Verwaltung zuſteht, und wo er eigenes Vermogen der Frau veraußert hat. 310. Eheſcheidung. Der Kaiſerliche Pro⸗ curator muß in gewiſſen Nichtigkeits⸗ fällen die Ehe trennen laſſen. I. 238. Umn eine Klage auf Eheſcheidung zu erheben, bedarf die Ehetrau nicht der Autotiſa⸗ tion ihres Mahnes. Die geſetzlich aus⸗ geſprochene Eheſcheldung löht die Ehe Eheſtiftung. auf. 270. Von der Eheſcheidung. 273. Von den Urſachen derſelben: 274. Wegen beſtimmter geſetzlichen Gruͤnde, 275. Ob dieſe Eheſcheidungsurſachen ausdehnend erklaͤrt werden koͤnnen? 279. Von der Eheſcheidung wegen einer beſtimmten Urſache. 281 f. Aus⸗ ſprechung der Eheſcheidung. 293. Maaßregeln, welche die Eheſcheidung veranlaſſen kann. 294. Von den Ein⸗ reden gegen die Zuläſſigkeit der Ehe⸗ ſcheldung. 206. Von der Eheſcheidung wegen wechſelſeitiger Einwilligung. 298 f. Von den Wirkungen der Ehe⸗ ſcheidung. 303. In den Faͤllen, wo eine Eheſcheidung wegen einer beſtimme ten Urſache ſtatt findet, findet auch etne Scheidung von Tiſch und Bette ſtatt. z07. Die Eheſcheidung kann nachgeſucht werden, wenn die Tren⸗ nung von Tiſch und Bett drey Jahre gedauert hat. zos. Sie beendigt den Nießbrauch der Eltern an dem Vermo⸗ gen ihrer Kinder. 34. Der ͤberlebende Ehegatte kann nur zur Succeſſion ges langen, wenn die Ehe nicht durch Scheidung getrennt war. II. 121. Die Eheſcheidung kann zum Widerruf der Schenkung berechtigen. 194. Sie loͤßt die Guͤtergemeinſchaft auf; 1II. 113. hat aber den Anfall der der Frau beim Ueberleben zuſtehenden Rechte nicht zur Folge 117. Die geſchiedene Ehefrau wird, wenn ſie binnen der geſetzlichen Friſt die Guͤtergemeinſchaft nicht an⸗ nimmt, ſo angeſehen, als ob ſie der⸗ ſelben eutſagte. 119. Was bei der durch Eheſcheidung aufgehobenen Guͤ⸗ tergemeinſchaft in Anſehung der Vor⸗ ausnahme zu bemerken? 135. Jede der Frau in der Eheſtiftung ertheilte allgemeine Geneh⸗ migung gtlt nur in Beziehung auf dle Verwaltung ihres eigenen Vermogens. I. 269. III. 1g1. Durch die Ehe⸗ ſcheidung verttert der ſchuldige Ehegatte die ihm in der Eheſtiftung zugeſicherten 3 5 2 Vor⸗ —————„ — —— 364 Vortheile; 1. 304. aber nicht die Kin⸗ der. Zob. um die Rechte ehelicher Kinder zu erhalten, muͤſſen die un⸗ ehelichen Kinder in der Eheſtiftung anerkannt ſeyn. 321. Die Bedingun⸗ gen der Eheſtiftung des Interdicirten werden durch den Familienrath be⸗ ſtimmt. qo1. Der Erbſchaft einer noch lebenden Perſon kann man durch die Eheſtiftung nicht entſagen. II. 132. In welchem Fall der Schenkende bet der auf ihn zuruͤckgefallenen Schenkung die Beſtimmungen der Eheſtiftung an⸗ erkennen muß? 191. Beim Widerruf findet dieß nicht ſtatt. 195. Von den Schenkungen unter Ehegatten in der Eheſtiftung. Wos dabey zu bemerken, 236. und was der eine Ehegotte dem andern ſchenken kann? 237. Sie muß ſchriftlich und vor oͤffentlichen Beam⸗ ten abgefaßt werden. III. 8. Wegen der darin enthaltenen Verabredungen ſindet fuͤr den Minderſährigen keine Wiedereinſetzung in den vorigen Stand ſtatt. 62. Von der Eheſtiftung. Ge⸗ ſchichte derſelben. 92. Allgemeine Ver⸗ fäͤgungen. 94. Inhalt dieſer Verträ⸗ ge. 95. Form. 96. Durch die in der Eheſtiftung enthaltene Angabe des Ver⸗ mögens des Mannes iſt das Einbrin⸗ gen deſſelben in die Gütergemeinſchaft dargethan. 130. Die Vorausnahme wird als Theil der Eheſtiftung betrach' tet. 135. 138. Ueber die fungibeln Sachen der Frau muß der Eheſtiftung ein mit der Taratſon derſelben verſe⸗ henes Verzeichniß beigelegt ſeyn. 140. Die Vermögensabſonderung muß gleich in der Eheſtiftung ausgemacht ſeyn. Selbſt wenn ihr in der Eheſtiftung im Allgemeinen Erlaubniß zur Ver⸗ äußerung ihrer unbeweglichen Sachen gegeben ſein ſollte, darf ſie dies doch nicht thun ohne Autoriſatton ihres Mannes. 141. Wenn die Eheſtiftung nichts feſtſetzt, ſo muß die Frau zu den Laſten der Ehe den dritten Theil Regiſter. threr Einkänfte beitragen. 141. 130. Alles was die Frau in der Eheſtiftung ſich ſelbſt ausſetzt, gehoͤrt zum Braut⸗ ſchatz; und dieſer kann nur vor der Ehe in der Eheſtiftung beſtellt werden. 143. Rechte des Mannes an dem Brautſchatze, wenn die Eheſtiftung nicht etwas anders beſtimmt. 143. 146. In Hinſicht deſſen, was der Ehefrau aus der Eheſtiftung gebuͤhrt, hot ſie eine geſetzliche Hypothek an dem Ver⸗ mögen ihres Mannes. 2738. Wenn in der Eheſtiftung verabredet iſt, daß die Eintragung nur auf gewiſſe un⸗ bewegliche Sachen geſchehen ſol, ſo bleiben die uͤbrigen gaͤnzlich befreyet. Ehre. Die Unterſcheldungen derſelben ſind weggefallen. II. 68. Ehrerbietiges Anſuchen. Daß es geſchehen ſey, muß in der Heiraths⸗ urkunde erwaͤhnt werden. I. 200. Ein ſolches muͤſſen voll)ährige Kinder vor ihrer Verheirathung an ihre Aſcenden⸗ ten ergehen laſſen 240. und es wieder⸗ holen, wenn die Einwilligung verwet⸗ gert wurde. 241. Wenn der Beamte des Civilſtandes die Ehe abſchließt⸗ ohne daß es geſchehen iſt, wird er beſtraft. 244. Wie muß es von un⸗ ehelichen Kindern geſchehen? 244. Cid. Dem Nießbraucher kann ein Theil der fungibeln Soachen gegen eibliche Verſicherung der Zuruͤcklieferung derſel⸗ ben uͤberlaffen werden. II. 34. Durch den Eid kann der Bewels aefuͤhrt wer⸗ den. IIL 64. Der Eid iſt eine geſetz⸗ liche Praͤſumtion. 78. 79. Von dem Eide. Arten deſſelben. 81. Von dem Entſcheidungseide. 82. Von dem Er⸗ ganzungseide. 34. Das nach Aufhe⸗ bung der Guͤtergemeinſchaft errichtete Inventarium muß die Frau eidlich be⸗ traͤftigen. I18. Bei einem muͤndlich abgeſchloſſenen Miethcontract findet nur Eideszuſchiebung ſtatt · 182. Bei dem Lohn der Dienſiboten wird dem t 9 t er n. m u ſe 6 6 or er e ſte t, ⸗ el che ſil⸗ ſch et⸗ itz em en r he (te be⸗ ſch ur em rn uf Regiſter. 365 auf ſeine eibliche Verſicherung geglaubt. 194. Weichen Perſonen der Eid äber die bei der Verjährung vorkommende Frage, ob die Zahlung wirklich erfolgt ſey, zugeſchoben werden kann? 314. Eigenthuͤmer. Worüber er Vermoge des Zuwachsrechts Eigenthuͤmer wird? II. 16. Ihm gehören dle Fruͤchte, die ſeine Sache hervorgebracht hat, 17. und was damit verelnigt und einver⸗ leibt wird. 18 f. 24 f. Der Nießbrau⸗ cher hat mit dem Eigenthuͤmer gleiches Benutzungsrecht. 27. 32. Verhaͤltniſſe zwiſchen dem Eigenthuͤmer und dem Nießbraucher in Hinſicht der Fruͤchte, des Genuſſes fungibler Sachen, 29. der Leibrente, des Genuſſes nicht ſun⸗ gibler, aber verbrauchbarer Sachen, der Holzungen, 30. der Obſtbäume, 3r. der Alluvton, der Servituten, der Bergwerke u., des Schatzes, 32. der auf dem Eigenthum ruhenden Laſten, 36. der Erhaltung der Sache, 35. in Hinſicht der Renten, Schulden und Prozeßkoſten, 37. der Eingriffe, die ſich ein Dritter erlaubt, 38. und des Verkaufs der Sache. 41. Verhältniſſe des Eigenthuͤmers eines Grundſtucks zu demhenigen, dem eine natürliche Servitut 35 f. und dem eine geſetzliche auf daſſelbe zuſteht. 49 f. Der Eigent thuͤmer kann ſeinem Grundſtuͤck eine Servitut auflegen, oder ſich zum Be⸗ ſten deſſelben eine verſptechen laſſen. 6o. Durch Beſtimmung des Eigen⸗ thuͤmers kann eine Servitut erworben werden 62. Von den Rechten und Verbindlichkeiten des Eigenthuͤmers des Grandſtuͤcks, weiches eine Servitut fordern kann. 64. Wann ihm ein ge⸗ gefundener Schatz gehoͤrt? 81. Zur Guͤltigkeit der Zohlung wird erfordert, daß mon Eigenthuͤmer der zu zahlen⸗ den Sache ſey. IMI. 44. Gegenſeitige Verpfiichtungen zwiſchen ihm und dem Geſchaftsfuͤhrer. 88. Der Eitgenthuͤ⸗ mer eines Thiers iſt fuͤr den durch da ſelbe verurſachten Schaden verantwort⸗ lich, eben ſo der Eigenthuͤmer eines eingeſturzten Gebäudes. 91. In wel⸗ chen Fällen wird der Mann Cigenthu⸗ mer des Brautſchatzes? 1458. Wer elne Sache eintauſcht, und nachher be⸗ weiſt, daß der andere Contrahent nicht Eigenthuͤmer davon war, kann die da⸗ fuͤr zu gebende Sache zuruͤckbehalten. 179. Der Berleiher bleibt Eigenthuͤ⸗ mer der geliehenen Sache; 215. der Empfaͤnger eines Darlehns wird aber Sigenthuͤmer deſſelben. 217. Nur der Eigenthuͤmer einer Sache kann ſie frey⸗ willig niederlegen. 223. Der Verwah⸗ rer muß dem Eigenihuͤmer Nachricht geben, wenn er entdeckt, daß die bey ihm deponirte Sache geſtohlen iſt. 224. Wenn Jemand eine Sache verkauft oder verpfaͤndet, wovon er nicht Eigen⸗ thuͤmer iſt, iſt des Stellionats ſchul⸗ dig. 250. Der Schuidner des Fauſt⸗ vpfandes bleibt Eigenthuͤmer deſſelben. 254. Durch die Zahlung allein wird der antichretiſche Gläubiger noch nicht Eigenthuͤmer der unbeweglichen Sache. 256. Rechte des Eigenthuͤmers eines vermietheten Hauſes oder Grundſtuͤtks auf die darin befindlichen Mobilien. 266. Wie ſichert ſich der neue Ei⸗ genthuͤmer eines gekauften Grundſtuͤcks gegen die privilegirten und hypothe⸗ kartſchen Glaͤubiger? 291. Um durch Verhähruna erwerben zu koͤnnen, muß man als Eigenthuͤmer im Beſitz gewe⸗ ſen ſeyn. 307. Unter welchen Bedin⸗ gungen kaun der Eigenthümer einer verlornen oder geſtohlnen Sache die⸗ ſelbe zuruͤckfordern? 314. Eigenthum wird bei dem buͤrgerlich Todten nicht anerkannt. I. 164. Von dem Eigenthume. Begriff und Einthei⸗ lang. ll. 15. Wirkung 16. Das Ei⸗ genthum des Bodens zieht das Eigen⸗ thum alles deſſen, was darüber und darunter iſt, nach ſich. 18. Von eini⸗ gen Beſchraͤnkungen des Eigenthums, 33 3 deren —————— — 366 durch das Lehnsverhältniß, 67. das Coionatverhaͤltniß, 72. und die Em⸗ phyteuſe. 75 Die Erwerbsarten des Eigenthums können einfache oder zu⸗ ſammengeſetzte ſeyn. 79. Verfuͤgungen ſind guͤltig, wodurch dem Einen der Mießbrauch, dem Andern das bloße Eigenthum gegeben wird. 170. Wie geht das Eigenthum der geſchenkten Sache auf den Beſchenkten uͤber? 188. Die in einer wegen nachgeborner Kinder aufgehobenen Schenkung befindlichen Sa⸗ chen Fallen in das Eigenthum des Schen⸗ kers zuruͤck. 195. Unter welchen Bedin⸗ gungen kann ein Ehegatte dem andern das Eigenthum des gonzen diſpombeln Theils ſchenken? 237. Das Eigen⸗ thum einer Sache geht auf den Glaͤu⸗ biger uͤber, ſo wie die Einwilligung der Contrahenten vorhanden iſt. III. 15. Fölle, wo das Geſes erkläͤrt, daß aus gewiſſen beſtimmten Umſtänden das Ci⸗ genthum entſteht, begruͤnden eine ge⸗ ſetzliche Präſamtion. 78. Wenn dem Chegatten ſchon vor der Ehe das Ei⸗ genthum an einer unbeweglichen Sache zuſtand, kann ſie nicht als Erwerb der Guͤtergemeinſchaft betrachtet werden. Iot. In weichen Fällen konnen die Gläubiger der Frau ſich nur an das bloße Eigenthum thres Vermoͤgens hal⸗ ten? 105. 106. Das Eigenthum er⸗ haͤlt die Guͤtergemeinſchaft bei der un⸗ beſtimmten Moblltariſtrung nicht. 132. Sobald man uͤber die Sache und den Preis einig iſt, wird das Eigenthum ipſo jure erworben 132. Die Tara⸗ tion des Viehes uͤbertraͤgt nicht das Eigenthum auf den Pachter. 198. Jede Uebereinkunft, daß das Eigenthurn kuͤnf⸗ tiger Sachen in die Geſellſchaftscaſſe fallen folle, iſt verboten. 205. Der Geſellſchaftsvertrag erliſcht, wenn die Sache zu Grunde geht, von welcher einer der Geſehſchafter das Eigenthum in die Gemeinſchaft zu bringen ver⸗ . Regiſter. deren ber Code Napoleon nicht erwaͤhnt, ſprach. 212. Der Verwohrer kann von dem Deponenten nicht den Beweis des Eigenthums fordern. 224. Soll eine auf das Eigenthum ſich beʒieh ende Hand⸗ lung vorgenommen werden, ſo muß die Vollmacht hierauf gerichtet ſeyn. 235. Der Verkaͤufer kann wegen nicht er⸗ folgter Bezahlung die Sache als ſein Eigenthum zuruͤckfordern. 266. Die Verträge, wodurch einem dritten Be⸗ ſitzer das Eigenthum gegeben wurde, muß er trans ſcribiren laſſen. 291. 296. Wie erwirbt man das Eiqenthum einer unbeweglichen Sache durch Vertährung? 312. Bei allen beweglichen Sachen bet gründet der blohe Beſitz das Eigen⸗ thum. 315. Eigenthumsklage. Wenn der Kaͤu⸗ fer gegruͤndete Beſorgniß hat, durch eine Vindications: Klage geſtort zu wer⸗ den, kann er den Kaufpreis zuruͤckbe⸗ halten. III 169. Nur eine Klage auf Zuruͤckforderung hat derſenige, der ei⸗ nem Unfahigen etwas in Verwahrung gegeben hatte. 223. Vergl. Eigen⸗ thum. Klage. Eingeſtaͤndniß. Ueber die Eingeſtand⸗ niſſe der Partheyen bei Eheſchetdungs⸗ klagen muß ein Protocoll aufgenommen werden. I. 285. Durch das Geſtand⸗ niß kann der Beweis der Verbindlich⸗ keiten geſuͤhrt werden. III. 64. Das Eingeſaͤndniß begruͤndet eme geſetzliche Praͤſumtion; 78. dieſe kann aber auch durch ein gerichtliches Eingeſtaͤndniß zer⸗ nichtet werden. 79. Von dem Geſtand⸗ niſſe. 30 f. Eingriff ſ. Stoͤrung. Einkuͤnfte. Wenn die Frau keine hinreichenden Einkünfte hat, muß ihr der Monn waͤhrend der Eheſcheidungs⸗ kloge Alimentation bezahlen. 1. 291. Nach erfolgter Eheſcheldung kann das „Tribunal dem unſchuloigen Ehegotten einen Theil der Einkaͤnfte des andern zuerkennen. 306. Von den Einkünf⸗ ten des Päegüngs darf der Pnh 1. 6 he de ie k i ſe e e, er e ſu er uf ei⸗ 6 en d ch 6 che et⸗ d e hr 6 . en n ger die Regiſter. 367 dfe Erziehungskoſten nicht abrechnen⸗ 338. Seine Einkaͤnfte kann der eman⸗ cipirte Minderjährige ohne Zuſtimmung erheben. 391. Die Einkuͤnfte des In⸗ terdicirten muͤſſen dazu verwandt wer⸗ den, ſein Schickſal zu erleichtern. 01. Die Einkuͤnfte, welche der wegen UUn⸗ wuͤrdigkeit ausgeſchloſſene Erbe bezogen hat, muß er zuruͤckgeben. HI. 91. Fäts lige Einkuͤnfte tragen Zinſen von dem Tage der erhobenen Klage an⸗ III. 22. Bei der Clauſel der Errungenſchuft wird das gemeinſchaftlich, was von der Erſparung an den Einkͤnften des Vermögens beider Ehegatten herruͤhrt. 129. Die Vorthetle, welche an den beyderſettigen Einkuͤnften der Ehegat⸗ ten gewonnen werden, ſollen nicht als zum Nochtheit der Kinder erſter Ehe geſchehen angeſehen werden. 139. Die Frau kann ſich einen gewiſſen Theil ihrer Einkuͤnfte vorhehalten. 141. 145. Bei der Verabredung der Ver⸗ mögensabſonderung behalt die Frau die freye Benutzung ihrer Einkuͤnfte; ſie hat aber davon den dritten Theil zu den Laſten der Ehe beizutragen. 14. Sie muß dieß auch von ihren Ein⸗ kuͤnften aus dem Paraphernalvermoͤgen. 150. Wie die Einkuͤnfte der Dotal⸗ grundſtuͤcke bei Auflöſung der Ehe ge theilt werden? 149. Die Reduckion der Hypothek geſchieht nach Verhältniß der Einkaͤnfte. 287. Die Competenz fur den gerichtlichen Verkauf von Grund⸗ ſtͤcken wird nach der Loge derer be⸗ ſtimmt, welche die meiſten Einkuͤnfte abwerfen. 300. Vergl. Ertrag. Fruͤchte. Nutzungen. Einmifchung. Welche Handlungen der Frau ſind füͤr keine Einmiſchung in die Angelegenheiten der Guͤtergemeinſchaft zu halten? II. 113. Einreden gegen die Zuläſſigkeit einer Eheſcheidungsklage aus beſtimmten Ur⸗ ſachen. 1. 296. Welche Einreden kann ein Solidarſchuldner vorſchuͤtzen? MII. 36. Wie kann bie Einrede der Ver⸗ falſchung gegen oͤffentliche Urkunden vor⸗ gebracht werden? 65. Die in der Ve⸗ ſiatigung liegende Entſagung der Ein⸗ reden gegen die Primordialurkunde kann den Rechten dritter Perſonen nicht ſcha⸗ den; 74. hingegen fuͤhrt die nach dem Tode des Schenkers geſchehene Beſtaͤ⸗ tigung der Schenkung die Entſagung der Einreden mit ſich. 75. Das ju⸗ ramentum ſuppletorium kann dem Bei klagten in Betreff der Einrede aufer⸗ legt werden. 83. Man kann ſich auch fur eine ſolche Perſon verbuͤrgen, die die Hauptverbindlichkett vermoͤge einer ihr perſoͤnlich zuſtehenden Einrede auf⸗ hreben laſſen kaun. 239 Weiche Ein⸗ reden kann der Buͤrge dem Gläubiger entgegenſeßen? 244. Vergl. Klagen. Einſchließung. Jede Mauer zwiſchen eingeſchloſſenen Stuͤcken Feldes wird als gemeinſchaftlich betrachtet. II. 51⸗ „Wenn nur ein Grundſtuͤck umzaͤumt iſt, iſt die Hecke nicht gemeinſchaſtlich. 55. Nach dem Grundſtuͤcke ſeines Nach⸗ barn, es mag eingeſchloſſen ſeyn oder nicht, dorf man bis auf eine gewiſſe Entfernung keine Heffnung haben. 58. Der Eigenthuͤmer eines uͤberall einge⸗ ſchloſſenen Grundſtuͤcks kann die Ser⸗ vitur des Uebergangs veriangen. 50. Wenn der Teſtator einen eingeſchloſſe nen Platz erweiterte, ſo gereicht dieſe Erweiterung dem Legatar zum Vortheil. 217. Die Ausbeſſerungen, welche zum Verſchließen der Kramläden dienen, fallen dem Miether zur Laſt. III. 188. Vergl. Befriedigung. Einſchraͤnkung, f. Verminde⸗ rung. Einſchreibung, ſ. Eintragung. Einſegnung der Ehe trägt zur Gültig⸗ keit derſelben nichts bei. I. 237. Einſetzung, ſ. Eintritt. Einſperrung. Die ehebrecheriſche Frau ſoll zur Einſperrung in ein Zucht⸗ haus verurtheilt werden. I. 304. 303. Der 368 Der Vater kann ſein Kind einſperren laſſen; 341. auch der Vormund ſeinen Pupillen. 386. Eihſpruch gegen die Ehe kann mur durch einen ſchriftltchen Aufſatz geſche⸗ hen; 1. 195. und zwar noch zwey Ta⸗ ge vor dem letzten Aufgebot. 196 Daß keiner geſchehen, oder der geſchehene gehoben ſey, muͤſſen die Contrahenten vor dem Abſchluß der Ehe beweiſen, 197. und ob Einſpruch geſchehen ſey, oder nſcht, muß in der Hetrathsur⸗ kunde angefuͤhrt werden. 200. Das Verlobriiß kann keinen Einſpruch be⸗ gruͤnden. 249. Von den Einſpruͤchen wider die Heirath im allgemetuen. 232. Form derſelben. 253.— Wenn gegen die Auszahlung der Gelder unter Mit⸗ gläubigern Einſpruch geſchieht, ſo zahlt der Beneſictarerbe die Gelder nur nach der vom Richter beſtimmten Ordnung. II. 140. Wie lange dteſer Einſpruch nur geſchehen kann? 190. Gegen die Entſiegeung etner Erbſchaft koͤnnen die Gläubtger Oppoſition einlegen; 137. und haben ſie Einſpruch gethan, ſo muß die Verlaſſenſchaft offentlich ver⸗ kauft werden. 151. Bei der Thetlung der Erbſchaft können berechtiqte dritte Perſonen Cinſpruch thun. 160. Eben ſo die Glaͤubiger eines Miterben. 164. Die geleiſtete Zahlung iſt unauͤltig, wenn Glaͤubiger Einſpruch eingelegt haben. 1II. 44. Eintragung. Wenn eine Schenkung Gegenſtaͤnde betrifft, an denen etne Hy⸗ pothek ſtatt findet, ſo muß die Urkun⸗ de daruͤber in die Hopothekenbuͤck er eingetragen werden. Il. 188. Von wem muß dieſe Einttagung geſchehen? und was erfolgt, wenn ſie unterlaſſen iſt? 188. Die im Auslande aemach⸗ ten Teſtamente maͤſſen in das bureau d'euregiſtrement eingetragen werden; 211. und dieſe Einregiſtrirungsgebuͤh⸗ ren muß der Legatar tragen. 217. Der mit einem Fideicommiß Beſchwerte hat Regiſter. dte dir Diſpoſition enthaltenden Auf⸗ ſaͤtze in das Hypothekenregiſter eintra⸗ gen zu laſſen; und was iſt dabey zu bemerken? 237. Privaturkunden ha⸗ ben wider Drirte perſonen erſt Glanbe wuͤrdigkeit, wenn ſie einreglſtrirt wurden. II. 69. Die Transſcription einer Ur⸗ kunde in die offentlichen Regiſter macht den Anfang eines ſchriftlichen Bewei⸗ ſes. 73. Fuͤr die Mobiltarſchulden der Ehefrau haftet die Guͤtergemeinſchaft nur, wenn ſie durch Inſcription ein gewiſſes Datum erhalten haben. 105. Erſt von dem. Tage der Einſchreibung in dle Hypotheken giſter an werden die Privtlegten auf Immobitten wirk⸗ ſam. 270. 271. Was iſt bei durſer Eintragung zu bemerken? 270 f. Die Eintragung einer unbeſtimmten Forde⸗ rung kann nur nach einem angegebe⸗ nen Betrage ſchätzungsweiſe geſchehen. 277. Die Hypothek hat unter den Glaͤubigern nur von dem Tage einen Rang, an welchem ſie eingetragen wurde. 278. Ausnahmen zu Gunſten der Minderſährigen, der Interdicir⸗ ten und der Ehefrauen. 278. Folgen, wenn Vormünder und Ehemaͤnner dteſe Eintragung unterlaſſen haben. 279. Daß gar keine Einrragung geſchehen ſolle, kann in der Eheſtiftung nicht veradredet werden. 260. Weun das Tribunal die Beſchrankung der Hupo⸗ thek erkennt, ſe ſind alle uͤbrigen Ein⸗ tragungen auszuloſchen. 281. Von der Art und Weiſe der Eintragung der Pri⸗ vilegten und Hypotheken. 281 f. Von der Loͤſchung und Reductton der etnge⸗ tragenen Privilegien und Hupotheken⸗ 285 f. Von den Wirkungen der ein⸗ getragenen Privtleglen und Hopotheken gegen dritte Beſitzer. 257 f. Von der Art, ſein Eigenthum von inſerlbirten Privilegten frey zu machen. 200f. Auch wenn die Hypothet nicht eingetragen iſt, können die Käufer von Grund⸗ h Ehemaͤnnern oder Vor⸗ it muͤndern ct das po⸗ in⸗ der i oh go en. in ken de len u ſen d⸗ or⸗ ers 3— L Regiſter. 369 muͤndern gehoren, dieſelben frey ma⸗ chen. 29. Pflichten des Hypotheken⸗ bewahrers in Anſehung der Eintragung der Urkunden. 296. Form der Eintra⸗ gung in die dazu beſtimmten Regiſter. 297. Eintritt. Der Particularlegatar, der die auf dem Grundſtuͤck haftende Schuld getilgt hat, tritt dadurch in die Rechte der Gläubiger. 11. 162. Hat etner der Miterben mehr bezahlt, ats er zu be⸗ zahlen ſchuldig war, ſo hat er, ſelbſt wenn er dadurch in die Rechte des Glaͤu⸗ bigers eingetreten war, gegen die üͤbri⸗ gen nur ein Klaarecht pro rata ihres perſönlichen Antheils an der Schuld. 163. Zahlt ein Dritter fuͤr den Schuld⸗ ner, ſo ttitt er in die Rechte des Gläubigers. 1I. 47. Wirkungen die⸗ ſes Eintrttts. 48. Eine Novation ent⸗ ſteht, wenn ein neuer Schuldner an die Stelle des vorigen tritt; 58. die mit der atten Forderung verknuͤpften Privtleglen und Hypotheken gehen aber nicht auf die neue an deren Stelle ge⸗ ſetzte uͤber. 36. Der Buͤrge, welcher die Schuld bezahlte, tritt in die Rechte des Glaͤubigers. 243. Er wird befreyt, wenn dieſe Einſetzung durch die Schuld des Buͤrgen nicht mehr geſchehen kann. 244. Privllegium des Darlethers, der in die Rechte des Verkäufers eingeſetzt worden iſt. 270. Einverleibung. Was mit einer Sache einverteibt wird, gehoͤrt dem Eigenthuͤmer derſelbeu. II. 18. Einweiſung in den Beſitz, ſ. Beſitz. Einwerfung, ſ. Collation. Cinwilligung. Der Civiſtandsbeamte muß ſich den glaubheften Aufſatz, der die Einwihigung der Eltern enthält, vor Abſchliesung der Ehe voriegen laſ⸗ ſen. I. 198. Die Kinwilligung der El⸗ tern muß in der Heirathsurkunde er⸗ wahnt werden. 200. Wenn in der Geburtsurkunde die Nahmen nicht rick⸗ tig geſchrieben ſind, kann die Identität Spangenberg's Commentat Bd. III. N der Perſon durch die Einwilliaunqsur⸗ kunde bezeugt werden. 213. Einwilli⸗ gung der Contrahenten und Cinwilli⸗ gung der Aſcendenten wird zur Gaͤttig⸗ keit der Ehe erfordert. 238. Nahere Beſtimmungen uͤber die Einwilligung der Aſcendenten bei ehelſchen Kindern, 239. und bei unehelichen Kindern. 244. Strafe des Civilſtandsbeamten, der eine Ehe ohne dieſe Einwilligung abgeſchloſ⸗ ſen hat. 244. In Ermanglung der Aſcendenten koͤnnen die minderhährigen Kinder ſich nur unter Einwilligung des Familtenraths heirathen. 246. Feh⸗ lende oder gezwungene Einwilligung der Eltern, und fehlende Einwilligung de⸗ rer, welche in den Abſchluß der Ehe einwilligen muͤſſen, können die Nich⸗ tigkettsklage der Ehe begruͤnden. 255. Die beharrliche Einwilligung beider Che⸗ gatten wird als eine Urſache zur Tren⸗ nung der Ehe angeſehen. 280. Von der Cheſcheidung wegen wechſelſeitiger Cinwilligung. Bedingungen derſelben. 298. Gerichtliches Verfahren. 299. Die Eltern des Adoptirten muͤſſen zu ſeiner Adoption einwilligen. 330. Ge⸗ genſeitige Einwilligung beendigt die Adoptien. 336. Die Eltern haben das Recht, zu gewiſſen Handlungen der Kinder ihre Einwilligung zu geben. 341. Die angenommene Schenkung erhält durch die Einwilligung der Partheyen volle Guültigkeit. II. 188. In die Schenkung eines Minderjährtgen ha⸗ ben diejenigen einzuwilligen, welche in die Ehe einwilligen muͤſſen. 237. Die Einwilligung des ſich verpflichtenden Theils iſt ein weſentliches Erforderniß zur Guttigkeit des Vertrags. lII.. Sie muß mit volliger Willensfreiheit gegeben werden. s. Vertraͤge koͤnnen unter gegenſettiger Einwilligung wider⸗ rufen werden. 12. Mit gegenſeitiger Bewilligung kann die Guͤtergemeinſchaft wiederhergeſtellt werden. 116. Beweg⸗ liche Sachen koͤnnen durch die bſoße Aas Ein⸗ . 370 Einwilligung der Partheyen überklefert werden. 151. In welchem Fall der eine Geſeliſchafter fuͤr die andern ver⸗ walten kann? 209. Ohne ihre Ein⸗ willigung darf er aber keine Neuerun⸗ gen vornehmen. 210. Gegenfeitige Ein⸗ willigung belder Contrahenten wird zur Guͤltigkeit der freiwilligen Niederlegung erfordert. 222. Der Verwahrer darf ohne Einwilligung des Eigenthuͤmers die deponirte Sache nicht gebrauchen. 223. Der mit der Sequeſtraton beauf⸗ tragte vor beendigtem Streit nur mit Bewilligung aller In⸗ tereſſenten ſeiner Verbindlichkelt entle⸗ digt werden. 228. Eingetragene Pri⸗ viiegien werden mit Bewilligung der Intereſſenten geloͤſcht. 283. Rur mit ausdruͤcklicher Einwilligung akler hypo⸗ thekariſchen Glaͤubiger kann der Gläu⸗ biger den öffentiichen Zuſchlag verhm⸗ dern, wenn er auf die Verſteigerung Verzicht geleiſtet hat. 293. Bergl. Genehmigung⸗ Eltern. Durch die von ihnen herruͤh⸗ renden Regiſter und Papiere können nothigen Falls Geburten, Heirathen und Sterbefälle bewieſen werden⸗ J⸗ 184. In der Aufgebotsurkunde muͤſſen die Eltern der Verkobten genannt wer⸗ den; 194. auch in der Rotortetätour⸗ kunde uͤber die Geburt 198. und in der Hetrathsurkunde. 200. 244. Der nicht emancipirte Minderzährige hat ſeinen Wohnſitz bei ſeinen Eltern. 217. Die Einwilligung der Eltern wird zur Gol⸗ tigkeit der Ehe erfordert. 238. Die verſagte Einwilligung derſelben iſt ein unbedingtes Ehehinderniß fuͤr Minder: jaͤhrige. Vorſchriften, wenn die Eltern verſchiedener Meinung, oder wenn ei⸗ ner, oder beide Eltern todt ſind; 239. oder wenn die Kinder volhährig ſind. 240. Die Einwilligung der Eltern muß in der Heirathsurtunde erwähnt wer⸗ den. 244. Uneheliche Kinder bedurfen nur der Einwilligung ihrer Eitern⸗ 344. Regiſter⸗ Eltern konnen gegen die Heirath ihrer Kinder Cinſpruch thun. 232. L ſie nicht in die Ehe eingewilligt haben, koͤnnen die Kinder die Richtiakeitsklage anſteilen. 255. Wenn ſie öffentlich ge⸗ lebt haben, kann nach ihrem Tode die eheliche Geburt ihrer Kinder nicht be⸗ ſtritten werden. 260. Wen ſie zu ali⸗ mentiren haben? 262. Sie muͤſſen von ihren Kindern alimentirt werden. 263. Wodurch fie ſich von Bezahlung des Alimentengeldes befreyen koͤnnen? 266. Sie haben die Eheſcheidung we⸗ gen wechſelſeitiger Einwillzgung zu ge⸗ nehmigen. 298. 300. Sie behalten auch nach erfolgter Eheſcheidung das Recht der Aufſicht uͤber ihre Kinder, Zo. und bei Eheſcheidungen mit ge⸗ genſelttger Einwilligung die Pßicht, fuͤr Nahrung ꝛc. threr Kinder zu ſorgen⸗ 306. In welcher Rellgion ſollen die Finder erzogen werden, wenn die El⸗ tern verſchledener Religlon ſind? 306. Wenn das Kind als von unbekannten Eitern geboren in dem Civiſſtandsregi⸗ ſter verzeichnet iſt, ſo kann der Bewels der Kindſchaft durch Zeugen gefuͤhrt werden. 316. Hauspapiere und Haus⸗ regiſter der Eltern machen den An⸗ fang eines ſchrifttichen Beweiſes. 317. Durch die nachfolgende Ehe ihrer Eitern werden uneheliche Kinder legitimirt. 321. Wenn die Anerkennung von Wir⸗ kung ſeyn foll, mub ſie von beiden El⸗ tern geſchehen. 323. Die Ettern des zu Adoptirenden möſſen in die Adoption einwilligen, 330. und in die Pfleg⸗ ſchaft. 337. Das Kind iſt ſeinen El⸗ tern Ehrerbletung und Achtung ſchul⸗ dig. 340. Eltern konnen ihr Kind ge⸗ richtlich einſperren laſſen. 341. Ihnen ſteht die Benutzung des Vermogens ih⸗ rer Kinder zu. 344. Natürliche Vor⸗ mundſchaft der Eltern. 347. Von der durch die Eitern übertragenen Vor⸗ mundſchaft. 332. Minderjaͤhrige El⸗ tern ſind von der Vormundſchaft it n ge e ie be en n. e ge en 0 er, ge⸗ o en. dle Et , ten hi⸗ els hrt 16 ln⸗ 17. ern itt. it El des on eg⸗ 6⸗ u ge nen or der or⸗ El ber hi Regiſter. 371 ihre Kinber nicht ausgeſchloſſen. 372. So lange den Eitern der Nießbrauch zuſteht, ſind ſie nicht verbunden, die beweglichen Sachen ihres Kindes zu verkaufen. 378. Sie ſind von der Be⸗ ſtimmung der zährlichen Ausgabe fuͤr ihr Kind hurch den Familienrath be⸗ freyt. 379“ Auch brauchen ſie dem Ge⸗ genvormunde nicht eine Ueberſicht des Zuſiandes ihrer Verwaltung vorzulegen. 387. Sie koͤnnen den Minder)aͤhrigen nach zuruͤckgelegtem funfzehnten Jahr emancipiren. 390. Sie brauchen fuͤr den Nießbrauch des Vermögens threr Kinder keiue Caution zu ſtellen. II. 34. Erbfolge der Eltern in das Vermoͤgen der ehelichen Kinder, 104 f. und' in das der unehelichen Kinder. 119. El⸗ tern werden als untergeſchobene Per⸗ ſonen bei Verfuͤgungen zum Vortheil der Unfaͤhigen betrachtet. 176. In welchem Fall ſie ihren Pflichttheil ganz verlangen koͤnnen? 178. Die Eitern des Minderhährigen können eine Schen⸗ zung fuͤr denſelben annehmen. 186. Von den Theilungen, welche Eltern un⸗ ter ihre Deſcendenten vornehmen. 232. Eltern können in einer Eheſtiftung zum Vottheil threr Kinder verfuͤgen. 233. Waos iſt anzunehmen, wenn Eltern ge⸗ meinſchaftlich einen Brautſchatz fuͤr chr Kind beſtellten? III. 143. Vergl. Aſcendent. Ehegatte. Mutter. Vater. Emantipation. Der nicht emanci⸗ pirte Minderährtge hat ſeinen Wohn⸗ ſitz bei ſeinen Eltern. I. 217. Die Emancipation beendtgt die Adoption nicht; 336. aber wohl die eiterliche Ge⸗ walt. 340. Site hebt auch den Nieß⸗ brauch der Eltern an dem Vermsgen des Kindes auf. 341. Sie beendigt die Vormundſchaft. 389. Von der Emancipation. Begriff. 380. Arten, Wirkungen derſelben. 390 f. Wie wird es mit dem Nachlaß des in einem Ho⸗ ſpiz auferzogenen Kindes gehalten, das vor ſeiner Emancipation ſtirbt? II. 124. Emancipirte Minderjährige koönnen in eigenem Namen um Verſiegelung der Verlaſſenſchaft nachſuchen; 146. auch um Entſiegelung derfelben; 147. aber nur unter dem Beiſtand thres Cura⸗ tors eine Schenkung annehmen. 186. Die Klogen auf Wiederaufhebung der Vertraͤge tritt bei ihnen nur wegen ſolchen Rechtsgeſchaͤften ein, die außer den Gränzen ihrer Fählgkeit liegen. III. 62. Sie können zu Bevollmäch⸗ tigten erwählt werden. 235. Ihre un⸗ beweglichen Sachen koͤnnen Schulden halber nur dann verkauft werden, wenn ihr, bewegliches Vermoͤgen zuvor ange⸗ griffen iſt. Wao Embryo. ann das neugeborne Kind dafuͤr erklaͤrt iſt, kann der Ehemann es nicht ableugnen. l. 312. Emigration iſt keine Eheſcheidungs⸗ urſache. I. 280. Vergl. Auswande⸗ rung. 9 Empfängniß. Wenn die unmuͤndige Ehefrau vor dem Ablaufe der beſtimm⸗ ten ſechs Monathe ſich ſchwanger be⸗ findet, faͤllt die Klage auf Nichtigkeit der Ehe wegen noch nicht erreichten geſetzlichen Alters weg. I. 286. Der Ehemann iſt Vater der von ſeiner Frau empfangenen Kinder. 310. Der Ent⸗ fuͤhrer kann fuͤr den Vater des Kin⸗ des erklärt werden, wenn der Zeit⸗ punct der Eutführung mit dem der Empfaͤngniß uͤbereinſtimmt. 325. Das noch nicht empfangene Kind iſt unfä⸗ hig zur Erbfolge. Il. 9o. Um eine Schenkung oder Vetmaäͤchtniß anzuneh⸗ men, iſt nöthig, daß man empfangen ſey. 174. Die Aufhebung eine Schen⸗ kung wegen nachgebohrner Kinder fin⸗ det ſtatt, wenn gleich das Kind zur Zeit der Schenkung ſchon empfangen war. 194. Empfangſchein hat ſich der Beamte des Civilſtandes uͤber die im Tribunal hährlich medergelegten Documente ans⸗ Aaa 2 ſtellen 372 Regiſter. ſiellen zu laſſen. I. 182. vergl. Quit⸗ tung. Emphyteuſe. Begriff derſelben. Sie findet in Frankreich nicht ſtatt; II. 7. aber wohl im Koͤnigreich Weſtpha⸗ ſen. Sie kann abgeloͤßt werden. 76. Enkel, ſ. Großeltern. Entbindung, ſ. Geburt. Entfernung. Nach der Eutfernung von dem Orte, wo das Geſetz publi⸗ cirt iſt, richtet ſich die verbindende Kraft deſſelben. 1. 117. Die Entfer⸗ nung des Mannes begruͤndet die phy⸗ ſiſche Unmoglichkeit der Vaterſchoſt⸗ 311. Die Friſt, binnen welcher ein Vormund ſeine Entſchuldigungsgroͤnde vorbringen kann, wird nach ſeiner Cnt— ſernung berechnet. 370. Hochſtaͤmmige Baͤume duͤrfen nur in einer beſtimm⸗ ten Entfernung von dem benachbarli⸗ chen Grundſtuͤck gepflanzt, II. 55. und eben ſo nur Brunnen, Miſtgruben, Salzmagazine ꝛc. angelegt werden. 56. Auch Fenſter oder Balcons muͤſſen eine beſtimmte Entfernung von dem nachbar⸗ lichen Grundſtuͤck haben. 57. Entfuͤhrung begruͤndet kein Ehehin⸗ derniß. I. 240. Der Entfuͤhrer kann fuͤr den Vater des unehelichen Kindes erklärt werden. 325. Entlaſſung des Vormundes endigt die Vormundſchaft. I. 389. Entlaſſung aus der väterlichen Gewalt ſ. Eman⸗ cipation. Entfagung des Vaterlandes zieht den Verluſt der Eigenſchaft eines Franzo⸗ ſen nach ſich. 1. 136. Wann ſie ein⸗ tritt? 157. Wenn die Entſagung des Nießbrauchs zum Nachtheil der Gläu⸗ biger des Nießbrauchers geſchteht, kön⸗ nen ſie dieſelbe fur nichtig erklären laſ⸗ ſen. II. z1. Die Entſagung beendigt die Setvitut. 66. Die Entſagung et⸗ ner Erbſchaft zum Beſten aller Miter⸗ ben iſt ein Beweis der Annahme der⸗ ſelben. 127. Die Entſagzung einer Erbſchaft iſt widerrufbar. 133. Wenn der Erbe der Erbſchaft entſagt, braucht er nicht zu confertten. 157. Einer noch nicht angefallenen Erbſchaft darf man nicht entſagen. III. 10. Der Glaͤubiger, der von einem der Schuld⸗ ner ſeinen Antheil beſonders nimmt, entſagt dem Solidarverhaͤltniſſe. 36. Die von den Crben des Schenkers er⸗ fuͤllte Schenkung fuͤhrt die Entſagung der Einreden mit ſich. 74. Von der Entſagung der Guͤtergemeinſchaft nach deren Aufhebung. 118. Die in einem Vergleich enthaltene Enutſagung aller Rechte ꝛc. geht nur auf biejenigen, welche auf die Streitigkeit Beziehung haben. 248. Wie geſchieht die Ent⸗ ſagung der Verſährung? 305. Vergl. Ausſchlagung. Verzicht⸗ leiſt ung. Entſchaͤdigung. Die Aufbewahrer der Etvilſtandsregiſter können gegen die Urheber der darin vorkommenden Ver⸗ fälſchungen auf Cntſchadigung klagen. I. 186. Das Verlöbniß kann keinen Ein⸗ ſpruch, aber wohl eine Klage auf Ent⸗ ſchädigung begruͤnden. 240. Entſchä⸗ digung hat der Civilſtandsbeamte zu leiſten, der die Heirathsurkunde ver⸗ fälſcht oder zernichtet hat. 261. Wenn der Schwaͤngerung ein Verloͤbniß vor⸗ angegangen war, kann die Geſchwän⸗ gerte eine Eutſchädigungsklage anſtel⸗ len. 326. Der Pfleger muß den Pflegling entſchädigen, wenn er nicht im Stande iſt, ſich ſeinen Unterhalt ſelbſt zu erwerben. 338. Entſchädi⸗ gung muß der Staat geben, wenn er den Eigenthüͤmer zur Abtretung ſeiner Sache zwingt. II 13. Der Nießbrau⸗ cher kann ſie aber wegen geſchehener Mellorationen nicht verlangen. 33. 35. In welchen Fällen kann der Nießbrau cher eine Entſchaädigungsklage Sgen den Eigenthuͤmer anſtellen? 37. Ent⸗ ſchaͤdigung des Cigenthuͤmers einer Quelle, die Andere benußen; 47. Miüteigenthuͤmers einet iſc⸗ tet en in nn ho zer⸗ enn or in⸗ ſel⸗ den ſcht halt idi er ner al⸗ ner u gen önt⸗ ner de chin Regiſter. 373 chen Mauer; 32. Desjenigen, der den Uebergang uͤber ſein Grundſtuͤck geſtatet. 39. Der hypothekariſch an⸗ gegriffene Erbe hat einen Entſchädi⸗ gungsanſpruch an ſelne Miterben. 162. Jeder Erbe muß ſeinen Miterben fuͤr den durch die Evictlon erlittenen Ver⸗ luſt entſchaͤdigen. 165. Gegen die un⸗ terlaſſene Eintragung in das Hypothe⸗ kenregiſter haben Minderſährige, In⸗ terdicirte und Chefrauen einen Entſcha⸗ digungsanſpruch gegen ihre Vormuͤn⸗ der und Ehemänner. 188. 231. lI. 295. Entſchädiaung kann die Eheſrau des mit einem Fideicommiß Beſchwer⸗ ten in Anſehung der Reſtitution ihres Brautſchatzkapftals verlangen. Il. 228. Der Crbe des Schuldners, der auf das mit Hypothek beſchwerte Grund⸗ ſtück belangt wird, hat einen Entſchaͤ⸗ digungsanſpruch wider ſeine Miterben. II. 39. 40. Entſchädtgungsanſpruch des Schuldners an ſeinen Gläubiger, wenn er mut Hintanſetzung elnes Arreſts zahl re. 44. Der Eigenthuͤmer muß den Ge⸗ ſchäfisführer wegen der perſoͤnlich uͤber⸗ nommenen Verbindlichketten entſchadi⸗ gen. 89. Eine Entſchaͤdigungsklage bleibt demgentgen wider den wahren Schuldner vorbehalten, der aus Irrthum eine Schuld getilgt hat. 80. Entſchaͤdigum gen, welche die in Guͤtergemeinſchaft ſebenden Ehegatten von einander ver⸗ langen koͤnnen. 101. 103. 106. 110. 112. 113. 121. 122. 125. 126. 127. 134. 136. Der Deponent muß den Verwahrer fuͤr allen durch die Nieder⸗ legung ihm verurſachten Verluſt ent⸗ ſchaͤdigen; 226. auch der Mandant den Mandatar ſür den ihn ohne Unvor⸗ ſichtigkeit getroffenen Verluſt; 237. der Mandatar hingegen den Man⸗ danten fuͤr eine dieſem nachtheilige Auf⸗ kundigung 238. Entſchädigungsan⸗ ſpruch des Buͤrgen wider den Schuld⸗ ner, deſſen Schulden er bezahlt hat; 243. des neuen Erwerbers eines mit Hypothek beſchwerten Grunbſtuͤcks we⸗ gen der Trennung der von ihm gekauf⸗ ten Gegenſtaͤnde winer ſeine Vorgaͤn⸗ ger; 203. der Minderhährigen und Interdicirten wegen der Verhährung wider ihre Vormuͤnder. 315. Vergl. Schadloshaltung. Entſchuldigung. Wer ohne geſetzli⸗ che Entſchuldtgungsurſache im Fami⸗ ſtenrathe nicht erſcheint, wird beſtraft. I. 358. Von den Entſchuldigungsgruͤnz den, der zu uͤbernehmenden Vormund⸗ ſchaft. 365. Verſohren bei Vorbrin⸗ gung der Entſchuldigungsgruͤnde. 370. Der Executor eines Fideicommiſſes kann dieſelben Entſchuldigungsgruͤnde anfuͤh⸗ ren, wie der Vormund. III. 228. Entſiegelung. Dagegen koͤnnen die Glaͤubiger Oppoſition einlegen. Il. 137. Wann zur Entſiegelung geſchritten, und wer darum nachſuchen kann? 147. Epidemie. Von den Teſtamenten, die zur Zeit einer Epidemie aufgenommen werden. II. 209. Cquipage iſt in dem Ausdruck Mobi⸗ lien nicht mitbegriffen II. J0. Erben. An die Erben des buͤrgerlich Todten faͤllt ſein Eigenthum eben ſo, als in dem Augenblick ſeines natuͤrli⸗ chen Todes. l. 164. Die Crben ha⸗ ben in Hinſicht der Eroͤffnung der Erb⸗ ſchaft den Wohnſitz des Verſtorbenen. 217. Wann ſie in den vorlaͤufigen Beſitz des Vermoͤgens eines Abweſen⸗ den eingewieſen werden konnen? 224. Was die Erben eines Abweſenden nach ſelnem Tode von dem Einaewleſenen zuruͤckbekommen? 229. Die geſebk⸗ lichen Erben des Verſtorbenen erhal⸗ ten die dem Abweſenden zugefallenen Erbſchaft. 232 Erben kounen die Ehe wegen Bigamie anfechten. 257. Sie koͤnnen ſich auf die Nichtigkeit der von der Frau ohne Einwilligung ihres Ehe⸗ mannes vorgenommenen Geſchaͤfte be⸗ rufen. 269. In wie fern gehet die Klage des Ehemannes wigen Ableug⸗ Aaa 3 nung 374 —————— 2 nung des Kindes auf bie Erben über? 313. Auf die Erben des Kindes, das einen gewiſſen Stand in Anſpruch nimmt, geht ſeine Klage uͤber. 319. Inteſtaterben konnen die Anſpruͤche des uneheltchen Kindes auf Anerkennung be⸗ ſtreiten. 324. Wenn die Erben des Rdoptirenden nach ſeinem Tode die Adoption für unzuläſſig halten, kön⸗ nen ſie Vorſtellungen dagegen einret⸗ chen. 335. Die Erben haben den Pflegling auch nach dem Tode des Pfles gers zu alimentiren. 338. Die Erben des Vormundes ſind für deſſen Ver⸗ waltung verantwortlich. z62. Den Er⸗ ben ſetnes Pupillen muß der Vormund“ Rechnung ablegen. 387. Die Erben des Rießbrauchers koͤnnen wegen des von ihm unterlaſſenen Abtriebes des Holzes keine Entſchädigung vertan⸗ gen; 11. 30. doch haben ſie das Wes⸗ nahmerecht an den zum Vergnuͤgen dienenden Anlagen. 33. Wer wird mit dem Nahmen Erbe belegt? 85. Die rechtmäßigen Erben treten in den Be⸗ ſitz des Vermoͤgens Kraft des Geſetzes ein. 89. Die Erben der Aſcendenten haben an dem Vorausnahmerecht des⸗ ſelben keinen Anſpruch. 11I1. Die Er⸗ ben muͤſſen durch dreimaligen Aufruf aufgefordert werden, ehe der uͤberleben⸗ de Ehegatte oder der Staat in den Beſitz eingewieſen werden konnen. 122. Der Erbe tritt in alle Rechte und Ver bindlichkelten des Verſtorbenen ein. Mo⸗ dificatlon dieſes Grundſatzes. 126. Was die Erben desjenigen chun konnen, dem eine Erbſchaft zufiel, und der ſtarb, ehe er ſie annehmen odet aus⸗ ſchlagen konnte? 127. Der die Erb⸗ ſchaft ausſchlagende Erbe wird ols nicht vorhanden betrachtet. 123. In wel⸗ chen Fällen die Crben die von ihnen ausgeſchlagene Erbſchaft doch noch wie⸗ der annehmen können? 132. Der Er⸗ be, welcher Erbſchaſtsſtuͤcke unterſchla⸗ gen, oder verhelmlicht hat, kann die Regiſter. Erbſchaft nicht ausſchlagen, 132. auch nicht der, welcher die Erbſchaft ange⸗ treten hat. 133. Das Geſetz geſteht dem Erben die Befugniß zu, eine ihm angefallene Erbſchaft bedingt anzuneh⸗ men. 133. Friſt, welche ihm dazu bewilligt iſt. 134. Wenn der Erbe als Erbe handelt, verliert er die Rechts⸗ wohlthat des Inventars. 136. Ju Begenwart der muthmaßlichen Erben muß das Inventar ertichtet werden. 137 Vorthetle die der Erbe durch die Rechtswohlthat des Inventars erhält. 138. Er wird dadutch Beneficiarerhe. 138. Wenn kein bekannter Erbe vor⸗ handen iſt, oder wenn die Erben die Erbſchaft ausgeſchlagen haben ꝛc. wird die Verlaffenſchaft fuͤr erblos gehalten. 141. Die Erben können auf Theilung der Erbſchaft dringen; 143. und daß man wirklich Erbe ſey, muß man dar⸗ thun, um die Theilung nachſuchen zu können. 145. Die Erben des Verſtor⸗ benen muͤſſen bei der Enrſiegelung ge⸗ genwaͤrtig ſeyn 148. und können die erhobene Theilungsklage wieder fallen laſſen. 149. In welchem Fall ſie der Collation unterworfen ſind? 157. Der Muterbe hat ein Retentionsrecht an die von Uhm conferirte unbewegliche Sache. 160. Welche Rechte haben die Mitgrben in Beziehung auf Bezahlung der Erbſchaftsſchulden? 162. Folgen, weun ein Miterbe mehr bezahlt, als er ſchuldig iſt, und wenn einer der Miterben inſolvent iſt. 163. Wie der Miterbe nach geſchehener Theilung be⸗ trachtet wird? 169. In welchen Fäl⸗ len der Erbe zur Evictionsleiſtung ver⸗ bunden, oder davon befreyt iſt? 163. und in welchem Fall der Miterbe nach Aufhebung der Theilung keine Klase mehr anſtellen kann? 167⸗ Verfuͤqun⸗ gen, wodurch einem Erben Pſfticht auferlegt wird, an einen Andern et⸗ was abzugeben, ſind nicht in dem Fall⸗ dab der e ugſet⸗ e ie t. r ie d n. a e eu er er au ie 06 , l6 et er e i⸗ P 6 ge no ht t⸗ er te Regiſter. 375 Erbe die Erbſchaft nicht annehmen wuͤrde. 170. Wenn der Verſtorbene ketne. Erben in gerader Linie hat, koͤn⸗ nen Aerzte, Apotheker und Wundaͤrzte die ihnen zugewandten Vermächtniſſe annehmen. 174. Was können die Er⸗ ben verlangen, wenn eine Leibrente oder ein Rießbrauch vermacht wurde? 180. Die Inteßaterben desjenigen, der den Pfiichttheil verlangen kann, bon⸗ nen die Reduetionsklage anſtellen. 181. Den Erben des Schenkers gehoͤren die Sachen, uͤber die er nicht verfuͤgte, ob er ſich gleich die Verfoͤgung vorbe⸗ hielt. 190. In welchem Fall kann ge⸗ gen die Erben und von den Erben ei⸗ ner Schenkung die Klage ouf Wider⸗ ruf derſelben angeſtellt werden? 193. Erſt nach einem Beſitze von dreißig Jahren koͤnnen ſich die Erben des Beſchenkten wegen nachgebohrner Kin⸗ der auf die Ver)ährung berufen. 196. Perhaltniſſe zwiſchen den Erben und dem Untverſallegatar, 213. dem Le⸗ gatar unter Univerſaltitel. 215. dem Partlcularlegatar, 216. und dem Te⸗ ſtamentsexechtor. 219. Der Erbe tritt in die Rechte des Legatars, wenn die Bedingung, unter welcher das Legat göltig werden ſollte, eine aufſchleben⸗ de war. 223. In welchen Faͤllen er fur den Untergang des Legats zu haf⸗ ten hat? 224. Die Erben koͤnnen ſich gegen den mit einem Fiderommiß Be⸗ ſchwerten auf den Mangel der Eintra⸗ gung nicht berufen. 231. Wenn der Schenker in einer Eheſtiftung ſich et⸗ was vorbehaͤlt, und ſtirbt ohne davon Gebrauch zu machen, ſo gehort die Sache dem Beſchenkten oder ſeinen Erben. a38s. Ungaͤltig iſt die Schen⸗ kung an Verwandten, deren vermuth⸗ licher Erbe der andere Ehegatte iſt. 238. Verbindlichkeiten gehen vermuth⸗ lich auch auf die Erben. III. 3. Er⸗ ben können den von einem Unfaͤhigen eingegangenen Vergleich reſcindiren laſ⸗ ſen. 9. Die Rechte des Gläubigers, der vor Erfuͤlung der Bedingungen ſtirbt, gehen auf ſeine Erben uͤber. 28. Wenn ein Solidarſchuldner ein⸗ ziger Erbe des Gläubigers wird, ſo erliſcht die Schuld nur fuͤr ſeinen An⸗ theil. 36. Nur unter den Erben wird die Theilbarkeit einer Verbindlichkeit ſichtbar. 39. Pflichten der Erben in Hinſicht einer untheilbaren Schuld, und einer untheilbaren Forderung. ₰0. Wirkung einer Strafbeſtimmung in Ruckſicht der Erben. 42. Eine oͤffent⸗ liche Urkunde hat auch gegen die Er⸗ ben der Partheyen vollen Beweis; 66. auch anerkannte Privaturkunden. 67. Die Erben, die nach dem Tode des Schenkers die Schenkung beſtätigen, entſagen dadurch den Einreden. 74. Der geleiſtete Eid beweiſt auch fuͤr oder gegen die Erben 83. Der Ge⸗ ſchaͤftsfuͤhrer muß das Geſchäft nach dem Tode des Eigenthuͤmers ſo lange fortſetzen, bis der Erbe die Leitung ſelbſt zu uͤbernehmen im Stande iſt. 88. In welchem Fall die Erben, denen ein Pfichttheil zukömmt, die Reduetion des von den Chegatten vor Einfuͤhrung des Code abgeſchloſſenen Chevertrags verlangen koͤnnen? 9s. Rechte und Pflichten der Erben der in Guͤterge⸗ meinſchaft lebenden Ehegatten; 103. 108. 110. 117 f. 126. 136. beſon⸗ ders in Hinſicht der Theilung, 124 f. 133. und in Hinſicht des Beitrags zu den Schulden. 124. Die Erben der Frau konnen die Veräußerung eines Dotalgrundſtuͤcks widerrufen. 146. Be⸗ ſtimmungen in Anſehung der Erben bei der Zuruͤckgabe des Brautſchatzes. 148. Die Erben der Ehegatten können einen zwiſchen ihnen geſchloſſenen Kauf we⸗ gen geſetzwidriger Beguͤnſtigungen an⸗ fechten. 158. Wirkungen auf die Er⸗ ben in Anſehung des Wtederkaufsrechts, 171. und der Verletzung. 179. Wer eine Erbſchaft verkauft, braucht nur dafuͤr ——— — ——— 376 Regiſter. dafuͤr zu ſtehen, daß er Erbe ſey. 177. Die aus einem Leihcontracte entſtehen⸗ den Verbindiichkeiten gehen auch auf die Erben uͤber. 215. Rechte und Ver⸗ bindlichketten der Erben des Verwah⸗ rers, des Deponenten, 224. des Man⸗ datars, 238. des Buͤrgen, 240. und des Schuldners eines Fauſtpfandes. 265. Wirkung der Confuſion, indem einer des andern Erbe wird. 244. Privt⸗ legien der Miterben, 268. 270. und der Gläubiger der Erben. 271. 281. Die Erben desjenigen, der fuͤr einen Andern beſitzt, könuen nicht verzäh⸗ ren. 307. Wirkung einer geſetzlichen Unterbrechung der Ver)aͤhrung in An⸗ ſehung der Erben. 309. Wie der Eid, ob die Zahlung wirklich erfolgt ſey? den Erben zugeſchoben werden kann? 313. Vergl. Beneficiarerbe. Erbeinſetzung. Einer ausdruͤcklichen Erbeinſetzung bedarf es bei einem Te⸗ ſtamente nicht. II. 72 Erbenzins iſt mit dem Geiſt des Co⸗ de Napoleon unvertraglich II. 72. Erbfaͤhigkeit veritert der buͤrgerlich Todte. 1 166. Erbfolge des Abweſenden. I. 229. Be⸗ ſondere Rechte auf die Erbfolge ſind weggefallen. II. 63. Von der Erbfolge in Colonatverhältniſſen 74. Die Erb⸗ folge gehort zu den durch das Geſetz eintretenden Erwerbsarten. 79. Von der Erbfolge. Geſchichte der Legtsta⸗ tion uͤber dieſetbe. 83. Eroͤffnung der⸗ ſelben. 86. Von den zur Crbfolge er⸗ forderlichen Eigenſchaften. 389. Von den verſchiedenen Claſſen der Erbfolge. 92. 1r02. Succeſion der Deſtenden? ten; 103. der Eitern allein; 104. der Geſchwiſter allein; 105. der Geſchwi⸗ ſter und Eltern. 107. Erbfolge der weitern Aſcendenten. 108. Von der außerordentlichen Erbfolge: 112. der uneheltchen Kinder, 113.(Erbfolae in das Vermögen des unehelichen Kindes. 119.) des überlebenden Ehegatten und des Staats. 120. Bis zum Tage des Anfalls der Erbfolge außert die guttia geſchehene Annahme der Erb⸗ ſchaft ruͤckwirkende Kraft. 125 Erb⸗ folae der Kinder des der Erbſchaft Ent⸗ ſagenden. 129. Bei der geſetzlichen Erbfolge findet die Rechtswohlthat des Inventars ſtatt. 133 In Beziehung auf die Erbfolge koͤnnen Ehegatten kei⸗ ne abaͤndernden Verfuͤgungen in der Eheſtiftung treffen. III. 93. Zur all⸗ gemeinen Geſellſchaft können die Par⸗ theyen nicht dasjenige einwerfen, was ibnen durch die Erbfolge zufällt 205. Die Eintragung in das Höpothekenre⸗ giſter bleibt unwirkſam, wenn der Crb⸗ ſchaftsgtaäubiger dieſeibe erſt nach dem Anfall der Ecbfolge bewtrkt hat. 281. Erblaſſer. Wer wird mit dieſem Nahmen belegt? II. 85. Sein natuͤr⸗ licher Tod eroͤffnet die Erbfolge. 86. Wer iſt verpflichtet, deſſen Verbindlich⸗ keiten zu erfuͤllen und ſeine Schulden zu bezahlen? 161. Erbloſe Verlaſſenſchaften. Von erbloſen Vetlaſſenſchaften. II. 141. Ih⸗ nen wird ein Curator ernannt. 142. Wider erbloſe Verlaſſenſchaften laͤuft die Verſährung. III, 310. Erbmeyerrecht iſt mit dem Geiſt des Code Napoleon unvertraͤglich 11. 72. Erbrecht. auf die Verlaſſenſchaft eines Franzoſen hat der Anslaͤnder nicht. I. Iso. Die unehelichen anetkannten Kinder haben nur ein beſchraͤnktes Erb⸗ recht 321. 324. Worauf das wechſel⸗ ſeitige Erbrecht des Adopttrenden und des Adoptuten beſchraͤnkt iſt? 332. Vyn dem Anfall des Erbrechts. II. 86. Erbrecht des unebelichen Kindes, 115. und ſeiner Deſcendenten. 116. 112. Suece ſſionsrecht der Hoſpizen. 123⸗ Erwerb des Erbrechts. 124., Wenn das Erbrecht einen Fremden abgetreten iſt, kann derſelbe von der Naturalthel⸗ lung ausgeſchloſſen⸗ und ihm ſeine t werden. 155. Gegen Auslagen vergute ben Auft des nes ten Fchi ſil⸗ und . 96. 15 1²3, enn eich hel ihe ihen e Regiſter⸗ 357 den Verkauf des Erbrechts findet keine Kiage ſtatt. 166. Die einem der Ehe⸗ gatten durch Erörecht zugefallene unbe⸗ wegliche Sache fällt nicht in die Guͤ⸗ tergemeinſchaft. IIl. v01. 102. Erbſchaft. Die Erbſchaft eines im Lande verſtorhenen Ausländers fällt dem Staate anheim. I. 150. Die, welche einem Contumarirten auheimfaͤllt, er⸗ wicbt er durch die Adminiſtration ſeiner Verwandten. 170. Die dem Ungehor⸗ ſamen während dem Ende ſeiner Gna⸗ denfriſt anheimfällt, iſt fuͤr ihn verlo⸗ ren. 171. Nach ſeiner Wiedererſchei⸗ nung kann der Abweſende ſie einklagen. 233. Eine dem Miaderſährigen zuge⸗ faſſene Erbſchaft kann nur ſein Vormund annehmen voder ausſchlagen; 382. und der emancipirte Minderjaͤhrige nur un⸗ ter Genehmigung des Fomiienratht. 39r. Eine Erbſchaft, die Niewand an⸗ genommen hat, iſt Staatsetgenthum, h. rz. Wem die Erbſchaften zufallen? 92. Derjenige, auf deſſen Erbſchaft man Verzicht gethan hat, kann reprä⸗ ſentirt werden. 102. Von der Annahme 125. und von der Ausſchlagung der Erb⸗ ſchaften. 128. Der Erbſchaft fallen dte Koſten zur Laſt, die während der dem Erben geſtalteten Friſt aufgewandt ſind; 13. auch die Koſten der Verſiegeng, des Inventars und der Rechnungsab⸗ lage. 140. Niemand kaun gezwungen werden, in einer Gemeinſchaft des Be⸗ ſitzes der Erbſchaft zu bleiben. 143. Daß man die Erbſchaft angenommen habe, muß man darthun, um die Thei⸗ iung nachſuchen zu können. 145. Wenn der Erbe der Erbſchaft entſagt⸗ braucht er die ihm bei Lebzeiten gemachten Ge⸗ ſchenke und Vermächtniſſe nicht einzuwer⸗ fen. 157. Das blohe Ausloſſen eines zur Erbſchaft gehorigen Gegenſtandes begründet keine Kiage auf Wiederauf⸗ debung der Thetlung. 166. Wenn eine Erbſchaft einem Drirten auf den Fall zugewandt wird, daß der Beſchwerte Spangenberg'o Commentar Bd. 1I. ſie nicht Snnimmt, ſo macht dieß eine Ausnahme von dem Verbot der Sub⸗ ſmutionen. 170. Der Erbſchaft fallen die Koſten des Teſtaments executors zur Laſt. 220. Einer noch nicht angefalles nen Erbſchaft darf man nicht entſagen. III. 10. Wenn Minderjaͤhrige oder In⸗ terdicitte die bei der Theilung einer Erbſchaft vorgeſchriebenen Foͤrmlichket⸗ ten beobachtet haben, ſo ſind ihre in Ruͤckſicht dieſer Geſchäfte vorgenomme⸗ nen Handlungen guttig. 63. Was iſt in Hinſicht der Schulden einer bloß aus Mobilien beſtehenden Erbſchaft zu be⸗ merken? 105. Die Erbſchaſt einer noch lebenden Perſon kann man nicht ver⸗ kaufen. 159. Ceſſion einer Erbſchaft. 177. Die Regeln von den Erbſchafts⸗ theilungen gelten auch von den Theilun⸗ gen der Geſellſchafter. 213. Wie ſi⸗ chern die Gläubiger und Legatarien ihr Privlleg auf unbewegiiche Erbſchafts⸗ 7 ſachen7 271. 33 12 ErbſchafrsmſſWenn ſie den Gläubigern und Legataren uͤberlaſſen wird, kann ſich der Erbe von den Pflichten, die Schulden des Erblaſſers zu bezahlen, ganz losmachen. II. 138. Wer daraus befriedigt werden muß? 239. Feſtſtellung der Erbſchaftsmaſſe. 181. Erbſchaftsſtoͤcke. Wenn der Epbe dergleichen verheimlicht oder verkauft, ſo verliert er die Rechtswohlthat des Inventars. II. 137 Erbtheilung, ſ. Theilung. Erdwall. Wenn ſich ein ſolcher nur auf einer Seite eines Grabens befin⸗ det, ſo iſt dieſer kein gemeinſchaftlicher Graben. II. 53. Ereigniß. Die von einem unbekann ten Eretgniß abhängende Verbindlich⸗ teit iſt bedingt. 1II. 26. Was iſt zu be⸗ merken, wenn Vertraͤge unter der Be⸗ dingung eines eintretenden Ereigniſſes abgeſchloſſen werden? 27. Bei Beſtim⸗ mung des llebermaßes einer Hypothek muß auf die Wahrſcheinlichkeit künfti⸗ Bbb ger 375 ger Ereigniſſe Ruͤckſicht gemmmen wer⸗ den. 286. Erfuͤllung. Wenn bdem Schuldner bei Erfuͤllung ſeiner Verbindlichkeit ein Ver⸗ zug zur Laſt fällt, iſt er zur vollſtandi⸗ gen Schadloshaltung verbunden. III. 17. Jede Bedingung eines Vertrags muß ſo erfüͤllt werden, wie es die Contrahen⸗ ten wahrſcheilich gewollt haben. 27. Wer dle Erfuͤllung einer Verbindlichkeit fordert, muß das Daſeyn derſelben be⸗ weiſen. 64. Zur Guͤltigkeit einer Ver⸗ bindlichkeit iſt es hinreichend, daß die⸗ ſelbe ſeit ihrer Beſtätigung freywillig er⸗ fuͤllt worden iſt. 74. Auch die Erfuͤllung einer Schenkung fuͤhrt die Entſagung der Einreden von Seiten der Erben des Schenkers mit ſich. 75. Erhaltung. Die Erhaltung erbſchaft⸗ licher Sachen iſt kein Beweis der An⸗ nahme derſelben. II. 126. Die zur Er⸗ haitung der Sache angewandten Koſten kann der Beſchenkte in Rechnung brin⸗ gen. 160. Die Verpflichtung, fuͤr die Erhaltung einer Sache zu ſorgen, ver⸗ pflichtet zur Anwendung des Fieißes et⸗ nes guten Hauswirths. III. 13. Der, welchem eine aus Irrthum angenoms mene Sache zuruͤckgegeben wird, muß die zur Erhaltung derſelben aufgewand⸗ ten Koſten erſetzen. 89. Sobald aus der Guͤtergemeinſchaft zur Erhaltung des dem einen Ehegatten perſoͤnlich zuſtehen⸗ den Vermögens etwas genommen wird, muß dem andern Ehegatten dafuͤr Ver⸗ gutung geleiſtet werden. 112. Um die zur Erhaltung der Dotalgrundſtuͤcke noth. wendigen Reparaturen vornehmen zu koͤnnen, kann ein Theil derſelben ver⸗ äußert werden. 146. Jeder Geſeſtſchaft ter kann ſeine Mitgeſellſchafter noͤthi⸗ gen, die zur Erhaltung der geſellſchaft⸗ lichen Sache nothwendigen Koſten an⸗ zuwenden. 210. Der Leiher muß dem Verlelher die zur Erhaltung der Sache nothwendigen Ausgaben erletzen; 216. eben ſo der Deponent dem Verwahrer; Regiſter. 226. und der Schuldner dem Gläubiger des Fauſtpfandes. 254. Die auf die Er⸗ haltung einer Sache aufgewandten Ko⸗ ſten ſind privilegirt. 266. Erhoͤhung. Unter welchen Bedingun⸗ gen kann ein Miteigenthuͤmer die ge⸗ meinſchaftliche Mauer erhoͤhen laſſen? II. 52. Bei der Erbſchaftstheinng fin⸗ det in Anſehung der Mobilien keine Er⸗ hoͤhung des Preiſes ſtatt. 150. Eben dieß gilt von der Collation. 160. Erkenntniſſe, die eine Abweſenheits⸗ erklärung enthalten, macht der Ju⸗ ſtizminiſter bekannt. I. 223. Erkennts niſſe in Eheſcheidunasſachen. 290. 301. Form derjenigen Erkenntniſſe, welche die Adoption betreffen. 334. Die Er⸗ kenntniſſe uͤber einen Beſchluß des Fa⸗ milenraths ſind der Appellation unter⸗ worfen. 360. Erkenntniſſe uͤber die Be⸗ freyung von der Vormundſchaft; 371. uͤber die Abſetzung des Vormundes; 375. und uͤber Interdiction. 398. go1. Ein den Erben verurtheilendes Erkenntniß kann während der ihm geſtatteten Friſt nicht ausgewirkt werden. II. 135. Wenn gegen ihn ein ſolches ergangen iſt, ver⸗ liert er die Rechtswohlthat⸗des Inven⸗ tars. 136. Wirkung des Erkenntniſſes, welches eine Venmogensabſonderung aus⸗ ſpricht. III. 115. Die perſönliche Ver⸗ haftung kaun nur vermoͤge eines Er⸗ kenntmiſſes verhaͤngt werden. 252. Eine gerichthche Hypothek entſteht aus Er⸗ kenntniſſen. 275. Vergl. Gericht. Erklaͤrung. Außer der Erklärung der Comnparenten durfen die Ctvilſtands⸗ beamten in die Urkunden keine Anmer⸗ kungen einruͤcken. I. 177. Der Cwil⸗ ſtandsbeamte, wenn er ſich von den Ver⸗ lobten erſt die Erklärung hat geben laſſen⸗ daß ſie ſich zum Mann und zur Frau nehmen wollen, erklärt die Ebe ale ab⸗ geſchloſſen. 199. Aus einer eri⸗ chen Erktaͤrung bei der Municipalität er⸗ giebt ſich der Beweis des veraͤnderten . Pon der Abweſen⸗ Wohnorts. et⸗ ß ſt et em is, U ere Er⸗ ine Et⸗ der dö⸗ er vil⸗ er ſin, ral lli⸗ er 4en n tir⸗ Regiſter. heltserklärung. 221. Jeder Erbe hat das Recht zi erklären, daß er die Erb⸗ ſchaft nur mit dem Vorbehalt des In⸗ ventars annehmen wolle. U. 133. Die bloße Ertlärung des Miderhaͤhrigen⸗ daß er volhährig ſey, ſteht der Wieder⸗ einſetzung in den vorigen Stand nicht entgegen. UII. 63. Wenn Privaturkun⸗ den gleiche Beweiskraft mit öffentlichen Urkunden erlangen ſollen, muß ſich die Gegenparthey erklären, ob ſie ſie auer⸗ kennt, oder nicht. 68. Der zugeſchobene Eid kann ſo lange wieder zuruͤckgenom⸗ men werden, als ſich der Geguer zu deſſen Ablegung nicht bercit erklärt hat. 33. Weiche Beweiskraft haben die Er⸗ Färungen des Mannes, oder der Frau über die während der Guͤtergemeinſchaft vorgenommenen Handlungen? 111. Erlaß, ſ. Remiſſton⸗ Erläuterung. Das in einem Vertrage zur Ertäuterung gegebene Beiſpielſſtnicht auf andere Fälle auszudehnen. 1II. 24. Erloͤſchung. Von den Eriöſchungsarten der Servituten. II. 65. Von der Erloͤ⸗ ſchung der Verbindlichkeiten. III. 42. Schulden erloͤſchen durch die Compenſa⸗ tlon 58. und Confuſion. 60. Von Et⸗ loͤſchung der Buͤraſchaft 24 4. Von der Löſchung der eingetragenen Privilegten und Hypotheken. 283. Von der Erloͤ⸗ ſchung der Privilegten und Hypotheken. 200. Ernte, die theilweiſe geſchehen iſt, ge⸗ hort zu den beweglichen Sachen. II. 4. Wenn eine Ernte ganz oder zur Hälfte zu Grunde gegangen iſt, kann der Pach⸗ ter Remiſſion verlangen. IlI. 90. Der antretende Pachter muß dem abziehen⸗ den Bequemlichkelten verſchaffen, um die noch äbrige Ernte einbringen zu koͤn⸗ nen. 193. Der Verpächter hat anf den Erttag der Erute des Kavfenden Jahrs ein Prlvilegtum. 263. Vergl. Feld⸗ bau. Errungenſchaft. Was wird als Er⸗ werb der Buͤtergemeinſchaſt betrachtet? 379 1II. Ior. 1o3. Daß die Guͤtergemein⸗ ſchaft nur die Errungenſchaft begreifen ſolle, kann verabredet werden. 128. Von der Clauſel der Errungenſchaft. 129. Auch wenn Ehegatten in das Dotalver⸗ hälrniß eintreten, koͤnnen ſie dennoch emne Gemeinſchaft des Erwerbs verab⸗ reden. 150 Erſatz, ſ. Entſchaͤdigung. Erſtgeburt macht keinen Unterſchied in der Erbfolge der Deſcendenten. II. 103. Ertrag. Wenn der Schuldner beweiſt⸗ daß der retne Ertrag ſeiner Grundſtuͤcke zur Bezahlung der Schulden hinreicht, kann der gerichtliche Verkauf ſiſtirt wer⸗ den. III. 300. Binnen fuͤnf Jahren vert jährt der reine Ertrag alles deſſen, was nach regelmäßig wiederkehrenden Friſten zablbar iſt. 315. Vergl. Einkuͤnfte. Erwaͤhnung. Wie ſie am Rande der Civiſtanbsregiſter geſchehen muß. I. 185. Jedes Original einer Urkunde muß die Anzahl der Hriginale erwaͤh⸗ nen, die davon ausgefertigt ſind. HI. 68. Der Hnpothekenbewahrer iſt da⸗ für verantwortlich, wenn er in ſeinen Beſcheintgungen einer Eintragung keine Erwaͤhnung gethan hat. 295. Erwerb. Ohne Einwilligung ihres Mannes kann die Frou nicht erwerben. 1 267. Erwerbsarten der Servituten. II. 62. Von den verſchiedenen Er⸗ werbsarten der Sachen. 70. Wenn der Teſtirer nach Ertichtung des Teſta⸗ ments das Legat durch Crwerbungen vergroͤßerte, koͤnnen dieſelben nicht als Theile des Legats betrachtet warden. 217. vergl. Errungenſchaft. Erwerber(dritter). Er kann ſogar den Minderjahrigen, und interdicirten Sobſtituirten die fehlende Eintragung emer Urkunde entgenenſetzen. II. 23r Erzrehung⸗ Ueber die minderjährigen Kuer des verſchwundenen Vaters uͤbt die Mutter die Rechte deſſelben in Ruͤckſicht der Erziehung aus. 1. 235. Wahrend des Eheſcheidungsprozeſſes be⸗ Bbb 2 halten — — ——— — 350 Regiſter. halten die Eltern gegenſeitig das Recht, Eriſtenz im Augenblicke des Anfalls über die Erziehung ihrer Kinder Auf⸗ ſicht zu fuͤhren. 3oß. Fuͤr die Be⸗ nutzung des Vermoͤgens des Kindes muͤſſen die Eltern daſſelbe erziehen. 34a. Fuͤr die Erziehung der Pupillen zu ſorgen, iſt eine Pflicht des Vormun⸗ des. 376 Das Recht der Herren uͤber die Erziehung der Kinder der Bauern iſt im Königreich Weſtphalen aufgeho⸗ ben. II. 73. Erziehungskoſten braucht der Erbe nicht zu conferiren. 158. Zum Paſſivbeſtande der Gütergemeinſchaft gehören auch die Koſten der Erziehung der Kinder. III. 105. Nach erfeigter Vermoͤgensabſonderung muß die Frau zur Erziehung der Kinder beytragen. 116. Eſcadronchef kann das Teſtament von Militäperſonen aufnehmen. Il. 208. Evictionsleiſtung. In welchen Fäl⸗ len die Miterben unter einander dazu verbunden ſind? II. 165. Zur Cvic⸗ tionsteiſtung ſind dieſenigen verpflichtet, die den Brautſchatz beſtellt haben. III. 144. Von der Evictionsleiſtung bei dem Verkaufe. 164. Was hat der Tau⸗ ſchende zu ehun, dem die erhaltene Sa⸗ che evincirt wurde? 179. und der Ge⸗ ſellſchafter wegen eindr Soache, die der geſellſchaftlichen Caſſe evincirt wurde? 207. Die vom Glaͤubiger geſchehene Annahme einer Sache an Zahlungsſtatt hefreyet den Buͤrgen, guch wenn die Sache dem Glaͤubiger nachher evincitt wurde. 244. Vergl. Gewaͤhrlei⸗ ung. Ereeſſe begruͤnden die Eheſcheibungs⸗ klage. I. 276. Doch kann der Richter die Eheſcheidung deßhalb verzoͤgern. 290. Veral. Mißhandlungen. Executor. Der Diſponent kann dem Subſtttuirten einen Executor ernennen. H. 228. Pflichten des Executors. 229. 231. Erecutoriſche urkunde, ſ. Ur⸗ kunde. der Erbſchaft iſt nöthig um erben zu koͤnnen. U. 89. Fähigkeit. Wann haben Mannsperſo⸗ nen und Frauenzimmer die Fähigkeit, ihr Geſchlecht fortzupflanzen, erreicht? 1. 238. Mit zuruͤckgelegtem ein und zwanzigſten Jahre erlangt man die Faͤ⸗ higkeit, alle Handlungen des buͤrgerll⸗ chen Lebens nach eigener Willkuͤhr vor⸗ zunehmeh. 394. Um erben zu können iſt es noöthig, daß man auch fähig dazu ſey. Il. 9o. Daß man fähig ſey, uͤber ſetn Vermoͤgen zu diſponiren, muß man darthun, um die Theilung nachſuchen zu koͤnnen. 145. Von der Faͤhigkeit, durch Teſtament oder Schenkung unter Leben⸗ den etwas zu verfuͤgen oder zu erhalten. 172. Von der Faͤhigkeit der Contrahen⸗ ten zur Eingehung eins Vertrags. III. 9. Um gaͤltig zahlen zu konnen, muß der Zahlende, 44. und um eine Zah⸗ lung guͤltig annehmen zu koͤnnen, der Glaͤubiger dazu fähig ſeyn. z0. Die Novation kann nur zwiſchen Perſonen geſchehen, welche faͤhig ſind zu contra⸗ hiren. 55. Zum Buͤrgen muß der Schuld⸗ ner einen ſolchen vorſchlagen, der einen Vertrag zu ſchlteßen fähig iſt. 240. Die Beſtellung einer vertragsmäßigen Hy⸗ pothek kann nur von denen geſchehen, welche faͤhig ſind, die Sache zu ver⸗ außern. 276. Faͤhre gehört zu den beweglichen Sachen. II. 9. Fall. Der Fall, den man in einem Ver⸗ trage zur Erläuterung deſſeiben ange⸗ fuͤhrt hat, wird nicht als ausdehnend zur Beſchränkung anderer Falle betrach⸗ tet. III. 24. Familie. Kayſerliche Famillenalleder duͤr⸗ s keine fen ohne Erlaubniß des Kayſer Ehe eingehen. I. 245. Auf Antrag Fr Familie können die Kinder der geſchie⸗ drirten Perſonen an⸗ denen Ehegatten t Regiſter. 381 verkraut werden. 305. In Ermangelung der Geburtsurkunde wird die Kindſchaft auch dadurch begruͤndet, daß die Fami⸗ lie das Kind als ein eheliches anerkannt hat. 316 Der Adoptirte bleibt in ſei⸗ ner leiblichen Familie. 331. Die Mit⸗ glieder der Kayſerlichen Familie ſind von der Vormundſchaft befreyt. 366. Eine vom Kayſer zu Gunſten eines Familien⸗ haupts geſtiftete erbliche Wuͤrde iſt von dem Verbot der Subſtitutionen ausge⸗ nommen. 1Il. 170 Familrenpapiere knnen bei verloren gegangenen Regiſtern die Hetrathen, Geburten und Sterbefaͤlle beweiſen.. 184. Familienurkunden koͤnnen den An: fang eines ſchriftlichen Beweiſes machen. 317. Beweiskraft der Familienpaptere. jn. 70 Beit Auflöſung der Güterge⸗ meinſchaft kann die Frau den Beweis des Beſtandes durch Famillenpapiere fuͤhren. 106. Familienrath wird zuſammenberufen bei Berichtiqungen uͤber die Urkunden des Civilſtandes. I. 212. Er kann bet fehlerhaften Urkunden die Identität des Minderjahrigen bezeugen. 213. Cr hat einem Vormunde die Aufſicht uͤber die Kinder des Abweſenden zu uͤbertragen. 235. Er muß erſt einwilligen, wenn minderjährige Kinder ſich verheirathen wollen, deren Aſcendenten verſtorben ſind. 245. Wenn ſeine Einwilligung nicht erfoiqt iſt, koͤnnen die Verwand⸗ ten der Ehegatten Einſpruch thun. 232. Er hat den von den Vormuͤndern und Curatoren eingelegten Einwruch erſt zu genehmigen. 253. Wenn er nicht in den Abſchluß der Ehe eingewilligt hat, kann der Ehegatte eine Nichtigkeirs⸗ klage anſtelen. 255. Er hat in die Pfleaſchaft einzuwilligen. 337. Die Mutter muk ihn vor Abſchließung ihrer zweiten Ehe zuſammenrufen laſſen, 350. und er hat den von ihr ernannten Vor⸗ mund zu beſtatigen. 352. Von der durch den Famillenrath uͤbertragenen Vor⸗ mundſchaft. Von dem Famillenrathe. 35g. Zuſammenberufung, Zuſammen⸗ ſetzung, 353. Zuſammenkunft 357. und Berathſchlagungsart des Famittenraths. 359. Er ernennt den Vormund, den Gegenvormund und den Specialvor⸗ mund; 351. er kann nach Abgang des Vormundes den Gegenvormund dazu er⸗ nennen; 364. auch einen Interimsvor⸗ mund, im Fall der Vormund wegen ei⸗ nes neu erhaltenen Amtes die Vormund⸗ ſchaft niederlegt. 367. Vetfahren bei Vorbringung der Entſchuldlaungsgruͤnde des Vormundes. 370. Wen er zur Uebernahme einer Vormundſchaft fuͤr unwuͤrdig erklären kann? 373. Unfaͤhig⸗ keit und Unwuͤrdigkett zur Vormund⸗ ſchaft entfernen vom Familienrathe. 373. Verfahren bet der Abnahme der Vor⸗ mundſchaft des Unfaͤhigen oder Unwuͤr⸗ digen. 374. Er hat einzuwilligen, wenn der Vormund die Guͤter des Pupillen kaufen oder pachten will; 377. beeidigt den Sachverſtändigen zur Schaätzung der aufzubeiwahrenden Sachen des Pupil⸗ len; 378. hat die jähriichen Ausgaben fuͤr den Pupillen zu beſtimmen, ſo wie auch die Summen, weſche der Vormund anzulegen hat. 379. Nur mit ſeiner Genehmigung kann der Vormund ein Anlehn aufnehmen, oder Grundſtuͤcke des Pnpillen veräußern; 380. auch nur eine Erbſchaft oder Schenkung fuͤr den Pupillen annohmen oder ausſchlagen; 383. Kiagen das unbewealiche Vermoͤ⸗ gen des Pupillen belreffend anſtellen 384. und zur Thetlung des Vermoͤnens des Pupillen ſchreiten, 385 oder eimen Vergleich ſchließen. 386 Er kann den Minderzaͤhrigen emanctpiren 300. Wel⸗ che Hanslungen der emancipirte Min⸗ der)ährige nur unter Genehmigung des Famtlienraths vornehmen darf? 391. Der Familienrath hat uͤber den Zuſtand des zu Interdictrenden ſein Gutachten abzuſtatten; 397. er ernennt ibm einen Vormund und Gegenvormund, 399. be⸗ Bbb 3 ſtimmt — 382 ſtimmt ſeine Wohnung und Pflege, und giebt ſein Gutachten uͤber den Braut⸗ ſchatz des Kindes des Interdicirten. 4o1. Er hat die vom Vormunde zu erwuͤr⸗ ktende Theilung zu genehmigen, Il. 145. und kann die Theilungen anfechten, die nicht mit den vorgeſchriebenen Formali⸗ täten geſchehen ſind. 154 Er kann be⸗ ſtimmen, daß die dem Minderjährigen zuſtehende geſetzliche Hypothek nur auf gewiſſe Immobilten des Vormundes haften ſoll, und in die Reduction dreſer Hypothek einwilligen. III. 280. Daſ⸗ ſelbe gilt von der Hypothek der Frau guf das Vermögen ihres Mannes. 280. Familienverbindungen kann eit buͤrgerlich Todter nicht eingehen I. 164. Fauſtpfand. Von dem Fauſipfandcon⸗ 5 tracte. IiI. 233. Dem Pfandglaubiger ſtehet auf das Fauſtpfand ein Privele⸗ gium zu. 266. Vergl. Unterpfand. ehler. Beſitzer im boͤſen Glauben wird der Beſitzer von dem Augenblick an, da ihm die Fehler ſeines Titels bekannt ſind. II. 17. Beſtaͤrtgungsurkunden ſind nur guͤltig, wenn man die Abſicht, den Fehler zu verbeſſern, darin ausgedruͤckt hat. III. 74. Der Etgenthuͤmer eines Gebaudes iſt fuͤr den durch den Einſiurz deſſelben veturſachten Schaden verant⸗ wortlich, wenn es wegen eines Fehlers in der Bauart eingeſtuͤrzt iſt. 91. Wann die durch Wandlunasſehler begruͤndete Klage angeſtellt werden muß? 168. Wenn der Miether nicht beweiſt, daß die Feuersbrunſt durch einen Fehler in der Bauart entſtand, iſt er dafuͤr ver⸗ antwortlch. 184. Baumeiſter und Bau⸗ unternehmer ſind wäbrend zehn Jahren fuͤr die Fehler des Bodens und fuͤr die fohlerhafte Bauart verautwortlich. 195. Vergl. Maͤngel. Feldarzt. In weichen Fällen er das Teſtament einer Mihtärperſon aufneh⸗ men kann? Il. 208. Feldbau. Vieb, welches dem Pachter zum Feldbau uͤberliefert iſt, gehoͤrt zu Regiſter. den unbeweglichen Sachen. II. 4. Der Pachter iſt verpflichtet, das Feldqut mit dem erforderlichen Vieh und Feldaerath zu verſehen. III. 190. Vergl. Pach⸗ tung. Feldſervituten ſind diejenigen, die 5 6 5 zum Vorthetl anderer Grundſtuͤcke, als Gebaͤude, errichtet ſind. II. 6t. enſtet duͤrfen in einer gemeinſchaftli⸗ chen Mauer nicht angebracht werden. II. 57. Wie ſie beſchaffen ſeyn muͤſſen, wenn ſie in einer eigenthuͤmlichen Mauer angebracht werden? Nach dem Grund⸗ ſtuͤck ſeines Nachbarn darf man kein Fenſter anbringen. 58. Sie gehoͤren zu den augenfaͤlligen Servituten. 61. eſtungswerke gehoren zum Staats⸗ etgenthum. II. 12. euersbrunſt. An dem Grund und Boden des durch Feuersbrunſt zerſtörten Gebäudes hat der Nießbraucher kein — 5 5 Recht. II. 41. Wegen der bei einer Feuersbrunſt in Verwahrung gegebenen Sachen kaun der Glaͤubiger ſeinen Be⸗ weis durch Zeugen fuͤhren. II. 77. In wie fern iſt der Miether fuͤr Feuers⸗ brunſt verantwortlich? 184. Eine im Nothfall geſchehene Niederlegung iſt es⸗ wenn man durch Feuersbrunſt dazu ge⸗ nöthigt wurde. 226. Fideicommiß. Fideicommiſſariſche Subſtitutionen ſind verboten. II. 170. Ausnahmen. 170. 226. inden gehört zu den einfachen Gewerbs⸗ arten. 1I. 80. Finden eines Schatzes 5l. ſche in den Teichen gehören zu den un⸗ beweglichen Sachen. II. 6. Die in ei⸗ nem andern Fiſchteich uͤbergegangen ſind, gehören dem Eigenthuͤmer deſſelben. 23. Die Befugmß zu ſiſchen kann durch be⸗ ſondere Geſetze erworben werden⸗ 50⸗ Fleiß. Was ſich das Kind durch eigenen . n die Eltern Fleiß erwirbt, daran haben e— keinen Nießbrauch. I. 345. einſchaftlich, rungenſchaft wird das gein was Chegatten durch Fleiß erworben haben. Ml. 129. Die durch ⸗ e it 6 h e 16 li n. n, ler d⸗ 56 Bl. um ei⸗ nd 2 he⸗ zo nen ern Er ſch ben of chen Regiſter. 383 lichen Fleiß erworbenen Vortheile ſollen nicht als zum Nachthell der Kinder er⸗ ſter Ehe geſchehen betrachtet werden. 139. Die Verdinaung beſtimmter Ar⸗ beit kann auch ſo geſchehen, daß Jemand nur ſeinen Gewerbofleiß hergiebt. 195. Daß jeder Geſellſchafter Sachen, oder fallenden Zinſen muß der Glaubiger in Abrechnung bringen. 254. Auch fur eine zweyte Forderuna haftet das Unter⸗ pfand. 255. Prtwilegirte Forderungen auf bewegliche 264. und auf unbeweg⸗ liche Sochen, 268. und auf beide zu⸗ gleich. 269. ſeinen Flelß beiträgt, wird zur Gultig⸗ Form der Urkunden des Civilſtandes, 1. keit des Geſellſchaftsvertrags erfordert. 203. Verbindlichkeit des Geſellſchafters, det ſeinen Fleiß beigetragen hat. 207. Beſtimmung des ihm gebuͤhrenden An⸗ theils am Gewinn. 208. Fluß. Schiffbare und fioßbare Fluſſe ſind Staatseigenthum. II. I2. Anſchwem⸗ mungen an dem Ufer eines Fluſſes ge⸗ reichen dem Ufereigenthuͤmer zum Vor⸗ thell. 20. Wie wird es gehalten, wenn ein Fluß eineu betraͤchtlichen Theil des angränzenden Feldes mit fortreißt? wenn in ihm Inſeln entſtehen? 22. und wenn er ein neues Bette macht? 23. Von cder Servitut des Flußwaſſers. 37. Der Leinpfad an ſchtffbaren und fiößbaren Fluͤſſen iſt eine Servitut. 40.7 Forderungen. Perſönliche Forderun⸗ gen gehören zu den beweglichen Sochen. II. o. Forderungen ſind in dem Aus⸗ druck Mobilten nicht mitbegriffen. 10. Der Beneſictarerbe kann die ſeinigen geltend machen. 138. 163. Die Forde⸗ rungen einer Erbſchaft muͤſſen in moͤg⸗ tichſi gteiche Theile getheilt werden. 152. Das einem Glaͤubiget hinterlaſſene Le⸗ gat darf nicht auf deſſen Forderung an⸗ Zerechnet werden. 213. Durch Confuſion erliſcht Schuld und Forderung Kraft des Geſetzes. UMI. 60. Bei Forderungen uͤber 150 Frants iſt kein Zeugenbeweis zulaſſig. 76. Forderungen, welche Ehe⸗ gatten an einander haben, tragen erſt Zinſen von dem Tage der erhobenen Klage an. 123. Von der Ceſſion der Forderungen. 176. Abrechnung der ge⸗ genſeitigen Forderungen der Geſellſchaf⸗ ter. 207. Forderungen koͤnnen zum Pfande gegeben werden, und die davon 177. des Abſchluſſes der Ehe, 250⸗ des Einſpruchs, 253 der Eheſcheidung wegen einer beſtimmten Urſache, 281. der Anerkennung des unehelſchen Kin⸗ des, 322. der Adoption, 333 f. der Pflegſchaft, 336. des Verkaufs der uns beweglichen Goͤter des Pupjllen, 381. der Rechnungsablage des Vorzundes⸗ 387. der Emancipation, 390. ber In: terdiction, 396. der Annahme einer Erb⸗ ſchaft, 1I. 126. der erbloſen Verlaſſen⸗ ſchaft, 142. der Erbſchaftsthetlung, 143. der Entſiegelung, 148. der Verſteige⸗ rung der Immobllien bei der Verthei⸗ iung⸗ 151. der Schenkungen unter Le⸗ benden, 185. der Beſtamente, 198.201. der Teſtamente zut See. 209.211.½ Der Mangel der gehoͤrigen Form nachi den Vertrag ungültig⸗III. 8. Form der oöf⸗ ſentlichen Urkunden, 65. der Beſtäti⸗ gungsurkunden, 7g. der Eheverträge, 96. der Wiederherſtellung der Guterge⸗ meinſchaft, 116. des Verkaufs, 151. des Miethcontracts, 181. des Geſell⸗ ſchaftsvertrags, 203. des venzinslichen Darlehns, 219. des Mandatcontrais, 234. des Vergleichs, 246. des Fauſt⸗ pfandscontracts, 233. des antichretiſchen Contracts, 255. der vertragsmäßigen Hypotheken, 276. und der Eintragung der Privilegien und Hypotheken. 231. Formelſammlungen zur Erlauterung der Longobarsiſchen Geſetze. I. 16.— Frachtwagen. Die Unternehmer der⸗ ſelben muͤſſen uͤber die ihnen zuneſtellten Sachen ein Regiſter fuͤhren. III. 194. Franzoſe. Nur ein Franzoſe kann der bürgerlichen Rechte theilhaftig ſeyn. I. 145. Wie man die Eigenſchaft eines Fran⸗ Fränzoſen erlangt? 146. Der Vertuſt derſelben zieht den Verluſt der buͤrgerit⸗ 3 chen Rechte nach ſich. 156. Ausnahmen. 158. Wiedererlangung der Elgenſchaft eines Franzoſen. 159. Guͤltigkeit der in 3 Ruͤckſicht der Franzoſen im Auslande ₰ aufgenommenen Urkunden des Ctviiſian⸗ des, 184. der im Auslande vön thnen eingegangenen Ehe. 232. Vergl. In⸗ laͤnder. Unterthan. Franzoſiſches Recht vor dem Code Napoleon. Geſchichte deſſeiben. I. 9 f. Frau. Die ſich mit einem Franzoſen berheirathende Frau tritt in das buͤrger⸗ che Verhdeni, ihres Mannes überz I. 140 auch wenn ſie ſich mit einem Ausländer verhetrathet, oder ihrem aut⸗ wandernden Manne folat. 153. Un⸗ verheirathete Frauenzimmer beduͤrfen keiner Autoriſatton, um vor Gericht dufzutreteir, oder. Vertraͤge abzuſchlie⸗ ßen. 270. Frauenzimmer ſind unfahig ur Vormündſchaft, auch koͤnnen ſie nicht Mitglteder des Familtenraths ſeyn⸗ 72; Wen ein⸗Frauenzlmmer durch PVetheirathung ihren Stand verändert hat, ſo kann die von ihr depontrte Sa⸗ che nur ihrem Ehewann zuroͤckgegeben werden. IIl 224. Frauenzimmer koͤn⸗ nen zu Bevollmächtigten ernaunt werden. 235.„Gegen ſie kann nur im Fall ei⸗ nes Stellionats auf perſoͤnliche Verhaf⸗ tung erkannt werden. 252. vergl. Ehe⸗ —— —————— frau. Fen Die franzoͤſiſchen Crimtnal⸗ und Poltzeygeſetze werden gegen ſeden Fremden angewandt. 1. 126. Compe⸗ tenz der franzöſiſchen Gerichte gegen Fremde. 15t. Durch die in einem fremden Lande erlangte Nationaliſirung verltert man die Etgenſchaft eines Fran⸗ 33 zoſen, 137. Vormundſchaft. 372. Zur Verſteige⸗ rung der unbeweglichen Guͤter des Pu⸗ pillen muͤſſen Fremde zugezogen wer⸗ den. 381. Fremde haben ein beſchraͤnk⸗ tes Etbrecht. U. go. Sie ſind unfaͤhig, ——— ————— Fremde ſind unfähig zur, Regiſter. eine Schenkung oder ein Teſtament zu 5 machen, 173. oder dergleichen anzuneh⸗ men. 174. In welchem Fall man zu ihrem Vortheil verfuͤgen kann? 176. Sie koͤnnen in einer Eheſtiftung an die Ehegotten, oder die aus der Ehe zu erwartendet Kinder Schenkungen ma⸗ chen. 234. veral. Ausland. reunde. Im Zeugenbeweiſe bei Ehe⸗ ſcheidungsklagen koͤnnen drey Freunde von ſeder Parthey mit vor Gericht er⸗ ſcheinen. I. 289. Mit zwey Freunden muͤſſen die Ehegatten vor dem Präſidenz ten des Pribunals erſcheinen, wenn ſie die Eheſcheidungsklage nach Ablauf des Probejahrs fortſetzen wollen, zo1. Im Fall ſich keine Verwandten in hinlaͤngli⸗ cher Anzahl finden, beruft der Friedens⸗ richter zur Bildung des Familienraths auch Freunde des Verſtorbenen. 336. Sie ſind ſchuldig zu erſcheinen. 3538⸗ Auch die Freunde des Minderjährigen können um die Eiptradung einer Hy⸗ Freyheit. pothek nachſuchen. III. 279. rey von allen Hypotheken und Laſten werden die Gegenſtande eingeworfen, wenn die Collation in Natur geſchieht. II. 160, Frey von Schulden und Hy⸗ potheken muß die geſchenkte unbewegli⸗ che Sache bei der Reduction zuroͤckge⸗ geben werden. 183. Wenn der Schen⸗ ker ſich das Ruͤckfallsrecht vorbehielt, fallen die geſchenkten Sachen nach dem Tode des Beſchenkten frey von allen Laſten und Hypotheken an den Schen⸗ ker zurück. 191. Eben ſo, wenn der Schenker die Schenkung wegen nicht er⸗ fuͤllter Bedingungen widerruft; 192. aber nicht wegen Undank; 193. wohl aber wegen. nachgeborner Kinder. 194. Im Fall des vorbehaltenen Wieder⸗ kaufs erhalt der Verkaͤufer ſein Grund ſtuͤck ſrey von allen Laſten und Hypo⸗ ken zuruͤck. III. 5 the ſeiner vet⸗ ſönuchen Freyheit kann der Schuldner zn ganzes Vermo⸗ ſeinen Glaubigern ſein 3 gen len en⸗ der er⸗ thl er⸗ ud ek ner ni ge Regiſter. 385 gen überlaſſen. MI. 34. Vergl. Bt⸗ freyung. Fricdensrichter. Er muß die Noto⸗ rietätsurkunde unterſchreiben; I. 198⸗ ein Inventarlum uͤber das Vermogen des Abweſenden aufnehmen; 227. und die Notortetätsurkunde uͤber die Ab⸗ weſenhelt des Aſcendenten entwerfen⸗ dem das ehrerbietige Anſuchen vorgelegt werden ſoll. 242. Vor ihm müſſen ſich der Adoptirende und der Adoptirte ſtel⸗ len, und ihre Einwilligung aufnehmen loſſen; 333. auch der Pfleger. 332. Vor ihm kann die Ernennung des Rath⸗ gebers der Mutter als Vormuͤnderin von dem Vater geſchehen; 349 auch die des Vormundes. 352. Er beruft den Familtenrath zuſammen, 355. 356. be⸗ ſtimmt die Strafe fuͤr den Richterſchie⸗ nenen, 358. kann die Zuſammenkunſt ausſetzen, und den Ort der Zuſammen⸗ kunft beſtimmen. 359. Er iſt Präſident deſſelben; 359. hat ihn zuſammenzube⸗ rufen, um den Gegenvormund zu er⸗ nennen, und den Voriund zu beſtrafen, der darauf nicht angetragen hat. 363. Was er zu thun hat, wenn der Vor⸗ mund abgeſetzt oder revocirt werden ſoll? 374. Vor ihm muß die Erklärung des Vaters geſchehen, der ſein Kind eman⸗ cipiren will. 390. Er verrichtet die Ver⸗ ſiegelung der Verlaſſenſchaft bei minder⸗ jährigen Erben. II. 145. Was er bei der Entſiegelung zu beobachten hat? T48. Er kann zur Zeit der Epidemie ein Te⸗ ſtament aufuehmen. 209. Was er zu thun hat, wenn er het der Verſiegelung im Sterbehauſe ein Teſtawent findet? 212. Die Verwetgerung des Hopothe⸗ kenbewahrers zur Etnttagung einer Hy⸗ pothek beurkundet der Friedensrichter durch ein Protocoll. 1IMI. 296. Eine Vort ladung vor das Vergleichsbureau des Friedensrichters unterbricht die Verjäh⸗ rung. 308. Friſt. Wenn die zwiſchen dem Aufgebot und der Ehe vorgeſchriebene Friſt hicht Spangenbergs Commentar Bd. III. beobachtet iſt, wird der Civilſtands⸗ beamte beſtraft. I. 269. Binnen welcher Friſt der auf Eheſcheidung klagende Ehe⸗ gatte den andern vorladen laſſen kann⸗ um das Endurtheii anzuhoͤren? 29k. Binnen welcher die Urtheile rechtskraͤf⸗ tig werden und der Beamte des Civil⸗ ſtandes die Eheſcheidung auszuſprechen hat? 293. Wenn ſie abgelaufen iſt⸗ ohne daß die Eheſcheidung ausgeſprochen iſt, ſo iſt das Urtheil verfallen. 293. zo3. Binnen welcher Friſt der Widert fyruch des Ehemannes geitend gemacht werden muß, um ein Kind abzuleug⸗ nen 7 313. Binnen welcher der Vor⸗ mund mit ſeinen Entſchuldigungsgruͤnu⸗ den niche mehr gehoͤrt werden ſoll? 371⸗ Welche Friſt hat der Erbe zur Annahme der Erbſchaft? II. 134. Nach Ablauf der erſien Friſt kann er um eine neue nachſuchen. 135. Wenn nach Ablauf der beſtimmten Friſt Niemand erſcheint, wird die Verlaſſenſchaft fuͤr erblos ge⸗ halten. 141. Binnen weicher Friſt der Beſchenkte nach erhobener Reductions⸗ klage die Fruͤchte zuruͤckgeben muß? 1583. Welche Friſt iſt dem mit einem Fidei⸗ commiß Beſchwerten zur Errichtung des Inventars geſtattet? 228. Betagte Verbindlichkeiten ſind ſolche, denen eine Zeitfriſt feſtgeſetzt iſt. III. 30. Der Richter kann dem Schuldner maͤßige Zahlungsfriſten geſtatten. 45. Elne dem Schuldner geſtattete Friſt verhindert die Compenſation. 53. Friſt, binnen wel⸗ cher die der Guͤtergemeinſchaft entſa⸗ gende Ehefrau ein Inventarium aufneh men laſſen muß, 118. und welche Friſt ihren Erben nach ihrem Tode noch ge⸗ ſtattet iſt? 119. Wenn der Verkäufer keine Zahlungsfriſt bewilligt hat, braucht et vor erhaltener Bezahinng die Sache nicht zu uͤberliefern. 167. So lange der Kaufer noch nicht in Verzug geſetzt iſt, kann er auch noch nach Ablauf der Friſt bezahlen. 169. Der Richter kann dem Erborger eines Darlehns eine Friſt zur Ccc Zurück⸗ 386 laͤngerung der Zahlungsfriſt befreyet den Buͤrgen nicht. 244. Auf die mit oder ohne Beſtimmung eines Zahlungster⸗ mins verkaufte Sache hat der Verkaͤufer ein Privilegtum. 266. Binnen welcher Friſt der neue Eigenthuͤmer von Grund⸗ ſtuͤcken die Vorſchriften wegen Befreyung derſelben von geſetzlichen Hypotheken beobachten muß? 291. 292. Vergl. Zeitbeſtimmung. Sien ſind abgeſchafft II. 68. ruͤchte. Der vorlaͤufige Beſitz unter⸗ ſcheidet ſich von dem Depoſitum darin, daß der Eingewieſene ein beſtimmtes Quantum der Fruͤchte behalten kann. I. 277. Ueber die erhobenen Nutzungen aus den Guͤtern des Kindes muß der Vater deſſelben Rechnung ablegen. 348. Feldfruͤchte auf dem Halme gehoͤren zu den unbeweglichen, geſchnittene zu den beweglichen Sachen. II. z. Dte Fruchte ſeines Landes erwirbt der Eigenthuͤmer vermoͤge des Zuwachsrechts, 16. doch muß er die von einem Dritten darauf gewandten Koſten erſetzen. 17. Auch der Beſitzer in gutem Glauben erwirbt die Fruͤchte, 17. ſo wie auch der Nieß⸗ braucher. 23. Begriff der Ausdruͤcke: natuͤrliche Fruͤchte, induſtrielle Fruͤchte, und Civilfruͤchte. 28. Unter welchen Bedingungen gehoͤren dem Nießbrau⸗ cher dieſe Fruͤchte? 29. Er trägt die darauf ruhenden Laſten. 36. Die Fruͤch⸗ te, die der wegen Unwuͤrdigkeit ausge⸗ ſchloſſene Erbe bezogen hat, muß er zu⸗ 14 ruͤckgeben. 91. Die ſeit dem Todestage 6 des Erblaſſers gezogenen Fruͤchte kaun 3½ der Erbe fordern. 126. Die Fruͤchte der der Collation unterworfenen Sachen werden von dem Tage des Anfalls der Erbſchaft an verguͤtet. 159. Der Be⸗ ſchenkte muß die Fruͤchte nach erhobener Reductionsklage erſetzen; 183. auch nach 1 erhobener Widerrufsklage, und wegen nachgeborener Kinder. 194. Welche Zuruͤckgabe zugeſtehen. 218. Eine Ver⸗ — SL— —— ¹ Fruͤchte kann der Univerſallegatar von Regiſter. den Erben des Teſtirers verlangen? axz. und der Particularlegatar? 216. Fäi⸗ lige Fruͤchte tragen Zinſen. III. 22. Der Mann bezieht die Fruͤchte des Braut⸗ ſchatzes. 144. Den Erben der Frau ge⸗ buͤhren die Fruͤchte des von dem Manne zu erſtattenden Brautſchatzes. 148 Bet Auflsſung der Ehe iſt der Mann nur zur Ablieferung der aus dem Parapher⸗ nalvermögen der Frau vorhandenen Fruͤchte verbunden; wenn ſie der Be⸗ nutzung aber widerſprach, muß er die verbrauchten berechnen. 150. Im Fall einer verſprochenen Gewährleiſtung muß der Verkäufer dem Kaufer die entwähr⸗ ten Fruͤchte erſetzen. 165. Wenn der verletzte Kaͤufer die gekaufte Sache zu⸗ ruͤckgiebt, muß er auch die Fruͤchte von dem Tage der erhobenen Klage an zu⸗ ruͤckerſtatten. 174. Der Verwahrer muß die ihm uͤbergebene fruchtbringende Sache mit den Fruͤchten erſtatten. 224. Der antichretiſche Glaubiger hat die Be⸗ fugniß, die Fruͤchte der unbeweglichen Sache zu erheben; er muß ſie aber auf die Zinſen abziehen. 256. Die Fruͤchte der mit einer Hypothek beſchwerten Sache hat der dritte Beſitzer von dem Tage an zu erſetzen, wo er zur Bezah⸗ lung derſelben aufgefordert wurde. 285. Vergt. Benutzung. Nuzung. Fuͤndlinge. Verfahren mil ihnen. I. 197. Fuhrleute. Pflichten der Landfuhrleute. III. 194. Ihr Privilegium in Ruͤckſicht des Fuhrlohns. 266. Furchterregung macht den Vertrag unguͤltig; aber keine bloß ehrerbietige Furcht gegen Aſcendenten. HI. 6. Fußboden in einem Hauſe, deſſen Stock⸗ werke verſchledenen Eigenthuͤmern geho⸗ ren, faͤllt demjenigen zur Laſt, der dar⸗ auf geht. II. 54. In wie fern ihre Aus⸗ beſſerung dem Miether obliegt? 1I. 183. Fußſteig muß der ufereigenthuͤmer un den ihm zugefallenen Alluvionen laſſen. inpfad⸗ n. 20. Vergl. Leinp G. . 4 R t gen ne ut en e⸗ e all ¹5 hr der zu⸗ 0n zu ter de . e n uf hte ten em Regiſter. 387 G. Gaſthaus, Bei Sachen, dle Retſende bei ihrem Aufenthalt in einem Gaſt⸗ hauſe in Verwahrung geben, findet Zeu⸗ genbeweis ſtatt. II. 77. Wirthe von Gaſthaͤuſern ſind fur die von Reiſenden mitgebrachten Sachen verantwortlich. 1 Gaſtwirth hat ein Privilegium auf die von Reiſenden eingebrachten Sachen. III. 266. Gebaͤude aehoren zu den unbeweglichen Sachen II. 4. Materialien eines abge⸗ brochenen Gebäudes gehoͤren zu den beweglichen Sachen. 9. Vn einem jeden Theil eines Gebsudes kann ein Dritter ein Eigenthum durch Verzährung erwer⸗ ben. 19 Welche Gebände braucht we⸗ der der Eigenthuͤmer noch der Nießbrau⸗ cher wieder aufzubauen? 35. Wenn ein Gebaͤude durch Zufall zerſtort wird, oder vor Alter zuſammenfaͤllt, ſo hat der Nießbraucher des einlelnen Gebäudes kein Recht an dem Grund und Boden, und an den Materiolien; 41. wohl aber, wenn es nur einen Theil des Buts ausmachte. 42. Jede Mauer, die ſich zwiſchen Gebäuden befindet, wird als gememſchaftlich betrachtet 51⸗ Wenn die Mauer ſeinem Gebäude zur Unter⸗ ſtuͤtzung dient, kann der Miteigenthuͤ⸗ mer derſelben ſich durch Verzichtleiſtung darauf von den Ausbeſſerungskoſten ꝛc. nicht losſagen. 52. Zum Vortheil eines Gebäudes kann eiue Servitut errichtet werden. 61. Vermoͤge der Servitut der Ausſicht darf man nicht höher bauen, damit dem Betechtigten die Ausſicht nicht entzogen werde. 61. Wegen der bei dem Einſturz eines Gebaͤudes in Verwahrung gegebenen Sachen iſt Zeu⸗ genbeweis zuläſſia LII. 77. In welchen Fallen iſt der Eigenthuͤmer des Gebaͤu⸗ des fuͤr den durch deſſen Einſturz verur⸗ ſachten Schaden verantwortlich? 9I. Pflichten der Bonmeſſter in Anſehung det von ihnen aufgefüͤhrten Gebäude. 196. Gebrauch. Vom Gebrauchsrechte. 1I. 42 vflichten des Gebrauchers. 43. Auch der bloße Gebrauch kann den Gegen⸗ ſtand eines Vertrags ausmachen. 1I. I0. Vergl. Verbrauchbare Sachen. Gebuͤhren. Fuͤr die Eintragung eines im Auolande gemachten Teſtaments kön⸗ nen nicht doppelte Gebuͤhren genommen werden. II. 211. Die Einregtſtrirungss gebuͤhren träͤgt der Legatar. 217. Im Fall der verſprochenen Gewährleiſtung muß der Verkaͤufer die geſetzmäßigen Gebuͤhren dem Käufer erſetzen, wenn die Sache evincirt wurde. III. 165. Dieß gilt auch, wenn der Verkaufer den Wiederkauf geltend macht, 172. und von demjenigen, dem ein ſtreitiges Recht uͤbertragen wurde. 178. In welchem Fall iſt derjenige, welchem die oͤffentlich verſteigerte Sache zuaeſchlagen wird, die geſetzmäßigen Gebuͤhren zu erſtatten ſchuldig? 292. Geburt, Geburtsurkunde. Man witd Franzoſe durch Geburt. I. 146. Bel verloren gegangenem Civilſtanbdsre⸗ giſter kann die Geburt durch Zeugen be⸗ wieſen werden. 184. Sie muß dem Ci⸗ viſſtandsbeamten zu rechter Zeit, 188. und bei der Armee binnen zehn Tagen angezeigt werden. 208. Von den Ge⸗ burtsurkunden. 188 f. Sie nuß bet Abſchließung der Ehe dem Civilſtands⸗ beamten vorgezeigt, und kann durch eine Notorietätsurkunde erſetzt werden. 197. Cin Auszug aus der bei der Ar⸗ mee aufgenommenen Geburtsurkunde muß an den Civilſtandsbeamten des Orts eingeſandt werden, wo der Vater zu⸗ letzt wohnte. 208. Wie zu verfahren, wenn in der Geburtsurkunde der Nafne nicht eben ſo geſchreeben iſt wie der des Vaters. 213. Bei nachgeſuchter Ehe⸗ ſcheidung wegen wechſelſettiger Einwilli⸗ gung maͤſſen die Ehegatten ihre Ge⸗ burtsurkunden, umd dte threr Kinder beibringen 300. Wenn der Mann die Geburtsurkunde unterzeichnet hat, kann See er —.—— ———— 338 er das Kind nicht ableugnen. 312. Sie beweiſt die Kindſchaft des ehelichen Kins des, 315. und kann nicht beſtritten wer⸗ den. 316. Bei der Aufnahme der Ge⸗ burtsurkunde des unehelichen Kindes kann der Vater daſſelbe anerkennen. 922. Gefaͤlle. Zaͤhrliche Gefaͤlle hat der Nießbraucher allein zu tragen. II. 36. Grundhertliche Gefälle in Geld und Naturalien ſind fuͤr ablöslich erklaͤrt. 72. In die Guͤtergemeinſchaft fallen Gefaͤlle jeder Art; klI. 101. dagegen gehöͤren die Gefälle, welche einem der Ehegat⸗ ten perſonlich obliegen, zum Paſſivbe⸗ ſtande der Guͤtergemeinſchaft. 104. Vergl. Leibrente. Renten. Gefaͤngniß. Wie iſt es mit der Sterbe⸗ urkunde der im Gefaͤngniß Verſtorbenen zu halten? I. 235. Um ihren Mann aus dem Gefaͤngniß zu befreyen, kann die Frau nur mit Genehmigung des Gerichts das gemeinſchaftliche Vermoͤ⸗ gen verpfaͤnden. Ill. 108. Um den Mann oder die Frau aus dem Gefäng⸗ niß zu befreyen, koͤnnen die Dotalgrund⸗ ſtuͤcte verkauft werden. 145. Vergl. Einſperrung. 8 Gefahr. Die Theilungsklage ſindet nicht ſtatt gegen den Verkauf des Erbrechts, der an einen der Miterben auf deſſen Gefahr geſchah. Il. 166. Die Gefahr der Sache geht in dem Augenblick, da ſie uͤberliefert werden ſolkte, auf den Glaͤubiger äber, ausgenommen wenn der Schuldner in Verzug geſetzt ſt. III. 15. Bei dem unter einer aufſchiebenden Bedingung eingegangenen Vertrag bleibt die Sache auf Gefahr des Schuldners bis zum Eintritt der Bedingung. 29. Wenn der Glaͤubiger ſich weigert, die angebotene Sache anzunehmen, ſo tragt er die Gefahr derſelben. 50. Wenn ihr Brautſchatz in Gefahr iſt, kann die Frau auf Vermoͤgensabſonderung antra⸗ gen. 114. 147. Der Verkaͤufer traͤgt die Gefahr der verkauften Sache, bis ſie abgewogen, zugezählt, oder zuge⸗ Regiſter. meſſen iſt. 134. Wenn der Käͤufer zur Zeit des Verkaufs weder die Gefahr der Entwährung gekannt, noch auf ſeine eigene Gefahr gekauft hat, iſt der Ver⸗ käufer im Fall der Eviction zur Erſtat⸗ tung des Kaufgeldes nicht verbunden. 164. Die Aufhebung des Verkaufs der unbeweglichen Sache wird ſogleich er⸗ kannt, wenn der Verkäufer in Gefahr war, die Sache und den Kaufpreis zu verlteren. 169. Die Taxation des Vie⸗ hes uͤbertraͤgt die Gefahr des Verluſtes auf den Pachter. 201. Welcher von den Geſellſchaftern trägt die Gefahr des Verluſtes? 208. Gegenvormund wird von dem Fomi⸗ lienrath ernanht. I. 361. Von den Gegenvormunde. Begriff. 362. Er⸗ nennung. 363. Pflichten. 364. Er kann den Familienrath zuſammenberu⸗ fen laſſen, um den Vormund abzuſetzen, 374. und hat den gefaßten Beſchluß uͤber die Abſetzung deſſelben von dem Tribunal erſter Inſtanz beſtätigen zu laſſen. 375. Er kann zur Abſchliefung eines Pachteontracts mit dem Vormun⸗ de uͤber die Guͤter des Minderſährigen ermaͤchtigt werden. 377. In ſeinem Beiſeyn muß der Vormund das Inven⸗ tar aufnehmen, 377. und die bewegli⸗ chen Sachen verkaufen laſſen. 378. Er ernennt den Sachverſtaͤndigen zur Schaͤtzung der aufzubewahrenden Sa⸗ chen. 378. Ihm muß zu gewiſſen Zei⸗ ten eine Ueberſicht des Zuſtandes der Verwaltung vom Vormunde vorgelegt werden, und ihm wird auch die Rech⸗ nung abgelegt, wenn der Vormund austritt. 387. Dem Interdicirten wird ein Gegenvormund ernannt. 399. Der Gegenvormund, der den uͤberlebenden Ehegatten nicht zur Aufnahme eine Inventars onhielt, iſt ſolldariſch mit hm verhaftet III. 114. Er iſt verſön⸗ lich verantwortlich fuͤr die Eintragung der Hypothek. 279 Gehor⸗ zut der eine er ſat der er den des m⸗ den Cr⸗ eru⸗ luß dem ung un⸗ iten nem ven⸗ l ju Su⸗ Zel der egt ſch⸗ und vird Der den nis mit ſon⸗ un ot Regiſter. 389 Sehorſam iſt die Frau ihrem Manne ſchuldig 1. 267. Geiſtliche Verwandtſchaft begrun⸗ det kein Chehinderniß. I. 249. Geld kann der Nießbraucher conſumi⸗ ren. 29. Im Fall er dafür aber keine Buͤrgſchaft lelſten kann, wird es ange⸗ legt. 34. Das aus dem Verkauf der beweglichen Sachen des Erblaſſers ge⸗ tößte Geld muſſen die zur Suceeſſion gelangten unehelichen Kinder anlegen. 117. Die Muͤnzſorten des Geldes muͤſ⸗ ſen in dem zu errichtenden Inventar bet zeichnet ſeyn. 137. Dile Ausgleichung der Looſe bei. der Vertheilung geſchieht durch Geld. 153. Wie wird geſchenk⸗ tes Geld conferirt? réI. In der Ur⸗ kunde uͤber das Darlehn muß ausdruͤck⸗ lich erklärt werden, doß die Zahlung mit dem erborgten Gelde wirklich ge⸗ ſchehen ſey. IIl. 45. Die Subrogation findet kraft des Geſetzes bei dem Bene⸗ ſricrerben Katt, der die Erbſchafts⸗ ſchulden mit ſeinem Gelde bezahlt hat. 4s. Geldforderungen konnen compen⸗ ſirt werden. 38. Ein Schulbſchein zur Zahlung einer Geldſumme muß von der Hand des Schuldners geſchrieben ſeyn. bz. Wiederverwendung des in die Gůn tergemeinſchaft gefallenen Preiſes der verkauften unbeweglichen Sache. 111. Der Mann muß dafuͤr haften, wenn er das Geld in Empfang nahm und fur ſich verwaudte. 116. Die Voraus⸗ nahme geſchteht zuerſt aus dem baaren Gelde. 122. Wenn der Brautſchatz in einer Summe Geldes beſtand, erſtattet der Mann denſelben ein Jahr nach Aufisſung der Ehe zuruck. 145. Ue⸗ ber die ihnen zugeſtellten Gelder muͤſ⸗ ſen Fuhrleute und Schiffer ein Regl⸗ ſter fuͤhren. 194. Bei einem Gelddar⸗ iehn muß die im Vertrage der Zahl nach benannte Summe zuruͤckgegeben werden; 217. und man kann ſich Zin⸗ ſen davon verſprechen laſſen. 219. Der Verwahrer braucht das bei ihm depo⸗ nirte Geld nicht zu verzinſen. 224⸗ Im Fall der Zuruͤckforderung von der bei offentlich hierzu beſtellten Perſonen niedergelegten Geldern findet koͤrverliche Verhaftung ſtatt. 250. Durch den Ti⸗ tel von der körperlichen Verhaftung in buͤrgerlichen Sachen ſind die Geſetze, welche die Verwaltung öffentlicher Gel⸗ der betreffen, nicht derogirt. 232 Derzenigen, der zum Ankauf einer unbeweglichen Sache Geld vorgeſchoſſen hat, hat darauf ein Privilegium; 268. auch derſenigen, der Geld hergeliehen hat, um die Arbeiter zu bezahlen, auf die Arbeit. 269. vergl. Baares Geld. Geldbuße. Zede Nichtbeobachtung der Vorſchriften uber die Aufnahme det Ur⸗ kunden des Civilſtandes wird mit einer Geldbuße beſtraft; I. 185. auf dieſe Strafe muß der kaiſerliche Procurator antragen. 186. Auch werden die Ci⸗ vilſtandsbeamten zu einer Geldbuße vers urthtilt, wenn ſie dte Ehe abgeſchloſt ſen haben, ohne der Einwilligung der Aſcendenten gewiß zu ſeyn. 244. 259. Welche Geldſtrafen konnen die Ehegat⸗ ten aus dem Vermögen der Guͤterge⸗ meinſchaft bezahlen? ll. 108. Wenn der Hypothekenbewahrer die Verkuͤgunt gen nicht beobachtet, wird er in Geld⸗ ſtrafe genommen. 208. Geluͤbde der Keuſchheit iſt kein Ehehin⸗ dernift. I. 249. Gemaͤhlde, die mit dem Tofelwerk des Zunmers ein Ganzes ausmachen, ge⸗ hoͤren zu den unbeweglichen Sachen. 1I. 7. Einzelne Gemählde gehören zu den Moͤbein, aber nicht Gemähldeſammlun⸗ gen. 11. Gemeinden. Sie bilden die juriſti⸗ ſchen Perſonen. 1. 142. Was ſind Ge⸗ meindeguͤter? II. 13. Wenn die Quelle den Einwohnern einer Gemeinde das no⸗ thige Waſſer verſchaft, darf der Eigenthuͤ⸗ mer derſelben ihren Lauf nicht abaͤndern. 47. Servituten, die das Beſte von Gemeinden betreffen. 49. Die Armen Ctt 3 elner 390 einer Gemeinde können ein Vermächtniß oder ein Geſchenk nur mit Genehmi⸗ gung des Kaiſers annehmen. 175. Schenkungen zu ihrem Vortheil wer⸗ den von den Verwaltern derſelben an⸗ genommen 136. Gemeinden ſind re⸗ ſativ unfähig zu contrahiren. III 9. Sie koͤnnen ſich nur mit ausdruͤcklicher Genehmigung des Kaiſers vergleichen, 246. Sie haben eine geſetzliche Hypo⸗ thek auf das Vermogen ihrer Admini⸗ ſtratoren. 274. Sie koͤnnen durch Ver⸗ zährung erwerben und verlieren, eben ſo wie Privatperſonen. 306. Gemeinſchaſt. Gemeinſchaftliche Guͤ⸗ ter. M. 13. Jede ſich zwiſchen zwei Gebaͤuden befindende Mauer wird als gemeinſchaftlich betrachtet. 51. Eben ſo ein zwiſchen zwey Grundſtuͤcken be⸗ finolicher Graben, 54. und eine Hecke. 55. In Hinſicht ſolcher Sachen, de⸗ ren Gebrauch fuͤr glle gemeinſchaftlich iſt, läßt ſich die Occupatlon as Er⸗ werbsart denken. 80. Niemand kaun gezwungen werden, in einer Gemeln⸗ ſchaft des Beſitzes der Erbſchaft zu blei⸗ ben. 143. Auch wenn die Aufhebung der Guͤtergemeinſchaft bezweckt wurde, kann die definitiv geſchehene Theilung wegen Verletzung aufgehoben werden⸗ 166. Die während der Ehe geſchehene Erwerbung einer unbeweglichen Sache, wovon das gemeinſchaftliche Eigenthum einem der Ehegatten mit einem Dritten ungetheilt zuſtand, fällt nicht in die Gutergemeinſchaft. III. 103. dritten Perſonen in ungetheilter Ge⸗ meinſchaft beſeſſene Dotalgrundſtuͤck kunn nach erhobener Theilungsklage verauſ⸗ ſert werden 146. Ehegatten können elne Gemeinſchaft des Erwerbs verab⸗ reden. 150. Wenn mehrere ein gememt ſchaftliches Grundſtuͤck verkauft haben, kann jeder nur fuͤr ſeinen Antherl den Wiederkauf geltend machen. 171 Wenn der Kaͤufer mehrere Erben hinterlaſſen hat, kann die Klage auf Wiederkauf Das mit Regiſter. nur fuͤr eines jeden Antheil angeſtellt werden, ſelbſt wenn ſie dte Sache noch in Gemeinſchaft beſitzen. 72. Wenn Volljäbrige und Minderſahrige unbe⸗ wegliche Sachen in Gemeinſchaft be⸗ ſizen, koͤnnen Schulden halber dieſe eher als die beweglichen verkauft wer⸗ den. 299. Genehmigung. Wenn dle Verwand⸗ ten die Heirath genehmigten, koͤnnen ſie die Nichtigkeitsklage nicht anſtellen. I. 255. Ohne Genehmigung des Man⸗ nes, eder, bei ſeiner Weigerung, des Gerichts, kann die Frau nicht vor Ge⸗ richt auftreten, ausgenommen in pein⸗ lichen und Polizeyſachen. 267. 268. Die Genehmigung muß ſpeciell auf das einzugehende Geſchaͤft gerichtet ſeyn. 269. Fälle wo es der Genehmigung des Mannes nicht bedarf. 270. Der Nießbraucher kann die Bergwerke ꝛc. nur nach ausgewirkter Genehmigung des Kaiſers benutzen. I!. 32. Geneh⸗ migen muß es der Mann, oder das Gericht, wenn die Frau eine Schen⸗ kung machen, 173. oder annehmen will. 186. Verpfiegungshäuſer, Arme ꝛc, koͤnnen Geſchenke und Vermaͤchtniſſe nur nach erfolgter katſerlicher Geneh⸗ migung annehmen. 175. 186. Wenn ein Vertrag genehmtgt worden iſt⸗ kann er wegen Gewalt nicht mehr an⸗ gegtiffen werden. II. 6. Die Depo⸗ ſitton kann mit oder ohne gerichtliche Genehmlgung geſchehen. 51. In Hin⸗ ſicht der unguͤltigen, nach erlangter Vollahrigkeit aber genehmigten Hand⸗ lungen fallt die Wiedereinſetzung in den vorigen Stand bei dem Minderjährigen weg, 62. Wenn ein Schuldſchein nicht ganz von der Hand des Schuldners ge⸗ ſchrieben iſt, muß er doch das Wort ge⸗ igt unterſchrift bei⸗ nehmigt ſeiner Namensunt 5 ſetzen. 68. In Ermangelung 1 iſt die Verbindlichkeit ſtätigungsurkunde iſt it det 3 guͤltig, wenn ſie ſe konnte, ſrelwillig genehmigt werden erfult ſelt ſoch enn be⸗ be⸗ ſeſe er nd⸗ len, ane des Ge⸗ ein⸗ 5g. do yn. ung Der L. ung ſeh⸗ das en⸗ nen tme iſſe h⸗ enn ſt an⸗ o ſche in⸗ ier d⸗ den gen ſcht 9 bel⸗ Be⸗ keit ſe li fült Gericht. Regiſter. 391 erfuͤllt worden iſt. 74. Die nach dem Tode des Schenkers geſchehene Geneh⸗ migung der Schenkung fuͤhrt die Ent⸗ ſaqung auf jede Einrede mit ſich. 74. Wenn gleich das Gericht es genehmiate⸗ fallen doch die Handtungen der Frau, die ſie ohne Zuſtimmung ihres Man⸗ nes vornahm, der Gaͤtergemeinſchaft nicht zur Laſt. 108. Sie kann fuͤr ge⸗ wiſſe Zwecke ſich nur mit Genehmi⸗ gung des Gerichts verbindlich machen. 108. Unbewegliche Sachen der Frau kann der Mann nicht ohne ihre Zu⸗ ſtimmung veräußern. 109. Die per⸗ ſonlichen Glaͤubiger der Frau ksnnen mit ihrer Zuſtimmung auf Vermogens⸗ abſonderung antragen. 115. Nach er⸗ folgter Vermögensabſonderung kann die Frau ihre unbeweglichen Sachen nur mit Genehmigung ihres Mannes, oder des Gerichts, veraͤuſiern. 116. Sie bedarf dieſer Genehmigung ſowohl zur Veräußerung der zum Brautſchatz gehoͤrtgen unbeweglichen Sachen, 141. 145. auch wenn ſie in Vermögensabſon⸗ derung ſebt, 141. als auch zur Ver⸗ wendung der dos fuͤr die Verſorgung der gemeinſchaftlichen Kinder, 145. oder wenn ſie ihr Paraphernalvermogen veräußern will. 150. vergl. Cinwil⸗ ligung. Generalproeurator ſ. Kaiſerlicher. Königlicher. Geräthſchaften zum Gebrauch der Haͤtten und Handwerke, Paplermüh⸗ len ꝛc. gehoͤren zu den unbeweglichen Sachen. Il. 6. Ackergeraͤth wird als ein Theit des Guts betrachtet. 230. Der Pächter muß das Gut mit dem erforderlichen Feldgeräth verſehen. III. 190. Vorzugsweiſe von dem Eigen⸗ thuͤmer wird das aus dem Preiſe der Geraͤthſchaften bezahlt, was dafuͤr noch ruͤckſtändig. iſt. 266. Verhalten des Richters bei dem Schweigen des Geſetzes. I. 133. Er darf nicht im Wege allgemeiner An⸗ ordnungen und Reglemenks entſcheiden. 135. Der Praͤſident des Tribunals er⸗ ſter Juſtanz hat die Ciwilſandsregiſter zu paraphiren, 180 und die Auszuͤge aus denſelben zu beglaubigen. 183. Das Tribunal erſter Inſtanz hat die Noto⸗ rietätsurkunde zu beſtätigen, 108 die Urkunden des Civilſtandes zu berichtt⸗ gen, 212. und die)enigen einzutaden, die ein Intereſſe haben, ſich dieſer Be⸗ richtigung zu widerſetzen. 212. Es ver⸗ ſuͤgt uͤber die Verwendung des Vermoͤ⸗ gens des Abweſenden, 219 ernennt ihm nach erloſchener Vollmacht einen Verwaiter, 221 entſcheldet uͤber die Ge⸗ ſuche um Abweſenheitserklaͤrung, 223. und erkennt uͤber die definitive Theilung des Vermoͤgens des Abweſenden. 229. Es beſtraft den Ctvilſtandsbeamten, der in der H.irathsurkunde die Einwilli⸗ gung der Aſcendenten nicht erwähnt hat. 244. Es kann den Einſpruch auft heben, den Jemand gegen einen angeb⸗ lich Wahnſinnigen eingelegt hat, 253. und erkennt uͤber die Klagen wegen Aut⸗ hebung des Einſpruchs. 254. Bei Ali⸗ mentationsklogen hat der Richter auf das Vermoͤgen beider Theile Ruͤckſicht zu nehmen; 265. und das Gericht hat zu entſchemden, ob die in baarem Gelde gelei⸗ ſtete Alimentatton in Naturalverpflegung verwandelt werden koͤnne. 266. Der Richter kann die Ehefrau autoriſiren, vor Gericht aufzutreten, 268 und die Klage auf Scheidung von Tiſch und Bett anzuſtellen. 270. Competenz des Ge⸗ richts bei Eheſcheidungsklagen wegen einer beſtimmten Urſach. 281. Foͤrmlich⸗ keiten im erſten oder Inſtruetionsver⸗ fahren, 281. in dem Beweisverfahren 288. in dem Verfahren uͤber Rechts⸗ mittel, 291. und bei Ausſprechung der Eheſcheidung. 20s8. Das Tribunal er⸗ ſter Inſtanz beſtimmt das Haus, wo ſich die Ehefrau waͤhrend der Eheſchei⸗ dungsklage aufhalten ſoll, 295. erkennt uͤber die Zulaͤſſigkeit der Eheſcheidung wegen ———— 392 Regiſter⸗ wegen gegenſeltiger Einwilligung 299 f. und uͤber die Scheidung von Tiſch und Bete. 307. Es muß die Eheſcheidungs⸗ klage geſiatten, wenn die Scheidung von Tiſch und Bett drey Jahr gedauert hat. zos. Es iſt befugt, uͤber einen gewiſſen Stand zu erkennen. 318. Sein Verfahren bey der Adoption⸗ 334. Dos Gericht hat die Alimente zu beſtimmen, die dem minderzaͤhrigen Pflegling nach dem Tode des Pfiegers gereicht werden ſollen. 338. Der Prä⸗ ſident des Tribunals erſter Inſtanz er⸗ läßt den Verhaftsbefehl des Kindes auf Anſuchen des Vaters, 342. An das Tribunal erſter Inſtanz können der Vormund, der Gegenvormund, und die einzelnen Mitglieder des Familien⸗ raths gegen die Buͤrgſchaft deſſelben appelliren. 360. Auch kann ſich der Vormund mit ſeinen Entſchuldigungs⸗ gruͤnden an daſſeibe wenden. 371. 6 erkennt uͤber die Ausſchließung oder Abſetzung des Vormundes 375. und über den ihm vom Vormunde vorgeleg⸗ ten Verkauf der unbeweglichen Goͤter des Puplllen 381. Der Praͤſident des Tribunats erſter Inſtanz beeidigt die Sachverſtändigen, die bei Theilung des Vermogens der Pupillen zur Ab⸗ ſchätzung erwäͤhlt ſind“ 385. Des Tri⸗ bunal erſter Inſtanz leitet die Theilung des Vermögens der Pupillen, 385. hat den vom Vormunde abgeſchloſſenen Ver⸗ gleich zu beſtätigen, 386. ſo wie auch die dem emancipirten Minderjährigen vom Familienrathe ertheilte Genehmi⸗ gung zu einem Anlehn. 391. Worauf hat das Gericht Ruͤckſicht zu nehmen, wenn der emanclpirte Minderjährtge im Fall einer Läſion in den vorigen Stand wieder eingeſetzt ſeyn will? 392. Bei dem Präſidenten des Tribunals erſter Inſtanz muß das Geſuch um Inter⸗ diction angebracht werden⸗ 306. Ver⸗ fahren dabey. 397. Dos Tribunal er⸗ ſter Inſtanz hat das Gutachten des Fa⸗ millenraths uͤber den Brautſchatz des Kindes des Interdicirten zu beſtätigen. 4ol. Dem Verſchw nder wird vom Gericht ein Beyſtand beſtellt. 302. Vorſchriften, wie ſich der Richter bet Beurtheüung des Zuwachsrechts auf be⸗ wegliche Sachen zu verhalten hat. II. 24. Das Tribunal erſier Inſtanz kann verfuͤgen, daß dem Nießbraucher ein Theil der beweglichen Sachen auch oh⸗ ne Buͤrgſchaft gelaſſen werde. 34. Die Richter haben das Recht, erwogenen Um⸗ ſtänden nach auf Erlöſchung des Nieß⸗ brauchs zu erfennen. 40. Wie hat ſich der Richter zu verhalten, wenn zwiſchen benachbarten Eigenthuͤmern Streit uͤber den Lauf des Waſſers ent⸗ ſteht? 47. Das Tribunal erſter In⸗ ſtanz hat die zur Succeſſion gelangten unehelichen Kinder in den Beſitz einzu⸗ weiſen; 117. auch den uͤberiebenden Ehegatten, oder den Staat. 122. Es muß ſeine Senehwigung geben, ehe die Ehefrau eine Erbfchaft annehmen kann. 125. In einem bei ſenem Se⸗ cretariate befindlichen Regiſter muß die Ausſchlagung der Erbſchaft eingetragen werden. 128. Das Gericht kann die Glaͤubiger des Entſagenden autoriſiren, die von ihm ausgeſchlagene Erbſchaft ſtatt ſeiner in Empfang zu nehmen. 130. Es kann die Erben zum Verkauf der dem Verderben unterworfenen Sa⸗ chen ermächtigen, 134. und ihnen zur Erklärung uber die Annahme oder Aus⸗ ſchlagung der Erbſchaft nach Ablauf der erſten Friſt eine neue geſtatten oder ver⸗ ſagen. 135. Der Präſident des Tri⸗ bunals erſter Inſtanz ernennt den No⸗ tar, der die Stelle der ausgebliebenen Porthey bei Errichtung des Inventars vertritt, und entſcheidet die dabey ent⸗ ſtehenden Schwierigkeiten. 137. 4 hat zum Verkauf der Immobüien S Beneficiarerben Erlaubnib zu erthellen⸗ 139. Der Richter beſtimmt die Ord⸗ r„ wenn einer von nung der Glaͤubiger⸗ ihnen he en. om oꝛ. bet he⸗ ll. n eis Regiſteb. ihnen gegen die Zahlungen des Beneß⸗ ciarerben Einſpruch thut. 140. Das Tr6 bunal erſter Inſtanz ernennt einen Cu⸗ rator fuͤr erbloſe Verloſſenſchaften, 141. und bei ihm muß die Theiiung in Form einer Klage nachgeſucht werden, wenn unter den Erben Minderzahrige befind⸗ lich ſind. 144. Das Gericht muß die in Guͤtergemeinſchaft oder in der Do⸗ talverfaſſung lebende Ehefrau erſt auto⸗ riſiren, ehe ſie die Theilung nachſuchen tann. 145. Der Präſident des Tribu⸗ naſs erſter Inſtanz kann die Gläubtaer des Verſtorbenen autoriſiren, eine fret⸗ willige Verſiegelung der Verlaſſenſchaft nachzuſuchen; 146. auch kann er eine fruͤhere Entſiegelung der Verlaſſenſchaft verhängen. 147. Das Tribunal erſter Inſtauz erkennt in Theilungsklagen, und in Klagen auf Gewährleiſtung. 148. Das Gericht hat das Gutachten det Sachverſtändigen uͤber die Theilung zu beſtätigen. 150. Das Tribunat erſter Inſtanz hat zur Verſteigerung einen Richter zu committiren, oder einen Richter zu ernennen. 151. Es ernennt elnen Sachverſtaͤndigen zur Bildung der Ebſchaftstheile, beſtätigt die Theilung, 153. und ernennt einem jeden Minder⸗ jchrigen einen tutor ad hoe. 134. Nar mit Genehmigung des Gerichts kann die Ehefrau eine Schenkung unter Le⸗ benden machen, wenn ihr Mann ſeine Einwilligung verweigert, 173. oder eine ſolche annehmen. 186. Dem Präſiden⸗ ten des Tribunals erſter Inſtanz muͤſſen die eigenhändigen Teſtamente vor threr Vollziehung vorgelegt werden, 212. und er hat den Univerſallegatar in den Be⸗ ſitz des Rachlaſſes des ohne Pflichterben geſtorbenen Teſtirers einzuweiſen. 214. Das Tribunal erſter Inſtanz kann die Ehefrau autoriſtren, die Eiaenſchaft ei⸗ nes Teſtamentsexecutors anzunehmen. 2rg. Seinem Ermeſſen iſt es uͤberlaſ⸗ ſen, ob die zur Einwilligung ange⸗ wandte Gewalt die beſtimmten Erfor⸗ Spangenberg's Commeutat Bd. III. 393 derniſſe habe. III. 6. Welche Strafe kann es fuͤr den Darlelher erkennen, der mehr Zifiſen nahm, als er Nach dem Geſetz durfte? 20. Die Beſtimmungen uͤber die Auslegung der Vertraͤge ſind nur Raothſchläge fuͤr den Richter. 24. Die Aufhebung einer aufloͤenden Be⸗ dingung muß vor Gericht nachgeſucht werden. z0. Der Richter kann nach zum Theil vollzogener Hauptbedingung die Conventionalſtrafe mäßtgen, 4k. und dem Schuldner mäflige Zahlungsfriſten geſtatten. 45. Nur an denjenigen, den das Gericht autoriſirt hat, kann gültige Zahlung geſchehen. 44. Wenn der Schuld⸗ ner des Orts bedarf, wo die angebotene Sache hingeſtellt iſt, kann er von dem Tribunale die Erlaubniß erwirken, ſie an einen andern Ort niederzulegen. 53. Die Einrede der Unaͤchtheit der Urkunde hemmt die Vollziehung derſelben nur nach dem Ermeſſen der Tribunäle. 56. Das Tribunal erſter Inſtanz verfuͤgt elne Bewetsfuͤhrung über die Aechtheit einer Privaturkunde. 68. Welche Be⸗ eiskraft haben die Abſchriften richterli⸗ cher Verfügungen? 72. Dem Richter ſind die Vermuthungen uͤberlaſſen, die dos Geſetz nicht begruͤndet. 79. Vor Gericht muß das gerichtliche Eingeſtaͤnd⸗ niß geſchehen. 80. Wann kann der Rich⸗ ter den Ergaͤnzungseid auflegen? 84. Er hat das Recht, die von dem Ge⸗ ſchaͤftsfuͤhrer zu leiſtende Schadloshal⸗ tung zu maͤßigen. 88. Das Geticht hat es erſt zu henehmigen, ehe die in Guͤ⸗ tergemeinſchaft lebende Ehefrau ihren Mann durch Verpfändung des Vermö⸗ gens aus dem Gefaͤngniß befreyen kann; 1o8. auch wenn ſie nach erfolgter Ver⸗ mogensabſonderung über ihr unbeweg⸗ liches Vermoͤgen verfugen, 116. 141. oder ihren Brahtſchatz, 141. und ihr Paraphernalvermoͤgen verdußern will. 150. Richter duͤrfen keine ſolche Prozeſſe nc. auf ſich uͤbertragen laſſen, woruͤber S zu erkennen hat, bel dem ſie ———— 394 Regiſter. ſie angeſtellt ſind. 753. In welchem Geſchenk, ſ. Schenkung. Fall der Richter dem Kaͤufer eine Zah⸗ Geſchlecht. Dee Zeugen junzsfriſt geſtoteen kaun? 169. Gegen gerichtliche Verkaͤufe findet keine Aufhe⸗ bungsklage wegen Verletzung ſtatt. 174. Dem richterüchen Ermeſſen bleibt die Beurtheibung der Gerechtigkeit der Ur⸗ ſachen zur Aufhebung der Geſellſchaft uͤberlaſſen. 213. Der Leiher kann in dringenden Faͤllen gerichtlich angehalten werden, die geliehene Sache dem Ver⸗ leiher herauszugeben. 216. Der Rich⸗ ter kann dem Erborger den Umſtaͤnden nach eine Friſt zugeſtehen. 218. Die age auf Spieiſchutden kann· das We⸗ richt verwerfen, wenn ihm die Summe zu uͤbermäßig ſcheint. 231. Die Be⸗ ſtimmung des Uebermaßes der Hypothet geſchieht gerichttich. 286. Wenn der Schuidner durch authentiſche Pachtcon: tracte darthut, daß der reine Erttag ſelnes unbeweglichen Vermoögens zur Bezahlung der Schuld hinteicht, ſo Zann der Richter das Verfahren gegen ihn einſtellen. 300. Die Klage gegen Richter auf Herausgabe der Acten ver⸗ hährt binnen fuͤnf Jahren. 315. Gerichtliches⸗Verfahren, ſ. Ver⸗ fahren. Gerichtsbgrkeit iſt weggekallen. H. 68. Ferichtsſitzung bei Eheſcheidungskla⸗ gen wird pei verſchloſſenen Thuͤren ge⸗ Geſammte Hond. Welche Grundſätze bei denen in Anwendung kommen, dle ſich darin befinden. II. 70.. Geſandten ſind von dem qllgemejnen Polizeigeſetz ausgenommen. I. 127. Geſchaͤft. Jeder kann unter andern Be⸗ dingungen, als die vorgeſchriebenen, ein Geſchaft eingehen, wenn er ſich die rechtlichen Folgen derſelben gefallen laſ⸗ ſen will. 1. 136. Der Geſchäftsfuͤhrer muß fuͤr culpa levis haften. III. 13. Begriff von der Geſchäftsführung, und daraus entſpringende Verbindlichkenen. 35. bei Aufnahme der Urkunde des Ctvil⸗ ſtandes muͤſſen Mannsperſonen ſeyn. I. 179. Die Geburtsurkunde muß das Ge⸗ ſchlecht des Kindes enthalten. 190. Bei Notortetätsurkunden können die Zeugen von beiden Geſchlechtern ſeyn. 198. Bei den in einem Aiter zwiſchen funfzehn und ſechzig Jahren zugleich umgekom⸗ menen Penſonen wird auf Geſchledns⸗ verſchiedenheit geſehen⸗ 15 37. Das Geſchlecht macht keinen Unterſchted' in der Erbfolge der Drſerndenten. 103. Maͤnnlichin Geſchlechts müſſen die Zeu⸗ gen bei einem Teſtamente ſeyn. 207. Bet Beurtheilung des angewandten Zwanges haben die Richter auf das Ge⸗ ſchlecht der Perſon Ruͤckſicht zu nehmen. MI. 6. Vergl. Frau Gefchmeide. Beſchaffenheit, Gewicht und Gehalt deſſelben muß. in dem zu errichtenden Inventar enthalten ſeyn. II. 137. Geſchriebenes Recht. I. 23. Ver⸗ haͤltniß zum ſtatutariſchen Recht und zu den Ordonnanzen. 32. Quellen deſſel⸗ ben. III. Geſchwaängerte kann nur eine Qbfin⸗ „dung verlangen, wenn der Schwänge⸗ rung ein wirkliches Verlöbniß voraus⸗ gegangen war. I. 325.* Geſchwiſter. Zwiſchen ihnen iſt die Ehe verboten. I. 246. Sie können in Er⸗ mangelung der Aſcendenten Einſpruch thun, 252. Geſchwiſter des Moͤrders werden von der Erbſchaft micht ausge⸗ ſchloſfen, wenn ſie gleich die Ermordung des Verftorbenen nicht angezeigt haben · HM. 90: Succeſſion der Geſchwiſter. 1P2⸗ 105 f. 115. I19. ra9. Geſchwiſter ha⸗ ben keine Anſpruͤche anf den Pflicht⸗ theil, 179. und nur in Ermangelung von Deſcendenten können ſie den diſpo⸗ nibeln Theil ihres Vermogens auf ihre Geſchwiſier uͤbertragen. 226. Vergl⸗ Bruder. Schweſter. Geſchwi⸗ ib n ge 16 ör uch ert n tn⸗ d hu n9 o h i en Regiſtol⸗ Geſchwiſterkinder-könnemin Erman⸗ gelung der D ſeendenten Einſpruch thun. j. as2. Wenn die Zuſammenberufung des Famtlienraths uͤber die Abſetzung des Vormundes bis zum Grade der Ge⸗ ſchwiſterkinder herunter verlangt wird, kann der Friedensrichter ſis nicht ableh⸗ nen 375. Bis zum Gtade Dder Geſchwi⸗ ſterkender Verwandte der Minderyähri⸗ gen können um Emancipation deſſelben nachſuchen. 391. Sucteſſion der Ge⸗ ſchwiſterkinder. II. 107. 130. Zu threm Vortheil ſind Subſtitutionen erlaubt. 170. Beſellſchaft. Geſeliſchafts⸗Artlen ge⸗ horen zu den beweglechen Sachen. II. 9. Der Gewinn aus Geſellſchaftsverträgen wird bei der Collation nicht conferirt. 158. Die Verabredung, daß das ge⸗ meinſchafttiche Vermoͤgen dem uͤberle⸗ benden Ehenatten gehoͤren ſolle, wird nur als eine Uebereinkunft unter Ge⸗ ſellſchaftern betrachtet. III. 138. Von dem Goſellſchaftsvertrage. Rügemeine Grundſätze. 203. Von den verſchiede⸗ nen Gattungen der Geſellſchaften. 204. Von den Verpflichtungen der Gerſell⸗ ſchafter unter einander und in Bezie⸗ hung auf dritte Petſonen. 206. Von den Veendigungsarten des Geſellſchafts⸗ vertrages. 211. Verfuͤgung in Betreff e der Handelsgeſellſchaften. 213. Geſetze. Von der Ausſegung der Ge⸗ ſetze uͤberhaupt. 1. 80. Von den Ge⸗ ſetzen uͤberhaupt. 107. Von der Ein⸗ theilung der Geſetze. 110. Von der verbindlichen Kraft der Geſetze. 114. Von der Promulgation und Publica⸗ tion der Geſetze. 115. Von den Wir⸗ kungen der Geſetze. 120. Von der An⸗ wendung der Geſetze. 133. Von den Verhaͤltniſſen der Beſetze zur Willkuͤhr. 138. Das Geſetz kennt nur ſoiche Ehen. die nach der von ihm vorgeſchriebenen Form eingegangen ſind. 237. Geiſtli⸗ che Geſetze konnen Ehehinderntſſe be⸗ grunden. 248. Geſetzr uͤber die unehe⸗ 395 lichen Kinder zur Zelt der Revolation. 320. Von der geſetzlichen Vormund⸗ ſchaft 353. Zufolge geſetzlicher Be⸗ ſtimmungen. köunen Sachen beweglich ſeyn. II. 8. Eigenthum darf man nur den Beſetzen gemäß benutzen. 15. Das Gebuchsrecht an Hoͤlzern und Wal⸗ dungen wird durch beſondere Geſetze be⸗ ſtimmt. 43. Von den geſetzlichen Ser⸗ vituten. 49. Böſondess Geſetze beſtim⸗ men die Rechte auf Sächen, die ins Meer geworfen, oder von demſelben ausgewotfen ſind 1e ſo wie auch auf ver⸗ lorne Sachen, deren Eigenthämer ſich nicht meldet. 81. Die den Geſetzen zu⸗ wider laufenden Bedendungen im einer Verfuͤgung unter Lebenden oder in ei⸗ nem Teſtament werden als nicht beige⸗ fuͤgt betrachtet; 170. auch die iMneiner Schenkung. 190. Den Geſetzen gemäß abgeſchloſſem Vertrage gelten fuͤr die Contrahenten nis Beſetz. Alt. 12. Jede durch dasGeſetz verbdkene⸗Brdingung mache den Vertrag, in demnſie enthal⸗ ten tſt, unzuͤltig. 27. Verbindlichktiten können unmittelbar durch das Geſetz ente ſtehen. 87. wEheſtiftungen duͤrfen ben Geſetzen nicht zuwider ſeyn. 94. Von der geſetzlichen Buͤrgſchaft. 243. Durch den Tirel uͤber körperliche Verhaftung ſind die Geſetze uͤber die Verwaltung oͤffentltcher Gelder nicht derogint. 252. Handelsfachen, Leh und Pfandhäu⸗ ſer werden nach beſondern Gefttzen beur⸗ theilt. 255. Eben ſo das in Auſehung des oͤffentlichen Schatzes ſtatt findende Privtlegtum, 264. und die Verhypothe⸗ cirung der Serſchiffe und Fahrzeuge. 273. Von den geſetzlichen Hypotheken. 273. In Anſehung der durch auswär⸗ tige Erkenntniſſe bewirkten Hypothek können Skaatsgeſetze dfeſelbe bewilli⸗ gen 276. Verjährungen, die zur Zeit der Promulgation dieſes Titels ſchon ihren Anfang genommen hatten, wer⸗ 8 nach den alten Geſetzen beurtheilt. Ddd 2 Kraft 396 Kraft des Geſetzes wird das Contumacialerkenntniß uͤber den zum buͤrgerlichen Tode Verurtheilten zernich⸗ tet, wenu er ſich binnen der Gnaden⸗ friſt freywillig ſtellt. I. 171. Kraft des Geſetzes fallt bei der Eheſcheidung we⸗ gen gegenſeitiger Einwilligung die Hälf⸗ je des Vermogens den Kindern zu; 306. erhaͤlt der uͤbertebende Ehegatte die Vormundſchaft; 348. wird der der Lei⸗ besfrucht beſtellte Curator nach der Ge⸗ burt des Kindes Vormund deſſelben; 349. ſind die zu einer entehrenden oder Feibesſtrafe Verurtheilten unwärdig ei⸗ ne Vormundſchaft anzunehmen; 373. muß der Vormund die aus der Vor⸗ mundſchaftsrechnung ruckſtaͤndige Sum⸗ me verzinfen; 388. geſchieht die Eman⸗ cipatton des Minderjährigen durch die Hetrath deſſelben; 390. it der Mann Vormund uͤber ſeine interdieirte Frau; 399. ſteht derNießbrauch an dem Ver⸗ mögen der Kinder den Eltern zu, 27. und wem ein Nießbrauch Kraft des Geſetzes zuſteht, der braucht keine Buͤrgſchaft zu leiſten. 34. Kraft des Geſetzes treten die regelmäßigen Er⸗ ben in den Beſitz des Vermogens des Verſtorhenen ein; 89. werden Schen⸗ kungen wegen nachgebshrner Kinder aufgehoben; 194. geht der Beſitz des ſᷣmmtlichen Nachlaſſes auf die Erben uͤber, weiche einen Pflichttheil verlan⸗ gen können, und wenn dieſe nicht vor⸗ handen ſind, auf den Univerſallegatar. 214. Wenn ein Contrahent ſeinem Verſprechen kein Genuͤge leiſtet, wird der Vertrag nicht Kraft des Geſetzes aufgelößt. 30. Kraft des Geſetzes iſt die ſolidariſche Verbindlichkeit unter den Schuldnern getheilt. 37. Bei wem fündet die Subrogation Kraft des Ge⸗ ſetzes ſtart? 48. Kraft des Geſetzes tritt die Compenſation ein; 58. tragen nach Aufhebung der Guͤtergemeinſchaft der Erſatz fuͤr verdußerte Sachen, die Verguͤtungen und Entſchaͤdigungen Zin⸗ Regiſter. ſen; 1220 hat ein Ehegatte wider den andern einen Entſchaͤdigungsanſpruch wegen des gegen ihn geltend gemachten ganzen Betrags einer gemeinſchaftlichen Schuld; 126. ſind die den Brautſchatz Beſtellenden zur Verzinſung deſſelben verbunden; 144. gebuͤhren den Erben der Frau die Zinſen und Fruͤchte des zu erſtattenden Brautſchatzes; 14a8. geht durch den Kauſcontract das Eigenthum auf den Kaͤufer uͤber; 152. iſt der Ver⸗ kaͤufer zur Evictionsleiſtung verbunden; 164. tritt die Auflöſung des Contracts nach Ablauf der Zeit, welche zur Em⸗ pfangnahme der Lebensmittel oder un⸗ beweglichen Sachen feſtgeſetzt war, ein; 170. erliſcht der Miethcontract durch die gaͤnzliche Zerſtörung der gemiethe⸗ ten Sache, 183. und durch Ablauf der in dem Contracte beſtimmten Zeit; 185. hört die Pacht auf nach dem Ablauf der Zeit, worauf ſie als eingegangen betrachtet wird; 192. muß der Geſell⸗ ſchafter das Einzubringende und das zu ſeinem beſondern Vortheil Erhobene verzinſen⸗ 207. Geſetzgebende Verſammlung und ihre Decrete. I. 338. Die Mitglieder derſelben ſind von der Vormundſchaft befreyet. 366. Geſinde, ſ. Dienſtboten. Geſindezwangsrecht iſt im Sö⸗ nigreich Weſtphalen aufgehoben. II. 73. Geſtändniß, ſ. Eingeſtaͤndniß. Getraͤnke kann der Nießbraucher con⸗ ſumiren. II. 29. Getreide iſt in dem Ausdruck Mobi⸗ lien nicht mitbegriffen. II. 10. Der Nießbraucher kann es conſumiren. 29. Leiſtungen an Getreide koͤnnen gegen ſiquide Geldſummen compenſirt werden⸗ Ii s8. vergl. Fruͤchte. Gewaͤhrleiſtung. Wenn gegen den Nießbraucher auf Expulſion geklagt wird, koͤnnen ſeine Giaubiger ſich zur Gewährleiſtung fuͤr die Zukunft erble⸗ Klage auf Gewährlei⸗ ten. II. 40. Die U Regiſter. 397 ſtung fuͤr die einzelnen Antheile der Miterben wird an das Tribunal erſter Inſtanz gebracht. 148. Der Mann hat nur dann eine Entſchaͤdigungsfor⸗ derung an die Frau, wenn er bei dem Verkauf einer ihr zugehsrigen Sache die Gewährleiſtung uͤbernommen hatte. M. 11r. Zur Gewährleiſtung fuͤr den Brautſchatz iſt jeder der ihn gab ver⸗ bunden. 113. Von der Klage auf Ge⸗ währleiſtung wegen Verheimlichung der vor der Ehe gemachten Schulden. 134. Von der Gewährleiſtung bei dem Ver⸗ kaufe. 163. Von der Gewährleiſtung fuͤr die Maͤngel der verkauften Sache. 166. Der dritte Beſitzer kann ſeine Anſpruͤche auf Gewährleiſtung wider ſeinen Verkaͤufer geltend machen. 174. Wenn gleich keine Gewährleiſtung ver⸗ abredet war, muß öoch derzenige der eine Forderung verkauft, fuͤr deren Da⸗ ſeyn einſtehen. 177. Wer eine Erb⸗ ſchaft verkauft, iſt nur dafuͤr zu ſtehen verbunden, daß er wirklich Erbe ſey. 177. Der Vermiether muß fuͤr die den Gebrauch der gemietheten Sache hin⸗ dernden Fehler einſtehen; aber nicht fuͤr die Stoͤrungen eines Dritten; 183. er muͤßte denn von dem vor Gericht geforderten Miether zur Gewaͤhrleiſtung aufgefordert ſeyn. 184. Der Geſell⸗ ſchafter iſt zur Gewahrleiſtung des Ein⸗ zubringenden verbunden. 207. Wenn der Mandatar der mit ihm contrahl⸗ renden Perſon Kenntniß von ſeiner Vollmacht gegeben, ſo iſt er in Ruͤck⸗ ſicht deſſen, worin er ſie uͤberſchritten hat, zu keiner Gewährleiſtung verbunden. 236. Den Miterben ſtehet ein Prtvtleg zu auf die Immobilien der Erbſchaft, wegen der Gewährleiſtung fuͤr die unter ihnen geſchehenen Theilungen. 268. Dem dritten Beſitzer, welcher die hy⸗ pothekariſche Schuld bezablt hat, ſteht eine Klage auf Gewaͤhrleiſtung wider den Hauptſchuldner zu. 289. Die Ver⸗, lährung iſt waͤhrend der Ehe gehemmt, wo der Ehemann fuͤr das ohne Bewil⸗ ligung der Frau veraußerte eigene Ver⸗ moͤgen derſelben Gewähr leiſten muß. 310. Lauf der Verjährung in Hinſicht einer Klage auf Gewährleiſtung. 310. vergl. Eviction. Gewalt. Die richterliche Gewalt darf der Richter nicht uͤberſchreiten. I. I33. Von der elterlichen Gewalt. 340 f. Eigentliches Weſen der väterlichen Ge⸗ walt. z48. Von der Enutlaſſung aus der elterlichen und vormundſchaftlichen Gewalt. 389. Wegen Gewalt können Volllährige die Annahme einer Erb⸗ ſchaft anfechten II. 127. In welchen Fällen macht Gewalt den Vertrag un⸗ gultig? III. 6. vergl. Zwang. Gewerbe. Die Urkunde des Civilſtan⸗ des muß das Gewerbe der darin be⸗ nannten Perſonen ausdruͤcken, I. 177. die Geburtsurkunde das der Eitern und der Zeugen, 100. die Aufgebotsurkun⸗ de und die Notorietätsurkunde das der känftigen Ehegatten und ihrer Eltern, 194. 198. und der die Einwilligung der Eltern enthaltende glaubhafte Auf⸗ ſatz das der kuͤnftigen Ehegatten und derjenigen, die bey dem Auſſatz zuge⸗ zogen waren. 199. Die Eutſchaͤdigung fuͤr den Pflegling nach erlangter Voll⸗ hrigkeit braucht nur in einer Unter⸗ ſtuͤtzung zu beſtehen, um ihn zu einem Gewerbe zu verhelfen. 338. Wenn ein Kind ein eigenes Gewerbe treibt, kann es auf Antrag des Voters nur mit Einſchraͤnkungen eingeſperrt werden. 342. Das zu errichtende Inventarium muß das Gewerbe der Requtrenten, Comparenten und Taxatoren enthalten. 1I. 137. Wenn der Mann zur Zett der Beſtellung der dos ſchon zghlungs⸗ unfählg war und kein Gewerbe trieb, braucht die Tochter zur Erbſchaft ihres Vaters nur das Klagrecht auf Zuruck⸗ gabe des Brautſchatzes zu conferiren⸗ III 149. Das Gewerbe des Gläubi⸗ gers und des Schuldners muͤſſen in dem Dod 3 dem —— 398 Regiſter. dem Hypothekenbewahrer zu uͤbergebem den Bordereau enthalten ſeyn. III. 282. 283. Gewerbfleiß. Die Verdingung be⸗ ſtimmter Arbeiten kann ſo geſchehen, daß jemand nur ſeinen Gewerbfleiß hergibt. III. 195. vergl. Fleiß, Gewinn. Den Gewinn, den der Er⸗ be aus Vertraͤgen mit dem Erblaſſer gezogen hat, braucht er nicht zu confe⸗ riren. II. 158. Die einem Glaͤubiger zu leiſtende Schadloshaltung beſteht in der Regel in dem Betrage des Gewin⸗ nes, der ihm entzogen wurde. II. 48. Die Uebereinkunft, wodurch einem der Geſelſchafter der ganze Gewinn zuge⸗ ſichert wurde, iſt nichtig. 209. vergl. Vortheil. Gewoͤlbe iſt der Nießbraucher ausbeſ⸗ ſern zu laſſen nicht verpflichtet. Il. 35. Gewohnheiten. Geſetzliche Abfaſſung der Gewohuheitsrechte. I. 2g. Was iſt Gewohnheitsrecht? 112. Der Nuß⸗ braucher benutzt unter Beobachtung der von dem vorigen Inhaber beachteten Gewohnheit das Oberholz, und er darf auch die periodiſchen Nutzungen der Baͤume nach der Gewohnhett des Lan⸗ des ziehen. II. 31. Die Höhe der Scheidewand wird nach dem beſtinmten und anerkannten Gewohnheitsrechte ber ſtimmt. 53. Hochſtaͤmmtge Bäume duͤr⸗ fen nur in der durch Gewohnheitsrechte beſtimmten Entfernung von dem endern Grundſtücke gepflanzt werden. 55. Eben dieß muß derſemge beobachten, wer Brunnen oder eine Miſtgrube ꝛc. neben einer gemeinſchaftlichen Mauer graben laſſen will. 56. Ehegatten können in ihrer Eheſtiftung nicht mehr ſagen, daß ſie z. B. nach der Contume de Paris beurthellt werden ſolle. III. 94. Wenu Ehegatten ſich vor Einfuͤhrung des Code verheirathet, und keine Eheſtiftung ge⸗ macht haben, ſo werden ſie nach dein Gewohnheitsrechte beurtheilt. 98. Die durch Wandlungsfehler begrundete Kla⸗ ge muß nach der Gewohnheit des-Orts, wo der Verkauf geſchahe, angeſtellt wer⸗ den. 168. Iſt der Miethcontract niche ſchriftlich aufgeſetzt, ſo kann ein Theit dem andern nur mit Beobachtung der durch Ortsgewohnheit heſtimmten Fri⸗ ſten aufkuͤndigen. 185. Wenn der Ber⸗ miether ſich die Raͤumung der gemiethe⸗ ten Sache bei einem etwaigen Verkaufe vorbehielt, ſo zahlt im Entſtehungsfall der Vermiether dem Miether ſo viel zur Schadloshaltung, als der Miethzins fuͤr die Zeit betraͤgt, welche nach Ortsge⸗ wohnheit zwiſchen der Aufkundigung und wirklichen Räumung geſtattet iſt. 186. Die Zehlungen, welche der After⸗ miether zufolge der Obſervanz geleiſtet hat, werden als Vorausbezahlungen be⸗ trachtet. 187. Dem Miether fallen die⸗ jenigen Ausbeſſerungen zur Laſt, welche durch Ortsgewohnheiten beſtimmt wer⸗ den. 188. Wenn die Miethzeit nicht im Contracte beſtimmt iſt, wird ſie als nach der Obſetvanz geſchehen betroch⸗ tet. 189. Wenn der Vermiether ſein Haus ſelbſt beziehen will, wuß er dem Miether daſſelbe unter Beobachtung der obſervanzmäßigen Friſt kuͤndigen. 189. In Hinſicht der von dem abztehenden Pachter dem neu aukommenden zu über⸗ kaſſenden Wohnung ꝛc. richtet mon ſich nach der Oöſerranz 193. Die Beſtim⸗ mungen uͤber das Pribtleglum des Ver⸗ kaͤuſers ſollen den Gebraͤuchen nicht de⸗ rogiten. 266. Vergl. Herkommen. Glaͤubiger. Der Gläubiger des Abwe⸗ ſenden fann eine gerichtliche Hypothek auf deſſen unbewegliche Guͤter erwirken. I. 228. Gegen wen er ſeine Rechte gel⸗ tend machen kaun? 231. Die Glaͤubi⸗ ger des Minderaͤhrigen konnen den Fa⸗ milienrath zuſanmenberufen laſſen. 335. Dle des Nießbrauchers können gegen ihn als Intervenienten auftreten⸗ II. 40. Die des einer Erbſchaft Entſagenden können die Erbſchaft ſtart ſeiner in Em⸗ 30. Die aus dem Ver⸗ pfang nehmen. 13— t, et eil Ned ti⸗ en e fe al ue e e ng ſ. kt⸗ ket he ie k⸗ h en er ich ſy e e el⸗ bl en o en w el⸗ uf Regiſter. 399 kauf der Immobilten geloßten Gelber muß der Beneficlarerbe unter die hypo⸗ thekatiſchen Gläubiger vertheilen, und ihnen fuͤr den Reſt Buͤraſchaft leiſten. 139. Die Gläubiger koͤnnèen auf Er⸗ nennung eines Curators fuͤr die erbloſen Verlaſſenſchaften antragen. 141. Sie können um Verſiegelung der Verlaſſen⸗ ſchaft nachſuchen, 146. und gegen die Entſiegelung Oppoſition einlegen. 147. Die, welche die Verſiegelung bewirkt haben, muͤſſen bet der Entſiegelung ge⸗ genwärtig ſeyn. 148. Wenn ſie Arreſt angelegt, oder Einſpruch gethan haben, muß die Sache öffentlich verkauft werden. 151. Sie können die Cöllation nicht ver⸗ langen; 158. aber bei der Erbſchafts⸗ theilung Einſpruch thun. 160. Ste kön⸗ nen gegen den Parttculatlegatar uͤber die ihm verwachte Soche eine hypotheka⸗ riſche Klage anſtellen. 162. Weſche Rechte ſie auf die Verlaſſenſchaft ha⸗ ben? 163. ie können keine Redue⸗ tionsklage anſtellen. 181. In welchem Fall die Glaͤubiger des Schenkers die Schenkung anfechten können? 188. Das dem Glaͤubtaer hiuterlaſſene Legat darf nicht auf ſeine Forderung ange⸗ rechnet werden. 218. Den Glaͤubtaern des mit der Reſtitutlon einer Enbſchaft Beſchwerten kann eine vor der Zeit ge⸗ ſchehene Abtretung der Benutzung nicht ſchaden. 227. Die Glaubiger können den Vorzug ihrer Hypothek vor den fruͤ⸗ eren der Subſtituirten verlangen. 231. Wann geht das Eigenthum und die Ge⸗ fahr der Sache auf den Gläubiger über? und wie wirkt der Verzug auf ihn? MI. 15. Was kann er wegen nicht erfuͤllter Verbindlichkeiten von dem Schuldner fordern? 16. und in welchen Fällen iſt ihm der Schuldner zur vollſtändigen Schadlos haltung verbunden? 16. Wor⸗ in beſteht dieſe Schadloshaltung? 18. Im Zweifel wird der Vertrag gegen den Gläubiger erklärt. 24. Er hat das Recht, ale Rechte und Klagen ſeines Schulbners gegen einen Dritten geltend zu machen; 25. Er fann vor erfuͤllter Bedingung tonſervatoriſche Handlungen vornehmen. 28. Wie hat er ſich bei der aufſchiebenden Bedindung 29. und bei aiternativen Verbindlichkeiten zu ver⸗ holten? 32. Rechte, die ihm gegen ſeinen Schuldner bet der activen 34. und bei der paſſiven Solidartröt zuſte⸗ hen. 35. Eine theilbare Verbindlichkeit muß zwiſchen dem Glaͤubiger und Schuldner ſo vollzygen werden, altz wenn ſie untheilbar wäre. 30. Nur an den Gläubiger oder ſeinen Bevollmaͤch⸗ tigten kann guͤitige Zahlung geſchehen. 44. Wenn der Glaubiger den Zahlen⸗ den in ſeine Rechte einſetzt, ſo ent⸗ ſteht eine vertragsmäßige Subrogation. 47. In welchem Fall findet die Sub⸗ rogation bei dem Gläubiger ſtatt? 48. und was hat er bei dem Anerbieten der Zahlung und der Hinterlegung zu beob⸗ achten? 30. Was er zu erwarten hat, wenn der Schuldner mit ſeiner Ein⸗ willigung die deponirte Sache wieder zuruͤcknimmt. 52. Wie die Vermö⸗ gensabtretung auf ihn wirkt. 54. Von ſeinen Verhaͤltniſſen mit dem Schuldner bei der Novatton, 55. bei der Remiſ⸗ ſion, 37. bei der Compenſation, 38. bet der Confuſion, und bei dem Untergang der Sache. 60. Das von dem Gläu⸗ biger auf den Schuldſchein Geſchriebene hat Beweiskraft gegen thn. 71. In gewiſſen Faͤllen kann ihm die Produc⸗ ſion der Primordialurkunde erlaſſen wers den, 74. Wenn es ihm unmoͤglich war, ſich einen ſchriftlichen Beweis zu ver⸗ ſchaffen, kann er ſeinen Beweis durch Zeugen fuͤhren. 77. Woran hat ſih der Glaͤubiger zu halten, wenn elne unbewegliche Sache an einen in Guter⸗ gemeinſchaft lebenden Ehegatten durch Erbſchaft fällt? 1o5. Weiche Rechte hat er im Fall einer gemiſchten Erb⸗ ſchaft, und was hat er in Hinſicht der von der Frau mit Bewilligung ihres Mannss 1 400 Mannes gemachten Schulden zu beob⸗ achten? 106. Rechte der Glaäubiger bei der Vermoͤgensabſonderung der in Gaͤ⸗ tergemeinſchaft ſebenden Ehegatten, 115. und bei der Entſagung der Guͤter⸗ gemeinſchaft nach deren Aufhebung. 120. Was iſt zu bemerken, wenn nach voi⸗ lendeter Theilung ein Ehegatte perſön⸗ licher Glaubiger des andern iſt? 123. In welcherm Fall kann der Gläubiger die Frau wegen der in die Guͤterge⸗ meinſchaft fallenden Schulden belangen? 125. und in welchen Faͤllen ſie nach ge⸗ geſchehener Verzichtleiſtung auf die Guͤ⸗ teraemeinſchaft den Gläubigern dennoch verhaftet bleibt? 126. Was haben die Gläubiget zu beobachten, wenn Eheaat⸗ ten die Clauſel der Schuldentrennung 133. und die der Vorausnahme verab⸗ redet haben? 136. Wenn der Gläu⸗ biger eine beſtimmte Perſon zum Buͤr⸗ gen verlangt und erhalten hatte, ſo hraucht nach deſſen Zahlungsanfaͤhigkett kein anderer geſtellt zu werden. 241. Von den Wirkungen der Buͤrgſchaft zwiſchen dem Gläubiger und dem Bär⸗ gen. 241. Rechte des Glaubigers bei dem Fauſtyfandscontracte, 253. und bei dem antichretiſchen Contracte. 256. Rechte der privilegirten Glaubiger. 260. Privilegien der Glaͤubtger auf gewiſſe bewegliche Sachen. 266. Wenn ein Erbſchafteglaͤubiger erſt nach dem An⸗ fall der Erbfolge die Eintragung hat be wirken laſſen, bletbt ſie ohne Wirkung. 281. Alle an Einem Tage eingetrage⸗ nen Gläubiger haben gleichen Rang. 281. Der Gläubiger, der ein Zinten tragendes Kapital bat eintragen laſſen, hat auch fuͤr die Zinſen der zwei letz⸗ ten Jahre ein Privtleg. 283 Der Gläubiger, der eine groͤßere geſetzüche Hypothek hat, als erfordertich iſt, muß ſich die Reduction derſelben gefollen laſ⸗ ſen. 286. Bei einer ausgelaſſenen Hy⸗ pothek in den Regiſtern behalten die Glaͤubiger das Recht, ſo lange der Regiſter. Kaufpreis noch nicht bezahlt iſt, in der Raugordnung ihren Platz zu nehmen. 296. Der Gläubiger kann verlangen, doß die dem Schuldner zugehörigen un⸗ beweglichen Sachen ſowohl, als der Nießbrauch an denſelben gerichtlich ver⸗ kauft werden. 299. Rangordnung der Glaͤubizer. 3oz. Wenn auch der Schuldner der PVeraͤhrung entſagt, kann ſich doch der Glaͤubiger darauf be⸗ ziehen. 306. Vergl. Forderungen. Gluͤcksvertrag. Von den aleatoriſchen Gluͤcks⸗ oder Hoffnungs⸗) Verträgen. III. 230. Graben. Die Graͤben der Feſtungen ſinb Staatseigenthum. II. 12. Alle Gräben zwiſchen zwel Grundftuͤcken werden fuͤr gemeinſchaftlich gehalten. 54. Grad. Begriff des Verwandtſchaftsgra⸗ des. I. 246. II, 96. Bei der Bildung des Familienraths muß der in jeder Li⸗ nie dem Grade nach nächſte Verwandte gewaͤhlt werden. I. 356. Wle werden die Grade gezaͤhlt? 1I. 97. Nach Gra⸗ den ſuccediren die Collateralen, jeder in ſeiner Linie; aber uͤber den zwolften Grad entfernte Verwandten erben nicht. I10. Gras gehoͤrt zu den natuͤrlichen Fruͤch⸗ ten. II. 28. Greffier des Criminalgerichts. Er hat nach geſchehener Hinrichtung die zur Sterbeurkunde des Hingerichte⸗ ten gehorigen Nachrichten einzuſenden. I. 205. Greffier des Friedensgerichts. Die Ernennung des vermundſchaſtli⸗ chen Rathgebers der Mutter geſchieht durch eine vor dem Friedensrichter und ſeinem Greffier abgegebene Erklärußg⸗ j. 349. Er hat die ihm vom Minilter des Seeweſens zugeſandten, zur Ste aufgenommenen Teſtamente aufzubewah⸗ ren. II. 210. Greffier des Tribunals erſter Inſtanz. Er giebt Auszuͤge aus den at von den Ur⸗ Ctwilſtundstegiſiers/) kunden e k. h e er t k . . Regiſter. 40 1 kunden vom laufenden Jahre nur ge⸗ treue Abſchriften zu liefern, 183. und macht die nöthigen Erwähnungen von urkunden am Rande des Civilſtandsre⸗ giſters. 185. Er fuͤhrt das Protocoll bei Eheſcheidungsklagen, 288. 301. und theilt dem kaiferlichen Procurator die Aectenſtuͤcke mit. 301. Er wird bei Ver⸗ nehmung des Interdicirten mit zugezo⸗ gen. 397. Er traͤgt die von dem Bene⸗ ſiciarerben abgegebene Erklärung uͤber die Annahme der Erbſchaft in ſein Re⸗ giſter. II. 134. In der Greffe des Tri⸗ bunals muß die Entſagung der Guͤter⸗ gemeinſchaſt von Seiten der Frau ge⸗ ſchehen. III. 118. Der Greffier darf keine ſtreitigen Rechte und Klagen auf ſich uͤbertragen laſſen, die vor ſein Tri⸗ bunal gehoren. 158. Er darf auch keine urkunden aufnehmen, worin eine kor⸗ perliche Verhaftung verabredet wird. 25r. Auf der Greffe des Tribunals, worunter die Guͤter gelegen ſind, ge⸗ ſchteht die einer Hyvothek wegen erfolgte Abtretung derſelben. 288. Käufer von Grundſtuͤcken, die Ehemaͤnnern oder Vormuͤndern gehsren, muͤſſen, um die⸗ ſelben von Hypotheken frey zu machen, eine Abſchrift des Contracts in der Greffe des Tribunals niederlegen. 294. Vergl. Secretariat. Großdignitare und Großoffiziere des Reichs ſind von der Vormundſchaft befreyt. I. 366. Großeltern. Der glaubhafte Auſſatz, der ihre ECinwilligung enthält, muß dem Beamten des Ctvilſtandes vorgelegt werden. I. 198. Ihre Einwilligung muß in der Heirathsurkunde enthalten ſeyn. 200. Sie treten an die Stelle der El⸗ tern, wenn dieſe todt oder unfähig ſind⸗ ihren Willen zu erklären. 239. Wenn keiner der Großeltern mehr am Leben iſt, ſo können Minderjährige ſich nur unter Einwilligung des Familienraths verheirathen. 245. Großeltern können Einſpruch gegen die Ehe ibres Enkels Spangenberge Commentar Bd. III. einlegen. 232. Wenn ſie nicht in den Abſchlus der Ehe eingewilligt haben, können ihre Enkel die Nichtigkeitsklage anſtellen. 255. Von der geſetzlichen Vor⸗ mundſchaft ſchiießt der mutterliche Groß⸗ vater den väterlichen Urgroßvater aus. 353. Der Großvater iſt mit dem Enkel im zweiten Grade verwandt. II. 97. Der Großvater, der ſeinen Enkel be⸗ ſchenkte, hat nach deſſen Tode bei der Vorausnahme den Vorzug vor dem Va⸗ ter. 111. Zum Vortheil der Enkel ſind ſideicommiſſariſche Subſtitutionen er⸗ iaubt. 226. Vergl. Aſcendenten. Groſſe, ſ. Abſchrift. Gruben kann der Eigenthuͤmer unter der Oberfläche ſeines Bodens machen. II. 18. Grund. Ein erlaubter Grund der Ver⸗ bindlichkeit wird zur Gültigkeit eines Vertrages weſentlich erfordert. II1. 3. Grund und Boden eingegangener Fe⸗ ſtungswerke iſt Staatseigenthum. 1I. 12. ſ. Boden. Grunddienſtbarkeiten gehsren zu den unbeweglichen Sachen. II. 8. ſ. Servitut. Grundſtuͤcke gehören zu den unbeweg⸗ lichen Sachen, Il. 4. auch dieſenigen Sachen gehdren zu den unbeweglichen, welche der Eigenthuͤmer eines Grund⸗ ſtuͤcks zum Dienſt und zur Benutzung deſſelben darauf gebracht hat. 6. Nur einem Grundſtück kann eine Servitut aufgelegt werden. 60. Der Bewers, daß ein Grundſtuͤck gegen eine beſtaͤndige Lehns⸗ und Erbenzinsabgabe uͤberlaſſen iſt, erhält dieſe Verbindlichkeit. 69. Das Recht, zur Beraͤußerung, Ver⸗ hyvothectrung oder Zerſtͤckelung eines Grundſtuͤcks ſeine Einwilligung zu ge⸗ ben, iſt im Koͤnigreich Weſtphalen nicht abgeſchafft. 73. Grundſtuͤcke ſollen bei der Theilung ſo wenig als moͤglich zer— ſtuͤckelt werden. 152. Um die vom Ge⸗ richt beſehlene Räumung eines Grund⸗ ſtuͤcs zu bewirken, findet koͤrperliche Verhaftung ſtatt. III. 250. Eee Grund⸗ 402 Regiſter. Grundzins kann der Lehnbeſitzer ab⸗ loͤſen. 1I. 71. Guͤter. Welche Guͤter ſind gemeinſchaft⸗ uch? lI. 13. Vergi. Bewegliche Sachen. Unbewegliche Sachen. Guͤterabtretung. Die Wohlthat der Guterabtretung hat der Ausländer nicht. 1. 150. Vergl. Vermoͤgensabtre⸗ tung. Guͤtergemeinſchaft. Ob die Ehegat⸗ ten die Guͤtergemeinſchaft eingehen wol⸗ len, oder nicht, daruͤber hat der Ctvil⸗ ſtandsbeamte die Ehegatten vor Abfaſ⸗ ſung der Heirathsurkunde zu befragen⸗ I. 200. Der mit dem Abweſenden in Gutergeineinſchaft lebende Ehegatte kann die Einſetzung der Erben in den vorlaͤu⸗ ſigen Beſitz verhindern. 225. Pflichten des Ehegatten des Abweſenden, der ſich fuͤr die Fortſetzung der Gütergemein⸗ ſchaft erklärt hat. 227. Wenn die Ehe⸗ frau mit ihrem Manne auch nicht in Guͤtergemeinſchaft lebte, bedarf ſie doch ſeiner Genehmiqung, um vor Gericht auftreten, ſchenken, veraͤußern, verhy⸗ potheciren oder erwerben zu koͤnnen. 267. Die mit ihrem Manne in Guͤter⸗ gemeinſchaft lebende Frau verbindet ihn durch Verträge. 270. Während des Eheſcheidungsprozeſſes kann die Ehefrau darauf anttagen, daß das bewegliche Vermoͤgen der Guͤtergemeinſchaft unter Sequeſter gelegt werde. 295. Jede waͤhrend dieſer Zeit zur Beläſtigung der Guͤtergemeinſchuft von dem Manne uͤbernommene Verbindlichkeit iſt ungul⸗ tig, ſobald ſie als zum Nachtheil der Frau geſchehen bewieſen wird⸗ 296. Der mit der Frau in Guͤtergemeinſchaft lebende Mann kann in ſeinem Namen auf Theilung der ihr zugefallenen Sa⸗ chen antragen. II. 143. Die in Gäter⸗ gemeinſchaft lebende Ehefrau kann ohne Autoriſation ihres Mannes nicht Teſta⸗ mentsexecutor werden. 210. Ob Ehe⸗ gatten in Gutergemeinſchaft leben wol⸗ len, oder nicht, können ſie in der Ehe⸗ ſtiftung beſtimmen, und in Ermange⸗ lung einer Beſtimmung tritt die geſetz⸗ liche Guͤtergemeinſchaſt ein. III 93. Von dem Rechtsverhaͤltniſſe der Guͤter⸗ gemeinſchaft. 9o. Von der geſetzlichen Guͤtergemeinſchaft. 100. Von dem Activ⸗Beſtande 107. und dem Paſſiv⸗ Beſtande der Guͤtergemeinſchaft. 109. Verwaltung der Guͤtergemeinſchaft. 107. Wirkungen der von den Ehegatten in Beziehung auf die Guͤtergemeinſchaft vorgenommenen Handlungen. 110. Von der Aufloͤſung der Guͤtergemeinſchaft, und ihren Folgen. 113. Von der An⸗ nahme oder Ausſchlagung des Verms⸗ gens der Gutergemeinſchaft, nach deren Aufhebung. 117. Von der Annahme der Guͤtergemeinſchaft und deren Fol⸗ gen. 121. Von der Verzichtleiſtung auf die Guͤtergemeinſchaft und deren Wirkungen. 126. Beſtimmung uͤber die geſetzliche Guͤtergemeinſchaft, wenn ei⸗ ner oder beide Eheqatten Kinder aus fruͤhern Ehen haben 127. Von der ver⸗ tragsmaßigen Guͤtergemeinſchaft. 128. Allgemeine Regeln uͤber die vertrags⸗ maͤßige Guͤtergemeinſchaft 130. Von den Verabredungen, wodurch alle Guͤter⸗ gemeinſchaft ausgeſchloſſen wird 139. Die Ehegatten konnen, auch wenn ſie in das Dotalverhältniß eintreten, dennoch eine Gemeinſchaft des Erwerbs verabreden. 150. Im Fall die Guͤtergemeinſchaft unter den Ehegatten ausgeſchloſſen iſt, koͤnnen ſie unter einander kaufen und verkaufen. 157. Die in Gutergemein⸗ ſchaft lebende Ehefrau iſt in Ruͤck⸗ ſicht der mit ihrem Manne uͤbernomme⸗ nen ſolidariſchen Verbindlichkeiten nie des Stellionats ſchuldig zu halten. 252. Der gerichtliche Verkauf der der Frau gehörigen, und nicht in die Guͤterge⸗ meinſchaft gefallenen Immobllien wird wider den Mann und die Frau ausge⸗ wirkt. 300. Der Lauf der Verhährung iſt während der Ehe in dem Fall de⸗ hemmt, wo die Klage der Frau Regiſter. 403 nach ihrer Wahl der Annahme oder Ausſchlagung der Guͤtergemeinſchaft an⸗ geſtellt werden kann. 310. Guter Glaube. Die in gutem Glau⸗ ben gezogenen Nutzungen aus dem Ver⸗ moͤgen des Abweſenden erhalten diezeni⸗ gen, welche die Erbſchaft in Empfang genommen haben. 1. 233. Guter Glaube hinbert die huͤrgerlichen Werkungen der wahren Ehe nicht. 261. Auch der bloße Beſitzer in ontem Glanben erwirbt die von ſeiner Sache hervorgebrachten Fruch⸗ te. II. 16. Die von dem Beſitzer in gu⸗ tem Glauben gemachten Anlagen muß der Eigenthuͤmer auch dann erſetzen, wenn ſjenem das Eigenthum abg⸗ſprochen wurde. 20. Wirkung des guten Glau⸗ bens bei Zahlungen in Anſehung des Gläubigers, und des Schuldners. III. 46. Wann der Empſänger einer ihm aus Irtthum gegebenen Sache in gu⸗ tem Glauben war, iſt er nur zur Er⸗ ſtattung des Kaufpreiſes verbunden. 89. Der Geſellſchafter hat eine Klage wider die Geſellſchaft in Anſehung der Ver⸗ bendlichkeiten, die er in Anſehung der Geſellſchaft bona ſide übernommen hat. 208. Die von dem Mandatar uͤber— nommenen Verbindlchkeiten finden auch in Hinſicht dritter Perſonen ihre Voll⸗ ziehung, wenn ſie bona kide dabet zu Werke gingen. 238. Wer eine unbe⸗ wegliche Sache bona fide beſitzt, erwirbt das Eigenthum derſelben durch Verjäh⸗ rung. 312. Vergl. Boͤſer Glaube. Redlichkeit. Gyps. Eine bewegliche Sache mit Gyps an ein Grundſtuͤck befeſtigt, gehört zu den unbeweglichen Sachen. II. 7. H. Haͤfen gehoͤren zum Staatseigenthun. II. 12.— Halbbuͤrtigkeit. Darauf koͤwmt es bei der Collateralerbſchaft nicht mehr an. n. 10. Vergl, Verwandten. Handel. In Handlungsſochen braucht der Ausländer keine Cautlon zu ſtellen. I. 155. Man verltert nicht die Eigen⸗ ſchaft eines Franzoſen, wenn man ſich Handelsverbindungen wegen an einem fremden Ort auſhält. 158. Eine Frau, die einen von dem Handel des Mannes⸗ abgeſonderten Handel treibt, bedarf ſet⸗ ner Autoriſation nicht, um vor Geriche auftreten zu können. 270. Der ecman⸗ ctpirte Minderjaͤhrige wird in Hinſicht der ſich auf ſein Handelsetabliſſement be⸗ ziehenden Geſchäfte fuͤr vollährig ge⸗ halten. 393. Antheile an Handelsge⸗ ſellſchaften gehoͤren zu den beweglichen Sachen. II. 9. Gegenſtaͤnde des Han⸗ dels ſind unter dem Ausdruck Mobilien nicht mitbegriffen. I7. Die Schadlos⸗ haltung wegen Verzögerung der Erfuͤl⸗ lung des Vertrages richtet ſich fuͤr Hand⸗ lungsgeſchaͤfte nach den daruͤber feſtge⸗ ſetzten Regein. III. 18. Nach den Han⸗ delsgeſetzen kann der Zeugenbeweis über die Frage, ob eine Urkunde von dem Ausſteßer wirklich geſchrieben ſey, ſtatt finden. 75. Wenn dte Frau ſich in ih⸗ ren Handelsangelegenheiten verbindlich gemacht hotte, haftet das Vermogen der Gutergemeinſchoft. 108. Die ge⸗ ſchehene Vermögensabſonderung muß durch öffemtichen Anſchlag in dem Han⸗ delsgericht bekannt gemacht werden, wenn der Ehemann Kaufmann, Ban⸗ auter dder Großhändler iſt. 115. Die Verfügungen des Titels von dem Ge⸗ ſellſdaftsvertrage ſind auf Handelsge⸗ ſellſchaften nun in denſenigen Puncken anwendbar, dte mit den Handelsgeſetzen nicht im Widerſpruch ſtehen. 213. Die Zahlungsfähtgkeit des Buͤrgen wird in Handelsangelegenheiten nicht aus ſeinem Grundeigenthum beurtheilt. 240. Durch den Titel von der körperlichen Verhaf⸗ tung in buͤrgerlichen Sachen iſt den Grundſätzen des Code de commerce nicht derogirt, 232. und die in dem Titel von dem Pfandcontracte enthalte⸗ nen Verflgungen ſind nicht auf Han⸗ Eee 2 delsſachen — 404 delsſachen anwendbar; 235. auch ſollen die Beſtimmungen des Privilegs fuͤr den Verkaͤufer den Handelsgeſetzen nicht de⸗ rogiren. 266. Vergl. Kaufmann. Handelsfrau kann ohne Genehmigung ihres Mannes nicht vor Gericht auftre⸗ ten. I. 267. Sie verbindet aber durch Vertraͤge den mit ihr in Guͤtergemein⸗ ſchaft ſebenden Ehemann. 270. Sie kann ohne Zuſtimmung thres mit ihr in Gaͤtergemeinſchaft lebenden Ehemannes uͤber das gemeinſchaftliche Vermoͤgen diſponiren. III. 108. Handelsmann. Wenn der Minder⸗ jährtae ein Handelsmann iſt, fallt die Wiedereinſetzung in den voftgen Stand weg. III. 62. vergl. Kaufmann. Handgeld. Wenn zu dem Verſprechen etwas zu verkaufen ein Handgeld hinzu⸗ kam, ſo iſt jeder der Contrahenten be⸗ rechtigt davon abzugehen. III. 154. Bet dem muͤndlich abgeſchloſſenen Miethcon⸗ tract iſt kein Zengenbeweis zulälſia, ſoll⸗ te man ſich auch auf ein gegebenes Handgeld beziehen. 182. Handlungen. Außergerichtliche Hand⸗ lungen des Mannes und ſeiner Erben, die eine Ableugnung des Kindes enthal⸗ ten, werden als nicht geſchehen betrach⸗ tet. 1. 313. Der Vormund vertritt den Pupillen bet allen buͤrgerlichen Handlungen. 376. Der emancipirte Minderſährige kann einige Handlungen allein, andere nur unter Zuztehung ei⸗ nes Curators, und noch andere nur un⸗ ter Genehmigung des Familienraths vornehmen. 391. Mit dem ein und zwanzlgſten Jahre kann man alle Hand⸗ iungen des buͤrgerlichen Lebens nach ei⸗ gener Willkͤhr vornehmen. 394. In welchem Fall die Handlungen des In⸗ terdieirten vor und nach ſeiner Inter⸗ diction nichtig ſind? 399. Aus welchen Handlungen kann die Annahme einer Erbſchaft gefolgert werden? II. 126. Ohne daß es einer wettern Handlung be⸗ darf, wird der Schuldner durch die Wir⸗ Regiſter. kung des Contraets ſelbſt in Verzug geſetzt. III 15. Der Glaͤubiger einer bedingten Forderung kann vor erfuͤllter Bedingung alle conſervatoriſche Handlungen vor⸗ nehmen. 28. Eine geſetzliche Praͤſum⸗ tion iſt eine ſolche, welche ein beſonde⸗ res Geſetz mit gewiſſen Handlungen verbunden hat. 78. Jede Schaden ver⸗ urſachende Handiung verbindet zum Er⸗ ſatz deſſelben. 90. Fuͤr Handlungen, welt che die in der Guͤtergemeinſchaft lebende Frau vornahm, iſt das Vermoͤgen der Guͤtergemeinſchaft nicht verhaftet. 108. Wenn nichts daruͤber beſtimmt iſt, ſo kann jeder einzeine Geſellſchafter Ver⸗ waltungshandlungen vornehmen; und wenn einem derſelben die Verwaltung der Geſellſchaft aufgetragen iſt, kann er alle hiezu gehoͤrenden Handlungen vor⸗ nehmen. 209. Handlungsbuͤcher der Kuufleuke ſind Privaturkunden. III. 67. In welchen Fallen ſie Bewetskraft haben? 70. Handſchrift. Verfahren, um die Aecht⸗ heit oder Unächtheit der Handſchrift in Privaturkunden auszumitteln. III. 63. Handwerk. Handwerksgeräthe iſt in dem Ausdruck Mobilten nicht mitbe⸗ griffen. 1I. 10. Wenn Eitern ihrem in Ehebruch oder Blutſchande erzeugten Kinde ein Handwerk haben lehren laſ⸗ ſen, ſo hat es keinen Anſpruch auf ih⸗ ren Nachlaß. II 118 Wenn der Min⸗ derſaͤhrige ein Handwerker iſt, fallt die Wiedereinſetzung in den vorigen Stand weg. III. 62 Handwerker brauchen die von ihnen auszuſtellenden Schuldſcheine nicht ganz zu ſchreiben. 68.. Sie ſind unter gewiſſen Bedingungen fuͤr den Schaden verantwortlich, den ihre Lehr⸗ iinge veturſacht haben. 90. vergl. Ar⸗ beiter. Gewerbe. Handzug. Der Präſident des Tribu⸗ nals erſter Inſtanz muß das Civiiſtands⸗ regiſtet I. I81. und das Regiſter uͤber die Aufgebote mit ſeinem S „194. die zu den Urkun ſehen. 194. Auch 6e Regiſter. 405 des Civiiſtandes beigebrachten Docu⸗ meute muͤſſen mit ſeinem und dem Hand⸗ zug der Intereſſenten verſehen ſevn. 182. Der commandirende Offizter von elnem Truppencorps hat das Civib ſtandsregiſter deſſelben mit ſeinem Hand⸗ zug zu verſehen. 20s6. Mit ſeinem Handzuge verſieht der Präſident des Tribunals erſter Inſtanz oder der ihn vertretende Richter die Eheſcheidungs⸗ klage und die Beweisſtuͤcke 282. Die Regiſter der Hypothekenbewahrer muͤſ⸗ ſen von einem Richter des Tribunals vaginitt und paraphirt werden IlI. 297. Hauptmann. Der commandirende Hauptmann bei einem Truppencorps ſoll alle Verrichtungen des Beamten des Civilſtandes beſorgen. I. 207. vergl. Bataillonschef. Haus. Die Sterbefälle in öffentlichen Häuſern muͤſſen von den Voraeſetzten derſelben angezeigt werden. 1. 203. Vollährige, weiche bei andern in Dienſt ſind, haben nur dann den Wohnſitz ih⸗ res Brodherrn, wenn ſie mit ihm in etnem Hauſe wohnen. 217. Das Kind darf das väterliche Haus ohne Erlaub⸗ niß des Vaters nicht verlaſſen. 341. Worauf erſtreckt ſich der Verkauf, oder die Schenkung eines Hauſes mit allem was ſich darin befindet? Il. 11. In den Staͤdten kann)eder ſeinen Nachbar zwingen, zur Ausbeſſerung der Wand, welche ihre Haͤuſer ſcheidet, betzutra⸗ gen. 53. Regeln uͤber die Ausbeſſerung eines Hauſes, deſſen Stockwerke ver⸗ ſchiedenen Eigenthuͤmern gehören. 54. Regeln uͤber die Vermiethung eines der Frau gehöorigen Hauſes, III. 110. Der Miethcontract uͤber Häuſer wird Mie⸗ the genannt. 180. Von den eigemhuͤm⸗ lichen Regeln der Miethe. 187 f. vergl. Arbeitshaus. Zuchthaus. Haushaltung. Haushaſtungsgeſchaͤfte und die in Hinſicht derſelben contrahir⸗ ten Verbindlichketten erfordern die Au⸗ toriſation des Ehemannet nicht. 1. 70. Nach erfolgter Vermoͤgensabſonderung muß die Frau zu den Koſten der Haus⸗ haltung beitragen. III. 116. Hausherren ſind fuͤr den durch ihr Hausgeſinde verurſochten Schaden ver⸗ untwortlich. III. 90. vergl. Herr. Hauspapiere können bei verloren ge⸗ gangenem Ctvilſtandstegiſter die Ehe be⸗ weifen. I. 259. vergl. Familienpa⸗ piere. Hausvater. Als ein guter Hausvater muͤſſen verwalten und bewahren: der Vormund das Vermoͤgen des Pupillen; 1. 277. der Nießbraucher die ihm zum Nießbrauch Il. 34. und der Ge⸗ braucher die ihm zum Gebrauch uͤberge⸗ bene Sache; 43. derſenige, der zur Erhaltung einer Sache verpflichtet iſt, dieſe Sache; UI. 13. der Geſchaͤfts⸗ fuͤhrer das ihm uͤbertragene Geſchaft; 88. der Miether die gemiethete Sache; 184. der Pächter das Vieh; 198. der Leiher die geltehene Sache; 215. und der gerichtliche Verwahrer die mit Ar⸗ reſ belegter Sachen. 229. Haut. Die Haute von dem durch Zu⸗ tall oder Seuchen zu Grunde gegange⸗ nen Vieh muß der Nießbraucher dem Eigenthuͤmer berechnen. II. 39. Hazardſpiele ſind verboten. IM. 250. Hebammen haben dle Geburt des Kin⸗ des anzuzetgen. I. 188. Hecke, die Grundſtuͤcke ſcheidet, iſt ge⸗ meinſchaftlich. In welcher Entfernung eine Hecke von dem Grundſtuͤck des Nachbarn angelegt werden darf? Il. 55. Die in einer gemeinſchaftlichen Hecke be⸗ ſakaſt Baͤume ſind auch gemeinſchaft⸗ lich. 56. Heerde. Was hat der Nießbraucher zu erſetzen, wenn eine Heerde ganz, oder zum Theil zu Grunde geht? 1I. 39. veral. Vichpacht. Heerſtraßen, ſ. Straßen. Heimfallsrecht. Wenn der Staat dadurch zu etner Erbſchaft berufen iſt, ſind die Domalnenverwalter nicht Eee3 befugt, — 106 H H H 122. eirath kann bei verloren gegangenem Ctvilſtandsregiſter durch Zeugen bewle⸗ ſen werden. I. 184. Von der zweiten Heirath. 271. Geſchiedene Ehegatten können ſich nie wieder mit einander ver⸗ heirathen. 303. Vor der Hetrath muͤſ⸗ ſen die unehelichen Kinder anerkannt werden, um die Rechte ehelicher Kinder zu erhalten. 321. Hetrath beendigt die väterliche Sewalt nicht. 340. Welchen Einfluß die zweite Heirath auf das Ein⸗ ſperren der Kinder hat. 342. Die Heitath des Minderjährigen hewirkr ſeine Emancipatlon. 390. Wie und durch wen wird der Brautſchatz und die uͤbrigen Bedingungen der Cheſtiſtung bei der Heirath des Kindes eines In⸗ terdicirten beſtimmt? 40l. Die Ehe⸗ ſtiftung muß vor der Heirath abge⸗ ſchloſſen werden.. 96. veral. Ehe. cirathscontract, ſ. Eheſtif⸗ tung. etrathsurkunde. Von den Hei⸗ rathsukunden im allgemeinen. I. 193. Handlungen, die die Heirathsurkunde vorberelten. 197. Abfaſſung derſelben. 200. Ven den Heirathsurkunden der Militairperſenen. 209. Die zur Be⸗ richtigung der Urkunden des Civilſtan⸗ des ertheilten Verguͤnſtigungen treten nur fuͤr die Heirathsurkunden ein. 213. Strafe der Beamten des Civilſtandes, wenn in der Heirathsurkunde nicht der Einwilligung der Aſcendenten gedacht iſt. 244. Die Helrathsurkunde von den zm Auslande verheiratheten Franzoſen muß nach ihrer Ruͤcktehr in das Civit⸗ ſtandsregiſter eingetragen werden. a54. Durch die in das Civiſſtandsregiſter ein⸗ getragene Heirathsurkunde können die burgerlichen Wirkungen der Ehe in Ant ſpruch genommen werden; ſie muß aber ohnerachtet des Beſitzſtandes von den Ehegatten vorgezeigt werden. 259. Wenn ſie durch Betruß des Civilſtands⸗ Regiſter. befugt, darauf Verzicht zu leiſten. II. beamten verfaͤlſcht iſt, kann dieſes durch peinliches Verfahren bewieſen werden. 260. Bei Einleitung der Eheſchei⸗ dungsklage muß ſie von den Ehegatten beigebracht werden. Z00. Herkommen. Verträge verbinden auch zu dem, was Herkomtnen aus der Na⸗ tur der eingenangenen Verbindlichkeit folgern laͤßt. Ili. 12. Nach dem Her⸗ kommen des Landes, wo ein Vertrag abgeſchloſſen iſt, muß das Zweideutige deſſelben beurtheilt werden. 2. vergl. Gewohnheiten. Herr. Dem Herrn wird uͤber die Ver⸗ dengung der Dienſtboten und Arbeits⸗ leute auf ſeine eidlicke Verſicherung ge⸗ glaubt. 11]). 193. vergl. Hausherr. Hinterlegung. Von der Hinterlegung der Zahlung. III. 119 f. vergl. Nie⸗ derlegung. Hochzeit. Die Koſten derſelben ſind der Cokation nicht unterworfen. II. 158. Holz. Abgetriebenes Holz gehort zu den beweglichen Sachen. 1I. 4. Rechte des Nießbrauchers in Hinſicht der Holzun⸗ gen. 30. Die Benutzung der Holz⸗ ſchläge ſällt in die Guͤtergemeinſchaft. III. 101. Hoſpital. Wie werden die Sterbe⸗ falle in Hoſpitälern conſtatirt? 1. 203. 210. Die zum Vorthell der Hoſpita⸗ ler gemachten Schenkungen werden von den dazu ermächtiaten Vetwaltern der⸗ ſelben angenommen. Il. 186. vergl⸗ Irrenhaus.“ Hoſpizen. Sucteſſtonsrecht derſelben. 1I. 123. Hülfe ſind die Ehegatten einander ſchul⸗ dig. I. 266. Huͤtten- und Hammerwerke. Die zu ihrem Gebrauch gehörigen Geräth⸗ ſchaftenwerden fuͤr unbeweglich gehal⸗ ten. II. 6. Huͤtten: und andere Wer⸗ ke, die nicht wit Pfellern befeſtigt ſind und keinen Theil des Hauſes ausma⸗ chen, gehoͤren zu den beweglichen Sa⸗ en. 9. Wenn der Miether eines Hüt⸗ tenwerks k5 4. n . 1 e Regiſter. 407 tenwerks durch den Kaͤufer vertrieben wird, wird die Entſchädigung durch Sachverſtandige beſtimmt. III. 186. Huiſſier. Er hat den Partheyen und dem Cwilſtandsbeamten den geſchehe⸗ nen Einſpruch zu inſinutren. I. 233. Er kann die Verſteigerung der dem Verder⸗ ben unterworfenen erbſchaftlichen Sa⸗ chen beſorgen. Il. 138. Durch ihn muß das Anerbteten der Zahlung geſchehen. zMI. 5o. Er kann die Ausfertigungen mit der executoriſchen Clauſel zur Voll⸗ ziehung bringen. 65. Wegen Zuruck⸗ gabe der ihm anvertramen Urkunden und Gelder kann er perſoͤnlich verhaftet werden. 230. Die Verweigerung des Hypethekenbewahrers zur Eintragung ꝛc. einer Urkunde wird durch ein von dem Huiſſiet aufgenommenes Protocoll bewieſen 296. Der dem gerichtlichen Verkauf vorangehende Zahlungqsbefehl muß dem Schuloner durch einen Hutſ⸗ ſier zugeſtelt werden⸗ 301. Die Kla⸗ gen der Huiſſiers auf ihre Gebuͤhren verſahren binnen Einem Jahre. 314. Hut auf leeren Feldern verhert der, wei⸗ cher ſein Grundſtuͤck mit einer Befriedi⸗ gung umgtebt 1I 48. H ypothek. Damit duͤrfen die unbeweg⸗ lichen Sachen des Abweſenden von dem Eingewieſenen nicht beſchwert werden. I. 228. Ohne Einwilligung ihres Mannes darf die Ehefrau nichts verhy⸗ potheciren; 267. ohne Genehmiaung des Familienraths auch nicht der Vormund das unbewegliche Vermoͤgen ſeines Pu⸗ pillen, 280. und der emancipirte Min⸗ derhährige. 301. Ohne Mitwtrkung ihres Beiſtandes nicht der Interdicirte, 398. und der Verſchwender. 402. Wem der Nießbrauch an einzelnen Sa⸗ chen gegeben iſt, haftet nicht fuͤr die auf das Grundſtuͤck haftenden verhypo⸗ thecirten Schulden. II. 37. Der Be⸗ neficlarerbe muß den Kaufpreis verkauf ter Immobilien an die hypothekariſchen Gläͤnbiger verthellen. 139. Frey von allen Hypotheken werden die Gegen⸗ ſtände der Collation in die Erbſchafts⸗ maſſe geworfen; hypothekartſche Gläu⸗ biger können aber gegen die Thetlung Einſpruch thun 160. Gegen die dem Particularlegatar vermachte Sache kann eine hypothekartſche Klage von dem Gläubiger angeſtellt werden. 162. Rech⸗ te der Miterben an einer mit einer Spes ciathypothek belegten erbſchaftlichen Sa⸗ che. 162. Wenn ein Erbe verſäumte, gegen die Vertheilung des Kaufgeldes eines Guts, woran er Hypothek hat⸗ te, Oppoſition einzulegen, beſreyt er dadurch ſeine Miterben von der Evics tionsleiſtung. 165. Befreyt von Hy⸗ potheken muk die unbewegliche Sache von dem Beſchenkten nach geſchehener Reduction zuruͤckaegeben werden. 183. Wenn eine Schenkung mit Hypothek belaſtete Gegenſtände betrifft, muß die urkunde daruͤber in die Hypothekenbuͤ⸗ cher eingettagen werken 188. Frey von aller Hupothek fallen die Sachen nach dem Tode des Beſchenkten an den Schenker zuruͤck, wenn er ſich das Ruͤckfallsrecht vorbehtelt, wit Ausnah⸗ me der Hypothek fuͤr den Brautſchatz. 191. Eben ſo wenn der Beſchenkle die ihm auferlegten Bedingungen nicht erfuͤllte. 192. Wie wird es mit den Hypetheken bey dem Widerruf der Schenkuns gehalten? 193. 195 Der Unitverſallegatar haftet, wenn er mit einem Pfflichterben zuſammentrifft, hy⸗ pothecariſch fur das Ganze. 214. Der das Legat Auszahlende iſt fuͤr deſſen Auszahlung hypothecariſch verhaſtet; er iſt aber nicht verpflichtet, die dnrauf haftende Hopothek abzulsſen. 217. Der mit einem Fideicommiß Beſchwerte oder der Executor der Diſpoſition haben die Aufſaͤtze derſelben in die Hypothekenre⸗ giſter eintragen zu laſſen 231. Jede Hypothek muß ſchriſtlich abgefaßt wer⸗ den. III. 8. Wenn fuͤr die Schuld ei⸗ ne Hypothek boſtellt iſt, můſſen die en 40⁸ ben dle Leiſtung untheilbar thun. 39. Wenn die urſpruͤngliche Verbindlichkeit unter Conventionalſtrafe eine uhtheil⸗ bare Sache zum Gegenſtande hat, ſo kann die Strafe wider einen jeden Mit⸗ erhen hypothekariſch fuͤr das Ganze ein⸗ geklagt werden. 42. Wirkungen der Subrogatton auf die hypothekariſchen Rechte. 48. Der Glaͤubiger, der in die Zuruͤcknahme der deponirten Sache ein⸗ gewilligt hat, kann die damit verknuͤpft geweſene Hypothek nicht mehr geltend machen. 52. Bei der Novation gehen die Hypotheken nicht auf das Vermögen des neuen Schuldners uͤber. 56. Wer eine durch Compenſation erloſchene Schuld bezahlt hat, ohne ſeine Forde⸗ rung zu compenſiren, kann von den da⸗ mit verknuͤpften Hypotheken zum Nach⸗ theil dritter Perſonen nicht mehr Ge⸗ brauch machen. 59. Das Recht des Gutsherrn, zur Verhypothectrung ei⸗ nes Grundſtuͤcks ſeine Einwilligung zu geben, iſt im Koͤnigreich Weſtphalen nicht abgeſchafft. 73. Der in Gäterge⸗ meinſchaft lebende Ehemann kann das gemeinſchaftliche Vermogen ohne Mit⸗ wirkung der Frau mit Hypothek be⸗ ſchweren. 107. Der Ehegatte, welcher zufolge einer Hypothek auf den ganzen Betrag einer gemelnſchaftlichen Schuld belangt wurde, hat einen Entſchädi⸗ gungsanſpruch wider den andern Ehe⸗ gatten. 125. Der Mann darf die un⸗ beweglichen Sachen ſeiner Frau bis zum Betrage des mobiliariſitten Theils mit Hypothek beſchweren. 132. Unter welchen Bedingungen können die Do⸗ talgrundſtuͤcke der Frau mit Hypothek beſchwert werden? 145. Die Frau hat bei der Zuruͤckforderung des dos kein Verzugsrecht vor den mit einer fruͤheren Hypothek verſehenen Glaubigern. 149. Der Verkaufer erhält bei dem Wieder⸗ kauf ſeln Grundſtuͤck frey von allen Hy⸗ potheken zuruͤck. 172. Der Verkauf oder die Ceſſion einer Forderung begreift Regiſter. auch deren Hypotheken in ſich. 176. Der Geſellſchaſter, dem die S tung nicht uͤbertragen iſt, kann die der Geſellſchaft gehoͤrenden Sachen nicht verpfaͤnden. 210. Wenn etwas mit et⸗ ner Hypothek beſchwert werden ſoll, muß die Vollmacht ausdruͤcklich hierauf gerichtet ſeyn. 235. Wenn jemand ei⸗ ne ihm nicht gehoͤrige unbewegliche Sa⸗ che mit Hypothek beſchwert, und mit Hypothek beſchwerte Grundſtuͤcke ſuͤr frei erklaͤrt, iſt er er des Stellionats ſchuldig. 250. Von Privilegien und Hypotheken. 258. Allgemeine Grund⸗ ſatze. 260. Von den Hypotheken. Be⸗ griff. Weſen. Arten. 272. Von den geſetzlichen Hypotheken. 273. Von den gerichtlichen Hypotheken. 275. Von den vertragsmaͤßigen Hypotheken. 276. Von dem Range der Hypotheken unter einander. 378. Von der Art und Weiſe der Eintragung der Hypotheken. 281. Von der Redlction und Loͤſchung der eingetragenen Hypotheen. 285. Von den Wirkungen der Hypotheken gegen dritte Beſitzer. 287. Von dert Erlo⸗ ſchung der Hypotheken. Von der Art ſein Eigenthum von Hypotheken frey zu machen. 200. Von der Art und Weiſe, bei Erwerbung der den Ehe⸗ maunern und Vormuͤndern gehoͤrigen Grundſtuͤcke, dieſelben von den darauf haftenden Hypotheken frey zu machen. 294. Fuͤr die ausgelaſſenen Hypothe⸗ ken blelbt der Hypothekenbewahrer vet⸗ antwortlich. 296. Hypothekenbewahrer. Die Privt⸗ iegien auf unbewegliche Sachen werden von dem Tage der Einſchreibung in die Regiſter des Hypothekenbewahrers an wirkſam. III. 270. Verfahren des Hy⸗ pothekenbewahrers bei der Eintragunz der Urkunden. 282. Von den Hypo⸗ thekenbewahrern. 295. §. re Geſetze kann Je⸗ Jagd. Durch beſonde ſ e et 1 it nd en uf n. e et bi⸗ en ie an n o , und Regiſter. 409 mand Befugnlß zur Occupatlon detſel⸗ ben erhalten. II. 80. Immobilien, ſ. Unbewegliche Sachen. Impubertaͤt begruͤndet die Nichtig⸗ keitsklage der Eheaotten. I. 256. Incompetenz. Die Incompetenz des Rlichters iſt eine Einrede gegen die Zu⸗ läſſiakeit der Eheſcheidunasklae. I. 296. Induſtrie, ſ. Gewerbfleiß. Injurien. Grobe Inurten begruͤnden die Eheſcheldungsklage. I. 276. Doch kann der Richter die Eheſcheidung deß⸗ halb verzoͤgern. 290. Fnlaͤnder. Fremde werden zur Erbfolge nur auf die- Weiſe zugelaſſen, wie ein Inlander ſeinem Verwandten in dem Lande des Fremden ſuccedirt ſeyn wuͤrde. 1I. 9o. Zum Vortheil eines Fremden kann man nur in dem Fall verſuͤgen, wo dieſer Fremde zum Vortheil eines Inlaͤnders verfuͤgen konnte. 176. Der im Auslande ſich aufhautende Jolaͤnder kann entweder ein eigenhändiges, oder ein öffentliches Teſtament machen. 211. Beral. Franzoſe. Inſeriptionen kann der Gläubiger vor erfuͤlter Bedinqung bewirken. Ill. 28. ſ. Eintragung. Inſeln, die ſich in ſchiffbaren Fluͤſſen bilden, gehoren dem Stoat; die in nicht ſchiffbaren dem Eigenthuͤmer des Ufers. Inſinuation. Sie ſoll an dem recht⸗ mäßtigen Wohnſitz ſtätt finden, wenn ein ſolcher von den Partheyen beſtimmt iſt. I. 218. Nachdem das petitoriſche Erkenntniß dem Beklageen iuſinuirt iſt, kann durch ein zweites Erkenntniß die körperliche Verhaftung verfuͤgt werden. UI. 251. Eine rechtliche Unterbrechung der Verjähtung wird durch die inſinuirte Aufforderung zur Zahlung, oder Arreſt⸗ anlegung erzenqt. 380. Inſolvenz. Wenn ein Miterbe inſol⸗ vent iſt, kann deſſen Antheil an den Schulden auf die uͤbrigen Miterben ver⸗ Spaugenberg's Commentat Bd. 1II. thellt werden. II. 163. Eben ſo bei der Evictionsleiſtung. 165. Gegen die un⸗ terlaſſene Annahme oder Eintragung der Schenkung findet im Fall der Zahlungs⸗ unfähigkeit der Vormuͤnder und Ehe⸗ gatten keine Wiedereinſetzung in den vorigen Stand ſtatt. 188. Wenn die Beſchwerten und die Teſtamentsexecu⸗ toren inſolvent ſind, kann den dritten Erwerbern bei fehlender Eintragung der Hypothek nicht weiter geholfen werden. 231. Der beſchwerte Minderjährige kann keine Wiedereinſetzung in den vo⸗ rigen Stand verlangen, wenn ſein in⸗ ſolventer Vormund die ihm obliegenden Verbindlichkeiten nicht erfuͤllt hat. 232. Der durch die Inſolvenz eines ſolidari⸗ ſchen Mitſchuldners entſtehende Verluſt wird unter die zahlungsfaͤhigen Mitglie⸗ der verhältnißmäßig vertheilt. III. 37. Wenn der delegirte Schuldner zahlungs⸗ unfaͤhig wird, ſteht dem Glaͤubiger wit der den von ihm frey gegebenen delegi⸗ renden Schuldner kein Anſpruch mehr — zu. 56. Wenn der Mann zu der Zeit, wo der Vater ſeiner Tochter eine dos beſtellte, ſchon zahlungsunfähig war, braucht dieſelbe zur Erbſchaft ihres Va⸗ ters nur das Klagrecht auf Zuruͤckgabe des Brautſchatzes zu conferiren. 149. Der Mandatar haftet fuͤr den von ihm gewählten inſolventen Aftermandatar. 236. Wenn der angenommene Buͤrge zahlungsunfähig wird, muß ein anderer geſtellt werden. 241. Der Glaͤubiger kann in gewiſſen Fallen dem Buͤrgen fuͤr die Zahlungsunfäͤhigkeit des Haupt⸗ ſchuldners verantwortlich werden. 242. Wenn unter mehreren Buͤrgen ſich Zah⸗ lungsunfaͤhige befinden, bleibt der Buͤr⸗ ge, der das Erkenntniß auf Theilung ausgewirkt hat, ſuͤr die nicht beizutrei⸗ benden Anthetle verhaftet. 242. Vergl. Zahlungsfähigkeit. Inſtrumente. Wiſſenſchaftliche In⸗ ſtrumente ſind in dem Ausdruck Mobi⸗ lien nicht mitbegriffen. 1I. 10. Fff Inter⸗ ——— ———„ —— ——* 410 Interdiction. Interdleirte haben ih⸗ ren Wohnſitz bei ihrem Curator. I. a17. Auf Interdietion muß derjenige antra⸗ gen, der gegen die Ehe eines Wahnſin⸗ nigen Einſpruch gethan hat. 253. In⸗ terdictrte ſind unfaͤhig zur Vormund⸗ ſchaft. 372. Von der Interdietion. Be⸗ griff. 39g. Erforderniſſe, um auf die⸗ ſelbe antragen zu koͤnnen. 395. Verfah⸗ ren. 396 f. Wirkungen der Interdieton. 398 f. Ende derſelben. ao1. Diezent⸗ gen, die auf Interdiction antragen koͤn⸗ nen, können auch die Ernennung eines PBeiſtandes fuͤr den Verſchwender nach⸗ ſuchen. qo2. Unter welchen Bebingun⸗ gen können Interdtcirte eine Erbſchaft annehmen? Il. 125. Statt des Inter⸗ dicirten muß der Vormund die Theilung erwirken. 145. Die einem Interdicir⸗ ten gemachte Schenkung muß von deſ⸗ ſen Vormund angevommen werden⸗ 186. Dieſer muß auch die mit Hppothek be⸗ ſchwerte Sache in das Hypothekenregi⸗ ſter eintragen laſſen, und findet bei Un⸗ terlaſſung deſſelben keine Wiederein⸗ ſetzung in den vorigen Stand ſtatt. 183. Interdicirte können nicht Teſtainents⸗ executoren werden. 319. Wenn unter den Erben Interdicirte ſind, muß der Teſtamentsexecutor den Nachlaß unter Siezel legen laſſen. 220. Der Curator des Interdicirten kann den frühern An⸗ fall der demſelben aus einer fideicom⸗ miſſariſchen Subſtitution zuſtehenden Rechte verlangen. 228. Die fehlerde Eintragung' einer Hypothek kann von den Glaubigern den interdieirten Sub⸗ ſtituirten entgegengeſetzt werden. 231. Interdicirte ſind unfähig zu contrahi⸗ ren. I1I. 9. Von der Nichtigkettskiage bei den von ihnen vorgenommenen Gen ſchaften. 62. Sie koͤnnen in Hinſicht der während der Interdiction vorgenem⸗ menen Geſchäfte wieder in den vorigen Stand geſetzt werden. Folgen, wenn ihnen dieſes zugeſtanden iſt. 63. Die Friſt, binnen weſcher die Klage auf Regiſter. Wiederaufhebung des Kaufs wegen Ver⸗ letzung ver)ährt, lauft auch wider In⸗ terdicirte. 173. Der Geſellſchaftsver⸗ trag endet durch die Interdiction eines der Geſellſchafter. 211. Wenn der De⸗ ponent durch Interdiction ſeinen per⸗ ſonlichen Zuſtand veraͤndert hat, kann die von ihm deponirte Sache nur an feinen Vormund zuruͤckgegeben werden. 224. Der Mandatscontract hoͤrt auf durch Interdiction. 237. Ein Vormund kann ſich Namens des Juterdicirten nur in Gemaͤßheit der gegebenen Vorſchrif⸗ ten vergleichen. a46. Interdteirte ha⸗ ben guf das Vermögen ihres Vormun⸗ des eine geſetzliche Hopothek. 274. Dieſe mmmt ihren Rang von dem Tage der angenommenen Vormundſchaft. 278. Den Interdicirten ſteht es frei, wäh⸗ rend der Zeit des im Tribunal erſter Inſtanz angeſchlagenen Contracts 1die Inſecriptionen duf das veräußerte Grund⸗ ſtuͤck vornehmen zu laſſen. 294. Die unbeweglichen Sachen eines Interdicir⸗ ten können Schulden halber nur erſt dann verkauft werden, wenn deſſen be⸗ wegliches Vermoͤgen zuvor angegriffen iſt. 299. Der Lauf der Verzährung lei⸗ det in Anſehung der Interdiction eine Ausnahme. 309. Die erſtinctiven Ver⸗ jährungen laufen aber auch wider ſie, jedoch mit Vorbehalt des Entſchaͤdi⸗ gungsanſpruchs gegen ihre Vormuͤnder. 315. Intereſſen, f Zinſen. Inteſtaterben, ſ. Erben. Inventar. Bet der Inventur uͤber das Vetmoͤgen der Abweſenden vertrit ihre Stelle der Notar. l. 219. Der in den vorlaͤufigen Beſitz Eingewieſene muß ein Inventarium uͤber das Vermogen des Abweſenden aufnehmen loſſen. 227. Waͤhrend der Eheſcheidungsklage muß äber das unbewegliche Vermögen der in Gutergemeinſchaft lebenden Eheftau ein Inventarium ertichtet, 403. und von 1 Einleltung der Ehe⸗ den Ehegatten be 7⸗ n n Regiſter. 411 ſchelbunasklage beigebracht werden. 300. Jeder Vormund muß eln Inventarlum ertichten. 377. Eine ſeinem Pupillen zugefallene Erbſchaft kann der Vormund nur unter der Rechtswohlthat des In⸗ ventars annehmen. 383. Der Nieß⸗ braucher muk vor anfangender Be⸗ nutzung der ihm uͤbergebenen Sache elne Inventur aufnehmen laſſen. M Eben ſo der Gebraucher 42. und der Wohner. 44. Der Nochlaß des Erb⸗ laſſers muß inventariſirt werden, wenn uneheliche Kinder, I17. der uͤberle⸗ bende Ehegatte, oder der Staat zur Succeſſion gelangen. 122. Der Erbe tann die Erbſchaft unter der Rechts⸗ wohlthat des Inventars annehmen⸗ 123. Eben dieſe Wohlthat kömmt denzenigen Erben zu ſtatten, die uͤber die Annoh⸗ me oder Ausſchlagung der Erbſchaften nicht einig ſind. 127. Wenn der Ver⸗ mund die Erbſchaft nicht unter der Rechtswohlthat des Inventars angetre⸗ ten hatte, kann der Minderährige die Annahme derſelben anfechten. 127. De⸗ ſer Rechtswohlthat des Inventars kenn ch aber der Erbe nicht bedienen, der Erbſchaftsſtucke unterſchlagen oder ver⸗ heimlicht hat. 133. Von der Reckts⸗ wohlchat des Inventars. 133. Friſt zur Aufſtellung deſſelben. 134. Auſſtel⸗ lung und Inhalt deſſelben. 137. Wir⸗ kung deſſelben. 138. Die Koſten deſſel⸗ ben fallen der Erbſchoſt zur Laſt. 140. Der Curator uber erbloſe Verlaſſenſchaf⸗ ten muß ein Inventarium aufſtellen. 142. Erſt drei Tage nach der Verſiege⸗ lung kann zur Entſiegelung und Verfer⸗ tigung des Inventars geſchritten wer⸗ den. 147. Der Teſtamentsexecutor muß ein Inventar uͤber den Nachlaß aufneh⸗ men laſſen. 220. Was bei Errichtung des Inventars bei ſideicommiſſariſchen Verfuͤgungen zu beobachten. 229. Ueber die den in Guͤtergemeinſchaft lebenden Ehegatten zugefallene Erbſchaft muß ein Inventar errſchtet werden. III. 106. Bet der Auflöſung der Guͤtergemeln⸗ ſchaft durch den Tod muß ein Inven⸗ tar errichtet werden. 113. Was dabet zu bemerken. I14. Die uͤberlebende Ehe⸗ frau muß ein Inventartum über das zur Gaͤtergemeinſchaft gehörige Vermo⸗ gen aufnehmen laſſen. 118. Die Koſten der Aufſtellung deſſelben fallen der Guͤ⸗ tergemeinſchaft zur Laſt. 124. Wenn ein richtiges und getreues Inventarium aufgenommen wurde, haftet die Frau nur bis zum Betrage des ihr zukom⸗ menden Activantheils. 124. Durch das Inventarlum muß das dem Ehegatten während der Ehe zugefallene bewegliche Vermoͤgen beurkundet werden. 130. Wenn auch kein Inventar errichtet iſt, müſſen doch die Ehegatten, wenn ſie die Clauſel der Schuldentrennung verabre⸗ det haben, bei Aufloͤſung der Guͤterge⸗ meinſchaft ſich gegenſeitig die perſonli⸗ chen Schulden verguͤten. 133. Ueber die von der Frau als dos eingebrachten fungibeln Sachen muß ein Inventar errichtet werden. 140. Irrenhaus. Der Famillenrath hat zu beſtimmen, ob der Interdicirte in ein Irrenhaus gebracht werden ſolle. I. 401. vergl. Hoſpital. Irrthum in der Perſon kann die Nich⸗ tigkeit der Ehe begruͤnden. I. 255. In welechem Falle Vollaͤhrige die Annahme einer Erbſchaft⸗wegen Irrthum aufech⸗ ten können; lI. 127. und in welchen Faͤlen Irrthum den Vertrag unguͤltig macht? 1. 5. Er giebt nur eine Kla⸗ ge auf Reſciſſion oder Nicheigkeit des Contracts. 7. Von der Nichtigkeits⸗ klage im Fall eines Irrthums. 62. In⸗ ſofern nicht bewieſen wird, daß ein Irr⸗ thum vorhanden ſey, wird die in einem Schuldſchein angegebene geringere Sum⸗ me als die richtige angenemmen. 69. Das aus einem Irrthum uͤber Thatſa⸗ chen entſprungene gerichtliche Geſtänd⸗ niß kann widerrufen werden. 81. Wer aus Irtthum etwas annimmt, was ff2 ihm —————— 412 Regiſter. ihm nicht gebuͤhrt, muß es zuraͤckgeben. ben ſo, wenn jemand eine Schuld aus Irrthum tilgt, kann er die Zah⸗ lung von dem Glaubiger zuruͤckfordern. 80. Vergleiche können nicht wegen ei⸗ nes Rechtsirrthums angegriffen; wohl aber koͤnnen ſie wegen eines Irrthums in der Perſon wieder aufgehoben wer⸗ den. 248. Der Hypothekenbewahrer iſt nicht verantwortlich fur die nicht ge⸗ ſchehene Erwähnung mehrerer Eintra⸗ gungen, wenn der Irrthum von un⸗ volltaͤndigen Angaben herruͤhrt. 296. Jude kann die Vormundſchaft uͤber einen Chriſten uͤbernehmen. I. 372. Junge, dle ein Thier wirft, erwirbt der Eigenthuͤmer vermoͤge des Zuwachs⸗ rechts. Il. 16. Sie gehoͤren zu den natuͤrtichen Fruͤchten. 28. Jurisprudenz. Begriff dieſer Wiſſen⸗ ſchaft l. 109. Juſtizminiſter macht die Erkenntniſ⸗ ſe⸗ welche dte Abweſenheitserklärung enthalten, hekannt. I. 223. Juſtizverſagung. Der Richter kann, als der Juſtizverfagung ſchuldig, ge⸗ richtlich belangt werden. 1. 133. B. gehort zu den beweglichen Sachen. 11. 9 Kaiſer. Der Auslaͤnder, dem der Kai⸗ ſer erlaubt, ſeinen Wohnſitz in Frank⸗ reich aufzuſchlagen, geniefit alle bürger⸗ lichen Rechte. i. 149. Durch die von dem Kaiſer nicht genehmigte Annahme eines von einer fremden Regterung ver⸗ liehenen Amts verkert man die Eigen⸗ ſchaft eines Franzoſen. 137. Mit Ge⸗ nehmlqung des Kalſers kann man ſie aber bei der Zuruͤckkunft wieder erhal⸗ ten. 159. 160. Dem Kaiſer bleibt es uͤberlaſſen, zum Beſten der Wittwen ꝛc. des zum buͤrgerlichen Tode Verurtheil⸗ ten Verfuͤgungen zu treffen. 173. Auf kaiſerlichen Schiffen wird die Geburts⸗ urkunde von dem Verwaltungsbeamten des Seeweſeng aufgenommen. 192. Der Kaiſer kann diſpenſiren von dem geſetzmäßigen Alter zur Eingehung ei⸗ ner Ehe, 238. von dem Cheverbot, 246. und von dem zweyten Aufgebot. 25t. Die Glteder der kaiſerlichen Fa⸗ milie ſind von der Vormundſchaft be⸗ freyet; auch dieſenigen Staatsbuͤrger, welche außer dem Staatsgebiete einen Auftrag des Kaiſers vollziehen. 366. Die im Dienſte bei den Armeen des Kaiſers geſtorbenen Kinder werden bei der Befreiung von der Vormundſchaft mitgezählt. 369. Die Betreibung der Bergwerke hat der Kaiſer zu genehmi⸗ gen. II. 32. Von dem Verbot der Subſtitutionen macht die vom Kaiſer zu Gunſten eines Prinzen oder Familien⸗ haupts geſttftete erbliche Wuͤrde eine Ausnahme. 170. Der Kaiſer hat es zu genehmigen, ehe Verpflegungshauſer, die Armen einer Gemeinde und ge⸗ meinnuͤtzige Anſtalten ein Geſchenk oder ein Vermaͤchtniß annehmen koͤnnen; 175. 186. auch die von ihnen einzuge⸗ henden Vergleiche. IMI. 236. Kaiſerlicher Generalprocurator. Sein Verfahren bei Appellationen in Cheſcheldungs ſachen. I. 302. Bei ihm kann von dem eingeſperrten Kinde Be⸗ ſchwerde gefuͤhrt werden. 342. Er iſt von der Vormundſchaft befreyt. 366. Er darf keine ſtreitigen Rechte auf ſich ubertragen laſſen. 1II. 158. Kaiſerlicher Procurator muß vom Civiſtandsbeamten Nachricht erhalten, wenn am Rande einer ſchon eingetra⸗ genen Urkunde eine andere erwaͤhnt werden ſoll. I. 185. Er unterſucht den Zuſtand der niedergelegten Cwilſtands⸗ regiſter, 186. erhebt Klage gegen den Verfälſcher der Urkunde, 187. gen Dieſenigen, die die Geburt Findrs dem Ctvilſtandsbeemtet 6 zelgen verzögert haben. T55 r gehört werden vor Beſtätigung de 1938. und vor Berich⸗ torietůtsurtunde/ 19 tigung 6 e ch Regiſter. 4¹3 tlgung ber Urkunden des Civllſtandes. 2r2. Er ſorgt fuͤr das Intereſſe des vermuthlich Abweſenden, 219. wird vor Erklätung der Abweſenheit ange⸗ hört, 222. vertritt den Präſumtivab⸗ weſenden. 223. und trägt auf Eroͤffnung des Teſtaments des Abweſenden an. 225. Vor ihm muß ein Inventartum uͤber das Mobiltarvermoͤgen des Abweſenden aufgenomwen werden. 227. Er traͤgt auf Beſtrafung des Civtlſtandsbeamten an, der in der Hetrathsurkunde nicht die Einwilligung der Aſcendenten er⸗ waͤhnt hat. 244. Er kann die Ehe an⸗ fechten wezen zu naher Verwandtſchaft, wegen Impubertät, 25. wegen Biga⸗ mie und fehlender Publicitãt. 257. Pflich⸗ ten, die ihm dabei oblienen. 258. Er kann den Citvilſtandsbeamten anklagen wegen Richterfuͤllung der zum Abſchluß der Ehe erforderlichen Bedingungen, 239. und peinlich anklagen wegen Verſäl⸗ ſcung oder Zernichtung der Hetratbs⸗ urkunde. 261. Er tettet bei. Ehoſchei⸗ dungsklagen das peinliche Verfahren ein, wenn einige Thbatſachen ein ſol⸗ ches begruͤnden. 282. Ihm wird die Eheſcheidungsklage mitgetheilt; 283. 285. er trägt auf Vorladung des Be⸗ klagten an, 284. und wird vor dem Ert kenntniß angehoͤrt. 286. Er traͤgt auf Zuläſſigkeit oder Unzulaſſigkeit der Ehe⸗ ſcheidung an. 288. In ſeiner Gegen⸗ wart geſchehen die Zeugenausſagen. 289. Er trägt auf Erthetlung des Endur⸗ thells an, 296. und kann darauf an⸗ tragen, doß die Kinder während der Eheſcheidungsklage dem Vater nicht überlaſſen bleiben. 294. Was er zu thun hen, wenn ihm nach Ablauf des Prozeſſes die Actenſtuͤcke zugeſtellt ſind. 3o1. Ihm wird das App⸗lationslibell übergeben, und er ſender eine Auffor⸗ dernng mit den Beweisſtuͤcken on den Appellhof. 301. Er träqt darauf an, daß die ehebrecheriſche Frau in ein Zuchthaus geſperrt werde; 304. auch darauf, wem bie Kinder der Geſchiede⸗ nen anverttaut werden ſollen. 306 Er werd angehört, ehe die Schei ung von Tiſch und Bette ausaeſprochen wud⸗ zos. Ihm muß oie Aneferttaung der Adoptionsurkunde uͤberreicht werden, und er macht im Triunal erſter In⸗ ſtanz ſeinen Antrag; 334. Er nimmt Ruͤckſprache mit dem Präſidenten deſſel⸗ ben, wenn ein Vater ſein uͤber ſech⸗ zehn Jahr altes hind einſperten laſſen will, und berichtet an den Generalz procurator des Appellat ionshofes uͤber die Beſchwerden des eingeſperrten Kin⸗ des. 342. Er traͤgt auf Beſtätigung der Beſchjuͤſſe des Familtenraths an. 360. Er wird angehört, ehe das Tri⸗ bunal erſter Inſtanz den Verkauf der unbeweglichen Guͤter des Pupillen, 381. den im Nahmen des Minder)aͤh⸗ rigen abgeſchloſſenen Vergleich, 336. und die Aufnahme eines Anlehns ſuͤr den emancipitten Minderjährigen ge⸗ nehmigt. 391. In weichen Faͤllen er auf Interdiction antragen kann, und muß? 305. Er wird angehoͤrt, ehe das Tribunal erſter Inſtanz daruͤber entſcheidet. 397. Er träzt an auf Bez ſtimmung des Brautſchatzes fuͤr das Kind des Interdicirten, g01. und auf Ernennung eines Beiſtandes fuͤr den Verſchwender. g02. Er wird angehört, ehe das Tribunal erſter Inſtanz den uͤberlebenden Eheaatten, oder den Staat in den Beſitz der Erbſchaft ein⸗ weiſet; II. 122. und träqt darauf an, daß das Hoſpiz in den Beſitz der Guͤter des darin geſtorbenen Kindes eingewie⸗ ſen werde. 124. Er glebt ſein Gutach⸗ ten ab uͤber dte vom Beneficiarerben nachgeſuchte Verſtetaerung des Nachlaß⸗ ſes, 139. und träat auf Ernennung ei⸗ nes Curators fuͤr die erbloſe Verlaſſen⸗ ſchaft an. 141. In weſchen Fällen er die nothwendige Verſiegelung der Ver— laſſenſchaft vetlangen kann? 146 Er wird angehoͤrt vor Entſcheidung der Sff 3 Thei⸗ — —— 414 Theilungsklage, 148. vor Genehmizung der Thellung der Erbſchaftsmaſſe, 133. und vor Ernennung eines tutor ad hoe fuͤr den Minderjährigen. 154. Er kann darauf antragen, daß das Recht eines durch ein Fideicommiß Beguͤnſtigten fuͤr eroͤffnet erklärt werde, 128. und auf Errichtung eines Inventars uͤber die fideicommiſſariſche Erbſchaftsmaſſe. 229. Er darf keine Klagen auf ſich uͤbertra⸗ gen laſſen, woruber das Gericht, bei dem er angeſtellt iſt, zu erkennen hat. 1MI. 158. Er muß auf die hypotheka⸗ riſche Eintragung der den Ehemännern und Vormündern gehsrenden Grund⸗ ſtuͤcke antragen, 279. und wird vor Re⸗ ductlon der Hypothek angehs⸗t. 231. Er kann auch nach geſchehener Veraͤuße⸗ rung dleſer Grundſtucke die Inſtription noch vornehmen laſſen. 294. Kalk. Eine bewegliche Sache mit Kalk an ein Grundſtück befeſtigt, gehört zu den unbeweglichen Sachen. II. 7. Kamin. Die Ausbeſſerungen an demſel⸗ ben fallen dem Miether zur Laſt. II. 188. Kaninchen. Eingeſchloſſene Kaninchen gehören zu den unbeweglichen Sachen. II. 6. Die in ein anderes Gehäge uͤbergegangenen gehören dem Eigenthu⸗ mer deſſelben. 23. Kauf. Dadurch kann der Nießbraucher ſein Recht auf einen Andern uͤbertragen⸗ II. 32. Kaufbriefe, die ſich auf die getheilten Grundſtuͤcke beztehen, muͤſſen ausgelie⸗ fert werden. II. 155. Kaufcontracte, ſ. Verkauf. Kaͤufer. In Hinſicht ſeiner wird der Contract durch die Uebereinkunft voll⸗ tommen. II. 134. Er trägt die Ko⸗ ſten des Verkaufs, 157. und der ·Weg nahme der Sache. 161. Er kann we⸗ gen gekaufter fremden Sachen Schad⸗ loshaltung ferdern. 158. Der Kaͤufer eines Grundſtuͤcts kann die volle Groͤfe deſſelben verlangen, oder am Kaufpreiſe einen Abzug machen. 162. Von den Regiſter. WVerbinblichkelten des'⸗Räufers. r68. Zum Vortheil des Kaͤufers findet keine Aufhebnng des Verkaufe wegen Ver⸗ letzung ſtait. 174. Der Käufer, gegen welchen der Wiederkauf vorbehalten wur⸗ de, kann den Miether nicht eher ver⸗ treiben, als bis er unwiderruflicher Ei⸗ genthuͤmer geworden iſt. 186. Kaufleute. Ihre Handlungsbuͤcher ſind Privaturkunden. III. 67. Sie brauchen die von ihnen auszuſtellenden Schuld⸗ ſcheine nicht ganz zu ſchreiben. b8. Von den Handlungsbchern der Kaufleute. 70. Wenn der Ehemann Kaufmann iſt, muß dos die Vermogensabſonderung aus ſprechende Erkenntniß in dem Haupt⸗ ſaale des Handelsgerichts bekannt ge⸗ macht werden. 115. Sie haben ein Privilegtum wegen gelieferter Lebens⸗ bedürfniſſe. 264. Die Klage der Kanf⸗ ieute wegen verkaufter Waaren verjährt binnen Einem Jahre. 314. Vergl. Handelsfrau. Handelsmann. Wechsler. Kaufpreis, ſ. Preis. Keltern gehören zu den unbeweglichen Sachen. II. 6.. Kenntniß muß der Hypothekenbewah⸗ rer von der Einſchreibung jedem geben, der darum nachſucht. III. a91. Vergl. Beſcheinigung. Kerbholz. Von Kerbholzern. Begriff und Regel. III. 71. Keſſel gehoren zu den unbeweglichen Sachen. II. 6. Kind. Das in Frankreich von einem Aus⸗ länder geborne Kind kann nach erlang⸗ ter Volljährigkeit die rechtliche Eigen⸗ ſchaft eines Franzoſen in Anſpruch nehmen. I. 146. Das von einem Fron⸗ zoſen im Ausiande gebohrne Kind wiro Franzoſe. 146. Die minderjaͤhrigen Kinder des Ausgewanderten behat die volaͤhrigen„ die genſchaft eines Franzoſen⸗ 15. der Auswanderung Lebohrne Kinder haben keine Anſproͤche ean. Regiſter. 415½ ſchuft eines Franzoſen 150. Die Kin⸗ der, welche der Ungehorſame in der Zeit zwiſchen ſeiner Gnadenfriſt und ſet⸗ ner Erſcheinung vor Gericht erzeugt hat, ſind mehelich. 172. Der Kaiſer kann zum Vortheil der Kinder des buͤr⸗ gertich Todten Verfuͤqungen treffen. 173. Em neugebohrnes Kind muß bin⸗ nen drei Tagen dem Elviiſtandsbeamten vorgezeigt werden. 185. Verfahren bei Fuͤndlingen. 101- Die Sinder des Ab⸗ weſenden, welche bet der definitiven Thrilung des Vermoögens unbekannt ge⸗ blieben waren, erhalten das vorhande⸗ ne Vermoͤgen ihres Vaters zuruck. 230. Kinder, die ſich verheirathen wollen, müſſen auf eins ehrerbietige Weiſe nur die Einwilligung ihrer Eltern, oder Großeltern nachſuchen; 240. uneheliche, aber geſetzlich anerkannte, beduͤrfen nur der Einwilligung ihrer Eltern, 244. nicht anerkannte die ihres Vormundes, 244. nach erlangter Volljährigkeit aber gar keiner Einwilligung mehr 245. Wenn keine Aſcendenden mehr am Le⸗ ben ſind, können Minderjährige ſich nur mit Einwilligung des Familien⸗ raths verheirathen. 243. Kinder aus einer andern Ehe können die Ehe we⸗ gen zu naher Verwandtſchaft und wegen Impubertät nur erſt nach dem Tode der Ehegatten anſechten. 256. Kinder können die Rechtmaͤßigkeit ihrer Geburt durch einen Beſitzſtand beweiſen, der mit ihrer Geburtsurkunde nicht im Wi⸗ derſpruch ſteht. 260. Kinder ſolcher Ehegatten, die in böſem Glauben ſind⸗ werden als uneheliche angeſehen. 261. Uneheliche, aber anerkannte Kinder muͤſſen von ihren Eltern alimentirt wer⸗ den; 252. desgleichen auch die aus Blutſchande oder Ehebruch erzeuaten; aber nicht ihre Aſcendenten. 263. Kin⸗ der können in Eheſcheidungsklagen nicht als Zeugen auftreren. 259. Ste blei⸗ ben während derſelben dem Vater uͤber⸗ iaſſen. 394. Bei Anſtellung der Ehe⸗ ſcheidunzsklage wegen wechſelſeltiger Ein⸗ willigung möſſen die Eltern eine ſchrift⸗ liche Uebereinkunft treffen, wem die Kinder anvertraut werden ſollen. 299. Dieſe Uebereinkunft muß bet Einleitung der Slage beigebracht werden, ſo wie auch die Geburts⸗ und Sterbeurkunde der Kinder. 300. Wem ſie nach erfolg⸗ ter Eheſcheidung anvertraut werden? zo5. Sie erlangen aus der Eheſchei⸗ dung weder Nachtheil noch Vortheil. 305. Bei der Eheſcheidung wegen wech⸗ felfeitiger Einwilliaung erhaiten ſie die Haͤlfte des Vermögens ihrer Eitern. 305. Von der Kindſchaſt ehelicher oder in der Ehe gebohrner Kinder. 310. Von dem Beweiſe der Kindſchaft eheli⸗ cher Kinder. 315. Von den unehelichen Kindern. z20. Von der Lezitimation unehelicher Kinder. 321. Von der An⸗ erkennung der unehelichen Kinder. 322. Der Adoptirende darf keine ehelichen Kin⸗ der haben; 330. 331. auch nicht der Pfleger. 337. Pflichten des Kindes ge⸗ gen ſeine Eltern. 340. Welche Wirkun⸗ gen hat die elterliche Gewalt in Hin⸗ ſicht der Perſon des Kindes? 341. und in Hinſicht ſeines Vermögens? za3. Es kann über ſeine Einſperrung Be⸗ ſchwerde fuͤhren. 332. Der Nießbrauch der Eltern an ſeinem Vermogen hoͤrt auf, wenn es das achtzehnte Jahr er⸗ reicht hat, und durch ſeinen Tod. 344. Was es durch eigenen Fleiß erwirbt, daran haben ſeine Eltern keinen Nieß⸗ brauch. 345. Wer fuͤnf eheliche Kinder hat, iſt von der Vormundſchaft befreyet; ſie muͤſſen aber bei dem Antritt der Vor⸗ mundſchaft ſchon am Leben ſeyn. 369. Kinder des Interdteiten können zwar in dem uͤber ihn zuſammenberufenen Fa⸗ milienrath zugelaſſen werden, haben aber keine Stimme 397. Der Verleie her des Gebrauchrechts kann doſſelbe auch auf die hinzukommenden Kinder⸗ ausdehnen. II 43. Welche Kinder aus der Seitenlinit der Lehnbeſitzer im Kö⸗ nigreich 416 nigreich Weſtpholen noch Ein mahl ſuc⸗ cediren? 70. Das Recht der Herren uͤber die Erziehung und Beſtimmung der Kinder der Bauern iſt im Koͤnig⸗ reich Weſtphalen aufgehoben. 73. Un⸗ eheliche Kinder werden durch das Ge⸗ ſetz zur außerordentlichen Erbfolge be⸗ rufen. 89. Das noch nicht empfangene und das nicht lebensfaͤhige Kind iſt un⸗ fähig zur Erbfolge. 9o. Die Kinder des Unwuͤrdigen ſind von der Erbſolge nicht ausgeſchloſſen, wenn ſie aus eigenem Recht zur Erbfolge gelangen. 91. Erb⸗ folge der Kinder; 103. und der unehen lichen Kinder. 113. Erbrecht derſelben. 115. Verbindlichkeiten des erbenden un ehelichen Kindes. In welchem Falle ſein Erbrecht unwirkſam wird? 117. Rechte des in Ehebruch oder Blutſchande er⸗ zeugten Kindes. 113. Erbfoige in das Vermoͤgen des unehelichen Kindes. 119. Vorausnahme der ehelichen Finder der Eltern. 120. Wann kemmen die Kin⸗ der des die Erbſchaft Entſagenden Kraft eigenen Rechts zur Erbſolge? 129. Von der Collation der dem Sohne gemachten Geſchenke. 157. Uneheliche anerkannte Kinder ſind relativ unfaͤhig zur Annah⸗ me einer Schenkung oder eines Ver⸗ mächtniſſes. 174. Der Betrag des Pflichttheils richtet ſich nach der Anzohl der hinterlaſſenen Kinder. 177. Kinder haben den erhaltenen diſpontbeln Theil hei der Erbfolge zu conferiren⸗ 180. Durch nach der Schenkung gebohrne Kinder wird die Schenkung aufgehoben; 194. durch ihren Tod kann die Schen⸗ kung aber nicht wieder aufſeben. 103. Nur auf Kinder des eiſten Grades und ihre Deſcendenten nach ihrem Tode darf das diſponible Vermoͤgen der Ge⸗ ſchwiſter uͤbertragen werden. 226. Die Theilung, welche Eltern vornehmen, muß unter alle Kinder geſchehen. 232. Vorſchriften, wenn ein Kind die Thei⸗ lung anſicht. 233. Von den in einer Eheſtiftung an die aus det Ehe zu er⸗ Klage. Competenz der Regiſter. wartenden Kinder gemachten Schzukun⸗ gen. 233. Der zweite Chegatte kann in emer⸗Schenkung nicht mehr erhalten, als der Anthell des am wenigſten be⸗ guͤnſtigten Kindes erſter Ehe betrigt. 237. Eltern muͤſſen fuͤr den durch ihre minderſaͤhrigen Kinder verurſachten Schaden einſtehen. III. go. Die Er⸗ ziehungs⸗ und Unterholtungskoſtennder Kinder gehören zum Paſſiv 1 Beſtande der Guͤtergemeinſchaft. 105. Um ihre Kinder waͤhrend der Abweſenheit des Mannes zu verſorgen, kann die Frau nur mit Genehmigung des Gertchts das Vermögen der Guͤtergemeinſchaft verpfänden. 108. Fuͤr den Brautſchatz, den der eine Ehegatte ſeinem aus einer fruͤhern Ehe erzeugten Kinde aus der Maſſe giebt, muß er den andern Ehe⸗ gatten entſchädigen. 113. Zur Erzte⸗ hung der gemeinſchaftlichen⸗Kinder trägt die Frau auch nach geſchehener Vermoͤ⸗ gensabſonderung bei. 116. In welchem Fall haben die Kinder erſter Ehe eine Klage auf Redurtion? 127. Wenn Kin⸗ der aus einer fruͤhern Ehe vorhanden ſind, ſo iſt jede Uebereinkunft, wo⸗ durch der zweite Ehegatte mehr erhätt als er erhalten kann, unwirkſam. 139. Die Frau kann ihre des zur Verſor⸗ gung ihrer aus einer fruͤhern Ehe her⸗ ruͤhrenden Kinder; aber auch zur Ver⸗ ſorzung der gemeinſchaftlichen Kinder anwenden. 145. Vergl. Deſcen⸗ denten. Kindſchaft. Von der Kindſchaft eheli⸗ cher oder in der Ehe empfangener Kin⸗ der. I. 310. Von dem Beweiſe der Kindſchaft ehelicher Kinder. 315. Kirchliche Foͤrmlichkeiten ſind erſt nach geſetzlicher Abſchlleßung der Ehe zulaͤſſig. I. 201. Kitt. Eine bewegliche Sache mit Kitt an ein Grundſtuͤck befeſtigt⸗ gehoͤrt zu chen. II. 7. den unbeweglichen Soſtenzsſiſcen Ge⸗ wiſchen Franzoſen richte bei Klagen zwiſ A Regiſter. 417 und Fremden. 1. I3r. Ein buͤrgerlich Toödter kann ohne Curator nicht Klaͤger ſeyn. 164. Von der Klage auf Berich⸗ tigung der Urkunden des Perſonenſtan⸗ des. 211. Die Kiagen koͤnnen an dem vertragsmaͤßtgen Wohnſitze ſtatt haben⸗ 218. So lange der Bewels uͤber Leben oder Tod des Abweſenden nicht gefuͤhrt ift, iſt die Slage auf den Anfail der Rechte deſſeiben unzuläſſig. 232. Kla⸗ gen des Abweſenden nach ſeiner Wieder⸗ erſcheinung. 233. Klagen auf Unguͤltig⸗ keit der Che. 255. Nur auf Alimente kounen Kinder gegen die Eitern klagen. 263. Von den Eheſcheidungsklagen; 275 f. von den Klagen auf Scheidung von Tiſch und Bett; 307. auf Ableug⸗ nung des Kindes. 313. Die auf eine außereheliche Schwängerung begruͤndete Klage iſt verboten. 325. Wann die Klage auf Alimentation des Kindes ſtatt fin⸗ det? 325. Die Geſchwängerte kann eine Slage auf Entſchädigung anſtellen, wenn der Schwaͤngerung ein wirkliches Ver⸗ löbniß vorangegangen iſt. 325. Klage gegen die Uebertragung der Vormund⸗ ſchaſt. 370. Klagen wegen deſ unbeweg⸗ lichen Vermögens der Puplllen darf der Vormund nur mit Genehwigung des Familienraths anſtellen. 384. Klage des Minderjährigen gegen ſetnen Vormund wegen Fehler in der Verwaltung. 389. Klagen des emancipinten Minderzaähri⸗ gen. 391. Klagen auf das Eigenthum unbeweglicher Sachen gehören zu den unbeweglichen, ll. 8 auf bewegliche Sachen und beizutreibende Forderungen zu den beweglichen Sachen. 9. Klage auf Vindſehtion eines Theils des vom Woſſer abgeriſſenen Grundſtuͤcks. 22. Die Klaae auf Eutſchädizung wegen des Uebergangs iſt der Verjährung unter⸗ worfen. 59. Aſcendenten erhalten eine Vindicatlonsklage, wenn ihre Deſcen⸗ denten ohne Nachkommen ſterben, 111. und eheliche Deſcendenten gegen unehe⸗ liche. 120. Im Fall einer gegen den Spangenberg's Commentar Bd. I1. Beneſiclarerben angeſtellten Klage kann derſelbe um Verlaͤngerung der Bedenk⸗ zeit nachſuchen. 134. Von der Thei⸗ lungsklage. 145. Klage des hypotheka⸗ riſchen Glaͤubigers gegen den Particu⸗ larlegatar. 162. Der Erbe hat gegen ſeine Miterben ein Klagrecht pro rata ihres perſoͤnlichen Antheils, wenn er zur Bezahlung der Schulden mehr gab als noͤthig war. 163. Klage auf Ge⸗ währleiſtung fuͤr die Zahlungsfähigkeit des Schuldners einer Rente. 165. Kla⸗ gen gegen die geſchehene definitive Thei⸗ lung. 166. Klagen auf Reduction der Schenkungen und Vermaͤchtniſſe. 181. Klagen auf Widerruf der Schenkung wegen nicht erfüllter Bedingung, 192. und wegen Undank. 193. Klage auf Widerruf des Legats. 225. Klage auf Nichtigkeit des Contracts. III. 7. Glaͤu⸗ biger koͤnnen die Klagen ihres Schuid⸗ ners geltend machen. 25. Klage auf Aufbebung des Contracts wegen Nicht⸗ erfuͤllung. 30. Kiage der Giaubiger ge⸗ gen einen unter mehreren Solidarſchuld⸗ nern. 36. Klage auf Vollziehung der Hauptverbindhchkeit vei einer verabre⸗ deten Conventtonalſtrafe. q1. Klagen, bei welchen keine Compenſation ſtatt finden kann. 59. Die Klage gegen den Entwender muß der Schuldner dem Glaͤubiger abtreten. 61. Von der Nich⸗ tigkeitsklage. 61. Klagen, deren Ge⸗ genſtände den Werth von 130 Francs überſtetgen. 76. Entſchädigungsktage des: zeninen, der aus Irrthum eine Schuld bezahlt hat. 89. Der in Guͤtergemein⸗ ſchaft lebende Ehemann kann alle Kla⸗ gen der Frau geltend machen; 109. auch die, welche ſich auf den Braut⸗ ſchatz bezichen. 145. Klage auf Verms⸗ gensabſonterung. 119. Klagen, wozu die Einttagung der Hypothek Veranlaſ⸗ ſung giebt. 284. Klauerthaler iſt im Koͤnigreich Weſt⸗ pholen aufgehoben. II. 73. Kleidungsſtuͤcke kann die Frau nach G99 geſche⸗ — — — 418 geſchehener Verzichtleiſtung auf die Gaͤ⸗ tergemeinſchaft zuruͤcknehmen; IlI. 126. auch bet Wiedererſtattung des Braut⸗ ſchotzes. 148. Kloſtergeluͤbde der Keuſchhelt iſt nicht unbedingt als ein Ehehinderniß zu be⸗ trachten. I. 236. Koͤniglicher Procurator. An ihn muß ſich im Koͤnigreich Weſtphalen der Senior der Vaſallen wenden, wenn eine Allodification zuläſſig iſt. II. 70. ſ. Kaiſerlicher Procurator. Kopf. Wo das Reprälentationsrecht ſtatt findet, erben dite Glieder einer Neben⸗ linte nach Köpfen. 1l. 101. Nach Köp⸗ ſen erben die Deſcendenten im erſten Gra⸗ de; 103. auch die Seitenverwandten deſſelben Grades, 105. 110. und voll⸗ buͤrtige Geſchwiſter; 105. eben fo die Aſcendenten deſſelben Grades. 103. Nach Koͤpfen ſuecediren die Kinder des der Erbſchaft Entſagenden, wenn ſie Kraft eigenen Rechts zur Suceeſſion kommen. 129. Koppelweide verltert der Eigenthuͤ⸗ mer, wenn er ſein Grundſtück einfrle⸗ digt. II. 48. Koſten. Die Koſten fuͤr die Einweiſung in den vorlaͤufigen Beſitz tragt der Ab⸗ weſende. I. 227. Die Koſten der Be⸗ erdigung und der letzten Krankheit wüſ⸗ ſen die Eltern bezahlen, wemn ſie das Vermoͤgen ihrer Kinder benutzen. 344. In die Koſten können die Mitglieder des Famitienraths verurtheilt werden⸗ welche die Entſchuldigungsgruͤnde des Vormunds verworfen haben. 371. Die Foſten der Schtußrechnung uͤder die Vormundſchaft fallen dem Minderſähri⸗ gen zur Laſt. 387. Bet allen auf ei⸗ nem Grundſtuͤcke befindlichen Anlaßen 1c. tritt die Vermuthung ein, daß ſie auf Koſten des Eigenthuͤmers geſchehen ſind. II. 19. Die Koſten der Beſtel⸗ lung und der Saat werden nach been⸗ digtem Nießbrauch nicht verguͤtet. 29. Prozehkoſten traͤgt der Rießbraucher nur Regiſter. von den Proceſſen, bie die Nutzungen betreffen. 37. Der Wohner, wenn er das ganze Haus bewohnt, muß alle Bearbeitungskoſten uͤbernehmen. 44. Die Abmarkung der Grundſtucke ge⸗ ſchteht auf gemeinſchaftliche Koſten. 8. Die Koſten der zum Gebrauch einer Servitut nöthigen Anlagen traͤgt der, dem die Servitut zuſteht. 64. Die während der dem Beneficiarerben geſtats teten Friſt aufgewandten Koſien fallen der Erbſchaft zur Laſt; 133. eben ſo die Koſten der Verſiegelung, des In⸗ ventars und der Rechnungsablegung. 10. Die Koſten zur Erhaltung und Verbeſſerung der Sache kann der Be⸗ ſchwerte bei der Collation in Rechnung bringen. 160. Die Koſten des Auslie⸗ ferungsgeſuchs der Legate fallen der Erbſchaft zur Laſt; 217. eben ſo die von dem Teſtamentsexecutor ausgekeg⸗ ten Koſten. 220. Die mit der Zahlung verbundenen Koſten traͤgt der Schuld⸗ ner. III. 45. Zur Guͤlttgkett des An⸗ erbietens der Zahlung wird erſordert, daß dieſelbe auch die liqmden Koſten enthalte. s0. Die Koſten des Anerbie⸗ tns und der Hinterlegung der Zahlung fallen dem Glaͤubiger zur Laſt.§1. Die Foſten zur Erhaltung der aus Irrthum gegebenen Sache muͤſſen dem Beſitzer im boͤſen Glauben erſetzt werden. 89. Zu den Koſten der Hauthaitung und der Erziehung der Kinder muß die Frau nach geſchehener Vermogensabfon⸗ derung beitragen. 116. Die während der der Wittwe zugeſtandenen Bedenk⸗ zeit uͤder die Annahme oder Ausſchla⸗ gung der Guͤtergemeinſchaft anfgewand⸗ ten Koſten muß ſie bezahlen. 119. Die durch den Tod des Mannes verurfach⸗ ten Trauerkoſten fallen den Erben zur Laſt. 124. Die Koſten für den eontraet trägt der Käufer. 137.* Ueberlieferung muß auf Koſten des Vert täufers geſchehen. 151. Wenn der Küufer vom Conttaet abzugrhen . ſer t, Re len n 9. nd e 9 le⸗ er die 9 n ld⸗ n 3 en lt n Ne n zer nd die nd t⸗ la⸗ nd Regiſter. 419 tigt iſt, muß ihm der Verkaͤufer die Koſten des Contracts erſtatten. 162. Der Verkaufer muß auch bei eintreten⸗ der Entwaͤhrung die Koſten der Klage auf Gewährleiſtung und die aufgewand⸗ ten Koſten erſetzen, und die Koſten fuͤr die Abfaſſung des Contracts zuruͤck⸗ geben. 165. Der Verkaufer, welcher den Wiederkauf geltend gemacht, muß auch die Koſten des Contracts erſtat⸗ ten. 172. Der Lether kann die zumn Gebrauch der geliehenen Soche aufge⸗ wendeten Koſten nicht zuruͤckfordern. 216. Der Verwahrer muß die depo⸗ nirte Sache an den vertragsmäßigen Ort auf Koſten des Deponenten hinſchaffen. 225. Der Deponent muß dem Ver⸗ wahrer die auf die Erhaltung der ihm in Verwahrung gegebenen Sache ver⸗ wendeten Koſten erſetzen. 226. Auch der Mandant dem Mandatar die ihm durch die Vollziehung des Auftrags ver⸗ urſachten Koſten. 236. Dle Koſten des Zurorausklogens muß der Burge vor⸗ ſchießen. 241. Der Bürge, welcher fur den Schuldner gezahlt hat, kann nur wegen derjenigen Koſten Entſchädi⸗ gung verlangen, weſche er ſeit der dem Hauptſchuldner davon gegebenen Nach⸗ richt ausgelegt hatte. 243. Der Schuld⸗ ner hat dem Gläubiger die zur Erhal⸗ tung des Fauſtpfandes aufgewandten Koſten zu erſetzen. 256. Die Gerichts⸗ koſten, die Beerdigungskoſten und die Koſten der letzten Krankhelt ſind privt⸗ legirt. 269. Die Koſten der hypotheka⸗ riſchen Eintragung fallen dem Schuld⸗ ner, und die Koſten der Transſcription dem Kaͤuſer zur Loſt. 284. Vergl. Auslagen. Kragſteine ſind ein Zeichen der nicht ſtatt findenden Gemeinſchaft. Il. Fl- Krankenhaus. Der Famillenrath hat zu beſtimmen⸗ ob der Juterdicirte in ein Krankenhaus gebracht werden ſolle. Krankheit befreyt den Kläger von der perſoͤnlichen Ueberrelchung der Eheſchei⸗ dungsklage. I. 282. Die Eltern, denen der Nießbrauch an dem Vermoͤgen ih⸗ rer Kinder zuſteht, muͤſſen die Koſten der letzten Krankheit derſelben bezahlen⸗ 344. Krankheit befreiet von der Vor⸗ mundſchaft. 369. Der Famtlienrath hat bei Beſtimmung des Schickſals des In⸗ tereidirten auf ſeine Krankheit Ruͤckſicht zu nehmen. 401. Diezenigen, weſche eine Perſon bei der Krankheit behandelt haben, koͤnnen das nicht empfangen, was ſie ihnen während der letzten Krank⸗ heit geſchenkt hat. II. 174. Wenn die Militärperſon im Felde krank oder ver⸗ wundet iſt, kann der erſte Feldarzt Teſtament aufnehmen. 205. Der Leib⸗ rentencontract auf Lebenszeit iſt ohne alle Wirkung, wenn der Schuldner von einer Krankheit befallen war, und bin⸗ nen zwanzig Tagen ſeit Cingehung des Vertrags an derſelben ſtarb. 232. Die Koſten der letzten Krankheit ſind privi⸗ legirt. 264. Kraut. Die Rechte an Krautern, die aun Strande des Meeres wachſen, wert den durch beſondere Geſetze beſtimmt. II. 81. Kriegscommiſſaͤr kann das Teſta⸗ ment der Mihtärperſonen aufnehmen. lI. 208. Kriegsdienſte. Wie koͤnnen die Fran⸗ zofen, welche ohne Erlaubniß des Kai⸗ ſers auswärtige Kriegsdienſte nahmen, die Etgenſchaft eines Franzoſen wieder erlangen? 1. 160. Wenn das Kind freywillig Kriegsdienſte nehmen will, kann es das väterliche Haus ohne Er⸗ mubmß des Vaters verlaſſen. 341. vergl. Militaͤr. Kuͤhe machen einen Gegenſtund der un⸗ eigenthchen Viehpacht aus. III. 202. Kunſtgriffe. In einen andern Behäl⸗ ter uͤbergegangene Tauben, Kaniuchen und Fiſche gehören dem Eigenthuͤmer dieſer Behälter, wenn ſie nicht durch Kunſtgriffe hineingelockt ſind. I. 23. Gg9 2 Kunſt⸗ 4 1 1 8 3 3 i 3 * 420 Regiſter. Kunſtgriffe können die Richtigkeit eines Vertrags bewirken III. 7. ſ. Betrug. Kunſtverſtändige, ſ. Sachver⸗ ſtandige. Kure. Die Antheile daran gehoren zu den beweglichen Sachen. 1l. 9. g. Laͤſion. Der emancipirte Minderjshrige hat im Fall einer Laͤſion die Wiederein⸗ ſetzung in den vorigen Stand. I. 392. ſ. Verletzung. Landesherr. Das Geſetz erhalt ver⸗ bindliche Kraft von dem Augenblick an, da es vom Landesherrn promulgirt iſt. I. ſ Landſcen. Bet thnen finden keine Allu⸗ vionen ſtatt. II. 21. Landſiedeley iſt mit dem Geiſt des Code Napoleon unvertraͤglich. II. 72. Laſten, welche die Eltern ubernehmen muͤſſen, wenn ſie den Nießbrauch an dem Vermoͤgen ihrer Kinder haben. I. 344. Welche Ausbeſſerungen fallen dem Nießbraucher zur Laſt? II. 35. Tra⸗ gung der auf dem Grundſtuͤck liegenden Laſten. 36. Frey von Laſten werden die Gegenſtaͤnde der Collation in die Erbſchaftsmaſſe geworfen. 160. Der Particularleqatar und der Pflichterbe haften nicht fuͤr die Laſten der Erbſchaft. 162. In der Schenkungsurkunde muß ein Verzeichniß der auf dem Geſchenk haftenden Laſten enthalten ſeyn. 189. 234. Die Bedingung, daß der Schenk⸗ nehmer zukuͤnftige noch nicht vorhande⸗ ne Laſten tragen ſolle, macht dle ganze Schenkung unguͤttig. 190. Frey von allen Laſten faͤllt das Geſchenk nach dem Tode des Beſchenkten an den Schenken⸗ den zuruͤck, wenn er ſich das Ruͤckfalls⸗ recht vorbehielt, 191. und wenn der Beſchenkte die ihm auferlegte Bedin⸗ gung nicht erfuͤllte. 192. Wie iſt es mit ihnen bei dem Widerruf der Schenkung wegen Undank zu halten? 193. und wegen nachgebohrner Kinder? 195. Fuͤr die Laſten des Erblaſſers haftet ſowohl der Univerſallegatar als der Legatar unter Univerſaltitet. 213. Die Laſten der Ehe gehören zum Paſ⸗ ſivbeſtande der Guͤtergemeinſchaft. 1II. Io4. Zu den Laſten der Ehe trägt die Ehefrau bei, wenn Ehegatten die Gaͤtergemeinſchaft ausgeſchloſſen, 140. und wenn ſie die Vermoͤgens⸗ abſonderung verabredet haben. 14k. Brautſchatz iſt das Vermoͤgen, wel⸗ ches die Frau ihrem Manne zur Be⸗ ſtreitung der Laſten ßer Ehe einbringt. 142. Der Verkäufer muß den Kaͤufer füͤr die Laſten einſtehen, wegen deren die Sache in Anſpruch genommen wird. 164. Der Verkaufer, der ſich den Wie⸗ derkauf vorbehalten hat, erhält ſein Grundſtuͤck frei von allen Laſten zuruͤck. 172. Der Kaͤufer einer Erbſchaft muß dem Verkäufer dasſenige erſtatten, was er an Laſten der Erbſchaſt getilgt hat. 277. In dem oͤffentlich angeſchlagenen Auszug aus dem Kaufcontracte der Ehe⸗ maͤnnern oder Vormuͤndern gehoͤrenden Grundſtuͤcke muͤſſen die Laſten des Ver⸗ kaufs angegeben ſeyn. 294 Laudemien ſind um Koͤnigreich Weſt⸗ phalen fuͤr abloͤstich erklärt. II. 72. Laus demlalgelder ſind bei Aufhebung der gutsherrlichen Rechte im Koͤnigreich Weſtphalen nicht mit aufgehoben. 73. Leben. Wer ein Recht des Abweſenden in Anſpruch nimmt, das ihn als lebend vorausſetzt, muß ſein Leben beweiſen. I. 231. Lebende können nicht repraͤſen⸗ tirt werden. H. 102. Der Glaubiger der Leibrente kann dieſe nur dann for⸗ dern, wenn er beweiſt, da die Perſon noch am Leben iſt. 1II. 232. Lebensbeduͤrfniſſe. Die Forderun⸗ gen wegen gelleferter Lebynsbeduͤrfniſe ſind S 1II. 264. vergl⸗ Be⸗ duͤrfniſſe. Lebensfähigkeit. Der fruͤßeſte Ter⸗ min der Lebensfaͤhlgkeit der Geburt bes Kindes jſt auf 150 Tage, von dem* 2 2 Regiſtet. 421 ge der Empfangnlß an, geſetzt. I. 311. Wenn dos Kind nicht lebensfaͤhig iſt⸗ kaun der Mann es nicht ableugnen. 312. Das nicht lebensfahtee Kind iſt unfähig zur Erbfolge, ll. 90 und kann nichts durch Schenkung oder Vermaͤchtniß er⸗ werben. 174. ebensmittel. Wenn der Nießbrau⸗ cher keine Buͤrgſchaft geleiſtet hat, wer⸗ den die Lebensmittel verkauft. II. 34. Zum Verkauf derſelben kann ſich der Erbe vom Gericht ermächtigen laſſen. 133. Unbeſtrittene Leiſtungen von Le⸗ bensmitteln kounen gegen Geldſummen compenſirt werden. III. 38. Beim Ver⸗ kauf von Lebensmitteln tritt die Aufits⸗ ſung des Kauſs kraft des Geſetzes ein, wenn ſie nicht zur beſtimmten Zeit in Empfang genommen ſind, 170. Wenn das Darlehn in Lebensmittein beſtand, muf es in der nämlichen Menge und Beſchaffenheit zuruͤckgegeben werden⸗ 217. Auch von einem Darlehn von Le⸗ bensmitteln kann man ſich Zinſen ver⸗ ſprechen laſſen. 219. vergl. Nahrungs⸗ mittel. Unterbalt. edigkeit wird zur buͤrgerlichen Gültig⸗ kelt einer einzugehenden Ehe erfordert. I. 238. Legat. Der Beneſiclarerbe braucht die Legote nur bis zum Betrage des Werths der Erbſchaft auszuzahlen. II. 138. Le⸗ gate, die auf die Totalmaſſe der Erb⸗ ſchaft Beziehung haben, werden nach geſchehener Theilung einem Miterben als Depoſitar anvertraut. 155. Von den Univerſallegaten. 213. Von den Legaten unter Untverſaltitel. 215. Von den Particularlegaten. 216. Die von dem Teſtirer vorgenommene Verauhe⸗ rung des Legats macht das Teſtament unkraͤftig. 222. Wenn die Bedingung, unter welcher das Legat guͤltig werden ſollte, eine aufſchlebende war, ſo macht der Tod des Legatars das Legat nicht unwirkſam. 223. Es wird aber unwirk⸗ ſam, wenn die vermachte Sache zu Grunde ging. 224. Die Erben des Te⸗ ſtrers konnen eine Klage auf Wibderruf des Legars anſtellen. 225 vergl. Erk⸗ ſchaft. Teſtament. Vermächtniß. Legatar. Wenn der Erbe durch Lega⸗ tarien zur Erklaͤrung uͤber die Annah⸗ me oder Ausſchlagung der Erbſchaft ge⸗ nöthigt wird, kann er die Rechtswohl⸗ that des Inventars noch in Anſpruch nehmen. I. 136. In Gegenwart der Legatare muß alsdann das Inventartum aufgenommen werden, 137. und der Beneficiarerbe muß die Legatarien aus der Erbſchaftsmaſſe befriedigen. 139. Die Legatarien können auf Ernennung eines Curators fuͤr die erbloſe Verlaſ⸗ ſenſchaft antragen; 141. aber die Collas tion nicht verlangen. 158. Sie hoben die Pflicht, die Schulden des Erblaſſers zu bezahlen, und ſeine Verbindlichket⸗ ten zu erfuͤllen 161. Sie koͤnnen kei⸗ ne Reductionsklage anſtellen. 181. Sie könnem bei Abfaſſung eines oͤffentlichen Teſtaments nicht als Zeugen zugelaſſen werden. 200. Wenn der Legatar fru⸗ her ſtirbt, ols der Teſtirer, oder auch wenn er unfähig iſt, ſo iſt das Teſta⸗ ment unkräftig. 222. Legatarien kon⸗ nen ſich nicht auf den Mangel der Ein⸗ tragung in die Hypothekenregiſter beru⸗ fen. 231. In welchem Fall der Lega⸗ tar bei der Theilung der Guͤtergemein⸗ ſchaft ſein Legat in Natura verlangen kann? III. 108. Legitimation des unehelichen Kindes. Begriff. Wirkung. I. 321. Durch öie nachfolgende Legitimation eines Kindes iſt die Schenkung widerrufen. II. 194. Lehen. Unverträglichkeit der Lehensver⸗ haͤltniſſe mit dem Code Napoleon. II. 67. Abſchaffung derſelben in Frankreich, 68. in den verbuͤndeten Staaten außer Weſtphalen, 69. in Weſtphaſen. 70. Unterſcheidung zwiſchen ſolchen Lehen, die noch auf vier, und ſolchen, die auf mehrere Augen ſtehen. 70. An den Lehnsſecretat muß ſich der Senlor wen 693 3 den, 1 4 3 3 1 4 5 51 — 422 Regiſter. den, wenn eine Allobiſication zulaſſg iſt. 70. Die vom Koiſer zu Gunſten, eines Prinzen ꝛc. geſtiftete erbliche Wuͤr⸗ de macht eine Ausnahme von dem Ver⸗ bot der Subſtitucionen. 170. Lehrer an den Lyteen und Collegien ſind zum Colibat verpflichtet I. 248. Die Lehrer ſind fuͤr den Schaden verantwort⸗ lich, den ihre Zoͤglinge verurſacht ha⸗ ben. II. go. Die Klage der Lehrer wegen des Unterrichts ver/aͤhrt binnen ſechs Monathen. 313. Leibeigenſchaft iſt im Sönigreich Weſtphaien aufgehoben. II. 73. Leibrente kann der Nießbraucher be⸗ ziehen. II. 30. Beſtimmungen uͤber das Vermoͤchtniß einer Leibrente, de⸗ ren Werth den diſponiblen Vermogens⸗ theil uͤberſteigt. 180. Wenn das Ver⸗ machtniß in einer Leibrente beſtand, kann der Particularlegatar die Zinſen von dem Todestage des Teſtirers an verlangen. 217. Von dem Letbrenten⸗ contracte. Erforderniſſe deſſeiben. III. 231. Wlikungen. 232. vergl. Rente. Leihcontract. Wenn auf Zuruckgabe einer geltehenen Sache geklagt wird, findet keine Compenſation ſtatt. III. 59. Von dem Lethcontracte. 214 f. vergl. Anlehn. Darlehn. Leihhaus. Die in dem Litel von dem Fauſtpfandscontracte enthaltenen Vetfu⸗ gungen ſind nicht auf oͤffentlich gebil⸗ ligte Leihhäuſer auwendbar. IiI. 255. Leinen. Leibwaͤſche iſt in dem Ausdruck Mobilien nicht mitbegriffen. II. 10. Leinwand kann der Nießbraucher be⸗ nutzen. 30. Ihre Leibwaͤſche kann die Frau nach erfolgter Verzichtleiſtung auf die Gätergemeinſchaft zuruͤcknehmen; II. 126. dieß Recht iſt aber nur auf ihre Perſon beſchraͤnkt. 127. Auch bei Wiedererſtattung des Brautſchatzes nach Auflsſung der Ehe kann die Frau ihr Leibieinen zuruͤcknehmen. 148. vergl. Kteidungsſtuͤcke. Leinpfad. Einen ſolchen muß der ufereigenthuͤmer an den ihm zuzefolle⸗ nen Alluvionen laſſen. II. 20. Der Leinpfad an ſchiffbaren Fluͤſſen iſt eine geſetzliche Servitut. II. 49. Leiſten an einer Seite der Zwiſchen⸗ mauer angebracht, beweiſen, daß die Mauer dem)enigen gehoͤre, auf deſſen Seite ſie angebracht ſind 1I. Ft. Leiſtung. Unbeſtrittene Leiſtungen an Getralde und Lebensmittein koͤnnen ge⸗ gen liquide Geldſummen compenſitt wer⸗ den. UI. 58. Liedlohn, ſ. Lohn⸗ Lieferungen. Die Forderungen fuͤr geiteferte Lebensbeduͤrfniſſe ſind privile⸗ girt. III. 264. Linie. Begriff. Eintheilung in die gera⸗ de und Seitenlinte; I. 245. II. 96. der geraden in die aufſteigende und ab⸗ ſteigende Linie. I. 246. II. 97. Ehe⸗ verbote in der geraden und Seitenlinie. 246. Die den Aſcendenten oder Sel⸗ tenverwandten zufallenden Erbſchaften werden nach Linien getheilt. II. 93. Beſtimmung der Erbfolge nach Linien unter den Aſcendenten, 108⸗ und un⸗ ter den Collateralen. 110. Liſt. Tauben, Kaninchen und Fiſche in einen andern Behälter uͤbergegangen⸗ gehören dem Eigenthuͤmer deſſelben nur⸗ wenn ſie nicht durch Liſt hineingelockt ſind. II. 23⸗ Lohn. Das einem Dienſtboten gegebene Vermaͤchtniß darf nicht auf deſſen Lohn angerechnet werden. II. 218. In Au⸗ ſehung des Betrages des Lohns wird dem Herrn auf ſeine eidliche Verſiche⸗ rung geglaubt. III. 194. Der Liedlohn des Geſindes und anderer im Dienſte des Schuldners ſtehender Perſonen iſt privilegirt; 26. auch das Fuhrlohn der Fuhrleute. 266. Longobardiſche Geſotze. Vor S ſie und wer ſie ve ert hat. 1. 16. Die Erbſchaftsthellungen geſche⸗ hen durchs koos. I. 133. Luthe⸗ e ie k le d b e⸗ e. l e 3. e 1 i . t ne hn n td ſe iſ e N iſ⸗ Regiſter. 423 Lutheraner können ſich in Anſehung der Aufnahme der Acte des Civilſtan⸗ des vor ihren eigenen Prediger ſtellen⸗ M. Maaß. Wenn Sachen nach dem Maaß verkauft worden ſind, iſt der Verkauf erſt durch die Tradition guͤltig. III. 194. Die Ueberlieferung der verkauften Sa⸗ che muß in dem im Contracte angegebe⸗ nen Maaße geſchehen. 161. Wenn in dem Pachtcontracte den Grunoſtücken ein größeres oder geringeres Maaß bei⸗ gelegt iſt, als ſie haben, was iſt dann als Regel zu befolgen? 190. Maaßregely“ Bloß adminiſtrative oder conſervatoriſche Maaßregeln ſind fuͤr teine Einmiſchung in die Angelegenhei⸗ ten der Guͤtergemeinſchaft zu halten. II. 118. vergl Handlungen. Maͤdchen. Wider Madchen kann nur im Fall eines Stellionats auf körperli⸗ che Verhaftung erkannt werden. ut. a52.* Maire iſt der allein competente Civil⸗ ſtandsbeamte. I. 175. Einſchränkung dieſer Verfuͤgung im Koͤnigreich Weſt⸗ phalen. 175. In welchen Fällen der Maire, ader ſein Adjunct, die noth⸗ wendige Verſiegelung verlangen kann? Majorätsbeſitzer därfen ſich ohne Erlaubniß drs Katſers nicht verhetra⸗ then. I. 248. Mandatar. Der Mandatscontract er⸗ halt ſelne Guͤltigkeit durch die Annah⸗ me von Seiten des Mandatars. Von den Verbindlichkeiten des Mandatars. 235. Das Mandat endigt durch Wi⸗ derruf, durth Anfkuͤndigung, und durch den Tod des Mangatars. 237 f. vergl. Bevollmaͤchtigte. Mandatsrontract. Von der NRa⸗ tur und der Form deſſelben. III. 234. Von den Beendigungsarten des Man⸗ Maͤngel. Fuͤr welche Maͤngel mus der Verkaͤufer haften? III. 166 fuͤr welche der Vermiether? 83. und der Verlei⸗ her? 216. vergl. Fehler⸗ Manifeſtationseid. Daß er abge⸗ legt ſey, muß in dem zu errichtenden Inventar erwaͤhnt werden. 1I. 137. vergl. Eid. Mannsperſonen. Nur Mannsper⸗ ſonen koͤnnen bei Aufnahme der Urkun⸗ den des Civilſtandes Zeugen ſeyn. I. 179. Mannsperſonen duͤrfen vor zu⸗ ruͤckgelegtem achtzehnten Jahr nicht hewathen. 238. Bei zugleich umge⸗ kommenen Perſonen gleichen Alters wird die Mannsperſon als letztverſtorben an⸗ geſehen. II. 37. Die Teſtamentszeugen muͤſſen maͤnnlichen Geſchlechts ſeyn. 207. Wider Mannsperſonen, die das ſieben⸗ zigſte Jahr ihres Alters erreicht haben, kann nur im Fall eines Stellionats auf korperliche Verhaftung erkannt werden⸗ III. 252.. Moteriali'en zu einem Gebaͤude gehoͤ⸗ ren zu den beweglichen Sachen, ſo lan⸗ ge ſie nicht zum Bau verwandt ſind. 1I. 9. Von den Antagen mit fremden Ma⸗ teriallen. 19. Welches Recht hat der Nießbraucher an den Materialien der zu Grunde gegangenen Gebaͤude? g1. Verbindlichkeit deſſen, der an einer Mau: er einen Vorrath ätzender Materialien antegen will. 36. Wegen des geſtiegenen Preiſes der Matertatien kann der Bau⸗ meiſter keine Erhoͤhung des Preiſes ver⸗ langen. IlI. 196 An die Erben desſeni⸗ gen, der eine beſtimmte Arbeit Abernom⸗ men hatte, muß der Beſteller derſel⸗ ben den Werth der wirklich zubereite⸗ 3 bezahien. 196. Vergl. Stoff⸗ Mauer. Die Mauern der Feſtungen ſind Staatseigenthum. li. 12. Zur Ausbeſ⸗ ſerung der Hauptmauern iſt der Nieß⸗ braucher nicht verpflichtet. 25. Welche Eigenſchaften müß eine Mauer haben, um einr Zwiſchenmauer zu ſeyn? Zr. Wann „— ————— 424 Regiſter, Wann wird ſie als gemeinſchaftlich be⸗ trachtet? 51. Rechte und Verbindlich⸗ keiten der Miteigenthuͤmer an einer ge⸗ meinſchaftlichen Mauer. 52. Wenn eine gemeinſchaftliche Mauer wieder aufge⸗ bauet wird, leben die derſelben zuſtehen⸗ den Servituten wieder auf. 5. Was iſt zu beobachten, wenn Brunnen, Milt⸗ gruben ꝛc. neben einer Mauer angelegt werden ſollen? 56. In einer gemetn⸗ ſchaftlichen Mauer duͤrfen keine Fenſter und Oeffnungen angebracht werden. 57. Wie muͤſſen dieſe in einer nicht gemein⸗ ſchaftlichen Mauer eingerichtet werden? 57. Die Ausbeſſerungen an der Tünche des untern Theils der Mauern fallen dem Miether zur Laſt. III. 183. Maurer. Ihnen ßeht ein Blagrecht zu gegen den Unternehmer, und auch ge⸗ gen den Beſteller eines Gebaudes, wenn dieſer dem Unternehmer noch ſchul⸗ ig iſt. III. 197. F Merresaſer iſt Staatseigenthum. II. 12. In Hinſicht der Meeres fer tritt das Recht der Alluvionen nicht ein. 21. Die Rechte auf Sachen, die ins Meer geworfen oder von demſelben ausgeworfen ſind, ſo wie auf die am Rande deſſelben wachſenden Pflanzen werden burch beſondere Geſetze beſtimmt⸗ gr. vergl Scc. Melioration, ſ. Verbeſſerung. Metzger. Ihre Forderungen fuͤr die wayrend der letzten ſechs Monate gelie⸗ ferten Lebensbedurfniſſe ſind privilegirt. II. pacht eyer, ſ. Pachter. iſt mit dem Geiſt des Co⸗ de Napoleon unverträglich. II. 72. Miethcontract. Allgemeine Verfuͤ⸗ gungen uͤber denſelben. IiI. 180. Von dem Miethcontracte uͤber Sachen. 181. Von den eigenthuͤmlichen Regeln der Miethe. 187. Von dem Miethcontract uͤber Arbeit. 193., RMiether muß för culpa leuis haften. 1I. 14. In Ermangelung eines Con⸗ tracts kann her Miether den Prels dur eine Schatzung beſtimmen ſie iſt zur Aftermiethung berechtigt. Rech⸗ te und Verbindlichkeiten des Vermie⸗ thers gegen den Miether. 182. Rech⸗ te und Verbindlichkeiten des Miethers. 134. 188. Wenn der Miether nach Ab⸗ lauf der im Contracte beſtimmten Zelt im ungeſtörten Beſitze bleibt, ſo ent⸗ ſteht eine neue Miethe. 183. Beſtim⸗ mung der Schadlashaltung, wenn der Miether durch den Kaͤufer vertriehen wird. 186. Der Miether kann vertrie⸗ ben werden, wenn er nicht hinreichende Buͤrgſchaft leiſtet. 187. Im Fall der Aufhebung des Contracts dutch Ver⸗ ſchulden des Miethers iſt dleſer zur Be⸗ zahlung des Miethzinſes waͤhrend der zur Wiedervermiethung erforderlichen Zeit verbunden. 189. Miethzins wird durch das Zuwachs⸗ recht erworben. II. 16. Er gehört zu den Ctvilfruͤchten. 26. Et wird Tag fur Tag erworben. 29. Er trägt Zin⸗ ſen vom Tage der erhobenen Klage an. 11 22. Zum Miethzins trägt die Wittwe waͤhrend der ihr geſtatteten Friſten nichts bei. 120. Während der Ausbeſſerungen wird der Preis der Miethe nach Ver⸗ haltniß der Zeit vermindert. 183. Der Mierhins muf zur beſtimmten Zeit be⸗ zahlt werden. 134. Wenn der Miether durch den Kaͤufer vertrieben wuͤrde, muß ihm ber Vermiether ſo viel zut Schadloshaltung geben, als der Mieth⸗ zins zwiſchen der Aufkuͤndigung und Rdumung beträgt. 186. Wenn fuͤr den Miethzins nicht hinlaͤngliche Buͤrgſchaft geleiſtet wird, kann der Miether ver⸗ trieben werden. 187. In mie fern haf⸗ tet der Aftermiether fuͤr den. Mieth⸗ zins 2. 187. Wenn ein jährlicher Mustb⸗ zins verabredet iſt, wird die Perm. thung einer meublirten Wohüung„ auf ein Jahr geſchehen teltochzet. i Der Miether iſt zur Bezah unden, wenn der Con⸗ Miethzinſes verb ituet Regiſter. 425 tract durch ſein Verſchulden aufgehoben wurde. 180. Der Miethzins gehoͤrt zu den privtlegirten Forderungen. 265 Er veraͤhrt binnen fuͤnf Jahren. 315. Militaͤrperſonen. Wie geſchteht die Anzeige der Sterbefaͤlle von Militaͤr⸗ perſonen in Militärhoſpitälern? I. 203. Wie iſt es mit ihnen zu halten bei Auf⸗ nahme der Urkunde des Cwilſtandes? 207. der Hetrathsurkunde, und der Sterbeurkunde? 209. Sie duͤrfen ſich ohne Erlaubniß ihrer Vorgeſetzten nicht verhetrathen. 248. Sie ſind von der Vormundſchaft befreyt. 366. Durch wen konnen die Teſtamente der Militar⸗ perſonen oufsenommen werden? II. 208. Vergl. Kriegsdienſte. Minderjaͤhrige haben ihren Wohnſitz bet ihren Cltern oder threm Vormunde. I. 217. Ueber die von einem verſchwun⸗ denen Vater zuruͤckgelaſſenen Minder⸗ zährtgen hat die Mutter die Aufſicht, 234. und nach dem Tode der Mutter die Aſcendenten. 235. Die Ehefrau des Minderjähriaen bedarf der Einwil⸗ ligung des Richters, um vor Gericht auftteten, oder Verträae abſchliefien zu koͤnnen. 269. Minder)ährige Frauen⸗ zimmer beduͤrſen dozu der Autoriſatien ihres Vormundes. 270. Wenn ein Kind in der Minderfaͤhrigkeit geſtorben iſt, können ſeine Erben deſſen Anſpruͤche auf einen gewiſſen Stand noch geitend ma⸗ chen. 319. Von der Minderaͤhrigkeit. 346. Minderjährige ſind unfaähtg zur Vormundſchaft. 372. Eie dem Min⸗ derjährigen zugefallene Erbſchaft kann nur der Vormund deſſeiben annehmen; 382. auch die ihm gemachte Schenkung. 383. Zinſen, die der Minderzährige dem Vormunde ſchuldig bleibt, laufen erſt von dem Tage der geſchehenen An⸗ me hnung an. 388. Von der Cmanci⸗ pation des Minderfährigen. 389. Wir: kungen, welche die Emancipation auf ihn hervorbringt. 391. Er tritt wieder unter Vormundſchaft, wenn er wegen Syangenberg'e Commentat Bd. II. unbeſonnener Handlungen der Emanci⸗ potion ſuͤr verluſtig erklärt iſt. 392. Der Minderhährige kann kein Handels⸗ etabliſſement fuͤhren. Was iſt zu be⸗ merken, wenn er emancipirt iſt, und ein ſoiches fuͤhrt? 393. Wenn ſich un⸗ ter den Miteigenthuͤmern ein Minder⸗ zähriger befindet, koͤnnen die Rechte aller übrigen nicht verjähren. II. 66. Der Minderzaͤhrige wird von der Erb⸗ ſchaft nicht ausgeſchloſſen, wenn er gleich den Moͤrder des Erblaſſers nicht ange⸗ zeigt hat. 90. Unter welchen Bedingun⸗ gen Minderlährige eine Erbſchaft an⸗ nehmen? 125. und in welchem Fall ſie die Annahme einer Erbſchaft anfechten können? 127. Wenn Minderjährige vorhanden ſind, kann die Theilung nur in Form einer Klage nachgeſucht were den. 14g. Statt ihrer muͤſſen dte Vot⸗ muͤnder die Theilung erwirken. 745. Bei ihnen tritt die nothwendige Ver⸗ ſiegelung der Verlaſſenſchaft ein. 146. Zur Entſiegelung kann nicht eher ge⸗ ſchritten werden, ais bis ſie mit ei⸗ nem Vormund verſehen ſind. 148. Wenn belt der Vertheilung Minder)äh⸗ rige vorhanden ſind, ſo ernennt das Tribunal erſter Inſtanz einen Sach⸗ verſtändigen zur Bildung der Thei⸗ le. 153. Minder)aͤhrige konnen die Theilung anfechten, die nicht mit den gehorigen Formalitäten geſchehen iſt. 154. Unter welchen Bedingungen kann ein Minderjähriger ein Teſtament er⸗ richten? 173 oder eine Schenkung an⸗ nehmen? 186. Statt ſeiner muß der Vormund die mit einer Hypothek be⸗ ſchwerte Sache eintragen laſſen. 188. Der Minderjährige kann nicht Teſta⸗ mentsexecutor werden. 219. Wenn unt ter den Erben Minderjährige ſich befin⸗ den, muß der Teſtamentsexecutor den Rachlaß unter Stegel legen laſſen. 220. Foͤr den Minderſährigen muß deſſen Vormund auf Ernennung eines Execu⸗ tors fuͤr die Verfuͤzung zum Vortheil 55h der — 426 der ſeiner Geſchwiſter antragen. 228. Die fehlende hypothekariſche Eintra⸗ gung kann von den Gläubigern und deltten Erwerbern ſogar den minderjäh⸗ rigen Subſtituirten entgegengeſetzt wer⸗ den. 231. Der mit einem Fideicommiß beſchwerte Minderzährige hat zwar we⸗ gen nicht erfuͤltter Verbindlichkeiten ei⸗ nen Regreß an ſeinen Vormund; iſt dieſer aber inſolvent, ſo kann ihm nicht weiter gehoifen werden. 232. Wenn Minderyaͤhrige in der Eheſtiftung eine Schenkung machen wohlen, bedarf es dazu der Einwilligung derjenigen, die in die Ehe einzuwilligen haben. 237. Minderzährige ſind unfähig zu eontra⸗ hiren. 1II. 9. Dauer der dem Minder⸗ zaͤhrigen zuſtehenden Kiage auf Nichtig⸗ keit oder Wiederanfhebung der Vet⸗ träge. 62. Folgen, wenn ihm diefes zugeſtanden iſt. ö3. Zur Abſchliehung der Eheſtiftung des Minderzährtgen muͤſſen alle die Perfonen mitwirken, deren Einwilligung zur Guͤltigkeit der Ehe erforderlich iſt. 95. Wenn der eine Ehegatte nach dem Tode des andetn ein Inventar zu entwepfen unterlaſſen hat, und minderzährige Kinder vorhan⸗ den ſind, ſo iſt der überlebende Ehe⸗ gatte der Einkuͤnfte aus dem gemein⸗ ſchaftlichen Vermoͤgen verluſtig. 14. Die beſtimmte Friſt der Klage auf Wie⸗ deraufhebung des Verkaufs wegen Ver⸗ letzung laͤuft auch wider Minderzährige. 273. Zur Theilnahme an der Verſtei⸗ gerung muß eine Aufforderung gefche⸗ hen, wenn einer der Miteigenthuͤmer minderjährig iſt. 175. Regeln. die der Vermiether von Sachen des. Minder⸗ jährigen befolgen muß. 132. Emanti⸗ pirte Minderjährige koͤnnen zu Bevoll⸗ maͤchtigten erwaͤhlt werden. 235. Der Buͤrge fuͤr einen Minderſährigen ver⸗ hält ſich als Schuldner. 239. Ein Vor⸗ mund kann ſich Namens des Minder⸗ jährigen nur in Gemäßheit der gegebe⸗ ben einer Mauer Niſtgrube. Wer n Regiſter. der Enkel des Teſtirers, oder der Kin⸗ nen Vorſchriften vergleichen. 246. Get gen Minder)ährige kann nie korperliche Verhaftung erkannt werden. 252. Min⸗ derjährige haben eine geſetzliche Hypo⸗ thek auf das Vermögen ihres Vormun⸗ des. 27g. Die Hypothek der Minder⸗ hährigen nimmt ihren Rang von dem Tage der angenommenen Vormundſchaft. 278. Regeln, wenn ſich der Vormund von dieſer Hypothek frey machen will. 294. Die unbeweglichen Sachen eines Minderjaͤhrigen können Schulden hal⸗ ber nur erſt dann verkauft werden, wenn deſſen bewegliches Vermogen zu⸗ vor angegriffen iſt. 299. Die Veräh⸗ rung laͤuſt nicht wider Minderjaͤhrige. 309. Ausnahmen hiervon. 315. Miniſter. Dem Miniſter des Seewe⸗ ſens werden von dem Conſul die zur See aufgenommenen Teſtamente einge⸗ ſendet, und er ſchickt ſie an den Gref⸗ fier des Friedensgerichts. II. 210 Mißbrauch endigt den Nießbrauch. II. 30. Wodurch der Nießbraucher die Sache mißbraucht. g0. Wenn der Mie⸗ ther die gemiethete Sache mißbraucht, kann der Vermiether den Contract auf⸗ heben laſſen, 1II. 184. oder Schadlos⸗ haltung fordern. 189. Der Leiher haf⸗ tet für den durch Mißbrauch entſtan⸗ denen zufälligen Verluſt. 215. Wenn der Inhaber das Unterpfand mißbraucht, kann der Glaͤubiger die Zuruͤckgabe deſ⸗ ſelben vor der beſtinnnten Zeit verlan⸗ gen. 254. Denenigen, welche durch die von öffentlichen Beamten begangenen Mißbräuche verletzt ſind, ſtehet ein Pri⸗ vileg zu auf die von denſelben geleiſtete Cantion. 266. Mißhandlungen⸗ Grauſame Mik⸗ handlungen begraͤnden die Eheſchei⸗ dungsklage; 1. 276. doch kann der Rich⸗ ter die Entſcheidung verzogern, 290. Wegen Mißhandlungen können Schen⸗ kungen widerrufen werden; II. 193. dieß gilt auch von Teſtamenken. 225 ——. Regiſtet. 42 e e eine Miſtgrube anlegen will, muß den Mobiliarſchaft. Was dieſer Ausdruck gehörigen Zwiſchenraum laſſen. 11. 36. in ſich begreift. 1l. 11. Mitbelehnung. Weiche Grundſitze Mobitien. Begriff dieſes Ausdrucks. II. 5 bei der Mübelehnung zur Anwendung 10. Welche Mobilten gehsren zu den kommen. 1I. 70. Vergl. Lehen. Mobeln? 1I. ſ. Bewegliche Sa⸗ . Mitiz nthum, ſ. Eigenthum. Mord. Der Mörder des Erblaſſers, oder d Miterbe. Verſchenkung, Verkauf oder der ihn zu ermorden geſucht hat, oder 1 Abtretung erbſchaftlicher Sachen an der den Mord deſſelben nicht angezeigt 4 Miterben ſind Hondlungen, aus welchen hat, iſt von der Erbſchaft ausgeſchtoſ⸗ ſich die Annahme der Erbſchaft folgern ſen. Il. 90. Ausnahme des letztern läßt. I. 126. Den Miterben wächſt Falls zu Gunſten der Minderlaͤhrigen, ⸗ der Antheil des die Erbſchaft Ausſchla des Ehegatten, und der naͤchſten Ver⸗ 5 genden zu. 129. In welchem Fall die wandten. 9o. . Miterben der Frau eine definitive Thei⸗ Muͤhlen. Wind und Waſſermuͤhlen ge⸗ lung erwitken können? 145. Die Mit⸗ hören zu den unbeweglichen; II.. erben können um Verſiegelung der Ver⸗ Schiffmohlen aber zu den beweglichen laſſenſchaft nachſuchen. 146. Wenn der Soachen. 9. größere Theil der Miterben den Ver⸗ Muͤndel, ſ. Vormund. kauf der Verlaſſenſchuft füͤt nöthig hält, Municipalitaͤt. Der Beweis des ſo kann ſie nicht in Natura vettheilt veränderten Wohnorts ergiebt ſich aus I. werden. 151. Wie geſchleht die Colla⸗ einer ausdruͤcklichen Erklärung bei der e tion von Miterben? 152. Einem von Municipalität. I. 216. In welcher 6 ihnen werden nach geſchehener Theilung Munnicipalttät müſſen die Aufgebote ge⸗ t, die urkunden als Depoſitum anvertraut. ſchehen? 251. Die Munieipalität hat ſ 155. Den Miterben fteht ein Privileg in die Pflesſchaft einzuwilligen, wenn zu auf die zur Erbſchaft gehöriaen Im das Kind keine bekannten Verwandten ſ mobilien. III. 268. Vergl. Erk e. hat. 337. Pon einem Municipalbeam⸗ Mitgift. Auf eine Mitgift zur Fetrath ten kann zur Zeit der Epidemie ein können Kinder nicht gegen ihre Cltern Teſiament aufgenommen werden. 11. , klagen. I. 263. Vergi. Ausſiat⸗ e tung. utter. enn der Vater hei ſei 4 Mitſchuldner, ſ. Schuldner. Verſchwinden mindertährige ie Mitvormund. Wenn der Faml enrath ruͤckließ ⸗ ſo hat die Mutter die Aufſicht eh der Mutter die Vormnndſchokt ülerlaßt, uͤber dieſelben. I. 234. Sie kann Eint muß er ihr den neuen Ehemann als ſpruch thun gegen die Ehe thres Kindes. Mitvormund beyordnen. 1. 350. 252. Ihr Wtoerſpruch bei der Aner⸗ Moͤbeln. Was dazu gehoͤrt. lI. II. kennung des uneheiichen Kindes von ſet⸗ 6 Der Verkauf oder die Schenkung eines nem Vater braucht micht beachtet zu . Hauſes mit allem was darin iſt, begreift werden. 324. Ihre Anertennung des 6. nur die eigentlichen Moͤbein in ſich. 1I. unehelichen Kindes kann gerichtlich er⸗ . Möbeln kann der Niebbraucher be⸗ zwungen werden. 224. Bie gerichtliche u nuken. 30. Nochforſchung, wer die Mutter eines . Mobiliariſirung. Ehegatten können Kindes ſeh, iſt verſtattet. z27. Nach die Clauſel der Moblliariſirung vera⸗ dem Tode thres Mannes übt die Mut⸗ 3 reden. III. 129. Von der Clauſel der ter elterliche Gewalt aus. 341. Be⸗ Mobiliariſtrung. 131 f. dingungen, unter welchen ſie ihre Kinder Hhh2 ein⸗ — 75„ 4²5 einſperren laſſen kann. 342. Wenn ſie ihren Mann uͤberlebt, hat ſie die Be⸗ nutzung des Vermoͤgens ihrer Kinder. 344. Ausnahme von dieſer Verfuͤ⸗ gung. 345. Ihre zweite Ehe beendigt den Niekbrauch. 344. Vormundſchaft der uͤberlebenden Mutter. 340. Sie kann dieſelbe ausſchlagen. Wenn ſie ſich wieder verheirathet, hat der Fa⸗ miltenrath zu entſcheiden, ob ihr die Vormundſchaft anvertraut werden ſoll. 350. Die Mufter, die ſich wieder verheirathet hat, kann ihren Kindern erſter Ehe keinen Vormund ernennen. 35 2. Die Matter kann ihre Kinder emancipiren. 300. Sie ſuccedirt in der zweiten Claſſe. II. 102. Sie muß nach dem Tode des Vaters fuͤr den von ih⸗ ren unmuͤndigen Kindern verurſachten Schaden einſtehen. III. 90. vergl. Aſ⸗ cendenten. Eltern. Mutterméhler. Dadurch kann das Kind den Beweis fuͤhren, wenn es Je⸗ manden als ſeine Mutter in Anſpruch nimmt. I. 327. N. Nachbarn können einander zur Abmar⸗ kung threr Grundſtuͤcke zwinaen. Il. 48. Sie koͤnnen die auf eine gemeinſchaftli⸗ che Mauer gelegten Balken bis zur Mitte der Mauer abkuͤrzen laſſen. 32. In den Städten und Vorſtaͤdten kann zeder ſeinen Nachbar zwingen, daß er zur Aufrichtung der Scheidewand mit beitrage. 53. Zwiſchenraum, den man bei Anlegung von verſchiedenen Werken an die nachbarliche Seite laſſen muß. 56. Nach dem nachbarlichen Grund⸗ ſtuͤck duͤrfen keine Fenſter oder Heffnun⸗ gen angebracht werden. 57. Das Re⸗ genwaſſer darf nicht auf das Grund⸗ ſtuͤck des Nachbarn herabfließen. 59. Das Geſetz legt die Pflicht auf, den Uebergang des Nachbarn, deſſen Grund⸗ ſtücke uͤberall eingeſchloſſen ſind, zu lei⸗ den. 59. Zwiſchen zwey Nachbarn finden Regiſter. unwilltährliche, durch das Geletz be⸗ ſtimmte Berpflichtungen ſtatt. IlI. 87. Nachfolger. Die Nacpfolger des als eriſtirend erwieſenen Abweſenden koͤn⸗ nen olle Klagen deſſelben erheben. I. 233. Die Richter haben das Recht zu verfuͤgen, daß der Eigenthuͤmer den an die Stelle des Nießbrauchers Getrete⸗ nen jaͤhrlich eine beſtimmte Summe ent⸗ richte. Il. 40. Die Nachfolger desje⸗ nigen, der einen Pflichtthetl verlan⸗ gen konnte, koͤnnen die Reductionsklage anſtellen. 181. In welchem Fall die Nachfolger des Schenkers wegen nicht eingetragener hypothekariſcher Schuld die Schenkung anfechten konnen? 188. Die Vermuthung ſtreitet dafuͤr, daß man auch fuͤr ſeine Nachfolger ſtipulirt habe. IiI. 8. Eine oͤffentliche Urkunde macht auch unter den Nachfolgern der Partheyen einen vollen Beweis, 66. Anerkannte Privaturkunden haben auch unter den Nachfolgern der Contrahen⸗ ten dieſelbe Bewetskraft wie eine oͤffents liche Urkunde. 67. Nachfolger koͤnnen ſich bei Vorlegung einer Urkunde auf die Erklaͤrung beſchraͤnken, daß ſie die Handſchrift ihres Vorgangers nicht ken⸗ nen. 68 Die von den Nachfolgern des Schenkers geſchehene Erfuͤllung ei⸗ ner Schenkunz fuͤhrt die Entſagung al⸗ ler Einreden mit ſich 74. Der gelei⸗ ſtete Eid beweiſt auch fuͤr die Nachfol⸗ ger des)enigen, der ihn zugeſchoben hat. 33. Nach Aufhebung der Guͤter⸗ gemeinſchaft ſtehet den Nachfolgern der Frau die Befugniß zu, dieſelbe anzu⸗ nehmen, oder auszuſchlagen. 117. Der Schuldner einer Rente muß den Nach⸗ folgern ſeines Glaͤubigers nach 28 Jah. ren ein neues Bekenntniß daruͤber auf⸗ ſtellen. 312. Nachgeburt. Wegen nachgebohrner Kinder kann die Schenkung widerrufen werden. II. 192. 194 Nachgicbigkeit. Handlungen der. t l n ie w 1 e l er er u er ch⸗ h ⸗ ſe o en Regiſter. 4²9 ßen Nachhlebigkeit können weder Beſitz noch Verjaͤhrung begruͤnden. II. 307. Nachkommen, ſ. Deſcendenten⸗ Nachlaß. uneheliche Kinder haben nur ein Recht auf einen beſtimmten Theil des Nachlaſſes ihrer Eltern, II. 143. und erhalten ihn in Ermangelung aller Verwandten ihrer Eltern ganz. 115⸗ In dieſem Fall muß der Nachlaß verſie⸗ gelt und inventariſirt werden. 117. Wann das im Ehebruch oder Blutſchan⸗ de erzeugte Kind Alimente aus dem Nachlaß ſeiner Eltern fordern kann? 118. Wie geſchteht der Verkauf der unter dem Nochlaß befindlichen, dem Verderben unterworfenen Sachen? 134⸗ vergl. Erbſchaft. Nachläſſigkeit. Der Beneficlarerbe hat bei Zurucklieferung der zur Erb⸗ ſchaft gehorigen Mobilien fuͤr die durch ſeine Nachläſſigkeit verurſachte Dete⸗ rioration zu haften. II. 139. Der Beſchenkte muk ſich bet der Collarlon die durch ſeine Nachläſſigkeit veranlaß⸗ ten Verſchlimmerungen der unbewegli⸗ chen Sache antechnen laſſen. 160. Ver⸗ ſchledene Grade der Vernachläſſigung. III. 13. Der durch Nachlaſſigkett ei⸗ nem Andern zugefuͤgte Schaden muß er⸗ ſetzt werden. 90. Der Mann iſt fuͤr alle durch ſeine Nachlaͤſſigkett entſtan⸗ denen Verſchlimmerungen des Dotal⸗ vermoͤgens verantwortli h. 146. Wenn davon Schuldforderungen oder Renten verloren gegangen ſind, ohne daß dem Manne eine Nachläſſiakeit zur Schuld falt, ſoll er dafuͤr nicht haften. 148. vergl. Verſehen. Nachtheil. Jede nach erhobener Ehe⸗ ſcheidungsklage von dem Manne uͤber⸗ nommene Verbindlichkeit iſt unguͤltig, ſobald ſie als zum Nachtheil der Frau geſchehen erwieſen wird. I. 296. Wenn die Entſagung des Nießbrauchs zum Nachtheil der Glaͤubiger des Rießbrau chers geſchteht, koönnen ſie dieſeibe fuͤr nichtig erklaͤren laſſen. II. 4. Die Nationalguͤter. Heffentliche S d Gläubiger deſſen, der zu ihrem Rach⸗ theil auf die Erbſchaft Verzicht leiſtet, können die Eibſchaſt im Rohmen ihres Schuldners annehmen. 130. vergl. Be⸗ eintraͤchtigung. Nahrungsmittel Fnd in dem Ans⸗ druck Mobilten nicht mitbegtiffen. III. 10. vergl. Lebensmittel. Unter⸗ halt⸗ Namen. In der Urkunde des Civilſtan⸗ des muͤſſen die Vor⸗ und Geſchlechts⸗ namen aſſer darin benannten Perſonen ausgebdruckt ſeyn; I. 177. ſo wie in der Geburtsurkunde die des Kindes, der Eitern und der Zeugen. 190. Das Pro⸗ tocoll uͤber den Fündling muß den ihm vom Civiſtandsbeamten gegebenen Na⸗ men enthalten. 191. Die Aufgebotsur⸗ kunde muß die Vor⸗ und Geſchlechtsna⸗ men der kuͤnftigen Ehegatten, und die ihrer Eitern enthalten; 194. eben ſo die Notorictätsurkunde, 198. der die Etnwilligung der Eltern enthaltende glaubhafte Auſſatz 199. und die Hei⸗ rathsurkunde. 200. Letztere muß auch die Vor⸗ und Geſchlechtsnamen der Zeugen enthalten. 190. Verfahren, wenn in der Geburtsurkunde der Name des kuͤnftigen Ehegatten nicht auf die⸗ ſeibe Art geſchrieben iſt, wie der ſeines Vaters. 213. Wenn das eheliche Kind ſeine Kindſchaft durch den Beſitzſtand beweiſen will, muß es immer den Na⸗ men des Vaters geführt haben. 316. Der Name des Adoptrenden wird dem des Adoprirten beigefuͤgt. 331. Die Namen der Requirenten, Comparenten und Taxatoren muß das zu errichtende Inventarium enhalten. 1I. 137. Der dem Hypothekenbewahrer zu uͤberge⸗ hende Aufſatz muß die Namen des Gläu⸗ bigers und des Schuldners enthalten. III. 282. 283. Namenszug, ſ. Handzug. Nationalconvent. Bildung drſſelben und ſeine merkwuͤrdigſten Decrete l. 39. rfen Hhb 3 — 430 duͤrfen die burch ſie verkauften Natio⸗ nalguͤter nicht erſtehen. III. 158. Ueber die Verpaͤchtung von Nationalguͤtern exlſtlren beſondere Verordnungen. 181. Nationalverſammlung. Geſetzge⸗ bung in dieſer Periode. I. 36 f. Naturalgiften ſind bei Aufhebung der gutsherrichen Rechte im Koͤnigreich Weſtphalen nicht mitaufgehoben. I1. 73. Naturaliſation bewirkt die rechtliche Eitgenſchaft eines Franzoſen. I. 146. 149. Naturaltheilung verfuͤgt das Tri⸗ bunal erſter Inſtanz bei Theilungskla⸗ gen, wenn unter den Erben Minders zaͤhrige befindlich ſind. II. 148. 149. Sie erfolgt nach geſchehener Schätkuna. Arsnahmen. 151 Vergl. Theilung. Rebenbemerkungen darf der Cwil⸗ ſtandsbeamte den Ctvilſtandsregiſtern nicht berfuͤaen. I. 181. ſ. Rand. Rebenlinie. Wenn aus einem Stam⸗ me mehrere Nebenlinten entſproſſen ſind, ſo geſchieht in ſeder Nebenlinie die Thei⸗ lung nach den Staämmen. II. 101. Neffe. Die Ehe zwiſchen ihm und ſei⸗ ner Tante iſt verboten; doch kann der Kaiſer von dieſem Eheverbot diſpenſiren. 1. 246. Der Neffe wird von der Eib⸗ ſchaft nicht ausgeſchloſſen, wenn er gleich den Moͤrder des Erblaſſers nicht angezelat hat. Il 90. Er ſteht zu dem Oheim im dritten Grade der Verwandt⸗ ſchaft 98. Das Kraft des Repraͤſenta⸗ tionsrechts berufene Bruderskind ſchließt die Oheime und Tanten des Erblaſſers aus. 100. Neger und Weibe daͤrfen keine Ehe ein⸗ gehen. I. 248. Nichte. Die Ehe zwiſchen ihr und ihrem Oheim iſt verboten; doch kann der Kai⸗ ſer von dieſem Eheverbot diſvenſiren. 1. 236. nicht ausgeſchloſſen, wenn ſie gleich den Mörder des Erblaſſers nlcht angezeigt hat. Il. 90. ſ. Neffe. Nichterſcheinen, ſ⸗ Ungechorſam. Sie wird ven der Eibſchaft. Regiſter. Nichtgebrauch. Dreyßisjähriger Richt⸗ gebrauch endigt die Servitut. II. 66. Nichtigkeit. Die Strafe der Nichtig⸗ keit ſteht darauf, wenn der Notar bet geſchehenem Cinſpruch die Bewegungs⸗ gruͤnde deſſelben nicht anfuͤhrt. 1. 233. Von den Klagen auf Unguͤltigkeit der Ehe. 255. Nichtig ſind die von der Ehefrau ohne Einwilligung ihres Man⸗ nes vorgenommenen Veraͤußerungen; 267. darauf koͤnnen ſich jedoch nur die Ehegatten und ihre Erben berufen. 269. Jede waͤhrend des Eheſcheidungsprozeſ⸗ ſes ven dem Manne zur Beläſtigung der Guͤtergemelnſchaft uͤbernommene Verbindlichkett oder Veroͤußerung iſt unguͤtig, wenn ſie als zum Nachtheil der Frau geſchehen erwieſen wird. 296. Der freiwlllige außereheliche Beiſchlaf iſt rechtlich nichtig. 325. Nichtigkeitzieht die bei ſchon vorhandener Unfähigkeit oder Unwuͤrdigkeit uͤbernommene Vor⸗ mundſchaft nach ſich. 374. Jeder Ver⸗ trag zwiſchen dem Vormunde und ſei⸗ nem volhaͤhrigen Pupillen vor dee Rech: nungsablequng iſt unguͤltig. 388. Nich⸗ tig ſind die Handlungen des Interdi⸗ cirten, welche er ohne Mitwirkung ſei⸗ nes Beiſtandes vornahm, ſo wie auch die vor der Interdictten vorgenomme⸗ nen Handlungen, wenn die Urſache ſei⸗ ner Interdiction ſchon notoriſch vorhan⸗ den war. 309. Jede Verabredung zur Unablößlichkeit einer Rente, die uͤber dreyßig Jahre hinausgeht, iſt nichtig. II. 9. Nichtig iſt die Verzichtleiſtung, die der Mießbraucher zum Nachthell ſei⸗ ner Glaäublger eingeht. 41. Die Verab⸗ redung, während einer beſtimmten Zeit die Theilung nicht vorzunehmen, iſt nur auf fünf Jahre guͤltig. 143. Nichtig iſt das Inventarium, wenn die Entſiege⸗ leng vor der feſtgeſetzten Zeit iſt. 147. Jede Verabredung zum Vor⸗ theil eines Unfaͤhigen iſt nichtig. 176. rigkeit ſtehet dar⸗ Die Strofe der Richizuz Priginolcen⸗ ce pt auf, wenn Notarlen e 6 3. e e n z e . eſ 9 ſ il . af ht it e ⸗ h h i i 6 e i⸗ n be er , 1 6 u ſt en ⸗ n. Regiſter. 431 eept elner Schenkung nicht in Verwah⸗ rung behalten. 185. Die Schenkung zukuͤnftiger Sachen iſt nichtig; auch wird ſie ungültig, wenn die dabei ge⸗ machten Bedingungen nicht erfuͤllt wer⸗ den. 189. Die Verabredung, daß eine geſchenkte Sache, woruͤber ſich der Schenker zu diſpontren vorbehalten, aber nicht diſponirt hat, den Erben des Schenkers nicht zufallen ſoile, iſt nich⸗ tig. 190. Nichtia iſt jede Beſtimmung, wodurch der Schenker auf die Aufhe⸗ hung der Schenkung wegen nachgebohr⸗ ner Kinder Verzicht thut. 196. Wenn bei der Aufnahme der Teſtamente nicht die vorgeſchriebene Form beobachtet iſt, ſind ſie nichtig. 200. 212. Ungültig ird das Teſtament der Militaͤrperſo⸗ nen, wenn der Teſttrer nach ſechs Mon näthen an einen Ort gekommen iſt, wo er die Regeln fuͤr die Etrichtung eines gewoͤhnlichen Teſtaments befolgen konn⸗ te. 208. Eben ſo das zur Zeit der Ept⸗ demie aufgenommene Teſtament. 209. Wenn der Teſtirer eine fremde Sache vernacht hat, ſo iſt das Legat ungul⸗ tig. 218. Nichtig iſt die Theilung, wel⸗ che Eitern unter ihre Deſcendenten vor⸗ nehmen, wenn ſie nicht unter alle ihre inder geſchieht. 232. Unguͤltig iſt die Einwilligung in einen Vertrag, wenn ſie aus Irrthum gegeben, durch Ge⸗ walt erzwungen, oder durch Betrug erſchlichen worden. III. 5. Andere Ar⸗ ten der Unguͤltigkeit eines Vertrags. 7. Welche Bedingungen einen Vertrag un⸗ göltig machen. 27. Die Unguͤitigkeit der Hauptverbindlichkeit zieht die Un⸗ güitigkeit der Strafbeſtimmung nach ſich⸗ 41. Richtigkeit iſt ein Erloͤſchungsgrund der Verbindiichkeit. 42. Von der Nich⸗ tigkeitsklage. 61. In welchen Faͤllen elne öffentliche Urkunde unguͤltig iſt. 65. Unguͤltig iſt die Beſtätigungsurkunde bet einer fehlerhaſten Schenkung unter Le⸗ benden. 74. Durch das Geſetz fuͤr nich⸗ tig ertlaͤrte Handlungen begruͤnden eine geſetzliche Präſumtion. 78. Jede Ver⸗ abredung, daß die Guͤtergemeinſchaft zu einer andern Zeit als am Tage des Ab⸗ ſchluſſes der Ehe anfangen ſolle, iſt uns guͤltig. 99. Nichtig iſt jede freiwillige Vermoͤgensabſonderung; 114. auch die gerichtuch erkannte, wenn ſie nicht ſo⸗ gleich vollzogen wird. 115. Nichtig iſt auch jede Uebereinkunft, wenn die Ehegatten zur Wiederherſtellung ihrer Guͤtergemeinſchaft ſich nicht nach den vorgeſchriebenen Bedingungen richten; 117. ſo wie auch die, weiche der Befugniß der Frau oder ihren Erben entgegenſteht, die aufgehobene Guͤ⸗ tergemeinſchaft anzunehmen, oder ihr zu entſagen. 118. Nichtig iſt die Uebereinkunft, welche dem Ehegatten bet der Clauſel der Ungleichheit mehr auflegt, oder ihn mehr befreyet, als er von dem Vermoͤgen bekoͤmmt. 136. Jede der Ehefrau in der Eheſtiftung im Allgemeinen ertheilte Autoriſatton zur Veräußerung ihrer unbeweglichen Sa⸗ chen iſt nichtig. 14r. Wer bei Strafe der Nichtigkeit weder ſelbſt, noch durch andere Perſonen beim Verkaufe etwas erſtehen darf? und wer bei derſelben Strafe keine Prozeſſe, ſtreitigen Rechte und Klagen auf ſich uͤbertragen laſſen darf? 158. Der Verkauf einer frem⸗ den Sache iſt nichtig. 158. War im Augenblicke des Verkaufs die verkaufte Sache zu Grunde gegangen, ſo iſt der Verkauf nichtig. 159. Jede mit der von dem Verkaͤufer zu leiſtenden Ent⸗ waͤhrung im Widerſpruch ſtehende Ue⸗ bereinkunft iſt nichtig. 164. Von der Nichtigkeit des Verkaufs. 170. Welche Bedingungen ſind bei der einfachen Viehpacht nichtig? 199. Welche bei der Viehpacht zur Hälfte? 200. Man kann nicht verabreden, daß der Pach⸗ ter allen Verluſt zu tragen habe. 202. Jede unter den Geſellſchaftern getroffe⸗ ne Uebereinkunft, daß das einem von ihnen durch Erbfolge, Schenkung oder Teſta⸗ „— — —————— —————— 432² die Geſeilſchaft fallen ſolle, iſt verboten. 205. Die Uebereinkunft, daß einem der Geſellſchafter der ganze Gewinn zu⸗ geſichert wurde, und die, daß die eine oder die andere Summe oder Sache des einen Geſellſchafters von allem Bel⸗ trage zum Verluſte freigeſprochen wird, iſt nichtig. 209. Die Leibrente iſt unguͤltig, wenn ſie zum Vortheil einer Perſon geſchteht, welche unfähig iſt zu erwerben. 231. Vergleiche konnen wie⸗ der aufgehoben werden, wenn ſie in Gemaäßheit eines nichtigen Rechtsge⸗ ſchäſts eingegangen waren. 248. Jede Verabredung, welche dem Gläubiger das Recht ertheilt, das Fanſtpfand zu behalten, oder eigenmaͤchtig daruͤber zu votfuͤgen, iſt nichtig. 254. Jede mit der Beſtimmung, daß der antichretiſche Glänbiger durch die nicht erfolgte Zah⸗ lung noch nicht Eigenthümer der unbe⸗ weglichen Sache wird, im Widerſpruch ſtehende Verabredung iſt mchtig. 236. Es kann nicht verabredet werden, daß keine Eintragung der Hypothek, welche der Frau an ihrem Brautſchotze zuſteht, geſchehen ſolle. 230 Die Strafe der Richtigkeit ſtehet darauf, wenn der den Verkauf einer unbewealichen Sache, deren Eigenthuͤmer ſich zur Abtragung der darauf haftenden hypothekartſchen Schulden und Laſten erboten hat, ver⸗ langende Glaͤubiger die Vorſchriften nicht beobachtet. 292. Niederkunft. Wenn die Ehebrecherin dieſelbe ihrem Manne verheimlicht hat, kann er beweiſen, daß er nicht Vater des Kindes ſey. I. 312. Niederlaſſung. Durch jede in einem fromden Lande ohne die Abſicht der Ruͤckkehr geſchehene Niederlaſſung ver⸗ tiert man die Eigenſchaft eines Fran⸗ zoſen. I. 137. Eine Niederlaſſung zu Handeiszwecken ſoll nie ſo angeſehen werden, als ſey ſie ohne die Abſicht der Ruͤckkehr geſchehen. 158. Regiſter. Teſtament noch zufallenbe Vermoͤgen in Niederlegung der Civllſtandsregiſter. I. 182. Wodurch unterſcheidet ſich das Depoſitum von dem vorlaͤufigen Beſitz? 227. Wenn der Beneſiciarerbe keine Buͤraſchaft leiſtet, wird der aus dem Verkauf der beweglichen Sachen gelsß⸗ te Preis deponirt. 11. 139. Das De⸗ poſitum muß ſchrifttich abgefaßt werden. III. 8. Wie kann die Depoſition ge⸗ ſchehen, wenn der Glaͤubiger die An⸗ nahme verweigert? 51. Selbſt bei frei⸗ willigen Depoſitionen, welche den Werth von 150 Franken uͤberſteigen, wuß eine oͤffentliche, oder Privaturkunde aufge⸗ nommen werden. 75. Von dem Nie⸗ derlegungsvertrage. Von der Natur und dem Wſen deſſelben. 22t. Von der freywilligen Niederlegung. 222. Von den Verbindlichkeiten des Nieder⸗ legers. 226. Von der durch Nothfall gezwungenen Niederlegung. 226. We⸗ gen einer gezwungenen Niederlegung findet korperliche Verhaftung ſtatt. 250. Die Kaͤuſer von Grundſtuͤcken, welche Chemaͤnnern oder Vormuͤndern gehören, muͤſſen eine beglaubte Abſchrift des Kaufcontracts in der Greffe des Ctvil⸗ tribunals niederlegen. 294. Depoſitare können nicht verjähren. 307. verhl. Verwahrung. Nießbrauch haben die Eltern an dem Vermögen ihrer Kinder I. 344. Der Vater iſt in Anſehung deſſen, woran ihm das Geſetz den Nießbrauch verſtat⸗ tet, uͤber das Eigenthum allein Rech⸗ nung abzulegen vetpflichtet. 348. So lange die Eltern den geſetlichen Nieß⸗ hrauch an dem Permögen ihrer Kinder haben, ſind ſie nicht verbunden, die beweglichen Sachen deſſelben zu verkau⸗ fen. 378. Der Nießbrauch an unbe⸗ weglichen Sachen gehoͤrt zu den unbe⸗ weglichen Sachen. 11. 8. Von n Nießbrauche. 27. Von den Re n des Nießbrauchers. 28 f. nt Verbindlichketten des Nießbre 3 3. Vie ſch der Btrauch e%, k⸗ ti e⸗ e Ur 0 2. r⸗ al. e 19 . he n, e il⸗ re . m er n a ch⸗ S t t e b b em e en fü. hi 69 Regiſter. 433 30. Der Nießbrauch an dem erbſchaft⸗ lichen Vermoͤgen des Kindes hat der fuͤr inwuͤrdtg erklaͤrte Vater nicht. 91. Verfuͤgungen, wodurch dem Einen das Eigenthum, dem Andern der Nieß⸗ brauch gegeben wird, ſind gaͤltig. 170. Beſtimmungen uͤber das Vermaächtniß eines Nießbrauchs, deſſen Werth den diſponibein Vermoͤgenstheil uͤberſteigt. 180. Der Schenker kann ſich den Nieß⸗ brauch an der geſchenkten Sache vorbe⸗ halten. 191. Der das Legat Auszah⸗ lende iſt nicht verpflichtet, den darauf haftenden Nießbrauch abzulsſen. 217. Unter welchen Bedingungen kann ein Ehegatte dem andern den Nießbrauch ſeines Vermogens vermachen? 237. Der Nießbraucher muß fuͤr eulpa jevi⸗ haften III. 13. Wenn die Benutzung der Holzſchläce und die Ausbeute aus den Steinbruͤchen und Bergwerken als Gegenſtand des Nießbrauchs betrachtet werden ksunen, fallen ſie in die Guͤters gememſchaft. 101. Die dem Nießbrau⸗ cher obliegenden Ausbeſſerungen der zur Gütergemeinſchaft micht gehörigen un⸗ beweglichen Sachen gehoren zum Paſ⸗ ſiobeſtande der Gutergemeinſchaft. 104. Wenn der in Guͤtergemeinſchaft lebende Ehemann ſich nicht den Rießbrauch vor⸗ behalt, ſo kann er nur uͤber einzelne Mobilien verfuͤgen. 107. Dem Man⸗ ne liegen olle Laſten des Nießbrauchers ob, wenn beide Ehegatten verabredet hatten, ſich ohne Guͤtergemeinſchaft hei⸗ rathen zu wollen. 140. Den Nieß⸗ brauch hat der Mann an den Dotal⸗ kuͤcken der Frau, wenn ſie dieſe zur Berſorgung threr aus einer fruͤhern Ehe herruͤhrenden Kinder verwendet. 145. Ihm liegen in Anſehung des Votalver⸗ mögens alle Veibindiichkeren des Nieß brauchers ob. 146. Iſt der Nießbrauch an einer Sache zum Brautſchatze gege⸗ ven, ſo iſt der Mann bei Aufisſung der Che nur das Recht des Nießbrauchs zurückzugeben verbunden 148. Dem Spangenberg's Commentar Bd. II. Notar. Mann, der das Paraphernalvermgen ſeiner Fran benutzt, liegen die Pflich⸗ ten des Nießbrauchers ob. 130. Der Nießbrauch an unbeweglichen Sachen kann ein Gegenſtand der Hypothek ſeyn. 272. Der Glaͤubiger kann den dem Schuldner an unbeweglichen Sachen zu⸗ ſtehenden Nießbrauch gerichtlich verkau⸗ fen laſſen. 299. Der Nießbraucher kann nicht verſähren. 307. Er muß den vermuthlich Ab⸗ weſenden bei Inventuren ꝛc. vertreten. I. 219. Er wird dem wiedererſchie⸗ nenen Abweſenden als Verwalter des Vermögens geſetzt. 230. Das ehrer⸗ bietige Anſuchen ſoll den Aſcenden⸗ ten durch zwey Notarien vorgetragen werden. 241. Den geſchehenen Ein⸗ ſpruch hat er in einen Aufſatz zu brin⸗ gen. 253. Wenn die Ehegatten wegen wechſelſeitiger Eheſcheidung vor dem Präſidenten erſcheinen, muͤſſen ſie zwei Notarien miütbringen. 299. Wat dieſe dabet zu thun haben. 300. Vor zwet Notarien kann der Rathgeber der Mut⸗ ter als Vormuͤnderin von dem Vater ernannt werden; 349. auch der Vor⸗ mund. 332. Ein Notar nimmt das Int ventarium des Erblaſſers auf. 377. In ſeiner Gegenwart muß der Verkauf der unbeweghchen Guͤter des Minderjaͤhri⸗ gen geſchehen, 381. und auch die Thel⸗ lung vor ſich gehen. 483. Die Inters dictionsurtheile muͤſſen in dte in den Baͤreaux der Diſtriets Notarten ange⸗ ſchlagenen Regiſter eingetragen werden. 398. Notarien muͤſſen die Inventur oͤber die dem Nießbraucher uͤbergebenen Sachen vor anfangender Benntzung ma⸗ chen. 1I 34. Ein Notar kann die Ver⸗ ſteigerung der dem Verderben unterwor⸗ fenen erbſchaftlichen Sachen beſorgen. 135. Bei Errichtung des Inventars vertritt ein Notar die Stelle der ausge⸗ bliebenen Parthey. 137. Von zwei No⸗ tarlen muß das Inventarium errichtet werden. 137. Der Notar muß bei Jii Verſtei⸗ 434 Verſteigerung der Immobilien gegen⸗ waͤrtig ſeyn. 151. Er fuͤhrt bei Feſt⸗ ſtellung der Maſſe das Protocoll. 132. Seine Mitwirkung bei der Bildung der Looſe. 152. Vor Notarien muß die Schenkung unter Lebenden in Form ei⸗ nes Contracts abgefaßt werden; 18. und vor ihnen muß die Vollmacht er— richtet werden, wenn ein Bervollmaͤch— tigter im Namen des Beſchenkten die Schenkung annimmt. 186. Was die Notarien bei Aufnahme eines oͤffentli⸗ chen Teſtaments 200. und eines myſtt⸗ ſchen Teſtaments zu beobachten haben. 204. 206. Die Niederlegung des im Sterbehauſe gefundenen Teſtaments in die Haͤnde des Not⸗rs verfuͤgt der Prä⸗ ſident des Tribunals erſter Inſtanz⸗ 212. Er muß bei Eroͤffnung des myſti⸗ ſchen Teſtaments gegenwaͤrtig ſevn. 212. Durch eine Erklärung vor Notarten kann ein Teſtament widerrufen werden. 227. Ver ihnen muß die Urkunde auf⸗ genommen werden uͤber das Darlehn, welches der Schuldner erborgt, um ſeine Gläubiger damit zu befriedigen. III. 8. Bei einem Notar kann die Sache depo nirt werden, deren Annahme der Glaͤn⸗ biger verweigert hat. 51. Welche Be⸗ weiskraft haben die Abſchriften der No⸗ tarien von den von ihnen aufgenomme⸗ nen Urkunden? 73. Vor Notarien muß die Eheſtiftung aufgenommen werden. 96. Sie duͤrfen keine Abſchriften von der Eheſtiftung geben, ohne die Abaͤn⸗ derungen zugleich mit abzuſchreiben. 96. Vor ihnen muß die Wiederherſtellung der Gaͤtergemeinſchaft mittelſt einer Ur⸗ kunde geſchehen. 117. Vor ihnen muß auch die Wittwe am Schluß des In⸗ ventars uͤber das zur Guͤtergemein⸗ ſchaft gehoͤrige Vermoͤgen deſſen Wahr⸗ heit eidlich bekraͤftigen. 118. Sie duͤr⸗ fen keine ſtreitigen Rechte und Klagen auf ſich uͤbertragen laſſen, woruͤber das Gericht, in deſſen Bezirk ſie ihre Dienſt⸗ verrichtungen ausuͤben, zu erkennen hat. Regiſter. 158. Bei den Notarien findet wegen Zuruͤckgabe der ihnen anvertrauten Ur— kunden und Gelder perſonliche Verhaf⸗ tung ſtatt. 230. Sie duͤrfen keine Ur⸗ kunden aufnehmen, worin perſoͤnliche Verhaftung außer den geſetzlich erlaub⸗ ten Faͤllen verabredet wird. 231. Ver⸗ tragsmaͤßige Hypotheken konnen nur durch eine von zwei Notarien aufgenonn mene oͤffentliche Urkunde beſtellt wer⸗ den. 276. Nothzucht giebt der Geſchwaͤngerten ein Klagrecht auf Anerkennung ihres Kindes. I. 323. Notorietät. Die Notorietaͤtsurkunde kann den ermangelnden Geburtsſchein erſetzen. I. 197. Inhalt der Notorie⸗ taͤtsurkunde. 198. Die Abweſenheit der Aſcendenten muß durch eine Notorie⸗ taͤtsurkunde bewieſen werden, 242. Leute von notoriſch ſchlechter Auffuͤhrung ſind unwuͤrdig eine Vormundſchaft anzuneh⸗ men. 373. Wenn die Urſache der In⸗ terdiction ſchon notoriſch vorhanden war⸗ iſt die Handlung des zu Interdicirenden nichtig. 3099. Die Ehefrau und ihre Erben werden in allen Faͤllen, wo der Mangel des Inventars ihnen zum Nach⸗ theil gereicht, zum Beweiſe deſſelben durch Notorietaͤt zugelaſſen. III. 106. Bei Auflöſung der Ehe durch den Tod können die Intereſſenten den Beweis der gemeinſchaftlichen Sachen durch No⸗ torietät fuͤhren, wenn kein Inventa⸗ rium errichtet war. 114. Wenn dieſes Inventarium mangelt, kann die Ehe⸗ ſrau den Werith der nicht gemeinſchaft⸗ lichen Sachen durch Notorietät bewei⸗ ſen. 131. Novation. Dadurch erliſcht die Ver⸗ bindlichkeit. III. 42. Von der Nova⸗ tion. 55. Nutzen. Wenn der Gläubiger aus der lung an einen Deitten geſchehenen Zah Rutzen zieht, iſt die gahlung gultig. III. 44. Auch dle an den unfaäͤhigen lung iſt guͤltig⸗ Glaudiger geleiſtete Zahlung 5 . n 6 de n et er e te nd ſu r, n te er e b. d ſ6 0 e ſt 1 a⸗ e ¹6 en 9 1n Regiſter⸗ 435 wenn der Schuldner beweiſt, daß ſie zum Nutzen des Gläubigers verwendet worden iſt. 144. Bet der Wiederein⸗ ſetzung in den vorigen Stand von Min⸗ derhaͤhrigen, Interdieirten und verhei⸗ ratheten Frauen kann derſenige, welcher an dieſelben etwas gezahlt hat, dieſes Gezahite zuruͤckverlangen, wenn er er⸗ weiſt, daß die Zahlung zu ihrem Nutzen geſchehen ſey. III. 63. Bei der Ver⸗ abredung der Vermogensabſonderung braucht der Mann nicht fuͤr die Nutzz lichkeit der Anlegung des Preiſes fuͤr veränßerte Grundſtücke der Frau zu haf⸗ ten. 116. Bei dem einfachen Viehpacht hat der Pachter allein den Nutzen von der Milch, dem Duͤnger und der Arbeie des Viehes, 199. und bei dem mit ihm eingegangenen Viehpacht gehoͤrt ihm al⸗ ler Nutzen, ausgenommen der Duͤnger. 201. Die Verabredung, daß eine Ver⸗ blindlichkeit fuͤr Rechnung der Geſell⸗ ſchaſt eingegangen ſey, bindet die Ge⸗ fellſchaft nur in ſo fern, als der Gegen⸗ ſtand zum Nutzen der Geſellſchaft ver⸗ wandt worden iſt. 211. Wenn eine faͤhige Perſon einer unfähigen etwas in Verwahrung gab, hat ſie nur eine Klage anf Erſatz deſſen, was zum Nutzen des Unfahigen verwendet worden iſt. 223. vergl. Benutzung. Fruͤchte. Ver⸗ wendung. Nußnießung, ſ. Nießbrauch. Nutzungen. So lange der Abweſende ſich nicht einfindet, ſollen dieſenigen, welche die Erbſchaft in Empfang genom⸗ men haben, die in gutem Glauben ge⸗ zogenen Nutzungen erwerben, I. 233. Wenn der Niebbraucher die Nutzungen uͤhermäßig zieht, begeht er einen Miß⸗ brauch. Hi. go. Die Nutzungen muß der Beſchenkte von dem Tage an erſtat⸗ ten, wo ihm von der Geburt des nach⸗ gebohrnen Kindes des Schenkers Nach⸗ richt gegeben wurde. 194. Wenn der Unitverſellegakar von den Pflichterben die Ueberantwortung des ſaͤmmtlichen Nachlaſſes verlangt, hat er auch die Nutzungen des Nachlaſſes zu begehren. 214. Venn derjenige, welcher aus Irt⸗ thum etwas annahm was ihm nicht ge⸗ buͤhrt, in böſem Glauben war, muß er auch die Nutzungen von dem Capital zuruͤckerſtatten. II. 89. Alle waͤhrend der Ehe gezogenen Nutzungen fallen in die Gätergemeinſchaft. 10T. Die Ver⸗ abredung der Chegatten, ſich ohne Gu⸗ tergemeinſchaft hetrathen zu wollen, be⸗ wirtt, daß die Nutzungen des Verms⸗ gens der Frau zur Beſtreitung der La⸗ ſten der Ehe dienen. 140. Iſt der Nieß⸗ brauch an einer Sache zum Brautſchatze gegeben, ſo braucht der Mann die waͤh⸗ rend der Ehe fällig gewordenen Nutzun⸗ gen bei Wiedererſtattung des Braut⸗ ſchatzes nicht zuruͤckzugeben. 148. vergl. Benutzung. Fruͤchte. Nutzen. Verwendung. D. Oberherrſchaft iſt weggefallen. II. 68. Obligationen gehoren zu den durch das Geſetz eintretenden Erwerbsarten. II. 79. Wenn die Obligation wegen erhaltener Zahlung zernichtet iſt, kann derſenige die Zahlung nicht wieder zu⸗ racbekommen, der die Schuld aus Irr⸗ thum tilgte. III. 89. Obſtbaͤume. Abgeſtorbene oder durch Zufall ausgeriſſene Obſtbäume gehoren dem Nießbraucher. II. 31. Occupatton iſt als Erwerbsart recht⸗ lich unmoͤzlich. II. 80. Oeffentliches Amt, f. Amt. Heffentliche Beamte, ſ. Beam— Heffentliche Ordnung. Von Ge⸗ ſetzen, deren Zweck die Erfuͤllung der offentlichen Ordnung iſt, darf durch Pri⸗ vatvertraͤge nicht abgegangen werden. I. 137. Der Beweggrund der Verbindlich⸗ keit iſt unerlaubt, wenn er der öffent⸗ llichen Ordnung zuwider iſt. MI. 1I. vergl. Sitten. Jii2 Hefſent⸗ 436 Regiſter. Heffentliche Urkunden, ſ. Ur⸗ kunde. Seßiiice Verkauf, ſ. Ver⸗ au Heffentliches Wohl. Wenn das öf⸗ fentliche Wohl es nöthig macht, kann der Staat den Eigenthuͤmer zwingen, ſeine Sache gegen Entſchädigung abzu⸗ treten. 1I. 15. Servituten die das of⸗ fentliche Beſte betreffen. 49. SHeffentlichkeit, ſ. Publicitaͤt. Oeffnungen duͤrfen in einer gemein⸗ ſchaftlichen Mauer einſeitig nicht ange⸗ bracht werden. Il. 57. Wie ſie in einer eigenthümlichen Mauer beſchaffen, 57. und in welcher Entfernung ſie von dem nachbarlichen Grundſtück angelegt ſeyn muͤſſen. 58. Ofen. Wer neben einer Mauer einen Ofen anlegen will, muß den gehörigen Zwiſchenraum laſſen. II. 56. Officier kann das Teſtament der Mi⸗ litärperſonen aufnehmen II. 58. Oheim. Zwiſchen ihm und ſeiner Nichte iſt die Ehe verboten; doch kann der Kai⸗ ſer von dieſem Eheverbot diſpenſiren. I. 246. Er kann in Ermangelung der Aſcendenten Einſpruch thun. 252. Er wird von der Erbſchaft nicht ausgeſchloſ⸗ ſen, wenn er gleich den Moͤrder des Erblaſſers nicht angezeigt hat. II. 90. Der Oheim ſteht mit dem Neffen im dritten Grade der Verwandtſchaft. o8. Der Oheim des Erblaſſers wird durch das Fraft der Repräſentation berufene Bruderskind ausgeſchloſſen. 100. Er kommt zur Suceeſſion, wenn nur wel tere Aſcendenten Einer Linie vorhanden ſind. 108. Hperationen. Die Klagen der Wund⸗ ärzte wegen ihrer Operationen ver)ah⸗ ren binnen Einem Jahre. III. 314. Oppoſition kann gegen die Erkennt⸗ niſſe in Eheſcheidungsſachen eingelegt werden. 1. 292. Gegen die vom Frie⸗ densrichter angeſetzte Strafe wegen Nichterſcheinens im Familienrathe iſt Oppoſition zulaͤſſg. 338. Oppoſition kann gegen die Verſigelung und Entſie⸗ gelung eingelegt werden. II. 147. Die Opponenten muͤſſen bei der Entſiegelung gegenwartig ſeyn. 148. Wenn der Erbe verſäumte, gegen die Verthetlung Op⸗ poſition einzulegen, ſo zieht er dadurch die Befreiung des Miterben von der Evictionoleiſtung noch ſich. 165. vergl. Einſpruch. Ordnung der Glaͤubiger, ſ. Rang⸗ ordnung. Ordonnanzen. Ihre Entſtehung. 29. Ihr Verhaͤltniß zum ſtatutariſchen und geſchriebenen Recht. 32. Ort. Das zu errichtende Inventarlum muß den Ort der Aufnahme enthalten. II. 137. An dem beſtimmten Ort muß die Zahlung geſchehen, wenn ſie guͤltig ſeyn ſoll. III. 45. Auch das Anerbieten der Zahlung. 50. Ausnahmen. 32. Was iſt bei der Compenſatlon zu beobachten, wenn beide Forderungen nicht an dem⸗ ſeiben Orte zahlbar ſind? 39. Ortsgewohnheit, ſ. Gewohnheit. P. Pacht. Der Vormund darf die Göter des Pupillen nicht pachten. I. 377. Pachtvertraͤge kann der emancipirte Minderjährige abſchließen. 391. Durch Pocht konn der Nießbroucher ſein Recht auf einen Andern uͤbertragen. Il. 32. Verpachtet werden die unbeweglichen Sachen, wenn der Nießbraucher nicht im Stande iſt, Buͤrgſchaft zu keiſten. 34. Der Gebraucher kann ſein Ge⸗ brauchsrecht nicht verpachten; 43. auch nicht der Wohner ſein Wohnrecht. 44. Wie lange der Pachtcontract dauern kann, wenn der Mann die Guͤter ſeiner mit ihm in Guͤtergemeinſchaft lebenden Ehefrau verpachtet. II 110. Pachti der Miethcontract uber Feldguter. 150. Von den allgemeinen Regeln, die der Miethe und Pacht gemeinſchaftlich ſind. 181f. Von den eigenthuͤmlichen e ie N be ch er 9. nd Um en, u tiz ten at en, H le 77. rie ch cht 32. hen cht en. e uch 40. ern ner den it 80. der nd. el di Regiſter. 437 der Pacht. 199. Pachtcontraete können bei Beſtimmung des Werths unbeweg⸗ licher Sachen Aufklärung geben. 237. vergl. Viehpacht. Pachter. Das dem Pachter zum Feld⸗ hau uͤberlieferte Vieh II. 4. und das ihm uͤberlieferte Saatkorn gehoͤren zu den unbeweglichen Sachen. II. 6. Der Pachter muß fuͤr Cuſpa levis haften. III. 14. In welchein Foll er Remiſſion ſordern kann? 183. 191. Er wird we⸗ gen Verkauf der verpachteten Geaen⸗ ſtaͤnde von dem Verpachter entſchädigt. 186. Der Kaͤufer muß ihm ein Jahr zuvor aufſagen. 186. Der Pachter iſt zur Afterpachtung befugt. 189. Ver⸗ bindlichkeiten des Pachters. 190. Er kann auch den Zufall uͤbernehmen. 192. Der Viehpacht kann auh mit einem Pachter oder Theilpachter eingegangen werden. 197. Rechte und Verbinolich⸗ keiten des Pachters bei dem einfachen Viehpacht, 198. bei der Viehpacht zur Hälfte, 200. bei der eiſernen Viehpacht, z0t. bet der mit ihm als Thenpächter eingegangenen Viehpacht, und bei der nneigentlich ſogenannten Viehpacht. 202. Wann wider den Pachter koͤrperliche Verhaſtung verfuͤgt werden kann? 251. Pachter koͤnnen nicht verhähren. 307. vergl. Theilpachter. Pachtzins gehört zu den Civilfruͤchten. 11 28. Er wird Tag fuͤr Tag erwor⸗ ben. 29. Der Nießbraucher erhaͤlt den Pachtertrag, wenn die unbewegliche Sache wegen nicht geleiſteter Buͤrgſchaft verpachtet iſt. 34. Pachtgelder tragen Zinſen von dem Tage der erhobenen Flage an. IlI. 22. Wenn der Miether in der Benutzung geſtoͤrt wurde, iſt er zur Verminderung des Pachtgeldes be⸗ rechtigt. 183. Beſtimmung der Entſchä⸗ digung om Pachtgelde, wenn der Pach⸗ ter durch den Kaͤufer vertrieben wird. 186. In Hinſicht des Pachtzinſes ſteht dem Perpachter ein Privilegium zu. 263. Ver Pachtzins verjährt binnen fuͤnf Jahren. 315. Pagoden gehören zu den Möbeln. II. 11. Papierc. Die Angabe der unter dem Nachlaß vorhandenen Papiere, und wem ſie uͤbergeben ſind, muß in dem zu errichtenden Inventar enthatten ſeyn. II. 137. vergl. Familienpapiere. Papiermuͤhlen. Die zu idrem Ge⸗ brauch gehoͤrigen Geräthſchaften ſind unbeweglich. lI. 6. Paraphernalvermoͤgen. Was dazu gehoͤrt. III. 149. Rechte und Pflichten der Frau in Hinſicht deſſelben. 150. Parlamente. Einrichtung derſelben vor der Revolutton. I. 32. Paſſiva muͤſſen in dem zu errichtenden Inventar angegeben werden. II. 137. Was gehoͤrt zum Paſſivbeſtande der Guͤtergemeinſchaft? IlI. 102. Beſon⸗ dere Regeln daruͤber. 105. vergl. Schulden. Peinliche Sachen. Wenn die Hei⸗ rathsurkunde von dem Civilſtandsbeam⸗ ten oder einem anden Depoſitarius ver⸗ faͤſſcht oder zernichtet iſt, kann gegen dieſelben eine peinliche Klage erhoben werden. 1. 260 Um in peinlichen Sa⸗ chen vor Gericht aufzutreten, bedarf die Eheſrau der Genehmigung ihres Mannes nicht. I. 267. 270. Ein pein⸗ liches Verfahren leitet der kaiſerliche Procurator ein, wenn bei Eheſchei⸗ dungsklagen einige Thatſachen ein ſol⸗ ches begruͤnben. 282. Eine Einrede gegen die Zuläſſigkeit der Eheſcheidungs⸗ klage iſt es, wenn aus den derſelben zum Grunde liegenden Urſachen ein peinliches Verfahren entſteht. 296. Perſon. Von den Perſonen uͤberhaupt. Phyſiſche; I. 141. zuriſtiſche. 142. Buͤr⸗ gerliche Rechtsfähigkeit derſelben. 143. Wenn eine unfähige Perſon einen Ver⸗ trag eingegangen iſt, kann nur ſie al⸗ lein dieſen reſcindiren laſſen. III. 9. Zwiſchen welchen Perſonen eine allge⸗ meine Geſellſchaft, 206. und zwiſchen Jit 3 welchen . 1i 4 e 113 438 Regiſter. welchen eine freiwillige Niederlegung ſtatt finden kann? 222. Wenn meh⸗ rere Perſonen Buͤrgen deſſelben Schuld⸗ ners fuͤr eine und dieſelbe Schuld ge⸗ worden ſind, ſo iſt jede von ihnen fuͤr die ganze Schuld verpflichtet. 242. Wi⸗ der Perſonen, die das 7oſte Jahr ih⸗ res Alters erreicht haben, findet nur im Fall eines Stellionats perſoͤnliche Verhaftung ſtatt. 252. vergl. Privat⸗ perſonen. Perſonalfrohnen ſind im Koͤnigreich Weſtphalen aufgehoben. II. 73. Perſonenſtand, ſ. Civilſtand. Peſt. Teſtamente, welche an einem Orte gemacht werden ſollen, mit welchem wegen Peſt alle Communicationen abge⸗ brochen ſind, koͤnnen vor dem Friedens⸗ richter oder einem Municipalbeamten errichtet werden. II. 209. Pfahl. Weinpfaͤhle darf der Nießbrau⸗ cher aus den Weinbergen nehmen. II. 31. Pfand. Die Zuruͤckgabe des Pfandes be⸗ grandet nicht die Präſumtion der Re⸗ miſſion. III. 57. Pfandcontract. Begriff und Einthei⸗ iung deſſelben. III. 253. vergl. Fauſt⸗ pfand. Pfandnutzungsvertrag. Begriff. IMI. 253. Von dem antichretiſchen Con⸗ tracte. 255. pfarrer, ſ. Religionsdiener. Pfeiler. Wind- und Waſſermuͤhlen, auf Pfeilern befeſtigt gehören zu den unbeweglichen Sachen⸗ II. 4. Alles, was nicht durch Pfetler befeſtigt iſt⸗ oder einen Theil des Hauſes ausmacht⸗ iſt beweglich. 9 gire ſind in dem Ausdruck Mobillen nicht mitbegriffen. II. 10. Pflanzen. Die Rechte auf die am Strande des Meeres wachſenden Pflan⸗ zen und Kraͤuter werden durch beſondere Geſetze beſtimmt II. 81. Pflanzungen kaun der Eigenthuͤmer auf der Oberfläche ſeines Bodens an⸗ iegen Il. 156. Sie werden als ihm zugehoͤrig betrachtet. 19. Verfuͤgungen⸗ ſ ſie von einem Dritten gemacht 6 Pflege. Fuͤr die Pflege des Pupillen zu ſorgen iſt des Vormundes Pflicht. I. 376. Pflegſchaft. Von der Pflegſchaft. Be⸗ griff. I. 336. Erforderniſſe. Wirkun⸗ gen. 337. Ende der Pfiegſchaft. 339. Pſlegſchaft beendigt die Vormundſchaft. 389. Pflichterbe haftet nicht fuͤr die Schul⸗ den und Laſten der Erbſchaft. II. 162. ſ. Erbe. Pflichttheil. Pflichttheil. Jeder Diſponent muß zum Beſten beſtimmter Perſonen einen unangreifbaren Pflichttheil uͤbrig laſſen. II. 177. Betrag des Pflichttheils. 177. Was koͤnnen die zum Pflichttheil Be⸗ rechtigten thun, wenn der Diſponent ihnen alles gegeben, einem Dritten aber einen Niehbrauch oder eine Leibrente vermacht hat, deren Betrag den diſpo⸗ nibeln Theil uͤberſteigt? 180. Dieſe⸗ nigen, welche einen Pflichttheil verlan⸗ gen können, koͤnnen die Reductionskla⸗ ge anſtellen. 181. Grundſaͤtze, nach welchen die Verfuͤgungen des Diſponen⸗ ten zum Vortheile der Pflichterben ver⸗ kuͤrzt werden. 182. Der Beſchenkte muß das ganze Geſchenk, oder ſo viel als zur Ergänzung des Pflichttheils hin⸗ reicht, erſtatten. 183. In der Regel kann der Pflichterbe die Reductionskla⸗ ge nur gegen den Beſchenkten anſtellen. 184. In welchem Fall koͤnnen die Er⸗ ben, denen ein Pflichttheil zukommt, die Reductlon des vor Einfuͤhrung des Code abgeſchloſſenen Ehevertrags ver⸗ langen? Ill. 98. vergl. Vermoͤgens⸗ theil. Platz. Die Thore, Mauern, Gräben und Wälle der Kriegs und Waffen⸗ plätze gehören zum Staatselgenthum⸗ II. 12. Wenn der Teſtirer e⸗ girten eingeſchloſſenen Platz durch lime gebungen erweitert, werden dieſe als betrachtet. 217. Theile des Legars berr Polizer⸗ . R⸗ . 1 en h. kt en te 0 n n r le ſel n el ⸗ h. e en m. le⸗ m 6 Regiſtet. 439 Polizey. Polizeygeſetze verpflichten Je⸗ den, der ſich auf Franzoſiſchem Geblete befindet, I. 126. miit Ausnahme der Ge⸗ ſandten, die nach dem Volkerrecht be⸗ urtheilt werden. 127. Bei Zeichen ei⸗ nes gewaltſamen Todes muß ein Poii⸗ zeybeamter ein Protocoll dorüber auf⸗ nehmen. 204. Um in Polizeyſachen vor Gericht aufzutreten, bedarf die Ehefrau der Einwilligung ihres Ehe⸗ mannes nicht. 267. 270, Polizeyge⸗ ſetze beſchränken das Recht des Eigen⸗ thuͤmers, unter der Oberflaͤche ſeines Bodens Anlagen und Gruben zu ma⸗ chen. II. 18. Ein Theil der das Wohl der Privatperſonen betreffenden Servi⸗ tuten wird durch Feldpolizeygeſetze an⸗ geordnet. 50. Polizeygeſetze beſtimmen die Art der Benutzung ſolcher Sachen, deren Gebrauch fuͤr alle gemeinſchaft⸗ lich iſt. S0. Porzellan, das zur Verzierung des Zim⸗ mers dient, gehört zu den Moͤbein. II. I. Praͤfecten ſind von der Vormundſchaft befreyst. I. 366. Praͤſident des Tribunals erſter Inſtanz, ſ. Gericht. Praͤſumtion. Dadurch kann der Be⸗ weis gefuͤhrt werden. III. 64. ſ Ver⸗ muthungen. Prediger. Lurheraner und Reformirte können ſich in Anſehung der Aufnahme der Acte des Civilſtandes vor ihren ei⸗ genen Prediger ſtellen. I. 175. Der Prediger vertritt die Stelle des Civil⸗ ſtandsbeamten. 176. vergl. Reli⸗ gionsdiener. Preis. Wenn der Abweſende wieder er⸗ ſcheint, erhält er den Kaufprels von ſeinen veräuherten Vermoͤgensſtuͤcken. 1. 231. Zur Erſtattung des Kaufprei⸗ ſes iſt der in gutem Glauben ſtehende Empfaͤnger einer ihm aus Irtthum ge⸗ gebenen Sache verbunden⸗ 1M. 69. Den Preis der veräuferten unbeweg⸗ lichen Sache kann die Frau nach ge⸗ ſchehener Verzichtleiſtung auf die Gaͤ⸗ tergemeinſchaft zurücknehmen. 126. Zur Guͤltigkeit des Kaufcontracts wird er⸗ fordert, daß der Kaufpreis beſtimmt und genau angegeben werde. 156. Wenn er nicht beſtimmt iſt, und auch ein Dritter ihn nicht beſtimmen kann, ſo iſt der Verkauf als nicht vorhanden zu betrachten. 157. Beſtimmungen uͤber die Verminderung oder Vermeh⸗ rung des Prelſes eines verkauften Grundt ſtuͤcks, wenn es weniger, oder mehr enthält, als es nach dem Contract ha⸗ ben ſollte. 162. Dem Verkaͤufer ſte⸗ het in Hinſicht auf den ruͤckſtaͤndigen Faufpreis beweglicher Sachen ein Pri⸗ vileg zu. 266. Prellerey. Dem wegen Prellerey Ver⸗ urtheilten kann die Rechtswohlthat der Vermoͤgensabtretung nicht zukommen. III. 54. Pripoſs é hinſeription mari- tim. Ihm wird das Original des zur See aufgenommenen Teſtamenes bei der Ruͤckkehr des Schiffs uͤbergeben. II. 210 · Prieſterweihe iſt nicht unbedingt als ein Geluͤbde zu betrachten. I. 236. Primordialurkunde wird die Haupt⸗ urkunde genannt. III. 73. ſ. Urkunde. Prinz. Eine zu ſeinem Gunſten vom Kaiſer geſtiftete erbliche Wuͤrde iſt von dem Verbot der Subſtitutionen ausge⸗ nommen. II. 170. Privateigenthum. Alle Theile des Staatsgebiets, die eines Privateigen⸗ thums unfähig ſind, ſind Staatseigen⸗ thum. II. 12. Privatperſonen. In wie fern ſie ſich den Beſtummungen des zu beobachtenden Geſetzes entziehen koͤnnen. 1. 136. Pri⸗ vatperſonen haben nur unter den durch die Geſetze beſtimmten Beſchraͤnkungen ein freyes Verfuͤgungsrecht uͤber die ih⸗ nen zuſtehenden Sachen. II. 11. vergi. Perſon. Privatrecht. Einthellung deſſelben. I.. 110. Privaturkunde, ſ. Urkunde. — — ———— —— 55 ——— ——— 440 Privilegien. Ein Privileg tuht auf den Grundzinſen von Grundſtuͤcken, die zu Lehen gegeben ſind. II. 71. Die Subroaation iſt vertraqsmaͤßig, wenn der Glaͤubiger den Zahlenden in ſeine Privileaten ꝛc. einſetzt. 111. 47. Wenn der Glaͤubiger eingewilligt hat, daß der Schuldner die depontrte Sache zuruͤck⸗ nehme, kann er die damtt verknuͤpft ge⸗ weſenen Privtlegien nicht mehr geltend machen. 32. Bei der Novatton geben die Privilegien nicht auf den neuen Schuldner uͤber. 36. Wer eine durch Compenſation erloſchene Schuld bezahlt⸗ und ſetne Forderung nun wieder geltend macht, kann von den damit verknuͤpf⸗ ten Privtlegten zum Nachtheil Dritter Perſonen nicht mehr Gebrauch machen. 59. Von Privilegten und Hypotheken. Beſchichte dieſer Lehre. 258. Von den Privtlegten. 260. Von den Privile⸗ gten auf bewegliche Sachen; 263. und auf unbewegliche Sachen. 268. Von Prirtlegien auf bewegliche und unbe⸗ wegliche Sachen. 269. Von den Be⸗ dingungen, unter welchen die Privife⸗ gien allein Guͤltigkent und Wirkungen haben. 270. Von der Prt und Weiſe der Eintragzung der Prtvilegien 231. Von der Löſchung und Reductton der ein⸗ getragenen Privilegien. 285. Von den Wirkungen der Privilegien gegen Drit te Beſißer. 287. Von der Crlöſchung der Privieaſen. 200. Von der Att, ſein Eigenthum von Privileaien frey zu machen. 290. vergl. Vorzugs⸗ recht. Probe. Noch Ablauf des Prebe)ohrs bei Eheſcheidungsklagen kann der la⸗ gende Ehegatte den ondern vorladen laſſen, I. 291. und die Klage fortfeben. zo1. Wen waͤhrend des Probejabrs die Kinder anvertraut werden, und wo die Frau ſich aufhalten foll, dardber haben die Chegatten eine ſchriftliche Ueberein⸗ kunft zu treffen. 200. Wenn Sachen auß Probe verkauft ſind, iſt der Ver⸗ Regiſter. kauf durch bloßen Conſens noch mi vollkommen. III. I33. 5 Procurator, ſ. Anwalt. Procurator, kaiſerlicher. ſ. Kai⸗ ſerlicher Procurator⸗ Projets du Gode eivil. I. 44. 45. Pruͤfung des vierten und fuͤnften projet, 48. und Promulgation deſſel⸗ ben als Code civil des Fravgois zo. Promulgation. Definttivn dieſer Handlung, und Unterſchled derſelben von Publication. I. 115. Wie fie ge⸗ ſchieht. 115. 116. Protocoll. Ein Protocoll muß aufge⸗ nommen werden uͤber die Unterſuchung der Uebertretungen des Civilſtandsbeamt ten; I. 186. uͤber den Fuͤndling; 197. bei Zeichen eines gewaltſamen Todes; 20g. bei dem ehrerbietigen Anſuchen; 241. uͤber die dem Praͤſidenten des. Tri⸗ bunals erſter Inſtanz eingehändigte Eheſcheidunasklage; 282. uͤber den Verſuch zur Wiederannäherung der Ehe⸗ gatten; 283. uͤber das Erſcheinen, die Aeußerungen und Bemerkungen der vor⸗ geladenen Partheyen; 284 belm Zeu⸗ genbeweiſe; 289. bei Eheſcheidungen wegen wechſelſeitiger Einwilligung; 300. 301. bei der Scheidung von Tiſch und Bett; 307. uͤber die wechſelſeitige Ein⸗ willigung der Ehegatten in die Pfleg⸗ ſchaft; 337. uͤber die Berathſchlaaung des Famtlienraths; 339. uͤber die Schqt⸗ zung unbeweglicher Sachen bei Thei⸗ lunasklagen; 11. 149. bei Feſiſtellung der Erbſchaftsmaſſe; 152. uͤber ein im Sterbehauſe gefundenes Teſtament; 212. bei der Uebergobe eines myſtiſchen Teſtaments; 205. uͤber die verweigerte Annahme der Zablung; III. 50. uͤber die Beſcheffenhelt der von Baumeiſtern unternommenen Werke zur Sicherung des Privilegs derſeiben; 268. 271. und uͤber die vom Hypothekenbewahrer ver⸗ weigerte Eintragung der Hppothek. 296 Proviſoren der Lyreen find zum Cöl⸗ et. I. 348. bat verpfllchtet pro⸗ i⸗ e en he die ot en 0. nd ſn⸗ ez⸗ ng 4 il⸗ n9 n; en e ber ern n9 nd e ob. l ⸗ Regiſter. 441 Prozeß. Die Entſcheidüng des Rechts⸗ ſtreits darf der Richter unter dem Vor⸗ wande eines mangelnden oder unat⸗ wendbaren Geſetzes nicht verſagen. I⸗ 133. Der buͤrgerlich Todte kann we⸗ der als Kläger noch als Beklagter vor Gericht erſcheinen. 164. Die mit dem Minderaͤhrigen in einem Prozeß vert wickelt ſind, ſind unfähtg zur Vor⸗ mundſchaft. I. 372. Als Beklagter be⸗ darf der Vormund zur Fuͤhrung des Prozeſſes der Genehmigung des Famt⸗ ſienraths nicht. 384. Verſchwender kön⸗ nen ohne Mitwirkung ihres Beiſtan⸗ des nicht vor Gericht auftreten. g02. Der Nießbraucher hat nur die Koſten derzjenigen Prozeſſe zn tragen, weiche die Nutzungen betreffen; II. 37. die Prozeſſe hingegen, dle das Eigenthum betreffen, gehen ihn gar nicht an. 38. Der auf den ganzen Gegenſtand be⸗ langte Erbe kann eine Friſt verlangen, um ſeine Miteyben zur Theilnahme an dem Rechtsſtreite aufzufordern. III. 40. Richter, Suppléants, Generalprocura⸗ toren ꝛc. duͤrfen keine ſolche Prozeſſe auf ſich dbertragen laſſen, woruͤber das Gericht, bet dem ſie angeſtellt ſind, zu erkennen hat. 158. Wenn mehrere Er⸗ ben ein gemeinſchaftliches Grundſtuͤck verkauſt haben, und den Wiederkauf geltend machen, kann der Käufer ver⸗ langen, daß alle Miterben zur Theil⸗ nahme än dem Prozeſſe aufgefordert werden. 172. Ceſſion eines ſtreitigen Rechts. 178. Der beklagte Miether wird aus dem Prozeſſe entlaſſen, wenn er den Vermiether nennt, in deſſen Namen er beſitzt. 184. Bet Beſtim⸗ mung der Zahlungsfähigkeit des Buͤr⸗ gen wird auf das im Prozeſſe befange⸗ ne Grundeigenthum keine Ruͤckſicht ge⸗ nommen. 241. Der Buͤrge darf dem Gläubiger kein ſolches Vermoͤgen des Hauptſchuldners angeben, worüber ſchon ein Prozeß entſtauden iſt. 242. Der Vergleich iſt ein Vertrag, wodurch die Spangenberg's Commentat Vd. III Partheyen einen ſchon entſtandenen Rechtsſtreit beilegen, oder einem noch bevorſtehenden zuvorkommen. 246. War der Vergleich über einen Rechtsſtreit eingegaugen, der durch ein rechtskrafti⸗ ges Urtheil ſchon entſchteden war, ſo kann er wieder aufgehoben werden. 248. Wenn der Mann ſich weigert, gemein⸗ ſchaftlich mit ſeiner Frau den gegen ſie angeſtellten Prozeß uͤber den Verkauf threr unbeweglichen Sachen zu fuͤhren, kann der Richter ſie dazu autoriſiren. zoo. Die Verjaͤhrung kann in zeder Lage des Prozeſſes vorgeſchuͤtzt werden. 3o6. Binnen zwei Jahren von dem Zeitpunct an, wo die Prozeſſe entſchien den ſind, verjaͤhren die Klagen der An⸗ waͤlde auf Bezahlung ihrer Gebuͤhren. ſ vergl. Gericht. Klagt. Ko⸗ en. Prozeßordnung. Einige zufolge ge⸗ ſetzlicher Beſtimmung bewegliche Sachen können nur mit Beobachtung der in der Prozeßordnung angegebenen Formen mit Arreſt belegt werden. II. 9. Die Pro⸗ zeßordnung enthält die Formalitäten uͤber die Verſteigerung der zur Erbſchaft gehörigen beweglichen Sachen. 139. Sie beſtimmt anch das Verfahren bet der Entſiegelung, 148. bei Theitungs⸗ klagen, 149. die Form dor Verſteige⸗ rung, I3I. III. 175. die Formen des Zahlungsbefehls und des den gerichtli⸗ chen Verkauf betreffenden Verfahrens, ſo wie auch die Ordnung und Verthei⸗ lung des Kauſpreiſes der Immobllien. Pubertaͤt. Geſetzmaͤßige Pubertät wird zur buͤrgerlichen Guͤltigkeit einer einzu⸗ gehenden Ehe erfordert. I. 238. Püblication. Begriff. I. 113. Wie ſie geſchleht. 117. Ausnahme bet Kal⸗ ſerlichen Decreten ꝛc. 119. des Abſchluſſes derſeiben, I. 250. Foß⸗ gen, 251. Ktk O — 442 Regiſter. G. Quaſiaffinitaͤt begruͤndet kein Ehe⸗ hinderniß. 1. 249. Quaſicontracte. Bei den daraus ent⸗ ſtehenden Verbindlichkeiten kann der Glaͤubiger ſeinen Beweis durch Zeugen fuͤhren. III. 77. Aus Quaſicontracten entſpringen Verbindlichkeiten durch eine perſoͤnliche Handlung deſſen, der in die Verbindlichkeit verſetzt wird. III. 37. Von Quaſicontracten. 87. Quaſidelicte. In Hinſicht der daraus entſtehenden Verbindlichtetten findet fuͤr den Minderjährigen ketne Wiederein⸗ fetzung in den vorigen Stand ſtatt UI. 62. Bei den daraus entſtehenden Ver⸗ bindlichkeiten kann der Glaͤubiger ſeinen Beweis durch Zeugen fuͤhren. 77. Sie gehoͤren zu den Verbindlichkeiten, wel che durch eine perſonliche Handlung deſ⸗ ſen entſtehen, der ſich verbindlich ge⸗ macht hat. 87. Von Quaſidelicten. 90. Quelle. Welche Rechte hat der Eigen⸗ thuͤmer derſelben? lI. 47. Quittung. Ueber das eincaſſirte Capi⸗ tal kann der emancipirte Minderhährige nur unter Zuziehung ſeines Curators quittiren. I. 391. Auch derjenige, der zwar nicht interdicirt iſt, dem aber das Tribunal ſeiner Dummhelt wegen emen Beiſtand ernannt hat, kann ohne dieſen über ein eingehendes Capital nicht qult⸗ tiren. 398. Cben ſo wenig der Ver⸗ ſchwender ohne Mitwirkung ſeines Bei⸗ ſtandes. go2. Wirkung einer von dem Glaubiger ausgeſtellten Quittung ohne Vorbehalt der Solidarität. III. 36. Die Quittung über das Darlehn, das zur Tilgung einer Schuld erborgt iſt, muß vor Notarien ausgefertigt ſeyn, um die Subrogation bewirken zu toͤnnen. 43. Wirkung der in einer Quittung enthal⸗ tenen Abrechnung auf eine beſtimmte Schuld, wenn der Gläubiger mehrere Poſten zu fordern hat. 49. Wos von dem Glaͤubiger auf der Ruͤckſeite einer weiskraft gegen ihn. 7r. Das Einbrin⸗ gen der Frau iſt durch die ihr von dem Manne ertheilte Quittung hinlänglich dargethan. 130. Gegen Quittung kann die Frau in gewiſſen Fallen einen Thell ihrer Einkuͤnfte beziehen. 141. 145. Die ohne Vorbehalt der Zinſen uͤber das Capital ertheilte Quittung bewirkt eine Befreiung von den Zinſen. 219. Der Verwahrer muß die mit Arreſt be⸗ legte Sache gegen Quittung demſenigen zum Verkauf auslleſern, der den Arreſt angelegt hat. 229. Die Quittung des Verkäufers muß auf eine authentiſche Weiſe abgefaßt ſeyn, wenn demſenigen, der das Geld zum Ankauf einer Sache vorgeſchoſſen hat, ein Privileg auf dieſe Sache zuſtehen ſoll. 268. Dieß gilt auch, wenn Jemand zur Bezahlung der Arbeiter Geld hergeltehen hat. 269. R. Rand. Wie geſchieht am Rande einer ſchon eingetragenen Urkunde die Erwäh⸗ nung einer endern auf den Civilſtand ſich beziehenden Urkunde? I. 185. An dem Rande der Geburtsurkunde muß Meldung geſchehen von der Anerken⸗ nung des unehelichen Kindes. 193. Am Rande der Aufgebotsurkunde hat der Civilſtandsbeamte die Zuruͤcknahme des Einſpruchs zu erwaͤhnen. 196. Am Rande der berichtigten Civilſtandsur⸗ kundz muß das Berichtigungsurthell er⸗ wähnt werden. 214. Ein Auszug aus der Klage auf Widerruf der Schenkung muß an dem Rande der hypothekari⸗ ſchen Eintragung angemerkt werden. II. 193. Am Rande der Schiffrolle muß die geſchehene Ablieferung der zur See aufgenommenen Teſtamente bemerkt den. 210. Die an den Rand einer kunde geſetzten Anmerkungen den Privaturkunden gerechnet 2 Welche Beweiokraft ſie haben? 71. vergl. Nebenb W Benefictarerbe be⸗ Quittung geſchrieben wurde, hat Be⸗ Rangordnung⸗ friedigt . i m ſh nn ell 5. er rt en ſt es he he eſe it et e r 6 . Regiſter. 443 friedigt die Legatarlen und Erbſchafts: glaubiger nach der Ordnung, wie ſie ſich gemeldet haben. I. 140. Unbeſcha⸗ det ſeines antichretiſchen Pfandrechts kann der Glaͤubiger ſeine geſetzlichen Privilegien in ſeiner Ordnung geltend machen. III. 237. Diejenigen, welchen privilegirte Forderungen abgetreten ſind⸗ üben die näunlichen Rechte in derſelben Ordnung wie die Abtretenden aus. 271. Von dem Range der Hypotheken unter einander. 278. Die mit einem Privlle⸗ gium oder einer Hypothek verſehenen Gläubiger halten ſich an die Sache, um nach dem Range ihrer Forderungen be⸗ friedigt zu werden. 287. Wenn der Käufer den Kaufpreis an die Glaͤubiger nach ihrem Range ausbezahlt hat, wird er von allen Privilegten und Hypothe⸗ ken befreyt. 292. 295. Von der Rang⸗ ordnung der Glaͤubiger, und der Ver⸗ theilung des Kaufpreiſes unter dieſelben. zo2. Rangordnung der Gläubiger. 303. Raſerey zieht die Interdietian nach ſich⸗ Der Kaiferliche Procurator kann darauf ragen. I. 395. Rathgeber. Ernennung des Rathge⸗ bers, der der Mutter als Vormuͤnde⸗ rin von dem Vater beigeordnet werden kann. I. 349. Wem ein Rathgeber bei⸗ geordnet wird? 402. Ratification, ſ. Genehmigung. Rauch⸗ und Herdgeld iſt abgeſchafft. II. 68. Raͤumung. Um die von dem Gericht befohlne Raͤumung eines widerrechtlich in Beſitz genommenen Grundſtuͤcks zu bewirken, findet korperliche Verhaftung ſtatt. III. 250. f. Abtretung. Rechnung. Bei Rechnungsabnahmen uͤber das Vermoͤgen des vermuthlich Ab⸗ weſenden vertritt ein Notar ſeine Stel⸗ le. I. 219. Der vorlaͤufige Beſitz ver⸗ pindet den Eingewieſenen zur Rech⸗ nungsablage, wenn der Abweſende wie⸗ der erſcheint⸗ 227 Rach beendigter Pflegſchaft iſt der Pfleger uͤber das Per⸗ moͤgen des Pfleglngs Rechenſchaft abzu⸗ legen ſchuldig. 339. Der Vater iſt in Hinſicht des Vermoͤgens ſeiner Kinder, woran ihm der Nießbrauch zuſteht, uͤber das Eigenthum allein Rechnung abzu⸗ legen verpflichtet 348. Der Vormund muß uͤber ſeine Verwaltung Rechnung ablegen. 387. Dem emanctpirten Mim derhaͤhrlgen wird die Vormundſchafts⸗ rechnung mit Zuztehung eines Curators abgelegt. 301. Der Beneficiarerbe muß den Legatarien und Etbſchaftsgläubigern Rechnung ablegen. 1I. 138. Die Ko⸗ ſten der Rechnungsablage fallen der Erb⸗ ſchaft zur Laſt. 140. Wie geſchieht die Rechnungsablage des Curators uͤber erb⸗ loſe Verfaſſenſchaften? 142. Bei Thet⸗ lungsklagen muͤſſen die Rechnungen ab— gelegt werden, wozu die Theilenden einander verbunden ſind. 1582. Ehe der Vormund nicht die Vormundſchafts⸗ rechnung abgelegt und abgeſchloſſen hat, kann er keine Schenkung oder Vermächt⸗ niß von ſeinen Pupillen annehmen. 174. Der Teſtamentsexecutor muß uͤber ſeine Verwaltung binnen Jahr und Tag Rechnung ablegen. 220. Ein Rechnungs⸗ fehler macht den Vertrag nicht ungul⸗ tig. III. 5. Rechnungsbeamten kann die Rechtswohlthat der Vermogensabtre⸗ tung nicht zukommen. 5. Die Koſten der Rechnungsberichtigung fallen der Guͤtergemeinſchaft zur Laſt. 124. Wenn die Fran uͤber das im Inventar Ent⸗ haltene und uͤber das ihr durch Thei⸗ lung Zugefallene Rechnung ablegt, haf⸗ tet ſie fuͤr die Schulden der Guͤterge⸗ meinſchaft nur bis zum Betrage des ihr zukommenden Activantheils. 124. In welchem Fall der Mann uͤber die Be⸗ nutzung des Paraphernalvermoͤgens ſet⸗ ner Frau Rechnung ablegen muß? 150. Der Mandatar muß von ſeiner Ge⸗ ſchaͤftsfuͤhrung Rechnung ablegen. 235. Recht. Cintheilung deſſelben. 1. 109. Dieſenigen, die ein Intereſſe haben, ſich der Berichtigung der Urkunden des Kkk 3 Ctvil⸗ —— Civilſtanbes zu widerſetzen, haben das Recht als Intervenienten aufzutreten. 2rz. Nur allein die Civiitribunale ſiud befugt, uͤber die Anſpruͤche auf emen gewiſſen Stand zu erkennen. 318. Rech⸗ te auf Sachen. Eintheilung in ding⸗ liche und perſonliche. II. 12. Rechte, welche durch Abtretung eines Grund⸗ ſtuͤcks erworben waren, ſind bei Auf⸗ hebung der Lehnsverhältniſſe ſtehen ge⸗ blieben. 63 Man kann die auf eine kuͤnftige Erbſchaft zuſtehenden even⸗ tuelien Rechte nicht veraͤußern. 132. Streltige Rechte duͤrfen nicht auf dle⸗ jenigen uͤbertragen werden, welche bei dem Getichte angeſtellt ſind, welches daruͤber zu erkennen hat. III. 138. Von der Ceſſion eines ſtreitigen Rechts. 178. vergl. Buͤrgerliche Rechte. Pro— zeß. Zuwachsrecht. Rechtskraft. Die Rechtskraft eines Urtheils begruͤndet eine geſetzliche Praͤ⸗ ſumtion. III. 78. Die Wirkung emes rechtskraͤftigen Urtheils erſtreckt ſich nur auf das, was den Gegenſtand deſſel⸗ ben ausmacht. 79. Rechtsmittel gegen die Erkenntniſſe in Eheſcheidungsſachen. I. 291. Ver⸗ fahren uͤber Rechtsmittel. 302. ſ. Ap⸗ pellation. Rechtsſtreit, ſ. Prozeß. Rechtswohlthat, f. Ausklagen. Inventar. Theilung. Vermd— gen. Redlichteit. Den Geſetzen gemaß ab⸗ geſchloſſene Vereraͤge muͤſſen redlich und ohne Gefaͤhrde vollzogen werden. III. 12. Wenn man ſich an zwey Peiſo⸗ nen nach einander zur leberlieferung einer beweglichen Sache verpflichtet hat, ſo bleibt derhemge der Eigenthuͤmer, der ſich in einem redlichen Beſitze der⸗ ſelben beſindet. 16. Die gerichtliche Vermögensabtretung iſt eine Wohlthat, die das Geſetz dem redlichen Schhldner vergoͤnnt. 53. Dle Aufhebung der Ge⸗ ſellſchaft durch den Willen etnes der 444 Regiſtet. Contrahenten muß redlicher Weiſe ge⸗ ſchehen. 212. vergl. Guter Glaube. eduction. Von der Reduction der Schenkungen und Vermaͤchtniſſe. II. 181. Eine Reduction der Verfuͤgungen des Teſtirers tritt auch bei dem Univer⸗ ſallegatar ein. 274. Auch der Particu⸗ lallegatar muß ſie ſich gefallen laſſen. 218. Schenkungen in der Cheſtiftung ſind der Reduction unterworfen. a3. In welchem Fall die Erben, denen ein Pflichttheil zukommt, die Reduction des vor Einfuͤhrung des Code abgeſchloſ⸗ ſenen Ehevertrags verlangen können? HI. 98. In welchem Fall haben die Kinder erſter Ehe des andern Ehegat⸗ ten eine Klage auf Reduction? 127. 139. Wenn die Leibrente den diſpont⸗ blen Vermoͤgenetheil uͤberſteigt, iſt ſie der Reduction unterworfen. 231. 232. Auch die die Hauptverbendlichkeit uͤber⸗ ſteigende Buͤrgſchaft iſt der Reduction unterworfen. 239. Der Schuldner kann die Reduction der ſchätzungsweiſe einges tragenen Hypothek auswirken. 277. Von der Reduction der eingetragenen Prtvilegien und Hypotheken. 286. vergl. Verminderung. Reſormirte koͤnnen ſich in Anſehung der Aufnahme der Urkunden des Civil ſtandes vor ihren eigenen Prediger ſtel⸗ len. 1. 175. Regenten der Collegien ſind zum Coli⸗ bat verpflichtet. I. 248. Regierung, ſ. Kaiſer. Regiſter. Die Regiſter des Civilſtan⸗ des koͤnnen durch Kirchenbuͤcher mccht er⸗ gaͤnzt werden. I. 174. Die Urkunden des Civtiſtandes müſſen in dazu geeig⸗ nete Regiſter eingeſchrieben werden. 179. Vorſchriften uͤber die Form und Einrichtung dieſer Civilſtandsreglſter. 180. Beglaubigte Auszuge aus ihnen haben volle Beweiskraft. 182. Dle der vergangenen Jahre können an die Tri⸗ bunaͤle ausgeltefert werden. 183. Ver⸗ loren gegangene konnen durch Je⸗ e. der en er (⸗ tn. 9 35. ein on oſ⸗ die te 27. l ſe 32. er ion n e n thl. u vil ſel öli in⸗ et den eig⸗ den⸗ und ſer. nen der Tri⸗ et⸗ den oder Regiſte. 445 ober Zeugen bewieſen werden. 184. Ver⸗ fahren, um darih etwas nachzutragen⸗ 185. Für fehlerhafte Ctvllſtandsregi⸗ ſter ſind die Beamten verantwortlich⸗ 186. Auf den Antrag der Partheyen werden die Fehler berichtigt. 187. Das Protocoll uͤber den neugebohrnen Fuͤnd⸗ Uing wird in das Civilſtands⸗Regiſter eingetragen. 191. Von der Eintragung der zur See gebohrnen Kluder. 192. Die Erkiaͤrung uͤber die Anerkennung eines unehelichen Kindes muß in die Regiſter eingetragen werden. 193. Die Aufgebotsurkunden muͤſſen in ein em⸗ ziges beſonderes Regiſter eingeſchrieben werden. 164. Darin iſt der geſchehene Einſpruch zu bemerken. 196. Uebet die Sterbefaͤlle in Hoſpitälern und andern oͤffentlichen Häuſern müſſen die Vorge⸗ ſetzten derſelben beſondere Regiſter hal⸗ ten. 203. Wie geſchieht die Eintra⸗ gung bei Spuren eines gewaltſamen To⸗ des, bei oͤffentlichen Hinrichtungen, 204. in oͤffentlichen Gefängmiſſen 20. und auf Seereiſen? 206. Ein Civil⸗ ſtandsregiſter ſoll bet jedem Truppen⸗ corps uͤber die dazu gehorigen Mitglie⸗ der gefuͤhrt werdeu. 208. Der am Wohnorte der Partheyen angeſtellte Ei⸗ vilſtandsbesmte inuß die ihm zuges ſandte Urkunde ſogleich in ſein Civll⸗ ſtandsregiſter eintragen. 210. Die Bet richtlgungsurtheile uͤber die Urkunden des Civilſtandes muß der Civilſtands⸗ beamte in die Regiſter eintragen. 214. In das Civilſtandsregiſter muß die Hei⸗ rathsurkunde des im Auslande verhei⸗ ratheten Franzoſen binnen drei Mona⸗ then nach ſeiner Ruͤ⸗kkehr eingetragen werden 252. Durch die in das Ciw'l⸗ ſtandsregiſter elngetragene Hetrathsur⸗ kunde kann der Nahme eines Chegatten in Anſpruch genommen werden. 239. Die Eintragurg des Urtheils, daß die Che geſeßlich abgeſchioſſen wurde, in dte Regiſter des Cwuſtandes, ſchert ihr alle buͤrgerhichen Wukungen. 261. Die in das Regiſter des Civiiſtandes ein⸗ getragene Geburtsurkunde beweilt die Kindſchaft ehelicher Kinder. 315. In das Regiſter des Ctviiſtandes ſoll die Adoption eingetragen werden. 335. In die in dem Saale der offentlichen Sit⸗ zung und in den Buͤreaux der Diſtrlets⸗ notarien anzuſchlagenden Regiſter ſoll das die Interdiction ausſprechende Ur⸗ theil eingetragen werden. 398. Die ge⸗ ſchehene Ausſchlagung der Erbſchaft muß beim Tribunal erſter Inſtanz in ein be⸗ ſonderes Reglſter eingetragen werden⸗ Il. 128. In daſſelbe Regiſter muß auch die mit Vorbehalt des Inventars ge⸗ ſchehene Annahme der Erbſchaft einge⸗ tragen werden. 13g. Die Regiſter des Verſtorbenen werden verſiegelt, wenn er Staatsguͤter in Verwahrung hatte. 146. Die fideicommiſſariſchen Veifuͤ⸗ gungen müſſen in das Regiſter des Hy⸗ pothekenbewahrers eingetragen werden. 237. Hausregiſter machen in einigen Fällen einen Beweis gegen den, der ſie geſchrieben hat. III. 70.. Die Trans⸗ feription einer Urkunde in die öffentli⸗ chen Regiſter macht den Anfang eines ſchriftlichen Beweiſes. 73. Die Cntſa⸗ gung der Frau auf die Gätergemein⸗ ſchaft muß in das zur Aufnahme der Entſagungen beſtimmte Regiſter einge⸗ tragen werden. 118. Fuhrleute und Schiffer muͤſſen uͤber die ihnen anvers trauten Sachen en Regiſter fuͤhren. 104. Die Privllegten auf Jmmobihen werden von dem Tage der geſetzlichen Einſchrelbung in die Regiſter der Hy⸗ pothekenbewabrer an wirkſam. 270. Die Hypothek hat nur von dem Tage einen Rang, an welchem der Glaͤubi⸗ ger deren Cintragung bewirkt hat. 278. Die Transſeription der an einen dritten Beſitzer uͤbergegangenen Grundſtuͤcke, oder dinglichen Rechte ſoll in ein dazu beſtimmtes Regiſter geſchehen. 291⸗ Der Hypothekenbewahrer iſt verbunden⸗ jedem der es verlangt eine Abſchrift der Kkk 3 in — —— 5.— 445 in ſein Regiſter eingetragenen Urkunden zu geben. 296. Regiſter, welche der Hypothekenbewahrer führen muß. 296. Regeln bei Fuͤhrung derſelben. 297. Regreß, ſ. Entſchaͤdigung. Reichsſtaͤn de ſind im Koͤnigreich Weſt⸗ phalen von der Vormundſchaft befreyt. I. 366. Reinigung. Das Reinigen der Brun⸗ nen und Abtritte faͤllt dem Vermiether zur Laſt. III 188. Reinigungseid findet nicht mehr ſtatt. III. 83. Reiſende. Wirthe ſind fuͤr die von bei ihnen einkehrenden Reiſenden mitge⸗ brachten Sachen verantwortlich. III. 227. Reiſewagen. Die Unternehmer oͤffent⸗ licher Reiſewagen muͤſſen uͤber die ih⸗ nen zugeſtellten Sachen ein Regiſter fuͤhren. III. 194. Religion. Verſchiedenheit der Religion iſt kein Ehehinderniß mehr. I. 236. 249. In welcher Religion ſollen die Kinder erzogen werden, wenn die Elt tern von verſchiedener Religion ſind? o6. Relizionsceremonien. Zur Aus⸗ uͤbung derſelben haben alle Religions⸗ verwandte Erlaubniß ihren eigenen Geiſtlichen aufzuſuchen. I. 176. Religionsdiener kann ſich weigern⸗ eine dem Civilgeſetz nach guͤltige Ehe einzuſegnen, wenn er ein religtsſes Hin⸗ derniß bei derſelben findet. 1. 237. Un⸗ ter welchen Bedingungen er das behal⸗ ten kann, was ihm der Kranke waͤh⸗ rend ſeiner letzten Krankheit vermacht hat? II. 175. vergl. Prediger. Remiſſion. Dadurch erliſcht die Ver⸗ bindlichkeit. III. 42. Von der Remiſſion. 7. In welchen Fällen der Pachter Re⸗ miſſion verlangen kann? 191. Rente. Die Bezahlung der fälligen Ren⸗ ten moͤſſen die Eltern uͤbernehmen⸗ wenn ſie das Vermögen ihrer Kinder benutzen. I. 344. Beſtandige, oder le⸗ benslangliche Renten gehöten zu den Reparaturen, Regiſter. beweglichen Sachen. II. 9. Die Ge⸗ falle einer Rente gehoren zu den Civil⸗ fruͤchten. 28. Die Renten muß der Nießbraucher verhältmßmäßig auszah⸗ len. 37. Renten ſind bei Aufhebung der gutsherrlichen Rechte im Königreich Weſtphalen nicht mit aufgehoben. 73. Die Renten der erbloſen Verlaſſenſchaft muß der Curator verkaufen. 142. Durch Renten kann die Ausgleichung der Looſe bei der Vertheilung geſchehen. 133. Welche Rechte haben die Miterben, wenn die erbſchaftlichen Sachen mit einer Rente belegt ſind? 162. Die Klage auf Gewährleiſtung fuͤr die Zahlungsfähig⸗ keit des Schuldners einer Rente kann nur binnen fuͤnf Jahren geltend gemacht werden. 165. Ruͤckſtände von immer⸗ waͤhrenden Renten tragen Zinſen von dem Tage der erhobenen Klage an. MI. 22. Der Glaͤubiger, welcher den An⸗ thell eines Mitſchuldners an verfallenen Renten ohne Verbehalt annimmt, ver⸗ liert die Solidarrechte nur in Ruͤckſicht der ſchon fälligen Renten. 37. Dle Zah⸗ lung kann nicht vorzugsweiſe auf das Capital abgerechnet werden, wenn die⸗ ſes Renten hervorbringt. 49. Zu bezah⸗ lende Renten gehoͤren zum Paſſivbeſtande der Gätergemelnſchaft. 104. Fuͤr verlo⸗ ren gegangene Renten des Brautſchatzes ſoll der Mann bei Wiedererſtattung deſ⸗ ſelben nicht haften. 148. Vom Ren⸗ tenvertrage. 219. Vom beſtaͤndigen Rentenvertrage. 220. Der Schuldner einer Rente kann nach 28 Johren ge⸗ noͤthigt werden, ein neues Bekenntniß darüber aufzuſtellen. 312. Der Ertrag von Renten verjährt binnen fuͤnf Jah⸗ ren. 315. vergl. Leibrente. ſ. Ausbeſſerun⸗ en. S Repräſentation. Wenn ein Entfert⸗ terer dadurch in eine nähere Stelle de nach tritt, ſo geht er den dem Gra nachſen Erben vor⸗ 11. 94. Von dem t. Behriff. 98. Wir⸗ Repräſentationsrech kung⸗ ll⸗ e ¹9 c ſt c ſe 3. er uf 3 r. e le ſch em r⸗ Regiſter. 447 kung. 70o. Erötheilung nach dem Re⸗ praͤſentatlonsrecht. 101. Wer kann re⸗ praſentirt werden? 102. Wenn die De⸗ ſcendenten Kraft der Repraͤſentation zur Erbfolge gelangen, ſuccediren ſie nach Stammen. 104. Kraft des Repraͤſen⸗ tationsrechts kann man nie in die Stelle eines Erben treten, der der Erbſchaft entſagt hat. 129. Der Kraft der Re⸗ präſentation zur Erbfolge gekommene Sohn mub alles was ſeinem Vater ge⸗ geben wurde, einwerfen. 157. Deſcen⸗ denten eines fruͤheren Kindes erſten Grades, wenn ſie mit Kindern erſten Grades concurriren, erhalten Kraft des Repräſentotionsrechts den Antheil des vorhergeſtorbenen Kindes. 227. vergl. Stellvertretung. Reſtitution, ſ. Wiedereinſetzung. Retention. Der eine unbewegliche Sa che in Natura einwerfende Miterbe hat ſo lange ein Retentionsrecht an derſel⸗ ben, bis ihm ſeine Auslagen und Ver⸗ beſſerungen verguͤtet ſind. II. 160. vergl. Zuruͤckbehalten. Retorſronsrecht. Es beſtimmt den Genuß der buͤrgerlichen Rechte in Hin⸗ ſicht der Auslaͤnder. I. 149. Retractrecht. Wo es noch ſtatt fin⸗ det? II. 74. Revenuͤen. Die Revenuͤen der den Ge⸗ ſellſchaftern perſoͤnlich zugehsrigen un⸗ beweglichen Sachen fallen in die ge⸗ meinſchaftliche Caſſe. liI. 205. vergl. Benutzung. Einkuͤnfte. Reverſe, ſ. Ruͤckſcheine. Revuͤeinſpector hat die Verrichtun⸗ tungen des Citvilſtandsbeamten bei den Offizieren ohne Truppen und den bet der Armee angeſtellten Perſonen zu be⸗ ſorgen. I. 207. Rheden gehören zum Staatseigenthum. Il. 12. Der Rheder muß bei Aufnah⸗ me der Teſtamente zur See mit zuge⸗ zogen werden. 209. Von wem ſein Te⸗ ſtament aufgenommen wird? 209. Richter, ſ. Gericht. Ripuariſche Geſetze ſind vom Ko⸗ nig Thevderich aufgeſetzt. I. 15. Roͤhren zu Woſſerleitungen werden als Theil des Grundſluͤcks zu dem ſie gehoͤ⸗ ren, betrachtet. II. 5. Roͤmiſch⸗Fuſtinianeiſches Recht. Reception deſſelben. I. 22. Ruͤckfall. Das Ruͤckfallsrecht an den geſchenkten Sachen kann ſich der Schen⸗ ker ausbedingen⸗ II. 191. Ruͤckſchein. Reverſe haben nur in Hinſicht der Contrahenten Wirkung. III. 67. Unter welchen Bedingungen Ge⸗ genreverſe bei Eheſtiftungen allein Gül⸗ tigkeit haben? 96. Ruͤckſtand. Die Summen, welche der Vormund aus der Vormundſchaſtsrech⸗ nung ruͤckſtändig bleibt, muß er von der Zeit des Abſchluſſes an verzinſen. I. 388. Fuͤckſtände von immerwährenden Renten tragen Zinſen von dem Tage der erhobenen Klage an. III. 22. Ruͤckwirkende Kraft, ſ. Zuruͤck⸗ wirkende Kraft. Ruf, ſ. Notortetat. S. Saalfraͤnkiſches Geſetzbuch. Von wem es entworſen iſt. I. 15. Sgat. Saatkorn, das dem Paͤchter uͤber⸗ lieſert wurde, gehoͤrt zu den unbewegli⸗ chen Sachen. II. 6. In welchem Foll der Nießbraucher und der Eigenthuͤmer die Saatkoſten nicht zu verguͤten brau⸗ chen? 29. Wenn der Pachter das ihm anvertraute Saatkorn am Ende der Pachtzeit nicht zuruͤckliefert, kann ge⸗ gen ihn koͤrperliche Verhaftung erkannt werden. I1I. 251. Die fuͤr die Ausſaat noch ſchuldigen Summen werden vor⸗ zugsweiſe vor dem Eigenthuͤmer bezahlt. 265. vergl. Ausſaat. Sachen. Von der Eintheilung der Sa⸗ chen. 1I. 3. Von den Sachen in Ruck⸗ ſicht auf ihre Beſitzer. 11. Von den Rechten, die jemand an einer Sache ha⸗ ben kann. 13. Von dem au 445 auf das, was die Sache hervorbringt. 16. Von dem Zuwachsrechte auf das, was mit der Sache vereinigt und ihr einverleibt wird. 18. Der veränderte Zuſtand der Sache endigt die Servitut. 65. Von den verſchiedenen Erwerbs⸗ arten der Sachen. 79. Herrenloſe Sa⸗ chen gehoͤren dem Staat. 80. Die Rech⸗ te auf Sachen, die ins Meer geworfen und von demſelben ausgeworfen ſind, werden durch beſondere Geſetze beſtimmt. 81. Sochen, die der Aſcendent ron dem ohne Nachkommenſchaft geſtorbenen Deſcendenten vindieirt, duͤrfen dieſem nicht ohne oneroſen Rechtstitel uͤberge⸗ ben ſeyn. III1. Wie eine vermachte Sache herausgegeben werden muß. 217. Das Vermaͤchtniß einer freinden Sache iſt unguͤltig. 218. Welche Sachen kön⸗ nen Gegenſtand eines Vertraqs ſeyn? III. 5. 10. Verpflichtung die Sache aufzubewahren. 13. Verbindlichkert die Sache zu uͤberliefern. 14. Die den Gegenſtand eines unter einer aufſche⸗ benden Bedingung eingegangenen Ver⸗ trags ausmachende Sache bleibt auf Ge⸗ fahr des Schuldners bis zum Einttitt der Bedingung. 29. Wirkung der al⸗ ternativen Verbindlichkeit auf Sachen, wenn eine von ihnen kein Gegenſtand eines Vertrags ſeyn konnte, oder wenn eine oder beyde zu Grunde giengen. 32. Die Erben des Schuldners müſ⸗ ſen die Verbindlichkeit untheilbar leiſten, wenn ſie eine genau beſtimmte Sache zum Gegenſtande hat. 39. Zur Guͤl⸗ tigkeit der Zahlung wird erfordert, daß die Sache gezahlt werde, die Gegen⸗ ſtand des Verſprechens war. 44. Wer eine gewiſſe und genau beſtimmte Sa⸗ che zu leiſten hat, wird durch die Ab⸗ lieferung derſelben frey. 45. Vorſchrift fuͤr die Depoſition, wenn die ſchuldige Sache ein genau beſtimmter Gegenſtand war. 52. Die Compenſatlon ſetzt zwet Forderungen von einer beſtimmten Quantitäͤt fungibler Sachen der maͤn⸗ Regiſter. lichen Art voraus. S8. Von dem Un⸗ tergange der ſchuldigen Sache. 60. Von den Sachen, welche verkauft werden koͤnnen. 133. In welchen Faͤllen muß der Leiher fuͤr die zu Grunde gegangene geliehene Sache ſtehen? 215. Went die geliehene Sache ſolche Fehler hat, daß ſie ſchaͤdlich werden kann, ſo iſt der Verleiher dafuͤr verantwortlich. 216. Der Verwahrer muß fuͤr die ihm an⸗ vertraute Sache eben die Sorgfalt an⸗ wenden, wie fuͤr ſeine eieenen Sachen. 223. Welche Sachen koͤnnen Gegen⸗ ſtand der Hypothek ſeyn? 273. Das Eigenthum an Sachen, die dem buͤr⸗ gerlichen Verkehr entzoaen ſind, kann man nicht verjähren. 306. ſ. Beweg⸗ liche Sachen. Unbewegliche Sa— chen. Verbrauchbare Sachen. Sachverſtaͤndige. Der in die Gaͤter des Abweſenden Eingewieſene kann den Zuſtand der unbeweglichen Guͤter deſſel⸗ ben durch Sachverſtaͤndige in Gewiß⸗ heit ſetzen laſſen. I. 227. Sie muͤſſen die beweglichen Sachen ſchätzen, welche Eltern ihren minderhährigen Kindern aufbewahren wollen, 381. und bei der Theilung, wenn Minderſährige concur⸗ riren. 385. Sie beſtimmen die Cut⸗ ſchadigung, welche dem Eigenthuͤmer einer Quelle von den dieſelbe benutzen⸗ den Einwohnern gegeben werden innß. II. 47. Sie muͤſſen die Mittel beſtim⸗ men, wodurch der Anbau an eine ge⸗ meinſchaftliche Mauer unſchädlich einge⸗ richtet werden kann. 53. Sie muͤſſen die Immobillen ſchatzen, die der Bene⸗ ficlarerbe verſteigern laſſen will. I39. Bei Thetlungsklagen muͤſſen ſie auch die Immobtlien ſchätzen. 149. Was ſie bei Schaͤszung der Mobilien zu bemer⸗ ken haben. 150. Sie bilden die Erb⸗ ſchaftstheile, wenn die Miterben die Wahl eines von ihnen ſich nicht veteinigen können. 183. Sie beſtlm⸗ men den Werth der beweglichen Sa⸗ i Anrechnung con⸗ chen, welche mittelſt bſeelrt n on e 6 he b er n ß⸗ che un der ur t ner en⸗ iß. ⸗ * ze ſet he⸗ 30. die ſe er⸗ rh⸗ ber ſcht ſm Za⸗ on rrt Rediſter. 449 ſerirt werden. 161. Durch Sachverſtän⸗ dige kann der Beweis geſuͤhrt werden⸗ II. 64. Verfahren dabei. 86. Eine Schaͤtzung von ihnen muß vorangehen, wenn ein Dotalgrundſtuͤck der Frau ge⸗ gen ein anderes vertauſcht werden ſoll⸗ 146. Der Häufer kann bei verſprochener Gewaͤhrleiſtung wegen Mängel der ge⸗ kauften Sache elnen durch Sachverſtän⸗ dige zu beſtimmenden Theil des Kauf⸗ preiſes zuruckverlangen. 167. Der Be⸗ weis der Verletzung kann durch drei Sachverſtaͤndige gefuͤhrt werden. 173. Sachverſtaͤndige beſtimmen die Entſchä⸗ diqung, welche dem Miether von Ma⸗ nufakturen, Huͤttenwerken ꝛc. wegen Vertrelbung durch den Kaͤufer gebuͤhrt. 186. Die Baumeiſter, Bauunterneh⸗ mer, Maurer ꝛc. ſichern ihr Privtleg auf die von thnen errichteten Werke nur⸗ wenn ſie daruͤber von Sachverſtändigen ein Protocoll haben aufnehmen laſſen. 268. Sävitien bearünden die Eheſcheidungs⸗ klage. I. 276. Sage, ſ. Notorietaͤt. Salz. Wer neben einer Mouer ein Salz⸗ magazin amegen will, muß den gehoͤ⸗ tigen Zwiſchenraum laſſen. II. 36. Schaden. Bet Strafe des Schadener⸗ ſatzes muß der Gegenvormund auf Eri nennung eines Vormundes antragen, wenn die Vormundſchaft erledtgt iſt I. 364. Der Vormund muß fuͤr den aus einer ſchlechten Verwaltung entſtehenden Schaden haſten. 377. Der durch die Handlung eines Menſchen verurſachte Schaden muß erſetzt werden. lII. 90. Der Eigenthuͤmer eines Thters, und der eines Gehäudes ſind fuͤr den durch ſie verurſachten Schaden verantwortlich. 91. Der Miether haftet fuͤr die Schaͤ⸗ den, welche von Perſonen ſeines Hau⸗ ſes, oder von ſeinen Aftermiethern her⸗ puͤhren. 185. Jeder Geſellſchafter haf⸗ tet der Geſellſchaft fuͤr den durch ſeine Schuld entſtandenen Schaden. 207. Det Spangenberg's Commentar Bd. 1I. Mandakar muß den aus der Nichtvoſl⸗ ziehung des Mandats entſtehenden Scha⸗ den erſetzen. 236. vergl. Beſchädi⸗ gung. Verſchlimmerung. Schadloshaltung. Der als Klaͤger auftretende Fremde muß fuͤr die aus dem Prozeß erwachſenden Schadloshal⸗ tungen Buͤrgſchaft leiſten. I. 155. Der durch die Handlungen des Contumatir⸗ ten beſchädigte Theil kann von deſſen Erben Schadloshaltung verlangen. 172. Wegen der in den Regiſtern des Civil⸗ ſtandes enthaltenen Verfaͤlſchungen kann Schadloshaltung verlangt werden. 186. Vor gehobenem Einſpruch darf der Beamte des Civilſtandes bei Strafe der vollkommenen Schadloshaltung die Ehe nicht abſchließen. 196. Zur Schadlos⸗ haltung koͤnnen diejenigen verurtheilt werden, die Einſpruch eingeiegt haben, der vom Tribunal erſter Inſtanz ver⸗ worfen wurde. 254. Schadloshaltung kann der Eigenthämer der Baumaterta⸗ lien verlangen, die zu den Anlagen auf dem Grund und Boden eines Dritten verwandt ſind; auch der Eigenthuͤmer des Bodens, wenn ein Dritter Antagen darauf machte. II. 19. Wer fremde Stoffe ohne Vorwiſſen des Elgenthaͤ⸗ mers gebraucht, kann zur vollſtändigen Schadloshaltung veturtheilt werden. 26. Schadloshaltung muͤſſen die zur Suc⸗ ceſſion gelangten unehelichen Kinder lei⸗ ſten, wenn ſie die gegebenen Vorſchrif⸗ ten nicht befolgen; 117. auch die Ehe⸗ gatten, und die Domainenverwaltung. 122. Wenn die Entſiegelung vor der feſtgeſetzten Zeit geſchehen iſt, kann Schadloshaltung gefordert werden. 197. Zur Schadlos haltung iſt man verbun⸗ den, wenn ein Dritter, von dem man eine von ihm zu leiſtende Handlung verz ſprochen hat, die Erfuͤllung des Ver⸗ ſprechens verweigert. 11. 8. Jede nicht erfuͤllte Verbindlichkett berechtigt den Glaubiger, vollſtändige Schadloshal⸗ tung zu vertangen. 16. Von dem An⸗ „— 450 ſpruche auf voͤllige Schabloshaltung. I7. Betrag dieſer Schadloshaltung. 18. Der Glaͤubiger kann vollſtaͤndige Schad⸗ loshaltung verlangen, wenn der Werth der unter einer aufſchtebenden Bedin⸗ gung verkauften Sache durch das Ver⸗ ſehen des Schuldners verringert iſt. 29. Beſtimmung der Schadloshaltung bei der auflöſenden Bedingung. 30. Wer von den Solibarſchuldnern dem Glaͤubiger fuͤr eine zu Brunde gegan⸗ gene Sache Schadloshaltung zu leiſten hat? 36. Die Strafbeſtimmung dient zur Schadloshaltung fuͤr den Nach⸗ theil, den der Gläubiger durch Nichr⸗ erfuͤllung der Hauptverbindlichkeit lei⸗ det. 41. Die von dem Geſchäftsfuͤhrer wegen Verſehen zu leiſtende Schadlos⸗ haltung kann der Richter ermaͤßigen. 88. Der Notar darf bei Strafe der Schad⸗ loshaltung keine Abſchriften von der Che⸗ ſtiftung geben, ohne die Abänderungen und Gegenreverſe mit abzuſchreiben. 96. Auf Schadloshaltung kann aus einer Cheſtiftung nicht geklagt werden, wenn die Che nicht wirklich darauf gefolgt iſt. 96. Zur Schadloshaltung iſt der Ehe⸗ mann verpflichtet, wenn er den Ver⸗ kauf des Dotalgrundſtuͤcks widerrufen will, und dem Kaufer nicht angezeigt hatte, daß es ein ſolches ſey. 146. We⸗ gen Nichterfuͤllung des Contracts von nach Maaß, Zahl und Gewicht verkauſ⸗ ten Sachen kann der Kaͤufer Schadlos⸗ haltung fordern. 154. Bei Strafe der Schadloshaltung duͤrfen ſolche Perſonen keine ſtreitigen Rechte auf ſich uͤbertra⸗ gen laſſen, woruͤber das Gericht zu er⸗ kennen hat, bei dem ſie angeſtellt ſind. 158. Der Käufer kann gegen den Ver⸗ käufer einer fremden Sache eine Klage auf vollſtändige Schadloshaltung anſtel⸗ len. 158. Auch kann er Schadloshal⸗ tung verlangen, wenn die Ueberliefe⸗ rung der gekauften Sache nicht zur be⸗ ſtimmten Zeit erfolgte; 161. und wegen eintretender Entwährung. 165. Be⸗ Regiſter. ſtimmung der Schabloshaltung, welche dem Kaͤufer wegen Nichtvollziehung des Verkaufs gebuͤhrt. 166. Wenn der Ver⸗ kaͤufer die Maͤngel der verkauften Sache kannte, iſt er zur Schadloshaltung ver⸗ bunden. 167. Der Tauſchende, dem die erhaltene Sache evincirt wurde, kann auf Schadloshaltung antragen. 179. Von der Schadloshaltung, welche der Vermiether und Miether gegenſeitig ver⸗ langen können. 186. Mißbrauch der gemietheten Sache verpflichtet den Mie⸗ ther zur Schadloshaltung. 180. Der Pachter iſt wegen Nichterſuͤllung des Pachtcontraets zur Schadlos haltung ver⸗ bunden. 190. In welchen Faͤllen iſt der Geſellſchafter zur Schadloshaltung ver⸗ pflichtet? 207. und der Lether? a15. Der Buͤrge kann von dem Hauptſchuld⸗ ner vollſtändige Schadloshaltung for⸗ dern. 243. In welchen Fallen wegen Schadloshaltung korperliche Verhaftung ſtatt finden kann? 250. Außer den ge⸗ ſetzlichen Fällen iſt es bei Strafe der vollſtändigen Schadloshaltung verboten, korperliche Verhaſtung zu erkennen, und zu verabreden. 251. Der Hypotheken⸗ bewahrer iſt bei Strofe der Schadlos⸗ haltung verkunden, die aus dem das Eigenthum uͤbertragende Geſchäft ent⸗ ſtehenden Forderungen in ſein Regiſter einzutragen. 270. Gegenvormuͤnder muͤſſen bei Strafe der Schadloshaltung fuͤr die Eintragung der Hypothek auf das Verwoͤgen des Vormundes ſorgen⸗ 279. Wenn der Hypothekenbewahrer die Eintragung, oder die vertangte Be⸗ ſcheinigung verweigert, iſt er den Par⸗ theyen zur Sch dloshaltung verbunden. 206. Die Nichtbeobachtung der Verfuͤ⸗ gungen verpflichtet den Hypothekenbewah⸗ rer zur volligen Schadloshaltung. 295. vergl. Entſchädigung. Schade. Schafe, die der Teſürer Jemander ver⸗ macht, brauchen nicht von der beſten, e duͤrfen aber auch nicht von der ſchlechte⸗ ch atz· ſten Beſchaffenheit leyn⸗ II. 2 es 1 he Me un h. et e ſei Ner et det kt⸗ 5. ld or en n zu der en, d eh⸗ bi das nl ſter der ung auf en. rer B at en. h⸗ 95 bet⸗ en, hie⸗ Regiſter. Schatz. Den Schatz erhält der Nieß⸗ braucher nicht. II. 32. Wem gehoͤrt der entdeckte Schat? 81. Ob man dem öf⸗ fentlichen Schatze die Einrede der Com⸗ penſation entgegen ſetzen könne? II. 59. Die in Anſehung des öffentiichen Schatzes ſtatt findenden Prlotlegien rich⸗ ten ſich nach beſondern Geſebzen. 261. chaͤtzung. Bet Eheſcheidungsklagen können die Siegel von dem zur Guͤter⸗ gemeinſchaft gehoͤrigen Vermögen nur wieder abgenommen werden, wenn in dem errichteten Inventar die Sachen taxirt worden. I. 295. Bevor die Che⸗ gatten dle Eheſcheldung wegen wechſel⸗ ſeitiger Einwilligung erheben, muͤſſen ſie ihr ganzes Vermögen ſchätzen laſſen⸗ 298. Die Eitern, denen der Nießbrauch an dem Vermögen ihrer Kinder zuſteht, muſſen daſſelbe ſchaͤtzen laſſen. 378. Bei der Thellung muß das Vermoͤgen der Minderzaͤhrigen abgeſchätzt werden. 385. Wenn fungible Sachen zum Wießbrauch gegeben waren, muß deren Werth, ſo wie er geſchatzt iſt, erſtattet werden⸗ II. 29. Die Immobilien, die der Be⸗ nefictarerbe verſteigern laſſen will, muͤſ ſen geſchaͤtzt werden. 139. Schaͤtzung der Immobilien bei Theilungsklagen⸗ 149. und der Mobilien. 150. Nach der bei der Schenkungsurkunde höfindlichen Schaͤtzung werden Mobilien mittelſt Anrechnung conferirt. 161. Geſchätzt müſſen die Gegenſtaͤnde werden, wenn eine Klage auf Aufhebung der Theilung wegen Verletzung erhoben wird; 166. auch dieſenigen Sachen, woruͤber ſich der Schenker den Nießbrauch vorbehal⸗ ten hat. 190. Der Beſchwerte muß das Ackervleh und Ackergeräth taxiren laſ⸗ ſen. 230. Die Schätzungskoſten muß das Kind vorſchießen, das die Theilung anficht. 233. Nach Auflöſung der Ehe muß der Mann das Taxatum des Braut⸗ ſchatzes bezahlen. III. 145. Ehe ein Do. talgrundſtuͤck verkauft werden kann, muß es zuvor geſchätzt werden. 146. Wir⸗ 4S51 kung der Taxatlon des Brautſchatzes bei Aufisſung der Ehe. 148. Wenn von der gekauften Sache ein Theil zu Grunde ging, kann der Kaͤufer den uͤbrig gebliebenen Theil ſchätzen laſſen. 139. Bei der Entwaͤhrung eines Thells des verkauften Grundſtuͤcks kann der Käufer den zur Zeit der Entwaͤhrung ſtatt ſindenden Schätzungspreis verlan⸗ gen. 166. Der Käͤufer einer mit Ge⸗ waͤhrleiſtung gekauſten Sache kann ei⸗ nen Theil des Kauſpreiſes, wie er durch Sachverſtändige beſtimmt wird, ſſch zu⸗ ruͤckgeben laſſeu. 167. Der Miecher kann in Ermangelung eines Contratts den Preis durch eine Schätzung beſtim⸗ men laſſen. 182. Bei dem einfachen Vtehpacht wird das Vieh in dein Con⸗ tracte talirt; 198. eben ſo bei dem ei⸗ ſernen Viehpacht. 201 Die Geſellſchaft tragt die Gefahr des Verluſtes, wenn die eingebrachte fungible Sache in dem Inventar geſchätzt worden war. 208. Auch der Leiher traͤgt den Verluſt der Sache, wenn ſie zi Zeit der Ab⸗ ſchlteßung des Contracts geſchätzt wor⸗ den war. 215. vergl. Taxation. Schaumuͤnzen ſind in dem Ausdruck Mobillen nicht mitbegriffen. II. 10. Scheidewand. Wann ſie als gemein⸗ ſchaftlich betrachtet wird? Il. 51. Be⸗ ſtimmung der Höhe derſelben. 33. Die Ausbeſſerungen an den Bretern, welche zu Scheidewanden dienen, fallen dem Miether zur Laſt. III. 183. Scheidung von Tiſch und Bett. Wonn ſie ſtatt findet? Verfahren. I. 307. Folgen. 308. Sie kann zum Wi⸗ derruf der Schenkung berechtigen. II. 194. Sie loßt die Guͤtergemeinſchalt auf. III. 413. Dieſe kann aber wieder⸗ hergeſtellt werden. 116. Folgen davon. 117. ſ. Cheſcheidung. Schenknehmer. In ihrer Gegenwart muß das Inventarium errichtet werden. II. 137. Sie koͤnnen keine Reductlons⸗ klage anſtellen; 181. und ſich nicht auf den A 2 452 den Mangel der Eintragung in die Hy⸗ pothekenregiſter berufen. 231. Schenkung. Dadurch kann der buͤrger⸗ lich Todte nicht verfuͤgen. I. 166. Ohne Einwilligung ihres Mannes kann die Ehefrau nichts verſchenken. 267. El⸗ tern haben das Benutzungsrecht nur von dem Vermoͤgen thres Kindes, was ihm geſchenkt wurde. 345. Die Schen⸗ kung an einen Minderjährigen kann der Vormund deſſelben nur mit Genehmi⸗ gung des Familienraths annehmen. 383. Die Schenkung eines moblirten Hauſes begreift nur die eigentlichen Moͤbein in ſich. II. I1. Was begreift die Schen⸗ kung eines Hauſes mit allem was ſih darin befindet, in ſich? 11. Durch Schenkung kann der Nießbraucher ſein Recht auf einen Andern uͤbertragen. 32. Schenkungen gehoͤren zu den durch das Geſetz eintretenden Erwerbsarten. 79⸗ Die Aſcendenten haben das Recht der Vorausnahme an den Sachen ihrer De⸗ ſtendenten, welche ſie ihnen geſchenkt haben. 111. Aus der Verſchenkung erb⸗ ſchaftlicher Sochen laͤßt ſich die Annah⸗ me der Erbſchaft folgern. 120. Schen⸗ kungen ſind in der Regel der Collation unterworfen. 137. 158. Von Schen⸗ kungen unter Lebenden. Allgemeine Grundſaͤtze. 168. Von der Fähigkeit⸗ durch Schenkung etwas zu verfuͤgen. 772. In welchem Fall der Diſponent ſein ganzes Vermoͤgen durch Schenkung erſchopfen kann? 178. Von der Re⸗ duction der Schenkungen. 181. Von den Erforderniſſen der Schenkungen. 184. Ausnahmen von der Regel, daß Schenkungen unwiderruflich ſind. 192. Von einigen Arten von Schenkungel⸗ bei denen beſondere Regein eintreten. 225. Von den Verfuͤgungen, die zum Vortheil der Enkel des Schenkers er⸗ faubt ſind. 226. Aſcendenten koͤnnen ihr Vermögen unter ihre Deſcendenten durch Schenkungen vertheilen. 232. Von den in einer Eheſtiftung an die Ehegat⸗ Regiſter. ten, oder die aus der Ehe zu erwar⸗ tenden Kinder gemachten Schenkunnen. 233. Von den Schenkungen unter Ehe⸗ gatten. 236. Eine Schenkung, die man einem Andern macht, kann man ſich von einem Dritten verſprechen laſſen. III. 8. Bei einer fehlerhaften Schen⸗ kung iſt die daruber ausgefertigte Be⸗ ſtaͤtigungsurkunde unguͤltig. 74. Die nach dem Tode des Schenkers von deſ⸗ ſen Erben geſchehene Beſtätigung der Schenkung fuͤhrt die Entſagung auf alle Einreden mit ſich. 24. Das dem Ehe⸗ gatten während der Ehe durch Schen⸗ kung zugefallene bewegliche Vermoͤgen faͤllt in die Guͤtergemeinſchaft; 101. aber nicht das unbewegliche. 102. 103. Was der in Guͤtergemeinſchaft lebende Chemann ven dem gemeinſchaftlichen Vermogen verſchezken kann. 107. Die Vollziehung der chenkung des einen Ehegatten an den andern erfolgt nur aus dem Vermoͤgen des Schenkers. 124. Die Vorausnahme wird nicht als ein den Foͤrmlichkeiten der Schenkung un⸗ terworfener Vortheii betrachtet. 135. Die Verabredung, daß das gemeinſchaft⸗ liche Vermoͤgen dem uͤberlebenden Ehe⸗ gatten gehoͤren ſolle, wird nicht als eine den Regeln uͤber die Schenkungen un⸗ terworfene Bedingung ongeſehen. 138. Selbſt wenn der Verkäufer erklärt hatte, das was die Sache mehr werth ſey dem Kaufer ſchenken zu wollen, kanner doch die Aufhebung des Verkauſs wegen Ver⸗ letzung verlangen. 173. Unter den Get winn der Geſellſchaft darf nicht das ei⸗ nenn der Geſellſchafter etwa durch Schen⸗ kung zufallende Vermogen begriffen wert den. 205. Eine allgemeine Geſellſchaft kann nur unter ſolchen Perſonen ſtatt finden, die fähig ſind etwas zu ſchenken⸗ 200. Die Leitrente kann durch Schen⸗ kung angeordnet werden. 231. Die zum Vortheil eines Dritten beſtellte Lelbrente iſt den bei Schenkungen erforderlichen Formen nicht unterworfen. 232.. e n n. h Re eſ⸗ er le e m en I. . de en Ne uk . n i⸗ E ft⸗ he⸗ ne m⸗ . te, em och eri e ei⸗ ew e aſt ait en⸗ e⸗ um te en uß ine Regiſter. 453 eine Leibrente kelnem Arreſte unterwot⸗ fen ſeyn ſolle, kann nur ausbedungen werden, wenn ſie unentgeldiich ver⸗ ſprochen wurde. 233. Die Hypothek der Ehefrauen in Hinſicht der aus wäh⸗ rend der Ehe ihr ansefollenen Schen⸗ kungen herruͤhrenden Brautſchatzgelder nimmt ihren Rang von dem Tage der Wirkſamkeit der Schenkung. 279. Wie der Beſchenkte Grundſtuͤcke, oder ding⸗ liche Rechte von Privtlegien und Hypo⸗ theken frey machen kann. 291. Schiedsrichter. Ein offentlicher Schiedsrichter wird der Richter, wenn das Geſetz unzuſänglich iſt vder ſchweigt. I. 134. Die Vollmacht zum Vergleiche fuͤhrt nicht die zur Wahl eines Schteds⸗ richters in ſich. IlI. 235. Schtedsrich⸗ terliche Erkenntniſſe bewirken nur dann eine Hypothek, wenn ſie fuͤr executo⸗ riſch erklärt ſind 275. Schiff. Seefahrzeuge gehoͤren zu den beweglichen Sachen. II. 9. Wer auf Schiffen in See ein Teſtament aufneh⸗ men kann? 209. Die Unternehmer von Schiffen muͤſſen uͤber die ihnen zuge⸗ ſiellten Sachen ein Regiſter fuͤhren. III. 194. Die Eigenthuͤmer von Schiffen ſind beſondern Verordnungen unterwor⸗ fen. 194. Ueber die Verhypothecirung der Schiffe und Fahrzeuge exiſtiren be⸗ ſondere Geſetze. 273. vergl. Schiffer. Schiffbaͤder gehören zu den bewegli⸗ chen Sui chiffbruch. egen der da n Sne gegebenen Sachen iſt Zeu⸗ genbeweis zulaſſig. III. 77. Schiffer ſind in Ruͤckſicht der Aufbe⸗ wahrung der ihnen zugeſtellten Sachen den namlichrn Verbindlichkeiten wie die Gaſtwirthe unterworfen II. 194. Wofür ſie zu haften haben? 194. vergi⸗ Schiff. Schiffmuͤhlen gehoͤren zu den beweg⸗ lichen Sachen. II. 9. Schiffscapitain. Er hat die Ge⸗ burtsurkunde im Beiſeyn zweier Zeugen aufzunehmen. I. 102. Er muß bei Auf⸗ nohme der Teſtamente zur See mit zu⸗ gezogen werden. II. 209. PVon wem ſein Teſtament aufgenommen werden kann? 209. Schiffsofficier. Zu ſeinem Vortheil darf in dem Teſtament zur. See keine Verfuͤgung enthalten ſeyn. II. 21. Schiffspatron muß bei Aufnahme der Teſtameute zur See mit zugezogen wer⸗ den. 1I. 209. Von wem ſein Teſtament aufgenommen werden kann? 209 Schiffsſchreiber hat auf Kauffahr⸗ teyſchiffen in See das Teſtament auf⸗ zunehmen. II. 209. Von wem ſein Te⸗ ſtament aufgenommen wird? 209. Schläge. Der gewoͤhnliche Abtrteb des in regelmaͤßige Schläge gelegten Ober⸗ holzes wird fuͤr beweglich gehalten. 1I. z. ſ. Waldung. Schloſſer ſind den Verfuͤgungen uͤber die Veroingung beſtimmier Arbeiten nach einem Anſchlage oder Aceord⸗unzer⸗ worfen. IIL. 195. Schluͤſſel. Die Ueberlieferung eines Gebaͤudes geſchieht durch Uebergabe der Schluͤſſel. IiI. 160. Schmiede. Wer neben einer Mauer eine ſolche anlegen will, muß den ge⸗ hoͤrigen Zwiſchenraum laſſen. II. 36. Schornſtein. Was bei Anlegung deſ⸗ ſelben an einer gemeinſchaftlichen Mauer zu beobachten? 1l. 52 Wer neben einer Mauer einen Schornſtein anlegen will, muß den gehörigen Zwiſchenraum laſ⸗ ſen. 56. Schreiber der Notarien koͤnnen bei Auft nohme eines öffentlichen Teſtaments nicht als Zeugen zugetaſſen werden. II. 20o. vergl. Greffier. Schulden. In welchem Fall der Adope tirende oder ſeine Deſcendenten zu den Schulden des Adoptirten beitragen haben? 1I. 332. Was der Nießbrau⸗ cher wegen der auf der ihm uͤbergebe⸗ nen Sache haftenden Schulden zu thun hat. II. 37. Die Schulden des Erb⸗ 2113 laſſers 454 laſſers muß der Erbe mit ſeinem eige⸗ nen Vermogen decken, wenn er die Erb⸗ ſchaft unbedingt angenommen hat. 126. Der Beneficiarerbe braucht die Schul⸗ den des Erblaſſers nur bis zum Betra⸗ ge des Werths der Erbſchaft zu bezah⸗ ſen. 138. Wenn der groͤßere Theil der Miterben den Verkauf der Verlaſſen⸗ ſchaft zur Bezahlung der Schulden fuͤr nöthig hůlt, ſo kann ſie nicht in Natura vertheilt werden. 131. Was zur Be⸗ zahlung der Schulden eines Miterben verwandt wurde, muß conferirt wer⸗ den. 158. Von der Bezahlung der Schulden des Erblaſſers. 161. Um den diſponibeln Vermoͤgensthell zu beſtim⸗ men, werden die Schulden von der Verlaſſenſchaftsmaſſe abgezogen. 182. Frey von Schnlden muß die unbeweg⸗ liche Sache nach geſchehener Reduction von dem Beſchenkten zuruͤckgegeben wer⸗ den 183. Ein Verzeichniß der auf dem Geſchenk haftenden Schulden muß in der Schenkungsurkunde angegeben ſeyn. 189. Die Bedingung, daß der Schenk⸗ nehmer zukuͤnftige, noch nicht vorhan⸗ dene Schulden tilgen ſolle, macht die ganze Schenkung unguͤltig. 190. Wel⸗ che Schulden des Schenkers der Be⸗ ſchenkte zu bezahlen ſchuldig iſt? 192. Fuͤr die Schulden des Erblaſſers haſtet der Univerſallegatar, 214. auch der Le⸗ gatar unter Univerſaltitel. 215. Der das Legat Anszahlende iſt nicht verpflich⸗ tet, die darauf haftende Schuld abzuls⸗ ſen. 217. Der Particularlegatar haftet nicht für die Erbſchaftsſchulden. 213. Ein Verzeichniß der Schulden muß der Schenkungsurkunde in einer Eheſtifiung an die Ehegatten beigefuͤgt ſeyn. 234. Schulden, die zu einer beſtimmten Zeit fallig ſind, konnen nicht vor dem Ver⸗ falltage gefordert werden. III. 31. Wer Schulden halber verhaftet iſt, kann auf den Vorthell der Zeitbeſtimmung keine Anſpruͤche machen. 31. Folgen, wenn der Glaͤubiger den Antheil eines Mit⸗ Regiſter. ſchuldners von der Schuld abgeſondert annimmt. 37. Die Schuld muß vor⸗ handen ſeyn, ehe die Zahlung guͤltig ſeyn kann. 43. Welche Schulden nicht compenſirt werden können. S59. Wenn jemand eine Schuld tilgt, zu der er ſich aus. Irrthum verbunden glaubte, ſo iſt er berechtigt ſie zuraͤckzufordern, 89. Welche Schulden gehoͤren zum Paſſiv⸗ beſtande der Guͤtergemeinſchaft? 109. In welchem Fall haftet die Guͤterge⸗ meinſchaft fuͤr die von der Ehefrau vor der Ehe gemachten Schulden, und was iſt zu bemerken in Hinſicht der Erb⸗ ſchaftsſchulden? 105. und in Hinſicht der Schulden, welche d'e Ehefrau mit Bewilligung ihres Mannes gemacht hat. 106. Fuͤr die aus der Guͤterge⸗ meinſchaft bezahlten Schulden des einen Chegatten muß dem andern Verguͤtung geieiſtet werden. I12. Von dem Bei⸗ trage zu den Schulden der Guterge⸗ meinſchaft. 124. Nach geſchehener Ver⸗ zichtleiſtung auf die Guͤtergemeinſchaft iſt die Chefrau von jedem Beitrag zu den Schulden befreiet. 126. Die Schul⸗ den eines jeden Chegatten fallen nicht in die Guͤtergemeinſchaft, wenn die Clauſel der Crrungenſchaſt verabredet iſt. 1290. Wenn Chegatten die Clau⸗ ſel der Schuldentrennung feſtgeſetzt ha⸗ ben, muͤſſen ſie ſich bei Auflöſung der Guͤtergemeinſchaft die Schulden gegen⸗ ſeitlg rerguten. 133. Die perſoͤnlichen Schulden der Frau muͤſſen erſt abgezo⸗ gen werden, ehe ſie ihr eingebrachtes Vermoͤgen nach Eutſagung der Erbſchaft zuruͤcknehmen kann. 134. Welchen An⸗ theil an den Schulden hat der Ehegatte zu uͤbernehmen.⸗: wenn die Clauſel der Ungleichheit verabredet iſt? 136. Und wie iſt es mit den Schulden zu halten⸗ wenn einer der Ehegatten mit einer ge⸗ wiſſcn Summe abgefunden iſt? 137. Um die Schulden der Frau oder der Dotanten zu bezahlen⸗ kahn das Do⸗ dſück verkauft werden⸗ 146. Die talgrundſtuck verkauf Hrwi it rn iz ht n P iſ . . . or 16 t it t e en ſh ei ge er ſt u cht ie Nt i⸗ et t⸗ en zoe es t lte dir d ge . er ie e Regiſtet. 455 Prioltegien und Hypotheken erlöſchen durch Eylöſchung der Hauptſchuld. 290. Wenn der Kaͤufer ſeine Grundſtuͤcke von Privileglen und Hypotheken frey ma⸗ chen will, muß er erklären, daß er beteit ſey, die hypothekariſchen Schul⸗ den abzutragen. 291. Von dem gericht⸗ Uchen, Schulden halber vorzunehmen⸗ den Verkaufe. 299. Schuldentrennung. Von der Clau⸗ ſel der⸗Schuldentrennung. III. 133. Schuldforderung. Fuͤr die Schuld⸗ förderungen des Brautſchatzes ſoll der Mann bet Wiedererſtattung deſſelben nicht haften. 1II. 148. ſ. Forderung. Schuldner. Wenn Gläubiger den Er⸗ aben als ihren Schuldner angenommen haben, können ſie nicht mehr auf Ab⸗ ſonderung der Verlaſſenſchaft antragen⸗ U. 164. Wenn der Schuldner in Vert zug geſetzt iſt, die Sache zu uͤberllefern, ſteht ſie auf ſeine Gefahr. II. 15. Was er wegen nicht erfuͤllter Verbind⸗ lichkeiten dem Glaͤubiger zu leiſten ver⸗ pflichtet, 16. und in welchen Fällen er ihm zur vollſtändigen Schadloshaltung verbunden iſt? 17. Betrag dieſer Schad⸗ loshaltung. 18. Im Zweifel wird der Vertrag fuͤr ihn erklaͤrt; 2g. eben ſo die Zeitbeſtimmung in einem Vertrage. 31. Wie die anſſchiebende Bedingung auf ihn wirkt. 20. In welchen Fäſſen der Schuldner auf den Vortheil der Zeitbe⸗ ſtimmung nicht mehr Anſpruch machen darf? 31t. Was er bei alternativen Verbindlichkeiten, 32. und gegen Soli⸗ darglaͤubiger zu beobachten hat. 34. Pflichten der Solidarſchuldner gegen ihre Glaͤubiger, 36. und unter einan⸗ der. 37. Der Schuldner oder Mit⸗ ſchuldner muß die Zahlung leſſten, wenn ſie guͤltig ſehn ſoll. 43. Der Schuld⸗ ner kann den Glaͤubiger nicht zwingen, theilwelſe Zahlungen anzunehmen. a4. Er hat die Koſten zu tragen, die mit der Zahlung verbunden ſind. 43. Wenn er zur Bezahlung ſeiner Schuld eine Summe erborgt, ſo entſteht eine ver⸗ tragsmäßige Subrogation. 48. Wie die Subrogation auf ihn wirkt. 48. Was er zu beobachten hat, wenn er die ſeinem Glaͤubiger angebotene Zah⸗ lung hinterlegt. s0. Unter welchen Bet dingungen er die deponirte Sache zu⸗ ruͤcknehmen kann? 52. Was ſeine Ver⸗ mogensabtretung fuͤr Foigen hat. 54. Von ſeinen Verhältniſſen zum Glaͤubi⸗ ger bei der Novation, 3. der Remiſ⸗ ſion, 37. der Compenſatien, 58. der Confuſion, und bei dem Untergang der Sache. b0. Der von einem Solidar⸗ ſchuldner abgelegte Eid nuͤtzt auch dem Mitſchuldner, und der dem Vuͤrgen zugeſchobene Eid nuͤtzt auch dem Haupt⸗ ſchuldner. 84. Der Schuldner einer beſtaͤndigen Rente kann in einigen Fällen zur Abloͤſung derſelben ge⸗ zwungen werden. 220. Was der Schuldner bei der Buͤrgſchaft zu beob⸗ achten hat, 234 f. und wie ſie auf ihn wirktt. 247. Von den Wirkungen der Buͤrgſchaft zwiſchen dem Schuldner und dem Bärgen. 243. Der Pfandeontract iſt ein Vertrag, wodurch ein Schuldner feinem Glaͤubiger zur Sicherheit einer Schuld eine Sache uͤberliefert. 253. Verbindlichkeiten des Schuldners bei dem antichretiſchen Contract. 256. Die gerichtiiche Hypothek begreift die gegen⸗ waͤrtigen und zukunftigen Jmmobilien des Schuldners. 275. Die Eintraguns gen bleiben ohne Wirkung, wenn ſie waͤhrend der Zeit geſchehen, wo die Handlungen des Schuldners fuͤr unguͤl⸗ tig erklärt ſind. 281. Nahmen, Wohn⸗ ort und Gewerbe des Schuldners muͤſ⸗ ſen in dem dem Hypothekenbewahrer zu uͤbergebenden Aufſatz enthalten ſeyn. 282. 233. Der Schuldner känn auf Reduc⸗ tion der Eintragung klagen. 286. Dem dritten Beſitzer, welcher die hypotheka⸗ riſche Schuld bezahlt hat, ſteht wider den Hauptſchuldner eine Klage auf Ge⸗ waͤhrleiſtung zu. 489. In welchen i en 455 diehiſter. ſen wird die Verjährung zum. Vortheil des Schuldners vollendet? 290. Der Glänbiger kann verlangen, daß die ſei⸗ nem Schuldner eigenthuͤmlich gehoren⸗ den unbeweglichen Sachen ſowohl, als der Nießbrauch an denſelben gerichtlich verkauft werden. 299. Wenn der Schuldner der Verſährung entſagt, kann doch jede andere Perſon, die datei In⸗ tereſſe hat, ſich darauf heziehen. 306. In weichen Faͤllen die Verzaͤhrung durch eine an den Solidarſchuldner, oder an einen der Erben deſſeiben, oder an den Hauptſchuldner geſchehene Aufforderung unterbrochen wird? 309. Der Schuld⸗ ner einer Rente kann nach 28 Jahren gensthigt werden, ein neues Bekennt⸗ niß daruͤtzer aufzuſtellen. 322. Schuldſchein muß ganz von der Hand deſſen, der ihn unterſchreibt, geſchrie⸗ ben ſeyn. 11IL. 68. Die geringere Sum⸗ me wird angenommen, wenn die in dem Schuldſchein und die in dem darun⸗ ter geſotzten: Gut fuͤr. verſchieden ſind. 69. Von Anmerkungen, die der Glaubiger auf den Schuldſchein ſetzt. 71. Der Schuldner einer Reute kaun nach 28 Jahren zur Ausſtellung emes neuen Bekenntniß daruͤber genöthigt werden. 312. Die Ausſtellung einer Schuldverſchreibung hemmt den Lauf der Verjährung 314. Schuͤler, ſ. Zoͤglinge. Schur. Der Pachter darf ſie nicht vor⸗ nehmen, ohne zuvor den Verpachter da⸗ von zu benachrichtigen. 111. 199. Schutz iſt der Mann ſeiner Frau ſchul⸗ dig 1. 206. Schutzgeld iſt abgeſchafft. II. 68. Schwäger. Von dem Eheverbot zwi⸗ ſchen ihm und der Schwtegettt fin det im Königreich Weſtphalen Diſpenſatdn ſtatt. I. 246. Schwägerſchaft. Eheverbote in Hln⸗ ſicht der Schwägerſchaft. I. 246. Die Alimentationsverbindlichkeit hört auf, wenn derſenige von beiden Ehegatten⸗ von welchem die Schwaͤgerſchaft her⸗ ruͤhrt, geſtorben iſt. 303. ſ. Ver⸗ ſchwaͤgerte. Schwaͤngerung⸗ Wie iſt es mit den Schwaͤngerungen zu halten, dile vor Einfuͤhrung des Code Rapoleon geſche⸗ hen ſind? 1. 325.. Schwangerſchaft. Wenn die Ehe⸗ gartin vor Ablauf der beſtimmten ſechs Monathe ſich ſcwanger befindet, faͤllt die Nichtigkeitsklage der Ehegatten we⸗ gen Impubertät weg. 1. 256. Die läng⸗ ſte Dauer der Schwangerſchaft jſt auf 300 Tage geletzt. 3KI.„ Weni die Schwangerſchaft dem Manne vor der Ehe bekannt war, kann er das Kind nicht ableugnen. 312. verg. Em⸗ Schweſter, ſ. Geſchwiſter., Schwiegereltern muͤſſen von ihren Kindern alunentirt werden. U. 263. Schwregerin. Von dem Eheveybot zwiſchen ihr und ihrein Schwager findet im Koͤnigreich Weſtphalen Diſpenſatlon ſtatt. 1. 246. Schwiegermutter hat keine Anſpruͤ⸗ che auf Alimentatton, wenn ſie zur zweis ten Ehe ſchreitet. I. 263. Schwiegerſoͤhne und Schwieger⸗ toͤchter muͤſſen von ihren Schwieger⸗ eltern alimentirt werden. 1. 262. Scintilla. Die unter dieſem Namen bekannten Gloſſen Goſarichs ſind beſon⸗ ders wichtig. I. 14. Secretair, ſ. Greffier. Secretariat. Das Regiſter des Ct⸗ vilſtandes muß am Ende eines jeden Jahrs bei dem Secretariat des Tribu⸗ nals erſter Inſtanz niedergelegt werden. I. 182. Desgleichen auch das Regiſter uͤber die Aufgebotsurkunden. 194. Die Erklaͤrung der Erben, die Erbſchaft nur unter der Rechtswohlthat des Inven⸗ tars annehmen zu wollen, muk bei dem Secretariate des Tribunäls erſter In⸗ ſtanz geſchehen⸗ II. 133 er Geturtsurkunde bei Ser. Aufnahme der er kſ⸗ den ve he⸗ hen c6 il ben 9 auf bie der ind n kek hot det lon Ni⸗ ⸗ er i⸗ u n⸗ ſer Ne ur ne m bel , Regiſter. 457 Kindern, die auf der See geboten wer⸗ den, I. 192 und der Sterbeurkunde auf einer Seereiſe. 206. Wer während einer Seereiſe ein Teſtament aufnehmen kann? II. 209. und wann dieſes Vor⸗ recht uur ſtatt findet 7 210. Form ei⸗ nes ſolchen Teſtaments. 21I. f. Land⸗ ſee. Meer. Seefahrzenge gehören zu den beweg⸗ lichen Sachen. II. 9. Ueber die Verhy⸗ pothectrung der Seeſchiffe ſind die dar⸗ uͤber vorhandenen beſondern Geſetze zu betrachten. III. 273. Seehafen, ſ. Hafen.. Seitenverwandte. Eheverbote in der ruckgobe der einem Sequeſter anver⸗ trauten Sachen findet körperliche Ver⸗ haftung ſtatt. 250.. Servituten gehoren zu den unbeweg⸗ Seitenlihie. I. 246. Wann Seitenver⸗ wandte die Nichtigkeitsklage der Ehe anſtellen koͤnnen? 236. Succeſſion der⸗ ſelben. M. 92. Wenn ihnen eine Erb⸗ ſchaft zufällt, wird ſie in zwei glriche Theile getheilt. 93. Begriff der Sei⸗ tenlinte. 97. Wo das Repraͤſentations⸗. recht in der Seitenlinie ſtatt findet. 99. Seitenverwandte werden von der Erb⸗. ſchaft ausgeſchloſſen, wenn beide Eltern vorhanden ſind; 109. erhalten aber die Hälfte der Erbſchaft, wenn nur einer von beiden Eltern vorhanden iſt. 105. Sie können nicht verlangen, daß die unter der Bedingung einer Leibrente ver⸗ außerten Vermoͤgensſtuͤcke mit eingewor⸗ fen werden, wenn ſie ihre Einwilligung zur Veraußerung gegeben haben. 180. Seitenverwondte des Ehegatten können durch eine Eheſtiftung an die Ehegätten oder die aud der Ehe zu erwartenden Kinder üͤber ihr Vermögen verfüͤgen. 234. Senat. Die Mitglieder deſſelben ſind von der Vormundſchaft befreyet. I. 366. Sequeſtration. In Sequeſter wer⸗ den die unbeweglſchen Sachen gelegt, wenn der Nießbraucher nicht im Stande iſt Burgſchaft zu leiſten. II. 34. Von der Sequeſtration. III. 227. Von der vertragsmaͤßigen, und von der gericht⸗ lichen Sequrſtration. 228. Wegen Zu⸗ Spangenberg's Commentar Bd. III lichen Sachen, II. 3. und zu den ding⸗ lichen Rechten. 13. Die Servituter be⸗ nutzt der Nießbraucher ganz wie der Ei⸗ genthmer. 32. Von deit Servituten. 45. Von den natuͤrlichen Servituten. z5. Von den geſetzlichen Servithten. 49. Von der Servitut des Zwiſchen⸗ werks, Fo. des Zwiſchenraums, 56. der Ausſicht, 57. der Dachtraufe, F8. und des Uebergangs. 59. Von den durch die Handlung eines Menſchen bes gruͤndeten Servituten. Von den ver⸗ ſchiedenen Gartungen der Servithten, die bei Grundſtuͤcken ſtatt finden können. 60. Wie die Servituten erivorben wer⸗ den. b2. Von den Rechten und Ver⸗ bindlichkeiten des Eigenthuͤmers des Grundſtuͤcks, welches die Seroltut von dem andern fordern kann. 54. Wie die Servituten erlöſchen. 65. Frey von Servituten werden die Gegenſtände der Collation in die Erbſchaftsmaſſe gewor⸗ ſen. 160. Den in die Guͤtergemein⸗ ſchaft gefallenen, aber nicht wieder ver⸗ wendeten Prels fuͤr losgekaufte Servi tuten kann der Ehegatte, dem dieſe Grundſtucke gehorten, vorwegnehmen, HIe 111. oder es muß dafuͤr Verguͤ⸗ tung geleiſtet werden. 112. Wenn das verkaufte Grundſtuͤck mit nicht ins Auge fallenden Servituten belaſtet war, ſo kann der Kaͤufer die Aufhebung des Contraets verlangen. 166. Der Miet ther muß den Vermlether zur Gewähr⸗ leiſtung auffordern, wenn er vor Ge⸗ richt gefordert iſt, um zur Geſtattung der Ausuͤbung einer Servitut verurtheilt zu werden. 184. Servttuten, die dem dritten Beſitzer vor ſeinem Beſitze zu⸗ ſtanden, leben nach erfolgtem Zuſchlage wieder auf. 289. Seuche. Wenn eine zum Nießörauch ge⸗ gebene Heerde durch Seuchen zu Grunde Mum geht, — —,— — —— 458 Eigenthuͤmer nur die Haute oder deren Werth zu berechnen. II. 39. die oͤffentliche Sicherheit iſt, verpflich⸗ ten alle diejenigen die ſich auf franzöſi⸗ ſchem Gebiete befinden. I. 126. Sicherheitsleiſtung. Weun die. Si⸗ cherheit des Schuldners durch ſein Ver⸗ ſchulden verwindert iſt, kann er auf den Vortheil der Zeitbeſtimmung keinen An⸗ ſpruch machen. IH. 31. Wenn der Mie⸗ ther nicht hinreichende Buͤrgſchaft we⸗ gen des Miethzinſes leiſtet, kann er vertrieben werden, wenn er das Haus nicht hinlaͤnglich mit Mobilten verſieht. 187. Der Schuldner einer beſtaͤndigen Rente kann zur Abloͤſung derſelben ge⸗ zwungen werden, wenn er dem Ver⸗ leiher die verſprochene Sicherheit nicht verſchafft. 220. Der Leibrentenconttact kann aufgehoben werden, wenn der, welcher ſie uͤbernahm, die ausbedungene Sicherheit nicht verſchafft. 233. ſ. Buͤrgſchaft. Siegei, ſ. Entſiegelung. Verſie⸗ gelung. Sitten. Bon den Geſotzen, deren Zweck die Crhaltung der Sittlichkeit iſt, darf durch Privatvertraͤge nicht abgegangen werden. I. 137. Die in einer Verfuͤ⸗ gung unter Lebenden pder in einem Te⸗ ſtament den guten Sitten zuwider lau⸗ fenden Bedingungen werden als nicht beigefuͤgt betrachtet. II. 170. 190. Der den guten Sitten zuwider laufende Be⸗ weggrund der Verbindlichkeit iſt uner⸗ laubt. III. II. Eine den guten Sitten zuwider laufende Vedingung iſt nichtig, und macht den davon abhaͤngenden Ver⸗ trag unguͤltig. a7. Cheſtiftungen duͤrfen den guten Sitten nicht zuwider ſeyn. 94. Societaͤtscontract muß durchaus ſchriftich abgefaßt werden. III. 8. ſ. Ge⸗ ſellſchaft. Sohn. In welchem Fall iſt der Sohn, wenn er zur Erbfolge gelangt, nicht Regiſtet. geht, braucht der Rießbraucher dem verbunden, das ſeinem Vater gemachte Geſchenkeinzuwerfen. 1I. 157. ſ. Kind. Solidarverhäͤltniß. Der zweite E Sicherheit. Die Geſetze, deren Zweck 5 6 3 he⸗ mann haftet ſolidariſch fuͤr allen Scha⸗ den, wenn ſeine Frau widerrechtlich im Beſitze der Vormundſchaft bleibt, und wenn er ihr als Mitvormund beigeord⸗ net iſt. I. 330. Teſtamentsexecatoren ſind wregen des ihnen anvertrauten be⸗ weglichen Vermoͤgens ſolidariſch verhaf⸗ tet. II. 220. Von ſalidariſchen Ver⸗ bindlichkeiten. III. 33. Von der activen Solidaritaͤt. 34. Von der paſſiven So⸗ lidarität. 35. Das ausbedungene Solis daritaͤtsverhältniß einer Verbindlichkeit giebt ihr nie die Eigenſchaft einer Ver⸗ bindlichkeit. 38. Jeder von denen, wel⸗ che gemeinſchaftlich eine unthetlbare Schuld uͤbernommen haben, haftet fuͤr das Ganze, ſelbſt wenn die Verbindlich⸗ keit nicht ſolidariſch eingegangen waͤre. 40. Wenn die Novation zwiſchen dem Glaͤubiger und einem Solidarſchuldner zu Stande kömmt, können die Privile⸗ gien und Hoypotheken der alten Schuld nur auf das Vermogen des neuen Schuldners vorbehalten werden. F6. Die Remiſſion durch Zuruͤckgabe des Schuldſcheins an einen Solidarſchuld⸗ ner begründet die Vermuthung der Re⸗ miſſion fuͤr alle. 37. Der Solidarſchuld⸗ ner kann das, was der Glaͤubiger an deſſen Mitſchuldner zu zahlen hat, nicht compenſiren. 59. Die in der Perſon des Bläubigers erfolgende Confuſion be⸗ freyet den ſolidariſchen Mitſchuldner nur bis zuw. Betrage des Amheils, wofuͤr der Glaͤubiger zugleich Mitſchuldner ward. 60. Der von einem Solidar⸗ ſchuldner geleiſtete Eid nußt auch dem Mitſchuldner. 84. Die in Angelegane heiten der Guͤtergemeinſchaft ſich 6 ihrem Mame ſolidariſch verpflichtende Frau wird in Beziehung n nur als Buͤrge betrachtet. 170. Er hat nur dann eine Entſchädigungsforderung ge⸗ bei dem von der Frau gen ſie, wenn er h e d in es d⸗ ſ d a t on e ue t ſer m n nit de ur ur ge . Reg ſſter. 459 vorgenommenen Vetkaufe einer ihr per⸗ ſönlich zugehörigen unbeweglichen Sache ſoltdariſch in Anſpruch genommen wird. 11r. Der Gegenvormund, welcher den uͤberlebenden Thegatten nicht zur In⸗ ventaraufnahme angehalten hot, iſt ſo⸗ lidariſch mit ihm verhaftet. 114. Die Frau kann fuͤr eine auf der Guͤterge⸗ meinſchaft haftende Schuld nur in dem Fall auf das Ganze belaugt werden, wenn die Verbindlichkeit ſolidariſch iſt. 125. Mehrere Miether eines Hanſes haften ſolidariſch fuͤr die Feuersbrunſt. I85. Geſellſchafter, die keine Handels⸗ „geſellſchafter ſind, haften fuͤr die geſell⸗ ſchaftlichen Schulden nicht ſolidariſch. 210. Wenn mehrere zuſammen eine und dieſelbe Sache entlehnt haben, ſind ſie dem Verleiher ſolidariſch verpflichtet. 216. Zwiſchen mehreren Mandataren zugleich findet nur dann ein Solidari⸗ taͤtsverhaͤltniß ſtatt, wenn dieß beſon⸗ ders ausgedruͤckt iſt. 236. Wenn meh⸗ rere Mandanten einen Mandatar fuͤr eine gemeinſchaftliche Angelegenheit be⸗ ſtellt haben, ſo iſt jeder von Ihnen fuͤr alle Wirkungen des Auſtrags ſolidariſch verhaftet. 237. Der Buͤrge kann dem Glaͤubiger nicht die Einrede des Zuvor⸗ ausklagens entgegenſetzen, wenn er ſich mit dem Schuldner ſoltdariſch verbun⸗ den hat. 241. Wenn mehrere Perſonen Börgen für eine und dieſelbe Schuld gewodden ſind, iſt leder von ihnen fuͤr die ganze Schuld verpflichtet. 242. Ge⸗ gen mehrere ſolidariſche Hauptſchuldner hat der Buͤrge, der ſich fuͤr alle ver⸗ buͤrgt hat, ein Recht der Zuruͤckforde⸗ rung der ganzen gezahlten Summe. 243. Die iu Guͤtergemelnſchaft leben⸗ den Frauen, welche ſolidariſch mit ih⸗ rem Monne eine Verbindlichkeit uͤber⸗ nommen haben, ſind nie des Stellionats ſchuldig zu halten. 232. Diej Ver)äh⸗ rung wird in Hinſicht der Miterben nicht unterbrochen, wenn die Aufforde⸗ rung an einen Solidarſchuldner gelchah⸗ ober dieſer das Recht des Glaubigert anerkannte. 309. Sonntag. Das doppelte Aufgebot ſoll an einem Sonntage vorgenommen wer⸗ den. I. 194. Die Verſteigerung der un⸗ beweglichen Sachen des Minderjähri⸗ gen muß durch oͤffentliche Anſchläge dtet Sonntage nach einander bekannt ge⸗ macht werden. 381. Specialvormund wird in dem Fulle erwählt, wenn der Minderaͤhrige in den Colonien Vermoͤgen beſitzt. I. 367. vergl. Gegenvormund. Vor⸗ mund. Specification. Wenn Jemand einen fremden Stoff gebraucht, um eine Sache anderer Gattung daraus zu bil⸗ den, ſo heißt dieß Specification. II. 25. Speiſewirthe. Ihre Klagen wegen gelieferten Unterhalt verhähren binnen ſechs Monathen. II. 313. S Lieg el. Die mit dem Tafelwerk des immers ein Ganzes ausmachenden Spiegel gehoͤren zu den unbeweglichen Sachen. II. 7. Spiegel gehoͤren zu den Mobeln. 11. Der Nießbraucher kann ſie am Ende des Nießbrauchs zuruͤck⸗ nehmen. 33. Sprel. Von dem Spiel und der Wette. 1II. 230. Staat. Ihm fällt das Vermogen an⸗ heim, was der Verurtheilte waͤhrend des Zuſtandes des buͤrgerlichen Todes erworben hat. I. 173. Der Staat kann den Eigenthuͤmer zwingen, ſeine Sache gegen Entſchädigung abzutreten. II. 15. Ihm gehoͤren die Inſeln und trocknen Stellen, die ſich in ſchiffbaren Stroͤmen und Fluͤſſen bilden. 22. Er wird durch das Geſetz zur außerordentlichen Erb⸗ folge berufen. 89. 121. In welchem Fall der Staat das unehellche Kind beerbt? 119. Der Staat hat eine ge⸗ ſetzliche Hypothek auf das Vermögen ſei⸗ ner rechnungspflichtigen Einnehmer und Adminiſtratoren. MI. 274. Der Staat kann durch Verzährung erwerben und Mmm 3 verlie⸗ . . . „ 3 6 . 1 1 460 Regiſter. verlieren ayf bieſelbe Weiſe, wie Pri⸗ Stand. Die Elgenſchaften, weſche zur vatperſonen. 306. vergl. Staatsei⸗ genthum. Staatsbuͤrger. Die Unterthanen ſnd entweder Staatsbuͤrger, oder nicht. I. 143. Die Ausuͤbung der buͤrgerlichen Rechte iſt unabhaͤngig von der Eigen⸗ ſchaft eines Staatsbuͤrgers. 144. Der Staatsbuͤrger hat ſeinen Wohnſitz da, wo er das ihm auf Lebenszeit uͤbertra⸗ gene Amt ausuͤben muß. 216. Staats⸗ buͤrger, die in einem andern Departe⸗ ment ein Amt bekleiden, ſind von der Vormundſchaft befreit. 366. Ein Staats⸗ buͤrger kann nur dann zur Annahme elt ner Vormundſchaft gezwungen werden, wenn in einem beſtimmten Umfange ſich keine Verwandten des Minderjaͤhrigen befinden. 368. Staatseigenthum. Was dazu ge⸗ hoͤrt. II. 12“ ſ. Staat. Staatsguͤter können nur nach den ih⸗ nen eigenthuͤmlichen Formen und Ge⸗ ſetzen verwaltet werden. II. 12. Wenn der Verſtorbene Staatsguͤter in Ver⸗ wahrung hatte, ſo tritt die nothwendige Verſiegelung ein. 146. vergl. Natlo⸗ nalguͤter. Staatsraͤt he' ſinb von der Vormund⸗ ſchaft befreyet. I. 366. Staatsrecht. Welche Ehehinderniſſe aus ihm entſpringen. I. 248. Stall. Wer neben einer Mauer einen Stall anlegen will, muß den gehoͤrigen Zwiſchenraum laſſen. 1I. 56. Stamm. Wo das Repräſentationsrecht eintrite, geſchteht die Theilung nach Stammen. II. I0I. Deſcendenten erben nach Staͤmmen, wenn ſie Kraft des Repräſentationsrechts zur Erbfolge ge⸗ langen. 10g. Dieß geſchieht auch bei Geſchwiſtern, wenn ſie mit Deſcenden⸗ ten von Geſchwiſtern concurriren. 105. Die Regeln fuͤr die Thetlung ganzer Maſſen ſind auch bei der weitern Ver⸗ theilung unter die daran theilnehmen⸗ den Stämme zu beobachten. 153. burgertichen Exiſtenz erforderlich ſind, bilden den Stand der Perſon. I. 143. Standes verſchiedenheit begrundet kein Ehehinderniß. 249. Uueber die Anſpru⸗ che auf einen gewiſſen Stand iſt das Tribunal erſter Inſtanz zu erkennen be⸗ fugt. 318. Staͤnde des Reichs, ſ. Reichs⸗ ſtaͤnde. Statuͤen, ſ. Büldſaͤulen. Statutariſches Recht. I. 20. 23. Geſetzliche Abfaſſung der ſtatutariſchen Rechte. 24. Verhaͤltniß zum geſchrie⸗ benen Recht und zu den Ordonnanzen. 32. Steinbruͤche benutzt der Nießbraucher ganz wie der Eigenthuͤmer, yedoch unter gewiſſen Bedingungen. II. 32. In wie fern fällt die Ausbeute derſelben in die Gutetgemeinſchaft 2 III. 107. Stein?, ſ. Edelſteine. Stellionat. Wenn ſolches begangen iſt, kann der Schuldner die Rechtswohl⸗ that der Vermoͤgensabtretung nicht ge⸗ nießen. III.§4. Wegen eines Stellio⸗ nats findet koͤrperliche Verhaftung ſtatt. 250. 252. Ehemaͤnner und Vormuͤn⸗ der werden des Stelltonats fuͤr ſchuldig erklört, wenn ſie die auf ihrem Verms⸗ gen haftenden Hypotheken nicht eintra⸗ gen laſſen, und in der Folge Privile⸗ gien und Hypotheken auf ihre unbeweg⸗ lichen Sachen zulaſſen. 279. Stellvertretung. Der Stellvertreter des Abweſenden kann nach deſſen Wie⸗ dererſcheinung alle Klagen deſſelben èr⸗ heben. l. 233. Die Erben ſind nur den Antheil einer Verbindlichkeit zu zah⸗ len ſchuldig, wofuͤr ſie als Stellvertre⸗ ter des Gläubigers oder des Schuld⸗ ners zu haften haben. II. 39. Bei der Theliung wird der Ueberreſt der Guͤtergemeinſchaft unter den Ehegatten, oder denen, die in ihre Stelle getreten ſind, zu gleichen Theilen verthelit. 123. entation. verg Repraͤſe Stem⸗ zur d, 43. ein ri das he⸗ 23. ben tle⸗ e. hen ſter Regiſter. 461 Stempelpapier. Der Hhpothekenbe⸗ wahrer muß uͤber die ihm eingehändig⸗ ten Urkunden einen Empfangſchein auf Stempelpapier geben. II. 297. Alle Regiſter deſſelben muͤſſen auf Stempel⸗ papier geſchrieben ſeyn. 297⸗ Sterbefälle können bei verloren ge⸗ gangenem Civliſtandsregiſter durch Zeu gen bewieſen werden. I. 18g. Sie werden von den Civilſtandsbeamten be⸗ urkundet. 20r. Der Sterbefall iſt ab⸗ geſchafft, II. 63. und im Köntgreich Weſtphalen aufgehoben 73. Beſtim⸗ mung, wer bei mehreren zugleich Um⸗ gekommenen der zuletzt Verſtorbene ſey⸗ 37. Privaturkunden haben gegen dritce Perſonen Glaubwuͤrdigkeit von dem Ta⸗ ge an, wo einer, oder einige der Con⸗ trahenten geſtorben ſind. 69. 105. Sterbeurkunde. Wie ſie aufzuneh⸗ men iſt. I. 202. Inhait derſelben. 203. Wie ſie aufzunehmen iſt in Hoſpitälern, 203. bei Spuren eines gewaltſamen Todes, bei offentlichen Hinrichtungen, 204. in öffentlichen Gefängniſſen, 205. auf Seeretſen, 206. bei Mitlitarperſo⸗ nen, 209. und bei den in einem Feld⸗ lazareth oder Kriegshoſpital Geſtorbe⸗ nen. 210. Verfahren, wenn in der Sterbeurkunde ein Buchſtabe oder der Vornahme ausgelaſſen tſt. 213. Bei Einleltung der Eheſcheibungsklage we⸗ gen wechſelſeitiger Einwilligung muͤſſen die Eheaatten die Sterbeurkunde der aus ihrer Ehe erzeugten ehelichen Kin⸗ der beibringen. 300. Steuern hat der Nießbraucher allein zu tragen. II. 36. Auch der Gebraucher, wenn ihm der Verleiher alle Fruͤchte zu⸗ geſteht, a3. und der das ganze Hous bewohnende Wohner. 44. Perſonliche Steuern von Menſchen und Thieren ſind abgeſchafft; auch die Erhebung der Steuern von Vaſallen. 58. Steuerrolle. Die Reduction der Hy⸗ porhet richtet ſich nach der Angabe der Einkuͤnfte in der Muttertolle der Grundſteuer. II as7. Der gerichtli⸗ che Verkauf der in verſchiedenen Bezir⸗ ken gelegenen Grundſtuͤcke geſchleht da, wo ein Theil der Grundſtuͤcke nach der Mutterrolle der Grundſteuer die meiſten Einkuͤnfte abwirft. 300. Stoff. Wenn Jemand einen ihm nicht gehoͤrigen Stoff zur Bildung einer Sa⸗ che anderer Gattung bhraucht, iſt der Eigenthuͤmer des Stoffs berechtigt, die daraus gebiſdete Sache in Anſpruch zu nehmen. II. 25. 26. Verbindung eig⸗ nen und fremden Stoffs. 25. Wer frem⸗ de Stoffe ohne Vorwiſſen des Eigen⸗ thuͤmers gebraucht, kann zur Schad⸗ loshaltung verurtheilt werden. 26. Die Verdingung kann ſo geſchehen, daß der⸗ welcher die Arbeit hergtebt, auch zu⸗ gleich den Stoff dozu Kiefert. II. 195. vergl. Materialien. Stoͤrung. Der Nießbraucher muß den Eigenthuͤmer benachrichtigen, wenn ein Dritter ſich in Anſehung des Grund⸗ ſtuͤcks einen Eingriff erlaubt. II. 38. Der Vermiether iſt nicht verbunden, dem Miether fuͤt die Stoͤrungen eines Dritten in der Benutzung einzuſtehen. III. 183. Der Pachter muß dem Ei⸗ genthuͤmer Nachricht geben von den ge⸗ gen die Grundſtuͤcke unternommenen Eingriffen. 190. Strafen. Der buͤrgerliche Tod tritt ein durch Verurthetlung in ſolche Strafen, weiche den Verurtheilten von der Theil⸗ nahme an den buͤrgerlichen Rechten aus⸗ ſchließen. I. 162. Strafen gegen die Verſaͤlſcher der Urkunden des Civilſtan⸗ des. 186. Waͤhrend der Dauer der dem Ehemann auferlegten entehrenden oder Leibesſtrafe kann die Frau nur mit Genehmigung des Richters vor Gericht erſcheinen oder Vertraͤge abſchließen. 268. Die Verurtheilung eines der Ehe⸗ gatten zu einer entehrenden Strafe iſt ein geſetzlicher Grund zur Eheſcheidungs⸗ klage. 276. Strafe, die auf das Nicht⸗ erſcheinen im Familienrathe geſetzt iſ. Mmm 3 358. * 462 358. Die zu elner entehrenden oder Lei⸗ besſtrafe Verurtheilten ſind unwuͤrdig, eine Vormundſchaft auzunehmen. 373. Von den Verbindlichkeiten, denen eine Conbentionalſtrafe angehaͤngt iſt. II. 41. vergl. Geldbuße. Strand, den das Meer trocken laͤßt, iſt Staatseigenthum. Il. r2. Straßen, die der Staat unterhaͤlt, ſind Staatseigenthum. II. 12. Die An⸗ legung und Ausbeſſerung der Straßen gehört zu den das oͤffentliche Beſte be⸗ treffenden Servituten. 49. Das Ge⸗ ſetz legt dem Eigenthuͤmer die Pflicht auf, ſeine Daͤcher ſo einzurichten, daß das Waſſer auf die äffentliche Straße faͤllt. 58. Der Uebergang muß auf der Seite genommen werden, wo er am kuͤrzeſten zur oͤffentlichen Straße fuͤhrt. Sieit. Die Streitigkeiten uͤber die Vormundſchaftsrechnung ſollen wie alle andern Civilprozeſſe entſchieden werden. 1. 388. Wenn uͤber die Benutzung des Fließwaſſers Streit entſteht, ſollen die Gerichte das Intereſſe des Ackerbaues mit der dem Eigenthum ſchuldigen Ach⸗ tung zu vereinigen ſuchen. II. 47. In⸗ cidentſtreitigkeiten muͤſſen bei dem Tri⸗ bunal des Orts angebracht werden, wo die Erbfolge eroͤffnet iſt. 148. Wenn bei Theilungen ſich Streitigkeiten uͤber die Bildung der Looſe erheben, muß der Notar ein Protocoll uͤber die ſtrei⸗ tigen Puncte aufnehmen. 153. Die Sache wird von dem Augenblicke an als ſtreitig angeſehen, wo über das Recht ſelbſt ein Rechtsſtreit entſtanden iſt. III. 178. Niederlegung einer ſtreitigen Sa⸗ che in die Häͤnde eines Dritten iſt ver⸗ tragsmaͤßige Sequeſtration. 228. Gläu⸗ biger und Schuldner konnen verabre⸗ den, daß im Fall eines Streits die Lö⸗ ſchungsklage bei einem von ihnen be⸗ ſtimmten Gerichte angebracht werde., 285. vergl. Klage. Prozeß. Stroh gehoͤrt zu den Unbeweglichen Sa⸗ Subſtituirte. Tagelohn. Regiſter⸗ chen. II. 6. Der abziehende Pachter muß Stroh vom letzten Jahre zutuͤcklaſ⸗ ſen, III. 193. Stroͤme ſind Staatseigenthum. II. 12. ſ. Fluß. Stubengeraͤthe. Was dazu gehort. II 1. Stuͤhle gehören zu den Mobeln. II. 1I. Stumme. Wenn der Teſtirer nicht re⸗ den kann, kann er eln myſtiſches Teſta⸗ ment machen. II. 206. vergl. Taub⸗ ſtumme. Subrogation. Von der vertragsmä⸗ higen III. 47. und der geſetzlichen Sub⸗ rogation. ₰8. Rechte derſelben. II. 227. Sie können auf Ernennung eines Executors antragen. 228. Subſtituten durfen keine ſolche ſtreiti⸗ gen Rechte auf ſich uͤbertragen laſſen, woruͤber das Gericht zu erkennen hat, bet 6em ſie angeſtellt ſind. HI. 158. vergl. Kaiſerlicher Procurator. Subſtitutionen ſind verboten. 1I. 169. Ausnahmen von dieſem Verbot. 170. 226. Succeſſion. Wo ſie in Lehensſachen noch Ein mal ſtatt findet. I1. 70. ſ. Erbfolge. Suppleants duͤrfen keine ſoſche ſtrei⸗ tigen Rechte auf ſich uͤbertragen laſſen, woruͤber das Gericht zu erkennen hat, bei dem ſie angeſtellt ſind. III. 158. P. Tag. Die Leibrente gebuͤhrt dem Glaͤu⸗ biger nur im Verhaͤltniß zur Anzahl der Tage, welche er gelebt hat. III. 233. Alle an demſelben Tage eingetragenen Glaͤubiger haben eine Hypothek von dem naͤmlichen Datum. 281. Die Ver⸗ ährung wird nach Tagen berechnet⸗ und iſt vollendet, wenn der letzte Tag der Friſt abgelaufen iſt. 310. vergl. Datum. brauchen bie lenden Schuldſcheine von ihnen auszuſte ſ 6 t t Regiſtet. 463 nicht ganz zu ſchreiben. III. 68. Die Kla⸗ ge der Tageloͤhner wegen Bezahlung ih⸗ tes Lohns verjährt binnen ſechs Mona⸗ then. 313. vergl. Lohn. Tante. Zwiſchen ihr und ihrem Reffen iſt die Ehe verboten; doch kann der Kai⸗ ſer von dieſem Eheverbot diſpenſiren. l. 246. Sie kann in Crmangelung der Aſcendenten Einſpruch thun. 252. Sie wird von der Erbſchaft nicht ausgeſchloſ ſen, wenn ſie gleich den Moͤrder des Erbölaſſers nicht angezelgt hat. II. 90. Die Tante des Erblaſſers wird durch das Kraft des Repraͤſentatlonsrechts be⸗ rufene Bruderskind ausgeſchloſſen. 100. Surreſſion der Tante. 108. Tapeten gehoren zu den Moöbeln. II. II. Tauben in den Taubenhaͤuſern gehoͤren zu den unbeweglichen Sachen. II. 6. Die in ein anderes Behaͤltniß uͤberge⸗ gangenen Tauben gehoͤren dem Eigen⸗ thümer deffelben⸗ 23.17 Taubſtumme. Unter weichen Bedin⸗ gungen ſie eine Schenkung aunehmen können? 1I. 186. vergl. Stumme. Taufe. Die aus ihr entſpringende geiſt⸗ liche Verwandtſchaft hat aufgehoͤrt. I. 236. Tauſch. Die in Form eines Tauſches geſchehene Theilung kann auſgehoben werden. II. 166. Jede Veraͤußerung der legirten Sache, auch wenn ſie in Tauſch beſteht, enthält einen Widerruf des Legats. 223. Wann ein Vertrag die Natur eines Tauſchvertrages hat? II. 3. Erne unbewegliche Sache, die waͤhrend der Ehe durch Tauſch erworben wurde, fällt nicht in die Gütergemein⸗ ſchaft. 103. Bedingungen, unter wel⸗ chen das Dotalgrundſtuͤck vertauſcht wer⸗ den kann. 106. Von dem Tauſche. 179. Taration. Die von der Frau als dos eingebrachten fungiblen Sachen muͤſſen taxirt werden. Ili. 140. ſ. Schötzung. Tare,[. Gebuͤhren. Teicht. Fiſche in den Teichen gehoͤren in kann de zu den unbeweglichen Sachen. II. 6. Bei Teichen findet keine Alluvion ſtatt. 21. Die in einen andern Fiſchteich uͤber⸗ gegangenen Fiſche gehören dem Eigen⸗ thuͤmer deſſelben. 23⸗ 5 geitbeſtim⸗ Termin, ſ. Friſt. mung. Teſtament. Der buͤrgerlich Todte kann durch ein Teſtament nicht verfuͤgen. I. 166. Die Eroöffnung des Teſtaments des Abweſenden wird durch die Ablwe⸗ ſenheltserklärung bewirkt. 225. Zur Er⸗ richtung eines Teſtaments bedarf die Frau der Genehmigung ihres Mannes nicht. 270. Durch ein Teſtament kann die Adoptioy geſchehen. 333. 338. Dar⸗ ater einen Rathgeber fuͤr die Mutter als Vormuͤnderin ernennen⸗ 349. Durch Teſtament kann der Nieß⸗ brauch erworben werden. li. 27. Wenn durch die ſpoͤtere Entdeckung ei⸗ nes Toſtaments die Erbſchaft ganz zer⸗ ronnen oder uͤber die Hälfte vermin⸗ dert war, kann die Annahme der Erb⸗ ſchaft auch wegen Irrthum angefochten werden. 127. Die Rechtswohlthat des Inventars findet auch bei Teſtamenten ſiatt. 133. Die auf die Totalmaſſe der Erbſchaft Bezug habenden Teſtamente werden nach geſchehener Theilung ei⸗ nem Miterben als Depoſitar anverträut. 155. Von Schenkungen unter Leben⸗ den, und von Teſtaienten. Allgemeine Grundſätze. 168. Von der Fähigkeit durch Teſtament etwas zu verfuͤgen oder zu erhalten. 172. Wie weit man uͤber ſein Vermoͤgen diſponlren kann. 177. Eintheilung der Teſtamente, 196. Von gemeinrechtlichen Teſtamenten: 197. eis genhaͤndiges, 199. oͤffentliches, 200. myſtiſches Teſtament. 204. Von den privilegirten Teſtamenten: 207. Teſta⸗ ment der Militaͤrperſonen, 208. Teſta⸗ ment zur Zeit einer Epidemie. Nautl⸗ ſches Teſtament. 209. Teſtament im Auslande. 21I. Aufbewahrung der Te⸗ ſtamente, 313. Von dem Juhalte der Teſta⸗ —— 1 464 Regiſter· Teſtamente. 213. Von dem Wiberruf Theilung. Bei der Theilung uͤber pas der Teſtamente, und den uͤbrigen Urſa⸗ chen ihrer Unwirkſamkeit. 221. Von den Verfuͤgungen, die zum Vortheil der Enkel des Teſtirers, oder der Kins der ſeiner Geſchwiſter erlaubt ſind. 226. Die Leibrente kann auch durch ein Te⸗ ſtament angeordnet werden. II. 231. verg!. Schenkung. Vermaͤchtniß. Teſtamentserben koͤnnen die Colla⸗ tion nicht verlangen. II. 138. ſ. Erben. Teſtamentserecutor. In ſeiner Ge⸗ genwart muß das Inventarium errich⸗ tet werden; II. 137. er muß auch bei der Entſiegelung gegenwaͤrtig ſeyn. 143. Von den Teſtamentserecutoren. Begriff. Erforderniſſe. 219. Pflichten und Rech⸗ te derſeiben. 220. Theilbarkeit. Von theilbaren Ver⸗ bindlichkeiten. 111. 38. Von den Wir⸗ kungen einer theitbaken Veibindlichkett. 39. Der Schuldner kann den Gidubi⸗ ger nicht zwingen, theilweiſe Zahlung einer Schuld anzunehmen. 44. Das Fauſtyfand iſt ohne Ruͤckſicht auf die Theilbarkeit der Schuld unter den Er⸗ ben fuͤr untheilbar zu halten. 255. vergl. Untheilbarkeit.. Theilpacht. Das dem Theilpachter zberlieferte Vieh wird fuͤr unbeweglich gehalten. II. 4. Wenn dem Theilpachter ein Antheil an den Fruͤchten zuſtand, ſo muͤſſen der Eigenthuͤmer und der Nieß⸗ braucher ſich ihn abziehen laſſen. 29. Der Theilpachter iſt nicht zur After⸗ pachtung und Abtretung der Pacht an einen Andern befügt. III. 189. Er hat nur ſeinen Antheil an dem Verluſt der Fruͤchte zu tragen, wenn ſie ſchon von der Erde abgeſondert waren. 191. Von dem mit dem Theilpachter eingegange⸗ nen Viehpacht. 201. Wenn der Theil⸗ pachter am Ende der Pachtzeit das ihm anvertraute Saatkorn, Ackergeräthe und Vieh nicht zuruͤckliefert, kann koͤrper⸗ liche Verhaftung gegen ihn erkannt wer⸗ den. 351. vergl. Pachter. Vermögen des Abweſenden vertritt ein Notar deſſen Stelle. I. 219. Defititive Theilung des Vermoͤgens des Abweſen⸗ den. 229. Zur Theilung bedarf der Vormund der Genehmigung des Fami⸗ lienraths. 385. Wie geſchieht die Thei⸗ lung, wenn Minderzaͤhrige vorhanden ſind, und was iſt dabei zu beobachten? 385. Der emancipirte Minderjaͤhrige kann die Theilung nur unter Genehmi⸗ gung des Familienraths vornehmen. 301. Der Eigenthuͤmer kann die Ser⸗ vitut auch daun fordern, wenn ſein Grundſtuͤck getheilt wird. II. 65. In allen Faͤllen, wo das Repraͤſentations⸗ recht eintritt, geſchieht die Thejluug nach Stämmen. 101. Von der Thei⸗ lung. Form. 143. Erforderniſſe. 145. Einzelne Handlungen bei der vorzuneh⸗ menden Theilung: Verſiegelung. 136. Entſiegelung und Inventariſation, 347. Erhebung der Theilungsklage, Ias. Schätzung, 149. und Verthetlung. 151. Von der Wirkung der Theilung. 154. Zur Bezohlung der Schulden trägt je⸗ der Miterbe nach Verhaͤltniß ſeines Erbtheils bei. 161. Von der Wirkung der Theilung und der Gewährleiſtung ſur dieſelbe. 164 Wodurch die geſchi⸗ hene Theilung aufgehoben werden kann. 166. Von den Theilungen, welche El⸗ tern oder andere Aſcendenten unter“ ih⸗ re Deſcendenten vornehmen. 232. An⸗ fechtung derſelben. 233. Die Theilung darf der Solidarſchuldner dem Glau⸗ biger nicht entgegenſetzen. III 35. Der Glaͤubiger, welcher in die Theilung der Schuld eines Solldarſchuldners wibig⸗ te, behaͤlt ſeine Solidarklage dennoch gegen die uͤbrigen Schuldner. 36. Theil⸗ weiſe Zahlung einer Schuld onzuneß⸗ men, dazu kann der Schuldnrr ven Glaubiqer nicht zwingen. 44. D. ge richtliche Eingeſtaͤndniß kann. zum Moch⸗ thetl deſſen, der es abgelegt hat, nicht getheilt werden. 31. Rur winn das Regiſter. 465 gat bei der Theilung der Guͤtergemein⸗ ſchaft in den Antheil der Erben des Mannes fiel, kann der Legatar das Le⸗ gat in Naturg verlangen. 1o8. Von der Theilung des zur Guͤtergemeinſchaft gehorigen Vermögens. 121. Die Ko⸗ ſten der Theilung fallen der Guͤterge⸗ meinſchaft zur Laſt. 124. Bet der Clau⸗ ſel der Errungenſchaft wird nach Tren⸗ nung der Gemeinſchaft die Erſparung an den Fruͤchten und Einkuͤnften gemein⸗ ſchaftlich getheilt. 129. Bei der Thei⸗ lung kann der Ehegatte ſein von ihm mobiliariſirtes Grundſtuͤck in Natura behalten. 132. Ehegatten koͤnnen von der geſetzlich beſtlmmten Gleichheit der Theilung Abänderungen machen. 136. Bei der Auflöſung der Ehe werden die Revenuͤen des Dotalgrundſtuͤcks zwiſchen beiden Ehegatten oder deren Erben ge⸗ theilt. 149. Theilung des Gewinnes und Verluſtes unter die Geſellſchafter nach Auflöſung der Gefellſchaft. 213. Von der Rechtswohlthat der Theilung in Anſehung des Buͤrgen. 242. vergl. Vertheilung. Thiere gehoͤren zu den beweglichen Sa⸗ chen. II.§. Die Jungen, die das Thier wirft, erwirbt der Eigenthumer deſſel⸗ ben vermoͤge des Zuwachsrechts. 16. Der Eigenthuͤmer eines Thiers iſt fuͤr den durch daſſelbe verurſachten Schaden verantwortich. 1II. 91. Threre konnen nicht Gegenſtand des Darlehns ſeyn. 217. vergl. Vieh. Thore der Feſtungen ſind Staatseigen⸗ thum. II. 12.„ 5 Thuͤren. Die Ausbeſſerungen an ben „Thüren, welche zu Scheidewaͤnden oder zum Verſchließen der Kramladen dienen, wie auch an den Thuͤrangeln, fallen dem Miether zur Laſt. III. 188. Tiſch,[. Scheidung von Tiſch Bett Tiſche und Tiſchuhren gehören zu den Moͤbeln. Il. 11. Toöd. Von der Abfaſſung der Sterbeur⸗ Spangenberg's Commentat Bd. III kunde bei Spuren eines gewaltſamen Todes, und bei öffentlichen Hinrlchtun⸗ gen I. 204. Der Tod des Abweſenden muß bewieſen werden, wenn yemand ein Recht deſſelben in Anſpruch nehmen will. 2371. Der Tod des einen Ehegat⸗ ten loͤßt die Ehe auf. 270. Der Tod beendigt die Adoption, 336. die Pfleg⸗ ſchaft, 339. und die eltertiche Gewalt. 330. Der Tod des Kindes vor dem achtzehnten Jahr beendigt den Rieß⸗ brauch der Eltern an ſeinem Vermögen. 34g. Durch den Tod des einen Ehe⸗ gatten verwandelt ſich die Guͤteradmi⸗ niſtration des uͤberlebenden Ehegatten in eine Vormundſchaft. 348. Die Vor⸗ mündſchaft endigt durch den Tod des Vormundes, oder des Pupillen. 388. Der Tod endigt den Nießbrauch. II. 39. Er eroͤffnet die Erbfolge. 86. Der buͤrgerlich Todte iſt unfähig zur Erb⸗ ſoige. 9oo. Der Todte kaun repraſen⸗ tirt werden. Toz. Die kraft des Ge⸗ ſetzes aufgehobenen Schenkungen kön⸗ nen nicht durch den Tod des nachgebohr⸗ neu Kindes von neuem aufleben. 193. Der Tod des Legatars vor dem des Te, ſtirers, und der Tod des Legatars vor dem Eintritt einer gewiſſen Bedingung macht das Teſtament unkräftig; 222. 223. aber nicht wenn dieſe Bedingung eine aufſchtebende war. 223. Das Le⸗ gat wird unwirkſam, weun die ver⸗ machte Sache nach des Teſttrers Tode zu Grunde ging. 224. Privaturkunden haben wider dritte Perſonen erſt Glaub⸗ wuͤrdigkeit von dem Tage an, wo einer der Controhenten geſtorben iſt. III. 69. 105. Der Tod lößt die Gütergemein⸗ ſchaft auf, 113. Beim Tode des Man⸗ nes kaun die Frau ihre Rechte, welche ihr auf die vorher aufgeloͤßte Gäterge⸗ meinſchaft im Fall des Ueberlobens zu⸗ ſtehen, ausuͤben. 117. Der Tod be⸗ ruͤndet den Anfall der Vorausnahme. 135. Wirkung des Todes der Ehefrau, oder des Ehemannes, in Hinſicht der Nnn Wieder⸗ 465 Wiebererſtattung des Brautſchatzes. 18. Die Miethe erliſcht nicht durch den Tod der Partheyen. 185. Der Mieth⸗ contract uͤber eine beſtimmte Arbeit er⸗ löſcht durch den Tod des Arbeiters, des Baumeiſters, oder des Unternehmers. 196. Eben ſo der Geſellſchafts vertrag durch den Tod eines der Geſellſchafter. 21I. 212. Im Falle des Todes des Deponenten kann die in Verwahrung gegebene Sache nur an deſſen Erben zu⸗ ruͤckgegeben werden. 224. Der Tod beendigt den Mandatscontract. 237. Klagen, wozu die hypothekariſche Ein⸗ tragung Veranlaſſung gab, muͤſſen ſo⸗ gar dann den Glaͤubigern in dem von ihnen gewählten Wohnſitze inſinuirt wer⸗ den, wenn ſie auch inzwiſchen verſtor⸗ ben ſeyn ſollten. 284. vergl. Buͤrger⸗ licher Tod. Todtfeindſchaft, hindert die Ueber⸗ nahme der Vormundſchaft nicht. I. 372. Tonnen gehoͤren zu den unbeweglichen Sachen. II. 6. Torfgruben. Auf die noch nicht zu be⸗ nutzen angefangenen Torfgruben hat der Nießbraucher kein Recht. II. 32. Tradition. Nach gehoͤrtg angenomme⸗ ner Schenkung von dem Beſchenkten be⸗ darf es keiner weitern Tradition. II. 188. Zur uebertragung des Eigen⸗ thums einer Sache bedarf es der Tradi⸗ tion nicht mehr. II. 15. Die Tradi⸗ tion beſteht in der Uebertragung der ver⸗ kauſten Sache in den Beſitz des Kaͤu⸗ ſers. 160. vergl. Uebergabe. Ueber⸗ lieferung. Tranſitoriſche Geſetze. Was man darunter verſteht. 1. 56. Wichtigkeit derſelben fuͤr die authentiſche Interpre⸗ tation des Code. 83. Transſeription, ſ. Eintragung⸗ Trauer. Die Trauerzeit des Eheman⸗ nes richtet ſich nach Ortsgewohnheiten und Sitten. I. 271. Die der Frau durch den Tod des Mannes verurſach⸗ ten Trauerkoſten fallen den Erben zur Regiſter. Laſt. III. 124. 149). Während des Trauerjahrs kann die Frau die Zinſen ihres Brautſchatzes fordern. 149. Trennung, ſ. Eheſcheidung. Scheidung. Treppe in einem Gebaͤude, deſſen Stock⸗ werke verſchtedene Eigenthuͤmer haben, macht der Eigenthuͤmer jedes Stock⸗ werks. II. 54.. Treue ſind die Ehegatten einander ſchul⸗ dig. I. 266. erſter Inſtanz, ſ. Ge⸗ rücht. Tribunat. Die Mitglieder deſſelben ſind von der Vormundſchaft befreyet. 1. 366. U. Uebergabe. Der Niederlegungsvertrag wird nur durch die wirkliche Uebergabe vollkommen. II. 222. vergl. Tradi⸗ tion. Ueberlieferung⸗ Uebergang. Das Uebergangsrecht be⸗ nutzt der Nießbraucher ganz wie der Ei⸗ genthuͤmer. II. 32. Die Servitut des Uebergangs gehort zu den geſetzlichen Servituten. s0. Von der Servitut des Uebergangs. 59. Sie gehoͤrt zu den nicht ſortwaͤhrenden Servituten, 61. und iſt zuwetlen Folge einer andern Servitut. 64. Bei der Ausuͤbung der⸗ ſelben muͤſſen alle Mitglieder des näm⸗ üchen Weges ſich bedienen. 63. Ueberleben. Die Guͤteradminiſtration des uͤberlebenden Ehegatten verwandelt ſich nach Aufloͤſung der Ehe durch den Tod in Vormundſchaft. I. 308. Vor⸗ mundſchaft des uͤberlebenden Vaters, und der uͤberlebenden Mutter. 349. Das Recht einen Vormund zu ernen⸗ nen ſteht nur dem zuletzt Sterbenden der Eltern zu. 352. Beſtimmungen uͤber das Ueberleben von zugleich Umgekom⸗ menen. II. 37. Jede teſtamentart Verfuͤgung wird unwirkſam, wenn der Legatar den Tod des Teſtirers nicht uͤberlebt hat. 223. Von einer Schen⸗ is angenommen, dab ema kung wird nien ſe ſi Ueberlieferung⸗ Ueberträgung. ſie unter der Vödingung des Ueberle⸗ bens des Beſchenktén Zeſchehen ſeh⸗ 236. An den Rechten, welche dem Aber⸗ lebenden Ehegatten zuſtehen, duͤrfen Ehegatten in der Eheſtiftung nichts ab⸗ ändern. III. 94. Bei der vertragsmähi⸗ gen Guͤtergemeinſchaft kann verabredet werden, daß der Ueberlebende etwas zum Voraus haben ſollo. 129. Die uͤber⸗ lebende Ehegattin hat aber nur dann ein Recht auf die Vorausnahme, wenn ſie die Guͤtergemeinſchaft annimmt. 138. Eheganen koͤnnen verabreden, daß dem Ueberlebenden von ihnen ein geringerer Theil, als die Hälfte des Vermoͤgens, oder eine beſtimmte Summe, oder das ganze gemeinſchaftliche Vermögen zu⸗ gehoͤren ſolle. 136 f. Die Legatarien un⸗ ter Univerſaltitei muͤſſen die Ausliefe⸗ rung des Legats verlangen. II. 215. Die Koſten des Auslieferungsgeſuchs fallen der Erbſchaft zur Laſt. 217. Wenn der Erbe in Hinſicht der Abliefe⸗ rung des Legats in wora war, muß er das untergegangene Legat erſeten. 224. Die Verpflichtung zur Ueberlieferung einer Sache wird durch Einwilligung der contrahirenden Theile begruͤndet. I. 14. Von der Ueberlieferung. Be⸗ griff. Arten. 160. Erſorderniſſe. 161. Wie geſchieht die Ueherlieferung bei der Ceſſion? 176. vergl. Tradition. Uebergabe. Der Vormund kann Rechte und Forderungen, die jemand an ſeinen Maͤndel hat, nicht auf ſich üͤbertragen laſſen⸗I. 377. Uebertragung des Rechts der Annahme oder Ausſchlas gung der Erbſchaft auf die Erben. II. 127. Weiche Perſonen duͤrfen keine Prozeſſe, ſtreitigen Rechte und Klogen auf ſich uͤbertragen laſſen? III. 155. Ceſſton iſt Uebertragung von Forderun⸗ gen und andern unkdrperlichen Rechten. 176. Diejenigen⸗ welchen privilegirte Forderungen uͤbertragen ſind, uͤben die 467 uaͤmlichen Rechte aus boie bie Abtreken⸗ Uebertretung, den. 271. Derſenige, Fuf welchen eine executoriſche Urkunde uͤbertragen iſt, kann erſt dann um den getichtlichen Ver⸗ kauf nachſuchen, wenn die Ceſſion dem Sculdner angezeigt iſt. 301. vergl⸗ Abtretung. ſ. Geldbuße. Schadloshaltung. Strafe. Ueberweiſung, ſ. Abtretung. De⸗ legatton. Vertheilung. ufer. Der ufereigenthuͤmer erhaͤlt die Anſchwemmungen, welche ſich nach und nach an den am Flnſſe anhegenden Grundſtuͤcken anſetzen. Il. 20. Rechte der Ufereigenthuͤmer auf die in nicht ſchiffbaren Fluͤſſen ſich bildenden Inſeln. 23. veral. Meer. Strand. unbewegliche Sachen. Zur Beur⸗ theilung des unbeweglichen in Frankreich liegenden Vermogens moͤſſen die fran⸗ zoͤſiſchen Geſetze angewandt werden. l. 126. 127. Wenn der Auslaͤnder Grund⸗ ſtuͤcke in Frankreich beſitzt, iſt er von der Buͤrgſchaftsleiſtung fuͤr die aus dem Prozeß erwachſenden Koſten befr eiet. 155. Die in den Beſitz der unbewegli⸗ chen Sachen des Abweſenden Eingewie⸗ ſenen konnen dieſelben abſchätzen loſſen; 227. aber weder veraͤußern, noch mit einer Hypothek beſchweren. 228. Fuͤr die unbeweglichen Gäter des Minder⸗ jährigen hat der Vormund zu ſorgen. 376. Er darf ſie nur mit Genehmi⸗ gung des Familienraths kaufen oder pachten. 377. Unter welchen Bedingun⸗ gen und Foͤrmlichkeiten ſie verkauft 387. und vertheilt werden können? 335. Die des emancipirten Minderjährigen darf er nur mit Genehmigung des Fa⸗ miltenraths verauftern. 391. Von den unbeweglichen Sachen. Begriff und Eintheilung: nach threr Natur, II. 3. ihrer Beſtimmung 6. und in Hinſicht des Gegenſtandes. 8S. Wirkung des Ei⸗ genthums an einer unbeweglichen Sache. 16. Vom Zuwachsrechte in Beziehung Nnn2 auf P„ 1 465 auf unbewegliche Sachen. 18. Der Nießbrauch kann an unbeweglichen Sa⸗ chen eingeraͤumt werden. 28. Vor der eigentlichen Benutzung muß der Nieß⸗ braucher eine Beſchreibung der unbeweg⸗ lichen Sachen aufnehmen laſſen. 33. Wenn er keine Buͤrgſchaft leiſtet, wer⸗ den ſie verpachtet oder in Sequeſter ge⸗ legt. 34. Ob die Hinterlaſſenſchaft des Erblaſſers aus Mobilien oder Immobl⸗ lien beſteht, darauf nimmt das Geſetz bei Beſtimmung der Erbfolge keine Ruͤckſicht. 92. Die zur Erbſchaft gehoͤ⸗ renden Immobilien kann der Benefi⸗ ciarerbe nur unter Autoriſatton des Tri⸗ bunals erſter Inſtanz verkaufen laſſen. 139. Wenn die der Ehefrau zugefalle⸗ nen unbeweglichen Sachen in die Guͤ⸗ tergemeinſchaft fallen, kann der Ehe⸗ mann in eigenem Nahmen die Thei⸗ lung derſelben verlangen. 145. Bei Theilungsklagen werden die Immobitien geſchaͤtzt, 149. und oͤffentlich verſteigert, um die Schulden damit zu tilgen, oder auch wenn ſie ſich nicht bequem theilen laſſen. 151. Bei Bildung der einzel⸗ nen Theile iſt die Zerſtuͤckelung von Grundſtuͤcken moͤglichſt zu vermeiden. 152. Von der Collation in Hinſicht der Immobilten. 159. Verfahren, wenn bei der Theilung Grundſtuͤcke mit einer Specialhypothek, oder einer Rente be⸗ legt ſind. 162. Der dieſe Schuid til⸗ gende Particukarlegatar tritt in die Rechte des Gläubigers, 1620. Das Recht des Glaͤubigers, die Trennung der unbeweglichen Sachen des Erblaſ⸗ fers von denen des Erben zu verlangen⸗ ſteht ihm ſo lange zu, als der Erbe ſich im Beſitz derſelben befindet. 164. Unbewegliche Sachen muͤſſen nach ge⸗ ſchehener Reduction frei von Schulden und Hypotheken von dem Beſchenkten zuruͤckgegeben werden. 183. Der Schen⸗ ker kann ſich an der unbeweglichen Soche den Nießbrauch vorbehalten. 191. Vor⸗ ſchriften, wenn das im Auslande ge⸗ Regiſter. machte Teſtament Verfuͤgungen äber im Staatsgebiete belegene Grundſtuͤcke ent⸗ haͤlt. 211. Zu einem Legat unter Uni⸗ verſaltttel gehört auch daszenige, wo⸗ durch der Teſtator ſein ganzes unbeweg⸗ liches Vermogen, oder eine Quote deſ⸗ ſelben, jemanden vermacht. 215. Als Theile des Legats ſind die auf dem le⸗ girten Grundſtuͤcke angebrachten Verzie⸗ rungen und neuen Anlagen zu betrach⸗ ten. 217. Der mit einem Fideicommiß Beſchwerte muß die erhobenen Gelder entweder zum Ankauf von Grundſtuͤcken verwenden, oder gegen Verhypotheci⸗ rung von Grundſtuͤcken ausleihen. 230. Die die Diſpoſitien uͤber unbeweghiche Sachen enthaltenden Auffatze muͤſſen in die Regiſter des Hypothekenbewahrers eingetragen werden. 231. Wirkungen der Verpflichtung, eine unbewegliche Sache zu uͤberliefern. III. 16. Die ge⸗ ſetzliche Subrogation findet ſtatt bei demjenigen, der ein Grundſtuͤck erwirbt, und den Erwerbspreis zur Beftiedigung der Glaͤubiger verwendet. 48. Wenn bei der Veraußerung unbeweglicher Sa⸗ chen der Minderſährigen oder Interdi⸗ cirten die vorgeſchriebenen Foͤrmlichkei⸗ ten beobachtet ſind, werden dieſelben ſo betrachtot, als ob ſie ſie nach erlang⸗ ter Volljährigkeit oder vor der Inter⸗ diction vorgenommen haͤtten. 63. Alles unbewegliche Vermogen, welches wäh⸗ rend der Ehe titalo oneroſo erworben wurde, faͤllt als Activbeſtand in die Guͤtergemainſchaft. 101. Der in Guͤ⸗ tergemelnſchaft lebende Ehemann kann die Immobilien nicht verſchenken; 107. und die der Frau gehorigen unbewegli⸗ chen Sachen. ohne ihre Zuſtimmung nicht veraͤufern. 109. Er hat eine Ent⸗ ſchädigungsforderung gegen ſeine Frau⸗ wenn er bei dem von ihr vorgenommes nen Verkauf einer ihr perſonlich zu⸗ ſtehenden unbeweglichen Sache die Ge⸗ währleiſtung uͤbernommen hat, und deßhalb in Anſpruch genommen . g k ie ſ n . i⸗ 9 U e d rrt. Den Preis fur eine dem Ehegat⸗ ten zugehorige unbewegliche Sache kann derſelbe bei Auftöſung der Guͤtergemein⸗ ſchaft vorweanehmen. 111, 122. Nach geſchehener Vermoͤgensabſonderung kann die Frau ihre unbeweglichen Sachen nur unter Autoriſation des Mannes, oder des Gerichts, veraͤußern. 116. Wenn die Frau wegen threr verkauften Immobilien nicht hinlaͤnglich befriedigt iſt, wird ihr die Wahl unter den Im mobilten der Guͤtergemeinſchaft verſtat⸗ tet. 122. Der Chegatte, gegen wel⸗ chen eine auf die ihm bei der Theilung zugefallene unbewegliche Sache haftende Hypothek geltend gemacht wird, hat in Anſehung der Halfte der Schuld et⸗ nen Entſchädigungsanſpruch wider den andern Ehegatten. 125. Nach geſchehe⸗ ner Verzichtleiſtung auf die Guͤterge⸗ meinſchaft kann die Frau die ihr zuge⸗ hoͤrigen unbeweglichen Sachen, und den Preis fär die veräußerten zuruͤcknehmen. 126. Ehegatten konnen verabreden, daß man die Guͤtergemeinſchaft auf die gegenwärtigen oder kuͤnftigen unbeweg⸗ lichen Sachen ganz oder zum Thetl aus⸗ dehnen wolle. 128. 131. 138. Im Fall der Verabredung, ſich ohne Gterge⸗ meinſchaft heirathen zu wollen, ſind die unbeweglichen Sachen des Brautſchatzes nicht unveraͤußerlich. 141. Bei der Ver⸗ abredung der Vermögensabſonderung behält die Ehefrau die Verwaltung th⸗ res unbeweglichen Vermoͤgens; ſie kann es aber nur unter Autoriſation des Mannes, oder des Gerichts, veraͤußern. 141. Rechte des Mannes an der unbe⸗ weglichen Dotalſache. 143. Nach Auf⸗ lsſung der Ehe muß er den in unbe⸗ weglichen Soachen beſtehenden Braut⸗ ſchatz unverzuglich zuruͤckerſtatten. 147. Die Revenuͤen der Dotalgrundſtuͤcke werden bei der- Auflsſung der Ehe ge⸗ theilt. 149. Ehegatten koͤnnen unter einander nur kaufen und verkaufen, wenn z. B. die Wiedererſtattung ihrer verdußerten ußbeweglichen Sache dem Kauf zum Grunde liegt. 137. Bei un⸗ beweglichen Sachen geſchieht die Ueber⸗ lieferung durch Uebergabe der Schluͤſſel, oder der das Eigenthum beweiſenden Urkunden. 160. Beſtimmungen, wenn ein Grundſtuͤck mit Angabe der Große verkauft iſt. 162. Wanh die Auf⸗ hebung des Verkaufs einer unbeweg⸗ lichen Sache ſogleich erkannt werden kann? 169. Die Auͤfhebung des Ver⸗ kaufs wegen Verletzung ſetzt voraus, daß die unbewegliche Sache zur Zeit des Verkaufs geſchätzt worden ſey. 173. Man kann jede Arten von Sachen, be⸗ wegliche und unbewegliche, vermiethen. 18r. In die gemeinſchaftliche Caſſe fallen auch die Revenuen der dem Geſell⸗ ſchafter perſoͤnlich zugehoͤtenden unbeweg⸗ lichen Sachen. 205. Ein Geſellſchafter kann ohne die Einwilligung der uͤbrigen keine Neuerungen in Anſehung der ge⸗ ſellſchaftlichen unbeweglichen Sachen vor⸗ nehmen. 210. Die Sequeſtration kann auch unbewegliche Sachen zum Gegen⸗ ſtande haben. 223. Die Leibrente kann fuͤr ein Grundſtuck beſtellt werden, 231. Die Zahlungsfähigkeit des Buͤrgen wird aus ſeinem Grundeigenthum beurtheilt. 240. Wenn Jemand eine ihm nicht zugehoͤrige unbewegliche Sache verkauft, oder mit Hypothek beſchwert, oder die mit Hypothek beſchwerten Grundſtucke fuͤr fret erklaͤrt, ſo begeht er einen Stellionat. 250. Durch den antichre⸗ tiſchen Vertrag erhaͤlt der Glaͤubi⸗ ger nur die Befugniß, die Fruͤchte der unbeweglichen Sache zu heben. 256. Dadurch allein, daß die Zahlung zur verabredeten Zeit nicht erfolgt, wird der antichretiſche Glaͤubiger noch nicht Ei⸗ genthuͤmer der unbeweglichen Sache. 256. Alle Verfuͤgungen uͤber den anti⸗ chretiſchen Contract duͤrfen den Rechten dritter Perſonen an dem antichrenſch verpfaͤndeten Grundſtuͤck nicht zum Nachtheil gereichen. 257. Die Privi⸗ Nan 3 legien 470 legien haften auch auf unbeweglichen Sachen, oder auf beweglichen und un⸗ beweglichen zugleich. 263. Dem Ver⸗ pachter oder Vermiether von Grund⸗ ſtuͤcken ſteht ein Privtleg zu. 263. Von Privilegten auf unbewegliche Sachen. 268. Von Privilegien auf bewealiche und unbewegliche Sachen. 269. Die Hypothek iſt ein dingliches Recht an unbeweglichen Sachen, welche fuͤr die Erfuͤllung einer Verbindlichkeit haften. 272. Sie ruht auf ſaͤmmtlichen ihr unterworfenen unbeweg⸗ iichen Sachen ſowohl, als auf ſeder ein⸗ zeinen und jedem Theil derſelben. 272. Gegenſtand der Hypothek können nur un⸗ bewegliche Sachen, und der Niefibrauch an denſelben ſeyn. 273. Der mit einer geſetzichen Hypothek verſehene Glaͤu⸗ biger kann ſeine Rechte auf alle unbeweg⸗ lichen Sachen ſeines Schuldners geltend machen. 274. Die gerichtliche Hypo⸗ thek begreiſt die gegenwärtigen und zu⸗ kuͤnftigen Immobilien des Schuldners. 275. Die Guͤltigkeit einer vertragsmaͤ⸗ ßigen Hypothek ſetzt voraus, daß ſie von dem beſteilt wurde, der fähig iſt, den die Hypothek zum Grunde liegenden Gegenſtand zu veraͤußern; daß ſie auf einzelne Grundſtucke gelegt ſey; und daß dieſe zu dem gegenwärtigen Vermogen des Schuldners gehören. 276. Che“ maͤnner und Vormuͤnder ſind verpflich⸗ tet, die auf ihren unbeweglichen Sa⸗ chen haftenden Hypotheken eintragen zü laſſen. 279. Wie dieſe Eintragung ge⸗ ſchieht. 280. Der dem Hypothekenbe⸗ wahrer zu uͤbergebende Aufſatz muß die Gattung und Lage der Grundſtüͤcke ent⸗ halten. 282. Beſtimmung des Werths der unbeweglichen Sachen, wenn die Reduction der Hypothek nachgeſucht wird. 286. Die mit etnem Privilegi⸗ um, oder einer auf eine unbewegliche Sache eingetragenen Hypothek verſehe⸗ nen Glaͤubiger halten ſich an die Sache. 287. Verfahren, wenn der dritte Be⸗ ſitzer Grundſtuͤcke von Privllegien und Regiſter. Hypotheken frei machon will. 291. Be⸗ ſondere Regel daruͤber. 293. Die un⸗ bewegliche Sache kann in einem gewiſſen Fall von den ausgelaſſenen Hypotheken in den Händen des neuen Beſitzers be⸗ freit bleiben. 296. Der Glaäubiger kann verlangen, daß die ſeinem Schuloner ge⸗ hörenden unbeweglichen Sachen, und der Nießbrauch an denſelben, verkauft werden. Beſondere Regeln daruber. 299. Die Ordnuna und Vertheilung des Kaufpreiſes der Immobilten ſind in der Prozeßordhung beſtimmt. 302. Er⸗ werbung einer unbeweglichen Sache durch Ver)ährung. 312. Undank kann den Widerruf der Schen⸗ kung begruͤnden; 1I. 103. aber Schen⸗ kungen, die zur Beguͤnſtigung einer Che von einem Dritten geſchehen ſind, können wegen Undank nicht widerrufen werden. 194. uneheliche Kinder, ſ. Kind. unentgeitlich. Die Ehefrau kann oh⸗ ne Einwilligung thres Mannes nicht unentgeltlich ſchenken, veräußern, ver⸗ hypothectren oder erwerben. I. 267. Le⸗ benslaͤngliche Renten ſind beweglich, ſollten ſie auch als Bedingung der un⸗ entgeltlich geſchehenen Uebertragung ei⸗ nes Grundſtuͤcks gegeben ſeyn. II. 9. Unentgeltlich kann man uͤber ſein Ver⸗ moͤgen nur durch Schenkung unter Le⸗ benden, oder durch ein Teſtament ver⸗ fuͤgen. 169. Die zum Vortheil der Ehe⸗ gotten, oder der aus der Ehe zu erwar⸗ tenden Kinder gemachten Schenkungen ſind unwiderruflich in dem Sinne, daß der Schenker uͤber die darin begriffenen Gegenſtaͤnde nicht mehr unentgeltlich verfuͤgen darf. 234. Der Niederle⸗ gungsvertrag iſt eln ſeinem Weſen nach nnentgeltlicher Vertrag. 221. Geſchteht die Sequeſtration unentgeltlich⸗ ſo iſt ſie den Regeln des Niederlegungscon⸗ tracts unterworfen. 228. Eine Leib⸗ rente kann ganz unentgeltlich angeord⸗ net werden 231. Dab eine Leibrente keinem Regiſter. 471 zeinem Arreſte unterworfen ſeyn ſolle, Ungewißheit. kann nur ausbedungen werden, wenn ſie unentgeltlich verſprochen wurde. 233. Der Mandatscontract iſt in Ermange⸗ lung einer entgegenſtehenden Ueberein⸗ kunft fuͤr unentgeltlich zu halten. 234. veral. Schenkung. unfähigkeit. Der buͤrgerlich Todte iſt unfaͤhig eine Heirath einzugehen. I. 164. Von der Unfaͤhigkeit zur Vormundſchaft. 371. Wer iſt abſolut unfähig, eine Schenkung oder ein Teſtament zu ma⸗ chen? II. 173. oder ſolche anzunehmen? 174. Jede Verordnung zum Voriheil eines Unfaͤhigen iſt nichtig. 176. Durch Unfahigkeit des Legatars wird das Te⸗ ſtament unkräftig. I. 222. 224. vergl. Faͤhigkeit.. ungehorſam. Verurtheilungen wegen ungehorſamen Nichterſcheinens ziehen den buͤrgerlichen Tod nach ſich. I. 169. Der Ungehorſame kann keine buͤrgerli⸗ chen Rechte ausuben. Andere Foigen des Ungehorſame. 170. Wodurch der Ungehorſame der Strafe des buͤrgerli⸗ chen Todes entgeht? 177. Contuma⸗ cialurtheile werden durch den Tod des Abweſenden zernichtet. 172. Wenn der Ungehor ſaine während der Gnadeuzeit ſtirbt, ſo ſtirbt er im vollen Genuß ſei⸗ ner Rechte. 172. Wenn der Mann we⸗ gen Ungehorſam zu einer entehrenden oder einer Leihesſtrafe verurtheilt iſt, kann die Frau nur mit Genehmigung des Richters vor Gericht auftreten und Vertrage eingehen. 268. Wenn der Schuldner als Contumax verurtheilt iſt, kaun er auf den Vortheil der Zeitheſtim⸗ mung nicht mehr Anſpruch machen. III. 31. Auch aus in contumaeciam erlaſſet nen Erkenntniſſen entſteht eine gericht⸗ liche Hypothek. 275. Auf Contuma⸗ cialerkenntniſſe während der Oppoſi⸗ tlonsfriſt kann der gerichtliche Verkauf nicht verfoͤgt werden. 301. Ungeſchriebenes Recht. Ob es noch ein ſoſches giebt? I. 113. Um der Ungewißheit ein Ende zu machen, wer von mehre⸗ ren zugleich Ungekommenen der Letztver⸗ ſtorbene ſey, hat das Geſetz eine Ver⸗ muthung aufgeſtellt. II. 37. vergl. Er⸗ eigniß. Ungleichheit. Von der Clauſel der Ungteichheit. III. 136. unguͤltigkeit. Wodurch kann die in einer Eheſtiftung an die Ehegatten, oder die aus der Ehe zu erwartenden Kinder gemachte Schenkung unguͤltig werden? II. 235. ſ. Nichtigkeit. Unwirkſamkeit. Unterbrechung. Die Errichtung ei⸗ nes myſtiſchen Teſtaments ſoll in unun⸗ terbrochener Folge geſchehen. II. 205. Von den Urſachen, weiche die Veräh⸗ rung unterbrechen. III. 308. Untergang. Der Untergang der Sa⸗ che veendigt den Nießbrauch. II. 39. Durch den Untergang der Sache wird das Jeſtament unwirkſam. 222. 224. Dadurch erliſcht auch dte Verbindlich⸗ keit. III. 42. Von dem Untergange der ſchuldigen Sache. 60. Durch den Un⸗ tergang der Sache endigt der Mieth⸗ contract, 185. und der Geſellſchaftsver⸗ trag. 211. vergl. Verluſt. Untergeſchoben. Auch wenn die Vers ordnung zum Vortheil eines Unfahigen auf den untergeſchobener Per⸗ ſonen geſchehen ware, iſt ſie dennoch nichtig. II. 176. Sede Schenkung des Ehegatten an zwiſchenſtehende Perſo⸗ nen iſt unguͤltig. 237. Unterhalt. Der Mann iſt ſelner Frau Lebensunterhalt zu geben ſchuldig. I. 266. Waͤhrend der Eheſcheidungsklage kann die Ehefrau eine zährliche Unter⸗ halts ſumme fordern. 295. Dem durk⸗ tigen Ehegatten, der die Eheſcheidung auswirkte, kann der Richter eine Un⸗ terhalts ſumme zuerkeunen. 305. Die geſchledenen Ehegatten behalten gegen⸗ feitig das Recht, uͤber den Unterhalt ihrer Kinder Auſſicht zu fuͤhren, und muͤſſen „1 3 472 muͤſſen nach Verhaͤltulß ihres Vermo⸗ gens dazu beitragen. 305. Aus der Pflegſchaft entſteht die Verpflichtung, den Pflegling in den Stand zu ſetzen, ſich ſeinen Lebensunterhalt zu erwerben. 337. Auch nach dem Abſterben des Pflegers muß von den Erben deſſelben dem minderjaͤhrigen Pflegling der Le⸗ bensunterhalt gereicht werden. 338⸗ Der Vater muß bei Einſperrung ſeines Kindes eine Verſſcherung unterſchreiben, daß er fuͤr den gebührenden Unterhalt deſſelben ſorgen wolle. 342. Die Eil⸗ tern muͤſſen ihr Kind unterhalten, wenn ſie das Vermögen deſfelben benutzen⸗ 344. Wenn dem Nießbraucher der Nießbrauch an der ganzen Verlaſſen⸗ ſchaft gegeben iſt, muß er die vermachte jährliche Unterhaltsſumme nach ihrem ganzen Umfange auszahlen. II. 37. Der Unterhalt der Ehegatten und der Kin⸗ der gehoͤrt zum Paſſivbeſtande der Gu⸗ tergemeinſchaft. III. Ioß. Waͤhrend der zur Errichtung des Inventars und als Bedenkzeit geſtatteten Friſt kann die Frau fuͤr ſich und ihr Geſinde Unterhalt fordern. 120. Wann die Ehefrau fuͤr ihten Unterhalt einen gewiſſen Theil ih⸗ rer Einkuͤnfte gegen bloße Quittung be⸗ ziehen kann. 141. 143. Um der Fa⸗ milie Unterhalt zu verſchaffen, können die Dotalgrundſtuͤcke verkauft werden. 145. Waͤhrend des Trauerjahrs kann die Wittwe auf Koſten der Erbſchaft Unterhalt ſordern. 149. Wegen gelie⸗ ferten Unterhalts verjähren binnen ſechs Monathen die Klagen der Gaſt, und Speiſewirthe, 313. und binnen Einem Jahre die Klagen der Unternehmer el⸗ der Erziehungsanſtalt. 314. vergl. Ali⸗ merte. Unterhaltung. Wenn der Nießbrau⸗ cher die Sache aus Mangel an Unter⸗ haltung zu Grunde gehen laßt, begeht er einen Mißbrauch. 1I. zo. Der Ge⸗ hraucher muß die zur Untethaltung ge⸗ reichenden Ausbeſſerungen uͤbernehmen⸗ Sachen verluſtig. 123 Rchiſter. wenn ihm alle Fruͤchte zugeſtanden ſind. 43. Wenn das Gebaͤude wegen Man⸗ gel an Unterhaltung eingeſtuͤrzt iſt, iſt der Eigenthuͤmer deſſelben fuͤr den da⸗ durch verurſachten Schaden verantwort⸗ lich. III. 9I. Welche Unterhaltungsko⸗ ſten fallen dem Miether zur Laſt? 188. Durch den antichretiſchen Contract iſt der Glaͤublger verpflichtet, fuͤr die Un⸗ terhaltung des Grundſtuͤcks zu ſorgen. 256. vergl. Ausbeſſerungen. Unternehmer. Die Unternehmer oͤf⸗ fentlicher Reiſewagen und Schiffe wuſ⸗ ſen uͤber die ihnen zugeſtellten Sachen ein Regiſter fuͤhren. IlI. 194. Der Unternehmer einer beſtimwten Arbeit haftet fuͤr die Handlungen der Perſonen, deren er ſich bei der Arbeit bedient. 197. Den Bauunternehmern ſteht ein Pri⸗ vileg zu auf die von ihnen verfertigten Wekke. 268. Nach zehn Jahren wer⸗ den Bauunternehmer frey, fur die von ihnen errichteten Gebaͤude einzuſtehen. 313. Die Klage der Unternehmer einer Erziehungsanſtalt wegen Unterhalts⸗ und Erziehungskoſten veraͤhrt binnen einem Jahre. 314. Unterpfand, ſ. Fauſtpfand. Pfand. Unterricht. Die Koſten fuͤr Unterricht werden nicht conferirt. II. 158. Die Klagen der Lehrer wegen des gegebe⸗ nen Unterrichts verhaͤhren binnen ſechs e 1II. 313. vergl. Erzie⸗ ung. Unterſchlagung. Bei dem Erben, wel⸗ cher Erbſchaftsſtuͤcke unterſchlagen hat, föht die Beſugniß, die Erbſchaft aus⸗ zuſchlagen, weg. II. 132. Auch die Wittwe, oder ihre Erben, verlieren das Recht der Entſagung wenn ſie zur Guͤtergem einſchaft gehörtge Gegenſtan⸗ de unterſchlagen haben. III. 119. Wenn einer der Chegatten zur Gätergemein⸗ ſchaft gehorige Sachen umterſchlagen hat, wird er ſeines Antheils an dieſen Unter⸗ Regiſter 473 unterſchrift. Die Urkunde des Civil⸗ ſtandes muß ſogleich von dem Beam⸗ ten des Civilſtandes, von den erſchei⸗ nenden Theilen und den Zeugen un⸗ terſchrieben werden. I. 179. Ein ei⸗ genhandiges Teſtament muß von der Hand des Teſtirers durchaus geſchrie⸗ ben, und unterzeichnet ſeyn. II. 109. Ein öffentliches Teſtament braucht aber nur von ihm und den Zeugen, 200. und ein geheimes Teſtament nur von ihm ſelbſi unterſchrieben zu werden. 20g. Beſondere Regeln, wenn der Teſtirer mcht unterſchreiben kann. 206. Wenn eine öffentliche Urkunde wegen eines dußern Mangels nicht als ſolche gelten kann„ verhaͤit ſie ſich wie eine Privaturkunde, wenn ſie von den Par⸗ theyen unterſchrieben iſt II. 65. Be⸗ weiskraft der Urkunden, welche die Con⸗ trahenten wechſelſeitig unterſchrieben ha ben. 67. Ein Schuldſchein muß ganz von der Hond deſſen, der ihn unter⸗ ſchreibt, geſchrieben werden. 68. Was von dem Gläubiger auf der Urkunde hingeſchrieben wurde, hat Beweiskraft, wenn es auf Befreiung des Schuidners abzweckt. 71. unterthanen. Die Zeugen bei einem eſtamente müſſen Unterthanen des Kai⸗ ſers ſeyn. II. 207. Jedem Unterthan iſt es verboten, Verabredungen über körperliche Verhaftung zu treffen. MI. 2. vergl. Franzoſe. Untheilbarkeit. Von thetlbaren und untheilbaren Verbindlichkeiten. lil. 38. Eine theilbare Verbindiichkeit muß zwi⸗ ſchen dem Glaͤubiger und Schuldner ſo vollzonen werden, ois wenn fie uncheit⸗ bar wäre. Dieß erſtreckt ſich auch ouf die Erben des Schuldners. 39. Von den Wirkungen einer unthettbaren Ver⸗ bindlichkeit. do. Beſtimmung⸗ wenn die Verbindlichkeit unter Conventional⸗ ſtrafe eine untheilbare Sache zum Ge⸗ genſtande hat. 42. Das Fauſtpfand iſt unter den Erben des Schuloners oder Spangenberg's Commentar Bd. III. des Glaͤubigers füt untheilbar zu hal⸗ ten. 255. Die Hypothek iſt ihrer Na⸗ tur nach untheilbar. 272. Wenn die Verbindlichkeit untheilbar iſt, wird die Verſährung in Hinſicht der Miterben durch die Aufforderung an einen der Er⸗ ben des Solidarſchuldners, oder durch die Anerkennung deſſelben unterbrochen⸗ zog. vergl. Theilbarkeit. Untreue. Untreue in der Verwaltung macht unwuͤrdig eine Vormundſchaft an⸗ zunehmen⸗ I. 373. Unvermoͤgen iſt keine Eheſcheidungs⸗ urſache mehr. I. 279. Zufälliges Unver⸗ mogen iſt eine phyſiſche Unmoglichkeit der Vaterſchaft; aber der Ehemann iſt nicht berechtigt., das Kind unter dem Vorgrben eines natuͤrlichen Unvermoͤ⸗ gens zu verleugnen. 371⸗ unvorſichtigkeit, ſ. Nachlaͤſſig⸗ keit. Unwiderruflichkeit. Die Schenkun⸗ gen unter Levenden ſind unwiderruflich. ſ. 168. Ausnahmen von dieſer Regel. 192. Die zum Vortheil des Ehegatten gemachte Schenkung iſt nur in dem Sinne unwiderruflich, daß der Schen⸗ ker uͤber die darin begriffenen Gegen⸗ ſtaͤnde nicht mehr unentgeltlich verfuͤgen darf. 234. Unwirkſamkeit. Alle teſtamentari⸗ ſchen Verfuͤgungen ſind ohne Wirkung, wenn der Betrag der Schenkungen un⸗ ter Lebenden den diſponibein Theil uͤber⸗ ſteigt, oder demſelben gleichkommt; II. 183. wenn der Legatar den Tod des Te⸗ ſtirers nicht uͤberlebt hat; wenn der Le⸗ gatar vor dem Eintritt der Bedingung, unter welcher die teſtamentariſche Ver⸗ fuͤgung guͤltig wrrden ſollte, ſtirbt; 223. wenn die vermachte Sache zu Grunde „oing; und wenn der Legatar ſie aus⸗ ſchlägt, oder ſich weigert ſie anzuneh⸗ men. 22. vergl. Nichtigkeit. Un⸗ Söheit Unwuͤrdigkeit. Wer zur Vormund⸗ ſchaft unwuͤrdig iſt. 1. 373. Wirkungen Ooo dieſer 474 dieſer Unwuͤrdigkeſtsurſachen. 373. Wer als unwuͤrdig von der Erbſchaft ausge⸗ ſchloſſen? H. 90. und wozu der wegen Unwuͤrdigkeit ausgeſchleſſene Erbe ver⸗ bunden iſt? 91. Der Unwuͤrdige kann nicht repraͤſentirt werden. 102. Unzulaͤſſigkeit, ſ. Klage. Urkunde. Eine im Auslande aufgenom⸗ mene Urkunde kann in Frankreich nicht vollſtreckt werden. I. 130. Von den lir⸗ kunden des Ctvilſtandes. Begriff. 174. Inhalt. 177. Aeußere Form. 179. Guͤltigkeit der im Auslande aufgenom⸗ menen. 184. Strafe gegen die Verful⸗ ſcher derſelben. 136. Gegen das Er⸗ kenntniß des Tribunals erſter Inſtanz Lonnen die Partheyen Rechtsmittel ein⸗ legen. 187. Die dem Civilſtandsbeam⸗ ten von der Armee eingeſandten muß er ſogleich in das Civilſtandsregiſter ein⸗ tragen. 210. In welchen Fällen ſie be⸗ richtigt werden muͤſſen 7 Verfahren. 21r. In welchen Faͤllen es keiner Be⸗ richtigung bedarf? 213. Durch Urkun⸗ den muß der Klaͤger im Eheſcheidungs⸗ prozeß den Beweis fuͤhren, wenn er die Einrede der Wiederausſoͤhnnng ab⸗ leugnet, 297. und die Ehegatten muͤſ⸗ ſen durch Urkunden beweiſen, daß ihre Eltern oder Aſcendenten auf die Zu⸗ laſſung der Eheſcheidung beharren. 300. Urkunden konnen beweiſen, daß der Producent den Famittenſtand beſitze. 317. Durch eine öffentliche Urkunde kann ein uneheliches Kind anerkannt, 322. und dadurch der Vater zur Alimentation ver⸗ pflichtet werden. 325. Durch Urkunden kann ein Sind Jemanden als feine Mut⸗ zer in Anſpruch nehmen. 327. Nur durch Urkunden kann der Beweis der veſtaͤndigen Lehns⸗ und Erbenzinsabga⸗ ven gefuͤhrt werden. II. 69. Wer in ei⸗ ner Urkunde den Tttel und die Eigen⸗ ſchaft eines Erben annimmt, hat die Erbſchaft ausdrucklich angenommen. 126. Wenn Glaͤubiger eine gegen den Erb⸗ laſſer gleich vohſtreckbate Urkunde ha⸗ Reiſter. ben, konnen ſie um freywillige Verſtege⸗ lung der Verlaſſenſchaft nachſuchen. 146. Urkunden, die ſich auf die getheilten Grundſtuͤcke beziehen, muͤſſen ausgelie⸗ fert werden. 153. Wenn die Bedingun⸗ gen des Gefellſchaftsvertrags in einer offentlichen Urkunde feſtgeſetzt ſind, braucht der Erbe den Gewinn nicht zu conferiren. 158. Urkunden, dieigegen den Erblaſſer ſogleich vollſtreckbar wa⸗ ren, ſind es auch gegen die Erben. 163. Der Miterbe wird von der Evtctions⸗ leiſtung befreyet, wenn dieſelbe in der Theilungsurkunde ausdruͤcklech unterſagt iſt. 165. Der Diſponent kann fuͤr die Vollziehung der Fidetcommiſſe in einer Urkunde einen Executor ernennen. 228. Bei der vertragsmaͤßigen Subronatlon muß die Urkunde uͤber das Darlehn vor Notarien ausgefertlgt ſeyn. III. 48. Der Gläubtger, der in die Zuruͤcknah⸗ me der angebotenen Zahlung einwilligte, hat keine Hypothek weiter als von dem Tage an, wo die Urkunde, durch weiche er die Zurücknahme bewilligte, mit der erforderlichen Form verſehen wurde. 52. Die Remiſſion geſchieht durch freywillige Zuruͤckgabe der Hauptausfertigung einer oͤffentlichen Urkunde. 57. Von dem Urkundenbeweiſe: Von. oͤffentlichen Ur⸗ kunden. 65. Von Privaturkunden. 67. Von Abſchriften der Urkunden. 72. Von Anerkennungs⸗ und Beſtätigungsurkun⸗ den. 73. Gegen den Inhalt einer Ur⸗ kunde iſt Zeugenbeweis unzuläſſig. 75. Ueber Gegenſtaͤnde, welche den Werth von 150 Franes uͤberſteigen, muß eine öffentliche, oder Privaturkunde aufge⸗ nommen werden. 76. Wenn die Urkunde durch einen unvorhergeſehenen und un⸗ vermeidlichen Zufall verloren gegangen iſt, kann der Beweis durch Zengen ge⸗ füͤhrt werden. 77. Cheverträge mülle vor der Heirath, und zwar vor Nota⸗ rien abgeſchloſſen werden. 9ö Fuͤr die von der Ehefrau vor der Ehe gemachten tet die Gäterge⸗ Mobſliarſchulden haf meinſchaft en 45 le en ſt 14 Rgiſter. meinſchäft nur, wenn ſie aus etner oͤfi fentlichen, dder Privaturkunde herräh⸗ ren. 105 Der Verkauf kann ſowohl durch eine öffentliche, als durch eine Privaturkunde abgeſchloſſen werden. 151. Die Ueberlieferung bei der Ceſſion geſchieht durch die Einhändigung der uͤber die Forderung c. vorhandenen Ur⸗ kunde. 176. Wenn der Mietheontract in einer vffentlichen Urkunde enthalten iſt, erliſcht die Miethe durch den Ver⸗ kauf der vermietheten Sache nicht. 18. Wenn dieß nicht der Fall iſt, ſo iſt der Käufer zur Schadloshaltung nicht ver⸗ bunden. 186. Die Vollmacht kann ſo⸗ wohl durch eine öffenttiche als durch eine Privaturkunde ertheilt werden, 34. und bet dem Widerruf kann der Man⸗ dant den Mandator zwingen, die Ur⸗ kunde wieder herauszugeben. 237. Ver⸗ glelche koͤnnen wieder aufgehoben wer⸗ den, wenn ſie auf Urkunden geſchloſſen wurden, die man nachher fuͤr faiſch er⸗ kannt hat. 248. Wegen Zuruckqabe der ehnen anvertrauten Urkunden findet bei Notarien, Anwälden und Hutſſiers körperliche Verhaftung ſtatt. 250. Cs iſt allen Notarten und Greffiers verbo⸗ ten, Urkunden aufzunehwen, worin körperliche Verhafturg verabredet wäre. 257. Das Vorzugsrecht des Fauſtpfand⸗ ſqubigers findet nur dann ſtatt, wenn eine öffenrſiche oder aehoͤrig einregiſtrirte Prtvaturkunde daruͤper vorhanden ift. 253. Das Privtiegium des Verpaͤchters und des Vermiethers auf die Erndte und auf die Mobilien findet nuß dann ſtatt, wenn die Pacht⸗ und Miethcon⸗ tracte mittelſt einer oͤffentlichen oder Privaturkunde abgeſchloſſen ſind. 263. Um ein Privtleg auf gewiſſe unbewegt liche Sachen zu erhalten, muͤſſen Ur⸗ kunden daruͤber vorhanden ſeyn. 268. Durch gerichtliche Anerkennung, oder durch den Beweis der Unterſchrift einer Privaturkunde entſteht eine gerichtliche Hypothek. 275. Zur Guͤnigkeit einer 475 vertrazsmäßlgen Hypothek wird erſor⸗ dert, daß ſie durch eine von Notarien aufgenommene öffentliche Urkunde be⸗ ſtellt wurde. 276. Um die Inſecriptlon zu bewirken, muß der Glaͤubiger dem Hypothekenbewahrer die Urkunde, wor⸗ auf ſich das Privilegium oder die Hypo⸗ thek gruͤndet, uͤberreichen. a82. Den Ceſ⸗ ſionarien durch eine öffentliche Urkunde ſteht es frey, den von ihnen gewählten Wohnſitz zu ändern. 283. Die die Lö⸗ ſchung der Hypothek Nachſuchenden muͤſ⸗ ſen eine Ausfertigung der die Einwllli⸗ gung enthaitenden öffenelichen Urkunde in dem Buͤreau des Hypothekenbewahrers niederlegen. 285. Welche Urkunden dem Hupothekenbewahrer vorgeiegt werden muͤſſen, um ſein Eigenthum von Prl⸗ vilegten und Hypotheken frey zu machen. 291. Der Hypothekenbewahrer iſt ver⸗ bunden, jedem der es verlangt eine Aß⸗ ſchtift der in ſeine Regiſter eingetrage⸗ nen Urkunden mitzutheilen. 206. In welche Regiſter der Hypothekenbewah⸗ rer die Urkunden einzutragen hat. 297. Der gerichtliche Verkauf vermoͤge einer executotiſchen Urkunde kann nur vermoͤge einer beſtimmten und klaren Schuld aus: gewirkt werden. 300. Derſenige, auf weichen eine executoriſche Urkunde uͤber⸗ tragen iſt, kann nicht eher um den ge⸗ richtlichen Verkauf nachſuchen, als bis die Ceffion dem Schuldner angezeigt iſt. zo1. Der Schuidner einer Rente kaun nach 28 Jahten, von dem Datum der letzten, ſeine Verbindlichkelt begrün⸗ denden Urkunde angerechnet, genöthigt werden, ein neues Bekenntniß daruͤber aufzuſtellen. 312. veral. Abſchrift. Aechtheit. Ausfertigung. Ge⸗ burtsurkunde. Heirathsurkun⸗ de. Notorietaͤt. Sterbeurkunde. Urthetl. Das im Ausiande geſproche⸗ ne Urtheil hat in Fronkrelch keine Kraft. l. 130 izt. Die Eintra⸗ gung des lUrtheils des Criminalge⸗ richts wegen verfalſchter Heirathsur⸗ Doo 2 kunden 3 1 1 * 3 6 476 kunden in das Civilſtandsregiſter ſichert der Ehe alle ihre buͤrgerlichen Wirkun⸗ gen. 261. Endurtheil in Eheſchei⸗ dungsſachen. 290. Davon kann binnen drei Monathen appellirt werden. 292. 302. Der Kläger iſt der Vortheile deſ⸗ ſelben verluſtig, wenn er den andern Ehegatten nicht binnen der geſetzlichen Friſten vor den Civtiſtandsbeamten ver⸗ laden ließ. 293. Ein Auszug des Ur⸗ theils uͤber Scheidung von Tiſch und Bett muß zur Kenntniß gebracht wer⸗ den. 309. Durch das Urtheil, weiches die Frau des Ehebruchs ſchuldig erklärt, kann der Mann beweiſen, daß er nicht Vater des von ihr gebohrnen Kindes ſey. 312. Die Rechtskraft des Urtheils begruͤndet eine geſetzliche Praͤſumtion. MII. 73. Wos dabei zu bemerken. 79. vergl. Erkenntniſſe. Rechts⸗ kraft. V. Vaſallagium iſt im Koͤnigreich Weſt⸗ phalen aufgehoben. II. 73. Vater. Er kann Einſpruch thun gegen die Ehe ſeines Kindes. I. 252. Unehe⸗ liche Kinder werden in Beziehung auf ihren Vater fuͤr rechtlich nicht exiſtirend gehalten. 320. Wodurch er ſich fuͤr den Vater des Kindes erklärt? 320. Sei⸗ ne Anerkennung des Kindes ohne die der Mutter hat nur Wirkung in Hin⸗ ſicht ſeiner. 324. Die Nachforſchung, wer Vater eines Kindes ſey, iſt verbo⸗ ten. 325. Wann er ſein Kind zu ali⸗ mentiren gezwungen werden kann?7 325. Waͤhrend der Ehe uͤbt der Vater allein vaterliche Gewalt aus. 341. Bedin⸗ gungen, unter welchen er ſein Kind ein⸗ ſperren laſſen kann. 341. Er hat die Benutzung des Vermoͤgens ſeiner Kin⸗ der. z0g. Ausnahmen. 345. Er iſt waͤhrend der Ehe Verwalter der Guͤter ſeines Kindes. 348. Vormundſchaſt des uͤberlebenden Vaters. 349. Der Vater kann die Vormundſchaft der Mut⸗ Regiſter. ter beſchraͤnken. 349. Ein Vater kann nur zur Uebernahme einer einzigen Vor⸗ mundſchaft gezwungen werden. 369. Seine Erklärung vor dem Friedensrich⸗ ter bewirkt die Emancipatton. 390. Der fuͤr unwuͤrdig erklärte Vater hat an dem erbſchaftlichen Vermoͤgen ſeiner Kinder keinen Nießbrauch. II. 91. Der Vater ſuccedirt in der zweiten Ctaſſe. 102. Er braucht die ſeinem Sohne gegebenen Geſchenke und Vermachtniſſe nicht zu conferiren. 157. Er muß juͤr den von ſeinen minderzaͤhrigen Kindern verur⸗ ſachten Schaden einſtehen. III. 90. vergl. „ Aſcendenten. Vaͤterliche Gewalt, ſ. Gewalt. Vaterſchaft. Von der Vaterſchaft und der Kindſchaft. I. 310. Phyſiſche 311. und moraliſche Unmoglichkett der Vater⸗ ſchaft. 312. Die Nachforſchung der Va⸗ terſchaft iſt verboten. Ausnahmen. 325. Fenie zeraefs findet nur in den Fällen ſtatt, wo oie Emancipation an deren Stelle tritt. 1 346. Verabredungen. Wenn eine Privat⸗ urkunde gegenfeitige Verabredungen ent⸗ haͤet, ſo muͤſſen ſo viele Originale von der Urkunde ausgefertigt werden, als Partheyen da ſind. III. 68. Jede Ver⸗ abredung, welche dem Glaäubiger das Recht erthetlt, das Fauſtpfand zu be⸗ halten, iſt michtig. 259. Veraͤnderung. Woraus ergiebt ſich der Beweis des veraͤnderten Wohnorts? I. 216. Die Veränderung des Zuſtan⸗ des der Sache beendigt die Servitut. II. 65. Wenn der Hypothekenbewahrer unterlaſſen hat, in ſeine Regiſter die mit dem Eigenthum vorgegangenen Veranderungen etnzutragen, ſo iſt er dafuͤr verantwortlich. 1I. 296. vergl⸗ Abaͤnderung. Verantwortlichkeit des Ctvilſtanbs⸗ beamten bei Abſchriften der Si urkunden. 1I. 21g. Der der Mutter als Mitvormund beigeordnete nele Ehe⸗ efuͤhrte Verwaltung mann wird fur die gefuͤh . h e er et u 5. n n ⸗ on 16 t 46 M ſ6 67 . ſer die en 9. e 6 . n da h uhot Ta£ Regiſter. 477 ſolidariſch mit ſeiner Ehefrau verant⸗ wortlich. 330. Der Gegenvormund und der Specialvormund ſind fuͤr ihre Ver⸗ waltung gegenſeitig nicht verantwortlich ⸗ 361. Die Erben des Vormundes ſind ſuͤr die Verwaltung deſſelben verant⸗ warttich. 362. Fuͤr die beſondern Vert walter iſt der Vormund immer verant⸗ wortlich. 3790. Der Nießbraucher iſt für die unterioſſene Anzeige der geſche⸗ henen Eingriffe in die Gerechtſame des Eigenthuͤmers verantwortlich. II. 38. Der Exechtor iſt perſonlich verantwort⸗ lich, wenn er nicht allen erforderlichen Fleiß angewandt hat, damit die Reſti⸗ tntion richtig und getreu vollzogen wer⸗ de. 231. Hausherren und Committen⸗ ten ſind fuͤr den durch ihr Hausgeſin⸗ de, und Commiſſarien verurſachten Schaden veramworttich. III. go. Vuch der Eigenthuͤmer eines Thiers und der eines Gebaudes ſind fuͤr den durch dieſe verurſachten Schaden verantwottlich. 9r. Wirthe ſind fuͤr die von Reiſen⸗ den mitgebrachten Sachen verantwort⸗ — „ lich. 227. Verantwortlichkeit des Hy⸗, pothekenbewahrers. 296. Verzußerung. Der in den vorlas⸗ ſigen Beſitz Eingewieſene kann die unbeweglichen Sachen des Abweſenden nicht veräußern. I. 228. Die Ehefrau kann ohne Einwilligung ihres Mannes nichts veraͤußern. 267. Nach erhobe⸗ ner Eheſchetdunasklage iſt jede von dem Manne geſchehene Veräußerung der zur Guͤtergemeinſchaft gehoͤrigen Grundſtük⸗ ke ungutg 296. Ohne Genehmigung des Fumilienraths kann der Vormund das unbewegliche Vermögen des Min⸗ derzährigen nicht veraͤußern. 380. Sein unbewegliches Vermoͤgen darf der eman⸗ cipirte Minderſaͤhrige nur mit Geneh⸗ migung des Familtenraths veraͤußern; 391. und der Interdieirte nicht ohne Mitwirkung leines Beiſtandes. 398. Etben ſo der Verſchwender. 402. Sa⸗ chen, welche einer Privatperſon nicht gehsren, köͤnnen nur nach den ihnen eigenthuͤmlichen Forinen und Geſetzen veräußert werden. II. 13. Das Recht, zur Veraͤnßerung eines Grundſtuͤcks ſei⸗ ne Einwilligang zu geben, iſt im Ko⸗ nigreich Weſtphalen nicht aufgehoben. 73. Wer erbſchaſtiiche Sachen veräu⸗ ßert, hat ſtillſchweigend die Erbſchaft angenommen. 126. Die Klage auf Auf⸗ hebung der Thellung kann der Miterbe nicht anſtellen, der ſeinen Antheil ganz oder zum Theil veraußert hat. 167. Beim Widerruf der Schenkung wegen Undank bleiben die von dem Beſchenkten vorgenommenen Veräußerungen guͤltig. 193. Die Veraußerung des Legals macht das Teſtament unkräftig. 222. 223. Zur Guͤltigkeit der Zahlung wird erfordert, daß der Zahlende fähig ſey⸗ die zu zahlende Sache zu veräufern⸗ I gg. Der in Guͤtergemeinſchaft le⸗ bende Ehemann kann das gemeinſchaſt⸗ liche Vermogen verzuſtern; 107. Das perſoͤnliche Vermogen der Frau aber nur unter ihrer Mitwirkung. 109. Wir⸗ kungen der von den in Guͤtergemein⸗ ſchaft lebenden Ehegatten vorgenomme⸗ nen Handlungen bei Veraͤußerungen. 111. Nach erfolgter Vermoͤgensabſon⸗ derung kann die Frau ihr bewegliches Vermögen veräufßern; das unbewegli⸗ che aber nur unter Autoriſatton des Mannes, oder des Gerichts. 116. Von Veräußerung der der Frau zugehörigen unbeweglichen Sochen bei der beſiimm⸗ ten Mobiltariſirung, und bei der unbes ſtimmten Mobillariſiruna. 132. Bet der Aysſchließung der Guͤtergemeinſchaft ſind die unbeweglichen Sachen des Brautſchatzes nicht unveräußerlſch. 141. Auch wenn die Ehegatten in Vermoͤ⸗ gensabſonderung leben, bedarf die Frau zur Veraufierung ihrer Immobilien doch der Autoriſation des Mannes, oder des Gerichts 141. In weichen Fällen Do⸗ talgrundſtuͤcke veraußert werden können? 145. Außer den beſtimmten Fallen Doo 3 kann 478 kann die Veräußerung wiberrufen wer⸗ den. 146. Ohne Autoriſation des Man⸗ nes, oder des Gerichts, kann die Frau ihr Paraphernalvermoͤgen nicht verau⸗ ßern 150. Der Geſellſchafter, dem die Verwaltung nicht aufgetragen iſt, kann die der Geſellſchaft zugehsrtgen Sachen nicht veraußern. 210. Soll ett was veräußert werden, ſo muß die Vollmacht ausdruͤcklich darauf gerichtet ſeyn. 234. Zur Guͤltigkeit einer ver⸗ tragsmaͤßigen Hypothek wird erfordert, daß ſie von denenigen beſtellt wurde, welche fähig ſind den Gegenſtand der Hypothek zu veraͤnfern. 276. Wer nicht veraͤußern kann, kann ſich auch der vollendeten Veryährung nicht bege⸗ ben. 306. vergl. Verkauf. Verbeſſerungen. Der Nießbraucher kann wegen geſchehener Meltoration keine Entſchaͤdigung verlangen. II. 33. Die Verbeſſerungen der von dem Be⸗ ſchenkten veräußerten Sache werden bei der Collatton in Rechnung aebracht. 160. Der die unbewegliche Sache in Natur einwerfende Miterbe kann bis zur Verguͤtung der ihm fuͤr Verbeſſe⸗ rungen gebuͤhrenden Summe im Beſitz der Sache bleiben. 160. So aus der Maſſe der Guͤtergemeinſchaft zur Verbeſſerung des dem einen Chegatten perſonlich zuſtehenden Vermoͤgens etivas genommen wird, muß dem andern Ehe⸗ gatten dafür Verguͤtung geleiſtet wer⸗ den. III. 112. Die einmal erworbene Hypothek erſtreckt ſich auch auf alle an der damit beſchwerten Sache erfolaten Verbeſſerungeh. 277. Der dritte Be⸗ ſitzer eines verhypothecirten Grundkücks kann ſetne Verbeſſerungen nur bis zum Betrage des daraus entſtandenen höhern Wetths wiederfordern. 289. vergl. Verſchoͤnerung. Verbindlichkeit. Von der verbind⸗ lichen Kraft der Geſetze. I. 126. 130. Verbindlichkeiten mit einem Franzoſen ziehen die perſömliche Verhaftung des Regiſter. Auslaͤnders ſuch ſich. 131. In einem fremden Lande eingegangene Verbind⸗ lichkeiten kann der Nusländer vor dem franzöſiſchen Richter geltend machen. 153. Verbindlichkeiten, welche aus der Ehe enrſpringen. 263 Jede waͤhrend der Eheſcheidungsklage von dem Manne zur Belaͤſtiguna der Guͤtergemeinſchaft ůͤbernommene Verbindlichkeit iſt unguͤl⸗ tig, ſobald ſie als zum Nachthell der Frau uͤbernommen erwieſen wird. 296. Die von dem emancipirten Minder)aͤh⸗ rigen uͤbernommenen Verbindlichkeiten ſollen im Fall einer Läſien gemindert werden können; und wenn er dabei un⸗ beſonnen gehandeit hat, kann er der Emancipation fuͤr verluſtig erklärt wer⸗ den. 3092. Von den Verbindlichketten des Nießbrauchers. 1l. 33 f. Wer die Pflichr hat, die Verbindlichketten des Erblaſſers zu erfällen. 161. Von den Verbindlichketten. III. I. Von den Ver⸗ bindlichkeiten, welche aus Verträgen eutſtehen. Im allgemeinen. 2. Von dem Beweagrunde der Verbindlichkei⸗ ten. 11. Von der Weckung der Ver⸗ bindlichkeiten: Von der Verbindlichkeit etwas zu geben. 12. Von der Verbind⸗ lichkeit etwas zu thun, oder nicht zu tbun. 16. Von der Schodloshaltung wegen nicht erſuͤtlter Verbindlichkeit. 17. Von den verſchledenen Gattungen der Verbindlic'keiten. 28. Von den bedingt ten Vorbindlſchkeiten. 26. Von be⸗ tagten Verbindlichkeiten. 30. Von al⸗ ternanven Verbindlichkeiten zt. Von ſoltdariſchen Verbindlichketten. 33. Von thetlbaren und untheilbaren Verbinblich⸗ keiten. 38. Von den Wirkungen einer theilbaren 39. und einer untheilbaren Verbindlichkeit. o. Von Verbindlich⸗ keiten, denen eine Conventionalſtrafe angehängt iſt. 41. Pon der Erloöſchng der Verbindlickkeiten. 42. Von dem Beweiſe der Verbindlichkelten. 64 Von Verbindlichkelten, die ohne Vertrag ent⸗ ehen. 87. Um ihren Mann aus den⸗ 1 Gefaͤng⸗ d n. ir l et 6. h n ſt n e ie 6 L t⸗ 7* i d ¹9 6 1* l⸗ Ni Regiſter. 479 Gefangůſſſe zu beſtiyen, vder in deſſen s8. Wenn die Frau unter ihrer do⸗ Abweſenheit ihren Kindern eine Verſor fungible Sachen eingebracht hat, muß gung zu geben, kann die Frau nur nach bet Ausſchließung der Gutergemeinſchaft vorhergehender Genehmigung des Ge⸗ ein mit der Taxation derſelben verſehenes richts ſich vervindlich machen. 105. Der, Verzeichniß der Eheſtiftung beigefuͤgt Mann wird von aller Verbindlichkeit werden. 140. Die Geſellſchaſt trägt frey, wenn er die Urkunden uͤber die die Gefahr des Verluſtes, wenn die vhne ſein Verſchulden verloren gegange⸗ von Einem der Geſellſchafter eingebrach⸗ nen Schuldforderungen zuruͤckgiebt. 148. ten Gegenſtände verbrauchbare Sachen PVon den Verbindlichkeiten des Verkau⸗ ſind. 208. Verbrauchbare Sachen ſind fers; 160. des Kaͤufers; 168. des Ver⸗ Gegenſtand des Darlehns. 214. 217. miethers; 181. des Miethers: 184. Verbrechen. Man kann ſich auch 188. des Pachters 190. 198. 200. 201. uͤber das aus einem Verbrechen entſte⸗ und des Umernehmers. 197. Von den hende Privatintereſſe vergleichen. II. Verpflichtungen der Geſellſchafter unter 246. ſ. Vergehungen. einander, und in Beztehung auf dritte Verdingung. Von Verdingung der Perſonen. 206. Von den Verpflichtun⸗ Dienſtboten und Arbeitsleute. III. 193. gen des Leihers. 215. Von den Ver⸗ Von der Verdingung beſtimmnter Arbei⸗ bindlichkeiten des Verleihers, 216. Das ten nach einem Anſchlage und Accord. Dariehn iſt ein Vertrag, wodurch ein 195. Theil dem Andern unter der Verbind Vereinigung. Dem Eigenthuͤmer get lichkeit etwas uͤberliefert, daß er ihm hoͤrt alles, was mit ſeiner Sache ver⸗ dereinſt eben ſo viel wieder geben ſoll⸗ eintgt wird. II. I8. Wenn zwey mit 217. Von den Verbindlichkeiten des einander vereinigte, zwey verſchiede⸗ Darleihers; des Erborgers; 218. des nen Eigenthuͤmern gehörende Sachen ſo Verwahrers; 223. des Deponenten; mit einander vereinigt ſind, daß ſie oh⸗ 226. des Bevdllmächtigten; 235. und ne zerſtoͤrt zu werden nicht getrennt wer⸗ des Vollmachtgebers. 226. Die aus ei⸗ den koͤnnen, ſo gehoͤrt das Ganze dem ner Verburgung entſtehende Verbindiich⸗ Eigenthoͤmer der den Haupttheil aus⸗ zeie erlöſcht aus eben den Urſachen machenden Sache, mit Vorbehalt der wie zede andere Verbindlichkeit. 244. Entſchaͤdigung fuͤr den Andern. 24. Die Wer ſich perſoͤnlich verbindlich gemacht Vereintgung des Nießbrauchers und des hat, mub fuͤr die Erfuͤllung ſetnes Vere Eigenthuͤmers in Einer Perſon endigt ſprechens haften. 200. vergl. Obliga⸗ den Nießbrauch; 30. und durch Ver⸗ tionen. Vertrag. einigung des berechtigten und belaſteten Verbot. Eheverbote in Hinſicht der na⸗ Grundſtuͤcks in Einer Hand endigt die tuͤrlichen Verwandtſchaft, der buͤrgerli⸗ Servitut. 66. chen Verwandtſchaft und der Schwäger; Veyfahren. Das ſich auf die einge⸗ ſchaft. I. 246. Das Verbot der kirchli⸗ gangenen Verbindlichkeiten beziehende chen Oberen iſt kein Ehehinderniß. 249. Verfahren ſoll an dem vertragsmäßigen Verbrauchbare(fungible) Sa⸗ Wohnſitze ſtart finden. I. 218. Durch chen. Von den Rechten des Nießbrau⸗ Vollztehung der körperlichen Verhaftung chers in Hinſicht fungtbler Sachen. II. wird das gerichtliche Verfahren nicht 29. Die Compenſation ſetzt voraus, verhindert. III. 252. Wenn das Ver⸗ daß zwey Forderungen eine beſtimmte fahren gegen den Voll)aͤhrigen oder vor Quantität fungibler Sachen der nämli der Interdiction angefangen hatte, kön⸗ chen Art zum Gegenſtand haben. Uh nen die unbeweglichen Sachen des eman⸗ cipirten — ₰. S 4— 450 cipirten Minderjaͤhrigen oder Interdi⸗ cirten auch vor den beweglſchen verkauft werden. 299. Die Richter koͤnnen das Verfahren einſtellen, wenn der Schuld⸗ ner darthut, daß der reine Ertrag ſel⸗ nes unbeweglichen Vermögens zur Be⸗ zahlung der Schuld hinreicht. Zo8. vergl. Klagen. Verfaͤlſchung. Beglaubigte Auszüge aus den Citvilſtandsregiſtern haben ſo tange Beuelskraft, als ſie nicht als falſch angegriffen werden. I. 183. Von Verfälſchung der Urkunden des Perſo⸗ nenſtandes, 186. und der Heirathsur⸗ kunden. 260. Gegen offentliche Urkun⸗ den findet nur die Einrede der Verfaͤl⸗ ſchung ſtatt. III. 66. Verfuͤgung. Ein Verfuͤgungerecht uber die ihnen zuſtehenden Sachen haben Privatperſonen nur unter den durch die Geſetze beſtimmten Beſchraͤnkungen. I1. IT. Schenkung iſt eine unentgeltliche Verfuͤgung uͤber ſein Vermoͤgen 168. Welche Verfuͤgungen von dem Verbot der Subſtitutionen ausgenommen ſind. 170. Wie die Verfuͤgungen reducirt werden, wenn der Verſtorbene mehr vermacht hat, als er konnte. 182. Wenn der Schenker ſich vorbehaiten hat, uͤber eine beſtimmte Sache zu verfuͤgen, ohne dieß Jedoch vollzogen zu haben, ſo ge⸗ hoͤrt die Sache den Erben des Schen⸗ kers. 190. Der Schenker muß eine neue Verfuͤgung machen, wenn die durch nachgebohrne oder legitimirte Kin⸗ der aufgehobene nach deren Tode wieder Kraft erhalten ſoll. 195. Arten von te⸗ ſtamentariſchen Verfuͤgungen. 213. Von den Verfuͤgungen, die zum Vortheil der Eukel des Schenkers oder Teſtirers, oder der Kinder ſeiner Geſchwiſter er⸗ laubt ſind. 226. vergl. Schenkung. Vergehungen. Schenkungen können wegen Vergehungen widerrufen werden. II. 193. Wegen Vergehungen gegen den Teſtirer können die Erben deſſelben eine Klage auf Widerruf des Legats an⸗ Regiſter ſtellen. 225. ſ. Delicte. Qunſipe⸗ licte. Verbrechen. Vergeltung. Verzte und Apotheker „ können nur die einzelne Sache empfan⸗ gen, welche ihnen vergeltungsweiſe ge⸗ ſchenkt oder vermacht iſt. II. 174. Die Sequeſtration kann auch gegen Vergel⸗ tung geſchehen. III. 228. Derjenige, welcher Arreſt anlegt, muß dem gericht⸗ lichen Verwahrer die geſetzlich beſtimmte Vergeltung auszahlen. 229. Die Leib⸗ rente kann als Vergeltung beſtellt wer⸗ den. 231. Der Mandant muß dem Mandatar die verſprochene Vergeltung bezahlen. 237. vergl. Verguͤtung. Vortheil. Vergleich. Die die Eheſcheldung wegen wechſelſeitiger Einwilligung nachſuchen⸗ den Ehegatten koͤnnen ſich uͤber ihre ge⸗ genſeitigen Befugniſſe vergleichen⸗ I. 298. Fuͤr den Minderzährigen kannder Vormund nur mit Genehmigung des Familtenraths einen Vergleich ſchlleßen⸗ 386. Unter eben dieſer Bedingung auch nur der emancipirte Minder)aͤhrige, 391. und derſenige, gegen weichen die Interdiction nachatſucht iſt. 3938. Ge⸗ gen einen vor der Thellung abgeſchloſſe⸗ nen Vergleich findet die Klage auf Auf⸗ hebung der Theilung nicht ſtatt⸗II. 166. Der Vergleich muß ſchritftlich abgefaßt werden. lll. 8. Die Vollmacht zum Vergleiche fuͤhrt die zur Wahl eines Schiedsrichters nicht mit ſich. 235. Von dem Vergleiche. 246 f.. Verguͤtung. Nach geendigtem Nieß⸗ brauche gehören die abgeſonderten Frſch⸗ te dem Nießbraucher, ohne daß er die Beſtellungs⸗ und Saatkoſten zu verguten braucht. 1I. 29. Die Aus⸗ beute von Steinbruͤchen und Bergwer⸗ ken, die erſt während der Ehe eröffnet wurden, fallt nur mit dem Vorbehalt einer Vergutung fuͤr den Ehegatten⸗ dem ſie gebuͤhrt, in die Gürergemein⸗ ſchaft. III. 101. Für die nicht in. Gůtergemeinſchaft fallenden e e ß 6. ßt e6 ß⸗ er l t ut , n⸗ e l en Regiſter. chen Sachen, welche ein Aſtendent dem Ehegatten abtrat, kann der andere Che⸗ gatte nach Aufhebung der Ehe eine Ver⸗ gütung fordern. 103. Bei Unzuläng⸗ lichteit der Maſſe kann die Vergötung des Preiſes einer der Frau zugehörigen unbeweglichen Sache aus dem perſonli⸗ chen Vermogen des Mannes verlangt werden. 111. PVerguͤtung muß dem ei⸗ nen Ehegatten geletſtet werden, wenn der andere mit ihm in Gutergemein⸗ ſchaft lebende Ehegatte einen perſoͤnlt⸗ chen Vortheil aus dein gemeinſchaftlichen Vermögen zog. 112. Bei Theilung des gemeinſchaftlichen Vermoͤgens werfen die Ehegetten dasjenige ein, was ſie als Verguͤtung ſchuldig ſind. 121. Die Verguͤtungen, weiche Ehegatten der Gu⸗ tergemeinſchaft ſchuldig ſind, tragen Zin⸗ ſen von dem Tage der Aufloͤſung der Gätergemeinſchaft an. 122. Der dritte Beſitzer einer mit Hypothek beſchwerten Sache hat einen Regreß wider den Ver⸗ käufer auf Vergütung, wenn er die Sache ſelbſt wieder erſtand. 293. vergſ. Entſchädigung. Schadloshal⸗ tung. Verhaftung. Die Vermoͤgensabtretung befretet den Schuldner von der perſoͤn⸗ ſchen Verhufrung. WM. 54. Mit Ans⸗ nahme der körperlichen Haft gehen die Verpflichtungen des Buͤrgen auf die Er⸗ ben über. 240. Der gerichttiche Buͤrge muß eine ſdiche Perſon ſeyn, wider welche korperliche Verhaftung verfuͤgt werden kann. 245. Von der koͤrperli⸗ chen Verhaftung in buͤrgerlichen Sa⸗ cheu, 250. Verheimlichung. Der Erbe, welcher A vMhu 6 A Erbſchaftsſtuͤcke verheimlicht hat, ver⸗ liert die Befugniß, die Erbſchaft aus⸗ zuſchlagen, II. 132. und die Rechtswohl that des Inventars. 136. Die Wittwe wird ihrer Entſagung ungeachtet als Theilhaberin der Guͤtergemeinſchaft er⸗ klärt, wenn ſie zur Guͤtergemeinſchaft gehorige Sachen verheimlicht hat; MI. Spangenberg's Commentar Bd. III. Verjaͤbrung. — ℳ£ 451 119. und wenn es ber Eßegatte thut, ſo wird er ſeines Antheils an dieſen Sochen verluſtig. 123. Die Verjaͤhrung der Strafe ſetzt den Verurthetiten nicht wie⸗ der in ſeine buͤrgetlichen Rechte ein. I. 172. Das Recht der Kinder und De⸗ ſcendenten des Abweſenden auf das Ver⸗ moͤgen deſſelben verzährt binnen dreißig Jahren. 230. wieder erſchlenenen Abweſenden auf die ihm angefallenen Erbſchaften. 233. Die Fiage des Kindes, wodurch es einen ge⸗ wiſſen Stand in Anſpruch nimmt, iſt unverhaͤhrbar. 319. Verlährung der Kla⸗ ge des Pupillen gegen ſeinen Vormund wegen Fehler in der Verwaltung. 389⸗ Der Grund und Boden von Feſtungs⸗ werken an Orten, die nicht mehr Fe⸗ ſtungen ſind, kann gegen den Staat verzährt werden. Il. 12. Durch Ver⸗ jaͤhrung kann ein Dritter ein Eigenthum an dem untertrdiſchen Bau unter dem Gebaͤude des Eigenthumers erwerben. 190. Der Eigenthuͤmer eines vom Fiuſſe abgeriſſenen Theils eines Grund⸗ ſtuͤcks muß die Klage auf Vindicatlon binnen einem Jahre anſtellen. 22. In⸗ ſeln und trockne Stellen in Strämen und Fluͤſſen kann ein Privateigenthuͤmer durch Verzaͤhrung erwerben. 22. Durch drelbiglährigen Nichtgebrauch endigt der Nießbrauch. 39. Durch einen dreißig⸗ zährigen Beſitz des auf ſein Grundſiück uberfiießenden Waſſers erwirbt der Et⸗ genthuͤmer den Genuß davon. 47. Die Servitut der Zwiſchenmaher dauert ſo lange als dte Grundſtuͤcke dauern, der Verlaͤhrung jednch unbeſchadet. 54. Die Klage auf Cntſchädigung wegen des Ue⸗ bergangs iſt der Velaͤhtung unterwor⸗ fen. 50. Verhährung der Ser⸗ituten. 66. Verjaͤhrung gehoͤrt zu den einfa⸗ chen Erwerbsarten. 80. Wegen dreißig⸗ jährigen Nichtgebrauch tann die An⸗ nahme der Erbſchaft angefochten wer⸗ den. 127. Verjährung der Befuguiſt, Ppp eine Eben ſo das Recht des — — 43² eine Erbſchaft anzunehmen, oder aus⸗ zuſchlagen. 132. Verſährung des An⸗ ſpruchs der Gläubiger, wenn ſie gegen die Zahlung des Beneſictarerben keinen Einſpruch gethan haben. 140. Durch einen dreißigjährigen Beſitzſtand iſt die Theilung ver)oͤhrt. 143. Verjaͤhrung des Rechts der Erbſchaftsglaͤubiger, die Abſonderung des Vermoͤgens des Erb⸗ laſſers von den Erben zu verlangen. 169. Verährung der Flage auf Gewaͤhrlei⸗ ſtung fuͤr die Zahlungsfähigkeit des Schuldners einer Rente. 163. Veryah⸗ rung des Widerrufs der Schenkung; 196. und der Zinſen von Zinſen. III. 22. Die die Ver)ahrung unterbrechende Handlung eines Solidargläubigers nutzt auch den uͤbrigen Glaͤubigern. 34. Durch die wider Einen der Solidarſchuldner erhobene Klage wird die Verahrung un⸗ terbrochen. 36. Die Ver)ährung iſt ein Erlsſchungsgrund der Verbindlichkeiten. 42. Ver)ahrung der Nichtigkeitsklagen, 61. der Klage auf Wiedereinſetzung in den vorigen Stand; 63. und des Do⸗ talvermoͤgens. 146. Der Kaufer kann bei vorbehaltenem Wiederkauf verjähren wie der wahre Eigenthuͤmer. 171. Ver⸗ jaͤhrung der Klage auf Wiederaufhe⸗ bung des Verkaufs wegen Verletzung. 173. Durch Verjährung erloͤſchen Prit vilegten und Hypotheken. 200. Von der Ver)aͤhrung. Allgemeine Verfuͤgun⸗ gen. 305. tltu durch Verſährung erwer⸗ ben zu koͤnnen, muß man Beſitz gehabt haden. 306. Von den Urſachen, die eine Verſaͤhrung unmöglich machen. 307. Von den Urſachen, welche die Verjährung unterbrechen, 3o8. und den Lauf derſelben aufhalten. 309. Von der zur Verjaͤhrung erfordertichen Zeit. Allgemelne Regeln. 310. Von der drei⸗ bigyaͤhrigen Ver)ährung. 311. Von der zehn⸗ und zwanzivjahrigen Veryäh⸗ rung. 312. Von einigen beſondern Ar⸗ ten der Verhaͤhrüng. 313. Grundſötze, nach denen dle aͤltern Verjahrungen Regiſter. el wetden muͤſſen. 374. vergl. ri Verf auf. Der Vormund barf die Guͤ⸗ ter des Puprllen nicht kaufen. I. 377. Er muß die beweglichen Sachen deſſel⸗ ben in einer Verſteigerung verkaufen laſſen. 378. Was er bei dem Verkauf der unbeweglichen Sachen deſſelben zu beobachten hat. 380. Wenn der Min⸗ derjährige die in ſeinem Namen ausge⸗ ſchlagene Erbſchaft nach erlangter Voll⸗ jahrigkeit antritt, kann er die in der Zwiſchenzeit vorgenommenen Verkaufe nicht anfechten. 383. Im Fall einer Läſton ſollen die Verbindlichkeiten, wel che der emancipirte Minderjährige durch Kauf uͤbernommen hat, gemindert werz den können. 392. Was begreift der Verkauf eines meublirten Hauſes in ſich? und worauf erſtreckt ſich der Ver⸗ kauf eines Hauſes mit allem was ſich darin befindet? II. 1T. Der Nießbrau⸗ cher kann ſein Recht durch Kauf auf ei⸗ nen Andern uͤbertragen. 32. Wenn der Rießbraucher ſich den Nießbrauch an el⸗ ner Sache, Ae er verkaufte, vorbehal⸗ ten hat, hraucht er keine Caution zu ſtellen, und wenn er nicht im Stande iſt, Buͤrgſchaft zu leiſten, werden die etwa vorhandenen Lebensmittel und die fungibeln Sachen verkauft. 34. Ver⸗ kanft der Eigenthuͤmer die dem Nieß⸗ brauch unterworfene Sache, ſo behaͤlt der Nießbraucher immer ſo lange den Genuß derſelben, bis er demſelben ent⸗ ſogt. 41. Der Verkauf erbſchaftlicher Sachen iſt ein Beweis der Annahme der Erbſchaft. 127. Verfahren, wenn der Beneſiciarerbe die dem Verderben unterworfenen erbſchaſtlichen Sachen verkaufen laſſen will. 134. Verkauf der beweglichen und unbeweglichen erbſchaft⸗ lichen Sachen durch den Beneſictarers ben. 139. Wenn der größere Theil der Miterben den Verkauf fuͤr nöthig hält, oder wenn die Sachen ſich nicht bequem uß der Verkauf der be⸗ theilen laſſen, muß l , l en uf h e l er er l r er in U i l 1 A Regiſter. weglichen Sachen öffentlich geſchehen⸗ 151. Die Theilung kann wegen Zwang ꝛc. aufgeſchoben werden, auch wenn ſie in Form eines Tauſchs geſchah. 166. Jede Veräußerung des Legats, mag ſie auch mit Vorbehalt des Wieder⸗ kaufs verkauft werden, enthalt einen Widerruf des Legats. 223. Die Ver⸗ moͤgensabtretung giebt den Gläubigern nur das Recht, das Vermoͤgen des Schuldners verkaufen zu laſſen. III. 54. Wer eine fremde Sache in gutem Glau⸗ ben verkauft, iſt nur zur Erſtattung des Kaufpreiſes verbunden. 89. Das Vermoͤgen der Guͤtergemeinſchaft kann der Mann ohne Mitwirkung der Frau verkaufen. 107. Verkauf unbeweglicher, einem der Ehegatten per ſonlich zuſtehen⸗ der Sachen. I11. Die Koſten des Ver⸗ kaufs des beweglichen gemeinſchaftlichen Vermogens fallen jedem der Chegaten oder ihren Erben zur Laſt. 124. In welchen Fallen und unter welchen Be⸗ dingungen die Dotalgrundſtücke verkauft werden können? 145. Von dem Ver⸗ kaufe. Von dem Begriffe, und der Form des Verkaufs. 151. Wer kaufen, oder verkaufen kann. 237. Von den Sachen, welche verkauft werden können. 159. Die Ueberiteferung beſteht in der Ueber⸗ tragung der verkauften Sache in den Beſitz des Kaͤufers. 160. Von der Ge⸗ waͤhrleiſtung fuͤr die verkaufte Sache; 163 ſ. und von der Gewährleiltung für die Maͤngel der verkauften Sache. 166. Die Klage auf Gewährleiſtung findet bei den von Gerichtswegen geſchehenen Verkaufen nicht ſtatt. 168. Von den Verbindlichkeiten des Kaͤufers. 168. Von der Richtigkeit und der Aufhebung des Verkaufs. 170. Von dem Wieder⸗ kauſsrechte. 170. Von Aufhebung des Verkaufs wegen Verletzung. 173. Wenn der Mietheontract in einer offentlichen Urkunde enthaiten iſt, erlöſcht die Mie⸗ the durch den Verkauf der vermietheten Sache nicht. 185. Es iſt ein Stellio⸗ Verkehr. 483 nat, wenn jemand eine ihm nicht gehs⸗ rende unbewegliche Sache verkauft. 250. Von dem gerichtichen, Schulden hal⸗ ber vorzunehmenden, Verkaufe. 299. Von der Vertheilung des Kaufpreiſes unter die Gläubiger. 302. Der Eigen⸗ thuͤmer einer vetloren gegangenen, oder ihm entwendeten Sache kann ſie gegen Erſtattung des Kaufpreiſes zuruͤckfor⸗ dern, wenn der dritte Beſitzer ſie auf einem Markt ꝛc. gekauft har. 374. vergl. Veräußerung. Verſteigerung. Verkaufer. Von den Verbindlichkeiten des Verkaͤufers. III. 160. Durch den Wiederkauf behaͤlt ſich der Verkaufer vor, gegen Erſtattung des Kaufpreiſes die verkaufte Sache zuruͤckzunehmen. 170. Er kann ſeine Klage gegen ei⸗ nen zweiten Erwerber geltend machen. 171. Pflichten, wenn er den Wieder⸗ kauf geltend macht. 172. Der Verkäu⸗ fer hat ein Privileg in Hinſicht auf den ruͤckſtandigen Kaufpreis beweglicher Sas chen. 266. Der Verkaufer ſichert ſein Privtleg durch die Transſcription der Urkunde uͤber den abgeſchloſſenen Ver⸗ kauf. 270. Die den Gegenſtand eines Vertrags ausmachenden Sachen muͤſſen dem Privatverkehr unterworfen ſeyn. III. 10. Die Verbindlichkeit erloͤſcht, wenn die Sache dem buͤrgerlichen Ver⸗ kehr entzogen wird. 67. Zede dem buͤr⸗ gerlichen Verkehr unterworfene Sache iſt des Verkaufs faͤhig. 138. Der Leth⸗ contract kann nur eine Sache begteifen, die dem buͤrgerlichen Verkehr unterwor⸗ fen iſt. 215. Nur unbewegliche, dem baͤrgerlichen Verkehr nicht entzogene Sachen können Gegenſtand der Hypothek ſeyn. 273. Das Eigenthum an Sachen, welche dem buͤrgerlichen Verkehr entzo⸗ ſind, kann man nicht verjaͤhren. 30„ eiic Von der Verkuͤndi⸗ gung der Geſetze. I. 107. vergl. Pro⸗ mulgation. Publication. Ppp2 Ver⸗ 484 Verlaſſenſchaft. Die Verſiegelung der Verlaſſenſchaft vor der Theilung iſt gewoͤhnlich die erſte Handlung. 1. I46. Was man zur Maſſe der Verlaſſenſchaſt rechnet. 181. vergl. Erbloſe Ver⸗ laſſenſchaft. Erbſchaft. Verlaſſung. Boösliche Verlaſſung iſt keine Cheſcheidungsurſach mehr. l. 179. Verleihung. Durch eine ſchriftliche Verlethung kann die Servitut erworben werden. 1I. 62. Die verloren gegange⸗ ne Verleihungsurkunde kann durch eine Anerkennungsurkunde erſetzt werden 64. Nur durch die Verleihungsurkunde kann der Beweis einer beſtändigen Lehns⸗ und Erbenzinsabgabe gefuͤhrt werden. 69. Verletzung. Wenn der Irrthum mit Verletzung begleitet war, kann die An⸗ nahme der Erbſchaft angefochten wer⸗ den. II. 127. Wo ſie ſich bei Annah⸗ me der Erbſchaft fuͤr Minderzährige denken läßt. 127. Wegen Verletzung uͤber ein Vtertel kann die definitiv ge⸗ ſchehene Thetlung aufgehoben werden. 166. Die Thellungen der Eitern kön⸗ nen wegen Verletzung angeſochten wer⸗ den. 233. Verletzung macht den Con⸗ tract unguͤltig. IIi. 8. Die Klage auf Wiederaufhebung der Vertraͤge tritt nur wegen Verietzung ein. 62. Von Auf⸗ hebung des Verkaufs wegen Verletzung. 173. Die Aufhebung wegen Verletzung findet bei dem Tanſche nicht ſtott. 179 Der bei Beſtimmung der Antheile ſch verletzt glaubende Geſellſchafter muß ſei⸗ ne Anſpruͤche binnen drei Monathen geltend machen. 209. Vergleiche kön⸗ nen wegen Verletzung nicht angegrif⸗ fen werden. 248. Verleugnung. Der Ehemann iſt nicht berechtigt, das von ſeiner Frau gebohr⸗ ne Kind unter dem Vorgeben eines na⸗ tuͤrlichen Unvermoͤgens zu verlengnen. 1. 31I. Verkoͤbniß begrundet weder einen Ein⸗ ſpruch noch ein Klagrecht auf Erfuͤllung Regiſter. der Ehe, ſondern nur eine Klage auf Entſchädigung. 1. 249. Wenn der Schwaͤngerung ein Verlöbniß vorange⸗ gangen war, kann die Geſchwaͤngerte Abfindung verlangen. 325. Verluſt. Die Rechte an verlornen Sat chen, deren Eigenthuͤmer ſich nicht mel⸗ det, werden durch beſondere Geſehe be⸗ ſtimmt. II. 31. Es iſt ein risquirter Vertrag, wenn die Moͤglichkeit eines Gewinnes oder Verluſtes von einem un⸗ gewiſſen Ereigniſſe abhängt. III. 3. Die dem Glaͤubiger zu ieiſtende Schadlos⸗ haltung beſteht in dem Erſatz des Ber⸗ luſts, den er erlitten hat. 18. Die Ver⸗ bindlichkeit erloͤſcht, wenn die Sache dergeſtalt abhanden kommt, daß man von ihrem Daſeun durchaus nichts weiß. 61. Der)enige, welcher eine ihm nicht ge⸗ bührende Sache aus Irrthum angenom⸗ men hat, muß den Werth derſelben er⸗ ſetzen, wenn ſie nicht mehr vorhanden iſt. s89. Die Frau hat den Verluſt des Brautſchatzes allein zu tragen, wenn der Mann erſt nach geſchloſſener Ehe zahlungsunfahig wurde, 149. Der Mie⸗ ther muß fuͤr alles das, was während ſeiner Benutzung zu Grunde geht, ein⸗ ſtehen. 184. Geht die verfertigte Sa⸗ che, wozu der Arbeiter den Stoff lie⸗ ferte, noch vor ihrer Uebergabe zu Grun⸗ de, ſo trifft der Verluſt den Arbeiter; wenn er aber den Stoff nicht lieferte, ſo iſt er nur wegen ſeines Verſehens verantwortlich. 195. Bei der einfachen Viehpacht tragt der Pachter den Ver⸗ luſt am Zuwachſe zur Häifte, und wenn alles Vieh ohne Verſchulden des Pach⸗ ters umkommt, ſo tragt der Pachter den Verluſt. 198. Bei dem mit dem Pachter eingegangenen Vlehpacht traͤgt der Pachter die Gefahr des Verluſtes; 20r. bei dem mit dem Theilpächter eingegangenen Viehpacht aber trifft der Verluſt den Verpachter, wenn der ganze Viehſtand ohne Verſchulden des Thell⸗ pächters zu Grunde ging. 207. 6 et t l e t e Regiſter. 483 kann nie verabreden, doß der Theilpäch⸗ ter allen Verluſt zu tragen habe. 202. Die Uebereinkunft, wodurch einer der Geſellſchafter von allem Beitrage zum Verluſte freigeſprochen wird, iſt nich⸗ tig. 209. Wenn die Sache des einen Geſellſchaſters vor ihrer Einbringung zu Grunde geht, ſo erloͤſcht der Geſell⸗ ſchaftsvertrag in Beziehung auf alle Ge⸗ ſellſchafter. 212. War die verliehene Sache geſchätzt, ſo hat der Leiher ſelbſt den durch bloßen Zufall ſich ereignenden Verluſt zu tragen. 218. Der Deponent muß dem Verwahrer fur allen durch die Riederlegung ihm verurſachten Verluſt entſchaͤdigen. 226. Der Eigenthuͤmer einer verlornen Sache kann waͤhrend drey Jahren das Eigenthum derſeiben gegen jeden in Anſpruch nehmen, in deſſen Händen er ſie findet, 314. Vermaͤchtniß. Den Eltern ſteht die Benutzung an dem Vermoͤgen ihrer Kin⸗ der nicht zu, was denſelben unter die⸗ ſer Bedingung ausdruͤcklich vermacht iſt. j. 345. Wenn dem Nießbraucher der Nießbrauch an det ganzen Verlaſſenſchaft egeben iſt, muhß er die von dem Erb iaſſer jemanden vermachte lebenslaͤngli⸗ che Rente auszahlen. II 37. Vermaͤcht⸗ niſſe muß der Erbe in die Maſſe ein⸗ werfen; 137. 18. aber der Vater braucht Vermächtniſſe, die ſeinem Soh⸗ nr gegeben waren, nicht einzuwerfen. 157. Wenn ein Vermaͤchtniß einem Pritten auf den Fall zugewandt witd, daß der Beſchenkte es nicht annehmen wuͤrde oder koͤnnte, ſo macht dieß eine Ausnahme von dem Verbot der Subſti⸗ tutionen. 170. Von der Rednuction der Vermaͤchtniſſe. 181. Wenn das Ver⸗ maͤchtniß mehreren in Einer Verfuͤgung zugedocht iſt, nimmt man an, daß meh⸗ reren Legatarien die Sache in Verbin⸗ dung vermacht war, 224. Unter wel⸗ chen Bedingungen der in Guͤtergemrint ſchaft lebende Ehemann das gemetuſchaft⸗ liche Vermögen vermachen kann? III. Verminderung. 10y. vergt. Erbſchaft. Legat. Schenkung. Teſtament. Vor⸗ ausvermaͤchtniß. Vermiether. Rechte und Verbindlich⸗ keiten des Vermiethers. III. 182. f. Miether. Verbindlichkeiten, welche der emancipirte Minderhährige uͤbernommen hat, ſoſlen im Fall einer Läſſon gemindert werden können. I. 392. Der Verkaͤufer muß ſich eine verhaͤltniß⸗ mäßige Verminderung des Preiſes ge⸗ fallen laſſen, wenn es dem Verkaͤufer unmoͤglich iſt, die verſprochene Groͤße des Grundſiuͤcks zu üefern. 11II. 162. Eben ſo der Verpachter, wenn in dem Pachtcontract den Grundſtücken ein grö⸗ ßeres Masß beigelegt iſt, als ſie wirk⸗ lich haben. 190. vergl. Reductiom. Vermiſchung. Regeln, wenn aus der Vermiſchung mehrerer Stoffe, die ver⸗ ſchiedenen Eigenthuͤmern gehoͤren, eine Sache gebildet iſt. II. 25. Vermdoͤgen. Das Vermogen des uuge⸗ horſamen, welches nach dem Ablauf der Gnadenfriſt ſeinen Inteſtaterben aus⸗ gellefert iſt, bleibt fuͤr ihn unwiderruf⸗ ſich verloren. I. 171. Das Vermögen, was der buͤrgerliche Todte waͤhrend die⸗ ſes Zuſtandes erworben hat, fällt nach ſelnem natuͤrlichen Tode dem Staat an⸗ heim. 173. Ueber das Vermoͤgen des vermuthlich Abweſenden verfuͤgt das Tribunal erſter Inſtanz. 219. Defii⸗ tipe Vertheilung deſſelben. 229. Das bewegliche Vermogen der in Göterge⸗ meinſchaft lebenden Chegatten kann wäh⸗ rend des Eheſcheidungsprozeſſes mit Sie⸗ gel belegt werden. 295. Das Vermoͤgen der Ehegatten, die die Eheſcheidung wegen wechſelſeitiger Cinwilligung nacht ſuchen, muß aufgezeichnet und geſchaͤtzt, 208. und das Indentarium daruber bei Einleitung der Klage beigebracht wer⸗ den. 300. Die Hälfte des Vermͤgens der wegen wechſelſeitiger Einweligung geſchiedenen Ehegatten fällt ihren Kin⸗ Ppp3 dern 4 1 486 dern zu. 306. Die Scheldung von Tiſch und Bett zieht eine Abſonderung des Vermoͤgens nach ſich. zo9. Wenn das Kind eigenes Vermoͤgen hat, kann es nur unter Einſchraͤnkungen auf Antrag der Eltern eingeſperrt werden. 342. Wirkung der elterhichen Gewalt auf das Vermoͤgen des Kindes. 343. Von der Benutzung des Vermogens des Kindes werden die Eltern in dem Fall ausge⸗ ſchloſſen, wenn ihm daſſelbe unter die⸗ ſer ausdruͤcklichen Bedingung geſchenkt oder vermacht iſt. 345. Das Vermoͤ⸗ gen des Minderjahrigen muß der Vor⸗ mund als ein guter Hausvater verwal⸗ ten. 377. Die Verwaltung des Ver⸗ mögens wird dem Interdicirten genom⸗ men. 395. Auf die Natur und den Ur⸗ ſprung des Vermögens nimmt das Ge⸗ ſetz bei Beſtimmung der Erbfolge keine Ruͤckſicht; II. 92, auch nicht, ob es väterliches eder mutterliches Vermögen ſey, wenn es Aſcendenten oder Seiten⸗ verwandten zufaͤllt. 93. Das bewegliche Vermogen des Erblaſſers muͤſſen die zur Sucteſſion gelangenden unehelichen Kinder verkaufen laſſen. 117. Erbfolge in dem Vermoͤgen des unehelichen Kin⸗ des. 119. Der uͤberlebende Ehegatte iſt verbunden⸗ das bewegliche Vermögen anzulegen. 122. Eine freye Diſpoſition uͤber ſein Vermoͤgen wird zur guͤltigen Annahme einer Erbſchaft erfordert. 125. Der Beneſiciarerbe haftet nur bis zum Betrage des ihm zugefallenen Vermoͤ⸗ gens fuͤr die Schulden des Erblaſſers. 138. Daß man fähig ſey, uͤber ſein Vermögen zu diſponiren, muß man darthun, um die Theilung nachſuchen zu können. 145. Die Erbſchaftsglaͤubi⸗ ger haben das Recht, die Ablonderung des Vermögens des Erblaſſers von dem des Erben zu verlangen. 163. Ueber ſein Vermögen kann man unentgeltlich nur durch eine Schenkung oder durch ein Teſtament verfuͤgen. 169. Von dem diſponibeln Theile des Vermogens. 177. Regiſter. Verfuͤgungen, weſche den diſponibeln Theil uͤberſteigen, können bis auf die⸗ ſen Theil vermindert werden. 181. Von der Vermogensabtretung. III. 33. Wel⸗ ches Vermoͤgen der Ehegatten fallt in die Guͤtergemeinſchaft? 101. Wenn der eine Ehegatte einen perſoͤnlichen Vortheil aus dem gemeinſchaftlichen Vermoͤgen gezogen hat, muß er dem andern dafuͤr Verguͤtung leiſten. 112. Durch Vermoͤgensabſonderung wird die Guͤtergemeinſchaft aufgeloͤßt. 113. Von der Vermoͤgensabſonderung. Begriff und Erforderniſſe. Verfahren. 17. Rechte der Gläubiger. 115. Wirkungen der Vermoͤgensabſonderung. 116. Die durch Vermoͤgensabſonderung aufgeloßte Guͤ⸗ tergemeinſchaft kann wiederhergeſtellt werden. 116. Von der Theilung des Vermogens nach geſchehener Annahme der Gutergemeinſchaft. 121. Ehegatten können veèrabreden, welches Vermoͤgen in die Guͤtergemeinſchaft fallen ſoll. 128. Welchen Einfluß auf das Vermoͤgen hat die Verabredung des Ausſchluſſes der Guͤtergemeinſchaft? 140. Von der Ver⸗ abredung der Vermögensabſonderung. r41. Die Frau hat immer das Recht, ihrem Manne die Benutzung ihres Ver⸗ mogens einzurdumen. 142. Nach er⸗ folgter Vermögensabſonderung kann die Frau die geſchehene Veraͤußerung ihres Dotalgrundſtuͤcks widerrufen. 146. Wann ihr Brautſchatz in Gefahr kömmt, kann die Frau die Vermoͤgensabſonderung verlangen. 147. Durch den Vermögens⸗ verfall eines der Geſellſchafter endet der Geſellſchaftsvertrag. 211. Einem unge⸗ treuen Verwahrer wird die Rechtswohl⸗ that der Vermoͤgensabtretung nicht geſtateet. 225. Wenn die Leibrente den diſponibeln Vermögenstheil uͤberſtelgt⸗ iſt ſie der Reduttion unterworfen. 231. Durch Vermögensverfall hoͤrt der Mam darscontract auf. 237. Wie ſichern die Glaͤubiger und Legatarien⸗ welche um Abſonderung des Vermogens ſſn Regiſter. 487 ihr Prlvileg auf die unbeweglichen Erb⸗ ſchaftsſachen? 270. vergt. Bewegli⸗ ches Vermdoͤgen. Unbewegliche Sachen. Vermuthung. Von der Vermuthung der Abweſenheit. I. 219. Sobald die vermuthlichen Erben des Abweſenden in den vorläufigen Beſitz eingewieſen ſind, ſoll das etwa vorhandene Teſtament deſ⸗ ſelben eröffnet werden. 225. Der Be⸗ wels der Kindſchaft durch Zeugen iſt nur dann zulaͤſſig, wenn die Vermu⸗ thungen ſtark genug ſind. 316. Bei al⸗ ten auf einem Grundſtuͤck befindlichen Anlagen ꝛc. tritt die Vermuthung ein, daß ſie von dem Eigenthaͤmek deſſelben geſchehen ſind. H. 19. Das Geſetz hat eine Vermuthung aufgeſtellt, nach wel⸗ cher das ſpaͤtere oder fruͤhere Ableben der zuſammen Umgekommenen beur⸗ theilt werden ſoll. 87. Die Ausſchlagung einer Erbſchaft wird nicht vermuthet. Tas. Von einer Schenkung in die Ehe⸗ gatten wird vermuthet, daß ſie zum Vor⸗ theil der aus der Ehe zu erwartenden Kinder geſchehen ſey. 234. Die Zeit⸗ beſtimmung wird ſtets zum Vortheil des Schuldners hinzugeſuͤgt vermuthet. III. 31. Wenn die in der Urkunde angegebe⸗ ne Summe ven der in dem beigefuͤgten, gut, verſchieden iſt, ſo wird vermuthet, daß die Verbinblichkeit ſich auf die ge⸗ ringere Summe erſtrecke. 69. Von Ver⸗ muthungen: Von geſetzlichen, 78. und von richterlichen Präſumtionen. 79. Die geſchiedene Eheſrau, wenn ſie nicht bin⸗ nen der beſtiinmten Friſt die Guͤterge⸗ meinſchaft angenommen hat, wird ſo betrachtet, als wenn ſie dieſelbe ausge⸗ ſchlagen habe. 119. Der Bewels der Verletzung kann nur zugelaſſen werden, wenn die Thatſachen erheblich genug ſind, um die Verletzung vermuthen zu iaſſen. 173. Wenn keine Beſchreibüng der vermietheten Sache aufgenommen iſt, wird vermathet, daß olle Ausbeſſe⸗ rungen vorher geſchehen waren. 184. Wann eine ſtillſchweigende Wieberver⸗ miethung vermuthet wird. 189. Wenn der Beſteller den Arbetter nach Verhölt⸗ niß der ſchon fertigen Arbeit bezahlt hot, ſo wird dafuͤr gehalten, daß die Pruͤfung und Genehmigung in Unſe⸗ hung aller bezahlten Theile ſtatt gefun⸗ den habe. 196. Bei fehlender Beſtim⸗ mung nimmt man an, daß der Vieh⸗ pacht auf drei Jahre eingegangen ſeh. 1909. Die ohne Vorbehalt der Zinſen uͤber das Capital ertheilte Quittung be⸗ witkt die Präſumtion, daß auch die Zinſen gezahlt ſind. 219. Die Buͤrg⸗ ſchaft wird nie präſumirt. 240. Bei Beſtimmung des Uebermaßes der hypo⸗ thekariſchen Eintragung iſt auf die fakti⸗ ſchen Vermuthungen Ruͤckſicht zu neh⸗ men. 286. Wenn nicht auf eine Entſa⸗ gung der Perjährung geſchloſſen werden kann, kann ſie in jeder Lage des Pro⸗ zeſſes vorgeſchuͤtzt werden. 306. Hat man fuͤr einen Andern beſeſſen, ſo · wird vermuthet, daß man ſo lange aus dem⸗ ſelben Rechtsgrunde beſitze, bis das Gegentheil etwieſen iſt. 307. Der ge⸗ genwaͤrtige Beſitzer, weicher ehedem be⸗ ſeſſen zu haben darthut, hat die Ver⸗ muthung des Beſitzes waͤhrend der Zwi⸗ ſchenzeit fuͤr ſich. 307. vergl. Prä⸗ ſumtion. Siii ſ. Nachlaͤſſig⸗ eit. Verordnung. Bei der doctrinellen Er⸗ gänzung des Geſetzes darf der Richter nicht im Wege allgemeiner Anordnun⸗ gen und Reglements entſcheiden. Ln35. Jede Verordnung zum Vortheil eines Unfaͤhigen iſt nichtig. II. 176. ſ. Ver⸗ fuͤgung. Verpachtung. Was der Vormund bei Verpachtung der Guͤter ſeines Pupillen zu beobachten hat. I. 378. Geſchah die Verpachtung auf mehrere Jahre, und war während derſelben eine Erndte ganz zu Grunde gegangen, ſo kann der Pach⸗ ter — 3 3 3. ½ 3 3 5 „113 488 Regiſter. ter Reluiſſion verlangen. III. 197. vergl. Pacht. Verpflegungshaus. Ein Geſchenk oder ein Vermachtniß koͤnnen Verpfle⸗ gungshaͤuſer nut mit Genehmigung des Faiſers annehmen. II. 175. vergl. o f⸗ fentliche Anſtalten. Hoſpital. ſ. Verbindlich⸗ eit. Verſchenken. Wenn der Nießbraucher ſich den Nießbrauch an etner von ihm verſchenkten Sache vorbehalten hat, braucht er keine Caution zu ſtellen. II. 34. Die Verſchenkung erbſchaftlicher Sachen iſt ein Beweis der Annahme der Erbſchaft. 127. Der Mann kann das zur Guͤtergemeinſchaft gehoͤrende Vermogen verſchenken. 1MH. 107. ſ. Schenkung. Verſchlimmerung. Wenn der Nieß hraucher ein Grundſtuͤck verſchlimmert, und das anders werbeſſert hat, können die Koſten nicht compenſict werden. II. 35. Der Beneficiarerbe haftet fuͤr die durch ſeine Nachläſſigkeit verurſachte Deterioration der Mobilien⸗ 139. Die Verſchlimmerungen der conferirten Sa⸗ che werden dem Beſchenkten bei der Col⸗ lation in Rechnung gebracht. 160. Wir⸗ kung, wenn bei einem unter einer auf⸗ chiebenden Bedingung eingegangenen der Werth der Sache ſich ver⸗ ringert hat. III. 290. Wer eine gewiſſe und genau beſtimmte Sache zu leiſten hat, haftet nicht fuͤr die ohne ſelne Schuld daran erfolgten Verſchlimme⸗ rungen. 45. Der Empfaͤnger eines un⸗ befugt angenommenen Gegenſtandes muß den Werth deſſelben erſetzen, wenn er durch ſein Verſchulden verſchlimmert wurde. 39. Fuͤr die aus Nachläſſigkeit entſtandenen Verſchlmmerungen des perſönlichen Vermogens ſeiner Frau muß der mit ihr in Guͤtergemeinſchaft leben⸗ de Ehemann haften. 109. Er iſt auch verantwortlich fuͤr die durch ſeine Nach⸗ läſſigkeit entſtandenen Verſchlimmerun⸗ gen des Dotalvermogens. 146. Wenn die in dem Eigenthum der Frau geblie⸗ benen beweglichen Sachen ohne ſeln Verſchulden verſchlimmert wurden, ſo iſt er nur ſchuldig, die noch vorhande⸗ nen in dem Zuſtande, worin ſie ſich be⸗ finden, zuruͤckzugeben. 128. Ob der Kaͤufer oder der Verkäufer die Ver⸗ ſchlimmerung der verkauften Sache vor der Ueberlieferung zu tragen haben, wird nach den vorgeſchriebenen Regeln beurtheilt. 163. Vorſchriften, wenn ſich die verkaufte Sache zur Zeit der Ents währung betraͤchtlich verſchlimmert hat. 165. Der Miether haftet fuͤr die Ver⸗ ſchlimmerungen, welche von Perſonen ſeines Hauſes oder von ſeinen Aftermie⸗ thern hertuͤhren. 185. Die Geſellſchaft traͤgt die Gefahr des Verluſtes von ſol⸗ chen eingebrachten Sachen, die durch tangeres Aufbewahren verſchlimmert wert den. 208. WVerſchlimmert ſich die ge⸗ liehene Sache durch den Gebrauch, ſo hat der Lelher fuͤr dieſe Verſchlimme⸗ rung nicht zu ſtehen. 216. Der Ver⸗ wahrer muß fuͤr die von ihm herruͤh⸗ renden Verſchlimmerungen der deponir⸗ ten Sache ſtehen; 224. auch der Gläu⸗ biger fuͤr die durch ſeine Nachlaſſigkeit entſtandenen Verſchlimmerungen des Fauſtpfandes; 254. und der dritte Be⸗ ſitzer fuͤr alle Verſchlimmerungen, die durch ſeine Handlung oder Nachläſſig⸗ keit herrühren. 289. Verſchoͤnerung. Der Verkaͤufer iſt ſchuldig, die waͤhrend der Entwaährung zur Verſchönerung des Grundſtuͤcks auf⸗ gewandten Koſten zu erſetzen. III. 165. Verſchwaͤgerte. Der Familienrath ſoll aus ſechs Verwandten oder Ver⸗ ſchwägerten beſtehen. I. 356. Verſchwa⸗ gerte koͤnnen den Familienrath zuſam⸗ men kommen laſſen, um den Vormund wegen Unfähigkeit oder Unwürdigkeit abzuſetzen. 374. Sie können in dem Rechtsſtrelt mit auftreten 375. Sie koͤnnen zur Emaneipation des Minder⸗ jaͤhrigen b le 15 4 Regiſter. 489 jährigen mitlrken. 390. Der Ver⸗ ſchwaͤgerte wird von der Erbſchaft nicht ausgeſchloſſen, wenn er gleich den Moͤr⸗ der des Erblaſſers nicht angezeigt hat. D. 9o, Verſchwaͤgerte können als Zeu⸗ gen bel einem oͤffentlichen Teſtament ie K* 200. vergl. chwaͤger ſchaft. Verſih Unterſchied zwiſchen ihm und dem Interditirten. I. 394. Den Verſchwendern wird ein gerichtlich beſtellter Beiſtand gegeben. 402. Verſchwinden, f. Abweſenheit. Verſehen. Der Benefictarerbe haftet in Hinſicht der Verwaltung nur fuͤr gro⸗ hes Verſehen. II. 139. Dem Manda⸗ tar, weicher den Auftrag unenigeitiich uͤbernahm, ſteht eine minder ſtrenge Verantwortlichkeit wegen des Verſehens ob. III. 235. vergl. Gulpa. Nach⸗ Verſicherung, ſ. Eid. Verſicherungscontract⸗ f. Aſſe⸗. curanztontract. Verſi lung. Die Ehefrau kann wäh rend der Cheſcheidungsklage die Verſie⸗ gelung vornehmen laſſen, wenn Guͤter⸗ gemeinſchaft unter den Ehegatten be⸗ ſtand. 1 295. Wenn das Vermoͤgen des Erblaſſers verſiegelt war, muß der Vormund um Abnahme der Siegel nach⸗ ſuchen. 377. Der Nachlaß des Erblaſ⸗ ſers muß verfiegelt werden, wenn un⸗ eheliche Kinder, II. 117. der uͤbertebende Ehegatte, oder der Staat zur Succeſſion gelangen. 121. Die Koſten der Verſie⸗ gelung fallen der Erbſchaft zur Laſt. 140. Von wem die Verſiegelung der Verlaſ⸗ ſenſchaft geſchieht, und wer darauf an⸗ tragen kann. 146. Die Teſtamentserecu⸗ toren muͤſſen den Nachlaß unter Stegel legen laſſen, wenn unter den Erben Minderjährige, Interdicirte oder Ab⸗ weſende ſiyd. 220. Die Foſten der Ver⸗ ſiegelung fallen der Gaͤtergemeinſchaft zur Laſt IH. 124. Verſorgung. Was zur Verſorgung ei⸗ Spangenberg's Commentar Bd. MI. nes Miterben angewandt wurde, muß conferirt werden. II. 158. Der Ehe⸗ mann kann uͤber die Immobilien und die geſammten Mobilien der Guͤterge⸗ meinſchaft verfuͤgen, wenn er dadurch eine Verſorgung der ehelichen Kinder bezwecken will. III. 107. Die Frau kann unter Autoriſation ihres Mannes, oder des Gerichts, ihre dos zur Verſorgung ihrer aus einer fruͤhern Ehe herruͤhren⸗ den Kinder, oder zur Verſorgung der gemeinſchaftlichen Kinder anwenden. 145. veral. Ausſtattung. Verſprechen. Man kann im Allgemei⸗ nen nur fuͤr ſich ſeibſt etwas verſpre⸗ chen. Unter welchen Bedingungen man fuͤr einen Dritten etwas verſprechen, und zu ſeinem Vortheil ſich etwas ver⸗ ſprechen laſſen kann? III. 8. Ein Vere ſprechen unter Privatunterſchrift muß ganz von der Hand deſſen der es aus⸗ ſteſlt geſchrieben ſeyn. 68. Das Ver⸗ ſprechen eines Verkaufs gilt als Ver⸗ kauf, ſobald die Einwilligung beider Theile vorhanden iſt. 154. Verſtand. Um eine Schenkung unter Lebenden, oder ein Teſtament machen zu können, muß man bei geſundem Ver⸗ ſtande ſeyn. U. 172. —— Verſteigerung. Nur durch eine of⸗ fentliche Verſteigerung kann der Ver⸗ kauf der unbeweglichen Guͤter des Min⸗ derjährtgen geſchehen. I. 381. Eine Sache, die den Eigenthuͤmern der Stoffe gemeinſchaftlich bleibt, muß verſteigert werden. II. 26 Wie die Verſteigerung der dem Verderben unterworfenen erb⸗ ſchaftlichen Sachen von dem Beneficiar⸗ erben geſchehen kann. 135. Das Tribu⸗ nal des Orts, wo die Theilungsklage angeſtellt iſt, verfuͤgt die Verſteigerung, wenn die Naturaltheilung nicht moͤglich iſt. 148. 149. Form der Verſteigerung der Immobilien bei Vertheilung der Verlaſſenſchaft. 151. 154. Wie die Verſtetgerung bei der Vertheilung ge⸗ ſchleht, wenn minderjahrige Miterben Qgq vorhan⸗ . 3 3 490 vorhanden ſind. 154. Der mit einem Fideicommiß Beſchwerte iſt verpflichtet, alle unter der Verfuͤgung begriffenen WMobilten verſteigern zu laſſen. 229. Die Thetlung des gemeinſchaftlichen Vermoͤgens iſt in Hinſicht der Verſteige⸗ rung denſelben Regeln unterworfen wie die Thetlung. III. 123. Die Koſten der Verſteigerung fallen der Guͤtergen meinſchaft zur Laſt. 124. Das Dotal⸗ grundſtuͤck kann in gewiſſen Faͤllen durch Verſteigerung verkauft werden. 15. Von der Verſteigerung. 175. Wenn die Zahlung ausbleibt, kann der Gläubiger des Fauſtpfandes nur auf eine Verſtei⸗ gerung deſſelben antragen. 254. Der hypothekariſche Glaͤubiger kann um die oͤffenttiche Verſteigerung des Grund⸗ ſtuͤcks nachſuchen, wenn der neue Eigen⸗ thuͤmer es von Hypothek frey machen will. 292. Der Eigenthuͤmer einer Sache, wenn er ſie zuruͤckfordert, muß den Kaufpreis erſtatten, wenn ſie in einer oͤffentlichen Verſteigerung von el⸗ nem Dritten gekauft iſt. 314. vergl. Veräußerung. Vertheilung. Der Kaufpreis verkauf⸗ ter Immobilten wird von dem Bene⸗ ficiarerben an die hypothekariſchen Gläu⸗ biger nach der Rangordnung ihrer Pri⸗ vilegien und Hypotheken vertheilt. II. 139. Von der Vertheilung des Kauf⸗ preiſes unter die Glaͤubiger. II. 302. vergl. Theilung. Vertrag. Durch Privatvertrage darf von den Geſetzen, deren Zweck die Er⸗ haltung der öffentlichen Ordnung und Sittlichkeit iſt, nicht abgegangen wer⸗ den. I. 137. Die Ehefrau, welche die Einwilligung ihres Mannes zur Einge⸗ hung von Vertraͤgen nicht erlangt hat, kann dazu von dem Richter autoriſirt werden. 268. Die ohne Einwilligung ihres Mannes abgeſchloſſenen Vertraͤge der Handelsfrau verbinden den mit ihr in Guͤtergemeinſchaft lebenden Ehe⸗ mann. 370. Jeder Vertrag zwiſchen Regiſter. dem Vormunde und dem ehemaligen Muͤndel vor erfolgter Rechnungsablage iſt unguͤltig. 388. Den aus Vertraͤgen mit dem Verſtorbenen gezogenen Ge⸗ winn braucht der Erbe nicht zu eonfe⸗ riren. II. 158. Die Verordnung zum Vortheil eines Unfählgen iſt nichtig, wenn ſie gleich in die Form eines one⸗ roſen Coneracts eingekleldet iſt. 176. Von den Berbindlichkeiten, welche aus Verträgen entſtehen. III. 2. Von den zur Guͤltigkeit der Vertraͤge weſentlich gehorenden Erforderniſſen. 4. Von der Einwilligung. sz. Von der Fäͤhigkeit der Contrahenten. 9. Von dem Gegen⸗ ſtande und dem Inhalt der Verträge. 10. Von der Auslegung der Verträge. 23. Von der Wirkung der Vertraͤge in Anſehung dritter Perſonen. 25. Der Vertrag kann durch die Nichtigkeitsklage und durch die Wiedereinſetzung in den vorigen Stand aufgehoben werden. 61. Von Verbindlichkeiten, die ohne Ver⸗ trag entſtehen. 87. Von den einzelnen Verträgen insbeſondere. 92. Einem Vertrag in Bauſch und Bogen iſt die Verabredung gleich zu achten, daß einer der Ehegatten oder ſeine Erben fuͤr ihr ganzes Recht nur eine gewiſſe Summe als Abfindung fordern ſollen. 137. Sind die Waaren in Bauſch und Bogen ver⸗ kauft, ſo iſt der Verkauf vollkommen, auch wenn dte Waaren noch nicht zuge⸗ wogen ꝛc. ſind. 154. Jeder dunkle oder doppelſinnige Vertrag wird zum Nach⸗ theil des Verkaͤufers ausgelegt. 160. Verbindlichkeiten des Baumeiſters, der die Auffuhrung eines Gebaͤudes in Bauſch und Bogen uͤbernommen hat, und des Beſtellers. 196. vergl. Verbindlich⸗ keit. Vertraulichkeiten mit einer Manns⸗ perſon ſind eine wichtige Vermuthung, um den Beweis des Ehebruchs zu con⸗ ſtitutren. l. 276. Verurtheilung. Von Beraubung der te durch gerichtliche buͤrgerlichen Rech 8. d ek 6 9, ſ e he n Verwaltung. Regiſter. 491 Verurtheilung, I. 162. und zwar durch contradictoriſche, und Contumacialur⸗ theile. 160. Dem Civilſtandspeamten des Orts, wo der zum Tode Verur⸗ theilte hingerichtet iſt, muß der Secte⸗ tair des Criminalgerichts die zur Auf⸗ nahme der Sterbeurkunde erforderlichen Nachrichten einſenden. 205. Der zu einer entehrenden oder Leibesſtrafe ver⸗ urtheilte Mann iſt unfaͤhig, ſeine Frau zu autoriſiren, vor Gericht aufzutreten oder Vertraͤge einzugehen. 268. Durch die rechtskräftig gewordene Verurthei⸗ lung eines der Ehegatten zu einer den buͤrgerlichen Tod nach ſich ziehenden Strafe wird die Ehe aufgelößt, 270. und die Eheſcheidung geſetzlich begrün⸗ det. 276. Was dabei zu beobachten iſt. 291. War die Frau an der Scheidungs⸗ klage Schuld, ſo ſoll ſie zur Einſpetrung in ein Zuchthaus verurtheilt werden. zos. Die zu einer Leibesſtrafe Verur⸗ theilten ſind unwuͤrdig eine Vormund⸗ ſchaft anzunehmen. 373. Derſenige, welcher verurtheilt iſt, weil er den Erb⸗ laſſer ermordet, sder ihn zu ermor⸗ den geſucht hat, iſt der Erbfolge unwuͤr⸗ dig. II. 90. Verwahrung. Die Compenſatien fin⸗ det nicht ſtatt, wenn auf Zuruͤckgabe ei⸗ ner zur Verwahrung. anvertrauten Sa⸗ che geklagt wird. III. 39. Von den Ver⸗ bindlicheeiten des Verwahrers. 223. Ei⸗ nem ungetrenen Verwahrer wird die Rechtswohlthat der Vermoögensabtre⸗ tung nicht geſtattet. 225. vergl. Nie⸗ derlegung. Alle Erbſchaften und Vortheile, welche dem wegen ungehor⸗ ſamen Nichterſcheinens zum buͤrgertichen Tode Verurtheilten anfallen, erwirbt er durch die Adminiſtratlon ſeiner Ver⸗ wandten. I. 170. Die Verwalter der Hoſpitäler muͤſſen die ſich darin ereig⸗ nenden Sterbefaͤlle dem Beamten des Civilſtandes anzelgen. 203. Der Ver⸗ waltungsbeamte des Seeweſens hat die Sterbeurkunde bei Sterbefaͤllen zur See aufzunehmen. 206. Vorſchrift, wenn die Nothwendigkeit eintritt, fuͤr die Verwaltung des Vermögens einer als abweſend vermutheten Perſon zu ſorgen. 219. Von der Verwaltung des Ver⸗ moͤgens des Abweſenden. 224. Wenn der Abweſende wieder erſcheint, wird ihm ein Notar als Verwalter des Ver⸗ moͤgens geſetzt. 230. Die Mutter hat die Verwaltung des Vermoͤgens ihrer minderjährigen Kinder, wenn der Va⸗ ter verſchwunden iſt. 235. Wenn dem Manne die ſreye Verwaltung des Ver⸗ woͤgens unterſagt iſt, kann der Rich⸗ ter die Frau berechtigen, vor Gericht aufzutreten und Verträge abzuſchließen. 268. Jede im Allgemejnen ertheitte Genehmigung des Mannes gilt nur in Beziehung auf die Verwaltung des der Frau zugehörigen Vermoͤgens. 269. Der Verwalter des Wayſenhauſes hat in die Pflegſebaft einzuwilligen, wenn das Kind keine bekannten Verwandten hat. 337. Die Verwaltung des Vermoͤgens des Pfleglings geht auf den Pfleger uͤber, 338. und er iſt nach beendigter Pflegſchaft darüber Rechenſchaft abzule⸗ gen ſchuldig. 330. Wahrend der Ehe iſt der Vater Verwalter der Guter des Kindes, und nach Aufloͤſung der Ehe verwandelt ſich die Guͤteradminiſtration des uͤberlebenden Ehegatten in eine Vor⸗ mundſchaft. 348. Der Gegenvormund und der Speclalvormund ſind fuͤr thre Verwaltung gegenſeitig nicht veraut⸗ wortlich. 361. Von der Verwaltung des Vormundes. 376. Der emaneipiete Minderhährige kann alle conſervatori⸗ ſchen Handlungen vornehmen. 391. Den Interdieirten wird die eigene Verwaltung ihres Vermogens genom⸗ men. 395. Nach der Vernehmung des Interdicirten ernennt das Tribunal et⸗ nen Verwalter uͤber ſeine Perſon und ſein Vermoͤgen. 397. Dieſer ſtellt ſei⸗ ne Verrichtungen ein, wenn dem In⸗ Oq9 2 ter⸗ — — —— —L——— ——— ————— 49² terdicirten ein Vormund ernannt iſt, und legt demſelben Rechnung ab. 399. Wenn die Frau des Interdicirten zu ſeiner Vormuͤnderin ernannt iſt, ſett der Familienrath die Form und Bedin⸗ gung der Verwaltung feſt. 3099. Dle Domainenverwaltung kann zur vollſtän⸗ digen Schadloshaltung verurtheilt wer⸗ den, wenn ſie bei Annahme der erblo⸗ ſen Verlaſſenſchaft die vorgeſchriebenen Joͤrmlichkeiten nicht beobachtet. II. 122. Die vorlaͤufige Verwaltung iſt kein Be⸗ weis der Annahme der Erbſchaft. 126. Der Beneſiclarerbe muß das erbſchaft⸗ liche Vermdoͤgen verwalten. 138. Er haftet in Hinſicht der Verwaltung nur fuͤt grobes Verſehen. 139. Die erbloſe Verlaſſenſchaft verwaltet der Curator. 142. Schenkungen an Waiſenhanſer, Ho⸗ ſpitäler, und an die Armen einer Gemein⸗ de werden von den Verwaltern derſelben dngenommen. 186. Sie haben die Ein⸗ tragung zu bewirken, wenn an der ge⸗ ſchenkten Sache eine Hypothek ſtatt fin⸗ det. 188. Der Verwaltungsbeamte muß mit zugezogen werden, wenn der Commandeur des Schiffs ein Teſtament zur See aufnimmt. 209. Geſetzliche Verbindlichkeiten entſtehen auch aus den Handlungen der Verwalter. III. 87. Verwaltung der Guͤtergemeinſchaft. Verwaltung des perſoͤnlichen Vermoͤgens der Frau. 1090. Nach erfolgter Vermo⸗ gensabſonderung erhaͤlt dle Frau die freye Verwaltung ihres Vermoͤgens wie⸗ der. 116. Auch bei dem Ausſchluß der Guͤtergemeinſchaft hat der Mann die Verwaltung des ſaͤmmtlichen Vermogens der Frau; 140. bei der Verabredung der Vermogensabſonderung aber behält die Ehefrau die vollige Verwaltung ih⸗ res Vermoͤgens. 141. Die Verwal⸗ tung des Brautſchatzes waͤhrend der Ehe hat der Mann; 144. die des Para⸗ phernalvermoͤgens aber die Frau. 150. Verwalter duͤrfen die ihrer Sorgfalt anvertraulen Sachen nicht kaufen. 133. Regiſter. Vorſchriften fuͤr die Verwaltung bei dem Geſellſchaftsvertrage. 209. Die de⸗ ponirte Sache kann nur an den Ver⸗ walter des Deponenten zuruͤckgegeben werden, wenn er ſeinen perſoͤnlichen Zu⸗ ſtand veraͤudert hat; 224. und die von ei⸗ nem Verwalter deponirte Sache kann nach beendigter Verwalkung deſſelben nur an die von ihm vertretene Perſon zuruͤckgegeben werden. 255. Wider Ehefrauen findet die korperliche Verhaf⸗ tung im Falt eines Stellionats nur dann ſtatt, wenn ſie ſich die freie Verwal⸗ tung ihres Vermögens vorbehalten ha⸗ ben. 252. Die Geſetze, welche die Ver⸗ waltung oͤffentlicher Gelder betreffen, leiden durch die in dem Titel von der korperlichen Verhaftung in buͤrgerlichen Sachen keine Aenderung. 232. Die Verſaͤhrung laͤuft wider die Ehefrau in Anſehung desjenigen Vermoͤgens, wo⸗ von ihr Mann die Verwaltung hat. 310. Verwandte. Der Kaiſer kann zum Vortheil der Verwandten des zum buͤr⸗ gerlichen Tode Verurtheilten ſolche Ver⸗ foͤgungen treffen, die ihm die Menſch⸗ lichkeit eingiebt. I. 173. Verwandte können Zeugen ſeyn bei der Aufnahme einer Notorletätsurkunde. 198. Sie können die Nichtigkeitsklage wider die Ehe anſtellen, 255. und bei der Ehe⸗ ſcheidungsklage als Zeugen auftreten. 289. Auf die Verwandten des Adoptir⸗ ten fallt nach deſſen Tode ſein Vermö⸗ gen zuruͤck. 332. Verwandte von der väterlichen Seite muͤſſen hinzugezogen werden, wenn die Frau die Kinder ih⸗ res erſten Mannes einſperren laſſen will. 342. Die Verwandten des Minderſäh⸗ rigen können den Familienrath zuſom⸗ menberufen laſſen, 355. und ihn bil⸗ den. 356. Sie konnen den Familten⸗ rath zuſammenberufen laſſen, um den Vormund abzuſetzen. 374. Sie koͤnnen. in dem Rechtsſtreite mit auftreten⸗ 373. auf Emancipation des Minderyährigen, 390. und auf Interdiction 395. Regiſter. 305. Die Verwandten in gerader Li⸗ nie werden von der Erbſchaft nicht aus⸗ geſchloſſen, wenn ſie gleich den Moͤr⸗ der des Crblaſſers nicht angezeigt haben. II. 9o. Die Erbſchaften fallen den Blutsverwandten zu. Succeſſion der vollbuͤrtigen und der halbbuͤrtigen Ver⸗ wandten. 92 94. Um die Entfernung zu beſttmmen, in der Verwandte gegen einander ſtehen, zaͤhlt man in jeder Li⸗ nie die Grade. 97. Halbbuͤrtige Ge⸗ ſchwiſter erben das Ganze mit Aus⸗ ſchließung aller uͤbrigen Verwandten der andern Linfe. 106. Ueber den zwoͤlften Grad entfernte Berwandte er⸗ ben nicht. 110. Wenn es in einer Li⸗ nie an erbfaͤhigen Verwandten fehlt, ſo erhalten die Verwandten der andern Linie das Ganze. 110. Erbfolge der Verwandten, wenn ſie mit unehelichen Kindern concurriren. 115. Die Ver⸗ wandten des in einem Hoſpiz ſterben⸗ den Sindes knnen daſſelbe zwar beer⸗ ben; ſie muͤſſen aber das Hoſpiz wegen der Altmente entſchaͤdigen. 124. Die Verwandten des Erblaſſers erhalten den Anthell desjenigen, der die Erbſchaft ausgeſchlagen hat. 129. Die in den Beſitz des Vermoͤgens des Abweſenden eingewleſenen Verwandten haben ſtatt ſeiner die Theilung zu erwirken. 143. Die Verwandten des nicht emancipirten Minderzährigen können ſtatt des abwe⸗ ſenden Vormundes die Verſiegeiung der Verlaſſenfchaft nachſuchen, 146. auch die Entſiegelung. 147. Zum Vortheile der Schiffsoffictere darf der Teſtirer in einem nautiſchen Teſtament nur verfuͤ⸗ gen, wenn es ſeine Verwandte ſind. 211. Anch die Verwandten können um die Eintragung der den Ehemaͤnnern und Vormundern gehorenden Grund⸗ ſtüͤcke antragen. 279. vergl. Aſcen⸗ denten. Deſcendenten. Halb⸗ bürtigkeit. Seitenverwandte. Vollbuͤrtigkeit. Verwandtſchaft. Die aus der Laufe 493 und Confirmation entſpringende geiſt⸗ liche Verwandtſchaft hat aufgehoͤrt. I. 236. Eintheilung der Verwandtſchaft in die natuͤrliche und buͤrgerliche. 245. Eheverbote wegen Verwandtſchaft. 246 Die Verwandtſchaft in entferntern Gra⸗ den, als der Code verbietet, begruͤndet kein Ehehinderniß. 249. Zu nahe Ver⸗ wandtſchaft begruͤndet die Klage der Nichtigkeit der Ehe. 255. Berechnung der Verwandtſchaftsgrade. II. 96. Verwendung. Die Wiederanlegung eines Tapitals kann der emancipirte Minderjahrige nur mit Zuzlehung ſei⸗ nes Curators vornehmen. 1. 392. Die Einkuͤnfte des Interdicirten muͤſſen dazu vetwandt werden, um ſein Schickſal zu erleichtern. 4o1. Wenn der Schuld⸗ ner beweiſt, daß die gezahlte Sache zum Nutzen des Glaͤubigers verwendet worden ſey, iſt die an den zur Annah⸗ me unfaͤhigen Glaͤubiger geletſtete Zah⸗ lung guͤſtig. II. 44. Nur dann kann das an Minderjährigen, Interdicirten und Ehefrauen Gezahlte bei ihrer Wie⸗ dereinſetzung in den vorigen Stand zu⸗ ruͤckgefordert werden, wenn man er⸗ weiſt, daß die Zahlung zu ihrem Nutzen geſchehen ſey. II. 63. Von der Wie⸗ derverwendung des aus dem Verkauf unbeweglicher, einem der Ehegatten perſoͤnlich zugehoriger Grundſtuͤcke in die Guͤtergemeinſchaft gefallenen Ptei⸗ ſes. 111. Wenn nach erfolgter Vermoͤ⸗ gensabſonderung es nicht bewiefen wer⸗ den kann, daß das aus der Veraͤuße⸗ rung der der Frau gehoͤrenden unbe⸗ weglichen Sachen geioͤßte Geid zu ſei⸗ nem Vortheil verwandt ſey, ſo hat der Mann fuͤr die Wiederverwendung deſ⸗ ſeiben nicht zu haften. 116 Jeder Ehe⸗ gatte nimmt das an der Stelle des ihm perſoͤnlich zuſtehenden Vermoͤgens wie⸗ der Angeſchaffte zum Voraus. 122. Nach geſchehener Verzichrleiſtung auf die Gu⸗ tergemeinſchaft kann die Frau das an die Stelle der ihr gehörenden unbeweg⸗ d)4 3 lichen 494 lichen Sachet wieder Angeſchaffte zu⸗ ruͤcknehmen. 126. Nur wenn der Ge⸗ genſtand zum Nutzen der Geſellſchaſt verwandt worden iſt, bindet die von ei⸗ —, — —— — bindlichkeit die uͤbrigen. 211. Wer ei⸗ nem Unfaͤhigen etwas in Verwahrung . giebt, hat nur eine Klage auf Erſatz deſſen, was zum Nutzen des Unfaͤhigen verwendet worden iſt. 223 Wenn die Verwendung durch die Darlehnsurkunde 3 erwieſen wird, haben diejenigen, wel⸗ 3 che Geld hergeliehen haben, um die Ar⸗ beiter zu befriedigen, ein Privileg auf 3 die Arbeiten. 269. Verzeichniß. Wie das Verzeichniß der beweglichen Sachen eingerichtet ſeyn 3 muß, damit, die Schenkung daruͤber guͤltig ſey. H. 190. Wenn die Schen⸗ 6 i kung an die Ehegatten das gegenwärti⸗ ge und zukänftige Vermogen begreift, ſo muß der urkunde ein Verzeichniß der Schulden des Schenkers beigefuͤgt wer⸗ 1 den. 234. Als Errungenſchaft wird das⸗ . zenige bewegliche Vermögen betrachtet, was nicht durch ein Verieichniß beim Einbringen beurkundet iſt. III. 129. Fol gen fuͤr die Glaͤubiger, wenn bet der 4 Clauſel der Schuldentrennung das von den Chegatten eingebrachte Mobtliar⸗ 3 vermögen nicht vor der Ehe durch ein 4 glaubhaftes Verzeichniß in Gewißheit geſetzt wurde. 133. ſ. Inventar. „ Verzichtleiſtung, Die Ehegattin des 34 Abweſenden, die ſich fuͤr die Fortſetzung der Guͤrergemeluſchaft erklart, behält 6 das Recht, in der Folge auf dieſelbe 4 Verzicht zu leiſten. I. 225. Wenn das Kind ſich der wlage auf einen gewiſſen Stand noch nicht begeben hat, können 14 ſeine Erben dieſelbe fortſetzen. 319⸗ Verzichtleiſtung endigt den Pießbrauch⸗ H. 39. Durch Verzichtleiſtung auf die Gemeinſchaft kann ſich jeder Mit⸗ eigenthuͤiner von dem Beitrage zu den Koſten einer gemeinſchaftlichen Mauer befreyen. 52. Derjenige, auf deſſen Erb⸗ nem der Geſellſchafter contrahirte Ver⸗ — Regiſter. ſchaft man Verzicht gethan hat, kahn repraͤſentirt werden. 102 Verzicht konz nen die Domainenverwalter auf die dem Staat anhelm gefallenen Erbſchaften nicht leiſten. 122. Wenn jemand auf ſeine Rechte auf die Erbſchaft verzichtet, ſo laͤßt ſich daraus die Annahme der Erbſchaft folqern. 126. Die Glaͤubi⸗ ger desjenigen, der zu ihrem Nach⸗ theil auf eine Erbſchaft Verzicht leiſtet, konnen ſtatt ſeiner vom Gericht zum Empfange der Erbſchaft autortſirt wer⸗ den 130. Der Erbſchaft einer noch le⸗ benden Perſon kann man nicht entſagen. 132. Der Erbe, welcher Erbſchafts ſa⸗ chen unter blagen oder verheimli ht hat, bleibt der Cntſagung ungeachtet unbe⸗ dingr Erbe. 133. Der Beſchenkte kann ſich von der Collation des baaren Geldes befreyen, wenn er bis zu deſ⸗ ſen Betrage auf das Vermogen der Etb⸗ ſchaft Verzicht leiſtet. 161. Jede Ue⸗ bereinkunft, wodurch der Schenker auf die Aufhebung der Schenkung wegen Nachgeburt eines Kindes Verzicht thut, iſt nichtig. 196 Der Beſchenkte muß den ihm vom Schenker gemachten Be⸗ dingungen nachkommen, wenn er nicht lieber auf die Schenkung verzichten will. 235. Folzen, wenn der Glaͤubie ger in Ruͤckſicht der Schuldner der So⸗ lidarklage entſagt, und einer oder meh⸗ rere nachher zahlungsunfähig werden. III. 37. Eheqatten koͤnnen in der Ehe⸗ ſtiſtung keine Verzichtleiſtung vorneht men, die eine Abaͤnderung der Inte⸗ ſtaterbfolge bewirken wuͤrde. 94. Von der Annahme oder Ausſchlazung des Vermoͤgens der Gutergemeinſchaft, nach deren Aufhebung. 117. Von der Ver⸗ zichtleiſtung auf die Guͤtergememſchaft, und deren Wirkungen. 126. Der Kau⸗ fer kann von dem Contract abgehen⸗ wenn das ihm verkaufte Grundſtuͤck be⸗ traͤchtlich größer iſt ais der Contract es angiebt. 162. Hypotheken erloſchen durch Verzichtleiſtung des e 1 t, 1. ſ. (5 e6 en t uf Regiſter. 495 auf dieſelben. 200. Wenh der Klaget von ſeiner Klage abſteht, wird die Ver⸗ jährung micht unterbrochen. 309. vergl. Ausſchlagung. Entſagung. Verzierungen, die mit dem Tafel⸗ wert des Zimmers ein Ganzes aus⸗ machen, gehoͤren zu den unbeweglichen Sachen. II. 7. Verzierungen kann der Rießbraucher nach beendigtem Nieß⸗ brauch zuruͤcknehmen. 33. Verzierungen der Grundſtuͤcke des Legats ſind als Theile deſſelben zu betrachten. 217. Verzug. Wenn der Erbe in Hinſicht der Ablreferung des Legats in mora war, muß er das untergegangene Legat er⸗ ſetzen. II. 224. Wenn der Schuldner in Verzug geſetzt iſt, die Sache zu uͤber⸗ liefern, ſtehr ſie auf ſeine Gefahr. III⸗ 15. Wirkung des Verzugs. Wodurch der Schuldner in Verzug geſetzt werden kann. 15. Der in Verzug geſetzte Schuld⸗ ner muß ſeinen Glaͤubiger vollig ſchad⸗ los halten. 17. Der alternative Bertrag iſt erloſchen, wenn beide Sachen ohne Verſehen des Schuldners, und ehe er im Verzuge war, zu Grunde gingen⸗ 33. Wenn ein Gegenſtand durch den Verzug der Mitſchuldner zu Grunde ge⸗ gangen iſt, ſo bezahlt der ausgeklagte Schuldner mur deſſen Werth. 36. Der Glaͤubiger kann, im Fall des Verzuges, den Schuldner nur auf die Erfuͤllung der Hauptverbindtichteit belangen. 4l. Die Conventionalſtrafe iſt verwirkt, wenn der Verpflichtete ſich im Verzuge befin⸗ det. 1. Wer eine genaue beſtimmte Sache zu leiſten hat, wird durch deren Ablieferung frey, wenn er ſich nicht ſchon während der daran erfolaten Ver: ſchlimmerungen im Verzuge befand. a3. Die Verbindlichkeit erloͤſcht, wenn die genau beſiimmte Soche ohne Verzug des Schuldners zu Grunde geht. 51. „Der Kaͤufer kann Schaoloshaltung ver⸗ lungen, wenn der Verkaͤufer die Sache nicht zur gehoritgen Seit uͤberliefert. 161. So lange der Kaͤufer von Grundſtuͤcken durch eine Aufforderung nicht in Verzug geſetzt iſt, kann er auch noch nach dem Ablauf der Friſt bezahlen⸗ 169. Wenn der Pachter mit der Abueferung des alt⸗ quoten Theils nicht im Verzuge war, muß der Eigehthuͤmer ſeinen Antheil am Verluſt der Fruͤchte tragen. 192. Nur wenn der Verwahrer in mora red- gendi war, iſt er fur die Folgen eines unabwendbaren Zufalls verantwortlich, 223. und das bet ihm deponirte Geld braucht er nur von dem Tage an zu verzinſen, wo er in Verzug der Wie⸗ dererſtattung geſetzt war. 224. Dieß muß auch der Mandatar thun von den erhobenen Summen. 236. Vicarius kann den abweſenden Civil⸗ ſtandsbeamten vertreten. 1. 176. Vieh, was zum Feldbau dtent, gehoͤrt zu den unbeweglichen; II. 4. 6. bei dem einfachen Vlehpacht ꝛc. aber zu den beweglichen Sachen. 5. Viehfutter iſt in dem Ausdruck Moöilien nicht mitbe⸗ griffen. 10. Ueber den Nießbrauch am Vieh. 39. Der Pachter iſt verpflichtet, das Feidgut mit dem zur Benutzung er⸗ forderlichen Vidh zu verſehen. UI. 190⸗ Wenn der Pachter am Ende der Pacht⸗ zeit das zur Nutzung gehabte Vieh nicht zuruckliefert, kann koͤrperliche Verhaf⸗ tung gegen ihn erkannt werden. 251⸗ vergl. Ackervieh. Thiere. Viehpacht. Bel welchen Arten der Viehpacht das Vieh fuͤr unbeweglich ge⸗ halten wird. II. 4. Viehpacht iſt ein Miethcontract uͤber Vieh. M. 18I. Von dem Viehpacht. Allgemeiue Regeln. 197. Von dem einfachen Viehpacht. 158. Von dem Viehpacht zur Hälfte. 200. Von dem mit dem Pachter eingegane genen Viehpacht. 200. Von dem mit dem Thellpachter eingegangenen Vieh⸗ pacht. 201. Von dem uneigentlich ſo⸗ genannten Viehpacht. 202. Vindication, Cigenthumsklage. Voͤgel. Von kleinen Vogein lät ſich die Oocupation als Etwerbsart denken. n. 30. p Voilbür⸗ ——— ———— —— 496 bei der Sucteſſion der Collateralen nicht mehr an. II 1ro. vergl. Verwandte. Volljaͤhrigkeit. Das von Auslän⸗ dern in Frankreich gebohrne Kind iſt berechtigt, in dem Jahre nach erlang⸗ ter Volljährigkeit die rechtliche Eigen⸗ ſchaft eines Franzoſen in Anſpruch zu nehmen. I. 146. Auch wenn die Kin⸗ der ſchon das fuͤnf und zwanziaſte Jahr zuruͤckgelegt haben, kann von thren El⸗ tern und Großeltern noch Einſpruch wi⸗ der die Hetrath geſchehen 252. Der zu Adovtirende muß volljährig ſeyn. 330. Volljährigkeit des Pfleglinas en⸗ digt die Pflegſchaft, 339. und Voll)äh⸗ rigkeit des Kindes die elterliche Gewalt. 340. Bis zur Volljährigkeit des Kin⸗ des kann der Vater um Einſperrung deſ⸗ ſelben auf ſechs Monathe nachſuchen. zaz. Durch Volljaͤhrigkeit endet dte Vormundſchaft. 389. Von der Volljäh⸗ tigkeit. 394. Wie es mit dem Nach⸗ laß eines in einem Hoſpiz auferzoaenen Kindes zu halten, dos vor erreichter Voll)aͤhrigkeit ſtirbt. II. 124. Voll)ah⸗ rige koͤnnen die Annahme der Erbſchaft nur wegen Gewalt und Betrug anfech⸗ ten. 127. Von volhͤhrigen Miterben kann eine freiwillige Verſiegelung nach⸗ geſucht werden. 146. Der Vormund kann von ſeinen Pupillen nicht eher ei⸗ ne Schenkung oder ein Vermaͤchtniß annehmen, als bis ſie vollſährig ge⸗ worden ſind. 174. Wenn der Beſchenk⸗ te volljaͤhrig iſt, muß entweder er, oder ſein Bevollmächtigter die Schenkung ant nehmen. 186. Teſtamẽntszeugen muͤſ⸗ ſen volljährig ſeyn. 207. Die Wieder⸗ einſetzung in den vorigen Stand fällt bei Minder)aͤhrigen weg in Hinſicht der Handlungen, welche ſie waͤhrend der Vollſährigkelt genehmiqt haben. III. 62. In welchen Fällen Volljährige wieder in den vorigen Stand geſetzt werden koͤnnen? 63. Die von einem Vormunde deponirte Sache kann nach Regiſter. Vollbuͤrtigkeit. Darauf kömmt es dem Aufhoͤren ſeiner Verwaltung der von ihm vertretenen Perſon zuruͤckge⸗ geben werden. 223. Vollmacht. Bei dem im Tribunal er⸗ ſter Inſtanz niederzulegenden Regiſter des Cwilſtandes mäſſen ſich die dazu get hoͤrenden Vollmachten befinden. I. 182. Die Bevollmaͤchtigten, welche Einſpruch thun, muͤſſen mit einer hierauf gerich⸗ teten Vollmacht verſehen ſeyn. 196. Die Intereſſenten können auf Abweſen⸗ heitserklaͤrung antragen, wenn der Ab⸗ weſende keine Vollmacht zur Verwalt tung ſeines Vermoͤgens hinterlaſſen hatte, oder auch zehn Jahre nach den⸗ von ihm hinterlaſſenen Vollmacht. 221. Der Te⸗ ſtamentsexecutor handelt Kraft ſeiner Vollmacht, und nach der Ausdehnung derſelben. II. 220. Jede Schuld“, wel⸗ che die Frau vermoͤge einer Vollmacht des Mannes gemacht hat, ſaͤllt der Guͤ⸗ tergemeinſchaft zur Laſt. III. 106. Die Frau kann ihren Mann zur Verwal⸗ tung und Benutzung ihres Parapher⸗ nalvermogens bevollmächtigen. 150. Nur wenn die Geſellſchafter Einen von ih⸗ nen bevollmächtigten, bindet die von ihm eingeganaene Werbindlichkeit die ganze Geſellſchaftt 211. Wie die Voll⸗ macht fuͤr den Mandatar ertheilt wer⸗ den kann. Arten der Vollmacht. 234. Der Mandatar, welcher der mu ihm contrahirenden Perſon Kenntniß von ſei⸗ ner Vollmacht gegeben hat, iſt wegen Ueberſchreitung derſelben zu keiner Ge⸗ währleiſtung verbunden. 236. Von den Verbindlichkeiten des Vollmachtgebers. 236. Der Mandant kann nach geſche⸗ henem Wierruf den Mandatar zwin⸗ gen, die Urkunde wieder herauszuge⸗ ben. 237. Er kann auch die Vollmacht auftuͤndtgen, indem er dem Mandanten hievon Nochricht giebt. 228. vergl. Be⸗ vollmaͤchtigte. . Man⸗ datscontract. te Steafe des buͤr⸗ Vollſtreckung. Die F —*— ——— w*—„——*—— ——————* Vorausvermaͤchtniß. Vorbehalt. Regiſter. 497 gerlichen Todes tritt erſt mit der Voll⸗ ſtreckung des Urtheils ein. I. 168. Vorausabzug vom Capital iſt verbo⸗ ten. III. 20. Vorausklagen, I. Ausklagen. Vorausnahme. Das Recht der Vor⸗ aus nahme haben Aſcendenten an den an die Deſcendenten geſchenkten Sachen, wenn dieſe ohne Nachkommen ſierben; II. III. und die ehelichen Deſcenden an dem Vermogen der unehelichen Kinder. 120. Wenn die Collation nicht in Na⸗ tur geſchieht, erhalten die durch die Collation gewinnenden Miterben einen gleichwerthen Theil aus der Erbſchafts⸗ maſſe zum Voraus. 152. Der Ehegatte kann den nicht wieder verwendeten Preis foͤr ihm gehoͤrige, veraußerte unbeweg⸗ liche Sachen bei Auflöſung der Gäter⸗ gemeinſchaft vorweg nehmen. III. 111. Von der Vorausnahme bei der Theilung nach erfolgtet Collatlon. 122. Bet dem Ausſchiuß der Guͤtergemeinſchaft iſt der Ehegatte berechtigt, bei Auflsſung der Guͤtergemeinſchaft das bei Eingehung der Ehe von ihm Zugebrachte zum Vor⸗ aus zu nehmen. 130. Von der mit der Clauſel der Vorausnahme verabredeten Guͤtergemeinſchaft. 135. Ein ſoſches braucht der Erbe nicht zu conferiren. 1I. 137. 181. r Wenn der Nießbraucher ſich den Nießbrauch an einer Sache vor⸗ behalten hat, die er verkaufte oder ver⸗ ſchenkte, braucht er keine Caution zu ſtellen. II. 33. Von der Schenkung un⸗ ter Vorbehalt. 190. Die Schenkung in einer Cheſtiftung an die Ehegatten kann anter der Bedingung eines Vor⸗ behalts geſchehen. 235. Wirkung des von dem Glaͤubiger von einem der So⸗ lidarſchuldner ohne Vorbehalt angenom⸗ menen Antheils an der Bezahlung. III. 36. 37. Bei der Novation ſteht dem Glaͤubiger gegen den delegirten Schuild⸗ ner nur dann ein Anſpruch zu, wenn Spangenberg's Commentar Bd. III. er ſich denſelben ausbrücklich vorbehal⸗ ten hat. 56. Das Diſpoſſtionsrecht des Mannes uͤber das gemeinſchaftliche Ver⸗ moͤgen iſt nur auf einzelne Mobilten be⸗ ſchraͤnkt, vorausgeſetzt, daß er ſich nicht den Nießbrauch an denſelben vorbehält. 107. Wenn die Frau mit Genehmigung des Tribunals ihre dos zur Verſorgung ihrer aus einer fruͤhern Ehe herruͤhren⸗ den Kinder verwendet, bleibt dem Manne doch das Benutzungsrecht daran vorbehalten. 145. Vorkaufsrecht iſt bei Aufhebung der Lehosverhältniſſe weggefallen. 1I. 68. Vorladung. Der Fremde kann wegen Verbindlichkeiten mit einem Franzoſen vor ein franzoͤſiſches Gericht gefordert werden I. 151. Wenn der Mann ſelne Genehmigung zur Eingehung eines Rechtsgeſchaͤfrs verweigert, kann die Frau ihn vor das Tribunal erſter Inſtanz vorladen laſſen. 268. Zur Vorlodung des Beklagten in Eheſcheidungsſachen muß der Praͤſident des Tribunals erſt Erlaubniß ertheilen. 284. Wenn die geſchledene Ehefrau eine Verlaͤngerung der Friſt uͤber die Annahme oder Aus⸗ ſchlagung der Guͤtergemeinſchaft erwir⸗ ten will, muß ſie den Mann gehoͤrig vorladen laſſen. III. 119. Eine vecht⸗ liche Unterbrechung der Verjaͤhrung wird durch eine Vorladung vor Gericht er⸗ zeugt. 308. Gewiſſe Ver)aͤhrungen lau⸗ fen ſo lange, bis eine nicht wieder per⸗ imirte Vorladung vor Gericht erlaſſen iſt. 314. Vormund. Vormundſchaft. Aus⸗ länder duͤrfen keine Vormundſchaft uͤber⸗ nehmen. I. 151. Der buͤrgerlich Todte kann weder zum Vormunde ernannt werden, noch zu den Verrichtungen, die ſich auf die Vormundſchaft beziehen. 166. Der Minderzährige hat ſeinen Wohnſitz bei ſeinem Vormunde. 217. Nach dem Verſchwinden des Vaters wird einem einſtweiligen Vormunde die Aufſicht uͤber die Kinder uͤbertragen. Ryr 235. 498 — — —— 235. Der Vormuhnd des nicht aner⸗ kanuten unehelichen Kindes, oder des anerkannten, das ſeine Eltern verloren, muß ſeine Einwilligung zur Heirath ge⸗ ben. 244. Die Ehe zwiſchen ihm und ſeinem Pupillen vor der Rechnungsab⸗ lage iſt nicht mehr verboten. 249. Vor⸗ muͤnder koͤnnen nur mit Genehmigung des Famillenraths Einſpruch einlegen. 233. Dem abgeleugneten Kinde wird ein Vor⸗ mund beigeordnet. 314. Die Vormund⸗ ſchaſt uͤber den Pflegling hoͤrt auf und geht auf den Pfleger uͤber. 338. Von der Vormundſchaft. 346. Von der Vor⸗ mundſchaft der Eltern. 347. Vormund⸗ ſchaft des uͤberlebenden Vatets, und der überlebenden Mutter. 349. Von der durch die Eitern uͤbertragenen Vormund⸗ ſchaft. 352. Von der Vormundſchaft der Aſcendenten. 353. Von der durch den Familienrath uͤbertragenen Vor⸗ mundſchaft. 354. Ernennung des Vor⸗ mundes. 361. Er kann um Ernennung des Gegenvormundes anſuchen. 363. Von den Urſachen, die von der Vor⸗ mundſchaft befreyen. 365. Von der Un⸗ Faͤhigkeit zur Vormundſchaft, und von der Ausſchließung und Abſetzung der Vormuͤnder. 371. Von der Verwal⸗ tung des Vormundes. 376. Von den Vormundſchaftsrechnungen. 387. Ende der Vormundſchaft. 389. Von der Ent⸗ laſſung aus der vormundſchaftlichen Ge⸗ walt. 389. In Ermangelung der Ei⸗ tern kann der Vormund die Emancipa⸗ tion bewirken. 390. Er muß dem eman⸗ cipirten Minder)ährigen Rechnung ab⸗ legen. 391. Von dem Tage der Zurück⸗ nahme der Emancipation an tritt der Minderſaͤhrige wieder unter die Ver⸗ mundſchaft. 392. Dem Interdieirten wird ein Vormund ernannt; 395. 399. der aber ſeine Stelle nach zehn Jahren niederlegen kann. qo1. Wenn der Vor⸗ mund im Namen ſeiner Pupillen die Crbſchaft nicht unter der Rechtswohl⸗ that des Inventars angetreten hat, koͤn⸗ . Regiſter. nen ſie die Annahme der Erbſchaft an⸗ fechten. II. 127. Statt der Minder)äh⸗ rigen und Interdicirten muf der Vor⸗ mund die Thellung erwirken, 145. und um die Verſtegelung, 146. und Entſiege⸗ lung der Verlaſſenſchaft nachſuchen. 146. Er hat auch bet dem Tribunal erſter In⸗ ſtanz bei der Theilung um einen cura⸗ tor ad hoe nachzuſuchen, wenn mehrere Minderhaͤhrige ein entgegengeſetztes In⸗ tereſſe haben. 154. In welchen Fällen er von ſeinem Pupillen ein Vermacht⸗ niß oder eine Schenkung annehmen kann. 174. Er hat die einem Minderhährigen oder Interdicirten gemachte Schenkung anzunehmen, 186. und dieſelbe in das Hypothekenregiſter eintragen zu laſſen. 188. Im Fall der Zahlungsunfaͤhigkeit des Vormundes findet keine Wiederein⸗ ſetung in den vorigen Stand ſtatt. 188. Der Vormund kann im Namen des Minderjährigen auf Ernennung eines Executors fuͤr die fideicommiſſariſchen Verfuͤgungen anttagen, 228. und um Errichtung eines Inventars anſuchen. 229. Er kann den von dem Minder)ah⸗ rigen eingegangenen Vergleich reſcindi⸗ ren laſſen, III. 9. und muß fuͤr culpa levis haften. 13. Vormuͤndern kann die Rechtswohlthat der Vermoͤgensabtretung nicht zukommen. 5. Zwiſchen dem Vormunde und ſeinem Pupilllen entſteht eine unmittelbar durch das Geſetz be⸗ gruͤndete Verbindlichkeit 87. Die Klage auf Gewährletſtung kann auch gegen den Vormund gerichtet werden, der den ei⸗ nen Ehegatten frei von Schulden er⸗ klaͤrt hatte. 134. Vormuͤnder duͤrfen die Sachen ihrer Pupillen bei dem Ver⸗ kaufe nicht erſtehen. 158. Ein Vormund kann ſich Namens des Minderhährigen und Interdicirten nur unter den gege⸗ benen Vorſchriften vergleichen⸗ 246. Minderſährige und Interdicirte haben eine geſetzliche Hypothek auf. das Ver⸗ mogen des Vormundes. 274. Sie nimmt ihren Rang von dem Tage der ange⸗ nommenen Regiſter. 409 nommenen Vormunbſchaft. 278. Die Vormuͤnder ſind verpyflichtet, dieſe Hy⸗ pothek eintragen zu laſſen. 279. Von der Art und Weiſe, bei Erwerbung der den Vormuͤndern gehoͤrenden Grund⸗ ſtuͤcke, dieſelben von den darauf haften⸗ den, aber nicht eingetrageneh Hypothe⸗ ken frey zu machen. 294. Bei dem ge⸗ richtlichen Verkaufe der unbeweglichen Gaͤter der minderjaͤhrigen Frau wird ihr vom Tribunal ein Vormund beigeord⸗ net. 300. Ob die Zahlung wirklich er⸗ folgt ſey? daruͤber darf Vormuͤndern der Eid nur dahin zugeſchoben werden, daß ſie nicht wiſſen, daß der Kläger die Sache wirklich zu fordern habe. 314. Specialvormund. Verprundſchaftsrath, ſ. Rath⸗ ber. Vorſchuß. Wenn das Kind des Inter⸗ dicirten ſich verheirathen will, ſoll der Vorſchuß auf das kuͤnftige Erbthell burch ein vom Tribunal beſtätigtes Gutach⸗ ten des Familtenraths beſtimmt werden. 401. v rung. Wie er an Gebaͤuden auf das Grundſtuͤck des Nachbarn einzu⸗ richten iſt, und in welcher Entfernung er angelegt werden kann. II. 58. Vorſteher der Collegien ſind zum Cö⸗ libat verpflichtet. I. 248. Vortheil. Der Vortheil, den das Ge⸗ ſetz giebt, kann ausgeſchlagen werden. 1. 136. Durch die Cheſchetdung, mit Ausnahme der wegen wechſelſeitiger Einwilligung, verllert der ſchuldige Ehe⸗ gatte alle ihm von dem andern zuge⸗ wandten Vortheile. 304. Die Theilung kann angefochten werden, wenn einer einen größern Vortheil erhalten hatte, als das Geſetz erlaubte. II. 233. Fuͤr Vortheile, die der eine Ehegarte per⸗ ſömlich aus dem gemeinſchaftlichen Ver⸗ mögen zog, muß dem andern Ehegatten Vergatung geleiſtet werden. III. 12. Wenn die Verwiſchung des beweglichen Verwögens und der Schulden einem der Ehegatten einen größern Vortheil verſchafft, als ihm nach den Geſetzen zuksmmt, ſo haben die Kinder erſter Ehe eine Klage auf Reductton. 126. Die Vorausnahme wird nicht als ein den Foͤrmlichkeiten der Schenkung uuter⸗ worfener Vorthetl betrachtet. 135. Die Vorthetle, welche durch gemeinſchaftli⸗ chen Fleiß an den Einkuͤnften der beiden Ehegatten gewonnen werden, ſind nicht als eine zum Nachtheil der Kindet er⸗ ſter Ehe geſchehene Beguͤnſtigung anzu⸗ ſehen. 130. Den Erben bleiben ihre Rechte fuͤr den Fall einer indirect ge⸗ ſchehenen Beguͤnſtigung bei dem Kauf⸗ contracte der Ehegatten unter einandet vorbehalten. 158. Wenn die Niederle⸗ gung zum Vortheil des Verwahrers ge⸗ ſchehen war, muß er culpam leviffi- mam präſtiren. 223. vergl. Gewinn. Vorwegnahme, ſ. Vorausnahme. Vorzug. Bet der Concurrenz der Aſcen⸗ denten zur Vormundſchaft geht der vä⸗ terliche Aſcendent dem muͤtterlichen deſ⸗ ſelben Grades vor. l. 353. Bei den Verfuͤgungen zum Vortheil der Enkel des Teſtirers muß das Vermögen unter alle Kinder des Beſchwerten ohne Vor⸗ zug des Alters und Geſchlechts ver⸗ theilt werden. Il. 227. Die Guͤter des Schuldners verhalten ſich als gemein⸗ ſchaftliches Unterpfand, wenn keine Ur⸗ ſachen vorhanden ſind, daß ein Glaͤubi⸗ ger dem andern vorgezogen werden muß. III. 260. Rechtmäßige Urſachen, die einen Vorzug des einen vor dem andern begruͤnden, ſind die Privilegien und Hypotheken. 260. Vorzugsrecht. Die Frau und ihre Er⸗ ben haben bei der Zuruͤckforderung der dos kein Vorzugsrecht vor den mit ei⸗ ner fruͤhern Hypothek verſehenen Gläu⸗ bigern. III. 149. Vorzugsrecht des Fauſtpfandglaͤubigers. 253. ſ. Privi⸗ legien. Rer2 w. ———— 1 . 4 500 wW. Wachtgeld iſt abgeſchafft. II. 6. Waffen. Franzoſen koͤnnen peinlich be⸗ ſtraft werden, wenn ſie die Waffen ge⸗ gen ihr Vaterland getragen haben. 1. 160. Waffen ſind in dem Ausdruck Mo⸗ bilien nicht mitbegriffen. II. 10. Die Thore, Mauern, Graͤben und Waͤlle der Waffenplätze ſind Staatseigenthum. 12. Wenn die Spiele zur Uebung im Gebrauch der Waffen dienten, iſt die S. auf eine Spielſchuld geſtattet. 231. Wahnſinn. Wenn der eine Ehegatte wahnſinnig iſt, können die nächſten Ver⸗ wandten gegen die Heirath Einſpruch thun. I. 252. Wahnſinn iſt keine Ehe⸗ ſcheidungsurſach mehr. 279. Er iſt ein Grund zur Iuterdiction. 395. Die Handlungen des verſtorbenen Interdicir⸗ ten vor der Interdiction koͤnnen ange⸗ fochten werden, wenn ſich der Beweis des Wahnſinns aus der Handlung ſelbſt ergiebt. 399. vergl. Verſtand. Waldung. Der gewohnliche Abtrieb der hohen Waldung wird fuͤr beweglich ge⸗ halten. II. a. Das Gebrauchsrecht an Waldungen wird durch beſondere Ge⸗ ſetze beſtimmt. 43. vergl. Baum. Holz. Wall. Die Wälle der Kriegs⸗ und Waf⸗ fenplaͤtze, und der Feſtungen gehoͤren zum Staatseigenthum. II. 12. gehoͤren zu den Moͤbeln. *. Waſſer. Plaͤtze, welche das Flußwaſſer trocken laͤßt, gereichen als Alluvion dem Eigenthuͤmer des verlaſſenen Ufers zum Vortheil. II. 21. Der Eigenthuͤmer von Landſeen und Teichen behält immer den Grund und Boden derſelben, auch wenn ſich die Waſſermaſſe verringern oder ver⸗ mehren ſollte. 21. Vorſchrift, wenn durch die Gewalt des Waſſers ein be⸗ traͤchtlicher Theil eines angrenzenden Feldes abgeriſſen, und an ein unterhalb liegendes Grundſtuck angeſpuͤhlt wird. Regiſter. 22. Von dem Ahfluß des Waſſers auf tiefer liegende Grundſtücke. 46. Servi⸗ tut der Quellen, 46. und des Flleß⸗ waſſers. 47. Der Eigenthuͤmer muß ſelne Dächer ſo einrichten, daß das Regenwaſſet auf ſeinen eigenen Grund und Boden falle. 56. Das Recht Waſ⸗ ſer zu ſchopfen iſt eine nicht fortwäh— rende Servitut. 61. Die Servitut, Waſſer aus einem fremden Brunnen zu ſchoͤpfen, hat die Servitut des Ueber⸗ gangs zur Folge. 64. Waſſerleitungen ſind fortwährende Servituten. II. 67. Waſſermuͤhlen gehsren zu den unbe⸗ weglichen Sachen. II. ₰. Waoſſerroͤhren werden als Theil des Grundſtücks, zu dem ſie gehören, be⸗ trachtet. II.. Wayſenhaͤuſer können nur mit Ge⸗ nehmigung des Kaiſers ein Geſchenk oder ein Vermächtniß annehmen. II. 175. Die zu ihrem Vortheil gemach⸗ ten Schenkungen werden von den dazu ermaͤchtigten Verwaltern derſelben an⸗ genommen. 186. Wechsler. Wenn der Minderjaͤhrige ein Wechsler iſt, faͤllt die Wiederein⸗ ſetzung in den vorigen Stand weg. III. 62. Die geſchehene Vermögensabſonde⸗ rung muß öͤffentlich und auch in dem Handelsgerichte bekannt gemacht wer⸗ den, wenn der Ehemann ein Banquler oder Großhaͤndler iſt. III. 1715. Wege, die der Staat unterhaͤlt, ſind Staatseigenthum. II. 12. vergl. Stra⸗ ßen. Wegnahmerecht hat der Nießbrau⸗ cher an den zum Vergnuͤgen dienenden Sachen. II. 33. Weide. Das Weiderecht iſt eine nicht fortwaͤhrende Servitut. II. 61. vergl⸗ Koppelweide. Wein iſt in dem Ausbruck Mobllien nicht mitbegriffen. IHI. 10. Weinbau. Der Weinbauer braucht die von Werth. Regiſter. 5o1 von ihm auszuſtellenden Schuldſcheine nicht ganz zu ſchreiben. II. 68. Weinbeeren. Das Abfallen derſelben gehoͤrt zu den gewoͤhnlichen Zufallen, die der Pachter uͤbernehmen kann. III. 192. Weinberg. Die ohne ſchriftlichen Ver⸗ trag eingegangene Verpachtung eines Weinberges wird als auf Ein Jahr ge⸗ ſchehen betrachtet. III. 192. Weinkauf iſt bei Aufhebung der guts⸗ herrlichen Rechte im Konigreich Weſi⸗ phalen nicht mit aufgehoben. II. 73. Weinpfaͤhle darf der Nießbraucher aus den Holzungen nehmen. II. 31. Werk. Bei allen auf einem Grundſtück beſindlichen Werken tritt die Vermu⸗ thung em, daß ſie von dew Eigenthuͤ⸗ mer deſſelben geſchehen ſind. II. 19. Der Beſteller kdun auch nach ſchon an⸗ gefangenem Werk von dei in Bauſch und Begen geſchloſſenen Contract wie⸗ der abgehen, wenn er den Unternehmer vollkommen entſchädizt. III. 196. vergl. Arbeit. Gebaͤude. Der Werth der Sachen, an welchen den Eltern der Nießbrauch zu⸗ ſteht, muß geſchätzt, und wenn ſie die⸗ ſelben nach beendigtem Nießbrauch nicht in Natur zuruͤckliefern, vergütet wer⸗ den. I. 378. Der Eigenthuͤmer der Materialien kann den Werth derſelben fuͤr die mit ihnen auf einen fremden Grund und Boden gemachten Anlagen einklagen. II. 19. Wenn zwey verſchte⸗ denen Cigenthämetn gehoͤrende Sachen ſo mit einander vereinigt ſind, daß ſie ohne zerſtört zu werden nicht getrennt werden koͤnnen, ſo muß der Eigenthuͤ⸗ mer des die Hauptſoche ausmachenden Theils dem andern den Werth der dat mit verbundenen Sache bezahlen; 24. dieſer Andere kann aber die Trennung und Zuruͤckgabe verlangen, wenn die hinzugefuͤgte Sache von viel groͤßerem Werthe, und ohne ſein Vorwiſſen hinzu⸗ gefuͤgt worden iſt. 24. Wenn von zwei vereinigten Sachen die eine nicht als Zubehoͤr der andern angeſehen werden kann, ſo wird dieſenige fuͤr die Haupt⸗ ſache gehalten, welche an Werth die beträchtlichſte iſt; wenn aber die Arbeit den Werth des Stoffs uͤberſteiat, ſo wird die angewandte Muͤhe als die Hauptſache angeſehen. 25. An der aus verſchiedenen Stoffen, wovon keiner als Hauptſtoff angeſehen werden kann, gebildeten Sache erwirbt ein jeder das Cigenthum nach dem Verhältniſſe des Werths ſeines Stoffs. 26. Der Nief⸗ braucher muß nach beendigtem Nieß⸗ brauch den Werth der conſumitten fun⸗ giblen Sachen erſtatten. 29. Der Werth des Gruntſtuͤcks, das zum Nießbrauch gegeben iſt, muß geſchätzt, und dar⸗ nach der Beitrag des Nießbrauchers zu den Schulden des Erblaſſers beſtimmt werden. 37. Das Schätzungsprotocoll muß den Werth jedes einzeinen Theils der zu theilenden Sache beſtimmen. 150. Die Collation kann in Natur verlangt werden, wenn ſich unter dem Nachlaß keine unbeweglichen Sachen von glei⸗ chem Werthe befinden, woraus ſich un⸗ gefähr gleiche Theile ſuͤr die uͤbrigen Miterben machen ließen. 159. Bei der Aurechnung beweglcher Sachen wird der Werth zum Grunde gelegt, den ſie zur Zeit der Schenkung gehabt haben. 161. Das von dem mit Vorbehalt der Wiederabtretung Beſchwerten aufzuneh⸗ mende Inventartum muß eine Taxa⸗ tion der Mobilien nach deren wahrem Werth enthalten. 229. Das Ackervteh und Ackergeraͤthe muß er taxiten laſſen, und bei der Wiederabtretung einen gleis chen Werth erſtatten. 230. Der Schuld⸗ ner einer untergegangenen Sache wird zwar von der Verbindlichkeit, deren Werth zu erſtatten, frei, aber nicht derſenige, welcher ſie entmendet hat II. 61. Ueber Gegenſtände, welche den Werth von 150 Francs uͤberſteigen⸗ muß eine Urkunde aufgenommen wer⸗ Rrr3 den · 502 den. 75. Den Eid, der den Werth der eingeklagten Sache beſtimmen ſoll, kann der Richter nur dann dem Klaͤger auflegen, wenn derſelbe auf eine ande⸗ re Weiſe auszumitteln unmoͤglich iſt. 85. Der Legatar kann den vollen Werth der ihm vermachten Sache aus dem Antheil der Erben des Mannes verlan⸗ gen, wenn die Sache ſelbſt bei der Theilung nicht in den Antheil der Er⸗ ben des Mannes fiel. 108. Das Do⸗ talgrundſtuͤck kann gegen ein anderes vertauſcht werden, das wenigſtens von gleichem Werthe iſt. 146. Die Frau muß ſich den Werth ihrer zuruͤckgenom⸗ menen Leibleinen und Kleidungsſtuͤcke in Anrechnung bringen laſſen, wenn die⸗ ſelben taxirt zum Brautſchatz gegeben waren. 1g8. Wenn der Kaͤufer den Ver⸗ kauf nicht wieder aufheben laſſen will, kann er die Verguͤtung des entwährten Theils nach dem taxirten Werthe ver⸗ langen. 166. Der Verkaufer, wel⸗ cher den Wiederkauf geltend macht, muß dem Käufer dieſenigen Koſten er⸗ ſtatten, welche den Werth des Grund⸗ ſtuͤcks erhoͤht haben. 172. Daß die Sa⸗ che nach ihrem Werthe geſchätzt worden ſey, wird vorausgeſetzt, wenn der Ver⸗ kaͤufer die Aufhebung des Verkaufs we⸗ gen Verletzung verlangt. 173. Der ei⸗ ſerne Viehpacht iſt der, daß der Pach⸗ ter am Ende der Pachtzeit einen Vieh⸗ ſtand von gleichem Werche zuruͤcklaſſen ſolle. 201. Der Geſellſchaftscontact muß ſchriftlich abgefaßt werden, wenn ſein Gegenſtand den Werth von 150 Francs uͤberſteigt. 203. Bei einem Gelddarlehn muß die im Vertrage an⸗ gegebene Summe in den zur Zeit der Zahlung geltenden Muͤnzſorten zuruͤckge⸗ eben werden, wenn vor dem Zeitpunct der Zuruͤckgabe die Seldſorten im Werth geſtiegen oder gefallen ſind; wenn aber das Darlehn in Barren, Waaren oder Lebensmitteln gegeben iſt, muß der Schuldner dieſelben ſtets in der nämli⸗ Regiſter. chen Menge und Beſchaffenheit zuruͤck⸗ geben, ohne Ruͤckſicht darauf, ob de⸗ ren Werth ſich erhöhet oder vermindert hatte. 217. Wenn die aus der Urkun⸗ de entſpringende Forderung ihrem Wer⸗ the nach unbeſtimmt iſt, kann der Glaͤu⸗ biger die Eintragung derſelben nur ſchätzungsweiſe verlangen. 277. Wette. Von dem Spiel und der Wette. 111. 230. Wetterdach. Wenn es nur auf der einen Seite einer Mauer angebracht iſt, iſt es ein Zeichen der nicht ſtatt finden⸗ den Gemeinſchaft. II. 5I. Wettrennen. Wenn die Spiele im Wettrennen beſtanden, iſt die Schuld⸗ klage darauf geſtattet. III. 237. Widerruf. Von dem Widertuf der Schenkungen wegen nicht erfuͤllter Be⸗ dingung, II. 192. wegen Undank, 193. und wegen nachgebohrner Kinder. 194. Wirkunß dieſes ietzten Widerrufs. 195. Aufhebung deſſelben. 196. Von dem Widerruf der Teſtamente. 221. Die Erben des Teſttrers koͤnnen eine Klage auf Widerruf des Legats gegen den Le⸗ gatar anſtellen. 225. Eine Schenkung in der Eheſtiftung an die Ehegatten oder an die aus der Ehe zu erwartenden Kinder iſt unwiderruflich. 234. Schen⸗ kungen wahrend der Ehe ſind widerruf⸗ lich, und die Frau kann dieſen Wider⸗ ruf ohne Autoriſatlon ausuͤben. 237. Geſetzlich abgeſchloſſene Vertraͤge koͤn⸗ nen nur aus geſetzlichen Gruͤnden oder unter gegenſeitiger Einwilligung wider⸗ rufen werden. I1I. 12. Der nach Ein⸗ gehung des Geſellſchaftsvertrags ertheilte Auftrag zur Verwaltung iſt widerruf⸗ lich. 209. Der Mandatscontract hoͤrt auf durch Widerruf. 237. Widerſetzung. Die Geſellſchafter ha ben das Recht, ſich der ohne ihre Ein⸗ willigung geſchehenen Unternehmung ei⸗ nes ihrer Geſellſchafter vor deren Voll⸗ ziehung zu widerſetzen. III. 209 vergl. Einſpruch. Einſpruch Wider⸗ Regiſter. 503 Widerſpruch. Ob der Code ſich ſelbſt widerſpreche? I. 87. Des Widerſpruchs der uͤbrigen Geſellſchafter ungeachtet kann der Geſellſchafter, dem die Ver⸗ waltung aufgetragen iſt⸗ alle hierzu gehoͤrenden Handlungen vornehmen. III. 209. Prn ſ. Fideicom⸗ miß. Wiederaufbauung,[. Gebaͤnde. Wiederaufhebung, ſ. Aufhebung. Wiedereinſetzung. Bei conſervatd⸗ riſchen Handlungen hat der Minderjaͤh⸗ rige die Wiedereinſetzung in den vorigen Stand nur wie ein Volhähriger. I. 391. Minderjaͤhrige, Interdicirte und Ehe⸗ frauen koͤnnen wegen unterlaſſener An⸗ nahme, oder Eintragung der mit Hy⸗ pothek beſchwerten Schenkung nicht wie⸗ der in den vorigen Stand verſetzt werz den. II. 188. Auf Wiedereinſetzung in den vorigen Stand haben dritte Erwer⸗ ber gegen die inſolvent gewordenen Be⸗ ſchwerten und Executoren keinen An⸗ ſpruch; 231. anch nicht der beſchwerte Miuderzährige, wenn ſein inſolvent get wordener Vormund ſeine Verbinblichket⸗ ten nicht erfuͤllt hat. 232. Die Wie⸗ dereinſetzung in den vorigen Stand iſt ein Erlöſchungsgrund der Verbindlich⸗ keit. III. 42. Wann die Wiederein⸗ ſetzüng in den vorigen Stand Hatt findet. 62. Rechtsmittel der Wiedereinſetzung in den vorigen Stand. 64. Die voll⸗ jährige Frau, die ſich bei der Guͤterge⸗ meinſchaft als Theilnehmerin betrug, kann nicht in den vorigen Stand wieder eingeſetzt werden. 116. vergl. Beſit. Wiederkauf. Jede Veraͤußerung der legirten Sache von Seiten des Teſti⸗ rers, ſelbſt unter Vorbehalt des Wieder⸗ kaufs, enthalt einen Widerruf des Le⸗ gats. II. 223. Von dem Wiederkaufs⸗ rechte. III. 170. Die fuͤr die Klage auf Wiederaufhebung des Verkaufs we⸗ gen Verletzung beſtimmte Friſt laͤuft auch waͤhrend der fuͤr den Vorbehalt des Wiederkaufs ausbedungenen Zeit. 173. Der Kaͤufer, gegen welchen der Wiederkauf vorbehalten wurde, kann den Miether nicht eher vertreiben, als bis er unwiderruflicher Eigenthumer ge⸗ worden iſt. 186. Kehrteſ ſ. Perwen⸗ ung. W ilthr. Von der Willkuͤhr der Buͤr⸗ ger iſt die Wirkſamkeit des buͤrgerlt⸗ chen Rechts unabhängig. I. 136. Bet dingungen, deren Erfuͤllung von der Willkuͤhr des Schenkers abhaͤngt, ma⸗ chen die ganze Schenkung unguͤltig. II. 190. Begriff der willkuͤhrlichen Bedin⸗ gung. III. 26. Eine vermiſchte Bedin⸗ gung iſt die, welche zu gleicher Zeit von der Willkaͤhr eines der Contrahenten, und der Willkuͤhr eines Dritten ab⸗ hängt. 26. Jeder Vertrag iſt nichtig, der unter einer Bedingung eingegangen worden iſt, deren Erfuͤllung von der Willkuͤhr des Schuldners abhängt. 27. Handlungen der freyen Willkuͤhr kön⸗ nen weder Beſitz noch Veraͤhrung be⸗ gruͤnden. 307. Windmuͤhlen gehören zu den unbeweg⸗ lchen Sachen. II.. Wirkſamkeit des buͤrgerlichen Rechts iſt unabhaͤngig von der Wiükuͤhr der Buͤrger. 1. 136. Ke ſ. Gaſtwirth. Speiſe⸗ Wirthshaus, ſ. Gaſthaus. Wittwe. Ste bedarf keiner Autoriſa⸗ tion, um vor Gericht auftreten, oder Verträge ſchließen zu konnen. I. 270. Sie kann ſich erſt nach zehn Monaten ſeit der Aufloſung der Ehe von neuem verhelrathen. 271. In welchen Fällen ſie das Recht der Entſagung auf die Guͤtergemeinſchaft verliert? und was es fuͤr Folgen hat, wenn ſie zur Guͤ⸗ tergemeinſchaft gehoͤrige Sachen unter⸗ ſchlägt oder verheimlicht? und wenn ſie ſtirbt, ohne das Inventar errichtet, oder beendigt zu haben? II. 119. ann — 504 Regiſter. kann während der ihr zugeſtandenen Friſt den Unterhalt aus den vorhande⸗ nen Vorraͤthen nehmen. 120. Wohlthätigkeit. Wohlthaͤtige Ver⸗ traͤge ſind ſoſche, wodurch ein Theit dem andern einen durchaus unentgeitli⸗ chen Vortheil verſchafft III 3. Wohnhaus darf das Kind ohne Er⸗ laubniß des Vaters nicht verlaſſen. I. 341. Wohnort. Wohnſitz. Das in Frank⸗ reich von Ausländern gebohrne Kind muß nuch erlangter Volljährigkeit erklaͤ⸗ ren, daß es ſeinen Wohnſitz in Frank⸗ reich aufſchlagen wolle, wenn es die rechtliche Eigenſchaft eines Franzoſen in Anſpruch nimmt. l. 146. Der Wohn⸗ ort aller benannten Perſonen muß aus⸗ gedruͤckt ſeyn in den Urkunden des Ct⸗ vllſtandes, 177. in der Aufgebotsur⸗ kunde, 104. und in der Sterbeurkunde⸗ 202. Die Ehe ſoll in der Gemeinde abgeſchloſſen werden, wo einer von bei⸗ den Ehegatten ſechs Monate hinter ein⸗ ander gewohnt hat. 199. 250. Von dem Wohnſitze 215 f. Um die Abweſenheit außer Zweifel zu ſetzen, muß in dem Bezirke des Wohnſitzes des Abweſenden eine Zeugenabbörung vorgenominen wer⸗ den. 223. Die Aufgebore muͤſſen bei der Municipalität des Orts geſchehen, wo ein jeder Contrahent ſeinen Wohn⸗ ſitz hat 251. Der den Einſpruch ent⸗ haltende Aufſatz muß auch die Wahl ei⸗ nes Wohnſitzes an dem Orte, wo die Heirath abgeſchloſſen werden ſoll, ent⸗ halten. 253. Die Cheſcheidungsklage muß bei dem Diſtrictstribunale ange⸗ bracht werden, unter welchem die Ehe⸗ gatten ihren Wohnſitz haben. 281. Um eine Adoption vornehmen zu koͤnnen, muͤſſen ſich beide Theile vor dem Frie⸗ densrichter des Wohnorts des Adopti⸗ renden ſtellen, 333 und drei Monathe nach Verkuͤndigung des Erkenntniſſes muß die Adoption an dem Orte, wo der Adoptirende ſeinen Wohnſitz hat⸗ in die Regiſter des Civilſtandes einge⸗ tragen werden. 335. Der Pfleger muß ſich mit ſeinem Geſuch um die Pfleg⸗ ſchaft an den Fri densrichter des Orts wenden, wo der Pflegieng ſeinen Wohn⸗ ſitz hat. 337. Den Wohnort der Re⸗ quirenten, Compareuten und Taxatoren muß das zu errichtende Inventarium uͤber den Nichlaß enthalten. Il. 137. Die Glaͤubtger koͤnnen die Vollſtreckung der executoriſchen Urkunden erſt acht Tage, nachdem ſie den Erben an threm Wohnorte zuaeſtellt ſind, betreiben. 163. Wenn von einer nicht genau be⸗ ſtimmten Sache die Rede iſt, muß die Zahlung an dem Wohnſitze des Schuld⸗ ners geſchehen. lII. 45. Zur Guͤltig⸗ keit des Anerbtetens der Zahlung wird erfordert, daß es an dem Wohnorte des Glaͤubigers, oder an dem von ihm gewahlten Wohnſitze geſchehe. 50. Be⸗ ſtimmung des Wohnſitzes des Buͤrgen. 240. Die Aufſatze, welche der Glaubi⸗ ger zur Bewirkung der Inſerlption überreicht, muͤſſen ſeinen und den Wohn⸗ ort des Schuldners enthalten. 282. 283. Sowohl dem Glaͤubiger, als ſeinen Stellvertretern, und den Ceſſionarten durch eine offentliche Urkunde ſteht es frei, den von ihnen gewählten Wohn⸗ ſitz zu ändern. 283. Klagen, wozu die Eintraqung Veranlaſſung gab, ſind bet dem competenten Gerichte durch Vorla⸗ dungen an die Glaͤubiger in ihrem ge⸗ wählten Wohnſitze anhaͤngig zu machen⸗ 284. Fuͤr jede fuͤnf Myrtameter, wels che der gewaͤhlte und der wirkliche Wohn⸗ ſitz eines heden Glaͤubigers von einander entfernt ſind, muͤſſen der beſttmmten Friſt für die öffentliche Verſteigerung noch zwei Tage zugeſeßt werden. 292. Durch Verjährung wird das Cigenthum erworben in zehn Jahren, wenn der wahte Eigenthümer in dem Gerichts⸗ bezirke des Appellationshofes wohnt, in deſſen Umfange die Sache belegen iſt; und in zwanzig Jahren⸗ wenn der⸗ ſelbe Regiſter. 505 ſelze außer dieſem Bezirke ſeinen Wohn⸗ ſitz hat. 312. Wohnung. Die Ehefrau iſt verbunben, bei ihrem Manne zu wohnen. I. 267. Das Verlaſſen der Wohnung von Sei⸗ ten der Ehefrau iſt eine wichtige Ver⸗ muthung, um darauf den Beweis des Ehebruchs zu conſtituiren. 276. Wenn der auf Eheſcheidung dringende Klaͤger krank iſt, begiebt ſich der Präſident des Tribunals in die Wohnung deſſelben, um die Klage in Empfang zu nehmen. 282. Waͤhrend des Eheſcheidungsprozeſ⸗ ſes kann die Ehefrau die Wohnung des Mannes verlaſſen, und wenn ſie nicht darthun kann, daß ſie in dem ihr ange⸗ wieſenen Hauſe wirklich wohnt, kann ihr die Unterhaltsſumme verſagt werden. 295. Bei Klagen auf Scheidung von Tiſch und Bett verfuͤgt der Präſident des Tribunals, daß die Ehefrau ſich in ein beſtimmtes Haus begeben ſoll. 302. Wenn der zu Interdicirende ſich vor Gericht nicht perſoͤnlich einfinden kann, ſoll die Vernehmung deſſeiben in deſſen Wohnung geſchehen. 397. Vom Woh⸗ nungsrechte. II. 43. Eitern muͤſſen fuͤr den durch ihre minderjährigen, bei ih⸗ nen wohnenden Kinder verurſachten Schaden einſtehen. III. 9oo. Während der Friſten hat die Wittwe freye Woh⸗ nung in dem zur Guͤtergemeinſchaft ge⸗ hörigen Hauſe; 120. aber nicht ihre Erben. 127. Wohnung muß der Frau während des Trauerjahrs aus dem Nach⸗ laſſe verſchafft werden. 149. Auf wie lange die Vermtethung von Wohnungen vermuthet wird, wenn die Miethzeit im Contracte nicht beſtinmt iſt? 189. Der abjlehende und der antretende Pach⸗ ter muͤſſen ſich wechſelſeitig eine ange⸗ meſſene Wohnung uͤberlaſſen. 193. Wollc. Bei dem einfachen Viehpacht wird ſie zwiſchen dem Pachter und Ver⸗ vachter getheilt. HI. 199. Wucher. Wer Wucher treibt, ſoll vor das Correctionsgericht geſtellt werden, III. 0. Spangenberg's Commentar Bd. III, Zahlungsbefehl. Wundarzt. In Ermangelung des Van ters koͤnnen zugegen geweſene Wundärzte die Geburt des Kindes anzeigen. I. 188. Zwei Wundaͤrzte haben die Krankheit des Klaͤgers zu beſcheinigen, wenn er die Eheſcheidungsklage nicht in Perſon uͤberreichen kann. 282. Unter welchen Bedingungen der Wundarzt das hehal⸗ ten kann, was ihm der Kranke wäh⸗ rend ſeiner letzten Krankheie geſchenke hat. II. 174. Die Klagen der Wund⸗ ärzte wegen ihrer Operation verjaͤhrt binnen Einem Jahre. III. 314. Wurzeln. Die ſich bis in ſein Grund⸗ ſtuͤck erſtreckenden Wurzeln von Baͤu⸗ men des Nachbars kann der Eigenthuͤ⸗ mer deſſelben ſelbſt abſchneiden. II. 36. Wuth iſt keine Eheſcheidungsurſach mehr. I. 279. 55 Zahlung. Dadurch erliſcht die Verbind⸗ lichkeit. III. 42. Von der Zahlung im allgemeinen. 43. Von der Zahlung mit Subrogation. 47. Von der Abrechnumng der Zahlung. 490). Von dem Anerbie⸗ ten der Zahlung und der Hinterlegung. 49. Der Kaͤufer muß den Kauſpreis an dem beſtimmten Tage und Orte zah⸗ len. 163. Er braucht ihn nicht zu zah⸗ len, wenn er im Beſitz der erkauften Sache geſtört wurde. 169. In Hin⸗ ſicht der Bezahlung des Lohns vom ver⸗ floſſenen Jahre, und der auf Abſchlag bezahlten Summe fuͤr das laufende Jahr wird dem Herrn auf ſeine eidliche Ver⸗ ſicherung geglaubt. r94. ſ. Schulden. Wenn an den ur⸗ ſpruͤnglichen Schuldner ein Zahlungs⸗ befehl ergangen iſt, kann wider den dritten Beſitzer einer mit Hypothek be⸗ ſchwerten Sache die Verſteigerung ver⸗ fügt werden. III. 288. Jedem den ge⸗ richtlichen Verkauf bezweckenden Verfah⸗ ren muß ein Zahlungsbefehl vorangehen. 301. Eine recheliche Unterbrechung der Verjahrung wird durch eine Aufforde⸗ rung zur Zahlung erzengt. 305. Sös aß⸗ 506 Zahlungsfaͤhigkeit. Die Klage auf Gewaͤhrleiſtung fuͤr die Zahlungsfähig⸗ keit des Schuldners einer Rente kann nur biunen der auf die Thetlung folgen⸗ den fuͤnf Jahre geltend gemacht werden. II. 165. Für die Zahlungsfaͤhigkelt haf⸗ tet der Cedent nur, wenn er ſich dazu verbindlich gemacht hat. 1II. Di Zahlungsfähigkeit des Buͤrgen wird aus ſeinem Grundeigenthum beurtheilt. 240. vergl. Inſolvenz. Zehnten ſind bel Aufhebung der guts⸗ herrlichen Rechte im Koͤnigreich Weſt⸗ phalen nicht mit aufgehoben. II. 33 Zeit. Die geſchloſſene Zeit des Advents, der Faſten und Feyertage iſt kein Ehe⸗ hinderniß. I. 249. Beſtimmung der Zelt zwiſchen der fruͤheſten Lebensfähig⸗ keit des Kindes und der laͤngſten Dauer der Schwangerſchaft. Zur. Der Ablauf einer beſtimmten Zeit beendigt nicht die Adoption; 336. aber die Pfeg⸗ ſchaft. 339. Auf wie lange Zeit der Va⸗ ter ſein Kind einſperren laſſen kann. 34T. Binnen welcher Zeit der Vor⸗ mund die Gelder ſeiner Pupillen ante⸗ gen muß. 379. Wann die Interdietion anfaͤngt, 399. und wie lange der Vor⸗ mund uͤber den Interdicirten die Vor⸗ mundſchaft behalten muß. qo1. Dem Glaͤubiger der Rente iſt es unbenom⸗ men, ſich die Abloͤſung derſelben nach einer beſtimmten Zeit vorzubehalten. II. 9. Der Ablauf der fuͤr den Nießbrauch beſtimmten Zeit endigt denſelben. 39. Dauer des Nießbrauchs. 40. Durch den Ablauf der Zeit endigt die Servitut. 66. Beſtimmung der Zeit, wenn nach geſchehener Verſiegelung die Entſiege⸗ lung vorgenommen werden kann. 147. Binnen welcher Zeit der Glaͤubiger die gegen den Erblaſſer ſogleich vollſtteck⸗ bare Urkunde gegen deſſen Erben voll⸗ ſtrecken machen kann. 163. Betagte Ver⸗ bindlichkeiten ſind ſolche, denen eine Zeitfriſt zur Eintretung oder Beendt⸗ gung feſtgeſetzt iſt. III. 30. Allgemeine Regiſter. Grundſaͤtze von der Zeitbeſtimmung. 31. Auf wie lange der Mann die Guͤter ſeiner Frau verpachten kann. I10. Die Ueberlieferung der verkauf⸗ ten Sache muß zur verabredeten Zeit geſchehen, 161. und der Käufer muß ſie zur beſtimmten Zeit in Empfang neh⸗ men. 168. Der Darleiher kann die dargeliehenen Sachen nicht vor der verab⸗ redeten Zeit zuruͤckfordern. 218. Wenn der Schulbner ſich verpflichtet hat, den Buͤrgen binnen einer beſtimmten Zeit ſelner Verbindlichkeit zu entledigen, kann er auf Entſchädigung belangt wer⸗ den. 243. In Hinſicht einer du einem beſtimmten Tage fälligen⸗ Forderung läuft die Verſährung nicht eher, bis die⸗ ſer Tag erſchlenen iſt. 310. vergl. Dauer. Zernichtung. Wenn die Heirathsur⸗ kunde durch den Ctvilſtandsbeamten oder einen andern Depoſitarius zernichtet iſt, kann eine peinliche Klage gegen ſie er⸗ hoben werden. I. 260. Zerreißung des Teſtaments iſt ein Wi⸗ derruf deſſelben. II. 221. Zeugen. Der buͤrgerlich Todte kann nicht Zeuge ſeyn. I. 146. Die Zeugen bei der Aufnahme des Civilſtandes muͤſ⸗ ſen Mannsperſonen, und volljaͤhrig ſeyn. 179. Die Geburtsurkunde wird in Gegenwart zweyer Zeugen aufgenom⸗ men. 190. Bei Notorietätsurkunden ſind ſieben Zeugen erforderlich; 198. und beim Abſchluß der Ehe vier. 199. Was ſie bei Aufnahme der Heirathsur⸗ kunde zu erklären haben. 200. Die Sterbeurkunde wird nach der Erzah⸗ lung zweyer Zeugen aufgenommen. 202. Bei Sterbefällen zur See ſind zwey Zeugen zu nehmen, 206. und bei Mi⸗ litärperſonen wird die Sterbeurkunde auf die Verſicherung dreyer Zeugen auf⸗ genommen. 209. Die bei Abſchlleßung der Ehe zuzuziehenden vier Seugen kön⸗ nen die Identitaͤt des Minder)ährigen bezengen. 213. Wenn ein Notar den Aſcen⸗ — ————— Regiſter. 507 Aſcendenten das ehrerbietige Anſuchen vorträgt, werden zwey Zeugen erfor⸗ dert. 241. Zur Ausfertigung einer No⸗ torietätsurkunde uͤber die Abweſenheit eines ſolchen Aſcendenten hat der Frie⸗ densrichter vier Zeugen vorzuladen. 242. Zeugen können bei verloren gegaugenem Ctvilſtandsregiſter die wirkliche Ehe be⸗ weiſen. 259. Von den Zeugen beim Cheſcheidungsproeeſſe, und ihrer Abhoͤ⸗ rung. 284. Durch ſie kann der Be⸗ weis geſuͤhrt werden. 288. Bei Er⸗ neunung des Rathgebers der Mutter als Vormuͤnderin vor Einem Notar von dem Vater muͤſſen zwei Zeugen ſeyn⸗ g9. Bel dem Geſuche um Interdic⸗ tion werden die Zeugen abgehoͤrt. 396. Es muͤſſen zwey Zeugen dabei ſeyn, wenn ein Notar ein Inventarium er⸗ richtet. II. 137. Von den Zengen bei einem oͤffentlichen Teſtament, 200. und bei einem myſtiſchen Teſtament. 204. Sie muͤſſen bei Eroͤffnung deſſelben ge⸗ genwaͤrtig ſeyn. 212. Es muß Einer mehr hinzugerufen werden, wenn der Teſtirer nicht ſchreiben kann. 206. Er⸗ forderniſſe uͤber die Tuͤchtigkeit der Te⸗ ſtamentszeugen. 207. Zwei Zeugen muͤſſen bei der Aufnahme des Teſta⸗ ments der Militärperſonen gegenwärtig ſeyn. 208. Cben ſo viel bei dem Te⸗ ſtament zur Zeit der Epidemie, und bei dem nantiſchen Teſtament. 209. Sie muͤſſen das Teſtament unterſchreiben. 211. Die Zeugen muſſen vernommen werden, wenn die Transſcription einer Urkunde in die öffentlichen Regiſter den Anfang eines ſchriftlichen Beweiſes ma⸗ chen ſoll. III. 73. Zeugenbeweis wird erſordert, um die Abweſenheit außer Zweifel zu ſetzen⸗ I. 218. Von dem Zengenbeweiſe bei Eheſcheidungsklagen. 288 f. Die ze⸗ ſchehene Wiederausſoͤhnung der Ehegat⸗ ten kann durch Zeugen bewieſen wer⸗ den. 297. Zeugenbeweis ergänzt den Beweis der Kindſchaft. 315. Wann er zulaͤſſig iſt. 316. Durch Zeugen kann ein uneheliches Kind den Beweis füh⸗ ren, wenn es Jemanden als ſeine Mutter in Anſpruch nimmt. 327. Durch Zeugen kann der Beweis gefuͤhrt werden. 1I. 64. Von dem Zeugenbe⸗ weiſe. 75. Von dem Verfahren beim Zeugenbewelſe. 78. Bel Vermuthun⸗ gen wird vorausgeſetzt, daß ſie bei ſol⸗ chen Faͤllen vorkommen, wo das Geſetz den Zeugenbeweis geſtattet. 80. In wie fern Zeugenbeweis bei dem muͤnd⸗ lichen Geſtaͤndniſſe zulaͤſſig iſt. So. Um den Beſtand und Werth der nicht in⸗ ventariſirten Immobilten der Guͤterge⸗ meinſchaft zu beſtimmen, wird die Ehe⸗ frau zum Beweiſe durch Zeugen zuge⸗ iaſſen. 107. 131. Bei dem muͤndlich abgeſchloſſenen Miethcontract iſi kein Zelgenßeweis zulaͤſſig; 182. auch nicht bei der freiwilligen Niederlegung, wenn der Werth 130 Francs uͤberſteigt; 222. wohl aber bei der durch Nothfall ge⸗ zwungenen Riederlegung. 226. Der Zeugenbeweis uͤber Vollmachten wird nur unter gewiſſen Beſchraͤnkungen zu⸗ gelaſſen. 234 Zeugniß. Der vom Keiſer erhaltene auswaͤrtige Auftrag befreiet nur dann von der Vormundſchaft, wenn ein Zeug⸗ niß des Miniſters aber die Sendung beigebracht wird. I. 366. vergl. Be⸗ ſcheinigung. Zeugungen. Darnach werden die Grade in der Seitenlinte gezählt. II. 97. Ziffern. In den Civilſtandsurkunden darf das Datum nicht mit Ziffern aus⸗ gedruͤckt ſeyn. I. 181. Zimmermann. In wie fern Zimmer⸗ leuten ein Klagrecht gegen den Unterneh⸗ mer, und gegen den Beſteller zuſteht. III. 197. Sie ſind den Unternehmern gieich zu ſtellen, wenn ſie einen Accord im Ganzen abſchließen. 197. Zinſen muͤſſen die Eltern fuͤr ihr Kind bezahlen, deſſen Vermögen ſie benutzen⸗ I. 344. Wenn der Vormund die Gel⸗ Sss 3 der ———— 508 der ſelner Pupillen nicht zur beſtimmten Zeit angelegt hat, muß er Zinſen da⸗ von bezahlen; 379. auch von der aus der Vormundſchaftsrechnung ruͤckſtaͤndi⸗ gen Summe muß er Zinſen bezahlen. 383. Miethzins, Intereſſen erwirbt der Eigenthuͤmer vermoͤge des Zuwachsrechts. II. 16. Zinſen von Capitalien gehoͤren zu den Civilfruͤchten, 28. und werden Tag fuͤr Tag erworben. 29. Die Zinſen er⸗ haͤlt der Nießbraucher, wenn das aus dem Verkanf der Lebensmittel und der beweglichen Sachen geloͤßte Geid wegen nicht geleiſteter Buͤrgſchaft angelegt iſt. 34. Der Nießbraucher muß dem Ei⸗ genthuͤmer die Zinſen von dem Capital verguͤten, was erborgt iſt, um die wahrend des Nießbrauchs auferlegten La⸗ en abzutragen. 36. Zinſen ſind bei Auf⸗ ſ der gutsherrlichen Rechte nicht mit aufgehoben. 73. Die Zinſen ſeit dem Todestage des Erblaſſers muß der Erbe bezahlen. 126. Die Zinſen der der Collatlon unterworfenen Sache werden von dem Tage des Anfalls der Erbſchaft an verguͤtet. 150. Wann der Particu⸗ larlegatar die Zinſen von dem Todesta⸗ ge des Teſtirers an verlangen kann? 216. Bet Verbindlichkeiten, die die Bezahlung einer beſtimmten Summe enthaiten, beſteht die Schadloshaltung in der Verurtheilung zu den geſetzlich beſtimmten Zinſen. III. 18. Beſtim⸗ mung des Zinsfußes in Frankrelch, 19. und im Koͤnigreich Weſtphalen. 21. Es iſt nicht verboten, Zinſen von Zinſen zu nehmen. 22. Wirkung des Solidar⸗ verhältniſſes auf dte Zinszahlung. 36. Jede Zahlung, welche Capttal und Zin⸗ ſen nicht zugleich tllgen kann, wird zu⸗ erſt auf die Zinſen abgerechnet. 49⸗ Zur Guͤltigkeit des Anerbietens der Zahlung wird erfordert, daß es auch den Betrag der Zinſen enthalte. 50. Bei der Depoſition muß der Schuldner die Sache mit den falligen Zinſen an den geſetzlichen Ort abliefern. 51. Der Regiſter. Empfaͤnger in böſem Glauben muß das ihm aus Irrthum gezahlte Capital nebſt Zinſen zuruͤckerſtatten. 89. Alle waͤh⸗ rend der Ehe faͤllig werdenden Zinſen fal⸗ len als Acttvbeſtand in die Guͤtergemein⸗ ſchaft. 101. Die Zinſen ſolcher Schul⸗ den, welche einem der Ehegatten per⸗ ſoͤnlich obitegen, gehoͤren zum Paſſſvbe⸗ ſtande der Guͤtergemeinſchaft. 10g. Der Brautſchatz muß von dem Tage der Hei⸗ rath an verzinſet werden. 113. r44. Der gegenſeitige Erſatz der Ehegatten fuͤr veräußerte Sachen, fuͤr Verguͤtun⸗ gen und Entſchaͤdigungen traͤgt Zinſen von dem Tage der Aufhebung der Guͤ⸗ tergemeinſchaft an; 122. die Forderun⸗ gen aber, welche Ehegatten perſoͤnlich an einander haben, erſt von dem Tage der erhobenen Klage an. 123. Die Ver⸗ abredung der Schultentrennung verhin⸗ dert nicht, daß die fällig gewordenen Zinſen der Guͤtergeieinſchaft zur Laſt fallen. 134. Die Zinſen vom Braut⸗ ſchotze zieht der Mann. 144. Nach dem Tode der Ehefrau laufen die Zinſen des zu erſtattenden Brautſchatzes von dem Tage der Auflöſung der Ehe an. 148. Wann der Kaͤufer zur Bezahlung von Zinſen verbunden iſt. 169. Der Kau⸗ fer muß auch die Zinſen der nachzuzah⸗ lenden Summe bezahlen, wenn er die mit Verletzung des Verkaͤufers gekaufte Sache behalten will. 174. Die von dem Geſellſchafter einzubringende Sinn⸗ me, und die Summe, die er aus der Caſſe zu ſeinem beſondern Vortheil er⸗ hob, muͤſſen verzinſet werden. 207. Der Erborger muß die gellehene Sa⸗ che verzi iſen, wenn er ſie nicht zur ver⸗ abredeten Zeit wieder zuruͤckgiebt. 219. Von den verzinslichen Darlehn. 219. Der Verwahrer braucht das bei ihm deponirte Geld nicht zu verzinſen⸗ 224. Der Mandatar. muß die erhobenen Summen, welche er zu ſeinem eigenen Gebrauch verwandt hat, verzinſen; 236. und der Mandant muß dem vi die Zuchthaus Regiſter. 509 die gehabten Auslagen verzinſen. 237. War eine verzinsliche Forderung zum Unterpfande gegeben, ſe muß der Glaͤu⸗ biger die Zinſen in Abrechnung bringen. 25g. Der antichretiſche Glaͤubiger muß die erhobenen Fruͤchte zuerſt von den Zinſen abrechnen. 256. Dle Zinſen der zwey leßten Jahre haben den naͤmlichen hypothekariſchen Rang wie das Capital. 283. Zinſen ver)aͤhren binnen fuͤnf Jahren. 315. Zoͤglinge. Lehrer muͤſſen fuͤr den durch ihre Zoͤglinge verurſachten Schaden haf⸗ ten, ſo lange ſie unter ihrer Aufſicht ſtes hen. III. 90. Zollgeld, welches die Gutsherren er⸗ hebeñ, iſt abgeſchafft. II. 68. Die ehebrecheriſche Frau ſoll zur Einſperrung in ein Zuchthaus verurtheilt werden; I. 304. auch wenn ſie an der Scheidung von Tiſch und Bette Schuld iſt. 308. Zuͤchtigungsrecht uͤbt der Vormund üͤber feine Pupillen aus. I. 376. Zufall. Was durch Zufall zerſtört wor⸗ den iſt, braucht weder der Eigenthuͤmer noch der Nießbraucher wieder aufzu⸗ hauen. II. 35. Wozu iſt der Nießbrau⸗ cher verbunden, wenn ein einzelnes Stuͤck Vieh, oder eine Heerde, 39. oder ein Gebaude durch Zufall zu Grunde geht? 41. Eine durch bloßen Zufoll untergegangene unbewegliche Sache iſt der Collation nicht unterworfen. 158. Wenn ein bloßer Zufall der Grund war, daß der Schuldner ſeine Verbindlichkeit nicht erfuͤllte, ſo findet keine Schadlos⸗ haitung ſtatt. III. 17. Der Schuldner muß den von ihm vorgeſchuͤtzten Zufall beweiſen, wenn die Verbindlichkeit durch den Untergang der Sache erloſchen ſeyn ſoll. 61. Zeugenbeweis iſt dann zuläß⸗ ſig, wenn der Glaͤubiger durch einen unvermeidlichen Zufall die Urkunde verloren hat. 77. Fuͤr den Zufall haf⸗ tet der im böſen Glauben ſtehende Em⸗ pfaͤnger einer ihin aus Irrthum gegebe⸗ nen Sache. s9. Den von einem Zu⸗ fall herrührenden Verluſt einer mit Man⸗ geln behafteten Sache muß der Käufer tragen. 168. Der Miethcontract er⸗ loſcht ipſo jure, wenn die vermiethete Sache durch Zufall zerſtöhrt wird. 183⸗ Der Miether haftet nicht ſuͤr die durch einen bloßen Zufall zu Grunde gegange⸗ ne Sache; 184. auch die durch unab⸗ wendbaren Zufall veranlaßten Ausbeſſe⸗ rungen fallen ihm nicht zur Laſt. 188. Der Pachter kann Remiſſion verlangen⸗ wenn eine Erndte durch Zufall zu Grun⸗ de geht. 191. Er kann aber auch durch eine ausdruͤckliche Uebereinkunft den Zu⸗ fall uͤbernehmen. 192. Fuhrleute und Schiffer haften nicht fuͤr den Verluſt der ihnen zugeſtellten Sachen, wenn er durch bloßen Zuſall veraniaßt iſt. 194. Bet dem einfachen Vrehpacht haftet der Pachter für bloßen Zufall nur, wenn von ſeiner Seite ein Verſehen vorher⸗ gieng. 198. Er muß den Zufall be⸗ weiſen, und die Haͤute der Thiere be⸗ rechnen. 193. Man kann nicht ausbe⸗ dingen, daß der Pachter den durch blo⸗ ßen Zufall eingetretenen gänzlichen Vers luſt tragen ſolle. 199. Bei der eiſer⸗ nen Viehpacht traͤgt der Pachter den aus bloßem Zufall herruͤhrenden Verluſt des ganzen Viehſtandes. 201. Der Leiher haftet fuͤr den Zufall, wenn er die geltehene Sache laͤnger als er be⸗ rechtigt war, oder zu einem andern Zweck benutzt, oder ſeine eigene Sache nicht ſtatt der geliehenen untergegange⸗ nen gebraucht hat. 215. Der Verwal⸗ ter iſt fuͤr die Folgen eines unabwends baren Zufalls nicht verantwortlich. 223. Er muß das zuruͤckgeben, was er als Erſatz des unabwendbaren Zufalls von dem Urhebet deſſelben erhielt. 224. Zugebrachtes Vermoͤgen. Das Vermoͤgen, was nicht durch einen Etat als Zugebrachtes beurkundet iſt, wird ais Errungenſchaft betrachtet. HI. T29. Bei Aufhebung der Guͤtergemeinſchaft So5 3 iſt 510 jeder Ehegatte berechtigt, ſo viel vor⸗ aus zu nehmen, als das bei Eingehung der Ehe von ihm zugebrachte Vermogen ſeinen Beitrag zur Gaͤtergemeinſchaft uͤberſteigt. 130. Die Clauſel der Schul⸗ dentrennung fuͤhrt die Uebereinkunft mit ſich, daß das Eingebrachte fuͤr die vor der Ehe gemachten Schulden nicht ver⸗ haftet ſeyn ſolle. 133. Die Frau kann ſich ausbedingen, im Fall der Entſa⸗ gung auf die Guͤtergemeinſchaft das ein⸗ gebrachte Vermoͤgen zuruͤckzunehmen. 134. Pflichten des Geſellſchafters we⸗ gen der von ihm einzubringenden Sa⸗ che. 207. Zubehdr. Wenn zwei Sachen ſo mit einander verbunden ſind, daß die eine nicht als Zubehoͤr der andern angeſehen werden kann, ſo wird diezenige fuͤr die Hauptſache gehaiten, welche an Werth die betraͤchtlichſte iſt. 1I. 23. Die ver⸗ machte Sache muß mit dem noͤthigen Zubehör herausgegeben werden, 217. auch die verkaufte Sache, 1II. 161. Der Verkauf oder die Ceſſion einer For⸗ derung begreift auch deren Zubehoͤrun⸗ gen in ſich. 176. Die als unbeweglich zu betrachtenden Zubehörungen unbeweg⸗ licher Sachen koͤnnen Gegenſtand der Hypothek ſeyn. 273. In dem zur Be⸗ wirkung der Inſcription dem Hopothe⸗ kenbewahrer zu uͤberreichenden Aufſatz muß auch der Betrag der Zubehoͤrungen der Capitatien enthalten ſeyn. 282. Die Eintragung wird fuͤr unverhaͤltnih⸗ maͤßig gehalten, wenn der Werth den Betrag des Capitals und geſetzlichen Zu⸗ behorungen um mehr als ein Drittel uͤberſteigt. 286. Der Glaͤubiger kann ver⸗ langen, daß die unbeweglichen Sachen ſeines Schuldners nebſt den geſetzlich fͤr unbeweglich erklaͤrten Zubehörungen ge⸗ richtlich verkauft werden. 299. Zukunft. Die Erbſchaft, die noch zu⸗ kunftig iſt, kann man nicht ausſchla⸗ gen, und auch nicht veräußern. II. 134. Eine Schenkung, die auf zukuͤnftige Regiſter. Sachen geht, iſt unguͤltig, 189. und nur in einer Eheſtiftung an die Ehegat⸗ ten, oder an die aus der Ehe zu erwar⸗ tenden Kinder erlaubt. 234. Auch zu⸗ kaͤnftige Sachen können Gegenſtand des Vertrags ſeyn. III. 10. Der Braut⸗ ſchaß kaun auch das zukuͤnftige Vermo⸗ gen der Frau zum Gegenſtande haben. 143. Die verſprochene Gewährleiſtung des Cedenten fuͤr die Zahlungsſfaͤhiakeit des Schuldners wird nicht auf die kuͤnf⸗ tige Zeit ausgedehnt. 177. Das kuͤnf⸗ tige Vermögen kann man nicht mehr zur Hypothek verſchreiben. 276. Zuruͤckbehalten kann der Verwah⸗ rer die ihm in Verwahrung gegebene Sache bis zu ſeiner voͤlligen Befriedi⸗ gung. III. 226. vergl. Retention. Zuruͤckforderung, ſ. Eigenthums⸗ klage. Zuruͤckgabe. Der wegen Unwuͤrdigkeit ausgeſchloſſene Erbe iſt verbunden, alle ſeit dem Aufall der Erbſchaft bezogenen Fruͤchte und Einkuͤnfte zuruͤckzugeben. II. 91. Nach geſchehener Reduction muß der Beſchenkte die unbewegliche Sache fret von Schulden und Hypotheken zu⸗ ruͤckgeben. 183. Die Remiſſion durch Zuruͤckgabe des Schuldſcheins an einen Solidarſchuldner begruͤndet die Vermu⸗ thung der Remiſſion fuͤr alle; aber die Zuruͤckgabe des Pfandes begruͤndet nicht die Präſumtion der Remiſſion. 11I. 37. Wenn auf die Zuruͤckgabe einer ge⸗ raubten, oder einer zur Verwahrung gegedenen, oder zu einem beſtimmten Gebrauche dargeliehenen Sache geklagt wird, findet keine Compenſation ſtatt. 5o. Wer etwas annimmt was ihm nicht gebuͤhrt, iſt verbunden es deme⸗ nigen zuruͤckzugeben, von dem er es unbefugt angenommen hat. 89. Nach Auflöſung der Ehe muß der Mann den Brautſchatz an die Frau oder ihre Er⸗ ben zuruͤckgeben. 147. Der Verleiher kann die verliehene Sache nicht eher als nach Ablauf der verabredeten Zeit zuruͤck⸗ Regiſter. 511 zuruͤcknehmen; 217. auch der Darlei⸗ her nicht. 218. Wenn wegen der Zu⸗ ruͤckgabe kelne Zeit beſtimmt worden, kann der Richter dem Crborger eine Friſt zugeſtehen. 218. Der Verwah⸗ rer muß die nämliche Sache, welche er empfing, zuruͤckgeben. 224. Wegen Zuruͤckgabe der einem Sequeſter, einem vom Gerichte Beauftragten, oder an⸗ dern Verwahrern anvertrauten Sachen findet korperliche Verhaftung ſtatt; 250. auch bei Notarien, Anwälden und Huiſſiers wegen Zuruͤckgabe der ihnen anvertrauten Urkunden und Gelder. 25r. Der Schuldner kann die Zuruͤck⸗ gabe des Unterpfandes nicht eher ver⸗ langen, als bis er Schuld, Zinſen und Koſten getilgt hat. 254. Nruͤcknahme. Der Ehegatte des Ab⸗ weſenden kann das ihm zum voraus Ge⸗ bührende zuruͤcknehmen, wenn er die vorlaͤufige Aufhebung der Guͤtergemein⸗ ſchaft wuͤnſcht. 1. 226. Die in einer Kraft des Geſetzes aufgehobenen Schen⸗ kung befindlichen Sachen fallen frei von allen Laſten und Hypotheken in das Cin geuthum des Schenkers zuruͤck. II. 193. Wos die auf die Gutergemeinſchaft Verzicht leiſtende Frau zuruͤcknehmen kann. 1II. 126. In Ermangelung ei⸗ nes Inventars darf der Mann das ihm während der Ehe zugefallene bewegliche Vermoͤgen nicht zuruͤcknehmen. 131. Von der Clauſel der Zuruͤcknahme. 134. vergl. Vorausnahme. Zuruͤckwirlende Kraft haben die Geſetze nicht. I. 120. Ausnahmen. 124. Die guͤltig geſchehene Annahme einer Erbſchaft äußert ruͤckwirkende Kraft bis zum Tage des Anfalls der Erbfolge. 1l. 125. Eine erfuͤllte Vedingung wirkt ruͤckwaͤrts bis auf den Tag des abge⸗ ſchloſſenen Vertrags. III. 28. Eine auflöſende Bedingung iſt diejenlge, die alles wieder in den Zuſtand verſetzt, als wenn keine Verbindlichkeit vorhanden geweſen wäre. 29. Das die Vermö⸗ Zuſtand. gensabſonderung ausſprechende Erkennt⸗ niß hat ruͤckwirkende Kraft bis zu dem Tage der angeſtellten Klage. 115. Die wiederhergeſtellte Guͤtergemeinſchaft er⸗ haͤlt von Neuem ihre Wirkung vom Tage der Heirath an. 117. Zuſchlag. Bei dem gerichtlichen Ver⸗ kauf kann er nicht eher erfolgen, als bis der Gegenſtand der Schuld voͤllig klar iſt, und nach einem in letzter In⸗ ſtanz ergangenen, oder rechtskräftig ge⸗ wordenen Endurtheil. III. 301. Wer mit dem Minder)ährigen in einem Rechtsſtreit begriffen iſt⸗ der deſſen perſonlichen Zuſtand betrifft, iſt unfähig zur Vormundſchaft. I. 372. Zuwachsrecht. Das Eigenthum an ei⸗ ner Sache giebt zugleich ein Recht auf den Zuwachs. II. 16. Von dem Zu⸗ wachsrechte auf das, was die Sache hervorbringt, 16. und auf das, was mit ihr vereinigt und ihr einverleibt wird, und zwar in Beziehung auf un⸗ bewegliche, 18. und auf bewegliche Sachen. 24. Zuzucht. Geht die gefallene Heerde nicht ganz zu Grunde, ſo muß der Nießbraucher die gefallenen Stücke aus der Zuzucht erſetzen. 11. 39. Man kann jede Gattung von Thieren, welche der Zuzucht fahig ſind, zum Gegenſtande des Viehpachts machen. III. 143. Bet dem einfachen Viehpacht verbleibt dem Pachter die Haͤlfte des Zuwachſes. 198. 100. Eben ſo bei dem Viehpacht zur Halfte. 200. Bei dem uneigentlich ſo⸗ genannten Viehvacht aber behaͤlt der Pachter die Kaͤlber allein. 202 Zwang kann die Nichtigkeitsklage der Ehe begruͤnden, 1. 255. und die Auf⸗ hebung der definitiv geſchehenen Thei⸗ lung veranlaſſen. II. 15b. Ein Mit⸗ erbe, der ſeinen Antheil veraͤußert hat, tann aber die Klage nicht mehr anſtel⸗ len, wenn er die Veräußerung nach dem Aufhoͤren des Zwangs vorgenom⸗ men hatte. 167. Die durch Gewalt er⸗ zwunge⸗ —— — —— 3 1 512 zwungene Cinwilligung iſt unguͤltig. II. F. Wie muß der Zwang beſchaffen ſeyn, um die Nichtigkeit des Vertrags nach ſich zu ziehen? 5. Von der Nichtigkeits⸗ klage im Fall eines Zwanges. 62. Wenn Zwang ſtatt fand, kaun der Vergleich wieder aufgehoben werden. 248. Ge⸗ waltſame Handlungen koͤnnen weder Br⸗ ſitz noch Verſahrung begruͤnden. 307. zwangsgerechtigkeiten und die an ihre Stelle getretenen Geldabgaben ſind abgeſchafft. II. 68. Zweideutigkeit. Was zweideutig iſt, . nach dem Herkommen des Landes, wo der Vertrag geſchloſſen iſt, beſtimmt werden. III. 24. Jeder doppelſinnige Vertrag wird zum Nachtheil des Ver⸗ täufers ausgelegt. 160. Regiſter. Zweißet Aſt. weiſeitiger Vertrag, ſ. Ver⸗ trag. ſnen Zwiſchenhecke. Begriff, und Rechte und Verbendlich⸗ keiten, die aus dieſen Servituten ent⸗ ſpringen. II. 54. 55. Zwiſchenmauer. Begriff. II. 51. Rech⸗ te und Verbindlichkeiten der Miteigen⸗ thuͤmer an derſelben. 52. Zwiſchenraum. Die Urkunden des Civilſtandes muͤſſen in die Regiſter ohne einigen Zwiſchenraum eingetragen wer⸗ den. I. 181. Von der Servitut des Zwiſchenraums. II. 56. Der Hypothe⸗ kenbewahrer wird beſtraft, wenn er leere Raͤume gelaſſen, oder zwiſchen die Zeilen geſchtieben hat. III. 293. — 8— ℳ Commentar Fher den Code Wapoleon ee Spangenberg T.3 —— 5 6 Farbkarte 13