— m—————— 2 SUPPLEMKNT DES CODES NAPOLFEON ET DE pROCEDURE CIVIIE, OU RnconI. des Senatus-consultes, des Lois, des Docrets impériaux, des Avis du Conseil d'Etat, des Circulaires et Instructions ministérielles, contenant des Explications de ces deux Copns, ou des moyens d'exécution des Articles qui présentaient des difficultés dans leur appli- cation; uBrIes DRpUIs LAM X; Auxquels on a ajouté le Tarif des frais et dépens de l'an 1807, ainsi que les lois organiques du Pribunal de Cassation. AVEC UNE TABTLE ANALVTIQUE ET RAISONNIR DES MATIERES DE CES DEUX CODEs8. A DESSAU FET LEIPZIG, Supplemente zum Geſetzbuche Napoleons 1 und zur Civilgerichtsordnung des franzoͤſiſchen Reichs 8 nebſt vollſtaͤndigen 43 zugleich auf die Supplemente gerichteten Regiſtern beyden Geſetzbuͤchern. Ueberſetzt und mit Anmerkungen verſehen von D. Chriſtian Daniel Erhard Königlich Sächſiſchem Oberhofgerichtsrathe, ordentlichem Profeſſor des Cri⸗ minalrechts auf der Univerſität Leipzig, des Landgerichts im Markgrafthum Niederlauſiz und der Leipziger Juriſtenfacultät Beyſitzer, der Ruſſiſch⸗ Kaiſerl. Geſetzcommiſſion correſpondirendem Mitgliede, der Univerſität Wilna, der Erfurter Akademie der VWiſſenſchaften, der Warſchauer und P Oberlauſitzer Königl. gelehrten Geſellſchaſten und der Leipziger deutſchen Geſellſchaft Mitgliede. Mit Konigl. Saͤchſ. Privilegium. Deſſau und Leipzig, % Seiner Durchlauchtigſten Eminenz Herrn Carl Theodor Anton Maria des hohen Rheinbundes Fuͤrſten Primas ſouverainem Fuͤrſten von Regensburg, Aſchaffenburg, Frankfurt ꝛc. Ihm dem Erhabenen Freunde und der Zier des deutſchen Namens dem Weiſen Vertheidiger der wahren Freyheit und des heiligen Rechts aus reiner Ehrfurcht und Dankbarkeit e w i d et von —————————— ——————————— VBrrebe Geririger Nachtrag zu den franzoͤſiſchen Ge⸗ ſetbuͤchern enthaͤlt ſämmtliche vom Herrn Rondon⸗ neau*) zu Paris im Jahr 1808 in einem beſondern Bande herausgegebene Geſetze, Verordnungen und Gutachten des Staatsraths; außerdem aber noch die im Jahre 1807 publicirte Taxordnung, welche zur Kenntniß des franzoͤſiſchen Proceßganges ſo un⸗ entbehrlich iſt, und ſo manche dunkle Stelle der Ci⸗ *) Der Titel dieſes Werks heißt: Supplément des Codes Napoléon et de Procédure civiles, ou recueil des Se- natus- consultes, des Lois, des Décrets impériaux, des Avis du Conseil d'Ptat, des Circulaires et Instructions ministéẽrielles, contenant des Explications de ces deix Codes, on des moyens d'exécution des Articles qui Présentaient des difficultés dans leur application; Pu- blies depuis l' an XI. Réunis et mis en ordre par K. Rondonneau, propriétaire du Pépot des L.i. à Paxis 1803. g. v1 Vorrede. — vilgerichtsordnung erlaͤutert, nebſt den dazu gehoͤrigen Geſetzen; auch habe ich die weſentlichſten Verordnun⸗ gen uͤber die Verfaſſung des Caſſations⸗ tribunals hinzugefuͤgt, weil davon im Code de procedure civile gar nicht die Rede iſt. Im Ganzen beweiſen die in dieſer Sammlung enthaltenen Geſetze, Gutachten und Verordnungen die unermuͤdete Thätigkeit, mit welcher die Behoͤrden des franzoͤſiſchen Reichs ſich die Vervollkommnung der Geſetzgebung und die Ausfuͤllung der darin ent⸗ deckten Luͤcken, ſo wie die Aufklaͤrung dunkler Stel⸗ len, angelegen ſeyn laſſen; und manchem Vorwurfe, der den franzoͤſiſchen Geſetzbuͤchern mit Recht gemacht ward, war ſchon begegnet, als man in andern Laͤn⸗ dern den Mangel bemerklich machte. Fuͤr den Deutſchen, der ſich uͤber franzoͤſiſche Rechtsverfaſſung belehren will, iſt die Kenntniß der Notariatsordnung weſentlich erforderlich, beſon⸗ ders da ihm, ſo lange er mit der Verfaſſung des Nota⸗ riats nicht genau bekannt iſt, viele Stellen im Ge⸗ ſetzbache Napoleons, und noch mehrere in der Civil⸗ gerichtsordnung, voͤllig unverſtändlich bleiben. So gut organiſirt dieſes Inſtitut und ſo muſter⸗ haft inſonderheit die Einrichtung der zur Aufſicht uͤber die Notarien beſtimmten Disciplinarkammern iſt: ſo hat, meines Erachtens, doch die deutſche Ver⸗ faſſung darin unverkennbare Vorzuͤge, daß ſie alle —————,——— di v. O ie lun ay ſ N b Vorrede. v die Handlungen, die in Frankreich vor Notarien ver⸗ richtet werden muͤſſen, auch vor einem jeden Ge⸗ richte vorzunehmen geſtattet, ja, manche derſel⸗ ben ſogar an den Richter ausſchließlich verweiſt. Denn es muß bey den kandesherrlichen Gerichten der Staat, bey den uͤbrigen die Gerichtsbehoͤrde, theils fuͤr die richtige und legale Abfaſſung der ge⸗ richtlich verhandelten Gegenſtände, theils fur die ſichere Aufbewahrung der OHriginalurkunden und für allen aus deren Verluſte den Partheyen erwachſenden Schaden, haften; dagegen in Frankreich der Rotar hauptſächlich fuͤr die etwa an den Staat zu leiſtenden Geldbußen Caution leiſtet(S. Geſeß uͤber die Notariatsordnung Art. 33.); uͤbrigens aber keine Sicherſtellung vorhanden iſt, wegen des Nachtheils, der den Partheyen durch des Rotars Unwiſ⸗ ſenheit, Nachläſſigkeit oder Bosheit, ſo wie durch den Verluſt der bey ihm aufbe⸗ wahrten Hriginalprotocolle und anderer Hriginalurkunden erwachſen kann. Freylich giebt es bey uns auch keine dergleichen Sicherſtel⸗ lung in Anſehung der Notarien. Allein, dafuͤr ſind auch in den meiſten deutſchen Staaten ihre Rechte ſehr beſchraͤnkt, und es ſteht jedem behutfamen Manne frey, alle Geſchäfte, die er vor einem Notar verrichten koͤnnte, gerichtlich vorzutragen, und ſich ſo die Sicherheit in v111 Vorrede. Anſehung eines etwa zu nehmenden Regreſſes zu verſchaffen, die beym Notar gewoͤhnlich er⸗ mangelt. Noch eine nachtheilige Folge hat die in Frank⸗ reich geltende Notariatsverfaſſung; und dieſe muß nothwendig daraus entſtehen, daß bey dem Tode oder Abgange des Notars deſſen Archiv in andre Haͤnde uͤbergeht. Die im vierten Abſchnitte des Geſetzes uͤber die Notariatsordnung(Art. 54— 61. S. 17.) deshalb enthaltenen Vorſchriften enthalten nichts, was dem großen Uebel vorbeugte, daß in zwan⸗ zig oder dreyßig,(und um wie viel mehr in funf⸗ zig oder hundert Jahren!) die Partheyen oder deren Erben nur mit großer Muͤhe werden entdecken koͤnnen, wer dekmalen der Inhaber der ſie betreffenden, vor Notarien aufgenommenen Hriginalurkunden ſey. In Paris exiſtirt, wie ich hoͤre, zu Abhelfung dieſer Un⸗ gewißheit eine beſondere Einrichtung, deren Beſchaf⸗ fenheit mir zur Zeit nicht genau bekannt iſt. Aber in Anſehung der andern Departements bin ich durch die mir in dieſer Hinſicht mitgetheilten Bemerkungen wuͤr⸗ diger franzoͤſiſcher Geſchäftsmaͤnner in der Meinung be⸗ ſtaͤtigt worden, es muͤſſe durch eine heſondre Organiſa⸗ tion noch dahin gebracht werden, daß zu jeder Zeit eine jede Parthey wiſſen koͤnnte, wo das Archiv eines jeden Notars nach ſeinem Tode oder Abgange ſi de n — — Vorrede. 12 ſich befinde und bey welchem Notar eines Bezirks das Document, das man ſucht, aufgenommen oder niedergelegt ſey. Auch iſt keine kleine Gefahr vorhanden, daß durch Schuld oder Bosheit der Erben des Notars die Originalprotocolle, ehe folche an einen andern Notar abgeliefert ſind, verlohren gehen, oder verfalſcht wer⸗ den, ohne, daß man nachher dießfalls einen wirkſa⸗ men Regreß an dergleichen Erben nehmen kann. Alles dieß kann nach der Verfaſſung regelmaͤßig organiſirter deutſcher Staaten, bey denen alles in die Haͤnde bleibender, ganz ſicherer, Gerichts⸗ und Landesbehoͤrden, die oͤffentliche Archive haben, gege⸗ ben und niedergelegt wird, gar nicht ſtatt finden; und unſte Verfaſſung iſt, wie in vielen, alſo auch in dieſem Puncte einfacher und weit vorzuͤglicher, als die Franzoͤſiſche. Zu wichtigen Bemerkungen giebt uns das auf der 140. Seite befindliche Gutachten des Staats⸗ raths in der Sache des Herrn Duchatenet Veran⸗ laſſung. Die erſte iſt von ſehr erfreulicher Art. Es be⸗ weiſt nämlich das Reſultat dieſes Gutachtens und der Grund, auf welchen es gebaut iſt, daß in Frankreich, tros dem, was in andern Laͤndern des⸗ halb erdichtet und geſchmaͤht wird, keine Cabinetsju⸗ ſtiz ſtatt finde, ſo wie, daß das Recht der letzten Civil⸗ * Vorrede. inſtanz heilig gehalten werde, und daß der Staats⸗ rath ſich oͤffentlich, laut und ausdruͤcklich zu Grundſä⸗ tzen bekenne, deren Befolgung in jedem Staate die ſicherſte Gewaͤhrleiſtung fuͤr eine geſetzmäßige, und ſelbſt von Seiten des hoͤchſten Machthabers uner⸗ ſchuͤtterte Juſtizpflege iſt. Aber von der andern Seite iſt eben dieſer Fall ein klarer Beweis von den traurigen Folgen, welche die in den franzoͤſiſchen Geſetzbuͤchern ſo ſehr gehaͤuf⸗ ten, uns groͤßtentheils unbekannten Formalitaͤten, vor⸗ zuglich dann haben, wenn ihre Vernachläſſigung, ohne hinlänglichen Grund, die Strafe der Nullität nach ſich zieht. Es iſt hier der Hrt, meine Meinung uͤber die poſitiven Formen guͤltiger Geſchäfte aus einander zu ſetzen. Die aus Willenserklärungen der Buͤrger entſtehen⸗ den Rechte zu ſchuͤtzen und aufrecht zu erhalten, iſt einer der anerkannteſten und ehrwuͤrdigſten Zwecke der Civil⸗ geſetzgebung. Sie hat hier ein doppeltes Geſchaͤft. Vor allen Dingen muß ſie den Begriff, die Natur und das Weſen der verſchiedenen Modificationen jeder Gattung der Vertraͤge und letztwilligen Erklärungen mit Klarheit, Einfachheit und Beſtimmtheit feſtſetzen, damit nicht der Notar, ſondern die im Geſetze deutlich beſtimmte Natur des Geſchäfts entſcheide, wovon bey jeder Art dieſer Willenserklärungen die Rede ſey, und der — Vorrede. X1 Buͤrger nicht, von falſch verſtandenen Namen irre gefuͤhrt, etwas anderes ausdruͤcke, als ſein Wille be⸗ ſtimmt, welches die Quelle der meiſten dieſen Gegen⸗ ſtand betreffenden Rechtshaͤndel iſt. Die Urſachen, die nun ferner den Geſetzgeber bewe⸗ gen koͤnnen, dieſe verſchiedene Arten der Willenserklä⸗ rungen an poſitive Formen zu binden, durfen vernuͤnf⸗ tiger Weiſe nicht zufällig ſeyn, nicht auf bloßem Her⸗ kommen, oder gar auf veralterten, längſt verbannten Gebräuchen*) beruhen. Sie muͤſſen den Pruͤfſtein der Unentbehrlichkeit und hoͤchſten Zweckmaßigkeit aushalten; außerdem enthalten ſie u nnuͤtze, alſo un⸗ gerechte, Freyheitsbeſchraͤnkungen, binden Treu“ und Glauben an Worte und Phraſen, und geben die Hei⸗ ligkeit des an ſich gultig und rechtsverbindlich gege⸗ benen Worts in die Hände der Rabuliſten. Es muͤſſen daher Grundſätze gefunden werden, an denen der pruͤfende Geiſt die Gerechtigkeit und Zweckmaͤßigkeit der poſitiven Formen erproben koͤnne; und dieſe werden ſich leicht ſinden laſſen, wenn es gelingen ſollte, die Urſachen, aus welchen dieſe For⸗ men, bey einer auf Grundſaͤtze gebauten Geſetzgebung, unenebehrlich ſind, in gewiſſen allgemeinen, unzube⸗ zweifelnden Regeln auszuſprechen, deren Richtigkeit ) Wie z. B. die nnitas contextus, und die Regel: neme Pro parte testatus, pro parte intestatus, decedere Potest, bey Teſtamenten. —— — — x11 Vorrede. und Vollſtändigkeit ſich nicht verkennen laſſe*. Wie aber auch dieſe Grundregeln lauten moͤchten, ſo wurden doch folgende Säatze dabey als unverkenn⸗ bar wahr erſcheinen. Die Form iſt Mittel; nicht Zweck. Sie muß alſo das, was ſie aufrecht erhalten ſoll, nicht vernichten. Die Form muß einfach, leicht zu verſte⸗ hen, leicht anzuwenden ſeyn, ſonſt giebt man alles in die Hände der Rechtsverwirrer und Rabuli⸗ ſten, eroͤffnet die ergiebigſte Quelle der Proceſſe zum Beſten der Advocaten, macht die Geſchaͤfte des Buͤr⸗ gers von unnothigen und läſtigen Koſten und Zeit⸗ verſäumniſſen abhängig, ſo daß die poſitive Norm, durch die man das Publicum, auf Koſten der Frey⸗ heit und des guten Glaubens, ſorgſam vor aller Un⸗ ſicherheit zu bewahren ſucht, Uebel herbeyfuͤhrt, die oft weit groͤßer ſind, als die, welchen man durch die Vorſchrift der Form vorbeu⸗ gen wollte. Frankreichs Geſetzgebung und Rechtspflege litten ſeit langer Zeit an dem Ueberfluſſe unnuͤtzer For⸗ men und Formeln. Viele derſelben ſind durch den Code Napoldon auf eine muſterhafte Art verbannt oder umſchifft. Doch *) Ich habe einen Verſuch dieſer Art in meinem Sy— ſteme der Civilgeſetzgebung aufgeſtellt, den ich naͤch⸗ ſtens beſonders abdrucken laſſen werde. Vorrede. XIII ſind noch immer im Civilgeſetzbuche; vorzuͤglich aber in der Gerichtsordnung, eine Menge Formen beybehal⸗ ten, welche, außer den Schwierigkeiten, die ihre Beob⸗ achtung der Thätigkeit der Buͤrger in den Weg legt, auch noch großtentheils, bey Strafe der Nulli⸗ raͤt, vorgeſchrieben ſind. Unmoͤglich koͤnnen Napoleons ſcharfem Blicke die Vortheile entgehen, welche den von Ihm beherrſchten Nationen dadurch zufließen wuͤrden, wenn beſonders die gerichtliche und außergerichtliche Praxis von den Feſſeln, welche ihr die gehaͤuften Formen anlegen, moͤglichſt befreyt wuͤrde. Der Fall des Herrn Duchatenet ſoll mir die Be⸗ lege zu dieſer Behauptung liefern. Unſtreitig konnte nach dem 972. Artikel des Code Napoléon in Anſehung des Teſtaments der Madem. Letellier nicht anders, als wider Herrn Du⸗ chatenet entſchieden werden; und daß der Staatsrath, bey allem Antheile, den er an dem unverſchuldeten Ungluͤcke des Teſtamentserben nahm, nicht anders, als er that, entſchieden hat, wird ihm zur immerwaͤh⸗ renden Ehre gereichen. Das Geſetz mußte entſchei⸗ den, ſo lange es nicht abgeſchafft war. Aber, wuͤrde die Frage, ob dieß geſchehen ſolle, wohl haben entſtehen koͤnnen, wuͤrde die geringſte Diſeuſſion noͤthig geworden ſeyn, wenn hier ſich nicht jedem beym erſten Anblick die Ueberzeugung auf⸗ x1V Vorrede. dräͤnge, daß die Schuld hier am Geſetze ſelbſt liege? Dieß iſt aber aus folgenden Gruͤnden einleuch⸗ tend: Die Formalitat, daß der Notar, dem der Te⸗ ſtirer das Teſtament in die Feder dictirt, auch aus⸗ drucklich dazu ſchreiben muß, er habe es ſelbſt geſchrieben, vermehrt die Gewißheit der Aecht⸗ heit nicht im Geringſten. Denn, ſoll dieſer Zuſatz dazu dienen, daß kein Falsum vorgehe, ſo iſt damit nichts gewonnen, weil die Formel: dieſes habe ich ei⸗ genhaͤndig geſchrieben, auch der nachmachen kann, der geſchickt genug iſt, die Hand des Notarius nachzumahlen. Wird alſo geleugnet, daß das Teſtament von der Hand des Notarius ſey, ſo beweiſt die Formel: ich habe dieß eigenhaͤndig geſchrieben, nichts wider dieſe Behauptung. Wollte man ſagen, daß dieß denn doch die Pra⸗ ſumtion der Aechtheit, nach der Rechtsregel: falsum non praesumitur, vermehre, da man der ausdruck⸗ lichen Verſicherung des Rotars glauben muͤſſe: ſo tritt dieſe Praͤſumtion ſchon dann ein, wenn der Rotar das Protocoll in ſeinem eignen Namen ab⸗ faßte und unterſchrieb, ohne dabey zu bemerken, daß es ein andrer in ſeinem Namen geſchrieben und un⸗ terſchrieben habe. Uebrigens iſt hier ein Fall, wo ——————— Vorrede. 2v es nicht bey Praͤſumtionen bewendet, da das Teſta⸗ ment bey Lebzeiten der Teſtamentszeugen und des Notar eroͤffnet worden iſt. Die Verſicherung des letz⸗ ten, wenn er jetßt das eroͤffnete Teſtament fuͤr ſeine Handſchrift anerkennt, verdient doch wohl eben ſoviel Glauben, als wenn er dort erwaͤhnt haͤtte, es ſey von ſeiner Hand: denn auch hier kann man ganz mit gleichem Rechte ſagen: falsum non praesumitur. Wollte man aber ja, wegen der groͤßern Gewißheit, deren es in Anſehung letztwilliger Verordnungen bedarf, ſelbſt die Aner⸗ kennung von Seiten des Notars fuͤr unzulänglich achten: ſo iſt ja aller Zweifel gehoben, wenn die bey⸗ den Zeugen, die eben deswegen da ſind, daß ſie kuͤnftig uͤber Alles, was bey Abfaſſung des Teſta⸗ ments vorging, oder unterblieb, glaubwuͤrdige Aus⸗ kunft ſollen geben koͤnnen, eiblich erhärten, daß ſie dem Notar das Teſtament hätten ſchreiben ſe— hen. Stimmt alles dieſes uberein, harmonirt. die Handſchrift des Teſtaments mit der bekannten Hand⸗ ſchrift des Notars, erkennt er ſelbſt dieſe Handſchrift an: ſo iſt doch wohl offenbar, dem Geſetze ſey ein Genuͤge geſchehen, zumal wenn, wie im Protocolle ohnehin nothwendig enthalten ſeyn muß, der Te⸗ ſtirer dem Rotar das Teſtament zum Protocoll in die Feder dictirt hat; denn man dictirt nur dem in die Feder, welcher nachſchreibt. xVI Vorrede. Doch, man koͤnnte hier einwenden, man muͤſſe bey Teſtamenten um ſo ſtrenger auf die Formen halten, da der, welcher den letzten Willen erklärt hat, dann, wann von der Aechtheit des Teſtaments die Rede iſt, verſtorben ſey, und ſich Kotar und Zeugen verei⸗ nigen koͤnnten, ein Teſtament zu erdichten, und ſodann durch falſche Verſicherungen aufrecht zu erhalten. Al⸗ lein, wenn es eine ſolche verbrecheriſche Ver⸗ bindung giebt, ſo kann ſie, wie geſagt, auch dahin gerichtet ſeyn, daß die Verſſcherung der rich⸗ tig beobachteten Formalitäten hinzugefuͤgt werde. Herr Duchatenet iſt ohne ſeine, ohne der Teſti⸗ rerin Schuld, um ein großes Vermogen gebracht. Er tragt den Fehler des vom Staate geordneten Notars, der ihn vielleicht nie entſchädigen kann; und er buͤßt unſchuldig für die zu große Allgemeinheit des Aus⸗ drucks im Geſetze, nach deſſen buchſtäblichem Sinne der Notar die Verſicherung, daß er das von ihm gefuͤhrte Protocoll auch wirklich eigenhaͤndig geſchrie⸗ ben habe, ausdruͤcklich wiederholen mußte. Er buͤßt fur die Unterlaſſung einer Formalität, die eben ſo wenig zum Beweiſe der Aechtheit beytragt, als bey einer Unterſchrift die Beyfuͤgung der Worte: manu mea. Und doch iſt dieſe Haͤrte des Geſetzes in vorlie⸗ gendem Falle bey weitem nicht ſo bedenklich, als bey Vertraͤgen unter Lebenden und bey Proceſſen, wo in der —— — N — Vorrede. XV1 der franzoͤſiſchen Geſetgebung die ſchreckliche peine de nullité, meines Erachtens, viel zu ſehr gehaͤuft iſt, wie ich anderwärts zu zeigen gedenke. Der Weis⸗ heit und dem nie ruhenden Geiſte Napoleons iſt es vorbehalten, die dunch Formen die Buͤrger vor unnuͤtzen Koſten und unver⸗ ſchuldetem Verluſte bewahrt werden? zu veranlaſſen, zum Behuf kuͤnftiger Verbeſſerungen der Geſetgebung, welche auf dem Wege der Vervoll⸗ kommnung nie ſtille ſtehen darf, ſondern unauf— boͤrlich dem großen Ziele naͤher gebracht werden muß: die Rechte des Buͤrgers moglichſt zu ſichern; doch ſo, daß dabey der Freyheit ihrer erlaubten Thätigkeit keine unnuͤtzen Schranken geſetzt werden. In den allgemeinen Bemerkungen uͤber die neue Geſetzgebung des franzoͤſiſchen Reichs werde ich uͤber dieſen und andere wichtige Gegenſtaͤnde mit der Ehr⸗ furcht ſprechen, die der Geſetßgeber doppelt fodern kann, der es laut bekenut, daß er von der Heiligkeit der erſten Grundſätze alles Staaten- und Voͤlkerwohls durchdrungen ſey, und den man nicht durch den Weih— rauch feiler Schmeicheley, oder durch knechtiſches Schweigen, ſondern dann am meiſten ehrt, wenn man der Welt beweiſt, der Redliche könne mit Muth und Offenheit vor ſeinem Throne erſcheinen. Supplem. z. Seſetzb. Nap. Eroͤrterung der Frage: wie koͤnnen vereinfachte — a— xV111 Vorrede. Was wegen gegenwartiger Ueberſetzung der Supplemente zu ſagen wäre, und was ich vorzug⸗ lich an meinen uͤbrigen Ueberſetzungen der Geſetzbuͤcher des franzoͤſiſchen Reichs zu tadeln und zu verbeſſern finde, will ich in einer Kritik aller Ueberſetzun⸗ gen des Coder Napoleon dem Publicum naͤch⸗ ſtens mittheilen. Leipzig, am 30. Nov. 1809. TABL E DES MATIERES CONTENUES DANS LE SUppIEMnEN Dhs coDRS NAPOILEONET DE PROCRDUR. 6 6 der Supplemente zu Napoleons I. Geſetzbuche und zur Civilgerichtsordnung. ————— TABLE DES MATIEREs. I. Loi contenant organisation u Wötar II. Arrété relatif à I'établissement et à l'organisation des Chambres des Notaires III. Avis du Conseil d'état concernant les notaires qui résident dans des bourgs ou villages faisant partie d'une justice de paix, dont le chef-lieu est une ville ou siége un tihn IV. Deécret Impérial portant que les certificats de vie nécessaires pour le paiement des rentes viageres et pensions sur Pétat, seront délivrés par les No- i V. Loi relative aux Prénoms et changemens de Noms VI. Loi relative aux adoptions faites avant la publi- cation du Titre VIII. du Code Napoléon VII. Loi relative aux Pivorces prononcés ou demandés avant la publication du titre VI. du Code Napo- VIII. Loi relative au mode de reglement de T'état et des droits des Enfans naturels, dont les peres sont morts depuis la loi du 12. brumaire an II., jusqu'à la promulgation des titres du Code Napo- P Page 36 80 — —— Inhaltsverzeichniß. I. Geſetz uͤber die Notariatsordnung„ *„ II. Verordnung die Errichtung und Verfaſſung der Nota⸗ riatskammern betreffend.. ⸗. ⸗„*„ III. Gutachten des Staatsraths uber diejenigen Notarien, die in Marktflecken und Doͤrfern wohnhaſt ſind, welche zum Bezirk eines Friedensgerichts gehoͤren, deſſen Hauptort eine Stadt iſt, in der ein Gerichtshof ſei⸗ Kaiſerliches Decret, daß die zu Erhebung von Leib⸗ renten und Staatspenſionen erfoderlichen Lebensatte⸗ ſtate von Notarien ausgeſtellt werden ſollen.. IV. . V. Geſetz, die Vornamen und Namensveraͤnderungen be⸗ .„.„. ⸗. VI. Geſetz uͤber die vor Bekanntmachung des 8. Titels des Napoleoniſchen Geſetzbuchs erfolgten Adoptionen VI. Geſetz uͤber die Eheſcheidungen, auf welche, vor Pub⸗ lication des 6. Titels in Napoleons Geſetzbuche ge⸗ richtlich erkannt oder geklagt worden i VIII. Geſetz uͤber die Art, wie der Civilſtand und die Rechte derjenigen natuͤrlichen Kinder zu beſtimmen ſind, deren Väter, ſeit dem Geſetze vom 12. Bru⸗ maire d. J. IIl. bis zur Bekfanntmachung der im Ge⸗ 57 61 — 1 8T 3 PTable des Matieres. lcon, sur la Paternité er la Filiation, et sur les S IX. Arrété sur le mode de délivrance des dispenses re X. Pxtrait d'une circulaire du grand-juge, ministre de la justice, relative à la prohibition du mariage entre les hlanes et les noirs XI. Arrété contenant le Tableau des distances de Paris aux chefs- lieux de département XII. Arrété qui défere à Ernest d' Arenberg la qualité XIII. Arrété relatif au droit d'Enregistremeut et à l'acceptation des Donations en faveur des Hospices XIV. Instruction du ministre de la guerre, sur P'exé- cution des Pispositions du Code civil, applica- bles aux militaires de toute armée„ XV. Instruction de la végie de l'enregistrement, qui déclare que, d'apres les dispositions de la loi du 13. Floréal an a1, la formalité de Tinsinuation est abolie pour toutes les donations entre- vifs et remplacée par la transcription aux hypothdques qu ordhnne i KVI. Arrété concernant les acceptations de Legs faits aus Bospices et auis paues XVII. Loi sur la modération des droits d'enregistre- ment et d'hypotheque pour les donations en faveur pi XVIII. Loi relative aux Actes respectueu„ XIX. Avis du Conseil d'stat sur les actes de divorce fairs pendant la disparition des émigrés ou absens; 88 9⁰ 93 114 116 192 200 — — 208 ſetzbuche Napoleons enthaltenen Titel von der Vater⸗ ſchaft und Kindſchaſt(Abſtammung) und von Erb⸗ ſchaften, mit Tode abgegangen ſind„ IX. Verordnung uͤber die Ausfertigungsart der Sit⸗ X. Auszug aus einem Wiuturſchreiben des Reichsober⸗ richters und Juſtizminiſters, das Verbot der Ehe un⸗ ter Weißen und Schwarzen betreffend XI. Verordnung, enthaltend eine tabellariſche Ueberſicht der Entfernungen zwiſchen Paris und den Hauptorten der XII. Beſchluͤſſe, durch welche Ernſten von Aremberg die rechtliche Eigenſchaft eines franzoͤſiſchen Buͤrgers er⸗ XIII. Befehl wegen der von Schenkungen an Armenhaͤu⸗ 3 zu entrichtenden Eintegiſtrirungsabgabe und der Aeceptation ſolcher Schenkungen XIV. Inſtruction des Kriegsminiſters uͤber die Pollziehung der auf die Militairperſonen aller Art anwendbaren Verordnungen des Civilgeſetzbuches„„„ XV. Inſtruction des Verwaltungsamtes(der Regie) der Einregiſtrirungsabgaben, daß, vermoͤge des Geſetzes vom 13. Floreal des 11. J. die Formalitaͤt der(ge⸗ richtlichen) Inſinuation in Anſehung aller Schenkun⸗ gen unter Lebenden abgeſchafft, und an deren Stelle die im 939. Artikel des Geſetzbuches anbefohlne Ein⸗ tragung in das Hypothekenbuch getreten ſey XVI. Verordnung wegen Annahme der Vermaͤchtniſſe an Spitaͤler und an die Armencaſſen„ XVII. Geſetz uͤber die Herabſetzung der Einregiſtrirungs⸗ und Hypothekenabgabe bey Schenkungen an Hoſpitaͤler XVIII. Geſetz die ehrerbietigen Geſuche betreffend.. XIX. Gutachten des Staatsraths uͤber die waͤhrend der Entfernung der Ausgewanderten oder Abweſenden er⸗ folgten Eheſcheidungen; vom 12. Prairial d. J. XI. Inhaltsverzeichniß. XxxII Seite 83 85 89 91 99 115 117 193 Table des Matieres. XX. Deeret Impérial concernant les main-levées d'op- positions formées pour la conservation des droits des pauvres et des hospice XXI. Avis du Conseil d'érat, sur l'exercice de la con- trainte par corps à l'égard des redevables des droits de douane, amende et confiscation. XXII. Loi relative aux Consignations XXIII. Loi relative à la tutelle des enfans admis dans les RSspittsr XXIV. Avis du Conseil d'état, sur la question de savoin à qui des propriétaires riverains ou des com- wunes appartient la péche des rivieres non navi- XXV. Avis du Conseil d'état, sur les preuves ad missi- bles pour constater le décks des militaires.(Séance du 12. germinal an K XXVI. Avis du Conscil d'état, sur la transcription des actes de vente sons signature privée st enregistrés. (Scance du 3. floréal an KIII.) XXVII. Avis du Conscil d'état, sur le jour à compter duquel les décrets impériaux sont obligatoires. (Scance du 12. prairial an XiII.)„ XXVMI. Ciroulaire de 8. Exc. le grand-juge, mini- stre de jn jastice, relative 4 l'exécution de l'ar- ticle 315 du Gode Napoléon, concernant les cura- teurs aux successions vacantes ⸗„„ XXIX. Avis du Conseil d'état, sur les formalités rela- tives an warige XXX. Décret Impérial relatif aux autorisations des offi- ciers de I'état civil pour les inhumations„„ XXXI. Sénatus-consulte sur le retablissement du calen- drier Grégoriem 3 Page 10 0 — 10 O — 5 O — 10 O S 242 248 250 Inhaltsverzeichniß. Seite XR. Kaiſerliches Decret, die Aufhebung des zu Bewah— rung der Rechte der Armenanſtalten und Hoſpitäler angelegten Arreſte betreffend.. . ⸗ XX. Gutachten des Staatsraths über die Anwendung des Gefaͤngnißzwanges gegen die, welche Zollgebuhren, Strafgelder und Confiscationsgelder ſchuldig ſind XXII. Geſetz die Depoſition betreffend XXIII. Geſetz die Vormundſchaft uͤber die in Waiſenhaͤu⸗ ſern aufgenommenen Kinder betreffend. . ⸗ XXIV. Gutachten des Staatsraths uͤber die Frage, wem von den Uferbeſitzern oder Gemeinden die Fiſcherey in nicht ſchiffbaren Flüſſen zuſtehe XV. Gutachten des Staatsraths, welche Veweiſe zur Veurkundung des Todes einer Militairperſon zuläß— lich ſeyen.(In der Sitzung v. 12. Germinal d. J. XIII.) XXVI. Gutachten des Staatsraths uͤber die Eintragung der unter Privatunterſchrift ausgefertigten und einre⸗ giſtrirten Kanſcontracte in die Hypothekenbuͤcher(In der Sitzung des 3. Floreal d. J. KIII.). XXVII. Gutachten des Staatsraths über die Frage, von welchem Tage an die kaiſerlichen Decrete verbindende Kraft haben.(In der Sitzung vom 12. Prairial XXVIII. Circularſchreiben des Reichsoberrichters und Ju⸗ ſtizminiſters uͤber die Vollziehung des 813. Artikels im Geſebbuche Napoleons wegen der den vffenſtehen⸗ den Erbſchaften beſtellten Curatoren .. 7 XXIX. Gutachten des Staatsraths über die it Anſehung der Ehe zu beobachtenden Formalitaͤten„. . XX. Kaiſerliches Decret die von den Civilſtandsbeamten zu den Beerdigungen zu ertheilende Erlaubniß be⸗ „—* XXXI. Senatusconſult uͤber die Wiedereinfuͤhrung des Gregprjaniſchen Calenders 225 231 15 65 239 243 Pable des Matidres. Page XXRII. Avis du Conseil d'état, sur l'exécution des lois dans 1le d' Plbe.(Séance du 23. Fructidor). 15 5 XXIII. Avis du Conseil d'état, sur les formalités à observer pour 1a célebration du mariage des mili- taires résidant sur le territoire de I'Empire„. 256 XXXIV. Döcret Impéial qui prescrit des formalités pour les procds-verbaux d'apposition de spellés, 3 ei XXRV. a) Circulaire de 8. Exc. le grand- juge, mini- stre de la justice, relative à la tenue des registres de etar pii 262 XXXV. b) Circulaire de 8. Exc. le grand-juge, mini- stre de la justice, relative à la connaissance des 26 4 contraventions des officiers de l'état civil. XXXVI. Avis du Conseil d'état, sur une réclamation contre des jugemens qui ont dselaré un testament nul.(Séance du 18. janvier 1807.) 268 XXXVII. Loi relative au transfert d'inseriptions de einq pour cent consolidés appartenant à des mi- ur on inrsaits XXXVIII. Loi relative à la prescription des droits d'enregistrement des inscriptions er transcriptions ſ hyppihsenire XXXIN. Circulaire de 8. Fxc. le grand-juge, ministre de la justice, relative a la communication des registres de Pétat civil aux préfets 286 . XL.. Statuts Impériaux relatifs à l'état des princes et 3 princesses de la famille imperiales 233 XLI. Circulaire de 8. Exc. le grand-juge, ministre de la justice, relat. 4 la délivrance des actes de Petat gipi 4 2 Inheltsverzeichniß. XRVxI Seite XXXII. Gutachten des Staatsraths uͤber die Vollſtreckung der franzoͤſiſchen Geſetze auf der Inſel Elba(Sitzung voiider Gutachten des Staatsraths uͤber die bey Schlie— ßung der Heirathen ſolcher Militairperſonen, welche auf dem Gebiete des franzoͤſiſchen Reiches wohnhaft ſind, zu beobachtenden Formalitaͤten 2257 XXIV. Kaiſerliches Decret, worin die bey Protocollen uͤber Verſiegelung, Inventur u. ſ. w. zu beobachten⸗ den vbigeſchtieben werbn XXXV. a) Circularſchreiben Sr. Excellenz des Reichsober⸗ richters und Juſtizminiſters, die Fuͤhrung der Civil⸗ XXXV. b) Circularſchreiben Sr. Excellenz des Reichsober— richters und Juſtizminiſters die Unterſuchung der von Civilſtandsbeamten begangenen Vergehungen betreffend 265 XXXVI. Gutachten des Staatsraths wegen einer Be⸗ ſchwerde gegen Erkenntniſſe, durch welche ein Teſta⸗ ment fuͤr unguͤltig erklaͤrt worden war(Sitzung vom — KXVII. Geſetz, die Ceſſionen der Inſcriptionen von con⸗ ſolidirten fuͤnf Procenten, welche Minderjährigen oder Sutethieirien gehoren, hetreſfend — — XXXVIII. Geſetz wegen Verjaͤhrung der Einregiſtrirungs⸗ abgabe für die Einzeichnung(Vormerkung) und Ein— tragung in die Hypothekenbuͤcher 22281 KxLx. Cireularſchreiben Sr. Ercellenz des Reichsober⸗ richters und Inſtizminißers, die Mittheilung der Ci⸗ vilſtandsliſten an die Praͤfecten betreffend„287 5 XIL. Kaiſerliche Statuten, die buͤrgerlichen Verhaͤltniſſe der Prinzen und Prinzeſſinnen der kaiſerlichen Familie be⸗ 6 e XLI. Cireularſchreiben Sr. Excellenz des Reichsoberrich⸗ ters und Inſtizminiſters, die Ausſtellung der Civil⸗ 2 reſe33 XRVIII Table des Matieres. XLII. Avis du Conseil d'état, sur le recouvrement des amendes prononcées par les tribunanx frangais contre des étrangers avant la réunion de leur pays à la France.(Scance du 31. Mai 1806.) XLIII. Décret Impérial, sur l'organisation et les attri- putions du coiseil d'etat XLIV. Decret Impériel concernant le mode de rédac- nion de l'acte par lequel'ofßicier de l'état civil constate qu'il lui a été Présenté un enfant sans vie XLV. Fatrait d'un avis du Conseil d'ctat, sur les acti- NX Ons intentées contre les communes.. ⸗ ⸗ XLVI. Circulaire de 8. Exc. le grand-juge, ministre de la justice, sur les successions vacantes, et sur les formes à suivre, soit pour les accepter, soit pour en administrer les biens et en acquitter les XLVII. Decret Impérial relatif aux actes concernant l'état civil des Franqais professant le culte luthé- KLVIII. Décret Impérial relatif au temps de nuit pev- dant lequel la gendarmerie ne peut entrer dans les maisons des eitoens XLIX. Extrait du S6natus-consulte relatif à l'échange ou aliénation des biens composant la dotation des duchés relevant de I'Empire frangais, ou autres titwes hsredirairts L. Avis du Conseil d'état, sur la dispense de tutelle des ecclésiastiques desservant des cures, etc. (Séance du 4. Novembre 1g06.)„ LI. Décret Impérial qui proroge pour les départemens de Génes, etc., la délai fixé pour la transcription des titres emportant droit de privilege et hypo- tieg LII. Circulaire de 8, Fxc. le grand-juge, ministre de la justice, relative aux demandes en déclaration 348 358 Inhaltsverzeichniß.— Seite XLII. Gutachten des Staatsraths uͤber die Beytreibung der von franzoſiſchen Gerichtshoͤfen Auslaͤndern vor Vereinigung ihres Vaterlandes mit Frankreich zuer— kannten Geldſtrafen(Situng vom 31. May 1806.) XLIII. Kaiſerliches Decret uͤber die Verfaſſung und den Geſchaͤftskreis des Staatsraths XKLIV. Kaiſerliches Decret, die Abfaſſung des Scheines vetreffend, wodurch der Civilſtandsbeamte beurkundet, daß ihm ein todtes Kind vorgezeigt worden ſey. XLV. Auszug aus einem Gutachten des Staatsraths uͤber die gegen Gemeinden angeſtellten Klagen.. XLVI. Circularſchreiben Sr. Excellenz des Reichsoberrich⸗ ters und Juſtizminiſters uͤber die offenſtehenden Erb⸗ ſchaften und die Formen, welche ſowohl bey Erhebung derſelben, als bey Verwaltung der dazu gehoͤrigen Guͤter und Abtragung der darauf haftenden Laſten zu XLVII. Kaiſerliches Decret wegen der Civilſtandsurkunden derjenigen Franzoſen, welche ſich zur Lutheriſchen Kirche e XLVIII. Kaiſerliches Decret, die Stunden der Nacht be⸗ treffend, in welchen die Gendatmerie nicht in die Haͤuſer der Buͤrger eindringen darf XLIX. Auszug aus dem Senatusconſult uͤber die Ver⸗ tauſchung oder Veraͤußerung der Guͤter, welche die Dotation der von dem franzoſiſchen Reiche abhaͤngigen Herzogthuͤmer oder anderer erblichen Wuͤrden ausmachen L. Gutachten des Staatsraths uͤber die Freyheit derer Geiſtlichen, welchen die Seelſorge obliegt, von Vor⸗ mundſchaften(Sitzung vom 4. Nov. 1806.)„. 3 7 319 339 345 349 605 O1 01 LI. Kaiſerliches Decret, wodurch die zur Eintragung der Vorzugsrechte und Hypotheken bewaͤhrenden Urkunden anberaumte Friſt fuͤr die Departements von Genuau. LII. Circularſchreiben Sr. Excellenz des Reichsoberrichters, die Antrage auf Abweſenheitserklaͤrung betreffend. 05 — 2 359 PTahle des Matieres. ILIII. Avis du Conseil d'état, sur les formes a obser- ver pour les protéts des lettres de change et des pillets de commerce.(Scance du 3. janvier 1907.) LIV. Avis du Conseil d'état, sur l'instruction des pro- cbs intentés avant et depuis le premier janvier 1807.(Scance du 6. janv. 1807.) LV. Circulaire de 8. Exc. le grand-juge, ministre de la justice, sur le privilége des deniers publics. LVI. Circulaire de 8. Exc. le grand- juge, ministre de la justice, interprétative de celle du 8g juillet 1806, relative au successions vacantes„ LVII. Avis de la Rcgie, sur la nécessité de la trans- cription des actes de mutation, d' Avril 1807.„ LVIII. Avis du Conseil d'ctat, sur les significations d'exploits que peuvent faire les gardes généraux et parriculiers des foréts 6 LIX. Message de sa Majesté au Sénat, annongant qu'il conftre 4 8. Exc. la maréchal Lefebvre le duché Ze Conseil d'état, sur les moyens de préve- vir les difſicultés en matibre d'hypocheques légales indépendantes de Pinscription LXI. Avis du Conseil d'état, sur la forme de procéder dans les affaires concernant la régie de l'enregistre- ent et des domaines LXII. Avis du Conseil d'état, sur les extraits des re- gistres do'état civil delivrés par les employés des mairies, qualifiés de secrétaires.(Scange du 6. juin LXIII. Decret Impérial sur l'instruction des affaires doncernant Iu itre cii O1 — S 07 560 Inhaltsverzeichniß. LIII. Gutachten des Staatsraths uͤber die bey Proteſten der Wechſelbriefe und kaufmaͤnniſchen Obligationen zu beobachtenden Formalitäten.(In der Sitzung vom LIV. Gutachten des Staatsraths über die Inſtruction der vor und nach dem 1. Jan. 1807. anhaͤngig gemach— ten Proceſſe(In der Sitzung vom 6. Jan. 1807.) 363 LV. Circnlarſchreiben des Reichsaberrichters und Juſtiz⸗ miniſters uber das Privilegium(Vorzugsrecht) der dem Staate gehoͤrigen Gelder 369 LVI. Circularſchreiben des Reichsoberrichters und Inſtiz⸗ miniſters zur Erklaͤrung des unterm 8. Jul. 1806. uͤber die offenſtehenden Erbſchaſten erlaſſenen Geſetzes 371 LVII. Gutachten der Regie uͤber die Nothwendigkeit der Eintragung der Veraͤußerungsurkunden in die Hypo⸗ i LVIII. Gutachten des Staatsraths über die Inſinuationen der Zuſertisungen, zu welchen die allgemeinen und beſondern Forſtaufſeher berechtigt ſind 377 LIX. Botſchaft Sr. Majeſtaͤt des Kaiſers an den Senat, daß Er Sr. Excellenz dem Marſchall Lefebvre den Titel eines Herzogs von Danzig ertheilt habe 381 LX. Gutachten des Staatsraths uber die Mittel, den Schwierigkeiten vorzubeugen, welche in Anſehung der⸗ jenigen geſetzlichen Hypotheken entſtehen koͤnnen, die der Vormerkung in den Hypothekenbüchern nicht be— durfen L.XI. Gutachten des Staatsraths uͤber das gerichtliche Verfahren bey Sachen, welche die Regie(Verwal— tung) der Einregiſtrirungsabgaben und der Domainen LXI. Gutachten des Staatsraths uͤber die von den Sub— alternen der Mairien, welche ſich den Secretairstitel beylegen, ausgeſertigten Auszuge aus den Civilſtands⸗ liſten.(Sitzung vom 6. Jun. 1807.) LXIII. Kaiſerliches Decret uber die Inſtruction der die Civilliſte betreffenden Rechtoſachen 397 LXIV. Decret Impérial concernant les droits A perce voir par les officiers do l'état civil„ LXV. Décrer Impérial concernant les tables alphabé- tiques de l'état cii LXVI. Docret Impérial concernant les bau 4 forme des hospices et des établissemens d'instruction pub LXVII. Decret Impérial sur le mode d'acceptation des dons et legs faits aux fabriques, aux 6tablissemens d'instruction publique, et aux communes LXVIII. Décret Impérial qui prescrit des formalités 1 4 pour les saisies-arréts ou oppositions entre les mains des receveurs ou administrateurs de caisses cu deniers publies LXIX. Avis du Conzseil d'état, sur l'exécution de F'ar- ticle 5 5 du Code Mapoléon. LXX. Loi relative aux inscriptions hypothécaires, en vertu do jugemens rendus sur des demmandes en reconnaissance d'obligations sous seing priys LXXI. Loi sur le taux de l'intérét de'argent LXXII. Loi qui détermine le sens et les effers de l'art. 2148 du Code Napoléon, sur l'inscription des crCances hypotliécaires LXXIII. Loi relative aux droits du trésor publie sur les biens des comptables L.XXIV. Circulaire de S. Exc. le grand-juge, ministre de la justice, relative à la délivrance de sauf-con- duits aux individus frappes de la contrainte par eb . LXXV. Loi relative à la contrainte par corps, contre les étrangers non domiciliés en France P 0 qui détermine le cas oi deux arréts de 406 405 412 418 1 — 444 16 0 LXIV. Kaiſerliches Decret, die von den Civilſtandsbeam⸗ ten zu erhebenden Abgaben betreffend LXV. Kaiſerliches Decret, die alphabetiſchen S LXVI. Kaiſerliches Derret wegen der von Seiten der Ar⸗ menhäuſer und oͤffentlichen Lehranſtalten geſchloſſenen LXVII. Kaiſerliches Decret uber die Annahme der an Kirchenkaſten, oͤffentliche Lehranſtalten und Gemeinhei⸗ ten gemachten Schenkungen und Vermaͤchtniſſe LXVIII. Kaiſerliches Decret uͤber die Formalitaͤten bey Arreſtanlegung oder Zahlungseinſpruͤchen, welche bey den Einnehmern oder Verwaltern oͤffentlicher Caſſen ſe LXIX. Gutachten des Staatsraths uͤber die Vollziehung des 545. Artikels in Napoleons Geſetzbuche. LXX. Geſetz uͤber die Einzeichnung in das Hypotheken⸗ buch, welche kraft eines auf Recognition einer mit Privatunterſchrift verſehenen S geſproche⸗ nen Urthels erfolgen muß„.. „„ e en ine LXXII. Geſetz, durch welches der Sinn und die Wirkung des 2148. Artikels in Napoleons Geſetzbuche uͤber die Einzeichnung(Vormerkuns, der hypothekariſchen Schuldfoderungen beſtimmt wird. LXXIII. Geſetz, die Rechte der Staatscaſſe auf das Ver⸗ moͤgen der Rechnungsbeamten betreffend LXXIV. Circularſchreiben des Reichsoberrichters und Ju⸗ ſtizminiſters wegen Ausſtellung des ſichern Geleites Galvns conductus) an Perſonen, wider welche auf Gefängnißzwang erkannt iſt(Ein Auszug).. LXKXV. Geſetz, den perſoͤnlichen, gegen ſolche Auslaͤnder, die in Frankreich keinen Wohnſitz haben, Statt fin⸗ denden Gefaͤngnißzwang betreffend. LXXVI. Geſetz, in welchem der Fall beſtimmt wird, wo zwey Entſcheidungen des Caſſationsgerichts zu einer Supplem. z. Geſethb. Näp. Inhaltsverzeichniß. xxRx1I Seit 399 403 407 409 413 419 427 429 433 439 445 xXR1V Pable des Matieres. Page la cour de cassation peuvent donner lieu à Pinter- 4 prétation de la LXXVII. Taif des frais et dépens, pour le ressort de la cour d'appel de paris LXXVIII. Déeret concernant la Liquidation des dé- pens er frais en matidre sommaire, du 16. fevrier o LXXIX. Döcret qui rend commun à plusieurs Cours d'appel le Tarif des frais et dépens de celle de Paris, et en fixe la réduction pour les autres„ 682 LXXX. Appendice concernant 10 Tribunal de Cas- ½ an LXXXI. Fxtrait de la Loi du 27 Ventose an VIII. 686 LXXXII. Reglement sur le service du Tribunal de Cassatiou, du ᷓ. prairial an VIII.. 700 ———— —— „— Inhaltsverzeichniß. RxRv Seite (authentiſchen) Auslegung eines Geſetzes Veranlaſ⸗ 6 LXXVII. Tarxordnung fuͤr den des Appel⸗ o lationsgerichtshofes zu Paris.. LXXVIII. Decret uͤber die Liquidation des Verlags und der Gebuͤhren bey ſummariſchen Rechtshaͤndeln, vom LXXIX. Decret vom 16. Februar 1807, wodurch die Tarxordnung auf das ganze Reich erſtreckt wird.. ⸗...... 683 LXXX. Anhang, das Caſſationstribunal betreffend, aus der Conſtitution vom 22. Frimaire d. VII. J. 685 LXXXI. Auszug aus dem vom 27. Ventoſe des XIII. F...„* ⸗„.. ⸗ 687 LXXI. Verordnung über das beym Caſſationstribunale zu beobachtende Verfahren v. 4. Prairial d. VIII. J. 701 SUPPLEMENT DES CODES NAPOLEO N 3 ET DE pRocRhURh cTvIIx. Supplemente zum Geſetzbuche RNapoleons und der Gerichtsordnung des Franzoͤſiſchen Reichs. Supplem. z. Geſetzb. Nap. I. E Contenant organisation du Notariat. Du 25. Ventose an XI.— 16. Mars 1805. (Bulletin des Lois, nr. 263.— Deépoòt des Lois, nr. 1723.) 6 3 B TITRE N Des Notaires et des Actes notariés. 6 SECTION I. Des Fonctions, Ressort et Devoirs des Notaires. 3 n[ notaires sont les fonctionnaires publics etablis pour recevoir tous les actes et contrats auxquels les parties doivent ou veulent faire donner le caractère 7* q'authenticité attaché aux actes de l'autorité publique, et pour en assurer la date, en conserver le dépöt, en delivrer des grosses et expéditions. . Ge e u ber die Notariatsordnung. Vom 25. Ventoſe d. J. XI.(16. Maͤrz 1803.) (Pulletin des Lois, nr. 268.— Dépöt des Lois, nr. 1725.) Erſter Titel. Von Notarien und Notariatsurkunden. Erſter Abſchnitt. Von dem Amte, Geſchaͤftsbezirke und den Obliegenheiten der Notarien. . Die Notarien ſind diejenigen oͤffentlichen Beamten, welche beſtellt ſind, alle Urkunden und Contracte aufzuneh⸗ men, denen die Partheyen dieſelben Merkmale der oͤffentlichen Glaubwuͤrdigkeit beylegen laſſen ſollen oder wollen, welche die von Seiten der Staatsbehoͤrden erlaſſenen Urkunden haben; deren Datum zu bezeugen; dieſelben aufzubewahren, und ſolenne und minder ſolenne Ausfertigungen davon zu erthei⸗ len.*) A 2 ————————— * S. Gerichtsordnung Art. 203. Anm.*) E. I. Loi contenant organisation du Notariat. 2. Ils sont institués à vie. 3. Us sont tenus de préter leur ministère lorsqu'ils en sont requis. 4. Chaque notaire devra résider dans le lieu qui lui sera fixé par le Gouvernement. En cas de contra- vention, le notaire sera considéré comme démissionnai- re; en conséquence, le grand juge, ministre de la jus⸗- tice, après avoir pris Pavis du tribunal, pourra propo- ser au Gouvernement le remplacement. §. Les notaires exercent leurs fonctions, savoir, ceux des villes oü est établi le tribunal d'appel, dans letendue du ressort de ce trihunal; Ceux des villes ou il n'y a qu'un tribunal de pre⸗ midre instance, dans T'étendue du ressort de ce tri- bunal; 6 Ceux des autres communes, dans l'étendue du res⸗ „. sort du tribunal de paix. 6. Uest defendu à tout notaire d'instrumenter hors de son ressort, à peine d'étre suspendu de ses 8. fonotions pendant trois mois, d'étre destitué en cas de récidive, et de tous domwages intéréts. 7. Les fonctions de notaires sont incompatibles avec celles de juges, commissaires du Gouvernement t pres les tribunaux, leurs substituts, greffiers, avoués, huissiers, préposés à la recette des contributions direc⸗ tes et indirectes, juges, grefſiers et huissiers des justi- ces de paix, commissaires de police et commiosaires aux ventes. I. Geſetz uͤber die Notariatsordnung. — 2. Sie ſind auf Lebenszeit angeſtellt. 3. Sie ſind gehalten, ihr Amt zu verrichten, ſo oft ſie dazu aufgefodert werden. 4. Jeder Notar muß an dem ihm von der Regierung angewieſenen Orte wohnen. Im Uebertretungsfalle ſoll ange⸗ nommen werden, der Notar habe ſeine Stelle niedergelegt; und der Reichsoberrichter und Juſtizminiſter ſoll daher, nach eingeholtem Gutachten des(daſigen) Gerichts, bey der Regie⸗ rung(beym Kaiſer) darauf antragen, daß deſſen Stelle mit einem andern beſetzt werde. 5. Die Notarien in Städten, wo ein Appellationsge⸗ richt ſeinen Sitz hat, uͤben ihr Amt aus im ganzen Gerichts⸗ ſprengel dieſes Tribunals; die Notarien in Staͤdten, wo ſich nur ein Gericht erſter Inſtanz befindet, im Gerichtsbezirk dieſes Gerichts; die in den uͤbrigen Gemeinden angeſtellten im Gerichts⸗ bezirke des Friedensgerichts.(S. unten Nr. III.) 6. Jedem Notar iſt verboten, außer ſeinem Sprengel Inſtrumente aufzunehmen, und zwar bey Strafe dreymonat—⸗ licher Suspenſton, und im zweyten Uebertretungsfalle, ganz⸗ licher Abſetzung, und bey Vermeidung des zu leiſtenden vollen Schadenerſatzes. 7. Das Amt eines Notars iſt unvereinbar mit dem Amte eines Richters, Regierungscommiſſairs(jetzt kaiſerlichen An— walds) bey den Gerichtshoͤfen, und deſſen Subſtituten, eines Gerichtsſchreibers, Anwalds, Gerichtsboten, Obereinnehmers der directen und indirecten Steuern, Friedensrichters, Actuars und Amtsboten der Friedensgerichte, Policeycommiſſairs und verpflichteten Taxators. —— — ₰ ———————————————— 6 I. Loi contenant organisation du Notariat. SECTION II. Des Actes, de leur Forme; des Minutes, Grosses, Expéditions et Répertoires. 8. Les notaires ne pourront recevoir des actes dans lesquels leurs parens ou alliés, en ligne directe à tous les degrés, et en collatérale jusqu'au degré d'oncle ou de neveu inclusivement, seroient parties, ou qui contiendroient quelque disposition en leur faveur. 9. Les actes seront regus par deus notaires, ou par un notaire assisté de deus témoins, citoyens fran- Csis, sachant signer, et domiciliés dans Parrondissement communal ou Pacte sera passé. 10. Deux notaires, parens ou alliés au degré pro- hibé par l'article 8, ne pourront concourir au mẽme acte. Les parens, alliés, soit du notaire, soit des parties contractantes, au degré probibé par l'article 8, leurs clercs et leurs serviteurs, ne pourront étre témoins. II. Le nom, l'état et la demeure des parties de- vront étre connus des notaires, ou leur étre attestés dans l'acte par deux citoyens connus d'eux, ayant les mémes qualités que celles requises pour étre témoin instrumentaire. 12. Pous les actes doivent énbncer les nom et lieu de résidence du notaire qui les regoit, à peine de cent francs d'amende contre le notaire contrevenant. Ils doivent également énoncer les noms des té- moins instrumentaires, leur demeure, le lieu, l'année st le jour ou les actes sont passés, sous les peines pro- —— I. Geſetz uͤber die Notariatsordnung. Zweyter Abſchnitt. Von den Inſtrumenten und ihrer Form; von Hriginalprotocollen, ſolennen und nicht ſolennen Ausfertigungen und Repertorien. g. Die Notarien duͤrfen keine Urkunde aufnehmen, bey welcher mit ihnen verwandte oder verſchwaͤgerte Perſonen in gerader Linie bis zu den entfernteſten Graden, und in der Seitenlinie bis mit Einſchluß der Oheime und Reffen, Par⸗ they ſind, oder in welchen eine Verfuͤgung zum Beſten dieſer Perſonen enthalten iſt. o. Die Inſtrumente ſind von zwey Notarien aufzuneh⸗ men, oder von Einem Notar mit Zuziehung zweyer Zeugen, welche franzoͤſiſche Buͤrger ſeyn, ſchreiben koͤnnen, und in dem Bezirk der Gemeinde, wo das Inſtrument aufgenommen wird, ihren Wohnſitz haben muͤſſen. 10. Zwey Notarien, die in den im 8. Artikel verbotenen Graden mit einander verwandt ſind, duͤrfen bey der Auf⸗ nahme eines und deſſelben Inſtruments nicht mitwirken. Weder die mit den Notarien, noch die mit den Par⸗ theyen in dem im g. Artikel verbotenen Grade verwandten oder verſchwaͤgerten Perſonen, noch deren Schreiber oder Bedien⸗ ten, koͤnnen Zeugen ſeyn. rI. Name, Stand und Aufenthalt der Partheyen muͤſ⸗ ſen den Notarien bekannt, oder ihnen im Inſtrumente ſelbſt von zwey ihnen bekannten Buͤrgern bezeugt werden, welche letztere, die bey den Inſtrumentszeugen erfoderlichen Eigen⸗ ſchaften beſitzen muͤſſen. 12. In jedem Inſtrumente muß der Name und Wohn⸗ ort des Notars, welcher ſolches aufnimmt, ausdruͤcklich ent— halten ſeyn, bey Strafe von 100 Franken, die der Notar im uebertretungsfalle zu erlegen hat. Eben ſo muß der Name der Inſtrumentszeugen, deren Wohnung, ſo wie Ort, Jahr und Tag der Abfaſſung angezeigt werden, bey Vermeidung — ———— ———„ 8 I. Loi contenant organisation du Motariat. noncées par article 68 ci-après, et méme de faux, si le cas y échoit. 13. Les actes de notaires seront écrits en un seul et méme conteste, lisiblement, sans abréviation, blanc, lacune, ni intervalle; ils contiendront les noms, pré⸗ noms, qualités et demeures des parties, ainsi que des témoins qui seroient appelés dans le cas de T'article 1I. Ils énonceront en toutes lettres les sommes et les da- tes; les procurations des contractans seront annexées à la minute, qui fera mention que lecture de l'acte a été faite aux parties, le tout à peine de cent francs d'a- mende contre le notaire contrevenant. 14. Les actes seront signés par les parties, les témoins et les notaires qui doivent en faire mention à la fin de l'acte. Quant aux parties qui ne savent ou ne peuvent signer, le notaire doit faire mention, à la fin de l'acte, de leurs déclarations à cet égard. 15. Les renvois et apostilles ne pourront, sauf l'exception ci-après, étre écrits qu'en marge; ils seront signés ou paraphés, tant par les notaires que par les autres signataires, à peine de nullité des renvois et apostilles. Si la longueur du renvoi exige qu'il scit transporté à la fin de l'acte, il devra étre non seule- ment signé ou paraphé comme les renvois écrits en marge, mais encore expressément approuvé par les parties, à peine de nullité du renvoi. 16. Il n'y aura ni surcharge, ni interligne, ni addition dans le corps de l'acte; et les mots surchargés, —— I. Geſetz uͤber die Notariatsordnung. 9 der unten im 68. Artikel angedrohten Strafen, ja, wenn ſich der Fall dazu eignet, bey Strafe des Falſums. 13. Jedes Notariatsinſtrument muß vom Notar in Einem ununterbrochenen Zuſammenhange, leſerlich, ohne Abkuͤrzungen (Abbreviaturen), leer gelaſſene Stellen, Luͤcken und Zwiſchen⸗ raͤume geſchrieben werden, und Namen, Vornamen, Stand und Wohnung der Partheyen, ſo wie auf den im 11. Artikel angegebenen Fall die Namen der zugezogenen Zeugen enthalten. Es muͤſſen darin die Summen und jedes Datum ganz mit Buchſtaben vollſtaͤndig ausgeſchrieben ſeyn. Die Voll⸗ machten der Contrahenten ſind dem Originalprotocolle beyzu⸗ fuͤgen, in welchem auch angemerkt wird, daß die Urkunde ſelbſt beyden Theilen vorgeleſen worden ſey. Wenn ein No⸗ tar gegen dieſe Verordnung handelt, ſo verfaͤllt er in eine Geldbuße von 200 Franken. 14. Jedes Protocoll wird von den Partheyen, den Zeu⸗ gen und dem Notar unterſchrieben, welcher letztere am Schluſſe des Protocolls zu bemerken hat, daß dieſe Unterſchrift erfolgt ſey. Iſt eine oder die andere Parthey des Schreibens uner⸗ fahren, oder dazu unvermoͤgend, ſo muß der Notar am Schluſſe des Protocolls bemerken, weſſen ſie ſich dießfalls erklart hat. 15. Eingeſchaltete Stellen und Zufaͤtze duͤrfen, den unten angezeigten Fall ausgenommen, nur auf den Rand geſchrieben werden: ſie muͤſſen von den Notarien ſowohl als den uͤbrigen Perſonen, deren Unterſchrift erfoderlich iſt, unterſchrieben und paraphirt ſeyn, widrigenfalls die eingeſchalteten Stellen und Zuſaͤtze nichtig und unguͤltig ſind. Wenn die Laͤnge der einge⸗ ſchalteten Stelle nothwendig macht, daß ſie am Schluſſe des Protocolls hinzugefuͤgt werde, ſo muß ſie nicht nur, wie die am Rande hinzugefuͤgten Einſchaltungen, unterſchrieben und paraphirt, ſondern auch von den Partheyen ausdruͤcklich geneh⸗ migt werden. Alles bey Strafe der Nullitaͤt der eingeſchalteten Stelle. 16. In den Text des Inſtruments darf weder etwas eingeſchaltet, noch zwiſchen die Zeilen geſchrieben, noch hin⸗ 10 I. Loi contenant organisation du Notariat. interlignés ou ajoutés, seront nuls. Les mots qui de- vront étre rayés le seront de maniere que le nombre puisse en étre constatè à la marge de leur page corres- pondante, ou à la fin de l'acte, et approuvé de la méme manidre que les renvois écrits en marge; le tout a peine d'une amende de cinuante franes contre le notaire, ainsi que de tous dommages-intéréts, méme de destitution en cas de fraude. 17. Le notaire qui contreviendra aux lois et aux arrétés du Gouvernement, concernant les noms et qus- lifications supprimès, les clauses et enpressions fEodales, les mesures et''annuaire de la népubliqus, ainsi que la numération décimale, sera condamné à une amende de cent francs qui sera double en cas de récidive. 18. Le notaire tiendra exposé dans son étude, un tableau sur lequel il inscrira les noms, prénoms, qus- lites et demeures des personnes qui, dans l'étendue du ressort ou il peut exercer, sont interdites ou assistées d'un conseil judiciaire, ainsi que la mention des juge- mens relafifs; le tout immédiatement après la notifica- tion qui en aura été faite, et à peine des dommages- intéréts des parties. 19. Tous actes notariés feront foi en justice, et seront exécutoires dans toute Fétendue de la Répu- blique. I. Geſetz uͤber die Notariatsordnung. 11 zugeſetzt werden. Die eingeſchalteten, daruͤber geſchriebenen oder hinzugeſetzten Worte ſind unguͤltig. Muͤſſen Worte ausgeſtri⸗ chen werden, ſo ſind ſie dergeſtalt auszuſtreichen, daß auf dem ihnen gegenuͤberſtehenden Rande der Seite, worauf ſie ſich befinden, oder am Schluſſe der Urkunde ihre Zahl angemerkt, und auf dieſelbe Art, wie die auf den Rand geſchriebenen Zuſaͤtze, genehmigt werden kann. Und zwar hat der Notar dieß alles bey einer Strafe von funfzig Franken, ſo wie bey Vermeidung des vollen Schadenerſatzes, zu beobachten; auf den Fall des Betrugs aber die Abſetzung zu gewarten. 17. Der Notar, welcher, den Geſetzen und den Be— ſchluͤſſen der Regierung zuwider, abgeſchaffte Namen und Ti⸗ tel, auf das Lehnrecht ſich beziehende Clauſeln und Ausdrucke braucht, oder ſich der republikaniſchen Maaße und der republi— kaniſchen Jahresrechnung*), ſo wie der Decimalberechnung zu bedienen unterlaͤßt, iſt zu einer Geldbuße von hundert Franken zu verurtheilen, welche im Wiederholungsfalle ver— doppelt wird. 18. Der Notar ſoll in ſeiner Expeditionsſtube eine Liſte zu jedermanns Einſicht darlegen, worauf er Namen, Vor⸗ namen, Stand und Wohnung der Perſonen einträgt, die im Umfange des Gerichtsſprengels, worin er practicirt, unter Vormundſchaft geſetzt, oder mit einem Rechtsbeyſtande ver⸗ ſehen ſind, unter Bemerkung der ſich darauf beziehenden Ur⸗ thel; Alles unmittelbar nach der ihm davon geſchehenen An— zeige und bey Vermeidung des Schadenerſatzes an die Par⸗ theyen. 10. Alle vom Notar aufgenommene Urkunden haben gerichtliche Beweiskraft, und ſollen im ganzen Umfange der Republik(des Reichs) vollſtreckbar**) ſeyn. *) Seit dem 1. Januar 1806 bedient man ſich in Frankreich, vermoͤge des Senatusconſults vom 22. Fructidor des XIII. J. des Gregorianiſchen Calenders. S. u. Nr. XXXI. E. **) D. i. es ſoll daraus ſofort die Execution geſucht werden koͤnnen. Gerichtsordn. Art. 345. u. f. E. 12 I. Loi contenant organisation du Notariat. Néanmoins, en cas de plainte en faux principal, l'exécution de l'acte argué de faur sera suspendue par la déclaration du jury d'accusation, pronongant qu'il y a lieu d accusation: en cas d'inscription de faux faite incidemment, les tribunaux pourront, suivant la gravité des circonstances, suspendre provisoirement l'exécution de l'acte. 20. Les notaires seront tenus de garder minute de tous les actes qu'ils recevront. Ne sont néanmoins compris daus la présente dispo- sition les certificats de vie, procurations, actes de no- toriété, quittances de fermages, de loyers, de salaires, arrérages de pensions et rentes, et autres actes sim- ples qui, d'après les lois, peuvent étre délivrés en brevet. 21. Le droit de delivrer des grosses et des expé- ditions n'appartiendra qu'au notaire possesseur de la mi- nute; et néanmoins tout notaire pourra delivrer copie d'un acte qui lui aura eté déposé pour minute. 2 Les notaires ne pourront se dessaisir d'aucune minute, si ce n'est dans les cas prévus par la loi, et en vertu d'un jugement. Avant de s'en dessaisir, ils en dresseront et signe⸗- ront une copie figurée qui, après avoir été certifiée par le président et le commissaire du tribunal civil de leur I. Geſetz uͤber die Notariatsordnung. 13 Doch aber ſoll auf den Fall einer peinlichen Anklage we⸗ gen eintretender Verfalſchung die Vollſtreckung der fuͤr ver⸗ falſcht ausgegebenen Urkunde durch die Erklarung der Accuſa⸗ tionsjury(der Geſchwornen, welche uͤber die Statthaftigkeit der peinlichen Anklage richten): daß die Anklage Statt finde, ſuspendirt werden; wo aber die Eroͤrterung des Fal⸗ ſums(im Civilproceſſe) nur als Nebenpunkt vorkommt(Civil⸗ gerichtsordn. Art. 214. f.), da koͤnnen die Gerichte die Voll⸗ ziehung der Urkunde, nach Verhaltniß der Umſtaͤnde, vorlaͤu⸗ fig ausſetzen. 20. Die Notarien muͤſſen von allen von ihnen aufge⸗ nommenen Urkunden, die Originalaufſatze(Originalprotocolle) aufbewahren. Doch ſind in gegenwärtiger Verordnung nicht mit begrif⸗ fen, Atteſtate, daß Jemand noch am Leben ſey, Vollmachten, Notorietatsſcheine(Nap. Cwilgeſetzb. Art. 70— 72.), Qit⸗ tungen uͤber Pachtgelder, Miethzinſen, Beſoldungen, bezahlte Termine von Unterhaltsgeldern und Renten, und andere ein⸗ fache Urkunden, wovon nach den Geſetzen ſofort der erſte Auf⸗ ſatz ausgeliefert werden kann. 21. Das Recht, ein Inſtrument in ſolenner oder minder folenner Form auszufertigen, ſteht blos dem Notar zu, der das Originalprotocoll in Honden hat; doch kann jeder Notar von einer Urkunde, die Statt der Urſchrift bey ihm nieder⸗ gelegt worden iſt, Abſchriften*) ertheiien. 22. Kein Notar darf ein Originalconcept aus den Haͤn⸗ den geben, außer in den geſeblich beſtimmten Fällen und zu Folge eines rechtlichen Erkenntniſſes. Ehe er folches hergiebt, muß er eine vollig gleiche Abſchrift**) davon machen und ſolche unterzeichnen, welche, wenn ſie zuvor vom Gerichtspraä⸗ ſidenten oder Gerichtscommiſſar(katſerlichem Anwalde) beym Civilgericht ſeines Wohnorts vidimirt iſt, Stait des Originals *) S. Civilgerichtsordn Art. 203. Anm.**) **) Copie figuree, eine vollig nachgemalte Abſchrift, worin auch ſogar das Ausgeſtrichne wiederholt ſeyn muß. E. —— 1 14 I. Loi contenant organisation du Motariat. résidence, sera substitude à la minute dont elle tiendra lieu jusqu'à sa réintégration. 23. Les notaires ne pourront également, sans 'ordonnance du président du tribunal de première ins⸗ tance, delivrer espédition ni donner connoissance des actes à d'autres qu'aux personnes intéressées en nom direct, héritiers ou ayant droit, à peine des dommages- intéréts, d'une amende de cent francs, et d'étre, en cas de récidive, suspendus de leurs fonctions pendant trois mois, sauf néanmoins l'exécution des lois et règle- mens sur le droit d'enregistrement, et de celles relati- ves aus actes qui doivent étre publiès dans les tribu- naux. 24. En cas de compulsoire, le proces-verbal sera dressé par le notaire dépositaire de l'acte, à moins que le tribunal qui l'ordonne ne commette un de ses mem⸗ bres, ou tout autre juge, ou un autre notaire. 25. Les grosses seules seront deélivrées en forme exécutoire; elles seront intitulées et terminées dans les memes termes que les jugemens des tribunaux. 26. Il doit étre fait mention, sur la minute, de la delivrance d'une premiere grosse, faite à chacune des parties intéressées: il ne peut lui en étre délivré d'autre, à peine de destitution, sans une ordonnance du président du tribunal de premibre instance, laquelle demeurera jointe à la minute. 27. Cbaque notaire sera tenu d'avoir un cachet ou sceau particulier, portant ses nom, qualité et résidence, I. Geſetz uͤber die Notariatsordnung. 13 beygelegt wird, und die Stelle des letztern bis zu deſſen Zu⸗ ruͤckgabe, vertreten.(C. G. O. Art. 203.) 23. So darf auch ohne Verordnung des Gerichtspraͤſiden⸗ ten erſter Inſtanz kein Notar Jemanden Ausfertigungen von urkunden oder Nachricht von deren Inhalte zukommen laſſen, als den in ihrem eignen Namen unmittelbar dabey intereſſir⸗ ten Perſonen, deren Erben, oder Stellvertretern, und zwar bey Vermeidung des Schadenerſatzes und einer Geldbuße von hundert Franken; im Wiederholungsfalle aber einer dreymonat— lichen Suspenſion; doch unbeſchadet der Beobachtung der die Einregiſtrirungsabgabe betreffenden Geſetze und Verordnungen, ſo wie derjenigen Geſetze, welche ſich auf die gerichtlich bekannt zu machenden Urkunden beziehen. 24. Sind Compulſorialien(Gerichtsordn. Art. 846— 840.) erlaſſen: ſo ſoll der Notar, dem die Aufbewahrung der Urkunde anvertraut iſt, daruͤber ein Protocoll aufnehmen, ausgenommen, wenn der Gerichtshof, der den Beſehl erlaſſen hat, einem ſeiner Mitglieder, oder irgend einem andern Rich— ter oder Notar dazu Auftrag ertheilt. 25. Nur allein die ſolennen Ausfertigungen(Hauptaus⸗ fertigungen,) werden in executoriſcher Form ausgefertigt, und mit derſelben Ueberſchrift(demſelben Eingange) und eben dem Schluſſe verſehen, wie die Urthel der Gerichtshoͤfe.(Con⸗ ſtitution vom 28. Floreal des XII. Jahres. Gerichtsordn. Art. 146.) 26. Auf dem Originalconcepte muß angemerkt werden, es ſey von der erſten Hauptausfertigung jedem Theile ein Exemplar zugeſtellt worden. Ohne eine vom Gerichtspraͤſiden⸗ ten erſter Inſtanz ertheilte Verordnung, welche dem Original⸗ protocolle beyzulegen iſt, darf der Notar, bey Strafe der Abſetzung, die Hauptausfertigung nicht noch ei mal ertheilen.*) 27. Jeder Notar iſt gehalten, ein eignes Petſchaft oder Siegel zu haben, auf welchem ſein Name, Stand und Wohn— *) Wie man eine zwepte Hauptausſertigung erlangen könne, iſt in der Gerichtsordnung Art. 844. angegeben. E. 16 I. Loi contenant organisation du MNotariat? et, d'après un modele uniforme, le type de la Répu- blique krangaise. Les grosses et expéditions des actes porteront'em⸗ preinte de ce cachet. 28. Les actes notaries seront légalises, savoir, ceux des notaires à la résidence des tribunaux d'appel, lorsqu'on s'en servira hors de leur ressort; et ceux des autres notaires, lorsqu'on s'en servira hors de leur dé- partement. La légalisation sera faite par le président du tri⸗ bunal de premiere instance de la résidence du notaire, ou du lieu oü sera délivré l'acte ou l'expédition. 29. Les notaires tiendront répertoire de tous les actes qu'ils recevront. zo. Les répertoires seront vises, cotés et parapheés par le président, ou, a son défaut, par un autre juge du tribunal civil de la résidence: ils contiendront la date, la nature et l'espece de l'acte, les noms des par- ties, et la relation de l'enregistrement. I. Geſetz uͤber die Notariatsordnung. 17 ort und das Wappen der franzoͤſiſchen Republik(des franzoö⸗ ſiſchen Reichs) in voͤllig gleichmaͤßiger Form enthalten ſeyn muß. Die Hauptausfertigungen der Inſtrumente muͤſſen, ſo wie die minder ſolennen, mit dieſem Siegel bedruckt werden. 28. Die Aechtheit der Notariatsurkunden muß dann be— glaubigt werden, wenn der Notar an dem Orte, wo das Appellationsgericht ſeinen Sitz hat, angeſiellt iſt, und man ſich außer dem Gerichtsſprengel deſſelben der Urkunde bedient: und die von jedem andern Notar aufgenommenen, dann, wenn man ſich derſelben außer dem Departement deſſelben bedie— nen will. Die Beglaubigung geſchieht vom Präſidenten des Gerichts erſter Inſtanz am Wohnorte des Notars, oder an dem Orte, wo die Urkunde oder Ausfertigung ausgeliefert wird. 20. Jeder Notar hat uͤber alle von ihm aufgenommene Inſirumente ein Repertorium zu halten. 30. Die Repertorien muͤſſen vom Präſidenten, oder in deſſen Abweſenheit von einem andern Behſitzer des Civil⸗ gerichts am Wohnorte des Notars, viſirt, foliirt und paraphirt werden: ſie muͤſſen das Datum, die Beſchaffenheit und Gat— tung der Urkunde, die Namen der Partheyen und den Be⸗ richt uͤber die Einregiſtrirung enthalten⸗ Supplem. z. Geſetzb. Nap. B —————— 18 I. Loi contenant organisation du Notariat. 85 TITRE II. 5 SECTION I. Nombre, Placement, et Cautionnement des Notaires. 31. Le nombre des notaires pour chaque départe- ment, leur placement et résidence, seront déterminés par le Gouvernement, de maniere, 1o. que dans les villes de cent mille habitans et au dessus, il y ait un notaire, au plus, par six mille hahitans; 20. que dans les autres villes, bourgs ou villages, il y ait deux no- taires au moins, ou cinq au plus par chaque arrondis- sement de justice de paix. 32. Les suppressions ou réductions de places ne Seront effectuées que par mort, démission ou destitution. 33. Les notaires exercent sans patentes; mais ils sont assujettis à un cautionnement fiaé par le Gouver- nement, d'apres les hases ci-après, et qui sera spécia- lement affecté à la garantie des condamnations pronon- cées contre eux par suite de lexercice de leurs fonc⸗ tions. Lorsque, par T'effet de cette garantie, le montant du cautionnement aura été employé en tout ou en par- tie, le notaire sera suspendu de ses fonctions, jusqu'a ce que le cautionnement ait été entierement rétabli; et, faute par lui de rétablir, dans les six mois, l'intégra- lité du cautionnement, il sera considéré comme démis- sionnaire, et remplacé. 34. Le cautionnement sera fixé par le Gouverne- ment, en raison combinée des ressort et résidence de chaque notaire; d'après un minimum et un mavimum, suivant le tableau ci- après; I. Geſetz uͤber die Notariatsorbnung. 19 Zweyter Titel. Verfaſſung des Notariats. Erſter Abſchnitt. Zahl, Anſtellung und Caution der Notarien. 31. Die Zahl der Notarien fuͤr jedes Departement, deren Anſtellung und Wohnorte werden von der Regierung ſo be— ſtimmt, daß 2 1) in Staͤdten von hundert tauſend Einwohnern auf ſechs tauſend Einwohner hoͤchſtens Ein Notar kommt; 2) daß in den uͤbrigen Städten, Flecken oder Doͤrfern im Bezirk jedes Friedensgerichts wenigſtens zwey und hoͤchſtens fuͤnf Notarien wohnen.(S. u. Nr. III.) 32. Wenn(von dieſer Anzahl) Notariatsſtellen aufgeho— ben oder vermindert werden, ſo kann dieß nur dann geſchehen, wenn ein Notar ſtirbt, freywillig abgeht oder abgeſetzt wird. 33. Die Notarien prarticiren, ohne ein Patent zu loͤſen: doch haben ſie eine von der Regierung nach nachſtehenden Grundſatzen ſeſtgeſetzte Caution zu beſtellen, welche vorzüglich zu Sicherſtellung der ihnen waͤhrend der Ausuͤbung ihrer Amtsgeſchaͤfte zuerkannten Geldbußen beſtimmt ſeyn ſoll. Wenn zu Folge dieſer Sicherſtellung der Betrag der Cau⸗ tion ganz oder zum Theil Cauf Geldbußen) aufgegangen iſt, ſo wird der Notar ſo lange von ſeinem Amte ſuspendirt, bis die Caution wieder vollſtändig herbeygeſchafft iſt; und wenn er in den naͤchſten ſechs Monaten die volle Caution herbeyzu— ſchaffen unterlaͤßt, ſo wird er fuͤr freywillig abgegangen geach— tet und ſeine Stelle vergeben. 34. Der Betrag der Caution wird von der Regierung (vom Kaiſer) im Verhaͤltniß zum Gerichtsſprengel und Wohn⸗ orte des Notars zuſammengenommen, nach einem Minimum und Maimum beſtimmt, wie nachſtehende Tabelle zeigt: S 0 I. Loi contenant organisation du Notariat. et Residences de Au dessous de 3§, 000 habita De§,000 à 10,000 10,000 à 25,000 25,000 à 50,000 Pour les Notaires 4 des Ressorts Mini-] Mai- mum. ſ mum 7/ 7/ 2,500 3,200 3,200 3,800 Fripunauæ Frpnnaux d'appel. le I instance. 1,0001,500 2,000 2,500 5 de Paix. N Mini-] Maxi- mum. mum. 1,500 1,600 1,6002,200 2,2002,800 50/000 à 75,000 3,800 4,400 2,8003/400„ 76,000 5 100,000 4,400 5,0003,400 4000)„ 3 oo, ooo et au dessus 6000„„„ Paris 12,000„ E Mini- Maxi- mum. mum. 500 8005 800 1,000 1,0001,400 1,4002,000 Ces cautionnemens seront versés, remboursés, et les intéréts payes conformément aux lois sur les cau- tionnemens, sous la déduction de tous versemens anté- ricurs. SECTION II. Conditions pour etre admis, et Mode de nomination au Notariat. 35. Pour étre admis aux fonctions de notaire, il faudra: 10. Jouir de l'exercice des droits de citoyen; 20. Avoir satisfait aux lois sur la conscription militaire; 3“. Ftre àgé de 25 ans accomplis; 40. Justifier du temps de travail prescrit par les articles suivans. 36. exceptions ci- après, dont une des deux dernières, terrompues, Le temps de travail ou stage, sera, sauf les de six années entières et non in- au moins, I. Geſetz uͤber die Notariatsordnung. 21 Naͤmlich: Fuͤr die Notarien der Gerichtsſprengel und Sitze der Appelations⸗ der Gerichte jder Friedens⸗ gerichte erſier Inſtanz. gerichte. Cautionsbetrag[Cautionsbetrag Cautionsbetrag S Aufs Aufs Aufs Aufs nufs Aufs unter 8,000 Einwoh⸗ſwenigſteſ hochſte ſwenigſteſhöchſte wenigſte hochſte „„ 1,000 1,500 500 800 Von5, O0Obis IO,000 2,000 2,500 1,500 1,800 800 1,000 „10O,000⸗ 25,000 2,500 3/2001,8600 2,200 1,000 1,400 „25,000⸗ 50/000ſ3,200 3,8002,200 2,800 1,400 2,000 ⸗50, o00⸗ 75000 3,800 4,400 ½, 800 3,400„„ ⸗75,000⸗ 0 400 5,000 3,400 4O00 100,oo0 und drüberſ„„„„„ Zu Paris„ 2000„„ Dieſe Cautionsgelder werden nach Maaßgabe der wegen der Cautionsbeſtellung erlaſſenen Geſetze, eingeliefert, zuruck⸗ bezahlt und verzinſet; jedoch nach Abzug alles deſſen, was bereits vorher Can dergleichen Cautionen) bezahlt worden iſt. Zweyter Abſchnitt. Erfoderniſſe und Art der Ernennung zum Notariatsamte. 35. Um das Notariatsamt erlangen zu können, muß man: 1) im Genuß der Civilrechte ſich befinden; 2) den Geſetzen uͤber die Militairconſcription Genüge ge⸗ leiſtet haben; 3) volle 25 Jahre alt ſeyn; 4) beybringen, daß man ſo lange, als in nachſtehenden Artikeln vorgeſchrieben iſt, gearbeitet habe. 36. Die Arbeitszeit oder Probezeit betraͤgt, außer den nachſtehenden Ausnahmen, ſechs volle ununterbrochene Jahre, von welchen der Candidat wenigſtens eins der zwey letzten Jahre bey einem Notar der Claſſe, zu welcher die dazu 22 I. Loi contenant organisation du Notariat. — en qualité de premier clerc chez un notoire d'une classe epale à celle ou se trouvera la place à remplir. 37. Le temps de tra vail pourra n'ẽtre qus de quatre années, lorsqu'il en aura été employé trois dans letude d'un notaire d'une classe supérieure à la place qui devra etre remplie, et lorsque, pendant la quatrieme, l'aspi- rant aura travaillé, en qualité de premier clerc, chez un notaire d'une classe supérieure ou égele à celle ou se trouvera la place pour Jaquelle il se présentera. 38. Le notaire déjs regu, et exergant⸗ depuis un an, dans une classe inférieure, sera dispensé de toute justifi- cation de stage, pour étre admis a une place de notairs vacante dans une place immédiatement supérieure. 39. Laspirant qui aura travaillèé pendant quatre ans, sans interruption, chez un notaire de premiere ou de seconde classe, et qui aura été, pendant deux ans au moins, défenseur ou avoué près d'un tribunal civil, pourra étre admis dans une des classes ou il aura fait son stage, pourvu que, pendant Fune des deux der- nibres années de son stage, il ait travaillé en qualité de premier clerc chez un notaire d'une classe égale à celle ou se trouvera la place à remplir. 40. Le temps de travail exigé par les articles pré- cedens, devra étre d'un tiers en sus, toutes les fois que l'aspirant, ayant travaillè chez un notaire d'une classe inférieure, se présentera pour remplir une place d'une classe immédiatement supérieure 41. Pour étre admis à exercer dans la troisieme classe de notaires, il suffira que Paspirant ait travaillè, pendant trois années, chez un notaire de premiere ou de seconde classe, ou qu'il ait exercé, comme defen- seur ou avoué, pendant I'espace de deux années auprès du tribunal d'appel ou de première instance, et qu'en outre il ait travaillé, pendant un an, chez un notaire. 42. Le Gouvernement pourra disnenser de la justi- I. Geſetz uͤber die Notariatsordnung. 23 beſetzende Stelle gehoͤrt, als erſter Schreiber gearbeitet ha⸗ ben muß. 37. Die Arbeitszeit iſt auf vier Jahre zu beſchraͤnken, wenn der Candidat drey Jahre davon in der Expedition eines Notars einer Claſſe gearbeitet hat, die hoͤher iſt, als die, zu welcher die zu beſetzende Stelle gehoͤrt, und wenn er das vierte Jahr hindurch bey einem Notar einer Claſſe, die der⸗ jenigen, zu welcher die von ihm geſuchte Stelle gehört, gleich oder noch hoͤher iſt, als erſter Schreiber gearbeitet hat. 38. Wenn ein bereits angeſtellter Notar zu einer vacan⸗ ten Notariatsſtelle in die zunächſt folgende hoͤhere Claſſe auf⸗ ruͤckt: ſo iſt er, wenn er uͤber Ein Jahr angeſtellt iſt und practicirt hat, von allem Beweiſe der Probezeit frey. 30. Der Candidat, welcher vier Jahr ununterbrochen bey einem Notar der erſtern oder der zweyten Claſſe gearbeitet hat, und wenigſtens zwey Jahr Advocat oder Anwald bey einem Civilgerichtshofe geweſen iſt, kann in eine der Claſſen, wo er ſeine Lehrzeit geſtanden hat, aufgenommen werden, wenn er auch nur eines von den beyden letzten Jahren ſeiner Probezeit als erſter Schreiber bey einem Notar einer Claſſe gearbeitet hat, die derjenigen gleich iſt, zu welcher die zu be⸗ ſetzende Stelle gehoͤrt. 40. Die durch die vorſtehenden Artikel vorgeſchriebene Arbeitszeit muß um ein Drittel verlaͤngert werden, ſo oft der Candidat, der bey einem Notar aus einer niedern Claſſe gear— beitet hat, um eine Stelle in der nächſten hoͤhern Claſſe anhaͤlt. 41. Um zur Praxis in der dritten Claſſe der Notarien zugelaſſen zu werden, muß der Candidat entweder drey Jahre bey einem Notar der erſten oder zweyten Claſſe gearbeitet, oder als Advocat oder Anwald zwey volle Jahre beym Appella⸗ tionsgerichtshofe oder Gerichte erſter Inſtanz practicirt und Ein Jahr bey einem Notar gearbeitet haben. 42. Perſonen, die im Verwaltungs- oder Juſtizfache angeſtellt geweſen ſind, koͤnnen von der Regierung(vom Kat⸗ ———— r 24 I. Loi contenant organisation du Motariat. ßcation du temps d'étude, les individus qui ſauront exercé des fonctions administratives ou judiciaires. 43 laspirant demandera à la chambre de disci- pline du ressort dans lequel il devra exercer, un certi- Hicat de moralité et de capacitè. Le certificat ne pourra étre délivré qu'après que la chambre aura fait parvenir au commissaire du Gouverne- ment du tribunal de première instance, l'expédition de la délibération qui l'aura accordẽ. 44. En cas de refus, la chambre donnera un avis motivé, et le communiquera au commissaire du Gou- vernement, qui l'adressera au grand juge, avec ses ohservations. 45. Les notaires seront nommés par le premier Consul, et obtiendront de lui une commission qui énoncera le lieu fixe de la résidence. 46. Les commissions de notaire seront, dans leur intitulé, adressées au tribunal de première instance, dans le ressort duquel le pourvu aura sa résidence. 47. Dans les deux mois de sa nomination, et à peine de déchéance, le pourvu sera tenu de préter, à Paudience du tribunal auquel la commission aura été adiessée, le serment que la loi exige de tout fonction- naire public, ainsi que celui de remplir ses fonctions avec exactitude et probité. II ne sera admis à préter serment qu'en représen- tant T'original de sa commission et la quittance du ver- sement de son cautionnement. 1l sera tenu de faire enregistrer le proces- verbal de prestation de serment au secrétariat de la municipa- lité du lieu ou il devra résider, et au greffe de tous les tribunaus dans le ressort desquels il doit exercer. I. Geſetz uͤber die Notariatsordnung. 25 ſer) in Anſehung der Beybringung ihrer Studienjahre Dis⸗ penſation erhalten. 43. Der Candidat ſucht bey der Notariatskammer des Gerichtsbezirks, in welchem er practiciren ſoll(S. unten Art. 50. ſ.), um ein Atteſtat wegen ſeines guten Verhaltens und ſeiner Fähigkeit an. Das Atteſtat kann nicht ausgeſtellt werden, ohne daß zu⸗ vor die Notariatskammer die Ausfertigung des Beſchluſſes, durch welchen es zugeſtanden worden iſt, an den Regierungs⸗ commiſſar(kaiſerlichen Anwald) beym Gerichte erſter Inſtanz hat gelangen laſſen. 44. Wird das Atteſtat abgeſchlagen, ſo ertheilt die No⸗ tariatskammer ein Gutachten mit Entſcheidungsgruͤnden, und thelit daſſelbe dem Regierungscommiſſar(kaiſerlichem Anwalde) mit, welcher es mit ſeinen eigenen Bemerkungen an den Reichsoberrichter einſendet. 45. Jeder Notar wird vom erſten Conſul(Kaiſer) ernannt, und erhalt von ihm eine Beſtallung, in welcher der zu ſeinem Wohnſitze beſtimmte Ort angegeben iſt. 46. Die Beſtallungen der Notarien ſind, laut ihrer Ue⸗ berſchriſt, an das Tribunal erſter Inſtanz gerichtet, in deſſen Gerichtsbezirke der Ernannte ſeinen Wohnſitz haben ſoll. 47. Binnen zwey Monaten nach ſeiner Ernennung iſt der Erwaͤhlte, bey Verluſt ſeiner Stelle, gehalten, in der oͤffent⸗ lichen Audienz des Gerichts, an welches ſeine Beſtallung ge⸗ richtet iſt, den Eid abzulegen, welchen das Geſetz von jedem oͤffentlichen Beamten fodert, ſo wie eidlich anzugeloben, daß er ſein Amt treu und redlich verwalten wolle. Er wird jedoch nicht eher zum Eide gelaſſen, als bis er das Original ſeiner Beſtallung, und die Quittung uͤber die von ihm beſtellte Cauttonsſumme eingereicht hat. Er iſt gehalten, das Protocoll uͤber ſeine Vereidung beym Secretair der Municipalität des Orts, wo er ſeinen Aufent— halt zu nehmen hat, und in den Canzelleyen aller Gerichtshoͤfe, in deren Sprengel er practiciren ſoll, in die Gerichtsbuͤcher eintragen(einregiſtriren) zu laſſen. 26 I. Loi contenant organisation du Notariat. 48. Il n'aura le droit d'exercer qu'a compter du jour ou il aura prété son serment. 40. Avant d'entrer en fonctions, les notaires de- vront déposer au greffe de chaque tribunal de première instance de leur département, et au secrétariat de la municipalité de leur résidence, leur signature et pa⸗ raphe. Les notaires à la résidence des tribunaux d'appel, feront, en outre, ce dépöt au greffe des autres tribu- 8 naux de première instance de leur ressort. SEFCTION III. Chambres de disecipline. 50. Les chambres qui seront établies pour la dis- cipline intérieure des notaires, seront organisées par des règlemens. 51. Les honoraires et vacations des notaires seront régles à l'amiable entre eux et les parties; sinon, pat le tribunal civil de la résidence du notaire, sur T'avis de la chambre, et sur simples mémoires, sans frais. 52. Pout notaire suspendu, destitué ou remplacé, devra, aussitöt après la notification qui lui aura été faite de sa suspension, de sa destitution, ou de son remplacement, cesser l'esercice de son état, à peine de tous dommages et intéréts, et des autres condamna- tions prononcées par les lois contre tout fonctionnaire suspendu ou destitué qui continue l'exercice de ses fonotions. Le notaire suspendu ne pourra les reprendre, sous les mémes peines, qu'après la cessation du temps de la suspension. Geſetz uͤber die Notariatsordnung. 27 48. Das Recht zu practiciren erlangt er erſt vom Tage ſeiner Vereidung an. 2 40. Jeder Notar muß, ehe er ſein Amt antritt, in der Expedition jedes Gerichtshofes erſter Inſtanz ſeines Departe⸗ ments und beym Secretariat der Municipalitaͤt ſeines Wohn⸗“ orts ſeine Handſchriſt und ſein Handzeichen(ſeine Paraphe) deponiren. Jeder an den Orten, wo ein Appellationsgericht ſeinen Sitz hat, angeſtellte Notar muß ſeine Handſchrift und Para⸗ phe noch uͤberdem bey den Canzelleyen der übrigen Gerichts⸗ hoͤfe erſter Inſtanz in ſeinem Departement niederlegen. Dritter Abſchnitt. Von den Notariatskammern(S. Nr. II.) 50. Die Verfaſſung der zu Erhaltung der guten Ord⸗ nung unter den Notarien zu errichtenden Auffichtsämter ſoll durch Regierungsverordnungen beſtimmt werden. 51. Die Notarien ſollen ſich wegen ihrer Gebuͤhren und Anſaͤtze fuͤr ihre Expeditionen mit den Partheyen guͤtlich ver— einigen; wo nicht, ſo werden ſolche von dem Civilgerichte des Wohnorts des Notars nach dem Gutachten der Notariatskam⸗ mer, jedoch auf bloße Einreichung der Berechnung, unentgelt⸗ lich feſtgeſetzt. 52. Jeder ſuspendirte, oder gaͤnzlich abgeſctzte Notar, deſſen Stelle wieder vergeben worden iſt, muß, ſobald ihm ſeine Suspenſion, Abſetzung und die anderweite Beſezhy ſeiner Stelle kund gethan worden iſt, ſich der Ausuͤbung ſetses Amts enthalten, bey Vermeidung des vollen Schadenerſatzes und der uͤbrigen Strafen, welche in den Geſetzen jedem von ſeinem Amte ſuspendirten, oder abgeſetzten Staatsdiener ange⸗ droht ſind, der die Ausuͤbung ſeiner Amtsverrichtung fortſetzt. Der bloß ſuspendirte darf ſie, bey gleicher Strafe, nicht eher wieder antreten, als nach Ablauf der Suspenſionsfriſt. ———— I. Loi contenant organisation du Notariat. §3. Toutes suspensions, destitutions, condamna- tions d'amende et dommages-intéréts, seront prononcées contre les notaires par le tribuna) civil de leur résidence, à la poursuite des parties intéressées, ou d'office à la poursuite et diligence du commissaire du Gouvernement. Ces jugemens seront sujets à'appel, et exécutoi- res par provision, excepté quaut aus condamnations pẽcuniaires. SECTION IV. Garde, Transmissions, Tables des minutes, et Recouvremens. §4. Les minutes et répertoires d'un notaire rem- placé, ou dont la place aura été supprimée, pourront etre remis par lui ou par ses héritiers à l'un des notai- res résidant dans la méme commune, ou à l'un des no- taires résidant dans le méme canton, si le remplacé etoit le seul notaire établi dans la commune. §5. Si la remise des minutes et répertoires du no- taire remplacé n'a pas été effectuée, conformémeat à larticle précédent, dans le mois à compter du jour de la prestation de serment du successeur, la remise en 1 sera faite à celui-ci. 11 56. Lorsque la place de notaire sera supprimée, 1 le titulaire ou ses héritiers seront tenus de remettre les minutes et répertoires dans le délai de deus mois du 1 jour de la suppression, à un des notaires de la com- mune, ou à l'un des notaires du cantoh, conformément à barticle 54. 57. Le commissaire du Gouvernement près le tri- bunal de première instance, est chargé de veiller à ce que les remises ordonnées par les articles précédens scient effectuées; et dans le cas de suppresston de la place, si le titulaire ou ses héritiers n'ont pas fait „ P I. Geſetz uͤber die Notariatsordnung. 29 53. Auf Suspenſion und Abſetzung, Geldbußen und Schadenerſatz wird gegen die Notarien vom Civilgerichte ihres Wohnorts auf Anſuchen der Intereſſenten, oder von Amtswe⸗ gen auf Antrag und Anſuchen des Regierungscommiſſars(kai⸗ ſerlichen Anwalds) erkannt. Gegen Urthel dieſer Art iſt die Appellation verſtattet, und ſie ſind, mit Ausnahme der Erkenntniſſe auf Gelbbußen, pro— viſoriſch vollſtreckbar. Vierter Abſchnitt. Von der Aufbewahrung, der Ablieferung und den Liſten der Hriginalien, ſo wie von Eincaſſirung der Gebuͤhren. 54. Die Originalprotocolle und Repertorien eines Notars, deſſen Stelle anderweit beſetzt oder eingegangen iſt, koͤnnen von ihm oder ſeinen Erben einem in derſelben Gemeinde wohnhaften Notar; und wenn der, an deſſen Stelle ein Ande— rer geſetzt iſt, der einzige Notar in der Gemeinde war, einem in demſelben Canton wohnhaften Notar uͤberliefert werden. 55. Sind die Originalprotocolle und Repertorien des Notars, deſſen Stelle wieder beſetzt iſt, nicht in Gemäßheit des vorigen Artikels in Monatsſriſt, vom Tage der Vereidung ſeines Nachſolgers an gerechnet, abgeliefert, ſo muß die Ablie⸗ ferung an dieſen geſchehen. 56. Iſt die Notariatsſtelle ganz eingezogen, ſo liegt dem geweſenen Inhaber oder deſſen Erben ob, die Originalien und Repertorien binnen zwey Monaten vom Tage der Einziehung an gerechnet, dem 54 Artikel zu Folge, an einen Notar der Gemeinde oder an einen Notar des Cantons abzuliefern. 57. Dem Regierungscommiſſar ckaiſerlichen Anwalde) beym Gerichte erſter Inſtanz iſt zur Pfiicht gemacht, dafuͤr zu ſorgen, daß die in den vorſtehenden Artikeln anbefohlne Aus⸗ lieferung wirklich erfolge; und wenn, im Fall der Einziehung der Rotariatsſtele, deren bisheriger Inhaber oder deſſen Er— ——————————. *———,—,———— 30 I. Loi contenant organisation du Motariat. choix, dans les deélais prescrits, du notaire à qui les minutes et répertoires devront étre remis, le commis- 3 saire indiquera celui qui en demeurera dépositaire. Le titulaire ou ses héritiers, en retard de satisfaire aux dispositions des articles 55 et§6, seront condam- nés à cent francs d'amende par chaque mois de retard, à compter du jour de la sommation qui leur aura été faite d'effectuer la remise. 58. Dans tous les cas, il sera dressé un état som- maire des minutes remises; et le notaire qui les rece- 1 vra, s'en chargera au pied de cet état, dont un double sera remis à la chambre de discipline. titulaire vu ses héritiers, et le notaire qui recevra les minutes, aux termes des articles 54, 55 et 56, traiteront, de gré à gré, des recouvremens, a rai- son des acte du benéßice des expéditions. S'ils ne peuvent saccorder, Pappréciation en sera S dont les honoraires sont encore dus, et faite par deux notaires dont les parties conviendront, ou qui seront nommes d'office parmi les notaires de la méme résidence, ou, à leur défaut, parmi ceux de la résidence la plus voisine. 60. Tous dépöts de minutes, sous la dénomination de chambre de contrats, bueau de tabellionage, et antres, sont maintenus à la garde de leurs possesseurs actuels. Les grosses et expéditions ne pourront 6tre déli- vrées que par un notaire de la résidence des döpöts, ou, à défaut, par un notaire de la résidence la plus voisine. Néanmoins, si lesdits dépòts de minutes ont été .„— remis au grefle d'un trihunal, les grosses et expedi- I. Geſetz uͤber die Notariatsordnung. 31 ben keinen Notar auserſehen haben, an welchen die Origina— lien und Repertorien ausgeliefert werden ſollen: ſo hat der Commiſſar(kaiſerliche Anwald) zu beſtimmen, welcher Notar ſolche in Verwahrung nehmen ſolle. Wenn der bisherige Notar oder deſſen Erben den Vor⸗ ſchriften des 55. und 56. Artikels nachzukommen unterlaſſen, ſo ſind ſie fuͤr jeden verſaͤumten Monat von dem Tage an gerechnet, da ſie zur Ablieſerung aufgefodert worden ſind, zu einer Geldbuße von hundert Franken zu verurtheilen. 58. In jedem Falle wird ein ſummariſches Verzeichniß der abgelieferten Originalien gefertigt, und der Notar, der ſie in Empfang nimmt, haſtet fuͤr dieſelben nach Maaßgabe dieſes Verzeichniſſes, von welchem ein Duplicat an die Nota— riatskammer abgegeben wird. 50. Der bisherige Notar und deſſen Erben und der No⸗ tar, welc er die Hriginalien nach Vorſchrift des 34. 35. 356. Artikels in Empfang nimmt, haben ſich wegen der ruͤckſtandi— gen Gebuͤhren fuͤr gefertigte Protocolle und wegen der Ein⸗ nahme von Ausfertigungen guͤtlich zu vereinigen. Koͤnnen ſie daruͤber nicht eins werden, ſo ſoll die Taxa— tion von zwey Notarien vorgenommen werden, uͤber weiche ſich entweder beyde Theile vereinigen, oder welche Gerichts⸗ wegen aus den Notarien erwaͤhlt werden, die ſich an demſel⸗ ben Wohnorte, oder in deren Ermangelung am zunachſt lie⸗ genden Orte befinden. 6o. Alle Originalienarchive, welche unter dem Namen der Contractenkammern und Notariatsbureaux exiſtiren, blei⸗ ben fernerhin in den Handen ihrer damaligen Beſitzer. Die ſolennen und minder ſolennen Ausfertigungen(dieſer Urkun⸗ den) aber duͤrfen von Niemand anderm, als von einem No⸗ tar des Orts, wo die Urkunden liegen, oder in deſſen Erman⸗ gelung von dem Notar des zunächſt liegenden Ortes ausge— ſtellt werden. Wenn jedoch gedachte Archive der Hriginalurkunden einer GSerichtsſchreiberey uͤbergeben worden ſind, ſo koͤnnen, wiewohl 32 I. Loi contenant organisation du Motariat. tions pourront, dans ce cas seulement, 6étre délivrées par le greffier. 61. Imnmédiatement après le décks du notaire ou autres possesseurs de minutes, les minutes et répertoi- res seront mis sous les scellés par le juge de paix de la résidence, jusqu'a ce qu'un autre notaire en ait été provisoirement chaigé par ordonnance du président du tribunal de la résidence. TITRE III. Des Notaires actuels⸗ 62. Sont maintenus définitivement tous les notai- res qui, au jour de la promulgation de la présente loi, seront en exercice. 63. Sont également maintenus définitivement les notaires qui, au jour de la promulgation de Ja présente loi, n'ayant point été remplacés, n'auroient interrompu Pexercice de leurs fonctions ou n'auroient été empéchés d'y entrer que pour cause soit d'incompatibilité, soit de service militaire. 6 4. Tous lesdits notaires exerceront ou continue- ront d'exercer leurs fonctions, et conserveront rang entre eux, suivant la date de leurs réceptions respectives. Mais ils seront tenus, dans les trois mois du jour de la publication de la présente loi, 10. De remettre au greffe du tribunal de première instance de leur résidence, et sur un récépisss du gref- Rer, tous les titres et pieces concernant leurs précé- dentes nomination et réception; 20. De se pourvoir, avec ce récépissé, auprès du Gouvernement, à l'effet d'obtenir du premier Consul I. Geſetz uͤber die Notariatsordnung. 33 5 nur in dieſem Falle, die Ausfertigungen vom Gerichtsſchrei— ber gemacht werden. 61. Unmittelbar nach dem Ableben des Notars oder an⸗ derer Inhaber von Originalurkunden, werden dieſe Origina— lien und die Repertorien daruͤber von dem Friedensrichter des Wohnorts unter Siegel genommen, bis ſie, auf Befehl des Gerichtspraͤſidenten des Wohnorts, einem andern Notar vor— laͤufig anvertraut werden. Dritter Titel. Von den dermaligen Notarien. 62. Alle am Tage der Promulgation dieſes Geſetzes wirklich practictrende Notarien werden unwiderruflich in ihren Poſten beſtatigt. 63. Eben ſo wird ein Jeder ſolcher Notar auf immer beſtatigt, welcher, ohne daß am Tage der Promulgation des gegenwärtigen Geſetzes ein anderer an deſſen Stelle geſetzt iſt, aus keiner andern Urſache, als weil er andere Amtsobliegen⸗ heiten zu erfuͤllen hatte, mit welchen ſich die Notariatsverrich⸗ tungen nicht vereinbaren ließen, oder weil er in Kriegsdien⸗ ſten gebraucht wurde, in ſeinen Amtsverrichtungen unterbro⸗ chen oder am Antritte ſeines Amtes verhindert worden iſt. 64. Jeder der erwaͤhnten Notarien ſoll ſeine Amtsverrich— tungen ausuͤben oder fortſetzen und ſeinen Rang behalten, nach dem Datum ſeiner Aufnahme. Doch iſt Jeder von ihnen ge⸗ halten, binnen drey Monaten von der Bekanntmachung gegen⸗ waͤrtigen Geſetzes an: 1) alle ſeine vorherige Ernennung und Einſetzung betref⸗ fenden Diplome und Papiere in die Expedition des Gerichts erſter Inſtanz an ſeinem Wohnorte, gegen einen Empfang⸗ ſchein des Gerichtsſchreibers, abzuliefern; 2) ſich durch dieſen Empfangſchein bey der Regterung zu legitimiren, um vom erſten Conſul(Kaiſer) eine Beſtatigungs⸗ Supplem z. Geſetzb. Nap. C 34 I. Loi contenant organisation du MNotariat. une commission confirmative, dans laquelle seront rap- pelés la date de leurs nomination et réception primiti- ves, ainsi que le lieu fixe de leur résidence. 6§. Pans les deux mois qui suivront la délivrance de cette commission, chacun desdits notaires sera tenu de préter le serment prescrit par l'article 47, et de se conformer aux dispositions de Particle 49 pour le dépõt des signature et paraphe. Le présent article et le précédent seront exécutés, à peine de déchéance. 66. Les notaires qui réunissent des fonctions in- compatibles, seront tenus, dans les trois mois du jour de la publication de la présente loi, de faire leur option, et d'en déposer l'acte au greffe du tribunal de premiere instance de leur résidence, sinon ils seront considérés comme ayant donné leur demission de Pétat de notaire, et remplacés; et, dans le cas od ils continueroient à l'exercer, ils encourront les peines prononcées par lar- ticle 52. 67. A compter du jour de leur option, ils auront un dclai de trois mois pour obtenir la commission du premier Consul, et pour remplir les formalités pres⸗- crites aux articles 4 et 493 le tout sous les mémes peines. Dispositions gen6rales. 6g. Tout acte en contravention aux dispositions contenues aus zrticles 6, 8, 9 10, I14, 20, 52, 64, 65, 66 et 67, est nul, s'il n'est pas revétu de la signature de toutes les parties; et lorsque l'acte sera revétu de la signature de toutes les parties contractantes, il ne vaudra que comme écrit sous signature privée: sauf, I. Geſetz uͤber die Notariatsordnung. 35 beſtallung zu erlangen, in welcher das Datum ſeiner urſpruͤng— lichen Ernennung und Aufnahme, ſo wie ſein bleibender Wohnort, angefuͤhrt ſeyn werden. 65. Binnen der nachſten zwey Monate nach Ertheilung dieſer Beſtallung iſt jeder der erwaͤhnten Notarien ſchuldig, den im 47. Artikel vorgeſchriebenen Eid zu leiſten, und wegen der Niederlegung ſeiner Handſchrift und ſeines Namenszugs den Vorſchriften des 40. Artikels nachzukommen. Gegenwärtiger und der vorhergehende Artikel ſind bey Verlaſt der Stelle zu beobachten. 66. Ein Notar, welcher, außer dem Notariatsamte noch ſolche Aemter hat, die mit der Ausuͤbung des Notariats nicht vereinbar ſind, iſt ſchuldig, binnen drey Monaten von Pro⸗ mulgation dieſes Geſetzes an, dießfalls ſeine Wahl zu treffen, und ſeine Erklaͤrung daruͤber bey der Expedition des Gerichts erſter Inſtanz zum Protocolle abzugeben. Unterlaͤßt er dieß, ſo wird dafuͤr gehalten, er habe ſein Notariatsamt aufgegeben, und es wird ihm ein Nachfolger ernannt. Fährt er demungeachtet fort, dieſes Amt auszuuͤben, ſo verfallt er in die im 52. Artikel angedrohten Strafen. 67. Von dem Tage an, da er ſeine Wahl erklaͤrt hat, iſt ihm eine Friſt von drey Monaten vergoͤnnt, um die Be⸗ ſtallung des erſten Conſuls auszuwirken, und um die im 47. und 49. Artikel vorgeſchriebenen Formalitaͤten zu beobachten; Alles bey den daſelbſt erwahnten Strafen. Allgemeine Vorſchriften. 68. Jede den im 6. 8. 9. 10. 14. 20. 352. 64. 65. 66. und 07. Artikel enthaltenen Verordnungen nicht gemäße Ur⸗ kunde iſt nichtig und unguͤltig, wenn ſie nicht mit der Unter— ſchrift aller Intereſſenten verſehen iſt. Wenn ſie aber auch von ſämmtlichen Contrahenten unterſchrieben iſt, ſo ſoll ſie doch nur fuͤr ein unter Privatunterſchrift ausgeſtelltes Doeu⸗ C 2 36 II. Arrété sur la chambre des Notaires. dans les deux cas, s'il y a lieu, les dommages-intéréts contre le notaire contrevenant. 69. La loi du 6 octohre I791, et toutes autres, sont abrogées en ce qu'elles ont de sontraire à la présente. Collationnò à Poriginal, par nous président et se. crétaires du Corps législatif, etc. II. 4 L. A R R FE T FE Relatif à I'établissement et à l'organisation des Chambres des Notaires.(¹) Paris, le 2 Nivose an XII.— 24 Décembre 1803. (Bulletin des Lois, nr. 352.— Dépöt des Lois, ur. 1922.) Le Gouvernement de la république, sur le rapport du grand-juge, ministre de la justice, le conseil d'état entendu, Arréte ce qui suit: (1) Voye ci-dessus, page 4, la loi génörale sur le No- tariat. *) Dieß wichtige Geſetz gehoͤrt, ungeachtet es vor dem Ge⸗ ſetzbuche Napoleons erſchienen iſt, aus doppelter urſache in dieſe Supplemente, einmal weil dieß Geſetzbuch, noch mehr aber die Civilgerichtsordnung, ſich ſo oft ausdrücklich und ſtillſchweigend auf daſſelbe beziehen, und daher manche Stellen jener Geſetzbuͤcher durch die Kenntniß des vorlie⸗ II. Verordnung wegen der Rotariatskammern. 37 ment gelten; auch uͤberdem in beyden Faͤllen der Notar, wel⸗ cher den Fehler beging, zum Schadenerſatz verurtheilt werden. 69. Das Geſetz vom 6. October 1791 und alle uͤbrigen werden hiermit in ſoweit abgeſchafſt, als ſie mit dem gegen⸗ waͤrtigen ſtreiten. Verglichen mit dem Original von Uns Praͤſidenten und Secretarien des geſetzgebenden Corps.*) II. Verordnung die Errichtung und Verfaſſung der Notariatskam⸗ mern betreffend.**) Paris den 2. Nivoſe d. J. XII. den 24. Decemb. 1803. (Bulletin des Lois Nr. g8se.— Dépöt des Lois Nr. 1922.) Auf Vortrag des Reichsoberrichters und Juſtizminiſters und nach eingeholtem Gutachten des Staatsraths beſchließt die Regierung, wie foigt: genden Geſetzes allein verſtaͤndlich werden; dann aber auch, weil mit dieſer Notariatsordnung mehrere andere Geſetze zuſammenhaͤngen, die zu deren Erlaͤuterung oder Ergaͤnzung dienen, und die ich daher, ohne Ruͤckſicht auf die übrigens in dieſer Sammlung beobachtete Zeitſolge, hier beygefugt habe, damit ſie unmittelbar auf das Geſetz folgen, mit wel⸗ chem ſie in Verbindung ſtehen. E. **) S. oben das allgemeine Geſetz uͤber das Notariat. S. 2. E. 38 II. Arrété sur la chambre des Notaires. Chambre des Motaires et ses attributions. Art. I. Il sera établi auprès de chaque tribunal civil de première instance, dans son chef-lieu, uns chambre des notaires de son ressort; pour leur discipline intérieure. 2. Les attributions de la chambre seront: I. De maintenir la discipline intérieure entre les notaires, et de prononcer l'application de toutes les. censures des autres dispositions de discipline; 25. De prévenir ou concilier tous différends entre notaires, et notamment ceux sur des communications, remises, dépöts et rétentions de pieces, fonds et autres⸗ objets quelconques; sur des questions, scit de réception et garde des minutes, soit de préférence ou concurrence dans les inventaires, partages, ventes ou adjudications et autres actes; et en cas de non-conciliation, d'emet- tre son opinion par simple avis; 30. De prévenir ou concilier égalemenk toutes plaintes et réclamations de la part de tiers contre des notaires, à raison de leurs fonctions, donner simple- ment son avis sur les dommages-ihtéréts qui en résul- teraient, et réprimer par voie de censure et autres dis- positions de discipline, toutes infractions qui en seraient— 'objet, sans préjudice de Paction devant les tribunaux, s'il y a lieu, 4“. De donner comme tiers son avis sur les diffi- cultés concernant le reglement des honoraires et vaca- tions des notaires, ainsi que sur tous différends soumis à cet égard au tribunal civil; 50 De delivrer, ou refuser, sil y„ lieu, tous certificats de honnes moeurs et capacité à elle deimandés II. Verordnung wegen der Rotariatskammern. 39 Von den Notariatskammern und deren Geſchäftstreiſe. Art. 1. Neben jedem buͤrgerlichen Gerichte erſter In⸗ ſtanz ſoll am Hauptorte des Gerichtsbezirks eine Notariats⸗ kammer errichtet werden, um die unter den Notarien ihres Bezirks zu beobachtende gute Ordnung zu handhaben. 2. Der Notariatskammer ſoll obliegen: 1) die erfoderliche gute Ordnung unter den Notarien zu handhaben, und auf Vollſtreckung aller durch die uͤbrigen dis⸗ ciplinariſchen Verordnungen angedrohte Strafen(Cenſuren) zu erkennen; 2) alle Zwiſtigkeiten und Irrungen unter Rotarien zu verhuͤten, oder auszugleichen, vorzuglich diejenigen, welche uͤber Mittheilung, Ablieferung und Vorenthaltung von Acten⸗ ſtuͤcken, Geldſummen und irgend eines andern Gegenſtandos, oder uͤber Fragen entſtehen koͤnnten, welche die Aufnahme und Bewahrung der Originalprotocolle, den Vorzug und die Con⸗ currenz bey Inventuren, Kaͤufen, Theilungen, gerichtlichen Subhaſtationen und andern Verhandlungen betreffen; und im Fall es nicht zum Vergleich kommen follte, ihre Meinung, jedoch bloß in Form eines Gutachtens, zu aͤußern; 3) nicht minder alle Klagen und Anſpruͤche eines Drit⸗ ten gegen die Notarien und deren Amtsfuͤhrung zu verhuͤten oder in Guͤte auszugleichen; jedoch bloß ihr Gutachten uber den dadurch veranlaßten Schadenanſpruch zu ertheilen; und mittelſt ihrer Cenſuren und anderer disciplinariſchen Verfu⸗ gungen alle Geſetzwidrigkeiten, welche dazu Veranlaſſung ge⸗ geben haben, zu ahnden, jedoch unbeſchadet der erfoderlichen Falls anzuſtellenden gerichtlichen Klage; 4) Ihr unpartheyiſches Gutachten uͤber Irrungen zu er⸗ ſtatten, welche das Abkommen uͤber die Gebuͤhren und uͤber die Expeditionen der Notarien betreſſen, ſo wie uͤber alle in dieſer Ruͤckſicht beym Civilgericht anhaͤngige Streitigkeiten; 5) den Candidaten, welche ſich zum Notariate melden, auf deren Verlangen, Zeugniſſe der guten Auffuͤhrung und 40 II. Arrété sur la chambre des Notaires. par hes aspirans qui se présenteront pour 6tre admis aux fonotions de notaires, prendre à ce sujet toutes dehibé- rations, ou donner tous avis motivés, les adresser ou communiquer à qui de droit; 60. De récevoir en dépöt les états des minutes dépendantes des places de notaires supprimes; 70. Pt enfin, de représenter tous les notaires de 'arrondissement, sous les rapports de leurs droits et in- téréts communs. Organisation de la chambre. 3. Chaque chambre de notaires sera composée de membres designés parmi eux par les notaire de l'arron dissement. Leur nombre est fixé à dix- neuf pour la chambre des notaires de Paris, à neuf lorsque celui des notaires du ressort de la chambre sera au dessus de cinquante, et à sept lorsqu'il sera au dessous. 4. Les membres de la chambre ne pourront deéli- bérer valablement qu'autant que ceux présens et votans seront au moins au nombre de douze pour Paris, de sept pour les chambres composées de neuf membres, et de cinq pour les autres chambres. 5. Les membres de la chambre choisiront entre eux: I5. Un preésident qui aura voix prépondérante en cas de partage d'opinions. I convoquera la chambre extraordinsirement quand il le jugera à propos, ou sur la réquisition motivée de deux autres membres; il aura la police d'ordre dans la chambre; II. Verordnung wegen der Notariatskammern. 41 Geſchicklichkeit auszuſtellen, oder ſolche, nach Beſchaſfenheit der Umſtände, zu verweigern; uͤber dieſen Gegenſtand alle nöthige Beſchlüſſe zu faſſen, mit Gruͤnden unterſtuͤtzte Gut⸗ achten zu ertheilen und ſie der Behoͤrde zuzufertigen oder mit— zutheiſen; 6) die Verzeichniſſe der zu eingezogenen Notariatsſtellen gehoͤrigen Originalprotocolle in Verwahrung zu nehmen; 7) alle Notarien des Bezirks in Anſehung ihrer gemein⸗ ſchaftlichen Rechte und ihres gemeinſchaftlichen Intereſſe zu vertreten. ———— Verfaſſung der Notariatskammern. 3. Jede Notariatskammer ſoll aus Mitgliedern beſtehen, die von den Notarien des Bezirks und aus deren Mitte dazu rnannt werden. Ihre Anzahl iſt in Anſehung der Notariatskammer zu Paris auf neunzehn feſtgeſetzt; da, wo die Zahl der Nota⸗ rien, die unter Einer Kammer ſtehen, ſich uͤber funfzig be⸗ läuft, auf neun, und, wenn deren Zahl unter funfzig iſt, auf ſieben. 4z. Die Mitglieder der Kammer koͤnnen keinen guͤltigen Beſchluß faſſen, wofern nicht der Gegenwärtigen und Votiren— den fuͤr Paris wenigſtens zwoͤlf, in den Kammern, die aus neun Mitgliedern beſtehen, ſieben und in den uͤbrigen wenig— ſtens fuͤnf ſind. 5. Die Mitglieder der Kammer erwaͤhlen aus ihrer Mitte: 1) Einen Präͤſidenten, welcher bey getheilten Meinungen eine estſcheidende Stimme haben ſoll. Er beruft die Kam⸗ mer, wenn er es fuͤr dienlich haͤlt, oder auf ein motivirtes Geſuch zweyer anderer Mitglieder, zuſammen, und uͤbt in der Kammer die Ordnungspolicey aus: — — 42 II. Arrété sur la chambre des Notaires. 20. Un syndic qui sera sa partie poursuivante von- tre les notaires inculpés. Il sera entendu préalablement à toutes délibérations de la chambre, qui sera tenue de delibérer sur tous ses réquisitoires; il aurs, comme le président, le droit de la convoquer, il poursuivra l'ex- cution de ses delibérations, dans la forme ci-après dé- terminée, et agira pour la chambre, dans tous les cas et conformément à ce qu'elle aura délibéré; 30. Un rapporteur qui recueillera les renseigne- mens sur les affaires contre les notaires inculpés, et en fera rapport à la chambre; 40. Un secrétaire qui rédigera les delibérations de la chambre, qui sera le gardien des archives, et de- livrera toutes les expéditions; 50. Un trésorier qui tiendra la bPourse commune ci-après établie, fera les recettes et dépenses autori- s6es par la chambre: il en rendra compte, à la fin de chaque trimestre, à la chambre assemblée, qui les ar- rétera, ainsi que de droit, et lui en donnera sa dé- charge. 6. Le nombre des membres qui doivent composer les chambres de notaires, d'après l'article 3, celui qui, d'après l'article 4, est nécessaire à la validité des delibérations de la chambre, pourront étre, suivant les localités, réduits ou augmentés par le Gouverne- ment. Le nombre des syndics pourra étre porté à trois pour Paris, et a deux pour les chambres dont le res- sort comprendra plus de cinquante notaires. . Indépendamment des attributions particulieres données aux membres désignés dans l'article 5, chacun d'eux aura voix délibérative, ainsi que les autres mem- bres, dans toutes les assemblées de la chambre, et néanmoins lorsqu'il s'agira d'affaires ou le syndic sera partie contre un notaire inculpé, le syndic n'aura que N II. Verordnung wegen der Rotariatskammern. 43 2) Einen Syndicus, welcher gegen die angeſchuldigten Notarien als Ankläger auftritt. Er muß ſtets vor allen Din— gen gehoͤrt werden, ehe die Kammer einen Beſchluß faßt, und dieſe muß, ſo oft er darauf antraͤgt, berathſchlagen. Er ſoll, gleich dem Praͤſidenten, das Recht haben, ſie zuſammenzube⸗ ruſen, ſoll die Vollziehung ihrer Beſchluͤſſe in der nachher zu beſtimmenden Form betreiben, und in allen Fällen und nach Moaßgabe deſſen, was die Kammer beſchließt, im Namen der Kammer handeln; 3) Einen Referendar, welcher bey Anſchuldigungen gegen Notarien die noͤthigen Nachrichten und Erkundigungen einzie⸗ hen und daruͤber der Kammer ſeinen Vortrag erſtatten ſoll; 4) Einen Secretair, welcher die Beſchluͤſſe der Kammer aufſetzt, das Archiv in ſeiner Verwahrung hat, und alle Aus⸗ fertigungen macht; 5) Einen Schatzmeiſter, welcher die gemeinſchaftliche Caſſe fuͤhrt, von der unten die Rede ſeyn wird, die von der Kam⸗ mer genehmigten Ausgaben und Einnahmen beſorgt und am Ende jedes Vierteljahrs der verſammelten Kammer Rechnung ablegt, welche ſolche gebuͤhrend genehmigt(uſtificirt) und ihn quittirt. 6. Die Zahl der Mitglieder, aus welchen, zu Folge des 3. Artikels, die Notarienkammern beſtehen ſollen, ſo wie die Zahl, welche, laut des 4. Artikels, zur Guͤltigkeit ihrer Be⸗ ſchluͤſſe erfoderlich iſt, kann, den Localumſtaͤnden nach, von der Regierung herabgeſetzt oder vermehrt werden. Die Zahl der Syndicen kann fuͤr Paris bis auf drey, und in Anſehung der Kammern, deren Sprengel uͤber funfzig Notarien zählt, bis auf zwey erhoͤht werden. 7. Außer den beſondern, den im 5. Artikel angegebenen Mitgliedern angewieſenen Geſchaͤften, ſoll ein jedes derſelben, gleich den uͤbrigen, in allen Verſammlungen der Kammer bey Faſſung der Beſchluͤſſe eine Stimme haben; doch hat der Syndicus in Fällen, wo er als Parthey gegen einen ange⸗ ſchuldigten Notar auftritt, bloß eine rathgebende Stimme; 44 II. Arrété sur la chambre des Notaires. voix consultative, et ne sera point compté parmi les votans, à moins que son opinion ne soit à décharges. 3. Les fonctions spéciales sttribuées par Particle 3 à chacun des membres dont il ordonne la création, pourront etre cumulées lorsque le nomhre des membres composant la chambre sera au dessous de sept, et né- anmoins les fonctions de président, de syndic et de rapporteur seront toujours exercées par trois personnes différentes. Ouel que scit le nombre des membres composant la chamhre, la méme cumulation de fonctions pourra avoir lieu momentanément, en cas d'absence ou em- pechement de quelqu'un des membres designés dans Particle 5„ lesquels pour ce cas, se suppléront entre eux, ou pourront méme étre suppléés par tel autre membre de la chambre. Les suppléans momentanés seront nommes par le président de la chambre, ou, s'il est absent, par la majorité des membres présens en nombre suffisant pour délibérer. ¹ Pouvoir de la chambre dans les moyens de discipline. 9. La chambre prononcera par voie de décision, pour les cas de police et discipline intérieure. Io. La chambre mandera les notaires à ses séan- ces, prononcera contre eux par forme de discipline, et suivant la gravité des cas, soit le rappel à Pordre, soit la censure simple par la décision méme, scit la censure avec réprimande par le président, aux notaires en per- sonne, dans la chambre assemblée, soit la privation de voix délibérative dans l'assemblée générale, soit II. Verordnung wegen der Notariatskammern. 45 ſeine Stimme wird nur dann mitgezählt, wenn er fuͤr die Los— ſprechung des Angeſchuldigten ſtimmt. g. Die beſondern Verrichtungen, welche im 5. Artikel jedem der zu den daſelbſt erwaͤhnten Aemtern zu erwählenden Mitglieder angewieſen werden, koͤnnen in Einer Perſon ver⸗ einigt ſeyn, wenn die Anzahl der Mitalieder, aus welchen die Kammer beſteht, unter ſieben iſt; doch ſoll das Amt des Praͤſidenten, des Syndicus und des Referenten immer von drey verſchiedenen Perſonen verſehen werden. Dieſe verſchiedenen Aemter koͤnnen, die Anzahl der Mit⸗ glieder ſey welche ſie wolle, auf einige Zeit von Einer Perſon verwaltet werden, ſo oft eines der im 5. Artikel bezeichneten Mitglieder abweſend oder ſonſt an Verwaltung des Amtes be⸗ hindert iſt. In dieſem Falle koͤnnen die uͤbrigen Beamten einer des andern Stelle vertreten; welches auch von irgend einem andern Mitgliede des Collegiums geſchehen kann. Die einſtweiligen Stellvertreter werden vom Präſidenten der Kammer ernannt, oder, weun dieſer abweſend iſt, nach der Stimmenmehrheit der Mitglieder, wenn letztere in der zu Faſ⸗ ſung eines Beſchluſſes erfoderlichen Anzahl verſammelt ſind. Gewalt der Kammer in Anſehung der Mittel zur Erhaltung der Disciplin. 9. In Faͤllen, welche die Policeh und innere Disciplin angehen, erkennt die Kammer in Form einer rechtlichen Ent⸗ ſcheidung. 10. Die Kammer laͤßt den Notar vor ſich in der Si⸗ tung erſcheinen, und kann gegen denſelben, nach Verhaͤltniß der Wichtigkeit der Vergehung, auf nachfolgende Disciplinar⸗ ſtrafen erkennen: entweder auf Verweiſung auf ſeine Pflicht; oder auf bloße im Beſcheide enthaltene Zurechtweiſung; oder auf Zurechtweiſung, nebſt einem vom Praſidenten dem Notar in voller Verſammlung in Perſon zu gebenden Verweiſe; 46 II. Arrété sur la chambre des Motaires. Pinterdiction de l'entrée de la chambre pendant un espace de temps qui ne pourra excéder trois ans, pour la premièere fois, et qui pourra s'étendre à six ans en cas de récidive. 4 1I. Si l'inculpation portée à la chambre contre un notaire parait assez grave pour mériter la suspension du notaire inculpé, la chambre s'adjoindra, par la voie du sort, d'autres notaires de son ressort; savoir, celle de Paris, dix notaires, et les autres chambres, un nombre egal, plus un, à cclui de leurs membres. La chambre, ainsi composé, émettra, par forme de simple avis, et à la majorité absolue des voix, son opinion sur la suspension et sa durée. Les voix seront recueillies en ce cas, au sorutin secret, par oui ou par non; mais l'avis ne pourra étre formé, si les deus tiers au moins de tous les membres appelés à l'assemblée n'y sont présens.* 12. Quand l'avis Emis par la majorité des membres de la chambre sera pour la suspension, il sera déposé au greffe du tribunal; expédition en sera remise au commissaire du Gouvernement, qui en fera Fusage prescrit par la loi. Mode de procéder en la chambre. 13. Le syndic déférera à la chambre les faits rela- tifs à la discipline; et il sera tenu de lui dénoncer, d'ofũce, quand il en aura eu connaissance; soit sur la N II. Verordnung wegen der Notariatskammern. ℳ oder auf Entziehung des Stimmrechts in der allgemeinen Verſammlung; oder auf Verbot, die Kammer auf eine be⸗ ſtimmte Zeit zu betreten, welche das erſte Mal nicht uͤber drey Jahr betragen, und im Wiederholungsfalle auf ſechs Jahre erſtreckt werden kann. 11. Scheint die gegen einen Notar angebrachte Beſchul⸗ digung wichtig genug, um die Suspenſion des Angeſchuldig⸗ ten nach ſich zu ziehen, ſo muß die Kammer einige andere Notarien ihres Sprengels zuziehen, welche durchs Loos zu beſtimmen ſind: naämlich die Pariſer Kammer zehn Notarien, und die ubrigen Kammern eben ſo viel, als ſie Mitglieder zaͤhlen und noch Einen druͤber. Die auf dieſe Art zuſammengeſetzte Kammer hat nun nach abſoluter Stimmenmehrheit ihre Meinung uͤber die Sus⸗ penſion und die Dauer derſelben, in Form eines bloßen Gut⸗ achtens, zu erklären. Die Stimmen werden in dieſem Falle durch geheime Stimmzettel(Scrutinium) mit Ja oder Nein geſammelt; aber das Gutachten kann nur dann ertheilt werden, wenn wenigſtens zwey Drittel aller zur Verſammlung eingeladenen ditglieder dabey gegenwärtig ſind. 12. Lautet das von der Mehrheit der verſammelten Mit⸗ lieder ertheilte Gutachten auf Suspenſion, ſo muß es in der 8 5 Expedition des Gerichtshofs niedergelegt und eine Ausfertigung deſſelben an den Regierungscommiſſar(kaiſerlichen Anwald) eingeſandt werden, welcher davon den von den Geſetzen vor⸗ geſchriebenen Gebrauch zu machen hat. Von dem bey der Notarieukammer zu beobachtenden Verfahren. 13. Der Syndicus muß alle die Disciplin betreffende Faͤlle bey der Kammer anzeigen, und iſt ſchuldig, von Amts— wegen das, was zu ſeiner Kenntniß gelangt, ihr zu denunci⸗ 1 48 II. Arrété sur la chamhre des Notaires. provocation des parties intéressées, soit sur celle d'un des membres de la chambre. Les notaires inculpés seront cités à la chambre, avec delai suffisant, qui ne pourra étre au dessous de cing jours, à la diligence du yndic, par une simple lettre indicative de Pobjet, signée de lui, et envoyee par le secrétaire qui en tiendra note. Si le notaire ne comparait point sur la lettre du syndic, il sera cité, une seconde fois, dans le méme delai, à la méme diligenes, par ministere d'huissier. 14. OQuant aus différends entre notaires, er aun dikßoultés sur lesquelles la chambre est chargée d'émet- tre son avis, les notaires pourront se présenter contra- dictoirement, et sans citation préalable, aux scances de la chambre; ils pourront également y étre cités, voit par simples lettres indicatives des objets, signées des notaires provoquans, et renvoyces par le secrétaire auquel ils en laisseront des doubles, soit par des cita- tions ordinaires dont ils déposeront les originaus au se- crétariat. Ges citations officielles, ou par lettres, se- ront données avec les mémes délais que celles du syn⸗ dic, après avoir été préalablement soumises au visa du président de la chambre. 15 La chambre prendra ses delibérations, dans les aflaires particulieres, après avoir entendu ou däment appelé dans la forme ci- dessus prescrite, les notaires inculpés ou intéresses, ensemble les tierces parties qui voudront õtre entendues, et qui, dans tous les cas, pourront se faire représenter ou assister par vn notaire. Les delibérations de ja chambre seront motivées et II. Verordnung wegen der Notariatskammern. 49 ren: und zwar auf Verlangen der dabey intereſſirten Parthey oder eines von den Mitaliedern der Kammer. Der angeſchuldigte Notar muß, unter Einraͤumung einer gehoͤrigen Friſt, welche nicht weniger, als fuͤnf Tage betragen darf, auf Anſuchen des Syndicus, mittelſt eines bloßen, von demſelben unterzeichneten und durch den Secretair, der des⸗ halb das Noͤthige zum Protocoll zu nehmen hat, zugeſertig⸗ ten Anzeigeſchreibens vorgeladen werden. Erſcheint der Notar auf das Schreiben des Syndicus nicht, ſo wird er zum zweyten Male, mit Vergönnung derſel⸗ ben Friſt, ebenfalls auf Anſuchen des Syndicus, durch den Gerichtsboten vorgeladen. 14. Was die unter den Notarien entſtandenen Strei⸗ tigkeiten und die Irrungen betrifft, uͤber welche die Kam⸗ mer ihr Gutachten zu ertheilen hat, ſo koͤnnen die Nota⸗ rien ſich, ohne vorherige Citation, bey den Sitzungen der Kammer zum Verfahren einfinden; ſie koͤnnen aber auch dazu vorgeladen werden, entweder bloß mittelſt eines den Ge⸗ genſtand enthaltenden, vom anſuchenden Notar unterzeichneten und durch den Secretair, dem ein Duplicat davon gelaſſen werden muß, zu uͤberſendenden Schreibens, oder durch ge⸗ woͤhnliche Citation, deren Driginal ſie beym Secretariate nie⸗ derzulegen haben. In dieſen officiellen oder durch Schreiben erfolgten Citationen, welche zuvor dem Praͤſidenten zur Viſi⸗ rung vorzulegen ſind, muͤſſen dieſelben Friſten verſtattet wer⸗ den, wie bey Vorladungen von Seiten der Syndicen. 15. Die Kammer darf in Privatangelegenheiten nicht eher einen Beſchluß faſſen, bis ſie die angeſchuldigten oder dabey intereſſirten Notarien gehoͤrt, oder doch in der oben vor⸗ geſchriebenen Form, zugleich mit der dritten Parthey, vorge⸗ laden hat, welche etwa gehoͤrt zu werden verlangt, und ſich auf jeden Fall von einem Notar vertreten oder beyſtehen laſ⸗ ſen kann. Die Beſchluͤſſe der Kammer werden mit Entſcheidungs⸗ gruͤnden verſehen, und das Originalconcept ſelbſt wird vom Supplem. 3 Geſetzb. Nap. D 50 IM. Arrété sur la chambre des Notaires. signées sur la minute, par le président et à la scance méme ou elles seront prises. Cheque delibération contiendra les noms des mem⸗ le secrétaire, bres présens. Ces delibérations n'étant que de simples actes d'ad⸗ ministration, d'ordre ou de discipline intérieure, ou de simples avis, ne seront, dans aucun cas, sujettes au droit d'enregistrement, non plus que les pieces y rela- tives. Les dclibérations de la chambre seront notifiées, quand il y aura lieu, dans la méme forme que les ci- tations, et il en sera fait mention par le secrétaire, en marge desdites délibérations. 16. Les assemblées de la chambre se tiendront en un local à ce destiné dans la ville ou elle sera Stablie. Chaque année il y aura de droit deus assemb y en avoir d'autres extraordi- l6es genérales, et il pourra naires toutes les fois que les circonstances 1 et que la chambre le jugera convenable. semblées genérales ou extraordinaires seront exigeront⸗ Les as convoquées conformément aux dispositions rappelées en particle§. PTous les notaires du ressort de la chambre seront invités à s'y rendre, soit pour les nominations dont parle l'article 18 ci-après, soit pour se concerter sur ce qui intéressera l'exercice de leurs fonctions. 17. I ne pourra étre pris de delibération en as⸗ semblée générale, qu'autant que le nombre des notaires présens sera au moins du tiers de tous ceux du ressort de la chambre, non compris dans ce tiers les membres de la chambre. n —— II. Verordnung wegen der Notariatskammern. 51 Praͤſidenten und Secretair in der Sißung, in welcher es ab— gefaßt wurde, unterzeichnet. In jedem Beſchluſſe muͤſſen die Namen der dabey gegen⸗ waͤrtig geweſenen Mitglieder angegeben ſeyn. Da dieſe Be⸗ ſchluſſe bloße Verwaltungs⸗ Ordnungs⸗oder innere Diſciplinar⸗ verfuͤgungen oder bloße Gutachten enthalten, ſo ſind ſie, ſo wie die darauf Bezug habenden Beylagen, der Einregiſtrirungs⸗ abgabe nicht unterworfen. Die Beſchluͤſſe der Notarienkammer muͤſſen erfoderlichen Falls in derſelben Form, wie die Vorladungen zugefertigt wer⸗ den; und der Secretair hat auf dem Rande derſelben dieſes Umſtandes Erwaͤhnung zu thun. 16. Die Zuſammenkuͤnfte der Kammer ſollen an einem dazu beſtimmten Verſammlungsorte in der Stadt, wo ſie ihren angewieſenen Sitz hat, gehalten werden. Alle Jahre muͤſſen geſetzlich zwey allgemeine Verſammlun— gen ſeyn; doch koͤnnen zu jeder Zeit, wenn die Umſtaͤnde es erſodern und die Kammer es fuͤr zweckmäßig erachtet, außer⸗ ordentliche Verſammlungen Statt finden. Die allgemeinen ſowohl, als die außerordentlichen Ver— ſammlungen muͤſſen nach Maaßgabe der im 3. Artikel erwaͤhn⸗ ten Verordnungen zuſammenberufen werden. Alle Notarten aus dem Bezirk der Kammer muͤſſen eingeladen werden, ſowohl zu den Wahlen, von welchen der nachſtehende 18. Artikel handelt, ſich einzufinden, als auch um uͤber das, was die Ausuͤbung ihrer Amtsgeſchaͤfte betrifft, unter einander Ruͤckſprache zu nehmen. 17. In keiner allgemeinen Verſammlung kann ein Be⸗ ſchluß gefaßt werden, wenn nicht wenigſtens der dritte Theil aller zu dem Sprengel der Kammer gehorigen Notarien gegen⸗ waͤrtig iſt; doch ſind in dieſem Drittel die Mitglieder der Kammer ſelbſt nicht mit begriffen. — 52 II. Arrété sur la chambre des Motaires. Nominstion des membres de la chambre, er durée de leurs fonctions. 1g. Les membres de la chambre seront nommès par l'assemblée genérale des notaires de son ressort, convoquẽs à cet effet. La moitié desdits membres sera choisie dans les plus anciens en exercice, formant le tiers de tous les notaires du ressort. La nomination aura lieu à la majorité absolue des voix, au scrutin secret, et par le bulletin de liste con- tenant un nombre de noms qui ne pourra excéder celui des membres à nommer. 19. Les membres de la chambre seront renouve- lés chaque année, et par tiers, pour les nombres qui comportent cette division, et par portion approchant le plus du tiers, pour les autres nombres, en faisant alter⸗ ner, chaque année, les portions inférieures et supérieu- res au tiers, mais en commengant par les inférieures, et de manière que, dans tous les cas, aucun membre ne puisse rester en fonctions plus de trois ans conss- cutifs. Les deux premiers renouvellemens seront indiqués par le sort, les autres par l'ancienneté de nomination. 20. Les membres désignés pour composer la cham- pre nommeront entr'eux, en suivant le mode de l'ar- ticle 18, les président et autres officiers dont parle article s. Le président sera toujours pris parmi les plus anciens désignés dans l'art. 18. 14 ER I. Verordnung wegen der Rotariatskammern. 33 Von der Ernennung der Mitglieder der Kammer und der Dauer ihrer Amtsverrichtungen. 18. Die Mitglieder der Kammer ſind von der allgemei⸗ nen Verſammlung der deshalb zuſammenberufenen Notarien ihres Bezirks zu erwaͤhlen. Die Haͤlfte gedachter Mitglieder wird aus demjenigen Dritttheil aller im Bezirk befindlichen Notarien gewählt, in welchem ſich diejenigen befinden, die im Amte die alteſten ſind. Die Wahl ſoll mittelſt geheimer Stimmenzettel nach abſoluter Stimmenmehrheit geſchehen, und zwar nach einer Liſe, auf welcher eine Anzahl Namen ſteht, welche die Zahl der zu ernennenden Mitglieder nicht uͤberſchreiten darf. 10. Jährlich werden neue Mitglieder der Kammer erwaͤhlt, und zwar, wenn die Zahl dieſe Abtheilung zuläͤßt, zum Dritttheil; iſt aber die Zahl ſo beſchaffen, daß ſie die Wahl des Dritttheils nicht zuläßt, ſo werden ſo viel neue Mitglieder erwaͤhlt, daß die Zahl dem Drittel am naͤchſten kommt, ſo daß man alle Jahre mit den Zahlen, die unter und uͤber dem Drittel ſind, abwechſelt, jedoch mit der mindern Zahl anfaͤngt*), und ſo, daß auf jeden Fall kein Mitglied läͤnger, als drey Jahre hinter einander, auf ſeinem Poſten bleibe. Die beyden erſten Male richtet man ſich bey der Wahl neuer Mitglieder nach dem Looſe, die folgenden nach dem Dienſtalter. 20. Die Mitglieder der Kammer ernennen unter ſich und aus ihrer Mitte, auf die im 18. Artikel vorgeſchriebene Art, den Präſidenten und die uͤbrigen im 5. Artikel benann⸗ ten Beamten. Der Praͤſident muß ſtets aus dem im Artt beſchriebenen Dritttheile der älteſten gewaͤhlt werden. Dieſe *) 8. B. wenn 16 Mitglieder ſind, ſo wählt man das erſte mal, das zweyte mal 6 neue Mitglieder, weil dieſe bey⸗ den Zahlen dem wahren Drittel 5 am nächſten ftehen. E. 54 II. Arrété sur la chambre des Notaires. Cette nomination particuliere se renouvellera cha- que année; les mémes pourront étre réélus; à égalité de voix, le plus ancien d'age obtiendra la préférence. 21 La nominstion des membres de la chambre se fera, de droit, le I5 brumaire de chaque année. Ils entreront en fonctions le 1 frimaire suivant, et le mème jour nommeront les président et autres officiers, qui de suite entreront aussi en fonctions. La premibre nomination aura lieu au plus tard le 15 pluviose prochain, et les membres entreront en fonctions dans la huitaine qui suivra leur nomination. 5 5 Fonds pour les dépenses de la Chambre. 22. Iy aura une bourse commune pour les dé⸗ penses de la chambre. Elle sera établie de manière qu'elle n'excede pas les dépenses nécessaires. Elle sera consentie par Fassemblée générale, répar- tie sur les divers membres de Parrondissement, et le röle rendu exécutoire par le président du tribunal d'ap- pel du ressort, sur le rapport et d'après l'avis du com- missaire établi près le méme tribunal. Larrété qui aura ainsi établi la bourse commune, sera adressé au grand juge, qui prononcera sur les réclamations. 23. Il sera pourvu, lors du réglement général à faire pour Pexécution de la loi de 25 ventose an 1I, sur le notariat, à toutes autres dispositions qui pour- raient concerner les chambres de discipline. II. Verordnung wegen der Notariatskammern. 55 beſondere Wahl muß jährlich von Neuem angeſtellt werden; doch koͤnnen die vorigen wiederholt werden. Im Fall der Stimmengleichheit hat der ältere den Vorzug. 21. Die Ernennung der Mitglieder der Kammer muß geſetzlich den 15. Brumaire eines jeden Jahres vor ſich gehen. Den 1. Frimaire nachher muͤſſen ſie ihre Aemter antreten, und an demſelben Tage den Praͤſidenten und die uͤbrigen Beamten ernennen, welche gleichfalls ihre Geſchaͤfte auf der Stelle antreten ſollen. Die erſte Wahl muß ſpaͤteſtens naͤchſten 25. Pluvioſe vor ſich gehen, und die Mitglieder muͤſſen binnen acht Tagen nach ihrer Ernennung ihre Geſchaͤfte antreten. Caſſe, aus welcher die Ausgaben der Kammer beſtritten werden. 22. Zu den Ausgaben der Kammer wird eine gemein⸗ ſchaftliche Caſſe gehalten. Ihr Beſtand iſt ſo feſtzuſetzen, daß er das Beduͤrfniß unentbehrlicher Ausgaben nicht uͤberſteige. Die in die Caſſe einzulegende Summe wird von der all⸗ gemeinen Verſammlung bewilligt, die Beytraͤge dazu auf alle Mitglieder im Bezirk vertheilt, und die Beytragsliſte vom Appellationsgerichtspraͤſidenten des Bezirks, auf Vortrag und Gutachten des bey dieſem Gerichte angeſtellten Commiſſars (Generalprocurators), fuͤr vollſtreckbar erklaͤrt. Der auf vorſtehende Axt uͤber Errichtung der gemeinſchaft⸗ lichen Caſſe abgefaßte Appellationsgerichtsbeſcheid wird dem Reichsoberrichter zugeſendet, welcher uͤber die etwa dagegen gemachten Einwendungen zu entſcheiden hat. 23. Alle uͤbrige die Notariatskammern betreffende Ver⸗ ordnungen ſollen zugleich mit der allgemeinen Verordnung uͤber die Vollſtreckung des Geſetzes vom 25. Ventoſe des J. 11. das Notariat betreffend, erſcheinen. III. Avis concernant les notaires. 24. Le grand-juge, ministre de la justice, est chargé de l'exécution du présent arrété, qui sera inséré au bulletin des lois. III. des minutes de la secrétairerie d'état. Du fructidor an 12.— 25 aoüt 1604. (Bulletin des Lois, nr. 13.— Dépöt des Lois, ur. 47.) Avis du Conseil d'état concernant les notaires(¹) qui résident dans des bourgs ou villages faisant partie d'une justice de paix, dont le chef-lieu est une ville ou siége un tribunal. (Séance du 3o thermidor.) Le conseil d'état, qui, d'après le renvoi fait par sa Majesté impériale, a entendu le rapport de la section de legislation sur les questions suivantes: 10. Les notaires résidant dans des bourgs ou vil- lages qui font partie d'une justice de paix, dont le chef lieu se trouve dans une ville ou est établie une cour d'appel ou un tribunal de premiere instance, doi- vent-ils étre considérés comme notaires de la ville? (1) Voy. ci- dessus, page 2, la loi générale sur le Notariat. „ III. Gutachten des Staatsraths uͤber die Notarien ꝛc. 57 24. Dem Reichsoberrichter und Juſtizminiſter wird hier⸗ mit aufgetragen, die Vollſtreckung gegenwaͤrtigen Beſchluſſes, welcher in das Geſetzbulletin einzuruͤcken iſt, zu bewirken. III. N 6 1 ₰ aus dem Originalprotocolle des Staatsſecretariats. Vom 7. Fructidor des J. 12.— 23. Auguſt 1804. — (Pylletin des Lois nr. 13.— Dépöt des Leis nr. 47.) Gutachten des Staatsraths uͤber diejenigen Notarien, die in Marktflecken und Dör⸗ fern wohnhaft ſind, welche zum Bezirk eines Friedens⸗ gerichts gehören, deſſen Hauptort eine Stadt iſt, in der ein Gerichtshof ſeinen Sitz hat. (Situng vom 3c. Thermidor.) Nachdem der Staatsrath, an welchen die Sache von Seiner kaiſerlichen Majeſtät verwieſen worden iſt, den Vor— trag der Geſetzgebungsſection uͤber folgende Fragen vernom⸗ men hat: 1) ſollen die Notarien, die in Marktflecken und Doͤrfern wohnhaft ſind, welche zum Bezirk eines Friedensgerichts gehoͤ⸗ ren, deſſen Hauptort eine Stadt iſt, wo ein Appellationsge⸗ richt, oder ein Gericht erſter Inſtanz ſeinen Sitz hat, den Rotarien in Städten gleich geachtet werden? Kann man 58 III. Avis concernant les notaires. sont ils recevables à demander une commission de no- taire de premiere oude seconde classe? doivent-ils en fournir le cautionnement? 2. Si ces notaires, attachés à des justices de paix dont le chef lieu est fixé dans une vi)le ou siége un tribunal supérieur, ne sont considérés que comme notaires de troisibme classe, auront-ils le droit d'exer⸗ cer dans la ville, concurremment avec les notaires de la cour d'appel ou du tribunal de première instance? 3o. Les notaires résidant actuellement dans la ville, concourront-ils avec ceux résidant dans les bourgs ou villages, pour formér l'établissement des notaires de la justice de paix dont le chef- lieu est dans l'intsrieur de la ville? Fst d'avis, sur la premibre question, OQu'on ne peut considérer comme notaires ayant droit deinstrumenter dans tout le ressort d'une cour d'appel ou d'un tribunal de première instance, que ceux dont la résidence est Hxée dans les villes ou siégent ces tribunaux; qu'au contraire ceux qui résident dans d'autres communes, wont droit de réclamer qu'une com- mission de notaire de justice de paix, et ne sont tenus de fournir de cautionnement qu'en cette qualité; Sur la seconde question, Que la loi du 25 ventose an XI, accordant aux notaires de simple justice de pais ou de troisieme olas- se, le droit d'exercer leurs fonctions dans toute l'eten- due de la justice de paix, ceux résidant dans une com- mune rurale dont le chef-lieu est dans une ville ou siége soit une cour d'appel, soit un tribunal de pre- mibre instance, peuvent, lorsqu'ils en sont requis, se transporter dans la partie de ces villes dépendantes de leur justice de paix, pour y instrumenter; mais qu'ils ne peuvent ouvrir ctude, ni conserver le dépöt de leurs II. Gutachten des Staatsraths uͤber die Notarien ꝛc. 59 ihnen verſtatten, um eine Notariatsſtelle der erſten oder zwey⸗ ten Claſſe anzuhalten? haben ſie dieſelbe Caution zu ſtellen? 2) Wenn dieſe Notarien, welche im Bezirk von Friedens⸗ gerichten angeſtellt ſind, deren Hauptort eine Stadt iſt, wo ein Obergerichtshof ſeinen Sitz hat, nicht als Notariet der dritten Claſſe zu betrachten ſind, kann ihnen daun das Recht zuſtehen, in der Stadt, neben den Notarien des Appellations⸗ gerichts oder des Gerichts erſter Inſtanz, zu practiciren? 3) Sollen die gegenwärtig in der Stadt wohnhaften No⸗ tarien mit denen in den Marktflecken und Doͤrfern wohnhaf⸗ ten concurriren, wenn die Frage davon iſt, wie viel Notarien im Bezirk eines Friedensgerichts angeſtellt werden ſollen, deſ⸗ ſen Hauptſitz innerhalb einer Stadt iſt? ſo erachtet derſelbe und zwar in Anſehung der erſten Frage: may koͤnne fuͤr Notarien, welche berechtigt ſind, im gan⸗ zen Sprengel eines Appellationsgerichts, oder eines Gerichts erſter Inſtanz, Inſtrumente abzufaſſen, nur diejenigen anſe⸗ hen, denen ihre bleibende Wohnung in der Stadt angewieſen iſt, wo ſich dieſe Gerichte befinden: dagegen die in andern Gemeinden wohnhaften Notarien nur auf Notariatsſtellen bey den Friedensgerichten Anſpruch machen koͤnnen, und nur nach dieſem Verhaͤltniſſe Caution zu beſtellen haben. In Anſehung der zweyten Frage: Da das Geſetz vom 25. Ventoſe des J. XI. den bloß im Gerichtsbezirk der Friedensgerichte angeſtellten Notarien, oder denen vou der dritten Claſſe das Recht zugeſteht, ihr Amt im ganzen Bezirk des Friedensgerichts zu verſehen: ſo koͤnnen diejenigen, welche in einer Gemeinde auf dem Lande wohnen, deren Hauptort eine Stadt iſt, wo ein Appellations— gericht oder ein Gericht erſter Inſtanz ſeinen Sitz hat, wenn ſie dazu aufgefodert werden, ſich in den Theil der Stadt, der unter ihr Friedensgericht gehoͤrt, verfuͤgen, um daſelbſt In⸗ ſtrumente aufzunehmen; allein, ihre Expedition und das Archiv fuͤr ihre Originalprotocolle duͤrfen ſie nirgends anders an— —— 60 IV. Pöcret sur les certificats de vie. minutes ailleurs que dans le bourg ou village qui leur est assigné pour lieu de résidence; Sur la troisieme question, Oue PFarticle 31 de la loi du 25 ventose an XKI vou- lant que le nombre des notaires soit fixé en raison de la population et du ressort, les nòtaires de la ville doi- vent, dans le cas posé en la seconde question, concou- rir avec ceux des bourgs ou villages, pour former Peta- plissement des notaires de justice de paix, dans la pro- portion du nombre d'habitans que renferme la ville avec celui des communes rurales dépendantes de la méme justice de paix. IV. DECRET IMPERIAI- Portant que les certißcats de vie nécessaires pour le paiement des rentes viagères et pensions sur T'état, seront délivrés par les Notaires.(¹) Au palais de Rambouillet, le 21 aoüt 1806. 5 * (Bullerin des Lois, nr. 115.— Dépöt des Lois, nr. 379) Art. 1. Les certificats de vie nécessaires pour le paiement des rentes viagères et pensions sur Pétat, qui () Voyez ci-dessus, page 1, la loi générale sur le Mo- tariat et les observations des rédacteurs, page 17. *) Nach dem kaiſerlichen Decrete vom 8. Ventoſe des 13. Jah⸗ res ſollen alle diejenigen Renten fuͤr erloſchen geachtet wer⸗ den, deren verfallene Termine von Ablauf des Halbjahres, in welchem der bezahlte letzte Termin gefaͤllig war, an⸗ gerechnet, drey Jahre hinter einander nicht abgeholt worden ſind; auch ſollen dergleichen Renten aus der Zahlungsliſte ausgeſtrichen, jedoch dann wieder eingeruͤckt werden, wenn — IV. Kaiſerl. Decret die Ausſtell. d. Lebensatteſtate betr. 61 legen, als in dem ihnen zum Aufenthaltsorte angewieſenen Marktflecken oder Dorfe. Auf die dritte Frage: Da der 31. Artikel des Geſetzes vom 25. Ventoſe des J. XI. verlangt, daß die Zahl der Notarien nach Verhaͤltniß der Bevölkerung und des Gerichtsſprengels feſtgeſetzt werden ſolle, ſo ſollen die Notarien in dem bey der zweyten Frage angege⸗ benen Falle mit den in Marktflecken oder Doͤrfern wohnenden zuſammengerechnet werden, wenn die Zahl der im Bezirk des Friedensgerichts anzuſtellenden Notarien nach Verhaͤltniß der Anzahl der Einwohner beſtimmt werden ſoll, welche ſich in der Stadt und den unter daſſelbe Friedensgericht gehoͤrigen Flecken und Doͤrfern befinden. . Kaiſerliches Derret, daß die zu Erhebung von Leibrenten und Staats⸗ penſionen erfoderlichen Lebensatteſtate von Nokarien ausgeſtellt werden ſollen.*) Gegeben im Pallaſt zu Rambouillet den 21. Auguſt 1806. GBulletin des Lois nr. 113.— Dépöt des Lois nr. 379.) Art. 1. Die zu Erhebung von Leibrenten und Staats⸗ penſionen noͤthigen Lebensatteſtate, welche mit dem Anfange die Inhaber ihre Exiſtenz durch ein Lebensatteſtat in gehoͤ— riger Form bey der Caſſe dargethan haben. Im letztern Falle werden die verfallenen Termine im Staatoſchaße Paris bezahlt, doch bleibt die Verordnung bey K daß, vermoͤge des 156. Artikels des Geſetzes vom 24. Au⸗ guſt 1793 die Ruckſtände nicht länger, als auf 3 Jahre gefodert werden koͤnnen. E. 62 IV. Decret sur les certificats de vie. seront réclamés à l'ouverture du second semestre de 'annee 1906, seront exclusivement délivrés par les no- taires qui seront nommés par nous à cet effet, sur la présentation de notre ministre des finances. 2. Qusrante des notaires de Paris y exerceront les fonctions de certilicateurs. Les rentiers viagers domi- ciliès à Paris scront distribucs entre ces notaires, par série de numéros, et eu nomhbre à peu pres égal. 3. Ceus des pensionnaires qui sont domicilies à Paris pourront s'adresser indistinctement à ceus des quarante notaires certificateurs qu'ils voudront choisir. 4. Iy aura dans chaque sous-préfecture un ou plusieurs notaires certificateurs également nommés par nous, auxques devront s'adresser les rentiers et pen⸗ sionnaires domiciliés daus Parrondissement. §. Les notaires certificateurs devront tenir registre des tétes viagbres et des pensionnaires auxquels ils au- ront délivré des certißicats de vie. Ce registre énon- cera, outre les noms, prénoms et la date de naissance des rentiers et pensionnaires, le montant de la rente ou de la pension, et le domicile. 6. Les notaires certificateurs tant de Paris que des départemens, donneront connaissance au ministre des Rnances des décs qui surviendront parmi les rentiers et pensionnaires inscrits sur leur registre. 7. Ils adresseront en outre au méme ministre, le premier mars de chaque année, la liste des rentiers et peusionnaires qui, dans le cours de l'année qui aura précdé, n'auraient pas réclamé un certificat de vie. 8. Le ministre des finances communiquera au mi- nistre du trésor public les extinctions qui lui seront notiliées, tant sur la dette viagere que sur les pensions. IV. Kaiſerl. Decret die Ausſtell. d. Lebensatteſtate betr. 63 des zweyten Halbjahres von 1806 gefodert werden, ſollen aus⸗ ſchließlich von denen Notarien ausgeſtellt ſeyn, die Wir, nach dem Vorſchlag Unſers Finanzminiſters, hierzu ernennen wollen. 2. Vierzig Pariſer Notarien werden in dieſer Hauptſtadt die Ausſtellung der Atteſtate beſorgen. Die in Paris wohn⸗ haften Leibrenteninhaber ſollen nach der Reihe der Nummern und in moͤglichſt gleicher Anzahl unter dieſe Notarien vertheilt werden. 3. Die in Paris wohnhaften Staatspenſionairs koͤnnen ſich ohne Unterſchied und nach Gefallen, unter den vierzig hierzu ernannten Notarien wenden, an welchen ſie wollen. 4. In jeder Unterpraͤfectur ſollen zu Ausſtellung dieſer Atteſtate einer oder mehrere gleichfalls von Uns ernannte No— tarien angeſtellt werden, an welche ſich die im Bezirk wohn⸗ haſten Renteninhaber und Penſionairs zu wenden haben. 5. Jeder der zu Ausſtellung der Atteſtate ernannten No⸗ tarien muß ein Verzeichniß uͤber die Perſonen, auf deren Kopf die Leibrente ſteht, und der Penſionairs fuͤhren, denen er Lebensatteſtate ausgeſtellt. In dieſem Verzeichniſſe muß, außer den Namen, Vornamen und Geburtstage des Letbren⸗ teninhabers und Penſionairs der Betrag der Rente oder Pen⸗ ſion und der Wohnort des Inhabers genau angegeben ſeyn. 6. Die zu Ausſtellung der Atteſtate beſtimmten Notarien, ſowohl in Paris, als in den Departements, haben den Finanzmtniſter uͤber das Ableben der in ihren Liſten verzeich⸗ neten Renteninhaber und Penſionairs Anzeige zu erſtatten. 7. Ueberdieß muͤſſen ſie den erſten Maͤrz eines jeden Jahres an eben dieſen Miniſter eine Liſte derjenigen Renten⸗ inhaber und Penſionairs einreichen, welche in dem Laufe des zunachſt vorhergehenden Jahres keinen Lebensſchein gefodert haben. s. Der Finanzminiſter muß dem Miniſter des oͤffentlichen Schatzes anzeigen, von welchen Leibrenten und Penſionen ihm bekannt worden ſey, daß ſie erloſchen ſind. 64 IV. Decret sur les certificats de vie. 9. Les notaires certificateurs seront gorans et res- ponsables envers le trésor public de la vérité des cer- tiſicats de vie par eux délivrés, soit qu'ils aient ou non exige des parties requérantes lintervention de témoins 11 pour attester individualité; sauf, dans tous les cas, leur rechurs contre qui de droit. 10. Les certilicats de vie délivrés aux rentiers et pensionnaires, seront conformes aux modèles annexés au présent décret? ils ne seront point sujets à enregis- trement, et seront expédiés sur papier du timbre de 25 centimes. La rétribution des notaires certiſicateurs sera, outre la valeur du papier, de 50 centimes pour les ren- tes et pensions de 100 francs et au-dessous; De 75 centimes pour celles de 1o1 francs à 300 fr.; Dun franc pour celles de 301 francs à 600 francs; Et de 2 francs pour celles au-dessus. 3 II. Les certificats de vie des rentiers et pension- naires résidant hors de I'Empire, seront delivrés par les chancelleries de nos légations et consulats, qui se conformeront aux dispositions du présent décret, pour ja formation et l''envoi des listes, et la notification des — 61 decks des rentiers et pensionnaires. 12. Dans le cas ou le domicile desdits rentiers et pensionnaires en pays étranger serait cloigné de plus de sin lieues de la résidence de nos envoyés ou con- suls, les certificats de vie pourront, comme par le pas- s6, étre délivrés par les magistrats du lieu; mais ils ne seront admis au trésor public que revétus de la léga- lisation de nosdits envoyés ou consuls, faisant mention — de cet éloignement. IV. Kaiſerl. Decret die Ausſtell. d. Lebensatteſtate betr. 65 9. Die zu Ausſtellung der Atteſtate beſtellten Notarien muͤſſen der Staatscaſſe fuͤr die Richtigkeit der von ihnen aus— geſtellten Scheine haften und verantwortlich ſeyn; ſie moͤgen nun von den darin anſuchenden Perſonen verlangt haben oder nicht, daß dieſe ihre Individualität durch Zeugen beweiſen ſollen; doch bleibt ihnen auf jeden Fall der Regreß an diejeni⸗ gen, gegen welche ſie dießfalls ein Recht haben, vorbehalten. 10. Die an die Inhaber der Renten und Penſionen ausgeſtellten Scheine ſind in Gemäßheit des dem gegenwärti⸗ gen Decrete angehaͤngten Schema abzufaſſen. Sie ſollen von der Einregiſtrirungsabgabe frey ſeyn, und auf Stempelpapier zu 25 Centimen ausgeſertigt werden. Fuͤr Ausſtellung dieſer Scheine follen die Notarien, außer dem Werthe des Stem⸗ pelpapiers, 50 Centimen fuͤr Leibrenten und Penſionen von 100 Franken und darunter, 75 Centimen fuͤr die von 101 bis 300 Franken, Einen Frank fuͤr die von 3071 bis 6c0 Franken; und 2 Franken fuͤr alle hoͤhere Penſionen und Renten fodern koͤnnen. 1I1. Die Lebensatteſtate der außer dem Reiche wohnhaf⸗ ten Renteninhaber und Penſtonairs muͤſſen von Unſern Ge— ſandtſchafts- und Conſularcanzelleyen ausgeſtellt werden, welche in Anſehung der Form und der Einſendung der Liſten und der bey Todesfällen von Renteninhabern und Penſivnairs zu erſtattenden Anzeigen dasſjenige zu beobachten haben, was in gegenwaͤrtigem Decrete deshalb anbefohlen iſt. 12. Wenn der Wohnſitz der gedachten Renten- und Pen⸗ ſionsinhaber uͤber 6 franz. Meilen von dem Wohnſitze Unſrer Geſandten und Conſuln entfernt wäre: ſo koͤnnen die Lebens⸗ atteſtate, wie bisher, von der Ortsobrigkeit ausgeſtellt werden. Sie werden aber bey der Staatscaſſe nicht angenommen, ſo lange ſie nicht von gedachten Unſern Geſandten oder Conſuln, unter Erwaͤhnung dieſer Entfernung, beglaubigt worden ſind. Supplem. z. Geſetb. Nap⸗ E — IV. Decret sur les certificats de vie. Modele de certificat de vie à délivrer par les notaires. ————————— Je soussigné, notaire à l'un des cer⸗ tificateurs nommeẽs par sa majeste IEmpereur et Roi, . certifie que(mettre les nom, prenoms, proſesgion et do- . micile), né le suivant son acte de nais- sance qu'il m'a représenté, jouissant d'une pension sur l'état, de ou sur la téte duquel existe une rente viagère de est vivant, pour s'étre présenté cejourd'hui devant moi; en foi de quoi jai délivré le présent, qu'il a signé avec moi. Fait à le Nora. Faire légaliser par le préfet ou sous-préfet, la signature des notaires certificateurs des départemens. Certifié conforme: Le secrétaire d'état, signé Hu6uus B. Mannr. Moddle de certificat do vie à delivrer par les ambassadeurs. Nous(ambasudeur, envo)e, consul ou autre charge des aſfaires de va Majestè PEmpereur et Roch) certifions et attestons que(mettre les nom, prénoms, profesion et domicile), né le suivant son acte de naissance qu'il nous a représenté, jouissant d'une IV. Kaiſerl. Decret die Ausſtell. d. Lebensatteſtate betr. 67 Schema eines von den Notarien auszuſtellenden Lebensatteſtats. Ich Untetzeichneter als einer der von Sr. Kaiſerl. Koͤnigl. Majeſtät zu Ausſtellung der Lebensatteſtate ernannten Nota⸗ rien beſcheinige hiermit, daß(hier iſt der Name, die Vornamen, das Gewerbe und der Wohnort des Subjects einzuſchalten) geboren den zu Folge ſei— nes mir vorgezeigten Geburtsſcheines, der Bezieher einer Staatspenſion von Coder auf deſſen Kopf eine Leibrente von beſtellt iſt), am Leben ſey, in⸗ dem er heutigen Tages vor mir erſchienen iſt. Urkundlich habe ich gegenwaͤrtigen Schein ausgeſtellt, den er nebſt mir, unterſchrieben hat⸗ So geſchehen zu den Anmerkung. Die Unterſchriſt der die Lebensatteſtate in dem Departement ausſtellenden Notarien muß vom Präferte oder Unterpraͤfecte beglaubigt werden. Die Richtigkeit der Abſchrift bezeugt der Staatsſecretair HuGuES B. MakRET. Schema zu einem von den Geſandten auszuſtellenden Le⸗ benöſcheine. Wir(Ambaſſadeur, Enuvoyé, Conſuloder ſon⸗ ſtiger Geſchaͤftstraͤger Sr. Majeſtaͤt des Kaiſers und Koͤnigs) beſcheinigen und beurkunden hiermit, daß(Na⸗ me, Vorname, Gewerbe und Wohnort des Sub⸗ ſects), geboren den ſeinem veon Uns ihm ſelbſt vorgelegten Geburtsſcheine ge— S 2 X. 68 V. Loi sur les prénoms et changemens de noms. pension de ou sur la téte duquel existe une rente viagere de est vivant, pour s'6tre présenté aujourd'hui devant nous; en foi de quoi nous lui avons délivré le présent, qu'il a signé avee nous. Fait à le Certifié conforme: Le secrétaire d'état, signé H. B. Manxx. V BRelative aux Prénoms et changemens de Noms. Du 11 Germinal an MI.— 1 Avril 1805. (Bulletin des Lois, nr. 267.— Dépöt des Lois, nr. 1770.) AU NOM DU PEUPLE FRANAIS. Bonaranu, premier Consul, proclame loi de la République le décret suivant, rendu par le Corps légis- latif le 11 Germinal an XI, conformément à la pro- position faite par le Gouvernement le I. du méme mois, communiquée au Pribunat le lendemain. 8) ungeachtet ſaͤmmtliche in dieſem Supplementbande befind⸗ liche Geſetze nach der Zeitordnung abgedruckt ſind: ſo glaubte ich doch die das Notariat betreffenden Verordnun⸗ gen nicht trennen zu duͤrfen. ⸗ ——— V. Geſetz die Vornamen und Namensveraͤnd. betr. 69 maͤß, als Inhaber einer Penſion von Coder auf deſſen Kopf eine Rente von beſtellt iſt), am Leben und heutigen Tages vor Uns in Per⸗ ſon erſchienen ſey. Urkundlich haben Wir ihm gegenwaͤrtigen Schein ausgeſtellt, den er nebſt Uns unterzeichnet hat. So geſchehen zu den Die Gleichfoͤrmigkeit mit der urſchrift beſcheinigt der Staatsſecretair HoGuES B. MARRr.*) die Vornamen und Namensveraͤnderungen betreffend. Vom 17. Germinal XI. 1. April 1803. (Bulletin des Lois nr. 267.— Dépöt des Lois nr. 1770.) Im Namen des franzoͤſiſchen Volks. Bonaparte, erſter Conſul, proclamirt als Geſetz der Republik folgendes Decret u. ſ. w. Alles, was in den franzoͤſiſchen Geſetzen uͤber die No⸗ tarien und deren Geſchaͤfte verordnet iſt, findet man voll— ſtaͤndig beyſammen im Répertoire général des dispositions législatives, organiques et réglementaires du Notariat par J. C. Tiphaine, à Paris, 1807. Z. 1 70 V. Loi sur les prénoms et changemens de noms. TTTRE F. Art. 1 A compter de la publication de Ja présente loi, les noms en usage dans ſes diſférens calendriers, et ceux des personnages connus de l'histoire ancienne, pourront seuls étre regus, comme prénoms, sur les re⸗ gistres de l'état civil destines à constoter la naissance des enfans; et il est interdit aux officiers publics d'eu adwettre aucun autre dans leurs„ctes.. 2. Toute personue qui porte actuellement comme prénom, soit le noul d'une famille existante, soit un nom quelconque qui ne se trouve pas compris dans la désignation de l''article précéedent, pourra en demander le changement, en se conformant auz dispositions de ce méme article. 3. Le changement aura lieu d'après un jugement du tribunal d'arrondissement, qui prescrira la rectiſica- tion de l'acte de l'état civil. Ce jugement sera rendu, le commissaire du Gou- vernement entendu, sur simple requéte présentée par celui qui demandera le changement, s'il est majeur ou *) Dieſes Geſetz iſt veranlaßt worben theils durch den Miß⸗ brauch, den man während der Revolution mit den Namens⸗ veraͤnderungen trieb, und der oft bis zum Laächerlichen ging,(wie z. V. mit dem Namen Egalité, Liberté, mit denen man die bisherigen Zunamen verwechſelte), auch in voliceymaͤßiger Hinſicht inordnungen und Irrungen veran⸗ 1. V. Geſetz die Vornamen und Namensveraͤnd. betr. 51 Erſter Titel. de amen Art. 1. Von der Bekanntmachung des gegenwaͤrtigen Geſetzes an ſollen die gewöhnlichen, in den verſchiedenen Ka⸗ lendern ſtehenden Namen, und die Namen der aus der alten Geſchichte bekannten Perſonen die einzigen ſeyn, welche als Vornamen in die zu Beglaubigung der Geburten beſtimmten Regiſter(Geburtsliſten)(Nap. Civilgeſetzb. Art. 65. f.) aufgenommen werden duͤrfen; es iſt daher den oͤffentlichen Beamten verboten, andere, als dieſe, in ihre Protocolle auf— zunehmen. 2. Wer gegenwaͤrtig als Vornamen, entweder den Na— men einer wirklich exiſtirenden Familie, oder irgend einen, beſage des vorſtehenden Artikels nicht zulaͤſſigen Vornamen fuͤhrt, kann darum anſuchen, daß ihm verſtattet werde, einen andern, nach der Vorſchrift dieſes Artikels, anzunehmen. z. Die Namensveraͤnderung geſchieht nach einem vom Gerichtshofe des Bezirks zuvor ertheilten Beſcheide, in wel⸗ chem darauf erkannt wird, daß die Civilſtandeliſte(in dieſer Ruͤckſicht) abgeändert werden ſolle. Dieſer Beſcheid wird, nach vorgaͤngiger Anhoͤrung des Regierungscommiſſairs(kaiſerlichen Anwalds), und zwar auf eine bloße Bittſchrift ertheilt, welche der dis Abanderung laßte; theils aber wollte man dem Mißbranche zuvorkom⸗ men, der daraus entſtand, daß man den Kindern Vorna— men gab, die man von den Zunamen beruͤhmter Maͤnner, oder von Begebenheiten und Orten entlehnte. So nannte man die Kinder mit dem Namen beruͤhmter Generale, und wer erinnert ſich nicht des Varers, der ſeine Tochter Victoire Gemappe nennen ließ? — 72 V. Loi sur les prénoms et changemens de noms. émancipé, et par ses pre et mère ou tuteur, S'il est mineur. Des changemens de Noms. 4. changer de nom, en adressera la demande motivée au Gouvernement. J. prescrite pour les règlemens d'administration publiqus. 6. ment de nom, par un arrété rendu dans la méme forme, mais qui n'aura son exécution qu'après la révolution d'une année, à compter du jour de son insertion au Bulletin des lois. 6 y ayant droit sera admise à présenter requéte au Gou- vernement pour obtenir la révocation de l'arrété auto- risant le changement de nom; et cette révocation sera prononcée par le Gouvernement, s'il juge l'opposition fondée. Z. ont été faites n'ont point été admises, l'arrété autori- sant le changement de nom aura son plein et entier effet à l'expiration de l'année. 9. dispositions des lois existantes, relatives aux questions d'etat entrainant changement de noms, qui continueront TITRE Toute personne qui aura quelqué raison de Le Gouvernement prononcera dans la forme S'il admet la demahde, il autorisera le change- Pendant le cours de cette année, toute personne S'il n'y a pas eu d'oppositions, ou si celles qui Il n'est rien innové, par la présente loi, aux V. Geſetz die Vornamen und Namensveraͤnd. betr. 73 Suchende, wenn er volljahrig oder emancipirt iſt, ſelbſt ein— reicht, oder die, dafern er noch minderjaͤhrig iſt, von beſſen Aeltern oder Vormunde ubergeben wird. Zweyter Titel. Von den Namensveränderungen. 4. Jedermann, der ſeinen Namen aus irgend einem Grunde veraͤndern will, muß deshalb mit einem durch Gruͤnde. unterſtuͤtzten Geſuche bey der Regierung(beym Faiſer) ein— kommen. 5. Der Kaiſer beſchließt darauf in der fuͤr die Regie⸗ rungsbeſehle vorgeſchriebenen Form. 6. Geſteht ſie(geſteht der Kaiſer) das Geſuch zu: ſo verſtattet ſie(Er) die Namensveraͤnderung durch einen in erwaͤhnter Form ertheilten Beſchluß, der aber, von dem Tage ſeiner Einruͤckung in das Geſetzbulletin an gerechnet, erſt nach Jahresfriſt vollzogen wird. 7. Im Laufe dieſes Jahres ſteht Jedermann, der ein Recht dazu hat, frey, bey der Regierung(beym Kaiſer) um Zuruͤcknahme des die Namensveraͤnderung verſtattenden Be— ſchluſſes nachzuſuchen: findet die Regierung(der Kaiſer) die Einwendung gegruͤndet, ſo wird oͤffentlich bekannt gemacht, jener Beſchluß ſey zuruͤckgenommen. 8. Iſt kein Widerſpruch erfolgt, oder ſind die geſchehenen Einwendungen unſtatthaft befunden worden, ſo hat der Be⸗ ſchluß, in welchem Namensveraͤnderung geſtattet wird, mit Ablauf des Jahres ſeine gaͤnzliche, vollſtandige Wirkung. 9. Durch gegenwaͤrtiges Geſetz wird nichts in den Ver⸗ ordnungen der bereits vorhandenen Geſetze veraͤndert, welche ſich auf die den buͤrgerlichen Stand betreffenden Eroͤrterungen (Jauestionem status) beziehen(Nap. Civilgeſetzb. Art. 99 f.), in ſo fern dieſelben Namensveraͤnderungen zur Folge haben 74 VI. Loi transitoire sur les Adoptions. à se poursuivre devant les tribunaus dans les formes ordinaires. Collationné à Foriginal par nous président et se- crétaires du Corps législatif, etc. VI. Relative aux adoptions faites avnnt la publi- cation du titre VIII du Code Napoléon. Du 25 Germinal an XI.— 25 Avril 1803. — —— (Bulletin des Lois, nx. 271.— Dépöt des Lois, nr. 1766.) AU NOM DU PEUPLE FRANC AS. BoNArannE, premier Consul, proclame loĩ de Ja république le decret suivant, rendu par le Corps légis- latif le 25 germinal an IT, conformement a la proposi- tion faite par le Gouvernement le 17 germinal dernier, communiquée au tribunat le lendemain. B Art. I. Toutes adoptions faites par actes authen- tiques depuis le 13 janvier 1792(vieua 3t.) jusqu'a la publication des dispositions du code Napoléon, relatives seront valables, quand elles n'auroient été à Padoption, aucunes des conditions depuis imposées accompagnées d' pour adopter ou étre adopté. vI. Geſetz die Adoptionen betreffend. 75 koͤnnen; als welche, vor wie nach, in gewoͤhnlicher Form vor den Gerichtshoͤfen verhandelt werden. Verglichen mit dem Sriginal von Uns dem Präſidenten, und den Secretairen des geſetzgebenden Corps u. ſ. w. VI. uͤber die vor Bekanntmachung des VIII. Titels des Napoleoniſchen Geſetzbuchs erfolgten Adoptionen. Vom 25. Germinal d. J. XI. 15. April 1803. Gulletin des Lois nr. 271.— Pépöt des Lois nr. 1766.) Im Namen des franzöſiſchen Volks. Bonaparte, erſter Conſul, macht als Geſetz der Re⸗ „ publik folgendes Decret bekannt u. ſ. w. t. Art. 1. Alle mittelſt oͤffentlicher Urkunden erfolgte Adop⸗ tionen, welche ſeit dem 18. Januar 1702(alten Styls) dis zur Promulgation der in Napoleons Geſetzbuche befindlichen Verordnungen wegen der Adoptionen vorgenommen worden ſind, ſollen guͤltig ſeyn, wenn auch dabey keine der nachher vorgeſchriebenen Bedingungen eingetreten ſeyn ſollte, unter welchen man an Kindes Statt annehmen und angenommen werden kann.(Geſetzb. Napol. Art. 343. u. f.) 76 VI. Loi transitoire sur les Adoptions. 2. Pourra néanmoins celui qui aura été adopté en minorité, et qui se trouveroit aujourd'hui majeur, re- noncer à l'adoption dans les trois mois qui suivront la publication de la présente loi. La méme faculté pourra étre exercée par tout adopté aujourd'hui mineur, dans les trois mois qui sui- vront sa majorité. Dans l'un et l'autre cas, la renonciation sera faite devant l'officier de Pétat civil du domicile de Padoptè, et notifice à l'adoptant dans un autre délai de trois mois. 3. Les adoptions auxquelles Padopté n'aura point renoncé, produiront les effets suivans: Si ces droits ont été réglés par acte ou contrat authentique, disposition entre-vifs ou à cause de mort, faits sans lésion de légitime d'enfant, transaction ou jugement passé en forme de chose jugée, il ne sera porté aucune atteinte auxdits acte, contrat, disposition, transaction ou jugement, lesquels seront exécutes selon leur forme et teneur. 4. En l'absence ou a défaut de toute espece d'ac- tes authentiques spécifiant ce que l'adoptant a voulu donner à l'adopté, celuici jouira de tous les droits accordés par le code Napoléon, si, dans les six mois qui suivront la publication de la présente loi, l'adop- tant ne se présente devant le juge de paix de son do- micile, pour y affirmer que son intention n'a pas eté de conférer à l''adopté tous les droits de suocessibilité qui appartiendroient a un enfant légitime. Cette faculté d'affirmer l'intention est un droit per⸗- sonnel à ladoptant, et n'appartiendra point à ses he- ritiers. §. Dans le cas ou'adoptant auroit fait l'affirma- tion énoncée dans l'article précédent et dans le délai prescrit par cet article, les droits de l'adopté seront, VI. Geſetz die Adoptionen betreffend. 77 2. Wer indeß waͤhrend ſeiner Minderjährigkeit adoptirt, und jetzt volljährig geworden iſt; kann binnen den erſten drey Monaten nach Bekanntmachung des gegenwaͤrtigen Geſetzes auf die Adoption Verzicht leiſten. Eben dieß ſteht jedem der— malen noch Minderjaͤhrigen binnen den erſten drey Monaten nach angetretener Vollaͤhrigkeit frey. In beyden Faͤllen muß die Verzichtleiſtung vor dem Ci⸗ vilſtandsbeamten an dem Wohnorte des Adoptirten geſchehen, und binnen drey Monaten dem, welcher(den Minderzaͤhrigen) an Kindesſtatt angenommen hat, bekannt gemacht werden. 3. Advptionen, auf welche vom Adoptirten nicht Ver⸗ zicht geleiſtet worden iſt, ſollen folgende Wirkungen haben. Sind dieſe Rechte mittelſt in oͤffentliche Form gebrachter Urkunde, oder Verfuͤgungen unter den Lebenden oder auf den Todesfall, wodurch das Pflichttheil der Kinder nicht beein— traͤchtigt wird, durch Vergleiche oder rechtskräftige Urthel be⸗ ſtimmt worden: ſo ſollen beſagte Urkunden, Verträge, Verfuͤ⸗ gungen, Vergleiche oder Urthel nichts von ihrer Guͤltigkeit verlieren; ſondern ſie ſollen buchſtablich und puͤnktlich vollzo⸗ gen werden. 4. Iſt keine in oͤffentliche Form gebrachte Urkunde zu finden oder gar keine aufgenommen worden, in welcher ange⸗ geben waͤre, was der Adoptirende dem Adoptirten zu geben willens ſey: ſo ſoll dieſer aller durch das Geſetzbuch Napoleons verliehenen Rechte genießen, dafern nicht der Adoptant binnen der erſten ſechs Monate nach Promulgation des gegenwaͤrtigen Geſetzes ſich vor dem Friedensrichter ſeines Wohnſitzes ſtellt und daſelbſt erklaͤrt, ſeine Abſicht ſey nicht geweſen, dem Adoptirten alle rechtmaͤßigen Kindern zuſtehende Erbſchafts⸗ rechte zu ertheilen. Dieſe Freyheit, ſeine Abſicht zu erklaͤren, iſt ein dem Adoptirenden perſoͤnlich zuſtehendes Recht, und kommt ſeinen Erben nicht zu. 5. Falls der Adoptant die im vorſtehenden Artikel er⸗ waͤhnte Erklarung in der daſelbſt beſtimmten Friſt von ſich giebt, werden die Anſpruͤche des Adoptirten in Ruͤckſicht der P 78 VI. Loi transitoire sur les Adoptions. quant à la successibilité, limités dux tiers de ceux qui auroient appartenu à un enfaut légitime. 6. Sil résultoit de l'un des actes maintenus par Particle 3, que les droits de l'adopté fussent inférieurs ceux accordés par le code Napolécon, ceux- ci pour- ront lui étre conférés en entier par une nouvelle adop- tion dont linstruction aura lieu conformément aux dis- positions du code, mais sans autres conditions de la art de l'adoptant, que d'etre sans enfans ni descen- dans légitimes, d'avoir quinze ans de plus que l'adoptè, et si l'adoptant est marié, d'obtenir le consentement de l'autre époux. 7. Les articles 341, 3427 343 345 et 346 du code Napoléon, au titre de Adoption, sont au surplus declarés communs à tous les individus adoptés depuis le décret du I8 janvier 1792 et autres lois y relatives: Collationné à Poriginal, par nous président et se- cröétaires du Corps législatif, eto. VI. Geſetz die Adoptionen betreffend. 79 Erbfaͤhigkeit auf den dritten Theil derer beſchraͤnkt, die einem rechtmaͤßigen Kinde zuſtehen wuͤrden. 6. Wenn aus einer der durch den dritten Artikel fuͤr rechtsbeſtaͤndig erklaͤrten Urkunden ſich ergeben ſollte, daß die Rechte des Adoptirten von geringerem Umfange waͤren, als die durch das Geſetzbuch Napoleons zugeſtandenen: ſo koͤnnen ihm dieſe durch eine neue Adoption in ihrer ganzen Ausdeh⸗ nung ertheilt werden, bey welcher in Gemäßheit dieſes Ge⸗ ſetzbuchs verfahren wird, ohne daß jedoch von Seiten des Adoptanten andere Bedingungen erfoderlich wären, als daß er keine rechtmaͤßigen Kinder oder Deſcendenten habe, wenig⸗ ſtens funſzehn Jahre alter, als der Adoptirte ſey, und wenn der Adoptant verehelicht iſt, die Einwilligung des andern Ehe⸗ gatten erhalte. 7. Uebrigens erklaͤren Wir hiermit, daß der 341. 342. 343. 345. und 346. Artikel des Napoleoniſchen Geſetzbuchs im Titel: von der Adoption von allen denjenigen Perſonen gelten, die ſeit dem Decret vom 18g. Januar 1792 und andern dahin Bezug habenden Geſetzen, adoptirt worden ſind. Verglichen mit der urſchrift von Uns dem Praͤſidenten und den Secretarien des geſetzgebenden Corps u. ſ. w. — — ——— —— —— — — — — VII. Loi transitoire sur le Pivorce. VII. Relative aux Pivorces prononcés ou demandes avant la publication du titre VI du Code Napoléon. Du 26 Germinal an XI.— 16 Avril 1803. (Bulletin des Lois, no. g72.— Depöt des Lois, nr. 1767.) AU NOM DU PEUPLE FRANAIS. BonApanrz, premier Consul, proclame loi de la république le décret suivant, rendu par le Corps l6- gislatif le 26 germinal an XI, conformément à la pro- position faite par le Gouvernement le I8 méme mois, communiquée au tribunat le lendemain. —————————— B 6 PTous divorces prononcés par des officiers de Pétat civil, ou autorisés par jugement avant la publication du titre du code Napoléon relatif au divorce, auront leurs eflets conformément aux lois qui existaient avant cette publication. A Tegard des demandes formées antérieurement à la méme époque, elles continueront d'étre instruites, les divorces seront prononcés, et auront leurs effets conformément aux lois qui existaient lors de la demande. Collationné à l'original, par nous président et se- crétaires du Corps législatif, eto. VII. Geſetz uͤber die Eheſcheidungen. 81 VII. uber die Eheſcheidungen, auf welche, vor Publication des VI. Titels in Napoleons Geſetzbuche gerichtlich erkannt oder geklagt worden ſt. Vom 26. Germinal d. J. XI. den 16. April 1803. (Bulletin des Lois nr. 273.— Dépöt des Lois nr. 1767.) Im Namen des franzoͤſiſchen Volkes. Bonaparte erſter Conſul, proclamirt als ein Geſetz der Republik folgendes Decret u. ſ. w. Se Alle vor Bekanntmachung des Titels von Eheſcheidungen in Rapoleons Geſetzbuche, von den Civilſtandsbeamten publi⸗ cirten, oder durch ein Urthel gerichtlich erkannten Eheſcheidun⸗ gen ſollen in Gemaͤßheit der vor jener Publication beſtande⸗ nen Geſebe ihre vechtlichen Wirkungen haben. So viel die vor dieſem Zeitpunkte angeſtellten Klagen be⸗ trifft, ſo ſoll, nach Maaßgabe der zur Zeit der angeſtellten Klage beſtandenen Geſetze, der Proceß fortgeſtellt, auf Ehe⸗ ſcheidung erkannt, uno die Wirkungen der letztern beurtheilt werden. Verglichen mit dem Hriginal von Uns dem Präſidenten und den Secretarien des geſetzzehenden Corps. — Supplem. z. Geſeßb. Nay. 5 g2 VIII. Loi transitoire sur les Enfans naturels. VII. . 0 Relative au mode de règlement de T'état et des droits des Enfans naturels, dont les peères sont morts depuis la loi du 12 brumaire an II, jusqu'à la promulgation des titres du Code Napoléon, sur la Paternité et la Filiation, et sur les Successions. Du 14 Floréal an XI.— 4 Mai 1803. (Bulletin des Lois, nr. 278.— Dépöt des Lois, nr. 1799) AU NOM DU PEUPLE FRANEAI, BonapARrz, premier Consul, proclame loi de la 7.— ſ. république le décret suivant, rendu par le Corps légis⸗ latif le 14 floréal an II, conformément à la proposition faite par le Gouvernement le 9 floréal, communiquée au tribunat le méme jour. B 6 5 Art. 1. L'état et les droits des enfans nés hors maria- ge, dont les peres et meres sont morts depuis la promul- gation de la loi du 12 brumaire an 2 jusqu'à la promulga- tion des titres du code Napoléon sur la Paternité et la Filiation, et sur les Fuccessions, seront réglés de la maniere prescrite par ces titres. 2. Néanmoins, les dispositions entre-vifs ou tes⸗ tamentaires, antérieures à la promulgation des mémes —— VIII. Geſetz den Civilſtand natuͤrlicher Kinder betr. 33 VIII. uber die Art, wie der Civilſtand und die Rechte derjenigen natuͤrlichen Kinder zu beſtimmen ſind, deren Väter ſeit dem Geſetze vom 12. Brumaire d. J. II. bis zur Bekanntmachung der im Geſetzbuche Napo⸗ leons enthaltenen Titel von der Vaterſchaft und Kindſchaft(Abſtammung) und von Erbſchaf⸗ ten, mit Tode abgegangen ſind. Vom 14. Floreal d. J. XI. 4. May 1803. (Bulletin des Lois nr. 278.— Dépöt des Lois nr. 1799.) Im Namen des franzoͤſiſchen Volkes. Bonaparte, erſter Conſul, proclamirt als Geſetz der Republik folgendes Decret u. ſ. w. e Art. 1. Der Civilſtand und die Rechte außerehelicher Kinder, deren Aeltern ſeit Promulgation des Geſetzes vom 12. Brumaire d. J. II. bis zu Bekanntmachung der im Geſetz⸗ buche Napoleons enthaltenen Titel: uͤber die Vaterſchaft, die Kindſchaft, und von Erbſchaften verſtorben ſind, ſind nach den in dieſen Titeln enthaltenen Vorſchriften zu be⸗ ſtimmen. 2. Doch ſollen die unter Lebenden oder durch Teſtamente gemachten Verfuͤgungen, welche älter, als erwaͤhnte Titel von F 2 3*** 84 MX. Arrété sur les Dispenses relatives au Mariage. titres du code Napoléon, et dans lesquelles on aurait fixé les droits de ces enfans naturels, seront exécutées, „auf la réduction à la quotité disponible aux termes du code Napoléon, et sauf aussi un supplément, conformé- ment à Tarticle§1 de la loi sur les Fuccessions, dans le cas oð la portion donnée ou léguée serait inférieure a la moitié de ce qui devrait revenir à Tenfant naturel, suivant la méme loi. 3. Les conventions et les jugemens passes en force de chose jugée, par lesquels Pétat et les droits desdits enfans naturels auraient été réglés, seront enécutés se- lon leur forme et teneur. Collationnè à T'original par nous président et sscré- taires du Corps législatif, etc. IX. 5 A gur le mode de délivrance des dispenses rela- tives au Mariage. Du 20 prairial an XI.— 9 juin 1805. (Bullerin des Lois, ur. 266.— Depöt des Lois, ur. 1824.) Art. I. Les dispenses pour se marier avant dix- huit ans révolus pour les hommes et quinze ans révo- lus pour les femmes, et celles pour se marier dans les degrés prohibés par Particle 157 du premier livre du code Napoléon, seront délivrées par le Gouvernement, sur le rapport du grand-juge. C ſi IX. Verordnung uͤber die Ausfertig. d. Ehedispenſat. 35 Napoleons Geſetzbuche, und in welchen die Rechte ſolcher na⸗ tuͤrlichen Kinder feſtgeſetzt ſind, vollzogen werden, jedoch mit Vorbehalt der Herabſetzung auf den disponirbaren Vermoͤgens⸗ theil, wie ſolchen Napoleons Geſetzbuch(Art. o13. u. f.) be⸗ ſtimmt, ſo wie im Vorbehalt des im 51. Artikel des Geſetzes uͤber die Erbſchaften beſtimmten Nachſchuſſes, welcher auf den Fall Statt findet, wenn der geſchenkte oder vermachte Theil unter der Haͤlfte desjenigen betraͤgt, was dem natuͤrlichen Kinde, kraft eben dieſes Geſetzes, zukommt. 3. Rechtskraͤftige Vertraͤge und Urthel, durch welche der Civilſtand und die Rechte erwähnter natuͤrlicher Kinder, be⸗ ſtimmt ſind, ſollen puͤnktlich und buchſtaͤblich vollzogen werden. Verglichen mit dem Original von Uns dem Praͤſidenten und den Secretarien des geſetzgebenden Corps. 6, Verordnung uͤber die Ausfertigungsart der Ehedispenſationen. Vom 20. Prairial d. J. XI. 9. Juny 1805. (Bulletin des Lois ur. ag5.— Dépöt des Lois nr. 1324.) Art. 1. Dispenſationen, vermoͤge deren Mannsperſonen vor erfuͤlltem ſechszehnten Jahre, und Perſonen weiblichen Geſchlechts vor vollendetem funfzehnten Jahre, zu heirathen erlaubt, ſo wie in den durch den 157. Art. im I. Buche des Napol. Geſetzb. verbotenen Graden, die Ehe verſtattet wird, werden von der Regierung(vom Kaiſer) auf den Vor⸗ trag des Reichsoberrichters ertheilt. —— d6 IX. Arrété sur les Dispenses relatives au Mariage. 2. Le commissaire du Gouvernement près le tri- bunal de preiière instance de Tarrondissement dans lequel les impétrans se proposent de oélébrer le ma- riege, lorsqu'il s'agira de dispenses dans les degres prohibés, ou de l'arrondissement dans lequel Fimps⸗- trant„ son domicile, lorsqu'il s'agira de dispenses d'äge, mettra son avis au pied de la pétition tendante à obtenir ces dispenses, et elle sera ensuite adressée au grand-juge. 3. Les dispenses de la seconde puhlication de bans, dont est mention dans l'article 163 du méme livre du code Napoléon, seront accordées, s'il y a lieu, au nom du Gouvernement, par son commissaire près le tribunal de première instance dans l'arrondissement duquel les impetrans se proposent de célébrer leur mariage; et il sera rendu compte, par ce commissaire, au grand-juge ministre de la justice, des causes graves qui auront donné lieu à chacune de ces dispenses. 4. La dispense d'une seconde publication de bans sera déposee au secrétariat de la commune ou le ma- riage sera célébré. Le secrétaire en délivrera une ex- pédition, dans laquelle il sera fait mention du dépöt, et qui demeurera annesée à l'acte de célébration de mariage. 5. L'arrété du Gouvernement portant la dispense d'äge, ou celle dans les degrés prohibés, sera, à la diligence du commissaire du Gouvernement et en vertu d'ordonnance du président, enregistré au greffe du tri- bunal civil de Parrondissement dans lequel le mariage sera celébré. Une expédition de cet arrété, dans la- quelle il sera fait mention de l'enregistrement, demeu- rera annexée à l'acte de célébration de mariage. IX. Verordnung uͤber die Ausfertig. d. Ehedispenſat. 37 2. Iſt die Rede von der Dispenſation von verbotenen Ehegraden, ſo muß der Regierungscommiſſar(kaiſerliche An⸗ wald) beym Gericht erſter Inſtanz des Bezirks, in welchem die Impetranten die Ehe zu ſchließen geſonnen ſind; iſt aber die Rede von der Dispenſation in Anſehung des Alters, ſo muß der Regierungscommiſſar(kaiſerliche Anwald) beym Ge⸗ richt erſter Inſtanz im Bezirk, wo der Impetrant ſeinen Wohnſitz hat, ſein Gutachten unter das Dispenſationsgeſuch ſetzen, und dann erſt wird ſolches an den Reichsoberrichter abgeſandt. 3. Die Dispenſationen vom zweyten Aufgebote, deren im 163. Art. in eben dieſem Buche des Nap. Geſetzb. Er⸗ waͤhnung geſchieht, werden, wenn das Geſuch bewilligt wird, im Namen der Regieruug vom Commiſſar derſelben (im Namen des KFaiſers durch deſſen Anwald) bey dem Ge⸗ richtshofe erſter Inſtanz, in deſſen Gerichtspflege die Impe⸗ tranten die Ehe zu vollziehen geſonnen ſind, ertheilt; und die⸗ ſer Commiſſar(kaiſerliche Anwald) hat dem Reichsoberrichter und Juſtizminiſter bey jeder dieſer Dispenſationen die rechtlichen Gruͤnde anzuzeigen, die ihn beſtimmt haben, ſolche zu ertheilen. 4. Die Diepenſation vom zweyten Aufgebote wird im Secretariat der Gemeinde, wo die Ehe geſchloſſen werden ſoll, niedergelegt. Der Secretair muß daruͤber eine Ausfer⸗ tigung ertheilen, unter welcher die erfolgte Depoſition bemerkt, und welche dem uͤber die Schließung der Ehe aufgenommenen Protocolle beygefuͤgt werden muß. 5. Der Regierungs⸗(kaiſerliche) Beſchluß, in welchem wegen des Alters oder wegen verbotener Ehegrade die Dispen⸗ ſation ertheilt wird, muß auf Antrag des Regierungscommiſ⸗ ſars(kaiſerlichen Anwalds), kraft eines vom Gerichtspraͤſiden⸗ ten ertheilten Beſehls, in der Civilgerichtscanzelley des Be⸗ zirks, in welchem die Ehe geſchloſſen wird, in die Gerichts⸗ buͤcher eingetragen(einregiſtrirt) werden. Eine Ausfertigung dieſes Beſchluſſes, bey welcher angemerkt ſeyn muß, daß die Ein⸗ tragung erfolgt ſey, iſt dem uͤber die Schließung der Ehe auf⸗ genommenen Protocolle beyzufuͤgen. . S.— — — 5— ————— — ₰„ — ——— —— —— —.—— 88 X. Circulaire sur le Mariage des Noirs. 6. Le grand juge, ministre de la justice, est chargé de l'exécution du présent arrété qui sera inséré au bulletin des lois. X r d'une circulaire du grand-juge, ministre de la justice, relative à là prohibition du mariage entre les blancs et les noirs. Du 18 nivòse an XI.— g janvier 1803. Je vous invite, citoyen préfet, à faire connoitre dans le plus court délai aux maires et adjoints faisant les fonctions d'officiers de l'état civil dans toutes les communes de votre département, que l'intention du Gouvernement est qu'il ne soit regu acte de ma- riage entre des blancs et des négresses, ni entre des negres et des blanches. Je vous charge de veiller avec soin à ce que ses intentions scient exactement remplies, et de me rendre compte de ce que vous aurez fait pour vous en assurer. Je vous salue, RnGRIRn. X. Verbot der Ehe zwiſchen Weiſſen und Schwarzen. 39 6. Dem Reichsoberrichter und Juſtizminiſter wird die Vollziehung des gegenwaͤrtigen Beſchluſſes uͤbertragen, welcher in das Buͤlletin der Geſetze eingeruͤckt werden ſoll. X Au s z ug aus einem Circularſchreiben des Reichsoberrichters und Juſtizminiſters, das Verbot der Ehe unter Weiſſen und Schwarzen betreffend. Vom 18. Nivoſe d. J. XI.(8. Jan. 1803.) Ich erſuche Sie, Buͤrger Praͤſect, den Maires und Ad⸗ juncten, welchen die Verrichtungen der Civilſtandsbeamten in ſämmtlichen Gemeinden Ihres Departements obliegen, aufs Schleunigſte kund zu thun, es ſey die Abſicht der Regierung, daß keine unter weiſſen Maäͤnnern und Mohrinnen, ſo wie unter Negern und weiſſen Weibsperſonen geſchloſſene Ehe zu Protocoll genommen werden duͤrfe. Ich befehle Ihnen, aufs Genauſte daruͤber zu halten, daß dieſe Willensmeinung der Regierung puͤnktlich erfuͤllt werde, und mir zu berichten, was Sie gethan haben, um ſich deſſen zu verſichern. REGNTER. ———— — ——— . ————— — — — — 90 XI. Arrété sur la promulgation des Lois. . 1 Contenant le Tableau des distances de Paris aux chefs-lieux de département. Saint-Cloud, le 25 Thermidor an XI.— 13 aoüt 1803. (Bulletin des Lois, nr. 312.— Dépöt des Lois, nr. 1375). Art. I. Le tableau des distances de Paris à tous les chefs-lieux des départemens, évalués en kilometres, en myriamètres et hieues anciennes, sera inséré au bulletin des lois, pour servir de régulateur et d'indi- cateur du jour ou conformément à Particle premier du code Napoléon, la promulgation de chaque loi est ré- putée connue dans chacun des départemens de la ré- publique. 2. Le grand-juge, ministre de la justice, est chargé de l'exécution du présent arrété, qui sera éga- lement inséré au bulletin des lois. XI. Tabelle uͤber die Entfern. der Hauptorte von Paris. 91 XI. Verordnung enthaltend eine tabellariſche Ueberſicht der Entfernun⸗ gen zwiſchen Paris und den Hauptorten der De⸗ partements. Saint⸗Cloud, den 25. Thermidor d. J. XI. 13. Ang. 1805. — Bulletin des Lois nr. 372.— Dépöt des Lois nr. 1875.) Art. 1. Die tabellariſche Ueberſicht der Entfernungen zwiſchen Paris und allen Hauptorten der Departements, nach Kilometern, Myriametern und ehemaligen Lieues berechnet, ſoll in das Bulletin der Geſetze eingeruͤckt werden, um als Regu⸗ lariv und Anzeiaer des Tages zu dienen, wo, zu Folge des erſten Artikels des Napoleonſchen Geſetzbuchs, jedes Geſetz in jedem Departement der Republik(des Reichs) fuͤr promulgirt anzu⸗ nehmen iſt. 2. Dem Reichsoberrichter und Juſtizminiſter wird hier⸗ mit aufgetragen, die Vollziehung gegenwaͤrtigen Beſchluſſes, welcher gleichlaus in das Bullerin der Geſetze eingeruͤckt wer⸗ den ſoll, zu„wirk n. 92 XI. Arrété sur la promulgation des Lois. Tableau des distances de Paris à tous les chefs- lieux des départemens, Cvaluces en kilomès- tres, en myriametres, et lieues anciennes. Noms des Distances en Départemens. Chefs lieux. Rilom ſwr. 32[43 2 36½ 12 1 i 289 28 9 57½ Alpes(passes). Digne— 755 75 5 151, Alpes(Pautes) S 665 66 5 133, Alpes maritimes Nice. 960 96„ 192 606 60 6 121 ½ Ardennes Mezieres 234 23 4 46½ 1507 Ab 159 15 9 3½ Aude Carcassonne. 765 76 5 153, Aveyron. Rhodez 692 69 2 13387 3 1624 Bouch. du-Rhöne Marseille.„ 813 87 Gides e 263 26 C 539 53 Charente.. Angouléme 454 45 Charente-Infér. Saintes„ 484 48 Cher Bourges 263 88 Oo c C 0+ 0 + S Crr 461 46 92 ½ i 305 30 5 Cõtes-du- Nord St. Brieux.. 46 44 89. Ge 428 42 852 821 82 1 1641 Dordogne.. Périgueux. 4 942 396 39 6 797 n 560 56„ 112, Bruxelles. 305 30 5 61 333 33 3 66½ 104 10 4 20½ Pure-et-Loire.[Chartres. 92 XI. Tabelle uͤber die Entfern. der Hauptorte von Parls. 93 Tabellariſche Ueberſicht der Entfernungen zwiſchen Pa⸗ ris und allen Hauptorten der Departements nach Ki⸗ lometern, Myriametern und ehemaligen Lieues berechnet. Namen der Entfernungen in Departements. Hauptorte. Kilb⸗ met MWyriaſ alten metern.)Lieuen. Aet Nieder⸗Alpen.. Ober⸗Alpen See⸗Alpen Ardeche.„ Ardennes Arriege Aude Aveyron Bouches du Rhöéne Calvados Cantal Charente 3 Nieder-Charente. Cher Correze. Cote d'Or. Cötes du Nord (Nordkuͤſte) Creuſe. 1 Dordogne.. Doubs. Drome Dyle. Eure und Loire Bourg nn Moulins Digne Gap Nice. Privas. Mezieres. Foir Troyes Rhodez Marſeille S Aurillac. Angouleme Saintes. Bourges. Tull Dijon St. Brieux Gueret Ivrea Perigueux Beſangon Valence. Bruͤſſel Evreur Chartres Carcaſſonne. „ 432 43 2 3867 127 12 7 257 289 28 9 374 755 5 151, 665 66 5 133 960 96„ 192% 606 60 I2T4 234 23 46½ 752 75 5 5 76576 692 69 313 263 539 454 454 233 467 305 446 O C — — 60 S„ d O0 G 00 SC O SO o 0O0 S G 8+ c b O S b+ S c9++ ₰ c 8 * 65 — 6+ 10 — 10 D 0 Q SN — O + S O b 6C 94 XI. Arrété sur la promulgation des Lois. Noms des Distances en Départemens. Chefs-lieux. Rilom.] Myria. Finistere. OQuimper 623[62 3 1242 Foréts. Luxeinbourg. 367 35 7 53 702 70 2 1407 Garonne(haute)[Toulouse. 669 66 9 1332 Serz Auch 743 74 3 1481 Gironde. PBordeaux 3.523 Golo Btia 873 87 3 174½ Hérault. Montpellier 752 175 21507 Ule-et-Vilaine ſRennes. 346 34 6 687 Indre Chäteauroux. 259 25 9 35314 Indre-et-Loire. Tours„„ 242 24 2 431 Isere. Grenoble. 568 56 8 113 Jemmape. Mons. 244 24 4 484 Jura. Lons-le-Saulrier ſſ 411[41 1 323 Landes Mont⸗de-Marsan 702 70 2 1403 Léman Geneve. 514 51 4 1028 Liamone i 373 3 3 Loir-et-Cher Blais 181 ſ 18 1 367 Loire„ Montbrisson 443 44 3 3882 Loire(haute). ſLe Puy. 505 50 5 Loire Inférieure[Nantes„„ 389 38 9 774½ Loirst Oréans. 123 72 3 48½ Pot 558 35 8 1173 Lot-et-Garonne Agen. 714 71 Lozere ende 566 56 6 1732 383 38 3 76½ Maine-et-Loire[Angers. 300 30„ 60% Manche SaintI5 326 32 6 65½ Marengo Mesandrie. 352 85 2 10½ Marne Chälons 164 16 4 324 Marne(haute)[Cbaumont. 247 24 7 492 Mayenne[val 281 28 1 36 Meurthe Nancy. 334 33 4 664½ XI. Tabelle uͤber die Entfern, der Hauptorte von Paris. 95 Namen der Entfernungen in Departements. Hauptorte. S i Finisterre Quimper 52362 3 Forets Forſten) Luxemburg 56 36„ Gard. Nimes 702 70 2 Garonne ter) Toulouſe 669 66 9 Gers. Auch. 743 74 3 Gironde. Bourdeaux. 573 57 3 Golo Baſtia 873 37 3 Herault. Montpellier. 752 75 3 Ille und Vilaine. Rennes. 346 34 6 Indre. Chateaurour 259 26 9 Indre und Loire e 242 24 2 Iſere Grenoble 568 56 8 ZJemmappe Mons. 244 24 4 Jura Lons le⸗Saulnier 41141 1 Landes Mont⸗de⸗Marſan 702 70 2 Leman Geneve 5141514 Liamone. Ajaccio 873 87 3 Loire und chr Blois 181 18 7 Loire. Nontbriſſon 443 44 3 Loire(Ober) Le Puy 505 50 5 Loire(Unter⸗). Nantes. 389 38 9 Loiret Orleans. ra3 12 3 Lot und Garonne Agen. 714 71 4 1424 Lozere Mende. 566 56 6 1134 2ys. Brugge. 383 38 3 76 ½ PVar ſur Ornain ſſa5r25 1 zo Maaß Mieder⸗). Maaſtricht. 443 44 8 394 Maine und Loire. fAngers 300 30„ 60 Manche. Saintloc. 326 32 6 65 Marengo Aleſſandria 85285 2 170½ Marne Chalons. 164 16 4 32½ Marne Dberq) Chaumont 247 24 7 492 Mayenne Laval. 281 28 1 36½ Meurthe Nancy 334 33 4 664 96 XI. Arrété sur la promulgation des Lois. Noms des Distances en Départemens. Chefs-lieus. Rilom. Myria. Meuse.. Bar sur-Ornain 25 25 Meuse-Iuferieure Maöstricht, 448 44 8 3892 Mont-Blanc Chambéry. 565 66 5 113, Mont-Tonnerre Mayence 548 54 8 1093 Morbihan„ Vannes 500 50„ 100, Moselle Metz 308 30 3 613 Nethes Pft Anvers 355 35 5 71% Nievre.. Nevers 236 23 6 Nord Lille 236 23 6 474 Oise PBeauvais 38 5 8 Onn enon 191 ſ19 1 331 Ourthe... ſLiege 411[41 1 32 Pasde-Calais. Arras 193 19 3 3 Po Turin 763[76 3 1522 Puyde- Föme Clermont 684 68 4 76½ Pyrenées(basses) Pau 781 178 1 156½ Pyrénées(haut.) Farbes 315 81 5 163 Pyrenées-orient. Perpignan. 888 88 8 1774 Rhiu(bas). Strasbourg. 464 46 4 928 Rhin(haut). Colmar. 481 48 1 96 ½ Rhin-et-Moselle Coblenz 507 39 7 17193 Bhene 466 46 6 931 Rotr 6 kaele 4 4 Sambre-et-Meuse Namur 345 34 5 69 Saone(Haute)[Vesoul 354 35 4 708 Saone-et-Loire Mäcon 399 39 9 792 Sarr 410 41„ 32 Site Mans 211[21 1 42 Seine-Intérieure[Rouen 137 13 Seine-et- Marne Melun 46 4 6 8 Seine-et-Oise Versailles 2„ Sevres(Deus) Niort 416 41 6 83½ Sia Verceil. 836 83 6 1673 XI. Tabelle uͤber die Entfern. der Hauptorte von Paris. 97 Namen der Entfernungen in Montblanc. Chambery 36 55 3 6 6 Maynz 548 54 81093 Morbihan. Vannes. 500 ſ 50„ſ 100, Moſel Metz. 308 30 61 ½ Nethes(beyde). Antwerpen 3 355 35 5 71 Nievre Nevers 2865 23 65 Pord„ Lille. 236 23 6 Diſe. Beauvais 88 8 8 174 e enn 191 19 1 82 Oſipyrenaͤen.. Perpignan 888 88 31774 Durthe Luͤttich 411 41 1 32½ Pas⸗de⸗Calais Arras. 193 19 3 382 Turin 763 76 3 1523 Puy⸗de⸗ Dome Clermont 684 63 4 764 Pyrenden(Unter Pin 781 178 1156 ½ Pyrenaͤen(Ober⸗) ſTarbes. 815 81 5r63 Rhein(Nieder⸗) Strasburg 464 46 4 924 Rhein(Ober⸗)„ ſColmar 431 48 1 96 ½ Rhein und Pſ Coblenz 597 59 7 1492 Rhone Lyon. 466 46 6 931 Roer Achen. 457 45 7 912 Sambre und Naaß Namur 345 34 5 69 Saone(Ober⸗) Veſoul 354 35 4 704 Sacne und Loire Macon 399 39 9 792 Saar Brien 410 41„ 82, Sarthe. Le Mans Schelde. Gent. 333 33 3] 66½ Paris Seine Rieder⸗ Rouen. 137 13 7 272 Seine und Marne Melun 46] 4 6 97 Seine und Diſe Verſailles. Sevres(beyde) Niort. 46 33 Verceil 836 83 6 1 167 ½ Supplem. z. Geſetzb. Nap. G S——— —— ——— ——— —— S— ——— ——— —— citoyen franais. o8 RXII. Arrété sur la qualité de Noms des Distances en . 6 3 Lieues 3 3 Rilo M. Départemens. Chefs-licux. m Vria— ien 128 72 8 2 eni 843 34 3 1682 816[81 6 163½ 657 65 71372 gi 890 89„ 173, Vauchuse Avignon.„ 707 70 7 1414 Vendéee Fontenay„„ 447 44 7 3892 343 34 3 681 Vienne(haute)[Limoges 380 38„ 76, Fosges„ Epina 381 38 1 76½ Vonne„ Auserre 168 16 3 337 XII. 1 4 B Qui defere à Ernest d'Arenberg la qualité de * citoyen frangais. gaint-Cloud, le 6 brumaire an XII.— 29 octobre 1803. 4 ulletin des Lois, nr. 335.— Pepöt des Lois, nr. 19320) Le Gouvernement de la république, sur le rapport . du grand-juge, ministre de la justice, arréte:* Art. I. Ernest d'Arenberg, fils unique et héritier prèsomptif᷑ d'Auguste- Marie Raimond, prince d'Aren- berg, comte de Lamark, ayant déclaré vouloir étre citoyen frangais, renoncera à tous droits politiques ac- tuels ou éventuels en Allemagne, à tous titres féodaus, 1 XI1. Beſchluͤſſe Ernſts v. Aremberg franz. Buͤrgerr. betr. 99 Namen der Entfernungen in ilo- Myria⸗ ien 125 ſ1a 8ſ 257 3 816 81 6 f 163½ 657 65 71314 iin 890 89„ 178,, 707 70 7 1412 ee Vienne Poiciers 1 343 34 3 68½ Vienne(Ober⸗).(Limoges 380 38„ 76 Posges„Cpinal 331 38 1 764. e 168 116 3] 33½ XII. Beſchluͤſſe, durch welche Ernſten von Aremberg die recht⸗ liche Eigenſchaft eines franzoͤſiſchen Buͤrgers er⸗ theilt wird. Saint⸗Clond, den 6. Brumaire d. J. XII. 29. Oct. 1803. (Bulletin des Lois nr. 336.— Dépöt des Lois nr. 19324) Die Regierung beſchließt auf den Vortrag des Reichsober⸗ richters und Juſtizminiſters, wie folget: Art. 1L. Da Ernſt von Aremberg, einziger Sohn und präſumtiver Erbe Auguſts Maria Raymunds, Fuͤr⸗ ſten von Aremberg, Grafen von der Mark, ſeinen Wunſch, franzoͤſiſcher Buͤrger zu werden, an den Tag gelegt hat, ſo hat derſelbe auf alle politiſche, dermalen oder kuͤnftig zu er⸗ G 2 100 XII. Arréte sur la qualité de citoyen frangais. ordres de chevalerie, distinctions et qualifications incon- ciliables avec la constitution de la république. 2. Auguste- Marie Raimond, prince d'Arenberg, comte de Lamark, grand d'Espagne de la premiere classe, général-major au service de sa majesté'Em- pereur et roi, étant réputé avoir renoncé à la qualité de Frangais, fera audit Ernest d'Arenberg son fils, apbandon et la cession irrévocable de tous les biens qu'il possede sur le territoire de la république; il re- noncera, tant pour lui que pour ses héritiers, a perpé- tuité, à tous les biens présens et à venir auxquels la famille d'Arenberg pourrait prétendre en France, ensem- ble à toutes successions qui y seraient échues ou pour- raient y échoir, ne pouvant désormais, ledit Auguste- Marie Raimond, prince d'Arenberg, comte de Lamark, ni ses héritiers, autre que Ernest d'Arenberg, recueillir, à quelque titre que ce soit, ni posséder aucuns biens sur le territoire de la république. 3. Tout sequestre existant sur les biens soit d'Au- guste- Marie Raimond, prince d'Arenberg, comte de Lamark, soit d'Frnest d'Arenberg son fils, sera leve au profit de ce dernier: il prendra ses biens dans l'état oü ils se trouveront, sans restitution de fruits, et sans indemnité pour ceux qui auraient pu étre aliénés. Les bois dans la possession desquels il est réinté- gré, demeureront soumis, pour leur administration et exploitation, aux lois et règlemens de la république, et ils seront sous la surveillance de'administration fo- restiere. 4. Auguste- Marie Raimond, prince d'Arenberg, comte de Lamark, et Ernest d'Arenberg son fils, décla- reront au bas d'une expédition du présent arrété, qui XII. Beſchluͤſſe Ernſis v. Aremberg franz. Buͤrgerr. betr. ror langende Rechte in Deutſchland, auf alle Lehnsanſpruͤche, Ritterorden, Auszeichnungen und Titel, welche mit der Ver— faſſung der Republik nicht vereinbar ſind, Verzicht zu leiſten. 2. Da anzunehmen iſt, Auguſt Maria Raymund, Fuͤrſt von Aremberg, Graf von der Mark, Grand von Spa⸗ nien der erſten Claſſe, Generalmajor in Dienſten Seiner Ma⸗ jeſtät des Kaiſers und Königs, habe auf die buͤrgerliche Ei⸗ genſchaft eines Franzoſen Verzicht geleiſtet, ſo hat er ſeinem Sohne, gedachtem Ernſt von Aremberg, alle diejenigen Guͤter, welche er innerhalb des Gebiets der Republik beſitzt, unwiderruflich zu uͤberlaſſen und abzutreten; er muß ſowohl fuͤr ſich als fuͤr ſeine Erben, auf ewige Zeiten auf alle Guͤter in Frankreich Verzicht leiſten, auf welche die Familie Arem⸗ berg jetzt oder kuͤnftig Anſpruͤche machen duͤrfte, zugleich alle Erbſchaften, die ihm daſelbſt zugefallen ſeyn, oder noch zufal⸗ len moͤchten, indem weder beſagter Auguſt Maria Ray⸗ mund, Fuͤrſt von Aremberg, Graf von der Mark, noch einer ſeiner Erben, den einzigen Ernſt von Aremberg ausgenommen, hinfuͤhro, unter welchem Rechtsgrunde es im⸗ mer ſey, keinerley Guͤter auf dem Gebiete der Republik erer⸗ ben oder beſitzen kann. 3. Jeder, ſowohl auf die Guͤter Auguſts Maria Ray⸗ munds, Fuͤrſten von Aremberg, Grafen von der Mark, als ſeines Sohnes, Ernſts von Aremberg, gelegte Beſchlag, ſoll zu Gunſten des Letztern aufgehoben werden. Er ſoll ſeine Guͤter in dem Zuſtande, in welchem ſie ſich befinden, doch ohne Erſtattung der Nutzungen und ohne Entſchaͤdigung fuͤr diejenigen, welche veraͤußert ſeyn moͤchten, uͤbernehmen. Die Waldungen, in deren Beſitz er wieder eingeſetzt wird, ſollen, was ihre Verwaltung und Benutzung anlangt, den Geſetzen und Verordnungen der Republik unterworfen ſeyn, und unter der Aufſicht der Forſtverwaltung ſtehen. 4. Von gegenwaͤrtigem Beſchluſſe ſoll eine Ausfertigung im Nationalarchive niedergelegt werden, unter welcher Au— guſt Maria Raymund, Fuͤrſt von Aremberg, Graf von — ———————— 102 KII. Arrété sur la qualité de citoyen frangais. sera déposée aux archives nationales, qu'ils acceptent les conditions qui J sont contenues, et qu'ils se sou- mettent à l'exécuter suivant sa forme et teneur. §. Le présent arrété, ensemble les déclaration et soumission ci-dessus mentionnées, seront insérés au bulletin des lois. 6. Le grand-juge, ministre de la justice, et le ministre des finances, sont chargés, chacun en ce qui le concerne, de l'exécution du présent arrété. Le premier consul, signs BONAPARTE. Par le premier consul: le secrétaire d'état, signé Hu6urs B. Manzr. Le grand-juge, ministre de la justice, signé RE6Nrxn. Je soussigné Auguste- Marie Raimond, prince d'Arenberg et du Saint-Empire romain, grand d'Es- pagne de la première classe, chevalier grand'croix de Pordre Palatin de Saint-Hubert, général-major au ser- vice de sa majesté l'Empereur et roi, en persistant et réitérant la déclaration que j'ai ci-devant faite de mon intention de rester étranger, et la démission que j'ai faite de mes biens en France en faveur d'Ernest-Engel⸗ bert d'Arenberg, mon fils unique, deéclare, en outre, que jaccepte les conditions contenues au présent arrété, et que je me soumets à Pexécuter suivant sa forme et teneur. A Vienne, ce 29 novembre 1303. Signé Av6usTE-Manr RaArMonn, prince d'Arenberg. — S— XII Beſchluſſe Ernſts v. Aremberg franz. Buͤrgerr. betr. 103 der Mark, und deſſen Sohn, Ernſt von Aremberg, erklären ſollen, daß ſie die darin enthaltenen Bedingungen genehmigen, und daß ſie ſolche ihrem ganzen Inhalte nach zu erfuͤllen ver⸗ ſprechen. 5. Gegenwaͤrtiger Beſchluß, nebſt den obenerwaͤhnten Erklärungen und Angeloͤbniſſen, ſind in das Bulletin der Ge⸗ ſetze einzuruͤcken. 6. Dem Reichsoberrichter und Juſtizminiſter, und dem Finanzminiſter wird jedem, in ſo weit es ſeine Behoͤrde be⸗ trifft, hiermit aufgetragen, gegenwärtigen Beſchluß zur Voll⸗ ziehung zu bringen. (unterſchrift) Der erſte Conſul BONAPAkKTE. Von des erſten Conſuls wegen der Staatsſecretair (unterſchrift) HuGuRES B. MAkREr. Der Reichsoberrichter und Juſtizminiſter (unterſchrift) RE 6 N1E R. Ich Endesunterſchriebener, Auguſt Maria Raymund, Fuͤrſt von Aremberg, und des heil. Roͤm. Reichs, Grand von Spanien der erſten Claſſe, Großkreuz des Pfälziſchen St. Hubertsordens, Generalmajor in Dienſten Sr. Majeſtaͤt des Kaiſers und Koͤnigs, beharre bey dem hierdurch wiederholten und ſchon ehemals geaͤußerten Entſchluſſe,(in Beziehung auf Frankreich) Auslaͤnder zu bleiben, und meine in Frankreich ge⸗ legenen Guͤter meinem einzigen Sohne Ernſt Engelbert von Aremberg abzutreten, und erklaͤre noch außerdem, daß ich die in gegenwärtigem Beſchluſſe enthaltenen Bedin⸗ gungen eingehe, und mich auch anheiſchig mache, ihm nach ſeinem ganzen Inhalte nachzukommen. Wien, den 29. November 1803. (Unterſchrift) Auguſt Maria Raymund, Fuͤrſt von Arembers. 104 XII. Arrété sur la quslité de citoyen frangais. Le conseiller d'état, ambassadeur de la république frangaise près la cour de Vienne, certifie véritable la signature apposée ci-contre du prince Auguste- Marie Raimond d'Arenberg etc., laquelle a été faite en sa présence par ledit prince, qui a comparu aujourd'hui devant lui pour remplir le voeu de l'arrété du Gouver- nement. Vienne, le 8 frimaire an 13. Signé CnAMrAonx. Par l'ambassadeur: Signé PosvEr, secrétaire d'ambassade. Je soussigne EFrnest-Engelbert d'Arenberg, déclare que j'accepte les conditions contenues au présent arrétè, et que je me soumets à Pexécuter suivant sa forme et teneur, acceptant la démission que mon pere me fait de ses biens en France. Signé EnnEsr-En6EInRRr p'AnnNnRn6. Vu pour légalisation de la signature du citoyen Ernest- Engelbert d'Arenberg, laquelle a été faite en ma présence. Fait à la préfecture du département de la Seine, le 23 frimaire an 12 de la république. Le secrétaire genéral de la préfecture, signé ErIEMnE MRAx. Pour copie conforme: le grand-juge, ministre de la justice, signé RR6urkn⸗ XI. Beſchluͤſſe Ernſts v. Aremberg franz. Buͤrgerr. betr. 105 Der Staatsrath und Ambaſſadeur der franzöſiſchen Re⸗ publik am Wiener Hofe bezeugt hiermit die Aechtheit neben⸗ ſtehender Unterſchrift des Fuͤrſten Auguſt Maria Ray⸗ mund von Aremberg ꝛc. welche in ſeiner Gegenwart von gedachtem Fuͤrſten geſchehen, indem ſolcher heute vor ihm er⸗ ſchienen iſt, um dem Beſchluſſe der Regierung nachzukommen. Wien, den g. Frimaire d. J. XIII. (unterſchrift) CRAMpPaGNv. PVon wegen des Ambaſſadeurs PossUREI., Geſandtſchaftsſecretair. Ich Unterzeichneter, Ernſt Engelbert von Arem⸗ berg, erkläre hiermit, daß ich die im gegenwärtigen Beſchluſſe enthaltenen Bedingungen eingehe, und mich anheiſchig mache, ihm nach ſeinem ganzen Inhalte nachzukommen; wie ich denn hiermit die von meinem Vater an mich geſchehene Abtretung ſeiner Guͤter in Frankreich annehme. (Unterſchrift) Ernſt Engelbert von Aremberg. Viſirt zur Beglaubigung der in meiner Gegenwart erfolg⸗ ten Unterſchrift des Buͤrgers Ernſt Engelbert von Aremberg. So geſchehen in der Präfectur des Seine⸗Departe⸗ ments, den 23. Frimaire des 12. Jahres der Republik. Der Oberſecretair der Prafectur (Unterſchrift) STEPRHAM ME)AN. Die Gleichfoörmigkeit der Abſchrift bezeugt der Reichsoberrichter und Juſtizminiſter (Unterſchrift) R E c NIER. — A2.—— — — F 106 KII. Arrété sur la qualité de citoyen frangais. R R TP qui confere la qualité de citoyen frangais a Lonuis En⸗ gelbert, duc régnant d'Arenberg. Soint-Cloud, le 6 prumaire an 12 de la république. Le Gouvernement de la république, sur le rapport du grand-juge, ministre de la justice, arréte: Art. 1. Louis Engelbert, duc régnant d'Arenberg, ayant déclaré vouloir étre citoyen frangais, renoncera, 10. 4A Ja principauté de Meppen, et à toutes autres possessions quil aurait pu obtenir en Allemagne à titre d'indemnité; 20. A ses droits de présence et de suffrage au college des princes, ainsi qu'à tous autres droits poli- tiques qui peuvent lui compéter comme membre de I'Pmpire germanique; 30. A tous titres féodaux, ordres de chevalerie, distinotions et qualifications inconciliables avec la cons- titution de la république. 2 Lo principauté de Meppen, et tout ce que ledit Louis- Engelbert aurait pu obtenir, à titre d'indemnitè, sur la rive droite du Rhin, ensemble ses droits de pré- sence et de suffrage au collége des princes, seront par lui cédes à Prosper- Louis d'Arenberg, son fils ainé. 3. Louis Prosper d'Arenberg, en acceptant la ces- sion qui lui sera faite par son pere, étant réputé re- noncer à la qualité de frangais, renoncera pareillement, tant pour lui que pour ses enfans et héritiers immeédiats ou médiats, à perpétuité, à tous les biens présens et à venir auxquels la famille d'Arenberg pourrait prétendre XII. Beſchluſſe Ernſts v. Aremberg franz. Buͤrgerr. betr. 107 ſochal ſin durch welchen dem regierenden Herzoge von Arem⸗ berg, Ludwig Engelbert, die rechtliche Eigenſchaft eines franzoſiſchen Buͤrgers ertheilt wird. Saint⸗Clond, den 6. Brumaire des J. 12. der Republik. Die Regierung der Republik beſchließt auf den Vortrag des Reichsoberrichters und Juſtizminiſters folgendes: Art. 1. Da Ludwig Engelbert, regierender Her⸗ zog von Aremberg, erklaͤrt hat, daß er franzoͤſiſcher Buͤrger werden wolle, ſo leiſtet er Verzicht: 1) auf das Fuͤrſtenthum Meppen und alle uͤbrige Beſi⸗ tzungen, die er als Schadloshaltung in Deutſchland zu erhal⸗ ten gehabt haben moͤchte; 2) lauf ſein Sitz⸗ und Stimmrecht im(deutſchen) Fuͤr⸗ ſtenrathe, ſo wie auf alle uͤbrige politiſche Rechte, welche ihm als deutſchem Reichsſtande zuſtehen; 3) auf alle Lehnsgerechtſamen, Ritterorden, Auszeichnun⸗ gen und Titel, welche mit der Conſtitution der Republik un⸗ vertraͤglich ſind. 2. Das Fuͤrſtenthum Meppen, und alles, was benann⸗ ter Ludwig Engelbert als Schadloshaltung auf dem lin⸗ ken Rheinufer haͤtte erhalten koͤnnen, nebſt ſeinem Sitz- und Stimmrechte im Fuͤrſtenrathe werden von ihm an ſeinen älteſten Sohn Prosper Ludwig von Aremberg abge⸗ treten. z. Wenn Ludwig Prosper von Aremberg die ihm von ſeinem Vater geſchehene Abtretung annimmt, und alſo dadurch auf die rechtliche Eigenſchaft eines Franzoſen Ver— zicht leiſtet: ſo ſoll er gleichermaaßen, ſowohl fuͤr ſich, als fur ſeine mittelbaren oder unmittelbaren Erben fuͤr ewige Zei⸗ ten, auf alle Guͤter Verzicht leiſten, auf welche die Familie von Aremberg gegenwaͤrtig oder zukuͤnftig in Frankreich An⸗ 108 XII. Arrété sur la qualité de citoyen frangais. en France, ensemble à toutes successions qui y seraient ſ échues ou pourraient y écheoir, ne pouvant désormais ledit Louis Prosper, ses enfans ou béritiers, recueillir a quelque titre que ce soit, ni posséder aucuns biens. sur le territoire de la république. 4. Les autres enfans de Louis Engelbert d'Arenberg seront citoyens frangais, et jouiront des droits politi- ques et civils attachés à ce titre. 5. Tout sequestre existant sur les biens de Louis- Engelbert d'Arenberg sera levé; il prendra ces biens dans l'état od ils se trouveront, sans restitution de fruits, et sans indemnité pour ceux qui auraient pu 6tre aliénés. Les bois dans la possession desquels il est réinté- gré, demeureront soumis, pour leur administration et exploitation, aux lois et règlemens de la république, et ils seront sous la surveillance de l'administration fo- restiere. 6. Louis- Engelbert d'Arenberg et ses enfans dé- clareront, au bas d'une expédition du présent arrété, qui sera déposs aux archives nationales, qu'ils accep- tent les conditions qui y seront contenues, et qu'ils se soumettent à l'exécuter suivant sa forme et teneur. 7. Le présent arrété, ensemble les déclaration et soumission ci-dessus mentionnées, seront insérés au bulletin des lois. 8. Le grand-juge, ministre de la justice, et le ministre des finances, sont chargés, chacun en ce qui le concerne, de l'exécution du présent arrété. Le premier Consul, signé BONAPARTE. Par le premier Gonsul, le secrétaire d'Etat, signé HvSuEs B. Mannr. Le grand-juge, ministre de la justice, signé RnR6Nsn. XII. Beſchluſſe Ernſts v. Aremberg franz. Buͤrgerr. betr. 109 ſpruch machen koͤnnte, zugleich auch auf alle Erbſchaften, welche ihm daſelbſt zugefallen ſeyn, oder noch zufallen moͤch⸗ ten, indem weder gedachter Ludwig Prosper, noch ſeine Kinder und Erben, hinfuͤhro unter irgend einem Rechtsgrunde ein im Gebiete der Republik gelegenes Gut ſollen ererben oder beſitzen koͤnnen. 4. Die uͤbrigen Kinder Ludwig Engelberts von Arem⸗ berg ſollen franzoͤſiſche Buͤrger ſeyn, und die mit dieſem Titel verbundenen politiſchen und buͤrgerlichen Rechte genießen. 5. Jeder auf Ludwig Engelberts von Aremberg Vermoͤgen gelegter Beſchlag ſoll aufgehoben werden. Er hat jedoch ſeine Guͤter in dem Zuſtande, worin ſie ſich befinden, zu uͤbernehmen, ohne Erſtattung der Nutzungen, und ohne Entſchädigung fuͤr die etwa veräußerten. Die Waldungen, in deren Beſitz er eingeſetzt wird, ſollen, was die Verwaltung und Bewirthſchaſtung anlangt, den Ge⸗ ſetzen der Republik unterworfen ſeyn, und unter der Aufſicht der Forſtadminiſtration ſtehen. 6. Von gegenwaͤrtigem Beſchluſſe ſoll ein Exemplar im Nationalarchive niedergelegt werden, unter welchem Ludwig Engelbert von Aremberg und deſſen Kinder erklären ſollen, daß ſie die darin enthaltenen Bedingungen genehmigen, und daß ſie ſolche ihrem ganzen Inhalte nach zu erfuͤllen ver⸗ ſprechen⸗ 7. Gegenwaͤrtiger Beſchluß, nebſt oberwaͤhnten Erklä⸗ rungen und Angeloͤbniſſen ſind in das Bulletin der Geſetze einzuruͤcken. 8s. Dem Reichsoberrichter und Juſtizminiſter und dem Fi⸗ nanzminiſter wird hiermit aufgetragen, daß jeder, ſoweit es ſeine Behoͤrde betrifft, gegenwärtigen Beſchluß zur Vollziehung bringe. (Unterſchrift) Der erſte Conſul, BONAPARTE. Von des erſten Coſuls wegen Der Staatsſecretair (unterſchrift) HuGURS B. MARET. Der Reichsoberrichter und Juſtizminiſter RLGNrzs. ——— 110 XII. Arrété sur la qualité de citoyen frangais. Je soussigné Louis- Engelbert d'Arenberg déclare, tant pour moi qu'au besoin pour mes enfans mineurs, Paul, Pierre et Philippe, en conformité de T'article 7 de Parrété qui préchde, que j'accepte les conditions qui sont contenues audit arrété, et que je me soumets à l'exécuter selon sa forme et teneur. Fait à Bruxelles, en présence du préfet, le 11 fri⸗ maire an I2. Signé Lours P'AnRNnzno. Je soussigns Louis de Ligne, domicilié à Bruxelles, tuteur ad hoc de Paul, Pierre et Philippe d'Arenberg) eufans mineurs, établi par délibération du conseil de famille du 7 de ce mois, et autorisé par autre délibé⸗ ration du conseil de famille, en date du 8 du méme mois, homologuées l'une et k'autre par le tribunal de première instance de Bruxelles le 10, déclare en madite qualité, et au nom desdits mineurs, que j'accepte, en conformité de l'arrété du Gouvernement du 6 brumaire an 12, qui précede, les conditions qui sont contenues audit arrété, et que je me soumets à l'exécuter selon sa forme et teneur. Fait à Bruxelles, en présence du prpfet, le 11 frimaire an I2. Signé Fours pR Li6RR. Je soussigné Fraugois de Lauuoy, domicilie à Bru⸗ Relles, tuteur ad hoc de Louis- Prosper, duc d'Aren- „„ berg, prince d'Empire, àgé de dix-huit ans sept mois, conséquemment mineur en France, 6tabli par délibéra- tion du conseil de famille du„ de ce mois, et autorise . 1 par autre delibération du conscil de famille, en date du du méme mois, homologuées le Io, l'une et * 85 7 l''autre, par le tribunal de premibre instance de Bruxel- XII. Beſchluͤſſe Ernſts v. Aremberg franz. Buͤrgerr. betr. 111 Ich Endesunterſchriebener Ludwig Engelbert von Aremberg erklaͤre hiermit, ſowohl fuͤr mich, als, ſo weit es erfoderlich iſt, fuͤr meine minderjaͤhrigen Kinder, Paul, Peter und Philipp, dem 7. Artikel des vorſtehenden Be⸗ ſchluſſes gemaͤß, daß ich die im erwaͤhnten Beſchluſſe enthalte⸗ nen Bedingungen eingehe, und mich anheiſchig mache, ſie ihrem ganzen Inhalte nach zu erfuͤllen. So geſchehen zu Bruͤſſel, in Beyſeyn des Praͤfects, den 10. Frimaire d. J. 12. (Unterſchriſt) Ludwig von Aremberg. die minderjahrigen Paul, Peter und Philipp von Aremberg, durch einen Beſchluß des Familienraths vom 7. dieſes Monats beſtellter Specialvormund, erklaͤre hiermit, in Gemaͤßheit eines den S. deſſelben Monats gefaßten Beſchluſſes des Familienraths, welcher, gleich jenem, vom Tribunal erſter Inſtanz zu Bruͤſſel den Toten gerichtlich beſtätigt worden iſt, in beſagter meiner Eigenſchaft, und im Namen der benannten Minderjaͤhrigen, daß ich, dem vorſtehenden Regierungsbe⸗ ſchluſſe vom 6. Brumaire d. J. 12. gemaͤß, die in demſelben enthaltenen Bedingungen eingehe und mich anheiſchig mache, ihm ſeinem ganzen Inhalte nach nachzukommen. So geſche— hen zu Bruͤſſel, in Beyſeyn des Praͤfects, den I1. Frimaire 12. Ich, der Unterzeichnete, Lonis de Ligne, als hierzu, fuͤr (Unterſchrift) LouIs DE LIdNE. Ich Unterzeichneter, Franz von Lannoy, wohnhaft in Bruͤſſel, als Ludwig Prospers, Herzogs von Aremberg, des roͤmiſchen Reichs Fuͤrſten, welcher achtzehn Jahre alt, folglich in Frankreich minderjaͤhrig iſt, durch einen Beſchluß des Familienrathes vom 7. dieſes Monats beſtellter Specialvormund, erklaͤre hiermit, in Gemaͤßheit des Beſchluß— ſes des Familienraths vom g. dieſes Monats, welcher, ſo wie jener, vom Gerichte erſter Inſtanz zu Bruͤſſel beſtaͤtigt wor⸗ 112 KII. Arrété sur la qualite de citoyen frangais. les, declare, en madite qualité et au nom dudit mi- neur, que j'accepte la cession qui lui a été faite par son pere, de la principauté de Meppen et de Recklinghau- sen, et de tout ce qu'il a obtenu en Memagne à titre d'indemnité, et nommément de ses droits de présence et de suffrage au collége des princes, et de tous autres droits politiques qui pouvaient lui compéter comme membre de'Empire germanique; et que je renonce, en exécution de Particle 3 du susdit arrété, tant pour lui que pour ses enfans héritiers immédiats ou médiats, a perpétuité, à tous les biens présens et à venir aux- quels la famille d'Arenberg pourrait prétendre en Fran- ce, ensemble à toutés successions qui V seraient échues ou pourraient y échoir, ne pouvant désormais, ledit Prosper- Louis, ses enfans ou béritiers, recueillir, à quelque titre que ce soit, ni posséder aucuns biens sur le territoire de la république; et qu' en ma susdite qua- lité de tuteur, j'accepte genéralement les conditions contenues dans ledit arrété, me soumettant à l'exécuter suivant sa forme et teneur. Et moi, Prosper-Louis, duc d'Arenberg, qui ai obtenu mon congé d'äge en Empire, déclare en m'ad- joignaut pour autant que de besoin à mon tuteur, ad⸗- hérer au contenu de sa déclaration qui précede. Fait à Brunelles, en présence du préfet, le 11 frimaire an I2. Signé FnAngo1s pu Lavnor, et PnospRR-Louis, duc d'Arenberg. „ 8„— XII. Beſchluͤſſe Ernſts v. Aremberg franz. Buͤrgerr. betr. 113 den iſt, in gedachter meiner Eigenſchaft, und im Namen des benannten Minderjaͤhrigen, daß ich die ihm von ſeinem Va⸗ ter geſchehene Abtretung des Fuͤrſtenthums Meppen und Reck⸗ linghauſen, und alles deſſen, was er in Deutſchland als Ent— ſchaͤdigung erhalten hat, ſo wie namentlich ſeines Sitz-und Stimmrechts im deutſchen Fuͤrſtenrathe, und aller uͤbrigen politiſchen Rechte, welche ihm als deutſchem Reichsſtande zuſte⸗ hen, annehme, und, daß ich, in Gemäßheit des 3. Artikels des obgedachten Beſchluſſes, auf ewige Zeiten, ſowohl fuͤr ihn, als ſeine unmittelbaren oder mittelbaren Leibeserben, auf alle in Frankreich liegende Guͤter Verzicht leiſte, welche die Fami⸗ lie von Aremberg, gegenwaͤrtig oder in Zukunft, in Anſpruch nehmen duͤrfte, ſo wie auf alle Erbſchaften, welche ihm da⸗ ſelbſt zugefallen ſeyn, oder noch zufallen möchten, indem hin⸗ fuͤhro weder beſagter Prosper Ludwig von Aremberg, noch deſſen Kinder oder Erben, unter welchem Rechtsvor⸗ wande es ſey, irgend einige Guͤter auf dem Gebiete der Re⸗ publik ererben, oder beſitzen koͤnnen; und daß ich in meiner oberwähnten vormundſchaftlichen Eigenſchaft, alle in gedach⸗ tem Beſchluſſe enthaltenen Bedingungen überhaupt annehme, und auch ſolchen, ſeinem ganzen Inhalte nach, zu beobachten verſpreche. Und ich, Prosper Ludwig, Herzog von Aremberg, erklaͤre, nach vom Reiche erlangter Erlaubniß, daß ich, ſoweit erfoderlich iſt, meinem Vormunde beytrete und den Inhalt ſeiner obſtehenden Erklärung genehmige. So geſchehen zu Bruͤſſel, in Gegenwart des Praͤfects, den 11. Frimaire des 2. (Unterſchrift) FRANz DE EANNoIs und Prosper Ludwig, Herzog von Aremberg. Supplem. z. Geſetzb. Nap H ——— 114 XIII. Arrété sur les donations faites aux hospices. Vu par moi préfet du département de la Pyle, pour legalisation des signaturẽs apposés en ma présence, au bas des déclärations qui précèdent. Bruxelles, I11 frimaire an I2. Signé DourcRr-PonrEcouLAvr. Pour copie conforme: Le grand-juge, ministre de la justice, signé Rnentkn. MNote des Rédacteurs. Nous avons inséré l'arrété ci- dessus, et les pieces y relati- ves, afin d'offrir un modele des formalités qu'un 6tranger a à remplir, pour obtenir la qualité de citoyen franqais. XIII. Relatif au droit d'Enregistrement et à l'accepta- tion des Donations en faveur des Hospices. Boulogne, le 15 brumaire an 12.— 7 novemb. 1803. (Bulletin des Lois, nr. 327.— Dépöt des Lois, nr. 1912.) Art. I. Les donations entre-vifs et testamentaires en faveur des hospices, ne sont assujetties au droit d'enregistrement qu'a raison d'un franc fixe. 2. GCes donations n'auront leur pleine et entière exécution qu'après que leur acceptation aura été auto- risce par le Gouvernement. XIII. Befehl die Schenkungen an Armenhaͤuſer betr. 113 Viſirt von mir, dem Praͤfect des Dyle⸗Departements, um die Aechtheit der in meiner Gegenwart unter vorſtehende Erklarungen geſetzten Unterſchriften zu bezeugen. Bruͤſſel den 11. Frimaire im J. 72. (Unterſchrift) DoULoEr-PoNTEcoUI.ANT. Die Richtigkeit der Abſchrift beſcheinigt der Reichsoberrichter und Juſtizminiſter R E 6 N 1 E R. Anm. Ich habe dieſe Beſchluͤſſe, ungeachtet ſie keine allgemein geſetzliche Verordnung enthalten hier eingeruͤckt, weil ſie eine Probe des Verfahrens fuͤr dergleichen Faͤlle ent⸗ halten. E. XIII. wegen der von Schenkungen an Armenhaͤuſer zu ent— richtenden Einregiſtrirungsobgabe und der Acceptation ſolcher Schenkungen. Boulogne, den 15. Brumaire, d. J. 12. 7. Nov. 1803. (Bulletin des Lois nr. 527.— Dépöt des Lois nr. 1912.) Art. 1. Die Schenkungen unter Lebenden und die teſta— mentariſchen Verfuͤgungen zu Gunſten der Armenhaͤuſer ſind nur bis zu einer feſtgeſetzten Summe der Einregiſtrirungsab⸗ gabe unterworfen. 2. Dieſe Schenkungen ſollen nicht eher zur vollen und gaͤnzlichen Vollziehung gebracht werden, als bis die Annahme derſelben von der Regierung genehmigt worden iſt. ₰ 2 — 116 XIV. Instr. actes de l'état civil des nulitaires. (Cet article est conforme d Particle 910 du code Napolcon.) z. Les ministres des finances et de l'intérieur sont chargés, chacun en ce qui les concerne, de l'exécution du présent arrété, qui sera inséré au bulletin des lois. XIV. INSTRUCTION DU MINISTRE DE LA GUERRE, Sur Lexécution des Dispositions du Code civil, applicables aux militaires de toute arme. Pu 24 brumaire an 12.— 16 nopembre 2h. ————————— Le code Napoléon, décrété et promulgué en l'an II, contenant diverses dispositions applicables aux mi- litaires, scit dans Tintérieur de la république, soit lors⸗ qu'ils se trouvent en corps d'armée, sur le territoire étranger; le ministre de la guerre a jugé convenable de leur faire connaitre, par la présente instruction, les formes qu'ils doivent suivre dans tous les cas, pour donner aux actes civils qu'ils auront à passer ou à ré⸗ diger, la régularité qui doit en assurer la validité. XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 117 (Dieſer Artikel ſtimmt mit dem 910. Art. des Napoleonſchen Geſetzbuchs uͤberein.*) z. Der Finanzminiſter und der Miniſter des Innern werden hiermit beauftragt, jeder ſo weit es ſeine Behoͤrde be⸗ trifft, fuͤr die Vollziehung des gegenwaͤrtigen Befehls zu ſor⸗ gen, welcher in das Bulletin der Geſetze eingeruͤckt werden ſoll. XIV. Inſtruetion des Kriegsminiſters üͤber die Vollziehung der auf die Militairperſonen al⸗ ler Art anwendbaren Verordnungen des Civilge⸗ ſetzbuches. Vom 24. Brumaire d. J. XII.— 16. November 1303. J Da das im 11. Jahre der Republik decretirte und pro⸗. mulgirte Geſetzbuch Napoleons verſchiedene auf Militairperſo— nen anwendbare Verordnungen enthaͤlt, ſie moͤgen ſich im In⸗ nern der Republik oder bey den Armeecorps im Auslande be⸗ finden: ſo hat der Kriegsminiſter fuͤr rathſam erachtet, dieſel— ben durch gegenwaͤrtige Inſtruction mit den Formen bekannt zu machen, die ſie in jedem Falle zu beobachten haben, um den von ihnen auszuſtellenden oder abzufaſſenden Civilſtands⸗ urkunden diejenige Regelmaͤßigkeit zu geben, welche deren Guͤl⸗ tigkeit zu ſichern vermoͤgend iſt. *) Ich kann nicht unbemerkt laſſen, daß Statt der im ange⸗ fuͤhrten Artikel des Civilgeſetzbuchs enthaltenen Worte: n'auront leur effet qu'autant„ſollen nur in ſo weit wirkſam ſeyn,“ hier die Worte ſtehen:„n'auront leur pleine et entidre exécution.“ E. 118 XIV. Instr. actes de l'état civil des militsires. Cette instruction sera, en conséquence, adressée au conseil d'administration de ohaque corps, qui la conservera en dépöt dans ses archives; aus inspecteurs aux revues, aux commissaires des guerres, et à Pétat- major de chaque armée, ou division destinée à passer sur le territoire étranger. Dispositions préliminaires. Les actes de T'état civil doivent énoncer l'année, le jour et Theure ou ils seront regus, les prenoms, noms, äge, professions et domicile de tous ceux qui y seront dénommes. Les noms en usage dans les différens calendriers et ceux des personnages connus de Nhistoire aucienne, peu- vent seuls étre requs comme prénoms sur les registres de l'état civil destinés à constater la naissance des enfans, et il est interdit aux officiers publics d'en ad- mettre aucun autre dans leurs actes. Toute Personne qui porte actuellement, comme prénom, soit le nom d'une fawitle existante, soit un nom quelconque qui ne se trouve pas compris dans la designation qui préckde, pourra en demander le chan- gement, en se conformant aux dispositions de ce méme article. Le changement aura lieu, d'après un jugement du tribunal d'arrondissement, qui prescrira la rectification de l'acte civil. Ce jugement sera rendu, d'après les conclusions du commissaire du Gouvernement, sur sim- ple requéte présentée par celui qui demandera le chan- d XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 119 Dem zu Folge wird gegenwärtige Inſtruction zugeſandt: dem Verwaltungsrathe eines jeden Corps, welcher ſie in ſei— nem Archive niederzulegen hat; den Muſterinſpectoren, den Kriegscommiſſarien und dem Generalſtabe jeder Armee oder Diviſion, welche beordert iſt, ins Ausland zu marſchiren. Vorlaͤufige Verfuͤgungen. Die Civilſtandsurkunden muͤſſen das Jahr, den Tag und die Stunde, wo ſie aufgeſetzt werden, Vornamen, Zunamen, Alter, Gewerbe und Wohnſitz aller darin benannten Perſo⸗ nen enthalten. Nur die in den verſchiedenen Calendern*) ſtehenden Na⸗ men, ſo wie Namen von Perſonen, die aus der alten Ge⸗ ſchichte bekannt ſind, duͤrfen in die zu Beglaubigung der Ge⸗ burten beſtimmten Civilſtandsregiſter aufgenommen werden, und es iſt den oͤffentlichen Beamten unterſagt, irgend einen andern in ihre Protocolle aufzunehmen. Jedermann, der jetzt als Vornamen entweder den Namen einer wirklich exiſtirenden Familie, oder irgend einen, beſage vorſtehender Bezeichnung nicht zulaͤßigen Namen fuͤhrt, kann um Erlaubniß anſuchen, nach Vorſchrift des vorſtehenden Ar⸗ tikels, einen andern anzunehmen. Dieſe Namensveraͤnderung ſoll nach einem vom Gerichts⸗ hofe des Bezirks zuvor ertheilten Beſcheide geſchehen, in wel⸗ chem darauf erkannt wird, daß die Civilſtandsliſte in dieſer! Hinſicht abgeaͤndert werden ſolle. Dieſer Beſcheid wird nach vorgaͤngiger Anhoͤrung des Regierungscommiſſars(kaiſerlichen Anwalds) auf eine bloße Bittſchrift ertheilt, welche der die Abaͤnderung Suchende, wenn er volhaͤhrig oder emancipirt iſt, *) Das iſt eine Wiederholung der oben unter Nr. V. ent⸗ haltenen Verordnung. E. 120 XIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. ement, s'il est majeur ou émancipé, et par ses père 8 3 et mère ou tuteur, s'il est mineur. Nora Ce dernier objet devenant du ressort des tri- hunaux, n'est évidemment praticable que pour les militaires dans lintérieur de la république. Les officiers de Pétat civil ne pourront rien insé- rer dans les actes qu'ils recevront, soit par note, soit par énonciation quelconque, que ce qui doit étre néces⸗ sairement déclaré par les comparans. Dans le cas ou les parties intéressées ne seront point obligées de comparaitre en personne, elles pour- ront se faire représenter par un fondé de procuration spéciale et authentique. Les témoins produits aux actes de Pétat civil ne Pourront étre que du sexe masculin, àgés de vingt- un ans au moins, parens ou autres, et ils seront choisis par les personnes intéressées. Tofficier de l'état civil donnera lecture des actes aus parties comparantes, ou à leurs fondés de procu- ration et aux témoins; il y sera fait mention de l'ao- complissement de cette formalité. Ces actes seront signés par officier de Teétat civil, par les comparans et les témoins; ou mention sera faite de la cause qui empéchera les comparans et les témoins de signer. Ces dispositions sont conformes aux différens articles du code civil. XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 127 ſelbſt einreicht, und welche fuͤr einen Minderjaͤhrigen von deſ⸗ ſen Aeltern oder Vormunde uͤbergeben wird. An merkung. Da dieſer letztere Gegenſtand vor die Ge⸗ richtshoͤfe gehoͤrt: ſo iſt er offenbar bloß auf Militairper— ſonen im Innern der Republik(des Reichs) anwendbar. Die Civilſtandsbeamten duͤrfen in die von ihnen aufzuneh⸗ menden Urkunden keine Anmerkung, noch ſonſt einen Zuſatz und uͤberhaupt nichts einruͤcken, als was nothwendig von den Comparenten erklaͤrt werden muß. In ſolchen Faͤllen, wo die Intereſſenten nicht verbunden ſind, perſoͤnlich zu erſcheinen, koͤnnen ſie ſich von einem mit beſonderer oͤffentlich beglaubigter Vollmacht verſehenen Special⸗ bevollmaͤchtigten vertreten laſſen. Die Zeugen, die man bey der Aufnahme der Civilſtands⸗ urkunde zu ſtellen hat, muͤſſen maͤnnlichen Geſchlechts, und wenigſtens fuͤnf und zwanzig Jahre alt, ſie koͤnnen Verwandte oder Fremde ſeyn, und muͤſſen von den dabey intereſſirten Perſonen erwaͤhlt werden. Der Civilſtandsbeamte muß den Comparenten oder ihren Bevollmaͤchtigten und Zeugen die Urkunde vorleſen laſſen; als in welcher auch der Erfuͤllung dieſer Formalität Erwähnung geſchehen muß. Dieſe Urkunden muͤſſen von dem Civilſtandsbeamten, den Comparenten und Zeugen unterſchrieben, widrigenfalls aber die Urſachen erwaͤhnt werden, welche die Comparenten oder Zeugen verhindert haben, zu unterzeichnen. Dieſe Verordnungen ſind aus einigen Artikeln des Civilgeſetzbuchs entlehnt. — 122 XIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. TITRE I. Des militaires dans l'intérieur de la république. Observations. ———— Sur le territoire frangais, les droits des militaires sont reglés par la loi commune; ainsi on se bornera a en rapporter le texte littéral, et l'on ne donnera que les développemens convenables, pour que ses dispositions soient par-tout exécutées d'une maniere uniforme. Le titre 2 de la présente instruction traitera des actes de l'état civil concernant les militaires hors du territoire de la république, et énoncera les différentes exceptions que la nature des circonstances a fait juger nécessaires. SECTION„. De la naissance des Enfans des militaires, sur le territoire de la vépnbliqus. Dé lais pour les Déclarations. (Code civil.) Art. S5. Les déclarations de naissance seront faites, dans les trois jours de l'accouchement, a Tofficier de l'état civil du lieu; l'enfant lui sera pré- senté. XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 123 Erſter Titel. Ven Militairperſonen im Innern von Frankreich. Auf franzoͤſiſchem Gebiete ſind die Rechte der Mili⸗ tairperſonen durch das gemeine Recht beſtimmt; man wird es daher dabey bewenden laſſen, den buchſtäblichen Text des Civilgeſetzbuches anzufuͤhren und, damit ſolches uͤberall gleichmäßig vollzogen werde, nur die erfoderlichen Erlaͤuterungen hinzuzufuͤgen. Im 7. Titel gegenwärtiger Inſtruction wird von den Civilſtandsurkunden die Rede ſeyn, welche die außer dem Gebiete der Republik befindlichen Militairperſonen betreffen, und es werden dort die mancherley Ausnahmen angegeben werden, die man nach Beſchaffenheit der Ver⸗ hältniſſe fuͤr erfoderlich erachtet hat. Erſter Abſchnitt. Von der Geburt der Kinder von Militairperſonen auf dem Ge⸗ biete der Republik. (Buͤrgerl. Geſetzb.) Art. 55. Jede Geburt muß in den erſten drey Tagen nach der Entbindung dem Civilſtandsbeam⸗ ten des Orts angezeigt, auch ihm das Kind ſelbſt vorgezeigt werden. 124 XIV. Instr. actes de Pétat civil des militaires. Maniere de constater la naissance de TEnfant. Art. 56. La naissance de l'enfant sera déclarée par le pere, ou à défaut du pere, par les docteurs en médecine ou en chirurgie, sages-femmes, officiers de santé, ou autres personnes qui auront assisté à T'accou- chement; et lorsque la mère sera accouchée hors de son domicile, par la personne chez laquelle elle sera accouchée. Lacte de naissance sera rédigé de suite, en pré- sence de deux témoins. —————— O hb s e von Il est a observer que si la mère est marice, nul autre que son mari ne peut étre déclaré père de l'en- fant; et que si elle n'est pas marice, la déclaration de paternité ne doit étre regue que du pere méms; et S'il était marié à une autre femme, sa déclaration ne serait pas admissible; nul ne pouvant se recon- naitre publiquement adultere. Formalités à observer dans la Rédaction d'uu acte de naissance. (Code civil.) Art. 57. Lacte de naissance énon- cera le jour, lheure et le lien de la naissance, le sexe de l'enfant et les prénoms qui lui seront donnés; les prénoms, noms, àges, profession et domicile du pere et de la mere, et ceux des témoins. XIV. Inſir. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 125 Art und Weiſe, die Geburt des Kindes zu beglaubigen. Art. 56. Die Geburt des Kindes muß von dem Vater, oder, in Ermangelung des Vaters, von einem Doctor der Medirin oder Chirurgie, von der Hebamme, dem Geſund⸗ heitsbeamten, oder andern Perſonen, die bey der Geburt zu⸗ gegen geweſen ſind, und, wenn die Mutter außer ihrem Wohnorte niedergekommen iſt, von der Perſon, bey welcher ſie geboren hat, angezeigt werden. Der Geburtsſchein iſt ſogleich in Gegenwart zweyer Zeu⸗ gen aufzuſetzen. Man bemerke, daß, wenn die Mutter verheirathet iſt, kein Anderer, als ihr Mann zum Vater des Kindes an⸗ gegeben werden darf, und daß, wenn ſie unverheirathet iſt, nur allein der Vater ſelbſt ſich zu dem Kinde bekennen kann; daß aber deſſen Erklaͤrung unzulaͤßlich ſeyn wuͤrde, wenn er an eine andere Frau verheirathet waͤre, indem ſich niemand oͤffentlich fuͤr einen Ehebrecher ausgeben darf. Formalitaͤten, welche bey Abfaſſung eines Geburtsſcheins zu beobachten ſind. (Civilgeſetzb.) Art. 57. Der Geburtsſchein muß den Tag, die Stunde und den Ort der Geburt; das Geſchlecht des Kindes und die ihm beygelegten Vornamen; den Ge⸗ ſchlechtsnamen, das Gewerbe und den Wohnort der Aeltern, ſo wie der Zeugen, enthalten. „ 126 XIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. B4h ObSorvations. — Les conseils d'administration veihleront à ce que les dispositions des précòdens articles soient toujours ponctuellement exécutées. Il importe qu'ils aient connaissance de quelques articles du titre du code Napoléon, sur la paternitè et la filiation; non pour en poreille matiere, mais pour indiquer à eurs subordonnés la marche qu'ils doivent suivre pour obtenir des tribunaux la justice qu'ils peuvent étre en droit de réclamer. 3 . Fo Cas dans lesquels le pere peut désavouer un enfant. (Code civil.) Art. 312. Lenfant congu pendant le mariage a pour pere le mari; néanmoins celui- ci 6 pourra désavouer l'enfant, s'il prouve que, pendant le temps qui a couru depuis le trois- centieme jusqu'au d cent- quatre vingtième jour avant la naissance de cet enfant, il était, soit pour cause d'cloitnement, soit par effet de quelque accident, dans Fimpossibilité physique de cohabiter avec sa femme. 5 h ——————— 1 Motifs non recevables. Art. 313. Le mari ne pourra, en alléguant son impuissance naturelle, désavouer l'enfant; il ne pourra le dcsavouer méme pour cause d'adultère, à moins que ——— .. 1 7 la naissance ne lui ait été cachée; auquel cas il sera t t t P XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 127 B em e r nn gen. Die Verwaltungscollegien bey den Armeen haben daruͤber zu wachen, daß die in vorſtehenden Artikeln ent⸗ haltenen Verordnungen immer puͤnktlich vollzogen werden. Es iſt hoͤchſt wichtig, daß ſie ſich mit einigen Artikeln des Titels uͤber die Vaterſchaft und Kindſchaft im Geſetzbuche Napoleons genau bekannt machen; nicht etwa, um über dergteichen Materien zu entſcheiden, ſon— dern um ihre Untergebenen zu belehren, welchen Weg ſie einzuſchlagen haben, um bey den Gerichtsſtuͤhlen zu den ihnen zuſtehenden Rechten zu gelangen. Faͤlle, in welchen der Vater ſich der Anerkennung des Kindes weigern kann. (Civilgeſetzb.) Art. 312. Ein Kind, das waͤhrend der Ehe empfangen worden iſt, hat den Ehemann zum Vater. Dieſem bleibt jedoch unbenommen, die Anerkennung des Kin⸗ des zu verweigern, wenn er beweiſt, es ſey ihm in der gan⸗ zen Zwiſchenzeit vom dreyhundertſten bis zum dreyhundert und achtzigſten Tage vor der Geburt des Kindes, entweder wegen Entfernung(der Ehegatten von einander), oder, wegen eines andern Unfalles, phyſiſch unmoͤglich geweſen, ſeiner Gattin ehelich beyzuwohnen. Unzulaäßliche Beweggrände. Art. 313. Der Ehegatte iſt nicht berechtigt, mit Bezie⸗ hung auf ſein natuͤrliches Unvermoͤgen, die Anerkennung des Kindes zu verweigern; ſelbſt aus dem Grunde eines von ſei⸗ ner Gattin begangenen Ehebruchs darf er es nicht verleugnen, ausgenommen wenn ihm die Geburt verheimlicht worden iſt, 128 RIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. admis à proposer tous les faits propres à justifier qu'il n'en est pas le peère. Art. 314. Lenfant né avant le cent quatrer ving- tieme jour de mariage, ne pourra ötre désavoué par le mari dans les cas suivans: 3 10. S'il a eu connaissance de la grossesse avant le mariage; 20. Seil a assisté à Pacte de naissance, et si cet acte est signé de lui, ou contient sa déclaration qu'il ne sait signer; 30. Si l'enfant n'est pas déclaré viable. Morifs adimissibles. Art. 315. La légitimité de l'enfant nè trois cents jours après la dissolution du mariage, pourra étre con- F 86 F testée. Delais acrordés aus réclamans. Art. 316. Dans les divers cas ou le mari est auto⸗ risc à réclamer, il devra le faire dans le mois, s'il se trouve sur les lieus de la naissance de l'enfant; dans les deux mois après son retour, si à la méme époque il est absent; dans les deus mois après la découverte de la fraude, si on lui avait caché la naissance de l'enfant. a XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſt auf Militairp. betr. 129 in welchem Falle ihm verſtattet ſeyn ſoll, alle die Thatſachen anzufuͤhren, die zu bewaͤhren vermoͤgend ſind, daß er der Va— ter des Kindes nicht ſey. Art. 314. Die Anerkennung eines Kindes, das vor dem hundert und achtzigſten Tage nach Schließung der Ehe gebo⸗ ren iſt, ſoll in folgenden Fällen nicht von dem Ehemanne ver⸗ weigert werden duͤrfen: 1) wenn ihm die Schwangerſchaft vor Schließung der Ehe bekannt war; 2) wenn er der Abfaſſung des Geburts⸗ ſcheines beygewohnt hat, und dieſer Schein von ihm unter⸗ zeichnet worden iſt, oder ſeine Erklaͤrung enthält, daß er des Schreibens unerfahren ſey; 3) wenn das Kind nicht fuͤr lebensbeſtändig erklaͤrt worden iſt. Zuläßliche Beweggruͤnde. Art. 315. Wenn ein Kind dreyhundert Tage nach Auf⸗ löſung der Ehe geboren iſt: ſo kann ſeine rechtmaͤßige Geburt angefochten werden. Die dem Widerſprechenden vergoͤnnten Friſten. Art. 316. In allen den verſchiedenen Faͤllen, in welchen dem Ehemanne ein Widerſpruch verſtattet iſt, hat er denſelben anzubringen: wenn er ſich an dem Orte befindet, wo das Kind geboren wurde, in Monatsfriſt; wenn er zur Zeit der Geburt abweſend war, binnen zwey Monaten nach ſeiner Zuruͤckkunft; wenn man ihm die Geburt)des Kindes verheimlichet hatte, binnen zwey Monaten nach Entdeckung des Betrugs. Supplem. z. Geſetzb. Nap. 130 XV, Instr. actes de Petat civil des militaires. En cäs de mort du mari, délai accordé a ses héritiers, pour contester la légitimits de l'enfant. Art 317. Si le mari est mort avant d'avoir fait s reclamation, mais étant encore dans le delai utile pour la faire, les héritiers auront deux mois pour contester la legitimité de l'enfant, à compter de Pépoque ou cet enfant se serait mis en possession des biens du mari, ou de l'époque ou les héritiers seraient troublés par l'enfant dans cette possession. ———————— Terme de rigueur, pour porter la cause devant les Tribunaux. Art. 318. Tout acte extrajudiciaire, contenant le désaveu de la part du mari ou de ses héritiers, sera comme non avenu, s'il n'est suivi, dans le délai d'un mois, d'une action en justice dirigée contre un tuteur ad hoc donné à Tenfant, et en présence de sa mère. SECTION II. Du maringe des militaires sur le territoire frangais. O bser Va i on5 Larticle 74 du code Napoléon fie à six mois le temps de domicile necedsaire pour faire dans une commune, la publication légale d'un projet de ma- riage; mais comme un militaire, obligé de suivre ses drapeaux, Peut 5e trouver pendant long-temps dans zu N P ur R B 5 die Guͤter des Ehemannes in Beſitz genommen, oder die Er⸗ XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 131 Friſt, welche auf den Todesfall des Ehemanns deſſen Erben vergonnt iſt, um die Rechtmäßigkeit des Kindes anzufechten. Art. 317. Iſt der Ehemann geſtorben, ehe er ſeinen Widerſpruch angebracht hat, jedoch ehe die ihm hierzu verſtat⸗ tete Friſt verſtrichen war: ſo haben die Erben eine Friſt von zwey Monaten, um die eheliche Geburt des Kindes anzufech⸗ ten, und zwar von dem Zeitpunkte an gerechnet, da das Kind ben in dieſem Beſitze geſtoͤrt hat. Aeußerſter Termin, um die Sache vor Gericht anzubringen. Art. 313. Jede außergerichtliche Erklärung, die eine Ableugnung der rechtmaͤßigen Geburt des Kindes von Seiten des Ehemannes, oder ſeiner Erben, enthält, iſt als ungeſche⸗ hen zu betrachten, wenn nicht in Monatsfriſt eine gerichtliche Klage darauf erfolgt, die wider einen dem Kinde dazu beſtell⸗ ten Specialvormund in Gegenwart der Mutter erhoben wird. Zweyter Abſchnitt. Von den Perheirathungen der Militairperſonen auf franzoͤ⸗ ſiſchem Gebiete. e i e en Im 74. Artikel des Napoleonſchen Geſetzbuchs iſt die Zeit, waͤhrend welcher man in einer Gemeinde gewohnt haben muß, um daſelbſt die geſetzliche Erklaͤrung eines Ehevorhabens zu thun, ſechs Monate. Da aber ein Sol⸗ dat, der ſeiner Fahne zu ſolgen verbunden iſt, ſich lange O ₰ 2 132 XIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. la nécessité de ne pas résider six mois de suite dans le méme lieu, il suffira qu'il justifie qu'il est au corps depuis plus de six mois; et l'officier public en fera mention, ainsi que du temps depuis lequel le corps est en garnison dans la commune: s'il s'agit d'un officier sans troupe, il suffira qu'il justifie de la date de l'ordre qui l'a appelé pour le service dans la com- mune oz il est. Dans tous les cas, la publication devra aussi étre faite dans la commune ou était la derniere résidence, ainsi que dans celle ou est le domicile des parens, ous l'autorisation desquels on se marie. Delai et mode des publications. (Code civil.) Art. 63. Avant la célébration du ma- riage, lofficier de Pétat civil fera deux publications, à huit jours deintervalle, un jour de dimanche, devant la porte de la maison commune. Ces publications, et l'acte qui en sera dressé, énonceront les prénoms, noms, profession et domicile des futurs 6poux, leurs qualités de majeurs ou de mineurs, et les prénoms, noms, pro- fessions et domiciles de leurs peère et mere. Cet aocte enoncera, en outre, les jours, lieux et heures ou les puhlications auront été faites. Durse desaffiches. Art. 64. et restera affiché à la porte de la maison commune, Un extrait de T'acte de publication sera pendant les huit jours d'intervalle de P'une à l'autre XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 133 Zeit in der Nothwendigkeit befinden kann, nicht ſechs Mo⸗ nate hinter einander an demſelben Orte zu wohnen, ſo ſoll es hinreichend ſeyn, wenn er darthut, daß er ſich uͤber ſechs Monate bey dem Corps befinde; und der oͤffentliche Beamte ſoll dieſes Beweiſes, ſo wie der Zeit, ſeit welcher das Corps in der Gemeinde im Quartier liegt, Erwaͤh⸗ nung thun. Iſt von einem Officier ohne Mannſchaft die Rede, ſo ſoll es hinlaͤnglich ſeyn, wenn er das Datum des Befehls beybringt, durch welchen er, des Dienſtes . in die Gemeinde, wo er ſich befindet, beor⸗ dert iſt. In allen Faͤllen ſoll die Bekanntmachung auch in der Gemeinde vor ſich gehen, wo der letzte Aufenthalt(des Bräutigams) war, ſo wie in derjenigen, wo die Aeltern, mit deren Einwilligung die Ehe geſchloſſen wird, wohn⸗ haft ſind. 3 Friſt und Form der Aufgebote. (Civilgeſetzbuch.) Art. 63. Vor Schließung der Ehe ſoll der Civilſtandsbeamte innerhalb acht Tagen zweymal, und zwar zwey Sonntage hinter einander, die Verlobten vor der Thuͤr des Gemeindehauſes aufbieten. In dieſen Aufgeboten, ſo wie in dem hieruͤber auſzunehmenden Protocolle, muͤſſen ausgedruͤckt ſeyn: die Vornamen, die Geſchlechtsnamen, das Gewerbe und der Wohnort jedes der kuͤnftigen Ehegatten, ob ſie volljaͤhrig oder minderjaͤhrig ſeyen, endlich die Vornamen, Geſchlechtsnamen, das Gewerbe und die Wohnorte ihrer Ael⸗ tern. Ueberdieß muß dieſes Protocoll die Tage, Orte und Stunden enthalten, wo die Aufgebote geſchehen ſind. Wie lange die Anſchläge aushaͤngen muͤſſen. Art. 64. Waͤhrend der ganzen Zwiſchenzeit von acht Ta⸗ gen von einem Aufgebote bis zum andern muß ein Auszug der Aufgebotsurkunde an der Thuͤr des Gemeindehauſes an⸗ —— 134 XIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. publication. Le mariage ne pourra 6tre céléhré avant le troisieme jour, depuis et non compris celui de la seconde publication. Temps après lequel on doit recommencer les publications. Art. 68. Si le mariage n'a pas été celébré dans bannée, à compter de l'expiration du délai des publica- tions, il ne pourra plus étre célébré qu'après que de nouvelles publications auront été faites dans la forms ci- dessus prescrite. Actes d'opposition au mariage. Art. 66. Les actes d'opposition au mariage seront signés, sur l'original et sur la copie, par les opposans ou par leurs fondés de procurstion spéciale et authenti- que; ils seront signifiés, avec la copie de la procura- tion, à la personne ou au domicile des parties, et à hofficier de l'état civil, qui mettra son visa sur l'ori- ginal. Mention qui doit en étre faite au registre. Art. 67. Lofficier de l'état civil fera, sans delai, une mention sommaire des oppositions sur le registre des publications; il fera aussi mention en marge, de inscription desdites oppositions, des jugemens ou des XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 135 geheſtet bleiben. Vor dem dritten Tage nach dem zweyten Aufgebote, jedoch den Tag dieſes Aufgebots ungerechnet, darf die Ehe nicht geſchloſſen werden. Zeit, nach deren Verlauf die Aufgebote von Neuem geſche⸗ hen muͤſſen. Art. 65. Iſt die Che nicht binnen Jahresfriſt, nach Verlauf der fuͤr die Aufgebote beſtimmten Zeit, geſchloſſen worden, ſo kann ſie nunmehr nicht eher geſchloſſen werden, als bis die Aufgebote in der obbeſchriebenen Form nochmals wiederholt worden ſind. Einſpruͤche gegen die Ehe. Art. 66. Die uͤber die Eheeinſpruͤche aufgenommenen Protocolle muͤſſen von denen, welche den Einſpruch machten, oder deren mit oͤffentlich aufgenommener Specialvollmacht ver⸗ ſehenen Anwälden, ſowohl auf dem Original, als der Ab⸗ ſchrift, unterſchrieben werden. Sie werden, nebſt der Abſchrift der Vollmacht, den Partheyen in Perſon, oder an deren Wohnort inſinuirt, ſo wie auch dem Civilſtandsbeamten, der ſein Viſa auf das Original ſetzt. Wie davon im Aufgebotsregiſter Erwaͤhnung gethan werden ſolle. Art. 67. Der Civilſtandsbeamte hat ſofort den erfolgten Einſpruch in den Aufgebotsregiſtern kuͤrzlich zu bemerken. Am Rande der Bemerkung erwaͤhnt er auch der in der Sache erfolgten rechtlichen Entſcheidung, oder der Aufhebung des ———— —,—— 136 XIV. Instr. actes de l'etat civil des militaires. actes de main⸗levée, dont expedition lui aura 6te remise. Peines à encourir par l'officier de l'état civil, en cas d'infraction. Art. 68. En cas d'opposition, Pofficier de Pétat civil ne pourra célébrer le mariage avant qu'on lui en ait remis la main-levée, sous peine de trois cents francs d'amende, et de tous dommages-intéréts. Pieces à produire en cas de non opposition. Art. 69. S'il n'y a pas d'opposition, il en sera fait mention dans F'acte de mariage; et si les publications ont été faites dans plusieurs communes, les parties re- mettront un certificat délivré par N'officier de l'état civil de chaque commune, constatant qu'il n'existe point d'opposition. Moyen de suppléer au défaut d'acte de naissance. Art. 70. Lofficier de l'état civil se fera remettre Pacte de naissance de chacun des futurs époux. Celui des epoux qui serait dans l'impossibilité de se le pro⸗ curer, pourra le suppléer, en rapportant un acte de notoriété, delivré par le juge de pais du lien de sa naissance, ou par celui de son domicile. — te XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 137 Einſpruchs, wenn ihm dießfalls die noͤthigen Abſchriften zuge⸗ ſtellt worden ſind. Strafen, welche der Civilſtandsbeamte im uebertretungsfalle verwirkt. Art. 68. Iſt ein Einſpruch geſchehen, ſo kann der Civil⸗ ſtandsbeamte die Ehe nicht eher fuͤr geſchloſſen erklären, bis ihm die Aufhebung des Einſpruchs zugeſtellt worden iſt, und zwar bey Vermeidung einer Geldbuße von 300 Franken und des vollen Schadenerſatzes. Was fuͤr Papiere auf den Fall producirt werden muͤſſen, wenn kein Einſpruch geſchehen iſt. Art. 69. Iſt kein Einſpruch erfolgt, ſo ſoll auch hievon im Heirathsſcheine Erwaͤhnung geſchehen. Sind die Aufge⸗ bote in mehrern Gemeinden erfolgt, ſo muͤſſen die Partheyen von dem Civilſtandsbeamten einer jeden dieſer Gemeinden ein Zeugniß beybringen, daß kein Einſpruch geſchehen ſey. N Wie der Mangel eines Geburtsſcheines zu erſetzen ſey. Art. 70. Der Civilſtandsbeamte muß ſich die Geburts— ſcheine beyder kuͤnſtigen Ehegatten vorzeigen laſſen. Sollte einer derſelben außer Stande ſeyn, ihn herbey zu ſchafſen, ſo kann er ſolchen durch einen vom Friedensrichter ſeines Geburts⸗ oder Wohnorts ausgeſtellten Notorietätsſchein erſetzen. 138 XIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. Marure de l'acte demands. Art. 71. Tacte de notoriété contiendra la déclara- tion par sept témoins de l'un ou de l'autre sexe, parens ou non parens, des prénoms, nom, profession et do- micile du futur époux, et de ceux de ses pere et mère, S'ils sont connus; le lieu, et autant que possible, Pépoque de sa naissance, et les causes qui empéchent d'en rapporter'acte. Les témoins signeront l'acte de notoriété avec le juge de paix; et s'il en est qui ne puissent ou ne sachent signer, il en sera fait mention. Confirmation ou rejer dudit acte par le tribunal de premiere instance. Art. 72. Lacte de notoriété sera présenté au tri- bunal de première instance du lieu ou doit'se célébrer le mariage. Le tribunal, après avoir entendu le com- missaire du Gouvernement, donnera ou refusera son homologation, selon qu'il trouvera suffisantes ou insuf⸗ Rsantes les déclarations des témoins, et les causes qui empéchent de rapporter l'acte de naissance. Consentement des pere et mere. Art. 73. Lacte authentique du consentement des pbre et mere ou ateuls et aieules, ou, a leur défaut, celui de la famille, contiendra les prénoms, noms, pro- KIV. Inſir. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 139 Beſchaffenheit der erfoderlichen urkunde. Art. 71. Der Notorietaͤtsſchein muß eine von ſieben 5 Zeugen, gleichviel ob ſie maͤnnlichen oder weiblichen Geſchlechts, Verwandte oder nicht Verwandte ſind, gethane Erklaͤrung uͤber die Vornamen, den Geſchlechtsnamen und das Gewerbe des kuͤnftigen Ehegatten und ſeiner Aeltern, wenn letztere bekannt ſind; dann den Ort, und ſo viel moͤglich, den Zeitpunkt ſeiner Geburt, und die Urſachen enthalten, welche die Beybringung eines Geburtsſcheines verhindern. Dieſe Zeugen muͤſſen, nebſt 5 dem Friedensrichter, den Notorietaͤtsſchein unterzeichnen, und, n. wenn jemand von ihnen nicht unterzeichnen kann, oder des Schreibens unerfahren iſt, ſo muß auch dieſes angemerkt werden. e, e, at Beſtaͤtigung oder Verwerfung gedachter Urkunde vor dem Ge⸗ richtshofe erſter Inſtanz. 5 Art. 72. Der Notorietaͤtsſchein muß dem Gerichte erſter 3 Inſtanz an dem Orte, wo die Heirath vor ſich gehen ſoll, n vorgelegt werden. Das Gericht giebt oder verſagt hierauf, . nach angehoͤrtem Vortrage des kaiſerlichen Anwalds, ſeine ü Beſtaͤtigung, je nachdem es die Ausſagen der Zeugen und die Gruͤnde, weshalb man den Geburtsſchein nicht beybrin⸗ gen kann, zureichend findet oder nicht. K Einwilligung der Aeltern. es Art. 73. Die oͤffentliche Urkunde uͤber die Einwilligung 6 der Aeltern oder Großaͤltern, oder, in deren Ermangelung, uͤber die Einwilligung der Familie muß die Vornamen, die — 140 XIV. Instr. actes de P'état civil des militaires. fessions et domiciles des futurs époux et de tous ceux 6 qui auront concouru à l'acte, ainsi que leur degré de „ H parenté. . Lieu ou le mariago doit stre oslébrs. Art. 74. Le mariage sera célébré dans la commune ou l'un des deux époux aura son domicile. Ce domi- 4 cile, quant au mariage, s'6tablira par six mois d'habita- tion continue dans la commune. Mode decslbration. Art. 78. Le jour deésigné par les parties, apres 365 P les délais de publications, l'officier de l'état civil, dans P la maison commune, en présence de quatre témoine, parens ou non parens, fera lecture aux parties des pieces ci-dessus mentionnées relatives à leur état et aux formalités du mariage, et du chapitre VI du titre du Mariage, contenant les droits et les devoirs retpectiß des spoun. Il recevra de chaque partie, l'une apres 1 l'autre, la décharation qu'elles veulent se prendre pour mari et femme; il prononcera, au nom de la loi, qu'el- les sont unies par le mariage, et il en dressera acte sur-le-champ. XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. bett. 141 Geſchlechtsnamen, das Gewerbe und den Wohnort der kuͤnf⸗ tigen Ehegatten und aller derjenigen, die bey der Einwilligung mitwirken, ſo wie den Grad ihrer Verwandtſchaft, ausdruͤcken. Ort, wo die Ehe zu ſchließen iſt. Art. 74. Die Ehe wird in der Gemeinde geſchloſſen, wo einer der Ehegatten ſeinen Wohnſitz hat. In Ruͤckſicht auf die Ehe iſt der Ort fuͤr den Wohnſitz zu halten, wo man ſich ſechs Monate hinter einander aufgehalten hat. Art, die Ehe zu ſchließen. Art. 75. An dem nach Verlauf der Aufgebotsfriſten von den Partheyen hiezu beſtimmten Tage ſoll der Civilſtands⸗ beamte ihnen auf dem Gemeindehauſe in Beyſeyn von vier Zeugen, wozu Verwandte und Nichtverwandte gewaͤhlt werden köͤnnen, die oben angefuͤhrten Urkunden, die ſich auf ihren Stand, und auf die Formalitaͤten der Heirath beziehen, ſo⸗ dann das ſechſte Kapitel des Titels von der Ehe, welches die wechſelſeitigen Rechte und Pflichten der Ehe⸗ gatten enthaͤlt, vorleſen. Er ſoll ſich von beyden Brautleu⸗ ten, von einem nach dem andern, die Erklaͤrung geben laſſen, von ihr, daß ſie ihn zum Ehemanne; von ihm, daß er ſie zur Ehefrau nehmen wolle. Sodann erklaͤrt er im Namen des Geſetzes, daß ſie durch das Band der Ehe vereinigt ſind, und ſetzt hieruͤber auf der Stelle ein Protocoll(Regiſtra⸗ tur) auf. 142 XIV. Instr. actes de Pétat civil des militaires. Forme de 17 acte. Art. 76. On énoncera dans l'acte de mariage, 10. Les prénoms, noms, professions, äges, lieux de naissance et domicile des époux; 20. S'ils sont majeurs ou mineurs; 30. Les prénoms, noms, professions et domiciles des père et mère; 40. Le consentement des pore et mère, aieuls et aieules, et celui de la famille, dans le cas oů ils sont requis; §o. Les actes respectueux, Sil en a 6té fait; 60. Les publications dans les divers domiciles; 70. Les oppositions, s'il y en a eu, leur main- levee, ou la mention qu'il n'y a point eu d'opposition; 80. La déclaration des contractans de se prendre pour epoux, et la prononciation de leur union par I'of. ficier public; 90. Les prénoms, noms, àges, professions, domi- ciles des témoins, et leur déclaration, s'ils sont parens ou alliés des parties, de quel cöté et à quel degré. Observations. Le sens des articles ci-dessus énoncés est assez clair, et les dispositions en sont assez détaillées, pour qu'il ne soit pas nécessaire d'indiquer les mesu- res relatives à leur exécution. die mi XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 143 Form der Heirathsurkunde. Art. 76. In der Heirathsurkunde muͤſſen ausgedruckt ſeyn: 1) die Vornamen, Geſchlechtsnamen, das Gewerbe, das Alter, die Geburtsorte und die Wohnorte der Ehegatten; 2) ob ſie volljaͤhrig oder minderjaͤhrig ſeyen; 3) die Vornamen, Geſchlechtsnamen, das Gewerbe und die Wohnorte der Aeltern; 4 die Einwilligung der Aeltern, Großaͤltern und der Fa⸗ milie, in den Faͤllen, wo ſie erfodert wird; 5) die Urkunde uͤber das erfolgte ehrerbietige Geſuch(um den Beyrath der Aeltern oder der Familie), wenn dergleichen erfolgt iſt; 6) die an den Wohnorten der Ehegatten erfolgten Auf⸗ gebote; 7) die Einſpruͤche, dafern deren gethan worden ſind, deren Aufhebung oder die Bemerkung, daß kein Einſpruch ge⸗ ſchehen ſey; 8) die Erklaͤrung der Contrahenten, daß ſie ſich einander zu Ehegatten nehmen, und der von dem oͤffentlichen Beamten erfolgte Ausſpruch, daß ſie fuͤr Ehegatten zu halten ſeyen; 9) die Vornamen, Geſchlechtsnamen, das Alter, das Gewerbe und die Wohnorte der Zeugen und deren Erklaͤrung, ob, von welcher Seite, und in welchem Grade ſie mit den Partheyen verwandt oder verſchwaͤgert ſeyen. Bemerkungen. Der Sinn der vorſtehenden Artikel und die darin enthaltenen Verordnungen ſind ſo deutlich aus einander eſetzt, daß es nicht noͤthig iſt, wegen der auf ihre Voll⸗ ſich beziehenden Maaßregeln etwas zu beſtimmen. — 144 XIV. Instr. actes de I'état civil des militaires. SECTION III. Du décks des militaires sur le territoire franquis. Formalités qui doivent précéder l'inhumation. (Code Napoléon.) Art. 77. Aucune inhumation ne sera faite saus une autorisation, sur papier libre et sans frais, de l'officier de l'état civil, qui ne pourra la déli- vrer qu'apres s'étre transporté auprès de la personne decedée, pour s'assurer du déces, et que vingtr quatre heures après le décks, hors les cas Prévus par les reglemens de police. Mode d'e xécution. ———— En conséquence de ces dispositions, aussitöt qu'un militaire sera décédé à la caserne ou dehors, quel que soit le genre de sa mort, la déclaration en sera faite de suite à lofficier de l'état civil du lieu, pour qu'il puisse opérer conformément à la l0i. ————— Comment et par qui la déclaration devra ötre faite. Art. 78. Lacte de décks sera dressé par Pofficier de l'état civil, sur la déclaration de deux témoins. Ces témoins seront, s'il est possible, les deun plus pro- ches parens ou voisins, ou, lorsqu'une personne se. à decedee hors de son domicile, la personne chez laquelle elle gera décédéé, et un parent ou autre. au alt del zu ql ſo — b XIV Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 145 Dritter Abſchnitt. Vom Ableben der Militairperſonen auf Franzoſiſchem Gebiete, Von der vor der Beerdigung zu beobachtenden Foͤrmlichkeit. (Napol. Geſetzb.) Art. 77. Keine Beerdigung darf ohne Erlaubniß des Civilſtandsbeamten geſchehen. Dieſe ertheilt er auf ungeſtempeltem Papiere und unentgeltlich; aber nicht eher, als bis er ſich zu dem Verſtorbenen verfügt hat, um ſich von deſſen wirklich erfolgtem Ableben zu verſichern, und vier und zwanzig Stunden nach dem Tode; jedoch mit Ausnahme der in den Policeyordnungen beſonders beſtimmten Fälle. Art der Polhiehung. Zu Folge dieſer Verordnung muß, ſobald eine Mili⸗ tairperſon in der Caſerne, oder außer derſelben mit Tode abgegangen iſt, die Todesart ſey, welche ſie wolle, ſogleich dem Civilſtandsbeamten des Orts Anzeige davon geſche⸗ hen, damit dieſer dem Geſetze gemaͤß das Noͤthige beob⸗ achten koͤnne. Wie und von wem die Anzeige geſchehen ſolle. Art. 7s. Der Todtenſchein wird von dem Civilſtandsbe⸗ amten, auf Anzeige zweyer Zeugen, gefertiget; dieſe Zeugen ſollen, wo moͤglich, die zwey nachſten Verwandten oder Nach⸗ barn ſeyn; oder, wenn jemand außer ſeinem Wohnorte ge⸗ ſtorben iſt, die Perſon, bey welcher er verſtorben iſt, und noch uͤberdem ein Verwandter oder ein Anderer. Supplem, z. Geſetzb. Nap. 146 XIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. Mo de d'ex6cution Lofficier, quel que soit son grade, qui comman- dera la compagnie dont un militaire décédé faisait partie, sera tenu d'en faire faire aussitöt la déolara- tion à Pofficier de l'état civil, et de veiller à ce que deux officiers ou sous-officiers, ou au moins un offi- cier ou sous officier et un soldat, se tiennent à por- tée de servir de témoins de l'acte à dresser par l'offi- cier de l'état civil. Forme de 1 acte Art. 79. Tacte du décks contiendra les prénoms, noms, àge, professions et domicile de la personne dé⸗ cedée, les prénoms et noms de l'autre époux, si la personne decéedée etait marice ou veuve; les prénoms, noms, àge, professions et domiciles des déclarans, et s'ils sont parens, leur degré de parentéè. Le méme acte contiendra de plus, autant qu'on pourra le savoir, les prénoms, noms, professions et domicile des pere et mère du décédé, et le lieu de sa naissance. — Deécks dans les höpitaux de l'intérieur. Art. 80. En cas de décks dans les höpitaus mili- taires, civils, ou autres maisons publiques, les supé- rieurs, directeurs, administrateurs et maitres de ces maisons, seront tenus d'en donner avis dans les vingt- quatre heures, à l'officier de Il'état civil, qui s'y träns- XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. r47 Sfahren d bey Derjenige Officier, von welchem Grade er ſey, wel— cher die Compagnie, zu der eine mit Tod abgegangene Militairperſon gehoͤrte, commandirt, iſt ſchuldig, dem Ci⸗ vilſtandsbeamten ſofort Anzeige davon zu thun, und da⸗ fuͤr zu ſorgen, daß zwey Officiers oder Unterofficiers, oder wenigſtens Ein Officier oder Unterofficier und ein Gemei⸗ ner, bey der Hand ſeyen, um bey der Aufnahme der von dem Civiiſtandsbeamten abzufaſſenden Urkunde als Zeugen zu dienen. Form des TDodtenſcheins. Art. 70. Der Todtenſchein muß die Vornamen, den Geſchlechtsnamen, das Alter, Gewerbe und den Wohnort des Verſtorbenen enthalten; ferner, wenn der Verſtorbene verhei— rathet, oder verwittwet war, die Vornamen und den Ge⸗ ſchlechtsnamen des andern Ehegatten, endlich, die Vornamen, Geſchlechtsnamen, das Alter, das Gewerbe und den Wohnort derjenigen, welche die Anzeige erſtattet haben, und ſind ſie Verwandte des Verſtorbenen, zugleich den Grad dieſer Ver⸗ wandtſchaft. Eben dieſe Urkunde muß ferner die Vornamen, Ge⸗ ſchlechtsnamen, das Gewerbe und den Wohnort der Aeltern des Verſtorbenen, nebſt ſeinem Geburtsorte, ſoweit nämlich von dieſem allen Nachricht zu erlangen iſt, enthalten. Sterbefälle von Militairperſonen in inlaͤndiſchen Hoſpitaͤlern. Art. 80. Die Sterbefaͤlle in den Militair-und buͤrger⸗ lichen Spitaͤlern, oder andern oͤffentlichen Haͤuſern ſind von den Vorgeſetzten, Directoren, Verwaltern und Vorſtehern innerhalb vier und zwanzig Stunden dem Civilſtandsbeamten anzuzeigen. Dieſer muß, um ſich von dem wierklich erfolgten d 0 NM— 148 XIV. Instr. actes de Iétat civil des militaires. portera, pour s'assurer du décks, et en dressera l'acte, conformément à T'article précédent, sur les déclarations qui lui auront eté faites, et sur les renseignemens qu'il aura pris. I sera tenu en outre, dans lesdits höpitaux et maisons, des registres destinés à inscrire ces déclara- tions et ces renseignemens. Pofficier de Pétat civil enverra l'acte de déces à celui du dernier domicile de la personne décédee, qui l'inscrira sur les registres. Mode d'e x6curtion. —————— A Tégard des höpitaux militaires, Particle 485 de arrété des consuls, en date du 24 thermidor an 8, porte:„Les directeurs des höpitaux remettront, tous „les mois, un extrait dudit registre au commissaire „des guerres, qui l'adressera au ministre de la guerre, „avec une double expedition de Pacte de mort.“ Le numéro que chaque militaire décédé avait sur le re- gistre- matricule de son corps sera soigneusement re- faté sur lesdits extraits, ainsi que le prescrit la dé- cisi o ndu ministre en date du II brumaire an 1I. Quant aux militaires décedés dans les autres höpi- taux et maisons, lofficier de l'état civil devra envoyer deur doubles de l'aete de décks au ministre de la guerre, par lintermédiaire du commissaire des guerres. Il aura soin d'y relater également le numéro du re- gistre-matricule qu'il aura trouvé sur le billet d'entrée ou sur les autres papiers du militaire. (Code Napoléon.) Art. 81. Lorsqu'il y aura des signes ou indices de mort violente, ou d'autres circons- tances qui donneront lieu de le soupgonner, on ne pourra 1 XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 149 Abſterben zu verſichern, ſich an Ort und Stelle verfuͤgen, und nach Vorſchrift des vorhergehenden Artikels uͤber die ihm ge⸗ machten Anzeigen und uͤber die von ihm eingezogenen Erkun⸗ digungen eine Regiſtratur aufnehmen. Ueberdieß ſind in der⸗ gleichen Spitaͤlern und Haͤuſern eigne Buͤcher(Regiſter) zu halten, in welche dieſe Erklaͤrungen und eingezogenen Nachrich⸗ ten eingetragen werden muͤſſen. Der Ctvilſtandsbeamte hat den Todtenſchein an den Ci⸗ vilſtandsbeamten des letzten Wohnorts des Verſtorbenen einzu⸗ ſenden, und dieſer ihn gleichfalls in ſeine Regiſter einzutragen. Was die Militairſpitaler anlangt, ſo iſt im 485. Ar⸗ tikel des Beſchluſſes der Conſuln, vom 24. Thermidor des 8. Jahres Folgendes verordnet:„Die Directoren „der Spitaäler ſollen, jeden Monat, einen Auszug aus ge⸗ „dachtem Regiſter dem Kriegscommiſſar zuſtellen, welcher „ihn mit einer doppelten Ausfertigung des Todtenſcheines „an den Kriegsminiſter zu uͤbermachen hat.“ Die Num⸗ mer, welche jede mit Tode abgegangene Militairperſon auf der Muſterrolle hatte, ſoll in gedachten Auszuͤgen genau angegeben ſeyn, wie ſolches der Befehl des Mini⸗ ſters vom II. Brumaire d. J. T. vorſchreibt. Anlangend die in andern Spitaͤlern und Haͤuſern ver⸗ ſchiedenen Militairperſonen, ſo ſoll der Civilſtandsbeamte zwey Duplicate des Todtenſcheins durch den Kriegscom⸗ miſſar an den Kriegsminiſter abſenden. Er ſoll nicht un⸗ terlaſſen, darin ebenfalls die Nummer der Muſterrolle anzugeben, welche er auf dem Eintrittsſcheine oder auf andern Papieren des Verſtorbenen findet. Gewaltſamer TDod. Geſetzb. Napol.. Art. gr. Aeußern ſich Zeichen oder Spuren eines gewaltſamen Todes, oder andere Umſtaͤnde, welche dießfalls einen Verdacht erwecken: ſo darf die Beerdi— — 150 XIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. faire hinhumation qu'après qu'un officier de police, as⸗ sisté d'un docteur en médecine ou chirurgie aura dressé procès- verbal de l'état du cadavre, et des circonstances y relatives, ainsi que des renseignemens qu'il aura pu recueillir sur les prénoms, noms, äge et professions, lieu de naissance et domicile de la personne décédée. — Envoi du proces-verbal à l'officier de Tétat civil. Art. 82. Lofficier de police sera tenu de trans- mettre de suite à'officier de Pétat civil du lieu ou la personne sera décédée, tous les renseignemens énoncés dans son procks-verbal, d'après lesquels Facte de decs sera rédigé. Lofficier de Pétat civil enverra une expédition à celui du domicile de la personne décédée, s'il est con- nu cette espédition sera inscrite sur les registres. ——————— Mode d'ex6cution. Un double de cet acte sera remis au corps, dont faisait partie le militaire décédé, s'il se trouve sur les lieux. Le conseil d'administration dudit corps en fera mention sur ses registres- matricules, ainsi que sur les états de mutation qu'il doit adresser chaque mois au ministre de la guerre. Si le corps avait changé de garnison, Pofficier de l'état civil enverrait directement cette expédition au ministre. La mort violente coinprend le duel et le suicide, et l'intention du Gouvernement est qu'il n'en soit fait aucune mention dans les actes de décés. S— nt XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 151 gung nicht eher geſchehen, als bis ein Policeybeamter unter dem Beyſtande eines Doctors der Medicin oder der Chirurgie uͤber den Zuſtand des Leichnams und uͤber die ſich darauf be⸗ ziehenden Umſtaͤnde und Verhaͤltniſſe, ſo wie uͤber Vornamen, Geſchlechtsnamen, Alter, Gewerbe, Geburts⸗und Wohnort des Verſtorbenen und die deshalb eingezogenen Nachrichten ein Protocoll aufgenommen hat. Abſendung des Protocolls an den Civilſtandsbeamten. Art. 32. Der Policeybeamte iſt gehalten, dem Civil⸗ ſtandsbeamten des Ortes, wo die Perſon verſtorben iſt, ſo⸗ gleich alle zum Protocolle genommene Nachrichten einzuſenden, und nach dieſen muß der Todtenſchein abgefaßt werden. Der Civitſtandsbeamte hat eine Abſchrift dieſes alſo ein⸗ gerichteten Todtenſcheines an den Civilſtandsbeamten des Wohnorts des Verſtorbenen, ſofern dieſer Wohnort bekannt iſt einzuſenden. Dieſe Ausfertigung wird in die Regiſter eingetragen. Wie das Geſetz zu vollziehen ſey. Von dieſem Protocolle wird ein Duplicat dem Corps, zu welchem der Verſtorbene gehoͤrte, zugeſtellt, wenn es ſich an dem Orte befindet, wo der Todesfall erfolgte. Der Verwaltungsrath des gedachten Corps muß auf ſeinen Muſterrollen, ſo wie in den Veraͤnderungsliſten, die er jeden Monat an den Kriegsminiſter einzuliefern hat, da⸗ von Erwaͤhnung thun. Waͤre das Corps in eine andere Garniſon verlegt wor⸗ den, ſo haͤtte der Civilſtandsbeamte dieſe Ausfertigung gerade an den Miniſter abzuſenden. Unter gewaltſamem Tode wird auch die Toͤdtung im Duell und durch Selbſtmord verſtanden; doch iſt die Ab⸗ ſicht der Regierung, daß davon in den Todtenſcheinen nichts erwaͤhnt werde. 152 XIV. Instr. actes de Petat civil des militaires. Le commissaire du Gouvernement près un tribu- nal militaire, qui aura requis Pexécution à mort en vertu d'un jugement, sera tenu d'envoyer, dans les vingt quatre heures de Pexécution, le prochs- vérbal qu'il en aura dressé, au quartier-maitre du corps auquel appartenait le condamné, et le quartier-maitre le relatera tant sur les registres-matricules que sur les états de mutations, sans faire mention du genre de mort. Ce commissaire enverra aussi, dans les vingt- qua- tre heures de l'exécution des jugemens portant peine de mort, à Pofficier de l'état civil du lieu ou le con- damné aura été exécuté, tous les renseignemens énon- ces en Particle 79, d'après lesquels l'acte de déchs sera rédigè. DSods dans les prisons. (Code Napoléon.) Art 84. En cas de décks dans les prisons ou waisons de réclusion et de détention, il en sera donné avis sur-le-champ, par les concierges ou gardiens, à Fofficier de Petæt civil, qui s'y transpor⸗- tera, comme il est dit en l'article 80, et rédigera l'acte de décès. M o de d'ex6cution. Une espédition de cet acte de déces sera adressée au lieu du dernier domicile du décédé, et une autre au ministre de la guerre, comme il est dit plus haut Pour tous les actes de mort en général. Mort violente, déces dans les prisons et exécution à mort. (Code Napoléon.) Art. 85. Dans tous les cas de mort violente ou dans les prisons et maisons de réclusion, V. Inſtr. d. Anwend. d. Cwilgeſ auf Militairp. betr. 133 Der Regierungs⸗(kaiſerliche) Commiſſar beym Kriegs⸗ gericht, welcher Kraft eines Todesurthels auf die Hin⸗ richtung angetragen hat, ſoll gehalten ſeyn, binnen 24 Stunden nach der Hinrichtung, das von ihm deshalb aufgeſetzte Protocoll, an den Quartiermeiſter des Corps, bey welchem der Verurtheilte ſtand, abzufertigen, und der Quartiermeiſter ſoll es ſowohl in die Muſterrolle, als in die Veraͤnderungsliſten eintragen, ohne jedoch der Todes⸗ art Erwaͤhnung zu thun. Der kaiſerliche Commiſſar hat auch binnen 24 Stun⸗ den nach Vollſtreckung eines Todesurthels an den Civil⸗ ſtandsbeamten des Orts, wo die Execution erfolgt iſt, alle im 79. Artikel erwaͤhnte Nachrichten einzuſenden, Snt nach dieſem der Todtenſchein abgefaßt werden nne. Abſterben im Gefaͤngniſſe. (Geſetzb. Napol.) Art. 84. Stirbt Jemand in einem Gefaͤngniſſe, Zucht-oder Enthaltungshauſe, ſo haben die Auf⸗ ſeher oder Gefangenwarter den Civilſtandsbeamten auf der Stelle hiervon zu benachrichtigen; dieſer muß, in Gemaäßheit des 80. Artikels, ſich dahin verfuͤgen und den Todtenſchein fertigen. Wo z iehnn9 rt Eine Ausfertigung dieſer Urkunde wird an den letzten Wohnort des Verſtorbenen, und eine dergleichen an den Kriegsminiſter geſandt, wie oben in Anſehung aller Ar⸗ ten der Todtenſcheine uͤberhaupt geſagt iſt. Gewaltſamer Tod, Tod in Gefaͤugniſſen, und Hinrichtung. (Geſetzb. Napol.) Art. 85. Iſt Jemand eines gewalt⸗ ſamen Todes, oder in einem Gefaͤngniſſe oder Zwanghauſe . 154 XIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. kaits, militaires ou autres personnes employées à la suite des armées, ou d'exécution à mort, il ne sera fait sur les registres aucune mention de cette circonstance, et les actes de decks seront simplement rédiges dans les formes pres- crites par P'article 79. O bservations —— Les conseils d'administration des corps dans Pinté⸗ rieur veilleront à ce que les dispositions des différens articles qui composent le titre premier de la présente instruction, soient strictement exécutées, en ce qui concerne leurs subordonnés. Elles intéressent trop particulierement ordre social, pour que la moindre négligence, a cet égard, ne compromette pas essen- tieſlement leur responsabilité. Ils auront soin de re- later sur leurs registres- matricules et sur les états de mutations, la date et le ieu de la mort des militaires. TITRE II. Des Militaires hors du territoire de'Empire. Dispositions gé nSrales. (Code Napoléon.) Art. 38. Les actes de Fétat civil hors du teérritoire de l'Empire, concernant des seront rédigés dans les formes prescrites par les dispositions précédentes, sauf les esceptions contenues dans les articles suivans. ————— XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 155 geſtorben, oder hingerichtet worden: ſo ſoll von keinem dieſer Umſtaͤnde in den Todtenliſten(Regiſtern) Erwaͤhnung geſche— hen, und jedesmal der Todtenſchein bloß nach der im 79. Ar⸗ tikel vorgeſchriebenen Form gefertiget werden. Weme ungen. Die Verwaltungscorps im Innern haben daruͤber zu wachen, daß die Verfuͤgungen der verſchiedenen Artikel, welche den erſten Titel gegenwaͤrtiger Inſtruction ausma⸗ chen, von ihren Untergebenen puͤnktlich vollzogen werden. Dieſe Verordnungen greifen zu tief in die geſellſchaftliche Ordnung ein, als daß die geringſte Rachlaͤſſigkeit in die— ſer Hinſicht nicht große Verantwortung nach ſich ziehen ſollte. Sie haben ferner darauf zu ſehen, daß in ihre Muſterrollen und Veraͤnderungsliſten Ort und Datum des Todes jeder Militairperſon eingetragen werde. Zweyter Titel. Von den außer dem Gebiete des franzöſiſchen Reichs le⸗ benden Militairperſonen. Allgemeine Verordnungen. (Geſetzb. Napol.) Art. 88. Alle uͤber den buͤrgerlichen Zuſtand außerhalb des Reichs aufgenommene Urkunden, wel— che eigentliche Militair-oder andere bey den Armeen ange— ſtellte Perſonen betreffen, muͤſſen nach den vorſtehend vorge— ſchriebenen Formen abgefaßt werden, jedoch unter den in den folgenden Artikeln enthaltenen Ausnahmen. 156 XIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. Par qui seront remplies les fonctions d'officiers de l'état civil. ———— Art. 89. Le quartier-maitre, dans chaque corps d'un ou plusieurs pataillons ou escadrons, et le capi- taine commandant, dans les autres corps, rempliront les fonctions d'officiers de l'état civil. Ces mémes fonc⸗ tions seront remplies, pour les officiers sans troupes et pour les employés de Farmée, par l'inspecteur aux re- vues attaché l'armée ou au corps d'armée. O bservations. En conséquence de ces dispositions, les quartiers- maftres, capitaines et inspecteurs aux revues, devant remplir les fonctions d'officier de état civil, se pe- nétreront bien des formalités exigées dans l'intérieur, et dont vient de traiter le titre précédent. Ils n'y dérogeront que dans les cas prévus par la loi, et pour lesquels elle a admis des exceptions: ils devien- nent des lors personnellement responsables de leur entiere exécution, et la moindre infraction de leur part les exposera aun peines prononcées à l'égard des ofliciers publics qu'ils représentent. S'il venait a étre apporté quelque changement à la nature des fonctions des quartiers- msitres, les obligations relatives aus actes de l'état civil qui leur sont imposées par la loi et par la présente Iustruction, devraient étre remplies par les officiers, quel que füt leur grade, qui seraient chargés, dans les corps, de la tenue et du dépöt des registres-matricules et contröles nominatifs. Cette observation s'applique a tous les articles de cette Instruction ou il est question des quartiers-maitres. XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ auf Militairp. betr. 157 Wer ſoll die Geſchaͤfte des Civilſtandsbeamten verſehen? Art. 89. Bey jedem Corps, das aus einem oder mehr Bataillons oder Escadrons beſteht, hat der Quartiermeiſter, t bey den uͤbrigen Corps der Commandant die Geſchaͤfte des Civilſtandsbeamten zu verrichten. In Anſehung einzelner, t bey keinem Truppencorps ſtehender Officiers, oder der bey . der Armee angeſtellten Civilofficianten liegt dieß dem bey der Armee, oder deren einzelnen Corps, befindlichen Muſterin⸗ ſpector ob. Vemerkungen· Da, kraft obiger Verordnungen, die Quartiermeiſter, Hauptleute und Muſterinſpectoren die Verrichtungen der Civilſtandsbeamten zu verſehen haben, ſo werden ſie wohl thun, ſich die im Innern(Frankreichs) vorgeſchriebenen Formalitaͤten recht einzupraͤgen, von denen der vorſtehende t Titel handelt. Sie duͤrfen nur in den Faͤllen, bey wel— ⸗ chen die Geſetze ausdruͤcklich Ausnahmen verſtatten, davon abweichen. Sie werden von dem Augenblicke an fuͤr deren puͤnktlichſte Beobachtung verantwortlich, und die geringſte Uebertretung von ihrer Seite ſetzt ſie den Strafen aus, welche den Civilbeamten, deren Stelle ſie vertreten, in den Geſetzen angedrohet werden. Sollte in Anſehung der Amtsverrichtungen der Quartiermeiſter eine Abanderung vor ſich gehen, dann wuͤrden alle ihnen in den Geſetzen und i in gegenwaͤrtiger Inſtruction wegen der Civilſtandsur— kunden auferlegte Obliegenheiten von denen Officieren er— fuͤllt werden muͤſſen, welchen die Fuͤhrung und Aufbe⸗ wahrung der Muſterrollen und Namenscontrollen aufge⸗ tragen werden duͤrfte. Dieſe Bemerkung gilt von alien Artikeln dieſer Inſtruction, wo von Auartiermeiſtern die Rede iſt. . „—— — — 158 XIV. Instr. actes de Fétat civil des militaires. Formation d'un registre pour hentegistrement des actes de l'ctat civil. Par qui il sera tenu, et comment il sera conservé. (Code Napoléon.) Art. 90. M sera tenu dans cha- que corps de troupes un registre pour les actes de l'état civil relatifs aux individus de ce corps, et un autre 5 état- major de Farmée, ou d'un corps d'armee, pour les actes civils relatifs aux officiers sans troupes et aus employes. Ces registres seront conservés de la méme manibre que les autres registres des corps et états-ma- jors, et deposés aux archives de la guerre, à la rentrée des corps ou armeées sur le territoire de'Empire. Mode d'e xscution En conséquence, aussitöt qu'un ou plusieurs corps, ou des détachemens, sortiront du territoire de la ré- publique, ils établiront ün registre destiné à recevoir jes actes de Pétat civil: ces différens actes y seront inscrits de suite, sans aucun blanc; les ratures et les renvois seront approuvés et signés de la méme ma- niere que le corps de l'acte; il ne sera rien écrit par abréviation, et aucune date ne sera mise en chiffres. Ces registres seront fournis par les corps et 6tats- majors, et aussitòt la rentrée sur le territoire frangais, ils seront envoyés au ministre de la guerre, sauf à en établir de nouveaux, dans le cas ou ces mémes oorps ou détachemens quitteraient encore le territoire de'Empire. Les quartiers-maitres et capitaines com- mandans seront survcillés dans les fonctions d'officiers de Pétat civil, par le conseil d'administration et les inspecteurs aux revues. Hol fun die ſeh ſih Ar kein lei he ein bo XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 159 Haltung eines Buchs(Regiſters), in welches die Civilſtandsur⸗ kunden eingetragen werden. Wer ſolches zu fuͤhren habe, und wie es aufzubewahren ſey? (Geſetzb. Napol.) Art. 0o. Bey jedem Corps ſoll fuͤr die Beglaubigung des Civilſtandes in Ruͤckſicht auf die zu die⸗ ſem Corps gehoͤrigen Perſonen ein eignes Buch(Regiſter) ge⸗ fuͤhrt, bey dem Generalſtabe der Armre oder eines Corps der Armee aber, in Beziehung auf die dabey angeſtellten, bey keinem Truppencorps ſtehenden Officiers und Civilofficianten, gleichfalls ein beſonderes Regiſter gehalten werden. Dieſe Buͤ⸗ cher ſollen auf eben die Art, wie die andern Regiſter eines einzelnen Corps und eines jeden Stabes aufbewahrt, und beym Ruͤckmarſche des Corps oder der Armee auf das Gebiet des Reichs in das Kriegsarchiv niedergelegt werden. Wie das Geſetz zu vollziehen ſey? Sobald daher ein oder mehrere Corps, oder eine Ab⸗ theilung derfelben das Gebiet der Republik(des Reichs) verlaſſen, ſollen ſie ein zu Eintragung der Civilſtandsur⸗ kunden beſtimmtes Buch(Regiſter) anlegen. Die Urkun⸗ den werden in ununterbrochener Reihe, ohne weißes Pa— pier zu laſſen, eingetragen. Die ausgeſtrichenen und ein⸗ geruͤckten Stellen ſind auf dieſelbe Art, wie der Text der Urkunde ſelbſt, zu genehmigen und zu unterzeichnen. Nichts darf mit Abbrevraturen, kein Datum mit Ziffern geſchrie⸗ ben werden. Dieſe Regiſter werden von jedem Corps und jedem Generalſtabe abgeliefert, und bey dem Einmarſche auf das franzoͤſiſche Gebliet an den Kriegsminiſter abgeſandt. Doch ſind, ſobald daſſelbe Corps oder dieſelbe Diviſion das Ge⸗ biet des franzoͤſiſchen Reichs wieder verlaſſen ſollte, neue anzulegen. Die Quarriermeiſter und die Hauptleute ſte⸗ hen, in Anſehung dieſer Geſchaäfte des Civilſtandsbeamten, unter der Aufſicht des Verwaltungsrathes und der Mu— ſterinſpectoren. 7„ ℳ„ 160 XIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. Linspecteur aux revues chargé, à Tétat- major, de la tenue desdits registres, en enverra, tous les mois, au ministre de la guerre, un extrait collationns. Par qui les registres seront cotés et paraphés. Art. 91. Les registres seront cotés et parapheés, dans chaque corps, par Fofficier qui le commande; et à l'état-major, par le chef de l'état-major général. SECTION I. De la naissance des enfans des militaires et employcs de T'ar- mée, hors du territoire de PEmpire. d6 c larations (Code Napoléon.) Art. 92. Les déclarations de naissance, à l'armée, seront faites dans les dir jous qui suivront l'accouchement. Observations. Cet article fait exception à l'article 38 du titre I. qui n'accorde que trois jours pour les déclarations. Il devra donc lui étre entierement substitué, hors du territoire frangais; les mémes formalités devront, d'ailleurs, ötre observées pour les déclarations à faire et les témoins qui doivent y assister. den den (mi P bey ſ XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 161 Der Muſterinſpoetor, welchem bey dem Stabe die Fuͤhrung gedochter Liſten obliegt, hat alle Monate dem Kriegsminiſter eine beglaubte Abſchrift davon zuzuſtellen. Von wem die Regiſter foliirt und paraphirt werden. Art. 91. Die Regiſter muͤſſen bey jedem Corps von dem commandirenden Officier, und bey dem Generalſtabe von dem Chef des Generalſtabes fortlaufend foliirt und paraphirt (mit dem Namenszuge verſehen) werden. Erſter Abſchnitt. Von der Geburt der Kinder der Soldaten und Officianten der Armee außer dem Gebiete des franzoſiſchen Reichs. F i ſ n (Geſetzb. Napol.) Art. 92. Die Geburtsanzeigen ſollen bey der Armee in den erſten zehn Tagen nach der Niederkunft geſchehen. Dieſer Artikel macht eine Ausnahme vom 53. Artikel im 1. Titel, in welchem zur Anzeige nur eine dreytägige Friſt vergoͤnnt iſt. Er muß alſo, außerhalb des franzoͤſi— ſchen Gebiets, ganz an deſſen Stelle treten; ubrigens muͤſſen, was die Anzeige ſelbſt und die dabey zuzuziehen⸗ den Zeugen betrifft, die namlichen Formalitaten beobach⸗ tet werden. Supplem. z. Geſehb. Nap. 2 — —— 162 XIV. Instr. actes de l'etat civil des militaires. Envoi de l'Extrait du registre. Art. 93. Lofficier chargé de la tenue du registre de état civil devra, dans les dia jours qui suivront inscription d'un acte de naissance audit registre, en adresser un extrait à l'officier de l'état civil du dernier domicile du pbre de Fenfant, ou de la mère si le pere est inconnu. O bservations. Aſin d'éviter les erreurs que pourraient commettre des bataillons ou escadrons qui, étant détachés du corps, se trouveraient dépourvus des registres- matri- cules, le quartier- maitre enverra l'extrait mentionné en T'article précédent, au dépöt du corps, ou il sera confronté avec le signalement du pere de Tenfant, sil est connu, et transmis par le conseil d'administra- tion au lieu de son dernier domicile, ou à celui de la mère, dans le cas ou le pere est inconnu. Mode d'exécution. Un double de cet acte sera envoyé au ministre de la guerre, et le numéro du registre- matricule sous lequel le pere aura été signalé, sera relaté, avec soin, dans ledit acte de naissance. Dans le cas ou des corps entiers se trouveraient hors du territoire de I'Empire, ils transmettraient di- rectement lesdits actes, ainsi qu'il est prescrit ci- dessus. ſta Ki des XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 163 Abſendung des Auszugs aus dem Regiſter. Art. 93. Der Officier, welchem die Fuͤhrung des Re⸗ giſters uͤber die Beurkundung des Civilſtandes obliegt, ſoll in den erſten zehn Tagen nach Eintragung des Geburtsſcheins in das beſagte Regiſter, einen Auszug davon an den Civil⸗ ſtandsbeamten desjenigen Orts einſenden, wo der Vater des Kindes, oder, dafern dieſer unbekannt, die Mutter des Kin⸗ des zuletzt wohnhaft war. Bemerkungen. Um Irrthuͤmer zu verhuͤten, die von Bataillons oder Escadrons, welche von dem Hauptcorps detaſchirt werden, folglich keine Mußterrollen bey ſich haben duͤrften, begangen werden koͤnnten, ſoll der Quartiermeiſter den erwähnten Auszug an das Depot des Corps abſchicken, wo er mit der Bezeichnung des Vaters des Kindes, wenn ſolcher be— kannt iſt, verglichen, und von dem Verwaltungsrathe an den Ort ſeines letzten Wohnſitzes, oder wenn der Vater unbekannt iſt, an den Wohnort der Mutter abgeſen— det wird. Vollziehungsart des Geſetzes. Ein Duplicat dieſer Urkunde muß an den Kriegsmi⸗ niſter abgeſandt, und die Nummer, unter welcher der Vater in der Muſterrolle ſteht, ſorgfaͤltig in gedachten Geburtsſchein eingetragen werden. In ſolchen Faͤllen, wo ſich gunze Corps außerhalb des Gebiets des franzoͤſiſchen Reichs befinden, haben ſie ge⸗ dachte Scheine, nach der oben vorgeſchriebenen Art, ohne Verzug abzuſenden. 164 XIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. 4 SECTION II. Du mariage des militaires et employés de l'armée, hors du territoire de lEmpire. Délai pour les Pu bi n ———————— (Code Napoléon.) Art. 94. Les publications de mariage des militaires et employes à la suite des armées, seront faites au lieu de leur dernier domicile; elles seront mises en outre, vingt- cinq jours avant la célébra- tion du mariage, à l'ordre du jour du corps, pour les individus qui tiennent à un corps; et a celui de l'ar- mée ou du corps d'armée, pour les officiers sans trou⸗ pes et pour les employés qui en font partie. * 0 b 1 Cet article fait exception aux articles 63 et 64 énonces au titre I.; il devra, en conséquence, ötre seul suivi hors du territoire frangais, en observant cependant que les enfans de troupe n'ayant jamais eu d'autre domicile que les drapeaux, les publications faites dans l'endroit ou se trouve le corps sont les seules enigibles à leur égard; quant aux autres mili- taires, ils devront déclarer quel a été leur dernier domicile, qui, à défaut de tout autre, sera cense stre le lieu de leur naissance. XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 165 Zweyter Abſchnitt. Von Heirath der Militairperſonen und anderer bey der Armee angeſtellter Perſonen außer dem Gebiete des franzoſi— ſchen Reichs. Friſft zu den Aufgeboten. Art. o4. Bey Heirathen der Militair- und anderer bey der Armee angeſtellter Perſonen ſoll das Aufgebot an dem Orte ihres letzten Wohnſitzes erfolgen. Uebrigens muͤſſen der⸗ gleichen Aufgebote fuͤnf und zwanzig Tage vor Vollziehung der Ehe in Anſehung der zu einem Corps gehoͤrigen Perſon, in den Tagesbefehl des Corps, in Anſehung der bey keinem Truppencorps ſtehenden Officiers und der Civilofficianten aber in den Tagesbefehl der Armee oder des Corps der Armee, zu dem ſie gehoͤren, eingeruͤckt werden. B Dieſer Artikel macht eine Auenahme von den im 1. Titel enthaltenen 63. und 64. Artikel, folglich muß es außer franzoͤſiſchem Gebiete bloß nach dieſem Artikel ge⸗ hen; doch bemerke man, daß, da Soldatenkinder nie einen andern Wohnort haben, als den Ort, wo ſich die Fah⸗ nen befinden, in Anſehung ihrer das Aufgebot nur an dem Orte zu geſchehen braucht, wo das Corps dermalen ſteht; was die uͤbrigen Militairperſonen anlangt, ſo haben ſie zu erklären, welches ihr letzter Wohnſitz geweſen ſey, als wel⸗ cher in Ermangelung anderer fuͤr ihren Geburtsort geach⸗ tet werden ſoll. 166 XIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. Envoi d'une expédition de l'acte de mariage. Art. 95. Immédiatement apres Pinscription sur le registre de l'acte de célébration du mariage, lofficier chargé de la tenue du registre en enverra une expédition a Pofficier de l'état civil du dernier domicile des épous. Mode d'e Xxécution· Pour prévenir Iinexactitude des renseignemens, les quartiers- maitres opéreront, à cet égard, ainsi qu'il est dit pour les actes de naissance; ils trans- mettront cet extrait au conseil d'administration, qui, après Pavoir comparé à ses registres- matricules, l'en- verra à Pofficier de T'état civil du dernier domicile des époux. Ouelques articles, extraits du titre du Mariage, contiennent des dispositions particulieres qu'il importe aux ofliciers de l'état civil de connaitre; on croit en conscquence devoir les comprendre dans la présente Instruction. ——— Age requis pour contracter mariage. (Code Napoldon.) Art. 144. Lbomme, avant din- huit ans vévolus, la femme, avant quinze ans vévolus, ne peuvent contracter mariage. Art. 145. Le Gouvernement pourra néanmoins, pour des motifs graves, accorder des dispenses d'àge. ———— — XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 167 Abſendung einer Ausfertigung des Heirathsſcheins. Art. 95. Sobald der Heirathsſchein in das Regiſter eingetragen iſt, ſoll der Officier, der das Regiſter zu fuͤhren hat, unverzuͤglich eine Ausfertigung davon dem am letzten Wohnorte der Ehegatten angeſtellten Civilſtandsbeamten zu⸗ ſenden. B 5 um Unrichtigkeiten in den Nachweiſungen zu verhuͤ⸗ ten, ſollen die Quartiermeiſter in dieſer Hinſicht auf die wegen der Geburtsſcheine vorgeſchriebene Art verfahren. Sie haben den Auszug dem Verwaltungsrathe zuzuſtel⸗ len; dieſer muß dieſeiben mit ſeinen Muſterrollen verglei⸗ chen, und an den Civilſtandsbeamten des letzten Wohn⸗ orts der Eheleute uͤberſenden. Einige aus dem Titel von der Ehe ausgezogene Arti⸗ kel enthalten beſondere Verfuͤgungen, deren Kenntniß fuͤr den Civilſtandsbeamten wichtig iſt; man halt es daher fuͤr zweckmäßig, ſie in gegenwaͤrtige Inſtruction einzu⸗ ſchalten. Das zu Schließung der Ehe erfoderliche Alter. (Geſetzb. Napol.) Art. 144. Der Mann kann vor voll⸗ endetem achtzehnten, das Weib vor vollendetem funfzehnten Jahre keine Ehe eingehen. Dispenſationen. Art. 145. Doch kann der Kaiſer aus wichtigen Gruͤn⸗ den in Anſehung des Alters dispenſiren. 166 XIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. Art. 145. Il n'y a pas de mariage, lorsqu'il n y a 2 g6 4 pas de consentement. Art. 147. On ne peut contracter un second ma- riage avant la dissolution du premier. Gonsentemens nécessaires. Art. 143. Le fils qui n'a pas atteint l'age de vingt- cinq ans accomplis, la fille qui n'a pas atteint l'äge de vingt-un ans accomplis, ne peuvent contracter nariage sans le consentement de leurs père et mére. En cas de dissentiment, le consentement du pere suflit. Art. 140. Si Pun des deux est mort, ou s'il est dans impossibilité de manifester sa volonté, le consen- temeat de l'autre suffit. Art. 150. Si le pere et la mère sont morts, ou s'ils sont dans l'impossibilité de manifester leur volonté, les aleuls ou aleules les remplacent; s'il y a dissenti- ment entre l'aleul et l'aleule de la méme ligne, il suffit du consentement de l'aleul. S'il y a dissentiment entre les deux lignes, ce par- tage emportera consentement. e Art. I57. Les enfans de famille ayant atteint la majorité fixée par l'article 148, séront tenus, avant de contracter mariape, de demander, par un acte respec- tueux et formel, le conseil de leur peère et de leur mere, ou celui de leurs afeuls et aieules, lorsque leurs pere et mere sont décédés, ou dans l'impossibilité de manifester leur volonté. —— XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 169 Art. 146. Ohne Einwilligung kann keine Ehe entſtehen. Art. 147. Niemand darf eine zweyte Ehe ſchließen, ehe die erſte aufgeloͤſt iſt. Erfoderliche Einwilligung. Art. 148. Kein Sohn darf vor zuruͤckgelegtem fuͤnf und zwanzigſten und keine Tochter vor erfuͤlltem ein und zwanzig⸗ ſten Jahre ohne Einwilligung beyder Aeltern heirathen. Sind die Aeltern dießfalls uneinig, ſo iſt die Einwilligung des Va⸗ ters hinreichend. Art. 149. Iſt eins der beyden Aeltern todt, ſo iſt die Einwilligung des andern hinreichend. Art. 150. Sind Vater und Mutter todt, oder unfaͤhig, ihren Willen zu erklaͤren; ſo treten die Großväter und Groß⸗ muͤtter an ihre Stelle. Sind der Großvater und die Groß⸗ mutter derſelben Linie nicht Einer Meinung: ſo iſt die Ein— willigung des Großvaters hinreichend. Sind die Großaͤltern einer Linie und die Großaͤltern der andern verſchiedener Meinung: ſo gilt dieſe Theilung der Stimmen fuͤr Einwilligung. Ehrerbietiges Geſuch. Art. 151. Eheliche Kinder, die das im 148. Artikel be⸗ ſtimmte Alter der Volljaͤhrigkeit erreicht haben, ſind verbun— den, ehe ſie heirathen, ſich den Rath ihres Vaters und ihrer Mutter, oder, wenn Vater und Mutter todt, oder unfähig ſind, ihren Willen zu erklaͤren, den Rath ihrer Großvater und Großmuͤtter durch ein ehrerbietiges Geſuch förmlich zu erbitten. ———— —— 170 XIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. Dispositions relatives aux enfans naturels. Art. 158. Les dispositions contenues aux articles 143, 149, et la disposition de l'article 157, relative à l'acte respectueux qui doit ẽtre fait aux père et mere, dans le cas prévu par cet article, sont applicables aux enfans naturels légalement reconnus. Art. 159. Lenfant naturel qui n'a point été re⸗ connu, et celui qui après l'avoir été, a perdu ses père et mère, ou dont les pere et mère ne peuvent mani- fester leur volonté, ne pourra, avant l'àge de vingt-un ans révolus, se marier, qu'après avoir obtenu le consen- tement d'un tuteur ad hoc, qui lui sera nommés. Cas od l'on doit recourir au conseil de famille. Art. 160. S'il n'y a ni pere, ni mère, ni aleul, ni aieule ou s'ils se trouvent tous dans limpossibilitè de manifester leur volonté, les fils ou filles mineurs de vingt- un ans ne peuvent contracter mariage sans le consentement du conseil de famille. Cas dans lesquels on ne peut contracter mariage. — 1 5 Art. 161. En ligne directe, le mariage est probibé entre tous les ascendans et descendans légitimes ou na- turels, et les alliés dans la méme ligne. U ke de ſol ah XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 171 Verordnung in Anſehung der natuͤrlichen Kinder. Art. 158. Die im 148. und 149. Artikel enthaltenen Vorſchriften, ſo wie die Verfuͤgungen des 151— 156. Arti⸗ kels, welche ſich auf das ehrerbietige Geſuch beziehen, das in den daſelbſt beſtimmten Faͤllen an die Aeltern gerichtet werden ſoll, ſind auf natuͤrliche geſetzlich anerkannte Kinder ebenfalls anwendbar. Art. 150. Ein natuͤrliches, nicht anerkanntes Kind; oder ein anerkanntes Kind, das beyde Aeltern verloren hat; ſo wie ein Kind, deſſen Aeltern unfaͤhig ſind, ihren Willen zu aͤußern, kann vor zuruͤckgelegtem ein und zwanzigſten Jahre ſich, ohne Einwilligung eines ihm hierzu beſonders zu beſtel⸗ lenden Vormundes, nicht verheirathen. Fall, wo man ſich an den Familienrath zu wenden hat. Art. 160. Iſt keins von den Aeltern oder Großaͤltern am Leben, oder befinden ſie ſich alle in einem Zuſtande, der ſie außer Stand ſetzt, ihren Willen zu erklaͤren: ſo kann we⸗ der Sohn noch Tochter vor zuruͤckgelegtem ein und zwanzig⸗ ſten Jahre ſich ohne Einwilligung des Famlienraths verhei⸗ rathen. Verbotene Ehegrade. Art. 161. In gerader Linie iſt die Schließung der Ehe unter allen Aſcendenten und Deſcendenten, ſie ſeyen ehelich oder unehelich, ſo wie unter Verſchwaͤgerten derſelben Linie verboten. 172 XIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. Art. 162. En ligne collatérale, le mariage est pro- hibé entre le frère et la soeur légitimes ou naturels, et les alliés au méme degré. Art. 163. Le mariage est encore prohibé entre l'oncle et la nibce, la tante et le neveu. Art. 164. Néanmoins, le Gouvernement pourra, 5 pour des causes graves, lever les prohibitions portées au précédent article. —————— Dissolution du mariage. Art. 227. Le mariage se dissout, 15. pär la mort de l'un des épous; 25. par le divorce légalement pro- noncé; 30. par la condamnation devenue définitive de 'un des deux époux, emportant mort civile. Des seconds mariages. Art. 228. La femme ne peut contracter un nou- veau mariage, qu'après dix mois révolus depuis la dis⸗ solution du mariage précédent. W Che liche deſſ wie nen wie ih 25 XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 173 Art. 162. In der Seitenlinie iſt die Schließung der Che unter Schweſter und Bruder, ohne Unterſchied der ehe— lichen oder unehelichen Geburt, ſo wie unter Verſchwägerten deſſelben Grades verboten. Art. 163. Ferner iſt zwiſchen Oheim und Nichte, ſo wie zwiſchen Baſe und Neffen die Ehe gleichfalls verboten. en Art. 164. Wegen der in vorſtehendem Artikel enthalte⸗ nen Eheverbote bleibt jedoch dem Kaiſer anheim geſtellt, aus wichtigen Urſachen zu dispenſiren. Aufloſung der Ehe. Art. 227. Die Ehe wird aufgeloſt: 1) durch den Tod eines der beyden Ehegatten; 2) durch eine geſetzliche Eheſcheidungsſentenz: 3) durch rechtskraͤftige Verurtheilung eines Ehegatten zu einer Strafe, die den buͤrgerlichen Tod nach ſich zieht. Von der zweyten Ehe. Art. 228. Die Frau kann zu einer neüen Ehe nicht eher ſchreiten, als bis, nach Aufloͤſung der vorherigen, zehn Mo⸗ nate verfloſſen ſind. —.—— 174 XIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. V Observarions. Les quartiers-maitres, capitaines et inspecteurs aux revues, faisant les fonctions d'officier de Pétat civil, observeront exactement si les qualités et con- ditions requises pour pouvoir contractér mariage, sont. dans les futurs époux, conformes, en tout point, au voeu de la loi. IIs se rappelleront sur-tout que la reconnaissance des enfans naturels(excepté le cas ou elle serait faite par un individu non marié au moment de la présentation de Fenfant, pour constater sa nais⸗- sance, et celui ou deus personnes libres en se ma- riant reconnaitraient les enfans qu'elles auraient eus précẽdemment; déclaration de reconnaissance que ce- lui qui fait les fonotions d'officier public, pour Facte de mariage, peut aussi recevoir et inscrire, article 331), que le désaveu fait par le père de Penfant pré- senté sous son nom, et que la prononciation du di- vorce sont des cas dont il ne leur est pas permis de connaitre. Les parties devront se mettre en instance devant les tribunaux compétens; et ce n'est conse- quemment que lors de leur rentrée sur le territoire frangais, qu'elles pourront faire les diligences conve- nables, quels que soient, dvailleurs, les droits qu'el- les puissent avoir, et dont elles auront toujours pu faire des actes conservatoires. SECTION II. Py Du Mécks des Militaires et Employcs de l'armée hors du ter⸗ ritoire de l'Empire. Vo Par qui les actes de déces sont dressés, et formalités requises⸗ (Code Napoleon.) Art. 96. Les actes de deces se- ront dressés, dans chaque corps, par le quartier- mai- ji he tre; et pour les officiers sans troupes et les employẽs, XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 175 Bemerkungen. Die Quartiermeiſter, Hauptleute und Muſterinſpecto⸗ ren, welche die Geſchaͤfte der Civilſtandsbeamten verrich⸗ ten, muͤſſen genau darauf Acht haben, ob die zu Einge⸗ hung einer Ehe erfoderlichen Eigenſchaften bey den zu⸗ kunftigen Eheleuten, der Abſicht des Geſetzes gemaß, in allen Stuͤcken vorhanden ſind. Vorzuͤglich haben ſie zu bedenken, daß die Anerkennung eines Kindes,(ausgenom⸗ t men wenn ein Unverheiratheter das Kind in dem Augen⸗ blick, da er es, um deſſen Geburt zu beglaubigen, vor⸗ zeigt, anerkennt; und wenn zwey freye Perſonen bey ih⸗ rer Verheirathung die vorher von ihnen erzeugten Kinder anerkennen, welche Erklaͤrungen in Anſehung der Auf⸗ nahme des Heirathsſcheines der Officier, welcher die Stelle eines Civilſtandsbeamten vertritt, laut des 331. Artikels, gleichfalls annehmen und eintragen kann), ſo wie der Umſtand, wenn der Vater das auf ſeinen Namen vorge⸗ zeigte Kind nicht fuͤr das ſeinige anerkennen will, nicht minder das Erkenntniß auf Eheſcheidung, alles Fälle ſind, uͤber welche ihnen keine Entſcheidung zukommt. Die Par⸗ e theyen haben ſich deshalb vor den competenten Gerichten . zu belangen, und koͤnnen erſt dann das Noͤthige anbrin⸗ gen, wenn ſie auf franzoͤſiſchen Grund und Boden zu⸗ ruͤckgekommen ſind; von welcher Art auch immer die Rechte ſeyn moͤgen, die ſie beſitzen, oder ſich durch conſer⸗ vatoriſche Rechtsmittel vorbehalten haben. Dritter Abſchnitt. Von Sterbefällen der Militair- und anderer bey der Armee angeſtellter Perſonen außerhalb des franzoͤſiſchen Gebiets. ——— Von wem die Todtenſcheine ausgefertigt werden„ uyd welche Formalitäten dabey erfoderlich ſind. Geſetzb. Napol.) Art. 96. Der Todtenſchein muß bey ſedem Corps von deſſen Quartiermeiſter und, was die zu kei⸗ nem Truppencorps gehoͤrigen Officiers und die Civilofficianten 176 XIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. par linspecteur aux revues de l'armée, sur l'attestation de trois témoins; et l'extrait de ces registres sera envoyé, dans les dia jours, à l'officier de l'état civil du dernier domicile du décedé. Mode d'e x6 cution. Ledit estrait de mort sera envoyé à Pofficier de l'stat civil du dernier domicile du décedé, et au mi- nistre de la guerre, par l'intermédiaire du conseil d'administration, aprèes qu'il aura été relaté sur les registres matricules du corps. I devra en étre fait aussi mention dans les états de mutations qu'il doit adtesser chaque mois. A Pégard des militaires tués sur le champ de ba- taille, le quartier maitre se fera rendre compte, à la suite de chaque action, par les sergens majors des compagnies, du nom des militaires manquans. 1 Sginkormera ensuite aux trois témoins voulus par la loi, des causes de l'absence; il constatera, par ce moyen, la mort ou la prise par hennemi, des indivi- dus absens; et établira les actes de décks, qu'il en- verra conformément aux dispositions ci- dessus énon- cees. Decds dans les Höpitau. (Code Napoléon.) Art. 97. En cas de décks dans les höpitaux militaires, ambulans ou sédentaires, Tacte en sera rédigé par le directeur desdits höpitaux, et en- voyé au quartier- maitre du corps, ou à T'inspecteur aus revues de l'armée ou du corps d'armée dont le dé- cédè faisait partie: ces officiers en feront parvenir une de di ſe b W XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 177 der Armee betrifft, von dem Muſterinſpector der Armee auf die Anzeige dreyer Zeugen gefertigt und der Auszug aus die⸗ ſen Regiſtern in den naͤchſten zehn Tagen an den Civilſtands⸗ beamten des letzten Wohnorts des Verſtorbenen eingeſandt werden. h Der gedachte Auszug aus den Todtenliſten muß dem Civilſtandsbeamten in des Verſtorbenen letztem Wohnorte, und dem Kriegsmintſter vermittelſt des Verwaltungsra⸗ thes zugeſandt werden, nachdem er zuvor in die Muſter⸗ rollen des Corps eingetragen worden iſt. Auch muß in den davon monatlich einzuſendenden Veraͤnderungsliſten Erwaͤhnung geſchehen. Anlangend die auf dem Schlachtfelde gebliebenen Mi⸗ litairperſonen, ſo muß der Quartiermeiſter ſich nach jedem Gefecht von den Feldwebeln der Compagnieen uͤber die Namen der fehlenden Soldaten Anzeige thun laſſen. Hierauf muß er ſich bey den drey geſetzlich erfoderlichen Zeugen nach den Urſachen erkundigen, warum dieſe Perſo⸗ nen fehlen, und auf dieſe Art ausmitteln, ob die Fehlen⸗ den gefangen genommen, oder geblieben ſind. Wegen der letztern fertigt er Todtenſcheine, welche er nach Maaß⸗ gabe obiger Verordnung einzuſenden hat. Sterbefälle in Kriegslazarethen. Geſetzb. Napol.) Art. 07. Iſt Jemand in einem Feld⸗ lazarethe oder in einem ſtehenden Kriegshoſpitale geſtorben: ſo ſoll der Todtenſchein vom Hoſpitaldirector gefertigt und an den Quartiermeiſter des Corps, oder an den Muſterinſpector bey der Armee, oder an das Corps der Armee, zu dem der Verſtorbene gehoͤrte, eingeſandt werden. Dieſem Beamten liegt es ob, eine Ausfertigung des Todtenſcheins an den Ci— Supplem. z. Geſetzb. Nap. M 178 XIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. expédition l'officier de l'état civil du dernier domicile du décédé. O bs eaions Lextrait du registre que doivent tenir les direc- teurs desdits höpitaux, sera en outte remis chaque mois, en double expédition, au commissaire des guer- res, qui fera de suite passer au ministre ces deux actes mortuaires, avec un bordereau nominatif pour chaque höpital. Les quartiers-maitres auront soin de réclamer des directeurs des höpitaux, et particulierement des hö- pitaux ambulans, les actes de déces des militaires u'ils sauraient y avoir éié transportés. Ils ne relateront le genre de mort, dans tous les actes de déces en genéra!, qu'à l'égard des militaires morts sur le champ de bataille, ou des suites des plessures regues en combattant l'ennemi, ou des ma⸗ ladies provenant des fatigues de la guerre, ou enfin morts de maladie ordinaire, et dont le genre sera spécifiè par les officiers de santé. DES TFESTAMENsS. Regles particulieres sur la Forme de certains Testamens. (Code Napoléon.) Art. 981. Les testamens des militaires et des individus employés dans les armées, pourront, en quelque pays que ce scit, étre requs par un chef de bataillon ou d'escadron, ou par tout autre oflicier d'un grade supérieur, ou par deux commissaires des guerres; ou por un de ces commissaires, en pré- sence de deux témoins. e5 26 àl XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 179 vilſtandsbeamten des letzten Wohnorts des Verſtorbenen einzu⸗ ſenden. Bemerbungen. Außerdem muß der Auszug aus der Todtenliſte, wel⸗ che die Directoren gedachter Lazarethe zu fuͤhren haben, monatlich in zwey Exemplaren an den Kriegsminiſter ein⸗ geſandt werden, welcher beyde Todtenſcheine unverzuͤglich an den Miniſter nebſt einer Namensanzeige der in jedem Hoſpital beſindlichen Perſonen gelangen laſſen muß. Die Quartiermeiſter haben den Directoren der Mili⸗ tair⸗, beſonders der Feldlazarethe die Todtenſcheine ſolcher Militairperſonen, die ihres Wiſſens dahin gebracht wor⸗ den ſind, abzufodern. Ueberhaupt ſollen ſie in den Todtenſcheinen die To⸗ desart nur bey ſolchen Militairperſonen angeben, welche auf dem Schlachtfelde geblieben, oder an vom Feinde empfangenen Wunden, oder an durch Kriegsbeſchwerden verurſachten Krankheiten, oder endlich an gewoͤhnlichen Krankheiten geſtorben ſind, deren Beſchaffenheit der Ge⸗ ſundheitsbeamte anzuzeigen hat. Von Teſtamenten. * Beſondere Vorſchriften uͤber die Form gewiſſer Teſtamente. (Napol. Geſetzb.) Art. o81. Teſtamente der Militair⸗ und anderer bey den Armeen angeſtellter Perſonen koͤnnen in jedem Lande von einem Bataillons-oder Escadronschef, oder von jedem andern Officier eines hoͤhern Grades in Gegen— wart zweyer Zeugen, oder zweyer Kriegscommiſſarien, oder auch von einem dieſer Commiſſarien in Beyſeyn zweyer Zeu⸗ gen aufgenommen werden. M 2 180 XIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. Art. 982. Ils pourront encore, si le testateur est malade ou blessé, étre requs par'officier de santé en chef, assisté du commandant militaire chargé de la police de'hospice. Art. 983. Les dispositions des articles ci- dessus wauront lieu qu'en faveur de ceux qui seront en expé- dition militaire, ou en quartier, ou en garnison, hors du territoire de I'Empire, ou prisonniers chez l'ennemi, sans que ceux qui seront en quartier, ou en garnison dans l'intérieur, puissent en profiter, à moins quils ne se trouvent dans une place assiegée, ou dans une cita- delle ou autres lieux, dont les portes soient fermées et les communications interrompues à cause de la guerre. Art. 934. Le testament fait dans la forme ci-des- sus etablie, sera nul six mois après que le testateur sera revenu dans un lieu ou il aura la liberté d'em- ployer les formes ordinaires. Art. 999. Un frangais qui se trouvera en Pays etran- ger, pourra faire ses dispositions testamentaires Par actes sous signature privée, ainsi qu'il est prescrit en particle 970(cité après), ou par acte authentique avec les formes usitées dans le lieu ou cet acte sera passé. Art. 1000. Les testamens faits en pays étranger, ne pourront étre exécutés sur les biens situés en France, qu'après avoir été enregistrés au bureau du domicile du testateur, s'il en a conservé un, sinon au bureau de son dernier domicile connu en France; et dans le cas od le testament contiendrait des dispositions d'immeu- bles qui y seraient situés, il devra étre en outre enrée⸗ gistré au bureau de la situation de ces immeubles, sans qu'il puisse ẽtre exigé un double droit. ———— XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Cibilgeſ. auf Militairp. betr. 181 Art. o82. Iſt der Teſtirer krank oder verwundet: ſo konnen ſie von dem oberſten Geſundheitsbeamten unter Bey⸗ tritt des Militaircommandanten, welchem die Policey des La⸗ zareths anvertraut iſt, aufgenommen werden. Art. 983. Die in vorſtehenden Artikeln enthaltenen Verordnungen ſollen bloß zum Beſten derjenigen Statt fin⸗ den, welche auf einer Militairexpedition, oder außer dem franzoͤſiſchen Gebiete in Quartier oder in Beſatzung, oder als Kriegsgefangene in den Haͤnden des Feindes ſind, und es koͤnnen die, welche im Innern des Staats im Quartier, oder in Garniſon liegen, ſich deren nicht bedienen, ausgenommen, wenn ſie ſich in einem belagerten Platze, oder auf einer Cita⸗ delle, oder an andern Orten beſinden, wo des Kriegs wegen die Thore geſchloſſen ſind, und die Communication unterbro⸗ chen iſt. Art. o84. Ein in der oben angegebenen Form errich⸗ tetes Teſtament ſoll ſechs Monate, nachdem der Teſtirer an einen andern Ort gelangt iſt, wo er die gewoͤhnlichen Formen beobachten kann, unguͤltig ſeyn. Art. 999. Ein im Auslande ſich befindender Franzoſe kann ſeinen letzten Willen entweder in einem von ihm unter⸗ zeichneten Privataufſatze, ſo wie im 970. Artikel vorgeſchrie⸗ ben iſt, oder in einer oͤffentlichen Urkunde unter den am Orte, wo er das Teſtament errichtet, uͤblichen Formalitaͤten erklaͤren. Art. 1000. Im Auslande errichtete Teſtamente koͤnnen, ſo viel die in Frankreich gelegenen Guͤter betrifft, nicht eher vollzogen werden, als bis ſie auf dem Buͤreau des Wohnorts des Teſtirers, wenn er einen Wohnſitz in Frankreich beybe⸗ halten hat, im entgegengeſetzten Falle aber auf dem Einzeich⸗ nungsbuͤreau des Orts, der als ſein letzter Wohnort in Frank⸗ reich bekannt iſt, einregiſtrirt worden ſind. Im Fall das Te⸗ ſtament Verfuͤgungen uͤber in Frankreich liegende Grundſtucke enthielte, muß es uͤberdieß noch auf dem Einzeichnungsbuͤreau des Orts, wo die Grundſtuͤcke liegen, einregiſtrirt werden, jedoch duͤrfen, in dieſem Falle, nicht doppelte Gebuͤhren ge⸗ fodert werden. 182 XIV. Instr. actes de Pétat civil des militaires Des diverses dispositions du code Napolson. Un testament ne pourra étre fait dans le méme acte, par deux ou plusieurs personnes, soit au profit d'un tiers, soit à titre de dispositions réciproques et mutuelles. Le testament olographe ne sera point valable, s'il west écrit en entier, daté et signé de la main du testateur; il n'est assujetti a aucune autre forme. (Art. 970) Le testament par acte public devra étre signé par les témoins. On ne pourra recevoir en cette qualité, ni les legataires, à quelque titre qu'ils soient, ni les parens ou allies du testateur jusqu'au quatrieme degré inolusivement, ni les commis ou dclégués de l'indi- vidu par lequel les aotes seront regus. Les témoins devront étre mäles et majeurs. Les docteurs en médecine ou en chirurgie, les officiers de santé et les pharmaciens qui auront traité un militaire, ou toute autre personne employée à la suite de Parmée, pendant la waladie dont elle meurt, ne pourront profiter des dispositions entre- vifs ou testamentaires faites en leur faveur, pendant le cours de cette maladie. La méme regle sera observée à'égard des minis- tres du culte. Ne sont cependant pas interdites les dispositions remunératoires faites à titre particulier, eu égard aux facultés du disposant, et aus services rendus. —————— De mw 1i e3 e m barquss. Les actes de naissance et de mort, relatifs aus militaires ou à leurs enfans embarqués avec eux, soit sur les vaissaux de'état, soit sur des bätimens de trans- au XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 183 aus verſchiedenen Verordnungen des Napoleoniſchen Ge⸗ ſetzbuchs. Kein Teſtament darf von zwe oder mehrern Perſo⸗ nen in einer und derſelben Urkunde weder zum Vortheil eines Dritten, noch als gegenſeitige und wechſelſeitige Verfuͤgung abgefaßt werden. Das eigenhaͤndig geſchriebene Teſtament iſt unguͤltig, wenn es nicht ganz vom Teſtator mit eigner Hand ge⸗ ſchrieben, datirt und unterzeichnet iſt; ſonſt iſt dabey keine Formalitaͤt zu beobachten.(Art. 970.) Ein mittelſt oͤffentlicher Urkunde abgefaßtes Teſtament muß von Zeugen unterſchrieben werden. Weder Legata⸗ rien, unter welchem Rechtstitel ſie es auch immer ſeyn moͤgen, noch Verwandte oder Verſchwägerte des Teſtators bis zum und mit dem vierten Grade, noch die Schretber, oder Abgeordneten der Perſon, welche das Teſtament auf— nehmen ſoll, duͤrfen dabey als Zeugen zugelaſſen werden. Nur volljährige Mannsperſonen können Zeugen ſeyn. Die Doctoren der Medicin oder Chtrurgie, Geſund⸗ heitsbeamte und Apotheker, welche eine Milicairperſon oder eine andere bey der Armee angeſtellte Perſon in einer Krankheit, an der ſie ſtirbt, behandelt haben, koͤnnen die waͤhrend dieſer Krankheit zu ihrem Vorthtil gemach⸗ ten Schenkungen unter Lebenden, oder errichteten teſta⸗ mentariſchen Verfuͤgungen nicht fuͤr ſich anziehen. Ein Gleiches ſoll von den Dienern der Religion gelten. Doch ſind Verfuͤgungen in Anſehung einzelner Gegen⸗ ſtaͤnde erlaubt, wenn ſie zur Vergeltung gheher Bemuͤ⸗ hungen gemacht wurden und mit dem Vermoͤgen des Schenkenden oder Teſtirers, ſo wie mit den geleiſteten Dienſten, in Verhaͤltniß ſtehen. Von Militairperſonen, die ſich auf Schiffen befinden. Die Geburts- und Todtenſcheine, welche Militairperſo⸗ nen, oder deren mit ihnen auf Kriegs-oder Transportſchiffen befindlichen Kinder, betreffen, ſollen von dem Verwaltungs⸗ 184 XIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. 4 Port, seront rédigés par Pofficier d'administration de la marine ou celui qui le supplée, dans les vingt- quatre heures, et en présence de deux témoins pris parmi les officiers du hätiment, ou à leur défaut parmi les hom- mes de l'équipage. Les testamens faits sur mer, et non olographes, seront regus par Pofficier commandant le bätiment, ou, à son défaut, par celui qui le supplée dans F'ordre du service, l'un ou l'autre conjointement avec lofficier d'administration, du avec celui qui en remplit les fonc- tions. Dans tous les cas, ces testamens devront étre regus en présence de deus témoins, et Pofficier com- mandant le vaisseau a des formalités particulieres à remplir, pour la conservation de ges aotes. Les officiers d'aucun grade des troupes de terre ne sont donc chargés de remplir, à la mer, les fonotions d'officier de l'état civil; mais le commandant de chaque détachement, devant toujours avoir un contröle nomina- tif de la troupe qui est sous ses ordres, il aura soin d'y noter les mutations de toute nature, afin qu'on puisse les rapporter ensuite sur les registres matricules du coryps. Instructions 8 6 n6 ra Fes Art. 1. Les dispositions relatives aux militaires hors du territoire frangais, sont applicables non seule- ment à ceux réunis en corps d'armée au-delà des fron- tieres de la république, ou qui y sont employés dans des corps détachés, mais aussi aux corps qui, dans un cas d'invasion ou de révolte, se trouveraient dans l'im- possibilité de recourir aux officiers publies ordinaires, Pour constater le décès des militaires qui seraient morts sur le champ de bataille, ou pour faire divers actes bean naͤc aus der Te deſ nun vom XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 185 beamten des Seeweſens, oder deſſen Stellvertreter, in den nächſten vier und zwanzig Stunden, mit Zuziehung zweyer aus den Schiffsofficieren, oder, in deren Ermangelung, von der Schiffsmannſchaft erwaͤhlten Zeugen, abgefaßt werden. Die zur See gemachten, nicht eigenhaͤndig geſchriebenen Teſtamente muͤſſen vom Befehlshaber des Schiffs, oder, in deſſen Ermangelung, von dem Officiete, der nach der Ord⸗ nung des Dienſtes deſſen Stelle vertritt, von einem, wie vom andern mit Zuziehung des Verwaltungsbeamten, oder desjenigen, der deſſen Stelle vertritt, aufaenommen werden. In jedem Falle ſollen dieſe Teſtamente in Gegenwart zweyer Zeugen aufgenommen werden, und der befehlhabende Officier hat wegen Aufbewahrung dieſer Urkunden beſondere Formali— taͤten zu beobachten. Folglich wird zur See kein Officier der Landtruppen, von welchem Grade er ſey, die Geſchäfte des Civilſtandsbe⸗ amten zu verrichten haben; doch muß der Commandant eines jeden Detachements in der von ihm zu haltenden Namenliſte von der unter ſeinen Befehlen ſtehenden Mannſchaft die Veraͤnderungen aller Art ſorgfältig anmerken, damit man ſie nachher auf der Muſterrolle nachtragen koͤnne. Allgemeine Inſtructionen. Art. 1. Die Verordnungen, welche die außerhalb des franzoͤſiſchen Gebiets befindlichen Militairperſonen betreffen, ſind nicht bloß auf die jenſeits der Graͤnzen der Republik in ganzen Armeen oder in einzelnen Corps ſtehenden Mannſchaf— ten anwendbar, ſondern auch auf ſolche Corps, welche im Falle eines feindlichen Einfalles oder einer Empoͤrung außer Stand ſeyn duͤrften, ſich an die gewoͤhnlichen oͤffentlichen Behoͤrden zu verwenden, um den Tod der auf dem Schlacht— felde gebliebenen Militairperſonen zu beurkunden, oder die verſchiedenen zur Beurkundung des Civilſtandes noͤthigen Ver⸗ 186 XIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. relatifs à l'état civil. Dans tous les autres cas, les mi- litaires sont assujettis aus méme lois que le reste des citoyens. A l'égard de l'envoi qui doit étre fait au dernier domicile, des actes de naissance, mariage et décds des militaires, hors de la république, ce dernier domicile doit étre celui ou est né l'individu, à moins d'une déclaration contraire. Art. 2. Quant aux militaires qui mourraient prison- niers de guerre, les actes en seront rédiges dans les for- mes usitées dans le pays ou ils viendraient à décéder. Comme ils se trouvent alors éloignés de leurs drapeaux, larticle 47 du code Napoléon leur est applicable sous tous les rapports; il porte:„Tout acte de l'état civil, „des Frangais et des étrangers, fait en pays étranger, „fera foi, s'il a été rédigé dans les formes usitées dans „ledit pays.“ Art. 3. Tout dépositaire des registres sera civile- ment responsable des altérations qui y surviendront, sauf son recours, s'il y a lieu, contre les auteurs des⸗ dites altérations. Art. 4. Toute altération, tout faux dans les actez de l'état civil, toute inscription de ces actes faite sur une feuille volante, et autrement que sur les registres à ce destinés, donneront lieu aux dommages intéréts des parties, sans préjudice des peines portées au code pénal. Art.§. Les dilférens actes faits jusqu'a ce jour par les quartiers- maitres, capitaines et inspecteurs aux re- vues, remplissant les fonctions d'officiers de l'état civil, devront étre de suite inscrits sur les registres prescrits par la loi, et indépendamment de cette inscription, les minutes qu'ils auront faites sur feuilles volantes, seront et demeureront annexées auxdits registres, sans en rien U icht dat wor Tod letz ſo wo den der dem foft ſid in XIV. Inſir d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 187 richtungen auszuuͤben. In allen andern Fällen iſt der Sol⸗ dat gleichen Geſetzen mit den uͤbrigen Staatsbuͤrgern unter⸗ worfen. Was die Einſendung der Geburts⸗Heiraths- und Todtenſcheine der Militairperſonen aus dem Auslande an den letzten Wohnort der Perſonen, welche ſie betreffen, anlangt: ſo iſt unter dieſem letzten Wohnorte derjenige zu verſtehen, wo ſie geboren ſind, daſern nicht ein Anderes erklaͤrt wor⸗ den iſt. Art. 2. Was ſolche Militairperſonen betrifft, welche in der Gefangenſchaft ſterben, ſo muͤſſen die Todtenſcheine in dem Lande, wo ſie ſterben, in der hergebrachten Form abge⸗ faßt ſeyn. Da ſie in dieſem Falle von ihren Fahnen entfernt ſind, ſo iſt der 47. Artikel in Napoleons Geſetzbuche auf ſie in jeder Ruͤckſicht anwendbar, welcher alſo lautet:„Jede einen „Franzoſen oder Auslaͤnder betreffende, im Auslande abgefaßte „Civilſtandsurkunde ſoll volle Glaubwuͤrdigkeit haben, wenn ſie „nach der, im gedachten Lande herkommlichen Form abge⸗ „faßt iſt.“ Art. 3. Jeder Bewahrer der Cirilſtandsliſten ſoll fuͤr darin gemachte Abaͤnderungen perſoͤnlich verantwortlich ſeyn; doch bleibt ihm, erfoderlichen Falls, der Regreß wider dieje— nigen vorbehalten, von denen gedachte Verfaͤlſchungen her⸗ ruͤhren. Art. z4. So oft in den Civilſtandsurkunden etwas ab⸗ geaͤndert, oder verfaͤlſcht, oder auf einzelne Blätter geſchrieben und nicht in die dazu beſtimmten Liſten eingetragen wird, haben die Partheyen das Recht, den Erſatz des ihnen dadurch verurſachten Schadens zu fodern; und außerdem bleibt es bey den im Criminalgeſetzbuche deshalb angedrohten Strafen. Art. 5. Alle bis auf den heutigen Tag von den Quar⸗ tiermeiſtern, Hauptleuten und Muſterinſpectoren, welche das Amt der Civilſtandsbeamten verſehen, aufgeſetzte Urkunden ſind ſogleich in die durch die Geſetze vorgeſchriebenen Liſten (Regiſter) einzutragen: uͤberdieß muͤſſen die von ihnen auf einzelne Blaͤtter aufgeſetzten Originalprotocolle erwaͤhnten Liſten beygeheftet werden und bleiben, ohne daß daraus kuͤnftig auf 188 XIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. inférer, pour l'avenir, de contraire aux dispositions du code Napoléon. Art. 6. Dans les cas ou un militaire, hors du ter- ritoire de I'Empire, laisserait en mourant, dans le corps dont il fait partie, un ou plusieurs enfans, sans que leur mère füt présente, le conseil d'administration nom- mera de suite, parmi les officiers dudit corps, un tuteur temporaire, dont les fonctions se horneront seulement a régler les intéréts du mineur avec le corps. Cet officier se hätera de prévenir la famille du déeces du pere de Fenfant, afin que, conformément aux lois, il puisse lui étre nommé un tuteur dans le plus court delai. Aussitöt la nomination de ce dernier, les fono- tions du tuteur temporaire seront terminées de droit, après cependant qu'il aura rendu les comptes que pour- rait nécessiter sa gestion. Lorsqu'un militaire appartenant à un corps viendra a décéder sur le territoire de la république, le juge de paix de Parrondissement en sera aussitöt prévenu; il mettra le scellé sur les effets du décédé; le scellé sera levé sous le plus bref délai, en présence d'un officier chargé, par le conseil d'administration, d'y assister et de signer le proces- verbal de désignation des effets; la vente en sera faite avec les formalités requises, et le produit remis au conseil d'administration, qui le ds- posera dans la caisse du corps, et restera responsable, envers les héritiers, du montant de la succession. Si un militaire meurt hors du territoire de la répu- blique, le chef du corps, ou Pofficier le plus élevé en grade, présent sur les lieux, commettra un officier pour apposer les scellés, qui seront ensuite levés, et la designation des effets et leur vente faites, comme il est dit ci-dessus. — XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 189 eine uebertretung der Verordnungen des Civilgeſetzbuchs ge⸗ ſchloſſen werden ſoll. Art. 6. In ſolchen Faͤllen, wo eine Militairperſon außer dem Gebiete des franzoͤſichen Reichs bey ihrem Abſter⸗ ben in dem Corps, bey welchem ſie ſteht, ein oder mehrere Kinder hinterlaͤßt, und deren Mutter nicht gegenwaͤrtig iſt, muß der Verwaltungsrath unverzuͤglich einen von den Officie⸗ ren des gedachten Corps zum einſtweiligen Vormund beſtellen, deſſen Verrichtungen ſich bloß auf die Berichtigungen der Ab⸗ rechnungen des Minderjährigen mit dem Corps einſchraͤnken ſollen. Dieſer Ofſicier hat der Familie ſchleunigſt den Tod des Vaters des Kindes zu melden, damit ihm, den Geſetzen gemaͤß, baldmoͤglichſt ein Vormund geſetzt werden koͤnne. So⸗ bald dieſer Vormund beſtellt iſt, ſollen die Verrichtungen des einſtweiligen Vormunds ſofort, kraft des Geſetzes, aufhoͤren; jedoch nach vorgängiger Rechnungsablegung, ſoweit ſolche er⸗ foderlich iſt. Wenn eine bey einem Corps ſtehende Militairperſon auf dem Gebiete der Republik(des Reichs) mit Tode abgeht, ſo muß der Friedensrichter des Bezirks davon ſogleich benachrich⸗ tiget werden, und die Sachen des Verſtorbenen unter Siegel nehmen; die Entſiegelung ſoll aufs Schleunigſte in Gegen⸗ wart eines Officiers erfolgen, der vom Verwaltungsrathe be⸗ auftragt iſt, dabey zugegen zu ſeyn, und das Protocoll uͤber das Verzeichniß der Effecten des Verſtorbenen zu unterſchrei⸗ ben; dann ſollen die Sachen, unter Beobachtung der erfoder⸗ lichen Formalitaͤten, verſteigert werden; der Ertrag aber iſt an den Verwaltungsrath abzuliefern, welcher denſelben in die Caſſe des Corps niederlegen, und den Erben fuͤr den Werth der Verlaſſenſchaft haften ſoll. Stirbt eine Militairperſon außer dem Gebiete der Repu⸗ blik, ſo ſoll der Chef des Corps oder derjenige, der unter den zur Stelle befindlichen Officiers den hoͤchſten Rang hat, einen Officier beordern, die Verſiegelung zu verrichten; worauf in der Folge die Entſiegelung, die Aufzeichnung der Sachen und deren Verkauf auf die obbeſchriebene Art erfolgt. 190 XIV. Instr. actes de l'état civil des militaires. Le ministre de la guerre rappelle aux inspecteurs aux revues, aux officiers supérieurs et quartiers- maitres, offi devant remplir les fonctions d'officiers de l'état civil, vilſ Timportance des mesures dont l'exécution leur est con- i fice. Ils devront apporter l'exactitude la plus rigoureuse jusque dans les moindres détails, et prévenir, par une 3n attention soutenue, des erreurs qui deviendraient ex ſet trémement prejudiciables à ceux qui en seraient'objet, ind et les mettraient eux mémes dans le cas d'encourir les Er peines prononcées par la loi.* Le ministre ordonne aux chefs d'état- major et aux hi conseils d'administration des corps de toute arme, d'exer- cer la plus grande surveillance à cet égard. A Paris, le 24 brumaire an I2. Le ministre de la guerre, Arnx. BRRTRIER. ———— — —— *—— XIV. Inſtr. d. Anwend. d. Civilgeſ. auf Militairp. betr. 191 e ſn Der Kriegsminiſter giebt den Muſterinſpectoren, Pber⸗ officieren und Quartiermeiſtern, welche die Geſchaͤfte der Ci⸗ vilſtandsbeamten zu verſehen haben, zu erwaͤgen, wie wichtig die Verrichtungen ſind, deren Vollziehung ihnen anvertraut iſt. Sie haben in die kleinſten Umſtaͤnde mit der ſtrengſten Genauigkeit einzugehen, und durch anhaltende Aufmerkſamkeit Irrungen zu verhuͤten, welche nicht nur fuͤr diejenigen, die ſie betrafen, außerſt nachtheilig werden, ſondern auch ſie ſelbſt in den Fall ſetzen wuͤrden, die von den Geſetzen angedrohten Strafen zu verbuͤßen. Der Miniſter befiehlt den Chefs des Generalſtabs und den Verwaltungsraͤthen der Militaircorps aller Art in dieſer Hinſicht die genauſte Aufſicht zu fuͤhren. Paris, den 24. Brumaire d. J. 12. Der Kriegsminiſter A BR „ 192 XV. Instructiòn sur les Monations. XV. INSTRLCTION De la régie de lenregistrement, qui declare que, d'après les dispositions de la loi du 15 ſloréal an 14, la formalité de Pinsinuation est abolie pour toutes les donations entre- vifs et rem- placce par la transcription aux hypotheques qu'ordonne Farticle 939. Du 26 nivose an 12.— 17 janvier 1803. ———————— Aux termes de la déclaration du 17 février 1731, de lordonnance du méme mois, et des lettres patentes du 3 juillet 1769, les donations entre- vifs de meubles et immeubles, mutuelles, réciproques, rémunératoires, onéreuses, et autres faites en quelque sorte et manière qus ce fät, et les dons mutuels, réciproques et rému- nératoires entre maris et femmes pär contrat de ma- riage, devaient, à peine de nullité, étre insinués, pen- qant la vie des donateurs, ou dans les 4 mois, à comp- ter du déces de oes derniers. Il n'y avait d'exceptions qu'en faveur, 10. des do- nations par forme d'augment et contre-augment, dons mobiles, engagemens, droits de rétention, engencemens, gains de noce et de survie; 20. Des donations de choses mobilieres qui conte⸗- naient tradition réelle des choses données, ou qui, sans tradition, n'excedaient pas 1000 livres. de o de tio be * h 5 D XV. Inſtruction uͤber die Schenkungen. 193 76 XV. Inſtruction des Verwaltungsamtes(der Regie) der Einregiſtrirungs⸗ abgaben, daß, vermoͤge des Geſetzes vom 13. Floreal des 11. J. die Formalitaͤt der(gerichtlichen) Inſinua⸗ tion in Anſehung aller Schenkungen unter Lebenden abgeſchafft, und an deren Stelle die im 939. Artikel des Geſetzbuchs anbefohlne Eintragung in das Hypothekenbuch getreten ſey. Vom 26. Nivoſe d. J. 12.— 17. Januar 1804. Nach dem Inhalte der Erklaͤrung vom 17. Februar 1731. der Verordnung von demſelben Monate, und des Patents vom 3. July 1796, ſollten alle Schenkungen unter Lebenden, ſie moͤgen bewegliche oder unbewegliche Guͤter betreffen, gegen— ſeitig, wechſelſeitig, vergeltend(remuneratoriſch), unter laͤſti⸗ gen Bedingungen oder ſonſt auf irgend eine Art und Weiſe erfolgt ſeyn, ferner alle wechſelſeitige und remuneratoriſche, durch Ehevertraͤge von Eheleuten einander ausgeſetzte Ge⸗ ſchenke, bey Strafe der Nichtigkeit, bey Lebzeiten der Schen⸗ kenden, oder in den naͤchſten 4 Monaten nach deren Tode, in die Gerichtsbuͤcher eingetragen(inſinuirt) werden. Ausnahmen fanden nur Statt: 1) zu Gunſten der Schen⸗ kungen in Form der Ausſteuer und Gegenausſteuer, der Ge— ſchenke beweglicher Gegenſtaͤnde, Verſprechungen, Zuruͤckbe⸗ haltungsrechte, Hochzeitgeſchenke und Wittwengelder; 2) in Anſehung der Schenkungen beweglicher Sachen, mit welchen eine wirkliche Uebergabe der geſchenkten Sachen verbunden iſt, oder die, wenn keine Uebergabe Statt fand, ſich nicht uͤber 1000 Livres beliefen; Supplem. z. Geſetzb. Nap. N 194 XV. Instruction sur les Ponations. 30. Des donations de chambres garnies, de bagues et joyaux, et autres gains nuptiaus stipulés par contrat ur de mariage. plusieurs articles de la loi du 13 floréal an IF, 1. publice le 24 du méme mois, liv. Z, titre 2 du code 12 Napoléon, ont apporté quelques changemens à cette e partic de Pancienne législation. ſ Les difficultés que présente'application de ces ar- 11 ticles ayant été soumises au ministre des finances, il ti en a été référé au grand-juge. I résulte de la réponse h de ce magistrat, en date du 19 brumaire dernier, que u Pancienne formalité de l'insinuation est totalement abo- 4 lie par la loi du 13 floréal an II, Pour toutes especes 9 de donations. Le grand-juge observe à ce sujet, qu'indépendamment du silence de la loci, les motifs qui Pont déterminée, exposés dans le discours de l'orateur du Gouvernement, ne laissent aucun doute sur cette abolition. En effet, apres avoir parlé de la formalité . de l'insinuation, il y est dit:„Toute cette legislation „relative à la publicité des actes de donations entre-vifs, 1„est devenue inutile, depuis que par la loi qui s'exs- „cute maintenant dans toute la France, non seulement 3„ces actes, mais encore toutes les autres aliénations „d'immeubles, doivent étre rendus publics, par la trans- „cription sur des registres ouverts à quiconque veut les„ 3„consulter. Lobjet de toutes les lois sur les insinua- .—„tions sera donc entierement rempli en ordonnant que „lorsqu'il y aura donation de biens susceptibles d'hypo- „theques, la transcription des actes contenant la dona- „tion, devra étre faite aux bureau des hypotheques „dans l'arrondissement desquels les biens seront situés.“ 5 „Quant au meuples qui séraient Fobjet des dona- .„tions, ils ne sauraient étre mis au nombre des gages „que les créanciers puissent suivre.“ XV. Inſtruction uͤber die Schenkungen. 195 3) der Schenkungen moͤblirter Zimmer, Ringe, Juwelen und anderer durch Ehecontracte bedungener Hochzeitgeſchenke. Verſchiedene Artikel des Geſetzes vom 13. Floreal d J. 1I. welches den 24. deſſelben Monats publicirt wurde,(im Z. Buche und 2. Titel des Napoleoniſchen Geſetzbuchs) haben einige Veraͤnderungen in dieſem Theile unſrer ehemaligen Ge⸗ ſetzgebung bewirkt. Die bey Anwendung dieſer Artikel ſich erhebenden Schwie⸗ rigkeiten ſind dem Finanzminiſter vorgelegt worden, und man hat deshalb an den Reichsoberrichter Bericht erſtattet. Aus der von dieſem Staatsbeamten den 19. Brumaire ertheilten Antwort ergiebt ſich, daß die alte Formalität der(gerichtli— chen) Inſinuation bey allen Arten der Schenkungen durch das Geſetz vom 13. Floreal d. J. 1I. ganz abgeſchafft worden iſt. Der Reichsoberrichter bemerkt in dieſer Hinſicht, daß, außer dem Stiliſchweigen des Geſetzes, auch die von dem Redner der Regierung in deſſen Vortrage angefuͤhrten Gruͤnde des Geſe— tzes uͤber dieſe Abſchaffung keinen Zweifel uͤbrig laſſen. Wirk— lich leſen wir dort, nachdem von der Formalitat der Inſinus— tion die Rede geweſen iſt, folgende Worte:„Dieſe ganze we⸗ „gen der Urkunde uͤber Schenkungen unter Lebenden gegebene „Verordnung iſt uͤberfluͤſſig geworden, ſeitdem, Kraft des „jetzt in ganz Frankreich guͤltigen Geſetzes, nicht nur dieſe „Urkunde, ſondern auch alle uͤbrigen Veraͤußerungen von „Immobilien, durch Eintragung in Regiſter zu verlautbaren „ſind, welche jedermann, der ſie nachſchlagen will, vorgelegt „werden. Der Zweck aller Geſetze uͤber die(gerichtliche) In— „ſinuation(der Schenkungen) iſt alſo vollkommen erreicht, „wenn anbefohlen wird, daß bey Schenkungen hypothekfahi⸗ „ger Guͤter die Schenkungsurkunden beym Hypothekenamte, „in deſſen Bezirk die Guͤter gelegen ſind, eingetragen werden „ſollen.“ „Was bewegliche Sachen anlangt, welche Gegenſtände „einer Schenkung ſeyn duͤrften, ſo koͤnnen ſie nicht zu den „Unterpfaͤndern, an welche Glaͤubiger ſich halten duͤrfen, ge— „rechnet werden.“ N 2 196 XV. Instruction sur les Ponations. „Il n'est aucun des différens actes par lesquels on „peut aliener des meubles qui soit assujetti à de sem- „blables formalités.“ La loi du 13 floréal a donc irrévocablement abrogé la formalité de Pinsinuation, non seulement pour les donations entre- vifs qu'elle a soumises à la transcription hypethécaire, mais encore pour les donations mobilid- res, sans tradition réelle d'objets de valeur de plus de 1000 liv., en ce qui concerne ces derniers, l'article 948 se borne à exiger à peine de nullité, qu'on annexe a la minute des actes un état estimatif des effets mobi- liers, signé du donateur et du donataire ou de ceux qui acceptent pour lui. A l'egard des donations grevées de restitution qui ont pour objet des sommes colloquées sur des immeu⸗ bles, Part. 1069 veut qu'il soit requis inscription hypo⸗ thecaire sur ces immeubles. Le but de ces sortes d'inscriptions ctant d'assurer hypotheque privilègiée a des créanciers réels au profit des enfans neés et à naitre des donataires grevés de res⸗ titutions, elles donneront lieu à la perception du droit proportionnel d'un franc par mille francs, conformément aus lois des 9 vendémiaire an 6 et 21 ventose an 7. Le droit proportionnel d'hypotheque d'un franc cin- quante centimes par cent francs, établi par les mémes lois, sera également pergu sur Ja valeur réelle des biens compris dans les actes soumis à la transcription en con- formité des art. 939 et 1069; les donations qui se trou- vent dans le cas sont celles qui ont pour objet des biens présens, lors méme que les donateurs déclarent XV. Inſtruction uͤber die Schenkungen. 19. „Keiner von den verſchiedenen Vertraͤgen, wodurch man „bewegliche Guͤter veraͤußern kann, iſt an dergleichen Formali⸗ „taten gebunden.“ Das Geſetz vom 13. Floreal hat alſo die Formalität der (gerichtlichen) Inſinuation unwiderruflich abgeſchafft, nicht nur in Anſehung der Schenkungen unter Lebenden, deren Eintragung in das Hypothekenbuch es anbefohlen hat, ſondern auch in Ruͤckſicht auf Schenkungen beweglicher Guͤter, bey welchen die wirkliche Uebergabe nicht erfolgt, dafern ſie ſolche Gegenſtaͤnde betreffen, deren Werth uͤber 1000 Livres betraͤgt, Was die letztern anlangt, ſo fodert der 948. Artikel, bey Strafe der Nichtigkeit, bloß, daß man dem Driginale der Schenkungsurkunde ein von dem Schenkenden dem Beſchenk— ten, oder dem, der an deſſen Statt acceptirt, unterſchriebenes, die Taxe enthaltendes Verzeichniß der Mobiliargegenſtände beyfuͤgen ſolle. In Anſehung der unter Bedingung der Zuruͤckgabe ge— machten Schenkungen ſolcher Geldſummen, welche auf Immd⸗ bilien haften, verlangt der 1069. Artikel, daß man dieſe Summe auf ſolche unbewegliche Guͤter im Hypothekenbuche vormerken laſſe. Da der Zweck dieſer Einzeichnung dahin geht, den wirk⸗ lichen Glaͤubigern zum Beſten der von dem reſtitutionspflichti⸗ gen Beſchenkten ſchon erzeugten oder noch zu erzengenden Kin— der ihre privilegirte Hypothek zu ſichern, ſo iſt davon die ver⸗ haͤltnißmaͤßige Einzeichnungsabgabe zu nehmen, welche in den Geſetzen vom 9. Vendemiaire d. J. 6. und vom 21. Ventoſe d. J. 7. auf einen Franken vom Tauſend angeſetzt iſt. Die verhaͤltnißmaͤßige Einzeichnungsabgabe von Hypothe— ken an 1 Frank 50 Centimen fuͤr hundert Franken, welche in eben dieſen Geſetzen vorgeſchrieben iſt, iſt gleichfalls von dem wirklichen Werthe derer Guͤter zu erheben, welche in den zu Folge des o39. und 1069. Artikels einzutragenden Urkunden verſchrieben ſind. Unter dieſen Schenkungen ſind diejenigen zu verſtehen, welche gegenwaͤrtig ſchon vorhandene Guͤter zum Gegenſtande haben; ſelbſt dann, wenn der Schenkende XV. Instruction sur les Donations. 198 s'en réserver la jouissance, soit pendant leur vie soit pendant un nombre d'années déterminé. Quant aun donations qui embrassent uniquement des biens à venir, telles sont celles autorisées par les art. 1082 et 1083, comme elles ne dépouillent point le donateur de la propriété, puisqu'il conserve la faculte d'aliener à titre onéreux, et que d'ailleurs elles portent sur des immeubles encore indétermines et inconnus, elles ne peuvent donner lieu à la formalité de la trans- cription qu'a Fépoque ou elles doivent recevoir leur ac- complissement et leur effet; alors seulement les dona- taires connaissent les biens qui leur sont transmis, et dans quels bureaux ils ont à faire transcrire. Les donataires qui dans ce cas requièrent la trans- cription ne peuvent se dispenser de fournir au conser- vateur des hypotheques une déclaration estimative des biens sur lesquels porte la donation, afin de le mettre en état d'asseoir la perception du droit d'un et demi pour cent. Au reste, il résulte de la lettre du grand-juge, mi- nistre de la justice, ci-dessus référée, que les donations entre-vifs, d'une date antérieure à la loi du I5 floréal an II, qui n'ont point eté insinuées avant sa publication, conformément aux anciens règlemens, sont sujettes aux formalités prescrites par cette loi, qui doit servir de regle pour tout ce qui n'était pas consommé antérieure- ment. En conséquence, les receveurs près des tribunaux de premiere instance feront, aussitöt la réception de Ja présente, clore de registre servant a la transcription l6- gale des donations, par le président du tribunal civil, et dans les quatre mois de cette clöture, en feront le dépöt au greffe de ce tribunal, conformément à l'art. 34 des 1 ordres généraux de régie; enſin ils adresseront sans XV. Inſtruction uͤber die Schenkungen. 199 erklärt, daß er ſich den Nießbrauch derſelben, entweder auf ſeine Lebenszeit, oder auf eine beſtimmte Reihe von Jahren vorbehalte. G die Schenkungen bloß zukuͤnftiger Guͤter, wie ſie im 1og2. u. 1083. Art. verſtattet ſind, dem Schenkenden ſein Ei— nicht entziehen, indem er die Freyheit behe ſolche unter laͤſtigen Bedingungen zu veraͤußern; da ſie uͤbrigens auf noch unbeſtimmte und unbekannte beziehen: ſo koͤnnen ſie der Forma litat der Eintragung erſt von dem Zeitpunkte an unterworfen werden, wo ſie zur Vollzie⸗ hung und Wirkſamkeit gedeihen; denn dann erſt weiß der Be⸗ ſchenkte, welche Guͤter er habe, und in we lchem Hypotheken⸗ amte er ſolche eintragen laſſen muͤſſe. Wenn in dieſem Falle der Beſchenkte um die Einſchrei⸗ bung anſucht, ſo darf er nicht unterlaſſen, dem Hypotheken⸗ buchhalter den Werth der durch die Sche nkung erhaltenen Guͤ⸗ ter anzugeben, damit dieſer in den Stand geſetzt werde, den Betrag der Einregiſtrirungsabgabe an 1½ Procent zu be⸗ ſtimmen. Uebrigens ergiebt ſich aus dem angefuͤhrten Schreiben des Reichsoberrichters und Juſtizminiſters ſoviel, daß die Schenkungen unter Lebenden, die fruͤher datirt ſind, als das Geſetz vom 15. Floreal d. J. 11. und die vor deſ ſen Bekannt⸗ machung nicht, zu Folge der alten Verordnungen, in die Ge⸗ richtsprotocolle eingetragen worden ſind, an die durch gedach⸗ tes Geſetz vorgeſchriebenen Formalitaͤten gebunden ſeyn ſollen, als welches fuͤr alles, was nicht vorher bereits volzogen war, zur Richtſchnur dient. Daher ſollen die bey den Gerichtshoͤ⸗ ſen erſter Inſtanz angeſtellten Einnehmer gleich nach Empfang gegenwaͤrtiger Inſtruction das zur geſetzlichen Einſchreibung der Schenkungen beſtimmte Gerichtsbuch(Gerichtsprotocoll) vom Praͤſidenten dieſes Gerichtshofes ſchließen laſſen, und binnen vier Monaten nach dem Schluſſe deſſelben ſolches zu Folge des 34. Artikels der allgemeinen Verwaltungsverordnung bey der Expedition dieſes Gerichtshofs niederlegen, und end— 200 XVI Arrétèé les acceptations de Legs faits aux hospic. delai à leur directeur le procks-verbal de ce dépöt, signé du greffier. XVI. A R Concernant les acceptations de Legs faits aux hospices et aux pauvres. Paris, le 4 Pluviose an XII.— 25 Janvier 1804. (Bulletin des Lois, ur 336.— Depöt des Lois, nr. 1936.) Le Gouvernement de la république, sur le rap- Port du ministre de Pintérieur, le conseil d'état entendu, arréte: Art. 1. Les commissions administratives des hõpi- taux, et les administrateurs des bureaux de bienfaisance, Pourront accepter et employer à leurs besoins, comme recette ordinaire, sur la simple autorisation des sous⸗ Préfets, et sans qu'il soit désormais besoin d'un arrété spécial du Gouvernement, les dons et legs qui leur seront faits, par actes entre-vifs ou de àerniere volonté, soit en argent, scit en meubles, soit en denrées, lors- que leur valeur n'excédera pas trois cents Francs de ca- pital, et qu'ils seront faits à titre gratuit. 2. Conformément aux anciens règlemens constitu- tifs de l'administration des hospices, les notaires et autres officiers ministériels, appelés pour la rédaction des donations et actes testamentaires, auront soin de donner avis aux administrateurs des dispositions qui se- ront faites en leur faveur. lich unt we XVI. Verordn. weg. Annahme d. Vermaͤchtn. an Spitaͤl. 201 b lich unverzuͤglich ihrem Director das vom Gerichtsſchreiber unterzeichnete Protocoll uͤber dieſe Niederlegung zuſenden. XVI. Verordnung wegen Annahme der Vermaͤchtniſſe an Spitäler und an die Armencaſſen. Paris, den 4. Pluvioſe d. J. XII.— 25. Jan. 1804. (Bulletin des Lois, nr. 358.— Dépöt des Lois nr. 1936.) Auf Vortrag des Miniſters des Innern und nach Anhoͤ⸗ rung des Staatsraths, beſchließt die Regierung der Republik folgendes: h Art. 1. Die Verwaltungscommiſſionen der Spitaͤler c, und die Adminiſtratoren der Armenämter koͤnnen, bloß mit 6 Erlaubniß des Unterpraͤfects, und ohne daß hinfuͤhro ein be— s⸗ ſonderer Befehl der Regierung dazu noͤthig ſeyn ſoll, die Ge⸗ ſchenke und Vermaͤchtniſſe, die ihnen durch Schenkungen unter ur Lebenden oder durch Teſtamente, ſowohl in baarem Gelde, als in Mobilien oder Mundvorraͤthen zufallen, annehmen und als gewoͤhnliche Einkuͤnfte fuͤr die Beduͤrfniſſe der ihnen anvertrauten Anſtalten benutzen, wenn der Werth derſelben nicht drey hundert Franken uͤberſteigt, und ſie ohne laͤſtige Bedingung gemacht ſind. u 2. In Gemäßheit der aͤltern, die Verwaltung der Spi⸗ et taͤler betreffenden Verordnungen, haben die Notarien und an⸗ on dere zu Abfaſſung der Schenkungen und Teſtamente beſteilten e oͤſſentlichen Beamten die Obliegenheit auf ſich, den Aufſehern dieſer Anſtalten von den zu deren Beſten gemachten Verfuͤ⸗ gungen Anzeige zu thun. 202 XVII. Loi relative aux donat. faites aus hospices. VI 3. Les donations d'immeubles ou d'objets mobi- liers excédant une valeur capitale de trois cents francs, faites par actes entre- vifs ou de dernidre volonté, et beiro toutes les dispositions à titre onéreux, n'auront leur Vil elfet qu'après que Pacception en aura été autorisée par dine le Gouvernement. gier 4. En attendant l'acceptation des legs excédant trois cents francs, les receveurs des pauvres et des hos⸗ Ve pices, sur la remise des testamens, feront tous les aotes kinn conservatoires qui seront jugés nécessaires. Il Geg . S ſcb XVII. L. O Sur la modération des droits d'enregistrement er d'hypothéque pour les donations en faveur 3 ul des hospices. Paris, le 7 Pluviose an XII.— 28 Janvier 1804. (Bulletin des Lais, nr. 330.— PDepöt des Lbis, nr. 1937.) ſ r Les droits à percevoir au profit du trésor publie pour la transcription ordonnée par Farticle 939 du code civil, des actes de donations et d'acceptations d'immeu-. 4 k bles susceptibles d'hypotheques, ainsi que de la notifi⸗ 4 t cation de Tacceptation faite par acte séparé aux bureaus (¹) Voyez Tarticle g10 du code Napoléon. XVII. Geſ. uͤber d. Herabſetz. v. Einregiſtrirungsabgab. 203 z. Die Schenkungen unbeweglicher ſowohl, als beweg⸗ licher Guͤter, deren Werth mehr, als drey hundert Franken beträgt, ſollen, ſie moͤgen unter Lebenden, oder durch letzten Willen gemacht ſeyn, ſo wie Dispoſitionen unter laͤſtigen Be⸗ dingungen, nicht eher volle Wirkſamkeit haben, bis die Re⸗ gierung deren Annahme verſtattet hat. 4. Bis zur Annahme ſolcher Vermächtniſſe, welche den Werth von 300 Franken uͤberſteigen, haben die Armencaſſen⸗ einnehmer und die Caſſirer der Spitäler, ſobald ihnen das Teſtament zugeſtellt worden iſt, wegen Erhaltung der legirten Gegenſtaͤnde alle erfoderliche Maaßregeln zu ergreifen.(Ge⸗ ſetzb. Napol. Art. 910.) XVII. uͤber die Herabſetzung der Einregiſtrirungs⸗ und Hy⸗ pothekenabgabe bey Schenkungen an Hoſpitäler. Paris, den 7. Pluvioſe d. J. XII.— 28. Januar 1804. Dépöt des Lois Nr. 1937.) (Bulletin des Lois Nr. 338.— Die an die Staatscaſſe fuͤr die im 939. Artikel des⸗Ci⸗ vilgeſetzbuchs verordnete Eintragung der Schenkungs- und Acceptationsurkunden von hypothekenfaͤhigen Immobilien, ſo wie fuͤr Anzeige der geſchehenen Annahme mittelſt einer beſon— dern, im Hypothekenamte, in deſſen Bezirk die geſchenkten Guͤter liegen, eingereichten Urkunde, und die Einregiſtri⸗ 204 XVIII. Loi relative aux actes respectueus. des hypothèques dans Parrondissement desquels les biens donnés sont situés, et le droit d'enregistrement desdites donations, sont modérés, en ce qui concerne les pau- vres et les höpitaux, au droit fixe d'un franc pour l'en- registrement, et d'un franc pour la transcription, sans préjudice des droits dévolus au conservateur. Collationné à l'original, par nous président et se- crétaires du corps législatif, etc. XVIII. Relative aux Actes respectueux. paris, le 21 VWentose an XII.— 22 Mars 1804. (Bulletin des Lois, nr. 362.— Dépöt des Lois, nr. 194.) Art. 1. Depuis la majorité fixée par l'article 1483, au titre du code Napoléon concernant le mariage, jus- qu'a l'àge de trente ans accomplis pour les fils, et jus⸗ qu'a l'äge de vingt-cinq ans accomplis pour les filles; l'acte respectueux, prescrit par karticle 151, et sur le⸗ quel il n'y aurait pas de consentement au mariage, sera renouvelé deux autres fois, de mois en mois; et un mois après le troisieme acte, il pourra étre passé outre à la célébration du mariage. 2. Apres l'àge de trente ans, il pourra étre, à defaut de consentement sur un acte respectueux? pass⸗ outre, un mois après, à la célébration du mariage. „ P uung ſhu Sal Fra ſetzt zuke und XVIII. Geſetz die ehrerbietigen Geſuche betreffend. 205 rungsabgabe fuͤr gedachte Schenkungen wird hiermit, in An⸗ ſehung der Armenanſtalten und Hoſpitaͤler auf den beſtimmten Satz von Einem Franken fuͤr jede Einregiſtrirung und Einem Franken fuͤr die Eintragung in das Hypothekenbuch herabge⸗ ſetzt, doch ohne Schmaͤlerung der dem Hypothekenbewahrer zukommenden Gebuͤhren. Verglichen mit dem Originale von Uns, dem Praͤſidenten und Secretarien des geſetzgebenden Corps u. ſ. w. XVIII. e die ehrerbietigen Geſuche betreffend. Paris, den 21. Ventoſe d. J. XII.— den 12. Maͤrz 1804. (Bulletin des Lois nr. 362.— Dépöt des Lois nr. 19440) Art. 1. Vom Eintritte der Volljaͤhrigkeit an, welcher im 148. Artikel in Napoleons Geſetzbuche, und zwar im Ti⸗ tel von der Ehe, feſtgeſetzt iſt, ſoll von Soͤhnen, bis ſie volle dreyßig, und von Toͤchtern, bis ſie volle fuͤnf und zwan⸗ zig Jahre alt ſind, das im 151. Artikel vorgeſchriebene ehrer⸗ bietige Geſuch, wenn darauf keine Einwilligung zur Ehe er⸗ folgt, noch zweymal von Monat zu Monat wiederholt, und erſt einen Monat nach dem dritten Geſuche die Heirath voll⸗ zogen werden. 2. Nach dem dreyßigſten Jahre kann, wenn auf ein ehrerbietiges Geſuch keine Einwilligung erfolgt, einen Monat nachher zur Vollziehung der Heirath geſchritten werden. 206 XVIII. Loi relative aux actes respectueux. 3. L'acte respectueux sera notifié à celui ou ceux des ascendans désignés en l'article I51, par deus notai- res ou par un notaire et deux témoins; et, dans le procès· verbal qui doit en étre dressé, il sera fait men⸗ tion de la réponse. 4. En cas d'absence de b'ascendant auquel eüt dů étre fait l'acte respectueux, il sera possé outre à la cé- lébration du mariage, en représentant le jugement qui aurait été rendu pour déclarer l'absence, ou, à défaut de ce jugement, celui qui aurait ordonné'enquéte; ou, s il n'y a point encore eu de jugement, un acte de notoriété, delivré par le juge de paix du lieu ou l'ascendant a eu son dernier domicile connu, qui contiendra la déclaration de quatre témoins appelés d'office par ce juge de paix. §. Les officiers de l'état civil qui auraient procédè à la célébration des mariages contractés par des fils n'ayant pas atteint'àge de vingt-cinq ans accomplis, ou par des filles n'ayant pas atteint vingt- un ans ac complis, sans que le consentement des peres et méères, zleuls et aieules, et celui de la famille, dans le cas ou ils sont requis, soient énoncés dans l'acte de mariage, seront, à la diligence des parties intéressées ct du com- missaire du Gouvernement près le tribunal de premiere instance du lieu ou il aura été celebré, condamnés à Pamende portée par Particle 192 du code Napoléon, et, en outre, à un emprisonnement dont la durée ne pourra étre moindre de six mois. 6. Lorsqu'il n'y aura pas eu d'actes respectueus, dans les cas ou ils sont prescrits, l'officier de l'etat ci- vil qui aurait célébré le mariage, sera condamné aà la méme amende, et à un emprisonnement qui ne pourra étre moindre d'un mois. Collationné à l'original, par nous président et se- crétaires du corps législatif, etc. —————— — 151. von dart wer 5 XVIII. Geſetz die ehrerbietigen Geſuche betreffend. 207 z. Das ehrerbietige Geſuch muß dem oder denen im 151. Art. beſchriebenen Aſcendenten von zwey Notarien, oder von einem Notar und zwey Zeugen inſinuirt, und in dem daruͤber aufzunehmenden Protocoll der Antwort erwähnt werden. 4. Falls der Aſcendent, an welchen das eherbietige Ge⸗ ſuch hatte gelangen ſollen, abweſend iſt, kann zur Vollziehung der Heirath geſchritten werden, wenn man das Urthel bey⸗ bringt, durch welches derſelbe fuͤr abweſend erklaͤrt iſt, oder in deſſen Ermangelung das Urthel nachweiſt, worin auf Zeugen⸗ verhoͤr erkannt iſt; oder wenn noch gar kein Urthel geſprochen ſeyn ſollte, einen, von dem Friedensrichter des Orts, wo der Aſcendent ſeinen letzten bekannten Wohnſitz gehabt hat, aus⸗ geſtellten Notorietaͤtsſchein aufweiſer, welcher die Erklaͤrung von vier von dieſem Friedensrichter Amtshalber dazu berufe⸗ nen Zeugen enthaͤlt. §. Wenn ein Civilſtandsbeamter Ehen nicht vollig 25jaͤh⸗ riger Soͤhne oder noch nicht voͤllig 21jähriger Toͤchter fuͤr voll⸗ zogen erklaͤrt, ohne daß im Heirathsſcheine der Einwilligung der Aeltern, oder der Großäͤltern, oder der Familie, wo der⸗ gleichen erfoderlich iſt, gedacht wird: ſo ſoll er auf Antrag der Intereſſenten und des Regierungscommiſſars(kaiſerlichen Anwalds) bey öem Gerichtshofe erſter Inſtanz des Orts, wo die Heirath begangen worden iſt, zu der im 192. Artikel in Napoleons Geſetzbuche angedrohten Geldbuße, und noch uͤber⸗ dieß zu einem wenigſtens ſechsmonatlichen Gefängniſſe ver⸗ urtheilt werden. 6. Wenn in den vorgeſchriebenen Fällen kein ehrerbietiges Geſuch angebracht worden iſt, ſo ſoll der Civilſtandsbeamte, der die Che fuͤr geſchloſſen erklaͤrt hat, zu derſelben Geldbuße und zu wenigſtens eimnonatlichem Gefaͤngniſſe verurtheilt werden. Verglichen mit dem Originale von Uns, dem Praͤſidenten und den Secretarien des geſetzgebenden Corps u. ſ. w. ——— 208 XIX. Avis sur les actes de divorce. XIX. Des minutes de 1 a secrétairerie d'stat. Au palais de Saint-Cloud, le 18 prairial an 22.— 7 juin 1804. (Bulletin des Lois, no. 6.— Dépöt des Lois, nr. 12.) AVIS DU CONSEIL D'ETAT, sur les actes de divorce faits pendant la disparition des émigrés ou absens; du II prairial an 12. Le conseil d'état réuni au nombre de membres pres- crit par l'article 75 du sénatus- consulte organique du 28 foréal an 12; après avoir entendu le rapport de la législation sur le renvoi qui lui a été fait de la question de savoir si les émigrés ou absens rentrés peuvent atta- quer les actes de divorce faits pendant leur disparition; Vu les dispositions des lois du 20 septembre 1792, celles de la loi du 26 germinal an II relative aux di- vorces faits ou aux demandes formées antérieurement à la publication de la loi du 30 ventose précédent, sur les divorces; Vu pareillement les dispositions du sénatus con- sulte du 6 floréal an 10; Est d'avis que les émigrés ou absens ne peuvent attaquer les actes de divorce faits pendant leur dispari- tion. Les actions qu'ils intenteraient à ce sujet, seraient aut beh des XIX. Eutacht. weg. Eheſcheid. d. Abweſ. und Ausgew. 209 XIX. 6 3 u 4 aus den Originalprotocollen des Staatsſecretariats. Gegeben im Palaſte zu St. Cloud, den 18. Prairial d. J. XII.— den 7. Jun. 1804. Bulletin des Lois nr. 6.— DPépöt des Lois nr. 12.) Gutachten des Staatsraths uͤber die waͤhrend der Entfernung der Ausgewanderten oder Abweſenden erfolgten Eheſcheidungen; vom 12. Prairial d. J. XII. Nachdem der Staatsrath, in der gehoͤrigen, durch den 75. Artikels des organiſchen Senatusconſults vom 28. Floreal d. J. 12. vorgeſchriebenen Anzahl verſammelt, den Vortrag der Geſetzgebungsſection uͤber die an ihn verwieſene Frage: ob die zuruͤckgekehrten Emigrirten oder Abweſenden die waͤhrend ihrer Entfernung erfolgten Eheſcheidungen anſechten koͤnnen, angehoͤrt; und die geſetzlichen Verordnungen vom 20. Septem⸗ ber 1702, vom 26. Germinal d. J. IT. in Anſehung der vor Publicirung des Geſetzes vom vorhergehenden 30. Ventoſe erfolgten Eheſcheidungen oder angeſtellten Scheidungsklagen, nicht minder die Verordnungen des Senatusconſults vom 6. Floreal d. J. 10. in Erwagung gezogen hat: ſo geht ſein Gutachten dahin, daß die Emigrirten oder Abweſenden die während ihrer Entfernung ausgewirkten Eheſcheidungen kei⸗ nesweges anfechten koͤnnen. Die deshalb angeſtellten Klagen wuͤrden eben ſo ſehr den Worten, als dem Geiſte obenerwahnter Geſetze zuwiderlaufen, und auf nichts anderes hinarbeiten, als Supplem. z. Geſetzb. Nap. O 210 XX. Décret sur les main-levées etc. également contraires au texte et à l'esprit des lois pré- citées, et elles tendraient à perpétuer une agitation et des souvenirs qu'il faut au contraire éteindre le plutöt possible. Les émigrés et absens rentrés ne peuvent examiner que le point de fait s'il existe un acte de di- vorce revétu de sa forme extérieure et matérielle; mais ils ne peuvent jamais étre recevables à remettre en question Paffaire, et à discuter les causes du divorce. I n'est pas à présumer que les tribunaux méconnaissent cette intention précise de notre législation; et s'ils s'en écartalent, le tribunal de cassation ne balancerait pas à les y rappeler. 0 DECRET IMPRRIAI- Concernant les main-levées d'oppositions for- mées pour la conservation des droits des pau- vres et des hospices. Au Pont-de-Brique, le 11 thermidor an 12.— 30 juillet 1804. ⸗*„ 2 3 3 Bulletin des Lois, nr. 17.— Dépöt des Lois, ur, 36.) P Art. I. Les receveurs des établissemens de charité ne pourront, dans les cas ou elle ne serait point ordon- née par les tribunaux, donner main-levée des opposi- tions formées pour la conservation des droits des pau- vres et des bospices, ni consentir aucune radiation, changement ou limitation deinscriptions hypothécaires, qu'en vertu d'une décision spéciale du conseil de pré⸗ fecture, prise sur une proposition formelle de Padminis- ln gen len ſae elle ſih. ie uch huß vo u d o. XX. Kaiſerl. Decret d. Aufh. d. Arreſte d. Hoſpit. betr. 211 Unruhen und Erinnerungen fortzuſetzen, welche nicht ſchnell genug vertilgt werden köͤnnen. Die zuruͤckgekehrten Emigrir— ten und Abweſenden haben nach weiter nichts zu fragen, als nach dem Umſtande, ob ein in Anſehung der aͤußern materi— ellen Form gehoͤrig abgefaßtes Eheſcheidungsurthel vorhanden ſey. Wollten ſie dagegen auf die Sache ſelbſt eingehen und die Urſachen der Eheſcheidung anfechten, ſo waͤre ihnen kein rechtliches Gehoͤr zu verſtatten. Es laͤßt ſich nicht annehmen, daß die Gerichtshoͤfe dieſe deutlich ausgeſprochene Abſicht unſe⸗ rer Geſetze verkennen ſollten; wichen ſie aber ja davon ab, ſo wuͤrde das Caſſationsgericht keinen Anſtand nehmen, ſie dar⸗ auf zuruͤckzufuͤhren. XX. Kaiſerliches Decret die Aufhebung des zu Bewahrung der Rechte der Armenanſtalten und Hoſpitäler angelegten Arreſte betreffend. Gegeben zu Pont⸗de⸗Brique, den 11. Thermidor d. S 30. July 1804. Pulletin des Lois, nr. 11.— Pépöt des Lois, nr. 36.) Art. T. Die Caſſirer der milden Stiftungen duͤrfen, ohne daß darauf gerichtlich erkannt iſt, keine Aufhebung der zu Bewahrung der Rechte der Armenanſtalten und Hoſpitaler angelegten Arreſte geſtatten, auch keine Ausſtreichung, Abaͤn⸗ derung oder Einſchraͤnkung der Einzeichnungen in die Hypo⸗ thekenbuͤcher bewilligen, wenn ſolches nicht kraft einer beſon⸗ dern Entſcheidung des Praͤfecturraths, welche nach förmlichem von Seiten der Verwaltung erſtatteten Berichte und auf ein D 2 ——————— — —— ——— 212 XXI. Avis sur l'exercice de la contrainte. tration et l'avis du comité consultatif établi près de chaque arrondissement communal, en exécution de Par⸗ rété du 7 messidor an 9. XXI. Des minutes de lasecrétairerie d'état. Du 7 fructidor an 12.— 26 aoüt 1804. (Bulletin des Lois, nr. 135.— Dépöt des Lois, nr. 46.) AVIS DU CONSEIL D'ETAT zur l'exercice de la contrainte par corps à l'égard des redevablés des droits de douane, amende et confisga- tion.(Séance du 28 thermidor.) Le conseil d'état, qui, d'après le renvoi fait par sa Majesté, d'un rapport du grand-juge, ministre de la justice sur I'exercice de la contrainte par corps en matiere de douane, a entendu la section de législation; Considérant que la contrainte par corps avait été prononcée, par la loi du 30 mars I1793, contre tous les débiteurs directs du trésor public; que cette disposition est renouvelée par la loi du 4 germinal an II, contre les redevables des droits de douane, amende et confis- cation; qu'elle est maintenue par la loi du 15 germinal an 6, pour le versement des deniers publics et natio- naux; que l'article 19 de cette dernière loi, qui abroge tous les règlemens et ordonnances précédemment rendus de a. des XXI. Gutachten des Staatsraths. 213 Gutachten des in jedem Gemeindebezirke vermoͤge des Be⸗ ſchluſſes vom 7. Meſſidor d. J. 9. beſtellten Ausſchuſſes, ge⸗ ſchieht. XXI. A u sz ug aus den Originalprotocollen der Staatscanzley. Vom 7. Fructidor d. J. XII.— den 25. Aug. 1804. (Bulletin des Lois nr. 13.— Dépöt des Lois n. 46.) Gutachten des Staatsraths uͤber die Anwendung des Gefangnißzwangs gegen die, welche Zollgebuͤhren, Strafgelder und Confiscatlonsgelder ſchul⸗ dig ſind.(Sitzung vom 28. Thermidor.) Nachdem Se. Maj. dem Staatsrath einen Vortrag des Reichsoberrichters uͤber die Anwendung des Gefaͤngnißzwangs bey Zollſachen uͤbergeben, hat derſelbe, nach angehoͤrtem Vor⸗ trag der Geſetzgebungsſection, in Erwaͤgung gezogen, daß der Gefäͤngnißzwang, vermoͤge des Geſetzes vom 30. Maͤrz 1793, alle unmittelbare Schuldner des oͤffentlichen Schatzes traf; daß dieſe Verordnung durch das Geſetz vom 4. Germinal d. S. 2. in Anſehung aller derer, welche Zollgebuͤhren, Straf⸗ und Confiscationsgelder ſchuldig ſind, erneuert und durch das Ge⸗ ſetz vom 15. Germinal des J. 6. in Ruͤckſicht der Eintreibung offentlicher und der Nation zugehoͤriger Gelder in ihrer Kraft erhalten worden iſt; daß der 19. Artikel des letztern Geſetzes, welches alle vorher uͤber die Anwendung des Gefaͤngnißzwangs 214 XXII. Loi sur les Consignations. sur l'exercice de la contrainte par corps, ne s'applique qu'a ceus rendus en matiere civile ou de commerce, que l'article 2070 du code civil ne déroge point aux lois concernant ladministration des deniers publics, Fst d'avis que la loi du 4 germinal an II, n'ayant pas été rapportée, les redevables des droits de douane, amende et confiscation, peuvent étre poursuivis par la voie de contrainte par corps. XXII. L O 1 Relative au x GConsignations Du 28 nivose an 13.— 18 janvier 1g08. Gulletin des Lois, nr. 27.— Dépöt des Lois, nr. 99.) Napoléon, par la gräce de Dieu et les constitu- tions de la république, Empereur des Frangais; à tous présens et à venir, salut. Le corps législatif a rendu, le 28 nivose an 13, le décret suivant, conformément à la proposition faite au nom de PEmpereur, et après avoir entendu les orateurs du conseil d'état et des sections du trihunat le méme jour. Art. 1. A compter de la publication de la présente loi, la caisse d'amortissement recevra les consignations ordonnées, soit par jugement, soit par décision admi- nistr cive: elle établira, à cet effet, des préposés par- tout ou hesoin sera. XXII. Geſetz die Depoſiten betr. 215 erlaſſenen Reglements und Verordnungen aufhebt, ſich nur auf die in buͤrgerlichen oder Handelsangelegenheiten ergange⸗ nen einſchraͤnkt; daß der 2070. Artikel des buͤrgerlichen Geſetzbuchs von den die Verwaltung der Staatscaſſen betref⸗ fenden Geſetzen nichts aufhebt: ſo gehet ſein Gutachten dahin: daß, da das Geſetz vom 4. Germinal d. J. 2. nicht wi⸗ derrufen worden, ein jeder, welcher Zollgebuͤhren, Straf- und Confiscationsgelder ſchuldig iſt, durch Gefängnißzwang zur Entrichtung derſelben ſolle angehalten werden koͤnnen. XXII. Ge ſe 6 die Depoſiten betreffend. Vom 23. Nivoſe d. J. XIII.— 18. Jan. 1805. (Bulletin des Lois nr. 27.— Pépöt des Lois nr. 99.) Napoleon, von Gottes Gnaden und durch die Conſti⸗ tutionen der Republik Kaiſer der Franzoſen, entbietet allen Zeitgenoſſen und Nachkommen Seinen Gruß. Das geſetzgebende Corps hat den 28. Nivoſe d. J. 13. zu Folge des im Namen des Kaiſers ihm gemachten Antrags und nach Anhoͤrung der Redner des Staatsraths und der Sectio⸗ nen des Tribunats, folgendes Decret erlaſſen: Art. 1. Vom Tage der Bekanntmachung gegenwaͤrtigen Geſetzes an ſoll die Staatsſchulden⸗Tilgungscaſſe alle, kraft rechtlichen Erkenntniſſes, oder eines Beſcheides der Verwal⸗ tungskammern, gerichtlich niederzulegende Summen in Em⸗ pfang nehmen, und zu dem Ende uͤberall, wo es noͤthig ſeyn wird, Vorſteher anſtellen. 216 XXII. Loi sur les Consignations. 2. La caisse d'amortissement tiendra compze aux ayans-droit, de l'intérét de chaque somme consignée, à raison de trois pour cent par annés; cet intérét courra du scixantieie jour après la consignation, jusqu'à celui du remboursement. Les sommes qui resteront moins de soixante jours en état de consignation ne porteront aucun intérét. 3. TLe recours sur la caisse d'amortissement, pour les sommes consignées dans les mains de ses préposés, est assuré à ceux qui auront fait la consignation, à Ja charge par eux de faire enregistrer, dans le délai de cinq jours, les reconnaissances desdits préposés, au bureau de P'enregistrement du lieu de la consignation. Le droit d'enregistrement sur ces reconnaissances est ixé à ur franc. 4. Le remboursement des sommes consignées s'ef- fectuera dans le lieu ou la consignation aura été faite, dix jours après la notification faite au préposé de la caisse d'amortissement, de l'acte ou jugement qui en aura autorisé le remboursement. Si la durse de la consignation donne ouverture à des intéréts, ils seront comptẽs jusqu'au jour du rem- boursement. 5. Les préposés de la caisse d'amortissement qui ne satisferaient pas au paiement après le délai fixé ci- dessus, seront contraignables par corps(Sans préjudice du recours contre la caisse d'amortissement, conformé⸗ ment à l'art. 3); sauf le cas ou ils pourraient justifier d'oppositions faites dans leurs mains, auquel cas ils seront tenus de dénoncer immédiatement lesdites oppo⸗ sitions à ceux qui leur auraient fait connaitre leur droit au remboursement, pour que ces derniers puissent en poursuivre la main-levée devant les tribunaux. 6. La caisse d'amortissement et ses préposés ne Pourront exercer aucune action pour l'exécution des jugemens ou décisions qui auront ordonné des consi- gnations. 7. La caisse d'amortissement est autorisée à rece- 5 XXII. Geſetz die Depoſition betr. 217 2. Die Tilgungscaſſe ſoll den Intereſſenten die Zinſen fuͤr jede bey ihr niedergelegte Summe mit drey Procent jaͤhr⸗ lich in Rechnung bringen. Dieſe Zinſen ſollen vom ſechzigſten Tage nach geſchehener Niederlegung an, bis zum Tage der Zuruͤckzahlung laufen. Summen, welche nicht 60 Tage depo⸗ nirt bleiben, ſollen keine Zinſen tragen. 3. Der Regreß an die Tilgungscaſſe, wegen der bey deren Vorſtehern niedergelegten Summen, ſoll denen, welche ſie deponirt haben, unter der Bedingung zuſtehen, daß ſie, binnen fuͤnftägiger Friſt, die Empfangſcheine dieſer Vorſteher in der Einregiſtrirungs-Expedition des Orts, wo die Nieder⸗ legung erfolgt iſt, einregiſtriren laſſen. Die Einregiſtrirungsabgabe fuͤr dieſe Empfangſcheine ſoll Einen Franken betragen. 4. Die Ruͤckzahlung der niedergelegten Summen ſoll am Orte, wo die Depoſition erfolgt iſt, geſchehen, und zwar zehn Tage nachdem dem Vorſteher der Tilgungscaſſe von der Urkunde oder dem Urthel, das zur Ruͤckzahlung berechtigt hat, Nachricht ertheilt worden iſt. Giebt die Dauer der Depoſition ein Recht, Zinſen zu fodern, ſo muͤſſen dieſe bis zum Tage der Wiederbezahlung gerechnet werden. 5. Wenn der Vorſteher der Tilgungscaſſe die Zahlung nicht nach der obenbeſtimmten Friſt leiſtet, ſo iſt er dem Ge⸗ fangnißzwange unterworfen; doch bleibt dem Deponenten ſein vermoͤge des 5. Artikels an die Tilgungscaſſe zu nehmender Regreß; ausgenommen, wenn der Caſſirer beybringt, es ſey Arreſt angelegt worden; im gedachten Falle iſt er gehalten, unverzuͤglich den angelegten Beſchlag dem, welcher ſein Recht auf die Wiederbezahlung beygebracht hat, zu melden, damit dieſer die Aufhebung des Beſchlags gerichtlich ſuchen könne. 6. Die Tilgungscaſſe und deren Vorſteher koͤnnen nicht auf Vollziehung der Urthel oder Entſcheidungen klagen, ver⸗ moͤge derer auf Depoſition erkannt iſt. 7. Der Tilgungscaſſe iſt verſtattet, freywillige Depoſitio⸗ 218 XXIII. Loi. Tutelle des enfans admis aux hospices. voir les consignations volontaires aux mémes conditions que les consignations judiciaires. 8. Tous les frais et risques relatifs à la garde, conservation et mouvement des fonds consignés, sont à la charge de la caisse d'amortissement. Collationné à Toriginal, par nous président et se- crétaires du corps legislatif, eto. XXIII. L Relative à la tutelle des enfans admis dans les hospices. Du 5 pluviose an 13.— 4 février 1805. (Bulletin des Lois, nr. 51.— Dépöt des Lois, nr. 1133.) Naror.Eon, par la gräce de Dieu et les constitu- tions de la république, Empereur des Frangais; à rous présens et à venir, salut. Le corps législatif a rendu, le 5 pluviose an 13, je décret suivant, conformément à la proposition faite au nom de l'Empereur, et après avoir entendu les ora- teurs du conseil d'état et des sections du tribunat le méme jour. 5 6 Art. 1. Les enfans admis dans les hospices, à quelque titre et sous quelque dénomination que ce soit, 4 heh neh Erl me un XXIII. Geſetz d. Vorm. in Waiſenh. aufgen. Kind. betr. 219 nen auf eben die Bedingungen, wie die gerichtlichen, anzu⸗ nehmen. g. Alle Koſten und Gefahren, welche mit Aufbewahrung, Erhaltung und Wegbringung der bey ihr niedergelegten Sum⸗ men verbunden ſind, fallen der Tilgungscaſſe zur Laſt. Verglichen mit dem Original von Uns dem Praͤſidenten und den Secretarien des geſetzgebenden Corps. XXIII. G e ſetz die Vormundſchaft uber die in Waiſenhaͤuſern aufge⸗ nommenen Kinder betreffend. Vom 5. Pluvioſe d. J. XIII.— 4. Febr. 1805. (Bulletin des Lois nr. 31.— Dépöt des Lois nr. 1133.) Napoleon, von Gottes Gnaden und durch die Conſti⸗ tutionen der Republik Kaiſer der Franzoſen, entbietet allen Zeit⸗ genoſſen und Nachkommen ſeinen Gruß. Das geſetzgebende Corps hat den 5. Pluvioſe d. J. 13. dem ihm im Namen des Kaiſers geſchehenen Antrage gemaͤß, und nach Anhoͤrung der Redner des Staatsraths und der Sec⸗ tionen des Tribunats, an dem naͤmlichen Tage folgendes De⸗ cret erlaſſen. D eret. Die unter irgend einem Rechtsgrunde und Namen in die Waiſenhaͤuſer aufgenommenen Kinder ſollen unter der Vor⸗ 220 XXIII. Loi. Tutelle des enfans admis aux hospices. seront sous la tutelle des commissions administratives de ces maisons, lesquelles désigneront un de leurs membres pour exercer, le cas advenant, les fonetions de tuteur, et les autres formeront le conseil de tutelle. 2. Quand l'enfant sortira de Phospice pour étre placé comme ouvrier, serviteur ou apprenti,? dans un lieu éloigné de Phospice ou il avait été placé d'abord, la commission de cet hospice pourra, par un simple acte administratif, visé du préfet, dsférer I tutelle à la commission administrative de Phospice du lieu le plus voisin de la résidence actuelle de Penfant. 3. La tutelle des enfans admis dans les hospices durera jusqu'a leur majorité ou emancipation par ma- riage ou autrement. 4 Des commissions administratives des hospices jouiront, relativement à hemancipation des mineurs qui sont sous leurs tutelles, des droits attribués aux peères et möres par le code Napoléon. Lémancipation sera faite, sur Pavis des membres de la commission administrative, par celui d'entre eux qui aura été désigné tuteur, et qui seul sera tenu de comparaitre à cet effet devant le juge de paix. Lacte d'ewancipation sera délivré sans autres frais que ceus d'enregistrement et de papier timbré. §. Si les enfans admis dans les hospices ont des biens, le receveur de Thospice remplira, à cet égard, les mémes fonctions que pour les biens des hospices. Poutefois les biens des administrateurs-tuteurs né pourront, à raison de leurs fonctions, étre passibles d'aucune hypotheque. La garantic de la tutelle rési- qera dans le cautionnement du receveur chargé de la manutention des deniers et de la gestion des biens. mun wele men ͤbr Arb ſenh unte dieſi ten ſes, lieg del di ſch es i 5 2 XXIII. Geſetz d. Vorm. in Waiſenh. aufgen. Kind. betr. 221 mundſchaft der Verwaltungscommiſſionen dieſer Haͤuſer ſtehen, welche eines ihrer Mitglieder zu ernennen haben, um vorkom⸗ menden Falls das Amt eines Vormunds zu verwalten; die uͤbrigen aber bilden den Vormundſchaftsrath. 2. Wenn ein Kind das Waiſenhaus verläßt, um als Arbeiter, Dienſtbote oder Lehrburſche an einem von dem Wai⸗ ſenhanſe, in welchem es bisher ſich aufhielt, entfernten Orte, untergebracht zu werden, ſo kann die Verwaltungscommiſſion dieſes Waiſenhauſes durch einen bloßen vom Praͤſidenten viſir⸗ ten Schein der Verwaltungscommiſſton desjenigen Waiſenhau⸗ ſes, welches dem neuen Wohnſitze des Kindes am nächſten liegt, die Vormundſchaft uͤbertragen. 3. Die Vormundſchaft uͤber die in Waiſenhaͤuſer aufge⸗ nommenen Kinder ſoll bis zu ihrer Volljaͤhrigkeit oder durch die Ehe erfolgte Emancipation u. ſ. w. dauern. 4. Die Verwaltungscommiſſionen der Waiſenhaͤuſer ſollen in Anſehung der Emancipation der unter ihrer Vormundſchaft ſtehenden Minderjahrigen die Rechte genießen, welche im Ge⸗ ſetzbuche Napoleons den Aeltern zugeſchrieben ſind. Die Emancipation ſoll, auf das Gutachten der Mitglie⸗ der der Verwaltungscommiſſion, von demjenigen unter ihnen geſchehen, welcher bisher die Vormundſchaft gefuͤhrt hat; und dieſer allein braucht deshalb vor dem Friedensrichter zu er⸗ ſcheinen. Die Emancipationsurkunde muß, mit Ausnahme der Ein⸗ regiſtrirungs-und Stempelpapierabgabe, unentgeltlich ausge⸗ fertigt werden. 5. Haben die in die Waiſenhaͤuſer aufgenommenen Kin⸗ der einiges Vermoͤgen, ſo ſoll der Rentbeamte des Waiſen— hauſes in dieſer Hinſicht dieſelben Obliegenheiten haben, wie in Anſehung des Vermoͤgens dieſer Anſtalten ſelbſt. Doch iſt das Vermoͤgen der verwaltenden Vormuͤnder wegen dieſes Geſchaͤfts keiner Hypothek unterworfen. In Anſehung dieſer Vormundſchaft haftet die Caution des Ein— nehmers, der die Gelder unter ſich hat, und das Vermoͤgen der Anſtalt verwaltet, zur vormundſchaftlichen Caution. .— S 4 — 2 ——.————— —————— —————— 222 XXIII. Loi. Tutelle des enfans admis aux hospices. En cas d'émancipation, il remplira les fonctions de curateur. 6. Les capitaux qui appartiendront ou écherront aux enfans admis dans les hospices, seront placés dans les Monts-de-Picté; dans les communes ou il n'y aura pas de Monts-de-Piété, ces capitaux seront placés à la caisse d'amortissement, pourvu que chaque somme ne socit pas au dessous de cent cinquante francs; auquel cas, il en sera disposé selon que réglera la commission administrative. 7. Les revenus des biens et capitaux appartenant aux enfans admis dans les hospices, seront pergus, jus- qu'a leur sortie desdits hospices, à titre d'indemnité des Frais de leurs nourriture et entretien. 8. Si l'enfant décede avant sa sortie de lhospice, son émancipation ou sa msjorité, et qu'aucun héritier ne se présente, ses biens appartiendront en propriété à Phospice; lequel en pourra étre envoyé en possession, à la diligence du receveur et sur les conclusions du ministere puhlic. S'il se présente ensuite des héritiers, ils ne pour⸗ ront répéter les fruits que du jour de la demande. 9. Les héritiers qui se présenteront pour recueil- lir la succession d'un enfant décédé avant sa sortie de Ihospice, son émancipation ou sa majorité, seront tenus d'indemniser I'Ropice des alimens fournis, et dépenses faites pour l'enfant décédé, pendant le temps qu'il sera P„P resté à la charge de Padministration, sauf a faire entrer en compensation, jusqu'a due concurrence, les revenus pergus par l'hospice. Collationné à l'original ar nous président et se- 5 7 P crétaires du corps législatif, etc. vert nen ant ſo när trä con En ſür en XXIII. Geſetz d. Vorm. in Waiſenh. aufgen. Kind. betr. 223 Bey der Emancipation ſoll er die Stelle des Curators vertreten. 6. Capitalien, welche den in Armenhaͤuſer aufgenomme⸗ nen Kindern gehoͤren oder zufallen, ſollen in den Leihhaͤuſern angelegt werden. Giebt es in der Gemeinde kein Leihhaus, ſo ſollen ſie bey der Tilgungscaſſe niedergelegt werden; dafern naͤmlich die Summe nicht unter hundert funfzig Franken be⸗ traͤgt, als in welchem Falle die Dispoſition der Verwaltungs⸗ commiſſion uͤberlaſſen bleibt. 7. Die Einkuͤnfte von den Ghtern und Capitalien der in Waiſenhaͤuſern aufgenommenen Kinder ſollen, bis zu deren Entlaſſung aus erwaͤhnten Waiſenhaͤuſern, als Entſchädigung fuͤr den Aufwand ihrer Bekoͤſtigung und ihres Unterhalts erho⸗ ben werden. g. Stirbt ein Kind vor ſeiner Entlaſſung aus dem Wai⸗ ſenhauſe, ehe es emancipirt, oder volhährig geworden iſt, und es meldet ſich kein Erbe: ſo ſoll ſein Vermoͤgen dem Waiſen⸗ hauſe eigenthuͤmlich zufallen, und dieſes kann, auf Anſuchen des Rentbeamten, und nach angehoͤrtem Antrage der Staats⸗ behoͤrde, ſofort in den Beſitz deſſelben eingewieſen werden. Melden ſich nachher Erben, ſo koͤnnen ſie die Nutzungen nur von dem Tage an zuruͤckfodern, an welchem ſie ihr Geſuch angebracht haben. 9. Die Erben, welche ſich melden, um die Verlaſſen⸗ ſchaft eines vor ſeiner Entlaſſung aus dem Waiſenhauſe, vor der Emancipation, oder Volljaͤhrigkeit, verſtorbenen Kindes zu erheben, ſollen gehalten ſeyn, die Anſtalt fuͤr die dem Ver⸗ ſtorbenen gereichten Alimente, und fuͤr den uͤbrigen fuͤr daſſel— be, waͤhrend der Zeit, da es von der Verwaltung erhalten werden mußte, gemachten Aufwand zu entſchädigen; doch bleibt ihnen vorbehalten, die von dem Waiſenhauſe bezogenen Einkuͤnfte dabey gehoͤrig in Abrechnung zu bringen. Verglichen mit dem Originale von Uns dem Praͤſidenten und den Secretarien des geſetzgebenden Corps. 224 XXIV. Avis. Péche des rivieres non navigables. F Des minutes de la secrétairerie d'stat. A Paris, le 30 Pluviose an 15.— 19 Février 1805. (Dépöt des Lois, nr. 182¹) AVIS DU CONSEIL D'ETAT sur la question de savoir à qui des proptiẽtaires rive- rains ou des communes appartient la péche des rivières non navigables.(Scance du 27 pluviose an 13.) Le conseil d'etat, qui a entendu le rapport de la section de l'intérieur, sur celui du ministre de Pinté- rieur relatif à la question de savoir à qui, des propris- taires riverains ou des communes, appartient la péche des rivieres non navigables; Considérant, I0. que la péche des rivieres non navigables faisait partie des droits feodaux, puisqu'elle était réservée, en France, soit au seigneur haut justi- cier, soit au seigneur du fief; 20. Que l'abolition de la Féodalité a été faite, non au profit des communes, mais bien au profit des vas- saux,*) qui sont devenus libres dans leurs personnes et dans leurs propriétés; 30. Que les propriétaires riverains sont exposes à tous les inconvéniens attachés au voisinage des rivieres — 4 re XXIV. Gutachten d. Staatsr. d. Fiſcherey d. Uferbeſ. betr. 2 XXIV. A u s z ug aus den Originalprotocollen der Staatscanzley. Paris, den 30. Pluvioſe d. J. XIII.— 19. Febr. 1805. (Dépöt des Lois nr. 132.) Gutachten des Staatsraths u ber die Frage, ob den uferbeſitzern oder den Gemein⸗ den die Fiſcherey in nicht ſchiffbaren Fluͤſſen zuſtehe. Nachdem der Staatsrath den Vortrag der Section des Innern uͤber die vom Miniſter des Innern vorgelegte Beant⸗ wortung der Frage: ob den Uferbeſitzern oder den Gemeinden die Fiſcherey in nicht ſchiffbaren Fluͤſſen zuſtehe, angehoͤrt; und dabey in Erwaͤgung gezogen hat: 1) daß die Fiſcherey in nicht ſchiffbaren Fluͤſſen einen Theil der Lehensgerechtigkeiten ausmachte, indem ſie in Frankreich entweder dem, der die Obergerichte hatte, oder dem Lehensherrn vorbehalten war; 2) daß die Feudalverfaſſung nicht zum Vortheil der Ge⸗ meinden, ſondern vielmehr zum Beſten der Unterthanen abgeſchafft worden iſt, als welche fuͤr ihre Perſonen und ihr Eigenthum frey geworden ſind; 3) daß die Uferbeſitzer allen Unannehmlichkeiten und Be⸗ ſchwerden ausgeſetzt ſind, welche die Naͤhe der nicht ſchiffbaren *) Vassaux heißen hier die Vanern und Einwohner, die ihre Guͤter von den Herren der Ritterguͤter zu Lehen haben, und wenn man in Frankreich von der Abſchaffung der [éodalités ſpricht: ſo meint man damit die Vorrechte der Rittergutsbeſiter uͤber ihre Unterthanen(Vassau). E. Supplem. z. Geſeßb. Nap. P = 3 226 XXIV. Avis péche des rivibres non navigables. non navigables(dont les lois d'ailleurs n'ont pas réservò les avant-bords destinés aux usages publics); que les lois et arrétés du Gouvernement les assujettissent à la dépense du curage et à l'entretien de ces rivieres, et que, dans les principes de l'équité naturelle, celui qui supporte les charges doit aussi jouir du bénéfice; 40. Enfin, que le droit de péche des rivieres non navigables, accordé aux communes, serait une servitude pour les propriétés des particuliers, et que cette ser- vitude n'existe point, aux termes du code Napoléon, Est d'avis que la péche des rivières non navigables ne peut, dans aucun cas, appartenir aux communes; que les propristaires riverains doivent en jouir, sans pouvoir cependant exercer ce droit qu'en se conformant aux lois générales ou reglemens locaux concernant la péche; ni le conserver, lorsque, par la suite, une ri- viere, aujourd'hui réputée non navigable, deviendrait navigable; et qu'en conséquence, tous les actes de l'au⸗ torité administrative qui auraient mis des communes en possession de ce droit, doivent étre déclarés nuls. hi p na XXIV. Gutachten d. Staatsr. d. Fiſcherey d. Uferbeſ. betr. 227 Fluͤſſe mit ſich bringt; daß deren Geſtade uͤberdem in den Geſetzen dem oͤffentlichen Gebrauche nicht vorbehalten ſind; daß die Geſetze und Regierungsverordnungen ihnen die Koſten der Reinigung und die Unterhaltung dieſer Fluͤſſe auferlegen, und daß, nach den Grundſaͤtzen der natuͤrlichen Billigkeit, derjenige, der die Laſten träͤgt, auch die Vortheile genießen muͤſſe; 4) daß endlich die den Gemeinden vergoͤnnte Fiſcherey in nicht ſchiffbaren Fluͤſſen eine auf den Beſitzungen der Privat⸗ perſon haftende Servitut ſeyn wuͤrde, und daß dieſe Servitut nach den Worten des Napoleoniſchen Geſetzbuchs nicht exiſtirt: So iſt er der Meinung: daß die Fiſcherey in den nicht ſchiffbaren Fluͤſſen, in keinem Falle den Gemeinden zuſtehen koͤnne; daß ſie daher den Beſitzern zuſtehe; doch ſo, daß dieſe ſie nicht anders, als in Gemaͤßheit der wegen der Fiſcherey ergangenen allgemeinen Geſetze oder Localverordnungen, aus⸗ uͤben, noch ſolche beybehalten duͤrfen, ſobald in der Folge ein bisher als nicht ſchiffbar angeſehener Fluß ſchiffbar gemacht werden ſollte; und daß folglich alles, was von den Verwal⸗ tungsbehoͤrden geſchehen iſt, um Gemeinden in den Beſitz dieſes Rechts einzuweiſen, fuͤr null und nichtig zu achten ſey. 228 XXV. Avis sur le déces des militaires. XXV. F X TR A I P Des minutes de la secrétairerie d'état. Du 17 germinal an 13.— 7 avril 1805. (Bulletin des Lois, nr. 41.— Pépör des Lois, nx. 151.) AVIS DU CONSEII D'ETAT sur les preuves admissibles pour constater le déces des militaires. Scance du 12 germinal.) Le conseil d'état, qui, sur le renvoi fait par sa Majesté['Empereur, a entendu le rapport de la section de legislation sur celui du grand-juge, ministre de la justice, tendant à faire décider si, en l'absence de preu- ves positives du deces d'un militaire, on peut admettre, pour les remplacer, des présomptions résultant soit de témoignages vocaux, soit de l'absence prolongée pen- dant plusieurs années, Est d'avis, 10. qu'il y aurait, comme l'observe le grand juge lui-méme, un extréme danger à admettre comme preuves de decks, de simples actes de notorietè fournis après coup, et résultant le plus souvent de quelques témoignages achetés, ou arrachés à la faibles- se; qu'ainsi cette voie est impraticable; 20. Qu' l'égard de Pabsence, ses effets sont réglés par le code Napoléon en tout ce qui concerne les biens, mais qu'on ne peut aller au-dela, ni déclarer le mariage de l'absent dissous après un certain nombre d'années; qu'a la vérité, plusieurs femmes de militaires peuvent, a ce sujet, se trouver dans une position fächeuse, mais 46 le gle n, age es ent nis XRvV. Gutacht. d. Staatsr. d. Beurk. d. Todes d. Militairp. 229 XKXV. A u 8 3 u g aus den Hriginalprotocollen der Staatscanzley. Vom 17. Germinal d. J. XIII.— 7. April 1805. (Bulletin des Lois nr. 41.— Pépöt des Lois nr. 131.) Gutachten des Staatsraths, welche Beweiſe zur Beurkundung des Todes einer Mili⸗ tairperſon zuläßlich ſeyen.(In der Sitzung vom 12. Germinal.) Nachdem der Staatsrath, au den die Sache von Sr. Kaiſ. Majeſt. verwieſen worden, den Bericht der Geſetzge⸗ bungsſection uͤber den Vortrag des Reichsoberrichters und Juſtizminiſters, uͤber die Frage angehoͤrt hat: ob in Erman— gelung poſitiver Beweiſe vom Tode einer Militairperſon, man an deren Stelle Vermuthungen, die ſich entweder auf muͤnd⸗ liche Zeugniſſe, oder auf eine vieljaͤhrige Abweſenheit gruͤnden, gelten laſſen koͤnne: ſo geht ſein Gutachten dahin: 1) daß es, wie der Reichs⸗ oberrichter ſelbſt bemerkt, aͤußerſt bedenklich ſeyn wuͤrde, bloße, hinterher ausgeſtellte, oft auf erkaufte Zeugniſſe gegruͤndete, oder ſchwachen Menſchen abgelockte Notorietaͤtsſcheine geiten zu laſſen, daß alſo dieſe Beglaubigungsart unſtatthaft ſey; 2 daß die Abweſenheit anlangend, alle das Vermoͤgen betreffende Wirkungen derſelben durch das Geſetzbuch Napo⸗ leons beſtimmt ſind; daß man aber nicht weiter gehen, noch die Ehe des Abweſenden nach einer gewiſſen Reihe von Jah⸗ ren fuͤr aufgelöſt erklaͤren dürfe; daß zwar manche Frauen von Militairperſonen ſich desfalls in einer unangenehmen Lage be⸗ —— 230 XXVI. Avis sur la transcription des actes etc. que cette considération n'a point paru, lors de la dis- cussion du code Napoléon, assez puissante pour les rele- ver de Pobligation de rapporter une preuve légale, sans laquelle on exposerait la société à de déplorables er- reurs et à des inconvéniens beaucoup plus graves que les maux particuliers auxquels on voudrait obvier. En cet état, le conseil estime qu'il n'y a pas lieu de déroger au droit vommun, ni d'y introduire une ex⸗ ception que la législation n'a jamais admiss. XXVI. Des minutes de la secrétairerie d'état Alexandrie, le 12 foréal an 13.— 2 mai 1805. (Bulletin des Lois, nr. 45.— Dépöt des Lois, nr. 1660 AVIS DU CONSEIL DETAT aur la transcription des actes de vente sous signaturs privée et enregistrés.(Scance du 3 Horéal.) —————————— Le conseil d'etat, qui, d'après le renvoi fait par su Majesté'Empereur, a ou? le rapport des sections de législation et des finances sur celui du grand-juge, ministre de la justice, relatif à la question de savoir st n gu ge XXVI. Gutacht. d. Eintragung d. Privatunterſchr. betr. 231 finden moͤgen; daß aber dieſe Ruckſicht bey den Berathſchla⸗ gungen uͤber das Geſetzbuch Napoleons nicht bedeutend genug geſchienen habe, um ſie von der Obliegenheit zu entbinden, einen geſetzlichen Beweis beyzubringen, ohne welchen die bür— gerliche Geſellſchaft klaͤglichen Irrungen und Uebeln ausgeſetzt ſeyn wuͤrde, die weit bedeutender, als die Uebel ſeyn wuͤrden, denen man außerdem zum Beſten einzelner Privatperſonen vorgebeugt haben wuͤrde. Bey dieſer Beſchaffenheit der Um⸗ ſtände erachtet der Staatsrath: es ſey kein Grund vorhanden, von dem ge⸗ meinen Rechte abzuweichen, oder eine Ausnahme Statt finden zu laſſen, welche die Geſetzgebung nie gebilligt hat. XKXVI. N 6 14 aus dem Originalprotocoll der Staatscanzley. Alerandria, den 12. Floreal d. J. XIII.— 2. May 1805. (Rulletin des Lois ur. 43.— Dépöt des Lois n7. 156.) Gutachten des Staatsraths uͤber die Eintragung der unter Privatunterſchrift ausge⸗ fertigten und einregiſtrirten Kaufcontracte in die Hypo⸗ thekenbuͤcher.(In der Sitzung des 3. Floreal.)⸗ Nachdem der Staatsrath, an welchen Se. Kaiſerl. Maje⸗ ſtaͤt die Sache verwieſen, den Bericht der Geſetzgebungs- und der Finanzſection uͤber den Vortrag des Reichsoberrichters und Juſtizminiſters, in Anſehung der Frage vernommen: ob, um 292 XXVI. Avis sur la transcription des actes etc. l'on peut valablement transcrire, pour purger les hypo- 65 theques, les ventes faites par actes sous seing privé, dument enregistrés, mais dont les signatures n'ont pas été reconnues devant notaire ou par un jugement; z Vu la loi du I11 brumaire an 7 sur le régime hypo- E thécaire, et le titre du code Napoléon sur les pripilé- in ges et hypotheques; 6 Considérant qu'aucune disposition précise ne s'op- R pose à ce qu'un acte de vente sous signature privée, Ge revétu de la formalité de Penregistrement, soit trans- crit sur les registres du conservateur des hypothèeques; 6 que cette transcription wa d'autre cHet que d'annoncer aux personnes intéressées, que la propriété d'un im- meuble a passé d'une main dans une autre, et qu'il n'y aurait pas de motif pour prohiber les annonces du changement qui se serait opéré par acte sous signature privée, quand il est permis d'aliéner de cette manière; 18 Qu'on ne peut tirer aucune induction contraire de ce que'inscription à l'effet d'acquérir hypotheque, ne peut avoir lieu que sur le vu d'une expédition authen- tique du jugement ou de l'acte qui constitue Thypoths- t 1 que, parce qu'elle ne peut étre constituée en eflet que par un acte authentique; 3 Ou'enfin, lors de la discussion du titre du code ₰ Napoléon des priviléges et hypotheques, la question 3 fut proposée en conseil d'état, et qu'il parut si évident 1 qu'on pauvait transcrire un acte de vente sous signa- Nt ture privée, düment enregistré, qu'on jugea superflu de faire une disposition pour le permettre, comme on 0 peut s'en convaincre par la lecture du procks verbal, scance du 10 ventose an I12, XXVI. Sutacht. d. Eintragung d. Privatunterſchr. betr. 233 Hypotheken zu loͤſchen, die zwar unter Privatunterſchrift aus⸗ gefertigten, aber doch gehoͤrig einregiſtrirten Kaͤufe, deren Un⸗ terſchriften jedoch nicht vor Notarien anerkannt, noch durch urthel und Recht dafuͤr geachtet ſind, in die Hypothekenbuͤcher eingetragen werden koͤnnen; das Geſetz vom Ix. Brumaire des J. 7. uͤber das Hypothekenweſen und den Titel in Napoleons Geſetzbuche, der von Privilegien der Gläubiger und von Hypotheken handelt, hierbey zu Rathe gezogen, auch erwogen hat, daß es nirgends in den Geſetzen beſtimmt verboten ſey, die unter Privatunterſchrift ausgefertigten Kaufcontracte, bey welchen die Formalität der Einregiſtrirung beobachtet worden iſt, in Hypothekenbuͤcher (abſchriftlich) einzutragen; daß dieſe Eintragung keine andere Wirkung habe, als den Intereſſenten kund zu thun: das Ei⸗ genthumsrecht ſey aus einer Hand in eine andere uͤbergegan⸗ gen; daß kein Grund vorhanden ſey, die Kundmachung der durch eine unter Privatunterſchrift ausgeſtellte Urkunde erfolg⸗ ten Veräußerung zu unterſagen, da es erlaubt iſt, auf dieſe Art zu veraͤußern; daß dem entgegen nicht angefuͤhrt werden koͤnne, es koͤn⸗ nen die Vormerkungen, durch welche die Hypothek begruͤndet werde, nicht anders Statt finden, als nach Vorlegung einer oͤffentlichen Ausfertigung des Urthels oder der Urkunde, durch welche die Hypothek beſtellt wird; weil dieſe wirklich nur durch eine oͤffentliche Urkunde beſtellt werden kann; daß endlich, bey der Berathſchlagung uͤber den Titel in Napoleons Geſetzbuche, welcher von Privilegien und Hypothe⸗ ken handelt, dieſe Frage dem Staatsrathe bereits vorgelegt worden iſt; dieſem aber es ſo einleuchtend geſchienen hat, ein unter Privatunterſchrift ausgefertigter gehoͤrig einregiſtrirter Kauſcontract koͤnne in das Hypothekenbuch eingetragen werden, daß man es fuͤr uͤberfluſſig achtete, dieſes durch ein Geſetz ausdruͤcklich zu erlauben, wovon man ſich durch Leſung des Protocolls der Sitzung vom 10. Ventoſe des J. I2. uͤberzeu⸗ gen kann: ———— —— —— (Bulletin des Lois, no. 4B. gatoires 3 XXVII. Avis sur les décrets impériaux. Est d'avis que les actes de vente sous signature cription. privée et enregistrés, peuvent étre présentés à la trans⸗ XXVII. E X TRA LT Des minutes de la secrétairerie d'état. Montirone, le 28 prairial an 13.— 14 juin 1805. Dépöt des Lois, nr. 173.) AVIS DU CONSEIE D'ETAT sur le jour à compter duquel les décrets impériaux sont obligatoires.(Scance du 12 prairial an 130 Le conseil d'état, qui, impériaus sont obligatoires; d'après le renvoi fait par sa Majesté Impériale, a entendu le rapport de la section de législation sur celui du grand-juge, ministre de la justice, tendant à faire décider de quel jour les décrets Considérant que la proposition et la discussion publiques des lois ont permis de déterminer, dans l'ar- ticle premier du code Napoléon, un délai après lequel leur promulgation étant présumée connue dans chaque département, elles y deviennent successivement obli- —— — —— XXVII. Gutachten des Staatsraths. 235 ſo geht die Meinung des Staatsraths dahin: daß man die Eintragung der unter Privatunterſchrift ausgefertigten und gehoͤrig einregiſtrirten Kauß⸗ contrate guͤltiger Weiſe verlangen konne. XXVII. A uszug aus den Originalprotocollen der Staatscanzley. Montirone, den 28. Prairial d. J. XIII.— 14. Juny 1805. (Bulletin des Lois nr. 48.— Dépöt des Leis nr. 178.) Gutachten des Staatsraths uͤber die Frage, von welchem Tage an die kaiſerlichen De⸗ crete verbindende Kraft haben.(In der Sitzung vom 12. Prairial des J. XIII.) Nachdem der Staatsrath, an den Se. Kaiſerl. Maj. die Sache verwieſen, den Bericht der Geſetzgebungsſection über den Vortrag des Reichsoberrichters und Juſtizminiſters uͤber die Frage vernommen: vonwelchem Tage an die kai⸗ ſerlichen Decrete verbindende Kraft haben; auch in Erwaͤgung gezogen hat, daß man es beym erſten Vortrage und der oͤffentlichen Eroͤrterung des Geſetzbuchs fuͤr dienlich erachtet hat, im erſten Artikel des Napoleoniſchen Ge⸗ ſetzbuchs eine Friſt zu beſtimmen, nach deren Ablauf die Pro⸗ mulgation der Geſetze in jedem Departement fuͤr bekannt an⸗ genommen werden, und ſolche ſodann fuͤr verbindlich geachtet werden ſolle; 236 XNVII. Avis sur les décrets impériaux. Oue les décrets impériaux étant préparés et rendus avec moins de publicité, ils ne peuvent pas étre frap⸗ pés de la méme presomption de connaissance, et qu'en efet ils n'ont pas été compris dans la disposition de Tarticle premier du code; Ou'il faut donc, pour qu'ils deviennent obligatoi- res, une connaissance réelle qui résulte de leur publi- cation ou de tout autre acte ayant le méme effet, Est d'avis que les décrets impériaus inserés au bulletin des lois sont obligatoires, dans chaque dépar- tement, du jour auquel le bulletin a été distribués au chef-lieu, conformément à P'article 12 de la loi du 12 vendémiaire an 4 Et que, quant a ceux qui ne sont point insérés au bulletin, ou qui n'y sont indiques que par leur titre, ils sont obligatoires du jour qu'il en est donné connais- sance aux personnes quils concernent, pär publication, afiche, notification ou signification, ou envois faits ou ordonnés par les fonctionnaires publics charges de l'exécution. th lie ni W XXVII. Gutachten des Staatsraths. 237 daß bey den kaiſerlichen Decreten, welche mit weniger Publicität entworfen und erlaſſen werden, dieſelbe Vermu⸗ thung der Kundbarkeit nicht Statt finde, und daß ſie wirk⸗ lich in der Verordnung des erſten Artikels des Geſetzbuchs nicht begriffen ſind; daß ſie alſo, um verbindliche Kraft zu erlangen, eine wirkliche Kundwerdung erfodern, welche nur durch ihre Pu— blication, oder irgend ein anderes derſelben gleichgeltendes Mittel bewirkt werden kann; ſo geht ſein Gutachten dahin; daß die in das Bulle⸗ tin der Geſetze eingeruͤckten kaiſerlichen Deerete in jedem Departement, von dem Tage an verbin⸗ dende Kraft haben, wo das Bulletin, zu Folge des 12. Art. des Geſetzes vom 12. Vendemiaired. J. 4., in dem Hauptorte(jedes Departements) ausgegeben worden iſt; daß die nicht in das Bulletin eingeruͤckten oder nur ihrem Titel nach darin angefuͤhrten Deerete von dem Tage an ver⸗ bindende Kraft haben, wo die Perſonen, die ſie angehen, durch Publication, Anſchlag oder Bekanntmachung der Inſi— nuation, oder durch einen oͤffentlichen, zu ihrer Vollziehung beauftragten Beamten geſchehene oder anbefohlne Zufertigun⸗ gen, Kenntniß davon erlangt haben. — —— a36 XXVIII. Circulaire sur les successions vacantes. „ N 5 P C IR C UL A IR F de 8. Exc. le grand-juge, ministre de la jus- tice, relative à l'exécution de l'article 313 du „ code Napoleon, concernant les curateurs aux successions vacantes. (Du 12 Messidor an 13.— 1 juillet 1905.) L'article 813 du code Napoléon, messieurs, impose aux curateurs aux successions vacantes lobligation de verser le numéraire provenant de ces successions dans la caisse du receveur des domaines. Cette disposition du code doit éprouver d'autant moins de difficulté dans son esécution, quelle a 6vi⸗ demment pour objet d'assurer intégrité des successions vacantes, et de prévenir les inconvéniens qui pourraient résulter de l'infidélité des curateurs ou de leur insolva⸗ pilité. Les tribunaux doivent donc veiller à ce qu'elle soit ponctuellement suivie. Des difficultés se sont élevées sur la question de savcir si ce versement devait avoir lieu méme dans les cas de ventes judiciaires, et independamment de toutes créanciers inscrites; et il parait que plusieurs tribunaux ont pensé que les adjudicataites ne pouvaient õtre tenus de verser que ce qui leur restait après le paiement des dettes qu'ils sont chargés d'acquitter. Cette opinion ne mes présente rien de contrairs * auX vrincipEs. du u2 056 (e als ant tes n des in XXVIII. Circularſchr. d. Curat. d. offenſt. Erbſch. betr. 239 XXVIII. Circularſchreiben Sr. Excellenz des Reichsoberrichters und Juſtizmi⸗ niſters uͤber die Vollziehung des 813. Artikels im Geſetzbuche Napoleons wegen der den offenſtehenden Erbſchaften beſtellten Curatoren. Vom 12. Meſſidor d. J. XIII.— 1. July 1805. Meine Herren! Der g13. Art. in Napol. Geſetzbuche legt den fuͤr offenſtehende Erbſchaften beſtellten Curatoren die Verbindlichkeit auf, das aus ſolchen Erbſchaften eingehende baare Geld in die Caſſe des Einnehmers der Domainen abzu⸗ liefern. Dieſe Verordnung des Civilgeſetzbuchs darf in Anſehung ihrer Vollſtreckung um ſo weniger Schwierigkeit finden, da ſie offenbar den Zweck hat, die Erhaltung offenſtehender Erb⸗ ſchaften ſicher zu ſtellen, und den Nachtheilen vorzubeugen, welche aus der Untreue oder Inſolvenz der Curatoren entſtehen koͤnnten. Die Tribunale haben alſo dafuͤr zu ſorgen, daß dieſe Verordnung puͤnktlich befolgt werde. Indeß ſind doch Streitigkeiten uͤber die Frage entſtanden: ob dieſe Ablieferung, ſelbſt im Fall des gericht⸗ lichen Verkaufs, ohne Ruͤckſicht auf irgend eine ins Hypothekenbuch eingezeichnete Schuldfode⸗ rung Statt finden muͤſſe; und einige Tribunale ſchie⸗ nen der Meinung zu ſeyn, daß diejenigen, welchen derglei⸗ chen Guͤter zugeſchlagen worden ſind, bloß ſoviel abzuliefern haͤtten, als nach Bezahlung der Schulden, deren Tilgung ſie uͤbernommen haben, uͤbrig bliebe. In dieſer Meinung finde ich nichts, was den Grundſä⸗ tzen des Rechts entgegenliefe. 240 XXVIII. Circulaire sur les successions vacantes. Le paiement des créances inscrites ne peut pas étre raisonnablement contesté. L'obligation de les acquitter résulte des dispositions mémes du code. Lintérét des créanciers et celui des adjudicataires exigent que les paiemens soient faits: les tribunaux peuvent donc les ordonner; et quand toutes les formes qui peuvent en assurer la regularité ont été observées, je crois que le voeu de T'art. 813 est par⸗ faitement rempli. Mais il est un article qui mérite une attention par- ticuliere, et que je vous charge expressément de rappe- ler au tribunal près lequel vous exercez vos fonctions; c'est celui qui est relatif aux avances que l'administra- tion des domaines est souvent obligée de faire pour les Frais de scellé, inventaire, et autres du méme genre. U importe que le recouvrement de ces avances scit as- suré; et c'est à quoi vous voudrez veiller avec le plus grand soin. Les frais de scellé et d'inventaire sont des frais essentiellement privilégiés et qui doivent primer toutes créances; il ne peut y avoir de difficulté à en ordonner le paiement par privilete et préférence à tous créanciers, et la jurisprudence des tribunaux doit étre uniforme sur ce point. G'est d'ailleurs la disposition textuelle de Part. 2105 du code Napoléon. Recevez l'assurance de mes sentimens affectueux. RE6GRIRR. XXVIII. Circularſchr. d. Curat. d. offenſt. Erbſch. betr. 241 Die Bezahlung der im Hypothekenbuche vorgemerkten Schulden kann vernuͤnftiger Weiſe nicht ſtreitig ſeyn. Die Verbindlichkeit, ſie zu entrichten, ergiebt ſich aus den Verfuͤgungen des Geſetzbuchs ſelbſt. Das Intereſſe der Glaͤubiger und Erſteher erfodert, daß ſie bezahlt werden; die Gerichtshoͤfe koͤnnen daher auf dieſe Zahlung erkennen; und werden alle Formalitaͤten, welche ihre Regelmaͤßigkeit verbuͤr⸗ gen koͤnnen, dabey beobachtet, ſo glaube ich, der Zweck des g13. Artikels ſey vollkommen erreicht. Allein, es iſt noch ein Artikel, der eine beſondere Auf⸗ merkſamkeit verdient, und welchen ich ſie auffodere, den Ge⸗ richtshöͤfen, bey denen Sie angeſtellt ſind, in Erinnerung zu bringen; dieſer Artikel bezieht ſich auf den Vorſchuß, welchen die Domainenverwaltung bisweilen wegen der Koſten der Ver⸗ ſiegelung, der Inventur und dergleichen zu machen hat. Es iſt daran gelegen, daß die Wiederbezahlung dieſer Auslagen ſicher geſtellt werde, und daruͤber haben Sie mit der groͤßten Sorgfalt zu wachen. Die Verſiegelungs- und Inventurkoſten ſind weſentlich privilegirt und muͤſſen allen Schuldfoderungen vorgehen; es kann alſo keine Schwierigkeit haben, dieſelben vorzugsweiſe vor allen uͤbrigen Gläubigern zu befriedigen; und der Rechtsgang muß in dieſen Stuͤcken bey allen Gerichten gleichfoͤrmig ſeyn. Uebrigens iſt dieſes die woͤrtliche Verordnung des 27105. Artikels in Napoleons Geſetzbuche. Empfangen Sie die Verſicherung meiner Ergebenheit RnSRIRn. Supplem. z. Geſetzb. Nap XXIX. Avis sur les formalités relat. au mariage. 5. S AVIS DU CONSEIL DETAT sur les formalités relatives au mariage. Du 4 thermidor an 13.— 23 juillet 1806. (Bulletin des Lois, nr. 51.— Depöt des Lois, nr. 196.) Le conseil d'état, auquel sa Majesté a renvoyé un rapport du grand-juge, ministre de la justice, sur les difficultés que rencontrent beaucoup de mariages dans l'application de divers articles du code Napoléon; Apres avoir oui le rapport de la section de légis- lation; Considérant que les difficultés naissent de ce que les officiers de l'état civil ne discernent pas assez soi- gneusement les divers cas que la loi a voulu régler, de ceux qu'elle a laisses à la disposition des principes ge- néraux et du droit commun; Oue, quoique l'acte de naissance des futurs maries soit nécessaire, il est pourtant permis de le remplacer par les formalités mentionnées dans l''article 71; mais que ces formalités prescrites, lorsqu'il s'agit de sup- pléer au titre constitutif de l'état des personnes, ne peuvent étre exigées en remplacement d'actes moins essentiels; qu'il ne faut donc pas, pour remplacer l'acte de déces des pères et mères ou ascendans, un acte de notoriété contenant la déclaration de sept témoins et homologué par le tribunal, Que le supplément naturel de Pacte de décks des peres et méres est dans la présence des aieuls et aieu- les, et dans l'attestation qu'on peut leur demander de ce deces; —„„ 05 — le an ols⸗ gls qus zoi. de g. ries cer nis uy ne ir 40t de de ieu⸗ e XXIX. Gutacht. d. Staatsr. d. Formal. d. Ehe betr. a43 XXIX. Gutachten des Staatsraths uͤber die in Anſehung der Ehe zu beobachtenden Formalitaͤten. Vom 4. Thermidor d. J. XIII. 23. July 1803. (Bulletin des Lois nr. 61.— Pépöt des Lois nr. 196.) Der Staatsrath, an welchen Se. Kaiſerl. Majeſt. einen Bericht des Reichsoberrichters und Juſtizminiſters, äber die Schwierigkeiten, welche ſich bey Anwendung verſchiedener Ar⸗ tikel des Napoleoniſchen Geſetzbuchs in Anſehung mancher Ehen erheben, verwieſen haben, hat nach angehoͤrtem Vor⸗ trage der Geſetzgebungsſection, in Erwaͤgung gezogen: daß dieſe Schwierigkeiten daraus entſtehen, daß die Ci⸗ vilſtandsbeamten die verſchiedenen Falle, welche das Geſeßz hat beſtimmen wollen, nicht ſorgfaͤltig genug von denenjenigen un⸗ terſcheiden, deren Entſcheidung es allgemeinen Grundſätzen und dem gemeinen Rechte uͤberlaſſen hat; daß zwar der Geburtsſchein der zukuͤnftigen Chegatten nothwendig, jedoch ihnen verſtattet iſt, den Mangel des Ge⸗ burtsſcheins unter den im 71. Art. erwaͤhnten Formalitaten zu erſetzen; daß hingegen dieſe Formalitaͤten, welche, wenn die Rede davon iſt, die den buͤrgerlichen Zuſtand einer Perſon beglaubigende Urkunde zu erſetzen, nicht erfoderlich ſind, um die Stelle minder weſentlicher Urkunden zu vertreten; daß alſo, um den Todtenſchein der Aeltern oder Aſcendenten zu erſetzen, kein die Erklaͤrung von ſieben Zeugen enthaltender und vom Tribunal gerichtlich beſtaͤtigter Notorietätsſchein erfoderlich ſey; daß die natuͤrlichſte Art, den Todtenſchein der Aeltern zu erſetzen, die ſey, wenn die Großältern ſich ſtellen und bezeu⸗ gen, daß ihre Kinder geſtorben ſind; Q2 244 XXIX. Avis sur les formalités relat. au mariage. OQue si, par l'ignorance du lieu od sont décédeés les peres et meères et ascendans, on ne peut produire leur acte de deces; que si, comme cela arrive souvent dans les classes pauvres, par l'ignorance du dernier do- micile, on ne peut recourir l'acte de notoriété pres- crit par'art. 155 et destiné à constater l'absence d'un domicile connu, dans ce cas la raison suggere de se contenter de la déclaration des témoins; que déja, dans beaucoup d'occasions semblables, les officiers de Pétat civil de Paris ont procédé aux mariages sur des actes de notoriété passés ou devant notaires ou devant les juges de paix, par des témoins que les parties ont produits; OQu'lil n'en est résulté aucun inconvénient ni plain- te; qu'il en est au contraire résulté beaucoup lorsque, dans des cas pareils, on a voulu étre plus rigoureux et exiger davantage; Que méme plusieurs fois on a suivi une voie plus simple et encore moins coũteuse que celle des actes de notorieté, et qui mérite d'étre préférée et de devenir générale: on s'est contenté de la déclaration des quatre temoins nécessaires à l'acte de mariage, faite à l'offi- cier public et mentionnée dans cet acte; Que cette déclaration, aussi solennelle qu'un acte de notoriété, est sans danger, relativement au mariage des majeurs, pour lequel le consentement ou le conseil des ascendans n'est pas d'une nécessité absolue et diri- mante; Que rien n'est à craindre relativement au mariage des mineurs, puisqu'en force de l'art. 160 du code Napoléon, toutes les fois qu'il n'y a ni peres ni mères, ni aieuls ou aleules, ou qu'ils se trouvent dans l'im- possibilite de manifester leur volonté, les fils ou filles erſ nich Leu tze dur ſch geſi Erk m u tre . cte g zei in⸗ 366 oü es o XXIX. Gutacht. d. Staatsr. d. Formal. d. Ehe betr. 245 daß, wenn man den Ort, wo Aeltern oder Aſcendenten verſtorben ſind, nicht weiß, und daher ihren Todtenſchein nicht beybringen kann; wenn man, wie dieſes oft bey armen Leuten der Fall iſt, aus Unkunde wegen des letzten Wohnſi⸗ tzes dem im 155. Artikel vorgeſchriebenen und Gu Beurkun⸗ dung der Ungewißheit des Wohnſitzes dienenden) Notorietaͤts⸗ ſchein beyzubringen nicht vermoͤgend iſt, in dieſem Falle die geſunde Vernunft lehre, man muͤſſe es ſolchenfalls bey der Erklaͤrung der Zeugen bewenden laſſen; daß bereits bey vielen aͤhnlichen Gelegenheiten, die Pa⸗ riſer Civilſtandsbeamten die Heirathsurkunden auf bloße ent⸗ weder vor Notarien oder vor Friedensrichtern durch die von den Partheyen beygebrachten Zeugen ausgeſtellte Notorietaͤts⸗ ſcheine, abgefaßt haben; daß daraus kein Nachtheil oder Beſchwerde erwachſen ſey; daß dagegen deren viele entſtanden ſind, wenn man in der⸗ gleichen Faͤllen zu ſtreng ſeyn, und mehr fordern wokkte; daß man ſich ſogar oſt eines einfachern und weniger koſt⸗ ſpieligen Mittels bedient hat, als der Notorietatsſchein iſt, eines Mittels, welches vor allen andern verdient, allgemein zur Anwendung gebracht zu werden, naͤmlich daß man ſich mit der vor dem oͤffentlichen Beamten geſchehenen und in der Heirathsurkunde erwähuten Erklaͤrung der vier zu einem Hei⸗ rathsſcheine erfoderlichen Zeugen begnuͤgte; daß dieſe Erklaͤrung, da ſie eben ſo feyerlich, als ein No⸗ torietätsſchein iſt, ganz unbedenklich ſey, ſoweit von Heira⸗ then volljähriger Perſonen die Rede iſt, zu welchen die Ein⸗ willigung oder der Rath der Aſcendenten nicht ſchlechterdings erfodert wird, und deſſen Ermangelung die Trennung der Ehe nicht bewirkt. daß in Anſehung der Heirathen der Minderjaͤhrigen kein Bedenken eintrete, indem, kraft des 160. Artikels in Napo⸗ leons Geſetzbuche, jedesmal wenn weder Aeltern, noch Groß⸗ ältern vorhanden, oder die vorhandenen ganz außer Stande ſind, ihren letzten Willen zu außern, minderjahrige Soͤhne — ——— —— ——.—— ———— 246 XXIX. Avis sur les formalités relat. au mariage. mineurs de vingt-un ans ne Peuvent contracter mariage sans le consentement du conseil de famille, Es deasis, 1 Qu'il n'est pas nécessaire de pro- duire les actes de décks des peres et mères des futurs mariés, lorsque les aleuls ou aieules attestent ce décs; et, dans ce cas, il doit étre fait mention de leur attestation dans l'acte de mariage; 20. Que si les pères, meres, afeuls ou aieules, dont le consentement ou conseil est requis, sont décé- dés, et si l'on est dans l'impossibilité de produire Pacte de leur décks ou la preuve de leur absence, faute de convaitre leur dernier domicile, il peut étre procédèé à la cclébration du mariage des majeurs, sur leur déclara- tion à serment que le lieu du décks et celui du dernier dowicile de leurs ascendans leur sont inconnus. Cette déclaration doit ẽtre certifiée aussi par serment des qustre témoins de l'acte de mariage, lesquels affirment que, quoiqu'ils connaissent les futurs époux, ils ignorent le lieu du décks de leurs ascendans et leur dernier domi- cile. Les officiers de P'état civil doivent faire mention, dans l'acte de mariage, desdites déclarations. V der ſti no kot Ab ſir tern Uil Lod uhn Po Lol let bo XXIX. Gutacht. d. Staatsr. d. Formal. d. Ehe betr. 247 oder Toͤchter ohne Einwilligung des Familienraths keine Ehe ſchließen duͤrfen: So geht ſein Gutachten dahin: 7) daß es nicht noͤthig ſey, die Todtenſcheine der Aeltern der kuͤnftigen Ehegatten beyzubringen, wenn das Abſterben der Aeltern von den Großältern atte⸗ ſtirt wird; und daß in dieſem Falle das Zeugniß der letz⸗ tern in dem Heirathsſcheine erwaͤhnt werden muͤſſe; 2) daß, wenn die Aeltern und Großaͤltern, deren Ein⸗ willigung oder Rath erfoderlich iſt, verſtorben ſind, und ihr Todtenſchein oder der Beweis ihrer Abweſenheit um deswillen unmöglich beygebracht werden kann, weil man ihren letzten Wohnort nicht weiß, die eheliche Verbindung bey Vollͤhrigen vollzogen werden kann, ſobald ſie eidlich erklaͤren, daß ihnen der letzte Wohnort ihrer Aſcendenten und der Ort ihres Abſter⸗ bens unbekannt ſey. Eben dieſes muß durch den Eid der vier Zeugen, welche den Heirathsſchein unterzeichnen, bekraͤftigt werden, als welche beſchwoͤren, daß ſie zwar die kuͤnftigen Eheleute kennen, aber den Ort, wo deren Aſcendenten geſtor⸗ ben ſind, ſo wie den Wohnſitz der letztern, nicht wiſſen. Die Civilſtandsbeamten haben im Heirathsſcheine gedach⸗ ter Erklaͤrungen zu erwaͤhnen. 248 XXX. Deécret sur les inhumations. KRKXK. DECRET IMPERIAI., Relatif aux autorisations des officiers de 1'état civil pour les inhumations. 4 thermidor an 13.— 23 juillet 1805. (Bulletin des Lois, nr. 62.— Pépöt des Lois, nr. 199). Narorzon, Empereur des Frangais; Sur le rapport du grand-juge, ministre de la jus- tice; Vu l'article 7 du code Napoléon, portant:„Aucune „inhumation ne sera faite sans une autorisation sur pa- „pier libre et sans frais de Pofficier de l'état civil;“ Vu le décret du 23 prairial an 12, sur les sépul- tures, qui soumet à l'autorité, police et surveillance des administrations municipales, les lieux de sépulture, et accorde aux fabriques des églises et consistoires le droit exclusif de faire les fournitures nécessaires pour les enterremens; Le conseil d'état entendu, Deécrete: I est defendu à tous maires, adjoints et membres d'administrations municipales, de souffrir le transport, Présentation, dépöt, inhumation des corps, ni l'ouver- ture des lieux de sépulture; à toutes fabriques d'égli- ses et consistoires, ou autres ayant droit de faire les fournitures requises pour les funérailles, de livrer les- dites fournitures; à tous curés, desservans et pasteurs, d'aller lever aucuns corps, ou de les accompagner hors „ ℳ die 55 ce e ur XXR. Kaiſerliches Decret uͤber die Beerdigungen. 249 Br Kaiſerliches Decret die von den Civilſtandsbeamten zu den Beerdigun⸗ gen zu ertheilende Erlaubniß betreffend. Vom 4. Thermidor d. J. XIII.— 23. July 1803. (Bulletin des Lois nr. 63.— Dépöt des Lois nr. 199.) Napoleon, Kaiſer der Franzoſen ꝛc. Auf erſtatteten Bericht des Reichsoberrichters und Juſtiz⸗ miniſters, in Erwaͤgung des 77. Artikels in Napoleons Ge⸗ ſetzbuche, welcher alſo lautet:„Keine Beerdigung darf ohne „Erlaubniß des Civilſtandsbeamten vor ſich gehen. Dieſe „ertheilt er auf nicht geſtempeltem Papiere und unentgeltlich, „ſo wie in Ruͤckſicht auf das Decret wegen der Beerdigungen, „vom 23. Prairial des J. 12. in welchem die Begraͤbnißplaͤtze „der Gewalt, Policey und Aufſicht der Municipalverwaltung „unterworfen, ſo wie den Kirchencaſſen und den Caſſen der „Conſiſtorien das ausſchließende Recht ertheilt wird, die zu „Begraͤbniſſen noͤthigen Lieferungen zu machen;“ beſchließen Wir, nach angehoͤrtem Gutachten des Staats⸗ raths, Folgendes: Allen Mairen, Adjuncten und Mitgliedern der Munici⸗ palverwaltungen iſt verboten, die Wegtragung, Ausſtellung, Beyſetzung oder Beerdigung der Leichname, oder auch die Er⸗ oͤffnung der Begraͤbnißplaͤtze zu verſtatten; allen Verwaltern der Kirchen-und Conſiſtorialcaſſen, ſo wie jedem andern, der zu Lieferung der bey Begraͤbniſſen noͤthigen Geraͤthſchaften berechtigt iſt, wird hiermit unterſagt, die zu Begraͤbniſſen noͤthigen Geraͤthſchaſten an Pfarrer, Vicarien und Paſtoren abzuliefern, irgend einen Leichnam abzuholen, oder außer die £ —— S S—— ——— — E. ————————— 7 ——. 31 250 XXXI. Sen.-Cons. sur le rétabliss. du calendrier. des eglises et temples, qu'il ne leur apparaisse de l'au- torisation donnée par Fofficier de l'état civil pour Pin- humation, à peine d'étre poursuivis comme contreve- nant aux lois. XXXI. SENATUS CONSULTE Sur le rétablissement du calendrier Grégorien. 22 fructidor an 13.— 9. septembre 1805. (Bulletin des Lois, nr. 66.— Dépört des Lois, nr. 222). Naxorkon, par la grace de Dieu et les constitu- tions de la république, Empereur de Frangsis; à tous présens et à venir, salut: Le Scnat, apres avoir entendu les oreteurs du conseil d'état, a décrété et nous ordonnons ce qui suit: des registres du sénat conservateur, du 22 fructidor an 13. Sénatus-Gonsulte. — Le senat conservateur, réuni au nombre de mem- bres prescrit par l'art. 90 de l'acte des constitutions du 22 frimaire an 8; ib XXXI. Senatusconſult weg. Einfuͤhr. d. Gregor. Cal. 261 Kirchen und Tempel zu begleiten, dafern ihnen nicht eine vom Civilſtandsbeamten zur Beerdigung ertheilte Erlaubniß be⸗ kannt gemacht worden iſt; widrigenfalls ſollen ſie, als Ueber⸗ treter der Geſetze, zur Verantwortung gezogen werden. XXX. Senatusconſult uͤber die Wiedereinfuͤhrung des Gregorianiſchen Ca⸗ lenders. Den 22. Fructidor d. J. XIII.— 9. Sept. 1805. (Bulletin des Lois nr. 66.— Pépöt des Lois nr. 222.) Napoleon, von Gottes Gnaden und durch die Conſtitu⸗ tionen der Republik Kaiſer der Franzoſen, entbietet allen Zeit⸗ genoſſen und Nachkommen ſeinen Gruß. Der Senat hat, nach Anhoͤrung der Redner des Staats⸗ raths, beſchloſſen, und Wir verordnen, wie folget: aus den Protocollen des Erhaltungsſenats vom 22. Fru⸗ ctidor des J. XIII. S in Der Erhaltungsſenat, deſſen Mitglieder in der durch den 90. Aytikel der Conſtitutionsurkunde vom 22. Frimaire des g. Jahres vorgeſchriebenen Anzahl verſammelt waren, hat, nach⸗ ———— — —————————— —— 252 XXXII. Avis sur'exécut. des lois dans lile d'Elbe. Vu le projet de sénatus-consulte, rédigé en la forme prescrite par lart. 57 de l'acte des constitutions du 16 thermidor an 10; Après avoir entendu, sur les motifs dudit projet, les orateurs du Gouvernement, et le rapport de la commission speciale, nommée dans la scance du 15 de ce mois, décrete ce qui suit: Art. I. A compter du I1 nivose prochaine, I. janvier 1806, le calendrier grégorien sera mis en usage dans tout l'Empire frangais. 2. Le présent senatus-consulte sera transmis par un message à sa Majeste Impériale. XXXII. aVIS DU CONSEII. DETAT, Sur lexécution des lois dans 14le dElbe.(S6- ance du 23 fructidor.) Au palais de Saint-Cloud, le 26 fructidor an 22.— 13. september 1805. (Bulletin des Lois, nr. 68.— Depöt des Lois, nr. 251.) Le conseil d'etat, qui, d'après le renvoi fait par sa Mojesté I'Empereur et Roi, a entendu le rapport de la section de législation sur celui du grand-juge, mi- nistre de la justice, tendant à faire décider Si, pour herécution des lois on se conformera, dans l'ile d Elbe, 4 Tarticle 1. du code Napoléon, ou gi'on continuera 0 d'apreès les y eécuter qui les lois que V Seront publises, det tib wi 2— àr XRXII. Gutacht. d. Staatsr. d. Geſ. d. Inſ. Elba betr. 253 dem ihm der nach Maaßgabe des 57. Artikels der Conſtitu⸗ tionsurkunde vom 16. Thermidor des J. 10. abgefaßte Ent⸗ wurf zu einem Senatusconſult vorgelegt worden iſt, nachdem er, in Anſehung der Gruͤnde des gedachten Vorſchlages, die Redner der Regierung und den Bericht der in der Sitzung vom 15. d. Monats ernannten Specialcommiſſion vernommen, beſchloſſen, wie folget: Art. 1. Vom naͤchſten I1. Nivoſe oder 1. Januar des 1806. Jahres an, ſoll man ſich im ganzen franzoͤſiſchen Reiche des Gregorianiſchen Calenders bedienen. 2. Gegenwaͤrtiges Senatusconſult ſoll durch eine Bot⸗ ſchaft Sr. Kaiſerl. Majeſtät uberreicht werden. XXXII. Gutachten des Staatsraths uber die Vollſtreckung der franzoͤſiſchen Geſetze auf der Inſel Elba.(Sitzung vom 23. Fructidor.) Im Palaſt zu Saint⸗Cloud, den 26. Fructidor d. J. XII.— 13. September 1805. (Bulletin des Lois nr. 68.— Dépöt des Lois nr. e31.) Nachdem der Staatsrath, an welchen die Sache von Sr. Majeſtät dem Kaiſer und Koͤnig verwieſen worden, den Bericht der Geſetzgebungsſection uͤber den Vortrag des Reichs⸗ oberrichters und Juſtizminiſters vernommen hat, deſſen Zweck die Entſcheidung der Frage iſt: Ob man ſich auf der In⸗ ſel Elba, wegen Vollziehung der Geſetze, nach dem 1. Artikel in Napoleons Geſetzbucherichten, oder kuͤnftig nur diejenigen Geſetze daſelbſt voll⸗ ſtrecken ſolle, welche daſelbſt, nach der kraft des 254 XXXII. Avis sux l'exécut. des lois dans lle d'Elbe. ordres quen recevra le commissaire genéral, conforme- ment a larticle 66 de larrété du g2 nivose an XI Considérant que I'ile d'Elbe fait partie du territoire frangais; que, quoiqu'elle soit assujettie à un régime Particulier d'administration, cependant le code Napo- l6on y a été publié, et y est exécutoire à compter du 16 brumaire dernier; que dès-lors il ne peut plus y avoir pour Iile d'Elbe de mode particulier de publica- tion des lois, sauf à sa Majesté de déclarer, par ex- ception, lorsqu'il y aura lieu, les lois qu'elle ne jugera pas applicables à cette contrée; Que cependant I'ile d'Elbe n'avait pas été comprise dans le tableau du 25 thermidor an XI, qui détermine Fepoque à laquelle la promulgation des lois les rend exécutoires dans les divers départemens, en sorte qu'on ne sait pas de quel jour les lois à venir y seront exé- cutoires; Est d'avis que jusqu'a présent il n'y a d'exécutoire dans l'ile d'Elbe que les lois qui y ont été publiées; Que le mode particulier de publication cessant, il ya lieu de régler, par un décret, le jour ou, confor- mément à l'article premier du code MNapoléon, la pro- mulgation des lois y sera réputée connue et les y ren- dra exécutoires, et que l'on pourrait fixer pour Jile d'Elbe le méme délai que pour Iile de Corse. ſwe 0 goli ſolch Elb kön XXXII. Gutacht. d. Staatsr. d. Geſ. d. Inſ. Elba betr. 255 66. Artikels des Beſchluſſes vom 22. Nivoſe d. J. XI. erfolgten Zufertigung an den(daſigen) Ge⸗ neralcommiſſar publicirt worden ſind; ſo hat er in Erwaͤgung gezogen: daß die Inſel Elba einen Theil des franzoͤſiſchen Gebiets ausmacht; daß ſie zwar einer beſondern Verwaltung untergeben, jedoch das Geſetzbuch Napoleons daſelbſt publicirt worden, und vom verwichenen 16. Brumaire an daſelbſt vollſtreckbar iſt; daß es daher fur die Inſel Elba keine beſondere Art, die Geſetze bekannt zu machen, geben koͤnne; wobey jedoch Sr. Majeſtaͤt vorbehal⸗ ten bleibt, wenn zu einer Ausnahme Grund vorhanden ſeyn ſollte, zu erklären, welche Geſetze Sie fuͤr dieſes Land fuͤr unanwendbar achtet; da inzwiſchen die Inſel Elba nicht in dem Verzeichniſſe vom 25. Thermidor d. J. XI. begriffen iſt, durch welches der Zeitpunkt feſtgeſetzt wird, wo die Geſetze in den verſchiedenen Departements durch ihre Promulgation vollſtreckbar werden ſollen, ſo daß man nicht weiß, von welchem Tage an auf Elba die Geſetze vollſtreckbar werden: und es gehet daher ſein Gutachten dahin: daß bis jetzt auf der Inſel Elba nur die daſelbſt publicirten Geſetze voll⸗ ſtreckbar ſeyn; daß, da die beſondere Bekanntmachungsart wegfaͤllt, es zweckmaͤßig ſeyn wuͤrde, durch ein Decret den Tag feſtzuſetzen, wo nach dem 1. Artikel in Napoleons Geſetzbuche die Promul⸗ gation der Geſetze daſelbſt als bekannt angenommen werden und ſolche vollſtreckbar machen ſoll; und daß man fuͤr die Inſel Elba dieſelbe Friſt, wie fuͤr die Inſel Corſika, beſtimmen koͤnnte. 256 XXXIII. Avis sur le mariage des militaires. XXXIII. AVIS DU CONSEII. D'ETAT., Sur les formalités à observer pour la célébra- tion du mariage des militaires résidant sur le territoire de I Empire.(Seance du g. jour com- plém. an 130 Au palais de Saint-Cloud, le d. jour complémentaire an 15.— 21 septembre 1805. (Bulletin des Lois, ur. 61.— Dépöt des Lois, nr. 238.) Le conseil d'état, qui, d'après le renvoi qui lui a ete fait par sa Majesté Empereur et Rci, a entendu le rapport de la section de legislation sur celui du grand-juge, ministre de la justice, tendant à faire déci- der si les militaires ne peuvent contracter mariage que devant officier de Tetat civil du domicile de P'un des Spoua, et i ce domicile doit etre acquis, pour le mili- taire, par sic mois d'hahitation dans le lieu ou le ma- riage sera celehré; Considérant que Tarticle 165 du code Napoléon porte que le mariage sera cclébré par l'officier civil du domicile de l'une des parties; que ce domicile, aux termes de l'article 74, est acquis par sis mois dehabi- tation continue dans la méme commune; que les ar⸗ ticles 94 et 95 du code Napoléon ne concernent que les militaires hors du territoire de PEmpire; qu'il ny ube ail Rei XXXIII. Gutacht. d. Staatsr. uͤb. d. Heir. d. Militairp. 297 XXXIII. Gutachten des Staatsraths uͤber die bey Schließung der Heirathen ſolcher Mili⸗ 3 tairperſonen, welche auf dem Gebiete des franzoſiſchen Reichs wohnhaft ſind, zu beobachtenden Formalitaͤten. (Sitzung des 2. Schalttags d. J. KIII.) Gegeben im Palaſte zu Saint-Cloud, den 4. Schalttag des J. XIII.— 21. September 1805. (Bulletin des Lois nr. 61.— Pépöt des Lois nr. 238.) Nachdem der Staatsrath, an welchen die Sache von Sr. Majeſtaͤt dem Kaiſer und Koͤnige verwieſen worden, den u Bericht der Geſetzgebungsſection uͤber den Vortrag des i Reichsoberrichters und Juſtizminiſters vernommen, welcher die Entſcheidung der Frage zum Gegenſtande hat: ob Mi⸗ litairperſonen nur vor den Civilſtandsbeamten des Wohnorts eines der beyden Verlobten ihre Heirathen ſchließen koͤnnen; und ob dieſer Wohn⸗ ſitz in Anſehung der Militairperſonen durch einen ſechsmonatlichen Aufenthalt an dem Orte, wo die Heirath geſchloſſen werden ſoll, begruͤn⸗ det wird? ſo erſtattet er, in Erwaͤgung, daß im 165. Ar⸗ tikel in Napoleons Geſetzbuche angeordnet iſt, die Heirath 1 ſolle vn dem Civilbeamten des Wohnorts einer der bey⸗ den Verlobten beurkundet werden; daß dieſer Wohnſitz nach den klaren Worten des 74. Artikels durch einen ununterbro⸗ chenen ſechsmonatlichen Aufenthalt in derſelben Gemeinde be⸗ gruͤndet wird; daß der o4. und 95. Artikel in Napoleons Geſetzbuche nur die außer dem Gebiete des Reichs befindlichen Supplem, z. Geſetzb. Nap. R„ 258 XXXIV. Decr. Imp.. 1. Froc. verb. d'app. de scellẽs. a nulle exception en faveur des militaires en activité de service dans Pintérieur, Est d'avis que les militaires, lorsqu'ils se trouvent zur le territoire de PEmpire, ne peuvent contracter mariage que devant les officiers de état civil des com- munes ou ils ont résidé sans interruption pendant sin mois, ou devant'officier de l'état civil de la commune od leurs futures épouses ont acquis le domicile fixé par rarticle 74 du code Napoléon, et après avoir rempli les formalités prescrites par les articles 166, 167 et 163. ———— XXXIV. DFCRET MPERIAL. Qui prescrit des formalitès pour les procès- ver- baux d'apposition de scellẽs, d'inventaire etc. Au quartier impérial de Braunau, en Haute-Autriche, le 10 prumaire an 1.— 1. novembre 1805. (Bullerin des Lois, nr. 63.— Depör des Lois, nr. 224.) NArorxon, Empereur des Frangais, roi dItalie; Sur le rapport de notre ministre des finances; Vu la loi du 22 frimaire an 7 sur enregistre- ment; Notre Conseil d'état entendu, Avons décrété et décrétons ce qui suit: W Milit Gunſ erſo ſie ſ hloß wo vork Galti he ſe Beob nen 5 wor tur uf icht un cht ſoh XXXIV. Kaiſ. Decret d. Verſiegelungsprotocolle betr. 259 Militairperſonen angeht; daß durchaus keine Ausnahme zu Gunſten der im Innern des Reichs dienſtleiſtenden Militair⸗ perſonen Statt findet; ſein Gutachten dahin: daß Militairperſonen, ſo lange ſie ſich auf dem Gebiete des franzoͤſiſchen Reichs befinden, bloß und allein vor den Civilſtandsbeamten der Gemeinde, wo ſie ununterbrochen ſechs Monate gewohnt haben, oder vor dem Civilſtandsbeamten der Gemeinde, wo ihre kuͤnftigen Gattinnen den durch den 74. Artikel in Napoleons Geſetzbu⸗ che feſtgeſetzten Wohnſitz erlangt haben, und nach erfolgter Beobachtung der im 166. 167. und 168. Artikel vorgeſchriebe⸗ nen Formalitäten ihre Heirathen ſchließen koͤnnen. XXXIV. Kaiſerliches Deeret, ¹ worin die bey Protocollen uͤber Verſiegelung, Inven⸗ tur u. ſ. w. zu beobachtenden Formalitäten vorgeſchrie⸗ ben werden. Im Hauptquartier zu Braunau, in Oberoͤſterreich den 10. Bru⸗ maire d. J. XIV.— 1. November 1805. (Bulletin des Lois nr. 65.— PDépöt des Lois nr. 224.) —.——— Napoleon, Kaiſer der Franzoſen, Koͤnig von Italien; auf den von Unſerm Finanzminiſter an Uns erſtatteten Be⸗ richt, und in Ruͤckſicht auf das Geſetz uͤber die Einregiſtrirung vom 22. Frimaire d. J.?7. haben Wir, auf erſtattetes Gut⸗ ſchten Unſers Staatsraths, beſchloſſen und beſchließen, wie ſolget: R 2 260 XXXIV. Decr. Imp. s.. proc. verb. d'app. de scellés. Art. 1. Tous officiers ayant droit d'apposer des scellés, de les reconnaitre et de les lever, de rédiger des inventaires, de faire des ventes ou autres actes dont la confection peut exiger plusieurs séances, sont tenus d'idiquer, à chaque séance, lheure du commen- cement et celle de la fin. 2. Poutes les fois qu'il y a interruption dans 'opération, avec renvoi à un autre jour ou à une autre heure de la méme journée, il en sera fait mention dans l'acte, que les parties et les officiers signeront sur-le⸗ champ, pour constatér cette interruption. 3 L proces· verbal est sujet à l'enregistrement dans le délai fixé par la loi. droit d'enregistrement RiRé à deux francs 4. Le par vacation, est exigible par vacation, dont aucune t ezcéder quatre heures. ne peu ministre de la justice, et §. MNotre grand juge, notre ministre des finances sont chargés de l'exécution du présent décret.] XXXIV. Kaiſ. Decret d. Verſiegelungsprotocolle betr. 261 1. Alle Beamten, welche das Recht haben, zu verſie⸗ geln, die Siegel zu recognosciren und zu entſiegeln, Inventu⸗ ren aufzunehmen, Verſteigerungen und andere Verrichtungen, vorzunehmen zu deren Vollziehung mehrere Expeditionen erfoder⸗ lich ſeyn konnten, find gehalten, bey jeder Expedition anzugeben, zu welcher Stunde ſie angefangen und zu welcher ſie beſchloſ— ſen worden ſey. 2. So oft die Handlung eine Unterbrechung leidet, und auf einen andern Tag oder eine andere Stunde deſſelben Ta⸗ ges ausgeſetzt wird, ſoll davon im Protocolle Erwaͤhnung ge⸗ than, und ſolche auf der Stelle von den Intereſſenten und den Beamten unterzeichnet werden, um dieſe Unterbrechung zu bewahren. z. Das Protocoll iſt innerhalb der geſetzlichen Friſt ein⸗ zuregiſtriren. 4. Die Einregiſtrirungsabgabe an 2 Franken fuͤr jede Expedition iſt fuͤr jede einzelne Expedition einzufodern, deren keine uͤber vier Stunden dauern kann. 5. Unſer Reichsoberrichter und Juſtizminiſter, und Unſer Finanzmeiſter haben fuͤr die Vollziehung dieſes Decrets zu ſorgen. 262 XXXV. Circul, sur les registres de l'état civil. XXXV. a) CIROULAIRF de S. Fxc. le grand-juge, ministre de la Jus- tice, relative à la tenue des registres de l'état civil. Du 22 brumaire an 14.— 13 novembre 1805. A Messieurs les Procureurs impériaux des tribunaux de première instance. Les funestes effets de la mauvaise tenue des regis- tres de l'état civil, dans plusieurs départemens, se font principalement sentir, messieurs, dans les embarras qu'on trouve pour la désignation des jeunes gens que la loi appelle au service militaire. Je suis instruit qu'il est impossible, dans plusieurs communes, de reconnaitre l'äge des conscrits, soit parce que les registres des années correspondantes à la cons- cription se trouvent perdus ou détruits, soit parce que les registres existans sont ou incomplets ou altérés. La patrie ne doit pas souffrir de cette négligence ou de ces prévarications. P'après un avis du conseil d'état en date du 12 brumaire an 1I, les procureurs impériaux doivent intervenir d'office pour requérir la reotification des actes de l'état civil, dans les cas qui intéressent l'ordre public. Il n'en est aucun oü l'intérét public se montre da- vantage que celui de la conscription. Vous devez done requérir d'office le rétablissement ou la rectification des actes de naiss ance des jeunes gens qu'on présume faire (§ In u th tre die XRXXV. Circularſchreiben die Civilſtandsliſten betr. 263 6) Circularſchreiben Sr. Excellenz des Reichsoberrichters und Juſtizmini⸗ ſters, die Fuͤhrung der Civilſtandsliſten betreffend. Vom 22. Brumaire d. J. XIV.— 13. Nov. 1805. An die kaiſerlichen Herren Anwaͤlde bey den Gerichts⸗ hoͤfen erſter Inſtanz. Die traurigen Wirkungen der ſchlechten Fuͤhrung der Ci⸗ vilſtandsregiſter in einigen Departements werden vorzuͤglich durch die Verlegenheit bemerkbar, in der man ſich bey Aus⸗ zeichnung der jungen Leute befindet, welche das Geſetz zu Kriegsdienſten beſtimmt. Ich habe erfahren, daß es in verſchiedenen Gemeinden unmoͤglich fällt, das Alter der Conſcribirten auszumitteln, theils weil die Liſten auf die mit der Conſcription zuſammen⸗ treffenden Jahre verloren gegangen oder vernichtet, theils weil die vorhandenen Liſten unvollſtaͤndig oder verfaͤlſcht ſind. Das Vaterland darf nicht unter dieſer Nachlaͤſſigkeit oder Pflichtvergeſſenheit leiden. Rach einem Gutachten des Staats⸗ raths vom 12. Brumaire d. J. XI. haben die kaiſerlichen An⸗ wälde von Amtswegen bey der Berichtigung der Civilſtands⸗ urkunden in ſolchen Fällen mitzuwirken, welche die oͤſſentliche Ordnung betreffen. Nun giebt es keinen Fall, wo ſich das Intereſſe der buͤr⸗ gerlichen Geſellſchaft ſtaͤrker zeigte, als bey der Conſeription. Sie haben alſo Amtswegen auf Erneuerung oder Berich⸗ tigung der Geburtsſcheine ſolcher jungen Leute anzutragen, welche muthmaßlich zur Conſcription gehoͤren, und von denen 264 XXXV. Circulaire relative à leétat civil. partie de la conscription, et qui sont réputés étre par⸗ venus à l'àge ou l'on y est soumis. Vous ne pourrez donner au Gouvernement un gage plus certain de votre attachement pour lui, et une preuve plus efficace de votre zble à remplir les fonctions qu'il vous a confiées. XXXV. b) GIRCULAIRF. de S. Fxc. le grand-juge, ministre de la jus- tice, relative à la connaissance des contraven- tions des officiers de l'état civil. Du 22 brumaire an 14.— 13 octobre 10. Plusieurs d'entre vous, messieurs, m'ont consulté Pour savoir, Io. Si le tribunal de première instance, désigné Par Particle 50 du code Napoléon, pour connaitre des contrayentions des officiers de P'état civil, devait pro- céder comme tribunal correctionnel, avec les formes voulues par le titre II du code des deélits et des peines, ou seulement comme tribunal civil, avec les formes Propres à la procédure civile; 20. Si ces officiers, contre lesquels, d'après Far- ticle 53 du méme code, le procureur impérial est chargé de requérir la condamnation, pouvaient étre traduits directement devant le tribunal, ou s'il fallait man welc ihre Cb ₰ St. ſere die geh ſcha lich XXXV. Circularſchr. d. Vergeh. d. Civilſtandsb. betr. 265 man annehmen kann, daß ſie das Alter erreicht haben, in welchem man derſelben unterworfen iſt. Sie können der Regierung keinen deutlichern Beweis ihrer AWnalichtc an dieſelbe, keinen wirkſamern Beweis Ihres Dienſteifers geben, als dieſen.*) XXXV. b) Cireularſchreiben Sr. Epcellenz des Reichsoberrichters und Juſtizmini⸗ ſters die Unterſuchung der von Civilſtandsbeamten be⸗ gangenen Vergehungen betreffend. Vom 22. Brumaire des J. KIV.— 13. October 1803. Mehrere von Ihnen, meine Herren, haben mich uͤber die Frage zu Rathe gezogen: 1) Ob das Tribunal erſter Inſtanz, welches durch den 50. Artikel in Napoleons Geſetzbuche angewieſen iſt, uͤber die Ver⸗ gehungen der Civilſtandsbeamten zu erkennen, in der Eigen⸗ ſchaft eines zur Ausuͤbung der Strafpolicey beſtimmten Ge⸗ richtshofes nach den im 2. Titel des Geſetzbuchs von Verbre⸗ chen und Strafen erfoderlichen Formen zu verfahren, oder nur als buͤrgerlicher Gerichtshof die Form des Civilverfahrens zu beobachten habe? 2) Ob diejenigen Beamten, auf deren Verurtheilung nach dem 33. Artikel des Civilgeſetzbuchs der kaiſerliche Anwald an⸗ zutragen hat, geradezu vor dieſen Gerichtshof gezogen werden *) Herr Charrilhac, kaiſerlicher Anwald beym Gerichts⸗ hofe zu Corbeil, hat im Jahre 1806 ein Werk unter dem Titel: Guide de l'offcier de l'état civil in 12. heraus⸗ gegeben, welches zu Paris im Pepot des lois zu ha⸗ ben iſt. S — — ——— ———— —— — — 266 XXXV. Circulaire relative à l'état civil. préalablement que cette traduction füt autorisée par l'autorité supérieure. Le conseil d'état a donné sur ces deux questions un avis qui a été approuvé par sa Majesté, le 4 plu- viose an T2. Sur la premiere, il a pensé que la connaissance des contraventions commises par les officiers de Iétat civil dans la tenue des registres, ayant été attribuée par Particle 50 du code Napoléon aux tribunaux de première instance, on ne pouvait la porter aux tribu- naux de police correctionnelle, sans changer le texte de la loi et en accroitre la sévérité. Sur la seconde question, son avis est que l'on ne peut considẽrer les officiers de l'état ctvil comme agens du Gouvernement, et que des-lors ils ne peuvent récla- mer le béncéfice de Particle 75 de la constitution. La marche à suivre dans les poursuites à exercer contre eux est tracce dans les motifs du titre II du code Na- poléon, développés au corps législatif:„Le ſcommissaire, „J est-il dit, dresse proces· verbal vommaires il dé- „nonce les délits et requiert la condamnation aux amen- „des.“ Ainsi l'autorisation de Pautorité supérieure n'est point exigée; et ce principe est d'autant plus néces⸗ saire à maintenir, que c'est accrottre le droit de sur⸗ veillauce que les commissaires du Gouvernement ont zur la conduite des officiers de l'état civil: ceuxci doivent donc, en cas de contravention, étre traduits directement devant les tribunsux, et sur la simple ré⸗ quisition du commissaire. Cet avis applanit routes les difficultés elevées à cet égard: vous voudrez bien vous y conformer. Je vous fais seulement observer qu'ayant soumis à sa Majests un rapport relatif aux poursuites à exercer contre les officiers de'état civil, vous n'en devez intenter aucune lön Be M N niß ( Inſ wei die be dae XXXV. Circularſchr. d. Vergeh. d. Civilſtandsb. betr. 267 koͤnnen, oder ob dieſe Vorladung vorher durch eine hoͤhere Behoͤrde genehmigt werden muͤſſe? Der Staatsrath hat uͤber dieſe beyden Fragen am. Pluvioſe des J. XII. ein Gutachten erlaſſen, welches Se. Majeſtaͤt genehmigt hat. Was dieerſte anlangt, ſo erachtet er, daß, da durch den 50. Artikel in Napoleons Geſetzbuche das rechtliche Erkennt⸗ niß uͤber die von Civilſtandsbeamten bey Fuͤhrung der Liſten (Regiſter) begangenen Vergehungen, an die Gerichtshoͤfe erſter Inſtanz gewieſen iſt, man ſie nicht an ein Strafgericht ver⸗ weiſen koͤnne, ohne den klaren Worten des Geſetzes entgegen zu handeln und deſſen Strenge zu vermehren. Ueber die zweyte Frage geht ſein Gutachten dahin: daß man die Civilſtandsbeamten nicht als Geſchaͤftstraͤger der Regierung betrachten koͤnne; ihnen alſo nicht zukomme, auf die Rechtswohlthat des 73. Artikels der Conſtitution Anſpruch zu machen. Der bey dem Verfahren wider ſie einzuſchlagende Weg iſt in den der geſetzgebenden Verſammlung vorgelegten Gruͤnden zum 2. Titel in Napoleons Geſetzbuche vorgezeich⸗ net:„Der Commiſſar Eaiſerliche Anwald), heißt es daſelbſt, „nimmt ein ſummariſches Protocoll auf; er denuncirt die „Vergehungen und trägt auf Verurtheilung zu den angedroh⸗ „ten Geldbußen an.“ Alſo iſt die Genehmigung der höhern Behoͤrden nicht erfoderlich; und es iſt um ſo nothwendiger, bey dieſem Grundſatze zu beharren, weil dadurch die Aufſicht, welche die Regierungscommiſſarien(kaiſerlichen Anwaͤlde) uͤber das Verfahren der Civilſtandsbeamten fuͤhren, mehr Umfang gewinnt. Letztere ſind daher, im Fall einer Vergehung, unmittelbar, auf bloßes Anſuchen des Commiſſars(kaiſerli⸗ chen Anwalds), vor die Gerichtshoͤfe zu ziehen. Dieſes Gutachten gleicht alle in dieſer Ruͤckſicht erhobenen Schwierigkeiten aus: Sie haben ſich alſo darnach zu richten. Ich gebe Ihnen nur noch zu bemerken, daß, da ich Sr. Majeſtät einen Vortrag uͤber die gerichtliche Belangung der Civilſtandsbeamten erſtattet habe, Sie, bis auf weitern Be⸗ fehl, kein gerichtliches Verfahren dieſer Art veranlaſſen duͤrfen, XXXVI. Avis sur les Testam. déelarés nuls. 268 jusqu'a nouvel ordre, à moins qu'il ne s'agit, de leur part, d'un faux matériel ou de tout autre acte qualifiè délit par la loi. Vous devez veiller néanmoins à ce qu'ils fassent annuellement le dépöt du double de leurs registres au grelfe du trihunal. Recevez l'assurance de mes sentimens affectueux. REGRIER. XXXVI. avIs DU CONSEII. DETA, Sur une réclamation contre des jugemens qui ont déclaré un testament nul.(Scance du 3 janv. 1607.) Du 3 janvier 1806. (Bulletin des Lois, nr. 75.— Dépöt des Lois, nr. 279.) Le conseil d'état, qui, d'après le ren voi ordonné par sa Majesté'Empereur et Roi, a entendu le rapport de la section de législation, sur une réclamation du sieur Duchdtenet contre des jugemens qui ont déclarè nul le testament de la demoiselle Letellier, Est d'avis qu'il n'y a pss lieu d'admettre la récla- mation, pour les motifs qu'on va développer. La demande du sieur Duchdtenet doit étre exami- née d'abord relativement à lui et dans la position ou il ze trouve: on l'eaminera ensuite sous un point de vue aus bte verl ben We We ſchl den XXXVI. Gutacht. fuͤr unguͤltig erklaͤrte Teſtam. betr. 269 ausgenommen, wenn von einer weſentlichen von denſeiben ver— uͤbten Verfälſchung, oder irgend einer andern vom Geſetze fuͤr verbrecheriſch erklaͤrten Handlung die Rede iſt. Inzwiſchen haben Sie doch daruͤber zu wachen, daß dieſel— ben jahrlich das Duplicat ihrer Liſten bey der Canzley des Gerichtshofs niederlegen. Empfangen Sie die Verſicherung meines Wohlwollens. REGNLER. XXXVI. Gutachten des Staatsraths wegen einer Beſchwerde gegen Erkenntniſſe, durch welche ein Teſtament fuͤr unguͤltig erklaͤrt worden war.(Sitzung vom 18. Januar 1807.) Vom 31. Januar 1806. (Bulletin des Lois nr. 75.— Dépöt des Lois nr. 279.) Nachdem der Staatsrath, an welchen die Sache auf Be⸗ fehl Sr. Majeſtaͤt des Kaiſers und Koͤnigs verwieſen worden, den Vortrag der Geſetzgebungsſection uͤber eine Beſchwerde des Herrn Duchatenet gegen die rechtlichen Erkenntniſſe, durch die das Teſtament der Demvoiſelle Letellier fuͤr unguͤltig erklaͤrt worden iſt, vernommen hat: ſo iſt er der Meinung: daß dieſe Beſchwerde unzulaͤßlich ſey, und zwar aus folgenden hier aus einander zu ſetzenden Gruͤnden. Das Geſuch des Herrn Duchatenet muß zuvörderſt in Beziehung auf ihn ſelbſt und auf ſeine beſondere Lage erwo⸗ gen werden; dann wird man es aus einem allgemeinen Ge⸗ 270 XMXVI. Avis sur les Testam. déclarés nuls⸗ plus géneral et indépendamment de toute espece par- ticulière. Le testament de la demoiselle Letellier a été cassé, kaute, par le notaire qui l'a regu, d'avoir fait mention eaprese quil a öcrit cet acte. Les tribunaun qui ont prononcé, se sont appuyẽs sur l'autorité de Particle 972 du code Napoléon, ainsi conhu* „Si le testament est regu par deux notaires, il leur „est dicté par le testateur, et il doit étre écrit par Iun „de ces notaires, tel qu'il est dicté.“ „S'il n'y a qu'un notaire, il doit zgalement ätre „dicté par le testateur et écrit par ce notaire.“ „Dans l'un et l'autre cas, il doit en étre donns „lecture au testateur en présence des témoins.“ „Il est fait du tout mention eapresse.“ Les magistrats ont vu dans ce texte une obligation positive, de la part du notaire, de faire mention ex- presse que le testament est écrit de sa main. On n'examine pas dans ce moment le motif de cette disposition. Les tribunaus ont pensé qu'elle était tex- tuelle: ils Pont appliquée. Le sieur Duchdtenet, légataire universel de la de- moiselle Letellier, west pourvu en cassation. Sa de⸗ mande a été rejetée. C'est dans cet état qu'il réclame pautorité de sa Majesté PEmpereur et Roi. Les constitutions n'ont établi que deus degrés de juridietion. Elle ont orgé les cours d'appel pour juger en dernier ressort; mais les actes émanés de ces cours n'ont le caractère des décisions souveraines, qu'autant ſct roft ßen geſſe Urt 6 che ird pnd tir „ 0 ſch XXXVI. Gutacht. fur unguͤltig erklaͤrte Teſtam. betr. 271 ſchtspunkte und unabhängig von allen ſpeciellen Verhältniſſen pruͤfen. Das Teſtament der Demoiſelle Letellier iſt umgeſto⸗ ßen worden, weil der Notar, der es aufgenommen hat, ver⸗ geſſen hatte, ausdrücklich zu erwähnen, daß Er dieſe urkunde(ſelbſt) geſchrieben habe. Die Gerichtshoͤfe, welche in der Sache ſprachen, haben ſich auf das Anſehen des 972. Artikels in Napoleons Geſetz⸗ buche geſtuͤtzt, welcher alſo lautet: „Wenn das Teſtament von zwey Notarien aufgenommen „wird, ſo wird es ihnen vom Teſtator dictiret, „und muß von einem oder beyden Notarien, ſo wie es dic⸗ „tirt wird, niedergeſchrieben werden.“ „Iſt nur Ein Notar dabey: ſo muß es ebenfalls „von dem Teſtator dictirt und vom Notar ge⸗ „ſchrieben werden.“ „In beyden Faͤllen muß es dem Teſtator in Gegenwart „zweyer Zeugen vorgeleſen werden.“ „Daß Alles dieß beobachtet worden ſey, muß aus⸗ „druͤcklich erwaͤhnt werden.“ Die Richter haben in dieſen Textesworten des Geſetzes eine poſitive Verpflichtung des Notars gefunden, des Umſtan⸗ des zu erwaͤhnen,„das Teſtament ſey von ihm mit „eigner Hand niedergeſchrieben.“ Die Gruͤnde dieſer Verordnung zu eroͤrtern, iſt hier nicht der Ort. Die Gerichtshoͤfe haben dafuͤr gehalten, ſie ſey nach dem Buchſtaben anzunehmen; und haben ſie angewendet. Herr Duchatenet, Univerſalteſtamentserbe der Demoi⸗ ßille Letellier, ergriff dagegen den Recurs an das Caſſa⸗ tionsgericht. Allein, ſein Geſuch wurde verworfen. In die⸗ ßer Lage der Sachen beruft er ſich auf den Ausſpruch Sr. Majeſt. des Kaiſers und Koͤnigs. Die Conſtitutionen haben nur zwey Grade der Gerichts⸗ Barkeit eingefuͤhrt. Sie haben die Appellationsgerichte beſtellt, em in letzter Inſtanz zu ſprechen; aber die von dieſen Serichtshoͤfen ertheilten Urthelsſpruͤche haben nur in ſo fern 272 XMXVI. Avis sur les Testam. déclarés nuls. qu'ils sont revétus de toutes les formalités requises pour constituer un jugement. Si les formes ont été violées, il n'y a pas de jugement à proprement parler, et la cour de cassation détruit un acte irrégulier. Si au con- traire toutes les formes ont été observées, le jugement est répuré la vérité méme. Des raisons puissantes, d'un interét général, ont impérieusement enigé cette maxime. Des juges sups- rieurs sont établis pour réparer les erreurs d'une pre- mibre décision: s'il était encore permis de remettre en question ce qui aurait été jugé par les cours, ou fau- drait-il arréter ces examens ultérieurs, et quelle plus forte garantie la societé aurait-elle contre les erreurs de troisiemes ou de quatriemes juges? Cependant la stahilité des jugemens rendus par les cours, repose, il faut en convenir, non sur la certitude acquise qu'un arrét est juste, mais sur la présomption de sa justice, quand il est revétu des formes qui lui donnent le caractère d'un jugement. Or il est de la nature de toute présomption de céder à la vérité con- traire, quand elle est démontrée: si donc un arrét se trouve en opposition kormelle avec une disposition tex- tuelle de la loi, la présomption de la justice disparait; car la loi est et doit étre la justice des tribunaus⸗ *) Dieß iſt eine vortreffliche Vemerkung, die der Anhaͤufung der Inſtanzen nicht genug entgegengeſetzt werden kann. Wer es weiß, wie leicht die Mißgriffe, beſonders bey ſehr ſchwankenden Entſcheidungen ſind, und wie viel leichter der Fehlgriff iſt, je mehr man die Sache, mit einem gewiſſen nt E XXXVI. Gutacht. ein fuͤr unguͤlt. erklaͤrtes Teſtam. betr. 273 die Eigenſchaft der letzten Entſcheidung, als dabey alle zum Weſen eines Urthelsſpruchs erſoderlichen Formalitäten beobach— tet ſind. Sind die Formen verletzt, ſo iſt im eigentlichen Sinne gar kein Urthel vorhanden(nulla est sententia), und das Caſſationsgericht erklaͤrt es, als einen geſetzwidrigen Auf⸗ ſatz, fuͤr null und nichtig. Sind hingegen alle vorgeſchriebene Formen dabey beobachtet, ſo wird das Urthel fuͤr die Wahr⸗ heit ſelbſt geachtet. Ueberwiegende Gruͤnde des allgemeinen Wohls geboten es unnachlaͤßlich, dieſen Grundſatz anzunehmen. Die hoͤhern Gerichtsinſtanzen ſind beſtellt, um die Irrthuͤmer der erſten Entſcheidung zu verbeſſern: wäre es erlaubt, das von dieſen Behoͤrden gefällte Urthel noch einmal zur Eroͤrterung zu brin⸗ gen, wo wuͤrden dieſe fernern Eroͤrterungen ihr Ziel haben, und was wuͤrde wohl der Geſellſchaft gegen die Irrthuͤmer der dritten oder vierten Inſtanz gewiſſere Gewähr leiſten,(als gegen die der erſten und zweyten ²)*) Indeß iſt nicht zu leugnen, daß die Unabaͤnderlichkeit der Appellationsgerichtsurthel nicht auf der dadurch erlangten Ge⸗ wißheit, daß der Ausſpruch gerecht ſey, ſondern auf der Vor⸗ usſetzung beruht, daß er dann gerecht ſey, wenn dabey die Forin beobachtet iſt, welche ihm die Eigenſchaft eines Urthels giebt. Nun liegt es in der Natur einer jeden Vorausſetzung (Präſumtion), daß ſie der ihr entgegenſtehenden Wahrheit weichen muß, wenn ſolche erwieſen iſt. Steht alſo ein rich⸗ terlicher Ausſpruch in formellem Widerſpruche mit einer woͤrt⸗ lichen Verordnung der Geſetze, ſo verſchwindet die Praͤſum⸗ tion der Gerechtigkeit; denn das Geſetz iſt die Gerechtigkeit der Richterſtuͤhle, und muß es ſeyn. Auch hat das Caſſa⸗ Geiſte des Widerſpruchs gegen die erſte Sentenz, auf die Wasgſchale von Spitzfindigkeiten bringt, hinter welchen der Irrthum am leichteſten die Geſtalt der Gründlichkeit annimmt, der wird das alte juriſtiſche Spruͤchwort gewiß nicht verwerflich finden: ultima sententia est optima sententia; non quia est optima, sed quia est ultima. E. Supplem. z. Geſetzb. Nap. S 274 XXXVI. Avis sur les Testam. déclarés nuls. Aussi la cour de cassation a-t-elle le droit d'annuller encore, dans ce cas, les actes des cours. Voila les seules garanties que les constitutions de Empire aient données coutre les erreurs des magistrats. On ne pourrait s'écarter de ces principes conservateurs, sans tomber dans un arhbitraire inconciliable avec le droit de propriété et avec la liberté civile. Dans l'espece actuelle, on ne dit pas ouvertement que l'arrét attaqué soit en opposition avec un texte de la loi; on se plaint plutöt d'une application du tezte qu'on prétend étre trop scrupuleuse: mais un arrét de la cour de cassation, qui détruirait un jugement pour étre trop littéralement conforme au texte de la loi, oKrirait dans l'ordre judiciaire un scandale dont, il faut l'espérer, nous ne serons jamais les témoins. Mais, dit-on, il est contre la justice qu'un defaut de rédaction entraine la nullité d'un testament et la ruine d'une famille, lorsque ce défaut peut étre couvert par une vérification. Les lois ne peuvent pas prévoir tous les cas parti- culiers. I est possible que, dans une espece donnée, l'omission d'une formalité que la loi a dũ introduire entraine'anéantissement d'un acte irréprochable, loua- ble méme, si l'on veut, dans ses motifs; mais cet in- convénient, qu'on peut toujours prévenir avec un peu d'attention, est mille fois moins grave que ceux qui résulteraient de la faculté donnée de suppléer par des V tion ſpr da ler zie den 6s die len no no i ge w d 1 XXXVI. Gutacht. ein fuͤr unguͤlt. erklaͤrtes Teſtam. betr. 276 tionsgericht in dieſem Falle das Recht, auf Nullität der Aus⸗ ſpruͤche der Appellationsgerichtshoͤfe zu erkennen. Blos dieſe und keine andern Rechtsmittel haben die Reichsconſtitutionen gegen die Irrthuͤmer der Richter verſtat⸗ tet. Von dieſen heilſamen Grundſaͤtzen kann man nicht abweichen, ohne in eine mit dem Eigen⸗ thumsrechte und der buͤrgerlichen Freyheit un⸗ vereinbare Willkuͤhrlichkeit zu verfallen. Im gegenwärtigen Falle wird nicht behauptet, das ange⸗ fochtene Appellationsgerichtsurthel ſtehe im Widerſpruche mit den Worten eines Geſetzes; man beſchwert ſich vielmehr uͤber eine Anwendung des Textes, die man fuͤr hinlaͤnglich genau haͤlt; aber eine Entſcheidung des Caſſationsgerichts, durch welche ein Urthel aus dem Grunde fuͤr nichtig erklaͤrt wuͤrde, weil es mit den klaren Worten des Geſetzes allzu buchſtaͤblich uͤbereinſtimme, wuͤrde in der Rechtspflege eine ſcandaloͤſe Er— ſcheinung ſeyn, wie wir ſie hoffentlich nie erleben werden. Aber, wendet man ein, es ſtreitet mit der Gerechtigkeit, daß ein bey der Auſſetzung eines Teſtaments begangener Feh⸗ ler deſſen Unguͤltigkeit und den Ruin einer Familie nach ſich ziehe, wenn dieſem Fehler durch ein Atteſtat abgeholfen wer⸗ den kann. Die Geſetze koͤnnen nicht alle beſondere Faͤlle vorausſehen. Es iſt gar wohl moͤglich, daß in einem gegebenen Rechtsfalle die Uebergehung einer Formalitaͤt, welche das Geſetz einfuͤh⸗ ren muͤßte, die Vernichtung einer untadelhaften, ſogar, wenn man will, in ihren Beweggruͤnden loͤblichen Rechtshandlung*) nach ſich ziehe; aber dieſer Nachtheil, welchem man ſtets mit einiger Aufmerkſamkeit ausweichen kann, iſt tauſendmal weni⸗ ger bedenklich, als die Nachtheile, welche daraus entſtehen wuͤrden, wenn man verſtatten wollte, durch Zeugenbeweis dasjenige zu ergaͤnzen, was in einem Teſtamente haͤtte nie⸗ S 2 *) Man ſehe hieroͤber meine Gedanken in der Vorrede zu gegenwärtigem Supplementbande. E. — 276 XXXVII. Loi sur les mineurs et interdits. preuves testimoniales à ce qu'on aurait dü écrire et qu'on n'a pas écrit dans un testament. Le sieur Duchdtenet allegue que les tribunaux sont divisés sur le sens de la loi: mais la jurisprudence des cours parait au contraire uniforme sur ce point; et quand il serait vrai qu'elles ont été divisées, le sieur DuchAtenet ne pourrait en rien conclure. La cour de cassation annullerait les décisions contraires à la loi; il serait toujours constant que cette cour a rejetè le pourvoi du sieur Duchétenet. Il ne lui reste donc aucun moyen de se pourvoir encore, puisqu'il a deja épuise tous les recours que lui oFraient nos lois et nos constitutions. XXXVII. Relative au transfert d'inscriptions de cinq pour cent consolidés appartenant à des mi- neurs ou interdits. (Bulletin des Lois, nr. 86.— Dépöt des Lois, nr. 307.) Art. I. Les tuteurs et curateurs des mineurs ou interdits, qui n'auraient en inscriptions ou promesses d'inscriptions de cinq pour cent consolidés, qu'une rente di 1 XXXVII. Geſ d. Ceſſion. d. Minderj zuſt. Inſcr. betr. 257 dergeſchrieben werden ſollen, und nicht niedergeſchrieben wor— den iſt. Herr Duchatenet fuͤhrt an, die Gerichtshoͤfe wären uͤber den Sinn des Geſetzes nicht einig; allein, das Herkom⸗ men der hoͤhern Inſtanzen ſcheint vielmehr gerade in dieſem Punkte ganz uͤbereinſtimmend zu ſeyn. Waären ſie aber auch wirklich verſchiedener Meinung geweſen, ſo koͤnnte Herr Du⸗ chatenet dennoch daraus keine Folgerung fuͤr ſich ziehen. Das Caſſationstribunal wuͤrde die Appellationsgerichtsurthel fuͤr null und nichtig erklaͤrt haben, wenn ſie dem Geſetze ent⸗ gegenliefen; allein, es bleibt ausgemacht, daß dieſer Gerichts⸗ hof das Caſſationsgeſuch des Herrn Duchatenet verwor⸗ fen hat. Es bleibt ihm alſo kein anderes Rechtsmittel mehr uͤbrig, da er alle ihm in unſern Geſetzen und Conſtitutionen verſtatteten Rechtsmittel bereits ergriffen hat. XXXVII. G eſ e 6 die Ceſſionen der Inſcriptionen von conſolidirten fuͤnf Procenten, welche Minderjaͤhrigen oder Interdicirten gehoͤren, betreffend. Vom 24. Maͤrz 1806. (Bulletin des Lois nr. 86.— Pépot des Lois ur. 3020) 7 Art. 1. Die Vormuͤnder und Curatoren der Minderjaͤh⸗ rigen und Interdicirten, welche an Inſcriptionen oder An⸗ weiſungen auf Inſcriptionen von conſolidirten fuͤnf Procenten 278 XXXVII. Loi sur les mineurs et interdits. de einquante francs et au⸗dessous, en pourront faire le transfert sans qu'il scit besoin d'autorisation spé⸗- ciale, ni d'afſiches, ni de publication, mais seule- ment d'après le cours constaté du jour, et à la charge d'en compter comme du produit des meubles. 2. Les mineurs émancipés, qui n'auraient de méme en inscriptions ou promesses d'inscriptions qu'une rente de cinquante francs et au-dessous, pourront éga- lement les transférer avec la seule assistance de leurs curateurs, et sans qu'il scit besoin d'avis de parens ou d'aucune autre autorisation. 3. Les inscriptions ou promesses d'inscriptions au- dessus de cinquante francs de rente, ne pourront étre vendues par les tuteurs ou curateurs qu'avec l'autorisa- tion du conseil de famille, et suivant le cours du jour legalement constaté; dans tous les cas, la vente pourra elleotuer sans qu'il soit besoin d'affiches ni de publi- gation. Gollationns à Toriginal, par nous Président et se- crétaires du corps lẽgislatif, etc. W nur könn daz kam Cor Mt tiot 51 ten tn wan ne mih des XXXVII. Geſ. d. Ceſſion. d. Minderj. zuſt. Inſcr. bekr. 279 nur eine Rente von funſzig Franken oder darunter beſitzen, koͤnnen dieſelben an andre abtreten(cediren), ohne daß es dazu eines beſondern Anſchlags oder einer offentlichen Be⸗ kanntmachung bedarf, ſondern blos nach dem jedesmaligen Cours, und unter der Bedingung, ſie wie den Ertrag der Mobiliarguͤter zu berechnen. 2. Auch emancipirte Minderjährige, welche an Inſcrip⸗ tionen oder Anweiſungen auf Inſcriptionen von conſolidirten 5 Procent nur eine Rente von 50 Franken und darunter beſi⸗ tzen, konnen ſolche ebenfalls bloß mit Zuziehung ihrer Curato⸗ ren veräußern, ohne daß es dazu eines Gutachtens der Ver⸗ wandten oder irgend einer andern Verguͤnſtigung bedarf. 3. Die Inſcriptionen oder Anweiſungen auf Inſcriptio⸗ nen von Renten uͤber funfzig Franken duͤrfen von den Vor⸗ muͤndern und Curatoren nicht anders, als mit Genehmigung des Familienraths, nach dem jedesmaligen geſetzlich beyge⸗ brachten laufenden Courſe verkauft werden; auf jeden Fall aber kann der Verkauf ohne Anſchlag oder Publication vor ſich gehen. Verglichen mit dem Original von uns dem Präſidenten und den Secretarien des geſetzgebenden Corps u. ſ. w. 280 XXXVIII. Loi sur les inscr. et transcr. hypothécair. XXXVIII. Relative à la prescription des droits d'enregis- trement des inscriptions et transcriptions hypothécaires. Du 24 mars 1806. Bullerin des Lois, no. 35.— Dépöt des Lois, nr. 306.) P Les dispositions de l'article 61 de la loi du 22 fri- maire an 7, concernant la prescription des droits d'en- 1 registrement, seront, à compter de la publication de U. ⸗— ˙ la présente loi, applicables aux perceptions des droits d'inscriptions et de transcriptions hypothécaires établis 4 par les chapitres II et III du titre II de la loi du 21 6 „ ventose an 7. Collationné à Poriginal, par nous président et se- erstaires du corps législatif, eto. we z g XXXVIII. Geſetz weg. Verjaͤhr. d. Einregiſtrirungsabg. 281 XXXVIII. e e wegen Verjaͤhrung der Einregiſtrirungsabgabe fuͤr die Einzeichnung(Vormerkung) und Eintragung in die Hypothekenbuͤcher. Vom 24. Marz 1806. (Bulletin des Lois nr. 36.— Dépöt des Lois nr. 306.) e e er. Die Verfuͤgungen des 61. Artikels des Geſetzes vom 22. Frimaire d. J. VII. die Verjaͤhrung der Einregiſtrirungsab⸗ gabe betreffend, ſollen von der Publication gegenwaͤrtigen Geſetzes an, auf die Erhebung der Abgabe fuͤr hypothekariſche Vormerkungen und fuͤr Eintragung in die Hypothekenbuͤcher, welche Gebuͤhren durch das zweyte und dritte Kapitel des zweyten Titels des Geſetzes vom 27. Ventoſe des J. VII. feſt⸗ geſetzt worden ſind, anwendbar ſeyn. Verglichen mit dem Original von uns dem Praͤſidenten und den Secretarien des geſetzgebenden Corps u. ſ. w. 282 XXXVIII. Loi sur les inscr. et transcr. hypothécair. Texte de ces deux chapitres. CHAPITRE II. Du droit d'inscription. Art. XX. Le droit sur l'inscription des créances hypothecaires sera, 15. d'un pour deux mille du capi- tal de chaque créance hypothécaire antérieure à la pro- mulgation de la loi du II brumaire dernier; 20. d'un pour mille du capital des créances postéẽrieures à ladite époque. XXI. I ne sera payé qu'un seul droit d'inscription pour chaque créance, quel que soit d'ailleurs le nombre des créanciers requérans et celui des débiteurs greves. XXKII. S'il y a lieu à inscription d'une méme cré- ance dans plusieurs bureaux, le droit sera acquitté en Lotalité dans le premier bureau; il ne sera payé, pour chacune des autres inscriptions, que le simple salaire du préposé, sur la représentation de la quittance consta- tant le paiement entier du droit, lors de la premiere inscription. * En conséquence, le préposé dans le premier bureau sera tenu de delivrer à celui qui aiera le droit, indé- pendamment de la quittance au pied du bordereau 6 d'inscription, autant de duplicata de ladite quittance qu'il lui en sera demandè. I sera paye au préposé vingt centimes pour chaque 3 duplicata, outre le papier timbrè. XXIII. Linscription des créances appartenant à la république, aux hospices civils et aux autres établis- semens publics, sera kaite sans avance du droit d'hy- . potheque et des salaires des préposés. — — tiſch tauſ die( gene nac Pe au E he an au cat XXXVIII. Geſetz weg. Verjaͤhr. d. Einregiſtrirungsabg. 283 Dext dieſer beyden Kapitel. Zweytes Kapitel. Von der Abgabe fuͤr die Vormerkung(Einzeichnung). —— —.—— ——— ———— —— Art. XX. Die Abgabe fuͤr die Vormerkung hypotheka⸗ riſcher Schuldfoderungen ſoll betragen: 1) Eins von zwey 3 tauſend vom Capital jeder hypothekariſchen Schuldfoderung, die älter iſt, als die Promulgation des Geſetzes vom vergan⸗ 3 genen I1. Brumaire; 2) Eins vom Tauſend vom Capital der nach ſolcher Zeit entſtandenen Schuldfoderungen. XXI. Fuͤr jede Schuldfoderung ſoll die Abgabe fuͤr die Vormerkung(Inſcription) nur einmal bezahlt werden, ſſoviel auch immer Gläubiger ſeyn moͤgen, die ſolche geſucht, oder Schuldner, welche die hypothekariſche Schuld zu bezahlen haben. XXII. Wird eine und dieſelbe Schuld in mehrern Hy⸗ pothekenaͤmtern vorgemerkt, ſo iſt die Abgabe ganz im erſten zu entrichten; fuͤr jede der uͤbrigen Vormerkungen wird nichts bezahlt, als die Gebuͤhren des Vorſtehers; jedoch muß dabey die Quittung vorgezeigt werden, aus welcher erhellet, daß bey der erſten Einzeichnung die volle Abgabe entrichtet worden ſey. Dem zu Folge ſoll der Vorſteher des erſten Hypotheken⸗ amtes gehalten ſeyn, demjenigen, der die Abgabe entrichtet, außer der Quittung unter dem Anzeigezettel, ſo viele Dupli⸗ cate dieſer Quittung ausfertigen, als verlangt werden. Fuͤr jedes Duplicat werden, außer dem Stempelpapier, 20 Centimen an den Vorſteher bezahlt. XXIII. Die Einzeichnung der dem Staate, den Civilhoſ— pitaͤlern und andern oͤffentlichen Anſtalten gehoͤrigen Schuldfo⸗ derungen ſoll ohne Vorausbezahlung der Hypothekenabgaben und der Gebuͤhren der Vorſteher geſchehen. 284 XXNXVIII. Loi sur les inscr. et transcr. hypothécair. XXIV. Toutes les fois que l'inscription aura lieu sans avance du droit et des salaires, le préposé sera tenu, I0. d'énoncer, tant sur les registres que sur le bordereau à remettre au requérant, que les droits et salaires sont dus; 20. d'en poursuivre le recouvremen sur les débiteurs dans les deux décades après la date de l'inscription. Ces poursuites s'exerceront suivant les formes éta- blies pour le recouvrement des droits d'enregistrement. CHAPITRE III. Du droit de transcription. XXV. Le droit sur la transeription des actes em- portant mutation de propriétès immobilières, sera d'un et demi pour cent du prix intégral desdites mutations, suivant qu'il aura été réglé à l'enregistrement. XXVI. Si le méme acte donne lieu à transcription dans plusieurs bureaux, le droit sera acquitté ainsi qu'il est porté à T'article XKII ci-dessus pour les inscriptions. XXVII. Hors les cas d'exception prononcés par la présente loi et par celle du I11 brumaire dernier, les droits et salaires dus pour les formalités hypothécaires, seront payés d'avance par les requérans. Les préposés en expédieront quittance au pied des actes et certificats par eux remis et délivrés; chaque somme y sera mentionnée s6parément et en toutes lettres. XXXVIII. Geſetz weg. Verjähr. d. Einregiſtrirungsabg. 285 XXIV. So oft eine Einzeichnung ohne Vorausbezahlung der Gebuͤhren des Vorſtehers Statt findet, iſt der Vorſteher ſchuldig: 4) ſowohl im Hypothekenbuche, als auf dem, dem Anſuchenden zuzuſtellenden Billet, ausdruͤcklich anzumerken, daß die Abgaben und Gebuͤhren noch zu entrichten ſind; 2) beydes vom Schuldner binnen der erſten zwey Decaden(zwan⸗ zig Tagen) nach der Einzeichnung beyzutreiben. Dieſe Beytreibung ſoll in der fuͤr die Erhebung der Ein⸗ regiſtrirungsabgabe feſtgeſetzten Form geſchehen. Drittes Kapitel. Von den Gebuͤhren für die Eintragung ins Hypo⸗ thekenbuch. XXV. Die Gebuͤhren fuͤr die Eintragung ſolcher Urkun⸗ den, welche die Veraͤußerung des unbeweglichen Eigenthums bewaͤhren, betragen ein und ein halb Procent fuͤr den ge⸗ ſammten Veraͤußerungspreis, wie ſolcher bey der Einregiſtri⸗ rung feſtgeſetzt iſt. XXVI. Wenn dieſelbe Urkunde in mehr, als einem Hypothekenamte eingetragen werden muß, ſo ſoll die Abgabe nach Maaßgabe des XXII. Artikels feſtgeſetzt werden. XXVII. Außer den in gegenwaͤrtigem Geſetze, und im Geſetze vom letztverfloſſenen 11. Brumaire ausgenommenen Faͤllen, ſollen die Abgaben und die Gebuͤhren fuͤr die die Be⸗ ſtellung der Hypotheken betreffenden Formalitaͤten von den Anſuchenden voraus entrichtet werden. Die Vorſteher ſollen unter den Urkunden und von ihnen ausgeſtellten Atteſtaten daruͤber quittiren und jede Summe ſoll beſonders angegeben und mit Buchſtaben ausgeſchrieben werden. XXXIM. Circulaire relative à l'état civil. XXXIX. CIRCULAIRE de S. Exc. le grand-juge, ministre de la jus- tice, relative à la communication des registres de l'état civil aux préfets. Je suis informé, messieurs, que, dans quelques départemens, les greffiers dépositaires des registres de l'état civil font souvent des difficultés pour en donner communication à MM. les préfets; il en résulte que l'autorité administrative ne peut verifier les états de population dressés par les maires, ni se procurer au besoin la connaissance des faits antérieurs. La plupart des préfets sont occupés, en ce moment, de la rédaction de la statistique genérale de leurs dépar- temens; et les recherches qu'ils sont obligés de faire pour compléter ce travail important, rendent indispensa- ble la communication des registres de P'état civil. Vous devez favoriser de tout votre pouvoir des travaux qui sont d'une utilité généralement reconnue, et auxquels le gouvernement attache une grande impor⸗ tance. La communication des registres ne peut, dans cette circonstance, prèésenter aucun inconvénient, puis- qu'elle se fait sans déplacement. En conséquence, vous voudrez bien donner, sans aucun délai, les ordres convenables aux greffiers de votre arrondissement, afin que les registres de l'état civil dont chacun d'eux est dépositeire, soient libre- ment, et à toute réquisition, communiqués à MM. les préfets. t XXXIX. Circularſchr. weg. Mitth. d. Civilſtandsl. ꝛc. 287 XXXIX. Circularſchreiben Sr. Excellenz des Reichsoberrichters und Juſtizmi⸗ niſters die Mittheilung der Civilſtandsliſten an die Praͤfecten betreffend. Vom 29. Maͤrz 1806. Meine Herren! Ich habe in Erfahrung gebracht, daß in einigen Departements die Gerichtsſchreiber, welche die Ci⸗ vilſtandsliſten in Verwahrung haben, oft Schwierigkeiten machen, ſie den Herren Präfecten zu communiciren. Die Folge davon iſt, daß die Verwaltungsbehoͤrde die von den Maires gefertigten Bevoͤlkerungsliſten nicht atteſtiren, noch ſich noͤthigen Falls Kenntniß fruherer Thatſachen verſchaffen kann. Die meiſten Praͤfecten ſind gerade jetzt mit Abfaſſung der allgemeinen ſtatiſtiſchen Tabellen uͤber ihre Departements beſchaͤftigt; und die zur möglichſten Vollſtaͤndigkeit dieſer wich⸗ tigen Arbeit anzuſtellenden Unterſuchungen machen die Mit⸗ theilung der Civilſtandsregiſter unumgaͤnglich nothwendig. Sie, M. H., ſind verbunden, Arbeiten, deren Nutzen allgemein anerkannt iſt, und auf welche die Regierung eine große Wichtigkeir ſetzt, nach allen Kraͤften zu befoͤrdern. Die Mittheilung der Liſten iſt in dieſem Falle durchaus unbedenk⸗ lich, weil ſie ohne Ortsveraͤnderung Statt finden kann. Dem zu Folge werden Sie unverzuͤglich den Gerichts⸗ ſchreibern Ihres Bezirks gemeſſene Befehle ertheilen, damit die Civilſtandsregiſter, die ein jeder derſelben in Verwahrung hat, frey und auf das erſte Geſuch den Herren Praͤfecten mitgetheilt werden. 288 XL.. Statuts impér. sur l'état de la famille impeér. Vous m'accuserez la réception de ces instructions, et vous me rendrez compte de leur exécution. Recevez l'assurance de mes sentimens affectueux. RnGRrRR. XL.. STATUTS MPHRIAUX Relatifs à l'état des princes et princesses de la famille impériale. 5 (Bullerin des Lois nr. b4.— Dépör des Lois nr. 338.) Naro1. nox ar la grace de Dieu et les constitu- 8 tions de l'état, Empereur des Frangais, Roi d'Italie, 5 tous présens et à venir, salut. Larticle 14 de l'acte des constitutions du 28 floréal an 12, porte quée nous établirons par des statuts aux- quels nos successeurs seront tenus de se conformer, les devoirs des individus de tout sexe, membres de la maison impériale, envers'Empereur. Pour nous ac- quitter de cette importante obligation, nous avons con- sidére, dans son objet et dans ses conséquences, la disposition dont il s'agit, et nous avons pese les prin- cipes sur lesquels doit reposer le statut constitutionnel qui formera la loi de notre famille. Letat des princes appelés à régner sur ce vaste empire et à le fortifier par des alliances, ne sautait étre absolument le méme que celui des autres frangais. Un di XL. Kaiſ. Stat. d. buͤrg. Verhaͤltn. d. kaiſ. Famil. betr. 289 Sie werden mir den Empfang dieſer Inſtruction melden, und anzeigen, wie Sie derſelben nachgekommen ſind. Empfangen Sie die Verſicherung meines Wohlwollens. R XE. Kaiſerliche Statuten die buͤrgerlichen Verhaͤltniſſe der Prinzen und Prin⸗ zeſſinnen der Kaiſerlichen Familie betreffend. Vom 30. Maͤrz 1806. * — Gullerin des Lois nr. 84.— Dépöt des Lois nr. 333.) Napoleon, von Gottes Gnaden und durch die Conſtitu⸗ rionen des Reichs, Kaiſer der Franzoſen, Koͤnig von Italien, entbietet allen Zeitgenoſſen und Nachkommen ſeinen Gruß. Der 14. Artikel der Conſtitutionen vom 28. Floreal des J. XII. beſagt, daß Wir durch Statuten, welche fuͤr Unſere Nachfolger verbindend ſeyn ſollen, die Pflichten beſtimmen werden, welche alle Perſonen beyderley Geſchlechts, welche Mitglieder der kaiſerlichen Familie ſind, gegen den Kaiſer zu beobachten haben. Um Uns dieſer wichtigen Obliegenheiten zu entledigen, haben Wir dieſe Verfuͤgung, nach ihrem Zwecke und ihren Folgen, in Betracht gezogen, und die Grundſätze erwogen, auf welchen das conſtitutionelle Statut beruhen ſoll, welches Unſer Familiengeſetz ausmachen wird. Der Rechtszuſtand der Prinzen, welche beſtimmt ſind die⸗ ſes ungeheure Reich zu beherrſchen und durch Verbindungen zu befeſtigen, muß durchaus von den Rechtsverhältniſſen de uͤbrigen Franzoſen verſchieden ſeyn. Supplem z. Geſetzb. Nap. 290 KL. Statuts impér. sur l'état de la famille impeér. Leur naissance, Jeurs mariages, leur déces, les adoptions qu'ils pourraient faire, intéressent la nation toute entiere, et influent plus ou moins sur ses desti; nees: comme tout ce qui concerne l'existence sociale de ces princes appartient plus au droit politique qu'au droit civil, les dispositions de celui-ci ne peuvent leur étre appliquées qu'avec les modifications déterminées par la raison d'ctat; et si cette raison d'état leur impose des obligations dont les simples citoyens sont affran- chis, ils doivent les considérer comme une conséquence necessaire de cette haute dignité à laquelle ils sont éle- vés, et qui les dévoue sans réserve aux grands inté- réts de la patrie et à la gloire de notre maison. Des actes aussi importans que ceux qui constatent petat civil de la maison impériale, doivent étre regus dans les formes les plus solennelles: la dignité du tröne l'exige, et il faut d'ailleurs rendre toute surprise im- possible. En conscquence, nous avons jugé convenable do confier à notre cousin T'archi- chancelier de Empire, le droit de remplir exclusivement, par rapport à nous et aus princes et princesses de notre maison, les fonc- tions attribuées par les lois aux ofſiciers de Pétat civil. Nous avons aussi commis à Parchi-chancelier le soin de recevoir le testament de'Empereur, et le statut qui ſixera le douaire de IImpératrice. Ces actes, ainsi que ceux de l'état civil, tiennent de si près à ha maison impériale et à Tordre politique, qu'il est impossible de leur appliquer exclusivement les formes ordinairement employées pour les contrats et pour les dispositions de derniere volonté. Apres avoir reglé l'état des princes et princesses de notre sang, notre sollicitude devait se porter sur l'édu- cation de leurs enfans. Kien de plus important que qcarter d'eux, de bonne heure, les flatteurs qui ten- 1— XL. Kaiſ. Stat. d. buͤrg. Verhaͤltn. d. kaiſ. Famil. betr. 291 Ihre Geburt, ihre Vermaͤhlung, ihr Tod, die etwa von ihnen zu unternehmenden Adopttonen ſind fuͤr die ganze Na⸗ tion von Wichtigkeit; haben mehr oder weniger Einfluß auf deren Schickſal; und wie alles, was die geſellſchaftliche Exi⸗ ſtenz dieſer Prinzen angeht, mehr in das Staatsrecht, als in das huͤrgerliche Recht gehoͤrt, ſo koͤnnen die Verfuͤgungen des letztern nur unter den durch Staatsmaximen beſtimmten Mo⸗ dificationen auf ſie angewandt werden; und wenn dieſe Staatsmaximen ihnen Verbindlichkeiten auflegen, von welchen bloße Staatsbuͤrger frey ſind, ſo muͤſſen ſie dieſelben als eine nothwendige Folge der hohen Wuͤrde anſehen, zu welcher ſie das Schickſal erhoben hat, und welche ihnen auferlegt, ſich dem großen Intereſſe des Vaterlandes und dem Ruhme Un⸗ ſers Hauſes uneingeſchraͤnkt zu weihen. Urkunden, die ſo wichtig ſind, wie diejenigen, welche den Civilſtand der kaiſerlichen Familie beglaubigen, muͤſſen mit den feyerlichſten Formalitaͤten aufgenommen werden; dieß er⸗ fodert die Wuͤrde des Throns. Uebrigens muß jede Irrung und Uebereilung dabey unmoͤglich gemacht werden. Dem zu Folge haben Wir es fuͤr rathſam gehalten, Un⸗ ſerm Vetter, dem Erzeanzler des Reichs, das ausſchließende Recht zu uͤbertragen, in Anſehung Unſerer Perſon, und der Prinzen und Prinzeſſinnen Unſers Hauſes die Verrichtungen zu uͤbernehmen, welche die Geſetze den Civilſtandsbeamten beylegen. Auch haben Wir dem Erzcanzler uͤbertra⸗ gen, das Teſtament des Kaiſers und das Statut, durch wel⸗ ches das Witthum der Kaiſerin beſtimmt wird, aufzunehmen. Dieſe Urkunden, ſo wie die Civilſtandsurkunden, ſtehen mit dem kaiſerlichen Hauſe und mit dem politiſchen Syſtem in einer ſo engen Verbindung, daß es unmoͤglich iſt, die gewoͤhn⸗ lich bey Contracten und letztwilligen Verordnungen gebraͤuch⸗ lichen Formen durchaus auf ſie anzuwenden. Naͤchſt dem Civilſtande der Prinzen und Prinzeſſinnen Unſers Gebluͤts mußte Unſer naͤchſtes Augenmerk auf die Er⸗ ziehung ihrer Kinder gerichtet ſeyn. Nichts iſt wichriger, als fruͤhzeitig die Schmeichler von ihnen zu entfernen, welche es T 2 — 292 ML. Statuts impér. sur état de la famille impér. teraient de les corrompre, les ambitieux qui, par des vomplaisances coupables, pourraient capter-leur con- fiance, et préparer à la nation des souverains faihles, sous le nom desquels ils se promettraient un jour de giier Pe choix des personnes chargées de'éduca- tion des enfans des princes et princesses de la maison impériale doit donc étre réservé à T'Empereur. Nous avons ensuite considéré les princes et princes- ses dans les actions communes de la vie. Trop souvent la conduite des princes a troublé le repos des peuples, et produit des déchiremens dans l'état. Nous devons armer les empereurs qui régneront apres nous, de tout le pouvoir nécessaire pour prévenir ces malheurs dans leurs causes éloignées, pour les arréter dans leurs pro- gres, pour les etouffer lorsqu'ils éclatent. Nous avons aussi pensé que les princes de'Em- pire, titulaires des grandes dignités, étant appelés par leurs éminentes prérogatives à servir d'exemple au reste de nos sujets, leur conduite devait, à plusieurs égards, étre l'objet de notre particulière sollicitude. Tant de précautions seraient sans doute inutiles, si les souverains qui sont destinés à s'asseoir un jour sur le tröne impérial, avaient, comme nous, l'avan- tage de ne voir autour d'eux que des parens dévoués à leur service et au bonheur des peuples, que des grands distingués par un attachement inviolable à leur per⸗ sonne; mais notre prévoyance doit se porter sur d'au- tres temps, et notre amour Pour la patrie nous presse deassurer, s'il se peut, aux Frangais, pour une longue zuite de siecles, létat de gloire et de prospéritè ou, avec l'aide de Dieu, nous sommes parvenus à 1es placer. A ces causes, nous avons décrété et décrétons le présent statut, auquel, en exécution de l'art. 14 de — XL. Kaiſ. Stat. d. burg. Verhaͤltn. d. kaiſ. Famil. betr. 293 verſuchen koͤnnten, ſie zu verfuͤhren, ſo wie die ehrſuͤchtigen Menſchen, welche durch ſtrafbare Gefaͤlligkeiten ſich in ihr Zu— trauen einſchleichen und der Nation ſchwache Regenten bilden wuͤrden, unter deren Namen ſie einſt zu herrſchen hofften. Die Wahl derjenigen Perſonen, denen die Erziehung der Prinzen und Prinzeſſinnen des kaiſerlichen Hauſes anvertraut werden ſoll, muß dem Kaiſer vorbehalten bleiben. Hiernaͤchſt haben Wir die Prinzen und Prinzeſſinnen in Beziehung auf die Handlungen des gemeinen Lebens betrach⸗ tet. Nur zu oft hat das Betragen der Prinzen die Ruhe der Voͤlker geſtoͤrt und Zerruͤttungen im Staate veranlaßt. Wir mußten die Kaiſer, welche nach Uns regieren werden, mit der ganzen Gewalt bewaffnen, deren ſie beduͤrfen, um dieſem Ungluͤck in ſeinen entfernteſten Veranlaſſungen vorzu⸗ beugen, um ſeinen Fortgang zu hindern, und um es zu daͤm⸗ pfen, wenn es zum Ausbruche gekommen iſt. Auch glaubten Wir, daß, da die mit den Titeln der hoͤchſten Staatswuͤrden bekleideten Reichsfuͤrſten durch ihre hohen Vorrechte aufgefodert werden, Unſern uͤbrigen Untertha⸗ nen zu Muſtern zu dienen, ihr Verhalten in mehrern Hin⸗ ſichten Gegenſtand Unſerer beſondern Aufſicht ſeyn muͤſſe. Dieſe vielfachen Vorſichtigkeitsmaaßregeln wuͤrden unſtrei⸗ tig uͤberfluͤſſig ſeyn, wenn die Regenten, welche kuͤnftig auf dem Kaiſerthrone zu ſitzen beſtimmt ſind, gleich Uns immer das Gluͤck hatten, ſich nur von treuen, ihrem Dienſte und dem Wohle der Voͤlker ergebenen Verwandten, nur von red⸗ lichen, durch unverbruͤchliche Anhaͤnglichkeit an ihre Perſonen ausgezeichneten Großen umgeben zu ſehen; allein, Unſere Vorſicht muß ſich auf andere Zeiten erſtrecken und Unſere Liebe zum Vaterlande fodert Uns auf, den Franzoſen wo moͤglich auf eine lange Reihe von Jahrhunderten hinaus, den Ruhm und den Wohlſtand zu ſichern, zu welchen es Uns mit Got⸗ tes Huͤlfe gelungen iſt, ſie zu erheben. Aus dieſen Gruͤnden haben Wir beſchloſſen und decretiren folgendes Statut, nach welchem in Gemaͤßheit des 14. Arti⸗ ————— —.——— 294 KL. Statuts impér. sur Pétat de la famille impér. Tacte des constitutions de IEmpire, du 28 floréal an 12, nos successeurs seront tenus de se conformer. TITRE I. De l'état des princes et princesses de la maison impériale. —— Art. 1. L'Empereur est le chef et le père commun de sa famille. A ces titres, il exerce sur ceux qui Ja composent, la puissance paternelle pendant leur mino- rité, et conserve toujours à leur égard un pouvoir de aurveillanse, de police et de discipline, dont les eſtets principaux seront déterminés ci- apreès. 2. Si l'Empereur est lui-méme mineur, les droits mentionnés dans Farticle précédent appartiennent au régent, qui ne peut les exercer qu'en vertu d'une deli- bération du conseil de régence, prise dans les cas ou il y a lieu à en faire'application. 3. La maison impériale se compose, 10. Des princes compris dans Pordre d'hérédité établi par l'acte des ponstitutions du 28 floréal an 12, de leurs épouses et de leur descendance en légitime mariage; 20. Des princesses nos soeurs, de leurs époux et de leur descendance en légitime mariage, jusqu'au cin- quieme degré inclusivement; 30. De nos enfans d'adoption et de leur descen- dance légitime. 4. Le mariage des princes et princesses de la maison impériale, à quelque äge qu'ils scient parvenus, sera nul et de nul effet, de plein droit, et sans qu“l soit besoin de jugement, toutes les fois qu'il aura été contracté sans le consentement formel de PEmpereur. XI. Kaiſ Stat. d. bürg. Verhältn. d. kaiſ. Famil. betr. 295 kels der Conſtitutionsurkunde des Reichs vom 28. Floreal des J. XII. Unſere Nachfolger ſich zu richten verbunden ſind. Erſter Titel. Vom Civilſtande der Prinzen und Prinzeſſinnen des kai⸗ ſerlichen Hauſes. Art. 1. Der Kaiſer iſt das Oberhaupt und der gemein⸗ ſchaftliche Vater ſeiner Familie; als ſolcher uͤbt er uber alle Glieder derſelben, waͤhrend ihrer Minderjährigkeit, die väter⸗ liche Gewalt aus, und behaͤlt auch nachher in Anſehung ihrer ſtets ein Recht der Aufſicht, Policey und Disciplin, deren vorzuͤglichſte Wirkungen weiter unten beſtimmt werden ſollen. 2. Wenn der Kaiſer ſelbſt minderjährig iſt, ſo ſtehen die im vorigen Artikel erwähnten Rechte dem Reichsverweſer zu, der ſie aber nicht anders als nach vorhergegangenem Beſchluſſe des Reichsverweſungsraths in den Fallen, wo eine Anwen⸗ dung derſelben Statt findet, ausuͤben ſoll. 3. Das kaiſerliche Haus beſteht: 1) aus den in der durch die Conſtitutionsurkunde vom 28. Floreal des J. XII. feſtgeſetzten Erbfolgeordnung begriffe⸗ nen Prinzen, deren Gemahlinnen und in geſetzmaͤßiger Ehe erzeugten Deſcendenten; 2) aus Unſern Prinzeſſinnen Schweſtern, deren Gemah⸗ len und deren in geſetzlicher Ehe erzeugten Deſcendenten, bis zum und mit dem fuͤnften Grade; 3) aus Unſern adoptirten Kindern und deren rechtmaͤßi⸗ gen Nachkommen. 4. Die Heirathen der Prinzen und Prinzeſſinnen des kaiſerlichen Hauſes, von welchem Alter ſie ſeyn moͤgen, ſollen, ſoweit ſie ohne foͤrmliche Einwilligung des Kaiſers geſchloſſen worden ſind, an ſich rechtlich unguͤltig und wirkungslos ſeyn, ohne daß es dazu eines richterlichen Ausſpruchs beduͤrfte. 296 XL.. Statuts impér. sur I'état de la famille impér. Ce consentement sera exprimé dans une lettre close, coutre-signée par l'archi-chancelier de PEmpire. N suffira seul, et tiendra lieu'de dispense d'àge et de parenté, dans tous les cas ou ces dispenses sont ne- cessaires. 5. Tous les enfans n6s d'une union qui n'aurait point 6té contractée conformement aux dispositions du précédent article, seront réputés illégitimes, sans que ni eux ni leurs pere et mbre Puissent prétendre, en vertu de cette union, aucun des avantages attachés par les lois et usages de certains pays aux mariages dits de ln mai gauche, lesquels mariages ne sont autorisés ni par le code Napoléon, ni par les constitutions de Em pire, et sont, autant 4% besoin est, prohibés par lo présent statut. 6. Les conventions matrimoniales des princes et princesses de la maison impériale sont nulles, si elles ne sont appronvdes par PEmpereur, sans que, dans ce cas, les parties puissent exciper des dispositions du code Napoléon, lesquelles n'auront lieu à leur égard. 7. Le divorce est interdit aux membres de la maison impériale de tout sexe et de tout äàge. 8. IIs pourront néanmoins demander la s6paration de corps. Elle s'opérera par la seule autorisation de Empe- reur, sans forme ni procédure. Elle n'aura d'effet que quant à Phabitation commune, et ne changera rien aux conventions matrimoniales. 9. Les biens des princes et princesses de la maison impériale, dont le pöre serait docédé, seront, pendant leur minorité, administrés par un ou plusieurs tuteurs que I'Empereur nommera. = 6 XL. Kaiſ. Stat. d. bürg. Verhaͤltn. d. kaiſ. Famil. betr. 297 Dieſe Einwilligung wird in einem verſiegelten, vom Reichserzcanzler contraſignirten Briefe ertheilt werden, und ſoll zugleich die Stelle der Dispenſation in Ruͤckſicht des Al⸗ ters und der Verwandtſchaft in allen Fäaͤllen vertreten, wo eine dergleichen Dispenſation noͤthig iſt. 5. Alle Kinder, die aus einer nicht nach der Vorſchrift des vorſtehenden Artikels geſchloſſenen Ehe erzeugt ſind, ſollen fuͤr unächt angeſehen werden, ohne daß weder ſie, noch ihre Aeltern, kraft dieſer Verbindung, auf irgend einen derjenigen Vortheile Anſpruch machen koͤnnen, die nach den Geſetzen und dem Herkommen mancher Laͤnder mit den ſogenannten Chen zur linken Hand verbunden ſind. Dergleichen Ehen ſind weder durch das Geſetzbuch Napoleons, noch durch die Reichsconſtitution erlaubt, und werden, ſoweit ſolches erfoder⸗ lich iſt, durch gegenwärtiges Statut fuͤr ungultig erklaͤrt. 6. Die Eheverträge der Prinzen und Prinzeſſinnen des kaiſerlichen Hauſes ſind unguͤltig, wenn ſie nicht vom Kaiſer genehmigt worden ſind, ohne daß die Intereſſenten ſich dieß⸗ falls auf die Verordnungen in Napoleons Geſetzbuche bezie⸗ hen koͤnnen, als welche in Anſehung ihrer nicht Start haben ſollen. z. Die Eheſcheidung iſt den Gliedern der kaiſerlichen Familie von jedem Geſchlechte und Alter verboten. g. Sie koͤnnen jedoch auf Trennung von Tiſch und Bette antragen. Zu dieſer iſt die alleinige Genehmigung des Kaiſers hin⸗ reichend, ohne weitere Formatität oder gerichtliches Verfahren. Ihre Wirkung ſoll ſich bloß auf die Erlaubniß beſchraͤnken, von einander getrennt zu leben; ſoll aber nichts in den Ehe⸗ vertraͤgen aͤndern. 9. Das Vermogen der Prinzen und Prinzeſſinnen des kaiſerlichen Hauſes, deren Vater mit Tod abgegangen iſt, ſoll waͤhrend ihrer Minderjaͤhrigkeit, von einem oder mehrern Vormuͤndern verwaltet werden, welche der Kaiſer ernennen wird. — — 298 Xl.. Statuts impér. sur l'état de la famille impér. 10. Ces tuteurs rendront le compte de tutelle au conseil de famille dont il sera parlé ci- après. II. Le conseil de famille exercera sur le tuteur, en tout ce qui concernera l'administration de la tutelle, une juridiction coactive et contentieuse. Il remplira, pour les actes de tutelle, toutes les fonotions qui, à l'égard des particuliers, sont déléguses par le code Napoléon aux conseils de famille ordinaires et aux tribunaux. Néanmoins les décisions qu'il rendra, n'auront d'eftet qu'après I'approbation de Empereur, dans tous les cas ou, entre particuliers, les délibérations du con- seil de famille sont sujettes à Phomologstion des tri- bunaux. 12. Les membres de la maison impériale ne peu- vent, sans le consentement exprèes de PEmpereur, ni adopter, ni se charger de tutelle oflicieuse, ni recon- naitre leurs enfans naturels. Dans ces cas,'Empereur réglera les effets que l'acte devra produire, quant aus biens, et quant au rang qu'il donnera dans l'état à la personne qui en sera l'objet. 13. Linterdiction des princes et princesses de la maison impériale, dans les cas prévus par J'art. 489 du code Napolẽon, est prononcée par le conseil de famille. Le jugement n'a d'effet qu'après avoir été approuvé par IEmpereur. Le conseil de famille exercera sur le curateur, sur l'interdit et sur ses biens, la méme autorité et la méme juridiction qui, entre particuliers, appartiennent aux conseils de famille ordinaires et aux tribunaux. XL. Kaiſ. Stat. d. buͤrg. Verhältn. d. kaiſ. Famil. betr. 299 10. Dieſe Vormünder ſollen die Vormundſchaftsrechnung an den Familienrath ablegen, von dem unten die Rede ſeyn wird. 11. Der Familienrath ſoll uͤber den Vormund, in allem, was die Verwaltung der Vormundſchaft betrifft, eine zwin⸗ gende und ſtreitige Gerichtsbarkeit ausuͤben. Er ſoll, in Anſehung der vormundſchaftlichen Handlun⸗ gen, alle diejenigen Geſchaͤfte uͤbernehmen, welche das Geſetz⸗ buch Napoleons in Anſehung der Privatperſonen den Fami⸗ lienräͤthen und den Gerichten anheim giebt. Doch ſollen ſeine Entſcheidungen in allen ſolchen Fällen erſt nach erfolgter Genehmigung des Kaiſers vollſtreckbar ſeyn, in welchen unter Privatperſonen die Beſchluͤſſe der Familien⸗ raͤthe der gerichtlichen Beſtaͤtigung beduͤrfen. 12. Die Glieder der kaiſerlichen Familie duͤrfen ohne ausdruͤckliche Einwilligung des Kaiſers weder adoptiren, noch Pflegkinder annehmen, noch ihre natuͤrlichen Kinder aner— kennen. In dergleichen Faͤllen wird der Kaiſer die Wirkungen be⸗ ſtimmen, welche eine dergleichen Handlung, ſowohl in Anſe⸗ hung des Vermoͤgens, als des Ranges haben ſoll, welchen die Perſon, die es betrifft, dadurch im Staate erlangt. 13. Auf Interdiction der Prinzen und Prinzeſſinnen des kaiſerlichen Hauſes traͤgt in den im 489. Artikel in Napoleons Geſetzbuche beſtimmten Fällen, der Familienrath an. Das Urthel wird nicht eher rechtskraͤftig, als bis es vom Kaiſer beſtaͤtigt worden iſt. Der Familienrath ſoll uͤber den Curator, den Interdicir⸗ ten und deſſen Vermoͤgen dieſelbe Gewalt und Gerichtsbarkeit ausuͤben, welche unter Privatperſonen den gewoͤhnlichen Fa⸗ milienraͤthen und den Tribunalen zuſtehen. =——— XL. Statuts impér. sur I'état de la famille impér. TTTRE IH. Des actes relatifs à l'tat des princes et princesses de la maison impériale. 14. Larchi-chancelier de PEmpire remplira ex- ehusivement, par rapport à nous et aux princes et prin- cesses de notre maison, les fonctions attribues par les lois aux officiers de l'état civil. En conséquence, il recevra les actes de naissance, d'adoption, de mariage, et tous autres actes prescrits ou autorisés par le code Napoléon. 15. Ces actes seront transcrits sur un registre double, tenu par le secrétaire de létat de la maison impériale, coté par premibre et derniere, et paraphé sur chaque feuille par l'archi-chancelier⸗ Le secrétaire de Fétat de la maison impérialè sera nommé par[Empereur, et choisi parmi les fonctionnai- res qui font ou ont fait partie du ministère ou du conseil d'état. 16. Le secrétaire de Pétat de la maison impeériale demeurera dépositaire de ces retistres. Il delivrera les extraits des actes y contenus, lesquels seront vises par archi-chancelier. Lorsque ces registres seront Hinis, ils seront 1. l'un des doubles clos et arrstés par l'archi-chancelier: restera aux archives impériales; Pautre sera déposé aux archives du sénat, conformément à keartiele 13 de Facte des constitutions du 28 Foréal an 12. 18. Les actes seront rédigés dans les formes éta- blies par le code Napoléon, sauf ce qui est réglé par rarticle 31 de l'acte des constitutions du 28 floréal an ſi Ci ic vo —— XL. Kaiſ. Stat. d. buͤrg. Vethaͤltn. d. kaiſ. Famil. betr. 301 Zweyter Titel. Von den die Prinzen und Prinzeſſinnen des kaiſerlichen Hauſes betreffenden E viiſtandsurkunden. rz. Der Erzeanzler des Reichs ſoll in Beziehung auf uns und auf die Prinzen und Prinzeſſinnen Unſers Hauſes ausſchließlich die Geſchaͤfte verrichten, welche die Geſetze dem Civilſtandsbeamten anheim geben. Daher ſoll er die Geburtsſcheine, Heirathsſcheine, Adop⸗ tionsurkunden und alle uͤbrige durch das Geſetzbuch Napoleons vorgeſchriebene oder erlaubte Urkunden in Empfang nehmen. 15. Dieſe urkunden werden in doppelte Liſten eingetra⸗ gen, welche der Staatsſecretair des kaiſerlichen Hauſes haͤlt, und der Erzcanzler auf dem erſten und letzten Blatte mit der Angabe der Seitenzahl bezeichnet und auf jedem Blatte pa⸗ raphirt. Der Staatsſecretair des kaiſerlichen Hauſes wird vom Kaiſer ernannt, und aus den Staatsbeamten erwaͤhlt, welche Mitglieder des Miniſteriums oder des Staatsraths ſind, oder geweſen ſind. 16. Dieſe Buͤcher ſoll der Staatsſecretair des kaiſerlichen Hauſes in Verwahrung halten. Er ſoll von den darin ent⸗ haltenen Urkunden Auszuͤge ausſertigen, welche von dem Reichserzcanzler viſirt werden. 17. Dieſe Buͤcher werden, wenn die dazu beſtimmten Blätter voll ſind, vom Reichserzeanzler geſchloſſen und für veendigt erklaͤrt. Ein Duplicat bleibt in dem kaiſerlichen Ar⸗ chiv; das andere wird, kraft des 13. Artikels der Conſtitu⸗ tionsurkunde vom l28. Floreal d. J. 12. im Archive des Se⸗ nats niedergelegt. 18. Die Uurkunden ſind in der in Napoleons Geſetzbuche vorgeſchriebenen Form abzufaſſen; doch unter Beobachtung desjenigen, was im 31. Artikel der Conſtitutionsurkunde vom 302 XL. Statuts impér. sur I'état de la famille impér. 2, Ppour les actes d'adoption, dans le cas prévu par l'article 4 dudit aote. 19. LEmpereur indiquers les témoins qui assiste⸗ ront aux actes de naissance et de mariage des membres de la maison impériale. Sil est absent du lieu ou l'acte est passé, ou s'il n'y a pas eu d'indication de sa part, l'archi-chancelier sera tenu de prendre les témoins parmi les princes du sang, en suivant l''ordre de leur proximité du tröne; après eux, parmi les princes de FEmpire titulaires de grandes dignités; et au défaut de ceux-ci, parmi les grands officiers de IEmpire et les memhres du sénat. 20. Larchi- chanc?lier ne pourra recevoir Tacte de mariage des princes et princesses, ni aucun acte d'adoption ou de reconnsissance d'enfans naturels, qu'a- près qu'il lui aura apparu de l'autorisation de IEmpe- reur. A cet effet, il lui sera adressé, le cas écheant, une lettre close qui indiquera en outre le lien ou Tacte doit étre regu. Cette lettre sera transcrite en entier dans l'acte. 21. Les actes ci-dessus mentionnes qui, par P'effet de circonstances particulieres, sersient dressés en l'ab- sence de l'archi-chancelier, lui seront remis par celui qui aura eté désigné pour le suppléer. Ces actes seront inscrits sur le registre: et le mi⸗ nute y demeurera annexée, apres avoir été visée par barchi- chancelier. 22. Lacte qui fixera le douaire de PImpératrice, sera regu par Parchi-chancelier, assisté du secrétaire de l'état de la meison impériale, qui l'écrira en pré- sence de deux témoins indiqués par PEmpereur. Cet acte, soit clos, soit ouvert, suivant que IEm⸗ pereur Paura déterminé, scra déposé au sénat par l'ar- chi- chancelier. 28. im Ab kai wil wo gen Ni der mar Mi und nw er h be — ſac m he tan XL. Kaiſ. Stat. d. buͤrg. Verhältn. d. kaiſ. Famil. betr. 303 28. Floreal d. J. 12. uͤber die Adoptionen, fuͤr den daſelbſt im 4. Artikel beſtimmten Fall vorgeſchrieben iſt. 10. Der Kaiſer ernennt jedesmal die Zeugen, welche bey Abfaſſung der Geburts⸗ und Heirathsſcheine der Glieder des kaiſerlichen Hauſes zugegen ſeyn ſollen. Iſt der Kaiſer von dem Orte, wo die Urkunde abgefaßt wird, abweſend, oder ſind keine Zeugen von ihm ernannt worden, ſo ſoll der Reichserzeanzler gehalten ſeyn, die Zeu⸗ gen aus den Prinzen vom Gebluͤte nach der Ordnung ihrer Nähe zum Throne zu erwaͤhlen; naͤchſt ihnen aus der Claſſe der Reichsfuͤrſten, welche Großdignitarien ſind, und in Er⸗ mangelung derſelben aus den hoͤchſten Reichsbeamten und den Mitgliedern des Senats. 20. Der Erzcanzler darf über eine Heirath der Prinzen und Prinzeſſinnen, uͤber Adoptionen oder uͤber die Anerken⸗ nung natuͤrlicher Kinder kein Protocoll aufnehmen, ohne daß er von der Erlaubniß des Kaiſers uͤberzeugt iſt; daher ſoll ihm, wenn ein ſolcher Fall vorkommt, ein verſiegeltes Schrei⸗ ben zugefertigt werden, in welchem uͤberdieß der Ort, wo die Urkunde aufgenommen werden ſoll, beſtimmt ſeyn wird. Dieſer Brief muß woͤrtlich ins Protocoll eingeruͤckt werden. 21. Werden die erwaͤhnten Urkunden, aus beſondern Ur⸗ ſachen, in Abweſenheit des Reichserzcanzlers abgefaßt: ſo muß ſein hierzu ernannter Stellvertreter ihm ſolche zuſtellen. Dieſe Urkunden werden in die Buͤcher eingetragen, wel⸗ chen die Originalprotocolle, nachdem ſie von dem Reichserz⸗ canzler viſirt worden, beygefuͤgt bleiben muͤſſen. 22. Die Urkunde, in welcher das Witthum der Kaiſerin beſtimmt iſt, wird vom Reichserzcanzler, mit Zuziehung des Staatsſecretairs des kaiſerlichen Hauſes aufgenommen, wel⸗ cher letztere ſie in Gegenwart zweyer vom Kaiſer ernannten Zeugen niederſchreiben ſoll. Dieſe Urkunde wird, je nachdem der Kaiſer es angeord⸗ net hat, offen oder verſiegelt von dem Reichserzcanzler beym Senate niedergelegt. 304 XL.. Statuis impér. sur Pötat de la famille impér. 23. Lorsque'Empereur jugera à propos de faire son testament par acte publio, Tarchi-chancelier, as⸗ sisté du secrétaire de l'état de la maison impériale, re⸗ cevra sa derniere volonté, laquelle sera écrite sous la dictée de PEmpereur par le secrétaire de Pétat de la maison impériale, en présence de deux témoins. Dans ce cas, l'acte sera écrit sur le registre men- tionné en l'article I5 ci- dessus. 24. Si[Empereur dispose par testament mystique, Pacte de suscription sera dressé par larchi-chancelier et inscrit par le secrétaire de l'état de la maison imps- riale. Ils signeront l'un et l'autre avec'Empereur et les six témoins qu'il aura indiqués. Le testament mystique de'Empereur sera déposé au senat par l'archi-chancelier. 29. Apres le déces des princes et princesses de la maison impériale, les scellés seront apposés dans leurs palais et mãisons par le secrétaire de l'état de la maison impériale, et, en cas d'empéchement, par un conseiller détat designé à cet effet par Parchi-chancelier de Empire. TITRE III. De l'education des princes et princesses de la maison impériale. 26. LEmpereur régle tout ce qui concerne Pédu- cation des enfans des princes et princesses de sa maison. I nomme et révoque à volonté ceux qui en sont char- ges, et determine le lieu ou elle doit s'eflectuer. ⸗ n„„ R 27. Tous les princes nes dans l'ordre de Thérédits seront élevés ensemble et par les mémes instituteurs et olficiers, soit dans le palais qu'habite PEmpereur, soit V in7 Reie ſerli wie gen Art ſege gen Stn ſchri von erp kai un bel ler Vo ſin Er ſin „ zu XI.. Kaiſ. Stat. d. buͤrg. Verhaͤltn. d. kaiſ. Famil. betr. 305 23. Wenn der Kaiſer es fuͤr gut findet, ſein Teſtament in Form einer oͤffentlichen Urkunde abzufaſſen, ſo ſoll der Reichserzeanzler, mit Zuziehung des Staatsſecretairs des kai⸗ ſerlichen Hauſes, ſeinen letzten Willen aufnehmen, welcher, ſo wie ihn der Kaiſer dictirt, von dem Staatsſecretair, in Ge⸗ genwart zweyer Zeugen, niedergeſchrieben werden ſoll. In dieſem Falle wird die Urkunde in das oben im 15. Artikel erwaͤhnte Regiſter eingetragen. 24. Wenn der Kaiſer ſeinen letzten Willen in einem ver⸗ ſiegelten Teſtamente niederlegt, ſo wird das Protocoll we⸗ gen der Unterſchriſt vom Reichserzcanzler abgefaßt, und vom Staatsſecretair des kaiſerlichen Hauſes auf das Teſtament ge⸗ ſchrieben. Beyde ſollen dann, nebſt dem Kaiſer und den ſechs von ihm ernannten Zeugen, unterſchreiben. Das verſiegelte Teſtament des Kaiſers wird vom Reichs⸗ erzcanzler im Senate niedergelegt. 25. Nach Ableben der Prinzen und Prinzeſſinnen des kaiſerlichen Hauſes ſoll der Staatsſecretair in ihren Pallaͤſten und Haͤuſern die Verſiegelung verrichten, oder, wenn er daran behindert iſt, ſoll ein zu dieſem Behufe vom Reichserzcanz⸗ ler ernannter Staatsrath ſich dieſem Geſchaͤfte unterziehen. Dritter Titel. Von der Erziehung der Prinzen und Prinzeſſinnen des kaiſerlichen Hauſes. — 26. Der Kaiſer ordnet alles an, was die Erziehung der Kinder der Prinzen und Prinzeſſinnen ſeines Hauſes betrifft. Er ernennt und verabſchiedet, nach Gutduͤnken, die dazu be⸗ ſtimmten Perſonen, und beſtimmt den Ort der Erziehung. 27. Alle zur Thronfolge faͤhige Prinzen ſollen zuſammen von denſelben Lehrern und Aufſehern erzogen werden, und zwar entweder in dem Pallaſte, welchen der Kaiſer bewohnt, Supplem. z. Geſeßb. Nap. u 306 XL. Statuts impér. sur Pétat de la famille impér. dans un autre palais, dans le rayon de dix myriamètres de sa residence habituelle. 28. Leur cours d'éducation commencera à Päge de sept ans, et finira lorsqu'ils auront atteint leur seizieme année. Les enfans de ceus qui se sont distingués par leurs services, pourront étre admis par l'Empereur à en par⸗ tager les avantages. 29. Le cas arrivant ou un prince, dans Fordre de Pherédité, monterait sur un tröne etranger, il sera tenu, lorsque ses enfans wäles auront atteint l'àge de sept ans, de les envoyer à la susdite maison pour y recevoir leur éducation. —.— TITRE IW. Du pouvoir de surveillance, de discipline et de police que PEmpereur exerce dans l'intérieur de sa famille. 30. Les princes et princesses de la maison impeè- riale, quel que soit leur äge, ne peuvent, sans l'ordre ou sans le congé de PEmpereur, sortir du territoire de PEmpire, ni„eloigner de plus de quinze myriamẽètres (trente lieues) de la ville od la résidence impériale se trouve établie. 31. Si un membre de la maison impériale vient à ge livrer à des déportemens et oublier sa dignité ou ses devoirs,'Empereur pourra infliger, pour un temps dé- termine et qui n'excédera point une année, les peines suivantes, savoir: Les arréts, Leloignement de sa personne, Lexil. n — ne XI. Kaiſ. Stat. d. buͤrg. Verhaͤltn. d. kaiſ. Famil. betr. 307 oder in einem andern Pallaſte, der innerhalb des Bezirks von zehn Myriametern von der gewoͤhnlichen kaiſerlichen Reſidenz belegen iſt. 28. Ihre Erziehung ſoll mit dem ſiebenten Jahre begin⸗ nen, und nach zuruͤckgelegtem ſechszehnten Jahre vollendet ſeyn. Die Kinder derjenigen, welche ſich durch ihre Dienſte ausgezeichnet haben, koͤnnen vom Kaiſer zur Theilnahme an den Vortheilen dieſer Erziehung zugelaſſen werden. 29. Sollte der Fall eintreten, daß ein zur Thronfolge fähiger Prinz einen auswaͤrtigen Thron beſtiege, ſo iſt er ge⸗ halten, ſeine Soͤhne, ſobald ſie das Alter von ſieben Jahren erreicht haben, in gedachtes Haus zur Erziehung zu ſchicken. Vierter Titel. Von der Aufſicht, Disciplin und Policey, welche der Kaiſer im Innern ſeiner Familie auszuuͤben be⸗ fugt iſt. 30. Die Prinzen und Prinzeſſinnen des kaiſerlichen Hau⸗ ſes, in welchem Alter ſie auch ſtehen moͤgen, koͤnnen ohne Befehl oder Bewilligung des Kaiſers das Gebiet des Reichs nicht verlaſſen; auch ſich nicht uͤber 15 Myriameter(dreyßig franzöſiſche Meilen) von dem Orte, wo der Kaiſer ſein Hof⸗ lager haͤlt, entfernen. 31. Sollte ein Glied des kaiſerlichen Hauſes ſich Aus⸗ ſchweifungen uͤberlaſſen, und ſeine Wuͤrde oder ſeine Pflicht vergeſſen, ſo kann der Kaiſer auf eine beſtimmte Zeit, die jedoch nie ein Jahr uͤberſchreiten ſoll, folgende Strafen uͤber daſſelbe verhaͤngen: Arreſt; Entfernung von der Perſon des Kaiſers; Verweiſung. 308 NL. Statuts impér. sur I'état de la famille impèr 32. LEmpereur peut ordonner aus membres de la msison impériale d'eloigner d'eux les personnes qui lui paraissent suspectes, encore que ces personnes ne fassent point partie de leur maison. TITRE V. Du Conseil de Famille. 33. I y aura aupres de PEmpereur un conseil de famille. Indépendamment des attributions qui sont données à ce conseil par les articles 10, II et 13 du présent statut, il connaitra, 1o. Des plaintes portées vontre les princes et prin- cesses de la maison impériale, toutes les fois qu'elles wauront point pour objet des délits de la nature de ceux qui, aux termes de l'art. Io1 de TFacte des consti- tutions du 28 floréal an 12, doivent étre jugés par la haute-cour; 20. Des actions purement personnelles, intentées soit par les princes et princesses de la maison impériale, soit contre eux. A Tégard des actions réelles mixtes, elles continue- ront à étre portées devant les tribunaux ordinaires. 34. Le conseil de famille sera présidé par IEm- pereur, et, a son défaut, par Parchi- chancelier de PEmpire, lequel en fait toujours partie. I sera composé, en outre, d'un prince de la mai- son impériale designé par Empereur, de celui des prin- ces grands dignitaires de IEmpire qui aura le premier rang d'ancienneté, du doyen des maréchaux de IEm⸗ pire, du chancelier du sénat, et du premier président de la cour de cassation. int He de in. l d 6e e n ie eh XI. Kaiſ Stat. d. burg. Verhaͤltn. d. kaiſ. Famil. betr. 309 32. Der Kaiſer kann den Gliedern ſeiner Familie anbe⸗ fehlen, Perſonen, die ihm verdaͤchtig ſcheinen, von ſich zu entfernen; ſelbſt dann, wenn dieſe Perſonen nicht zu ihrem Hauſe gehoͤren. Fuͤnfter Titel. Vom Familienrathe. 33. Dem Kaiſer ſoll ein Familienrath zur Seite ſtehen. Außer den Befugniſſen, welche dem Familienrathe kraft des 10. 11. und 13. Artikels gegenwaͤrtigen Statuts beygelegt ſind, ſoll derſelbe in folgenden Fällen erkennen: 1) uͤber Beſchwerden, welche gegen Prinzen und Prin⸗ zeſſinnen des kaiſerlichen Hauſes gefuͤhrt werden, ſo oſt ſie nicht Vergehungen der Art betreffen, uͤber welche nach dem klaren Ausſpruche des 101. Artikels der Conſtitutionsurkunde vom 28. Floreal des J. 12. von dem hohen Gerichtshofe er⸗ kannt werden ſoll; 2) bloß perſoͤnliche Klagen, die entweder von Prinzen und Prinzeſſinnen des kaiſerlichen Hofes angeſtellt, oder ge⸗ gen dieſelben angebracht werden. Was die vermiſchten dinglichen Klagen anlangt, ſo ſollen dieſe nach wie vor bey den gewoͤhnlichen Gerichtshoͤfen ange⸗ bracht werden. 34. Den Vorſitz im Familienrathe fuͤhrt der Kaiſer, oder, in ſeiner Abweſenheit der Reichserzeanzler, welcher uͤbrigens beſtaͤndiges Mitglied deſſelben iſt. Uebrigens ſoll derſelbe aus einem von dem Kaiſer dazu ernannten Prinzen des kaiſerlichen Hauſes, aus demſenigen Fuͤrſten und Großdignitar des Reichs, welcher der Ancienne⸗ tat nach den erſten Rang hat, aus dem Aelteſten unter den Reichsmarſchaͤllen, aus dem Canzler des Senats, und dem erſten Praͤſidenten des Caſſationsgerichts, beſtehen. 310 Xl.. Statuts impeér. sur l'état de la famille impér. Le grand-juge, ministre de la justice, remplit près le conseil les fonctions du ministère publio. Le secrétaire de Peétat de la maison impériale y tient la plume. Les pieces et les minutes des jugemens seront dépo- s6es aux archives impériales. 35. Les demandes susceptibles d'étre présentées au conseil seront préalablement communiquées à l'archi- chancelier, qui en rendra compte, dans huitaine au plus tard, à I'Empereur, et prendra ses ordres. 36. Si'Empereur ordonne que l'aflaire scit suivie devant le conseil, Tarchi- chancelier procédera d'abord à la conciliation. Les proces-verbaux contenant les dires, aveux et propositions des parties intéressces, seront dressés par le secrétaire de Pétat de la maison impériale. Laccom- modement dont les parties pourraient convenir, n'aura d'effet qu'après avoir été approuvé par PEimpereur. 37. Le conseil de famille n'est point tenu de suivre les formes ordinaires, scit dans l'instruction des causes portées devant lui, soit dans les jugemens qu'il rend. Neanmoins il doit toujours entendre les parties, soit par elles-mémes, soit par leur fondé de pouvoirs, et ses jugemens sont motivés. Il doit aussi avoir prohoncé dans le mois. 38. Les jugemens rendus par le conseil de famille ne sont point susceptibles de recours en cassation. Ils sont signifiés aux parties, à la requéte du grand juge, par les huissiers de la chambre ou tous autres à ce commis. 39. Lorsque le conseil de famille statue sur des plaintes, et qu'il les croit fondées, il se borne à décla- ſ XI. Kaiſ. Stat. d. bürg. Verhaltn. d. kaiſ. Famil. betr. 311 ſem Rathe das Amt der Staatsbehörde. Der Staatsſecretair des kaiſerlichen Hauſes fuͤhrt dabey die Feder. Die Acten und Originalprotocolle werden im kaiſerlichen o. Archive niedergelegt. 35. Die Geſuche, welche ſich zu einem Vortrage an den Familienrath eignen, werden vorlaͤufig dem Erzcanzler mitge⸗ theilt, der deshalb, ſpaͤteſtens innerhalb acht Tagen, an den Kaiſer Bericht erſtattet, und deſſen Befehle empfaängt. 36. Befiehlt der Kaiſer, daß die Sache vor dem Fami⸗ 3 lienrathe eroͤrtert werde, ſo ſchreitet der Reichserzcanzler ſo⸗ ſ fort zur Guͤtepflegung. o Die Protocolle, welche die Ausſagen, Geſtaͤndniſſe und Vorſchlaͤge der Partheyen enthalten, werden von dem Staats⸗ e ſecretair des kaiſerlichen Hauſes aufgenommen. Ein von den pn Partheyen geſchloſſener Vergleich hat nicht eher volle Wirk⸗ ſamkeit, bis er von dem Kaiſer genehmigt worden iſt. Der Reichsoberrichter und Juſtizminifter verſieht bey die⸗ ——— — ——— ———— OM r 37. Der Familienrath iſt weder in Anſehung des recht⸗ lichen Verfahrens der vor ihm anhaͤngigen Rechtshaͤndel, noch 11 bey Abfaſſung der von ihm geſprochenen Urthel an die ge⸗. woͤhnlichen Formen gebunden. 5 Indeß muß er doch ſtets die Partheyen hoͤren, entweder . in Perſon, oder durch ihre Bevollmaͤchtigten, und ſeine Ur⸗ ⁰ tie, thel muͤſſen mit Entſcheidungsgruͤnden verſehen ſeyn., in Auch muß er binnen Monatsfriſt in der Sache erkennen. 38. Die vom Familienrathe gefaͤllten Urthel ſind dem Recurs an das Caſſationsgericht nicht unterworfen. Sie wer⸗ 6 ne den auf Anſuchen des Reichsoberrichters von den Gerichtsdie⸗ 1 nern der Kammer oder jeder andern dazu beauftragten Perſon den Partheyen inſinuirt. 30. Wenn der Familienrath uͤber angebrachte Beſchwer⸗ 6 den, die er gegruͤndet findet, zu entſcheiden hat, ſo beſchraͤnkt 3 i*) Was bey andern Gerichten der Generalprocurator oder ic kaiſerliche Anwald iſt. E. 312 XLI. Circul. sur les actes de l'état civil. rer que celui contre qui elles sont dirigées, est répré- hensible pour le fait que la plainte spécifie, et renvoie pour le surplus à PEmpereur. 40. gence, il prononce une des peines portées en l'art. 37 Si'Empereur ne croit pas devoir user d'indul- ci-dessus, et méme suivant la gravité du fait, la peine de deux ans de réclusion dans une prison d'état. TITRE VI. Des dispositions du présent statut qui sont applicables aus princes de FEmpire titulaires des grandes dignités. 41. Les grands dignitaires et les ducs sont assujet- tis aux dispositions de l'art. 31 ci-dessus, dans les cas prévus par cet article. XL. CIRCULAIRE de S. Fxc. le grand- juge, ministre de la justice, relat. à la delivrance des actes de Pétat civil. Du 21 avril 1806. Je suis informé, messieurs, que plusieurs déposi⸗ taires des registres de état civil antérieurs à la loi du 20 septembre 1792 ne copient pas avec exactitude les , XII. Circularſchr. d. Ausſtell. d. Civilſtandsurk. betr. 313 er ſich bloß darauf, zu erklaͤren, daß derjenige, gegen welchen Beſchwerde gefuͤhrt wird, in Anſehung der ihm beygemeſſenen That ſelbſt ſtrafbar ſey; uͤbrigens verweiſt er die Sache an den Kaiſer. 40. Findet der Kaiſer, daß keine Nachſicht Statt finden koͤnne, ſo erkennt er auf eine von den im 31. Artikel angege⸗ benen Strafen, oder auch, nach Maaßgabe des Vergehens, auf zweyjährige Verhaftung in einem Staatsgefangniſſe. Sechster Titel. Von denjenigen Verordnungen des gegenwaͤrtigen Sta⸗ tuts, die auf diejenigen Reichsfuͤrſten anwendbar ſind, welche die hoͤchſten Reichswuͤrden bekleiden. 41. Die Großdignitarien und Herzoge ſind den Verord⸗ nungen des obenſtehenden 31. Artikels in allen in dieſem Arti⸗ kel beſtimmten Faͤllen unterworfen. XLI. Circularſchreiben Sr. Epcellenz des Reichsoberrichters und Inſtizmini⸗ ſters, die Ausſtellung der Civilſtandsurkunden be⸗ treffend. Vom 21. April 1806. Meine Herren! Ich habe in Erfahrung gebracht, daß manche Bewahrer ſolcher Civilſtandsregiſter, die aͤlter ſind, als das am 20. September 1792. ergangene Geſetz, die Ur⸗ 314 XLI. Circul. sur les aotes de'état civil. actes dont ils delivrent des expeditions, et qu'ils sup- priment la mention du baptéme qui a été administré à l'enfant présentè. Le retranchement que ces officiers se permettent, n'est commandé par aucune loi; ils commettent donc un abus en se donnant cette licence. Mailleurs, en ge⸗ néral, toute expedition d'un acte doit étre conforme à la minute; et, d'après Particle 45 du code civil, les extraits des actes de l'état civil doiveut étre délivrés conformes aua registres: sous ce rapport, les ofliciers de l'état civil qui les alterent, contreviennent directe- ment à ha loi. Vous voudrez bien faire cesser ce désordre, en rap- pelant aux vrais principes sur ce sujet, les maires et les autres dépositaires des registres de l'état civil, dans votre arrondissement. Vous m'accuserez réception de cette lettre. Recevez l'assurance de mes sentimens affectueux. RR6RIER. 10 XLI. Circularſchr. d. Ausſtell. d. Civilſtandsurk. betr. 315 kunden, von welchen ſie Ausfertigungen ertheilen, nicht genau abſchreiben, und daß ſie abſichtlich nicht gedenken, ob das damals vorgezeigte Kind die Taufe erhalten habe. In keinem Geſetze iſt die Weglaſſung, welche dieſe Be⸗ amten ſich erlauben, verſtattet; ſie begehen alſo dadurch, daß ſie ſich ſolches herausnehmen, einen Mißbrauch. Uebrigens muß uͤberhaupt genommen jede Ausfertigung einer Abſchrift mit dem Originalprotocoll gleichlautend ſeyn, und zu Folge des 45. Artikels des Civilgeſetzbuchs ſollen die Abſchriften der Civilſtandsurkunden den Regiſtern gleichlautend aus⸗ gefertigt werden; in dieſer Hinſicht handeln die Civilſtands⸗ beamten, welche ſolche abaͤndern, geradezu gegen das Geſetz. Sie werden dieſem Unweſen ſteuern, und daher die Maires und andere Bewahrer der Civilſtandsregiſter in ihrem Arrondiſſement zu den richtigen Grundſaͤtzen uͤber dieſen Punkt zuruͤckfuͤhren. Den Empfang dieſes Briefes bitte ich Sie, mir zu melden. Empfangen Sie die Verſicherung meines Wohlwollens. REGNIER. 316 XLII. Avis sur le recouvrement des amendes etc. XLII. AvIS DU CONSEII. DETAT, Sur le recouvrement des amendes prononcées par les tribunaux frangais contre des 6trangers avant la réunion de leur pays à la France. (Scance du 31 mai 1806.) Au paleis de Saint-Cloud, le 4 juin 1806. (Bulletin des Lois, nr. 101.— Depöt des Lois, nr. 5600 Le conseil d'etat, qui, d'après le renvoi qui lui a été fait par sa Majesté I'Empereur et Roi, a entendu le rapport de la section de législation sur celui du grand juge, ministre de la justice, ayant pour objet de faire statuer sur la question suivante: „Les habitans des départemens réunis, qui, avant „leur réunion, ont été condamnés à des amendes par „des trihunaux frangais, sont- ils redevables aujourd'hui „à exciper de leur ancienne qualité d'étrangers, pour „8e soustraire à l'exécution pure et simple de ces con- „damnations?“ Est d'avis qu'en matibre personnelle, les étrangers ne sont justiciables que de leurs juges naturels et domi- ciliaires; mais qu'en matière de police et de délits, ils sont aussi justiciables des trihunaux du lieu ou le délit a été commis; Que les jugemens prononcés contre eux en ces matieres peuvent étre mis à exécution sur leurs proprié- tes situces en France, et méme sur leurs personnes, si l'on peut s'en saisir; XLII. Gutachten uͤber die Beytreibung der Geldſtraf. 317 XLII. Gutachten des Staatsraths uͤber die Beytreibung der von franzoͤſiſchen Gerichts⸗ hoͤfen Auslandern vor Vereinigung ihres Vaterlandes mit Frankreich zuerkannten Geldſtrafen.(Sitzung vom 31. May 1806.) Gegeben im Palaſte zu Saint-Clond, den 4. Juny 1306. (Bulletin des Lois, nr. 101.— Depöt des Lois, ur. 366.) Nachdem der Staatsrath, an welchen die Sache von Sr. Majeſtaͤt dem Kaiſer und Koͤnige verwieſen worden, den Be⸗ richt der Geſetzgebungscommiſſion uͤber den Vortrag des Reichsoberrichters und Juſtizminiſters vernommen, deſſen Ge⸗ genſtand die Entſcheidung der Frage iſt: „Sind die Bewohner der neuvereinigten Departements, „welche vor dieſer Einverleibung, von franzoͤſiſchen Gerichten „zu Geldbußen verurtheilt worden, jetzt den Einwand, daß „ſie damals Auslaͤnder waren, zu machen befugt, und iſt „ihnen erlaubt, ſich ſo der unbedingten Vollziehung jener „Straferkenntniſſe zu entziehen?“ ſo geht ſein Gutachten dahin: daß Auslaͤnder in perſoͤnli⸗ chen Angelegenheiten nur vor ihren competenten und in ihrem Wohnſitze angeſtellten Richtern Recht zu leiden haben; daß ſie aber in Policeyſachen und Vergehungen vor die Tribunale des Ortes, wo das Vergehen begangen worden iſt, gezogen werden koͤnnen; daß die in ſolchen Faͤllen gegen ſie geſprochenen Urthel an ihren in Frankreich gelegenen Guͤtern, und wenn man ihrer habhaft werden kann, ſelbſt an ihren Perſonen vollzogen wer⸗ den duͤrfen; ——— ———— 318 XLIII. Décret sur Torganis. du conseil d'état. Que la réunion de leur territoire à[Empire Fran- gais ne peut pas leur donner, contre l'exécution des jugemens prononces contre eux en ces matières, une exception dont ils ne jouissaient pas avant d'y étre incorporés; Qu'en conséquence, administration de l'enregistre- ment peut procéeder au recouvrement des amendes pro- noncées par des tribunaux frangais contre des étran- gers devenus Frangais par la réunion de leur pays au territoire frangais. XLIII. DECRET IMPERIAl., Sur l'organisation et les attributions du con- sei! d'état.(1). Au palais de Saint-Cloud, le 11 juin 1806. (Bulletin des Lois, ur. 98.— Depòt des Lois, nr. 340.) TITRE J. De Torganisation du conseil d'état. CHAPTLTRE I. Des conseillers d'etat. Art. 1. Conformément à l'arrété du 7 fructidor an 1 d'état conti- 8, nos conseillers deétat en notre consei Re che kot XLIII. Decret uͤber die Verfaſſung des Staatsraths. 319 daß die Vereinigung ihres Landes mit dem franzöſiſchen Reiche ihnen gegen die Vollſtreckung der wider ſie in derglei⸗ chen Faͤllen geſprochenen Urthel keine Ausflucht verſchaffen koͤnne, die ſie vor dieſer Vereinigung nicht hatten; daß dem zu Folge die Verwaltung der Einregiſtrirungsab⸗ gabe die von franzoſiſchen Gerichtshoͤfen zuerkannten Geldbu⸗ ßen von ſolchen Auslaͤndern, welche durch Vereinigung ihres Landes mit dem franzoͤſiſchen Gebiete Franzoſen geworden ſind, beyzutreiben berechtigt ſey. XLIII. Kaiſerliches Decret uͤber die Verfaſſung und den Geſchaͤftskreis des Staatsraths. Gegeben im Pallaſte zu Saint⸗Cloud, den 11. Juny 1806. (Bulletin des Lois, nr. 98.— Depöt des Lois, nr. 340). Erſter Titel. Von der Verfaſſung des Staatsraths. Erſtes Kapitel. Von den Staatsriäthen. Art. 1. Kraft des Beſchluſſes vom 7. Fructidor des J. 8. ſollen Unſere Staatsraͤthe, die Mitglieder unſers Staats⸗ raths ſind, wie bisher, in die gewoͤhnliche dienſtleiſtende und 320. XLIII. Decret sur l'organis. du conseil d'stat. nueront d'étre distribues en service ordinaire et en ser- vice extraordinaire. 2. La liste de l'un et l'autre service sera arrẽtée par nous le premier de chaque trimestre. 3. Sur la liste du service ordinaire seront distin⸗ gues ceux de nos conseillers qui feront partie d'une section, et ceux que nous oroirons ne devoir attacher à aucune. CHAPTTRE II. Des maitres des requere. ——— 4. Il V aura au consei!l d'état des maitres des re⸗ quẽtes dont les fonctions sont ci- après déterminées. §. Les maitres des requétes seront distribués en service ordinaire et en service extraordinaire, suivant la liste qui sera p trimestrèé. 6. Les maitres des requétes prendront scance au après les conseillers d'etat. ar nous arrétée le premier de chaque conseil d'état, 7. Uls feront Je rapport de toutes les affaires conten- tieuses sur lesquelles le conseil d'état prononce, de anibre qu'il en soit saisi, à l'exception de celles qui concernent la Rquidation de la dette publique et les domaines nationaux, dont les rapports continue- ront d'étre faits par les conseillers d'état chargés de ces deux parties d'administration publique. Z. Les maitres des requétes pourront prendre part e toutes les affaires qui seront portées quelque m h la discussion d en notre conseil d'état. Dans les affaires contentieuses, la voix du rappor⸗ teur sera comptée. 9. Les maitres des requétes auront pour costume ſu w C til re au ge 6 jer 3 XLIII. Decret uͤber die Verfaſſung des Staatsraths. 32 zum außerordentlichen Dienſt beſtimmte Claſſe eingetheilt werden. 2. Die Liſte von beyden ſoll von Uns den erſten Tag jedes Vierteljahrs beſtimmt werden. 3. In der Liſte der im gewöhnlichen Dienſte ſtehenden Claſſe ſollen diejenigen Unſerer Raͤthe, die zu einer der Sec— tionen des Staatsraths gehoͤren, ſo wie diejenigen, die Wir zu keiner Section zu rechnen fuͤr gut finden, angegeben ſeyn. —————— Zweytes Kapitel. Pon den Reutenmeiſtern. 4. Im Staatsrathe ſollen einige Requetenmeiſter ſeyn, deren Geſchaͤfte weiter unten beſtimmt werden. 5. Die Requetenmeiſter ſollen, zu Folge der von Uns am erſten Tage jedes Vierteljahrs zu beſtimmenden Liſte, in die ordentliche und außerordentliche Dienſtelaſſe vertheilt ſeyn. 6. Die Requetenmeiſter nehmen ihren Sitz im Staats⸗ rathe nach den Staatsräthen. 7. Sie haben in allen ſtreitigen Rechtsſachen den Vor⸗ trag, uͤber welche der Staatsrath zu erkennen hat, wie ſie auch immer an denſelben gelangt ſeyn moͤgen, diejenigen aus⸗ genommen, welche die Abtragung der Staatsſchuld und das Staatseigenthum betreffen, als in welchen, wie bisher, die⸗ jenigen Staatsraͤthe den Vortrag haben, denen dieſe beyden Zweige der Staatsverwaltung zugetheilt ſind. 8. Die Requetenmeiſter koͤnnen an der Berathſchlagung aller an Unſern Staatsrath gediehenen Sachen Antheil nehmen. Bey ſtreitigen Rechtsfällen ſoll die Stimme des Referen⸗ ten mitgezaͤhlt werden. N Supplem. 3. Geſetzb. Nap. ——— 322 XLIII. Décret sur l'organis. du conseil d'état. Phabit bleu, avec les broderies pareilles à celles des conseillers d'état. Ceux qui seront en activité auront un traitement equivalent au cinquieme de celui des conseillers d'état. 10. Les fonctions des maitres des requétes seront compatibles aveo toutes autres fonctions qui leur aurai- ent été ou qui leur seraient par nous conférées. CHAPITRE III. 1I. Larrété du 19 germinal an II, qui institue des auditeurs près nos ministres et notre conseil d'état, et qui regle leurs fonctions, ainsi que tous les autres arrétés et décrets les concernant, sont maintenus. Ils seront, comme les maitres des requétes, distri- pues en service ordinaire et en service extraordinaire. I2. Les auditeurs qui seront nommés à l'a venir n'assisteront aux scances du conseil d'état, quand nous les présiderons, quꝰaprès deux années d'exercice, et lorsque nous croirons deyoir leur accorder cette distinc- tion pour récompenser leur zeèle. TITRE II. Des attributions du conseil d'étst. 13. Motre conseil d'état continuera d'exercer les fonctions qui lui sont attribuces par les constitutions de I'Empire et par nos décrets. P P 14. I) connaitra en outre, To. des affaires de haute police administrative, lorsqu'elles lui auront été ren- bl m =-— — o. Die Amtstracht der Requetenmeiſter beſteht in einem blauen Kleide mit derſelben Stickerey, wie ſie die Staatsraͤthe tragen. Die wirklich Dienſtleiſtenden beziehen einen Gehalt, der den fuͤnften Theil des Gehalts der Staatsraͤthe beträgt. 10. Die Aemter der Requetenmeiſter follen mit allen an⸗ dern Geſchaͤften, die Wir ihnen uͤbertragen haben, oder noch uͤbertragen duͤrften, vereinbar ſeyn. Drittes Kapitel. b n 1I. Der Beſchluß vom 19. Germinal des J. 1I. in welchem bey Unſern Miniſtern und Unſerm Staatsrathe Au⸗ ditoren anzuſtellen befohlen iſt, und in welchem die Verrich⸗ tungen derſelben beſtimmt ſind, ſo wie alle uͤbrigen ſie betreffen⸗ den Beſchluͤſſe und Decrete ſollen in voller Kraft bleiben. Sie werden, gleich den Requetenmeiſtern, in die ordent⸗ liche und die außerordentliche Dienſtelaſſe vertheilt. 12. Die kuͤnftig zu ernennenden Auditoren werden den Sitzungen des Staatsraths, wenn Wir ſelbſt darin den Vor⸗ ſitz fuͤhren, nur nach zweyjaͤhrigem Dienſte behwohnen, wenn Wir es fuͤr gut erachten, ihnen zu Belohnung ihres Dienſt⸗ eifers dieſe Auszeichnung zuzugeſtehen. Zweyter Titel. Welche Angelegenheiten vor den Staatsrath gehoͤren. 13. Unſer Staatsrath wird, wie bisher, die Geſchafte verrichten, welche durch die Conſtitutionen des Reichs und durch Unſere Decrete an ihn gewieſen ſind. 14. Außerdem erkennt er noch: 1) uͤber die die hoͤhere Ver⸗ waltungspolicey betreffenden Angelegenheiten, wenn ſolche von 2 XLIII. Decret uͤber die Verfaſſung des Staatsraths. 323 324 XIIII. Pecret sur Torganis. du conseil d'état. voyses par nos ordres; 25. de toutes contestations ou demandes relatives soit aux marchés passés avec nos mi- nistres, avec l'intendant de notre maison, ou en leur nom, soit aus travaus ou fournitures faits pour le ser⸗ vice de leurs départemens respectifs, pour notre service personnel, ou celui de nos maisons; 30. des décisions de la comptabilitè nationale et du conseil des prises. TITRE III. De la haute police administrative. 15. Lorsque nous aurons juge convenable de faire d'etat la conduite de quel⸗ examiner par notre conseil il sera procẽdè de la ma- que onctionnaire inoulpé, nidre suivante. 16. Le rapport ou les dénonciations, et les pieces donneront lieu à l'examen, se- contenant les faits qui soit directement, soit ront renvoyés, Ppar nos ordres, par pintermédiaire du grand-juge, ministre de la justice, a une commission composee du président de l'une des sections du conseil, et de deux conseillers d'état. commission estime que Pinculpation n'est son président d'en informer I7. Si la point fondée, elle chargera le grand-juge, ministre de la justice, qui nous en rendra compte. Si elle estime que celui tre préalablement entendu, elle dont elle a requ ordre d'exa- miner la conduite doit é en informera notre grand-juge, lequel mandera le fono- tionnaire inculpé, et T'interrogera en présence de la commission. XLIII. Decret uͤber die Verfaſſung des Staatsraths. 325 uns an ihn verwieſen werden; 2) uͤber alle Rechtsſtreitigkeiten 3 und Klagen, die ſich entweder auf die mit Unſern Miniſtern, 3 mit dem Intendanten unſers Hauſes, oder in deren Namen 5 geſchloſſenen Accorde, oder auf die zum Dienſte ihrer Behoͤr⸗ ℳ den, zu Unſerm perſoͤnlichen Dienſte oder zum Dienſie Unſe⸗ 12 rer Haͤuſer accordirten Arbeiten und erfolgten Lieferungen be⸗ ziehen; 3) uͤber die Entſcheidungen der Nationalrechenkammer und des Priſenraths. 1 Dritter Titel. Von der hohen Verwaltungspolicey. 6 15. Wenn Wir fuͤr gut finden, das Betragen eines ange⸗ ſchuldigten Staatsbeamten durch unſern Staatsrath unterſu⸗ chen zu laſſen, ſo ſoll dabey auf folgende Art verfahren werden. 16. Der Bericht, oder die Denunciation, und die Ac⸗ tenſtuͤcke, worin die Thatſachen, welche die Unterſuchung ver⸗ anlaſſen, enthalten ſind, ſollen, anf Unſern Befehl, entweder unmittelbar oder mittelſt des Reichsoberrichters und Juſtizmi⸗ niſters an eine aus dem Praͤſidenten einer Section des Staatsraths und aus zwey Staatsraͤthen beſtehende Commiſ⸗ ſion abgegeben werden. 17. Wenn die Commiſſion erachtet, daß die Anſchuldi⸗ gung grundlos ſey, ſo trägt ſie ihrem Praͤſidenten auf, den Reichsoberrichter und Juſtizminiſter davon zu benachrichtigen, welcher Uns daruͤber Bericht zu erſtatten hat. I†tt ſie der Meinung, daß derjenige, deſſen Verhalten ſie zu unterſuchen befehligt iſt, vorher gehört werden muͤſſe, ſo berichtet ſie dieß an Unſern Reichsoberrichter, welcher den an— geſchuldigten Beamten vorzufodern, und ihn in Gegenwart der Commiſſion zu verhoͤren hat. 326 XLIII. Décret sur l'organis. du conseil d'état. U sera loisible aux membres de la commission de faire des questions. 18. Un auditeur tiendra procès- verbal de Pinterro- gatoire et des réponses. 19. Si la commission juge avant Tinterrogatoire, sur le vu des pisces, ou après Pinterrogatoire, que les faits dont il s'agit doivent donner lieu à des poursuites juridiques, elle nous en rendra compte par écrit, afin que nous donnions au grand-juge, ministre de la jus- tice, l'ordre de faire exécuter les lois de l'état. 20. Si la commission est d'avis que les fautes im Putées ne peuvent entrainer que la destitution ou des peines de discipline et de correction, elle prendra nos ordres pour faire son rapport au conseil d'état. 21. Dans le cours de l'instruction, l'inculpé pourra étre entendu, sur sa demande, ou par délibération du conseil d'état. Il aura aussi la faculté de produire sa défense par écrit. Les mémoires qui la contiendront seront signés par lui ou par un avocat au conseil, et ne seront point imprimes. 22. Le conseil d'état pourra prononcer qu'il y a lieu à réprimander, censurer, suspendre ou méme desti- tuer le fonctionnaire inculpé. 23. La décision du conseil d'état sera soumise à notre approhation dans la forme ordinaire. An er XLIII. Decret uͤber die Verfaſſung des Staatsraths. 327 Den Mitgliedern der Commiſſion ſoll frey ſtehen, dem Angeſchuldigten Fragen vorzulegen. 18. Einer der Auditoren ſoll uͤber das Verhoͤr und die erſtattete Ausſage das Protocoll fuͤhren. 19. Wenn bie Commiſſion vor dem Verhör, nach Durch⸗ ſicht der Actenſtuͤcke, oder wenn ſie nach dem Verhoͤr dafuͤr haͤlt, daß die in Frage ſtehenden Thatſachen, zur gerichtlichen Unterſuchung geeignet ſind, ſo hat ſie Uns ſchriftlich daruͤber Bericht zu erſtatten, damit Wir dem Reichsoberrichter und Juſtizminiſter anbefehlen, nach den Geſetzen des Staats zu verfahren.. 20. Iſt die Commiſſion der Meinung, daß die beyge⸗ meſſenen Vergehungen nur Abſetzung oder disciplinariſche und correctionelle Strafen nach ſich ztehen koͤnnen, ſo ſoll ſie Unſere Befehle einholen, ob ſie ihren Bericht an den Staats⸗ rath zu erſtatten habe. 21. Waͤhrer? des Verfahrens kann der Angeſchuldigte auf ſein Anſuchen, oder kraft eines Beſchluſſes des Staats⸗ raths, gehoͤrt werden. Auch hat er das Recht, ſeine Vertheidigung ſchriftlich einzureichen. Die deshalb abgefaßten Schriften ſollen, entweder von ihm oder von einem Advocaten des Staatsraths unterzeich⸗ net; aber nicht gedruckt werden. 22. Der Staatsrath kann darauf erkennen, daß wider den angeſchuldigten Beamten, Verweis, Buße, Suspenſion oder Abſetzung Statt habe. 23. Die Entſcheidung des Staatsraths ſoll Unſerer Ge⸗ nehmigung in der gewoͤhnlichen Form unterworfen werden. 328 XIII. Décret sur Torganis. du conseil d'état. TITRE IV. Des affaires contentieuses. 24. Il 7 aura une commission présidèe par le grand- joge, ministre de la justice, et composée de six maitres des requétes et de six auditeurs 26. Cette commission fera hinstruction, et prépa- rera le rapport de toutes les affaires contentieuses sur lesquelles le conseil d'état aura à prononcer, soit que ces atfaires scient introduites sur le rapport d'un ministre, ou à ha requéte des parties intéressées. 26 Pans le premier cas, les ministres feront remet- tre au grand-juge, par un auditeur, tous les rapports relatifs aux affaires contentieuses de leur département, ainsi que les pisces à l'appui. 27. Dans le second cas, les requétes des parties intéressées et les pieces seront déposées au secrétariat général du conseil d'état, avec un inventaire dont il sera fait registre. Deun fois par semaine, le secrétaire genéral re- mettra au grand-juge, ministre de la justice, le borde- reaux des affaires. 28. Dans les deux cas, le grand-juge nommera pour chaque affaire un auditeur, lequel prendra les piè- ces et préparera l'instruction. 29. Sur T'exposé de l'auditeur, le grandjuge or⸗ donnera, s'il y a lieu, la communication aux parties intéressées, pour répondre et fournir leurs défenses, dans le délai qui sera fisé par le règlement. A l'expiration du délai, il sera passé outre au rapport. 30. Le rapport sera fait par'auditeur à ja com- mission. 30 XIIII. Decret uͤber die Verfaſſung des Staatsraths. 329 Vierter Titel. Vonſtreitigen Rechtshaͤndeln. 24. Es ſoll eine aus ſechs Requetenmeiſtern und ſechs Auditoren beſtehende Commiſſion niedergeſetzt werden, in wel⸗ cher der Reichsoberrichter und Juſtizminiſter den Vorſitz fuͤhrt. 25. Dieſe Commiſſion ſoll den Proceß inſtruiren und in allen ſtreitigen Rechtshändeln, in welchen der Staatsrath zu erkennen hat, den Bericht vorbereiten, ſie moͤgen nun auf Vortrag eines Miniſters oder auf Anſuchen der Partheyen bey dem elben angebracht ſeyn. 26. Im erſtern Falle laßt jeder Miniſter durch einen Auditor dem Reichsoberrichter alle Berichte uͤber die zu ſeinem Departement gehdrigen Rechtsſtreitigkeiten, nebſt den beyge⸗ legten Actenſtuͤcken, zuſtellen. 27. Im zweyten Falle werden die Bittſchriften der Inter⸗ eſſenten nebſt einem Inventarium, welches einregiſtrirt wird, im Generalſecretariat des Staatsraths niedergelegt. Zweymal woͤchentlich legt der Generalſecretair dem Reichs⸗ oberrichter und Juſtizminiſter das Verzeichniß der anhaͤngigen Proceſſe vor. 28. In beyden Fällen wird der Reichsoberrichter zu jeder Sache einen Auditor ernennen, welcher die Actenſtuͤcke an ſich nimmt und die Inſtruction vorbereitet. 290. Wenn der Auditor die Sache vorgetragen hat, be⸗ fiehlt der Reichsoberrichter, wenn es die Umſtaͤnde erfodern, daß die Acten den Partheyen mitgetheilt werden ſollen, damit dieſe in der durch die deshalb zu erlaſſende Verordnung be⸗ ſtimmten Friſt die gewoͤhnlichen Schriften einreichen koͤnnen. Nach Verlauf der Friſt wird zum Vortrage geſchritten. 30. Der Vortrag wird vom Anditor an die Commiſſion gemacht. 330 XLUII. Décret sur l'organis. du conseil d'état. Les maitres des requétes auront voix délibérative. La délibération sera prise à la pluralité des suffra- ges. Le grand-juge aura voix prépondérante en cas de partage. 31. Le grand-juge nous remettra, chaque semaine, le bordereau des affaires qui seront en état d'étre por- tées au canseil d'état. Les rapports des ministres ou les requétes des par- ties, ainsi que les pieces à l'appui, seront remis par le grand-juge au ministre secretaire d'état, et par celui- ci au secrétaire général du conseil d'etat, avec le nom du maitre des requétes que nous aurons designé pour faire le rapport de chaque affaire au conseil. 32. Le maitre des requétes prendra les pièces au secrétariat général, et ne pourra présenter au conseil d'état que l'avis de la commission. TITRE V. Dispositions g6 n6rales. 33. Iy aura des avocats en notre conseil, lesquels auront seuls le droit de signer les mémoires et requétes des parties en matieres contentieuses de toute nature. 34. Nous nommerons ces avocats sur une liste de candidats qui nous sera présentée par le grand-juge, ministre de la justice. 35. Le seorétaire genéral de notre conseil d'état delivrera à qui de droit les expeditions des décisions et avis de notre conseil qui auront eu notre approbation. „ ho ei 78 ne de t zA on —„—— XLIII. Decret uͤber die Verfaſſung des Staatsraths. 331 1 Die Requetenmeiſter ſollen eine berathſchlagende Stimme haben. 1 Die Entſcheidung erfolgt nach der Stimmenmehrheit. — Der Reichsoberrichter hat, wenn die Stimmen gleich ſind, eine entſcheidende Stimme. 31. Der Reichsoberrichter hat Uns alle Wochen das 6 Verzeichniß der Rechtsſachen vorzulegen, welche ſich dazu eig⸗ nen, vor den Staatsrath gebracht zu werden. Die Berichte der Miniſter oder die ſchriftlichen Geſuche der Partheyen, ſo wie die zu Belegen dienenden Actenſtucke werden von dem Reichsoberrichter dem Miniſter Staatsſecre⸗ i tair, und von dieſem dem Generalſecretair des Staatsraths zugeſtellt, und zugleich der Name desjenigen Requetenmeiſters angezeigt, den wir in jeder einzelnen Sache zum Referenten beym Staatsrathe ernannt haben. 32. Der Requetenmeiſter empfaͤngt die Actenſtuͤcke im Generalſetretariat, und hat dem Staatsrathe nichts vorzule⸗ gen, als das Gutachten der Commiſſion. Fuͤnfter Titel. Allgemeine Verordnungen. 33. Es ſollen bey Unſerm Staatsrathe Advocaten ange⸗ ſtellt werden, welchen allein das Recht zuſteht, die ſchriftli⸗ chen Aufſaͤtze und Geſuche der Partheyen in ſtreitigen Rechts⸗ haͤndeln aller Art zu unterzeichnen. 34. Wir werden dieſe Advocaten aus einer Liſte von Candidaten erwaͤhlen, die Uns der Reichsoberrichter und Ju⸗ ſtizminiſter vorzulegen hat. 35. Der Generalſecretair Unſers Staatsraths ſoll denen, die es zu fodern berechtigt ſind, die Ausfertigungen der Ent— ſi 1 ſcheidungen und der von Uns genehmigten Gutachten Unſers. Staatsraths ausſtellen. 332 XLIV. Decret sur les actes de état civil. 3 Les expéditions seront exécutoires. 36. Il sera fait un règlement qui contiendra les l dispositions relatives à la forme de procéder. 37. Nos ministres, chacun en ce qui le concerne, seront charges de Pexécution de notre présent décret. DECRET IMPERIAI. Concernant le mode de rédaction de Pacte par lequel Tofficier de état civil constate qu'il lui a té présenté un enfant sans vie. —, Au palais de Saint-Cloud, le 4 juillet 1806. (Bulletin des Lois, nr. 104.— Depöt des Lois, nr. 366.) . 4 Art. I. Lorsque le cadavre d'un enfant dont la naissance n'a pas été enregistrée, sera présenté à J'of⸗ Fcier de l'état civil, cet officier n'exprimera pas qu'un tel enfant est décédé, mais seulement qu'il lui a été présenté sans vie. Il recevra de plus la déclaration des témoins, touchant les noms, prénoms, qualités et de- meures des père et mère de l'enfant, et la designation des an, jour et heure auxquels P'enfant est sorti du sein de sa mère. 2. Cet acte sera inscrit à sa date sur les registres des déces, sans qu'il en résulte aucun préjugé sur la question de sayoir si l'enfant a eu vie ou non. e ar i XLIV. Decret die Abfaſſung des Scheines betr. 333 Dieſe Ausſertigungen ſollen die Kraft haben, die Huͤlfs⸗, vollſtreckung zu bewirken. 36. Wegen der Form des rechtlichen Verfahrens wird ein beſonderes Reglement erlaſſen werden, welches alle die Form des Rechtsganges betreffenden Verfuͤgungen enthal⸗ ten ſoll. 37. Unſere Miniſter ſind, jeder ſoweit es ſeine Behoͤrde angeht, beauftragt, fuͤr Vollziehung Unſers gegenwaͤrtigen Decrets Sorge zu tragen. XLIV. Kaiſerliches Decret, die Abfaſſung des Scheines betreffend, wodurch der Civilſtandsbeamte beurkundet, daß ihm ein kodtes Kind vorgezeigt worden ſey. Gegeben im Pallaſt zu Saint⸗Cloud, den 4. July 1806. (Bulletin des Lois, nr. 104.— Dépöt des Lois, nr. 366.) Art. 1. Wenn dem Civilſtandsbeamten der Leichnam eines Kindes, deſſen Geburt nicht in das Regiſter eingetragen worden iſt, vorgezeigt wird, ſo ſoll derſelbe nicht bezeugen, daß dieſes Kind verſtorben, ſondern nur daß es ihm leb⸗ los vorgezeigt worden ſey. Ueberdieß nimmt er die Erklaͤrung der Zeugen uͤber Namen, Vornamen, Stand und Wohnort der Aeltern des Kindes auf, und zeigt Jahr, Tag und Stunde an, wann das Kind zur Weit gekommen iſt. 2. Dieſe Urkunde wird nach ihrem Datum in die Tod⸗ tenregiſter eingetragen, ohne daß dadurch im mindeſten uͤber die Frage, ob das Kind gelebt habe oder nicht, vorlaͤufig ent⸗ ſchieden wird. ———— 334 XLV. Eatrait d'un avis du cons. d'et. sur les act.etc. XKF. 6„ d'un avis du Conseil d'état sur les actions 7 3 intentées contre les communes. 3 u 6 6 o Lart. I. de l'arrété des consuls du 17 vendémiaire an 10(9 octobre 1801), relatif aus formalités néces- saires pour intenter action contre des communes, est ainsi congu:„Les créanciers des communes ne poun- „ront intenter contre elles aucune action, qu'après qu'ils „en auront obtenu la permission par écrit du conseil „de préfecture, sous les peines portées par l'édit du „mois d'aout 1683.“ Et ces peines sont, la nullité de toutes les procédures qui pourraient étre faites et du jugement rendu en conscquence. ————————— n e d La généralité des termes de cet arrété avait fait croire qu'il s'appliquait à quiconque voulait actionner une commune. Un avis du conseil d'état, donné le 3 juillet 1806, en interprétation de ce méme arrété, a établi qu'il ne concernait que les demandeurs qui se proposaient d'intenter contre les communes des actions pour des créances chirographaires et hypothécaires; mais quil ne s'appliquait pas au cas ou il s'agissait de 6. it LXV. Auszug die gegen Gemeinden angeſi. Klagen betr. 335 XLV. aus einem Gutachten des Staatsraths uͤber die ge⸗ gen Gemeinden angeſtellten Klagen. Vom 3. Inl. 1306. Porerinnern Der erſte Artikel des Beſchluſſes der Conſuln vom 17. Vendemiaire des J. 10.(9. October 1801.) die Formalitäten betreffend, welche erfoderlich ſind, um Klagen gegen Gemein⸗ den anzuſtellen, lautet alſo:„Die Glaͤubiger der Gemeinden „duͤrfen gegen dieſelben nicht eher Klagen anſtellen, als nach „dazu vom Praͤfecturrathe erhaltener ſchriftlicher Erlaubniß, „Alles unter Androhung der durch das Edict vom Auguſtmo⸗ „nat 1683 verhaͤngten Strafen.“ Dieſe Strafen aber ſind die Nullität alles etwanigen gerichtlichen Verfahrens und des zu Folge deſſelben gefaͤllten Urthels. Gutachten des Staatsraths. Die Allgemeinheit der Ausdrucke dieſes Beſchluſſes hatte die irrige Meinung veranlaßt, er ſey auf jedermann anwend⸗ bar, der eine Gemeinde belangen wollte. In einem zu Er⸗ klärung dieſes Beſchluſſes vom Staatsrathe am 3. July 1806 ertheilten Gutachten iſt feſtgeſetzt, daß ſolches nur ſolche Klaͤ— ger angehe, welche gegen Gemeinden wegen chirographiſcher und hypothekariſcher Schuldfoderungen klagen wollten; daß es aber auf den Fall, wo von einer Klage die Rede iſt, die das —— — — — ——— —— 1 1 3 44 5 . 336 XLV. Extrait d'un avis du cons. d'ét. sur les act. etc. former une action en raison d'un droit de propriété: alors il n'y a pas lien de demander l'autorisation exi- gee par Tartété ci- dessus rappelé.(Ty. la Procédure civile des tribunaus de France de M. Pigeau, tom. I, pag. 91.) Note des Editenrs. Tes lois et arrétés relatifs au mode de poursuite des actions intentées par les corps administratifs contre les particuliers, ou par les particuliers contre ces corps, N sont: 1o. La loi relative à l'organisation judiciaire du 24 aoüt 1790, titre XI, art. 13, 16 et 17. 20. La loi du I1 septembre 1790, titre XIV, art. 1, 2 3 4 5 6, 7 8 et 9. 30. La loi du 5 novembre 1790, titre III, art. 12, 13, 14 et 13. 40. La loi du I. avril 1791. 5o. Le décret du 27 prairial an 2. 60. La loi du 16 fructidor an Z. 7o. La loi du 21 fructidor an 3, art. 18, 49, 20, 27, 27 et 28. go. La loi du I9 nivose an 4. 5 Lrarrété du 10 thermidor an 4. 100. Larrété du 29 vendémiaire an 5. 110. L'arrété du 2 germinal an 5. 120. La loi du 28 pluviose an 8. 130. Les arrétés du 19 thermidor an 9. 140 Lorrété du 5 fructidor an 9. 150. TParrété du 13 brumaire an I0. Ces lois et arrétés sont textuellement rapportés dans le traité des conflits d'attribution, dont nous avons fait la notice ci- dessus. ig fall ten Pro Ant den ſohe gebr wm II 12. 19. XLV. Auszug die gegen Gemeinden angeſi. Klagen betr. 337 Eigenthumsrecht betrifft, keine Anwendung leide; im letztern Falle iſt es auch erfoderlich, um die durch den oben angefuͤhr⸗ ten Beſchluß verlangte Erlaubniß anzuſuchen.(Man ſ. Pigeau Procédure civile des Tribunaux de France tom I. p. 91.) Anmerkung der franzoͤſiſchen Herausgeber des Supplement des Codes Napoléon et de procédure civile. * Folgendes ſind die Geſetze und Beſchluͤſſe, welche ſich auf den Rechtsgang der von Verwaltungsraͤthen gegen Privatper⸗ ſonen, und von Privatperſonen gegen dieſe Gemeinheiten an— gebrachten Klagen beziehen: 10) Das Geſetz uͤber die Organiſirung des Juſtizweſens vom 24. Auguſt 1790. Tit. XI. Art. 13. 16 u. 17. 2) Das Geſetz vom II. September 1790. Tit. XIV. Art. 1 bis 9. 3) Das Geſetz vom 5. November 1790. Tit. III. Art. 4) Das Geſetz vom I. April 1797. 5) Das Decret vom 21. Prairial d. J. I. 6) Das Geſetz vom 16. Fructidor d. J. III. 7) Das Eeſetz vom 21. Fructidor d. J. III. Art. 18. 19. 20. 21. 27 und 28. 8) Das Geſetz vom 10. Nivoſe d. J. W. 9) Der Beſchluß vom 10. Thermidor d. J. IW. 10) Der Beſchluß vom 29. Vendemiaire d. J. V. 11) Der Beſchluß vom 2. Germinal d. J. V. 12) Das Geſetz vom 28. Pluvioſe d. J. VIII. 13) Die Beſchluͤſſe vom 19. Thermidor d. J. IX. 14) Der Beſchluß vom 3. Fructidor d. J. M. 34 15) Der Beſchluß vom 13. Brumaire d. J. X. 6 Dieſe Geſetze und Beſchluͤſſe ſind woͤrtlich enthalten im 63 Traité des conflits d'attribution,(welcher zu Paris 1806 in 2. erſchienen iſt). Supplem. z. Geſetzb. Nap. Y 338 XLVI. Circul. sur les successions vacantes. La connaissance de ces lois et de ces arrétés est d'autant plus importante, que leur application est pres- crite par l'art. 1032 du code de procédure, ainsi congu: „Les communes et les établissemens publics seront „tenus, pour former une demande en justice, de se „conformer aux lois administratives.“ XLVI. CIRCULAIRE de S. Fxc. le grand-juge, ministre de la jus- tice, sur les successions vacantes, et sur les formes à suivre, soit pour les accepter, soit pour en administrer les biens et en acquitter les charges. u 6 7 Le ministre des finances m'a communiqué, mon⸗ sieur, les observations qui lui avaient été adressées par le directeur général de l'enregistrement, sur les succes- sions vacantes, et sur les formes à suivre, soit pour les accepter, soit pour en administrer les biens et en acquitter les charges. Je les ai toutes approuvées, parce qu'elles m'ont paru conformes à la lettre et à Fesprit de la l0i. Il a, en conséquence, pris une decision à laquelle les tribunaux doivent se conformer, et dont voici les différens articles: Artil Er „vet „Kl „tel niſte nith ſbga ſwe ho kſt habe ßel Vi Art 00 Die Kenntniß derſelben iſt um ſo wichtiger, da der 1032. Artikel der Civilproceßordnung ihre Anwendung verordnet. Er lautet alſo: „Die Gemeinden und die oͤffentlichen Anſtalten ſollen „verbunden ſeyn, ſich bey einer der vor Gericht anzuſtellenden „Klage nach den die Verwaltung betreffenden Geſetzen zu rich⸗ ten u ſ w. XLVI. Circularſchreiben Sr. Ercellenz des Reichsoberrichters und Juſtizmi⸗ niſters uͤber die offenſtehenden Erbſchaften und die Formen, welche ſowohl bey Erhebung derſelben, als bey Verwaltung der dazu gehoͤrigen Guͤter und Abtra⸗ gung der darauf haſtenden Laſten zu beobach⸗ ten ſind. Vom 8. July 1806. Mein Herr! Der Finanzminiſter hat mir die Bemerkung mitgetheilt, welche der Generaldirector der Einregiſtrirungs⸗ abgabe ihm wegen der offenſtehenden Erbſchaften und der, ſowohl bey Erhebung derſelben, als bey Verwaltung der dazu gehoͤrigen Guͤter, und bey Abtragung der darauf haftenden Laſten, zu beobachtenden Formalitäten, zugeſandt hat. Ich habe ſie alle genehmigt, weil ich ſie mit dem Buchſtaben und dem Geiſte des Geſetzes uͤbereinzuſtimmend fand. Dem zu Jolge hat derſelbe eine Entſcheidung ertheilt, nach welcher die Tribunale ſich zu richten haben, und deren Artikel auf folgende Art lauten: Y2 XLVI. Circularſchr. uͤber die offenſt. Erbſchaften ꝛc. 339 ———— ——— —— 340 XLVI. Circul. sur les successions vacantes. 10. Les préposèes des domaines ne doivent s'im- miscer dans aucune succession que quand l'etat est ap- pelé à la recueillir, à défaut de parens successibles, d'enfans naturels ou d'époux non divorcés. 20. Quand le Gouvernement est appelé à une succession par droit de deshérence, ils ne peuvent niy renoncer, ni s'abstenir de la recueillir. 30. Le premier acte du tribunal sur la demande d'en- voi en possession sera inscré dans le Moniteur; les trois affiches qui doivent précéder le jugement d'envoi en pos⸗ session, seront apposées dans le ressort du tribunal de pouverture de la succession, de trois mois en trois mois; le jugement d'envoi en possession ne sera prononcs qu'un an après la demande; et jusqu'a ce jugement, aucun acté trans)atif de jouissance ou de propriété ne sera fait qu'apres qu'il aura eté ordonné par le tribunal. 4 Quand le produit d'une succession vacante ou en déshérence sera insuffisant pour acquitter les frais qinhumation du décédé et de conservation des biens, les actes de sépulture, apposition et levée des scelles, et les inventaires, seront faits sans frais; les honoraires de l'officier public qui aura procédé à la vente, seront payes sur son produit, ou V seront réduits. Les frais qeinhumation seront acquittés sur le pris de la vente, ou demeureront, s'il est insuffisant, à la charge du do⸗ maine; et, dans le méme cas, les droits de timbre et d'enregistrement ne seront paàs acquittés. So. Si des biens provenant d'une succession vacante ont été mal-à-propos régis comme s'ils provenaient qune succession en désbérence, le receveur remetträ au curateur qui sera nommé par le tribunal, copie du compte ouvert qu'il aura tenu pour cette succession. LXVI. Circularſchr. uͤber die offenſt. Erbſchaften ꝛc. 341 1) Die Vorſteher der Staatsdomainen ſollen ſich nicht eher in eine Erbſchaft einmiſchen, als bis der Staat in Er— mangelung erbfaͤhiger Verwandten, leiblicher Kinder, oder nicht geſchiedener Ehegatten, zu Erhebung derſelben berech⸗ tigt iſt. 2) Wenn die Regierung, kraft des Heimfallsrechts, An⸗ ſpruch auf eine Erbſchaft hat, ſo koͤnnen ſie weder auf ſolche Verzicht leiſten, noch ſich der Erhebung derſelben entſchlagen. 3) Die erſte Verfuͤgung(Nap. Civilgeſetzb. Art. 811. ff.) des Gerichts auf das Anſuchen um Einweiſung in den Beſitz ſoll in den Moniteur eingeruͤckt werden; die drey An⸗ ſchläge, die vor dem Urthel, in welchem auf Einweiſung in den Beſitz erkannt wird, vorhergehen muͤſſen, ſind in dem Sprengel des Gerichts, wo die Erbſchaft eröffnet wird, von drey Monaten zu drey Monaten auszuhaͤngen. Das Urthel auf Beſitzeinweiſung darf erſt Ein Jahr nach erfolgtem An— ſuchen geſprochen werden; und bis zu dieſem Erkenntniſſe darf keine den Beſitz oder die Rutzung uͤbertragende Handlung an⸗ ders, als auf Beſehl des Gerichtshofes, vollzogen werden. 4) Wenn der Ertrag einer offenſtehenden oder dem Staate anheimfallenden Erbſchaft unzureichend iſt, um die Koſten der Beerdigung und der Erhaltung des Vermoͤgens zu beſtreiten, ſo muß Begraͤbniß, Verſiegelung, Entſiegelung und Inventur unentgeltlich geſchehen; die Gebuͤhren des oͤffentli— chen Beamten, welcher die Verſteigerung verrichtet hat, ſind von den Auctionsgeldern zu bezahlen, oder(wenn nicht ſoviel herauskommt, als ſolche betragen) auf deren Ertrag herabzu⸗ ſetzen. Die Beerdigungskoſten ſollen von den Auctionsgeldern bezahlt, oder wenn dieſe nicht zureichen, aus der Staatscaſſe äͤbertragen werden; auch hat auf ſolchen Fall weder Gebrauch des Stempelpapiers, noch Einregiſtrirungsabgabe Statt. 5) Wenn Guͤter, welche ſich aus einer offenſtehenden Erbſchaft herſchreiben, unſtatthafterweiſe ſo verwaltet worden ſind, als waͤren ſie bereits dem Staate anheimgefallen, ſo ſoll der Rentbeamte dem vem Tribunale ernannten Curator eine Abſchrift der von ihm uͤber dieſe Verlaſſenſchaft gefuͤhrten 342 XLVI. Circul. sur les successions vacantes. Il fera sur ses registres et sommiers les mentions né⸗ cessaires pour indiquer que les recettes et dépenses proviennent d'une succession vacante, et ensuite il se bornera à recevoir et à payer, conformément à Par- ticle 313 du code Napoléon. 60. Les curateurs aux successions vacantes ouver- tes avant ou après la publication de la loi sur les suc- cessions, qui auraient fait des recettes, seront contraints d'en rendre compte et d'en verser le reliquat entre les mains du receveur des domaines du lieu de l'ouverture de la succession, et il leur sera interdit pour l'avenir de faire aucune recette ni aucune dépense. Ces différentes dispositions ne m'ont rien présenté que de juste. La première est évidemment fondée sur les articles 767 et 768 du code Mapoléon, qui déterminent d'une manière précise le cas ou une succession appartient au domaine. La prohibition contenue dans la seconde ne pré⸗ sente aucune sorte deinconvénient; l'acceptation de ces successions ne pouvant avoir lieu que sous benéfice d'in- ventaire, il n'en peut résulter aucun préjudice pour le trésor public, tandis que beaucoup d'abus pourraient naitre de l'ahstention ou de la renonciation arbitraire des préposés de a régie. La troisieme est une conséquence immédiate de l''article 770 du code Napoléon. Les formalités qu'elle indique, paraissent suffisantes pour remplir le but de la loi, et pour mettre ceux qui peuvent avoir des droits sur ces successions à portée de les exercer. La quatribme est une mesure d'équité à laquelle on ne peut qu'applaudir. Le domaine public profitant des zuccessions en deshérence ou vacantes lorsqu'elles sont ob ab ma aöz 1 rech XLVI. Circularſchr. uͤber die offenſt. Erbſchaften ꝛc. 343 Rechnung zuſtellen. Er hat in ſeinen Liſten und Hauptbuͤchern gehoͤrig anzumerken, daß die Einnahmen und Ausgaben eine offenſtehende Erbſchaft angehen; und dann ſoll er ſich darauf einſchraͤnken, in Gemaͤßheit des 813. Artikels in Napolcons Geſetzbuche zu empfangen und auszuzahlen. 6) Die Curatoren der vor Bekanntmachung des Geſetzes uͤber die Erbfolge vacant gewordnen Erbſchaften, welche davon Einnahmen gehabt haben, ſind ſchuldig, Rechnung daruͤber abzulegen, und den Ueberſchuß an den Rentbeamten der Do⸗ mainen an dem Orte, wo die Erbſchaft erledigt worden iſt, abzuliefern, auch iſt ihnen hiermit unterſagt, fernerweit Gelder zu erheben oder auszuzahlen. In dieſen Anordnungen ſehe ich nichts, was nicht ge⸗ recht waͤre. Die erſte gruͤndet ſich augenſcheinlich auf den 767 u. 768. Artikel in Napoleons Geſetzbuch, in welchem der Fall genau beſtimmt iſt, wo eine Erbſchaft dem Staatseigenthume zu⸗ faͤllt. Das im 2. Artikel enthaltene Verbot hat nicht die min⸗ deſte Bedenklichkeit. Da der Antritt dieſer Erbſchaften nur mit Beybehaltung der Rechtswohlthat des Inventariums Satt finden kann, ſo kann durchaus kein Nachtheil fuͤr die Staatscaſſe daraus erwachſen, indeß aus dem Nichtantritte oder der freywilligen Verzichtleiſtung der Verwaltungsvorſte⸗ her viele Mißbraͤuche entſtehen koͤnnten. Die dritte Verordnung folgt unmittelbar aus dem 770. Artikel in Napoleons Geſetzbuche. Die vorgeſchriebenen For⸗ malitaͤten ſcheinen hinreichend, um den Zweck des Geſetzes zu erreichen, und um diejenigen, welche Rechte auf dieſe Erb⸗ ſchaften haben koͤnnten, in den Stand zu ſetzen, ſolche gel⸗ tend zu machen. Die vierte Verordnung iſt eine Billigkeitsmaaßregel, wel⸗ cher man ſeinen Beyfall durchaus nicht verſagen kann. Da das Staatseigenthum die offenſtehenden oder ihm heimgefalle⸗ nen Erbſchaften ſich zu Nutze macht, wenn ſie vortheilhaft ſind: ſo iſt es gerecht, daß es auch von der andern Seite die ————— — 344 XLVII. Décret sur Pétat civil des Frangais luthér. avantageuses, il est juste qu'en compensation il sup⸗ porte les charges de celles dont les produits sont nuls. Enfin, je ne vois dans les deux dernièeres que Pexécu- tion littérale de Farticle 813 du code Napoléon. A Ja vérité, le code ne parle pas des successions ouvertes avant qu'il füt promulgué: mais il s'agit ici d'une me⸗ sure d'adwinistration qui doit ötre uniforme, et que 'intérét public réclame, puisqu'elle n'a d'autre objet que d'assurer la conservation des successions et de prévenir les inconvéniens qui pourraient résulter de la mauvaise foi des curateurs ou de leur insolvabilité. Tels sont les différens motifs qui ont déterminé mon opinion. Je vous charge de veiller à ce que la décision du ministre des finances n'éprouve aucune difficulté dans son exécution.(VFoyer ci- après la circulaire du 26 mars 1807, explicative de celle ci- dessus.) Vous aurez soin de m'accuser la réception de cette lettre. Recevez l'assurance de mes sentimens affectueux. REGRIRR. XLVII. DECRET IMPERIAI. Relatif aux actes concernant l'état civil des Frangais professant le culte luthérien. Au palais de Saint-Cloud, le 22 Juillet 1806. (Bulletin des Lois nr. 10s8.— Dépöt des Lois nr. 373.) Art. I. I sera fait, par un commissaire interprète de notre ministere des relations extérieures, un entrait 6 XLVII. Decr. d. Civilſtandsurk. d. Luther. Franz. betr. 345 Oblaſten trage, welche auf ſolchen vacanten Erbſchaften haf⸗ ten, deren Ertrag ſich in Nichts verliert. Endlich ſehe ich in den beyden letzten Anordnungen nichts, als eine buchſtaͤbliche Vollziehung des 813. Artikels in Napoleons Geſetzbuche. Zwar redet dieſes nicht von den vor ſeiner Promulgation eroͤffneten Erbſchaften; allein es iſt hier von einer Verwaltungsmaaßregel die Rede, die einfoͤrmig ſeyn muß, und die das oͤffentliche Intereſſe erheiſcht, weil ſie kei⸗ nen andern Zweck hat, als die Erhaltung der Erbſchaften zu ſichern, und die Nachtheile zu verhuͤten, welche aus der Un⸗ redlichkeit oder Inſolvenz der Curatoren entſpringen koͤnnten. Das ſind die Gruͤnde, die meine Meinung beſtimmt haben. Ich fodere Sie auf, daruͤber zu wachen, daß die Ent⸗ ſcheidung des Finanzminiſters ohne Anſtand vollzogen werde. (Man ſehe unten unter Nr. LVI. das Eircularſchreiben vom 26. Maͤrz 1807, welches dem obigen zur Erläuterung dient.) Sie werden nicht unterlaſſen, mir den Eingang dieſes Schreibens zu melden. Empfangen Sie die Verſicherung meines Wohlwollens. REGNILEn. XLVII. Kaiſerliches Decret wegen der Civilſtandsurkunden derjenigen Franzoſen, welche ſich zur Lutheriſchen Kirche bekennen. Gegeben im Pallaſte zu Saint⸗Clond, den 22. July 1806. (Bulletin des Lois nr. 1og.— Depöt des Lois nr. 373.) Art. 1. Es ſoll durch einen Commiſſair und Dollmet⸗ ſcher Unſers Miniſteriums der auswärtigen Angelegenheiten —— —————. *—————— 346 XLVII. Décret sur Pétat civil des Frangais luthér. général des actes concernant Pétat civil des Frangais professant le culte luthérien, dont les naissances, les mariages et les déces ont été enrégistrés antérieurement à la loi du 20 septembre 1792 par des chapelains étran- gers à ce autorisés. 2 La traduction desdits registres, certifiée par le commissaire interprète de notre ministère des relations extérieures, sera remise, après légalisation de la signa- ture dudit interprète, par notre ministre des relations extérieures, à notre procureur impérial pres le tribunal civil du département de la Seine, pour par lui étre requis du tribunal la réunion au dépöt général des actes civils de notre bonne ville de Paris, dont le garde dclivrera ultérieurement les extraits à qui de droit. 3. Jusqu'au temps ou ce dépòt sera effectué, notre ministre des relations extérieures est autorisé a légali- ser la signature des chapelains actuellement en exercice, 2 la suite des extraits délivrés par eux des actes de leurs registres. 4. Il sera fait par notre ministre des cultes un rapport et un projet de décret pour Pétablissement d'une eglise consistoriale ou d'une succursale luthérienne à Paris. XLVII. Decr. d. Civilſtandsurk. d. Luther. Franz. betr. 347 ein allaemeiner Auszug der Urkunden gefertigt werden, welche den Civilſtand der ſich zur Lutheriſchen Religion bekennenden Franzoſen betreffen, deren Geburten, Heirathen und Todes⸗ faͤlle vor dem Geſetze vom 20. Sept. 1792, von auslaͤndiſchen dazu berechtigten Capellanen in ein Kirchenbuch aufgezeichnes worden ſind. 2. Die von dem Commissaire interprète Unſers Mini⸗ ſteriums der auswartigen Angelegenheiten beglaubigte Ueber⸗ ſetzung gedachter Regiſter ſoll, nachdem die Unterſchrift ge⸗ dachten Dollmetſchers geſetzlich anerkannt werden iſt, von Unſerm Miniſter der auswaͤrtigen Verhältniſſe, Unſerm kaiſer⸗ lichen Anwalde bey dem buͤrgerlichen Gerichtshofe des Seine⸗ departements zugeſtellt werden, damit dieſer bey dem Gericht erſter Inſtanz darauf antrage, daß ſolche zum allgemeinen Depot(Archiv) der Civilſtandsurkunden Unſerer guten Stadt Paris genommen werden; deren Bewahrer(Archivar) kuͤnftig an jeden, der es fodern kann, die noͤthigen Auszuͤge daraus abgeben wird. 3. Bis zu wirklich erfolgter Niederlegung(dieſer Aus⸗ zuͤge aus den Kirchenbuͤchern) iſt Unſer Miniſter der aus⸗ waͤrtigen Angelegenheiten berechtigt, die Unterſchrift der ge⸗ genwaärtig im Amte ſtehenden Capellane unter den von ihnen ausgeſtellten, aus ihren Kirchenbuͤchern gezogenen Zeugniſſen zu beglaubigen(legaliſiren). 4. Unſer Miniſter des Kirchenweſens ſoll Uns einen Vortrag, nebſt Entwurf zu einem Decrete uͤber Errichtung einer Lutheriſchen Conſiſtorial-oder Filialkirche zu Paris vor⸗ legen. 348 XLVIII. Décret sur le domicile. XLVIII. DFECRET IMPERIAI. Relatif au temps de nuit pendant lequel la gendarmerie ne peut entrer dans les maisons des citoyens. Au palais de Saint-Cloud, le aoüt 1806. (Bulletin des Lois, nx. 110.— Dépöt des Lois, ur. 375.) Art. 1. Le temps de nuit oü Tart. 131 de la loi du 23 germinal an 6 deéfend à la gendarmerie d'entrer dans les maisons des citoyens, sera réglé par les dispositions de Part. 1037 du code de procédure civile. En consé- quence, la gendarmerie ne pourra, sauf les exceptions établies par ladite loi du 28 germinal, entrer dans les maisons; savoir, depuis le I. octohre jusqu'au 37 mars, avant six heures du matin et après six heures du soir; et depuis le 1. avril jusqu'au 30 septembre, avant quatre heures du matin et après neuf heures du soir. 2. Quand il s'agira de recherches à faire dans les maisons de particuliers prévenus de receler des cons- crits ou déserteurs, le mandat spécial de perquisition prescrit par le méme art. 137 de la loi du 28 germinal an 6, pourra étre suppléé par Tassistance du maire ou de son adjoint, ou du commissaire de police. XLVIII. Kaiſerl. Decret d. Stunden d. Nacht betr. k. 349 XLVIII. Kaiſerliches Decret, die Stunden der Nacht betreffend, in welchen die Gendarmerie nicht in die Haͤuſer der Buͤrger ein⸗ dringen darf. Gegeben im Pallaſt zu Saint⸗Clond, den 4. Auguſt 1806. (Bulletin des Lois nr. 110.— Dépöt des Lois nr. 376.) Art. 1. Die naächtliche Zeit, wo kraft des 131. Artikels des Geſetzes vom 28. Germinal d. J. 6. die Gendarmerie die Haͤuſer der Buͤrger nicht betreten darf, wird durch die Ver⸗ fuͤgungen des 1037. Artikels der Civilproceßordnung beſtimmt werden. Daher ſoll die Gendarmerie, die im Geſetze vom 28. Germinal feſtgeſetzten Fälle ausgenommen, vom 1. October an bis zum 31. März, nicht vor 6 Uhr des Morgens und nach 6 Uhr des Abends, und vom 1. April bis zum 30. Sep⸗ tember nicht vor 4 Uhr des Morgens und nach 9 Uhr des Abends in die Haͤuſer eindringen duͤrfen. 2. Wenn in den Haͤuſern ſolcher Privatperſonen, welche im gegruͤndeten Verdachte ſtehen, daß ſie Conſcribirte oder Deſerteurs bey ſich verborgen halten, Hausſuchung zu thun iſt, ſo kann der in gedachtem 131. Artikel des Geſetzes vom 28. Germinal des J. 6. vorgeſchriebene Specialbefehl zur Hausſuchung dadurch erſetzt werden, wenn der Maire, oder deſſen Adjunct, oder der Policeycommiſſar dabey zugegen iſt. ———— 5 350 XLIX. xtrait du Senatus-consulte sur l'échange etc. . du Sénatus- consulte relatif à T'eéchange ou aliénation des biens composant la dotation des duchés relevant de I'Empire frangais, ou autres titres héréditaires. (Bulletin des Lois, no. 112.— Depöt des Lois, nr. 380) Art 3. Dans les cas oü sa Majesté viendrait à au- dotation des duchés relevant de l'Empire Frangais, öri- ges par les actes du inéme jour 30 mars dernier, ou de la dotation de tous nouveaux duchés ou autres titres que toriser Péchange ou Taliénation des biens composant la sa Majesté pourra ériger à Pavenir, il sera acquis des biens en remplacement sur le territoire de lEmpire Frangais, avec le prix des aliénations. 4. Les biens pris en échange ou acquis seront possẽdés, quant à l'hérédité et à la réversibilité, quit⸗ tes de toutes charges, conformément aux actes de création desdits duchés ou autres titres, et aux charges et condi- tions enoncées. „ Quand sa Majesté le jugera convenable, soit pour rẽcompenser de grands services, soit pour exciter une utile émulation, soit pour concourir à'éclat du tröne, elle pourra autoriser un chef de famille à substi- tuer ses biens libres pour former la dotation d'un titre XLIX. Ausz. aus d. Senatusconſ. u. d. Vertauſch. kc. 351 A uszug aus dem Senatusconſult uͤber die Vertauſchung oder 3 Veraͤußerung der Guͤter, welche die Dotation der von dem franzoͤſiſchen Reiche abhaͤngigen Herzogthuͤmer oder anderer erblichen Wuͤrden ausmachen. e——— Vom 14. Auguſt 1806. —— ——— ———— —— (Bulletin des Lois nr. 112.— Dépöt des Lois nr. 380.) Art. 3. In ſolchen Faͤllen, wo Se. Majeſtaͤt die Ver⸗ tauſchung oder Veraͤußerung ſolcher Guͤter erlaubt, welche die Dotation der vom franzoͤſiſchen Reiche abhaͤngigen, durch die Erklärung vom 30. Maͤrz des J. geſtifteten Herzogthuͤmer oder den Dotationsſtand jedes andern neuen Herzogthums oder jeder andern von Sr. Majeſtaͤt in Zukunft noch zu ſtif⸗ e tenden Wuͤrde ausmachen, ſo ſollen an deren Stelle, von den Kaufgeldern der veraͤußerten Guͤter innerhalb des Gebietes des franzoͤſiſchen Reichs andere Guͤter gekauft werden. 4. Die eingetauſchten oder angekauften Guͤter ſollen, was das Erbrecht und den Ruͤckfall betrifft, frey von allen n Laſten, in Gemaͤßheit der Stiftungsurkunden gedachter Her⸗ zogthuͤmer oder anderer erblicher Wuͤrden, und der darin aus⸗ druͤcklich beſtimmten Oblaſten und Bedingungen, beſeſſen werden. 5. Wenn es Se. Majeſtaͤt, entweder zur Belohnung großer Verdienſte oder zur Erregung einer heilſamen Nachei⸗ u ferung, oder um den Glanz des Thrones zu vermehren, fuͤr gut finden, ſo koͤnnen Sie dem Haupte einer Familie das 1 Recht ertheilen, ſeine freyen Erbguͤter zum Gegenſtande einer 352 XLIX. Fxtrait du Senatus-consulte sur Péchange eto. héréditaire que sa Majesté érigerait en sa faveur, réver- sible à son fils ainé, né ou à naitre, et à ses descen- dans en ligne directe, de mäle en mäle, par ordre de primogéẽniture. 6. Les propriétés ainsi possedées sur le territoire frangais, conformément aux articles précédens, n'auront et ne conféreront aucun droit ou privilége relativement aux autres sujets frangais de sa Majesté, et à leurs propriẽtès. 7. Les actes par lesquels sa Majesté autoriserait un chef de famille à substituer ses biens libres ainsi qu'il est dit à k'art. précédent, ou permettrait le rem- placement en France des dotations des duchés relevant de'Empire ou autres titres que sa Majesté érigerait à pavenir, seront donnés en communication au sönat, et transcrits sur ses registres. g. I sera pourvu, par des règlemens d'administra- a l'exécution du présent sénatus- con- tion publique, sulte, et notamment en cée qui touche la jouissance et conservation tant des propriétès réversibles à la cou- ronne que des propriẽtès substituées en vertu de Par⸗ ticle 3. XLIX Ausz. aus d. Senatusconſ. u. d. Vertauſch. ꝛc. 358 (fideicommiſſariſchen) Subſtitution zu machen, um einen Do⸗⸗ tationsfonds fuͤr die erbliche Wuͤrde zu bilden, welche Se. kaj. fuͤr ihn ſtiften duͤrfte, und welcher auf ſeinen aͤlteſten, ſchon gebornen, oder noch zu erwartenden Sohn und auf ſeine männlichen Deſcendenten in gerader Linie, nach der Ordnung der Erſtgeburt, vererbt werden ſoll. 6. Das, kraft der obigen Artikel, auf franzoͤſiſchem Ge⸗ biet beſeſſene Eigenthum ſoll kein Vorrecht oder Privilegium vor andern franzoͤſiſchen Unterthanen Sr. Majeſtät oder deren Eigenthume haben, noch ſolches ſeinem Beſitzer ertheilen. 7. Die Urkunden, wodurch Se. Kaiſerl. Majeſtaͤt dem Haupte einer Familie das Recht ertheilt, ſeine freyen Erbguͤ⸗ ter kraft des obigen 3. Artikels zu Gegenſtaͤnden einer(fidei⸗ commiſſariſchen) Subſtitution zu machen, oder ihm verſtattet, in Frankreich den Dotationsfonds der vom franzoͤſiſchen Reiche abhängigen Herzogthuͤmer oder anderer von Sr. Mageſtaͤt etwa in Zukunft zu ſtiftender erblicher Wuͤrden durch andere Guͤter zu erſetzen, ſollen dem Senate mitgetheilt, und in deſ⸗ ſen Regiſter eingetragen werden. 8. Wegen Vollziehung des gegenwärtigen Senatuscon⸗ ſults, und namentlich deſſen, was den Genuß und die Erhal⸗ tung, ſowohl der zum Ruͤckfall an die Krone geeigneten, als der, kraft des 5. Artikels, zum Fideicommiß gemachten Beſi⸗ tungen betrifft, wird durch Verwaltungsreglements das Noͤ⸗ thige verfuͤgt werden. Supplem. z. Geſetzb. Nap. 3 — —————— ——— — — —— 354 L. Avis sur la disp. de tut. en fav. des ecclès. aVIS DU CONSEII. DKTAT Sur la dispense de tutelle en faveur des ecclè- siastiques desservant des cures, ete.(Seance du%ᷓ novembre 1806.) D u 2 W o 8 0 6 —— (Bulletin des Lois, nr. 126.— Dépöt des Lois, nr. 406.) ——— Le conseil d'état, qui, d'après le renvoĩ ordonnè a entendu le rapport de la section de qu ministre des cultes, tendant à cures ou des par sa Majesté, legislation sur celui gavoir si les ecolésiastiques desservant des succursales peuvent réclamer Tapplication de Part. 427 du code Napoléon, Est d'avis que la dispense accordèe par cet article à tout citoyen exergant une fonction publique dans un departement autre que celui ou la tutelle s'établit, est non seulement aux ecclesiastiques desser- applicable, mais à toutes per⸗ vant des cures ou des succursales, sonnes exergant pour les cultes des fonctions qui exi- gent résidence, dans lesquelles ils sont agrées par sà Majesté et pour lesquels ils prétent serment. bek le che ſä in L. Gutacht. d. Freyh. d. Geiſtlich. v. Vormundſch. betr. 356 L. Gutachten des Staatsraths uͤber die Freyheit derer Geiſtlichen, welchen die Seel⸗ ſorge obliegt, von Vormundſchaften(Sitzung vom 4. November 1806.) Vom 2 0. November 1806. (Bulletin des Lois nr. 126.— Dopöt des Lois nr. 0.) Nachdem der Staatsrath, an welchen die Sache auf Befehl Sr. Majeſtat des Kaiſers verwieſen worden iſt, den Bericht der Geſetzgebungsſection uͤber den Vortrag des Mini⸗ ſters des Kirchenweſens angehoͤrt hat, deſſen Inhalt die Frage war: ob Geiſtliche, welche bey Pfarrkirchen oder Filialen angeſtellt ſind, verlangen koͤnnen, daß der 427. Art. in Napoleons Geſetzbuche auf ſie angewandt werde: ſo geht ſeine Meinung dahin: daß die Befreyung, welche in dieſem Artikel jedem Buͤrger, der nicht in dem Departement, in welchem der Vormund zu beſtellen iſt, ſondern in einem andern, ein oͤffentliches Amt bekleidet, zugeſtanden iſt, nicht nur auf die Geiſtlichen, wel⸗ che bey Pfarr⸗oder Filialkirchen angeſtellt ſind, ſondern auf alle und jede Perſonen anwendbar ſey, welche beym oͤffentli⸗ chen Gottesdienſte ſolche Verrichtungen haben, die einen be⸗ ſtändigen Aufenthalt am Orte vorausſetzen, wenn ſie naͤmlich in ſolchen Aemtern von Sr. Majeſtät beſtaͤtigt und deshalb vereidet ſind. 3 2 356 LI. Décret sur les priviléges et hypotheques. E. DKCRET IMPERIAl. QOui proroge pour les départemens de Génes, eic., le délai fixé pour la transcription des ti- tres emportant droit de privilége et hypothéque. Au quartier iwpérial de Posen, le 12 décembre 1806. (Bulletin des Lois, nr. 129.— Dépöt des Lois, nr. 410). NazorRox, Empereur des Frangais, Roi d'Italie; Sur le rapport de notre grand- juge, ministre de la justice; Vu notre décret du 15 messidor an 13, qui ordonne la publication du code des Frangais dans les départe- mens composés de la ci- devant Ligurie, portant, ar- ticle 4:„Le deélai pour inscrire les titres emportant „droit de privilége et hypotheque qui existeront à Fé⸗- „poque du premier fructidor prochain, sera d'un an, „à compter de ladite Spoque;“. Vu celui de Parchi- trésorier de notre Empire, du 26 fructidor de la méme année, qui rappelle que ce delai sera terminé dans onze mois, à compter du I. vendémiaire an 14. Notre conseil d'état entendu, Nous avons décrété et décrétons ce qui suit: Art. I. U est accordé pour chacun des départe- mens de Génes, de Montenotte, des Apennins, et pour parrondissement de San- Remo, département des Alpes- Maritimes, un nouveau et dernier délai de six mois, à — LI. Kaiſ. Decr. wodurch d. Eintrag. d. Vorzugsr. ꝛc. 357 LI. Kaiſerliches Decret, wodurch die Friſt zur Eintragung der Vorzugsrechte und Hypotheken bewaͤhrenden Urkunden für die De⸗ partements von Genua u. ſ. w. verlaͤngert wird. Im Hauptquartier zu Poſen, den 12. December 1806. (Bulletin des Lois nr. 129.— Dépöt des Lois nr. 410.) Napoleon, Kaiſer der Franzoſen, Koͤnig von Italien. Nachdem Wir den Bericht Unſers Reichsoberrichters und Juſtizminiſters angehoͤrt; dabey Unſer Decret vom 15. Meſſidor d. J. 1I3. in Er⸗ wägung gezogen, in welchem die Bekanntmachung des Geſetz⸗ buchs der Franzoſen in den das ehemalige Ligurien ausma⸗ chenden Departements anbefohlen iſt und deſſen 4. Artikel alſo lautet:„zu Einſchreibung der ein Privilegium und eine „Hypothek betreffenden Documente, welche am 1. des nachſten „Monats Fructidor exiſtiren, ſoll von gedachtem Zeitpunkte an „gerechnet, eine einjaͤhrige Friſt offen ſtehen;“ ferner das Decret Unſers Reichserzſchatzmeiſters vom 26. Fructidor deſſelben Jahres, in welchem erinnert wird, dieſe Friſt ſey, vom 1. Vendemiaire d. J. 14. an zu rechnen, in 11 Monaten abgelaufen, erwogen, und endlich das Gutachten Unſeres Staatsraths eingezogen haben: ſo haben Wir beſchloſſen und beſchließen, wie folget: Art. 1. Es ſoll jedem der Departements von Genua, Montenotte, den Apenninen, und dem Arrondiſſement von San⸗Remo, im Departement der See⸗Alpen, von dem Tage der Publication gegenwaͤrtigen Decrets an, zur Eintragung 358 LII. Circulaire sur les demandes en déclar. d'abs. compter de la publication du présent décret, pour la transcription des titres emportant droit de privilége et hypotheque. 2. PLes inscriptions déja faites, quoique postérieure- ment au delai accordé par notre décret da I15 messidor an 13, sont validées, sans cependant que lesdites ins- criptions, ni celles qui seront faites dans le délai fix6 Par Particle précédent, puissent préjudicier aux droits actuellement acquis à des créanciers qui auraient fait transcrire leur titre dans le delai réglé par notre dit décret du 15 messidor an 13, et sans prejudice aussi des droits des tiers- acquéreurs qui ont purgé les hypo- theques inscrites, conformément à Particle 2187 et sui- vans du code Napoléon. LII. CGIRCULAIRE de 8. Fxc. le grand-juge ministre de la jus- tice, relative aux demandes en déclaration d'absence. Du 16 décembre 18o6. Je m'apergois, messieurs, qu'un grand nombre de demandes en déclaration d'absence a pour objet des mili- taires en activité de service scit de terre, soit de mer. Si la loi a pris tant de précautions pour que les ju- gemens qui interviennent dans cette matiere ne soient Prononcés qu'après qu'on a acquis sur le compte du présumé absent tous les renseignemens qu'il est possible de se procurer, à combien plus forte raison doit- on accroitre la sollicitude à cet égard, quand il s'agit des LII. Circularſchr. d. Antraͤge auf Abweſenheitserkl. betr. 359 der Urkunden, welche Privilegien und Hypothekenrechte be⸗ waͤhren, noch eine Friſt von 6 Monaten verſtattet ſeyn. 2. Die bereits bisher, obwohl nach Ablauf der durch Unſer Decret vom 15. Meſſidor des J. 13. anberaumten Friſt, erfolgten Vormerkungen werden hiermit fuͤr unguͤltig erklaͤrt, ohne daß jedoch, weder dieſe, noch die innerhalb der im vorigen Artikel anberaumten Friſt geſchehenen Vormerkun⸗ gen den wohlerworbenen Rechten ſolcher Glaͤubiger, welche ihr Document innerhalb der durch gedachtes Unſer Decret vom 15. Moſſidor d. J. 13. geſetzten Friſten haben eintragen laſſen, Eintrag thun konnen, auch den Rechten der dritten Kaͤufer unbeſchadet, welche ihre Guͤter, kraft des 2181. und fol⸗ genden Artikeln in Napoleons Geſetzbuche von hypothekariſchen Schulden frey gemacht haben. LII. Circularſchreiben Sr. Excellenz des Reichsoberrichters und Juſtizmini⸗ ſters die Antrage auf Abweſenheitserklaͤrung be⸗ treffend. Vom 16. December 1806. Meine Herren! Ich bemerke, daß viele Antraͤge auf Ab⸗ weſenheitserklaäͤrung Militairperſonen betreffen, die zu Lande oder zur See im wirklichen Dienſte ſtehen. Wenn das Geſetz ſo viele Vorſichtigkeitsmaaßregeln genom⸗ men hat, damit die in dieſer Materie vorkommenden Urthel nicht eher, als nach Einziehung aller nur moglichen Erkundigungen uͤber den angeblich Abweſenden geſprochen werden, um wie viel mehr iſt es Pflicht, unſere Sorgfalt in dieſer Ruͤckſicht zu verdoppeln, wenn von Vertheidigern des Vaterlandes, von 360 LII. Circulaire sur les demandes en d'éclar. d'absence. défenseurs de la patrie, qui contribuent chaque jour à en augmenter la prospérité et la gloire! Les enquétes locales que la loi ordonne peuvent fournir plus ou moins de probabilités sur la disparution d'un citoyen ordinaire; mais il est aisé de voir qu'elles doivent étre, la plupart 1 temps, insignifiantes pour celui qui, engagé dans le service de Pétat, soit de terre, soit de mer, se trouve quelquefois porté si loin du lieu de sa résidence aocoutumée; on ne peut guère étre instruit de son sort, d'une manidre positive, qu'en pre⸗ nant des renseignemens dans les bureau des ministè- res de la guerre ou de la marihe. Je vous charge, en conséquence, toutes les fois qu'une demande en déclaration d'absence sera fondée sur le motif de service militaire, soit de terre, soit de mer, de demander préalablement, par une lettre, des renseignemens sur le compte de l'individu dont il sera question, dans les ministbres de la guerre ou de la ma- rine. Il devra en étre fait mention dans les jugemens soit préparatoires, soit deßinitifs. Je ne ferai insérer au Moniteur que ceux qui seront revétus de cette formalité. La loi du 5 brumaire an 5 contient, en outre, des dispositions spéciales pour la conservation des proprié- tés des défenseurs de l'etat, dont il importe de main- tenir Texécution. Vous voudrez donc bien rappeler aux maires et adjoints les obligations qu'elle leur im- pose à cet égard, et veiller à ce que, conformément à l'article 6, ils continuent à déposer au greffe de votre tribunal la liste des individus absens pour le service des armées. Recevez l'assurance de mes sentimens affectueux. RnSNIER. LII. Circularſchr. d. Antraͤge auf Abweſenheitserkl. betr. 361 kännern, die täglich zur Erhoͤhung ſeines Wohlſtandes und Ruhms beytragen, die Rede iſt! Die Zeugenverhoͤre an Ort und Stelle können mehr oder weniger Wahrſcheinlichkeit wegen der Entfernung eines ge⸗ woͤhnlichen Buͤrgers bewirken; aber es iſt leicht abzuſehen, daß ſie in Anſehung desjenigen, der im Dienſte des Staats zu Waſſer oder Lande ſehr weit von ſeinem gewoͤhnlichen Wohnſitze entfernt iſt, in den meiſten Faͤllen nicht anders als unerheblich ſeyn koͤnnen. Man kann von ſeinem Schickſale nicht leicht anders ſichere Nachrichten erhalten, als wenn man in den Canzleyen des Kriegs⸗und Seeminiſteriums Erkun⸗ digungen einzieht. Ich befehle Ihnen daher, ſo oft ein auf Abweſenheitser⸗ klaͤrung gerichteter Antrag auf den Kriegsdienſt zu Waſſer oder Lande Beziehung hat, vorlaͤufig durch einen Brief uͤber die Perſon, von welcher die Frage iſt, beym Kriegs⸗oder beym Seeminiſter ſich Auskunft zu erbitten. Es muß dieſes Umſtandes ſowohl in den interlocutoriſchen, als in den End⸗ urtheln Erwaͤhnung geſchehen. Nur die in dieſer Maaße ab⸗ gefaßten Urthel werde ich in den Moniteur einruͤcken laſſen. Uebrigens enthaͤlt das Geſetz vom 5. Brumaire des. 5. beſondere Verfuͤgungen zu Erhaltung des Eigenthums der Vertheidiger des Staats, Verfuͤgungen, uͤber deren Vollzie⸗ hung gehalten werden muß. Sie werden alſo den Maires und Adjuncten die Obliegenheiten in Erinnerung bringen, welche ihnen jenes Geſetz in dieſer Hinſicht auferlegt, und dafuͤr ſorgen, daß ſie noch fernerhin, kraft des 6. Artikels, bey der Canzley Ihres Tribunals das Verzeichniß der im Dienſte der Armeen abweſenden Perſonen niederlegen. RRGNIER. LII. MAvis sur les formes des protéts. LIII. aVIS DU CONSEII. DETAT, Sur les formes à observer pour les protéts des lettres de change et des billets de commerce. (Scance du 3 janvier 1307. Du 25 janvier 1807. (Bulleuin des Lois, nr. 156.— Dépòt des Lois, nr. 421.) —————————— Le conseil d'état, qui, d'après le renvoi ordonnée par sa Majesté PEmpereur et Roi, a entendu le rap- port des sections de législation et de Pintérieur sur ce- lui du ministre du tresor public, sur la question de sa- voir si de l'article 68 du titre des ajournemens au code de procédure civile, il résulte quꝰil y ait des change- mens dans le régime actuel des protéts des lettres de change et pillets de commerce; Vu ledit article 68, congu en ces termes:„Tous ex- „ploits seront faits à personne ou domicile; mais si „huissier ne trouve au domicile, ni la partie, ni au- „oun de ses parens ou serviteurs, il remettra de suite „la copie à un voisin, qui signera l'original; si ce voi- „sin ne peut ou ne veut signer, Thuissier remettra la „copie au maire ou adjoint de la commune, lequel vi- ——— LIII. Gutachten die Formalitaͤt. der Wechſelbriefe betr. 363 LIII. Gutachten des Staatsraths uͤber die bey Proteſten der Wechſelbriefe und kauf⸗ maͤnniſchen Obligationen zu beobachtenden Formalitaͤ⸗ ten.(In der Sitzung vom 3. Januar 1807.) Vom 25. Januar 1807. (Bulletin des Lois nr. 136.— Dépöt des Lois nr. 421.) Nachdem der Staatsrath, an welchen die Sache auf Be⸗ fehl Sr. Majeſtaͤt des Kaiſers und Koͤnigs verwieſen worden iſt, den Bericht der Sectionen der Geſetzgebung und des In⸗ nern uͤber den Vortrag des Miniſters des Staatsſchatzes an⸗ gehoͤrt hat, deſſen Gegenſtand die Frage iſt:„Ob ſich „aus dem 68. Artikel im Titel der Civilproceß⸗ „ordnung von den Vorladungen ergebe, daß da⸗ „durch in dem bisherigen Verfahren beym Pro⸗ „teſt der Wechſelbriefe und kaufmaͤnniſchen Ver⸗ „ſchreibungen eine Veränderung entſtanden ſey7 ſo geht in Ruͤckſicht auf dieſen 63. Artikel, welcher alſo lautet: „Alle Vorladungsurkunden muͤſſen an die Perſon ſelbſt „oder an deren Wohnort inſinuirt werden; trifft aber der Ge⸗ „richtsbote weder die Parthey, noch Jemand von den Ver⸗ „wandten oder Bedienten zu Hauſe, ſo ſtellt er ſofort die „Abſchrift(der Vorladung) einem Nachbar zu, der ſich auf „dem Original unterzeichnet. Kann oder will dieſer Nachbar „nicht unterſchreiben, ſo ſoll der Gerichtsbote die Abſchrift „dem Maire oder Adjunct der Gemeinde zuſtellen, welcher „die Originalſchrift unentgeltlich viſirt. Dieß alles bemerkt ———— ——— ——— — 364 LIV. Avis sur la procédure. „sera I'original sans frais: l'huissier tera mention du „tout, tant sur Poriginal que sur la copis;“ Fst d'avis que, par karticle 68 du code de procs- dure civile, on n'a point entendu déroger aux lois du commerce concernant les protéts des lettres de change et billets de commerce, sans néanmoins qu'on puisse arguer de nullité contre les protéts qui, avant la pu- plication de cet avis, auraient pu étre faits dans les kormes indiquées par ledit article. LIV. AVIS DU CONSEII. DRTAT, Sur linstruction des procès intentés avant et depuis le premier janvier 1807.(Scance du 6 janvier 1807. Au camp impérial de Preussisch-Eylau, le 16 février 1807. — (Bulletin des Lois, ur. 139.— Dépöt des Lois, ur. 423.) ——— Le conseil d'état, qui, d'apres le renvoi ordonnè par sa Majesté, a entendu le rapport de la section de légis⸗- lation sur celui du grand- juge, ministre de la justice, concernant Pexécution de Particle 1041 du code de pro- cédure civile; Vu ledit article, ainsi congu: „Le présent code sera exécuté à dater du premier „janvier 1807; en consequence, tous procès qui serònt Gutacht. weg. d. vor d. 1. Jan. 1807 anh. gew. Proceſſe. 363 „der Gerichtsbote ſowohl auf dem Originale, als auf der Ab⸗ „ſchrift;“ ſein Gutachten dahin; daß man die Abſicht nicht gehabthhabe, durch den 68. Artikel der Civilpro⸗ ceßordnung, an den Handelsgeſetzen, welche die Proteſte der Wechſelbriefe und kaufmaͤnniſchen Verſchreibungen betreffen, etwas abzuaͤndern; ohne daß jedoch Proteſte, welche vor Puhlication dieſes Gut⸗ achtens in der im erwaͤhnten Artikel vorgeſchriebenen Form eingelegt ſeyn duͤrften, als null und nichtig angefochten wer⸗ den koͤnnen. LIV. Gutachten des Staatsraths uͤber die Inſtruction der vor und nach dem 1. Januar 1807 anhaͤngig gemachten Proceſſe.(In der Sitzung vom 6. Januar 1807.) Aus dem Kaiſerlichen Lager bey Preußiſch⸗Eylau, den 16. Fe⸗ bruar 1807. Bulletin des Lois nr. 139.— Dépöt des Lois nr. 423.) Nachdem der Staatsrath, an welchen die Sache auf Befehl Sr. Kaiſerl. Majeſtaͤt verwieſen worden iſt, den Be⸗ richt der Geſetzgebungsſection uͤber den Vortrag des Reichs⸗ oberrichters und Juſtizminiſters die Vollziehung des 1041. Artikels der buͤrgerlichen Proeeßordnung betreffend, ver⸗ nommen, und gedachten Artikel in Erwaͤgung gezogen hat, welcher alſo lautet:„gegenwaͤrtiges Geſetzbuch ſoll vom 1. Januar 366 LIV. Avis sur la procédure. „intentés dépuis cette Spoque seront instruits conform- „ment à ses dispositions; toutes lois, coutumes, usa- „ges et règlemens relatifs à la procédure civile, sont * „abroges;“ Est d'avis que les seuls procks intentés depuis le„ 1. janvier 1807 doivent étre instruits conformément aux dispositions du code; mais que l'on ne doit comprendre dans la classe des affaires antérieurement intentées, ni 4 les appels interjetés depuis I'époque du I. janvier 1807, pe ni les saisies faites depuis, ni les ordres et contribu- ri tions, lorsque la réquisition d'ouverture du procs-ver- ſ bal est postérieure, ni les expropriations forcées, lors- que la procédure réglée par la loi du II brumaire an 7, n'a pas eté entamée par T'apposition des affiches avant le I. janvier 1807. Ces appels, saisies, contributions et affiches sont, dans le fait, le principe d'une nouvelle procõdure qui s'introduit à la suite d'une précédente. Dans tous les cas, Iinstruction des affaires enta- ſ mées avant le T. janvier 1807, doit étre continuée 5 conformément aus règlemens antérieurs au code de ſ Procédure. Gutacht. weg. d. vor d. 1. Jan. 1807 anh. gew. Proceſſe. 367 „1807 an zur Vollziehung gebracht werden. Mithin ſind alle „von dieſem Tage an anhaͤngig gemachten Proceſſe nach den „darin entholtenen Vorſchriften zu inſtruiren; dagegen ſind „alle das proceſſualiſche Verfahren in Cwilſachen betreffende „Geſetze, Rechtsgebraͤuche, Obſervanzen und Verordnungen „hiermit abgeſchafft;“ ſo geht ſein Gutachten dahin, daß nur allein die ſeit dem erſten Januar 1807 anhaͤngig gemachten Proceſſe nach den Vorſchriften jenes Geſetzbuchs inſtruirt werden muͤſſen; daß aber, weder die ſeit dem 1. Januar 1807 eingewandten Ap⸗ pellationen, noch die ſeitdem angelegten Arreſte, noch die ge⸗ richtlichen Auflagen und Diſtributionsbeſcheide, wenn das An⸗ ſuchen um Eroͤffnung des Protocolls ſpäter geſchehen iſt, zu den fruͤher anhäͤngig gemachten Sachen gerechnet werden koͤn⸗ nen; daß darunter eben ſo wenig die gerichtliche Verſteigerung verſchuldeter Guͤter, wenn das durch die Verordnung vom 11. Bruͤmaire des J. 7. anbefohlne Verfahren nicht vor dem 1. Januar 1807 durch oͤffentliche Anſchläge eroͤffnet worden iſt, begriſſen ſeyn ſoll. Mit dieſen Appellationen, Arreſtanlegun⸗ gen, Diſtributionen und Anſchlaͤgen faͤngt eigentlich ein neues Verfahren an, welches zu Folge eines fruͤhern beginnt. Die Inſtruction der vor dem erſten Januar 1807 ange⸗ fangenen Rechtsſachen aber ſoll auf jeden Fall in Gemaͤßheit der vor der neuen Proceßordnung Statt gefundenen Vor⸗ ſchriften fortgeſetzt werden. ————— —— — —— 368 LV. Circulaire sur le privilege des deniers publics. LV. C TIR C UL A I R E de S. Fxc. le grand-juge, ministre de la jus- tice, sur le privilége des deniers publics. Du 26 février 1807. Je m'apergois, messieurs, par ma correspondance, que l'on méconnait, dans quelques tribunaux, les pri- * U** vileges que les lois de tous les temps ont accordés aux deniers publics. Son Exc. le ministre des finances m'a adressé méme des plaintes à cet égard. G'est une er- reur grave, qu'il importe d'arréter dans son principe. Ceux qui la partagent se fondent sur ce que le code Ma- poléon, révoquant toutes les lois antérieures, n'a point excepté celles faites en faveur du trésor public; mais ce code ne dit- il pas, article 2098: TLe pyivilege a rai- Son des droits du tresor public, et Fordre dans lequel il e is e ten ei Feerce, Jont— EJ Vn 65 1075 J es concernent⸗ Ou vait-il dire d'une manière plus positive que les lois restaient dans toute leur vigueur! Veillez donc à leur observation, et ne souffrez pas que sous vos Veux on tente d'afaiblir le nerf de l'état, et de tarir les sources de la prospẽritè publique. Note des sciteurs. Voyez ci- après la loi du 5 septembre 1807, relative aux droits du trésor publie sur les bien⸗ des comptables, et l'exposé des motifs présenté par l'ora- teur du Gouvernement. ——— LV. Circularſchr. uͤber die Vorzugsr. der Staatscaſſe. 369 Circularſchreiben Sr. Excellenz des Reichsoberrichters und Juſtizmini⸗ ſters uͤber das Privilegium(Vorzugsrecht) der dem Staate gehoͤrigen Gelder. Vom 2 6. Februar 130 7. Meine Herren, Ich erſehe aus meinem Briefwechſel, daß man in einigen Gerichten die Vorzugsrechte verkennt, welche zu jeder Zeit den dem Staate gehoͤrigen Geldern durch die Geſetze zugeſichert waren. Se. Exc. der Finanzminiſter, hat bey mir ſelbſt Beſchwerde daruͤber gefuͤhrt. Dieſen großen Fehler muͤſſen wir angelegentlichſt im Keime erſticken. Die⸗ jenigen, welche ſich deſſelben ſchuldig machen, ſtuͤtzen ſich dar⸗ auf, daß das Geſetzbuch Napoleons alle aͤltere Geſetze wider⸗ rufe, und zu Gunſten der Staatscaſſe keine Ausnahme ge⸗ macht hat. Aber ſagt dieſes Geſetzbuch nicht im 2c98. Artikel ausdruͤcklich:„das Vorzugsrecht der Staatscaſſe, „und die Reihe, in welcher es unter den uͤbrigen „Glaͤubigern eintritt, iſt durch beſondre uͤber die⸗ „ſen Gegenſtand vorhandene Geſetze beſtimmt?“ Konnte es wohl auf eine beſtimmtere Art ſagen, daß dieſe Geſetze ihre volle Kraft behalten ſollen? Wachen Sie alſo, M. H., uͤber die Beobachtung derſelben, und laſſen Sie nicht geſchehen, daß man unter ihren Augen den Verſuch ma⸗ che, die Nerven des Staats zu laͤhmen, und die Quellen des oͤffentlichen Wohlſtandes zu verſtopfen.*) *) Man ſehe unten Nr. LXXIII. das Geſetz vom. Sept. 1807 uͤber die Rechte der Staatscaſſe auf das Vermoͤgen der Rechnungsbeamten. Supplem. z. Geſetzb. Nap. Aa ——— —— ——— — — 370 LVI. Circulaire sur les successions vacantes. LVI. CIRCULAIRE de S. Fxc. le grand- juge, ministre de la jus- tice, interprétative de celle du 3 juillet 806, relative aux successions vacantes. Du 26 mars 1807. Ia circulaire que je vous ai adressée le B juillet dernier, messieurs, renferme une énonciation qui parait . avoir donné lieu à quelques erreurs. — IIy est dit que le versement des deniers provenant des successions vacantes doit étre fait par les curateurs entre les mains du receveur du lieu de Pouverture de la succession; et plusieurs tribunaux ont pensé que ces expressions indiquaient clairement le receveur du lieu dans lequel le défunt avait son domicile. Il resulte des observations qui mi'ont étè adressées à ce sujet par M. le conseiller d'stat directeur de la régie, que le receveur placé près le tribunal de première ins⸗ tance dans l'arrondissement duquel la succession est ou- verte, est le seul qui puisse étre chargé de toutes les — — 5 recettes et dépenses qui la concernent. 4 Je vous charge, en conscquence, de veiller à ce que tous les deniers provenant des successions vacantes 4 qui s'ouvriront dans votre ressort, scient verses à Pa- 3 venir dans la caisse de ce receveur. Vous aurez soin de communiquer cette lettre à votre tribunal, et vous m'en accuserez la réception.! let nt urs † ces LVI. Circularſchr. die offenſteh. Erbſchaften betreffenb. 371 LVI. Circularſchreiben Sr. Excellenz des Reichsoberrichters und Juſtizmini⸗ ſters zur Erklaͤrung des unterm 8. July 18c6. uͤber die offenſtehenden Erbſchaften erlaſſenen. Vom 26. März 1807. Das Circularſchreiben, welches ich unter dem letztverwi⸗ chenen 8. July an Sie, meine Herren, erlaſſen habe, ent⸗ haͤlt einen Ausdruck, der zu einigen Irrthuͤmern Anlaß gege⸗ ben zu haben ſcheint. Es heißt darin: die Ablieferung der aus offenſtehenden Erbſchaften herkommenden Summen ſoll von den Curatoren der Erbmaſſe, an den Steuereinnehmer des Orts, wo der Erbanfall erfolgt, geſchehen, und einige Gerichtshoͤfe haben geglaubt, unter dieſem Ausdrucke ſey der Steuerbeamte des Orts zu verſtehen, an welchem der Verſtorbene ſeinen Wohn⸗ ſitz hatte. Aus den mir uͤber dieſen Punkt von dem Herrn Staats⸗ rathe und Director der Regie mitgetheilten Bemerkungen er— giebt ſich, daß der bey den Gerichten erſter Inſtanz, in deren Bezirk die Erbſchaft eroͤffnet wird, angeſtellte Steuerbeamte der Einzige ſey, welchem alle dieſe Erbſchaften angehende Einnahmen und Ausgaben zu uͤberlaſſen ſind. Ich ertheile Ihnen alſo hiermit den Befehl, dafuͤr zu ſorgen, daß in Zukunft alle, aus den in Ihrem Gerichts⸗ ſprengel eroͤffneten vacanten Erbſchaften eingehenden Gelder, in die Caſſe dieſes Steuereinnehmers abgeliefert werden. Sie werden nicht verſaumen, dieſes Schreiben Ihrem Tribunal mitzutheilen, auch mir den Empfang deſſelben zu melden. A a 2 — —— —— — —— ———— LVII. Avis sur la transcr. des actes de mutation. Recevez, messieurs, l'assurance de mes sentimene affectueux. Le grand-juge, ministre de la justice, RnSRtnn. LVII. AVIS DH LA REGIE Sur la nécessité de la transcription des actes de mutation. Avril 1307. Quelques dispositions du code civil des Frangais avaient fait naitre la question de savoir si la vente d'un immeuble suffisait pour arréter le cours des inscriptions sur l'objet vendu, Cest-àdire, si la formalité de la transcription, prescrite par la loi du II brumaire an 7, relative au régime hypothécaire, était toujours néces- à l'abri des hypo- saire pour mettre l'immeuhle aliené theques non inscrites. Loart. 834 du nouveau code de la procédure civile a levé tous les doutes a cet égard: il décide formelle- ment que les titres de creance peuvent etre ihscrits utile⸗ ment apres la vente des immeubles, non Seulement jusqu'au a transcription du cpntrat d'alination, mais Jjour de encore pendant les quinze jours Suiwans. Ce principe se trouve développé avec la plus grande clarté dans le rapport de l'orateur du Gouvernement au corps legislatif: il est fondé sur ce qu'un créancier ne LVII. Gutacht. weg. Eintragung d. Veraͤußerungsurk. 373 Empfangen Sie, M. H., die Verſicherung meiner Ge⸗ wogenheit. Der Reichsoberrichter und 3 Juſtizminiſter ———————— g Gutachten der Regie uͤber die Nothwendigkeit der Eintragung der Veraͤuße⸗ rungsurkunden in die Hypothekenbuͤcher. v. April 1807. Einige Verordnungen des buͤrgerlichen Geſetzbuchs der Franzoſen hatten die Frage veranlaßt; ob der Verkauf eines Grundſtuͤcks hinlaͤnglich ſey, um den Lauf der hypothekariſchen Vormerkungen auf das verkaufte Gut zu hemmen, das heißt, ½ ob die Formalität der Eintragung, welche im Geſetze üͤber 1 das Hypothekenweſen vom 11. Brumaire d. J. 7. vorgeſchrie⸗ ben iſt, allemal nothwendig ſey, um das veraͤußerte Grund⸗ ſtuͤck gegen nicht eingezeichnete(vorgemerkte) Hypotheken zu 4 ſichern. Der 834. Artikel der neuen Civilproceßordnung hat alle Zweifel uͤber dieſen Punkt beſeitigt; er entſcheidet formlich: daß die Schuldverſchreibungen nach dem Ver— . kaufe der Mobilien nicht nur bis zu dem Dage der Eintragung des Veraͤußerungscontracts, ſondern noch binnen den naͤchſtfolgenden vier⸗ ſ zehn Tagen, mit Wirkſamkeit eingezeichnet wer⸗ den können. 1 — e Dieſen Grundſatz finden wir mit der groͤßten Klarheit u in dem Vortrage des Redners der Regierung an das geſetzge⸗ bende Corps entwickelt. Er gruͤndet ſich darauf, daß ein 374 LVII. Avis sur la transcr. des actes de mutation. peut perdre son hypothèque et les droits en résultant, par le seul fait de son débiteur vendant à son insu, et que le créancier doit étre mis en demeure par un acte ayant une grande publicité, c'est-à-dire par la trans- cription. Ainsi Pacquéreur ns peut opposer aux créanciers de son vendeur la date seule de son contrat d'acquisition, comme antérieure à toute inscription; il faut qu'il ait fait transcrire, et qu'il se soit écoulé quinse jours après la transcription, pour que les créances qui n'auraient pas été insorites ne puissent plus l'étre à son préju⸗ dice, et pour qu'elles ne puissent conséquemment affec- ter son nouvel immeuble; d'ou il faut conclure qu'un acquéreur compromettrait évidemment sa süreté, s'l se dispensait de faire transcrire, sous prétexte qu'il aurait reconnu qu'il n'existait pas d'inscriptions prises contre son vendeur, au moment de son acquisition. Ce n'est pas seulement à l'acquéreur que la for- malité de la transcription est nécessaire; elle est parti- culierement utile au vendeur, puisque sans elle il ne peut ẽtre formé d'inscription d'office à son profit, seul moyen de lui assurer avec privilege le paiement du prix, et l'exécution, par l'acquéreur, des autres conditions de la vente.( Moniteur du 21 avril 1307.) LVII. Gutacht. weg. Eintragung d. Veraͤußerungsurk. 375 Gläubiger ſeine Hypothek und die daraus entſtehenden Rechte nicht durch den bloßen Umſtand verlieren kann, daß ſein Schuldner, ohne ſein Vorwiſſen, das verhypothecirte Gut veraͤußert, und daß der Glaͤubiger durch eine mit ſo großer Publicität verbundene Handlung, als die Eintragung des Kaufs(in die Hypothekenbuͤcher iſt), in Verzug geſetzt wer⸗ den muß. Der Kaͤufer kann daher den Glaͤubigern des Verkaͤufers nicht entgegenſetzen, das Datum ſeines Kaufcontracts ſey älter, als alle Einzeichnungen der Hypotheken; er muß ſeinen Kaufcontract eintragen laſſen; und nach der Eintragung muͤſ⸗ ſen vierzehn Tage verfloſſen ſeyn, wenn die nicht vorgemerkten hypothekariſchen Foderungen nicht zu ſeinem Nachtheile ſollen eingezeichnet werden koͤnnen und dann auf ſeinem erworbenen Grundſtucke haften ſollen; hieraus iſt der Schluß zu ziehen, daß ein Käufer offenbar ſeine Sicherheit gefaͤhrden wuͤrde, wenn er die Eintragung zu ſuchen unterlaſſen wollte, und zwar unter dem Vorwande, er habe geſehen, daß in dem Au⸗ genblicke des geſchloſſenen Kaufs keine Foderung an ſeinen Verkaͤufer in den Hypothekenbuͤchern vorgemerkt ſey. Aber nicht nur in Anſehung des Kaͤufers iſt die Forma⸗ litaͤt der Eintragung(des Vertrags ins Hypothekenbuch) er— foderlich. Sie iſt noch außerdem dem Verkaͤufer vortheilhaft, weil ohne ſie von Amtswegen keine Vormerkung im Hypothe— kenbuche zu ſeinem Beſten Statt finden kann, da dieſe doch das einzige Mittel iſt, ihm die Zahlung der Kaufgelder, und die Erfuͤllung der uͤbrigen vom Kaͤufer zu beobachtenden Kaufsbedingungen durch ein Vorzugsrecht zu ſichern. — ————— 376 LVIII. Avis sur les significations d'exploits. LVIII. AVIS DU CONSEII. DETAT, Sur les significations d'exploits que peuvent faire les gardes généraux et particuliers des foréts. (Bulletin des Lois, nr. 148.— Dépöt des Lois, nr. 448.) Le conseil d'état, qui, d'après le renvoi ordonné par 8. M. IEmpereur et Roi, a entendu le rapport des sections de législation et des finances sur celui du grand- juge, ministre de la justice, tendant à faire décider si les gardes généraux et particdliers des foréts ont le droit de faire les significations de leurs procks⸗verbaux, de citer et assigner en justice, et de signifier les juge- mens intervenus en matière de bois et foréts; Considérant que l'article 4 du titre I15 de la loi du 29 décembre I1791 sur l'organisation forestiere, porte que Pordonnance de 1669 et les autres rèéglemens en vigueur continueront à étre exécutés en tout ce à quoi il n'est pas dérogs; Que l'art. 4 du titre X de cette ordonnance porte que les gardes généraux des eaux et foréts feront tous actes et exploits, pour raisons desdites eaux et foréts; Oue Part. 15, en déclarant que les sergens géné⸗ raux et gardes, c'est-àdire, les gardes généraus et particuliers, ne pourront faire aucuns exploits que ceux LVIII. Gutacht. uͤb. Inſin. d. Zufert. durch d. Forſtaufſ. 377 LVIII. Gutachten des Staatsraths uber die Inſinuationen der Zufertigungen, zu welchen die allgemeinen und beſondern Forſtaufſeher berech⸗ tigt ſind. m (Bulletin des Lois, nr. 148.— Dépöt des Lois nr. 448.) Nachdem der Staatsrath, an welchen die Sache auf Be⸗ fehl Sr. Majeſtaͤt des Kaiſers und Koͤnigs verwieſen worden iſt, den Bericht der Sectionen der Geſetgebung und der Fi⸗ nanzen uͤber den Vortrag des Reichsoberrichters und Juſtiz⸗ miniſters vernommen hat, welcher die Entſcheidung der Frage betrifft: ob die allgemeinen oder beſondern Forſtaufſeher das Recht haben, ihre Protocoile zu inſinuiren, vor Gericht zu laden und die in Holz-und Forſtſachen geſprochenen Urthel zu inſinuiren; und in Erwaͤgung, daß der 4. Artikel des 15. Titels im Geſetze vom 29. December 1707 uͤber die Organiſation des Forſtweſens ausdruͤcklich beſagt:„die Verordnung von 1669 „und die uͤbrigen beſtehenden Reglements ſollen fernerhin in „allem, was nicht abgeaͤndert iſt, guͤltig ſeyn;“ daß, zu Folge des 4. Artikels des 10. Titels dieſer Ver⸗ ordnung, die allgemeinen Aufſeher uͤber Gewaͤſſer und Wal⸗ dungen alle gerichtliche Handlungen und Geſchaͤfte in Bezie⸗ hung auf dieſe Gewaͤſſer und Waldungen verrichten ſollen; daß, indem der 15. Artikel erklaͤrt, daß die Generaiſer⸗ geanten und die Waͤchter, das iſt, die Ober-und Unteraufſe⸗ her uͤber Gewaͤſſer, Forſten und Gehaͤge, nur die ſich auf dieſen ihren Dienſt beziehenden Inſinuationsgeſchäfte und 378 LVIII. Avis sur les significations d'exploits. des eaux et foréts et chasses, leur donne le droit de faire les exploits relatifs à leurs fonctions. Que ces dispositions ne sont abrogées par aucune loi nouvelle; Oue la faculté laisséce aux gardes généraux et par- ticuliers des foréts nationales et domaniales, de signi- ſier leurs proces-verbaux, d'ajourner et de signiſier les jugemens, est propre à accélérer la répression des dé- lits, en facilitant les poursuites, et que d'un autre cötèé, elle concourt au but de la loi du 5 pluviose an 13, qui est de diminuer les frais; Est d'avis que les gardes généraux et particuliers des foréts peuvent, conforinément ↄux art. 4 et 15 du litre X de l'ordonnance de 1669, faire toute signification d'exploits en matiere de bois et foréts, sans pouvoir neanmoins procéeder aux saisies et exécutions à faire en force de jugemens, lesquelles doivent appartenir ex- clusivement aux huissiers des tiibunaux. w LVIII. Gutacht. uͤb. Inſin. d. Zufert. durch d. Forſtaufſ. 379 keine andern verrichten ſollen, ihnen eben dadurch das Recht ertheilt wird, die auf ihr Amt Bezug habenden Inſinuatio⸗ nen zu verrichten; daß dieſe Verfuͤgungen durch kein neueres Geſetz abge⸗ ſchafft ſind; daß das den General- und Specialaufſehern der Natio⸗ nal⸗ und Domanialwaldungen gelaſſene Befugniß, ihre Pro⸗ tocolle zu inſinuiren, vor Gericht zu laden und geſprochene Urthel zu inſinuiren, dazu dient, den Vergehungen auf das ſchleunigſte Einhalt zu thun, weil dadurch das gerichtliche Verfahren erleichtert wird; und daß ſolches von der andern Seite dem Zwecke des Geſetzes vom 5. Pluvioſe des J. 13., welches die Verminderung der Gerichtskoſten zum Gegenſtande hat, entſpricht: ſo geht ſein Gutachten dahin: daß die General-und Specialforſtaufſeher, zu Folge des 4. und 15. Artikels im 10. Titel der Verordnung von 1669 in Sachen, welche das Forſtweſen betreffen, alle Arten der Inſinnationen verrichten koͤnnen; dagegen aber ſich nie Arreſtanlegung, Verhaftneh⸗ mung und Execution der geſprochenen Urthel anmaaßen ſollen, indem dieſe Handlungen lediglich den Gerichtsboten der Tri— bunale zukommen. LIX. M E 8 6 A 6G P de sa Majesté au Sénat, annongant qu'il con- fére à 8. Exc. le maréchal Lefebvre le duché de Dantzick. Narorxod, par la grace de Dieu et les constitu- tions de la république, Empereur des Frangais; a tous présens et à venir, salut. Voulant donner à notre cousin le maréchal et séna- teur Lefebvre un témoignage de notre bienveillance pour Pattachement et la fidélité qu'il nous a toujours montres, et reconnaitre les services éminens qu'il nous a rendus le premier jour de notre règne, qu'il n'a cess6 de nous rendre depuis, et auxquels il vient d'ajouter encore un nouvel éclat par la prise de la ville de Dant- zick; desirant de plus consacrer par un titre spécial le souvenit de cette circonstance mémorable et glorieuse, nous avons résolu de lui conférer, et nous lui confé- rons par les présentes, le titre de duc de Dantzick, avec une dotation en domaines situes dans l'intérieur de nos états. Nous entendons que ledit duché de Dantzick soit possdẽ par notre cousin le maréchal et senateur Lefebvre, ct transmis héréditairement à ses enfans mäles, lẽgiti- mes et naturels, par ordre de primogéniture, pour en jouir en toute propriété, aus charges et conditions et avec les droits, titres, honneurs et prérogatives atta- chés aus duchés par les constitutions de'Empire; nous réservant, si sa descendance masculine, légitime et na- turelle venait à s'éteindre, ce que Dieu ne veuille, de 330 LIN. Message au Sén. touch. le Duché de Dantzick. — 9 „—— LX. Botſchaft an d. Senat d. Herzogth. Danzig betr. 381 LIX. Botſchaft Sr. Majeſtät des Kaiſers an den Senat, daß Er Sr. Excellenz dem Marſchall Lefebvre den Titel eines Herzogs von Danzig ertheilt habe. Vom 28. May 1307. Napoleon, von Gottes Gnaden und durch die Conſtitu⸗ tionen der Republik Kaiſer der Franzoſen, entbietet allen Zeit⸗ genoſſen und Nachkommen Seinen Gruß. Da Wir Unſerm Vetter, dem Marſchall und Senator Lefebvre wegen ſeiner Uns von jeher bewieſenen Anhaͤng⸗ lichkeit und Treue einen Beweis Unſerer Gnade geben, und die ausgezeichneten Dienſte belohnen wollen, die er Uns am erſten Tage Unſerer Regierung und ſeitdem unaufhörlich ge⸗ leiſtet, und welchen er ſo eben durch Eroberung der Stadt Danzig einen neuen Glanz gegeben hat; Wir auch uͤberdem durch einen beſondern Titel das Andenken dieſer merkwuͤrdigen und ruhmvollen Begebenheit zu verewigen wuͤnſchen: ſo haben Wir beſchloſſen, ihm den Titel eines Herzogs von Danzig zu ertheilen, und ertheilen ihm ſolchen durch Gegenwaärtiges, nebſt einer Dotation von im Innern Unſerer Staaten liegen⸗ den Laͤndereyen. Hierbey iſt Unſer Wille, daß Unſer Vetter, der Mar⸗ ſchall und Senator Lefebvre, das genannte Herzogthum Danzig erblich beſitze, und daß es eben ſo auf ſeine rechtmaͤ⸗ ßigen und leiblichen Kinder maͤnnlichen Geſchlechts, nach der Ordnung der Erſtgeburt mit vollem Genuſſe des Eigenthums⸗ rechts uͤbergehe, unter den Oblaſten, Bedingungen und Clau⸗ ſeln, und mit den Rechten, Titeln, Auszeichnungen und Vorrechten, welche, kraft der Reichsconſtitutionen mit den Herzogthuͤmern verbunden ſind; Wobey Wir Uns vorbehalten, 382 LIX. Messagerau Sén. touch. le Puché de Dantzick. transmettre ledit duché, à notre choix, et ainsi qu'il sera jugé convenable pour nous ou nos successeurs, pour le bien de nos peuples et l'intérét de notre cou- ronne. Nous ordonnons que les présentes léttres patentes scient communiquées au sénat, pour étre transorites sur ses registres. Ordonnons pareillement qu'aussitöt que la dotation définitive du duché de Dantzick aura été revétue de notre approbation, I'état détaillé des biens dont elle se trouvera composée, scit, en exécution des ordres don- nés à cet effet par notre ministre de la justice, inscrit au greffe de la cour d'appel dans le ressort de laquelle Phabitation principale du duché sera située, et que la méme inscription ait lieu au bureau des hypotheques des arrondissemens respectifs, afin que la condition desdits biens, résultant des dispositions du sénatus con- sulte du I14 aoüt 1806, soit généralement reconnue, et que personne ne puisse en prétendre cause d'igno- rance.( Voyer ci-dessus le Senatus- consulte.) — — LIX. Botſchaft an d. Senat d. Herzogth. Danzig betr. 383 dafern, was Gott verhuͤte! ſeine maͤnnliche, rechtmäßige und leibliche Nachkommenſchaft erloͤſchen ſollte, gedachtes Herzog⸗ thum nach Unſerer Wahl, und ſo wie Wir oder Unſere Nach⸗ folger es dem Wohl Unſerer Voͤlker und dem Intereſſe Unſe⸗ rer Krone angemeſſen erachten werden, anderweit zu vergeben. Wir befehlen hiermit, daß gegenwaͤrtiger offene Brief dem Senat mitgetheilt werde, damit ſolcher ihn in ſeine Regiſter eintrage. Befehlen gleichfalls, daß ſobald die endliche Dotation des Herzogthums Danzig Unſere kaiſerliche Genehmigung er⸗ halten haben wird, der genaue Anſchlag der Guͤter, aus denen ſie beſtehen ſoll, in Gemäßheit der von Unſerm Juſtiz⸗ miniſter deßhalb gegebenen Befehle, in der Canzley des Ap⸗ pellationsgerichts, in deſſen Sprengel die Hauptbeſitzung des Herzogthums liegen wird, eingeſchrieben werde, und daß eine gleiche Einzeichnung bey dem Hypothekenamte der Bezirke, worin ſie belegen ſind, vor ſich gehe, damit die aus den Verfuͤgungen des Senatusconſults vom 14. Auguſt 18c6. ſich ergebende Beſtimmung dieſer Guͤter allgemein bekannt werde und ſich daher niemand mit Unwiſſenheit entſchuldigen konne. (Man ſ. oben das Senatusconſult unter Nr. XLIX.) ——— —— — 2 364 LX. Avis sur hes hypotheques légales. avIS DU CONSEII. DKETAT sur les moyens de prévenir les difficultés en matiere d'hypothéques légales indépendantes Ade l'inscription(Séance du 9 mai 1307). De notre camp imp. de Dantzick, le premier juin 1807. (Bulletin des Lois, ur. 147.— Dépöt des Lois, nr. 4450) Le conseil d'etat, qui, d'après le renvoi ordonnè par sà Majesté, a entendu le rapport des sections des Hinances et de législation, sur celui du ministre du tré- sor public concernant les moyens de prévenir les dif- ficultés qui s'éleyent en matiere d'bypotheques légales existantes indépendamment de leinscription; Considérant que les art. 2198, 2154 et 2195 du code Napoléon ont tracè les règles à suivre pour pur- ger les hypotheques Iégales des femmes et des mineurs et interdits, existantes indépendamment de Finscription; Que T'article 2194 esige que Pacte de dépöt au greffe du contrat translatif de propriété, soit signifié tant à la femme et au subrogé tuteur, qu'au procureur impérial près le tribunal de'arrondissement ou les biens sont situes, Que Pexécution de cette disposition est possible toutes les fois que le subrogé tuteur et la femme, ou ceux qui la représentent, sont connus; LX. Gutacht. uͤber d. Einzeichn. d. geſetzl. Hypotheken. 385 TXK. Gutachten des Staatsraths uͤber die Mittel, den Schwierigkeiten vorzubeugen, welche in Anſehung derjenigen geſetzlichen Hypotheken entſtehen koͤnnen, die der Vormerkung in den Hypo⸗ thekenbuͤchern nicht beduͤrfen. Gegeben in Unſerm kaiſerlichen Lager vor Danzig, den 1. Jun. 1807. (Bulletin des Lois Nr. 147.— Dépöt des Lois Vr. 446.) Nachdem der Staatsrath, an welchen die Sache auf Be⸗ fehl Sr. Kaiſerl. Majeſtaͤt verwieſen worden iſt, den Bericht der Finanz- und Geſetzgebungsſection uͤber den Vortrag des Miniſters des oͤffentlichen Schatzes angehoͤrt hat, welcher die Mittel betrifft, den Streitigkeiten vorzubeugen, welche in Anſehung der der Einzeichnung nicht unterworfenen geſetzlichen Hypotheken entſtehen koͤnnen; auch in Erwaͤgung gezogen hat, daß im 2793. 2104. und 2195. Artikel in Napoleons Geſetzbuche die Regeln vorgeſchrie⸗ ben ſind, welche man zu beobachten hat, um die der Einzeich⸗ nung nicht unterworfenen geſetzlichen Hypotheken der Ehe⸗ frauen, Minderjaͤhrigen und Interdicirten zu loͤſchen; daß der 2104. Artikel verordnet, das Protocoll uͤber die gerichtliche Niederlegung der Veraͤußerungsurkunde ſolle ſo⸗ wohl der Wittwe und dem Nebenvormunde, als dem kaiſerli⸗ chen Anwalde bey dem Gerichtshofe, in deſſen Gerichtsſpren⸗ gel die Guͤter gelegen ſind, inſinuirt werden; daß die Befolgung dieſer Verordnung dann moͤglich iſt, wenn der Nebenvormund und die Ehegattin, oder diejenigen, die ſie vertreten, bekannt ſind; Supplem. z. Geſetzb. Nap.. Bb 386 LX. Avis sur les hypothèeques légales. Mais qu'il arrive souvent qu'ils ne le sont pas, et que les acquéreurs sont alors forcés de se borner à faire la signification au procureur impérial seuhement; Qu'il convient, dans cet état de choses, de recou- rir pour havenir aux moyens indiqués par le code Na- poléon et par le code de Procédure, lorsqu'il s'agit d'a- vertir les parties qui peuvent a voir des intéréts; Est d'avis, premierement, que lorsque, soit la fem- me ou ceux qui la représentent, soit le subrogé tuteur, ne seront pas connus de Pacquéreur, il sera nécessaire, et il suffira, pour remplacer la signification qui doit leur étre faite aux termes dudit art. 2194, en premier lieu, que dans la signification à faire au procureur im- périal, l''acquéreur déclare que ceux du chef desquels il pourrait ẽtre formé des inscriptions pour raison d'hy- potheques légales existantes indépendamment de P'ins- cription, n'étant pas connus, il fera publier la susdite signification dans les formes prescrites par l'art. 683 du code de Procédure civile; en second lieu, que le sus- dit acquéreur fasse cette publication dans lesdites for- mes de Tarticle 663 du code de Procédure civile, ou que, s'il n'y avait pas de journal dans le département, Pacquéreur se fasse délivrer par le procureur impérial un certificat portant qu'il n'en existe pas; Secondement, que le delai de deux mois fixé par Part. 2194 du code Napoléon, pour prendre inscription qu chef des femmes et des mineurs et interdits, ne devra courir que du jour de la publication faite aux termes du susdit art. 683 du code de Procédure civile, ou du jour de la délivrance du certificat du procureur impérial, portant qu'il n'existe pas de journal dans le departement. — — LX. Gutacht. uͤber d. Einzeichn. d. geſetzl. Hypothelen. 387 daß aber oft der Fall eintritt, daß ſie es nicht ſind, und daß die Kaͤufer ſich dann genoͤthigt ſehen, es bloß bey der Anzeige an den kaiſerlichen Anwald bewenden zu laſſen; daß es, bey ſo bewandten Umſtaͤnden, rathſam iſt, kuͤnf⸗ tig zu den in Napoleons Geſetzbuche und in der Civilproceß⸗ ordnung angegebenen Mitteln ſeine Zuflucht zu nehmen, wenn es darum zu thun iſt, Perſonen, welche ein Intereſſe dabey haben koͤnnen, zu benachrichtigen: ſo geht ſein Gutachten dahin, zum Erſten, daß, wenn entweder die Frau, oder die ſie vertretenden Perſonen, oder der Nebenvormund dem Kaͤufer unbekannt ſind, es nothwen— dig, aber auch hinlaͤnglich ſeyn ſolle, um den Mangel der nach den klaren Worten des angefuͤhrten 2104. Artikels, an ſie zu erſtattenden Anzeige zu erſetzen, daß erſtlich der Kaͤufer in der dem kaiſerlichen Anwalde zu erſtattenden Anzeige er⸗ kläre, er werde, da ihm die Perſonen, von Seiten welcher wegen geſetzlicher ohne Einzeichnung beſtehender Hypotheken die Vormerkung etwa geſucht werden koͤnnte, unbekannt ſeyen, die obige Anzeige in der, durch den 683. Artikel der Civil— proceßordnung vorgeſchriebenen Form, thun; fuͤrs Zweyte, daß der oben gedachte Kaͤufer dieſe Bekanntmachung in den erwaͤhnten, durch den 683. Artikel der Civilproceßordnung feſtgeſetzten Formen, wirklich veranſtalte, oder daß derſelbe, wenn in dem Departement keine Zeitung herauskommen ſollte, ſich von dem kaiſerlichen Anwald einen Schein daruͤber aus⸗ ſtellen laſſe, daß keine Zeitung erſcheine. Zweytens, daß die im 2104. Artikel in Napoleons Geſetzbuche anberaumte zweymonatliche Friſt, binnen welcher Frauen, Minderjaͤhrige und Interdicirte Einzeichnungen in das Hypothekenbuch ſuchen koͤnnen, erſt von dem Tage der, in Gemaͤßheit des obenerwaͤhnten 683. Artikels der Civilpro⸗ ceßordnung, erfolgten Bekanntmachung, oder von dem Tage der Ausſtellung eines vom kaiſerlichen Anwald ertheilten At⸗ teſtats, daß keine Zeitung im Departement herauskomme, laufen ſoll. Bb 2 —— ————————— 366 LAI. Avis sur la procedure relative à la régie. LXI. AVIS DU CONSEII. DFTAT, Sur la forme de procéder dans les affaires con- cernant la régie de l'enregistrement et des domaines.(Scance du 12 mai 1607.) De notre camp impérial de Dantzick, le premier juin 1807. (Bulletin des Lois, nr. 147.— Pépöt des Lois, nr. 446.) Le conseil d'état, après avoir entendu la section de législation sur un rapport fait à sa Majesté par le grand- juge, ministre de la justice, ayant pour objet la ques- tion de savoir si Tarticle 1047 du code de Procédure civile, portant abrogation de toutes lois, usages et rè- glemens antérieurs, relatifs à la procédure, doit faire cesser la forme de procéder qui a été précédemment réglee, concernant la régie de l'enregistrement et des domaines; Vu ledit article 1041 du code de Procédure civile, Est d'avis que l'abrogation prononcée par cet arti- cle ne s'applique point aux lois et reglemens concer- nant la forme de procéder relativement a la régie des domaines et de'enregistrement; Le nouveau code de procédure sera desormais la Joi commune. Ainsi, les lois et règlemens généraux qui étaient en vigueur dans les diverses contrées dont'Em- pire Frangais se compose, ont eté et ont dü étre abro⸗ gés. Mais dans les affaires qui intéressent le Gouver- nement, il a toujours été regardé comme nécessaire de LXI. Gutacht. uͤber d. gerichtl. Verfahr. d. Regie betr. 389 LXI. Gutachten des Staatsraths uber das gerichtliche Verfahren bey Sachen, welche die Regie(Verwaltung) der Einregiſtrirungsabgaben und der Domaͤnen betreffen. Aus Unſerm Kaiſerlichen Lager vor Danzig, den 1. Juny 1807. (Bulletin des Lois nr. 147.— Dépöt des Lois nr. 446.) Nachdem der Staatsrath die Geſetzgebungsſection uͤber einen vom Reichsoberrichter und Juſtizminiſter an Se. Ma⸗ jeſtät erſtatteten Bericht vernommen, welcher die Frage be⸗ trifft: Ob durch den 1041. Artikel der Civilproceßordnung, in welchem alle aͤltere, das gerichtliche Verfahren betreffende Ge⸗ ſetze, Gebraͤuche und Verordnungen fuͤr abgeſchafft erklaͤrt ſind, auch das vorher angeordnete gerichtliche Verfahren in Sachen, welche die Regie der Einregiſtrirungsabgabe und der Domai⸗ nen betreffen, abgeſchafft ſey; auch erwaͤhnten 1041. Artikel der Civilproceßordnung er⸗ wogen hat: ſo geht ſein Gutachten dahin: daß die in dieſem Artikel erwähnte Abſchaffung auf diejenigen Geſetze und Verordnun⸗ gen nicht anzuwenden ſey, welche das gerichtliche Verfahren in Sachen der Regie der Domainen und der Einregiſtrirungs⸗ abgabe betreffen. Die neue Civilproceßordnung wird von nun an das ge⸗ meine Recht ausmachen. Daher ſind die bisher in den ver⸗ ſchiedenen Gegenden, aus welchen das franzoſiſche Reich be⸗ ſteht, guͤltigen Geſetze und allgemeinen Verordnungen, abge⸗ ſchafft worden; und mußten es werden. Aber in Sachen, wel⸗ che das Intereſſe der Regierung angehen, iſt es ſtets fuͤr 390 LXII. Avis sur les actes de l'état civil. s'écarter de la loi commune par des lois spéciales, soit en simplifiant la procédure, soit en prescrivant des for- mes diftérentes. Or, on ne trouve dans le nouveau code aucune disposition qui puisse suppléer ou remplacer ces reglemens spéciaux; il y aurait cependant méme néces- sité de les rétablir et de leur rendre la force de loi, si on pouvait supposer qu'ils l'eussent perdue. Mais il ne peut y avoir de doute sur ce que l'abrogation pronon- cé6e por larticle 10 41 n'a eu pour objet que de déclarer qu'il ny aurait desormais qu'une seule loi commune pour la procédure, et que P'on n'a entendu porter au⸗ cune atteinte aus formes de procéder, soit dans les af⸗ faires de la régie de l'enregistrement et des domaines, soit en toute autre matiere pour laquelle il aurait été fait par une loi spéciale exception aun lois générales. LXII. avIS DU CONSEIIL. DETAT., Sur les extraits des registres de l'état civil dé- livrés par les employés des mairies, qualifies de secrétaires.(Séance du 6 juin 1607.) Du 2 Tuillet 18o7. (Bulletin des Lois, nr. 150.— Dépöt des Lois, nr. 4565.) Le conseil d'état, qui a pris connaissance d'un rap- port fait à sa Majesté PEmpereur et Roi par le ministre ot en o Ve ver an ten ihn nit 1 ken eh gel tel i LXII. Gutacht. wegen der Subalternen der Mairien. 397 nothwendig erachtet worden, durch beſondere Geſetze von dem gemeinen Rechte abzuweichen, entweder durch Vereinfachung ¹ des gerichtlichen Verfahrens, oder durch neuvorgeſchriebene) Formen. Nun findet ſich in der neuen Proceßordnung keine 1 Verordnung, welche die Stelle jener beſondern Reglements 3 vertreten oder erſetzen koͤnnte; und dennoch wuͤrde, wenn man annehmen wollte, daß ſie ihre geſetzliche Kraft verloren hat⸗ . ten, die Nothwendigkeit eintreten, ſie wiederherzuſtellen und ihnen aufs neue Geſetzeskraft zu ertheilen. Es kann aber gar nicht zweifelhaft ſeyn, daß die durch den 1041. Artikel erklaͤrte Abſchaffung keinen andern Zweck gehabt habe, als zu erklä⸗ ren, daß von nun an in Anſehung des gerichtlichen Verfah⸗ rens nur Ein gemeines Recht gelten ſolle; und daß man nicht gemeint geweſen ſey, den Formen des gerichtlichen Verfah⸗ rens weder in Sachen, welche die Einregiſtrirungsabgabe und die Domainen betreffen, noch in irgend einer andern Ange⸗ legenheit, in Anſehung welcher ein beſonderes Geſetz Ausnah⸗ men vom gemeinen Rechte feſtgeſetzt haben duͤrfte, den min⸗ deſten Abbruch zu thun. LXII. Gutachten des Staatsraths uͤber die von den Subalternen der Mairien, welche ſich den Secretairstitel beylegen, ausgefertigten Aus⸗ zuͤge aus den Civilſtandsliſten.(Sitzung vom 6. Juny 1807.) vom 2. July 1807. (Bulletin des Lois, nr. 160.— Dépöt des Lois, nr. 455.) Der Staatsrath hat, nach erfolgter Einſicht eines Sr. Majeſtaͤt dem Kaiſer und Koͤnige von dem Miniſter des In⸗ 3 392 LXII. Avis sur les actes de l'état civil. de l'intérieur, et par lequel ce ministre demande que le conseil d'état prononce sur la validité des extraits des registres de l'état civil et des actes de mairie déli- vrés et certifiés par des employes des mairies, qualifiés de ecretaires; Considérant, 10. que la loi du 28 pluviose an 8 n'a point recréé les secrétaires des administrations mu- nicipales supprimées, ni donné de signature publique à aucun des employes des mairies actuelles, et que con⸗ scquemment ces employés ne peuvent rendre authen- tiques aucun acte, aucune expédition ni aucun extrait des actes des autorités, parce qu'il est de principe que personne n'a de caractère public qu'autant que la loi le lui a conferé; 20. Que néanmoins et depuis la loi du 28 pluviose, il a été délivré un grand nombre d'extraits des regis- tres de l'état civil, sous le certificat et la signature d'employeés qui se qualifient de gecrétaires ou de Secré- taires genérau de mairie; que plusieurs de ces actes ont été regus en justice, et ont servi de base ou de pieces justificatives à des jugemens ou à des procédu- res non terminés, qui seraient dans le cas d'étre recom- mencées, si ces extraits n'étaient pas admis comme authentiques; 30. Que ces extraits ont été delivrés par ces em- ployes et regus par les parties avec bonne foi de part et d'autre; de la part des employés, qui ont pu con- clure de quelques actes du Gouvernement qu'on leur reconnaissait un caractère public; de la part des par- ties, qui pouvaient d'autant moins reconnaitre l'erreur commune, que la très-grande majorité de ces extraits ont été légalises, soit par les presidens des tribunaux de premiere instance depuis la loi du 20 ventose an 11, scit antérieurement par les préfets des départemens, ou 1LXII. Gutacht. wegen der Subalternen der Mairien. 393 nern vorgelegten Berichts, in welchem letztrer darauf antraͤgt, daß der Staatsrath uͤber die Guͤltigkeit der von den Subal⸗ ternen der Mairien, die ſich den Secretairstitel! anmaßen, ausgefertigten Auszüge aus den Civilſtandsliſten und den Pro⸗ tocollen der Mairien entſcheiden ſolle; und dabey in Erwägung gezogen hat, 1) daß das Geſetz vom 28. Pluvioſe des J. 8. keinesweges die Secretairs der abgeſchafften Municipalverwaltungen wiederhergeſtellt, noch auch der Unterſchrift irgend eines Subalternen der jetztbeſte⸗ henden Mairien eine oͤffentliche Kraft beygelegt hat, daß folg⸗ lich dieſe Subalternen keine Ausfertigung oder Abſchrift der vey den Behoͤrden niedergelegten urkunden beglaubigen koͤn⸗ nen, wegen des Rechtsgrundſatzes, daß ein jeder nur ſoweit einen öffentlichen Charakter beſitzt, als das Geſctz ihm denſel⸗ ben beygelegt hat; 2) daß gleichwohl, und zwar ſeit dem Geſetze vom 28. Pluvioſe, eine Menge Auszuͤge aus den Civilſtandsliſten un⸗ ter Beglaubigung und Unterſchrift derjenigen Subalternen ausgefertigt worden ſind, die ſich den Titel Secretairs und Generalſecretairs der Mairie anmaſſen; daß meh⸗ rere dergleichen Ausfertigungen gerichtlich angenommen, und bey Urtheln oder noch unbeendigtem Verfahren zum Grunde gelegt worden ſind, welche alle aufs neue angefangen werden muͤßten, wenn jene Abſchriften nicht als authentiſch zugelaſſen würden; 3) daß jene Abſchriften von erwähnten Unterbeamten in redlicher Meinung ausgeſtellt, und eben ſo von den Par⸗ theyen wechſelſeitig angenommen worden ſind; von Seiten der Officianten, weil ſie aus einigen Handlungen der Regie⸗ rung den Schluß ziehen konnten, daß man ihnen einen oͤffent⸗ lichen Charakter zugeſtehe; von Seiten der Partheyen, weil ſie des gemeinen Jrrthums um ſo weniger inne werden konnten, da die bey weitem groͤßte Mehrheit dieſer Abſchriften, entwe⸗ der von den Praͤſidenten der Gerichtshoͤfe erſter Inſtanz ſeit dem Geſetze vom 20. Ventoſe des J. II. oder vorher von den Departementspraͤſecten, oder von andern Beamten, die in Ab⸗ 394 LXII. Avis sur les actes de l'état civil. par les autres fonctionnaires qui les remplagaient en cas d'absence ou d'empéchement; 40. Et qu'enfin de tout temps, et dans toutes les législations, l'erreur commune et la bonne foi ont suffi pour couvrir, dans les actes et mẽme dans les jugemens, des irrégularités que les parties n'avaient pu ni prévs- nir ni empécher; Est d'avis, 10. Que tous les extraits des registres des actes de l'état civil délivrés depuis la loi du 28 plu- viose an 8, sous le certificat et la signature des employes dits Secrétaires ou secrétaires générau de mairie, jus⸗ qu'au jour de la publication du présent avis, doivent étre considérés comme authentiques, si cette signature a été, avant cette dernière époque, légalisée soit par les maires et les préfets de département avant la loi du soit depuis par les présidens des ou par les fonction⸗- 20 ventose an II, mibunaux de première instance, naires publics qui remplissaient momentanément les Lonctions des uns et des autres, sauf les inscriptions en faux en cas de droits; 20. Que le ministre de l'intérieur doit rappeler de nouveau, par une instruction, que les employés des mairies qui se qualifient de Secretaires et de Secrétaires générau, n'ont point de caractère public; qu'ils ne peuvent rendre authentiques aucun acte, aucune exps- dition ni aucun extrait des actes des autorités; que notamment les extraits des actes de Fétat civil ne peu- vent étre délivrés que par le fonctionnaire public dépo- sitaire des registres: 30. Et qu'en général, et pour prévenir toute équi- voque à pavenir, le ministre doit rappeler aux maires que, dans les actes ou l'administrateur est le seul res- ponsable, s4 signature seule est nécessaire, et qu'il ne doit point y en ẽtre apposè d'autres. LXII. Gutacht. wegen der Subalternen der Mairien. 395 weſenheit oder Verhinderungsfalle deren Stelle vertraten, lega⸗ liſirt worden iſt; 40 daß endlich zu jeder Zeit und nach allen Geſetzgebun⸗ gen der allgemein herrſchende Irrthum und die redliche Mei⸗ nung hinreichend geweſen ſind, in Urkunden und ſelbſt in Ur— theln ſolche Unregelmaͤßigkeiten zu decken, welche die Par⸗ theyen weder verhuͤten noch verhindern konnten: ſo geht ſein Gutachten dahin, 1) daß alle Auszuͤge aus Civilſtandsliſten, welche ſeit dem Geſetze vom 28. Pluvioſe d. J. g. unter Beglaubigung und Unterſchriſt der Officianten, die ſich Secretairs und Generalſecretairs der Mai⸗ rien nennen, bis zu dem Tage der Bekanntmachung des gegen⸗ waͤrtigen Gutachtens, ausgeſtellt worden ſind, als authentiſch anzuſehen ſeyn ſollen, wenn dieſe Unterſchrift vor dem ſo eben angegebenen letztern Zeitpunkte legaliſirt worden iſt; und zwar, entweder von den Maires und Departementspraͤfecten vor dem Geſetze vom 20. Ventoſe des J. I1. oder ſeit dieſer Zeit von den Praͤſidenten der Tribunale erſter Inſtanz oder den oͤffentlichen Beamten, welche die Geſchaͤfte beyder auf einige Zeit verſehen, jedoch mit Vorbehalt der enceptionis falsi, wo ſolche Statt findet; 2) daß der Miniſter des Innern aufs neue in Erinne⸗ rung zu bringen habe, daß die Unterbeamten der Mairien, die ſich den Titel Secretairs und Generalſecretairs beylegen, keinen offentlich anerkannten Charakter haben, keine urkunde, keine Ausfertigung und keinen Auszug aus den Protocollen der öſſentlichen Behoͤrden beglaubigen koͤnnen; daß namentlich die Abſchriften der Civilſtandsurkunden nur von dem öffentlichen Beamten, der die Civilſtandsliſten in Ver⸗ wahrung hat, ausgefertigt werden duͤrfen; 3) daß uͤberhaupt, und um fuͤr die Zukunft jede Mißden⸗ tung zu verhuͤten, der Miniſter den Maires erinnerlich ma— chen muͤſſe, daß bey oͤffentlichen Urkunden, wo der Verwal⸗ tungsbeamte allein verantwortlich iſt, ſeine alleinige Unter⸗ ſchriſt erfoderlich ſey und keine andere beygeſetzt werden duͤrſe. 396 LXIII. Décret sur la liste civile, LXIII. DEFCRET IMPERIA. Sur Pinstruction des affaires concernant 1a liste civile. De notre camp impérial de Koenisberg, le 12 juillet 1807. (Bulletin des Lois, no. 162.— Peépöt des Lois, no. 466). Art. 1. Tintendant général de notre maison re⸗ mettra au grand-juge le rapport et les pieces à Tappui dans les affaires concernant notre liste civile, que nous aurons renvoyées à notre conseil d'état, et sur lesquel- les il sera statué suivant les formes prescrites dans le titre 4 du décret du Ix juin 1806. 2 Le grand juge fera donner, dans la forme admi- nistrative, avis aus parties jutéressées, de la remise à lui faite des mémoires et pieces fournies par lintendant genéral de notre maison, afin qu'elles puissent en prendre communication dans la forme prescrite aux articles 8 et 9 du décret du 22 juillet 1806. 3. Lorsque, dans les affaires ou la liste civile a des intéréts opposes à ceux d'une partie, Pinstance est introduite à la requéte de cette partie, ses requétes et les pibces à l'appui seront déposées au secrétariat géne- ral du conseil d'état, avec un inventaire, dont il sera fait registre. Le dépöt qui en sera fait au secrétariat du 6 I conseil, vaudra notification aux agens de notre liste ci- vile. Il en sera de méme pour la suite de Tinstruction. 4. Soit qu'une affaire contentieuse relative à la liste civile soit portée au conseil d'état, d'après notre ren- — —— Decret uͤber die Inſtr. der die Civilliſte betr. Rechtsſach. 397 LXIII. Kaiſerliches Deeret uͤber die Inſtruction der die Civilliſte betreffenden Rechtsſachen. Aus unſerm kaiſerlichen Lager bey Konigsberg, den 12. Jul. 1807 (Bulletin des Lois, nr. 162.— Dépöt des Lois, nv 468.) Art. T. Der Generalintendant Unſers Hauſes ſoll in den Unſere Civilliſte betreffenden Sachen, die Wir an Unſern Staatsrath verwieſen haben, und uͤber welche in der im 4. Titel des Decrets vom 11. Jun. 1806. vorgeſchriebenen Form verfahren werden ſoll, den Vortrag und die Beweisurkunden bey dem Reichsoberrichter einreichen. 2. Der Reichsoberrichter ſoll in der Form, wie ſie bey Regierungsausfertigungen ublich iſt, die Intereſſenten benach— richtigen, daß der Oberintendant Unſers Hauſes erwähnte Vorſtellungen und Actenſtuͤcke bey ihm eingereicht habe, da⸗ mit dieſelben in der durch den g. und 9. Artikel des Decrets vom 22. Jul. 18c6 vorgeſchriebenen Form, ſich ſolche mitthei⸗ len laſſen koͤnnen. z. Wenn bey Sachen, wo das Intereſſe der Civilliſte dem Intereſſe einer Parthey entgegenſteht, das gerichtliche Verfahren auf Anſuchen dieſer Parthey eingetreten iſt; ſo muß das Anſuchungsſchreiben nebſt den Belegen dazu und einem Verzeichniſſe, das zum Protocoll genommen wird, beym Generalſecretariate des Staatsraths niedergelegt werden. Dieſe Niederlegung vertritt die Stelle der Bekanntmachung an die Agenten Unſrer Civilliſte. Eben ſo ſoll es beym fer⸗ nern Verfahren gehalten werden. 4. Es mag ein die Civilliſte betreffender Proceß auf Un⸗ ſern Beſehl von dem Generolintendanten Unſers Hauſes vor 398 LXIV. Decret sur les actes de l'état civil. voi, par l'intendant général de notre maison, soit qu'elle y soit introduite à la requéte d'une partie, le grand- juge nommera pour cette affaire un auditeur, lequel prendra les pieces et préparera l'instruction. 5. Poutes les autres dispositions des décrets 11 juin et 22 juillet 1806, qui concernent Tinstruction des affaires relatives aux départemens des ministres, sont déclarées communes aux affaires concernant le dé⸗ partement de l''intendant général de notre maison. LXIV. DECRET MPERIAI., Concernant les droits à percevoir par les offi- ciers de l'état civil. De notre camp impérial de Roenisberg, le 12 juiller 1807. (Bulletin des Lois, no. 162.— Dépöt des Lois, nr. 460.) Art. 1. Conformément aux lois des 20 septembre et 19 décembre 1792, et du 3 ventose an 3, il conti- nuera à étre pergu, par les officiers de Pétat civil, Pour chaque expédition d'un acte de naissance, de déces, ou de publication de mariage, trente centimes; e Plus, pour le remboursement du droit de timbre, et le deuxieme en sus pour la taxe de guerre, quatre- vingt trois centimes, 0. Decr. die von d. Civilſtandsbeamt. zu erheb. Abgab. betr. 399 den Staatsrath gebracht worden, oder mittelſt einer von einer Parthey eingereichten Vorſtellung bey demſelben angebracht ſeyn, ſo ſoll in beyden Faͤllen der Reichsoberrichter zu dieſer Sache einen Auditor ernennen, welcher die Actenſtucke uͤber⸗ nehmen und die Inſtruction des Proceſſes einleiten ſoll. 5. Alle uͤbrige, in den Decreten vom 11. Juny und 22. July 1806 enthaltenen, Verfuͤgungen, welche die Inſtruction der zu den Departements der Miniſter gehoͤrigen Sachen be⸗ treffen, ſollen, kraft dieſes, auch auf die zum Departement des Oberintendanten Unſers Hanſes gehoͤrigen Sachen ange⸗ wendet werden. W Faiſerliches Decret die von den Civilſtandsbeamten zu erhebenden Ab⸗ gaben betreffend. Aus Unſerm kaiſerlichen Lager bey Koͤnigsberg, den 12. Inly 1807. Bulletin des Lois, nr. 152.— Dépöt des Lois, nr. 4600) Art. 1. In Gemaͤßheit der Geſetze vom 20. Sept. und 19. Derember 1792. und vom 3. Ventoſe des J. 3. ſollen, wie bisher, von den Civilſtandsbeamten nachfolgende Gebuͤh⸗ ren erhoben werden: Fuͤr die Ausfertigung eines Geburts-, und Todtenſcheines, und einer Aufgebotsurkunde, ſät jede dreyßig Centimen Ir C. Außerdem, fuͤr Stempelpapier fuͤr die Kriegstaxe, drey und achtzig Centimen„ 83. 13. 400 LXIV. Décret sur les actes de l'état civil. Pour celles des actes de mariage, d'a- doption et de divorce, soixante centimes, H Plus, pour le droit de timbre et la taxe de guerre, quatre-vingttrois centimes, ci.„ 83. 2. Pans les villes de cinquante mille ames et au-dessus, pour chaque expedition d'acte de naissance, de déces, et de puhli- cation de mariage, cinquante centimes, Plus, pour le droit de timbre et la taxe de guerre, quatre- vingt · trois centi- 8. Pour celles des actes de mariage, d'a- doption et de divorce, un franc, Plus, pour le droit de timbre et la tase de guerre, quatre- vingt-trois centimes, ei 3 . 1 383. 3. A Paris, pour chaque expédition d'acte de naissance, de déces, et de publi- cations de mariage, soixante- quinze centi- mes, ci 75. Plus, pour le droit de timbre et la taxe de guerre, quatre- vingt- trois centimes, I 58. Pour celles des actes de mariage, de divorce et d'adoption, un franc cinquante entimes, Si 50. Plus, pour le droit de timbre et la taxe de guerre, quatre-vingt-trois centimes, ci.„ 83. ——————— 4. I est défendu d'eniger d'autres taxes et droits, apeine de concussion. Kr Un dr Fr d Fuͤr die Ausfertigungen der Heiraths⸗, Adoptions⸗und Eheſcheidungsurkunden, fuͤr jede i Außerdem, fuͤr Stempelpapier und fuͤr die Kriegsſteuer, drey und achtzig Centimen.. 2. In den Städten, die funfzigtauſend Einwohner und daruͤber zaͤhlen, fuͤr jede Aus⸗ fertigung eines Geburtsſcheins, Todten- und Aufgebotsſcheins, funfzig Centimen. Ferner fuͤr Stempelpapier und fuͤr die Kriegstaxe drey und achtzig Centimen.. Fuͤr die Ausfertigungen der Heiraths⸗, Adoptions- und Eheſcheidungsurkunden, einen Außerdem, fuͤr Stempelpapier und Kriegs⸗ taxe drey und achtzig Centimen„. 3. In Paris fuͤr jede Ausſtellung eines Geburts⸗, Todten-und Aufgebotsſcheins fuͤnf und ſiebenzig Centimen Ferner, fuͤr Stempelpapier und Kriegstaxe, drey und achtzig Cehtimen Fuͤr die Ausfertigungen der Heiraths⸗, Eheſcheidungs- und Adoptionsurkunden, einen Franken funfzig Centimen„.. Außerdem an Stempelpapier und Kriegs⸗ tare, drey und achtzig Centimen Decr. die von d. Civilſtandsbeamt. zu erheb. Abgab. betr. 401 „ Fr. 60 C. . — 4. Mehr an Abgaben und Taxen zu nehmen, iſt bey den auf ungerechte Erpreſſungen geſetzten Strafen verboten. Supplem. z. Geſetzb. Nap. 402 LXV. Decret concern. les tabl. alphabétiq. de Pet. civil. Il n'est rien dü pour la confection desdits actes et leur inscription dans les registres. §. Le présent décret sera constamment affiché en placard, et en gros caractères, dans chacun des bu- reaux ou lieux ou les déclarations relatives à l'état civil sont regues, et dans tous les dépöts des registres. LXV. DECRET IMPERIAl- Concernant les tables alphabetiques de T'état civil. Au palais royal de Dresde, le 20 juillet 1307. (Bulletin des Lois, nr. 164.— Dépöt des Lois, nr. 465.) Art. 1. Les tables alphabétiques des aötes de I'état civil continueront à étre faites annuellement, et refon- dues tous les dix ans pour n'en faire qu'une seule par commune, à compter du dernier jour complémentaire an 10(21 septembre 1802), jusqu'au I. janvier 1813, et ainsi successivement de dix ans en dis ans. 2. Les tables annuelles seront faites par les officiers de l'état civil, dans le mois qui suivra la clöture du registre de l'année précédente; elles seront annexées à chacun des doubles registres; et, à cet effet, nos pro⸗ cureurs impériaux veilleront à ce qu'une double expe- dition soit adressée par les maires au greffe du tribu⸗ nal, dans les trois mois de delai. 3. Les tables décennales seront faites dans les six premiers mnois de la onzieme année, par les greffiers des tribunaux de premiere instance. — S— jid de die ni t LXV. Decret die alphabetiſchen Civilſtandstab. betr. 403 Fuͤr die Abfaſſung der erwaͤhnten Urkunden und ihre Eintra⸗ gung in die Regiſter wird nichts bezahlt. 5. Gegenwaͤrtiges Decret ſoll in jeder Canzley und an jedem andern Orte, wo die auf den Civilſtand Bezug haben⸗ den Erklaͤrungen protocollirt werden, und uͤberall, wo man die Civilſtandsregiſter aufbewahrt, in patentmaͤßiger Form, mit großen Buchſtaben gedruckt, ſtets angeſchlagen ſeyn. LXV. Kaiſerliches Deeret die alphabetiſchen Civilſtandstabellen betreffend. Gegeben im koͤniglichen Pallaſte zu Dresden, den 20. July 1807. (Bulletin des Lois, nr. 154.— Dépöt des Lois, ur. 466. Art. T. Die alphabetiſchen Tabellen uͤber die Civil⸗ ſtandsurkunden ſollen fernerhin jaͤhrlich geſertiget, und aller zehn Jahre in eine einzige fuͤr jede Gemeinde zuſammenge⸗ ſchmolzen werden; und zwar von dem letzten Ergaͤnzungstage d. J. Io.(27. Septemb. 1802) an, bis zum I. Januar 1873, und ſo ferner von zehn Jahren zu zehn Jahren. 2. Die jaͤhrlichen Tabellen ſollen von den Civilſtandsbe⸗ amten in dem auf den Abſchluß der Regiſter des vorhergehen⸗ den Jahres folgenden Monate geſfertiget und jedem Duplicat des Regiſters angefuͤgt werden; zu dem Ende ſollen Unſere kaiſerlichen Anwaͤlde darauf ſehen, daß die Maires zwey Exemplare bey der Canzley des Gerichtshofs, binnen dreymo— natlicher Friſt einreichen. 3. Die zehnjaͤhrigen Tabellen ſollen von den Gerichts⸗ ſchreibern der Tribunale erſter Inſtanz in den ſechs erſten konaten des eilften Jahres gefertiget werden. Ce2 404 LXV. Décret concern. les tabl. alphabetiq. de ét. civil. 4. Les tables annuelles et décennales seront faites sur papier timbré, et certifiées par les depositaires *. respectifs. 5. Les tables décennales seront faites en triple en- podition pour chaque commune; l'une restera au greffe; la seconde sera adressce au préfet du département, et la troisieme à chaque mairie du ressort du tribunal. 6. Les expeditions faites pour la préfecture seront payées aux grefßiers des tiibunaux sur les fonds desti- nés aux dépenses administratives du département, à raison d'un centime par nom, non compris le prix du timbre. Chaque feuilie contiendra quatre- vingt/seine noms ou lignes. 7. Les espeditions destinées aux communes seront payces par chacune d'elles, et seront conformes aux autres. 8. Pour l'expedition de celle qui doit rester au tribunal, il ne sera remboursé au greffier, à titre de frais judiciaires, que le pris du papier timbré. 9. La table decennale sera faite dans la forme qui suit: Departem. Table decennale des actes de mariage de la commune d du 21 septembre = 1802 av a. janvier 1813, dressée en exécu- tion du décret impérial du 20 juillet 1807. „——— c Noms et Prénoms des Dates des Actes ou n Mariés. des Registres. de — ⸗ 2 Aubert(Claude), ma Le 2 vendémiaire an An 1805 à ſris à Frangoise Cha ſ11, ou le 3 janvier 1813. lais. 8o6, ete. ore. 1 u l LXV. Decret die alphabetiſchen Civilſtandstab. betr. 405 4. Die jaͤhrlichen ſowohl, als die zehnjaͤhrigen Tabellen ſollen auf Stempelpapier geſchrieben, und von dem Bewahrer der Civilſtandsliſten beglaubigt werden. 5. Von den zehnjaͤhrigen Tabellen wird fuͤr jede Ge⸗ meinde eine dreyfache Ausfertigung gemacht; die eine bleibt in der Gerichtsſchreiberey; die zweyte wird an den Departe⸗ mentspraͤfect eingeſandt, und die dritte jeder Mairie im Ge⸗ richtsſprengel des Tribunals zugeſandt. 6. Die fuͤr die Praͤfecturen gemachten Ausfertigungen ſollen den Gerichtsſchreibern aus den zu den Verwaltungs⸗ koſten des Departements beſtimmten Fonds mit einem Centime fuͤr jeden Namen, die Stempelkoſten ungerechnet, bezahlt werden. Auf jedem Blatte ſollen ſechs und neunzig Namen oder Zeilen ſtehen. 7. Die fuͤr die Gemeinden beſtimmten Ausfertigungen ſollen von jeder derſelben bezahlt werden, und mit den uͤbrigen uͤbereinſtimmen. g. Fuͤr die Ausfertigung der Tabelle, die bey dem Tri⸗ bunal bleiben ſoll, werden dem Gerichtsſchreiber, außer dem Verlag fuͤr Stempelpapier, keine weitern Sporteln entrichtet. 9. Die zehnjaͤhrige Tabelle wird in nachſtehender Form abgefaßt: Departement gZehniaͤhrige Tabelle uͤber die Heirathsurkunden in der Gemeinde vom 21. Sept. 1802 bis zum 1. Januar 1813, zu Folge des Arrondiſſement kaiſerlichen Decrets vom 20. Jul. 1807 abgefaßt. Gemeinde gefaß Namen und Vornamen Datum der Urkunden V. Jahr 1803 der Verheiratheten. oder Regiſter bis z. J. 1813. —.— Aubert,(Claude) ver⸗Den 2. Vendemiaire d. heirathet mit Frangoiſe J. 11, oder den 3. Ja⸗ Chalais. nuar 1806 ꝛc. 1 406 LXVI. Décret sur les baux des hospices. 10. Il sera fait des tables distinctives, mais à la suite les unes des autres, des actes de naissance, de mariage, de divorce et de déckes, scit annuelles., scit decennales. LXVI. DECRET IMPERIAl- Concernant les baux à ferme des hospices et des Ctablissemens d'instruction publique. Au palais de St.-Cloud, le 12 aoüt 1807. (Bulletin des Lois, nr. 166.— Dépöt des Lois, nr. 467). Art. 1. A compter de la publication du présent décret, les baux à ferme des hospices et autres établis- semens publics de bienfaisance ou d'instruction publi- que, pour la duree ordinaire, seront faits aus enchs- res pardevant un notaire qui sera designé par le préfet du département, et le droit d'hypothéque sur tous les biens du preneur y sera stipulé par la désignation, conformément au code Napoléon. 2. Le cahier des charges de Padjudication et de la jouissance sera préalablement dressé par la commission administrative, le bureau de bienfaisance ou le bureau d'administration, selon la nature de l'établissement. Le sous-préfet donnera son avis, et le préfet ap- prouvera ou modifiera ledit cahier des charges. 3. Les affiches, pour Tadjudication, seront appo- sces dans les formes et aux termes déja indiqués par ſile beſt ter we 6e LXVI. Decr. d. Verpacht. d. Gůt. offentl. Anſtalt. betr. 407 10. Fuͤr die Geburts⸗, Heiraths⸗und Todtenſcheine ſollen, ſowohl die zehn⸗ als die einjaͤhrigen Tabellen, jede beſonders gefertigt; doch eine hinter die andre eingetragen werden. LXVI. Kaiſerliches Decret egen der on Seiten der Armenhauſer und öffent⸗ lichen Lehranſtalten geſchloſſenen Pachtcontracte. Gegeben im Pallaſte zu Saint⸗Cloud, den 12. Auguſt 1307. (Bulletin des Lois, nr. 166.— Dépöt des Lois, nr. 467.) Art. 1. Von der Bekanntmachung gegenwaͤrtigen De⸗ crets an ſollen die von Seiten der Armenhaͤuſer und anderer oöffentlichen wohlthaͤtigen oder Lehranſtalten zu ſchließenden Verpachtungen, auf die gewoͤhnliche Zeit an den Meiſtbieten⸗ den vor einem Notar geſchehen, welchen der Departements⸗ praͤfect dazu beauftragen wird, und man ſoll ſich dabey die Hypothek auf alle Guͤter des Pachters nach einem deshalb einzureichenden Verzeichniſſe, in Gemaͤßheit der in Napoleons Geſetzbuche enthaltenen Vorſchrift zuſichern laſſen. 2. Der Aufſatz uͤber die Bedingungen des Zuſchlags und der Benutzung ſoll zuvor von der Verwaltungscommiſſion, vom Armen⸗oder dem Verwaltungsamte, je nachdem es die Beſchaffenheit der Anſtalt mit ſich vringt, gefertigt werden. Der Unterpraͤfect ſoll ſein Gutachten daruͤber ertheilen, der Praͤfect aher den Aufſatz uͤber die Bedingungen entweder unbedingt genehmigen oder abändern. 3. Die Ankuͤndigungen des an den Meiſtbietenden zu ertheilenden Zuſchlags ſollen in den durch die Geſetze und 405 LXVII. Decret sur les dons et legs faits aux fabriq. les lois et règlemens; et, en outre, leur extrait sera inséré dans le journal du lieu de la situation de l'éta- blissement, ou, à defaut, dans celui du département, selon qu'il est prescrit à Tarticle 683 du code de Procs. dure civile. Il sera fait mention du tout dans l'acte d'adjudication. 4. Un membre de la commission des hospices, du bureau de bienfaisance ou du bureau d'administration, assistera aux enchdres et à'adjudication. 5. Elle ne sera definitive qu'après l'approbation du préfet du département; et le délai Pour l'enregistrement sera de quinze jours apres celui oů elle aura éte donnée. 6. Il sera dresse un tarif des droits des notaires Pour la pasbation des baux dont il est question au pré- sent décret, lequel sera approuvé par nous, sur le rap- port de notre ministre de l'intérieur. LXVII. DECRET IMPERIAL. sur le mode d'acceptation des dons et legs faits aux fabriques, aux établissemens d'ins- truction publique, et aux communes. Au palais de Saint-Cloud, le 12 acüt 1807. (Bulletin des Lois nr. 165.— Depöt des Lois nr. 469.) Narornon, Empereur des Frangais, Roi d'Italie et protecteur de la confédération du Rhin; o — Decr. uͤb. d. Annahme d. Schenk. an offentl. Anſtalt. 409 Verordnungen bereits beſtimmten Formen und Friſten ausge⸗ haͤngt, uͤberdieß noch im Auszuge in die Zeitungen des Orts, wo die Anſtalt liegt, oder in deren Ermangelung, in die Zei⸗ tung des Departements, zu Folge der im 683. Artikel der buͤrgerlichen Proceßordnung enthaltenen Vorſchrift, eingeruͤckt werden. 8 Alles dieß muß aber im Zuſchlagsprotocolle erwaͤhnt werden. 4. Es ſoll ein Mitglied der Armenhauscommiſſion, des Almoſenamts oder des Verwaltungsamts der Verſteigerung und dem gerichtlichen Zuſchlage beywohnen. t 5. Der Zuſchlag iſt nicht eher fuͤr unbedingt zu achten, bis der Departementspraͤfect ſeine Genehmigung ertheilt hat: und es ſoll von dem Tage an, wo dieß geſchehen iſt, die Einregiſtrirung binnen 14 Tagen erfolgen. 6. Wegen der den Notarien fuͤr die Aufnehmung der in dieſem Decrete erwaͤhnten Pachtcontracte zu entrichtenden Ge⸗ buͤhren ſoll eine Taxe feſtgeſetzt werden, welche von Uns, auf den Vortrag Unſers Miniſters des Innern, genehmigt wer⸗ den wird. LXVII. Kaiſerliches Decret uͤber die Annahme der an Kirchenkaſten, oͤffentliche Lehranſtalten und Gemeinheiten gemachten Schenkun⸗ gen und Vermaͤchtniſſe. Gegeben im Pallaſte zu Saint-Cloud, den 12. Auguſt 1807.. (Bulletin des Lois nr. 166.— Dépöt des Lois nr. 469.) Napoleon, Kaiſer der Franzoſen, König von Italien und Protector des Rheinbundes u. ſ. w. 410 LXVII. Doécret sur les dons et legs faits aus fabriq. Sur le rapport de notre ministre de l'intérieur; Vu larrété du 4 pluviose an 12, qui porte art. 1. „Les commissions administratives des höpitaux, et les vadministrateurs des bureaux de bienfaisance, pourront „accepter et employer à leurs besoins, comme recettes „ordinaires, sur la simple autorisation des sous-préfets, „et sans qu'il scit besoin désormais d'un arrété spécial „du Gouvernement, les dons et legs qui leur seront faits „par actes entre-vifs ou de dernière volonté, soit en „argent, soit en meubles, soit en denrées, lorsque leur „Valeur n'excédera pas trois cents francs en capital;“ Larticle 73 de la loi du I8 germinal an X; Gonsidérant que les fabriques, les établissemens d'instruction publique et les communes réclament la méme faculté; qu'il est sans inconvénient de la Jeur accorder, et qu'on y trouvera méme l'avantage d'épar- gner le travail minutieux et multiplié qui a été jusqu'a ce jour, sur cette matiere, soumis à notre sanction; notre conseil d'état entendu, nous avons décrété et dé⸗ crétons ce qui suit: Art. 1. TWarrété du 4 pluviose an 12 sur les dons et legs faits aux höpitaux, et qui n'excbdent pas la somme de trois cents francs, est déclaré commun aux fabriques, aux 6établissemens d'instruction publique et aux communes. 2. En conséquence, les administrateurs des établis⸗ semens d'instruction publique et les maires des com- munes, tant pour les communes que pour les fabri- ques, sont autorisés à accepter lesdits legs et dons, sur la simple autorisation des sous-préfets, sans prẽjudice de Papprobation préalable de l'évéque diocésain, dans le cas o ils seraient faits à la charge de service re⸗- ligieux. Decr. uͤb. d. Annahme d. Schenk. an oͤffentl. Anſtalt. 411 auf angehoͤrten Vortrag Unſers Miniſters des Innern haben Wir in Ruͤckſicht auf den Befehl vom 4. Pluvioſe des J. 12. deſſen erſter Artikel alſo lautet: „Die Verwaltungscommiſſionen der Spitaͤler und die „Verweſer der wohlthätigen Anſtalten koͤnnen auf bloße „Erlaubniß der Unterpraͤfecte, und ohne kuͤnftig eines beſon⸗ „dern Befehls der Regierung zu beduͤrfen, alle Geſchenke und „Legate, die durch Schenkungen unter Lebenden, oder durch „letztwillige Verordnungen an ſie gemacht werden, ſie moͤgen „nun in baarem Gelde, oder in Mobilien, oder in Mund⸗ „vorraͤthen beſtehen, ſobald ſie nicht den Capitalwerth von „dreyhundert Franken uͤberſteigen, annehmen, und zu ihren „Beduͤrfniſſen, wie gewoͤhnliche Einnahmen verwenden;“ und des 73. Art. des Geſetzes vom 18. Germinal d. J. 10. auch in Erwagung, daß die oͤffentlichen Erziehungsanſtal⸗ ten, Kirchenkaſten und Gemeinheiten auf daſſelbe Befugniß gleiche Anſpruͤche haben; daß es ihnen ohne alles Bedenken zugeſtanden werden koͤnne; daß dabey ſelbſt der Vortheil er⸗ halten werde, die kleinliche und vielfaͤltige Arbeit zu erſparen, welche der Umſtand, daß dergleichen Gegenſtaͤnde Unſrer un⸗ mittelbaren Sanction unterworfen wurden, nach ſich zog: nach Anhoͤrung Unſers Staatsraths beſchloſſen und be⸗ ſchließen, wie folget: Art. 1. Der Befehl vom 4. Pluvioſe des J. 12. uͤber die den Spitaͤlern gemachten Schenkungen und Vermaächtniſſe, welche nicht uͤber dreyhundert Franken betragen, wird hiermit auch auf Kirchencaſſen, öffentliche Lehranſtalten und Gemein⸗ heiten erſtreckt. 2. Dem zu Folge haben die Verwalter der oͤffentlichen Lehranſtalten und die Maires der Gemeinden, in Ruͤckſicht auf dieſe ſowohl, als auf die Kirchencaſſen, das Recht, ge⸗ dachte Geſchenke und Legate auf bloße Erlaubniß der Unter⸗ praͤfecte anzunehmen, jedoch mit Vorbehalt der vorhergehen⸗ den Genehmigung des Biſchofs der Dioͤces, falls ſie zum Behufe gottesdienſtlicher Anſtalten gemacht wären. — 412 LXVIII. Saisies entre les mains des recev. publies. 3. Cbaque année, le tableau de ces dons et legs sera envoyé par les préfets à notre ministre de l'intérieur, qui en formera un tableau genéral, lequel nous sera sou- mis dans le cours du mois de janvier, et sera publis. LXVIII. DECRET MPERIAI. Oui prescrit des formalités pour les Saisies- arréts ou oppositions entre les mains des rece- veurs ou administrateurs de caisses ou deniers publics. Au palais des Tuileries, le 18 aoüt 1807. (Bulletin des Lois, nr. 165.— Dépöt des Lois, nr. 473.) Narorzon, Empereur des Frangais, Roi d'Italie et protecteur de la confédération du Rhin: Sur le rapport de notre ministre du tresor public; Vu l'avis de notre conseil d'état du 12 mai 1807, approuvé par nous le I. juin suivant; Vu le titre 20 du livre 3 du code de Procédure civile, ensemble les lois des 19 février 1792 et 30 mai 1793 Considérant que les lois des 19 février 1792 et 30 mai 1793 avaient établi les formes à suivre pour les saisies-arréts ou oppositions signifiées au trésor public; b ei w LXVIII. Decr. weg. d. bey oͤffentl. Caſſen anzul. Arreſte. 413 z. Jedes Jahr ſoll ein Verzeichniß dieſer Geſchenke und Legate von den Praͤfecten an Unſern Miniſter des Innern eingeſandt, und von dieſem in eine allgemeine Tabelle gebracht werden, welche Uns in dem Laufe des Januarmonats vorge⸗ legt, und dann öoffentlich bekannt gemacht werden ſoll. LXVIII. Kaiſerliches Decret üͤber die Formalitäten bey Arreſtanlegungen oder Zah⸗ lungseinſpruͤchen, welche bey den Einnehmern oder Verwaltern oͤffentlicher Caſſen oder Gelder ge⸗ ſchehen, Gegeben im Pallaſt der Luilerien, den 18. Auguſt 1807. (Bulletin des Lois nx. 1655.— Dépöt des Lois nr. 473.) —————————— Napoleon, Kaiſer der Franzoſen, Koͤnig von Italien, Protector des Rheinbundes u. ſ. w. Auf angehoͤrten Vortrag Unſers Miniſters des oͤffentlichen Schatzes; haben Wir in Ruͤckſicht des am 12. May 1807 ertheilten, von Uns am 1. Jun. genehmigten Gutachtens Unſers Staats⸗ raths; des 20. Titels des 3. Buchs der Civilproceßordnung, auch der Geſetze vom 19. Februar 1792 und vom 30. May 1793; auch in Erwaͤgung, daß die in den Geſetzen vom 19. Februar 1702 und vom 30. May 1793. bey Arreſtanlegungen oder Zahlungseinſpruͤchen, ſoweit ſolche bey der Staatscaſſe geſchehen, zu beobachtenden Formen beſtimmt ſind; — 414 LXVIII. Saisies entre les mains des recev. publics. Que, d'après le susdit avis de notre conseil d'état, approuvé par nous, Pabrogation prononcée par l'article I041 du code de Procédure civile ne s'6tend point aux affaires qui intéressent le Gouvernement, pour lesquelles il a toujours été regardé comme nécessaire de se régir Par des lois spéciales, soit en simplifiant la proceduręe, soit en produisant des formes différentes; Qu' ainsi les lois des 19 février 1792 et 30 mai 1793 continuent d'étre les règles de la matiere, à l'exception des dispositions du code de Procédure civile, qui por- tent nominativement sur les saisies-arréts ou opposi- tions signifiées aux administrations publiques, et qui se bornent aux deux articles 568 et 569; Voulant, pour le bien de notre service et pour celui des parties intéressées, réunir toutes les disposi- tions relatives à cet objet, et faciliter la connaissance des regles à observer; Notre conseil d'état entendu, nous avons deécréte et décrétons ce qui suit: Art. I. Indépendamment des formalités communes à tous les exploits, tout exploit de saisie- arrét ou op- position entre les mains des receveurs, dépositaires ou administrateurs de caisses ou deniers publics, en cette qualité, exprimera chairement les noms et qualités de la partie saisie; il contiendra, en outre, la désignation de l'objet saisi. 2. Lexploit énoncera pareillement la somme par laquelle la saisie-arrét ou opposition est faite; et il sera fourni, avec copie de l'exploit, auxdits receveurs, cais- siers ou administrateurs, copie ou extrait en forme du titre du saisissant. LXVIII. Decr. weg. d. bey offentl. Caſſen anzul. Arreſte. 413 t, daß, zu Folge des oberwähnten von Uns genehmigten le Gutachtens Unſers Staatsraths, die Abſchaffung aller aͤleern Geſetze und Verordnungen, wovon im 1041. Artikel der Ci⸗ vilproceßordnung die Rede iſt, ſich nicht auf Gegenſtaͤnde er⸗ ſtrecke, welche die Regierung betreffen, in Anſehung deren man es immer noͤthig befunden hat, ſich nach beſondern Ge⸗ * ſetzen zu richten, entweder um das rechtliche Verfahren zu ver⸗ einfachen, oder um beſondere Formalitäten einzufuͤhren; 3 daß folglich die Geſetze vom 19. Februar 1792 und vom 30. May 1793 fernerhin in dieſer Materie zur Richtſchnur dienen ſollen; jedoch unter Beybehaltung der Verfuͤgungen der Civilgerichtsordnung, welche ſich ausdruͤcklich auf die Ver⸗ kuͤmmerungen oder bey den oͤſſentlichen Verwaltungen eingeleg⸗ ten Zahlungseinſpruche beziehen, und lediglich im 568 und 569. Artikel enthalten ſind; und da Wir endlich geſonnen ſind, zum Beſten Unſers 6 Dienſtes und der Intereſſenten, alle dieſen Gegenſtand be⸗ treffende Verfuͤgungen zu vereinigen, und dadurch die Kennt⸗ niß der zu beobachtenden Vorſchriften zu erleichtern: ſo haben Wir, nach Anhoͤrung Unſers Staatsraths, be⸗ ſchloſſen und decretiren wie folget: Art. 1. Außer den bey allen gerichtlichen Inſinuationen zu beobachtenden Formalitaͤten, ſoll jede Inſinuationsurkunde, durch welche bey den Einnehmern, Bewahrern oder Verwal⸗ tern der oͤffentlichen Caſſen oder Gelder, als ſolchen, Arreſt angelegt wird, deutlich den Namen und Stand der Perſon, deren Einkuͤnſte der Beſchlag trifft, bezeichnen, uͤberdieß auch darin der zu verkuͤmmernde Gegenſtand genau angegeben werden. 2. In der Arreſtanlegungsurkunde ſoll ebenfalls die Summe angezeigt ſeyn, auf welche die Verkuͤmmerung oder der Beſchlag erfolgt, und es ſoll daher gedachten Einnehmern, Caſſirern oder Verwaltern, nebſt der Abſchrift des Arreſtbe⸗ fehls, eine Abſchrift oder Auszug aus dem Documente, wel⸗ ches der Beſchlaglegende in Haͤnden hat, zugeſtellt werden. —— ——— 416 LXVIII. Saisies entae les mains des recev. publics. 3. A defaut par le saisissant de remplir les for- malités prescrites par les articles 1 et 2 ci- dessus, la saisie arrét ou opposition sera regardée comme non- avenue. 4. La saisie-arrét ou opposition n'aura d'effet que jusqu'à concurrence de la somme portée en Pexploit. 5. La saisie arrét ou opposition formée entre les mains des receveurs, dépositaires ou administrateurs de caisses ou de deniers publics, en cette qualité, ne sera Point valable, si l'exploit n'est fait à la personne pré- posbe pour le recevoir, et s'il n'est visé par elle sur l'original, ou, en cas de refus, par le procureur impé- rial pres le tribunal de première instance de leur rési- dence, lequel en donnera de suite avis aux chefs des administrations respectives. 6. Les receveurs, dépositaires ou administrateurs seront tenus de délivrer, sur la demande du saisissant, un certificat qui tiendra lieu, en ce qui les concerne, de tous autres actes et formalités prescrits, à l'égard des tiers saisis, par le titre 20 du livre 3 du code de Procédure civile. S'il n'est rien dü au saisi, le certificat l'énoncera. Si la somme due au saisi est liquide, le certificat en déclarera le montant; Si elle n'est pas liquide, le certiſicat exprimera. 7. Dans le cas ou il serait survenu des saisies- arréts ou oppositions sur la méme partie et pour le méme objet, les receveurs, dépositaires ou administra- teurs seront tenus, dans les certificats qui leur seront demandés, de faire mention desdites saisies arréts ou oppositions, et de designer les noms et elections de 6 zn at 4 LXVIII. Decr. weg. d. bey oͤffentl. Caſſen anzul. Arreſte. 417 3. Unterlaͤßt der Beſchlaglegende die in obigem T. und 2. Artikel vorgeſchriebenen Formalitäten zu beobachten, ſo ſoll die Verkuͤmmerung oder der Beſchlag fuͤr unguͤltig angeſehen werden. 4. Die Verkuͤmnerung oder der Beſchlag ſoll nur bis zum Betrage der in der Arreſtzufertigung angegebenen Summe von Wirkſamkeit ſeyn. 5. Der bey den Einnehmern, Bewahrern oder Verwal⸗ tern oͤffentlicher Caſſen oder Gelder als ſolchen angelegte Be⸗ ſchlag oder Zahlungseinſpruch iſt nicht guͤltig, wofern die ge— richtliche Zufertigung nicht an die dazu beſtellte Perſon gerich— tet, und nicht von derſelben, oder im Weigerungsfalle vom kaiſerlichen Anwalde bey dem Tribunale erſter Inſtanz ihres Wohnſitzes auf dem Originale viſirt worden iſt, welcher letz⸗ tere dann ſofort den Vorſtehern der Verwaltungen, welche es betrifft, davon Nachricht zu geben hat. 6. Die Einnehmer, Caſſirer und Verwalter ſind ſchul⸗ dig, auf Anſuchen des Beſchlaglegenden, ein Atteſtat auszu⸗ ſtellen, welches in Anſehung ihrer die Stelle aller andern, im 20. Titel des 3. Buchs der Civilproceßordnung in Ruͤckſicht auf den dritten, bey dem der Beſchlag angelegt iſt, vorge⸗ ſchriebenen Urkunden und Formalitaͤten vertreten ſoll. Wenn der mit Beſchlag Belegte nichts zu fodern hat, ſo ſoll dieß im Atteſtate angegeben ſeyn. Iſt die dem mit Beſchlag Belegten zu entrichtende Summe liquid, ſo ſoll im Atteſtate der Betrag derſelben an⸗ gegeben werden. Iſt ſie es nicht, ſo ſoll dieſes gleichfalls im Atteſtate an⸗ gegeben ſeyn. 7. Sollte gegen eine und dieſelbe Perſon und auf eine und dieſelbe Summe der Arreſt angelegt ſeyn: ſo ſind die Einnehmer, Caſſirer oder Verwalter verbunden, in den von ihnen verlangten Atteſtaten, gedachter Verkuͤmmerungen, Be⸗ ſchlaglegungen oder Zahlungseinſpruͤche Erwaͤhnung zu thun, und die Namen und gewählten Wohnſitze der Beſchlagleger, Supplem. z. Geſetzb. Nap. Dd — 418 LXIX. Avis sur'exéc. de Part. 545 du C. Napoléon. domicile des saisissans, et les causes desdites saisies- arréts ou oppositions. g. S'il survient de nouvelles saisies-arréts ou op- positions depuis la deélivrance d'un certificat, les rece- veurs, dépositaires ou administrateurs seront tenus, sur la demande qui leur en sera faite, d'en fournir un ex- trait contenant pareillement les noms et election de domicile des saisissans, et les causes desdites saisies- arréts ou oppositions. 9. PTout receveur, depositaire ou administrateur de caisse ou de deniers publics, entre les mains duquel il existera une saisie-arrét ou opposition sur une partie prenante, ne pourra vider ses mains sans le consente- ment des parties intéressés, ou sans y étre autorisé par justice. LXL AvIS DU CONSEII. DETA Sur l'exécution de l'article 546 du code Na- poléon. Pu 8 0 1 3 07 ——— (Bulletin des Lois, nr. 166.— Dépöt des Lois, nr. 475.) Le conseil d'état, après avoir entendu la section de législation sur le renvoi qui lui a été fait par sa Majesté Impériale et Royale, de Pexamen de la ques- tion de savoir si le concours de autorité législative est nécesseire lorsqu'il s'agit de Pexécution de l'article 545 du code Napoleon, portant:„Oue nul ne peut étre „contraint de céder sà propriẽté, si ce n'est pour cause nb un Ve Ve z det tu en der en * U 0n 6 65 tre 10 Gutacht. uͤber die Vollzieh. des 545. Art. in Nap. Geſetzb. 419 nebſt den Urſachen der von ihnen ausgebrachten Verkuͤmme⸗ rungen anzugeben. g. Treten nach Ausſtellung eines ſolchen Atteſtats neue Verkuͤmmerungen ein, ſo ſind die Einnehmer, Caſſirer oder Verwalter ſchuldig, auf Verlangen auch davon einen Auszug zu ertheilen, worin die Namen und die erwählten Wohnorte der Beſchlagleger und die Urſachen der erwaͤhnten Verkuͤmme⸗ rungen enthalten ſeyn muͤſſen. 9. Kein Einnehmer, Bewahrer oder Verwalter oͤffentli⸗ cher Caſſen oder Gelder, bey welchem Beſchlag oder Verkuͤm⸗ merung auf die Foderung eines ſolchen, der aus der Caſſe zu empfangen hat, eingelegt worden iſt, darf ohne Einwilligung der Intereſſenten und ohne gerichtliche Erlaubniß an letztern etwas auszahlen. LXIX. Gutachten des Staatsraths uͤber die Vollziehung des 545. Artikels in Napoleons Geſetzbuche. Vom 18. Auguſt 1307. (Bulietin des Lois nr. 166.— Dépöt des Lois nr. 475.) Nachdem der Staatsrath den Bericht der Geſetzgebungs⸗ ſection uͤber die von Sr. kaiſerl. koͤnigl. Maj. an ſie verwie⸗ ſene Eroͤrterung der Frage vernommen hat: ob zur Vollzie⸗ hung des 545. Artikels in Napoleons Geſetzbuche die Mitwirkung der geſetzgebenden Gewalt er⸗ foderlich ſey? welcher alſo lautet:„Niemand kann gezwun⸗ „gen werden, ſein Eigenthumsrecht abzutreten, ansgenommen Dd 2 420 TLXIX. Avis sur Pexéc. de Part 545 du C. Napoléon. „d'utilité publique, et moyennant une juste et préalable „indemnité;“ Est d'avis que, dans ce cas, le concours de l'au- torité législative n'est pas nécessaire, et que la ngtn méme des choses s'oppose à ce qu'elle puisse intervenir avec la sürete et la dignité qui lui conviennent. La loi n'est autre chose qu'une règle commune aux citoyens: elle établit les principes genéraux sur lesquels reposent leurs droits politiques et civils. Le point de savoir si la regle a été violée dans rapplication au droit d'un particulier, est une simple question de fait; il„agit alors d'exécuter la regle, et non d'en créer une nouvelle. La societé a intérét à ce que le principe ne soit changé que par la méme autorité qui'a établi: l'inté- rẽt social nꝰest point blesse par Terreur ni méme par linjustice dans la décision du fait particulier; c'est un prjudice individuel. Les lois les plus sages et les plus claires n'empécheront jamais quil y ait des erreurs ou des injustices dans leur application. On a toujours re- gorde comme une garantie politique que la méme auto⸗ rité qui fait la loi ne soit pas chargée de l'exécuter. Il est d'ailleurs impossihle que la loi intervienne alors avec süretè et avec dignité: Avec süreté, parce que la question de fait dépend le plus souvent de connaissances locales, et que le corps législatif n'est point organisé pour éclaircir et pour juger des questions de fait; „et die net ge ko ſch geb uf Die Re qua ich ne d le keit, daß ein Grundſatz von derſelben Gewalt abgeaͤndert Gutacht. uͤber die Vollzieh. des 545. Art. in Nap. Geſetzb. 421 „zum Behuf des gemeinen Beſten und nach vorgängiger ge⸗ „rechter Entſchaͤdigung;“ ſo geht ſein Gutachten dahin, daß in dieſem Falle die Mitwirkung der geſetzgebenden Gewalt kei⸗ nesweges erfoderlich ſey, und daß ſie, ſchon der Natur der Sache nach, ſich dabey mit der ihr zu⸗ kommenden Sicherheit und Wuͤrde nicht einmi⸗ ſchen koͤnne. Das Geſetz iſt nichts anders, als eine allen Buͤrgern ge⸗ gebene Vorſchrift; es ſetzt die allgemeinen Grundſätze feſt, auf welchen ihre politiſchen und buͤrgerlichen Rechte beruhen. Die Frage, ob die Norm bey deren Anwendung auf das Recht einer Privatperſon verletzt worden ſey, iſt eine bloße quaestio facti. Es iſt hier von der Anwendung der Norm, nicht von Aufſtellung einer neuen, die Rede. Es iſt fuͤr die ganze buͤrgerliche Geſellſchaft von Wichtig⸗ werde, die ihn aufgeſtellt hat; allein, durch einen bey der rechtlichen Entſcheidung begangenen Irrthum, ja ſelbſt durch die Ungerechtigkeit, die bey Entſcheidung eines einzelnen Fal⸗ les Statt faͤnde, wird nicht das Intereſſe der Goſellſchaft im Ganzen unmittelbar angegriffen, ſondern der Nachtheil trifft hier eine Privatperſon. Selbſt durch die weiſeſten und deutlichſten Geſetze wird man nie zu verhindern vermoͤgen, daß bey deren Anwendung keine Irrthuͤmer, Mißgriffe oder Ungerechtigkeiten unterlaufen ſollten. Man hat es ſiets fuͤr eine Sicherſtellung der buͤrgerlichen Freyheit gehalten, daß die Gewalt, welche das Geſetz giebt, mit der Vollziehung deſſel⸗ ben nichts zu thun habe. Auch iſt es nicht moͤglich, daß das Geſetz auf ſolchen Fall mit Zuverlaͤſſigkeit und mit Wuͤrde dazwiſchen trete; nicht mit Zuverlaͤſſigkeit; denn die Frage uͤber die That⸗ 1 und das geſetzgebende Corps iſt nicht ſo organiſirt, daß es Fragen uͤber Thatſachen(quaestiones facti) eroͤrtern und ent⸗ ſache(quaestio facti) hängt meiſtens von Localkenntniſſen ab, * ſcheiden koͤnnte. 422 TLXIX. Avis sur'exéc. de Part. 545 du C. Napoléon. La dignité de ce corps en est blessée, parce qu'on transforme les législateurs en simples juges; et le plus souvent encore Pobjet du jugement est-il du plus me- diocne intérét. Si on remonte aux diverses constitutions qui ont régi la France, aucune d'elles n'a exigé Pintervention de la loi. Si on s'en rapporte à l'usage, jamais on n'a soumis au corps législatif les expropriations ayant pour cause la voirie et les alignemens; et on trouve à peine quelques exemples pour des expropriations determinées par d'autres causes d'utilité publique. Le droit de propriétéè doit ẽtre regardé comme plei- nement garanti par le principe général que la loi a établi, que la loi seule pourrait changer, et par la ré- gularité des formes, soit pour constater que T'utilité publique est réelle, soit pour fixer la valeur de lobjet consacré à cette utilits. wi der wo na di ite jet Gutacht. über die Vollzieh. des 545. Art. in Nap. Geſetzb. 423 Die Wuͤrde dieſes Corps aber wuͤrde darunter leiden, weil die Geſetzgeber zu bloßen Richtern gemacht werden wuͤr den; und der Gegenſtand der Entſcheidung noch uͤberdem ge⸗ wöhnlich von geringer Bedeutung iſt. Geht man auf die verſchiedenen Conſtitutionen zuruͤck, nach welchen Frankreich regiert worden iſt, ſo hat keine fuͤr dieſen Fall die Mitwirkung des Geſetzgebers erfodert. Zieht man das Herkommen zu Rathe, ſo wird man finden, daß der Fall, wo man auf Anſuchen der Straßenaufſicht und um gerade Straßen anzulegen, jemanden zwang, ſein Eigenthum aufzugeben, dem geſetzgebenden Corps nie zur Entſcheidung vorgelegt wurde; und kaum findet man Beyſpiele, daß bey Entziechung des Eigenthums, welche wegen anderer gemeinnü⸗ tziger Abſichten erfolgte, das geſetzgebende Corps eingemiſcht worden ſey. Das Eigenthum iſt fuͤr himlaͤnglich geſichert zu achten, theils durch den im Geſetze aufgeſtellten allgemeinen Grund⸗ ſatz, den allein das Geſetz abaͤndern koͤnnte, theils durch die Regelmaͤßigkeit der Formen, nach welchen die Frage: ob das Beſte des Ganzen ein Opfer erheiſche, entſchieden, und nach welchen der Werth des demſelben aufgeopferten Gegenſtandes beſtimmt wird. — 424 LXX. Loi sur les inscriptions hypothécaires, LXX. Relative aux inscriptions hypothécaires, en vertu de jugemens rendus sur des demandes en reconnaissance d'obligations sous seing privé. Du 3 septembre 1807. (Bulletin des Lois, nr. 188.— Dépöt des Lois, nr. 431.) i.* Lorsqu'il aura été rendu un jugement sur une demande en reconnaissance d'obligation sous seing Privé, formés avant léchéance ou l'exigibilité de la- dite obligation, il ne pourra ẽtre pris aucune inscrip- tion hypothécaire en vertu de ce jugement qu'a défaut de paiement de'obligation, après son échéance ou son exigibilité, à moins qu'il n'y ait eu stipulation con- traire. 2. Les frais relatifs à ce jugement ne pourront étre répétés contre le déhiteur que dans le cas ou il aura dénié sa signature. Les frais d'euregistrement seront à la charge du débiteur, tant dans le cas dont il vient d'étre parlè, que lorsqu'il aura refusé de se liberer après Pécheance ou l'exigibilité de la dette. LXX. Geſetz uͤber die hypothekariſche Einzeichnung ꝛc. 425 LXX. S e uͤber die Einzeichnung in das Hypothekenbuch, welche kraft eines auf Recognition einer mit Privatunter⸗ ſchrift verſehenen Verſchreibung geſprochenen Urthels erfolgen muß. Vom 3. September 1807. (Bulletin des Lois nr. 258.— Dépöt des Lois nr. 481.) Art. 1. Wenn uͤber eine auf Recognition eines bloß mit Privatunterſchrift verſehenen Schuldſcheines gerichtete Klage vor dem Zahlungstermin, oder der Verfallzeit rechtlich erkannt worden iſt, ſo darf, kraft dieſes Urthels, nur dann erſt eine Einzeichnung in das Hypothekenbuch geſchehen, wenn keine Zahlung erfolgt, alſo nicht eher, als bis ſie verfallen und zahlbar iſt; dafern nicht das Gegentheil ausgemacht war. 2. Die durch dieſes Urthel veranlaßten Unkoſten fallen dem Schuldner nur dann zur Laſt, wenn er ſeine Unterſchrift abgeleugnet hat. Die Einregiſtrirungsabgabe faͤllt dem Schuldner, ſowohl in dem ſo eben bemerkten Falle, als dann zur Laſt, wenn er ſich weigert, ſeine Schuld nach dem Zahlungstermine und nachdem ſie gefaͤllig iſt, abzutragen. 426 LXXI. Loi sur le taux de l'intér. de Targent. LXXI. Sur le taux de Tintérét de P'argent. Du 3 septembre 1807. (Bulletin des Lois, no. 168.— Dépöt des Lois, nc. 386.) Mazorkon, par la grace de Dieu et les constitu- tions, etc. Le corps législatif a rendu, le 3 septembre 1807, le décret suivant, conformément à la proposition faite au nom de I'Empereur, et après avoir entendu les ora- teurs du conseil d'état et des sections du tribunat, le méme jour. Art. I. Lintérét conventionnel ne pourra excéder, en matibre civile, cinq pour cent, ni, en matiere de commerce, six pour cent; le tout sans retenue. 2. Tintérét légal sera, en matiere civile, de cinq pour cent, et, en matidre de commerce, de six pour cent, aussi sans retenue. Lorsqu'il sera prouvé que le prét conventionnel a cté fait à un taux excédant celui qui est fixé par l'ar- ticle premier, le préteur sera condamné par le tribu- nal saisi de la contestation, à restituer cet encedent, — LXXI. Geſetz uͤber den Zinsfuß. LXXI. e ſ Vom 3. September 1807. — — (Bulletin des Lois nr. 168.— Dépöt des Lois nr. 435.) Napoleon, von Gottes Gnaden und durch die Conſtitu⸗ tionen ꝛc. ꝛc. Das geſetzgebende Corps hat, am 3. Sept. 1807, dem an daſſelbe im Namen des Kaiſers gemachten Antrage zu Folge, und nachdem es an eben dieſem Tage die Redner des Staatsraths und der Sectionen des Tribunats angehoͤrt hat, folgendes Decret erlaſſen. D ee et. Art. 1. Die vertragsmaͤßigen Zinſen ſollen in(gewoͤhn⸗ lichen) buͤrgerlichen Geſchaͤften nicht uͤber fuͤnf, und im Han⸗ del nicht uͤber ſechs vom Hundert betragen, und zwar ohne daß ſolche im Voraus abgezogen werden duͤrfen. 2. Die geſetzlichen Intereſſen ſollen, in(gewoͤhnlichen) buͤrgerlichen Geſchaͤften nicht uͤber fuͤnf, und im Handel nicht uͤber ſechs Procent betragen; und zwar gleichfalls ohne daß ſolche abgezogen werden duͤrfen. Iſt es erwieſen, daß ein vertragsmaͤßiges Darlehn auf hoͤhere, als die im vorigen Artikel feſtgeſetzten Zinſen gemacht worden iſt, ſo ſoll der Darleiher von dem Gerichte, an wel⸗ ches die Sache im Wege des Proceſſes gelangt iſt, verurtheilt 428 LXXII. Loi sur les inscriptions hypothécaires. sil l'a regu, ou à souffrir la réduction sur le principal de la créance, et pourra méme étre renvoyé, s'il y a lieu, devant le tribunal correctionnel pour y étre juge conformément à l'article suivant. 4. Tout individu qui sera prévenu de se livrer habituellement à l'usure, sera traduit devant le tribunal correctionnel, et;, en cas de conviction, condamné à une amende qui ne pourra excéder la moitié des capi- taux qu'il aura prétés à usure. S'il résulte de la procédure qu'il y a eu escroque- rie de la part du préteur, il sera condamné, outre l'a- mende ci-dessus, à un emprisonnement qui ne pourra excéder deux ans. 5. Il w'est rien innové aux stipulations d'intéréts par contrats ou autres actes faits jusqu'au jour de la publication de la présente loi. LXXII. L 1 qui détermine le sens et les effets de Tart. 2148 du code Napoléon, sur Pinscription des créances hypothécaires. Du 4 septembre 1807. (Bullerin des Lois, no. 158.— Dépöt des Lois, no. 430.) NAvornon, par la grace de Dieu et les consti- tutions, etc. wer zu Sd wer zieh kele det th lieh der ſoll nit we 0 ℳ d til LXXII. Geſ. z. Ausleg. d. 2148. Art. in Nap. Geſetzb. 429 werden, den Ueberſchuß, wenn er ihn wirklich empfangen hat, zu erſtatten, oder ſich den Abzug vom Hauptſtamme der Schuldfoderung gefallen zu laſſen. Man kann ihn ſogar, wenn es die Umſtaͤnde erfodern, vor das Strafpoliceygericht ziehen, um ihn daſelbſt nach Inhalt des nachſtehenden Arti⸗ kels zu richten. 4. Ein jeder, der uͤberfuͤhrt wird, daß er den Wucher als Gewerbe treibe, ſoll vor das Straſpoliceygericht beſchie⸗ den, und falls er uͤberfuͤhrt wird, zu einer Geldbuße verur⸗ theilt werden, die jedoch nicht die Haͤlfte der auf Wucher ge⸗ liehenen Capitalien uͤberſteigen darf. Ergiebt ſich aus der gerichtlichen Unterſuchung, es habe der Darleiher ſich Prellerey zu Schulden kommen laſſen: ſo ſoll er, außer der obigen Geldbuße, noch zu einer, wiewohl nicht längern, als zweyjährigen, Gefaͤngnißſtrafe verurtheilt werden. 5. Die durch Verträge, oder andere Zuſagen bis zum Tage der Publication gegenwaͤrtigen Geſetzes zugeſicherten Zinſen bleiben unveraͤndert. LXXII. durch welches der Sinn und die Wirkung des 2148. Ar tikels in Napoleons Geſetzbuche uͤber die Einzeichnung (Vormerkung, inscription) der hypothekariſchen Schuldfoderungen beſtimmt wird. Vom 4. September 180 7. (Bulletin des Lois, nr. 168.— Dépöt des Lois, nr. 480.) Napoleon, von Gottes Gnaden und durch die Conſtitu⸗ tionen des Reichs n. ſ. w⸗ 430 LXXII. Loi sur les inscriptions hypothécsires Le corps législatif a rendu, le 4 septembre 1807, le décret suivant, conformément à la proposition faite au nom de l'Fmpereur, et après avoir entendu les ora- teurs du conseil d'état et des sections du tribunat le méme jour. W i Gſ P Art. I. Dans le délai de six mois, à dater de la promulgation de la présente loi, tout oréancier qui au- rait, depuis la loi du II brumaire an 7 jusqu'au jour de la dite promulgstion, obtenu une inscript on Sans indication de lepohue de lewig ibilité de ga ccn ce, soit que cette é6poque doive avoir lieu à jour fie ou apres un événement quelconque, est autorisé à représenter au bureau de la onservation ou son inscription a été faite, son bordereau rectifié, à la vue duquel le con- servateur indiquera, tant sur son registre, que sur le bordereau resté entre ses mains, l'poque de Pexigi- bilité de la créance; le tout en se conformant à la dis- position de Particle 2200 du code civil, et sans percep- tion d'aucun nouveau droit. 2. Au moyen de cette rectification, P'inscription primitive sera considérée comme complete et vslable, si d'ailleurs on y a observé les autres formalités prescrites. 3. La présente loi ne s'applique point aux insorip- tions qui auraient été annullees par jugemens passes en force de chose jugée. fol nach Und De des ſeit ern fa vo vo ze un LXXII. Geſ. z. Ausleg. d. 2148. Art. in Nap. Geſetzb. 431 Das geſetzgebende Corps hat am 4. September 1807, zu Folge des im Namen des Kaiſers geſchehenen Antrags, und nachdem es an eben dieſem Tage die Redner des Staatsraths und der Sectionen des Tribunats angehoͤrt hat, ſolgendes Decret erlaſſen. Art. 1. Binnen ſechs Monaten, von der Promulgation des gegenwaͤrtigen Geſetzes an, iſt jedem Glaͤubiger, welcher, ſeit dem Geſetze vom 11. Brumaire des J. 7. bis zum Tage erwaͤhnter Promulgation eine Einzeichnung in das Hypothe⸗ kenbuch ohne Anzeige des Zahlungstermins oder der Verfallzeit ſeiner Foderung ausgewirkt hat, es mag nun dieſer Zahlungstermin an einem beſtimmten Tage oder nach Eintritt eines gewiſſen Umſtandes fallen, verſtattet, bey dem Hypothekenamte, wo ſeine Foderung eingezeichnet worden iſt, eine berichtigende Anzeige einzureichen, auf deren Anſicht der Hypothekenbewahrer ſowohl in ſeinem Buche, als auf dem in ſeinen Handen gebliebenen Anzeigezettel die Ver⸗ fallzeit der Foderung zu notiren hat, alles nach Vorſchrift des 2200. Artikels im buͤrgerlichen Geſetzbuche und ohne Erlegung neuer Abgaben. 2. Mittelſt dieſer Berichtigung ſoll die erſte Einzeichnung vollſtaͤndig und vollguͤltig werden, wenn nur uͤbrigens die vorgeſchriebenen Formalitäten dabey beobachtet worden ſind. z. Doch iſt gegenwaͤrtiges Geſetz keinesweges auf Ein⸗ zeichnungen anwendbar, welche durch rechtskraͤftige Urthel fuͤr unguͤltig erklaͤrt ſind. 432 LXXIII. Loi sur les biens des comptables. LXXIII. Relative aux droits du trésor public sur les biens des comptables. Du 5 septembre 1g07. (Bulletin des Lois, no. 169.— Dépöt des Lois, no. 482.) Naporzon, par la grace de Dieu et les consti- tutions, etc. Le corps législatif a rendu, le 5 septembre 1807, le décret suivant, conformément à la proposition faite au nom de'Empereur, et après avoir entendu les ora- teurs du conseil d'etat et des sections du tribunat, le méme jour. P R Art. 1. Le privilége et Phypotheque, maintenus par les articles 2096 et 2121 du code civil, au profit du trésor public, sur les biens meubles et immeubles des comptables chargés de la recette ou du paiement de ses deniers, sont réglés ainsi qu'il suit. 2. Le privilége du trésor public a lieu sur tous les biens meubles des comptables, méme à l'égard des fem- mes séparées de biens, pour les meubles trouvés dans les maisons d'habitation du wari, à moins qu'elles ne justifient légalement que lesdits meubles leur sont échus die tion Fol n un erl Geſ. d. Rechte d. Staatsc. auf d. Verm. d. Rechnungsb. 433 LXXIII. 8 eſe die Rechte der Staatscaſſe auf das Vermoͤgen der Rechnungsbeamten betreffend. Vb m Septemb r. GBulletin des Lois ur. 169.— Dépöt des Lois nr. 432.) Napoleon, von Gottes Gnaden und durch die Conſtitu⸗ tionen des Reichs u. ſ. w. Das geſetzgebende Corps hat am 3. Sept. 1807, zu Folge des im Namen des Kaiſers geſchehenen Antrags, und nachdem es an eben dieſem Tage die Redner des Staatsraths und der Sectionen des Tribunats vernommen, folgendes Decret 6 erlaſſen. De r e 3 Art. 1. Das im 2098. und 2127. Artikel des buͤrgerli⸗ ſ chen Geſetzbuchs beybehaltene Vorzugs⸗und hypothekariſche Recht der Staatscaſſe auf das Mobiliar-und Immobiliarver⸗ moͤgen der zu Erhebung und Auszahlung ſeiner Gelder beſtell⸗ ten Beamten wird hiermit auf folgende Art beſtimmt. 2. Das Vorzugsrecht der Staatscaſſe erſtreckt ſich auf das ganze Mobiliarvermoͤgen des Rechnungsbeamten, ſelbſt in Anſehung der in getheilten Guͤtern lebenden Ehefrau, auf die in der Wohnung des Mannes befindliche bewegliche Habe; 6 es koͤnnte denn die Frau geſetzlich darthun, daß dieſe Mobi⸗ 1 lien ihr ſelbſt zugefallen ſeyen, oder daß das auf deren An⸗ Supplem. z. Geſetzb. Nap. Ee 434 LXXIII. Loi sur les biens des comptables. de leur chef, ou que les deniers employes à Tacquisi- tion leur appartenaient. Ce privilége ne s'exerce néanmoins qu'après les privileges genéraux et particuliers enoncés aux articles 2101 et 2102 du code Napoléon. 3. Le privilége du trésor public sur les fonds de cautionnement des comptables, continuera d'étre regi par les lois existantes. 4. Le privilége du trésor public a lieu, 15. sur les immeubles acquis à titre onéreux par les comptables postẽrieurement z leur nomination; 25. sur ceux acquis au méme titre et depuis cette nomination, pPar leurs kemmes, méme séparées de biens. Sont exceptées néanmoins les acquisitions à titre onereux faites par les femmes lorsqu'il sera lẽgalement justifié que les deniers employes à Pacquisition leur appartenaient. 5. 18 privilege du trésor public mentionnè en l'art. 4. ci-dessus, a lieu, conformément aux articles 2106 et 2113 du code Napoléon, à la charge d'une inscription, qui doit étre faite dans les deux mois de Penregistre- ment de l'acte translatif de propristẽ. En aucun cas, il ne peut prejudicier, Io. aux cré- anciers privilegies dèsignés dans larticle 2103 du code Napoléon, lorsqu'ils ont rempli les conditions prescri- tes pour obtenir privilẽge; 20 aux créanciers designés aux articles 2101, 2104 et 2105 du code Napoléon, dans le cas prévu par le dernier de ces articles; 35 aux créanciers du précédent propriétaire, qui auraient zur le bien acquis des hypotheques légales existantes indèpendamment de inscription, ou toute autre hypo- theque valablement inscrite. 6. A l'egard des immeubles des comptables, qui leur appartenaient avant leur nomination, le trésor public a une bypotheque legale, à la charge de Fins giſt wan Sto leor buch Per nuß y ten Bedi 105 en nge uelch Geſ. d. Rechte d. Staatsc. auf d. Verm. d. Rechnungsb. 435 kauf verwandte Geld ihr zugehoͤrt habe. Doch ſteht dieſes Vorzugsrecht erſt den im 2101. und 2702. Artikel ausdruͤck⸗ lich benannten ſpeciellen und allgemeinen Vorzugsrechten nach. 3. Das Vorzugsrecht der Staatscaſſe auf die Cautions⸗ gelder der Rechnungsbeamten ſoll auch in Zukunft nach den deshalb beſtehenden Geſetzen beurtheilt werden. 4. Das Vorzugsrecht der Staatscaſſe erſtreckt ſich 7) auf die vom Rechnungsbeamten nach ſeiner Anſtellung unter laͤſtigen Bedingungen erworbenen liegenden Gruͤnde; 2) auf die von deſſen Ehegattin nach der Anſtellung ihres Mannes auf gleiche Art erworbenen unbeweglichen Guͤter, ſelbſt wenn die Frau in getheilten Guͤtern mit dem Manne lebt. Jedoch ſind hiervon die von den Frauen unter laͤſtigen Bedingungen erworbenen Guͤter dann auszunehmen, wenn geſetzlich dargethan iſt, daß die zum Ankaufe derſelben ver⸗ wandten Gelder ihnen zugehoͤrten. 5. Das im obigen 4. Artikel erwaͤhnte Vorzugsrecht der Staatscaſſe iſt, kraft des 2106. und 2113. Artikels in Napo⸗ leons Geſetzbuche von der Einzeichnung in das Hypotheken⸗ buch abhaͤngig, welche innerhalb der zur Einregiſtrirung der Veraͤußerungsurkunde anberaumten zwey Monate geſchehen muß. In keinem Falle darf es 1) den, im 2703. Artikel in Napoleons Geſetzbuche angegebenen privilegirten Glaͤubigern, wenn ſie die zu Erhaltung eines Vorzugsrechts erfoderlichen Bedingungen erfuͤllt haben; noch 2) den im 2707. 2104. und 2105. Artikel in Napoleons Geſetzbuche angezeigten Glaͤubi⸗ gern, in dem Falle, welcher im letzten der erwaͤhnten Artikel angegeben iſt; noch 3) den Glaͤubigern des vorigen Beſitzers, welche auf das gekaufte Gut eine geſetzliche von der Einzeich⸗ nung unabhaͤngige Hypothek oder irgend eine andere guͤltige Hypothek haben, zum Nachtheil gereichen. 6. An dem den Rechnungsbeamten vor ihrer Anſtellung zugehoͤrigen Immobiliarvermoͤgen hat die Staatscaſſe eine ge⸗ ſetzliche Hypothek, dafern namlich ſolche, zu Folge des 2721. und 2134. Artikels des Civilgeſetzbuchs, eingezeichnet wird. Eez — 436 LXXIII. Loi sur les biens des comptables. cription, conformément aux articles 212 et 2134 du code Napoléon. Le trésor public a une hypotheque semblable, et à la méme charge, sur les biens acquis par le comptable, autrement qu'a titre onéreus, postérieurement à sa nomination. 7. A compter de la publication de la présente loi, tous receveurs généraux de département, tous receveurs particuliers d'arrondissement, tous payeurs genéraux et divisioanaires, ainsi que les payeurs de département, des ports et des armées, seront tenus d'énoncer leurs titres et qualités dans les actes de vente, d'acquisition, de partage, d'echange et autres translatifs de proprieté quꝰils passeront, et ce, à peine de destitution; en cas dq'insolvabilité envers le trésor public, d'étre poursui- vis comme banqueroutiers frauduleux. Les receveurs de P'enregistrement et les conserva- teurs des hypotheques seront tenus, aussi à peine de destitution, er en outre de tous dommages et intéréts, de requérir ou de faire, au vu desdits actes, l'inscrip- tion au nom du trésor public, pour la conservation de ses droits, et d'envoyer, tant au procureur impérial du tribunal de première instance de l'arrondissement des biens qu'a l'agent du trésor public à Paris, le bordereau prescrit par les articles 2148 et suivans du code Napoléon. Demeurent néanmoins exceptèés les cas ou, lorsqu'il s'agira d'une alienation à faire, le comptable aura ob- tenu un certificat du trésor public portant que cette aliénation n'est pas sujette à I'inscription de la part du trésor. Ce certificat sera énoncé et daté dans l'acte d'aliénation. 8. En cas d'aliénation, par tout comptable, de biens affectés aux droits du trésor public par privilége ou par hypothbque, les agens du Gouvernement pour- 6eſ Unte byy nicht Guͤt terei cial den n cont und gebe ſei ſe pot un ha ſte die der wel lich heln in Geſ d. Rechte d. Staatsc. auf d. Verm. d. Rechnungsb. 437 Unter gleicher Vorausſetzung hat die Staatscaſſe eine gleiche Hypothek auf den von dem Rechnungsbeamten auch unter nicht läſtigen Bedingungen nach ſeiner Anſtellung erlangten Guͤtern. 7. Von der Bekanntmachung des gegenwaͤrtigen Geſetzes an ſollen alle Obereinnehmer in den Departements, alle Un⸗ tereinnehmer in den Arrondiſſements, alle General- und Spe⸗ cialzahlmeiſter, ſo wie die Zahlmeiſter bey den Departements, den Haͤfen und den Armeen, ſchuldig ſeyn, in den von ihnen kuͤnftig geſchloſſenen Kaufs⸗Verkaufs-Theilungs⸗ und Tauſch⸗ contracten, kurz in jeder Veraͤußerungsurkunde ihren Titel und ihre Eigenſchaft, bey Straſe der Abſetzung genau anzu⸗ geben; auch iſt, dafern ſie ſolches unterlaſſen haben, wenn ſie in Beziehung auf die Staatscaſſe inſolvent werden, gegen ſie als gegen betruͤgeriſche Bankerottirer zu verfahren. Die Einnehmer der Einregiſtrirungsabgabe und die Hy⸗ pothekenbuchhalter ſollen, gleichfalls bey Strafe der Abſetzung, und uͤberdem bey Vermeidung des vollen Schadenerſatzes ge⸗ halten ſeyn, nach erfolgter Anſicht dieſer Urkunden, zum Be⸗ ſten der Staatscaſſe und zu Bewahrung der Rechte derſelben die Einzeichnung zu fodern oder zu veranſtalten, und ſowohl dem kaiſerlichen Anwalde der erſten Inſtanz des Bezirks, in welchem die Guͤter belegen ſind, als dem Agenten des oͤffent⸗ lichen Schatzes zu Paris den im 2748. und folgenden Arti⸗ keln in Napoleons Geſetzbuche vorgeſchriebenen Anzeigezettel einzuſenden. Doch bleiben ſolche Fälle ausgenommen, wo bey einer zu vollziehenden Veraͤußerung der Rechnungsbeamte ein Atteſtat von der Staatscaſſe erhalten hat, des Inhalts, daß dieſe Veraͤußerung in Ruckſicht auf die Staatscaſſe der Einzeichnung nicht unterworfen ſey. Dieſes Atteſtat wird in der Veräuße⸗ rungsurkunde ausdruͤcklich unter Bemerkung des Datums an⸗ gefuͤhrt. g. Wenn irgend ein Rechnungsbeamter Guͤter veraͤußert, die vermoͤge eines Vorzugsrechts oder einer Hypothek dem offentlichen Schatze zur Sicherſtellung dienen, ſo ſollen die 438 LXXIV. Circulaire sur les sauf- conduits. suivront, par voie de droit, le recouvrement des som- mes dont le comptable aura 6té constitue redevable. 9. Dans le cas ou le comptable ne serait pas ac- tuellement constitué redevable, le trésor public sera tenu, dans trois mois, à compter de la notification qui lui sera faite aux termes de T'article 2183 du code Na- poléon, de fournir et de déposer au greffe du tribunal de l'arrondissement des biens vendus un certificat cons- tatant la situation du comptable, à défaut de quoi, le- dit délai enpiré, la main-levée de Finscription aura lieu de droit, et sans qu'il soit besoin de jugement. La main-levée aura également lieu de droit, dans le cas ou le certificat constatera que le comptable n'est pas débiteur envers le trésor public. 10. La prescription des droits du trésor public, etablie par l'article 2227 du code Napoléon, court au Profit des comptables, du jour ou leur gestion a cessé. II. loi sont abrogées. Toutes dispositions contraires à la présente LXXIV. CGIRCUL AIRE de S. Exc. le grand-juge, ministre de la jus- tice, relative à la délivrance de sauf- conduits aux individus frappés de la contrainte par corps. Du Z septembre 1807. Aux termes de la loi du 15 germinal an*6, titre IM, art. 8, monsieur, les tribunaux de commerce he tril wae lun lich BGe au die V wir die ohr Ful der g th or ſi LXXIV. Circularſchr. d. Ertheil. d. ſichern Geleits betr. 439 Agenten der Regierung im Wege Rechtens die Summe ein⸗ treiben, fuͤr welche der Rechnungsbeamte verantwortlich ge⸗ macht iſt. 9. Wenn der Rechnungsfuͤhrer nicht wirklich zur Zah⸗ lung verpflichtet iſt, ſo ſoll er der Staatscaſſe in dreymonat⸗ licher Friſt, von der ihm, kraft des 2183. Art. in Napoleons Geſetzbuche, geſchehenen Bekanntmachung an, ein Atteſtat ausſtellen und in der Gerichtscanzley des Bezirks, in welchem die verkauften Guͤter liegen, niederlegen, in welchem das Verhaͤltniß, worin der Rechnungsfuͤhrer ſteht, beſcheinigt wird; widrigenfalls ſoll, nach Ablauf der erwaͤhnten Friſt, die Aufhebung der Inſcription, kraft des Geſetzes, erfolgen, ohne daß es dießfalls eines Urthels bedarf. Dieſe Aufhebung ſoll auch, kraft des Geſetzes, in dem Falle Statt finden, wo ſich aus dem Atteſtate ergiebt, daß der Rechnungsbeamte der Staatscaſſe nichts ſchuldig ſey. 10. Die im 2227. Artikel in Napoleons Geſetzbuche feſt⸗ geſetzte Verjaͤhrung der Rechte der Staatscaſſe läuft zum Vor⸗ theil des Rechnungsbeamten von dem Tage an, wo deſſen Ge⸗ ſchaͤftsfuͤhrung aufgehoͤrt hat. 1I. Alle gegenwaͤrtigem Geſetze entgegenlaufende Ver⸗ ordnungen werden hiermit aufgehoben. LXXIV. Cireularſchreiben Sr. Excellenz des Reichsoberrichters und Juſtizmini⸗ ſters wegen Ausſtellung des ſichern Geleites(Salvus conductus) an Perſonen, wider welche auf Gefäng⸗ nißzwang erkannt iſt.(ein Auszug.) Pom 8. Sept. 1807. Mein Herr! Nach Inhalt des Geſetzes vom 15. Ger⸗ minal d. J. 6. Titel III. Artikel g. konnten die Handelsge— 440 LXXIV. Circulaire sur les sauf⸗ conduits. juges de pais pouvaient, comme les cours souveraines et les tribunaux civils, delivrer des sauf- conduits aux in- dividus frappés de la contrainte par corps, lorsquils ẽtai- ent appeles comme tẽmoins en matiere civile ou criminelle. Cette disposition se trouve modifiée par lart. 782 du code judiciaire. I n'est question dans cet article que de témoins cités devant un tribunal de première ins- tauce, ou devant une cour de justice criminelle ou d'ap- pel. D'un autre cõté, c'est par le directeur du jury, par le président du tribunal ou par les présidens de cours criminelles ou d'appel que les sauf- conduits doi- vent étre délivrés, et ils ne peuvent l'étre sans conolu- sions préalables du ministere public. Il en résulte assez clairement que les tribunaux de commerce et les juges de paix sont privés de la faculté de delivrer ces sauf-conduits, d'abord parce qu'ils ne sont rappelés directement ni indirectement dans l'art. du code; en second lieu, parce que, n'ayant point au- près d'eus de ministere public, ils se trouvent dans l'impossibilité de remplir la formalité des conclusions qui sont aujourd'hui indispensables. Cependant le besoin de citer et d'entendre des té⸗ moins est le méme pour tous les tribunaux; il faut que les témoins appelés devant les juges de paix et les tri- bunaux de commerce puissent comparaitre sans exposer leur liberté; et si ces trihunaux ne peuvent plus comme autrefois, leur accorder les sauf- conduits qui leur sont nécessaires, Tintérét public exige qu'il y soit pourvu par un autre moyen que le code judiciaire ne détermine pas. J'ai donc dü m'adresser au Gouvernement, pour lui rendre compte de cette difficulté. Par délibération du conseil d'état du Z0 avril der- nier, approuvée par sa Majesté Impériale le 30 mai suivant, il a été décidé que l'art. 782 du code de Pro- cédure avait eu en effet pour objet de restreindre un LXXIV. Circularſchr. d. Ertheil. d. ſichern Geleits betr. 441 richte und die Friedensrichter, ſo wie die Obergerichtshoͤfe und die Civilgerichte, Perſonen, die zum Gefängnißzwange verur⸗ theilt waren, wenn ſie in buͤrgerlichen oder peinlichen Sachen als Zengen vorgeladen waren, ein ſicheres Geleite ertheilen. Dieſe Verfuͤgung findet man durch den 782. Artikel der Gerichtsordnung modificirt. In dieſem Artikel iſt bloß von Zeugen die Rede, die vor einen Gerichtshof erſter Inſtanz oder vor ein peinliches oder ein Appellationsgericht geladen ſind. Uebrigens ſoll das ſichere Geleite von dem Director der Geſchwornen, von den Gerichtspraͤſidenten oder dem Praͤſi⸗ denten des Criminalgerichts, oder dem Appellationsgerichts⸗ präſidenten ausgeſtellt werden, und zwar nur nach angehörtem Antrage der Staatsbehoͤrde. Hieraus ergiebt ſich deutlich genug, daß die Handelsge⸗ richte und die Friedensrichter nicht befugt ſind, ein ſolches ſicheres Geleite auszuſtellen; fürs Erſte, weil ihrer in dem Artikel des Geſetzbuchs weder mittelbar, noch unmittelbar ge⸗ dacht wird, zweytens, weil ſie keine Staatsbehoͤrde zur Seite haben, folglich außer Stande ſind, die dermalen unerlaͤßliche Formalität der Anhoͤrung des Antrags(der Staatsbehoͤrde) zu beobachten. Indeß haben alle Gerichte gleiches Beduͤrfniß, Zeugen vorzuladen und abzuhoͤren; Zeugen, welche vor Friedensrichter und vor Handelsgerichte geladen werden, muͤſſen erſcheinen koͤnnen, ohne daß ihre Freyheit Gefahr laͤuft; und wenn dieſe Gerichte ihnen nicht, wie ehemals, das ihnen nöthige ſichere Geleite ertheilen koͤnnen, ſo fodert das Staatsbeſte, daß man durch ein anderes in der Gerichtsordnung nicht an⸗ gegebenes Mittel dafuͤr ſorge. Ich mußte mich alſo an die Regierung wenden, um ihr dieſe Bedenklichkeit zu eroͤffnen. Durch einen Beſchluß des Staatsraths vom letzten 30. April, welchen Se. kaiſerl. Majeſtat am 30. May beſtätigt hat, iſt entſchieden worden, daß der 782. Artikel der Civil⸗ proceßordnung wirklich den Zweck gehabt habe, eine zu aus⸗ gedehnte Gewalt, wegen des zu beſorgenden Mißbrauchs, ein⸗ 442 LXXIV. Circulaire sur les sauf-conduits. pouvoir trop étendu, dont on pourrait craindre labus; qu'il résulte évidemment de cet article, que l'on n'a pas voulu que les juges de paix pussent à Pavenir accor- der des sauf-conduits, puisqu'ils n'y sont pas dénom- més, comme ils'étaient dans la loi du 15 germinal, et que d'ailleurs ils n'ont point de ministère public; que cette faculté est également interdite aus tribunaux de commerce, et par les mémes motifs; et qu'enfin les parties qui voudront produire, soit devant un juge de paix, soit devant un tribunal de commerce, des té- moins en 6tat de contrainte par corps, doivent s'adres⸗- ser au président du tribunal civil de l'arrondissement, qui, sur la représentation du jugement d'enquste et sur les conelusions du ministère public, délivrera, s'il y a lieu, le sauf-conduit nécessaire. Vous voudrez bien communiquer cette délibération aux tribunaux civils et de commerce de votre ressort, et recommander aux procureurs impériaus près les tri- bunaux civils d'en informer les juges de pais de leurs arrondissemens respectifs, pour qu'ils aient à s'y con- former. Vous aurez soin de me rendre compte de vos dili- gences à cet égard. ———— S— ——— — — em——— — LXXIV. Circularſchr. d. Ertheil. d. ſichern Geleits betr. 443 zuſchräͤnken; ſo wie, daß ſich aus dieſem Artikel deutlich er⸗ gebe, man habe nicht gewollt, daß die Friedensrichter in Zu⸗ kunft ſicheres Geleite ſollten ertheilen koͤnnen, weil ſie in die⸗ ſem Artikel nicht erwaͤhnt ſind, da ihrer doch im Geſetze vom 15. Germinal gedacht war, und weil ſie auch keine Staatsbe⸗ hoͤrde zur Seite haben; daß dieſes Befugniß ebenfalis und aus gleichen Gruͤnden den Handelsgerichten verſagt ſey; daß endlich Partheyen, welche entweder vor einem Friedensrichter, oder vor einem Handelsgerichte ſolche Zeugen auffuͤhren wollen, denen Gefaͤngnißzwang zuerkannt iſt, ſich an den Praͤſidenten des Civilgerichts ihres Bezirks zu wenden haben, der auf Vorzeigung des Urthels, in welchem auf die Abhoͤrung der Zeugen erkannt iſt, und nach angehoͤrtem Antrage der Staats⸗ behoͤrde, das ſichere Geleite, erfoderlichen Falls, zugeſte⸗ hen ſoll. Sie werden dieſen Beſchluß den in Ihrem Bezirk be⸗ findlichen Civil- und Handelsgerichten mittheilen, und es den kaiſerlichen Anwaͤlden bey den buͤrgerlichen Gerichtshoͤfen aufgeben, daß jeder von ihnen die Friedensrichter ſeines Ge⸗ richtsbezirks davon benachrichtige, damit dieſe ſich darnach richten koͤnnen. Von dem, was Sie dießfalls gethan haben, unterlaſſen Sie nicht, mir Bericht abzuſtatten. 444 LXXV. Loi sur la contrainte par corps. LXXV. Relative à la contrainte par corps, contre les „ étrangers non domiciliés en France. Du 10 Septembre 1807. N (Bulletin des Lois, nr. 161.— Dépöt des Lois, nr. 486.) NarorEon, par la grace de Dieu et les consti⸗ tutions, etc. Le corps législatif a rendu, le 10 Septembre 1807, je décret suivant, conformément à la proposition faite au nom de IEmpereur, et après avoir entendu les ora- reurs du conseil d'etat et des sections du tribunat, le méme jour. 5 Art. t. Tout jugement de condamnation qui inter- viendra au profit d'un Frangais contre un étranger non domicilié en France, emportera la contrainte par corps. 2. Avant le jugement de condamnation, mais après 'echéance ou l'exigibilité de la dette, le président du tribunal de premiere instance, dans larrondissement duquel se trouvera étranger non domicilié, pourra, s˙i1 de i LXXV. Geſ d. Perſonalarr. auslaͤnd. Schuldn. betr. 445 LXXV. 6 46 den perſonlichen, gegen ſolche Ausländer, die in Frank⸗ reich keinen Wohnſitz haben, Statt findenden Gefäng⸗ nißzwang betreffend. Vom 1o. September 1807. (Bulletin des Lois nr. 161.— Dépöt des Lois ur. 486.) Napoleon, von Gottes Gnaden und durch die Conſtitu⸗ tionen des Reichs u. ſ. w. Das geſetzgebende Corps hat am 10. Sept. 1807. zu Folge des ihm im Namen des Kaiſers geſchehenen Antrags, und nachdem es an eben dieſem Tage die Redner des Staats⸗ raths und der Sectionen des Tribunats angehört hatte, fol⸗ gendes Decret erlaſſen: Art. 1. Jedes condemnatoriſche, zu Gunſten eines Fran⸗ zoſen gegen einen folchen Auslaͤnder geſprochene Urthel, wel⸗ cher keinen feſten Wohnſitz in Frankreich hat, ſoll Gefaͤngniß⸗ zwang mit ſich bringen. 2. Doch kann, auch ohne vorheriges condemnatoriſches Erkenntniß, wenn nur die Schuld zahl- und mahnbar iſt, der Gerichtspraͤſident erſter Inſtanz, in deſſen Gerichtsſpren⸗ gel ſich der mit keinem feſten Wohnſitze verſehene Auslander aufhaͤlt, wenn hinreichende Gruͤnde dazu vorhanden ſind, den⸗ 446 LXXVI. Loi sur I'interprétation d'une loi. V a de suffisans motifs, ordonner son arrestation sur 1⸗ requéte du créancier frangais. 3. Larrestation provisoire n'aura pas lieu, ou ces sera, si l'étranger justifie qu'il possede sur le territoire frangais un établissement de commerce ou des immeu- bles, le tout d'une valeur suffisante pour assurer le paiement de la dette; ou s'il fournit pour caution une personne domiciliée en France et reconnue valsble. LXXVI. L. 0. Qui determine le cas oů deux arréts de la cour de cassation peuvent donner lieu à Pinterpré- tation de la 10i. Du 16 5ecptembre 807. (Bulletin des Lois, nr. 161.— Depöt des Lois, nr. 4935.) Narornon, par la grace de Dieu et les consti- tutions, etc. Le corps legislatif a rendu, le 16 septembre 1807, le décret suivant, conformément à la proposition faite au nom de Empereur, et après avoir entendu les ora- teurs du conseil d'état et des sections du tribunat le méme jour. LXXVI. Geſetz die authent. Auslegung der Geſetze betr. 447 ſelben auf Anſuchen des franzoͤſiſchen Glaͤubigers, in Verhaft nehmen laſſen. 3. Die proviſoriſche Verhaftung ſoll nicht Statt ſinden, oder ſogleich aufhoͤren, wenn der Auslaͤnder beybringt, daß er auf Franzoͤſiſchem Gebiete ein Handelshaus oder unbeweg⸗ liche Guͤter beſitze, durch deren Werth im Ganzen die Zah⸗ lung hinlaͤnglich gedeckt wird; oder wenn er eine in Frankreich wohnhaſte und als zahlungsfaͤhig anerkannte Perſon zum Buͤrgen ſtellt. LXXVI. e ſ 6 in welchem der Fall beſtimmt wird, wo zwey Ent⸗ ſcheidungen des Caſſationsgerichts zu einer(authen⸗ tiſchen) Auslegung eines Geſetzes Veranlaſſung geben. Vom 16. September 1807. (Bulletin des Lois nr. 161.— Dépöt des Lois nr. 493.) Napoleon, von Gottes Gnaden n. ſ. w. Das geſetzgebende Corps hat am 16. Sept. 1807, dem im Namen des Kaiſers geſchehenen Antrage gemaͤß, und nach⸗ dem es an eben dieſem Tage die Redner des Staatsraths und der Sectionen des Tribunats angehoͤrt hatte, folgendes De⸗ cret erlaſſen: 448 LXXVI. Loi sur l'interpretation d'une loi. Art. 1. Il y a lieu à interprétation de la loi, si la cour de cassation annulle deux arréts ou jugemens en dernier ressort, rendus dans la méme affaire entre les mémes parties, et qui ont été attaquss par les mé- mes moyens. 2. Cette interprétation est donnée dans la focme des reglemens d'administration publique. 3. Elle peut étre demandée par la cour de cassa- tion avant de prononcer le second arrét. 4. Si elle n'est pas demandée, la cour de cassa- tion ne peut rendre le second arrét que les sections réunies, et sous la présidence du grand-juge. §. Dans le cas déterminé en Particle précédent, si le troisieme arrét est attaqué, l'interprétation est de droit et il sera pròöcédé comme il est dit à l'art. 2. he zwe tich unt geſ wol br he LXXVI. Geſetz die authent. Auslegung der Geſetze betr. 449 Art. 1. Eine Auslegung des Geſetzes(interpretatio au-.. chentice) iſt dann erfoderlich, wenn das Caſſationsgericht zwey Appellationsgerichtsurthel oder Erkenntniſſe der Unterge⸗ richte in letzter Inſtanz fuͤr unguͤltig erklärt, welche in einer und derſelben, zwiſchen denſelben Partheyen anhaͤngigen Sache 13 geſprochen und wider welche einerley Rechtsmittel eingewandt worden ſind. 2. Dieſe Auslegung wird in der Form einer Regierungs⸗ verordnung ertheilt. z. Das Caſſationsgericht kann, ehe es das zweyte Ur⸗ thel ſpricht, auf eine dergleichen Erklaͤrung antragen. 4. Iſt nicht darauf angetragen, ſo kann das Caſſations⸗ gericht das zweyte Urthel nicht anders, als bey voller Sitzung aller Sectionen(in pleno) und unter dem Vorſitze des Reichs⸗ oberrichters faͤllen. 5. In dem durch vorſtehende Artikel beſtimmten Falle, iſt, wenn wider das dritte Appellationsurthel ein Rechtsmittel eingewandt iſt, die authentiſche Auslegung des Geſetzes, traft 1 des Geſetzes, erfoderlich; und es wird dabey nach Maaßgabe„ des 2. Artikels verfahren. Supplem. z. Geſetzb. Nap LXXVII. Parif. LXXVII. P des frais et dépens, pour le ressort de la cour d'appel de Paris; Arrété par le Conseil d'Etat, et rendu commun à tout Empire frangais, par décret impérial du 16 février 1307; suivi du décret impérial, du méme jour, sur la liqui- dation des dépens et frais, et du tarif des frais de taxe. LIVRE J. Des justices de paix.— CHAPITRE I. Taxe des actes et Vacations des Juges de pais. Art. 909, 932, I. I est accordèé au juge de pais, fr. cent. Codede Pro-. S ccd. eivile. Pour chaque vacation d'apposition, reconnoissance et levée de scellés, qui sera de trois heures au moins, Dans les villes ou il y a tribunal de premiere instance„3 75 Dans les autres villes et cantons Dans la premiere vacation seront compris les temps du transport et du ir = erle ae Re Ar — LXXVII. Taxordnung. 451 LXXVII. Taxordnung fuͤr den Gerichtsbezirk des Appellationsgerichtshofs zu Paris erlaſſen vom Staatsrathe und durch das kaiſerliche De⸗ cret vom 16. Februar 1807 auf das ganze franzöſiſche Reich erſtreckt, nebſt dem kaiſerlichen Decrete von eben dieſem Tage uͤber die Liquidation der Koſten und Ge⸗ buͤhren und der Taxe der Liquidationsgebuͤhren. — Erſtes Buch. Von Friedensgerichten⸗. Erſtes Kapitel. Taxe fuͤr die Schriften und Expeditionen der Frie⸗ densrichter. Gerichtsordd. Fuͤr jede Expedition bey der Verſie⸗Fran⸗ Cen⸗ dt. o. o3ꝛ. gelung, Recognition und Entſiegelung,“n timen wenn ſie wenigſtens drey Stunden dauert, paſſiren dem Friedensrichter 33 In Stäͤdten, wo es ein Gericht er⸗ 5 In andern Staͤdten und auf dem In der erſten Cxpedition iſt mit be⸗ griffen der Hin⸗und Ruͤckweg des Frie⸗ Ff2 Art. 65. LXXVII. Parif. retour du juge de paix: s'il n'y a qu'une seule vacation, elle sera payée comme complète, encore qu'elle n'ait pas été de trois heures. Si le nombre des vacations d'ap- position, reconnoissance et levee de scellés paroit excessif, le président du tribunal de première instance, en procédant à la taxe, pourra le ré- duire. 2. S'il y a lieu à référé, lors de l'apposition des scellẽs, Ou dans le cours de leur levée, Ou pour présenter un testament, ou autre papier cacheté, au prèsident du tribunal de premiere instance, Les vacations du juge de paix lui sont allouées comme celles pour l'ap- position, la reconnoissance et la le- vée de ses scellés. 3. En cas de transport du juge de paix devant le président du tri- bunal de première instance, il lui est accordè par chaque myriamètre. Autant pour le retour„ Et par journée de cinq myriamè- I ne lui est accordé qu'une seule journée quand la distance ne sera pas de plus de deux myriamètres et demi, y compris sa vacation devant le président du tribunal. Si la distance est de plus de deux myriamètres et demi, il lui sera payé deux journées pour Faller, le retour fr. cent. — 2— I0— — n. Art. 35. LXXVII. Taxordnung. densrichters. Iſt nur von einer einzigen Fr. Cent. Expedition die Rede, ſo ſoll ſie voll be⸗ zahlt werden, wenn ſie auch nicht drey Stunden gedauert hat. Wenn die Zahl der Expeditionen bey Verſiegelung, Recognition und Abneh⸗ mung der Siegel uͤbermaͤßig ſcheint: ſo kann ſie der Praͤſident des Gerichts er⸗ ſter Inſtanz bey der Taxation ermäßigen. 2. Kommt es bey der Verſiegelung oder waͤhrend der Entſiegelung zu einer ſummariſchen Anzeige; Oder findet eine ſolche Anzeige bey der Uebergabe eines Teſtaments; Oder einer andern verſiegelten Schrift an den Präſidenten des Gerichts erſter Inſtanz Statt: ſo iſt der Friedensrichter fuͤr ſeine Expedition eben ſo viel, als bey der An⸗ legung, Recognition und Abnahme der Siegel zu fodern berechtigt. 3. Muß ſich der Friedensrichter zum Praͤſidenten des Gerichts erſter Inſtanz begeben, ſo gebuͤhren ihm fuͤr jeden My⸗ riameter i Eben ſo viel fuͤr jeden Ruͤckweg.. Und fuͤr jede Tagereiſe von fuͤnf My⸗ rinimeternn i m Betraͤgt die Entfernung nur dritte⸗ halb Myriameter, ſo wird ihm dieß, mit Inbegriff ſeiner Verrichtung beym Gerichtspraͤſidenten, fuͤr nicht mehr, als eine Tagereiſe gerechnet. Betraͤgt die Entfernung uͤber dritte⸗ halb Myriameter, ſo werden ihm fuͤr Hin⸗ und Herreiſe und fuͤr ſeine Eype⸗ LXXVII. Tarif. et la vacation devant ſle président du tribunal. Art. 406, Co- 4. Pour l'assistance du juge de e C1V1I. Paix à tout conseil de famille, Pans les villes ou il J a tribunal de première instance„ Dans les autres villes et cantons Nota. Le juge de pai ne pourra jamais prendre plus de deus Vacations. Art. 70 et 71. 5. Pour l'acte de notoriéte sur la déclaration de seßt témoins, pour constater, autant que possible, l'- Poque de la naissance d'un individu de l'un ou de Fautie sexe qui se Propose de contracter mariage, et les causes qui empéchent de repré- senter son acte de naissance; A Paris Dans les villes ou il y a tribunal de premibre instanpe.. Dans les autres villes et cantons tuni Et pour la delivrance de tout au- tre acte de notoriété qui doit étre donné par le juge de pain, Pais ig Dans les villes oü il y a tribunal de première instance... Dans les autres villes et cantons rurauX. Art. 587, 781, Code de Pro- S ecd. civile. pais, à l'effet d'étte présent à l'ou- 6. Pour je transport du juge de fr. cent. 5— 3 735 5— 3 3 3 56 T— 75 60 u. — LXXVII. Taxordnung. dition beym Gerichtspraͤſidenten zwey Fr. Cent. Tagereiſen bezahlt. Art. 406. 4. Fuͤr die Gegenwart des Friedens⸗ eirkgeſebb. richters bey jedem Familienrathe S P In Staͤdten, wo ein Gericht erſter In andern Städten und auf dem Anm. Der Friedensrichter kann dabey nie mehr, als zwey Eppe⸗ ditionen anrechnen. Srt. 0 u. 71. 5. Wenn auf Verſicherung von ſie⸗ ben Zeugen, die Geburt einer Perſon von einem oder dem andern Geſchlechte, welche ſich verheirathen will, moͤglichſt ausgemittelt worden iſt, fuͤr den deshalb auszuſtellenden Notorietätsſchein und die Angabe der Urſachen, aus welchen der Geburtsſchein dieſer Perſon nicht zu er⸗ langen iſt: Zu aiea In den Städten, wo ein Gericht er⸗ ſier Inſtanz iſt Oi h In andern Städten und auf dem Latte und fuͤr Ausſtellung eines jeden andern vom Friedensrichter zu ertheilen⸗ den Notorietätsſcheins Si In Staͤdten, wo ein Gericht erſter Jüſt iſi In andern Staͤdten und auf dem Lape Art. s87. 731. 6. Dem Friedensrichter, wenn er Gerichtsordn ſich an Ort und Stelle begiebt, um, im 05 65 1 LXXVII. PTarif. verture de portes en cas de saisie- exécution, par chaque vacation de trois heures, P Daus les villes ou il y a tribunal de premiere Dans les autres villes et cantons 1urauk Et à karrestation d'un deéebiteur condamné par corps, dans le domi- cile ou ce dernier s8 trouve, Dans les villes oü il y a tribunal de premiere instance„.. Dans les autres villes et cantons rurauK„„„ Art. 4 6, 39 I west rien alloue au juge de paix, 10 pour toute cédule qu'il pourra délivrer; Art. 14. 20. Pour le paraphe des pieces en cas de denégation d'éctiture, et de déclaration qu'on entend s'ins- crire en faux incident; Art. 38. g. U lui est alloué pour transport, Soit à leffet de visiter des lieus con- tentieux, soit 5 Pefet d'entendre des temoins; lorsque le transport aura eté expressément requis par Pune des parties et que le juge Paura trouvé nécessaire, par chaque vacation, Pans les villes ou il v a trihunal de première instance. fr. cent. 5— 55 2 55 10— 6 5 5— LXXVII. Taxordnung. nung der Thuͤren gegenwärtig zu ſeyn, bey jeder Expedition, die drey Stunden dauert, In Städten, wo ein Gericht erſter In andern Staͤdten und auf dem Bey der Verhaftnehmung eines zum Gefaͤngnißzwang verurtheilten Schuld⸗ ners in ſeiner Wohnung In Staͤdten, wo ein Gericht erſter In andern Staͤdten und auf dem Art. 4. 6. 29. 7. Der Friedensrichter darf nichts anſetzen 1) fuͤr irgend einen auszufertigenden Ladungszettel; Art 3 2) fuͤr Paraphirung der Documente in dem Falle, wo die Handſchrift abge⸗ leugnet, und erklaͤrt wird, man wolle die Urkunde als verfaͤlſcht anfechten. Art. 38. 8. Dafuͤr, daß er ſich an Ort und Stelle begiebt, entweder um Orte, die in Streit befangen ſind, zu beſichtigen, oder Zeugen zu verhoͤren, wenn darum von einer Parthey ausdruͤcklich an⸗ geſucht worden iſt, oder der Richter es noͤthig befunden hat, bey jeder Expe⸗ dition 5 Z is In Staͤdten, wo ein Gericht erſter C5 457 Fall einer Huͤlfsvollſtreckung, bey Eroͤff⸗ Fr. Eent. LXXVII. PTarif. Pans les autres villes et cantons fr. cent. Nota. Le proces-verbal du juge doit faire mention de la réqui- sition de la partie, et il n'est rien alloué à défaut de cette mention. CHAPITRE II. Paxe des Greffiers des Juges de paix. —————————— Art, 8 9. I sera taxe aux greffiers des justices de pais, par chaque röle d'expedition qu'ils delivreront, et qui contiendra vingt lignes à la page et dix syllabes à la ligne, W Paris en Dans les villes ou il y a tribunal de premiere instance— 40 Pans les autres villes et cantons Art. 64, 10. Pour Texpéedition du procks- Code de Pro- verbal qui constatera que les parties ced. Civile. n'ont pu étre conciliées, et qui ne doit contenir qu'une mention som⸗ maire qu'elles n'ont pu s'accorder, il sera alloué, Pans les villes et cantons ruraux— ot. Art. 84. Gerichtsordn. Taxordnung fuͤr die Ackuarien der LXXVII. Tarordnung. 459 In andern Städten und auf dem Fr. Cent. Sie 5 Anm. Im Protocoll des Friedens⸗ richters muß dieſes Anſuchens ausdruͤcklich Erwaͤhnung geſche⸗ hen. Sobald davon nichts er⸗ waͤhnt iſt, werden die ganzen Ge⸗ buͤhren geſtrichen. Zweytes Kapitel. Friedensrichter. 9. Den Actuarien der Friedensrich⸗ ter gebuͤhren fuͤr jedes Blatt einer von ihnen ertheilten Ausfertigung, welches auf jeder Seite 20 Zeilen und auf jeder Zeile 10 Sylben enthält, In Staͤdten, wo ein Gericht erſter Shſtch iſt In andern Städten und auf dem 10. Fuͤr die Ausfertigung des Pro⸗ tocolls, welches bewaͤhrt, daß die Guͤte unter den Partheyen nicht verfangen habe; und in welchem bloß kuͤrzlich er⸗ waͤhnt wird, daß ſie ſich nicht haben vereinigen koͤnnen, kann angeſetzt werden In andern Städten und auf dem 1 LXXVII. Tarif. Ar. 1I. Læ déclaration des parties qui fr. cent. demandent à étre jugées par le juge de paix, sera insérée dans le juge⸗ ment, et il ne sera rien taxé au greffier pour Favoir regue, non plus que pour tout autre apte du greffe. Art. 50. 12. Pour transport sur les lieux contentieux, quand il sera ordonns, il sera alloué au greffier les deux tiers de la taxe du juge de paix. Art. 68. 13. I n'est rien alloué pour la mention sur le régistre du greffe et sur'original, ou la copie de la cita- tion en conciliation, quand l'une des parties ne comparoit pas. Art. 4 ez. 14. Pour la transmission au pro- cureur impérial de la récusation et de la réponse du juge, tous frais de port compris, A Paris...—„. ⸗ 5— Dans les villes ou il y a tribunal de premiere instance 3— Pans les autres villes et cantons 5— Art. 3 15. U sera taxé au greffier du juge de paix qui aura assisté aux opCrations des experts, et qui aura ecrit la minute de leur rapport, dans le cas ou tous, ou l'un d'eux, ne saurcient écrire, les deux tiers des vacations allouées à un expert. LXXVII. Taxordnung. 461 Art. 7. II. Die Erklaͤrung der Partheyen, Fr. Cent. daß ſie ihre Sache vom Friedensrichter entſcheiden laſſen wollen, wird ins Ur⸗ thel eingeruͤckt, und es paſſirt fuͤr die Annahme dieſer Erklärung oder irgend einer andern Verſicherung dem Gerichts⸗ ſchreiber nichts in Rechnung. Art. 30. 12. Dafuͤr, daß er ſich an den ſrei⸗ tigen Ort begiebt, wird dem Gerichts⸗ ſchreiber zwey Drittel ſo viel an Gebuͤh⸗ ren gutgeſchrieben, als der Friedensrich⸗ ter erhaͤlt. Art. 58. 13. Wenn eine der Partheyen nicht erſcheint, paſſirt fuͤr die Bemerkung dieſes Umſtandes im Protocoll der Ge⸗ richtsſchreiberey, oder auf der Citation zum guͤtlichen Verhoͤr, nichts. art. 45 u. 47. 14. Wenn ein Richter abgelehnt wird, ſo paſſirt fuͤr die Ueberſendung der Ablehnung und Antwort des Rich⸗ ters an den kaiſerlichen Anwald mit Inbegriff des Porto In Städten, wo ein Gericht erſter In andern Staͤdten und auf dem Art. 317. 15. Dem Gerichtsſchreiber des Frie⸗ densrichters, der bey Beſichtigungen der Sachverſtaͤndigen gegenwaͤrtig iſt, im Fall ſie alle oder einer von ihnen nicht ſchreiben koͤnnten, paſſirt fuͤr die Pro⸗ tocollirung ihres Berichts zwey Drittel 1 ſoviel, als einem Sachverſtändigen fuͤr die Expedition zukommt. Art. 06, G. civil. Art. g09, C. de Pr. civ. Art. 932. Art. 921 et 955 Art. 70 et71, Cod. civ. Art. 926, Code de Pro- cédure civ. Art. 926. LXXVII. TLaarif. 16. 1] lui est alloué jes deux tiers des Vocations du juge de paix pour assistance, Aux conseils de famille; Aux appositions de scellés; Aux reconnaissances et levdes de scellés; Aux référés; Aux actes de notoriéteé. I est encore alloué au greffier les deux tiers des frais de transport dans les mémes cas ou ils sont alloués aux juges de paix. Les grefliers des juges de paix ne pourront délivrer d'expéditions entibres des proces-verbaux d'appo- sition, reconnaissance et levce de scellés, qu'autant qu'ils en seront expressément requis par écrit. Ils seront tenus de delivrer les entraits qui leur seront demandeés, quoique l'expédition entiere n'ait été ni demandée, ni délivrée. I7. Il sera taxé au greffier du juge de pais, Pour sa vacation, à l'effet de faire la déclaration de l'apposition des scellés sur le registre du grefle du tribunal de premiéere instance, dans les villes ou elle est prescrite, les deux tiers d'une vacation du juge de paix. 18. Il lui sera alloué pour chaque opposition aux scellés qui sera for⸗- 1r. cent. A àr ( LXXVII. Taxordnung. 463 16. Zwey Drittel der Gzbuͤhren des Fr. Cent. Friedensrichters kommen ihm zu, fuͤr ſeine Gegenwart, Art. 406. bey den Berathſchlagungen der Fa⸗ Sivilgeſetb. milienräthe: Art. 909. ſi. . bey Verſiegelungen; bey Anerkennung und Abnahme der Art. 932. Siegel; Art. oar und bey ſummariſchen Anzeigen; 936. Art. 70 u. 71. bey Notorietaͤtsſcheinen. Civilgeſehb.. In allen den Fällen, wo dem Frie⸗ densrichter Reiſekoſten gebuͤhren, gebuͤh⸗ ren dem Gerichtsſchreiber zwey Drittel. Die Gerichtsſchreiber der Friedens⸗ richter duͤrfen Ausfertigungen ganzer Pro⸗ tocolle uͤber Anlegung, Anerkennung und Abnahme der Siegel nur ſoweit ertheilen, als ſie ſchriftlich darum erſucht worden ſind. Sie ſind ſchuldig, Auszuͤge mitzu⸗ theilen, wenn man ſie darum erſucht, wenn gleich die Ausfertigung des Gan⸗ zen weder gebeten, noch ertheilt wird. 17. Dem Gerichtsſchreiber des Frie⸗ densrichters ſoll gebuͤhren: fuͤr ſeine Eppedition, um die erfolgte 6 Verſiegelung zum Protocoll bey der Ge⸗ richtsſchreiberey des Tribunals erſter In⸗, ſtanz anzuzeigen, und zwar in den 4 Städten, wo dieſe Anzeige vorgeſchrie⸗ ben iſt, zwey Drittel der Gebuͤhren des Friedensrichters. Art. 926. 18. Es gebuͤhrt ihm fur jede Prote⸗ ſtation gegen die Verſiegelung, wenn ſie LXXVII. Parif. mee par déclaration sur le proces- verbal 1e scellés, Dans les villes ou il y a tribunal de premiere instance Dans les autres villes et cantons rurzu. Art. 1039. 19. Il ne lui sera rien alloué pour les oppositions formées par le minis- tere des huissiers, et visées par lui. Art. 96. 20 1l est allouée pour chaque ex- trait des oppositions aux scellés, à raison, par chaque opposition, de S Dans les villes ou il y a tribunal de première instance. Dans les autres villes et cantons TurauX„„ ⸗. CHAPITRE III. Taxe des Huissiers des Juges de paix. 21. Pour l'original, De chaque citation contenant de- mande, Rais 6 Dans les villes ou il y a tribunal de premiere instance. Dans les autres villes et cantons vur Art. 16 01 18 Code de Pr. civile. De signification de jugement „ LXXVII. Taxordnung. 465 durch eine zum Verſiegelungsprotocolle Fr. Cent. gegebene Erklaͤrung angelegt wird 31 In Staͤdten, wo ein Gericht erſter — 40 In andern Staͤdten und dem Art. 1039. 10. Fuͤr die Proteſtationen, die beym Gerichtsboten eingelegt und von ihm viſirt worden ſind, gebuͤhrt ihm nichts. Art. 926. 20. Fuͤr jeden Auszug der wider die Verſiegelung eingelegten Proteſtationen gebuͤhrt ihm in Anſehung jeder einzelnen In Staͤdten, wo ein Gericht erſter Jüſtanz iſt— 40 — o In andern Staͤdten und auf de Drittes Kapitel. Taxordnung fuͤr die Gerichtsboten der Friedensrichter. 21. Fuͤr das Original o jeder Citation, in der die Klage ent⸗ halten iſt: In Staͤdten, wo ein Gericht erſter ſ In andern Städten und dem 3 Art. 16. 19. c* beichorr) einer Inſinuation eines urthels ebenſoviel Supplem. z. Geſepb. Nap. Gg 466 LXXVII. Tarit. Art. 17. De sommation de fournir caution kr. cent. ou d'étre présent à la réception et soumission de la caution ordonnée. 1 25 Art. 20. D'opposition au jugement par dé- faut, contenant assignation à la prochaine Art. 32. De demande en garantie. id. Art. 34. De citation aus témoins. id. Art. 42. De citation aux gens de l'art et Art. 352. De citation en conciliation... id. Art. 406, Cod. De citation aux membres qui doivent — civil. 2 b. composer le conseil de famille id. De notification de l'avis du con- e f Art. 926, 2 code de Pr. D'opposition aux civile.. 6 De sommation à la levée des scellès. Et pour chaque copie des actes ci- dessus énoncés, le quart de l'original. 22. Pour la copie des pieces qui pourra étre donnée avec les actes, par chaque rölęe d'expédition de vingt lignes à la page et de dix syllables à la ligne Pans les villes od il y a tribunal e remiee in Dans les autres villes et cantons 23. Pour transport qui ne pourra étre alloué qu'autant qu'il y aura plus d'un demi- myriambtre(une lieue anciche) de distance entre la de⸗ meure de Phuissier et le lieu ou l'ex- LXXVII. Taxordnung. 467 S Art. 17. der Auffoderung einen Buͤrgen zu Fr. Cent. ſtellen, und bey der Annahme und 5 Uebernahme der Buͤrgſchaft gegenwaͤrtig es Art. 20. einer wider ein Contumacialurthel 0 eingelegten Oppoſition, in welcher die Citation zur naͤchſten Audienz enthal⸗ Art. 32. der Lirisdenunciativn 0benſov. Art. 34. der Vorladung der ZSeugen.. ebenſov. Art. 42 der Vorladung der Kunſt-oder Sach⸗ ſo Art. 8a. der Vorladung zum Guͤtetermin.. ebenſov. Art. go6. der Vorladung des Mitgliedes eines Eiviigeſezb. Familienraths.... ebenſov. der Inſinuation des Gutachtens des Fieſo. Art. 926. der Proteſtation wider die Verſiege⸗ S ebenſo. der Auffoderung zur Entſiegelung ebenſov. und fuͤr jede Abſchrift oberwaͤhnter Urkunden das Viertel ſoviel, als fuͤrs Original. 22. Fuͤr die Abſchrift der Beylagen, fuͤr jedes Blatt von 20 Zeilen auf der Seite, und zehn Sylben auf der Zeile 6 In den Staͤdten, wo ein Gericht 2e In andern Städten und auf dem 2 23. Fuͤr die Reiſegebuͤhren kann nur dann etwas angeſetzt werden, wenn der Wohnort des Huiſſiers von dem Orte, wo die Zufertigung erfolgen ſoll, mehr als einen halben Myriameter(eine Gg 2 Art. 29 et 34 LXXVII. Parif. ploit devra étre posé, aller et re- fr. cent. U ne sera rien alloué aux huissiers des juges de paix pour visa par le grefßer de la justice de pai ou par ſes maire et adjoints des communes du canton, dans les diférens cas prévus par le Code de procédure. CHAPITRE IV. Taxe des Témoins, Fxperts et Gar- diens des Scellés. —————— a4. I sera taxé au témoin enten- du par le juge de paix, une somme équivalente à une journée de travail, méme à une double journée si le té⸗ moin a été obligé de se faire rem- placer dans sa profession, ce qui est laisse à la prudence du juge. I sera taxé au témoin qui n'a pas de prolession Il ne sera point passé de frais de voyage, si le témoin est domici- lic dans le canton ou il est entendu. S'il est domicilié hors du canton et à une distance de plus de deun myriamètres et demi du lieu ou il fera sa déposition, il lui sera alloué autant de fois une somme double de 2— Art. 29 u. 34. LXXVII. Taxordnung. 469 alte franzoͤſiſche Meile) entfernt iſt; und Fr. Cent. zwar fuͤr Hin- und Herreiſe auf den Dafuͤr, daß der Gerichtsbote in den verſchiedenen durch die Gerichtsordnung beſtimmten Faͤllen die Ausfertigung vom Gerichtsſchreiber des Friedensrichters oder von dem Maire und Adjunct des Cantons viſiren läßt, gebuͤhrt ihm nichts. Viertes Kapitel. Taxe fuͤr Zeugen, Sachverſtaͤndige und Aufſeher uͤber verſiegelte Gegenſtaͤnde. 24. Einem Zeugen, der vom Frie⸗ densrichter abgehoͤrt worden iſt, gebuͤhrt dafuͤr ſoviel, als das Tagelohn auf Ei⸗ nen Tag, ja ſelbſt auf zwey Tege, wenn der Zeuge genoͤthigt gewefen iſt, in ſeiner Profeſſion jemanden fuͤr ſich arbeiten zu laſſen, welches nach dem Ermeſſen des Richters beſtimmt wird. Einem Zeugen, der kein Gewerbe treibit, gebühren— Iſt der Zenge in dem Canton, wo er abgehoͤrt wird, wohnhaft, ſo gebuͤh⸗ ren ihm keine Reiſekoſten. Iſt er außer ſeinem Canton und in einer Entfernung von mehr, als andert⸗ halb Myriametern von dem Orte ent⸗ fernt, wo er ſeine Ausſage zu erſtatten hat, dann gebuͤhrt ihm der doppelte Be⸗ 2 — ———— Art 29 et 42. LXXVII. PTarik. journée de travail, de 4 fr., qu'il y aura de fois cinq myriamètres de distance entre son domicile et le lieu ou il aura déposé. 25. La taxe des experts en justice de paix sera la méme que celle des témoins, et il ne leur sera alloué de frais de voyage que dans les mémes cas. 26. Les Frais de garde seront taxés par chaqus jour, pendant les douze premiers jours; P Dans les villes ou il y a tribunal de première instance.. Dans les autres villes et cantons Ensuite seulement à raison de, Pais Dans les villes ou il y a tribunal de premiere instance.„ Dans les autres villes et cantons rurauX„ 10 ou une somme fr. cent. 00 0 O 0 LXXVII. Taxordnung. 471 trag des Tagelohns, oder die Summe Fr. Cent. von 4 Franken, auf jede fuͤnf Myriame⸗ ter der Entfernung ſeines Wohnorts, von dem Orte, wo er ſeine Ausſage er⸗ ſtattet hat. Art. a9 u. ae. 25. Die Gebuͤhren der Sachverſtaͤn⸗ digen werden bey dem Friedensgericht den Zeugengebuͤhren gleichgeſtellt, und es gebuͤhren ihnen nur in dem Falle Reiſekoſten, in welchem ſie die Zeugen erhalten. 26. An Berechnungskoſten paſſiren wenigſtens die erſten zwoͤlf Tage fuͤr jeden Tag In den Städten, wo ein Gericht ſ In andern Staͤdten und auf dem Nachher aber fuͤr jeden Tag In den Städten, wo ein Gericht etſer Inſt iſt 66 In andern Staͤdten und auf dem 6 ¹0 LXXVII. Tarif. LIVRE II. De la taxe des frais dans les tribunaux inférieurs et dans les cours. TRE L De la taxe des Actes des Huissiers ordinaires. „ u Actes de premiere classe. Art 16, 69, 61 27. Pour l'original d'un exploit et 69, No. g, code de Pro- d'appel du jugement de la justice céd. civile. de paix, D'un exploit d'ajournement, méme en cas de domicile inconnu en France, et d'afiche à la porte de l'auditoire, Pirtb Art. 65. 28. Pour les copies de pieces qui doivent étre données avec T'exploit d'ajournement et autres actes, par röle contenant vingt lignes à la page, et dix syllables à la ligne, ou 6va- lué sur ce pied, „Ceut. Art. 16 59. 61. u. 69. Nr. 3. Gerichtsordn. Art. 63. LXXVII. Taxordnung. Fr. Zweytes Buch. Taxordnung fuͤr die Gerichtsboten der Untergerichte und der(Appellations⸗) Gerichtshoöfe. Erſter Titel. — Taxe fuͤr die urkunden der gewoͤhnli⸗ chen Gerichtsboten. g. I. urkunden der gewohnlichen Art. 2. Fuͤr das Driginal der Zuferti⸗ gung einer wider eine Entſcheidung des Friedensrichters eingewandten Appella⸗ tion, Fuͤr die Inſinuationsurkunde einer Vorladung, ſelbſt wenn der Wohnort in Frankreich unbekannt iſt, und fuͤr den Anſchlag an die Thuͤr des Audienz⸗ ſaales Sai 28. Fuͤr die Abſchriften der Beyla⸗ gen, die zugleich mit dem Citationspro⸗ tocoll zugefertigt werden muͤſſen, und anderer Urkunden fuͤr jedes Blatt, das 20 Zeilen auf der Seite und 10 Sylben in jeder Zeile enthaͤlt, oder nach dieſem Maaßſtabe berechnet iſt 473 Cent. Art. 121, C⸗ de Pr. civ. Art. 147. Axt. 153. Art. 166. Art. 204. Art. 223. LXXVII. Tarif. Le droit de copie de toute espece de pièces et de jugemens appartiendra à l'avoué, quand les copies de pie- ces seront faites par lui; l'avous sera tenu de signer les copies de pieces et de jugemens, et sera ga- rant de leur exactitude. Les copies seront correctes et lisi- bles, à peine de rejet de la taxe. 29. Pour l'original d'une somma- tion d'étre présent à la prestation d'un serment ordonné. D'une signification de jugement à domicile. De signification d'un jugement de jonction pour un huissier commis. De signification d'un jugement par défaut contre partie, par un huissier commis. D'opposition au jugement par ds- faut rendu contre partie. De sommation aux experts et aux depositaires des pieces de comparai- son, en verification d'écritures. De signification aux dépositaires de Pordonnance, ou du jugement qui fr. cent. — 25 Ar htri Art. Gerichtsordn. Art. Art. Art. Art. Art. Art. 127. — 153. 562. 204. 223. LXXVII. Taxordnung. S Ae Die Abſchreibegebuͤhren fuͤr Acten⸗ ſtuͤcke und Urthel aller Art gebuͤhren dem Anwalde, wenn er die Abſchriften fertigen ließ. Der Anwald muß aber die Abſchriften der Actenſtuͤcke und Ur⸗ cthel unterzeichnen, und fuͤr ihre Richtig⸗ keit haften. Die Abſchriften muͤſſen, bey Verluſt der Gebuͤhren, correct und leſerlich ge⸗ ſchrieben ſeyn. 29. Fuͤr das Original der Auffoderung(Provocation), bey Leiſtung eines zuerkannten Eides gegen⸗ wärtig zu ſeyn; der Inſinuationsurkunde eines Ur⸗ thels an den Wohnort; der Inſinnationsurkunde eines Ur⸗ thels, in welchem erkannt iſt, daß meh⸗ rere Proceſſe zuſammen verhandelt wer⸗ den ſollen; der Zufertigung eines wider eine Parthey geſprochenen Contumacialurthels, durch einen dazu abgeordneten Gerichts⸗ boten; der Inſinuation eines Contumacial⸗ urthels wider eine Parthey; der Auffoderung an die Schreibemei⸗ ſter und die Bewahrer der zur Verglei⸗ chung dienenden Urkunden, bey der Er⸗ oͤrterung der Aechtheit der Handſchriften (comparatione literarum). der Zufertigung an die Inhaber des Befehls oder Urthels, in welchem dar⸗ Fr. 475 Cent⸗ 25 20 Art. 260 et 261. Art. 329 Art. 350. Art. 81 Art. 429„ C. de Pr. civ. Art. ₰36. Art. 436 et 437 LXXVII. Parif. porte que la minute de la piece sera apportée au greffe. D'assignation aux témoins dans les enquétes. D'assignation à la partie contre laquelle se fait'enquéte. De signification de l'ordonnance du juge-commissaire pour faire pré- ter serment aux experts. De la signification de la requste et des ordonnances, pour faire subir interrogatoires sur faits et articles. De la oignification du jugement rendu par défaut contre partie, sur demande en reprise d'instance, ou en constitution de nouvel avoué, par un huissier commis. De signification du désaveu. e signification du jugement, por- tant permission d'assigner en règle- ment des juges, contenant assi- gnation. Pour Ioriginal d'une demande for- mée au tribunal de commerce. D'une sommation de comparaitre devant les arbitres ou experts nom- mes par le tribunal de commerce. De signification de jugement par defaut du tribunal de commerce par un huissier-commis. Pour l'original d'opposition au fr. cent. . 25 Art N Ar An Art. 260 und 261. Art. 307. Art. 329. Art. 350. Art. 355. Art. 365. Art. 415. Art. 429. Art. 435. Art. 436 und 437. LXXVII. Taxordnung. 477 auf erkannt iſt, daß die Originalurkunde in Fr. Cent. die Gerichtsſchreiberey gebracht werden ſoll; der Ausfertigung an die Zeugen beym Zeugenbeweiſe; der Ausfertigung an die Parthey, wider welche der Zeugenbeweis gefuͤhrt wird; der Zufertigung der vom Gerichtscom⸗ miſſar wegen Vereidung der Zeugen er⸗ laſſenen Verordnung; der Zufertigung des Anſuchens und der gerichtlichen Verordnung zur Abhoͤrung der Parthey uͤber Thatſachen und Artikel; der Zufertigung des wider die Par⸗ they auf Reaſſuntion des Proceſſes, oder Beſtellung eines neuen Anwalds geſprochenen Contumacialurthels, durch einen dazu abgeordneten Gerichtsboten; der Zufertigung der Losſagung(der Parthey) von den Handlungen des Sachwalters; der Zufertigung des Urthels, in wel⸗ chem einer Parthey verſtattet wird, den Gegentheil wegen Beſtimmung des Rich⸗ ters vorladen zu laſſen, nebſt der darin enthaltenen Vorladung. Fuͤr das Original einer beym Han⸗ delsgericht angebrachten Klage; einer Auflage, vor den vom Han⸗ delsgerichte ernannten Schiedsrichtern, oder Sachverſtaͤndigen zu erſcheinen; einer Inſinuation eines vom Han⸗ delsgerichte abgefaßten Contumacialur⸗ thels durch einen hierzu abgeordneten Gerichtsboten. Fuͤr das Original — — Art. 440 et 441 Art. Art. Art. 447. 607. 418. KXVII. PFärif⸗ jugement par défaut rendu par le fr. ceut. tribunal de commerce, contenant les moyens d'opposition et assignation. De signification des jugemens con- 2 1 tradictoires. De l'acte de présentation de cau- 1n tion ayec sommation à jour et heure fixes, de se présenter au greffe pour prendre communication des titres de la caution, et assignation à l'au- dience, en cas de contestation, pour 6étre status. Original d'un acte d'appel de juge- mens des tribunaux de première instance et de commerce, contenant assignation et constitution d'avouc. De signification de jugement à des heritiers collectivement, au domicile du défunt. D'une réquisition aux tribunaux de juger en la personne dr greffier. De signification de la requéte et du jugement qui admet une prise à partie. De signification de la présentation de caution, avec copie de l'acte de dépöt au greffe des titres de solva- bilité de la caution. eut Art. 439. Art. 440 und 441. Art. Art. Art. Art. Art. 456. 447. 507. 514. 418. LXXVII. Taxordnung. 479 der wider ein vom Handelsgerichte Fr. Eent. geſprochenes Contumacialurthel eingeleg⸗ ten Oppoſition, worin die Oppoſitions⸗ beſchwerden und die Vorladung enthalten ſind; einer Inſinuation der auf Erſcheinen beyder Theile geſprochenen Urthel; des Satzes, in welchem der Buͤrge angezeigt wird, nebſt der Auffoderung, ſich zu dem angeſetzten Tage und zur beſtimmten Stunde in der Gerichts⸗ ſchreiberey einzufinden, um ſich die Buͤrgſchaftsurkunden vorlegen zu laſſen; verbunden mit der Vorladung zum Ver⸗ hoͤr, in welchem uͤber die etwa entſtan⸗ denen Streitigkeiten entſchieden werden ſoll. Fuͤr das Original einer Appellations⸗ ſchrift wider ein Urthel der Gerichte erſter Inſtanz und der Handelsgerichte, worin zugleich die Vorladung und Be⸗ ſtellung eines Anwalds enthalten iſt; der Inſinuation des Urthels an die Erben zuſammengenommen ins Erbhaus; der an die Perſon des Gerichtsſchrei⸗ bers gerichteten Auffoderung an das Ge⸗ richt, eine Entſcheidung zu ertheilen; der Inſinuation der Syndicatsklage und des Urthels, durch das ſie zugelaſſen wird; der Inſinuation der Buͤrgſchaftsbe⸗ ſtellung nebſt Abſchrift des Protocolls uͤber die Niederlegung der die Zahlbar⸗ keit des Buͤrgen bewaͤhrenden Urkunden in der Gerichtsſchreiberey; 490 — — Art. 5 0 4₰ Art. 667, 653 et 569. Art. 563„C. de Pr. civ. Art. 564. Art. 570. Art. 683 et 534 Art. 602. Art. 606. LXXVII. PTarif. De signiſication de Pordonnance fr. cent. du juge-commis, pour entendre un compte, et sommation de se trouver devant lui, aux jour et heure indi- qués, pour étre présent à la présen- tation et affirmation. Dun exploit de saisie-arrét ou opposition contenant énonciation de la somme pour laquelle elle est faite, et des titres, ou de l'ordonnance du juge. De la deénonciation au saisi de la saisie arrét, ou opposition, avec assignation en validité. De la denonciation au tiers-saisi de la demande en validité formée contre le débiteur saisi. De l'assignation au tiers-saisi pour faire sa déclaration. D'un commandement, pour par- venir à une saisie- exécution. De la notification de la saisie- exécution faite hors du domicile du saisi, et en son absence. D'une assignation en référé à la requéte du gardien, qui demande sa décharge. D'une sommation à la partie sai- sie, pour étre présente au récole⸗ LXXVII. Taxordnung. 481 ent, Art. 334. der Zufertigung der von dem Ge⸗ Fr. Cent. richtscommiſſar erlaſſenen Aufſoderung zur Rechnungsabnahme und der Auflage, vor ihm am angeſetzten Tage und zur beſtimmten Stunde zu erſcheinen, um er Vorlegung und Vereidung beyzu⸗ wohnen; Art. 557. 338 einer Ausfertigung eines Zahlungs⸗ und 359. verbots, worin die Summe, auf welche ſolches ertheilt wird, die Beweisurkun⸗ den und die richterliche Verordnung ent⸗ halten ſeyn muͤſſen; Art. 863. der Ankuͤndigung des angelegten Ar⸗ reſts an den mit Arreſt Belegten, nebſt Vorladung zum Verfahren uͤber die Guͤl⸗ tigkeit des Arreſtes; Art. 364. der Anzeige an den Dritten, hey dem der Arreſt angelegt wird, daß wider den mit Arreſt belegten Schuldner auf Anerkennung der Guͤltigkeit des Arreſtes geklagt ſey; Art. 870. der Vorladung an den Dritten, bey dem der Arreſt angelegt iſt, ſeine Erklaͤ⸗ rung zu thun; Art. 363 und eines Zahlungsgebotes, das vor der Huͤlfsvollſtreckung vorausgehen muß; Art. 602. der Bekanntmachung einer außer dem Wohnorte des mit Arreſt Belegten oder in deſſen Abweſenheit erfolgten Huͤlfs⸗ vollſtreckung; Art. 606. einer Vorladung zum ſummariſchen Verfahren auf das Geſuch des Aufſe⸗ hers, der ſeine Entlaſſung verlangt; einer Auffoderung an den mit Arreſt Belegten, daß er ſich zur Uebergabe der mit Arreſt belegten Sachen einfinden Supplem. z. Geſetb. Nap. h Art. 60g. Art. 6og. Art. 612. Art. 626. Art. 628. ſ Art. 636. LXXVII. Parif. ment des effets saisis, quand le gar- dien a obtenu sa décharge. D'une opposition à vente, à la requéte de celui qui se prétendra propriétaire des objets saisis entre les mains du gardien. De denonciation de cette opposi- tion au saisissant et au saisi, avec assignation libellée et l'enonciation des preuves de propriété. Le gardien ne pourra étre assigné. D'une opposition sur le prix de la vente, qui en contiendra les causes. D'une sommation au premier sai- sissant de faire vendre. D'une sommation à la partie sai- sie, pour étre présente à la vente, qui ne seroit pas faite au jour indi- qué par le proces- verbal de saisie- exécution. Pour l'original du commandement qui doit précéder la saisie- brandon. De dénonciation de la saisie- bran- don au garde champétre, gardien de droit à ladite saisie, et qui ne sera pas présent au proces- verbal. Pour l'original du commandement qui doit précéder la saisie des ren- tes constituées sur Particuliers. fr. cen Art. Art. Art. Art. Art. Art. Art. 608. 609. 612. 614. 626. 625. 636. LXXVII. Taxordnung. ſolle, wenn der daruͤber beſtellte Aufſe⸗ Fr. Cent. her ſeine Entlaſſung erhalten hat; einer Proteſtation wider einen Ver— kauf von Seiten deſſen, der ſich fuͤr den Eigenthuͤmer der in Verwahrung des Aufſehers befindlichen, mit Beſchlag be— legten Gegenſtaͤnde ausgiebt; der Anzeige dieſer Proteſtation an den Arreſtanleger und an den mit Beſchlag Belegten, nebſt Klage und Vorladung, auch Angabe der Beweiſe des Eigenthums; eines wider Auszahlung der Au⸗ ctionsgelder, unter Anzeige der Gruͤnde, angezeigten Zahlungseinſpruchs; einer Auffoderung an den erſten Ar⸗ reſtanleger, den Verkauf zu betreiben; einer Auflage an den mit Arreſt Be⸗ legten, ſich bey einer Verſteigerung ein⸗ zufinden, dafern dieſe an dem im Pro⸗ tocolle uͤber die Huͤlfsvollſtreckung be⸗ ſtimmten Tage nicht erfolgt. Fuͤr das Original des Zahlungsge⸗ bots, das vor der Huͤlfsvollſtreckung in die auf dem Halme ſtehenden Fruͤchte vorausgehen muß; der Anzeige der Huͤlfsvollſtreckung in die auf dem Halme ſtehenden Fruͤchte an den Feldhuͤter, der geſetzlicher Aufſe⸗ her der in Beſchlag genommenen Ge⸗ genſtaͤnde iſt, ſoweit dieſer bey der Auf⸗ nahme des Protocolls nicht zugegen iſt. Fuͤr das Original des Zahlungsge⸗ bots, das vor der Huͤlfsvollſtreckung in die auf Privatperſonen beſtellten Renten vorhergehen muß: 55 — — —— ——— 434 Art. 641. Art. 659 et 660. Art. 661. Art. 665. Art. 673. Art. 687. Art. 693. LXXVII. Tarif. De dénonciation à la partie saisie fr. cent. de Pexploit de saisie de rentes cons- tituées sur particuliers. D'une sommation aux créanciers de produire, dans les contributions, et à la partie saisie, de prendre com- munication des pieces produites, et de contredire, s*il y échet. D'une sommation à la partie sai- sie, qui n'a point d'avouè constitué, à la requéte du propriétaire de com- paraitre en réferé devant le juge- commissaire, pour faire statuer préli- minairement sur son privilége pour raison des loyers à lui dus. De denonciation à la partie sai- sie, qui n'a point d'avoué constitué, de la elöture du proces- verbal du juge- commissaire, en contribution, avec sommation d'en prendre commu- nication, et de contredire sur le pro- ces- verbal dans la quinzaine. Pour l'original d'un commande- ment tendant à la saisie immobilière. De la notification à la partie sai- sie de l'acte d'apposition de placards en saisie immobilière. De la signification aux créanciers inscrits de Facte de consignation faite par l'acquéreur, en cas d'aliénation, qui peut avoir lieu après la saisie Rt. A Art. 641. Art. 639 und 660. Art. 661. Art. 663. Art. 673. Art. 687. Art. 693. LXXVII. Taxordnung. 485 der Bekanntmachung des Huͤlfsſcheins Fr. Eent. der auf Privatperſonen beſtellten Renten an den, wider welchen damit verfahren wird; einer Auflage an die Glaͤubiger, bey einer Diſtribution, ihre Urkunden zu produciren; und an den mit Beſchlag Belegten, die producirten Urkunden ſich vorlegen zu laſſen und noͤthigen Falls Einwendungen dagegen zu machen; der Auflage an die mit Beſchlag be⸗ legte Parthey, wenn ſie keinen Anwald beſtellt hat, auf Anſuchen des Vermie⸗ thers, zum ſummariſchen Verfahren vor dem Gerichtscommiſſar zu erſcheinen, damit vorlaͤufig uͤber das Vorzugsrecht entſchieden werde, das der Vermiether wegen des ruͤckſtändigen Hauszinſes hat; einer Anzeige an den mit Beſchlag Belegten, der keinen Anwald beſtellt hat, daß der Gerichtscommiſſar das Dis⸗ tributionsprotocoll geſchloſſen habe, nebſt Auffoderung, ſich ſolches vorlegen zu laſſen und ſeine Einwendungen binnen 14 Tagen zum Protocoll zu geben. Fuͤr das Hriginal eines Zahlungsge⸗ bots, das auf die Huͤlfsvollſtreckung in unbewegliche Guͤter Beziehung hat; der Bekanntmachung der uͤber die Aushaäͤngung der Subhaſtationspatente aufgenommenen Regiſtratur; der Inſinuation des uͤber die vom Kaͤufer erfolgte Depoſition der Kaufgel⸗ der aufgenommenen Protocolls an die hypothekariſchen Gläubiger, wenn nach erfolgter Huͤlfsvollſtreckung der Verkauf Art. 734 et 736. Art. 763. Art. 307. Art. Zo9. civil. rt. 1259, C. LXXVII. Tarif. immobiliere, sous la condition de consigner. De la notification d'un exemplaire du placard aux créanciers inscrits. De la demande en distraction d'ob⸗ jets saisis immobilierement contre la Partie qui n'a pas avoué en cause. De la notification an greffier de 'appel du jugement qui aura status sur les nullités proposées en saisie immobilière. De sommation aux créanciers ins- crits de produire dans les ordres. Dassignation en référé, dans les cas d'urgence, ou lorsqu'il s'agit de statuer sur les difficultés relatives à l'exécution d'un titre exécutoire ou d'un jugement. De signification d'une ordonuance sur référé. D'une sommation d'étre présent à la consignation de la somme offerte. De dénonciation du procs- verbal de dépöt de la chose ou de la som- fr. cent. A A LXXVII. Taxordnung. 437 n. des Grundſtuͤcks unter der Bedingung Fr. Cent. erfolgt iſt, daß die Kaufgelder deponirt werden ſollen; Art. 695. der Mittheilung eines Exemplars des Subhaſtationspatents an die hypotheka⸗ riſchen Glaͤubiger; Art. 737. der Klage auf Abſonderung gewiſſer Gegenſtaͤnde, welche bey der Huͤlfsvoll⸗ ſtreckung in die Immobilien mit unter Be⸗ ſchlag genommen ſind, wenn dieſe Klage gegen eine Parthey gerichtet iſt, die in der Sache keinen Anwald hat; Art. 734 und der Inſinuation der wider das, in A6 Anſehung einer der Immobiliar-Huͤlfs⸗ vollſtreckung entgegengeſetzten Ausflucht der Nullitaͤt, geſprochene Urthel einge⸗ wandten Appellation an den Gerichts⸗ ſchreiber; Art. 733. einer Auflage an die hypothekariſchen Glaͤubiger, ihre Urkunden in gehoriger Ordnung zu produciren; Art. 307. einer Vorladung, auf erfolgtes ſum— mariſches Anbringen in dringenden Fäl— len, oder wenn uͤber Streitigkeiten zu entſcheiden iſt, die wegen einer auf exe⸗ cutoriſche Urkunden oder ein rechtskraͤfti⸗ ges Urthel erfolgten Huͤlfsvollſtreckung eingetreten ſind; 3 Art. 809. einer Zufertigung der auf ſummari⸗ ſches Anbringen ertheilten Entſcheidung; rt. 1289. einer Auflage, der Depoſition einer vilgeſetzb.— geſebt. dargebotenen Summe beyzuwohnen: der Anzeige von dem uͤber die Depo⸗ ſition der gerichtlich niedergelegten Sache oder Summe aufgenommenen Protocolle LXXVII. Tarif. me consignée, au créancier qui n'é- fr. cent. toit pas présent à la consignation. Art. 1264. De sommation aux créanciers d'en- lever le corps certain, qui doit étre livré au lieu ou il se trouve. 2 Art. 819, C. D'un commandement à la requéte 6e de Pr. civ. des propriétaires et principaux loca- taires de maisons ou hieus ruraux, à leurs locataires, sous-locataires et fer- miers, pour paiement de loyers ou fermages échus.* Art. 2183, De la noliſication aux créanciers Code civil. inscrits de l'extrait du titre du nou- veau propriétsire, de la transcription et du tableau prescrit par T'article 2183 du Code civil. Art. 509 0. D'une assignation et sommation à 6 de Pr. civ. un notatre, et aux Parties intéressées, „** ⸗„„ s'il y a lieu, Pour avcir expédition d'un acte parfait. Art. 341. D'un acte non enregistré, ou resté imparfait. Art. 344. Ou une seconde grosse. Art. 361. D'une sommation à la requéte de la femme à son mari, de l'autoriser. Art. 836. D'une demande à domicile, à fin de rectification d'un acte de Tétat civil. LXXVII. Taxordnung. 489 an den Glaͤubiger, wenn er bey der Fr. Cent. Depoſition nicht gegenwaͤrtig war; Art. 1264. der Auflage an die Glaͤubiger, eine gewiſſe Sache, welche an dem Orte, wo ſie ſich befindet, uͤbergeben werden ſoll, abzuholen. Art. 319. eines auf Anſuchen des Eigenthuͤmers Gerichtsordn. oder Hauptmiethers oder Hauptpachters ganzer Haͤuſer oder Landguͤter an deren Miether oder Pachter, Sublocatare oder Unterpachter erlaſſenen Zahlungs⸗ gebots wegen verfallener Miethzinſen oder Pachtgelder; Art. 2r23. einer an die in die Hypothekenbuͤcher selett eingezeichneten Glaͤnbiger ertheilten No⸗ tification des Auszugs aus der Erwer⸗ bungsurkunde des neuen Eigenthuͤmers, der Eintragung derſelben ins Hypothe⸗ kenbuch und der im 2183. Artikel des Civilgeſetzbuchs vorgeſchriebenen Tabelle; Art. 829. der Vorladung oder Auflage an Serichtoton. einen Notar und an die Intereſſenten, dem dazu Berechtigten eine Ausfertigung einer vollzogenen Urkunde zukommen zu laſſen; Art. 841. einer nicht einregiſtrirten oder unvoll⸗ zogenen Urkunde; Art. 844. oder einer zweyten Hauptausferti⸗ gung; Art. 861. einer an den Ehemann, auf Anſuchen der Frau, erlaſſenen Auflage, ihr(zum Erſcheinen vor Gericht) ſeine Einwilli⸗ gung zu ertheilen; Art. 886. eines im Wohnorte angebrachten Ge⸗ ſuchs um Berichtigung einer Civilſtands⸗ urkunde; 490 3 Arr. Art. Art. 376. Mrt 2 6 civil. Art. 383„ C. de Pr. civ. 976. 980. 992. 1018. LXXVII. Tarif. D'une demande en séparation de corps. DMune demande en divorce pour cause déterminée. D'ajournement, pour demander la réformation d'un avis du conseil de famille qui n'a pas été unanime. De l'opposition formée à la requéte des membres d'un conseil de famille àa TPhomologation de la délibération. De sommation aux parties qui doi- vent étre appelées à la vente des meubles dépendant d'une succession. De sommation aux copartageans de comparaitre devant le juge-com- missaire. De sommation aux parties pour assister à la clöture du procès- ver- pal de partage chez le notaire. De sommation à la requéte d'un créancier, à l'héritier bénéficiaire de donner caution. De sommation aux arbitres de se réunir au tiers arbitre pour vider le Partagé. De tout exploit contenant somma⸗ tion de faire une chose, ou opposi- tion à ce qu'une chose soit faite, protestation de nullité, et générale- ment de tous actes simples du mi- nistre des huissiers non compris dans la seconde partie du présent tarif. A Ger Art. Art. 876. 24r. Civilgeſetzo. Apt. Gerichtsordn. Art. Art. Art. Art. Art. 833. 947. 976. 980. 992. „10O18. LXXVII. Taxordnung. 491 einer Klage auf Scheidung von Tiſch Fr. Cent. und Bette; einer Klage auf Eheſcheidung wegen beſtimmter Urſachen; der Vorladung, welche den Zweck hat, daß ein Gutachten des Familien⸗ raths, das nicht alle Stimmen fuͤr ſich hatte, abgeaͤndert werde; einer wider das Anſuchen der Mit⸗ glieder eines Familienraths um Beſtati⸗ gung ihres Beſchluſſes eingelegten Pro⸗ teſtation; der Auflage an die Partheyen, ſich bey der Verſteigerung der Erbſchaftsmo— bilien einzufinden; der Auflage an die theilenden Er⸗ ben vor dem Gerichtscommiſſar zu er⸗ ſcheinen; der Auflage an die Partheyen, dem Abſchluſſe des Theilungsprotocolls beym Notar beyzuwohnen; der auf Anſuchen eines Glaͤubigers erfolgten Auflage, einen Buͤrgen zu ſtellen; der Auflage an die Schiedsrichter ſich beym Obmanne einzufinden, um die Theilung zu pruͤfen; jeder Ausfertigung, welche die Auf— lage, etwas zu thun, oder die Proteſta⸗ tion wider etwas, das geſchehen ſoll, oder die Proteſtation gegen eine Nulli— taͤt enthält; und uͤberhaupt aller einfa— chen zum Amte des Gerichtsboten gehoͤ⸗ rigen Schriften, ſo weit ſie nicht im zweyten Theile dieſer Taxordnung ent⸗ halten ſind Art. 45. Art. 685, 586, 587/388‧ 589 690 et 601. LXXVII. Tarif. Pour chaque copie, le quart de l'original. Indépendamment des copies de pieces qui n'auront pas étè faites par les avoués, et qui seront taxses comme il a été dit ci-dessus. 6 Actes de seconde classe et Proces- ver- baux. 30. Pour Foriginal de la récusa- tion du juge de pais, qui en con- tiendra les motifs, et qui sera signé par la partie ou son fondé de pou- voir spécial, ainsi que la copie, Dans les villes oü il y a tribunal de premiere instance... Dans les autres villes et cantons Et pour la copie, le quart. Zr. Pour un procks- verbal de sai- sie-exécution, qui durera trois heu- res, y compris le temps nécessaire pour requérir, soit le juge de pais, soit le commissaire de police ou les maire et adjoints, en cas de refus d'ouverture de porte. fr. cent. 2— 3— 2 25 5 Art. 46. Art. 585. 586. 587. 888. 589. s90 und 601. Gerichtsordn. LXXVII. Taxordnung. Pa Fuͤr jede Abſchrift die Halfte ſoviel, als fuͤrs Original. Jedoch werden die Abſchriften der Beylagen, ſoweit ſie nicht von den An⸗ waͤlden gemacht ſind, beſonders gerechnet und, wie obſtehet, angeſetzt. ———— §. H. urkunden der zweyten Claſſe und Protocolle. 30. Fuͤr das Original der Ableh⸗ nung eines Friedensrichters, in welcher die Gruͤnde angegeben ſind, und welche von der Parthey oder deren Specialbe⸗ vollmaͤchtigten unterſchrieben ſeyn muß, ſo wie fuͤr die Abſchrift S In den Staͤdten, wo ein Gericht erſter Inſtanz iſt In andern Staͤdten und Orten auf und für die Abſchriften das Viertheil. 31. Fuͤr ein Protocoll uͤber eine Huͤlfsvollſtreckung, wenn ſie drey Stun⸗ den dauert, jedoch mit Inbegriff der Zeit, die erfoderlich iſt, um entweder den Friedensrichter oder den Policey⸗ commiſſar, oder den Maire und die Ad⸗ juncten herbeyzuholen, wenn die Eroͤff⸗ nung der Thuͤren verweigert wird. 493 Fr. Cent. 2— I 30 3— 2 23 2 25 I. Lait. A Paris, y compris I frauc§0 centimes pour chaque témoin Dans les villes ou il y a tribunal de première instance, Et dans les autres villes et can- tons ruraux, y compris I franc pour chaque témoin.. Si la saisie dure plus de trois heures, par chacune des vacations subséquentes aussi de trois heures, A Paris, V compris 80 centimes pour chaque témoin Dans les villes ou il y a tribunal de premidre instance, Et dans les autres villes et can⸗ tons ruraux, y compris 60 cen- times pour chaque témoin Dans les taxes ci- dessus se trou- vent comprises les copies pour la partie saisie et pour le gardien. Art. 537. 32. Vacation du commissaire de police qui aura été requis pour étre présent à l'ouverture des portes et des meubles fermant à clef, ou aug maire et adjoints, si ces derniers le requièrent. Dans les villes ou il y a tribunal de premidre instance. Dans les autres villes et cantons Art. S9o0. 33. Vacation de T'huissier, pour déposer au lieu établi pour les con- signations, ou entre les mains du dépositaire qui sera convenu, les fr. 8 G 10 cent. — 1 — Gi u. Art. 587. Art. 590. LXXVII. Taxordnung. 495 Zu Paris, mit Einſchluß 1 Frank. Fr. Cent. 50 Cent. fuͤr jeden Zeugen In den Staͤdten, wo ein Gericht erſter Inſtanz iſt, und in andern Staͤdten und auf dem Lande, mit Einſchluß 1 Fr. fuͤr jeden Zeugen Wenn die Huͤlfsvollſtreckung uͤber drey Stunden dauert, fuͤr jede der nach⸗ herigen, ebenfalls dreyſtuͤndigen Expedi⸗ tionen Zu Paris, mit Einſchluß von g0 Centimen fuͤr jeden Zeugen.. In den Staͤdten, wo ein Gericht erſter Inſtanz iſt, und in andern Staͤdten und Orten auf dem Lande, mit Einſchluß 60 Centimen fuͤr jeden Zeugen Unter obſtehenden Gebuͤhren ſind die Abſchriften fuͤr den, wider welchen die Huͤlfe vollſtreckt wird, und fuͤr den Wächter mit begriffen. 32. Fuͤr die Expedition des Policey⸗ commiſſars, der requirirt worden iſt, um bey Eroͤffnung der Thuͤren und verſchloſſenen Moͤbeln zugegen zu ſeyn, oder dem Maire und Adjunct, wenn letztre es verlangen Z5 Paris In Staͤdten, wo ein Gericht erſter ſ In andern Staͤdten und auf dem 33. Fuͤr die Expedition des Gerichts⸗ boten, um das etwa gefundene baare Geld an die zu Annahme der Depoſiten beſtimmten Behoͤrden oder bey demſeni— 8 S LXXVII. Tarif. deniers comptans qui pourroient avoir?? eté trouvés, Dans les villes ou il y a tribunal de premiere instance Dans les autres villes et cantons TuTauX.. ⸗ ⸗.. Art. 506. 34. Les frais de garde seront taxés par chaque jour, pendant les douze premiers jours, Dans les villes ou il y a tribunal de première instance. Dans les autres villes et cantons Ensuite seulement à raison de, P Dans les villes ou il y a tribunal de première instance„.„ Pans les autres villes et cantons ruran Art. 6ob. 35. Pour un proces- verbal de récolement des effets saisis, quand le gardien a obtenu sa décharge, Pa DPans les villes ou il y a tribunal de première instance Pans les autres villes et cantons Ce proces- verbal ne contiendra aucun détail, si ce n'est pour cons- tater les eftets qui pourroient se trou- ver en deéficit, et l'huissier ne sera point assisté de témoins. 2 b ¹0 cent. nt. Art. 806. 1.XXVI1. Taxordnung. In den Städten, wo ein Gericht erſter Inſtanz iſt In andern Stadten und auf dem 34. Die Koſten fuͤr die Aufſeher Gerichtsordn. ſind Tageweiſe zu berechnen, und zwar Art. 606. auf die erſten 12 Tage Zü Paris In Städten, wo ein Gericht erſter In andern Städten und auf dem Nachher fuͤr jeden Tag Zuri In den Städten, wo ein Gericht erſter Inſtanz iſt In andern Staͤdten und auf dem 35. Fuͤr ein Protocoll uͤber die Uebergabe der in Beſchlag genommenen Sachen, wenn der Aufſeher entlaſſen worden iſt In den Städten, wo ein Gericht Siſi ſ In andern Städten und duf dem Land Dieſes Protocoll enthaͤlt keine ein⸗ zelne Angabe der vorhandenen Effecten. Nur dann, wenn Sachen fehlen, wer⸗ den ſie darin angegeben, auch bedarf der Gerichtsbote hierbey keiner Zeugen. Supplem. z. Geſetzb. Nap. 2 ₰ i 4 0 gen, den die Partheyen dazu auserſehen Fr. Cem. haben, abzugeben 50 80 Art. 611. Art. 616. LXXVII. PTarif. Il sera laissé copie du proces- fr. cent. verbal de récolement au gardien qui aura obtenu sa décharge: il remettra la copie de la saisie qu'il avoit entre les mains au nouveau gardien, qui se chargera du contenu sur le pro- ces- verbal de récolement. Pour chacune des copies à donner du procs- verbal de récolement, le quart de Poriginal. 36. Pans le cas de saisie antéri- eure et d'établissement de gardien pour le procbs· verhal de récolement sur le premier proces· verbal que le gardien sera tenu de représenter, et qui, sans entrer dans aucun détail, et contenant seulement la saisie des eflets omis, et sommation au pre- mier saisissant de vendre, témoins compris et deus copies, sera taxẽ, X Ei Pans les villes oü il y a tribunal de première instance. Pans les villes et cantons ruraux Et pour une troisime copie, sil Va lieu, le quart de l'original. 37. Pour le proces- verbal de ré- colement qui précédera la vente, et qui ne contiendra aucune énonciation des eflets saisis, mais seulement de LXXVII. Taxordnung. 409 V ceut—:. Dem Aufſeher wird, wenn er quit- Fr. Eent. tirt iſt, eine Abſchrift des uͤber die Uebergabe abgefaßten Protocolls einge⸗ haͤndigt: er uͤbergiebt das Huͤlfsvoll⸗ ſtreckungsprotocoll dem neuen Aufſeher, und dieſer bekennt den Empfang der darin enthaltenen Stuͤcke auf dem uͤber die Uebergabe aufgeſetzten Protocolle. Fuͤr jede Abſchrift vom Uebergabs⸗ protocolle das Viertel ſoviel, als fuͤrs Original. Art. 611. 36. Iſt die Huͤlfe bereits vorher ſchon vollſtreckt, und bereits ein Auf⸗ ſeher angeſtellt: ſo wird fuͤr das Proto⸗ coll uͤber die Uebergabe,(das auf das erſte Protocoll, welches der Auffeher vorzeigen muß, geſchrieben wird, und keine Angabe einzelner Stuͤcke, ſondern bloß den Beſchlag auf die etwa vorher weggelaſſenen und die Auffoderung an den erſten Beſchlaglegenden, den Ver⸗ kauf zu veranſtalten, enthalten darf), mit Inbegriff der Zeugengebuͤhren und zweyer Abſchriften, bezahlt In den Städten, wo ein Gericht 5 ſe 13 ¹ In andern Staͤdten und auf dem und fuͤr die dritte Abſchrift, wenn eine erfoderlich iſt, das Viertel ſoviel, als fuͤrs Original. Art. 616. 37. Fuͤr das Protocoll uͤber die vor der Verſteigerung zu bewirkende Ueber⸗ gabe, in welchem nicht die vorhandenen, ſondern nur die etwa ſehlenden Sachen S Ji Art. 617. LXXVII. Parif. ceux en deficit, s'il y en a, J com- fr. ceur. pris les témoins, P Dans les villes ou il y a tribunal de première instance.. Dans les villes et cantons ruraux Il n'en sera point donné de copie. 38. S'il y a lieu au transport des effots saisis, l'huissier sera remboursé de ses frais sur les quittances qu'il en représentera, ou sur sa simple déclaration, si les voituriers et gens de peine ne savent écrire, ce qu'il cons- tatera par son proces-verbal de vente. Il sera alloué à l'huissier ou autre officier qui procédera à la vente, pour la rédaction de Poriginal du placard qui doit ẽtre affichè, Pari Dans les villes ou il J a tribunal de premiere instance. Pans les autres villes et cantons Pour chacun des placards, s'ils sont manuscrits, Dans les villes ou il y a tribunal de premièere instance Dans les autres villes et cantons na Et s'ils sont imprimés, I'officier qui procédera à la vente en sera 6 ++ 50 eut. LXXVII. Taxordnung. verzeichnet werden, mit Inbegriff zweyer Fr. Zeugen In den Staͤdten, wo ein Gericht e iſt In andern Städten und auf dem Eine Abſchrift wird nicht gegeben. Art. 617 3g. Muͤſſen die in Beſchlag genom⸗ menen Sachen fortgeſchafft werden, ſo werden dem Gerichtsboten gegen Vorzei⸗ gung der Quittungen, oder wenn die Fuhrleute und Arbeiter nicht ſchreiben koͤnnen, welches er in ſeinem Auctions⸗ protocolle zu bezeugen hat, auf ſeine bloße Verſicherung, die Transportkoſten erſtattet. Dem Gerichtsboten oder einem an⸗ dern oͤffentlichen Beamten, der die Ver⸗ ſteigerung beſorgt, gebuͤhrt fuͤr Aufſetzung des anzuſchlagenden Patents In den Städten, wo ein Gericht erſter Juſtahz iſt In andern Staͤdten und auf dem Lalde Fuͤr jedes Exemplar des Patents, wenn es bloß geſchrieben iſt In Städten, wo ein Gericht erſter In andern Staͤdten und auf dem Wenn es gedruckt iſt, ſo werden dem Gerichtsbedienten, der die Verſtei⸗ gerung beſorgt, die Koſten gegen Auit⸗ 0 4 c LXXVII. Tarif. remboursé sur les quittances de Pim- Primeur et de l'afficheur. 39. Pour l'original de Pexploit, qui constatera l'apposition des pla- cards, dont il ne sera point donné de copie, Pa Dans les villes ou il y a tribunal de première instance. Dans les autres villes et cantons ruraux ⸗. ⸗ ⸗ ⸗ ⸗ ⸗ Il sera passé en outre la somme qui aura été payse pour l'insertion de l'annonce de la vente dans un journal, si la vente est faite dans une ville ou il s'en imprime; Pour chaque vacation de trois heu- res à la vente, le proces verbal compris, il sera taxé à l'huissier dans les lieus ou ils sont autorisés à la faire, Paris. Dans les villes ou il y a tribunal de première instance.. Dans les autres villes et cantons ri Et à Paris, ou les ventes sont fai- tes par les commissaires-priseurs, il sera alloué à l'huissier, pour re- quérir le commissaire- priseur, une 40. En cas d'absence de la partie saisie, son absence sera constatée, et il ne sera nommé aucun afficier pour la représenter. 15 05 ¹5 Art. 623. LXXVII. Taxordnung. 503 tung des Druckers und deſſen, der die Fr. Eent. Patente angeſchlagen hat, erſtattet. 30. Fuͤr das Original der Zuferti⸗ gung, in welcher der Anſchlag der Pa⸗ tente bezeugt wird, und wovon keine Abſchrift gegeben wird Sü Paris„ 3— In den Staͤdten, wo ein Gericht erſter Inſtcn iſt In andern Staͤdten und auf dem S Uebrigens werden die Inſertionsge⸗ buͤhren fuͤr Ankuͤndigung der Verſteige⸗ rung in den Zeitungen, erſtattet, wenn die Verſteigerung in einer Stadt ge⸗ ſchieht, wo eine Zeitung erſcheint; Fuͤr jede dreyſtuͤndige Eppedition bey der Verſteigerung, mit Inbegriff des Protocolls, erhaͤlt der Gerichtsbote an Orten, wo den Gerichtsboten verſtattet iſt, die Auction zu halten 33 In den Staädten, wo ein Gericht In andern Staͤdten und auf dem Zu Paris aber ſoll da, wo die Auc⸗ tion von jenem verpflichteten Taxator gehalten wird, dem Gerichtsboten da⸗ fuͤr, daß er den Taxator requirirt, ge⸗ bh 40. Iſt der, an dem die Huͤlfe voll⸗ ſtreckt wird, nicht gegenwaͤrtig, ſo wird ſeine Abweſenheit atteſtirt, jedoch kein Juſtizbeamter ernannt, um ſeine Stelle zu vertreten. 504 Art. Sao 621. 4I. Dans le cas de publication sur fr. LXXVII. Tarif. les lieux ou se trouvent les barques, chaloupes et autres hätimens, pres⸗ crite par l'article 620 du Code, et dans le cas d'exposition de la vais- selle d'argent, bagues et joyaux, ordonnée par Particle 621, il sera alloué à Thuissier, pour chacune des deus premibres publications ou ex- positions, Dans les villes ou il y a tribunal de première instance Dans les autres villes et cantons Furä La troisieme publication ou epo- sition est comprise dans la vacation de vente, A Paris, et dans les villes oü il s'imprime des journaux, les vacations, pour publications et expositions, ne pourront ẽtre allouées aux huissiers, attendu qu'il doit y étre suppléé par l'insertion dans un journal. Si Texpédition du prochs- verbal de vente est requise par l'une des parties, il sera alloué à l'huissier ou autre officier, qui aura procéds à la vente, par chaque röle d'exps- dition, conteuant vingt- cinq lignes a la page, et dis à douze syllabes à la ligne, Cent. — zu Art. 620. 627. LXXVII. Taxordnung. 41. Wenn der Ausruf der Verſtei⸗ Fr. Cem. gerung, nach Vorſchrift des 620. Arti⸗ kels der Gerichtsordnung, an den Orten, wo ſich die zu verſteigernden Kähne, Schaluppen oder andere Fahrzeuge be⸗ finden, geſchehen muß, oder wenn Sil⸗ berwerk, Ringe und Juwelen, zu Folge des 621. Artikels der Gerichtsordnung, oͤffentlich ausgeſtellt werden muͤſſen, ge⸗ buͤhrt dem Gerichtsboten fuͤr jede der zwey erſten Bekanntmachungen oder Ausſtellungen Z Patis In den Staͤdten, wo ein Gericht vſet Inſia ſt In andern Staͤdten und auf dem Lde Der dritte Ausruf oder die dritte Ausſtellung gehoͤrt mit zur Verſteige⸗ rungsexpedition. Zu Paris, und in denen Staͤdten, wo Zeitungen herauskommen, gebuͤhrt dem Gerichtsboten fuͤr den Ausruf und die Ausſtellung nichts, weil die Einruͤckung in die oͤffentlichen Blaͤtter die Stelle der⸗ ſelben vertritt. Verlangt eine der Partheyen eine beglaubte Abſchrift des Verſteigerungs⸗ protocolls, ſo gebuͤhrt dem Gerichtsbo⸗ ten, oder dem Beamten, der ſonſt die Verſteigerung beſorgt, fuͤr jedes Blatt der Ausfertigung, das 25 Zeilen und auf jeder Zeiie 10 bis 12 Sylben ent⸗ haͤlt S Pätis —— — LXXVI. Parif. Dans les villes ou il y a tribunal de première instance„ Dans les autres villes et cantons Art. 667. 42. Pour la vacation de l'huissier ou autre officier, qui aura procédè à la vente, pour faire taxer ses frais par le juge, sur la minute de son proces-verbal, Dans les villes ou il y a tribunal de premiere instance. Dans les autres villes et cantons gurau Et pour consigner les deniers pro- venant de la vente, Pans les villes ou il y a tribunal de première instance... Pans les autres villes et cantons Art. 627. 43. Pour un procks- verbal de sai- sie-brandon, contenant Pindication de chaque pibce, sa contenance et Sa situation, deux au moins de ses tenans et aboutissans, et la nature des fruits, quand il n'y sera pas employé plus de trois heures, Pi Dans les villes ou il y a tribunal de première instance Pans les autres villes et cantons ruraux. ⸗ ⸗ fr. cent. — 40 2—— 3 2— 1 56 3— 2— 1 30 6— 5— 4— ———— Art. 632. Art. 627. LXXVII. Taxordnung. 507 In den Staͤdten, wo ein Gericht Fr. Cent⸗ Srſters Jüſtez ſſt In andern Staͤdten und auf dem 2. Fuͤr die Expedition des Ge⸗ richtsboten oder eines andern Beamten, der die Verſteigerung verrichtet, dafuͤr, daß er auf ſeinem Originalprotocolle ſeine Gebuͤhren vom Richter taxiren laͤßt S In den Staͤdten, wo ein Gericht ſte ſi ſ In andern Städten und auf dem und für Niederlegung der Auctions⸗ gelder In den Staͤdten, wo ein Gericht ie i In andern Staͤdten und auf dem Lan 43. Fuͤr ein Protocoll uͤber die Huͤlfsvollſtreckung in auf dem Halme ſtehende Fruͤchte, worin jedes Feldſtuͤck, ſein Flaͤcheninhalt und ſeine Lage, we⸗ nigſtens zweh angraͤnzende oder anſto⸗ ßende Grundſtuͤcke, und die Art der dar⸗ auf ſtehenden Fruͤchte angezeigt ſeyn muͤſſen; wenn die Expedition nicht laͤn⸗ ger, als drey Stunden gedauert hat Ziii In den Staͤdten, wo ein Gericht erſten Jüſtqn iſt In andern Staͤdten und auf dem Sande 65 ¹0 05 50 40 50 50 LXXVII. Tarif. Et quand il y sera employé plus fr. eent. de trois heures pour chacune des autres vacations aussi de trois heures, Dans les villes ou il y a tribunsl de première itnnce Dans les autres villes et cantons 05 Lhuissier ne sera point assisté de tömoins. Art. 628. 44. Pour hes copies à dclivrer à ha partie saisie, au maire de la com- mune et au garde champétre, ou autre gardien, par chacune, le quart de l'original. Nota. Le surplus des actes sera taxe comme en saisie-exécution. 45. Il sera alloué pour frais de garde, soit au garde champétre, soit a tout autre gardien qui pour roit étre établi, aux termes de l'art. 628, par chaque jour, savoir: Au garde champétre, Pans les villes ou il y a tribunal de première instance 75 Pans les autres villes et cantons Et à tout autre que le garde champétre, Paris„4 4 Pans les villes ou il y a de premiere instance 1 25 Dans les autres villes et cantons — —* — Art. 628. LXXVII. Taxordnung. 509 Wenn mehr als drey Stunden dar- Fr. Cent. auf verwendet worden ſind, fuͤr jede der nachherigen, gleichfalls dreyſtuͤndigen Expeditionen Zu Pi In den Städten, wo ein Gericht i ſ In andern Städten und auf dem Der Gerichtsbote hat hierbey keine Zeugen zuzuziehen. 44. Fuͤr die der Parthey, wider welche die Huͤlfe vollſtreckt wird, dem Maire der Gemeinde, oder dem Feld⸗ huͤter oder einem andern Waͤchter zu uͤbergebende Abſchrift, fuͤr jede das Vier⸗ tel ſoviel, als fuͤrs Original. Anm. Die uͤbrigen Aufſaͤtze wer⸗ den wie bey andern Huͤlfsvoll⸗ ſtreckungen bezahlt. 45. Fuͤr Bewachungskoſten gebuͤhren dem Feldhuͤter oder jedem andern zu Folge des 628. Artikels anzuſtellenden Wächter fuͤr jeden Tag und zwar dem Feldhuͤter Wi In den Städten, wo ein Gericht ſi ſ In andern Städten und auf dem einem andern Waͤchter In den Staͤdten, wo ein Gericht erſtet In andern Staͤdten und auf dem ¹5 C 7 — Art. 63 t 65 LXXVII. Parif. 46. Pour un exploit de saisie du fr. cem. fonds d'une rente constituée sur particuliers, contenant assignation au tiers-saisi en déclaration affirma- tive devant le tribunal. P Pans les villes ou il y a tribunal de première instance.. Dans les autres villes et cantons Pour la copie, le quart. Nota. La dénomination des pla- cards et tous les autres actes seront taxés comme en saisie immohbiliere. 47. Pour un procès-verbal de saisie immobiliere auquel il n'aura été employé que trois heures, P Dans les villes ou il y a tribunal de première instance.. Dans les autres villes et cantons rurauX„ Et cette somme sera augmentée par chacune des vacations subsé- quentes qui auront pu étre em- ployées, de Pans les villes ou il y a tribunal de première instance.. Dans les autres villes et cantons Lhuissier ne se fera point assis- ter de témoins. 1 G u. Art. 637. Art. 673. LXXVII. Taxordnung. 46. Fuͤr die Zufertigung der in das F Capital einer auf Privatperſonen geſtell⸗ ten Leibrente zu vollſtreckenden Huͤlfe, in welcher zugleich der dritte, bey wel⸗ chem der Arreſt angelegt iſt, vorgeladen wird, vor Gericht zu erſcheinen und ſich zur Schuld zu bekennen Sü Paris In den Staͤdten, wo ein Gericht etſier Jſttnz iſt In andern Staͤdten und auf dem Lüde Fuͤr die Abſchrift den vierten Theil. Anm. Die Anzeige der Patente und alle uͤbrige Schriften werden, wie bey der Huͤlfsvollſtreckung in Immobilien, bezahlt. 47. Fuͤr ein Protocoll uͤber die Huͤlfsvollſtreckung in ein unbewegliches Gut, wenn nicht mehr als drey Stun⸗ den dazu erfoderlich waren In den Staͤdten, wo ein Gericht In andern Staͤdten und auf dem Fuͤr jede der nachher erfolgten Expe⸗ ditionen wird uͤberdem noch bezahlt Su Pis In den Stadten, wo ein Gericht ſn In andern Städten und auf dem Hſ Der Gerichtsbote hat hierbey keine Zeugen zuzuziehen. 512 LXXVII. Parif. Art. 676. 48. Pour chaque copie de ladite kr. cent. saisie qui sera laissée au greffier des juges de paix et aux maire ou ad⸗ joints des communes de la situation, le quart de l'original. Art. 631. 49. Pour la dénonciation de la saisie immobilibre et des enregistre- mens à la partie saisie, ri Dans les villes ou il y a tribunal de premidre instance„ Dans les autres villes et cantons Pour la copie de ladite dénon- ciation, le quart. Ar. 685 et 50. Pour'originol de l'acte d'ap- position de placards en saisie immo- biliere, lequel ne contiendra pas la designation des lieux ou ils ont été apposes, Dans les villes ou il y a tribunal de premiere instance. Dans les autres villes et cantons Lura Art. 780. 51. Pour l'original de la signifi- — cation du jugement qui prononce la contrainte par corps, avec comman- dement, Pans les villes ou il y a tribunal de première instance 0 0 50 N LXXVII. Taxordnung. 513 Art. 676. 48. Fuͤr jede Abſchrift gedachten Fr. Eent. Gerichtsordn. Huͤlfsprotocolls, die dem Gerichtsſchrei⸗ ber des Friedensrichters und dem Maire oder Adjunct der Orte, wo die Guͤter gelegen ſind, ertheilt wird, das Viertel ſoviel, als fuͤrs Original. Art. 687. 40. Fuͤr die Ankuͤndigung der Huͤlfs⸗ vollſtreckung in die Grundſtuͤcke und von deren Einregiſtrirung, an den, wider 50 welchen ſie vollſtreckt iſt S — In den Staͤdten, wo ein Gericht eſi ſi iſten In andern Staͤdten und auf dem Fuͤr die Abſchriſt erwaͤhnter Ankuͤn⸗ digung den vierten Theil. Art. 68s und 50. Fuͤr das Original der uͤber den 65 wegen der Huͤlfsvollſtreckung in die Im⸗ mobilien erfolgten Anſchlag der Patente gefertigten Regiſtratur, in welcher jedoch die Orte, wo ſie angeſchlagen worden 32 ſind, nicht anzugeben ſind In den Staͤdten, wo ein Gericht In andern Städten und auf dem 3 3 Art. 708. 51. Fuͤr das Original der Zuferti⸗ gung des Urthels, in welchem auf Ge⸗ faͤngnißzwang erkannt und ein Zahlungs⸗ gebot ertheilt iſt 2 n In Staͤdten, wo ein Gericht erſter S Supplem. z. Seſetzb. Nap. Art. 781. Art⸗ 795„ et 789, Code de Px. civile. Art. 786. LXXVII. Tarif. Dans les autres villes er cantons fr. cent. Et pour la copie, le quart. 52. Vacation pour obtenir P'ordon- nance du juge de paix, à P'effet, par ce dernier, de se transporter dans le lieu ou se trouve le débiteur con- damné par corps, et requérir son transport. Pais 5 Dans les villes ou il y a tribunal de premiere instance 2— Pans les autres villes et cantons §53. Pour le proces-verbal d'em- prisonnement d'un débiteur, V com- pris Passistance de deus recors et Pécrou, Pi Pans les villes ou il y a tribunal de premiere instance 40— DPans les autres villes et cantons Il ne pourra étre passé aucun pro- ces- verbal de perquisition, pour le- quel huissier n'aura point de recours, méme contre sa partie, la somme ci- dessus lui étant allouée en consi- dération de toutes les démarches qu'il pourroit faire. 54. Vacation de Thuissier en référè, si le débiteur arrété le requiert, Art. 781. 50 Art. 783 und 789. *3 Art. 786. LXXVII. Taxordnung. 515 In andern Staͤdten und auf dem Fr. Cent. und fuͤr die Abſchrift das Viertel. 52. Für die Expedition, die erfo⸗ derlich iſt, um die Ordonnanz des Frie⸗ densrichters auszuwirken, damit letzte⸗ rer ſich an den Ort, wo ſich der zum Gefaͤngnißzwang verurtheilte Schuldner befindet, begebe, und um den Friedens⸗ richter zu requiriren, daß er dieß thue Zu Parts In den Staͤdten, wo ein Gericht etſtem ſtanz iſt In andern Staͤdten und auf dem Sid 53. Fuͤr das Protocoll uͤber die ge⸗ faͤngliche Einziehung eines Schuldners, mit Inbegriff des Beyſtandes zweyer Zeugen(Gehuͤlfen) und der Einzeichnung in die Liſte der Gefangenen In den Staͤdten, wo ein Gericht ſ In andern Staͤdten und auf dem La Ueber die Aufſuchung des Gefange⸗ nen darf kein Protocoll aufgenommen werden, und der Gerichtsbote kann da⸗ fuͤr ſelbſt an die Parthey, fuͤr welche er handelt, keinen Anſpruch machen, da obſtehendes ihm fuͤr alles, was er dieß⸗ falls thun und verrichten konnte, ausge⸗ ſetzt iſt. 54. Fuͤr die Expedition des Ge⸗ richtsboten, wenn der verhaftete Schuld⸗ ner eine ſummariſche Anzeige verlangt Kk 2 I 60 40 30 25 Art. 789. Art. 790. Art. 792 et LXXVII. Parif. Dans les villes ou il y a tribunal de premiere instance. Dans les autres villes et cantons 55. Pour la copie du procks- ver- bal d'emprisonnement et de Pécrou, le tout ensemble, Dans les villes ou il y a de premiere instance.. Dans les autres villes et cantons §56. U sera taxé au gardien ou geolier qui transcrira sur son regis- tre le jugement, portant la con- trainte par corps, par chaque rõle d'expédition, Pa Dans les villes ou il y a de premiere ian Dans les autres villes et cantons ruTrauX......... §7. Pour un acte de recomman- dation d'un débiteur emprisonné sans assistance de recors, Pans les villes ou il y a Snnl de première n Dans les autres villes et cantons i Pour chaque copie à donner au debiteur et au geolier, le quart pour chaque copie. fr. cent. 8— 6— 5 3— 2 25 2 25 — 25 — 20 — 20 4— 3— 3— u. LXXVII. Taxordnung. gu Paris In den Stäaͤdten, wo ein Gericht er⸗ ſter Inſtanz iſt In andern Stäͤdten und auf dem Aut. 789. 55. Fuͤr Abſchrifſt des Protocolls uͤber die Verhaftung und Eintragung in die Gefangenliſte in Allem L P In den Staͤdten, wo ein Gericht erſter Inſtanz iſt. In andern Staͤdten und auf dem Art. 790. 56. Dem Waͤchter oder Sfungen⸗ waͤrter fuͤr Eintragung des Urthels, in welchem auf Gefängnißzwang erkannt iſt, in ſeine Buͤcher, fuͤr jedes Blatt der Ausfertigung In den Städten, wo ein Gericht erſter Inſtanz iſt In andern Staͤdten und auf dem t.. Art. 792 und 37. Fuͤr den Aufſtz Wrr di⸗ Ein 793 pfehlung zur fernern Enthaltung eines bereits verhafteten Schuldners, wobey keine Zeugen(Gehuͤlfen) erfoderlich ſind u In den Städten, wo ein Gericht erſter Inſtanz iſt In andern Städten und auf dem . Fuͤr die Abſchrift, die i Scner und Kerkermeiſter davon erhaͤlt, fur jede das Viertel. 23 25 318 LXXVII. Tarif. Art. 796. 58. Pour la signification du juge- fr. cent. ment qui déclare un emprisonne- ment nul, et la mise en liberté du débiteur, DPans les villes ou il y a tribunal de première instance. Dans les autres villes et cantons Fi Pour la copie à laisser au gardien ou geolier, le quart. Art. 813. 59. Pour Foriginal d'un procks- verbal d'offres, contenant le refus ou l'acceptation du créancier, Dans les villes ou il y a tribunal de première instance Dans les autres villes et cantons Pour la copie, le quart. Art. 1269, 60. D'un proces- verbal de con- Code civil.„ 2 signation de la somme ou de la chose offerte, Pan Dans les villes oü i) y a tribunal de première instance.„ Dans les autres villes et cantons Pour chaque copie à laisser au créancier, s'il est présent, et au dé⸗ positaire, le quart. Art. 819,824, 61. Les proces- verbaux de sai- 328, Code de, Pr. civile. s1egagerie sur locataires et fermiers, 05 10 61 G Art. 796. Art. 813. Art. 1939 Civilgeſeßb. LXXVII. Taxordnung. 38. Fuͤr Zufertigung des Urthels, Fr. Cent. durch welches eine gefaͤngliche Einzeich⸗ nung fuͤr null und nichtig erklaͤrt wird, und fuͤr die Loslaſſung des Schuldners Zu Pi In den Staͤdten, wo ein Gericht erſter Inſtanz iſt In andern Staͤdten und auf dem Fuͤr die dem Wäͤchter oder Gefan⸗ genwaͤrter zu gebende Abſchrift den vier⸗ ten Theil. 50. Fuͤr das Original eines uͤber die Darbietung der Schuld aufgenom⸗ menen Protocolls Z Pi In den Städten, wo ein Gericht erſter Inſtanz iſt In andern Stäbten und auf dem S Fuͤr die Abſchrift den vierten Theil. 60. Fuͤr das Protocoll uͤber die De⸗ poſition der dargebotenen Summe oder Sache In den Städten, wo ein Gericht erſter Inſtanz iſt In andern Staͤdten und auf dem Laid Fuͤr jede dem Glaͤubiger, wenn er zugegen iſt und dem Depoſitar zu er⸗ theilende Abſchrift das Viertel. . Art. g19. 8a4. 6r. Fuͤr die Protocolle uͤber den 825. Gerichtsordn. vom Vermiether oder Verpachter auf die Mobilien ſeiner Miethleute oder Pachter gelegten Beſchlag und fuͤr die Protocolle Art. 829. Art. 822, C, de Pr.; 2186, ciil⸗ . Ta Et ceux de saisie des effets du débiteur forain, Seront taxés comme ceux de sai- sie exécution, ainsi que tout le reste de la poursuite. 62. Pour un proces-verbal ten⸗ dant à saisie-revendication, s'il y a refus de portes ou opposition à la saisie, contenant assignation en référé devant le juge, V compris les témoins, i Dans les villes ou il y a tribunal de Premiere intance Dans les autres villes et cantons ra Pour la copie, le quart. Le procès-verbal de saisie-reven- dication sera comme celui de saisie- exécution. 63. Pour l'original de l'acte, con- tenant réquisition d'un créancier ins- crit, à fin de mises aux enchères et adjudications publiques de Fimieu- ble aliené par son débiteur, P Pans les villes ou il y a tribunal de première instance Dans les autres villes et cantons rurauX.. ⸗.„ ⸗. ⸗ Et pour la copie, le quart. fr. cent. 5— 4— 4— 5— 4— 4— Art. 329. Art. 822. Art. 2185. Civilgeſetzb⸗ Gerichtsordn. LXXVII. Taxordnung. uͤber Beſchlagnehmung der einem aus⸗ Fr. Cemt. wärtigen Schuldner zugehoͤrigen Effecten, wird ſoviel bezahlt, als fuͤr die uͤber die Huͤlfsvollſtreckung aufgenommenen, welches auch beym ganzen uͤbrigen Ver⸗ fahren Statt findet. 62. Ein Protocoll uͤber den Be⸗ ſchlag zum Behuf der Vindication, im Fall die Eroͤffnung der Thuͤren verwei⸗ gert, oder wider die Beſchlaganlegung proteſtirt wird, in welchem zugleich die Vorladung vor den Richter, zum Ver⸗ fahren uͤber die ſummariſche Anzeige zu erſcheinen, enthalten iſt, mit Inbegriff der Zeugengebuͤhren S In den Staͤdten, wo ein Gericht In andern Staͤdten und auf dem Fuͤr die Abſchrift das Viertel. Das Protocoll uͤber den Beſchlag zum Behuf der Vindication wird abge⸗ faßt wie das uͤber die Huͤlfsvollſtreckung. 63. Ueber die Originalſchrift, in welcher der hypothekariſche Glaͤubiger um öffentliche Verſteigerung des von ſei⸗ nem Schuldner lerkauften Grundſtuͤcks anſucht S i In jden Staͤdten, wo ein Gericht erſter Inſtanz iſt In andern Staͤdten und auf dem Lhde und fuͤr die Abſchrift das Vier . tel. 4 de Pr. civ. Art. 902. Arr. 901, C. LXXVII. Tarif. L'original et la copie de cette ré⸗ quisition seront signés par le requé- rant ou par son fondé de procura⸗ tion spéciale. Il contiendra la soumission de por⸗ ter ou faire porter le pris à un dixième en sus de celui qui aura ẽts stipulé dans le contrat, et T'offre d'une caution aveo assignation de- vant le tribunal pour la réception de la caution. 64. Pour un proces-verbal de réi- tération de la cession par le débiteur failli à la maison commune, s'il n*y a pas de tribunal de commerce. Dans les villes ou il y a tribunal de première instance.. Pans les autres villes et cantons 65. Pour un procès-verbal d'ex- traction de la prison du débiteur failli, à l'effet de faire la réitération de sa cession de biens, indépendam- ment du procès-verbal de ladite réité- ration, Dans les villes ou il y a tribunal de premiere instance Dans les autres villes et cantons Le proces-verbal d'apposition de placards, en vente de biens-immeu- bles de mineurs, ou dépendant d'une fr. cent. 4— 3— 3— 6— 5— 5— Art. 901. Grrichtsordn, Art. 902. LXXVII. Taxordnung. 523 Das Original und die Abſchrift die⸗ Fr. Cent. ſes Anſuchens ſind vom Anſuchenden und deſſen Specialbevollmaͤchtigten zu unterſchreiben. In dem Anſuchungsſchreiben muß zugleich das Erbieten enthalten ſeyn, einen um das Zehntheil hoͤhern Preis zu verſchaffen, als im Kaufcontracte ausgemacht iſt, ſo wWie das Erbieten, einen Buͤrgen zu ſtellen und die Vor⸗ ladung zum gerichtlichen Erſcheinen zum Behuf der Annahme dieſes Buͤrgen. 64. Fuͤr ein Protocoll uͤber die wie⸗ derholte Erklaͤrung des Falliten, daß er bonis cedire, weiche auf dem Gemeinde⸗ hauſe geſchieht, wenn am Orte kein Handelsgericht iſt In den Staͤdten, wo ein Gericht erſier Inſtanz iſt 43— In andern Staͤdten und auf dem 65. Fuͤr das Protocoll uͤber die Vorfuͤhrung des Falliten aus dem Ge⸗ faͤngniſſe, um ſich zur Vermoͤgensceſſion nochmals zu erklaͤren, außer dem, was fuͤr das Protocoll uͤber dieſe nochmalige Erklaͤrung zu zahlen iſt S In den Staͤdten, wo ein Gericht ie nſtan iſt In andern Staͤdten und auf dem Sſſ Das Protocoll uͤber die Anſchlagung der Patente bey Verſteigerungen unbe⸗ weglicher Guͤter, welche Unmuͤndigen, LXXVII. Tarif. succession bénéficiaire ou vacante, ou abaudonnes par un débiteur failli, sera taxé comme en saisie immo⸗ biliere. Par chaque original de protét, in- tervention à protẽt, et sommation d'in- tervenir, assistans et copie compris, Dans les villes od il y a tribunal de premiere instanß Pans les autres villes et cantons Pour l'original d'un protét avec perquisition, assistant et copie com- pris, Pi Pans les villes ou il y a tribunal de premièere instance.. Pans les autres villes et cantons 6. III. Dispositions générales relatives aux IIuissiers. Art. 62, 0. 66. Il ne sera rien alloué aux huis⸗ de Pr. civ. 8 2 siers pour transport jusqu'à un demi- myriamètre. D leur sera alloué au- dela d'un demi- myriamètre, pour frais de Fr. 5 gent. 50 LXXVII. Taxordnung. 525 oder einer Beneficiar⸗oder einer offen⸗ Fr. Cemt. ſtehenden Erbſchaft, oder der Creditmaſſe eines Falliten zugehoͤren, wird wie bey der Huͤrfsvollſtreckung in die Immobi⸗ lien bezahlt Fuͤr jedes Original einer Proteſta⸗ tion, Intervention bey der Proteſtation, und der Auffoderung zur Intervention, mit Inbegriff der Beyſtaͤnde und der Abſchriften In den Städten, wo ein Gericht erſter Inſtanz iſt 1 50 In andern Staͤdten und auf dem Fuͤr das Original eines Proteſtes, nebſt Hausſuchung, mit Inbegriff der Beyſtände und der Abſchrift 3 In den Städten, wo ein Gericht erſter Inſtanz iſt 4— In andern Staͤdten und auf dem Ld n 9. II. Allgemeine Verordnungen wegen der Go⸗ richtsboten. Art. 62. 66. Fuͤr den Weg gebuͤhrt dem Ge⸗ Gerichtsordn. richtsboten nichts, wenn derſelbe nicht wenigſtens einen halben Myriameter be⸗ traͤgt. Betraͤgt der Weg uͤber einen hal⸗ ben Myriameter, ſo gebuͤhrt ihm fuͤr LXXVII. Parif. voyage qui ne pourra excéder une journée de cinq myriamètres(dix lieues anciennes); savoir, au-dela d'un demi-myriamstre et jusqu'à un myriamètre, pour aller et retour, Pans les villes et cantons ruraux Au-delà d'un myriametre, il sera alloué par chaque demi-myriamstre, S disinien Il sera taxé pour via de chacun des actes qui y sont assujetis, Baris Dans les villes ou il y a tribunal de premiere instance„ Dans les autres villes et cantons rurauX„..„„. 3. En cas de refus de la part du fonc- tionnaire public qui doit donner le via, et dans le cas ou Phuissier sera obligée, à raison de ce refus, de re- quérir le visa du procureur impérial, le droit sera double. Les huissiers qui seront commis pour donner des ajournemens, faire des significations de jugemens, et tous autres actes, ou procéder a des opés⸗ rations, ne pourront prendre de plus forts droits que ceux énoncés au pré- sent tarif, à peine de restitution et d'interdiction, quels que scient la cour et le tribunal auxquels ils sont attaches. Les huissiers qui auront omis de mettre au has de T'original et de fr. ceut. 4— 4— 2— — LXXVII. Taxordnung. Reiſekoſten, wobey jedoch die Tagereiſe nicht uͤber fuͤnf Myriameter(10 alte fr. Meilen) betragen darf; uͤber einen halben Myriameter und bis zu einem Myria⸗ meter fuͤr Hin- und Herweg In andern Staͤdten und auf dem Ueber einen Myriameter gebuͤhrt dem Gerichtsboten fuͤr jeden halben Myriameter ohne Unterſchied... Fuͤr das Viſiren der der Wiſirung unterworfenen Schriften In den Staͤdten, wo ein Gericht ſte i i In andern Stadten und auf dem Lde Wenn der öoͤffentliche Beamte, der ein Viſa ertheilen ſoll, ſich deſſen wei⸗ gert, und der Gerichtsbote genoͤthigt iſt, deshalb das Viſa beym kaiſerlichen An⸗ wald zu ſuchen; ſo gebuͤhrt ihm noch einmal ſoviel. Die zu Zufertigung der Vorladungen und Urthel oder anderer Schriften ab— geordneten, oder zu andern Verrichtun⸗ gen angeſtellten Gerichtsboten koͤnnen nicht mehr Gebuͤhren nehmen, als in gegenwaͤrtiger Taxordnung angeſetzt ſind, und zwar bey Straſe des Erſatzes und der Abſetzung; der Gerichtshof oder das Tribunal, bey welchem ſie angeſtellt ſind, macht hierbey keinen Unterſchied. Wenn der Gerichtsbote die ihm ge⸗ buͤhrenden Koſten fuͤr ein Original oder 527 Fr. Cent⸗ 4— 4— 2— 1— 5 LXXVII. Tarif. chaque copie des actes de leur mi- fr. cent. nistere la mention du coüt d'icelui, pourront, indépendamment de l'a- mende portée par l'article 67 du Code de procédure, étre interdits de leurs fonctions sur la réquisition d'office des procureurs généraux et impériaux, que les procureurs géné- raux et impériaux pourront requérir d'office. TITRE II. Des Avoués de premiere instance. CHAPITRE I. Matidres sommaires. 67. Les dépens, dans ces matieres, seront liquidés, tant en demandant qu'en défendant, savoir: Pour kobtention d'un jugement par défaut contre partie ou avoués, y compris les qualités et la signifi- cation à avoué, s'il y a lieu, quand la demande nexcédera pas 1,000 fr. Pans le ressort les Et quand elle excedera 1,000 fr., P jusqu'à S 10 Et quand elle escédera 5,000 fr. 15 ———— LXXVII. Taxordnung. 529 eine Abſchrift eines Aufſatzes nicht auf Fr. Cent. jeder Schrift ſelbſt anſchreibt, ſo kann er, außer der im 67. Art. der Gerichts⸗ ordnung angedrohten Geldbuße, auf Amtshalber zu bewirkenden Antrag der kaiſerlichen Generalprocuratoren und kai⸗ ſerlichen Anwaͤlde, welche letztere von den Generalprocuratoren Amtshalber dazu aufgefodert werden koͤnnen, von ſeinem Amte abgeſetzt werden. Zweyter Titel. Von den Anwaͤlden in erſter Inſtanz. Erſtes Kapitel. Von ſummariſchen Rechtshaͤndeln. 67. Die Unkoſten werden in derglei⸗ chen Sachen, ſowohl dem Klaͤger, als Beklagten auf folgende Art angeſetzt: Fuͤr Ausbringung eines Contumacial⸗ urthels, mit Inbegriff der Angabe der ß perſoͤnlichen und rechtlichen Verhaltniſſe 3 und der Zufertigung an den Anwald, wenn ſolche noͤthig iſt, wenn die Klage nicht uͤber 1000 Franken zum Gegen⸗ o ſtande hat 55 Im Gerichtsbezirke. Wenn ſie uͤber 1000 Franken und n Wenn ſie uͤber 5000 Fr. betraͤgt 15— Supplem. z. Geſepb. Nap. Ll — c Tarif. LXXVII. Et pour l'obtention d'un jugement contradictoire ou définitif, quand la demande n'excédera pas 1,000 Et quand elle excédera 1,000, jusqu'a 5,000 fr. 1 Ouand elle excédera 5,000 fr.. Nota. Si la valeur de T'objet de la contestation est indéterminée, le juge allouera Pune des som- mes ci-dessus indiquées. S'il y a lieu à enquéte ou à visite et estimation d'experts, ordonnée contradictoirement, et s'il est inter- venu aussi jugement contradictoire sur l'enquéte ou le rapport d'experte, il sera alloué un demi- droit. Et en outre, pour copie des pro⸗ cEs· verbaux d'enquéte et d'exper- tise, par chaque röle, 53 l e S'il y a plus de deus parties en cause, et si elles ont des intéréts contraires, il sera alloué un quart en sus des droits ci- dessus à l'avouẽ qui aura suivi contre chacune des autres parties. fr. cent. 15 30 — 15 les 2 LXXVII. Taxordnung. Fuͤr Ausfertigung eines auf vorgaͤn⸗ giges Verfahren beyder Theile geſpro⸗ chenen Urthels, wenn die Klage nicht uͤber 1000 Fr. betraͤgt.. und wenn es uͤber 1000 Fr. bis zu S Wenn es uͤber 5000 Fr. betrifft. Anm. Iſt der Werth des ſtreiti⸗ gen Gegenſtandes unbeſtimmt, ſo beſtimmt der Richter, welche von obſtehenden Summen in Rech⸗ nung paſſire. Wenn dabey ein Zeugenverhör, oder eine nach Anhoͤrung beyder Theile anbe⸗ fohlne Beſichtigung und Wuͤrderung durch Sachverſtaͤndige Statt findet, und uͤber das Zeugenverhoͤr, oder das Gut⸗ achten der Sachverſtaͤndigen nach Anhoͤ⸗ rung beyder Theile auch ein Urthel ge⸗ ſprochen iſt, ſo wird die Hälfte ſoviel bezahlt; und noch uͤberdem fuͤr die Abſchrift der uͤber das Zeugenverhoͤr und die Er⸗ oͤrterung durch Sachverſtaͤndige aufge⸗ nommenen Protocolle, fuͤrs Blatt Zu Paris. Im Gerichtsbezirk(des Appellations⸗ Wenn mehr, als zwey Partheyen, im Proceſſe befangen ſind, und ſie ein entgegenlaufendes Intereſſe haben, wird dem Anwalde, der wider jede Parthey beſonders verfahren hat, ein Viertel mehr, als die obſtehenden betragen, an Gebuͤhren zu nehmen, verſtattet. L[2 Fr. 30 531 Cent. 15 F. LXXVII. Parif. S'il y a lieu à un interrogatoire fr. cent. sur faits et articles, il sera passé à l'avoué de la partie, à la requéte de laquelle il aura été subi, un de- mi-droit; et en outre, pour copie du procès- verbal d'interrogatoire, par chaque röle d'expédition, Dans le ressort Il sera passe à l'avoué qui levera le jugement rendu contradictoire- ment, pour dressé des qualites et de signification de jugement à avoué, le quart du droit accordé pour Pob- tention du jugement contradictoire. U ne sera alloué aucun honoraire aux avocats dans ces sortes de causes. Si l'avoué est révoqué, ou si les pieces lui sont retirées, il lui sera alloué, savoir: S'il y a eu constitution d'avoue avant Tobtention d'un jugement par dekaut, moitie du droit accordè pour faire rendre un jugement par defaut. Et s'il a été obtenu un premier jugement par défaut ou un jugement interlocutoire, indéependamment de 'cmolument pour ces jugemens, — 15 3 les 3 LXXVII. Taxordnung. 533 Findet die Befragung einer Parthey Fr. Cent. uͤber Thatſachen und Artikel Statt, ſo gebuͤhrt dem Anwalde der Parthey, auf deren Anſuchen der Gegentheil abgehoͤrt worden iſt, die Haͤlfte der Gebuͤhren und noch außerdem fuͤr die Abſchrift des uͤber die Abhoͤrung aufgenommenen Pro⸗ tocolls fuͤr jedes Blatt der Ausfertigung S Dem Anwalde, der das auf Anhoͤ⸗ rung beyder Theile geſprochene Urthel abloͤßt, gebuͤhrt fuͤr Aufſetzung der Ei⸗ genſchaften und Verhältniſſe der Par⸗ thehen und fuͤr die Zufertigungen des Urthels an den gegneriſchen Sachwalter der vierte Theil der fuͤr Ausbringung eines ſolchen Urthels zugeſtandenen Ge⸗ buͤhren. In folgenden Fällen kommen dem Anwalde keine Gebuͤhren zu: Wenn die Vollmacht des Anwaldes zuruͤckgenommen oder ihm die Docu⸗ mente abgenommen worden ſind, ge⸗ buͤhrt ihm Folgendes: wenn vor Ausbringung des Contu⸗ macialurthels der Anwald beſtellt war, ſo erhaͤlt er die Haͤlfte deſſen, was ihm fuͤr Ausbringung eines Contumacialur⸗ thels gebuͤhrt; und wenn das erſte Contumacialur⸗ thel, oder ein Interlocut ausgebracht worden iſt: ſo erhaͤlt er, außer den Ge⸗ buͤhren fuͤr dieſe Urthel, die Hälfte deſ⸗ ſen, was ihm fuͤr Ausbringung eines Art. 69, 61, 76, etc. C. de Pr. civ. LXXVII. Tarif. moitié du droit accordé pour obtenir fr. cent. un jugement contradictoire. Mais ces droits ne seront acquis, et ils ne pourront étre exigés que lorsqu'il y aura eu constitution d'a- voué dans le premier cas, ou qu'il aura été formé opposition au pre-⸗ mier jugement par défaut, et que l'avoué qui aura obtenu le premier jugement aura suivi l'audience sur le debouté d'opposition. Au moyen de la fxation ci-des- sus, il ne sera passé aucun autre honoraire pour aucun acte et sous aucun prétexte. Il ne sera allous en outre que les simples déboursés. CHAPITRE II. — Matidres ordinaires. g. 1. Droit de Consultation. 68. Pour la consultation sur toute demande principale, intervention, tierce opposition et requéte civile, tant en demandant qu'en défendant, sans qu'il puisse étre passé plus d'un droit par chaque avoué et par cause, et sans que l'intervention d'un ap⸗ pelé en garantie puisse y donner lieu; je droit ne pourra étre exige 6 0 Art. 59. 61. 75. 2c. Gerichtsordn⸗ LXXVII. Taxordnung. auf vorgaͤngige Anhorung beyder Theile Fr. Cent. geſprochenen Urthels gebuͤhrt. Allein, dieſe Gebuͤhren ſind nur dann verdient, und koͤnnen daher auch nur dann gefodert werden, wenn im erſten Falle ein Anwald beſtellt, oder wider das erſte Contumacialurthel Oppo⸗ ſition eingewandt iſt, und der Anwald, der das erſte Urthel ausgebracht hat, das Verhoͤr, wegen Verwerfung der Oppoſition abgewartet hat. Nach obiger Beſtimmung wird kein Honorar fuͤr irgend eine Schrift unter keinerley Vorwande gut gethan, und es kann außerdem nichts, als der baare Verlag gefodert werden. Zweytes Kapitel. Vom ordentlichen Proceſſe. §. J. Gebuͤhren fuͤr rechtliche Gutachten. 6g. Fuͤr das rechtliche Gutachten uͤber jede Hauptklage, Intervention, vom Dritten eingelegte Proteſtation und das Rechtsmittel der Wiedereinſetzung in den vorigen Stand, ſowohl von Seiten des Klägers, als des Beklagten, jedoch ohne daß jedem Anwald mehr als die einfachen Gebuͤhren in jeder Sache zukommen, und ohne daß die Dazwi⸗ Art.„5. Art. 79, 32, et passim. C. de Pr. civile. Art. 462. LXXNVII. Tarif. qu'autant qu'il aura été obtenu un fr. cent. jugement par défaut contre partie, ou qu'il y aura eu constitution d'a- voué, et y compris la procuration sous signature privée ou par-devant notaire, indépendamment des dé- boursés, i Va le inrt„ 69. Il ne sera alloué aucun émo⸗ lument à l'avoué dans le cas ou il comparaitrait au bureau de concilia- tion pour sa partie. 6. I. Actes de premiero classs. 7o. Pour P'original d'une consti- tution d'avous. Pour un acte d'avoué à avous pour suivre l'audience, sans qu'l puisse en étre passé plus d'un seul pour chaque jugement par défaut, inter- locutoire ou contradictoire. Les avoués seront tenus de se Présenter au jour indiqué par les jugemens préparatoires ou de remi- ses, sans qu'il soit besoin d'aucune sommation. LXXVII. Taxordnung. 537 en. ſchenkunft eines Litisdenunciaten die Fr. Cent Verdoppelung der Gebuͤhren veranlaſſen koͤnnte. Die Gebuͤhren koͤnnen nur in ſo weit gefodert werden, als wider eine Parthey ein Contumacialurthel erlangt oder ein Anwald beſtellt worden iſt, und zwar mit Inbegriff der unter Privatun⸗ terſchrift oder von einem Rotar ausge⸗ ſtellten Vollmacht und mit Ausſchluß des baaren Verlags SuPavien in Sm Gerichtsbezirt 60. Wenn der Anwald fuͤr ſeine Parthey vor dem Guͤtepflegungsamte erſcheint, kann er dafuͤr keine Gebuͤhren fodern. F. II. Schriften der erſten Claſſe. Art. 73. 70. Fuͤr die Urkunde uͤber Beſtel⸗ lung des Anwalds. Art. 79. 82. Für einen Satz, den ein Anwald und ſonſt hin un wiebt an den andern richtet, damit ſich der Gerichts dieſer zum Verhoͤr ſtelle, ohne daß ordnung. pey jedem Contumacial⸗, interlocutori⸗ ſchen, oder nach Anhoͤrung beyder Theile geſprochenen Urthel, mehr als ein Satz in Rechnung gebracht werden darf. Art. a52. Die Anwaͤlde ſind ſchuldig, ſich an dem in den praͤparatoriſchen Erkennt⸗ niſſen beſtimmten Tage oder prorogirten Termine zu ſtellen, ohne daß es einer beſondern Auffoderung bedarf. Art 96, 104. Art. 97. Art. 110. Art. 116. (Résultat de l'art.) Art. 121. Art. 145. Art. 179. Idem. Art. 188. LXXVII. Tarff. Pour l'original d'un acte de décla- fr. cent. ration de production par le deman- deur en instruction par écrit, conte- nant le nombre des röles dont la requéte est composée. Idem de la part du défendeur. De la signification de Pordonnance du preésident, portant nomination d'un autre rapporteur, en cas de décks, démission ou impossibilité de faire le rapport en délibéré ou ins- truction par éorit. D'une sommation d'étre présent au retrait des pieces, après les juge- mens sur deélibéré ou en instruction par écrit. D'une sommation d'avoue à avous, pour tre présent à la Prestation d'un serment ordonns. D'une sommation d'avoué à avous, pour õtre réglé sur une opposition aux qualités. De la deéclaration au demandeur originaire de la part du défendeur, qu'il a formé une demande en ga- rantie. De la dénonciation au demandeur originaire de la demande en ga- rantie. De la sommation de communiquer les pibces signifiées ou employses dans la cause. Art. 96. 104. Art. 97. Prt. 110. Art. 115. Reſultat dieſes Artikels. Art. 121. Art⸗ 145. Art. 179. Ebendaf. Art. 188. LXXVII. Taxordnung. 539 Fuͤr das Original der Schrift, in Fr. Cent⸗ welcher der Klaͤger beym ſchriftlichen Verfahren die erfolgte Production an⸗ zeigt, wenn es ſoviel Blätter als das Anſuchungsſchreiben enthaͤlt; Desgleichen„von Seiten Be⸗ klagtens; der Zufertigung des Befehls des Praͤſidenten, in welchem ein anderer Referent ernannt wird, wenn der erſte verſtorben, entlaſſen, oder ſonſt außer Stande iſt, auf vorgaͤngige Delibera⸗ tion oder ſchriftliches Verfahren den Vortrag in der Sache zu halten; der Auffoderung, bey der Zuruͤck⸗ nahme der Urkunden gegenwaͤrtig zu ſeyn, wenn das Urthel auf vorgaͤngige Deliberation oder ſchriftliches Verfahren geſprochen iſt; einer Auffoderung eines Sachwal⸗ ters an den andern, bey der Leiſtung des zuerkannten Eides gegenwaͤrtig zu ſeyn; einer Auffoderung eines Sachwalters an den andern zur Auseinanderſetzung jedes Widerſpruchs wider die angegebe⸗ nen Perſonalverhaͤltniſſe, Thatſachen und Rechtsſaͤtze; der Erklaͤrung des Beklagten an den urſpruͤnglichen Klaͤger, daß er litem denuncirt habe; der Anzeige der Litisdenunciation an den Hauptklaͤger; der Auffoderung, die zugefertigten oder in der Sache angezogenen Acten⸗ ſtuͤcke vorzulegen; Art. 206. Art. 221. Art. 226⸗ LXXVII. Tarif. De la signification de la requéte fr. cent. et de l'ordonnance portant que l'a- vous qui retient des pieces sera tenu de les remettre. De la signification de l'acte de dépöt au greffe de la pièce dont l'é⸗ criture est déniée. De la sommation de comparaitre devant le juge commis en vériſication d'écritures, pour étre présent au ser⸗ ment des esperts et à la représenta- tion des pieces de comparaison. De la sommation pour étre pré- sent à la confection d'un corps d's- criture. De la signification de l'acte de depöt au greffe d'une piece argués de faux. De la sommation pour étre pré⸗ sent à la réquisition d'apport au greffe de la minute de la piece arguée de faux. De la signiſication de l'ordonnance portant que la minute de la pièce ar- guée de faux sera apportée au greffe. De la signification de l'acte de dépòt au greſfe de la pieec arguée de faux, avec semmation d'étre pré- Art. Art. Art. Art. Art. Art. Art. 191. 206. 226. LXXVII. Taxordnung. der Zufertigung des Anſuchens und Fr. Cent. des Befehls, daß der Anwald, der die Actenſtucke zuruͤckbehaͤlt, ſolche vorzule⸗ gen ſchuldig ſey; der Zufertigung der Regiſtratur, worin bezeugt iſt, daß die Urkunde, deren Aechtheit abgeleugnet wird, in der Gerichtsſchreiberey niedergelegt wor⸗ den ſey: der Auflage, vor dem zur Eroͤrterung der Aechtheit der Handſchriften ernann⸗ ten Commiſſar zu erſcheinen, um bey der Vereidung der Sachverſtaͤndigen und der Production der zur Verglei⸗ chung dienenden Schriften gegenwaͤrtig zu ſeyn; der Auffoderung, ſich bey Aufſetzung einer eigenhaͤndigen Schrift des angeb⸗ lichen Ausſtellers einzufinden; der Zufertigung der uͤber die Nie⸗ derlegung der fuͤr falſch ausgegebenen Urkunde aufgenommenen Regiſtratur; der Auffoderung, bey der Auflage, das Original der fuͤr falſch ausgegebe⸗ nen Urkunde in der Gerichtsſchreiberey zu produciren, gegenwaͤrtig zu ſeyn; der Zufertigung der Auflage, daß das Original der fuͤr falſch ausgegebe⸗ nen Urkunde in der Gerichtsſchreiberey niedergelegt werden ſoll; der Zufertigung der uͤber die Nieder⸗ legung des Originals der fuͤr unaͤcht ausgegebenen Urkunde abgefaßten Regi⸗ ſtratur, nebſt der Auffoderung, bey der Abfaſſung des Protocolls uͤber die 54 Art. 286. Art. Art. Art. Art. 336. Art. 344. Art. 364 366. Art. Art. 297. t. 299. 515. 321. 372. 396. LXRXVII. Tarit. sent au proces-verbal qui sera dresse de son état. De la signification des proces- ver- baux d'enquéte. De la signification de Pordonnance du juge commis pour faire une des- cente sur les lieux, contenant la dé⸗- signation des jour, hieu et heure, et sommation d'y étre présent. De la signification du proces-ver⸗ bal du juge commissaire qui a fait une descente sur les lieux. De la sommation contenant indi- cation des jour et heure choisis par les experts, si la partie n'était pas présente à la prestation de leur ser- ment. De la signilication du rapport des experts. De la signification de Tinterroga- toire sur faits et articles. De la notification du déces d'une partie. De la signification d'un désaveu. De la signification de l'acte à fin de renvoi d'un tribunal à un autre des pieces y annexées et du juge- ment intervenu. De la signification de l'arrét inter- venu sur l'appel d'un jugement qui aura rejeté une recusation, ou du cer- tificat du greffier de la cour d'appel, fr. cent. k. Art. Art. Art. Art. Art. Art⸗ Art. 344. Art. 364.385. Art. 372⸗ Art. 396. 286. 297. 299. 335. LXXVII. Taxordnung. Beſchaffenheit derſelben zu ſeyn; der Zufertigung der Zeugenprotocolle; der Zufertigung des Befehls des Gerichtscommiſſars zur Localbeſichtigung, nebſt Anzeige des Tages, des Orts und der Stunde, und der Auffoderung, ſich dabey einzufinden; der Zufertigung des Protocolls des Gerichtscommiſſars, der die Localbeſich⸗ tigung gehalten hat; der Zufertigung, welche Tag und Stunde enthaͤlt, die von den Sachver⸗ ſtändigen(zu ihrer Expedition) gewählt worden iſt, dafern die Parthey nicht bey der Vereidung gegenwaͤrtig war; der Zufertigung des von den Sach⸗ verſtaͤndigen erſtatteten Berichts; der Zufertigung des Verhoͤrs uͤber Thatſachen und Artikel; der Anzeige vom Abſterben einer Parthey; der Zufertigung einer Losſagung(der Parthey von den Handlungen des Sach⸗ walters); der Zufertigung der Schrift, worin darum angeſucht wird, daß die beyge⸗ fuͤgten Belege und das geſprochene Ur⸗ thel von einem Gericht an das andere geſendet werden moͤchten; der Zufertigung eines auf die Appel⸗ lation wider ein Urthel, in welchem die Ablehnung des Richters verworfen iſt, geſprochenen Appellationsgerichtsurthels, oder des vom Actuar des Appellations⸗ gerichts ausgeſtellten Atteſtats., daß uͤber 54 — 8 gegenwaͤrtig Fr. Cent. LXXVII. Tarif. contenant que l'appel n'est pas jugé, fr. cent. et indication du jour ou il doit étre. Art. 403. De la sommation de se trouver de- vant le président, et voir déclarer la taxe des frais exécutoire, en cas de désistement de la demande. 1 Art. 634. De la sommation d'étre présent à la présentation et affirmation d'un compte. Art. 374. De la signification de la déclara- tion affirmative, et du dépöt des . pieces contenant constitution d'a- voué. Art. 675. D'un acte contenant dénonciation d'opposition formée sur le débiteur entre les mains d'un tiers saisi. Art. 67s6. De la signification de l'état détaillè des effets mobiliers saisis et arrétés entre les mains d'un tiers saisi. Art. 371. De la sommation à la requéte des créanciers du mari, à l'avoué de la femme poursuivant sa s6paration de biens, de leur communiquer la demande et les pièces justificatives. Art. 972. De l'acte de signification du cahier des charges en licitation, aux avouẽs des colicitans. Titres des De l'acte de sommation aux i Partages. avoues des copartageans de se trou- ver soit devant le juge-commissaire, Apt Art. Art. Art. Art. Art. Art. Litel von Erb⸗ theilungen. 403. 534. 674‧ 971. 972. Supplem. z. Geſetb. Nap⸗ LXXVII. Taxordnung. die Appellation noch nicht geſprochen Fr. Cent. ſey, mit Anzeige des Tages, an wel⸗ chem es geſchehen ſoll; der Auffoderung, ſich vor dem Ge⸗ richtspraͤſidenten zu ſtellen und der Taxe der executiviſch beyzutreibenden Unkoſten beyzuwohnen, welche von dem zu er⸗ ſtatten ſind, der ſeine Klage fallen laͤßt; der Auffoderung, ſich bey der Darle⸗ gung und eidlichen Beſtaͤrkung einer Rechnung einzufinden; der Anzeige der einwilligenden Er⸗ klaͤrung und der Niederlegung der Be⸗ weisurkunden, nebſt Beſtellung des An⸗ walds; einer Schrift, worin die Anzeige enthalten iſt, daß bey dem dritten, bey welchem der Arreſt angelegt iſt, eine wider den Schuldner gerichtete Proteſta⸗ tion eingelegt worden ſey; der Zufertigung des Verzeichniſſes der einzelnen, in den Haͤnden eines Dritten befindlichen und in Beſchlag ge⸗ nommenen Mobilien; der auf Anſuchen der Glaͤubiger des Ehemannes bewirkten Auffoderung an den Anwald der Frau, welche auf Gü⸗ terſonderung geklagt hat, ihnen die Klage und deren Belege mitzutheilen; der Zufertigungsſchrift, wodurch der Anſchlag bey Verſteigerungen den An⸗ waͤlden der Licitanten mitgetheilt wird; der Schrift, durch welche die An⸗ waͤlde der Erbtheilnehmer aufgefodert werden, ſich vor dem Gerichtscommiſſar Mm 545 LXXvII. Tarik. soit devant le notaire, pour procéder fr. cent. aux opérations du partage, Pari Pans le resscrt— 5 Pour les copies de chacun des ac- tes ci- dessus énoncés, indépendam- ment des copies de pieces, le quart. 1. 9. M. Actes de deuxieme classe. — Ger Art. 102, 0. FT. Acte de production nouvelle de Pr. civ. 5. en instruction pär écrit contenant Pétat des pidces. Art. 216. Sommation à la partie adverse de déclarer si elle veut ou non se ser⸗ vir d'une piece produite, avec dé- claration que, dans le cas ou elle s'en servircit, le demandeur s'ins- crira en faux. Art. 216. Declaration de la partie sommeée, signée d'elle ou du fondé de sa pro- curation speciale et authentique, dont il sera donné copie, qu'elle z entend ou non se servir de la piece ₰ arguée de faux. Art. 232. Acte contenant articulation suc- cincte des faits dont une partie de- mandera à faire preuve. Art. 109. Gerichtsordn. Art. 213. Art. o16. Art. 2½2. LXXVII. Taxordnung. 54 oder dem Notar einzufinden, um das Fr. Cent. Erbtheilungsgeſchaͤft vorzunehmen, Si Si Fuͤr die Abſchriften aller vorſtehend angefuͤhrten Schriften, ohne die Ab⸗ ſchriften fuͤr die Beylagen, das Viertel ſoviel. g. III. Schriften der zweyten Claſſe. 71. Der anderweite Productions⸗ ſatz beym ſchriftlichen Verfahren, nebſt Urkundenverzeichniß; die Auffoderung an den Gegentheil zu erklaͤren, ob er ſich einer producirten Urkunde bedienen wolle oder nicht, nebſt der Erklaͤrung, daß, dafern er ſich deren bedienen werde, der Klaͤger ſolche als unaͤcht anfechten wolle; die Erklaͤrung des aufgefoderten Theils, welche von ihm und ſeinem durch eine oͤffentlich beglaubigte, ab⸗ ſchriftlich mitzutheilende Vollmacht ge⸗ rechtfertigten Specialbevollmaͤchtigten un⸗ terſchrieben ſeyn muß, worin derſelbe erklaͤrt, ob er ſich der als falſch ange⸗ fochtenen Urkunde bedienen wolle, oder nicht; die Schrift, in welcher die Artikel enthalten ſind, in denen die Thatſachen, welche die Parthey erweiſen will, kuͤrz⸗ lich aufgeſtellt ſind; T — Mm 75 Art. Art. Art. 289. 317. 347. 402. 313.. 519. LXXVII. Tarif. Acte contenant réponse au préce- dent et dénégation ou reconnaissance des faits. Acte contenant la justißication des reproches par écrit. Aote en réponse. Acte contenant offre de prouver les reproches contre les témoins non justifiés par écrit, et désignation des témoins à entendre sur les reproches. Acte en réponse. Acte contenant les moyens de ré- cusation contre les esperts. Acte contenant ſréponse aux mo⸗ yens de récusation. Acte contenant les moyens et con- clusion des demandes incidentes. Acte servant de réponse aux de- mandes incidentes. Acte de reprise d'instance. Acte de deésistement et d'accepta- tion de désistement. Acte de présentation de caution. Acte de déclaration d'acceptation de caution. Acte de contestation de la caution oferte. Acte d'offres sur la déclaration des dommages et intéréts. fr. cent. LXXVII. Taxordnung. 549 n der Beantwortungsſatz, worin die Fr. Cent. angegebenen Thatſachen entweder abge⸗ leugnet oder bejahet werden; Art. a82. der Satz, in welchem die ſchriftlich gemachten Einwendungen beantwortet werden; der Antwortsſatz; Art. as9. der Satz, worin man ſich erbietet, die nicht ſchriftlich gerechtfertigten Ein⸗ reden wider die Zeugen zu beweiſen, und die Benennung der uͤber dieſe Einreden abzuhörenden Zeugen; der Beantwortungsſatz; Art. 309. der Satz, in welchem die Gruͤnde fuͤr die Ablehnung der Sachverſtaͤndigen enthalten ſind; Art. 311, der Beantwortungsſatz; Art. 337. der Satz, welcher die Gruͤnde und den Antrag wegen gewiſſer Incidentge⸗ ſuche enthaͤlt; der Beantwortungsſatz; Art. 347. der Satz(die Schrift) uͤber die Wiederaufnehmung(Reaſſumtion) des Proceſſes; 3 Art. a02. der Satz(die Schrift) uͤber die Los⸗ ſagung vom Proceſſe und uͤber die An⸗ 6 nahme dieſer Losſagung; Art. 818. der Satz(die Schrift), wodurch ein Buͤrge dargeſtellt wird; Art. 519. der Satz, wodurch erklaͤrt wird, daß man den Buͤrgen annehme; Art. 520. der Satz, worin der angebotene Buͤrge angefochten wird; Art. 584. die Schrift, worin man auf die An⸗ gabe der Schaͤden ſein Anerbieten thut; 550 Art. 356. Art. 77. LXXVII. Tarif. Acte contenant demande en rec- fr. cent. tification d'un acte de Pétat civil. Acte servant de réponse. PFous ces actes seront taxés pour 'original, A Paris B Et pour chaque copie, indépen- damment des copies de pieces, le quart. g. W. Des Requstes et Défenses qui peuvenr étre grossoyées, et des Copies ds pidces. 72. Pour l'original ou grosse des requétes servant de défenses aux de- mandes, contenant vingt⸗cinq li- gnes à la page et douze syllables à la ligne, A Paris Dans le ressort. Les gopies de pibces qui seront données avec les défenses, ou qui pourront ẽtre signifiées dans les cau- ses, seront taxées, a raison du röle, de vingt-cinq lignes à la page, et de douze syllabes à la ligne, ou évaluées sur ce pied, 5— 3.75 2— 156 u Art. 856. Art. 77. LXXVII. Taxordnung. 551 Die Schrift, worin um Berichti⸗ Fe. Eent. gung einer Civilſtandsurkunde angeſucht wird; die Beantwortungsſchrift. Fuͤr alle dieſe Schriften gebuͤhrt ſich fuͤrs Original Ii Setichtsbeit und fuͤr jede Abſchrift, ohne die Ab⸗ ſchriften der Beylagen, das Viertel. g. W. Von den Anſuchungsſchreiben und Par⸗ theyſchriften, welche ſolenn mundirt wer⸗ den duͤrfen, und den Abſchriften der Beylagen. 72. Fuͤr das Original oder die ſo⸗ lenne Ausfertigung des Schreibens, worin die Exceptionen wider eine Klage enthalten ſind, wenn ſolches 25 Zeilen auf jeder Seite und 72 Sylben in jeder Zeile enthaͤlt S Im Gerichtsbezirk Fuͤr die Abſchriften der dem Excep⸗ tionsſchreiben beygefuͤgten Belege, oder der Beweisurkunden, welche im Laufe des Proceſſes den Partheyen zugefertigt werden, fuͤr jedes Blatt, das 25 Zeilen auf jeder Seite und 12 Sylben auf jeder Zeile enthaͤlt, oder nach dieſem Maaßſtabe berechnet iſt 50 Art. Art. 97. 103. 161. LXXKVII. Tarit. Bans le resort Les copies de tous actes ou juge⸗ mens, qui seront signifiées avec les exploits des huissiers, appartiendront à l'avoué, si elles ont été faites par lui, à la charge de les certifier vé⸗ ritables et de les signer. 73. Pour Foriginal ou grosses des requétes, contenant réponse aux dé⸗ fenses dans la forme ci-dessus pour chaque röle, W Pais B e e Des requétes en instruction par écrit, terminées par l'état des pibces. Idem, servant de réponse à celles en instruction par écrit, avec état des pieces au soutien Idem, en réponse aux productions de nouvelles pieces qui ne pourront excéder six röles. 74. Dans les instructions par écrit, les grosses et les copies de toutes les requétes porteront la déclaration du nombre de röles dont elles sont composees, à peine de rejet de la taxe. 75. Pour la grosse de la requéte d'opposition au jugement par défaut id. Art. 96. Art. 97. Art. 103. Art. 104. Art. 161. LXXVII. Taxorbnung. Die Gebuͤhren fuͤr Abſchriften aller Schriften und Urthel, welche, nebſt dem Zufertigungsprotocolle der Gerichtsboten, der Parthey mitgetheilt werden, gehoͤ⸗ ren dem Anwalde, wenn er ſie hat machen laſſen; doch muß er ihre Aecht⸗ heit atteſtiren und ſie unterſchretben. 73. Fuͤr das Original und die ſo⸗ lenne Abſchrift des Schreibens, das die Antwort auf die Exceptionsſchrift in ob⸗ beſtimmter Form enchaͤlt, fuͤr das Blatt Fuͤr die Schreiben beym ſchriftlichen Verfahren, welchem ein Verzeichniß der Behgen Sengeſüi desgleichen fuͤr die Antwort darauf beym ſchriftlichen Verfahren, nebſt Ver⸗ zeichniß der Behlgen desgleichen bey der Beantwortung der Production neuer Beweisurkunden, welches jedoch nicht uͤber 6 Blatt betra⸗ gen darf. 74. Beym ſchriftlichen Verfahren muͤſſen die ſolennen Ausfertigungen und einfachen Abſchriften aller eingereichten Schreiben die Anzeige der Zahl der Blaͤtter enthalten, aus welchen ſie beſte⸗ hen, und zwar bey Verluſt der Ge⸗ buͤhren. 75. Fuͤr das Mundum der Oppoſi⸗ tionsſchrift wider ein Contumacialurthel, Fr. Cent. — 30 0 ebenſov. ebenſov. Art. Art. 166 173. 174. 180. LXXNVII. Tarif. contenant les moyens, par chaque röle, Hans le Si les moyens ont été fournis avant le jugement par défaut, la requéte d'opposition, sans les moyens, n sera passée que pour un röle. Idem, pour la grosse de la requéte, qui ne pourra excéder deus röles, tendant à ce que l'étranger deman⸗- deur scit tenu de fournir caution. Idem, de celle en réponse qui ne pourra non plus excéder deux röles. Idem, de la requéte pour propo- ser un déclinatoire, qui ne pourra excEder six röles. Idem, de la réponse. Idem de la requéte en nullité de la demande ou du jugement, qui ne pourra non plus exceder six rõles. Idem, de la réponse. Idem, de la requéte pour deman- der delai pour deélibérer et faire in- ventaire, qui ne pourra aussi excé- der six röles. Idem, de la réponse. Idem, de la requéte pour soutenir quil n'y a lieu d'appeler garant, qui ne pourra excéder sin röles. Idem, de la réponse. fr. cent. id. Art. Art. Art. Art⸗ Art. 166. 168. 174. 180, LXXVII. Taxordnung. 555 worin die Gruͤnde fuͤr die Beſchwerden Fr. Cent. enthalten ſind, fuͤr jedes Blatt Su Im Gerichtsbezirk. Sind die Gruͤnde ſchon vor dem Contumacialurthel eingereicht worden, ſo wird die Oppoſitionsſchrift nur fuͤr Ein Blatt gerechnet und dafuͤr bezahlt.. desgleichen fuͤr das Mundum des Anſuchungsſchreibens, das jedoch nicht uͤber 2 Blatt betragen darf, worin dar⸗ auf angetragen wird, daß ein auslaͤndi⸗ ſcher Klaͤger einen Buͤrgen ſtelle; desgleichen fuͤr das Antwortsſchrei⸗ ben, welches ebenfalls nicht uͤber 2 Blatt betragen darf; desgleichen fuͤr das Schreiben, wor⸗ in die Ablehnung des Richters ange⸗ bracht wird, und welches nicht uͤber 6 Blatt betragen darf; desgleichen fuͤr die Antwort; desgleichen fuͤr das Schreiben, wor⸗ in die Nullitaͤtsklage gegen ein Urthel enthalten iſt und das nur 6 Blatt ent⸗ halten darf; desgleichen fuͤr die Antwort; desgleichen fuͤr das Anſuchungsſchrei⸗ ben um Bedenkzeit und um die Friſt zur Fertigung eines Inventariums, auch nicht mehr als 6 Blatt; desgleichen fuͤr die Antwort; desgleichen fuͤr das Schreiben, wor⸗ in behauptet wird, man koͤnne die Be⸗ ſtellung eines Anwalds nicht verlangen, von nicht mehr als 6 Blatt; desgleichen fuͤr die Antwort; ebenſov. Art. 192. 5 Art. geg. Art. 354. Art. 373. Art. 400. LXXVII. Tarif. Idem, de la requéte d'opposition à l'ordonnance portant contrainte de remettre des pibces, qui ne pourra excéder deux röles. Idem, de la réponse. Idem, de la requéte contenant les moyens de faux. Idem, de la requéte contenant ré⸗ ponse aux moyens de faux. Idem, de la requéte d'intervenrion. Idem, de la requéte en réponse à intervention. Idem, de la requéte contenant con- testation sur la demande en reprise d'instance, qui ne pourra excéder six röles. Idem, de la réponse. Idem, de la requéte servant de moyens contre un désaveu. Et réponse. Idem, de la requéte contre la de- mande à fin de renvoi d'un tribunal à un autre, pour cause de parenté ou alliance. Et pour la réponse. Idem, de la requéte en peremption d'instance, qui ne pourra excéder six röles. Idem, de la réponse. fr. cent. Art. 192. Art. 229. Art. 230. Art. 339. Art. 348. Art. 354. Art. 373. Art. 400. LXXVII. Taxordnung. desgleichen fuͤr die Oppoſitionsſchrift Fr. Cent. gegen die gerichtliche Auflage, bey Ge⸗ faͤngnitzwang Urkunden zuruͤckzugeben, welche nicht mehr als zwey Blatt betra⸗ gen darf; desgleichen fuͤr die Antwort; desgleichen fuͤr das Schreiben, wor⸗ in die Gruͤnde fuͤr die Unaͤchtheit einer Urkunde angegeben ſind; desgleichen fuͤr die Beantwortung dieſer Gruͤnde; desgleichen fuͤr die Interventions⸗ ſchrift; desgleichen fuͤr das Antwortsſchrei⸗ ben auf die Intervention; desgleichen fuͤr das Schreiben, wor⸗ in dem Anſuchen auf Reaſſumtion des Proceſſes widerſprochen wird; nicht mehr als 6 Blaͤtter; desgleichen das Antwortsſchreiben; desgleichen fuͤr das Schreiben, wor⸗ in die Gruͤnde wider eine Losſagung von den Handlungen des Sachwalters enthalten ſind; desgleichen fuͤr die Antwort; desgleichen fuͤr das Schreiben, worin dem Geſuch, daß wegen Verwandtſchaft oder Schwägerſchaft die Sache an ein anderes Gericht verwieſen werden ſolle, widerſprochen wird; desgleichen fuͤr die Antwort; desgleichen fuͤr das Schreiben, wor⸗ in um die Erklärung angeſucht wird, daß der Proceß erloſchen ſey; und das nicht uͤber 6 Blatt betragen darf; desgleichen fuͤr die Antwort; Art. Art. 46. 3514. 616. LXXVII. Tarik. Idem, de la requéte de tierce- fr. opposition. Et réponse. Idem, de la requéte civile incidente. Et réponse. Idem, de la requéte contenant dẽ- fense du juge pris à partie. Et réponse. Idem, pour la grosse d'un compte dont le préambule ne pourra excé- der six röles. I ne sera fait qu'une seule grosse. Idem, pour la grosse de la re⸗- quéte du tiers-saisi, qui demandera son renvoi devant son juge, en cas que sa déclaration affirmative soit contestée, cette requéte ne pourra excéder deux röles. Ft réponse. Idem, de la requéte pour deman- der incidemment la validité ou la nullité d'offres réelles. Et réponse. cent. LXXVII. Taxordnung. 559 Art. 473. desgleichen fuͤr das Schreiben, in Fr. Cent. welchem die von einem Dritten einge⸗ wandte Oppgſition enthalten iſt; desgleichen fuͤr die Antwort; Art. 493. desgleichen fuͤr das Schreiben, worin das Rechtsmittel der Wiedereinſetzung in den vorigen Stand wegen eines Inci⸗ dentpunktes eingewendet wird; desgleichen fuͤr die Antwort; Art. 514. desgleichen fuͤr das Schreiben, wel⸗ ches die Ausfluͤchte des Richters enthält, wider den eine Syndicatsklage ange⸗ ſtellt iſt; desgleichen fuͤr die Antwort; Art. 3531. desgleichen fuͤr die ſolenne Abſchrift (das Mundum) einer Rechnung, deren Eingang nicht uͤber 6 Blatt betragen darf. Es darf aber nur Ein Mundum ge⸗ macht werden; Art. 670. desgleichen fuͤr die Reinſchrift(das Nundum) des Anſuchungsſchreibens des Dritten, bey welchem ein Arreſt ange⸗ legt iſt, welcher, wenn ſeine bejahende Erklaͤrung angefochten wird, die Ver⸗ weiſung der Sache an ſeinen ordentli⸗ chen Richter verlangt. Dieſes Schrei⸗ ben darf nicht uͤber 6 Blatt betragen; desgleichen fuͤr die Antwort; Art. 613. desgleichen fuͤr das Anſuchungsſchrei⸗ ben um Erklaͤrung der Guͤltigkeit oder Unguͤltigkeit des baaren Darbietens(der Zahlung), ſoweit dieſe Frage als Inci⸗ dentpunkt vorkommt; desgleichen fuͤr die Antwort: Art. 8 — — Art. 3771. Art. 972. . Parif. Idem, de la requéte à fin de se faire autoriser à compulser un acte, qui ne pourra excédes six röles. Et réponse. Idem, de la requéte d'intervention des créanciers du mari dans les de- mandes en séparation de biens. Et réponse. Idem, de la requéte de conclu- sions motivées contenant demande en entérinement du rapport des ex- perts, en partage et licitation. Et réponse. I sera taxc pour chacun des ròles des requétes ci- dessus énoncées, ise. ⸗ DPans le ressort Et pour chaque copie, Par röle, le quart. Le nombre des röles de requéte en réponse ne pourra jamais excé- der celui fixe pour la requéte en demande. Nota. Il ne sera passé aucun frais d'impression des requétes et detenses méme autorisées. Art. 979. Art. 847. Art. 371. Supplem. z. Geſetzb. Nap. LXXVII. Taxordnung. desgleichen fuͤr das Anſuchungsſchrei⸗ Fr. Cent. ben um die Erlaubniß zu Compulſoria⸗ lien wegen einer Schrift, welches Schreiben nicht uͤber 6 Blatt betragen darf; desgleichen fuͤr die Antwort; desgleichen fuͤr das Interventlons⸗ ſchreiben der Glaͤubiger des Mannes bey der Guͤterſonderungsklage; desgleichen fuͤr die Antwort; desgleichen fuͤr dieß Schreiben mit dem durch Gruͤnde unterſtutzten Geſuch um Beſtaͤtigung des Gutachtens der Sachverſtändigen, um Theilung und Verſteigerung; desgleichen fuͤr die Antwort. Fuͤr jedes Blatt vorſtehender Schrei⸗ ben kann angeſetzt werden S Piris im Gerichtsbezirk. und fuͤr jede Abſchrift fuͤr jedes Blatt das Viertel. Die Antwortsſchreiben duͤrfen nie⸗ mals mehr Blatter enthalten, als das Anſuchungsſchreiben. Anm. Fuͤr Druckkoſten darf ſelbſt bey verſtatteten Anſuchungs- und Antwortsſchreiben nichts angeſetzt werden. . Nn 561 530 Art. 110. Art. 191. Art. 199. Art. 204. Art. 221. XXVII. Tarik. 6. V. Requstes qui ne peuvent etre grossoyées, et Copies d'actes. 76. Requéte pour faire nommer un autre rapporteur en instruction par écrit ou sur délibéré. Pour faire commettre un huissier a l'effet de signifier un jugement par défaut contre partie. Pour faire contraindre un avoné à remettre les pidces qu'il a prises en communication. Pour obtenir ordonnance du juge- commissaire en vérification d'écriture, à l'effet de sommer la partie adverse de comparaitre à jour et heure cer⸗ tains, pour convenir de pieces de comparaison. A fin d'obtenir l'ordonnance du commissaire en vérification d'écritu- res pour sommer les experts de pré- ter serment et les dépositaires de représenter les pièces de comparaison. Au juge commissaire en inscrip- tion de faux incident pour faire or- fr. cent. Art. Art. Art. Art. Art. Art. 110. 136. 199. 204. 231. LXXVII. Taxordnung. 5 Von Schreiben, welche nicht in eine foͤrm⸗ liche Reinſchrift(Mundum) gebracht wer⸗ den duͤrfen, und von Abſchriften der Säße. 76. Das Anſuchungsſchreiben um Ernennung eines andern Referenten bey dem ſchriftlichen Verfahren, oder in Sachen, wo auf Berathſchlagung reſol⸗ virt iſt; um Abordnung eines Gerichtsboten zur Zufertigung eines Contumacialurthels an den Gegentheil; um Auflage an den Sachwalter, die ihm mitgetheilten Actenſtuͤcke zuruͤckzu⸗ geben; um Auflage des zur Eroͤrterung der Aechtheit der Handſchrift ernannten Ge— richtscommiſſars an den Gegentheil, zu beſtimmtem Tag und Stunde zu erſchei⸗ nen, damit man mit ihm uͤber die Schriften, welche zur Gegeneinanderhal⸗ tung der Schriftzuͤge dienen ſollen, uͤber⸗ einkommen koͤnne; um Verordnung des zur Eroͤrterung der Aechtheit der Handſchrift ernannten Gerichtscommiſſars an die Sachverſtaͤn⸗ digen, ſich zur Verpflichtung einzufinden, und an die Aufbewahrer der Verglei⸗ chungsurkunden, ſolche vorzulegen; an den wegen der einer Urkunde ent— gegengeſetzten Ausflucht der Unächtheit Nn 2 564 Art. 259. Art. 297⸗ Art. 307. Art. 403. Art. 354. Art. 617. Art. 308. Art. 780. LXXVII. Tarif. donner T'apport de la minute de la fr. cent. piece arguée par le depositaire. Au juge commis pour procéẽder à une enquéte, à P'effet d'obtenir son ordonnance, indiquant 16 jour et 'heure pour lesquels les témoins seront assignés. Au juge commis pour faire une descente sur les lieux, à F'effet d'ob- tenir son ordonnance, portant I'indi- cation des jour, lieu et heure. Au juge commissaire pour deman- der son ordonnance, à Peffet de faire préter serment aux experts convenus ou nommes d'office. En cas de desistement de la de⸗ mande pour obtenir l'ordonnance du président, afin de rendre la taxe de frais exécutoire. Au juge commis pour entendre un compte, à l'effet d'obtenir ordon- nance fixant le jour et Pheure de la présentation. A fin de permission de vendre les meubles saisis-exécutés, dans un lieu plus avantageux que celui indi- qué par la loi. Pour faire commettre un huissier, a l'elfet de aignifier le jugement Por- tant contrainte par corps. A fin d'assigner extraordinairement en réléré, si le cas requiert célerits. Art. Art. Art. Art. Art. Art. Art. Art. 259. 297. 307. + 5 384. 617. 780. 808. LXXVII. Taxordnung. verordneten Gerichtscommiſſar, um die Fr. Cent. Vorlegung der als unaͤcht angefochtenen Driginalurkunde dem aufzuerlegen, wel⸗ cher ſolche in Haͤnden hat; an den zum Verfahren beym Zeugen⸗ verhoͤr beſtellten Gerichtscommiſſar, um Beſtimmung des Tages und der Stunde, auf welche die Zeugen vorgeladen werden ſollen; an den zu einer Localbeſichtigung er⸗ nannten Gerichtscommiſſar um Verord⸗ nung wegen Beſtimmung des Tags, des Orts und der Stunde; an den Gerichtscommiſſar, um ihn zu erſuchen, daß er die durch Ueberein⸗ kunft der Partheyen oder vom Richter Amtswegen ernannten Sachverſtaͤndigen verpflichte; im Fall der Losſagung von der Klage an den Gerichtspraͤſidenten, damit die⸗ ſer die executiviſche Beytreibung der angeſetzten Koſten verordne; an den zu Pruͤfung einer Rechnung ernannten Gerichtscommiſſar, daß er in einer Verordnung Tag und Stunde be⸗ ſtimme, wann die Rechnung vorgelegt werden ſoll; um Erlaubniß, die abgepfaͤndeten Mo⸗ bilien an einem vortheilhaftern, als dem geſetzlich beſtimmten Orte, zu verkaufen; um Abordnung eines Gerichtsboten zur Inſinuation des auf Gefaͤngnißzwang geſprochenen Urthels; um außerordentliche Vorladung zum ſummariſchen Verfahren, wenn die Sache keinen Aufſchub leidet; 366 Art. 819. Art. 322. Art. 332. Art. 976. Art. 67, C. civil. LXXVII. Parif. A fin de saisir-gager à l'instant fr. cent. les meubles et effets garnissant les maisons et fermes. A fin de permission de saisir les effets de son débiteur forain, trou- ves en la commune qu'habite le cré- ancier. A fin de faire commettre un huis⸗ sier pour notifier le titre du nouveau Propriétaire aux créanciers inscrits. A ſin de faire commettre un huis- sier, à l'effet de notiſier la réquisi- tion de surenchère. Au juge commissaire en partage et licitation, à l'effet d'obtenir son ordonnance pour citer les autres par- ties à comparaitre par· devant lui. Au procureur impérial pour faire désigner trois jurisconsultes, sans avis desquels le tuteur du mineur ne pourra transiger. Les requétes ci-dessus énoncées ne seront point grossoyées, et seront Art. 72, C. de Pr. civ. taxées, Dans le ressort La vacation, pour demander'or- ⸗ ⸗ ⸗ ⸗ ⸗ donnance du président ou du juge- commissaire et se la faire délivrer, est comprise dans la taxe. 77. Requéte contenant demande ¹ 50 Art. 819. Art. 829. Art. 832. Art. 976. Art. 467. Civilgeſetzb. Art. 72. Gerichtsordn. LXXVII. Taxordnung. in einer Miethwohnung oder einem ver⸗ pachteten Gute ſich befinden, ſofort in Beſchlag zu nehmen; um Erlaubniß, die Effecten eines aus⸗ waͤrtigen Schuldners in Beſchlag zu nehmen, die ſich in der Gemeinde, wo der Glaͤubiger wohnt, befinden; einen Gerichtsboten abzuordnen, um den eingezeichneten hypothekariſchen Glaͤubigern die Erwerbungsurkunde des neuen Eigenthuͤmers mitzutheilen; um Abordnung eines Gerichtsboten zur Notification der Auffoderung zum Uebergebote; an den zu einer Theilung und Ver⸗ ſteigerung ernannten Gerichtscommiſſar, daß er eine Verordnung erlaſſe, die andern Partheyen vor ſich zu laden; an den kaiſerlichen Anwald, um Er⸗ nennung dreyer Rechtsgelehrten, ohne deren Gutachten der Vormund eines Unmuͤndigen ſich nicht vergleichen darf. Obige Anſuchungsſchreiben werden nicht ſolenn mundirt, und es kann da⸗ fuͤr angeſetzt werden Im Gerichtsbezirt Unter dieſen Gebuͤhren iſt dasjenige mit begriffen, was wegen des Anſuchens um gerichtliche Verordnung beym Praͤ— ſidenten oder Gerichtscommiſſar, und wegen zu erlangender Auslieferung der⸗ ſelben zu verrichten iſt. 77. Fuͤr das Anſuchungsſchreiben um Verkuͤrzung der Friſten, in Fällen, 567 um die Mobilien und Effecten, die Fr. Cent. Art Art. Code c de Pr. Art. Art. Art. 558. 682. 733 ivil. Art. 795, C. civ. 300. LXXVII. PTarif. pour abréger les délais dans les cas fr. cent. qui requidrent celéritẽ. Pour obtenir permission de saisir et arréter, entre les mains d'un tiers, ce qu'il doit au deébiteur quand il n'y a pas de titre. Pour avoir permission de saisir et arréter la portion que le juge déter- minera dans des sommes ou pen- sions données ou léguées pour ali- mens, et ce, pour oréances posté- rieures aux dons et 1⸗gs. A l'effet d'obtenir, pour le tés⸗ moin assigné, un sauf- conduit, qui ne pourra étre accordé que sur les conclusions du ministere public, et qui réglera sa durée. A l'effet de demander la nullité de l'emprisonnement d'un débiteur détenu pour dettes. Pour demander la liberté d'un dé- biteur détenu pour dettes, dans tous les cas prévus par l'article 800. Pour assigner le geolier qui refuse de recevoir la consignation de la dette. Pour demander la liherté faute de consignation d'alimens. Art. 326. 327. Pour demander la permission de Art. 558. Art. 582. Art. 783. Civilgeſepb. Art. 96. Gerichtsordn⸗ Art. g00. Art. 802. Art⸗ 803. Art. 826. 827. LXXVII. Taxordnung. welche ſchleunige Befoͤrderung erhei⸗ Fr. Cent. ſchen; um, in dem Falle, wenn man keine Verſchreibung in Haͤnden hat, die Er⸗ laubniß zu erhalten, bey einem Dritten das, was er dem Schuldner ſchuldig iſt, mit Arreſt zu belegen; um die Erlanbniß zu erlangen, den vom Richter feſtzuſetzenden Antheil an geſchenkten oder legirten Geldern oder Penſionen, die zum Unterhalte beſtimmt ſind, mit Arreſt zu belegen, und das zwar fuͤr Schuldfoderungen, die ſpäter enrſtanden ſind, als das Geſchenk oder Legat; um fuͤr einen vorgeladenen Zeugen ein ſicheres Geleite Galwum conductum) zu erlangen, als welches nicht anders, als nach angehoͤrtem Antrage der Staats⸗ behoͤrde ertheilt werden kann, und deſſen Dauer zugleich beſtimmt werden muß; um auf Nullitätserklaͤrung der ge⸗ faͤnglichen Einziehung eines Schulden halber arretirten Schuldners anzutragen; um die Loslaſſung eines Schulden halber gefänglich eingezogenen Schuld— ners in allen den im g00. Artikel be⸗ ſtimmten Fällen auszuwirken; um den Kerkermeiſter vorzuladen, der die Depoſition der Schuld anzunehmen verweigert; um wegen unterbliebener Depoſition der Alimentgelder(fuͤr den Gefangenen) deſſen Loslaſſung zu erbitten; um die Erlaubniß zu erbitten, zum Behuf der Vindication Sachen in Be⸗ 569 Art G. civ.; 928, 961 6. 6 Pr. civile. Art. 946. Art. 996. Art. 998. Art. 1017. Art. 364. LXXVII. Tarif. saisir- revendiquer, contenant la dé- fr. ceut⸗ signation des effets. Idem, pour faire commettre un notaire à l'effet de représenter les absens présumés, dans les inventai- res, comptes, partages et liquida- tions dans lesquels ils sont inté⸗ ressés. Pour faire autoriser à la vente du mobilier d'une succession. A fin d'étre autorisé sans attribu- tion de qualité, à faire procéder à la vente d'effets mobiliers dépendans d'une succession. Pour faire nommer un curateur zu bénélice d'inventaire. Pour faire nommer un curateur à une succession vacante. Idem, à Teffet de faire nommer un tiers-arbitre. Elles seront taxées, Bans ſ r Les requétes ci-dessus ne seront point grossoyées. Et la vacation pour prendre Ior- donnance est comprise dans la taxe. 58. Requéte à fin d'obtenir per⸗ mission d'assigner en reglement de juges. 0 15 Art. 113. Civilgeſepb. Art. 928. 031. Gerichtsordn. Art. 946. Art. 986. Art. 996. Art. 998. Art. 1017. Art. 364. LXXVII. Taxordnung. 571 ſchlag zu nehmen, nebſt Verzeichniß der Fr. Eent. Gegenſtaͤnde; desgleichen um die Ernennung eines Notars auszuwirken, der einen praͤſum⸗ tiviſch Abweſenden bey Inventuren, Be⸗ rechnungen, Erbtheilungen und Ausein⸗ anderſetzungen vertrete, bey welchen letz⸗ terer intereſſirt iſt; um die Erlaubniß zum Verkauf eines Mobiliarnachlaſſes auszuwirken; um die Erlaubniß zu erlangen, ohne daß daraus der Erbſchaftsantritt gefol⸗ gert werden koͤnne, den Mobiliarnach⸗ laß verſteigern zu laſſen; um die Ernennung eines Curators fuͤr eine Erbſchaft auszuwirken, die mit Vorbehalt der Rechtswohlthat des In⸗ ventariums angetreten iſt; um die Ernennung eines Curators fuͤr eine offenſtehende Erbſchaft auszu⸗ wirken; desgleichen um die Ernennung eines Obmanns. Fuͤr jedes dieſer Anſuchungsſchreiben wird bezahlt P Si Geſchtsbi Obige Anſuchungsſchreiben ſollen nicht ſolenn mundirt werden. Fuͤr Einholung der Reſolution wird nichts beſonders bezahlt. 7s8. Das Anſuchungsſchreiben um die Erlaubniß, den Gegner wegen Ver— weiſung der Sache an einen von meh— rern Richtern(bey denen die Sache an⸗ haͤngig gemacht iſt) vorladen zu laſſen; b0 25 Art. 839 841 LXXVII. Tarif. Requéte civile principale. A fin de permission de se faire delivrer espédition ou copie d'un acte parfait, non enregistré, ou méme resté imparfait, ou pour se faire délivrer une seconde grosse. A fin de réformation d'un acte de l'état civil. A P'eflet de faire pourvoir à l'ad- ministration des biens d'une personne présumse absente. Pour avoir permission de faire en- quéte pour constater l'absence. A fin d'envoi en possession pro- visoire des biens d'un absent. De la femme, à l'effet de citer son mari à la chambre du conseil pour déduire les causes de son refus de l'autoriser. De la femme, en cas d'absence présumée ou déclarée du mari, ou en cas d'interdiction pour se faire autoriser. De la femme qui se pourvoit en sSparation de biens. A fin d'homologation de l'avis d'un conseil de famille. Pour demander l'envoi en posses- sion du legs universel. Du créancier pour obtenir la per- mission de faire apposer un scellé. ——— Art. 483. 492. Art. 839. 841. 344. 854. Art. 853. Art. 339. Art. 113. Eivilgeſeßb. Art. 860. Art. 861. Art. 863. 864. Art. 366. Art. 888. Ger. D.; Art. 467. Civilgeſetzb. Art. 1008. Art. 909. Gerichtsordn. LXXVII. Taxordnung. das in der Hauptſache eingewandte Fr. Cem. Rechtsmittel der Wiedereinſetzung in den vorigen Stand; das Anſuchungsſchreiben um die Er— laubniß, ſich eine Ausfertigung oder Ab⸗ ſchrift einer vollzogenen und einregiſtrir⸗ ten, oder auch einer unvollzogenen Ur⸗ kunde ertheilen zu laſſen, oder auch eine zweyte Hauptausfertigung zu erhalten; um Berichtigung einer Civilſtands⸗ urkunde; um Anordnung der Verwaltung des Vermoͤgens eines praͤſumtiv Abweſenden; um die Erlaubniß, zur Beſcheinigung der Abweſenheit Zeugen abhören zu laſſen; um proviſoriſche Einſetzung in den Beſitz der Guͤter eines Abweſenden; einer Ehefrau, um Vorladung ihres Mannes, im Berathſchlagungszimmer zu erſcheinen und die Urſachen darzule⸗ gen, warum er ihr die Erlaubniß(vor Gericht zu erſcheinen) nicht geben wolle; einer Ehefrau, deren Mann entwe⸗ der praͤſumtiv, oder wegen rechtlichen Erkenntniſſes fuͤr abweſend zu achten, oder interdieirt iſt, um die gerichtliche Verguͤnſtigung, vor Gericht zu er⸗ ſcheinen; einer Ehefrau um Guͤterſonderung; um Beſtaͤtigung des Gutachtens des Familienrathes; um Einſetzung in den Beſitz einer Univerſalerbſchaft; eines Glaͤubigers um Verſtattung der Verſiegelung; — 574 964. Art. 956 et Art. 937. Art. 933. Art. 70 et 71. LXXVII. Tarif. A fin d'homologation d'un avis du fr. cent⸗ conseil de famille pour aliéner les immeubles des mineurs ou pour étre autorisé à vendre au-dessous de l'estimation. De l'héritier bénéficiaire à l'effet d'étre autorisé à vendre les immeu- bles dépendans d'une succession bé- néficiaire. Pour demander l'entérinement du rapport d'esperts qui ont fait l'esti- mation des immeubles d'une succession benékiciaire. dépendans Idem, d'un curateur à une suc- cession vacante. Idem, pour demander Phomologa- tion d'un acte de notoricté delivré par le juge de pais sur la déposi- tion de sept témoins, pour suppléer à un acte de naissance. Ces requétes ne peuvent étre gros- soyces, et l'émolument, pour pren- dre les ordonnances et communiquer au ministere public est compris dans la taxe qui sera de, 4 Paris Dahsle nen 70. Requéte pour avoir permis- sion de faire interroger sur faits et articles, contenant les faits. Cette requéte ne sera point signi- iée ni la partie appelée avant le jugement qui admettra ou rejettera la demande à fin de faire interroger: elle ne sera notiſiée qu'avec le juge⸗- 1 50 Art. 956. 964. Art. 987. Art. 936. Art. 70. 71. Art. 326. LXXVII. Taxordnung. um Beſtaͤtigung des Gutachtens eines Fr. Cent. Familienraths, die Guͤter eines Unmuͤn⸗ digen zu veraͤußern, oder um Erlaubniß, ſie unter der Taxe zu verkaufen; eines Beneficiarerben, um die Er⸗ laubniß, die zur Beneſiciarerbſchaft ge⸗ hoͤrigen unbeweglichen Guͤter zu ver⸗ kaufen; um die Beſtaͤtigung des Gutachtens der Sachverſtaͤndigen, welche die zu einer Beneficiarerbſchaft gehoͤrigen Guͤter taxirt haben; desgleichen eines Curators einer offenſtehenden Erbſchaft; desgleichen um die Beſtaͤtigung eines vom Friedensrichter auf Ausſage von 7 Zeugen ausgeſtellten Notorietätsſcheins, durch welchen der Geburtsſchein erſetzt werden ſoll; Dieſe Anſuchungsſchreiben duͤrfen nicht ſolenn mundirt werden, und die Gebuͤhren fuͤr Abholung der Reſolutio⸗ nen und Mittheilung an die Staatsbe⸗ hoͤrde ſind in der Taxe mit begriffen, welche betraͤgt S Im Getichtebeitt 79. Das Anſuchungsſchreiben um die Erlaubniß, den Gegentheil uͤber Thatſachen und Artikel befragen zu laſ⸗ ſen, mit Angabe der Thatſachen. Dieſes Anſuchungsſchreiben wird nicht zugefertigt, noch der Gegentheil vorgefodert, vielmehr laͤßt das Gericht das Geſuch um Befragung ſofort zu, oder verwirft es; die Zufertigung er⸗ 575 1 530 pi . LXXVII. Parif. ment et l'ordonnance du juge com- E. ceut. mis pour faire subir l'interrogatoire. Art. 876. De l'époux qui se pourvoit en séparation de corps, coutenant som- mairement les faits. c. De l'épous qui se pourvoit en divoroe pour cause déterminee, con- tenant le détail des faits. Art. 390, C. Contenant demande à fin d'inter- de Pr. civ. diction, le deétail des faits et l'indi- cation des témoins. Ces requétes ne peuvent étre gros- soyces, et l'émolument pour prendre les ordonnances et communiquer au ministere public est compris dans la taxe. Dans le ressort. — 6 Plaidoiries et assistance aux Jugemens. —————— Art. 76 er go. Pour honoraires de l'avocat auivans. 2. ui aura plaidè la cause contradictoi- 4 rement, P Pans le nessorr g1. Pour assistance de l'avoué à paudience, à Peffet de demander 10 Ge LXXVII. Taxordnung. 577 folgt zugleich mit dem Beſcheide und Fr. Cent. mit der Verordnung des zur Haltung des Verhoͤrs beſtellten Gerichtscom⸗ miſſars. Art. 378. Das Anſuchungsſchreiben eines Ehe⸗ gatten, um Scheidung von Tiſch und Bette mit kuͤrzlicher Darſtellung des Factums; Art. a36. eines Ehegatten, um Eheſcheidung Switgeſebb. aus einer beſtimmten Urſache, mit ge⸗ nauer Angabe der Thatſachen; Art g90. Anſuchen um Interdiction, mit An⸗ Serichtsordn. gabe der Thatſachen und Benennung der Zeugen. Dieſe Anſuchungsſchreiben duͤrfen nicht ſolenn mundirt werden, und die Gebuͤhren fuͤr Abholung der Reſolution und Mittheilung an die Staatsbehoͤrde ſind mit in der Taxe begriffen, welche betragt Smn ichshe §. VI. Vom muͤndlichen Verfahren und Erſcheinen bey der rechtlichen Entſcheidung. Art. 79. go. Honorar fuͤr den Advocaten, und folgende der mit dem Gegentheil muͤndlich in der Sache verfahren hat g1. Fuͤr Gegenwart des Anwalds im Verhoͤr, um zu verlangen, daß ſeine Supplem. z. Geſetzb. Nap. Do — LXXVII. Tarif. acte de sa constitution, en cas d'abré- r. cent. viation des delais, Daus le ressort Art. 149. 82. Assistance et plaidoirie aux jugemens par defaut, Dans le ressort pour Thonoraire de P'avocat qui aura pris le jugement par défaut, Dans le ressort Quand le jugement pär défaut aura été pris par un avocat, le droit d'assistance de T'avoué ne sera, APsris, que de Pans le ressort Art. 37. S Pour assistance de chaque avoué à tout jugement portant re- mise de cause, ou indication de jour, sans quée les jugemens puis- gent étre levés, ni qu'il soit sigui- ſié de qualités, ou donné d'avenir, Dans le ressprt Art. 93 et9s. 34. Par assistance et ohserva- tions des avoués aus jugemens qui ordonneront une instruction Par écrit, — 05 50 45 G Art. 149. Art. 87. — Art. 93. 95. LXXVII. Texordnung. — „ Vollmacht zum Protocoll genommen Fr. werde, im Fall der Abkuͤrzung der Friſten S eei 82. Gerichtliches Erſcheinen und muͤndlicher Vortrag bey Contumacial⸗ urtheln Sin Geichit. Honorar des Advocaten fuͤr Anho⸗ rung des Contumacialurthels Sa Panis Si Gerichisbezirt Wenn das Contumacialurthel von einem Advocaten angehoͤrt worden iſt, ſo gebuͤhrt dem Anwalde fuͤr ſeine Ge⸗ genwart Si Pi Im Gelchtsbezirt 83. Fuͤr Gegenwart des Anwalds, bey Ertheilung jedes Beſcheides auf Ausſetzung der Sache, oder Beſtim⸗ mung eines Terminstages, wobey jedoch das Urthel nicht abgeloͤßt, die Angabe der perſoͤnlichen und rechtlichen Verhaͤlt⸗ niſſe nicht zugefertigt, noch der Gegen⸗ theil zum Erſcheinen aufgefodert werden kann Z erſchtsbezirt 84. Fuͤr Beytritt und muͤndliche Vorſtellungen des Anwalds bey Erthei⸗ lung eines Beſcheides, in welchem auf ſchriftliches Verfahren erkannt wird Oo 2 — 65 10 579 Cent. 30 45 75 Art. 113. Art. 142. Parif. LXXVII. ans le essn 35. Pour assistance, aux juge⸗ mens sur delibéré ou instruction par ecrit, y compris les notes quꝰils pourront fournir, e g6. Pour assistance des avoués à chaque journée de plaidoiries qui précedent les jugemens interlocutoires et définitifs, contradictoires quand les causes sont plaidées par les par- ties elles- mémes ou par des avocats, Bugs 6 vesor Et quand les avoués plaideront eux- mémes, Wans le ressunt h. VII. Qualitẽs et Signiſications des Jugemens. ———— 87. Pour l'original des qualités contenant les noms, profession et demeure des parties, leurs conclu- sions et les points de fait et droit, sans que les motifs des conclusions puissent y ẽtre insẽrés, ni qu'ou puisse fr. cent. 5— 4— 5— 4— 2 25 10— 5 Art. 113. Art. 176. Art. 142. LXXVII. Taxordnung. Si Sei g5. Fuͤrs Erſcheinen bey Ertheilung der auf vorgaͤngige Deliberation oder ſchriftliches Verfahren geſprochenen Ur⸗ thel, mit Inbegriff der von ihm etwa gemachten Vorſtellungen Si i 86. Fuͤr Beytritt der Anwaͤlde bey jedem Termine zum muͤndlichen Verfah⸗ ren, das vor Faͤllung eines Interlocuts oder eines Endurthels vorhergeht, wenn beyde Partheyen ihre Sache ſelbſt ver⸗ theidigen, oder ſich durch Advocaten ver⸗ theidigen laſſen Bü Patis m Gerichtsbezir und wenn die Anwaͤlde ſelbſt muͤnd⸗ lich verfahren S ii Iin Gevichtsbezirt § VII. Angabe der Perſonal- und Sachverhaͤltniſſe und Zufertigung der urthel. 87. Fuͤr das Original der ſogenann⸗ ten Qualités, in welchem enthalten ſeyn muͤſſen Namen, Gewerbe und Aufent⸗ halt der Partheyen, deren Geſuche und die Thatſachen und Rechtspunkte, auf welche es ankommt; ohne daß jedoch die 5 4 + C 581 Cent. Art. 166 et 157. LXXVII. Tarif. rappeler, dans les points de fait fr. cent. et de droit, les moyens des par- ties; savoir, pour celles d'un juge- ment par défaut, 3 55 Pour celles d'un jugement contra- dictoire sur plaidoirie ou délibérè, Pans ls ressort 55 0 Et celles d'un jugement en ins⸗ truction par écrit, Pans le ressort 560 88. Pour chaque copie qui ne pourra étre signifiée que dans le cas ou le jugement seroit contradic- toire, le quart. 89. Pour signification de tout jugement à avoué ou à domicile, par chaque röle d'expedition, A Paris 5— 30 Dans le ressort.— 25 Art. 148. Art. 156. 157. LXXVII. Taxordnung. 583 Gruͤnde der Geſuche eingeruͤckt werden Fr. Cent. durfen, und ohne daß man ſich bey der Anfuͤhrung der Thatſachen und Rechts⸗ punkte auf die Beweismittel der Par⸗ theyen beziehe; bey einem Contumacial⸗ urthel S Im Gerichtsbezirkt bey einem auf Erſcheinen beyder Theile, auf muͤndliches Verfahren, oder nach vorgaͤngiger Berathſchlagung, ge⸗ ſprochenen Urthel Zu Paris. Im Gerichtsbezirk Fuͤr ein auf vorgaͤngiges ſchrifuiches Verfahren geſprochenes Urthel S S Im Gerichtsbezirt gs. Fuͤr jede Abſchrift, die jedoch nur in dem Falle zugefertigt werden kann, wenn von einem auf Erſcheinen beyder Theile geſprochenen Urthel die Rede iſt, das Viertel. 80. Fuͤr Zufertigung eines jeden Ur⸗ thels von Seiten des Anwalds an den gegentheiligen Anwald oder an den Wohnort der Parthey, fuͤr jedes Blatt der Ausfertigung Si Pi Im Gerichtsbezirk — 8 5 TO 75 en 0 LXXVII. Tarif. J. VIII. fr. cent. Des Vacations. 90. Vacation pour mettre la 3 cause au röle. 1 Art. 83. Pour communiquer les pièces de la cause au ministère public et les retirer, le tout ensemble. Art. 94. Pour produire et retirer les pie⸗ ces dans les causes ou il a été or⸗ donné un deélibéré. Art. 103. Pour produire au greffe des pid⸗ ces nouvelles en instruction par 6crit. Art. 103. Pour prendre en communication les pieces nouvelles produites en ins- truction par écrit. Art. 107. Pour prendre le certificat du gref- fier, constatant que la partie ad⸗- verse n'a pas produit en instruction par écrit dans les délais fixés. Art. 109. Pour requérir le greffier, après que toutes les parties ont produit en instruction par écrit ou après T'expi- ration des délais, de remettre les pieces au rapporteur. Art. 144. Pour former opposition à des qua- lités, le droit ne sera passé qu'au- tant que le président aura ordonné une réformation. Art. Art. Art. Art. Art. Art. Art. 83 94. 102. 103. 107. 109. 144. LXXVII. Taxordnung. S VIIL Von Gebuͤhren fuͤr Erpeditionen Cerſoͤn— liche Verrichtungen). 9o. Gebuͤhren fuͤr Eintragung der Sache in die Liſte; fuͤr Mittheilung der in der Sache producirten Urkunden an die Staatsbe⸗ hoͤrde und fuͤr deren Zuruͤcknahme, zu⸗ ſammen; fuͤr Production und Zuruͤcknahme der Urkunden in Sachen, in welchen auf Berathſchlagung erkannt iſt; fuͤr Production neuer Urkunden in der Gerichtsſchreiberey, beym ſchriftli⸗ chen Verfahren; fuͤr Annahme der Vorlegung neupro⸗ ducirter Urkunden, beym ſchriftlichen Verfahren; fuͤr Auswirkung eines Atteſtats des Gerichtsſchreibers, daß der Gegentheil beym ſchriftlichen Verfahren nicht in der gehoͤrigen Friſt producirt hat; fuͤr Erſuchung des Gerichtsſchreibers, daß er, wenn alle Partheyen beym ſchriftlichen Verfahren producirt haben, oder die Friſten abgelaufen ſind, dem Referenten die Urkunden zuſtelle; wegen der Einwendung gegen die dem Urthel vorauszuſchickenden Perſo— nal⸗ und Sachverhaͤltniſſe kann nur dann etwas angeſetzt werden, wenn der Praͤſident eine Abaͤnderung anbeſiehlt; 585 Fr. Cent. — Art. 494. 163, 164, 549. t. 471 br LXXVII. Tarif. Pour faire régler les qualités des jugemens en cas d'opposition. Pour faire la mention sur le re- gistre tenu au greſfe de l'opposition au jugement par défaut, ou de Fap- pel de tout jugement, quand il y aura dans les jugemens des disposi- tions qui doivent étre exécutées por des tiers. Pour consigner l'amende en re- quéte civile, ou sur appel dans tou- tes les causes, à l'exception des ma- tieres sommaires. Pour la retirer. Pour donner certificat contenant la date de la signification, au domi- cile de la partie condamnée, du jugement qui prononce une main- levée, la radiation d'inscription hy- pothécaire, un paiement ou autre chose à faire par un tiers ou con- tre lui. Pour requérir du greffier le certi- ſicat qu'il n'existe contre le juge- ment enoncé ci- dessus, ni opposi- tion, ni appel, portés sur le regis- tre tenu au greffe. Pour faire viser par le greffier la demande en partage et licitation, fr. cent. At At Art. 145. Art. 163. 163. 549. Art. 471. 494. Art. S01. Art. 548. Art. 967. LXXVII. Taxordnung. 587 fuͤr Beſtimmung der Perſonal⸗ und Fr. Cemt⸗ Sachverhaͤltniſſe, im Fall einer einge⸗ wandten Oppoſition; fuͤr Bemerkung der wider ein Con⸗ tumacialurthel eingewandten Oppoſition oder wider ein anderes Urthel einge⸗ wandten Appellation, in der in der Ge— richtsſchreiberey deshalb zu haltenden Liſte, dafern im Urthel auf etwas er⸗ kannt iſt, was ein Dritter beobachten ſoll; fuͤr Niederlegung der Succumbenz⸗ gelder bey dem Rechtsmittel der Wie⸗ dereinſetzung in den vorigen Stand, oder der Appellation in jeder andern Rechtsſache, mit Ausnahme der ſumma⸗ riſchen Rechtshaͤndel: fuͤr deren Zuruͤcknahme; fuͤr ein Atteſtat, mit Beſtimmung des Datums der an den Wohnort der verurtheilten Perſon erfolgten Zuferti⸗ gung eines Urthels, in welchem auf Aufhebung eines Arreſts, auf Löſchung einer Hypothek, auf Zahlung oder auf irgend etwas anderes erkannt iſt, was ein Dritter thun, oder was gegen den⸗ ſelben geſchehen ſoll; fuͤr Erfoderung eines von Seiten des Gerichtsſchreibers, auszuſteilenden Atte⸗ ſtats, daß wider nurbeſchriebenes Urchel weder eine Oppoſition, noch eine Appel⸗ lation vorhanden ſey, welche in den Li⸗ ſten der Canzley angemerkt waͤre; fuͤr Vorlegung der Klage auf Erb⸗ theilung und Verſteigerung an den Ge⸗ richtsſchreiber, damit dieſer ſie viſire Art. 189. —— Art. Art. Lrt. 319, 220. et 96. — . Art. 269. Art Art. 5 A 1 2 307 et „ 5 306. 01 Paril. FXXVII. fr. cent. 91. Vacation pour donner et prendre communication des pisces de la cause à l'amiable, sur récé- pissé ou par la voie du greffe, et le rétablissement entre les mains de l'avoué, ou le retrait du greffe; le tout ensemble. Pour produire au greffe dans les causes ou il a été ordonné une ins⸗ truction par écrit. Pour prendre communication au greffe de la production du deman⸗ deur en instruction par écrit et le rétablissement de cette production, le tout ensemble. Pour retirer les pieces du greffe dans les instructions par écrit. Pour déposer au greffe les pieces arguées de faux. Pour réquérir Pordonnance du juge commis à l'effet de procéder à une enquéte et signer le proces· verbal d'ouverture. Pour faire la déclaration au greffe des experts convenus. Pour étre présent à la prestation de serment des esperts devant le juge- commissaire. Pour faire faire la mention, en — Ar Art. 96. Art. 97 Art. 115. Art. 219. 220. Art. 259.. Art. 306. Art. 307. 313. Art. 361. Art. 77. 189. LXXVII. Taxordnung. Zu Paris Im Gerichtsbezir 91. Fuͤr Bemuͤhung wegen Mit⸗ theilung und Annahme der Urkunden, entweder in Gaͤte gegen Empfangſchein, oder mittelſt der Gerichtscanzley; und fuͤr Zuruͤckgabe in die Haͤnde des An⸗ walds oder in die Gerichtscanzley, in Allem; fuͤr die in der Gerichtscanzley be⸗ wirkte Production, in Sachen, wo auf ein ſchriftliches Verfahren erkannt iſt; fuͤr Annahme der im ſchriftlichen Verfahren vom Klaͤger producirten Ur⸗ kunden und Zuruͤckgabe derſelben, in Allem; fuͤr Zuruͤcknahme der Beweisurkun⸗ den aus der Gerichtscanzley beym ſchriftlichen Verfahren; fuͤr Niederlegung der als falſch an⸗ gefochtenen Urkunden in der Gerichts ſchreiberey; fuͤr Ausbringung der Verordnung des zu einem Zeugenverhoͤr beſtellten Gerichtscommiſſars und Unterzeichnung des Protocolls uͤber die Eroͤffnung; fuͤr Anzeige der durch Uebereinkunf der Partheyen ernannten Sachverſtaͤn⸗ digen in der Gerichtsſchreiberey; fuͤr die Gegenwart bey der Verei⸗ dung der Sachverſtandigen vor dem Ge⸗ richtscommiſſar; fuͤr die am Rande der Losſagungs⸗ urkunde(von den Handlungen des Be⸗ vollmachtigten oder Sachwalters), ge⸗ Art. 518. Art. 619. Art. 519 et 622. Art. 523. Art. 369. Art. 374. Art. 240, C. civil. Tit. marge de I'acte de désaveu, du juge- ment qui l'aura rejeté. Pour déposer au greffe les titres de solvabilité de la caution présentée. Pour prendre communication au grefle des titres de solvabilité de la caution. Pour faire faire au greffe la sou- mission d'une caution. Pour déposer au greffe ou donner en communication sur récépissé à l'amiable les pibces justificatives de la déclaration des dommages et inté- réts, et les retirer; le tout ensemble. Pour prendre communication à Pamiable sur récépissé, ou au greffe, des pieces justificatives de la décla- ration de dommoges et intéréts, et les rétablir; le tout ensemble. Pour requérir des fonctionnaires publics, tiers- saisis, le certificat du montant de ce qu'ils doivent partie saisie. Pour assister au greffe la femme qui fait sa renonciation à la com- munauté en cas de séparation de biens. Pour prendre l'ordonnance du tri- bunal qui permet de citer Tépous defendeur en divorce. fr. cent. LXXVII. Taxordnung. 591 machte Bemerkung, daß ſolche durch ein Fr. Eent. Urthel verworfen ſey; Art. 318. fuͤr Depoſition der Beweisurkunden fuͤr die Zahlungsfaͤhigkeit des dargeſtell⸗ ten Buͤrgen in der Gerichtsſchreiberey; Art. 619. fuͤr die von nurgedachten Urkunden in der Gerichtsſchreiberey genommene Einſicht; Art. 319. 324. den Buͤrgen, in der Gerichtsſchrei⸗ berey, ſich zur Uebernahme der Buͤrg⸗ ſchaft erklaͤren zu laſſen; Art. 323. fuͤr Niederlegung der Beweisurkun⸗ den eines Schaͤdenverzeichniſſes in der Gerichtsſchreiberey, oder deren guͤtliche Mittheilung an den Gegentheil, gegen einen Empfangſchein, und fuͤr deren Zuruͤcknahme, in Allem; fuͤr Annahme der Mittheilung der nurgedachten Urkunden, entweder in Guͤte gegen Empfangſchein, oder in der Gerichtsſchreiberey, und die Zuruͤckgabe 3 derſelben, in Allem; Art. 569. fuͤr Erfoderung eines Atteſtats von den oͤffentlichen Beamten, bey welchen ein Arreſt angelegt iſt, uͤber den Betrag deſſen, was der mit Arreſt belegte Theil von ihnen zu empfangen habe; Art. 374. fuͤr das Erſcheinen in der Gerichts⸗ ſchreiberey mit einer Ehefrau, welche bey der Guͤterſonderung erklaͤrt, daß ſie auf die Guͤtergemeinſchaft Verzicht leiſte; Fuͤr Einholung der gerichtlichen Re⸗ 3 ſolution, durch welche die Erlaubniß er⸗ theilt wird, den Ehegatten citiren zu laſſen, wider den auf Eheſcheidung ge⸗ klagt iſt; 592 Art. 997, C. de Pr. 793, 794„ Code civil. Art. 1020, Code de Pr. civile. Art. 196. Art. 198. Art. 199. Art. 234„ 207. Art. 218. LXXVII. Tarif. Pour assister au greffe la femme qui renonce à la communauté après deces, ou l'héritier qui renonce à la succession, ou qui ne l'accepte que sous bénéfice d'inventaire. Pour demander l'ordonnance d'exe- Juatur d'une décision arbitrale, 92. Vacation pour déposer au greffe une pibce dont T'écriture est deniée, et assistance au proces-ver- bal dressé par le greffier de P'état de ladite pièce. Idem, pour prendre communication de ladite pièce, et assistance au pro- cbs- verbal dressé par le greffier. Idem, devant le juge-commissaire, pour convenir de pièces de compa- raison. Pour étre présent au serment des experts à la représentation des pið- ces de comparaison, et faire les ré- quisitions et observations par chaque vacation. A la confection du corps d'écri- ture fait par le defendeur, s'il est ainsi ordonné. Pour former une inscription de faux incident au greffe. fr. cent., 6e 9 6 LXXVII. Taxordnung. 593 fuͤr Erſcheinen in der Gerichtsſchrei- Fr. Cent. gr. 733. berey mit einer Ehefrau, welche nach Civilgeſetzb. des Mannes Tode auf die Guͤtergemein⸗ ⸗ ſchaſt Verzicht leiſtet, oder als Erbin ſich von der Erbſchaft losſagt, oder ſol⸗ che nur cum beneficio inventarii antritt; Art. ro20. fuͤr das Anſuchen um das gerichtliche Gerichtsordn· xgguatur(den Vollziehungsbefehl) einer ſchiedsrichterlichen Entſcheidung Jin Gerichtsitt 2 25 Art. 196. 92. Fuͤr die Bemuͤhung, eine Ur⸗ kunde, bey welcher Hand und Unter⸗ ſchrift abgeleugnet iſt, in der Gerichts⸗ ſchreiberey niederzulegen, und fuͤr die Gegenwart bey Aufnahme des vom Ge⸗ richts ſchreiber uͤber die Beſchaffenheit dieſer Urkunde zu fertigenden Protocolls; Art. 198. desgleichen fuͤr Annahme der Vor⸗ legung dieſer Urkunde und Gegenwart bey Aufnahme des vom Gerichtsſchreiber aufzunehmenden Protocolls; 5— Art. 199. desgleichen fuͤrs Erſcheinen vor dem.. Gerichtscommiſſar, um ſich mit dem Gegentheil uͤber die zur Vergleichung dienenden Handſchriften zu vereinigen; Art. 284. 207. fuͤr die Gegenwart bey Verpflichtung der Sachverſtaͤndigen, bey der Vorle⸗ gung der Vergleichungsſchriften, und fuͤr die dabey anzubringenden Geſuche und Bemerkungen, fuͤr jede Eppedition; Art. a06. fuͤr die Gegenwart bey dem vom Beklagten eigenhaͤndig zu ſchreibenden Aufſatze, wenn darauf erkannt iſt; Art. a1s. fuͤr dieErklaͤrung in der Gerichtsſchreiberey, daß man eine Urkunde als unächt anſechte; Supplem, z. Geſetzb. Nap. Pp — Art. 221. Art. 228 Art. 270. h 317 Art. 35 O Art. 370. Art. 384. PTarif. LXXVII. Pour requérir du juge- commis⸗ fr. cent. saire son ordonnance, à F'effet de faire apporter au greffe la piece ar- guée de faux, dont il y a minute. Au proces- verbal de l'état des pibces arguées de faux. De l'avoué du demandeur, pour prendre en tout état de cause com- munication de la pièce arguee de faux. A l'audition des témoins par trois heures. En cas de descente sur les lieux par trois heures. Des avoués aux rapports d'experts s'ils en sont espressément requis par leurs parties, pour ne les répéter que contre elles, et sans qu'elles puissent entrer en tase. Pour former un désaveu au greffe, contenant les moyens, conclusions et constitution d'avoues. Pour former par acte au greffe la demände à fin de renvoi d'un tribu- nal à un autre pour parenté et alliance. Pour faire au grefie l'acte conte- Art. Art. Art. Art. Art. Art. Art. Art. 370. Art. 384. 221. 228. 270. 353 LXXVII. Taxordnung. 595 fuͤr Anſuchen beym Gerichtscommiſ⸗ Fr. Cent. ſar, anzubefehlen, daß die als unaͤcht angefochtene Urkunde, wenn ein Original vorhanden iſt, in der Gerichtsſchreiberey niedergelegt werde; fuͤr Gegenwart bey Aufnahme des Protocolls uͤber das Verzeichniß der als unaͤcht angefochtenen Urkunden; fuͤr die Bemuͤhung des Anwalds des Beklagten, um in jeder Lage des Pro⸗ ceſſes die als falſch angefochtene Urkunde ſich vorlegen zu laſſen; fuͤr Gegenwart bey Abhoͤrung der Zeugen, auf 3 Stunden; bey der Localbeſichtigung, auf 3 Stunden; der Anwaͤlde bey Erſtattung des Be⸗ richts der Sachverſtaͤndigen, wenn es ihre Partheyen ausdruͤcklich verlangt haben; doch ſo, daß ſie die Koſten nur von ihrer Parthey fodern koͤnnen, und ohne daß ſolche in die Koſtentaxe kommen; um eine Losſagung von den Hand⸗ lungen des Sachwalters in der Ge⸗ richtsſchreiberey anzubringen, nebſt An⸗ gabe der Gruͤnde, Geſuch und Beſtellung eines Anwalds; eine Klage um Verweiſung der Sache an ein anderes Gericht wegen Verwandt⸗ ſchaft oder Schwaͤgerſchaft, zum Proto⸗ coll in der Gerichtsſchreiberey anzubrin⸗ genz um in der Gerichtsſchreiberey den Aufſatz zu machen, in welchem die Pp2 Art. 532, 536. Art. Art. Art. Art. 655. 536. 638. TLXXVII. Tarif. nant les moyens de récusation con- fr. cent. tre un juge. Pour interjeter appel au greffe du jugement qui aura rejeté la récusa- tion, avec énonciation des moyens et dépöt des pieces au soutien. Pour mettre en ordre les pieces d'un compte à rendre, les coter et les parapher. Il sera passé une vacation pour cinquante pieces; deus pour cent, et ainsi de suite. A la présentation et afrmation du compte. Pour requérir du juge- commissaire exccutoire de Pexcédant de la recette sur la dépense dans les comptes prè- sentés. Pour prendre en communication les pieces justificatives du compte et les rétablir, le tout ensemble. pour fournir des débats sur le procesverbal du juge- commissaire. Par chaque vacation de trois heu- res, dont le nombre sera fixe et ar- bitré par le juge- commissaire. Idem, pour fournir soutenemens et réponses. Par chaque vacation de trois heu- res, dont le nombre sera fixe et ar- bitré par le juge- commissaire. Art. 532. 536. Art⸗ Art⸗ Art. Art Art. 533. 538. LXXVII. Taxordnung. 597 Gruͤnde zur Ablehnung eines Richters Fr. Cent. enthalten ſind; um in der Gerichtsſchreiberey wider ein Urthel zu appelliren, in welchem die Ablehnung eines Richters verworfen worden iſt, nebſt Anfuͤhrung der Gruͤnde und Depoſition der Beweisurkunden; fuͤr Anordnung der Beylagen zu einer Rechnung, ſolche zu foliiren und zu paraphiren; auf funfzig Stuͤck wird fuͤr eine Ex⸗ pedition zwey Procent gerechnet und ſo ferner; fuͤr Erſcheinen bey der Darlegung und eidlichen Beſtaͤrkung der Rechnung; den zur executiven Beytreibung deſſen, was, laut der uͤbergebenen Rechnungen, nach Abzug der Ausgabe, von der Ein⸗ nahme in Reſt bleibt, verordneten Ge⸗ richtscommiſſar zu requiriren; fuͤr Annahme der mitgetheilten Be⸗ lege der Rechnung und fuͤr deren Zu⸗ ruͤckgabe; fuͤr die Erinnerungen uͤber das Pro⸗ tocoll des Gerichtscommiſſars; fuͤr jede dreyſtuͤndige Expedition, deren Anzahl vom Gerichtscommiſſar, nach vorgaͤngigem Ermeſſen, zu beſtimmen iſt; desgleichen um die Beweiſe der Er⸗ innerungen und deren Beantwortung zum Protocoll zu geben; fuͤr dreyſtuͤndige Eypeditionen, deren Anzahl vom Gerichtscommiſſar, nach vorgaͤngigem Ermeſſen, zu beſtimmen iſt, fuͤr jede; 598 XXVII. Patif⸗ 3. er Pour faire au greffe une déclara- kr. oent. 74 tion affirmative sur saisie- arrét, con- tenant les causes et le montant de la dette, les paiemens à- compte si aucuns ont été faits, l'acte ou les causes de libération, les saisies- arréts formées entre les mains du tiers- saisi, et le dépöt au grefle des pices justiſicatives; le tout ensemble. Art. g80. Pour assistance au compulscire, et dires au proces-verbal par chaque vacation. Art 866, 367, Pour faire et remettre l'extrait de 368.„ 7 la demande en séparation de biens qui doit étre inséré dans les ta- bleaux de l'auditoire du tribunal ou se poursuit la séparation et du tribunal de commerce, des chambres des avoues de premiere instance et des notaires, et le faire insérer dans un journal; le tout ensemble. Art. 372. Pour faire insérer Pextrait du ju- gement qui aura prononcé la s6pa- ration de biens dans les mémes ta- bleaux et dans un journal, le tout ensemble. Art. 880. Pour faire insérer l'extrait du juge- ment qui prononcera la séparation de corps dans les mémes tableaux et dans un journal, le tout en- semble. LXXVII. Taxordnung. 599 art. 573. 574. fuͤr Bewirkung der Erklärung(des Fr. Eent. dritten, bey dem der Arreſt angelegt iſt) in der Gerichtsſchreiberey, wodurch die⸗ 6 ſer ſich zur Schuld bekennt, auch die Gruͤnde und den Betrag der Schuld, 1 die abſchlaͤglichen Zahlungen, wenn deren erfolgt ſind, die Quittung oder die Ur⸗ ſachen der Befreyung von der Schuld, die beym Dritten angelegten Arreſte, und die in der Gerichtsſchreiberey er⸗ folgte Niederlegung der Beweisurkunden. anzeigt, in Allem; Art. 830. fuͤr Beytritt bey Ertheilung der Compulſorialien und die zum Protocolle gegebenen Erinnerungen, bey jeder Ex⸗ pedition; Art. 866. 367. Fuͤr Fertigung und Einreichung des * Auszugs aus der Guͤterſonderungsklage, welcher in die im Verhoͤrsſaale des Ge⸗ 1 richts, wo auf die Sonderung geklagt 1 iſt, und des Handelsgerichts, ſo wie in den Kammern der Anwaͤlde erſter In— ſtanz und der Notarien befindlichen Ta⸗ bellen eingetragen werden muß; und fuͤr Beſorgung der Inſertion dieſes Auszugs in die Zeitungen, in Allem; Art. 879. fuͤr Beſorgung der Einruͤckung des Auszugs des Urthels, in welchem auf 1 Guͤterſonderung geſprochen iſt, in eben dieſe Tabelle und in die Zeitungen, in Allem; Art. 880. fuͤr Beſorgung der Einruͤckung des Urthels, in welchem auf Scheidung von Tiſch und Bette erkannt iſt, in eben dieſe Tabelle und in die Zeitungen, in Allem; — — 600 Art. 242, 243, Code civ. Art. 892, G. de Pr. civile. Art. 898. LXXVII. Tarif. Pour assister à huis clos les époux dans le cas de demande en divorce, représenter les pibces, faire les ob⸗ servations et indiquer les témoins. Pour assister à la delibération du conseil de famille qui suit la deman- de en interdiction et avant kinter- rogatoire. Idem, pour faire l'extrait du juge- 8 ment qui prononcera une interdic- tion ou une nomination de consei!, le faire insérer dans le tableau de auditoire et des études des notai- res de l'arrondissement et dans un journal; le tout ensemble. Le jugement d'interdiction ou de nomination de conseil ne sera point signifié aux notaires de l'arrondisse- ment, l'extrait en sera remis au se⸗ crétaire de leur chambre qui en don- nera récépissé, et qui le communi- quera à ses collegues qui seront te⸗ nus d'en prendre note, et de Taffi- cher dans leurs études. Pour déposer au greffe le bilan, les livres et les titres actifs, s'il y en a, du debiteur qui demande à étre admis au bénéfice de cession. fr. cent. Art. 242. 243. Civiigeſetb. lrt. 892. Gerichtsordn. Art. 501. Art. 898. LXXVII. Taxordnung. fuͤrs Erſcheinen bey dem, bey Fr. Cent. verſchloſſenen Thuͤren, mit Ehegatten wegen einer Eheſcheidungsklage zu hal⸗ tenden Verhoͤre, Production der Ur⸗ kunden, Mittheilung der Vorſtellungen und Benennung der Zeugen; fuͤr die Gegenwart bey der Abfaſſung des Beſchluſſes des Familienrathes, welche nach geſchehenem Antrage auf Interdiction folgen, und vor der Be⸗ fragung(der Perſon, deren Interdiction gefodert wird) vorhergehen muß; desgleichen fuͤr Fertigung des Aus⸗ zugs aus dem Urthel, in welchem auf Interdiction oder Ernennung eines Bey⸗ ſtandes erkannt iſt; ſolches in die Ta⸗ belle im Audienzſaale und in den Schreibſtuben der Notarien des Ge⸗ richtsbezirkes, ſo wie in die Zeitungen, einruͤcken zu laſſen, in Allem; das Urthel auf Interdiction oder Er⸗ nennung eines Beyſtandes ſelbſt wird den Notarien des Bezirks nicht zugefer⸗ tigt; dem Secretair der Notariatskam⸗ mer wird bloß ein Auszug davon mit⸗ getheilt; dieſer ertheilt daruͤber einen Empfangſchein und theilt den Auszug ſeinen Collegen mit, welche ſchuldig ſind, ſich ihn abzuſchreiben, und ihn in ihren Schreibſtuben anzuſchlagen; die Bilanz, ſo wie Buͤcher und Do⸗ cumente uͤber Activfoderungen eines Schuldners, der die Rechtswohlthat der Vermoͤgensceſſion ſucht, dafern derglei⸗ chen vorhanden ſind, in der Gerichts⸗ ſchreiberey niederzulegen; 607 —— 602 LXXVII. Tarif. Art. 905. Pour faire l'extrait du jugement qui admet à la cession de biens, et le faire insérer au tableau du tri- bunal de commerce, ou du tribunal de premibre instance, qui en fait les fonctions, dans le lieu des séances de la maison commune et dans un journal; le tout ensemble. Art. 976 977 Vacation au partage, soit devant 2 juge-commissaire, soit devant le notaire commis par lui, par trois heures. Art. 977 Les vacations devant le notaire n'entreront point en frais de par⸗ tage; elles ne pourront étre répétées que contre la partie qui aura requis l'assistance de l'avoué. Dans le ressort Art. so6. 93. Vacation en référé contradic- toire, P Dans le res Et par defaut, X Paris.* Dans le ressort Art. 929. 94. Vacation pour requérir une apposition de scellés. Art. 9. Idem, à l'opposition de scellés, par trois heures. Art. 916 916 En référé lors de l'apposition, ou 20, 921, et 3 92 dans le cours de la levée. Art. 931. Pour en requérir la levée. fr. cent. 5 8 4 50 2—— S 5 —— LXXVII. Taxordnung. 603 Art. 903. fuͤr Fertigung des Auszugs aus dem Fr. Cent. Urthel, in welchem auf Zulaſſung der Vermögensceſſion erkannt worden iſt, und ſolches in die Tabellen des Han⸗ 4 delsgerichts, oder des Gerichts erſter. Inſtanz, das deſſen Stelle vertritt, in die im Seſſionszimmer des Gemeinde⸗ hauſes befindliche Tabelle, und in die Zeitungen einruͤcken zu laſſen, in Allem; Art. o76. 977. fuͤr dreyſtuͤndige Expedition bey einer S Theilung vor dem Gerichtscommiſſar, oder dem dazu beſtellten Rotar; Art. 977. Gebuͤhren des Anwalds fuͤr deſſen Verrichtungen vor dem Notar werden nicht zu den Theilungskoſten gerechnet, und koͤnnen nur von dem Theile gefo⸗ dert werden, der die Gegenwart des Anwalds erfodert hat S Gerichtebeit — Art. 806. o3. Fuͤr das Verfahren mit dem Gegentheil uͤber eine ſummariſche An— zeige Zi Paris Si Serichtbei 3 und wenn der Gegentheil außenbleibt 8 Art. 929. o4. Fuͤr die Verrichtungen bey dem Geſuch um Verſiegelung; Art. 911. desgleichen dreyſtuͤndige Eppedition bey Anlegung der Siegel; Art. 916. 918. bey ſummariſchen Geſuchen, die bey 40 9er. gaa. der Verſiegelung oder während der Ent⸗ ſiegelung eintreten; Art. 931. fuͤr das Anſuchen um Entſiegelung; 3 604 Arr. 952, 953 ctc. Art. 90. Art. 658. * Art. 669. LXXVII. Parif. A chaque vacation de trois heures, à la reconnaissance et levée. Pour requérir la levée des scellés sans description. A la reconnaissance et levée sans description, Pans le 8. Poursuite de contribution. . Vacation pour requérir sur le S T registre tenu au greffe la nomination d'un juge- commissaire, devant le- quel il sera procedé à une contri- bution, Bns ö Sil se présente deux ou plusieurs requérans en méme temps au greffe, ils se retireront devant le président du tribunal qui décidera sur- le- champ celui dont la réquisition sera Il n'y aura ni appel ni oppo- sition contre la décision; il n'en sera rehue. point dressé prochs- verbal, et il ne sera alloué aucune vacation aux avouẽs pour s'tre transportés devant le président. 96. Pour la requéte au juge-com- missaire à l'effet d'obtenir son ordon- nance pour sommer les opposans de fr. cent. 6 4 50 5 65 —— M LXXVII. Taxordnung. 605 Art. 932. 933. fuͤr dreyſtuͤndige Gegenwart bey der Fr. Cent. Anerkennung und Abnahme der Siegel; Art. 940. fuͤr das Anſuchen, daß die Entſiege⸗ lung ohne weitere Beſchreibung vor ſich gehen moͤge; fuͤrs Erſcheinen bey der Anerkennung und Abnahme der Siegel 0 Sn — Diſtributionsverfahren. Art. 658. o5. Fuͤr Verrichtungen beym An⸗ bringen zum Gerichtsprotocoll um Er⸗ nennung eines Gerichtscommiſſars, vor welchem zur Diſtribution geſchritten werden ſoll Zü i Erſcheinen zwey oder mehr anſuchende Partheyen zu gleicher Zeit in der Ge⸗ richtsſchreiberey, ſo begeben ſie ſich zum Gerichtspraͤſidenten, der auf der Stelle beſtimmt, weſſen Geſuch ange⸗ nommen werden ſolle. Wider dieſe Ent⸗ 3 ſcheidung findet weder Appellation, noch Oppoſition Statt; es wird daruͤber kein Protocoll aufgenommen; und fuͤr das Erſcheinen vor dem Präſidenten gebuͤhrt den Anwaͤlden nichts. Art. 659. o6. Fuͤr das Anſuchungsſchreiben an den Gerichtscommiſſar um Auflage an diejenigen, welche Oppoſition einge⸗ Tarif⸗ LXXVII. produire et la partie saisie de pren- dre communication des pièces pro⸗ duites et de contredire s*il y échet, et la vacation pour obtenir Pordonnance du commissaire; le tout ensemble, 97. Pour lacte de production des titres contenant demande en collo- cation, et méme à fin de privilége et constitution d'avoué, y compris la vacation pour produire. Mans eg D ne sera point signifié. 98. Pour la sommation, à la re- quéte du propriétaite, à l'avoué de la partie saisie, si elle en a consti- tue un, et au plus ancien de ceux des opposans pour comparaitre ten reféré par devant le juge- commis- gaire à l'effet de faire statuer préli⸗ minairement sur son privilége, pour raison des loyers à lui dus, B Et pour chaque copie, le quart. Vacstion en référé devant le juge⸗ commissaire qui statuera sur le privilé- ge réclamé pour loyers dus, par défaut, LXXVII. Taxordnung. 607 legt haben, daß ſie ihre Urkunden pro⸗ Fr. Eent. duciren, und an den mit Beſchlag Be— legten, daß er ſich die producirten Ur— kunden mittheilen laſſe; ſo wie fuͤr die Verrichtung bey Auswirkung dieſer Ver⸗ ordnung, in Allem; S Art. 660. 661. o7. Fuͤr den Productionsſatz nebſt Geſuch um Locirung und um prioritsti⸗ ſche Befriedigung, nebſt Beſtellung des Anwaldes, mit Inbegriff der Verrich⸗ tungen bey der Production Im Gerichtsbezirt Es erfolgt keine Zufertigung. 0 Art. 661. 9s. Nach vorgaͤngigem Anſuchen des Vermiethers oder Verpachters, den Anwald des mit Beſchlag Belegten, wenn er einen beſtellt hat, und den Ael⸗ teſten unter den Anwälden der Oppo⸗ nenten aufzufodern, daß ſie zum ſumma⸗ riſchen Verfahren beym Gerichtscommiſ⸗ 1 — En 5 ſar erſcheinen, um uͤber das Vorzugs⸗ recht(des Verpachters oder Vermiethers) wegen des ihm zukommenden ruͤckſtändi⸗ gen Pachtgeldes oder Hauszinſes vorlaͤufig 4 erkennen zu laſſen und fuͤr jede Abſchrift das Viertel. Verrichtung beym Verfahren uͤber ein ſummariſches Geſuch beym Gerichts⸗ commiſſar, wenn er wegen des Vorzugs⸗ rechts der Pachtgelder oder des Mieth⸗ zinſes einen Contumacialbeſcheid ertheilt Art. 663. Art. 66. P Wans e ressc Et contradictoirement, P Pans e e 99. Pour l'acte de dénonciation de la clöture du procds-verbal de con- tribution du juge- commissaire aux avoués des créanciers produisans et de la partie saisie, si elle en a un, avec sommation d'en prendre com- munication et de contredire sur le procès· verbal dans la quinzaine, Pi Dans le ressort. Et pour chaque copie, le quart. Le proces- verbal du juge- com- missaire ne sera ni levé ni signifié, et il ne sera enregistré que lors de la délivrance des mandemens aux oréanciers. 100. Vacation pour prendre com- munication de l'état de contribution et contredire sur le proces-verbal du juge commissaire sans qu'il puisse en étre passé plus d'une, sous quel- que prétexte que ce soit, Il ne sera fait aucun dire s'il n*y a lieu à contredire. fr. cent. 3— 2 2 5— 3 7 — 5— 3 75 ——— Art. 663. Supplem. z. Geſetb. Nap⸗ Art. 663. LXXVII. Taxordnung. Si Sei Wenn beyde Theile erſchienen Sm Seiichibezirt 99. Für den Satz, mittelſt deſſen der Schluß des Locationsprotocolls des Gerichtscommiſſars den Anwaͤlben der liquidirenden Glaͤubiger und des mit Arreſt Belegten, wenn er einen hat, bekannt gemacht wird, nebſt Provoca⸗ tion, ſich ſolches mittheilen zu laſſen, und ihre Einreden binnen 14 Tagen zum Protocoll zu geben S Im Gerichtsbezirt und fuͤr jede Abſchrift das Viertel. Das Protocoll des Gerichtscommiſ⸗ ſars wird weder abgeloͤßt, noch zugefer⸗ tigt, und erſt nach erfolgter Abgabe der Zahlungsaſſignationen an die Glaͤubiger, einregiſtrirt. 100. Expedition bey Einſicht des Diſtributionsverzeichniſſes, und Mit⸗ theilung der Einwendungen zum Proto⸗ coll des Gerichtscommiſſars, wobey jedoch unter keinerley Vorwand mehr als Eine Expedition angeſetzt werden darf Im Gerichtsbezirk 2 Wenn keine Veranlaſſung z Ein⸗ wendungen iſt, wird keine weitere Er⸗ klärung gethan. 3 — Qa 75 — Art. 665, 672. LXXVII. Tarif. Il sera alloué à J'avoué du pour- suivant autant de demi droits de va- cation pour prendre communication de l'état de contribution et contre- dire, qu'il 7 aura eu de créanciers produisans, Io1. Vacation pour requérir la delivrance du mandement au créan- cier utilement colloqué, et étre pré⸗ sent à l'affirmation de la créance de- vant le greffier; l'avoué signera le proces- verbal, H br MNota. Les mandemens collecti- vement contiendront la totalité du proces-verbal du juge- com- missaire. Si on deélivroit, indé⸗- pendamment des mandemens, une expédition entiere, ce se⸗ roit un double emploi. En cas de contestations, les dé- pens de ces contestations seront taxés comme dans les autres matieres, suivant leur nature sommaire ou ordinaire. r. 80 cenl. Art. 665. 671. LXXVII. Taxordnung. Dem Anwalde deſſen, der das Ver⸗ fahren betreibt, werden fuͤr Einſicht des Diſtributionsverzeichniſſes und fuͤr die Einwendungen ſoviel Expeditionen, als es liquidirende Glaͤubiger giebt, zur Häͤlfte bezahlt . Sim Gerichtshezirt 1 IoI. Expedition, um die Ertheilung der Zahlungsbefehle an den zur Percep⸗ tion kommenden Gläubiger auszuwirken, und bey der eidlichen Beſtaͤrkung der Foderung, welche vor dem Gerichtsſchrei⸗ ber geſchieht, gegenwaͤrtig zu ſeyn; wo— bey der Anwald das Protocoll unter⸗ zeichnet Si Pä Im Gerichtsbezirt 11 Anm. Die Zahlungsbefehle ent⸗ halten zuſammengenommen das ganze Protocoll des Gerichtscom— miſſars. Wenn man, unabhaͤn⸗ gig von den Zahlungsbefehlen noch beſonders eine Ausfertigung des ganzen Protocolls ertheilen wollte, ſo gaͤbe dieß eine doppelte Ausfertigung. Sind Streitigkeiten vorgefallen ſo werden die Unkoſten dafuͤr wie bey andern Rechtsſachen angeſetzt, je nachdem ſie ſummariſch oder im ordentlichen Proceſſe verhan⸗ delt ſind. Qq 2 611 Cen. c 55 0 50 Art. 677 et 680. Art. 631. Art. 68g2. Art. 683. LXXVII. Tarif. ß. X. Poursuite de saisie immobiliere. 102. Vacation pour faire trans- crire le procèes verbal de saisie im- mobiliere au bureau de la conser- vation des hypotheques et au greffe du tribunal ou doit se faire la vente, par chacune, Bans e eor 103. Pour foire enregistrer au bu- reau de la conservation des hypo- theques la denonciation faite à la partie saisie, de la saisie immo- bilière, Pris Ba e 104. Pour l'extrait de la saisie immobiliere qui doit étre inséré dans un tableau placé à cet effet dans l'auditoire, Dans le ressort Io5. Pour l'etrait pareil à celui prescrit par Part. 682 qui doit étre inséré dans un journal. Il sera passé autant de droits à 'avoué qu'il y aura eu d'insertions prescrites par le Code, Dans le ressort fr. cent. 6— 4 50 6— 56 4 50 Art. 677. 680. Art. 687. Art. 682. Art. 683. LXXVII. Taxordnung. 3 Verfahren bey der Huͤlfsvollſtreckung in unbewegliche Guͤter. 102. Die Expedition, das Proto⸗ coll der Huͤlfsvollſtreckung in ein unbe⸗ wegliches Gut im Hypothekenamte, und in der Canzley des Gerichts, wo die Verſteigerung erfolgen ſoll, eintragen zu laſſen, fuͤr jede Sm Gerichtsbezitt 103. Die dem mit Beſchlag Beleg⸗ ten von der Huͤlfsvollſtreckung in das unbewegliche Gut ertheilte Nachricht im Hypothekenamte einzeichnen zu laſſen Si Ji Gerſchtbezirt 104. Fuͤr den Auszug aus dem uͤber die Huͤlfsvollſtreckung in Immobi⸗ lien gefertigten Protocolle, welcher in die deshalb im Audienzſaale befindliche Liſte eingetragen werden muß S S 105. Fuͤr einen dergleichen Auszug, wie er im 682. Artikel vorgeſchrieben iſt, und in die Zeitungen eingeruͤckt werden muß, gebuͤhrt dem Anwalde, fuͤr jede in der Gerichtsordnung vorgeſchriebene In— ſertion Zu Pä Im Gerichtsbezirk 613 Cent. 4 50 Art. 684, 686. Art. 695. Art. 696. Art. 697. LXXVII. Parif. Pour faire légaliser la signature de l'imprimeur par le maire, s'il y a lieu, P Mn 106. Pour l'extrait de la saisie immobiliere qui doit étre imprimé et placardé, et qui servira d'original et ne pourra étre grossoyé, Wias le es U ne sera passé qu'un droit à l'a- voué, attendu qu'aux termes de Tart. 703 il ne doit entrer en taxe qu'une seule impression de placards, et que les additions, lors des appositions subséquentes, doivent étre manus⸗ crites. 107. Vacation pour se faire dé- livrer l'extrait des inscriptions, Wans e 108. Vacation pour faire enre- gistrer, à la conservation des hypo- cheques, la notification du placard faite aux créanciers inscrits, 109 Pour la grosse du cahier des charges contenant vingt- cinq lignes à la page, et douze syllabes à la ligne, Pans le essort fr. cent. — F 56 5 4 50 6 4 50 6— 4 50 0 50 Art. 684. 686. Art. 695. Art. 696. Art. 697. LXXVII. Taxordnung. 615 Die Unterſchrift des Buchdruckers Fr. Cent. eintretenden Falls vom Maire beglaubi⸗ gen zu laſſen Z Im Sbezirt 106. Fuͤr den Auszug aus dem Huͤlfsvollſtreckungsprotocolle, welcher ge⸗ druckt und angeſchlagen werden muß, aber als Original zu betrachten iſt, und nicht ſolenn mundirt werden darf S i Ii eichtsbetitt Der Anwald kann nur Eine Expe⸗ dition anſetzen, weil zu Folge des 703. Artikels nur ein einziger Druck der Pa⸗ tente in Rechnung gebracht werden darf und die Zuſätze bey den nachherigen An⸗ ſchlaͤgen hinzugeſchrieben werden muͤſſen. 107. Fuͤr die Bemuͤhung, ſich den Auszug der hypothekariſchen Einzeich⸗ nungen ausfertigen zu laſſen Zi Pa Si Gebichtsbetit 108. Fuͤr die Expedition, die den eingezeichneten hypothekariſchen Glaͤubi⸗ gern von der Anſchlagung des Patents ertheilte Nachricht im Hypothekenamte einregiſtriren zu laſſen Si Gerichteßeſitt 109. Fuͤr das Mundum des An⸗ ſchlags, 25 Zeilen auf einer Seite und 12 Sylben auf der Zeile Im Gerichtsbezirk.. S 50 S1 —— Art. 699 et LXXVII. Tarif. Il ne sera signifié de copie, ni à Fr. la partie saisie, ni aux créanciers inscrits, attendu que cette grosse doit étre déposée au grefle, quinzaine avant la premiere publication, et que toute partie intéressée a la fa- culté d'en prendre communication. 1I5. U ne sera fait qu'une seule grosse, et il n'en sera point remis à Thuissier audiencier pour les publi- cations: Thuissier publiera sur la note qui lui sers remise par le gref⸗ fier, et le greffier constatera les pu⸗ blications qui seront d'ailleurs si- gnées par le juge, Vacation pour déposer au greſfe le cahier des charges, Manz ſe re or III. A chaque publication des charges, avec les dires qui pourront avoir lieu, P Pans le vessoh Il ne sera point signifié d'acte de remise de la publication du cahier des charges, attendu que les parties intéressces peuvent se présenter à la première publication et connaitre les jours auxquels les publications sub⸗ scquentes auront lieu; que d'ailleurs ¹0 cent. 4⁵ Art. 699. 700. LXXVII. Taxordnung. 617 Weder den mit Arreſt Belegten, Fr. Cent. noch den eingezeichneten hypothekariſchen Glaͤubigern wird eine Abſchrift zugefer⸗ tigt, weil dieſes Mundum 14 Tage vor der Bekanntmachung in der Gerichts⸗ ſchreiberey niedergelegt werden muß, und weil jedem Intereſſenten freyſteht, ſich ſolches vorlegen zu laſſen. IIO. Es darf nur Eine ſolenne Ausfertigung(nur Ein Mundum) ge⸗ macht werden, und es wird dem bey der Audienz angeſtellten Gerichtsboten keine Abſchrift zum Behuf der Publica⸗ tion mitgetheilt werden; der Gerichts⸗ bote verrichtet den Ausruf nach einem ihm deshulb vom Gerichtsſchreiber zu⸗ geſtellten Verzeichniſſe; letzterer atteſtirt jeden erfolgten Ausruf, und uͤberdem unterzeichnet noch der Richter das Pro⸗ tocoll uͤber jeden Ausruf; fuͤr Bemuͤhung bey Niederlegung dee Anſchlags in der Gerichtsſchreiberey Im Sebichtsbezirt III. Bey jedem Ausrufe des An⸗ ſchlags, nebſt dem dabey etwa erfoder⸗ lich geweſenen Vorbringen ich Ueber die Niederlegung des Anſchlags wird kein Satz zugefertigt, weil die Partheyen ſich beym erſten Ausrufe ein⸗ finden koͤnnen, da ſie dann erfahren, an welchen Tagen der Ausruf wiederholt werden wird; zumal da die angeſchla⸗ genen Patente und die Bekanntmachung 4⁵ 4⁵5 Art. Art. 702 705. LXXVII. Tarif. l'apposition des placards et linsertion dans un journal, annongant les adjudications préparatoires et défini- tives, les instruiront suffisamment. 1I2. Vacation à Padjudication pré- paratoire, Mans Ie e II3. Vacation à l'adjudication ds- ſinitive, Pri PMans le ne Indépendamment des émolumens ci- dessus fixés, il sera alloué à l'a- voué poursuivant, sur le prix des biens dont l'adjudication sera faite au-dessus de 2,000 francs; savoir: depuis 2,000 jusqu's 10,000 francs, un pour cent; sur la somme excé- dant 10,000 francs jusqu'a 50,000 francs, demi pour cent, sur la som- me escédant 50,000 francs jusqu'à Too, Ooo francs, un quart pour cent; et sur l''excédant de 1c0, 000 francs, indéfiniment un huitieme d'un pour cent. En cas d'adjudication par lots de biens compris dans la méme pour- suite, en l'état ou elle se trouvera lors des adjudications, la totalité des pris des lots sera reunie pour fixer le montant de la remise. I ne sera passé que trois quarts de la remise aux avoues des tribu⸗ naus de département. 1I4. Vacation pour enchérir, fr. cent. — 4 50 Art. 709. Art. 706. Art. 707. LXXVII. Taxordnung. durch die Zeitungen, worin angekuͤndigt wird, wann der vorlaͤufige und unbe⸗ dingte Zuſchlag erfolgen ſolle, ſie genug⸗ ſam unterrichten. I112. Fuͤr die Verrichtungen beym vorlaͤufigen Zuſchlage 113. Fuͤr die Verrichtungen beym unbedingten Zuſchlage Sin Shb Unabhaͤngig von obbeſtimmten Ge⸗ buͤhren, erhaͤlt der das Verfahren be⸗ reibende Anwald auf den Verkaufs⸗ preis der verſteigerten Guͤter, wenn er uͤber 2000 Franken betraͤgt, Folgendes: von 2000 bis zu 10000 Fr. 4 pro Cent; auf die Summe, die uͤber 10cco Fran⸗ ken bis zu 50000 Franken betraͤgt, ein halb pro Cent; auf die Summe uͤber Icoc bis zu 10c000 Franken ein Vier⸗ tel pro Cent, und auf das, was uͤber Ioooo Franken iſt, ohne Unterſchied ein Achtel pro Cent. Werden die in einem und demſelben Proceſſe, ſoweit ſolcher, zur Zeit der Verſteigerung, ge⸗ diehen iſt, zu verſteigernden Guͤter nach Looſen verkauft: ſo rechnet man die ganze Summe aller Verkaufspreiſe der einzelnen Looſe zuſammen, und beſtimmt darnach den Betrag der Gebuͤhren. Die bey den Gerichten in den De⸗ partements angeſtellten Anwaͤlde erhal⸗ ten nur drey Viertel der Gebuͤhren. II4. Fuͤr die Expedition beym Bieten 619 Fr. Cent. LXXVII. Tarif. Dans le ressort Pour enchérir et se rendre adjudi- cataire, Paris Paßs le reb Pour faire la déclaration de com- mand, Pi Dans le ressort Art. 710. MNota. Les vacations pour enché- rir ou pour la déclaration de command sont à la charge de Pen- chérisseur ou de l'adjudicataire. 115. Vacation pour faire au greffe la surenchère du quart au moins du prix principal de l'adjudication en saisie immobiliere, Paus le ressort Art. 711. 116. Pour l'acte de dénonciation de la surenchère aux avoués, de l'adjudicataire, du poursuivant et de la partie saisie, si elle en a cons- titué, contenant avenir à la pro- chaine audience, A Paris. Dans le ressort... Pour chaque copie, le quart. Art. 719. 1I7. Pour la requéte d'avoué à avoué, contenant demande à fin de réunion de poursuites de saisies im- fr. cent. 56 5. 63 I5— 25 6— 4 50 5 I1I1 25 1— Art. 710. Art. 711. Art. 719. LXXVII. Taxordnung. Fuͤr die Gebote und die Annahme des Zuſchlags S Im Gebichtsbezirt fuͤr Anzeige des eigentlichen Erſtehers Z Si Gerichtseiet Anm. Die Gebuͤhren fuͤr das Bieten und fuͤr die Anzeige des eigentlichen Erſtehers fallen dem, welcher bieten oder erſtehen laͤßt, zur Laſt. 115. Bemuͤhung bey der in der Gerichtsſchreiberey gethanen Anzeige des wenigſtens ein Viertel uͤber den Verſtei⸗ gerungspreis eines unbeweglichen Gutes betragenden Uebergebots Zi Pai 116. Fuͤr den Satz(die Schrift), worin den Anwaͤlden des Erſtehers, des Klaͤgers und des mit Beſchlag Belegten das Uebergebot angezeigt wird, nebſt Provocation, auf dem naͤchſten Verhoͤrs⸗ tag zu erſcheinen Si Paris SIm Gerichtsbezir 6 fuͤr jede Abſchrift das Viertel. II7. Fuͤr das von einem Sachwal— ter an den andern gerichtete Schreiben, in welchem der Antrag enthalten iſt, daß die einzelnen, bey einem und dem⸗ ſelben Gerichte, wegen Huͤlfsvollſtreckung Fr. 7 5 15 II I5 II Cent. 50 63 25 S Art. 720. Art. 72 1, 722. LXXVII. Parif. mobilieres de biens différens portés devant le méme tribunal, par cha- que röle, Dans le ressort Pour la copie, le quart. Pour la requéte en défense à cette méme demande, Pi Dans le ressort. Pour la copie, le quart. 1I8. Pour l'acte de dénonciation de la plus ample saisie au premier saisissant, à la requéte du plus am- ple saisissant, avec sommation de se mettre en état, i Pans le res6r Pour la copie, le quart. 119. Pour Tacte contenant de- mande en subrogation à la ponrsuite, soit faute par le premier saisissant de s'étre mis en état sur la plus ample saisie, soit en cas de collu- sion, faute ou négligence de la part du poursuivant, Paris M Pour la copie, le quart. Pour l'acte en réponse, fr. ¹0 U Co cent. 50 75 Art. 720. Art. 721. 722. LXXVII. Taxordnung. 623 in die Immobilien veranlaßten Verſah⸗ Fr. Cent. ren in Eins vereinigt werden moͤchten, fuͤr jedes Blatt Fuͤr die Abſchrift das Viertel. Fuͤr das Schreiben, worin dieſem Antrage widerſprochen wird S Im Gorichtsbezirt Fuͤr die Abſchrift das Viertel. 11g. Fuͤr die Schrift, worin dem erſten Beſchlagleger angedeutet wird, daß, auf Anſuchen eines nachherigen Beſchlaglegers, die Huͤlfsvollſtreckung einen weitern Umfang erhalten habe, mit der Auffoderung, ſich dazu bereit zu halten Su Paris Im Gerichtsbezirk. 5 Fuͤr die Abſchrift das Viettel. 119. Fuͤr die Schrift, worin man darauf antraͤgt, Statt des Andern das Verfahren fortſtellen zu duͤrfen, entweder weil der erſte Beſchlagleger verſaͤumt hat, ſich auf Anzeige der Erweiterung der Huͤlfsvollſtreckung bereit zu halten, oder weil der erſte Klaͤger ſich eine Col⸗ luſion, ein Verſehen oder eine Nachlaͤſ— ſigkeit zu Schulden kommen ließ Si Im Gerichtsbezirt Fuͤr die Abſchrift das Viertel. Fuͤr den Antwortsſatz Im Gerichtsbezirk . „ . Cn 624 Art. 726. Art. 728. LXXVII. Tarif. Pour la copie, le quart. I20. Vacation pour faire viser par le greffier l'exploit d'intimation sur l'appel du jugement, en vertu duquel il a été procédé à la saisie immobiliere, Pas Dans le ressort.. 121. Idem, pour déposer au greffe les titres justificatifs d'une demande en distraction d'objets immohbiliers saisis, Dans le ressort 122. Pour la requéte d'avoué à avoué contenant demande en distrac- tion par chaque röle, Paris Daus 1 vessort Pour la copie, le quart. Requéte en réponse par chaque rõle, Dans le ressort Pour la copie, le quart. 123. Pour la requéte d'avoué à avoué contenant demande en deé- charge de l'adjudication prẽparatoire de la part de adjudicataire, en cas de demande en distraction de tout ou partie de l'objet saisi immobiliere- ment, par chaque röle, sans cepen- fr. ceut. — 3— 2 465 I 350 T 50 Art. 736. Art. 728 Art. 727. Supplem. z. Geſetzb. Nap. LXXVII. Taxordnung. Fuͤr die Abſchrift das Viertel. 120. Wenn gegen das Urthel, in welchem auf Huͤlfsvollſtreckung in die unbeweglichen Guͤter erkannt wurde, appellirt iſt, fuͤr die Bemuͤhung, den Gerichtsſchreiber das Zufertigungsproto⸗ coll der Appellation viſiren zu laſſen Si ih 121. Desgleichen, die Beweisurtun⸗ den bey einer auf Abſonderung gewiſ⸗ ſer in Beſchlag genommener Immobiliar⸗ ſtuͤcke gerichteten Klage in der Gerichts⸗ ſchreiberey niederzulegen S i Im Gelichtsbezitt 122. Fuͤr ein Anſuchungsſchreiben, das ein Anwald dem andern zufertigen laͤßt, in welchem die Klage auf Abſon⸗ derung gewiſſer mit in Beſchlag genom⸗ mener Gegenſtaͤnde enthalten iſt i Im Gerichtsbezirk... Fuͤr die Abſchrift das Vierte. Fuͤr das Antwortsſchreiben, auf jedes Blatt S c Fuͤr die Abſchrift das Viertel. 123. Fuͤr das Schreiben, das ein Anwald dem andern zufertigen laͤßt, in welchem auf den Fall, daß der Immo⸗ biliargegenſtand, in welchen die Huͤlfe vollſtreckt iſt, ganz oder zum Theil von einem Dritten vindicirt wuͤrde, vom Erſteher um Entbindung vom vor⸗ Rr 50 50 30 — — — XXVII. Patik. dant qu'elle puisse excéder le nom- fr. cent. bre de trois röles, 1. Pour la copie, le quart. Pour la réponse, B 3 S Pour la copie, le quart. Art 735: 124. Requéte d'avoué à avoué de la part de la partie saisie, contenant moyens de nullité contre la procé- dure antérieure à ladjudication pré- paratoire, par chaque röle, Paus le ressort 11 50 Pour la copie, le quart. Pour la réponse, Wats le eso Pour la copie, le quart. Art. 735. 125. Requéte d'avoué à avous de la part de la partie saisie, conte- nant ses moyens contre les procé- dures postérieures à l'adjudication préparatoire, Dan Pour la copie, le quart. Pour la requéte en réponse, i uart. Pour la copie, le 4 B Art. 733⸗ laͤufigen Zuſchlage angeſucht wird, jedes Blatt, doch ſo, daß es nicht uͤber drey Blatt betrage LXXVII. Taxordnung. Fuͤr die Abſchrift das Viertel. Fuͤr die Antwort Fuͤr die Abſchrift das Viertel. 124. Fuͤr ein dergleichen Schreiben des mit Beſchlag Belegten, worin die Gruͤnde angegeben ſind, aus welchen das vor dem vorlaͤufigen Zuſchlage vor⸗ hergegangene Verfahren fuͤr null und nichtig zu achten ſey, fuͤr jedes Blatt Im Gerichtebezirt Fuͤr die Abſchrift das Viertel. Fuͤr die Antwort Fuͤr die Abſchrift das Viertel. fuͤr Fr. Art. 738. 125. Fuͤr ein dergleichen Schreiben des mit Beſchlag Belegten, worin die Gruͤnde wider das nach dem vorlaͤufigen Zuſchlage Statt gehabte Verfahren an⸗ gegeben ſind Zu Paris„ Im Gerichtsbezirk Fuͤr die Abſchrift das Viertel. Für das Antwortsſchreiben Zu Paris„ 2 Im Gerichtsbezirk Fuͤr die Abſchrift das Viertel. Rra 50 50 50 50 — — — — 628 Art. 733. Art. 747. Art⸗ LXXVII. Parif. 126. Vacation pour réquérir le kr. cct certificat du grefßier, constatant que Padjudicataire n'a point justifié de Pacquit des conditions exigibles de l'adjudication, Pari Pans le reso 127. Requéte non grossoyée et non signifiée, sur le consentement de toutes les parties intéressées, pour demander, apres saisie immobiliere 7 que immeuble saisi soit vendu aux enchères par-devant notaires ou en justice, Paris Pans le ressort 128. Les émolumens des avoués pour dresser le cahier des charges, en faire le dépöt au greſfe et pour les publications, les extraits à pla- carder, et insérer dans les journaux, les adjudications préparatoires et dé- finitives, seront réglés et tasés com- me en saisie-immobiliere, lorsqu'il s'agira, 10. De saisies de rentes consti- tuées sur particuliers; 20. De surenchere sur aliénation volontaire; 30. De ventes d'immeubles de 0 6 Apt.„38. Art. 247. Art. 636. Art. 832. Art. 934. LXXVII. Taxordnung. 629 126. Bemuͤhung fuͤr Auswirkung Fr. Eent. eines vom Gerichtsſchreiber auszuſtellen⸗ den Atteſtats, aus welchem erhellet, daß der Erſteher die Quittung uͤber die Er⸗ fuͤllung der faͤllig gewordenen Kaufsbe⸗ dingungen nicht beygebracht habe S Sm ihtebczirt 127. Schreiben, welches jedoch we⸗ der ins Reine geſchrieben noch zugefer⸗ tigt werden darf, wenn mit Einwilli⸗ gung aller Theile, nach erfolgter Huͤlfs⸗ vollſtreckung in die Immobilien, darum angeſucht wird, daß das unbewegliche Gut vor Rotarien, oder gerichtlich ver⸗ ſteigert werden ſolle Im Görichtsbehirte 12g. Die Gebuͤhren der Anwälde fuͤr Fertigung der Anſchlaͤge, Niederle⸗ gung derſelben in die Gerichtsſchreibe⸗ rey, und fuͤr die Bekanntmachungen, Fertigung der in die Patente zu brin— genden Auszuͤge, Einruͤckung in die Zei⸗ tungen, Gegenwart beym vorlaͤufigen und unbedingten Zuſchlage, werden be— rechnet und bezahlt, wie bey der Voll⸗ ſtreckung der Huͤlfe in die Immobilien, ſobald die Rede iſt: 1) von Renten, die auf Privatper⸗ ſonen geſtellt ſind; 2) vom Uebergebot bey freywilligen Veraͤußerungen; 3) von Verkauf der unbeweglichen Guͤter der Unmuͤndigen und der Dotal⸗ 15 B O 2 — 8 ℳ — — — — Art. 972. Art. 998 er 1001. LXXVII. Tarif. mineurs, et des biens dotaux dans le régime dotal; 4“. De vente sur licitation; 50. Et de vente d'immeubles dé- pendans d'une succession bénéficiaire, ou vacante, ou provenant d'un ds- biteur failli, ou qui a fait cession. 129. La remise proportionnelle sur le prix de l'adjudication sera di⸗ visée en licitation, ainsi qu'il suit: Moitie appartiendra à l'avoué pour- suivant. La seconde moitié sera partagée par égales portions entre tous les avous qui ont oocupé dans la lici- tation, V compris l'avou poursui- vant qui aura sa part comme les au- tres dans cette seconde moitis. L'art. 972 prescrivant en licitation la signification du cahier des char- ges par un simple acte aux avoues des colicitans, cet acte sera taxé comme un acte simple; et la copie du cahier des charges; comme celle de requéte d'avoué à avoués. Dans tous les cahiers des charges, il est expressément défſendu d'y sti- puler d'autres et plus grands droits au profit des avoués, que ceux énon- cés an présent tarif, et s'il y est fr. gent. —————————————————————— — LXXVII. Taxordnung. 631 guͤter bey Statt findendem Rechtsver⸗ Fr. Cent. haͤltniß des weiblichen Einbringens; Art. 972. ₰ von Verſteigerungen; 3 Art. 983. 5) und vom Verkauf der zu einer 4 1oo1. Beneſictar⸗ oder offenſtehenden Erbſchaft, oder zur Vermoͤgensmaſſe eines Falliten, oder eines Gemeinſchuldners, der bonis cedirt hat, gehoͤrigen Immobilien. 129. Das, was verhaͤltnißmaͤßig vom Erſtehungspreiſe abgegeben wird, iſt bey Licitationen folgendergeſtalt zu vertheilen: Die Haͤlfte gebuͤhrt dem Anwalde, der das Verfahren betreibt; die andre Haͤlfte wird unter alle An⸗ wälde, die bey der Licitation Geſchaͤfte gehabt haben, zu gleichen Theilen ver⸗ theilt, wovon jedoch dem Anwalde des Klaͤgers gleicher Antheil wie den uͤbrigen gebuͤhrt. Da im o72. Artikel vorgeſchrieben iſt, daß bey der Licitation der Anſchlag mittelſt eines bloßen Satzes an die An⸗ waͤlde der Mitlicitanten zugefertigt wer⸗ den ſolle: ſo wird dieſer Satz auch bloß als ein einfacher angeſetzt, und die Ab⸗ ſchrift des Anſchlags wird bezahlt wie die Abſchrift eines von einem Sachwal⸗ 6 ter an den andern zugefertigten Schrei⸗ bens. Bey allen Anſchlaͤgen iſt den Anwäl⸗ „ den ausdruͤcklich verboten, andre oder hoͤhere Anſaͤtze fuͤr ſich zu fodern, als in gegenwaͤrtiger Taxordnung ausdruͤcklich beſtimmt ſind; wuͤrde aber eine Clauſel beygefuͤgt, kraft deren ſolche Anſaͤtze er⸗ . LXXVII. Parif. insére quelque clause pour les ex- kr. eent. hausser, elle sera réputée non écrite. Poursuite d'ordre. 130. Vacation pour requérir sur le registre tenu au greffe, la nomi- nation par le président du tribunal d'un juge commissaire devant lequel il sera procédè à l'ordre, Pans le resSort Si deux ou plusieurs avoués se Présentent en méme temps au greffe pour faire la méme réquisition, ils se retireront sur-le-champ, sans sommation, devant le président du tribunal, qui décidera quelle est la réquisition qui doit stre admise sans dresser aucun procks-verbal; il ne sera regu ni appel ni opposition contre la décision du président, et il ne sera alloué aucune vacation auk avoués. 131. Requéte au juge commis- saire à l'elfet d'obtenir son ordon- nance, portant que les créanciers inscrits seront tenus de produire, et O Art. 750. Art. 752. LXXVII. Taxordnung. höht werden ſollten: ſo iſt ſie fuͤr nicht Fr. geſchrieben zu achten. Vom Verfahren wegen der Locirung der Glaͤubiger. 130. Bemuͤhung, um das Geſuch bey der Gerichtsſchreiberey protocolliren zu laſſen, daß der Praͤſident einen Ge⸗ richtscommiſſar ernenne, vor welchem wegen Location der Glaͤubiger verfahren werden koͤnne Si Sm Geichtsbezitt Wenn ſich zu Anbringung dieſes Geſuchs mehrere Anwaͤlde auf einmal in der Gerichtsſchreiberey einfinden, ſo ſollen ſie ſich auf der Steile, ohne er⸗ folgte Auffoderung, zum Gerichtspraͤfi⸗ denten begeben; und dieſer wird, ohne ein Protocoll aufzunehmen, entſcheiden, auf weſſen Anſuchen zu verfuͤgen ſey; wider dieſe Entſcheidung des Praͤſiden⸗ ten wird weder Oppoſition noch Appella⸗ tion angenommen, und die Anwaälde er⸗ halten nichts fuͤr die dießfalls gehabte Bemuͤhung. 131. Fuͤr das Schreiben an den Gerichtscommiſſar mit Geſuch um deſ⸗ ſen Verordnung, daß die eingezeichneten hypothekariſchen Gläubiger ihre Urkun⸗ den produciren ſollen, und fuͤr Bemuͤ⸗ ſ ——— 5 —5 Art. — S* Art. 753. 6* LXXVII. Tarik. vacation pour se faire délivrer Por- donnance; le tout ensemble, Dans le ressort Vacation pour se faire délivrer, par le conservateur des hypotheques, l'extrait des inscriptions. Baps le res on 132. Sommation d'avoué à avoué aux oréanciers inscrits qui en ont constitus, de produire dans le mois, Pans le ressort Et pour chaque copie, le quart. 133. Acte de production des ti- tres contenant demande en colloca- tion et constitution d'avoué, y com- pris la vacation pour produire, APärist Pans le ressort Il ne sera point signifié. 134. Dénonciation par acte d'a- vous à avoué aux créanciers produi- saus et à la partie saisie de la con- fection de létat de collocation, avec sommation d'en prendre communi- cation, et de contredire, s'il y échet, sur le procks-verbal du commissaire dans le dclai d'un mois. Le procès- fr. cent. 3— 2 25 6 30 T— Art⸗ 753. Art. 754. Art. 753. LXXVII. Taxordnung. 635 hung bey Abholung der Verordnung in Fr. Cent. Allem Zi i Fuͤr die Bemuͤhung, ſich vom Hypo⸗ thekenbewahrer den Auszug der vorhan⸗ denen Einzeichnungen mittheilen zu laſſen Zi S Seibei 132. Fuͤr die Auffoderung des An⸗ walds an die Anwaͤlde der Glaͤubiger, welche deren beſtellt haben, binnen Mo⸗ natsfriſt zu produciren Ii Getſchtsbezitt und fuͤr jede Abſchrift das Viertel. 133. Fuͤr den Productionsſatz der Verſchreibungen, worin zugleich das Geſuch um Location und die Beſtellung eines Anwalds enthalten iſt, mit Inbe⸗ griff der bey der Production gehabten Bemuͤhungen Z Ptis Im Getichtsbezirt Eine Zufertigung erfolgt nicht. 134. Fuͤr die, mittelſt eines vom Anwalde an die uͤbrigen gerichteten Sa⸗ tzes, geſchehene Anzeige an die produci⸗ renden Glaͤubiger und an den mit Be⸗ ſchlag Belegten, daß der Locationsauf⸗ ſatz fertig ſey, mit Auffoderung ſich ſol⸗ chen vorlegen zu laſſen, und noͤthigen Falls dagegen in Monatsfriſt zum Pro⸗ tocoll des Gerichtscommiſſars ſeine Ein⸗ wendungen einzubringen. Das Proto⸗ coll wird weder abgeloͤßt noch zugefer⸗ . 20 15 — 25 75 Arr. 759. LXXV1I. Parif. verbal ne sera ni levé ni signifié, et il ne sera enregistré que lors de ha delivrance des mandemens, Dans le ressort Et pour chaque copie, le quart. 135. Vocation pour prendre coin- munication des productions et con- tredire sur le procès- verbal du com- missaire, sans qu'il puisse étre passé plus d'une vacation dans le méme ordre, sous quelque pretexte que ce soit, Fans e re Il sera passé à l'avoué poursui- vant une demi- vacation par chaque production, pour en prendre com- munication et contredire s'il y a lieu, Pai l 136. Pour la dénonciation aux créanciers inscrits et à la partie sai- sie des productions faites après les délais dans les ordres, et sommation d'en prendre communication, et de contredire sil y a lieu, Bi Mans ls respört„ Pour chaque copie, le quart. 137. Vacation pour faire rayer fr. cent. 3— 25 I0— 3 75 3— 2 25 Art. 757 Art. 759. ———————————————— LXXVII. Taxordnung. 637 tigt, und nur erſt bey Auslieferung der Fr. Cent. Zahlungsgebote einregiſtrirt i Si S und fuͤr jede Abſchrift das Viertel. 135. Fuͤr die Bemuͤhung, ſich die producirten Urkunden mittheilen, und die Einwendungen beym Gerichtscom⸗ miſſar zu Protocoll bringen zu laſſen, ohne daß mehr als Eine Expedition bey einem und demſelben Locationsverfahren unter irgend einem Vorwande angeſetzt werden darf Z Pa Im erſchtbeti Dem das Verfahren betreibenden Anwalde wird fuͤr jede Production, da⸗ von genommene Einſicht und fuͤr die noͤthigen Falls gemachten Einwendungen, die Hälfte ſoviel bezahlt, als fuͤr eine Expedition paſſirt Im Gerichtsbezit 136. Fuͤr die den eingezeichneten Glaͤnbigern und dem mit Beſchlag Be⸗ legten gemachte Anzeige von den nach Ablanf der Friſt beym Locationsverfah⸗ ren eingekommenen Productionen, und fuͤr die Auffoderung, ſich ſolche mitthei⸗ len zu laſſen und, erfoderlichen Falls, dagegen einzukommen Zu Patis Im Göſichtsbezirt e Fuͤr jede Abſchrift das Viertel. 137. Fuͤr die Bemuͤhung, eine oder mehrere eingezeichnete Hypotheken, kraft 2 10 65 25 75 LXXVII. Tarif. une ou plusieurs inscriptions en vertu du méme jugement, Dans le ressort. Vacation pour requérir et se faire délivrer le mandement ou bordereau de collocation, A Paris Dans le ressort. Nota. Les bordereaux de collo- cation et l'ordonnance de main- levée des inscriptions non utile- ment colloquées, contenant nö- cessairement la totalité du pro- ces· verbal du juge commissaire, Pexpédition entibre seroit un double emploi; elle ne sera ni levée ni signifiée. Art. 779 · 138. Requéte pour demander la subrogation à la poursuite d'ordre; elle ne sera point grossoyse, A Päris. Dans le ressort 139. Vacation pour la faire inss- rer au proces- verbal du juge- com- missaire, Pri Pans le ressort. fr. cent. 4 50 5— 3 735 3— 2 25 1 50 7 I5 ———————————————— 6 LXXVII. Taxordnung. 639 eines und deſſelben Urthels, loͤſchen zu Fr. Cent. laſſen Z S 5 Fuͤr die Bemuͤhung, um den Zah⸗ lungsbefehl oder den Locationszettel an⸗ zuſuchen, und ſich ſolchen ausliefern zu laſſen S S cht Anm. Da die Locationszettel und der Beſehl zur Aufhebung des Beſchlags in Anſehung der einge⸗ zeichneten Hypotheken, die nicht zur Perception kommen, noth⸗ wendig(zuſammen genommen) das ganze Protocoll des Gerichts⸗ commiſſars enthalten, ſo wuͤrde eine beſondere Ausfertigung des ganzen Protocolls eine doppelte Expedition ſeyn. Eine ſolche Ab⸗ ſchrift ſoll daher weder abgeloͤßt, noch zugefertigt werden. Art. 779. 138. Fuͤr das Anſuchungsſchreiben, worin gebeten wird, daß man, Statt deſſen, der bisher das Locationsverfah⸗ ren betrieben hat, zur Betreibung deſ⸗ ſelben gelaſſen werden moͤge Im Gerichtsbezirk 139. Fuͤr die Bemuͤhung, dieß Ge⸗ ſuch ins Protocoll des Gerichtscommiſ— ſars einruͤcken zu laſſen Im Gerichtſbeſirt 15 en „ 4 —————— Krt. 495 Art. 523. Argnm. de l'art. 524. LXXVII. PTarif. Signification de la requste au pour- fr. cent. suivant par acte d'avoué à avouè, — Pour la copie, le quart. Acte servant de réponse; A Paris 1 — Pour la copie, le quart. . XII. Actes particuliers. 140. Pour la consultstion de trois avocats exergant depuis dix ans qui doit précéder la requéte ci- vile principale ou incidente, Pai Pans Ie essort I41. Pour la déclaration de dommages et intéréts, par article, A Paris Mans le ressert Pour la copie signifiée par chaque article, DPans le ressort. 142. Pour chaque apostille de 75 75 60 45 Art. 493. Art. 523. LXXVII. Taxordnung. Zufertigung dieſes Schreibens mit⸗ Fr. telſt eines Satzes, den ein Sachwalter dem andern zufertigen laͤßt, an den, der bisher das Locationsverfahren betrieb Fuͤr die Abſchrift das Viertel. Fuͤr den Antwortsſatz Im Gerichtsbezirk. Fuͤr die Abſchrift das Viertel. — §. XII. Einzelne Schriften. 140. Fuͤr das Gutachten, welches von dreyen, wenigſtens ſeit 10 Jahren practicirenden Advocaten erſtattet werden muß, ehe das Rechtsmittel der Wieder⸗ einſetzung in den vorigen Stand, in der Hauptſache, oder in Anſehung eines Nebenpunktes, zugelaſſen wird 36 Parig Sin Getichtebezirt 22 141. Für die Angabe der Schaden, fuͤr jeden Artikel i S Fuͤr die zugefertigte Abſchrift, fuͤr jeden Artikel Sit 142. Fuͤr jede Erinnerung Gedes monitum) des Anwalds des Beklagten Supplem. z. Geſetzb. Nap. Ss Art. 2183. C. civil. LXXVII. Parif. l'avoué défendeur sur la déclaration de dommages et intéréts, Dans le ressort 143. Composition de l'extrait de Pacte de vente, ou donation, qui doit étre dénoncé aux créanciers inscrits par l'acquéreur ou donataire, Daus le ressort Et en outre par chaque inscrip- tion extraite, P Les copies de cet extrait et des inscriptions seront taxées comme les copies de pieces. 144. I sera taxé aux avoués, par chaque journée de campagne, à rai- son de cinq myriamètres pour un jour, lorsque leur présence sera au- torisée par la loĩ ou requise par leurs parties, y compris leurs frais de transport et de nourriture, Paris Was e tesort 145. Quand les parties seront domiciliéees hors de l'arrondissement du tribunal, il sera passé aà leurs avoues, pour frais de port de pie- ces et de correspondances, pour chaque jugement definitif, P K. cent. 60 45 LXXVII. Taxordnung. 643 wider die eingereichte Schaͤdenberech⸗ Fr. Cent. nung 0 S 5 Im Gerichtsbezirt„— 45 Art. a183. 143. Fertigung des Auszugs aus Civilgeſetb. dem Kaufcontracte, oder der Schen⸗ kungsurkunde, welche den eingezeichneten hypothekariſchen Glaͤubigern von dem - Kaͤufer oder Beſchenkten angezeigt wer⸗ den muß Zu Patis 15 Im Gerichtsbezint 111 und uͤberdem fuͤr jeden Auszug einer Einzeichnung Die Abſchriften dieſes Auszugs und der Einzeichnungen werden wie die Ab⸗ ſchriften der Beylagen bezahlt. 144. Den Anwaͤlden gebuͤhrt fuͤr jede Tagereiſe aufs Land, fuͤnf Myria⸗ meter auf den Tag gerechnet, wenn ihre Gegenwart geſetzlich erfoderlich, oder von den Partheyen verlangt worden iſt, mit Inbegriff der Reiſekoſten und Zeh⸗ rung 145. Sind die Partheyen außer dem Gerichtsbezirk wohnhaft, ſo ge⸗ buͤhrt dem Anwalde, fuͤr das Porto der Schriften und Briefe auf jedes End⸗ urthel m 5 3 Ss 2 S I. Pariß Et par chaque interlocutoire, ert 146. Lorsque les parties feront un voyage et qu'elles se seront pré- sentées au greffe, assistées de leur avoué, pour y affirmer que le voyage a été fait dans la seule vue du pro- ces, il leur sera alloué, quels que scient leur état et profession, pour frais de voyage, séjour et retour, trois francs par chaque myriamètre de distance entre leur domicile et le tribunal ou le procès sera pendant, et à Favoué pour vacation au greffe, Bans le Il ne sera passé en taxe qu'un seul voyage en premiere instance et un seul en cause d'appel. La taxe pour la partie sera la méie en l'un et l'autre cas. Cependant, si la tomparution d'une partie avoit été ordonnée par juge- ment, et qu'en deſinitif les dépens lui fussent adjugés, il lui sera alloué pour cet objet une taxe égale à celle d'un témoin. fr. cent. 5— 8 G — ————————————————————— LXXVII. Taxordnung. und auf jedes Interlocut 146. Thun die Partheyen eine Reiſe und ſtellen ſie ſich, nebſt ihrem An⸗ walde, in der Gerichtsſchreiberey, um dort eidlich zu beſtaͤrken, daß die Reiſe bloß wegen des Proceſſes gethan worden ſey, ſo gebuͤhren ihnen, ohne Ruͤckſicht auf Stand und Gewerbe, an Koſten, fuͤr Hirreiſe, Aufenthalt und Ruͤckreiſe auf jeden Myriameter, welchen ihr Wohnort von dem Orte, wo der Pro⸗ ceß anhaͤngig iſt, entfernt liegt, drey Franken und dem Anwalde fuͤr die Ver⸗ richtung in der Gerichtsſchreiberey Im i Nur fuͤr Eine Reiſe in der erſten Inſtanz und fuͤr Eine in der Appella⸗ tionsinſtanz werden Koſten bezahlt. Der Parthey gebuͤhrt in einem Falle ſoviel, als im andern. Iſt indeß im Urthel auf perſoͤnliches Erſcheinen einer Parthey erkannt, und es wird im Endurthel auf Koſtenerſatz geſprochen, ſo gebuͤhrt ihr dafuͤr ſoviel, als einem Zeugen. Fr. 5 3 645 Cent. † 2 15 LXXVII. Tarif. Avoués de la Cour d'appel de Paris. r47. Les emolumens des avoués de la cour d'appel seront taxés au méme prix et dans la méme forme que ceux des avoues du tribunal de première instance de Paris, avec une augmentation sur chaque espbce de droits; savoir, dans les matibres sommaires du double, et dans les matibres ordinaires du double pour le droit de consultation, ainsi que pour le port de pidces, lorsque les parties seront domiciliées hors de l'arrondissement du tribunal de pre⸗ miere instance de Paris, et pour les autres droits d'une moitié seule- ment de ceux attribués aux avoués de première instance. Néanmoins, dans les demandes de condamnation de frais d'un avoué contre sa partie, il ne sera alloué que moitié du droit ci- dessus fixe pour les matières sommaires. Art. 467, 468, 148. Les frais des demandes à 383, lin de defenses contre les jugemens mal à propos qualifiés en dernier ressort, ou dont l'exécution provi- soire a été mal à propos ordonnée, hors les cas prevus par la loi, ainsi que ceus des demandes à fin d'exé- ———————————————— ũů—— LXXVII. Taxordnung. 647 Fr. Cent Drittes Kapitel. Von den beym Appellationsgerichte zu. Paris angeſtellten Anwaͤlden.* 147. Die Gebuͤhren der beym Ap⸗ pellationsgericht zu Paris angeſtellten Anwaͤlde werden auf eben ſo viel und in derſelben Form taxirt, wie die Ge⸗ buͤhren der beym Gericht erſter Inſtanz angeſtellten Anwaͤlde, jedoch mit einer Erhoͤhung jeder Art der Gebuͤhren. Es gebuͤhrt ihnen naͤmlich bey ſummariſchen Rechtsſachen noch einmal ſoviel; und im ordentlichen Proeceſſe fuͤr die consilia gleichfalls noch einmal ſoviel, nebſt dem Porto fuͤr die Actenſtuͤcke, wenn die Partheyen nicht im Gerichtsbezirk des Pariſer Tribunals erſter Inſtanz woh⸗ nen; fuͤr die uͤbrigen Gebuͤhren nur die Haͤlfte mehr, als den Anwaͤlden iz er— ſter Inſtanz gebuͤhrt. Doch wird dem Anwalde, wenn er auf Bezahlung der Unkoſten wider ſeine eigne Parthey klagt, nur die Haͤlfte der obſtehenden, fuͤr die ſummariſchen 5 Rechtshaͤndel feſtgeſetzten Gebuͤhren zu— 3 geſtanden. Art. 457. 458. 148. Die Unkoſten fuͤr Vorſtellun⸗ 8 gen wider Urthel, die unrechter Weiſe als Urthel letzter Inſtanz angegeben ſind, oder auf deren proviſoriſche Voll⸗ ſtreckung faͤlſchlich, und nicht in einem geſetzlich beſtimmten Falle, erkannt iſt, ſo wie die Geſuche um proviſoriſche Art. gog. Art. 858. LXXVII. Tarif. cution provisoire des jugemens non fr. cent. qualifiés ou mal à propos qualißiés en premier ressort, et de ceus qui n'aurcient pas prononcé l'exécution provisoire dans les cas ou elle de⸗ voit l'étre, seront liquidés comme en matiere sommaire. 149. I en sera de méme des frais faits sur les appels d'ordonnance de référés. 150. Les requétes en prise à par⸗ tie et celles de pourvoi contre un jugement qui a statué sur une de- mande en rectification d'un acte de Pétat civil, quand il n'y a d'autre partie que le demandeur en rectifi- cation, seront taxées„ CHAPITRE IV. Dispositions communes aux Avoues des Cours et des Tribunaux. 151. Tous les avoués seront tenus d'avoir un registre qui sera coté et paraphé par le président du tribunal auquel ils seront attachés, ou par un des juges du siége, qui sera par lui commis, sur lequel registre ils inscriront eux-mémes, par ordre de date et sans aucun blanc, toutes les ————————————————— Vollſtreckung ſolcher Urthel, die gar Fr. Cent. nicht, oder faͤlſchlich, als Urthel erſter Inſtanz behandelt ſind; oder ſolcher Er⸗ kenntniſſe, in welchen in Fällen, wo es 2 haͤtte geſchehen ſollen, nicht auf proviſo⸗ 1 riſche Vollſtreckung erkannt iſt, werden wie bey den ſummariſchen Rechtshaͤndeln angeſetzt. Art. so9. 140. Eben dieß gilt von den Koſten wegen derer Appellationen, welche wider die uͤber ſummariſche Anzeigen ertheilten Beſcheide eingewandt werden. Art. 838 150. Fuͤr die Schreiben, worin das Rechtsmittel der Wiedereinſetzung in den vorigen Stand, oder fuͤr Appellationen wider ein Urthel, in welchen auf Be⸗ richtigung einer Civilſtandsurkunde er⸗ kannt iſt, wird, wenn letztern Falls keine Parthey vorhanden iſt, als der, welcher die Berichtigung geſucht hat, LXXVII. Taxordnung. 649 Viertes Kapitel. Verordnungen, welche ſowohl in An⸗ ſehung der Anwaͤlde der Appellations⸗ gerichtshöfe, als der uͤbrigen Gerichte gelten. 131. Jeder Anwald iſt ſchuldig, ein Buch zu halten, das vom Praͤſidenten des Gerichts, bey welchem er angeſtellt iſt, oder einem von dieſem dazu beauf⸗ tragten Mitgliede des Gerichts, unter —— LXXVII. Tarif. sommes qu'ils recevront de leurs parties. Ils représenteront ce registre tou- tes les fois qu'ils en seront requis, et qu'ils formeront des demandes en condamnation de frais; et faute de représentation ou de tenue régulière, ils seront déclarés non- recevables dans leurs demandes. Le tarif ne comprend que l'émo- lument net des avoues et autres offi⸗ ciers; les déeboursés seront payés en outre. Les officiers ne pourront exiger de plus forts droits que ceux énon- ces au présent tarif, à peine de res- titution, dommages et intéréts et d'interdiction, s'il y a lieu. Il ne sera passe aux juges de paix, aux experts, aux avoués, aux notai- res, et à tous officiers ministériels, que trois vacations par jour quand ils opéreront dans le lieu de leur résidence; deux par matinée, et une seule'apres-diner. fr. cent LXXVII. Taxordnung. 651 Angabe der Blaͤtterzahl, auf jedem Fr. Cent. Blatte paraphirt ſeyn muß. In dieſes Buch muß er ſelbſt, nach dem Datum, und ohne einen leeren Raum zu laſſen, alle von ſeinen Partheyen empfangenen Gelder eintragen. Er hat dieſes Buch, ſo oft es ver⸗ langt wird, und ſo oft er auf Unkoſten klagt, vorzulegen; in Ermangelung der Darlegung oder auf den Fall der unre⸗ gelmäßigen Haltung dieſes Buchs wird ſeine Klage nicht zugelaſſen. Die Taxordnung enthaͤlt nichts, als die bloßen Gebuͤhren der Anwaͤlde und anderer Gerichtsbedienten; die Auslagen werden beſonders bezahlt. Die Gerichtsbedienten duͤrfen nicht mehr an Gebuͤhren fodern, als in die⸗ ſer Taxordnung beſtimmt iſt, bey Strafe des Erſatzes, der Erſtattung der Schaͤ⸗ den, auch, erfoderlichen Falls, der Ab⸗ ſetzung. Den Friedensrichtern, Sachverſtaͤn⸗ digen, Anwälden, Notarien und andern Gerichtsbedienten, werden auf jeden Tag nur fuͤr drey Expeditionen Gebuͤhren zu⸗ geſtanden, wenn ſie an ihrem Wohnorte arbeiten; fuͤr zwey des Morgens, und fuͤr eine nach Tiſche. LXXVII. Parif. CHApITRE V. Des Huissiers audienciers. Des Tribunaux de premidre instance. 152. Pour chaque appel de cause sur le röle et lors des jugemens par défaut, interlocutoires et definitifs, sans qu'il scit alloué aucun droit pour les jugemens préparatoires et de simples remises, Päis Dans les tribunaux du ressort 153. Pour chaque publication du cahier des charges dans toutes espo- ces de ventes, A Pa Dans les tribunaux du ressort 154. Pour la méme publication, lors de P'adjudication préparatoire, Paris ⸗ Dans les tribunaux du ressort 155. Pour la publication, lors de Padjudicstion définitive, y compris les frais de bougie, que les huis- siers disposeront et allumeront eux- mémes, Dans les tribunaux du ressort 3 fr. cent. — 30 T— 3— 2 25 5— 3 75 ——————— LXXVII. Taxordnung. 653 Fuͤnftes Kapitel. Fr. Cent. Von den bey den Audienzen ange⸗ ſtellten Gerichtsboten. §. I. Bey den Gerichten erſter Inſtanz. 152. Fuͤr jede in die Rolle eingetra⸗ gene Appellationsſache und bey Contu⸗ macial-, interlocutoriſchen und Defini⸗ tiverkenntniſſen(fuͤr praͤparatoriſche Be⸗ ſcheide und ſolche, durch die der Ter⸗ min bloß verſchoben wird, paſſiren keine Gebuͤhren) Su ris 3 Bey den Gerichten im Appellations⸗ gerichtsbezirte 23 153. Fuͤr jeden Ausruf des An⸗ ſchlags bey allen Arten der Verſteige⸗ rungen Bey den Gerichten des Bezirks— 73 154. Fuͤr gleichen Ausruf bey dem vorlaͤufigen Zuſchlage Zu Paris t. In den Gerichten des Bezirks 2 25 155. Fuͤr den Ausruf bey dem letz⸗ ten unbedingten Zuſchlage, mit Inbegriff des Verlags fuͤr die Wachslichter, wel⸗ che die Gerichtsboten ſelbſt zurichten und anzuͤnden Su In den Gerichten des Bezirks 3 0⁵ S LXXVII. Tarif. 156. Pour signification de toutes fr. cent. especes d'avoué à avoué, sans au⸗ cune distinction, à l'ordinaire, P Dans les tribunaux du ressort. Pour signification extraordinaire, c'est-àdire à une autre heure que celle ou se font les significations or- dinaires, suivant l'usage du tribunal, P Nota. GCes significations doivent étre faites à heure datée, et à défaut de date, elles ne seront taxées que comme significations ordinaires; elles ne sont passées en taxe, comme extraordinai- res, qu'a Paris seulement. Les huissiers audienciers, quoi- qu'ils soient commis pour faire des significations ou autres opérations, ne pourront exiger autres ni plus forts droits que les huissiers ordinai- res; et ils seront obliges de se con- former à toutes les dispositions du Code, comme tous les autres huis- siers; mais les frais de transport des huisslers de la cour d'appel, com- mis par elle, seront, dans ce cas, alloues suivant la taxe, quelle que soit la distance. 0 605 0 G LXXVII. Taxordnung. 156. Fuͤr alle Arten der gewoͤhnli⸗ chen Zufertigungen der Schriften eines Anwalds an den andern, ohne Unter⸗ ſchied In den Gerichten des Bezirks.„ Fuͤr eine außerordentliche Zufertigung, das iſt, fuͤr eine ſolche, die zu einer andern Stunde erfolgt, als nach dem Gerichtsbrauche in Anſehung der Zufer⸗ tigungen herkommlich iſt Li Anm. Die Stunde dieſer Zuferti⸗ gungen muß beſtimmt angegeben ſeyn; wo nicht, ſo werden ſie wie die gewoͤhnlichen Zufertigun⸗ gen angeſetzt; nur in Paris wer⸗ den ſie als außerordentliche taxirt. Die bey den Andienzen angeſtellten Gerichtsboten koͤnnen, wenn ſie gleich zu Zufertigungen oder andern Geſchaͤften abgeordnet ſind, keine andern, noch ſtärkern Gebuͤhren fodern, als die ge⸗ woͤhnlichen Gerichtsboten; und ſie ha⸗ ben ſich, gleich allen andern Gerichts⸗ boten, nach allem dem, was in der Ge⸗ richtsordnung verordnet iſt, zu richten; allein, die Reiſekoſten der vom Appella⸗ tionsgericht abgeordneten Gerichtsboten ſind, die Entfernung ſey welche ſie wolle, nach der Tape in Anſatz zu bringen. „„. 655 Fr. Cent. Art. 320. LXXVII. Parif. 5. M. Des Huissiers audienciers de la Cour d'appel de Paris. 157. Pour l'appel des causes sur le röle, ou lors des arréts par dè- faut, interlocutoires et définitifs, à la charge d'envoyer des bulletins aux avoués pour toutes les remises de causes qui seront ordonnées. Il ne sera passé aucun droit d'ap- pel pour les simples remises de cau- ses et les jugemens préparatoires. 158. Pour signification de toutes especes, d'avoué à avoué, sans au- cune distinction, à l'ordinaire 4 l'entraordinaire ou à heure datée. CHAPITRE VI. Des Experts, des Depositaires de pidces, et des Témoins. 189. Il sera taxé aux experts, par chaque vacation de trois heures, quand ils opéreront dans les lieux oh ils sont domiciliés ou dans la qistance de deux myriamètres; sa- voir: dans le département de la Seine, fr. cent. 25 1 50 M ———————————————.— LXXVII. Taxordnung. 657 . Fr. Cent. Von den bey den Audienzen angeſiellten 14 Appellationsgerichtsboten zu Paris.* 157. Fuͤr Eintragung der Appella⸗ tion auf die Rolle oder bey Ertheilung der Contumacial-, interlocutoriſchen und Definitiverkenntniſſe des Appellationsge⸗ richts, jedoch ſo, daß ſie dem Anwalde, ſo oft ein Anſtand in einer Sache reſol⸗ virt iſt, deshalb eine ſchriftliche Anzeige Fuͤr bloßen Anſtand oder präparato⸗ riſche Erkenntniſſe werden keine Appel⸗ lationsgebuhren bezahlt. 158. Fuͤr alle Arten der Zufertigun⸗ gen der von einem Anwalde an den an⸗ dern gerichteten Schriften ohne Unter⸗ ſchied, und zwar bey gewoͤhnlichen— 75 bey außerordentlichen zu beſtimmter Se Sechſtes Kapitel. Von Sachverſtaͤndigen, Inhabern der ur⸗ kunden und Zeugen. Art. 320. 160. Den Sachverſtaͤndigen wird fuͤr jede dreyſtuͤndige Eypedition, wenn ſie an dem Orte, wo ſie wohnhaft ſind, oder innerhalb einer Entfernung von zwey Myriametern erfolgt, im Seine⸗ departement bezahlt Supplem, z. Geſetb. Nap. LXXVII. Tarif. Pour les artisans ou laboureurs Pour les architectes et autres ar- Dans les autres départemens, Aux artisans et laboureurs.. Aux architeotes et autres artistes. 160. Au dela de deux myriams- tres, il sera alloué, par chaque my- riamèetre, pour frais de voyage et nourriture, aux architectes et autres artistes, soit pour aller, soit pour revenir, A ceux de Paris A ceus des départemens.. 161. I leur sera alloué pendant leur scjour, à la charge de faire qua- tre vacations par jour, savoir: K Seün de Ptis A ceux des départemens.. Nota. La taxe sera réduite dans le cas ou le nombre de quatre vacations n'auroit pas été em- ployẽs. Sril y a lieu à transport d'un la- boureur au delà de deus myriamstres, il sera alloué 3 fr. par myriametre, pour aller, et autant pour leyretour, sans néanmoins qu'il puisse rien étre alloué au dela de cinq myriamstres. 162. U sera encore alloué aux ex- peris deux vacations,'une pour leur prestation de serwent,'autre pour le depöt de leur rapport, indépen- damment de leurs frais de transport, sils sont domiciliés à plus de deun myriamètres de distance du lieu ou siege le trihunal; il leur sera ac⸗ fr. cent. — TXRvII. Taxordnung. 69 Fr. Cent. den Handwerkern und Handarbeitern 4— Baumeiſtern und andern Kuͤnſtlern 8— 5 in den andern Departements* Handwerkern und Handarbeitern 3 Baumeiſtern und andern Kuͤnſtlern 5 160. Ueber 6 Myriameter gebuͤhrt Baumeiſtern und andern Kuͤnſtlern fuͤr jeden Myriameter an Reiſe- und Zeh— rungskoſten fuͤr den Hin-und Herweg in den andern Departements 4 161. Waͤhrend ihres Aufenthalts. wird ihnen, wenn ſie täglich 4 Eypedi⸗ ¹ tionen verrichten, in Anſatz zu bringen verſtattet denen Pari 3 1 denen in den uͤbrigen Departements 24—. Anm. Sind nicht vier Expeditio⸗ nen verrichtet worden, ſo wird von den Gebuͤhren abgerechnet. Muß ein Handarbeiter uͤber zwey eyriameter reiſen, ſo gebuͤhrt ihm fuͤr den Myriameter 3 Franken ſuͤr Hin⸗ und Herreiſe; doch darf fuͤr das, was die Reiſe uͤber fuͤnf Myriameter betraͤgt, nichts angeſetzt werden. 162. Sind die Sachverſtaͤndigen von dem Orte, wo das Gericht ſeinen Sitz hat, uͤber zwey Myriameter ent⸗ fernt, ſo werden ihnen, außer ihren Reiſekoſten, noch zwey Cxpeditionen be⸗ zahlt, eine fuͤr die Leiſtung des Eides, die andre fuͤr die Uebergabe des Gutach⸗ tens; es iſt ihnen in dieſem Falle auf jede Tt2 Art. 208 et 232. LXXVII. Tarif. cordè par myriamètre, en ce cas, le cinquieme de leur journée de cam- pagne. Au moyen de cette tase, les ex- perts ne pourront rien réclamer ni pour frais de voyage et de nourri- ture, ni pour s'étre fait aider par des écrivains ou par des toiseurs et porte-chaines, ni sous quelqu'autre prétexte que ce soit; ces frais, s'ils ont eu lieu, restant à leur charge. Le président, en procédant à la taxe de leurs vacations, en réduira le nombre s'il lui parait excessif. 163. I sera taxc aux experts en verification d'écritures et en cas d'ins- cription de faux incident, par cha- que vacation de trois heures, indé- pendamment de leurs frais de voyage, s'il y a lieu, Pans les tribunaux du ressort. 164. Il ne leur sera rien alloue pour prestation de serment ni pour dépöt de leur proces verbal, atten- du qu'ils doivent opérer en prẽsence du juge ou du greffier, et que le tout est compris dans leurs vacations. 165. I leur sera alloué pour frais de voyage, s'ils sont domicilies à plus de deux myriambtres du lieu ou se fait la vérification, Pi Dans les tribunaus du ressort. fr. cent. 3 ₰ 24— . Urt. 208. 10 65 15 LXXVII. Taxordnung. 661 Meile der fuͤnfte Theil desjenigen zu Fr. Cent. entrichten, was ihnen fuͤr ihre Tagereiſe aufs Land gebuͤhrt. Vermoͤge dieſer Taxe duͤrfen die Sachverſtaͤndigen nichts fuͤr Reiſe- und Zehrungskoſten noch fuͤr den Beyſtand von Schreibern, Ausmeſſern und Meß⸗ kettentraͤgern fodern, da dieſe Koſten, wenn ſie Statt finden, ihnen zur Laſt fallen. Der Präſident kann, wenn ihm die Zahl ihrer Expeditionen uͤbertrieben ſcheint, ſolche bey der Taxation herab⸗ ſetzen. 163. Den Schreibemeiſtern gebuͤhrt bey Eroͤrterung der Aechtheit einer Handſchrift(comparatione litteraruw) und, wenn eine Urkunde als unaͤcht an⸗ gefochten wird, fuͤr jede dreyſtuͤndige Expedition, außer den Reiſekoſten, wenn ſolche Statt haben Z Patis In den uͤbrigen Gerichten des B 164. Fuͤr Leiſtung des Eides Uebergabe ihres Protocolls gebuͤhrt ihnen nichts, weil ſie in Gegenwart des Rich⸗ ters und Gerichtsſchreibers ihr Geſchaͤft verrichten und alles in den Gebuͤhren fuͤr die Expedition enthalten iſt. 165. Wenn ſie von dem Orte, wo die Eroͤrterung erfolgt, uͤber 2 Myria⸗ meter entfernt ſind, ſo ihnen S Peie— Bey den Gerichten im n Bezirke ... — 5 3 r g 32 24 — — — —— ——— ———.— ²—— LXXVII. Parif. A raison de cinq myriamètres par f. cent. journée, et au moyen de cette taxe, ils ne pourront rien réclamer pour frais de transport et de nourriture. Art. 201, 204, 166 I sera taxé aux depositaires 205, 221,225. qui devront représenter les pieces de comparaison en vérification d's- critures ou arguées de faux, en ins⸗ cription de faux incident, indépen- damment de leurs frais de voyage, par chaque vacation de trois heures devant le juge-commissaire ou le greffier; savoir: [10. des cours d'ap- 20. de justice cri- Aus greffiers; minelle 12— 3o. des tribunaux de première ins- [10. de Paris 9— Aux notaires 3 20. des départe- et 6 30. Auk avoueés 3 tribunaux ¹ de première ins- t 4. Au huissiers E des départe- 3 50. Aux autres fonctionnaires pu- blics ou autres particuliers, s'ils le requieten 5 167. Il sera taxé au témoin, à raison de son état et de sa profes- sion, une journée pour sa déposition; et s'il n'a pas été entendu le pre- mier jour pour lequel il aura été Ar LXXVII. Taxordnung. und zwar fuͤnf Myriameter auf die Fr. Cent⸗ Tagereiſe gerechnet; auch koͤnnen ſie, kraft dieſer Taxe, fuͤr Reiſe⸗ und Zeh⸗ rungskoſten nichts fodern. 166. Den Inhabern der Urkunden, aus welche die zum Behuf der Gegeneinan⸗ derhaltung dienenden Schriften bey Er⸗ oͤrterung der Aechtheit einer Handſchrift, welche im Civilproceſſe als unaͤcht ange⸗ fochten wird, vorlegen muͤſſen, gebuͤhrt, außer ihren Reiſekoſten, fuͤr jede drey⸗ ſtuͤndige Expedition vor dem Friedens⸗ richter [2 der Appellations⸗ 2) der Criminal⸗ gerichte 3) der Gerichte er⸗ ſter Inſtanz 10 2) in den Departe⸗ eite ℳ6 1) der Appellations⸗ Betich 2) der Gerichte er⸗ ſter Inſtanz 6 z Pri 5 2) in den Departe⸗ 44 5) andern oͤffentlichen Beamten und Privatperſonen, wenn ſie es verlangen 6 167. Dem Zeugen gebuͤhrt, nach Verhaͤltniß ſeines Standes und Gewer⸗ bes, fuͤr ſein Zeugniß ſoviel, als fuͤr eine Tagereiſe, und wenn er in dem im 267. Artikel der Gerichtsordnung ange— 2) den Gerichts⸗ ſchreibern 2) den Notarien 3) den Anwaͤlden 4) den Gerichts⸗ boten ———.ͤñ—.——— LXXVII. PTarif. cité, dans le cas prévu par l'article 267, il lui sera passé deux journées, indépendamment des frais de voyage, si le témoin est domicilié à plus de deus myriamètres du lieu ou se fait l'enquéte. Le maimum de la taxe du té- moin sera de 10 francs, et le mini- MMM 2 francs. Les frais de voyage sont fixés à 3 francs par myriametres pour Taller et le retour. CHAPITRE VII. D e 6 N d o I. 168. Il sera taxé aux notaires, pour tous les actes indiqués par le Code civil et par le Gode judiciaire: Pour chaque vacation de trois heures, 10. Jus compulsoires faits en leur étude.(Code de Procéd. 849. N 20. Devant le juge, en cas que leur transport devant lui ait été re- quis.(Code de Procéd. 352.) 30. A tout acte respectueux et for- mel, pour demander le conseil du père et de la mère, ou celui des ateuls ou aleules, a l'effet de con- tracter mariage.(Cod. civ. 157, 1525 153 et 154.) 40. Aus inventaires contenant esti- fr. cen. ——————————————— ů— LXXVII. Taxorbnung. 665 gebenen Falle, nicht gleich den erſten Fr. Cent. Tag abgehoͤrt worden iſt, auf welchen er 3 vorgeladen war, ſo gebuͤhrt dem Zeu⸗ gen, wenn er von dem Orte, wo das Zeugenverhoͤr erfolgt, mehr als zwey Myriameter entfernt wohnt, außer den Reiſekoſten, ſoviel als fuͤr zwey Tagereiſen. Dem Zeugen gebühren nicht uͤber 70 Franken und nicht unter 2 Franken. Die Reiſekoſten ſind auf 3 Franken fuͤr jeden Myriameter, fuͤr Hin⸗ und Herreiſe beſtimmt. Siebentes Kapitel. VvR den NWo arien. I. 168. Fuͤr jedes im Civilgeſetzbuche und der Gerichtsordnung angegebene Protocoll gebuͤhrt den Notarien: fuͤr jede dreyſtuͤndige Expedition 1) bey den auf ihrer Schreibeſtube gefertigten Compulſorialien(Gerichtsord⸗ nung Art. 849.); 2) vor dem Richter, wenn dieſer ſie aufgefodert hat, ſich zu ihm zu verfuͤgen (Gerichtsordn. 852.); 3) bey jeder ehrerbietigen oder foͤrm⸗ lichen Anzeige, um die Aeltern oder Großaͤltern bey Schließung der Ehe um ihren Beyrath zu erſuchen(Civilge⸗ ſetzb. 157. 152. 153 und 153.); 4) bey Inventarien, nebſt Taxe des LXXVII. Tarif. mation des biens meubles et immeu- bles des époux qui veulent deman- der le divorce par consentement mutuel.(Code civ. 279.) 5o. Aux procès verbaux qu'ils doi- vent dresser de tout ce qui aura 6té dit et fait devant le juge, en cas de demande en divorce par consen- tement mutuel.(Cod. civ. 281, 234 et 283.) 60. Aux inventaires après déces. (Code de Procéd. 941 et suivans.) 70. En référé devant le président du tribunal, s'il s'eleve des difficul- tés ou s'il est formé des réquisitions pour l'administration de la commu- nauté, ou de la succession, ou pour tous autres objets.(Code de Pro- ced. 944.0 30. A tous les proces- verbaux qu'ils dresseront en tous autres cas et dans lesquels ils seront tenus de constater le temps qu'ils y auront employé.(Code de Procéd. 977, 978 etc.) 9o. Au greffe, pour y déposer la minute du proces- verbal des diffi- cultés élevées dans les partages, con- tenant les dires des parties.(Code de Procéd. 977.) Pans les villes ou il y a trihunal de première instance Partout ailleurs 169. Dans tous les cas oũ il est alloué des vacations aux notaires, fr. cent. 9— — 4— LXXVII. Taxordnung. 667 beweglichen und unbeweglichen Vermoͤ⸗ Fr. Cent. gens der Ehegatten, welche mit beyder⸗ ſeitiger Einwilligung die Eheſcheidung ſuchen(Civilgeſetzb. 279); 5) bey Protocollen, welche ſie uͤber alles, was beym Geſuch um Eheſchei⸗ dung mit beyderſeitiger Einwilligung vor dem Richter vorgebracht worden und ge⸗ ſchehen iſt, aufzunehmen haben(Civilge⸗ ſetzb. 281. 234. 285.); 6) bey Inventirung eines Nachlaſſes (Gerichtsordn. 941. u. ff.); 7) beym ſummariſchen Anbringen vor dem Gerichtspraͤſidenten, wenn Strei⸗ tigkeiten entſtehen, bey denen auf Ver⸗ waltung der Guͤtergemeinſchaftsmaſſe, oder eines Nachlaſſes oder anderer Ge⸗ genſtände erkannt worden iſt(Gerichts⸗ ordn. 944.); 8) bey allen Protocollen, die ſie in andern Faͤllen aufnehmen, in welchen ſie zugleich die Zeit, die ſie dazu gebraucht haben, anzugeben gehalten ſind(Ge⸗ richtsordn. 977. 978. u. ſ. w.); 9) in der Gerichtsſchreiberey um das Originalprotvcoll uͤber Streitigkeiten auf⸗ zunehmen, die bey Erbtheilungen entſte⸗ hen, und in welchem das Vorbringen der Partheyen enthalten ſeyn muß(Ge⸗ richtsordn. 977.); An Orten, wo ein Gericht erſter A 160. In allen Fällen, in welchen den Notarien vergoͤnnt iſt, fuͤr ihre Ex⸗ LXXVII. Tarif. il ne leur sera rien passé pour les fr. cent. minutes de leurs procès- verbaux. II. 170. OQuand les notaires seront obligés de se transporter à plus d'un myriametre de leur résidence, indé- pendamment de leur journée, il leur sera alloué pour tous frais de voyage et nourriture, par chaque myriams- tre, un cinquieme de leurs vacations et autant pour le retour. Et par journée, qui sera comptée à raison de cinq myriamétres aussi pour l'aller et le retour, quatre vacations. III. 171. U sera passé aux notaires, pour la formation des comptes que les copartageans peuvent se devoir de la masse générale de la succes- sion, des lots et des fournissemens à faire à chacun des copartageans, une somme correspondante au nom- bre des vacations que le juge arbi- trera avoir été employses à la con- fection de l'opération. IV. 172. Les remises accordées aux avoues sur les prix des ventes d'im- meubles, seront alloués aux notai- res, dans les cas ou les tribunaux renverront des ventes d'immeubles ——————————— LXXVII. Taxordnung. 669 peditionen etwas anzuſetzen, gebuͤhrt Fr. Cent. ihnen fuͤr Abfaſſung des Originalproto⸗„ colls nichts. T 7 I7o. Wenn ein Notar genoͤthigt iſt, ſich weiter, als Einen Myriameter von ſeinem Wohnorte zu entfernen, ſo ge⸗ buͤhrt ihm an Reiſe- und Zehrungskoſten“ auf jeden Myriameter der fuͤnſte Theil. ſoviel, als fuͤr ſeine Eppeditionen, und ebenſoviel fuͤr die Ruͤckreiſe. Und fuͤr jede Tagereiſe, welche zu fuͤnf Meilen gerechnet wird, fuͤr Hin⸗ und Herreiſe ſoviel, als fuͤr 4 Expedi⸗ tionen. LE 171. Fuͤr Fertigung der Rechnungen, welche bey Erbtheilungen die Intereſſen⸗ ten einander in Anſehung der ganzen Erbſchaftsmaſſe etwa abzulegen haben, ſ0 fuͤr die Bildung der Looſe und die Ab⸗ lieferung deſſen, was jedem Erben ge⸗ buͤhrt, wird dem Notar ſoviel zugebil⸗ ligt, als ihm, nach der Zahl der bey dem Geſchaͤft gehabten Expeditionen, uͤber welche der Richter zu ermeſſen hat, gebuͤhrt. IV. 172. Die den Anwaͤlden von den Kaufgeldern der Immobilien zugeſtande⸗ nen Gebuͤhren werden auch den Nota⸗ rien zugebilligt, ſo oft das Gericht die Verſteigerung der Immobilien an ſie LXXVII. Tarif. par-devant eux, mais sans distinc- tion de celles dont le pris n'excé- dera pas 2,000 francs; et, au moyen de cette remise, ils ne pourront rien exiger pour les minutes de leurs pro- ces verbaux de publication et d'ad- judication. V 173. Tous les autres actes du mi- nistere des notaires, notamment les Partages et ventes volontaires qui auront lieu par-devant eux, seront taxes par le président du tribunal de premiere instance de leur arron- dissement, suivant leur nature et les difficultés que leur rédaction aura présentées, et sur hes renseignemens qui lui seront fournis par les notai- res et les parties. VI. 174. Les expéditions de tous les actes regus par les notaires, y com- pris celles des inventaires et de tous proces- verbaux, contiendront vingt- cinq lignes à la page et quinze syl- lables à la ligne, et leur seront payées par chaque röle, Pa Pans les villes ou i]l y a tribunal de premiere instance Partout ailleurs VII. 176. Les noteires seront tenus de prendre leur chambre de discipline, et de faire afficher dans leurs étu- fr. Cent. LXXVII. Tayordnung. 671 verweiſt; jedoch ohne die, welche nicht Fr. Eemt. uͤber 2000 Franken betraͤgt, auszuneh⸗ men; da ſie dieſe Gebuͤhren erhalten, ſo können ſie fuͤr ihre Originalprotocolle uͤber Ausruf und Zuſchlag nichts fodern. V. 173. Fuͤr alle andere vor die No⸗ tarien gehoͤrige Verhandlungen, beſon⸗ ders fuͤr vor ihnen vollbrachte Thei⸗ lungen und freywillige Kaͤufe, werden die Gebuͤhren vom Praͤſidenten des Gerichts erſter Inſtanz in ihrem Be⸗ zirke raxirt, und zwar nach Maaßgabe der mit der Abfaſſung des Protocolls verbundenen Schwierigkeiten und der daruͤber vom Notar und den Partheyen eingezogenen Nachrichten. VI. 174. Die Ausfertigungen aller von den Rotarien aufgenommenen Urkunden, mit Inbegriff aller Inventarien und Protocolle, muͤſſen 25 Zeilen auf der Seite und funfzehn Sylben auf jeder Zeile enthalten, und es wird fuͤr jedes Blatt derſelben bezahlt Zu Paris In den Staͤdten, wo ein Gericht 3 ſtan ſ i VII. 175. Die Notarien ſind ſchuldig, in ihrer Diſciplinarkammer ſich Aus⸗ zuͤge aus denjenigen Urtheln geben zu I LXXVII. Tarif. des, l'extrait des jugemens qui au- fr. cent. ront prononcé des interdictions con- tre des particuliers, ou qui leur au- ront nomme des conseils, sans qu'il soit besoin de leur signifier les juge- mens.(Code civil 5071.) VIII. Notre grand-juge ministre de la justice est chargé de l'exécution du présent décret. Signé NAPOLEON. Par I'Empereur: Le ministre secrétaire d'Etat, Signé H. B. ManRr. EXXVL 5 Concernant la Liquidation des Dépens et Frais en matière sommaire. De notre camp imperial de Preussisch- Eylau, Ie 16 fẽvrier 1807. NArorRon, Empereur des Frangais, Roi d'Italie; Sur le rapport de notre grand- juge ministre de la⸗ justice; Notre Conseil d'Etat entendu, Nous avons Décrété et Docrétons ce qui suit: La liquidation des dépens en matiere som- au- Art.. maire sera faite par les arréts et jugemens qui les ———————————— TLXXVIII. Decret uͤber die Liquidation des Verlags ec. 67% 3 laſſen, in welchen auf Interdiction Fr. Cent,. wider Privatperſonen erkannt und ihnen. Rechtsbeyſtaͤnde zugeordnet ſind, und 3 ſolche in ihren Schreibſtuben anſchlagen* zu laſſen, ohne daß noͤthig waͤre, ihnen die Urthel zuzufertigen.(Civilgeſetzb. 507.) VIII. Unſer Reichsoberrichter und Juſtiz⸗ miniſter wird hiermit beauftragt, gegen⸗ wartiges Decret zur Vollziehung zu bringen. (unterſch.) NaPOL.EON. Vom Kaiſer: der Miniſter Staatsſecretair (Unterſchr.) H. B. ManßT. LXXVIII. uber die Liquidation des Verlags und der Gebuͤhren bey ſummariſchen Rechtshaͤndeln. En unſerm kaiſerlichen Lager zu Preußiſch⸗Eylau, den 16. Februar 1807.) — Napoleon, Kaiſer der Franzoſen, Koͤnig votk Italien; Auf Bericht Unſers Reichsoberrichters und Juſtizminiſters; nach Anhoͤrung Unſers Staatsraths, haben Wir beſchloſſen und beſchließen, wie folget: Art. 1. Die Koſten werden in ſummariſchen Rechtshän⸗ deln in den Appellationsgerichtsurtheln und Beſcheiden, worin Suppiem. z. Geſetzb. Nap. Un 674 LXXVIII. Tarit. ront adjugés: ä cet effet, l'avoué qui aura obtenu la condamnation, remettra, dans le jour, au greffier tenant la plume à laudience, l'état des dépens adjugés; et la liquidation en sera insérée dans le dispositif de l'arrét ou jugement. 2. Les dépens dans les matidres ördinaires seront liquidés par un des juges qui aura assisté au jugement; mais le jugement pourra étre expédié et delivré avant qus la liquidation soit faite. 3. L'avoué qui requerra la taxe, remettra au greffier Petat des dépens adjugés, avec les pibces justi- ficatives. 4. Le juge chargé de liquider, taxera chaque ar- ticle en marge de l'état, sommera le total au bas, le signera, mettra le taué sur chaque piece justificative, et paraphera: l'état demeurera annexé aux qualités. 5. Le montant de la taxe sera porté au bas de l'état des dépens adjugés; il sera signé du juge qui y aura procédé et du greffier. Lorsque ce montant n'aura pas ẽté compris dans l'expédition de l'arrét ou juge- ment, il en sera deélivré exécutoire par le greffier. 6. Lexécutoire ou le jugement au chef de la liqui- dation, seront susceptibles d'opposition. Lopposition sera formée dans les trois jours de la signification à svoué avec citation; il y sera statué sommairement, et il ne pourra étre interjeté appel de ce jugement, que lorsqu'il y aura appel de quelques dispositions sur le fond.„ 7. Si la partie qui a obtenu k'arrét ou le juge⸗ ment néglige de le lever, Fautre partie fera une soinma⸗ tion de le lever dans les trois jours. 8. Faute de satisfaire à cette sommation, la partie qui aura succombé pourra lever une expédition du —„—— ——— LXXVIII. Decret uͤber die Liquidation des Verlags ꝛc. 673 darauf erkannt iſt, feſtgeſetzt; zu dieſem Behufe uͤberreicht der Anwald, der das condemnatoriſche Urthel ausgebracht hat, dem Gerichtsſchreiber, der beym Verhoͤr die Feder geführt hat, die Berechnung der zuerkannten Unkoſten und die Liqui— dation wird in den anordnenden Theil des Ober⸗oder Nie⸗ dergerichtsurthels eingeruͤckt. 2. In ordentlichen Rechtsſachen werden die Koſten von einem der Richter feſtgeſetzt, die der Fällung des Urthels bey⸗ wohuten; allein, das Urthel kann ausgefertigt und ausgelie⸗ fert werden, ehe die Liquidation gemacht iſt. 3. Der Anwald, der um Moderation bittet, uͤbergiebt dem Gerichtsſchreiber das Verzeichniß der zuerkannten Unko⸗ ſten, nebſt den Belegen. 4. Der Richter, dem die Taxe(Moderation) uͤbertragen iſt, taxirt jeden Artikel an der Seite des Verzeichniſſes, ſum⸗ mirt unten das Ganze, ſetzt auf jedes Beleg das Wort: taxirt und ſeinen Namenszug. Die Berechnung wird der Anzeige der Qualitaͤten beygefuͤgt. 5. Der Betrag der Taxe wird unter die zuerkannten Unkoſten geſetzt, und vom Richter, der die Taxe gemacht und dem Gerichtsſchreiber unterzeichnet. Iſt der Betrag nicht in der Ausfertigung des Urthels beſtimmt, ſo werden vom Gerichtsſchreiber deshalb Executorialien ertheilt. 6. Der Executorialbefehl oder der in Anſehung der Li⸗ quidation ertheiite Beſcheid, ſind der Oppoſition unterworfen. Die Oppoſition muß binnen 3 Tagen von der Zufertigung an den Anwald und von der Ladung an gerechnet, eingewendet werden. Es wird ſummariſch darauf entſchieden, und es kann gegen dieſes Urthel nur dann appellirt werden⸗, wenn zugleich wider einen Theil des Erkenntniſſes in der Hauptſache appellirt iſt. 7. Wenn die Parthey, welche das Urthel ausgebracht hat, daſſelbe abzuloͤſen unterläßt, ſo ergehet vom Gegentheile eine Auffoderung, es binnen 3 Tagen abzuloͤſen. 8. Wird dieſer Auffoderung nicht Genuͤge geleiſtet, ſo kann der unterliegende Theil eine Ausſertigung des Urthels Uu 2 676 LXRVIII. Tarit. jugement, sans que les frais soient taxés, sauf à Pautre partie à les faire taxer dans la forme ci dessus prescrite. 9. Les demandes des avoués et autres officiers ministériels, en paiement de frais contre les parties pour lesquelles ils auront oocupé ou instrumenté, seront portées à Paudience, sans qu'il soit besoin de citer en conciliation; il sera donné, en téte des assignations, copie du mémoire des frais réclamés. 10. Notre grand-juge, ministre de la justice, est chargé de I'exécution du présent décret. Signe MAPOILEON. Par l'Empereur: Le ministre secrétaire d'Etat, Signé H. B. MAREv. P R I F des frais de PTaxe. Il ne sera rien alloué aux avoués fr. cent. pour létat des dépens adjugés en matiere sommaire qu'ils doivent re- mettre aux greffiers, à l'effet d'en faire insérer la liquidation dans Tar- rét ou le jugement. Pour chaque article entrant en taxe des dépens adjugés en matiere ordinaire, il scra allous— 10 LXXVIII. Decret uͤber die Licuidation des Verlags ꝛc. 67 abloͤſen, wenn auch die Unkoſten noch nicht taxirt ſind; doch bleibt dem Gegentheile nachgelaſſen, ſie in obſtehender Form taxiren zu laſſen. 9. Die von Anwaͤlden oder andern Gerichtsbedienten gegen die Partheyen, welche ſie vertreten, oder fuͤr welche ſie Inſtrumente gefertigt haben, auf Bezahlung der Unkoſten ge⸗ richteten Klagen, werden ins Verhoͤr gezogen, ohne daß eine Vorladung zur Guͤtepfiegung erfoderlich iſt. Dem Eingange der Ladung iſt eine Abſchrift des Anſatzes der gefoderten Un⸗ koſten beyzufuͤgen. 10. Unſer Reichsoberrichter und Juſtizminiſter wird hier⸗ mit beauftragt, gegenwärtiges Decret zur Vollziehung zu bringen. (unterſct.) NpPOLEON. Von wegen des Kaiſers der Miniſter Staatsſecretair (unterſchr.) H. B. Manzr. ——————— Tapordnung fuͤr die Gebuͤhren wegen der Koſtenli⸗ quidation. Den Anwaͤlden gebuͤhrt nichts fuͤr Fr. Cent. den Anſatz der zuerkannten Unkoſten, welche ſie in ſummariſchen Rechtshändeln dem Gerichtsſchreiber zuſtellen muͤſſen, damit die Koſtenliquidation in das Ur⸗ thel eingeruͤckt werde. Fuͤr jeden zur Taxe kommenden Ar⸗ tikel der im ordentlichen Proceſſe zuer⸗ kannten Unkoſten kann angeſetzt werden— —— LXXVIII. Tarit. Au moyen de cette taxe, il ne kr. cent. sera allous à l'avoué aucune vaca- tion à leffet de remettre et retirer les pieces justificatives. Nota. Il ne pourra ötre fait qu'un article pour chaque pibce de la procédure, tant pour l'avoir dressé que pour l'original, copie et signifi⸗ cation, et tous les droits qui en résultent. Chaque article sera diviss en deux parties; la premiere com- prendra les déboursés, y com- pris le salaire des huissiers, et la seconde l'émolument net de l'avoué; en conséquence, les états seront formés sur deux colonnes,'une des déboursés, l'autre de l'émolument de I'a- vous. Pour la somimation à l'avoué de la partie qui a obtenu la condam- nation de dépens de lever le jugement, Dans le ressort Ft pour la copie, le quart. Pour l'original de Facte conte- nant opposition, soit à un exécutoire de dépens, soit au chef du jugement qui les a liquidés, avec sommation de eomparoitre à la chambre du conseil pour ẽtre status aur ladite opposition, 75 LXXVIII. Decret uͤber die Liquidation des Verlags ꝛc. 679 Dagegen kann aber auch der Anwald Fr. Cent. keine Gebuͤhren dafuͤr fodern, daß er die Belege einreicht und zuruͤckempfängt. Anm. Wegen einer jeden einzelnen. Schrift im Verfahren darf nur Ein Artikel gemacht werden, in welchem alle Koſten, ſowohl fuͤr die Abfaſſung, als für das Ori⸗ ginal, die Abſchrift und Inſinua⸗ tion gebracht werden muͤſſen. Zeder Artikel wird in 2 Theile ge⸗ theilt; der erſte enthaͤlt den baaren Verlag, mit Inbegriff der Bezah⸗ 3 lung des Gerichtsboten, der andre ſ. bloß die Gebuͤhren des Anwalds. Dem zu Folge werden die Liqui⸗ dationen in zwey Colonnen gebracht, wovon eine den Verlag, die andre die Gebuͤhren des Anwalds enthält. Fuͤr Provocation des Anwalds der Parthey, zu deren Beſten der Gegen⸗ theil in den Erſatz der Unkoſten verur⸗ theilt worden iſt, daß derſelbe das Ur⸗ thel abloͤße, Zu Patis 1— m Gerchtabeir 7 Fuͤr die Abſchrift das Viertel. Fuͤr das Original der Oppoſitions⸗ ſchrift, entweder wider den Huͤlfsbefehl wegen der Unkoſten, oder wider den Theil des Urthels, in welchem ſie ange⸗ ſetzt ſind, verbunden mit der Auffode⸗ rung, im Berathſchlagungszimmer zu erſcheinen, damit uͤber die gedachte Op⸗ poſition erkannt werde, . LXXVIII. Tarif. Dans le nessort„ Er pour chaque copie, le quart. Pour assistance et plaidoirie à la chambre du conseil, Dans le ressort les trois quarts. Pour les qualité et signification a avoue du jugement qui interviendra, s'il n'y a qu'une partie, le tout ensemble, 4 Paris DPans le ressort„ S'il y a plusieurs avouss, pour chacune des autres copies tant des qualités que du jugement, A Paris Pans le ressort I ne sera passe aucun autre droit pour la taxe des frais. Certifié conforme, Le ministre secrétaire d'Etat, Signé H. B. Manrr. Fr. cent. 3— 55 7 50 5— 4 T— Z Im GerichtsPezirt und fuͤr die Abſchrift das Viertel. Fuͤr Beytritt und muͤndliches Verfah⸗ ren beym Vorſtande im Berathſchlagungs⸗ zimmer, Im Gerichtsbezirk drey Viertel ſoviel. Fuͤr Angabe der Perſonal- und Sach⸗ verhaͤltniſſe und Zufertigung des in der Sache geſprochenen Urthels an den An⸗ wald, wenn nur Eine Parthey iſt, in Allem Zi Parit S Seicei Sind mehrere Anwaͤlde, fuͤr jede der uͤbrigen Abſchriften, ſowohl von der Anzeige der Perſonal-und Sachverhaͤlt⸗ niſſe, als vom Urthel Im Gerichtsbezirt„ Außerdem iſt, fuͤr die Taxe der Un⸗ koſten etwas anzuſetzen/ nicht verſtattet. Die Uebereinſtimmung mit dem Origi⸗ nal bezeugt der Miniſter Staatsſecretair (Unterſchr.) H. B. ManREr. — LXXVIII. Decret uͤber die Liquidation des Verlags ꝛc. 681 Fr. Cent. T— 75 7 30 5— 4— 1— 53 LXXIX. Décret ete. LXXIX. 5 G E Qui rend commun à plusieurs Cours d'appel le Tarif des Frais et Dépens de celle de Paris, et en fixe la réduction pour les autres. De notre mp impérial de Preussisch-Eylau, le 16 février 1807. Narorzon, Empereur des Frangais, Roi d'Ttalie; Sur le rapport de notre grand juge ministre de la justice; Notre Conseil d'état entendu, Nous avons décrété et décrétons ce qui suit: Art. I. Le Tarif des frais et dépens en la cour d'appel de Paris, décrété cejourd'hui, est rendu com- mun aux cours d'appel de Lyon, Bordeaux, Rouen et Bruxelles. Toutes les sommes portées en ce Tarif seront rs⸗ duites d'un dixieme pour la taxe des frais et dépens dans les autres cours d'appel. 2. Le Tarif des frais et dépens décrété pour le tribunal de premibre instance et pour les justices de paix établis à Paris, est rendu commun aux tribunaux de premibre instance et aux justices de paix 6tablis à Lyon, Bordeaux, Rouen et Bruxelles. Toutes les sommes portées en ce tarif seront ré⸗ duites d'un dixieme dans ja taxe des frais et dépens pour les tribunaux de premiere instance et pour les justices de paix établis dans les villes ou siége une cour d'appel, ou dans les villes dont la population excede trente mille ames. z. Dans tous les autres tribunaux de première ins- tance et justices de pais de PEmpire, le tarif des frais et dépens sera le méme que celui décrété pour les tri⸗ bunaux de première instance et les justices de pain du ressort de la cour d'appel de Paris, autres que ceux 6tablis dans cette capitole. 4. Le Tarif des frois de taxe decrétè également LXKXIX. Decret, durch welches die Taxordnung ꝛc. 683 LXXIX. , durch welches die Taxordnung des Appellationsgerichts zu Paris auf einige andere Appellationsgerichte er⸗ ſtreckt, und in Anſehung der uͤbrigen eine Reduction feſtgeſetzt wird. (In unſerm Lager bey Preußiſch⸗Eylau, den 16. Febr. 1807.) Napoleon, Kaiſer der Franzoſen, Koͤnig von Italien; Auf Vortrag Unſers Reichsoberrichters und Juſtizminiſters; nach Anhörung Unſers Staatsraths haben Wir beſchloſſen und decretiren, wie folget: Art. 1. Die heute decretirte Taxordnung fuͤr das Ap⸗ pellationsgericht zu Paris wird hiermit auf die Appellations⸗ gerichte zu Lyon, Bordeaur, Rouen und Bruͤſſel erſtreckt. In Anſehung der uͤbrigen Appellationsgerichte geht von den Koſtenanſätzen ein Zehntheil ab. 2. Die Taxordnung, welche dem Gericht erſter Inſtanz und dem Friedensgerichte zu Paris vorgeſchrieben iſt, wird hiermit auch auf die Gerichte erſter Inſtanz, und auf die Frie⸗ densgerichte zu Lyon, Bordeaux, Rouen und Bruͤſſel erſtreckt. Von allen in dieſer Taxordnung enthaltenen Anſaͤtzen gehet bey den Gerichten erſter Inſtanz und bey den Friedensgerich⸗ ten, welche in einer Stadt, wo ein Appellationsgericht iſt, oder die uͤber 30000 Einwohner hat, ſich befinden, das Zehntheil ab. 3. Bey allen Gerichten erſter Inſtanz und allen Friedens⸗ gerichten im Reiche, gilt eben die Taxe, wie bey den Gerichten erſter Inſtanz und den Friedensgerichten, die im Gerichtsbe⸗ zirk des Appellationsgerichts zu Paris außer dieſer Hauptſtadt ſich befinden. 4. Die gleichfalls heute decretirte Taxordnung fuͤr die 604 LXXX. Appendice concernant le Pribunal de Cass. cejourd'hui, pour le ressort de la cour d'appel de Paris, est aussi déclaré commun à tout I'Empire; en consé- quence, dans tous les chef- lieux de cour d'appel les droits de taxe seront pergus comme a Paris, et partout ailleurs, ils Feront pergus comme dans le ressort de la cour d'appel de Paris. 5. Notre grand- juge ministre de la justice est chargé de Texécution du present décret, qui sera inséré au Bulletin des lois. *„ 4 Signé NAPOLEON. Par l'Empereur: Le ministre secrétaire d'Etat, Sigué H. B. Manzr. — LXXX. A PPE N D I0C FE concérnant le Tribunal de Cassation. Ertrait de la Constitution du 23 Frimaire an VIII. Art LXV. Iya, pour toute la république, un tribunal de cassation, qui prononce sur les demandes en cassation contre les jugemens en dernier ressort ren- dus par les tribunaux, sur les demandes en renvoi q'un tribunal à un autre pour cause de suspicion légi- time ou de sureté puhlique; sur les prises à partie con- tre un tribunal entier. LXVI. Le tribunal de cassation ne connait point du fond des aflaires; mais il casse les jugemens rendus LXXX. Anhang, das Caſſationstribunal betr. 685 Gebuͤhren der Koſtenliquidation im Gerichtsbezirk des Appel⸗ lationsgerichts zu Paris wird ebenfalls aufs ganze Reich erſtreckt. Daher ſoll in allen Hauptorten, wo Appellations⸗ gerichte ſind, eben ſeviel an Liquidationsgebuͤhren genommen werden, als zu Paris, und außerdem uͤberall wie im Gerichts⸗ bezirk des Appellationsgerichts zu Paris. 5. Unſer Reichsoberrichter und Juſtizminiſter wird hier⸗ mit beauftragt, gegenwaͤrtiges Decret, welches in das Bulletin der Geſetze eingeruͤckt werden ſoll, zur Vollſtreckung zu bringen. (Unterſchr.) NAPOLEON. Von wegen des Kaiſers der Miniſter Staatsſecretair (unterſchr.. H. B. Manzv. LXXX. A nhang, das Caſſationstribunal*) betreffend. Aus der Conſtitution v. 22. Frimaire d. VIII. Jahres. — Art. LXV. Fuͤr die ganze Republik ſoll es Ein Caſſa— tionstribunal geben, welches uͤber Nullitatsklagen gegen bey den Gerichten in letzter Inſtanz geſprochene Urthel, uͤber Ge ſuche um Verweiſung der Sache an einen andern Richter we⸗ gen rechtmaͤßigen Verdachts oder der oͤffentlichen Sicherheit halben, und uͤber die gegen ganz Gerichte angeſtellten Syn⸗ dikatsklagen zu erkennen hat. LXVI. Das Caſſationstribnnal erkennt nicht uͤber den Gegenſtaud des Proceſſes ſelbſt, ſondern hebt bloß diejenigen S. Vorrede zu meiner Ueberſetzung der Gerichtsordnun. des franzoſiſchen Reichs S. XVII. f. Anm. m 686 LXXXI. Eatrait de la Loi du 27. Vent. an VIII. aur des procédures dans lesquelles les formes ont éts violées, ou qui contiennent quelque contravention ex- presse à la loi; et il renvoie le fond du procès au tri⸗ bunal qui doit en connaitre. LXVII. Les juges composant les tribunaux ds premiere instance, et les commissaires du Gouvernement établis près ces tribunaux, sont pris dans la liste com- munale ou dans la liste départementale.* Les juges formant les tribunaux d'appel, et les commissaires places pres d'eux, sont pris dans la liste départementale. Les juges composant le tribunal de cassation, et les commissaires établis pres ce tribunal, sont pris dans la liste nationale. LXXXI. FEXTRAMTLT de la Loi du 27 Ventose an VIII. TITRE VI. Du PTribunal de CGassation. LVIII. Le tribunal de cassation siégera à Paris, dans le local déterminé par le Gouvernement. Il sera composé de quarante- huit juges. LIX. Lorsqu'il vaquera une place au tribunal de cassation, le commissaire du Gouvernement en instruira les Consuls, qui en donneront connaissance au Senat- Conservateur. LXXXI. Auszug des Geſ. vom 27. Ventoſe des 8. J. 687 Urthel auf, die auf ein Verfahren geſprochen ſind, dey wel⸗ chem die Proceßformen verletzt worden ſind, oder die dem Geſetze geradezu entgegenlaufen, und es verweiſt die Entſchet⸗ dung der Hauptſache an diejenigen Gerichte, welche daruͤber zu erkennen haben. LXVII. Die Mitglieder der Gerichte erſter Inſtanz und die bey dieſen Gerichten angeſtellten Regierungscommiſſarien Gaiſerlichen Anwaͤlde) werden aus der Liſte der Gemeinde, oder der Departementsliſte gewählt. Die Mitglieder der Appellationsgerichte und die bey der⸗ ſelben angeſtellten Commiſſarien(Generalprocuratoren) werden aus der Departementsliſte ausgehoben. Die Mitglieder des Caſſationstribunals und die bey die⸗ ſem Gerichte angeſtellten Commiſſarien(Generalprocuratoren) werden aus der Nationalliſte gewaͤhlt. LXXXI. A u 6 3 u g aus dem Geſetze vom 27. Ventoſe des VIII. Jahres. Sechster Titel. Vom Caſſationstribunale. LVIII. Das Caſſationstribunal wird ſeinen Sitz zu Pa⸗ ris haben. Den Ort ſeiner Sitzungen wird die Regierung beſtimmen. Es wird aus 48 Mitgliedern beſtehen. LIX. Wenn eine Stelle im Caſſationstribunal etledigt wird, ſo wird der Regierungscommiſſar den Conſuln davon Nachricht geben, und dieſe werden den Erhaltungsſenat davon benachrichtigen. 688 LXMI. Etrait de la Loi du ay Vent. an VIII. LX. Le i se divisera en trois— chacune de seize juges. La premiere statuera sur Padmission ou le rejet des requétes en cassation ou en prise à partie, et défi- nitivement sur les demandes scit en reglement de juges, scit en renvoi d'un tribunal à un autre. La seconde prononcera delinitivement sur les de⸗ mandes en cassation, ou en prise à partie, lorsque les requétes auront été admises. La troisieme prononcera sur les demandes en cas- sation en matiere criminelle, correctionnelle et de po- lice, sans gu'il soit besoin de jugement préalable d'ad- mission. LXI. Les sections se formeront d'abord par la voie du sort. S LXII. Le tribunal entier nommera un preésident dont les fonctions, en cette qualité, dureront trois années. N peut étre réélu à la présidence. LXIII. Chaque section ne pourra juger qu'au nombre de onze membres au moins; et tous les juge- mens seront rendus 3 la majorité absolue des suffrages. LXIV. En cas de partage d'avis, öòn appellera cinq juges pour le vider: les cinq juges seront pris d'a- bord parmi ceus de la section qui n'auraient pas assisté 3 la discussion de Paffaire sur laquelle il y aura par- tage, et subsidiairement tirés au sort parmi les mem- bres des autres sections. LXV. Chaque section clira au scrutin son pré- sident pour trois années. LXXXI. Auszug des Geſ. vom 27. Ventoſedes g. J. 689 LX. Das Caſſationstribunal wird aus 3 Sectionen be— ſtehen, jede zu 16 Mitgliedern. Die erſte Section wird uͤber die Zulaͤßlichkeit oder Unzu— läßlichkeit der Caſſationsgeſuche oder der Syndicatsklagen erkennen, auch die Definitiverkenntniſſe uͤber Klagen abfaſſen, welche auf Verweiſung der Sache an den gehoͤrigen Richter, oder auf Abberufung eines Rechtshandels von dem ordentlichen und Verweiſung an einen andern Richter zum Gegenſtande haben. Die zweyte Abtheilung wird definitiv uͤber die Caſſations⸗ geſuche und Syndicatsklagen erkennen, wenn ſolche zugelaſſen worden ſind. Die dritte wird in Criminal⸗, Corrections- und Policey⸗ faͤllen entſcheiden, ohne daß ein vorlaͤufiges Erkenntniß uͤber die Zulaͤßlichkeit erfoderlich ſeyn ſoll. XI. Die Sectionen bilden ſich ſofort durchs Loos. LXII. Das ganze Tribunal ernennt einen Praſidenten, deſſen Amt in dieſer Eigenſchaft 3 Jahr dauert.*) Er kann wieder zum Praͤſidenten erwaͤhlt werden. LXII. Keine Section kann erkennen, wenn nicht wenig⸗ ſtens Eilf Mitglieder zugegen ſind. Alle Urthel werden nach abſoluter Stimmenmehrheit gefaͤllt. LXIV. Sind die Stimmen getheilt, ſo hilft man der Gleichheit derſelben dadurch ab, daß man noch 5 andre Mit⸗ glieder(des Collegiums) zuzieht. Zu dieſen 5 Richtern wer⸗ den ſolche Mitglieder der Section erwaͤhlt, die bey der Berath⸗ ſchlagung uͤber die Sache, in Anſehung welcher die Stimmen getheilt ſind, nicht zugegen waren; in deren Ermangelung aber werden ſie aus den Mitgliedern der uͤbrigen Sectionen durchs Loos beſtimmt. LXV. Jede Section erwaͤhlt ihren Praͤſidenten auf drey Jahre durch geheime Stimmenzettel. Er kann wieder erwaͤhlt ) Nach dem 135. Artikel der Conſtitution vom 23. Bru⸗ maire des s. Jahres ernennt der Kaiſer den Präſidenten auf Lebenszeit. Supplem. z. Geſetzb. Nap⸗ x * 690 LXXXI. Extrait de la Loi du 27 Vent. an VIII. I pourra étre réélu. Le président du tribunal le sera de plein droit de sa section. LXVI. Chaque année, il sortira de chaque bec⸗ tion quatre membres, lesquels seront également répar- tis dans les deux autres. Le sort designera, pour les trois premières années, les quatre membres qui devront sortir de chaque sec- tion: quant à leur distribution dans les deux autres sections, elle sera toujours réglée par le sort. LXVII. I J aura, près du tribunal de cassation, un commissaire, six substituts et un greffier en chef, nommés par le premier Consul et pris dans la liste nationale. LXVIII. Le greffier en chef présentera au tribu- nal, pour les faire instituer, quatre commis · greffiers qui pourront ncanmoins étre révoqués par le greffier en chef, sans le concours du tribunal. LXIX. II y aura un commis du parquet, nommé et révocable par le commissaire du Gouvernement. LXX. Il y aura auprès du tribunal de cassation, huit huissiers qu'il nommera et pourra révoquer. Ils instrumenteront exclusivement pour les affaires de la compétence du tribunal de cassation, dans l'6- tendue seulement du lieu de sa résidence; ils pourront instrumenter, concurremment avec les autres huissiers, dans tout le departement de la résidence du tribunal de cassation. LXXI. Les membres du tribunal de cassation, le commissaire du Gouvernement et ses substituts, rece- vront un traitement égal à l'indemnité des membres du corps législatif. — LXXXI. Auszug des Geſ. vom 27. Ventoſe des 8 J. 691 werden. Der Präſident des ganzen Gerichts iſt an ſich und rechtlich zugleich auch Präſident der Section, zu welcher er gehoͤrt. LXVI. Alle Jahre treten aus jeder Section vier Mie⸗* glieder heraus, welche in die uͤbrigen Sectionen gleichmaͤßig vertheilt werden. In den erſten drey Jahren wird durchs Loos entſchieden, welche vier Mitglieder aus jeder Section heraustreten ſollen. Die Vertheilung derſelben aber unter die uͤbrigen Sectionen wird ſtets durchs Loos beſtimmt. FXVII. Beym Caſſationstribunal ſoll ein Regierungs⸗ commiſſar(Generalprocurator), ſechs Subſtituten deſſelben und ein Obergerichtsſchreiber angeſtellt werden, welche der erſte Conſul(der Kaiſer) waͤhlen ſoll und die aus der Nationalliſte auszuheben ſind. LXVIII. Der Obergerichtsſchreiber ſtellt dem Tribunal ſechs Untergerichtsſchreiber zur Anſtellung vor; dieſe können jedoch ohne Zuthun des Tribunals vom Obergerichtsſchreiber entlaſſen werden. LXM. Bey der Eppedition der Staatsbehoͤrde*) ſoll ein Eppedient angeſtellt werden, welchen der Regierungscom⸗ miſſar(kaiſerliche Generalprocurator) ernennt. LXX. Es ſollen beym Caſſationstribunal acht Gerichts— boten angeſtellt ſeyn, die es ernennen und abſetzen kann. Nur ſie können in Angelegenheiten des Caſſationstribu— nals ausfertigen und zwar innerhalb des Ortes, wo es ſeinen Sitz hat. Sie koͤnnen aber in dem ganzen Departement, wo das Tribunal ſeinen Sitz hat, neben den uͤbrigen Gerichts⸗ boten, Ausſertigungen machen. FXI. Die Mitglieder des Caſſationstribunals, und der dabey angeſtellte Regierungscommiſſar(Generalprocurator) und deſſen Subſtituten erhalten eben ſoviel Gehalt, als die Mitglieder des geſetzgebenden Corps. 2 *) S. meine Ausgabe der Civilgerichtsordnung in der Vor⸗ rede S. 16. Anm. 692 LXXXI. Extrait de la Loi du 27 Vent. an VIII. LXXII. Le president du tribunal et le commis- saire du Gouvernement recevront chacun un supplé⸗ ment annuel de cinq mille francs; Les preésidens de sections, un supplément de deux mille francs chacun. LXXIII. La moitié du traitement attribus aux juges du tribunal de cassation, au commissaire du Gou- vernement et à ses substituts, sera mise en masse cha- que mois, et distribuee en droits d'assistance. LXXIV. Il sera payé, par année, au grefſier en chef, une somme de 36,000 fr. tant pour son traite- ment et celui de ses commis et expéditionnaires, que pour toutes les fournitures du greffe. LXXV. Le traitement du commis du parquet sera de 2,400 francs; Celui des huissiers, de 1,500 francs; Celui du concierge, de 1,000 francs; Celui des gargons de bureau, de 800 francs. LXXVI. Outre les fonctions données au tribunal de cassation par Part. LXV. de la constitution, il pro- noncera sur les reglemens de juges, quand le conflit s'elbvera entre plusieurs tribunaux d'appel, ou entre plusieurs tribunaux de première instance non ressortis- sant au méme tribunal d'appel. LXXVII. Il n'y a point ouverture à cassation, ni contre les jugemens en dernier ressort des juges de paix, si ce n'est poun cause d'incompétence ou d'exces de pouvoir, ni contre les jugemens des tribunaux mili- taires de terre et de mer, si ce n'est pareillement pour cause d'incompétence ou d'exces de pouvoir, Propose LXXXI. Auszug des Geſ. vom 27. Ventoſe des 8. J. 693 LXXII. Der Praͤſident des Caſſationstribunals und der Regierungscommiſſar erhalten noch uͤberdem jeder fuͤnftauſend Franken jaͤhrliche Zulage; Die Praͤſidenten der Sectionen aber jeder zweytauſend Franken Zulage. LXXIII. Die Haͤlfte des den Mitgliedern des Caſſations⸗ gerichts und des dabey angeſtellten Regierungscommiſſars(kai⸗ ſerlichen Generalprocurators) und der Subſtituten deſſelben ausgeſetzten Gehalts, wird monatlich in eine Caſſe zuſammen— gelegt und ſodann als Praͤſenzgelder*) vertheilt. LXXIV. Dem Obergerichtsſchreiber werden fuͤr ſeinen Gehalt, fuͤr den Gehalt ſeiner Untergerichtsſchreiber und Expe⸗ dienten, ſo wie zu Beſtreitung aller Beduͤrfniſſe der Canzelley 36000 Franken bezahlt. LXXV. Der Expedient bey der Staatsbehoͤrde erhält 2400 Franken. Jeder Gerichtsbote 1500 Franken. Der Aufwaͤrter 1000 Franken. Jeder Schreiber bey der Expedition 800 Franken. LXXVI. Außer den dem Caſſationstribunale im LXV. Artikel der Conſtitution angewieſenen Verrichtungen ſoll daſ— ſelbe uͤber die Competenz des Richters entſcheiden, wenn ſel⸗ bige zwiſchen mehrern Appellationsgerichten, oder mehrern Ge⸗ richten der erſten Inſtanz ſtreitig iſt, welche nicht unter Einem und demſelben Appellationsgerichte ſtehen. XXVII. Das Rechtsmittel der Caſſation findet nicht ſtatt, weder gegen die von Friedensrichtern in letzter Inſtanz geſprochenen Erkenntniſſe, ausgenommen, wenn von Incom⸗ petenz und Mißbrauch der richterlichen Gewalt die Rede iſt; noch gegen die von den Kriegsgerichten zu Waſſer oder Lande gefaͤllten Urthel; allein ebenfalls mit Ausnahme derer, welche die Incompetenz des Richters oder einen Mißbrauch der rich⸗ terlichen Gewalt betreffen; jedoch nur dann, wenn ſich darauf *) Droits d'assistance, das Geld, das jedes Mitglied für ſeine jedesmalige Gegenwart bey der Sißung erhalt. ———. 694 LXXXI. Extrait de la Loi du 27 Vent. an VIII. par un citoyen non militaire, ni assimilé aux militaires par les lois, à raison de ses fonctions. LXXVIII. Lorsqu'après une cassation, le second jngement sur le fond sera attaqué par les mémes moyens que le premier, la question scra portée devant toutes les sections réunies du tribunal de cassation. LXXIX. Lorsqu'il y aura lien à renvoi d'un tri- bunal à un autre pour cause de sureté publique, ce renvoi ne pourra ẽtre prononcé que sur la réquisition expresse du commissaire du Gouvernement. LXXX. Le Gouvernement, par la voie de son commissaire, et sans préjudice du droit des parties inté- ressées, dénoncera au tribunal de cassation, section des requétes, les actes par lesquels les juges auront excédé leurs ponvoirs, ou les deélits par eux commis relativement à leurs fonctions. La section des requétes annullera ces actes, s'il y a lieu, et dénoncera les juges à la section civile, pour faire à leur égard les fonctions de jury d'accusation: dans ce cas, le président de la section civile remplira toutes celles d'officier de police judiciaire et de directeur de jury: il ne votera pas. I pourra déléguer, sur les lieux, à un directeur du jury, l'audition des témoins, les interrogatofres et autres actes d'instruction seulement. LXXXI. Si la section civile déclare qu'il y a lieu à accusation contre les juges, elle les renverra pour étre jugés, sur Ja déclaration d'un jury de jugement, devant l'un des tribunaux criminels les plus voisins de celui on les accusés exergaient leurs fonctions. Ces deux tribunaux seront nommés dans l'acte qui pro- LXXXI. Auszug des Geſ. vom 27. Ventoſe des 8. J. 695 ein ſolcher Buͤrger bezieht, der nicht Soldat, noch, vermoͤge der Geſetze, wegen ſeines Amtes den Soldaten gleich zu achten iſt. LXXVIII. Iſt ein Urthel caſſirt worden, und wird das nachher in der Hauptſache geſprochene zweyte Urthel aus eben den Gruͤnden, wie das erſte, angefochten, ſo muß die Sache allen Sectionen des Caſſationstribunals zuſammen vorgetra⸗ gen werden. LXXIX. Wenn eine Sache der gemeinen Sicherheit we⸗ gen von einem Gericht an das andere verwieſen werden ſoll; ſo kann darauf nur nach vorgaͤngigem ausdracklichem Antrage des Regierungscommiſſars(kaiſerlichen Generalprocurators) erkannt werden. LXMX. Die Regierung wird, durch ihren Commiſſar und ohne Nachtheil der Partheyen, der Section des Caſſa⸗ tionstribunals, welche uͤber die Zuläßlichkeit der Eingaben zu erkennen hat, die Handlungen anzeigen, durch welche die Rich⸗ ter ihre Gewalt uͤberſchritten, oder die Verbrechen, die ſie in Anſehung ihrer Aemter begangen haben. Dieſe Section wird, da nothig, dieſe Handlungen fuͤr null und nichtig erklaͤren, und ſolche den Richtern der Civilſection anzeigen. Dieſe ſol⸗ len in dieſer Ruͤckſicht die Stelle des Anklagejury uͤbernehmen. In dieſem Falle hat der Praͤſident der Civilſection alle Ver⸗ richtungen des gerichtlichen Policeybeamten und des Directors des Jury zu uͤbernehmen; allein er darf keine Stimme geben. Er kann die Abhoͤrung der Zeugen, die Vorlegung der Fragſtuͤcke und andre Handlungen, die bloß zur Inſtruction des Proceſſes gehoͤren, dem Director eines Jury, der ſich an Ort und Stelle befindet, auftragen. LXNRI. Erklaͤrt die Civilſectivn, daß wider einen Rich⸗ ter die Anklage Statt finde: ſo weiſet ſie die Sache an eines von den zwey Criminalgerichten, die dem Orte, wo der An⸗ geſchuldigte ſein Amt verwaltete, am nächſten ſind, damit uͤber ihn, nach erfolgter Erklaͤrung eines zu Fällung des Urthels ernannten Jury, gerichtet werde. Dieſe beyden Gerichte wer⸗ den in demſelben Urthel benannt, worin darauf erkannt wird, 696 LXXXI. Extrait de la Loi du 27 Vent. an VIII. nonce qu'il y a lieu à accusation, et le choix en sera laissé aux accuses. LXXNXII. Lorsque, dans I'examen d'une demande en cassation, soit la section civile, socit la section crimi- nelle, trouveront des actes emportant forfaiture, ou des délits commis par des juges relatifs à leurs fonc- tions, elles denonceront les juges à la section des re- quétes, laquelle remplira à leur égard les fonctions de jury d'accusation, et son président toutes celles d'offi- cier de police judiciaire et de directeur du jury. LXXXIII. Si le juge renvoyé devant un tribunal criminel se pourvoit en cassation contre le jugement définitif qui y interviendra, la demande sera portée à celle des sections qui n'aura pas connu de T'affaire, Pour y étre instruite et jugée selon les formes usitées à la section criminelle. LXXXIV. S'il se trouve dans la section, chargée de prononcer sur le recours des juges qui aient connu de l'affaire dans l'une des deux autres sections, ils s'abstiendront sur la demande en cassation. LXXXV. Les jugemens de cassation seront trans⸗- crits sur les registres des tribunaus dont les jugemens auront été cassés, et la notice ainsi que le dispositif en seront insérés chaque mois dans un bulletin. Cette notice, rédigée par le rapporteur dans la quinzaine du jugement, et visée par le président de section, sera par lui remise au commissaire du Gouver- nement. LXXXVI. Le tribunal de cassation enverra, cha- que année, au Gouvernement, une députation pour lui indiquer les points sur lesquels l'expérience lui aura fait connaitre les vices ou l'insuffisance de la législation. LXXXI. Auszug des Geſ. vom 27. Ventoſe des 8. J. 697 daß die Anklage Statt habe; und nur die Wahl zwiſchen bey⸗ den ſtehet dem Angeſchuldigten zu. LXXXII. Wenn bey Eroͤrterungen eines Caſſationsge⸗ ſuchs entweder die Civil-oder die Criminalſection Handlungen entdecken, aus welchen Pflichtvergeſſenheit, oder eigentliche Amtsverbrechen des Richters hervorgehen, ſo ſoll ſie dieſelben den Mitgliedern der Section mittheilen, welche uͤber die Zu⸗ laßlichkeit der eingereichten Schriften erkennt. Dieſe vertritt in ſolcher Ruͤckſicht die Stelle des Anklagejury und deren Praͤſident die Stelle des gerichtlichen Policeybeamten, oder Directors des Jury. LXXXIII. Wenn der an ein Criminalgericht gewieſene Richter, wider das deshalb geſprochne Endurthel ein Caſſa⸗ tionsgeſuch anbringt: ſo wird das Suchen an diejenige Sec⸗ tion gebracht, welche nicht in der Sache erkannt hat, und dieſe inſtruirt und entſcheidet dieſelbe nach den bey der Crimi⸗ nalſection uͤblichen Formen. LXXXIV. Wenn in der Section, die uͤber das Caſſa⸗ tionsgeſuch zu erkennen hat, Mitglieder ſich befinden, die in einer der beyden uͤbrigen Sectionen bereits in der Sache erkannt haben: ſo muͤſſen ſie ſich in Anſehung des Caſſations⸗ geſuchs aller Mitwirkung enthalten. LXXXV. Die Caſſationsurthel muͤſſen in die Regiſter derjenigen Gerichte, deren Urthel caſſirt worden ſind, einge⸗ tragen werden, und eine Nachricht davon iſt, nebſt dem we⸗ ſentlichen Inhalte des Caſſationsurthels jeden Monat in ein Bulletin einzuruͤcken. Dieſe Notiz, welche von dem Referenten innerhalb vier— zehn Tagen nach Eroͤffnung des Urthels aufgeſetzt und vom Praͤſidenten der Section viſirt werden muß, wird von dieſem dem Regierungscommiſſar(Generalprocurator) mitgetheilt. LXXXVI. Das Caſſationstribunal ſendet jaͤhrlich eine Deputation an die Regierung, um dieſer bekannt zu machen, in welchen Punkten ihm die Erfahrung Fehler oder Luͤcken in der Geſetzgebung entdeckt hat. 608 LXMMI. Fxtrait de la Loi du 27 Vent. an VIII. LXXXVII. Si les jugemens cassés émanent des tribunaux de premiere instance, lorsqu'ils jugent en premier et dernier ressort, le tribunal renverra devant le tribunal de premidre instance le plus voisin; s'ils ont été rendus par les tribunaux criminels ou tribunaux d'appel, le renvoi sera fait devant le tribunal criminel ou d'appel le plus voisin. LXXXVIII. Si le commissaire du Gouvernement apprend qu'il ait été rendu en dernier ressort un juge- ment contraire aux lois ou aux formes de procéder, ou dans lequel un juge ait excédé ses pouvoirs, et contre lequel cependant aucune des parties wait réclamé dans le delai fixé, après ce délai expiré, il en donnera connaissance au tribunal de cassation; et si les formes ou les lois ont été violées, le jugement sera cassé, sans que les parties puissent se prévaloir de la cassation pour éluder les dispositions de ce jugement, lequel vaudra transaction pour elles. LXXXIX. Le commissaire du Gouvernement sera entendu dans toutes les affaires; il est chargé de dé- kendre celles qui intéressent la République, d'après les mémoires qui lui seront fournis par les agens d'admi- nistration, régisseurs, préposes, etc. XC. Jusqu'a la formation du code judiciaire, les lois et reglemens prẽcédens seront suivis pour la forme de se pourvoir, et celle de procéder au tribunal de cas- sation, pour la consignation d'amende, et autres objets non prévus par la présente loi. XCI. Toutes dispositions des lois antérieures sont abrogees, en ce qu'elles auraient de contraire à la présente. LXXXI. Auszug des Geſ. vom 27. Ventoſe des 8. J. 609 LXXXVII. Iſt das caſſirte Erkenntniß von einem Ge⸗ richt erſter Inſtanz in erſter oder letzter Inſtanz geſprochen, ſo verweiſt das Caſſationstribunal die Sache an das naͤchſte Gericht der erſten Inſtanz; iſt ſolches von Criminal- oder Appellationsgerichten geſprochen, ſo wird die Sache an das nächſte Criminal-oder Appellationsgericht verwieſen. LXXXVIII. Erfährt der Regierungscommiſſar, daß in letzter Inſtanz ein den Geſetzen oder der Form des Proceſſes entgegenlaufendes Urthel geſprochen worden ſey, oder daß ein Richter dabey die Gränzen ſeiner Gewalt uͤberſchritten habe, ohne daß jedoch eine der Partheyen in der beſtimmten Friſt dagegen eingekommen waͤre, ſo muß er, nach Ablauf dieſer Friſt, das Caſſationstribunal davon benachrichtigen. Sind nun die Formen oder Geſetze verletzt, ſo wird das Urthel caſ⸗ ſirt, ohne daß jedoch die Partheyen ſich, um den Wirkungen dieſes Urthels zu entgehen, auf dieſe Caſſation beziehen koͤn⸗ nen, indem daſſelbe fuͤr ſie die Kraft eines Vergleichs hat. FXXXX. Bey allen vor dem Caſſationstribunal anhaͤn⸗ gigen Rechtsſachen muß der Regierungscommiſſar(General⸗ procurator) gehoͤrt werden. Ihm liegt ob, nach Maaßgabe der ihm von den Verwaltungsbeamten, Regiſſeurs, Caſſen⸗ vorſtehern u. ſ. w. ertheilten Nachrichten, die Sachen zu ver— fechten, die das Intereſſe der Republik betreffen. XC. Bis zur Erſcheinung der Gerichtsordnung ſoll es in Anſehung der Art, den Recours zu ergreifen, und vor dem Caſſationstribunale zu verfahren, in Anſehung der De⸗— poſition der Succumbenzgelder und anderer in gegenwaͤrtigem Geſetze nicht beſtimmten Punkte, nach den aͤltern, fruͤheren Geſetzen gehen. XCI. Alles, was in den vorherigen Geſetzen verordnet iſt, ſoll hiermit abgeſchafft ſeyn, ſoweit es dem gegenwaͤrtigen Geſetze entgegenlaͤuft. 700 LXKRII. Reglement sur le service du Tr. de Cass. LXXXII. R E 6 L E M F N P Sur le service du Tribunal de Cassation. Du 4 Prairial an VIII. Le tribunal de cassation, réuni dans la chambre du conseil, sous la présidence du citoyen PTronchet, après avoir entendu, dans la séance d'hier et dans celle de ce jour, le rapporteur de la commission nommee en exécution de son arrété du 2 de ce mois, a adopté le projet de règlement suivant, et or- donné qu'une expédition en serait envoyée au ministre de la justice. Art. I. Toutes les affaires seront enregistrées au greffe, par ordre de dates et de numéros, du jour qu'el- les seront présentées. H. Les affaires attribuées à chacune des sections, à mesure qu'elles seront en état, seront portées sur deux röles de distribution, et numérotées suivant l'ordre de dates de la mise en état. III. Lun de ces röles comprendra les affaires urgentes; savoir: les réquisitions du commissaire du Gouvernement ou de ses substituts; les affaires crimi- nelles oü il s'agit de condamnation a la peine de mort; celles, tant au civil qu'au criminel, oü la nation est intéressée; et généralement toutes celles pour lesquelles la préférence d'expédition est etablie par la loi. Lrautre comprendra, dans le méme ordre, toutes les autres affaires. IW. Les aaires en état seront distribuées, par la voie du sort, entre tous les membres présens de cha- que section: le président fera cette distribution tous les „— 1— LXXXII. Verordn. uͤb. d. Verfahr. b. Caſſationstrib. 701 LXXXII. Verordnung uͤber das beym Caſſationstribunal zu beobachtende Verfahren. Vom g. Prairial des VIII. Jahres. Das Caſſationstribunal hat, verſammelt im Berathſchla⸗ gungszimmer, unter dem Vorſitze des Buͤrgers Tronchet, nachdem es in der geſtrigen und in der heutigen Sitzung den Vortrag des Referenten der von ihr am 2. dieſes Monats ernannten Commiſſion angehört hat, folgende Anordnung erlaſ⸗ ſen, und befohlen, daß eine Ausfertigung derſelben dem Ju⸗ ſtizminiſter mitgetheilt werde.« Art. J. Alle Sachen werden in der Gerichtscanzelley eingeſchrieben; und zwar nach der Ordnung des Datums und der Nummern, wie ſie eingegangen ſind. II. Die vor jede Section gehörigen Sachen werden, ſo wie ſie in Ordnung gebracht ſind, in zwey Austheilungsliſten eingetragen, und nach der Reihe, wie ſie zum Vortrage in Ordnung gebracht ſind, numerirt. III. Eine dieſer Liſten enthaͤlt die dringenden Sachen, naͤmlich die Antraͤge des Regierungscommiſſars oder ſeiner Subſtituten: die Criminalſachen, bey welchen von der Todes⸗ ſtrafe die Frage iſt; die Civil- oder Criminalſachen, bey wel⸗ chen die Nation intereſſirt iſt, und uͤberhaupt alle, die, ver⸗ moͤge der Geſetze, vor allen andern expedirt werden muͤſſen. Die andre enthaͤlt, in gleicher Ordnung, alle uͤbrige Sachen. W. Die zur Austheilung vorbereiteten Sachen werden nach dem Looſe unter die Mitglieder jeder Section ausgetheilt. Der Praͤſident macht dieſe Austheilung aller vierzehn Tage, — 702 LXXKXII. Reglement sur je scrvice du Tr. de Cass. quinzs jours pour les affaires urgentes, et tous les mois pour les autres. V. Les rapporteurs feront l'examen des affaires urgentes d'abord, et des autres ensuite: ils les rétabli ront au greffe avec leurs notes ou extraits; savoir: les premibres dans les quinze jours, et les autres dans le mois, au plus tard, du jour de la distribution. VI. Sera présenté par le greffler, le premier jour d'audience de chaque mois, à la chambre du conseil de la section, le relevé des affaires distribuées qui n'au- raient pas été rétablies à temps par les rapporteurs: ceux-ci s'expliqueront sur les motifs du retard. La section accordera un délei tel qu'elle le jugera conve- nable: ce delai expiré sans qus l'affaire ait été rétablie, il sera, sur-le-champ, procédé par le président à une autre distribution de Paffaire, toujours par la voie du sort. VII. Au jour ou les affaires seront remises au greffe avec les notes ou extraits des rapporteurs, elles seront portées par ordre de numéros sur deux röles d'audience; le premier, pour les allaires urgentes; le deuxieme, pour les autres. VIII. Ges deux röles seront signes du greffier, arrétés par le président, et affichés dans les salles d'au- dience et au greffe; Pun, tous les premier et quinzieme; l'autre, tous les premier de chaque mois. IN. Si une affaire en état d'étre jugée par défaut devient contradictoire par la production du défenseur, elle sera retirée du röle, et n'y sera rétablie qu'au jour ou elle sera remise en état. LXXXII. Verordn. uͤb. d. Verfahr. b. Caſſationstrib. 703 in Anſehung der dringenden, und alle Monate in Anſehung der uͤbrigen Sachen. V. Die Referenten eroͤrtern zuvoͤrderſt die dringenden Sachen und dann die uͤbrigen. Sie geben folche nebſt ihren Bemerkungen und Auszuͤgen in die Gerichtsſchreiberey zuruͤck; und zwar, die erſtern binnen 14 Tagen, und die uͤbrigen ſpäteſtens in Monatsfriſt, vom Tage der Austheilung an gerechnet. VI. Den erſten Audienztag jedes Monats uͤbergiebt der Gerichtsſchreiber im Berathſchlagungszimmer der Section ein Verzeichniß der Sachen, die von dem Referenten nicht zu ge⸗ hoͤriger Zeit zuruͤckgegeben worden ſind, und dieſe muͤſſen die Urſachen der Verzoͤgerung angeben. Die Section geſteht dem Referenten eine ihr beliebige Friſt zu. Iſt dieſe verfloſſen, ohne daß die Sache zuruͤckgegeben iſt: ſo ſchreitet der Praͤſident ſofort, und zwar ſtets durchs Loos, zu einer anderweiten Austheilung. VII. An dem Tage, an welchem die Sachen mit den Bemerkungen oder Auszuͤgen zur Gerichtscanzeiley zuruͤckgege⸗ ben worden ſind, werden ſie nach der Nummer in zwey Au⸗ dienzliſten eingetragen, wovon die erſte zu den dringenden, die andre zu den uͤbrigen Sachen beſtimmt iſt. VIII. Dieſe beyden Liſten werden vom Gerichtsſchreiber unterzeichnet, vom Praͤſidenten genehmigt und im Audienz⸗ ſaale, ſo wie in der Gerichtscanzelley, angeſchlagen, die erſte jedesmal den erſten und den funfzehnten jedes Monats, die letzte allemal am erſten jedes Monats. X. Wenn eine Sache, in welcher wegen ungehorſamen Außenbleibens zu erkennen iſt, durch die Eingabe des Beklag⸗ ten zur contradictoriſchen*) wird: ſo wird ſie aus der Rolle weggelaſſen und nicht eher wieder hineingeſetzt, bis ſie zur Austheilung reif iſt. *) Contradictoire iſt ein Verfahren, bey welchem beyde Theile erſchienen ſind und keiner ſich eine Contumaz zu Schulden brachte. E. ——— — 704 LXXXII. Reglemeut sur le service du Tr. de Cass. X. Au jour méme ou les rapporteurs remettront au greffe les affaires avec leurs notes et entraits, le greflier les trausmettra de suite au commis du parquet, des mains duquel elles seront prises en communication par le commissaire ou l'un des suhstituts de service de la section. XI. Le commissaire ou le substitut fera l'examen des affaires, et préparera ses conclusions dans le délai le plus bref qu'il lui eera possible, et suivant l'ordre des affaires urgentes d'abord, et des autres ensuite. XKII. Le commissaire ou le substitut fera en sorte que les aflaires scient remises par lui au greffe deus jours au moins avant celui ou elles doivent venir à l'au- dience: les dossiers seront remis sur-le-champ aux rapporteurs. XIII. Les affaires seront jugées suivant le tour du röle: il sera néanmoins au pouvoir du président, sur la réquisition du commissaire ou substitut, d'accorder, sur le röle des affaires urgentes, la préférence à celles qui le sont le plus. Les réquivitoires du commissaire ou substitut qui ne peuvent souffrir de delai, peuvent étre proposés à chaque audience, et jugés qu'il soit besoin qu'ils aient été inscrits sur les röles. XIV. Chaque affaire inscrite sur les röles pourra stre continuée une fois à jour fixe par les juges: il ne sera accordé aucunnouveau délai; et l'ardre, soit du röle, scit de la remise, Sera invariablement suivi pour le rapport et le jugement. XV. Les parties ou leurs défenseurs seront enten- dus, s'ils le requierent, après le rapport. Le president est chargé de les avertir, s'il y a lieu, quils doivent se pborner à proposer des observations. —„——„— LXXXII. Verordn. uͤb. d. Verfahr. b. Caſſationstrib. 705 X. An dem namlichen Tage, an welchem die Referenten die Sachen mit ihren Bemerkungen und Auszuͤgen in die Ge⸗ richtsſchreiberey zuruͤckgeben, giebt ſie der Gerichtsſchreiber ſo⸗ fort an den Expedienten der Staatsbehoͤrde ab, aus deſſen Haͤnden ſie der Regierungscommiſſar oder einer von deſſen bey der Section angeſtellten Subſtituten mitgetheilt erhaͤlt. XI. Der Regierungscommiſſar oder der Subſtitut, erör⸗ tert die Sache und fertigt ſeinen Antrag in moͤglichſt kurzer Friſt, und zwar zuvoͤrderſt die dringenden und dann die uͤbri⸗ gen Sachen. XII. Der Commiſſar oder der Subſtitut richtet es ſo ein, daß die Sachen von ihm wenigſtens zwey Tage vorher in die Gerichtscanzelley zuruͤckgegeben werden, ehe ſie zur Audienz gebracht werden ſollen: die Actenſtuͤcke werden ſodann gleich an die Referenten abgegeben. XIII. Die Aburtheilung der Sachen erfolgt nach der Reihe, wie ſie in der Liſte ſtehen; doch ſteht es beym Präſiden⸗ ten, auf Antrag des Commiſſars oder des Subſtituten, unter den dringenden Sachen, die auf der Liſte ſtehen, diejenigen, die es vorzuͤglich ſind, herauszuheben. Anträge des Regierungscommiſſars oder des Subſtituten, welche keinen Aufſchub leiden, koͤnnen bey jeder Audienz vor⸗ getragen und entſchieden werden, ohne daß erfoderlich waͤre, ſie in die Liſte einzutragen. XIV. Jede in die Liſten eingetragene Sache kann Ein⸗ mal auf einen von den Richtern beſtimmten Tag fortgeſetzt werden; eine nochmalige Friſt aber wird nicht geſtattet, und die Ordnung wie ſie in die Liſte eingetragen oder zum weitern Vortrage ausgeſetzt jſt, muß in Anſehung des Vorttags und der Entſcheidung unveraͤnderlich befolgt werden. XV. Die Partheyen oder ihre Sachwalter werden, wenn ſie es verlangen, nach erfolgtem Vortrage gehoͤrt. Dem Praͤſidenten liegt ob, ſie, wo es Statt findet, zu erinnern, daß ſie ſich auf bloße Bemerkungen einſchraͤnken ſollen. Supplem. z. Geſetzb. Nap. Yy —————— —— 706 LXXXII. Reglement sur le service du Tr. de Cass. XVI. Les parties ni leurs défenseurs ne peuvent avoir la parole après le commissaire ou substitut, si ce n'est lorsque ceux-ci sont charges de la défense des intéréts propres de la nation. XVII. Les rapporteurs remettront au grefle, le cinq de chsque décade au plus tard, la rédaction des motifs et du dispositif des jugemens rendus a leur rap⸗ port dans la décade précédente. Ces motifs et ce dis- positif᷑ seront 6crits de leur main dans la minute des jugemens. XVIII. Le plumitif de chaque section est visé et arrété tous les dis jours par le président. XIN. Les rapports se font à un bureau particulier destiné a cet usage: dans les affaires dont le président est le ropportéur, il passe à ce bureau, et la place est 3 2 ½..„* occupée par le doyen d'age, lequel préside jusqu'après le ement. XM. Les audiences de la section civile de cassa- tion, et celles de la section des mémoires, tienuent les 1., 3 et 4. jours de chaque decade. XXI. Les audiénces de la section criminelle tien- nent les 6, 7, 8 et 9. jours. XXII. Les sections pourront indiquer des audien- ces extraordinaires lorsqu'elles le jugeront nécessaire, eu égard au nombre, à la nature et à Purgence des affaires.. XXIII. Le quintidi de chaque décade est destine aux assemblées ou audiences du tribunal entier, pour expédition des aaires qui hintéressent ou qui lui sont attribuces, et subsidiairement aux audiences particuliè- res de chaque section/ pour vider les partages, ou aus audiences extraordinaires. —— e——— LXXXII. Verordn. uͤb. d. Verfahr. b. Caſſationstrib. 707 XVI. Weder die Partheyen noch ihre Sachwalter koͤnnen das Wort erhalten, wenn der Commiſſar oder der Suobſtitut geſprochen hat, außer wenn letztere das eigne Intereſſe der Nation(des Staats) verfechten. XVII. Jeder Referent uͤbergiebt ſpaͤteſtens am 3. Tage jeder Decade bey der Gerichtscanzelley das Formular der Ent⸗ ſcheidungsgruͤnde und des weſentlichen Inhalts der Urthel, die in der vorigen Decade auf ſeinen Vortrag geſprochen worden ſind. Dieſe Entſcheidungsgruͤnde und Urthelsformeln muͤſſen in das Originalurthelsbuch von jedem Referenten eigenhaͤndig eingetragen werden. XVIII. Das Conceptbuch jeder Section wird aller zehn Tage vom Praͤſidenten viſirt und approbirt. XX. Die Vortraͤge geſchehen in einem beſonders dazu beſtimmten Burenu. In Sachen, in welchen der Präſident Reſerent iſt, geht er an dieſes Bureau, und das dem Alter nach erſte Mitglied nimmt deſſen Platz ein, und hat bis nach geſprochenem Urthel den Vorſitz. XX. Die Audienzen der Civilſection des Caſſationsge⸗ richts und die Audienzen der Section, welche uͤber die Zuläß⸗ lichkeit der eingereichten Schriften entſcheidet, fallen auf den 1. 3 und 4. Tag einer jeden Decade. XXI. Die Audienzen der Criminalſection werden am 6. 7. 8 und 9. Tage gehalten. XXII. Jede Section kann außerordentliche Audienztage anſetzen, ſo oft ſie es nach der Zahl, Art und Unaufſchieb⸗ lichkeit der Sachen fuͤr erfoderlich haͤlt. XXIII. Der fuͤnfte Tag jeder Decade iſt zu den Ver⸗ ſammlungen oder Audienzen des ganzen Caſſationstribunals beſtimmt, in welchen die Sachen, welche das ganze Collegium angehen oder an daſſelbe gewieſen ſind, expedirt werden; wenn an dieſem Tage keine allgemeine Seſſion iſt, ſo kann an die Stelle derſelben jede einzelne Section ſich verſammeln, um die Austheilungen zu berechnen oder außerordentliche Au— dienzen zu halten. Yy 2 — 708 LXXXII. Reglement sur le service du Tr. de Cass. — XXIV. Les audiences ordinaires des sections s'ou- vrent à onze heures précises du matin, et tiennent jus- qu'à trois heures. XRV. Sera soumis à la pointe, tout juge qui ne sera rendu, aus jours d'audience de chaque section, qu'apres onze heures sonnées. XXRVI. A chaque jour d'audience, le greffier tien- dra note des juges absens ou soumis à la pointe aux termes du précédent article. Le registre de pointe sera arrété par le président, à Pheure ſixce pour l'ouverture de l'audience. XRVII. La moitié du traitement des juges inscrits sur le registre de pointe, soit qu'ils aient ou non un congé, leur sera retranchée pour chaque jour d'absence ou de retard, et distribuce aus autres juges présens à l'audience dès Pheure marquée. XRVIII. Néprouveront aucun retranchement les absens pour cause de maladie qu'ils auront déclarée ou fait déclarer à la section; mais ils ne participeront aucun accroissement provenant de la moitié du traite- ment des absens. XXIX. I ne sera, pour toute autre cause que celle de maladie, accordé aucun congé par les sections ou le tribunal, qu'après s'étre assuré que Pabsence de celui qui le demande ne fera pas manquer le service. XXX. Lorsque des assemblées générales auront éte convoquées par une circulaire du président, ceux qui ne seront pas rendus à Pheure indiquée seront sou- mis à la pointe. XXXI. Les rögles ci- dessus établies seront obser vées à l'egard du commissaire et des substituts, lors- qu'ils manqueront aux assemblées générales convoquées selon l'article précédent, et pareillewent lorsque l'un d'eux ne se présenterait pas au jour et à l'heure pour c5 ——„—̃ ——.—.— LXXXII. Verordn. uͤb. d. Verfahr. b. Caſſationstrib. 709 XXIV. Die außerordentlichen Audienzen jeder Section gehen beſtimmt Morgens um 11 Uhr an, und dauern bis 3 Uhr. XXV. Jeder Richter, der ſich erſt nach Schlag eilf Uhr an den Audienztagen einſtellt, wird in Geldbuße genommen. XXVI. Jeden Audienztag merkt der Gerichtsſchreiber die abweſenden oder nach Maaßgabe vorſtehenden Artikels in Strafe zu nehmenden Mitglieder an. Die Strafliſte wird zu der zur Eroͤffnung der Audienz beſtimmten Stunde vom Praͤſi⸗ denten geſchloſſen. XXVII. Den auf der Strafliſte eingetragenen Richtern, ſie moͤgen Urlaub haben oder nicht, wird auf jeden Tag, an welchem ſie abweſend waren, oder zu ſpät kamen, die Hälfte ihrer Beſoldung abgezogen und unter die uͤbrigen Richter ver⸗ theilt, die ſich zur beſtimmten Zeit bey der Audienz eingefun⸗ den haben. XXVIII. Denen, die Krankheitshalber außengeblieben ſind, wird nichts abgezogen, wenn ſie ſolches der Section ſelbſt oder durch jemand Andern gemeldet haben; allein, von der Häͤlfte der Beſoldungsgelder der Abweſenden, welche den gegenwaͤrtigen Mitgliedern zuwaͤchſt, erhalten ſie nichts. XXIX. Krankheitsfälle ausgenommen, wird aus keiner andern Urſache von den Sectionen, oder dem ganzen Tribu⸗ nal eher ein Urlaub ertheilt, bis man ſich uͤberzeugt hat, daß die Abweſenheit deſſen, der Urlaub ſucht, die Arbeiten nicht zuruͤckſetzen werde. XXN. Hat der Präſidens durch einen Umlauf eine allge⸗ meine Verſammlung angeſagt, ſo werden diejenigen, die nicht zur beſtimmten Stunde erſcheinen, in Geldbuße genommen. XXXI. Vorſtehende Regeln ſind auch in Anſehung des Regierungscommiſſars(Generalprocurators) und der Subſti⸗ tuten deſſelben zu beobachten, wenn dieſelben bey den, nach Maaßgabe des vorſtehenden Artikels, anberaumten Verſamm⸗ lungen außen bleiben, ſo wie auch, wenn einer von ihnen ſich am Audienztage nicht zur gehoͤrigen Stunde einfindet. Die 710 LXXXII. Reglement sur le service du Tr. de FA le service de chaque audience: la pointe, dans ce der⸗ nier cas, portera sur celui qui sera en tour de service. XXXII. Les substituts seront répartis egalement dans les trois sections. Ils feront aupres de chacune d'elles, successivement, le service pendant six mois de suite, de maniere cependant que le passage d'une sec- tion à une autre n'ait pas lieu en méme temps pour les deu substituts. XXNRIII. Nul membre du tribunal ne peut paraitre à l'audience sans étre revétu du costume prescrit pour ses fonctions. XXXIV. Dans les discussions et délibérations, nul ne prendra la parole sans l'ävoir obtenue du président: les opinions seront recueillies suivant l'ordre dans lequel chacun se trouvera placé. XNXV. Les noms du président du tribunal 6t des deux présidens de section ne seront compris dans le tirage annuel au sort, pour les mutations des sections, qu'a Pexpiration de la troisieme année de leur pré- sidence. XMXVI. Aux assemblées générales du tribunal, ainsi qu'aux audiences des sections réunies, si le pré- sident du tribunal est absent, la présidence appartien- dra au plus àgé des deux présidens de section, ou, à leur défaut seulement, au doyen d'äge du tribunal. XXXVII. La direction de la bibliotheque sera con- Hice, sous la surveillance du président du tribunal, à Pun des membres qui sera choisi à cet effet. Le commis du parquet sera employé, sous les ordres du directeur, au service de la bibliotheque; et il lui sera accordé pour ce service un supplément de traitement, qui sera pris sur les dépenses du tribunal. XXXVIII. Jusqu'a ce qu'il ait été fait un regle- ment pour la police et discipline des greffiers, avoues et huissiers, les plaintes qui pourraient sélever contre LXXXII. Verordn. uͤb. d. Verfahr. b. Caſſationstrib. 711 Geldbuße trifft letztern Falls denjenigen, an welchem im Dienſte die Reihe ſteht. XXXII. Die Subſtituten werden unter die 3 Sectionen zleichmaͤßig vertheilt. Sie verrichten den Dienſt ben jeder derſelben nach der Reihe 6 Monate nach einander; doch ſo, daß das Uebergehen aus einer Section in die andere nicht bey zwey Subſtituten zu gleicher Zeit Statt finde. XXxIII. Kein Mitglied des Tribunals kann in der Au⸗ dienz anders erſcheinen, als in ſeiner vorgeſchriebenen Amts⸗ kleidung. XXXIV. Bey den Eroͤrterungen und Deliberationen darf Niemand das Wort nehmen, ohne es vom Präſidenten erhal⸗ ten zu haben. Jeder ſagt ſeine Meinung nach der Reihe, in welcher er ſitzt. XXXV. Bey der jährlichen Ziehung des Loofes, nach welchem die Mitglieder aus einer Section in die andere uͤber⸗ gehen, kommen die Namen des Praͤſidenten des ganzen Caſ⸗ ſationstribunals und der beyden Sectionspraͤſidenten nicht eher mit zur Verlooſung, als nach Ablauf des dritten Jahres ihrer Präͤſidentſchaft. XXXVI. Sowohl bey den allgemeinen Verſammlungen des Tribunals, als bey den Audienzen aller vereinigten See tionen gehoͤrt in Abweſenheit des Tribunalspraͤſidenten der Vorſitz dem älteſten Sectionspraͤſidenten, oder, in deren Er⸗ mangelung, dem an Jahren älteſten Mitgliede des Gerichts. XXXVII. Die Aufſicht uͤber die Bibliothek führt, unter Oberaufſicht des Tribunalspraͤſidenten, ein zu dieſem Behuf erwähltes Mitglied des Gerichts.— Der Expedient der Staats⸗ behoͤrde wird bey der Bibliothek angeſtellt, und ſteht unter den Befehlen des Directors derſelben. Fuͤr die ihm dabey obliegenden Verrichtungen erhaͤlt er aus der Caſſe des Tribu⸗ nals eine Beſoldungszulage. xMRVII. Bis zur Vollendung eines Reglements über die von den Gerichtsſchreibern, Anwaͤlden und Gerichtsboten zu beobachtende gute Ordnung ſollen alle Beſchwerden, die etwa wider ſie gefuͤhrt werden koͤnnten, beym Tribnnalspräſi⸗ —. 712 LXXXII. Reglement sur le service du Tr. de Cass. eu, Seront présentées au président du tribunal et au commissaire du gouvernement, lesquels les règleront de concert, selon leur justice et leur prudence. 4½ Les Consuls de la République, vu le projet de reglement ci“ dessus, présenté le 12 du mois par le tribunal de cassation* 1 — Ensemble le rapport du ministre de la justice; Le conseil dEtat entendu, Approuvent ledit reglement pour étre exécuté sui- vant sa forme et teneur; Ordonnent qu'il sera imprimé et affiché dans les lieus des séances du tribunal, et inseré au Bulletin des lois. En l'absence du premier Consul. Le eecond Consul. Signs cunactuns Par le second Consul: Le secrétaire-d'Etat, Signs HuSuRs B. Manzr. Le ministre de la Justice, Signé, AsntAr. 3. LXXXII. Verordn. uͤb. d. Verfahr. b. Caſſationstrib. 713 denten und dem Regierungscommiſſar(Generalprocurator) angebracht werden, und dieſe beyde zuſammen werden ſo ent⸗ 7 ſcheiden, wie es ihre Gerechtigkeitsliebe und Einſicht erheiſcht. Nachdem die Conſuln der Republik den am 12. des gegen⸗ waͤrtigen Monats vom Caſſationstribunal eingereichten Ent⸗ wurf vorſtehender Anordnung, nebſt dem Berichte des Juſtiz⸗ miniſters, eingeſehen, auch den Staatsrath daruͤber gehoͤrt haben: ſo billigen ſie erwaͤhnte Anordnung, und wollen, daß ſie nach ihrem ganzen Inhalte beobachtet werden ſoll, befeh⸗ len auch, daß ſie gedruckt und in den Seſſionszimmern des Tribunals angeſchlagen, auch ins Bulletin der Geſetze einge⸗ ruͤckt werde.*) In Abweſenheit des erſten Conſuls der zweyte Conſul (unterſch.) CAhBACEREs. Von wegen des zweyten Conſuls der Staatsſecretair (Unterſchr.. HuGuRs B. Mannv. Der Juſtizminiſter (Unterſchr.) AsnrAr. *) Die hierher gehoͤrigen fruͤhern Geſetze ſind: Das Geſetz vom 27. November 1790 uͤber die Errichtung eines Caſſationstribnnals. Das Geſetz vom 2. Germinal des II. Jahres, worin die Fälle beſtimmt werden, in welchen rechtliche Erkenntniſſe in Ci⸗ vilſachen caſſirt werden ſollen und koͤnnen. TABLF ALPHABETIOUE DES MATIERES cor TRRns Pans 1R sUpPprEdatwr pRs copn „ NAPOLECR BT DE PROcEpuR. A ⸗ „ Asszver(actes de divorce pendant P), XIX. pag. 208. Acceptation de dons et legs aux hospices er Stablissemens Pu- blics. XIII. pag. 114. XVI. pag. 200. LXVII. pag. 408. de successions vacantes, XLVI. pag. 358. Voyez Successions, Acquit des charges de successions vacantes, XIVI. pag. 333. ctes relatifs à l'état des Princes de la famille impériale, XI. ag. 300. Aetes de Jétat civil hors de l' Empire, XKIV. Tit. II. pag. 164. er suiv. Delivrance des actes, XIV. Tit. II. pag. 156. XXXV. a) ypag. 262. XXXV. b) pag. 264. XMMXIX. pag 286. XLI. pag. 312. XLIV. pag. 332. LKIV. pag. 398. LXV. ag. 402. Ceux des Franqais professaut le culte luchérien, XLVII. pag. 344. Aoctes de déẽceès orme des), XIV. vag. 228. ctes de divorce, voyrez Pivorce. ctes de mutation(transcription des), LVII. pag. 372. Actes de naissance, leur rédaction, XIV. Tit. I. Sect. I. yag. 124 et 126. Moyen d'y suppléer, XKIV. Tir. I. Sect. II. pag. 136. Formalites de ceux rédiges hors de'Empire, XIV. Pit. II. Sect. I. pag. 60. Aetes des notaires(forme des) J. Tit. I. Soct. II. pag. 6. Actes respectueux(forme des), XVIII. pag. 204. etes de vente sous signature privée, XXVI. pag. 230. Actions contre les communes, XLV. pag. 334. dmihristrateurs de caisges et deniers publics(saisies entre les mains des), LXVIII. pag. 412. pag. 16. et suiv. 174. XXV. Table Alphabétiqus. 715 Adoptions(Ioiĩ sur les) antérieures au code Napoléon, VI. pag. 74. Aſuires contentieuses(examen des) au conseil d'état, XLIII. PTit. IV. pag. 328. Aſiches de publication de mariage, XIV. Tit. I. Sect. II. pag. 132. Age pour contracter mariage(dispenses d'), IX. pag. 94. XIV. Tit. II. Sect. II. pag. 166. Ambasadeurs(modèle des certificats de vie donnés par les), IV. pag. 66. Amendes contre les étrangers; leur recouvrement, XLII. Fag. 316. Droits d'amende, vo)e2 Contrainte par corps. Apyoition de Scelles(proces· verbaux d'), XXXIV. pag. 268. Arenberg(Ennest et Lonis Engelbert d') obtiennent la qualité de citoyens frangais, XII. pag. 98 et 106. Argent(taux de l'intérét de 1), LXXI. pag. 426. Auditeurs pres le conseil d'état(service des), XLIII. Tit. I. Chap. III. Art. 11. Vag. 322. Avocats au conseil d'état(nomination et fonctions des), KLIII. Tit. V. pag. 330. Avoués. Taxe des Avoués de premiere instance, LXXVII. pag. 528; dans les cours d'appel, ibid. pag. 646. B. Baux des hospices et des établissemens publies, LXVI. vag. 06. Biens des comptables, v0)762 Comptables. Biens des successions vacantes(administration des), XLVI. Pag. 3538. Billets de commerce(forme des protéts des), LIII. pag. 362. Blancs(mariage des) avec les noirs, X. pag. 38. G Caisse damortissement(consignation à la), XXII. pag. 214. Caisses publiques, vo)ez Administrateurs. Calendrier grégorien(rétablissement du), XXXI. pag. 250. Casation(cour de), vo)e2 Cour. Cautionnement des notaires, I. Tit. II. Sect. I. pag. 18. Celebration du mariage, v0)ez Mariage. Certificats de vie(mode des), pour pensions, IV. pag. 60. Voyez Ambassadeurs. Cession de propriéts pour Putilité publique, LXIX. pag. 413. Chambres de discipline des notaires(organisation, fonctions et attrihutions des), I. Tit. II. Sect. III. pag. 26. Changemens de noms, voyez Noms. Citoyen frangais(formalités pour acqusrir la qualité de), XII. pag. 98 et suiv. Communes; leurs droits de péche, XXIV. pag. 224 et 226. Actions intentées contre elles, KLV. pag. 334. Acceptation des dons ou legs qui leur sont faits, LXVII. pag. 408. Comytables(droits du tresor public sur les biens des), LXXIII. Pag. 432. 716 Table Alphabétique. Conſiscation(droit de), voyez Contrainte par corps. Conseil dẽtat(organisation et attributions du), XLIII. pag. 318. et suiv. Conseil de famille de la maison impériale(organisation et attributions du), XI. Tit. V. yag. 308. Consentement au mariage, XIV. Tit. I. Sect. II. pag. 138. it II. Sect. II. pag. 168. Consignations(lo! sur les), XXII. pag. 214. Contrainte par corps(exercice de la) en matiere de douanes, XXI. pag. 212. Saufs⸗ conduits pour les individus qui en sont trappés, LXXIV. Fag. 438. Contrainte contre les 6trangers non domiciliés en France, LXXV. Vag. 44 ½ Cours dappel.(Tarif des Frais et Dépens pour les), LXXIX. pag. 682. Cour de cassation(Appendice concernant la), TLXXX. Pag- 684. Organisation, LXXXI. pag. 686 et suiv. LXXXII. pag. 700 et suiv. Cas ou deux arréts de la cour de cas- sation donnent lieu à l'interprétation d'une loi, LXXVI. pag. 446. Culte lutſérien(acte de T'état civil des Frangais professant le), XLVII. pag. 344. Curatsurs aux successiohs vacantes, KXVIII. pag. 238. Curẽs(les) sont disponsés de tutelle, L. pag. 354. D. Dantzick(le duchs de) conféré au marschal Lefebyre, LIX. pag. 380. Deces(actes de) des militaires, NIV. Tit. I. Sect. III. yag. 146 ot suiv. Preuves admissibles de leur déces, XXV. yag. 223. Docjaration d'absence(demandes en), LII. Vag. 358 · Declarations de naissance et de docès(délais pour les), XIV. Tit. I. Sect. I. pag. 122. Sect. III. pag. 144. Dẽcrets impériaux; jour ou ils sont obligatoires, XXVII. pag. 234. Deniers puhlics(priviléges des) TV. pag. 368. Oppositions entre jes mains des receveurs, LXVIII. pag. 412. Deniers des successions vacantes(versement des), XLVI. pag. 338. LVI. pag. 370. Departemens(distances des chefs-lieux de) pour fixer la date de l'exécution des lois, XI. yag. 90. Deservans(les) dispensés de tutelle, L. pag. 354. Discipline(chambres de) des notaires, v0e2 Notaires. Dispenses(délivrance des) relatives au mariage, IX. pag. 84. Disolution du mariage(comment s'opere la), EV ie. Sect. II. pag. 172. Divorce(loi tansitoire sur le), VII. pag. 80. Actes de di- vorce pendant l'absence ou ſemigration, XIX. pag. 203. Ponations. Celles en faveur des hospices, XVI. pag. 200. Transcription aux hypotheques de celles entre-vits, XV. Pag Table Alphabétique. 51 192. Formalités pour celles faites aux Stablissemens pub- lics, LXVII. pag. ₰08. Dotation des ducheés et titres héréditaires, KLIX. pag. 350. Douane(contrainte par corps contre les redevabies de droits de), XXI. vag. 212. Droits de douanes, d'enregistrement, d'état civil, des enfans naturels, des hospices, des pauvres et du trésor public, vo)ez ces mots en particulier. Duchés(échange ou aliénation de biens pour dotation des), XLIX. pag. 350. Voyez Dantzick et Printes. Fducation des princes de la famille impériale, XL. Tit. III. Vag. 3o4. Elbe(exécution des lois frangaises dans Tile d'), XXXII. pag. 252. Fmigration(divorce pendant',) XIX. pag. 208. Enfans admis dans les hospices(tutelle des), XXIII. pag. 218. Enfans de militaires; leur naissance en France et hors de Empire. XIV. Tit. I. Sect. I. pag. 122. Tit. II. Sect. I. pag. 16o. Enfans naturols(droits des), VIII. pag. 82. Enfans sans vie(actes de la Présentation des) à Pétat civil. XLIV. pag. 332. Enfans; cas oü ils peuvent étre désavoués, XIV. Tit. I. Sect. I. pag. 126. Enregistrement(droit d') Pour les donations aux hospices, XVII. pag. 202. Vo)ez Regie. Prescription des droits, XXXVIII. pag. 280. Ttahlissemens publics(baux des) et donations qui leur sont faites, LXVI. pag. 06. LXVII. pag. 408. Etat(vTeglement d') des enfans naturels, VIII. pag. 32. Etat civil(rédaction et délivrance des actes, tenue et com⸗ munication des registres, er droits des officiers de 1*), XIV. Tit. II. pag. 156 et suiv. XXXV. a) pag. 262. XXXV. b) pag. 264. XXXIX. pag. 286. XLI. pag. 312. XLIV. pag. 352. LXIV. pag. 398. LXV. pag. 02. Ftrangers(amendes et contrainte par corps prononcées contre les), LXXV. pag. 444. EFxscution à mort(actes de décs en cas d'), XIV. Tit. J. Sect. III. pag. 152. Exyeditions des actes de notaires(délivrance des), I. Tit. I. Sect. II. pag. 6 et suiv. Exploits(significations d*) par les gardes forestiers, LVIII. vng. 376. F. Fabriques(dons faits aux), LXVII. pag. 08. Famille Impériale(statuts impériaux sur'état de la), lo pouvoirs de l'Empereur et les attributions du conscil de kamille, KL. pag. 289. Tit. IV. pag. 306. Tit. V. pag. 406 * 6 718 Table Alphabétique. Formalitẽs des mariages, des proces-verbaux d'apposition de scellés, des saisies-arréts; 0)e2 ces mots. Forme de proc6der en matieres de liste civile, protét, regie d'enregistrement et succession vacante; v0)ez ces mots. G. Gardes forestiers(significations des exploits des), TVIII. pag. 356. Gendarmerie; ses droits et attrihutions, XLVIII. pag. 348. Genes. Delai pour la transcription des titres emportant hypo- cheques, LI. pag. 366. Grands dignitaires, voyez Princes. Grefhers. Taxe des Greffiers des Juges de paix, LXRVII. ag. 458. (delivrance des), I. Tit. I. Sect. II. pag. 6 et suiv. Hopitaux et hospices. Pécks dans ceux de I'intérieur et hors de Empire, XIV. Tit. I. Sert. III. pag. 146. Tit. II. Sect. III. pag. 176. DProir d'enregistrement dũs pour donations et legs qui leur sont faits, XIII. pag. 11%. XVII. pag. 202. PTutelle des enfans qui V sont admis, XXIII. pag. 218. Huissiers. Taxe des Huissiers des Juges de paix, LXXVII. yag. 464; dans les tribunaux inférieurs et dans les cours, ihid. pag. 652. 6 Hyyotheques(trenseription aux) remplace linsinuation, XV. Vag. 192. Modération de droits en faveur des hospices, XVII. pag. 202. Transcription d'actes de vente sous vig- nature privée, XXVI. pag. 250. Difficultés en marière d'hy- potheques légales, TLX. pag. 334. Titres emportant hypo- theques, LI. yag. 366. Voyez comptables, inscriptions, privilẽges et transcriptions. I. Indemnité pour propriéts cedée, LXIX. yng. ₰18. Inlumations(formalités et autorisations relatives aux), XIV. Pit. T. Sect. III. pag. 144. Inscriptions de einq pour cent consolidès(transfert d'), XXXVI. pag. 276. Inscriptions Ipothecaires. Hypotheques légales indépendantes de linscription, TLX. pag⸗ 584. Inscriptions on vertu de jugemens et reconnaissance d'obligations sous seing privé, LXXR. pag. 42. Voyer hypothèques. 1 Insinuation(abolition de la kormalité de l'), XV. pag. 192. Instruction des affaires concernant la liste civile, LXIII. pag. 396; des procs intentés avant et depuis 1607, LIV. pug · 364. Interdits. Voyez Mineurs. Interèt de l'argent(taux de P'), LXRXI. yag. 426. Inventaires(procds· verbaux d*), XNXIV. pag. 258. Table Alphabétique. 719 Jugemens(réclamations contre des), XXXVI, pag. 268. Juge- mens rendus en reconnaissance d'obligations sous seing privè, LXX. yag. 424. Instices de paia(notaires résidant dans l'etendue des), III. pag. 56. Parif des frais et de depens, LXXVII. Liv. I. pag. 450 et suiv. L. Lefehvre(S. Exc. le maréchal) créé duc de Dantzick, LIX. Vag. 380. Lgitimité d'enfant(désaveu de la), XIV. Tit. I. Sect. I. pag. 126 et 123. Tegs faits aux hospices et ötablissemens publics(arceptation des), XIII. pag. 114. TLettres de change(forme des protéts des), LIII. pag. 362. Liste civile(instructiou des affaires concernant la) TLXIII. pag. 396. Toi ſcas oi il y a lieu à Tinterprétation d'une), LXXVI. Vag 446. Lois Ctahleaux des distances des chefs-Heux de déspartement pour fixer la date de la promulgstion des), XI. pag. go. Voyez Decrets. M. Mains-lepees d'oppositions en faveur des pauvres et des hos- pices, XX. pag. 210. Mairies(emplo)és des) qualifiés improprement de secrétai- res, LXII. pag. 390. Maison impériale. Voyez Famille. Maisons des particuliers; leur inviolabilité, XLVIII. pag. 348. Maitres des requdtes(fonctions des), XLIII. Tit. I. Cap. II. Fag 320. Mariage(dispenses pour le), IX. pag. 84. Prohibitions du mariage entre les blancs et les noirs, X. pag. 88. Formali- tés relatives au mariage des militaires, XIV. Tit. I. Sect. II. pag. 130 et suiv. Tit. II. Sect. II. pag. 164 et suiv. Age pour le mariage en prohibition, pag. 166. Formalités relatives au mariage, XXIX. pag. 242. Militaires(exécution des articles du code MNapolcon, relatif⸗ aux actes de I'état civil, successions et testamens des), XIV. pag. 116 et suiv. Preuves de leur décks, XRV. yag. 228. Formalités de leur mariage, KXXIII. pag. 256. Militaires absens, LII. pag. 358.. Mineurs(transfert d'inscriptions appartenant à des), XXXVII. pag. 276. Minmtes des actes de notaires; leur guide, I. Tit. I. Sect. I pag. 6. Leur transmission et tables, Tit. II. Sect. IW. FPag. 28. 720 Pable Alphabetiqus. . Mort violente(actes de l'stat civil en cas de), XIV. Tit. I. Sect. III. pag. 148 et 150. Mutation(transeription des actes de), LVII. pag. 372. Naissance(délais pour les déclarations de), XIV. Tit. I. Sect. I. pag. 122. Actes qui les constatent, pag. 124. Noirs(prohibition des mariages entre les blancs et les), X. pag. 38 Noms(changemens de) et prénoms, V. pag. 68. Notaires(fonctions, attributions et devoirs des), I. Tit. I. Sect. I. pag. 2 et suiv. Organisotion des chambres de discipline, Tit. II. Sect. III. pag. 26. Attributions des no- taires relativement à la deélivrance des certificats de vie Four toucher les rentes, IV. pag. 60. Motaires dans des ourgs ou villages, III. pag. 56. Taxe des Motaires, LXXVII. vag. 654. Nuit(visites de) par la gendarmerie, XLVIII, pag. 348. O. Obligations sous seing privé(jugemens en reconnaissance d'), LXX, pag. 424. Obligatoires(jour ou les décrets impériaux sont), XXVII. pag. 234. QhMciers de l'tat civil; leurs fonctions, devoirs, attributiona, et droits à percevoir, XIV. pag. 116 et suiv. XXXV. 2) pag. 262. XLIV. pag. 332. LXV. pag. 402. Oypositions aux mariages des militaires, XIV. Tit. I. Sect. II. pag. 134. Oppositions en faveur des pauvres et des hospices, NX. pag · 210. Vo)ez Saisies-arréts. . P. Pauvres(legs faits aux), XIII. pag. 114. Poche dans ſes rividres non navigables, XXIV. pag. 224. Ponsions sur I'état(certificats de vie pour 1e paiement des 9, W. pag. 60. Pere et mére(consentement des) au mariage, RXIV. Pit. I. Sect. II. pag. 138. Tit. II. Sect. II. pag. 168. Police administrative(haute) dans les attributions du conseil d'érat, XLIII. Tit. III. pag. 324. Prefets(dommunication des registres de Pétar civil aux), XXXIX. pag. 286. Prẽnoms qui peuvent être requs sur les registres de l'état civil, V. pag. 68. Prescription des droits d'enregistrement, XXXVIII. pag. 260. Preuves de décks(avis sur les,) XXV. pag. 228.. Princes de la famille impériale(sratuts sur J'état et Feducation des), XL. Tit. I.— III. pag. 294.— 304. Pispositions des atatuts applicables aux princes de[Empire, Tit. VI. pag. 312. Table Alpbabétique. 721 Prisons et maisons de détention(décks dans les) XIV. Tit. I. Sect. III. pag. 152 et 15. Privileges des deniers publies, LV. pag. 368. Titres empor- tant privilége. Voyez Hypothkques. Procès; instruction de ceux intentes avant et depuis janvier 1807, LIV. pag. 364. Procssverbal en cas de mort violente, XIV. Tit. I. Sect. III. Fag. 148. Procev-verbanæ d'apposition de scellẽs, d'inventaires, XXXIV. vag. 258. Promulgation des lois. Voyez Lois. Protèts des lettres de change(forme des), LIII. pag. 362. R. Receveurs(formalités des oppositions entre les mains des). LXVIII. pag. 412. Regie de l'enregistrement. Son instruction sur les donations entre-vifs, XV. pag. 192. Forme de procéder dans les affaires qui I'intéressent, LXI. pag. 588. Registres des actes de l'état ivil; leur tenue et communication. XKIV. pag. 116 et suiv. XXXV. a) pag. 262. XXXV. b) pag. 264. XXXIX. pag. 286. XL. Tit. II. pag. 3oo. Rentes.(certiſicats de vie pour le paiement des), IV. ag. 6o. e des actes des notaires, I. Tit. I. Secr. II. pag. 6. Riverains des rivièeres non navigables; leur droit de péche, XXIV. pag. 224. S. Saisies- arrèts(formalités des) entre les mains des receveurs, LXVIII. pag. 412. Jauf-concuits(delivrance de) aux individus frappés de la contrainte par corps, LXXIV. pag. 438. Second mariage(intervalle pour contractor un), XIV. Tit. II. Sect. II. pag. 172. Seing privs(actes et obligations sous), XXVI. pag. 230. LXX. pag. 424. Significations d'exploits. Voyez Fxploits. Statuts impériaux de la famille impériale, XL. pag. 286 et suiv. Succesvions des militaires(formalités à suivre pour les), XIV. Tit. II. Sect. III. pag. 178. Fuccessions vacantes(curateurs aux), XXVIII. pag. 238. Acceptation, acquit, administration et versement des deniers, XLVI. pag. 338. LVI. pag. 370. P Tables alphabétiques de Tétat civil; leur rédaction, LXV. pag. 02. Supplem. z. Geſetb. Nap. 3 3 —„—— 722 PTable Alphabétique. Tarif des frais et dépens, pour le ressort de la cour d'appel de Paris, LXMVII. pag. 450 et suiv.; 6tendu sur tour I'Em- pire, LXKIR. pag. 652. Tarif des frais de Taxe, LXXVIII. pag. 676. TAu de l'intérét de l'argent, LXXI. yng. 426. Taxe des Nmoins dans fes justices de paix, LXXVII. Liv. I. Chap. IV. pag. 468; dans les autres tribunaux, Liv. II. Tit. II. Chap. VI. pag. 656. Testamens; réolamation contre un jugement qui en a déclaré la nullité, XXXVI. pag. 268. K.. Testamens des militaires(forme des), XIV. Tit. II. Seet. III. pag. 178. Titres Rérẽditaires(doration des), XLIX. pag. 560. Transcription d'actes de vente sous signature privée, 5. pag. 230 d'actes de mutation, LVII. pag. 372. Voyez Hypotheques. Wansfert d inscriptions appartenant à des mineurs, XXXVII. pug. 276.„ Wẽvor public(droits du) sur les biens des comptables, LXXIII. ag. 432. 1 Tlell⸗ enfans admis dans les hospices, XXIII. pag. 218. Dispense en faveur des curés et desservans, L. pag. 554. V. Vente(actes de) sous signature privce, XXVl. pag. 250. TABLE ALPfIABETIOUE DRS MATIERES CONTENURES DANs LE cODE NAPOLEON. Regiſter. 725 Civilſtandsurkunden. Ihre Abfaſſung und Ausfertigung, XIV. S. 157. KXXV. a) S. 263. XXXV. b) S. 265. XXXIX. S. 287. XLI. S. 313. KLIV. S. 333. LXIV. S. 399. LXV. S. go3. Wie ſie außer dem franzoͤſiſchen Reiche bey der Armee abgefaßt werden, XIV. Tit. 2. S. 155. f. Die der Franzoſen, welche ſich zur Lutheriſchen Religion bekennen, KLVII. S. 345. Conſignation(gerichtliche Niederlegung). Geſetz daruͤber, XXII. S. 215. D. Danzig, das Herzogthum, dem Marſchall Lefebvre ertheilt, LIX. S. 381. Decrete(kaiſerliche). Von welchem Tage an ſie verbindende Kraft haben, KXVII. S. 235. Departements. Entfernung ihrer Hauptoͤrter, nach welcher der Tag beſtimmt wird, mit welchem das Geſetz daſelbſt zur Vollziehung zu bringen iſt, Xl. S. 91. Depoſition. S. Conſignation. Dispenſation zu Heirathen. Auf welche Art und durch wen ſie ertheilt werde, IX. S. 85. Dotirungsfonds der Herzogthuͤmer und erblichen Wuͤrden, XLIX. S. 351. E. Ehe. Verbot der Ehe zwiſchen Weißen und Schwarzen, X. S. 39. Heirathen der Militairperſonen, XIV. Tit. 1. Abſchn. 2. S. 131. f. Ehedispenſation. S. Dispenſation. Eheſcheidung. Tranſitoriſches Geſetz uͤber Eheſcheidungen, auf die vor Publication des Civilgeſetzbuchs erkannt oder ge⸗ klagt iſt, VII. S. s1. Durch Abweſenheit oder Auswande⸗ rung veranlaßte Eheſcheidung, XIX. S. 209. Ehrerbietiges Geſuch. Naͤhere Beſtimmung wegen der ehrerbietigen Geſuche durch ein neues Geſetz vom 12. Maͤrz 1804, XVIII. S. 205. Eigenthum. Deſſen Abtretung zum allgemeinen Beſten. S. Abtretung.. Einregiſtrirungsabgabe. Ermaͤßigung derſelben zum Be⸗ ſten der Armenhaͤuſer, XVII. S. 203. Einſpruͤche gegen Ehen der Militairperſonen, XIV. Art. 66. u. ff. S. 135. 726 Regiſter. Eintragung(einer urkunde ins Hypothekenbuch, transcrip- tion). Eintragung der blos mit Privatunterſchrift verſehe⸗ nen Kaufcontracte, XXVI. S. 231. der Veraußerungsur⸗ kunden, LVII. S. 373. Einzeichnung in das Hypothekenbuch. Verjährung der Ein⸗ regiſtrirungsabgabe, XXXVIII. S. 281. Geſetzlicher, der Einzeichnung nicht unterworfener Hypotheken, LX. S. 385. Einzeichnung vermoͤge eines Urthels auf Anerkennung der mit Privatunterſchrift ausgeſtellten Obligationen, LKXX. S. 425. Elba(die Inſel).. Wann die franzoͤſiſchen Geſetze auf derſel⸗ ben vollſtreckbar werden, XXXII. S. 253. Entſchädigung. Entſchaͤdigung fuͤr zum gemeinen Beſten ab⸗ getretenes Eigenthum, LXIX. S. 419. Erbſchaften der Militairperſonen Die dabey zu beobachten⸗ den Formalitaͤten, XIV. S. 179. Offenſtehende Erb⸗ ſchaften; die dazu ernannten Curatoren, XXVIII. S. 239. Deren Annahme, Abtragung der derauf haſtenden Laſten, Verwaltung, Ablieferung der daraus gezogenen Gelder, XLVI. S. 339 und LVI. S. 371. Erziehung der Prinzen der kaiſerlichen Familie, XI.. Tit. 3. — S. 305. Familie(die kaiſerliche). Statut dieſelbe betreffend, XL⸗ S. 289. f. Familienrath, XL. Art. 33 u f. S. 309. Wer den Fa⸗ milienrath in der kaiſerlichen Familie ausmache, Ebendaſ. Art. 34. S. 309 f. Fiſcherey in nicht ſchiffbaren Fluͤſſen, XXIV. S. 225. Forſtaufſeher. S. Waldhuͤter. Franzoſiſcher Buͤrger. Formalitaͤten bey Erlangung der Eigenſchaft deſſelben, XII. S. 99 f. Friedensgerichte. Notarien, die in deren Bezirke ange⸗ ſtellt ſind, III. S. 37. Tarordnung für dieſelbe, LXXVII. 1. VB. S. 451 f.. G. Seburt. Was in Anſehung der Geburtsſcheine bey der Armee zu beobachten, XIV. Tit. 1. bſchn. 1. S. 125. Gefangniſſe und Enthaltungshäuſer. Sterbefaͤlle in denſeiben, was deshalb bey den Armeen Statt finde, XIV. Tit. 1. Abſchn. 3. S. 153 und 155. R ſt er uͤber die Supplemente zu Napoleons Civilgeſetzbuche und zur Civilgerichtsordnung des franzoſiſchen Reichs. A. Abtr etung des Eigenthums zum allgemeinen Beſten, L.XIX. S. 419. Abweſenheit. Eheſcheidungen, die waͤhrend derſelben voll⸗ zogen worden, XIX. S. 209. Abweſenheitserklaͤrung. Anſuchen um dieſelbe, LII. S. 359. Actuarien. S. Gerichtsſchreiber. Adoption. Geſetze uͤber dieſelbe, die vor der Erſcheinung des Napoleonſchen Geſetzbuches erxiſtirten, VI. S. 75. Advocaten beym Sta⸗tsrathe. Deren Ernennung und Ge⸗ ſchaͤfte, XLIII. Tit. V. S. 331 f. Ahremberg(Ernſt und Ludwig Engelbert von) erhalten die Eigenſchaft franzoſiſcher Bürger, XI. S. 99 und 107. Alter. Dispenſation davon, in Anſehung der Ehe, IX. S. 85. XIV. Tit. 2. Abſchn. 2. S. 167. Annahme von Schenkungen und Vermaͤchtniſſen an Armen⸗ haͤuſer und oͤffentliche Anſtalten, XKIII. S. 115. XVI. S. 20I. TLXVII. S. 409. von offenſtehenden Erbſchaften, XLVI. S. 339. Anſtalten. Verpachtung ihrer Güter, LXVI. S. 407. Schenkungen, die ihnen gemacht werden, LXVII. S. 400. Anwaͤlde. Taxordnung fuͤr die in erſter Inſtanz, LKXVII. S. 3529. bey den Appellationsgerichten, Ebendaſ. S. 647. Anzeige, Meldung. Anzeige der Geburten und Todes⸗ fälle; die dazu anberaumte Friſt, XIW. Art. 53. S. 123 und Art. 78. S. 1453. 3 2 724 Regiſter. Arme, Armenanſtalten. Schenkungen und Vermachtniſſe zu deren Beſten, XIII. S. 115. Verwahrung ihrer Rechte durch Zahlungseinſprüche, XX. S. 211. Appellationsgerichte. Taxordnung fut dieſelben, L.XXIX. S. 683. f. Atteſtate oder Beglaubigungsſcheine des wirklichen Lebens, zu Erhebung von Leibrenten und Penſſonen erfoderlich, IW. S. 61. Schema dazu, ebendaſ. S. 67. Anditoren des Staatsraths. Ihre Verrichtung, XLIII. Kap. 3. Art. 11. S. 323. Aufhebung der zu Gunſten der Armenanſtalten und Armen⸗ haͤnſer angelesten Arreſte, XX. S. 211. B. Beerdigungen. Formalitaͤten, die dazu beym Militair er⸗ foderlich ſind, XIV. Tit. 1. Abſchn. 3. S. 145. Erlaubniß dazu, XXX. S. 249. Beſchlag, der bey Rentbeamten auf Einkuͤnfte gelegt wird, und die dabey zu beobachtenden Formalitaͤten, LXVIII. S. 413. Beweiſe zu Beurkundung des Ablebens der Militairperſonen; Gutachten daruͤber, XXV. S. 229. C. Calender(Gregorianiſcher). Deſſen Wiedereinfuͤhrung, KXXlI. S. 251. Caſſationsgericht. Die daſſelbe betreffende Stelle der Conſtitution vom 23. Frimaire VIII. J. Anhang LXXX. S. 685. Organiſation deſſelben, L XXXI. S. 687. f. LXXXII. S. 701 f. In welchem Falle zwey conforme Urthel deſſelben An⸗ laß zu einer Erläͤuterung des Geſetzes geben, LXXKVI. S. 447. Ceſſion. Ceſſion der Inſcriptionen zu conſolidirten 5 Pro⸗ centen, welche Minderjaͤhrigen gehoren, XXXVII. S. 277. Ceſſions- und andere Veraͤnßerungsurkunden. Deren Eintragung, LVII. S. 373. Civilliſte. Inſtruction der ſie betreffenden Rechtsſachen, LXIII. S. 397. Civilſtandsbeamte. Ihre Verrichtungen, Rechte, Befug⸗ niſſe, die ihnen zukommenden Gebuͤhren, XIV. Art. 90. S. 117. f. XXXV. a) S. 263. XLIV. S. 333. LXV. S. 403. Mittheilung ihrer Regiſter, KlV. S. 117. u. f. XXXV. à) S. 263. XXXV. b) S. 265. XXXIX. S. 287. Regiſter. 729 Leibrenten. Wer die deshalb erſoderlichen Lebensatteſtate auszuſtellen habe, IV. S. 61. Liſten, Regiſter. Haltung der Civilſtandsliſten und Mit⸗ theilung derſelben, XIV. S. 117. f. XXXV. a) S. 263. XXXV. b) S. 265. XXXIX. S. 237. XL. Tit. 2. S. 301 f. Maires. Ihre Subalternen konnen ſich den Secretairtitel nicht beylegen und keine Abſchrift beglaubigen, LXII. S. 391. Militairperſonen. Inſtruction, wie die, wegen der Ci⸗ vilſtandsurkunden, Erbſchaften, Verlaſſenſchaft und Teſtamente im Geſetzbuche Napoleons enthaltenen Artikel bey der Armee zu vollziehen ſind, XIV. S. 117. f. Beweis des Ablebens einer Militairperſon, KXV. S. 229. Formalitäten bey ih⸗ ren Heirathen im Innern von Frankreich haben nichts vom gemeinen Rechte Abweichendes, XXXIII. S. 237. Wie de⸗ ren Abweſenheit zu beurkunden, LII. S. 359. Minderjährige. Die Veraͤußerung der ihnen gehoͤrigen conſolidirten Inſcriptionen zu 5 Procenten, XXXVII. S. 277. R. Namen. S. Vornamen. Namensveraͤnderungen, V. S. 69. Notarien. Ihre Verrichtungen, Geſchaͤfte und Pflichten, I. Tit. 1. Abſchn. 1. S.3. f. Form ihrer Protocolle, Abſchn. 2. S. 7. Einrichtung der Notariatskammern, II. S. 37. Befugniß der Notarien, Lebensatteſtate zu Erhebung von Leibrenten aus⸗ zuſtellen, IV. S. 61. Notarien auf dem Lande, III. S. 57. Taxordnung fuͤr dieſelben, LXXVII. S. 665. Notorietätsſchein. Was im Nothfalle deſſen Stelle er⸗ ſetze, XVIII. S. 205. O. Heffentliche Gelder. Deren Vorzugsrechte vor andern Schulden, LV. S. 369. Zahlungsverbote, die bey den Ein⸗ nehmern derſelben eingelegt werden, LXVIII. S. 413. Hriginalprotocolle(Minutes) der Notarien. Anweiſung zu Fertigung derſelben I. Tit. 1. Abſchn. 2. S. 7. P. Penſionen des Staats. Zu ihrer Erhebung ſind Lebens⸗ atteſtate erfoderlich, IV. S. 61. 730 Regiſter. Perſonalarreſt(Gefängnißzwang). Ausuͤbung dieſes Rechts gegen die, welche Gebuͤhren ſchuldig ſind, XXI. S. 213. Si⸗ chere Geleite für die damit belegten Perſonen, LXXIV. S. 439. Findet gegen Auslander, die in Frankreich nicht enſaͤſſig ſind, Statt, LXXV. S. 445. Prinzen des kaiſerlichen Hauſes; Statuten, die ihre buͤrgerli⸗ chen Verhaͤltniſſe und ihre Erziehung betreffen, XL.. Tit. 1— 3. S. 295— 305.* Pelche dieſer Statuten auf diejenigen Reichsfuͤrſten anwendbar ſind, welche hohe Reichswuͤrden be⸗ i Privathauſer. Deren Unverletzlichkeit, XLVIII. S. 349. prisatunterſchrift. Die mit Privatunterſchrift ausge⸗ ſteh en Kaufsurkunden können in die Hypothekenbuͤcher einge⸗ tragen werden, KXVI. S. 231. In wiefern bloß mit Pri⸗ vatnerſchrift verſehene Verſchreibungen ſich zur Vormerkung im Hypothekenbuche eionen⸗ FEXX. S. 425. ptivilegium, Vorzugsrecht. Vorzugsrechte der offent⸗ lichen Caſſen, LV. S. 369. proceſſe. Wie die vor und nach dem 1. Jänner 1807. an⸗ haͤngig gewordenen zu verhandeln ſind, LIV. S. 365. promulgation, oͤffentliche Bekanntmachung.⸗ Ta⸗ velle uͤber die Ortsentfernungen, auf welche hierbey Ruͤckſicht zu nehmen iſt, Xl. S. 91 u. f. Wie es deshalb auf der Inſel Elba zu halten ſey, KXXKII. S. 253. Proteſte gegen Wechſelbriefe. Deren Forin, LIII. S. 363. Protocolle(procès- verbau). Protocolle über Verſiege⸗ tung, Inventuren c. XXRIV. S. 259. R. Rechnungsbeamte. Rechte der Staatscaſſe auf deren Ver⸗ moͤgen, LXXIII. S. 433. Kentbeamte, Einnehmer. Formalitaͤten des bey ihnen eingelegten Veſchlags auf Zahlungen, LXVIII. S. 413. Reguetenmeiſter im Staatsrathe. Deren Verrichtungen, XLII. Pit. 1. Kap. 2. S. 321. S. Schenkungen zu Gunſten der Hoſpitäler n. ſ. w. KVI. S. 201. Eintragung der Schenkungen unter Lebenden ins Hypotheken⸗ buch, XV. S. 193. Formalitaͤten, die bey Schenkungen an offentliche Anſtalten zu beobachten ſind, LXVII. S. 409. — Regiſter. 72) Geleite(ſicheres). Wird Perſonen, die dem Gefaͤngnißzwange unterworfen ſind, zugeſtanden, LXXIV. S. 439. Gemeinden. Sie haben das Fiſchrecht in unſchiffbaren Fluſ⸗ ſen nicht, XXIV. S. 225. u 227. Annahme der zu ihrem Beſten gemachten Schenkungen und Vermaͤchtniſſe, LXVII. S. 409. Wie gegen ſie zu klagen ſey, XLV. S. 333. Gendarmerie. Darf des Nachts nicht in die Haͤuſer drin⸗ gen, XLVIII. Art. 1. S. 349. Wie es bey Hausſuchun⸗ sen wegen verſteckter Conſcribirten zu halten ſey, Art. 2. Ebendaſ. Genua. Frid zu Eintragung der ein Vorzugsrecht oder eine Hypothek begruͤndenden Urkunden in die Hypothekenbuͤcher, PE S. 37 Gerichtsboten. Tarxordnung fuͤr dieſelben bey Friedensge⸗ richten, LXXVII. S. 465. bey den ubrigen niedern und hoͤ⸗ hern Gerichten, Ebendaſ. S. 653. Gerichtsſchreiber. Taxordnung fuͤr dieſelben bey den Frie⸗ densgerichten, LXXVIII. S. 459. Geſetz. Fall, wo die Nothwendigkeit einer authentiſchen Er⸗ klärung deſſelben eintritt, LXXVI. S. 447. Tabelle, uͤber die Entfernungen der Hauptſtaͤdte, um das Datum der Pro⸗ mulgation der Geſetze feſtzuſetzen, Kl. S. 91. Güter, die zu offenſtehenden Erbſchaften gehoͤren; deren Ver⸗ waltung, XLVI. S. 339. H. Handelsobligationen. Form des dießfalls eingelegten Pro⸗ teſtes, LIII. 363. Hausſuchungen(naͤchtliche) der Gendarmerie, XLVIII. S. 349. Herzogthuͤmer. Vertauſch oder Veraͤußerung von Guͤtern, zum Behuf ihrer Dotirung, KLIX. S. 351. Hinrichtungen. Wie es deshalb beym Militair in Anſehung der Todtenliſten zu halten ſey, XIV. Tit. 1. Abſchn. 3. S. 153. Hoſpitaͤler und Armenhaͤuſer. Wer in Militairhoſpi⸗ taͤlern die Todtenſcheine aufſetzt, XIV. Tit. 2. Abſchn. 3. S. 175. Einregiſtrirungsabgabe für die ihnen gemachten Schenkungen und Vermächtniſſe, XIII. S. 115. XVII. S. 203. Annahme der Schenkungen und Legate, XIII. S. 115. XVI. S. 201. Vormundſchaft uͤber die in Armenhaͤnſern aufgenom⸗ menen Kinder, XXIII. S. 219. Verpachtungen, L.XVI. S. 407. Hypothekenbuch. Einzeichnung(Vormerkung) in daſſelbe, tritt bey Schenkungen an die Stelle der gerichtlichen Inſi⸗ 728 Regiſter. nuation, XV. S. 193. Herabſetzung der Einzeichnungsab⸗ gabe zum Veſten der Armenhaͤuſer, XVII. S. 203. Einzeich⸗ nung der unter Privatunterſchrift geſchloſſenen Kaufcontracte, XXVI. S. 231. Wie den Streitigkeiten vorzubeugen ſey, die wegen geſetzlicher, der Einzeichnung nicht unterworfener Hypotheken entſtehen konnen, LX. S. 385. In welchen Fäl⸗ len auf Documente, welche durch Privatunterſchrift vollzogen ſind, die Einzeichnung erlangt werden koͤnne, L.X. S. 425. Inſcriptionen. S. Ceſſion. Inſinuation(gerichtliche) der Schenkungen. Abſchaffung die⸗ ſer Formalität, XV. S. 193. Inſtruction der die Civilſtandsliſten betreffenden Rechtsſa⸗ chen, LXIII. S. 397. der vor und nach dem Jahre 1807. anhaͤngig gemachten Proceſſe, LIV. S. 365. Inventur. Protocolle daruͤber, XXXIV. S. 259. K. Kaiſerliches Haus. S. Familie. Kaufcontracte, unter Privatunterſchrift ausgeſtellte, werden in die Hyvothekenbucher eingetragen, XXVI. S. 231. Kinder, die in Armenhaͤuſern aufgenommenen, XXIII. S. 219. Kinder der Militairperſonen; ihre Geburt in und außer Frankreich, XIV. S. 123. u. 161. Todte Kinder, Vorzeigung der⸗ ſelben an den Civilſtandsbeamten, XLIV. S. 333. Natuͤr⸗ liche Kinder, die in dem Zeitraume von Publication des Ge⸗ ſetzes vom 12. Frimaire J. II. bis zur Publication der ſie vetreffenden Titel des Civilgeſetzbuchs, geboren ſind; deren Rechte, VIII. S. 83. Kirchenkaſten. ueber die ihnen gemachten Schenkungen, LXVII. S. 409. Klagen(gerichtliche) gegen Gemeinheiten, XLV. S. 335. * Laſten. Laſten, die auf offenſtehenden Erbſchaften haften, XLVI. S. 339. Lefebvre(der Marſchall) wird zum Herzog von Danzig er⸗ hoben, LIX. S. 381. Legat, Vermichtniß. Legate an milde Stiftungen u⸗ ſ. w.; Annahme derſelben, XIII. S. 115. —— ——————— TABILR ALPHABETIOUE „ DRS MATIRES CONTENURS paes LE conꝝ pn pnoctR cwmx. Regiſier. 731 Schuldſcheine(unter Privatunterſchrift). Urthel auf deren Anerkennung, LXM. S. 425. Schwarze. Ihnen iſt die Ehe mit Weißen verboten, XK. S. 89. Staatscaſſe. Deren Rechte auf das Vermoͤgen der Rech⸗ nungsbeamten, LXKIII. S. 433. Staatsrath. Deſſen Verfaſſung und Geſchaͤftskreis, KLIII S. 319. f. Statuten der kaiſerlichen Familie, XL S. 289. f. E. Taxordnung fuͤr den Gerichtsbezirk des Pariſer Appellations⸗ gerichts, LXXVII. S. 451. u. f. Wird aufs ganze Reich erſtreckt, LXXIX. S. 683. Taxe der Liquidationsgebuͤhren, LXXVIII. S. 677. TDeſtament. Beſchwerde gegen die auf Nichtigkeit eines Te⸗ ſtaments geſprochnen Erkenutniſſe, XXXVI. S. 269. Teſta⸗ mente der Militairperſonen, KIV. Tit. 2. Abſchn. 3. S. 179. Tilgungscaſſe. Niederlegung von Geldſummen bey derſel⸗ ben, XXII. S. 215. Titel, erbliche. Ertheilung und Dotirung derſelben, KLIK. S. 351. Tod. Beweiſe fuͤr das Abſterben der Militairperſonen, KIV. S. 16. f. XXV. S. 229. L. uferländer(nicht ſchiffbarer Fluͤſſe). Deren BVeſitzer haben das Fiſchrecht, MMIV. S. 325. V. Verjaͤhrung der Einregiſtrirungsabgabe, MXXVIII. S. 281. Verpachtungen von Seiten der Hoſpitaͤler und oͤffentlichen Anſtalten, LXVI. S. 407. Verſiegelungsprotocolle, XXXIV. S. 259. Verwalter oͤffentlicher Caſſen und Gelder. ueber den bey ihnen angelegten Beſchlag, LXVIII. S. 413. Verwaltungspolicey(hoͤhere). Gehoͤrt zum Geſchaftskreiſe des Staatsraths, XLIII. Tit. 3. S. 325. Verzeichniſſe(alphabetiſche) üͤber die Civilſtandsurkunden. Abfaſſung derſelben, LXV. S. 403. 73. Reiſ. Pormundſchaft uͤber die in Armenhaͤnſer aufgenommenen Finder, KXIII. S. 219. Von ihr ſind Pfarrer, Pierien und Capellane frey, L. S. 353. Vornamen. e zu fuͤhren erlaubt ſeyen, V. S. 69. W. Waldhuͤter koͤnnen Zufertigungen inſinuiren, LVIII. S. 377. Weiße. Die Ehe mit Schwarzen iſt ihnen verboten, X. S. 89. Z. gengenaebühren. Taxe derſelben bey den Friedensgerich⸗ ten, L.XXVII. S. 469. Bey andern Gerichten, Ebendaſ. S. 657. Zinsfuß. Deſſen Beſtimmung, LXXI. S. 427. Zollaͤmter. Gegen deren Schuldner findet Gefingnißzwang Statt, XXI. S. 213. —— * 3 5 * — wF ———————.— L —.————— S—— — ————— ——————— 16 Sence