6 ₰ 3 1 1 3 3 3 . „ Als——— c0 D E pRocEDURE CIvILE EDioM cCoRroRnMk 4 1.D11oN ORIEIMALE DE LIMPRIMERIE 1MpERIAI.k. it kit unnt buuzn i aSin A DESSAU ET LREIPZI6, 1— 33 ℳ Napvleons 1 Kaiſers von Frankreich, Königs von Italien und Beſchuͤtzers des Rheinbundes Livilgerichtsordnung Franzoͤſiſchen Reichs Nach der neueſten officiellen Ausgabe verdeutſcht und, nebſt den von dem Franzoſiſchen Rechtsgelehrten Herrn Dufour jedem Artikel beygefügten Parallelſtellen des ältern Franzöſiſchen und Römiſchen Rechts, auch ſeinen eigenen Bemerkungen herausgegeben von D. Chriſtian Daniel Erhard Königlich Sächſiſchem Oberhofgerichtsaſſeſſor, ordentlichem Profeſſor der Nechte auf der Univerſität Leipzig, des Landgerichts im Markgrafthum Niederlauſitz und der Leipziger Juriſtenfacultät Beyſizer, der Ruſſiſch⸗ Kaiſerl. Seſetzeommiſſion correſpondirendem Mitgliede, der Erfurter Aka⸗ demie der Wiſſenſchaften, der Warſchauer und Oberlauſitzer Königl. gelehr⸗ ten Geſellſchaften und der Leipziger deutſchen Geſelſchaft Mitgliede. Mit Koͤnigl. Saͤchſ. Privilegium. Deſſau und Leipzig, 1 8 0 2. —— h ſüit uw h ſuhn inh uft n Guin tndeh ſenn ſin Einleitung. ———— De Gerſchtsordnung fuͤr das Franzöſi⸗ ſche Reich weicht in vielen ihrer Formen ſo ſehr von den in Deutſchland uͤblichen ab, daß eine kur ze Darſtellung ihrer vorzuͤglichſten Eigen⸗ beiten dem mit dem Franzoſiſchen Rechte noch nicht bekannten Deutſchen gewiß nicht unwillkommen ſeyn wird. Zwar iſt die Franzoͤſiſche Seiche„ mei⸗ nes Wiſſens, in keinem deutſchen Staate eingefuhrt; allein, man kann uͤberhaupt in den Sinn des buͤrger⸗ lichen Geſetzbuchs nicht vollkommen eindrin⸗ gen, ohne zugleich den Code de Procédure genau zu kennen und zu verſtehen. Was der Leſer hier finden wird, konnte unmog⸗ lich eine ausfuhrliche ſyſtematiſche Darſtellung und Erklärung ſeyn, ſondern ich mußte begnugen, das M erkwuͤrdig ſte berauszuheben. Ekinleitung.. In dem von mir in den Noten beygefugten ge⸗ draͤngten Auszuge aus dem Werke des Herrn Du⸗ four*) wird der Leſer manche nuͤtzliche Erläuterung finden; ſich aber zugleich daraus uͤberzeugen, daß dieſe Gerichtsordnung aus den bisher guͤltigen aͤltern Franzö⸗ ſiſchen Geſetzen, vorzuglich aus der Ordonnanz von 1667, geſchoͤpft ſey, ſich an den bisherigen Gerichts⸗ brauch moglichſt anſchließe und nur wenig Neuerun⸗ ———— *) GCode de Procédure civile et conférence de ce Code avec les lois précédentes par Julien Michel Dufour an- cien avocat, exjuge an tribunal du Département de la Seine I. Tomes 8. à Pafis 1807. Zugleich muß ich auf folgende Werke verweiſen: Nouveau Ferrisére Dictionnaire de Proit et de pra- tique judiciaire civile. 4. par J. B. Delaporte ancien avo⸗ cat au Parlement de Paris. à Paris 1807. nebſt einem An⸗ hange, welcher enthaͤlt: Formulaire du Code de Procédure civile par J. P. Delaporte, aber auch unter einem beſon⸗ dern Titel zu haben iſt. Unter dem Titel: Nouveau Ferriére war aber ſchon vorher ein Werk des Herrn D'agar in 3 Bäͤnden in. er⸗ ſchienen; da es aber in den Jahren 1804. 1805. herausge⸗ kommen iſt, ſo kann es zur Erklaͤrung der neueſten Gerichts⸗ ordnung nur mittelbar beytragen. Einen vollſtändigen Commentar, nebſt beÿgeflien For⸗ mularen, enthaͤlt Mouveau Style de la Procédure ci- vile dans les cours d'Appel, les tribunaux de première ins- tance, de commerce et dans les justices de paix; on le Gode judiciaire mis en pratique par des formules, suivi de Ex- Posé des motifs présentés au corps législatif par les orateurs du Gouvernement et du texte de la loi par P. Lepage an- cien avocat au Parlement de Paris. à Paris 1807. 4. hierzu fuͤge man noch: J. M. Dufour nouveau Traité de la Pro- cödure civile T. 1— II. à Paris 1807. g. — —— Einleitunt. vI gen enthalte. Wolt⸗ man bierbey den Verfuſern den Vorwurf machen, ſie haͤtten das, was in den neueſten Zeiten fur die Entwickelung der Theorie einer zweckmaͤßigen Pro⸗ ceßform, beſonders in Deutſchland, geleiſtet worden iſt, nicht hinlanglich benutzt: ſo wuͤrde ich entgegnen, daß in keinem Theile der Geſetzgebung die Umſtürzung einer ſeit Jahr⸗ hunderten gangbaren Organiſation bedenklicher ſey, als ſey, mit ſteter Hinſicht auf die reinſten Grundſätze der Geſetzgebung, das Alte der Vollkommenheit allmaͤhlich zu naͤhern, als mit kuͤhner Hand Alles umzuwerfen, was Gebrauch und Sitte geheiligt haben, was der Nation bekannt und durch vieljaͤhrige Anwendung mit dem gewohnten Seſähegue ver⸗ webt und verkettet iſt. Einer ganz neugeſchaffnen Form hat die Erfah⸗ rung den Stempel der Zweckmaͤßigkeit noch nicht aufge⸗ druͤckt; noch hat man ſie nicht im Gange geſehen. Keine menſchliche Weisheit vermag alle die neuen Uebel zu ahnen, die aus dem neuen, doch auch menſch⸗ lichen, alſo mangelhaften Werke hervorgehen koͤnnen, noch vorauszuſehen, auf welche Art die nie ru⸗ hende erfinderiſche Chikane dem Geſetze beykommen werde. Und wie oſt hat nicht die Erfahrung gelehrt, daß die gänzliche Umſchaffung der Formen, ſo glaͤn⸗ zend auch dabey die Erwartungen waren, doch am Ende auf nichts hinauslief, als auf Eintauſchung bey der Gerichtsordnung; daß es uͤberhaupt heilſamer Einleitung. neuer, bisher unbekannter Mißbraͤuche und Gebrechen gegen alte und bekannte! Nein, die alte Form, wenn ſie nicht vollig zweck⸗ los und unvernuͤnftig iſt, hat ewig vor einer ganz neugeſchaffnen Eins voraus: die bereits daran bewährte Erfahrung von Jahrhunderten! Der neuen Form kann keine Macht das geben, was die Verbeſ⸗ ſerung der alten erleichtert, und dabey den Geſetzgeber vor Mißgriffen bewahrt, daß naͤmlich die Zeit, dieſe — große Lehrerin der Völker, daß die lange Anwendung auf die tauſendfachen Verhaͤltniſſe des Lebens, die Maͤngel und Luͤcken der alten Form praktiſch entdeckt, dagegen aber auch ihren Vorzuͤgen den unzweydeutig ſten Stempel aufgedruͤckt hat. Wo neue Geſchaͤfte, Sitten und Verhaͤltniſſe Aenderungen gebieten, da wird der weiſe Geſetzgeber das Fehlende ergaͤnzen, und mit dem bisher Guͤltigen in Uebereinſtimmung zu bringen wiſſen. Er wird gern des kleinen Ruhms einer neuen Schoͤpfung entbehren, und mit weiſer Hand da beſſern, wo nur immer das gaͤnzliche Zerſtören und Umwerfen des Alten vermeidlich iſt. Die Eitelkeit, etwas Unerhoͤrtes zur Welt zu brin⸗ gen, kann allenfalls dem Philoſophen bey Darſtellung eines Ideals verziehen werden; aber den Geſetzgeber nmuß ſie nicht quaͤlen. Wenn jenen vielleicht morgen ein ſcharfſichtiger Gegner widerlegt, oder die ruͤckkeh⸗ rende mens sana ſeiner Nachbeter lächerlich findet: ſo iſt Schande und Nachtheil ſein; der Geſetzgge⸗ Einleitung.. 1 ber aber macht ſelue Verſuche am Vohle aan zer Voͤlker und Generationen. Sdo wenig ich daher fuͤr die Formen des Fran⸗ zoͤſiſchen Proceſſes blind eingenommen bin, ſo ſehr ich mich uͤberzeugt halte, daß in manchen Punk⸗ ₰ ten,(wiewohl bey weitem nicht in Allen) unſte aterlaͤndiſche Rechtspflege den Vorzug verdient, ſo r ſehr erſcheinen mir aus den angegebenen Gruͤnden die e Verfaſſer vorliegender Gerichtsordnung gerechtfertigt, f daß ſie, Statt die bekannten und uͤblichen Formen ganz umzuwerfen und mit lauter neuen und der Na⸗ n tion unbekannten zu verwechſeln, ſolche vielmehr nur n zu verbeſſern und von Fehlern zu reinigen bemuͤht gweſen ſind. r Um wie viel leichter wird es ihnen werden, auf n der einmal betretenen und gewohnten Bahn immer weitere Fortſchritte zu machen, und die Umwege im⸗ n t mer mehr und mehr zu vermeiden, als auf einer neu⸗ 5 gebrochenen, aber vielleicht bald irrig befundenen, um⸗ zukehren, und ſie gaͤnzlich zu verlaſſen! Allein, eben die Gruͤnde, welche die Beybe⸗ haltung dieſer Formen in Frankreich rathſam 9 machten, machen die Einf uͤhrung derſelben in deut⸗ ſchen Staaten aͤußerſt bedenklich, wenn damit nicht zugleich der voͤllige Umſturz aller Gerichts⸗ und Lan⸗ desverfaſſung verbunden ſeyn ſoll. X 5 Einleitung. Doch, ich wende mich zur Erklaͤrung einiger der merkwurdigſten Abweichungen des franzſiſchen Proceſſes von dem unſrig en. Vor allen Dingen verdient die Einrichtung der Friedensgerichte(Art. 1— 47.) Lob und Nachah⸗ mung; wiewohl die Formen noch der Vereinfachung faͤhig waͤren, und die(Art. 16.) verſtattete dreymonat⸗ liche Appellationsfriſt mir uͤberhaupt, am meiſten aber bey ſummariſchen Rechtshändeln, der proviſoriſchen Voll⸗ ſtreckung mancher Urthel ungeachtet, dennoch zu lang ſcheint; beſonders da ich ſeit 26 Jahren richterliche Aemter in einem Lande verwalte, wo die zehntaͤ⸗ gige Appellationsfriſt mir nie Nachtheile bemerkbar ge⸗ macht hat, welche eine Verlaͤngerung dieſer Friſt wuͤn⸗ ſchenswerth machen koͤnnten. Nachahmungswuͤrdig iſt ferner die Abſonderung des Geſchaͤfts der Guͤtepflegung vom Amte des gewoͤhnlichen Richters und der Verweiſung des guͤtli⸗ chen Verhörs an die Friedensrichter. Bey denjenigen Rechtshaͤndeln, bey welchen dieß, Inhalts des 49. Artikels, unterbleiben ſoll, ſcheint gar keine Guͤtepflegung Statt zu finden. Wie leicht ware es, ſie den Gerichtshoͤfen ſelbſt zur Pflicht zu machen!„ Was die Vorladungen(ajournements, as- signations) anlangt: ſo bemerke man vor allen Din⸗ gen, daß, beſonders im ordentlichen Proceſſe, der Klaͤ⸗ ger nicht, wie bey uns, die Klage beym Richter ein⸗ ſham 3 Nn un önt inijl hinn nh hlig Einleitung. 1 reicht, noch dieſer die Ladung reſolvirt und verfugt. Vielmehr hat jeder, der eine Klage anſtellen will, Eeinige beſondre Faͤlle ausgenommen) ſich vor allen Din⸗ gen an den Gerichtsboten(Huissier) zu wenden. Dieſem theilt er den Gegenſtand ſeiner Klage mit; zugleich aber muß er ihm das Gericht und die Zeit, auf welche der Gegner vorgeladen werden ſoll, anzeigen. Ueber dieß Alles nimmt der Huiſſier ein Protocoll auf. In dieſem muͤſſen, außer den im 1 u. 61. Artikel be⸗ merkten Namen und Umſtänden, der Gegenſtand der Klage und die dem Beklagten bis zum Tage des Erſcheinens verſtattete Friſt enthalten ſeyn. Zu⸗ gleich muͤſſen die Abſchriften der Urkunden, auf welche die Klage gegruͤndet iſt, beygefugt werden. Von dieſem Protocolle,(in welchem zugleich hinzugefugt wird, was bey der Inſinuation vorgegangen ſey) haͤndigt der Gerichtsbote dem Beklagten eine Abſchrift ein, wo⸗ durch dieſer alſo zugleich erfahrt, von wem, wes⸗ halb und wohin er geladen werde. Dieſe Art, die Klage anzubringen und dem Gegner zufertigen zu laſſen, findet ſowohl bey der Ladung vor den Friedensrichter, als bey andern Gerichten Statt. Nur muß bey den Ladungen vor die Ge⸗ richte erſter Inſtanz(mit Ausnahme der Art. 49. bemerkten Sachen) die Citation zur Guͤtepfle⸗ gung vorhergegangen ſeyn, und bey der Ladung vor das ordentliche Gericht die Abſchrift des uͤber die Guͤtepflegung gehaltenen Protokolls mit zuge⸗ x1I Einleitung. fertigt werden. Dieſe Form bedurfte fur Franzoſen, welchen ſie alltäglich iſt, im Geſetzbuche keine be⸗ ſtimmtere Schilderung. Aber einem Deutſchen wuͤr⸗ den die Art. 61. enthaltenen Beſtimmungen, bey al⸗ ler Genauigkeit des Geſetzes, ohne weitere Erlaͤute⸗ rung, doch immer dunkel und raͤthſelhaft geblieben ſeyn. Die Vorladung ſelbſt heißt assignation, auch ajournement*), weil darin das Gericht, vor das der Beklagte geladen wird, und der Termin zum Erſcheinen feſtgeſetzt ſind. Das uͤber die Inſinuation ſelbſt vom Huiſſier aufgenommene Protocoll heißt, wie alle Zufertigungsinſtrumente des Huiſſiers, Exploit. Die In ſinuationen ſollen in der Regel alle an dem Wohnorte deſſen erfolgen, an den ſie ge⸗ richtet ſind. Verlangt aber eine Parthey, daß die Inſinuation an einen andern, als an ihren Wohnort geſchehe, ſo muß ſie dieß erklaͤren. Dieſe Erklaͤ⸗ rung heißt: Wahl eines Wohnorts(Election de domicile). Ein Ausdruck, deſſen Bedeutung man wohl kennen muß, weil er in den franzoſiſchen Se⸗ ſetzbuͤchern ſo oft vorkommt. Die Verhoͤre Qiutienzen)? 8 geſchehen in der Regel bey offnen Die Säse der Par⸗ „ Das Wort Citation braucht man vorzüglich votadun gen vor die Friedensrichter. **) Ich habe, ungeachtet deſſen, was Adelung unter dem Worte Verhoͤr geſagt hat, doch dieß Wort lieber, als Au⸗ dienz, gebraucht. Wir ſagen in der oberſächſiſchen Ge⸗ — unn n un im ſun Rl un itu ln lin p huſhn nnn n i Kbpſ dol h hin ſiuju⸗ iut n) tun in ſuinn Einleitung. XIII cheyen werden nicht blos zu den Acten genommen, ſondern dem Gegentheil jedesmal zugefertigt. (Art. 77. 78.) Beym Vortrage(der Relation), der in der Regel in oͤffentlicher Sitzung geſchehen muß, ſind die Partheyen gegenwaͤrtig, und ſie oder ihre Sach⸗ walter konnen, wenn ſie es fur gut finden, beym Praͤſiden⸗ ten ſchriftliche Bemerkungen uͤber den Vortrag einreichen (Art. 111.), wenn ſie ihn mangelhaft oder falſch finden. Die Urthel und Beſcheide muͤſſen den Par⸗ theyen oder ihren Sachwaltern in Abſchrift zugefer⸗ tigt werden, und von dieſer Zufertigung an laͤuft die Appellationsfriſt(Art. 443.) und die Friſten fur die uͤbrigen Rechtsmittel(Art. 483. Art. 157.) Die Zeugen werden in Gegenwart der Partheyen abgehoͤrt, duͤrfen aber von ihnen nicht unterbrochen werden.(Art. a61. 262.) Eine ausgezeichnete Eigenheit und ein Vorzug des franzoſiſchen Proceſſes iſt, daß jeder Theil ſeinen Gegner perſoͤnlich uͤber gewiſſeThatſachen vom Richter(arti⸗ kelsweiſe) abhoͤren laſſen kann; wobey der Sachwal⸗ ter des zu Befragenden nicht gegenwaͤrtig ſeyn darf. Das letztere ſcheint mir, vielleicht aus uͤbertriebe⸗ ner Behutſamkeit, bedenklich. Sobald es nur dem — vehoten und unmoͤglich gemacht iſt, ſei⸗ richtsſprache: gitiiches Verho r, Ve 65 orsſtube(salle d'audience), die Sache ins Verhoͤr ziehen u. ſ. w. und dieß rechtfertigt den Gebrauch dieſes Worts in dieſem Sinne, meines Erachtens, genug. xIv Einleitung. nem Clienten woͤrtlich oder durch Zeichen anzugeben, wie er antworten ſolle, halte ich die Gegenwart beyder Sachwalter nicht nur fuͤr ganz unbe⸗ denklich, ſondern auch, zu Verhuͤtung der Mißbräuche, die ein vielleicht partheyiſcher Rich⸗ ter mit dieſer Befragung treiben koͤnnte, fuͤr we⸗ ſentlich nothwendig; beſonders da rt 32) die Befragung von einem Einzelnen, und nicht in der Sitzung geſchieht. Man weiß ja, wie leicht ein furchtſamer und einfältiger Menſch durch hochfahren⸗ des Weſen und durch den Ton der Frage ſelbſt eingeſchuͤchtert und irre gemacht; und wie von der an⸗ dern Seite einem ſchlauen Menſchen die Antwort, wie ſie gerade fuͤr den Nutzen des Befragten am zweckmaͤßigſten iſt, ebenfalls durch die Frage ſelbſt, von einem fur ihn gewonnenen Richter, in den Mund gelegt werden kann. Daß weder das eine, noch das andre geſchehe, wuͤrde durch die Wach⸗ ſamkeit der Anwaͤlde verhindert werden. Mir wenig⸗ ſtens ſcheint dieſer Vortheil die Bedenklichkeiten zu uͤberwiegen, welche der Zulaſſung der Sach⸗ walter entgegenſtehen koͤnnten. Die große Ausdehnung, welche(Art. 404.) den ſummariſch zu verhandelnden Rechtsſachen gegeben iſt, verdient, als kraͤftiges Mittel zu Abkuͤr⸗ zung der Proceſſe, Achtung und Nachahmung. Ein wichtiger Vorſchritt zur Verhuͤtung weitlͤuf⸗ tiger Proceſſe, und ein Mittel, partheyiſche, unver⸗ inm eu ſuh wi ſwn biun e ⸗ 3 uut, ——— Einleitung. xv ſtändige oder ſportelſuͤchtige Gerichte zu umſchif⸗ fen, iſt die treffliche und muſterhafte Organiſation der ſchiedsrichterlichen Eroͤrterungen und Ent⸗ ſcheidungen. Ein in Deutſchland völlig Si Rechtsinſtitut iſt die bey jedem hohen oder niedern Gerichte ange⸗ ſtellte Staatsbehoͤrde(Ministère publich; näm⸗ lich bey den Appellationsgerichten der Generalpro⸗ curator, bey den Gerichten der erſten Inſtanz der kaiſerliche Anwald, deren jeder ſeinen Subſtitu⸗ ten fuͤr den Fall der Snbe oder Behinde⸗ u hat. Da das richterliche amt„ als ſolches, frey, bloß dem Geſehe unterworfen, und zur Bewahrung kei⸗ nes andern Intereſſe beſtellt iſt, als das der Staat an einer unpartheyiſchen, genauen und ſchnellen Ge⸗ rechtigkeitspflege hat: ſo iſt bey jedem Ge⸗ richte ein beſonderer Anwald des Staats beſtellt, welcher theils in denjenigen Dingen, bey denen die offentliche Ordnung, die Staatsguͤter u. ſ. w. intereſ⸗ ſirt ſind, fur das Intereſſe des Staats ſpricht, cheils ſich derjenigen Anſtalten und Perſonen, die des beſondern Schutzes des Staats beduͤrfen, z. B. der Unmuͤndigen, Abweſenden, öffentlicher Inſtitute u. ſ. w. annimmt, theils bey ſolchen Gegenſtaͤnden eingreift, wo auf ir⸗ gend eine Weiſe das Gericht oder ein Mitglied deſſelben intereſſirt iſt, oder intereſſirt ſeyn könnte. Dieſe Be⸗ börde bildet bey jedem Gerichte, ohne dem richterli⸗ xvr Einleitung. chen Anſehen, oder der Freybeit der richterlichen Ent⸗ ſe ſcheidungen Eintrag zu thun, einen ſtets gegenwaͤrtigen un ſ Waͤchter der Ordnung und des Geſetzes; beſonders da 3 in der kaiſerliche Anwald(Art. 83. Nr. 8.) auch die Vorle⸗ ſthalu gung einer jeden Sache verlangen kann, bey welcher er uun die Ausuͤbung ſeines Amtes fur erfoderlich haͤlt. Außerden w⸗ Fällen, wo dieſe Staatsbehörde ſelbſt als Parthey auftrit, n muͤſſen ihr in denjenigen Sachen und Angelegenheiten, in welchen ihr Amt nach den ſo eben angegebenen b Grundſätzen eintritt, die Acten, entweder durch die juuiſt, Gerichtsſchreiberey, oder von den Sachwaltern mitgetheilt ſun werden. Der Generalprocurator oder der kaiſerliche In⸗ tulijn wald macht ſodann dem Gericht hieruber ſeinen Vor⸗ trag, den er mit dem Antrage endigt:„daß in der — i „Sache ſo und ſo erkannt werden möge.“ Dieſer An⸗ pin trag heißt, wie alle Antraͤge und Geſuche, womit ſich die Vorträge der Sachwalter ſchließen, les con-. clusions.*) Ehe dieſer Antrag der Staatsbe⸗ inhn hoͤrde angebracht iſt, darf in Sachen, wo ſolcher er⸗ ſodert wird, bey Strafe der Nullitaͤt, kein Urthel noch— Beſcheid ertheilt werden. Indeß iſt das Gericht, nn wenn es eine andre Entſcheidung fuͤr gerecht haͤlt, beym Erkennt⸗ nt, —— Eui *) Denn nach dem angenommenen Scyle heißt es, nach erfolg⸗ te tem Vortrage der Gruͤnde:„mes conclusions tendent à ſeu ce dqui plaise au tribunal condamner N. N. à payer etc. j „Mein Geſuch(Antrag) 2 alſo dahin, daß es dem Ge⸗ mn „richt gefällig ſeyn moͤge, N M. zu verurtheilen, daß er 1 „W ſ. w.“* 3 Fnt⸗ igen da rle⸗ te ede trit, iten, enen die heit Vor⸗ de An⸗ ſich n- be⸗ er⸗ h, ym unt⸗ ⸗ 1t etc. He⸗ Einleitung. xv11 Erkenntniſſe an dieſen Antrag der Staatsbehoͤrde nicht gebunden, ſondern kann, ſoweit es ſich davon abzu⸗ gehen getraut, dagegen entſcheiden. Da indeß die kai⸗ ſerlichen Anwaͤlde alle geuͤbte Rechtsgelehrte ſeyn muͤſſen, und in manchen Gerichten die Richter es nicht ſind: ſo dient der Vortrag des kaiſerlichen Anwalds den Gerichten nicht ſelten bey ihrer Entſcheidung zum Leit⸗ faden. ²) Was aber den Vorzuͤgen dieſer Einrichtung die Krone aufſetzt, iſt die Aufſicht, unter welcher wiederum die Perſonen ſtehen, die bey jedem Gerichte die Staatsbehoͤrde ausmachen. Jeder beym Gerichte er⸗ *) Dieß Inſtitut iſt alt. Seit dem T4. Jahrhunderte gab es bey jedem Parlemente eine Behoͤrde, deren Mitglieder les gens du roi hießen. Dieſe beſtanden aus dem procureur general und mehrern avocats généraux; bey jedem Unterge⸗ richte war ein procureur du roi und bey den Meiſten uͤber⸗ dieß ein Avocat du fisc. Im Jahr 1790 wurden die gens du roi abgeſchofft. Die Staatsbehörde bey den Civilgerichten war der commissaire du roi und bey den Criminalgerichten der accusaceur public. Die avocats genéraux fielen ganz weg. Nach der neueſten Conſtitution iſt die im Texte geſchilderte Verfaſſung dieſer Behoͤrde eingefuͤhrt; nur daß ſeit der An⸗ nahme der Kaiſerwuͤrde der Titel: commissaire du gouver- nement in procureur impsrial verwandelt worden iſt. Die Staatsbehoͤrde hieß ehedem, und heißt noch jetzt, in der franzoͤſi⸗ ſchen Gerichtsſprache: le parquet weil das Zimmer, wo die Staatsbehorde expedirt, dieſen Namen fuͤhrt. Daher iſt noch jetzt voͤllig ſynonym, ob man ſagt: la cause doit étre communiquée au parquet⸗ oder: la chose doit etre commu. niquée au procureur impésrial(oder au ministére public.) Eivitgerichtsordnung. 8 —— Einleitung. ſter Inſtan angeſtellte kaiſerliche Anwald,(wel- chem ſein Subſtitut untergeordnet iſt,) ſteht unter dem Generalprocurator beym Appellationsge richte, und alle Generalprocuratoren bey den Appellationsge⸗ richten ſtehen wiederum unter dem beym Caſſationstri⸗ bunal angeſtellten Gen eralp rocurator. Die Rechtsmittel ſind ordentliche— außerordentliche: Die ordentlichen ſind: vie Oppoſ ition 6 die Appellation. Erſtere iſt gegen Contumacialer⸗ kenntniſſe, ſowohl der Friedensrichter(Art. 19. f.), als der andern Gerichte(Art. 149. u. f.), verſtattet. Uebrigens wird das Wort: Oppoſition auch uͤber⸗ haupt fur alle Arten der Einſpruͤche und Prote⸗ ſtationen, beſonders fuͤr Zahlungseinſprüche, gebraucht. (S. Nap. Civilgeſetzbuch Art. 172. f. Gerichtsordn. Art. 608. 609. 927. 931. 817. 560. u. ff.) Die Appellation. Bey dieſer wurde die Abkuͤrzung der dreymonatlichen Friſt gewiß eine Wohlthat fuͤr Frankreich*) ſeyn, beſonders da fuͤr das Rechtsmittel der Wiedereinſetzung in den vo⸗ rigen Stand die ordentliche Friſt ebenfalls drey Mo⸗ nate iſt, alſo die Chikane bloß durch dieſe bey⸗ den Rechtsmittel, zu welchen es ihr ſelten an Stoff fehlen kann,(den Recurs an das Caſſationstri⸗ *) S. oben S. IX. — tnſi Pin abt ſtn it lu ſi ſwub min khin uimn ju— lin ſtihſ ſh. jme ito ſin 1— iunsiht kul Rhheh iut njnn h kun kl nn in iun jn (wel⸗ dem hte, sge⸗ ntri⸗ und d die ialer⸗ , al tatt. über⸗ rote⸗ ucht. ordn. die ewiß s da n vo⸗ Mo⸗ bey⸗ Gpf tri⸗ Einleitung. bunal*) ungerechnet) den Lauf des Proceſſes um ein ganzes halbes Jahr, und wenn Verlaͤngerungsur⸗ ſachen eintreten, noch weit laͤnger aufzuhalten im Stande iſt. S 6 Unter den außerordentlichen Rechtsmitteln zeichnet ſich das Rechtsmittel der Wiedereinſe⸗ tzung in den vorigen Stand(Requéte civile) vorzuͤglich aus. Es iſt unſerer Leuterung aͤhnlich oder auch dem gleichartigen, in manchen deutſchen Ländern uͤbli⸗ chen Rechtsmittel, welches barbariſch genug dictio nul⸗ litatis seu iniquitatis genannt wird; nur mit der Ausnahme, daß die Beſchwerden(Art. 490.) haupt⸗ ſchlich ſolche Rullitaͤten zum Gegenſtande haben muſſen, die durch Nachlaͤſſigkeit, durch Argliſt oder Verletzung der Formen oder durch Falsa entſtanden ſind.(Art. 4 90.) Ich habe ſchon oben erwaͤhnt, daß die ordentliche Friſt bey dieſem Rechtsmittel, ſo wie bey der Appel⸗ *) Die ganze Materie vom Recurs an das Caſſa⸗ 8 tionstribunal iſt in der Gerichtsordnung weggelaſſen, ja, es iſt dieſes Rechtsmittels darin nur einige mal Art. 363. Art. 504. Art. r028. im Vorbeygehen erwahnt, und auf die deshalb vorhandenen beſondern Geſetze verwieſen. Daß dieſes Stillſchweigen nicht zufällig ſey, läßt ſich vorausſetzen. Mir iſt indeß der Grund davon gaͤnzlich unbekannt. Um mehrerer Bequemlichkeit willen ſollen die hierher gehoͤrigen Stellen der Conſtitution vvm 23. Frimaire des VIII. Jahrs des Geſetzes vom 27. Ventos des vIII. J. den Supplementen zum Geſetzbuche Napoleons in der Ueberſetzung beygedruckt, und es wird das Regiſter der Ge⸗ richtsordnung zugleich mit darauf gerichtet werden. — Einleitung. lation, drey Nonate ſey; allein, dieſe Friſt wird 6 denen, die im Dienſte des Staats außer den euro⸗ paiſchen Beſitzungen Frankreichs abweſend, oder in auswärtigen Angelegenheiten des Staats angeſtellt ſind, ſowohl bey der Appellation, als bey der Wieder⸗ einſetzung in den vorigen Stand, um ein ganzes Jahr verlangert(Art. 446. 485.; und alle, die außer dem Continentalgebiet von Frankreich wohnen, haben(Art. 445. 486. vergl. mit Art. 73.) nach Maaßgabe der Entfernungen ſich noch einer ein⸗ oder ſechsmonatlichen, ja einjaͤhrigen Friſtver⸗ längerung zu erfreuen. Es kann alſo Faͤlle geben, wo, wenn in Einer Sache zugleich das Rechtsmittel der Wiedereinſetzung in den vorigen Stand und die Ap⸗ pellation eintritt, die bloßen Friſten fuͤr die Rechtsmit⸗ (die der, welcher den Proceß zu verzögern Luſt hat, gern ganz benutzen wird,) in Allem zwey Jahr ſechs Monate wegnehmen! Der Verzögerung, die aus der Abweſenheit entſtehen kann, iſt in meinem Vaterlande dadurch vorgebeugt, daß die den Sachwaltern ertheilten Vollmachten in der Regel mit auf die Einwendung der Rechtemittel gerichtet werden, und daß dann das Urthel dem S achwalter publicirt, und wenn dieſer die Einwendung eines Rechtsmittels innerhalb 10 Tagen unterläͤßt, rechtskräftig wird, der Principal mag auch noch ſo weit entfernt, oder in Dienſten des Staats verſendet ſeyn. Ich kenne die Gruͤnde nicht, welche in Frankreich ein Anderes noth⸗ B buſt jn 1 vih win 1 ſin n in n uro⸗ oder ſtlt der⸗ zes die nen, nach in⸗ wer⸗ der egel den, icirt, tels ird, in die h⸗ X 6 X Einleitung. XRXI wendig machten, und unterwerfe gern meine beſchraͤnkte Einſicht dem reiferwogenen Ermeſſen ſo großer Ken⸗ ner. Allein, ich wage es, ſo lange ich keines Beſſern belehrt bin, zu wiederholen: es wuͤrde eine große Wohlthat fuͤr Frankreich ſeyn, wenn das De⸗ cendium dort gleichfalls, unter den auf daſige Verfaſ⸗ ſung paſſenden Modificationen, eingefuͤhrt wuͤrde! Uebrigens wird die Appellation und das Rechts⸗ mittel der Wiedereinſetzung in den vorigen Stand, gleich der Klage, nicht beym Richter einge⸗ reicht, ſondern, bey der Ladung, dem Gegentheile bekannt gemacht Art. 456. 4020). Es wird alſo z. B. bey der Appellation in dem vom Gerichtsbo⸗ ten deshalb aufgeſetzten Vorladungsinſtrumente(Fx- ploit d'ajournement) der Gegenſtand der Appellation ſo wie der Hauptinhalt der Beſchwerden angegeben, und dem Appellaten zugeſtellt; dieſer aber darin zugleich eitirt, ſich in geſetzlicher Friſt vor dem Ap⸗ pellationsgerichte zu ſtellen. Nichts kann ſich von der deutſchen Gewohnheit weiter entfernen, als dieſe Form. Allein, es werden in Frankreich alle Arten der Klagen und alle Rechtsmittel! auf dieſe Weiſe angebracht. Noch eine merkwuͤrdige Nwiſthun S franzo⸗ ſiſchen Gerichtsverfaſſung von der unſrigen kann ich *) Einige, wiewohl geringe Abweichungen findet man bey der tierce opposition Art. 475. und 5 ½ der e Art. 510. 311. XRIT Einleitung. 1 nicht unetwihnt laſſen. Nicht nur und jede Handlungen der willkuhrlichen Gerichtsbarkeit, ſondern auch mehrere, in gerichtlich anhaͤngigen Haͤndeln vor⸗ kommende Geſchaͤfte, als: die Inventur der Erbſchaf⸗ ten, die gerichtliche Verſteigerung unbeweglicher Gü⸗ ter, die Berechnung und Bildung der Erbſchafts⸗ looſe bey Erbtheilungen u. ſ. w. gehoͤren nicht vor den Richter, ſondern vor die Notarien, welche eine eigne oͤffentliche Behoͤrde ausmachen, und frey⸗ lich unter einer genauern Aufſicht des Staats ſtehen, als die unſrigen. ²) Dieſe Trennung hat den Vor⸗ theil, daß der Richter ſich lediglich den vor ihm an⸗ haͤngigen Rechtshaͤndeln widmen kann, und durch we⸗ niger verſchiedenartige Geſchaͤfte**) zerſtreut wird. Al⸗ lein, von der andern Seite ſcheint mir die Beguͤnſti⸗ gung des Anſehens der Notarien doch zu weit zu ge⸗ hen und die Koſten des Proceſſes zu haͤufen. Auſ⸗ ſer dem, was ich beym 54. Artikel in der Anmerkung geſagt bab⸗ gehoͤrt hierher die 6 die Intereſſenten ueber die ganze Verfaſſung und Einrichtung des otariats in Frankreich enthalten die Supplemente zum Geſetzbuche Napoleons unter Nr. I. ein beſon⸗ deres Geſetz vom 25. Ventos des Kl. J.(16. May 1803.) wohin ich die Leſer verweiſe. **) Zu welchen in manchen deutſchen Ländern noch ſo viele die DOrts⸗ und Landespolicey, Finanzweſen u. ſ. w. betreffende, dem richterlichen Amte an kommen, deren den Gerichten, zum Nachtheile ihres eigent⸗ lichen Zwecks, nämlich der ſchleunigen Juſtizpflege, täglich mehrere aufgeladen werden. — X ſich ganz fremde Verrichtungen huni ſut ſch ni Kuht uh ſuhin Wn umt n n- iſult hel uhn biur Wm dinn luit vin i nij ſir, zi Mh ede dern vol⸗ huſ afts⸗ vor che reh⸗ ben, Bor⸗ dn⸗ we⸗ A inſi g Auſ⸗ kung enten des ente beſon⸗ 605) ſbi⸗ nde, ngen ent⸗ gich — Einleitung. RIII aͤußerſt koſtſpielige Verordnung, daß der Notar alle Inventarien fertigt; die Verſiegelung aber, ſo wie die jedesmalige Abnahme und Wiederan⸗ legung der Siegel, vom Friedensrichter ge⸗ ſchieht.(Art. 907. 937.) Dieſer haͤlt uͤber die Verſie⸗ gelung ein eignes, vom Protocoll über die Inventur verſchiednes Protocoll.(Art. 939.) Dieß hat alſo zur Folge, daß die Parthey allezeit zwey Behoͤrden zu bezahlen hat, welches ihr erſpart werden koͤnnte, wenn, wie bey uns, dér, welcher das Recht hat zu verſie⸗ geln, auch berechtigt waͤre, zu inventiren; und der, welcher inventirt, auch die Abnahme und Wiederan⸗ legung der Siegel beſorgte. Doch, viell leicht ſind hier in den Localverhältniſſen Grunde enthal ten⸗ durch wel⸗ che meine Zweifel ſofort e werden kon⸗ nen!— Noch darf ich nicht laſſen, daß im öffentlichen Verhoͤr ſowohl in der erſten, als in der Appellationsinſtanz, unter den Partheyen muͤndlich verfahren wird. Doch geſchieht dieß, nachdem der Beklagte vorher ſeine Einrede dem Klaͤger(Art. 75. 77.) und dieſer ſeine Antwort darauf(Art. 78.) dem Beklagten ſchriftlich mitgetheilt hat. Auch ſoll dos Urthel ſogleich in der Audienz gefaͤllt werden. Dieß wuͤrde bedenklich ſeyn, wenn nicht fuͤr wichtige und weitlaͤufige Faͤlle dem Gerichte die Freyheit ertheilt wäre, die Sache zu einer beſondern Berathſchlagung „ Peliberc) auszuſetzen, oder auch auf ein lche⸗ Einleitung. ſchriftliches Verfahren(instruction par Ecrit) zu erkennen, das ſodann von einem befondern, im Be⸗ ſcheide ernannten Referenten in Vortrag gebracht wird. Doch erfolgt, wie ich bereits oben erwaͤhnt bebe jeder Vortrag im oͤffentlichen Verhor. Dieß ſey zur Aufſtellung der merkwuͤrdi g⸗ ſten Eigenheiten des franzöſiſchen Civilproceſſes ge⸗ nug. Eine ſyſtematiſche Darſtellung*) deſ⸗ ſelben habe ich hier nicht liefern wollen, noch koͤnnen. Ueber die Lehre von der Rechtfertigung der Porthey der Sache(egitimatio ad causam) bey Erben u. ſ. f. und die dabey zu beobachtenden For⸗ men habe ich in dieſer Gerichtsordnung nichts gefun⸗ den. Eben ſo wenig iſt der Provocationen ex 1. diffamari und ex 1. si contendat gedacht. Sie ſcheinen alſo nicht Statt zu finden. Auch vom A rmenrechte finde ich in der Gerichtsordnung und Taxordnung nichts. —— * Eine(bis auf einige unbedeutende Irrthůmer) meiſterhaft ausgefallene Skizze des Syſtems der Gerichtsver⸗ faſſung und Gerichtsordnung des franzoͤſiſchen Reichs liefert die(Halliſche) allgemeine Literatur⸗ zeitung v. J. 1807. Nr. 262—266. welche neuerlich abgedruckt erſchienen iſt in der Einleitung in das Geſetzbuch Napoleons(Duͤſſeldorf 180g. g.) Nr. V. S. 108— 262. Ferner vergleiche man: Le praticien frangais en deux par- ties. La premisre contient IEsprit et la Theorie du Code de Pocédure avec les formules, la seconde en présente l'ap- Plication st la jurisprudence. Par les Rédacteurs de la juris- prudence du Code civil. V. Tomes g. à Paris 1806. ubeit „ inſt ien n h t w huiht n inm inin ſin u ſmnn wn fin uein utn 3 — 3. 6 In 1(. nen. der bey For⸗ fun⸗ 1 m und choſt bel chen tur⸗ ruct c u. ode p⸗ ris⸗ „ N . Einleitung. Uebrigens wurde man ſich ſehr irren, wenn man in dieſem Geſetze alle Formen des Proceſſes ganz ausfuhrlich geſchildert ſuchen wollte. Man hat bey der Gerichts⸗ ordnung Leſer vorausgeſetzt, die den gewohnten Ge⸗ ſchaͤftsgang der franzoͤſiſchen Gerichte bereits kann⸗ ten. Ob man dabey nicht vielleicht zu weit gegangen ſey, wage ich nicht zu entſcheiden. So viel ſehe ich, daß z. B. Herr Dufour in ſeinen Anmerkungen zur Ge⸗ richtsordnung, von welchem ich in vorliegender Ausgabe einen Auszug geliefert habe, oft verſichert, daß gewiſſe, durch aͤltere Geſetze beſtimmte Formen, von welchen die neue Gerichtsordnung ſchweigt, noch jetzt beobach⸗ tet werden muͤſſen.*) So iſt auch z. B. in der Gerichtsordnung nicht bemerkt, daß in Sachen, welche dem kaiſerlichen Anwalde mitgetheilt werden muͤſſen, entweder jeder Sachwalter die ſeiner Seits eingereichten Schriften in der Expedition der Staats⸗ behoͤrde(au parquet) einreicht oder die Acten zu⸗ ſammen von der Gerichtsſchreiberey dahin abgegeben werden koͤnnen; daß ferner, wenn, erſtern Falls, einer der Sachwalter ſeine Schriften dem kaiſerlichen An⸗ walde einzureichen unterlaßt, der Gegentheil ihn durch einen Sat, den er ihm vom S zufertigen ——— 3 B. in der Wierkuns zum 700. u S. II2. I13. Sſ L. zum 292. Art. S. 164. Anm. I. z. 701 Art. S. A Inm. 1. z. 928. Aut. S. 5c6. 507 Anm. 1. u. a. a. O. XXVI Einleitung. ißt, dazu auffodert; und daß, wenn ſodann die Ein⸗ gabe dennoch unterbleibt, der kaiſerliche Anwald ſei⸗ nen Vortrag nur nach Maaßgabe der von Einem Theile eingereichten Schriften vorbereitet u. ſ. w. Und doch iſt dieß Alles, wie Herr Lepage in ſeinem nou- veau style de la Procodure civile S. 77. bezeugt⸗ anerkannter Gerichtsbrauch. Es iſt alſo ganz unbezweifelt gewiß, daß die im ro41. Artikel erfolgte Aufhebung aller ältern, die Gerichtsordnung betreffenden Gebraͤu⸗ che und Verordnungen unter eben der Ein⸗ ſ chraͤnkung zu verſtehen ſey, welche im 7. Artikel des Geſetzes vom z0. Ventoſe des XII. Jahres in Beziebung auf das Civilgeſetzbuch, liegt, und im 2. Arf. des Geſetzes vom 15. September 1807. in Anſe⸗ hung des Handelsgeſetzbuchs noch deutlicher aus⸗ gedruckt iſt: daß naͤmlich alle altere Geſetze in Anſe⸗ hung derer Puncte, welche durch gegenwaͤrtige Gerichts⸗ ordnung wirklich beſtimmt und entſchieden ſind, nichts gelten: daß man ſich aber auf das wirklich beſtehende Herkommen und die aͤltern Geſetze in Anſe⸗ hung ſolcher Gegenſtände muͤſſe beziehen koͤnnen, welche das vorliegende Geſetz ganz uͤbergeht, und in An⸗ ſehung deren es dennoch einer Norm und Vorſchrift nothwendig bedarf, wenn der Gang der gerichtlichen Geſchaͤfte nicht alle Angenblicke ſtocken und in Un⸗ ordnung gerathen ſol. muu ſüntv tin i mſnt ſitigug lihn Nm huüug n Ein ſei⸗ inem Und nou- eugt, e im ern, in⸗ des hunz Art Anſ⸗ aus⸗ lnſe⸗ chts⸗ ſind, klich nſe⸗ elche An chrit chen Un⸗ Einleitung. XRvIx Uuebrigens kann niemand den Gang des franzo⸗ ſiſchen Proceßganges vollſtandig und anſchaulich kennen lernen, der nicht, nach erlangter vertrauter Bekannt⸗ ſchaft mit der Gerichtsſprache, ſich die zu jedem Ge⸗ ſchaͤfte gehörigen Formeln bekannt macht, welche in dem oft von mir angefuͤhrten Formulaire des Herrn Delaporte enthalten, aber noch zweckmaͤßiger, und in Verbindung mit der Schilderung des Ge⸗ ſchäftsganges, in dem erwaͤhnten Werke des Herrn * aufgeſtellt ſind. 1 Noch einige Worte uͤber gegenwartige ueberſetung. Kein Theil der franzoͤſiſchen Geſetzgebung ſetzt dem Streben nach einer klaren, treuen und richtigen Ueberſetzung mehr Schwierigkeiten entgegen, als vor⸗ liegende Gerichtsordnung. Viele den deutſchen Gerichtshoͤfen ganz fremde Formen ſind im HOrigingl durch Worte btzeichnet, welchen in dem ganzen reichen Schatze unſter Mut⸗ terſprache nichts entſpricht, und bey denen zur Ver⸗ deutſchung kein Mittel uͤbrig bleibt, als die Umſchrei⸗ bung, wie dieß bey den Worten: prise à partie, renvoi, avenir, corps d'ecriture u. ſ. w. der Fall iſt. *) Nouveau style de la Proeedure eivile ſ. oben S. VI. vrr Einleitung. ch habe hierbey vorzuͤglich den Rechtsgelehrten im n⸗ Deutſchland verſtändlich zu werden ge⸗ ſucht, und ich muß diejenigen Herren Kunſtrichter, denen bloß die Gerichtsſprache des mittaͤglichen Deutſch⸗ lands, oder wohl gar nur der deutſchfranzoſiſche Ge⸗ ſchaͤftsſtyl des linken Rheinufers gelaͤufig iſt, bitten, auf dieſen Umſtand Ruckſicht zu nehmen, und nicht einſeitig bloß ihren Sprachgebrauch zu beruͤckſichti⸗ gen. Um daher Mißverſtaͤndniſſen vorzubeugen, muß ich mich uͤber den Sinn und Gebrauch verſchiedener Ausdruͤcke erklaͤren und rechtfertigen. Aote kann unmoͤglich durch Act oder ete uͤber⸗ ſett werden, wenn jeder Deutſche wiſſen ſ was dar⸗ unter verſtanden werde. Da, wo es irgend eine Schrift— welche jetzt oder s etwas bewieſen werden ſoll, habe ich es Urkunde“), auch wohl, nach Maaßgabe des Zu ammenhangs, Schein uͤberſetzt, wie bey Acte de naissance Geburtsſchein. Sehr oft heißt aber, wie bekannt, Acte auch ſoviel, als eine Hand⸗ lung, beſonders eine ſolenne oder gerichtliche. Acte d'avoué à avoué. Ueber dieſes Wort habe ich beym 145. Art. in der Anmerkung *) Man ſehe, was Adelung unter: Urkunde uͤber den aus⸗ gedehnen Gebrauch dieſes Wortes geſagt hat, und in Hom⸗ mels deutſchem Flavius das n Wortverzeichniß unter; instrumentum. X kimn, — i ſ wu ſinn rimmn ihn iuhn ſuni ſiti iun Deyon wnn itten ſuſil inſ inou du n ön, Einleitung. XRIR 3 S. 83. bereits meine Genanken geſagt. Ich muß, nach wiederholtem Nachforſchen bey der Meinung „ beharren, daß ihm in unſter Sprache nichts entſpreche, Ge⸗ als das Wort: Sat, weil in den Serichten wo es — ublich iſt, daß die Advocaten gegen einander verfah⸗ ren, ohne die Schriften an das Gericht zu richten, i jedermann ſagt: es ſey in abgewechſelten Säͤtzen 6 verfahren worden,(welche auch in der alten Urthelsſprache niß Geſ ätze genannt werden), dagegen wir in Proceſſen, dener in welchen alle Schriften an den Richter gerichtet werden, dieſe Schriften mit den Worten: rechtli⸗ i. ches Einbringen bezeichnen. Sind nun die Actes 6de d'avoues à avoués, wie man im Formulaire des Delaporte und beym Lepage a. a. O. S. 169. dr und an mehrern Orten findet, nichts anderes, als heb Schriften, in welchen Kläger oder Beklagter in der dritten Perſon zu ſeinem Gegner ſpricht, E und ſeine Gruͤnde gegen ihn vortraͤgt: ſo frage ich beißt jeden verſtaͤndigen Praktiker, der dieſe Art des, vor⸗ nd zuglich in den Landen aller ſächſiſcher Furſten, gewoͤhn⸗ lichen Verfahrens, und zugleich die Natur der Acte Reſes d'avoué à avoué kennt, ob nicht beyde Arten der u SSchriften ſich ihrer Natur nach vollig gleich ſind? Das Einzige, wodurch ſie ſich unterſcheiden, iſt, daß in den franzoſiſchen Gerichtshoͤfen jeder einzelne Sätz ſche dem gegneriſchen Anwalde durch den Huiſſier zugefer⸗ tigt wird, we bey uns geſchieht, da jeder Einleitung. Advocat die Saͤtze ſeines Gegners ſich vom Gericht ſelbſt vorlegen laſſen muß, weil urſpruͤnglich dieſe Sätze dem Actuar in die Feder dietirt wurden, wel⸗ ches auch in manchen Laͤndern noch jetzt geſeblch ge⸗ ſchehen ſoll, aber ſelten geſchieht. Der Ausdruck: Procées-Verbal iſt von den Rheiniſchen Herrn Ueberſetzern beybehalten worden; auch mag am linken Rheinufer jeder deutſche Rechts⸗ gelehrte wiſſen, was ein Verbal⸗Proceß ſey. Bey uns iſt dieß fremde Wort mit der deutſchen En⸗ dung nicht verſtaͤndlicher, als das franzoͤſiſche Wort ſelbſt; ja, es giebt, wegen der beſtimmten Beziehung des Wortes Proceß auf einen ſtreitigen Rechts⸗ handel, dem Unkundigen zu Mißdeutungen Anlaß. Wir haben dafuͤr kein anderes Wort, als: Pro⸗ tocoll oder Regiſtratur. Daß man in Frankreich unter: Protocole etwas ganz Andres verſtehe, als bey uns, iſt bekannt. Denn, einmal heißt Pro- tocole bey den franzoſiſchen Notarien das Reper⸗ torium, welches ſie ſich halten, um darnach die ein⸗ zelnen, von ihnen gemachten Verhandlungen in ihren Buͤchern aufſuchen zu koͤnnen; dann bedeutet es auch, wie⸗ wohl im uneigentlichen Sinne, das Formularbuch, nach welchem die Praktiker ihre Schriften abfaſſen, ²) daher changer le protocole ſoviel heißt, als den hergebrachten S abaͤndern. 7 *) S. Nouveau Ferrière par d' Agar T. I. s v. Protocole. „ uhn ſiit, an lun hu i ünſt zch i m) juudu whihi mni ſin ſn tun d uſnch s h imn ſiin wiit — ſerlul, i ( gri v6 ibt tes ittuj itet Einleitung. xxRxL Allein, da die Ueberſetzungen der ſranziſſchen Geſetzbuͤcher ins Deutſche nicht fuͤr Franzoſen geſchrieben ſind: ſo hindert jener franzoſiſche Sprach⸗ gebrauch nicht, daß wir Deutſchen dieß Wort in dem bey uns uͤblichen Sinne brauchen. Bey uns heißt Protocoll ein Buch, ein Stuͤck Acten, in welches oͤffentliche Beamten die vor ihnen in allen oder in einer gewiſſen Art von Ge⸗ ſchaͤften vorkommenden Haͤndel, nach der Zeitordnung und Reihe eintragen, oder, wie wir es in Sachſen nennen, regiſtriren. Allein, auch jeder einzelne, von einem gehoͤrig erfoderten Notar oder vom Gerichts⸗ actuar oder einer andern dazu berechtigten Gerichts⸗ perſon abgefaßte Aufſatz uͤber ein vor ihm verhandel⸗ tes Geſchäft oder einen legal zu ſeiner Kenntniß ge⸗ kommenen Vorfall, heißt: ein Protocoll; und eben dieſen Begriff geben die franzöſiſchen Rechtsgelehrten vom Worte: Procès-verbal.*) Wo alſo der fran⸗ zoͤſiſche Text von einem Proces-verbal de Section ſpricht, da wird jeder Sachverſtaͤndige ſagen, es ſey von nichts anders die Rede, als vom Sectionsproto⸗ *) Delaporte in ſeinem Noureau Ferrière ſagt unter Procès- verbal, es ſey derſelbe: un acte contenant le détail de tout e qui s'est fait et dit dans une opération— Cela s'appliqus ztoutes les opsrations, dont on doit connattre les dstails comme: les descentes desjuges, les visitss etc. — Einleitung. 1 gelle. Daher faire un Procès- verbal: tanrol⸗ liren.) 3 Da uͤbrigens gegenwaͤrtige—— mit. andern, ſo wie mit jedem menſchlichen Werke, das gemein hat, daß ſie, bey aller Genauigkeit und Sorg⸗ ſamkeit, doch gewiß 8 frey von Nhin u und Seble⸗ iſt 3 —— quos aut incuria fudit, Aut humana parum cavit natura: ſo erſuche ich meine Freunde und jeden Sachkenner, hiermit aufs Angelegentlichſte, mir die entdeckten Maäͤngel oͤffentlich oder durch Privatmittheilung ja recht bald bekannt zu machen, weil im Supple⸗ mentbande*) Berichtigungen fehlerhafter und Erklaͤrungen zweifelhafter Stellen geliefert werden 22)— Daß die Worte: Protocott protocolliren di⸗ ſen Sinn haben, iſt allgemein bekannt; rechtfertigt ſich aber auch durch das allgemeine Landrecht fuͤr die preu⸗ ßiſchen Staaten I. Th. V.§. 126.§. 135.§. 187. u. a. a. O. **) In eben dieſem S wird man auch alle bis zu deſſen Abdrucke erſchienene neue Geſetze, ſo wie die vollſtaͤndigen Regiſter uͤber das Geſetzbuch Napoleons, und uͤber die Gerichtsordnung finden, welche man deshalb bis dahin verſpart, weil dieſe Regiſter mit auf die neuhin⸗ zugekommenen Geſetze gerichtet werden, alſo vollſtaͤndige Nuchweiſungen uber jede Materie In Einleitung. XRXRIII col⸗ In Federkriege mich einzulaſſen„habe ich weder 3eit, noch Luſt. Ungerechten Tadel weiß ich zu ver⸗ tjde achten, und gerechten zu ehren. des. Erhard. nun ⸗ ſollen. Es wird dabey immer noch jedermann freyſtehen, dieſe Regiſter entweder beſonders oder zu jedem Geſetzbuche, oder zu den Supplementen binden zu laſſen. Eten je Berichtigung.. Art. 49. S. 33. Z. 8. laſſe man das Wort: b erechtigten weg. ple⸗ run In die⸗ aber reu⸗ 181. lun copE DE PROcCRDURE CIVILE. I. PARTIF.* Procsdure devant les Tribunaus. 3 LIVRE I. F De la Justice de Paix. Page P Pe i Trr. II. Des audiences du juge de paix, et de la comparution des parties„ Trr. III. Des jugemens par défaut, et des opposi- tions à ces jugemens 1* Tir. W. Des jugemens sur les actions possessoires 14 Trr. V. Des jugemens qui ne sont pas définitifs, et de leur ex6cution TrT. VI. De la mise en cause des garans 20 Ti L D ibid. 8 Trv. VIII. Pes visites des lieux, et des apprsciations. 24 Tr. IX. De la récusation des juges de pai 26 hige 3 ibi. 42 26 Inhaltsanzeige. Erſter Theil. Rechtliches Verfahren vor Gericht. Erſtes Buch. Vom Verfahren bey den Friedensgerichten. Seite I. Tit. Von den Vorladungen 3 II.— PVon den Verhoͤren des Friedensrichters und dem Erſcheinen der? Partheyen III.— Von Contumacialerkenntniſſen und den wider dieſe Erkenntniſſe Statt findenden Rechts⸗ mitteln„ 13 IV.— Von Erkenntniſſen in pſeſoriſhe Kla⸗ . 5 15 V.— PVon Veſcheiden, die nicht emutthei ſü nd, VI.— Von der Litisdenunciation an den Sewihrsmane 21 VII. Tit. Vom Seuggpethör daſ VIII. Tit. Von Localbeſichtigungen und Tarxationen. 25 K. Tit. B der des Friedensrichters— * ½ und deren Vollziehung 17 Trx. Trv. Tn. Trr. Trx. Trx. PTrr. Tw. F. Trx. XxRVI Trw. III. Trw. * TRn U. TrrT. I. De la conciliation„ TrrT. II. Des ajournemens„„* IV. V. Des audiences, de leur publicits et de leur polico—„————*.*„„„* S VI. vn. Pe⸗ jugemens VIII. Des jugemens par dsfaut et oppositions IX. Des exceptions §. I. De la oaution à fournir par les étrangers. §. I. Pe rendois„ §. V. De la communication des pieces X. De la vérification des 6critures XI. Du faux incident eivil KII. Des enquetes„ XIII. Des descentes zur les lieux XIV. Des rapports d'experts * Constitution davouss, et defenses * * — „ — v Pable du Code de prooòdure civile. Des Tribunaux inférieurs. * Des deliberés et instructions par écrit P „ XV. De l'interrogatoire aur faits et artioles * De l commnnication au ministère ponte §. IW. Des exceptions dilatoires Page 30 36 43 350 354 58 68 92 iu. 94 zpid. 104 108 122 146 166 168 m* z bM. U. V Uii . Nü ſit b U ti zit Page 50 36 43 0 65 66 ibid. 95 ibid. 104 105 12½ 1 4 165 S Inhaltsanzeige. XxRxvtr Zweytes Buch. Von den untergerichten. * Seite 1. Pit. Pon der Guͤteyſtegung„3 M. Tit. Von Vorladungen III. Tit. Vom Beſtellen der Sachwalter, und dem Verfahren der Partheyen W. Tit. Von der Mittheilung an die Stuatsbe⸗ V. Tit. Von den Verhoͤren(Audienzen), deren df⸗ fentlicher Haltung und der dabey zu beobach⸗ tenden guten Ordnung. 365 VI. Tit. Von dem auf Berathſchlagung gerichteten Beſchluſſe und dem ſchriftlichen Verfahren„59 VII. Tit. Von rechtlichen Entſcheidungen(urtheln,„ Beſcheiden) 39 VIII. Tit. Von den auf ungehorſumes Außenblei⸗ ben geſprochenen(Contumacial⸗) urtheln und dem dagegen Statt findenden Rechtsmittel der Oppoſition 5 IX. Tit. Von Ausfluͤchten(Cinreden, Erceptionen). 93 §. I. Von dem von Ausländern zu Vorſtande„„ daſ. S. II. Von Verweiſung der Sache an den com⸗ ete §. III. Von Nullitaͤten 97 §. IV. Von verzoͤgerlichen ciunſien) Aus⸗ fluͤchten b 6. V. Von Rittheilung der iziunßen 105 X. Tit. Von der Eroͤrterung der Richtigkeit der Handſchriften 2109 XI. Tit. Von dem Falle, wo die Errterung des Falſums in einer Civilſache als Nebenpunkt vorkommt RXII. Tit. Vm Zeiuverhsàr XI1I. Tit. Von Localbeſi ichrigungen XIV. Dit. Vom Gutachten der Sachverſtändigen 169 XV. Tit Von Befragung der Partheyen uber That⸗ chen und Artikel 12179 XXRvIII Table du Code de procédure civile. „ . D §. I. Des demandes incidentes 1ibid. Trr. XVII. Des reprises d'instances, et constitution de nouvel avous — * S S Trv. xvn. Du désaveu.— 192 Trr. XIX. Des reglemens de juges.—. Trr. XX. Du renvoi à un autre rribunal pour pa- renté ou alliance e r. XKI. De la récusation 2o4 Tar. XXII. De la põremption. 8 Trr. XXIII. Du désistement 213 Trx. XXIV. Des matidres Trr. XXV. Procédure devant les tribunaux de com- merce„„*„ ⸗ ⸗ ₰„ ⸗„„„„ 226 . LIVRE II. Des Tribunaux d'appel. Trras vnrovn. De Tappel, er de l'instruction sur Tappel*****„*„**** 240 .„* „. LWRE w. X* Des Voies extraordinaires pour attaquer les Jugemens N Trr. I. De la tierce opposition 256 kuizen j — * — nhni XRRILR Page Seite XVI. Tit. Von Neben⸗(Incident⸗) dil. Von Neengche §. II. Von der Intervention 37 ¹85 XVII. Tit. Von der Wiederaufnahme des proceſſes und Beſtellung eines neuen Sachwalters„ daſ. XVIII. Tit. Von der Erklaͤrung, daß man an das, i was ein Anderer in unſerm Namen gethan 19 hat, nicht gebunden ſeyn wolle— XIX. Tit. Von Verweiſung der Sache an einen un⸗ 05 ter mehein h XN. Tit. Von Verweiſung einer Sache an ein an⸗ deres Gericht, wegen Verwandtſchaft oder Schwaͤgerſchaft* 2% XXI. Tit. Von der Ablehnung des Richters 25 XRII. Tit. Von der Erloͤſchung des Proceſſes 217 XXIII. Tit. Von der Losſagung vom Proceſſe 219 2¹⁸ XXIV. Tit. Von ſummariſchen Rechtshaͤndeln„221 XXV. Tit. Vom handelsgerichtlichen Verfahren 227 2²65 Drittes Buch. von den Abprttattonsgerichten⸗ Smzirer Lit. Von. vyplatitn und dem Ver⸗ fahren in Appellationsſachen 241 2%— 2 6 Viertes Buch. Von den außerordentlichen Rechtsmitteln, durch welche Erkenntniſſe angefochten werden koͤnnen. I. Tit. Vom Einſpruche eines Dritten wider ein Ur⸗ *„**„*„*„*— 257 Table du Code de procsdure civile. Page Trr. HI. De la requste eivile 238 uv De TExscution des Jugemens. — 1i d Trr. I. De réceptions 36 väntios Trr. II. De la quidation des dommages- intẽrsts 1305 1u V git Trr. III. De la liquidation des fruits 282 Trr. IV. Des redditions de comptes. 84 Trr. V. De la liquidation des dépens et frais„292 ſW Trr. VI. Regles genérales sur Pexscution forcée des jugemens et actes it Trr. VII. Des saisies-arréts ou oppooitions 298 m Trr. VIII. Des saisies-exscutions⸗ 5og Trv. IX. De la saisie des fruits pendans par racine, lit ou de la saisie- brandon. 3 ir Trr. X. De la saisie des rentes constitues sur par- u 334 Ui. Trr. KI. De la distribution par contribution 342 un Trr. XII. De la saisie immobiliere 5 350 Trx. KIII. Des ineiden⸗ sur la jent de saisie. 6 Ur immobiliere 374 3 Dy xIy. ₰* Trr. XV. De Trx. XVI. Des refẽrẽs 418. 4. Inhaltsanzeige. XL 8 P Tit. Vom Rechtsmittel der Wiedereinſetzung in n den vorigen Stand„ m. Tit. Von der Klage wider den Richter miijen pflichtwidrigen Verfahrens 273 * Fuͤnftes Buch. Von Pohtecuns der rechtlichen Erkenntniſſe. Lit. Von der annspche der Bürſchaften 273 II. Tit. Von der Berechnung der erlittenen Schiden . und des entbehrten Gewinns 231 6 III. Tit. Von Berechnung der Fruͤchte 2283 29 IV. Tit. Von der Rechnungsablegung„ 235 V. Tit. Von Liquidation der Proceßkoſten ind ve 3 baaren Verlags„ 293 292 VI. Tit. Allgemeine Vorſchriften über die Volſtre⸗ ckung der Urthel und Verſchreibungen durch£ Gerichtszwang„ Piäſ. itil V. Lit. Von Perkümmerungen oder ihungiein 208 ſpruͤchen 299 VII. Tit. Von der Auspfindung cHüfsoliſrecunz 3 506 pie M. Tit. Von der Huͤlfsvollſtreckung in Früchte, nel⸗ che noch auf dem Halme ſtehen 331 X. Tit. Von Beſchlagnehmung der von pnvutyerſ⸗ nen zu bezahlenden Leibrenten„ 33 354 X. Tit. Von der Diſtribution unter die Gläubiger nach Verhaͤltniß ihrer Foderungen.. 5 343 5 ½ XII. Tit. Von der Beſchlagnehmung unbeweglicer Süter 331 XIII. Tit. Von Nebenpunkten, Prle des der BVe⸗ ſchlagnehmung unbeweglicher Guͤter vorkommen„ 375 374 XW. Tit. Von der Ordnung der Glaͤubiger 6 XV Pit. Von der Verhaftnehmung 4405 VI. Tit. Pom Verfahren auf ſummariſche Anzei⸗ 4 gen(ſummariſche Geſuche) 419 4¹5 XLIT PTable du Code de procédure civile. 1 eR Proc6 dures diverses. —* 35* 8 2 — . * ———.. F. Des offres de paiement, et 3 la consitnstion 422 Trx. H. Du aroit des propristaires sur les menbles, egets*r truits de leurs loeataires et fer- 2 miers, ou ds la saisie·gagerie et 4 la saisie- arrét sur sbiteurs forains 1 426 Tv. III. D⸗ P saisis- evendeetion Trv. W. P⸗ Surenchbre sur aliénation volontaire 3 436 T. V. Des voies à prendre pour avoir tRpaitidn. ou copie d'un acte, ou pour le faire réfor- Trr. VI. De quelques dispositions relatives à l'en- — voĩ en Been des biens d'un absent 454 Trx. vr. Autorieation de 4 femme marice. 488 Px VR Des séparations de 460 P. K. 470 „ Trr. XI. De l'interdiction. 478 Ttr. XII. Du benchce de cession. P⸗ l Scparation 4 vep et du Ziees zii Inhaltsanzeige. 8 Zweyter Theil. Von einigen beſondern Gattungen des Vurfahrens. Erſtes Buch.— I. Tit. Von Darbietung der Zahlung und der De⸗ poſition. 423 II. Tit. Von dem Rechte des Figenthumers(ver⸗ miethers oder Verpachters) auf die ſeinen Miethleuten und Pächtern zugehoͤrigen Mobi⸗ lien, Effecten und Fruͤchte, oder von dem Be⸗ ſchlage, den derſelbe darauf zu legen berech⸗ tigt iſt, und von dem Arreſte, der auf auswaͤr⸗ tigen Schuldnern gelegt 6 werden kann 27 6 m. Tit. Vom Beſchlage zum Vehuf der Vindi⸗ cation. 435 IV. Tit. Vom uebergebote vey ſiun Ver⸗ aͤußerungen V. Tit. Von den zur Crlangung r Ausfertigung ℳ oder einer urkunde, oder der Berichtigung derſelben zu ergreifenden Maaßregeln 447 VI. Tit. Einige die Einſetzung in den Beſitz der 454 Guͤter eines betreffende Anord⸗ nungen„. 55 46 vn. Tit. Von der zum gerichtlichen Erſcheinen der 6 Ehefrau erfoderlichen Einwilligung„459 VIII. Tit. Von der Guͤterſonderung 461 465 IX. Dit. Von der Scheidung von Tiſch und Vette und der gaͤnzlichen Trenaung der Ehe„467 40 X. Tit. Vom Gutachten des Familienrathes„471 „ XI. Tit. Pon der Interdiction 375 XII. Tit. Pon der Rechtswohlthat der Vermoögens⸗ ceſſion(peneficio ceꝛsionis bonorum) 487 XLIV FTable du CGode de procédure civile. LIVRE II. Procédures relatives à l'ouverture d'une Succession. ————— „* Page Trr. I. De I'apposition des scellés après déces„. 492 Trr. II. Des oppositions aux scelles 5 Trx. m. Pe le id. Trr. IV. De P'inventaire 3 Trr. V. De la vente du mobilier 5 Trr. VI. De la S des biens immeubles 53520 Trr. vn. De partages et licitarions ² 358 Tir. VIII. Du béneſice d'inventaire. 544 Trr. IX. De la renonciation à la communauts ou à * Trr. X. Du ecurateur à une succession vacante 3554 LIVRE III. Trrnx vnroux. Des arbitrages Diopovitions genérales 370 ii. P L I 5 I ſki hu ſit hu ſu ſ i in I. 1Ri iuite Mn Un Inhaltsanzeige. Zweytes Buch. cetzion. Vom Verfahren bey einem Eitanfate Seite I. Tit. Von der Verſiegelung nach einem Sterbefalle 493 3 II. Tit. Von den, bey Gelegenheit der Verſiege⸗ lung, eingewandten Proteſtationen(Oppoſi⸗ 2 ibi tionen)„***„** 8* 505 III. Tit. Von der Entſirgelung W. Sit. Vom Inventarium„„13 5 V. Tit. Vom Verkauf der Mobilien VI. Tit. Vom PVerkauf der unbeweglichen Guter 521 3 VII. Lit. Von Erbtheilungen und P Per⸗ 30 ſteigerungen„. 329 z VIII. xit. Von der Rechtswohlthat des Inventa⸗ rins„ 3 IX. Tit. Von der Losſagung von der gitergemein⸗ ſchaft oder von einer Erbſchaft. 553 X. Tit. Vom Curator einer offenen(vacanten) 5i Erbſchaft 553 Drittes Buch. einziger Tit. Von ſchiedsrichterlichen utſchei⸗ 55 Allgemeine Verordnungen 571 — 5 8 2* — *. * 3 8 * N ⸗ „ vn 6 . N Napoleons1 Sivilgerichtsordnung. PREMIERE PARTIE. procéedure devant les Tribunaun. 3 LIVRE pnEMmn. ——FFÜHGÜG%ÜYFY (Decret du 14 Avril 1806 promulgué le 24 du méme mois.) — ——— P ITRE 1. Des ciarion* Art. 1. Porrr citation devant les juges de pais contiendra la Ani des jour, mois et an, les noms, Pro- fession et domicile du Zemondeur, les noms, demeure et immatricule de Phuissier, les noms et demeure du defendeur; elle enoncera sommairement Pobjet et les . moyens de la demande, et indiquera le juge de paix qui doit connaitre de la demande, et le jour et Pheure de la comparution. (4) Geſetz v. 14. u. 18. Oct. 1790. Lit. I. Art. 1. 2. Tit. X. Art. 5. *) Die Formulare der Citationen vor die Friedensrichter findet man in J. B. Pelaporte Formulaire du Code de proes- lu E u Ph ſ bi M hi ijl, % — in e ipn iu moi.) de pii 6 Plo lemeur eure t et de yun t Theute X. Art. nlichte l ſwet Erſter Theil. Rechtliches Verfahren vor Gericht.. ———% Erſtes Buch⸗ Vom Verfahren bey den Friedensgerichten. Decretirt den 1aten Aprit 1806; promulgirt den saten deſſelben Monats.) Erſter Titel. Von den Vorladungen. * Jede Vorladung vor den Friedensrichter muß Tag, Monat und Jahr der Ausfertigung, Namen, Gewerbe und Wohnort des Klägers, Namen, Wohnung und Ma⸗ trikel des Gerichtsboten, ſo wie Namen und Wohnung des Beklagten enthalten; es muß darin der Gegenſtand und Grund der Klage kuͤrzlich ausgedruͤckt; auch muß darin der Friedens⸗ richter, der uͤber die Klage zu erkennen hat, ſo wie der Tag und die Stunde des angegeben ſeyn. 6 N2) dure eivils, ou modkles des différents actes de procgdure d'apres ce nouveau code. à Paris 1807. unter den Artikeln: CéEduls und Citation. Da dieſe Formulare dem, der * P. I. L. I. De 12 Justice de Paix. 2. En matière purement personnelle ou mobiliere, la citation sera donnée devant le juge du domicile du défendeur; s'il n'a pas de S devant le juge de sa residence. 3. Elle le sera devant le juge de la situation de 'objet litigieux, lorsqu' il s'agira, 70. Des actions pour dommages aun fruits et récoltes; 20. Des aplacemens de bornes, des usurpations de terres, arbres, haies, fossés et autres clötures, com- mis dans l'annce; des entreprises sur les cours qeau, commises pareillement dans l'année, et de toutes autres actions possessoires; 8 3*. Des réparations locatives; 40. Des indemnités prétendues par le fermier ou locataire pour non jouissance, lorsque le droit ne sera pas contesté; et des en alleguées Par le pro- priẽtaire. 4. La citation sera notifice par I'huissier de la justice de pßix du domicile du défendeur; en cas d'eimn- péchement, par celui qui sera commis par le juge: copie en sera laissce à la partie; s'il ne s6 trouve personne en son domicile, la copie sera laissce au maire ou ad- joint de la commuue, qui visera l'original sans frais. * mit der Franzöſiſchen Gericht zrerfuſung nicht genau iſt, die beſte anſchanliche Idee von den verſchiedenen ge⸗ richtlichen Handlungen und Schriften geben: ſo werde ich bey gegenwaͤrtiger Ausgabe der Gerichtsordnung auf dieſes Werk verweiſen. Ich bin geſonnen, eine beſondre ueberſetzung davon herauszugeben, bey welcher die Franzoͤſiſchen Ueberſchriften in alphabetiſch er ² rdnung beybehalten werden ſollen, und m 1 nkunt pwnd um i 10 ſud ſupſt 5 )b Kln in, 5 uitſt uW iliere le du ge de on de fritz tions com- 'eau, utres Ou s6erd PIO- la emn⸗ opie nne ad- üs. eltunt 1 ge beh Verk davon tiften und 6 * tr Th. 18 B. Vom Verfahren bey den Friedensgerichten. 6 . In bloß perſoͤnlichen oder bewegliche Guͤtern betreffen⸗ den Sachen wird der Beklagte vor den Richter ſeines Wohnſi⸗ bes vorgeladen; und, wenn er keinen beſtimmten Wohnſitz hat, vor den Richter des Ortes, wo er ſich aufhält.(1) 3. Vor den Richter des Ortes, wo der ſtreitige Gegen⸗ ſtand liegt(iudicem rei sitae), wird er vorgeladen, wenn die Frage iſt: ) Von Schaͤdenklagen, welche Felder, Fruͤchte und Aerndte betreffen; 2) von Graͤnzverruͤckungen, widerrechtlichen, innerhalb des letzten Jahres erfolgten Anmaßungen liegender Gruͤnde, Baͤume, Hecken, Graͤben und anderer Befriedigungen; von der gleichfalls binnen des letzten Jahres unternommenen Stö⸗ rung des bisherigen Waſſerlaufes und jeder andern poſſeſſori⸗ ſchen Klage; 3) von Reparaturen, die dem Miethmanne oder Pachter obliegen; 8 4) von Entſchaͤdigungen, die ein Pachter oder Mieth⸗ mann fuͤr entbehrten Genuß fodert; daſern nur das Recht ſelbſt nicht ſtreitig gemacht wird; und von Verſchlechterungen, welche der Eigenthuͤmer jenem beymißt.(2) 4. Die Inſinuation der Vorladung geſchieht durch den Gerichtsboten(uiſſier) des Friedensgerichtes, in deſſen Be⸗ zirke der Beklagte wohnhaft iſt; und, Falls dieſer verhindert waͤre, durch einen vom Richter hiezu verordneten Gerichtsbo⸗ ten.*) Eine Abſchrift der Ladung wird bey der Parthey zu— ruͤckgelaſſen; iſt aber an deren Wohnorte niemand zu finden: ſo wird die Abſchrift dem Maire der Gemeinde, oder deſ⸗ ſen Adjunct zugeſtellt, der das Hriginal unentgeltlich viſirt. (1) Geſetz v. 14. u, 18. Oct. 1790. Lit. I. Art. 3. (2) Ebendaſ. Art.. welche alſo unmittelbar zum Nachſchlagen, beym Gebrauch der vorliegenden Ausgabe der Gerichtsordnung, brauchbar ſeyn wird. E. . S. Delaporte Formulaire unter; Cédule. ₰ 6 P. L J. Do la Justice de Pais. Thuissier de la justice de pais ne pourra instru- menter pour ses parens en ligne directe, ni pour ses ireres, soeurs, et alliés au méme degrè. 5. Iy aura un jour au moins entre celui de la cita- tion et le jour indiqus pour la comparution, si la partie citée est domiciliee dans la distance de trois myriamètres. Si elle est domiciliée au-dela de cette distenee⸗ il sera ajouts un jour par trois myriamètres. Dans le cas oð les dẽlais n'auront point été S vés, si le defendeur ne comparait pas, le juge ordon- nera qu il sera reassigné, et les krais de la première citation seront à la charge du demandeur. 6. Dans les cas urgens, le juge donnera une cé- dule pour abréger les délais, et pourra permettre de citer, méme dans le jour et a heure indiqués. 7. Les parties pourront toujours se présenter vo⸗ lontairement devant un juge de paix; auquel cas il jugera leur différend, soit en dernier ressort, si les lois ou les 6 y autorisent, soit à la charge de l'appel, encore qu'il ne füt le juge naturel des parties, ni à raison du domicile du défendeur,; ni à raison de la situation de l'objet litigieux. La déclaration des parties qui— juge⸗ ment, sera eignée par elles, E mention sera kaite si elles ne peuvent signer. (¹) Geſetz v. 14. u. 18. Oct. 1790. Lit. L. Art. 5. (2) Ebendaſ. Art. 7. (3) Ebendaſ. Art. 8. —————— uß mu Mn b. U, ſyr ilh it m instru⸗ ur se la cit partie mötres. we, 1 obser⸗ ordon⸗ mibre une c⸗ ttre d er vo⸗ cas il lois appeh ri à e la t jug faits i 1 r Th. 18 B. Vom Verfahren bey den Friedensgerichten. 7 Der Gerichtsbote des Friedensgerichtes darf weder fur ſeine Verwandten in gerader Linie, noch fuͤr ſeine Bruͤder, Schweſtern oder Verſchwaͤgerten deſſelben Grades ein(Inſi⸗ nuations-) Inſtrument aufnehmen.) 2 5. Iſt der vorgeladene Theil in einer Entfernung von drey Myriametern(vom Orte wo das Gericht iſt) wohnhaft: ſo muß ihm zwiſchen dem Tage der Citation und dem zum Erſcheinen angeſetzten Tage wenigſtens Ein Tag frey gelaſſen werden.— S Liegt ſein Wohnort weiter, als in dieſer Entfernung: ſo myß ihm auf jede drey Myriameter ein Tag mehr gelaſſen werden. Im Fall dieſe Friſten nicht beobachtet worden ſind, und der Beklagte außenbleibt, befiehlt der Richter, daß derſelbe aufs neue vorgeladen werden ſolle, und die Koſten der erſten Vorladung fallen dem Klaͤger zur Laſt. 6. In dringenden Fällen ſtellt der Richter einen Schein ²) aus, daß die Verkuͤrzung der Friſten Statt habe, ja er kann ſogar erlauben, daß in der Vorladung dem Beklagten aufer⸗ legt werde, denſelben Tag und zur beſtimmten Stunde zu erſcheinen.(2)*0 7. Den Partheyen bleibt es ſtets nachgelaſſen, ſich frey⸗ willig vor einem Friedensrichter zu ſtellen; in welchem Falle dieſer entweder in letzter Inſtanz, ſoweit ihm ſolches die Ge⸗ ſetze oder die Partheyen verſtatten, oder mit Vorbehalt der Appellation, die Streitigkeit auch dann entſcheidet, wenn er weder in Anſehung des Wohnortes des Beklagten, noch in Anſehung des Ortes, wo der ſtreitige Gegenſtand gelegen iſt, der ordentliche Richter der Partheyen ſeyn ſollte. Die Erklärung der Partheyen, worin ſie um Entſchei⸗ dung anſuchen, wird von ihnen unterzeichnet, oder, wenn ſie nicht unterzeichnen können, ſo geſchieht davon(in dem dar⸗ uͤber aufgenommenen Protocolle) Erwaͤhnung.(4) ——— (a) Ebendaſ. Art. 11. *) Delaporte formulaire unter: Codule. **) Delaporte a. a. O. .———————— P De la Justice de Pais. 34 Au TrrRB n. e⸗ Audiences qu Iuge de pais, et de la Comparution 3 unbi des Parties. * 8. Les juges de paix indiqueront au moins deux 4 audiences par semaine: ils pourront juger tous les jours, wn méme ceux de dimanches et fétes, le matin et l'après- nidi 1 Us pourront donner audience chez eus, en tenant S les portes ouvertes. 13 9. Au jour fixé par la citation, ou convenu entre tinn, les parties, elles comparaitront en personne ou par unhi leurs fondés de pouvoir, sans qu'elles puissent faire juüt signifier aucune défenss. S b 0 Les parties seront tenues de s'expliquer avec um modération devant le juge, et de garder en tout le itn respeot qui est dü à la justice; si elles y manquent, juge les y rappellera d'abord par un avertissement; en uh cas de récidive, elles pourront étre condamnées à une n amende qui n'excédera pas la somme de dix francs, iü avec affiches du jugement, dont le nombre n'excédera ſti pas celui des communes du canton. thun r Dans le cas d'insulte ou irrévérence grave en- vers le juge, il en dressera procès-verbal et pourra iiht condamner à un emprisonnement de trois jours au p uh ℳ 12. Les jugemens, dans les cas prévus par les 3 vin précédens articles, seront ex6cutoires par provision. zut c) Geſetz v. 14. u. 1. Oet. 1799. Lit. VII. Art. r 2. Geſeß v. 29 Ventoſe Jahr 9. 62) Ebendaf. Lit, 111. Art. x. wo⸗ (30) Ebendaſ. Lit VII. Art. 3. S Art. 4. Geſetzb. über Verbrechen und Sttafen. v. J. 4. „ rution deur jour, aprk. énant tre par faire àvec t e , e en une es, era en⸗ rra lus. r Th. 18 B. Vom Verfahren bey den Friedensgerichten. 9 Zweyter Titel. Von den Verhoͤren des Friedensrichters, und dem Erſchei⸗ nen der Partheyen. 8. Zeder Friedensrichter ſoll wochentlich wenigſtens zwey Verhoͤrstage feſtſetzen; doch iſt ihm erlaubt, taͤglich, ſelbſt an Sonn⸗ und Feyertagen, Morgens und Nachmittags Gericht zu halten.— Auch in ſeinem Hauſe kann er Verhoͤr halten; doch muß es bey offenen Thuͤren geſchehen.(1) 9. Die Partheyen erſcheinen an dem in der Vorladung beſtimmten, oder unter ihnen verabredeten Tage, in Perſon oder durch ihre Bevollmaͤchtigten, ohne daß es ihnen erlaubt iſt, mit einander Schriften*) zu wechſeln.(2) 10. Die Partheyen ſind verbunden, ſich mit Mäßigung vor dem Richter auszudruͤcken, und in Allem die dem Ge⸗ richt gebuͤhrende Ehrerbietung zu beobachten. Vergehen ſie ſich dawider:; ſo erinnert ſie der Richter anfangs durch einen Verweis daran; im Wiederholungsfalle kann er ihnen eine Geldbuße auferlegen, die jedoch die Summe von zehn Fran⸗ ken nicht uͤberſteigen darf, und zugleich befehlen, daß das dießfalls geſprochene Erkenntniß oͤffentlich angeſchlagen werde; doch ſo, daß die Zahl der Anſchläge die Zahl der Gemeinden des Cantons nicht uͤberſteige(3) II. Im Falle einer ſchweren Beleidigung oder Unehrer⸗ bietigkeit gegen den Richter, nimmt dieſer uber den Vorfall ein Protocoll auf, und kann ſodann auf hoͤchſtens dreytägige gefaͤngliche Haft erkennen.(4) 12. In den durch die vorſtehenden Artikel beſtimmten Fällen ſind die Beſcheide proviſoriſch volltreckbar.(3) (s) Dieſe Verordnung iſt neu. *) Die Form eines ſolchen ſchriftlichen Verfahrens in abgewech⸗ ſelten Saͤtzen, ſ. b. Pelaporte unter dem Artikel: Défonses. E. P. I. L. I. De la Justice de Paix. . 13. Les parties ou leurs fondés de pouvoir seront entendus contradictoirement. La cause sera jugée sur- le-champ, ou à la première audience; le juge, s'il le croit nécessaire, se fera remettre les pieces. 14. Lorsqu'une des parties déclarera vouloir vins crire en faux, deniera l'écriture, ou declarera ne pas la reconnaitre, le juge lui en donnera acte: il paraphera la piece, et renverra la cause deyüt les juges qui doi- vent en connaitre. 15. Dans les cas od un interlocutoire aurait été ordonns, la cause sera jugée déinitivement, au plus tard dans le delai de quatre mois du jour du jugement interlocutoire: apres ce délai, l'instance sera périmée de droit; le jugement qui serait rendu sur le fond, sera sujet à appel, méme dans les matieres dont le juge de paix connait en dernier ressort, et sera ennule, sur la réquisition de la partie intéressée. Si linstance est périmée par la faute 8 juge, il sera passible des dommages et intéréts. 16. Lappel des jugemens de la justice de paix ne sera pas recevable après les trois mois, à dater du jour de la igniicaion faite par eitier de la 1tis de pai, ou tel autre, par le juge. 5 17. Les jugemens des justices de pais, jusqu'à concurrence de trois cents franes, seront exécutoires par provision, nonobstant Pappel, et sans qu'il soit besoin de fournir caution: les juges de paix pourront, vom 13. May 1703. Ordonnanz v. 1670. Lit.!. rt. 20. (2) Geſetz v. r. u. 18. Det. 1790. Lit. VII. Art. 7. (3) Geſetz v. 16. u. 24. Aug. 2790 Tit. V. Art. 14. ——— ir zeront 9ee sur. il le it vins. a ne lis arhen qui ii. rait et au yln ugement pẽrini: nd, sen juge ie bur h ge, il nin ne lu jour tice de 5. jusqu cutoire uil zit oumont, 0 Lit. 1. 8 zulſſig. c2) 13. Die Partheyen oder ihre Bevollmächtigten werden gegen einander gehoͤrt. Die Sache wird auf der Stelle, oder im nächſten Verhöre, entſchieden. Hält es der Richter füͤr noͤthig: ſo laͤßt er ſich die Beweisurkunden zuſtellen. 14. Erklaͤrt einer der ſtreitenden Theile, daß er eine urkunde als falſch anfechte*) andelsgeſetzb. läugnet er die Unterſchrift, oder erklaͤrt er, daß er ſie nicht anerkenne: ſo ertheilt ihm der Richter hieruͤber einen Schein**), bezeichnet die Urkunde mit ſeinem Namenszuge, und verweiſt die Sache an das Gericht, welches daruͤber zu erkennen hat. (S. unten Art. 47.)(1à) 15. Iſt ein interlocutoriſches Erkenntniß erfolgt: ſo ſoll die Sache läͤngſtens binnen vier Monaten von dem Tage die⸗ ſes Erkenntniſſes an zu rechnen, durch ein Endurthel entſchie⸗ den werden; nach Ablauf dieſer Friſt iſt die Inſtanz geſetzlich Gpso iure) erloſchen. Das in der Hauptſache geſprochene Ur⸗ hel iſt der Appellation ſelbſt dann unterworfen, wenn von einem Gegenſtande die Frage iſt, woruͤber außerdem der Frie⸗ densrichter in letzter Inſtanz erkennt, und ſoll auf Anſuchen des dabey intereſſirten Theiles fuͤr nichtig erklaͤrt werden. Iſt die Inſtanz durch Verſchuldung des Richters erloſchen: ſo hat dieſer den Schaden zu erſetzen.() 6. Gegen Urthel der Friedensgerichte iſt nach drey Mo⸗ naten von dem Tage an, da der Gerichtsbote des Friedensge⸗ richtes, oder ein anderer vom Richter hierzu Abgeordneter das Urthel den Partheyen zugeſtellt hat, keine Appellation mehr 7. Die urtheile der Friedensgerichte ſind, ſoweit ſie nicht mehr, als dreyhundert Franken zum Gegenſtande haben, der Appellation ungeachtet, und ohne daß die Beſtellung einer Caution erfoderlich wäre, proviſoriſch vollſtreckbar; in den *) Inseription de faux. Das Formular dazu ſ. Delaporte for- mulaire Art. Faux incident, wo auch das ganze Verfah⸗ ren beygefuͤgt iſt. E. **) Delaporte formulaire Art. Faux incident. r Ch. 18 B. Vom Verfahren bey den Friedensgerichten. 1 P. I. L. I. De la Justice de Paix. dans les autres cas, ordonner l'exécution provisoire de leurs jugemens, mais à la charge de donner caution. 3. Les minutes de tout jugement seront portées par le greffer sur la feuille d'audience, et signes par le juge qui aura tenu Taudience et par le greffier. ¹ TITRE IHI. Des Jugemens par défaut, et des Oppositions à ces Jugemens. 5 S jour indiquè par la citation, l'une des parties ne comparait pas, la cause sera jugée par défaut, sauf la reassignation dans le cas prévu dans le dernier alinéa de l'article§. 3 20. La partie condamnée par defaut pourra for- mer opposition, dans les trois jours de j⸗ signification faite par Phuissier du juge de pais, ou autre qu'il aura commis. Lopposition contiendra sommairement les moyens de la partie, et assignation au prochain jour d'audience, en observant toutefois les delais prescrits pour les cita- —— 6) Geſetz v. 16. u. 24. Aug. 1790. Lit. III. Art. 9. () Geſetz v. 14. u. 18. Oct. 1790. Tit. VIII. Art. 7. ueber die Competenz der Friedensrichter S. Julien Miche! Dufou nouveau Praité de la Procédure civile T. I. p. 21— 25. (3) Ebendaſ. Lit. III. Art. g. 6 nſn — 3 3 hlan uhr 1 uhn ſiuiß 1„ hn nn n nhin dn hn i Lu li m biyn n — oire de tion. portèes 6es bär br. e e des efaut, rnier for- tion u'il ſens nc, cits. die rr Th. 18 B. Vom Verfahren bey den Friedensgerichten. 14 uͤbrigen Faͤllen iſt dem Friedensrichter verſtattet, die proviſori⸗ ſche Vollſtreckung ſeines Urthels anzubefehlen; jedoch unter der Bedingung, daß deshalb Sicherheit beſtellt werde.(1) 18. Das Originalconcept eines jeden Urthels muß von dem Gerichtsſchreiber in das Verhorsprotocoll eingetragen, und vom Richter, der das Verhor gehalten hat, K wie vom Gerichtsſchreiber, werden.(² Dritter Titel. Von Contumacialerkenntniſſen und den wider dieſe Erkennt⸗ niſſe Statt findenden Rechtsmitteln. * 109. Wenn an dem in der Ladung abten Tage ſi der Partheyen nicht erſcheint: ſo ſoll in der Sache dennoch auf Ungehorſam(in contumaciam) erkannt werden; ausgenommen in dem im letzten Paragraphen des 3ten Artikels beſtimmten Falle, wo eine anderweite Vorladung*) erfoderlich iſt.(3) 20. Die Parthey, welche nb ungehorſamen Ausblei⸗ bens(in contumaciam) verurtheilt worden iſt, kann, binnen drey Tagen nach der durch den Gerichtsboten des Friedensrich⸗ ters, oder durch einen andern hierzu ernannten, an ſie erfolg⸗ ten Zufertigung, ein Rechtsmittel**) dagegen einlegen. In der Oppoſition werden die Rechtsgruͤnde*X*) der Par⸗ chey ſummariſch ausgedruͤckt; ſie enthalt zugleich eine Vorla⸗ dung auf den naͤchſten Verhoͤrstag; wobey jedoch die fuͤr die Vorladungen vergeſchriebenen Friſten zu beobachten ſind; ſie e zeigt endlich Tag und, zu welcher der Sa *) Reassitnation. Formeln beym Delaporte unter: Sjonenent ou assignations. E. *) Delaporte formulaire unter: Oppositions. e. ***) Moyens. S. Delaporte kormulaire unter: Oppositions. E. 14 P. I. L. I. De la Justice de Pais. tions: elle indiquera les jour et heure de la comparu- tion, et sera notifiée ainsi qu'il est dit ci-dessus. 21. Si le juge de paix sait par ni- meme, ou par les representations qui lui seraient faites à Paudience par les proches, voisins ou amis du défendeur, que celui- ci n'a pu ẽtre instruit de la procédure, il pourra, en adjugeant le défaut, fixer pour le delai de l'opposi⸗ tion le temps qui lui Paraitra et, dans le cas ou la prorogation n'aurait été ni accordẽe d'office ni demandee, le defaillant pourra étre relevé de ls rigueur du délai, et admis à opposition, en justifiant qu'à raison d'absence ou de maladie grave il n'a pu étre instruit de la procedure. e. La partie opposante qui se laisserait juger une seconde fois par défaut, ne sera plus regue à former „ une nouvelle opposition. TITRE IV.— Des Iugemens sur les Actions possessoires. X — 1 23. Les actions possesscires ne seront recevables qu'autant qu'elles auront été formées dans Panne du trouble, par ceux qui, depuis une année au moins, etaient en possession paisible par eus ou les leurs, à titre non précaire. (1) Geſetz v. 14. u. 18. Oet. 1790. Lit. III. Art. 3. Ordonnanz v 1667. Lit. XVI. Art. 6. (2) Ebendaſ. Lit. HI. Art. 3. (3) Ebendaſ. Art. 4. ſiunil i 0) iln n vhW num nin ini bompa. us. ou pit audiencs ur, que prum Joppoi. dans he dofůce de la utißant v a pu ſuget une à korne 4 evables nee du moin euts, nanz t r Th. 1 V. Vom Verfahren bey den Friedensgerichten. 15 erſcheinen ſoll, an, und wird auf Rie Sh W zu⸗ gefertigt.(* 21. Weiß der Friedensrichter entweder ſelbſt, oder z Vorſtellungen, die ihm im Verhoͤr von den Verwandten, Nachbarn oder Freunden des Beklagten gemacht worden ſind, daß letzterer vom Proceſſe keine Nachricht erhalten konnte: ſo erkennt er zwar auf den Ungehorſam(in contumaciam); allein er beſtimmt fuͤr das einzulegende Rechtsmittel(die Oppoſition) eine von ſeinem Ermeſſen abhaͤngende Friſt; iſt auch in einem ſolchen Falle die Friſtverlaͤngerung weder Amtshalber geſtattet, noch nachgeſucht worden: ſo kann der Außenbleibende von der Strenge der Nothfriſt entbunden, und zur Oppoſition zugelaſ⸗ ſen werden, dafern er beweiſt, daß er wegen ſeiner Abweſen⸗ heit, oder einer ſchweren Krankheit halber vom Proceſſe keine Nachricht erhalten konnte.(2) 22. Soollte der Opponent ſich ein zweytes Contumacialur⸗ thel zuziehen: ſo iſt er zu keiner weitern Oppoſition zuzulaſſen. (S. unten Art. 488. 455)(3) Vierter Titel. Von Erkenntniſſen uͤber poſſeſſoriſche Klagen.(4) — Poſſeſſoriſche Klagen ſind nur in ſo fern zuläßlich, als ſie in dem Jahre, wo die Beeintraͤchtigung des Beſitzes (Turbation) erfolgte, von demjenigen angeſtellt werden, der wenigſtens ſeit einem Jahre, entweder ſelbſt, oder durch die Seinigen, nicht bloß bittweiſe, im ruhigen Beſitze war.(6) (4) Ordonnanz von 1667. Tit. XVIII. (s) Ordonnanz von 1667. Lit. XVIII. Art. x. Ordonn. Carl VII. Art. 7. Franz I. zu Villers⸗Cotterets v. 1539. Art. 61. *) Formulare dazu und zu den in poſſeſſoriſchen Sachen zu gebenden Beſcheiden ſ. beym Delaporte unter; Possessoire. E, De ſs ties 4. Pais. S 24. Si la possession ou le trouble sont déniés, 1 l'enquéte qui sera ounie ne Ponrrs porter sur le fond du droit. 1Le possesoire et 3. petitoire ne seront jamais — 26. Le demandeur au pétitoire ne sera plus rece- vable à agir au possessoire. pourvoir au pétitoire qu'après que rinstanoe sur le pos- sessoire aura été terminée: il ne pourra, s*il a suc- combé, se pourvoir qu'après qu'il aura pleinement sa⸗ tisfait aus condamnations prononcées contre lui. ncanmoins la partie qui les a obtenues était en retard de les faire liquider, le juge du pẽtitoire pourra ſixer, pour cette liquidation, un dclai, après lequel 6 action au pétitoire sera regue. TrTRE„. Des ugemens qui ne sont pas deäniite, e et de leur Exécution. 29. Les jugemens qui ne seront pas définitifs, ne seront point espédies, quand ils auront été rendus Dans le cas ou le jugement ordonnerait une opération * laquelle les parties devraient assister, il indiquera 27. Le défendeur au possessoire ne perr se contradictoirement et prononcẽs en prèsence des parties — itni le ſonl ut jani lus reck. ra 5e ke po à suc⸗ ent sa⸗ tait en Poum lenrel leut iß, v⸗ relus utien tion iguen . tr Th. 18 B. Vom Verfahren bey den Friedensgerichten. 17 24. Wird der Beſitzſtund, oder die Beeintraͤchtigung(Sts⸗ rung) gelaͤugnet: ſo darf das hierauf angeordnete Zeugenverhoͤr ſich nicht auf den Grund des Rechtes ſelbſt erſtrecken.(1) 25. Die poſſeſſoriſche und petitoriſche Klage duͤrfen nie in einem und demſelben Libell angebracht(cumulirt) werden.(2) 26. Wer petitoriſch geklagt hat, wird dann mit einer poſſeſſoriſchen Klage weiter nicht gehoͤrt. 27. Wer im poſſeſſoriſchen Proceſſe Beklagter iſt, kann die petitoriſche Klage vor beendigtem Poſſeſſorium nicht einrei⸗ chen. Hat er den Proceß verloren: ſo darf er ſie nicht eher anſtellen, als bis er demjenigen, wozu er in dem wider ihn gefaͤllten Erkenntniſſe vutiheil worden iſt, voͤllig Genuͤge geleiſtet hat. Verzoͤgerte jedoch die Parthey, welche das Urthel ausge⸗ bracht hat, den ihr zuerkannten Betrag liquidiren zu laſſen: ſo kann der Richter, der uͤber die petitoriſche Klage zu erken⸗ nen hat, einen Zeitraum zu dieſer Liquidation beſtimmen, nach deſſen Ablaufe die petitoriſche Klage anzunehmen iſt.(2) Fuͤnfter Titel. Von Beſcheiden, die nicht Endurthel ſind, und deren Voll⸗ iehung. — 28. Beſcheide, welche nicht Endurthel ſind, ſollen, wenn ſie auf Anhörung beyder Theile ergangen, und in ihrer Ge⸗ genwart ertheilt worden ſind, den Partheyen nicht zugefertigt werden. Sollte im Beſcheide eine Verrichtung angeordnet ſeyn, welcher die Partheyen beywohnen muͤßten: ſo muß dar⸗ in der Ort, der Tag und die Stunde angegeben ſeyn; und (2) Drdonnanz v. 1667. Lit. XVIII. Art. 3. (2) Ebendaſ. Art. 8. (3) Ebendaſ. Art. 4 B 16 P P la Justice de Paix. le lieu, le jour et Theure; et la prononciation vaudra citãtion. 5 29. Si le jugement ordonne une operation par ge gens de lart, le juge délivrera à la portie requérante, eule de citation pour appeler les experts; elle fera mention du lieu, du jour, de Pheure, et contiendra le fait, les motifs et la gpoitin du jugement relative Fopération ordonnse. Si le jugement ordonne une enquste, la cédule de citation fera mention de la date du du lieu, du jour et de Pheure. 4 o. Toutes les fois que le juge pais se trans- portera sur le lieu cöontentieus, socit pour en faire 1a visite, soit pour entendre les témoins, il sera accom- pagné du grefſer, dui apportera la minute du jugement préparatoire. 31. Il n y aura lieu à P'appel des jugemens prõpa- ratoires qu'après le jugement definitif et conjointement avec lappel de ce jugement; mais Pexécution des juge- mens préparatoires ne portera aucun prẽjudice auR droits des parties sur l'appel, sans qu'elles scient obligées de kaire à cet égard aucune protestation ni réserve. Lappel des jugemens interlocutoires est permis avant que le jugement définitif ait 6té rendu. Dans ce cas, il sera donné expéedition du jugement interlocutoire. () Geſetz v. 14. u. 18. Oct. 1790. Lit. v. Art. 1. (2) Ebendaſ. Art. 3 u. 4.„ (3) Ebendaſ. Art. 6. (4) Ebendaſ. Art. 7. „ bin wn ſniſ jün w itv vom N En un hhu i hut dil iuih 3 hin hnh Mhn n k ch. 16 B. Vom Verfahren bey den Friedensgerichten. 19 n vaudn die Eroͤffnung des Urthels an die Perchwen dient der Vorladung.(*) npari en Wird im Beſcheide vorgeſchrieben, daß etwas durch equérnt Kunſtverſtaͤndige vorgenommen werden ſoll: ſo ertheilt der elle fen Richter dem darum anſuchenden Theile einen Vorladungszettel, mittelſt deſſen die Kunſtverſtaͤndigen vorgefodert werden*); in tlendra! dieſem muß der Ort, der Tag und die Stunde bezeichnet, und das Sachverhaͤltniß, die Entſcheidungsgruͤnde und dasjenige enthalten ſeyn, was im Beſcheide in Anſehung der vorzuneh⸗ cule i menden Verrichtung vorgeſchrieben iſt. du lieu Iſt im Beſcheide auf ein Zeugenverhoͤr erkannt: ſo muß im Vorladungszettel das Datum des Beſcheids„ ſo wie Ort, ze tran Tag und Stunde, beſtimmt ſeyn.(2) kaite 30. So oft ſich der Friedensrichter an den ſtreitigen Ort verfuͤgt, entweder um denſelben zu beſichtigen, oder um die⸗ ſgenen Zeugen abzuhören, muß ihn der Gerichtsſchreiber begleiten, der alsdann das Originalconcept des praͤparatoriſchen Be⸗ ſcheides mitbringt.(3) 3r. Gegen praͤparatoriſche Beſcheide**) ſoll erſt nach dem intenen Endurthel, und in Verbindung mit der gegen letzteres einge⸗ des juge wandten Appellation, appellirt werden duͤrfen(ſ. unten Art. ux drit 452.); doch ſoll die Vollſtreckung der präparatoriſchen Beſcheide igtes i dem Rechte der Partheyen auf die Appellation nichts beneh⸗ men, ohne daß es dießfalls irgend einer Proteſtation, oder erni eines Vorbehalts ihrer Rechte beduͤrfte. Die Appellation gegen den interlocutoriſchen Beſcheid kann eher eingewendet werden, als das Endurthel geſprochen iſt. uemen In dieſem Falle wird das Zwiſchenurthel den Partheyen zugefertigt.(4) B 2 *) Das Formnlar dazu ſ. in Delaporte formulaire Ende des Artikels: Cédule. EC. *) Dufour Code de procédure civile et confsrence de ce Code avec les lois précédentes. T. 1. p. 17. E. „ P. I. L. I. De la Justice de Paix. TITRE VI. De la Mise en cause dés Garans⸗ „ jour de la premibre comparution, le dslendeur demande à mettre garant en cause, le juge aocordera delai suffisant en raison de la distance du do- micile du garant: la citation donnée au garant sera libellee, sans qu'il soit besoin de lui notifier le jugs- ment qui ordonne sa mise en cause. 33. Si la mise en cause n'a pas été demandée à la premiðre comparution, ou si la citation n'a pas été Faite dans le délai fixé, il sera procédé, sans délai, au jugement de l'action principale, sauf à statuer s6pars- ment sur la demande en garantie. TrTRE vI. D e s E n q u 6 tes X 34. Si les sont contraires en faits na. ture a étre constatés par témoins, et dont le juge de paix trouve la vCrification utile et admissible, il ordon- nera la preuve et en fixera précisément Pobjet. *. (¹) Geſetz v. 14. u. 18. Oet. 1790. Lit. I. Art. 9⸗ (2) Ebendaſ. Art. 10. (6) Ebendaſ. Tit. IV. Art. *) S. Delaporte tutrzette unter d. Artikel: Garants. Man findet daſelbſt die Formulare zur Vorladung der Ge⸗ währsmänner vor den Friedenstichter zum Be⸗ » S wh m dhih lun un( ſeie mun ſu luun 96 mion, 1 e le ſ unce du d gärant ben er e jih enundes i 1 3, na pis eti ici, n uer ipun s de m e juge il ordr et. mts. Mn det G“ zun J. rr 6 18 B. Vom Verfahren bey den Shchtn 21 Sechster Litel. Von der Litisdenunciation an den Gewaͤhrsmann.) 32. Wenn an dem zum erſten verſonlichen Erſcheinen angeſetzten Tage der Beklagte einem Gewährsmanne litem denuncirt(deſſen Adcitation verlangt): ſo hat ihm der Rich⸗ ter hierzu, mit Ruͤckſicht auf die Entfernung des Ortes, wo der Gewaͤhrsmann wohnhaft iſt, eine hinreichende Friſt zu ge⸗ ſtatten. Die dem Gewaͤhrsmanne zugefertigte Vorladung muß die Gruͤnde des Geſuchs enthalten; jedoch iſt nicht erfoderlich, ihm den Beſcheid mittheilen zu laſſen, in welchem darauf er⸗ kannt iſt, daß er adcitirt werden ſolle.(1) 33. Hat der Beklagte nicht bey der erſten Erſcheinung litem denunecirt, oder iſt die Adeitation nicht in der ſo eben beſtimmten Friſt erfolgt: ſo ſoll ſofort zum Erkenntniſſe in der Hauptſache geſchritten, und uͤber die Klage auf Gewaͤhrleiſtung beſonders erkannt werden.(2) Siebenter Tikel. Vom Zeugenverhor*). 34. Sind die Partheyen uͤber Thatſachen ſtreitig, welche von der Art ſind, daß ſie durch Zeugen bewieſen werden koͤn⸗ nen, und der Friedensrichter findet die Eroͤrterung dieſer Thatſachen nuͤtzlich und zulaͤßlich: ſo hat er auf Beweis zu er⸗ kennen, und den Gegenſtand deſſelben genau zu beſtim⸗ men.(3) ſcheide, durch welchen die Adeitation des Gewaͤhrs⸗ manns aufgeſchoben, oder verſagt wird u. ſ. w. ſo wie zum ganzen hierher gehoͤrigen Verfahren, und zu den Endurtheln. E. **) S. Delaporte formulaire Art. Fnquéte. E. P. I. L. I. De la Justice de Paix. 35. Au jour indiqué, les témoins, après avoir dit * leurs noms, profession, àge et demeure, feront le ser- ment de dire vérité, et déclareront s'ils sont parens ou serviteurs ou ic 36. Ue seront entendus S. en prẽsence des parties, s elles comparaissent: ehes seront tenues en sera fait mention: les reproches ne pourront étre regus après la déposition commencée, qu'autant qu'ils seront justifies par écrit. 37. Les parties neinterrompront point les témoins: 1 1 1 des parties, et méme d'ofhce, faire aux témoins les interpellations convenables. 38. Dans tous les cas oü la vue du lieu peut ẽtre utile pour Tintelligenve des dépositions, et pecialement dans les aotions pour deplaoemens de bornes, usurpa- tians de terres, arbres, haies, fossés ou autres clõtu- res, et pour entreprises sur les cours d'eau, le juge de paix se transportera, s'il le croit nécessaire, sur le keu, et ordonnera que les témoins y seront entendus. 39. Dans les causes sujettes à l'appel, le grefßier * allics des parties et à quel degré, et s'ils sont leurs de fourxir leurs reproches avant la deposition, et de les signer; si elles ne le savent ou ne le peuvent, il après la déposition, le juge pourra, sur la réquisition dressera proces-verbal de l'audition des témoins: cet ir Th. 8 B. Vom Verfahren bey den Friedensgerichten. 23 weit 35. An dem anberaumten Tage ſchwoͤren die Zeugen, itis e nachdem ſie ihre Namen, ihr Gewerbe, ihr Alter, und ihren Wohnſitz angezeigt haben, den Eid, daß ſie die Wahrheit men ſagen wollen; und erklaren, ob und in welchem Grade ſie ont leun mit den Partheyen verwandt oder verſchwaͤgert, und ob ſie deren Soͤldner oder Bedienten ſind.(1) 36. Wenn die Partheyen erſcheinen: ſo werden die Zeu⸗ gen in deren Gegenwart, doch jeder beſonders, abgehoͤrt. Die X resene Partheyen ſind ſchuldig, mit gehoͤrig unterzeichneten Einwen⸗ S. dungen gegen die Merſonen der) Zeugen vor deren Abhoͤrung et de einzukommen. Sind ſie aber des Schreibens unerfahren, oder ſonſt dazu nicht faͤhig; ſo wird dieſes angemerkt. Hat das Zeugenverhoͤr einmal ſeinen Anfang genommen: ſo koͤnnen ont ätr keine Einwendungen gegen die Zeugen mehr zugelaſſen werden, t qul ſoweit ſolche nicht durch ſchriftliche Beweiſe gerechtfertigt wer⸗ g7. Die Partheyen duͤrfen die Zeugen nicht unterbrechen. Nach erfolgter Ausſage kann der Richter, auf Anſuchen der Partheyen, ja ſelbſt Amtshalber, den Zeugen Erklaͤrungen abfodern.(ſ. unten Art. 76.) ins le 38. In allen Faͤllen, wo es zur Verſtaͤndlichkeit der Aus⸗ ſagen dienen kann, daß ſie den Ort(von welchem die Rede iſt) vor Augen haben; und beſonders in allen Proceſſen uͤber eut ztr Graͤnzverruͤckungen, Beeintraͤchtigungen an liegenden Gruͤn⸗ den, Baͤumen, Hecken, Graͤben oder andern Vermachungen denn und uͤber Störungen des Waſſerlaufes, begiebt ſich der Frie⸗ usuyr densrichter, wenn er es fuͤr noͤthig erachtet, an Ort und din Stelle, und befiehlt, daß die Zeugen daſelbſt abgehoͤrt werden ſollen.(3) jge 30. In Sachen, welche der Appellation unterworfen ſind, e jen ſertigt der Gerichtsſchreiber üͤber die Abhorung der Zeugen 0) Ordonn. v. 1667. Lit. XXII. Art. 14. Ordonn. Franz I. v. 1338. Cap. VII. Art. 14. Ord. de Blois v. J. 1379. Art. 203. reſier e) Ordonnanz v. 1667. Lit. XVII. Art. 9. Lit. XRII. Art. 18. u. 16. Geſetz v. Oct. 1790. Lit. IV. Art. 3. 66) Geſetz v. 14. u. 18. Oct. 1790. Zit. IV. Art.6. 24 E4. De la Justice de paix. acte contiendra leurs noms, àge, profession et demeure, leur serment de dire vérité, leur déclaration s'ils sont parens, allies, serviteurs ou domestiques de⸗ parties, et les reproches qui auraient été fournis oontie eux. Lecture de ce sera faite à chaque témoin pour la partie qui le concerne; l signers s. dépoeition, ou mention sera faite qu'il ne ssit ou ne peut signer. Le proces· verbal sera, en outre, signé par Je juge et le greftier. I sera proeed immédiatement au ou au plus tard 3 la première audience. 40. Dans les causes de nature à étre jugées en dernier ressort, il ne sera point dressé de proces-ver- bal; mais le jugement Snoncer les noms, àge, profes- sion et demeure des témoins, leur serment, leur décla- ration s'ils sont Parens, alies, serviteurs ou domesti- ques des Parties, les reproches, et le résultat des ds- positions. TrrTRR vIn. DPes viuite⸗ des lieux, et des Apprèciations. 4r. Lorsquil s'agira, soit de constater l'ctat des lieux, soit d'apprẽcier la valeur des indemnités et dé⸗ dommagemens demandès, le juge de paix ordonnera que le lieu contentieux sera visité par lui, en Prèsence des parties. 1. Mnſ ut e thn h e — 60 Hemn r Th. 18 B. Vom Verfahren bey den Friedensgerichten. 26 ſenu* ein Protocoll; in dieſem werden ihre Namen, Alter, Gewerbe vik vn und Wohnort; ihr eidliches Angeloͤbniß, die Wahrheit zu ſagen; parie ihre Erklaͤrung, ob ſie Verwandte der Partheyen, ob ſie mit 3 ihnen verſchwaͤgert, ob ſie ihre Soͤldner oder Bedienten ſind, und die wider ſie etwa vorgebrachten Einwendungen, aufge⸗ e timein zeichnet. Jedem der Zeugen ſoll der ihn betreffende Theil die⸗ poion ſes Protocolls vorgeleſen werden; er unterzeichnet ſeine Aus⸗ izn ſage, oder man merkt an, daß er des Schreibens unerfahren oder ſonſt dazu unfaͤhig ſey. Ueberdieß wird das Protocoll juge e vom Richter und Gerichtsſchreiber unterzeichnet. Hierauf wird gement, ſofort, oder laͤngſtens am naͤchſten Verhoͤrstage, zur rechtlichen Entſcheidung geſchritten.(ſ. unten Art. 41I.)(1) 40. In Sachen, welche dazu geeignet ſind, ſogleich(vom ees en Friedensrichter) in letzter Inſtanz entſchieden zu werden, wird es.ver⸗ kein Protocoll gefertiget; aber der Beſcheid ſoll enthalten: proſe⸗ die Namen, das Alter, Gewerbe und den Wohnort der Zeu⸗ gen, ihren Eid, ihre Erklaͤrung, ob ſie mit den Partheyen n üch verwandt, verſchwägert, deren Söldner oder Bedienten ſeyen, omesti. die Einwendungen wider die Zeugen und den Inhalt ihrer des de. Ausſagen.(ſ. unten Art. 410. 432.) Achter Titel. Von Localbeſichtigungen und Taxationen. 4r. Kommt es darauf an, daß der Zuſtand eines Ortes unterſucht und beſtimmt, oder der Betrag eines Schadens ut de durch Schaͤtzung feſtgeſetzt werde: ſo ertheilt der Friedensrich⸗ ter den Beſcheid, daß der ſtreitige Ort von ihm in Gegen⸗ wart der Partheyen beſichtigt werden ſolle. S½ de () Geſetz v. 14. u. 18. Oct. 1790. vit. IV. Art. 5. (2) TDit. V. Art. 1. „ 26 F ÿ Auüitse de pain. 42. Si Pobjet de la visite on de Tapprsciation enige des connaissances dui soient Strangeres au juge, il ordonnera que les gens de Part, quil nommera par le méme jugement, feront la visite aveb lui, et donne- ront leur avis: il pourra juger sur le lieu méme, sans désemparer. Pans les causes sujettes à appel, pro- obs verbal de la visite sera dressé par le greffier, qui constatera le serment prẽte par les esperts. Le procds- verbal sera igne par le juge, par le greffier et par les experts; et si les enperts ne savent ou ne peuvent signer, il en sera fait mention. Pans les causes non sujettes à T'appel, üne sera point dressé de procds·verbal; mais le jugement enoncera les noms des experts, la prestation de leur serment, et le résultat de leur avis. De la Récusation des Juges de pain. 44. Les juges de paix pourront ztre récusés, 10. quand ils auront intérét personnel à la contestation; 20. quand ils seront parens ou alliés d'une des parties, jusqu au degré de cousin germain inolusivement; si, dans lannée qui a prẽcedè la rcusation, a eu proces c criminel entre eux et une des parties, ou son conjoint, ou ses parens et alliés en ligne directe; 49. „il y a procks civil esistant entre eus et l'une des 4 hn u in Mhi iin ui bhhu lin, ſin i — 6) 6 0 6 )6 e priciin au ji men pu et donn, ene, un hel, yn e proct et par peuven jugemen de len es, 1* station parie 3 74 er ou son 4 me de r Th. 15 B. Vom Verfahren bey den Friedensgerichten. 27 . Fodert der Gegenſtand der Beſichtigung oder der Tapation beſondere, dem Richter nicht beywohnende Kenntniſſe: ſo verordnet der Richter, daß Kunſtverſtändige, die er in dem⸗ ſelben Beſcheide ernennt, mit ihm der Beſichtigung beywoh⸗ nen und ihr Gutachten erſtatten ſollen. Er kann an dem Orte ſelbſt auf der Stelle entſcheiden. In Sachen, welche der Appellation unterworfen ſind, wird von dem Gerichtsſchreiber uͤber die Beſi chtigung ein Protocoll gefertigt, welches beurkun⸗ det, daß die Kunſtverſtaͤndigen den Eid abgelegt haben. Das Protocoll wird vom Richter, vom Gerichtsſchreiber und von den Kunſtverſtändigen unterzeichnet, und wenn die Kunſtver⸗ ſtaͤndigen im Schreiben unerfahren, oder ſonſt dazu unfaͤhig ſind: ſo wird dieß angemerkt.(*) 43. In Sachen, welche der Appellation nicht unterwor⸗ fen ſind, wird kein Protocoll angenommen; aber die Namen der Kunſtverſtändigen, deren Vereidung und das Reſultat 6 Gutachtens muͤſſen im Beſcheide angegeben ſeyn.(2) Neunter Litel. Von der Ablehnung*) des Friedensrichters. 44. Man kann den Friedensrichter ablehnen,) wenn er beym Rechtsſtreite fur ſeine Perſon intereſſirt iſt; 2) wenn er mit einem der ſtreitenden Theile bis mit Einſchluß des Grades der Geſchwiſterkinder verwandt oder verſchwaͤgert iſt; 3) wenn in dem vor der Ablehnung zunaͤchſt vorhergegangenen Jahre zwiſchen ihm und einem der ſtreitenden Theile oder deſſen Ehegatten, oder Verwandten und Verſchwäͤgerten in gerader Linie, ein Criminalproceß Statt gefunden hat; 4) wenn zwi⸗ ſchen ihm und einem der ſtreitenden Theile, oder deſſen Ehe⸗ (1) Geſetz v. 14. u. 18. Oct. 1790. Tit. V. Art. 2. (2) Ebendaſ. Art. IV. *) S. Delaporte unter: Récusation. E. 28 Be ln Justice de paix. parties, ou son conjoint; 5o. s'ils ont donns un avis ecrit dans Paflaire. 45. La partie qui voudra récuser un juge de paix, sera tenue de former la récusation et d'en esposer les motifs par un acte qu'elle fera signifier, par le premier huissier requis, au greffier de la justice de paix, qui visera Foriginæ. Lexploit sera signs, sur Poriginal et la copie, par la partie ou son fondé de pouyoir spẽcial. La copie sera zepoꝛ6 au greffe, et communiquòe im- médiatement au juge par le greffier. 46. Le juge sera tenu de donner au bas cet acte, dans le délai de deux jours, sa déclaration par Scrit, portant, ou son acquiescement a la récusation, ou son refus de s'abstenir, avec ses réponses aux moyens de récusation. Dans les trois jours de la réponse du juge qui refuse de s'abstenir, ou faute par lui de répondre, ex- pedition de Facte de récusation, et de la déelaration du juge, s'il y en a, sera envoyés par le greffier, sur la réquisition de la partie la plus diligente, au procureur impérial près le tribunal de première instance dans le ressort duquel la justice de pais est située: la récusa- tion y sera jugée en dernier ressort dans la huitaine, sur les conclusions du procureur impériah sans du il soit besoin d'appeler les parties. 6) Hierdurch iſt das Seſe 14. u. 18. Oct. 1790. aingeſchräntt, welches den unter n. 2. enthaltenen Fau bis auf die zweyten Geſchwiſterkinder erſtreckte. 7 un ede pin, sposer le le prenir ain, gi riginal e r spsci quce it. de vcet tion par tion, ou moyen juge qui dre, er tion du sur k cureur lans le récusa- uiteine, ril zoit ʒrint nenen — — 6 rrTh. 1 B. Vom Verfahren bey den Friedensgerichten. 29 gatten, ein Civilproceß anhängig iſt; 5) wenn er bereits ein ſchriftliches Gutachten in der Sache gegeben hat. S. Wr Art. 3780)(*) 45. Die Parthey, die einen Friedensrichter Finen will, iſt ſchuldig, ihre Ablehnung, und die Gruͤnde, auf wel⸗ chen ſie beruht, in einer Schrift vorzutkagen, die ſie durch den erſten hierzu aufgefoderten Gerichtsboten, dem Actuar des Friedensgerichtes zufertigen laͤßt. Dieſer viſirt das Original. Sowohl das Original, als die Abſchrift der Inſinuationsur⸗ kunde, wird von der Parthey oder deren Specialbevollmachtig⸗ ten unterzeichnet. Die Abſchrift wird in der Gerichtsſchreibe⸗ rey niedergelegt, und dem Richter unverzůglich durch den Ge⸗ richtsſchreiber mitgetheilt.(2) 46. Der Richter iſt ſchuldig, binnen zwey Tagen unter dieſen Aufſatz ſeine Erklaͤrung zu ſchreiben, in welcher er ent⸗ weder aͤußert, er laſſe ſich die Ablehnung gefallen, oder ſeine Verweigerung, ſich der Verhandlung der Sache zu enthalten, nebſt den Gruͤnden dieſer Verweigerung, erklaͤrt.(3) 47. Wenn der Richter ſich der Entſcheidung der Sache zu enthalten weigert, oder gar nicht antwortet: ſo wird bin⸗ nen drey Tagen dem beyin Gerichte erſter Inſtanz, in deſſen Bezirke das Friedensgericht gelegen iſt, angeſtellten kaiſerlichen Anwalde eine Abſchrift der Verweigerungsurkunde und der Erkläͤrung des Richters, wenn eine erfolgt iſt, auf Anſuchen der Parthey, die ſolches zuerſt verlangt, vom Gerichtsſchrei⸗ ber uͤberſandt. Binnen acht Tagen wird, auf vorgaͤngigen Antrag des kaiſerlichen Anwalds, ohne daß eine Vorladung der Partheyen erfoderlich waͤre, uͤber die Ablehnung in letzter Inſtanz entſchieden. 65 (2) Der erſte Lheit dieſes Artikels iſt aus dem ſo eben angeführten Geſetze Dit. II. Art. 2. entlehnt. Das Uebrige iſt neu. 6) Ebendaſ. Lit. II. Art. 3. (u) Ebendaſ. Art. 6. P. T L.. H. Des Trihunaus inférieurs. LIVRE II. é rieurs in 6 Des (Suite Au Pécret du 14 Avril 1806.) —„ 1 . 1 v TITRE I. p1 Cron511 n 46. Aucune demande principale introductive deins- tance entre parties capables de transiger, et sur des objets qui peuvent étre la matiere d'une transaction, ne *„X. sera regue dans les tribunaux de premièere instance, que le défendeur n'ait été préalablement appelé en concilia- tion devant le juge de paix, ou que les parties n'y aient volontairement comparu. 49. Sont dispenses du ite de la conci- liation, 3 12 demandes qui intéressent Pptat et le do- maine, les communes, les&tablissemens publics, les mineurs, les interdits, 1 curateurs aux successions vacantes; . Les demandes qui reduikrent cslérité; 30. Les demandes en intervention ou en garantie; 40. Les demandes en matibre de commerce; 50. Les demandes de mise en liberté; celles en main · levée de saisie ou opposition, en paiement de loyers, fermages ou arrérages de rentes ou pensions; 7 celles des avoués en paiement de frais; * ſtüt vh w W N ſuh zuw wi lihn ₰ itnt 5% dnichi ) uf uf Inn 0 n 9 6n rft U e dinz⸗ zur des tion, ne ce, que concili ties ny conci. le do⸗ s, e essions rantie; Mes en ent de ions; tr Th. 28 B. Von den Untergerichten. 31 Zweytes Buch. Von den Untergerichten. — (Fortſetung des Decrets vom 14. April 1806.) Erſter Titel. Von der Gütepflegung. 48. Keine Hauptklage unter Partheyen, welche die Fä⸗ higkeit haben, ſich zu vergleichen, ſoll, wenn ſie uͤber Sachen, welche den Gegenſtand eines Vergleichs ausmachen koͤnnen, bey der Inſtanz angebracht wird, beym Gerichte erſter In⸗ ſtanz angenommen werden, dafern nicht vorher der Beklagte zur vorlaͤufigen Pflegung der Guͤte vor den Friedensrichter vorgeladen worden iſt, oder ſich die Partheyen deshalb frey⸗ willig vor demſelben geſtellt haben.(¹) 40. Die der vorlaͤufigen Sueun tritt nicht ein: 1) bey Klagen, bey welchen der Staat, die Staatsguter, Gemeinheiten, oͤffentliche Anſtalten, Minderjährige, Interdi⸗ eirte und Curatoren vacanter Erbſchaften Parthey ſind; 2) bey Klagen, die ein ſchnelles Verfahren ſfodei 3) bey Interventionen oder Klagen auf Gewaͤhrleiſtung; 4) bey Klagen in Handelsſachen; 50 bey Klagen auf Entlaſſung aus der gefaͤnglichen Haft, auf Aufhebung eines Arreſtes oder eines Zahlungseinſpruchs, auf Bezahlung des Mieth⸗oder Pachtgeldes, oder verfallener Renten oder Jahrgelder; bey Klagen der Sachwalter auf Be⸗ zahlung der Unkoſten; (1) Geſet vom 16. u. 24. 1790. über die Gerichts⸗ verfaſſung. 1 zz P. I. L. II. Des Tribunaus inférieurs. 6. Les demandes formées contre plus de deux parties, encore qu'elles aient le méme intérét; 70. Les demandes en vérification d'écritures, en désaveu, en réglement de juges, en renvoi, en prise à, partie: les demandes contre un tiers- et en w ral sur les saisies, sur les offres réelles, zur la remise des titres, sur leur coumunietion, sur les séparations les causes exceptées par les lois. So. Le défendeur sera cité en vwbeiliugn, 1 En matiere personnelle et réelle, devant le devant le juge de l'un d'eus, au choix du demandeur; 2e. En matiere de société autre que celle de com- elle est établie; 30. Fn matière de succession, sur les demandes entre héritiers, jusqu'au partage inclusivement; sur les demandes qui seraient intentées par les créanciers du 4 avant le Partoge; sur les demandes— à (¹) Geſetz v. 6. März 1791. Art. 18. Geſ. v. 11. Brumaire Jahr 3 über die unfreywilligen Güterveräußerungen, Art. 27. *) Hier leuchtet mir der Grund des Geſetzes nicht ein. In dieſem Falle ſcheint mir gerade die k Nutzen zu ſeyn. E. de piens, sur les tutelles et euratelles; et enfin toutes juge de pain de son domicilez s'il y a deus défendeurs, merce, tant qu'elle existe, devant le juge du lieu ou 3 uh nn ſut eu * % ünſi ſith, berhi unn ln! ui h,t hausn hun ninum j. ho 7 ßin nhin Nin il dut im b mt hnn ht en in u lhmn fn un ſen inn it mt, tn . de den utes, en yrx et en gu r la nni sparin nfin un ion, derut] llenden manden e de con u lien ai emands sur Je iers du aes umite ih etungen iu) un en X Ir 2h. 26 B. Ven den unncun 6) bey Klagen, welche wider mehr als zwey Peeiheyen gerichtet ſind, ſelbſt wenn dieſe einerley haben ſoll⸗ 7) bey Geſuchen um Erörterung der Richtigkeit einer Handſchrift, um Erklaͤrung der Unverbindlichteit fremder in Klaͤgers Namen verrichteter Handlungen, denen dieſer wider⸗ ſpricht, um Verweiſung der Sache an Einen von mehrern berechtigten Richtern**), oder an ein anderes Gericht; bey Klagen wider den Richter wegen ungeſetzmaͤßigen Verfahrens; bey Klagen wider den Dritten, dem der angelegte Arreſt an⸗ gedeutet iſt; und uͤberhaupt bey allen Anlegungen des Arreſts; bey dem, unter Darbietung des Geldes, erfolgten Anbieten der Zahlung; bey den die Zuruͤckgabe der Urkunden oder deren Herausgabe(Editiyn), Guͤterſonderung, Vormundſchaſten und Curatelen betreffenden Klagen; und endlich bey allen geſetzlich ausgenommenen Rechtsſachen.(S. unten Art. 320. 345. 566. 570. 718. 839. 856. 871. 883.)(1)*8*) 50. Der Beklagte wird zum guͤtlichen Verhoͤr vorgeladen; 1) bey perſoͤnlichen und dinglichen Rechtsſtreitigkeiten vor den Friedensrichter ſeines Wohnorts; ſind zwey Beklagte, vor den Richter des einen von ihnen, welchen der Klaͤger zu wäh⸗ len hat; 2) bey Sachen, welche eine Geſellſchaft, die nicht Han⸗ delsgeſellſchaft iſt, betreffen, ſo lange dieſelbe beſteht, vor den Richter des Orts, wo ſie ihren Sitz hat; 3) in Erbſchaftsſachen, wegen der unter den Erben gegen einander angeſtellten Klagen bis nach vollendeter Theilung: bey den von den Erbſchaftsgläubigern vor der Theilung erho⸗ benen Klagen; bey allen Klagen, welche auf die Vollſtreckung *²) Wenn nämlich die Sache zu gleicher Zeit bey zwey Rich⸗ tern angebracht iſt. Das Formular des Geſuchs ſ. beym Pelaporte unter: Reglement de juges. E. ***) Die Formulare zu allen dieſen Geſuchen und Flagen findet man beym Delaporte a. a. D. unter den Artikeln: Desaveu. reglement de juges, renvoi, prise à partie, deni de justice, saisie arrét, oflres r6elles. E. Cwitgerichtsordnung. C „ 34 p. 1. 55 II. Des Tribunaus inférieurs. l'execution des dispositions à cause de mort, jusqu'au jugement definitif, devant le juge de pais du lieu od la succession est ouverte. k Fr. Le delai de la citation sera de trois jours au moins. 52. La citation sera donnée par un huissier de la justice de paix du defendeur; elle énoncera sommaire- ment l'objet de la conciliation.— 53. Les parties comparaitront en personne; en cas d'empéchement, par un fondè de pouyoir. §4. Lors de la comparution, le demandeur pourra espliquer, méme augmenter sà demande, et le défen- deur former celles qu'il jugera convenables; le procks- verbal qui en sera dressé contiendra les conditions de Parrangement, s'il en a; dans le cas contraire, il fera sommairement mention que les parties n'ont pu s'ac⸗ corder. verbal, ont force d'obligation privée. 55. Si l'une des parties défere le serment à l'au- tre, le juge de paix le recevra, ou fera mention du refus de le préter. 60 Geſet v. 14. u. 18. Oct. 1790. Lit. 1. Art. 3. Geſeß v. 26. Ventos Jahr 4. ueber das Verfahren bey der Güte⸗ pflegung Art. 1. 2. 3. E) Geſetz v. 26. Ventos Jahr 4. Art. 6. (3) Das wegen der Ladung vor die zu Pflegung der Güte beſtimm⸗ ten Behörden im F. 1791. bloß für Paris gegebene Geſeß iſt hierdurch augemeingüttig geworden. (4) Geſetz v. 6. März 1707. Art. 16. Der Anwald, der für ſeine Parthey im Güteverhör erſcheint, erhält dafür keine Gebühren, S. Tarordnung Garit᷑ des frais et depens) v. 16. Febr. 1807. Art. 69. (6) Die dem Kläger ertheilte Erlaubniß, ſeine Klage auf ein größeres Ouantum zu richten, iſt neu. Im uebrigen iſt dieſer Artikel geſchopft aus dem Geſetz v. 16. Aug. 1790. Lit. X. Art. 3. Les conventions des parties, insérées au proces- nün uſnb wub 1.5 8. jilu u lien is jounn ssier de! sommin e; en e ur poun le defe le proci ditions ire, il ju t pu s mu pro nt à ln ention i heſeß v.“ eGüt zite bein ene Gei der ſit ſ ebühren o7. At ein grſn ieſr Mi Art. 5. 8 1r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 35 letztwilliger Verordnungen Bezug haben, bis zum Endurthel; (und zwar in allen dieſen Fällen,) vor den Friedensrichter des Orts, wo der Erbanfall erfolgt iſt.(*) 51. In der Vorladung muß wenigſtens eine dreytaͤgige Friſt verſtattet ſeyn.(2) 52. Die Vorladung wird von einem Gerichtsboten des Friedensgerichts, unter welchem der Beklagte ſteht, eingehaͤn⸗ digt. Der Gegenſtand des guͤtlichen Verhoͤrs muß kuͤrzlich in derſelben angegeben ſeyn.(3)— 33. Die Partheyen erſcheinen in Perſon; nur im Ver⸗ hinderungsfall durch einen Bevollmaͤchtigten.(4) 4. Wenn die Partheyen erſchienen ſind, ſteht dem Kla⸗ ger frey, ſein Geſuch deutlicher zu erklaren, ja ſogar ſeine Foderung zu erhoͤhen. Auch der Beklagte kann die Geſuche anbringen, die er fuͤr noͤthig erachtet. Das daruͤber aufge⸗ nommene Protocoll enthaͤlt die Bedingungen des Vergleichs, wenn es dazu kommt; widrigenfalls wird kuͤrzlich erwaͤhnt, daß die Partheyen ſich nicht haben vereinigen können. Die in das Protocoll eingetragene Uebereinkunft der Par⸗ theyen hat die Kraft einer Privatverſchreibung.(5)*) 55. Wenn eine Parthey der andern den Eid anträgt nimmt ihr der Friedensrichter ſolchen ab, oder bemerkt die Verweigerung, denſelben zu leiſten.(6) (6) Geſet v. 6. März 1791. Art. 28. *) Die Notarien allein haben in Frankreich das Recht, den Privatverhandlungen oͤffentliche Beglaubigung zu geben. Nun uͤbt der Friedensrichter bey der Guͤtepflegung keine Gerichts⸗ barkeit aus, alſo fehlt nach der Strenge auch die gericht⸗ liche Beglaubigung. Mir ſcheinen aber denn doch die Ver⸗ handlungen, die vor einem Manne, der in oͤffentlicher Pflicht ſteht, erfolgten, und das, was ein verpflichteter Gerichtsſchrei⸗ ber niedergeſchrieben hat, oͤffentliche Glaubwuͤrdigkeit zu ver⸗ dienen, und ſchon ſeiner Natur nach mehr Kraft zu haben, als eine bloße Privatverſchreibung, zumal da die Protocolle des Friedensgerichts im Uebrigen offentlichen Glauben haben. E. — 36 P. I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. cene des parties qui ne comparaitra, pas sera condamnée à une amende de din francs; et toute audience lui sera refusée jusqu à ce qu'elle ait justifié de la quittance. 57. La citation en conciliation terronpre la pres cription, et fera courir les intéréts; le tout, pourvu que la demande soit formée dans le mois, à dater du jour de la non- comparution ou de la non- conciliation. 58. En cas de non- comparution de[une des par· ties, il en sera fait mention sur le registre du greffe de la justice de pais, et sur'original ou la copie de la citation, suns quẽil soit besoin de dresser procks- —„ * verhal. TITRE II. Des Ajournemens. —— 59. En matiere personnelle, le defendeur sera as- signé devant le tribunal de son domicile; s'il n'a pas de domicile, devant le tribunal de sa résidence; S'il y a Plusieurs défendeurs, devant le trihunal domicile de l'un d'eus, au choix du demandeur; En matibre réelle, devant le tribunal de a situa⸗ tion de'objet liigieus; En matiere miste, devant le juge de la situstion, ou devant le juge du domicile du acfendeur; matidre de societé, tant qu'elle existe deyant le juge du lieu ou elle est établie; lue w 5 5 hihm ſmſ . pas zen et tout it jusiſ n hyn ourpu q r du jon ion. des pn du gre copie d proce ur serä n p ibun mdeur; e la zitun sitin denn N 1r Lh. 2s B. Von den Untergerichten. 32 56. Wenn eine Parthey nicht erſcheint: ſo wird ihr eine Gelbuße von zehn Franken auferlegt, und es wird ihr alles Si. verweigert, bis ſie daruͤber eine Quittung beybringt.(1) Die Vorladung zum guͤtlichen Verhoͤr unterbricht die enihtung, und macht, daß die Verzugszinſen zu laufen an⸗ fangen; ſedoch dieß alles nur dann, wenn vom Tage des Au⸗ ßenbleibens der Parthey oder der vergeblich verſuchten Guͤte an die Klage binnen Monatsfriſt eingereicht wird. 58. Wenn eine von den Partheyen außen bleibt: ſo wird dieß bey der Expedition des Friedensgerichts im Gerichtsbuche, ſo wie auf dem Originale oder der Abſchrift der Ladung ange⸗ merkt, ohne daß noͤthig waͤre, deshalb ein Sſnres Prte coll aufzunehmen. 8— „ Zweyter Titel. Von Vorladungen. X 50. Bey perſoͤnlichen Anſpruͤchen wird der Beklagte vor das Gericht ſeines Wohnſitzes geladen, und, im Fall er kei⸗ nen Wohnſitz hätte, vor das Gericht des Ortes, wo er ſich . aufholt; wenn mehrere Beklagte ſind, vor das Gericht des Wohn⸗ orts eines derſelben, wobey dem Klager die Wahl frey gelaſ⸗ ſen iſt: bey Realanſprüchen vor den S Ortes wo der ſtreitige Gegenſtand gelegen iſt; bey vermiſchten Anſpruͤchen vor das Gericht, wo die Guͤ⸗ ter liegen, oder vor den Richter des Wohnſitzes des Beklagten; bey Anſpruͤchen an eine Geſellſchaft, ſo lange dieſelbe be⸗ ſteht, vor den Richter des S wo ſie ihren Sitz hat; 6 Geſet v. 6. Wirz 1791. Art. 22. Geſetz d. 26. Ventos Jahr 4 Nd. Rep. Art. s. u. 9. 38 P. I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. En matibre de succession, 15. sur les demandes entre héritiers, jusqu'au partage inclusivement; 20. sur les demandes qui seraient intentées par des ercanciers du défunt avant le partages 3. sur les demandes rela- exẽcution des dispositions a cause de mort, devant le tribunal du lieu tives à 1* ienit jugement definitif, oů la succession est ouverte; En matibre de faillite, devant le juge du doricie du failli; En matiere de gerntie, zbwut le juge ou de- mande originaire sera pendante; Pnfin, en cas d'clection de domicile pour tion d'un acte, devant le tribunal du domicile élu, ou devant le tribunal du domicile réel du défendeur, con⸗ formément à particle 111 du Code civil. 6o. Les demandes formées pour frais par les ofß ciers ministériels, seront portées au Sn ou les k2 7 ont été faits. 61. TLenploit dajournement contiendra; 15. la date des jour, mois et an, les noms, profession et do- micile du demandeur, occupera pour lui,*t chez lequel Pelection de domicile sera de droit, à moins d'une dlection contraire par le méme exploit; P 5 20. Les noms, et immatricule de Thuis- sier, les noms et demeure du defendeur, et mention de la personne à laquelle copie de l'exploit sera laissée; 3. Lobjet de la demande, I'esposé sommaire des moyens; (¹) Decret v. a9. Jänner 1791. Art. 14. *) S. Dufour Indication des sources ou toutes les dispositions du Cods civil ont été und deſſen Nouveau Traité de Procsdure eivile T. I. p. 127. s. E. N la constitution de l'avous ſqui n ubh uiuh ſiihnd zün hwhe ſchiß * — — 5 . demanle tz 2. zu creancin andes nh. de nn nal du In u donic ou ha i ur Pexin le dlu, u ndeur, en par le ou les u 1 1 ssion ett havous de don nirs yu le de l mentin a lai ommin dipoi in Erbſchaftsſachen 10 bey Klagen der Erben unter einan⸗ der bis nach erfolgter Theilung; 2) bey Klagen der Erbſchafts⸗ glaͤubiger, die vor der Theilung erhoben werden; 3) bey Kla⸗ gen uͤber Vollziehung einer letztwilligen Verordnung, bis zum Endurthel, vor das Gericht des Sete wo der Erbanfall er⸗ folgt iſt; in Concursſachen vor den ichter, wo der Gemeinſchuld⸗ ner ſeinen Wohnſitz hat;: in Vertretungsſachen(bey Litisdenunciationen) vor den Richter, wo die Hauptklage anhaͤngig iſt; endlich auf den Fall, daß in einer Urkunde ein Wohnſitz fuͤr deren Vollſtreckung angenommen worden iſt, vor das Ge⸗ richt des erwaͤhlten Wohnorts, oder vor das Gericht des wirk⸗ lichen Wohnſitzes des Beklagten, nach Wahe des IIIten Artikels des Civilgeſetzbuchs.*) 60. Die von Gerichtsbedienten w gen der unkoſten ange⸗ ſtellten Klagen werden bey dem Gerichte angebracht, wo Unkoſten verurſacht worden ſind.(*) 61. Die Ausfertigung der Ladung**) enthaͤlt 1) Da⸗ tum, Monat und Jahr, Namen, Gewerbe und Wohnſitz des Klaͤgers; die Beſtellung des Anwalds, der fuͤr ihn auftreten wird, und bey welchem der gewaͤhlte Wohnſitz***) rechtlich angenommen wird, dafern nicht in eben dieſer Ausfertigung die Wahl eines andern Wohnſitzes angegeben iſt; 2 Namen, Aufenthalt und Matrikel des Gerichtsboten, Namen und Aufenthalt des Beklagten, und Erwaͤhnung der Perſon, bey welcher die Abſchriſ der sſisuns gelaſfen werden ſoll; 3) der Gegenſtand der Klage und die tunue Auseinan⸗ derſetzung des . Bxploi les, was zur Erklaͤrung nachſtehender Artikel, mittelſt klarer rmulare, dienen kann, findet man beym Pelaporte a. a. O. unter: Ajournement ou Assignation. E. 4) Das iſt, der du, wo die Ladungen inſinuirt werden. E. r Th. 2s B. Von den Untergerichten. 39 N — N . 40 P. I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. b. Lindication du tribunal qui doit connaitre 4e la demande, et du délai pour comparaitre le tout à peine de nullitẽ. 62. Dans le cas du transport d'un huissier, il ne lui sera payc pour tous frais de déplacement qu'une journée au plus. 63. Aucun exploit ne sera donné un jour de féte legale, si ce n'est en vertu de permission du président du tribunal. 64. En matibre reelle au miste, les exploits enon- * ceront la nature de lhéritage, la commune, et, autant qu'il est possible, la partie de la commune ou il est situs, et deux au moins des tenans et aboutissans; s'il 1„ s'agit d'un domaine, corps de ferme ou mötairie, ü ün suffira d'en designer le nom et la situation: le tout à n peine de nullité.— uhh 6. I sera donné, avec Penploit, copie du pro- ces-verbal de non · conciliation, ou copie de la mention de non · comparution, a peine de nullité; sera aussi binin unde copie de ehn ſte1 wn le cours de l'instance, n'entreront point en taxe.„ in donnee copie des pibces ou de la partie des pieces sur lesquelles la demande est fondée, à défaut de ces co- pies, celles que le demandeur sera tenu de donner dans ) Ordonnanz von 1667. Zit. II. Art. 1. 2. 3. r6. Ordonn. Lud⸗ wigs XII. Blois ra98. 1307. Franz I. Valence 1538. 1539. Carls IX. an die Stände v. Orleans 1560. E) Abänderung des 3. Art. im II. Lit. der Ordonnanz v. 1667. (3) Ebendaſ. Lit. III. Art. 7. Nach 1. 1.§. Rn. D. de Feriis⸗ (1 12.) iſt die Inſinuation der Ladung in unaufſchieblichen Fäl⸗ len, beſonders ſobald darauf die Unterbrechung der Präſeription ankommt, erlaubt.(Nach Herrn Dufours Meinung, welche mir die richtige ſcheint iſt nach dem vorliegenden Geſetze auch in die⸗ ſem Falle die Erlaubniß des Gerichtspräſidenten erfoderlich, und wird in deren Ermangelung die Ladung wirkungslos, nach Maaß⸗ gabe des 2247ſten Artikels des Nap. Civilgeſetb.) tre d. tout i in quun de fite ésident enon⸗ autant il est us; 5i rie, i tout i du yr mention a ausi ces ut ces co er dam oun. Lud 35. 1539 1667. de Teriis ichen jil öſeriptien elche n ch in die , u Voah⸗ ir Th. 26 B. Von deßg Untergerichten. 41 ₰₰ die Anzeige des Gerichts, das uͤber die Klage erkennen ſoll, und der zum Erſcheinen vergönnten Friſt; Alles bey Strafe der Nullität.(¹) 62. Muß ſich der Gerichtsbote an einen andern Ort be⸗ geben: ſo ſind ihm die Reiſekoſten hochſtens auf eine Tagereiſe⸗ zu verguͤten.(2) 63. Keine Vorladungsurkunde darf ohne des Gerichtspraͤſidenten*) an einem geſetzlich anerkannten Feſt⸗ tage eingehaͤndigt werden.(2) 64. Bey Real⸗ oder vermiſchten Rechtsſachen**) muͤſſen in der Ausfertigung der Ladung die Beſchaffenheit des Grund⸗ ſtuͤcks, die Gemeinde, und, wo moͤglich, der Theil der Ge⸗ meinheit, wo das Grundſtuͤck liegt, und wenigſtens zwey der anliegenden und anſtoßenden Grundſtuͤcke angegeben ſeyn; iſt von einem ganzen Gute, von einer Pachtung oder einem Mei⸗ erhofe die Rede: ſo iſt es hinreichend, deren Namen und Lage zu beſtimmen. Dieß alles iſt bey Strafe der Nichtigkeit zu beobachten.(4) 65. Nebſt der Ausſertigung der Ladung muß, bey Strafe der Rullitaͤt, zugleich eine Abſchrift des uͤber die vergebliche Guͤtepflegung aufgenommenen Protocolls, oder eine Abſchrift der Bemerkung des Außenbleibens zuge fertigt werden; zugleich ſind auch Abſchriften der Urkunden, oder eines Theils der Ur⸗ kunden zuzufertigen, auf welche die Klage gegruͤndet iſt. Jn Ermangelung dieſer Abſchriften, duͤrfen fuͤr diejenigen, welche der Klaͤger in der Folge des Proceſſes bnulegen vtundin iſt, keine Koſten angeſetzt werden. (4) Ordnonn. v. 1667. Lit. IX. Art. 3. 4. 1. 6. D. de rei vind. (6) Ordonn. v. 1667. Lit. II. art. 6. Geſetz vom 16. Aug. 1790. Tit X. Art. 5. Nach der neueſten Tarordnung(tarif des S et dépens) ſoll der Anwald, der Beweisurkunden und Urthel in Abſchrift übergiebt, ſolche unterzeichnen und für deren Genauig⸗ keit ſiehen. S. Pelaporte a. a. O unter: Assignation, wo das Formu⸗ lar des Anfuchugſchreibens und des Erlaubnißſcheines ent⸗ halten iſt. E. *2) Formular zur Ladung beym a. a. O. Ebendaſ. E. 42 P. I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. S 66. Lhuissier ne pourra instrumenter pour ses E parens et allies, et ceu de sa femme, en ligne directe heun w à l'infini, ni pour ses parens et alliés collatéraux, jus- iun qu'au degré de cousin iszu de germain inclusivement; uſih le tout à peine de nullité. 67. Les huissiers seront tenus de mettre à la fin„* de l'original et de la copie de Pexploit, le coüt d'ice- lui, à peine de cinq francs d'amende, payables à ins- 3 tant de Penregistrement. 6. Tous esploits seront faits à personne ou do- mais si Thuissier ne trouve au domicile ni la micile: partie, ni aucun de ses parens ou serviteurs, il remet- tra de suite la copie à un voisin, qui signera loriginal; si ce voisin ne peut ou ne veut signer, l'huissier remet- tra la copie au maire ou adjoint de la commune, lequel visera Poriginal sans Frais. Lhuissier fera mention du tout, tant sur Foriginal que sur la copie. 69. Seront assignés, 10. LEtat, lorsqu'il S'agit de domaines et droits en la personne ou au domicile du ptéfet domaniaux, du dẽpartement ou siége le tribunal devant lequel doit étre portèe la demande en première instance; 20. Le trésor public, en la personne ou àu bu- . reau de l'agent; 30. Les administrations ou établissemens publics, en leurs bureaux, dans le lieu ou réside le siége de (i) Ordonn. v. 1667. T. II. Art. 11. Lit. XXII. Art. 11. Jousse commeutaire sur l'Ordonn. beym 2. Art. des II. Tit. () Nach dem s. Art. des 1I. Lit. der Ordonn. v. 1667. brauchte dieß der Gerichtsbote bloß aufs Hriginal zu bemerken. Da Strafgeſetze keine ausdehnende Auslegung leiden: ſo war dieſer Artikel auf keine andern, als auf die Zufertigungen der Vorla⸗ Pour ne ditect aun, ju venen re àhkſ oüt li es à li ne ou icils i! 5 remet loriin ier remel ne, kqu nemtion i s et ini n piü eel iu U au bu pubi ig 1 Vus . bruih nen. D lur diſ der Lor rr Th. 26 B. Von den Untergerichten. 43 66. Der Gerichtsbote kann fuͤr die mit ihm oder ſeiner Chegattin verwandten oder verſchwaͤgerten Perſonen kein In⸗ ſinuationsinſtrument aufnehmen, und zwar in gerader Linie, ſo weit ſolche nur reicht(in inkinitum), und in der Seitenli⸗ nie bis mit Einſchluß der zweyten Geſchwiſterkinder; dieß alles bey Strafe der Rullitaͤt.(1) 6. Der Gerichtsbote iſt ſchuldig, auf das Originat und die Abſchrift der Vorladungsurkunde am Schluſſe, die Koſten dafuͤr anzuſetzen, und zwar bey einer, ſofort bey der Einzeich⸗ nung zu entrichtenden Strafe von 5 Franken.(2 M 68. Alle Vorladungsurkunden muͤſſen an die Perſon oder in deren Wohnort inſinuirt werden. Trifft aber der Gerichts⸗ bote weder die Parthey, noch jemand von den Verwandten, oder dem Hausgeſinde zu Hauſe: ſo ſiellt er die Abſchrift ſo⸗ fort einem Nachbar zu, der ſich auf das Original unterzeich⸗ net. Kann dieſer Nachbar nicht unterzeichnen oder will er es nicht: ſo ſtellt der Gerichtsbote die Abſchrift dem Maire der Gemeinde oder deſſen Adjunct zu, der das Original koſtenfrey viſirt. Dieß alles bemerkt der Gerichtsbote, ſowohl auf dem Originale, als auf der Abſchrift(der(3) 69. Die Ladung wird inſinuirt: 1) dem Staate, wenn von Staatsgutern und diechten der Staatsguͤter die Rede iſt, in der Perſon des Praͤfects des Departements, wo der Gerichtshof liegt, bey welchem die Klage in erſter Inſtanz angebracht werden. oder in die Wohnung des Praͤfects; 2) dem oͤffentlichen Schatze in der Perſon des Agenten deſſelben oder in deſſen Expedition; 30 oͤffentlichen Verwaltungen oder Anſtalten in ihre Expe⸗ ditionen an dem Orte, wo ſich der Hauptſitz der Verwaltung dungen anwendbar, bis in der neuen Laxordnung Art. 66. aller Zweifel gehoben ward, weit dort den Gerichtsboten bey Strafe der Abſetzung anbefohlen wird, unter jedes Driginal und unter jede der bey ihrem Amte vorkommenden Ausfertigungen die Ge⸗ bühren dafür anzuſegen. (3) Ordonn. v. 1667. Lit. II. Art. 3. u. 4. v. Domicil ſ. 1.7. c. de incolis et ubi aui⸗ domicil. hab. vid.(X. 39.) 1 4 g. H. Des Weuni ntir S dans 2 autres lieux, en la vetsonne—§ 6 b et au bureau de leur préposé; 4. LEmpereur, pour ses domaines, en la per⸗ u sonne du procureur impérial de rarrondissement; om 5o. Les communes, en la personne ou au domi-. ſB Vi cile du maire, et à Paris, en la personne ou au domi- um cile du préfet: S*. PDans les cas ci⸗ ⸗dessus, rongin sera visé de celui a qui copie de ex ploit sera laissée; en cas d'absence mi u ou de refus, le visa sera donné, soit par le juge de ſ ihin paix, soit par le procureur impérial près le tribunal de i premidre instance, auquel, en ce cas, la copie sera 2 . w laissòeʒ ſawt 60. Les societés de commerce, tant qu'elles exis- tent, en leur maison sociale; et s'il n'y en a pas, en in la personne ou au domicile de vun des associes; n Pe 70. Les unions et directions de créanciers, en la. Personne ou au domicile de Pun des syndics ou directeurs; W 8. Ceux quin ont aucun domicile connu en Fran- ſn ce, au lieu de leur résidence actuelle: si le lieu n'est uun ſim pas connu, rexploit sera affiché à la principale porte Rum de l'auditoire du tribunal ou la demande est portée; une seconde copie sera donnée au procureur imperieh 3 6* — lequel visera Poriginal; ui 90. Ceus qui habitent le territoire frangais hors du Guit, continent, et ceux qui sont établis chez l'étranger, au Din domicile du procureur impérial près le tribunal ou sera 2 hin portée la demande, lequel visera l'original, et enverra ſur copie, pour les premiers, au ministre de la marine, ee et pour les seconds, a celui des relations extérieures. et . enon en la h ent;— u dni an n e de i dahun e juge i ribun i coyi zen ees ei 35; rs, en recteuß en Fur ieu n'est e porte portẽe; npericl, hon ger, i ou sen enrer marine, ures⸗ r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 45 befindet; an andern Orten aber an die. oder in die Expedition des Geſchaͤftsfuͤhrers; 4) dem Kaiſer wegen ſeiner Beſitzungen in der Perſon des kaiſerlichen Anwalds des Bezirks, wo ſie liegen; 5) den Gemeinden in der Perſon oder in die Wohnung des Maire, und in Paris an die Pen oder in die Woh⸗ nung des Praͤfects: In vorſtehenden Faͤllen wird das Original von d gen viſirt, bey dem die Abſchrift der Ausſertigung gelaſſen wird. Iſt dieſer abweſend, oder weigert ſich zu viſiren: ſo ertheilt entweder der Friedensrichter, oder der beym Gerichte erſter Inſtanz angeſtellte kaiſerliche Anwald das Viſa, und es wird auf ſolchen Fall bey dieſem die Abſchrift zuruͤckgelaſſen; 6) den Handelsgeſellſchaften, ſo lange ſie beſtehen, in das Haus der Geſellſchaft, oder, wenn ſie keins hat, an die Per⸗ ſon und in die Wohnung eines Handelsgeſellſchaſters; 7) der Gemeinheit oder Geſchaͤftsdirection der Glaͤubiger einer Creditmaſſe, in der Perſon oder in die Wohnung eines der Syndicen(Curatoren) oder Directoren; 8) denjenigen, die keinen bekannten Wohnſitz in Frank⸗ reich haben, an ihren jedesmaligen Aufenthaltsort. Iſt dieſer nicht bekannt: ſo muß die Ausfertigung der Ladung am Haupt⸗ thore des Audienzſaales desjenigen Gerichts angeſchlagen wer⸗ den, wo die Klage angebracht worden iſt. Eine zweyte Ab⸗ ſchrift wird dem kaiſerlichen Anwald eingehändigt, der das Original viſirt denjenigen, die auf Franzoͤſiſchem Gebiete, außer dem Continent, wohnen, und denen, welche ſich im Auslande nie⸗ dergelaſſen haben, in die Wohnung des kaiſerlichen, bey dem Gerichte, wo die Klage erhoben iſt, angeſtellten, Anwalds. Dieſer viſirt das Original, und ſendet in Anſehung jener die Abſchrift an den Seeminiſter, und in Anſehung dieſer an den Miniſter der auswärtigen Angelegenheiten.(¹) () Ordonn. v. 1667. Lit. II. Art. 7. 8. 9. Vergl. Dufour non- veau Praité de la Procédure civile T. I. p. 141. u. f. 6.1. 1. I. De Tribunsus inférieur. 7o. Ce qui est tih par les deux S prè- cödens, sera observé à peine de nullité. Phuissier, il pourra étre condamné aux frais de I'ex- ploit et de la procõdure annullée, sans prejudice des dommages et intéréts de la partie, suivant les circons- tances. 72. Le delai ordinaire des ajournemens, pour ceux qui sont domiciliés en France, sera de huitaine. pourra, par ordonnance rendue sur requéte, permettre d'assigner à bref délai. 3. Si celui qui est assigné, demeure hors de la France continentale, le delai sera, 10. Pour ceux demeurant en Corse, dans e limitrophes de la France, de deux mois; S 8. PEurope, de quatre mois; du Cap de Bonne- Fspérance, de six mois; Et pour ceux demeurant au-delà, d'un an. 74. Lorsqu'une assignation à une partie domiciliée hors de la France sera donnée à sa personne en France, bunal à les prolonger s'il y a lieu. 1 vres Strafe angedroht. ten Art. 1031. wiederhoit. (3) Der erſte Theil dieſer Verordnung iſt entlehnt aus der Ordon⸗ nanz von 1661. Tit. III. Art. 1. 8. der zweyte aus Jousse commentaires beym 17. Litet gedachter Ordonnanz. Nach wel⸗ Fr. Si un esploit est déclaré nul par le fait de Pans les cas qui requerront célérité, le président d'FElbe ou de Capraja, en Angleterre et dans les états 20. Pour ceux demeurant dans les autres états de 3. Pour ceus demeurant hors d Europe, en- dess elle n'emportera que les delais ordinaires, sauf au tri- (4) Ordonn. v. 1667. Lit. II. Art. 3. u. 4. Hier ſind nur 20 Li⸗ (2) Nämlich auf Anſuchen der Parthey. Dieſe Verordnung iſ un⸗ ſuin ſuw U whi wſt eſuni 1 wmu i him iits m int 11 myn o ſmm kun ¹ my h iß ub hug 42 M hh ihnſſ in ka — z dh 60 5 2it il 6 di⸗ icket ſ. le ſit ais qe l le cinw pout c ine. e prti eme hon i ln l us le i es étt i en 1. lomicili Franct a au t e nung ſ det Oren aus Jun Nach 1r Th. 28 B. Von den Untergerichten. ℳ 70. Was in beyden vorſtehenden Artikeln vorgeſchrieben iſt, muß bey Strafe der Nichtigkeit beobachtet werden.(¹) 71. Wird durch Verſchuldung des Gerichtsboten eine In⸗ ſi nuationsurkunde fuͤr unguͤltig erklaͤrt: ſo kann er in die Ko⸗ ſten der Ausfertigung und des fuͤr nichtig erklaͤrten Verfahrens verurtheilt werden, und iſt noch uͤberdem, nach Maaßgabe der Umſtaͤnde, den Intereſſenten den verurſachten Schaden zu erſtatten ſchuldig.(S. u. Art. 1031.)(2) 72. Jedem in Frankreich Wohnenden ſoll in der Vorla⸗ dung eine achttaͤgige Friſt verſtattet werden. In Fällen, welche Beſchleunigung erheiſchen, kann der Praͤſident durch eine Verordnung, welche auf angebrachtes ſchriftliches Geſuch erlaſſen wird, die Erlaubniß ertheilen, daß man eine kuͤrzere Friſt in der Ladung anberaume.(2) 73. Wohnt der Vorgeladene außer dem Continentalgebiete von Frankreich, ſo wird: 1) denjenigen, welche in Corſica, auf 6 Inſel Elba oder Capraja, in England und in den an Frankreich S6 Staaten wohnen, eine zweymonatliche; 2) denjenigen, welche in andern europãiſchen— wohnhaft ſind, eine viermbnatliche; 3) denjenigen, welche autzer Europa, dieſſeits des S birgs der guten Hoffnung wohnen, eine ſechsmonatliche; und denjenigen, welche jenſeits des Vorgebirgs der guten Hoffnung wohnhaft ſind, eine einjährige Friſt verſtattet.(4) 74. Wird einer außer Frankreich ihren Wohnſitz haben⸗ den Parthey die Vorladung in Frankreich perſoͤnlich eingehän⸗ digt: ſo ſoll ſie nur die gewoͤhnliche Friſt enthalten: doch ſteht dem Gerichte frey, ſolche, Falls, zu(8) — Grundſätzen Dilationen zu ſiad ſ 1. C. de dilatt. () Neue Verordnungen, bey welchen auf die Ordonn. v. 1667. Tit. IX. Art. 1. Rückſicht genommen worden iſt. S. Pufour FTraité de la procédure civile. T. I. p. 146. (5) Dieſe Verordnung iſt neu. 1 ——————— * 48* P 1 II. Des inérieur 8, rrRn m — Gonstitution d'Avousés, et Defenses. 18 75. Le défendeur sera tenu, dans les délais de z Pajournement, de constituer avoué; ce qui se fera par acte signiliè d'avous à avoud. Le defendeur vi le de- mandeur ne pourront révoquer leur avoué suns en cons tituer un autre. Les procẽdures faites et jugemens ob- tenus contre l'avoué revoqus et non remplacé, seront valables. 76. 8i la demande a été formee a bref delai, le delendeur pourra, au jour de Pechéance, Foite présen- ter à l'audience un avous, auquel il sera donné acte de sa constitution; ce ſ ne sera point levé: havou⸗ sera tenu de roitérer, dans le jour, sa consti- tution par acte; faute par lui de le faire, le jugement sera levé à ses frais. 2 7. Dans la quinzaine du jour de la contitution le defendeur fera signifier ses défenses signées de son unſhn avoué; elles contiendront ogtre de communiquer les S„X** T.** in pibces à l'appui ou à Pamiable, d'avoué a avoué, ou par la voie du greffe. S pe (1) Ordonn. v. 1667. Art. 1Tit. art. quis in ius vos. Gh. 5) 1.) Ferriere indroductton à 1 a pratique s. v. Révocation. 3 en (a) Ordonn. v. 2667. Lit. KlV. Art. 3. 6. r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 49 Dritter Titel. Von Beſtellung der Sachwalter, und dem Verfahren der nses Partheyen.*) hu e Beklagte iſt ſchuldig, innerhalb der in der La⸗ en dung beſtimmten Friſt einen Anwald zu beſtellen. Dieß ge⸗ erd p ſchieht durch einen Satz, den ein Sachwalter dem andern zu⸗ ni le fertigen laͤßt. Weder der Klaͤger, noch der Beklagte kann die ſeinem Sachwalter ertheilte Vollmacht zuruͤcknehmen, ohne en einen andern zu beſtellen. So lange der Anwald nicht durch mens ob einen andern erſetzt iſt, iſt das wider den abgeſetzten Anwald ergangene Verfahren, nebſt den wider ihn geſprochenen Ur⸗ theln, guͤltig.(*) 76. Iſt auf eine Klage eine abgekuͤrzte Friſt geſtattet: ſo delai, kann der Beklagte am Tage des Termins ſeinen Sachwalter beym Verhor vorſtellen laſſen. Dieſem wird ſodann uͤber ſeine 6 Ernennung ein Schein ertheilt. Der dießfalls ertheilte Be⸗ on ſcheis wird nicht abgelößt; allein der Anwald iſt ſchuldig, int e noch an demſelben Tage eine ihm ertheilte ſchriftliche Voll⸗ macht einzureichen; thut er das nicht, ſo wird der Beſcheid auf ſeine Koſten abgelößt.(2)— jugenn 77. Vom Tage der Ernennung des Sachwalters an zu rechnen, laͤßt der Beklagte binnen vierzehn Tagen den von ſei⸗ nem Anwalde unterzeichneten Erceptionsſatz dem Gegentheile tltuton zufertigen. In dieſem iſt zugleich das Crbieten enthalten, daß em man ſich die Beweisurkunden*) entweder freundſchaftlich durch einen Sachwalter an den andern, oder durch die Gerichts⸗ e earzelley zuſtellen laſſen wolle(2) 1 out, u S (3) Ebendaſ. Lit. V. Art.. Lit. XI. Art. 2. *) Das Schema eines ſolchen Verfahrens ſ. beym Delaporte im Formulaire unter; Défenses. E. errin**) S. Nouveau Ferridre Pictionnaire de Droit par J. B. Dela- porte(à Paris 1807) unter: Pieces. E. Civilgerichtsordnung D 50 P. I. L. II. Des Tribunaux inferieurs. 78. Pans la huitaine suivante, le demandeur fers ignißer sa réponse aus défenses.„ 79. Si le défendeur n'a point fourni ses défenses dans le délai de quinzaine, le demandeur poursuivra l'audience sur un simple acte d'avoue à avous. 8o. Aprds expiration du delai accord⸗ au deman- deur pour faire signifier sa réponse, la porti⸗ la plus diligente pourra poursuivre l'audience sur un simple acte d'avoué à avoué; pourra le demandeur— suivre audience après la Sncnion des défenses, sans y répondre. gr. Aucunes autres écritures ni significations n'en- treront en taxe. 82. Dans tous les cas ou raudienee peut&tre poursuivie sur un acte d'avoué à il n'en sera admis en taxe qu'un seul pour chaque partie. De la Communication au Ministere public. 5* 1* 83. Seront communiquées au Procureur impérial les causes suivantes: (1) Ordonn. v. 1667. Lit. XIV. Art. 2. L. 9. 5. 1. 2. 1. 22. H. 1. D. de exceptt. GM. 1.) 1. 10. et 11. 6. eod. tit. WVIII. 36.) (2) Ebendaſ. Tit. XIV. Art. 3. Nach Rechte war die . ndeur ken delen pouruin u. au ien ie la t un in deur yn enses, tions we peut i en blic. r inpi 1 11 0, eod. ihte vun tr Th. 2s B. Von den Untergerichten. 51 78. Innerhalb der naͤchſten acht Tage läßt der Klaͤger dem Beklagten ſeine Replik auf den Eyceptionsſatz inſinui⸗ ken.(*) 70. Hat der Beklagte ſeine Ausflͤchte nicht innerhalb der erſten vierzehn Tage vorgebracht: ſo kann der Kläger durch ſeinen Anwald dem Anwalde des Gegentheils mittelſt einer kurzen ſchriftlichen Anzeige*) andeuten laſſen, daß er das Verhoͤr in der Sache ſuchen werde.(ſ. unten Art. 408.) 80. Sobald die dem Kläger zur Mittheilung ſeiner Re⸗ plik ertheilte Friſt abgelaufen iſt, ſteht es jeder der beyden Partheyen frey, mittelſt einer bloßen Anzeige eines Anwalds an den andern auf das Verhör in der Sache anzutragen. Ja der Klaͤger kann ſogleich nach erfolgter Zufertigung der Ex⸗ ceptionsſchrift, und ohne auf dieſelbe zu antworten, um das Verhoͤr anſuchen. 81. Fuͤr andere, als dieſe angefuͤhrten Schriften und Mittheilungen, darf in der Koſtenliquidation nichts angeſetzt werden.(²) 8. In allen den Fällen, wo das Verhoͤr mittelſt bloßer ſchriftlicher Anzeige eines Anwalds an den andern ausgebracht werden kann, kann fuͤr jede Parthey nur Eins ſolche Anzeige bey der Liquidation in Anſatz gebracht werden. X Vierter Titel. Von der Mittheilung an die Staatsbehoͤrde. 83. Folgende Sachen ſollen dem kaiſerlichen Anwalde mitgetheilt werden: D 2 Replik verſtattet. 1. 2.§. 3. D. de exceptt.(xLIV.) et§. 3 1. Inst. de replicatt.(IV. 14.) 6) Dieſe Anzeige heißt: Avenir; das Formular dazu finde man beym Pelaporte unter: Avenir. E. 52 P... n. Pe⸗ Tribunaus inferieurs. 4 5 1. Celles qui concernent Fordre public, Etat, 1e domaine, les communes, les etablissemens puliee iunt les dons et legs au profit des pauvres; ei 20. Celles qui concernent Petat et ſnhu 5 S jes tutelles; 6——— S6 Les declinatoites sur inconpeteneez 9 44. Les reglemens de juges, 1e recusations„ in renvois pour parenté et ahianes vM 50. Les prises à partie;„ F. Les rauses des femmes non autorisèes par leur⸗ — ou méme autorisees, lorsqui s'agit de leur dot er qu'elles sont mariées sous le regime dotal; les causes des mineurs, et generalement toutes celles oů une de 2 poriies est detendue par un curateurʒ ihe V 7. Les causes concernant ou interessant les 2 sonnes presumes absentes. Uub Le procureur imperia pourta neanmoins 3 i communication de toutes les autres causes dans lesquel- 6 les il croira son ministere nécessaire; le tribunal pourra *. mẽme Fordonner dofũce. 84. En cas d'absence ou empẽchement des proou⸗ reurs et de leurs substituts, l5 seront rem- placẽs par un des juges og supplöns. 4 (1) Vergt. Geſetz vom 16. Aug. 1790. Lit. VIII. art. 3. Ordow ſiin e nanz von 1667. Jousse commentaire zum 3. Art. des V und zum 5. Art. des Xl. Tit. der Ordonnanz v. 1667.— As. le ens pull perzonne cusatios es park de leur z les ca ou Punt! ant le ins pre lans heny unal pon 46 pn seront n n, 3 0 Art, des Ir Th. 28 B. Von den Untergerichten. 53 1 diejenigen, welche die oͤffentliche Ordnung, den Staat, die Staatsguͤter, ſo wie Gemeinden, oͤffentliche Anſtalten, zum Beſten der Armen gemachte Geſchenke und Legate betreffen; 2 Sachen, welche den rechtlichen Zuſtand der Perſonen — und die Vormundſchaften betreffen; 3) die zu Ablehnung des incompetenten Nchtes votge ſhütten Einreden(xceptiones fori declinatoriae); 4) die Faͤlle, wo die Sache einem unter mehrern cRrei⸗ tigen) Richtern überlaſſen wird(ſ. oben Art. 49. n. 7.), wo der Richter von der Parthey verbeten, oder die Sache wegen Verwandtſchaft oder Verſchwäͤgerung an einen andern Richter verwieſen wird; 5 die Belangung des Richters(wegen Verfahrene); 6) die Proreſſe der Cheſtenen⸗ nelche die Bewilligung ihrer Ehemänner Gur Anſtellung des Proceſſ es) nicht erlangt haben; oder wenn ſie ſolche auch erlangt haben, ſo weit von ihrer Mitgift die Frage iſt, wenn namlich bey ihrer Verhei⸗ rathung das Rechtsverhaͤltniß des Heirathsgutes angenommen iſt; Sachen der Minderjaͤhrigen, und uͤberhaupt alle Proceſſe, ten welchen die Eine Pten durch einen Curator wird; 7 Sachen, welche zmithilt abweſende Perſonen be⸗ reßen, oder bey denen ſonſt deren Intereſſe eintritt. Doch kann der kaiſerliche Anwald verlangen, daß ihm auch jede andere Sache mitgetheilt werde, bey welcher er fuͤr erfoderlich haͤlt, ſein Amt zu verwalten. Das Gericht kann ſolches ſogar Amtshalber anbrdnen. S. unt. Art. 350. 408. 658. 356. 838.)(1) 84. Iſt der kaiſerliche Anwald 6 deſſen Subſtitut ab⸗ weſend oder verhindert; ſo kann einer der Richter oder Vice⸗ richter deſſen Stele vertreten.(2 e (²) Pufour traité de 12 civile. rom. T. p. 15. 166. 157. 54 21. 1. II. Des Tribunaus infétieur. Inx 8* Des— de Kur vhet et 3. leur Pourront les parties, assistées de leurs ue, se défendre elles-mémes: le tribunal cependant aura la facultè de leur interdire ce droit, v'il reconnait que a passion, ou Tinenpérience, les empéche de discuter leur cause avec la décence convenable ou la clarté ne· oessaire pour Finstruction des juges. 86. Les parties ne pourront charger de leur dé- fense, soit verbale, soit par écrit, méme à titre d⸗ consultation, les juges en activits de service, proeu. reurs genéraux, procureurs impériaus, leurs substituts, meme dans les tribunaux autres que ceux près desquel⸗ ils exercent leurs fonctions: pourront néanmoins les juges, prooureurs genéraun ou impériaux, et leur⸗ substituts, plaider, dans tous les tribunaux, leurs cau- ses personnelles, et celles de leurs femmes, parens ou alliés en ligne directe, et de leurs pupilles. 87. Les plaidoiries seront pobliques, exceptè dans les cas od la loi ordonne qu'elles seront secrètes. pourra cependant le tribunal ordonner qu'elles se feront i à huis clos, si 1a discussion publique devait entrainer ou scan- dale ou des inconvéniens graves: mais, dans ce cas, le tribunal sera tenu d'en délibérer, et de rendre compte de sa deélibération au Procureur- général impérial pres la cour d'appel; et si la cause est pendante dans un 3 tribunal d'appel, au Grand- Juge Ministre de la justice. n. rr Th. 2s B. Von den Untergerichten.. 55 Füͤnfter Litel. ur Pole Von den Vechsten Gudienzen), deren offentlicher Haltung und der dabey zu beobachtenden guten Ordnung. leun nu nin 6 85. Die Partheyen koͤnnen, unter Beytritt ihrer Sach⸗ walter, fuͤr ſich ſelbſt ſprechen. Doch kann ihnen das Gericht nnit zui unterſagen, von dieſem Rechte Gebrauch zu machen, wenn es e de din ſieht, daß Leidenſchaft oder Unerfahrenheit ſie hindere, ihre la cut Sache mit gehoͤrigem Anſtande, oder mit der zur Belehrung des Richters erfoderlichen Deutlichkeit, vorzutragen.(*) 86. Die Partheyen koͤnnen weder die ſchriftliche, noch die muͤndliche Fuͤhrung ihrer Sache einem wirklich im Amte eme i im ſtehenden Richter, Generalprocurator, kaiſerlichen Anwald mice zu und deren Subſtituten, ſelbſt wenn ſolche bey einem nui iuli andern Gerichte angeſtellt wären, auftragen; ja nicht einmal ein Gutachten von ihnen einholen. Doch können Richter, Generalprocuratoren und kaiſerliche Anwaͤlde und deren Sub⸗ neanu ſtituten ihre eigenen Proceſſe, ſo wie die Proceſſe ihrer Ehe⸗ uk, 4 frauen, der mit ihnen in gerader Linie verwandten und ver⸗ , n ſchwägerten Perſonen und W Muͤndel vor allen und— 4 hu Gerichten fuͤhren. 87. Das muͤndliche Verfahren erfolgt öffentlich, Ausnahme der Falle, in welchen das Geſetz anbefiehlt, daß es ecyit geheim gehalten werden ſolle. Sollte indeß die oͤffentliche ertes hu Verhandlung Aergerniß oder bedeutende Nachtheile nach ſich ziehen: ſo kann der Gerichtshof beſchließen, daß das Verhoͤr bey geſchloſſenen Thuͤren zu halten ſeyn. Doch darf das Ge⸗ z richt dieſen Beſchluß nicht ohne vorlaͤufige Berathſchlagung iuum faſſen, und muß dem kaiſerlichen Generalprocurator, oder da⸗ tendre un fern die Sache vor einem Appellationsgerichte anhaͤngig iſt, inil dem Reichsoberrichter und Juſtizminiſter, ſeinen S be⸗ un iu richten. de kju 6) Geſez v. 16. Aug. 1790. Tit. II. Art⸗ 14. / 56 P. I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. 88. Ceus qui assisteront au audienpes, se tien- dront découverts, dans le respect et le silence: tout oœe que le président ordonnera pour le maintien de vordre, sera exécute ponotuellement et à Tinstant. La méme disposition sera observée dans les od, soit les juges, soit les procureurs impériaus, eser- veront des fonotions de leur état. 89. Si un ou plusieurs individus, 4 soient, interrompent le silence, donnent des signes d'ap- Probation ou dimprobation, soit à la defense des par⸗ ties, soit aux discours des juges ou du ministère public, soit axx interpellations, avertissemens ou ordres des Président, juge-commissaire ou procureurs imporiaus, scit aus jugemens ou ordonnances, causent ou encitent du tumulte de quelque manière que ce soit, et si, après l'avertissement des huissiers, ils ne rentrent pas dans Pordre sur-le- champ, il leur sera enjoint de se retirer, et les résistans seront saisis et déposes à l'instant dans la maison d'arrét pour vingt- quatre heures: ils J seront regus sur Pexhibition de Fordre du président, qui sera mentionns au proces--verbal de haudience. — 90. Si le trouble est causé par un individu rem- plissant une fonotion près le tribunal, l pourra, outre la Peine ci-dessus, ötre suspendu de ses fonctions: la suspension, pour la premidre fois, ne pourra exceder le terme de trois mois. Le jugement sera exécutoire par provision, einsi que dans le cas de Particle prect. dent. ⸗*„.„ 6 91. Ceux qui outrageraient ou menaceraient les juges ou les officiers de justice dans'exercice de leurs 6 ihun wun ſuün g lum ij — 0 de in ye hw hhhn n. , 6e in ce: tout de lou us les le queb qu signezi nse iu stere yul inpin ou eni et 3 n nt pi in e se nit instant ib y un t, qit diridu urn, au otions rra eui execunn tick I rient ede m B Von den Untergerichten. 57 8s. Diejenigen, die den gerichtlichen Verhoͤren beywoh⸗ nen, muͤſſen dahey mit unbedecktem Haupte bleiben, und ſich ehrfurchtsvoll und ſtill verhalten. Alles, was der Präſident zur Behauptung der Ordnung anbefiehlt, muß puͤnktlich und auf der Stelle vollzogen werden. Eben ſo muß es an jedem andern Orte gehalten werden, wo der Richter oder der kaiſerliche Anwald Amtsverrichtungen ausuͤbt.(1) 89. Wird von irgend jemand, oder von mehrern, das Stillſchweigen unterbrochen, giebt jemand bey dem Vortrage der Partheyen, oder bey den Reden der Richter, oder des Generalprocurators oder kaiſerlichen Anwalds, oder bey den Erinnerungen, Zurechtweiſungen oder Befehlen des Gerichts⸗ praͤſidenten„ oder Gerichtscommiſſars, oder kaiſerlichen An⸗ walds, oder bey Eroͤffnung der Urthel oder Befehle, Zeichen des Beyfalls oder der Mißbilligung, oder veranlaßt oder erregt auf irgend eine Art Unordnung, und haͤlt auf Erinnerung des Gerichtsboten nicht Ruhe: ſo wird ihm ſogleich anbefohlen, ſich zu entfernen; leiſtet er Widerſtand: ſo wird er ergriffen, und ſofort auf vierundzwanzig Stunden in Verhaft gebracht; dort wird er, auf Vorzeigung des Befehls des Praͤſidenten, deſſen im Verhorsprotocolle geſchehen muß, an⸗ genommen.( oo. Iſt die Unordnung von jemanden veranlaßt worden, der beym Gerichte ſelbſt Amtsverrichtungen hat: ſo kann er, außer vorſtehender Strafe, auch noch von ſeinem Amte ſus⸗ pendirt werden. Das erſte mal kann dieſe Suspenſion ſich nicht weiter als auf drey Monate erſtrecken. In dieſem, ſo wie im vorigen Falle, iſt der Serichtsbeſcheid proviſoriſch W Wer die Richter oder Gerichtsbedienten bey der Aus⸗ . ee Amtsverrichtungen beſchimpft oder bedroht, der () Der erſte Lheil dieſer Verordnung iſt aus dem Code 3 délits et des peines vom 3. Brumaire des 1V. Zahres Art. 633. entlehnt. (2) Angef. Geſ. Art. 636. (3) Dufour traite sur 1a procédure. P. 1 p. 163. 165. 58 P. H. Des Tribunaux inférieurs. tonctions, seront, de ordonnance du prnen du juge- commissaire ou du procureur impérial, chacun dans le lieu dont la police lui appartient, saisis et dé- posẽs à'instant dans la maison d'arrét, interrogés dans les vingt- quatre heures, et condamnés par le tribunal, sur le vu du procds- verbal qui constatera le delit, à une détention qui ne pourra escéder le mois, et à une amende dui ne pourra õtre moindre de vingt- einq! francs, ni encéder trois cents francs. Si le délinquant ne peut Stre saisi à vin⸗nze Je tribunal prononcera contre lui dans les vingt qustre heures les peines ci- dessus, sauf roppoition que le condamnè pourra former dans les dix jours du juge⸗ ment, en se mettant en état de detention. 92. Si les délits commis méritaient peine aflictive ou infamante, le prévenu sera envoyé en état de man- dat de dspöt devant le tribunal compétent, pour etre poursuivi et puni suivant les regles ẽtablies par le Code criminel. TTTRR vr. Des Delibérés et Instructions par écrit. 93. Le tribune pourra ordonner que les pibee⸗ seront mises sur le bureau, pour en étre delibéré au — (²) Der erſte Theil des Art. iſt der Verordnung des 837. art. des code des dél. et d. p. v. 3. Brumaire 1V. J ähnlich; die im zweyten Theile beſtimmte Nothwendigkett, ſich ſeibſt ins Gefängniß zu ſelten, fießt aus dem Grundſatze: daß aue Beſchluſſe der Straf⸗ urs. cident 1 iel, du niss uz terogii r le titu le ie 016, etin trecigin hinun vin ition qu urs du ſ eine afic etat den pour i par le(. rit. les yin deliben . 1 ul n Etfinn u be kn 1r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 59 wird auf Befehl des Gerichtspraͤſidenten, Gerichtscommiſſars, oder kaiſerlichen Procurators, und zwar da, wo jedem von ihnen die Policey zuſteht, ergriffen, und ſogleich ins Gefaͤng⸗ niß gebracht, innerhalb vierundzwanzig Stunden verhoͤrt, und vom Gerichtshofe, nach genommener Einſicht des Protocolls, aus welchem ſich das Vergehen ergiebt, zu einer Gefängniß⸗ ſtrafe, die ſich nicht uͤber drey Monate erſtrecken, und zu einer Geldbuße verurtheilt, die nicht unter fuͤnfundzwanzig und nicht uͤber dreyhundert Franken betragen darf. Kann der Verbrecher nicht auf der Stelle ergrifſen wer⸗ den: ſo erkennt ihm das Gericht vorſtehende Strafe binnen vierundzwanzig Stunden zu. Doch bleibt dem Verurtheilten, dafern er ſich ins Gefaͤngniß ſtellt, frey, innerhalb zehn Ta⸗ gen vor Ertheilung des Beſcheids, ein Rechtsmittel dagegen einzuwenden.(1) o2. Sollte das begangene Verbrechen eine Leibes⸗oder infamirende Strafe nach ſich ziehen: ſo wird der Angeſchul⸗ digte, wider welchen ein Verhaftsbefehl erlaſſen iſt, als Arre⸗ ſtant an das competente Gericht abgeliefert, damit er nach den Vorſchriften des peinlichen Geſetzbuchs in ge⸗ nommen und beſtraft werde.(2) * Sechster Titel. dem auf Berathſchlagung gerichteten Beſchluſſe*) und dem S Verfahren. o3. Das Gericht kann beſchließen, daß die Actenſtuͤcke bey der Ve niedergelegt werden, damit auf erſtatteten policey proviſoriſch volſtreckt— müſſen, ſ. godr des dél. et des p. Art. 194. (8) S. angef. Geſetz Art. 388. Code pénal q 25. Sept. 1791.) Tit. 1. Secr. r.. *) S. Delaporte Formulaire unter d. Art. Peiber. E. — 6o P. I. L. II. Des Tribunaus inférieurs. rapport d'un juge nommé par le jugement, avec indica- tion du jour auquel le—— sera fait. 3 3 4 Te parties et leurs defenseurs seront tenus F6 1e jugement qui donnera le délibéré, sans qu il soit besoin de le lever ni ignißier, er ans som- mation: 5i rune des varie ne remet point ses piboes, cause sera jugse— les pieces de l'autre. 5 8i une agire ne parait pas Sceptible Tan jugee sur plaidoirie ou dclibere, le tribunal ordonnera qu' elle sera instruite par Corit, pour en fait— par un des juges nommè par le jugement.— Aucune cause ne peut ẽtre mise en rapport Paudience et à la pluralité* voix. 96. Dans 1à quinaine de 1 Sgrißcation du uge ment, le, demandeur fera Kigniter une requéte conte- nant ses moyens; elle sera terminse par un 6tat des pieces produites au soutien.— * Le demandeur sera tenu, dans les vingt- quatre heures qui suivront cette significztion, de produire au greffe, et de faire signifier Paote de produit. 97 Dans la quinzaine de la production du deman- deur au Breffe, le defendeur en prendra o communica- tion, et era igrißer 6* rsponse avec 6tat au bas des (1) Dieſe Verordnung i aus dem Geſetz v. 3. des II. Jahrs Art. 1o. Vergl. Ordonn. vom 11. Zebr. 19. Art. 19. Ordonn. v. 667. Lit. XIV. Art. 7. iui 1 Fnſt ſ wnſt luttn 41 ſnh i n i. i imnn iti inn . in but ih i o 0) Du en . ſec indn eront ten ibers, tm tible x ordonnn fait nyyr „ ppon g du jʒ te cont état de tquate duire au u demn mmuni u baz is z. Srunein hir. 1519 rr Th. 28 B. Von den Untergerichten. 61 Vortrag eines Mitgliedes des Gerichts daruͤber berathſchlagt werden koͤnne. Dieſer Referent wird in dem Beſcheide er⸗ nannt, unter Beſtimmung des Tages, an welchem der Vor⸗ trag erfolgen ſoll.(1) o4. Die Partheyen und deren Sachwalter ſind ſchuldig, dem Beſcheide, in welchem auf Berathſchlagung geſprochen iſt, nachzukommen, ohne daß es einer Abloͤßung oder Inſinuation dieſes Beſcheides oder einer beſondern Auffoderung bedarf. Unterlaͤßt eine der Partheyen, ihre Beweisurkunden einzurei⸗ chen: ſo wird die Sache bloß nach Maaßgabe der vom Ge⸗ gentheile eingereichten Documente entſchieden. o5. Scheint eine Sache nicht dazu geeignet zu ſeyn, daß man ſie bloß auf muͤndliches Verhoör und auf bloße Berath⸗ ſchlagung entſcheide: ſo ordnet das Gericht deren ſchriftliche Verhandlung an, damit darauf der im Beſcheide ernannte Richter ſeinen Vortrag erſtatten und die Sache werden koͤnne. Jede Sache muß im öffentlichen Verhör in 8iiz ge⸗ bracht und nach der Stimmenmehrheit entſchieden werden.(2) 96. Vierzehn Tage nach der Inſinuation des Urthels laͤßt der Klaͤger(ſeinem Gegner) eine Vorſtellung*) zuferti⸗ gen, in welcher ſeine Rechtsgruͤnde enthalten ſind; am Schluſſe fuͤgt er ein Verzeichniß der producirten Beweismit⸗ tel bey. Nach dieſer Inſinuation iſt der Kläger ſchuldig, innerhalb vierundzwanzig Stunden die Beweisdocumente in der Ge⸗ richtsſchreiberey zu produeiren und dem Gegentheil die Pro⸗ ductionsregiſtratur zufertigen zu laſſen.(2) 97. Binnen vierzehn Tagen nach der vom Klaͤger auf der Gerichtsſchreiberey bewirkten Production läßt ſich der Be⸗ klagte die Beweisurkunden mittheilen und dem Gegner ſeine (2) Vergl. Ordonn. v. 1667. Tit. XI. Art. g. (3) Pufour Traité de 1a Procédure civite. T. I. p. 268. 169. 172. 175. Bornier zum 12. Artiket des XI. Lit. d. Ord. v. 2677. *) S. Delaporte unter: Instruetion par õcrit. E. 6 L. M. Des—— inférieurs. pidces au*utien⸗ dans g. vingt-quatre heures a. cette eignification, il rétablira au grefle la produetion par lui prise en communication, fera la sienne, et en signi- fiera l'acte.— Dans le cas ou i1 y aurait plusieurs défendeurs, s'ils ont tout- à lafois des avoués et des intéréts diffe- rens, ils auront chacun les delais ci-dessus fixes, pour prendre communication, répondre et produire: la com- munication leur sera donnée uccessiyement, à com- mencer par le plus diligent. 98. Si le demandeur n'avait pas produit dans le delai ci- dessus fixé, le défendeur mettra sa production au greſie, ainsi qu'il a été dit ci-dessus: le demandeur n'aura que huitaine pour en prendre communication et contredire; ce delai passé, il sera procédé au jugement sur la Production du défendeur. 99. Si c'est le défendeur qui ne produit pas dans delai qui lui est accordè, il sera procédé au juge⸗ ment, sur la production du demandeur. 100. Si Pun des délais fixcs expire sans qu'aucun des défendeurs ait pris communication, il sera procédèẽ au jugement sur ce qui aura été produit. 1 ror. Faute par le demandeur de produire, le a6. tendeur le plus diligent mettra sa production au grege; et Tinstruction sera continuée ainsi qu'il est dit ci- dessus. 4 102. Si Pune des parties veut produire de nouvel- les pieces, elle le fera au greffe, avec ucte de produit contenant Stat desdites pibces, lequel sera signißié à avoué, sans requéte de production nouvelle ni écritu- 10 ſn iu un wn zmn uh! mſi minſt i lin n m wün mi n wme ſpſt x linn ſulin vunt m xku ſhin wſh u n uuſi thiß uii n i ihn u lo U m i h un U. in M hach jn m 8. es de cett on punli ten igu dikenen tert iſ. e: la cn 5 à n uit dm priui demnin unicain u jugenn it pas iu an j 15 ſuucu en weid ie, le 6 nun gul⸗ ezt ütt de wun i jwui iib i i ectit 1r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 63 Antwort inſinuiren, an deren Schluß ſeine Gegenbeweisut⸗ kunden verzeichnet ſeyn muͤſſen. Innerhalb vierundzwanzig Stunden nach erfolgter Inſinuation giebt er die ihm mitge⸗ theilten Urkunden zuruͤck, produeirt die ſeinigen, und laßt die daruͤber aufgeſetzte Regiſtratur dem Gegner zufertigen. Falls mehrere Beklagte ſeyn, und jeder von ihnen ſeinen beſondern Sachwalter und ſein beſonderes Intereſſe haben ſollte: ſo hat jeder von ihnen zu der zu ſuchenden Mittheilung der Urkunden, zur Antwort und Production der ſeinigen die ſo eben beſtimmten Friſten: die Urkunden werden einem nach dem andern mitgetheilt, und zwar dem zuerſt, der zuerſt darum anſucht. 98. Sollte der Klaͤger in der vorſtehend beſtimmten Friſt die Production nicht bewirkt haben: ſo bewirkt der Beklagte die ſeinige auf vorbeſchriebene Art in der Gerichtsſchreiberey. Dem Klaͤger ſind nur acht Tage verſtattet, um die Mitthei⸗ lung zu ſuchen und ſeine Gegenvorſtellung einzureichen; läßr er dieſe Friſt verſtreichen: ſo wird bloß auf die vom Beklagten bewirkte Production zum Urthel verſchritten. oo. Producirt hingegen der Beklagte in der ihm vergoͤnn⸗ ten Friſt nicht: ſo wird bloß nach der von Seiten Klaͤgers erfolgten Production zur Entſcheidung der Sache geſchritten. Ioo. Verſtreicht eine der vorgeſchriebenen Friſten, ohne daß irgend einer der Beklagten ſich die Urkunden mittheilen laͤßt: ſo wird die Sache bloß nach dem, was producirt wor⸗ den— entſchieden. Unterlaͤßt der Küger die Prodution: ſo producirt der der Beklagten, der dazu bereit iſt, die ſeinigen bey der Gerichtsſchreiberey; und das Verfahren wird obſte⸗ hende Art fortgeſtellt.(*) 102. Will eine der Partheyen neue Urkunden produci⸗ ren: ſo thut ſie dieß in der Gerichtsſchreiberey, und zwar vermittelſt eines Productionsſcheines, welcher das Verzeichniß dieſer Urkunden enthaͤlt, und dem Sachwalter des Gegentheils () Vergl. Ordonn. g. a. O. Art. 19. 4 64 P. I. L. II. Des Tribunaus inférieurs. res, à peine de rejet de la taxe, lors möme que l'état des pibces contiendrait de nouvelles conclusions. ro3. Lautre partie aura huitaine p prendre excéder six röles. 04 Les avouẽs au— des originaus et des copies 4e toutes leurs requétes et écritures, le nombre des völes, qui sera aussi énoncé dans 426t 4 X 4 produit, à peine de rejet lors de la taxe. 105. II ne sera pass en taxe que les ceritures* eignifications enoncées au présent titre. 106. Les communications scront prises au ereg sur les récépisses des avoues, qui en contiendront la „ 1o7. Wi les avoués ne nenkleut dans les dlais ci- dessus 6ue, les produetions par eux prises en com un simple acte pour venir plaider, rendu jugement à sans appel, à ladite remise, aun frais du jugement, sans répétition, et en dis francs au moins de domma- ges-intéréts par chaque jour de retard. c) vose commentaire de 1667. Tit. Art. 33. (2) Wie die Geſuche in ueidentpuntten abufaſen ſind ſ. im nch· ſtehenden XVI. Litel. 6) S. des Motifs iu vſer Steu.. communication, et sa reponse, qui ne pourra whn munication, il sera, sur le certificat du greffier, et sur raudience, qui les condamnera personnellement, et m uun hw wmin Min w Kunl „ i mꝗ 10) 1 mims ſu ihhi uinh jnn ſie lhnn tunii in unß t hnſit ſih, winſ kiuun 66 ) Conel ti uin hinn iutn eurs. ue que i usionz, Pour pn qu ne hn des ij ectitut dans hu es ectiun rises au ontiend dans la prises eut reller,. u jugen elenen du jugn s de in 166 1! ſni r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 65 inſinuirt wird; es darf jedoch, bey Verluſt der Gebuͤhren, ein neuer Productionsſatz, oder eine ſonſtige Schrift, ſelbſt dann nicht eingereicht werden, wenn dem Verzeichniſſe der Urkun⸗ den ein neues Geſuch*)(petitum) beygefuͤgt waͤre. 103. Der Gegentheil hat eine achttägige Friſt, um ſich die neuen Urkunden mittheilen zu laſſen, und ſeine Antwort, die jedoch nicht uͤber ſechs Blatt betragen darf, einzureichen.(2) 104. Die Anwaͤlde muſſen unter dem Hrißinale ſowohl, als unter der Abſchrift jeder ihrer Bittſchriften und aydern Schreiben die Zahl der Blätter angeben, welche auch im Pre— ductionsſatze, bey Verluſt der Gebuͤhren, ausgedruͤckt ſeyn muß.(2) 105. Nur fuͤr die im Titel ausdrücklich erwaͤhnten Schriften und Zufertigungen werden Gebuͤhren zu⸗ gelaſſen.(S. oben Art. g1.) S 106. Die Mittheilung der urkunden erfolgt in der Ge⸗ richtsſchreiberey gegen Empfangſcheine der Sachwalter, in welchen der Tag des Empfangs bemerkt iſt.(4) 107. Giebt ein Sachwalter in obbeſtimmten Friſten die ihm mitgetheilten producirten Urkunden nicht wieder zuruͤck: ſo wird auf das Atteſtat des Gerichtsſchreibers und auf einen bloßen(vom Gegentheil eingereichten) Provocationsſatz in der Sitzung ein Beſcheid ertheilt, durch welchen er fuͤr ſeine Per— ſon, unter Verſagung der Appellation, zur Zuruͤckgabe gedach⸗ ter Actenſtuͤcke, zur Bezahlung der Gebuͤhren fuͤr den Be⸗ ſcheid, die er von ſeiner Parthey nicht erſetzt nehmen darf, und fuͤr jeden Tag des Verzugs in wenigſtens zehn Franken Schadenerſatz verurtheilt wird. — (4) Gegen die Ordonn. Lit. XIv. Art. Von dieſer wich aber der Gerichtsbrauch ab.. *) Conclusions. S. beevn a. a. O. unter dieſem Ar⸗ tikel. **) Das ganze ſchriftliche werfahren„ bey welchem die Pro⸗ duction und Reproduction vorkommt, findet man beym Delaporte a. g. O. unter: Instruction par 6crit. E. 6 vugerichtordun E — 66 P. I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. gi les avoués ne rétablissent les productions dans la huitaine de la ignification dudit jugement, le tribu- nal pourra prononcer, sans appel, de plus forts dom- mages intéréts, méme condamner Pavous par corps, et Pinterdire pour tel temps qu il estimera convenable. Lesdites condamnations pourront étre prononcées sur la demande des parties, sans qu'elles aient besoin d'avoués, et sur un simple mémoire qu'elles remettront ou au président, ou au rapporteur, ou au procureur imperial. 108. I sera tenu au greffe un registre sur lequel seront portées toutes les productions, suivant leur ordre de dates: ce registre, divisé en colonnes, contiendra la date de la production, les noms des parties, de leurs avoues et du rapporteur; il sera laissé une colonne en blanc. 109. Lorsque toutes les porije⸗ auront produit, ou apres Pexpiration des delais ci-dessus fixés, le gref- fier, sur la requisition de la partie la plus diligente, remettra les pibces au rapporteur, qui s'en chargera en signant sur la colonne lissce en blanc au registre des productions. rapporteur deckde, se met, ou ne peut faire le rapport, il en sera commis un autre, sur requéte, par ordonnance du président, signifiée à par- tie ou à son avoué trois jours au moins avant le rap⸗ port. 1IT. Tous rapports, méme sur délibérés, seront faits à l'audience; le rapporteur résumera le fait et les . (1) Arrét du Parlement de Paris vom 19. Jul. 1689. Art. 8. 9. Jousse comm. à l'ord. 1667. Tit. XIV. Art. 10. () Arrét du Parlem. de Paris 3. Sept. 1766. ſuin,* dihnlu n Inh Im m. Mini Im ½ tions du le trin. forts don. rcorß, venable. prononria ient beiu remettn procuren sur lequ jeur ordn contiendn wües, 4 ne colom t prou s, le gui qiligen argera e egistre et, ou autré, 1 ice ant le es, en lait el 39 A. Ir Th. 28 B. Von den Untergerichten.— Giebt der Anwald die producirten Urkunden nicht binnen acht Tagen nach Inſinuation des erwaͤhnten Beſcheides zuruͤck: ſo kann der Gerichtshof, gleichfalls unter Verſagung der Ap⸗ pellation, auf ſtaͤrkern Schadenerſatz erkennen; ja ſogar den Sachwalter zur gefaͤnglichen Haft verurtheilen und ihn auf beliebige Zeit ſuspendiren. Dieſe Verurtheilungen koͤnnen auf Anſuchen der Par⸗ theyen geſchehen, ohne daß ſie dazu Sachwalter beduͤrfen; und zwar auf eine bloße ſchriftliche, beym Gerichtspraͤſidenten oder beym Referenten, oder beym kaiſerlichen Anwalde einzurei⸗ chende Anzeige.(1) S 108. In der Gerichtsſchreiberey muß eine Liſte gehalten werden, in welche man alle producirte Urkunden, nach der Reihe, wie ſie eingereicht worden ſind, eintraͤgt. Dieſe Liſte muß in Colonnen abgetheilt ſeyn, welche den Tag der Pro⸗ duetion, die Namen der Partheyen, die Namen der Sach⸗ walter und den Namen des Richters enthalten, der in der Sache den Vortrag hat. Eine Colonne wird leer gelaſſen.(2) 10. Haben alle Partheyen producirt, oder ſind die vor⸗ beſtimmten Friſten verſtrichen: ſo ſtellt der Gerichtsſchreiber, — auf Geſuch der Parthey, die zuerſt darum bittet, die Acten⸗ ſtuͤcke dem Referenten zu, der ſie uͤbernimmt, und zugleich auf der leergelaſſenen Colonne'im Verzeichniſſe der producirten Urkunden den Empfang durch Eintragung ſeines Namens he⸗ kennt.(ſ. u. Art. 113.) . Stirbt der Referent, giebt er die Sache ab, oder kann er den Vortrag nicht erſtatten: ſo wird, auf ſchriftliches Anſuchen, durch eine Verordnung des Praͤſidenten, welche der Parthey oder deren Anwalde wenigſtens drey Tage vor dem Vortrage zugefertigt werden muß, ein anderer ernannt. 1II. Alle Vorträge*), ſelbſt die, welche auf vorgaängige Deliberation erfolgen, werden im oͤffentlichen Verhoͤr erſtattet. E 2 . *) Die Art und Weiſe des Vortrags findet man beym Dela- porte a. a. D. unter dem Artikel; Rapport d'un procds. E. — 63*.1 vn Tribunaux inférieurs. moyens sans ouvrir son avis: les défenseurs wauront, hin sous aucun préteste, la parole après le rapport; ils 2 Ppourront seulement sur-le- champ au préident ſ. de simples notes enonciatives des faits sur lesquels ils 3 zuetn prẽtendraient que le rapport a été incomplet ou inexact. 3 uh 112. Si la cause est susceptible de communication, ihish procureur impérial sera entendu en ses oteluion 8. a'audience. I13. Les jugemens rendus sur les 5 de pune 48 parties, faute par l'autre d'avoir produit, ne point ausceptibles d'opposition. 114. Après le jugement, le rapporteur remettr 1 „ 6 les pieces au greffe; et il en sera déchargé par la seule 3§ radiation de sa signature sur le registre des produotions. an . 115. Les avoués, en retirant leurs pibces, ämar nur geront le registre: cet emargement s servira de decharge 16 au greffier. 8 TITRE VII. 3 hun Des Jugemens. 1 16. Les jugemens seront rendus à la pluralitée i nmni des voix, et prononces sur-le- champ: néanmoins les mn juges pourront se retirer dans la chambre du conseil is uf pour y recueillir les avis; ils pourront aussi continuèr lja cause à une des roekuines audiences, pour prononcer e le jugement. hu n. umn pport; il u yriiien lezquch i ou ineun municat concluin es de lu n e ur remett pat la sei productiu ieces, in de diuln la n canmin du zi conin r pron X rr Th. 28 B. Von den Untergerichten. 69 Der Referent wiederholt die Thatſachen und Beweisgruͤnde, ohne ſeine Meinung zu eroͤffnen. Nach dem Vortrage duͤrfen die Sachwalter unter keinerley Vorwande das Wort nehmen; ſie koͤnnen bloß auf der Stelle beym Praͤſidenten ſchriftliche Bemerkungen einreichen, worin die Thatſachen angegeben ſind, in Anſehung deren ſie den Vortrag fuͤr n und un⸗ richtig halten. 112. Eignet ſich die Sache zur Mittheilung an den kai⸗ ſerlichen Anwald: ſo muß dieſer beym oͤffentlichen Verhoͤr mit ſeinem Antrage gehoͤrt werden.(¹) 1I3. Gegen Urthel, welche auf die nur von Einem Theile producirten Urkunden geſprochen ſind, weil der andre ſich an der Production verſaͤumte, iſt kein Rechtsmittel zuläßlich.(2) 14. Nach Ertheilung des Urthels giebt der Referent die Actenſtuͤcke in die Gerichtsſchreiberey zuruͤck, und wird durch bloße Ausſtreichung ſeines in dem Verzeichniſſe der producir⸗ ten Urkunden eingezeichneten Namens daruͤber quittirt. F oben Art. 1c8.) 115. Wenn die Sachwalter ihre urkunden zuruͤckempfan⸗ gen: ſo bemerken ſie ſolches am Rande des Verzeichniſſes, und dieſe Bemerkung dient dem Gerichtsſchreiber Statt der Quittung. Siebenter Titel. Von rechtlichen Entſcheidungen(urtheln, Beſcheiden. 116. Jede rechtliche Entſcheidung wird nach der Stim⸗ menmehrheit gegeben, und auf der Stelle publicirt; doch koͤn⸗ nen die Richter ſich in das Berathſchiagungszimmer begeben, um dort die Stimmen zu ſammeln: ſie koͤnnen auch die Sache bis auf einen der nächſten Verhoͤrstage verſchieben, und dann erſt das Urthel ſprechen. (4) S oben Art. 83. E) Ordonnanz von 1667. Zit. XI. Art. 19. Tit. XXXV. Art. 3. Jousse comm. ad h. 1. — 3 — 70 B I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. 117. S'il se forme plus de deux opinions, les juges plus faibles en nombre seront tenus de se rcunir à hune des deux opinions qui auront été émises par le plus Srand nompre; toutefois ils ne seront tenus de s'y réu⸗ nir qu'après que les vois auront été reoueillies une se- conde fois. 118. En cas de partage, on pdur le vider, un juge; à défaut du juge, un suppléant; à son défaut, un avocat attaché au harreau, et à son défaut, un avouéʒ tous appeles selon l'ordre du tableau: łaf- faire sera de nouveau plaidée. 119. Si le jugement ordonne 1a comparution des parties, il indiquera le jour de la comparution. 120. Tout jugement qui ordonnera un serment, enoncera les faits sur lesquels il sera requ. 12. Le serment sera fait par la partie en person- ne, et à l'audience. Dans le cas d'un empéchement legitime et düment constaté, le serment étre prété devant le juge que le trihunal aura commis, et qui se transportera chez la partie, assisté du greffier. Si la pPartie à laquelle le serment est déféré, est trop cloignee, le tribunal pourra ordonner qu'elle pré- tera le serment devant le tribunal du lieu de sa rési- dence. Dans tous les cas, le serment sera fait en prèsence fautre Partie, ou elle düment appelée par acte (r) Ordonnanz S 1. v. Oct. 1333. Kap. I. Art. 86. (e) Geſetz vom 14. Prairial Jahr VI. ueber das bey den Civitgerichten bey Theilung der Stimmen zu be⸗ obachtende Verfahren; ſtimmt uberein mit der Ordonn. Ludwigs XIl. v. März r498. und mit dem Edicte Heinrichs I v. Mo nat Februar 1349. „ mt Uin ſuüfn gunſt vh 1. ſn hin vim m n hnn 1 jnu m ii im be iu euts. ons, le ſu, reunir ih. par le ſ us de n eilliez u era, pu pleant it à son iih tableau:] mparutin ution. un sem 1. tie en yen empeche⸗ poum commis du greli déférs,. r quele de sn en ytin ze pir . 86. men i it de D Heintichs! Ir Th. 28 B. Von den untergerichten. 71 117. Sind die Mitglieder in mehr, als zwey Meinungen getheilt: ſo ſind die Richter, welche der Anzahl nach die ſchwächſten ſind, einer von denienigen beyden Meinungen bey⸗ zutreten ſchuldig, welche die meiſten Stimmen fuͤr ſich haben; doch nie eher, als bis die Stimmenſammlung zum zweyten Male vorgenommen worden iſt.(1) 118. Im Fall der Stimmengleichheit zieht man, um die⸗ ſelbe zu heben, noch Einen Richter, oder in deſſen Ermange⸗ lung einen Subſtituten, und in deſſen Ermangelung einen beym Gerichte angeſtellten Advocaten, oder in deſſen Erman— gelung einen Anwald*) zu. Sind alle nach Ordnung der Rangliſte herbeygerufen: ſo wird die Sache noch einmal mundlich verhandelt.(2) 1I9. Iſt im Beſcheide anbefohlen, daß die Partheyen erſcheinen ſollen: ſo muß darin der Tag des Erſcheinens beſiimmt ſeyn. 120. Iſt im Urthel auf einen Eid erkannt: ſo muͤſſen allemal die Thatſachen, uͤber welche er geleiſtet werden ſoll, darin angegeben ſeyn. 121. Der Eid wird von der Parthey in Perſon und im offentlichen Verhoͤr abgelegt. Auf den Fall einer rechtmaͤßigen und gehorig beygebrachten Verhinderung kann der Eid von einem Gerichtswegen dazu abgeordneten Richter geleiſtet wer⸗ den, der ſich, dem Gerichtsſchreiber, zu der Parthey begiebt. Iſt die Porthey, welcher der Eid auferlegt iſt, zu weit entfernt: ſo kann das Gericht anordnen, daß ſie den Eid vor dem Gerichte ihres Wohnortes leiſten ſoll. Auf alle Faͤlle muß der Eid in Gegenwart des Gegen⸗ theils, oder doch wenigſtens erſt dann geleiſtet werden, wenn *) Dieſe Gewohnheit iſt alt, und in Deutſchland nicht unbe⸗ kannt. Auch bey den Sächſiſchen Hofgerichten, wo ſonſt or⸗ dentlich angeſtellte Advocaten(advoeati ordinarii) waren, wurde vor Alters, wenn das Gericht nicht hinlaͤnglich mit Aſſeſſoren beſetzt war, ein Advocat 4 Mitarbeiter zugezogen. E. 2 72 P. I. L. II. pe⸗ Tribunaux inférieurs. d'avoué à avoué, et„i n'y a pas 6 constitus, par contenant Tindication du jour de la presta- nM tion. 3 ſulu 1 der des délais pour hesbcution, de leurs jugemens, ils vihn n wu 122. Dans les cas ou les tribunaux peuvent accor- le feront par le ugement méme qui statuera sur e con- testation, et i énoncera les motifs du delai. 123. Le delai courra du jour du jugement, s'il 5 est contradictoire, et de celui de la signification, sil huzjn et par delaut. in ſb 124. Le debiteur ne pourra obtenir un delai, ni jouir du delai qui lui aura été acedrds si ses biens ui i etat de faillite, de contumace, ou s'il est constitus b sont vendus à la requste d'autres orcanciers, s'il est en prisonnier, ni enfin lorsque son fait il aura dimi- u ſin n in nus les süretés qu'il avait données par le contrat à son ſu hi oréancier. mn 125. Les actes conservatoires seront valables, nonobstant le délai accordé. u Mt 126. La contrainte par corps ne sera prononcée que dans les cas prévus par la loi: il est néanmoins iſu, laise à la prudenee des juges de la 3) 12 domwages et intéréts en matiere civile,— au- dessus de la somme de trois cents nnes consiu h plesu. went zct mens, i sur h cn . ment,„ tion, 1 dchi, 1 ses bien s¹ est a constitui 1ü rat à so1 vh prononi neanmon r bre ciſiz r Th. 28 B. Von den untergerichten. 73 viſe, dabey zu erſcheinen, gehoͤrig aufaefodert worden iſt, welches durch einen an deſſen Sachwalter gerichteten Provoca⸗ tionsſatz des Sachwalters(des Schwoͤrenden), oder, dafern kein beſtellter Anwald vorhanden waͤre, durch eine Zufertigung geſchieht, welche den Tag des Schwoͤrungstermins enthaͤlt. 122. In den Faͤllen, wo den Gerichten erlaubt iſt, zur Befolgung ihrer Rechtsſpruͤche Friſten zu geſtatten, muͤſſen ſie dieß in dem Urthel thun, in welchem der Rechtsſtreit entſchie⸗ den wird, und es muͤſſen darin die Gruͤnde angegeben werden, aus welchen die Friſ verſtattet wird. Raß. Civilgeſetzb. Art. 1244. 123. Iſt das Urthel auf erſolgtes Erſcheinen beyder Theile geſprochen: ſo laͤuft dieſe Friſt vom Tage der Urthels⸗ publication; iſt es auf Außenbleiben(in contumaciam) geſpro⸗ chen: ſo laͤuft ſie vom Tage der Zufertigung(des Urthels) an. 124. Wenn die Guͤter des Schuldners auf Anſuchen ſei⸗ ner uͤbrigen Glaͤubiger verkauft worden ſind, wenn er in Con⸗ curs befangen, wenn er als Außengebliebener verurtheilt, oder gefaͤnglich eingezogen iſt, oder endlich wenn er die, dem Glaͤubiger durch ſeine Schuldverſchreibung beſtellte Sicherheit durch ſeine eigenen Handlungen geſchmaͤlert hat; dann kann er weder eine Friſt erhalten, noch ſich der ertheilten erfreuen. (Nap. Civilgeſetzb. Art. 1188.) 125. Die zur Erhaltung der Rechte des Glaͤubigers die⸗ nenden Verfuͤgungen*) ſind, der Lriſtgeſtattung ungeachtet, guͤltig. e6. Auf gefaͤngliche Haft ſoll nur in den Fällen geſpro⸗ chen werden, in welchen die Geſetze ſolches verſtatten; doch bleibt es dem richterlichen Ermeſſen in ke Faͤllen nachge⸗ laſſen, darauf zu ſprechen: 1) wegen Schadenerſatzes in burgerlichen Rechtsfaͤllen, wenn die Summe ſich uͤber drey hundert Franken belaͤuft; 2) Als; Anlegung des Arreſts, Beſchlagnehmung, Zahlungsver⸗ bote an die Schuldner des Verurtheilten u. ſ. w. E. 4 P. I. L. II. Des Tribunaus inférieurs. 20. Pour reliquats de comptes de tutelle, cura- telle, dadininistration de corps et communauté, etablis· semens publics, ou de toute administration confiée par justice, et. toutes restitutions à kaire par ouite des dits comptes. 127. Pourront les juges, dans les cas énoncés en Particle précédent, ordonner qu'il sera sursis à rexdeu- tion de la contrainte par rorps pendant le tempe qwils fixeront; après equel, elle sera exercée sans nouveau jugement. Ce sursis ne Pourra étre que pet le jugement qui statuera sur la contestation, et qui Snon· cera les motiks de delai. 128. Tous— qui condamneront en z5 dommages et en contiendront la liquidation, * ou ordonnéront qu'ils seront donnes per tat. 129. Les jugemens qui condamneront à une resti- tution de fruits, ordonneront qu'elle sera faite en nature pour la dernibre année; et pour les années prscedentes, suivant les mercuriales du marché le plus voisin, eu égard aux saisons et aus prix communs de l'année; sinon à dire d'esperts, à defaut de mercuriales. Si la restitution en nature pour la dernibre année est impos- sible, elle se fera comme pour les années précédentes. . (1) Der zweyte Lheil dieſes Artikels iſt entlehnt aus der Ordonn. v. 1663. Lit. XXIX. Art. 8. Lit. XXXIV. Art. 3. 1. 49. D. de 3 adm. et peric. tutt. et curatt. mnn tihſi uß h ini Gul In] 0 on 9 0n hun h un. aut ut cnüiey por zut i 6 enontt sis len temy ſi ans noun 6 que pu et qui in ont en 1 liquidatis une rei e en nun pröcilen voisin, de hann iales 5 est in rocedents det dun Ir Th. 28 B. Von den Untergerichten. 75 2) wegen der Reſte, die, beſage ſolcher Rechnungen zu entrichten ſind, welche uͤber Vormundſchaft, Curatel, Verwal⸗ tung des Vermoͤgens einer Corporation, Gemeinheit oder ffentlichen Anſtalt, oder jeder andern Gerichtswegen uͤber⸗ tragenen Verwaltung, gefuͤhrt werden muͤſſen; oder wegen jedes, zu Folge ſolcher Rechnungen, zu leiſtenden Erſatzes (S. Nap. Civ. G. B. 3. B. 16. Tit.)(1) 127. In den im vorſtehenden Artikel beſtimmten Fällen ſteht dem Richter frey, anzubefehlen, daß mit Vollſtreckung der gefaäͤnglichen Einziehung noch binnen einer beſtimmten Zeit Anſtand genommen, jedoch nach deren Ablaufe, ohne ander⸗ weiten Rechtsſpruch, damit verfahren werden ſolle. Dieſe Friſtgeſtattung kann nur in dem Urthel geſchehen, in welchem in der Hauptſache entſchieden wird, unter Anfuͤhrung der Gruͤnde, aus welchen die Friſt ertheilt wird. 12g. In jedem urthel, in welchem auf Schadenerſatz erkannt wird, muß entweder der Schade berechnet, oder anbe⸗ fohlen werden, daß daruͤber eine Berechnung zu fertigen ſy. 03) 120. In jedem Urthel, in welchem auf Erſtattung von Nutzungen erkannt wird, iſt darauf zu erkennen, daß ſolche aufs letzte Jahr in Natur ausgeliefert; in Anſehung der vor⸗ hergehenden Jahre aber nach Maaßgabe der Marktzettel des naͤchſten Marktplatzes, mit Ruͤckſicht auf die Jahrszeit, und auf den gemeinen in dem Jahre Statt gehabten Preis; in Er⸗ mangelung der Marktzettel aber, nach dem Gutachten der Sachverſtaͤndigen, bezahlt werden ſollen. Iſt es unmoͤglich, aufs letzte Jahr den Erſatz in Natur zu leiſten: ſo wird er auf eben die Art bewirkt, wie in Anſehung der folgenden Jahre. (Nap. Civilgeſetzb. Art. 2060.§. 2. S. oben Art. 126. n. 6 6 Ordonn. v. 1667. Lit. XXV. Art. 6. (3) Ordonn. v. 1667. Tit XXX. Art. 1. Peean v. 1339. Art. 94. Ordonn. Heinrichs HI. v. 1585. Charondas Liv. IV. rép. 61. S ——— 76 P. I. L. II. Des Pribunaux znférieurs. 130. Toute partie qui succombera, sera condamnée aux dépens. 1371. Ponrront néanmoins les&tre com- pensꝰs en tout ou en partie, entre conjoints, ascendans, descendans, frères et soeurs, ou alliés au méme degré: les juges pourront aussi compenser les dépens en tout ou en partie, si les parties uccompent tezprotiveinei sur quelques chefs. 132. Les avoués et— qui auront excede les bornes de leur ministère, les tuteurs, curateurs, héritiers benéficiaires ou autres administrateurs qui auront compromis les intéréts de leur administration, pourront étre condamnès aux dépens, en leur nom et sans répétition, méme aux dommages et intéréts s'il y a lieu; sans préjudice de linterdiction contre les avoues et huissiers, et de la destitution oontre les tuteurs et autres, suivant la gravité des eirconstances. 133. Les avoués pourront demander la distraction des dépens à leur prolit, en affirmant, lors de la pro- nonciation du jugement, qu'ils ont fait la plus grande partie des avances. La distraction des dépens ne pourra étre prononcee que par le jugement qui en portẽra la condamnation: dans ce cas, la taxe sera Poursnivie et Pexscutoire delieré au nom de l'avoué, sans prejudice de'action contre sa partie. 6 Sronn v. 1667. Tit. XXXI. Art. 1. 1. 13. S. 6. C. de iudi- ciis.. (2) Wider die Ordonn. a. a. (3) Dieſe Verordnung iſt neu. ) 8. B. wegen der exceptionum plus potitionie, compensatio- . hun Nu ſ ſn Wn n man uhht um Mhit ſihig Umin 1 m ſuni uul urs. condn 8 ätre ch 8 cenin méme i ens en Spectin wont eu „ cunn trateu ministi leur non nterit re les aw s tuteun distraci de la p plus gu us ne ymn poren ourzuiſi s yrij 6. C à compnui r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 77 130. Jede Parthey, die den Proceß verliert, wird in die Erſtattung(S. unten Art. 543.) der Unkoſten verur⸗ theilt.(¹) 131. Doch tönnen unter Chegatten, Aſcendenten und Deſcendenten, Geſchwiſtern oder Schwaͤgern deſſelben Grades die Koſten ganz oder zum Theil gegen einander aufgehoben werden: auch koͤnnen die Richter die Unkoſten dann ganz oder zum Theil compenſiren, wenn eine Parthey in dieſen, die an⸗ dre in jenen Punkten verliert.*)(2) 132. Sachwalter und Gerichtsboten, welche die wrinſi ihres Amts uͤberſchritten, Vormuͤnder, Curatoren, Beneficiar⸗ erben und andere Verwalter, die dem Intereſſe ihrer Verwal⸗ tung entgegen gehandelt haben, koͤnnen fuͤr ihre Perſonen und ohne daß ihnen erlaubt iſt, Erſatz zu fodern, zur Koſten⸗ erſtattung, ja auch erfoderlichen Falls zum Schadenerſatz, ver⸗ urtheilt werden; und uͤberdem haben, je nachdem der Fall wichtig iſt, die Sachwalter und Gerichtsboten Suspenſion; Vormuͤnder und andere(Verwalter) aber Abſetzung zu gewar⸗ ten.(3) 133. Der Sachwalter kann verlangen, es moge darauf erkannt werden, daß die(ſeiner Parthey) zu erſtattenden Ko⸗ ſten an ihn zu bezahlen ſeyen; wenn er naͤmlich zu der Zeit, da das Urthel geſprochen werden ſoll, verſichert, daß er die Auslagen groͤßtentheils ſelbſt beſtritten habe. Auf dieſe Art der Entrichtung der(zu erſtattenden) Koſten kann bloß in der Sentenz erkannt werden, in welcher auf Koſtenerſatz geſpro⸗ chen iſt. In dieſem Falle wird im Namen des Sachwalters der Koſtenbetrag**) beygetrieben und der Huͤlfsbefehl erlaſ⸗ ſen.***) Doch ſteht dem Sachwalter frey, wider ſeine Par⸗ they ſelbſt zu r nis und solutionis, ſoweit ſ beyde nur einen Theil der Foderung betreffen. E. **) Von der Parthey, die in den Erſatz Koſten verurtheilt worden iſt. E. Bis Formular zu einem ſolchen vet ſ.— Delaporio a. a. O. Art. Dépens. E⸗ 78 P. EE. H. Des Tribunaux inférieurs. 1 134. S'il a été formé une demande proviscire, et que la cause soit en état sur le proviscire et sur le fond, les juges seront tenus de Frononn le tout ſiwbu par un seul jugement. ſmuc 135. Lexécution provisoire vans caution/ sera or. 7 donnée sil V à titre authentique, promesse reconnue, im, ou condamnation précedente par jugement— il it point d'appel. app L'exécution provisoire Pourra ẽtre ordonnès ave⸗ hr ou sans caution, lorsqu'il s'agira, Au 10. Dapposition et de ou confec. b tion d'inventaire; ſub 0 20. De réparations urgentes; n 30. D'expulsion des lieux, lorsqu' il n'y a pas 3 zw bail, ou que le bail est espiré; n ſi 40. De scquestres, commissaires et gardiens; hum §o. De réceptions de caution et certificateurs; 60. De nomination de tuteurs, curateurs, et autres administrateurs, et de reddition de compte; ſu lin 70. De pensions ou provisions alimentaires. hmn 136. Si les juges ont omis de prononcer Pexcu- 3 in chm tion provisoire, ils ne pourront ordonner par un second hm jugement, sauf aus parties à la demander sur rappel. B 137. Lexécution provisoire ne pourra étre ordon- uhn nce pour les dépens, quand méme ils seraient adjugés n u pour tenit lieu de dommages et intéréts. linin ie kian () Ordonn. v. 1667. Lit. XVII. Art. 17. Dufour nouveau traitè i de la procédure T. I. p. 190. 191.— (2) Nach der Ordonn. a. a. O. mußte in allen dieſen Fäten Cau⸗ imniſ⸗ tion beſtelt werden. Ueber die vorläuſig voltreckbaren Er⸗ im 4 kihtt urz. wviscn re et er sur le i tion en 88e rechn t dont in. rdonne n „on ℳ wyapu rdiens; cateurz; 1, et au taires. cer Pen ar un en sur la étre on ient aihn unen m ſen zilu⸗ i Uitecban t 1r Th. 2s B. Von den untergerichten. 79 1. Iſt eine vorlaͤufige Verfuͤgung geſucht, und findet ſich die Sache in dem Zuſtande, daß uͤber das vorlaufige Ge⸗ ſuch und uͤber die Hauptſache zugleich erkannt werden kann: ſo iſt das Gericht ſchuldig, in einem einzigen Urthel uͤber das Ganze zu erkennen.(1) 135. Mit proviſoriſcher Hulfsvolſtreckung recution wird dann, ohne vorlaͤufige Beſtellung einer Caution, verfah⸗ ren, wenn eine offentlich beglaubigte Urkunde, ein eingeraum⸗ tes Verſprechen oder eine der Appellation nicht unterworfene condemnatoriſche Sentenz vorhanden iſt. Mit der vorlaͤufigen Huͤlfsvollſtreckung(Execution) kann mit oder ohne Cautionsbeſtellung verfahren weben wenn die Rede iſt: 1) von Verſiegelung oder Entſiegelung, oder vnſnns eines Inventariums; 2) von dringenden Reparaturen; 3) davon, daß jemand in dem Falle, wo nicht von Pacht oder Miethe die Rede, oder beydes erloſchen iſt, irgendwo herausgeworfen werde; 4) von Beſtellung eines Sezueſiers, Conmiſurs, oder Aufſehers; 5) von der Annahme eines Buͤrgen oder nöckburgen; (Nap. Civilgeſetzb. B. 3. Tit. 14.) 6) von der Beſtellung eines Vormundes, Curators, oder eines andern Verwalters und von Rechnungsablegung; 7) von einem Jahrgehalt oder Reichung der Alimente.(2) 1136. Hat das Gericht unterlaſſen, auf vorlaͤufige Huͤlfs⸗ vollſtreckung zu erkennen: ſo kann es dieſe Verordnung nicht durch ein zweytes Urthel nachtragen; doch bleibt den Par⸗ theyen vorbehalten, ſie durch Appellation zu ſuchen. 137. Wegen der Proceßkoſten darf die vorlaͤufige Hulfs⸗ vollſtreckung ſelbſt dann nicht verfuͤgt werden, wenn Statt des Schadenerſatzes auf deren Erſtattung erkannt worden wäre. kenntniſſe ſ. Jousse commentaire art. 15. Pit X. de l'or- donu. de 1667. ueber die Eigenſchaften und Wirkungen der gerichtlichen Caution ſ. Nap. S 3 Lit. 80 P. I. L. II. Des Tribunaus inférieurs. 138. Le président et le greffier signeront la mi⸗ nute de chaque jugement aussitöt qu il sera rendu: 1 sera fait mention, en marge de la keuille q'audience, des juges et du procureur impérial qui auront assiste; cette mention sera egalement signée par le prézident et x. le greffier. 139. Les greffiers qui Literget enpedition un jugement avant qu'il ait été igne, seront poursuivis comme faussaires. 140. Les procureurs impériuus et genéraux se e ront représenter tous les mois les minutes des jugemens, „.„ ⸗„. et vérileront s'il a été satisfait aux dispositions ci- des sus: en cas de contravention, ils en dresseront procks verbal, pour étre procẽdè ainsi qu eil appartiendra. 6 141. La rédaction des jugemens contiendra les noms des juges, du procureur impérial, s'il a été en tendu, ainsi que des avoues; les noms, professions e demeures des parties, leurs conclusions, rexposition sommaire des points de fait et de droit, les motifs et le dispositif des jugemens. 142. La rédaction sera faite sur les qualités signi- ſiées entre les parties: en conséquence, celle qui voudra lever un jugement contradictoire, sera tenue de signifier à de son adversaire les qualitẽs, contenant les (1) Ordonn. v. 1667. Dit. XXVI. Art. 3. Arrét de règlement du Parlement de Paris vom 10. Jul. 1666. b. Jonsse.— Ordonn. von Moulins Art. 36. Hrdonn von 1629. Art. 84. Arrét du conseil de St. Germain en Laye. v. 10. Aug. 1679. X (2) Ordonn. Carls VIII. v. Jul. 1493. Art. 6. (3) Geſetz v. 16. Aug. 1790. Dit. V. Art. 15. Ord. de Moulins, — 1 Art. 63. Ord. v. 1629. Art. 84. 1. i ſuum ſn uyu n it, Mh puh in iyn hinn ſhnin 4 5 ſuh wt ihnpe u win — nn u u ſu hulite nm m in wnn um eurz. neront hI i renu ſe huie Auront le yrtilin xpediin ont poun enérans des jugen itions ci. eront hni rtiendn. ontienin si a it rſesions łexyozi les motiß qualitis i e gui ſo de de ipn conteun de riglenn use.— M t. 9i. Am 1679 de Ini ur Th. 28 B. Von den Untergerichten. 3r Von jedem Urthel muß, ſobald es gefertigt iſt, das Hriginalconcept vom Praͤſidenten und vom Gerichtsſchreiber unterzeichnet werden. Am Rande des Verhoͤrsprotocolls wer⸗ den die Namen der gegenwaͤrtig geweſenen Richter und des kaiſerlichen Procurators, welcher der Sitzung beygewohnt hat, angemerkt, und dieſe Randbemerkung gleichfalls vom Praͤſiden⸗ ten und Gerichtsſchreiber unterzeichnet.(1) 130. Wenn ein Gerichtsſchreiber die Ausfertigung eines Urthels vor deſſen Unterzeichnung ausgeliefert hat: ſo wird gegen ihn als gegen einen Falſarius verfahren.(2) 140. Der kaiſerliche Anwald und der Generalprocurator laſſen ſich monatlich die Urthelsconcepte in den Originalen vor⸗ legen, und unterſuchen, ob vorſtehenden Verordnungen ein Ge⸗ nuͤge geſchehen ſey. Finden ſie das Gegentheil: ſo nehmen ſie daruͤber ein Protocoll auf, damit darauf das Noͤthige verfuͤgt werde. 141. In der Urthelsformel muͤſſen die Namen der Rich⸗ ter, des kaiſerlichen Anwalds, wenn derſelbe gehoͤrt worden iſt, ſo wie der Sachwalter; ferner die Namen, das Gewerbe, der Aufenthalt der Partheyen*), das Anſuchen einer jeden, die kuͤrzliche Darſtellung der auf die Entſcheidung Bezug habenden Thatſachen und Rechtsſätze, die Entſcheidungsgruͤnde und das⸗ jenige enthalten ſeyn, worauf im Urthel erkannt wird.(2 142. Bey der Abfaſſung richtet man ſich nach der Zufer⸗ tigung, welche eine Parthey an die andere wegen der vorer⸗ waͤhnten Verhältniſſe ergehen läßt. Daher muß derjenige, der, nach vorgaͤngiger Anhörung beyder Theile, ein Urthel aus⸗ bringen will, die ſogenannten Qualités, Namen, Gewerbe *) Alle die in dieſem Artikel beſchriebenen, in der urthelsfor⸗ mel auszudruͤckenden umſtaͤnde und Verhaͤltniſſe heißen, ſoweit ſie vor dem eigentlichen Erkenntniſſe vorhergehen: Qualités. Unter dieſer ueberſchriſt findet man die For⸗ mulare dazu beym Delaporte a. a. H. Bey unſern deutſchen Urthelsformularen werden eine Menge dieſer Weitlaufigkei⸗ ten, wie mich duͤnkt, ohne allen Nachtheil, weggelaſſen. E. Civilgerichtsordnung. 5 82 P. I. L. II. Des Tribunaux iWen noms, prolessions et demeures des parties, les conclt sions, et les points de fait et de droit. dant vingtastrs heures entre les mains des huissiers audienciers. ſ 144. Lavoué qui voudra s'opposer soit aux e tés, soit à l'exposé des points de fait et de droit le déclarera à Phuissier, qui sera tenu d'en faire mention. 148. Sur un simple acte d'avoué à avoué, les par- ties seront réglées sur cette opposition par le juge qui aura présidè; en cas d'empéchement, par le plus ancien, suivant l'ordre du tableau. 146. Les expéditions des ugemen seront initr lées et terminees ainsi qu'il a ete prescrit par l'acte des constitutions de Empire du 28 foréal an XII. pourra étre exécuté qu'après avoir été signifie à avouò, qui prononceront des condamnations, seront en outre signifies à la partie, à personne ou domicile, et il sera fait mention de la signification à Pavoué. —.———— (1) Conſtitutionsacte v. 8. Floreal J. 12. Art. 141. Auf ähnliche Art war dieſe Formel vorgeſchrieben im V. Cap. Art. 24. det Conſtitution vom Monat September 1791. (2) Der erſte Theil dieſes Artikels ſtimmt mit der von 1667. Lit. XXVII. Art. 2. und dem reglement du conseil vom es. Jun. 1738. Art. 9. überein; der zweyte Abſchnitt iſt tin neue Verordnung. 1* 143. Loriginal de cette signification restera pen- 1 S 4 avou⸗ en cause, le jugewent n à peine de nullitè: les jugemens provisvires et definitifs — 1 ſtim m juin 13 2 ſun 6 lnb 11 mM Jinn iibn 1 ktuni U Mhr ſonn Rho 1 ue un n un Waht huiſte b hüaſtl ianm ſuhuna wahj — jn hin ſrij, hun 6 it⸗ iihn „ ſi, — urs. les cnt estera b le hu s0it an vu t de ui faire nei ont, kn le jig le yls ui ernt i yer lutt MI jigement! iit mou sulü wont en ou ie, etit 1. M ih a. n i Oem du coui wiu i r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 83 und Aufenthalt der Partheyen, die von beyden angebrachten Geſuche und die bey der Entſcheidung der Sache einſchlagen⸗ den Thatſachen und Rechtspunkte dem Anwalde ſeines Geg⸗ ners zufertigen laſſen. 143. Das Original dieſer Zufettigung bleibt vier und zwanzig Stunden in den Haͤnden der bey der Audienz dienſt⸗ leiſtenden Gerichtsboten. 144. Will der gegenſeitige Anwald wider die angegebe⸗ nen perſoͤnlichen Verhaͤltniſſe, oder wider die Darſtellung der Thatſachen und Rechtspunkte etwas einwenden: ſo erklaͤrt er dieß dem Gerichtsboten, welcher ſolches anzumerken hat. 145. Auf Einreichung eines bloßen Satzes*), den der Sachwalter dem andern zufertigen laͤßt, ſetzt entweder der Rich⸗ ter, der beym Verhoͤr den Vorſitz gefuͤhrt hat, oder im Ver⸗ hinderungsfalle der, welcher dem Range nach der alteſte iſt, die Partheyen in Anſehung dieſes Widerſpruchs aus einander. 145. Bey Ausfertigung der urtheile wird die Ueberſchrift und der Schluß ſo abgefaßt, wie es in der Reichsconſtitutions⸗ urkunde vom a8. Floreal des 12. Jahres vorgeſchrieben iſt. (S. unten Art. 3545.)(1) 147. Iſt in der Sache ein Anwald beſtellt: ſo darf das Urthel, bey Strafe der Rullitaͤt, nicht vollſtreckt werden, ohne daß es vorher dem Sachwalter zugefertigt iſt. Sowohl inter⸗ locutoriſche Erkenntniſſe, als Endurthel, in welchen einem Theile auſerlegt iſt, dem andern etwas zu leiſten, müſſen noch uͤberdem der Parthey perſoͤnlich, oder an ihren Wohnort zuge⸗ ſertigt werden; wobey davon, daß die Zufertigung an den Sach⸗ walter gleichfalls erfolgt ſey, Erwaͤhnung geſchehen muß.(2) 2) Ich kann fuͤr: Aete d'avous 4 avous, nach reifem Erwaͤgen, kein Wort finden, das dem Franzoſiſchen Begriffe beſſer ent⸗ ſpraͤche, als das in unſern hieſigen Gerichtshoͤfen übliche Wort: Satz, welches bey proceſſualiſchen Verhandlungen ſo⸗ viel bezeichnet, als eine Schrift, die vom Sachwalter einge⸗ bracht wird, und nicht an den Richter, ſondern bloß an den Gegentheil gerichtet iſt. E. * 1 34 P. I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. ravous est deccdè, ou a ces6 de postu- ler, la signification à partie suffira; mais il V sera feit mention du déces ou de la cessation des fonctions de * * avous. rrnn vm. Des Jugemens par défaut et Oppositions. 149. Si l⸗ defendeur ne constitue pas avoué, ou si Pavoue constituꝭ ne se présente pas au jour indiqus pour l'audience, il sera donné défaut. 150. Le défaut sera prononcé à raudience, sur Tappel de la cause; et les conelusions de la partie qui le requiert, seront adjugées, si elles se trouvent justes et bien vérifiées: pourront néanmoins les juges faire mettre les pibces sur le bureau, pour prononcer le jugement à l'audience suivante. 151. Lorsque plusieurs parties auront été citées pour le méeme objet à différens délais, il ne sera pri defaut contre aucune d'elles qu'après kchance du plu 1 long delai. 152. Toutes les parties appelòes et aetente seront comprises dans le méme défaut; et s'il en est pris contre chacune d'elles séparément, les frais desdits defauts n'entreront point en taxe, et resteront à la charge de Favoué, sans qu'il puisse les répéter contre la partie. 2 (¹) Regl. du Conseil v. 28. Jun. 1738. Art. g. (2) Ord. v. 1667. Tit. V. Art. 3. (3) Ord. v. 1677. a. a. O. Art. 3. 4. it, XIV. Art. 4. in E. (4) Beglement du Conzeil v. 43. Jun. 1738. II. Th. 1M. Zit Indu nuh iuijn vy ſint — An. de 16 1 hue ie 1 uts. 36 le p i v sen t ioncim itions, s avon, jour ini udience, l pui ouvent ju es juges i rononcet ts cit e sera pr uce du defaillm t vil en frais de esteront 1 epeter en mb l. 2. 1 X 1r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 85 43. Iſt der Sachwalter verſtorben, oder hat er aufge⸗ hoͤrt, zu practiciren: ſo iſt die Zufertigung an die Warthe ſelbſt hinreichend; doch muß darin hemerkt ſeyn, der Sachwal⸗ ter ſey geſtorben, oder verwalte ſein Amt nicht weiter.(1) xchrer Titel. Von den auf ungehorſames Außenbleiben(Con⸗ tumacial⸗) Urtheln und den dagegen Statt findenden Rechts⸗ mitteln. „ 140. Wenn der Beklagte keinen Anwald beſtellt, oder der beſtellte Anwald ſich an dem zum Verhoͤr beſtimmten Tage nicht einfindet: ſo erfolgt die Ungehorſamserklaͤrung.(2) 150. Auf Ungehorſamserklaͤrung wird im Verhoͤr ſelbſt geſprochen, nachdem die Sache vorgerufen worden iſt; und es wird auf Verlangen, in Gemaͤßheit des vom Gegentheile ange⸗ brachten Geſuchs, erkannt, wenn daſſelbe gerecht und erwieſen befunden wird. Doch kann das Gericht ſich die Beweisurkun⸗ den vorlegen laſſen, um in der naͤchſten SWuns das Urthel zu ſprechen.(3) 151r. Sind wegen eines und deſſelben Vezltanb, unter Verſtattung verſchiedener Friſten, mehrere Partheyen vorgeladen worden: ſo wird keine derſelben fuͤr ungehorſam geachtet, bis die laͤngſte Friſt abgelaufen iſt.(à) 152. Alle citirte und außengebliebene Partheyen werden in einer und derſelben Ungehorſamserklaͤrung begriffen; iſt ſie ge⸗ gen jeden einzelnen geſucht: ſo darf fuͤr die mehrern nichts liquidirt werden, und der Sachwalter muß ſie bezahlen, ohne von ſeiner Parthey etwas wiederfodern zu en(5) Art. 2. Jousse commentaire sur l'art. 3. du Titre V. de'ord. de 1667. (6) Begl. du Conseil v. 28. Jun. 1738. II. Th. II. Zit. Art. a. Jousse commentaire sur 1“Art. 3. du Tütre V. de onn de 1667. ———— „ 86 P. I. L. II. Des PTribunaux inférieurs. I53. Si de deux ou de plusieurs parties assignées une fait defaut et I'autre comparait, je proſit du défaut sera joint, et le jugement de jonction sera signiſié à la partie défaillante par un huissier commis: la significa- tion oontiendra aseighation au jour auquel la cause sera n il sera status par un seul sera pas susceptible d'opposition. 8 6 154. Le dekendeur qui aura constitus avou, pourra, sans avoir ni de dèfenses, suivre l'audience par un seul acte, et prendre défaut gauirs le demer deur qui ne oomparaitrait pas. 155. Les jugemens par défaut ne seront pas ené cutès avant l'échéance ds la huitaine de la signification à avous,„il y a eu constitution d'avous, et de la si- gnification à personne ou domicile, s'il n'y a pas eu cons· titution d'avous; à moins qu'en cas d'urgence l'exécu- tion wen ait été ordonnée avant l'expiration de ce dé- lai, dans les cas prévus par Farticle 135. Pourront aussi les juges, dans le cas seulement ou il y aurait péril en la demeupe, ordonner ex6cution nonobetent Popposition, avec ou sans caution; ce qui ne pourra se faire que Par le méme jugement. 156. Tous jugemens par défaut contre une partie qui n'a pas constitus d'avoué, seront ignifics par un huissier commis soit par le tribuna!, soit par le juge du () Reel. du Congeil v. 28. Jun. 1738. I. 2b. II. Lit. Art. 2. 6) Die Ungehorſamserklärung, welche der Suun gegen den Klä⸗ ger auswirkt, heißt: dékaut congé. u. imt i iſi inn it 0 0 E 6 ½ eun. ie a wft d i4 a izi nent, g * stitus m vre hanl re le der ront pa sigritu „et de h. pas eu c uce Jert de ce i eulement — ion; ce ent. e une iü at le jeg 1.. geen rr Th. 28 B. Von den untergerichten. 37 133. Wenn von zwey oder mehreren vorgeladenen Par⸗ theyen die eine außenbleibt und die andere erſcheint: ſo wird das Erkenntniß auf die Wirkungen des Ungehorſams mit dem Haupterkenntniſſe verbunden(bis zum Haupterkenntniſſe aus⸗ geſetzt), und der deshalb ertheilte Beſcheid dem außenbleiben⸗ den Theile durch den dazu abgeordneten Gerichtsboten zugefer⸗ tigt*); dieſe Zufertigung enthaͤlt zugleich die Vorladung auf den Tag, da die Sache aufgerufen werden wird; dann wird in einem einzigen Urthel(in der Sache) erkannt, wider wel⸗ ches kein Rechtsmittel zulaͤßlich iſt.(Art. 165.)(*) 154. Der Beklagte, welcher einen Sachwalter beſtellt hat, kann, ohne mit ſeinen Epceptionen eingekommen zu ſeyn, durch einen einzigen Satz den Verhoͤrstermin ausbringen, und den außengebliebenen Klaͤger Ungehorſams beſchuldigen.(2) 155. Contumacialerkenntniſſe werden, wenn ein Anwald beſtellt iſt, erſt acht Tage nach erfolgter Zufertigung an den Anwald; und, war keiner beſtellt, acht Tage nach der an die Parthey ſelbſt, oder in deren Wohnung geſc henen Zufer⸗ tigung, vollſtreckt; ausgenommen, wenn im Nothfall, und zwar in den im 135ſten Artikel beſtimmten Faͤllen, dahin er⸗ kannt iſt, daß das Urthel noch vor Ablauf dieſer Friſt zu voll⸗ ſtrecken ſey. Auch kann das Gericht, jedoch bloß in dem Falle, wenn Gefahr beym Verzuge iſt, darauf erkennen, daß das Urthel ohne Ruͤckſicht auf eingewandte Oppoſition, gegen Cautions⸗ beſtellung, oder ohne dieſelbe, vollſtreckt werden ſolle; dieß kann aber nur durch ein und daſſelbe Urthel geſchehen.(3) 156. Jedes wider eine Parthey, die keinen Sachwalter beſtellt hat, geſprochene Contumacialerkenntniß muß durch einen Gerichtsboten zugefertigt werden, den entweder der Ge⸗ richtshof(wo die Sache anhaͤngig iſt), oder der vom Gerichts⸗ (3) Der erſte Theit dieſes Artikels iſt entlehnt aus der Ordonn. v. 16067. Dit. XXXV Art. Z. Jousse g. g. D. Dit. XXRKV. Art. Z. *) Dos Formular ein⸗ er ſolch en ſ. b. Delaporte a. 88 P. I. L. II. Des Pribunaux inférieurs. domicile du defaillant que le tribunal aura désigné; ils seront exécutés dans les six mois de leur obtention, inon seront réputés non avenus. 157. Si le jugement est rendu contre une partie ayant un avoué,'opposition ne sera recevable que pen- dant huitaine, à compter du jour de la signification à avouc.„* 158. S'il est rendu contre une partie qui n'a pas d'avoué, Popposition sera recevable jusqu'à exécution du jugement. 159. Le jugement est réputé exécuté, ſrequs les meubles saisis ont été vendus, ou qus le condamné a éte emprisonné ou recommandé, ou que la saisie 6un ou de plusieurs de ses immeubles lui a eté notifise, ou que acte duquel il résulte nécessairement que l'exécu- Popposition formss dans les delais ci-dessus et dans les formes ci- après prescrites, suspend I'exécution, si elle n'a pas eté ordonnée nonobstant opposition. S 160. Lorsque le jugement aura été rendu contre une partie ayant un avoué, ropposition ne sera rece- vable qu'autant qu'elle aura été formée par d'avoue: à avous. (1) Dieſe Verordnung iſt neu. () Ordonn. v. 1667. Lit. XRxvV. Art. 3. Jousse ad h. 1. (3) Dieſe Verordnung iſt neu, ſo wie der nächſte Artikel. (4) S. Discours de Mr. Treilhard im Exposé de motifs z. d. A. (5) Ordonn. v. 1667. Tit. XXXV. Art. 3. que les frais ont été payés, ou enfin lorsqu'il y a quel⸗ tion du jugement a été connue de la partie défaillante: 15 iſnlu n huh. mus ſy n F* F im Ein vin rii nutw 14 ku vinn iiü zu iiu zjn njin“⸗ nhn ſ, md iſt hm v i h im un ujin hitia Af jnſ ſü u1 u5 in wnſwi ſich, W N umn nn lu yun luynnn 6 in. 5. . eigne; i obtentin une pui le ue he siguiſtuin ni nn lexécuin lorzque k ondumn saizie notie a 1yagu e hexi Sfailjant dans le si elle lu vonn sera rec t requi 1h.. ib zd. 1r Ch. 2s B. Von den Untergerichten. 89 hofe hierzu beauftragte Richter des Wohnorts der außengeblie⸗ benen Parthey, deshalb abordnet. Es muß von dem Tage an, da es geſprochen iſt, binnen ſechs Monaten vollſtreckt wer⸗ den, widrigenfalls wird es als nicht ertheilt angeſehen.(1) * 157. Iſt das Urthel wider eine Parthey geſprochen, die einen Sachwalter hat: ſo iſt, vom Tage der an den Sach⸗ walter erfolgten Zufertigung an, die Einwendung des Rechts⸗ mittels der Oppoſition nur binnen acht Tagen zulaͤßlich.(2) 138. Iſt es wider eine Parthey geſprochen, die keinen Sachwalter hat: ſo iſt die Einwendung dieſes Rechtsmittels bis zur Vollſtreckung des Urchels zulaͤßlich. 3)*) 150. Das Urthel iſt fuͤr vollſtreckt zu achten, wenn die in Beſchlag genommenen Mobilien verkauft, oder der Verur⸗ theilte gefaͤnglich eingezogen, oder zur fernern Enthaltung an⸗ empfohlen**), oder wenn ihm die Beſchlagnehmung eines oder mehrerer der ihm zugehoͤrigen unbeweglichen Guͤter angedeutet iſt, oder wenn die Koſten bezahlt, oder endlich, wenn irgend eine Handlung erfolgt iſt, aus der nothwendig hervorgeht, daß die Vollſtreckung des Urthels dem verlierenden Theile be⸗ kannt worden ſey. Das in obbemerkten Friſten und in der nachſtehend vorgeſchriebenen Form eingelegte Rechtsmittel be⸗ wirkt den Aufſchub der Vollſtreckung, dafern nicht darauf er⸗ kannt iſt, daß ſolche ohne Ruͤckſicht auf S, ſolle.(Art. 156.) 64) 160. Iſt das Urthel wider eine Parthey geſprochen, die einen Anwald hat: ſo wird die Einlegung dieſes Rechtsmittels nur in ſoweit zugelaſſen, als ſie in einem Schreiben***) ge⸗ ſchieht, das ein dem andern zufertigen laͤßt.(5) 1 *) Das Formular des Nechtsmittels ſ. b. Delaporte a. g d, unter: Opposition. E. **) Man nennt dieß Das Formular zum Protocoll uber dieſelbe ſ. b. Pelaporte a. a. O. unter: Emprisonnement. E. ***) Das— b. Delaporte a. a. O. unter: Opposi- tion. E. 90 L. I. Des Biuſiu inférieurs. 5i⸗ La requéte contiendra les moyens d'opposi- tion. à. que des moyens de detense n'aient éte signifiés avant le jugement, auquel cas il suffira de dé- clarer qu on les emploie comme moyens Fopposiion: ropposition qui ne bera pas signifiée dans cette forme, narrétera pas lexscution; elle eer⸗ rejetée sur un eim · ple acte, et zans quil soit besoin d'aucune autre ins · truction. 162. Porque le jugement aura 6té rendu contre une w n'ayant pas d'avous, Fopposition pourra ẽtre fornse, soit par acte judicieire, soit par déclars- tion sur 1es commandemens, procds · verbaus de saisie ou d'emprisonnement, ou tout autre acte d'exécution, à la charge par Popposant de la réitérer avec constitution d'avous, par requéte, dans la huitaines passé lequel temps elle ne sera plus recevable, et l'exécution sera oontinuce, sans qu'il soit besoin de le faire ordonner. Si[avoué de la partie qui a obtenu le jugement, est décédé, ou ne peut plus postuler, elle fera notifier une nouvelle constitution d'avoué au défaillant, lequel sera tenu, le⸗ délais ci- dess6 à compter de l signification, de réitérer son opposition par requéte, avec constitution d'avoués.— 10. b. Bi chiu sn uMhlb in hl ſu bu git ih hint kini in hi 1 ihnki j in u m hin lin, d uiſunm ſin,* hül in in In khn um wih. l6½) ib lin miyu ſun in win* ſgun uude ihn, — )0 uhun in 6 E ji Uun eun u i e wient wiin i iou cetn in e sur ut une auti rendu cu n poumi tper dic aux de zů constiui n lequ eution 6 ordonne e jugene ler wi ant, hey npier ie! par reut 1r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 97 r6r. Dieſe Schrift muß die Gruͤnde des Rechtsmittels enthalten; es muͤſite denn die Parthey ihre Gruͤnde bereits vor dem Urthel dem Gegentheile haben zufertigen laſſen; in wel⸗ chem Falle es an der Erklärung genuͤgt, man wolle ſich auf ſie als Gruͤnde fuͤr ſein Rechtsmittel beziehen. Iſt das Rechts⸗ mittel nicht in dieſer Form zugeſertigt worden: ſo wird die Execution dadurch nicht aufgehalten, und es wird bloß auf Einreichung eines Satzes, und ohne daß es irgend eines wei⸗ tern Verfahrens bedarf, verworfen. 162. Iſt das Urthel wider eine Parthey geſprochen, wel⸗ che keinen Sachwalter hat: ſo wird das Rechtsmittel entweder durch eine außergerichtliche Schrift, oder durch eine Erklaͤ⸗ rung* eingewandt, welche die Parthey auf an ſie erlaſſene Auflagen, Beſchlagnehmungs⸗oder Verhaftungsprotocolle, oder auf jede andre, auf die Huͤlfsvollſtreckung ſich beziehende Ver⸗ fuͤgung, von ſich giebt. Doch hat der, welcher das Rechts⸗ mittel einwendet, ſolches binnen acht Tagen, unter Beſtellung eines Anwalds, mittelſt eines ſchriftlichen Anbringens, zu wie⸗ derholen. Nach Ablauf dieſer Friſt kann es nicht weiter an⸗ genommen werden, und die Execution hat ihren Fortgang, ohne daß es dießfalls eines wiederholten Befehls bedarf.(ſ. u. Art. 438.) Iſt der Sachwalter der Parthey, zu deren Beſten das Urthel geſprochen iſt, verſtorben, oder kann derſelbe nicht fer⸗ nerweit prarticiren: ſo muß dieſe die ihrer Seits erfolgte Be⸗ ſtellung eines neuen Anwaldes dem außengebliebenen Theile anzeigen**) laſſen; und letzterer iſt vom Empfang dieſer An⸗ zeige an gehalten, in obbeſtimmten Friſten ſein Rechtsmittel, unter Beſtellung eines Sachwalters, mittelſt ſchriftlichen An⸗ bringens, zu wiederholen. 1 2) Wie der Gerichtsbote das Protocoll über dieſe Erklärung aufzunehmen habe, ſ. b. Pelaporte a. a. H. unter: Opposi- tion. E. **) Das Formular dieſer Anzeige ſteht beym Pelapörte g. a. H. unter dem Artikel: Opposirion. E. k. I. L. IM. Des Tribunaus inkerieurs. 1 Dans aucun cas les moyens d'opposition fournis posterieurement à la requste n'entreront en taxe. 163. Il sera tenu au grefe un registre sur lequel lavous de Popposant era mention sommaire de Poppo- sition, en énongant les noms des parties et de leurs avoués, les dates du jugement et de ropposition: il ne sera dũ de droit d'enregistrement que dans le e cas oů en serait dehivré expédition. 164. Aucun jugewent défaut ne sera exᷣcutẽ 3 Fegard 42 tiers, que sur un certificat du greffier, constatant qu'il n'y a aucune opposition portée sur le 165. Lopposition ne pourra jamais étre regue contre un jugement qui aurait débouté d'une premibre opposition. Des ERcepitions. De la Caution à fournir par les Etrangers. * * 166. Tous étrangers, demandeurs principaux ou intervenans, seront tenus, si le defendeur le requiert, „. registre. hl TTTRE RX. un 1 in i in lin 0 di avant ate esception, de fournir caution de payer le — Us. tion om te. e zur knt its de hy es et de hu ition: i le cs i sera eun t du gei ortee u s ötre un ne pren gen. inciyun k rein de piſet ——ñ˖·——eee 1r Th. 25 B. Von den Untergerichten. 93 guͤr die, nach Einreichung des Schreibens, wodurch die Oppoſition eingewendet wird, zur Unterſtuͤtzung deſſelben ſpaͤ⸗ terhin angebrachten Gruͤnde duͤrfen auf keinen Fall Gebuͤhren angeſetzt werden. 163. In der Gerichtsſchreiberey muß eine Liſte gehalten werden, in welcher der Anwald deſſen, der das Rechtsmittel der Oppoſition einwendet, letzteres kuͤrzlich anmerkt, und dabey die Namen der Partheyen und ihrer Sachwalter, das Datum des urthels und das Datum des Rechtsmittels anzeigt. Es werden dafuͤr keine Einzeichnungsabgaben bezahlt; ausgenommen wenn eine Abſchrift davon gegeben wird.(¹) 164. Kein Contumacialurthel kann in Anſehung eines Dritten vollſtreckt werden, wenn der Gerichtsſchreiber nicht zuvor atteſtirt, daß keine dagegen eingewandte S ition in die Liſte eingetragen ſey. 165. Wider ein Urthel, durch welches die erſte oppehn verworfen wird, kann keine werden. C. Reunter Titel. Von Ausflchten(Einreden, Eyceptionen).*) 9. 1. Von dem von Auslaͤndern zu beſtellenden Vorſtande. 166. Feder Auslaͤnder, er ſey Hauptkläger oder Interve⸗ nient, iſt ſchuldig, wenn es der Beklagte, ehe er noch ſonſt eine Einrede vorſchuͤtzt, verlangt, fuͤr die Bezahlung der Un⸗ (1) Dieſe Verordnung iſt neu⸗ (2) Declaration v. 17. Feruar 16898. Art. 20. Joutse g. g. H. *) Pelaporte a. a. O. unter: Exceptions. E. . eeeenen * 94 p. I. L. II. Des Tribunaus inférieurs. £ frais et dommages- nterets aunquela i ils pourtient étre condamnes. 167. TLe jugement qui 3r6 la caution, fixera la somme jusqu'a concurrence de laquelle elle sera four- nie: le dewandeur qui consignera cette somme, ou qui justißier que ses immeubles situés en France sont suf- lisans pour en sera dispensè de fournir cau- tn5* 168. La partie qui aura 6to appele⸗ devent un tribunal autre que celui qui doit connaitre 4. la con- téstation, pourra demander son renvoi devant les juges compétens. 169. Elle sera tenue de kormer cette demande prèalablement à toutes autres exceptions et dékfenses. No. Si néanmoins le tribunal était incompétent à raison de la matiere, le renvoi etre demandé en tout 6tat de causs; et si le renvoi n'é était pas demandè, le tribunal sera tenu de renvoyer dolice devant qui de droit. 171. S'il a été formé preotemwept en un autre tribunal, une demande pour le méme objet, ou si la (1) Ueber die ſ. Puiorr Traité de la Procédure ci- vile T. I. p. 213. Ueber die Caution Dufour a. a. O. p. 124. () Pufour Indication des sources ok toutes les dispositions du Code civil ont étéè puisées. Art. 16. (3) Ordonn. v. 1667. Lit. VI. Art r. (4) Bacquet PTraité des drolts de justice, ch. vIII. u. 33. 1. 4. . ¹ ſun ſ zu ſn 1.* ſuun 1* vil wi ſn ſtiſn uimi * Ni u ſt win wiſnm ijſib pthn m wim m nun MWmn wni ieun. outtient 5 cutin, iu e elle zent somme rance zun de foundt e derut re de kn yant ls j tte demn dfenses compéten demand pꝛs demn devant qu en un i jet, e la Preiln rd. 00h es diyoiion pll u ir Th. 28 S. Von den Untergerichten. 95 koſten und Schäben, in die er verurtheilt verden könnte, Si⸗ cherheit zu beſtellen.(*) 167. In dem Urthel, worin auf Beſtellung des Vorſtan⸗ des erkannt wird, muß die Summe beſtimmt werden, auf welche derſelbe zu leiſten iſt. Wenn der Klaͤger dieſe Summe baar deponirt, oder beweiſt, daß er fuͤr dieſelbe in Frankreich hinlaͤnglich angeſeſſen ſey; ſo iſt er von Beſtellung der Buͤrg⸗ ſchaft frey.(Nap. Civilgeſetzb. Art. 16.)(2) §. m. Von venen der S an den competenten Richter). 168. Iſt eine Parthey vor ein Gericht gefodert worden, das uͤber den Proceß zu entſcheiden kein Recht hat: ſo kann ſie verlangen, daß die Sache an das competente Gericht ver⸗ wieſen werde.(S. oben Art. 59.)(2) 169. Sie iſt ſchuldig, dieſes Geſuch vor allen uͤbrigen Ausfluͤchten und Einreden anzubringen.(4) I7. War jedoch das Gericht in Anſehung des ſtreitigen Gegenſtandes incompetent**): ſo kann die Verweiſung an den competenten Richter in jeder Lage des Proceſſes geſucht wer⸗ den. Auch wenn dieſes Geſuch nicht erfolgt iſt, iſt das Ge⸗ richt ſchuldig, die Sache Amtshalber dahin zu verweiſen, wo⸗ hin ſie gehoͤrt.(S. unten Art. 424.) I71. Iſt wegen deſſelben Gegenſtandes bereits vorher bey einem andern Gerichte eine Klage angebracht worden, oder C. de jurid. 1. 62. D. de iud. 1. 13. C. de exceptt. Jousse comm. Tit. VI. art. 6. ord. de 1667. *) Formulare zum Geſuch um Verweiſung der Sache an den competenten Richter und dem darauf folgenden Verfahren und urthel ſ. b. Delaporte unter: Renvoi. E. **)8. B. wenn eine Handelsſache nicht beym Handelsgericht, ſondern beym gewoͤhnlichen Richter angebracht wird, und umgekehrt. C. ————. 96 p. 1. L. II. Des Tribunaux inférieurs. contestation est connexe à une cause déja pendante en un autre 8l le renvoi pourra étre demandé et ordonné. 3 172. Toute demande en renvoi sera jugée om- mairement, sans qu'elle puisse etre réservée ni pin⸗ au principal. 6. III. D M u 1 1 1 6„ 173. Toute nullité ou d'acte de proes· dure est couverte si elle n'est proposée avant toute de- fense S autre que les exceptions d'incom- 3 petence. X 2 Des ERceptions dilatoires⸗ 1 174. Lhéritier, la veuve, la femme divorcée öoun ußin parée de biens, assignce comme commune, auront Fun troĩis mois, du jour de l'ouverture de la succession ou— dissolution de la communauts, our faire inventaire, et quaraute jours pour acliberer: si iinventaire a 6te fait 3 3 ieuts. pendnt e denn, er jugi 1 serwie ij aeie kn avant wu ptions liu 16¹ ne diwn mune, u ucteuin inrentie, nire 1 i i 1r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 97 ſteht der Rechtsſtreit mit einer ſchon bey einem andern Gerichte anhaͤngigen Sache in Verbindung: ſo kann auf deren Verwei⸗ ſung an jenes Gericht angetragen und erkannt werden.(¹) 172. Ueber jedes Geſuch um Verweiſung der Sache an den competenten Richter iſt ſummariſch zu erkennen; und es kann die Entſcheidung daraͤber keinesweges bis zum Haupter⸗ kenntniſſe ausgeſetzt, noch mit demſelben verbunden werden. g. II. Von Nullitaten. 173. Jede Nichtigkeit einer Zufertigung oder andern Proceßſchrift iſt gehoben, wenn ſie nicht vor jeder andern Einrede und Ausflucht, die Epception der Incompetenz des Richters ausgenommen, geruͤgt worden iſt.(2) * Von verzögerlichen(dilatoriſchen) uusſichte. 174. Einem Erben, einer Wittwe, einer geſchiedenen oder bloß in Anſehung des Vermoͤgens getrennten Ehefrau, die aber dergeſtalt vorgeladen worden iſt, als ob ſie noch in der Guͤtergemeinſchaft lebte, ſteht von dem Tage an, da der Erb⸗ anfall erfolgt, oder die Guͤtergemeinſchaft getrennt worden iſt, zu Fertigung eines Inventariums eine dreymonatliche Friſt und zu Faſſung ihrer Entſchließung eine vierzigtagige Bedenkzeit zu. Iſt aber das vor Ablauf der drey Monate voll⸗ Ordonn. v. 1667. a. a. O. Art. 3. (2) Der Kläger kann der Nullität der Ladung vtntet abhelfen, daß er eine neue veranlaßt und die Koſten der erſtern trägt. 1. 3. C. de edendo 1. 79. P. de jud. 1. 78.§. 2. P. de 1e. gatis s. Mornac ad 1. 4. H. ult. D. de noxal. Act. Civilgerichtsordnung. G 93 P. I. 1. 1 Des Tribunaux inférieurs. avant les trois mois, le delai de quarante jours com- mencera du jour qu'il aura été parachevé. S'ils justifient que inventaire n'a pu étre fait dans les trois mois, il leur sera accordé un délai convenable pour je faire et quarante jours pour delibérer; ce qui sera réglé sommairement. Lhéritier conserve néanmoins, après l'expiration des delais ci- dessus aocordés, la faculté de faire encore inventaire et de se porter hẽritier bénéßciaire, s'il n'a pas fait d'ailleurs acte d'héritier, ou s'il n'eniste pas contre lui de jugement passe en force de chose jugee qui condamne en quslité d'héritier pur et simple. 175. Celui qui prétendra avoir droit d'appeler en garantie, sera tenu de le faire dans la huitaine du jour de la demande originaire, outre un jour pour trois my- riametres. S'il y a plusieurs garans intéressés en la méme garantie, il n'y aura qu'un seul délai pour tous, qui sera regls selon la distance du lieu de la demeure du garant le plus eloigns. 176. Si le garant prẽtend avoir droit 42n appeler un autre en sous garantie, il sera tenu de le faire dans le délai ci-dessus, à compter du jour de la demande en garantie formée contre hvis ce qui sera auccessivement observé à Pégard du sous- garant ultérieur. 177. Si néanmoins le défendeur originaire est as- signé dans les delais pour faire inventaire et delibérer, ———— (1) Ordonn. v. 1667. Lit. VII. Dieſe Verordnungen ſind in Nay⸗ Civilgeſetzbuch Art. 798 797. 798 800. 1456. 1458. 1450. wie⸗ derholt. Bemerkungen darüber in ſ. Indicatiou n* uu bh hnng i hine kwM M in M wni muſt! ſinn ui tůiu nij uin kn mi. 0) 1 him ſihsi hu Wynf liyn jyurt Kuin um 1 in j ſituc nin Gün bit vihtin n n in i8 10 loi boh urs. e joun 0 tre fit i ui connun bärer; un res hemin de faire en iaire, il il wesit le chz ret zint it dayyeh uitaine du pour treit teresses u hi pour e la dem t ten ay e le faire i la demani uccexir ginire e e et qlu nnen ſnd u 136. 145) in ſ. hü 1r Th. 28 B. Von den untetgerichten 90 endet: ſo geht die vierzigtägige S mit den Tage der Vollendung an. Bringen ſie aber bey, daß das Inventariun, innerhalb der drey Monate, nicht vollendet werden konnte: ſo wird jhnen dazu eine verhaͤltnißmaͤßige Friſt ertheilt, und uͤberdem noch die vierzigtagige Bedenkzeit geſtattet; welches alles bloß ſum⸗ mariſch verfuͤgt wird. Doch bleibt dem Erben, auch noch nach Ablauf der obbe⸗ ſtimmten Friſten, das Befugniß, ein Inventarium zu fertigen, und ſich fuͤr Beneficiarerben zu erkläͤren; ausgenommen, wenn er ſich ſchon außerdem als Erben betragen hat, oder ein rechtskraͤftiges Urthel gegen ihn vorhanden iſt, in welchem er in der Eigenſchaft eines unbedingten Erben verurtheilt wor⸗ den iſt(1) 175. Wer ſich berechtigt glaubt, einen Gewaͤhrsmann adcitiren zu laſſen(litem zu denunciren), der iſt ſchuldig, ſolches binnen 8 Tagen nach Anbringung der Hauptklage zu thun. Doch wird auf jede drey Myriameter Entfernung ein Tag mehr geſtattet. Sind bey einer und derſelben Gewährs⸗ leiſtung mehrere Gewährsmaͤnner intereſſirt, ſo wird in Anſe⸗ hung aller nur Eine Friſt geſtattet, die nach der Entfernung desjenigen Orts beſtimmt wird, wo ſich der am entſernteſten wohnende aufhalt. 62) 176. Wenn der Gewährsmann ein Recht zu haben glaubt, einem Aftergewaͤhrsmanne litem zu denunciren: ſo muß er ſolches in obbeſtimmter Friſt thun, welche von dem Tage an gerechnet wird, an welchem die Klage auf Gewaͤhrleiſtung (Litisdenunciation) gegen ihn angebracht worden iſt. Und ſo wird es nach der Reihe in Anſehung jedes folgenden waͤhrsmannes gehalten. 177. Iſt indeß der Hauptbeklagte binnen der zur Ferti⸗ gung eines Inventariums und als Bedenkzeit ihm verſiatteten G 2 des sources ou ont été puisées toutes les Dispositions du Code civit (2) Ord. v. 1667. Lit. vnn. Art. 2. 15. 7 1.. Des Tribunaux inférieurs. . 100 le delai pour appeler garant ne commencera que du ceus pour faire inventaire et deliberer seront „ jour ou expirès. 178. I n'y aura pas d'autre 46lai pour appeler garant, en quelque matiere que ce soit, sous prétente de minorité ou autre cause privilégiée sauf à poursui- vre les garans, mais sans que le jugement de la demunde principale en soit retardé. 179. Si les dòlais des assignations en garantie ne sont échus en méme temps F celui de la demande originaire, il ne sera pris aucun defaut contre le deken- deur originaite, lorsqu' avant Pexpiration du délai il aura déclaré, par acte d'avoué à avoué, qu'il a formée sa demande en garantie; sauf, si le defendeur, après rechéance du délai pour appeler le garant, ne justifie pas de la demande en garantie, à faire droit sur la demande originaire, méme à le condamner à des dom- mages intéréts, si la demande en garantie lui allé- guse se trouve n'avoir pas éte formée. 180. Si le demandeur originaire soutient qu'il ny a lieu au délai pour appeler garant, I'incident sera jugé sommairement. 181. Ceux qui seront assignés en garantie, seront tenus de proceder devant le tribuual oů la demande originaire sera pendante, encore qu'ils dénient étre ga rans; mais 5*il parait par écrit, ou par l'évidence du ——— ) Ord. v. 1667. Lit. VIII. Att. 3. (2) Vergl. Ord. a a D. Art. 7. Die Verordnung, daß weiter keine Friſt für die Litisdenunciation verſtattet werden ſolle, ſtimmt überein mit den Ordonnanzen Philipp VI. v. 1344. Lotis VI. ſ mnt ui n juign jin h buip ni m piihn ſnn jinn 55 unß ani Min ſun? ehn Eil in⸗ u h hm ium P thi wumi izuit z. ich, ſih iij — b. 1 Oo 0 wi oh ur. era que 1 ibiret em huur sous ytiu auf i pon de la deun u ganni e la denn ntre le di du di quil ajn endeut, i „ ne jui droit su à des du par lui nk quil n nt sera ju antie, sem la demu ient étre Pridensi ng, de i den ſele im zu. Curt tr Th. 26 B. Von den Untergerichten. 101 Friſten vorgeladen: ſo beginnt die zur Adeitation des Gewährs⸗ mannes vergoͤnnte Friſt erſt mit dem Tage, mit welchem die zur Fertigung des Inventariums und als Bedenkzeit geſtatteten Friſten ablaufen.(¹) 178. Dieß iſt die einzige zur Litisdenunciation an den Gewaͤhrsmann vergoͤnnte Friſt, die Sache betreffe, was ſie wolle; und man kann ſich dagegen weder auf Unmuͤndigkeit, noch auf den Umſtand berufen, die Sache gehoͤre unter die privilegirten(caussas privilegiatas). Man kann aber den Ge⸗ waͤhrsmann noch beſonders belangen; doch ſo, daß die Ent⸗ ſcheidung der Hauptſache deshalb nicht aufgeſchoben wird.(2) 179. Wenn die bey der Vorladung des Gewaͤhrsmannes verſtattete Friſt nicht mit der wegen der Hauptklage vergonn⸗ ten zugleich abgelaufen iſt: ſo kann der Hauptbeklagte nicht Ungehorſams beſchuldigt werden, wenn er durch einen von ſeinem Sachwalter dem gegentheiligen Anwalde zugefertigten Satz anzeigt, er habe ſeine Litisdenunciation angebracht. Sollte jedoch der Beklagte, nach Ablauf der zur Litisdenun⸗ ciation geſtatteten Friſt, nicht beybringen, daß er dieſelbe an⸗ gebracht habe: ſo kann in der Hauptſache erkannt, und der Beklagte, wenn es ſich ergeben ſollte, daß er die vorgebliche Litisdenunciation gar nicht angebracht zum Schadener⸗ ſatze verurtheilt werden.(2) 180. Schuͤtzt der Hauptklaͤger vor, der Fall, in welchem zur Vorladung des Gewaͤhrsmannes eine Friſt zu geſtatten ſey, trete gar nicht ein: ſo wird uͤber dieſen Swiſchenpunkt ſumma⸗ riſch entſchieden.(4) 181. Wer als Gewaͤhrsmann adeitirt iſt(der Litisdenun⸗ ciat), iſt ſchuldig, vor dem Gerichte, wo die Hauptklage an⸗ haͤngig iſt, auch dann ſich einzulaſſen, wenn er ſeine Verbind⸗ lichkeit zur Gewaͤhrsleiſtung leugnet. Ergiebt ſich aber aus v. 1433. Art 63. Franz I. v. 1338. 15. Cap. Art. 1. und d. Ordonn. v. Villers⸗Cotterets v. Aug. 1839. Art. 18. (3) Der erſte Abſchnitt des Artikels iſt entlehnt aus der Ordonn⸗ v. 1607. Lit VIII. Art. s. der zweyte iſt neu. (4) Ordonnanz». 1667. Tit. VIII. Art. 6. 102 P. I. L. II. Des Tribunaus inférieurs. S fait, que la demande originaire n'a cté formée que pour les traduire hors de leur tribunal, ils y seront 132. En garantie formelle, ponr les matieres ree. les ou hypothécoires, le garant pourra toujours prendte in le fait et cause dur garanti, qui sera mis hors de cause, 8 sil le requiert avant le premier jugement. C dant 1 ti, oi mis hors de cause, 1 epene ant le garan 1, qu 5 iſ pourra y assister pour la gonservation de ses droits, mn le demandeur originaire pourra demander qu'il y rests ſuſ 6. pour la conservation des siens. uun 183. En garantie simple, le garant pourra seule- zuzſt ment intervenir, sans prendre le fait et cause du ga-⸗ hl ranti. 184. Si les§ en garantie sont en état d'étre jugées en méme temps, il sera ſudiht fait droit conjointement; sinon le demandeur ori inaire j 8 P pourra faire juger sa Snce sparément: ſe méme znith jugement prononcera sur la disjonction, si. deus in iun ſhub M, ſn 1 (1) Ord. v. 1667. Tit. VIII. Art. S. ine (2) HOrd. a. a. O. Art 9 u. 10. hlnni (3) Ord. a. a. O. Art. 12. (4) Ord. a. a. O. Art. 13 1 tances ont été jointes; sauf, après le jugement du prin- eipel, à kaire droit sur la garantie, sil y échet. urs. b y se natieres n outz yren ors de au s de cm s droits, il y re outrn se ause du g n garanti lysen t originiin le min es deux in ent du pi chet. rrgh. 28 B. Von den Untergerichten. ro Schriften oder wird aus dem Sachverhältniſſe klar, daß die Hauptklage nur in der Abſicht angeſtellt worden ſey, um den Gewaͤhrsmann vor ein anderes Gericht zu ziehen, als vor das, unter welches er eigentlich ſo wird er an letzteres ge⸗ wieſen.(1) 182. Hat Jemand ſich— förmlichen Gewaͤhrleiſtung in einer Real⸗und hypothekariſchen Sache verpflichtet: ſo kann derſelbe fuͤr den, welchen er zu vertreten verſprochen hat, ſtets die Fuͤhrung der Sache uͤbernehmen; letzterer wird vom Proceß entbunden, wenn er es vor Abfaſſung des erſten Ur⸗ thels verlangt. Indeß ſteht dem, welchem die Vertretung geleiſtet wird, wenn er gleich vom Proceſſe entbunden iſt, frey, zur Aufrecht⸗ haltung ſeiner Rechte, der Verhandlung beyzutreten, und der Hauptklaͤger kann, ebenfalls zu Erhaltung ſeiner Rechte mit verlangen, daß derſelbe den Proceß fortſtelle.(2)*) 183. Wenn von einer gemeinen**) Gewaͤhrsleiſtung die Frage iſt: ſo kann der Gewaͤhrsmann bloß als Intervenient Antheil nehmen, ohne den Proceß Statt deſſen, welchen er zu vertreten hat, zu uͤbernehmen.(3) 184. Sind die Hauptſache und die Litisdenunciation beyde zugleich zur Entſcheidung reif; ſo muß uͤber beyde zugleich er⸗ kannt werden; widrigenfalls kann der Hauptklaͤger verlangen, daß ſeine Sache beſonders entſchieden werde. Dann wird, wenn vor⸗ her beyde Sachen zuſammen verhandelt wurden, in dem in der Hanptſache geſprochenen Urthel zugleich erkannt, daß die Litis⸗ denunciation beſonders verhandelt werden ſolle***); mit Vor⸗ behalt der, nach dem Erkenntniſſe uͤber die Hauptſache, in An⸗ ſehung der gefoderten Gewährleiſtung, wenn ſolche Statt ſin⸗ det, zu ertheilenden Entſcheidung.(4) *) Das wegen der Garantie formelle zu ſprechende urthet 5 beym Delaporte im ärtikel: Garants. E⸗ *²) Garantie simple. Das Urthel ſ. b. Delaporte o. a. O. E. ***) Formulare dazu am Schluſſe des Artikels; Garants b. Pelaporte s.. D. E. 10 PI. L. I. Do— inftrieurs. 1 1 1 Les jugemens rendus oontte les garans for- l 0* mels seront exðcutoires contre les gerantis. punh I suffira de signifier le jugement aux garantis, soit 65ſ qu'ils aient été mis hors de cause, ou qu'ils y aient 2 . 3 ſw assisté, sans qu'il soit besoin d'autre demande ni pro- ſs un cedure. A Pegard des dépens, dommages et intéréts, Mfun la liquidation et l'exécution ne pourront en étre faites que contre les garans. Neanmoins, en cas d'insolvabilité du garant, le garanti sera passible des dépens, à moins qu'il wait eté mis hors de cause; il le sera aussi des dommages et intéréts, si le tribunal juge qu⸗ P n lieu. 186. Les exceptions propoode— conjointement et avant toutes defenses au fond. 187. Lhéritier, la veuve et la femme divorcée ou séparée, pourront ne proposer leurs exceptions dilatoi- res qu'après l'échéance des délais pour faire inventaire et delibérer. De la Communication des Pidces. 1 — uſt — 188. Les parties pourront respectivement deman. der, par un simple acte, communication des pièces eutz. es garas j. . mnin mande n es et int en étre i u gannt, ns qui n des donnꝝ eu. nt pryt⸗ 3 fond. divorcee ions dilau e inventair . nent denn n des pien 1 Ch. 26 B. Von den unecen 105 185. Ein wider den zur förmlichen Gewährleiſtung(ſ. Art. 182.) Verpflichteten geſprochenes Urthel kann auch gegen den vollſtreckt werden, dem die Gen aͤhr geleiſtet werden muß. Es iſt, ohne deshalb erfoderliches Anſuchen oder Verfah⸗ ren, hinreichend, das urthel bloß dem, welchem die Gewahr⸗ leiſtung gebuͤhrt, zuzufertigen; es mag nun derſelbe des Pro⸗ ceſſes entlaſſen ſeyn, oder ihn mit fortgeſtellt haben. Allein, Unkoſten und Schaͤden konnen nur allein dem Gewaͤhrsmanne angeſetzt, und nur von ihm beygetrieben werden. Iſt jedoch der Gewaͤhrsmann außer Stande zu bezahlen: ſo fallen die Unkoſien dem zur Laſt, welcher die Gewaͤhrlei⸗ ſtung zu fodern hat; ausgenommen wenn er des Proceſſes ent⸗ laſſen(ex lite gelaſſen) worden iſt. Auch der Schadenerſatz fallt ihm zur Laſt, wenn der Richter darauf erkennt.(²) 186. Die verzoͤgerlichen(dilatoriſchen) Einreden muͤſſen zuſammen, und vor irgend einer Einlaſſung auf die Hauptſa⸗ che, vorgebracht werden.(²) 1. Die Erben, die Wittwe, die geſchiedne oder mit dem Ehemanne in getrennten Guͤtern lebende Eheſfrau koͤnnen ihre verzoͤgerlichen Einreden auch nach Ablauf der ihnen zu Fertigung eines Inventariums und zur S n Friſten, vortragen. 6) 5 6 Von Mittheilung der Beweisurkunden. Jede Parthey kann wechſelſeitig die Mittheilung der gegen ſie gebrauchten Originalbeweisurkunden, drey Tage von (1) Ordonn. v. 1667. Lit. vIII. Art. 11. Jonste comm. ad h. 1. (2) Ord. v. 1667. Lit. IX. Art. 1. Jousse a. a D. (3) Ord. a. a. D. Art. 2. vergl. Nap. Civilgeſetb. Art. 1441. *) Delaporte Formulaire unter: Communication. E. 1 . 105 P. I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. employdes contre elles, dans les trois jours oü lesdites pidces auront 6té signifiées ou employses. 189. La communication sera Faite entre vou, sur récépissé, ou par depõt au greife: les pieces umn ubn nute, ou due 8 ½ partie 3 oonsente. n pourront étre depſacces, si ce n'est qu il V en ait mi- 190. Le declai 1. ſn, ou par le récépissé de ravouc, ou par le juheikent dui Paura Föres n'était pas fixé, il sera de trois 8 jours.—— 1971. 5 après resviration du délai, rarous n a pas Sab les pibces, il sera, sur eimple requéte, et 4— méme sur simple memoire de la partie, rendu ordon. biu nanoe portant qu'il sera contraint à ladite remise, in- hilt i continent et par corps; meme à payer trois franes de Inih dommages intéröts à Pautre partie par chaque jour de 2 retard, du jour de la signification de ladite ordonnance, 6 3 3 outre les frais desdites requste et ordonnance, qu'il ne pourra repéter contre son constituant. 192. En cas d'opposition, Pincident sera réglé sommairement: si'avous succombe, il sera condamné personnellement aux depens de rincident, méme 5 tels nſn autres dommages- intéréts et peines qu il ppertiendre, 3 mtn ſn t suivant la parhre des circonstances. ieun. n oi lel entte n les ſis yen ür ser iu, jugeuen sera ie hu „aron n regute, tendu uin renie i is franc i us jout i rdonnanoe e, qu'il ne sera rig a condamn me en tch phartienin ßiger Strafe verurtheilt.(S. oben Art. 107.) 1r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 107 der Zufertigung der Abſchriften oder der Production an gerech⸗ net, mittelſt eines bloßen Satzes verlangen. 189. Die Mittheilung bewirkt ein Sachwalter an den andern, entweder gegen einen Empfangſchein, oder durch Rie⸗ derlegung(der Originale) in der Gerichtsſchreiberey; doch darf der⸗ Gegentheil die Beweisurkunden nicht an ſich nehmen, wenn nicht ein Originalconcept derſelben(außer der produ⸗ cirten Ausfertigung) vorhanden iſt; oder der Gegentheil darein willigt. 100. Auf wie lange die Mittheilung Statt finde, wird Hentweder im Emfangſcheine des Sachwalters, oder in dem Beſcheide beſtimmt, in welchem darauf erkannt iſt. Iſt des⸗ halb nichts beſtimmt: ſo erſtreckt ſie ſich auf drey Tage. 101. Hat, nach Ablauf dieſer Friſt, der Sachwalter die Urkunden nicht zuruͤckgegeben: ſo wird auf ein bloßes Anſu⸗ chungsſchreiben, oder auf eine bloße ſchriftliche Anzeige des Gegentheils, eine Verordnung an denſelben erlaſſen, des In⸗ halts: daß er auf der Stelle und durch Gefaͤngnißzwang zur Zuruͤckgabe angehalten werden, ja, daß er vom Tage der Zu⸗ fertigung gedachter Verordnung an, auf jeden Tag der Verzö⸗ gerung dem Gegentheil drey Franken Schadenerſatz bezahlen, und noch uͤberdem fuͤr das Anſuchen und die Verordnung die Koſten tragen ſolle, ohne ſolche von ſeinem Machtgeber zuruͤck⸗ fodern zu duͤrfen.(Art. 107.) 192. Wird dawider ein Rechtsmittel eingewehdt: ſo wird dieſer Nebenpunkt ſummariſch(ſ. unten Art. 4050, erortert. Wird die Sache wider den Sachwalter entſchieden: ſo wird er fuͤr ſeine Perſon in Erſtattung der durch den Zwiſchenſtreit verurfachten Unkoſten, und, nach Maaßgebe der Umſtände, zum Schadenerſatz, ſo wie, nach Befinden, zu verhaͤltnißmä⸗ * P. I. L. II. Des Tribunaux jnférieurs. De la Vérification des Ecritures. 193. Lorsqu' il s'agira de reconnaissance et veriſt cation d'éoritures privées, le demandeur pourra, sans permission du juge, faire assigner à trois jours pour avoir acte de la reconnaissance, ou pour faire tenir Pecrit pour reconnu. Si le detendeur ne dénie pas la signature, tous les . relatifs à 1a reconnaissance ou à la verifieation, möme ceux de l'enregistrement de écrit, seront à la chaige du demandeur. 194. si le dekendeur ne comparait pa. il sera donné défaut, et Técrit sera renu pour reconnu: si le defendeur reconnait Pécrit, le jugement en donnera acte au demandeur. 195. Si le défendeur dénie la signature à lui attri- ul. buce, ou deéclare ne pas reconnaitre celle attribuée à un tiers, la vérification en pourra étre ordonnée tant par titres que par experts et par témoins. 196. Le jugement qui autorisera la yriſtio ordonnera qu elle sera faite par trois esperts, et les nommera d'office, à moins que les parties ne se soient aocordses pour les nommer. Le méme jugement com- (1) Ordonn v. Lit. XII. Art. 6. (2) Die erſte Hälfte dieſes Artikels iſt gezogen aus der Ord. a. a. D. Art. 7 verg. Sdict v. 1684. Art. 6. (3) Ord v. 1667 Lit XKlt. Art 7. in fin Art 8. in pr. Sdict v. 1634. Art 7. Ord vom Falso v. 1737. Zit. I. Art. 3. *) Wenn ſie nimlich der Gegentheil nicht anerkennt, oder ab⸗ mw tum⸗ unkn hultin jndlin ſikn uin hie 6% ſif un inhin imun, ſi Uufl 3 49 tu in biu — hh n .. 9 1 nn ihn kuſn ſhnn rieur ritutes sance et vi rpoum, rois jom our faint ature, u la verbu , Sernt tpes, üt econnu t en dn e à lui t attribué donne ta verificain ert, e ne ze vi gement 00 det 8. in pr S 3. Nt. 3. ut, u r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 105 3ehnter Titel. Von der Erorterung der Richtigkeit der Handſchriften.*) 103. Iſt von Aneiuntns einer Privatſchrift, oder der Croͤrterung ihrer Richtigkeit, die Rede: ſo kann der Klager, ohne vorgängige richterliche Erlaubniß, den Gegentheil, unter Einräumung einer dreytaͤgigen Friſt, vorladen laſſen, damit entweder letzterer das Anerkenntniß ſchriftlich erkläre, oder die Handſchrift fuͤr anerkannt geachtet werde. Leugnet der Beklagte die Unterſchrift nicht: ſo traͤgt der Kläger alle Koſten des Anerkenntniſſes oder der Eroͤrterung, ja ſelbſt diejenigen, welche die Eimtragung der erfo⸗ dert. 104. Erſcheint der Beklagte nicht: ſo wird er fuͤr unge⸗ horſam erklaͤrt, und die Handſchrift fuͤr anerkannt geachtet; recognoſcirt Beklagter die Urkunde: ſo wird dem Klaͤger im Beſcheide bezeugt, daß dieſes geſchehen ſey.(2) 195. Leugnet der Beklagte die ihm zugeſchriebene Unter⸗ ſchrift, oder erklaͤrt er, daß er die Unterſchrift, welche von einem Dritten herruͤhren ſoll, nicht anerkenne: ſo kann darauf erkannt werden, daß die Richtigkeit durch ſchriftliche Beſcheini⸗ gung, oder durch Sachverſtaͤndige, oder durch Zeugen eroͤrtert werden ſolle. 63) 106. In dem Beſcheide, in welchem auf die Eroͤrterung der Handſchrift erkannt wird, wird beſtimmt, daß ſolche durch drey Sachverſtaͤndige(verpflichtete Schreibemeiſter) geſchehen ſolle, und dieſe werden darin zugleich Amtswegen ernannt. Es leugnet. Die Formulare zu allen hierher gehorigen Auffo⸗ derungen, Erkenntniſſen und Protocollen liefert Pelaporte a. a. O. unter dem Artikel: PEcriture. E. 2 Wenn nun aber der Beklagte, ohne allen Schein des Rechts, ſachfaͤllig wird: hat er nicht auch dieſe Koſten dem Klaͤger, da er ihn nicht freywillig befriedigte, zu erſtatten, weil er ſie ihm verurſacht? E. 110 P. I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. mettra le juge devant qui vérification se fera; il portera aussi que k piece à vérifier sera deposee au krelle, apres que son état aura été constatè, et qu'elle aura 6té signée et paraphée par le demandeur ou son avoué, et par le grellier, lequel dressera du tout un 6 verbal. 197. Pn cas de récusation contre le juge · commis· saire ou. esperts, il sera proccde ainsi qu'il es i aux titres XIV et x du present livre. 193. Dans les trois jours du dépöt—„ pice⸗ le défeudeur pourra en prendre communication au greſte sans déplacement: lors de ladite communication, 6 * piece sera paraphee par lui, ou par son avoué, ou par son fondé de pouvoir spécial; t le greffier en dressera proces verbal. 199. Au jour indiqué pr Pernnc du juge- commissaire, et sur la sommation de la partie la plus diligente, significe à avoué s'il en a été constitué, si- non à domicile, par un huissier commis par ladite or- donnance, les parties seront tenues de comparaitre devant ledit commissaire, pour convenir de pibces de comparaison: si le demandeur en vérification ne com- parait pas, la pibce sera rejetée; si c'est le défendeur, le juge pourra tenir la piece pour reconnue. Dans les — uut bui inn Srieun, On ze ien Ser lu manden u ern dun le jug·un ainsi gl sent lin. öt de ſ nication u munickin, aou on füer en inn ance du jt partie ja] consltue par ladie le compuri rde picst cation ne u le ¶efenie me Dan! 1r Th. 6 B. gteesichkn. mhen ſich denn die Partheyen aber die Wahl derſelben ver⸗ einigt haben. In eben dieſem Beſcheide wird zugleich ein Mitglied des Gerichts abgeordnet, in deſſen Gegenwart die Eroͤrterung geſchehen ſoll. Es muß auch darin dahin erkannt werden, daß die zu pruͤfende Urkunde in der Gerichtsſchreibe⸗ rey niedergelegt werden ſolle, wenn zuvor deren Zuſtand beglaubigt, und ſie vom Klaͤger oder deſſen Anwalde und dem Gerichtsſchreiber, welcher letztere uͤber das alles ein Protocoll aufzunehmen habe, ſignirt und mit dem Namenszuge verſehen worden ſeyn werde. 107. Im Fall der Gerichtscommiſſar oder die Sachver⸗ ſtaͤndigen abgelehnt werden: ſo wird nach der im vierzehnten und einundzwanzigſten Titel dieſes Buchs enthaltenen Vor⸗ ſchrift(Art. 308. 309. 310. 371. 383. 384. 385.) verfahren. 1938. Innerhalb dreyer Tage nach erfolgter Niederlegung der Urkunde kann der Beklagte ſie ſich in der Gerichtsſchreibe⸗ rey vorlegen laſſen, ohne ſie jedoch mit ſich zu nehmen. So⸗ bald dieſe Mittheilung erfolgt iſt, wird die Urkunde von ihm oder ſeinem Anwalde, oder ſeinem Specialbevollmaͤchtigten paraphirt(mit dem Schrift⸗oder Namenszuge verſehen) und der Gerichtsſchreiber nimmt dieß alles zu Protocoll.(Art. 1060 3 100. An dem Tage, welchen der hierzu im Beſcheide er⸗ nannte Richter anſetzt, und auf die von Seiten des zuerſt darum anſuchenden Theils erfolgte Auffoderung, welche dem Sachwalter, wenn einer beſtellt iſt, außerdem aber der Par⸗ they an ihrem Wohnorte durch den hierzu im oberwähnten Beſcheide ernannten Gerichtsboten eingehaͤndigt wird, ſind die Partheyen vor obgedachtem Gerichtscommiſſar zu erſcheinen verbunden, um ſich uͤber die Handſchriften zu vereinigen, gegen welche die producirten Urkunden gehalten werden ſollen.. Bleibt der, welcher auf die Eroͤrterung der Richtigkeit der Ord. v. 1737. it. B Art. 8u. 11. entlehnt aus der Ord. v. 1670 Tit. IX. Art. 1. u. 2. (2) Ord. v. 1737. Zit⸗ n. Art. 26. vergl. mit Art. 8. 70. 2 ⸗ 3.„„ 112 F. I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. deux cas, le jugement sera rendu à la oi 46 dience, sur le 1apport du juge- commissaire, sans acte à venir plaider: il sera susceptible qoppoition.*. 200. Si les parties ne s'accordent pes sur les pit- ces de comparaison, le juge ne pourra recevoir comme . telles,— — O les signatures apposòes aux actes par- de- vant notaires, ou celles apposces aux actes judiciaires en présence du juge et du greffier, ou enſin les pibces 6 écrites et signées par celui dont il s'agit de comparer Tecriture, en qualité de juge, greffier, notaire, avoué, huissier, ou comme faisant, à tout autre titre, fonction * de personne publique; 20. Les écritures et ignatures zr6 reconnues „ par celui à qui est attribuee la piece à vérifier, mais non celles denices ou non reconnues par lui, encore qu'elles eussent été prsccdemment er reconnues stre de lui. Si la denégation ou méconnaissance ne porte que ur partie de la pièce à vérifier, le juge pourra ordon- ner Pe le surplus ds ladite pibce servira de kisen de comparaison. 201. Si les pieces de comparaison sont entre les mains de dépositaires publics ou autres, le jugecom- missaire ordonnera qu'aus jour et heure par lui indiqués les détenteurs desdites pieces les apporteront au lieu ou (1) Vergl. Ord. v. 1737. Tit. III. Art. 7. Nach dem gten Artikel dieſer Ordonnanz war dem, deſſen Urkunde für falſch ausgegeben ward, nicht erlaubt, die Handſchriften, gegen welche die Urkunde bey der en litterarum gehalten werden ſollte, 1 it ſum mn pr ſwi wim nh ſmpu vil rieut, prochin ite, zun otition. pis r s 1 receytit au Kactes yn ectes juiiit enin leſi t de enn notaire, n titre, kur es, recm vérifiet, rui, enn et reconn e porte 9 oum ori de pies ont ente le juge· ar lui inün nt an ln! 6un ink fulſc uih nc ſe i 1r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 113 Handſchrift antrug, außen: ſo wird die von ihm producirte urkunde verworfen; bleibt der, gegen welchen dieſe Eroͤrterung geſucht ward, außen: ſo kann der Richter die Urkunde fuͤr anerkannt achten. In beyden Faͤ llen wird, ohne vorgaͤngige Vorladung zum muͤndlichen Verfahren, in der nächſten Seſ⸗ ſion, nach erfolgtem Vortrage des Gerichtscommiſſars, das urhu gefaͤllt, gegen welches ein Rechtsmittel zuläßlich iſt.(¹) 200. Vereinigen ſich die Partheyen nicht uͤber die Hand⸗ ſchriften, gegen welche die zu pruͤfende Schrift gehalten wer⸗ den ſoll: ſo darf der Richter nur folgende zu dieſem Behufe zulaſſen: 1) die Unterſchriften der vor Notarien errichteten, oder gerichtlicher, in Gegenwart des Richters und Gerichtsſchreibers unterzeichneten Urkunden; oder endlich die von dem, deſſen Handſchriſt verglichen werden ſoll, in der Eigenſchaft des Richters, Gerichtsſchreibers, Notars, Anwalds, Gerichtsbo⸗ ten, oder ſonſt in jeder andern Eigenſchaft, als oͤffentlichem Beamten, geſchriebenen oder unterſchriebenen Aufſätze; 2) Privataufſaͤtze und Unterſchriften, die derjenige, von welchem die zu unterſuchende Schrift herruͤhren ſoll, anerkannt hat; jedoch nicht ſolche, die er abgeleugnet, oder deren Recog⸗ nition er verweigert hat; geſetzt auch, daß ſie, nach vorgaͤn⸗ giger Unterſuchung, fuͤr ſeine Handſchrift erklaͤrt worden waͤren. Hat das Ableugnen, oder die Verweigerung des Aner⸗ ehnmiſes nur einen Theil der zu pruͤfenden Urkunden betrof⸗ fen: ſo kann der Richter die Vergleichung mit dem uͤbrigen Theile der Urkunde anſiellen laſſen.(2) 201. Befinden ſich die Urkunden, gegen welche die zu pruͤfende Handſchrift gehalten werden ſoll, in den Haͤnden einer oͤffentlichen oder andern Perſon, die ſolche zu verwah⸗ ren— ſo der Gerichtscommiſſar, daß die Perſon, zu produciren. Dieß ſcheint nach gegenwärtigem Serte nicht ſchlechterdings verboten zu ſeyn,„ da den Partheyen erlaubt iſ, ſich über die pieces de comparaison zu vereinigen⸗ (2) Ord. v. 1737. Zit. I. Art. 13. 14. 15. Ord. v. 2670. Lit. vut. Art 6 * 114 P. K L TI. De Tribunaux inlẽrieurs. se fera la teaon; 3 peine contre e⸗ acporitine⸗ puplies d'étre contraints corps, et autres— e voies vedite. sauf méme à prononcer contre ces derniers la contrainte par corps, s'il y échet. —. 202. Si les pibces de comparaison ne peuvent étre * déplacées, ou si e SStenteurs ont trop doignes, 4 est laissé à Ja 3 tribunal sur 6 * — rapport du juge- commissaire, et après avoir entendu le procureur impérial, que la vẽriſtestion. e dn je lieu de la demeure des Sm ou dans 1s hen le plus proche, ou que, dans un delai— le pibces seront envoyées au grefle par les voies que le tribunal indiquera par son— 203. Den ce it vas, si le Apoiine est personne vupu, il fera peaition ou hin copie collationnés des pieces, Jaquslle sera Srifiih sur— 4 la minute ou original per le du tripunal son en dressera— verbal la- dite Sicn ou copie mise par le nni au rang de ses minutes, pour en tenir lieu jusqu'au renvoi des pièces; er il pourra en délivrer des grosses ou e- * 7 eonn hy ieut, . es knii 8autres yn ncet cout chet e heunn. p diʒ donner u avoit eun n e ken ou dans bh determine voies qu positaire expedition u veriiee u tribunli e.velbi! deyoitit squn em groze out 1 Ir Th. 28 B. Von den Untergerichten. 115 X die dieſe Urkunden in Haͤnden hat, dieſelbe zun dem angeſetzten Tage und zur beſtimmten Stunde an den Ort mitbringen ſoll, wo die Unterſuchung der Aechtheit der producirten Beweisur— kunde(comparatio literarum) erfolgen ſoll; und zwar koͤnnen oͤffentliche Perſonen, die ſolche Schriften in Verwahrung haben, durch Gefaͤngnißzwang, andere aber durch die gewoͤhn⸗ lichen Zwangsmittel, jedoch erfoderlichen Falls auch letztere durch gefängliche Haft, zur Herausgabe angehalten wer⸗ den.(1) 202. Duͤrfen die Urkunden, welche zum Behuf der Ver⸗ gleichung dienen ſollen, nicht von Ort und Stelle weggebracht werden, oder ſind diejenigen, die ſolche in Haͤnden haben, zu weit entfernt: ſo iſt es dem Ermeſſen des Gerichts uberlaſſen, ob es, nach erfolgtem Vortrage des Gerichtscommiſſars, und nach vorgängiger Anhoͤrung des kaiſerlichen Anwalds, verfu⸗ gen wolle, daß die Vergleichung an dem Aufenthaltsorte deſ⸗ ſen, der die Urkunde in Haͤnden hat, oder an einem nähern Orte, geſchehen; oder ob die Schriften auf die vom Gerichts⸗ hofe in ſeinem Urthel vorgeſchriebene Art binnen einer gewiſ⸗ ſen Friſt an die Gerichtsſchreiberey geſendet werben ſol⸗ len.(2) 6 6 dieſem letztern Falle der, welcher die Schrif⸗ ten in Haͤnden hat, ein oͤffentlicher Beamter: ſo macht er vor⸗ laͤufig eine Ausfertigung der Urkunden oder nimmt eine be⸗ glaubigte Abſchrift davon, deren Richtigkeit auf dem Original⸗ concepte, oder dem Originale vom Gerichtspraͤſidenten ſeines Bezirks bezeugt werden muß, welcher letztere ein Protocoll daruͤber auſzunehmen hat; dieſe Ausfertigung oder beglaubte Abſchrift legt der Aufbewahrer unter ſeine Originalaufſatze, da⸗ mit ſie, bis zur Zuruckſendung der Einzuſendenden) Schrift, die derſelben vertrete; und er kann indeß Haupt⸗oder ——— (1 Ord. v. 1737. Zit.* Art. 5. Art. 16. Abſchn. r. vergt. Sa11e commentaire sur l'ord. de 1737. Lit. I. Art. 3. 16. (2) Angef. Ord. g. a. O. Art. 16. Abſchn. 2. 116 P. I. E I. Des Tribunaus inférieurs. veditions, en faisant mention du procks- verbal qui aura — été dressé. Le depoꝛitaire sera remboursé de ses frais par e demandeur en vérification, sur la taxe qui en sera faite par le juge qui aura dressé le crapres lequel sera délivré exécutoire. . 204. La partie la plus diligente fera ommer par exploit les experts et les dépositaires de se trouver aus lieu, jour et heure indiqués par 1'0 rdonnance du juge commissaire; les enperts, à l'elfet de prẽter serment et de proceder à la vérification, et les aspoꝛiteires à l'effet de representer les pibces de comparaison: il sera fait sommation à la partie d'étre Présente, par acte d'avoué à avoué. I sera dressé du tout proces verbal: il en sera donné aux depositaires copie par entrait, en ce qui les concerne, ainsi que du jugement. 206. Lorsque les pibces seront représentées par les dépositaires, il est laissé à la prudence du juge- (1 Geſet v. 3 Brumaire des 4. J.(code des délits et des peines) Tit XIV. der vom beſondern b wegen des Falſums handelt. (2) Läuft dem 18. Art. des V. Lit. der Ordonn. von 1737. ent⸗ gegen *) Grosses ou expeditions. Pupition heißt jede Ausfertigung eines Contraets oder urthels, die von dem Notar oder Ge⸗ richtsſchreiber unter dem RNotariats- oder Gerichtsſiegel von dem Briginalconcepte(minnte) genommen wird, das er in Verwahrung hat. Iſt dieſe Ausfertigung mit dem ſolennen Eingauge und Schluſſe verſehen, wie er für die urthel(ſ. oben Art. 146.) vorgeſchrieben iſt: ſo heißt ſie Grosse: außer⸗ N uin, ſiwin Mulu in ſunn int tr lehet i 1 iſi tun h. lun ijut eun, fuis yn! ui en zenfi erbel, in à sommern se troureru unce duſ ter sernen opoituitez raison: ilt nie, par u rocts vei ar extrait, t. esentées 1 ce du ſu its et des pein n wegen t. von 17376 de Ausfetin Notit oert erichtsſenl* it, it den ſi t die M 6rosse; uj r Th. 28 B. Von den untergerichten. 117 andere Ausfertigungen*) davon nehmen**), wobey jedoch des dießfalls aufgenommenen Protocolls gedacht werden muß. Der Aufbewahrer der Urkunden erhält ſeine Koſten von demjenigen, der die Unterſuchung der Aechtheit der Hand⸗ ſchrift verlangt hat, ſo bezahlt, wie ſie der Richter, der das Protocoll aufgenommen hat, taxirt; und nach Maaßgabe dieſer Tape, wird der Huͤlfsbefehl ertheilt.(1) 204. Jedem von beyden Theilen, der die Sache betrei⸗ ben will, ſteht frey, die Kunſtverſtaͤndigen und die Aufbewah⸗ rer der obgedachten Schriften durch eine Zufertigung auffo⸗ dern zu laſſen, ſich an dem im Befehle des Juſtizcommiſ⸗ ſars beſtimmten Orte und Tage, und zur angeſetzten Stunde einzufinden(2); und zwar die Kunſtverſtaͤndigen zu Lei⸗ ſtung des Eides und zu Verrichtung der Unterſuchung; die Aufbewahrer der Urkunden aber, um die mitgebrachten Schrif⸗ ten zum Behuf der Gegeneinanderhaltung vorzulegen. Ein Sachwalter laßt dem andern einen Satz zufertigen, worin der Gegentheil aufgefodert wird, dabey zu erſcheinen. Ueber alles dieſes wird ein Protocoll aufgenommen, und den Bewahrern der Urkunden wird davon dasjenige, was ſie an⸗ geht, im Auszuge, ſo wie das Urthel, abſchriftlich mitgetheilt. 205. Wenn die zum Behuf der Gegeneinanderhaltung (mit den abgeleugneten Handſchriften) dienenden Urkunden von dem aber bloße einfache Ausfertigung(expédition im engern Sinne). Iſt die Abſchrift nicht vom Originalconcepte(minute), ſondern durch einen andern Notar oder Gerichts ſchreiber von einer andern Ausfertigung genommen worden, ſo heißt ſie bloß Abſchrift(copie). S. Geſetz vom 23. Ventos des 11. J⸗ ueber die Verfaſſung der Notariatsgeſchaͤfte Art. 21. u. ſf. im Nachtrage zum Napoleon. Geſetzbuche ) D. i. ſo lauge das Hriginal nicht vorhanden iſt, dienen die einſtweilen im Archive deren Plat einnehmenden Abſchriften Statt der Hriginalaufſaͤtze(minutes), und die daraus ent⸗ lehnten Ausfertigungen ſind ſo gultig, als ob ſie nach den Drigjnaien ſelbſt abgefaßt wären. E. 118 P. I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. * commissaire d'ordonner qu'ils resteront présens à la vé⸗ rification, pour la garde desdites pieces, et quils les retireront et representeront à chaque vacation; ou d'or- donner awelle⸗ resteront deposses ð es mains an erelber qui s'en cberger par procès-verbal: dans ce dernier N „ cas, le depositaire, s'il est personne publique, vau en foire ainsi qu 1 est dit par l'article 203; et ce, encore que le ou se fait la Sle it hors de Farrondissement dans le dépositaire a droit Tinetrumenter. 206. 4 ou en cas dinsuffisance des pieces de comparaison, 1 juge- commissaire pourra ordonner qu'il sera Fait un corps d'ccritures, lequel sera die par les experts, le demandeur présent ou appels. 2c7. Les experts ayant prété serment, les pieces leur étant communiquées, ou le rerpe d6critures fait les parties se retireront, après avoir fait, sur le Procks- 3 verbal du jnge commissaire, telles S et rhep vations qu elles aviseront. 208. Les experts conjointement à la verification, au greffe, devant le greffier ou devant le juge, s'il l'a ainsi ordonns; et s'ils ne peuvent terminer — X mnbuh mnb tnb. Mn üihnhn Pa w i i mül inn ſhhn ſuh hul; 3 ieuts. esens 1 h p et] ion; u ans ce ien lique n t hartice 1 ériicain 6posituite nce ie yin urra oriom era e, „les pidet ctitutes ſi ur le yu ions et oh ntement 1 ou dernt! vent temin 1r Th. 26 B. Von den untergerichten 119 deren Bewahrern vorgelegt worden ſind: ſo hängt es vom Er⸗ meſſen des Gerichtscommiſſars ab, ob er anbefehlen will, daß letztere der Unterſuchung beywohnen ſollen, um uͤber gedachte urkunden Obſicht zu fuͤhren, und ſie bey jeder Sitzung zu⸗ ruͤckzunehmen, und dann wieder von neuem vorzulegen; oder ob er anordnen will, daß ſie in den Haͤnden des Gerichtsſchrei⸗ bers bleiben ſollen, der ſie mittelſt Protocolls uͤbernimmt. Letztern Falls kann der Bewahrer, wenn er ein offentlicher Beamter iſt, auf die im 203ten Artikel beſtimmte Art eine Ausfertigung davon nehmen, und das ſelbſt dann, wenn der Ort, wo die Unterſuchung erfolgt, außer dem Bezirke gelegen iſt, in welchem der Bewahrer das Recht hat,— zu machen.(¹) 206. Sind gar keine Schriften, die zum Be⸗ huf der Gegeneinanderhaltung dienen koͤnnten, vorhanden, oder ſind dieſelben nicht hinreichend: ſo kann der Gerichtscom⸗ miſſar anbefehlen, daß der angebliche Ausſteller mit eigner Hand etwas niederſchreibe*), was die Sachverſtaͤndigen ihm in die Feder dictiren, welches in Gegenwart des Klaͤgers, oder doch nach deſſen gehoͤriger Vorladung, geſchehen muß. E? 207. Haben die Sachverſtändigen den Verpflichtungseid geſchworen, ſind ihnen die Urkunden vorgelegt, oder iſt von dem angeblichen Verfertiger der zu pruͤfenden Handſchrift ein eigenhaͤndiger Aufſatz niedergeſchrieben worden: ſo entfernen ſich die Partheyen, wenn ſie zuvor bey dem Gerichtscommiſ⸗ ſar die ihnen noͤthig duͤnkenden Geſuche und Bemerkungen zu Protocoll gegeben haben.(4) 20g. Die Sachverſtaͤndigen ſchreiten hierauf in der Ge⸗ richtsſchreiberey in Gegenwart des Gerichtsſchreibers oder des Richters, dafern dieſer es ſo angeordnet hat, gemeinſchaftlich 6) Dieſe Verordnung iſt neu. (2) Ord. v. 1737. Zit I. Art 33 Zit⸗ II. Art- 44 Dufour Traits de la Procédure civile 1. 1 pP. 245. 246. (3) Ord. v. 1667. Lit. KRI. Art. 10. *) Man nennt dieß un corps d'écritures. E. 120 P. I. L. II. Des Pribunaus inférieurs. le jour, ils remettront à jour et heure certains vun indiqués par juge ou par zrelßer 5 viüſ 209. Leur rapport sera annesé à la minute 4u . procès- verbal du juecommisseire. sans qu“ il soit besoin difihm dui en déchargeront le greſier sur je proces- verbal. de Paklirmer; les pieces seront remises aux r La taxe des journees et vacations des experts sera 3 keite sur le Proces verbal, et il en sera délivré exeh 3 uuſt Sin le demandeur en verißication. w niſich rapport commun er motivé, et de ne former dqu un seul zu wſt 210. Les trois seront tenus de dresser un avis à la pluralité ge v6 mhm kidf ſbihe dra e motifs, sans 8 il soit permis de faire connaitre 3 u 8 Va des avis dilféreus, le rapport en contier- Fa avis particulier des enperts n min qui auront vu cerire ou signer l'écrit en question, ou ij mlni 7 Fourront&tre entendus comme témoins, ceux qui auront connaissance de faits pouvant servir à dé. ſügtim, 6 n 4 di 2a. En procedant: à ſn des témoins, le⸗ nun oouvrir la vérité. pibces déniées ou méconnues leur seront repreente inn tiſnt et scront par eux paraphées; il en sera fait mention nn ainsi que de leur refus: seront, au surplus, observdes h preserites pour les enquétes. (1) Dieß iſt eine neue Verorpuung, die den Ordonnanzen von 1670 Lit. VIII. Art 11 u r2. und von 1737. Lit. I. Art. 22. u. 23. onn Lit III. Art. 10. widerſpricht. ₰ (2) Neue Verordnung. 1 tieurz. 3 r Th. 2s B. Von den Untergerichten. 121 be. en eu zur Unterſuchung. Koͤnnen ſie nicht in Einem Tage fertig wer⸗ dden ſo ſetzen ſie die Eroͤrterung auf den Tag und die Stunde aus, hi welche der Gerichtsſchreiber oder Richter dazu beſtimmt. 4½ 209. Ihr Gutachten wird dem Originale des Protocolls uluth des Gerichtsſchreibers beygefuͤgt, ohne daß es einer weitern un din Bekräftigung bedarf; die urkunden werden den Depoſitaren zuruͤckgegeben, welche dem Gerichtsſchreiber daruͤber beym Protocoll einen Empfangſchein ausſtellen. les emen Das, was die Sachverſtäͤndigen fuͤr Gebuͤhren und Ver⸗„ ſäͤumniß fodern können, wird im Protocoll angemerkt, und deshalb ein Huͤlfsbefehl an erlaſſen, der die Unter⸗ ſuchung verlangt hat. s de dreu 210. Die drey Sachverſtändigen ſind ſchuldig, Ein ge⸗ meinſchaftliches, mit Gruͤnden vorſehenes Gutachten aufzuſe⸗ woks. ſeln delirri mer qrut tzen, und ſich nach der Feh Eine Mei⸗ nung zu vereinigen. Sind ſie verſchiedener Meinung: ſo můſ en im Gutachten die Gruͤnde dafuͤr angegeben werden. Es iſt jedoch nicht er⸗ fiire cm laubt, die Meinung jedes einzelnen Sachverſtaͤndigen bekannt zu machen.(S. u. Art. 318.)(²) 211. Diejenigen, welche die ſtreitige Schrift ſchreiben oder u⸗nterſchreiben geſehen(recognitio per testes), oder ſonſt Kennt⸗ question, niß von Umſtänden haben, welche, zur Entdeckung der Wahr⸗ heit zu dienen, vermoͤgen, koͤnnen deshalb als Zeugen abge⸗ témoins, u t serrit à hört werden.(2) 5 212. Den Zeugen můſſen bey ihrer Abhörung die abge⸗ mein, leugneten oder nicht anerkannten Schriften vorgelegt, und von ihnen mit dem Namenszuge verſehen werden. Thun ſie 1 n dieß: ſo wird ſolches bemerkt; ein gleiches geſchieht, wenn ſi ie it uu ſich deſſen weigern. Im Uebrigen muͤſſen dabey die unten(Art. us, che 262. 260. 270. 271. 272. 273. 274. 275. 276. und 277.) we⸗ gen der Zeugenverhöre vorgeſchriebenen Regeln beobachtet wer⸗ Juetes den.(4) manzen min 66) Ord. von 1670. LTit. VIII. Art. 14. Ord. v. 1737. Lit. 1 . Ar. 1 t Art. 24. Lit. III. Art. 12.. e4) Otd. v. 1737. Zft. 1. Art. 28. 26. Lit. III. Art. 13. — . . N. Des Tribunaus inkérieurs. 213. Sil est prouvé que la pidce est écrite ou par l il sera à eent dommages et intéréts 8 la partie, et en 6tre— fye méme pour le principal. . Du Faux incident civil. 274. Celui qui prétend qu'une piece significe, communiquẽe ou produite dans le cours de la procs- dure, est fausse ou falsifiée, peut, s'il y 6chet, etre regu à s'inscrire en faux, encore que ladite piece ait éts vérifiée, soit avec le demandeur, soit avec le dé fendeur en faux, à d'autres fins que celles d'une pour- suite de faux principal ou incident, et qu'en consé- quence il soit intervenu un jugement sur le fondement de ladite pic comme véritable. 215. Celui qui voudra sinscrire en faun, sera tenu préalablement de sommer Pautre partie, par acte d'avoué à avoué, de déclarer si elle veut ou non servir de la pidce, avec déclaration que, dans 1* cas ou elle s'en servirait, il s'inscrira en faux. 3 (1) Sdict von 1684. Art. 11. Pufour Traité de Procédure civile T. I. p. 256. (2) Ord. v. 1737. Lit. II. Art. 1. 2. S. über dieſe Nutee Du- four a. a. O. F. 1. S. 237. 258. nihit uiſh, b iut in mu ſiu ui inml uhehn 1 Pr ni bt nul ſitt, un binn iiit eh — nn. erieur et ioiu nlnnie rtie hrintil il. piece i de kzn y echet, i lite pie t arec let dune pon MWen con e kondene un, ie, y n tt ou un! dus b 2 . procilun in ieſe Vot r rr Th. 28 B. Von den Untergerichten. 123 2. Wird dargethan, daß die Urkunde von dem, der ſie sbgeleugnet hat, geſchrieben oder unterſchrieben worden ſey: ſo ſoll dieſer zu einer der Staatscaſſe anheimfallenden Geldbuße von Ein Hundert und Funfzig Franken, und noch uͤberdieß zu einem dem Gegentheile zu leiſtenden Koſten⸗ und Schaden⸗ erſatze verurtheilt werden; ja, es kann ihm ſogar in Anſe⸗ hung der Hauptſache die Befolgung des Urthels bey Gefang⸗ nihzwang auferlegt werden. S. oben Art. 1260( ¹) 8 * Eilfter Titel. Von dem Falle, wo die Erörterung des Falſums in einer Civilſache als Nebenpunkt vorkommt). 214. Wer eine im Laufe eines Proceſſes zugefertigte, mitgetheilte oder producirte Urkunde fuͤr falſch oder fuͤr verfaiſcht ausgiebt, kann, nach Maaßgabe der Umſtaͤnde, zum Beweiſe ihrer Unaͤchtheit ſelbſt dann gelaſſen werden, wenn beſagte Ur⸗ kunde entweder wider den, der die Beſchuldigung der Verfaͤl⸗ ſchung anbringt, oder wider deſſen Gegentheil, bereits in einer andern Abſicht, als um das Falſum als Haupt⸗oder Neben⸗ ſache zu erörtern, gepruͤft, und dem zu Folge auf die Aechtheit dieſer Urkunde bereits ein Urthel gegruͤndet worden 215. Wer auf Eroͤrterung des Falſums antragen will, muß vor allen Dingen mittelſt eines Satzes„ den ein Sach⸗ walter dem andern zufertigen laͤßt, den Gegentheil auffodern, daß er erkläre, ob er ſich der Urkunde bedienen wolle oder nicht, unter der Aeußerung, daß, wenn dieſer ſich derſelben zu bedienen entſchloſſen ſey, jener ſich zum Beweiſe ihrer Un⸗ aͤchtheit erbieten werde.(3) — X (3) Ord. v. 1737. Lit. 1I. Art. 3. 4. *) Das ganze Verfahren liefert Delaporte im Formulaire unter dem Artikel: Faux incident. E. 24 5„. ½ 124 P. F. L. II. Des Funs inférieurs. a16 Dans les into, la e sommse doit 6 faire igen par acte d'avoué, sa declaration, itnee d'elle, ou du porteut de sa produration speciale e authentique, dont copie sera donnde, si eue entend ou non s6 servir a* pibee arguse de faus. * 6 cotte decleration, ou s*il declare qwi ne veut pas 6 servir de la Fie le demandeur poutr⸗ se pourroir à raudience sur un simple acte, pour faire ordonner qu 3 la pibce maintenue fausse sera rejetee par rapport au detendeurʒ sauf au demandeur a en tirer indue tions ou conscquences qi jugera à propos, ou à or mer telles demandes qu'il avisera, pour ses Kein et interéts. 218. Si le detendeur qu'il veut se servir de. piece, le demandeur doclarera par acte au greffe, ½.„ 4 signe de lui ou de son fondè de Pouvoir spécial et authentique, d entend Sinscrire en faux; il suivra Rene sur un simple acte, à Peger de aite admettre linscription, et de faire nommer saire devant lequel elle sera poursuivie. 219. Le défendeur sera tenu de remettre la pibce arguce de faux, au greſfe, dans trois jours de la signifi- z in 217. 8 le dekendeur à cette sommation ne fait n 1 d „ nuß nihh us un Pat nitih ſle n u m n5 güm u lun ſun ku mun ſlih u nh Uit, hn ſmn witzn 1 6 ſf umj ulhn ſſy gm ſih h i ſw du ſmiſn ſhnu 1 biu, 6), 6 unn . 9 9n zi. M. rrTh. 28 B. Von den Untergerichten. 125 7 enn er6. Die aufgefoderte Parthey iſt ſchuldig, binnen 8 anion, Tagen mittelſt eines Satzes ihres Sachwalters, dem Gegen⸗ theil ihre Erklärung zufertigen zu laſſen, ob ſie ſich der fuͤr nä unächt ausgegebenen Urkunde zu bedienen gedenke oder nicht; — muß dieſe Erklärung von ihr oder ihrem Bevoll⸗ mächtigten unterſchrieben ſeyn, welcher letztere dießfalls mit . ſpecieller und oͤffentlich beglaubigter Vollmacht verſehen ſeyn muß, deren Abſchrift einzureichen iſt.(¹) veii 217. Wenn der Gegentheil auf dieſe Auffoderung dieſe Erklärung nicht einreicht, ober, wenn er ſich erklärt, er wolle ſich der Urkunde nicht bedienen: ſo kann der, welcher die Er⸗ e pon klärung foderte, durch einen bloßen Satz ein Verhoͤr in der Sache ausbringen, damit in dieſem erkannt werde, die fuͤr falſch ausgegebene urkunde ſey in Anſehung des Beklagten par nyn verwerſlich; wobey dem, welcher hier Kläger iſt, vorbehalten bleibt, hieraus die ihm zweckmäßig ſcheinenden Schluͤſſe und Folgerungen herzuleiten, oder beliebige Anſpruͤche auf Scha⸗ po al denerſatz zu machen.(7) 218. Erklaͤrt der Beklagte, er wolle ſich der Urkunde be⸗ es duns dienen: ſo iſt der, welcher ihre Unaͤchtheit behauptet, ſchuldig, eine von ihm oder ſeinem mit einer ſpeciellen und öffentlich beglaubigten Vollmacht verſehenen Stellvertreter unterzeichnete eut 6e se ſchriftliche Erklärung bey der Gerichtsſchreiberey einzureichen, er ſey geſonnen, den Beweis des Falſums anzutreten. Er ſucht durch einen bloßen Satz darum an, daß in einem Ver⸗ tit zyiui hoͤr der Beweis des Falſums fuͤr zulaͤßlich erklärt, und ein Commiſſar ernannt werde, vor welchem dießfalls weiter ver⸗ au i fahren werden ſoll. 120 peet Ei 219. Binnen drey Tagen nach erfolgter Zuſertigung des Beſcheids, in welchem die Eroͤrterung des Falſums zugelaſſen 1e vert x e ordou cte au g er le cun () Ord. v. 1737. Tit. II. Art. 10. 17. 5(2) angef. Ordonn. Lit. II. Art⸗ 12. u. 13. Ord. v. 1607. Tit. IX. vettre kpe Art. 3. 4 k in 63) Vergl. Ordonn. von 1737. Tit. II. Art. 14. Ordonn. v. 1670. Tit. 1X. Art. 9. 136 I. F. II. inférieurs. cation du jugement qui antnnmig rinscription et nom mé le commissaire, et de ibnißer Facte de mise au sBreß⸗ dans les rois jours suivans. 220. Faute par le aofendeur heire ledit delai, à ce qui est prescrit par Particle prẽcsdent, le demandeur pourra se pourvoir à pour kaite hht 5 statuer sur le rejet de ladite piece, suivant ce qui 8 portè en larticle 217 ci dessus; si mieus il neaime de mander qu'il lui soit permis de faire remettre nci Fisee au greffe! à ses frais, dont il sera rembourse par 1e défendeur de frais préjudiciaux; à Peffet de quoi il lui en sera delivré exécutoire. 8 5 22. En cas qu'il y ait minute de la pièce argus⸗ de faux, il sera ordonné, s'il y a lieu, par le juge-. commissaire, sur la requéte du demandeur, que le dé- tendeur sera tenu, dans le temps qui lui sera prescrit, de faire apporter ladite minute au greffe, et que es dẽpositaires d'icelle y serout contraints, les fonction- naires publics par corps, et ceun qui ne le sont 6 N par voie de saisie, amende, et méms par s'il* échet.„ 222. Il est laisse à la prudence du tribunal d'or- donner, sur le rapport du juge commissaire, qu'il sera procedè à la continuation de poursuite du faux, sans attendre rappott de la minute; comme aussi de statuer ce qu'il appartiendra, en cas que ladite minute ne pör stre rapportée, ou qu'il güt n justiis qu'elle a 6té soustraite ou qu'elle est perdus. m u, W ziib uwm hnn vuitn u u u j Kſ d l dun hitih Njuf Nui in nit nunj nanſii u in i wnſiln. üt, uh uſtn h binn in i nſ, ſit 0% ben Oene un 0n et n ſine, pi e hon i ut e ſi i vin mette enbon ſin r ſul gen nu ep le iun k uß con ſ ibul qi 6 ,h i ie un ute ji ti Ir Th. 28 B. Von den Untergerichten. 127 und der Commiſſar ernannt iſt, muß der, deſſen Urkunde fuͤr falſch ausgegeben wird, dieſelbe bey der Gerichtsſchreiberey nie⸗ derlegen; und daruͤber, daß dieſes geſchehen ſey, ſeinem Geg⸗ ner binnen den naͤchſten drey Lase einen Schein zufertigen laſſen. 220. Wenn der, deſſen Urkunde fuͤr falſch ausgegeben wird, der Vorſchrift des vorſtehenden Artikels in beſagter Friſt nicht nachkommt: ſo kann der, welcher die Unaͤchtheit be⸗ hauptet, die Sache zum Verhoͤre bringen, um, nach Maaß⸗ gabe des vorſtehenden 217ten Artikels, auf Verwerfung der urkunde erkennen zu laſſen. Er muͤßte denn etwa lieber dar⸗ um anſuchen wollen, daß ihm vergoͤnnt werde, gedachte Ur⸗ kunde auf ſeine Koſten in der Gerichtsſchreiberey niederlegen zu laſſen. Doch muß ihm der Gegentheil dieſe Koſten vor allen Dingen erſetzen, zu welchem Behufe deshalb ein Huͤlfsbefehl ertheilt wird.(*) 221. Iſt von der fuͤr falſch ausgegebenen Urkunde ein Originalaufſatz vorhanden: ſo kann der Commiſſar, nach Maaßgabe der Umſtände, auf Anſuchen deſſen, der die Ur⸗ kunde anficht, anbefehlen, daß der Gegentheil gehalten ſey, in einer ihm vorgeſchriebenen Friſt, dieſes Original in die Gerichtsſchreiberey bringen zu laſſen, und daß deren Bewah⸗ rer, wenn ſie offentliche Beamten ſind, durch Gefängniſzwang; andere aber durch Vermoͤgensbeſchlag, Geldbuße, und erfoder⸗ lichen Falls, gleichfalls durch Sufängniß⸗ dazu angehalten werden ſollen.(2) 222. Dem Ermeſſen des Gerichtshofes bleibt uͤberlaſſen, ob er, nach erfolgtem Vortrage des Commiſſars, ohne die Herbeyſchaffung des Originals abzuwarten, die Fortſtellung der Eroͤrterung des Falſums beſchließen, oder, im Fall er⸗ waͤhntes Original nicht herbeygeſchafft werden koͤnnte, oder hinlaͤnglich dargethan waͤre, daß ſolches entwendet oder verlo⸗ ren ſey, ſofort, was Rechtens iſt, erkennen will.(*) () Oid. v. 1737. Lit. II. Art. 14 (2) Ebendaſ. Art. 16. (s) Ebendaſ. Art. 26. remise, 128 I. L. 1I. Des Tribunaus inférieurs. 223. Le délai pour l'apport de la minute court 4u jour de la ignification de l'ordonnance ou du jugement au domicile de ceux qui Pont en leur possession. 224. Pe dlai qui aura er prescrit au dekendeur pour faire apporter la minute, courra du jour de a signification de l'ordonnance ou du jugement à son avous; et faute par le dekendeur d'avoir fait les dili gences nécessaires pour rapport 4* ladite minute dans ce delai, le demandeur pourra se pourvoir à raudienee, ainsi qu'il est dit art. 217. Les diligences ci-dessus Prescrites au atendeur seront remplies en igniliunt par lui aus depositaites, dans le délai qui aura été prescrit, copie de la Signiſr cation qui lui aura eté faite de Pordonnance on du juge ment ordonnant apport de ladite minute; sans qu' soit besoin, par lui, de lever espédition& or- donnance ou dudit jugement. 225. La remise de ladite piece pretendue fausse étant faite au grefle, lacte en sera signifié à avou du demandeur, avec sommation verbal; et trois jours apres cette il sera dresse proobs verbal de Petat de la pibce. 8i c'est le demandeur qui a fait faire a remise, ledit procs verbal scra fait dans les trois jours de ladite d'y Etre présent. F 1 5 apportées tant desdites minutes, que des expeditions arguses de ötre présent au Proces- sommation preslablement faite au aetendeut le proces- verbal sera dressé conjointement, 19. vhun, amPh ſ0) u ſit i vii u din hul nl ib hwh u diüd Hit ej dih Woſti d nijn luul u i ſth Mun vn ſl hiſn z 226. S'il a été ordonné que les minutes seraient—— 6 00, 6 6ienhe Ann liiu rr Th. 2s B. Von den Untergerichten. 129 eun 2. Die Friſt zur Beybringung des Originals laͤuft von ſiu dem Tage an, da die Zufertigung des Befehls oder Beſcheides 3 an dem Wohnorte deſſen, der es in hat, erfolgt ——* 224. Die dem Beklagten zur Herbeyſchaffung des Origi⸗ u i nals geſetzte Friſt läuft von dem Tage an, da der Befehl en in oder Beſcheid deſſen Sachwalter zugefertigt worden iſt. Hat itſki der Beklagte nicht die erfoderlichen Bemuͤhungen angewandt, um in dieſer Friſt das Original herbeyzuſchaffen, ſo iſt dem Klaͤger unbenommen, die Sache auf die im 217ten Artikel be⸗ nin ſtimmte Art zum Verhoͤr zu bringen. Die vorſtehend vorgeſchriebenen Bemuͤhungen beſtehen dilen darin, daß der Beklagte dem Bewahrer der Urkunde in der ihm deshalb beſtimmten Friſt den ihm zugefertigten Befehl i oder Beſcheid, worin die Herbeyſchaffung beſagten Originals kh anbefohlen iſt, abſchriftlich zuſtellen laſſe, ohne daß ſeiner du jh Seits erfoderlich waͤre, ent Ausfertiguns des beſagten Befehls m oder Beſcheids abzuloͤßen.(2) 225. Iſt die fuͤr unaͤcht ausgegebene Urkunde zur Ge⸗ richtsſchreiberey abgeliefert: ſo wird dem Sachwalter des Klä⸗ gers deshalb eine Nachricht zugefertigt, mit der Auffoderung, fuse daß er ſich bey Aufnahme des Protocolls einfinden moͤge; drey ue d Tage nachher wird uͤber die Beſchaffenheit der Urkunde ein h Protbcoll aufgenommen. Hat der Klaͤger die Niederlegung der Urkunde veranſtal⸗ tet: ſo wird dieſes Protocoll binnen drey Tagen nach erfolgter Niederlegung aufgenommen; jedoch zuvor der Beklagte aufge⸗ reni fodert, ſich dabey zu ſtellen.(2) de hi 226. Iſt anbefohlen, daß die Originalaufſaͤtze beygebracht werden ſollen: ſo wird das Protocoll in den obbeſtimmten positn adite il s clenu Friſten zugleich uͤber die Beſchaffenheit der Originalaufſatze, zenin* () Ord. v. 1737. Zit. II. Art. 17. tene (2) Ebendaſ. Art. 12. Der zweyte Abſchnitt pieſes Artikels 4 neue uin Verordnung. (3 Ebendaſ. Art. 23. Eiviigerichtsordnung I — 130 p. 1. L. II. Des Trihunaux inférieurs. faus, dans les délais ci-dessus: pourra néanmoins le tribunal ordonner, suivant l'exigence des cas, guil d' sbor dresse procꝰs· verbal de Petat desdites en peditions, sans attendre l'apport desdites minutes, de Pétat desquelles ü sera, en ce cas, dressè proces- ver 3 bal séparément. 227. Le proces- verbal contiendra mention et cription des ratures, surcharges, interlignes, et autres circonstances du méme genre; il sera dresse par le juge commissaire, en présence du procureur impérial, du demandeur et du detendeur, ou de leurs fondès de pro⸗ curations authentiques et spéciales: lesdites et minutes seront Paraphées par le juge commissaire et le nbi procureur impérial, par le et le aenanden s'ils peuvent ou veulent les parapher; sinon il en 6 fait mention. Dans le cas de non comparution de ſ'une ou Pautre des parties, il sera donné défaut et passe * outre au proces- verbal. 228. Le demandeur en faux, ou son avoue, pourra prendte communication, en tout état de cause, des pieces arguées de faux, par les mains du greffier, sans deplacement et sans retard. 229. Mans les huit jours qui suivront ledit pro- ces-verbal, le demandeur sera tenu de siguifier au dé- fendeur ses moyens de faux, lesquels contiendront les faits, oirconstances et preuves par lesquels il prétend (1) Vergl. Ord. v. 1737. Lit. II. Art 24. (2) Angef. Oid. Tit. 1. Art. 26. 1. 11. Tit. II. Art. 23. * 6 l* mb ſu m m hſie ſufih Nul ſitin 7 bu iuiu un ſmni Mmk u ſuit d münm ui iſn mn lin 1 ei ift mi j wig wehrt w u ſuimn Unfin 0 0 11 )mn i jeh ls. annoin) cs,. lesitz n ninu prock. tion eti 8, et aun pir lej peril, des ien pibce site i demanit i en u u 0e n et pas e poun use, 6 küer,„ ledit y ſier u endunt! i puis r Th. 28 B. Von den Untergerichten. t3r und der fuͤr unächt ausgegebenen Ausfertigungen aufgenom⸗ men; dem Gerichte ſteht jedoch frey, nach Maaßgabe der Umſtaͤnde anzuordnen, daß vor allen Dingen uͤber die Be⸗ ſchaffenheit, in der ſich erwaͤhnte Ausfertigungen befinden, ein Protocoll gefertigt werde, ohne die Beybringung der gedach⸗ ten Originalaufſätze abzuwarten, uͤber deren Zuſtand ſolchen⸗ falls ein beſonderes Protocoll abzufaſſen iſt.(1) 227. Im Protocolle muß jede ausgeſtrichne oder radirte*) Stelle, jedes eingeſchobene Wort, jede zwiſchen die Zeilen hin⸗ eingeſchriebene Zeile und jeder andere Umſtand dieſer Art be⸗ merkt und beſchrieben werden. Dieſes Protocoll wird vom Commiſſar in Gegenwart des kaiſerlichen Anwalds, des Klaͤ⸗ gers und des Beklagten, oder der von ihnen mit ſpecieller und oͤffentlich beglaubigter Vollmacht verſehenen Machthaber, ge⸗ ſertigt; die beſagten Urkunden und Originalaufſatze werden vom Commiſſar, vom kaiſerlichen Anwalde, vom Klaͤger und vom Beklagten, in ſo fern ſie ſolches koͤnnen oder wollen, pa⸗ raphirt; wo nicht, ſo geſchieht davon Erwaͤhnung. Bleibt einer von beyden Theilen außen: ſo wird er fuͤr ungehorſam erklaͤrt, und zur Fertigung des Protocolls geſchritten.(2) 228. Der, welcher bey dieſer Eroͤrterung des Falſums die Stelle des Klaͤgers vertritt, oder deſſen Sachwalter, kann zu jeder Zeit, wohin auch das Verfahren gediehen ſey, ſich die fuͤr unaͤcht ausgegebenen Urkunden bey dem Gerichtsſchrei⸗ ber vorlegen laſſen; jedoch, ohne ſie mit ſich zu nehmen, und ohne daß dadurch ein Verzug veranlaßt werde(3) 229. In den naͤchſten acht Tagen nach Fertigung des Protocolls ſoll der Klaͤger dem Beklagten ſeine fuͤrs Falſum ſtreitenden Gruͤnde zufertigen laſſen, wobey die Thatſachen, Umſtaͤnde und Beweiſe anzugeben ſind, woraus er die Falſch⸗ o J2 (3) Ord. von 1737. Lit. 1I. Art. 26. Ord. von 2670. Lit. IXx. Art. 10. ) Anm. Bekanntlich heißt n nicht bloß Raſur, ſondern auch jede weggeſtrichene Stelle. S. Schwan s. v. rature. E. 132 P. I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. établir le faux ou la falsification; sinon le défendeur pourra se pourvoir à raudience pour faire ordonner, „il y echet, que ledit demandeur demeurere dechu de son inscription en faux.. 230. Sera tenu le aetendeur„ dans les huit jour de la signification des moyens ae faux, dy repondre par Ccrit; sinon le demandeur pourra se pourvoir à* paudience pour faire statuer sur le rejet de la auivant ce qui est prescrit art. 217 ci- dessus. 231. Trois jours après lesdites réponses, la pa 1 plus diligente pourra poursuivre Faudience; et les moyens de faus seront admis ou rejetés, en tout ou en partie: il sera ordonné, s'il y échet, due lesdits moyens ou aucuns d'eux demeureront joints soit à lincident en ſaun, 51 duelques- uns desdits moyens ont été edm, soit à la cause ou au proces principal; le tout suivant la qualité desdits moyens et Feigene des cas. 232. Le jugement ordonnera que les moyens ad- mis seront prouvés, tant par titres que par temoins, devant le juge commis, sauf au défendeur la preuve oontraire, et quil sera procẽdè à la vérification des pibces arguées de faux, Par trois enperts cerivains, dui eront nommés d'office par le méme jugement. 233. Les moyens de faus qui seront déclarés per- tinens et admissibles, seront énonces expressément dans 6) Ord. von 1737. Zit. II. art. 27. vergl. Ord. v. Tit 1X. Art. 11.— uv unv ſu bing u 6in uß d ſihu s. nin ſa lich 65 lui j . un pouni de k ſü Us. uee n tout in un hinin t ett u tout un cn noni pur mmu t ſcaini rivin. n. (chusn émen 570 i ir Th. 28 B. Von den Untergerichten. 133 heit oder die Verfaͤlſchung der Urkunde herzuleiten gedenkt; thut er dieß nicht, ſo kann der Beklagte die Sache zum Ver⸗ hoͤr bringen, um, wenn es das Sachverhaͤltniß geſtattet, dort das Erkenntniß auszuwirken: daß Klaͤger ſich an ſeinem Be⸗ weiſe des Falſums verſaͤumt habe.(¹) 230. Beklagter iſt ſchuldig, binnen acht Tagen, nach er⸗ folgter Zufertigung der Gruͤnde, aus welchen ſein Gegner die Falſchheit der Urkunde herleiten will, darauf ſchriftlich zu ant⸗ worten; wo nicht, ſo kann der Klaͤger ein Verhoͤr in der Sa⸗ che ausbringen, um nach den oben im 217ten Artikel enthalte⸗ nen Vorſchriften auf Verwerfung der Urkunde erkennen zu laſ⸗ ſen.(2) 231. Drey Tage nach dieſer Antwort ſteht es jeder der beyden Partheyen, welche den Fortgang der Sache betreiben will, frey, ein Verhoͤr in der Sache auszubringen. Die zum Beweiſe des Falſums angefuͤhrten Gruͤnde werden, ganz, oder zum Theil, zugelaſſen, oder verworfen; nach Beſchaffenheit der Umſtaͤnde wird zugleich erkannt, daß dieſe Beweisgruͤnde oder einige derſelben entweder bey der Nebeneroͤrterung uͤber das Falſum, in ſo fern einige dieſer Gruͤnde zugelaſſen wor⸗ den ſind, oder beym Hauptproceſſe zu den Acten genommen werden, und dabey bleiben ſollen; alles nach Beſchaffenheit dieſer Gruͤnde, und je nachdem es die Umſtaͤnde erheiſchen.(²) 232. Im uUrthel wird dahin erkannt: daß die Gruͤnde, welche zugelaſſen worden ſind, ſowohl durch Urkunden, als durch Zeugen, Beklagtem der Gegenbeweis vorbehaͤltlich, vor dem Gerichtscommiſſar bewieſen, und die fuͤr falſch ausgegebe⸗ nen Urkunden von drey Schreibemeiſtern unterſucht werden ſol⸗ len, welche im Urthel Amtswegen ernannt werden muͤſſen.(S. Art. 197. 237.)(4) 233. Die fuͤr das Falſum angefuͤhrten Gruͤnde, welche fuͤr ſachdienlich und zulaͤßlich erkannt worden ſind, muͤſſen im 4 (2) Dieſe Verordnung iſt neu. (3) Ord. v. 1737. Tit. 1I. Art. 29. (4) Angef. Ord. a. a. O. Art. 30 vergl. Ord. v. 1670. Art. 13. „ „ Des Tribunaux inférieurs. le dispositif du jugement qui permettra d'en faire preu- ve; et il ne sera fait preuve d'aucun autre moyen. Pourront neanmoins les experts faire telles observations dependantes de leur art qu'ils jugeront à propos, sur les pieces Prétendues fausses, sauf aus juges à y avoir tel 6gard que de raison. 234. En procédant à l'audition des témoins, aeront observées les formalités ci-après prescrites pour les en- quétes: les pibces prétendues fausses leur seront repré- sentées, et paraphées d'eux, s'ils peuvent ou veulent les parapher; sinon il en sera fait mention. A Tegard des pibces de comparaison et autres dui doivent étre representees aus esperts, elles pourront vetre aussi aux témoins, en tout ou en partie, si le juge oommissoire l'estime erenle auquel cas elles seront par eux paraphées, ainsi qu'il est ci-dessus prescrit. 235. Si les témoins reprssentent quelqus⸗ rir lors de leur déposition, elles y demeureront jointes, après avoir été paraphées, tant par le juge-commissaire, que par témoins, s'ils peuvent ou veulent le faire; sinon 41 en sera fait mention: et si lesdites pie- ces font preuve du faux ou de la veérité pisces arguées, elles seront représentées aus autres témoins qui en auraient connaissance; et elles seront par eux paraphées, suivant ce qui est ci- dessus prescrit. — P experts se fera en la forme suivante: 10. Les pieces 46 comparaison seront convenues entre les parties, ou indiquées par le juge, ainsi qu'il (1) Hrd v. 737 i. (2) Angef. Ord. Lit. I. Art. 25— a9. h ſ ih iu unbtiüt un ſih ſit iht n ſwn huhn, ihnp 4 lnnn 1 fuſih 1n ipo. in ite h nen ewuin pos, g aym ns em ur B ont un u ve autrs ſ poen tie, i! e el ci·len püs jinte niite, Ment k s ſi s ſit tni put u . h im onrerl ini ui 1r Th. 2s B. Von den Untergerichten. 135 Urthel, da, wo darin auf Beweis erkannt wird, ausdruͤcklich angezeigt werden; und es iſt in Anſehung anderer Gruͤnde kein Beweis verſtattet; doch iſt den Sachverſtaͤndigen (Schreibemeiſtern) erlaubt, in Beziehung auf das, was ihre Kunſt betrifft, jede ihnen dienlich ſcheinende Bemerkung uͤber die angeblich unaͤchten urkunden zu machen; dem Gericht aber bleibt freygeſtellt, darauf nur ſo weit, als es ſolche fuͤr erheb⸗ lich achtet, Ruͤckſicht zu nehmen. 6*) 234. Wird zur Abhoͤrung der Zeugen geſchritten: ſo wird dabey die unten(Art. 262. 260. 0. 271— 277.) fuͤr das Zeugenverhoͤr vorgeſchriebene Form beobachtet; die angeblich falſchen Urkunden werden den Zeugen vorgelegt, und von ihnen, wenn ſie es koͤnnen, oder wollen, paraphirt; thun ſie ſolches nicht, ſo wird es angemerkt. Die zur Vergleichung dienenden, ſo wie die uͤbrigen Ur⸗ kunden, die man den Sachverſtaͤndigen vorzulegen hat, kon⸗ nen, wenn es der Gerichtscommiſſar fuͤr dienlich erachtet, alle oder zum Theil den Zengen vorgelegt werden; in dieſem Falle werden ſie, wie bereits oben vorgeſchrieben iſt, von ihnen pa⸗ raphirt. 63) 235. Legen die Zeugen bey ihrer Ausſage Urkunden vor: ſo bleiben ſolche bey den Acten, nachdem ſie zuvor, ſowohl vom Gerichtscommiſſar, als von gedachten Zeugen, paraphirt worden ſind, dafern letztere ſolches können und wollen. Thun ſie es nicht: ſo wird dieſes angemerkt. Beweiſen dieſe Urkun⸗ den die Falſchheit oder Aechtheit der ſtreitigen Handſchriften: ſo werden ſie den uͤbrigen Zeugen, welche davon Kenntniß haben, vorgelegt, und auf die ſo eben vorgeſchriebene Art von ihnen paraphirt.(3) 236. Der Beweis durch Schreibemeiſter(cornparatio lit- rerarum) wird auf folgende Art gefuͤhrt: 1) die Urkunden, deren man ſich zur Vergleichung der Handſchriften bedienen will, werden, entweder durch Ueberein⸗ (3) Angef. Ord. a, a. O. Art 30. Lit. 11. Art. 4. vergt Orde v 1670. Zit. VIII. Art. 14. Dulour nonveau Traité de 1a Procé- qure vivile T. I. p. 253. 136 E.F L. n. Des Tribunaux inferieurs. 3 1. est dit à rarticle 200, titre de la Veriſication des scri- ℳ 3 4 4 vhtei N 26. Seront. remis aus esperts, le hgement qui t . aura admis yinseription ge faux; es pibces prétendues— fausses; le procds- erbal de Tétat Ticelles; le ugenent qui aura admis les moyens de faun et ordonné le rap- port dhexperts; 10 pieces de comparaison, lorsqu'il en aura éts fourni; le proces- verbal de presentstion dice les, et le jugement par lequel elles auront ẽte regues les experts mentionneront dans leur rapport la remise de outes les pieces susdites, et Pexamen i⸗ auront procedé, sans pouvoir en dresser aucun verbal; ils parapheront les piðces prötendues fausses. 3 DPans le cas oů les témoins auraient joint des pie- ees à leur déposition, la partie pourra requérir et le juge-commisssire ordonner qu'elles seront représentées aux experts. . Seront, au surplus, bbrstvts audit pport n les tegles prescrites au titre d⸗. Vriſication des eeri. uſul N tures. 8 6. unn i commissaire„ soit contre les experts, il y sera procede nihn 237. En cas de récusation, soit contre le juge- & ainsi qwil est prescrit aun titres XIV er XXI du prs- sent livre. 8 buit wz (1) Ord⸗ v 1737 it 1. Art. 23 Lit. II. Art. 33. 35 36. 39. 3 (e) Die Sachverſtändigen können aus eben den Gründen verworfen uun, werden, aus welchen die Zeugen;(S. unten Art. 310.) und der * det in nn ritni ſn 6) ri on i e nn h nu uu n yn 3. ſ ret! zentes nhyn de en k ſy pw iu y vti Und r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 137 kunſt der Partheyen, oder vom Richter beſtimmt, wie im 20oten Artikel unter dem Titel: von Eroͤrterung der Aechtheit der Handſchriften*) beſtimmt iſt. 2) Der Beſcheid, wodurch der Beweis des Falſums zuge⸗ taſſen wurde; die angeblich falſchen Urkunden; das uͤber ihre Beſchaffenheit gefertigte Protocoll; der Beſcheid, in welchem die zum Peweiſe des Falſums vorgetragenen Gruͤnde fur zu⸗ läßlich erklärt ſind, und auf ein Gutachten der Kunſtverſtandi⸗ gen erkannt iſt; die zur Vergleichung dienenden Urkunden, wenn deren beygebracht worden ſind; das uͤber die Produc⸗ tion dieſer Urkunden aufgenommene Protocoll, und das Ur⸗ thel, durch welches ſie fuͤr zuläßlich erklaͤrt worden ſind, wer⸗ den den Schreibemeiſtern mitgetheilt. Die Schreibemeiſter erwähnen in ihrem Gutachten, daß ihnen beſagte Actenſtuͤcke ſämmtlich vorgelegt worden ſind, und beſchreiben die von ih⸗ nen vorgenommene Pruͤfung, ohne jedoch daruͤber ein Proto⸗ coll fertigen zu duͤrfen. Die angeblich falſchen Urkunden wer⸗ den von ihnen paraphirt. 8 Haben die Zeugen ihrer Ausſage einige Urkunden beyge⸗ fuͤgt: ſo kann die Parthey verlangen, und der Gerichtscom⸗ miſſar kann anbefehlen, daß ſie den Sachverſtaͤndigen vorgelegt werben ſollen. 3) Im uͤbrigen ſollen bey erwaͤhntem Gutachten die Re⸗ geln beobachtet werden, welche unter dem Titel: von Eroͤr⸗ terung der Aechtheit der Handſchriften vorgeſchrie⸗ ben ſind.(S. oben Art. 207. 208. 209. 210.)(1) 237. Wird der Gerichtscommiſſar, oder werden die Sachverſtaͤndigen abgelehnt: ſo iſt nach den im 14ten und arſten Titel gegenwärtigen Buches enthaltenen Vorſchriften zu verfahren.(S. unten Art. 309. u. ff. Art. 383. u. ff. Art. 378)(2) 3 ———— Gerichtscommiſſar aus eben dem Grunde„aus welchem ſonſt an⸗ dre Richter(S. unt. Art. 378.) verwerflich ſind. 4) Das ganze Verfahren iſt deutlich beſchrieben beym Pelaporte a. d. O. Art. Ecriture. E. 138 P. I. L. II. Des Tribunaux inkerieurs. 238. Lorsque virtruttion sera acheve, le ns⸗ ment sera poursuivi sur un simple acte. 239. S'il résulte, de la procedure, des indices 4 tans: ou de Kalbiication, et que les auteurs ou ces soient vivans, et la poursuite du crime non éteinte par la preseription daprès les dispositions du Code po nl, le Preident delivrera mandat d' Smener« contre le prevenus, et remplira, à cet 6gard, les fonotions vn cier de police judiciaire. 1 24d Dans ce cas de l'article preocdent; 4l sera aursis 5 tatuer sur le cirü,* après le jutement sur le faun. 34 Toroger en Statuant sur rinsenption 36 Keun. * tribunal aura pen⸗ la suppression, la laceration ou la radiation en tout ou en Partie, méme la réforma- tion ou le rotablissement des pieces d6olarses fausses, il sera sursis à lexẽcution de ce chef du jugement, tant que le condamns sera dans le dslai de se pourvoir par appel, requete civile ou cassation, ou qu'il n'aura pas PP 4* tormellement et valablement acquiescé au jugement. 66 242. Par le jugement qui interviendra sur le faux. il sera statué, ainsi qu'il appartiendrs, sur la rnt des pieces, soit aux parties, soit aux tncne qui les auront fournies ou représentées; ce qui aura lieu mẽme à l'egard des pièeces prétendues fausses, lorsqu'elles ne seront pas jugées telles: à l'égard des pieces qui auront 6té tirées d'un dépöt public, il sera ordonné qu'elles . () Ord. v. 1737. Lit. III. Art. 14. ueber Verjährung der Lerbre chen ſ. Geſ. v. 3. Brumaire des IW. Zahres(Code des 6 et des peines) Art. g. vo. Mſtn, zfan wib ſun iwht Mun uin ei ſ, Ue lit nſtini pndun chin u Uiſun b hnn, ſuhl Aſjm ine cin In. h. Mmn ks. ) k. ou un * non eu 0 Coh; con ions ii t, i ement de ie lacenin rlem faue ent, tan it par ura pn ent. le fan a reni s qui k e min wells vi um qulu het Vt es delin Ir Th. 28 B. Von den Untergerichten. 139 238. Nach beendigtem Verfahren wird mittelſt eines blo⸗ ßen Satzes auf Entſcheidung der Sache angetragen. 239. Ergeben ſich aus der Erörterung Anzeigen eines Falſums oder einer Verfaͤlſchung, und iſt der Thaͤter oder ſind deſſen Mitſchuldige noch am Leben, und iſt die peinliche An⸗ klage der That nach Maaßgabe des Strafgeſetzbuches noch nicht verjährt: ſo ertheilt der Praͤſident wider den Angeſchuldigten den Befehl, daß derſelbe vorgefuͤhrt werden ſolle, und vertritt in dieſer Hinſicht die Stelle eines richterlichen Policeybeam⸗ ten.(*) 240. In dem in vorſtehendem Artikel angegebenen Falle bleibt das Erkenntniß in der Civilſache ſo lange ausgeſetzt, bis uͤber das Verbrechen des Falſums rechtlich erkannt iſt. 241. Hat das Gericht, in ſeinem uͤber den Beweis des Falſums geſprochenen Urthel, dahin erkannt, daß die fuͤr falſch erklaͤrten Urkunden zerriſſen, oder ganz, oder zum Theile durchſtrichen, oder auch abgeaͤndert, oder in ihren vorigen Zuſtand wieder hergeſtellt werden ſollen: ſo bleibt die Voll⸗ ſtreckung des Urthels in dieſem Stuͤcke ſo lange ausgeſetzt, bis die Friſt abgelaufen iſt, innerhalb deren der Verurtheilte das Rechtsmittel der Appellation, der Wiedereinſetzung in den vorigen Stand*), oder der Caſſation einzuwenden berechtigt iſt, oder bis er foͤrmlich und guͤltiger Weiſe erklaͤrt hat, daß er ſich dem Urthel unterwerfe.(2) 242. Was diejenigen Urkunden betrifft, welche von den Partheyen oder Zeugen beygebracht oder vorgelegt worden ſind, ſo wird wegen ihrer Zuruͤckgabe in dem wegen des Falſums ertheilten Zwiſchenurthel das noͤthige erkannt, welches ſelbſt in Anſehung der fuͤr unaͤcht ausgegebenen Urkunden geſchehen kann, ſobald dieſelben nicht dafuͤr erkannt worden ſind: in Anſehung derjenigen urkunden aber, die ſich in oͤffentlicher (2) Ord. v. 1737. Lit. I. Art. 59. Pothier, Traité sur 1a Procé- qure civile P. V. ch. VI. H. 13. Ordonn. von 1737. Lit. 1. Art. 61. 62. *) Das Formular dazu ſ. b. Pelaporte Art. Requéte eivile. E. 140 B 1. L n. Des Trihunaux inkãriura seront remises aux depositaires, ou renvoyse⸗ per 3 grelder⸗ de la maniere preserite par tribunal; 1* tht sans qu'il soit rendu séparément un autre jutement aur l remise des pieces, laquelle néanmoins ne pourra ere faite qu le delai prescrit par Particle prteteut. 243. n sera sursis, pendant ledit delai, à la„ mise des pice⸗ de comparaison ou autres, si ce n men — il en soit autrement ordonné par le nibunal, sur 1* requéte des depoeitaires desdites pibces, ou des perie⸗ . qui auraient intérét de là demander. 8 Il est enjoint aux greffiers de se conformet exactement aux articles précedens, en ce qui les re· garde, à peine qinterdietion, d'amende qui ne pou n stre moindre de cent francs, et des dommages- intẽrsu ze parties, méme d'étre procédé extrijorsitemei ½ s'il y echet. 3 245. Pendant que lesdites pièces demeureront 5 sree, les greffiers ne pourront délivrer aucune copie ni enpedition des pibces prétendues fausses, si ce n'est en vertu un jugement; à vegard des S dont 1e. originaus ou minutes auront été remis au grefe, et notamment des registres sur lesquels il y aurait des actes non argués de faux, lesdits greffiers pourront en dolivrer des expéditions aux parties qui auront droit qen demander, sans du ils Puissent prendre de plus grands * 1 4 3 un v ufnnn n wijlin un m „un un hun wihni luh, un ſunh uh rhnn — ) 3 40 bn heen un, is n unal; jigen epum poi ki, 1] i a unal,1 de n ecenin ui k ne pot in iremen etont une„ i c len eſe uniti umont wite zu 1r Th. 2s B. Von den Untergerichten. 141 Verwahrung befunden haben, ſoll dahin erkannt werden, daß ſie entweder denjenigen, welchen ihre Verwahrung anvertraut iſt, zuruͤckgegeben, oder auf die Gerichtswegen vorgeſchriebene Art durch den Gerichtsſchreiber zuruͤckgeſendet werden ſollen; und zwar ſoll dieß geſchehen, ohne daß uͤber die Zuruͤckgabe der Urkunden ein beſonderes Urthel geſprochen werde; doch kann dieſe Zuruͤckgabe nicht eher erfolgen, als bis nach Ab⸗ lauf der im vorhergehenden Artikel beſtimmten Friſt.(*) 243. Waͤhrend dieſer Friſt ſoll die Zuruͤckgabe der zur Vergleichung dienenden Handſchriſten oder andern Urkunden ausgeſetzt bleiben; ausgenommen, wenn auf ſchriftliches Anſu⸗ chen der Verwahrer erwaͤhnter Handſchriften oder der Par⸗ theyen, die ein Intereſſe dabey haͤtten darauf anzutragen, Gerichtswegen ein Anderes anbefohlen iſt.(2) 244. Den Gerichtsſchreibern wird hiermit auferlegt, daß ſie ſich nach vorſtehenden Artikeln, ſoweit ſolche ſie ange⸗ hen, genau zu richten haben; und zwar bey Strafe der Sus⸗ penſion und einer Geldbuße, die nicht unter hundert Fran⸗ ken betragen darf, ſo wie des den Partheyen zu leiſtenden Schadenerſatzes, ja, wenn der Fall ſich dazu eignet, ſum⸗ mariſcher Unterſuchung.(3) 245. Während gedachte Urkunden in der Gerichts⸗ ſchreiberey liegen, darf kein Gerichtsſchreiber von den angeblich unaͤchten Urkunden eine Abſchrift oder Ausfertigung geben, außer kraft eines Beſcheides. Was die Urkunden, deren Originale oder Originalconcepte in der Gerichtsſchreibe⸗ rey niedergelegt worden ſind, und namentlich die Buͤcher an⸗ langt, in welche ſolche Urkunden eingetragen ſind, die nicht fuͤr unaͤcht ausgegeben werden: ſo kann der Gerichtsſchreiber den dazu berechtigten Parthen, wenn ſie es verlangen, Aus⸗ fertigungen davon mittheilen; doch darf er dafuͤr keine hoͤhern (1) Ord. von 1737. Lit. 1. Art. 63. (3) Ebendaſ. Art. 68. Doch war hier bloß eine wittkührti⸗ che Strafe angedvoht. . 142 P. I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. droits que ceux qui seraient dus aux depoꝛiteire⸗ des- dits originaus ou minutes; et sera le present article exécuté, sous les peines portòes par ic prscedent Sid v uh W S'il a été fait par les depositaires des minutes des- 4 dites pidees, des espẽditions pour tenir lien deie⸗ nuzw minutes, en exécution de rarticle 203 du titre d⸗ l„ n Vriſteaeion des critui es, lesdits actes ne etr⸗ 8 expédiés que par lesdits aepoꝛitairen 6 246. 1Le demandeur en faux qui succombera, sers rhi condamné à une amende qui ne pourra étre moindte ninun de trois cents francs, et à 5 dommages et interet in qu'il appartiendra. 6 3 65 247. Lamende sera encourue toutes Je fois gu E l'inscription en faux ayant été faite au greffe, et la de. M, ult a nm sera desiste volontairement ou aura ou au nei mande à fin de s'inscrire admise, le demzucet en les parties auront été mises hors de proces, soit par le iſtinn u hi defaut de moyens ou de preuves suffisantes, soit tauie d'avoir satisfait, de la pant du demandeur, aux diligen- iuhn ces et formalités ci-dessus prescrites; ce qui aura lieu,, in üin en gues termes que la prononciation soit congue, et encore E le jugement ne portät point condamnation ½ d'amende: le tout quand méme le demandeur oin 9 de poursuivre le faux par la voie extraordinaire. 3 n n ſ in hiſn () Ord. v. 1737. Zit. 1. Art. 69. i () Angef. Ord. Zit. H. Art. 40. . rieun hoiuin huiut es nin r len i du in e punn 6 ccone in e ut lſ rele 1 emnin ube u lih es, vit mi i unl vit n conlm deur h nir Ir Th. 28 B. Von den Untergerichten. 143 Gebuͤhren fodern, als die Verwahrer gedachter Originalurkun⸗ den, oder Originalconcepte zu fodern berechtigt ſind; und zwar ſoll dieſem Artikel, bey Vermeidung der in vrise Artikel angedrohten Strafen, nachgegangen werden. Sind von den Verwahrern gedachter Originalconcepte, nach Maaßgabe des 203ten Artikels im Titel: von Eroͤrte⸗ rung der Aechtheit der Handſchriften, Ausfertigun⸗ gen gemacht worden, welche die Stelle der Originalauffſaͤtze ver⸗ treten ſollen: ſo koͤnnen dergleichen Urkunden nur von erwaͤhn⸗ ten Verwahrern ausgefertigt werden.(1) 246. Wenn der, welcher bey Eroͤrterung des Falſums den Klaͤger macht*)(in dieſem Punkte) den Proceß verliert: ſo wird er zu einer Geldbuße, die nicht unter hundert Fran⸗ ken betragen darf, und zu, verhaͤltnißmaͤßigen Schaden⸗ erſatze verurtheilt.(2) 247. Dieſe Strafe iſt auf alle Faͤlle verwirkt, ſobald das Erbieten zum Erweiſe des Falſums in der Gerichtsſchreiberey erfolgt, und die Klage dießfalls zugelaſſen iſt; es mag nun der, welcher dabey den Kläger macht, die Klage freywillig fallen laſſen, oder verlieren; oder der Proeeß(die Klage) we⸗ gen ermangelnder hinlaͤnglicher Gruͤnde und Beweismittel, oder von Seiten des Klaͤgers unterlaſſener Beobachtung der vorbeſchriebenen Friſten und Formalitaͤten, fuͤr unſtatthaft er⸗ kannt werden. Und zwar ſoll dieß Statt haben, wie auch im⸗ mer das Erkenntniß lauten mag, ſelbſt wenn darin auf die Geldbuße gar nicht erkannt wäre; ja, dieß Alles ſoll auch ſelbſt dann gelten, wenn der Klaͤger ſich erboͤte, wegen des Falſums einen Criminalproceß zu veranlaſſen, und ſolchen fortzuſtel⸗ len.(²) (3) Ebendaſ. Art. 56. *) Es verſteht ſich von ſelbſt, daß dieſer im Be⸗ klagter ſeyn kann, daher ich die Worte: Klaͤger und Beklagter in dieſem Kapitel, ſoweit ſie ſich auf die Inscription en faus beziehen, nur im unvermeidlichen Falle gebraucht und oft lie⸗ ber umſchrieben habe. E. 144 P. L. II. Tribunaux inférieurs. 248. nende ne sera pas encourue, lorsque la pice, ou une de⸗ pibces arguses de faux, aura éte 6. clarée fausse en tout ou en partic, ou lorsqu elle aura 6té rejetée de la cause ou du Procés, comme lor. que la demande à ſin de s'inscrire en inn n'aura pa pas ets admise; et ce, de quelques termes que les juges se soient servis pour rejeter ladite demande, ou onr 6 n'y avoir pas q'egard. 249. Aucune transaction sur la poursuite du hun incident ne pourra étre exécutée, si elle n'a été homo. loguee en justice, aprèes avoir été communiquse au mi- nistere puplie, lequel pourra faire, à ce sujet, tele réquisitions qu'il jugera à propos. 250. Le demandeur en faus pourra toujours se pourvoir, par la voie criminelle, en faus principal; * et, dans ce cas, il sera sursis au jngement de la cause, a moins que les juges n'estiment que le procès puisse £ tre juge indépendamment de 1à piece arguée de faus. 25 251. Tout jugement d'instruction ou gnict. en mnatiere de kaus, ne pourra étre rendu que sur e con olusions du ministbre public. (1) Ord. v. 1737. Lit. II. Art. S1. (2) Ebendaſ. Art. 82. S. ctwitgeſezb. Art. und bey dieſen Artikel Dufour, sources ou toutes les Dispositions du G. civ. ont été Pnisées. iſn n u huſ m ha inb niiun ſ in lu lin ſin in ſuumn unn (Sue Wten Jpin iſn h u ch 3 ln ut welkt mih vun e l te qui 6tö h uie u jet, ojoun prinil a en pu e laun itit, e les co bey d du( 1 1r Th. 2s B. Von den Untergerichten. 145 248. Die Geldbuße iſt dann nicht verwirkt, wenn die fuͤr falſch ausgegebene Urkunde, oder eine von mehrern ganz oder zum Theil fuͤr unaͤcht, oder in dieſer Sache fuͤr unzulaͤß⸗ lich erklaͤrt; ſo wie auch dann, wenn die Klage auf Erweis des Falſums verworfen worden iſt; welcher Ausdrucke ſich auch immer die Richter bedient haben mogen, um gedachte Klage zu verwerfen, oder ſie nicht zu beruͤckſichtigen.(1)“ 240. Ueber den Incidentpunkt des vorgeſchuͤtzten Falſums kann kein Vergleich vollzogen werden, wenn er nicht gericht⸗ lich beſtätigt, zuvor aber dem Generalprocurator oder kaiſerli⸗ chen Anwalde mitgetheilt worden iſt, welchem es freyſteht, dießfalls die ihm noͤthig ſcheinenden Requiſitorialien* zu er⸗ laſſen.(2) 250. Dem, welcher auf Erörterung des Falſums im Ci⸗ vilproceſſe angetragen hat, ſteht frey, dieſes Verbrechens hal⸗ ber eine beſondere(peinliche) Anklage bey der Criminalbehoͤrde anzubringen. In dieſem Falle bleibt die Entſcheidung der Ci— vilſache einſtweilen ausgeſetzt; das Gericht müßte denn finden, der Proceß koͤnne, ohne Ruͤckſicht auf die fuͤr unacht ausgege⸗ bene Urkunde, entſchieden werden.(3) 251. Auf das Verfahren uͤber die Civileroͤrterung des Falſums kann weder irgend ein Interlocut noch Endurthel ge⸗ ſprochen werden, ohne vorher den Antrag der Staatsbehoͤrde abzuwarten.(4) (3) Ebendaſ. Art. 60. (4) Ebendaſ. Art. 62. *) D. i. erfoderlichen Falls die Criminalunterſuchung zu veran⸗ laſſen, damit der Falſarius durch den Vergleich der verwirk⸗ ten Strafe nicht entgehen moͤge. E. S civitgerichtsordnung. K P.* L. II. Des Tribunaux inférieurs. TITRE XII. D e 5 n 4 u 6 252. Les faits dont une partie demandera* 6 preuve, seront articulẽs succinetement par un Snr acte de conolusion, sans écritures ni requéte. U⸗ seront, egalement par un simple acte, denit ou reconnus dans les trois jours; sinon ils pourront „ étre tenus Pour confesses Ou avérés. 253. Si les faits sont adwissibles, qu'ils scient d niés, et que la loi n'en defende pas preuve, 3. pourra ẽtre ordonnég. 254. Le h pourra aussi ordonnet d'ofice la preuve des faits qui lui paisieret oonoluans, si vi ne le defend pas. 255. Le jugement qui ordonnets l⸗ preuve,„ F Les Faits à prouver; 20. Far nomination du juge devant„ renauen sera faite. Si les témoins sont trop 4oignn il pourts étre ordonné que benquẽte sera faite devant un juge com mis par un tribunal désigné à cet effet. — (1) Die hieher gehörige Verordnung der Ordonn. v. 1667. Lit. XX. Art. 1. war geſchöpft aus der Hrd. v. Villers-Cotterets v. 1559. Art. 4— 44. Der zweyte Theil des Artikels iſt neu. (2) L. 21. C. de Probatt. V. 19.) Die Fäue, in welchen der Zeugenbeweis nicht erlaubt iſt, ſindet man im Nap⸗ Civitgeſetzb. Art. 340. 335. 342. 1341. 1352. Nach dem XlII. Litel der uhn ni in i * un ſinen 9 hin hin in bn et wu b mu l) Dn dicht uh j on n unie iezm den ii un in cte, iu jb yn ls seiert reuye,i r dofi 6i e, c i Pen pourn juge 0 165 1i0 iertt ſeu. in nn! uh cuihi Ul. Zi! Ir Ch. as B. Von den Untergerichten. 147 Zwoͤlfter Titel. Sm 5 252. Diejenigen Thatſachen, zu deren Beweis eine der Partheyen gelaſſen zu werden verlangt, ſind in einem bloßen mit einem Geſuch(petitum) verſehenen Satze, ohne weitere ſchriftliche Verhandlung oder angebrachtes Bitſchreiben, arti⸗ kelsweiſe kurzlich vorzutragen. Sdie muͤſſen gleichfalls in einem bloßen Satze binnen drey Tagen entweder verneint oder eingeraͤumt werden; widrigen⸗ falls ſind ſie fuͤr eingeſtanden oder zugegeben zu achten.(1) 253. Sind die Thatſachen zweckdienlich, und hat der Ge⸗ gentheil ſie geleugnet: ſo iſt auf deren Beweis(durch Zeu⸗ gen), dafern ihn kein Geſetz fur unzulaͤßlich erklaͤrt,(Napol. Civilgeſetzb. Art. 340. 335. 342. 1341. 1352.) zu erkennen.(2) 254. Das Gericht kann auch, ſo weit es durch kein Ge⸗ ſetz verboten iſt, Amtswegen auf(Zeugen-) Beweis der That⸗ ſachen erkennen, die es fuͤr beweisdienlich erachtet. 235. Das B in eei auf Beweis wird, muß: 1) die zu beweiſenden Thatſuchen: 2) die Ernennung des Richters, vor dem die Zeugen ab⸗ gehoͤrt werden ſollen, enthalten. Sind die Zeugen zu weit entfernt, ſo kann darauf erkannt werden, daß das Zeugenverhoͤr vor einem von dem dießfalls benannten Gerichte hierzu erwaͤhlten Gerichtscommiſſar ſolle. 62 K 2 Ordonn. von 1667. iſt der Zeugenbeweis zum ewigen Ge⸗ dächtniß(enquétes d'examen à futur) abgeſchafft und gilt auch ietzt in Frankreich nicht. 6 Ordonn. von 1667. Tit. XKII. At⸗ 1. 2. Ordonn. de Vloi de 1679. Art. 168. ueber die ganze in dieſem Titel vorgeſchriebene Verhandlung ſ. die Formulare beym Pelaporte Art. Enquéte. E. 48 P 1 1. I. De⸗ Tribunaus inférieurs. .. E„ 256. La preuve contraire sera de droit: la Preuve du demandeur et la Preuve contraire commen- cees* terminòes dans les Zitis fixés par les articles suivans. 3 257 Si renqust⸗ est. au méme lieu ob le jugement a été rendu, ou S5 la distance de trois u riamstres, elle sera commencee dans la huitaine qu jour de la signißication à avoués si le jugement est rendu contre une partie qui n'avait point Tavous, a courra du jour de la signißication à personne ou 4 ou cile: ces délais courent également contre celui S a signifiẽ le jugemem; le tout à peine de nullité. 6— le jugement est suncepeib⸗ woppozition, j 1 ocourra du jour de Pexpiration des deélais de roppoeinon. 258. Si Penquéte doit étre faite à une plus grande distance, le jugement Rixera le délai dans lequel clle sera commencẽe. 259. Lenquéte est censee commencee, pour che cune des parties par 1* ordounance qu ele obtient du juge- commissaire, à Pelet daseigner témoins aux jour et heure par lui En conséquence, le juge-commissaire ouvrira les procks · verbaus respeotifs par la mention de la requis tion et de la delivrance de son ordonnance. . 6 260. Les témoins seront assignés à peronue ou domicile: ceux domiciliés dans l'étendue de trois myria- z bnn ſaſ n n iwin A luiy ſu uuiſn u iuni wn nn Nunh iew h. u iut — () ou. b 1 50 9% l. h yun t con le uil lenn le wir tine t ez n 6, k e ou celui z lit. n, ei oppoi us grun quel el pour( noe gui zigne. ouyin la np onn wis vft t Th. 26 B. Von den Untetgerichten. 149 256. Dem Gegentheile iſt der Gegenbeweis rechtlich vor⸗ behalten. Der Beweis des Klaͤgers und der Gegenbeweis ſind in den durch nachſtehende Artikel beſtimmten Friſten anzutreten und zu vollenden. 237. Wird das Zengenverhoͤr an demſelben Orte, wo das Urthel geſprochen iſt, oder in einer Entfernung von nicht mehr als drey Myriametern gehalten: ſo muß es binnen acht Tagen, von dem Tage der an den Sachwalter erfolgten Zufer⸗ tigung an gerechnet, angefangen werden; iſt das Urthel wider eine Parthey geſprochen, welche keinen Sachwalter hatte, ſo beginnt die Friſt mit dem Tage der an die Parthey in Per⸗ ſon oder an ihren Wohnort erfolgten Zufertigung. Dieſe Friſten laufen auch wider den, welcher das Urthel zufertigen ließ; alles bey Strafe der Nichtigkeit. 6 Iſt wider das Urthel ein Rechtsmittel verſtattet(S. oben Art. 165.), ſo beginnt die Friſt von dem Tage an, da di⸗ zur Einwendung des Rechtsmittels geſtatteten Friſten abgelau⸗ fen ſind.(1) 258. Muß das i in einer weitern Entfernung gehalten werden, ſo wird die Friſt, binnen welcher der An⸗ fang damit gemacht werden ſoll, im Urthel beſtimmt. 250. Das Zeugenverhoͤr wird in Anſehung einer jeden Parthey, ſoviel ſie betrifft, durch die, von ihr beym Gerichts⸗ commiſſar ausgewirkte Verordnung, fuͤr eroͤffnet geachtet, mit⸗ telſt deren die Zeugen vorgeladen werden, auf den beſtimmten Tag und zur feſtgeſetzten Stunde zu erſcheinen. Dem zu Folge eroͤffnet der Gerichtscommiſſar jedes der Protocolle damit, daß er des bey ihm angebrachten Geſuches und der von ihm darauf erlaſſenen Verordnung gedenkt.(2) 260. Den Zeugen werden die Ladungen in Perſon oder an ihren Wohnort zugefertigt. Diejenigen, welche innerhalb (1) Ord. a. a. D. Art. e. Ord. XII. von 1510. Franz 7 v. 1539. Art. 32. Carl IX. v. Art⸗ Ord⸗ m. Blois 1379. Art. 155. 1. 13. c. iud.(II. 1) (2) Ord. v. 1667. Tit. XXII. Art. 5. 16 B II. Des Tribunaus inférieurs. mbtres du hieu oü se fait enquéte, le seront au moins un jour avant raudition; il sera ajoutè un jour part trois myriamstres pour ceux domicilies à une plus grende distance. Il sera donné copie à chaque témoin, du di 7 positif᷑ du jugement, seulement en ce qui concerne les faits admis, et de rordonnance du juge- commissai. le tout à peine de nullité des dépositions des témoins envers lesquels les formalitꝭs ci- dessus waursient 6 eté observées. a6r. La partie sera assignée pour 6tre présente zu domicile de son avoué, si elle en a cons- titus, sinon à son domicile; le tout trois jours au moinz 3 avant Paudition: les professions et demeures des témoins à produire contre elle, lui seront notißes; le tout à peine de nullité, comme ci- dessus. 9 262. Les témoins seront entendus séparément, tant en présence qu'en Fabsence des parties. Chaque témoin, avant d'étre entendu, déclarera ses noms, profession, äge et demeure, s'il est parent ou allié de Pune des parties, à quel degré, s'il est ser- viteur ou domestique de Pane d'elles; il fera serment de dire vérité: le tout à peine de nulllité. 263. Les témoins défaillans seront condamnés, par ordonnances du juge-commissaire qui seront exécutoires () Ord. v. 1667. Lit. XXII. Art. 7. () Ebendaſ. Art. 7. Abſchn. 2 Geſetz von 3. Brumaire J w. (Code des délits et des peines) Art 346 (3) Ebendaſ. Art. 13. 14. 18. Bornier ad h. 1. Ord. Ludwig i wi ih W au mi pir in u n onem mniti es tiun raien. prien en à an ni denen t notii arẽmen claren partn l est er unsz s6cunn um ¹]. tui rr Th. 2s B. Von den Untergerichten. 151 dreyer Myriameter von dem Orte, wo das Zeugenverhor er⸗ folgt, wohnhaft ſind, muͤſſen wenigſtens einen Tag vor der Abhoͤrung vorgeladen werden; bey denen, welche in einer weitern Entfernung wohnen, wird auf jede drey Myriameter Ein Tag hinzugeſetzt. Jedem Zeugen wird das, worauf im Urthel erkannt iſt, jedoch nur derjenige Theil, welcher die Um“ ſtaͤnde betrifft, deren Beweis zugelaſſen wird, ſo wie der Be⸗ fehl des Gerichtscommiſſars, in Abſchrift zugeſtellt; und zwar dieß Alles bey Strafe der Nullität der Ausſagen derjenigen Zeugen, in Anſehung welcher die obbeſtimmten Formalitaͤten nicht beobachtet worden ſind.*)(1) 261. Dem Gegentheile muß die Ladung zum Erſcheinen beym Zeugenverhoͤr am Wohnorte ſeines Sachwalters, wenn er einen beſtellt hat, außerdem aber, an ſeinem eignen Wohn⸗ orte eingehaͤndigt werden; und zwar wenigſtens drey Tage vor dem Zeugenverhoͤr; auch muͤſſen ihm die Namen, das Ge⸗ werbe, und der Wohnort jenes Zeugen, welcher wider ihn producirt werden ſoll, angezeigt werden; und zwar dieß alles, wie oben, bey Strafe der Nichtigkeit. S. u. Art. 270(N 262. Die Zengen werden jeder fuͤr ſich beſonders abge⸗ hoͤrt; und zwar entweder in Beyſeyn der Partheyen, oder in deren Abweſenheit. Jeder Zenge zeigt, ehe er aißchir wird, an: ſeine Na⸗ men, Gewerbe, Alter und Wohnort; ob und in welchem Grade er mit einem der ſtreitenden Theile verwandt oder ver⸗ ſchwaͤgert ſey; ob er bey einem von ihnen im Solde oder in Dienſten ſtehe. Sodann legt er den Eid ab, daß er die Wahrheit ſagen wolle. Dieß Alles iſt, bey Strafe der Nich⸗ tigkeit, zu beobachten.(3) 263. Bleibt einer der Zeugen außen: ſo wird er durch einen Beſcheid des Gerichtscommiſſars, der, ungeachtet aller v. 1498. Art. 14. Franz 1. v. 1535. Kap. VII. Art. 6 und r4. Heinrichs III. von 1579. Art. 203. 1. 14. C. de testt.(V. 30.) 1. 32. X. de testt.(II. 20.) *) Die Gruͤnde dieſer Formalitaͤt leuchten mit nicht ein. E. 52 P. I. L. II. Des PTribunaux inférieurs. nonobstant opposition ou appel, à une somme qui ne etre moindre de dix au de vur. 1— etre—— par méme— une amende qui ne pourra excéder la somme de oent Francs. PLes témoins défaillans seront reasignes à eu frais. 264. 6i 1e 4 témoins agne sont encore dhi lans, is seront condamnés, et Par corps, à une de cent francs; le juge commissaire Pourra méme — contre eux un mandat d'amener. 265. Si le témoin win⸗ qu'il n'a pu se ter au jour indiqué, le juge- commissaire le dechargem après sà depobition, de ramende et des frais 46 reas. signation- 36 266. Si le témoin Kutids qu'il est Ka bilité de se présenter au jour indiqué, le juge-commis- Saire lui accordera un delai suffisant, qui néanmoins ne pourra excéder celui fixé pour Penquéte, ou se trans⸗ ortera pour recevoir la dé osition. Si le tömoin est P P P cloigné, le juge commissaire renverra devant le prési- dent du du lieu, qui entendra le témoin ou vommettra un juge: le greffier de ce tribunal fora par. venir de suite la minute du proces- verbal au grele du tribunal ou le procès est pendant, à lui à prendre 6) Ord. v. 1667. Lit. XXII. Art. s. (2) Ebendaſ. Art. g. 8) Wenn der, welcher vor dem Richter perſönlich zu erſcheinen ſchul⸗ nin in bun nh, w ih whitn ſn ii B ichſ ſih, ch hinie m iim niſt jwi nlu nuſt ujnhun. uhu ſt alnih ſiu w hs iun ſ hihn itts gu iu iz Inmn (oine inü kel p Oumnt We l een fun ore ih ne ane méne chergn de niz imyos ammis. ins ne tran oin e e pni moin u en rele i preui ienſil 1r Th. 28 6 B. Von den Untergerichten. r33 Oppoſition oder Appellation, vollſtreckbar iſt, zu Bezahlung einer Summe verurtheilt, die nicht unter zehn Franken betra⸗ gen darf, und dem Gegentheile als Schadenerſatz bezahlt wird. Ueberdieß kann er in eben dieſem Beſcheide in eine Geldbuße verurtheilt werden, welche jedoch die Summe von Franken nicht uͤberſteigen darf. Die außengebliebenen Zengen werden auf ihre Koſten nochmals vorgeladen.(*) 264. Bleiben die wieder vorgeladenen Zeugen nochmals außen, ſo werden ſie zu einer Geldbuße von hundert Franken verurtheilt, welche durch Gefängnißzwang von ihnen beygetrie⸗ ben werden kann; ja der Gerichtscommiſſar kann ſogar darauf erkennen, daß ſie(mit Gewalt abgeholt) e werden ſollen.(2) 265. Bringt der Zeuge bey, daß er am— Tage nicht habe erſcheinen koͤnnen: ſo wird er, nach erſtatteter Aus⸗ ſage, durch den Gerichtscommiſſar von der Geldbuße und den Koſten der Wiedervorladung wieder freygeſprochen. 266. Bringt der Zeuge bey, es ſey ihm unmoͤglich, ſich am beſtimmten Tage einzufinden: ſo verſtattet der Gerichtscom⸗ miſſar ihm eine hinreichende Friſt, welche jedoch die fuͤr den Zengenbeweis anberaumte Friſt nicht uͤberſchreiten darf; oder er verfuͤgt ſich ſelbſt an Ort und Stelle, um die Zeugenausſage aufzunehmen.(3) Befindet ſich der Zeuge an einem entlege⸗ nen Orte, ſo verweiſt der Gerichtscommiſſar deſſen Abhoͤrung an den Präſidenten des Gerichts, unter welches dieſer Ort gehoͤrt, und letzterer hort den Zeugen ab, oder uͤberträgt ſol⸗ ches einem Richter. Der Actuar dieſes Gerichts laͤßt ſogleich das Originalconcept des Protocolls an die Expedition des Ge⸗ richtes gelangen, bey welchem der Proceß anhaͤngig iſt: ihm hleibt vorbehalten, wider die Parthey, auf deren Anſuchen der dig iſt, Krankheits halber odet ſonſt nicht erſcheinen kann, und durch Jemand andern dieſes melden läßt: ſo heißt dieſe Handiung esoiner.(Exoines heißen überhaupt ade Ehehaften, legitima impedimenta). ⸗. 154 P 1 M. Des Tribunaux inférieurs. „ exécutoire pour les frais contre la puie à la reg de q qui le temoin aura ets ntendu. 267. les témoins ne peuvent étre 5 mèẽme jour, 1e juge- commissaire remettra à jour et heure certains; et il ne sera donné nouvelle aitnation ni aux témoins, ni à la 1 encore qu'elle n'ait comparu. 268. Nul ne pourra étre assigné comme témoin, s'il est parent ou allié en ligne directe de l'une des parties, ou son conjoint, meme divorcè. 269. Les procès verbaux qenqusẽte n la date des jour et heure, Ies obnparitiot ou défauts des parties et ewoins la reprẽsentation des assigna tions, les remises à autres jour et heure, si elles sont ordonnées; à peine de nullité. 270. Les reproches seront proposès par la parie 1 ou par son avoué avant la déposition du témoin, qui sera tenu de 6'expliquer sur iceux: ils seront circons- tancies et pertinens, et non en termes vagues et gend. raux. PLes reproches e 8 les enplications du temoin se⸗ ront consignes dans le proces-verbal. 271. Le témoin deposera sans qu il lui it ve mis de lire aucun projet écrit. Sa déposition sera consignée sur le proces- verbal; elle lui sera lue, et il (¹) Ord. v. 1667. Lit. XXII. Art. a2. (2) Dieß ſind die zum Zeugniß ganz unzuläßlichen Verwandten; die als Zeugen verdächtigen ſind Art. 283. angegeben. (3) Ord. a. a. O. Art. a. N iilh un lihugt ſ ſtun iun r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 153 Zeuge abgehort worden iſt, einen Huͤlfsbefehl wegen der Ko⸗ ſten auszubringen. e entenu 267. Koͤnnen die Zeugen nicht alle am angeſetzten Lage abgehoͤrt werden, ſo verſchiebt der Richter die fernere Abhoͤ⸗ ni rung auf einen beſtimmten Tag und auf eine gewiſſe Stunde; doch ſind weder die Zeugen, noch die Parthey, wenn ſie auch uole ui nicht erſchienen wäre, aufs neue vorzuladen.(1) 268. Niemand kann als Zeuge vorgeladen werden, wenn une in er mit einem der ſtreitenden Theile in gerader Linie verwandt oder verſchwaͤgert, oder deſſen Ehegatte iſt, welches letztere de u auch von geſchiedenen Ehegatten gilt.(2) 260. In dem uͤber ein Zeugenverhoͤr⸗ aufgenommenen Protocolle muͤſſen, bey Strafe der Rullität, Tag und Stunde, nini das Erſcheinen, oder Ausbleiben der Partheyen und der Zeu⸗ s ou din gen, die erfolgte Inſinuation der Vorladungen und der Um⸗ dez un ſtand bemerkt ſeyn, daß das Zeugenverhoͤr auf einen andern Tag und auf eine andere Stunde ausgeſetzt worden ſey; da⸗ fern letzteres wirklich erfolgt iſt; und zwar bey der MNullität.(S. u. Art. 275.)(5) h pan 270. Die Einwendungen(gegen die Glaubwuͤrdigkeit des geugen, S. unten Art. 283.) muͤſſen von der Parthey oder Uu von deren Sachwalter vor der Abhoͤrung des Zeugens vorge⸗ tcitcon bracht werden; dieſer iſt ſeiner Seits verbunden, ſich uͤber et gin⸗ dieſelben zu erklaͤren. Dieſe Einwendungen muͤſſen, unter dt Anfuͤhrung beſtimmter, zur Sache gehöriger Umſtaͤnde, nicht in ſchwankenden und allgemeinen Ausdruͤcken, vorgetragen werden. Die Einwendungen ſind, nebſt dem, was der Zeuge iwitn deshalb erklaͤrt hat, im Protocolle anzumerken.(4) nition u 271. Der Zeuge muß antworten, ohne daß ihm hiebey verſtattet iſt, einen ſchriftlichen Entwurf abzuleſen. Seine ih Ausſage iſt im Protocolle aufzuzeichnen; ſie iſt ihm vorzule⸗ ſen, und er muß befragt werden, ob er dabey beharre; alles wurn(4) Ord. a. a. D. Art. 27.(Bornier ad h. 1.) vergl. Ordonnanz Carls vII. Art. 34 u. 99. Cart VIII. v. 1493. Art. 12. Franz I. v. 1623. Cap. VII. Art. 18. Cap. vVIII. Art. 10. Heinrichs III. v. 1585. 1. 156 P. I. L. IHI. Des Tribunaus inferieurs. lui sera demandé„ y pihte le tout à ene 4 nullité: il lui sera demandè aussi s'il requiert taxe. 272 Lors de a lecture de 8. deposition, le te. moin pourra faire tels changemens et additions que bon lui somblera: ils seront Corits? à la suite ou à la marge de sa déposition; il lui en sera donné lecture, ainsi dus de la deposition, et mention en sera le tout à peine 4 nullité. 273. Le juge commissoire pourra, soit vofſce. soit sur la réquisition des parties ou de l'une d'elles, faire au témoin les interpellations qu'il croira convena⸗ ples— sa déposition: les réponses du tmoin seront signées de lui, après lui avoir été lues, ou men· tion sera faite s'il ne veut ou ne peut signer; elles se. ront Sgalement signées du juge et à greüerz le tout 3 à peine de nullité. 5 274. La déposition du moit, ainsi que les chun. gemens et additions qu' i1 pourra y faire, seront ignes par lui, le juge et le greflier; et si le témoin ne veut ou ne peut signer, il en sera fait mention: le tout à peine de nullité. 1 sera fait mention de taxe, sil Ja requiert, ou de son refus. 276. Les procks- verbaux feront mention 4* Pobser. vation des formalités prescrites par— articles 261, 262, 269, 270, 371. 27a 273 et 274 ci- desens: 15 seront signes, à ha fin, par le juge et le grefßer, et par les parties si elles le veulent ou le peuvent; en cas de re- fus, il en sera fait mention: le tout à peine de nullité. 1 (1) Ord. v. 1667. Lit XXII. Art. 16. 19. 20. Iin 17. Art. dieſes Litels der Ord. iſt vorgeſchrieben, daß auch ale Nebenumſtände, U unih vn vi niypih ſüs As i 1 un im hun utſh h mm E Luhv 1 i iu in um lihuch u ſim hii un 1 ſ. ſihita, der in vi ſ urs. ent iur in k uihu ectue, i ite; u soit ic uns ſih ira comn es du tin es, OU Me er; ea r le n es chun nt ieue ne le touti une, de oh 3 250 2 ib em et ynb cien de uli i ſebenunii r Th. 28 V. Von den ueechen 167 bey Strafe der Nullität. Auch muß man hn fragen, ob er Zeugengebühren verlange.(S. u. Art. 277.) C1) 1 272. Dem Zeugen ſteht frey, bey der Vorleſung ſeiner Ausſage die ihm beliebigen Abaͤnderungen und Zuſätze zu ma⸗ chen. Dieſe ſind am Schluſſe oder am Rande ſeiner Ausſage aufzuzeichnen, und ihm, gleich der Ausſage, vorzuleſen. Daß ſolches geſchehen ſey, muß angemerkt werden; und zwar dieß Alles bey Strafe der Nichtigkeit.(2). 5 273. Der Gerichtscommiſſar kann entweder von Amts⸗ wegen, oder auf Verlangen der Partheyen, oder einer derſel⸗ ben, diejenigen Fragen an den Zeugen thun, welche er zur Er⸗ läuterung der Ausſage deſſelben fuͤr erfoderlich hält. Sind dem Zeugen ſeine Antworten vorgeleſen worden, ſo unterzeich⸗ net er ſolche. Will oder kann er dieß nicht thun, ſo wird dieß angemerkt; ſie werden gleichfalls von dem Richter und dem Gerichtsſchreiber unterzeichnet; und Alles bey Strafe der Nichtigkeit.(Art. 276.) 274. Die Ausſagen des Zeugen, ſo wie die von ihm etwa gemachten Veraͤnderungen und Zuſätze, werden von ihm, dem Richter und dem Gerichtsſchreiber unterzeichnet. Will oder kann der Zeuge nicht unterſchreiben: ſo wird dieß im Protolle erwaͤhnt; Alles bey Strafe der Nullität. Eben ſo wird auch angemerkt, ob er Zeugengebuͤhren oder ſolche ausgeſchlagen habe.(3) 275. In den Protocollen iſt ausdrucklich zu erwaͤhnen, daß die in vorſtehenden 267. 262. 269. 270. 271. 272. 273 u. 274. Artikeln vorgeſchriebenen Formalitäten beobachtet wor⸗ den ſind. Sie muͤſſen am Schluſſe vom Richter und Gerichts⸗ ſchreiber, und von den Partheyen, wenn letztere es wollen oder konnen, unterſchrieben werden; weigern ſie ſich deſſen, ſo wird ſolches angemerkt; Alles bey Strafe der Richtigkeit. die der Zeuge bey ſeiner Ausſage angiebt, zu Protocot genom⸗ men werden müſſen e. 37. X. de testt.(11. 20.) (2) Angef. Ord.. e3) Ord g a 9. 6 p. I. L. II. Des inferieurs. 2 276. La partie ne pourra ni le tẽmoin dans la deposition, ni lui fuire aucune intewelation directe, mais sera tenue de s'adresser au juge oommis. saire, à peine de dix francs d'amende; et de plus amende, méme dexclusion, en cas de rocidive: ce du sera prononce par le juge- commissaire. 8es ordonnn ces seront executoires nonobstant 2 Oou 277. 8 3 ᷣnoin requiert taxe; hi sera kit par le juge- commissaire sur la copie a rigutn et elle vaudra enbcutoire: le juge fera mention de la taxe sur son procds- verbal. 278. Lrenquéte sera respectivement parachevée dans la huitaine de Faudition des premiers témoins, à peine de nullité, si le jugement qui 1˙a ordonnꝭs 18 fixé un plus délai. 279. Si neanmoins l'une des parties demande pr rogation dans le délai fixé pour la confection de ven. quéte, le tribunal pourra accorder. 7 1 verbal du juge- commissaire, et ordonnée sur le refẽrs qu'il en fera à l'audience, au jour indiqué par son procès· verbal, sans sommation ni avenir, si les parties ou leurs avoues ont été présens: il ne sera accordé qu'une seule prorogation, à peine de nullité. 5 2 5 280. La prorogation sers demandée sur le procr ſumiſ lih P mn ut thon, i wllde, ¹ u h ſhun 6 uff tin In ieun. upre ktui eintenlu nje et de ſn i cidhe Ses an du ophui eſb zn e ln mentini ent hun ien tn ha onnst iaut ſtin k j. eukyn e ui ui yun i luhu en m ite. rr Th. 28 B. Von den Untergerichten. 139 276. Die Parthey darf den Zeugen weder in ſeiner Aus⸗ ſage unterbrechen, noch ihm unmittelbar eine Frage vorlegen; ſondern ſie iſt ſchuldig, ſich deshalb an den Gerichtscommiſſar zu wenden; und zwar dieß Alles bey einer Geldbuße von zehn Franken. Bey wiederholter Uebertretung wird die— 66 ja die Parthey kann dann ſogar vom Zeugenverhoͤr entfernt werden. Auf dieſe Strafen erkennt der Gerichtscommiſ⸗ ſar. Seinedes halb ertheilten Beſcheide ſind der dawider ein⸗ gewandten Appellation oder Oppoſition ungeachtet, vuuſtrbar⸗ (S. oben Art. 37.) 277. Verlangt der Zeuge Zeugengebuͤhren, ſo wird der Betrag derſelben auf der Abſchrift der Vorladung vom Ge⸗ richtscommiſſar beſtimmt; und dieß hat mit einem Huͤlfsbefehle gleiche Wirkung. Der Richter erwaͤhnt dieſen Betrag in ſei⸗ nem Protocolle.(1) 27. Das Zeugenverhoͤr muß in Anſehung veyder Par⸗ theyen, in ſo fern im Beſcheide, in welchem darauf erkannt wurde, nicht eine langere Friſt anberaumt iſt, bey Strafe der Mullitaͤt, in Zeit von acht Tagen, von Abhoͤrung der erſten Zeugen anzurechnen, beendigt werden.(2) 279. Sucht jedoch eine der Partheyen, während der zur Vollendung des Zeugenverhoͤrs beſtimmten Friſt, um Verlaͤn⸗ gerung an, ſo kann das Gericht ſie verſtatten.(3) 280. Das Geſuch um Verlaͤngerung wird beym Proto⸗ coll des Gerichtscommiſſars angebracht, und, auf den an dem deshalb in ſeinem Protocolle hierzu angeſetzten Tage gehalte⸗ nen Vortrag, bewilligt, ohne daß, wenn die Partheyen ſelbſt, oder durch ihre Sachwalter erſchienen ſind, deshalb eine Auf⸗ foderung oder Provocation(ſ. v. Art. 79.) erfoderlich waͤre. Es darf aber, bey Strafe der Nichtigkeit, nicht mehr, als Eine Verlaͤngerung geſtattet werden.(4) (1) Ord. v. 1667. Tit. XXII. Art. 19.. (2) Ebendaſ. Art. 2. 19. (3) Ebendaſ. (4) Ebendaſ. Art. 2. Jonsse ad h. l. 160 P. I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. 12 a81. La partie qui waait⸗ ene plus de 8 w iſh einq temoins sur un méme fait, n pourts repeter les frais des autres depositions. 28 Aucun reproche ne sera propose après 6 6 poeition, s n'est justifis par écrit. 283. Pourront étre reprochés, les parens ou alies in du 4. pune ou de Pautre des parties, jusqu au detrs 6 cousin issu de germain inolusivement; les parens et. zunt lies des conjoints au degré ci- dessus, si le conjoint est Si⸗ ou si la partie ou le tomoin en a des enfans uu ſi vivans: en cas que le conjoint decedé, et quil ilun n'ait pas laissc de descendans, pourtont 6tre reproches lu, hu * les parens et alliès en ligne directe, les beoun Maß treres, soeurs et belles-soeurs. i Pourront aussi étre reprochés, le temoin i pPresomptif ou donataire; celui qui aura bu ou mange avec la partie, et a ses frais, depuis prononciation du jugement qui a ordonné Penquéte; celui qui aurs donné des certificats sur les faits relatifs au procès; les serviteurs et domestiques; le témoin en état d'accusæ ſtiſlh S tion: celui qui aura été condamné à une peine alliotire ou infamante, ou méme a une peine corrertiounel⸗ pour cause de vol. wnnn . aun (4) In der Ordonn. v. 1667. Lit. XXII. Art. a1. waren, ſo wie in den ältern Geſetzen, 3 10 Zougen verſtattet; dieſes i— hier biuig eingeſchräntt nach 1. 4. in f. D. de test.(KXII. 69) 4 (a) Ord. v. 1670. Lit. XV. Art. 19. 20— Reproches heißen aut Arten der Einwendungen gegen die Glaubwürdigkeit der Zeugen 03 ſowohl die ihre Petſonen veitefenden(reproches de fait), als liun e hun liht eieun. nente ſ houm ihn wpoi es pirna usqun ies hann si le en eü a i dectde, nt inn les ſtrs e tinein k Ma bu un a ynn eeli ſin ſs u n en ilt in yeine it e conein z1 vn vitſulu le tei UU pwehs ſi iylti kö che de li rr Th. 28 B. Von den Untergerichten. k61 281. Wenn eine Parthey mehr als fuͤnf Zeugen uͤber eine und dieſelbe Thatſiche abhoͤren laͤßt, ſo kann ſie nur wegen fuͤnf, nicht aber wegen mehrerer Zeugen Koſenerſe verlan⸗ gen. 232. Nach erſtatteter Zeugenausſage wird keine Einrede gegen den Zeugen mehr zugelaſſen, wenn 6 nicht durch ſchrift⸗ liche Beweiſe dargethan wird.(2) 283. Die Glaubwuͤrdigkeit der Zeugen kann dann beſtrit⸗ ten werden, wenn ſie Verwandte oder Verſchwaͤgerte der einen oder der andern Parthey bis mit Einſchluß des Grades der zweyten Geſchwiſterkinder, Verwandte und Verſchwägerte der Ehegatten in eben dieſem Grade ſind, dafern entweder der Ehegatte ſelbſt noch lebt, oder die Parthey oder der Zeuge von demſelben noch lebende Kinder hat. Iſt der Ehegatte verſtor⸗ ben, ohne Deſcendenten zu hinterlaſſen, ſo kann man nur deſſen Verwandte und Verſchwägerte in gerader Linie, deſſen Bruͤder und Schwäger, Schweſtern und Schwaͤgerinnen, fur verdaͤchtig erklaͤren. Auch kann man gegen die Glaubwuͤrdigkeit eines ange⸗ gebenen Zeugens Einwendungen machen, wenn derſelbe praͤ⸗ ſumtiver Erbe oder Legatar der Parthey iſt, die ihn zum Zeugen angegeben hat; wenn er ſeit Ertheilung des Beſcheids, in welchem auf Zeugenbeweis erkannt iſt, mit der Parthey und auf deren Koſten getrunken oder gegeſſen hat; wenn er uͤber Umſtaͤnde, welche auf den Proceß Beziehung haben, ſchriftliche Zeugniſſe(Atteſtate) ausgeſtellt hat; wenn er im Solde oder in Dienſten der Parthey ſteht, die ihn benannte; wenn gegen ihn, eines Verbrechens halber, die Anklage ange⸗ nommen; wenn er zu einer Leibes⸗oder entehrenden Strafe, oder wegen eines Diebſtahls auch nur zu einer policeymaͤßigen Zuͤchtigung, verurtheilt worden iſt.(3) diejenigen, die ſich aus ihrer Ausſage ergeben(reproches de droit). (3) Zu den 1. 3. D. de testt. aufgezählten reproches de fait ge⸗ hören nach Franzöſiſchem Rechte noch ſechſe: wenn zwiſchen den Zeu⸗ gen und der Parthey ein Proceß obwaltet; wenn er als Richter, Anwald oder Bevolmächtigter der Parthey, die ſich auf ihn be⸗ Civitgerichtsordnung. L 162 P. I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. 284. Le témoin reprvek sera entendu dans sa deposition. 235. Pourront les individns i66. de moins de quinze ans révolus étre entendus, sauf à avoir à leurs depositions tel égard que de raison.. 286. Le delai pour faire enquéte étant enpirè, 6 partie 1a plus diligente fera signißier à avous copie des procès- verbaus, et poursuivra Paudience sur un imle acte. N era status n sur les ne 288. Si néanmoins le fond de la cause était 65 état, il pourra étre— sur le tout jugement. 289. Si les reproches proposes avant la apoitin ne sont justifiés par écrit, la partie sera tenue den offrir la preuve, et de désigner les témoins; autrement elle n'y sera plus regue: le tout sans préjudice des ré⸗ Parations, dommages et intéréts poutraient etre dus au tmoin reproché. 5 290. La preuve, sil y echet, sera— par le tribunal, sauf la preuve contraire, et sera faite dans . zieht, geworden iſt wenn er keinen Begriff von den ſtreitigen Thatſachen hat; wenn er in ſeiner eignen Sache zeugt; wenn etr während der Erſtattung der Ausſagen betrunken war, wenn er endlich nicht vorgeladen war, ſondern ſich freywillig zum Zeug niſſe erboten hatte. Die reproches de droit ſind enthalten in der 1. 2 PD. de restt. 1. 9. D. er 1. 1. C. eod.(IV. 20.) 1. 5 H. 1. D eod. wozu noch kommt, wenn er den Grund ſeinet Wiſſenſchaft nicht anzugeben weiß. 1 da ſun n e R. P vitun nnu dſi unh vl nnnn iul) F UMn ſittun! 3 n in da.(6) e gehruhn bi tun nimn m j nn uln i in ſün, whl Auch die Ordonn. v. 1667. enthält Tit. XXII. Art. 2. und Tit XXIII. Art 2. mehrere urſachen der Verwerflichkeit der Seu⸗ gen, ſchreibt aber vor, daß ſie durch ſchrifttiche Beweiſe dargelegt ſeyn müſſen. Daß ſelbſt die Verwandtſchaft und Schwägerſchaft iin n hu whn, unß — li u d n Mn dn vi ui Aſt ſun, il 0 1 kene uh 3 — ieun, u imn zmiih tunt eu zur u les nn cause iu ut pat ut t la diyi era tene! s, autnn udice de ient étre ordonnes ra faite i don den ſt e zeugt! win wor, we wilig un ſind enhs d.(V. u)! den Gnn ſ iM. A* rſlicki k⸗ Seweiſ in⸗ dEonin 1r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 163 284. Der Zeuge ſoll, der gegen ihn vorgebrachten Ein⸗ wendungen ungeachtet, zu Ablegung ſeines Zeugniſſes gelaſſen werden.(S. unten Art. 291.) 285. Wer das funfzehnte Jahr ſeines Aters noch nicht zuruͤckgelegt hat, kann als Zeuge abgehoͤrt werden; doch nimmt man auf deſſen Ausſage nur ſo viel Ruͤckſicht, als, nach ver⸗ nuͤnftigem Ermeſſen, geſchehen kann. 286. Nach Ablauf des zum Zeugenbeweiſe feſtgeſetzten Termins läßt die Parthey, welche die Sache am eifrigſten betreibt, die Abſchrift der Protocolle dem gegenſeitigen Sach⸗ walter zufertigen, und ſucht durch einen bloßen Satz um das Verhor an.(*) 287. Ueber die Einwendungen gegen die eunmi keit der Zeugen wird ſummariſch entſchieden.(Art. 405.)(2 ₰ 288. Iſt jedoch die Hauptſache zur Entſcheidung reif, ſo kann uͤber alles in einem und Urthel erkannt wer⸗ den.(2) 280. Sind die gegen die Zeugen vor ihrer Ausſage vor⸗ gebrachten Einreden nicht durch ſchriftliche Beweiſe unterſtützt: ſo iſt die Parthey verbunden, ſich deshalb zum Beweiſe zu erbieten, und Zeugen zu benennen; widrigenfalls wird ſie da⸗ mit nicht weiter zugelaſſen; doch bleibt dem Zengen, wider welchen die Einwendungen vorgebracht worden ſind, vorbe⸗ halten, deshalb n Senugthuüng und Schadenerſatz zu fodern. 290. Hat der Beweis Statt, ſo wird darauf Gerichts⸗ wegen, unter des Seseebſeiſes(Art. 256.), erkannt, L 2 bis zu dem Grade der Geſchwiſterkinder, die S Erben der Parthey, oder die von ihr Geſchenke empfangen haben, der, welcher bey der Parthey(nicht bloß beym dritten, nicht bloß auf deren Koſten) ſeit Publication der Sentenz in welcher auf Zeugenbe⸗ weis erkannt iſt, gegeſſen und getrunken hat, und der, welcher ein Atteſtat in der Sache ausgeſtellt hat, verdächtige Zeugen ſeyn ſollen, iſt neu, war aber vorher größtentheils Gerichtsbrauch. (¹) Vergl Ord. v. 1667. Lit. XXII. Art. 27. (2) Ebendaſ. Lit. XXIII. Art.. (3) Vergl. Ord. Ebendaſ. Art⸗ 3. 164 P. I. L. II. Des Tribunaus inférieurs. la forme ci après réglée pour les enquétes sommaires Aucun reproche ne pourra 7 etre proposé, s'il* justifié par écrit. 291. Si les reproches sont Se la deposition du tèẽmoins reprochs ne sera point lue. 292. Lenquéte ou la deposition declarée nulle pat la faute du juge-commissaire, sera recommencòe à se Frais; les délais de la nouvelle enquéte ou de la nou velle audition de témoins courront du jou? de la itn fcation du jugement qui Taura ordonnée: la pourra faire entendre les mémes témoins; et si quęl. ques-uns ne peuvent étre entendus, les juges auront tel égard que de raison aux depotitionꝰ eux kir⸗ dans la enquéte.„ 293. Lenquéte déclarée nulle par la taut T'avoué, ou par celle de l'huissier, ne sera pas recom mencée: mais la partie pourra en répéter les frais con- tre eus, méme des dommages et intéréts, en cas 4 manifeste négligence; ce dui est kiss à Farbitrsge * juge. n'entratne pas oelle de Penquéte. Vergl. Ord. v. 1667. Sit. XXIII. Art. 3. (2) Ord. v. 1667. Lit XXII. Art. 36. Nach dem Edict v. Vay 1363. Art. 7. mußte das neue Zeugenverhör vor einem andern S richtscommiſſar erfolgen. Dieß ſcheint nicht aufgehoben zu ſeyn 294. La nullité d'une ou de e diy ſu min ſide M ſimht Au huthni ſſu, wi d ſthut u zunißt wnu in mu m ſin ſuhm nt n in M N nih uſt.6) — „ ar k in Serâ pi r jes fu s, en e nbitn Gict. 1 einen u— aujehobn rr Th. 28 B. Von den untergerichten. 165 und er wird in der unten(Art. 407.) fuͤr die ſummariſchen Zeugenverhoͤre beſtimmten Form gefuͤhrt. Dabey wird keine andere Einwendung gegen die Zeugen zugelaſſen, als die, welche durch ſchriftliche Beweiſe unterſtutzt iſt. 201. Werden die Einwendungen zulaͤßlich befunden, ſo wird die Ausſage des Zeugen, wider welchen ſie vorgebracht ſind, nicht geleſen.(*) 292. Iſt das Zeugenverhör oder die Ausſage eines Zeu⸗ gen wegen eines Verſehens des Gerichtscommiſſars fuͤr unguͤl⸗ tig erklaͤrt worden: ſo wird auf deſſen Koſten aufs neue dazu geſchritten. Die Friſten des neuen Beweisverfahrens, oder des abermaligen Zeugenverhoͤrs laufen vom Tage der Zuferti⸗ gung des Urthels, in welchem darauf erkannt worden iſt. Der Parthey iſt erlaubt, dieſelben Zeugen wieder abhoͤren zu laſſen, und koͤnnen einige derſelben nicht wieder abgehoͤrt wer⸗ den: ſo hat das Gericht auf ihr beym erſten Verhoͤr abgeleg⸗ tes Zeugniß billige Ruckſicht zu nehmen.() 203. Iſt der Zeugenbeweis wegen eines Verſehens des Sachwalters oder des Gerichtsbotens fuͤr unguͤltig erklärt worden: ſo wird er nicht wiederholt; allein, der Parthey iſt verſtattet, von ihnen den Erſatz der Koſten, und im Falle einer offenbaren Nachläſſigkeit, Schadenerſatz zu verlangen, welches dem Ermeſſen des Richters uͤberlaſſen iſt.(3) 204. Die Unguͤltiakeit einer oder mehrerer Zeugenausſa⸗ gen zieht die Unguͤltigkeit des ganzen Zeugenbeweiſes nicht nach ſich.(4) ———————— (3) Jousse sur L'ord. de 1667. Tit. KXII. Art. 36. Henrys (4) Doch iſt für die Thatſache nur dann voller Beweis da, wenn zwey volgürtige Zeugen gleichförmig ausgeſagt haben. 1. 9. C. de testt.(¶V. eo.). 166 P. I. L. II. Des Tribunaus inférieurs. TITRE XIII. Des PDescente⸗ sur les lieux. ————— 295. Le ca pourra, dans les cas od il le croira nécessaire, ordonner que l'un des juges tran· portera sur les lieus mais il ne pourra ordonner dans les matieres ou il wéchoit qu'un simple rapport d'ex. perts, Sil n'en est requis par l'une ou par rautre des parties. 2 296. Le jugement commettra lun des juges qui y auront assisté. 297. Zur la requste de la nt⸗ la plus aingene. le juge-commissaire rendra une ordonnance qui fixera les lieu, jour et heure de la descente; la igti en sera faite d'avous à avoué, et vaudra sommation. 293. Le juge commissaire fera mention, sur k 4 winute de son proces- verbal, des jours employés au transport, sejour et retour. 299. L'expedition du procs-verbal sera signifie par la partie la plus diligente aux avoués des autteß parties; et, trois jours apres, elle poursuivte Paudience sur un simple acte. 300. La présence du ministére public ne sera né⸗ cessaire que dans le cas oů il sera lui méme partie. N (1) Ord. v. Tit. XXI. Art. 1. (2) Ebendaf Art. 4. Der Gerichtscommiſſar kann an ſeine Steu keinen andern ſubſtituiren. Ord. v. 1493. Art. 46. Ord. v. 1536. Cap. I. Art. 6. Reglem. du conseil vom 24. Mai 1603. f. Bourg en Breſſe Edict v. Febr. 1703. Art. 20. Art. 34. f. Ppern. (3) Ord. v. 1667. Lit. XXI. Art. 6. 7. (4) Ebenbaſ. Art. 19. 32 t. go 1. 2 fha, W u Eu ſtih, uünf jynhl 1 51 in uny) chu „ wtn Pnn, zung uſi pfnn, wuin)( ißun uft N ih n Uim init uihn im hſti uhwun den ſilen — 6 Etan 6 i biſhij lMe de Jnhim Mu den ieuts ieun e cu d jug kn lorionn e rihyn par Jnn les ju pls dlh ance quh Ja izuiu sommin ution, u employi sera sig es des u rra poun lic ne Ken ene yni m an iut 46 O. 3 Pi i Ir Th as B⸗ Von den Untergerichten. 167 Dreyzehnter Titel. Von Localbeſichtigungen.*) * 295. Das Gericht kann in Fällen, wo es ſolches noͤthig findet, verordnen, daß einer der Gerichtsbeyſitzer ſich an Ort und Stelle begeben ſolle; doch kann dieß nicht in Faͤllen ge⸗ ſchehen, wo ein bloßes Gutachten der Sachverſtaͤndigen hin⸗ reichend iſt; es muͤßte denn von einer oder der andern Par⸗ they um Localbeſichtigung angeſucht worden ſeyn.(*) 206. Im Beſcheide wird einer derjenigen Richter, welche der Abfaſſung deſſelben beygewohnt haben,(zur Localbeſichti⸗ gung) abgeordnet.(2) Auf ſchriftliches Anſuchen derjenigen Parthey, welche zuerſt darauf antraͤgt, erlaͤßt der Gerichtscommiſſar eine Verordnung, in welcher Ort, Tag und Stunde zur Beſichti⸗ gung angeſetzt ſind. Ein Sachwalter laͤßt ſolche dem andern zufertigen, und dieß vertritt die Stelle der Auffoderung(Pro⸗ vocation).(Art. 257.)(3) 298. Der Gerichtscommiſſar bemerkt auf der Urſchrift ſeines Protocolls, wie viele Tage er auf ſeine Hin-und Her⸗ reiſe und auf den Aufenthalt am Orte verwendet habe.(4à) 290. Die Ausfertigung des Protocolles wird auf Anſu⸗ chen der Parthey, welche zuerſt darauf antraͤgt, den Sach⸗ waltern der uͤbrigen Partheyen zugefertigt, und drey Tage nachher kann eben dieſe Parthey mittelſt eines bloßen Satzes das Verhoͤr in der Sache ausbringen.(3) . Die Gegenwart der offentlichen Behoͤrde(des Ge⸗ neralprocurators oder des kaiſerlichen Anwalds) iſt nur in dem Falle nothig, wo ſie ſelbſt Parthey iſt.(5) (3) Ebendaſ. Art. g3. (6) Dieß iſt der Fau wenn die Inſiruction des Proceſſes oder andre Geſchäfte auf Anſuchen, oder Betreiben des ichen Anwalds oder des Generalprocurators erfolgen. ²) Zu dieſem ganzen Verfahren liefert die Formulare Delaporte uunter dem Artikel: Descente. E. P. P F H. Des Tribunaux inférieurs. 1 301. Les krais de transport seront avancés par la 6 B vore requerente, et yan elle consignes ⸗ au greſe. n TTTRE XW. De⸗ a'tspert. . 302. Lorsqu'il y aura lieu à un rapport d'experu, il sera ordonné par un jugement, lequel cnoncera clai 30. expertise ne pourra se faire que par trois it 6 rement les de enperts, à moins que les parties ne consentent qu'il ot procedé par un seul. mnf ſ zn mn les parties se sont accordées pour nommer les experts, muu le méme jugement leur donnera acte de la nomination. uinn 304. Si, lors du jugement qui ordonne Pexpertise, 305. Si les experts ne sont pas convenus par les 3 in parties, le jugement ordonnera qu'elles seront tenues m, Itunn d'en nommer dans les trois jours de nen we * qu'il sera procede 5 Fopẽration par les experts qui seront nommès ayofũce par le méme jugement. 4 8. 00 (1) Ord v. 2667. Lit. XXI. Art. 3. ſe n (e) Angef. Ord. a. g. D. Art. 8. * 1r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 169 301. Die Reiſekoſten ſind von der Parthey, welche um u peh. die Beſichtigung angeſucht hat, vorſchußweiſe zu bezahlen, und von ihr bey der Gerichtsſchreiberey niederzulegen.(¹) Vierzehnter Titel. Vom Gutachten der Sachverſtaͤndigen. rt. 6 zo2. Wenn die Sache zu einem Gutachten der Sachver⸗ en n ſtaͤndigen geeignet iſt: ſo wird in einem Beſcheide hierauf erkannt, in welchem die durch Sachverſtaͤndige zu eroͤrternden ennm Gegenſtaͤnde deutlich beſchrieben ſeyn muͤſſen.*)(7) 3o3. Die Erörterung darf von nicht weniger als drey achverſtändigen geſchehen, dafern die Partheyen nicht darein ge un willigen, daß ſolche bloß durch Einen vorgenommen werden ſolle.(S. unten Art. 323. 955. 071.) 22 3og. Haben die Partheyen zu der Zeit, da der Beſcheid ertheilt ward, in welchem auf Einholung eines Gutachtens erkannt iſt, ſich ſchon uͤber die Ernennung der Sachverſtandi⸗ leperu gen vereinigt: ſo wird ihnen in dieſem Beſcheide dieſe Ernen⸗ nung beurkundet. z05. Sind die Sachverſtaͤndigen bereits durch Ueberein⸗ oniuin kunft der Partheyen ernannt: ſo wird ihnen im Beſcheide 6 ut auferlegt, dieſe Ernennung binnen drey Tagen nach erfolgter Zufertigung(des Beſcheides) zu vollziehen, unter der Verwar⸗ ernt nung, daß widrigenfalls durch die in demſelben Beſcheide Amtswegen ernannten Sachverſtaͤndigen das Geſchaft vorge⸗ nommen werden ſolle.(4) es expen igriiuin rles emn— (3) Nap⸗ buͤrgerl. Geſetzb. Art. 1678. Vergl. Ordon. von 1667. gen (3) Ord. Ebendaſ. Art. 8. 9 „ S. Pelaporte unter dem Artikel: Expertiso. E. 70 P. I. L. II. Des Trihunaus inférieur. Ce mẽme jugement nommera le juge·commisnire qui recevra le serment des erett convenus ou non mes d'office: pourra neanmoins le tribunal ordonner que les esperts préteront leur zerment devant le juge de paix du canton ou ils procéderont. 306. DPons le délai ci-dessus, les parties qui se seront accordées pour la nomination des experts, en feront leur déclaration au greffe. 307. Après Fexpiration du delai ci-deseus, h partie la plus diligente prendra Pordonnance du juge, et fera sommation aux experts nommes par les parties ou d'office, pour faire leur serment, sans qu'il scit ns⸗ cessaire que les parties y soient présentes. 308. Les récusations ne pourront étre proposses que contre les experts nommés d'office, à moins qus les causes n'en soient survenues depuis la nomination * et avant le serment. 4. 1 „ ⸗. 309. La partie qui aura des moyens de récusa- tion à proposer, sera tenue de le faire dans les trois jours de la nominstion, par un simple acte signé d'elle ou de son mandataire spécial, contenant les causes de récusation, et les preuves, si elle en a, ou vogte de les vérifier par témoins: le délai ci-dessus expiré, la récusation ne pourra étre proposce, et venper prẽter serment jour indiquè par la sommation. imiſn 1 z m n mſ; W w Ei wſe ih dn ſiln. zi eu hu m m bo ihl ſihi „ Mn wl wn iihnmn 5 ui nn ſi i i ſu ſihu kun in ſt un ſ wnſtw M n in kin Suft kfinnn ieun letinn nt e ſy heris i 5 enperz ci- deu ance uh. ar les gul vü e propu moins 1 nominati de ns les n ign es caus ou Jolnt 5 enin Wert pin 1r Th. 2 B. Von den Untergerichten. 171 In eben dieſem Beſcheide wird der Richter ernannt, der als Commiſſar den durch Uebereinkunft der Partheyen oder von Amtswegen, ernannten Sachverſtändigen den Eid abneh⸗ men ſoll; doch ſteht dem Gerichte frey, darauf zu erkennen, daß die Sachverſtandigen von dem Friedensrichter des Cantons, wo ſie ihr Seſchäft zu vollziehen haben, vereidet wer⸗ den ſollen. 306. Haben ſich die Partheyen die Ernennung der Sachverſtaͤndigen vereinigt: ſo muͤſſen ſie in obbeſtimmter Friſt ihre dießfallſige Erklarung auf der Gerichtsſchreiberey abgeben. 307. Nach Ablauf der obbeſtimmten Friſt bringt die Parthey, welche die Sache am eifrigſten betreibt, eine Ver⸗ ordnung des Richters aus, und fodert die von den Partheyen oder von Amtswegen ernannten Sachverſtandigen auf, ihren Eid abzulegen, wobey die Gegenwart der Partheyen nicht erfoderlich iſt.(1) 3o. Nur von Amtswegen ernannte Sachverſtaͤndige koͤn⸗ nen verbeten werden; ausgenommen wenn, in Anſehung der von den Partheyen ernannten, ſeit ihrer Ernennung Urſachen eingetreten ſeyn ſollten, die dazu berechtigen. zoo. Die Parthey, welche die Gruͤnde vorbringen will, aus welchen ſie einen oder den andern Sachverſtaͤndigen ab⸗ lehnt, iſt ſchuldig, ſolches in den naͤchſten drey Tagen nach erfolgter Ernennung durch einen bloßen Satz zu thun, wel⸗ chen ſie oder ihr Specialbevollmächtigter unterzeichnet, und welcher die Gruͤnde der Ablehnung und die Beweiſe dafuͤr, wenn ſie deren hat, oder das Anerbieten enthaͤlt, den Beweis durch Zeugen zu fuͤhren. Nach Ablauf der obbeſtimmten Friſt kann keine Ablehnung mehr angebracht werden, und der Sachverſtaͤndige leiſtet den Eid an dem in der Auffoderung beſtimmten Tage.(62²) () Ord. v. 1667. Lit. xx¶. Art. 16. Ebendaſ. Art. 7. 9. 172 F. I. L. II. Des Fiibun fuſenibutn 310. Les experts pourront étre récuses Par e. pour lesquels les témoins peuvent étre reroche. * 31I. La récusation contestẽe sera jugée sommai- rement à l'audience, sur un simple acte, et sur conolusions du ministère public; les juges pourront ordonner la preuve par témoins, laquelle sera kaite dans la forme ci- après prescrite pour les enquétes som- maires. 312. Le jugement sur la récusation sera exõcutoire, 3 nonobstant T'appel. 313. Si la récusation est admise, il sera dofũce par le meme jugement, nommé un nouvel expert ou de nouveaux experts à la place de celui ou de ceux récusés. 3. 314. Si la récusation est rejetée, la partie u l'aura faite sera condamnèe en tels dommages et ints. réts qu'il appartiendra, méme envers Pexpert, s'il ghiert mais, dans ce dernier cas, il ne pourra de- 8 meurer expert. 315. Le procbs-verbal de prestation de serment contiendra indication, par les experts, du lieu et des jour et heure de leur opération. En cas de présence des parties ou de leurs avoués, cette indication vaudra sommation. 10 un du ihn kpn w. l ub ſwöi M. ß Giit ju inpfri ſiuni n mi diů min v P P ſeü is du dn ui e uinjn 6 in umd ujg u kuh it ) . m ua wmn kih u, ſ (n — 6 0, 60 n o 0 kienh jugie un e, et u eg n ele zni enquin era exic sen t el enen on de 6 partie q es et in ert, 30 e poum e em u hieu t jeutʒ mn — 1r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 173 310. Sachverſtaͤndige duͤrfen aus eben den Gruͤnden ab⸗ gelehnt werden, aus welchen erlaubt iſt, Einwendungen gegen die Zeugen vorzubringen.(S. oben Art. 283. 311. Wird der Ablehnung widerſprochen, ſo wird dar⸗ uͤber auf Einreichung eines bloßen Satzes(ſ unten Art. 407 f.), nach angehoͤrtem Antrage des kaiſerlichen Anwalds(ſ. oben Art. 83. n. 4. Art. 385. 394.) ſummariſch entſchieden; das Gericht kann dabey auf Zeugenbeweis erkennen, welcher ſodann in der fuͤr das ſummariſche Zeugenverhoͤr unten(Art. 407. f.) feſtgeſetzten Form gefuͤhrt wird.(²) zrz. Der uͤber eine Ablehnung(der Sachverſtaͤndigen) ertheilte Beſcheid iſt, der dagegen eingewandten ltion ungeachtet, vollſtreckbar.(2) 313. Wird eine ſolche Ablehnung fuͤr zuläßlich erkannt: ſo erfolgt in demſelben Urthel von Amtswegen die Ernennung eines oder mehrerer neuen Sachverſtaͤndigen an die Stelle deſſen oder derjenigen, welche verworfen worden ſind. 314. Wird die Ablehnung fuͤr unſtatthaft erklaͤrt: ſo wird die Parthey, welche ſie vorgebracht hat, verurtheilt, eine verhaͤltnißmaͤßige Summe als Schadenerſatz(an den Gegen⸗ theil) zu bezahlen; ſelbſt zum Beſten des Sachverſtaͤndigen kann, wenn dieſer darum anſucht, die Zahlung dieſer Summe auferlegt werden; doch kann dieſer ſolchenfalls(in derſelben Sache) nicht weiter ein Gutachten ertheilen(vergl. u. Art. 390.)(4) 315. In dem uͤber die Leiſtung des Eides aufgenomme⸗ nen Protocolle beſtimmen die Sachverſtaͤndigen den Ort, den Tag und die Stunde, wo ſie das Geſchäft vornehmen wollen. Sind die Partheyen oder deren Sachwalter dabey zuge⸗ gen, ſo vertritt dieſe Beſtimmung die Stelle der Auffoderung (Provocation). () Ord. v. 1667. Lit. XRI. Art. 9. Jousse comm, ad h. 1. (2) Jousse a. a. O. (3) Ord. v. 1667. Zit. XXIV. Art. 26. 6 Ebendaſ. Art, 36. 174 P. I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. 3 nü En cas d'absence, il sera fait sommation aux par· e0. ties, par acte d'avoué, de se trouver aux jour et heure 4. que les eperts auront indiquss. 1 3 immn i 316. 8 quelque espert naccepte point la nomi- nation, ou ne se présente point, soit pour le m 6 soit pour respertise, aux jour et heure indiques, les 3 Sini parties vaccorderont sur-le- champ pour en nommer n— autre à a placez sinon la nomination pourra étre i qofßice par 1s tribunal. In i iiummn biitt, uh wülch w he lufid uM. L'expert qui, après avoir prété serment, ne rem- plira pas sa mission, pourra étre condamné par le tribu- nal qui Pavait commis, à tous 6 frais frustratoires, e méme aux dommages- intéréts s'il y échet. * 2 37. Le jugement qui aura ordonné le rapport, et dim les pieces nécessaires, seront remis aux experts; e tn parties pourront faire tels dires et réquisitions qu eue n jugeront convenables: il en sera fait mention dans— ſtiht ist rapport; il sera redige sur ſe eu contentieux, ou dans le lieu et aux jour et heure„ aeront indiqués per 6 experts. 8 uih w La rédaction sera écrite par un des experts, et ſnin signée par tous: s'ils ne savent pas tous écrire, elle ung un sera écrite et signée par le greffier de la justice de pai 2 , u du lieu oü ils auront procédé. 6 in ſe 318. Les experts dresseront un seul„ ils— 5 6 ſ 6 ne formeront qu'un seul avis à la pluralitè des voix. hen un —. itun in m jmat peit kn ou e zn inäu, en nonn urn i nent, w par kt rustrati . e nyyn expertz ions qut tion dam ux, ou 4l iques yn enpert, onire ustics ij nyyß 6des wu „— r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 175 Sind ſie nicht zugegen, ſo werden ſie durch einen Satz, den ein Sachwalter dem andern zufertigen läßt, aufgefodert, ſich an dem Tage und zu der Stunde, welche die Sachver⸗ ſtaͤndigen beſtimmt haben, einzufinden.(*) 316. Wenn einer oder der andere Sachverſtaͤndige ſeine Ernennung nicht annimmt, oder ſich am beſtimmten Tage und zur geſetzten Stunde zur Eidesleiſtung und Eroͤrterung der Sache nicht einſtellt: ſo haben die Partheyen ſich ſogleich uͤber die Ernennung eines andern an deſſen Stelle zu vereinigen; widrigenfalls kann das Gericht Amtswegen einen andern er⸗ nennen. Wenn ein Sachrerſtändiger nach geleiſtetem Eide das ihm uͤbertragene Geſchaͤft nicht vollzieht: ſo kann er von dem Gerichte, welches ihn beauftragt hat, zum Erſatz aller dadurch vergeblich veranlaßten Koſten; ja ſelbſt, nach Beſchaffenheit der Umſtaͤnde, zum Schadenerſatze, verurtheilt werden. S. u. Art. 320.) 3r7. Der Beſcheid, in welchem auf erſatung eines Gutachtens erkannt worden iſt, wird den Sachverſtaͤndigen, nebſt den noͤthigen Beweisurkunden, eingehaͤndiget. Den Par⸗ theyen iſt verſtattet, das, was ihnen erfoderlich duͤnkt, vorzu⸗ bringen und zu ſuchen, wovon im Gutachten Erwähnung ge⸗ ſchieht; dieſes wird entweder an dem ſtreitigen Orte abgefaßt, oder an dem von den Sachverſtändigen hiezu beſtimmten Orte und Tage, und zur geſetzten Stunde. Das Gutachten wird von einem der Sachverſtindigen aufgeſetzt, und von ihnen allen unterzeichnet. Koͤnnen ſie nicht alle ſchreiben: ſo wird der Aufſatz von dem Gerichts⸗ ſchreiber des Friedensgerichts des Ortes, wo ſie die Eroͤrte⸗ rung vorgenommen haben, abgefaßt und unterzeichnet.(²) z1g. Die Sachverſtändigen faſſen nur Ein Gutachten ab, und vereinigen ſich nach der Stimmenmehrheit uͤber Eine Meinung.(S. Art. 210.) () Dieß Geſetz iſt ſpecieller als die Ord. v. 1667. Lit. XXI. Art. 10. (2) S. Tayordnung(tarif de⸗ trais et dẽpens) v. 1808. Ar. 92 n. 13. X 176 P. I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. IIs indiqueront néanmoins, en cas d'avis différens, les motifs des divers avis, sans faire connaitre quel a „ été l'a vis personnel de chacun d'eux. 3 L minute du rapport sera deposse au ereß du tripuna qui aura ordonné Pexpertise, sans nouvesu serment de la part des experts: leurs vacations seront taxes par le président au bas de la minute; il* sera delivré excutoire contre la partie qui aura requis l'expertise, ou qui l'aura poursuivie si elle a eté orlor 3 née d'office. 6 320. En cas de 1 ou de refus de la van des enperts de déposer leur rapport, ils pourront&tre signés à trois jours, sans préliminaire de 2an r par· devant le tribuna! qui les aura commis, vor* voir condamner, méme par corps„il échet, à faire jedit dépöt; il y sera statué sommairement et sans truction. 321. Le rapport sera levé et signifié à avous pir la partie la plus isenie Paudience sera poursu sur un simple acte. 322. Si les juges ne trouvent point dans le rap port les Zelueisssets suffisans, pourront ordonner dooffice une nouvelle espertise, par un ou plusieun experts qu'ils nommeront ägolement d'oflice, et qu pourront demander aus précẽdens experts les renseigus· mens quils trouveront convenables. [(¹) Ord. v. 1667. Lit. XXI. Art. 12 u. 13. (2) Ebendaſ. Art. 19. 14. 15. Jousse ad h. 1. (3) Dieſe Verordnung iſt neu. ſu ſ o ) un hut etieun ni itn conit deyoe ewenz 3 6e, amun vint ninute; u1 qui un elle 1 5 s de kp pourron de cu omnü, ſ y echet nent etu iie à m seta hon int dmk ourront n un ou yß dofüce, 1 rt ls nu 1 X Ir Th. 26 B. Von den Untergerichten. 172 Sind jedoch die Meinungen getheilt geweſen: ſo geben ſie die fur jede beſondere Meinung ſtreitenden Gruͤnde an, ohne uͤbrigens anzuzeigen, welches die perſoͤnliche Meinung jedes Einzelnen unter ihnen geweſen ſey.(1) 319. Das Originalgutachten wird beym Actuariat des Gerichts, das auf Eroͤrterung durch Sachverſtaͤndige er⸗ kannt hat, niedergelegt, ohne daß die Sachverſtändigen deshalb einen neuen Eid zu leiſten haben; ihre Gebuͤhren werden am Schluſſe des Originalconcepts vom Präſidenten taxirt; und wider die Parthey, welche auf Eroͤrterung durch Sachverſtaͤndige angetragen, oder, wenn Amtswegen dar⸗ auf erkannt worden iſt, die Eroͤrterung geſucht hat, wird deshalb ein Huͤlfsbefehl ertheilt.(3) 320. Verzoͤgern die Sachverſtaͤndigen ihr oder. weigern ſie ſich, ſolches bey der Gerichtsſchreiberey einzurei⸗ chen: ſo kann man ſie, ohne daß deshalb der ſonſt nothwen⸗. dige Verſuch der Guͤte erfoderlich iſt, unter Beſtimmung einer Friſt von drey Tagen, vor das Gericht, das ihnen den Auf⸗ trag ertheilt hat, vorladen laſſen, damit ſie ſehen ſollen, daß ihnen, nach Beſchaffenheit der Umſtaͤnde, ſogar bey perſoͤnli⸗ chem Arreſt, auferlegt werde, dieſe Einreichung zu bewirken; und zwar wird dießfalls ſummariſch, und ohne votgngites Verfahren, erkannt.(2) 321. Das Gutachten wird von der Parthey, welche die Soche am eifrigſten betreibt, abgeloͤßt, dem gegentheiligen Sachwalter zugefertigt, und durch einen bloßen Satz ein Ver⸗ hoͤr ausgebracht. 322. Findet das Gericht den Gegenſtand im Gutachten nicht gehörig aus einander geſetzt: ſo kann es von Amtswegen eine neue Eroͤrterung durch einen oder mehrere Sachverſtän⸗ dige anordnen, die dann gleichfalls von Amtswegen ernannt werden, und von den vorigen Sachverſtaͤndigen die ihnen er— foderlich ſcheinenden Erlaäuterungen verlangen koͤnnen.(3) * & Orw v. 1687. Lit. r Art. 3 (s) Coutume de Paris art. 553. Civitgerichtsordnung. M 178 P. I. L. M. Des PTribunaux cn 323. Les juges ne sont point astreints S euirre 5 88. Pavl⸗ des epers, si leur conviction s 3 We⸗ 8 3 * TITRE XV. PDe Interrogatoire sur Faits et Articles. 324 Les arties penyeut, en toutes matiere⸗ et en tout 6tat de cause, demander de se faire interroger respeotirement sur faits et articles pertinens concer· nant seulement 1 matibre dont est sans reur de rinstruotion ni du jugement. interrogatoire ne pourra étre ordonns sur requéte contenant les faits et par jngement ren a Paudience: il— procs6, soit devant pr dent, soit devant un juge par lui commis. 326. En cas Teloignement, le president commettre le du dans ressort 4* k residence. 327. Le juge commis indiquera, au bas de vor donnance qui l'aura nonms, les jour et heure 46 1. tout sans qu'il soit besoin a () Ord. v. 1667. Lit. X. Art. 1. Ord. Franz I. v. 1839. Art 37 Dufour Traité de la Frocedure civile T. I. p. 362— 365. (2) Ord. v. 1667. Tit. X. Art. 1. . ſuhn w wofll ſin J6 ſun in ſin ieun 1r Ch. 2s B. Von den Untergerichten. 179 imi 3az. Die Richter ſind nicht verbunden, nach dem Gut⸗ ou achten der Sachverſtaͤndigen zu urtheilen, wenn ſolches ihrer eigenen Ueberzeugung entgegenlaͤuft.* Funfzehnter Titel. Arick Von Befragung der Partheyen uͤber Thatſachen und Artikel.**) tes main 324. Bey jeder Art und Lage des Proceſſes iſt den Par⸗ theyen geſtattet, darum anzuſuchen, daß ſie uͤber ſachdienliche rtinen a Umſtaͤnde und Artikel, jedoch lediglich uͤber ſolche, welche den in Streit befangenen Gegenſtand betreffen, ſich gegenſeitig kaire iun Fragen vorlegen duͤrfen, doch ſoll hierdurch das Verfahren und die Faͤllung der Entſcheidung nicht aufgehalten werden.(¹) otiem 325. Nur auf ein vorgängiges Bittſchreiben, in wel⸗ chem die Thatſachen(auf welche die Fragen gerichtet ſeyn ſol⸗ gemem len) angegeben ſind, kann, mittelſt eines im öffentlichen Ver⸗ ernt e! hör ertheilten Beſcheides, auf die Befragung des Gegentheils * erkannt werden. Sie geſchieht entweder vor dem Praͤſidenten, oder vor einem von dieſem hiezu abgeordneten Gerichtsbeyſitzer. tzident 1 326. Iſt die zu befragende Parthey entfernt, ſo kann der Praͤſident dem Praͤſidenten des Gerichts, in deſſen Bezirke die Parthey ſich aufhaͤlt, oder dem Friedensrichter des Cantons, a in welchem ſie wohnhaft iſt, deshalb Auftrag ertheilen.(2) 327. Der beauftragte Richter beſtimmt am Schluſſe der Verordnung, durch welche er ernannt worden iſt, Tag und s. le resn i Stunde zur Befragung; und zwar alles dieß, ohne daß es t beun i M 2 toin itn— *) Bemerkungen uͤber dieſen Artikel werde ich anderwaͤrts mit⸗ theilen. E. F**) S. Formulare über dieſes Verfahren beym Pelaporte un⸗ ter; Faits et Articles. E. „ 180 P. I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. — verbal contenant— ou—— son or⸗ 5 8 donnance. 328. En cas np Lei⸗ de par e, le juge se transportera au lieu ou elle est retenue. 329. Vingt- quatre heures au moins avant kinter rogatoire, seront ignißiées par le méme pic personne ou domicile, la requéte et les ordonnances d tribunal, du président ou du juge qui devra proecder a Pinterrogatoire, avec assignation donnée par un hi· sier qu'il aura commis à cet effet. 330. Si Passigno ne comparait pas, ou refuse 4. repondre après avoir comparu, il en sera dresse pro verbal sommaire, et les faits pourront étre tenus po N avérés. présente avant le jugement, il sera interrogé, en payant les frais du premier ½ et de la sans repotition. 332. Si, au jour de hinterrogatoire, la partie a signée justifie d'empéchement légitime, le juge ind. „* quera un autré jour pour Finterrogatoire, sans nouv assignation. 333 L partie répondra en personne sans pouvoit lire aucun projet de réponse par écrit,„t sans as. tance de Snih aus faits gontent en la requẽte, méme à ceux sur lesquels 1e juge Finterrogera qoffice; les réponses seront précises et pertinentes sur chaque 8 6 6 S5 () Ord. v. 1667. Lit. X. Art. 2. (2) Ebendaſ. Art. 6. (3) Ebendaſ. Art. 3. . — 331. Si, ayant fait defaut sur Passignation, il 6 pi cg nſn ſu, iht ſi,ie H An ſu, un — 60) ki 6 Uie ieurz e k i s kehp est retem 6 nt u ene ayi orlouun den 0e puu u n drein étre tem ignatimi og6, en 2 signiin a parti le juge sans 100 Kuns yn et am1 en h ny ogen i e ut d ſten nicht fodern.(3) fragung beſtimmten Tage rechtmaͤßige Abhaltungen habe; ſo rr Th. 28 B. Von den Untergerichten. 181 eines Protocolls beduͤrfte, in welchem des Anſuchens um ſeine Verordnung oder ihrer Auslieferung gedacht waͤre. 8 328. Iſt die Parthey aus rechtmaͤßigen urſachen zu er⸗ ſcheinen verhindert: ſo verfuͤgt ſich der Richter an den wo dieſelbe zu bleiben genoͤthigt iſt 03) 3 Wenigſtens vierundzwanzig Stunden vor der Be⸗ ſragung werden der Parthey, in Perſon, oder an ihrem Wohnorte durch eine einzige Zufertigung: das Geſuch; die darauf ertheilten Verfuͤgungen des Gerichts, des Praͤſidenten oder des zur Befragung abgeordneten Richters, nebſt der Vorladung, inſinuirt. Dieß geſchieht durch einen hiezu vom Richter abgeordneten Gerichtsboten.(3) 330. Wenn der Vorgeladene nicht erſcheint, oder, nach⸗ dem er erſchienen iſt, zu antworten ſich weigert: ſo wird hier⸗ uͤber ein ſummariſches Protocoll aufgenommen, und die zur Befragung ausgeſetzten 5 tinken fuͤr eingetàumt ge⸗ achtet werden.(4) 331. Wenn er auf die S zwar außengeblieben iſt, ſich aber noch vor dem rechtlichen Erkenntniſſe ſtellt: ſo wird er, gegen Erlegung der Koſten des erſten Protocolls und der Zufertigung, befragt: jedoch kann er den Erſatz S Ko⸗ 332. Beweiſt der Vorgeladene, daß er an dem zur Be⸗ ſetzt der Richter, ohne neue Vorladung, einen andern Tag zur Befragung an. 333. Die Parthey antwortet auf die in dem gegentheili⸗ gen Schreiben enthaltenen Thatſachen, und ſelbſt auf diejeni⸗ gen Fragen, die ihr der Richter Amtshalber vorlegt, in Per⸗ ſon, ohne rechtlichen Beyſtand, und ohne daß es ihr erlaubt iſt, ihre Antworten aus einem ſchriftlichen Entwurfe abzuleſen. Die Antworten muͤſſen beſtimmt ſeyn, auf jede Thatſache paſ⸗ ſen, und keine verlaͤumderiſchen oder beleidigenden Ausdruͤcke (4) Ebendaſ. Art. 4. Jousse und Bornier ad h⸗ 1 (3) Ebendaſ. Art.. 1. 8. H. 14. D. de inofk. test.(V. 2.) 1. 3. C. de h. qu. vt indign. aut.(VI. 34.) 132 P. I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. Fait, et sans aucun terme eanpist ni injurieus: cdui dui aura requis rinterrogatoire, ne Pourrs y abister. 334. TLinterrogatoire achevs sera ju à 1a partie, avec interpellation de déclarer si elle a dit vérits et persiste: si ele sjoute, addition sera redigeo en murge ou à la uite de Pinterrogatoire; elle lui sera lue, et i sera fait la möme interpellation: elle nie l'inter- rogatoire et les additions; et si elle ne sait ou n eu signer, il en scra kait mention. 335. La partie qui voudra faire usage n, le fera signifer, sans quil, étre un sujet d'scritures de ni Tautre. 336. Seront teuues les adwinistrations vetabhe mens publies de nommer un administrateur ou agent pour rspondre sur 1e faits es articles qui leur autt 6te communiquès elles donneront, à cet eget, pouvoir spécial dans lequel les reponses seront eM quses et affirmées véritables, sinon les faits pourront étre tenus pour avérés; sans prejudics de faire inter roger les administrateurs et agens sur les faits qui seront personnels,— y avoir, ver le nibunel, l raison. z wn ſt l Pi hm. nk wiiſt, nit ihi iul 5 ſmiſt 1 ſiuh, umn muh neun tjuen 1 ih hi mge au i. eipnh usg i il pinn tion i trateut u gui luu ies euut es lis nu e de fini e ſis iſt, Gerichtswegen beruͤckſichtige.() N enthalten. Derjenige Theil, welcher um Abhoͤrung des andern gebeten hat, darf derſelben nicht beywohnen.(1) 334. Nach beendigter Befragung wird der Parthey das Verhoͤr vorgeleſen, und ſie wird aufgefodert, zu erklaͤren, ob ſie die Wahrheit geſagt habe, und ob ſie bey ihrer Ausſage beharre. Fuͤgt ſie etwas hinzu: ſo wird der Zuſatz am Rande, oder am Schluſſe des Verhörsprotocolls hinzugeſchrieben, ihr vorgeleſen, und die erwaͤhnte Auffoderung wiederholt. Sie unterzeichnet das Verhoͤrsprotocoll und die Zuſätze; kann oder will ſie nicht unterzeichnen; ſo wird dieß im Protocoll er⸗ 335. Die Parthey, welche von dem Verhoͤre Gebrauch machen will, läßt es dem Gegentheile zufertigen; es darf aber, weder von der einen, noch von der andern Seite, der Gegen⸗ ſiand eines ſchriſtlichen Verfahrens werden. 336. Die Verwaltungsämter oͤfſentlicher Anſtalten ſind ſchuldig, einen Verwalter oder Agenten zu ſtellen, der auf Ir Th. 2s B. Von den untergerichten. 183 die ihnen vorgelegten Umſtaͤnde und Artikel antworte. Sie- ſtellen zu dieſem Ende eine Specialvollmacht aus, in welcher die zu ertheilenden Antworten entwickelt und als wahr bekraͤf⸗ tigt ſind. Im Unterlaſſungsfalle konnen die Thatſachen(auf welche die Fragen gerichtet ſind) fuͤr eingeräumt geachtet wer⸗ den; doch bleibt dabey immer noch verſtattet, die Verwalter oder Geſchäftsfuhrer, uͤher die ſie perſoͤnlich angehenden That⸗ ſachen befragen zu laſſen, damit man ſolche, ſoweit es billig . (9) Ord. v. 1667. Lit. K. Art. 6. 7. 8. 62) Nach der Ord. v. 1667. Lit. K. Art. 7. ward der Sid vor der Abhörung geleiſtet. (3) Ebendaſ. Art. 9. 16 b I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. n i n F. T. Des Demandes incidentes. . 337.— demande⸗ ineidente⸗ seront rne existé à öpoque des prewires, pstés. 8 Les demandes incidentes scront jugses par préa ble, s'il y a lieu; et, dans les affaires sur leeuelle aura été ordonné une instruotion par cerit, rincident sera porté à Faudience, pour étre status cs qu 5 tiendra. 3„ „ hinſ iuun *. n w (I 7 hucht uh bin in mn im i ih n unn 1Eh.as B. Von den Untergerichten. 185 Sechszehnter Titel. Von Neben⸗Encident⸗) Punkten. Nebengeſuchen. ut junn 6 337. Di Nebengeſuche werden in einem bloßen Sate les coucu angebracht, welcher die Gruͤnde und den Antrag(das peti- ui rum) enthält, m mit dem Erbieten, die Beweisurkunden gegen um Enmpfangsſchein mitzutheilen, oder auf der Si nuiederzulegen. nn Der, welcher bey dieſem Incibentyunkte die Stele des 4 Beklagten vertritt, antwortet hierauf in einem bloßen Satze. GArt. 76. 77. 78.) G¹) etont im 33. Alle Nebengeſuche muͤſſen zu ee Zeit ange⸗ &erient bracht werden. Fuͤr die ſpäter angebrachten, wenn ſie auf Gruͤnden beruhen, welche zu der Zeit, da die erſtern ange⸗ bracht wurden, ſchon bekannt waren, kann kein nt ae gefodert werden.* Ueber die Mebengeſuche wird, nach Beſchaſſenheit der pur umſtände, vorlaufig ein Beſcheid ertheilt; und in Sachen,§ welche zum ſchriftlichen Verfahren verwieſen worden ſind, lsul wird der Incidentpunkt zum Verhoͤr gebracht, damit des⸗ Tinci halb erkannt werde, was W iſt. equleh ² Vergr. Ord. v. 1667. Lit. XI. Art. 27.— S. über dieſe ganze Materie Dufour Traité de l1a Procédure civile, T. I. p. 576 u. 377. 62) Ord. a. a. D.. 186 P. I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. ..„. De l'Ener vnio n 339. Lintervention sera vwei par requéte qui contiendra les moyens et conelusidns, dont ü sera donn copie ainsi que de⸗ pieces justiſicatives. 3 T intervention ne pourra retarder 1„ de caus prineipele quand ele sera en 6iat. 341. PDons les afeires sur lesquelles i r et S une instruction par écrit, si rinterventicn„ conteste par Tune de⸗ incident eera raudience. Avous. 6 342. Le jugement de Faſaire qui sera en état, n sera digéré, ni par le changement d'état des parties,„. par cesation des fonetions dans lesquelles pr () Ord. von 1667. Lit. XI. Art. 28. Ueber die Intervention ſ. Dufour Traité de 1a Procédure civile T. I. p. 379. 380. (2) Wenn der Intervenient in den Proceß eintritt, um den Kläger oder Beklagten ganz zu verdrängen(ad remevendum agentem vel defendentem): ſo kann er neue Zeugen abhören laſſen, wenn gleich die Hauptparthey ihren Zeugenbeweis bereits geendigt hat. Hat er aber intervenirt, um dem S oder Beklagten beym Des dInstances, et contuuon de nourl ſch i winn * r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 187 . S Pir nu 330. Die Intervention wird durch ein ſyyriftiches Ge⸗ hulun ſuch angebracht, welches die Gruͤnde und das Geſuch des In⸗ tervenienten enthaͤlt. Sie wird(dem Gegentheil) nebſt den Beweisurkunden abſchriftlich zugefertigt.(¹) . h 340. Durch die Intervention kann die Entſcheidung der en cu Hauptſache, in ſo fern ſolche hinlänglich vorbereitet nicht lles i m aufgehalten werden.(Art. 4665.)(2) rwinu 34r. In Sachen, in welchen die Partheyen zum ſchrift⸗ lichen Verfahren verwieſen worden ſind, wird, wenn eine der ien enn Partheyen der Intervention widerſpricht, dieſer Ineidentyuntt um 1— — Titel. Von der Wiederaufnahme des Proceſſes**) und Beſtellung eines neuen Sachwalters. 86 342. Die Entſcheidung einer Rechtsſache, welche zum 8 urthel reif iſt, darf weder wegen einer im rechtlichen Zuſtande n en 4 der Partheyen vorgegangenen Veraͤnderung, noch deshalb, weil ſie die Aemter nicht mehr verwalten, Kraft deren ſie den ie yni Proreß führten; weder wegen chres Abſterbens, noch weil lles eln Proceſſe te 6 kann er dieß nicht, ſondern muß den de Mns PpPpProceß in dem Zuſtande fortſetzen, in welchem er ſich zur Zeit der Intervention befand. Covarruvias pract. quaest. c. 13. . sequ. Bornier zum a8. Art. des Xl! Litels der Ord. v. 1667. tt, um iu nin*) S. Delaporte unter: Intervention. E. **) Die Formulare hierzu liefert Delaporte a.. O. unter: e bihn E. 188 P. I. 1n pe⸗ Tribunaux infẽrieur. cõdaient, ni par leur mort, ni par les dechs, interdictions ou destitutions de leurs avoués. 343. TLaffaire sera en état, lorsque la idoins sera oommenese; la plaidoirie sera réputée comweneie, quand les conclusions auront été contraditoirement prises à Paudience. Pans les affaires qui Sinstruisent par corit,„ cunse sera en état quand vinstruotion sera oompldte, ou quand er les Prstin et seron 344 WPans jes Rite qui ne eront pas en toutes procedures faites postẽrieurement à la noti tion de la mort de l'une des parties seront nulles: il ne sera pas besoin de signißer les déchs, démissions, interdictions ni destitutions des avoues; les poumrits kaites er les jugemens obtenus depuis seront nuls, 6 1 n'y a constitution de nouvel avous. 345. Ni le changement d'état des parties, ni oessation des fonctions dans lesquelles elles gr6 wempécheront la continuation des procoduros. Meanmoins 1 atendeur qui n'aurait pas constitus t avant le changement d'etat ou le déchs du d mandeur, sera assigno de nouveau à un delai de hu S Ord. v. 1667. Lit. xkv1. Art. 1. wetche mit Ord. Franz1. 1339. Art. 9o. übereinſtimmt. Pornier comm. zur der Ord. v. 1667. (2) Ebendaſ. Art. 2. 3. Iſt das Abſterben der Parthey dem 6. gentheile oder dem Serichte 8— gemacht, und die Sache nbt ſiiſn u z6 6 mn n zn Pfn ſuugin inſtu ſch hin ew! 1h im nhn tſih Suolu n i ſM! it ny i miuu do ſl in pi in hitmt ſn, u — u Aufiu hen ſorh * kereutz t, lui u, putis un conmir par eci k. nplete, A onses zm ont pua ut àhu eront u es, iiui lun etot u s paris 1 elle ymi 6dures. it ſu un k dick un dili t der i conn j⸗ hn e „ ub . 1r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 139 ihre Sachwalter verſtorben, abgegangen, ſuspendirt oder ab⸗ geſetzt ſind, aufgeſchoben werden.(*) zaz. Eine Sache ſoll fuͤr zum Urthel reif chinlänglich inſtruirt) geachtet werden, ſobald das muͤndliche Verfahren ſei⸗ nen Anfang genommen hat. Das muͤndliche Verfahren wird fuͤr angefangen geachtet, wenn jeder von beyden Theilen, nach⸗ dem ſie wechſelſeitig gehoͤrt worden ſind, im Verhoͤr ſein Ge⸗ ſuch(petitum) vorgebracht hat. In Sachen, welche ſchriftlich verhandelt werden, iſt die Sache zum Urthel reif, wenn das Verfahren beſchloſſen iſt, oder die fuͤr die Productionen und Antworten beſtimmten Fri⸗ ſten verſtrichen ſind.(S. v. Art. 96— 103.) . In Sachen, welche noch nicht zum Urthel reif ſind, iſt alles Verfahren, ſoweit es nach erfolgter Anzeige, daß eine der Partheyen verſtorben ſey, vorgenommen wird, unguͤltig. Es iſt nicht erfoderlich, der Parthey die Nachricht, daß der Sachwalter verſtorben, abgegangen, ſuspendirt oder abgeſetzt ſey, zufertigen zu laſſen. So lange nicht ein neuer Sachwal⸗ ter ernannt iſt, iſt alles fernere Verfahren, ſo wie die nachher ausgebrachten Urthel, unguͤltig.(2) 345. Weder dadurch, daß in dem rechtlichen Zuſtande der Parthey eine Veraͤnderung vor ſich gegangen iſt, noch dadurch, daß ſie das Amt, vermoge deſſen ſie den Proceß fuhrte, nicht mehr uͤber ſich hat, wird die Fortſetzung des Verfah⸗ rens verhindert. Doch ſoll der, Beklagte, wenn er nicht bereits vor der Veraͤnderung des Rechtszuſtandes oder dem Abſterben des Klaä⸗ gers einen Sachwalter beſtellt hat, unter Verſtattung einer Friſt von acht Tagen, aufs neue vorgeladen werden, um zu ſehen, daß auf das Geſuch des Klaͤgers erkannt werde, ohne noch nicht zum urthel reif:; ſo ruht die Sache bis zur Wieder⸗ aufnahme des Proceſſes Citisreaſſumtion). Iſt aber das Abſter⸗ ven nicht bekannt gemacht; ſo kann der Proceß gültiger Weiſe Ffortgeſetzt werden, weil der Lod deſſelben für unbekannt geachtet wind. 190 P. I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. taine, pour voir adjuger les conclusions, et sans qu'il soit besoin de conciliation préalable. 346. Lassignation en reprise ou en constitution sera donnée aux dslais fisés au titre des Ajournemens, avec indication des noms des avouòs qui et du rapporteur, s'il y en a.. 3 Linstance sera reprise par acte davons à p, 348. Si la partie assignde en npre conteste, hin- cident sera jugé sommairement.. 349. Si, à l'expiration du dclai, ie aignie rendu jugement qui tiendra la cause pour reprise, et ordonnera qu'il sera proceẽdè suivant les derniers erre- mens, et sans qu'il puisse y avoir ꝙautte⸗ que SeuR qui restaient à courir. 350. Le jugement rendu Par defaut contre une partie, sur la demande en reprise d'instance ou en constitution de nduyel avoué, sera signifié par un huis· sier commis: si l'affaire est en t5hr la itnieation énoncera le nom du rapporteur. 351. Lopposition à ce jugement sera portée à rer. dience, mẽme dans 8 in en—— (1) Dieſe Verordnung iſt neu. (2) ueber die Litisreaſſumtion(Reprise d'instance) ſ. Mufour PTraité de la Procéd. civ. T. I. p. 385. 387. über die Beſtel⸗ lung eines neuen Anwalds ſ. ebendaſ. S. 390. 391. f. ——————— nih — ap ſen.( 6. Dit s wiſi, int n U in du Eic wm in n „ et n 6 vunmn Ben in iun en reprise ou en constitution ne comparait Pas, il sera Un uhn M du un wi ſhid, wnh n lin vwnn ſſt n An u ſſü du m in uhnt p iſn w (n. ſi du jn bitth, anti, in 2 in ſih zſt hwtjurhn den in gei hu ar tieun et iuz en conit es junn qui du ete inn e contet harit ui it y, in r reyie demien n e dili Ir Th. 28 B. Von den Untergerichten. 191 daß erfoderlich iſt, ihn vorlaͤufig zur Pflegung der Guͤte vor⸗ laden zu laſſen.(¹) 346. Die Vorladung zur Wiederaufnahme(Reaſſumtion) des Proceſſes, oder zur Beſtellung eines neuen Sachwalters erfolgt unter Verſtattung der im Titel: von Vorladun⸗ gen(Art. 72— 74. beſtimmten Friſten. Die Namen der in der Sache aufgetretenen Sachwalter und des Referenten, wenn einer ernannt iſt, werden darin erwaͤhnt.(2) 347. Der Proceß(die Inſtanz)(2) wird durch einen Satz, dem ein Sachwalter dem andern zufertigen laͤßt, wie⸗ der aufgenommen(reaſſumirt). 348. Widerſpricht die zur Reaſſumtion vorgeladene Par⸗ they: ſo wird dieſer Nebenpunkt ſummariſch entſchieden.(S. u. Art. 403.) 340. Wenn binnen der geſetzten Friſt die zur Wiederauf⸗ nahme des Proceſſes oder zur Beſtellung eines neuen Sach⸗ walters vorgeladene Parthey nicht erſcheint: ſo erfolgt ein Be⸗ ſcheid, worin die Sache fuͤr wiederaufgenommen(is pro reas- sumta) erklaͤrt, und dahin erkannt wird, daß ſie in der Lage, worin ſie ſich zuletzt befand, fortgeſtellt werden ſolle, ohne daß contre unt nce ou e pat un hu igibcti- poni ih ue ibe i d andere, als die noch laufenden Friſten Statt haben ſollen.(*) 350. Iſt auf das Geſuch um Wiederaufnahme des Pro⸗ ceſſes, oder um Beſtellung eines neuen Sachwalters wider eine der Partheyen ein Contumacialbeſcheid ertheilt worden: ſo wird dieſer durch einen hierzu abgeordneten Gerichtsboten zugefertigt.(Art. 156.) Iſt in der Sache ein Referent er⸗ nannt: ſo wird deſſen Name in der Zufertigung angegeben. 351. Das Rechtsmittel(der Oppoſition) wird wider die⸗ ſen Beſcheid, ſelbſt in Sachen, in welchen ein Referent er⸗ nannt iſt, zum oͤffentlichen gebracht. 6 (3) Der ponſ in der Franzöſiſchen Seetaryrach⸗ Unter⸗ ſchied zwiſchen instance, cause et affaire iſt in gegenwärtiger Proceßordnung nicht unterſchieden, ſondern ale 3 Ausdrücke wer⸗ den in gleichem Sinne gebraucht, nämlich für Proceß. (4) Jousse sur l'art s. Tit. XXVI. de l'Ordonnance de 1667. „ ———— 13 P I. L. IH. Des Tribunaux inférieurs. TITRE XVIII. Pu D vu nn bi 352. Aucunes Ses aucun ou eonentement, 3 ¹ z hin ne etre aiu, S sans un brret peeie, à peine de deeaven ſu n 353. Le désaveu sera fait au grege 3 3 ys bechti. qui devra en connaitre. par un acte signé de la partie, 5 6ch, nb ih Wuih uihn ſin de Güde, d eihelun.(l. ou du porteur de sa hroeureion pociale et aucheni ue: l'acte contiendra les moyens conclusions et cons- titution d'avoué. ½ ʒl bi 8— 354. Si le desaveu est formé dans le cours Tune in hnſt, inn Ei z instance encore ante, il sera igni 86, sans autre viu nin demande, par acte Soe tant à Sro contre k juhn ſit bit munn le desaveu est dirigs, quaux autres avouès de la causo iihn et ladite signification vaudra sommation de défendre au denver. 3 uin uſ 355. Si l'avous wexerce ses Konctons,. in, vur dai beit désaveu sera signifié 1 exploit* son domicile: s'il e ieſnt, u mort, le désaveu sera signifié à ses Peritiere, avec as. „* 8„ 8 6) 6. Dnfo signation au tribunal ou Finstance est pendante, et 11 epe hn Delpen iuhnitentn ienn, u ce cept u ſe du ti n de k le et u ions, etn cours du ns aun ontte leq de la cm e dekendn fonciom micile: l üen, u penint: ur Th. 28 B. Von den Untergerichten. 193 Achtzehnter Titel. Von der Erklaͤrung, daß man an das, was ein Anderer in unſerm Namen gethan hat, nicht gebunden ſeyn wolle.*) 352. Kein Anerbieten, kein Geſtändniß, keine Einwilli⸗ gung darf ohne ausdruͤcklich darauf gerichtete(Special⸗) Voll⸗ macht gethan, ertheilt, oder angenommen werden, widrigen⸗ falls kann die Parthey erklaͤren, ſie ſey daran nicht gebun⸗ den.(1) 363. Dieſe Erklärung geſchicht auf der Gerichtsſchreibe⸗ rey des Gerichtes, welches deshalb zu erkennen hat, in einem Satze, der von der Parthey ſelbſt, oder deren mit einer oͤffent⸗ lich beglaubigten Specialvollmacht verſehenen Machthaber un⸗ terzeichnet ſeyn muß.(S. u. Art. 356.) Der Satz muß die Gruͤnde, das Geſuch und die S eines Anwalds enthalten.(Art. 45. 276. 384.) 354. Erfolgt dieſe Erklaͤrung im Laufe eines noch anhaͤn⸗ gigen Proceſſes, ſo wird ſie, ohne weiteres Anſuchen, durch einen Satz, zugefertigt, der ſowohl demjenigen Sachwalter, wider welchen die Erklaͤrung gerichtet iſt, man wolle an ſeine Handlungen nicht gebunden ſeyn, als auch den uͤbrigen zur Sache ernannten Sachwaltern zugefertigt werden muß; und dieſe Zufertigung vertritt die Stelle der Provocation— Ein⸗ laſſung auf die erwaͤhnte Erklaͤrung. 355. Verſieht der Sachwalter ſein Amt nicht mehr, ſo wird ihm jene Erklaͤrung, man wolle an das, was er gethan habe, nicht gebunden ſeyn, an ſeinen Wohnort zugeſertigt; iſt er geſtorben, ſo wird dieſe Erklaͤrung, nebſt einer Vorladung vor das Gericht, wo der Proceß anhaͤngig iſt, deſſen Erben zugefertigt, und den beym Proceſſe intereſſirten Partheyen (1) S. Dufour, Trait? de la Procédure civile T. I. p. 393. s.— *) Auch zu dieſem Verfahren findet man ſaͤmmtliche Formulare beym Delaporte unter: Pésaveu. E. Civilger ichtsordnung. N 194 P I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. notifie aux parties de Finstance, par acte d'avoué à avoué. 356. Le desaveu sere toujours portè au tribunal devant lequel la prooodure desavouse aura été instruite, encore que Pinstance dans le cours de laquelle u est tormè soit pendante en un autre tribunals le— sera dénoncé aux parties de linstance principale, qui 4 seront appelses dans celle de deoaveu. S . *. 1. 22*„ 2* 35. I sera sursis à toute procédure et au juge- ment de Tinstance principale, jusqu'à celui du désaveu, à peine de nullité; sauf cependant: a ordonner que le desavouant fera juger le dèsaveu dans un delai Rne, sinon qu'il sera fait droit. * 366. Lorsque le désaveu concernera un acte sur vᷣrl il n'y a point instance, la sera portée au tribunal du detendeur. 359. Poute demande en désaveu sera communiquse — ⸗ au ministére public. — 360. Si 1e deeu ebt declaré voloble, le joge ou les dispositions du jugement elntin⸗ aux chels qui ont donne lieu au désaveu, demeureront an- nullces et comme non avenues: le desvou sera damné, envers le demandeur et les autres parties, en tous dommages intéréts, mẽme puni d'interdiction, ou 4 — u nt u iit it im hulei lz ſe l rinit e et ni ui du din onner ſu un deli u acte u zen port omnutip relaire meutewn ou sen 6 5 huris erlicin, 1r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 95 durch einen Satz bekannt gemacht, den ein Sohnatn dem andern fertigen läßt.(1) 356. Die Losſagung von den Sen des Sachwal⸗ ters wird ſtets bey dem Gerichte, vor welchem das Verfahren, von welchem man ſich losſagt, Statt gehabt hat, ſelbſt dann angebracht, wenn der Proceß, in deſſen Laufe die Losſagung erfolgt, bey einem andern Gerichte anhaͤngig ſeyn ſollte. Die Losſagung wird den beym Hauptproceſſe intereſſirten Partheyen bekannt gemacht, und dieſe werden ſodann zum Verfahren uͤber die Losſagung gleichfalls vorgeladen. 357. Bis zur Entſcheidung des uͤber die Losſugung ent⸗ ſtandenen Streites iſt allem Verfahren und dem Erkenntniſſe in der Hauptſache, bey Straſe der Nichtigkeit, Anſtand zu geben. Doch kann hiebey verordnet werden, daß derjenige, der an das, was ſein Anwald fuͤr ihn gethan hat, nicht ge⸗ bunden ſeyn will, diefen Gegenſtand in einer beſtimmten Friſt zur rechtlichen Entſcheidung S widrigenfalls ergehen ſolle, was ſich gebuͤhre. 358. Hat die eine Handlung zum Gegen⸗ ſtande, uͤber welche kein Proceß anhaͤngig iſt, ſo wird das Geſuch beym Gerichtsſtande des Beklagten angebracht. 369. Jede Klage, welche die Erklärung der Nichtgeneh⸗ migung zum Gegenſtande hat, wird der oͤffentlichen Behoͤrde mitgetheilt. 360. Iſt die Losſagung fuͤr guͤltig erkannt worden: ſo — iſt das Urthel(in der Hauptſache) oder das, was darin in Anſehung der Punkte erkannt iſt, die zur Losſagung Anlaß gegeben haben, nichtig und wirkungslos; derjenige, deſſen Handlung gemißbilligt worden iſt, wird verurtheilt, dem Klaͤget und allen uͤbrigen Partheyen Schadenerſatz zu leiſten, er wird ſogar, wenn*½— des Falles, und die Beſchaffenheit N2 1 11) Pufour, Traité de la Procédure civile T. I. p. 396⸗ P. I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. * * 196 poursuivi extraordinairement, suivant la gravite du cas et la nature des circonstances. 361. Si le désaveu est rejets il sera fait mention du jugement de rejer en marge de Tacte de dèsaveu, et le demandeur pourra etre condamné, envers le dés. voué et les autres parties, en tels dommages et repatæ tions qu' il appartiendra. 362. Si le deésaveu est formé à ooeanie S qui aura acquis force de chose jugée, il ne pourra etre regu après la huitaine, à dater du jour ou le jugement devra étre réputè termes* rarucle 159 ci-dessus. rrTRE XIx. Des Reglemens de Juges. S Si un digerend est porte a deux ou à plusieur tribunaux de paix reortissant du méme tribunal, le reglement de juges sera porté à ce tribunal. Si les tribunaux de paix relèvent du tribunaux dit- kerens, le reglement de juges sera portè à la cour dappel. Si oes tribunaux ne ressortissent pas de la meme cour d'appel, le etlenent sera porté à la cour de cas „ sation. Si un digerend est pon à deus ou à plusieur⸗ trihunaux de première instance ressortissant de la méme — (1) Vergl. Arrét de règlement du Parlement de du 4. Sept. 1722. Collection de jurisprudence unter dem Artikel: Pésaveu n. 13. „ ötit ſüe 3 gihn m imin d eihn ſunm in A giht iyn i w ufen — 6) 6., E ehy eut là ſüt nn e ie än emen ki ugsi hoocuin jugte, 1 ter du jn aux tem 5. àylusie nibund, . uihunm a cour it ie hu h ou1 o 1 yn nt ie hn ie Iuln uun un k N N Ir Th. 28 B. Von den Untergerichten. 197 der Umſtände es erheiſcht, mit Suspenſion beſtraft, oder mit der Unterſuchung wider ihn verfahren.(¹) 361. Wird die Losſagung fuͤr unſtatthaft erkläͤrt: ſo wird am Rande der Losſagungsurkunde desjenigen Beſcheides erwaͤhnt, durch welchen dieſelbe verworſen iſt; und dem Kläger kann auferlegt werden, demjenigen, von deſſen Handlungen er erklaͤrt hat, daß er an ſie nicht gebunden ſeyn wolle, und den uͤbri⸗ gen Partheyen, nach Beſchaffenheit der Umſtaͤnde, Schadener⸗ ſatz zu leiſten und Genugthuung zu geben.(²) 36. Iſt die Losſagung bey Gelegenheit eines bereits rechtskraͤftig gewordenen Erkenntniſſes erfolgt: ſo iſt ſie, nach Ablauf von acht Tagen, von dem Tage an zu rechnen, an welchem, vermoͤge des I50ſten Artikels, das Urthel fuͤr vollſtreckt geachtet werden ſoll, fuͤr unzulaͤßlich zu halten. Neunzehnter Titel. Von Verweiſung der Sache an einen unter mehrern Richtern.*) * 363. Iſt ein Proceß bey zweyen oder mehrern Friedens⸗ gerichten angebracht worden, die unter einem und demſelben Gerichte ſtehen: ſo wird das Geſuch um Beſtimmung des eigentlichen Richters bey dieſem Gerichte angebracht. Stehen die Friedensgerichte unter verſchiedenen Gerichten; ſo wird das Geſuch um Beſtimmung des eigentlichen Richters beym Appellationsgerichte angebracht. 1 Stehen dieſe Gerichte nicht unter demſelben Appellations⸗ gerichte: ſo wird das Geſuch um Beſtimmung des Richters beym Caſſationsgerichte angebracht. 2 Itt ein Rechtsſtreit bey zweyen oder mehrern Gerichten der erſten Inſtanz, die unter einem und demſelben Appella⸗ (a) S. d. angef. Arrét. Ebendaf. *) S. DPelaporte unter: Reglement des juges. E. sera de quinzaine, à compter du jour du jugement. 198 P L Des— inkerieurs. cour nn reglement de juges sera porté à cette cour: i sera porté à la cour de cassation, si les tibu· 3 3 naux ne ressortissent pas tous de la méme cour d'ap- pel, ou si le conflit existe entre une ou plusieurs COuTS. 364. Sur 1* vu des derandes formses dans i. rens tribunaux, i1 sera rendu, sur requste, jugement portant permission diassigner en reglement, et les juges pourront ordonner qu*il sera ursis à toutes proccdure 2 dans lesdits tribunaux 363. Le demandeur signifiera le jugement et signera les parties au domicile de leurs avoués. Le délai pour ignifier le jugement et pour assigner Le delai pour comparaitre sera celui des ajourne- mens, en comptant les distances d'aprds le domicile irni des avoués. 366. si le demandeur n'a pas aigne dans les dé- 3 lais ci-dessus, 0 iemeurerz déchu du Sze de juges, sans qu soit besoin de le faire et les poursuitss pourront ẽtre continuses dans le tribunal saisi par le défendeur en réglement.. (¹) Reglement des zuges heißen alte Rechtsſtreitigkeiten, deren Ge⸗ genſtand iſt, zu beſtimmen, vor welchem Richter ein Civilproceß oder eine peinliche Aukiag verhandelt und emtſchieden werden ſo. 4 uütſ huuh züus m wſbn Mu wöht Sihe by F nnin uin u ini un 1 iſuin i mnſt 6 5 t, W wu ihrs e Riß die Pld Ve m Diſ hn Un vnn jil uin inn 5h ung n ih un, ſhinn, ſn, m ſink bu() 606. n ki I 6hen eun. ur Th. 2s B. Von den Untergerichten. 199 n er S tionsgerichte ſtehen, erhoben worden: ſo wird bey eben dieſem wäht Gerichtshofe auch das Geſuch um Beſtimmung das eigentlichen nint un Richters angebracht. Stehen dieſe Gerichte nicht alle unter u nſe demſelben Appellationsgerichte, oder hat der Streit unter einem . oder mehrern Appellationsgerichtshoͤfen Statt: ſo wird die Sache beym Caſſationstribunal angebracht.(*) 364. Nach erfolgter Einſicht der bey mehrern Gerichten möe inh angebrachten Klagen und auf ein eingereichtes Bittſchreiben wird ein Beſcheid ertheilt, in welchem verſtattet wird, die Parthey zum Verfahren wegen Beſtimmung des Richters vor⸗ neth zuladen. Zugleich kann das Gericht dahin erkennen, daß einſtweilen bey diefen Gerichten mit allem Verfahren angeſtan⸗ vte, jn utes pm den werden ſolle.(2) 3 36. Der Kläger veranſtaltet die Zufertigung dieſes ur⸗ ſwe thels, und laht dem Gegentheile die Ladung an dem Wohn⸗ orte ihres Sachwalters zufertigen.— u Die Friſt, binnen welcher der Beſcheid zugefertigt, 5 die Vorladung erfolgen ſoll, enthaͤlt vierzehn Tage, von dem Tage an zu rechnen, da der Beſcheid ertheilt ward. Die Friſt zum Erſcheinen iſt eben dieſelbe, wie bey an⸗ tet ponu elui de jr dern Vorladungen(ſ. oben Art. 72— 74). Die Entfernungen werden hiebey nach dem Wohnorte der beyderſeitigen Sach⸗ pris k in* walter berechnet.(2) 366. Hat der Klaͤger in den obbeſtimmten Friſten die Vorladung nicht zufertigen laſſen, ſo iſt er, ohne daß erfoder⸗ n in⸗ lich waͤre, deshalb eine beſondere Verfuͤgung wider ihn aus⸗ zubringen, ſeines Rechtes, auf Beſtimmung des Richters an⸗ 6 zutragen, verluſtig, und der Proceß kann bey dem Gerichte, mm wo ſein Gegner die Sache angebracht hat, forigeſetzt wer⸗ u rigenn zmki den. 64) 6) Vergl. Ordonn. v. 2669. Lit. II. Art. 4. 5. Ordonn· v. 1737. —* inun ut„ 63). S. Ord. v. 1737. Lit. II. Art.*. vergl. mit der Ord. v. 1669. chur en ſn git. m. Art. 1. Ord. v. 1669. Lit. II. Art. 6. Ord. von 2737. it. I. Art⸗ 9 0. 6) Ebendaſ. Art. 13. vergl. mit der Ord. v. 1669. Dit. I. Art. 8. 200 P. I. L. II. Des Tribunau inférieurs. 367. Le demandeur qui succombera, pourra. condamne aux dommages intéréts envers les autres tiun* Paies TTTRE XX.— n Du Renvoi à un autre Tribunal pour parenté ou alliance. n 366. TLorsqu une partie aura deux parens ou allies 1 jusqu“ au degré de cousin issu de germain inclusivement, ie, mnt parmi les juges gun tribunal de première instance, ou m Inn trois parens ou allies au méme degré dans une cour n Uhl dappel; ou lorsqu'elle aura un parent audit degre par- ns mi les juges du tribunal de premiere instance, ou deux in, parens daus la cour d'appel, t qu'elle- méme era 4₰ tit„ membre du tribunal ou de cette cour, Pautre partie zi pPourra demander le renvoi. z n 369. Le renvoi sera demandé avant le commen · mn cement de la plaidoirie; et, si l'affaire est en rapport, 3 vrhn, arant que linstruction soit achevée, ou que les dlais pim soient expirés: sinon il ne sera plus regu. 6 370. Le renvoi sera proposé par acte au grefe, lequel contiendra les moyens, et sera signé la partie 3 dn, wi ou de son fondé— spéciale et authentique. et () Ord. v. 1737. Lit. II. Art. 29. (2) Ord. v. Monat Auguſt 1737. Hrd. v. 1669. Zit. I.—() O Ord. v. Blois v. May 1879. Art. 117. jn 6) Ord. v. 1737. Lit. 1. Att. 28. Ord. v. 1669. 2tt. 1. Art. v. in Ord. p. 1667. Lit. v. Art. 5. 1. 13. c. de Euceptt. s. prae. 0) i Ver scriptt.(VIII. 36.) 1. 63. D. de iudiciis. W) l d cieun tents uih pärets u in icim ere inn ds u auiit iʒ stance, u elle⸗min hutn nt le cn est en 1 ge h ace uß gns is ux et uu 2i1 l⸗ 69. 21 u Enr 1 7. 1) —— Ir Th. 28 B. Von den Untergerichten. 201 367. Der Kläger, der bey dieſem Geſuche verliert, kann zu einem den uͤbrigen Partheyen zu leiſtenden Schadenerſatze verurtheilt werden.(1) Zwanzigſter Titel. Von Verweiſung einer Sache an ein anderes Gericht„wegen Verwandtſchaft oder Schwaͤgerſchaft. ¹)*) 36g. Hat eine der Partheyen zwey Verwandte oder Ver⸗ ſchwaͤgerte, mit Einſchluß des Grades der zweyten Geſchwiſter⸗ kinder, unter den Richtern eines Gerichts erſter Inſtanz, oder drey Verwandte oder Verſchwägerte deſſelben Grades bey einem Appellationsgerichte; oder hat ſie nur Einen Verwand⸗ ten dieſes Grades unter den Mitgliedern des Gerichts erſter Inſtanz, oder nur zwey Verwandte beym Appellationsge⸗ richte, und iſt dieſelbe zugleich ſelbſt Mitglied dieſes Gerichts oder Tribunals: ſo kann der Gegner die Verweiſung an ein anderes Gericht verlangen.(2) 360. Um Verweiſung an ein anderes Gericht muß vor dem Anfange des muͤndlichen Verfahrens(Art. 343.) angeſucht werden, und iſt ein Referent in der Sache ernannt, vor Be⸗ endigung des Verfahrens oder Ablauf der Friſten; nachher wird dieſes Anſuchen nicht weiter zugelaſſen.(3) 370. Auf Verweiſung an ein anderes Gericht wird durch einen auf der Gerichtsſchreiberey gefertigten Satz angetra⸗ gen, welcher die Gruͤnde dafuͤr enthalten und von der Par⸗ they oder ihrem mit einer oͤffentlich beglaubigten Specialvoll⸗ macht verſehenen Machtgeber unterſchrieben ſeyn muß.(4) (4) Ord. v. 1737. Tit. I. Art. 37. Ord. v. 1669. Lit. I. Art. 22. *) Hierher gehort der Artikel Renvoi beym Pelaporte a. a. O. E. *¹*) Die Verweiſung an den competenten Richter iſt bereits oben im IX. Titel F. II. abgehandelt. E. X 202 P. I. L. II. Des Tribunaux inférieurs. 371. Sur Pespédition dudit acte, présentée avec les pibces justißcatives, il sera rendu jugement qui or- donnera, Io. la communication aux juges à raison des- quels le renvoi est demandé, pour faire, dans un délai ſise, leur déclaration au bas de Pexpédition du juge- ment; 25. ja communicktion au ministere public; 3 le rapport, à jour indiqué, par l'un des juges nommé par ledit jugement. 372. Lexpédition de acte à fin de renvoi, les pibces y annexées, et le jugement mentionné en Par- ticle précédent, seront signilies aux autres parties. 373. Si les causes de la demande en renvoi sont avouées ou justiſiées dans un tribunal de premiòre ins- tance, le renvoi sera fait à Pun des autres tribunaux ressortissant en la méme cour d'appel; et si c'est dans une cour d'appel, je renvoi sera fait à lune ae mrois cours les plus voisines. 374. Celui qui succombera sur sa demande en ren⸗ voi, sera condamné à une amende qui ne pourra etre moindre de cinquante francs, sans prejudice des dom- magesintéréts de la partie, s'il y a lieu. le renvoi est prononcé, 4u il n'y ait pa d'appel, ou que l'appelant ait succombs, la contestation sera portée dévant le tribunal qui devra en connaitre, (¹) Dieſe Verordnung iſt neu. (a) S. die beym 370, Art. angeführten Steuen. (63) Nach der Ordonnanz v. 1669. Art. 33. und der Ord. v. 1737. zine ilöm u innn bit ni die i do Mhi Euutie n Iinni 5 vim u i hfi ſil mihr ſin.) ech un qſ mn in u ſiitz fun grit en riſt 71 d u i udu ue den wihn ſi Hidoch F. hu bß nnd Sache en et vere — von bi h ſ kieun, hiunt: ſunuen ſ e nin e, dun ut töre yult. les juz U de rmi entionni n res piris en renni le prenin autres tin et si oeti lune dezt nande en 1 e poum lice des . vl vy il a couten en cn et dih — zr Th. 28 B. Von den Untergerichten. 203 371. Sobald eine Ausfertigung dieſes Satzes, nebſt den Beweisdocumenten, uͤberreicht iſt, wird ein Beſcheid ertheilt, in welchem auf nachſtehende Punkte erkannt wird: 1) auf Zu⸗ fertigung an die Mitglieder des Gerichts, in Anſehung deren die Verweiſung an ein anderes Gericht geſucht worden da⸗ mit dieſe in einer beſtimmten Friſt, unter die Ausfertigung des Urthels ihre Erklaͤrung ſetzen; 2) auf Mittheilung an die Staatsbehörde; 3) darauf, daß die Sache an einem beſtimm⸗ ten Tage durch einen in eben dem Beſcheide dazu ernannten Referenten in Vortrag gebracht werden ſolle.(1) 372. Die Ausfertigung des Satzes, in welchem auf Ver⸗ weiſung an ein anderes Gericht angetragen wird, die demſel⸗ ben beygefuͤgten Beweisurkunden und der in vorſtehendem Ar⸗ tikel erwaͤhnte Beſcheid werden den uͤbrigen Partheyen zuge⸗ fertigt.(2) 373. Sind die Gruͤnde des Geſuchs um Verweiſung der Sache an ein anderes Gericht in Anſehung eines Gerichtes erſter Inſtanz eingeraumt oder dargethan: ſo wird die Sache an ein anderes unter demſelben Appellationshoſe ſtehendes Ge⸗ picht; findet aber ein Gleiches in Anſehung eines Appellations⸗ gerichtes Statt, an eines der naͤchſten drey Appellationsgerichte verwieſen. 374. Der, welcher bey ſeinem Geſuch um Verweiſung an ein anderes Gericht abgewieſen wird, wird zu einer Geld⸗ buße, die nicht unter funfzig Franken betragen darf, und erfo⸗ derlichen Falls, auch zu einer dem Gegentheil zu leiſtenden Schadloshaltung verurtheilt.(3) 375. Iſt auf Verweiſung an ein anderes Gericht erkannt, ohne daß eine Appellation Statt findet; oder iſt, auf einge⸗ wandte Appellation, das Erkenntniß beſtätiget: ſo wird die Sache an das Gericht gebracht, vor welchem dieſelbe verhan⸗ delt werden ſoll, und das zwar bloß mittelſt einer Vorladung; Art. 29. bezahlte in dieſem Falle die parthey 300 Livres, wo⸗ von die Hälfte der Gegentheit erhielt; die andere Hälfte aber in den königlichen Schatz fiel⸗ 204 P. I. L. II. Des Tribunaus intsrieur sur simple assignation; et z procsdure sera continude suivant ses derniers erremens. 3 376. Pans tous les cas, Pyin jugewent renvoi sera suspensif. ci- apres. TTTRE XXI. De Ronsatihn * ci- apres: Sil est parent ou allié des parties, ou 4 pune d'ches, jusqu'au Ss de cousin issu de gernin inclusivement; * une des parties, ou si le juge est parent ou allis de la femme d'une des parties, au degré ci- dessus, lors. que la femme est vivante, ou qu'étant decédée, en point d'enfans, le beau-pere, le gendre ni les beaux- La disposition relative à la femme décédée vappli quera à la femme divorcée, s'il existe des enfans du „* mariage dissous; cendans, ou alliés dans la méme ligne, ont un diffé- 3. Sont applicables audit le. des articles 392 393 394 395„titre de la 378. Tout juge peut étre récusé pour les causes 20. Si la femme du juge est parente ou S 45 existe des enkans: si elle est décedée et qu il n'y ait freres ne pourront étre juges; 30. Si le juge, sa femme, leurs ascendans et des- 10 ub hu aſch m. di eit n Luui m us mm Ulehm ni ki vunt r „ Sn thon, un w um) ſu m whn Gue; ii ſn! zu ſich Do zuch uf un Chen 59 in ud L — ) 0 )6 n iien ſn eni pour lu vties, o u de gem w 1ie ou i lessus, 1 ectdee, 1 “ gull uy islu ctis in des euim endm t ont u 1r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 205 und der Proceß wird, nach Verhaͤltniß des Zuſtandes, in wel⸗ chem er ſich zuletzt befand, daſelbſt fortgeſetzt. 1) 376. Die Appellation wider ein auf Verweiſung der Sache an einen andern Richter geſprochenes Urthel hat ſtets Suspenſivkraft(Efeetum suspensivum). 377. Auf nurgedachte Appellation iſt dasjenige anwendbar, was unten im 302. 303. 304. u. 305. Art. im Titel von der Ablehnung des Richters verordnet iſt. Ein und zwanzigſter Titel. Von der Ablehnung des Richters.*) X 37g. Jeder Richter kann aus nachſtehenden Urſachen abgelehnt werden: *) Wenn er mit den Partheyen oder einer derſelben, bis mit Einſchluß des Grades der zweyten Geſchwiſterkinder, ver— wandt oder verſchwaͤgert iſt; 2 Wenn die Ehegattin des Richters mit einer der Par⸗ theyen, oder der Richter mit der Chegattin von einer oder der andern Parthey verwandt oder verſchwaͤgert iſt. Iſt die Frau am Leben, oder ſind nach ihrem Tode Kinder von ihr vorhanden: ſo verſteht ſich dieß von dem ſo eben angegebenen Grade; iſt ſie verſtorben und hat keine Kinder hinterlaſſen, ſo koͤnnen weder Schwiegervater, noch Eidam, noch Schwa⸗ ger Richter ſeyn; Das was von der verſtorbenen Ehefrau verordnet iſt, iſt auch auf die Geſchiedene anwendbar, wenn aus der getrenn⸗ ten Ehe noch Kinder am Leben ſind; 3 Wenn der Richter, deſſen Chegattin, deren Aſcenden⸗ ten und Deſcendenten oder eine mit ihnen in eben dieſer Linie (¹) Ord. v. 1669. a. a. O. Art. 46. Ord. v. 1737. Art. 92. *) S. Delaporte unter: Récusation. E. la recusation; „ 206 P. I. P II. Des Tribunaus nlerieun. N rend sur pareille question celle dont 3*agit enr 1 parties; 40. Slils ont un proobs en leur nom dans un tri- bunal oů Pune des parties sera juge; s'ils sont créan- ciers ou débiteurs d'une des parties; 5. Si, dans les cinq ans qui ont prsccds la ré- cusation, il y a eu proces criminel entre eux et rune des parties, ou son conjoint, ou ses parens ou allics en ligne directe; 60. S'il y a procks civil entre le juge, sa femme, leurs ascendans et descendans, ou alliés dans la méme ligne, et Pune des parties, et que ce procks, s'il a 6té intenté par la partie, Tait été avant l'instance dans laquelle la. récusation est proposẽe— ce procðs étant terminé, il ne 6té que dans les sis mois précédant . 75. Si le juge est tuteur, subrogé tuteur ou cura teur, héritier présomptif, ou donataire, maitre ou com⸗ mensal de h'une des parties; s'il est sgtitteit de duelque 6tablissement, société ou direction, partie dans la causeʒ 5 si Pune des parties est sa présomptive heritiere; 80. Si le juge a donns conseil, plaidé ou écrit sur le diflérend; s'il en a prẽcẽdeiment connu comme juge ₰ 11„ N„ ou comme arbitre; s'il a sollicité, recommandé ou fourui aux frais du procès; s'il a déposé comme témoin; si depuis le commencement du procs il a bu ou mangé avec l'une ou l'autre des parties dans leur maison, ou regu d'elle des présens; 90. S'il y a inimitie capitale entre vi et l'une des parties; il y a eu, de sa part, agressions, injures 19 cun in, W u ) Ven nn inn d 6 Sn nhun gu i in linuh Fhn! mum Ub ſthn uihn n nnmn nnnhe 8 ſt, digt uen 7In un, um te hin it bi h ſ 3 mun in 9n dn w6 ſche; wn rir et füen gi wnni an n iſn ) Ven tre ent parens ui ge, uln sdans hu ocks, 1 lintunt e yroet nois yric teur ou cu itre ou cor nistrateur artie in üre herit ou icrtt u counej commani omme tin bu ou un t maen, hi et n ions, ijn Ir Th. 28 B. Von den Untergerichten. 207 verſchwaͤgerte Perſon einen Rechtsſtreit über eben die Frage haben, von welcher unter den Partheyen die Rede iſt; Wenn dieſe Perſonen für ſich und in ihrem eigenen Namen einen Proceß bey einem Gerichte haben, bey welchem einer der ſtreitenden Theile Richter ſeyn wird; wenn ſie Gläu⸗ biger oder Schuldner einer Parthey ſind; 5) Wenn unter ihnen und einer der Partheyen, oder deſ⸗ ſen Ehegatten oder deſſen Verwandten oder Verſchwägerten in gerader Linie, in den letzten fuͤnf Jahren vor der Ablehnung ein Criminalproceß anhängig geweſen iſt: 6) Wenn zwiſchen dem Richter, deſſen Ehegattin, deren Aſcendenten und Deſcendenten, oder den mit ihm in eben die⸗ ſer Linie verſchwagerten Perſonen, und einem der ſtreitenden Theile ein Civilproceß anhaͤngig iſt, und dieſer Proceß, in ſo fern er von der Parthey angeſtellt worden iſt, vor dem Pro⸗ ceſſe, in welchem die Ablehnung erfolgt, ſeinen Anfang ge⸗ nommen hat; und ſo ebenfalls, wenn dieſer Proceß zwar auf⸗ gehoͤrt hat, jedoch erſt ſechs Monate vor der Ablehnung been⸗ digt worden iſt; 7) Wenn der Richter Vormund, Nebenvormund oder Cu⸗ rator, vermuthlicher Erbe oder Geſchenknehmer, oder Herr oder Koſtgänger einer Parthey iſt; wenn er Verwalter einer Anſtalt, Geſellſchaft oder Direction eines Creditweſens iſt, welche bey der Sache unter die Zahl der Streitgenoſſen gehoͤ⸗ ren; wenn eine der Partheyen deſſen vermuthlicher Erbe iſt: 3 Wenn der Richter in der Sache ein Gutachten ertheilt, darin vor Gericht fuͤr dieſelbe das Wort pder die Feder ge⸗ fuͤhrt; wenn er vorher ſchon als Richter oder Schiedsrichter daruͤber erkannt; wenn er den Fortgang des Proceſſes zu be⸗ foͤrdern geſucht(ihn ſollicitirt), ihn empfohlen, oder Koſten zu demſelben hergegeben hat; wenn er als Zeuge darin abgehoͤrt worden iſt; wenn er ſeit dem Anfange des Proceſſes mit einer oder der andern Parthey in deren Hauſe getrunken oder ge⸗ geſſen oder von ihr Geſchenke empfangen hat; 9) Wenn zwiſchen ihm und einer der Partheyen eine Tod⸗ feindſchaft Statt findet; wenn er ſeiner Seits, ſeitdem der 208 P. I. L. II. De⸗ Tribunaus inférieun. 3 n ou menaces, verbalement ou par écrit, depuis pinstanes n ou dans les six mois précédant la récusation proposse. ſinn nin 379. I n'y aura pas lieu à rẽcusation, dans les cas P ou le juge serait parent du tuteur ou du curateur de Tune n n des deux parties, ou des S6itlmen ou administrateus 3 Publtrn K J*.** 6 i d'un établissement, société, direction ou union, partie inmb dans la cause, à moins que lesdits tuteurs, administrateurs ugnmn S* ou intéressés n'aient un intérét distinct ou personnel. hft 380. Pout juge qui saura cause de rẽcusation en sa personne, sera tenu de la déclarer à la chambre, qui . decidera s'il doit s'abstenir. 4 a neii 381. Les causes de récusation relatives aux juges e sont applicables au ministère public lorsqu' il est partio h g.1 jointe; mais il n'est récusable lorsqu'il est r nini principale.——— Gnmnhnn 332. Celui qui voudra récuser, devra le faire avant beylun, le commencement de la plaidoirie; et, si Paffaire est ſ en rapport, avant que hinstruotion soit achevée, ou qus nin les delais scient expirés, à moins que les causes de la ſ Eip rocusation ne soient survenues postẽrieurement. ttin 0— 10) 383. La récusation contre les juges commis aux iugi descentes, enqustes et autres opẽrations, ne pourra ẽtre proposee que dans les trois jours, qui courront, 10. i ſithn le jugement est contradictoire, du jour du jegewent; t in. 1 20. si le jugement est par défaut et qu n'y ait pas init 6„ (1) S. über dieſe ganze Materie vutour Traité sur la prðe.— civ. T. 1. p. 420. 421.— Ord. v. 1667. Lit. XXIV. Art. 1 on — 12. Jousse ad h. 1. 1 . 6) lii ereun, ieu hun Kün nn ün, luh annn ih u aininin ou uinz, 6, aniti on penn le récuui h chaun dhüve u onl u. ngul e em k finn i hahin hnie u s ni eurenert. conni u e pun itomn! ut iu jgn tgl i Nnit un! 6 A. uht 1r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 209 Proceß anhaͤngig iſt, oder ſechs Monate vor angebrachter Ab⸗ lehnung, muͤndlich oder ſchriftlich die Parthey, welche ihn ab⸗ lehnt⸗ angegriffen, injuriirt oder bedroht hat.(*) 370. Waͤre aber der Richter mit dem Vormunde oder dem Curator einer Parthey, oder mit den Mitgliedern oder Verwaltern einer Anſtalt, einer Geſellſchaft, der Concursdirec⸗ tion oder Gemeinheit der Glaͤubiger, ſoweit dieſe bey der Sa⸗ che Parthey ſind, verwandt: ſo hat keine Ablehnung Statt, ausgenommen, wenn beſagte Curatoren, Verwalter oder Theilhaber fuͤr ſich beſonders und fuͤr ihre Perſonen bey dem Rechtsſtreite intereſſirt ſind. 380. Jeder Richter, dem bekannt iſt, daß bey ihm eine perſoͤnliche Urſache zur Ablehnung Statt finde, iſt ſchuldig, ſie dem Gericht in der Seſſion anzuzeigen; und dieſes entſcheidet dann, ob er bey der Sache ſich Mitwirkung bn ſolle oder nicht.(*) 381. Die Gruͤnde der Ablehnung, welche ſich die Richter beziehen, ſind auch auf den kaiſerlichen Anwald und Generalprocurator, wenn ſie als Nebenparthey dem Proceſſe beytreten, anwendbar; ſind ſie aber Hauptparthey, ſo koͤnnen ſie nicht abgelehnt werden. 382. Wer einen Richter ablehnen will, muß es vor dem Anfange des muͤndlichen Verfahrens(Art. 343.), und wenn die Sache zur Relation verwieſen iſt, vor Vollendung des ſchriftlichen Verfahrens, oder vor Ablauf der Friſten(Art. 96— 103.) thun; ausgenommen, wenn die Urſachen der Ab⸗ lehnung erſt ſpaͤterhin eingetreten ſind.(3) 383. Die Ablehnung eines Richters, welcher zu Localbe⸗ ſichtigungen, Zeugenverhoͤren und andern einzelnen Geſchäften ernannt iſt, darf nicht ſpäter, als binnen drey Tagen, angebracht werden. Dieſe nehmen ihren Anfang 1) vom Tage der rechtli⸗ chen Entſcheidung, wenn der Beſcheid auf vorgangiges Erſchei⸗ nen beyder Theile geſprochen iſt; 20 bey Contumacialbeſcheiden, (2) Ordonn. Ebendaſ. Art. 17. 18. vergl. v. Blois vom Mai 1579. Art. 118 (3) Ord v. 1667. a. g. O at. 20. 21. Civilgerichtsordnung⸗ O X 210 P. J. TL. II. Des Pribunaus inférieurs. d'opposition, du jour de Pexpiration de la huitaine 4⸗ ropposition; 30. si le jugement a été rendu par detaut et qu'il y ait eu opposition, du du deboutè dop. position, méme par defaut.* 384. La récusation sera proposée par un acte au greffe, qui en oontiendra les moyens, et sera igne de la partie, ou du fondé de sa procuration autkentique et speciale, laquelle sera annexe à raote. 385. Sur l'expédition de l'acte de rbcusation re- mise dans les vingt- quatre heures par le greffier au prẽ· ident du tribunal, il sera, sur le rapport du président et* conclusiaris du ministère public, rendu jugement qui, si la récusation est zuadmssibie la rejettera; et i elle est admissible, ordonnera, 6 6 comnnvießſe au juge récusé, pour—— en termes prẽcis sur les faits, dans le dclai qui sera fisé par le jugement, 2. la communication au ministbre public, et indiquen le jour ou le rapport sera fait par l'un des juges nommé par ledit jugement. 386. Le juge récusé fera sa acktion au erel à la suite de la minute de l'acte de recusation. 387 A compter du jour du jugement qui ordon- nera la communication, tous jugemens et opCrations seront suspendus: 5 cependant des parties prẽtend — (1) Ord. v. 1667. Lit. KXIV. Art. 22. 8 it n (2) Ebendaſ. Art. 23. Jousse ad h. 1. Ord. San Hetubet 1535 Cap. 1. Art. 87 6) Ord. v. 1667. g. a. O. Art. 34. Bee ad h. 1. Ord. v. 1659. (n 4 wukin R nwnd pun v un mn Mß P Geihni Whm in jn un u 35 D dune Uhn t wdn ein dih mliſh iſt, der hin j ſii un ſimclin ſo Rhi 81 ſtuitan uh F. Mhun als Nu Lawe wnd (9 4ce ieun. ehhii iſni lu inu pir un m etenig tion uu te. tẽcuuin e grelietn ort du yui tenin ji rejeten; coumniu mes priti jugen et indiqu juges non tion u z ation. ent gui n 6et yin puris n zun 1h b.1. 00. N r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 2r1 wenn kein Rechtsmittel dagegen eingewandt iſt, von Ablauf der zur Einwendung des Rechtsmittels verſtatteten achttaͤgigen Friſt; 3) bey Contumacialbeſcheiden, wider die ein Rechtsmittel ein⸗ gewandt worden iſt, von dem Tage an, da das Rechtsmittel verworfen iſt, waͤre es auch blos wegen(fernern) ungehorſa⸗ men Außenbleibens geſchehen.(*) 384. Dieſe Ablehnung wird durch einen Satz auf der Gerichtsſchreiberey vorgetragen. Dieſer muß die Gruͤnde der Ablehnung enthalten, und von der Parthey oder ihrem mit einer oͤffentlich beglaubigten Specialvollmacht verſehenen An⸗ walde unterzeichnet werden. Die Vollmacht iſt dem Satze beyzulegen.(*) 385. Der Gerichtsſchreiber uͤbergiebt binnen vierundzwan⸗ zig Stunden dem Gerichtspraͤſidenten eine Ausfertigung der Ablehnungserklaͤrung. Auf erſtatteten Vortrag des Praͤſiden⸗ ten und nach angehoͤrtem Antrage der Staatsbehoͤrde, wird ein Beſcheid ertheilt, in welchem die Ablehnung, wenn ſie unzulaͤſſig iſt, verworfen; und, im Fall ſie nicht verwerflich iſt, darauf erkannt wird, daß ſolche: 1) dem abgelehnten Richter zuzufertigen ſey, damit dieſer ſich in einer im Be⸗ ſcheide anzuſetzenden Friſt uͤber die angegebenen Thatſachen be⸗ ſtimmt erklare; und daß ſie 2) der Staatsbehoͤrde mitzutheilen ſey. In dieſem Beſcheide wird zugleich der Tag zum angeſetzt und der Referent ernannt.(3) 386. Der abgelehnte Richter hat ſich auf der Gerichts⸗ ſchreiberey zu erklären, und ſeine Antwort unter die et der Ablehnungserklaͤrung zu ſchreiben(4) 387. Mit dem Tage, an welchem auf Zufertigung der Ablehnung erkannt worden iſt, bleiben alle Erkenntniſſe und alles Verfahren in der Sache ausgeſetzt; ſollte jedoch eine der O 2 Laroche des parlements L. xnt. ch. LXXXV. Art. 37. Cha rondas Pand. P. II. c. N. (4) Accursius ad 1. 16. C. de Iudiciis.(I. 1.) Bornier ad h. 1. Ord. v. 1339. — V X z12 P. I. L. II. Des Tribunaus inlerieun. que roptrton est urgente et qu'il y 5 péril dans le retard, incident sera porté à l'audience sur un imyle acte, et le tribunal pourra qu'il sera procedò par un autre juge. * ⸗ 388. Si le juge récuse vonvient de faits qui ont motive sa récusation, ou si oces sont prouvès, * sera ordonné qu*il„abstiendta. 89. Si le rbcusant n'apporte preuve par écrit ou 9 pp P P commencement de preuve des causes de la récusation, il est laissé à la prudenoe du tribunal de rejeter la rẽ. cusation sur la simple declaration du juge, ou d'ordon- ner la preuve testimoniale. 390. Gelui dont la récusation aura eté dèclarèe non admissible ou non recevable, sera Sonai à telle amende qu'il ploirn au tribunal, laquelle ne pourra etre moindre de cent francs, et sans Préjudice, s*il y a lieu, de Paotion du juge en réparation et dommages et inté⸗ réts, auquel cas il ne Pourra demeurer. 391. Tout jugement sur cusetion, mẽme dans les matidres oü le tribunal de premibre instance juge en dernier ressort, sera usceptible d'appel: si nean. moins 3 partie soutient qu attendu Purgenoe il est no- cessaire de à une opération sans attendre que kappel soit jugé, Pincident sera porté à l'audience sur un simple acte; et le tribunal qui aura rejeté la récusa- n uhu be in Lul mu Geih bu gſriun u wilh ſichn in niſtmi 1 (u h hrde d ſu hu u mu i 3p ſü wiſ iht iln mun hun iy n Siohnſt ſijthin m1 ung cinn ſiſch, ſWich Nh i hun Ginn innn des Ger ieun 1r Th. 26 B. Von den Untergerichten. 213 piil in Partheyen behaupten, daß die Handlung dringend und mit dem Verzuge Gefahr verbunden ſey: ſo wird dieſer Incident⸗ ilu punkt auf einen bloßen Satz zum Verhor gebracht, und das Gericht kann verfuͤgen, daß durch einen andern Richter dazu geſchritten werde.(1) zgg. Räumt der abgelehnte Richter die Thatſachen ein, auf welche die Ablehnung gegruͤndet iſt, oder ſind dieſe That⸗ ont ymn ſachen erwieſen: ſo wird ihm auferlegt, er ſolle ſich der Ein— miſchung in die Sache enthalten. 2 nR 389. Wird von dem ablehnenden Theile kein ſchriftlicher Beweis, ja, nicht einmal einiger, wiewohl unvollſtändiger, e k rinn(Rap. Civ. G. B. Art. 1347. 1348.) Beweis, uͤber die Gruͤnde der Ablehnung beygebracht: ſo bleibt es dem Ermeſ⸗ ſen des Gerichtes uͤberlaſſen, bloß auf die Erklärung des Rich⸗ ge, ou in ters, entweder die Ablehnung zu verwerfen, oder auf Zeugen⸗ beweis zu erkennen.(3) 3 300. Derjenige, deſſen Ablehnung fuͤr unzuläßlich, oder n et iü füͤr verſäumt erklart wird, iſt zu einer dem Ermeſten des Ge⸗ ndamns it richts uͤberlaſſenen Geldbuße zu verurtheilen, die jedoch nicht unter hundert Franken betragen darf; dem Richter bleibt hie⸗ bey erfoderlichen Falls vorbehalten, auf Genugthuung und ynl Schadenerſatz zu klagen; doch darf er, wenn er dieſes thut, nicht Richter in dieſer Sache bleiben. emin e lit e niun e poumi ages et i 301. Wider jeden Beſcheid, in welchem uͤber eine Ableh⸗ S. nung erkannt wird, iſt die Appellation, ſelbſt in dem Falle, nm zuläßlich, wenn das Gericht erſter Inſtanz in der Hauptſache zugleich die letzte Inſtanz iſt; behauptet jedoch die Parthey, daß in Ruͤckſicht der dringenden Nothwendigkeit zu einer ppe in Handlung verſchritten werden muͤſſe, ohne daß man erſt das Erkenntniß uͤber die Appellation abwarte: ſo wird dieſer In⸗ instunc ence il en 6 cidentpunkt auf einen bloßen Satz ins Verhör gezogen, und ae das Gericht, welches die Ablehnung verworfen hat, kann die ndiene“ jet hn() Ord. v. 1667. Lit. XX. Att. 7. it. XXIV. Art. 22. () Ebendaſ. Lit. XXIV. Art. 13. (3) Ebendaſ. Art- 29. 30. ————— 214 P. I. L. II. Des Tribunaus inferieurs. 12 7 tion, pourra ordonner aw sera vel à vopsra 3 unu n w 7 W 6 faire dans les cinq jours du jugement, par un acte au itſt par un autre juge. 302. Celui qui voudra appeler, sera tenu de greffe, lequel sera motivé et contiendra énonciation 4 uſn enh dépõt au greffe des pieces au soutien. zu Unn 393. expẽdition de P'aote de récusation, de 1 der but declaration du juge, du jugement, de Pappel, et les pieces jointes, seront envoydes sous trois jours par le greffier, à la requéte et aux frais 5'appelant, au greffier du tribunal d'appel. lwluinn 394. Dans les trois jours de la remise au greffier W hunic 3 au tribunal, lequel indiquera le jour du jugement, et di Ohe du tribunal d'appel, celui ci présentera lesdites pibces commettra l'un des juges; sur son rapport et sur les un U conelusions du ministère public, il sera rendu à l'au⸗ lite, v dience jugement, sans qu'il soit nécessaire d'appeler les jn parties.„ enn inin du jugement, le greffier du tribunal q'appel renverra jin un 395. Dans le⸗ vingt- quatre heures de renpẽdiion les piboes à lui addressées, au greffier du whün de 3 36 3 premibre instance. uhn Mlin eittn récusation, de signifier aux parties le jugement sur lap⸗ hinw 306 · L'appelant sera tenu, dans le mois du jour du jugement de premiere instance qui aura rejeté sa pel, ou certificat du greffier du tribunal d'appel, con- 3 u unſ tenant que Pappel n'est pas jugé, et indication du jour M déterminé par le tribunal: sinon le jugement qui aura— rejeté la récusation, sera exécuté par provision; et ce 0 ha ieut en ten e hu min enonchin uutin, is jen n laypem nize uu gü leite ji jugenent ort et un rendu i h duppeler! lenpediti pel renver idunal mois qu un njt ment anht lwypel cation iuj nent qin oriion; i r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 215 Verfuͤgung treffen, daſi das Geſchaͤft durch einen andern Rich⸗ ter vorgenommen werde. 302. Wer appelliren will, muß ſolches binnen fuͤnf Ta⸗ gen, von Ertheilung des Beſcheids an zu rechnen, auf der Ge⸗ richtsſchreiberey durch einen Satz thun, welcher die Gruͤnde dafuͤr enthalten, und worin zugleich geſagt ſeyn muß, daß die zur Unterſtuͤtzuna der Appellation erfoderlichen Documente auf der Gerichtsſchreiberey niedergelegt worden ſind. 303. Auf Anſuchen und auf Koſten der Appellanten uͤber⸗ ſendet der Gerichtsſchreiber dem Appellationsgerichtsactuar Ausfertigungen von der Ablehnungsurkunde, von der darauf gegebenen Erklärung des Richters, vom Beſcheide, von der Appellation und von den derſelben beygefuͤgten Actenſtuͤcken.(1) 304. Der Appellationsgerichtsactuar uͤbergiebt erwaͤhnte Actenſtuͤcke binnen drey Tagen nach deren Empfang an das Appellationsgericht. Dieſes beſtimmt den Tag, an welchem die Sache entſchieden werden ſoll, und ernennt einen Referen⸗ ten. Auf deſſen Vortrag, und nach Anhoͤrung der Staatsbe⸗ hoͤrde, wird im Verhoͤr das Urthel geſprochen, ohne daß es erfoderlich iſt, die Partheyen dazu vorzuladen.(2) 30. Binnen vierundzwanzig Stunden nach erfolgter Ausfertigung des Urthels hat der Appellationsgerichtsactuar die ihm eingeſandten Actenſtuͤcke an den Gerichtsſchreiber des Ge⸗ richtes erſter Inſtanz zuruͤckzuſenden.(2) 396. In Monatsfriſt, von dem Tage des in erſter In⸗ ſtanz auf Verwerfung der Ablehnung ertheilten Beſcheids an zu rechnen, muß der Appellant den Partheyen entweder das Appellationsgerichtsurthel, oder ein Zeugniß des Appellations⸗ gerichtsactuars zufertigen, welches beſagt, daß uͤber die Appel⸗ lation noch nicht erkannt, und welcher Tag Gerichtswegen da. zu angeſetzt ſey; widrigenfalls wird der Beſcheid, in welchem die Ablehnung verworfen iſt, proviſoriſch vollſtreckt; und was (r) Dieſe Verordnung iſt neu. (2) Ord. v. 1667. Lit. XRXIV. Art. 27. (3) Neu.. „ 216 P. I. L. II. Des PTribunaux inférieurs. u * 3 qui sera fait en conséquence sera valable, encore que anß la récusation füt admise sur l'appel. TTTRE XXII. De la Péremptidbn L 397. PToute instance, encore qu'il n'y ait pas eu hi constitution d'avoué, sera éteinte par discontinnatio 1. i iin, i Ce dẽlai sera augmenté de six mois, dans tous les nn de poursuites pendant trois ans. cas ou il y aura lieu à demande en reß ein ſn ou constitution de nouvel avous.. S 398. La peremption courra contre IEtat, les Ein,! , un mn00 tuteurs. z 5 . établissemens puhlics, et toutes personnes, méme mi⸗ neures, sauf leur recours contre les administrateurs et 399. La peremption n'aura pas ſen 4 droit; elle W 6it se couvrira par les actes valables faits par Pune ou mt l'autre des parties avant la demande en péremption. 6 tütmn (1) Gieichfaus neu.. (2) Der erſte Theil dieſes Artikels iſt entlehnt aus dem Arrété du parlement de Paris v. 28 März 1692. Art. 1. welche man fin⸗ det in der Collestion de jurisprudence unter dem Art. Fer· emption; der zweyte Abſchnitt iſt neu. (6) Franz. hatte in ſeiner, Ordonnanz von 1539. die prãſeriy⸗ tion in Anſehung des Staats abgeſchafft. Im Civilcoder iſt ſie wiederhergeſtellt. Wider Hoſpitäter, Corporationen, Gemeinden und öffentliche Anſtalten hat ſie immer Statt gefunden, ſo wie auch gegen inderjährige mit Vorbehalt des Regreſſes an ihre Vormünder und Verwalter. So iſt namentlich erkannt worden in den Aréts v. 13. April 1818. u. v. 23. Dec. 1630. die man beym 2 r Th. 28 B. Von den Untergerichten 217 dem gemaͤß geſchieht, iſt ſolchenfalls dann guͤltig, wenn auch die Ablehnung in der Appellationsinſtanz fur zulaͤßlich erklaͤrt wuͤrde.(1) Zwen und zwanzigſter Titel. on. Von der Erloſchung des Proceſſes.) 307. Jeder Proceß ſoll, wenn gleich noch kein Sachwal⸗ vy iß ter darin beſtellt iſt, erloſchen ſeyn, wenn er ſeit drey Jahren liouim nicht mehr betrieben worden iſt. Die Friſt wird um ſechs Monate verlaͤngert in allen den Faͤllen, in welchen entweder das Geſuch um Wiederaufnahme des Proceſſes, oder um Beſtellung eines neuen Sachwalters ie lun Statt findet.(2) dans tu 308. Die Erlöſchung des Proceſſes findet wider den e, Staat, wider oͤffentliche Anſtalten, und uͤberhaupt wider Je⸗ dermann, ſelbſt⸗wider Minderjährige, Statt; doch bleibt ih⸗ s„ nin. enen der Regreß wider Verwalter und Vormuͤnder vorbehal⸗ ten.(3). S 300. Die Erloͤſchung des Proceſſes ſoll nicht bloß Kraft e dreit; des Geſetzes(pso iure) eintreten. Sie wird aufgehoben, wenn pat hun eine oder die andre Parthey, vor Anbringung der Klage auf nenin Erloͤſchung, guͤltige Proceßhandlungen unternommen hat.(4) Brodeau sur Louet P. Sommaire 14. ſo wie in den Arréts 3 vom 14. u. 23. Jun. 1521. vom 19. Jänner und vom 2. März is dn zn. auch m Auguſt 6os welche man findet in Bouchel 1. wilhe Pihliothéque du Droit frangais unter Peremption, endlich noch ut hn im Arrét de règlement v. 8. Jun. 1703. Eben ſo entſcheiden Charondas Rép. Liv. VI. rép. 20. Papon Arréts Liv. VIII. 1zz. di pi Lit. XVI. Addit. n. 3. Jousse Commentaire z. 8. Art. Lit. XXVII. n Gilcun der Ord. v. 1667. onen, 6u() Dieß war ſchon vorher die neueſte Gewohnheit S. Jousse geſune, a a D. und die Collection de jurieprudence, Art. Péremption. znſ 6 In ältern Zeiten fand die Peremption ipso iure Statt. erkannt wuu e, i un*) S. Delaporte a. a. O. unter: péremption. E. 218 P. I. L. II. Des Tribunaus inférieurs. — 400. PMe sera demandée par requéte qavou⸗ à avoué, 5 S que l'avoué ne soit decédé, ou inter. dit, ou suspendu, depuis le moment ou elle a 6 acquise. porte seulement extinction de la procedure, sans qu'on puisse, dans aucun cas, opposer aucun des aotes de la procédure ẽteinte, ni s'en prévaloir. En cas de péremption, le demandeur grineip est condamns à tous les frais de la procédure périmée. * TITRE XxII. Du D* 1 402. Le Sb⸗temeſ peut étre fait er acceptè pur de simples actes, signes des parties ou de leurs man- dataires, et signifiés d'avoué à avous. 403. Le désistement, lorsquil aura 6té acceptè, emportera de plein droit consentement que les choses scient remises de part et d'autre au méme état qu'elles N 6taient avant la demande. U emportera également soumission de payer les frais, au paiement desquels la partie qui se sera désistée sera contrainte, sur simple ordonnance du président (1) Vergl. Jousee a. a. O. Brodean sur Louet 1. P. RIw. Arrét de réglement v 3. Aug 1692. Art. 4. (2) Eine wenn gleich nur proviſoriſche Sentenz erlöſcht nicht; aber die Erlöſchung des Proceſſes zieht die Erlö⸗ ſchung der Zwiſchenurthel nach ſich. Arrét v. 11. Dec. 16o9. beym Brodeau lettre P. n. 16. 401. La Sm n'éteint pas ele em ſli Mihn 0 Um ſnn umm lüw b du ſu . ſih nit hein d uf inh ſluft ginkn un hur u ime n u u 6 6 h Gitn wihem Duh inicht inr huß 3— 2 ber z e) oc ieun it lm eclt, u A 1 „ ülonzch ure ung is un ur prui⸗ re yiinn taoceyt Jeur m ts accey e les che eut qul ie pyn e zern iii in yti N „ ouiſorſthe éun ſes zih b h. 1 D 1 — 1r Th. 26 B. Von den Untergerichten. 219 400. Um die Erklaͤrung, daß der Proceß erloſchen ſey, ſucht man durch ein Schreiben an, welches ein Sachwalter dem andern zufertigen laͤßt; es muͤßte denn ſeit dem Augen⸗ blicke der Erloͤſchung der Sachwalter verſtorben oder interdicirt oder ſuspendirt worden ſeyn.(*) 4o1. Die Erlöſchung des Proceſſes hebt die Hauptklage ſelbſt nicht auf, ſie bringt bloß die Wirkungsloſigkeit des bis⸗ herigen Verfahrens hervor, und man kann ſich in keinem Falle auf eine Handlung des erloſchenen Proceſſes beziehen, noch die⸗ ſelbe fuͤr ſich geltend machen. Iſt der Proceß erloſchen, ſo wird der Hauptklaͤger in alle Koſten des erloſchenen Verfahrens verurtheilt.(²) Drey und zwanzigſter Titel. Von der Losſagung vom Proceſſe.) 402. Die Losſagung vom Proceſſe kann durch bloße, von den Partheyen oder deren Bevollmaͤchtigten unterzeichnete, und von einem Sachwalter an den andern zugefertigte Sätze erfol⸗ gen und angenommen werden. 403. Sobald die öſagung angenommen iſt, gilt ſolche rechtlicher Weiſe fuͤr Einwilligung, daß die Sachen von bey⸗ den Seiten wieder in eben den Zuſtand verſetzt werden ſollen, in welchem ſie ſich vor Anſtellung der Klage befanden. Durch die Losſagung uͤbernimmt man zugleich die Ver⸗ bindlichkeit zur Bezahlung der Unkoſten. Zu dieſer Zahlung ſoll die Parthey, die ſich vom Proceſſe losgeſagt hat, mittelſt einer bloßen vom Präſidenten ertheilten Auflage(Verordnung) Der xte Lheit des Artikels war vorher im Gerichtsbrauch; der zweyte iſt neu. Ehedem bezahlte in dieſem Falle jede Par⸗ they die von ihr verurſachten Unkoſten. Pothier, Traité de 12 procédure civile P. I. ch. 1V. sect. 4.§. 5. *) Delaporte Formulaire s. v. Désistement. E. 220 u. Des Tribursu inkòrieurs. mise au pas de la taxe, parties presentes, ou ppel⸗ hn we e ile ſugut première instance, sera Snenh oppoition 2 Ziſe par acte d avous à avous. * Cette si n⸗ emane tribunal de ou appel elle sera exécutée nonobstant opporition i nin Iſt in tinin n elle emane d'une cour Tappel. TITRE XXv. Des Matidres sommaires. 404. Seront réputés matieres sommaires, et ins. ils ſiche hit pi Les demandes pures personnelles,: à quelque somme B truits comme tels, Les appels des juges ge pain:. qu'elles puissent monter, quand il y a titre, pourvu ijns hun qu'il ne soit pas contesté; gintt ſiͤ; Le de nandes formées sans titre, vnar nt n'ex- ib , cbdent pas mille francs; Les demandes provisoires, ou qui requibrent c. nſ Piim An uln arrérages de rentes. rité; Les demandes en paiement de loyers et fermages et 405. Les matibres sommaires seront jugées à Pau- nn M * g (4) Ord. v. 1667. Lit. XVII. Art 1—3. Neu iſt die Verordnung, n daß die Appeuationen wider die Entſcheidungen der Friedensrich⸗ 16. 3 ter ſummarxiſch behandelt werden ſollen. Die Friedensgerichte ihn 5 Lyſi uh ku tiu bn m ut ii ires mites, 1 ueſhue u tire, por nqwdlur reuiuren et em⸗ nt jegin 1 iſ die bm n e jie di ſiu⸗ 1r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 221 angehalten werden, welche unter die Koſtentaxe geſetzt wird; und das zwar in Gegenwart der Partheyen, oder nachdem dieſelben durch einen Satz, den ein dem andern zufertigen läßt, vorgeladen ſind. Dieſe Auflage wird, in ſo fern ſie von einem Gerichte erſter Inſtanz erlaſſen iſt, ohne Ruͤckſicht auf irgend eine Op⸗ poſition oder Appellation; und wenn ſie von einem Appella⸗ tionsgerichte erlaſſen iſt, n⸗ Ruͤckſicht auf eine Oppoſition — Vier und zwanzigſter Titel. Von ſümmariſchen Rechshinpeit 404. Fuͤr nnmmnſhe Rechtshaͤndel ſollen und als ſolche verhandelt werden: die wider die Entſcheidungen der Friebſnerichte⸗ einge⸗ wandten Appellationen; die bloß perſoͤnlichen Klagen, ſo hoch ſich auch die S ihres Gegenſtandes belaufen mag, wenn ſie auf urkunden ge⸗ gruͤndet ſind; jedoch nur dann, wenn der iten⸗ e nicht beſtritten wird; Klagen, die auf keine gegruͤndet ſind, wenn ſie nicht uͤber Tauſend Franken zum Gegenſtande haben; proviſoriſche, oder ſolche Klagen, welche ein ſchleuniges Verfahren erheiſchen: Klagen auf Bezahlung des Miethzinſes, P oder verfallener Termine von Renten. S 405. Summariſche Rechtshaͤndel werden, im Verhoͤr, nach. der in der S Friſt, entſchieden, von der Nationalverſammlung durch die Geſetze vom 16. Aug v. 14. u. 18. Oet. 1790. und v. 6. März 1791. ein⸗ geführt und durch den 7. Artikel des 3. Cap. des III. Litels Conſtitution vom September 1791. beſtätigt. 5 222 p. I. L. II. Des Pribunaux inférieurs. dience, après les délais de la citation chus, zur un eimple acte, sans autres procédures ni formalités. 406. Les demandes incidentes et les intervention seront formées par requéte 4 avous, qui ne pom con. tenir que des conclusions motivées. 407. S'il y a lieu à enquéte, le ugenent qui Por- donnera contiendra les faits sans qu'il soit besoin de le⸗ articuler prealablement, et fixera les jour et beure ou les témoins seront entendus à paudience. 408. Les témoins seront assignés au moins un jour avant celui de laudition. 409. Si l'une des parties demande prorogation, incident sera jugé sur- le-champ. d'appel, il ne sera point dressé proces-verbal de hen quéte; il sera seulement fait mention, dans le juge⸗ ment, des noms des témoin, et du résultat 2 dépositions. 411. Si le jugement est d'appel, il sr⸗ dressé procks- verbal, qui contiendra les sermens des témoins, leur déclaration s'il sont parens alliés, servi. teurs ou domestiques des parties, les reproches qui au- raient été formés contre eux, et le résultat de leurs dépositions. () Ord v. 1667. Lit. XVII. Art. 7. Dieſe Beſcheide müſſen zu⸗ gleich nach Maaßgabe des s43. Art. der gegenwärtigen Gerichts⸗ ordnung die Liquidation der Koſten und Gebühren enthalten. (2) Ord. v. 1667. Tit. XI. Art. 24. (3) Ord. v. 1667. Tit. XXII. Art. 1. Dieſer Artikel betrifft nach Borniers Anführen vorzügtich den ſummariſchen Proceß nach Maaßgabe der Ord. Franz I. v. J. 1836. Cap XII Art. 3. (4) Ord. v. 1667. Lit. XVII. Art. 8. Hier war wegen der Vorla⸗ dung der Zeugen nichts angeordnet. Im Geſ. v. 3. des R—— — 410. Lorsque le jugement ne sera pas usceptihl ſiurz w 6 with ufd Ar). 40 i pb m ſu ier uin iuhin ſuhn; in Shau vn in Ihlh h heih ſienn ihu, hnin tl inm i e hn jugenn soit eun jour ek ce. és zu m nde pi yu zun s.yerhal u „duns k zultat de daypeh i es sermel 6, Alie, eyroches i eulut ie Beſhide ni genwirizn bühten inhut n ill in niſhen uu Cay. UI u nn , r Th. 2s B. Von den Untergerichten. 23 und zwar nach Einreichung eines bloßen Satzes, ohne irgend ein anderes Verfahren und ohne ſonſtige Formalität.(1) 406. Nebenpunkte und Interventionen werden durch ein dem gegentheiligen Sachwalter zuzufertigendes Schreiben an⸗ gebracht, welches nichts, als das mit Gruͤnden unterſtuͤtzte Geſuch enthalten darf.(2) 407. Findet der Zeugenbeweis Statt, ſo werden in dem Beſcheide, mittelſt deſſen darauf erkannt wird, die Umſtaͤnde beſtimmt,(uͤber welche die Zeugen abzuhoͤren ſind,) ohne daß erfoderlich waͤre,(vergl. Art. 252. 253.) ſolche erſt artikels⸗ weiſe vorzubringen; und es wird in dieſem Beſcheide zugleich Tag und Stunde beſtimmt, da die Zeugen in der oͤffentlichen Sitzung abgehoͤrt werden ſollen.(2) 408. Die Zeugen ſind wenigſtens Einen Tag vor der Ab⸗ hoͤrung vorzuladen.(4) 409. Bittet eine Parthey um eine Friſtverſtattung, ſo wird auf der Stelle uͤber dieſen Nebenpunkt erkannt.(S. oben Art. 279. 280.). 410. Iſt gegen das Endurthel keine Appellation verſtat⸗ tet, ſo wird uͤber das Zeugenverhoͤr kein Protocoll aufgenom⸗ men, ſondern bloß der Namen der Zeugen und des Inhalts ihrer Ausſagen im Urthel gedacht.(S. oben Art. 40.) 41I. Iſt gegen das Endurthel die Appellation zuläßlich, ſo wird ein Protocoll aufgenommen, welches die Vereidung der Zeugen; deren Erklärung, ob ſie Verwandte, Verſchwaͤ⸗ gerte einer oder der andern Parthey ſind und ob ſie in deren Solde oder Dienſte ſtehen; die Einwendungen, welche etwa wider ihre Glaubwuͤrdigkeit gemacht worden ſind, und den Inhalt ihrer Ausſagen enthaͤlt.(Art. 39.) II. Jahres, welches nachher durch das vom 7. Fructidor des III. Jahres erklärt ward, war von der den Zeugen zu beſtimmen⸗ den Friſt noch nichts geſagt, wenn gleich im 4. u. 8 Artikel des erſtern dieſer beyden Geſetze geſagt war, die Zeugen ſollten ſowohl als die Parthey durch einen vom Richter erlaſſenen Vorladungs⸗ zettel citirt werden, in weichem Tag, Ort und Stunde zum Zeu⸗ genverhör beſtimmt ſeyn ſollten; und da war es dann gewöhntich, daß der Richter den Zeugen zwiſchen der Ladung und Abhörung wenigſtens vier und zwanzig Stunden Friſt ließ⸗ * 224 P. I. L. M. Des n inférieurs. 412. Si les témoins sont dloignes o ou empòchés, le heicht tribunal pourra commetire le tribunal ou le juße 4* pais de leur résidence: dans ce cas, venquète ſ redigee par écrit; il en sera dressé proode verbel. S win 41¹3. Seront observées en la confection des enu un 4 tes sommaires, les dispositions du titre XII, , relatives aux formalités ci S 4 La copie aux témoins, 4 abpooit du venen int par lequel ils sont appelés; vjun Copie à la partie, des noms moins; 3 et les be contre les temoins detall ßiu lans; Ml La prohibition d'entendre les conjoints des parties zn z les parens et alliès en ligne directe; Les reproches par la partie présente, 1a maniet⸗ 3 , de les uger, les inter ellations aux témoins, la taxe; jug P ſiufynt Le nombre des tᷣmoins dont les vbyses⸗ passent i en taxe; 3§ 6. 1 Kti La faculté dentendre les individus agés de moin hin. 4* quinze ans rerolu hM ietieun. 0u emi ou k he ooks l ection je itif du j temoins; ⁸ es tenoimi oints dsn te, h m eins, la t opages s igi i 1r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 225 412. Sind die Zeugen entfernt oder verhindert, ſo kann— das Gericht deshalb an die Gerichte des Ortes, wo ſie ſich aufhalten, oder an den daſigen Friedensrichter Auftrag erthei⸗ len; ſolchenfalls wird das Zeugenverhor ſchriftlich aufgeſezt und ein Protocoll daruͤber aufgenommen.(Art. 255.) 413. Bey ſummariſchen Zeugenverhoͤren iſt von dem, was im XII. Titel: vom Zeugenverhor in Anſehung der Form des Verfahrens vorgeſchrieben iſt, Art. 260. 261.263— 265. 270. 271. 276. 281. 282. 285. 287.) folgendes zu beob⸗ achten: abſchriftliche Zufertigung des Beſcheids, in veichem auf das Zeugenverhoͤr erkannt iſt, an die Zeugen; abſchriftliche Mittheilung des Pneneichniſſe der geu⸗ gen an die Parthey; Geldbuße und Strafe fuͤr das Außenbleiben der S Unzulaͤßlichkeit der Ehegatten und der mit den Partheyen in gerader Linie verwandten oder verſchwaͤgerten zum Zeugniſſe; die dem erſchienenen Theile Serſtilteſi ginettthige (wider die Glaubwuͤrdigkeit der Zengen), die Art daruͤber zu erkennen, die Verſtattung der den Zeugen vorzulegenden Zwi⸗ und das, was die Zeugengebuͤhren betrifft; die Zahl der Zeugen, deren Reiſekoſten in Anſatz paſſiren; die Erlaubniß, daß Perſonen, die das funfzehnte Jahr ihres Alters noch. ngeegt haben, werden duͤrfen. 6 cilierichtsordnung. P 4 226 k. I. L. II. De⸗— Stiun rrrRx XXV. devant les Tribunaus de commerce. Pn ho 414. La procédure devant les tribunau de com- merce se fait sans le ministore d'avoues. n 415 Toute demande doit étre wen par ex- 16 ploit d'sjournement, suivant les formalitẽs ci- dessus uh prescrites au titre des Ajournemens. n 416. Le délai sera au moins d'un jour. emnn 417. Dans les cas qui requerront Se prẽ· — sident du tribunal pourra permettre d'assigner, méme nich iu de jour jour et d'heure à heure, et de saisir les eſets i 7 mobiliers: il pourra, suivant Pexigence des cas, an uſrln 2 jettir le demandeur à donner caution, ou à justifier 4 Ani 3 volvabilits suffisante. Ses ordonnances seront excuti· k 1 ſuihn. res nonobstant opposition ou appel. 6 Pans les affaires maritimes ou u existe 4 1 parties non domicilices, et dans celles o 1l*t ſn d'agrès, victuailles, Squipages et radoubs de voisveau 4 2 prẽts à mettre à la voile, et autres matières urgentes 3 et provisoires, Tassignation de jour à jour, ou d'heure — jat . ae 0¹) Ordonn. von 1667. 2it. XII. Art. 2. in— Ord. v. 1673. zr Lit. XII. Art. 11. Es giebt zwar bey den Franzöſiſchen Han⸗ un delsgerichten keine ordentlich angeſieliten Anwälde(avouss); nn uinn Coune iunn i . foret malitez d. jour. ctlertite, aigrer, saiir let des c, u jutite eront extn i ei es oi i ubs de vis nalieres un bur, u juni⸗. ölde(wou 1r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 227 Fuͤnf und zwanzigſter Zite. Vom handelsgerichtlichen Verfahren.(S. Handelsgeſetb. Art. 644. f. 1V. B. III.. Art. 28) 4r4. Beym rechtlichen Verfahren vor den Handelsgerich⸗ ten finden die Amtsverrichtungen der Anwaͤlde nicht Statt.(¹) 415. Jede Klage muß daſelbſt mittelſt der Zufertigungs⸗ urkunde, durch welche die Vorladung erfolgt, nach den unter dem Titel: von Vorladungen(S. oben Art. 61.) ange⸗ ordneten Foͤrmlichkeiten angebracht werden. 416. Es muß dem Beklagten eine Friſt von wenigſtens Einem Tage verſtattet werden.(S. oben Art. 5.) 417. In Faͤllen, welche ſchleunige Befoͤrderung erheiſchen, kann der Handelsgerichtspraͤſident verſtatten, daß man auf den naͤchſt kommenden Tag, und auf die naͤchſte Stunde vorlade, und das Mobiliarvermoͤgen(des Vorzuladenden) mit Arreſt belege; er kann, nach Maaßgabe der Umſtaͤnde, dem Klaͤger auferlegen, daß er Vorſtand leiſte, oder ſeine hinreichende Zahlungsfähigkeit beybringe. Die deshalb erlaſſenen Auflagen ſind, ohne Ruͤckſicht auf Oppoſition oder Appellation, voll⸗ ſtreckbar.(2) 418. In Seehandlungsangelegenheiten, wo es Partheyen giebt, die keinen beſtimmten Wohnſitz haben, und in Sachen, wo von Ausruͤſtung, Verproviantirung, Bemannung und Ausbeſſerung(Verzimmerung) ſeegelfertiger Schiffe die Rede iſt, wie auch bey andern unaufſchieblichen und proviſoriſch zu verhandelnden Angelegenheiten kann die Vorladung, ohne vor⸗ hat man doch bey den meiſien dieſer Gerichte gewiſſe Perſonen angeſteut, welche die Stelle der avoués vertreten, und in Paris agroes heißen. Das Handelsgericht ſelbſt ſetzt dieſe Perſonen, und ſie werden von demſelben in Eid und Pflicht genommen. (e) Vergl. Ord. v. 1667. Lit. XIV. Art. 14. 36 P L. E. De intrieur. 3 heure, pourra&tre donnée sans ordonnance, et 1 defaut pourrs étre juge sur- champ. 419 Toutes assignations e donnses à bord: 5 1 ver zonne assignée, seront valables. 420. Le demandeur pourra assigner,: à son chix, DPDevant le nibunal du domicile du défendeur; Devant celui dans rarrondissement duquel 1. pro· messe été faite et la Farchanise livree; S Devant celui dans LarondieMept duquel le ni ment devait etre effectus. 421. Les parties seront tenues de compareitte en 1ep ou par le ministère d'un fonde de procuration speciale. 422. Si les pariies onpareiene et qu'a 3 pre miere audienoe il n'intervienne pas jugement deßuiti. les parties non domicilices dans le lieu ou siege le tri⸗ buna!, seront tenues d'y veleetion qhun domicile. Lelection de domicile doit Sire mentionnce sur plumitit de Paudience; à défaut de cette olection, ue signißcation, méme celle du jugement deinitit᷑, sers 8 ½ faite valablement au erele du tribunal. S 423. Les&trangers demandeurs ne peteſ ere obligés, en matiere de commerce, à fournir une caution de payer les frais et dommages- intéréts auxquels ils Poorront&tre condamnès, mẽme lorsque la demand⸗ N „.* 1 8* . (1) Ord. v. 1673. Zit. XII. Art. 17. (2) Ebendaſ. Art. 17. 1 5 5. n Tufin n w mw vhthi nu mnet i „ un (8 Ph Vh Diſte wetn, un ei licht, 00 M. — rr Th. 2s B. Von den Untergerichten. 229 imunn, hergehende Verordnung, auf den naͤchſten Tag und auf die naͤch⸗ ſte Stunde erfolgen, und ſofort auf Ungehorſam(in contu- mnciam) geſprochen werden. abolih 419. Alle dem Vorgeladenen am Bord eines Schiffes zu⸗ gefertigte Citationen ſind guͤltig.(¹) iie Dem Klager ſteht frey, nach Belieben, den Beklag⸗ itſenen ten vor das Gericht, in deſſen Gerichtsbezirke der Beklagte t uli wohnhaft iſt(Corum domicilii); vor das Gericht, in deſſen Gerichtsbezirke das Verſpre⸗ chen geleiſtet und die. Siee üͤberlieſert worden iſt(Corum con- t duqu 1 tractus) vor das Senche, in deſſen Gerichtsbezirke die erfolgen ſoll, vorladen zu laſſen.(²) 4 r. Die Partheyen ſind ſchuldig, in Perſon oder durch 3 Syetialbevolmůchtigte zu erſcheinen.(2) 422. Erſcheinen die Partheyen, und es erfolgt nicht et ih gleich im erſten Verhoͤr ein Definitiverkenntniß: ſo ſind die Partheyen, wenn ſie nicht an dem Otte, wo das Gericht ſei⸗ S nen Sitz hat, wohnhaft ſind, verpflichtet, zu beſtimmen, wo ſie daſelbſt ihren Wohnſitz wäͤhlen(wohin ihnen die Ladungen un donii zugefertigt werden ſollen). Die Erwählung des Wohnſitzes muß auf dem Blatte, worauf der Gerichtsſchreiber das Ver⸗ horsprotocoll ſchreibt, bemerkt werden. Fehlt es an dieſer Wahl (des Wohnſitzes), ſo koͤnnen alle Zufertigungen, ſelbſt vom lelniit Definitiverkenntniſſe guͤltiger Weiſe in die Handelsgerichts⸗ ſchreiberey abgegeben werden. 423. Wenn in Handelsſachen Ausländer als Kläger auf⸗ treten, ſo koͤnnen ſie nicht genoͤthigt werden, fuͤr die Koſten und Schäden, in deren Erſatz ſie verurtheilt werden koͤnnten, es unn PVorſtand zu beſtellen(Nap. Civilgeſetzb. Art. 16.), ſelbſt dann qu h in nicht, wenn die Klage an Dten⸗ wo es kein eigenes Han⸗ re; compnin ement lih ſionnée su dection, u ne penen nnir ure ar (2) Hrd. v. 1667. Tit⸗ XVI. Art. 1. 2. Ord. Carls 1X. v. 2363. Art. a. Ord. v. Saint⸗ Maur. v. 1865. Art. 5. Ord. v. 1673. Tit⸗ Xl Art. 12. as0 P. I. L. II. Des Tribunaus inférieurs. est portee devant un tribunal civil dans les— n*y a pas de tribunal de commerce. 424. 5i le tribunal est incompstent à raison de* matidre, il renverra les pertie encore que le achne toire n'ait pas eté proposs. * Le Mutire toute autre cause ne tions— 6 sur la compotence, hautte aur fond; les dispositions sur 1 compétenoe 6 iou· jours étre attaquées par la voie de rappel. 426. Les veuves et heritiers des Fein tribunal de commerce y seront assignes en npriss ou par aotion nouvelle; sauf, si les qualités sont contes· tses, à les renvoyer aux tribunaus ordinaires pour 7 étre reglés, et ensuite étre juges sur le fond au nal de commerce. 427. Si une pibce produite est méconnue, déniee ou S faus, et la à en connatre, il sera sursis au jugement de la . mande principale.§ Nanmoins, si la pibce n'est qu'à un des (1) In Anſehung des zweyten dheits dieſes Artikels vergl. Ordonn. v. 1667. Dit. V. Art. 8. (2) Vergl. Ord. v. Sia it Art 1 commentaire: 3 Jousse sur les Art. 13. 1. du titre XII. de Ord. de 1673. et sur 1'Art. 10. Zit.. de l'ord. de 1667. hun z Uin ſun h ſtten fi iie 6n un tf 0) unt oyn bu ihw um inu t ———— in r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 231 hlu delsgericht giebt, beym Civilgerichte angebracht worden iſt. (S. oben Art. 166.) 424. Iſt das Gericht in Anſehung des Gegenſtandes in⸗ ghit competent: ſo hat es, wenn auch kein Ablehnungsgeſuch ange⸗ 4 bracht worden iſt, die Partheyen an die Behoͤrde zu verwei⸗ ſen.(S. oben Art. 170.) Jedes aus irgend einer andern Ur⸗ cun un ſache angebrachtes Ablehnungsgeſuch muß durchaus eher ange⸗ n bracht werden, als irgend eine andre Einrede.(*. * 425. Es kann in eben dem Beſcheide, in welchem die en nn Ausflucht der Incompetenz verworfen wird, uͤber die Haupt⸗ ar euih ſache erkannt werden, doch ſo, daß das Erkenntniß in zwey Abſchnitte abgetheilt ſey, wovon der eine uͤber die Competenz und der andere in der Hauptſache entſcheidet. Wider denjeni⸗ ce poumn gen Theil des Beſcheides, welcher die Competenz betrifft, iſt pe. allemal die Appellation zulaͤßlich.(²) 426. Die Wittwen und Erben derjenigen, welche vor dem Handelsgerichte belangt werden konnten, werden vor daſſelbe mi zur Aufnahme(Reaſſumtion) des Proceſſes, oder mittelſt einer tes sont n neuen Klage vorgeladen. Soollten jedoch die Verhaͤltniſſe der⸗ ſelben ſtreitig ſeyn:*) ſo iſt die Streitfrage an die ordent⸗ liche Gerichtsbehoͤrde zur Entſcheidung zu verweiſen, und hnd au i doann erſt uͤber die Hauptſache vom Handelsgerichte zu erken⸗ nen.(2) 427. Wird eine producirte Urkunde nicht anerkannt, ab⸗ geleugnet oder fuͤr falſch erkläͤrt, und beharrt der Producent beym Entſchluſſe, ſich ihrer zu bedienen: ſo verweiſt das Ge⸗ ges gui in richt dieſen Nebenpunkt an die Gerichtsbehoͤrde, die daruͤber zu erkennen hat, und das Erkenntniß in der Hauptſache bleibt * inini e, lunt jutticihe linaires yn ne, di nent ie l einſtweilen ausgeſetzt. Bezieht ſich jedoch dieſe urkunde nur auf Einen der ver ine qun (3) Ord. v. 1673. Lit. XII. Art. 16. is ugl ) 3. V. ob die Gütergemeinſchaft angenommen ſey oder nicht; connmn oder ob die Erbſchaft unbedingt, oder cum beneficio in ventarii ze I0 i angetreten ſey? u. † w. E. . — 5 3 Le trihch pourra, dane ibu⸗ es cas, or donner, méme d'office, que les parties seront entend en personne, 3 audience ou dans la chambre, v* empéchement légitime, commettre un des jug méme un juge de pais, pour les entendre, lequel sera procès-verbal de leurs déclarations. 429. S'il y a lieu à renvoyer les parties de des arbitres, pour examen de oomptes, pibces et r tres, il sera nommé un ou trois arbitres pour ente les parties, et les concilier, si— se donner leur avis.* S'il y a lieu? à visite ou estimation dou uvrages ou marchandises, il sera nomme un ou trois experts. Les arbitres et les experts seront nommes d'office par le tribunal, à moins que les parties n'en convien- nent à l'audience. 430. La récusation ne pourra étre propor⸗ 6— dans les trois jours de la nomination. 431. Le rapport des— et sera pose au grelte du tribunal. 8» 432. Si le tribunal ordonne la preuve par téẽmoĩins, i 3 sera proced⸗ dans les formes ci-dessus prescrite pour les ⸗ sommaire Meanmoins, dans les canses sujettes à appel,*deporition⸗ seront nit (1) Deelaration v. x3. (e) Ord. v. 1667. Lit. XVI. Art. 4. 6) Ein Mitglied des Handelsgerichts pruft vor allen Dingen das Gutachten der Schiedsrichter oder Sachverſtändigen und erſtattet darüber ſeinen Vortrag an das Gericht. Dieſe Gewohnheit ſtimmt mit der Ord. v. 1667. Tit. XVI. Art⸗ 3⸗ überein. * mi teln kun u n tou heront nhn chuuln, 1 un iuſh n. s parit piicez t 3 es pour n se peut, nom os een nommez it s nen cen 3 proposet pers zen ve yir tiu esus yr cins, dm ernt i uln dn indizen un Zitſe bint . 3, ſbeni⸗ — 1r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 233 ſchiedenen Klagepunkte, ſo kann einſtweilen zur Entſcheidung der uͤbrigen Punkte verſchritten werden.(1) 48. In jedem Falle kann das Gericht, ſelbſt Amtswe⸗ gen, anbefehlen, daß die Partheyen im oͤffentlichen Verhoͤr oder im Seſſionszimmer in Perſon gehoͤrt werden ſollen; und Falls die Partheyen geſetzmaͤßig zu erſcheinen, verhindert ſeyn ſollten, ein Mitglied des Gerichts, oder auch einen Friedens⸗ richter zur Haltung des Verhoͤrs beauftragen, von welchem dann ihre Erklaͤrungen zu Protocoll genommen werden.(²) 420. Iſt es erfoderlich, die Partheyen an Schiedsrichter zu verweiſen, um Rechnungen, urkunden und Handelsbuͤcher zu unterſuchen: ſo ernennt man einen oder drey Schiedsrich⸗ ter, um die Partheyen zu hoͤren, und, wo moͤglich, zu verglei⸗ chen; nach vergeblich verſuchter Guͤte aber ein Gutachten zu erſtatten. Sind Arbeiten oder Waaren zu beſichtigen oder zu ſchaͤ⸗ tzen: ſo ernennt man einen oder drey Sachverſtaͤndige. Die Schiedsrichter oder Sachverſtaͤndigen werden vom Gerichte Amtswegen*) ernannt; ausgenommen, wenn die ſtreitenden Theile im Verhoͤr ſich deshalb vereinigen. 430. Die Ablehnung derſelben kann nur binnen drey Ta⸗ gen nach ihrer Ernennung angebracht werden.(Art. 308. 309.) 43t. Das Gutachten der Schiedsrichter und Sachver⸗ ſtaͤndigen wird bey der Handelsgerichtsſchreiberey niederge⸗ legt.(²) 432. Erkennt das Gericht auf Zeugenbeweis, ſo wird in den oben fuͤr die ſummariſchen Zeugenverhoͤre feſtgeſetzten For⸗ men dazu geſchritten. Doch muͤſſen in Sachen, bey welchen die Appellation zulaͤßlich iſt, die Ausſagen vom Gerichtsſchrei⸗ *) Ganz verſchieden ſind dieſe Schiedsrichter von denen, welche die Partheyen erwählen, um Rechtshaͤndel zu entſcheiden. Von letzteren handelt die Gerichtsordnung unten im einzi⸗ gen Litel des III. Buchs des II. Th. Art. 1003— 1028. E. 23 ker. I. I. Des Tribunaus intrieurs. 4 15 par 6orit par le greffier, et signées par le moin en css 4* refus, mention en sera faite. 8 3. Seront la rcdaction et p. — ei 1 zn sei gées s1 elles se trouvent justes et bien vetiee 435. Aucun jugement par daut ne pourra tte signifié que par un huissier oommis à cet effet par 5 zin u tribunal; la ignification contiendra,: à peine de nullitè, whthiß i qection de domicile dans la commune oů se 1 an wlf si le est domicilie. u Le jugement sera exécutoire un zoſ epres la signi- fication'opposition. 6 „ 436. Fopposition ne sera plus weerble apr„ iin du jour de la ignißeation. 437. opposition contiendra les moyens de vn( posant, et assignation dans 1 delai de la lvi; ele ser i, igniſiée au domicile élu. nn 438. Lopposition baite: à linstant de Pesécution, unt par déclaration sur le proces- verbal de Phuissier, arré tera rexccution; à la charge, par ropposant, de 1r Th. 28 B. Von den Untergerichten. 235 u küinn. 16 ber niedergeſchrieben und vom Zeugen unterzeichnet werden. Im Weigerungsfalle geſchieht davon Erwaͤhnung.(Art. 407— 413.) ileint 433. Bey Abfaſſung und Ausfertigung der Urthel ſind die im 141. und 146. Artikel den Gerichten erſter Inſtanz vorgeſchriebenen Formen zu beobachten. 434. Bleibt der Klaͤger außen, ſo ertheilt das Gericht ein Contumacialerkenntniß, und zaͤhlt den Beklagten von der sente pu, Klage los. hln Erſcheint der Beklagte nicht, ſo wird auf Ungehorſam geſprochen(ein Contumacialurthel ertheilt), und dem Klaͤ⸗ ger wird ſein Geſuch zugeſprochen, inſofern es gerecht und l gegruͤndet befunden wird.(1) 435. Kein Contumacialerkenntniß kann anders, als durch einen von dem Gerichte hierzu beſonders abgeordneten Ge⸗ vitits richtsboten zugefertigt werden.(Art. 156.) In der Zufertigung bey Strafe der Rullität muß die Erkläͤrung enthalten ſeyn, ezcit in deur zemn t ne pom * welchen Wohnſitz ſich der Kläger in der Gemeinde, wo die Zufertigung erfolgt, erwaͤhlt habe, dafern er daſelbſt nicht pein dem wohnhaft iſt. ½ ele Das Urthel iſt einen Tag nach der Zufertigung und ſo iange vollſtreckbar, bis ein Rechtsmittel dagegen eingewendet wird. ss k 436. Nach Ablauf von acht Tagen, vomn Tage der Inſi⸗ nuation an zu rechnen, iſt die Oppoſition nicht mehr zulaͤßlich. 437. Die Oppoſition muß die Gruͤnde deſſen, der ſie ein⸗ wendet, nebſt einer Auffoderung enthalten, in geſetzlicher Friſt zu erſcheinen; ſie muß an den gewählten Wohnort inſinuirt uen b werden.(Art. 200— 433. Wird das Rechtsmittel(die Oppoſition) in dem Au⸗ genblicke, wo das Urthel vollſtreckt wird, durch eine zum Protocolle des Gerichtsboten abgegebene Erklaͤrung einge⸗ le lnin wandt: ſo wird der Vollſtreckung dadurch Einhalt gethan; doch muß der, welcher das Rechtsmittel eingewandt hat, ſol⸗ 5 5 ———————— ennble iy k hi; u yhuisie n pp0(1) Jousse sur l'art. 5. Titre XVI. de 1'Ord. de 1667. odemn np et sans ution, nun aura titre non at. taque, ou vnlannnion r dont 1 n aura i wenu sufseante. 440. La caution sera présentée par acte ri rappeen. s'il demeure dans le lieu ou iege le tibunel, einon au omicile par lui dlu en exoution de peic 42, avec sommation à jour et heure— 4 se présenter au greffe pour prendre co nnne sans des titres de la caution eil est ordonns 4u elle en fournira, et à rdene 6 im vour voir prononoer sur ninic en cas de con⸗ 3 ujn 441. Si Pappelant ne comparait pas, ou ne con- tentation. teste point la caution, elle fera sa soumission au greffe; s'il conteste, il sera status au jour indiqué par la som⸗ iitin Wlit ct e Kn un roe pumn gemen, u un i e dont i1 xecutin n cautin s par ut re dars bh e par hit nation à jt ur yrendt es de la cu et a'n„ en c i ſu un niʒion uy hn yuln 1r Th. 2s B. Von den Untergerichten. 237 ches binnen drey Tagen durch eine Zufertigungsurkunde, in welcher zugleich die Vorladung enthalten iſt, wiederholen; nach Ablauf dieſer Friſt wird die Oppoſition fuͤr nicht geſche⸗ hen geachtet.(Art. 162.) 430. Iſt die Klage auf eine Urkunde gegruͤndet, deren Aechtheit nicht angefochten iſt, oder auf ein vorhergegangenes condemnatoriſches Erkenntniß, wider welches nicht appellirt worden iſt: ſo kann das Handelsgericht anbefehlen, daß ſein Urthel, der Appellation ungeachtet, und ohne Vorſtandsbeſtel— lung proviſpriſch vollſtreckt werden ſolle(Art. 135.); in den uͤbrigen Faͤllen hat die proviſoriſche Vollſtreckung nur dann Statt, wenn der Klaͤger Sicherheit beſtellt, oder ſeine hin⸗ längliche Zahlungsfähigkeit darthut.(1) 440. Der Buͤrge wird mittelſt eines Satzes angezeigt, welcher dem Appellanten, ſofern er da wohnt, wo das Gericht ſeinen Sitz hat, in ſeine Wohnung, außerdem aber an den in Gemäßheit des 422ſten Artikels von ihm gewaͤhlten Wohn⸗ ort zugefertigt wird; der Appellant wird darin aufgefodert, daß er an einem beſtimmten Tage und zur geſetzten Stunde auf der Gerichtsſchreiberey ſich einfinde; um ſich dort die Buͤrgſchaftsurkunden*), wenn auf deren Beybringung er⸗ kannt iſt, vorlegen zu laſſen, ohne ſie jedoch mit ſich nehmen zu duͤrfen; und im Verhoͤrstermine erſcheine, damit er ſehe, daß uͤber die Zulaͤßlichkeit der Buͤrgſchaft, wenn dieſelbe ange⸗ fochten worden iſt, erkannt werde.(2) 441. Erſcheint der Appellant nicht, oder macht er keine Einwendungen wider die Buͤrgſchaft: ſo erklaͤrt der Buͤrge auf der Gerichtsſchreiberey, daß er die Verbuͤrgung uͤberneh⸗ me; will aber der Appellant die Buͤrgſchaft nicht annehmen, ſo wird an dem in der Auffoderung(Provocation) beſtimmten (1) Geſetz v. 16. Auguſt 1790. Lit. XII. Art. 4. () Ord. v. 1667. Lit. XXVIII. Art. 2. 3. „ Die urkunden, welche die Sicherheit des Burgen bewäh⸗ ren. E. 238 P. 1. I. II. Des Tribunaus tufatieuns. mation: dans tous le cas, le jugement sera ni⸗ nonobotant oppoition ou 442. Les tribunaux de commeree ne dbrn point de l'exécution de leurs jugemens. . . Sr v. 1667. 2 XXVIII. 48 8 3. Jousse z. 2. ſagt, daß dieſe Bürgſchaftserklärung wider den, welcher ein ge richtlicher Bürge geworden iſt, erfoderlichen Faus die Zahlung vey Gefängnißzwang zuläßlich mache. Uebrigens bewirkt dieſe Verbürgung, daß der Bürge verpfichtet iſt, vor dem Rich⸗ ter, wo er ſich verbürgt, Recht zu leiden. Soefue Recueil d'Ar- réts T. II. Cent 1. c. s0. Charondas Pand. L. 1. c. 6. und deſſen Observations s. v. Caution. Dieſer bezieht ſich deshalb auf ein Arrét des Parlements zu Paris v. 9. Jan. 1837. Fer. rerius sur la Quest. XRVI. de Papon. Arréts Titre IV. n. 10. 7 ieſt iau d9. Nn 1 e. Pipon, n „ 1r Th. 28 B. Von den Untergerichten. a239 Tage daruͤber erkannt. Der daruͤber ertheilte Beſcheid iſt auf jeden Fall, ohne Ruͤckſicht auf eingewandte Opeſion oder Appellation, vollſtreckbar.(1) 44. Die Handelsgerichte haben uͤber die Vollſtreckung ihrer Urthel nicht zu erkennen.(Art. 353.)(2) ——— Die Erklärung, durch die der Bürge ſich bey geſeßlicher Strafe verpfßichtet die proviſoriſch bezahlte Summe zurückzuzahlen, wenn in der Folge auf Erſtattung erkannt werden ſollte, bewirkt die Beytreibung durch Gefängnißzwang. Jousse zum 2. Art. des XRVIII. Litels der Ord. v. 1667. ueber die Eigenſchaft der Bürgen ſ. Navol. Civligeſehb. Art. zo1g. 2019. 2040. Vergl. Dufour indication des sources oh toutes les dispositions du Code civil ont éte puisces. S. unten V. Buch I. Titel Art. 617. u. f⸗ (²) daz⸗ in ſeinen Zuſätzen zum KlI. Liter der Ord. von 1673. unter n 5 ⸗ N P. T. L. HMI. Des Tribunaus d'appel. IIvRn m. De P pren *. — 6 (Pécret du 17 Avril 1306; Promulgué le 27 du méme mois.) 3 * TrrRR no. 5 3 De I'Appel, et 4* PInstruction sur Tappel. 443. Le délai pour interjeter appel sera de tris 4 mois: il courra, pour les jugemens contradiotoires, du jour de la eitnißcation? à personne ou domicileʒ 3 Pour le⸗ jugemens par défaut, du jour ou iopho nſin tion ne sera plus recevable. 0 ſnnt pourra néanmoins interjetèr inxidem appel en tout état de cause, quand mome il aurait igui 2 fié le jugement sans protestation. 6 444. Ces delais emporteront dechcance: ils cour- ſal ront contre toutes parties, sauf le recours contre qui 6 n de droit; mais ils ne courront contre le mineur non p (1) Der erſte Theit dieſes Artikels iſt geſchöpft aus dem 1. Theile 3 2 des 14. Art. des V. Titels des Geſetzes v. 16. Auguſt 1790. unr Nach der Ord. v. 1667. Lit. XXVII. Art. 17. war die Ap⸗ pellationsfriſt zehn Jahr. Der ate Theil des Artikels iſt ganz iun neu. Vorher hatte man zur Appellation wider ein Contumacialer⸗„ n. kenntniß 30 Jahre Friſt. Auch der dritte Abſchnitt des iſt neu. nſti lit iihnt . lehnn on zur ppel n ns contnit ou donicit du jour i erjeter in mẽme il un lichiance: i recoun c ntre le nin ſchipt u el e 16 Mh M. At teil di Mi wider ein. un Wihrn „ r Th. 36 B. Von den Appellationsgerichten. 241 Drittes Buch. Von den Appellationsgerichten. (Decret vom 17ten April 1806; promulgirt den ayſten eben dieſes Monats.) Einziger Titel. Von der Appellation*) und dem Verfahren in Appel⸗ lationsſachen. 443. Eine Appellation muß binnen drey Monaten einge⸗ wandt werden.**) Dieſe Friſt beginnt in Anſehung der nach vorgaͤngiger Anhoͤrung beyder Theile geſprochenen Urthel, mit dem Tage, da das Urthel dem Appellanten in Perſon oder an ſeinem Wohnorte zugefertigt worden iſt; bey Contumacialerkenntniſſen aber mit dem Tage, wo kein Rechtsmittel(Oppoſitiond dagegen mehr zulaͤßlich iſt.(Art. 157. 158. 1500 Doch darf der Appellat, in jeder Lage der Sache, beylaͤu⸗ fig gleichfalls eine Appellation(Adhäſion) einlegen, ſelbſt wenn er das Urthel dem Gegentheil ohne Vorbehalt haͤtte zufertigen laſſen.(1) 444. Der Ablauf dieſer Friſten zieht das Verſäumniß (am Rechtsmittel) nach ſich; ſie laufen ohne Ausnahme wider jede Parthey, mit Vorbehalt des ihr etwa zuſtändigen Regreſ⸗ *) Die hierher gehörigen Formulare liefert Delaporte d. a. O. unter dem Artikel: Appel. S. Pufour, Traité de la Procs- dure T. II. p. 1—3. E.. **) Im Konigreiche Sachſen iſt die Appellationsfriſt, ohne Un⸗ tterſchied, eine zehntägige, welche mit dem Moment der Publication des urthels beginnt. E. Civilgerichtsordnung. X 243 P. I. L. m. Des Thibeug d'appel. émancipé, que g ou le jugement aura étè eignite tant au tuteur qu'au subrogé tuteur, encore que ce der nier n'ait pas été en cause. 445. Ceus qui demeurent F66. d. France con- ſrig vo tinentale, auront, pour interjeter appel, outre le delai a ii de trois mois depuis la signification du jugement, le zr delai des ajournemens réglé par Farticle 53 ci- dessus. ſ m 446. Ceun qui sont absens du territoire europoen Cinum de TEmpire pour service de terre ou de mer, ou em⸗ ſrh ployes dans les nögociations exterieures pour le service 4 de l'Etat, auront, pour interjeter appel, outre le deei 3. de trois mois depuis la signification du semen le ſ, ſi delai dune annse 4 nn, 447. Les délais de poppel seront en ehed mort de la partie condamnee. 3 3 Ils ne reprendront leur cours qu' après ignißeg 6 tion du jugement faite au domicile du défunt, avec le zlnt formalités prescrites en l'article 61, et à compte erde hexpiration des délais pour faire inventaire et deliberer, uinz si le jugement a été ignifi avant que ces derniers de. 1* ſ lais fussent espirés. Cette ignification pourra etre faite aux— xii collectivement, et sans désignation des noms et dualités. nn 448. Dans le cas ou le jugement aurait été rendu 4 sur une pièce fausse, ou si la partie avait eré condan M, w (6) Geſet v. 16. Aug. 1790. art. 14. Dunod Part. III.— de 1 a prescriptio n contre les mineurs p. 2356. rehe git Instituts tit. des prescri rezie 1o. 6u (2) Nach der Ord. v. 1667. Lit. XXVII. Art. 14. lief während u n der Abweſenheit dieſer Perſonen gar keine ſie ſn ia u unitt tucun zut ie hun hel, oun lu jnn ice ʒ i.h terricin de net u es pour k. pel, aunſ du jrent uenin; apres h i delunt, u et à comt zire et deli ces derin ite aun hii nons et u t aurit et n ariit ete n uwi m Ii neun y bi ptions ne! in 1 i Ir Th. 3s B. Von den Appellationsgerichten. 243 ſes; indeß laufen dieſe Friſten gegen einen nicht emancipirten Minderjaͤhrigen nicht eher, als von dem Tage an, da das Urthel ſowohl dem Vormunde, als dem Nebenvormunde zuge⸗ fertigt worden iſt; der letztere mag zur Sache vorgeladen ſeyn oder nicht.(Napol. Civilgeſetzb. Art. 1442. 2737.)(1) 445. Denjenigen, welche außer dem feſten Lande von Frankreich wohnen, kommt, außer der dreymonatlichen Friſt, die von der Zufertigung des Urthels an gerechnet wird, zur Einwendung der Appellation noch die oben im 73ſten Artikel fuͤr die Vorladungen beſtimmte Friſt zu Statten. 446. Denjenigen, welche vom Europaͤiſchen Gebiete des Reiches in Land⸗oder Seedienſten abweſend, oder in auswaͤr⸗ tigen Angelegenheiten im Dienſte des Staats angeſtellt worden ſind, iſt zur Einwendung der Appellation außer der dreymo⸗ natlichen, von der erfolgten Zufertigung des Urthels an zu rechnenden Friſt noch eine einjaͤhrige Friſt vergoͤnnt.(2)*) 447. Der Lauf der Appellationsfriſten wird durch den Tod der Parthey unterbrochen, wider welche erkannt worden iſt. Sie fangen erſt dann wieder zu laufen an, wenn das Ur⸗ thel an dem Wohnorte des Verſtorbenen unter den im 6rſten Artikel vorgeſchriebenen Formalitaͤten inſinuirt iſt, und zwar von dem Zeitpunkte an, da die zu Errichtung eines Inventa⸗ riums verſtattete Friſt und die Bedenkzeit zur Annahme der Erbſchaft verſtrichen ſind; wenn naͤmlich das Urthel vor Ab⸗ lauf letztgedachter Friſten zugefertigt worden ſeyn ſollte. Dieſe Zufertigung kann an die Erben insgeſammt, ohne Bemerkung ihrer Namen und Eigenſchaften, erlaſſen werden. 448. Sollte das Urthel auf eine falſche Urkunde gegruͤn⸗ det, oder die Parthey deshalb verurtheilt worden ſeyn, weil ———— lief erſt von der Zeit an, wo die urſache ihrer Abweſenheit auf⸗ gehört hatte. *) Sobald die Parthey einen gehoͤrig beſtellten Sachwalter hat, (und nicht von Erben, die in den Proceß eintreten, die Rede iſ), macht bey uns die weiteſte Entfernung im Laufe der 1otaͤgigen keinen Unterſchied. E. 8 244 p. I. L. III. Des Tribunaus appel. née ſeute de une pibee uit, juridiquement Se ou que piece aura cte reoou- vree, pourvu e dans ce dernier cus il 7 ait preue par écrit du jour od k a éte recouvrse, et non autrement. 449. Aucun appel dun non par provision ne pourra étre interjeté dans la huituine, à dater du jour du jugement; les appels interjetés dans ce delai seront declarés non recevables, sauf à 3 lant à les réitérer, s'il est encore dans le delai.„ 450. L exCcution des jugemens non exdcutir par provision sera suspendue pendant ladite huiteine. 451. L'appel d'un jugement préparatoire ne nonnn étre interjeté qu'après le jugement définitif᷑ et conjointe ment avec Pappel de ce jugement, et le délai de rap el ne courra que du jour de la igrißication du jugement deſnitif: cet appel sera recevable, encore que le jee ment prẽparatoire ait eté exécuté sans réserves. Lappel d'un jugement interlocutoire pourra&tre in- 1 terjetè avant le jugement definitif: il en sera de meme des jugemens qui auraient accordé une provision. 452. Sont répütés prẽparatoires les jugemens ren- dus pour Pinstruction de la cause, et qui tendent à mettre le proces en état de recevoir jugement dnni —. 6) Geſetz v. 16. Aug. 1790. Tit. V. Art. 14. (a) Ebendaſ. Art. g. — (3) Der erſie dieſes Artitels it geſchö pft aus dem Geſeßz von 1 iin ui iete uni cu i ſüh recoum ent non te dans k pels inte les, zuti ns le dili ns non ein nt ladite hin paraie n lnitif et eu le delai it tion du ju ncore que! riserves. ite poumi i en zen d me proriin sle jugen et gi t jugenen 10 hit uin. tr Th. 3s B. Von den Appellationsgerichten. 245 ſie eine entſcheidende Beweisurkunde, welche ihr vom Gegner vorenthalten worden war, nicht beygebracht hat; ſo laufen die Appellationsfriſten erſt von dem Tage an, da das Falſum ent⸗ deckt oder juriſtiſch erwieſen, oder die Urkunde wieder erlangt worden iſt; jedoch im letztern Falle nicht anders, als dann, wenn uͤber den Tag, wo die Urkunde wieder erlangt wurde, ein ſchriftlicher Beweis vorhanden iſt. 440. Von keinem Urthel, das nicht proviſoriſch vollſtreckbar iſt, darf innerhalb der erſten acht Tage, vom Tage, da das Ur⸗ thel geſprochen wurde, an zu rechnen, appellirt werden. Eine in dieſer Zwiſchenzeit eingelegte Appellation ſoll fuͤr unzulaͤßlich er⸗ klärt werden; doch ſteht dem Appellanten frey, ſie zu wieder⸗ holen, wenn es noch binnen der geſetzlichen Friſt geſchieht.(1) 450. Die Vollſtreckung der nicht proviſoriſch vollſtreckba⸗ ren urthel bleibt innerhalb dieſer acht Tage ausgeſetzt.(*)*) 451. Wider einen vorbereitenden Beſcheid kann man nicht eher, als nach dem Endurthel, und in Verbindung mit der gegen letzteres eingewandten Appellation, appelliren, und die Appellationsfriſt beginnt erſt mit dem Tage der Zufertigung des Endurthels; dieſe Appellation ſoll zuläßlich ſeyn, wenn auch der präparatoriſche Beſcheid ohne Vorbehalt bereits be⸗ folgt worden wäre. Von einem Zwiſchenurthel(Interloeut) kann vor Erthei⸗ lung des Endurthels appellirt werden; ein Gleiches findet in Anſehung derjenigen Urthel Statt, in welchen etwas proviſo⸗ riſch geſtattet iſt.(3) 432. Fuͤr vorbereitende Beſcheide werden die zum Behuf der Inſtruction des Proceſſes ertheilten und alle ſolche Er⸗ kenntniſſe geachtet, welche zum Zwecke haben, den Proceß in den Stand zu bringen, daß er zu Ertheilung eines Endurthels reif ſey. 6 3. Brumaire des 11. Jahres Art. 6. der zweyte war ſchon vor⸗ her Rechtens. *) Die Appellationsfriſt in Eheſcheidungsſachen iſt im Nap. Ci⸗ vilgeſetzb. Art. 263. 291. feſigeſetzt. E. —— —— 246 P. I. L. III. Des Tribunaus d'appel. Sont réputés interlocutoires les jugemens rendus lorsque le tribunal ordonne, avant dire droit, une preuve, une vẽrification juge le fond. 453. Seront ujets à ſeppe jugemens en dernier ressort, lorsqu'ils auront éte rendus par des juges qui ne pouvaient prononcer qu'en premiẽre instance. 3 Me seront recevables les iheſt des jugemens ren- dus sur des matidres dont la connaissance en 6 ressort appartient aus premiers juges, mais qu'ils au- raient omis de qualifier, ou qu'ils auraient en Premier ressort. 454. Lorsqu'il s'agira vineonpetenee. Tappel sera recevable, encore que le jugement ait été dualiis en dernier ressort. 456. Les appels des jugemens 6 Position ne seront point recevables la dure du délai pour Fopposition. 456. Tacte d'appel contiendra assignation les delais de la loi, et sera eigniſie à personne ou 4 micile, 5 à peine de nullité. 457. Fappel des jugemens zehnitil⸗ ou interloru. toires sera suspensif, si le jugement ne P pas exccution provisoire dans les cas ou elle est autorisse. Lesécution des jugemens mal- àpropos qusliies en dernier ressort ne pourra étre suspendue qu'en vertu de défenses obtenues par l'appelant, à l'audience 3. tribunal d'appel, sur aszignation à bref delai. 4 ou une inetrhetion qui pré. vu 1. ſi Ju B. i i Lmi 43 6 M. 5. 4 un in riunmn i Fi inhm n i u jü)nu s hhlſ hyluin 6 iſ ſſ ſzti 66 1 u hynſt it, t 61 5 hn(nh. 3) neii 6whil hu buhn Wnn U), uin de Günnſſ mn uf jn de ifn in Lubut il uf ein — ult u the ſignen u nnin q s jegenn zi nt dlt mh tet gen des jugun iszance ui 8, m n unient qul itene ln ait et ſu susceytil pendaut k usigation perzonne n iliß ou inn t ne yrnn elle est un iywyo ſ endue uan 1 Jnem ek deli. * 1r Th. 38 B. Von den Appellationsgerichten. 247 Fuͤr Interlocute ſind zu achten die vom Gerichte ertheilten Beſcheide, in welchen vor dem eigentlichen Rechtsſpruche noch ein Beweis auferlegt, auf eine Eroͤrterung, oder wegen eines Praͤjudicialpunktes auf Inſtruction erkannt wird. 453. Ein ſogenanntes Urthel letzter Inſtanz(S. oben Art. 15. 40. 43.) iſt der Appellation unterworfen, wenn es von Richtern geſprochen worden iſt, die nur in erſter Inſtanz erkennen duͤrfen. Iſt ein ſolches Urthel uͤber Gegenſtaͤnde geſprochen, wor⸗ uͤber die Unterrichter in letzter Inſtanz erkennen duͤrfen; und haben dieſe entweder ganz unterlaſſen, die Eigenſchaft des Ur⸗ thels*) anzugeben, oder haben ſie(irriger Weiſe) angegeben, das Urthel ſey in erſter Inſtanz geſprochen: ſo findet keine Appellation dagegen Statt. 6 454. Wenn von der Incompetenz des Richters die Frage iſt, ſo iſt die Appellation auch dann zulaͤßlich, wenn im Ur⸗ thel geſagt iſt, es ſey in letzter Inſtanz geſprochen. 455. Wider Erkenntniſſe, wider welche das Rechtsmittel der Oppoſition Statt hat, iſt die Appellation ſo lange unzu⸗ laͤßlich, als die zur Oppoſition geſtattete Friſt laͤuft. 456. Die Appellationsſchrift enthaͤlt zugleich die Vorla⸗ dung(Art. 61.), in den geſetzlichen Friſten(S. ob. Art. 72. 73.) zu erſcheinen, und wird, bey Strafe der Nichtigkeit, dem Gegentheile in Perſon oder in ſeine Wohnung zugefertigt. 47. Die Appellation wider Endurthel und Interlocute hat Suspenſivkraft, wenn im Urthel nicht auf die proviſoriſche Vollſtreckung, in Fällen, wo dieſe verſtattet iſt(Art. 135. 155.), erkannt wurde. Die Vollſtreckung der urthel, die unftatthafter Weiſe fuͤr Erkenntniſſe letzter Inſtanz erklaͤrt worden ſind, kann nicht anders aufgeſchoben werden, als kraft eines vom Appellanten in der oͤffentlichen Audienz des Appellationsgerichts ausgebrach⸗ ten Verbotes, welches erlaſſen wird, wenn zuvor der Gegen⸗ theil auf einen kurzen Termin vorgeladen worden iſt. *) Nimlich ob es in letzter Inſtanz geſprochen ſey, oder nicht. E. 248 P. 1. L. III. Des Tnbunanx cappel. 1 A l'égard des juemens non qualifiés, ou dualifics 2 en premier ressort, et dans lesquels les juges etaient ſE autorisés à prononcer en dernier ressort, vexecution vhu„ provisoire pourra en étre ordonnée par le tribunal. inn pel, à Paudience et sur un eimple acte. 453. Si Pexceution provisoire n* pas ete pronon. 2 cbe dans les cas ou elle est autorisée, rintimè pourts, in aur un simple acte, la faire ordonner à n liin avant le jugement de l'appel.. 459. Si T'exécution provisoire a éte ordonne kon 3 iinſtt Wlf des cas prévus par la loi, l'appelant pourra obtenir d delenses 5 à l'audienée, sur asignstion à bref délai, an miſ in dn 6 qu 8. puisse en étre accord⸗ sur requéte non commu u niquée. 3 4 6. 460. Vn auoun autre cas, il ne pourra étre ac. Jti, cordè des défenses, ni étre rendu aucun jugement ten⸗ dant à arréter directement ou indirectement l'exscu. A. tion du jugement, à peine de nullite. nnſii . 1„. 8. 3 461. Tout appel, méme de jugement rendu sur u it f instruction par écrit, sera porté à Faudienoe; sauf au 3 tribunal à ordonner l'instruction par ecrit, s'il à ien. h. 462. Dans la huitaine de la constitution q'avous par Pintimé, Fappelaut ignifiera ses griefs contre le ſunn tetet jugement. Pintime rẽpondra dans la huitaine uirante niut Laudience sera poursuivie sans autre procédure. 6) Es giebt alſo zwey urſachen, aus welchen man wider die Voll z ſtreckung eines Urthels ein Verbot ausbringen kann; die in vor⸗ 3 2 ſiehendem Artikel angegebene, und die, welche der ate Abſchnitt 0 6eh, 1 B inhe u ſu it essort lu ut le tiu yn it ſ uner i hu ett orin poum chn bre ili uöte nn u e poum in un jugemen tement Jer ment renit dience; u ciit, iy1 wütution in gieß on huituine un proiln⸗ n nn uhrl gn um; it velce M u 1r Th. 3s B. Von den Appellationsgerichten. 249 n Anſehung der Urthel, deren Eigenſchaft gar nicht an⸗ gegeben, oder in denen geſagt iſt, ſie ſeyen in erſter Inſtanz geſprochen, ungeachtet dem Gerichte verſtattet geweſen waͤre, in letzter Inſtanz zu ſprechen, kann das Appellationsgericht, auf einen bloßen eingereichten Satz, im Verhoͤr auf proviſo⸗ riſche Vollſtreckung erkennen. 453. Wenn in den Faͤllen, wo die proviſoriſche Voll⸗ ſtreckung verſtattet iſt, auf dieſelbe nicht erkannt wurde: ſo kann der Appeilat mittelſt eines bloßen Satzes bewirken, daß vor Ertheilung der Appellationsſentenz auf dieſelbe im Verhoͤr geſprochen werde.(Art. 136.) 450. Iſt außer den geſetzlich beſtimmten Fällen auf pro⸗ viſoriſche Vollſtreckung erkannt: ſo kann der Appellant, wenn zuvor der Appellat auf einen kurzen Termin vorgeladen wor⸗ den iſt, dagegen ein Verbot ausbringen; allein, auf eine dem Gegner nicht mitgetheilte Bittſchrift, kann dieſes Verbot nicht erlaſſen werden.(1) 460. In jedem andern Falle darf, bey Strafe der Nullitaͤt, weder ein Verbot ertheilt, noch ein Urthel ge⸗ ſprochen werden, das dahin abzweckte, die Vollſtreckung des Urthels mittelbar oder unmittelbar zu hemmen. 461. Jede Appellation muß, ſelbſt dann, wenn ſie wider ein auß ſchriftliches Verfahren geſprochenes Urthel eingewandt wird, ins(offentliche) Verhor gezogen werden: doch ſteht dem Appellationsgerichte frey, erfoderlichen Falls, anzuordnen, daß in der Sache ſchriftlich zu verfahren ſey⸗ 462. Sobald der Appellat einen Sachwalter beſtellt hat, laͤßt der Appellant binnen acht Tagen dem Gegner ſeine Be⸗ ſchwerden(gravamina) wider das Urthel zufertigen. Appellat antwortet innerhalb acht Tagen; dann wird die Sache ohne weiteres Verfahren zum Verhoͤr gebracht. 62) des 437. Artikels enthält. Vergl. Ordonn. v. 1667. Lit. XVII. Art. 16. Jousse ad h. 1. (2) Auch hier paſſirt beym Koſtenanſatze jedem Sachwalter nur ein Satz, wie oben Art. 77. und Art. 75. bereits bemerkt iſi⸗ ¹ 20 P. I. L. III. De⸗ rabannu veppct. 463. Les appels de jugemens rendus en matier⸗ sommaire seront portés à l'audience sur simple acte, et sans autre procédure. en sera de méme 4* appel des autres jugemens, lorsque intimè waur— SRn 464. Une sera Forms, en cause Tappel, vucune nouvelle demande, à moins qu'il ne vagisse de com- pensation, ou que la demande nouvelle ne soit 46 fense à Paction principale. Pourront aussi les parties demander des ieh arrérages, loyers et autres accessoires échus depuis le jugement de premidre instance, et les dommages et in- téréts pour le préjudice souffert depui⸗ ledit jugement. 465. Dans les cas prévus par Tartice précédent, les nouvelles demandes et les exceptions du detendeur ne pourront étre formées que par de simples ꝛetes conclusions motivées. I en sera de méme dans les cas ou les parties vondraient changer ou modifier leurs conclusions. Poute pièece d'écriture qui ne sera que la repetition des moyens ou eveptien deja employes par écrit, soit en première instance, soit sur ne passera point en taxe. Si la méme pièbce contient— et de nouyeaus moyens ou exceptions, et la répétition des anciens, on n'allouera en taxe que la partie relative aux nouveaux moyens Ou exceptions. 466. Aucune intervention ne sera regue, si ce 5 (0) Hier werden weder die Beſchwerden, noch die Beantwortung derſelben zugefertigt; alles wird mündlich verhandelt wie in de 3 3 15 61 zun m bitt u 05 hh i u iht 4 mr Re ſ hu 46 ſun,t ht eimun dun 45 ſmn ſiht n han i lin gili Firi wen vi M uin ſib, ſil bu g d ulhe 6 in zu e ql nae u in ren zu in⸗ n ie nen iutin in e kwy t ne vizn ſelle nei nder it tes echu; s donn uis ledit jn ſuic u ions du dit inpls s ou 6n onclusions. que la riy par eci ne pien is et de non des ain ve aux wi n reſe, och die Ben⸗ verhendel vit ban 1r Th⸗ 35 B. Von den Appellationsgerichten. 251 463. Appellationen wider Beſcheide, die in ſummariſchen Sachen ertheilt ſind, werden auf Einreichung eines bloßen Satzes und ohne weiteres Verfahren ins Verhoͤr gezogen. Art. 405.) Eben ſo wird es in Anſehung der wider andre urthel eingewandten Appellationen gehalten, wenn der Appel⸗ lat nicht erſchienen iſt. 1) 464. In der Appellationsinſtun; darf kein neues Geſuch angebracht werden; ausgenommen wenn von Compenſation die Rede iſt, oder das neue Geſuch nur eine Exception wider die Hauptklage enthaͤlt. Auch iſt den ſtpeitenden Partheyen nachgelaſſen, Zinſen, Renten, Mieth⸗und Pachtgelder und andre ſeit Sprechung des Urthels erſter Inſtanz verfallene Nutzungen, ingleichen Schadenerſatz fuͤr den ſeit Fällung des erwaͤhnten Ftnwniſſe erlittenen Nachtheil zu fodern. 465. In den im vorſtehenden Artikel beſtimmten Faͤllen konnen die neuen Geſuche und die Einreden des Beklagten nicht anders, als durch bloße Säaͤtze, angebracht werden, in welchen das mit Gruͤnden unterſtuͤtzte Geſuch(peritum) ent⸗ halten iſt. Eben dieß findet in Fällen Statt, wo die Partheyen ihr Geſuch abaͤndern oder anders modificiren wollten. Fuͤr jede Schrift, in welcher bloß ſolche Gruͤnde und Ein⸗ reden wiederholt werden, welche ſchon vorher, entweder in der erſten oder in der Appellationsinſtanz vorgebracht worden ſind, ſollen keine Gebuͤhren gefodert werden koͤnnen. Enthaͤlt eine und dieſelbe Schrift, neben der Wiederho⸗ lung der alten, zugleich neue Gruͤnde und Ausfluchte: ſo iſt der Koſtenanſatz dafuͤr nur nach dem Verhaͤltniſſe zulaͤßlich, in welchem die Schrift neue Gruͤnde und Ausfluͤchte enthaͤlt. 466. Es darf(in der Appellationsinſtanz) keine Interven⸗ tion zugelaſſen werden, wenn nicht derjenige ſie anbringt, der erſien Inſtanz. Bleibt der Appellat außen, ſo wird die Sache auf bloße Einreichung eines Satzes zum Verhör gebracht, und nach dem Antrage des Appeuanten geſprochen. 252 P. I. L. u pe Pribunaux n'est de la part de ceux— de e „ — 1 tierce opposition. 467. 5 se forme plus de deux opinjons e juge⸗ plus faibles en nombre seront tenus de se réunir à runo des deux opinions qui auront été cmises par 1 vu. rand nombre. 5 468. En cas de partage dans une cour erpen on appellera, pour le vider, un au moins ou plusieurs 4. 6 juges qui n'auront pas connu de P'affaire, et toujours en nombre i impai, en suivant Fordre du tableau: F air⸗ sera de nouveau plaidee, ou de nouveau rapportꝭs* s'agit dune instruction par Sorit⸗ Dans les cas od tous les juges aursient connu* Paffaire, il sera appelé, Pour le jntert⸗ trois anciens 469. de donner au jugement dont est appel la force de cho jugée. 3 470.— autres regles Stablies pour les nibuna inférieurs seront observCes dans les tribunaux qappel. r. Lappelant qui- succombera, sera condamns à une amende de cinq francs, si1 s'agit 3 jugement d'un juge de paix, et dix Lrancs sur l'appel d'un juge ment de tribunal de première instance ou de commerce. 472. partiendra au tribunal dont est appel: La peremption en cause Qappel aura ren Si le jugement est confirms, exõcution ap- si le jugement nln 19. 4 vin dn N inet Vhr 4 w un jun! h u bih im ſt nuni h un (u 4 ſ un 2*) 40 ſyſhf 1. Vihi b lrhl gwn 4 in 6) 6 u im n ikh oitin, k ie iur irite nu ne con i ns ou ylu Fire, et du tblen weun nyn auraient n ment, treizt vypel aun la forte de out le ti tibunaus in en dn iu jp luyycl lu ou de cm 6, herini ii k jn 1r Th. 3s B. Von den Appellationsgerichten. 263 als dritter Mann das Rechtsmittel der Oppoſition einzuwen⸗ den berechtigt iſt. 467. Theilen ſich die Stimmen in mehr, als zweyerley Meinungen, ſo iſt diejenige Parthey der Gerichtsbeyſitzer, deren Meinung die wenigſten Stimmen fuͤr ſich hat, ſchuldig, einer von den beyden Meinungen beyzutreten, auf welche die Mehrzahl der Richter geſtimmt hat.(S. oben Art. 117.) 468. Im Fall der Stimmengleichheit zieht man bey einem Appellationsgerichte, um ſolche zu heben, wenigſtens Einen, oder auch mehrere Richter zu, die in der Sache nicht erkunnt haben, wie ſie nach der Rangliſte die Reihe trifft; doch ſo, daß allezeit eine ungleiche Zahl herauskommt; dann wird in der Sache von neuem muͤndlich verfahren; oder wenn von einem ſchriftlichen Verfahren die Frage iſt, die Sache von neuem in Vortrag gebracht. Haben ſchon alle Richter in der Sache erkannt; ſo zieht man zur Abſaſſung des Urthels drey alte Rechtsgelehrte zu. (Art. 118.) 460. In Appellationsſachen hat die Erloͤſchung des Pro⸗ ceſſes die Wirkung, daß das Urthel, gegen welches die Appel⸗ lation gerichtet iſt, in Rechtskraft übergeht.(S. oben I. B. Tit. 22.)(1) 470. Im Uebrigen ſind alle den Untergerichten gegebne Vorſchriften, auch in der Appellationsinſtanz, zu beobachten. 7r. Wenn der Appellant verliert, ſo wird er, wenn vom Beſcheide eines Friedensrichters appellirt iſt, zu einer Geld⸗ buße von fuͤnf Franken; war aber die Appellation gegen das urthel eines Gerichts erſter Inſtanz oder Handelsgerichts ein⸗ gewendet, zu einer Geldbuße von zehn Franken verurtheilt.(2) N. Wird das Urthel beſtätigt, ſo gehoͤrt die Vollſtrek⸗ kung dem Gerichte zu, von welchem appellirt worden iſt; wird () Vergl. Ord. v. 1667. Lit. XKVII. Art. 8. (2) Nach dem Réglement pour le conseil d'Etat v. 1673. Art. 82 u. 83. und dem Geſetz vom 16. Auguſt 1790. Tit. X. Art. 10. waren dieſe Strafen ſtärker. 254 e. 1 1. 1M. De Tribunaus dappel. est infirmé, atznh entre les mémes parties, appar. tiendra à la cour d'appel qui aura prononcé; ou à un autre tribunal qu'elle aura indiqué par le mome arret; 6 sauf les cas de la demande en nullité d' emprisonnement en expropriation forcee, et autres dans enle 8 attribue Jur 473. Lorsqu' i1 V aura appel güh ſogewent inter locutoire; si le jugement est infirmé, et que la matier⸗ soit disposse à recevoir une docision deRnitive, le cours et autres tribunaux d'appel pourront statuer en méme temps sur le fond Senn par un eul et — méme jugement. u en sera de mome dans les cas ou les cours ou autres tribunaux d'appel infirmeraient, soit pour vice de korme, soit pour toute autre— d. jugene dẽlinitifs. * 1. imit Mhen au ſiht w Suh teinn uf Ml nn gi ihuſn ſ m ſhhn ſui uſt ij chee b uun ſicht ghi in Ui ne nin wnn, u at unt ien n lunu n jenn et que hu n dſtin urront ut, par ut su le en t scit yun ee, de jy * ur Th. 38 B. Von den Appelltionsgerichten. 256 es reformirt, ſo kommt die Vollſtreckung, wenn ſie dieſelben Partheyen betrifft,(die in erſter Inſtanz den Proceß mit ein⸗ ander fuͤhrten,) demjenigen Appellationsgerichte, welches in der Sache erkannt hat, oder einem andern in dieſem urchel beſtimmten Gerichte zu; jedoch mit Ausnahme der Falle, wo auf Nullität einer Verhaftnehmung oder gerichtlichen Verſteige⸗ rung geklagt iſt, ſo wie aller uͤbrigen, fuͤr welche der Ge⸗ richtsſtand geſetzlich beſtimmt iſt.(S. u. Art. 794.) 473. Wenn wider ein Interlocut appellirt iſt(Art. 451.) und daſſelbe reformirt wird; die Lage der Sache aber zeigt, ſie ſey zum Endurthel reif: ſo koͤnnen die Appellationsgerichts⸗ hoͤfe und uͤbrigen Appellationsgerichte zugleich, und in Einem und demſelben urthel, in der Hauptſache ein Denuertenn niß ertheilen⸗ CEben dieß ſoll von den Fälen in welchen die Ap⸗ pellationsgerichtshoͤfe oder andre Appellationsgerichte, wegen nicht gehoͤrig beobachteter Formalitäten oder ſonſt aus irgend einer ein Vſnierttnit Wi e 2 256 P. I. L. IV. Des Voies extraordinaires eu. 145 Des Voies es traordinaires pour attaquer le n dn 8 Jugemens. — (suite du Décret du 17 Avril 1306.) „ 1 TIIRR 1. De 1a tierce Opposition. ne eut former tierce S à 6 opPosition à“ t tih un jugement qui préjudicie à ses droits, et lors duque un ni elle, ni ceun qu'elle représente, n'ont éie appelés. Sie u 475. La tierce opposition formée par action prin. 6 cipale, sera portée au tribunal qui aura rendu le juge. 3 ment attaqué. 5n La tierce opposition incidente à une contestation n zni dont un tribunal est saisi, sera formée par requẽte à witſ i ce tribunal, s'il est égal ou supérieur à celui qui a n uſit in ſi rendu le jugement. — —— 6) ueber die Tierce opposition f. Dufour Traité de 1a Proce- aure civile T. H. p. 31— 33. 36 In der Ordonn. v. 1667. Tit. XXVII. Art. 10 u. 11. war u nichts von der Tierce opposition geſagt, als daß der, welcher n ſie einwendete, auf den Fau, wenn ſolche verworfen werde, eine Geldbuße zahlen ſolle. Die ältern Verordnungen enthalten gleich faus nichts weiter über dieſen Gegenſtand. Fotglich iſt deſe Materie faſt ganz neu bearbeitet.. en (2) Die Tierce opposition wird als Hauptklage angebracht, wenn ine zugleich(wie bey ieder andern angebrachten Klage) damit die tiene Vorladung verbunden iſt, daß der, zu deſſen Vortheit das Urthet ſih 4 eup i . bourn wil ieo) pozitien tierce dritz en e nont it mee pur M i aun n une en nnte parn erieur 1 ci ulour Ini i⸗ VlI. W vl“ ſagt, c W uce vntint rordnungn. enſiend unin w ebracten K deſen zu Ir Th. 48 B. Von den Rechtsmitteln. 25 Viertes Buch. Von den außerordentlichen Rechtsmitteln, durch welche rechtliche Erkenntniſſe angefochten werden können. (Fortſetzung des Decrets vom 17. April 1806.) . X Erſter Titel. Vom Einſpruche eines Dritten wider ein Urthel.) — 474. Ein Dritter kann wider die Rechtskraft eines Ur⸗ thels Einſpruch thun, wenn es ſeine Rechte beeintrachtigt, und weder er ſelbſt, noch der, deſſen Sulrtttetir er iſt, zur Sache vorgeladen ward.(1) 475. Wird dieſer Einſpruch in Spem einer vor⸗ getragen, ſo iſt er bey dem Gerichte anzubringen, von wel⸗ chem das angefochtene Erkenntniß geſprochen iſt. Wird der Einſpruch nur als Nebenpunkt in einem bey einem Gerichte anhaͤngigen Rechtsſtreite vorgebracht: ſo iſt er vermittelſt eines Schreibens bey dieſem Gerichte anzubringen, wenn daſſelbe dem, welches das Urthel geſprochen hat, gleich, oder ein hoͤheres iſt.(* lautet, erſcheinen ſolle, um zu ſehen, daß der Einſpruch zugelaſ⸗ ſen, und das Urthel abgeändert werde. Sie muß bey dem Ge⸗ richte angebracht werden, welches das guf dieſe Art angefochtene Urthel geſprochen hat. Die Tierce opposition wird für eine In⸗ tervention geachtet. Die Tierce opposition wird als Nebenpuntt angebracht, wenn der Gegner in einem Proceſſe ſich auf ein vor einem andern Ge⸗ richte geſprochenes Urthel bezieht, das die Rechte deſſen verletzt, dem es entgegengeſteltt wird. Iſt dieſer zur Publication dieſes urthels nicht vorgeladen worden: ſo kann er gegen Wee die Tierce opposition als Incidentpunkt einwenden. *) S. Delaporte unter; Tierce oppotition. E. Civilgerichtsordnung. R 1 476. S'il n'est égal ou supérienr, la tierce g tion incidente sera portée, par action nn au tribunal qui aura rendu le jugement. 477. 258 p. W Des Voies extraordinaires ete. Le tribunal ant lequel le jugement qus aura etè produit, pourra, suivant les circonstances, 478. Les jugemens passes en force de chose jugée, passer outre ou sursecir. ₰ —. portant condamnation à délaisser la possession q'un hé- ritage, seront exécutés contre les parties condamnses, nonobstant la tierce opposition et sans Jy préjudicier. Dans les autres cas, les juges pourront, suivant 1e eirconstances, suspendre Peccution du jugement. 479. La partie dont la tierce opposition sera reje- moindre de cinquante krancs, sans préjudice des don. mages et intéréts de la partie, s'il y a lieu „ * 480. Les jugemens contradictoires rendus en der- nier ressort par le tribunaux de premiere instance et E (7) Beym erſten aſchnitt St Ord. v. r Cit. xRxvn. Art. 11. TITRE II. De la Requste c i vi ———————— Der zweyte Abſchnitt iſt neu. (2) Ebendaſ. Art. 10. Hier iſt die Strafe auf wenignens 165 Li vres geſetzt, wenn einem Arret eines Parlements, und aut 1* k. tée, sera oondamne à une amende qui ne pourra étre — 3 ſni . n45 ſwin uß du inn Md vihs m ui de hu 6 mut uintt inund ulint Rw ſuüung ſtn.( jig fin iu z ns 490. Min — 76 Rehe in 1r Th. 48 B. Von den außerordentlichen Nechtömitteln c. 259 enhin 4r6. Iſt aber dieſes Gericht dem, welches das urthel — 4 geſprochen hat, nicht gleich, noch von hoͤherm Range: dann muß der als Nebenpunkt zu betrachtende Einſpruch in Form uel le ſun einer ordentlichen Klage bey dem Gerichte angebracht nt la m welches das(angefochtene) Urthel geſprochen hat. . Das Gericht, bey welchem das angefochtene urthet producirt worden iſt, kann, nach Maaßgabe der Umſtaͤnde, ſoree kedu die Hauptſache entweder fortſetzen, oder damit anſtehen. poein 47 Rechtskraͤftige Erkenntniſſe, in welchen jemand ver⸗ urtheilt iſt, den Beſitz eines Grundſtuͤckes zu raͤumen, ſollen harties ai wider die verurtheilte Parthey, der von einem Dritten dagegen ans y yni eingewandten Oppoſition ungeachtet, und unbeſchadet derſelben, vollſtreckt werden. In den übrigen Fällen ſteht 6 Gerichte frey, die Voll⸗ ſtreckung des urthels, nach Maaßgabe der Umſtaͤnde, auszu⸗ oyposition u ſetzen.(¹) e qi n n 47 Die Parthey, deren Einſpruch verworfen wird, ſoll in eine Geldbuße verurtheilt werden, die nicht unter funf⸗ poutront, ution du j * hrijuc u zig Franken betragen darf; mit Vorbehalt der dem Gegner e etwa zuſtehenden Schaͤdenklage.(2) Zweyter Titel. Vom Rechtsmittel der Wiebereinſetzung in den vorigen SN 3 cirs mniun 480. Urthel, welche in letzter Inſtanz, nach vorgaͤngiger renier inn— Partheyen, ſowohl be Untergerichten, als R 2 ui keun 76 Livres, wenn von einem ondern rechtlichen Erkenntniſſe die Rede war. Die eine Hälfte ſiet der Stastsraſſe, di⸗ andre ſe uf win dem Gegentheil zu. 6) S. Delaporte unter dem Art. Requste eivile. E. n4d 266— W. Po⸗ Voies extraordinaires ete. et les jugemen⸗ par defaut rendus aussi en 3 m dernier ressort, et qui ne sont plus susceptibles Fopposi.* tion, pourront Stre rétractés sur la requéte de ceux dui y auront été parties ou düment p les cause⸗ ci- après; 3 10. S'il y a eu dol personnel; 20. 8i les formes prescrites à peine de nullits ont nen eté vi iolées, soit avant, soit lors des jugemens, pourvu ul que la nullité wait pas eté couverte par les parties; 6 3 3 3 8 il a été prononcé sur choses non denandee; S'il a eté adjugé plus qu'il n'a été demandẽ; 3 0 8S'il a été omis de prononcer sur Fun 4 che⸗ nhin de demande; 4 S contrariẽts de jugemens en dernier r 15 sort, entre les mémes parties et sur les mémes noyens 3 ten, dans les mémes cours ou tribunaux; 3 7o. Si, dans un méme jugement, il y a des u. 6. positions contraires; zuntſ, 8. Si, dans les cas ou la loi exige la communi- On cation au ministere public, cette communication ma 3 pas eu lieu, et que le jugement ait été rendu contre puhi celui pour qui elle était ordonnée; 0) 90. Si Pon a jugé sur pieces reconnues ou dẽcla- ni — rées fausses depui⸗ le jugement; S, depuis le jugement, il a eté teoon des tchalun piboe⸗ decisives, et qui avaient été retenues Tar le fait— 690 de la partie. 8 oriin 3 aut reniu mi mceyills tequit n de puh peine ie ul⸗ jugenen,. par ls yn⸗ es non ien wa dtz ien cer ʒur kun i⸗ nens en em les meue u u, 1/46 eige la cn commuricuis t ets rendn. econne u a et nom nteiues jn r Th. 45B. Von den außerotbentichen Rechtsnittein x. 261 bey Appellationsgerichten, geſprochen ſind, und gleichfalls in letzter Inſtanz geſprochene Contumacialurthel, gegen welche keine Oppoſition zulaͤßlich iſt, koͤnnen, auf ſchriftliches Anſu⸗ chen derjenigen, die bey der Sache als Partheyen erſchienen oder dazu gehoͤrig vorgeladen worden ſind, aus folgenden Ur⸗ ſachen wieder aufgehoben werden: 1) wenn perſoͤnliche Argliſt Golus) eingetrelen iſt; 2) wenn, entweder vor oder vey Faͤllung der Sentenz, bey Strafe der Nichtigkeit vorgeſchriebene Formen verletzt wor⸗ den ſind, dafern die Nichtigkeit 1 durch die e wieder gehoben worden iſt; 3) wenn uͤber Gegenſtände erkannt worden is, auf welche nicht geklagt war; ₰ wenn mehr zuerkannt worden 6 als gebeten war cu- tra petita); 5) wenn Einer der Klagepunkte im urthel gan gen worden iſt; 6) wenn mehrere in letzter Inſtanz, unter einerley Par⸗ theyen, auf einerley Gruͤnde, bey einem und demſelben Ge⸗ richtshofe oder Gerichte geſprochne Urthel einander entgegen⸗ laufen; 7) wenn in einem und demſelben urthel auf Dinge er⸗ kannt iſt, die ſich einander widerſprechen; 8) wenn die Mittheilung an die oͤſſentliche Behoͤrde in den Faͤllen, wo die Geſetze ſolche erfodern, unterlaſſen worden, und das Urthel wider denjenigen ausgefallen iſt, deſſen Vortheil die M ittheilung vorgeſchrieben war; o) wenn das Urthel auf Urkunden gegruͤndet iſt, die ſeit dem als falſch angefochten und dafuͤr erklärt worden ſind; 10) wenn man nach gefällter Sentenz entſcheidende Urkun⸗ den entdeckt hat, die— vom Gegentheile abſichtlich zuruͤck⸗ behalten worden waren⸗ 63 ———————— (1) Ord. v. 1667. Zit. XXRV. Art. 1. 3. 34. Pnfour, Fraité de la Eros⸗ ei p 43— 48. 5 m6 481. LEtat, les communes, les établissemens. publics et les mineurs, seront encore regus à se pour- 1 263 P. I. L. IV. Des Voies estraordinaires stc. . voir, s'ils n'ont été dekendus, ou* ne ront 6te vs 6 lablement. 4 482. Skil n'y a ouverture que contre un chef de m jugement, ilsera seul rétracté, à moins que les autres lin soient dépendans. 433. La requéte civile sera significe avec aigun„ tion, dans les trois mois, à Pegard des majeurs, du n jour de la signißication à personne ou dowicile, jugement attaqué. u 484. Le délai de trois mois ne courra contre les w mineurs que du jour de la signification du jugement, faite depuis leur majorité, à personne ou domicile. m2 485. Lorsque le demandeur sera absent du terri- ſuih toire européen de PEmpire pour un service de terre ou 4 de mer, ou employs dans les négociations extérieures pour le service de IEtat, il aura, outre le délai ordi- 3 4 naire de trois mois depuis la du jugement, mſ le délai d'une annse. n i 486. Ceux qui hors de la France con- 4 tinentale, auront, outre le délai de trois mois depuis 3 hi la signification du jugement, le delai des ajournemens in réglé par larticle 73 cidessus. 5 487. Si la partie condamnée décedée dans les 3 zn delais ci- dessus fixes pour se pourvoir, ce qui en res⸗ pn tera à courir ne commencera, contre la succession, que m (r) Ord. v 1667. Lit. xRRv. Art. 33. 36. Dufour, Traité de 1 Proc. civ, T. II. p. 48. 49. (2) Nach der Ordonn. a. a. O. Art. 6. war die Friſt 6 S üinin u ili couin uh wins qukt niüe uni 1 des nijn ou doni cour en e ou nit n absent u seryice de i iations exti utre le di ion du jug le la Fran is moi. i des junn dscidis in ir, cs hi la zucctzin Pulonn ſniit e hittin rr Th. 4s B. Von den außerordentlichen Rechtsmitteln k. 263 481. Der Staat, Gemeinden, oͤffentliche Anſtalten und Minderjaͤhrige ſollen noch uͤberdieß mit dem Reſtitutionsgeſu⸗ che dann gehoͤrt werden, wenn ſie entweder gar nicht, oder nicht auf guͤltige Art vertreten worden ſind. 42 4 Hat die Wiedereinſetzung in den vorigen Stand nur wider Einen Punkt des Urthels Statt, ſo wird dieſer allein wieder aufgehoben; ausgenommen, wenn die uͤbrigen von demſelben abhaͤngig ſind. 483. Das Rechtsmittel der Wiedereinſetzung in den vori⸗ gen Stand ſoll, wenn es von Volljaͤhrigen eingewendet wird, binnen drey Monaten von dem Tage an, da das angefochtene Urthel dem Gegner in Perſon, oder an deſſen Wohnort inſi⸗ nuirt worden iſt, verbunden mit einer Vorladung, zugefertigt 2. S dreymonatliche Friſt läͤuft wider Minderjh⸗ rige nur von dem Tage an, da ihnen das Urthel nach erlang⸗ ter Volljahrigkeit, in Perſon, oder an ihren Wohnort zuge⸗ i orden iſt.(3) —— Klaͤger außer dem europaͤiſchen Gebiete des Reichs in Land⸗oder Seedienſten abweſend, oder in aus⸗ wärtigen Angelegenheiten in Dienſten des Staates angeſtelltt ſo„ kommt ihm, außer der gewoͤhnlichen dreymonatlichen Friſt, von dem Tage der Zufertigung des Urthels an zu rechnen, noch eine Einjaͤhrige Friſt zu Statten.(Art. 446.) 486. Wer außer dem feſten Lande von Frankreich wohn⸗ haft iſt, hat, uͤber die dreymonatliche Friſt, welche von der Zufertigung des Urthels an gerechnet wird, noch die vben im 73. Artikel fuͤr die Vorladungen beſtimmten Friſten. QArt. 44⁵0 487. Iſt in den oben fuͤr das Geſuch um Wiedereinſe⸗ tzung in vorigen Stand beſtimmten Friſten die verurtheilte Parthey verſtorben: ſo faͤngt die noch uͤbrige eit nicht eher an wider die Erbſchaft fortzulaufen, als in den oben im 447ſten —————— (3) Ebendaſ. Art. 6. Hier wird die einjährige Friſt vom Lage der Ebendaſ. Art. 7. Hier wird die einjährige Frit n Tag 8 ihrem Wohnſitz in Frankreich erfolgten Zufertigung an gerechnet. 264 P. I. L. IV. Des Voies etc. les delais et de manibre prescrits en 447 ci-dessus. 8 488. Lorsque les ouvertures de requéte eivile ront le faux, le dol, ou la decouverte de pieces nou velles, les deélais ne courront que du jour ou, soit le faux, soit le dol, decouvertes; pourvu que, dans ces deux derniers cas, il y ait preuve par écrit 3 jour, et non autrement. 489. S'il y a contraristè de jugemens, le ddai courra du jour de la signification du dernier jugement. 490. La requéte civile sera portée au méme tribu- nal ou le jugement attaqué aura été rendu; il pourra y étre statué par les mémes juges. 491. Si une partie veut attaquer par la requste⸗ civile un jugement produit dans une cause pendante en un tribunal autre que celui qui l'a rendu, elle se pour- voira devant le tribunal qui a rendu le jugement atta⸗ qué; et le tribunal saisi de la cause dans laquelle 1½ est produit, pourra, suivant les circonstances, passer outre ou sursecir. 492. La requéte civile sera formée par assignation au domicile de l'avou de la partie qui a obtenu le jugement attaqué, de la date du jugement: après ce delai, lassignation sera donnée au domicile de la partie. E 6 Ord. v. 1667. Tit. XXXV. Art. ) Ebendaſ. Art. 12. Jousse u. Bornier ad h. 1. 1. 3. C. s4 instr. vel testim. jud. 6(VII. 58.) Leprétre Cent. g. c. 73. (3) Ord. v. 1667. Lit. XRXRv. Art. 20. Ord. Franz 1. v. 1343. Art. 7. Carls IX. von 1360. an die Stände von Hrleans Art. 38. () In der Ord. von 1667. Art. 7. war dießfals ein sondes Jahr auront été reconnus, ou les pieces si elle est formée dans les six mois uſtngut nn liſ an, „ dm mitn l B enn ve dueit woen it, d i ſi lm6 ini, uh e unit luſünh, ſuduhnn. d nun, ſtſcht diſs filng bi Vehun zu dern 5 Mluf hiſ Purtho uh — ſeſtt. inſnit dif jß muuin ie nni ouperte i ſn jmo 1 ounm, uk ces den et non un ejugentn du denis u portte uun dts renn; in taquer her une cause heu rendu, dkt udu e jrgert cuuse du — circonstancs ornte yur u nie qui 1in ne duns ki dli, lu ie. dh1 i Leyrm letj Drd. ſun! ünde den Db dijlb i zm⸗ r Th. 48 B. Von den außerordentlichen Rechtsmitteln vc. 265 Artikel beſtimmten Friſten und auf die dort vorgeſchriebene A(2 488. Iſt ein Falſum, eine Gefaͤhrde, oder die Entdek⸗ kung neuer Urkunden die Veranlaſſung zur geſuchten Wieder⸗ einſetzung in den vorigen Stand: ſo laufen die Friſten erſt von dem Tage an, an welchem entweder das Falſum oder die Arg⸗ liſt entdeckt, oder die Urkunden aufgefunden worden ſind; da⸗ fern man naͤmlich in den beyden letztern Faͤllen, einen ſchrift⸗ lichen Beweis uͤber den Tag der geſchehenen Entdeckung hat, und nicht anders.(2) 480. Findet ſich unter mehrern Urtheln ein Widerſpruch, ſo läuft die Friſt vom Tage der Zufertigung des letzten Urthels an. 400. Das Rechtsmittel der Wiedereinſetzung in den vori⸗ gen Stand wird bey demſelben Gerichte angebracht, wo das angefochtene Urthel geſprochen iſt; und es kann daruͤber von den naͤmlichen Richtern erkannt werden.(3) 401. Will eine Parthey die Wiedereinſetzung in vorigen Stand wider ein Urthel ſuchen, das in einer Rechtsſache pro⸗ ducirt worden iſt, welche bey einem andern Gerichte anhaͤngig iſt, das dieſes Urthel nicht geſprochen hat: ſo bringt ſie ihr Ge⸗ ſuch bey dem Gerichte an, wo das angefochtene Urthel geſpro⸗ chen iſt, und das Gericht, bey dem die Sache anhaͤngig iſt, in welcher man das Urthel producirt hat, kann nach Beſchaffenheit der umſtaͤnde, entweder die Sache fortſtellen, oder damit An⸗ ſtand nehmen. 402. Das Rechtsmittel der Wiedereinſetzung in den vori⸗ gen Stand, wird mittelſt einer Vorladung eingewendet; ge⸗ ſchieht dieſes in den erſten ſechs Monaten von dem Tage der Faͤllung des Urthels an zu rechnen, ſo wird die Vorladung in die Wohnung des Sachwalters derjenigen Parthey zugefertigt, zu deren Beſten das angefochtene Urthel geſprochen iſt; nach Ablauf dieſer Friſt wird die Vorladung am Wohnorte der Parthey abgegeben.(4) feſigeſetzt. Daß nachher die Ladung am Wohnorte der Parthey inſinuirt werden müſſe, bemerkten ſchon Jousse und Borniér. Dieß iſt im obſiehenden Artikei angenommen⸗ 266 P. I. L.— Des Voies n. n 493. 8i la t civile est Mm„ b0 devant un tribunal compétent pour en connaitre, 6 3 b4 le sera par requéte— à avous mais si elle est in- ⁵ 2 ign ißt cidente à une contestation portèe— un autre nibn* ſihn! nal que celui qui a rendu 18 jugement, elle sera formée i. par assignation devant les juges qui ont rendu le juge. n lnlu ment. 494. La requéte civile d'aucune partie autre que nh Bide celle qui— les intéréts de—— ne sera regue, m e si, avant que cette requẽte ait été prsem il n'a et Nwn ſi ns G consigné une somme de trois cents Francs pour amende, 3 n et cent cinguant⸗ francs pour les dommages-intéréts kunt vn. uſen) x de la partie, sans préjudice de pl les d e partie, sans préjudi e plus amples dommages- intéréts, s'il y a lieu: la consignation sera de moitis si ſm inin in ent( le jugement est par défaut ou par forclusion, et du quart s'il s'agit de jugemens rendus par les tribunaus ſ tmiun * Eihwa, w de, instance. i 495. La quittance du receveur sera signifiée en Wn ditt téte de la demande, ainsi qu'une consultation de trois 4) ahun avocats exergant depuis dix ans au moins près un des fin zijtß * 1— tribunaus du ressort de la cour d'appel dans lequel le 1) Dieß ſ jugement a été rendu. i lin, La consultation contiendra déclaration qu'ils sont n au morlnir fon i ur en uu us; mißice iun Un utt ment, de n ui ont mü une parie n ut, us n przenttt i t franc yut es donm us anyls in ion sera len r forclusin pir le n eur sen i conzuluini u meins yi yel dun cnüin gin 1rTh. 48 B. Von den außerordentlichen Rechtsmitteln c. 267 403. Wird bas Rechtsmittel der Wiedereinſetzung in den vorigen Stand, nur als Nebenpunkt bey einem Gerichte ange⸗ bracht, welches daruͤber zu erkennen berechtigt iſt: ſo geſchieht dieß mittelſt einer Bittſchrift, die ein Sachwalter dem andern zufertigen laͤßt; macht aber daſſelbe einen Incidentpunkt in einem ſolchen Proceſſe aus, der bey einem Gerichte anhaͤngig iſt, von welchem das angefochtene Urthel nicht geſprochen ward: ſo wird ſolches Rechtsmittel vor das Gericht, von welchem das Urthel geſprochen iſt, durch eine Vorladung gebracht. 404. Von keiner Parthey, mit Ausnahme derjenigen, welche das Intereſſe des Staats vertreten, wird das Rechts⸗ mittel der Wiedereinſetzung in den vorigen Stand angenom⸗ men, wenn nicht vor Einreichung des Bittſchreibens eine Summe von dreyhundert Franken, als Succumbenzgelder, und von fuͤnfhundert Franken, als Vorſtand fuͤr die Entſchaͤ⸗ digung des Gegentheils, gerichtlich niedergelegt wird. Doch kann, erfoderlichen Falls, auch auf hoͤhern Schadenerſatz er⸗ kannt werden. Iſt das Urthel auf Verſaͤumniß oder auf Praͤ⸗ cluſion*) geſprochen worden, ſo wird nur die Halfte dieſer Summen; und iſt nur von einem durch ein Gericht erſter In⸗ ſtanz geſprochenen Urthel die Rede, nur das Viertel derſel⸗ ben deponirt.(*) 405. Der Zufertigung des Geſuches wird die Quittung des Einnehmers vorausgeſchickt, ſo wie ein Gutachten dreyer Sachwalter, welche wenigſtens ſeit zehn Jahren ihr Amt bey einem der Gerichte ausuͤben, die dem Appellationsgerichte, in deſſen Bezirk das Urthel geſprochen iſt, untergeordnet ſind. Dieſes Gutachten muß die Erklaͤrung(gedachter Sachwal⸗ ter) enthalten, daß ſie die Wiedereinſetzung in vorigen Stand fuͤr zuläßlich achten, und zwar unter Beyfuͤgung der Gruͤnde (1) Dieß ſtimmt in der Hauptſache überein mit der Ord⸗ v. 1667. Tit. XXXV. Art. 16. *) Forelusion, ein altes Wort, das ſo viel bezeichnet, als a foro exclusio. E. 268 P. L T. W. Des Voies extraordinaires etc. d'avis de la requẽte ese et cMe en énoncera aussi „ ouvertures; sinon la requéte ne sera pas regue. 4 496. 3i la requéte civile est signilice dans les in mois de la date du jugement, l'avoué de la partie dui a obtenu le sera constitus a droit sans nou- 3 veau pouvoir. 4 La requéte civile n'empéchera pas du jogement attaqus; nulles défenses ne pourront Stre accordées: celui qui aura été condamne à délaisser un héritage, ne sera regu à plaider sur la requéte civle qu'en rapportant la preuve de du au principal. 8 498. Toute requéte eivile sera au ministere public. 409. Aucun moyen autre que les ouvertures requéte civile énoncées en la consultation, ne sera d outé à l'audience ni par scrit. 500. Le jugement qui rejettera la requéte civile. condamnera le demandeur à'amende et aux dommages· intéréts ci-dessus fixés, sans préjudice de plus aue⸗ K dommagesintéréts, s'il y a lieu. 501. 8i la requẽte civile est admise, le jugement sera rétracté, et les parties seront remises au méme 6tat oů elles étaient avant ce jugement; les sommes consi- gnées seront rendues, et les objets des condamnations qui auront été pergus en vertu du g rètraotè, seront restitués. ————— (i) Hrd. v. 1667. Tit. XXKV. Art. 6. (2) Ebendaſ. Art. 18. 19. Ord. Philipps VI. v. 1344. (3) Ebendaſ. Art. 27. Ord. v. Moulins v. J. 1366. Art. 61. * t u nb) vi nemb gui, f im) udh 47 nun ln n 2 ſ iuh un u un lhe Eudiſie 40 V ſhfchn 1 Emn gn n 3 l un em 6 ulc un 6u in ſi, 90)6) 9 ip ſhe gun Eund thel beinn n bet, t nmnn — 0) Or 1, 0 ben ntiinie 1 elle en umn agute iu won i pchen nuk enes ne yn ndamns i i r zur nn xcution k gera connu que le am sullation, u rn ha ren de et aux i udice de yu alnise, bj remises u u t; les wu et des cnin u jugenen 1 v. iu 17 16 b 1r Th. 46 B. Von den außerordentlichen Rechtsmitteln c. 269 QArt. 480.); widrigenfalls ſoll das Geſuch nicht angenommen werden. 406. Wird das Geſüch um Wiedereinſetzung in den vori⸗ gen Stand in den naͤchſten ſechs Monaten vom Datum des Urthels an gerechnet, zugefertigt: ſo wird der Sachwalter der Parthey, fuͤr welche das Urthel ausgefallen iſt, rechtlich(Gipso jure) und ohne neue Vollmacht fuͤr gehoͤrig bevollmaͤchtigt ge⸗ achtet.(Art. 483.)(¹) 407. Des Reſtitutionsgeſuchs ungeachtet wird vas dadurch angefochtene Urthel vollſtreckt; und es darf dagegen kein Ver⸗ bot zugeſtanden werden. Wer verurtheilt iſt, ein Grundſtuͤck zu raͤumen, ſoll zum muͤndlichen Verfahren uͤber das Reſtitu⸗ tionsgeſuch nur dann zugelaſſen werden, wenn er beybringt, daß dem Urthel in der Hauptſache ein Genuͤge geſchehen ſey⸗ QArt. 478.)(2)* 408. Jedes Geſuch um Wiedereinſetzung in den vorigen Stand iſt der Staatsbehoͤrde mitzutheilen.(2) 400. Weder beym muͤndlichen Verhoͤr, noch in einem ſchriftlichen Verfahren duͤrfen andere Reſtitutionsgruͤnde zur Sprache gebracht werden, als die, welche im Gutachten(Art. 405.) angegeben ſind.(42 Soo. In dem Urthel, worin die Wiedereinſetzung in den vorigen Stand abgeſchlagen wird, iſt der Kläger zugleich zur obbeſtimmten Geldbuße und Schadloshaltung zu verurtheilen, wobey dem Gerichte frey bleibt, den Schadenerſatz, erfoderli⸗ chen Falls, auf eine hoͤhers Summe zu beſtimmen.(Art. 494) 0) Sox. Wird die Reſtitution zugeſtanden: ſo wird das vo⸗ rige Urthel aufgehoben, und die Partheyen werden in denjeni⸗ gen Stand zuruck verſetzt, in welchem ſie ſich vor dieſem Ur⸗ thel befanden; die deponirten Summen muͤſſen zuruͤckgegeben, und das, was kraft des aufgehobenen Urthels in Empfang genommen worden iſt, muß erſtattet werden. (a) Ord. v. 1667. a. 6 d. Art. 37. Jousse ad h. 1. (s) Ebendaſ. Art. 39. 270 P. I. L. IV. Des Voies extratidtniitei etc. 2 b Lorsque la requéte civile aura été entérinde pour. miſt raison de contrariẽtè de jugemens, jngement qui en- uf térinera la requẽte civile, ordonnera que le premier zid, Nich jugement sera exécuté selon sn forme et teneur.„ n 5o02. Le fond 46 la tbtt sur laqucle le n hl heoe jugement rotaete aura été rendu, sera porte au nẽne v i! tribunal qui aura statué sur la requète civile. Sog. Aucune partie ne pourra se pourvoir en r uéte* il quéte civile, soit contre le jugement deja attaqus par nn in lrii cette Fie, oit contre 1e jugement qui l'aura rejetee, mmnſ h soit contre celui rendu sur le rescisoire, à peine de nul. uuhe ſ n en Sihwuſe worde, da, genuun vu, lité et de Sengen interéts, mẽme contre Pavoue gui, ayant oocupè sur la premibre demande, occuperait sur la beconde. 5 504. La contrarieté de jugemens rendus en der- 5 e nier ressort entre les mémes parties et sur les meine⸗ ₰. moyens en différens tribunsun, donne ouverture a cas. yy liſin sation; et instance est formée et jugee conformément tu mt aux lois qui sont— à la cour de cassation. bhün () Vergt. Ord.. 1667. 2it. XxRv. att. 33. (2) Ebendaſ. Art. 22. MMen (3) Ebendaſ. Art. 41. Ord. deinich III. v. Bilois 1379 art. 1. 5 Ybnterin hrizen, uint 1Sh. 46 B. Von nen außerorentichen Rechtsmitteln ꝛc. 271 nun Iſt das Reſtitutionsgeſuch, wegen entgegenlaufender Er⸗ ſzun kenntniſſe zugelaſſen*) worden, ſo wird in dem Urthel, in welchem auf Wiedereinſetzung in den vorigen Stand erkannt wird, zugleich anbefohlen, daß das erſte dieſer Erkenntniſſe a ſeinem ganzen Inhalte nach vollſtreckt werden ſolle.(1) ion ulh 5o. Der Rechtsſtreit ſelbſt, in welchem das nun aufge⸗ n hobene Urthel geſprochen war, ward vor das Gericht gezogen, u welches uͤber das Reſtitutionsgeſuch erkannt hat.(2) 5o3. Keiner Parthey iſt vergoͤnnt, das Rechtsmittel der ã se yomni Wiedereinſetzung in den vorigen Stand einzuwenden, wider ein durch dieſes Rechtsmittel bereits angefochtenes Urthel, oder wider ein Urthel, wodurch das Reſtitutionsgeſuch verworfen n giſm worden iſt, oder auch wider dasjenige, das in der Hauptſache, iwite, 1piu in welcher die Reſtitution ertheilt wurde, geſprochen iſt; und zwar bey Strafe der Nichtigkeit und bey Vermeidung des Schadenerſatzes, als welcher ſelbſt dem Sachwalter obliegen en wuͤrde, der, nachdem er beym erſten Reſtitutionsgeſuche auf⸗ getreten war, auch beym zweyten dienen wollte.(2) 504. Wenn die in letzter Inſtanz unter denſelben Par⸗ theyen und auf dieſelben Gruͤnde von verſchiedenen Gerichten geſprochenen Urthel einander entgegenlaufen: ſo findet dagegen une ourem das Caſſationsgeſuch(der Recurs ans Caſſationstribunal) ment dejin me cont jn mens reniu jugie coit Statt; und der Proceß wird deshalb nach den in Anſehung 1 des Caſſationsgerichts vorhandenen beſondern Geſetzen tet und entſchieden.(4 n 3 W du Conseil v. 3. Febr. 1714. und vom a. Sun. 1738. 1 doh*) Entérins, dieſes aſtjtanzöſiſche Wort heißt wut als ge⸗ neßnigen, beſitigen⸗ tiligen u. 1 w. E. — S 3 272 P. I. L. WV. Des Voies extraordinaires ete. TTRE II. De 1 a Prise à partie. — Soʒ. Les juge⸗ etre 1½ à vrie dn⸗ les cas suivans: 15. S'il y a dol, kraude ou coneussion, qu'on pre- tendrait avoir été commis, soit dans le cours de ins. un truction, soit lors des jugemens; 6 2. Si la prise à partie est presment pronon · 3 cée par loi; üſu 3* Si la loi déclare les juges respontables, peine de dommages et intéréts; 33 1 8 Fa Un i justice n 506. I y a deni de justice, lorsque les juges re⸗ whn fusent de répondre les requétes ou nögligent de ½ 8 tſ les affaires en état et en tour d'étre jugées. Fo7. Le déni de justice sera constaté par deus 3 réquisitions faites aux juges en la personne des grefßers, itnin et signifiées 46 trois en trois jours au moins pour les ſmit juges de pais et de commerce, et S huitaine en hui- mp taine au moins pour les autres juges: htout huissier 1 butn U quis sera tenu de faire ces réquisitions, à din- 6 terdiction. 5 (1) F. 13. H.1. D. de indiciis W. 1. 1 eda, 4 6 Ord. Franz 1. vom December 1640. Art. 2. beym ven im Recueil d'ordonnances T. I. L. I. titre V. Ord. Ludwigs KII. v. Jahr 1498. Art. 26. Heinrichs HI. v. Blois 1679. Art. 135. 143. 147. 134. In der Ord. v. 1667. war bey dieſer Materie bloß 60 der verweigerten Rechtspflege erwähnt; wegen der übrigen Gründe 1 . der Syndicatsklage richtete man ſich nach dem römiſchen Rechte 4 und den ältern Geſetzen. 6 ihn . hurtit. re pri ihn conuin 4 dus le un exyresin uges repu onte k u nigligen e jugies aconstits; etonne de n woin tde huitin : tout i iiom, i ſt . 40. 1 l 8. hen ln ine v. Out Llis 1 b ot beh diſt wehen i nach den mni ——— 1rTh. 48 B. Von den außerordentlichen Rechtsmitteln zc. 273 Dritter Titel.. der Klage wider den Richter wegen pfüchtwidrigen Soß. Wider den Richter kann wegen pflichtwidrigen Ver⸗ fahrens in folgenden Faͤllen geklagt werden: wenn ihm Argliſt, Betrug oder Erpreſſung beygemeſ⸗ ſen wird, die er entweder waͤhrend des gerichtlichen Verfahrens oder bey den Entſcheidungen ſich zu Schulden gebracht habe; 2) wenn die Syndicatsklage S in den Geſetzen zugelaſſen iſt; 3) wenn das Geſetz die Richter für den verantwortlich macht; ₰ wegen verweigerter Rechtpfiege. 3o6. Eine Verwtigerung der Rechtspflege**) iſt dann vorhanden, wenn der Richter es abſchlaägt, auf eine Bittſchrift zu reſolviren, oder Proceſſe zu entſcheiden unterläßt, die zur Entſcheidung reif und an der Reihe ſind.(2) 507. Die Verweigerung der echtspſtge wird durch zwey Erinnerungen dargethan, welche, in der Perſon des Ge⸗ richtsſchreibers, ans Gericht gebracht, und, wenn von Frie⸗ densrichtern und Handelsgerichten die Rede iſt, wenigſtens von drey zu drey Tagen; wenn hingegen die Sache bey andern Gerichten anhängig iſt, wenigſtens von acht zu acht Tagen zugefertigt worden ſind. Jeder Gerichtsbote, der dazu aufge⸗ fodert wird, iſt, bey Strafe der Suspenſion, verbunden, Erinnerungen anzubringen. 0¹) (2) Ord. v. 1667. Tit. XXV. Art. 2. hier war von der Veg⸗ rung der auf Bittſchreiben zu ertheilenden Reſolutionen nicht die Rede. Dieſer Theil des Artikels iſt neu. 66) Ebendaf. Art. 3 u. 4. *) Die Formnlare dazu liefert Pelaporte unter: pPrise A partie. E. ) S. Delaporte Art. Deni da justice. E. Civilgerichtsordnung. S 274 P. I. L. IV. Des Voies extraordinaires etc. 508. Apres les deux réquisitions, le juge pourra étre pris à partie. 8 5o9. La prise à partie contre les juges de pais, contre les tribunaux de commerce ou de première ins- tance, ou contre quelqu'un de leurs membres, et la prise à partie contre un juge d'appel ou contre un juge vuche de la cour criminelle seront portées à la cour d'appel ginin du ressort. La prise à partie contre les cours criminelles, con- tre les cours d'appel ou P'une de leurs sections, sera uni portee à la haute-cour impériale, conformément à Tar. ticle 101 de Tacte des constitutions de['Empire du 28 i doreal an RII. V—— 5ro. Meanmoins aucun juge ne Pourra atre pris à m partie sans permission prealahle du tribunal devant le- cuw quel la prise à partie sera portée. 51r. 1l sera présenté, a cet effet, une requéte 3 l. signée de la partie ou de son fonde de procuration n, authentique et spéciale, laquelle procuration sera an iuih nexée à la requéte, ainsi que les pieces justificatives init sil y en a, à peine de nullités. 512. Il ne pourra étre employé aucun terme inju- 3 5l. uin d vhiijn lu vid Ma d 0 rieus contre les juges, à peine, contre la partie, de telle amende, et contre son avoué, de telle injonction ou suspensiön qu'il appartiendra.. §13. Si la requéte est rejetée, la partie sera con- damnce à une amende qui ne pourra étre moindre de trois cents francs, sans préjudice des dommages et in- téréts envers les parties, s7il y a lieu. ahten * hen nu (1) Pothier, Traité de la Procédure civile, P. III. sect. IW. hung w (a) Conſtitution vom esten Floreat des XII. Jahres Art. ro1. n. 7. () Vergl. Arréts de Reglements vom 4. Jun. 1699. und vm 6e 18. Auguſt 1702. 8 e „ Nſen uiin on, n l6 ſn u h un eus neun e u nn es han ours cinui leun Kin conforiun de ne poum u tibun t eſet, m londe de n procurin: pikces jn ſe aucun u contre l y de telei e, ha purie n ite u des donuꝝ eu. vile,!, m e. 3 % 1rTh. 48 B. Von den außerordentlichen Rechtsmitteln ꝛc. 275 zos. Nach Anbringung dieſer beyden Erinnerungen kann der Richter wegen verweigerter Rechtspflege belangt wer⸗ den.(1) 5co. Wider Friedensgerichte, Handelsgerichte und Ge⸗ richte erſter Inſtanz, oder wider einzelne Mitglieder derſelben, desgleichen wider ein Mitglied eines Appellations⸗ oder eines Criminalgerichts muß die Syndicatsklage bey dem Appella⸗ tionsgerichtshofe angebracht werden, unter welchen ſie gehoͤren. Die Syndicatsklage wider Criminal-oder wider Appella⸗ tionsgerichte oder eine ihrer Sectionen wird, nach Maaßgabe des rorten Artikels der Reichsconſtitution vom 28ſten Floreal des 12. Jahres beym hohen kaiſerlichen Gerichtshofe ange⸗ bracht.(2) z1o. Doch darf gegen keinen Richter die Syndicatsklage ohne vorgaͤngige Erlaubniß des Gerichts angeſtellt werden, bey welchem ſie angebracht werden ſoll.(3) 511. Zu dieſem Ende muß eine Bittſchrift eingereicht werden, die von der Parthey, oder ihrem mit einer oͤffentlich beglaubigten Specialwollmacht verſehenen Machthaber unter⸗ zeichnet iſt. Dieſe Vollmacht muß, nebſt den Beweisurkun⸗ den, wenn deren vorhanden ſind, bey Strafe der Nichtigkeit, der Bittſchrift beygelegt werden.(4) 51a. Man darf ſich dabey keiner beleidigenden Ausdruͤcke wider die Richter bedienen; außerdem wird der Parthey eine verhaltnißmaͤßige Geldbuße auferlegt; wider den Sachwalter aber wird nach Maaßgabe der Umſtaͤnde verfuͤgt, oder auf deſſen Suspenſion erkannt. 513. Wird das Geſuch verworfen, ſo wird die Parthev zu einer Geldbuße verurtheilt, die nicht unter dreyhundert Franken betragen darf; wobey den uͤbrigen Partheyen die ih⸗ nen nach Beſchaffenheit der Umſtaͤnde gebuͤhrende Entſchädi⸗ gung vorbehalten bleibt.(3)— S 2 (4) Ebendaſ. 35. (3) Vergl. Ord. v. December 1840. Art. 2. beym Fontanon in deſſen Recueil d'ordonnances T. 1. L. II. titre V. * 276 PrI. E. IV. Des Voies 514. Si la requste est admise, sle sera eitrie dans trois jours au juge pris à partie, qui sera ten de fournir ses défenses la huitains. I Sabstiendra de la connaissance du digerend; vapstienare méme, jusqu' au jugement dekinitit* 5 in prise à partie, de toutes les causes que la partie ou hum, iü,* i avoir dans son tribunal, a peine de nullité de juge ses parens en ligne directe, ou son conjoint, pourro mens.. 6 lö. nb un acte, et sera ehte une autre ſan celle qui raura n8 si la cour veppa n'est ebin⸗ tin, ſo 6ſuün i tie sera renvoye à la cour d' la v voisine par — 3 un fun 516. S16 demandeur est aont, il sera con nih posée que qhune section, le jugement de la prise à par- la cour casbation. damné à une amende qui ne pourra étre moindre de ſn3) 1 1 y al envers les parties, sil y a lieu.„ trois cents kraucs, sans prejudice des Aownagesrinterer . 1 mint r Th. 48 B. Von den außerordentlichen Rechtsmitteln c. 27 A u Br4. Wird die Klage zugelaſſen, ſo wird ſie binnen drey arie, in Tagen dem in Anſpruch genommenen Richter inſinuirt, der dann binnen acht Tagen ſeine Einlaſſung einzureichen verbun⸗ den iſt. ne z i Er hat ſich des fernern Erkenntniſſes in der Sache, und, enent li bis die Syndicatsklage durch ein Endurthel entſchieden iſt, ſelbſt in allen den Rechtsſtreitigkeiten des Erkenntniſſes zu ent⸗ gue kſi halten, welche die Parthey oder deren Verwandte in gerader Linie, oder deren Ehegatte bey dem Gerichte haben, wo er angeſtellt iſt; außerdem ſind die Erkenntniſſe für null und nich— tig zu achten.(*) S15. Die Syndicatsklage wird mittelſt eines bloßen Sa⸗ tzes zum Verhoͤr gebracht, und von einer andern Section(des Appellationsgerichts), als der, welche ſie zugelaſſen hat, ent⸗ ue un ſchieden; beſteht das Appellationsgericht nur aus Einer Ser⸗ tion, ſo wird das Erkenntniß uͤber die Syndicatsklage vvom Caſſationstribunal an das zunaͤchſt gelegene Appellationsgericht nent e kpi verwieſen.(2) trt hſ 316. Wird der Flaͤger mit ſeiner Klage abgewieſen, ſo wird er zu einer Geldbuße verurtheilt, die nicht unter dreyhun⸗ dert Franken betragen darf, wobey den Partheyen, die ihnen bont, lt etwa gebuͤhrende Schadloshaltung zu ſuchen, vorbehalten bleibt. n conit n ie mliti porte i lnit u huppel n ma ts m QArt. 5¹30(²) 8— es dommagen S () Dieſer Artiket iſt eine Rodifieation der Ord. v. 1667. Lit. XXV. Art. 6. 6(2²) Neu. 63) Pufour, Traitèé de 1a proccdure civile T. II. p. 75. 74. 278 P. T. 2 V. De l'Exécution des Jugemens. 6 LiR L* Eaeurien des Iasen*nb (Pecret du s1 Avril 1806; promulgus le 1. Mai uivan.) Des Réceptions de Gautions. 6 ** 6 5. * Ui, i 517. Le jatenen qui ner 2. tonhni cau- un n tion, ßxera le delai dans lequel elle sera prssentze, e 3. 1 celui dans eul elle sera acceptse ou contestée. zu . Eijn 518. La caution sera S par exploit signifis in à la partie, si ⸗ ma point d'avoué, et par acte davous, si elle en a constitué, avec copie d⸗ raete 4 i in de depõt qui sera fait au greffe, des titres qui const* tent la solvabilitè de la caution, vu le cas ou la li n'exige pas que la solvabilité soit établie 8 titres. 519. La pourra reute au— communi- in d oation 4 titres; si æll⸗ la caution, elle le 3 Wu r Th. 5s B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 279 Fuͤnftes Buch. hzu Von Vollſtreckung der rechtlichen Erkenntniſſe. (Decret vom a*ten Aprit 1go6; promulgirt den erſten May deſſelben 6 l1 M à Jahres.) Erſter Titel. N Von der Annahme der Buͤrgſchaften.) 8 Cautin S7. In dem Urthel, in welchem jemanden auferlegt wird, einen Buͤrgen zu ſtellen(Nap. Civilgeſetzb. Art. 16. 120. „601. 626. 77I. 807. 2017.), muß die Friſt beſtimmt ſeyn, bin⸗ nen de im nen welcher derſelbe in dieſer Eigenſchaft angenommen oder le an yn beſtritten werden muß.(S. Nap. Civilgeſetzb. III. B. Tit. 14.)(*) 1 on cont§18. Der Buͤrge wird dem Gegner, wenn dieſer keinen 3 Sachwalter hat, durch eine ihm eingehändigte formtiche Zufer⸗ pir exyli tigung; hat er hingegen einen Sachwalter beſtellt, mittelſt eines Satzes vorgeſchlagen, den ein Sachwalter dem andern zu⸗ fertigen läßt. In beyden Fällen wird eine Abſchrift des Schei⸗ net cy nes beygelegt, welcher uͤber die bey der Gerichtsſchreiberey erfolgte Niederlegung der die Zahlungsfähigkeit bewaͤhrenden ies üns x urkunden abgefaht worden iſt; ausgenommen in dem Falle, urk l ct wo das Geſetz nicht erheiſcht, daß die Zahlungsfaͤhigkeit des Buͤrgen durch Urkunden dargethan werden muͤſſe.(2) iuble yun 5r. Der Gegenparthey iſt verſtattet, ſich die Urkunden 1. in der Gerichtsſchreiberey vorlegen zu laſſen. Nimmt ſie den an preie cuien, 6 nons, et) 6) ueber die Bürgſchaft f. Dufour, Traité de 1a Procédure civile T. 1I. p. 78. 79.— Ord. v. 1667. Tit. XXVIII. Art. 1. (2) Ord. Ebendaſ. Art. 2. 3. Jousse zum 1. u. 3. Art⸗ *) S. Delaporte unter: Caution. E. N 280 P. I. L. V. De l'Exécution des Jugemens. clarera par un simple acte: dans ce cas, ou si la partie ne conteste pas dans le délai, la caution fera au grele sa soumission, qui sera exccutoire sans jugement, meme pour la contrainte par corps, sil y a lieu à contrainte. 520. Si la partie conteste la caution dans le délai fixé par le jugement, l'audience sera poursuivie sur un simple acte. Sa. Les réceptions de caution seront jugées som- mairement, sans requéte ni écritures; le jugement sera exécutt nonohstant appel. 522. Si la caution est admise, elle fera sa soumis- sion, conformément à Particle 519 ci-dessus. TITRE II. De la Liquidation des Dommages intéréts. Fa Lorsque l'arrét on le jugement n'aura pas fixe les dommages intéréts, la déclaration en sera signi- fiée à avoue du delendeur, vil en a eté constitus; et les pisces seront communiquses sur de ou par la voie du greffe. () Ord. v. 1667. Zit. XXVIII. Art. 5. (2) Ebendaſ. Art. 3. (3) Ebendaſ. Art. 3. (a) ueber dieſe ganze Materie S. Dufour, Traité sur la Procs- dure civile T. II. p. 33. 89.— Ord. Franz I. Ord. v. 1667. S ½* S e hun echni 1 cuin in un zinz ſgun V lun an cautidn jn er poumi n seront j es; le jn „elle knut i.den uges intith gement nu wation en n 1ets conit * 0 ticyin⸗ i) m Inis w* zunl Ou15 rrTh. 3 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 231 Buͤrgen an, ſo erklärt ſie dieß in einem bloßen Satze. In dieſem Falle, oder wenn der Gegner in der gehoͤrigen Friſt keine Einwendung macht, leiſtet der Buͤrge auf der Gerichts⸗ ſchreiberey ſeine Erklaͤrung(der Verbuͤrgung), welche, ohne vorgängiges Urthel, die Huͤlfsvollſtreckung; ja in Fällen, wo Gefaͤngnißzwang Statt hat, auch ſelbſt dieſen nach ſich zieht 6 320. Macht die Gegenparthey binnen der im Urthel be⸗ ſtimmten Friſt Einwendungen wider den Buͤrgen, ſo wird das Verhoͤr in der Sache durch einen bloßen Satz ausgebracht.(2) 521. Ueber die Annahme des Buͤrgen wird ſummariſch, ohne vorgaͤngige Bittſchrift oder ſchriftliches Verfahren, ent⸗ ſchieden; das Urthel wird, ohne Ruͤckſicht auf Appellation, vollſtreckt.(3) S22. Wird der Buͤrge zugelaſſen, ſo ſtellt er ſeine ſchrift⸗ liche Erklärung aus, wie oben im 510ten Artikel beſtimmt iſt. Zweyter Titel. Von der Berechnung der erlittenen Schaͤden und des ent⸗ behrten Gewinns. 523. Iſt der Betrag des von einem Theile dem andern zu erſetzenden Schadens im Urthel nicht beſtimmt(S. Art. 12g.): ſo wird die Angabe*) derſelben dem Sachwalter des Beklagten, wenn einer beſtellt iſt, zugefertigt, die Belege aber werden entweder dem gegentheiligen Sachwalter gegen Em⸗ pfangſchein mitgetheilt, oder in der Gerichtsſchreiberey demſel⸗ ben vorgelegt.(*4) Tit. XXKII. Art. 2. 2. v. 1339. Art. 88. 89. Heinrichs III. v. 1379. Die Schäden, von welchen vorſtehende Ordonnanzen ſpre⸗ *) Das Formular zu dieſer Peolaration findet man, ſo wie die uͤbrigen zu dieſem Titel gehorigen Formulare, beym Pelaporte unter: Dommages-intéréts. E. 282— N pe rRxcution de Jugemen. 8 ⸗ 524. Le detendeur sera tenu, dans les delais fixes par es artiches 7 et 98 et sous les peines y portees, de remottre lesdites piboes, et, huitaine apres henpin 5 tion desdits delais, de faire ses offres au demandeur, de la somme qu il avisera pour les dommoges intérsts; sinon, la cause sera portée sur un simple acte à Tau- dienee, et u sera condamné à vyer le montaut de la achoration, si elle est trouvée juste et bien vCrifie. 3 Si les ofres contestées sont jugees* utßann· 8 tes, le demandeur sera condamné aux depens, zu j des ofres. TrTRE n. De 1a Liautastion Fruits. 526. celui qui sera condamn⸗ 5 restituer des fruits, en rendra compte dans forme ci- apres; et sera yrood⸗ comme sur les autres comptes rendus e en utice 1 entſtehen un— Proceß ſelbſt, als: durch Lüge, Streitſucht und Zögerung des Gegentheils. L. ult. C. quando Prov. n. esr nsec. H. 1.I. de poena remrre litig. Andte Schä⸗ den ſind ſolche, welche Gegenſtände des Proceſſes ſind. S. Ord. v. Blois Heinrichs III. 2 1679. 1. D. rem, rat. hab. GLV. 1.) 7a1 D. de verbb. obl. 1. 13. D. ad exhibendum. Bornier zum erſten Art. des XXXII. Litels der Ord. v. 1667. Das, was die Franzoſen Dommages intérèts nennen, iſt das Römiſche: id — interest. Se es aber 86 lucrum cessans eben ſo⸗ 15 „60) ngroht ud hin kilg w m Suche g we. in li 6 zh 6 Hihe uun unli un ub che u6 un rrr Th. 56 B. Von Vollſtreckungd. rechtlichen Erkenntniſſe. 283 un 524. Der Beklagte iſt ſchuldig, binnen den im N. u. yn 9ö3.(107.) Artikel beſtimmten Friſten, und unter den daſelbſt n e angedrohten Strafen, die erwaͤhnten Belege zuruͤckzuliefern; und binnen acht Tagen nach Ablauf dieſer Friſten, eine ihm nuu billig duͤnkende Summe dem Kläger als Schadenerſatz anzubie⸗ ·in ten; wo nicht, ſo wird mittelſt eines bloßen Satzes in der ut ih Sache das Verhör ausgebracht, und der Beklagte verurtheilt, die ganze im Schaͤdenverzeichniſſe angegebene Summe zu be⸗ ö zahlen, dafern naͤmlich daſſelbe rechtmaͤßig gehorig beſchei⸗ itiiee nigt befunden wird.(*) lin. 525. Iſt die dem Klaͤger angebotene,(jedoch ausgeſchla⸗ gene) Summe fuͤr hinreichend erkannt worden: ſo wird der hu Klaͤger zur Erſtattung der von Zeit des Anerbietens an auſge⸗ Unkoſten verurtheilt.(2) „ „ Dritter Titel. Von Sr der Fruͤchte.*) 526. Wer Fruchte zu erſtatten verurtheilt iſt, hat in der ki unten beſtimmten Form daruͤber Rechnung abzulegen, und es i in wird deshalb, wie bey jeder andern(S. unten Art. 533. 540. npi und oben Art. 129.) gerichtlichen Rechnungsablegung verfah⸗ ren. 65 int wohl enthält, als das Pamnum emerens: ſo habe ich doch, zur u Vermeidung einer jedesmaligen umſchreibung, für beydes das WVort: Schäden gebraucht. E.) (1) Hier iſt offenbar, für Art. 98., Art. 107. zu teſen. Vergl. Ord. v. 657. Lit. XMRll. Art. 1. eret Abſchn. Art.2. u. Art. 3. Abſchn.1. 6(2) Ord. v. 1667. Lit. XRXII. Art. 3. Abſchn. s. Wird eine hö⸗ iti here Summe zuerkannt, als der Beklagte zum Schadenerſatz an⸗ t bot, ſo bezahlt Beklagter die Koſten. (3) Pufour, Traité de 1a Procsdure civile. T. IM. p. 94. 96. 3 S. Delaporte unter: Fruits. E. „ 284 P P V. De bx6cution des Jugemens. 62 6 Des Redditions de Gomptes. 527. Les comptables commis par justice seront devant les 3 les auront conimis; . tous autres ie 16 — 4 5 * leur dowicile. 523. En cas d'appel won ugement dui auriit rejeté une demande en reddition de compte, Parret in- ſrmatit renverra, pour 16 reddition et le jugement du compte, au tribunal ou la demande avait eté formèe, ou à tout autre tribunal 4* premier⸗ instance que l'ar- rét indiquera- Si le compte a été rendu et jugé en première ins⸗ tance, l'exécution de l'arrẽt inßirmatit appartiendra à la cour qui Paura rendu, ou à un autre ele aurs indiqus par le méme arrét. 529. Les oyans qui auront nhe intérst, nom⸗ meront un seul avoué: faute de s'accorder sur le choix, le plus ancien occupera; et ncanmoins vhacun des W pourra en constituer un; mais les Erai⸗ nés par cette constitution patieuitte, et Fi tant (1) drd. o. it. xxxx. Att. 2. Hier war beſtimmt, wohin die Ablegung der Vormundſchaftsrechnungen gehöre. Bacquet, Traité des Proits de zustice c. vVIII. n. z0. war der Meinung, ſie gehöre vor den Richter des Orts, wo die Vor⸗ mundſchaft worden auein der Verfaſſer des * M. vr den vor dun uſin n m00) ſuf 5 u vid Mi Riſhe, zn ſbiſi 3 ahmt, junſ w in munn 3. un ſe Sichwil wiig iun nhiht ſchn; en. ce un eleat jiges i mi lmh uut iu m, ſu lu er dr i ron zchei un uui it u iſ F trTh. Is B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 285 Vierter Titel. Von der Rechnungsablegung. ¹) 527. Gerichtswegen angeſtellte Rechnungsfuͤhrer werden vor dem Gerichte belangt, das ſie angeſtellt hat; Vormuͤnder vor dem Gerichte des Ortes, wo ihnen die Vormundſchaft aufgetragen worden iſt; alle andere zu Ablegung von Rech⸗ nungen verpflichtete Perſonen vor dem Gerichte ihres Wohn⸗ orts.(1) 328. Iſt wider ein Urthel appellirt worden, in welchem die auf Rechnungsablegung gerichtete Klage verworfen wurde, und wird dieſes Erkenntniß reformirt: ſo wird zugleich im Ur⸗ thel die Ablegung der Rechnung und die Entſcheidung uͤber dieſelbe, entweder an das Gericht, bey welchem die Klage an⸗ gebracht iſt, oder an jedes andere im Appellationsgerichtsurthel zu beſtimmende Gericht erſter Inſtanz, verwieſen. Iſt die Rechnung abgelegt, und in erſter Inſtanz daruͤber erkannt, ſo kommt die Vollſtreckung des reformatoriſchen Er— kenntniſſes dem Gerichtshofe, bey welchem es geſprochen iſt, oder einem andern in demſelben Appellationsgerichtsurthel ernannten Gerichte zu.(Art. 472.) 520. Die zur Rechnungsabnahme Berechtigten müſſen, wenn ſie gleiches Intereſſe haben, Einen gemeinſchaftlichen Sachwalter ernennen. Koͤnnen ſie ſich uͤber deſſen Wahl nicht vereinigen, ſo bleibt die Fuͤhrung der Sache dem aͤlteſten**) anvertraut. Doch kann jeder der zur Rechnungsabnahme Be⸗ rechtigten noch immer fuͤr ſich einen beſondern Sachwalter be⸗ ſtellen; nur hat alsdann jeder von ihnen die Koſten, welche Praités des Minorités berufte ſich auf ein Arrèt vom 6. Febr. 1613. wo dieſe Sache vor einen andern Richter gewieſen worden ſey. Dieſer Streit iſt hier entſchieden. *) Ein Muſter einer ſolchen Rechnung und des Verfahrens uͤber dieſelbe liefert Delaporte im Artikel: Débats. E. **) Von den bey der Wahl benaunten Sachwaltern. E. P. T. L. V. De IExécution des enen. activement que wener, seront par 'oyant. 8— 530. Tout jugement condanination de ren · dre compte fixera le delai dans le sera rendu, et commettra un juge.— 331. 8i le preambule du compte, en y compre- nant la mention de l'acte ou du jugement qui aura com mis le rendant, et du jugement qui aura ordonné 16 compte, S sin röles, Pexcédant ne passera point en taxe. 532. Le rendant emploiern pour depenses e com- munes qus les frsis de voyage, Sil y a lieu, les vaca- tions de lavoué qui aura mis en ordre les pibces du compte, les grosses et copies, 1 frais de presentation et affirmation. 533. Le compte contiendra les recette et dépense effectives; il sera terminé par la rcapitulation de la palance donditðs recette et dépense, sauf 4 faire un chapitre particulier des objets à recouvrer. 534. Le rendant présentera et affirmera son compte en personne v Fen te spécial, dans le delai fixé, et au jour indiqué par le juge-commissaire, les oyans présens, ou appelés à personne ou domicile, sils wont avoué, et par acte d'avous, s'ils en ont constitus. ———. (¹) Ord. v. 1667. Lit. KXIX. 1. (a) Ebendaſ. Art. 3. 8. (3) Ord. v. 1667. Tit. XXIX. Art. 6. Der Eingang einer Nech⸗ nung iſt die Darſtellung der Thatſachen, welche man vor der Rechnung vorausſchickt, um die zum Verſtändniß der Rechnung — hinſ 1 tuh in jhunz uſt gihin ung m whe woh Nui ilgwdnt de bui hnwh wmi n tö ſ lü b 3. L Mhbn Sun ghe 53 vitiche poug u hu ji hunin wnſ uh mn dieſ kei oder in bien, — 3 nitl pon (0) ou 0 kn ytt cu uri onn poi com. s vac eces dt entain epen de 1e Uu cony i in s n k 1n e. u ii h r Th. 3s B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 287 dieſe Ernennung eines eigenen Sachwalters ihm ſelbſt oder den uͤbrigen Partheyen verurſacht, allein zu tragen.(¹) 530. In jedem Urthel, durch das jemand zur Rech⸗ nungsablegung verurtheilt wird, muß die Friſt beſtimmt ſeyn, in welcher die Rechnung abgelegt werden ſoll; und zugleich muß darin ein Mitglied des Gerichts zur Rechnungsabnahme abgeordnet werden.(2) 331. Nimmt der Eingang der Rechnung, mit Inbegriff der Erwaͤhnung des Satzes oder des Beſcheides, durch wel⸗ chen der Rechnungsabnehmer ernannt, und des Urthels, durch das auf die Ablegung der Rechnung erkannt worden iſt, mehr, als ſechs Blaͤtter ein: ſo koͤnnen fuͤr das, was daruͤber iſt, keine Koſten angeſetzt werden.(3) 532. Der Rechnungsfuͤhrer kann als gemeinſchaftliche Ausgaben nur die Koſten fuͤr ſeine Reiſe, in ſo fern ſolche Statt gehabt hat, die Originalaufſätze und Abſchriften, die Koſten fuͤr die Einreichung(der und eidliche Beſtaͤr⸗ kung in Anſatz bringen.(4) 533. Die Rechnung muß die wirkliche Einnahme und die wirkliche Ausgabe enthalten. Am Schluſſe muß eine Wieder⸗ holung und Gegeneinanderhaltung der Einnahme und Aus⸗ gabe hinzugefuͤgt werden. Die noch beyzutreibenden Poſten koͤnnen in ein beſonderes Kapitel gebracht werden.(5) 534. Der Rechnungsfuͤhrer uͤbergiebt und beeidigt ſeine Rechnung in Perſon oder durch einen Specialbevollmaͤchtigten in der ſo eben beſtimmten Friſt, und an dem vom Gerichts⸗ commiſſar dazu angeſetzten Tage, in Gegenwart, oder doch nach vorgaͤngiger Vorladung der Rechnungsabnehmer. Haben dieſe keinen Sachwalter, ſo wird ihnen die Ladung in Perſon oder an ihrem Wohnorte; haben ſie einen beſtellt, ſo wird ſie dieſem, nebſt einem Satze zugefertigt. nöthigen Umſtände zu erklären, und dem Richter eine Ueberſicht von der Sache zu geben⸗ (4) Ord. Ebendaſ. Art. 18. ster Abſchn. Jousse ad h. 1 (s) Vergl. Ord. g. a. O. Art. 7. tter Abſchn. —————— V 288 P. I. L. V. De TIxcution des Jugemens. 55 Le delai passé, le rendant V sera contraint per 3 ſi 1 zihnnit saisie et vente de ses biens jusqus concurrence uf in w somme due le tribuna! arbitrera; i pourra méme a contraint par corps, si le nipunel vestime 3 ſwin 588. Le compte présentéè et atßrns, si la recetts — 1a apene.'oyant pourra requérir du juge- 3 Jehun commissire enscutoire de cet escédant, sans epprobe 3. tion du compte. 4 9 hin 536. Après la prsentotion et affrmation, le onp zuli 66ra signißié à l'avoué de oyant: jen pibces justißean⸗ 4 Sünn ves seront cotées et paraphées par Pavoué du rendant; si elles sont communiquées sur récépissé, elles deibtt nni rétablies dans le delai qui sera fis pat le missaire, sous les peines portées pa l'article 107. K 6 si les oyans. ont constitus S différens,„* 6 copie et la communication ci- dessus ront donndes à n Favouò plus ancien seulement, s'ils ont le meme intée. ein 1 et à n sils ont des interẽt⸗ digren. Sil y a des eréanciers intervenans, il rauront— tous ensemble qu une seule eommurication, tant du compte que des pibces justiieatives, par les mains du plus ancien des avoues qu'ils auront constituẽs. 600 537. Les quittances de fournisseurs, ouvriers, 3 2 n maitres de pension, et autres de méme nature, produi- non muun ſeuet iu unt comul i h m du ß aphn e conp wiic nnin es n jn . iin, ini un it ihmn hin imi nin 6. mi wů rr Th. 5s B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 289 Nach Ablauf dieſer Friſt wird der Rechnungsfuͤhrer zur Rechnungsablegung dadurch angehalten, daß ſeine Guͤter bis auf eine nach gerichtlichem Ermeſſen zu beſtimmende Summe in Beſchlag genommen und verkauft werden. Ja, man kann ihn, wenn man es Gerichtswegen noͤthig findet, durch Ge⸗ fangnißzwang dazu anhalten.(1) 335. Iſt die Rechnung uͤberreicht und blich beſtaͤrkt, und die Einnahme uͤberſteigt die Ausgabe, ſo kann der zur Rechnungsabnahme befugte Gegentheil bey dem abgeordneten Richter einen Huͤlfsbefehl zu Beytreibung dieſes Ueberſchuſſes ſuchen, ohne deshalb die Rechnung ſelbſt zu genehmigen.(²) 536. Nach erfolgter Uebergabe und eidlicher Beſtaͤrkung der Rechnung wird letztere dem Sachwalter des zur Rechnungs⸗ abnahme befugten Gegners zugefertigt; die Belege werden vom Sachwalter des Rechnungsfuͤhrers numerirt und paraphirt. Sind ſie gegen Empfangsſchein mitgetheilt worden, ſo muͤſſen ſie in einer vom Gerichtscommiſſar zu beſtimmenden Friſt un⸗ ter den im 107ten Artikel keßimen Strafen zuruͤckgeliefert werden. Haben die zur Feüaneabſeßn Berechtigten verſchie⸗ dene Sachwalter beſtellt, ſo erfolgt, wenn ſie Ein gemeinſchaft⸗ liches Intereſſe haben, die oberwaͤhnte Zufertigung der Ab⸗ ſchrift und die Mittheilung der Beweisſtuͤcke nur an den aͤlte⸗ ſten dieſer Sachwalter; iſt aber ihr Intereſſe getrennt, an jeden Sachwalter insbeſondere. Sind Glaͤubiger als Intervenienten in der Sache aufge⸗ treten, ſo wird ihnen insgeſammt nur Ein Exemplar der Rechnung und der Belege durch die Haͤnde des aͤlteſten der von ihnen beſtellten Sachwalter mitgetheilt.(3) 537. Sind Quittungen der Lieferanten, Arbeiter, Vor⸗ ſteher von Penſionsanſtalten und anderer Perſonen dieſer Art (1) Ord. v 1667. Tit. XXIX. Art. 8 ca) Ebendaſ. Art. 7. ater Abſchn. Jousse ad R. 1. (3) Ebendaſ. Art. 9— 13. Civilgerichts ordnung. T „ 25 B 5 L. V. De l'Exécution des Jugemens.. — tes comme pibces justificatives du compte, sont dispen- „ sées de l'enregistrement. 6 536. Aus jour et heure indiques par commis- saire, les parties se présenteront devant lui Pour kour- nir débats, soutenemens et sur son procbs. verbal: si les parties ne se prẽsentent pas, raaire sera portẽe à'audience sur un simple acte. 539. Si les parties ne„aocordent pas, le commis. saire ordonnera qu il en sera par lui fait rapport à Pau- dience, au jour qu il indiquera; elles seront tenues de . 8˙y trouver, sans aucune sommation. 3 540. Le jugement qui interviendra sur Tinstancs de compte, contiendra le calcul de la recette et des de⸗ penses, et fixera le reliquat précis, s'il y en a aucun. 541. Il ne sera procédé à la révision d'aucun compte, sauf aus parties, s'il y a erreurs, omissions, faux ou doubles emplois, à en former leurs n devant les mémes juges.. 542. Si l'oyant est dktaillant! le commissaire fera son rapport au jour par lui indiqus: les articles seront alloués, s'ils sont justifies; le rendant, s'il est reliqua- taire, gardera les fonds, sans intéréts; et sil ne vagit point d'un compte de tutelle, le comptable donner caution, si mieux il n'aime consigner. — ———— (1) Orb. von 1667. Tit. XXIX. Art. 13. Dieſer Artiket der Or⸗ donnanz gab zu unglaublichen Mißbräuchen und Vervielfältigun⸗ gen der Schriften z welchen durch gegenwärtiges Geſetz vor⸗ gebeugt iſt. (2) Ebendaſ. Art. 2o. (3) Ebendaſ. Art. 21. nter Abſchn. Bey dem, was zu dieſer Or 4Röun ſ kinegjſ 35. 1 uun iht wihn, 1 wortn l icht in, Eih ui 5 (mſt munt u hu u ſ u 5 Urhl ſ in; mde hemnn hn iſ. 5. duch liit ſtln, 9 ſch, Mhul 3 5 uin, ſe vhn V iuſſn wunih jſng m bie Roe weun e vil(9 U. 1r Th. 56 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 291 uin als Rechnungsbelege producirt worden, ſo ſind dieſelben vvn der Einregiſtrirung(und der Einregiſtrirungsabgabe) frey. an 58. An dein vom Commiſſar angeſetzten Tage, und zu uh der von ihm beſtimmten Stunde erſcheinen die Intereſſenten nſu vor ihm, um ihre Einwendungen, Beweiſe, und deren Beant⸗ lin wortung zum Protocoll zu geben. Finden die Partheven ſi ſich nicht ein, ſo wird durch einen bloben Satz das Verhoͤr in der Sache ausgebracht.(1) con 3 Vergleichen ſich die Partheyen nicht, ſo erlaͤßt der Commiſſar die Erklärung; er werde an dem von ihm hierzu angeſetzten Tage die Sache im Verhoͤr in Vortrag bringen; und die Partheyen ſind, ohne daß es einer Provocation be⸗ darf, ſich daſelbſt einzufinden, ſchuldig.(Art. 977.) itznc 540. In dem uͤber das Rechnungsverfahren geſprochenen 1i8 Urthel iſt die Berechnung der Einnahme und Ausgabe enthal⸗ ten; und es wird darin der Betrag des vom Rechnungsfuͤhrer herauszuzahlenden Ueberſchuſſes beſtimmt, wenn einer vorhan⸗ u den iſt.(2). niin 34. Eine nochmalige Rechnungsreviſion iſt unſtatthaft; emani doch bleibt der Parthey unbenommen, wenn Irrthuͤmer einge⸗ ſchlichen, Poſten weggelaſſen, und falſch oder doppelt angeſetzt ſind, deshalb vor demſelben Gerichte Klage anzuſtellen.(2)*) nah nue ueh 542. Bleibt der zur Rechnungsabfoderung Berechtigte außen, ſo erſtattet der Gerichtscommiſſar an dem von ihm an⸗ mln geſetzten Tage ſeinen Vortrag; die Rechnungsanſätze werden, e in ſo fern ſié erwieſen ſind, genehmigt Guſtificirt); der Rech⸗ 3 nungsführer behaͤlt den etwa ſchuldigen Ueberſchuß ohne Ver⸗ zinſung an ſich; und wenn von keiner Vormundſchaftsrechnung die Rede iſt, beſtellt er dießfalls Sicherheit, ausgenommen, wenn er den ſchuldigen Ueberſchuß lieber gerichtlich niederlegen ſe 1* ill.(4 4 T 2 6i hinzugekommen iſt, hat man eine Bemerkung v. Jousse ad h. 1. benußt⸗ ) Ord. d. 1667. Ztt. KMIX. Att. as. Jousse ad h. 1. *) Error enim ealculi nunquam nocet. E. —— 2½. I. L. v. De TRnscution des Jußemens. TrTRE De la Liquidation des Depens et Frais. 43 La liquidation depens et frais sera faite, en matibre sowmaire, par le jugement qui les adjugers. 544. La manière de proooder à la liquidation des dépens et frais dans les autres matidres, sera determi- née par un ou plusieurs reglemens d'administration publique, qui seront exécutoires le méme jour que present Code, et qui, après trois ans au plus tard, seront présentés en forme de loi au Corps legislatit, avec les changemens dont ils aurònt paru susceptibles. — X TITRE VI. 3 Regles genérales sur I'Exécution forcòe des Jugemens et Actes. 548. Nul jugement ni acte ne pourront étre mis à exccution, sils ne portent le méme intitulé que les lois et ne sont terminés par un mandement aux officiers de justice, ainsi qu'il est dit art. 146. (1) Ord. v. 1667. Lit. XXXl. Art. 33. Dufour, Traité de la Proc. civ. T. II. p. 159. 140. (2) Geſetz vom 29. Sept. 1791. Lit. I. 9. abſch. Art. 13. S. Tarordnung fuͤr den Gerichtsſprengel des Pariſer Appellationsgerichts. Gegeben im La⸗ ger zu Preußiſch⸗Eilau den 16. Febr. 1807. Das kaiſerliche Deeret Liquidation der un⸗ mäbl in bud 300. Pbgs e in velhin dün uh u in M n ui uljudit uithg ti jmd Ahmi in 56. 1 1 hil Gi Mu tn zuit koſe Le ſetl. duht uf die ſonet uß h u rrTh. 58 B. Von Vollſtreckung d.rechtlichen Erkenntniſſe a93 Fuͤnfter Titel. i Von der und des baaren Verlags. uenit 543. Die Liquidation der Proceßkoſten und des baaren Verlags erfolgt in ſummariſchen Rechtsſachen in dem urthel, ei in welchem ſie zuerkannt werden.(1) iduin 544. Die Art, wie in andern eetigenhezee die Liqui⸗ nm doation der Proceßkoſten und des baaren Verlags bewirkt und inisn deshalb verfahren werden ſoll, wird von der Regierung in ur qu einer oder mehrern Verordnungen beſtimmt werden, die mit dem gegenwaͤrtigen Geſetzbuche an einem und demſelben Tage rliſtreckbar ſeyn, und laͤngſtens nach drey Jahren, mit den iuhn noͤthig befundenen Veraͤnderungen, dem geſetzgebenden Colle⸗ eyidle gium in der Form eines Geſetzes vorgelegt werden ſollen.*) „ Sechster Titel. igenn Allgemeine Vorſchriften uͤber die Vollſtreckung der Urthel und Verſchreibungen durch Gerichtszwang. 545. Auf kein Urthel und auf keine Verſchreibung darf die Huͤlfsvollſtreckung ertheilt werden, wenn ſolche nicht mit den Geſetzen einerley Eingang haben, und ſich nicht nach vhu Maaßgabe des rqöſten Artikels mit einem an die Juſtizbeam⸗ ten gerichteten Befehle 2 8 we m e mnit⸗ koſten n Rechts ſachen, erlaſſen im Lager zu Preußiſch⸗Eilau vom 16. Febr. 1807. Kai⸗ ſerl. Decret, gegeben ebendaſ. den 16. Febr. 1807 wo⸗ l durch die Tarordnung fuͤr das Appell. Gericht zu Paris 1b auf die Appellationsgerichtsbezirke von Lyon, Bordeaur, 3 Ronen und Bruſſel und unter gewiſſen Modificationen ub aufs ganze Reich erſtreckt iſt. E. 294 P. I. L. V. De TExecution des Jugemens. „ 546. Les jugems⸗ rendus par les tribunaux euan · gers, et les actes regus par les officiers étrangers, ne seront susceptibles d'exécution en France, que de la manière et dans les cas par les artioles 3123 et 2128 du code eiyi. 547. Per jugemens rendus et les actes pasc. France seront exccutoires dans tout rRmpire sans visa ni parcatis, encore que hexccution ait lieu hors du ressort du tribunal par eauel les jugemens ont et rendus ou dans 1e territoire duquel les actes ont et passcs. 548. Les jugemens qui prononceront une main⸗ levee, une radiation d'inscription hypothécaire, un paie- ment, ou quelque autre chose à faire par un tiers ou à sa charge, ne seront exécutoires par les tiers ou con- 6 trè eux, méme après les dclais de I'opposition ou de Pappel, que sur le certificat de l'avoué de la partie poursuivante, contenant la date de la signification du jugement faite au domicile de la partie condamnée, et sur l'attestation du greffier constatant qu'il n'existe con- tre le jugement ni opposition ni appel.. 540. A cet effet, P'avoués de Pappelant fera men- tion de Pappel, dans la forme et sur le registre pres· crits par l'article 163. 560. Sur le certificat qu'il n'existe aucune oppos· tion ni appel sur ee registre, les séquestres, conserva- „ (1) Ordonn. von 1629.(die man auch le Code Maris. nennt) Art. 121. (2) Vermöge der Ord. von 1667. Lit. XRvII. Art. 6. dußs ein urthel, wenn es außer dem Gerichtsbezirte des Parlements oder untergerichts, welches das Urthel geſprochen hatte, vollſtreckbar ſeyn follte, von einem Pareatis begleitet ſeyn. Dieſes Pareatie mn ſr 1 Mi wiſ u 5. nin M 2 zuW unn u 661 ln hyrh. gn it ſueſ Cwa ſen iö vn Ei gelts der Mn mhiſ, is niß eh 50 i, wvil ſwo kibn nen, unin ugen, ſu 4 1 pu b satz u hon ont s ont ne mzi inpi n üien ou on hun ation ne, e iis co fen t. ne colen il k n leunt vliu ſ lm 1r Th. 56 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 295 546. Urthel, welche bey auslaͤndiſchen Gerichten geſpro⸗ chen, und Urkunden, welche vor auswaͤrtigen Beamten aufge⸗ nommen ſind, ſollen in Frankreich nur auf die im 2723. und 212g. Artikel des Civilgeſetzbuches beſtimmte Art und in den daſelbſt angegebenen Faͤllen vollſtreckbur ſeyn.(1) 547. In Frankreich geſprochene Urthel und aufgenom⸗ mene Urkunden ſind im ganzen Reiche vollſtreckbar, ohne daß es eines Visa oder Huͤlfspräcepts(Pareatis) bedarf, wenn auch die Vollſtreckung außer dem Bezirke des Gerichtes, von wel⸗ chem das Urthel geſprochen oder in deſſen Gerichtsbezirke die urkunde aufgenommen worden iſt, Statt haben ſoll.(2) 548. Urthel, in welchen auf die Aufhebung eines Arreſts, auf Ausſtreichung einer in die Hypothekenbuͤcher eingezeichneten Hypothek, auf eine Zahlung, oder auf irgend etwas anders erkannt iſt, das von einem Dritten oder gegen ihn geſchehen ſoll, ſind fuͤr oder wider dieſen Dritten, wenn auch die zur Einwendung der Oppoſition oder Appellation verſtatteten Fri⸗ ſten abgelaufen ſind, nicht anders vollſtreckbar, als gegen ein vom Sachwalter der die Vollſtreckung ſuchenden Parthey aus⸗ geſtelltes Atteſtat, in welchem das Datum der am Wohnorte der verurtheilten Parthey geſchehenen Zufertigung des Urthels angezeigt, und gegen ein Atteſtat des Gerichtsſchreibers, wel⸗ ches bewaͤhrt, daß wider dieſes Urthel weder Oppoſition, noch Appellation eingewendet worden ſey.(Art. 163. 164.) 340. Zu dem Ende hat der Sachwalter des appellirenden Theils, in der im z63ſten Artikel vorgeſchriebenen Form, in der daſelbſt beſchriebenen Liſte die eingewandte Appellation an⸗ zumerken. 560. Auf das Zeugniß, daß keine Oppoſition oder Appel⸗ lation in dieſe Liſte eingetragen ſey, iſt jeder Sequeſter, Auf⸗ war entweder ein Pareatis du grand scean, wenn es nämlich aus der königlichen Canzelley erlaſſen und darin befohlen war, daß der erſte Gerichtsbote auf Erfodern das urthel vollſtrecken ſolle; oder ein Parcatis, das bloß von der Canzelley des Parlements erlaſſen war, in deſſen Bezirke man das Urthel vollſtrecken laſſen wollte, und wodurch alſo das Urthel im ganzen Bezirk Gessort) dieſes Parlements vouſtreckbar ward. 296. I. L. v. De TEncution de⸗ Jugament. teurs, et tous autres, seront tenus de satisfaire au juge- 551. U ne sera procòdè à aucune saisie mobiliere ou immobiliere qu'en vertu d'un titre exécutoiré, et pour chqses nauide⸗ et certaines: si la dette exigihle n'est pas dune somme en argent, il sera sursis, a 1e P 8 la snisie, à toutes pütet ultérieures, jusqu'a ce u rapprẽciation en ait et6 faite. 552. La contrainte par corps, pour objet suscep- tible de liquidation, ne Pourra étre exécutée pre⸗ que la iquidation aura été faite en argent. 553. Les contestations Clevées sur Fexécution des jugemens des tribunaus de commerce seront Portées au tribunal de premiðre instance du lieu od Scheb se pursirn. 554. Si les difßeultés élevées sur des jugemens ou actes requibrent cclerité, 1 tribunal— lieu y statuera ie en renverra la connsis· zance du fond au tribunal d'exscution. 555. Lofficier insulté dans rexercice de ses on · tions dressera procès- verbal de rebellion; et il er procédé suivant les regles établies par le Code eri- minel. N 566. La remise de I'acte ou du jugement à vit sier vaudra pou voir Pont toutes exCcutions autres au — — — n ue ntſ. hr Grihn ſucn 5 Aulſt ſtlune jn e ſichuzb un zſc Min ſo dr s vid tet.( 5 plfin 6)1 ter ui uit t eit ne c et u gihn vin i oniu cuint on d l i onnzi es br⸗ il z ois ci 1h r ſu 2h. 53 B. Von Volſreckuns b rechtüchen Erfenntniſ 97 bewahrer, ſo wie jeder andere, verbunden, dem Urthel Ge⸗ nuͤge zu leiſten.(Art. 548.) 551. Mit der Beſchlagnehmung beweglicher und unbe⸗ weglicher Guͤter darf einzig und allein kraft einer die Huͤlfs⸗ vollſtreckung bewirkenden Verſchreibung, und wegen liquider und beſtimmter Foderungen verfahren werden. Ilſt die Fode⸗ rung zwar gefaͤllig, hat iedoch keine Geldſumme zum Gegen⸗ ſtande: ſo wird, nach angelegtem Beſchlage, mit allem weitern Verfahren angeſtanden, bis die Foderung taxirt iſt.(vergl. Art. 622.)(¹)— 552. Wegen einer Foderung, wegen welcher es einer Be⸗ rechnung bedarf, darf nur dann erſt mit Perſonalarreſt verfah⸗ ren werden, wenn der Geldbetrag durch Berechnung ausge⸗ 353. Streitigkeiten, welche uͤber Vollſtreckung der von Handelsgerichten geſprochenen Urthel entſtehen, werden beym Gerichte erſter Inſtanz des Orts angebracht, wo mit der Voll⸗ ſtreckung verfahren werden ſoll.(Art. 442.) 554. Erfodern die Schwierigkeiten, welche ſich bey der Vollſtreckung eines Urthels oder einer Verſchreibung ergeben, ſchleunige Entſcheidung, ſo ertheilt das Gericht des Ortes hieruͤber einen proviſoriſchen Beſcheid, und verweiſt die Ent⸗ ſcheidung der Hauptfrage an das Gericht, dem die Vollſtrek⸗ kung zuſteht. 3 555. Wird der Beamte(der die Huͤlfe vollſtrecken ſoll) bey Ausuͤbung ſeiner Amtsverrichtungen beleidigt, ſo nimmt er uͤber den ihm geleiſteten Widerſtand ein Protocoll auf, und es wird nach den Vorſchriften des Criminalgeſetzbuches verfah⸗ ten(2 556. Die uebergabe der Urkunde oder des Urthels an den Gerichtsboten gilt Statt der Vollmacht fur jede Art der Huͤlfsvollſtreckung; jedoch mit Ausnahme der Beſchlagnehmung (¹) Ord. v. 1667. Lit. XRXIII. Art. 2. Jousse ad h. 1. (2) Nach dem Strafcoder vom 26. Sept. 1791. II. Th. I. Lit⸗ 4ter Abſchn. Art. 1. iſt die Strafe zweyjähriges Gefängniß. 298 F. F V De PRxcution des Jugemens. la saisie imwobiliere et Pemprisonnement, pour w u sera besoin d'un spsbial. * Des arréts ou opposition?. 557. Tout oréancier peut, en vertu de titres au- chentiquss ou privés, ssisir- arréter entre les mains dun tiers les sommes et effets appartenant à son dhien ou s'opposer à leur remise. 3 568. Sil n'y a pas de titre, le juge du donicie du débiteur, et méme celui du domicile du tiers- saisi, . pourront, sur requéte, la saisie- arrét et. position. 559. Tout esploit de saisie- arrét ou opposition, fait en vertu d'un titre, contiendra I'énonciation du titre de 1. somme pour laquelle elle est faite: si Pesploit est ait en vertu de la permission du juge, rordonnanoe énoncera la somme pour laquelle la saisie- arrét ou opposition est faite, et il sera donné copie de pordonnance en téte de l'exploit. (1) Dieſe Verordnung iſt neu. * . über dieſe Materie Dufour, Traité de 1a Procédure civ. p. 147. In der Ord. v. 1667. war davon nichts enthal⸗ Alles beruhte auf dem Herkommen, und den von einigen Parlementern gegebenen Arrets.— Uebrigens unterſchied man u mt i di ſlun U, i hü dr Un hob i ſinhun n in Unini kug ei uue pmh un iihn m undn — 5 1r Th. 56 S. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 299 liegender Guͤter und der perſoͤnlichen Vethaſtnehmung des Schuldners. Zu beyden bedarf es einer Specialvollmacht.(1) Siebenter Titel. Von Verkuͤmmerung oder Zahlungseinſpruͤchen.) 557. Jeder Glaͤubiger kann, kraft oͤffentlicher oder Pri⸗ vaturkunden, auf welche ſich ſeine Foderung gruͤndet, die Gel⸗ der und Effecten ſeines Schuldners, die ſich in den Händen tirn eines Dritten befinden, verkuͤmmern, oder wider ihre Verab⸗ folgung Einſpruch thun.(²) zn 558. In Ermangelung ſolcher Urkunden kann der Rich⸗ ter, in deſſen Gerichtsbezirke der Schuldner ſeinen Wohnſitz hat, und ſelbſt derjenige, unter welchem der Dritte, bey dem ini der Arreſt angelegt werden ſoll, wohnhaft iſt, auf eine des⸗ halb eingereichte Bittſchrift die Verkuͤmmerung oder den Zah⸗ lungseinſpruch verſtatten.(3) 3*¹ 350. In jeder, kraft einer oͤffentlich beglaubigten Ver⸗ ſchreibung, erlaſſenen Zufertigungsurkunde, die einen Arreſt oder einen Zahlungseinſpruch zum Gegenſtande hat, muß die Verſchreibung und die Summe, auf welche die Huͤlfsvollſtrek⸗ en u itior, in i kung erfolgen ſoll, ausgedruͤckt ſeyn. Wird die Zufertigungs⸗ ite urkunde kraft der vom Richter ertheilten Erlaubniß erlaſſen, u ſ ſo muß im richterlichen Befehle(der Ordonnanz) die Summe ki ausgedruͤckt ſeyn, wegen welcher der Arreſt oder der Zahlungs⸗ 3 einſpruch erfolgt; und im Eingange der Zufertigungsurkunde muß eine Abſchrift des gerichtlichen Befehls enthalten ſeyn, und mit zugefertigt werden. ehedem unter Saisie arrét und opposition ſo, daß jene nur auf ein urthel oder eine öffentliche urkunde ſich bezog, dieſe auch 3 auf eine Privaturkunde gegründet ſeyn konnte. Im vorſtehenden . Artiket iſt dieſer unterſchied nicht angegeben. (3) Coutume de Paris art. 169. in*) S. Delaporte unter: Saisie· arrét. E. zoo P. I. L. V. De PExccution des Jugemens. Si la oréance pour laquelle on demande la ven sion de saisir-arréter n'est pas liquide, pro⸗ * visoire en sera faite par le juge. L'esploit contiendra aussi deotion de domicile. le lieu ou demeure le tiers· saisi, si le Sivisant wy eme pas: le tout 5 peine 4* nnite 560 La saisie arrét ou opposition entre les mains de personnes non demeurant en France sur le continent, ne pourra point étre faite au Komicile des procureur impériaux; elle devra étre signiſiée à personne ou à domicile. 561. La saisie-arrét ou opposition formée entre les mains des receveurs, dépositaires ou administrateurs de caisses ou deniers publics, en cette qualité, ne sera point valable, si Pexploit n'est fait à la personne prẽ- posee pour le recevoir, et s'il n'est vise par elle sur l'ori- ginal, ou, en cas de refus, par le procureur impeérial. 562. Lhuissier qui aura signé la saisie arrét ou opposition, sera tenu, s'il en est requis, de justifier de 'existence du saisissant à Pépoque ou le pouvoir de saisir a 6été donns, à peine d'interdiction, et des dom- mages et intorẽts des parties. 563. Pan la huitaine de 1a saisiearrét ou oppo- sition, outre un jour Pour trois myriamsetres de ditane⸗ entre le domicile du tiers- saisi et celui du Saisisbant, (¹) Durch dieſen Artikel ſind groge Mißbräuche abgeſchafft, welche in Anſehung der ohne Angabe der Gründe gen Arreſte Statt fanden. S. Keal im Exposé de motifs ad h.1 mib hu di t, i Puch, ſ Vyh hn, tn N v P bo En 50 uß n d umn l3 nbs t dn Di w. wni ſn in gehrcht iuie gfin ſilin! j ſts wu miht dti de Wl geuin welden Ihin her, w — 605 170 en inii unk kn 8 hun rzon ſom ninim lit, u emn ele r it sie.n jut ym et zt iun is in in ſiuft 5 mub k1 r Th. 5s B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. Z01 Hat die Foderung, wegen welcher man um die Erlaubniß anſucht, etwas in Beſchlag zu nehmen, keinen ausgemittelten Werth, ſo taxirt ſolche der Richter proviſoriſch. Wohnt der, welcher den Arreſt anlegt, mit der dritten Perſon, bey der er angelegt wird, nicht an einem und demſel⸗ ben Orte: ſo muß die Inſinuationsurkunde zugleich die Wahl— des Wohnſitzes an eben dieſem Orte enthalten; und das alles bey Strafe der Nichtigkeit.(¹) 560. Erfolgt die Anlegung des Arreſtes oder der Zah⸗ lungseinſpruch bey einer ſolchen dritten Perſon, die nicht in⸗ nerhalb des Continentalgebietes von Frankreich wohnt: ſo kann man die Zufertigung nicht in die Wohnung des kaiſerlichen Anwalds erlaſſen; der Arreſt oder der Zahlungseinſpruch muß dem Dritten in Perſon oder an ſeinen Wohnort zugefertigt werden. 561. Wird bey einem Einnehmer, Bewahrer oder Ver⸗ walter oͤffentlicher Caſſen oder Gelder, als ſolchem und in die⸗ ſer Eigenſchaft, Arreſt angelegt, oder ein Zahlungseinſpruch an⸗ gebracht: ſo iſt dieß nur dann guͤltig, wenn die Inſinuationsur⸗ kunde der zu deren Annahme beſonders beſtellten Perſon ein⸗ gehaͤndiget, und von ihr, oder im Weigerungsfalle vom kai⸗ ſerlichen Anwalde, auf der Urſchrift viſirt wird.(2) 56. Der Gerichtsbote, welcher die Anlegung eines Ar⸗ reſtes oder die Bekanntmachung eines Zahlungseinſpruchs un⸗ terzeichnet hat, iſt, auf Verlangen, zu beweiſen ſchuldig, daß derjenige, der den Arreſt angelegt hat, in dem Zeitpunkte, da die Vollmacht dazu ausgeſtellt worden iſt, wirklich am Leben geweſen ſey. Widrigenfalls ſoll er mit Suspenſion beſtraft werden, und, den Partheyen Schadenerſatz zu leiſten, ver⸗ bunden ſeyn. 563. Binnen acht Tagen nach erfolgtem Arreſtgeſuch oder Zahlungseinſpruche muß der Anſuchende ſolches dem Schuld⸗ ner, wider den der Arreſt geſucht wird, bekannt machen, und (2) In Anſehung des Visa ſ. Edicte vom Febr. 1689 vom Febt. 1705. vom Sept. 1708. und vom Auguſt von 1712. 355 L. V. Jugemens. et un jour pour trois myriamètres de distance entre le domicile de ce dernier et celui du acpiteur saisi, le saisissant tenu de dénoncer la saisie- arrét ou op. position débiteur saisi, et de Tassigner de validité. 564. Dans un pareil delai, outre celui en raison des distances, à compter du jour de la demande en validité, cette demande sera dénoncée, à la requéte du saisissant, au tiers-saisi, qui ne sera tenu de faire au- cune déclaration avant que cette dénonciation lui ait été faite. §568. Faute de demande en validité, la saisie ou. opposition sera nulle: faute de dẽnonciation de cette demande au tiers- 6i les paiemens par lui faits jus- qu'à la denonciation seront valables. 566. En aucun cas il ne sera nõcessaire z. faire préceder la demande en validité par une citation en * canciliation.. „ 567. La demande en validité, et la demande en main-levée formée par la partie saisie, seront portées devant le tribunal du doiceile de la partie säisie. 566. Le tiers saisi ne pourra étre assigné en de olaration, s'il n'y à titre authentique, ou jugement qui ait déclaré la saisie arrét ou l'opposition valable. 569. Les tonetionnaires publics dont il est parlò à Particls 361, ne seront point assignés en déclaration; ht, We n n w Min m mt ſni ſ 3i ulwihi uhuge ſuſt ſu nun 1 00 in hulun leiuic. e M Mſt wo wih ſtu. 6 ben iſ, i in hiln ſnt it, mhn lin wn 6 nin rr Th. 38 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 203 6eh ihn zum Verfahren uͤber die Guͤltigkeit des Arreſtes vorladen i ſen jedoch der Wohnſitz des Dritten, dem der Arreſt angekuͤndigt iſt, vom Wohnſitze deſſen, der den Arreſt aus⸗ brachte, oder die Wohnung des letztern von dem Wohnorte ke iü des mit Arreſt belegten Schuldners entfernt: ſo wird auf jede drey Myriameter dieſer Entfernung gedachte achttaͤgige Friſt um Einen Tag verlaͤngert. u 3564. Nach erfolgtem Anbringen der Klage auf Guͤltig⸗ keit des Arreſts muß dieſes Anbringen ebenfalls binnen einer 4 achttaͤgigen Friſt, welche, nach Verhaͤltniß der Entfernungen, 5 auf gleiche Art zu verlaͤngern iſt, auf Anſuchen des Arreſtaus⸗ in K bringers, dem Dritten, bey welchem derſelbe angelegt iſt, be⸗ kannt gemacht werden, und letzterer iſt nicht eher ſchuldig, ſeine Anzeige zu thun, bis dieſe Bekanntmachung erfolgt iſt. kit 565. Wird die Klage auf Guͤltigkeitserklärung des Ar⸗ reſts, oder Zahlungseinſpruchs nicht angeſtellt: ſo iſt beydes null und nichtig. Iſt die Klage dem Dritten, bey welchem iüüj der Arreſt angelegt war, nicht bekannt gemacht worden: ſo ſind die bis zur wirklichen Bekanntmachung von ihm geleiſte⸗ ten Zahlungen guͤltig. 6 566. Daß vor der Klage auf Beſtätigung des Arreſtes uin eine Vorladung zum gutlichen Verhoͤr erfolge, iſt auf keinen Fall erfoderlich. 567. Die Klage auf Beſtätigung des Arreſtes iſt, ſo wie die von dem mit Arreſt belegten Schuldner auf die Aufhebung nu u i t i u jui dieſes Arreſtes gerichtete Klage, bey dem Gerichte anzuſtellen, iu unter welchem der mit Arreſt belegte Schuldner ſeinen Wohn⸗ ſitz hat.— nat 568. Der Dritte, bey welchem der Arreſt angelegt wor⸗ en den iſt, kann, zur Erſtattung ſeiner Anzeige(deſſen, was er in Haͤnden hat) nur dann vorgeladen werden, wenn eine i offentlich beglaubigte Verſchreibung oder ein Urthel vorhanden lup iſt, wodurch der Arreſt oder der Zahlungseinſpruch fuͤr guͤltig m erklaͤrt wurde. 559 · Die im 56rſten Artikel erwaͤhnten oͤffentlichen Be⸗ amten duͤrfen zur Anzeige nicht vorgeladen werden; allein ſis 304 P. I. L. V. De Exécution des Jugemens.— mais ils delivreront un certificat constatant s'il est dů à la partie saisie, et énongant la somme, si elle est liquide.. 570. Le tiers · saisi sera assigné, sans citation prèa- lable en conciliation, devant le tribunal qui doit con- naitre de la saisie; sauf à lui, si 5 déclaration est con- testee, à demander son renvoi devant son juge. 571. Le tiers saisi assigné fera sa déclaration, et affirmera au greffe, s'il est sur les lieux; sinon, devant le juge de paix de son domicile, qu'il soit besoin, dans ce cas, de réitérer l'affirmation au greffe. 572. La déclaration et Fakfirmation pourront ẽtre 5* faites par pr uration e 878. La déẽclaration enoncera les oauses et le mon- tant de la dette; les paiemens à compte, si aucuns ont été faits; l'acte ou les causes de libération, si le tiers- 3 saisi n'est plus débiteur; et, dans tous les cas, les saisies-arréts ou oppositions formées entre ses mnins. 574. Le⸗ pikces justificatives de la dsclaration se- ront anuenées à cette qcclaration; le tout sera déposs * au greffe, et Facte de dépöt sera zignifié par un seul acte contenant constitution d'avoué. 575. S'il survient 4e nouvelles saisies- arréts ou oppositions, le tiers- saisi les dénoncera à avous du premier saisissant, Par extrait contenant les noms et (1) War ſchon vorher im Gebrauch⸗ (3) Der erſte Zheit dieſes Artikels war bereits vorher im&enuc der zweyte iſt neu. eh; nn in nnmm vit m winn, uuſh ku N ſun wh in W Nb i mum nuhi n hn R uunu bih in m uunſ, W 5 im i, ſt mi hn Eihuln 0) un 0 delnhn nh der dſ ihnnn eu de i l iuin üon e ge lmin on, i oit be . mont t getku aucu i k i cs, nuins. taion en i ar unt ni lurn e 10 in i ur Th. 5s B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 30 ſtellen ein Atteſtat aus, welches beſagt, ob der mit Arreſt be⸗ legten Parthey etwas zukomme, und zwar mit Angabe der Summe, in ſo fern ſolche liquid iſt.(1) 570. Der Dritte, bey welchem Arreſt angelegt iſt, ſoll, ohne daß es einer Vorladung zu einem Guͤtetermin bedarf, vor das Gericht, welches uͤber den Arreſt zu erkennen hat, vorgeladen werden; wird aber ſeine Angabe angefochten, ſo ſteht ihm frey, zu verlangen, daß dießfalls die Sache an ſei⸗ nen competenten Richter(Art. 39.) verwieſen werde. 571. Der Dritte, bey welchem der Arreſt angelegt iſt, macht, auf vorgaͤngige Vorladung, ſeine Anzeige, und beſta⸗ tigt ſie eidlich, wenn er zugegen iſt, auf der Gerichtsſchreibe⸗ rey; iſt er entfernt, vor dem Friedensgerichte ſeines Wohnorts, ohne daß es in letzterm Falle noͤthig wäre, die eidliche Beſtär⸗ kung auf der Gerichtsſchreiberey zu wiederholen.(2) 572. Die Anzeige ſowohl, als die eidliche Beſtaͤrkung kann durch einen Specialbevollmaͤchtigten geſchehen.(2) 573. In der Anzeige muͤſſen der Grund und der Betrag der Schuld; die abſchlaͤglichen Zahlungen, wenn deren erfolgt ſind; und wenn der Dritte, bey welchem der Arreſt angelegt ward, nichts mehr ſchuldig iſt, die Beſcheinigung und der Grund der gaͤnzlichen Tilgung; auf alle Faͤlle aber eine Nach⸗ richt von den ihm bereits angedeuteten Arreſten und Zahlungs⸗ verboten, enthalten ſeyn. 574. Der Anzeige werden die dazu gehoͤrigen Beweisur⸗ kunden beygelegt; das Ganze wird auf der Gerichtsſchreiberey abgegeben, und der Depoſitionsſchein mittelſt eines einzigen Satzes, in welchem zugleich die Beſtellung eines Anwalds enthalten iſt, dem Gegentheil zugefertigt.(4) 375. Kommen neue Arreſte oder Zahlungseinſpruͤche hin⸗ zu, ſo ertheilt der Dritte, bey dem der Arreſt angelegt iſt, dem Sachwalter desjenigen, welcher den erſten Arreſt angelegt (3) Aeiterer Gerichtsbrauch. (4) Die unkoſten für die Bekanntmachung der Depoſition der urkunden und der Beſtellung eines Anwalds trägt der mit Arreſt Belegte. Civilgerichtsordnung. 306 P. 1. L. V. De Pxcution des Jugeinens. election de domicile des saisissans, saisies-arréts ou oppositions. 576. Si la declaration n'est pas Contestée, 1 ne sera fait aucune autre vwocelure, ni de la part du r saisi, ni eonre lui. 577. 1 tiers saisi qui ne fera pas sa declaration ou qui ne fera pas le justifications ordonnses par les articles ci-dessus, sera déclaré débiteur pur et des causes de la saisie. 578. 81 14 saisie- arrét ou opposition est tormee aur effets mopiliers, le tiers-saisi sera tenu de joindre à sa déclaration un état détaillé desdits effets. 5 valable, u sera procedè à la vente et distribution du Si la saisie arrét ou oppoꝛition est declarẽe prix, ainsi qu'il sera dit au titre de ln istribution par contribution. 8o · Les traitemens et pensions dus par rput ne pourront ẽtre saisis que pour la portion determine par les lois ou par arrétés du Gouvernement. 5 581. Seront insaisissables, 1o. les choses dsclarses insaisissables par la loi; 25. les Beien alimentaires adjugées par justice; les sommes et objets disponi bles declarès insaisissables par le testateur ou donateur; 45. (¹) Ater Gerichtsbrauch⸗ (2) Es darf dermalen nicht mehr als der bte Theil der Beſoldungen und Penſionen verkümmert werden.. les sommes et pensions pour alimens, encore que et les causes des K khnn wni n oi Gi umſut zü. Bo mn du whu mi ſn küchn ninini. ſ huw bunudp ſt,ſin hi in n n ſn gintn, u in tun ün unun bin L. wn MhuwG Wwüge wii) 6 Uin wt imn bihi — , n un hihetn wutezu 1 ehnkt n on est hon en de join elet. on est dech ütihuint Yiuriutin 3 per En dternine] otes de ons dlinent tchjet in ur ou dont ns, enc 1rTh. 55 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 307 hat, Nachricht davon; und zwar mittelſt eines Auszugs, wel⸗ cher die Namen der Perſonen, von denen der Arreſt angelegt worden iſt, die Anzeige des von ihnen gewaͤhlten Wohnorts, und die Gruͤnde enthält, auf K der 36 oder der Zah⸗ lungs ein ſpruch beruht. 576. Wird die Anzeige nicht angefochten, ſo ſoll dem Dritten, bey welchem der Arreſt angelegt iſt, noch gegen ihn, ein weiteres Verfahren geſtattet ſeyn.(*) 577. Reicht der Dritte, bey dem der Arreſt angelegt iſt, ſeine Anzeige nicht ein, oder producirt er die in vorſtehenden Artikeln vorgeſchriebenen Beweiſe nicht: ſo wird er unbedingt fuͤr den Schuldner der erklaͤrt, welche der Arreſt angelegt iſt. 3573. Hat der Arreſt oder der Einſpruch Mobilten zum Gegenſtande, ſo hat der Dritte, bey dem er angelegt worden iſt, ſeiner Anzeige ein umſtaͤndliches Verzeichnib dieſer Stuͤcke beyzufuͤgen. 579. Iſt der Arreſt oder der Einſpruch fuͤr guͤltig ertlärt wor⸗ den, ſo wird zum Verkaufe und zur Vertheilung der Kaufgelder geſchritten, wie im Titel: von der verhaͤltnißmaͤßigen Diſtribution unter die Gläubiger beſtimmt werden ſoll. 580. Beſoldungen oder Penſionen, welche vom Staate aus⸗ gezahlt werden, koͤnnen nur auf den durch Geſetze oder Regierungs⸗ verordnungen beſtimmten Antheil mit Arreſt belegt werden.(2) 581. Frey von aller Beſchlagnahme ſind: 1) Gegenſtaͤnde, welche in den Geſetzen dafuͤr erklaͤrt ſind; 2) gerichtlich, aber bloß vorläufig Groviſoriſch) zuerkannte Alimente; 3) alle dis⸗ ponirbare*) Geldſummen und Gegenſtaͤnde, von denen der Teſtirer oder der Schenkende verordnet hat, daß ſie nicht ſollen verkuͤmmert oder mit Beſchlag belegt werden koͤnnen(Nap. Civilgeſetzb. Art. ₰ Geiser und Jahrgehalte, welche U 2 *) Das iſt, ſolche uͤber welche der Teſtirer oder Schenkende ohne Verletzung des Pflichttheils verfügen kann. S. Napol. Civilgeſetzb. Art. 913. n. ff. E. „ 308 P. L V De IEnntienne Jeg le testament ou acte de donation ne les doclare„ insaisissables. . 582. Le⸗— aimentaires ne voitot 3 saisies que cause d' alimens: les obijet⸗ nentionnt⸗ aux n. 3 et 4 du précedent article pourront étre i par des eréanciers postérienrs à Fote de donation ou rouverture du 1es et ce, en vertu de 13 perwision du juge, et pour la portion B il dẽterminera. 3 3 rrrRR vm. S iieeSeutioen. ð 1 ———— 5383. PToute saisie- excution sera Précédée dun h in imi vin hu n te„ fait au moins un jour avant la saisie, et conte- enu commandement: à la Personne ou au donicil⸗ du debi. t notification du titre, s'il n'a dja ete notiße. in ich nhiü 64. N contiendra clection 4. aonicile jaü„ n ün de a poursuite, dans k commune ou doit se ſaire. v di h rexcoution, si le creancier n y demeure; et le depiteur inzi (1) Collection de uriprudene⸗ im Art. Arréts n. e3. 5 ſe, im 26. 27. u. 31. (2) S. über dieſen Gegenſtand Dufour, Tr. de u vroe. ei T. 1 p. 166. 167. unln — lun rrrTh. 5 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 309 „ zum Lebensunterhalte beſtimmt ſind, wenn ſie auch in keinem Teſtamente und in keiner Schenkungsurkunde vom Arreſte frey⸗ bſen geſprochen ſind. 58. Proviſoriſch zuerkannte Alimente koͤnnen nur allein ju wegen ſolcher Foderungen, welche wiederum Alimente zum⸗ Ge⸗ u. genſtande haben, mit Arreſt belegt werden. Die unter n. 51 3. und 4. des vorſtehenden Artikels erwaͤhnten Gegenſtaͤnde koͤnnen von Glaͤubigern mit Arreſt belegt werden, deren Fode⸗ de k ken rungen erſt nach vollbrachter Schenkung und nach erfolgtem Anfalle des Vermaͤchtniſſes entſtanden ſind; und zwar bloß mit Erlaubniß des Richters und auf den von ihm zu beſtimmenden —— Von der Auspfaͤndung(Huͤlfsvollſtreckung in die Mo⸗ tion S bilien).*) pniceie 1 583. Vor jeder Auspfändung(Huͤlfsvollſtreckung) muß ile du d4 ein Zahlungsgebot vorhergehen, welches dem Schuldner in Perſon oder an ſeinen Wohnort zugefertigt und wenigſtens ie aem einen Tag vor der Pfaͤndung erlaſſen wird, auch zugleich eine Mittheilung der Urkunde(kraft deren die Auspfaͤndung geſuch wird) enthält, in ſo fern dieſelbe nicht bereits vorher zugefer⸗ tigt worden iſt.(2)— 584. Iſt der Glaͤubiger nicht in der Gemeinde wohnhaft, 3 3 wo die Auspfaͤndung geſchehen ſoll: ſo muß das Zahlungsge⸗ etk i bot zugleich die Nachricht enthalten, wo der Glaͤubiger bis zu Beendigung des Executionsverfahrens ſeinen Wohnſitz gewaͤhlt habe, und der Schuldner kann an dieſen gewaͤhlten Wohnort wiße. ie Amin ni une ef! 3) S. beym Delaporte: Saisie-Exscution, wo man die Muſter zu allen in dieſem Titel vorkommenden Schriften und Protocollen findet. E. 310 P I. T 8 155 pourra faire à ce domicile élu outes izrileation, 5 vhinb mẽme d'offres relles et d'oppel. e ſun hi gais, majeurs, non parens ni allies des parties ou de 3 zun 0 535 huissier sera assisté deux i6moins, Phuissier, jusqu'au degré de cousin issu de germain 6 n ube wm nb tẽmoins igneront roriginal et les copies. La„ iin inclusivement, ni leurs domestiques; il enoncera sur le prooes· verbal leurs noms, professions et demeures: le. ne pourra étre présente à la saisie. w* U dans les prochs·verbaux de saisie-exécution; ils con- jmin 336. PLes formalités e exploits seront oboerves tiendront itératif commandement, si la saisie est faite 3 in en la demeure du saisi. üni ſin ſnb) en est S Phuissier pourra etablir gardien aux Si les portes sont fermées, ou si oüree portes pour empécher le divertissement: il se retirera ſi iu jin Aiy fi sur- 8 champ, sans assignation, devant le juge de pais ou,* son défaut, devant le commissaire de police, et jubuln dans les communes oů il n'y en a pas, devant le maire, thutn et à son defaut, devant ladjoint, en présence desquels 3 un w nn l'ouverture des portes, méme celle des meubles fer- nſ mans, sera faite, au fur et à mesure de la saisie. 1 ſtiyi Lofficier qui se transportera, ne dressera point de dy du 4 procbs· verbal; mais il signera celui de Thuissier, lequel iß M S*—— „ (1) Jousse sur 1 Art. 1. du Titre XXKIII. de l'ordonn. de 1667. ln Ord. Heinrichs III. v. Blois Art. 173. 1V. 5 26. 160g. Art. 12. (2) Ordonn. v. Lit. XXXIII. Art. 4. u. 1I. Art. 2. zin xIx. luen * iiui tnin h hinu in e zu enonenn demeut vhh aisie. rOnt chken üon; ib c niie e li u i louren it grüien t il se retin joge de yi ie yolce wnt le mi nce le e neuhls e s hu euen pu uiien Lorion. b titl. 1. un110 r Th. 58 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 311 alle Zufertigungen abgeben laſſen, ſelbſt wenn ſie die baare Darbietung der Zahlung oder eine Appellation zum Gegen⸗ ſtande haben.(*) 385. Der Gerichtsbote erſcheint unter Beytritt zweyer Zeugen. Dieſe muͤſſen Franzoſen, volliaͤhrig(S. Nap. Civil⸗ geſetb · Art. 37. o80.), und weder mit den Partheyen, noch mit den Gerichtsboten ſelbſt im Grade zweyter Geſchwiſterkinder verwandt oder verſchwägert ſeyn, noch zu ihrem Hausgeſinde gehoͤren. Er hat in ſeinem Protocoll deren Namen, Gewerbe und Aufenthalt anzuzeigen; die Zeugen unterſchreiben das Ori⸗ ginal und die Abſchriften. Bey der Auspfändung darf der Theil, welcher ſie ausgebracht hat, nicht zugegen ſeyn.(2) 336. Alle bey einer Zufertigungsurkunde zu beobachtende Formalitäten(S. oben Art. 61.) muͤſſen auch im Protocoll uͤber die Auspfändung(Huͤlfsvollſtreckung) beobachtet werden. Es muß darin, wenn die Auspfaͤndung im Hauſe des Ge⸗ pfaͤndeten geſchieht, ein wiederholtes Zahlungsgebot enthalten ſeyn.(2) 587. Sind die Thuͤren verſchloſſen, und weigert man ſich, ſie auſzuſchließen, ſo kann der Gerichtsbote, um zu ver⸗ huͤten, daß nichts weggebracht werde, einen Waͤchter an die Ausgaͤnge ſtellen. Er begiebt ſich auf der Stelle, ohne vorgän⸗ gige Vorladung(des Schuldners), zum Friedensrichter, oder, 5 in deſſen Ermangelung, zum Policeycommiſſar, und in Ge⸗ meinden, wo kein Policeycommiſſar iſt, zum Maire, und in deſſen Ermangelung zu deſſen Adjunct, in deren Gegenwart ſodann die Thuͤren, oder ſelbſt verſchloſſene Moͤbeln, ſo wie ſie bey der Auspfaͤndung die Reihe trifft, eroͤffnet werden. Der Beamte, der ſich dahin begiebt, nimmt kein Protocvll aufz doch unterzeichnet er das Protocoll des Gerichtsboten, 6*— 7„* N Art. 9. Daß der, welcher die Hülfsvokſireckung ſucht, bey derſel⸗ ben gegenwärtig ſeyn ſolle, war ſchon verboten in der Ordon- nance de Moulins gegeben von Cart IX. 1366. Art- 32. 63) Der erſte Theil des Art. iſt entlehnt aus der Ordonn. v. 1667. X zra L L De TExscution des Jogemens. ne pourra dresser du tout qu'un seul et meme vyrbal. 588. Le procbs verbal Sei 1a dstaillée des objets saizis: s'il y„ des marchandises, elles seront pesées, mesurces ou jaugées, suivant leur nature.—— 8 58 Largenterie sera par rieces et epon . gons, et elle sera pesce. 390. S'il ya des deniers comptans, il sera hit mention du nombre et de la qualitè des espbces: Thuis sier les deposera au lieu etabli pour les consignations; à moins que le saisissant et la partie saisie, ensemhle les opposans, sil y en a, ne conviennent d'un autre dépositaire.— 591. Si le saisi est absent, et qu il y ait rekus douvrir aucune hiece u meuble, l'huissier en requerra l'ouverture; et s'il se trouve des papiers, il requerra rapposition 4e par l'officier appelè pour Pou- „ verture. 502. Ne pourront étre saisis, ro. les Sin que a loi déclare immeubles par destination; leurs enfans vivant avec eus; les habits dont les saisis sont vétus et couverts; 3 (4) Ordonn. von 1667. Tit. XXRXIII. Art. 6. (2) Ebendaſ. Art. 6. Doch iſt die zweyte Hälfte des Artikels neu. (3) Findet man keine Sachen, ſo nimmt der Gerichtsbote ein Protocoll auf, worin er bezeugt, es ſey nichts da geweſen(pro- cès verbal de carence.) (4) Ordonn von 1667. a. a. O. Art. 1. 16. Jousse ad h. 1. Dufour, Tr. de la Proc. civ. T. II. p. 174. 176. Das Ver⸗ bot der Beſchlagnehmung der meiſten in dieſem Artikel bemerk⸗ zen Gegenſtände iſt auf ältere Ordonnanzen und auf Römi⸗ mn 20. Le coucher nécessaire des saisis, ceux de 15 uu m i h. D ann hnh ſhnht; u uini in un wuiin . ſod, tnn uftun u n Mt nn i f umufm )6n u ji m b i wh a uu en, nimh n, imni eipecenh coninn nent dunn ly i t 5. „ 1rTh. 56 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 313 welcher jedoch durchaus Alles in ein und daſſelbe Protocoll zu bringen hat.(*) 588. Das Protocoll muß ein umſtändliches Verzeichniß der gepfaͤndeten Gegenſtände enthalten. Sind es aber Waaren, ſo werden ſie, je nachdem es ihre Beſchaffenheit erfodert, ab⸗ gewogen, gemeſſen oder viſirt.(2) ₰ 5o. Silberwerk wird nach den Stuͤcken und nach dem Stempel*) aufgezeichnet und muß gewogen werden. 5 Wird baares Geld gefunden, ſo bemerkt man die Zahl und die Muͤnzſorten. Der Gerichtsbote legt dieſe Gel⸗ der bey der zur Aufbewahrung der Depoſiten beſtimmten Be⸗ — b mn i enn b pour ju obſen qu , cem lu ls u 6 6 ulun n 6entth zd gen ſoune ii in il k un uf * hoͤrde nieder; ausgenommen wenn der, welcher die Auspfän⸗ dung ausbrachte, der Gepfändete, nebſt den Beſchlaglegenden, dafern deren dabey eintreten, ſich uͤber einen andern Depoſi⸗ tar vereinigen.(2) 50r. Iſt der, welcher ausgepfuͤndet werden ſoll, abwe⸗ ſend, und weigert man ſich, verſchloſſene Zimmer oder Meu⸗ beln zu eroͤffnen: ſo traͤgt der Gerichtsbote bey der Behoͤrde auf deren Eroͤffnung an, und finden ſich Papiere, ſo erſucht er den zur Eroͤffnung herbeygeholten Beamten, daß er ſolche unter Siegel nehme.(Art. 387.) 502. Folgende Gegenſtaͤnde ſind der Auspfaͤndung nicht unterworfen:(4) 1) Gegenſtaͤnde, welche in den Geſetzen ihrer Beſtimmung nach fuͤr unbeweglich erklaͤrt ſind; 2) die noͤthigen Betten des Gepfaͤndeten und ſeiner bey ihm wohnenden Kinder; und eben ſo wenig Kleidungsſtucke, womit der Gepfaͤndete bekleidet oder bedeckt iſt; N ſche Geſetze gegründet 1. 43. 44. D. de verbh. signif(L. 16.) Bartolus et Baldus in 1. 1. C. duae res pign. obligari Poss. 1. 6. D. de pign.(XRK. 1.) Ordonn. Carls VIII. Franz 1. von 1840. Art. 29. Edict Carls 1X. vom 3. Octobr. 1671. Ordonn. Heinrichs IV. v⸗ 16. März 1696. 1. 7. et 8. C. quae res pign. obl. poss.(XVIII. 17.) Auth. Agricultores C. eod. ) Der Stempel(poingon) beſümmt den Gehalt des Silbers, ob es z. B. 12. 13. 14 oder Izloͤthig ſey. E. 314 P. I. L. V. De IExecution des Jugemens. 3o. Les livres relatiks à la profession du saisi, jusqu'à la somme de trois cents francs, à son choix; 40. Les machines et instrumens servant à ren. seignement, pratique ou exercice des sciences et arts, jusqu'à concurrence de la méme somme, et au choix du saisi; — 5. Les équipemens des militaires, suivant l'or- donnance et le grade; cupations personnelles; 7. Les farines et menues 86 necessaires à la conzommation du saisi et de sa famille pendant un mois; Fnfin, une vache, ou trois brebis, ou qbvres, au b du saisi, avec les pailles, fourrages et grains nöcessaires pour la litiere et la nourriture des. dits animaux pendant un mois. * 593. Lesdits objets ne pourront étre saisis pour aucune créance, méme celle de PEtat, si ce webt pour alimens fournis à la partie saisie, ou sommes dues aux Fabricans ou vendeurs desdits objets, ou à celui qui aura prété pour les acheter, fabriquer ou réparer; pour fermages et moissons des terres à la culture desquelles ils sont employés; loyers des manufactures, moulins, pressoirs, usines dont ils dependent, et loyers des servant a Thabitation personnelle du débiteur. Les objets pociſies sous le n. 2 du précẽdent ar- ticle ne pourront“étre saisis pour aucune oréance. Les outils des artisans, nécessaires à leurse oo- un in i w hin ſwh E hüiun ſun j o in Kh, ſ En tjui 3 ſjtu⸗ unm hui ſhi h, ui bogih ſrUm Uwn d ſn hiſn, bunſ ſh, d Y ewihn ** ndi Knuih Knsur 5 et nih innt es leunt uiceuites k penun u ebis, ou ien Is, ſun; ournin uiis po ce west pu mes dues u u cti ſ nipureri ure lau ures, nuu oyen ie k itenr. icin otim „. — r Th. 5s B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 315 3) Buͤcher, die ſich auf das Gewerbe des Gepfändeten beziehen, und von denen er ſich ſoviel ausleſen(und an ſich behalten) kann, als am Werthe 300 Franken betraͤgt; Maſchinen und Inſtrumente, die zum praktiſchen Un⸗ terrichte in Wiſſenſchaften und Kuͤnſten oder zu deren Aus⸗ uͤbung gehören„ wovon ſich der Gepfaͤndete bis zum Betrag eines gleichen Werthes ausleſen kann; 5) die Equipage einer Militairperſon, ſoviel nach der Or⸗ donnanz und ihrem Range dazu gehoͤrt: 6) Handwerkszeug, ſoweit es der Gepfaͤndete fuͤr ſeine Perſon zu ſeiner Arbeit braucht; 7) Mehl und gemeine Lebensmittel, ſo viel davon zur Bekoͤſtigung des Gepfaͤndeten und ſeiner Familie auf einen Monat erfoderlich iſt; 8) endlich laͤßt man dem Gepfaͤndeten, nach ſeiner Wahl, eine Kuh, oder drey Schaafe, oder zwey Ziegen, nebſt dem zur Streu und zur Fuͤtterung dieſes Viehes auf einen Monat erfoderlichen Strohe, Futter und Getraide. 503. Erwaͤhnte Gegenſtaͤnde duͤrfen wegen keiner, ſelbſt nicht wegen Anfoderungen des Staats, abgepfändet werden; ausgenommen wegen der dem Auszupfaͤndenden vorgeſtreckten Lebensmittel, oder wegen ſolcher Summen, die er Perſonen ſchuldig iſt, welche ihm dieſe Gegenſtaͤnde gefertigt oder ver⸗ kauft, oder ihm zu deren Ankaufe, Fertigung und Ausbeſſerung Geld geliehen haben; wegen ſchuldiger Pachtgelder und Lohns fuͤr Aerndtearbeiten; ſoweit beydes ſolche Grundſtuͤcke betrifft, zu deren Bearbeitung dergleichen Gegenſtaͤnde gebraucht wor⸗ den ſind; wegen Miethgeldes fuͤr Fabrikhaͤuſer, Muͤhlen, Preſſen, Huͤtten- und Hammerwerke, zu welchen dergleichen Gegenſtaͤnde gehoͤren; und wegen Miethgeldes fuͤr die Woh⸗ nung, die der Glaͤubiger fuͤr ſeine Perſon inne hat. Doch duͤrſen die unter Nr. 2. des vorſtehenden Artikels erwaͤhnten Gegenſtaͤnde durchaus wegen keiner Foderung abge⸗ pfaͤndet werden.(1) * (¹) Ordonn. v. 1667. Lit. XXXIII. Art. 16.— Ebendaſ. Art. 14. 5r6 3 v. De PRxécution des Jugemens. 594. En cas de saisie d'animaux et ustensiles ser- t vant à Fenploitation des terres, 1 juge de paix pourn, 5 Min, d sur la demande du saisissant, le propriétaire et 16 zis twchin ſeig w entendus ou appelés, établir un gérent à vexploitation.—. 6 595. Le proces-verbal contiendra indication du jen de la vente.— 596. Si la partie saisie offre un— olvable, 3* . ih et qui se charge volontairement et sur-le-champ, il sera établi par Ihuissier. 6 dnl) 507. Si le säisi ne présente gardien oolvable et de 15 5 Ja qualité requise, il en sera établi un par. 598. Ne pourront Stre ctablis gardiens, le saisis- sant, son conjoint, ses parens et alliés jusqu'au degré wul de cousin issu de germain inclusivement, et ses domes- bulm tiques; mais le saisi, son eonjoint, ses parens, allies* „*„ J. et domestiques/ pourront ẽtre tablis gardiens„ de leur un consentement et de celui du saisissant. gin, i 509. Le proces· verbal sera fait sans déplacer; il uni * mn( sera signé par le gardien aTotitinel et la copie: s'il ne sait signer, il en sera fait mention; et il lui sera ſuun laissé copie du procks verbal. uyn! 600. Ceux qui, par voies de fait, empecherzient 3 6 ſtiſ Pétablissement du gardien, ou qui enleveraient et de- 3 — ſhus (¹) Dieſe Verordnung iſt neu.— G5 Vergl Ord. v. 1667. a a. D. Art. 13. Der Aufſeher— ſeyn, damit er für die ihm anvertrauten Gegenſtände zu haften 05 vermöge. Nur für uebergewalt hat er nicht zu ſtehen. 1. 23. in(0o f. D. de div. RR. i. a.(L. 17.). 6 6 buen. . pi hn nite et 1 ü n nituin ſen whl chan huhle eti luiser le wii u itn t e n rens, li pheer; i wie i ü i sen nyichenin nient etc⸗ n ſüne uhu hen 1 1 r Sh. 56 8 Von d. nhtlchen Erkenntniſſe. 317 594. Wird an Vieh oder Wirthſchaftsgeraͤthe die Huͤlfe vollſtreckt: ſo ſteht dem Friedensrichter frey, auf Anſuchen deſſen, der die Auspfaͤndung geſucht hat, und, wenn der Eigenthuͤmer und der Gepfaͤndete deshalb gehoͤrt, oder doch gehoͤrig vorgeladen worden ſind, die— einem Ver⸗ walter zu uͤbergeben. 505. In dem Protocolle ſM der Tag der Piſeerinz angegeben ſeyn.(¹) 506. Bringt der Geyfindete einen zahlungsfühigen Auf⸗ ſeher in Vorſchlag, der ſich freywillig und auf der Stelle dazu begiebt: ſo hat ihn der Gerichtsbote in dieſer Eigenſchaft an⸗ zuſtellen.(2) 507. Bringt der Gepfaͤndete eunn zahlungsfähigen Auf⸗ ſeher in Vor chlag, der die erfoderlichen Eigenſchaften haͤtte: ſo ſtellt der Gerichtsbote einen an.(3) 50o8. Als Aufſeher duͤrfen nicht angeſtellt werden S der die Auspfaͤndung ausgebracht hak, deſſen Ehegatte, Ver⸗ wandten und Verſchwaͤgerte bis mit Einſchluß des Grades der zweyten Geſchwiſterkinder, auch Niemand von deſſen Hausge⸗ ſinde; aber der Gepfaͤndete ſelbſt, deſſen Ehegatte, Verwandte und Verſchwaͤgerte und Perſonen, die zu deſſen Hausgeſinde gehoͤren, koͤnnen, wenn ſie und derjenige, der die Pfaͤndung ausgewirkt hat, daun willigen, als Aufſeher angeſtellt werden.(4) 500. Der Gerichtsbote fertigt ſofort an Ort und Stelle ſein Protocoll, deſſen Original und Abſchrift von demjenigen, der zum Aufſeher geſetzt iſt, unterzeichnet werden muͤſſen; kann dieſer nicht ſchreiben, ſo wird dieß erwaͤhnt, und ihm eine ſchrift des Protocolls gelaſſen.(Art. 611.)(3) 6c0. Wer durch Privatgewalt die Einſetzung eines xuf⸗ ſehers verhindert, oder wer gepfaͤndete Gegenſtaͤnde wegbring gt (3) Ordonn. a. a. O. Art. 4. (a) Ordonn. 1667. Zit. XIX. Art. 13. (s) Ebendaſ. Art. 8. — 318 P. I. L. V. De 1'Exécution des Jugemens. .* tourneraient des effets saisis, seront poursuivis confor- in Code criminel. 60r. Si la saisie est Faiee au Fie de la 5 tie, copie ui sera laissee sur le champ du procs. ver. bal, is⸗ des personnes qui auront signs roriginal; si la partie est absente, copie sera remise au maire ou adjoint, ou au magistrat qui, en cas de refus de por- tes, aura kait faire ouverture, et qui visera Poriginal. 602. Si la saisie est faite hors du domicile et en 1. rabsence du saisi, copie lui sera notiſice dans le jour, outre un jour pour trois myriamstres; les frais de garde et le délai pour la vente ne courront que du jour de la notiſication.— 603. Le gardien ne peut se vervir des choses saisies, les louer ou Préter, à peine de privation des frais de garde, et de dommages et intéréts, au paiement des- quels il sera contraignable par corps. 604. Si les objets saisis ont produit quelques pro- ſits ou revenus, il est tenu den compter, méme par corps. 605. n peut demander sa décharge, si la vente n'a pas été faite au jour indiqué par le procès- verbal, sans qu elle ait été emßsckse par quelque obstacle; et, en cas dempéchement, la décharge peut étre 7 60) Ord. 1667. Ti. 1 (2) Ebendaſ. Dit. XXXIII. Art. 7. 50d o bi us i b. G ſſa, w dil in um! jul un Wn * u bß 1 i t Unn ſuhin un ſoh 3 uhn gfa Gyfie ſiun ii inſih In jin ſtc hn in un i 4 b zuhn igw ihch! unhnin e Uſi ingetan Auhjim 6 zu 60 on 6) on tr Ch. 55 2. Ven Volſſteckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 319 mnt und bey Seite ſafſt, wird nach Vorſchriſt des Criminaige ſetzbuches in Unterſuchung gezogen. hh 3 601. Geſchieht die Huͤlfsvollſtreckung in der Wohnung deſſen, wider den ſie vollzogen wird, ſo wird dieſem auf der upm Stelle eine Abſchrift des Protocolls zuruͤckgelaſſen, welche von eben den Perſonen unterſchrieben ſeyn muß, welche das Ori⸗ S ginal unterzeichnet haben; iſt er aber abweſend, ſo wird die u nin Abſchrift dem Maire oder deſſen Adjunct, oder, im Fall der refi) Weigerung die Thuͤren zu oͤffnen, demjenigen Beamten zuge⸗ ſtellt, der ſie eroͤffnen ließ; und dieſer viſirt das Original.(2) urie 602. Geſchieht die Auspfaͤndung außer der Wohnung nieile ett und in Abweſenheit deſſen, gegen welchen ſie vollſtreckt wird, 3 ſo wird dieſem die Abſchrift denſelben Tag zugefertigt, wozu uf jede drey Myriameter der Entfernung einen ls ini chnet; unterbleibt dieß, ſo fallen die Aufbewah⸗ mut rungskoſten nur vom Tage der erfolgten Inſinuation an, dem Gepfaͤndeten zur Laſt, und die zur Verſteigerung beſtimmte Friſt nimmt gleichfalls erſt mit dieſem Tage ihren Anfang.(2) hoes uit 6oz. Der Aufſeher darf ſich weder der gepfaͤndeten Sa⸗ i0 ze chen ſelbſt bedienen, noch ſie vermiethen oder wegleihen, bey Verluſt ſeiner Gebühren und bey Vermeidung des Schadener⸗ ienert i⸗ ſatzes, zu deſſen Bezahlung er durch Gefaͤngnißzwang angehal⸗ ten 8 kann.(4) Haben die abgepfaͤndeten Gegenſtaͤnde einige Nu⸗ Einkuͤnfte getragen: ſo iſt er, ſelbſt bey Gefaͤng⸗ n nißzwang verbunden, dieſe Einkunfte zu berechnen.(Nap. G vilgeſetzb. Art. 1062.)(5) 605. Iſt die Verſteigerung, ohne eingetretenes— ihw an dem im Protocolle beſtimmten Tage nicht erfolgt, ſo kann wei der Aufſeher um ſeine Entlaſſung anſuchen; im Falle eines eingetretenen Hinderniſſes aber kann er zwey Monate nach der elues yn dure;t. — Auspfaͤndung dieſe ſeine Entlaſſung ſuchen, wobey dem, der te len— 3 G) Neu. 6 (4) Ordonn. von 1667. Lit. XXXIII. Art. 9. 1. 3. G. depos. () Ordonn. a. a. D. Art. 19. .„ 320 deus mois apres la saisie, sauf au saisissant à faire nommer un autre gardien. 6o6. La décharge sera demandée contte le ii. sant et le saisi, par une aiguation en reféré derant le juge du lieu de la saisie: si elle est accordòe, u er prealablement procode au recolement des effets b. perties appelées. 607. U sera pa outre, nonobstant toutes c. mations de la part de la partie bie, sur lesquelles i sera trt en référé. 608. Celui qui se prtendn n des objen saisis ou de partie d'iceux, pourra s'opposer à la vente p exploit signifié au gardien, et denonoe au saisis- sant et au saisi, contenant assignation libels⸗ et Ienon- ciation des preuves de propriété, à peine de nullit: il„ sera status par le tribunal du lieu de la eaisie, comme en matiere sommaire. Le réclamant qui succombera, sera ndenne,„ y échet, aux dommages et intéréts du saisissant. 60. Les créanciers du saisi, pour quelque cause que ce scit, méme pour loyers, ne pourront former opposition que sur le prix de la vente! leurs opposi· tions en contiendront les causesʒ elles seront vigniũe au saisissant et à Thuissier ou autre Ser chargs de la vente, avec élection de domicile dans le lien S P. I. L. V. De vRxceution des Jugemens. Ann ſizunw uine k Rn ſihui, ſuhh oenil whn, ufh Bunie ſu it Khjn ſ d uhin Gin k n mſuſt in) 6 — 6) d ) 6u 0 dr zniin ſinii „8h. 56 B. Von Volſiueckung d cuntu 321 iunit 6 die Auspfaͤndung bewirkt hat, frey ſteht, einen Intn Aufſe⸗ her beſtellen zu laſſen.(1) mun b 6c6. Das Entlaſſungsgeſuch wird wider der die Auspfaͤndung geſucht hat, und wider den Ausgepfaͤndeten durch eine Vorladung zur ſummariſchen Verhandlung bey dem uniti Richter des Ortes, wo die Pfaͤndung geſchehen iſt, angebracht; eu wird es bewilligt, ſo werden vor allen Dingen die abgepfaͤnde⸗ ten Gegenſtaͤnde dem Aufſeher Stuͤck fuͤr Stuͤck, nach erkolg⸗ ter Vorladung der Partheyen, abgenommen.(2) t toutet 607. Mit dieſer Uebernahme wird verfahren, ohne Ruͤck⸗ ſicht auf die etwa von Seiten des Ausgepfaͤndeten gemachten Widerſpruͤche, uͤber welche ſummariſch erkannt wird. 6cg. Wer behauptet, daß die abgepfaͤndeten Gegenſtaͤnde in iuih alle oder zum Theile ihm zugehoͤren, der kann wider die Ver⸗ ſteigerung proteſtiren. Dieſes geſchieht durch eine Zufertigungs⸗ ihn urkunde, die dem Aufſeher eingehaͤndiget, demjenigen, der die onoi ui Pfändung ausgebracht hat, und dem Ausgepfaͤndeten ange⸗ leſe zeigt wird, und eine Klage, nebſt Vorladung, ſammt der An⸗ zeige der Beweiſe des Eigenthums, enthaͤlt. Dieſes alles iſt, ne de n bey Strafe der Nichtigkeit, zu beobachten./Von dem Gerichte des Ortes, wo die Auspfaͤndung geſchehen iſt, wird hieruͤber auf die Art, wie in ſummariſchen Rechtshändeln, erkannt. Wird wider denjenigen erkannt, der den Einſpruch gemacht nlmn, hat, ſo wird er erfoderlichen Falls verurtheilt, dem, welcher 4 2 die Auspfändung bewirkte, Schadenerſatz zu leiſten.(2) 609. Die Glaͤubiger des Ausgepfaͤndeten koͤnnen, woher un auch immer ihre Foderungen ruͤhren, ſelbſt dann, wenn der Gegenſtand Miethzinſen waren, nur wider die Auszahlung der Auctionsgelder Einſpruch thun. Bey dieſem Einſpruche kn mſſen ſie die Gruͤnde angeben, worauf ſolcher beruhe(Art. emn i 62. er wird ae der die Anspfündung geſucht u nin in r k qe h ui ounn in ciet um jue 6) Dieſe Verordnung iſt neu⸗ uhiut(2) Gteichfaus neu. (3) Der Einſpruch des angeblichen due mächt, daß die Verſteigerung ausgeſetzt werden muß, bis darüber erkannt iſt. Civitgerichtsordnung. P V. De PExécution des Jugemens. saisie est faite, si'opposant n*y est pas domicilié: le tout à Peine de nullité des oppositions, et des domn — contre„il ya keu. 5 610. Le orẽancier opponnt ne pourt⸗ 5 au cun poursuite, si ce west contte la saisie, our obtenir il n'en sera fait aucune oun lui, sauf à discuter les causes de son opposition or⸗ la des deniers. X 611. Fbriete⸗ dui, se présentant pour trouverait S saisie deja kaite et un gardien établi, ne pourra pas nouveau; mais il oetder au rocolement des meubles et effets sur 1e procds·v ver bal, au le gardien sera tenu de lui reprenenter: saisira Le effets omis, et fera sommation au premier saisissant 46 vendre le tout dans la pitiub le procẽs· verhn de rcolement vaudra opposition sur les denien „* de la vente. . le delai ci aprks fixé, tout opposant ayant titre esécu. toire pourra, sommation prẽalablement faite au saisissant, et sans former aucune demande en subrogation, faire procèder au récolement des effets saisis, sur la copie 612. Faute par le saisissant de faire vendre dans 1 Ud vo ii Vuſt ſann u uie in iun Phu eins⸗ ſ 6 i0 ſu un m ſn lüſt s bnii n 5 mn lfun Piht iß int un bn in Pini in ſ wh en in lin uſ uſii 6) di( vis e ii n hon u ien iuhl, um i e yn pnientr u pren ei leyw n le de e uhni ut ine is u ui ugin 1 mb — —— r Th. 55 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſ. 323 hat, und dem Gerichtsboten, oder jedem andern Beamten, dem die Verſteigerung aufgetragen iſt, eingehaͤndigt; zugleich muß der, welcher den Einſpruch macht, wenn er an dem Orte, wo die Pfändung geſchehen iſt, nicht ohnehin wohnt, daſelbſt einen Wohnort erwaͤhlen; alles bey Strafe der Nichtigkeit des Einſpruchs, und des dem Gerichtsboten, ob⸗ liegenden Schadenerſatzes.(1) 610. Der Gläubiger, welcher wider die Zehiung Ein⸗ ſpruch gethan hat, darf wider den Ausgepfändeten einzig und allein verfahren, um eine condemnatoriſche Sentenz wider ihn zu erlangen; wider ihn ſoll ebenfalls kein Verfahren Statt haben; doch ſind bey Vertheilung der die Gruͤnde ſei⸗ nes Einſpruchs zu erörtern. 61I1. Sollte der Gerichtsbote, indem er zur Auspfaͤndung 2 ſchreiten will, ſchon die Huͤlfe vollſtreckt und einen Wächter angeſtellt finden: ſo darf er nicht aufs neue die Huͤlfsvollſtrek⸗ kung unternehmen; doch kann er ſich die vorrathigen Mobilien und Effeeten Stuͤck fuͤr Stuͤck nach dem Protocolle, das der Wächter ihm vorzulegen ſchuldig iſt, vorzeigen laſſen. Er nimmt die etwa weggelaſſenen Effecten in Beſchlag, und fodert denjenigen, der die erſte Auspfaͤndung bewirkt hat, auf, das Ganze in acht Tagen verſteigern zu laſſen. Das uͤber die erfolgte Vorzeigung der Effecten aufgenommene Protocoll hat die Wirkung eines auf die Kaufgelder gelegten Beſchlags.(2) 6x2. Läßt derjenige, der die Auspfaͤndung bewirkt hat, in der nachſtehend beſtimmten Friſt die Verſteigerung nicht vornehmen: ſo kann jeder der uͤbrigen Beſchlagſuchenden, der eine Urkunde in Haͤnden hat, welche die Huͤlfsvollſtreckung mit ſich bringt, nach vorgaͤngiger Provocation desjenigen, der die Auspfaͤndung ausgewirkt hat, ohne jedoch beſonders dar⸗ auf zu daß er in deſſen Rechte eintreten wolle, die in £ 2 6) Die Gläubiger können gegen die Verſteigerung nicht proteſüren, wie es nach der Ordonnanz von 1667. verſtattet war. (2) S. Ferriere Introduction à la Pratiqus unter: Saisie sur saisie ne vaut. 324 P. I. TL V. De TRRécution des Jugemens. 6 du proobs verbal de saisie, que le gardien sera tenu de représenter, et de suite à la vente. 613. 1 y aura au moins huit jours entre ihni fication de la saisie au debiteur et la vente. 61. Si la vente se fait à un jour autre que cchu zngigu par la signification; la partie saisie sera appelee, avec un jour driernüs, outre un jour pour trois S en raison de la distance du domicile du saisi, et du lien ou les efets seront vendus. 3 615. Les opposans ne seront point ppele 6 616. Le proces· verbal de récolement qui prec&· dera la vente, ne contiendra aucune enonciation de effets saisis, mais seulement de ceux en deficit, Fy en a. public, aux nitt heure ordinaires des marche ou un jour de dimanche: vours ncanmoins le tribunal permettre vendre les eflets en un autre lieu 3 avantageux. Dans tous les cas, elle sera annoncée un jour auparavant par quatre placurds au moins, aliches, l'un au lieu ou sont les elleis, hautre? à la porte de maison commune, le troisieme au marchè du lien t s'il n'y en a pas, au marcheé voisin, le quatrikme à l porte de l'auditoire de la justice de pais; et si la vente se fait dans un lieu autre que le marché ou le lieu oů sont les effets, un cinquieme placard sera appose au 1 617. vente sera faite au plus prochain march in vWſnn wnde anſelt d un ſn 63 7 tun una n, wi huin 6 up. 66. hn P ziiuß b winjt i jn ch uin e ifin, d bi wiu S wh n,! ſun, dit uf tim hs in iht u huu umnn nanh fente ute ſu e ser) jour pn u donii lu. nyeli. en 3 p en liſch wluin u nirehtz, R tibn une lien n mon nins ii h pui e qunin etihn oub zel In rTh. 5s B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Etkenntniſſ. 325 Beſchlag genommenen Effecten, nach Maaßgabe der Abſchrift des Auspfaͤndungsprotocolls, welche der Aufſeher ihm vorzule⸗ gen verbunden iſt, Stuͤck für Stuͤck nachſehen laſſen, und dann ſofort die Verſteigerung ausbringen. 613. Zwiſchen der Andeutung der erfolgten gufsvolſteet⸗ kung an den Schuldner und der findet eine we⸗ nigſtens achttägige Friſt Statt.(1) 6r4. Geſchieht die Verſtigerung an einem andern, als an dem in der Zufertigung beſtimmten Tage, ſo iſt der Ge⸗ pfaͤndete dazu beſonders vorzuladen, ſo daß zwiſchen der Inſi⸗ nuation und dem Verkaufe ein Tag bleibe, zu welchem jedoch auf jede drey Myriameter, um welche ſeine Wohnung von dem DOrte, wo die Effecten verſteigert werden ſollen, entfernt iſt, Ein Tag hinzuzurechnen iſt. 615. Die, welche Einſpruch gemacht haben, werden nicht vorgeladen.(* 1 616. Das uͤber die erfolgte Reviſion der Effecten, vor dem Verkaufe gefertigte Protocoll darf kein nochmaliges Ver⸗ zeichniß der abgepfaͤndeten Stuͤcke, ſondern nur die Anzeige der etwa fehlenden enthalten.(3) 617. Die Verſteigerung erfolgt auf dem nachſten offentli⸗ chen Marktplatze, am gewoͤhnlichen Markttage und zur ge⸗ woͤhnlichen Stunde, oder Sonntags; doch kann das Gericht verſtatten, daß die Sachen an einem andern vortheilhaftern Orte verkauft werden. Auf jeden Fall muß die Verſteigerung Tags vorher wenigſtens durch vier Patente bekannt gemacht werden, wovon eines an dem Orte, wo ſich die Sachen be— finden, das zweyte an dem Thore des Gemeindehauſes, das dritte auf dem Marktplatze des Ortes, und wenn es an dieſem keinen Marktplatz giebt, auf dem naͤchſten Marktplatze, und das vierte an der Thüre des Audienzzimmers des Friedensge⸗ richts angeſchlagen wird. Erfolgt der Verkauf an einem andern (¹) Ordonn. v. 1667. Tit. XXXIII. Art. 12. (2) Sie können aber erſcheinen, ohne zuſammen berufen zu ſeyn⸗ (3) Vorheriger Gerichtsbrauch. 350 326 P. I. L. V. De l'Fxécution des Jugement. ⸗ llieu ou se fera la vente. La vente sera en outre 1n i „ieee par la voie journaux, dans villes ou i il y en à.„ W ob 618. Te⸗ pacard⸗ indiqueront les lieu, jour heure de la vente, et la nature des objets sans dei 3 particulier. nin 619. Nappoition sera constatée pit enploit, Swir quel sera annexé un exemplaire du placard. 620. S'il s'agit de barques, chaloupes et autres wii! bätimens de mer du port de dis tonneaus et au-des- ln u sous, bacs, galiotes, bateaus et autres bötimens de h riviere, moulins et autres édißces mobiles, assis sur bateaux ou autrement, il sera procsds à leur adjud. 6 1 cation sur les ports, gares ou quais ou ils se trouvent: 3 il sera affüché quatre placards au moins, conkormẽment 3 din, a l'article précodent; et il sera fait, à trois divers jours ſn consécutifs, trois publications au lieu ou sont lesdits ſüts objets: la premibre publication ne sera faite que huit ſilhn, jours au moins apres la signification de la saisie. Dans iht les villes ou il s'imprime des journaux, il sera supplés uhnhr à ces trois publications par l'insertion qui sera faite au 6nn journal, de Pannonce de ladite vente, hoquelle annonce 3 era répétée trois dans le cours au mois precedant ei la vente. 3 621. La vaisselle d'argent, les bagues et ſoyeun m de la valeur de trois cents franes au moins, ne pou n ront étre vendus qu'après placards apposẽs en la forme hun ci-dessus, et trois expositions, scit au marché, vit — ſinn 0 Vergl. Ordonn. von 1667. Lit. XXRIII. Art. 11. Ordonn. Heinrichs 11. Febr. 1386. Art. 4. 3. Heinrichs III. v. 1586. Die 6. Anordnung, daß die Verſteigerungen in den Zeitungen bekannt 5 gemacht werden ſollen, iſt neu. ue Ju r Th. 35 B. Von Volſſtreckung d. rechtlichen Erlenntniſſe. 327 Orte, als auf dem Marktplatze, oder dem Orte, wo ſich die Sachen befinden, ſo wird ein fuͤnftes Patent an dem Orte 6 angeſchlagen, wo die Verſteigerung erfolgen ſoll. ueberdem la, k muß in Staͤdten, wo Zeitungen erſcheinen, die Verſteigerung n in den öffentlichen Blättern angekündigt werden.(7) 6itg. Die Patente enthalten Ort, Tag und Stunde der Verſteigerung und die Beſchaffenheit der zu verſteigernden ar erli Gegenſtände, jedoch kein ſpecielles Verzeichniß derſelben. ni 619. Der erfolgte öffentliche Anſchlag der Patente wird durch eine vom Gerichtsboten deshalb zu fertigende Urkunde m bewaͤhrt; welcher ein Exemplar des Patents beygefuͤgt wird⸗ res biin 620. Wenn Barken, Schaluppen und andre kleine See⸗ i fahrzeuge von zehn oder weniger Tonnen, Fähren, Gallioten, üen Kaͤhne und andre Flußſchiffe, Schiffmuͤhlen und andere auf ikenn Schiffen oder anderwärts ruhende bewegliche Gebaͤude verſtei⸗ gert werden ſollen: ſo wird die Verſteigerung in den Haͤfen, 2 Buchten, oder auf den Kais vorgenommen, wo ſich ſolche be⸗ finden(Nap. Civilgeſetzb. Art. 331.); es werden in Gemaͤß⸗ „* heit des vorſtehenden Artikels, wenigſtens vier Patente auge⸗ iie qu ſchlagen, und an dem Orte, wo gedachte Gegenſtände liegen, ie erfolgt an drey verſchiedenen auf einander folgenden Tagen ein en zy dreymaliger Ausruf. Der erſte Ausruf geſchieht nicht ſruͤher, als wenigſtens acht Tage nach erfolgter Zufertigung des Be⸗ ſchlags. In Städten, wo Zeitungen herauskommen, wird nis il Statt dieſes dreymaligen offentlichen Ausrufs die Verſteigerung in den Zeitungen angekuͤndigt, und dieſe Bekanntmachung im Laufe des Monats, welcher vor der Verſteigerung hergeht, auet tt ſ dreymal wiederholt.(S. oben Art. 617. f.)(2) in, ne 621. Silbergeſchirr und Schmuck von wenigſtens drey⸗ zen hite ule ann v en kin hundert Franken an Werth, koͤnnen nicht anders verkauft wer⸗ unnhi den, als nach dreymaligem öffentlichen Anſchlag in der obbe⸗ ſtimmten Form, und nach dreymaliger Ausſtellung auf dem zu m b zM*l(2) S. Dufour, Sources ou toutes les dispositions du Code ci- zeun vil ont été puiesées Art. à31. Vergl⸗ Ordonnance de la ma rine v. Aug. 2681. Tit. XIV. Art. 9. — 323 P. I. L. V. De Exscution a& en „ dans lendreit od sont lesdits effets; sans que ntanmoins, dans aucun eas, lesdits objets puissent étre vendus au- dessous de leur valeur réelle, s'il Sagit de vaisselle d'argent, ni au- dessous de lestimation qui en aura ets faite par des gens de Tart, il tit de betue⸗ et de joyaux. 3 Dans les villes oů il vimprime des journaus, 1 trois publications seront supplebes comme il est en l'article précédent. 622. Lorsque la valeur des effets saisis le montant des eauses de la saisie et des oppoitions, il ne sera procéẽdè quà la vente des objets suffisant à fournir somme neécessaire pour le des crèan· ces et Frais. 6 1 6a3. Le procbs· verbal constatera 1* prẽsence ou le defaut de comparution de la partie saisie. — 624. Fadjudication sera faite au plus ofrant, en payant oomptant: faute de paiement, Pefet sera revendu sur-le-champ à la folle enchère de Padjudicataire. 625. Les pommissaires priseurs et huissiers seront personnellement responsables du prix des adjudications, et feront mention, dans leurs proebs· verbaus, des noms et domiciles des adjudicataires: ils ne pourront recevoir d'eus aucune somme au- dessus de benchdre, peine de concuszion. (1) Ordonn. v. 1667. 2it. XXxII. Art.. (a) Dieſe Verordnung iſt neu. Nach der Ord. v. 1667. Zit. xRx. Art. 20. mußten alle in Beſchlag genommene Gegenſtände ver⸗ ſteigert werden, und man zahlte nach der den an den Eigenthümer heraus. ib mu M wſith, 5 mn whn un M N wiiht wihn! p whn ſi m ußnm ulin, i7 ſſtanſ h hun de wufe itl 6 hfn m u bin luuln ſii eſn Pſihn Ma ſichnt — 0 u i 6e nu ſum atinn zhn inm junu eln „ aiis errt oppoii ts suflsn u ies c ptin u afn tsen m lentaire iier zern ijuüeain chm i u pm heuchen 166. um n rr Th. 5s V. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 329 Markte oder an dem Orte, wo ſie ſich befinden; ohne daß es jedoch in irgend einem Falle verſtattet waͤre, gedachte Ge⸗ genſtaͤnde, in ſofern von Silbergeſchirr die Rede iſt, unter dem wahren innern Werthe, Schmuck und Juwelen aber unter der von Kunſtverſtändigen gemachten Taxe zuzuſchlagen. In den Städten, in welchen Zeitungen herauskommen, verfaͤhrt man, Statt des dreymaligen Ausrufs, auf die im vorigen Artikel vorgeſchriebene Art.(Art. 683.)(*) 622. Wenn der Werth der abgepfandeten Gegenſtände den Betrag der Foderungen uͤberſteigt, wegen welcher der Be⸗ ſchlag angelegt und Einſpruch gethan wurde: ſo wird davon nur ſo viel verſteigert, als nothig iſt, um die Foderungen, den Koſten, zu bezahlen.(2) 63. Im Protocolle wird erwahnt, ob* enne erſchienen ſey oder nicht.(3) 624. Der Zuſchlag geſchieht an den Meiſtietenden gegen baare Bezahlung. In ſo fern dieſe nicht erfolgt, wird das verkaufte Stuͤck auf Gefahr und Koſten desjenigen, dem es zugeſchlagen war, auf der Stelle wieder verſteigert. 64) 625. Die Taratoren(Auctionatoren) und Gerichtsboten haften perſoͤnlich fuͤr die Summen, fuͤr welche die verſteiger⸗ ten Gegenſtaͤnde zugeſchlagen ſind, und bemerken in ihren Protocollen die Namen und Wohnorte der Perſonen, welche ſolche erſtanden haben; ſie duͤrfen von ihnen uͤber das bey der Verſteigerung gethane Gebot nichts annehmen; und zwar bey der auf das Verbrechen ungerechter Erpreſſung Concuſſion) geſetten Strafe.(5) — (3) Dieſe Bemerkung muß im Protocoll ſo oft wiederholt werden, als die Auction abgebrochen und wieder angefangen worden iſt. (a) Ordonn. a. a. O. Art. Der zweyte Abſchnitt des Artikels iſt neu. (5) Ordonn. a. a. O. art. 8. 330 P. W V. des lugemens. De l. Sui de Fruits por racine, ou 4„ Soiie brandon. 5 626 1 saisie · brendon: ne— tre kit⸗ que les six semaines qui prẽcederont'epoque ordinaite de la maturitéè des kruits; elle sera précedèe d'un con· mandement, avec un jour dintervalle. 627. 1. procs- verbal de saisie contiendrs rini. cation de chaque piece, s3 contenanee et sa ituation, et deus au moins de ses tenans et aboutissans, et la nature des ßruits.„ „ 628. Le garde Menpot sera 6tzbh gardien, 5 moins qu'il ne soit compris dans'exclusion portèe par Particle 598 s*il n'est present, la snizie lui sers i gnifiée: il sera aussi laisse copie au maire de 1 com- mune de la situation, et Poriginal sera visé par lui. Si les communes sur lesquelles les biens sont situe⸗ sont contigus⸗ ou voisines, il sera etbli un seul gar- dien, autre néanmoins qu'un garde champétre: le visa sera donnè par le maire de la commune du chef-lieun de renploitation; et vil n'y en a pas, par le maire de la commune oů est situse la majeure 1 4. piens. — (1) Der Ausdruck Saisie- brandon kommt 8 weil man in Be⸗ ſchlag genommene Feldfrüchte, ſo wie ganze zur gerichtlichen Ver⸗ ſteigerung beſtimmte Landgüter, mit Strohwiſchen(Stangen, an welche gewöhnlich Stroh, Heu, alte Leinwand u. dergl befeſtigt wird) bezeichnete. Dieſe Strohwiſche hießen prandons, daher brandonner. 2 iin ünzüi hii 3 n huu uß b an nich wuin. t ummn un li ih ſt in Mi iuht mijn n ginn m ün! ſiſ wich, biſ w iuh in ui n i pohun iie lut ontieniuſ i iu un, 1. bhi guin ion penti; ib ji en „k. 6pa u wn in n e n bi ein cil u k nit tie. in 8 nil uni n grittlte tn bun“ nnin „ 8 it Th. 3s B. Von Vollſtteckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 331 Neunter Titel. Von ver Hiloohindun in Fruͤchte, welche noch auf dem 8 626. Fruͤchte, die noch auf dem Halme chen können nicht eher, als in den letzten ſechs Wochen vor der gewoͤhnli⸗ chen Zeit ihrer Reiſe in Beſchlag genommen werden; vor dem Beſchlage muß ein Zahlungsgebot vorhergehen, unter Geſtat⸗ tung einer achttägigen Friſt.(1) 627. In dem uͤber dieſe Beſchlagnehmung aufgenomme⸗ nen Protocolle hat man jedes Grundſtuͤck, den Flaͤcheninhalt und die Lage deſſelben, und wenigſtens zwey der anliegenden oder anſtoßenden Grundſtuͤcke, ſo wie die Gattung der Fruͤchte anzugeben. 6ag. Zum Waͤchter wird der Feldſchuͤtze beſtellt, ausge⸗ nommen wenn er aus einer der im 508ſten Artikel enthalte⸗ nen Urſachen davon ausgeſchloſſen iſt. Iſt er nicht gegenwaͤr⸗ tig, ſo wird ihm die Beſchlagsurkunde zugefertigt; auch muß eine Abſchrift von dieſer Zufertigung dem Maire der Gemeinde, in welcher die Grundſtuͤcke gelegen ſind, kurh und von dieſem das Original viſirt werden. Wenn die Grundſtuͤcke in verſchiedenen an einander graͤnzenden oder doch benachbarten Gemeinden liegen, ſo wird nur Ein Waͤchter daruͤber beſtellt, der aber dann kein Feld⸗ ſchuͤtz ſeyn darf. Das Viſa giebt der Maire derjenigen Ge⸗ meinde, worin der Hauptſitz der Wirthſchaft iſt,(zu welcher dieſe verſchiedenen Grundſtuͤcke gehoͤren); und wenn kein ſol⸗ cher Hauptſitz vorhanden iſt, der Maire derjenigen Gemeinde, in welcher ſich der groͤßere Theil der Grundſtůͤcke befindet. Die Ordonnanz von 1667 ſchweigt über dieſen Gegenſtand, ſo wie über den in den beyden nchſten Titeln behandelten, gänzlich. ²) S. Delaporte Formulaire— Saisie- brandon. e. 8 . 3 332 pP. I. L. V. De PExEcution des Jugemens. 629. La vente sera annoncée par placards affiches, huitaine au moins avant la vente, à la porte du saisi, a celle de la maison commune, et sil n'y en a po au lieu oů 5 apposent les actes de Pautoritè pupliqus; au prineipæ marché du lieu, et„ n'y en a pas, au marchs le plus voisin, et à k porte de rauditoit⸗ 4* la justice de paix. 630. Les placards désigneront les jour, heure et eu de la vente les noms et demeutes du saisi et du saisissant; la quantité drhectares et la nature de chaque espeoe de truits, la commune on ils sont situés, sans autre désignation. 631. Papposition des placards sera constatẽe ainsi qu 5 est dir au titre der Faisies- eascutions. 632. La vente sera faite un jour de dimenche ou de marchs. 633. Elle pourra faite sur les lieux, ou sur la place de la commune od est situse la majeure partie des objets saisis.. La vente pourra aussi étre ite sur le marchés zu lieu, et s'il n'y en a pas, sur 1e marché le plus voisin. 634. Seront, au aurplus, observées les Sornalii⸗ prescrites au titre des Fuities eacutions. 635. II sera procédé à la distribution du prix de la vente ainsi qu'il sera dit au titre de la Ditribution par contribution. 1 it 4 pfin . wgu m V ſuwh gut, udnd 6 w hn vhſi utſu ie wn wilh, 6 Uu hl iu fucin unm Guith wun G Di ſihn, henh i heluct 4 e Nt och N n u ü hu a it ynn e lulti jour, hu s du güt ure i i ont ini comtt dinnc eun, ou 5 njeu hui mnit kſu n s ls hml on in i Iinis r h. 362. vvulncuod nice 333 629. Die Verſteigerung wird unigſtens acht Tage, ehe ſie vorgenommen wird, durch Patente angekuͤndigt, welche an dem Thore des Gemeindehauſes, oder, wenn kein Gemeinde⸗ haus vorhanden iſt, an dem Orte, wo die oͤffentlichen Verord⸗ nungen angeſchlagen werden, auf dem Hauptmarktplatze des Ortes, und wenn daſelbſt keiner iſt, auf dem nächſten Markte, und an der Thuͤr des Audienzzimmers des Friedensgerichtes, angeſchlagen werden. 630. In dieſen Patenten muß der Tag, die Stunde und der Ort der Verſteigerung beſtimmt ſeyn; es ſind darin die Namen und die Wohnorte ſowohl deſſen, wider welchen die Beſchlagnehmung geſucht wird, als deſſen, der ſolche aus⸗ gebracht hat, die Zahl der Hectare und die Beſchaffenheit jeder der darauf erbauten Fruchtarten, endlich der Name der Ge⸗ meinde, in welcher die Grundſtuͤcke liegen, anzugeben, ohne daß es außerdem noch einer genauern Beſchreibung (Art. 678.) 631. Der erfolgte Anſchlag der Patente iſt auf eben die Art zu beurkunden, wie im Titel: von der Huͤlfsvoll⸗ ſtreckung in die Mobbilien vorgeſchrieben iſt.(Art. 618.) 632. Die Verſteigerung geſchieht an einem Sonntage oder Markttage.(Art. 617.) 633. Sie kann an Ort und Stelle,(wo die Früchte ſind), vorgenommen werden, oder auf dem oͤffentlichen Platze der Gemeinde, in welcher der groͤßte Theil der in S genom⸗ menen Gegenſtaͤnde liegt. Die Verſteigerung kann auf dem Markte des Ortes ge⸗ ſchehen, oder wenn daſelbſt kein Markt auf dem nächſten benachbarten Markte. 634. Uebrigens ſind hiebey alle z Sint: von der Pfaͤndung(Art. 622— 625.) zu beobachten. 635. Bey der Vertheilung der Auctionsgelder wird auf die Art verfahren, die unter dem Titel: von Diſtribution nach Verhaͤltniß der Foderungen vorgeſchrieben wer⸗ den ſoll. 334 P. I. L. V. De I'Exécution des Jugemens. „ rrun x p⸗ la Saisie des Rentes constituses sur vnielen. 8 1 636. 1L saisie un⸗ rente contituse ne peut„ ir lieu qu'en vertu titte S et exõcutoire. Flle sera a précedee d'un commandement Fait* personne ou au domicile de 1a F— ou con· damnée, au moins un jour avant la saisie, et— 221 upenjen du titre, si elle n'a été faite. * 637. La rente sera saisie entre les mains de celui qui la doit, par exploit contenant, outre les formalités 1 ordinaires, Ténonciation du titre constitutif de la rente, de sa quotité et 6 son eapitol, et du titre de la ance du Suibissunt; les noms, profession et demeure 4. la pariie aitie, élection de Aömißü⸗ chez un u près le uun devant lequel la vente sera poursvivie. et iguation au tiers-saisi en aclutaion devant 1 méme tribunal: le tout à peine de nullits. 638. Les Jipoeiions contenues aux 570, 3 . 31 373 574 575 et 576. relatives aux uin n h 6 it, teub vit 6 nuhn im i lb 6. (M zuzu nheun ulit ann imun uyſiln Mhen inpe in in 570. in Py — 606 lon. u rrTh. 56 B. Von vuuſrecuns d. rechtlichen cum 335 Zehnter Titel. Pen Veſhlegnchmun der von Privatperſonen zu zahlenden a Leihrenten. 2) nhn 636. Eine Leibrente kann bloß vermöge einer öffentlich beglaubigten, die Huͤlfsvollſtreckung bewirkenden Urkunde in t exin Beſchlag genommen werden. Ehe dieß geſchieht, muß wenigſtens Einen Tag vor der Beſchlagnehmung, an die Perſon des zur Zahlung Verpflichte⸗ ge ten oder Verurtheilten oder in deſſen Wohnung, ein Zahlungs⸗ gebot zugefertigt werden, womit zugleich die Verlegung der t conten Verſchreibung verbunden, iſt, ſoweit ſolche nicht bereits eher erfolgte.(Art. 351. 383.(*) 637. Der Arreſt der Rente wird bey demjenigen ange⸗ uini legt, der ſie auszuzahlen hat, und zwar mittelſt einer Zuferti⸗ gungsurkunde, welche, außer den gewöhnlichen Formalitaten, ln enthalten ſoll: eine Anzeige der Verſchreibung, wodurch die Föhn Rente beſtellt worden iſt, ihres jährlichen Ertrags und des Capitals, auf welches ſie beſtellt iſt; der Verſchreibung, aus n de l welcher die Foderung des arreſtſuchenden Glaͤubigers erhellet; die Namen, das Gewerbe und den Aufenthalt desjenigen, ge⸗ inen gen den der Arreſt geſucht wird; die Wahl des Wohnorts beh un m einem beym Gerichte, vor welchem der Verkauf erfolgen ſoll, angeſtellten Sachwalter, und eine Vorladung des Dritten, bey n pounun welchem der Arreſt angelegt wird, zu der vor demſelben Ge⸗ richte zu erſtattenden Anzeige; und zwar dieß Alles bey Strafe der Nichtigkeit.(Art. 359. 368. 371. 373.) . 63s. Der, welcher die Rente auszuzahlen hat, muß alle im 370. 571. 3572. 573. 374. 575 und 376ſten Artikel enthal⸗ mi tene Vorſchriften befolgen, welche ſich auf die von dem Drit⸗ * ent füt ion ien — sm im (¹) S. über dieſe Materie Dufour 3 Traité de 1a Procédure civ. Tom. II. p. 215. 216. N *) S. Delaporte Formulaire unter: Saizie des rentes. C. 82 36 I. L. V. De Snibn des Jugemens. tés que doit remplir le tiers· sisi⸗ seront observées per le debiteur de la rente. 3. Et si ce binn ne fait pas sa— ou la fait tardivement, ou Fil ne fait pas les jusußcations ordonnses, il pourra, selon les cas, étre condamns* servir la rente faute d'avoir justifie de sa liberation, on à des dommages· intérèts resultant soit de son soit du retard apporté faire sa declaration, soit de a procédure à laquelle il aurs donns lieu. 639. La saisie entre les mains de personnes ne demeurant en France sur le continent, sera ignifice: personne ou domicile; et seront observès, pour cita- tion, les délais preserits par l'article 73. 640. Lexploit de saisie vaudra toujoursʒ Saisie· arrét des arrérages öchus et échoir jusqu'à la distribution. 641. Dans 1 trois jours de la saisie, outre un jour pour trois myriambtres de distance entre le domicils du débiteur de la rente et celui du saisissant, et verei dclai en raison de la dtanee entre le domicile de ce der nier et celui de la partie saisie, le saisissant sera tenu, à ,. nullité de la saisie, de la dénoncer à 1 partis saisie, et de lui notifier le jour de la première puhlication. 642. Lorsque le débiteur de la rente sera domi- ciliè hors du continent de TEmpire, le délai dénonciation ne courra que du jour de l'échéance de la 4 citation au saisi. b t ul ſmltim! m an ſßi iſ hit ven hu, diſt mn u zun ſun ii in in ſinb in, bi ſ n n ih j vfm i 9 Inß, m nihni j ſſi, iſile ſ mizn, imnwin. in uinh Mihn be i Eimn d . uhr hen iez , da h u ligitth alin hukſuh in eehn tuit eut * cheni n ice n minin uui hict la ziu n ance ennu u kitituutn uiisntint linnen ilj pruinſiu ln rnt m bdip i lilin r Th. 5s B. Von Vollſtreckung d. 337 ten, bey welchem der Arreſt angelegt wird, zu beobachtenden Formalitaten beziehen. Wenn dieſer Schuldner ſeine Anzeige entweder gar nicht, oder zu ſpät erſtattet, oder die abgefoderten Beweiſe nicht bey⸗ bringt: ſo kann er, nach Beſchaffenheit der Umſtaͤnde, verur⸗ theilt werden, die Rente fortzuzahlen, weil er nicht bewieſen hat, daß ſie abgeloͤßt ſey, oder den Schaden zu erf ſetzen, der entweder aus ſeinem Stillſchweigen, oder aus der Verſpaͤti⸗ gung ſeiner Anzeige, oder durch das dadurch veranlaßte ge⸗ richtliche Verfahren entſtanden iſt.(Art. 577.) 630. Arreſte, welche wider Perſonen ausgebracht werden, die nicht im Continentalgebiete von Frankreich wohnen, ſind dem, der die Rente auszuzahlen hat, in Perſon, oder an deſſen Wohnort zuzufertigen(Art. 560.) und man hat bey der Vorladung die im 73. Artikel beſtimmten zu beobachten. 640. Die Zufertigung, welche der Arreſt S wird, gilt auch zugleich als Huͤlfsvollſtreckung in Anſehung der verfallenen und bis zur Diſtribution gefälligen Renten. 641. Binnen drey Tagen nach erfolgter Anlegung des Arreſts, muß der, welcher die Beſchlagnehmung der Rente ausgebracht hat, bey Strafe der Nullität des angelegten Ar⸗ reſts, dieſelbe dem andern, wider welchen derſelbe ausgewirkt iſt, anzeigen, und ihm den Tag der erſten Publication be⸗ kannt machen. Iſt jedoch der Wohnſitz deſſen, der die Rente auszuzahlen hat, vom Wohnorte des Arreſtausbringers, und der Aufenthalt des tetztern von der Wohnung deſſen, wider welchen der Arreſt ausgebracht iſt, entfernt: ſo wird gedachte dreytägige Friſt auf jede 3 Myriameter dieſer Entfernung um Einen Tag verlaͤngert.(Art. 563.) 642. Wohnt der, welcher die Rente auszuzahlen hat, außer dem Continentalgebiete des Franzoſiſchen Reichs: ſo läuft die zur Ankuͤndigung beſtimmte Friſt nur von dem Tage an, da der Vorladungstermin fuͤr den, gegen welchen der Ar⸗ reſt geſucht wird, abgelaufen iſt.(Art. 629.) Civilgertchtsordnung. 336 V. De vt des Jugemens. 643. Quinaine après la Seth à la pari⸗ saisie, le saisissant sera tenu de neutre au greße du tribunal do aonicie de 6 partie saisie le cabier des cherges, contenant— noms, professions et demeure⸗ du saisissant, de la saisie et du depiteur de u rente; la nature de la rente, sa quotitè, celle du cayi. tal, la date et l'énonciation du titre en vertu dugquel elle est constituée; l'énonciation de l'inscri tion, si le titre contient hypotheque, et si aucune a été prise pour 16 zürszi de la rente; les noms et demeute de lavoué 3 poursuivant, de rajadeation, et la mise à prix: la premibre se fera à 3 l'audience. „ * 644 Extrait du cahier des cbarges, contenant les renseignemens ci- dessus, sera remis au greffier huitaine 2 avant la remise du cahier des charges au grefte, et par lui inscré dans un tableau placé à cet effet dans l'audi- toire du tribunal devant lequel se poursuit la vente. 645. Huitaine avant la remise du cahier des char- ges au grélle, pareil extrait sera placardé, 10. à la 4 porte de la maison de la purtie saisie, 25. à celle du debiteur de la rente, 35. à la principale porte du tri- 1650 4 Vi vMſu nnin wlen ſn qu vd unde) tuihſt ſhnu l n jn Ah ubinb kihüb Vhmw ilg wſll, Nuſ nihn M huſt Iuh un ſiitijnie inu we ſh, i0 m. b6. ſih day nin hie Jun — rr Th. 56 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 339 inih 63. Vierzehn Tage nach der, demjenigen, wider welchen nt der Arreſt ausgebracht iſt, geſchehenen Ankuͤndigung hat der Arreſtausbringer bey der Gerichtsſchreiberey des Bezirks, in iü kdlu welchem jener ſich aufhaͤlt, die Anzeige der Verkaufsbedingun⸗ gen niederzulegen. Der hiezu beſtimmte Aufſatz muß enthal⸗ ten: die Namen, das Gewerbe und den Wohnort desjenigen, iu hieh der den' Arreſt ausgebracht hat; deſſen, wider den er ausge⸗ * bracht iſt; deſſen, der die Rente auszuzahlen hat; die Be⸗ t cki ſchaffenheit der Rente; ihren jährlichen Betrag und das Capi⸗ n ſem i⸗ tal, auf welchem ſie ruht; auch das Datum und die Beſchaf⸗ fenheit der Urkunde, durch welche die Rente beſtellt iſt; die ctption, Anzeige der erfolgten Vormerkung in den Hypothekenbuͤchern, in ſo fern die Hypothek in der Verſchreibung zugeſagt und zur Sicherheit der Rente beſtellt worden iſt; die Namen und den 4 denen Wohnort des Sachwalters, der um die Verſteigerung anſucht; thütn die Bedingungen, unter welchen die Rente zugeſchlagen wer⸗ den ſoll, und die Summe, fuͤr welche ſie feilgeboten wird. liczien uh Der erſte Austuf des Verkaufs ſoll im gerichtlichen Verhoͤr erfolgen.(1)„ 644. Acht Tage nach erfolgter Niederlegung der Anzeige der Kaufsbedingungen in der Gerichtsſchreiberey muß ein Auszug davon, der die obgedachte Anzeige enthaͤlt, dem Ge⸗ zrlie lu richtsſchreiber eingehändiget, und von ihm in eine Liſte einge⸗ tragen werden, welche zu dem Ende im Andienzſaale des Ge⸗ u gele 4 richts, bey welchem die Verſteigerung geſucht iſt, ſich befin⸗ 1 ut 1 iti ele huh den muß. 5 645. Dieſer Auszug muß acht Tage vorher, ehe die An⸗ uuit k wu zeige der Verkaufsbedingungen bey der Gerichtsſchreiberey nie⸗ dergelegt wird, 1) an der Hausthuͤr deſſen, wider welchen uahn der Arreſt ausgebracht iſt, 20 an der Hausthuͤr deſſen, der die Rente auszuzahlen hat, 3) am Hauptthore des Gerichts olt, I P3 .(¹) Die Coutume de Paris enthält Art. 347. 348. 349. in Anſehung ue poe“ der Beſchlagnehmung der Privatrenten, des Ausrufs und der An⸗ 1 kündigung derſelben, durch Patente unter dem königlichen Wappen (pannohceaux royaux), beſondre Vorſchriften. — „ 340 P. I. L. V. De'Kxécution des Jugemens. X bunal, 4. et à la principale place du lieu od se pour- suit la vente. 22 5 . 646. Pareil extrait sera inséré dans l'un des jour- naux imprimès dans la ville ou se poursuit ja ventez et s'il n'y en a pas, dans vun de ceux— le departement, Sil en 647. Sera observé, relatirement auxdits ylacards et annonces, ce qui est presorit au titre de ln Suiie immobilidre. 648. La seconde publication se ker⸗ Birze aprs la première; et la rente saisie pourra, lors de ladite étre sauf le delai qui sera presenit par le tribunal. 649. Il vera fait une troisibme lon de laquelle Fadjudication defiuitive sera faite au plus orant et dernier enchérisseur. 650. Il sera affiché nouveaux placards et inséré nouvelles annonces dans les journaux, trois jours avant r'adj udication deſinitive. d'avoués. 652. Les formalités pre?rites au titre de 7u Faisie immobiliere, pour la rédaction du jugement d'adjudica- tion, Pacquit des conditions et du prix, et la revente sur folle enchere, seront observées lors de l'adjudica- tion des rentes. 663. Si la rente a été saisie par deux oréanciers, la poursuite appartiendra à celui qui le premier aura 5 (1) Hier bedarf es keiner ſechswöchenilichen Friſt, wie bey den Im⸗ mobitien(Art. 706.) * 651. Les encheres seront regues par le ministere 1350 uMuid ſizn ſll, 6b. 1 in, W ud, cit incwin i. itvn nehm un 0 iin mn u Iut bittun 69. inwl win e 6 ſin ni m Au (in nj 37 0 Ueichtn Mh wd u wM MW bſch der In ſhiln ti. hlgt vo ſchen, t 6) 5 60 ſ ſinn lgun r Th. 58 BV. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 341 n 6 und 4) auf dem Hauptplatze des Ortes, wo die Verſteigerung 6 erfolgen ſoll, angeſchlagen werden.— b 646. Auch iſt dieſer Auszug in ein Zeitungsblatt einzu⸗ mhn ruͤcken, welches in der Stadt, wo die Verſteigerung betrieben uiniu wird, erſcheint, und wenn daſelbſt keine Zeitung herauskommt, in eine im Departement erſcheinende Zeitung.(Art. 634.) 647. In Anſehung dieſer Patente und Ankuͤndigungen iſt dasjenige zu beobachten, was im Titel: von Beſchlag⸗ üre de h nehmung der Immobilien und deren Verſteige⸗ rung(Art. 683— 687. 695. 606. 703— 705.) anbefohlen iſt. 648. Der zweyte Ausruf erfolgt acht Tage nach dem erſten, und nach dieſem zweyten Ausrufe kann die mit Arreſt belegte Rente zugeſchlagen werden, jedoch mit Vorbehalt der ien Gerichtswegen annoch zu beſtimmenden Friſt.(¹) 649. Dann geſchieht noch ein dritter Ausruf, bey wel⸗ ubluin, chem der letzte unbedingte Zuſchlag an den Meiſt- und Letztbie⸗ tenden erfolgt. 660. Drey Tage vor dem letzten und unbedingten Zu⸗ ſchlage muͤſſen von neuem Patente angeſchlagen, und noch⸗ uris et i mals Ankuͤndigungen in die Zeitungen eingeruͤckt werden. o jun n(Art. 704.) 651. Die Gebote geſchehen durch Anwäͤlde.(Art. 707.)(²) n 652. Bey Zuſchlagung der Rente ſind eben die Formen zu beobachten, welche in Anſehung der Abfaſſung des Beſcheids, trch den die Uebereignung erfolgt, in Anſehung der Erfuͤl⸗ inr le le ſu lung der Kaufsbedingungen, der Bezahlung der Kaufgelder und der abermaligen Verſteigerung auf Gefahr und Koſten des Erſtehers, im Titel: von der Beſchlagnehmung der Immobilien und deren Verſteigerung vorge⸗ n ie ji ſchrieben ſind.(Art. 714. 715. 737— 745.) 8 6533. Iſt Eine Rente von zwey Glaͤubigern mit Arreſt belegt worden: ſo iſt die Verſteigerung von demjenigen zu ſuchen, welcher dem Gegner den Arreſt zuerſt angekuͤndiget n huitin n hite u et lih dein enn e yrui 1 (2) Hier iſt in den Teyt des Hriginals ein Fehler eingeſchlichen. n nbyh Es ſoute nicht heißen regnes⸗ ſondern kaites. Denn das Gericht nimmt die Gebote an⸗ aber ſie geſchehen durch Anwälde.(Art. 707.) * 344 P. I. L. V. De TExscution des Jugemens. — dénoncé; en cas de concurrence, au porteur du tite plus ancien; et si les titres sont de méme Aute, Pavops le plus ancien. 654. La partie saisie sera tenue de pr 3es moyens de nullité, si aucuns elle a, avant radjudica. tion prsparatoire, après laquelle elle ne pourra proposer— que les moyens de nullité contre les procsdures po rieures. 5 3 658. La distribution prix sera faite ainsi qwi sera prescrit au titre de la Pistribution par contribution, sans préjudice néanmoins des hypotheques établies an- térieurement à la loi du II brumaire an VII. — TITRE Xl. v⸗ 1. Piotribution par 656. Si les deniers arrétés ou le pris ne zuffisent pas pour payer les oréanciers, le saisi et les orkanciers seront tenus, dans le mois, de convenir de la distribution par contribution. 657. Faute par le saisi et les eréanciers 4* s'ac- corder dans ledit delai, rofficier qui aura fait la vente, 6 sera tenu de consigner dans la huitaine suivante, et à la charge de toutes les oppositions, le montant de la vente, déduction faite de ses frais d'après la taxe qui 5 S. über dieſen Segenſtand Dufour, Traité de 1a proe. civ. T. II. p. 229. 232. Unten im XIV. Litel: von der Ord⸗ nung der Gläubiger iſt vieles wiederholt, was im nachſie⸗ henden Litel geſagt iſt. 6 6 Ud u imn wi nin ſaunt 6 ſ Gin ufin un kut 6 ſ i ie ut 6 6 nü xüth ulſuh Si n 6 ſ piſd biy, i biſi Den in den uſhun 1r Th. 5 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 343 hat; und wenn dieß zu gleicher Zeit geſchehen iſt, von demje⸗ h, nigen, deſſen Verſchreibung die ältere iſt; und wenn beyde Verſchreibungen an einem Tage ausgeſtellt ſind, von dem älte⸗ 3 ſten unter beyden Sachwaltern.(Art. 719.) e ke 654. Der, wider welchen der Arreſt ausgebracht iſt, hat die Gruͤnde wider die Guͤltigkeit des Verfahrens vor dem ſumn erſten und vorlaͤufigen Zuſchlage vorzubringen, nach dieſem pwilun kann er nur das nachherige Verfahren als nichtig anfechten. 6355. Die Kaufſumme wird auf eben die Art vertheilt, im Titel: von der Diſtribution unter die Glaͤu⸗ biger nach Verhältniß ihrer Foderungen beſtimmt ſ werden ſoll; jedoch mit Ausnahme derjenigen Hypotheken, die ues irgend ein Glaͤubiger vor Promulgation des Geſetzes vom II. uI Bruͤmaire des 7. Jahres erlangt hat. ESilfter Titel. Von der Diſtribution unter die Glaͤubiger nach Verhaͤlt⸗ nihulin nnnß ihrer Foderungen. 0) i i un 666. Sind die mit Arreſt belegten oder aus der Verſtei⸗ k nii gerung eingekommenen Gelder zur Befriedigung der Gläubi⸗ i ie cm ger nicht hinreichend: ſo haben ver, wider welchen die Huͤlfe vollſtreckt iſt, und die Glaͤubiger ſich in Monatsfriſt uͤber die Diſtribution nach Verhaͤltniß der Foderungen zu vereinigen. 8— mn jükn 657. Kommt dieſe Vereinigung unter dem Schuldner ninm, und den Glaͤubigern in der beſagten Friſt nicht zu Stande: ſo iſt der Beamte, der die Verſteigerung vollzogen hat, ſchul⸗ nnnt n lm dig, in den naͤchſten acht Tagen und unter Vorbehalt aller . Einſpruͤche die Kaufſumme niederzulegen, wobey er jedoch ſeine it uhhi*) Delaporte hat in ſeinem Formnlaire das ganze Verfahren 1. in den Artikeln: Pistribution und Borderenn ſehr genau und bu wu anſchaulich dargeſiellt. E.— 244 E.I. L. V. De TEnccution de Jugemens. aura éte faite par le juge sur la minute du procds- ver- pal: ¹1 sera fait mention de cette tase dans les expe· . „ ditions. 658. U sera tenu au greffe un registre des contri butions, sur lequel un juge sera commis par le vrẽs⸗ dent, sur la requisition du saisissant, ou, à son dekaut, de la partie la plus diligente; cette roquisition sera ite P simple note portée sur le registre. 659. Aprss l'expiration des delais portès aus a ticles 636 et 637, et en vertu de vordonnanoe du j juge commis, les créanciers seront sommés de produire, et Ja partie saisie de prendre communication des pibces produites, et de contredire, s'il échet. 660. Dans le mois de la sommation, les oréan- ciers opposans, soit entre les mains du saisissant, soit en celles de Pofficier qui aura procedé à la vente, pro- duiront, à peine de forclusion, leurs titres=s mains du juge commis, aveo acte contenant demande en colloca- tion et constitution d'avous. 661. Le méme acte S gemande 3 ſin de privilege: neanmoins le propriétaire pourra appeler la partie saisie et l'avoué plus ancien en rféré de vant le juge-commissaire, pour faire statuer préliminairement sur son privilége pour raison des loyers à lui dus. 662. Les frais de poursuite seront prleves, par privilege, avant toute créance autre que celle pour loyers dus au propriétaire. (1) Ordonn. v. 1667. Tit. XRXIII. Art. a1. (2) Hierdurch wird der Miethzins ſogar den Koſten vorgezogen und dadurch der a101. Artikel des Rap. Civilgeſetzb. erläutert, der unhn witn ibſin bo Blut, hnjnhn upiunßn in, it iütunnſſ Uuin m uit.( l. hh ie n ju ſun nnſnn ſimin 65 ung in nni iber vrn n ne in 1 rün ans huky 0u, 3 z01 ü niiien u 1 portes au unanct du yduite inn ie pi k. in, le u hu wnt ihnu ins k nin enniz uuh hini in yun en tin in n ptilnuin en ihi iu nt nin u 1rTh. 56 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 345 Gebuͤhren und Auslagen nach der Taxe, welche der Richter auf die Urſchrift des Originalprotocolls zu ſetzen hat, in Ab⸗ zug bringt; in den Ausfertigungen des Protocolls wird dieſe Taxe gleichfalls erwaͤhnt.(1). 6g. Auf der Gerichtsſchreiberey iſt uͤber die Diſtributio⸗ nen eine eigne Liſte zu halten. In dieſer ernennt der Prä⸗ ſident auf Anſuchen desjenigen, der den Arreſt ausgebracht hat, oder, in deſſen Ermangelung, auf Anſuchen des erſten Intereſſenten, der darauf antraͤgt, ein Mitglied des Gerichts zum Commiſſar; das Anſuchen geſchieht durch eine bloße Note, welche in die Liſte eingetragen wird.(Art. 750. 757.) 65o. Nach Ablauf der im 656. und 657. Artikel beſtimm⸗ ten Friſten werden, vermoͤge eines vom Gerichtscommiſſar er⸗ laſſenen Befehls, die Glaͤubiger aufgefodert, die Beweisdocu⸗ mente zu produciren; und der mit Beſchlag Belegte, von den producirten Urkunden Einſicht zu nehmen, und erfoderlichen Falls ſeine Einwendungen dagegen vorzubringen.(Art. 752. 733.) 660. In Monatsfriſt nach erfolgter Auffoderung ſind die Glaͤubiger, welche entweder beym Arreſtausbringer, oder bey demjenigen Beamten, der die Verſteigerung beſorgt hat, Zah⸗ lungseinſpruch gethan haben, bey Strafe der Praͤcluſion, ver⸗ bunden, ihre Beweisurkunden zu produciren und dem Ge⸗ richtscommiſſar, nebſt einem Satze, einzureichen, welcher das Anſuchen um Location und die Sſeun eines S enthaͤlt.(Art. 754.) 661. Derſelbe Satz muß das Geſuch um Berackſicht⸗ gung des Vorzugsrechts enthalten; doch kann ein Vermiether die mit Arreſt belegte Parthey und den älteſten Sachwalter zur ſummariſchen Verhandlung(Art. 806. f.) vor den Com⸗ miſſar auffodern, damit vorlaͤufig uͤber ſein ihm wegen ruͤck⸗ ſtäͤndigen Miethzinſes zuſtändiges Vorzugsrecht erkannt werde. 60n. Die Proceßkoſten werden vor jeder andern Fode⸗ rung in Abzug gebracht, mit Ausnahme des dem Vermiether fuͤr ruͤckſtändigen Miethzins zukommenden Anſpruchs.(2) über dieſen umſtand ſchweigt; aber auch dem Miethzinſe das Vorrvecht, das er vorher ſchon genoß, nicht entzieht. 346 P. I. L. V. De Exccution des Jugemens. 663. Le aclai ci-dessus fixé espiré, et méme au- paravant, si les créanciers ont produit, le conwisait dressera, ensuite de son proods- verbal, Pétat de aun bution sur les pieces produites; 1e poursuivant denon. cera, par acte d'avous, la clõture du proces aux créanciers produisans et à la partie saisie, avec sommation d'en prendre communication, et de voniredis sur le proces-verbal du commissaire dans la quinæine. 664. Faute par les créanciers et la partie nisie 3 de prendre communication=s mains du juge- commis- saire dans ledit délai, ils demeureront forclos, ans nouvelle ni jugement; il ne sera fait aucun dire, s'il n'y a lieu à contester. 665. S'il n*y 2 point de contestation, le juge- com- missaire clora son proces-verbal, arrétera la distribu- tion des deniers, et ordonnera que le grekler 4chr mandement aux créanciers, en affirmant par eux la sincérité de leurs créances. 666. S'il s'eleve des diſßcultés, le juge- commis. saire renverra à l'audience; elle sera poursuivie par la partie la plus diligente, sur un simple acte d'avous à avoue, saus autre procédure. 1 667. Le créancier contestant, celui contesté, la partie saisie, et Tavous plus ancien des opposaus, se⸗ hn ubt mim h utn tie nüt et de cu 6a qiu parie tjal uen üt k jige dit ſier deln yu en e ju· u ounun ut n i en s ohu 1rTh. 55 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 347 663. Nach Ablauf der obbeſtimmten Friſt, ja, wenn die Glaͤubiger ihre Beweisurkunden producirt haben, noch fruͤher, ſertigt der Commiſſar, als Fortſetzung ſeines Protocolls in Gemaͤßheit der beygebrachten Beweisurkunden den Diſtribn⸗ tionsbeſcheid. Zeder Glaͤubiger, der die Sache betreibt, kuͤn⸗ digt durch einen Satz ſeines Sachwalters den Glaͤnbigern, welche ihre Beweiſe beygebracht haben ſowohl, als dem mit Arreſt Belegten, den Schluß des Protocolls an, und fodert ſie auf, davon Einſicht zu nehmen, und binnen vierzehn Tagen ihre Einreden beym Commiſſar zu Protocoll zu geben.(Art. 666— 735.) 66 Wenn die Glaͤubiger und der mit Arreſt Belegte die ihnen verſtattete Einſicht des Protocolls beym Gerichts⸗ commiſſar, in der beſagten Friſt, zu nehmen unterlaſſen; ſo ſind ſie, ohne anderweite Auffoderung und ohne weitern Be⸗ ſcheid, vom Verfahren) praͤcludirt; es wird kein Verfahren ge⸗ ſtattet, ausgenommen wenn Streitigkeiten eintreten.(Art. 766.) 66. Iſt unter den Partheyen kein Streit, ſo ſchließt der Gerichtscommiſſar ſein Protocoll, reſolvirt die Vertheilung der Gelder, und befiehlt, daß der Gerichtsſchreiber den Glaͤu⸗ bigern, gegen eidliche Beſtaͤrkung der Aechtheit ihrer Foderun⸗ gen, den Zahlungsbefehl ausliefere.(Art. 759.) 666. Erheben ſich Schwierigkeiten, ſo verweiſet der Ge⸗ richtscommiſſar die Sache zum Verhoͤr, welches von dem er⸗ ſten anſuchenden Intereſſenten durch einen bloßen Satz, den ein Sachwalter dem andern zufertigen läßt, und ohne weitere Proceßform in der Sache ausgebracht wird.(S. Art. 405. 758. 6 6657. Außer dem Glaͤubiger, welcher den Einwand ge⸗ macht hat, demjenigen, wider welchen er gemacht worden iſt, dem mit Arreſt Belegten und dem aͤlteſten Sachwalter der Opponenten, wird niemand zum Verfahren gelaſſen; derjenige, (¹) Das Verfahren über die Diſtributien und die Einreichung der Gründe, wodurch die Loeation angefochten wird, erfolgt im öffent⸗ lichen Verhör. X 343 p 1. L. v. Pe rExscution des utenen ront seuls en cause; le poursuivant ne etre ap. pelé en cette qualits.% 668. Le jogement sera sur nphor 3 juge commissaire et les conclusions du ministbre public. 669. Lappel de ce jugement sera interjeté dans les dix jours de la signification à avoue: Pacte d'appel eera signifis au domicile de lavoué; il contiendra cita- tion et énonciation des srie; sera statuò comme en matidre sommaire. Ne Pourront 6tre intimées sur ledit appel we n parties indiquses par article 667. 670. Après Pexpiration du délai fixé pour nna et en cas qappel, après la signification de harrét au domicile de l'avous, le juge- commissaire clora son pro- ces-verbal, ainsi qu'il est prescrit par Farticle 66. 671. Huitaine aprds la clöture du procks-verbal, le greffier délivrera les mandemens aux créanciers, en affirmant par eux la sincérité de leur oréance par-de- 672. Les intéréts des sommes admises en distribu- tion cesseront du jour de la clöture du procks- verbal de distribution, s'il ne s'cleve pas de contestation; en cas de contestation, du jour de la signification du juge- ment qui aura status; en cas d'appel, quinzaine après la signification du jugement sur appel. () Sobald das Diſtributionsprotocot icteſen iſt, ſieht den Sn frey, ihre Anweiſungen(mandemenis) binnen 6 nlt Pu ſich iit 2 ſt aſun ſn ni 66 in W zu in Wn v ni zuh mhunhe ho 7 wn iMPh niſt, Nwl. . w bii jr ſu⸗ ſht u( ſu) n u ſant a, M Min Iylu u * k un titin . ne hut b coninn 1ztatt m pnh u de hu ecn u nick tt puct· reancien ance pir⸗ en lsu pwo· mezuton cuin u ininn * neuu) un * rrTh. 5s B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erteuntniſſe. 34 der die Verſteigerung ausgebracht hat, kaun in dieſer Eigen⸗ ſchaft nicht zugezogen werden.(Art. 760.) 3 66g. Der Beſcheid wird auf einen vom Gerichtscommiſ⸗ ſar erſtatteten Vortrag ertheilt, nachdem die oͤffentliche Be⸗ hoͤrde mit ihrem Antrage gehoͤrt iſt.(Art. 762.) 660. Die Appellation wider dieſes Urthel muß binnen zehn Tagen, nach der an den Sachwalter erfolgten Zuferti⸗ gung eingewandt werden. Die Appellationsſchrift wird in die Wohnung des Sachwalters inſinuirt; ſie muß zugleich eine Vorladung, nebſt der Anzeige der Beſchwerden, enthalten; es wird daruͤber, wie in ſummariſchen Rechtshaͤndeln erkannt. Zum Appellationsverfahren darf, außer den im 667. Artikel erwaͤhnten Partheyen, niemand vorgeladen werden.(Art. 763.) 670. Nach Ablauf der Appellationsfriſt, und im Fall appellirt iſt, nach erfolgter Zufertigung des Appellationsurthels in die Wohnung des Sachwalters, ſchließt der Gerichtscom— miſſar, nach der im 665. Artikel enthaltenen Vorſchrift, ſein Protocoll.(Art. 767.) 671. Acht Tage nach dem Schluſſe des Protocolls liefert der Gerichtsſchreiber den Glaͤubigern, wenn ſie die Aechtheit ihrer Foderungen vor ihm eidlich beſtärken, die Zahlungsbe⸗ fehle aus.(Art. 771.) 6. Die zur Diſtribution gebrachten Summen tragen, dafern kein Streit entſteht, von dem Tage an keine Zinſen, da das Protocoll uͤber die Vertheilung geſchloſſen iſt; wird ſie hingegen beſtritten, von dem Tage der Zufertigung des Urthels an, welches den Streit entſcheidet, und wenn auch dawider appellirt wird, vierzehn Tage nach erfolgter Zuſertigung de Appellationsgerichtsurthels.(Art. 767.)(1). Tagen beym Gerichtsſchreiber einzureichen und auf dieſe ihr Geld aus der Caſſe abzuholen. Es iſt alſe von diefer Zeit an der Schuldner nicht mehr in mora. „ —— 350 P. 1. L. V. De l'Exécution des Jugemens. TITRE XII. De la Saisie immobiliere. 673. La saisie immobiliere sera prẽcedee d'un com- mandement à personne ou domicile, en téte duquel sera donnée copie entiere du titre en vertu duquel elle E faite: ce commandement et élection du do⸗ micile dans le lieu ou siége le tripunel qui devra con- 3 naitre de la saisie, si le créancier n*y demeure pas; il énoncera que, faute de paiement, il sera procédé: à la saisie des immeubles du débiteur. L'huissier ne se fen point assister de témoins; il fera, dans le jour, viser l'original par le maire ou l'adjoint du domicile du 46 biteur, et il laissera une seconde copie à celui qui don- .„ * nera le visa. . 674. k. saisie immobilibre ne pourra etre fait⸗ que trente jours apres le commandement: si le oréancier laisse&couler plus de trois mois entre le commande- ment et la saisie, il sera tenu de le réitérer dans les formes et avec le delai ci- dessus. 675. Le proces verbal de saisie contiendra, les formalités communes à tous les exploits, Penoncia tion du jugement ou du titre exécutoire, le transport de Phuissier sur les biens saisis, la désignation de l'e⸗ (¹) S. über die Saisie immobiliere Dufour, Trai⸗ de 1a vroci. i 258— 262. () Geſetz vom 11. Brumaire des 7. Jahres Art. 1. 551 Pud 6 vi, m un u Nim nbi in u, un im gup ſn. 1 ung aitl bithg hu hu ſln2 Sihn zy n it ¶n ht nihn lhu Fin gſin ſung 65 uße M un l Aiz E i fi famul ah ilin npitlt e wemiz in du unil qi v hu ü nn Lhitn tiu ini ve yn lenen ikau ennkn ku iie mian elu b unie, k up i r Th. 5s B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Ertenntniſſe. 351 Zwoͤlfter Titel. Von der K unbeweglicher Guͤter.) 673. Ehe ein inbebehuche Gnt Beſchlag gelegt wird, muß ein Zahlungsgebot an den Schuldner erlaſſen wer⸗ den, welches demſelben in Perſon oder in ſeine Wohnung zu⸗ gefertigt wird; dieſem Zahlungsgebote wird eine vollſtaͤndige Abſchrift der Schuldverſchreibung vorausgeſchickt, kraft deren der Beſchlag angelegt wird. Wohnt der Glaͤubiger nicht an dem Orte, wo das Gericht, welches uͤber die Beſchlagneh⸗ mung erkennen ſoll, ſeinen Sitz hat: ſo muß das Zahlungs⸗ gebot zugleich die Wahl ſeines Wohnſitzes an dieſem Orte ent⸗ halten. Auch muß darin geſagt ſeyn, daß, wenn keine Zah⸗ lung erfolge, die unbeweglichen Guͤter des Schuldners mit Beſchlag belegt und verſteigert werden ſollen. Der Gerichts⸗ bote hat dabey keine Zeugen zuzuziehen; er laͤßt noch an dem⸗ ſelben Tage das Original vom Maire des Orts, wo der Schuldner wohnt, oder von deſſen Adjunct viſiren; und laͤßt bey demjenigen, der das Viſa giebt, eine zweyte Abſchrift zu⸗ ruͤck.(Art. 551. Art. 717.)(1) 674. Der Beſchlag auf unbewegliche Güter kann nicht erfolgen, als dreyßig Tage nach dem Zahlungsgebote. Läßt der Gläubiger mehr, als drey Monate zwiſchen dem Zahlungsgebote und der Beſchlagnehmung verſtreichen, ſo iſt er ſchuldig, letzteres in der obbeſtimmten Form und mit Ver⸗ ketung derſelben Friſt zu wiederholen.(2) 675. Das Protocoll uͤber den angelegten Beſchlag muß, außer den Formalitaͤten, die es mit allen Amtswegen abgefaß⸗ ten Urkunden des Gerichtsboten gemein hat, enthalten: die Inge 3 Urthels oder der die Huͤlfsvollſtreckung mit ſich *) Die gurentn des ganzen dabey zu Verfah⸗ rens findet man ſehr vollſtaͤndig und klar beym Polaporte im Formulaire unter: Saisie immobiliere ou rselle. E. „ 352 P. LT. V. Pe rRxccution des Jugemens. térieur des objets saisis, si c'est une maison, et énon⸗ cera l'arrondissement, la commune et la rus ou elle est situce, et les tenans et aboutissans; si ce sont 46 biens ruraus, la désignation des bätimens s'il y en* nature et la contenance au moins approximatir⸗ e piree, deus au moins de ses tenans et aboutis sans, le nom du fermier ou 6ien s'il y en a, raror dissement et k commune oů elle est situse: que soit la du bien, le proces- verhal contiendra en outre extrait de la matrice de röle de conttibution foncidre tous 185 articles saisis, Tindication au tribunal od la saisie sera portée, et constitution davous chez lequel le domicile du saisissant sera elu de S 676. Copie entiere du procs- verbal de saisie sera, avant Penretzistrement, laissce aux greffiers des juges de pais, et aux maires ou adjoints des communes de la situation de limmeuble saisi, si cest une maison; si ce sont des biens ruraux, a ceux z la ituation des pätimens s'il J en a, et s'il n'y en a pas, ceun de la situation de la partie des biens à laquelle la matrice du röle de la contribution foncière attribue le plus** . — (¹) Bey dieſem Artikel iſt mit einigen Abänderungen der ste Arti⸗ kel des erwähnten Geſetzes zum Grunde gelegt. Vieles war ſchon im Edict wegen Ernennung der Commiſſion zur Hülfsvollſireckung vom Jahre 1626. enthalten. genden Verſchreibung, und die Anordnung, daß ſich der Huiſſier in Perſon auf das in Beſchlag zu nehmende Grundſtück begeben Nur die im Artiket verordnete Ein⸗ rückung des urthels und der die Hülfsvollſtreckung mit ſich brin⸗ i 10 35 n ſi ufd ſs ſi ſch ihr ſ mide minu int 1n Mut! Gui wm um in ut huſit Wbi wu hud Sthur In d* e lihnt — Ir Th. 56 B. Von Vollſtreckungd. rechtlichen Erkenntniſſe. 353 uma bringenden Verſchreibung; die Anzeige, daß der Gerichtsbote hmi ſich auf das in Beſchlag genommene Gut in Perſon begeben S6 habe; die Beſchreibung der mit Beſchlag belegten Gegenſtaͤnde nach ihrer aͤußern Beſchaffenheit, und, wenn von einem Hauſe üyn die Rede iſt, uͤberdieß noch die Anzeige des Bezirks, der Ge⸗ ſin meinde und der Straße, worin das Haus liegt, ſo wie der anliegenden und anſtoßenden Grundſtuͤcke; ſind es Landguͤter, kmnut eine Anzeige der Gebaͤude, wenn deren vorhanden ſind, die yn Natur und wenigſtens den ungefaähten Flaͤcheninhalt jedes Grundſtuͤckes, wenigſtens zwey der anliegenden oder anſtoßen⸗ uute: den Grundſtuͤcke, den Namen des Pachters oder Halbpachters, 3 hal cuin wenn einer auf dem Gute iſt, den Bez irk und die Gemeinde, worin es liegt. Von welcher Gattung aber auch immer das Grundſtuͤck ſey, muß doch das Protocoll uͤberdem, wegen l ſjedes der in Beſchlag genommenen Stücke, einen Auszug aus wül der Grundſteuermatrikel, die Anzeige des Gerichts, bey wel⸗ 1. chem die Verſteigerung erfolgen ſoll, und die Beſtellung eines n ib Sachwalters enthalten, bey welchem auch zugleich der Wohn⸗ bel de uiin ſitz rechtlich(ipso iure) fuͤr gewaͤhlt gilt.(Art. 717. Art. 6, 3. ien dni Taordnung von 1 Art. 47.)(1) 676. Beſteht das in Beſchlag genommene Gut in einem onnun Hauſe, ſo iſt dem Actuar des Friedensrichters und dem Maire der Gemeinde, wo ſolches liegt, oder deſſen Adjunct, noch 68 ehe die Eintragung erfolgt, eine vollſtaͤndige Abſchrift des uber die Anlegung des Beſchlags aufgenommenen Protvcolls zu eu uͤbergeben; ſind hingegen Landguͤter in Beſchlag genommen worden, ſo wird eine dergleichen Abſchrift den erwaͤhnten Be⸗ amten des Ortes eingehandigt, wo die etwa dazu gehorigen h Gebaͤude gelegen ſind; oder dafern auf dem Gute keine Ge⸗ baͤude ſind, den erwaͤhnten Beamten desjenigen Ortes, wo der une mon uels k u 4. n und davon im Protscou Erwähnung gethan werden müſſe, iſt in neu. uebrigens waren die meiſten in obſtehendem Artike erfoder⸗ nl Mu ten Formatitäten vorher ſchon im Gerichtsbrauche. S Fertiere niu u Introd. à la pratique unter: Saisie reelie und die Coleccion ae jurisprudence unter eben dieſem Titet. Man vergieiche hierbey den Vortrag des Herrn Réal im F des motifs ad h. 1⸗ Livilgerichtsorbnung. 8 P. I. L. V. De Exécution des ugemen 551 revenus: les maires ou adjoints et relber⸗ viseront il 6 Poriginal du proces- verbal, lequel fera mention des uſn copies qui auront 6té laissées. 677. La saisie immobiliere sera transcrite dans un wiünſt registre à ce destiné au hureau des hypothèques de la 5 m* . ituation des biens, pour la partie des objets saisis dui se trouve dans parrondissement. 6 vii lit 678. Si le conservateur ne peut procder à n 66. transcription de la saisie à binstant oů elle lui est prẽ- z sentée, il fera mention sur l'original, qui lui sera ic n, des heure, jour, mois et an auxquels il lui aura étée in remis; et, en cas de concurrence le premier prèsentẽ ſahin, sera transcrit. n) 679. Sil y a eu précéedente saisie, le conserva⸗ 3 teur constatera son refus en marge de la seconde; il 5 iju , énoncera la date de la precedente saisie, les noms, de- biln i , ttiß i in zih viühn F nuin wn(n meures et professions du saisissant et 3, eiei⸗ rindi tion du tribunal ou la saisie est portée, le nom de Pavoué du saisissant, et la date de la transcription. 680. La saisie immobiliere sera en outre transcrite au greffe du tribunal oü doit se faire la vente, et 6 o tihtſr e) Im. Geſetz vom 11. des 7. Jahres Art. 6. war 2 der zurückzulaſſenden Abſchrift nichts enthalten.— (2) Ebendaſ. Art. 6. Doch iſt da nicht der Transſcription, ſondern der bloßen Inſcription(Vormerkung) gedacht. 6 izn (3) Man vergleiche hiermit die ähnliche Anordnung des cwilge⸗ 3 der e ₰ ſetzb. Art. 2200. 3 werlz (4) Iſt der Beſchlag auf zwey verſchiedene Grundſtücken gerichtet, p 3 ujit dn muß er die zweyte wie die erſte Saisie, oder iſt die erſte Saisie 2 izin hün inu l cnt ut pwit elk it gi lin ehk i hin k pninp ie, k n h eon , Es nm ii, Ii u e, le non mnxiyiu en outre na ha ſente, 1 ir Un.6 b ten. uniſhiu i. 1. nn undiin n det ji hi ſs 1rTh. 58 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 355 Theil der Guͤter liegt, der nach der Grundſteuermatrikel die meiſten Einkuͤnfte traͤgt. Der Maire oder deſſen Adjunct und der Gerichtsſchreiber viſiren das Original des Protocolls, in welchem erwaͤhnt wird, daß eine Abſchrift davon bey ihnen zuruͤckgelaſſen worden ſey.(Ar. X 677. Die Beſchlagnehmung eines liegenden Gutes wird im Hypothekenamte, unter welchem die Guͤter gelegen ſind, ſo weit ſich die in Beſchlag genommenen Gegenſtaͤnde in deſſen Bezirk befinden, in ein hiezu beſtimmtes Buch eingetragen. (Art. 681. Art. 717.)(2) 678. Kann der Hypothekenbewahrer den angelegten Be⸗ ſchlag nicht in dem Augenblicke, da ihm das Protocoll vorge⸗ zeigt wird, eintragen: ſo bemerkt er auf dem ihm zuruͤckzu⸗ laſſenden Original, Stunde, Tag, Monat und Jahr, da es ihm eingehaͤndigt worden iſt. Werden ihm mehrere zugleich uͤbergeben, ſo wird das zuerſt eingereichte Protocoll eingetra⸗ gen.(2) 679. Iſt bereits vorher ſchon ein Beſchlag angelegt, ſo bemerkt der Hypothekenbewahrer ſeine Weigerung,(den zweyten einzutragen) durch eine Marginalbemerkung auf dem zweyten Protocoll; dabey bemerkt er das Datum des fruͤher angelegten Beſchlags, die Namen, den Wohnort und das Gewerbe deſ⸗ ſen, der ihn angelegt hat, und deſſen, dem er angelegt iſt; die ihm geſchehene Anzeige des Gerichts, bey welchem der Beſchlag geſucht worden iſt, den Namen des Sachwalters des Arreſtausbringers, und das Datum der Eintra⸗ gung.(Art. 779. 720.)(4) 6go. Ueberdieß wird der angelegte Beſchlog auf der Ge⸗ richtsſchreiberey des Gerichtes, wo die Verſteigerung geſche⸗ 2 X nicht auf alle Theile des Grundſtücks gerichtet: ſo muß er die tetztere eintragen, ſo weit ſie den Theil der Güter betrifft, der in der erſten nicht mit kbegriffen war,(weit das Grundſtück mehr werth iſt, als die erſte Foderung beträgt) Der Vorzug, den der erhätt, der bey der Eintragung in die Hypothekenbucher dem an— dern zuvorkommt, iſt ein Lohn der vorzüglichen Aufmerkſamkeit (vigilantibus enim iura sunt scripta). 1 — 356 des Jugemens. 165 dans la quinzaine du jour de la transcription au bureau 4 ſl, ing des hypothsques, outre un jour pour trois myriamètres 3 wö uw un vi tribunal.. eih n 6gr. La saisie immobilibre, enregistrée comme il( n) Nil iin dans la quinzaine du jour du dernier enregistrement, 3 innde de distance entre le lieu de la situation des biens et est dit aux articles 677 et 680, sera denonese au saisi outre un jour pour trois myriamètres de distance entre niß le domicile du saisi et la situation des pisns elle con- jnli n in k de cette dẽnonciation sera visé dans les vingt- qustre nvin tiendra la date de la premibre publication. Lorigina! heures par le maire du domicile du saisi, et enregistré nineh tmußt dů N, inn situation des biens; et mention en sera faite en marge nhim dans la huitaine, Ooutrée un jour pour trois au pureau de conservation des nypochtque⸗ de la de Penregistrement de la saisie réelle. u üb mn i u trois jours de Penregistrement mentionné en Particle 680, 5 682. Le greffier du tribunal sera tenu, dans les d'insérer dans un tableau placé à cet effet daus laudi- umk in in b 12 20. Les noms, professions et demeures du saisi ſihnbn toire, un entrait date de la saisie et des euretistemens; S et du saisissant, et de l'avoué de ce dernier; 3 e b lzn ne, de la rue, des maisons saisies; yn 30. Les noms de arrondissement, de la commu- 40. Leindication sommaire des biens ruraus, en mun autant d'articles qu il y a de communes, lesquelles s% in zii ront indiquées, ainsi que les arrondissemens; chaque.. e et enjn sbien: Lion. Ii k ih ui ien mi min h en lite u1 tenu, Uu en harick le hs lu enjuun deneus i demier ut, deh hiens mi neln Ir Sh. Ss B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 357 hen ſoll, eingetragen; und zwar binnen vierzehn Tagen, von dem Tage an zu rechnen, wo er auf dem Hypothekenamte ein⸗ getragen worden iſt. Dieſe Friſt wird auf jede drey Myria⸗ meter, welche der Ort, wo die Guͤter gelegen ſind, und das Gericht von einander entfernt ſind, um Einen Tag verlängert. (Art. 717.) 681. Iſt die Beſchlagsurkunde auf die im 677. und 680. Artikel beſtimmte Art eingetragen worden, ſo muß ſie binnen vierzehn Tagen dem mit Arreſt Belegten bekannt gemacht wer⸗ den. Dieſe Friſt nimmt mit dem Tage der letzten Eintragung ihren Anfang, und es wird auf jede drey Myriameter, wel⸗ che der Wohnort des mit Arreſt Belegten von dem Orte, wo die Guͤter gelegen ſind, entfernt liegt, Ein Tag hinzugerechnet. Die Beſchlagsurkunde muß das Datum der erſten Bekannt⸗ machung enthalten. Das Original der gedachten Bekanntma⸗ chung muß binnen vier und zwanzig Stunden von dem Maire des Orts, wo der mit Arreſt Belegte wohnhaft iſt, viſirt, und binnen acht Tagen, wozu noch auf jede drey Myriameter der Entfernung ein Tag zu rechnen iſt, auf dem Hypotheken⸗ amte, in deſſen Bezirke die Guͤter gelegen ſind, eingetragen werden. Dieß wird bey der Stelle, wo der Beſchlag einge⸗ tragen iſt, am Rande bemerkt.(Art. 717.) 682. Der Gerichtsſchreiber iſt ſchuldig, binnen drey Ta⸗ gen von der im 680. Artikel erwähnten Einregiſtrirung an, in eine dazu beſtimmte, im Audienzzimmer befindliche Liſte einen Extract einzutragen, welcher enthalten muß: 1) das Datum der Beſchlagnehmungsurkunde und der er⸗ folgten Einregiſtrirung derſelben; 2) Namen, Gewerbe und Aufenthalt des Arreſtausbrin⸗ gers und des mit Beſchlag Belegten, ſo wie des Sachwalters des letztern; 3) die Namen des Bezirks der Gemeinde und der Gaſſe, wo das mit Beſchlag belegte Haus liegt; ₰ eine kuͤrzliche Anzeige der Landgter; und zwar wenn ſie in verſchiedenen Gemeinden liegen, von jedem einzelnen in einem beſondern Artikel; wobey jedesmal die Gemeinde und 358 P. I. L. V. De I'Exécution des Jugemens. article contiendra seulement la nature et la quantité des objets, et les noms des ermier⸗ ou colons s'il y en a: si néanmoins les biens e. dans la méme con sont exploites par plusieurs personnes, ils seront divises en autant qarticle⸗ qu'il y aura Tenploitans: L indication du jour de l premidre vuieanon; 60. Les noms des maires, et greffiers de⸗ juges de pais, auxquels copie⸗ de ja saisie auront été uie „ 683. Textrait rescrit ar rartiols récédent sers P P P 2 inséré, sur la poursuite du eaisiseant, dans un 4 journaux imprimès dans le lieu ou siége le tribunal 4e vant lequel la saisie se poursuit; et s'il n'y en a pas. dans Pun de ceus imprimés dans le„ ven a il era jeti 6 cette insertion par la feuille contenant ledit avec la signature de l'impri- meur, légalisée par le maire. 684. Extrait pareil: à ei prescrit par eritc⸗ prs· cédent, imprimé en forme placard, sera afficheé, 10. A la porte du domicile du sieiz 4 l prinripele porte des 6qices 32 A ä principale place de la commune oů le saisi est domicilié, de celle de la situation des biens, et de celle du tribunal oů la vente se poursuit; X n 3 ufit, d n ſim ſ in n ſuh wi w vii gunüſ „ wiln ii n vi bu waſt, Jin hu gitchn, lu h m un un dn li 4 ſun h ſin. hh vht u Bget und dl 6) i⸗ ſctie ſcle wrt t i. * e pritln u, imn e ktin nyen arten nher hi te de jin u lnit xn ifij ii; ices ui unnm uin iai oumit 2 r h. S6 B. Von Volſtreckung drechtlichen Ertenntniſſ. 339 der Bezirk anzumerken ſind. In jedem dieſer einzelnen Arti⸗ kel ſind blos die Beſchaffenheit und der Betrag der Gegen⸗ ſtäͤnde, ſo wie die Namen der Pachter oder Halbpachter, wenn deren dabey in Frage kommen, anzugeben. Werden jedoch die in einer und derſelben Gemeinde liegenden Guͤter von verſchiedenen Perſonen bewirthſchaftet: ſo werden die An⸗ gaben in ſo viele Artikel eingetheilt, als Wirthe ſind; 5 die Anzeige des Tages der erſten Bekanntmachung; 6) die Namen der Maires und der Actuarien der Frie⸗ densrichter, denen Abſchriften von der Beſchlagnehmungsur⸗ kunde uͤbergeben worden ſind.(Art. 717.)(*) 683. Der in vorſtehendem Artikel beſchriebene Extract muß auf Anſuchen des Arreſtausbringers in eine der Zeitun⸗ gen eingeruͤckt werden, welche an dem Orte herauskommen, wo das Gericht, bey dem um Beſchlagnehmung angeſucht worden iſt, ſeinen Sitz hat. Kommt an dieſem Orte keine Zeitung heraus, ſo muß die Einruͤckung in eine der Zeitungen geſchehen, die im Departement herauskommen; wenn nehmlich letzteres der Fall iſt. Daß dieſe Einruͤckung erfolgt ſey, wird durch das Blatt belegt, in welchem der erwaͤhnte Eytract ſteht, und welches mit der vom Maire beglaubigten Unterſchrift des Druckers bezeichnet ſeyn muß.(Art. 717.) 684. Auf gleiche Art iſt ein Extract, wie er im vorſte⸗ henden Artikel beſchrieben iſt, in Form eines Patents anzu⸗ ſchlagen: 1) an die Thuͤr des Hauſes, wo der mit Arreſt Velegte wohnt; 2) an das Hauptthor der in Beſchlag genommenen Ge⸗ baͤude; 3) an dem Hauptplatze des Ortes, wo der mit Beſchlag Belegte wohnhaft iſt, des Ortes, wo die Güter gelegen ſind, und des Ortes, wo das Gericht, welches die Beſchlagnehmung verfuͤgt, ſeinen Sitz hat; (¹) Dieſe Formalitäten vertreten die Stelte des ehemaligen Ausrufs (eriées) und der ehemals üblichen Anſchläge(pannonceaux et afiches. S. oben Art. 643. Anm.) . V. De vpcutitũ Iet Jugemens. 1555 40. Au principal marché desdites communes, et 3 hub h Nnb la situation des bätimens; et s'il n'y à pas de bätimens, n 6tt lorsqu il n'y en a pas, aux deus marchés les plus voisins 8 So. A la porte de l'auditoire du juge de pain de 5 la porte de rauditoire de la justice de paix oà 5 3 Finnn trouve la majeure partie des biens saisis; ſin h ſthö cile du saisi, de la sttuation des biens, et de la vente. 16 6. Aux portes extérieures des tribunaux du doni 635. Lapposition des placards sera constatée par un acte vuquel sera annexé un exemplaire du placard: par cet acte Phuissier attestera que Fapposition a été faite aux ſeun designes par la loi, sans les dẽtailler. 636. Les originaux du placard, et le proocsrver- Biß beſn bal d'apposition, ne pourront étre grossoyés sous un onin prétexte.— 687. Loriginal dudit proces- verhal sera vt par le maire de chacune des communes dans lesquelles Pap- poition aura été faite, et il sera notifté à ls partie Mi in nn, 688. Si les immeubles saisis ne sont pas louẽs ou inl saisie, avec copie du placard. aHermes, le saisi en restera en possession jusqu'à la it 2 veute, comme scquestre judiciaire; à moins qu'il ne ihun l, i6 ſin d'un ou plusieurs créanciers. Les créanciers pourront néanmoins faire faire la coupe et la vente, en tout ou 1 ſchenn soit autrement ordonné par le juse, sur la reclamation en portie: des fruits pendans par les racines. binſ ſehn () Geſetz vom 1r. Brumaire Jahr VII. Art. s. (2) Dadurch ſou der Sportelſucht begegnet werden, durch welche 2 eine unnütze Perteifättigung der ſolennen Abſchriften veranlaßt wurde. (3) Dieſes Viſa bewirkt den Beweis, daß der Huiſſier wirklich au Mnu mnn Alaſun ſ bſ hil i ſu ; ibunm u et deh ra const in zu 1 jnpoiin ms ls iu akn⸗ uym bal zen u leli i1 uy u kün ſun nin ut k nu nntien yu ente, e i ine 15. nehn, rr Th. 5s B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 361 4) am Hauptmarkte der beſagten Gemeinden, und wenn es daſelbſt keinen giebt, an den zunaͤchſt gelegenen Märkten; 5) an der Thuͤr des Audienzzimmers des Friedensrichters des Orts, wo die Gebaͤude liegen. Iſt aber die Rede nicht von Gebaͤuden, an der Thuͤr des Audienzzimmers desjenigen Friedensgerichts, unter welchem der groͤßte 2 der in Be⸗ ſchlag genommenen Guͤter liegt; 6) an den aͤußern Thoren des Gerichts, wo der mit Be⸗ ſchlag Belegte ſeine Wohnung hat, des Gerichts, in deſſen Bezirk die Guͤter liegen, und des Gerichts, wo die Verſtei⸗ gerung erfolgt. 685. Der erfolgte Anſchlag der Patente wird durch einen vom Gerichtsdiener ausgeſtellten Schein bewaͤhrt, welchem ein Cremplar des Patents beygefuͤgt iſt. In dieſem Scheine be⸗ zeugt der Gerichtsbote, daß der Anſchlag an den durch das Geſetz beſtimmten Orten wirklich erfolgt ſey, ohne jedoch dieſe Orte einzeln zu benennen.(Art. 717.) 696. Die Originalconcepte der Patente und das Proto⸗ coll uͤber den erfolgten Anſchlag derſelben ſind unter keinerley Vorwande ſolenn zu mundiren.(2) 6g7. Das Original des gedachten Protorolls wird vom Maire einer jeden Gemeinde, in welcher die Patente angeſchla⸗ gen waren, viſirt, und es wird dem mit Arreſt Belegten, nebſt einer Abſchrift des Patents, zugefertigt.(Art. 717.)(3) 683. Sind die in Beſchlag genommenen Grundſtuͤcke nicht vermiethet oder verpachtet, ſo bleibt der mit Arreſt Be⸗ legte, als gerichtlich beſtellter Sequeſter, bis zur erfolgten Ver⸗ ſteigerung im Beſitze, ausgenommen, wenn auf Anſuchen eines oder mehrerer Glaͤubiger vom Richter ein anderes anbe⸗ fohlen wird. Doch koͤnnen die Glaͤubiger auch die auf dem Halme ſtehenden Fruͤchte ganz oder zum Theil hauen und ver— ſteigern laſſen.(4) Ort und Stelle geweſen iſt. Der Nange deſſelben würde die Nullität des Protocolls bewirken. (a) Geſetz vom 11. Brumaire des Jahres VII. Art. 3. Die Aus⸗ nahme, wenn die Güter vermiethet oder berpachtet ſind, iſt neu. 82 362 P. I. L. V. De PExCcution des Jugemens. 689. Les fruits échus depuis la dénonciation au saisi seront immobilisss, pour étre distribuès avec le prix de l'immeuble par ordre d'hypotheques. 690. Le saisi ne pourra faire aucune 25 bois ni degradation, à peine de dommages et intörst,* auxquels il sera condamné par corps; i1 pourra méme atre poursuivi par la voie criminelle, suivant la gravité des circonstances. 691. Si les immeubles sont loués par bail dont date ne soit pas certaine, avant le commandement, 1* nullité pourra en étre prononcée, si les créanciers ou ladjudicataire le demandent. Si le bail a une date certaine, les créanciers pour- ront saisir et arréter les loyers ou fermages; et dans ce cas il en sera des loyers ou fermages échus depuis la faite au saisi, comme des fruits men- tionnès en l'article 689. 692. La partie saisie— peut, à compter du jour de la dénonciation* elle faite de la saisie, aliéner les immeubles à peine de nullité, et sans qu*i soit teun de la faire prononcer. 693. Néanmoins ralienation ainsi gä⸗ aura son exécution, si avant rasjudicætion Pacquéreur conbigne somme suffisante Pour acquitter, en principal, intéréts (6) S vom 11. Brumaire des Jahres VII. Art. 8. 2ter Si Der letzte Satz des Artikels iſt neu. 6 W 3. n. bp ſuſ m wöre. , n ni ni huui in 6 whhi ſit, u ſn hi zu unn hit! blutn jilh n in i iow Nihii lit hur ii. ſeh, b Einn S „. 56 V. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſe. 363 — 680. Nutzungen, welche nach der dem mit Arreſt Beleg⸗ iniuun ten gemachten Ankuͤndigung verfallen ſind, werden den unbe⸗— in weglichen Guͤtern gleich geachtet, und nebſt dem aus den Im⸗ mobilien geloͤßten Gelde nach der Ordnung der Hypotheken utu n unter die Glaubiger vertheilt.(Art. 607.) 690. Der mit Arreſt Belegte darf kein Holz faͤllen, ſonſt etwas thun, wodurch das Grundſtuck verſchlechtert i pn wuͤrde; und zwar bey Strafe des Schadenerſatzes, zu 8 unmh welchem er durch Gefängnizwang angehalten werden kann; ja, es kann ſolchenfalls, je nachdem es die Wichtigkeit det umſtände mit ſich bringt, wider ihn ſogar nach den veinlichen per bilt Geſetzen verfahren werden.(¹) 6or. Sind die Grundſtuͤcke verpachtet, doch ohne daß — der Pachtbrief ein gewiſſes Datum hat, aus welchem ſich er⸗ les eun gäbe, daß er aäͤlter ſey, als das Zahlungsgebot: ſo kann ein ſolcher Pacht fuͤr nichtig erklaͤrt werden, ſo weit der Glaͤubi⸗ ger oder der, welcher die erlangt hat, darauf igt 8 nnlen crintin antragen. mnge; Hat der Pachtbrief ein gewiſſes Datum, ſö ſteht den 6 Glaͤubigern frey, auf den Miethzins oder die Pachtgelder Be⸗ ſchlag oder Arreſt legen zu laſſen; und in dieſem Falle wird ls futr es in Anſehung des Miethzinſes oder der Pachtgelder, welche ſeit der dem mit Arreſt Belegten gemachten Ankundigung ver⸗ fallen ſind, eben ſo gehalten wie in Anſehung der im 689. Artikel erwaͤhnten Nutzungen.(2) iie, dn 692. Der mit Arreſt Belegte darf von dem Lag⸗ an, da ihm der Beſchlag angekuͤndigt worden iſt, bey Straſe der Nichtigkeit, die Immobilien nicht veraͤußern. Dieſe Nichtig⸗ keit hat ohne rechtliches Erkenntniß Statt.(2) i kie m 693. Doch ſoll eine ſolche Veraͤußerung von Wirkſamkeit ſeyn, wenn der Erwerber vor dem oͤffentlichen Zuſchlag eine wuhe h g vül enn Summe niederlegt, die zur Bezahlung der eingetragenen Fo⸗ (2) Pothier, Traité de la Procéd. civ. IV. p. ch. II. Sect. V. nhn (3) Geſet v. 11. Brumaire des VMM. Jahres Art. 8.§.3.. Abſchn. 36 ½ P I. P. V. Ds FExöcution des Jugemens. 150 n et rais, les ersances inscrites, et signifie raete de con- dihd signation aux créanciers inscrits. ond Si les deniers ainsi déposés ont eté empruntée, le Eid — préteurs n auront d' hypothbque que posterieurement aux w,. 6 6 créanciers inscrits lors de l'aliénation. 694. Faute d'avoir fait la consignation avant ra. v . judication, il ne pourra y étre sursis sous aucun pretete. 695. Un enemplaire du placard imprim prescrit 8 par Farticle 684 sera notifié aux oréanciers inscrits, auu z b domiciles elus par leurs inscriptions, huit jours au 5 iun moins avant la première puhlication de renchdre, outre mn b un jour pour trois myriamètres de distance entre much commune du bureau de la conbervation et pu mn,ſ fait la vente. 6nin 696. La notification prescrite par Particle précédent huiut sera enregistrée en marge de la saisie, au bureau de la 46 conservation: du jour de cet enregistrement, la saisie uun ne pourra plus étre rayòe que du consentement des crẽ- nn anciers ou en vertu 4e jugemens rendus contre eux. ui 697. Quinzaine au moins avant la premidre publi· cation, le poursuivant deposera au grefle le cahier. charges, contenant, 12. henonciation du titre en vertu wiu duquel la saisie a été faite, du commandement, de en⸗ 3 ploit de saisie, et des actes et jugemens qui auront pu hinſ étre faits ou rndu 25. la désignation des objets saisis, Beſhl (1) Dieſe Verordnung iſt neu- 06 .(2) Hier iſt indeß nicht zu vergeſſen, was im 2212. Art. des Civil⸗ 76 Ne geſetzb. verordnet iß. 5 u r Th. 3 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 365 ie derungen an Capital, Zinſen und Koſten hinreicht; und wenn er zugleich den Glaͤubigern, deren Foderungen eingezeichnet 5 ſind, den Depoſitenſchein zufertigen laͤßt. p Sind die auf ſolche Art deponirten Gelder erborgt wor⸗ Mtm den, ſo ſteht der Darleiher mit der ihn deshalb zuſtehenden Hypothek Niemanden nach, als den Glaͤnbigern, deren Fode⸗ minn& Zeit der Veraͤußerung bereits eingezeichnet wa⸗ ſ 694. Iſt die Niederlegung nicht vor dem Zuſchlage er⸗ inptin folgt: ſo darf mit letzterem unter keinem Vorwande weiter an⸗ S geſtanden werden.(²) 6 695. Ein Exemplar des gedruckten, im 684. Artikel vor⸗ geſchriebenen Patents muß den Gläubigern, deren Foderungen ke Jehn vorgemerkt ſind, in die bey ihrer Vormerkung gewaͤhlten Wohnorte inſinuirt werden. Die Zufertigung erfolgt wenig⸗ — ſtens acht Tage vor der erſten Bekanntmachung der Verſteige⸗ in un rung, zu welcher Friſt auf jede drey Myriameter, welche die Gemeinde, worin ſich das Hypothekenamt befindet, von der, in welcher die Verſteigerung erfolgt, entfernt iſt, Ein Tag hinzu⸗ gerechnet wird.(Art. uhu 606. Die im vorhergehenden Artikel vorgeſchriebene Zu⸗ nen, fertigung wird auf dem Hypothekenamte an eben der Stelle, wo der angelegte Beſchlag angemerkt iſt, zur Seite eingetragen; vom Tage dieſer Eintragung an kann der Beſchlag nur bloß mit Bewilligung der Glaͤubiger oder kraft eines wider ſie er⸗ apunin gaongenen Urthels geloͤſcht werden.(Art. 717.) nſe k cl 607. Wenigſtens vierzehn Tage vor der erſten Bekannt⸗ machung hat derjenige, der auf die Verſteigerung antraͤgt, den ltn x arick u nement i contte en 3 Aufſatz, in welchem die Kaufsbedingungen angegeben ſind*), nin bey der Gerichtsſchreiberey einzureichen. In dieſem muͤſſen ent⸗ en gi m halten ſeyn: die Anzeige der Verſchreibung, kraft deren der nisini Beſchlag angelegt worden iſt, des Zahlungsgebots, des Be⸗ (3) Geſetz v. 11. Brumaire des VII. Jahres Art⸗ 6. mn*) S. Delaporte im Art. Cahier des charges. E. 366 P. I. L. V. De IExécution des Jugemens. telle qu'elle a été insérée dans le proces-verbal; 3o. les conditions de la vente; 45. et une mise à prix par 1e poursuivant. 698. Le poursuivant demeurera adjudicataire pour la mise à pris, s'il ne se présente pas de surenchéris- 699. Les dires, publications et adjudications, se- ront mis sur le cahier des charges, à la suite de la mise à priꝝ. 700. Le cahier des charges sera pnpit pour la du proces-verhal d'affiches à la partie saisie. 701. I ne pourra V avoir moins d'un mois ni et la premibre publication. 702. Le cahier des charges sera publié à raudienoe au moins avant adjudication préparatoire. 703. Huit jours au moins avant cette adjudication, le lieu de la situation de la majeure partie des bien⸗ saisis et celni ou siége le tribunal, il sera inséré dans velles annonces: les mémes vnend⸗ seront apposés aux endroits designès en l'article 684; ils contiendront, en (1) Geſeßz v. 11. Brumaire Art. 3. letzter§. (2) Dieß geſchieht im öffentlichen Verhör. (3) Die hier geſetzte Friſt iſt länger als die im Geſetz v. 11. Bru⸗ maire Art. 7. angeordnete von zwey Decaden; doch kürzer, als die vor Atters herkommliche. 2 plus de six semaines de delai entre ladite ohüchtion outre un jour pour trois myriamètres de distance entre un journal, ainsi qu'il est dit en Tarticle 683, de nou- E hun tiinm ſi premibre fois, un mois au moins après la notification successivement de quin?aine en quinzaine, trois fois eitgerit un m w Viſch 6. hherigu, vis ntn M in r ia ie e wiit w e) v. n ifn mn tt zum( inh 3 i m)' i 1 wün th Mö, w un puh hu, uh ihz ln ) Quin Melzeh Hienßt ſ uyt — win ui ilu hm ihu s h u e ziit wins diun kiis u yubls iln uite, t i te aljudu s isunts: ſuie du zen in iche i9, emt eninin u biur“ den: i rr Th. 5 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 367 ſchlagnehmungsprotocolls, und der uͤbrigen nachher eingereichten Schriften und geſprochenen Urthel; 2) das Verzeichniß der mit Beſchlag belegten Gegenſtaͤnde, ſo wie es zu Protocoll genom⸗ men worden iſt; 3) die Kaufsbedingungen; 4) das Gebot, das der Anſuchende gethan hat 608. Fuͤr dieſes Gebot wird dem Anſuchenden die Sache uͤbereignet, wenn ſich Niemand findet, der ihn uͤberboͤte. 600. Nach dem erſten Gebote wird das Vorbringen der Partheyen, der Ausruf und der erſolgte Zuſchlag in dem Hefte, welches die Kaufsbedingungen enthaͤlt, der Bhe nach S merkt.(Art. 717.) 700. Der Aufſatz uͤber die K Kaufsbedingungen wird zum erſten Male wenigſtens einen Monat, nachdem das Protocoll uͤber die erfolgten Anſchlaͤge dem mit Beſchlag belegten Theile notificirt worden iſt, oͤffentlich bekannt gemacht.(Art. 702. 717.)(7) 7o. Die zwiſchen nurgedachter Notification und dem erſten oͤffentlichen Ausrufe zu verſtattende Friſt darf nicht we⸗ niger, als einen Monat, und nicht mehr, als ſechs Wochen betragen.(Art. 717.)(2) 702. Die Kaufsbedingungen muͤſſen von vierzehn zu vierzehn Tagen, und wenigſtens dreymal, ehe der vorlaͤufige Zuſchlag geſchieht, in oͤffentlicher Audienz ausgerufen werden. t 703. Wenigſtens acht Tage vor dieſem Zuſchlage, zu welchen aber auf jede drey Myriameter der Entfernung des Ortes, wo der groͤßte Theil der in Beſchlag genommenen Guͤ⸗ ter gelegen iſt, von dem Orte, wo das Gericht ſeinen Sitz hat, noch Ein Tag zu rechnen iſt, muß, nach Maaßgabe des 6g3. Artikels, eine nochmalige Ankuͤndigung in eine Zeitung eingeruͤckt werden; auch ſind an den im 684. Artikel bemerk⸗ *) Quinaeine 4 quinzaine. Dieß iſt durchaus das, was wir vierzehn Tage nennen. Iſt die erſte Publikation z. B. den Dienſtag der erſten Woche des Monats geſchehen, ſo erfolgt die zweyte den Dienſtag der dritten Woche u. ſ. w. E. — 368 P. I. L V. De Exécution des Jugemens. b 7 outre, la mise à prix et Pindication du jour ou se fers noni l'adjudication préparatoire. nwh il Cette addition sera manserie Si eti hhn lieu à une reimpression de les frais n eutreront mſl pas en Viſ 704. Dans les quinze de cette dieation, w nonvelles annonces serout insérées dans les journaus, ſu 3 et nouveaus placards afichés dans la forme ci- dessus, 3 contenant, en outre, la mention de ladjudication pré.. 1 paratoire, du prix moy ennant lequel elle a 6été faite, et indication du jour de Padjudication definitive. 3. Tinsertion aux journaus, des et Ain troiiemne annonces, et les seconde et troisième apposi · ₰ aiti. tions de placards, serönt justifices dans la meme forme que les premibres. ſhn 706. Il sera procẽdè à Padjudication deßnitive, au Vil jour indiqué lors de Fadjudication prẽparatoire: le dslai entre les deux adjudications ne pourra tre moindre 4* vi sin semsines. ni 7o7. Les enchères ient faites par le minitte ſun d'avouès et à l'audience: aussitöt que les enchbres se⸗ binm ront ouvertes, il sera allumé successivement des bou⸗ m2 gies préparées de manière que chacune ait une durée ahi d'environ une minute. unhn Lenchérisseur cesse d'étre oblige si son ne ost couverte par une autre, lors méme que cette der⸗ niere serait déclarée nulle.— 1 ju lin un c¹) Dieſe Verordnung iſt neu. S⸗ den nr des 6 uier zu dieſer Stelle. (2) Gleichfalls neu. jn (3) Schon nach dem Edicte Heintich UI. v. 3. Sept. 1261. konn⸗ 5 ten die Gebote nur durch Specialbevoumächtigte geſchehen. Nach i dem Geſetze vom 11. Brumaire des vVII. Jahres Art. 19. wat he iilei — etich l ju iu t iji luns k jurnei ahn ele 2iüt lenitite dei i t miin huns l n eation denn ripuntir m itte w ſur Pn s les ench renent ie n it une ig iwt ins ue i mn W — nithine 1 Rh — 1r Th. 5s B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 369 ten Orten die daſelbſt erwaͤhnten Patente anzuſchlagen; welche aber noch uͤberdieß das erſte Gebot und die Anzeige des Tages enthalten muͤſſen, an welchem der einſtweilige Zuſchlag erfol⸗ gen ſoll. Dieſer Zuſatz wird bloß hinzugeſchrieben; haͤtte man aber deshalb das Patent neu abdrucken laſſen; ſo pnſſiren die Ko⸗ ſten dafuͤr nicht in Rechnung.(1). 704. Binnen vierzehn Tagen nach dieſem Zuſchlage wird eine nochmalige Ankuͤndigung in die Zeitungen eingeruͤckt, und es werden, in der obbeſtimmten Form, nochmals Patente an⸗ geſchlagen, in welchen aber dann zugleich des vorlaͤufigen Zu⸗ ſchlags, der Summe, wofuͤr er geſchehen iſt, und des Tages gedacht ſeyn muß, der zum letzten und Zuſchlage angeſetzt iſt.(Art. 717.)(2) 705. Daß die Einruͤckung der ʒweyten und dritten An⸗. kuͤndigung in die Zeitungen, und daß der zweyte und dritte Anſchlag der Patente erfolgt ſey, wird auf eben die Art, wie beym erſten Male, beurkundet.(Art. 717.) 706. Zu dem letzten und unbedingten Zuſchlage wird an dem bey der einſtweiligen Zuſchlagung, angeſetzten Tage ge⸗ ſchritten; zwiſchen beyden muß eine Friſt von wenigſtens ſechs Wochen verſtattet werden.(Art. 717.) 707. Die Gebote geſchehen durch Anwälde im oͤffentli⸗ chen Verhoͤr. Gleich mit dem Anfange der Verſteigerung wer⸗ den nach und nach Wachslichter angezuͤndet, welche ſo einge⸗ richtet ſeyn muͤſſen, das jedes ungefaͤhr eine Minute brenne. QArt. 717.) Der Bietende it von aller Verbindlichkeit frey, ſobald er uͤberboten iſt, ſelbſt wenn dieſes letzte Gebot fuͤr nngüli er⸗ klaͤrt werben ſollte.(3) jedem Bürger erlaubt, ſelbſt zu bieten. Das ältere Geſetz wird hier wieder hergeſtellt.— Im neuern Geſetze war die Zeit, während welcher die Wachslichter brennen ſollten, auf fünf Minuten feſtge⸗ ſeßt. Auch dieſe hat man verkürzt. Pothier im Praité de la Procéd. civile P. IV. ch. II. Sect. 3. Art. 9. H. 6 nahm an, man ſey an ſein Gebot gebunden, wenn man von einer Perſon Civitgerichtsordnung. Aa 4 370 2 P. I. L. V. De TExCcution— „o8. Aucune adjudication ne pourra stre aite qu après extinction de trois pougies allumées suocessi- vement. S'il y a eu enchérisseur lors de radjudieation prẽ paratoire, Padjudication ne deviendra definitive quꝰapres l'extinction des trois feux sans nouvelle enchre. Si, pendant la durée d'une des trois premibres pou. gies, il survient des enchères, adjudication ne pourra étre faite qu aprèes extinction de deus feux sans survenue pendant leur durée. 709. Tavous dernier enchérisseur sera tenu, dans les trois jours de Fadjudication, de déclarer cataire, et de fournir son acceptation; sinon, de reprè- senter son pouvoir, lequel demeurera annexé à la mi- nute de sa déclaration: faute de ce faire, il sera réputé adjudicataire en son nom. „o. Toute personne pourra, dans la huitaine da jour ou Padjudication aura éte prononcée, kaire au grelle du tribunal, par elle-méme ou par un fondé de procu. ration spéciale, une surenchère, pourvu qu soit du duart au moins du pris principal de la vente. x. L Surencher⸗ permise par larticle pròcòdent ne sera regue qu'à la charge, par la surenchérisseur, d'en faire, à peine de nullité, la dénonciation, dans les vingt-quatre heures, aux avoués de radjudicatuite du poursuivant et de la partie saisie, si elle a avoue constitué, sans néanmoins qu'il soit nécessaire de faire überboten ſey, die nicht contrahtren könne, weil für gar kein Gebot gelten könne. Allein, man hat hier alle Ungewiß⸗ heit aufheben wollen und dieſe Ausnahme nicht zugelaſſen⸗ ib k in ug ſi e ſiht, vjuhe, kil m In hnt wi junn i 0 uß inn n bich thun ſtiſin ſo vid u6) 7 wi in nijtun u mßj ul) m 1 biis wM uW6 ug u i iſ eheh hu nk iin tin l un wiz yrun iiin xfeux uut zeut nk ie ich inn; im uen ui fie, lm im hhu oure, lin nin wum ſelk iehwt. hulrikr u h n hiiuni nit lup cit neut „. imn n b i 5. uw 1r Th. 56 B. Von Volſſtreckung d.rechtlichen Erkenntniſe. 371 708. Ehe die drey Lichter, die man eins nach dem an⸗ dern angezuͤndet hat, verloͤſcht ſind, kann die Zuſchlagung nicht erfolgen. Iſt nach dem einſtweiligen Zuſchlage ein hoͤheres Gebot erfolgt, ſo darf der letzte und unbedingte Zuſchlag erſt dann erfolgen, wenn nach erfolgter Verloͤſchung der drey Lichter kein neues Gebot geſchehen iſt. Wenn, waͤhrend Eines von den drey erſten Lichtern brennt, fortgeboten wird: ſo darf nicht eher zugeſchlagen wer⸗ den, bis die beyden uͤbrigen Lichter, ohne daß, während ſie brannten, ein hoͤheres Gebot erfolgte, verloͤſcht ſind.(1) 709. Der Sachwalter, der das letzte Gebot gethan hat, muß binnen drey Tagen nach erfolgtem Zuſchlage den eigentli⸗ chen Erſteher angeben, und entweder deſſen Genehmigung beybringen, oder ſeine Vollmacht einreichen, welche der Ur⸗ ſchrift ſeiner Erklaͤrung beygeheftet wird. Thut er dieſes nicht, ſo wird er ſelbſt als S. fuͤr eigne ns betrach⸗ 6. Binnen acht nen nach erfolgtem zuſchiage kann noch ein Jeder entweder ſelbſt oder durch einen Specialbevoll⸗ maͤchtigten bey der Gerichtsſchreiberey ein Uebergebot thun; nur muß ſolches wenigſtens ein der Kaufſſumme betra gei. 6 711. Das in vorſtehendem rttet erwaͤhnte Uebergebot darf blos unter der Bedingung angenommen werden, daß der Ueberbietende, bey Strafe der Nichtigkeit, dem Sachwal⸗ ter des Erſtehers, dem Sachwalter deſſen, der die Verſteige⸗ rung ausgebracht hat, und dem Sachwalter deſſen, wider den die Huͤlfe vollſtreckt ward, wenn dieſer einen beſtellt hat, ſein Uevergebot bekannt mache; doch iſt tiese2e erfoderlich, (¹) Geſetz vom 11. Brumaire VII. J. Art. 14. 18. 17. (2) Das Reglement v. 29. Aug. 1678. verſtattete 8 Dage. S. Réal im Exposé des motifs ad h. 1. (2) Dieſe Verordnuns iſt nen. BReéal ebendaſ. 37½ v. De l'Exécution des Jugemens. cette denonciation à la personne ou au domicile de la partie saisie qui n'aurait pas d'avous. . La dénonciation sera faite par un simple acte con tenant avenir à la prochaine audience, sans autre pro. cédure. jour indiqué, ne pourront ẽtre auis ₰ concourir que Tadjudicataire et celui qui aura enchèri du quart, lequel, en cas de folle enchère, sera tenu pat corps de la difference de son prix d'avec celui de la vente. 713. Les avoues ne pourront se nd„ taires pour le saisi, les personnes notoirement insolva- bles, les juges, juges suppléans, procureurs genéraus et impériaux, les suhstituts et les grefüiers du tribunal ou se poursuit et se k la vente, à peine de de radjudication, et de tous dommages et intéréts. 714. Le jugement d'adjudication ne sera autre que la copie du cahier des charges, rédigé ainsi qu'il est dit dans l'article 697; il sera revétu de l'intitulè des jugemens et dn mandement qui les termine, avec in⸗ jonotion à la partie saisie de delaisser la possession aus. 8 sitöt ja in du jugement, sous peine d'y étre contrainte, mõme Par Ccorps. 2 715. Le jugement d'adjudication ne sera delivré à radjudicataire„qu'en rapportant par ki su greiiet quit- (1) Im Geſetz vom 11. Jahr VII. Art. 20. war nur der, wider welchen die Hülfe volſtreckt war und jeder notoriſch un⸗ zahlbare ausgeſchloſſen. Dieſer Artikel nähert ſich der ältern Ge⸗ ſeßzgebung Beglement von 1663. Art. 13. Ordonn. von 1629. * 5 ſlöst nu ſi⸗ dunſi Di wih in nüchin w m h vinin nuun itt nh ſn u 10 ſhih ſnt dn Go Sufiu le u Inin Enß uln Ei 1 kij ſi gul Wayn hu dih gunh er in 1 ſcheht, n hul U inu e un unnt inl qui unt uchere,* lipet s nuint woienen pouenß ʒreiien iu yeiniu ge e i ne ser à ini q n ie kinin umine n et yui . n 1 in hi n ni 1 un nn in tiien i ⸗ 6 rr Th. 5s B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 373 daß ſolches dem, wider welchen die Huͤlfsvollſtreckung ausge⸗ bracht iſt, dafern dieſer keinen Sachwalter hat, in Perſon oder in ſeiner Wohnung bekannt gemacht werde. Die Bekanntmachung geſchieht ohne weitere Proceßform, durch einen bloßen Satz, durch welchen die Intereſſenten zum nächſten Verhoͤr zu erſcheinen aufgefodert werden. 712. Am angeſetzten Tage darf weiter niemand zum Bie⸗ ten zugelaſſen werden, als der Erſteher und derjenige, der ein Viertel mehr geboten hat. Tritt dieſer zuruͤck, und es muß zu einer neuen Verſteigerung kommen: ſo kann er bey perſoͤn⸗ licher Haft angehalten werden, die Summe zu bezahlen, um welche ſein Gebot den nunmehrigen Verkaufspreis uͤberſteigt. (Art. 744.) 713. Kein Sachwalter darf bieten: fuͤr den, an welchem die Huͤlfe vollſtreckt wird, fuͤr Perſonen, deren Unfaͤhigkeit zu zahlen bekannt iſt; fuͤr einen Richter, fuͤr Vicerichter, fuͤr den Generalprocurator und kaiſerlichen Anwald, oder deſſen Subſtituten, nicht minder fuͤr den Gerichtsſchreiber, ſoweit alle dieſe Perſonen beh dem Gerichte angeſtellt ſind, wo die Verſteigerung ausgebracht iſt, und der Zuſchlag geſchieht; bey Strafe der Nichtigkeit des Zuſchlags und bey Vermeidung des vollen Schadenerſatzes.(1) 714. Der Beſcheid, durch welchen die Zueignung erfolgt, darf nichts enthalten, als eine bloße Abſchrift des nach Maaß⸗ gabe des 697. Artikels eingerichteten Aufſatzes uͤber die Kaufs⸗ bedingungen. Er iſt mit dem fuͤr die Urthel vorgeſchriebenen Eingange und Schluſſe zu verſehen, und enthaͤlt zugleich den Befehl an den Ausgepfaͤndeten, daß er gleich nach Einhaͤndi⸗ gung des Beſcheides den Beſitz zu raͤumen habe, widrigenfalls er durch perſoͤnliche Haft dazu angehalten werden ſolle.(*) 715. Der Beſcheid, durch welchen die Uebereignung ge⸗ ſchieht, wird dem Erſteher erſt dann uͤberliefert, wenn er dem (Code Marillac) Art. 17. Arréts de rèéglements v. 1883‧ 1611. und 1616.— (2) Geſetz vom 11. Brumaire J. VII. Art. 8. 374 P. I. I. V. De TEx6cution des Jugemens. 55 tances de⸗ frais ordinaires de poursuite, et la preuve zrünſh 3 a satisfait aux conditions de l'enchère, qui doi. ziit vent étre encoutses avant ladite delivrance; lesquelles w quittanoes demeureront annenées à la minute du juge⸗— ment, et seront copiées ensuite de yadjudication: faute ſhids, par l'adjudicataire de faire lesdites justifications dans wi les vingt jours de l'adjudication, il y sera oontraint par 3 la voie de la folle enchère, ainsi qu'il sera dit ci. après, 4 ſu sans prẽjudice des autres voies de droit.— 117 „„. 1 716. Les frais extraordinaires de poursuite seront payes par Fnis sur le prix, lorsqu'il 8½ aura été tn ordonné par jugement. un 717. Les formalités prescrites par les articles 67, nn S74. 675. 676, 677 680 631, 632, 683. 654, 665. 687, 695, 696, 697, 699, 700, 707, 702, 1. alinea i i de 703, 704 705, 706, 707, 708, seront observées à 3 7 peine de nullité. 4 wer ſuh rn Des Incidens sur la poursuite de Saisie immobilibre. 718. Toute contestation incidente à une poursuite nſ de saisie immobiliere sera jugée sommairement dans les t t cours et dans les tribunaux; les demandes ne seront pas précédées de citation au bureau de conciliation. — r Th. 3s B. Von Vollſtreckungd. rechtlichen Erkenntniſſe. 375 nn Gerichtsſchreiber die Quittungen uͤber die erfolgte Zahlung der gewoͤhnlichen Verſteigerungskoſten und den Beweis vorlegt, m k daß er diejenigen Kaufsbedingungen erfuͤllt habe, welche vor u gedachter Ueberlieſerung erfolgt ſeyn müſſen. Die nurerwahn⸗ ihiuin ten Quittungen bleiben als Beylagen bey der Urſchrift des Be⸗ ſcheides, und werden gleich nach dem Uebereignungsbeſcheide juiiui beygeſchrieben. Wenn der Erſteher gedachte Beweiſe nicht zen un binnen zwanzig Tagen nach erfolgtem Zuſchlage beybringt: ſo iſt er durch eine neue Verſteigerung, die auf die unten be⸗ ſtimmte Art auf ſeine Gefahr und Koſten geſchieht,(Art. o. 727— 743.) oder durch andere rechtliche Zwangsmittel,(Art. e pn 744 dazu anzuhalten.(*) 716. Die außerordentlichen durch das Verfahren verur⸗ ſachten Unkoſten muͤſſen, wenn im Urthel darauf erkannt iſt, vor allen Dingen als privilegirt von den Kaufgeldern bezahlt hu lar werden. 717. Die im 673. 674. 675. 676. 677. 680. 681. 682. enüt nqul at 4 683. 684. 635. 687. 605. 606. 607. 699. 700. 701. 702. Arti⸗ Aſu kel, im erſten Abſatze des 703. Artikels, und im 704. 705. en 2706. 707. u. 708. Artikel vorgeſchriebenen Formalitaͤten ſnd bey Strae der Nichtigkeit zu beobachten. Dreyzehnter Titel. Von Nebenpunkten, welche bey der Beſchlagnehmung unbe⸗ weglicher Guͤter vorkommen. aii iui* 718. Jeder beym Verfahren auf Verſteigerung entſtan⸗ 8 dene Nebenſtreit iſt bey den Gerichtshofen und Gerichten ſum⸗ 1mn mariſch(Art. 405.) zu entſcheiden. Klagen dieſer Art werden angebracht, ohne daß eine Vorladung vor das Guͤtepflegungs⸗ nienm amt vorhergeht.(²) nni W auiiiu(1) Geſet vom xr. Brumgire J. VIMI. Art. 21. 34. (2) Evendaſ. Art⸗ 27. 376 L. V. De ynxcution des Jugemens. 719. Si saisissans ont fait enregistrer deus saisies de biens S yoursuivies dans le mème tribunal, che seront reunies sur la requẽte de la par. tie la plus Aiente, et seront continuées par le Pre. mier saisissant: la jonction sera ordonnée, encore que l'une des saisies soit plus ample que Pautre; mais e ne pourra, en aucun cas, étre demandèe aprds la nin de Fenchere au greffe. En cas de concurrence, poursuite appartiendra à ravous porteur du titre pln ancien; et si les titres sont de méme date, à Tavoué le plus ancien. — 20. Si une seconde saisie présentée à l'enregistre- P 8 ment est plus ample la première, elle sera enre- gistrée pour les objets non compris en Ja première sisie, et le second saisissant sera tenu de dénoncer sa saisie au premier saisissant, qui poursuivra sur les deux, si elles sont méme tat, sinon sursecira à la première, et suivra aur 1a deuxibme jusqu'à ce qu'elle soit au mẽme degré; et alors elles seront réunies en une seule poursuite, 36 sera portée derant le tribunal de la pre- miere saisie. . Faure par le premier saisissant d'avoir pour- suivi sur la seconde saisie à lui denoncée, conforms· ment à Particle ci-dessus, le sccond saisissant par un simple acte demander l euprogation. Vrhln id. . * zit hun in ſus Bi zu g vi ſtſu ihtin ium uin ii ſ bet Sihuut w bich uf ue ich n i, d bihe unſt l, b ſnnt i i mn Wpf n mih wlhe mt An, ſnn yrenini ncer at ks den hpreni de 6 sen w ul ith timn ie, eun inn 0 1r Th. 58 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 377 710. Haben zwey Perſonen vor einem und demſelben Gerichte beyde ihr Geſuch um Beſchlagnehmung verſchiedener Guͤter einzeichnen laſſen: ſo werden beyde Klagen auf ſchrift⸗ liches Bitten deſſen, der darum anſucht, vereinigt. Der, wel⸗ cher zuerſt die Beſchlagnehmung ſuchte, ſetzt die Sache fort. Auf dieſe Vereinigung iſt auch dann zu erkennen, wenn ein Beſchlagsgeſuch von weiterm umfange iſt, als das andere; iſt jedoch das Gebot des Arreſtausbringers bereits bey der Ge⸗ richtsſchreiberey angebracht(Art. 608.), dann darf dieſe Ver⸗ einigung in keinem Falle geſucht werden. Sind beyde Geſu⸗ che zu gleicher Zeit angebracht, ſo hat derjenige Sachwalter, welcher die aͤlteſte Verſchreibung in Haͤnden hat, und wenn die Verſchreibungen von gleichem Datum ſind, der älteſte Sachwalter die Verſteigerung zu betreiben. 720. Erſtreckt ſich der zweyte zur Eintragung gebrachte Beſchlag auf mehrere Gegenſtaͤnde, als der erſte: ſo wird er auf diejenigen Guͤter eingezeichnet, die im erſten Beſchlage nicht mit begriffen ſind, und der zweyte Ausbringer iſt ſchul⸗ dig, den von ihm angelegten Beſchlag dem erſten Arreſtaus⸗ bringer anzukuͤndigen, welcher alsdann beyde Arreſte betreibt, wenn ſie ſich in gleicher Lage befinden. Iſt letzteres nicht der Fall, ſo wird beym erſten Arreſtgeſuche mit dem Verfahren ſo lange angeſtanden, und das zweyte ſo lange fortgeſtellt, bis beyde gleich weit vorgeruͤckt ſind; dann werden beyde Verfah⸗ ren in Eins vereiniget, welches vor dem Gerichte, vor das der erſte Beſchlag gehoͤrt, fortzuſtellen iſt.(¹) 721. Im Fall der erſte Arreſtausbringer auf die ihm ge⸗ machte Anzeige des zweyten Beſchlags nicht in Gemaͤßheit des vorhergehenden Artikels verfaͤhrt, ſteht es dem zweyten Arreſt⸗ ausbringer frey, mittelſt eines bloßen Satzes darauf anzutra⸗ gen, daß er an die Stelle des Erſtern zum Verfahren gelaſ⸗ ſen werde.(2) 8 (¹) Dieſe Verordnung iſt neu⸗ 2 (2) Arrét vom 7. Sept. 1713. beym dHéricourt im Traité de 1 veute des immeubles ch. VI. somm. 235. 378 P. I. L. V. De IExécution des Jugemens. S EMe pourra étre Sgalement demandée en cas de eollosion, fraude ou neglgenee de la part du pour- suivant. . Uy* négligence, lorsque le poursuivant n'a pas rempli une formalité, ou n'a pas fait un acte de pro- cédure, dans les delais prescrits; sauf, Jans le cas 4 collusion ou les donmates· interet⸗ envers qui i1 appartiendr. Ja. Lappel dun jugement qui aura status sur cette contestation incidente, ne sera recorabl due dans la quinzaine du jour de la e à avoué. 5 724. poursuivant contre la roetion aura eté prononcée, sera tenu de remettre les Fib de la poursuite au subrogé, sur son récépisst; et il ne sera payé de ses frais qu'après Tadjudication, soit sur le prix, soit par l'adjudicataire.— Si le poursuivant a contesté la subrogation, les frais de la contestation seront à sa charge, et ne pour- „ ront, en n cas, Ses employés en frais de poursuite 7 et payés sur 1 prix. 725. Lorsqu une saisie immobiliere aura été rayée, le plus diligent des saisissans postérieurs pourra pour- suivre sur sa saisie, encore qu'il ne se soit pas présentè le premier à Penregistrement. nn ii M 1 n giun de ſhn Chſo ſch i 6 tin be uiſt nn bin Mnd ih 1 n u uijl I Uin hu 4 ſitug i i U wgh w * lict ir d efti aln ku ehhn utefeu m li un n ntenli ion à nn gi h. mettre k riceyin icin, nin lurge, i in r un un p ui ju 1r h. s B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 379 722. Er kann darauf auch dann antragen, wenn von Seiten deſſen, der das(vereinigte) Verfahren wegen der ge⸗ ſuchten Verſteigerung zu betreiben hat, ein Einverſtändniß (Colluſion) mit dem Schuldner, ein Betrug oder eine Sahrläf⸗ ſigkeit eintritt. Fahrlaͤſſigkeit tritt ein, wenn derjenige, der das Verfah⸗ ren betreiben ſoll, irgend eine Formalitaͤt zu beobachten, un⸗ terlaſſen, oder eine zum Verfahren gehoͤrige Handlung nicht in der vorgeſchriebenen Friſt vorgenommen hat. Im Fall eines Einverſtaͤndniſſes oder Betrugs kann der, welcher dadurch Schaden erlitten hat, deſſen Erſatz fodern. 723. Die Appellation wider ein Urthel, durch welches dieſer Nebenſtreit entſchieden worden iſt, muß von dem Tage der an den Sachwalter erfolgten Zufertigung an binnen vier⸗ zehn Tagen eingereicht werden. 724. Der Arreſtausbringer, an deſſen Stelle im Urthel ein anderer zugelaſſen worden iſt, hat der an ſeine Stelle ge⸗ ſetzten Parthey die Actenſtuͤcke, gegen deren Empfangsſchein, auszuliefern; die Unkoſten aber ſind ihm erſt nach erfolgten Zuſchlage, von den Kaufgeldern oder vom Erſteher auszu⸗ zahlen. Hat derjenige, welcher die Sigeran betrieb, die Ein— ſetzung eines andern an ſeine Stelle angefochten: ſo fallen die durch dieſen Nebenſtreit veranlaßten Unkoſten allein ihm zur Laſt, und duͤrfen auf keinen Fall zu den Koſten des Verſteige⸗ rungsverfahrens gerechnet, oder von den Kaufgeldern bezahlt werden.(*) 725. Iſt ein S unbewegliche Guͤter gelegter Beſchlag wieder geloͤſcht worden, ſo kann jeder der nachherigen Arreſt⸗ ausbringer ſein Beſchlagsgeſuch fortſtellen, wenn er auch un⸗ ter denen, welche die Einzeichnung geſucht haben, nicht der erſte iſt.(2) (1) Pothier, Traité de la Procédure civile. 4. Part. ch. 2. — 2 (a) Pothier g. a. D. Arrèt v. 22. Jun. 1673. beym Bruneau im PTraité des criées. ½ 3 380 P. I. B V. De ERStton des Jugemens. 0 726. Si le débiteur interjette du jugenen en vertu duquel on procẽde à la saisie, 5 sera tenu d'intimer sur cet appel, et de dénoncer et faire e. 3 * 4„ bintimation au greffier du tribunal devant lequel se poursuit la vente; et ce, trois jours au moins avant k mise du cahier des charges au greffe: sinon ræpæl n ne sera pas regu, et 4 sera pass6 outre à k 727. La Smnis en vetraotion de tout ou 1 partie de Pobjet saisi sera formée par requéte daouc, tant contre le saisissant que contre la partie gaisie, le orcancier premier inscrit et l'avoué adjudicataire pro- visoire. Oette action sera par exploit contre celle des S qui n'aura va avous en cause, er dans ce cas, contre le créancier au Se elu par linscription. 728. La demande en distraction contiendra Pénon- ciation des titres justificatifs, qui seront deposes au grefte, et la copie de Pacte de ce dépöt. — si la— demandee west que qrune partie des objets saisis, il sera pass⸗ outre, nonobeunt cette la vente du surplus des objets saisis: pourront neanmoins les juges, sur la demande des par- ties intéressées, ordonner les sursis pour le tout; l'ad- — Gmn i Wy ſie P Puſihe ſuſn ziünß in wm, bil in 6 Euu nihinhn. zumt wmni de ind niuf hut, un in iun 11 u 1 ußih Mih ſun in te nit de 6 — 0)0 Pol 0 5 eret lin un k miun indn juiu ie m wnit 6 hnis i renli en enz micie i1 üenln“ u ihn et i re, un s nni i h rr Th. 58 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 361 726. Appellirt der Schuldner wider den Beſcheid, in welchem auf Huͤlfsvollſtreckung erkannt iſt, ſo iſt er verbunden, dieſe Appellation(dem Appellaten) zufertigen zu laſſen, und die Vorladung dem Actuar des Gerichts, bey welchem die Verſteigerung betrieben wird, anzuzeigen und von ihm viſiren zu laſſen; und dieß wenigſtens drey Tage zuvor, ehe das Ver⸗ zeichniß der Verkaufsbedingungen bey der Gerichtsſchreiberey niedergelegt wird; widrigenfalls darf die Appellation nicht ange⸗ nommen, und es muß zur Verſteigerung geſchritten werden. 7. Die auf gaͤnzliche oder partielle Abſonderung des in Beſchlag genommenen Gegenſtandes(von den zu verſtei⸗ gernden Brundſtuͤcken) gerichtete Klage iſt durch eine vom Sachwalter unterzeichnete Bittſchrift ſowohl gegen den Arreſt⸗ ausbringer, als gegen den mit Beſchlag Belegten, gegen den Gläubiger, deſſen Foderung zuerſt eingezeichnet, wie auch ge gen den Sachwalter, dem einſtweilen die Sache zugeſchlagen worden iſt, anzubringen. Wider denjenigen Intereſſenten, der in dieſer Sache keinen Anwald hat, wird dieſe Klage mittelſt einer Zufertigungsurkunde des Gerichtsboten ange⸗ bracht, und zwar in dieſem Falle gegen den Glaͤubiger an den von ihm bey der Einzeichnung ſeiner Hypothek gewählten Wohnort.(¹) 728. Die Klage auf Abſonderung von der Verſteigerung muß die Anzeige der Beweisurkunden enthalten, welche in der Gerichtsſchreiberey niedergelegt werden muͤſſen; ſo wie eine Abſchrift der uͤber dieſe Niederlegung aufgenommenen Regi⸗ ſtratur.(2) 729. Betriſſt das Abſonderungsgeſuch nur einen Theil der in Beſchlag genommenen Gegenſtaͤnde, ſo iſt demungeach⸗ tet mit Verſteigerung der uͤbrigen zu verfahren. Doch kann das Gericht auf Anſuchen des Intereſſenten in Anſehung des Ganzen Anſtand ertheilen. Der, an welchen der vorlaͤufige () Dufour, Traité de 14 Procédure civ. T. II. p. 309— 311. pothier a. a. O. Art. 6.§. 4. (2) Bergl. Geſetz v. 11. Brumaire J. VII. Art. 27.§. 1. 35 PExécution des Jugemens. décharge de son adjudication. en distraction interjeté avec s dans la passé, l'appel ne sera plus regu. 731 Ladjudication definitive ne transmet à pa. judicataire d'autres droits à 1a Propriété W ceux qu'avait le saisi. procédè qu'après une nouvelle apposition de placards et insertion de nouvelles annonces en la forne ci-des- Sus prescrite. qui précbde Padjudication préparatoire, ne pourront ẽtre proposes après ladite adjudication: ils seront jugés avant ladite adjudication; et si les moyens de nullité sont rejetés, l'adjudication préparatoire sera prononooe par le méme jugement. 734. Lappel du qui aura statué sur ces intimation dans la quinzaine de la signification du juge⸗ ment à avoué: l'appel sera notifié au greffier, et visé par lui. () Geſetz v. 11. Brumaire J. VII. art. 29. Ordonn. Franz I. von 1339. Art. 81. Der Schluß des Artikels iſt neu. (e) Ebendaſ. Art. 26. Dufour, Traité de 1a Procédure T. II. p. 513. 314. judicataire provisoire peut, ce cas, her la 730. Lappel du jugement rendu sur la demande quinzaine du jour de la signißication a personne ou do⸗ micile, outre un jour par trois myriamstres en raison de la distance du domicile réel des parties: ce delai 732. Lorsque l'une 3e publications de 1 aura été retardée par un incident, il ne pourra y tre 733. Les moyens 3⸗ i contre la procédure nullités, ne sera pas regu, s'il n'a été interjeté aveo h ün ei zan Uch wm, m huni nmni ſſz v Pinn! 6n j hin 0 iin ittn nn ſiiſ h wt ſigung hb ju tun uyn wgſit (E n! en m unin jie iiihn ſih in v Wtih in dih nit in ufihn want we igeit — 6) n 0 3 uhk iguin 5 hewn mitnn trann pitt. ion ih u ym iüen i ¹ hk hom un hn ne ſun eront j de n n ſmn n unt i ine iitain if gee 5 iß n⸗ oin! irTh. 55 B. Von Volſſreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 383 Zuſchlag erfolgte, kann in dieſem Falle verlangen, daß er ſeiner Verbindlichkeit entlaſſen werde.(¹) 730. Die Appellation wider das auf Abſonderung geſpro⸗ chene Urthel muß binnen einer vierzehntaͤgigen Friſt ſeinge⸗ wandt, und von einer Vorladung begleitet ſeyn. Dieſe Ap⸗ pellationsfriſt beginnt mit dem Tage, da das Urthel dem Ap⸗ pellanten in Perſon oder in ſeine Wohnung inſinuirt worden iſt; doch iſt auf jede drey Myriameter, welche der wirkliche Wohnort der einen Parthey von dem des andern entfernt iſt, Ein Tag hinzuzurechnen; nach Ablauf dieſer Friſt darf die Appellation nicht angenommen werden.(Art. 723.) 731. Der ietzte und unbedingte Zuſchlag giebt dem Er⸗ ſteher nicht mehr Rechte auf das Eigenthum, als der Schuld⸗ ner ſelbſt gehabt hat.(Nap. Civilgeſetzb. Art. 1509.)(2) 732. Wird Eine der oͤffentlichen Ankuͤndigungen der Ver⸗ ſteigerung durch einen Zwiſchenſtreit aufgehalten: ſo darf nicht eher zur Verſteigerung geſchritten werden, als bis neue Pa⸗ tente angeſchlagen, und die Ankuͤndigung nochmals in der oben vorgeſchriebenen Form in die Zeitungen eingeruͤckt worden iſt. (S. oben Art. 583— 685.)(2) 733. Nach dem vorlaͤufigen Zuſchlage durfen keine Ein⸗ wendungen wider die Statthaftigkeit des vorherigen Verfah⸗ rens vorgebracht werden. Es iſt vor nur gedachtem Zuſchlage uͤber dieſelben zu erkennen. Werden ſie verworfen, ſo wird gleich in dem deshalb ertheilten Beſcheide auf die Guͤltigkeit des erfolgten vorlaͤufigen Zuſchlags erkannt.(4) 734. Wider den uͤber dieſe Nullittsbeſchwerden ertheil⸗ ten Beſcheid iſt keine Appellation zulaͤßlich, wenn dieſelbe nicht mit einer Vorladung begleitet und binnen vierzehn Tagen nach erfolgter Zufertigung des Beſcheids an den Sachwalter, einge⸗ wandt worden iſt; die Appellation muß dem Se vorgezeigt und von ihm viſirt werden. (3) Angef. Geſetz Art. 30. (4) Vergl. d. angef. Geſetz Art. 23. 3 1 36 4 Pe. L. V. De Exécution des Iugemens. 735. La partie saisie sera tenue de proposer par 162 rà jo diqué s 1 requéte, avec aveni jour indiqué, ses moyens de ſuns nullité, si aucuns elle a, contre les procedures po in Bi mn ng rieures à Padjudication provisoire, vingt jours au moins ſ n avant celui iniqu pour Padjudication dsfinitifet le* vorbtin in juges seront tenus 4e statuer sur les moyens de 3 tiun dix jours au moins avant ladite adjudication deßuitire.. 736. Lappel de ce jugement ne sera Pas receyꝛ- ble après la huiteine de la prononciationʒ il sera wiße.. uninſ — greffier, et vise par lui: la partie saisie ne Wn, unut sur reppe, Fe autres moyens de nullité que a ceux présentès en première instance. uñ hu Faute par'adjudicataire d'esécuter les ⸗ ses d'adjudication, le bien sera vendu à sa Folle ny m hi 55 ihn iſi chère. 1 B6 wyrn, 738. Le poursuivant la vente sur folle enchère se m fera délivrer par le greffier un certificat constatant que nn radjudicataire ma point justifié de Facquit des condi. ſt m in tions exigibles de Padjudication. n 739. Sur ce certificat, et sans autre procsdure ſenn jugement, il sera opposé nouveaux placard⸗ et inséré nouvelles annonces dans la ci- dessus presiite. le porteront que l'enchere serz e de nou⸗ veau au jour indiqué: cette publication ne pourrà ſin M uwn aum n in ſun tin diiti. un u dicatin 1 ne zenp aion; iu ie aiie u ens ie u e. dic vendu i ur folle n üibca tomu junut i s autre m R ſui ci· leu ſ n pihli ieuün r Th. 36 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſ. 385 735. Der mit Beſchlag Belegte muß ſeine Einwendun⸗ gen wider die Statthaftigkeit des auf den vorlaͤufigen Zuſchlag folgenden Verfahrens, wenn er deren zu machen hat, in Form einer Bittſchrift nebſt der Auffoderung an den Gegentheil ſich am angezeigten Tage zum Verhoͤr zu ſtellen, wenigſtens zwan⸗ zig Lage vor dem zum unbedingten Zuſchlage beſtimmten Tage vorbringen. Ueber dieſe Nullitaͤtsbeſchwerden hat das Gericht wenigſtens zehn Tage vor gedachtem letzten Zuſchlage zu erkennen. 736. Acht Tage nach Ertheilung dieſes Beſcheides iſt wider denſelben keine Appellation zulaͤßlich. Die Appellations⸗ ſchrift wird dem Gerichtsſchreiber mitgetheilt, und von ihm viſirt. Der mit Beſchlag Belegte darf in der Appellationsin⸗ ſtanz nur ſolche Gruͤnde fuͤr die angebliche Nullität vorbringen, wie er in erſter Inſtanz bereits vorgebracht hat. 737. Wenn der Erſteher die Bedingungen des Zuſchlags nicht erfuͤllt, ſo wird das Gut auf ſeine und aufs Neue verſteigert. C1) 738. Wer darauf anträgt, daß zur anderweiten Verſiige⸗ rung auf Gefahr und Koſten des Erſtehers geſchritten werden möge, muß ſich von dem Gerichtsſchreiber ein Zeugniß ausfer⸗ tigen laſſen, aus welchem erhellet, es habe der Erſteher nicht dargethan, daß den bereits verfallenen Bedingungen des Zu⸗ ſchlags von ihm ein Genuͤge geſchehen ſey.(Art. 713.) 730. Auf dieſes Zeugniß, und ohne weiteres Proceßver⸗ fahren oder Erkenntniß, muͤſſen ſogleich neue Patente ange⸗ ſchlagen und die Verſteigerung muß in der oben vorgeſchriebe⸗ nen Form durch anderweite Ankuͤndigungen bekannt gemacht werden; wobey angezeigt wird, es ſolle am angeſetzten Tage die Verſteigerung erfolgen doch kann dieſe Verſtei⸗ 6) Geſeß vom 11. Brumgire 3 vn. Art. 24.— Man nennt dieß folle encheère weil ſie wirtlich thöricht und unüberlegt zu ſeyn pflegt. S. darüber Dufour Praité de la Procedure civ. T. II. P. 318. f. Civitgerichtsordnung. Bb 386 P. I. L. V. De rxxcuon des i. avoir lieu que quinzaine au— M repe 3 aun it des placards. 740. Le peard sera 2 vavous 1e uddn dicataire, et à 1a Suiie, donile Ml, t avous, et si ele n'en a à son donicile, au moins. Mun à* qui aura— dinsi n bnt la premikre. Mn nnmn „742. A duinzaine enivante, ou du jour p In mi eloigné qui aura été fixé par le tribunal, il sera ſuhn hein mnpb cede a une troisieme publication, lors de aguel le objets saisis pourront étre vendus debnitivement: n. cune desdites sera de venn et hnſ, u l ijnnn wün z les tle 07, 706 5 709. 2 wni X— 743. Si nCanmoins radjudicateire ui quit des conditions de'adjudication, et conznit a somme réglée par le trihunal pour le poiement de de folle enchere, il ne serait pas procẽdé à Paq cn definitive, et radjudieataire Sventuel serait dechargs. 744. Le fol enchérisseur est tenu par corps 6 la différence de son prix d'avec celui de la revente sur N.„. folle enchdre„ sans pouvoir réclamer l'excédant sil y ahn u ini ini ie punt len giu e, u h ibun i en ieh dehniinnn etite ieſt zzus; et m nalites pu uin jui ion, et e hin ihi l eni i ten yn i i e hm ver lauti r Th. 5s B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 387 gerung nicht eher, als wenigſtens vierzehn Tage nach erfolgtem Anſchlage der Patente Statt haben.(Art. 702.)(¹) 740. Das Patent wird dem Sachwalter des Erſtehers und dem mit Beſchlag Belegten an den Wohnort ſeines Sach⸗ walters, oder, wenn der mit Beſchlag Belegte keinen Sach⸗ walter hat, an ſeinen eigenen Wohnort, S acht Tage vor dem Ausrufe, zugefertigt. 3 741. Der vorlaͤufige Zuſchlag kann beym zweyten Ausrufe geſchehen, welcher vierzehn Tage nach dem erſten Statt haben ſoll. 7 Nach den nächſten vierzehn Tagen, oder auch an einem Gerichtswegen hierzu etwa angeſetzten entferntern Tage, geht der dritte Ausruf vor ſich, bey welchem die in Beſchiag genommenen Gegenſtaͤnde unbedingt verkauft werden koͤnnen. Jeder erwaͤhnte Ausruf erfolgt auf obbeſtimmte Art, nach vor⸗ gaͤngiger Anſchlagung der Patente und beym Zuſchlage ſind die im 707. 768 und 709. Artikel vorgeſchriebenen b ten zu beobachten.(Art. 633— 685.) 74 Koͤnnte jedoch der Erſteher darthun, daß er den unter welchen ihm die Sache zugeſchlagen wor⸗ den iſt, Genuge geleiſtet habe, und die zur Verguͤtung der durch die anderweite Verſteigerung veranlaßten Koſten Ge⸗ richtswegen beſtimmte Summe niederlegen: ſo wäre der letzte Zuſchlag zu unterlaſſen, und der neue Erſteher wuͤrde(von der beym einſtweiligen Zuſchlage uͤbernommenen Vl keit) frey.(3) 744. Derjenige, auf deſſen Gefahr und Koſten eine neue Verſteigerung uͤbernommen worden iſt, haftet bey Gefängniß⸗ zwang fuͤr die Summe, um welche ſein eignes Gebot hoher iſt, als dasjenige, fuͤr welches die Sache bey der anderweiten zugeſchlagen worden iſt. Iſt aber letzteres Ge⸗ Bb2 (4) oihier a. a. O. Art. 11.§. 6. (2) Pothier de la Procéedure civ. a. 6. H. (3) Pothier ebendaf. 1 386 Pe FExCcution, 6 55 en a; cet excédant sera payé aus creanciers, ou, si ies ſihn u ini et de pappel sont communs à la vourui 4e 16 la folle enchbre., ſn w crcanciers sont desintéresses, à la Partie saisie. 746. Les aricles aux nullitès et aun deuis 746. Les inmeubes appartenant à des mjeun maitres de disposer de leurs droits ne pourront, à peine de nullité, étre mis aux enchères en n 7 ne s'agira que de ventes volontaires. i jmwih saisi réellement, il sera libre aux intéressés, vis sont d 47 Neanmoins, lorsquꝰun immenble aura et 3 tous majeurs et maitres de jecrs droits, de ier nin ſiſy uin res ou en justice, sans autres forinalites que cehes prer din crites aux articles 957, 958, 959 960, 961, 952. 4 ihe en jn ſn 4 neur ou interdit est oréancier, le tuteur pourra, sur ſan que radjudication soit it aux enchbres, devant not sur la Venk des biens immeubles. 6 748. Dans le cas de Particle si un avis de parens, se joindre aux autres Parties i inte zu, ſhu 3 ressces pour la mẽme demande. uwi ain Si le mineur ou interdit est débiteur, 12 vte⸗ parties intéressées ne pourront faire cette demande qwen ſ se à observer toutes les ormalites la vente des biens des mineurs. (1) Pothier a. a. H. (2) Vergl. napport de Mr. Grenier ad h. (3) Grenier ad h. 1. Ueber die freywilligen gerichtlichen Verſteige⸗ rungen ſ. Bufour, Traité de la Procéd. civ. T. II. P. 325. ff. „ rTh. 6 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 389 als das ſeinige, ſo hat den Ueberſchuß keinen Anſpruch, ſondern dieſer wird an die Glaͤubiger, oder, ſoweit hsuu ſie befriedigt ſind, an den mit Beſchlag Belegten ausgezahlt. 745. Die auf die Nullitaͤten und auf die Appellationsfri⸗ ſten und Formalitäten ſich beziehenden Artikel ſind bey einer ut iiat anderweiten, auf Koſten des erſten Kaͤufers vorzunehmenden ſann Verſteigerung gleichfalls anwendbar.(Art. 733.— 736.) 746. Unbewegliche Guͤter, welche volljaͤhrigen, zur eige⸗ nen freyen Verfuͤgung uͤber ihre Rechte befugten Perſonen ge⸗ hoͤren, koͤnnen, wenn bloß von freywilligen Veraͤußerungen die Rede iſt, bey Strafe der Nullitat, nie in gerichtlicher Form verſteigert werden.(2) 747. Soll jedoch ein Grundſtuͤck wegen erfolgter Huͤlfs⸗ nis, b vollſtreckung veraͤußert werden, ſo ſteht den Intereſſenten, wenn ſie insgeſammt volhaͤhrig ſind, und über ihr Vermoͤgen frey nnet n here, iun verfuͤgen koͤnnen, frey, darauf anzutragen, daß dieß an den Meiſtbietenden vor Notarien oder gerichtlich, ohne alle andere, 6o, Mlſt als die im o37. 958. 959. 960. 61. 962 und 964. Artikel, uͤber den Verkauf unbeweglicher Guͤter vorgeſchrie⸗ ien i benen Formalitäten, erfolge.(3)— 748. Iſt, auf den im vorſtehenden Artikel erwaͤhnten Fall, ein Minderjaͤhriger oder Interdicirter unter den Glaͤubi⸗ gern, ſo kann der Vormund, wit Einwilligung der Verwand⸗ wites pirt ten, den uͤbrigen Intereſſenten beytreten, und ſich mit ihnen zu dieſem Antrage vereinigen. itien, k Iſt aber der Minderjaͤhrige oder Interdicirte der Schuld⸗ eue enn ner, ſo koͤnnen die uͤbrigen Intereſſenten dieſen Antrag nur dann machen, wenn ſie ſich allen Formalitäten unterwerfen, — 1 welche bey dem Verkaufe der einem Minderjährigen zugehoͤrigen Guͤter zu beobachten ſind.(Napol. Civilgeſetzb. Art. 457— 459. und gegenwaͤrtige Civilgerichtsordn. unten Art. 9 6 1(a) S. über dieſen Gegenſtand Dufour Traité de 12 Procẽdure niitn civ. T. II. p. 332. f. ei, 1 1½6—— 390 P. I. L. V. De lExécution des Jugemens. TrrRn xw. De d re. 749. Dans le moi⸗ de la Sn 6. ugenen dadjudication, 5il n'est pas attaqus; en cas dppel, 3 dans le mois de la signification du jugement conkirmatif les creanciers et la partie saisie seront tenus de se r. gler entre eux sur la distribution du prix. 750. Le mois expiré, faute par les ereancias et la partie saisie de s'tre réglés entre eux, le zaizis· sant, dans la huitaine, et à son apres ce deh le orcancier le Piu⸗ Aigent ou Fadjudicataire, reque la nomination d'un juge- commissaire, ſeel sera prsesd à Pordre. 751. II sera tenu au greffe, cet effet, un regir tre des judieations, sur lequel le requérant vordre fera son reguieitoite, à la suite duquel le preident 1 trihunal nommera un juge-commissaire. 752. Le poursuivant prendra vordonnance 4 u commis, qui ouprira le procks· verbal wordre, ue sera annené un extrait, délivré par le eonerputenr, de toutes les inscriptions existantes.. ——— (¹) Collection de jurisprudence unter dem Artikel Ordre de Pri vilége et d'Hypotheque.— Zu dieſem Aptikel iſt hinzuzufügen was im Geſetze vom 11. Brumaire J. VII. Art. 31. verordnet, und hier nicht abgeſchafft iſt. 1 wlhn gor ud ibe ſun i ui t n ni Glutum iu vu wuiti mgu mn Cnn lu ſ ffu ue, i bich in hinn . inſo imt i hi ſiyn ——— 6. tüien d 3 jenci „e ttemi pri. tles cin n eu, u, m 3 icuin n ien t elet, u neguitunt h k. rlonunt Iorite, . n Unm * 1 rrTh. 58 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 397 Vierzehnter Titel. 8 Von der Orbnung der Gläubiger.) 749. Nach erfolgter Inſinuation des Beſcheids, durch welchen die Zueignungserklärung erfolgt, muͤſſen der Glaubi⸗ ger und der, an welchem die Hülfe vollſtreckt worden iſt, ſich uͤber die Vertheilung der Kaufgelder vereinigen; und zwar, ſoweit dieſer Beſcheid nicht angefochten worden iſt, in Mo⸗ natsfriſt; im Falle einer Appellation hingegen binnen einem Monate nach erfolgter Inſinuation des Beſtaͤtigungcurthels. 750. Iſt ein Monat verſtrichen, ohne daß unter den Glaͤubigern und dem, wider welchen die Huͤlfe vollſtreckt wird, eine Vereinigung zu Stande gekommen iſt; ſo bittet der Ar⸗ reſtausbringer in den nächſten acht Tagen, und in deſſen Er⸗ mangelung nach Ablauf dieſer Friſt ein anderer Glaͤubiger, dem an Betreibung der Sache liegt, oder der Erſteher, um Ernennung eines Gerichtscommiſſars, vor welchem uͤber die Location verfahren werden koͤnne.(1) 751. Auf der Gerichtsſchreiberey ſoll zu dieſem Ende uͤber die oͤffentlichen Verſteigerungen eine beſondere Liſte gefuͤhrt werden, in welche derjenige, der um die Location bittet, ſein Geſuch eintraͤgt; gleich darunter ernennt der Praͤſident einen Richter zum Commiſſar.(Vergl. Art. 638.) C2)* 752. Der Anſuchende bringt bey dem Gerichtscommiſſar eine Verordnung aus, durch die das Protocoll uͤber die Loca⸗ tion eroͤffnet wird, welchem ein vom Hypothekenbewah⸗ rer gefertiater Auszug aller eingetragenen Hypotheken beyzu⸗ fügen iſt.(35 8 () Vergl. Geſetz v. 11. Brumaire des II. J. Art. öx. (3) Ebendaſ. Art. 37. 4) S. Pelaporte unter dieſem Artikel. E. 392 P. F. L. V. De TRx6cution des Jugemens. t 753. En vertu de Pordonnance du„ les ercanciers seront ommes de produire, par acte si. e gnifié aux domiciles clus par leurs inscriptions, ou à celui de leurs avoués,. V en a de constitués. nn, 754. Dans mois 4e cette sommation, chaque ui créancier sera tenu de produire ses titres avec acte de 3 produit, signe de son avous, et contenant demande n n i collocation. Le commissaire fera mention 4 la remise iui⸗ sur son proeks· verbal. linin 755. Le mois expiré, et méme auparavant, si les 3 créanciers ont produit, le commissaire dressera, ensuite Gli de son procks-verbal, un état de collocation sur pieces produites. Le poursuivant dénoncera, par acte i,d d'avouòð à avous, auk oréanciers produisans et à la pt Echn tie aisie, la confection de Pétat de collocation, aveo b sommation deen prendre communication, et de onte. S diré, il J échet, sur le procbs verbal n comminir ut dans le delai d'un mois. Ahhn. 756. Faute par les créanciers produisane de pren e dre des productions? ès mains du conmis vi saire dons ledit delai, ils demeureront korclos, sans nouvelle sommation ni jugement; il ne sera fait aucun. dire,„il n*y a contestation. 2 255 Les oréanciers qui n'auront x'après u le délai fixs, supporteront sans répétition, et sans pou- 3 6 voir les employer dans aucun cas, les frais aunque 6 ₰ leur produoction tardive, et la déclaration d'icelle aus iu mi it, uu ipin, coutiz nuin, 4 tites mn enant inu ntion h uymnnu e deuent colloeꝛin 1 nonten, k uisans gil cclbeuin o, etch n conn Aeans nins ius ont huch e zen lit nli ſi ion, et un jus m * tr Th. 3s B. Von Vollſtreckung d.rechtlichen Erkenntniſe. 393 753. Kraft der vom Gerichtscommiſſar ertheilten Verord⸗ nung werden die Glaͤubiger zur Production der Beweisurkun⸗ den aufgefodert, und zwar durch einen Satz, der einem jeden an den bey der Vormerkung ſeiner Hyothek gewaͤhlten Wohn⸗ ort, oder an den Wohnort ſeines Sachwalters, wenn er einen beſtellt hat, zugefertigt werden muß.(Vergl. Art. 639.) 754. Von dieſer Auffoderung an zu rechnen, iſt jeder Glaͤubiger in Monatsfriſt verbunden, ſeine Beweisurkunden, nebſt einem von ſeinem Sachwalter unterzeichneten Produc⸗ tionsſatze, zu produciren„und zugleich um Location anzuſuchen. Der Commiſſar erwaͤhnt in ſeinem Protocolle der erfolgten Einreichung.(Art. 660.)(1) 755. Nach Ablauf dieſes Monates, oder auch, wenn die Glaͤubiger die Beweiſe beygebracht haben, noch fruͤher, bringt der Commiſſar nach Anleitung der producirten Beweisdocu⸗ mente einen Plan zur Location zu ſeinem Protocolle. Derje⸗ nige, der die Sache betreibt, macht durch einen Satz, den ein Sachwalter dem andern zufertigen laͤßt, den Glaͤubigern, die ihre Beweiſe beygebracht haben, und dem, wider welchen die Huͤlfe vollſtreckt iſt, bekannt, daß der Locationsplan fertig ſey, und fodert ſie auf, Einſicht davon zu nehmen, und in Mo⸗ natsfriſt erfoderlichen Falls ihre Einwendungen zu Protocoll zu geben.(Art. 663.)(2) 756. Verſaͤumen die erſchienenen Glaͤubiger, in der er⸗ waͤhnten Friſt, beym Commiſſar Einſicht von den producirten Beweisurkunden zu nehmen: ſo ſind ſie, ohne weitere Auffo⸗ derung oder rechtliches Erkenntniß, pracludirt. Iſt kein Streit entſtanden, ſo wird den Partheyen kein Vorbringen geſtattet. (Art. 664.) 757. Die Glaͤubiger, welche chre Peweisnekunden erſt nach Ablauf der erwaͤhnten Friſt beygebracht haben, ſind die⸗ jenigen Koſten, welche durch ihre verſpaͤtete Production, und durch die, zum Behuf der zu Einſicht, erfolgte () Vergl. Geſep v. 11. Brumaire des II. J. Art. 32. (2) Ebendaſ. Art. 33. 1 . 304 P. I. L. V. De TExécution des Jugemens. créanciers à l'effet d'en prendre connaissance, auront donné lieu. Ils seront garans des intéréts qui auront couru, à compter du jour od ils auraient cessé zi a v eüt 6té faite dans le délai fixc. 558. En cas Set le commiszire e ren. verra les contestans à l'audience, et néanmoins arrétera Pordre pour les orcances autérieures à celles contestées, et ordonnera la délivrance des bordereaus de clocton de ces oréanciers, qui ne seront tenus à aucun aà l'égard de ceux qui produiraient posterieurement. 8. 9. S'il ne s'cleve aucune contestation; le ſoce⸗ commizsaire fera la clõture de Pordre; il liquiders je frais de radiation et de poursuite d'ordre, Lui⸗ seront oolloquẽs par proférence à toutes autres orcances; il prononcera la déchéance des créanciers non produi. sans, ordonnera la délivrance des bordereaux de collo- cation aus créanciers utilement colloqués, et la radia- tion des inscriptions de ceux non utilement colloques I sera fait distraction en faveur de Padjudicataire, sur le montant de chaque bordereau, des frais de radietion de linscription. * 760. Les eréanciers postérieurs en ordre dypo thöque aux collocations contestées seront tenus, dans la huitaine du mois accordé pour contredire, de sac. corder entre eux sur le choix d'un sinon ils seront représentés par Pavous du dernier oréancier collo. qué. Le créancier qui contestera individuellement, () Vergl. Geſeß vom 11. Brumaire des II. Jahres Art. 33. in 6)— Da der Erſteher die Koſten der Löſchung der eingezeichneten Hy potheken zu verlegen hat, gleichwohl aber nur für ſeinen Antheit * zu deren Bezahlung gehalten iſt: ſo werden ſie ihn auf dieſe 3 fils ſil 1650 umn a ſud,ſ mint wwi ſt w viltn inw bin ki nnhn mhuni ſih wh jukun i „un ſuiün bi iunniſn ubyht wulin n unthr ſu, iht , iin jn lu juihn, jin zh ömn, w upiini kichr v h hiuhin huchithe, jmn vf ins gin — At tu uune Iihalt lh nn mnt in urien u ih. anu unin elum aun deeih 5 4 aucu terieuen teion, e i lu ln, ji autres un meie un ieem que, ah ement cl Mjudent hu de n en win. erwnt tenu, nneiie, mwus; au er crintu iijnius zhn In i x entn nn ſir in w ſh rr Th. 58 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkeuntniſſ. 395 Bchntinhn derſelben an die Glaͤnbiger, vetunlaſſet wor⸗ den ſind, zu tragen ſchuldig, ohne ſolche in irgend einem Falle zuruͤckfodern oder in Rechnung bringen zu koͤnnen. Sie haften zugleich fuͤr die indeß verfallenen Zinſen von dem Tage an, wo dieſelben aufgehoͤrt haben wuͤrden, wenn die Production in der beſtimmten Friſt erfolgt wäre. 768. Entſteht Streit, ſo verweiſt der Commiſſar die ſtrei⸗ tenden Partheyen zum Verhoöt; beſtimmt aber demungeachtet die Location der Foderungen, welche älter, als die ſtreitigen, ſind, und beſorgt, daß dieſen Glaͤubigern ſofort Scheine uͤber ihre Location eingehaͤndigt werden. Dieſe ſind den Glaͤubi⸗ gern, die erſt ſpater ihre Beweisurkunden produciren, ewas herauszugeben nicht verbunden.(1) 750. Entſteht kein Streit, ſo wird die Location vom Ge⸗ richtscommiſſar abgeſchloſſen. Er berechnet die durch Loͤſchung der Hypotheken und durch das Verfahren uͤber die Location veranlaßten Unkoſten; und dieſe werden vor allen uͤbrigen Foderungen prioritaͤtiſch locirt; er erklaͤrt die Glaäͤubiger, welche ihre Beweiſe nicht beygebracht haben, fuͤr ausgeſchloſ— ſen, befiehlt, daß denjenigen Glaͤubigern, welche nach der Ordnung, in welcher ſie locirt ſind, zur Bezahlung gelangen, uͤber ihre Location Scheine ausgeſtellt, und in Anſehung der⸗ jenigen, die nicht zur Bezahlung gelangen, die Hypo⸗ theken geloͤſcht werden. Jedem Glaͤubiger wird von der Summe, auf welche er in dem ihm eingehaͤndigten Scheine angewieſen iſt, ſo viel abgerechnet, als erfoderlich iſt, um dem Erſteher die Loſchungskoſten zu erſtatten.(2) Glaubiger, welche nach der Ordnung ihrer Hypotheken den Foderungen, deren Location angefochten wird, nachſtehen, ſind ſchuldig, binnen den erſten acht Tagen der zum Verfahren beſtimmten monatlichen Friſt ſich uͤber die Wahl eines gemeinſchaftlichen Sachwalters zu vereinigen; widrigen⸗ falls ſoll der Sachwalter des Glaͤubigers, der unter den Locir⸗ ——— Art vergütet. uebrigens vergleiche man mit dieſem Artikel das nurangeführte Geſetz Art. 34. in k. und Art. 35. Doch iſt vom Inhaite hier in manchen abgegangen. 396 p. I. L. V. De I'FHxécution des 5555 unlti ſtſch dun odus 5 n ſe uf . Dr ſu Enit dn nn — les auxquels sa contentation varteuiere aura lieu, Sans o les ropẽter ni enployer en aucun cas. Lavouò poursuivant ne pourra en etre appele dans la contestation. 8 61. Paudience sera poursuivie par ariie y p p 1 M ainente, sur un simple e ederou à avoué, sans t autre procedure.— nh man 762. Le jugement sera rendu sur le rphet i ſ N iütmnin juge-commissaire et les du ministbre vule n i il contiendra liquidation des krais. 8 763. Lappel de ce jugement ne sera regu, i, 6 n'est interjeté dans. dix de sa eigrilcnin* unet avous, outre un jour par trois myriamètres de Swune n du domicile reel de chaque partie; il eontiendt. ih in gnation, et Fcnoncistion des griefs.„ Fſinnnn 764. Lavoué du oréancier dernier colloqué pourra L n G étre intimé s'il y a lieu. utn 765. U ne sera signifis sur conclu- hl sions motivées de 1 pert. intimés; et raudience wis .. in sera poursuivie ainsi qu eil est ait en Particle 56r. Ale dieſe Anordnungen ſind neu. Die letzte iſt bereits in 657. Art. enthalten. ur k iu nin t de kenn i u it imets i il ni e g k6 wes; 4 Inilſ di n 5 r. 56 B. Von vuiſtm d. rechtlichen Erkenntniſt 397 ten der letzte iſt, ſie alle repräſentiren. Ein Szläubiger, der fuͤr ſich allein Widerſpruch erregt, iſt die Koſten, welche ſein beſonderes Verfahren verurſacht, ſelbſt zu tragen ſchuldig, und kann ſie auf keinen Fall zuruͤckfodern, oder in Rechnung brin⸗ gen. Der Sachwalter, welcher fuͤr ihn auftritt, kann in die⸗ ſer Eigenſchaft zu dem obert waͤhnten Verfahren nicht den werden.(Art. 667. 770.)(¹) 761. Auf Anſuchen des Intereſſenten, der zuerſt darauf antraͤgt, wird mittelſt eines bloßen Satzes, den ein Sachwal⸗ ter dem andern zufertigen laͤßt, ohne weiteres Verfahren, das Verhoͤr in der Sache ausgebracht. 762. Das Urthel wird nach erfolgtem Vortrage des Ge⸗ richtscommiſſars geſprochen, wenn zuvor der kaiſerliche An⸗ wald mit ſeinem Antrage gehoͤrt worden iſt. Zugleich ſind darin die Unkoſten feſtzuſetzen.(Art. 668. Art. 543.) 766. Wider dieſes Urthel iſt nur dann die Appellation zulaͤßlich, wenn dieſelbe, von der Zufertigung Oes Urtheis) an den Sachwalter an gerechnet, binnen zehn Tagen einge⸗ wandt wird; doch wird dieſe Friſt auf jede drey Myriameter, welche der wirkliche Wohnort einer jeden Parthey entfernt iſt, um Einen Tag verlaͤngert. Die Appellationsſchrift muß zu⸗ gleich eine Vorladung(des Appellaten) und eine Anzeige der Beſchwerden enthalten.(Art. 669.) 764. Erfoderlichen Falls kann der Sachwalter des zulttt locirten Glaͤubigers(als Appellat) mit vorgeladen werden.(2) 765. Es erfolgt ſodann auf die eingewandte Appellation, außer der Mittheilung der mit Gruͤnden unterſtuͤtzten Geſuche der Appellaten an den Appellanten, weiter keine Zufertigung; und das Verhoͤr in der Sache wird auf die im 761. Artikel beſtimmte Art ausgebracht, (8) Weil es nämlich nůgtich iſt, daß der Location dieſes Gläubi⸗ gers in der Appellation widerſprochen wäre, und er doch gehört werden muß. 398 P. I.. V. De I'ERécution a S e 1 J 766. Larrét contiendra iuoion„ frais: les parties qui euccomperout sur lappel, veront eondan nées aux dépens, sans pouvoir les répéter. el 767. Quinzaine apres le jugement 45 contean 1 i1 tions, et, en cas dappel, quinzaine après ln iue alnſt, tion de l'arrét qui y aura status, le commissaire a inihn tera deßinitivement rordre des orcances contestees et de celles postérieures; et ce, conformẽment*c 3 4 o% est prescrit par Particle 739: les interéts et atteg yn biih des creanciers utilement colloquès cesseront. 3 768. Les de avous qui aura reprẽsents 6 di oréanciers contestans, seront collo ucs, par préférence uh à toutes autres ersances, sur ce qui restera de denier⸗ digen à distribuer, déductio „ déduction faite ceus qui auront ete uhtun employes à acquitter les créances antérieures eche⸗ 4 contestées. hiin ſn 6 1. S njnn ſ! 769. arrẽt qui autorisera emploi des uis, pr. 0 den i o la subroga noncerz rogation au profit du oreancier sur lequel nku les fonds manqueront, ou de la partie saisie. Texcu. ſiſt nu toire dnoncera cette disposition, et indiquera la hn 3 iüt qui devra en profiter. 6 Dieſer Artiket wird dadurch verſtändtich, daß man auf den 4 765. Artiket zurückgeht. Hier war verordnet, daß dieienigen 3 un 6 Partheyen, welche die Location anfechten und nach eingewandter ₰ itſ Appellation unterliegen, zur Bezahlung der Unkoſten verurtheilt cylin werden, ohne ſoiche wiederfodern zu dürfen. Indeß werden dieſe 3 vin Koſten oft einſtweilen von den vorhandenen, zur Maſſe gehörigen ven Geldern genommen. Reichen alſo die Kaufgelder für das Grund⸗ u ii ſtück zu Befriedigung der Schuldner nicht hin: ſo hat der Glän⸗ in biger, der deshalb gar nicht, oder nicht ganz zer mun nkn uen iu n nees o menn nterit b teront. n us, hupi inesen i eun gi u ntirie oi den jü incier zu uiie. uüguen i n orduet Kb und mu i der lrhin n u. A* rn hin ib, i Muſt r Th. 56 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 399 766. Im Appellationsgerichtsurthel werden zugleich die unkoſten feſtgeſetzt. Zu weſſen Nachtheile in der Appellations⸗ inſtanz geſpro ochen wird, dem wird zugleich die Bezahlung der Unkoſten auferlegt, ohne daß er ſolche zuruͤckfodern darf. 767. Vierzehn Tage, nachdem uͤber die beſtrittene Location erkannt iſt, und, wenn dagegen appellirt ward, vierzehn Tage nach erfolgter Inſinuation des dießfalls geſprochenen Appella⸗ tionsgerichtsurthels, ſchließt der Commiſſar die Location der beſtrittenen und der auf ſie folgenden Foderungen unbedingt ab, und zwar nach der im 759. Art. enthaltenen Vorſchrift. Den Glaͤubigern, welche nach der Reihe der Location zur Be⸗ zahlung gelangen„laufen von nun an weiter keine Sinſen⸗ noch Renten. 768. Die Gebuͤhren des Sachwaltehs; der die Gläubi- ger, welche Widerſpruch erregten, repräſentirt hat, werden vor allen Foderungen prioritätiſch locirt; doch werden ſie bloß von denjenigen Geldern bezahlt, die nach erfolgter Tilgung der ältern unbeſtrittenen Foderungen noch zu vertheilen uͤhrig bleiben. 769. Wird im Appellationsgerichtsurthel verſtattet, die Koſten(von den zu vertheilenden Geldern einſtweilen) zu ent⸗ nehmen: ſo wird zugleich der Glaͤubiger, dem deshalb etwas von dem annoch zu vertheilenden Gelde abgeht, oder der mit Arreſt Belegte, in die Rechte desjenigen, dem die Bezahlung dieſer Koſten auferlegt worden iſt, geſetzt. Dieſer Verordnung geſchieht im Huͤlfsbefehle Erwaͤhnung, wobey die Parthey be⸗ nannt wird, zu deren S6* ertheilt iſt.(Art. 766.)(*) tion kommt, den Ertrag der gedachten aus der Maſſe verlegten Unkoſten zu fodern, und er kann alſo ſolche von dem Gläubiger erſetzt verlangen, für den ſie verlegt worden hält ſich alſo deshalb an die Gelder, mit denen dieſer zur Per ception gelangt, und tritt dießfaus ſofort an deſſen Stelle.(Der⸗ wider welchen die Hülfe vouſtreckt iſt, kann dieß dann verlangen⸗ wenn alle Gläubiger, nebſt Zinſen und Koßen, befriedigt ſind; denn auf dieſen Fall liegt am Tage, daß die erwähnten Gelder ihm übrig geblieben ſeyn würden, wenn ſie nicht für jene von den Appyelanten verurſachten Unkoſten verlegt worden wären. E.) N 400 R. 1. F. V. PeKxSim ene Fo. La partie saisie, et le créancier sur leuel les fonds manqueront, auront laur recours contre ceus qui auront succombe dans la contestation, pour 2 téréts et arrérages qui auront couru pendant le cour⸗ desdites contestations. 771. Pans les dis jours pti rordonnanos juge- commissaire, le greffier delivrera à chaque« erean. cier utilement colloqus le bordereau de collocation, a sera executoire contre Facquéréur. . Le créancier colloquéè, en donnant guitance du montant 4e sa Se oonsentira la radiation de son inscription. 73. Au fur et à mesure du peiement des colo. cations, 1 conservateur des hypothbques, sur reprè dechargera d'office Finscription, concurrence i la somme acquittée. A6re sera n 3 „ de la totalitè de son pris, soit aux créanciers S colloquès, soit à la partie saisie, et de vordonnance du juge- commissaire, qui prononce la rudiution des insoriptions des créanciers non colloquès. 5. En cas ꝙaliénation autre que celle pr ex- propriation, Pordre ne pourra étre provoque s'il n a (1) Denn wäre der Streit nicht entſtanden: ſo würden dih Genit heit des 767. Artikels) die Zinſen und Renten fortzulaufen auf⸗ gehört haben. Dieß iſt durch die unnützen Widerſprüche der im obſtehenden Artikel erwähnten Gläubiger verhindert worden, alſo haben ſie für dieſen der Maſſe zugesogenen Verluſt, dem Gemein⸗ . entation du pordereau et de la S du ereaneisr, „ „ 150 b 7. Du bulm, ia di ſün, n J n 6 Pufihtn be ſnbi zn g zennm n Einn, ſr ijsſ vl 6 ugeghl we wihng d ius be i hing hr 2 luh u tit, e ji blbhe, u ſ izut wunſn i Glign Qh Guig . hilulſt wrden, e . ſhn iitt z hefin 0 666 in u holt i. ſiziun pan ln en ie clu 3 menin 1 piienen , u uiun it unri n en n auin, u initt ubeh u knu bu n gu nun 1r Th. 56 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſ. 401 70. Dem, an welchem die Huͤlſe vollſtreckt iſt, und dem Glaͤubiger, zu deſſen Befriedigung es am Gelde fehlt, ſteht wrider diejenigen, welche(bey der Location) Streit erhoben haben, aber mit ihrem Suchen abgewieſen worden ſind, der Regreß wegen der Zinſen und Renten zu, welche— die⸗ ſes Verfahrens fortgelaufen ſind.(1) 77r. Binnen zehn Tagen nach Erlaſſung des vom Ge⸗ richtscommiſſar extheilten Befehls uͤbergiebt der Gerichtsſchrei⸗ ber jedem Glaͤubiger, welcher nach der Ordnung zur Befriedi⸗ gung gelangt, einen Schein uͤber die erfolgte Location, wel⸗ cher wider den Erſteher die Huͤlfsvollſtreckung bewirkt. 772. Der loeirte Glaͤubiger muß, indem er uͤber die Summe, fuͤr welche er locirt iſt, quittirt, zugleich erklaͤren, daß er in die Löſchung ſeiner Hypothek willige. 773. So wie die loeirten Foderungen nach der Reihe ausgezahlt werden, hat der Hypothekenbewahrer nach erfolgter Vorzeigung des Locationsſcheins und der Quittung des Glaͤu⸗ bigers die in ſeine Buͤcher eingezeichnete Hypothek bis zum Betrag der gezahlten Summe Amtswegen zu loͤſchen. 774. Die Amtshalber erfolgte Einzeichnung ins Hypothe⸗ kenbuch wird dann unbedingt geloͤſcht, wenn der Erſteher bey⸗ bringt, er habe an die zur Perception kommenden locirten Glaͤubiger, oder an den, wider welchen die Huͤlfe vollſtreckt iſt, die ganze Kaufſumme entrichtet; und wenn der Gerichts⸗ commiſſar einen Befehl erlaͤßt, daß die auf die nicht locirten Glaͤubiger eingezeichneten Hypotheken geloſcht werden ſollen. (Nap. Civilgeſetzb. Art. 2108.)(2) 7. Erfolgt die Veräußerung nicht mittelſt gerichtlicher Huͤlfsvollſtreckung: ſo kann auf Location nur dann angetragen werden, wenn mehr, als drey mit eingezeichneten Hypotheken 6 * ſchuldner, wenn alles übrige bezahlt iſt wenn aber die Maſſe nnntcht zureicht, den nicht zur Perception gelangenden Gläubigern, zu haften. Arrét de Tournai du 6. Octobre 1694. beym Pinault. () Geſetz vom 11. Brumaire des vn. Jahres Art. a5. welcher im 1187. und a138. Artiket des Napol. Civilgeſetzb. wieder⸗ holt iü. Civilgerichtsordnung. Ce —— 402 P. I. L. V. De ruxscuion des Joewent⸗ 4 pue de trois créanciers inserits; et il le sera par le eréancier le plus diligent ou racqusreur après rexpir tion des trente jours qui suivront les dciais preserits per les articles 2185 et 2794 du Code civil. 5 6. Lordre sera introduit et réglé dans les tor. mes Mce par le présent titre. 777. Tacqusreur sera employe par pteterent⸗ pour le coũt de extrait des inscriptions et denonciation aux oreonciers inscrits. 773. Tout eréancier pourra prendre inscription ponr conserver les droits 4* son déhiteur; mais le montant de la collocation du sera distribus, comme chose mobiliere, entre tous le eréanciers inscrits ou opposans avant la de rordre. 779. En cas de retard ou de négligence dans h poursuite Foire la subrogation pourra ötre demandie. Fa demande en sera formée par requéte inserse au ees verbal dordre, vommuniquse au poursuivant per acte qavous, jugée sommairement en la chumbre du conseil, sur le rapport du juge- commissaire. 551 aſhu bl g die Er nu cmnh nn js unſinn 70 ſy be l nim li num i 7 u zitſiuse emm, R jnn ſ, 1 ſihan zutz in uin kini r Inhn dij 6in hunuwa huliſch in hit, wo ſihun Wn wwU — 600i. wihn ₰ tüh* un wuh Küün ie iil nt in 1 lir pin s et in nite iui u; mük nin aiuucin u e n um ie udte insers u poutui tahd rrTh. 56 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 403 verſehene Glaͤubiger vorhanden ſind: und dieſes Anſuchen kann der die Sache am eifrigſten betreibende Glaͤubiger oder der neue Eigenthuͤmer dann thun, wenn nach Ablauf der im 2785 und 2104. Artikel des Civilgeſetzbuches beſtimmten Friſten drey⸗ ßig Tage verſtrichen ſind. 76. Die Location wird in der im gegenwaͤrtigen itel vorgeſchriebenen Form eingeleitet und abgefaßt.(Art. 750. f.) . Der neue Eigenthuͤmer genießt in Anſehung der fuͤr die Abſchriften der Einzeichnungen und fuͤr die den einge⸗ zeichneten Glaͤubigern gemachten Anzeigen verlegten Koſten vor allen andern ein Vorzugsrecht.(1) 778. Jeder Schuldner kann zur Aufrechthaltung der Rechte ſeines Schuldners die Einzeichnung ſuchen. Allein, die Summe, die der Schuldner vermoͤge ſeiner Location zu em⸗ pfangen hat, wird unter ſeine vor geſchloſſener Location einge⸗ zeichneten oder mit Zahlungseinſpruͤchen aufgetretenen Glaͤubi⸗ ger als ein Mobiliargegenſtand vertheilt. 79. Im Fall(von Seiten des Gläubigers, der die Lo⸗ cation betreibt), bey Betreibung der Location Nachlaͤſſigkeit oder Verzoͤgerung eintritt: ſo kann ein Andrer darum anſu⸗ chen, daß ihm verſtattet werde, an deſſen Stelle zu treten. Dieß Geſuch erfolgt mittelſt einer Bittſchrift, welche in das Locationsprotocoll eingetragen, dem, welcher die Location (nachläſſig) betreibt, durch einen Satz des Sachwalters mitge⸗ theilt, und auf welche im Berathſchlagungszimmer, nach er⸗ folgtem Vortrage des Gerichtscommiſſars,— entſchie⸗ den wird.(Art. 711— 724.) . Ce2 ½() D. i. der Käufer kann vor allen Dingen die im Artikel er⸗ Koſten von den ſchuldigen Kaufgeldern abziehen. S . 404 P. I. L. V. 1e ILEnécution des Jugemens. rrrRn xv. De 1' Emprisonnement. * 780. Aucune contrainte par corps ne pourra étre mise à exécution qu'un jour après la signification, avec commandement, du jugement qui l'a prononcée. Cette signification sera faite par un huissier comnis par ledit jugement ou par le Prèsident qu tribunal 4 pPremière instance du lieu oü se trouve le debiteur. La signification contiendra aussi élection de don. cile dans la commune ou siege le tribunal dui* n ce jugement, si le eréancier n'y demeure pas. 781. Le débiteur ne pourra tre arrétè, 19. nt le lever et aprbs le b du soleil; 20. Les jours de föte Bsils 35. MPans les édifices consàcres au cule et dant les exercices religieus seulement; Pans le lieu et pe la tenue des nees 3 des autorités constituces ʒ §o. Dans une maison quelconque, meme an⸗ son domicile, i à moins qu'il n'eüt été ainsi ordonuè par le juge de pain du lieu, lequel juge de paix dern, dans ce cas, se transporter dans la maison avec roi cier ministériel. 6) S. über dieſen Gegenſtand Dufour, Traité de 1a Procod. civ. F. IHI. p. 371— 373.— Vergl. Geſetz vom 18. Germinal des VI. Jahres Zit. III. Art. 3. Ord. v. 1667. Tit. XRXIV. Art. 1. Ordonuance de Moulins v. 1666. Art. 43. 8 1) 381 zubß .6. „ den, 6 Gu bi ſ wi nin un ſiſum E N w Buicht, ſi un uhn ¹) uhn yt voh üdu mhnd Had wht „ ſiwit hat. ung ds 700) 6) de 13 6 76 Da euin onſn igiuit n Un huiin lent uit we ke it i dkini tulſt nenr u e mil i an cue t tenne de nnue, n t ini vi e ſi minn it ie kjn⸗ m 16 6 . r Th. 5s B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 405 Funfzehnter Litel. Von der Verhaftnehmung. ¹)(S. Nap. Civilgeſetbuch m. B. 16. Tit. und gegenw. Gerichtsordnung Art. 126. 127.) 780. Mit Perſonalarreſt kann nicht eher verfahren wer⸗ den, als den Tag nach erfolgter Zufertigung des Urthels, (Nap. Civilgeſetzb. Art. 2067.) worin auf denſelben erkannt iſt, und eines Zahlungsgebotes. Dieſe Zufertigung geſchieht durch einen Gerichtsboten, der dazu entweder in nurgedachtem Urthel ernannt, oder vom Praͤſidenten des Gerichts erſter Inſtanz am Aufenthaltsorte des Schuldners beauftragt worden iſt. In der Zufertigung muß zugleich die Wahl eines Wohn⸗ orts(des Klaͤgers) in der Gemeinde enthalten ſeyn, wo das Gericht, von welchem dieſes Urthel geſprochen iſt, ſeinen Sitz hat; wenn naͤmlich der Glaͤubiger nicht ohnehin daſelbſt wohnt.(¹) 781. Der Schuldner kann nicht in Verhaft genommen werden: 1) vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang; 2 an geſetzlichen Feſttagen(Art. 1037.); 3) in den zum Gottesdienſte gewidmeten Gebaͤuden, doch nur waͤhrend des Gottesdienſtes; an dem Verſammlungsorte, und waͤhrend der Sitzung der beſtellten offentlichen Behoͤrden; 5) in keinem Hauſe und ſelbſt nicht in ſeiner Wohnung, ſoweit der Friedensrichter des Ortes ſolches nicht anbefohlen hat. In dieſem Falle muß der Friedensrichter ſich in Beglei⸗ tung des Gerichtsbedienten ſelbſt in das Haus begeben.(Art. 794.)(2) 3. () Das, was unter n. 8. geſagt iſ, iſt ein Zulat zum Geſetz vom z. Germinal des VI. Jahres Zit. III. Art. 4. *) S. Delaporte unter: Emprisonnement.. 1 406 P. I. L. V. De IExscution hen 782. Le debiteur ne pourra non plus étre arrété, lorsqu'appels comme témoin devant un directeur de jury, ou devant un trihunal de premiere instance, ou une cour de justice criminelle ou il sera pt teur d'un sauf- conduit. Le sauf- conduit pourra&tre accordé par 8 gu teur du jury, par le président du tribunal ou de 3 cour oů les tẽmoins devront&tre entendus. 1 con olusions du ministere public seront nécessaires. Le sauf oonduit réglera la durée de son eget, peine de nullité. 5 En vertu du eauf· conduit, le detiteur ne yourta étre orrété, ni le jour ſixe pour sa comparution, ni pendant le temps nécessaire pour aller et pour revenit. 783. Le proces-verbal d'emprisonnement contien· dra, outre les formalités ordinaires des enploits, W itẽratit comwandement; 20. clection de domicile dun la commune ou le débiteur sera detenu, si le oréancier n*y demeure pas: Phuissier sera assisté de deux recors. 784. S'il sest écoulé une année entière depuis le commandement, il sera fait un nouveau commandement par un huissier commis à cet effet. 3 785. En cas de rebellion, Phuissier pourra établir garnison aux portes pour empscher évasion, et requs rir la force armée; et le débiteur sera poursuivi conkor· mément aux dispositions du Code eriminel. 786. Si le debiteur requiert qu il en soit referè, 4 0) Geſetz v. 13. Germinat des v. 2865 Lit. III. Art. 3. (²) Ebendaſ. Art. 10. 5 un vedu ſtuorn, u in1 inn ſh 1 e in ʒuhni mfwl ib guli u ſ hi inſ ſin ſh ſuem (. 0) ſu nt in Wn videpl in deii ſiyi u in uſilf nn hu 5 fihn, ſu in ihw 7 Grihh ten, Vibe e de Ein . hnn aſun tin un M ia ci huh nuln nteniu 1. nitun tie ie ni u cnn iennenn 6 de ai n de dni uu, 6i ke te de dem entire i un connn iminn, e1 3 pounii 6. ininel len ui n Ih r Th. 35 B. Von Volſſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſ. 407 782. Auch darf der Schuldner nicht in Verhaft genom⸗ men werden, wenn er als Zeuge vor den Vorſitzenden der Ge⸗ ſchwornen, vor ein Gericht erſter Inſtanz, vor ein Criminal⸗ oder ein Appellationsgericht vorgeladen iſt; doch muß er mit einem ſichern Geleite(alvus conduerus) verſehen ſeyn. Das ſichere Geleite kann der Vorſitzende der Geſchwornen, oder der Praͤſident des Gerichts oder Gerichtshofes, wo die Zeugen abgehoͤrt werden ſollen, ertheilen. Doch muß zuvoͤr⸗ derſt der Antrag der Staatobehoͤrde vernommen werden. Im Geleitsbriefe(salvus conduerus) muß, bey Strafe der Nullität, ausgedruckt ſeyn, auf wie viele Zeit er guͤltig ſeyn ſolle. Kraft dieſes freyen Geleites darf der Schuldner weder an dem zu ſeiner Erſcheinung angeſetzten Tage, noch waͤhrend er ſich hin- und zurůckbegiebt, in S genommen werden. QArt. 704.)(1) 783. Das Protocoll uͤber die Vechtinehmans muß, au⸗ ßer den bey allen vom Gerichtsboten Amtswegen ausgefertig⸗ ten Urkunden gewoͤhnlichen Formalitäten, enthalten: 1) ein wiederholtes Zahlungsgebot, 2) die Wahl eines Wohnortes in derjenigen Gemeinde, innerhalb welcher der Schuldner ge⸗ fanglich enthalten werden ſoll, wenn der Glaͤubiger nicht ohne⸗ hin daſelbſt wohnt. Der Gerichtsbote erſcheint in Setn zweyer Zeugen. 784. Iſt ſeit dem Zahlungsgebote ein ganzes Jahr ver⸗ ſtrichen, ſo muß durch einen hierzu abgeordneten Gerichtsbo⸗ ten ein neues zugefertigt werden.(Art. 704.)(2) 75. Auf den Fall gewaltſamer Widerſetzlichkeit darf der Gerichtsbote, um die Flucht zu verhuͤten, die Thuͤren beſe⸗ tzen, und die bewaffnete Macht zum Beyſtand auffodern. Wider den Schuldner wird auf ſolchen Fall nach Vorſchrift des Criminalgeſetzes verfahren.(4) 786. Traͤgt der Schuldner darauf an, daß der Vorgang (3) Dieſe Verordnung iſt neu. 6 Eriminalcoder(Geſetz vom 25. Sept. M. 1. Lit. Abſchn. 1. Art. 405 F. I. L. V. De IExécution des Jugemens. „— sera conduit sur- ler ehamp devant le preident du ni- bunal de premiere instance du ieu on Porrestation aurn été Kite, lequel statuera en état 3e référé; si tion est faite hors des heures de l'audience, le diteur sera conduit chez le président. 5— 787. Lordonnance sur vhzr sera consignee sur le proces- verbal de Thuisier, et sera exécutée— 3 champ. 588. 8i 1e debiteur ne requiert pas qu'il en soit référé, ou si, en cas de référé, le president orlonuo qu'il scit Passé outre, le débiteur sera conduit daus la Prison du lieu; et s'il n'y en a pas, dans celle du lieu le Plus voisin: Thuissier et tous autres qui vndu raient, recevraient ou retiendraient le 3 dans un lieu de détention non légalement designe comme tel, seront poursuivis comme coupables du crime de deter tion arbitraire. 780. L'ecrou du débiteur Snoncera, 15. le juge⸗ ment; 20. les noms et domicile du créancier; 3 yde. tion de domicile, 5il ne demeur⸗ pas dans la com· mune; 4. les noms, demeure et profession du aeh. teur; 50. J onitnation d'un mois qꝛalimens au moins; 60. enün, mention de la copie qui sera laissée au débiteur, à sa petonne, tant du Fier .* () War bereits älterer Sercttrauch. (2) Gleichfalls älterer Gerichtsbrauch. ſunbet 557 Piſtn ni ehi i g. udf in Priſd F chiu i iynn 5 hn bu n ſl n unnhw inßt ji in e ithen p njnn, huün ui „ 5 i bn ſun in hm ſunC wW G uh ſhes u e Unſt Puſon ei ußzn ———— 66n n )2 fin niinnn nyu ſl k yni en m u ius u i in diignt un du cint i ten 1 n in ynfkin ui in ſi ſi m „uäß r Th. 36 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 409 dem Gericht angezeigt werde, ſo muß er auf der Stelle vor den Praͤſidenten des Gerichtes erſter Inſtanz an dem Orte, wo die Verhaftnehmung erfolgt iſt, gefuͤhrt werden. Dieſer ertheilt in ſummariſcher Form ſeine Entſcheidung(S. Art. 806. und f.). Iſt die Verhaftnehmung außer der Zeit des öffentlichen Verhoͤrs geſchehen, ſo wird der Schuldner zum Präſidenten gefuͤhrt.(Art. 794.) G*) 787. Die auf die ſummariſche Anzeige(Art. 806. f.) ertheilte Verordnung wird in das Protocoll des Gerichtsboten eingetragen und auf der Stelle vollſtreckt.(Art. 704.)(2) 788. Traͤgt der Schuldner nicht darauf an, daß die Sa⸗ che beym Gerichte angezeigt werde, oder befiehlt der Praäͤſident, im Fall einer Anzeige, daß demungeachtet(mit der Verhaft⸗ nehmung) verfahren werden ſolle: ſo wird der Schuldner in das Gefängniß des Ortes, und wenn es teſelbſt kein Gefängniß giebt, ins nächſtgelegene, abgefuͤhrt. Oollte ein Gerichtsbote oder irgend ein anderer den Schuldner in ein anderes, als das dazu geſetzlich beſtimmte Gefaͤngniß abfuͤhren, darin auf⸗ nehmen, oder dort enthalten: ſo iſt wider ihn wegen des Ver⸗ brechens willkuͤhrlicher Verhaftung zu verfahren.(2) 2. Bey der Eintragung des Schuldners in die Liſte der Gefangenen*) muͤſſen angegeben ſeyn: 0 das Urthel, 2) die Namen und der Wohnort des Glaäubigers, 3) die Wahl eines Wohnortes von Seiten des letztern, wenn er nicht ohne⸗ hin in der Gemeinde wohnt, ₰ die Namen, der Aufenthalt und das Gewerbe des Schuldners, 3) das Zeugniß uͤber die erfolgte Niederlegung der zum Unterhalte des Schuldners we⸗ nigſtens auf einen Monat erfoderlichen Summe, 6) endlich der Umſtand, daß der Gerichtsbote dem Schuldner jelbſt in Perſon eine Abſchrift, ſowohl des uͤber die Verhaftnehmung aufgenommenen Protocolls, als ſeiner Einzeichnung in die (3) Geſetbuch über Verbrechen und Strafen(Geſetz v. 3. Brumaire des 1V. J.) Tit. XVIII. XIX. Art. 370. u⸗ f. 382. *) Das Formular zum Ecrou ſ. beym Delaporte unter: Em- pris onnement. E. — 410 P. I. L. V. De TNscution des Jugemens. de Phuissier. 790. Le gardien ou geolier transerira sur son gistre le jugement qui autorise parrestation; Faute de recevoir le débiteur et de Péerouer. 6 791. oréancier sera tenu de conigner„ ali- mens avanos. Les alimens ne pourront 6tre retires, lorsqu il y aura recommandation, si ce n est du Sen⸗ 58 tement du recommandant. ceux qui auraient le droit d'exercer contre i la con · trainte par corps. Celui qvi est arrétè oomme preren d'un délit, peut aussi étre recommandè; et i er⸗ ne du délit. les formalites ci- dessus prescrites pour Pemprisonne- ment: nõanmoins Thuisier ne sera pas assisté re unterſchreiben hier nicht mit, denn ſie ſind bloß vorhanden, um die Verhaftnehmung zu bewähren und nöthigen Falls dem Ge⸗ richtsboten thätig beyzuſtehen. (a) Veil niemand gefänglich eingezogen werden kann„ als n eines Urthels. (3) Geſetz vom 8. Serminat des VI. J. Lit. m. Art. r4. Ord⸗ v. 1670. Lit. XIII. Art. 23. Declaration vom 10. Jan. 1690. . Art. 1. Was den Betrag der Alimente anlangt, ſo ſagt die Drdonnanz im angeführten Artikel, der Richter ſolle denſelben be⸗ ſtimmen. Dieſe Taxe ertheilte der Richter, der die Aufſicht über die Gefängniſſe hatte, von Zeit zu Zeit nach Verhältniß der verbal d'emprisonnement que de Tcorou. Il sera signe lhuissier de représenter ce jugement, le geolier reluen 792. Le débiteur pourra étre recommande par tenu par peſfet de la recommandation, encore qu⸗*on Clargissement ait 6te prononcé et ait Ste acquittẽ 793. Seront observées, pour le⸗ reconmndtin. 6 Ordonn. o. 1670. Lit. XIII. art. 3. Die Zeugen G*) ſn 6in ſin ſut 3 und vſn (n 1) „0 ſul en zit inh i ſin kuifun m d ihn bih heſn uſe gpii ſuun hi ſhm, i uf ſin k ſwien iur 5 ſuhun, za ſ; d U wiig I P ſt! (0n ahte hal ſin 2 wehn un ciyil ploch Prison l mnuin u nnin bp Wer. pm i a vu in tetn ter enn mnd; 4 lion, em tqul itt e reconm pout her n yn ii 1. Di zu ſn buß u nichgn zu ee in di I. b ulon un nz u mt, M 1r Ch. 36 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 411 Liſte der Gefangenen uͤbergeben habe. Die erwaͤhnte Einzeich⸗ nung wird vom Gerichtsboten unterſchrieben.(Art. 794.)(1) 700. Der Gefangenwaͤrter oder Kerkermeiſter trägt das urthel, in welchem auf die Verhaftnehmung erkannt iſt, in ſeine Liſte ein. Zeigt der Gerichtsbote dieſes Urthel nicht vor, ſo muß der Gefangenwärter die Annahme des Schuldners und deſſen Eintragung in die Liſte der Gefangenen verweigern. (Art. 794.)(2)— 701. Der Glaͤubiger iſt verbunden, die zum Unter⸗ halt erfoderliche Summe vorauszuzahlen, und zu deponiren. Tritt eine Empfehlung zur fernern gefaͤnglichen Enthaltung 5 ein; ſo duͤrfen die Unterhaltsgelder ohne Einwilligung des Empfehlenden deshalb nicht zuruͤckgenommen werden. 30 702. Der Schuldner kann von jedem zur fernern gefaͤng⸗ lichen Enthaltung empfohlen werden, der ihn ſelbſt haͤtte ver⸗ haften laſſen können. Auch der, welcher eines Verbrechens angeſchuldiget, und deshalb gefäͤnglich eingezogen iſt, kann zur fernern Haft empfohlen werden, und iſt, zu Folge dieſer Em⸗ pfehlung, fernerweit im Gefaͤngniſſe zu enthalten, wenn gleich auf ſeine Loslaſſung erkannt und er vom Verbrechen freyge⸗ ſprochen worden iſt.(4) 703. Bey jeder Empfehlung ſind eben die Formalitaͤten zu beobachten, welche oben fuͤr die Verhaftnehmung vorgeſchrie⸗ ben ſind; doch hat der Gerichtsbote keine Zeugen zuzuziehen, und derjenige, der den Verhafteten empfiehlt, iſt nicht ſchul⸗ ———————— cheurung der Lebensmittel. Durch ein Reglement des Pariſer Pavlements v. 1. Sept. 1717. iſt ein beſtimmter Fuß feſigeſetzt, der noch jetzt zum Maaßſtabe dienen kann. (4) Im Geſetz v. 18. Germinal des VI. J. Tit. III. Art. 11. war anbefohlen, daß der, welcher einen Gefangenen zur fernern Ent⸗ hattung empfehlen wolle, dieſelben Formalitäten, wie bey der ge⸗ fänglichen Einziehung, zu beobachten habe. Daß ein wegen beygemeſſenen Verbrechens Verhafteter, auch wenn er losgeſprochen iſt, wegen Schulden zur weitern Enthal⸗ tung empfohlen werden könne, lehrt Pothier de la Procedure civile V. Th. I. Cap.§. 7. Ein im Gericht der Tournelle ge ſprochenes Arrét vom 28. Febr. 1707.(coll. de jurispr. unter: Prison, Prisonnier n. 5o.) beſagte das Gegentheil. 1 412 Pi I.. P l'ExCcution des ugren. cors; et le g sera diopense 85 coniznot les alimens, s'ils ont été consignés. Le oréancier qui a fait emprisonner, pourra pourvoir contre le recommandant devant le tribunal du lieu ou le débiteur est gcten à l'effet de le taire con· tribuer au paiement des alimens par portion égale. 794. A défaut qyobsorvation des formalitès ci- des- sus prescrites, le débiteur poutra demander lu nullis de emprisonnement, et la demande sera portẽe au tri- bunal du lieu ou il est détenu:„i la demande en nul. lité est fondés sur des moyens au fond, elle aera por töe devant le tribunal de l'exécution du jugement. 793. Dans tous les cas, la demande Pourta an formée à bref dclai, en vertu de permission de juge, et lassignation donnse par huissier commis au domi- cile 6lu par l'écrou: la cause sera jugée sommairement, sur les conclusions du ministère public. 796. La nullité de vemprisonnement, pour au. que cause qu'elle soit prononcée, n'emporte point* nullité des recommandations. 797. Le debiteur dont l'emprisonnement est dé- clarè nul, ne peut dtre arrété pour la meme dette qu' un jour au moins après sa sorti. 798. Le débiteur sera mis en liberts, en con- (1) Geſetz vom 15. Germinal d. VI. Zahrz Art. 11. S. Pufour, Traité de Proeed. T. II. p. 384. 338. In Anſehung des 2. Abſchnittes des Artikels ſ. d. angef. Geſetz Art. 15. Ord. v. 1676. Lit. XII. Apt. 23 eutin mbl zde Ue por dDr 6 i6„inb ſtnih n ſ mn ſin gihn „ nüt kht munn, m m Mt i lu uf ſ ſihe gulſubun 5 3 Ni, die Vorl lun bl i de h Oi Eu⸗ 3 A binhm ſh de W uug ihh M. mile nict he ſinu En 70 ( 6e de6 60 6, u inht chk iht Min niaknh — nl un n ihk⸗ hin, inn iſn k knnn n i ſeni en ſzi uu el inenen, 3 ce ehn h ni 3 N Ir Th. 38 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 413 dig, die Unterhaltskoſten zu deponiren, wenn ſie bereits nie⸗ dergelegt worden ſind. Der Gläubiger, der den Schuldner in Verhaft nehmen ließ, kann bey dem Gerichte des Ortes, wo der Schuldner ge⸗ fonglich enthalten wird, darauf antragen, daß demjenigen, der folchen empfohlen hat, auferlegt werde, zu den Unterhaltsko⸗ ſten gleichen Antheil beyzutragen.(1) 704. Sind die vorſtehend vorgeſchriebenen Formalitaten nicht brobachtet worden, ſo ſteht dem Schuldner frey, darauf anzutragen, daß ſeine Verhaftnehmung fuͤr unguͤltig erklärt werde; und dieſe Klage wird bey dem Gerichte des Ortes an⸗ gebracht, wo er gefangen gehalten wird. Beruht die Nichtig⸗ keitsklage auf Gruͤnden, welche die Hauptſache betreffen, ſo wird ſie pey demjenigen Gerichte anhängig gemacht, das die Vollſtreckung des Urthels zu verfuͤgen hat,(²) 1 705. Die Klage kann auf jeden Fall, mit Erlaubniß des Richters, unter Verſtattung einer kurzen Friſt angebracht, und die Vorladung vom hierzu beauftragten Gerichtsboten an den (vom Glaͤubiger) bey der Einzeichnung des Gefangenen in die Liſte des Kerkermeiſters angegebenen Wohnort inſinuirt werden. Die Sache wird ſummariſch entſchieden, wenn zuvor die Staatsbehoͤrde mit ihrem Antrage gehoͤrt worden iſt. 706 Aus welchem Grunde auch immer auf Nullität der Verhaftnehmung erkannt worden ſeyn mag, ſo zieht ſolche den⸗ noch die Unguͤltigkeit der Empfehlungen zur fernern Enthal⸗ tung nicht nach ſich.(4) 707. Wenn die Verhaftnehmung eines Schuldners ſür unguͤltig erkläͤrt worden iſt, ſo kann er wegen derſelben Schuld nicht eher wieder gefaͤnglich eingezogen werden, als bis ſeit ſeiner Entlaſſung wenigſtens Ein Tag verſtrichen iſt. 703. Sobald der Schuldner die Foderung, wegen wel⸗ * (2) Geſetz v. 13. Germinal Art. 6. Die Diſtinction in Anſehung der Gerichte, wo die Nullitätsklage angebracht werden ſoll, iſt neu. (3) Geſetz vom 15. Germinal d. VI. J. Art. 13. des II. Litels. () Dieß iſt gegen das nur anseführte Geſet Akt. 1e. — ite entre les mains du eoſer de ls prison les cau. ses de son emprisonnement St. les frais de l capture. 709. Si remprisonnement est declars S3 le eré⸗ ancier pourra étre eondamns en des donwbes·interen 3 envers le débiteur. goo. Le debiteur tnenen incarcérée obtient son cla rgissement, Par le consentement du oréancier qui Ta 3 incercsrer, et reconmandans, s'il V en a; Par le paiement ou 1½ consignation des sommes tant au créancier qui a fait emprisonner qu'au recommandant, des intéréts échus, des frais liquides, de ceux d' emprisonnement, et de la restitution 4 „ mens consignés; 3 30. Par le bonßice de cession; 4. A déefaut par les créanciers nint d'avance les alimens; 5. Et enfin, si le débiteur a commencs sa oinonte· dixieme annce, et si, dans ce dernier cas, i nest pas stellionataire. 3o1. Le consentement à la sortie au depiteur pourra étre donné, soit devant notaire, soit sur le r tre d'ecrou. 803. S consignation de la dette sera entre les mains du geolier, sans qu'il soit besoin de la faire (9) Ord. v. 1670. Lit. XIII. Art. 32. (2) Geſet v. r3. Germinal des VI. J. Lit. II. Art. 6. (3) Die 4 erſten urſachen ſind entlehnt aus nurgedachtem Geſtze Lit. 111. Art. 14 u. 18. welches wieder aus dem KIII. S der 1650 naſP in vin in m 2 kn un niſiin ſo6 Sihldnnb hifl ninn i, ijn ju, n uii t ſw liß, i dn hu, ſchig ſtn Kſtn ſutung d dm nefi eczit Iyo um hyns un Hmi, ſlus u maſnt pl. D nne lngn W den(6) g niſn h — Ono, aus de erfiltr, ben D 00, ia jn i e erincin lyn igutint it enyin 6, d h ntiui ¹ ien dmin mmenct u ier cas, i. ir, wit n lelte zen i⸗ it bewu d t.1 ii unn nUl rrTh. 58 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 415 cher er in Lerheſt genommen worden iſt, nebſt den Koſten ſeiner gefaͤnglichen Einziehung, dem Gefangenwaͤrter ein⸗ haͤndigt, muß er ſogleich freygelaſſen werden.(¹) 70. Wird die Verhaftnehmung fuͤr unguͤltig erklaͤrt, ſp kann dem Glaͤubiger auferlegt werden, den Schuloner zu entſchaͤdigen.(2) 80o. Ein auf geſetliche Art in Verhaft genommener Schuldner wird losgelaſſen: 1) auf Bewilligung des Glaͤubigers, der ihn gefangen nehmen ließ, und derer, die ihn zur fernern Enthaltung em⸗ pfohlen hatten, wenn letzteres der Fall war; 2) gegen Bezahlung oder Niederlegung der Summen, welche er ſowohl dem Gläubiger, der ihn gefangen nehmen ließ, als dem, der ihn zur fernern Enthaltung empfohlen hat, ſchuldig iſt, der verfallenen Zinſen, der gerichtlich feſtge⸗ ſetzten Koſten, der Koſten der Verhaftnehmung' und gegen Er⸗ ſtattung der deponirten Unterhaltskoſten; 3) vermoͤge der Rechtswohlthat der Vermögensceſſion(pe- neficii cessionis bonorum);(Nap. Civilgeſetzb. Art. 1268. 1270.) 4) wenn der Gläubiger die Unterhaltskoſten nicht im Voraus deponirt hat; 5endlich, wenn der Schuldner das ſiebenzigſte Jahr ſei— ſes Alters angetreten hat; jedoch in letzterm Falle nur dann, wenn er fuͤr keinen Betruͤger zu achten iſt. C*) gor. Die Einwilligung in die Entlaſſung des Schuld⸗ ners kann entweder vor einem Notar erklärt, oder(auf Ver⸗ langen des Gläubigers) in die Gefangenuſe eingetragen wer⸗ den.(4) 802. Der Gegenſtand der Foderung kann an den Kerker meiſter t werden, 3n daß wäre, deshalb Ordon. v. r670. a. 24. 29 u. 3r. geſchöpft war. Die ste iſt aus dem Eivilcoder(Art. 2066.) entlehnt. Daß man nicht das erfülte, ſondern das begonnene oſte Jahr annahm⸗ hat bey den Deliberationen Herr Dufour durchgeſetzt. (4) Ord. v. r676. Lit. XIII. Art. 31. * * 150 416 P. I. L. V. De FExzontion des Jugemens. ordonner. Si le geolier i sera aitne à w ſe qlai devant le tribunal du lieu, en vertu de vern ſMnhn sion: Tassignation sera donnée par huissier commis. ubnß uf 303. Ldargissement, faute de consignation 4a 3 mens, sera ordonné sur le certißcat de non- oonign z6. tion, delivrè par le geolier, et anneké à la roquste un lun présentée au président du tribunal„ sans sommation ſ. préalable. Si cependant le créancier en retard de ebnigner ſwu les alimens fait la consignation avant que le dẽbiteur ⸗ zit formé sa demande en durgisement, cette denanie un h ne sera plus recevable. uihhu( 6 8o4. Lorsque elargissement aura été ordonns ſut d h de consignation alimens, le créancier ne pourta 4 ini nouveaut faire emprisonner le acbiteur, qu'en lui ren- is nin poursant les frais par lui faits pour obtenir son durgi i, e sement, ou les consignant, à son refus, ès mains du uf ſc6 M grefßier, et en consignant aussi d'avance sis mois qali in mens: on ne sera point tenu de recommencer les for⸗ unüs, malites préalables à Pemprisonnement, s'il a lieu dans iin kj 5 l'annẽe du commndemont. lu 6 805. Les demandes en clargissement seront ponie tn au tribunal dans le ressort duquel le débiteur est détenu.— r 6r0 Tit. XIII. Art. 32. 33. Nach letztgedachtem Artikel der durfte der Kerkermeiſter, wegen Foderungen⸗ 6 5 die er an den Gefangenen für Unterhalt oder Gebühren zu machen 6 hatte, die Befreyung nicht verſagen. Dieß iſt nicht aufgehoben. ngl () Der erſte Theil dieſes Artikels iſt entlehnt aus dem Geſet vom 13. Germinal des VI. Jahres Art 14. oder vielmehr aus der 3 Declargtion vom 10. Nov. 2680. welche Jouse im Commentaire 0 lilijt nhlz amh — niücn ie n et amnen i en retari, mnt qu iuenem, c ent un it n inin uz lelieur, glu pour cbtent n on rlns, ä1 lmne it: ie nnnen nenen, i njetenm ukiiuns 13 ertermtiſt, mß in bui — n Dii aut nt u 4 iu u nilhe Muse 6 r Th. 5s B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſe. 417 ein Erkenntniß auszubringen. Verweigert der Gefangenwaͤrter die Annahme, ſo wird er, kraft ertheilter(richterlicher) Er⸗ laubniß auf einen kurzen Termin vor das Gericht des Ortes vorgefodert. Die Vorladung wird durch einen hierzu abge⸗ ordneten Gerichtsboten zugefertigt. 6¹) 803. Die Entlaſſung wegen unterbliebener Depoſition der Unterhaltskoſten wird, ohne vorgaͤngige Auffoderung, ge⸗ gen eine an den Gerichtsboten abgegebene Bittſchrift anbefoh⸗ len, welcher ein uͤber die unterbliebene Depoſition ausgeſtelltes Atteſtat des Gefangenwaͤrters beygelegt ſeyn muß; und zwar ohne vorgaͤngige Auffoderung(des Gläubigers). Doch iſt dieſes Suchen unſtatthaft, wenn der Glaͤubiger die bisher noch nicht niedergelegten Unterhaltskoſten wirklich deponirt, ehe der Schuldner ſein Geſuch um Entlaſſung einge⸗ reicht hat.(2) 804. Iſt die Entlaſſung wegen Depoſition der Unterhaltskoſten einmal anbefohlen, ſo kann der Glaͤnbiger ſeinen Schuldner nicht eher wieder in Verhaft nehmen laſſen, bis er ihm die auf ſeine Loslaſſung verwendeten Unkoſten er⸗ ſtattet, oder wenn dieſer ſie nicht annehmen will, ſie beym Gerichtsſchreiber niedergelegt, und zugleich die Unterhaltskoſten auf ſechs Monate voraus bezahlt hat. Erfolgt die anderweite Verhaftnehmung binnen Jahresfriſt nach Erlaſſung des Zah— lungsgebotes, ſo iſt es nicht erfoderlich, die vor der gefaͤng⸗ lichen Einziehung zu beobachtenden Formalitäten zu iee len.(Art. 784.)(2) go5. Die Klage auf Entlaſſung iſt bey dem Gerichte ein⸗ zureichen, in deſſen Bezirke der gefangen ſht⸗ Sie sur l'ordonnance 4. 1670. Tit. XI. 24 mitgetheilt hat. Der zweyte Lheil des Artikels war anerkannter Gerichtsbrauch. G0 Dieſer Artiket iſt, mit Ausnahme des letzten Punktes, entlehnt aus der Declar. v. 10. Jänner 1680. u. dem g3. Art. des Arretde reglement des Pariſer Partements v. 1. Sept. 1717. weiches man beym Jousse im Commentar zum XIII. Lit. der Hrdonnanz von 1670. Art. 24. findet.— Der letzte Punkt bezieht ſich auf was vorher im 784. Art. geſagt iſt⸗ Civilgetichtsordnung. Dd 8 L. V. De'Exécution des Piteten 151 * Eles seront formées à bref delai, au domicile dlu par iaf in recrou, en vertu de permission du juge, sur requéte wt présentée à cet effet; elles seront communiquées au mi. 4 nistere public, et jugées, zans instruction, à la pre. u vih 3 X 1 midre audience, préférablement à toutes autres causes, ner dg TTTRE XV. 5 „ „ 806. Pans tous les cas d'urgence, ou lorsquil vagira de statuer provisoirement sur les difficultès rel 3 6 tives à l'exécution d'un titre exécutoire ou d'un juge⸗ riih en ment, il sera procẽdè ainsi qu'il va etre réglé ci- ayres. 3 h ihn 307. La demande sera portée à une audience tenue cet effet par le président du tripunal de premibre ins nt Mi tance, ou par le juge qui le remplace, aux jour et ſinim pette indiqués par le tribunal. 8 ſunn gog. Si néanmoins le cas requiert celeritè, le pri sident, ou celui qui le représentera, pourra permettre bhnif d'assigner soit à audience, soit à son hötel, à heure ige, int ſoente e indiquée, méme les jours de fétes; et, dans ce cas, () Im Chatelet wurden die ſummariſchen Geſuche im Hauſe des n Richters und nicht im Verhör angebracht de Le (2) Es iſt hier die Rede von jedem ſummariſchen Anbringen(Reféré dun hů von referre) beym Richter, welches ſchleunige richtertiche Hülfe Lurſtt erheiſcht, in Fäuen, wo, weit die Sache dringend iſt, die Zeit der)6 hun — — — uen ut j i ecutin ui n inn ee une n bunaleu enplun u euet ili⸗ len, paun 1un hii es; e, ſn bhi drat ſeniz wi“ 1rTh. 55 B. Von vnnt rechtlichen 419 wird auf eine vesheb Aingiteicht Vittſchrift an den in der Gefangenliſte bemerkten, vom Glaͤubiger erwaͤhlten Wohnort, kraft richterlicher Erlaubniß, unter Anſetzung eines kurzen Ter⸗ mins, inſinuirt, der Staatsbehoͤrde mitgetheilt, und ohne wei⸗ teres Verfahren vor allen andern Sachen, ohne Aufſchub und außer der gewoͤhnlichen Reihe der Vortraͤge, im Ver⸗ hoͤr entſchieden. Sechszehnter Titel. Vom Verfahren auf ſummariſche Anzeigen(Geſuche).*) 806. In allen dringenden Faͤllen, oder wo es darauf ankommt, daß bey Streitigkeiten, welche ſich auf Execution einer die Huͤlfsvollſtreckung mit ſich bringenden urkunde oder eines rechtlichen Erkenntniſſes beziehen, eine vorlaͤufige provi⸗ ſoriſche) Entſcheidung ertheilt werde; 8 auf B zu verfahren.(1) 807. Die Klage wird in ein vom Präſidenten des Ge⸗ richts erſter Inſtanz, oder von dem Richter, der deſſen Stelle vertritt, deshalb beſonders angeſetztes Verhoͤr gezogen, wel⸗ ches an einem Gerichtswegen anberaumtem Tage und zur be⸗ ſtimmten Stunde gehalten wird.(2) gog. Erheiſcht indeß die Sache Beſchleunigung, ſo kann der Praͤſident oder deſſen Stellvertreter, verſtatten, daß der Gegner auf eine gewiſſe Stunde, wäre es auch an einem Feſt⸗ tage, ins öffentliche Verhoͤr, oder in die Wohnung des Praͤ⸗ ſidenten oder Richters geladen werde; und in dieſem Falle D d 2 „ ordentlichen Seſſton nicht abgewartet und die ordentliche Foem des Verfahrens nicht beobacttet werden kann. Schon im Sdiet vom Jänner 1638. war dießfalls für tus Chätelet de Paris eine Vorſchrift ertheilt. *) S. Delaporte im Formulaire unter: Reférés. E. — 440 P. I. L. V. De lExécution des Jugemens. 2. S Passignation ne pourra étre donnée qu'en⸗ vertu de'or. e Po donnanee du juge, qui coinmettra un huissier à cet eſet. gichen,* 809. Les ordonnances sur rcleres ne keront aucun 5 préjudice au principal; elles seront exécutoires par pro· 3 wizinni vision, sans caution, si le juge n'a 3 41 m nich en serait fourni une. Flles ne seront pas susceptibles Noppoition. Dans les cas ou la loi autorise l'appel, cet appel nn pourra ẽtre interjets méme avant le delai de luitaine, 3 a dater du jugement; et il ne sera point recerable vil a été interjeté après la quinzaine, dater zuet de in u la signification du jugement. Vchten Lappel sera jugé sommairement et sans yrelur. 3 g10. Les minutes des ordonnances sur retere⸗ iun n ront aposdes au groffle. 3 m . un n grI. Dans les cas d'absolue nécessité, 1e juge h Uin — pourra ordonner P'exécution de son ordonnance sur minute. ti ſ (1) Da oben im 49. Art. Wr. 2. vorgeſchrieben iſt, daß be alen) dn u Klagen, die ſchnelle Beförderung erheiſchen, die vorläußige Güte uh pflegung wegfallen ſoll: ſo verſteht ſich dieß auch vom ſwin ſchen Anbringen. 3 6 ſi () Bisheriger Gerichtsbrauch.* 6 3 5. (3) In dieſer Abſicht wird dem Anwalde, der den Beſcheid ausge iſe eRam nbiut iuuin ut einin ipi bles h en pinm X neunn Onhancks un 1 ncetit n ordom heiſcen, de w ſih de ut⸗ ahe, dial rSh. 58 B. Von Vollſtreckung d. rechtlichen Erkenntniſſ. 421 varf die Vorladung nur kraft einer vestnng des Richters geſchehen, der dazu einen Gerichtsboten abordnet.(1)*) 8oo. Die auf ſummariſche Anzeigen ertheilten Beſcheide chun der Hauptſache keinen Eintrag. Sie werden, ſelbſt ohne vorgaͤngige Beſtellung einer Buͤrgſchaft, wenn ſolche der Rich⸗ ter nicht anbefohlen hat, proviſoriſch vollſtreckt. Das Rechtsmittel der Oppoſition hat dagegen nicht Statt. In den Faͤllen, in welchen die Geſetze die Appellation verſtatten, kann dieſe Appellation ſpgar noch vor Ablauf der achttägigen Friſt, von rtheilung des Beſcheids an gerechnet, eingewandt werden; wird ſie aber ſpaͤter, als binnen vierzehn Tagen, vom Tage der Inſinuation des Beſcheids an gerechnet, eingereicht: dann iſt ſie nicht mehr zulaßlich⸗ Ueber die Ap⸗ pellation wird ſummariſch und ohne weiteres proceſſualiſches Verfahren entſchieden. 810. Die Originalconcepte der auf dergleichen ſummari⸗ ſche Geſuche ertheilten Beſcheide werden bey der Gerichtsſchrei⸗ berey aufbewahrt.(2) grr. Tritt eine unumgaͤngliche Nthnendigtei ein, ſo kann der Richter befehlen, daß ſein Beſcheid, auf Vorzeigung des Originaleoncepts, vollſtreckt werden ſolle.(3) wirkt hat, das Driginat güvertrau: in dafür verant⸗ wortlich. *) Denn außerdem erfolgt bekanntlich die Sethn durch die Parthey, welche, ohne vorgaͤngigen richterlichen Befehl, die In⸗ ſinuation der Ladung durch einen Gerichtsboten beſorgen lißt. S. oben Art⸗ 332 ½ E Proc6dures diverses „ LRE PRMER. (Décret du 33. Avril 1806; promulgus le 2. Mai suivant) TITRE 1. 5 Des Offres de paiement, et de la Consignation. * 81a. Tout proces· verbal d'offres désignera Jobj uſn. oert, de manière qu'on ne puisse J en substituer u in 3i n n n mération et la qualité.— .— — autre; et si oe sont des espoces, il en contiendra Pénu⸗ (1) Der erſte Theil dieſer Gerichtsordnung enthält das rechtliche cin Verfahren vom Anfange des Proceſſes bis zur Vouſtreckung des) dur Eudurtheis. Der zweyte Theil enthält dieienigen Gattungen ds, gerichtlichen Verfahrens, die ſich auf einzelne Materien des Civit uiete rechts beziehen, aber unter ſich in keinem Zuſammenhange ſiehen. ten. emul . 8 Zweyter Theil.“ I Von einigen beſonderen Gattungen des Verfahrens. 1Ver Erſt e1 Bu ch. M (Deeret vom asſten Aprit 1306; promulgirt am nächſtfolgenden ten May.) ikliu—— S Erſter Titel. Von Darbietung*) der Zahlung und der Depoſition. h Coniyt ggr. In jedem uͤber Darbietung der Zahlung aufgenom⸗ menen Protocolle muß der dargebotene Gegenſtand ſo bezeich⸗ uln diipn net ſeyn, daß an deſſen Stelle kein anderer untergeſchoben wer⸗ aiu den koͤnne. Wird baares Geld dargeboten, ſo muß dabey die Zahl und die Sorte angegeben ſeyn.(Nap. Civilgeſetzb. Art. ln min 1243. 1257. 1258.) 6) (2) S. über dieſen Gegenſtand Dufour, Traité sur 14 Procéẽdure civile Tome III. p. 1— 10. un n i m) Darbieten heißt, unter wirklicher Vorhaltung der Sache ſun i jn l⸗ u henk anbieten. S. Abelung unter: Anbieten und Darbie⸗ L ten. ueber die Darbietung und Depoſition ſ. Delaporte in ji Formulaire im Art. Offres réelles und Consignation. E. IM. L. 1. Preite e 3 iib 813 L proces- S tera mention de la rpone, j* 3 e du refus ou de raereptotion du eréancier, et s'il à igus, 5 ſ refusé ou declare ne pouvoir signer. 1 ax ulht 814. Si le oréancier refuse les offres, le débiteur 1 Si peut, Pour se libérer, consigner la somme ou la chose ud oferte, en observant les formalités prescrites par 3. un ticle 1250 du Code civil. t bi 815. L demande qui pourra étre intentée, scit 3 en voit en nullité des offres ou de la consigna· 1 1. tion, sera korme q'aprs les rbgles etablies pour les enb demandes principales: si elle est incidente, elle le sera mn par requéte. b. 816. Le jugement qui déclarera les offres valables, 6 ordonnera, dans le cas ou la consignation n'aurait pas uml encore eu lieu, que, faute par le créancier d'avoir nn, nhh regu la somme ou la chose offerte, elle sera consignée; iit n il prononcera la cessation des intéréts, du jour de la wru réalisation. inuß 817. La consignation volontaire ou ordonnée sera B 2 toujours à la charge des Wens sil en eniste, et n i en les Jnongant au oréancier. g18. Le surplus est réglé par les dispoitions ½ Code civil relatives aux offres de paiement et à la con- 3 jun dur ihi signation.(a) 3 S. (a) Code civil. Art. 1257. le créancier e refuse de recevoir son paiement, le déhiteur peut lui * 0 — lin, n inn in i ui uün in t ſmin e hln Ue iul icilen, 4 Ien 6 ohun nigtuin in ke ninin ele en u t, qn jn r on orin n ls dipi ienert i nſee k k dehien — ar Th. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. ½5 s13. Im Protocolle wird zugleich der von Seiten des Glaͤubigers erfolgten Antwort, Weigerung, oder Annahme gedacht, ſo wie, ob er unterzeichnet, ſich deſſen geweigert, oder erklaͤrt habe, er koͤnne nicht unterzeichnen.(1) gr4. Weigert ſich der Glaͤubiger, das Dargebotene anzu⸗ nehmen, ſo kann der Schuldner, um ſich ſeiner Verbindlichkeit zu entledigen, die dargebotene Summe oder Sache niederle— gen(deponiren); doch hat er dabey die im 1259. Art. des buͤrgerlichen Geſetzbuches vorgeſchriebenen Formalitaͤten zu be⸗ obachten. g15. Die Klage auf Guͤltigkeit, ſo wie die auf Unguͤltig⸗ keit der geſchehenen Darbietung oder Depoſition, muß nach den wegen der Hauptklagen vorgeſchriebenen Regeln angeſtellt werden; kommt aber ein ſolches Geſuch bloß als Incidentpunkt vor: ſo wird es bloß in Form einer Bittſchrift angebracht. g16. Wird die erfolgte Darbietung fuͤr guͤltig erklaͤrt, ſo iſt, dafern die Depoſition noch nicht erfolgt ſeyn ſollte, in dem Urthel, worin dieß geſchieht, zugleich mit dahin zu erkennen, daß die dargebotenen Summen oder Sachen nun⸗ mehr, da der Glaͤubiger deren Annahme verweigert hat, depo⸗ nirt werden ſollen. Zugleich wird darin geſagt, daß vom Tage der wirklich erfolgten Depoſition an gerechnet, der Lauf der Zinſen aufhoͤre.. g17. Die freywillige ſowohl, als die durch ein Urthel vorgeſchriebene Depoſition geſchieht allemal mit Ruͤckſicht auf die etwa eingelegten Zahlungseinſpruͤche, welche jedoch dem Glaͤubiger angezeigt werden muͤſſen. grg. Das Uebrige iſt im buͤrgerlichen Geſetzbuche, und zwar durch die auf Darbietung der Zahlung und Depoſition ſich beziehenden Verordnungen feſtgeſetzt.(a) (a) Nap. Civilgeſetzb. Art. 1257.„Weigert ſich der Glaäu⸗ „biger, die Zahlung anzunehmen: ſo kann der Schuldner das, (2) Bisheriger Gerichtsbrauch. (e) Die Zinſen laufen, der Darbietung ungeachtet, bis zur Depoſi⸗ tion, mit welcher ſie aufhören. (3) Bisheriger Gerichtsbrauch⸗ —————————— 1 S 446 P. II. L. I. Procédures diverses. TTTRE II. Du Droit des Propriétaires r le meubles, eets er fruits de leurs locataires et fermiers, ou de la Saisie⸗ gagerie et 6. la deébiteurs r ——————— 1 . X 2 „)„„„ gr9. Les propriétaires et principaux locataires de maisons ou biens ruraux, soit qu'il y ait bail, soit „faire des offres réelles, et au refus du créancier de les „accepter, consigner la somme ou la chose offerte.“ „Les offres réelles suivies d'une consignation libs- „rent le débiteur; elles tiennent lieu à son égard de „paiement, lorsqu'elles sont valablement faites; et la „chose ainsi consignée demeure aux risques du créan- „cier.“ Art. 1298.„Pour que les offres réelles scient va- „lahles, il faut,“ „10. OQu'elles soient faites au créancier ayant la „capacité de recevoir, ou à celui qui a pouvoir de re- „cevoir pour Ri u'elles scient faites par une personne ca- „Ppable de payer;“ „30. OQu'elles scient de la totalité de la somme „exigible, des arrérages ou intéréts dus, des frais liqui- „des, et d'une somme pour les frais non liquidés, sauf „à la parfaire;“ „40. Oue le terme scit échu, s'il à été stipulé „en faveur du créancier;“ „„. Oue la condition sous laquelle la dette a éte „contractée, soit arrivée;“ „60. Oue les offres soient faites au lieu dont on „est convenu pour le paiement, et que, s'il n'y a pas ziit uu zudnſ 3 ni u ſilth, w dy* n uhl ihhn 5 1 3 3 3 6 1 W h i M hh „t U 5 „hinlit Dh , n ſé wünt n nüh n iunt wiln h il y ü u äu enn hc une cnin lien 1n blenent ie un fiqu res rielst crianci ni a poun une hen oulie 1 dt, ist i non lp „1 quele hi te u la u i 8 2r Th. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 427 Zweyter Titel. Von dem Rechte des Eigenthuͤmers Vermiethers oder Ver⸗ pachters) auf die ſeinen Miethleuten und Paͤchtern zugehori⸗ gen Mobilien, Effecten und Fruͤchte, oder von dem Be⸗ ſchlage, den derſelbe darauf zu legen berechtigt iſt, und von dem Arreſte, der auf auswaͤrtigen Schuldnern zugehörige Gegenſtaͤnde gelegt werden kann.*) 8r. Der Eigenthuͤmer, ſo wie der Hauptpachter ganzer Haͤuſer und Landguter kann, es mag ein Mieth⸗ oder Pacht⸗ „was er zu leiſten hat, ihm wirklich darbieten; und wenn der „Glaͤubiger die Annahme verweigert, die dargebotene Summe „oder Sache deponiren.“ „Die wirkliche Darbietung, auf welche die Niederlegung „erfoigt iſt, befreyt den Schuldner. In Beziehung auf ihn „vertritt ſie, inſofern ſie auf guͤltige Weiſe geſchehen iſt, die „Stelle der Zahlung, und der Glaͤubiger traͤgt die Gefahr der „auf dieſe Art niedergelegten Sache.“ 1258.„Zur Guͤltigkeit der baaren und wirklichen Darbie⸗ „tung iſt erfoderlich:“ 1)„daß ſie einem ſolchen Glaͤubiger geſchehen ſey, der die „Faͤhigkeit hat, die Leiſtung anzunehmen, oder demjenigen, der, „ſie an ſeiner Statt anzunehmen, berechtiget iſt;“ 2)„daß ſie durch eine Perſon geſchehen ſey, welche faͤhig „iſt, Zahlungen zu leiſten(Art. 1239.) 3)„daß man die ganze verfallene Summe, die dem Glaͤu⸗ „biger gebuͤhrenden Reuten oder Zinſen, die liquidirten Koſten, „und fuͤr noch nicht liquidirte Koſten eine Summe darbiete, zu „der man(erfoderlichen Falls) das Noͤthige zuzuſchießen ver⸗ „ſpricht;“ M„daß der Zahlungstermin verfallen ſey, in ſo fern er „zum Vortheile des Glaͤubigers beſtimmt worden iſt;“ 5)„daß die Bedingung erfullt ſey, unter welcher die Ver⸗ „bindlichkeit eingegangen worden iſt;“ 6)„daß die Darbietung an dem zur Zahlung beſtimmten „Orte, und, dafern uͤber ſolchen nichts beſonderes abgeredet *) S. Delaporte unter: Saisie-gagerie und Saisie-foraine. E. 428 P. II. L. I. Procédures diverses. qu'il n'y en ait pas, peuvent, un jour après le com- mandement, et sans permission du juge, faire saisir- „de convention spéciale sur le lieu du paiement, elles „soient faites ou à la personne du créancier, ou à son „domicile, ou au domicile élu pour Pexécution de la „Conventien „70. OQus les offres soient faites par un officier „ministériel ayant caractbre pour ces sortes d'actes.“ Art. 1289.„Il n'est pas nécessaire pour la vali- „dité de la consignation, qu'elle ait été autorisée par „le juge: il suffit,“ „Io. Qu'elle ait été précédée d'une sommation „signifiée au créancier, et contenant Pindication du jour, „de l'heure et du lieu ou la chose offerte sera déposee;“ „20. OQue le débiteur se soit dessaisi de la chose „offerte, en la remettant dans le dépöt indiqué par la „loi pour recevoir les consignations, avec les intéréts „jusqu'au jour du dépöt;“ 1½ „30. Ou'il y ait eu prochs- verbal dressé par Pof- „Kcier ministériel, de la nature des espbces olfertes, du „rekus qu'a fait le créancier de les recevoir ou de sa „non- comparution, et enfin du dépöt;“ „40. Ou'en cas de non- comparution de la part „du crésncier, le prochs-verbal du dépöt lui ait 6té „signifié, avsc sommation de retirer la chose déposée.“ Art. 1260.„Les frais des offres réelles et de la „consignation sont à la charge du créancier, si elles „sont valables.“ Art. 1261.„Tant que la Rennn n'a point „été acceptée par le créancier, le ébiteur peut la reti- „rer; et s'il la retire, ses codébiteurs ou ses cautions „ne sont point libérés.“ Art. 1262.„Lorsque le débiteur a lui- méme obte- „nu un jugement passé en force de chose jugée, qui a „déclaré ses offres et sa consignation bonnes et valables, „il ne peut plus, méme du consentement du Créancier, „retirer sa consignation au préjudice de ses codébiteurs „ou de ses cautions.“ Art. 1263.„Le créancier qui a consenti que le „débiteur retirät sa consignation après qu'elle a été — mn w n n — wni, „t, . iit ui6 huiu i N ilun n n n i bu n ih 4 h nſy awiu ſud h. ſwl in „inn Dh „ „r i „ un „i ihn E Suhn ar Th. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 429 u ſug 8. contract vorhanden ſeyn, oder nicht, fuͤr die verfallenen ü Miehzinſen und Pachtgelder auf die in gedachten Haͤuſern oder nhhin u enc„worden iſt, dem Glaͤubiger in Perſon oder an deſſen Wohn⸗ pu ja„orte, oder an dem, Statt des letztern, zur Vollziehung des „Vertrags gewaͤhlten Orte geſchehen ſey;“ ſie v 7)„daß die Bathietzu durch einen Gerichtsbedienten 6„geſchehe, welcher zu dieſer Gattung von Handlungen berech⸗ onsi„tigt iſt.(Civilgerichtsordn. Art. 812. u. f.)“ 12.„Zur Guͤltigkeit der Depoſition iſt die richterliche ait ete un„Erlaubniß nicht erfoderlich. Es iſt dabey genug:“ .3 1)„daß eine dem Glaͤubiger inſinuirte Auffoderung vor⸗ ee kun„hergegangen ſey, worin Tag, Stunde und Ort bemerkt ſind, n linicain„wo die dargebotene Sache niedergelegt werden ſoll;“ olene zent 2)„daß der Schuldner den Beſitz der dargebotenen Sache it desii i.„aufgegeben, und ſie, ſammt den bis zum Tage der Depoſttion ieyöt i„verfallenen Zinſen, an die zur Annahme der Depoſiten geſetz⸗ u, e„lich beſtimmten Behoͤrde abgeliefert habe;“ 3)„daß der Gerichtsbediente uͤber die Art der dargebote⸗ „nen Muͤnzſorten, uͤber die Weigerung des Glaäubigers, ſolche „in Empfang zu nehmen, uͤber deſſen Nichterſcheinen, und epecei„endlich uͤber die erfolgte Niederlegung, ein Protocoll abge⸗ 3 leceyats„faßt habe;“ t“)„daß in dem Falle, wo der Glaͤubiger nicht erſchienen ſurtion i„iſt, das Protocoll uͤber die erfolgte Depoſition ihm mitgetheilt depöt k„worden ſey, mit der Auffoderung, die deponirte Sache an ſich a chose„zu nehmen.“ te nelles e„Die mit der baaren Darbietung und der Depoſi⸗ indiet,„tion verbundenen Koſten fallen dem Gläubiger zur Laſt, da⸗ „ferne beydes auf eine geſetzmaͤßige Art erfolgt iſt.“ rethil inu niin 1261.„Der Schuldner kann die deponirte Sache, ſo lange . u„ſie vom Glaͤubiger nicht angenommen iſt, zuruͤcknehmen. Thut „er aber dieſes: ſo ſind ſodann ſeine Mitſchuldner oder ſeine ,„Buͤrgen ihrer Verbindlichkeit nicht entlediger.“ 1262.„Hat der Schuldner ſelbſt ein rechtskraͤftiges Ur⸗ ur1li„thel erlangt, durch welches ſein Darbieten der Zahlung, nebſt choe jh„der Niederlegung, fuͤr geſetzlich und gultig erklart worden iſt: n bonstn„ſo kann er, ſelbſt mit Einwilligung des Glaubigers, zum enent in„Nachtheil ſeiner Mitſchuldner oder Buͤrgen die miedergelegte in 1 ah„Sache nicht mehr zuruͤcknehmen.“ 1263.„Der Glaͤubiger, der bewilliget hat, daß der nniß„Schuldner die niedergelegte Sache zuruͤcknehme, nachdein die i ſ 430 P. II. L. I. Procédures diverses. gager, pour loyers et fermages échus, les eſfets et fruits ctant dans lesdites maisons ou hätimens ruraux, et sur les terres. . Ils peuvent méme faire saisir-gager à l'instant, en vertu de la pérmission qu'ils en auront obtenue, zur requéte, du président du tribunal de premiere instance. la maison ou la ferme, lorsqu'ils ont été déplacés sans vilége, pourvu qu'ils en aient fait la revendication, conformément à Particle 2102 du Code civil.() 820. Peuvent les effets des sous fermiers et sous⸗ locataires, garnissant les lieux par eux occupés, et les 1 „déclarée valable par un jugement qui a acquis force „de chose jugée, ne peut plus pour le paiement de sa ocréance exercer les priviléges ou hypotheques qui vere r le Priviléges, ou hypothbdues dui „étaient attachés; il n'a plus d'hypothèque que du jour „emporter Phypotheque.“. Art. 1264.„Si la chose due est un corps certain „qui doit étre livré au lieu ou il se trouve; le débiteur „doit faire sommation au oréancier de henlever, par „acte notißié à sa personne ou à son domicile, ou au „sommation faite, si le créancier n'enlève pas la chose, „et que le débiteur ait besoin du lien dans lequel elle „est placée, celui-ci pourra obtenir de la justice la „permission de la mettre en dépöt dans quelque autre nen (a) Code civil. Art. 21o2. 6. alinda.„Le proprié- taire peut saisir les meubles qui garnissent sa maison „sentement, et il conserve sur eux son privilége, pourvu Ils peuvent aussi saisir les meubles qui garnissaient leur consentement; et ils conservent sur eux leur pri- „ou l'acte par lequel il a consenti que la consignation „füt retirée, aura été revétu des formes requises pour „domicile élu pour l'exécution de la convention. Cette „ou sa ferme, lorsqu'ils ont été déplacés sans son con- vin Mut ziin m 4 du biml ſiisli nb n umnt ibr n nim inn i ein auyi unn liu it in pujiſin ublin aihm in inh ültl Muith i un Min in n hn, m — u 6. ailn it 16), 4 in. unens u hilu autont hu e yurin ulle gin out et ij ent sur u htit la nn Code tir ous· jemin eut op t gi 1 m ut e yien hptip otheue qu gus l en ones requ e un cn none e r de hern on donii, h conerin erlere ſu en ins jꝭ nit de hp lus qun iut„ mitent phe uns nyii ar Th. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 431 Landguͤtern oder auf dem Felde befindlichen Effecten und Fruͤchte am erſten aufs Zahlungsgebot folgenden Tage, ohne richterli⸗ che Erlaubniß, Beſchlag legen laſſen. Er kann dieß ſogar auf der Stelle thun, wenn er auf ſchriſtliches Anſuchen vom Präſidenten des Gerichts erſter In⸗ ſtanz dazu Erlaubniß erhalten hat. Auch kann er die Mobilien, mit welchen das Haus oder das verpachtete Gut verſehen war, in Beſchlag nehmen, wenn ſolche ohne ſeine Einwilligung bereits weggeſchafft worden ſind; und ſein Vorzugsrecht darauf bleibt ihm unverloren, wenn er ſolches nur in Gemaͤßheit des 2102. Artikels des buͤrgerlichen Geſetzbuches mittelſt einer Klage zuruͤckgefodert hat.()(1) 820. Eben ſo koͤnnen mit Beſchlag belegt werden Effec⸗ ten des Afterpachters und Aftermiethmanns, die ſich in den „Deypoſition durch ein rechtskraͤftiges Urthel fuͤr guͤltig erklaͤrt „worden iſt, kann, um zur Zahlung ſeiner Foderung zu gelan⸗ „gen, die ihm, kraft derſelben, zuſtandig geweſenen Privilegien „oder Hypotheken nicht weiter geltend machen. Er hat nur „erſt wieder von dem Tage an eine Hypothek, an welchem die „Urkunde, durch welche er die Zuruͤcknahme der niedergelegten „Sache bewilligt hat, in die zu Beſtellung einer Hypothek er⸗ „foderliche Form gebracht worden iſt.“(Art. 2146. 2148.) 7264.„Iſt die auszuliefernde Sache ein beſtimmter Ge⸗ „genſtand(spries), der an dem Orte uͤberliefert werden ſoll, „wo er ſich befindet; ſo muß der Schuldner durch eine ſchrift⸗ „liche Erklaͤrung, die er dem Glaͤubiger in Perſon oder an „deſſen Wohnorte, oder in dem zur Vollziehung des Vertrags „gewaͤhlten Wohnſitze zufertigen läßt, denſelben auffodern, die „Sache abzuholen. Iſt dieſe Auffoderung geſchehen, und der „Glaͤubiger holt die Sache nicht ab; der Schuldner aber bedarf „des Ortes, wo ſie aufbewahrt iſt: ſo kann dieſer ſich eine „gerichtliche Erlaubniß auswirken, ſie an einem andern Orte „verwahrlich niederzulegen.“ (a) Nap. Civilgeſetzb. Art. 2102 6. Abſchn.„Sind die Mobi⸗ „lien, mit welchen die Miethwohnung oder das verpachtete Gut „verſehen war, ohne Eiywilligung des Vermiethers oder Ver⸗ „pachters weggeſchafft worden, ſo kaun dieſer Arreſt darauf „legen, und behaͤlt in Anſehung derſelben ſein Vorzugsrecht, 6) ueber Gegenſtände dieſes Titels[ Dufour, Traité sur 1a Pro⸗ cEdure civile, Tome III. p. 24— 29.— Contume de Paris, art, 161. 171 ———————————— — — 433 pP. II. L. I. Procédures diverses. kruits des terres qu'ils sous-louent, étre saisis-gagés gages pour les loyers et fermoge⸗ dus par le locataire ou fer- mier de qui ils mais ils ohrisnnaht min 3 1 levée, en zustiſiant qu'ils ont payò sans tude et sans qu'ils puissent opposer des paiemens faits par anti cipation. 821. La saisie- gagerie sera faite en u mème for· me 3 la saisie- esscution: le saisi pourra stre consti- tué ordien; et s'il y a des kruits, elle sera faite un la forine établie par le titre préoedent. 822 Pout créancier, meéme sans titre, peut⸗ m commandement préalable, mais avec perei du sident du tribunsl de premidre instance et méme du jnge Pei aire saisir les effets trouvès en la com- mune qu habite, appartenant à son debiteur forain. 823. Le saisissant sera gardien des effets, sont en ses mains; sinon il sera établi un gardien. 824. I ne pourra ötre prooede à la vente sur les saisies énoncées au Présent titre, duaprs⸗ qu eles cte déclarées Se le saisi, dans le cas de „qu il ait fait 3 revendication; savoir, lorsqu*il sagit „du mobilier qui garnissait une ferme, dans le delai S quarante jours; et dans celui de quinzaine, vil „Sagit des Sehl⸗ garnissant une maison.“ ſt it hunn ſhn tun 6 z n ni ihn nnn 0 un du ſiuue in6 3 hnu u ſo lni un Am wüdui miht hem n ün ent, in u per k hnu s i iun hiut puienen ii fite enh aii pom is, ee m iu lmn e as in nen yeniu e insunce et et trurtt zon debiter tüien des 6 inb u gů cide i hm in, qun ¹ zii, Uu ait Im jeme, in hi ie gim enin“ 2r Th. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 433 von ihnen bewohnten Orten befinden, und die Fruͤchte der in Afterpacht uͤberlaſſenen Laͤndereyen fuͤr die Miethzinſen und Pachtgelder, womit ein Aftermiethmann oder Afterpachter in Ruͤckſtande iſt. Doch kann er die Aufhebung des Beſchlags bewirken, wenn er darthut, daß er ohne Betrug bezahlt habe; berufen.(Nap. Civilgeſetzb. Art. 1733.) G¹) 82. Bey Anlegung des vom Vermiether auf Mobilien und Effecten ſeiner Miethleute und Pachter geſuchten Beſchlags muß in der naͤmlichen Form, wie bey der Pfaͤndung, verfah⸗ ren werden. Der Ausgepfandete kann zum Aufſeher angeſtellt werden. Werden Fruͤchte in Beſchlag genommen, ſo geſchieht dieß in der im g. Titel des vorhergehenden Buches beſtimmten Form.(S. oben I. Th. V. B. Tit. Z. 9) 822. Jeder Glaͤubiger, ſelbſt der, welcher kein Schuld⸗ bekenntniß in Haͤnden hat, kann, ohne vorgängiges Zahlungs⸗ gebot, jedoch mit Erlaubniß des Praͤſidenten des Gerichts er⸗ ſter Inſtanz, ja ſelbſt bloß des Friedensrichters, Effecten mit Arreſt belegen laſſen, die ſich in der Gemeinde, in welcher er wohnt, befinden, und ſeinem auswärtigen Schuldner ren.(2) 823. Sind dieſe Eſfecten in des Arreſtausbringers se Händen, ſo behält er ſie in ſeiner Verwahrung; widrigenfails muß ein Bewahrer derſelben beſtellt werden. 824. Auf die im gegenwärtigen Titel erwahnten Arteſte kann nicht eher zur Verſteigerung verſchritten werden, als bis ſie fur guͤltig erklart worden ſind. Auf den im 821. Art. be⸗ nmertten Fall kann der mit Arret Sile in dem m 82. . „wenn er namich, bey obilte, mit welchen ein „Gut verſehen war, binnen vierig und bey Mobilien, mit „denen eine Miethwohnung verſehen war binnen vierzehn „gen⸗ ſein ht zuf P b 8 paris, (a) Ebendaſ. Art. 175. Civilgerichtsordnung. Se auf zum Voraus gelieferte Zahlungen aber kann er ſich nicht — 1 434 P M. P.. Procedures diverses. l'article 6 le eaisissant, dans le cas de Particle 823, ou le gardien, s'il en a 6été établi, seront eondamn par corps 3 la représentation des effets. 825. Seront, au surplus, observe es 3 ntle 6 ci- devaut prescrites pour la Saieieenccution, l* vente, la Sibth des e— vrrn De 1 a s1erevendiention. oced6 à aucune saisie⸗ 826. Il ne pourra étre qu'en vertu dordonnance du président du tribunal de première instance, rendue zur requéte; et ce, à peine de dommages- eintéréts tant contre la tie contre Phuissier aura procédé à la saisie. 827. Toute requéte à fin de saisie- erendieation 3ist sommairement les eflets. 828. Le juge pourrs perwettre la eaiie· rerendi cation, méme les jours de féte legale. 829. Si celui chez lequel sont les effets an on veut revendiquer, refuse les portes ou voppose saisie, il en sera référé au juge; et cependant il sera auX portes. —————— vorheriger Steitche ( Wiederholung deſſen, was oben im. ſnite des 367. geſagt worden iſt. Bey der Auspfändung darf, zu Vermeidung ärgerlicher Auftritte, die Parthey, welche ſie ausgewirkt hat, nicht gegenwärtig ſeyn? allein, dieß iſt auf die durch Vindication ver⸗ anlaßte Beſchlagnehmung nicht anwendbar, weil die vindicirten Gegenſtände recognoscirt werden müſſen, welches von der Parthey 4* „ 2 n ui min in nkſun bi ſu 35 zun u iewl niuh ju pü1 u mn iſ vfh weit uſt . ſiin hi 0 N7 unen E n sursis à la saisie, sauf au wequeraut à Si ger ison nit uin In tadaf ahkh n ar Th. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 436 ah i, 6 Artikel angegebenen Falle aber der, welcher den Arreſt aus⸗ u brachte, oder der Aufſeher, wenn einer beſtellt iſt, durch Ge⸗ faͤngnißzwang dazu angehalten werden, die mit Beſchlag beleg⸗ * K ten Effecten vorzuzeigen.(Nap. Civilgeſetzb. Tit. 2060. Nr. ₰). anh 825. Uebrigens iſt den wegen der Auspfändung Verſtei⸗ gerung und Diſtribution der Auctionsgelder oben(im I. Bu⸗ che des I. Theils Tit. VIII. und KI.) enthaltenen Vorßhtlhn nchzugehen. .— Dricter Titel. enlien Vom Beſchlage zum Behuf der Vindication. in 826. Mit dem Beſchlage zum Behufe der Vindicativn darf nur bloß kraft einer, auf ſchriftliches Anſuchen, vom — Präſidenten des Gerichts erſter Inſtanz erlaſſenen Verordnung mu verfahren werden; widrigenfalls ſoll die Parthey ſowohl, als ent m m der Gerichtsbote, der den Beſchlag angelegt hat, zum Scha⸗ denerſatz verpflichtet ſeyn. d uii m 827. Jede Bitiſchrift, in welcher um Verſtattung eines ſolchen Beſchlags angeſucht wird, muß ein ſummariſches Ver⸗ zeichniß der(in Beſchlag zu nehmenden) Effecten enthalten.(1) 828. Der Richter kann verſtatten, daß ein dergleichen Beſchlag ſogar an einem geſetzlichen Feyertage angelegt werde. u bs 820. Weigert ſich derſenige, der die in Beſchlag zu neh⸗ us uh menden Effecten in Verwahrung hat, die Thuͤren zu oͤffnen, aee oder widerſetzt er ſich dem anzulegenden Arreſte: ſo muß dieß mn dem Richter angezeigt, jedoch mit der Beſchlagnehmung einſt⸗ weilen Anſtand genommen werden; doch ſteht es dem Anſu⸗ tre la zis chenden frey, eine W an die zu ſtellen.(*) Ee 2 rne ſelbſt am beſten geſchehen kann: wie man auch bey dieſer induz eji Art der Hülfsvouſtreckung die Gegenwart der Parchey verſtattet. e S. Collection de jurisprudence unter: Saisie- ex cution. *) S. Dolaporte unter: Saisie-revendication. Dufour, Traité un 4e 1a Proc. eiv. T. III. p. 36— 38. E. 436. P e Procédures diverses. 8 1 G 3 830. La saisie-revendication sera faite en la méme korme que la saisie exécution, si ce n'est que celui chez qui elle est faite pburra 6tre donstitué gardien. 831. La demande en validité de la saisie sers portée devant le tribunal du domicile de celui sur qui elle est faite; et, si elle est connexe à une instance deja pendante, elle le sera au tribunal saisi de cette instance. 2* 3. — 7 De la Surenchère sur aliénation volontaire.(a) 3 „ 832. Les notifications et réquisitions prescrites par les articles 2183 et 21865 du Code civil seront faites (a) Code civil. Art. 2183.„Si le nouveau pro- „priétaire veur se garantir de Peffet des poursuites auto- „risces dans le chapitre VI(titre XVIII du livre III „du Code civil), il est tenu, soit avant les poursuites, „soit dans le mois, au plus tard, à compter de la pre- „midre sommation qui lui est faite, de notifier aus „oréanciers, aux domiciles par eus Clus dans leurs ins- „criptions,“ S „1o. Extrait de son titre, contenant seulement la „date et la qualité de Pacte, le nom et la désignation „précise du vendeur ou du donateur, la naturé et la „situation de la chose vendue ou donnée; et sil s'agit „d'un corps de biens, la dénomination générale seule- „ment du domaine et des arrondissemens dans iesquels „il est situs, le pris et les charges faisant partie du „Prix de la vente, ou Pévaluation de la chose, si elle „a été donnée;“ ₰ petu in uh nit em i giutfn un u Muti uu ſin „ bi „et 3„Gun de 6 „fin, 4 6 „ aen — 6 6 urez im in min i uiie k tcomnen u u tibul u R. — Code chin „i le un et des youn te WI à it mnt lan 1 cnyn jite, u eu q ins cortenut u e on ehi ueun, h n u dmi ti ninuin zun⸗ senn in ion e k chhe. 2r Th. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 437 g30. Der Beſchlag zum Behuf der Vindication wird in der nämlichen Form, wie die Auspfändung vorgenommen, ausge⸗ nommen, daß derjenige, bey dem er angelegt wird, auch zum Aufſeher(der arretirten Sachen) beſtellt werden kann.(*) g31. Die Klage auf Guͤltigkeitserklaͤrung des angelegten Beſchlags gehoͤrt vor das Gericht, unter deſſen Bezirk derje⸗ nige wohnt, dem er angelegt worden iſt. Steht dieſe Klage mit einem bereits anhaͤngigen Rechtsſtreite in Verbindung, ſo muß ſie bey dem Gerichte angebracht werden, wo dieſer Rechtsſtreit anhaͤngig iſt.—— S Vierter Titel. Vom uebergebote bey freywilligen Veraͤußerungen.(a) 832. Die im 2183. und a185. Artikel des buͤrgerlichen Geſetzbuches vorgeſchriebenen Inſinuationen und Auffoderungen (2) Nap. Civilgeſetzb. Art. 2183.„Will der neue Eigen⸗ „thuͤmer ſich gegen die im ſechſten Kapitel des gegenwaͤrtigen „Buches verſtatteten Anſpruͤche ſichern; ſo liegt ihm ob, ent⸗ „weder vor dem gerichtlichen Anbringen, oder ſpaͤteſtens in „Monatsfriſt, nach der erſten an ihn ergangenen Auffoderung, „den Glaubigern in die bey“ ihrer Einzeichnung von ihnen be⸗ „ſtimmten Wohnſitze zufertigen zu laſſen: 12)„einen Auszug aus ſeiner Schuldverſchreibung, worin „bloß das Datum und die Beſchaffenheit der Urkunde, Namen „und genaue Bezeichnung des Verkaufers oder Schenkenden, „ſo wie die Beſchaffenheit und Lage des verkauften oder ver⸗ „ſchenkten Gutes, und wenn von einem Inbegriff mehrerer „Grundſtuͤcke die Rede iſt, der allgemeine Name der Beſitzung, „der Bezirk, in dem ſie liegen, die Kaufſumme und die Obla⸗ „ſten, die einen Theil des Kaufpreiſes ausmachen, oder wenn e Gegenſtand verſchenkt worden iſt, die Taze deſſelben, ent⸗ „halten ſeyn muß;“ () S. Pufour, Traité de 1a Procédure civile, Tome HI. p. 38— 40. 3 433„P. M. L. J. eweß diverses. par un huissier commis à cet effet, sur simple requete, par le président du tribunal de premidre instance de larrondissement ou elles auront lieu; elles contiendront constitution d'avoué près le tribunal ou la surenchère et Pordre devront étre portés. i „20. Extrait de la nansoriytion de lacte 46 vente;. „30. Un tableau sur trois colonnes, dont la pre⸗ vmière Eontiendra la date des hypothbques et celle des „inscriptions; la seconde, le nom des créanciers; „troisieme, le montant des crcances inscrites.“ 6 Art. 2184.„Hacquéreur ou le donataire declarers, „Par le méme acte, qu'il est prét à acquitter sur- e- „champ les dettes et charges hypothécaires jusqu'a con- „ourrence seulement du prix, sans des exigibles ou non exigibles.“ Art. 2185.„Lorsqus le nouveau proprietaire a notification dans le deélai fixé, tout oréancier „dont le titre est inscrit, peut requérir la mise de l'im- „meuble aux enchdres et adjudications à la »charge, 5 1 Que cette réquisition sera eignißs⸗ au nou- VEau proprietaire dans Ausrahte jours, au plus tard, „de la notification faite à la requéte de ce dernier, en „ ajoutant deux jours par cinq myriamètres de distance „entre le domicile élu et le Wi réel de chaque „Créancier requerant; 5* „20. Qu'elle contiendra soumission du requérant „de porter ou faire Porter le prix à un dixieme en sus „de celui qui aura 6été stipulè dans le contrat ou dẽclarè „par le nouveau propriétaire; „3. OQue la méme ignilication sera dans 1 „méme delei au précedent pispeeize dbiteur Prin- „ipalz“ „40. Que Porigina! et 1es copies de ces ie „seront signés par e créancier requérant, ou par son „fondé de procuration expresse, lequel, en ce cas, est „tenu de donner copie de sa procuration;“ 32 Qu il offrira de donner caution jusquà con- „currence du prix et des charges:“ „Le tout à peine de nullité.“ ——— n il w dnin n ſch lige ſ in ih t w ) u ſ jn un rit „im „ 5 9 1 inn iun, eh ludun ibunl colmns, 3 non is nu nces inrin u le donunt Malein un iuiuu urean hnii nutit k un icuiuns in * en igi e joun, uj vlte ie cs in nyrumẽtrsit micile reel ounision n ix in iui⸗ huns le couintu talion en lii ntin, lin wyit b nuinn uß ehuehaes ocuntini“ er cuin jy⸗ es* 36 e. in abordnet. Zuglei Ma „zeichneten Foderungen enthalten muß.“ — ar Th. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 439 muͤſſen durch einen Gerichtsboten geſchehen, welchen der Praͤ⸗ ſident des Gerichts erſter Inſtanz in dem Bezirke, wo ſie er⸗ folgen ſollen, auf ein einfaches ſchriftliches Anſuchen, deshalb h iſt in der Auffoderung ein Sachwalter bey demjenigen Gerichte zu beſtellen, vor welchem die Verſteigerung . vor ſich gehen ſoll, und welches uͤber die Location der Glau⸗ biger zu erkennen hat. 2)„einen Auszug uͤber die erfolgte abſchriftliche Eintra⸗ „gung der Kaufsurkunde;“ 8 3)„eine Tabelle mit drey Colonnen, wovon die erſte das ah der Hypotheken und Einzeichnungen, die zweyte die n der Glaͤubiger, die dritte aber den Betrag der einge⸗ 2184.„Der Kaͤufer oder Beſchenkte erklärt zugleich in „dieſer Urkunde, daß er bereit ſey, die hypothekariſchen „Schulden und Oblaſten, jedoch bloß bis zum Betrage „des Werthes, auf der Stelle abzuſtoßen, ſie moͤgen zahlbar „ſeyn oder nicht.“ 23.„Hat der neue Beſiher dieſe Anzeige in der be⸗ „ſtimmten Friſt gemacht: ſo hat jeder Glaͤubiger, deſſen Fode⸗ „rung eingezeichnet iſt, das Recht, zu verlangen, daß das un⸗ „„bewegliche Gut öffentlich feilgeboten und verſteigert werde; „jedoch iſt erfoderli 1)„daß dieſes Verlangen dem neuen Eigenthuͤmer ſpaͤte⸗ „ſtens binnen vierzig Tagen, von Zeit der in der Bittſchrift „des letztern enthaltenen Anzeige an erechnet, mitgetheilt „werde: zu welcher Friſt auf jede fuͤnf Myriameter, welche der „erwaͤhlte Wohnſitz jedes der anſuchenden Gläubiger von deſ⸗ „ſen wahrem Wohnorte entfernt liegt, zwey Tage hinzugerech⸗ „net werden;“ 2)„daß zugleich der Anſuchende ſich erbiete, er wolle den „zehnten Theil mehr geben oder verſchaffen, als die im Kauf⸗ „Contracte beſtimmte Kaufſumme oder der vom neuen Eigen⸗ „thuͤmer angegebene Werth betraͤgt;“ 5 3)„daß gleiche Mittheilung in gleicher Friſt an den vor⸗ „hergehenden Eigenthuͤmer als Hauptſchuldner erfolge;“ )„daß das Original und die Abſchriften dieſer Zuferti⸗ „gungen vom anſuchenden Glaͤubiger oder deſſen mit aus⸗ „ſem Falle die Abſchrift ſeiner Vollmacht einzureichen hat, un⸗ „terzeichnet werden;“ 5)„daß er ſich erbiete, bis zum Betrage des Werthes und „der Oblaſten, Caution zu ſtellen.“ „Alles bey Strafe der Nullitaͤt.“ druͤcklicher Vollmacht verſehenem Anwalde, welcher in die⸗ 440 2B. Procédures diverses. 5 3. gerichtsordnung erwähnte Fall iſ von dieſem gar ſehr verſchieden: Lacte de requisition de mise aus enchbres contien- Ah R N.* 74 8 8. 5 6. h dra, à peine de nullité de la surenchbre, Poffre de la .„ 2* caution, avec assignation à jon devant le meme zun tribunal pour la réception de ladite caution, à laquelle vW il sera procédè sommairement.. ſunt 833. Si la caution est rejetée, la surenchdre sera déclarée nulle et Tacquéreur maintenu, à moins quil 3 nnn n'ait été fait d'autres surenchères par d'autres créanciers. jn 6 834. Les créanciers qui, ayant une hype MA aus termes des articles 2123, 27127 et 2128 du Code„1 civil(a), n'auront pas fait inscrire leurs titres antérieu- 3 G 0 62 Code civil. Art. 2123.„Lhypothbque judiciaire hi „résulte des jugemens, soit contradictoires, soit par u „défaut, definitifs ou provisoires, en faveur de celui i „qui les a obtenus. Elle résulte aussi des reconnais- An ances ou vérifications, faites en jugement, des signa- n „tures apposées à un acte obligatoire sous seing privé.“ in“ „Elle peut s'exercer sur les immeubles actuels du% „déhiteur et sur ceux qu'il pourra acquérir, sauf aussi iin „les modifications qui seront ci- après exprimées.“ in b „es décisions arbhitrales n'emportent hypothbque iſih „qu'autant qu'elles sont revétues de Pordonnance judi- 6 „ciaire d'exécution.“ 3 „Lhypotheque ne peut pareillement résulter des i8 „jugemens rendus en pays étranger, qu'autant qu'ils ont 6 h „eté déclarss exécutoires par un tribunal frangais; sans in eie des dispositions contraires qui peuvent étre „dans les lois politiques ou dans les traités.“ n Art 2127.„Lhypotheque conventionnelle ne peut vötre consentie que par acte passé en forme authentique u „ In dem unter Nr. 2. des 2183. Art. des Nap. Civilgeſetzb⸗ beſtimmten Fale muß das Uebergebot den Kaufpreis, um wel⸗. chen dem neuen Eigenthümer das Gut überlaſſen iſt, um den 1oten Theil überſteigen. Der im 710. Art der vorliegehden Civil⸗(0) in 6 inten, F har dun yant uuh e 2 nitin 5, en fnen te ausi de 1 jegenen i dire ous zin inmerhles u achuenit, ſes exyrini nyonent hy ie Jorlonn eillenent nu n unti tibunil fn es gi pen le mits⸗ nyenimde en hme nin un is in 6 den zuni 1 in zu ſ X ar Th. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 441 Die urkunde, in welcher auf Verſteigerung angetragen wird, muß bey Strafe der Rullitat des Uebergebotes, das Erbieten zu Stellung eines Buͤrgen enthalten, nebſt einer Vorladung, daß der Gegentheil vor erwaͤhntem Gerichte in drey Tage zur Annahme des Buͤrgen erſcheine, wegen welcher ſummariſch verfahren wird.(*) 833. Wird der Buͤrge verworfen, ſo wird das Ueberge⸗ bot fuͤr nichtig erklaͤrt, und der Erwerber beym Beſitz geſchutzt; ausgenommen wenn noch andere Glaubiger Uebergebote gethan haben.(S. oben I. Th. V. B. I. Tit. Art. 517. ff. ſ. auch Art. 715 711. C 834. Glaͤubigern, die nach dem Inhalte des 2123. 2727 und 2128. Art. des buͤrgerlichen Geſetzbuches() mit Hypo⸗ (a) Nap. Civilgeſetzb. Art. 2123.„Die gerichtliche Hy⸗ „pothek entſteht durch rechtliches, entweder nach Erſcheinen, „oder auf Außenbleiben des Gegen heils, endlich oder proviſo⸗ iſch, geſprochenes Erkenntniß, zum Beſten deſſen, fuͤr den es „geſprochen iſt. Sie entſteht auch aus der gerichtlichen An⸗ „erkennung und Bewährung der Unterſchriften einer unter „Privatſignatur deshalb ausgeſtellten, verbindlichen Verſchrei⸗ „bung.“ * an den dem Schuldner dermalen wirklich zu⸗ „gehörigen, und an kuͤnftig von ihm zu erwerbenden unbeweg⸗ „lichen Gutern geltend gemacht werden, jedoch gleichfalls unter „nachſtehend angegebenen Modiſficationen.“ „Schiedsrichterliche Entſcheidungen bringen nur in ſo fern „eine Hypothek hervor, als damit der gerichtliche Befehl zu „deren Vollſtreckung verbunden iſt.“ „So kann auch durch ein im Auslande geſprochenes Ur⸗ „thel nur in ſoweit eine Hypothek entſtehen, als daſſelbe durch „ein Franzöſiſches Gericht für vollſtreckbar erkläͤrt iſt; jedoch „hat es bey dem, was in den das oͤffentliche Recht betreffen⸗ „den Geſetzen und Vertragen dem entgegen etwa beſtimmt „werden koͤnnte, ſein Bewenden.“ 2127.„Die Conventionalhypothek kann nicht anders be⸗ „ſtellt werden, als durch eine in offentlich beglaubigter Form denn hier muß das uebergebot das letzte Gebot wenigſtens um ein Viertheit überſteigen. (2) Im vorliegenden Falle muß der Bürge für Kaufgeld und Koſten gut ſagen, Inhalts des a185. Art. des Civilgeſetzb N 42 P. II. L. I. Procédures diverses. * immeubles hypothéqués, ne seront regus à requérir la nise aux encherés, conformément aux dispositions du cbapitre VIII, titre XVIII du livre III du Code civil, du'en justifiànt de T'inscription qu'ils auront prise depuis l'acte translatif de propriété, et au plus tard dans la quinzaine de la transcription de cet acte. Il en sera de meme à l'égard des ercanciers ayant privilége sur des immeubles, sans préjudice des autres droits résultant au vendeur et aux béritiers, des articles 2103 et 2109 du Code civil.(a) 6 „devant deux notaires, au devant un notaire et deus „témoins.“ S S Art. 2128.„Les contrats passés en pays ötranger „ne peuvent donner d'hypothéque sur les biens de „France, s'il n'y a des dispositions contraires à ce prin- „cipe dans les lois politiques ou dans les traités.“ (a) Code civil. Art. 2108.„Le vendeur privilégie „oonserve ton privilége par la transcription du titre qui „à transféré la propriété à l'acquéreur, et qui constate „que la totalité ou partie du prix lui est due; à P'effet „de quoi la transcription du contrat faite par Pacqus- „reur vaudra inscription pour le vendeur et pour le „préteur qui lui aura fourni les deniers payés, et qui „sera subrogé aux droits du vendeur par le méme con- „trat; sera u6anmoins le conservateur des hypothöques „tenu, sous peine de tous dommages et intéréts envers „les tiers, de faire d'office Pinscription sur son registre, „des oréances résultant de Facte translatif de propriété, „tant en faveur du vendeur qu'en faveur des préteurs, „qui pourront ausei faire faire, si elle ne l'a été, la „transcription du contrat de vente, à P'effet d'acquérir „l'inscription de ce qui leur est dũ sur le prix.“ n viß rement aux aliénations qui seront faites à T'avenir des uin u ſiu dun wiſ N i Mci ſchn* unh uwt i nn hiht nm mnch — MM 1 uf 6i Men 2 Mnth uft, nh M zu hn uſu ß i „Lo „iſe „nt „Dit „um „ülft ne i 6 Ah hen ——— S k ar Th. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 443 iih cheken verſehen ſind, jedoch ihre Verſchreibungen nicht vor den nachher erfolgten Veraͤußerungen der verhypothecirten Grund⸗ neut min ſtuͤcke in die Hypothekenbuͤcher haben vormerken laſſen, iſt nur hull dann verſtattet in Gemäßheit deſſen, was im VII. Kap. des gü⸗ XVIII. Titels des buͤrgerlichen Geſetzbuches verordnet iſt, ein mn Uebergebot zu thun, wenn ſie beybringen, daß ſie ſeit der Aus⸗ et n ſut ſtellung der Zueignungsurkunde, und zwar ſpateſtens binnen vierzehn Tagen von der Eintragung dieſer Urkunde an gerech⸗ net, ihre Hypothek haben einzeichnen laſſen. ti ies eru Ein Gleiches findet in Anſehung der Glaͤubiger Statt, die ein Vorzugsrecht auf unbewegliche Guͤter haben, jedoch mit Vorbehalt der uͤbrigen dem Verkaͤufer und den Erben im 2108 u kitn und 21c9. Artikel des bürgerlichen Geſetzbuches() zugeſtan⸗ ) denen Rechte. eet zcte us prijui — or zwe Notarien, oder vor Einem Notar und zwey Zeu⸗ u an„gen, abgefaßte Urkunde.“ 2128.„Durch im Auslande geſchloſſene Vertraͤge kann ate en n„auf Guͤter, die in Frankreich liegen, keine Hypothek beſtellt ue ur„werden, dafern nicht in den das offentliche Recht betreffenden ℳ„Geſetzen und Vertraͤgen, das Gegentheil beſtimmt iſt.“ duns jes n() Nap. Civilgeſetzb. Art. 2708.„Der mit einem Vor⸗ „zugsrechte verſehene Verkäufer erhalt ſeine Prioritat dadurch la vnler„aufrecht, daß die Urkunde, durch welche das Eigenthum auf „den Kaͤufer uͤbergegangen iſt, und aus welcher erhellet, daß er nipn d„das Kaufgeld noch ganz oder zum Theil zu fodern habe, in teu e„die Hypothekenbuͤcher eingetragen wird. Hat daher der x hi ei iu„Käufer den Kaufeontract eintragen laſſen: ſo hat dieſes fuͤr int fite n„den Verkaͤufer und fuͤr den Glaͤubiger, der ihm das bezahlte e renden t„Geld vorgeſchoſſen hat, und durch den Kaufcontract in die in u„Rechte des Verkaͤufers eingeſetzt worden iſt, die Wirkung der S„Vormerkung(Einzeichnung ihr Foderungen). Doch eut yn kt„iſt der zur Aufbewahrung der Hypothekenbuͤcher beſtellte Be⸗ neur is h„amte gehalten, bey Vermeidung des vollſtaͤndigen, dem age et iu„Dritten zu leiſtenden Schadenerſatzes, alle aus dem Kauf⸗ pien uut„contracte ſich ergebende Schuldfoderungen, ſowohl des Ver⸗ mnl uß„käufers, als der Darleiher, Amtshalber in ſein Buch vor⸗ 3 Zumerken(einzuzeichnen); doch können auch letztere lnen iu„die Eintragung des Kaufcontracts, wenn ſie noch nicht i ele h„erfolgt iſt, beſorgen, um auf dieſe Art die Vormerkung e uin„(Einzeichnung) deſſen, was ſie von den Kaufgeldern zu i un kn„fodern haben, zu bewirken.“ 4— M. TLT. Procedures diverses. Dans le de aricl⸗ précedent, le nou⸗ veau propriẽtaire n'est pas tenu de faire aux oreancier 3 ud dont hinscription n'est pas antérieure à la transoription 6 huen I de acte, les signiſications prescrites par les articles 2183 et 2184 du CGode civils et dans tous les cas, kaute wn par les créanciers d'avoir requis la mise aux enchdres cihi unt dans le délai et les formes prescrits, le nouyeau pro⸗ ul Priétaire n est tenu que du paiement du pris, onor n mement à Farticle 2186 du Code civi a) jn 336. Pour parvenir à la revente sur enchöre, pré- 11 vue par l'article 2187 du Code civil(b), le poursuivant u W 5 A0). Art. 2109. cohéritier ou copartageant conserve t „son privilége sur les biens de chaque Jot ou sur le „bien licité, pour les soulte et retour de lots, ou pour 6. „le prix 46 la licitation, par Finscription Faite à sa di- igenoe, dans soinante jours, à datér de l'acte de par- n „tage ou de Padjudication par licitation; durant lequel ihn „temps aucune hypotheque ne peut avoir lieu sur le Mn „bien chargé de soulte ou acjugé par licitation, au Pré- ſw „judice du créancier de la soulte ou du prix. u ufe (a) Code civil. Art. 2186.„A dofout par les cré- 3 „anciers d'avoir requis la mise aus enchères dans le tiſ „dclai et les formes prescrits, la valeur de Pimmeuble itn „demeure deßinitivement ixce au prix stipulè dans le ſn „coutrat ou déclaré par le nouveau Fe lequel jun „est, en consquence, libéré de tout Privil ége et hypo- i „theque, en payant ledit prix aux créanciers qui seront 43 nen ordre de recevoir, ou en le consignant. 3 n (b) civil. Art. 2187 E cas de revente sur l „enchere, elle aura lieu suivant les formes 6tablies z „pour les espropriations forcées, à la diligence soit du„Fi „créancier qui l'aura requise, soit du nouveau pro⸗ En „priétaire.“ jenn „Le poursuivant znoncers dans les affiches le prix„5 „stipulé dans le contrat ou déclaré, et la soimme en in ne inn * ie ſin ur ieun i 3 it hk in k h uie u. cis, bn nent du ſ eciril. 60) vente zur un cynuyn rewur ie b netiption iu duter de jn cituion; in eut areit k hur leiuin ou in yri. A llnt yr umn euchers vlenr ie h pi ui un pruynenn tout ynnen criucien p cuiʒunt⸗ Tn cu ie m t les jms 1h dizn oit a wn in b ids n, e k ar Th. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 445 g35. In dem Falle, von welchem der vorhergehende Ar⸗ tikel handelt, iſt der neue Eigenthuͤmer nicht gehalten, die im 2183 und 2184 Art. des buͤrgerlichen Geſetzbuches vorgeſchrie⸗ benen Inſinuationen an diejenigen Glaͤubiger ergehen zu laſ⸗ ſen, deren Einzeichnung nicht vor der Eintragung derjenigen urkunde, durch welche ihm das Eigenthum uͤbertragen wurde, erfolgt iſt. Auf alle Fälle iſt der neue Eigenthuͤmer zu nichts, als zur Bezahlung des Kaufgeldes, nach Maaßgabe des 2186. Art. des Civilcodex(a), verpflichtet, wenn die Glaͤubiger un⸗ terlaſſen haben, die Verſteigerung in der vorgeſchriebenen Friſt und Form zu ſuchen. 836. Um zu dem anderweiten Verkaufe durch Verſteige⸗ rung, von welchem im 2187. Artikel des Civilcodex(b) die 2109.„Der Miterbe oder Theilhaber erhaͤlt ſein Vor⸗ „zugsrecht auf die zu jedem Erbſchaftslvofe gehoͤrigen Güter, „oder auf das verſteigerte Gut in Anſehung des ihm von den „Miterben etwa herauszugebenden Ueberſchuſſes oder in Ruck⸗ „ſicht auf die Auctionsgelder, dadurch aufrecht, daß er die Fo⸗ „derung vormerken Einzeichnen) laͤßt; jedoch muß dieß vom „Datum der Erbtheilung, oder der bey der Verſteigerung er⸗ „folgten Zuſchlagung an, binnen ſechszig Tagen geſchehen, in „welcher Zeit auf das Gut, worauf herausgegeben werden muß, „ſo wie auf das verſteigerte Gut, keine Hypothek zum Nach⸗ „theile deſſen Statt finden kann, der die Herausgabe oder die „Kaufgelder zu fodern hat.“ (4) Nap. Civilgeſetzb. Art. 2186.„Haben die Glaͤubiger „unterlaſſen, in der vorgeſchriebenen Friſt und Form um die „Verſteigerung anzuſuchen: ſo wird der Werth des unbeweg⸗ „lichen Gutes nach der im Kaufcontracte beſtimmten Kauf⸗ „ſumme, oder nach der vom neuen Eigenthuͤmer angegebenen „Taxe, unabaͤnderlich angenommen. Letzterer wird dem zu „Folge von jedem Vorzugsrechte und jeder Hypothek dadurch „entiaden, daß er den erwahnten Werth den nach der Orbnung zur Perception kommenden Glaubigern auszahlt, oder ge⸗ „richtlich niederlegt.“ (b) Nap. Civilgeſetzb. Art. 2187.„Im Fall das Gut „durch Verſteigerung wieder verkauft wird, hat entweder der „Glaubiger, der darum anſuchte, oder der neue Eigenthumer „Sorge zu tragen, daß es in den fuͤr die gerichtlichen Veraͤu⸗ „Ferungen vorgeſchriebenen Formen geſchehe.“ „Der, weicher die Verſteigerung betreibt, muß in den An⸗ „kuͤndigungen die im Kaufcontracte beſtimmte Kaufſumme, 446 P. M. L. I. Procedures diverses. ſ,u hn dih fera apposer des placards iwuneil de la premibre publi cation, laquelle sera faite quinsine après cette oppozi- zh tion.. w I. b 1 nn 837. Le prooes verba aypoition 4 ſim innn sera notiiè au nouveau propriétaire, si o'est 1e ersan- u cier qui poursuit; et au créancier Surenchetieur, si Rhnſt, Pacquéreur. 1 ih 338. Lacte Tahnsteß dendr lieu minute n 4xiche enn 4 uiin Le prix porté dans l'acte, et la somme de la sur⸗ un enchére, tiendront lieu d'enchère. 2 . h v. Iu hu . Des Voies à prendre pon avoir espen ou copie ir lin d'un Acte, ou pour le faire réformer. „ 1 3839. Le notaire ou autre aopotaite qui refusera de 4 lchr pedition ou copie d'un acte aus pParties tni intéressees en nom direet, héritiers ou ayant- droit, ein mheln 6 sera condamnè, et par corps, sur ibtien à brek nhit delai, donnse en vertu de permission du president du in w . „sus à laquelle le créancier s'est obligé de la porter ou ht in „faire porter.“ ₰ in( qn ju⸗ min i i in a h ün taue, i u cier mi iendn lat ah unn ſ. r epelitin ire reſome iniuin lu uce u en o mu ut uiuiu iion lu vu dluhn ar Th. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 447 Rede iſt, zu gelangen, muß der Anſuchende durch angeſchlagene Patente den erſten Ausruf bekannt machen, welcher vierzehn Tage nach dieſem Anſchlage erfolgt.(S. oben Art. 682. 684). 837. Das uͤber die Anſchlagung der Patente aufgenom⸗ mene Protocoll muß, wenn der Glaͤubiger die anderweite Ver⸗ ſteigerung ſucht, dem neuen Eigenthuͤmer, und wenn ſie der neue Erwerber ſucht, dem Glaͤubiger, welcher das e gethan hat, inſinuirt werden. 838. Die Veraͤußerungsurkunde vertritt die Stelle des uͤber die Verſteigerung aufgenommenen Originalprotocolls. Der in der Veraͤußerungsurkunde ausgedruͤckte Preis und die Summe, um welche der Glaͤubiger den neueſten Erwer⸗ ber uͤberbietet, vertreten die Stelle eines Gebots.(S. oben Art. 607. 608. R⸗ Civilgeſetzb. Art. 2188. 2189. 2100. Füͤnfter Titel. Von den zur Erlangung der Ausfertigung oder Abſchrift einer Urkunde, oder der Berichtigung derſelben, zu ergrei⸗ fenden Wei 30. Dafern ein Notar oder ein anderer Bewahrer einer urkunde die Ausfertigung oder Abſchrift derſelben den unmit⸗ telbar in ihrem eignen Namen intereſſirten Partheyen, deren Erben, oder den in ihre Rechte eingetretenen Perſonen, zu ertheilen verweigert: ſo kann er dazu bey Gefängnißzwang ver⸗ urtheilt werden; und zwar geſchieht dieß, nachdem er, kraft einer vom S des Gerichts erſter Inſtanrtheilten „ be den en Werth, und die Summe anzeigen, wel „che der Glaͤubiger mehr zu geben oder zu verſchaffen verſpro⸗ „chen hat.“ A 448 P. II. L. I. Procédures diverses. trihunal de promibre instance, sans preliminsire de tuh conciliation. 3 840. Paſlaire sera jugée ommoirement, et* ju⸗ 3 u gement excuté nonobstant opposition ou appel. in, M 341. La partie qui voudra obtenir copie 18 3l. non enretzistré, ou méme resté imparfait, présentera sa 3 in requẽte au président du tribunal de premiere instance, t e sauf᷑ Penccurion des lois et règlemens relatifs à peure-* gistrement.. 4 giunt * 11* 6 842. La delivrance sera faite, s'il V a lieun, en 45 execution de rordonnonoe mise ensuite de la requéte; änſih, 3 et ilen sera fait mention au bas de la copie delivrée. 3* F h 843. En cas de refus de la part du notaire 6 depositaire, il en sera reler⸗ au president du tibu ſnnt . de premiere instance.. in 844. La partie qui voudra se faire delivrer une 4 seconde grosse, soit d'une minute d'acte, soit par forme in l 5 iin i dampliation sur une grosse deposée, présentera, à cet effet, requéte au président du tribunal de premiere ins- hin tance: en vertu de Pordonnance qui interviendra, elle hinſ fera sommation au notaire pour faire la délivrance à ſhn jour et heure indiqués, et aux parties intẽressées, pour win y 6étre présentes; mention sera faite de cette ordonnance 8 au bas de la seconde grosse, ainsi que de la somme nn 1 pour laquelle on pourra e6cuter, si la eréance est ac Sunm quittée ou cédée en partie. in () ueber die Verbindlichteit der Notarien und öffentlichen Behöt⸗ 6 4 den zur Ertheilung der Abſchriften von den in Händen habenden i Urkunden ſ. Pufour, Traité de la Prob. civ. W. III. p. 70— 72.— Ordonn. Franz I. von Monat 1339. Art. 77. 5. w . 179 iizi ewin nnitt hoiin uy n ui ni inuüt. nul ie ni glenem ni iit,*i ſü e enit ab u ie k ie h yn i i u jnilut uln x fiti inute dute, iepoee, htin tihun iep ant qi iuen ur lin k u ynis in n fit ie cenn 1. ſu i ulet, i h ut gunin u ii en von d z. e h kwe tiſi 6„ ar Th. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 449 Erlaubniß, mit Verſtattung einer kurzen Friſt, n worden iſt, ohne vorgaͤngige Guͤtepflegung.(1) 840. Die Sache wird ſummariſch entſchieden, und das urthel, des dagegen eingewandten Rechtsmittels der Oppoſi⸗ tion, oder Appellation ungeachtet, vollzogen.(Art. 405.) 34. Wer von einer nicht einregiſtrirten, ja ſogar von einer nicht vollzogenen Urkunde eine Abſchrift zu haben wuͤnſcht, hat deshalb beym Praͤſidenten des Gerichts erſter Inſtanz eine Bittſchrift einzureichen. Doch unbeſchadet der Befolgung der wegen Einregiſtrirung der Urkunden gegebenen Geſetze und Befehle.(2) 3842. Die Ertheilung der Abſchrift geſieht, wenn ſie Statt findet, kraft einer auf die Bittſchrift geſchriebenen Reſo⸗ lution, von welcher unter der ertheilten Abſchrift Nachricht enthalten ſeyn muß.(Nap. Civilgeſetzb. Art. 1334. 1335.) 843. Verweigert der Notar oder der Aufbewahrer der urkunde die Befolgung: ſo wird dem Präſidenten des Ge⸗ erſter Inſtanz davon Anzeige gethan. 344. Will eine Parthey, entweder vom Originalaufſatze einer Urkunde eine zweyte ſolenne Ausſertigung, oder von einer niedergelegten ſolennen Ausfertigung ein Transſumt haben: ſo muß ſie deshalb beym Präſidenten des Gerichts er⸗ ſter Inſtanz eine Bittſchrift einreichen. Kraft der hierauf er⸗ theilten Reſolution fodert ſie den Notar auf, an einem gewiſ⸗ ſen Tage und zu einer beſtimmten Stunde die Ablieferung zu bewirken, zugleich aber auch die Intereſſenten, dabey gegen⸗ waͤrtig zu ſeyn. Am Schluſſe der ſolennen Ausfertigung wird dieſe Reſolution, und, wenn die vorgeſchriebene Foderung be⸗ reits zum Theil bezahlt oder abgetreten ſeyn ſollte, zugleich die Summe bemerkt, auf welche noch Execution geſucht werden kann(3) 6) unvollendet in die urkunde, wenn ſe nicht von allen paeheen unterzeichnet, oder bey Notariatsurkunden, wenn ſie nicht einge⸗ tragen iſt. S Geſetz v. 22. Frimgire Jahr VII. Art. 20. 29. 33. 34. 35 u. 36. (3) Ordonn. v. 1639. Art. 178. Cirilgerichtsordnung. Ff 450 P. II. L. 1. Procédures diverses. 845. En cas de vontestation; les parties— voiront en référé. 846. Celui qui, dans 16 rours gune instance, dans lequel 1 n aurs pas eté pertisn 6e vorrcin ainsi quꝰil va ẽtre regle. 6½ par requéte d'avous à svoue: elle sera Portée à aucune Prooedure.— 34. Le jugement sera e nonobent appel ou opposition. 1 n 849. Les pobrih de npaein ou col. par le notaire ou déporitaire, à moins que le trib lation seront— et renpeition ou copie deli . 3 un autre notaire. 6 — 851. Si le⸗ et eboue 46 la minute— tant qu'il ne sera pas paye desdits frais, outre eeus — d'expẽdition. 352. Les parties poumont S pexpdjtion ou à la minute⸗ dont lecture sera faite par le 6) Jousse sur IArt. 4. Tit. XII. de[Ordonnance de 1667. (2) Jousse a. a. D. 6) Jousse g. g. D. voudra se kaire dclivrer enpedition ou ertrait— 847. La demande à fin de vnpnoie n formée dience sur un eimple acte, et jugee vommairemen qui aura ordonné n'ait commis un de ses mempres, ou he 6 t ntſt ubh ſhiſn li, wb üt e wM hin ſuny hs bii ins ſin tout autre juge de tribunl de Bin titi— 850. Dans tous les cas, les porties pourront assis- ter au proces· verbal; et insérer tels dires qu elles spun n sont dus au dẽpositaire, il pourra refuser expodition itt in 7 F. Mſn us ſi bveih ſlüſ, 65 Pſn ( 00 — ia, k Kmia üinan &nlin tjite n iiiun u6 nis un de un e ptenitn u ynis yn witet teb ö pom niu lesit hnin n colhimnt kectut un 1i linni 2r Th. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 451 45. Auf den Fall entſtandener Streitigkeiten ſchlagen die Partheyen den Weg der ſummariſchen Anzeige ein. 3846. Wer waͤhrend des Laufes eines Proceſſes ſich eine Ausfertigung oder einen Auszug einer Urkunde, bey welcher er nicht ſelbſt als Theilnehmer intereſſirt iſt, geben laſſen will⸗ hat dabey Folgendes zu beobachten. g47. Das Geſuch um Compulſorialien wird mittelſt eines ſchriftlichen Geſuchs, das ein Sachwalter dem andern zuferti⸗ gen laͤßt, angebracht; dann wird es mittelſt eines bloßen Sa⸗ tzes zum Verhor gebracht, und ſummariſch ohne einiges proceſ⸗ ſualiſche Verfahren daruͤber entſchieden.(1) 848. Der deshalb ertheilte Beſcheid iſt, der Appellation oder Oppoſition ungeachtet, vollſtreckbar Crechtskraͤftig). 62) 840. Ueber die M iheilung d der Compulſorialien, ſo wie uͤber die erfolgte Collationirung Vergleichung der Abſchrift und des Originals) nimmt der otar oder der Aufbewahrer der Urkunden Protocolle auf, und uͤberliefert ſolche(den Inter⸗ eſſenten) in ſolennen oder einfachen Abſchriften; es muͤßte denn das Gericht, welches die Auslieferung der Urkunden anbefahl, eines ſeiner Mitglieder oder einen andern Richter eines Ge⸗ richts erſter Inſtanz oder einen andern Notar dazu beauftragt haben.(3) 830. Auf jeden Fall können die der Abfaſſung des Protocolls beywohnen, und die ihnen etwa erfoderlich ſcheinenden Erinnerungen zum Protocolle nehmen laſſen.(4) s51. So lange der Aufbewahrer der Urkunde wegen der Unkoſten und des gehabten Verlags in Anſehung des Origi⸗ nals nicht befriedigt iſt, kann er die Ausfertigung ſo lange verweigern, bis dieſe Koſten, nebſt füͤr die Ausfertigung ſelbſt, bezahlt ſi ſind. 1 g32. Den Partheyen ſteht frey, die Ausfertigung oder Abſchrift mit dem Driginal welches ihnen der Aufbe⸗ F2 (4) Collection de jurisprudence s. v. compulsoire. (6) Vorheriger Gerichtsbrauch · 45. PII.. I. Pn diverses. * 4 3 depositaire: si elles prtendent qu'elles ne sont ron·. formes, il en sera référé, à jöur indiqué par le procks. iib verbal, au président du tribunal, lequel kera ⸗* z tion; à cet effet, le depoeitaire sera tenu dapport ſn. minute. 6. uitiß Les Sib„ n ainsi ceux n nn⸗ 15 353. Les een et te des publics en dclivreront, sans ordonnance de jutic e 6 3 3 podition, copie ou extrait à tous requérans, à 14 ebarge il de leurs droits,„ peine de dépens, et in in ſt, téréts. 854. Une eerte exccutoire ment ne sera délivrée à la méme partie qu'en ertu wit d'ordonnance 3 prseident du tribunel ou il aur eti uli rendu. F82 F Seront observées les vruaites presetites paur imn — des secondes grosses des actes derant no. 6 855. Celui aui voudra ordonner h 16 tion d'un acte de Te tat civil, présentera requẽte au nn président du tribunal de première instance. ſin 856. I y sera statns sur rapport, et sur les con- ſ clusions du ministre public. Les juges ordonneront, „ils Pestiment convenable, que les parties intéressses 3 n seront appelées, et que le conseil de i sera pré r zn dablement convoqus. znn (1) Der Verwahrer der urkunde tieſt das Hriginal son vor, 3 un 9 er es nicht aus den Händen geben vart: 16 6 7 emmh Aihn riununu u reim ihn in iüon excnn ihunl es des actei n alnner nen iets inun npyn in le jg e k jn ui i iu ei M h i en ar Th. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 453 wahrer vorleſen muß, zu vergleichen(collationiren); behaupten ſie, daß beyde nicht gleichlautend ſind, ſo wird deshalb an dem im Protocoll angezeigten Tage Bericht an den Gerichts⸗ praͤſidenten erſtattet, welcher ſodann die Collationirung vertich tet; zu dieſem Behuf iſt der Aufbewahrer verbunden, ihm die Urſchrift zu uͤberbringen. Die Protocollskoſten, ſo wie die Koſten fuͤr die vom Aufbewahrer zu verrichtende Ueberbringung an den ten muß der Anſuchende vorſchießen.(* 853. Die Gerichtsſchreiber und die Aufbewahrer offentli⸗ cher Liſten Regiſter) ſind ſchuldig, ohne vorgaͤngigen richterli⸗ chen Befehl Ausfertigungen, Abſchriften und Auszuͤge davon, einem jeden, der darum anſucht, gegen Entrichtung ihrer Ge⸗ buͤhren zu verabfolgen; und dieß zwar bey des Koſten⸗und Schadenerſatzes.(2) 854. Einer und derſelben Parthey darf eine zweyte, das Anbefohlniß der Hulfsvollſtreckung enthaltende Ausfertigung des Urthels nur bloß kraft eines vom Praͤſidenten des Gerich⸗ tes, bey welchem es geſprochen iſt, erlaſſenen ertheilt werden... Es ſind hierbey alle diejenigen Formalitäten zu beobachten, welche wegen Ertheilung zweyter ſolenner Ausfertigungen der Notariatsinſtrumente vorgeſchrieben ſind. g55. Wer um Berichtigung einer den Civilſtand bewäh⸗ renden Urkunde anſucht, muß beym Praͤſidenten des Gerichts erſter Inſtanz deshalb eine Bittſchrift einreichen.(Nap. Civil⸗ geſetzb. Art. 00. 100.) 856. Dort wird, nach erfolgtem Vortrage und nach ange⸗ hoͤrtem Antrage der Staatsbehoͤrde daruͤber, erkannt. Gerichts⸗ wegen wird, wenn man es noͤthig erachtet, die Vorladung der Intereſſenten und die vorlaͤufige Zmeeralung des Familienraths anbefohlen. — 3 (2) Bisheriger Gerichtsbrauch ſ. Jausse a. a. O. Soihnant von 1667. Tit. XX. Art. 18 Declaration von 1736. Art. 33. Geſetz v. 20. Sept. 1792. Art. 18. Nap. Civitgeſetzb. Art. 45. * Faudience sur les vonclusione du ministere 454 P. M.. Procedures diverses. * Sil y a lien ppole les parties interessées, h demande sera formée„ enploit, sans S— conciliation. 6 Ele le sera par aete Tavoue, si r perie* — instance. 857. Aucune rectification, aucun hengepent, pourront ẽtre faits sur l'acte; mais les jugemens de rec. tification seront inscrits sur les registres par polhier de Jétat civil, aussitöt qu'ils lui auront eté rémis; men⸗ tion en sers faite en marge de l'aete reforms; et[aote ne era plus délivré qu avec lés rectifications or om 6en à peine de tous dommages· intéretse contre oiiier aui l'aurait aclivré. 858. Dans le cas ou il n*y aurait d'autre porie que le 4 à se plaindre du jugement, il pourra, dans les trois mois depuis la date de ce jugement, se pourvoir à la cour d'appel, en présentant au président une requéte, sur laquelle sera indiqué un jour auquel il sera statué L TITRE vI. De quelques Dispositions relatives à Tnnvoi en pon sion des bisns ün Aboent.(6) * 359. Dans le cas prévu par Patticle rI2 du Col⸗ civil, et pour y faire il sera rne 1 W () Code civil. Art. 112. 38 il y a nöce de o a l'administration de tout ou partie des mli emandeur en rectiſication et ou i croirait avoir ks(i um — 1. 8. Fie khgn uh iie Giti v M 37. Uuſ he un wuldo ſ. uiin n) tit ls . ſch, dMch gun in hij untt, ſigt 65) — 0 9) d — uik nn 4 ni kſn ejun u zurnt iit hute nin nijniu ntin cunl *) uni in tis l m genent, Kpn n yrtiilut our auyueli 1 . uirs i ni un Absent. 6 — hr jni len ut uſu⸗ ar Th. 18 V. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 439 Iſt die Vorladung der Intereſſenten erfoderlich, ſo muß die Klage mittelſt einer Zufertigungsurkunde angebracht een doch iſt die Guͤtepflegung nicht erfoderlich. Geſchieht dieß aber im Laufe des Proceſſes, ſo erfölgt das Anbringen durch einen Satz des Sachwal ters. 857. Keine Berichtigung, keine Abänderu ng darf in die urkunde ſelbſt eingeruͤckt werden. Der Berichtigungsbeſcheid aber wird vom Civilſtandsbeamten, ſobald er dieſem zugeſtellt worden iſt, in die Liſten eingetragen. An der Seite der berichtigten Urkunde wird dieſes angemerkt,(Nap. Civilgeſetb. Art. 101.) und die Urkunde kann von nun an nicht anders, als mit den anbefohlnen Berichtigungen ausgefertigt werden, widrigenfalls iſt der Beamte, der dem entgegen handelt, zum Erſatz alles dadurch veranlaßten Schadens verpflichtet. 1) 858. Iſt außer demjenigen, welcher um die Berichtigung anſuchte, keine Parthey vorhanden, und glaubt ſich dieſer durch das Urthel beſchwert: ſo kann er ſich binnen drey naten(Art. 443.) vom Tage dieſes Urthels an gerechnet, das Appellationsgericht wenden, weshalb er dem eine Bittſchrift zu uͤberreichen hat. Auf dieſer wird ein Tag angeſetzt, an welchem im Verhoͤr, nach Anhoͤrung des An⸗ trags der Staatsbehoͤrde, Wer ſein Suchen werden ſoll.(Art. 855. 856.) Sechster Titel. Eing die Einſetzung in den Beſitz der Guͤter eines Abwe⸗ ßupen berefſede Anordnungen. 6) 859. um in ſet h von welchem der 112. Artikel des Civilgeſetzbuches handelt, rechtliche Verfuͤgungen zu veran⸗ () Nap. Cwilgeſetb. Art. 1r.„Tritt 6 Jemand die „Vermuthung ein, daß er Kbweſenh ſey er keinen mit (¹) Decigration v. 9. Aprit 1736. 1 456. K. 1 1. Prooẽdures diverses. 8 au président du tribunal. Bur cette requste, à laquelle seront joints les pibces et documens, le président com- „ „laissés par une personne présumée absente, et qui n'a „point de procureur fondé, il y sera status par le tri- „bunal de premidre instance, sur la demande des par- „ties interessées.“ Art. 113.„Le tribunal, à la requéte de la partie „la plus diligente, commettra un notaire pour représen- „ter les présumés absens, dans les inventaires, comptes, „partages et liquidations dans lesquels ils seront jinté⸗ Art. 114.„Le winistere public est spécialement „chargé de veiller aux intéréts des personnes présumées „absentes; et il sera entendu sur toutes les demandes „qui les concernent.“ 33 Art. 115.„Lorsqu'une personne aura cessé de pa· „raitre au lieu de son domicile ou de sa résidence, et „que depuis quatre ans on n'en aura point en de nou- „velles, les parties intéressées pourront se pourvoir „devant le tribunal de premibrée instance, afin que „l'absence soit déclarée.“ Art. 116.„Pour constater l'absence, le tribunal, „d'après les pibces et documens produits, ordonnera „qu'une enquéte soit faite contradictoirement avec „commissaire du Gouvernement, dans T'arrondissement „du domicile, et dans celui de la résidence, s'ils sont „distincts hun de l'autre.“ Art. 117.„Le trihunal, en statuant sur la de⸗ „mande, aura d'ailleurs égard aus motifs de l'absence, „et au causes qui ont pu empécher d'avoir des nou- „velles de lindividu présumé absent.“ Art. 118„Le commissaire du Gouvernement en⸗ „vérra, aussitöt qu'ils seront rendus, les jugemens tant „préparatoires que définitifs, au Grand-Juge Mihistre „de la justice, qui les rendra publics.“ Art. 119.„Le jugement de déclaration d'absence „me sera rendu qu'un an après le jugement qui aura „ordonné henquéte.“ Art. 120.„Dans les cas oů l'absent n'aurait point „laissé de procuration pour l'administration de ses biens, „ses héritiers présomptifs au jour de sa disparition ou i, jn u i Mh Mh ſn jc 1 3 h n it „uti viin 4 m Dn II. Wihn ih M ſu u ji jn vilh 1 „uch lnnt ——— E * iu n eette tt aueu, er Th. 18 B. Von keinig. beſond. Gattung. des Verfahr. 457 laſſen, muß beym Grrichtspraͤſidenten eine Bittſchriſt unter * Beyfugung der Beweismittel und Urkunden(Art. 355. 856.) n ben „Vollmacht verſehenen Geſchäftsträger hinterlaſſen, und macht h„es ſich nothwendig, für die Verwaltung aller ſeiner Guͤter „oder eines Theils derſelben Sorge zu tragen: ſo ſoll das Ge⸗ ihnu„richt erſter Inſtanz, auf Anſuchen der Intereſſenten, deshalb nn die noͤthigen Verfügungen treffen.“.* se rz.„Auf das Geſuch derjenigen Parthey, die ſich des⸗ „halb zuerſt meldet, ertheilt das Gericht einem Notar den e„Auftrag, den praͤſumtiv Abweſenden bey den ihn betreffenden „Inventuren, Rechnungsabnahmen, Theilungen und Ausein⸗ ſhie uz„anderſetzungen zu vertreten.“ u is genn 114.„Der kaiſerliche Anwald hat den beſondern Auf⸗ trag, uͤber das Intereſſe praͤſumtiv abweſender Perſonen zu „wachen, und muß bey allen wider ſie angeſtellten Klagen ge⸗ „hoͤrt werden.“ pennnnt in 115.„Wenn Jemand ſich an ſeinem Wohn⸗ oder Auf⸗ euhas„enthaltsorte nicht mehr ſehen laͤßt, und ſeit vier Jahren keine ren unyin„Nachricht von ihm eingegangen iſt: ſo koͤnnen die Intereſ⸗ u u hunk „ſenten beym Gerichte erſter Inſtanz darum anſuchen, daß er „für abweſend erklärt werde.“ eniere iun 116.„Um die Abweſenheit außer Zweifel zu ſetzen, muß „das Gericht, nach erfolgter Production der noͤthigen Acten⸗ er e„„tuͤcke und Documente, verordnen, daß ſowohl im Arrondiſſe⸗ nens ywiti„ment des Wohnſitzes, als im Arrondiſſement des gewoͤhnli⸗ „chen Aufenthalts, wenn beyde getrennt ſind, die Sache durch „Zeugenverhoͤr eroͤrtert werde, wobey der kaiſerliche Anwald l„(als Vertreter des Abweſenden) zu hoͤren iſt.“ le l nilen 117.„Uebrigens muß das Gericht, bey ſeiner uͤber das „erwähnte Geſuch zu faſſenden Entſchließung, auf die Beweg⸗ un„gruͤnde der Abweſenheit und auf die Urſachen Ruͤckſicht neh⸗ „men, die es verhindert haben moͤgen, daß man von der praͤ⸗ onindictoinn n— e*„ſumtiv abweſenden Perſon keine Nachricht erhalten hat.“ G 118.„Sowohl die präparatoriſchen als die Endurthel(De⸗ sihent“„finitiverkenntniſſe) hat der kaiſerliche Anwald, ſobalb ſie geſpro⸗ an hhm„chen ſind, an den höchſten Reichsoberrichter und Juſtizminiſter nni, k j„einzuſenden; dieſer aber ſie oͤffentlich bekannt z machen.“ 6ml 119.„Das Urthel, durch das Jemand fuͤr abweſend er⸗ „klärt wird, darf nicht eher geſprochen werden als ein Jahr hbls„nach Eroͤffnung des Urthels, in welchem auf Zeugenverhoͤr er⸗ e en„kannt worden iſt.“ ts ke j 120.„In den Faͤllen, wo der Abweſende keine Vollmacht „zur Verwaltung ſeines Vermogens zuruͤckgelaſſen hat, konnen „dieſenigen⸗ die zur Zeit ſeiner Entfernung oder der zuletzt inninin ſuluin 458 P. M. 4 Procédures diverses. mettra un juge pour faire le rapport au jour indiqus; et ce jugement sera prononcé après avoir entendu le „ procureur impẽérial. 860. Il sera procòde de méme dans le cas 5 „agirait de l'envoi en possession provisoire autorisé par rarticle r20 du Code civil. 7 * TrTR; vn. Autorisation de la femme mariée. „ 861. La femme qui voudra se faire autoriser à la poursuite de ses droits, après aveir fait une sommation a son mari, et sur le refus par lui fait, présentera re- quéte au président, qui rendra ordonnance portant per- .* ⸗.—*„* mission de citer le mari, à jour indiqué, à la chambre du conseil, pour déduire les causes de son refus. 862. Le mari entendu, ou faute par lui de se presenter, il sera rendu, sur les conclusions du minis⸗ „de ses dernieres nouvelles pourront, en vertu du juge- „ment déßinitif qui aura déclaré Pabsence, se faire „envoyer en possession provisoire des biens qui appar- „tenaient à l'absent au jour de son départ ou de ses „dernidres nouvelles, à la charge de donner caution „pour la süreté leur administration.“. () Dieſer ganze ſechſte Titel hat den Zweck, eine Lücke auszufülen, die man in Napoleons Eivilgeſetzbuche im IW. Litel des I. Buchs von Abweſenden entdeckte. S. Berlier im Esposé des „ ani u zn ni, ugſin m uid w hi buſ mnw wn mltad * unnnü — . p Vl in wihitn Ne nitg ljg ſe in huhn Kluin ſt, i m in! ſununrn nmn u ſu Rn mpW w — w in iu Mi, ſih zu „in ſt, „ith lſn,! „Auſe u in „n kiſu „Mun in — () lne m Berier E tihiie h etit ſn ind 130t 1 63 inn i mit 4 hwiinn l. eune uu — n e in un wit ii ue nli lit jů ninnn ih ues de sun n jut pu cnuin nont, en m n lien r ie bin; on dhun aion“ l ini ii Iein uh 2rTh. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 459 — eingereicht werden. Der Praͤſident traͤgt einem Mitgliede des Gerichts auf, an einem beſtimmten Tage die Sache in Vor⸗ trag zu bringen und nach Anhoͤrung des kaiſerlichen Anwalds wird das Urthel geſprochen.(Nap. Civilgeſetzb. Art. 112.) 860. Eben ſo wird in dem Falle verfahren, wo von der im ro. Artikel des Civilgeſetzbuches verſtatteten Einſetzung in den proviſoriſchen Beſitz die Rede iſt.(6**) Siebenter Titel. Von der zum gerichtlichen Erſcheinen der Ehefrauen erfo⸗ derlichen Einwilligung. 86r. Will eine Frau die Erlaubniß zu Anſtellung eines gerichtlichen Proceſſes erlangen: weil ihr der Ehemann nach erfolgter Anfrage ſeine Einwilligung verſagt hat, ſo uͤberreicht ſie dem Praſidenten eine Bittſchrift„auf welche dieſer eine Reſolution ſetzt, in welcher die Erlaubniß enthalten iſt, den Mann auf einen beſtimmten Tag zum Erſcheinen im Berath⸗ ſchlagungszimmer vorzuladen, damit er dort die Urſachen ſei⸗ ner Verweigerung aus einander ſetze.(2) 8 862. Iſt der Mann gehort worden, oder nicht erſchie⸗ nen; ſo wird, nach vorgaͤngigem Antrage des kaiſerlichen An⸗ „von ihm eingegangenen Nachricht ſeine vermuthlichen Erben „waren, ſich, kraft des Endurthels, durch das er fuͤr abweſend „erklart iſt, in den proviſoriſchen Beſitz des Vermoͤgens ein⸗ „ſetzen laſſen, welches dem Abweſenden am Tage ſeiner Ab⸗ „reiſe oder der letzten von ihm eingegangenen Nachricht ge⸗ „hoͤrte. Sie ſind aber verbunden, fur die zu fuͤhrende gute „Verwaltung deſſelben Sicherheit zu ſtellen.“ () Jonsse sur I'art. 2. du Titre II. de Pordonnance de 1667. Berlier Exposé des motifs.— Die Fälle, in welchen die ge⸗ richtliche Erlaubniß die Stelle der Einwilligung des Ehemannes vertritt, ſind im 218. u. f. im 1427. 1838. 1338. 1665. 1558 und 1876. Artikel des Civilgeſetzbuchs enthalten. 460 PnM. Ll⸗ Procedures diverses. 51 la femme. 3 6 ou lorsqu ele aura été declarée, la femme. voudra ze faire autoriser à la poursuite S ses droits, présentera tra un juge pour faire son rapport à jour indiqus. 864. La femme de l'interdit se fera en la forme presorite par l'article précedent; elle joindra à sa, le 6 dinterdiction. * TTRE v. Des S6parations de biens. N* — „ pourra 6tre formée sans une autorisation prealable, que le président du tribunal devra donner sur la requéte vations qui lui paraitront convenables. dans un tableau placé à cet effet dans l'auditoire, un 1o. La date de la demande; der Ehemann unmundig oder zu einer infamirenden Strafe ver urtheilt iſt. Man hat dietz hinzuzuſetzen vergeſſen. tere public, qui siehei sur la demande 6. 863. Dans le cas de rabsence présumée du mari Sgalement requéte au président du tribunal, qui nera la communication au ministère public, et commet- zn dm ub in di R 6 ih ſt in * ibu bn buim un ſn! ueb, un iſmnw 6hhht 1 Nb tuh uh kini ind u i pon 365. Aucune demande en scparation de biens qui lui sera présentée à cet effet. Pourra néanmoins le président, avant de donner l'autorisation, faire les 366. Le greffier du tribunal inscrira, sans 42*5 extrait de la demande en s6paration, lequel contiendre, (2) Dieſe 5en ſind unfehlbar auch zu vevbachten, wenn * n unn an b ihh miſg ſun chih bih wh Hmmnn ü. du ie nſ ſmn nd 66 ib cir ne Ps hif hifll ehuie iin Dly Ku wi uhul n dhl. 1 iſu ze ſen; eedent; 1 le bien iutin i lonet u! x njnini⸗ en i ar Th. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 461 walds, ein Beſcheid ertheilt, in welchem ube das Geſuch der Frau erkannt wird. 863. Iſt der Mann praͤſumtiv abweſend, oder iſt er wirklich fr einen Abweſenden erklaͤrt: ſo muß die Frau, wel⸗ che die Erlaubniß zu Anſtellung eines Proeeſſes ſucht, ebenfalls beym Gerichtspräͤſidenten eine Bittſchrift einreichen; dieſer ver⸗ ordnet ſodann, daß ſolche dem kaiſerlichen Anwaide mitgetheilt werde, und ernennt zugleich einen Referenten, der an einem beſtimmten Tage die Sache in S* zu bringen hat.(Art. 855. 356. 359. 860.) 4 g64. Die Ehefrau eines Interdicltten ſucht die erwaͤhnte Erlaubniß in der im vorigen Artikel vorgeſchriebenen Form. Sie muß ihrem Bittſchreiben das Urthel beylegen, in welchem auf die Interdiection erkannt iſt- 6) „ ———% n Litl. Von der G terſonderung.* * 863. Keine Kluge auf Guͤterſonderung kann angebracht werden, ohne daß der Gerichtspraͤſident hierzu vorher auf ein deshalb an ihn gerichtetes Anſuchungsſchreiben ſeine Geneh⸗ migung ertheilt hat. Indeß kann der Präſident, ehe er das Geſuch genehmigt, vorher die ihm dießfalls noͤthig ſcheinendn Erinnerungen machen. 1*) g66. Der Gerichtsſchreiber muß ſofort in eine deshalb in der Audienzſtube befindliche Liſte einen Auszug aus der Guter⸗ ſonderungsklage eintragen, in welchem enthalten en muß: 1) das Datum der Klage; 8 (2) g. über dieſe ganze Materie Dufour im Traitẽ 1a Foos3. oiw Lome 1. p. 106— 110 *) Was dießfalls bey Kaufleuten gelte, findet man im Handels⸗ geſetzbuche Art. 65— 70. Die hierher gehoͤrigen Formulare liefert unter dem Artikel: Separation de biens. E. 6 P. 1I. I. I. Procedures diversen. h 20. Les noms, Prinoms profession— nl de epoux; 6 0) un! 30. Les noms et demeure 4 ravous wtu, uin diln qui sera tenu de remettre, à cet eget, ledit entrait au win greffier, dans les trois jours de la demande. r 867. Pareil entrait sera inséré dans des pe n„b placés, à cet eflet, dans rauditoire du tribun] de com- mſunb merce, dans 1 chambres d'avoues de] prewibte instance 6 et dans celles de notaires, le tout dans les lieux oui i inzu y en a lesdites insertions seront certifées par le grel. vuhn b fiers et par les Scorétaires des chambres. 6 ilb 868. Le méme entrait sera inséré, à la vorr⸗ vin ul 3e la femme, dans Pun des journaux qui s'impriment ſimn iſn dans le lien ou siége le tribunal; et sil n'y en à pa e dans l'un de ceux Shie dans le shattehe Ni en a. hü brin di Ladite insertion sera justiſs⸗ ainsi qu'il est dit au ulier hi mun) — titre de la Saisie immobiliere, 869. I ne pourra étre, sauf les actes conservatoi- res, prononcé, sur la demande en séparation, aucun 3 an 6 X jugement qu'un mois après Pobservation des ſornelie ihmn ci- dessus prescrites, et qui seront observees à peine de M nullité, laquelle pourra etre opposee par le mari ou (hachten par ses ereanciers. * d g70. L'aveu du mari ne Se pas n nn bui ſll qu'il n'y aurait pas de créanciers. zu di 871. Les créanciers du mari pourront, jusqu'au ſoh s hu jugement définitif, sommer l'avoué de la femme, par 1—— 5() Dieſe Verordnung iſt neu.( hu zn (a) Gleichfalls neu. 0e en ie in ei] lm tie K h au uin inh out dun M dunbte jurun qii ul; uili ihnn te ini vi un 3 aut le acu e en iyn henuiun i mu ſenu In nun n. uri ponu out it hin 2r Th. 18. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 463 gatten; 3) Namen und Wohnſt tz des beſtellten Anwalds, der zu dieſem Behuf dem Gerichtsſchreiber binnen drey Tagen von Zeit der eingereichten Klage an gerechnet gedachten Auszug zu uͤbergeben gehalten iſt.(1) 867. Ein gleicher Auszug wird in die deshalb in der Au⸗ dienzſtube des Handelsgerichts, in der Kammer der Anwälde erſter Inſtanz, und der Kammer der Notarien, wo es der⸗ gleichen giebt, befindlichen Liſten eingetragen. Dieſe Eintra⸗ gung iſt vom und Secretair jeder ammer zu beglaubigen. 62) 868. Derſelbe Auszug wird, zuß Anſuchen der Chefent, in eines der am Orte, wo das Gericht ſeinen Sitz hat, er⸗ ſcheinenden offentlichen Blätter, und wenn dort dergleichen nicht erſcheinen, in eine im Departement herauskommende Zeitung, wenn letzteres wirklich der Fall iſt, eingeruckt. Die erfolgte Einruͤckung dieſes Aufſatzes iſt, nach Maaß⸗ gabe der im Titel: von der Beſchlagnehmung unbe⸗ weglicher Guͤter 683. enthaltenen Vosſcheit zu be⸗ urkunden.(3) 860. Die anſerduttiſchei Verfuͤgungen ausgenommen, darf auf die Guͤtertheilungsklage nicht eher ein urthel geſpro⸗ chen werden, als einen Monat nach Beobachtung aller dieſer vorſtehend angeordneten Formalitäten. Dieſe aber ſind, bey Strafe der Nullität, welche ſolchenfalls von Seiten des Ehe⸗ mannes oder ſeiner Glaͤubiger vorgeſchuͤtzt werden kann, zu beobachten. 870. Das Bekenntniß des Chemannes bewirkt nie einen Beweis, ſelbſt wenn kein Glaͤubiger da iſt.(5) 871. Die Glaäubiger des Mannes koͤnnen, bis zum Er⸗ folg des Endurthels, den Anwald der Ehefrau durch eine an 5. (3) Ebenfalls neu. (4) Neue Verordnung (s) S. Berlier im Exposé des motifs. 2) Namen, Vornomen⸗ Gewerbe und S der Ehe⸗ 18 Dn 464 P. I. 1. I. Procédures diverses. acte d'avoué à avoué, de leur communiquer la demande— vi 3 un te en scparation et les pieces justificktives⸗ méme intervo. 6 nir pour la conservation de leurs Aoi, suns prl ſthſ bihi naire de conciliation. wumt 8 Le u ement de sCpa ati o lu bli 72. jug 5 Sera pul ique⸗ nfn bu ment, a udience tenante, au—— de commeroe in mhwin lieu, s'il y en a: extrait de ce jugement, contenant 164. date, la designation du tribunal oů il a 6té rendo, le e n noms, Frenm prolewion et demeure des pon sera him A ſ 5 inséré sur un tableau à re destiné et epo hendant iit m w un an dans lauditoire des nribunaus de Premibre in unlun i tance et de commerce du domicilo du mari, mẽme on nind huyſn qu il ne sera pas negociant; est s'il n Va pa de tibu⸗ es nal de commerce, dans la vrinipne sall de la maison ſ, commune du domicile du mari. Pareil extrait sers lum ki nn inserè au mtlenn expose en la chambre des avoues et In „il y en a. La ſemme ne pourra commencer u u ümt Pexecution du jugement que du jour ou les formalites maſ hn ci- dessus auront été remplies, sans que néanmoins 1 soĩt nécessaire Tattendte Fexpiration du usdit delai tin d'un an. 2 S 5 n Le tout, sans rejudice dispositions von en nn rartici⸗ 1445 du Gode civil. nn, 873. Si les formalitẽs prescrites au preent u 6) 6 an nt été observées, les crcanciers du mari ne seront plu hunn 6 lun après l'espiration du delai dont il s'agit dun regus awi 8 iinihnurhn tin ani igemen, u ou il 141 nein kn un ie n ie du mt fl uyih Ini hanhre is 7 ſun mtin d 5 lipoiin vie nſ lu ui u gu mnii ar Th. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 465 denſelben durch ihren Anwald zu erlaſſende Zuſchrift, auffo⸗ dern, ihnen die Güterſonderungsklage und die dabey zum Grunde gelegten Beweisurkunden mitzutheilen. Sie koͤnnen ſelbſt zur Erhaltung ihrer Rechte, ohne vorgaͤngige Guͤtepfle⸗ gung interveniren.(Nap. Civilgeſetzb. Art. 1447.)(1) 87. Das auf Guͤterſonderung geſprochene Urthel wird in offener Gerichtsſeſſion, und zwar im Handelsgericht, wenn an dem Orte eins vorhanden iſt, oͤffentlich abgeleſen(publieirt). Ein Auszug aus dieſem Urthel, welcher den Tag und das Gericht, wo es geſprochen iſt, ſo wie Namen, Gewerbe und Aufenthalt der Ehegatten enthalten muß, ſoll in eine hierzu beſtimmte Tabelle eingetragen und ein ganzes Jahr lang im Audienzſaale des Gerichts erſter Inſtanz und des Handelsge⸗ richts, unter welche der Wohnſitz des Ehemannes gehoͤrt, ſelbſt wenn letzterer kein Kaufmann iſt, ausgehangen bleiben. Giebt es an dem Orte kein Ha ndelsgericht, ſ ſoll der Anſchlag in dem Hauptſaale des Gemeindehauſes am Wohnorte des Ehe⸗ mannes geſchehen. Ein gleicher Auszug ſoll in die dazu be⸗ ſtimmte, in der Kammer der Sachwalter und Notarien (wenn dergleichen am Orte ſind) befindliche Liſte eingetragen werden. Die Frau kann auf Vollſtreckung(Nap. Civilgeſetzb. Art. 1444.) des Urthels nicht eher dringen, als von dem Tage an, an welchem die ſo eben beſchriebenen Foͤrmlichkeiten beob⸗ achtet worden ſind, ohne daß ſie jedoch noͤthig haͤtte, den Ab⸗ lauf der obenerwaͤhnten Jahresfriſt abzuwarten. Alles dieſes unbeſchadet der Verordnung des 445ten Ar⸗ tikels des buͤrgerlichen Geſetzbuches.(2)„ 873. Wenn die in gegenwaͤrtigem Titel beſchriebenen Formalitäten beobachtet worden ſind, ſo iſt den Glaͤubigern des Ehemannes, nach Ablauf der im vorigen Artikel erwahn⸗ ten Friſt,(S. oben Art. 4. u. f.) nicht meht verſtattet, — 6 6N S. oben den 49. Art. 3. woraus erhellet, daß bey keiner Intervention die Gütepflegung erfoderlich ſey. (6) Ueber die Virkungen der Güterſonderung f. Pufour Traité de la Procédure civile T. III. P. 113. 114. Cibilgerichtsordnung. Gg — 466 P H. L⸗ 1. procsdure⸗ diverzes. Particle précedent, à se pourvoir par tierce S u buin contre le jugement de separation. nichn ²) 874. La renonciation de la femme à la commu· ₰ en it nau sers faite au gretfe du tribunal saisi— la 4e. n bin mande en séparation. mg S.* 1 6 De la Separation de corps, et du Divorce. 4 875. 1epow qui Foehee se pourvoir en Separa N tion de tpe, sera tenu de présenter au prosident du du ſchn u tribunal de son requéte contenant Sommite⸗ in,i ment les faits; il y jeindt⸗ les à zun ven a. nnt, wen S. iin 876. La requéte sera repondue d'une räb 3 portant que les parties comparaitront devant le prẽsi. un, in dent au jour qui sera indiqus par ladite orlonnance innni 877. Les pere⸗ seront tenues de comparaitre en lihih lu. gers sans pouvoir se faire assister davoues ni de N in e Un bih 878. Le président 1 aux deus Spoux les repre d sentations qu'il croira propres à operer un rapproche- bn, —————. „(1) Sſ die Güterſonderung in fraudem oreditorum geſchehen, ſo 3 un 5 kann, nach Maaßgabe des 1447. Art. des Nap. Civilgeſetzbuchs die Voltſtreckung des Urthels nicht wider ſie angezogen werden L. 1. S 1 35 quae in kraudem cred. hän 66) neber die Gründe dieſes Geſetzes ſ. nppor a0 UIr. ouricaut Ann au corps 1égislatif. 16 . Delyn⸗ * in n ſeni inil t . et hln ar Th. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 467 das auf Guͤterſonderung geſprochene Urthel als Intervenienten anzufechten.() g74. Wenn die Ehefrau der Guͤtergemeinſchaft entſagt, ſo muß ſie dieß bey der Canzelley des Gerichts, bey welchem 3 die Guͤterſonderungsklage anhängig iſt, erklären.(S. unten punit rinte un s ſicui in du aninont in nu kn 1 euue ie a ie uie i Art. o7. und Napol. Civilgeſetzbuch Art. 1437.)(7) Meunter Titel. Von der Scheidung von Tiſch und Bette und der gaͤnzli⸗ chen Trennung der Ehe. 0) . 87. Der Ehegatte, der die Scheidung von Tiſch und Bette ſuchen will, iſt gehalten, beym Präſidenten des Ge⸗ richts, unter welchem er ſeinen Wohnſitz hat, eine Bittſchrift einzureichen, in welcher die(dabey in Frage kommenden) Thatſachen kurzlich angezeigt ſeyn muͤſſen. Die S mente, wenn deren vorhanden ſind, hat er dem Bittſchreiben beyzufuͤgen.(Nap. Civilgeſetzb. Art. 236.)(1— 376. Auf dieſe Bittſchrift erlaͤßt der Praͤſident eine Ver⸗ ordnung, in welcher er anbefiehlt, daß die Partheyen an einem darin angeſetzten Tage vor ihm erſcheinen ſollen.(Nap. Civilgeſetzb. Art. 238.) i Partheyen muͤſſen in Perſon erſcheinen, und duͤrfen weder Anwälde, noch Rechtsbeyſtaͤnde mitbringen. (Nap. Civilgeſetzb. Art. 238.) g73. Der Praͤſident macht beyden Ehegatten alle die Vorſtellungen, durch welche er eine Wiedervereinigung unter Gg 2 (3) ueber die Scheidung von Liſch und Bette ſ. Dufour Traité de 1a Procéd. civ. T. III. p. 123. 124. Im 307 Art des Civil⸗ coder war geſagt, es werde der Proceß über dieſe Trennung eben ſo verhandelt und entſchieden, wie jede andre Civitſache. Allein gegenwärtiger IX. Litel beſtimmt die veſondern Formen deſſelben. *) S. Delaporte Formulaire unter: Scparation de corps. E. 4 n5 b 468 16 P. g. 1 1. procedures diverses. S„il ne peut parvenir; l renra ensuite de la premiere ordonnance, une eeconde portant qu attendu ube quꝰil n'a pu conciier les pories, il les renvoie à se mbn pourvoir, sans citation preslable, ou bureau de conci. unbininn liation: il autötisera par ja meme ordonnance la kemme à procéder zur la demande, et à se retirer rovisoire. ment dans telle maison dont les bobe seront conve- nues, ou qril indiquera dofics; il ordonnera effets à Pusage journalier de la femme lui seront temis.* Les demandes en provision seront portées à raudiene. 6ii h 879. La cause sera instruite dans les orme éta⸗„* blies pour les ntres demandes, et jugee St 1 on. clusions du ministère public.(a) 3 830. Putrait du jugement qui prononcera la Spa. ralion, sera inséré aux tableaux exposes tant dand Pau- ſi unnit ditoire des tribunaux que dans les chambres d'avoués, 6St notaires, ainsi qu il est dit art. 372.„ ſit ijnn 88. A ſegard du divorce, u sera procédé comme 11 il est prescrit an Code civil. 6 uhwW . ſchm.¹ ( Code civil. Art. 307.„Ele(ſa demande en ge „paration de coxp) sera intentée, instruite et jugée 1 h „la méme maniebre que toute autre action civile: elle zue pourra avoir lieu par le consentement mutuel 46 i it „époux.“ 3 hunginu (1) In dieſem Falle kann das Gericht nach 2 Naaßgabe des 87. Art. e utt verordnen, daß das mündlt 66 bey verſchloſſenen Zhü⸗ ren gehalten werde, biet ſih ete 6) Hier waͤre wohl eine Erihnerun in Anſehung der Anord⸗ nung zu machen. Entweder gehoͤrt die Lehre vom Eheſchei⸗ inuin uim * ihn uhm e vn ſieni ¹ hun e; i n jennek dut pon rin ln h at 6) n i ſun ur ent u h chu ti en e l* ue, ium⸗ ulte win conueteu⸗ zihn n u h bu 2r Th. 18 B. Von einig⸗ beſond. Gattung. des Verfahr. 469 ihnen bewirken zu koͤnnen glaubt; gelingt ihm dieß nicht, ſo laͤßt er auf die erſte Vrordnung eine zweyte folgen, des Inhalts, daß, da er die Partheyen nicht habe vereinigen koͤn⸗ nen, er ihnen auferlege, ſich, ohne vorläufige Vorladung, vor dem Guͤtepflegungsamte zu Rellen.(Nap. Civilgeſetzb. Art. 239). In eben dieſer Verordnung ertheilt er der Frau die Erlaubniß, ſich auf die Klage einzulaſſen, und ſich vorläufig in das durch uebereinkunft der Partheyen gewählte, oder von ihm Amts⸗ wegen beſtimmte Haus zu begeben; zugleich befiehlt er, daß der Frau die zu ihrem täglichen Gebrauche erfoderlichen Sa⸗ chen uͤberliefert werden ſollen. Klagen auf proviſoriſch zu rei⸗ chende Alimente müſſen zum Verhoͤr gebracht werden.(Nap⸗ Civilgeſetzb. Art. 250. 268.) 2. 870. Die Sache ſelbſt wird in der für alle andere Fla⸗ gen feſtgeſetzten Form inſtruirt(verhandelt), und nach ange⸗ hörtem Antrage des kaiſerlichen Anwalds entſchieden.()(1) Von dem Urthel, worin auf Scheidung von Tiſch und Bette erkannt wird, muß, wie bereits im 872. Artikel ge⸗ ſagt worden iſt, ein Auszug in die Liſten eingetragen werden, die ſich in dem Audienzſaale der Gerichtshoͤfe, ſo wie in den Kammern der Sachwalter und Notarien zu Jedermanns Ein⸗ ſicht befinden. „ 881. In Anſehung der gaͤnzlichen Cheſcheidung wird nach der Vorſchrift des Civilgeſetzbuches(I. B. Tit. VI.) ver⸗ fahren.*) 2 (a) Nap. Civilgeſetb. Art. 307.„Dieſe Klage wird eben „ſo, wie jede andere Civilklage, erhoben, verhandelt und ent⸗ „ſchieden; auf bloße Uebereinkunft beyder Ehegatten findet je⸗ „doch dieſes Suchen nicht Statt. dungsproceſſe,(wie auch wirklich der Fall iſt) gänzlich in die Gerichtsordnung: ſo mußte ſie dort ganz wesbleiben, und hier ſtehen; oder dieſer Theil des Proceſſes war im Civil⸗ geſetzbuche unentbehrlich, ſo haͤtte auch vorſtehendes Capitel dort aufgenommen werden muͤſſen. E. — „ N . 1. L. I.—— rrrnt x. pe Avi de(a) —* . 3882. Lorsque m nomination dun tuteur n aurs p 6 ets faite en sa Prèsence, le ui sera notie, à di- „ (a) Code civil.„Lotsqwun enkant mi- „neur et non émancipé restera sans pere ni mère, ni „tutenr élu par ses pere ou mère, ni ascendans mäles, „comme aussi lorsque le tuteur de une des qualités „ci- dessus exprimées se trouvera ou dans le cas des „exclusions dont il sera parlé ci après, ou valablement „exousé, il sera poutvu, par un Se de bamile, à vla nomination d'un tuteur.“ Art. 406.„Ce conseil sera convoqus, sit sur „réquisition et à la diligence des parens du mineur, de — créanciers ou d'autres parties intéressées, soit „méme d'office et à la poursuite du juge de paix du S a ce juge de paix le fait qui donnera lieu à la vnomination d'un tuteur.“*. Art. 407.„Le conseil de famille sera composè, „non compris le juge de poix, de six parens ou alliés, „pris tant dans la commune oü la tutelle sera ouverte „que dans la distance de deux myriamètres, moitié du „cöté paternel, moitié du cöté maternel, et en suivant »Pordre de dans chaque ſigne.“ „ b parent sera prefere à Pallié du meme 6i „et, parmi les parens de méme le àg6, „celui qui le sera le moins.“ Art. 408.„Les ertres germeins du mineur et e „maris des soeurs germaines sont seuls esceptés de la „limitation de nombre posée en l'article précédent.“ ils sont six, ou au-delà, ils seront tous mem- „bres du conseil de famille, qu'ils composeront seuls, „— „ „domicile du mineur. Toute personne pourra dénon- hu, nm i i, 4. ſi . unn Umm imh zit iht deu mnt Mn 3 iln 6 eh ilit „Siuim ihh „At, M nn — lnu n pen e ni u ie lu n a in ti, Au . cu i conwyu hnuiu mies inin dn jiz* enonte yn i dounn nile zn e in yan nele n minet itenel un ilie du u eg, k ju uit in in eb uuß nic jn ib em s anym Th. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 471 Zehnter Titel. WVom Gutachten des Familienrathes.(a)*) 882. Iſt jemand der nicht zugegen iſt, zum Vormund ernannt worden, ſo wird ihm ſeine Ernennung von einem von (a) Nap. Civilgeſetb. Art. 405.„Hat ein minderjähriges, „nicht emancipirtes Kind weder Vater, noch Mutter; keinen „von ſeinem Vater oder ſeiner Mutter ernannten Vormund, „noch männliche Aſcendenten, oder iſt eine der ſo eben er⸗ „wähnten, zur Vormundſchaft berechtigten Perſonen aus einer „der unten angegebenen Urſachen, von der Vormundſchaſt „ausgeſchloſſen, oder rechtsmäßig befreyt: dann muß die Er⸗ „nennung des Vormundes durch den Familienrath erfolgen.“ 406.„Dieſer Familienrath wird zuſammenberufen, ent⸗ „weder auf Erfodern und Antrag der Verwandten des Min⸗ „derjaͤhrigen, ſeiner Glaͤubiger oder anderer Jutereſſenten, oder „auch von Amtswegen, und auf Antrag des Friedensrichters „des Ortes, wo der Minderjaͤhrige ſeinen Wohnſiß hat. Je⸗ „dermann iſt berechtiget, dieſem Friedensrichter die Umſtaͤnde „anzuzeigen, welche es nöthg machen, einen Vormund zu er⸗ „nennen.“— „Der Familienrath ſoll, außer dem Friedensrichter, „aus ſechs Blutsverwandten oder Verſchwägerten beſtehen. „Dieſe werden ſowohl unter Perſonen aus der Gemeinde, wo „der Vormund zu beſtellen, als unter ſolche, die in dem Um⸗ „kreiſe von zwey Moyriametern(vier Franz⸗ Meilen) wohnen, „gewaͤhlt; tie eine Hälfte von der väterlichen, die andere von ter „der muͤtterlichen Linie, wobey man in jeder Linie auf die „Naͤhe der Verwandtſchaft zu ſehen hat.“ „unter Verwandten und Verſchwaͤgerten gleiches Grades „wird der Verwandte, und unter Verwandten deſſelben Gra⸗ „des der altere dem juͤngern vorgezogen.“ 408.„Von der im vorigen Artikel geſchehenen Beſchraͤn⸗ „kung der Anzahl der Mitalieder des Familienraths ſind bloß „die pollbuͤrtigen Bruͤder und die Ehemaͤnner der vollbuͤrtigen „Schweſtern ausgenommen.“ „Sind deren ſechs oder mehrere, ſo ſind dieſe ſaͤmmtlich „Mitglieder des Familienraths, und bilden den Familienrath „allein, nebſt den Wittwen der Aſcendenten und denjenigen „Aſcendenten, welche(in Anſehung der Vormundſchaft) eine — *) S. Delaporte unter: conseil de famille. E 472 P. 41. 1. I. Procedures diverses. * ligence du membre de l'assemblée qui aura ete designs par elle: ladite notification sera faite dans les trois jours mh G „avec les veuves d'ascendans et les ascendans valable- „ment excusés, s'il y en a.“ „S'ils sont en nombre inférieur, les autres parens „ne sbront appelés que pour compléter le conseil.“ Art. 400.„Lorsqus les parens ou alliés de Fune „ou de Nautre ligne se trouveront en nombre insuffisant „sur les licux, ou dans la distance désignée par Particle „407, e juge de Paik appellera, soit des parens ou „allies domiciliés à de plus grandes distances, soit, „dans la commune méme, des citoyens cont pour vavoir eu des relations habituelles d'amitié avec le pere „ou la mère du mineur.“ Art. 410.„Le juge de paix pourra, lors méme „qu'il y aurait sur les lieux un nombre suffisant de „Parens ou alliés, permettre de citer, à quelque distance „qu'ils scient domiciliés, des parens ou alliés plus pro- „ches en degrés ou de mémes degrés que les parens ou „alliés présens; de maniere toutefois que cela s'opère „en retranchant quelques- uns de ces derniers, et sans „eXcéder le nombre réglé par les précédens articles.“ Art. 411.„Le délai pour comparaitre sera réglé „par le juge de paix à jour fixe, mais de manière qu'il „V ait toujours, entre la citation notifiée et le jour indi- „qué pour la réunion du conseil, un intervalle de trois „jours au moins, quand toutes les parties citées réside⸗ „ront dans la commune, ou dans la distance de deus mvriametres.“ „s'en trouvera de domiciliées au-dela de cette distance, „le delai sera augmenté d'un jour par troiʒ myriams- „tres.“ 2 Art. 412.„Les parens, alliés ou amis, ainst con- „voqués, séront tenus de se rendre en personne, ou „de se faire représenter par un mandataire spécisl.“ „Le fondé de pouvoir ne peut représenter plus „d'une personue.“ 3 Art. 413.„Tout parent, allié ou ami, convoquéẽ, „et qui, sans excuse légitime, ne comparaitra point, „Toutes les fois que, parmi les parties citées, il ₰ jmimn — ſl bi unſ „n m zainn n nſihen nmnni iun n M jun nt bn „hn ſid, „ſl in hnn! Mn⸗ n imnhn nun inm wn hn n“ oi „einn, t „uf ſ h „en“ 2 „tn M Eu „Ki 5 Aſteinn“ 43„ Fu, in t in imz; iniuk 1 en, hn eehn uert ui ut en h nee dtin⸗ undes i cioyen ui pom in nouht eien i arens ou i ig gub ouleſo zt le ces ienn ls yricilut conpan e, mais ken n notiſee u u ium en pnint luns h dum mi k ynit udeh de u u hu m les o ni⸗ in en ſ nniui ſ w Mit u ni n cun arTh. 1 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 473 der Familienverſammlung dazu ernannten Mitgliede bekannt gemacht. Dieſe Bekanntmachung muß binnen dreyen Tagen, „geſetzliche Entſchuldigung fuͤr ſich haben, dafern dergleichen „vorhanden ſind.“ „Iſt ihre Anzahl geringer, ſo werden die uͤbrigen Ver⸗ „wandten nur zugezogen, um den Familienrath vollzählig zu „machen.“ 409.„Sollte ſich am Orte oder innerhalb des im 407ten „Artikel beſtimmten Umkreiſes keine hinlängliche Anzahl Ver⸗ „wandter oder verſchwogerter Perſonen von der einen oder „der andern Linie befinden: ſo muß der Friedensrichter entwe⸗ „der entfernter wohnende Blutsfreunde, oder Verſchwaͤgerte, „oder ſolche Staatsbuͤrger aus ſeiner Gemeinde zuziehen, von „denen man weiß, daß ſie mit dem Vater oder der Mutter des „Minderjaͤhrigen in dauernden Freundſchaftsverhaͤltniſſen ge⸗ „ſtanden haben.“ 2 410.„Auch dann, wenn ſich am Orte ſelbſt Blutsver⸗ „wandte oder Verſchwagerte in hinlaͤnglicher Anzahl befinden, „kann dennoch der Friedensrichter erlauben, Blutsverwandte „oder Verſchwaͤgerte, wie entſernt auch immer ihr Wohnſitz „ſey, herbeyzurufen, die von einem naͤhern oder demſelben „Grade ſind, als die Gegenwaͤrtigen: doch muͤſſen ſolchen⸗ „falls einige der letztern weggelaſſen, und es darf die in den „vorſtehenden Artikeln beſtimmte Anzahl nicht uͤberſchritten „werden. 8 k 3 .„Der Friedensrichter hat den zur Verſammlung be⸗ „ſtimmten Tag anzuſetzen, jedoch ſo, daß, ſo weit die Vorgela⸗ „denen in der Gemeinde oder in dem Umfange von zwey „Myriametern wohnhaft ſind, zwiſchen der Inſinnation der „Vorladung und dem zur Zuſammenkunft des Familienraths „feſtgeſetzten Tage eine Zwiſchenzeit von wenigſtens drey Ta⸗ „gen bleibe.“ „So oft ſich hingegen unter den Vorgeladenen einige „befinden, welche einen entferntern Wohnſitz haben, ſo ſoll „auf jede drey Myriameter die Friſt um einen Tag verlaͤngert „werden.“ 5 412.„Die ſo zuſammenberufenen Verwandten, Verſchwaͤ⸗ „gerten oder Freunde ſind ſchuldig, entweder in Perſon, oder „durch Specialbevollmaͤchtigte zu erſcheinen.“ „Kein Bepollmäͤchtigter kann fuͤr mehr, als Eine Perſon, „erſcheinen.“ 8 413.„Jeder vorgeladene Verwandte, Verſchwägerte oder „Freund, der ohne geſetzliche Entſchuldigung außenbleibt, ver⸗ . 1 44 F. II. L. I. Procédures diverses. 1.2. ⸗ 3 de la délibération, outre un jour par trois myriametres un V 4 de distance entre le lieu ou s'est tenus l'assemblée et iſn*. je domicile du tuteur.— in n * 1„. 3 833. Poutes les fois que les délibérations du con- An seil de famille ne seront pas unanimes, Pavis de cha- 65 cun des membres qui le composent sera mentionné dans km. le procèsverbal. ſni Les tuteur, subrogé tuteur ou curateur, mème les. membres de l'assemblée, pourront se pourvoir contre la délibération; ils formeront leur demande contre les membres qui auront été d'avis de la délibération, sans 16 1 qu'il soit nécessaire d'appeler en oonciliation.. 384. La cause sera jugée sommairement.— ſon 885. Dans tous les cas oü il s'agit d'une délibéra- 1 di tion suſette à homologation, une expédition de la déli- 65 „encourra une amende qui ne pourra excoder cinquante bſnln „francs, et sera prononcée sans appel par le juge de „pais.“ ſit iin Art. 414.„S'il y a excuse suffisante, et qu'il con- „vienne, soit d'attendre le membre absent, soit de le Mn „remplacer; en ce cas, comme en tont autre ou Pinté⸗- 0 „rét du mineur semblera l'exiger, le juge de pais pourra Auht „ajourner Passemblée ou la proroger.“ iſn flu, Art 415„Cette assemblée se tiendra de plein M Maiſh „droit chez le juge de paix, à moins qu'il ne désigne Mhn N „lui méme un autre local. La présence des trois quarts d „au moins de ses membres convoqués sera nécessaire „pour qu'elle délibbre.“ Art. 416.„Le conseil de famille sera présidé par jnſ „le juge de pais, qui y aura voix délibérative, et prs- z „pondérante en cas de partage.“ ſt Art. 417.„Quand le mineur, domicilié en France, Me i9 „possédera des biens dans les colonies, ou réciproque-„t⸗ „ment, l'administration spéciale de ses biens sera don-* — „n6e à un protuteur“ e „En ce cas, le tuteur et le protuteur seront indés⸗ Dr „pendans, et non responsables hun envers l'autre pour mn in „leur gestion respective.“ u en e u ann ont z hw leur den ie h I du il ih unt eiyii un e wliant nenhn iun ve en mm e biwi nowe“ inn . er Th. 13 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 475 vom Tage des gefaßten Beſchluſſes an gerechnet, erfolgen. Auf jede drey Myriameter, welche der Ort, wo die Verſamm⸗ lung gehalten worden iſt, und der Wohnort des Vormundes von einander entfernt liegen, wird Ein Tag hinzugerechnet. g83. So oft bey einem Schluſſe des Familienrathes die Stimmen von einander abweichen, muß die Meinung eines jeden der einzelnen Mitglieder, woraus derſelbe beſteht, im Protocolle erwaͤhnt werden. S Dem Vormund, Nebenvormund oder Curator, ſelbſt Mitgliedern der Verſammlung, bleibt es unbenommen, gegen den gefaßten Beſchluß einzukommen; ſie richten ihre Klage ge⸗ gen diejenigen Mitglieder, durch deren Stimmen der Beſchluß bewirkt worden iſt, ohne daß es einer Vorladung zur Guͤte⸗ pflegung bedarf.(S. oben Art. 49. Nr. 6.) 884. Die Sache wird ſummariſch entſchieden.(Art. 405). 885. In allen Faͤllen, bey denen von einem Beſchluſſe (des Familienraths) die Rede iſt, welche der gerichtlichen Be⸗ „faͤllt in eine Geldbuße, die nicht uͤber funfzig Franken betragen „darf, und vom Friedensrichter beſtimmt wird, ohne daß eine „Appellation dagegen Statt findet.“ 3 4r4.„Iſt eine hinlaͤngliche Entſchuldigung vorhanden, „und iſt es rathſam, das abweſende Mitglied zu erwarten, „oder es zu erſetzen: ſo kann der Friedensrichter, ſowohl in „dieſem Falle, als auch in jedem andern, wo das Intereſſe „des Minderjaͤhrigen es zu erfodern ſcheint, die Verſammlung „ausſetzen oder verſchieben.“ 415.„Dieſe Verſammlung wird in der Regel beym Frie⸗ „densrichter gehalten, er muͤßte denn ſelbſt einen andern Ort „dazu beſtimmen. Die Verſammlung kann nicht bekathſchla⸗ „gen, wenn nicht wenigſtens drey Viertel der zuſammenberu⸗ „fenen Mitglieder gegenwärtig ſind.“ 416.„Der Friedensrichter hat beym Familienrathe den „Vorſitz. Er hat bey der Berathſchlagung eine Stimme, „welche bey eintretender Stimmengleichheit den Ausſchlag „giebt“— 417.„Hat ein in Frankreich wohnender Unmuͤndiger Gu⸗ ter in den Colonien, oder umgekehrt, ſo iſt die beſondere Ver⸗ „waltung dieſer Guͤter einem Aftervormunde zu uͤbergeben. „Der Haupt- und der Aftervormund ſind in dieſem Falle „von einander unabhaängig, und keiner iſt uͤber ſeine Verwal⸗ „tung dem andern Rechenſchaft ſchuldig.“ — u5 b 476 P. II. L. I. Procédures diverses. bération sera présentée au président, lequel, par ordon- uun tan nonce au bas de ladite délibération, ordonnera la oom. K uſt munication au ministère publie, et commettra un ugs e pour en faire le rapport à jour indiqus. 3 886. Le procureur impérial donnera ses conchr o ib sions au bas de ladite ordonnance; la minute du juge. ment qhomologation sera mise à la suite desdites con- wnb olusions, sur le méme ie ſm 3876 5i le tuteur, ou autre charge de pourirre Phomologation, ne le fait dans le délai fisé par la de- 3 vi h u liberation, ou, à defaut de fixation, dans le délai de ziü un quinzaine, un des vnbe⸗ de lassemhlée pour ſ im suivre Phomologation contre le tuteur; et aux frais 4 il celui ci, sans répétition. un Pomm 888. Ceux des de qui eroi ront devoir s'opposer à Phomologation, le declareront, ini bet acte extrajudioiaire, à à celui qui est chargé de la iſs knn poursuivre; et s'ils n'omt pas été appelés, ils Le init n former opposition au jugement. 6o Muh ſt hehe 889. Les jugemens rendus sur délibération du conseil de famille a 5 z 6) Code civil. Art. 446.„Toutes les tois quil„— „aura lieu a une destitution de tuteur, elle sera pro- „noncée par le conseil de famille, convoqus à la dili- „Lence du subrogè tuteur, ou d'office le joge de iſ npaiß 6 6 6 () Die Färte, in wi der Beſchluß der Beſtätigung bedarf, S 6 namentlich: wenn für den Minderjährigen Darlehne aufgenom men oder ſeine unbeweglichen Güter veräußert oder verpfändet 6 6,1 werden ſollen. Nap. Civiigeſetzb. Art. 457. 453. nn 6) Sihe uez inn ku in, nin nn ui uce; hun h uit te chuzi 6 e ddit union, i ue Sen ie laen zuin hi gui eit it ypels 3 lus ut i ilnp Touts K ſe tuen ie, om oli jn n k kig nihn dut⸗ m 6 — 2r Th. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 477 ſtätigung bedarf, wird dem Präſidenten eine Ausfertiguna des Beſchluſſes uͤberreicht. Dieſer verordnet ſodann mittelſt einer unter erwaͤhnten Beſchluß geſetzten Reſolution, daß der⸗ ſelbe der Staatsbehoͤrde mitgetheilt werden ſolle, und ernennt einen Referenten, der am angeſetzten Tage dieſe Sache in Vortrag zu bringen hat.(Art. 855— 864.)(¹) 886. Der kaiſerliche Anwald ſchreibt unter erwaͤhnte Reſolurion ſeinen Antrag(Art. 83. MNr. 6.), und hinter die⸗ ſen Antrag wird anf daſſelbe Heft das Originalconcept des Beſtätigungsbeſcheides geſchrieben.(2) s87. Wenn der Vormund, oder ein anderer, der Voll⸗ macht hat, die Beſtätigung zu ſuchen, dieſes in der im Beſchluſſe anberaumten Friſt, oder wenn darin keine feſtgeſetzt iſt, binnen vierzehn Tagen, zu thun unterlaßt: ſo kann jedes Mitglied der Verſammlung die gerichtliche Beſtaͤtigung gegen den Vormund, und auf deſſen Koſten ſuchen, ohne daß dieſer den Erſatz der letztern verlangen kann.(2) g Diejenigen Mitglieder des Familienrathes, welche fuͤr nöthig finden, ſich der Beſtätigung zu widerſetzen, haben dieſes demjenigen, der zur Nachſuchung derſelben bevollmaͤch⸗ tiget iſt, mittelſt eines außergerichtlichen Aufſatzes zu erklaͤ⸗ ten. Sind ſie(demungeachtet) nicht vorgeladen worden, ſo konnen ſie gegen das Urthel das Rechtsmittel der Oppoſition einwenden.(4) 880. Die uͤber Beſchlüſſe des Familienrathes geſproche⸗ nen Urthel ſind der Appellation unterworfen.(6)(5) * (4) Nap. Civilgeſetzb. Art. 446.„So oft die Abſetzung „eines Vormundes erfoderlich iſt, ſoll ſie durch den Familien⸗ „rath beſchloſſen werden, den der Friedensrichter auf Anſuchen „des Nebenvormundes, vder von Amtswegen, zuſammenberu⸗ „fen muß.“ (2) Bisheriger Gerichtsbrauch.* 6) S. Berlier im Exposé des Motife. 64) napport au corps législatif de Mr. Mouricauli. (3) Bisheriger Gerichtsbrauch. . p.. Prooodures diverses. k TrrRx X. () „ 3890. toute vouruit⸗ dinterdiotion, 1es kiu dimbécillité, de demenee, ou de fureur, seront énon- „Celuici ne pourra se dispenser de faire cette „convocation, quand elle sera formellement requise par „un ou plusieurs parens ou alliés du mineur, au degrè „de consiß germain ou à des degrés plus proches. Art. 447.„oute aclibération du conseil de p. „mille qui prononcera l'exclusion ou la destitution du „tuteur, sera motivée, et ne pourra étre prise Ja apres „avoir entendu ou apÿcle le tuteur.“ Art. 44. le tuteur adhbre à zclibstation, „il en sera fait mention, et le nouveau tuteur entrera „aussitöt en fonctions.“ y a le tuteur poursuivra 51 homologation de la geſiereti devant le trihunal de „première instance, qui prononcera sauf Lßpel⸗ „Le tuteur exclu ou destitué peut lui meme, en „ce cas, assigner le subrogé tuteur pour e kire décla- „rer maintenu en la tutelle.“ 76 Art. 449.„Les parens ou allies qui auront requis „la convocation, pourront intervenir dans la S qui „ers instruite et jugee comme afaire urgente. 6 (6) Code Art. 489. majeur. qui est dans „un état habituel d'imbécillité, de démence, ou de fu- „reur, doit étre interdit, méme lorsque cet tat prs- „sente des intervalles lucides.“ 1, 1 gen o ön Pſin, —— h min, i nmt 47. u Ji ſih Nin ſilb Kiß wn d ui 16„ ſl hun „ Wm „un ſ „ſiſn bit „und hiſs u Muin“ ht u i im ni hie bumn u beitſ 49 de d 3 ſh pn ſ ſich 6 In „ſih in ehn „der iſ „ihn u „M Mi „ihn innn 6. Dalyn il 13 eiinnit * inn enet ormellene es u nin lege pu nion iu n on ou k i om inſ teur“ ahen ih e nouren t brogs tun n derant den uf ui pen in eu ynk ls ſin venit dus h chin u le njuß de denen kn 1 ar Th. 13 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 479 2 Eilfter Titel. Von der Interdiction. 6)) 800. Bey jedem Anſuchen um Interdietion ſind die Thatſachen, aus welchen man die Geiſtesſchwaͤche, den Wahn⸗ 1 „Dieſe Zuſammenberufung kann der Friedensrichter nicht „verweigern, wenn einer oder mehrere Anverwandten oder „Verſchwaͤgerte des Minderjaͤhrigen foͤrmlich darum anſuchen, „die mit demſelben in dem Grade der Geſchwiſterkinder oder „naͤher verwandt ſind.“ 447.„Jeder Beſchluß des Familienraths, in welchem auf „die Ausſchließung oder Abſetzung eines Vormundes erkannt „wird, ſoll die Entſcheidungsgruͤnde enthalten. Er darf nicht „gefaßt werden, ohne daß vorher der Vormund gehoͤrt, oder „doch vorgefodert worden iſt.“ 448.„Unterwirft ſich der Vormund dem Beſchluſſe: ſo „ſoll hievon(im Protocolle) Erwähnung geſchehen, und der „neue Vormund ſogleich ſein Amt antreten. Erfolgt ein Wi⸗ „derſpruch: ſo hat der Nebenvormund auf Beſtaͤtigung des ge⸗ „faßten Beſchluſſes beym Gerichte erſter Inſtanz anzutragen: „und dieſes erkennt hieruͤber, jedoch unter Vorbehalt der Ap⸗ „pellation.“ „Aber auch der abgeſetzte oder ausgeſchloſſene Vormund „ſelbſt kann in dieſem Falle, wenn er durch Urthel und Recht „bey der Vormundſchaft erhalten ſeyn will, den Nebenvormund „vor Gericht fodern laſſen.“ 440.„Bey einem ſolchen Proceſſe koͤnnen die Verwand⸗ „ten oder Verſchwaͤgerten, auf deren Anſuchen der Familien⸗ „rath zuſammenberufen worden iſt, interveniren. Uebrigens „iſt eine ſolche Sache als eine dringende zu behandeln.“ (a) Nap. Civilgeſetzb. Art. 480.„Einem Volljährigen, der „ſich in einem dauernden Zuſtande von Blödſinn, Wahnſinn „oder Raſerey befindet, ſoll die eigene Verwaltung ſeines Ver⸗ „moͤgens entzogen werden, ſelbſt wenn, während dieſes Zuſtan⸗ „des, Perioden des Vernunftgebrauchs(lucida intervalla) bey „ihm eintreten.“ .* 6* *) S. Delaporte formulaire unter: Interdiction. Nap. Civil⸗ geſetzb. 1. Buch Tit. Al. Kap. 2. E. „l'un des époux à l'égard de l'autre.“ 460 P. II. L. I. Procédures diverses. ces en la requéte présentée au président du tribunal; . 6.„* ⸗—„.— on y joindra les pieces justificatives, et Pon indiquera les témoins. Art. 400.„Tout parent est recevable à provoquer „l'interdiction de son parent. Il en est de méme de Art. 401.„Dans le cas de fureur, si hinterdiction „n'est provoquée ni par Tépoux ni par les parens, elle „doit l'étre par le commissaire du Gouvernement, qui, „dans les cas d'imbécillité ou de demence, peut aussi „la provoquer contre un individu qui n'a ni épous, ni „épouse, ni parens connus.“ Art. 402.„Toute demande en interdiction sera „portée devant le tribunal de premidre instance.“ Art. 403.„Les faits d'imbécillité, de démence, „ou de fureur, seront articulés par 6crit. Ceus qui „poursuivront l'interdiction, préseuteront les tẽmoins et „les pieces.“ Art. 404.„Le tribunal ordonnera que le conseil „de famille, formé selon le modè détermine à la section „IV du chapitre II du titre de la Minorité; de la Tu. „telle et de FEmancipation, donne son avis sur l'etat „de la personne dont l'interdiction est demandée.“ Art. 405.„Ceux qui auront provoqué kinterdic- „tion, ne pourront faire partie du conseil de famille: „cependant Pépous, ou J'épouse, et les enfans de la „personne dont Tinterdiction sera provoquée, pourront „J étre admis sans y avoir voix délibérative.“ Art 406.„Après avoir regu havis du conseil de „famille, le tribunal interrogera le defendeur à la cham- „bre du conseil: s'il ne peut s y présenter, il sera in⸗ „terrogé dans sa demeure, par l'un des juges à ce com⸗ „mis, assisté du greffier. Pans tous les cas, le com- „missaire du Gouvernement sera présent à linterroge- „toire.“ Art. 407.„Après le premier interrogatoire, le tri- „bunal commettra, s'il y adieu, un administrateur pro- „visoire, pour prendre soin de la personne et des biens „du défendeur.“ 4. t⸗ in, M di ſunn M vidni bu — „ſi Vn „inn ein 1% „i jin i iiü u ſ unt ju“ ut n g* Whiſn nd wti „ün ſiht in“ „miimn „eih „nn i „yn bit“ An iM i ſihen d ign Mn ch „ir zuſ ℳ wn „outh „l ſi hitu „i Puſn luniti m ure, th t nen lu 6 hute“ de uemi ripnh du Gonn ie denen u ün ande en jn ynenin t inbecili l yn in prieueni inmenz nodt liem de le Mnn donne in ietion eit is uwut pro rie iu cu 45 wi— nen Jn 8 iiui ty e n lun is 6 us unk⸗ en ye nier iem u, U n e hum „uͤber den Zuſtand der Perſon, auf deren Inte „tragen wird.“ „ ar Th. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 481 ſinn, oder die Raſerey bewaͤhren will, in der dem Gerichts⸗ praͤſidenten deshalb uͤberreichten Bittſchrift anzugeben, die Be⸗ weismittel beyzulegen, und die Zeugen zu benennen. 400.„Jeder Verwandte hat das Recht, auf Interdiction „ſeines Verwandten anzutragen. Eben dieß findet auch bey „einem Ehegatten in Anſehung des andern Statt.“ 401.„Haben weder der Ehegatte, noch die Verwandten „eines Raſenden fuͤr ihn auf Interdietion angeſucht: ſo iſt es „Pflicht des kaiſerlichen Anwalds, dieſes zu thun; ein Glei⸗ „ches ſteht ihm in Anſehung eines Bloͤdſinnigen oder Wahn⸗ „ſinnigen frey, der weder einen Gatten, noch bekannte Anver⸗ „wandte hat.“ 3* 4„Jede Klage auf Interdiction wird beym Gerichte „erſter Inſtanz angebracht.“ 403.„Die Thatſachen, aus welchen man auf Bloͤdſinn, „Wahnſinn oder Raſerey ſchließt, ſollen punktweiſe aufgeſetzt „und gerichtlich eingegeben werden. Der, welcher die Inter⸗ ſucht, muß die Zeugen und Beweisurkunden produ⸗ „* 404.„Hierauf erfodert das Gericht das Gutachten des „Familienraths,(welcher auf die unter dem Titel uͤber die „Minderjahrigkeit, Vormundſchaft und Emancipation im „2ten Kap. im ten Abſchnitte beſtimmte Weiſe zu bilden iſt,) rdiction ange⸗ 405.„Derjenige, welcher auf Interdiction angetragen hat, „kann nicht Mitglied dieſes Familienrathes ſeyn; doch dürfen „zu ſolchem der Ehemann oder die Ehefrau und die Kinder „desjenigen, deſſen Interdiction nachgeſucht wird, zugelaſſen „werden, ohne jedoch dabey eine guͤltige Stimme zu taben!“ 406.„Sobald das Gericht das Gutachten des Familien⸗ „rathes erhalten hat, muß es den Beklagten in der Seſſion uͤber gewiſſe an ihn zu richtende Fragen verhoͤren; kann er „ſich dort nicht einfinden, ſo laͤßt man ihn durch einen hierzu „abgeordneten Gerichtsbeyſitzer in Beyſeyn des Gerichtsſchrei⸗ „bers in ſeiner Wohnung verhoͤren. Doch muß jedesmal der „kaiſerliche Anwald dem Verhoͤre beywohnen.“ 407.„Nach dem erſten Verhoͤre ernennt das Gericht, er⸗ „foderlichen Falls, noch einen proviſoriſchen Verwalter, der fuͤr „die Perſon und das Vermoͤgen des Beklagten Sorge zu tra⸗ „gen hat.“ Civilgerichtsordnung. 482 p. II. L. I. Procédures diverses. 891. Le président du tribunal ordonnera la com- 8 munication de la requéte au ministère public, et com N mettra un juge pour faire rapport à jour indiqus. 892. Sur le rapport du juge et les conclusions du procureur impérial, le tribunal ordonnera que le conseil de famille, formé selon le mode déterminé par le Code civil, section IV du chapitre II, au titre de la Mino- rité, de la Tutelle et de Emancipation, donnera son avis sur Iétat de la personne dont l'interdiction est de⸗ mandée. 6 893. La requéte et T'avis du conseil de famille *,. 8„ 8 Art. 408.„Le jugement sur une demande en in⸗ „terdiction ne pourra étre rendu qu'à'audience publi- „que, les parties entendues ou appelées.“ Art. 409.„En rejetant la demande en interdiction, „le trihunal pourra néanmoins, si les circonstances l'exi- „gent, ordonner que le defendeur ne pourra désormsis „plaider, transiger, emprunter, recevoir un capital mo- „bilier, ni en donner décharge, aliéner, ni grever ses „biens d'hypothbques, sans l'assistance d'un conseil qui „lui sera nommé par le méme jugement.“ Art. 500.„En cas d'appel du jugement rendu en „premibre instance, le tribunal d'appel pourra, s'il le „juge nécessaire, interroger de nouveau, ou faire inter- „roger par un commissaire, la personne dont l'inter- „diction est demandée.“ 5 Art. 501.„Tout jugement portant interdiction, ou „nomination d'un conseil, sera, à la diligence des de- „mandeurs, levé, signifié à partie, et inscrit, dans les „din jours, sur les tableaus qui doivent étre affichés „dans la salle de l'auditoire et dans les études des no- „taires de l'arrondissement.“ „ zun iſe w N zuumn, nbnſ w1 u im vewn b buh un vunr in Kl un fuint ſn htin u di ſiht niſn —— in ifni i ℳ „un hm⸗ „ n ſn in iit uftun, Ninen tin ui ſin S u“ w. N hmin h ſit w 1„cht un „Uunnſn l. 5. „Ann „ig e tu „Und in in ſlzen — 6) Pe he en 5 ar Th. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 483 *— 891. Der Gerichtspraͤſident reſolvirt, daß die Bittſchrift nſ dem kaiſerlichen Anwald mitgetheilt werde, und ernennt einen i Referenten, der am angeſetzten Tage die Sache in Vortrag zu bringen hat.(Art. 859. 863. 864 u. 885.) ub 892. Auf den vom Referenten erſtatteten Vortrag und aun auf die von dem kaiſerlichen Anwalde vorgebrachten Antrage verordnet der Gerichtshof, daß ein nach der im Civilgeſetz⸗ buche unter dem Titel: von der Minderjaͤhrigkeit, luh von der Vormundſchaft und Emancipatidn im W. Abſchnitte des II. Kapitels befindlichen Verordnung eingerich⸗ teter Familienrath uͤber den Zuſtand des Menſchen, auf deſ⸗ äul ſen Interdiction angetragen wird, ſein Gutachten erſtatte ſolle.(Nap. Civilgeſetzb. Art. 404.)(¹)* 803. Die Bittſchrift und das Gutachten des Familien⸗ — rathes muͤſſen dem Beklagten, dem Menſchen,(deſſen Inter⸗ 5h2 p 40.„Das Urthel uͤber ein Interdictionsgeſuch kann nur 1„in oͤffentlicher Seſſion, nachdem die Partheyen gehoͤrt, oder u nye„doch vorgeladen worden ſind, erlaſſen werden.“ hiennhti 409.„Wird gleich das Interdictionsgeſuch verworfen: ſo „kann dennoch das Gericht erfoderlichen Falls verordnen, daß „der Beklagte ohne Beytritt eines Beyſtandes, der ihm in n„demſelben Urthei zuzuordnen iſt, von nun an nicht vor Ge⸗ nu richt auftreten, keinen Vergleich ſchließen, kein Darlehn auf⸗ „nehmen, kein Mobiliarcapital erheben, noch hieruͤber quittiren, „noch ſeine Guͤter veraͤußern, oder mit Hypotheken beſchweren ancipatin ſin u„ 2— R 5.„Wird gegen das in erſter Inſtanz ergangene Ur⸗ nel i jgn„thel appellirt: ſo kann das Appellationsgericht, wenn es ſol⸗ u inn„ches fuͤr noͤthig erachtet, denjenigen, deſſen Interdiction nach⸗ k„geſucht worden iſt, von neuem verhoͤren, oder durch einen kmnn⸗„Commiſſar verhoͤren laſſen.“ 2 hynunt 5o1.„Jedes Urthel, in welchem auf Interdiction oder die „Anordnung eines Beyſtandes erkannt iſt, muß durch den Klaͤ⸗ „ger abgeloͤßt, der Parthey ſelbſt inſinuirt, und in zehn en „in die Tabellen eingetragen werden, die im Seſſionszimmer, h und in den Schreibſtuben der Notarien des Bezirks ange⸗ nie a„ſchlagen werden ſollen.“ ui din i— n() Wie der Familienrath zuſammengeſetzt ſeyn ſolle, iſt vorgeſchrie⸗ ben in Nap. Civilgeſetzb. Art. 407— 410. 416. 416. 484 pP. II. I. voeu diverses. 6 ungi eitnib⸗ au defendeur avant u oit voecl gitttn un à son interrogatoire. ſ Si Pinterrogatoire et les pibces produites on in. 3 unn u sufßsans, et si les faits peuvent étre justißies par te- 3 moins, le tibunal ordonnera, s'il y a ſe, renquete, 3= qui se fera en la forme ordinaire. tiun n pourra ordonner, si les circonstances venigen, i que Penquéte sera faite hors de la presence du defen- ſun m deur; mais, dans ce cas, son vn pourra repre git. . e 894. Lappel interjetè par celui dont Nuerzicion n aura été prononcée, sera airige contre le provoquant. 3 in M Prappel interjété par le Provoquant, ou par un in gub des membres de l'assemblée, le sera contre celui don 66 Pinterdiction aura ere provoquse. 6 3 z. En cas de nomination de conseil, ſ* ge oclui 3 izn auquel il aura été donné, sera dirigé contre le provo„ e ſli⸗ i 89. S'il a pas du jugement vinter. ni ni diction, ou s'il est confirmé sur rappel, il sera pourvu Kjmile à la nomination d'un tuteur et d'un subrogé tuteur à Finterdit, suivant les règles prescrites au titre de Auis B de p arens. umi Ladministrateur provisoire: nomme en execution a. mni, 5 Particle 407 du Code civil, oessera ses fonotions, et W rendra compte au tuteur, 6 Sil ne Test pas lui-méme. 896. La demande en mainlevée qinterdietion 8 sera instruite et jugee dans la méme forme que diction. 6 897. Le jugement qui Ziene de ver un m ue hu muſlt ie n ment inſ „iyik, pu celu in izi tun mu „k enn guie e ci en liizi n i ſ u lnye⸗ e lu heiut in mnie eun n leh niin · k nnin nnn 5 arTh. 15 B. Von einio. beſond. Gattung. des Verfahr. 435 diction geſucht wird,) inſinuirt werden, ehe zu ſeiner Abhorung geſchritten wird. Sind ſowohl die Befragung, as die dargelegten Beweis⸗ documente unzureichend, und die Thatſachen durch Zeugen er⸗ weislich: ſo verordnet das Tribunal, nach Beſchaffenheit der Umſtände, die Abhörung der Zeugen, welche in der lichen Form erfolgen ſoll. Erfodern es die Umſtaͤnde, ſo kann es zugleich verordnen, daß das Zeugenverhoͤr nicht in Gegenwart des Beklagten ge⸗ halten werden ſolle; doch kann dieſer ſich ſolchenfalls durch ſeinen Rechtsbeyſtand vertreten laſſen.(*) 804. Wenn der Interdicirte appellirt, ſo iſt der, welcher die Interdiction geſucht hat, der Appellat. Appellirt aber der, welcher um die Interdiction anſuchte, oder ein Mitglied des Familienrathes: ſo wird die Appella⸗ tion gegen den gerichtet, um deſſen Interdietion . iſt. Iſt ein Beyſtand zugeordnet n ſo richtet derjenige, dem er zugegeben worden iſt, die Appellation gegen den, der die Interdietion geſucht hat. 805. Iſt von dem Interbictionsbeſcheide nicht appellirt, oder ſolcher in der Appellationsinſtanz beſtaͤtigt worden: ſo wird in Gemaͤßheit der unter dem Titel: von Beſchluͤſſen des Familienrathes enthaltenen Vorſchriften ein Vor⸗ mund und Nebenvormund dem Interdicirten beſtellt. Der zu Folge des 407. Artikels des Civilgeſetzbuches vor⸗ lͤufig ernannte Vermoͤgensverwalter ſtellt ſeine Verrichtungen ein, und legt dem Vormunde, ſofern er es nibt ſelbſt gewor⸗ den iſt, Rechnung ab. 896. Das Geſuch um Aufhebung der Satieſen wird in eben der Form, wie der Antrag auf e einge⸗ leitet und entſchieden. 7 997. im Urthel dutuf erkannt, daß Jemand ohne (4) Hier iſt das bürgerliche Geſepbuch näher beſtimmt; denn dort war nicht geſagt, wann die Abhörung erfolgen ſollte. — 486 P. n. 1. n. roetdute⸗ diverses. zeltit ins 8 der, transiger, Epee recevoir un eapita vobilet bwit in ti ſic en donner décharge, aliener ou hypothequer sans assis. chun, u tance de conseil, sera affichè dans la korme uh par Particle 501 du Code civil. 5. —. TITRE XII. „ Du Benéfice de cession In in hi — 898. Les déhiteurs qui seront dans 1e cas de re gt clamer la cession judiciaire accordée par Tarticle 12686 i tiſnzſ du Code civil, seront tenus, à cet efet, de dẽposer au hu, un bi. 6 greffe du tribunal oů la demande sera portée, leur un in lan, leurs livres, s'ils en ont, et leurs titres voih Niumb n 899. Le débiteur se pourvoira devant le tribunal de son domicile.— 146„ ubn 900. La demande sera communiquse au ministere d public; ne suspendra Peffet d'aucune poursrite ⸗ nPin 2 sauf aux juges à ordonner, partie⸗ arelse qu il sers int sursis prorisirement. S2 Iuin l. 1. Le debi eur admis au penel de c ion sera 9e eſſen tenu de reitérer sa cession en Personne, et non par 0 6 S. Nap. Civilgeſetb. III. B. III. 2u. v. Kap... art. 65 tnn — 1270. Ordonnanz v. 1673. Tit. XI. Art. 2. 3) Ninit Kuſen j uin hn iukh 166e ennt in ecutlie n tet ele nie un jr et len in min dem cnnnipi hele ium nin n hului 1 henn unrn uUhl 2r Th. 18B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 487 Beytritt eines Beyſtandes keinen Proceß fuͤhren, keinen Ver⸗ gleich ſchließen, kein Anlehn aufnehmen, kein Mobiliaxcapital erheben, noch daruͤber quittiren, ſeine Guͤter nicht veraͤußern, noch mit Hypotheken beſchweren ſolle: ſo muß dieſes Erkennt⸗ niß in der im 501. Artikel des burgerlichen Geſetzbuches vor⸗ geſchriebenen Form, angeſchlagen werden.(S. Taxordnung v. 1807. Nr. 92. gegen das Ende bey Art. 507.)*) Zwoͤlfter Titel. Von der Sechtswhlcha der Vermoͤgensceſſion(beneficio cessionis bonorum). 808. Ein Schuldner, der genothigt iſt, die im 1268ten Artikel des Civilgeſetzbuches verſtattete gerichtliche Vermoͤgens⸗ ceſſion zu ſuchen, muß zu dem Ende ſeine Bilanz, ſeine Buͤ⸗ cher, wenn er deren hat, und ſeine auf außenſtehende Fode⸗ rungen lautenden Documente bey der Gerichtsſchreiberey des Tribunals niederlegen, 32 Heich 6 Geſuch vorgetragen werden ſoll. 899. Der Schuldner hat ſein Geſuch beym n ſei⸗ nes Wohnortes anzubringen. oo0. Das Geſuch muß der Staatsbehoͤrde nitgetheut ner Wirkung unterbrochen; doch ſteht dem Gerichte frey, nach erfolgter Vorladung der Intereſſenten, anzubefehlen, daß dem Verfahren vorlaͤuſig Anſtand gegeben werden ſolle.(2) oor. Iſt der Schuldner zur Rechtswohlthat der Vermoͤ⸗ gelaſſen worden, ſo iſt er verbunden, letztere in (2) Vergl. Jousse zum X. Liter der Ordonnanz von 1673. im Eingange. ²) Ramlich des Civilcoder, welche letztern Worte dort weg⸗ gelaſſen ſind. E. werden. Es wird dadurch kein gerichtliches Verfahren in ſei⸗ 488 S. P.. roecdures Aeten. — procureur, ses créanciers appelés, à à Paudience du tri- punal de conmeros de son donicile; et u ny en a pas à la maison commune, un jour de scance; la de- claration du 3 teur sera constatée, dans ce dernier cas, par procès· verbal de, qui sera igns par le maire. 3 raawetr⸗ au bénéfice de cession, ordonnera son extrac- tion, avec les prẽcautions en tel cas requises et accou- tumées, à l'effet de faire sa declaration conformẽment à Tarticle précédent. 903. Les nom, Prsnom,— et demeure du debiteur; seront insérés dans un tableau publie ee destiné, piace dans l'auditoire du tribunal de commerce de son domicile, ou du trihunal de premibre instance qui en fait les konotions, et dans le lieu des scances de la maison communs. 9o4. Le jugement qui admettra au céssion, vaudra pouvoir aux cféanciers, a T'effet de faire vendre les biens meubles et immeubles du débiteur; et il sera procédé à cette vente dans les formes prescrites pour les héritiers sous benthcs deinventaire. 3 9o5. Ne pòurront étre admis au benéhice de ces sion, les étrangers, les stellionataires, les banquerou tiers frauduleus, les personnes condamnées pour cause de vol ou d'escroquerie, ni les personnes conptble tuteurs, administrateurs et depositaires. — (1) Vergl. Ordonnanz gudwig XII. vom Junius 1310. Art. 70. Ordonnanz von 1673. Lit. X. Art. 1. Jousse ad b. 1 (e) Ordonn. a. a. D. Jousse ebendaf. 902. Si le debiteur est le jugement qui ſn n 1 in, znun ſi hude kuuit ſch w i Siſſin v Eiuhn uul i b 5 ju n w⸗ un uin h unſtl,u tiimgp W kahut girihn we icht ſin ninhuſ 4 un htn ſit i Ni ſhitn uſn voen Wi ahn biſhmn 905 tut, in utheit u mln m uſon gu — () oru 16 lilen, ion, ninn el es edminm hntin 1 m u uln n zu nin bni i ym t dm k ln ainein n ciancien, ii inehls äi in bim ice Ninreun nis u hui ven tnlmns s yenn ſinin u u * 2r Th. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 489 Perſon, nicht durch einen Bevollmaͤchtigten, nach vorgaͤngiger Vorladung ſeiner Glaͤubiger, in der oͤffentlichen Sitzung des Handelsgerichts, unter welchem er wohnhaſt iſt, und wenn ſich dort keins befindet, auf dem Gemeindehauſe, an einem Seſſionstage zu wiederholen; letztern Falls iſt die Erklärung des Schuldners durch das vom Maire zu unterzeichnende Pro⸗ tocoll des Gerichtsbotens zu bewähren.(1) ₰ oo2. Befindet ſich der Schuldner in gefänglicher Haft, ſo wird in dem Beſcheide, durch welchen er zur Rechtswohl⸗ that der Vermoͤgensceſſion gelaſſen wird, zugleich anbefohlen, daß er unter den in dergleichen Faͤllen erfoderlichen und herge⸗ brachten Vorſichtigkeitsmaaßregeln aus dem Arreſte vorgefuͤhrt werden ſolle, um in Gemaͤßheit des vorſtehenden Artikels ſeine Erklaͤrung zu thun. oo3. Name, Vorname, Gewerbe und Wohnort des Schuldners muͤſſen in eine oͤffentliche dazu beſtimmte Liſte ein⸗ getragen werden, welche in dem Audienzſaale des Handelsge⸗ richts ſeines Wohnorts oder des Gerichts erſter Inſtanz, das deſſen Stelle vertritt, und in dem Seſſionszimmer des Ge⸗ meindehauſes befindlich ſeyn muß.(*) 9o4. Der Beſcheid, durch welchen der Gemeinſchuldner zur Rechtswohlthat der Vermoͤgensceſſion zugelaſſen wird, ver⸗ tritt in Anſehung der Glaͤubiger die Stelle der Vollmacht, die beweglichen und unbeweglichen Guͤter des Schuldners ver⸗ kayfen zu laſſen;(Napol. Civilgeſetzbuch Art. 1269.) und zu dieſem Verkaufe ſoll nach den Formen geſchritten werden, die in Anſehung derjenigen Erben vorgeſchrieben ſind, welche eine Erbſchaft mit Vorbehalt des Inventariums angetreten haben. 9o5. Kein Ausländer, Betruͤger, truͤgeriſcher Banquerou⸗ teur, kein Verbrecher, der wegen Diebſtahl oder Prellerey ver⸗ urtheilt worden iſt, kein Rechnungsfuͤhrer, Vormund, Ver⸗ 1 walter und Depoſitar darf zur Rechtswohlthat der Vermoͤgens⸗ ceſſion gelaſſen werden.(2) (3) Ordonnanz a. a. D. Art. 2. Jousse zum X. Ditet der Ordonn. v. 1675 im Eingange. S. Rapport de M. Mouricault ad h. J. 400 3 H. T. I. Procodures diverses. 9o6. n'est au rien prejuge, par les Br poitions au present titre, à petard 4 commerce, usages an 8 n'est, auant à Prévent⸗ rien no. * g. Mi 1 un vi n zuni — uih in hi ar Th. 18 B. Von einig. beſond. Gattung. des Verfahr. 49r 9o6. Uebrigens ſollen die in gegenwärtigem Titel ent⸗ haltenen Vorſchriften, demjenigen, was dießfalls in Handels⸗ ſachen gebraͤuchlich iſt, keinen Eintrag thun; indem darin zur Zeit nichts abgeaͤndert wird.(1)*) () Motifs par Mr. Berlier ad h. 1. *) Die hieher gehorigen neueſten Beſtimmungen findet man im Handelsgeſetzbuche III. B. II. Tit. Art. 566. G66.) E. * zi Procédures relatives à l'ouverture d'un⸗ un Lufahr Succession. . uun uin! . 4 6 X (nécrer du 28. Arril 1806; promulgué le 8. Mai suivant.) . TITRE I. n⸗ Apposition des Seelle après decks. hbu Pn nn 907. Lorsqu'il y aura lieu à rapposition des scel- giitdnich, ſ lés après déchs, elle sera faite par les juges de paix, 1 et à leur défaut, par leurs en ſch hen 9og. Les juges de paix et leurs suppléans se ser- thichuſ Nj du Gic viront d'un sceau particulier, qui restera entre leurs lt vcha mains, et dont empreinte sera au grelt⸗ du o 8„ tribunal de premibre instance.. jeder, Gütergeme „909. Lapposition des scellés pourra étre veguise* o. Par tous ceux qui pretendront droit dans G6en succession ou dans la communauté; hiete n rilel hi de l 1 1 h'ount eztion. ————— — R 1 e hli au len i ſi yn le h u hnr ke, i rn un zen iipi Zweytes Buch. Vom Verfahren bey einem Erbanfalle. (Decret vom 2sſten April 1806; Snit m nichſfotgenden 3ten Erſter Titel. Von der Verſi egelung ngh einem Sterbefalle.*) Art. 007. Iſt nach jemandes Abſterben die Verſiege⸗ lung erfoderlich, ſo verrichtet ſi e der Friedens richter, und in deſſen Ermangelung ſein Stellvertreter.(1) oog. Jeder Friedensrichter und deſſen Stellvertreter, muß ſich hierzu eines beſondern Siegels bedienen, das er(aus⸗ ſchließlich) in ſeinen Haͤnden behalten, und wovon ein Abdruck auf der Gerichtsſchreiberey Gerichts erſter Inſtanz nieder⸗ gelegt werden muß. 909. Auf Verſiegelung tnnen antragen: 1) jeder, der ein Recht auf die Verlaſſenſchaft oder auf die Guͤtergemeinſchaft zu haben behauptet; (u) Geſetz vom 16. Auguſt 1690. Lit. III. Art. 11. *) Die hierher gehorigen Formulare liefert Delaporte unter dem Artikel: Scellés.— S. über dieſen Gegenſtand Dufour, Traits de la Procéd. eiv. T. III. S. 219— 223. E. 494 P. II. L. II. Procédures relatives à Sn Stcebzin. 20. Par tous créanciers fondẽs en titre exécutoire, ou autorisès par une permission soit du président du tribunal de première instance, soit du juge de pais du canton ou le scelle doit étre appos6; 8 3 Et en cas d'absence, soit du conjoint, scit des héritiers ou de l'un d'eux, par les personnes qui demeuraient avec le defunt, et par ses serviteurs et domestiques. 910. Les prétendant-droit et les crcanciers mi- neurs émancipes pourront requérir l'apposition des scel- lés sans l'assistance de leur curateur. Srils sont mineurs non émancipés, et s'ils wont pas de tuteur, ou s'il est absent, elle pourra Stre requise par un de leurs parens. 911. Le scellé sera appose, soit à la du ministere public, soit sur la déclaration du maire ou adjoint de la commune, et mõme d'office par le juge de paix, 10. Si le mineur est sans tuteur, et que l. scellé ne soit pas requis par un parent; 20. Si le conjoint, ou si les hẽritiers ou un d'eux, sont absens; 30. Si le detunt était acpoitire zn auquel cas le scellé ne sera apposè que pour raison de ce 4hör et sur les objets qui le composent. 912. Le scellé ne pourra étre appose que par le juge de pais des ou par ses suppléans. () Die eren beyden Abſchnitte ſind genommen aus dem Eivilco⸗ der Art. 319. 820. und ſie waren vorher ſchon im Gerichts⸗ brauch. Der Zte iſt auf 1. C. vt nemini lic. s. auct. iud. sign. reb. app. al.(II. 17.) gegrundet. M. Siméon Expose des motifs ad h. 1. (2) S. Expos6 des motifs par NMr. Siméon. Arret de réglement „ m 8. Von e Gliubig „ vuſtreibun uuſn Jln n Piſc t Pueſerhei t eles daſil tun ſunn Eind bihin in bhauptn un meipit nnts die o ſe pinder omnd, andten a ſ mtn! Die Vrſ itn Awalds nn Mjunts Milihter verri uen de Hiin Pwand me u d w ) won d whrung hut: Anſchug d yihn in Ver Die 1 Ort, in pulene jurispruden l v. 2 . 7. 0 6ez v. e n.hit ek nit lyu cuntn n iuni ti — util ur h decknin t nin lin ns tuterr, 6 pareut; ui le hitiieni i ſin n d z pout nin onyoent oun in x ur miu m jnd— ſe veten mn b lenel, — uu ar Th. 25 B. Vom Verfahren bey einem Erbanfalle. 495 2 jeder Gläͤubiger, der eine die Huͤlfsnollſtreckung be⸗ wirkende Verſchreibung in Haͤnden, oder vom Praͤſidenten des Gerichts eſter Inſtanz oder vom Friedensrichter des Cantons, in welchem die Verſiegelung 6 ſoll, dazu Erlaubniß er⸗ halten hat; 3) in Abweſenheit entweder des Chegatten, oder der Er⸗ ben, oder eines derſelben, diejenigen Perſonen, die mit dem Verſtorbenen zuſammen e ſeine Diener und ſein Haus⸗ geſinde.(1) o1o. Sind diejenigen, welche an dem Nachioſſe Rechte zu haben behaupten und die Glaͤubiger zwar noch mi inberjoh⸗ rig, jedoch emancipirt; ſo koͤnnen ſie keinen Vormund, oder iſt derſelbe ſie, auch ohne Beytritt ihres Curators, die Verſiegelung verlangen. Sind ſie minderjahrig und nicht emancipirt, und haben abweſend: ſo kann einer ihrer Verwandten auf dieſelbe dringen.(Nap. Civilgeſetzb. Art. 1013. ſ. unten Art. 931.) 911. Die Verſiegelung kann entweder auf Verlangen des kaiſerlichen Anwalds, oder auf die Erklärung des Maire, oder deſſen Adjuncts, ja ſogar von Amtswegen, durch einen Friedensrichter verrichtet werden: 1) wenn der Minderjährige keinen Vormund hat, und auch kein Verwandter auf die Verſiegelung antraͤgt; 2) wenn der Ehegatte, oder wenn die Erben, oder auch einer der letztern, abweſend ſind; 3) wenn der Verſtorbene oͤſſentliches Eigenthum in Ver⸗ wahrung hatte: doch ſoll auf ſolchen Fall die Verſiegelung nur in Anſehung dieſer Verwahrung und in Beziehung auf die bey ihm in Verwahrung liegenden G egenſtände erfolgen.(2) orz. Die Verſtegelung kann nur durch den Friedensrich⸗ du parlement de Grenoble du 13. zurisprudenee unter: Scellé; vergl. Blois v. May 1579. Art. 164. (3) Geſetz v. 6. März 1791. a. g. d. ter des Orts, oder durch deſſen Stellvertreter geſchehen( 3) aoũt 1718. collection 4. Ordonn. Heinrichs HI. v. Geſetz vom 6. März 1791. 406 P. II. L. II. Procédures relatives à une Suocession. e. Si le scellé n's pas été apposé avant kinhu- mation, le juge oonstatera, par son proces erbel, le moment ou 1 a été requis de Fapposer, causes qui ont retardé soit la requisition soit Tapposition. 914. Le procks- verbal d'apposition contiendra, 10. La date des an, mois, jour et heure; 2. Les motifs de l'apposition; 3 3. Les noms, profession et demeure du requs. rant, s'il y en a, et son clection de domicile dans la commune od le scellé est apposé, s'il un demeure; 40. Sril n a pas de partie requérante, le procks- 3 verbal énoncera que le scellé a été apposé q'office ou sur le réquisitoire ou sur la déclaration de P'un des fonctionnaires denommés dans larticle 91x5 5o. TFordonnance 6 permet scellé, 5˙4 en été rendu;§ 60. Les comparutions et dires des parties; 70. La designation des lieux, bureaux, voffres, armoires, sur les ouvertures desquels le scellé arété apposé; 6 80. Une description sommire des effets qui ne sont pas mis sous les scellés; 9o. Le serment, lors de la clòture de pappooition, par ceux qui demeurent dans le lieu, qu'ils n'ont rien détourné, vu ni su qu 1 ait été rien e detourne directe ment ni indirectement; 10o. Létablissement du gardien sil a les qualités requises; sauf, s'il ne les a pas, ou s'il n'en est pas présenté, à en établir un d'office par le jugs de pais. l3. nbn, nie Uſ Perſege 9l. in ſchn ) ) „ vun iin inber he uhin de b 6 n Pu d auf in9 N hug ur 55 i krinb, ein ign 0 v husgn uh ni wittelba 10 difn 506) 5 mß — () 60 la P 3 lieij uint ſuit ſ n, hu n n i 4 hn iiiin uh uiin; oieuidn et in u clection de o i k ynie nju celt 1) ur h dichni im hnic ſi gete ku on et ürs i des leun, he nures ieeb u nmir 3 ll; mkhdm 1im k h7* Uitib n 1 ar Th. 28 B. Vom Verfahren bey einem Erbanfalle. 407 913. Iſt die Verſiegelung nicht vor der Beerdigung er⸗ folgt, ſo muß der Richter in ſeinem Protocolle den Zeitpunkt angeben, wann er zur Verſiegelung erfodert worden iſt, und die Urſachen, aus welchen entweder das oder die Verſiegelung verzoͤgert worden iſt. o14. Im T uͤber die Verſiegelung muß enthal⸗ ten ſeyn: 1) Jahr, Monat, Tag und Stunde; 2) die Veranlaſſung der Verſiegelung; 3) Namen, Gewerbe und Wohnort des Anſnchenden, wenn einer vorhanden iſt, und deſſen Wahl eines Wohnorts in der Gemeinde, wo die Verſiegelung erfolgt, wenn er nicht ohnehin daſelbſt wohnt; 8 4) hat niemand um die Verſiegelung angeſucht, ſo muß im Protocolle angemerkt werden, daß ſie von Amtswegen, oder auf ſchriftliche Requiſition oder auf Erſodern eines von den im o1I. Artikel benannten Beamten geſchehen ſey; 5) die gerichtliche Verordnung, durch welche die Verſiege⸗ lung verſtattet wird, dafern eine erlaſſen worden iſt; 6) das Erſcheinen und Vorbringen der Partheyen; 7) die Bezeichnung der Orte, Schreibetiſche, Kaſten und Schraͤnke, welche verſiegeit worden ſind; 8) ein kurzes Verzeichniß der Effecten, die nicht unter Siegel genommen worden ſind;(Art. 924.) 0) der Eid, der nach beendigter Verſiegelung von den Hausgenoſſen zu leiſten iſt, daß ſie nichts auf Seite gebracht, auch nicht geſehen haben, noch wiſſen, daß unmittelbar oder mittelbar irgend etwas auf Seite geſchafft worden ſey; 10) die Anſtellung des dazu vorgeſchlagenen Aufſehers, dafern dieſer die erfoderlichen Eigenſchaften beſitzt.(Art. 507. 508.) Beſitzt er ſie nicht, oder iſt keiner vorgeſchlagen worden, ſo muß der Friedensrichter von Amtswegen einen beſtellen.(1) () Collection de jurisprudence unter Scellé. Pothier, Traité de la Proced. civ. P. V. ch. V. H. 6. S Civilgerichtsordnung. ₰ i N 498 P. I. L. H. Procédures relatives à une Succession. „ 91§ Les clefs des serrures sur lesquelles le scellé a éte apposé, resteront, jusqu' sa levée, entre les mains du greffier de la justice de paix, lequel fera men- tion, sur le procès-verbal, de la remise qui lui en aura eté faite; et ne pourront le juge ni le greffier aller, jusqu'à la levée, dans la maison od est le scellé, à reih qinterdiction, à moins qu ils n'en scient ou que leur transport n'ait été ede d'une ordon nance motivée. 916. Si, lors de P'apposition, est trouvé un tes- tament ou autres papiers cachetés, le juge de pain en — constatera la forme extérieure, sceau et la suscrip- tion sil y en a, Paraphera Fenveloppe avec les parties si elles le savent ou le peuvent, et iniiguer les jour et heure oü le paquet sera par lui présentè au président du tribunal de première instance: il fera men- tion du tout sur son proces· verbal, lequel sera signe des parties, sinon mention sera faite de leur refus. 917. Sur la réquisition de touts partie intéressée, le juge de pais fera, avant Pappoꝛition du el la perquisition du testament dont Iitenn sera annon⸗ cée; et s'il 16 trouve, il proodera ainsi qu'il est dit ci dessus. 2 918. Aux jour et heure indiqués, sans qu'il soit besoin d'aucune assignation, les paquets trouvés eachetés „ 6 die E Ap biſegel zu welce inchindit rhriter d win bi i M Suspe uſt bum Me, waru ſun Vrrn ſü hinde aet wſt hn on, in hruſ b in nit ſei bihts vn „ uſe andes un ſid; g 6 t das ſun iheni n wole nmi idies en n. R u Wn n ſoj 916. weben, h vorgeſu — () Lih Scelle. 6) Eten g. g. ES , ſuu t khnu ut kjuik l nin au * nin qul iu vi it yu wiieun, k un ſien lenelhen ent kſen hupe en hh mnin iun nei whul, ke on xn jie ik iin ie vun jn mut hnoin u iunt leiun! Innu un nip* 6 kpun ar Th. 2s B. Vem Verfahren bey einem Erbanfalle. 499 95. Die Schluſſel zu den verſ iegelten Schlöſſern bleiben, bis zur Entſiegelung, in den Haͤnden des Friedensgerichts⸗ ſchreibers, welcher im Protocolle anmerken muß, daß ihm ſolche eingehaͤndigt worden ſind. Weder der Richter, noch der Gerichtsſchreiber duͤrfen, bis zur Entſiegelnng, in das Haus gehen, worin die Verſiegelung erfolgt iſt; und zwar bey Strafe der Suspenſion von ihren Aemtern; ausgenommen, wenn ſie darum erſucht worden ſind, oder wenn zuvor die Gruͤnde, warum ſie ſich dorthin verfuͤgen, in einer deshalb erlaſſenen Verordnung angegeben ſind.(1) 916. Findet man bey der Verſiegelung ein Teſtament, oder andere verſiegelte Papiere, ſo muß der Friedensrichter ihre aͤußere Form, das Perſchaft, und die Aufſchrift, wenn ſich eine darauf beſindet, in ſeinem Protoroll beſchreiben, den Umſchlag mit ſeinem Handzuge bezeichnen(paraphiren) und ein Gleiches von den gegenwärtigen Partheyen thun kaſſen, wenn ſie anders des Schreibens erfahren und daran nicht be— hindert ſind; auch den Tag und die Stunde anzeigen, an welcher er das Paquet dem Präſidenten des Gerichts erſter Inſtanz uͤberreichen wird. Von dieſem Allem hat er in ſei⸗ nem Protocolle Erwähnung zu thun, welches von den Par⸗ theyen unterzeichnet werden muß. Weigern ſie ſich deſſen, ſo wird dieſes angemerkt.(Nap. Civilgeſetzb. Art. 1007.) 620 917. Iſt dem Friedensrichter angezeigt worden, es ſey ein Teſtament vorhanden, ſo muß er ſolches, auf Verlangen jedes Intereſſ enten, vor der Verſiegelung aufſuchen. Findet er es, ſo verfaͤhrt er auf die oben angegebene Art. ors. Am angeſetzten Tage und zur feſigeſetzten Stunde werden, ohne daß es hierzu einer beſondern Vorladung bedarf, die vorgefundenen verſiegelten Paguete, vom Friedensrichter Ji 2 5, (¹) Visheibet Gtu Collection de Art⸗ Scellé. 3 (2) Ebenfalls angenommener Gerichtsbrauch. Collection de t 500 P IM. F. II. Procédures relatives à une Suocchion. seront prtoent⸗ par le juge de peix au président du tribunal de prewiere instance, lequel“ en fera Pouver- ture, en constatera P'état, et en ordonnera 1e depõt si contenu concerne la succession. 919. Si les pagets cachetes paraissent, par leur suscription, ou par quelque autre preuve écrite, apparte nir à des tiers, le président du tribunal ordonnera que ces tiers serònt appelés dans un délai qu'il fixera, pour qu'ils puissent assister à F il la fera au jour indi iqué, en leur présence ou à leur Si et si les paquets sont étrangers à la succession, il les leur remet- tra sals en faire connaftre le contenun ou les cachetera de nouveau pour leur étre remis à leur première réquisition. 920. Si un testament est trouvé ouvert, le juge de paix en constatera Pétat, et gheersts ce qui est Prescrit en l'article 916. 921. Si les portes sont fermées, s'il se recontre des obstacles à a osition des l s*il„cleve, soit pp 2 avant soit pendent le scellé, des difficultés, il y sera statuc en référé par le président du tribunal. A cet efet, il sera sursis, et établi par le juge de paix gar- nison entérieure, méme intérieure si le cas echet; et ü en reférera aur- ler chomp au président du tribunal. Pourra noanmoins le juge de paix, s'il y a pẽril dans le retard, statuer par provision, sauf à en référer ensuite au président du tribunal. „ „hi iſdenten vic uiſie z und wenn 4 nbefth Ven j 3 ſch „ heſnn zit Poſn amn ſele jwitt u zuitig u he Pe zenhiner ſu, Me verſ n Egenchi mln.(¹) Pird u Frieden zunle zub t. Urtkel mu. Sin ſuung Hinde ieung 6 ite Mh ſ dn G n; ch wehl Und zit Doh e iſ, iht an de () Poth 6) coll 6) Col * ſů uh n Kl a eth nin cteuin. ccen ſin he un ſnni dent i tibult hun un iihi ſü en it enee du i hat ii hnecezin, i n le corten, uh nni iletyunn ent et mn mn Fiut, et ohem vu ſemit in ie ului eli, ie üinh ynilen i tiu nenbli e pi intnen ik un n nlnin kj ie yi i n ywn ui nu 2r Th. 28 B. Vom Verfahren bey einem Erbanfalle. 5or dem Praͤſidenten des Gerichts erſter Inſtanz uͤberreicht, wel⸗ cher ſolche eroͤffnet, den Zuſtand, in welchem er ſie fand, be⸗ zeugt, und wenn der Inhalt den Nachlaß betrifft, ihre Nie⸗ derlegung anbefiehlt. 919. Wenn aus der Aufſchrift, oder ſonſt einem ſchrift⸗ lichen Beweiſe ſich ſchließen läßt, daß die verſiegelten Paquete dritten Perſonen zugehoͤren, ſo befiehlt der Gerichtspraſident, daß dieſe Perſonen in einer von ihm angeſetzren Friſt vorge⸗ laden werden ſollen, um der Eroͤffnung beywohnen zu koͤnnen. Dieſe verrichtet er am angeſetzten Tage, die Eigenthuͤmer moͤ⸗ gen gegenwaͤrtig oder außengeblieben ſeyn. Haben die Pa⸗ quete auf die Verlaſſenſchaſt keine Beziehung, ſo ſtellt er ſie dem Eigenthuͤmer zu, ohne den Inhalt bekannt werden zu laſſen, oder verſiegelt ſie von neuem, mit dem Befehl, daß ſie den Eigenthuͤmern, auf ihr Anſuchen, ſofert zugeſtellt wer⸗ den ſollen.(1) Ste o20. Wird ein unverſiegeltes Teſtament vorgefunden, ſo hat der Friedensrichter die Beſchaffenheit deſſelben in ſeinem Protocolle zu beurkunden, und alles das zu beobachten, was im o16. Artikel verordnet iſt.(*) o21. Sind die Thuͤren verſchloſſen, ſtellen ſich der Ver⸗ ſiegelung Hinderniſſe entgegen, entſtehen vor oder wahrend der Verſiegelung Streitigkeiten: ſo wird auf vorgaͤngige ſumma⸗ riſche Anzeige, vom Gerichtspraͤſidenten daruͤber entſchieden. Zu dem Ende wird mit Fortſetzung des Verfahrens Anſtand genommen; der Friedenbrichter ſtellt eine Wache vor das Haus, auch wohl erfoderlichen Falls, ſelbſt ins Innere deſſelben, und zeigt ſolches auf der Stelle dem Gerichtspraſidenten an. Doch kann der Friedensrichter, wenn Gefahr beym Ver⸗ zuge iſt, vorlaͤufig verfuͤgen; muß aber nachher deshalb Be⸗ richt an den Gerichtspraͤſidenten erſtatten.(2) (1) Pothier in der beym 914. Art. angeführten Stelle. (2) Collestion de jurisprudense unter: Scollé Nr. 69. (3) Collection de zurisprudence ebendaſ. PNr. 32. 33 „ — 502 P. II. L. II. Procédures relatives à une Succession. 922. Dans tous les cas oü il sera rofẽre par le juge de paix au président du tribunal, soit en matibre de scellé, soit en autre matière, ce qui sera fait et ordouné sera constaté sur le procès· verbal dressé par le juge de pais; le président signera ses ordonnances sur ledit procès verbal. 923. Lorsque linventaire sera parachevs, les scel⸗ lés ne Pourront étre apposes, à moins que l'inventaire ne soit attaqué, et qu'il ne soit ainsi ordonné par le Président du tribunal. 8i apposition des scelles est requise pendant le cours de hinventaire, les scelles ne seront apposes que sur les objets non inventoriés. 924. S'il n y a aucun effet mobilier, le juge 4= Paix dressera un prooès⸗verbal de carence. S'il y a des eets mobiliers qui soient nécessaires à l'usage des personnes qui restent dans la maison, ou sur lesquels le scellé ne puisse étre mis, le juge de⸗ paix fera un procès- Verbal contenant description som- maire desdits effets. 925. Dans les communes ou ee est de vingt mille ames et au-dessus, il sera tenu, au greffe du tribunal de premidre instance, un registre d'ordre pour les scellés, sur lequel seront inscrits, d'après la déclaration que les juges de priz de l'arrondissement seront tenus d'y faire parvenir dans les vingt- quatre heures de 10. les noms et demeures des personnes sur les effets desquelles le scellé aura été apposé, 20. le nom et la demeure du juge qui a fait l'apposition, 30. le jour ou elle a été faite. (1) Alter Gerichtsbrauch. S (2) Collection de jurisprudence unter: Scellé Nr. 74. (3) Bisheriger Gerichtsbrauch. Coilection de jurisprudence a. a. D. Nr. 30. Vor der Revolution hatten bey den Patrimonialge⸗ richten, außer den Notarien, auch die obrigkeitlichen Perſonen das Recht die Inventarien zu machen Arrét de reglement v. 3. Dec. X „ 12. „ 3* . amn , 6 betre undern Gi n iſ, zn unn 3 Rb un uf in nit nihrn n ut d amn() 4 Eind richter i n hiben. kin Wobi nuche jn inden, di ſitrichter w. I n undt — beichs l nhmijſ m w tchwd du Mrſt ſi; gelung ve tſtht iſ. n6 Geſi brach guen det Der 6) d uint n, uſin wenil 1 igun a kun yn iuinn vit ini i 6 eit nn e e en 3 ehet moi. bil ie enn lien ſi un nuen inh tize in u corenn ix es oü h nn u, i enk ute, un n uront inc e n le jm etit Un kn k wm in ele k d ienen injy ele it li mn h lectiin k ji in hn ub u4 ki enin⸗ — 2r Th. 28 B. Vom Verfahren bey einem Erbanfale 503 o22. In allen Fäͤllen, wo der Friedensrichter an den Ge⸗ richtspraͤſidenten Bericht zu erſtatten hat, muß der Friedens⸗ richter, es betreffe nun ſolches die Verſiegelung oder irgend einen andern Gegenſtand, alles was geſchehen und anbefohlen worden iſt, zum Protocoll bringen. Der Praſident ſchreibt ſeine Reſolutionen zu gedachtem Protocolle.(1) 923. Iſt das Inventarium vollendet, ſo kann die Ver⸗ ſiegelung nur auf den Fall geſchehen, wenn das Inventariuth angefochten wird und der Gerichtspraͤſident es befiehlt. Wird waͤhrend der Inventur auf Verſiegelung angetragen, ſo werden nur die nicht inventirten Gegenſtände unter Siegel genommen.(2) 9a4. Sind keine Mobilien vorhanden, ſo bezengt der Friedensrichter in ſeinem Protocolle, daß ſich deren nicht vor⸗ gefunden haben. Sind Mobilien, die zum Gebrauch derjenigen Perſonen die⸗ nen, welche im Hauſe bleiben, und ſolche Mobiliargegenſtande vorhanden, die nicht verſiegelt werden koͤnnen, ſo nimmt der Friedensrichter eine kurze Beſchreibung zu Protocoll.(3) 9. In Gemeinden, deren Bevoͤlkerung zwanzig tauſend Seelen und druͤber betraͤgt, wird in der Gerichts chreiberey des Gerichts erſter Inſtanz ein beſonderes Buch gehalten, das die Liſte der Verſiegelungen enthält. In dieſes Buch werden, in Gemaͤßheit der von den Friedensrichtern des Bezirkes bin⸗ nen vier und zwanzig Stunden nach jeder Verſiegelung einzu⸗ reichenden Anzeigen, eingetragen: 1) Namen und Wohnung der Perſonen, deren Effecten unter Siegel genommen worden ſind; 2) Namen und Aufenthalt des Richters, der die Verſie— gelung verrichtet; 3) der Tag, an welchem die Verſiegelung erfolgt iſt. 4) ———————— X 1369. Durch das Deeret vom 6. März 1793. Art. ro. iſt dieß Geſchäft ausſchließlich den Notarien anheim gegeben Dieß letztere brachte in dem in obſtehendem Artikel erwähnten Fatle die Unbe⸗ guemlichkeit hervor, daß zugleich ſowohl der Friedensrichter als der Notar zugezogen werden mußte. Pieſem Uebel iſt durch obige Verordnung, wenigſtens ſoweit es dieſen Punkt betrifft, abgeholfen. (4) Dieſe Verordnung iſt neu. ——————— 504 P. II. L. II. Procédures relatives à une Succession. TTITRE II. e Oppositions aux Scellés. p 926. Les oppositions aux scellés pourront étre fal ie tes, soit par une declaration sur le procds verbal de hnit eellé, sbit par exploit signifie au greffier du juge de un 3 Paix. n Guüt 927. Poutes oppositions à scellé contiendront, à mmtt .% 1. 1, er peine de nullité, outre les formalités communes à tout„ exploit, tjmui ſinch, by k 15. Flection de domicile dans la commune ou i Ve dans J'arrondissement de la justice de paix ou le scelle iuh des Ge est apposé, si lopposant n'y demeure pas; iung er 20. Lénonciation précise de la cause de l'opposition. thrchin S yie dat TITRE III. De 1 Levse du scells. Ler 5 6( 923. Le scellé ne pourra étre lev et l''inventaire 2*.„ ⸗ ⸗„*. do 6 S fait que trois jours après hinhumation s'il a été apposé umn L.*.„ aupärsvant, et trois jours après apposition si elle a verßegel été faite depuis Finhumation, à peine de nullit des pnſee procès verbaux de levée de scellés et inventaire, et itr des dommages et intéréts contre ceux qui les auront 8 —— la P (1) Die Opposition anx Scellés beſteht in der Proteſtation desjeni⸗ cv gen, der Anſprüche auf die unter Siegel genommenen Gegenſtände 3 6 De hat, daß die Entſiegelung nicht erfolgen, noch dieſe Gegenſände iemand ausgeliefert werden ſouen, ohne daß er vorgeladen und 3)6.N 1 n hul — zu m öuh . zcell ct militz m ie im h uite i ienern n e ie hcuui⸗ I nin mal hunuin lit ni 3 ein k5 vell it in ure cen ſ5 h. 232. Vom Vufahre bey einem ewn 503 Zweyter Tite. Von den, bey Gelegenheit der Verſiegelung„ eingewandten Proteſtationen(Oppoſitionen).*) . 926. Die bey Gelegenheit der Verſiegelung vorkommen⸗ den Einſpruͤche(Proteſtationen) koͤnnen entweder durch eine zum Verſiegelungsprotocoll gegebene Erklarung, oder durch eine dem Gerich tsſchreiber des Friedensrichters inſinuirte Zu⸗ fertigung angebracht werden.(Nap. Civilgeſetzb. Art. 821.)(1) o27. Außer den bey jeder Vorladungsurkunde erfoderli⸗ chen Formalitaͤten muß jeder bey der Verſiegelung angebrachte Einſpruch, bey Strafe der Nichtigkeit, enthalten: 1) die Wahl eines Wohnorts in der Gemeinde, oder in⸗ nerhalb des Gerichtsſprengels des Friedensgerichts, wo die Verſiegelung erfolgt, wenn der, welcher den Einſpruch thut, nicht ohnehin daſelbſt wohnt; 2) die deutliche Anzeige der Urſache des— 3) Dritter Titel. Von der Entſiegelung.*) d8. Iſt die Verſiegelung vor der Beerdigung erfolgt, ſo kann erſt drey Tage nach derſelben zur Entſiegelung und In⸗ ventur geſchritten werden; iſt aber erſt nach der Beerdigung verſiegelt worden, ſo darf beydes erſt drey Tage nach erfolgter Verſiegelung geſchehen, und das zwat bey Strafe der Nichtig⸗ keit der Verſiegelungs- und Inventurprotocolle, und bey Ver⸗ gehört worden ſey.— ueber obigen Art. ſ. Pothier rraitè de I Prd Pint c (2) Pothier a. a. O. *) S. Delaporte unter: Opposition. E. **) S. Pelaporte unter: Scellés. E. 506 P: II. L. II. Procédures relatives à une Suocession. n n faits et requis: le tout,* moins que, pour des causes dumne urgentes et dont il sera fait mention dans son ordon- int er nance, il n'en soit autrement ordonné par le président ung un du tribunal de première instance. Pans ce cas, si les n kter parties qui ont droit d'assister à la levée ne sont pas ui ſid, présentes, il sera appels pour elles, tant à la levée tiſid, vn qu'a inventairs, un notaire nommé d'office par le pré- it ſult sident. 8 i Etle 929. Si les héritiers ou quelques-uns d'eux sont 3 a bi mineurs non émancipés, il ne sera pas proo&de levée des scellés, qu'ils n'aient été, ou préalablement 5 pourvns de tuteurs, du Swancipés.— 930. Tous ceux qui ont droit de faire apposer les an, hn scellés, pourront en requérir la levée, excepts ceus uſlie qui ne les ont fait apposer qu'en exécution de Farticle uit M. 909, n. 3 ci- dessus. ne n 931. Les formalités pour parvenir à la levée des ſ Un scellés, seront, ſmlitn e 10. Une réquisition à cet effet, consignée sur le) iin de procs· verbal du juge de paix; uiſt * 20. Une ordonnance du juge, indicative des jour ine et heure ou la levée sera faite; k w 30. Une sommation d'assister à cette levée, faite. 6 au conjoint survivant, aux présomptifs Kritt n cuteur testamentaire, aux légataires universels et à titre ſtun universel, s'ils sont connus, et aux opposans. n D ne sera pas besoin d'appeler les intéressés de- 6 meuraht hors de la distance de cinq myriamstres; mais nt wen — —————— (4) Arrét de règlement au Parlement de Paris v. 13. Jul. 1733 von — Ordonnanz von 1667. Lit. XVII. Art. 4.— Im Arrét de ſch la cour des aides vom 19. May 1698 war angeordnet, daß nur der Beamte, der die Verſiegelung verrichtet hat, die Emſiegelung 0 4 erTh. 28 B. Vom Verfahren bey einem Erbanfalle. 507 innn 3 meidung des denjenigen, die ſolche gefertigt oder ausgewirkt ha⸗ — ben, obliegenden Schadenerſatzes; ausgenommen, wenn der Ge⸗ richtspraͤſident erſter Inſtanz aus dringenden und in ſeiner h Verordnung anzuzeigenden Urſachen ein anderes anbefohlen h hat. Im letztern Falle muß, wenn die Partheyen, welche u d, u berechtigt ſind, der Entſiegelung beyzuwohnen, nicht gegen⸗ nn li wärtig ſind, vom Praͤſidenten Amtswegen ein Notar ernannt wrerden, der ſowohl bey der Entſiegelung, als bey der Inven⸗“ tur, ihre Stelle vertritt.(1) hhon 920. Sind die Erben oder einige derſelben minderjihrig venp und nicht emancipirt, ſo darf zur Entſiegelung nicht geſchrit⸗ aa ten werden, bis ihnen entweder Vormuͤnder beſtätigt, oder bis. yi ſie emancipirt ſind.(2) n hi e 930. Jeder, der berechtigt iſt, auf die Verſiegelung an⸗ 23 zutragen, kann die Entſiegelung verlangen; jedoch mit Aus⸗ (nbo nahme ſolcher Perſonen, welche, kraft des vorſtehenden 909. Artikels Nr. 3. auf Verſtgelung ngetrugen haben. Qrt. 909. 970. 011.) u untii o31. um die Entſiegelung zu ſind folgende Formalitäten erfoderlich: eet el, en 1) ein deshalb an den Friedensrichter gerichtetes Geſuch, elches dieſer zum Protocoll nimmt; 2) eine richterliche Verordnung, durch wecche Tag und Stede zur Verſiegelung anberaumt wird; le; 3) eine Auffoderung an den uͤberlebenden Chegatten, an uiet i cn die präſumtiven Erben, an den Teſtamentsvollſtrecker, an die ib uUniverſalerben und an die in beſtimmte Erbſchaftsquoten einge⸗ anin uin ſetzten Perſonen, wenn ſolche bekannt ſind, ſo wie an die u m n Proteſtirenden, daß ſie ſich zur Entſiegelung einfinden ſollen. Es iſt nicht noͤthig, daß diejenigen Intereſſenten vorgefo⸗ npee k N dert werden, welche in einer Entfernung die uͤber de cu] vu⸗ dürfe. Dieß iſt hier nicht auddrüteiich anbefohlen, ver⸗ uut klitt ſteht ſich aber von ſelbſt. W.(2) Arréts v. 17. Jan. 1666. und vom 23. Jul. 1686. welche im „ Recueil des réglements sur les scelles angeführt ſind. uz. — ————— ͤ ů— — 508 p. II. L. II. Procsdures relatives à une Succession. on appellera pour enx, à la levée et à l'inventaire, un notaire nommé d'office par le président du tribunal de prem iere instance. opposans srent appelés aux domiciles par eux elus. 932. Le conjoint, l'exécuteur testamentaire, les —*„..„. héritiers, les légataires universels et ceux à titre uni- versel, pourront assister à toutes les vacations de la levee du scellé et de Pinventaire, en personne ou par un mandataire. Les opposans ne pourront assister, soit en person- ⸗ k ne, soit par un mandataire, qu'à la première vacation: ils seront tenus de se faire représenter, aux vacations — suivantes, par un seul mandataire pour tous, dont ils conviendront; sinon il sera nommé d'office par le juge. B Si parmi ces mandataires se trouvent des avoues du tribunal de première instance du ressort; ils justifieront de leurs pouvoirs par la représentation du titre de leur partie; et l'avoué le plus ancien, suivant Pordre du tableau, des créanciers fondés en titre authentique, as- sistera de droit pour tous les opposans: si aucun des créanciers n'est fondé en titre authentique, l'avoué le plus ancien des opposans fondès en titre privé assistera. L'ancienneté definitivement réglée à la première vacation. 933. Si Pun des opposans avait des intéréts diffé- rens de 6eux des anutres, ou des intéréts contraires, il N 4*2 umeter kulue igin, 3 n jn die nlin * igiſtte 4** „ nil dn . ſnohnen aun k minige hthube bin ſ 9 hi be ui hunlu zuch Vor gih Inſp m Pinche nptden, titſt iſ, in h n whh win Pn der twin 96. e der u mn entgege brauch 6) Coll in uh hi etih nil eui Ms u iu untn tu eneb am boutes l n uir, en nt uine h m nuun ulnin pun vount d nuru edu renn tizenttion u mien, nin en in ui poun i n uheniu s in ent n i mit is ez iutuis w 2r 8h. 2 B. Von Verfahren einem Srbanſal 509 fuͤnf Myriameter teträgt: tar zum Stellvertreter, Inſtanz Amtshalber ernennt. Denſenigen, welche Einſpruch gethan haben, werden die Ladungen in die von ihnen erwählten Wohnorte inſinuirt.(1) Der Ehegatte, der Teſtamentsvollſtrecker, die Erben, die Univerſalteſtamentserben, und die in beſtimmte Erbſchafts⸗ quoten eingeſetzten Erben koͤnnen allen Expeditionen der Ent⸗ ſiegelung und Inventur in Perſon oder durch Bevollmaͤchtigte Diejenigen, welche Proteſtationen eingelegt haben, koͤnnen ſelbſt oder durch Bevollmaͤchtigte nur der erſten Eype⸗ bey den nachherigen muͤſſen ſie alle durch uͤber welchen ſie wenn ſie nicht doch beſtellt man 6ne einen No⸗ den der Praͤſident des Gerichts erſter dition beywohnen; einen einzigen Bevollmaͤchtigten erſcheinen, ſich zu vereinigen haben; thun, Amtshalber vom Richter zu ernennen iſt. Befinden ſich unter dieſen Bevollmaͤchtigten ſoiche An⸗ wälde, die beym Gerichte erſter Inſtanz des Gerichtsbezirks (wo die Handlung geſchieht) angeſtellt ſind: ſo rechtfertigen ſie ſich durch Vorzeigung der Urkunde, they ihre Anſpruͤche gruͤndet; und unter denjenigen Anwaͤlden, deren Principale ihr Geſuch auf offentlich beglaubigte Urkun⸗ den gruͤnden, tritt derjenige, welcher der Rangordnung nach (ohne beſondere Vollmacht) kraft des Geſetzes (ipso iure) fuͤr alle diejenigen auf, welche Proteſtationen ein⸗ gelegt haben. Kann ſich kein Glaͤubiger auf offentliche Urkun⸗ den beziehen, ſo tritt unter den Anwaͤlden derer, welche Pri⸗ vatverſchreibungen in Handen haben, Wer der alteſte ſey, wird einmal fuͤr allemal bey der Expedition eroͤrtert.(2) o33. Haͤtte unter denen, oder der andere ein von den uͤbrigen getrenntes oder den uͤbri⸗ gen entgegenſtehendes Intereſſe: ſo kann dieſer ſich in Perſon, auf welche ihre Par⸗ der aͤlteſte iſt, der älteſte fuͤr alle auf. welche Se haben (1) Dieſe Senaiten waren vorher ſchon anghmn Gerichts⸗ (2) coll. de jurispr. a. a 510 P. I. L. II. Procédures relatives ð une Succession. pourra assister en personne, ou par un mandataire par⸗ ticulier, à ses frais. 934. Les opposans pour la conservation des droits de leur débiteur ne pourront assister à la première va- cation, ni concourir au chois d'un mandataire commun pour les autres vacations. 935. Le conjoint commun en les béritiers, Pexécuteur testameutaire, et les légataires universels ou à titre universel, pourront convenir du choix d'un ou deux notaires, et d'un ou deux commissaires- Priseurs ou experts; sils n'en conviennent pas, il sera procédè, suivant la nature des objets, par un ou deux notaires, commissaires-priseurs ou experts, nommes d'office par le président du tribunal de première instance. Les ex- perts préteront serment devant le juge de paix. 936. Le procès verbal de levée contiendra, 15. la date; 25. les noms, profession, demeure et élection 7 P de domicile du requérant; 32. penonciation de l'ordon- nance délivrée pour la levée; 4. l'énonciation de la P sommation prescrite par Tarticle 931 ci- dessus; 50. les comparutions et dires des parties; 60. la nomination des notaires, commissaires-priseurs et experts qui doi- vent opérer; 70. la reconnaissance des scellés s'ils sont sains et entiers; s'ils ne le sont pas, Pétat des altéra- tions, sauf à se pourvoir ainsi qu'il appartiendra pour raison desdites altérations; Zo. les réquisitions a fin de perquisitions, le résultat desdites perquisitions, et tou- tes autres demandes sur lesquelles il y aura lieu de tateer.£ 937. Les scellés seront levés successivement, et à (1) Goll. de jurispr. a. a. D. Nr. 64. 6. (2) Vorher anerkannter Gerichtsbrauch. Pothier FTraité de la Pro- céd. civ. P. V. ch. V. 9. 7. Collection de jurispr. g. g. O. n. 82. 83. „ 32. b uf ſi iujnden. 4 Pr in h n in de nihin nhun. pun vſa hurtul ue uhfin 7 3 tn es de un, In iſet de tchſn In Nun Whores 60de ülichen mihbene hhhn „Euihw e g ſ wh Wdnge vorzunehn chſicht hließun 9. o n hiet li X ar Th. 28 B. Vom Verfahren bey einem Erbanfalle. 511 mhuu oder auch auf ſeine Koſten durch einen beſondern Bevollmaͤch⸗ tigten einfinden. Mmi o34. Wer blos zur Erhaltung der Recht⸗ ſeines Schuld— * uuih ners proteſtirt hat, darf weder der erſten Eppedition beywoh⸗ a ka un nen, noch an der Ernennung eines fuͤr die uͤbrigen Eypeditio⸗ nen zu erwahlenden gemeinſchaftlichen Bevollmaͤchtigten An⸗ unnin theil nehmen. t igunt 935. Der in der Guͤtergemeinſchaft lebende Chegatte, die enen Erben, der Teſtamentsvollſtrecker, die Univerſalteſtamentserben, ien ou und die Particulerteſtamentserben koͤnnen ſich uͤber die Wahl nnett ſui eines oder zweyer Notarien oder eines oder zweyer Taxatoren unat oder Sachverſtaͤndigen vereinigen; chun ſie dieß nicht, ſo wird, ne, je nachdem es der Gegenſtand erheiſcht, durch einen oder zwey Notarien, Tapatoren oder Sachverſtaͤndige verfahren, welche der Praͤſident des Gerichts erſter Inſtanz Amtswegen ernennt. Die Sachverſtändigen werden vom Friedensrichter vereidet.(1) ** n o36. Im Entſiegelungsprotocoll*) muͤſſen enthalten ſeyn: n 1) das Datum, 2) Namen, Gewerbe, Aufenthalt und Wahl des Wohnortes desjenigen, der um die Entſiegelung angeſucht e; F. lin hat; 3) die Erwähnung der wegen der Entſiegelung ertheilten ne gerichtlichen Verordnung, ſo wie ₰ der oben im o31. Artikel wnie; 6e vorgeſchriebenen Auffoderung; 50 das Erſcheinen und Vorbringen pemn ete der Partheyen; 6) die Ernennung der Notarien, Taxatoren en u und Sachverſtaͤndigen; 7) die Recognition der Siegel, ob ſolche ganz und unverletzt befunden worden ſind; und wenn ſie es nicht ſind, die Beſchreibung der(daran entdeckten) Ver⸗ änderungen, unter Vorbehalt der wegen dieſer Veränderungen ein ni vorzunehmenden rechtlichen Maaßregeln; 8) die Geſuche um Nachſuchungen und jedes andere Anbringen, worauf eine Ent⸗ al it ſchließung zu ertheilen iſt. 2) 937. Die Siegel ſind*86 und nach, und ſo wie mit nut k jz i e wnt yu, u iui qul i 8* s it ker un *) Das Formular zum Entſiegelungsprotocolle liefert, nebſt R. R iu i rern hierher gehorigen Muſtern zu Aufſaͤtzen, Delaporte unter Sut hünk Scellös. E. Cl„* 1— 512 P. II. L. II. Procédures relatives a une Succession. fur et mesure de la confection de'inventaire: ils se- ront réapposes à la fin de chaque Vacation. 938. On pourra réunir les objets de méme nature, pour étre inventoriés successivement suivant leur ordrs; ils seront, dans ce cas, replacés sous les scellés. 939. S'il est trouvé des objets et papiers étrangers à la succession et réclamés par des tiers, ils seront remis à qui il appartiendra; s'ils ne peuvent étre remis a l'instant, et qu'il soit nécessaire d'en faire la descrip- tion, elle sera faite sur le proces verbal des scellés, et non sur rinventaire. 940. Si la cause'apposition des scelles cesse avant qu ils scient levés, ou pendant le cours 6 leur levée, ils seront levés sans desoription. P De 1l'Inventaire. 941. Lein ventaire peut étre requis par ceux qui ont droit de requérir la levée du scellé. 942. I doit étre fait en présence, 15. du conjoint survivant, 20. des heritiers présomptifs, 3Zo. de cuteur tetamentoire si le testament est connu, S des * (0) Wenn man bey der Inventur Gegenſtände findet, die im In⸗ ventarium zuſammengeſteut werden müſſen, als: Gemälde, Kupfer⸗ ſtiche, Schmuck, Silberwerk u. ſ. w. ſo legt man dieſe Sachen einſweilen zuſammen, um dann jede Art mit einem male inventi⸗ ren zu können, und nimmt ſie bis dahin wieder unter Siegel. (e) Coll. de jurispr. a. a. O. Nr. 80. N 4 nt 1 i ſeder 6 3 6ege 3 nach iichn ———— 3 ſüſt nih Prinnt: nſelt. . nit ſe tiuin aſhuötn bnung e in 2 M. L kiww Gu v. Wy 5)( . gnet in Ere — ——— inve unte ds uters luigrit — uiſu* n ie hnu de u iulr itenen un wuk 6 e ohje betn ſi hir i i ba lb ſn esuire den z hocts. vetii „ laypoitin iz on yenin ki ieihin I. entair u iue nzun ie iu veli 4 en preelle⸗ 1¹ ynunyi etument ei 6 un it⸗ nm i Wn 1 2r Th. 28 B. Vom Verfahren bey einem Erbanfalle.§13 der Inventur fortgeſchritten wird, abzunehmen, und am Schluſſe jeder Expedition allemal wieder anzulegen. 938. Gegenſtaͤnde von einerley Gattung kann man, um ſie nachher nach der Reihe aufzuzeichnen, zuſammenleſen; wenn dieß geſchehen iſt, werden ſie wieder unter Siegel genom⸗ men. 930. Finden ſich Gegenſtaͤnde und Papiere, die zur Ver— laſſenſchaft nicht gehoͤrig ſind, und die ein Dritter in An⸗ ſpruch nimmt: ſo werden ſie dem, welcher ein Recht darauf hat, zugeſtellt. Kann dieß nicht auf der Stelle geſchehen, und macht es ſich nothwendig, ſie aufzuzeichnen, ſo ſollen ſie im Entſiegelungsprotocolle bemerkt, aber nicht ins Inventa⸗ rium gebracht werden.(*) o40. Fällt die Urſache der Verſiegelung weg, ehe die Entſiegelung erfolgt iſt, oder während ſie geſchieht: ſo wird, ohne weitere Beſchreibung, entſiegelt.(Art. 932.) Vierter Titel. Vom Inventarium.*) 941. Wer das Recht hat, die Entſiegelung zu verlangen, der kann auch auf Fertigung eines Inventars antragen.(Art. 930. Nap. Civilgeſetzb. Art. 126. 270. 279. 451. 60C. 626. 769. 704. 813. 103I. 1058. 1414. 1442. 1456. 1461. 1499. 1504. 1510. 15326)(2) 942. Die Inventur muß vorgehommen werden in Ge⸗ genwart 1) des uͤberlebenden Ehegatten; 2) der vermuthli⸗ chen Erben; 3) des Teſtamentsvollſtreckers, wenn der Inhalt X (3) Ueber die einzelnen Verordnungen, durch welche das Recht zu inventiren den Notarien zugeſtanden worden iſt, ſ. Coll. de jurispr. unter Inventaire Nr. 8. u. f. *) Das Formular zu einem Inventarium ſ. beym Delaport⸗ unter Scellés. E. Civilgerichtsordnung. Kk 3514 v. II. PL. II. Fee relatives à une Suceeron. donotires, et légbtsires urivene e ou à titre S soit en propriatè. soit en usufruit, ou eus dð6n ap- pelés, s'ils demeurent dans la distance de cinq myria- motres; s'ils demeurent au-delä, il sera appele pour tous les absens un seul notaire, nommé par le président du tribunal de premibre instance, pour représenter les par- ties appelées et dofaillantes. 943. Outre les formalités communes à tous les actes devant notaires, l'inventaire contiendra, 10. Les noms, profesions et demeures des requs- rans, des comparans, des defaillans et des absens, s'ils Ssont connus, du notaire appelé pour les représenter, des commissairespriseurs et experts; et la mention de Fordonnance i commet 16 notaire pour les absens et defaillans;ʒ 20. Lindication des lieux od l'inventaire est fait; 3 La description et estimation des egets, la- sera faite à juste le et sans quelle Aitnoton des qualitè, poids et titre de l''argenterie; §o. La designation des especes en numéraire; — 6) Col de jurispr. a. a. O. Nr. 66— 88. Zu Ny. 1. und 2. ſ. Ordonn v. Biois v. 1579 Man tapirte ſonſt ein Viertel un⸗ ter dem wahren Werthe. Woute der überlebende Shegatte die taxirten Mobitien kaufen, ſo mußte er ein Viertel über die Taxe als Aufgeid(orue) geben. Dieſe crue war in den pays du droit 1 22 vments inlur ie nur wini ſ nt dann u un ſin wir en iſilt, de Nr vorg 8 Auhe in uodrb ih ) Nme n ʒyů um der umud uin Awe Ne in vorden dis bh w u en 6 Gthale 5 dene be 6c ein ihr 5 de Un. nnnh liis conu weuuire cnin exiors et leun ichilm 4ül pel pn phele hol 5 eettz t k nnin ju ſen ou lim e enmin Ueur et un in 2r Th. 28 B. Vom Verfahren bey einem Erbanfalle. Ir3 des Teſiaments bekannt iſt: 4) der Schenknehmer, Univerſal— oder Particularteſtamentserben, es mag ihnen nun das Eigen⸗ thum oder nur der Rießbrauch ausgeſetzt ſeyn; wenisſtens nach vorgaängiger gehoͤriger Vorladung derſelben. Doch iſt dieß nur dann erfoderlich, wenn ſie innerhaib einer Entfer⸗, nung von fuͤnf Myriametern wohnhaft ſind; iſt ihre Woh⸗ nung weiter entfernt, ſo wird fuͤr ſie alle zuſammen Ein No⸗ tar beſtellt, den das Gericht der erſten Inſtanz zum Sttellver⸗ treter der vorgeladenen, aber außengebliebenen Intereſſenten ernennt.(Art. 028 in f.)(4) 943. Außer den bey allen vor Notarien errichteten Ur— kunden Formalitaten, muß das Inventarium ent⸗ halten: 1) Namen, Gewerbe und Anſenthalt derer, welche die Inventur geſucht haben, der erſcheinenden, der außengebliebe⸗ nen und der abweſenden Intereſſenten, wenn letztere bekannt ſind, des zu ihrem Stellvertreter ernannten Notars, der Ta⸗ xatoren und Sachverſtandigen; ſo wie die Erwähnung der ge⸗ richtlichen Verordnung, in welcher ein Notar zum Stellvertre; ter der Abweſenden und Außengebliebenen ernannt wird; 2) die Angabe der Orte, wo das Inventarium aufgenom⸗ men worden iſt; 3) das Verzeichniß und die Taxe der inventirten Sachen; doch muß letztere nach dem wahren Werthe und ohne Ruch ſicht auf ein Aufgeld geſchehenz ²) 4) die Angabe der Beſchaffenheit des Gewichts und des Gehaltes des Silberwerks; 35) die Angabe der Muͤnzſorten, in welchen das dene baare Geld beſteht; — Kk2 écrit und manchen andern Provinzen nicht bekannt. Erſt durch ein Edict Heinrichs 11. v. Febr. 1336 weiches die Taxatoren für ihre Taxe verantwortlich machte, ward die allgemeine Einführung der crue verantaßt. *) S. meine ueberſetzung von Napol. Civilzeſetb. an. 325. Anm. E. 516 P. II. L. II. Procédures relatives une Succession. 6b. Les papiers seront cotés par premibre et der- nière; ils seront paraphes de la main d'un des s'il F a des livres et registres de commerce, l'état en sera constats; les feuillets en seront pareillement cotés“ et parsphes s'ils ne le sont; s'il y a des blane dans les pages écrites, ils seront bae 70. La déclaration des titres actifs et passifs; La mention du serment prété, lors de la clò- ture de l'inventaire, par ceux qui ont été en posses- sion des objets avant Pinventaire ou qui ont habits a maison dans laquelle sont lesdits objets, qu'ils n'en ont detourné, vu détourner ni su qu'il en ait été détourné — aucun; 95. La remise des effets et papiers, s'il y a lieu, entre les mains de la personne dont on conviendra, ou qui à défaut sera nommée par le présigent du tripuna. 944 Si, lors de hinventaire, il s'éleve des dif- ficultés, ou s'il est formé des réquisitions pour lꝛadmi- nistration de la communauté ou de la succession, ou pour autres objets, et qu'il n'y soit déféré par les autres parties, les notaires delaisseront les parties à se pour- voir en référé devont le président du tribunal de pre- mière instance; ils pourront en référer eux-mémes s'ils résident dans le canton ou siége le tribunal: dans ce cas, le président mettra son ordonnance sur la minute du procès- verbal. ———— 9 Po dr Notn thl ve ſ bitd wunſe aiß uf de ſ niſ i in uba; he u ſiſß , wſi „cl it uft ſu en i 3 lih wo ntie, ve munt u 6 n in nd tig g in, ſ dn Pi miſte du ſlöſt a ilu 60)4 6.1 hn. nbnn ehuuk mi umn aKnn ytkt tons ment ynut en qi aut ku cg iu pl nit 8u e ynin anne intan ynr k yin nennite, 1 ie njiiin du ie k ly vi iin wemrt k yn nident iu ti en nien w⸗ ieze k tiu n otionnni 1 ar Th. 28 B. Vom Verfahren bey einem Erbanfalle. 517 6) die Papiere werden numerirt, und das erſte und letzte beſonders bezeichnet;*) Der Notar muß ſie paraphiren(mit ſeinem Hand⸗und Namenszuge verſehen); finden ſich Handelsbuͤcher und Inven⸗ turen, ſo wird die Beſchaffenheit derſelben bemerkt. Sie wer⸗ den, wenn ſie es noch nicht ſind, foliirt und paraphirt. Fin⸗ den ſich auf den beſchriebenen Seiten weiß gelaſſene Zwiſchen⸗ raͤume, ſo muͤſſen dieſe durchſtrichen werden; 7) die Angabe der außenſtehenden Foderungen und der Schuden: 8) die Nachricht, daß diejenigen, die vor der Inventur in Beſitz der inventirten Gegenſtaͤnde waren, oder in dem Hauſe, wo ſich dieſe Gegenſtaͤnde befunden haben, wohnten, beym Schlaß des Inventariums eidlich bekräͤftiget haben, daß ſie nichts entfremdet, noch entfremden geſehen,— wuͤßten, daß etwas entfremdet worden ſey; 09) die Nachricht, daß die Effecten und Papiere, ſofern es noͤthig war, einer Perſon, uͤber die man ſich vereinigt, oder die, wenn ſolches nicht geſchieht, vom Gerichtspraſiden⸗ ten ernannt wird, zugeſtellt worden ſind. 944. Entſtehen bey der Inventur Streitigkeiten, oder werden in Anſehung der Verwaltung der Guͤtergemeinſchaft oder des Nachlaſſes, oder in Anſehung anderer Gegenſtaͤnde Antraͤge gemacht, in welche die uͤbrigen Partheyen nicht wil⸗ ligen, ſo verweiſen die Notarien die Partheyen dahin, bey dem Praͤſidenten des Gerichts erſter Inſtanz deshalb eine ſum— mariſche Anzeige anzubringen. Wohnen ſie in dem Canton, wo das Gericht ſeinen Sitz hat, ſo koͤnnen ſie dieſe Anzeige ſelbſt anbringen, und der Praͤſident ſetzt ſolchen Falls ſeine Reſ auf das Originalprotocoll.(1) ² (6) Arrét vom 21. April 1751. Coll. de jurtspr. unter inventaire n. 108. 5 S. meine ueberſetzung von Nepol. Civilgeſetzb. Art. 41. Anm. E. 518 P. II. L. II. Procédures relatives à une Succession. * TTTRE V. Pe 1a Vente du Mobilier. „ 945. Forsque la vente des meuhles Whei d'une succession aura lieu en exécution de l'article 326 du code civil, cette vente sera faite dans les forines preserits⸗ au titre der Faisies- exdcution. 946. Il y sera proeed⸗ sur la requisition de l'une des parties intéressées, en vertu de rordonnance. président du nibuna de premiore instance, et par un „ ofkicier public. 6 47. On appellera les parties ayant droit d'assister à linventaire, et qui demeureront ou auront élu domi cile dans la distance de cinq myriamètres: ete sera ignißie au domicile élu. 948. S'il s'éleve des difficultés, il pourra étre sta- tus provisoirement en référé par le président du tribu- nal de premidre instance. 949. Lo vente se fera dans le lieu oü sont les effers, s'ilen'en est autrement ordonns. 950. La vente sera faite taht en absenee que pré- sence, sans appeler personne pour les non comparans. 951. Le proces · verbal fera mention 4 14 sence ou de l'absence du requérant. N 1 4 zon 2 46 Ve üſn irkun 1% mſun, imuhi in Pemte D n geo zfihng nſif 2 niht hu ghun in 66. baich hit ſ M6 n e benden 6 er di ſyy, od uuni 1 P i Ml — ie n uen fint e. euicuin kmh in u nm ih hnuin iun yrin iu renenn un iug uynin iñculus, i i yu k ni en im kk ent erionut pi un ni ne pu sm in u nunn ar Th. 28 B. Vom Verfahren bey einem Erbanfalle. 519 Fuͤnfter Titel. Vom Verkauf der Mobilien. L o45. Wenn der Verkauf der Erbſchaftsmobilien, vermoͤge des 826. Artikels des Civilgeſetzbuches Statt findet: ſo ge⸗ ſchieht dieſer Verkauf in der im Titel: von der Huͤlfs⸗ vollſtreckung vorgeſchriebenen Form.(Art. 613— 621. 946. Es wird mit derſelben verfahren, auf Anſuchen eines Intereſſenten, kraft einer vom Präſidenten des Gerichts erſter Inſtanz ertheilten Reſolution; und ſie wird durch einen oͤffent⸗ lichen Beamten verrichtet.(2) . Die Partheyen, welche das Recht haben, bey der Inpentur gegenwärtig zu ſeyn(Art. 942.), werden auch zur Verſteigerung vorgeladen, wenn ſie innerhalb einer Entfernung von fuͤnf Myriametern wohnhaft ſind, oder einen Wohnort gewaͤhlt haben. Die Vorladung wird an den erwahlten Wohnort inſinuirt.(Art. 050.) oa8. Erheben ſich Streitigkeiten, ſo kann der Präſident des Gerichts erſter Inſtanz, auf vorgaͤngige ſummariſche An⸗ zeige, daruͤber entſcheiden.(3) o40. Die Verſteigerung muß an dem Orte geſchehen, wo ſich die Effecten befinden, dafern nicht ein Anderes anbefohlen worden iſt.(Art. 617. 620. 621.) o5o. Der Verkauf kann ſowohl in Abweſenheit, als in Anweſenheit der Intereſſenten geſchehen. Fuͤr die Außenblei⸗ benden wird kein Stellvertreter beſtellt. 5 Im Protocoll muß erwaͤhnt werden, ob der, wel⸗ cher die Verſteigerung geſucht hat, dabey gegenwaͤrtig geweſen ſey, oder nicht.(Art. 623.) (1) Dufour, Traité de la Procéd. civ. p. 318— 821. (2) Dieß geſchieht in Paris durch einen Taxator, an den übrigen Orten durch einen Gerichtsboten. 3 Anerkannter Gerichtsbrauch- 6 520 P. 1. II. Procédures relatives à une Succezsion. . 952. Si toutes les parties sont majeures, présen- 15 tes et daccord, et qu'il n'y ait aucun tiers intéressé, 6„ elles ne seront obligées à aucune des formalités ci- hn dessus. 7 5 Por TTTRE VI. 3 De la Vente des Biens immeubles. nuſnen, 953. Si les immeubles n'appartiennent qu'a des uſt, * majeurs, ils seront vendus, s'il ya lieu, de la manidre nn. dont les majeurs conviendront. jet e S'il y a hieu à licitation, elle sera faite conformé- inſ de ment à ce qui est Prescrit au titre des Partages et Li- ſingen 954. Si jes immeubles n'appartiennent qu'àa des ap, ſt mineurs, la vente ne pourra en étre ordonnée que nmilen d'après un avis de parens.(a) Diſts Cet avis ne sera point nécessaire lorsque les im⸗ iuſchen meubles appartiendront en partie à des majeurs et à des ihn mineurs, et lorsque ja leitation sera ordonnée sur la ichn demande des majeurs. Il sera procédé à cette licitation ainsi qu'il est ö v prescrit au titre des Partages et Licitations. n () Code cigil. Art. 458.„Les dlibérations du 3 „conseil de fomille roelatives à cet objet, ne seron ulho „exécutées qu'après que le tuteur en aura demandé et ſun „obtenu Phomologation devant le tribunal de premiere 6rich „instance, qui y statuera en la chambre du conseil, et 6de vaprès avoir entendu l6 Procureur impérial.“ z Art. 450.„La vente se fera publiquement, en ot ſinz „Présence du subrogé tuteur, aux enchdres qui seront vregues par un membre du tribunal civil, ou par un ₰ S) 2r Th. 28 B. Vom Verfahren bey einem Erbanfalle. 527 inm imn 5a. Sind alle Partheyen volhaͤhrig, gegenwärtig und bh einig, und hat ſonſt niemand anders dabey ein Intereſſe, ſo ſind ſie an vorſtehende Formalitäten nicht gebunden.* Secheter Titel. Vom Verkauf der unbeweglichen Guͤter. — o53. Gehoͤren die unbeweglichen Guͤter lauter volhaͤhri⸗ 8 hn gen Perſonen, ſo werden ſie, vorkommenden Falls, auf die „yth Art verkauft, uͤber welche ſich dieſe volljaͤhrigen Perſonen vereinigen. S in, mi Findet eine Verſteigerung Statt, ſo wird dabey nach tuinti, Vorſchrift des Titels von Erbtheilungen und Verſtei⸗ gerungen(Art. 966. ff.) verfahren.(*) 954. Gehören die unbeweglichen Guͤter lauter Unmuͤndi⸗ gen zu, ſo kand der Verkauf nicht ohne vorgängiges Gutachten at der Familien geſchehen. 0 Dieſes Gutachten iſt dann nicht erfoderlich, wenn die un⸗ t niuin i beweglichen Guͤter zum Theil volljaͤhrigen, zum Theil minder⸗ es jährigen Perfonen zugehoͤren, und wenn die Verſteigerung auf n en Anſuchen der vollfährigen angeordnet wird. Bey dieſer Verſteigerung wird nach der Vorſchriſt des hin Titels von Erbtheilungen und Verſteigerungen(ſ. hu unten Art. 966. u. f.) verfahren.() (a) Nap. Civilgeſetzb. Art. 458.„Die dieſen Gegenſtand „betreffenden Beſchluſſe des Familienrathes duͤrfen nicht cher wi et„vollzogen werden, bis der Vormund beym Gerichte erſter In⸗ ennms„ſtanz ihre Beſtätigung nachgeſucht und erhalten hat. Das *„Gericht erkennt hieruͤber im Berathſchlagungszimmer, nachdem es deshalb den kaiſerlichen Anwald gehoͤrt hat.“ ahche 4.„Der Verkauf muß oͤffentlich, im Beyſeyn des Ne⸗ unn innni„benvormundes durch ein Mitglied des Gerichts erſter In⸗ len ſii„ſtanz oder einen hiezu beauftragten Notar, an den Meiſtbie⸗ — 8 pibun(1) S. Siméon im Fposé des motiks. 522 P. II. L. II. Procédures relatives à une Succession. libérations du conseil de famille relatives à l'aliénation des biens immeubles des mineurs, il nommera, par le méme jugement, un ou trois experts, suivant que Fim- portance des biens paraitra Pexiger, et ordonnera que, ouvertes devant un membre du tribunal ou devant un notaire à ce commis aussi par le méme jugement. 956. Les enperts, apres avoir prété serment, ré- digeront leur rapport en un seul avis, à la pluralité des voix; il présentera les bases de T'estimation quils * auront faite. 957. Ils remettront la minute de leur rapport ou au greffe ou chez le notaire, suivant qu'un membre du tribunal ou un notaire aura été commis pour rece voir les enchdres. ——————— 1 „notaire à ce commis, et à la suite de trois affiches „apposées, par trois dimanches consécutifs, aux lieux „accoutumés dans le canton.“ „le mari des communes ou elles auront été apposées.“ Art. 460.„Les formalités exigées par les articles „457 et 458 Pour l'aliénation des biens du mineur, ne „Sappliquent point au cas ou un jugement aurait or- „Seulement, et en ce cas, la licitation ne pourra „8e faire que dans la forme prescrite par Particle pré- „cédent: les etrangers y seront nécessairement admis.“ 66 „taire par indivis. . 4 956. Lorsque le trihunal civil homologuera les dé- sur leur estimation, les encheres seront publiquement „Chacune de ces affiches sera visce et certifiée par „donné ja licitation sur la provocation dun coproprié- 3 65 Be vMbemih ſitchk, in ü es 2 uſündi mninend Mlie ſſtede da u liige 6t, G tihn n ihn in nüſt in ſun F. E „ bicht e2 in Ntr — nn g i den 6 Men ſud „Helh „tio minin ule mini men, in ahen un hin, un che ur e niuh ht mit ſi u u mi i bu i lt h rine i k in, ninn i n ets cpun] ih nie unches conni o“ u eln umi nit ein in in keni „ o u j mwuin in erott nnm ar Th. 28Be Vom Verfahren bey einem Erbanfalle. 523 o55. Wenn das Civilgericht das Gutachten des Familien⸗ rathes in Anſehung der Veraͤußerung der unbeweglichen Guͤter der Minderjaͤhrigen beſtätigt, dann ernennt es zugleich in dem Beſcheide, in welchem dieß geſchieht, je nachdem es die Erheb⸗ lichkeit des Vermoͤgens erfoderlich macht, einen oder drey Sachverſtaͤndige und beſiehlt, daß nach vorgaͤngiger von ihnen vorzunehmenden Taxation, die Verſteigerung, in Gegenwart eines Mitgliedes des Gerichts, oder vor einem in gedachtem Beſcheide dazu ernannten Notar, vorgenommen werden ſolle. (Nap. Civilgeſetzb. Art. 450.)(¹) o56. Sobald die Sachverſtaͤndigen vereidet ſind,“ erſtat⸗ ten ſie ihren Bericht, worin nut Ein nach der Stimmenmehr⸗ heit von ihnen ertheiltes Gutachten enthalten ſeyn muß. In dieſem muͤſſen die Gruͤnde der von ihnen gemachten Taxe an⸗ gegeben ſeyn.(Nap. Civilgeſetzb. Art. 1678. 824.) os7. Sie legen das Original ihres Berichts entweder in der Gerichtsſchreiberey, oder bey einem Notar nieder je nach⸗ dem die Annahme der Gebote einem Gerichtsbeyſitzer oder einem Notar aufgetragen geweſen iſt.(7) „tenden geſchehen; doch muß er vorher durch drey Anſchläge „on den gewohnlichen Orten im Canton drey Sonntage hin⸗ „ter einander augekuͤndigt werden.“ „Jede dieſer Ankuͤndigungen muß vom Maire der Gemein⸗ „de, wo ſie angeſchlagen worden iſt, viſirt und beglaubigt „werden.“ 460.„Die zur Veraͤußerung der Guͤter eines Minderjäh⸗ „rigen im 457. und 458. Art. vorgeſchriebenen Formalitaten „ſind dann nicht anwendbar, wenn auf Anſuchen eines in un⸗ „getheilter Gemeinſchaft ſtehenoen Miteigenthuͤmers(provoca- „tio ad divisionem) die Verſteigerung durch Urthel und Recht „angeordnet iſt.“ „Doch darf auch in dieſem Falle die Verſteigerung ſelbſt „nicht anders, als nach der in dem vorigen Artikel beſtimmten „Form, geſchehen. Fremde muͤſſen nothwendig dabey zugelaſ⸗ „ſen werden.“(Art. 839. 386.) () S. Siméon im Exposé des motifs. (2) coutume de Paris art. 184. se fait en justice. tribunal, 524 P. IHI. L. II. Procedures relatives à une Succession. 958. Les enchbres seront ouvertes sur un vahier de charges, deposé au greffe ou. le notaire com- mis, et contenant, 10. L6nongiation du homologatit 3 havis des parens; 20. Celle du titre de pprie 5. P designation sommaire des biens à vendte, et le prix de leur estimation; 4. Les conditions de la vente. 959. Ce cahier sera lu à raudienee, si la vente Lors de sa lecture, le jour auquel il sera prorédé à la première adjudication, ou adjudi- cation préparatoire, sera annoncé. Ge sera&loigne de six semaines au moins. 960 Ladjudication préparatoire, soit devant le notaire, sera indiquée par des affiches. Ces affiches ou placards ne contiendront que la désignation sommaire des biens, les noms, professions et domiciles du mineur, de son tuteur et de son subrogé tuteur, et la demeure du notaire, si c'est devant un notaire que la vente doit ötre faite. 961. Ces placards seront apposes, par trois di- manches consCcutifs, principale porte de chaeun Re. pimen⸗ dont la vente sera poursuivie; 22. la Pr porte des communes de la situation des biens; et à Paris, à la principale porte seulement de la municipalité dans Parrondissement de laquelle les biens sont situés; 30. A la porte extérieurs du tribunal dui aurs permis la vente; et à celle du notaire, si c'est un no. taire qui doit y procéder.. . „ soit devant le „ ⸗ * „5 in Mln dah n hiſ )e in An M A it yk jheh i 6 6e ſitz in if i ee it P ſo L hitt, d ut hſh n un ing ideiih itt un w 6 n ie Gü Prſam ine 17 btuf hun d üahn enen lu it; ente. nhen kcun,* juiuin i(eje miin, i k re n , kum uteu ikn ie, üt ie. nynb j cn es en 315 jmis win 16 — 2r Th. 26 B. Vom Verfahren bey einem Erbanfalle. 525 o88. Die Verſteigerung wird eroffnet, wenn zuvor ein Auffſatz uͤber die Kaufsbedingungen in der Gerichtsſchreiberey oder beym dazu beſtellten Notar niedergelegt worden iſt. In dieſem Aufſatze muͤſſen enthalten ſeyn: 7) die Anzeige des Beſcheides, durch welchen das Gut⸗ achten der Anverwandten beſtatigt wird; 2) die Anzeige des Titels,— echen das Eigenthum beruht; 3) die kuͤrzliche Angabe der zu vettauſenden Guͤter, und auf wie hoch ſie taxirt ſind; 4 die Kaufsbedin gungen.(Art. 697 3 o50. Geſchieht der Verkauf gerichtlich, ſo wird dieſer Aufſatz in oͤffentlicher Sitzung vorgeleſen. Sobald dieß ge⸗ ſchehen iſt, wird der Tag, da der erſte oder vorlaͤufige Zu⸗ ſchlag erfolgen ſoll, angekuͤndigt. Dieſer Tag muß wenigſtens auf ſechs Wochen hinausgeſetzt werden.(Art. 02) 6) o6o. Der vorlaͤufige Zuſchlag muß, er mag nun vor Gericht, oder vor einem Notar geſchehen ſollen, durch offent⸗ liche Anſchläge angekuͤndigt werden. In dieſen Anſchlägen oder Patenten iſt nichts weiter enthalten, als eine kurze Be⸗ ſchreibung der Guͤter; Namen, Gewerbe und Wohnort des Minderjaͤhrigen und ſeines Vormundes und Nebenvormundes, ſo wie die Wohnung des Notars, wenn namlich die Verſtei⸗ gerung vor einem Notar geſchehen ſoll. Art. 682. 684.) o6x. Dieſe Patente muͤſſen an drey nach einander fol⸗ genden Sonntagen angeſchlagen werden: 1) an die Hauptthoͤre jedes der zu verkaufenden Gebaͤnde; 2) an das Hauptthor des Gemeindehauſes des Orts, wo die Guͤter liegen: zu Paris aber bloß an das Hauptthor(des Verſammlungshauſes) derjenigen M unicipalität, in deren Be⸗ zirk die Guͤter gelegen ſind; 3) an das aͤußere Thor des Gerichtsyofes, welcher den Verkauf verſtattet hat, und an die Hausthuͤre des Notars, wenn das Geſchaͤft einem Notar uͤberlaſſen iſt. () Gillet in ſ. Rapport ad h. 1. 55 II. Procédures rclatires à dne Succession. . Les maires des communes ou ces placards auront di Nu été apposés, les viseront et certifieront sans frais, S nn un exemplaire qui restera joint au dossier. 6 962. Copie Achte placards sera insérée dans 6 Eir journal, conformément à P'article 688 ci- dessus. Cette iſt be insertion sera constatée ainsi qu'il est dit au titre de mn dr la Saiie immobiliene: elle sera faite huit jours au ſ, pe moins avant 1 jour P Jadjudication prẽpa- ratoire. i 963. Lapposition des placards et rinerion aus 4 P journaux seront réitérées huit jours: au moins avant l'ad- üg m judication définitive. 8 ti di 3 964. Au jour indidus pour rajudication gekniti- i ve, si les enchères nes elbvent pas au prix de'esti- ſ mation, le tribunal pourra etinnst sur un nouvel 2 avis de parens, que Pimmeuble sera adjuge au plus“ oHrant, méme au- dessous de Leicni à l'effet de tn quoi badjudication sera remise à un délai fixé par le it wiſ jugement, et qui ne pourra étre moindre de quinsaine. hht Cette adjudication sera encore indiquée par des placards apposés dans les communes et lieux, visés, w certiiès, et insérés dans les journaux, comme il est dit ſg ci- dessus, huit jours au moins avant Padjudication. 9n i 965. Seront observées, au surplus, r vorde (c) Zufolge einer im des Giuer bey dieſer Stelle gemachten Bemerkung, verglichen mit dem 703. Artikel der ge⸗ genwärtigen Gerichtsordnung können, die zu den Päienten etwa zu machenden Zuſäte geſchrieben ſeyn⸗ (2) Der erſte Theil dieſes Artikels wat vorher ſhon Gerichtsbrauch⸗ 3 ) Do Ume ſid Nete jene i nju tienn u n iun n lin k ir 4 ſun un ſent pun rlonue„ ble zen hestiniin iun k e noinin nco i unune e! umu, ou nt li n u Suhlli ar Th. 25 B. Vom Verfahren bey einem Erbanfalle. 527 Die Maires der Gemeinden, wo dieſe Patente angeſchla⸗ gen worden ſind, muͤſſen ſolche viſiren, und(die erfolgte Aus⸗ .— 5 hängung) unentgeltlich auf ein Exemplar atteſtiren, das zu den *) genommen wird.(Art. 697.) 962. Eine Abſchrift von den erwaͤhnten Patenten muß, zu Folge des obigen 683. Artikeis in eine Zeitung eingeruͤckt werden. Daß dieß geſchehen ſey, wird auf eben die Art be⸗ waͤhrt, wie im Titel: von der Beſchlagnehmung uns beweglicher Guter(Art. 673. ff.) vorgeſchrieben iſt. Die Einruͤckung muß wenigſtens acht Tage vor dem zum vorlaͤuſi⸗ gen Zuſchlage feſigeſetzten T age geſchehen.(Art. 703.) 963. Wenisſtens acht Tage vor dem letzten unbedingten Zuſchlage muß die Anſchlagung der Patente und die Einruͤ⸗ ckung in die Zeitungen wiederholt werden.(*) o64. Wird an dem zum letzten und endlichen Zuſchlage beſtimmten Tage nicht ſoviel geboten, als die Taxe beträgt, ſo kann Gerichtswegen, nach vorher eingeholtem anderweiten Gut⸗ achten des Familienrathes, anbefohlen werden, daß das Gut dem Meiſtbietenden auch unter der Taxe zuzuſchlagen ſey. Zu dem Ende wird der Zuſchlag auf eine im Beſcheide beſtimmte Zeit verſchoben, die jedoch nicht kuͤrzer, als vierzehn Lage⸗ ſeyn darf. Dieſer Zuſchlag muß uͤberdieß ſenſe acht Tage vor dem letzten und unbedingten Zuſchlage durch Patente angekuͤn⸗ digt werden, die in den Gemeinden und an den Orten ange⸗ ſchlagen und auf die Art viſirt, beglaubigt und in die Zeitun⸗ gen eingeruͤckt werden muͤſſen, wie oben bereits vorgeſchr ieben worden iſt.(2) 965. uebrigens ſind in Anſehung der Gebote, der Form — 0 Dossier in der erhen Rechtsſprache eigentlich der umſchlag um die Acten, auf welchem die Partheyen bemerkt ſind, und den man in einigen Gegenden Deutſchlands den Actenmantel nennt. Mauchmal heist dossier anch die unter jenem beſondern Umſchlage den Acten beygefugte uinng von Beylagen. E. 526 P. II. L. 1I. Ptocédures relatives à une duccession. la réception des enchdres, à la forme de radjudica. tion et à ses suites, les dispositions contenues dans les néanmoins, si les enchbres sont regues Par un notaire, elles pourront étre faites Par toutes Personnes, saus ministers d'avouè. * 8— Des Partages et Licitations.(a) . 966. Pans les cas des articles 823 et 838 du Gode civil, lorsque le partage doit étre kait (a) Code ivil. Art 823„Si'un des cohéritiers „refuse de consentir au partsge, ou s*l s'eleve des con- „testations soit sur le mode d'y procéder, soit sur la „maniere de le terminer, le tribunal prononce comme n matibre sommaire, ou commet, s'il V a lieu, pour „les opératious du partage, un des juges, sur le rap- v duquel il décide les contestations.“ Art. 824.„estimstion des immeubles est faite „par Experts ceie par les parties S ou, à „leur refus, nommeés d'office.“ de h'estimation: il doit indiquer si Pobjet estimé Feut etre commodément partagé; de quelle manière; „fier enfin, en cas de division, chacune des eis du' ou peut en former, et leur valeur.“ „doit étre faite Par gens a ce connaissant, à juste 3 sans crue.“ P„ (1) Bey genauer Prüfung findet ſich ier ein tethn im Otigina. Die hierher gehörigen Artikel ſend offenbar nicht vom ſon⸗ dern vom 707. Artiket an zu rechnen. * in in — articles Fo1 et suivans du titre de la Faiie immobilire: „Le proces- verbal des experts doit presenter les Art. 825. estimation des meubles, n 1 „Pas eu de prisse faite dans un inventaire régulier, 1 2 ʒſileg n hüte lin. in ſoert ſtieun ucthe 6. 3 — 60) N Mehen, jn ein tſez ji den ſt nt, ne inen ihun Mrſad M „pi „heil „eſſe §. „ſchon rhe 3 3„und Nap det biit Uutz u . icitntis — han i „iui e ul ly pu nibunil ju et, Ui nde ji estutions“ ies in nies uun ilne chuuis 3 z8 nenlk un eun ounu, bb n iü l 2r Th. 28 B. Vom Verfahren bey einem Erbanfalle.§529 des Zuſchlags und ſeiner Folgen die im 701. und folgenden Artikeln im Titel: von Beſchlagnehmung unbewegli⸗ cher Guͤter(Art. 707— 715.) enthaltenen Vorſchriften zu beobachten. Erfolgt jedoch die Verſteigerung vor einem Notar, ſo kann jedermann, ohne daß ein Sachwalter dazu nöthig iſt, ſelbſt bieten.(1) Siebenter Titel. Von Erbtheilungen und öffentlichen Verſtigerungen. 6) ₰) o66. In denen Fällen, in welchen, vermoͤge des g23 und des 838. Artikels des Civilgeſetzbuchs, die Theilung gerichtlich (a) Nap. Civilgeſetzb. Art. 823.„Weigert ſich einer der „Miterben, in die Theilung einzuwilligen, oder entſteht unter „ihnen ein Streit uͤber die Art, wie dobey zu verfahren, oder „wie ſie zu beendigen ſey: ſo entſcheidet das Gericht nach der „fuͤr den ſummartſchen Proceß vorgeſchriebenen Form, oder er⸗ „nennt, nach Befinden, zur Berichtiauna des Theilngsgeſchäf⸗ „tes einen Gerichtscommiſſar, auf deſſen Bericht es die Strei⸗ „tigkeiten entſcheidet.“ 824.„Die Taxation der Immobilien muß durch Sach⸗ „verſtandige geſchehen, die von den Partheyen gewaͤhlt, oder „wenn dieſe ſich deſſen weigern, Amtswegen ernannt' werden.“ „Im Tapationsprotocoll der Sachverſtandigen muß ange⸗ „geben ſeyn, worauf ſich die Taxe gruͤnde; es muß derin an⸗ „gezeigt ſeyn, ob und wie das gewuͤrderte Stuͤck ſich fuͤglich „theilen laſſe; endlich muß auch da, wo eine Theilung thun⸗ „lich iſt, jeder einzelne Theil, der ſich daraus bilden laßt, und „deſſen Werth beſtimmt werden.“ 825.„Die Wuͤrderung der Mobilien erfolat, wenn nicht „ſchon in einem foͤrmlichen Inventarium eine Taxe daruͤber „vorhanden iſt durch Sachverſtändige nach ihrem wahren Werthe, „und ohne(Ruͤckſicht auf ein kuͤnftiges) Aufgeld.“ *) S. Pelaporte formulaire im Artikel: Partage des noSeietSns. Nap. Civilgeſetzb. III. B. I. Tit. 6. Kap. 1. Abſchn. Von der Erbtheilungsklage. E. Civilgerichtsordnung. 8 Ll . * 530 P. II. L. II. Procédures relatives à une Succession.* en justice, la partie la plus diligente se pour- voira. *„ * Art. 826.„Chacun des cohéritiers peut demander „sa part en nature des meubles et immeubles de la „succession: néanmoins, s'il y a des créanciers saisis- „sans ou opposans; ou si la majorité des cohéritiers „juge la vente nécessaire pour Faoquit des dettes et „charges de la succession, les meubles sont vendus publi- „quement en la forme ordinaire.«“ 5 Art. 327.„Si les immeubles ne peuvent pas se „partager commodément, il doit étre procédé à la vente „par licitation devant le tribunal.“ „Cependant les parties, si elles sont toutes majeu⸗ „res, peuvent consentir que la licitation soit faite de- „vant un notaire, sur le choix duquel elles s'accardent.“ Art. 828.„Après que les meubles et immeubles „ont été estimés et vendus s'il y a lieu, le juge-com- „missaire renvoie les parties devant un notaire dont „elles conviennent, ou nommé d'office, si les parties „ne s'accordent pas sur le choix.“ „On procbde, devant cet officier, aux comptes que „les copartageans peuvent se devoir, à la formation de „la masse générale, à la composition des lots, et aux „fournissemens à faire à chacun des copartageans.“ Art. 829.„Chaque cobéritier fait rapport à la „masse, suivant les regles qui seront ci- après établies, „des dons qui lui ont été faits, et des sommes dont il „est débiteur.“ Art. 330.„Si le rapport n'est pas fait en nature, „les cohéritiers à qui il est dü, prélèvent une portion „égale sur la masse de la succession.“ „Les prélbvemens se font, autant que possible, en „objets de méme nature, qualité et bonté que les objets „non rapportés en nature.“ Art. 831.„Après ces prélbvemens, il est procédéè, „sur ce qui reste dans la masse, à la composition d'au- „tant de lots égaux qu'il y a d'héritiers copartogeans „ou de souches copartageantes.“. in ſ nn“ iie Per icht 3.„ iirt hatch i, wer Richt unun h d unite hlht J. Mohh w „meh „Ber „Menſt irit nen „eib PErbe hn 1 u . in ketien kt . 6 hu n tuiht ecbun 6 in ſui al“ el un h Mcuiut iuqud iuu ne yinh ienn ur kolin, k“ oſhicier, m ervit, iht itidn is ies cn iüer hü ewn ii „e ian es yn ii rlm⸗ ion“ unn ſu⸗ s et luß enmi 1 h * 2 Th. 2s B. Vom Verfahren bey einem Erbanfalle. 531 geſchehen muß, hat derjenige, der ſolche vorzuͤgleich wuͤnſcht, deshalb das Noͤthige anzubringen.(Map. Civilgeſetzb. Art. 815. 8. 813.) L212 326.„Jeder der Miterben kann ſeinen Erbantheil an „beweglichen und unbeweglichen Guͤtern in Natur fodern; „treten jedoch Glaͤubiger auf, welche Beſchlag auf die Erb⸗ „ſchaft legen, oder wider die Auslieferung proteſtiren, oder „hält die Mehrzahl der Miterden wegen Tilaung der Schul⸗ „den und Oblaſten der Erbſchaft den Verkauf fuͤr unentbehr⸗ „lich: ſo werden die Mobilien offentlich und in gewoͤhnlicher „Form verkauft.“ 82.„Laſſen die unbeweglichen Guͤter ſich nicht bequem „thetlen, ſo ſoll zu deren gerichtlicher Verſteigerung geſchritten „werden.“ „Sind jedoch ſämmtliche Miterben majorenn, ſo koͤnnen „ſie die Verſteigerung durch einen von ihnen gewaͤhlten No⸗ „tar verrichten laſſen.“ 828.„Sobald das bewegliche und unbewegliche Vermoͤ⸗ „gen taxirt und verkanft iſt, verweiſt der Gerichtsco umiſſar „die Partheyen an einen Notar, den ſie ſelbſt erwahlen, oder „den, wenn ſie ſich uͤber die Wahl nicht vereinigen koͤnnen, „der Richter Amtswegen ernennt. Vor dieſem oͤffentlichen „Beamten ſchreitet man zu Ablegung der Rechnungen, zu wel⸗ „cher die Miterben etwa unter einander verpflichtet ſind, zur „Ausmittelung der Haupterbſchaftsmaſſe, zur Bildung der „Erbſchaftslooſe, und zur Ablieferung an die Theilhaber.“ 829.„Jeder Miterbe conferirt bey der Maſſe, in Ge⸗ „maͤßheit nachſtehender Vorſchriften, die empfangenen Ge⸗ „ſchenke, und die zur Erbſchaft ſchuldigen Summen.“ g30.„Geſchieht die Collation nicht in Natur, ſo neh⸗ „men die Miterben, welche ſie zu fodern berechtigt ſind, den „Betrag derſelben von der Erbſchaftsmaſſe zum Voraus weg.“ „Dieſe Vorausnahme geſchieht, ſoviel moͤglich, in Ge⸗ „genſtanden, die mit den nicht in Nalur zuruͤckgegebenen(con⸗ „ferirten) Gegenſtaͤnden von gleicher Art, Beſchaffenheit und „Guͤte ſind.“ s3z1r.„Sind dieſe Gegenſtaͤnde nun voraus weggenom⸗ „men: ſo wird das, was von der Maſſe nun noch uͤbrig „bleibt, in ſo viel gleiche Erbſchaftslooſe vertheilt, als cheilende „Erben ober theilende Stämme ſind.“ 532 P. II. L. II. Pröcédures relatives à une Successibn. 967. Entre deux demandeurs, la poursuite appar- tiendra à celui qui aura fait viser le premier'original K 5 „1 Art. 832.„Dans la formation et composition des „lots, on doit 6viter, autant que possible, de morceler „les héritages et de diviser les exploitations; et il con- „vient de faire entrer dans chaque lot, s'il se peut, la „méme quantité de meubles, d'immeubles, de droits ou „de créances de méme nature et valeur.“ Art. 333.„Linégalité des lots en nature se com- „pense par un retour, scit en rente, soit en argent.“ Art. 834.„Les lots sont faits par l'un des cohs- „ritiers, s'ils peuvent convenir entre eux sur le choix, „et si celui qu'ils avaient choisi accepte la commission: „dans le cas contraire, les lots sont faits par un expert „que le juge- commissaire désigne.“ „Ils sont ensuite tirés au sort.“ 7 „chaque copartageant est admis à proposer ses réclama- „tions contre leur formation.“ Art. 836.„Les règles établies pour la division des „masses à partager, sont également observées dans la „subdivision à faire entre les souches copartageantes.“ Art. 337.„Si, dans les opérations renvoyées de- „vant un notaire, il s'éleve des contestations, le notaire „dressera proces verbal des difficultés et des dires res- „pectifs des parties, les renverra devant le commissaire „nommé pour le partage; et, au surplus, il sera pro- „cédé suivant les formes prescrites par les lois sur la „procédure.“ Art. 338.„Si tous les cohéritiers ne sont pas prs- ⸗. ⸗* „sens, ou s'il y a parmi eux des interdits, ou des mi⸗ „neurs, méme émancipés, le partage doit étre fait en „justice, conformßment aux règles prescrites par les ar- „ticles 819 et suivans, jusques et compris Farticle pré- „cédent. S'il y a plusieurs mineurs qui aient des inté⸗ „réts opposés dans le partage, il doit leur étre donné „à chacun un tutenr spécial et particulier.“ 8 Art. 839.„S'il y a lieu à licitation, dans le cas „du précédent article, elle ne peut étre faite qu'en jus- „ Art. 835.„Avant de procéder au tirage des jots, n jung de juug uhnſ bn tſmmn huhe bin 5. nömnfi um el 30¹. 6. , wenn ndd u hitr un buis Coda 635. n t undu un Ri 6 icht it in uh d Q „den „ög „ma 3„heit halt nt en Stn — ue i 3 tente hint nn 3 300 iun vn“ Neie ni uip le ui lenent in wuche eu openum conten ſcchis m enn! u un ies yuk heriies un de inuin nn ii ſra e cun⸗ enn ſin liht hcun* eut in lu ——.————„ argh. a V. Vom Verfahren bey einem Erbanfall. 533 967. Unter zwey Anſuchenden ſteht die fernere Betreibung der Sache dem zu, der das Original ſeiner Vorladungsurkunde 332.„Bey Bildung und Beſtimmung der Looſe ſoll die „Zerſtuͤckelung(Dismembration) der Grundſtuͤcke, und die „Trennung der Wirthſchaften moglichſt vermieden werden; und es gebuͤhrt ſich, daß man in jedes Loos, wo moͤglich, glei⸗ „chen Betrag an beweglichen und unbeweglichen Guͤtern, Ge⸗ „rechtſamen und Foderungen von gleicher Natur und gleichem „Werthe bringe.“. 833.„Die Ungleichheit der Looſe an in Natur vertheil⸗ „ten Gegenſtaͤnden wird durch Herausgabe von Renten oder „baarem Gelde gehoben.“ 834.„Die Looſe werden von einem der Miterben gebil⸗ „det, wenn die Erben ſich uͤber deſſen Wahl vereinigen kon⸗ „nen, und derjenige von ihnen, den ſie hierzu gewaͤhlt haben, „den Auftrag annimmt; widrigenfails macht die Looſe ein „vom Gerichtscommiſſar ernannter Sachverſtaͤndiger.“ „Sodann erfolgt die Ziehung der Looſe ſelbſt.“ 835.„Ehe man zur Ziehung der Looſe ſchreitet, ſteht je⸗ „dem Jutereſſenten frey, wider die Art, wie ſie gebildet ſind, „Einwendungen zu machen.“ S 836.„Die fuͤr die Theilung ganzer Erbmaſſen vorgeſchrie⸗ „benen Regeln ſind auch bey den Unterabtheilungen unter den „zugleich theilenden einzelnen Stämmen zu beobachten.“ 337.„Wenn bey Verrichtungen, die an einen Notar ver⸗ „wieſen ſind, Streitigkeiten entſtehen, ſo nimmt der Notar uͤber „die eingetretenen Streitigkeiten und das gegenſeitige Vor⸗ „bringen der Partheyen ein Protocoll auf, und verweiſt ſie „an den zur Erbtheilung ernannten Gerichtscomwiſſar; uͤbri⸗ „gens wird dabey in der durch die Civilgerichtsordnung „Art. 975.) vorgeſchriebenen Form verfahren.“. g3.„Sind nicht alle Miterben gegenwaͤrtig, oder befin⸗ „den ſich unter ihnen Interdicirte(der Verwaltung ihres Ver⸗ „moͤgens Entſetzte) oder Minderjaͤhrige, waͤren letztere auch „emancipirt: ſo ſoll die Erbtheilung gerichtlich und in Gemäß⸗ „heit der Vorſchriften erfolgen, die im 8191ten und folgenden „Artikeln bis zum gegenwaͤrtigen, mit Einſchluß deſſelben, ent⸗ „halten ſind. Tritt bey der Erbtheilung ein entgegenlaufendes „Intereſſe mehrerer Minderjährigen ein? ſo muß jedem von ih⸗ „nen beſonders ein Specialvormund beſtellt werden.“ 830.„Findet im vorſtehenden Falle eine Verſteigerung „Statt, ſo kann ſie nicht anders, als gerichtlich, in der 334 II. L. II. Procédures relatives 5 une Suocession. de son exploit par le Peksr du tribunal: ce visa zera daté du jour et de l'heure. 968. Le tuteur spocial et qui étre donné à chaque mineur ayant des intéréts opposs, sera nommeé suivant les regles contenues au titre des Avis de Parens. * 969. Le méme jugement qui prononcera sur demande en partage, commettra, s'il y a lieu, un juge, conformément à larticle 823 du Code civil, et ordon- nera que les immeubles, s'1 y en 2, seront estimés par experts, de la manière preptite en rarticle 824 du méme Code. 97o. En pronongant sur cette demande, le tribu- nal ordonnera par le méme jugement le partage s'il peut avoir lien, ou la vente par licitation, qui sera faite soit devant un membre du tribunal, soit devant un notaire. 7I. I sera procédé aux nominations, prestations de serment et rapports d'experts, suivant les formalités prescrites au titre der Rapports d'eaperts? néanmoins, lorsque toutes les parties seront majeures, il pourra n'étre nommé qu'un expert, si elles y oonsentent. 972. Le poursuivant demandera yenterinement du rapport, par de simples d'avoué à avoué. On se conformera Pour la vente aux formalités 8 ₰ „tice avec les formalités prescrites pour palienation des „biens des mineurs. Les etrangers sont toujours „admis.“ — — f. ſwm 91 ld die 4 2 n Nin u6 ib win cun ſln. 44 g iü teichti ſbi ut iſtuche ſo ncen mn ſilh mw gich N iitenſt unde 1. eidi Gerch ſit ſchr ßt Por Unb fl „ ch l 1ſin q Jah wit at e jtzenn n lin da nin 1 nominai u mn uden t nin uien un 6 cucuin h nuni te nn uzn ſm 2r Lh. 2s B. Vom Verfahren bey einem Erbanfalle. 535 zuerſt vom Gerichtsſchreiber viſiren ließ. Beym Viſa iſt der Tag und die Stunde zu beſtimmen. 968. Der einem jeden Minderjaͤhrigen, welcher ein einem andern Minderjaͤhrigen entgegenlaufendes Intereſſe hat, be⸗ ſonders zu beſtellende Specialvormund(Nap. Civilgeſeßb. Art. g38.) iſt nach den im Titel von Familieng utachten enthaltenen Vorſchriften(ſ. oben I. Th. I. B. Tit. 10.) zu beſtellen. S 960. In eben dem Urthel, in welchem über die Erbthei⸗ lungsklage erkannt wird, iſt noͤthigen Falls, in Gemaͤßheit des g23. Artikels des buͤrgerlichen Geſetzbuchs, einem Mitgliede des Gerichts Commiſſion zu ertheilen und darauf zu ſprechen, daß die unbeweglichen Guͤter, auf die im 824. Artikel deſſelben Geſetzbuches vorgeſchriebene Art gewuͤrdert werden ſollen. o7d. Indem das Gericht uͤber dieſe Klage erkennt, hat es in eben dieſem Urthel darauf zu ſprechen, daß die Theilung, wenn ſolche Statt findet, vorgenommen, oder zur Verſteige⸗ rung vor einem Mitgliede des Gerichts, oder vor einem No⸗ tar, geſchritten werden ſolle.(Nap. Civilgeſetzb. Art. 827. 4590 o71. In Anſehung der Ernennung, Vereidung und Be⸗ richtserſtattung der Sachverſtändigen muß nach den im Titel: von dem Gutachten der Sachverſtändigen U. Th. I. B. Tit. 14.) enthaltenen Vorſchriften verfahren werden. Sind indeß alle Intereſſenten vollaͤhrig, ſo kann, mit ihrer Genehmigung, auch nur ein einziger Sachverſtaͤndiger ernannt werden.(Art. 303.) o7z. Der, welcher die Erbtheilung ſucht, trägt auf Be⸗ ſtätigung des Gutachtens, mittelſt eines bloßen Anſuchungs⸗ ſchreibens an, welches ein Sachwalter dem andern zufertigen laͤßt. In Anſehung der Veraͤußerung hat man ſich nach den Vorſchriften zu richten, die im Titel: von Veraͤußerung unbeweglicher Guͤter(Art. 933. u. f.) enthalten ſind; Veraußerung der Guter der Minderjaͤhrigen vorge⸗ „ſchriebenen Form, geſchehen. Auch ſind dabey allemal Fremde „zuzulaſſen.“ „ 536 P. M. II Procédures relatives à une Suecehion . prescrites dans 1e titre de la Vente des biens nene en ajoutant dans le cnhit des charges, Les noms, demeure et profession du i les noms et demeure de son avous; 5 Les noms, demeures et professions A. colicitans. Gopie du cahier des charges sera signifiée aux avoués des colicitans par un simple acte, dans la hui- taine du dépöt au greffe ou chez le notaire. 973. Sil s'éleve des difßicultés sur le cahier des charges, elles seront vidées à Paudience, sans aucune requéte, et sur un simple acte d'avoué à avous. 74. Lorsque la situation des imméubles aura exige plusieurs epertises distinctes, et que chaque immeuble aura été déclare inpartoteable, il n'y aura cependant pas lieu à licitation, sil résulte du rapprochement des rapports que la totalitè des immeubles peut se partager commodement.. 975. 8i ſ. demande en partage n'a pour objet que la division d'un ou de plusieurs immeubles sur lesquels les droits des intéresses soient deja liquides, les experts, en procedant à hestimation, composeront les lots ainsi qu'il est prescrit par Particle 456 du Code civil; et après que leur rapport aura éts entériné, les lots seront tirés au sort, soit devant le juge commissaire, soit de- vant un notaire commis par le tribunal.(a) 63) Code B Art. 40.„Pour obtenir 3 Pégard mineur tout l'effet qu'il aurait entre majeurs, le „Partage devra etre fait en justice, et précédé d'une netimation kaite Par nommés par le tribunol 1 2 ſd q. wc Nmel, in nd P ſumen, tn 7 iu( uſ ine t 1 uun! lit St pi bi un in nit ui ge hiln hn ich huht uuliien in wlhe ſche wi de wo miſ 2r Th. 28 B. Vom Verfahren bey einem Erbanfalle. 537 du jedoch ſind in dem Aufſatze, welcher die Kaufsbedingungen nun enthaͤlt, noch hinzuzufuͤgen: „ Namen, Aufenthalt und Gewerbe der Anſuchenden, Na⸗ men und Wohnung ſeines Sachwalters; uiu Namen, Wohnung und Gewerbe der Mitverkäufer. hunn 6 Eine Abſchrift des Aufſatzes, der die Kaufsbedingungen hn enthaͤlt(Art. o5g.), wird den Anwaͤlden der Mitverkaͤufer mittelſt eines bloßen Satzes mitgetheilt, und das zwar bin⸗ jahm nen acht Tagen, nachdem ſolcher in der Gerichtsſchreiberey h oder beym Notar niedergelegt worden iſt. 1hMin 973. Entſtehen uͤber den Aufſatz, der die Bedingungen „ zn enthaͤlt, Streitigkeiten, ſo werden dieſe im Verhoͤr, ohne vor⸗ gängige Bittſchrift und auf einen bloßen Satz, den ein Sach⸗ 4 walter dem andern zufertigen laͤßt, beygelegt.(Art. 405.) 74. Wenn die Lage der unbeweglichen Guͤter mehrere l und verſchiedene Beſichtigungen durch Sachverſtaͤndige noth⸗ wendig gemacht hat, und jedes einzelne unbewegliche Gut fuͤr untheilbar erklaͤrt worden iſt: ſo ſoll dennoch die Verſteigerung dann nicht Statt haben, wenn ſich aus der Vergleichung der Gutachten ergiebt, es laſſe ſich die geſammte Maſſe der Im⸗ u mobilien bequem theilen.(Nap. Civilgeſetzb. Art. 826.) o75. Hat die Erbtheilungsklage bloß die Vertheilung eines oder mehrerer unbeweglicher Guͤter zum Gegenſtande, an bii welche die Intereſſenten voͤllig ausgemittelte Rechte haben: ſo npem ſollen die Sachverſtaͤndigen, nach erfolgter Taxation, zu Folge ℳ l der im 466. Art. des Civilgeſetzbuches enthaltenen Vorſchrift, die Looſe bilden. Sobald ihr Gutachten gerichtlich genehmigt worden iſt, werden die Looſe entweder vor einem Gerichtscom⸗ miſſar oder vor einem Gerichtswegen dazu beſtellten Notar u gezogen.() ulie i m uueblx t entine, 5 ue ·vnti 1 Jn iui(a) Nap. Civilgeſetzb. Art. 466.„Soll die Erbtheilung in unit en 1„Anſehung eines Minderjährigen alle die Wirkungen haben, ite, ſu„welche ſie unter Volljahrigen hervorbringen wuͤrde, ſo muß „ſie gerichtlich vorgenommen werden. Sie darf nicht anders nun ſr„geſchehen, als nach vorgaͤngiger Taxation, zu welcher das Ci⸗ 538 P. II. L. II. Procédures relatives à une Succession. 976. Dans les autres cas, le poursuivant fera som- mer les copartageans de comparaitre, au jour indiqué, devant le juge commissaire, qui renverra les parties devant un notaire dont elles conviendront, si elles peu- vent et veulent en convenir, ou qui, à défaut, sera nomms d'office par le tribunal, à Peffet de procéder aux comptes, rapports, formation de masses, prelsve- mens, composition de lots et fournissemens„ainsi qu'il est ordonné par le Code civil, art. 828. Il en sera de méme après qu'il aura été procedé 5 la licitarion, si le prix de P'adjudication doit étre confondu avec d'autres objets dans une masse commune de partage pour former la balance entre les divers lots. 977. Le notaire commis procédera seul et sans Passistance d'un second notaire ou de téẽmoins: si les parties se font assister auprès de lui d'un conseil, les honoraires de ce conseil wentreront point dans les frais de partage, et seront à leur charge. 6. Au cas de l'article 837 du Code eici, le notaire rédigera en un procès-verbal séparé les difficultés et dires des parties: ce prochs- verbal sera, par lui, remis au greffe, et y sera retenu. „* ————— „de premiere instance du lien de l'ouverture de la suc- „cession.“ X „Les experts, après avoir prété devant le président „du méme tribunal, ou autre juge par lui délégué, le „serment de bien et fidelement remplir leur mission, „procederont à la division des héritages et à la forma- „tion des lots, qui seront tirés au sort, et en présence „soit d'un membre du tribunal, soit d'un notaire par „lui commis, lequel fera la délivrance des lots. „Tout autre partage ne sera considẽrè que comme „provisionnel.“. bich rh y. unſt uhn( n di ſt bm ſ Ints jb i ni vßidn inP Mm kin ſn bit ſane N. betin ſi n( un fi L nmn i1 Purh du X erTh. 2s B. Vom Verfahren b einem Erbanfalle. 539 nin, o76. In allen uͤbrigen Fällen laͤßt der, welcher die Erb⸗ inn theilung ſucht, die Theilhaber auffodern, am angeſetzten Tage anin vor dem Gerichtscommiſſar zu erſcheinen. Dieſer verweiſt F ſodann die Partheyen an einen Notar, uͤber den ſie, wenn 6 ſie es koͤnnen und wollen, ſich vereinigen, oder der widrigen⸗ 5 ik falls Amtshalber vom Gerichte ernannt wird, damit vor die⸗ min in ſem, in Anſehung der Rechnungsabnahme, der Collation, tinn der Ausmittelung der Vermoͤgensmaſſen, der Vorausnahme, l, n der Bildung der Looſe, und der Ergänzung der Erbtheile auf gl n die im 828. Artikel des buͤrgerlichen Geſetzbuches vorgeſchrie⸗ 6 bene Art verfahren werde. Ein Gleiches geſchieht nach erfolgter Verſteigerung, wenn 6„—„ e K„„ — die Erſtehungsſumme mit andern Gegenſtaͤnden in eine gemein⸗ au n ſame Erbtheilungsmaſſe geworfen werden muß, um die ver⸗ ymein ſchtedenen Erbſchaftslooſe ins Gleiche zu bringen. ite u en o77. Der verordnete Notar verfaͤhrt ganz allein, ohne e hi iu Beytritt eines zweyten Notars, und ohne Zeugen. Bedienen ſich die Partheyen dor ihm eines Rechtsbeyſtandes, ſo werden deſſen Gebuͤhren nicht zu den Theilungskoſten gerechnet, ſon⸗ dern fallen ihnen allein zur Laſt. lu lu ii Wenn der im 837. Artikel des buͤrgerlichen Geſetzbuches n kl angenommene Fall eintritt, ſo nimmt der Notar ein beſonde⸗ vetbi inj res Protocoll uͤber die entſtandenen Streitigkeiten und das Vorbringen der Partheyen auf. Dieſes Protocoll muß er in der Gerichtsſchreiberey niederlegen, wo es aufbewahrt wird. à! e e „vilgericht des Ortes, wo die Erbſchaft erledigt worden iſt, die „erfoderlichen Sachverſtändigen ernennt.“ ½—„Die Sachverſtändigen legen vor dem Praäͤſidenten des jie nk„erwähnten Gerichts, oder vor einem andern von ihm hierzu ent nug*„abgeordneten Richter, den Eid ab, daß ſie ihrem Auftrage kinzs ii„genau und treulich nachkommen wollen; ſie ſchreiten hierauf um„zur Theilung der Guͤter, und zur Verfertigung der Looſe, die „in Gegenwart eines Mitgliedes des Gerichtes oder eines von it n „ihm abgeordneten Notars, welcher auch die Looſe ausliefert, imn ki„gezogen werden.“ n min„Jede andre Theilung iſt als bloß vorlaͤuſig(proviſoriſch) „zu betrachten.“ 540 P. II. L. II. Piojdue⸗ relatives à une Succession. Si le juge-commissaire renvoie les parties à Pau- dience, leindication du jour oů elles devront comparaitre leur tiendra lieu dajournement. M ne sera fait aucune sommation pour compereitre it devant le juge, soit à Paudience. 978. rs la masse du partage, les rapports et prolsvemens: à faire par chacune des parties intéressées, auront été etablis par le notsire, suivant les articles 829, 830 et 831 du Code civil, les lots seront faits par 'un des cohéritiers, s'ils sont tous majeurs, s'ils s'ac- cordent sur le choix, et si celui qu'ils auront choisi accepte la commission: dans le cas contraire, le notaire, sans qu'il soit besoin d'aucune autre Procédure, ren- verra les parties devant k juge- commissaire, et celui- ei nommera un expert. 2 979. Le cohöritier choisi par les pun ou l'ex- pert nommé pour la formation des lots, en établira la composition Par un rapport qui sera requ et rédigè par le notaire à la suite des opérations précédentes. 980. Lorsque les lots auront été fixésh et que les contestations sur leur formation, s*il y en a eu, auront été jugées, le poursuivant fera sommer les copartageans a Teffet de se trouver, à jour indique, en I'étude du notaire, pour assister à la. clõture de son procks- verbal, en entendre lecture, et le signer avsc lui, s'ils le peu- vent et le veulent. 981. Le notaire remettra rexpedition du procks. verbal de partage à la partie ls plus pour en poursuivre Phomologation par le tribunal: sur le rp rh Peru , an1 Un. ſs de zunhil ſun ſl ſt. hi, lui ſicen ii ſud innt, zsſt bit windi N ion biche ſinſ mn di ſicn . Sy du kmi 3 en. nie npn cu iaynn uin, um fü, leun ut tor un ici dhn e en cnnn uue zutn ſu ii jn la n des ou ui en nnn tins yrtcit unt eti ſ in, 1 y e n nnet kt inügus nure is unn e ut li, i eeiini k riu 2r Th. 28 B. Vom Verfahren bey einem Erbanfall. 541 Verweiſt der Gerichtscommiſſar die Partheyen zum Ver⸗ hoͤr, ſo vertritt die dabey zugleich erfolgende Anzeige des Ta⸗ ges, an welchem ſie erſcheinen ſollen, die Stelle einer Vor⸗ ladung. Es darf keine beſondere Provocation erfolgen, daß der Gegentheil ſich vor dem Richter ſtellen, oder beym Verhoͤr er⸗ ſcheinen ſolle.— o78. Iſt die zu theilende Erbſchaſtsmaſſe, oder das, was jeder der Intereſſenten zu conferiren, oder voraus zu empfan⸗ gen hat, nach Maaßgabe des 829. 830. und 831. Artikels des Civilgeſetzbuchs vom Notar feſtgeſetzt: ſo macht einer der Miterben, wenn ſie alle volljhrig, und uͤber deſſen Wahl einig ſind, und der von ihnen Gewählte den Auftrag an⸗ nimmt, die Looſe; widrigenfalls verweiſt der Notar, ohne daß es ſonſt eines Verfahrens bedarf⸗ die Partheyen an den Gerichtscommiſſar; und dieſer beſtellt dann dazu einen Sach⸗ verſtaͤndigen. 970. Der zur Bildung der Erbſchaftslooſe von den Par⸗ theyen gewaͤhlte Miterbe, oder der Gerichtswegen beſtellte Sachverſtaͤndige beſtimmt dasjenige, was zu jedem Looſe ge⸗ horen ſolle, mittelſt eines Gutachtens, welches der Notar hin⸗ ter die fruͤhern zu Protocoll genommenen Verrichtungen, auf⸗ zeichnet und in die gehoͤrige Form bringt.(Nap. Civilgeſetzb. Art. 834.) ogo. Sind die Looſe beſtimmt, und die etwa vyrgefalleneu Streitigkeiten uͤber die Bildung derſelben entſchieden, ſo muß der, welcher die Erbtheilung ſucht, die Theilhaber auffodern laſſen, ſich an einem beſtimmten Tage in der Expedition des Notars einzufinden, um dem Schluſſe des von dieſem aufgenommenen Protocolls und deſſen Vorleſungen beyzuwoh⸗ nen, und ſolches, inſofern ſie es können und wollen, nebſt ihm, zu unterſchreiben.(Nap. Civilgeſetzb. Art. 835. 837. S. oben Art. 977.) o81. Der Notar ſtellt die Ausfertigung des uͤber vie Theilung abgefaßten Protocolls der zuerſt darum anſuchenden Parthey zu, damit dieſe die Beſtaͤtigung deſſelben beym Ge⸗ * . 542 P. II. L. II. Procédures relatiyes à une Succession. 1h port du juge-commissaire, le tribunal homologuera le un 6 i w Partage, s'il y a lieu, les parties présentes, ou appe- lées si toutes n'ont pas comparu à la clöture du procds-. verbal et sur les conclusions du procureur impéria!, ſ. dans ls cas ou la qualité des parties requerra son mi- 2 nistère. 3— 8 ehn e 982. Le jugement d'homologation ordonnera 1e n ⸗ tirage des lots, soit devant le juge commissaire, soit devant le notaire, lequel en fera la délivrance auseitét nh après le tirage.. un zi 6 1 983. Soit le greffier, soit le notaire, seront tenus de délivrer tels extraits, en tout ou en partie, du pro- ces· verbal de partage que les parties intéressées re- ſ querront. nun, 984. Les formalités ci-dessus seront suivies dans. 5 les licitations et partages tendant à faire cesser h'indi- in vision, lorsque des mineurs ou autres personnes non ihiz jouissant de leurs droits civils y auront intérét. iin 935. Au surplus, lorsque tous les copropriẽtaires F ou cohéritiers seront majeurs, jouissant de leurs droits 6 civils, présens ou dument représentés, ils pourront ih s'abstenir des voies judiciaires, ou les abandonner en wh tout état de cause, et s'accorder pour procéder de telle bhſt maniere qu'ils aviseront. 6) 8 fir: (a) Code civil. Art. 819.„Si tous les héritiers „sont présens et majeurs, Fapposition de scellés sur les „eflets de la succession n'est pas nécessaire, et le par- ——— () Exposs des motifs par Mr. Siméon. (2) Ueber die Wirkungen der Erbtheilung und die Gewährleiſtung X * uuſn 3 puin kantin 3 le jige un ien kin vit k nin out unn k hutin i nint i lins 0u nmn ky unn e tus lun pit ii 6, oo l iu ier pout ni b ion i v neceuin hinet. nb er Th. 28 B. Vom Verfahren bey einem Erbanfalle. 543 richt ſuchen koͤnne. Auf den Vortrag des Gerichtscommiſſars beſtatigt das Gericht, ſoweit es ſich thun laͤßt, die Theilung, und zwar in Gegenwart oder nach erfolgter Vorladung der Partheyen, wenn dieſelben nicht ſämmtlich beym Schluſſe des Protocolls erſchienen ſind. Dieſe Beſtaͤtigung erfolgt, wenn es die Beſchaffenheit der Partheyen erheiſcht,(S. oben Art. g3. Nr. 6. 7.) nach vor⸗ her gehoͤrtem Antrage des kaiſerlichen Anwalds. o32. Im Beſtaͤtigungsbeſcheide wird zugleich darauf er⸗ kannt, daß die Looſe entweder vor dem Gerichtscommiſſar, oder vor dem Notar gezogen werden ſollen, welcher ſolche ſogleich nach der Ziehung ausliefert.(Napol. Civilgeſetzb. Art. 834.) oz. Der Gerichtsſchreiber ſowohl, als der Notar ſind ſchuldig, wenn die Intereſſenten Auszuͤge von dem uͤber die Theilung abgefaßten Protocolle im Ganzen oder Theilweiſe verlangen, ihnen ſolche auszufertigen. o84. Obige Formalitäten ſind bey oͤffentlichen Verſteige⸗ rungen und Theilungen, die zur Abſicht haben, der Gemein⸗ ſchaft ein Ende zu machen, dann zu beobachten, wenn Min⸗ derjaͤhrige oder andere Perſonen dabey intereſſirt ſind, die ſich nicht im Genuß ihrer Civilrechte befinden.(1) o85. Sind uͤbrigens alle Miteigenthuͤmer oder Miterben volljaͤhrig, im Genuſſe ihrer buͤrgerlichen Rechte, gegenwaͤrtig oder gehoͤrig vertreten: ſo ſteht ihnen frey, die Sache gar nicht auf dem gerichtlichen Wege auszumachen, denſelben, in welchem Zuſtande ſich auch die Sache befinde, wieder zu ver⸗ laſſen, und die Theilung vorzunehmen, wie ſie es nur immer fuͤr gut finden.[3) 62) 6) Nap. Civilgeſetb. Art. 819.„Sind alle Erben gegen⸗ „wärtig und vollahrig: ſo iſt die Verſiegelung der zur Erb⸗ „ſchaft gehoͤrigen Gegenſtaͤnde nicht erfoderlich, und dte Erb⸗ für die Lvoſe, ſo wie über die Nullitätserklärung in Erbtheilungs ſachen, ſ. Napol. Civilgeſetzv. III. B. Lit. 1. Cap. VI 4. und 8. Abſchn. 544 P. II. L. II. Procedures relatives à une Succession. TITRE vII. ₰„ ⸗. Du Beénéfice d'inventaire. .. 986. Si l'héritier veut, avant de prendre qualité, et conformément au Code civil(a), se faire autoriser à procéder à la vente d'effets mobiliers dépendans de la „tage peut étre fait dans la forme et par tel acte que „les parties intéressées jugent convenables.“ 3 „Si tous les héritiers ne sont pas présens, s'il y a „parmi eux des mineurs ou des interdits, le scellé doit „étre apposé dans le plus bref délai, soit à la requéte „des héritiers, soit à la diligence du commissaire du „Gouvernement près le tribunal de premiere instance. „soit d'office par le juge de paix dans l'arrondissement „duquel la succession est ouverte.“ (a) Code civil. Art. 793.„La declaration d'un „héritier, qu'il entend ne prendre cette quaiité que — „sous bénéfice d'inventaire, doit étre faite au greffe du „tribunal de première instance dans l'arrondissement „duquel la succession s'est ouverte: elle doit étre ins- „crite sur le registre destiné à recevoir les actes de „renonciation.“ Art. 794.„Cette décharation n'a d'effet qu'autant „qu'elle a öté précédée ou suivie d'un inventaire fidele „et exact des biens de la succession, dans les délais „déterminés par le Code civil, et dans les formes ci- dessus prescrites.“. Art. 796.„Si cependant il existe dans la succes- „sion, des objets susceptibles de dépérir ou dispendieux à conserver, Phéritier péut, en sa qualité d'habile à „succéder, et sans qu'on puisse en induire de sa part „une acceptation, se faire autoriser par justice à pro⸗ „ceder à la vente de ces effets.“ 77 „Cette vente doit étre faite par officier public, „après les affiches et publications réglées par les lois „sur la procédure.“ Art. 805.„Il ne peut vendre les meubles de la „succession que par le ministere d'un officier public, B⸗ 6 imun nbeh — bün! Ah joe Ein Mi i int n ſi v Meden Hu g d „e U m e timn, eut, mu z B eci niien hhmn e vit huy M ies ineri hi ihi 3 k ülgen a i ſun iu u wene“ e prnin en ie, ſit in iu usunce d k t orene ine 1 reren dmtion n1 i wiie kunin ueteuin, cni, e in! . qnt i eis hle k iyiiu eut, en u ſu uiu u iii e nrüe s nhin ſu in n renin 6 inn lu“ 1 * ar Th. 2s B. Vom Verfahren bey einem Erbanfalle. 545 e Von der Rechtswohlthat des Inventariums. — 986. Will der Erbe, noch ehe er in dieſer Cigenſchaft aufgetreten iſt, in Gemaͤßheit des Civilgeſetzbuches() ſich zum Verkauf von Erbſchaſtsmobilien Erlaubniß auswirken, ſo „theilung kann in jeder den Intereſſenten beliebigen Form, und . „durch jede von ihnen beliebte lirkunde erfolgen.“ „Sind nicht alle Erben anweſend, oder gtebt es unter ih⸗ „nen Minderjahrige oder Intersicirte: ſo muß die Verſiege⸗ „lung in moͤglichſi kurzer Zeit auf Anſuchen der Erben, oder „auf Antrag des kaiſerlichen Anwalds beym Gerichte erſter „Inſtanz, oder auch Amtswegen vom Friedensrichter des Be⸗ „zirks, wo der Erbfall erfolgte, geſchehen.“ (a) Nap. Civiloeſetzb. Art. 793„Die Erklérung eines „Erben, daß er dieſe Eigenſchaft nur unter der Rechtswohl⸗ „that des Inventariums annehmen wolle, muß in Ge⸗ „ „richtsſchreiberey erſter Inſtaz desjenigen Bezirks geſchehen, „wo der Erba fall erfolgt iſt; ſie muß in das zu dergteichen „Losſagungsurkunden beſtimmte Buch(Regiſter) eingecragen „werden.“. 704.„Dieſe Erklärung hat nur in ſo fern Wirkung, als „vorher oder nachher ein getreues und genaues Inventarium „der zur Erbſchaft gehoͤrigen Guͤter, jedoch in den durch die Ci⸗ „vilgerichtsordnung(Art. 941. ff.) beſtimmten Formen, und „innerhalb der nachſtehend beſtimmten Friſten verfertigt wor⸗ „den iſt.“. 796.„Finden ſich jedoch in der Erbſchaft Sachen, die „dem Verderben ausgeſetzt ſind, oder nicht ohne betrachtlichen „Aufwand erhalten werden koͤnnen; ſo kann der Erbe, krait „ſeiner Erbfahigkeit, und ohne daß man von ſeiner Seite dar⸗ „aus eine Annahme folgern koͤnnte, mit gerichtlicher Erlaubniß „zum Verkaufe dieſer Gegenſtande ſchreiten.“ „Dieſer Verkäuf ſoll von einem ofſentlichen Beamten ge⸗ „ſchehen, wenn zuvor die durch die Cwilgerichtsordnung dieß⸗ „falls vorgeſchriebenen Abkuͤndigungen und Anſchiagszettel be⸗ „ſorgt ſind.“ go5.„Zur Erbſchaft gehoͤrige Mobilien kann er nicht an⸗ „ders als durch einen oͤffentlichen Beamten verſteigern laſſen, civiigerichtsordnung. Mm 2h. 25 546 P. II. L. II. prooedures relatives à une Succession. —* 2. 3 succession, il présentera, à cet effet, requéte au prési- ut beshe dent du tribunal de première instance dans le e thſn Be duquel la succession est ouverte.„ initen iſr K La vente en sera faite par un ofſicier public, oprks iin, wh les affiches et publications ci- dessus prescrites pour la Nhugſchrie vente du mobilier.. inichen Be jn ö 987. 8* V a kieu à vendre des immeubles döpen- 6 dans de la succession, l'héritier bensficiaire présentera jniz au président du tribunal de première instance une re ſan des 6 quéte ou ils seront designés: cette requéte sera com- ſt 6 66„ muniquée au ministere publie; sur ses conclusions et le ii ud mn ihrer 2 rapport d'un juge nommé à cet eflet, il sera rendu ju⸗* uſtrenter gement qui ordonnera préalablement que les immeubles ſuu n seront vus et estimés r un espert nommé dofßoe. n nt 988. Si le rapport est régulier, il sera Sütetiſte sur requéte par le méme tribunal; et, sur les conclu-„ ſe ſo wir sions du ministere public, le jugement ordonnera la in Gricht vente. in e —„. it U sera e6 à ladite vente suivant les förmali- 6 iil vor au titre des Partages et Licitations. tes prescrites Lhéritier venckciaire sera réputé ie per et eimple, s'il a vendu des immeubles sans se eonformer irige ₰ vliche aux règles presctites dans le présent titre. hid en „ux enchbres, et ayrss les afũches et ac- riin „coutumées.— S 3„i „S'il les représente en nature, n mest tenu que de uu „la qepréciation ou de la déterioration causée par sa vbetabz — „negligence.(1 . nni nnun Nen. arn ii dlenſ titer hiuli penien i e ie; un tet ele li ableneut u ayen iu tngcle, it ibunal; e 1 le jeuur ene nin Peuge e lin en yyui h nneulls uu k ynt in iichuße⸗ unn iih letenntu 2r Th. 28 B. Vom Verfahren bey einem Erbanfalle. 547 hat er deshalb dem Präſidenten des Gerichts erſter Inſtanz, in deſſen Bezirk der Erbfall erfolgt iſt, eine Bittſchrift zu uͤberreichen. Dieſer Kauf muß durch einen oͤffentlichen Beamten ge⸗ ſchehen, nachdem die oben beym Verkauf der Erbſchaftsmobi⸗ lien vorgeſchriebenen Patente angeſchlagen und die deshalb er⸗ foderlichen Bekanntmachungen erlaſſen ſind.(S. oben V. Tit. ingl. Art. 617— 621.) o87. Iſt hinlaͤnglicher Grund vorhanden, Erbſchafts⸗ grundſtuͤcke zu verkaufen, ſo muß der Beneſiciarerbe dem Praͤ⸗ ſidenten des Gerichts erſter Inſtanz eine Bittſchrift uͤbergeben, worin dieſe Grundſtucke angegeben ſeyn muͤſſen; dieſe Bitt⸗ ſchriſt wird der Staatsbehoͤrde mitgetheilt, und nach Anhoͤ⸗ rung ihrer Antraͤge und auf den Vortrag eines dazu ernann⸗ ten Referenten wird ein Beſcheid ertheilt, in welchem vorlaͤu⸗ ſig darauf erkannt wird, daß die unbeweglichen Guͤter durch einen Amtswegen ernannten Sochverſtändien beſichtiget und taxirt werden ſollen. 088. Iſt das Gutachten des Sachverſtaͤndigen regelmaͤ⸗ ßig, ſo wird es, auf ein ſchriftliches Anſuchen, von eben die⸗ ſem Gerichte beſtätigt; und nach Anhoͤrung ber Staatsbehoͤrde, wird im Beſcheide auf den Verkauf erkannt. Mit dieſem Verkaufe wird utiter Beobachtung der im Titel: von Erbtheilungen und oͤffentlichen Verſdei⸗ gerungen vorgeſchriebenen Formalitaͤten verfahren. Der Beneſiciarerbe wird, dafern er, ohne die im ge wärtigen Titel enthaltenen Vorſchriften zu beobachten, 5 wegliche Guͤter verkauft, unbedingt als Erbe angeſehen. 6 Mm 2 „wenn vorher die gewoͤhnlichen öffentlichen Anſchläge und „Verkundigungen erfoigt ſind.“ „Liefert er ſie ſelbſt in Natur zuruͤck: ſo hat er nur fuͤ „die durch ſeine Nachlaͤſſigkeit verurſachte Verſchlimmerung und „Herabſetzung ihres wahren Werthes zu haften.“ — (4) ueber die Vereidung und das Gutachten der etfnn en i (2) Mr. Siméon im Exposés des motifs ad b. 1. 548 P II. L. II. Procédures relative⸗ a une S 989 S'il y a lieu à faire prooeder 3 1 venle du mobilier et des rentes dependans de la uecession, 13 vente sera faite suivant les formes prescrites pour la vente de ces sortes de biens, à peine contre T'héritier béneßciaire d'etre réputé héritier pur et simple. 3 99o. Le prix de la vente du mohbilier sera distri- bué par contribution entre les oréanciers opposans, sui- vant les formalités indiquées au titre de la Pitribution par contribation.(a) 991. Le pris de la vente des immeubles sera dis⸗ tribué suivant Pordre des priviléges et hypothéques. 992. Le créancier, ou autre partie intéressée, qui voudra obliger l'héritier bénéficiaire à donner caution, ..* d lui fera faire sommation, à cet effet, par acte extraju- dicisire signifié à personne ou domicile.(b) (a) Code civil. Art. 808.„S'il y a des créanciers „opposans, lhéritier pénékicisire ne prut payer que „dans ſ'ordre et de la manière réglés par le juge.“ „S'il n'y à pas de créanciers oppodons, il paie les „créanciers et les legataires à mesure qu'ils se présen- Art. 809.„Les créanciers non opposans qui ne se „presentent qu'après l'apurement du compte et le pais- „ment du rehiquat, n'ont de recours a exercer que con- „tre les légataires.“ „Dans'un et lautre cas, le recours se prescrit par „le lap de trois ans, à compter du jour de l'apurement „du compte et du paiement du reliquat.“ (b) Code civil. Art. 807.„Il est tenu, si les cré- „anciers ou autres personnes intéressées l'exigent, de „donner caution bonne et solvable de la valeur du mo- „bilier compris dans hinventaire, et de la portion du 1 6 z dn zur n ſ lſ w „ nig uf Fwigenf nin werden g Bu Uun den ußiltniß in(. ole n, wle uhinij ih g. D vOrnung . D hufierert whilb mitt n an ih N an deſ ——— „ R „lche Ze ht n „Giich M be ſi 5 „Und „nung „loß ( * eerTh. 2 B. Vom Verfahren bey einem Erbanfalle. 349 in ii, 989. Iſt hinlänglicher Grund vorhanden, um den Ver⸗ kauf der zur Erbſchaft gehoͤrigen Mobilien und Renten vor⸗ nin nehmen zu laſſen, ſo muß derſelbe in den wegen des Verkaufs — dieſer Art von Guͤtern vorgeſchriebenen Formen(Art. 986.) Art. 643. u. f.) geſchehen, und zwar unter der Verwarnung, iün nti daß widrigenfalls der Beneficiarerbe unbedingt als Erbe be⸗ trachtet werden ſolle.. ene i nih ooo. Was aus dem Verkaufe der Mobilien geloͤßt wird, ſoll unter den in dem Titel von der Diſtribution nach n ünih Verhältniß der Foderungen vorgeſchriebenen Formali⸗ taͤten(S. oben I. Th. V. B. Tit. 11.) unter diejenigen Glaͤu⸗ biger, welche wider die Auslieferung proteſtirt haben, nach Verhältniß ihrer Foderungen, vertheilt werden.(2) 901. Das Kaufgeld fur verſteigerte Immobilien wird nach der Ordnung der Vorzugsrechte und Hypotheken vertheilt. 002. Der Glaubiger oder ſonſtige Intereſſent, der den ele Beneficiarerben nothigen will, Buͤrgſchaft zu beſtellen, muß deshalb mittelſt einer außergerichtlichen Zuſchrift eine Auffode⸗ rung an ihn ergehen laſſen, welche dem Gegner in Perſon, oder an deſſen Wohnort zugefertigt wird.(b) yiiiz ah u un nn ce clen u luick ₰ 3„n() Nap. Civilgeſetzb. Art. 8c8.„Treten Glaͤubiger auf, elche Zahlungseinſpruͤche machen, ſo kann der Beneficiar⸗ ſcir wſt„erbe nur nach der Ordnung und auf die Art zahlen, wie es ien nhh„Gerichtswegen vorgeſchrieben iſt.“ ancien pun„Treten keine Gläubiger mit Einſpruͤchen auf, ſo zahlt 16„er die Glaubiger und Legatarien nach der Ordnung aus, wie i nenn ſit r di „ſie ſich anmelden.“ 809.„Glaͤnbiger, die keine Proteſtation eingelegt haben, en„und erſt nach erfoigter Rechtfertigung(Inſtification) der Rech⸗ nnent in cu„nung und Auszahlung des Ueberſchuſſes ſich melden, koͤnnen nn„bloß an die Legatarien ihren Regreß ſuchen.“ „In jedem von beyden Fallen verjahrt ber Regreß nach knmi„Ablauf von drey Jahren, welche von dem Tage an, da die „Rechnung gerechtfertigt zjuſtificirt) und der Ueberſchuß ausge⸗ ahie ifui⸗„zahlt worden iſt, zu rechnen ſind.“ iu nlu⸗ (b) Nap. Civilgeſetzb. Art. 807.„Er iſt verbunden, den „Gläubigern und andern Intereſſenten, auf deren Berlangen, fuͤr . mnn„den Werth des im Inventarium begriffnen Mobiliarvermo⸗ 6ui„gens, und fuͤr die aus den unbeweglichen Guͤtern geloͤß⸗ un, 61 . 550 P. II. L. II. Procédures rolatives à une Suocession. 1. 2 993. Pans les trois jours de cette sommatio, 1 5 outre un jour trois myriamètres de distance entre zin le domicile de Pheritier et l commune oů siége le tri- it ſinn bunal, il sera tenu de prsbenter caution au greile du nbitzen tnil emt tribunal de ouverture de la succession, dans la 2 der Prescrite pour les receptions de caution. ſ. B. 994. S'il selbve edes ditſioultss nltvnent 5 13„ En ihg, ſo reception. la caution les ertanciers provoquans seront ugn,t nhn, représentés par eavous le plus ancien. in So 3 3 995. Seront observees, pour la reddition 3 compte 1 irehlch du d deinventaire, les ern Preserites au titre unin de Redditions de comptes. 6 158. 096. Pes ations à intenter par heritier S 8 b. ciaire contre la Succesion, seront intentées contre les 6 „prix des immeubles non délẽguse aux créanciers ve n Gelde „thécaires.“ zn Faute par lui de fournir cette meu- ſilen“ bles sont vendus, et leur prix est déposé, ainsi que„Ep portion non deleguse du prix des immeubles, pour Mwt „étre emploßés à'acquit des charges de la succession.“ Pa iſt 1 (a) Code civil. Art. 80g.„Lhéritier „est chargé d'administrer les hiens de la succession; „Hdoit rendre compte de son vdministration aux créan- „ciers et aux legataires. 3 n „1 ne peut étre contraint sur ses biens „qu'après avoir été mis en demenre de présenter son un „Compte, et faute d'avoir satisfait à cette obligation.„ſinet 8.„Après Papurement du compte, 11 ne 6tre 3 ii „Contraint sur ses biens personnels que jusqu'a concur- „rence seulement des sommes dont il se trouve reli „quataire.“. e ar Th. 26 B. Vom Verfahren bey einem Erbanfall. 55r ſunn 903. Binnen drey Tagen, von dieſer Auffoderung an — gerechnet, zu welchen auf ſede drey Myriameter, welche der Wohnort des Erben von der Gemeinde entfernt liegt, wo das Gericht ſeinen Sitz hat, Ein Tag hinzuzurechnen iſt, muß er den Buͤrgen in der Canzelley des Gerichts, unter welchem der Erbanſall erfolgt iſt, darſtellen und das zwar in der fuͤr die n Annahme der Buͤrgſchaften voegeſchriebenen Form.(S. oben dii 4 I. Th. V. B. Tit. 1. Art. 317. ff.) 994. Entſtehen Streitigkeiten uͤber die Annahme des winm Buͤrgen, ſo werden die Glaubiger, welche die Buͤrgſchaft lu nca verlangten, durch den älteſten unter den(beym Gericht ange⸗ ſtellten) Sachwalter vertreten. houkni o05. In Anſehung der wegen der(bisher genoſſenen) le juns ju Rechtswohlthat des Inventariums abzulegenden Rechnung(a) ſind die im Titel: von Ablegung der Rechnungen(I. Th. V. B. Tit. IV. Art. 527. ff.) vorgeſchriebenen Formalitaͤten utenter k zu beobachten.— 55. Die Klagen, die der Beneſiciarerbe gegen die Erb⸗ ſchaft anzuſtellen hat,(Rap. Civilgeſetzb. Art. 802.) muß er — 5„ten Gelder, ſoweit dieſe nicht den hypothekariſchen Glaͤubi⸗ „gern angewieſen ſind, einen guten und zehlbaren Buͤrgen zu it ee„ſtrllen.“ i ei„Stellt er dieſe Sicherheit nicht: ſo werden die Mobilien a pi i in„verkauft. und ihr Kaufpreis ſowohl, als was auf die Fauf⸗ edumnil„gelder der unbeweglichen Guͤter nicht angewieſen iſt, wird zu „Beſtreitung der Erbſchaftsoblaſten niedergelegt.“ 8 i 6) Nap. Civilgeſetzb. Art, 803.„Der Veneficiarerbe iſt es&in„verpfüchtet, das zur Erbſchaft gehorige Vermoͤgen zu verwal⸗ iuiimn„ten, und den Glaubigern und Legatarien von ſeiner Verwal⸗ „tung Rechnung abzulegen.“ „Dazu, daß er aus ſeinen eignen Mitteln Zahlung leiſte, int u s i „kann er nur dann angehalten werden, went er zur Uebergabe lenenn i n den i ind dieſer Verbi 5„ſeiner Rechnung aufgefodert worden iſt, und dieſer Verbind⸗ „lichkeit nicht in gehöriger Friſt Genuge geleiſtet hat.“ cnpe in„Nach Rechtfertigung(Juſtification) der Rechnung kann onueb du ſ„er in Beziehung auf das ihm fuͤr ſeine Perſon zuſtändige huen„Vermoͤgen nur ſoweit in Anſpruch genominen werden, als er noch herauszugeben hat.“ n 23 „„ e utres heritiers; et s'il n'y en a pas, ou qu'elles soient intentées par tous, elles le seront contre un curateur * nn Fe au bénéfice d'inventaire, nor en la méme forme que ii in deiſ le curateur à la succession vacante. iſ 6, „ TTTRE IX. De la Renonciation à la Communaute ou 3 la Succession. 997. Les renonciations à communauté ou à suc- 0 cession seront faites au greſle du trihunal dans l'arron⸗ in kriſch et dissement duquel la dissolution de la communauté ou r Fouverture de la succession se sera opérée, sur le re⸗ ikel gistre prescrit par harticle 784 du Code civil, et en buihttuc 8 en ſorn conformité de harticle 1437 du méme Code, sans qu'i soit besoin d'autre formalité.(a). ———— (a) Code civil. Art. 784.„La renonciation à une 3 K S. 2 „successton ne se présume pas; elle ne peut plus étre „faite qu'au greffe du tribunal de premibre instance nd „ans harrondissement duquel la succession s'est ouverte, bic „sur un registre particulier tenu à cet effet.“ 1 2. 1 Art. 1457„Dans les trois mois et quarante jours 3 „après je deces du mari, elle doit faire sa renonciation „ q 1* „au greffle du trihunal de premiere instance dans l'ar⸗„Glte „rondissement duquel le mari avait son domicile: get„ir 1 „aote doit étre inscrit sur je registre établi pour rece-„ſinn „oir les reuonciations à succession.“ 3 — minin 2r Th. 2s B. Vom Verfahren bey einem Erbanfalle. 333 aiu 1 z 3 ² 8 ken 5 gegen die Erben richten; ſind deren keine vorhanden, oder 4* klagen alle Erben wider die Erbſchaft, ſo wird der bisher aln unter der Rechtswohlthat des Inventariuns beſeſſenen Erb⸗ nun ſchaft in derſelben Form, wie bey Beſtellung des Curators einer öffenſtehenden(vacanten) Erbſchaft erfoderlich iſt, ein Cu⸗ rator beſtellt, und wider dieſen die Klage gerichtet. N Neunter Titel. m Bon der Losſagung von der Guͤtergemeinſchaft oder von einer Erbſchaft.(*) u i cnmn Die Losſagung von der Guͤtergemeinſchaft oder von am einer Erbſchaft geſchieht in der Canzelley des Gerichts, in deſ⸗ uion ie hn ſen Bezirke die Aufloͤßung der Gemeinſchaft oder der Erban⸗ fall erfolgt iſt; und zwar wird ſie in das nach Maaßgabe des 784. Artikels des buͤrgerlichen Geſetzbuchs deshalb zu haltende Gerichtsbuch in der ebendaſelbſt im 1457. Artikel vorgeſchrie⸗ beuen Form eingetragen, ohne daß es außerdem noch einer Formalitaͤt bedarf.(1) e( (4) Nap. Civilgeſetzb. Art. 784.„Die Losſagung von ei⸗ 3 m„ner Erbſchaͤft wird nicht vermuthet(Art. 703. 1458.). Sie „kann nicht anders erfolgen, als in der Expedition des Ge⸗ ſ d*„richts erſter Inſtanz im Bezirk, wo der Erbanfall erfolat iſt, b und ſie muß doſelbſt in ein eigenes dazu beſtimmtes Gerichts⸗ eba„buch(Regiſter) eingetragen werden.“ i 1457.„Binnen drey Monaten und vierzig Tagen nach „dem Tode des Mannes muß ſie(die Wittwe bey der Ex⸗ editien des Gerichts erſter Inſtanz, in deſſen Bezirke n„der Mann ſeinen Wohnſitz hatte, ihre Verzichtleiſtung(ui die ninb„Gütergemeinſchait) erklaren. Dieſe Erklarung muß in das nr Aufnahme der Verzichtleiſtungen auf Erbſchaften be⸗ n„ſtimmte Gerichtebuch Regiſter) eingetragen werden.“ cesin⸗ 60) Ueber dieſen Gegenſtand ſehe man Dufour, Fraité de 1a Pro- —— cédure civile F. III. p. 369— 361. 554 P. II. L. II. Procédures relatives à une Succession. 1* ₰ Uun Gur Du Curateur à une succession vacante. 4 4 ²„ 2 3 998. Lorsqu'après l'expiration des délais pour faire min u w, der inventaire et pour délibérer, il ne se présente personne qui réclame une succession, qu'il n'y a pas d'héritier 33 un i Lucht connu, ou que les héritiers conuus y ont renonoe, cette 6 6 u ocession e succession est réputée vacante; elle est pourvue d'un nis 6 8 curateur, conformément à Particle 812 du Code civil. 6i 999. En cas de concurrencè entre deus ou plu- phitd sieurs curateurs, le premier nommé sera Prékérs sans iiung qu'il soit besoin de jugement. . n de 1O0o0o. Le curateur est tenu, avant tont, de faire 6 ſ 1 5 constater'état de la zuccession par un inventaire, si untir *„ ⸗ kait n'a été, et de faire vendre les meubles suivant les Priuufe formalités prescrites aux titres de l'Inventaire et de la wſt Vente du mobilier. ſſn. Mo Icot. U ne Pourr étre procedè à la vente des t en immeuhſes 6 rentes que suivant les formes qui ont é6tée uude preserites au titre du Bencſice nei Fn oz. Les formalités prescrites pour rist pe neßciaire vappliqueront également au mode d'adminis- tin 1 ent tration et au compte à rendre par le curateur à la suc- 9n z ession vacante. () Dieß kann der Fau ſeyn, wenn mehrere Gläubiger oder g 6) rien für ſich beſonders Curatoren ernannt haben. 3 ti e Durch dieſen Artikel iſt vielen Mißbräuchen vorgebeugt, die dar⸗ 3 le . aus entſprangen, daß die vorherigen Geſetze über dieſen Punkt„die ſchwiehen. e tnin P muinm — Uuunn u gilihn eonu an ute; hnide zui cunentt tnt ier Mnni n en. 4ten mu eicn pur ur enin l re inen de kh an ywoii vinun ks ſn efen linnu — enen n n n hukun .n ann ků⸗ mi — ar Th. 28 B. Vom Verfahren bey einem Erbanfalle.§56 Zehnter Titel. Vom Curator einer Cacanten) Erbſchaft.*) — 4* 908. Meldet Ablauf der zur Fertigung eines Iu⸗ ventariums und als Bedenkzeit geſtatteten Friſten, ſich nie⸗ mand, der auf die Erbſchaft Anſpruch macht; ſind keine be⸗ kannten Erben da, oder haben die bekannten auf die Erb⸗ ſchaft Verzicht geleiſtet: ſo wird die Erbſchaft für offenſtehend (vacant) geachtet, und ihr, zu Folge des 872. Artikels des buͤrgerliches Geſetzbuches, ein Curator beſtellt. 000. Sind zwey oder mehrere Curatoren ernannt wor⸗ den, ſo hat der erſte den Vorzug, ohne daß es einer rechtlichen Entſcheidung bedarf.(1) 1000. Dem Curator liegt vor allen Dingen ob, den Beſtand der Erbſchaft durch ein Inventarium auszumitteln, wenn noch keines gefertigt iſt, und unter den im Titel vom Inventarium(S. oben Titel IV.) und im Titel vom Verkaufe des Mobiliarnachlaſſes(S. oben Tit. V.) vorgeſchriebenen Formalitäten die Mobilien verkaufen zu laſſen.(Napol. St. Art. 813. 874.) Ioo. Mit dem Verkaufe der unbeweglichen Guter und der Renten kann nicht anders, als in der Form verfahren werden, welche im Titel von der Rechtswohlthat des Inventariums(S. oben Tit. VIII.) vorgeſchrieben iſt.(2) coꝛ. Die dem Beneficiarerben vorgeſchriebenen Forma⸗ litäten ſind auch auf das anwendbar, was der Curator einer vacanten Erbſchaft bey der Ver rwaltu ing und Rechnungsable— gung zu beobachten hat. Napol. Civilgeſetzb. 2 r. 814. g04. S. oben Art. 9050 6 (3) Ueber die Quellen der in dieſem Liter angeführten Stellen des Civitgeſetbuchs ſ. Dufour, indigation des souxces od toutes les dispositions du Code civil ont été puisées. *) Die hierher gehoͤrigen Formulare leſelt nenhets unter: Succession. E. * (Décret au 29. Avril 1806; promulgus le 9g. Mai suivant.) n un. . TTTRE UNIOUE. it S 3 Un Te ron ttre sur uvent compromettre su 1003. dutes personnes pe pre uinln les droits dont elles ont la libre disposition. tuw 1004. On ne peut compromettre sur les dons et wnſl lo. legs dalimens, logemens et vétemens; sur les sépara- ghun tions d'entre mari et femme, divorces, questions d'état, ni sur aucune des contestations qui seraient sujettes a 6 8— noſen communication au ministère public. 6) Dieſe ganze Materie hat vouſtändig behandelt Dufour im Traité 6 de la Procédure civile 5 F p 33 Die contitui⸗ rende Nationatverſammlung hatte in ihrem Decrete vom 10, und ₰ 6) 20 Auguſt 1790 im 1 Artikel verordnet,„daß, da die ſchieos⸗ 3 „richter iche Entſcheidung das vernünftigſte Mittet ſey, Rechtsſtrei⸗ 3 „tigkeiten unter den Bürgern zu ſchlichten, die Geſetzgeber nichts „thun könnten, was die dem Compromiß auf Schiedsrichter gegönnte 3 e rechtliche Gunſt und deſſen Wirkſamkeit könnte vermindern.“ 3 I i birnzu es pernen c h lhn iyn onpwuetn A* e vene t nin qu mnu 1) 6 unk enbe 3. 3 Drittes Buch. Deeret vom a9. April 1806; promulgirt am nächſtfolgenden 9. May.) Einziger Titel. WPon ſchiedsrichterlichen Entſcheidungen.(1) Nooz. Jedermann ſteht frey, mit ſeinem Gegner dahin uͤbereinzukommen, daß uͤber die ſtreitigen) Rechte, uͤber welche er zu verfuͤgen berechtigt iſt, durch Schiedsrichter entſchieden werden ſolle.(*) Ioo4. Schenkungen und Vermaͤchtniſſe von Alimenten, Wohnung oder Kleidung, Trennungen**) der Eheleute, Eheſcheidungen, Erorterungen des rechtlichen Zuſtandes, und alle Streitigkeiten, die der Staats behoͤrde vorgeleat werden muͤſſen, duͤrfen der ſchiedsrichterlichen S nicht un⸗ terworfen werden.(2) (a) Geſetz vom 16. und a4. Auguſt 1790 Lit. I. Art. 2. (3) Dieß ſind Ausnahmen vom nuterwähnten Geſetze; ſie ſind aber im Römiſchen Rechte gegrundet 1. 8 in pr. D de transctt. ) IV. g.) de receptis, qui arb. rec. Pomat lois civiles T. I. des Compromis scct. 4. n. 7. 8. *) S. Delaporte unter compromis. E. **) Entweder séparation de corps, Scheidung von LTiſch und Bette, oder Guͤterſonderung. E. * 1 36 2 P. II. L. III. Des Arbitrages. 1„ 2 e com ra 6 i ce roo5. Le compromis pourra étre fait par procbs- im enn 3 verbal devant les arbitres choisis, ou par acte devant ul nmm — notalre, ou sous signature privée. un ee 10o06. Le compromis„désignera les objets en wi. ₰ et le noms des arbitres, à peine de nullité. 6 buli, ⸗ zun d 1007. Le oompromis sera valable, Sencore au 9 5 ne fixe pas delai; et, en ce cas, la mission des fibin bef arbitres ne qurera que trois mois, du jour du com- ntin promis. m 5 nn Fiſ 1008. Pendant le 3 4 l'arbitrage, les Si iſinmi ne pourront étre revoques e du conbentement un mn. nime des parties. „ 6i Schi 1009. Les parties et les arbitres suivront, dans la 3 ſhn procédure, les dclais et les formes établis pour les tri- un bunaux, si les Parties n'en sont autrement conVvenues. i nhe o. Les parties pourront, lors et depuis le com. hun omis, renoncer à l'appel. romi „ Ep. iwüch Lorsque l'arbitrage sera sur appel ou sur euee t . 8 civile, le jugement arbitral sera deßnitif et sans appel. 8 0 rorI. Les actes de linstruction, et les procks- Inſtu verbaus du ministère des arbitres, seront faits par tous mhun * B 4 3— (1) Arrét de règlement v. 20. Dec. 1627. 4 (2) Nach nurerwähntem Arrét war das Compromiß null, wenn der keine Friſt darin beſtimmt war. Dieß war ſchon durch das Ge⸗ pe ſez v. 16. Auguſt 1790. Art. 3. abgeändert. hel * ha i yiſi piku en enant wi uh i 3 di is kuin; * . 63 lu t ls uitsn les lormes eu ont auten umut hu t . zen ur yh n en liit nn, 3 32. Von ſchiedsrichterlichen Euſcheidungen. 559 Icoz. Die Vereinigung uͤber ie Wahl der Schiedsrich⸗ ter kann entweder vor den gewäͤhlten Schiedsrichtern zu Pro⸗ tocoll genommen, oder in einer vor einem Notar gefertigten, oder auch unter bloßer ausgeſtellten Urkunde erklart werden. roœõ. In dieſem köſſen, bey Strafe der Nichtigkeit, die ſtreitigen Gegenſtände angegeben, und die tamen der Schiedsrichter enthalten ſeyn.(1) 107. Das Compromiß iſt guͤltig, wenn gleich keine Friſt darin beſtimmt iſt; und in dieſem Falle dauert der Auftrag der Schiedsrichter, vom Tage des S an, nicht langer als drey Monate.(2) 1c08. Waͤhrend der zur ſchiedsrichterlichen— ng be⸗ ſtimmten Friſt, koͤnnen die Schiedsrichter nicht anders, als mit einſtimmger Einwilligung der Partheyen wieder abgeſetzt werden. 10e. Beym Verfahren haben die Partheyen ſowohl, als die Schiedsrichter, die zum Verfahren bey den Gerichten feſtgeſetzten Friſten und Formen zu befolgen, ausgenommen, wenn die Partheyen ein anderes ausgemacht haben. 1010. Sowohl bey, als nach dem Compromiſſe koͤnnen die Partheyen auf die Appellation Verzicht leiſten. Hat man wegen der Appellation oder wegen des Rechts— mittels der Wiedereinſetzung in den vorigen Stand auf ſchieds⸗ richterlichen Ausſpruch compromittirt: ſo iſt das ſchiedsrichter⸗ liche Erkenntniß definitiv, und es hat keine Appellation dage⸗ gen Statt.(2) 1or1. Alle bey der ſchiedsrichterlichen Erörterung zur Inſtruction erfoderliche Handlungen muͤſſen, ſo wie die Auf⸗ nehmung der Protocolle, von ſammtlichen Schiedsrichtern ge⸗ 6) L. 27. H. 2.(IV. 8.) D. de receptt. et qui arbitr. recep. m Geſetze vom 16. Aug. 1790. Art 4. war beſtimmt, daß wi⸗ der die ſchiedsrichterlichen Entſch eidungen nur dann ſole appelirt werden konnen, wenn die Partheyen ſich ſolches vorbehalten ge⸗ Sn S60.. M. P. 1MI. De⸗ aue les arbitres, si le compromis ne les autorise à commet., n i tre l'un d'eux. ph. To12. Le compromis finit, 10. par le decks, e udo, di fus, déport ou empéchement d'un des arbitres, s'i! ny iu mil a clause qu'il sera passé outre, ou que le remplacement 4. . sera au choix des parties ou au chois de larbitre ou nnen des arbitres restans; 20. par rexpiration qu Aelai zu. ſimn uch den pulé, ou de celui de trois mois s'il n'en a pas Pts 3 znig regle; 30. par le partage, si les arbitres n'ont pas le tn Sin pouvoir de prendre un tiers arbitre.. unt z. 1013. Le déces, S tous les sont annht mäjeurs, ne mettra pas fin au compromis: le délai pour nhn instruire et juger sera euspendu pendant celui pour faire inventaire et delibérer.. 6 . 1014. Les arbitres ne pourront se deporter, si it m leurs opérations sont commeneses: ils ne pourront 6tre h „ récusés, si ce n'est pour cause survenue depuis le com- 3 promis. 6 3 1015. 8il est formé inscription 4* faus, méme 8 purement civile, ou„il scleve quelque ineident crimi- 3 . nel, les arbitres délaisseront les parties à se 8 et les délais de'arbitrage continueront à courir du jour du jugement de incident. b ro16. Chacune des parties sera tenue de produire 3 ctüc ses défenses et pieces, quinzaine 56 moins avant Penpi- tiign ai erTh. 38 B. Von ſchiedsrichterlichen Entſcheidungen.§61 uuukn ſchehen, dafern das Compromiß ſie nicht berechtigt, dazu einen aus ihrem Mittel zu beauftragen. 2 i 1012. Der Auſtrag der Schiedsrichter erliſcht: 2) durch un wut den Tod, die Weigerung, den Abgang oder die Behinderung eines derſelben; ausgenommen, wenn das Compromiß die Clauſel enthält, daß demungeachtet das Verfahren(von den un di; uͤbrigen) fortgeſtellt, oder daß an die Stelle des abgegangenen eein anderer n den Partheyen, oder von einem oder den hn le mehrern noch uͤbrigen Schiedsrichtern, gewählt werden ſolle;“ nu 2) durch den Ablauf der feſtgeſetzten, oder in deren Ermange⸗ lung der(geſeßlichen) dreymonatlichen Friſt; 3) wenn die ge⸗ * theilten Stimmen der Schiedsrichter gleich ſind, und ihnen m nnicht verſtattet worden iſt, einen Obmann zu wählen.(1) m 1013. Das Compromiß erliſcht durch Abſterben der Par⸗ theyen nicht, wenn alle Erben volhaͤhrig ſind; aber die zur in u cun Verhandlung und Er Entſcheidung des Rechtsſtreites beſtimmte uelupuiu: iut lauft waͤhrend der zur Errichtung des Inventariums verſtatteten Friſt und während der Bedenkzeit nicht fort.(2) Die Schiedsrichter konnen ſich ihres Geſchaͤfts e pm nicht entſchlagen, ſobald es ſeinen Anfang genommen hat; da⸗ gegen kann man auch ſie nur wegen ſolcher Urſachen ablehnen, die erſt nach dem Compromiß eingetreten ſind. ue wutn 1015. Erbietet ſich jemand zum Beweis der Unaͤchtheit einer Urkunde., auch nur im Wege des Civilproceſſes, oder tritt ein crimineller Incidentpunkt ein: ſo verweiſen die eine Schiedsrichter die Partheyen dießfalls zum gerichtlichen An⸗ bringen. Die den Schiedsrichtern beſtimmten Friſten fangen on demjenigen Tage wieder zu laufen an, an welchem der Incidentpunkt entſchieden worden iſt.(S. Art. 14. Art. 427.) unencie: ür ien hnt nt euinn 1016. Jede der Partheyen muß, wenigſtens vierzehn Tage vor Ablauf der im Compromiſſe feſtgeſetzten Friſt, ihre lut rechtlichen Vorſtellungen und Beweismittel einreichen; und nis enhn aniu n) Domat a. a. D. 1. 1. C.(II. 56) de receptt. 1. 27.§. 1. (GV. P de receptt- (2) 6. eivitgerichtsordnung. Nn P. II. L. III. Des Arbitrages. 55 du délai du compromis; et seront tenus les arbi⸗ tres de juße sur ce qui aura été produit. Le jugement sera signé par chacun des et minorité refusait de le signer, les autres arbitres en que s'il avait eté signé par chacun des arbitres. Un jugement iesi ne e aucun cas, sujet à I'opposition. 1017. En cas de partage, les rpitre⸗ autorisés à nommer un tiers seront tenus de le faire par la dcision ils le déclaréront sur le prooks verbal, et le tiers sera nommé par le président du tribunal qui doit ordonner Fexécution de la décision arbitrale. 3 M sera, à cet effet, présenté requéte par la la plus diligente. Dans les deux cas, les i divises seront tenus de rédiger leur avis distinct et motivé, soit dans le méme pProcès- verbal, soit dans des prooes- verbaux scparés. 1013. Le tiers-arbitre sera tenu de juger dans le mois du jour de son aoceptation„à moins que ce delai n'ait été prolongé par acte de la nomination: il ne dans le cas oü il y aurait plus de deux arbitres, si la feraient mention, et le jugement aura le méme effet qui prononce le partage: 8ils ne en convenin pourra prononcer qu'après avoir conféré avec les arbi 13 35 etiedt n(S. As Uir 15 Rritit tichter u Bier ei s 3 6 . kiichte ſunn elih F iüt win Oma beichs e innſ De ihn de be tan in ſin M Mngh V des 6 duug kunde, hch ke her 3 u e mun un ii u Rhdmit en k* zeneu m n chocun iut lu zen, i mze lu tenus it k iin h u ſen pnct · vi lu nibui ji urbimle puteutt ny . lez nbim is dutict i nit iu i in en umt intion, 120 s mi un 3 2r Th. 38 B. Von ſchiedsrichterlichen Entſcheidungen. 563 die Schiedsrichter ſind gehalten, auf das Beygebrachte zu er⸗ kenndn.(S. oben Art. 98. 09. 100.) Das Urthel iſt von jedem der Schiedsrichter zu unterzeich— nen. Sind mehr, als zwey Schiedsrichter, und verweigert die Minoritaͤt ihre Unterſchrift: ſo muß dieß von den uͤbrigen Schiedsrichtern angemerkt werden, und das Urthel hat eben die Wirkung, als ob jeder der Schiedsrichter es unterzeichnet haͤtte. Wider ein ſchiedsrichterliches Erkenntniß findet auf keinen Fall das Rechtsmittel der Oppoſition Sktatt.() 1017. Im Falle der Stimmengleichheit muͤſſen die Schiedsrichter, wenn ihnen verſtattet iſt, auf dieſen Fall einen Obmann zu ernennen, dieſes in der naͤmlichen Sentenz thun, durch welche ſie erklaͤren, daß die Stimmengleichheit Statt finde. Koͤnnen ſie ſich uͤber die Ernennung des Obmanns nicht vereinigen, ſo erklären ſie dieſes zum Protocoll, und der Obmann wird ſodann vom Praſidenten desjenigen Gerichts ernannt, welches die Vollſtreckung der ſchiedsrichter⸗ lichen Entſcheivung zu verordnen hat. Der Theil, welcher die Sache am eifrigſten betreibt, hat bey ihm deshalb eine Bittſchrift einzureichen. In beyden Fällen muß jeder Theil der Schiedsrichter ein⸗ weder in einem und demſelben, oder in mehrern Protocollen ſeine Meinung beſonders, und mit Beyfuͤgung der Entſchei⸗ dungsgruͤnde, aufſetzen.(2) 1018. Der Obmann hat, vom Tage der Uebernahme des Geſchaͤfts an gerechnet, in Monatsfriſt ſeine Entſchei⸗ dung zu geben; ausgenommen, wenn dieſe Friſt in der Ur⸗ kunde, durch die er ernannt wurde, verlaͤngert worden iſt; doch kann er das Erkenntniß nicht eher ertheilen, bis er ſich vorher mit ſaͤmmtlichen unter einander in Widerſpruch ſtehen⸗ Nn 2 (1) Pothier, Traité de la Procédure civile P. II. ch. Art. 2. Pomat des Compromis Sect. II. n. 5. (2) Vorher bereits anerkannter Gerichtsbrauch. Pothier g.. P . 1 36 564 P. II. L. III. Des Arbitrages. neti tres divisés, qui seront sommés de se réunir à cet nn effet. 1 ſonmer Si tous les arbitres ne se réunissent pas, le tiers- vhmumn arbitre prononcera seul; et néanmoins il sera tenu de tun öc s* conformer à Fun des avis des autres arbitres. no 1019. Les arbitres et tiers arbitre detideränt 1jit q'aprds les regles du droit, a moins qus le compromis uuhn ne leur donne pouvoir de pronoucer comme amiables 6 l. compositeurs. 1020. Le jugement arbitral sera rendu exécutoire ſjn dij 0 par une ordonnance du président du tribunal de pre- uu. mibre instancée dans le ressort duquel il a éto rendu: nn a cet effet, la minute du jugement sera deposce dans 3 iynn les trois jours, Par run des arbitres; au greffe du tri- Pen bunal. jiute 1 S il avait été compromis sur Fappel d'un jugement, ſu la décision arbitrale sera déposér au grelfe du tribunal en d'appel, et ordonnance rendue par le président de ce Aſ trihtrial. 18. Les poursuites pour les frais du dépöt et les droits S — ne pourront S faites que contre les mn parties. — (1) Durch dieſe Verordnungen ſind viele Streitigkeiten gehoben. Die ältern Geſetze, und ſeibſt das vom 16 und 34 Auguſt 1796. ſa wiegen über dieſen Punkt, die Jurinen aber waren deshalb un⸗ eins; Pomat im Droit public Livre II. Sect. 1. meinte, daſſ, 3 da die Schiedsrichter ſo gut zur güt ichen Beylegung, ais zur 3 Entſcheidung gewähit waren, ſie ſich an die gerichttichen Formen und die Strenge des Rechts nicht genau zu binden hätten. Despeides ae Ordre judiciaire Tit. 11 Sec1. 1. drang nebſt mehrern darauf, daß ſich die Schiedori ter ſireng nach dem Rechte richtgn mützten. Andre, wie z. B. Ferriere im Pictonnaire de droit unter: Compromis, und Bornter beym aten Artikel des 31. Tites der Ordonnans von 1657. unterſcheiden, wie im obi⸗ gen Artike geſchehen ikt, zwiſchen Schiedorichtern und Mitteis⸗ männern zur güttichen Beylegung.— at c unt ue e üen i — . zbral zen: . e ebort dune „ 1 un des arburs, ywnis un ſin en ieoee uß ce reutte hui ut es fuis dut pounon eus lut * ot, z ne . — 2r Th. 38 B. Von ſchiedsrichterlichen Entſcheidungen. 565 den Schiedsrichtern berathen hat, welche deshalb zuſammenbe⸗ rufen werden muͤſſen.(Art. 1028. Nr 4.) Kommen nicht alle Schiedsrichter zuſammen, ſo ſpricht der Obmann das Urthel allein; doch muß er einer der von den uͤbrigen Schiedsrichtern angenommenen Meinung beytreten. 1010. Die Schiedsrichter, ſo wie der Obmann, muͤſſen nach Rechtsarundſatzen entſcheiden; ausgenommen, wenn ih⸗ nen im Compromiſſe uͤberlaſſen iſt, als guͤtliche Vermittler zu erkennen.(¹) 1o20. Das ſchiedsrichterliche Erkenntniß muß durch eine Verordnung des Präſidenten des Gerichts erſter Inſtanz, in deſſen Bezirk es ertheilt worden iſt, fuͤr vollſtreckbar erklart werden. Daher muß die Urſchrift des Erkenntniſſes binnen drey Tagen von einem der Schiedsrichter auf der Gerichtscan⸗ zelley niedergelegt werden. Wehn die Entſcheidung uͤber eine gegen ein Urthel ge⸗ richtete Appellation auf ſchiedsrichterliches Ermeſſen geſtellt iſt: ſo wird die von den Schiedsrichtern ertheilte Entſcheidung in der Canzelley des Appellationsgerichts niedergelegt, und der Vollſtreckungsbefehl vom Appellationsgerichtspräſidenten erlaſ⸗ ſen. 6 Wegen der Koſten fuͤr die Niederlegung und wegen der Einregiſtrirungsabgabe koͤnnen nur die Partheyen in Anſpruch genommen werden. ——————————— Die Schiedsrichter müſſen den unterlieaenden Lheil in die Koſten verurtheilen Pothier a. a. D. HOrdonnanz von 1667. Tit. XXXI. Art. 2. Die Schiedsrichter können eine einmal von ihnen ertheilte Sentenz nicht zurücknehmen. Pomat des compromis Sect. II. n. 4. 1. 20. D. de receptt- (2) Man nennt dieß das Exequatur Geſetz vom 16. u. 24. Aug. 1790. Tit I. Art 6.— Die Schiedsrichter ſind wegen der Einre⸗ giſtrirungsabgabe nur dann verantwortlich, wenn ſie auf nicht einregiſtrirte Urkunden ſpreen. Geſetz vom 21 Frimaire des VI1. J. Art. 47.— Die Publication der Sentenz muß von den Schiedsrichtern innerhalb der angeſetten Friſt geſchehen Arret v. 8 Jun. 1698 Bornier Conferences beym 7. Art. Tit. XXVI. der Ordonnanz v. 1667. * 566 P. II. L. III. Des Arbitrages. ToeI. Les jugemens arbitraux, méme ceux prépa- ratoires, ne pourront étre exécutés qu'aprèes l'ordon- nance qui sera accordée, à cet effet, par le président du tribunal, au bas ou en marge de la minute, sans qu'il soit besoin d'en communiquer au ministère public; et sera ladite ordonnance enpédiée ensuite de Pexpedi- tion de la décision. 4 1 4 connaissance de l'excution du tient au tribunal qui a rendu Pordonnance. 1022. Les jugemens arbitraux ne pourront, en aucun cas, étre opposés à des tiers. 1023. Tappel des jugemens arbitraux sera portè, savoir; devant les de premiere instance, pour les matidres qui, s'il n'y eüt point eu d'arbitrage, eus⸗ sent été, soit en premier soit en dernier ressort, de la compétence des juges de paix; et devant les cours d' ap- pPel, pour les matières qui eussent été, soit en premier soit en dernier ressort, de la compétence des tribunaux de première instance. 1024. Les règles sur l'exécution provisoire des jugemens des tribunaux sont aux jugemens arbitraux. 1025. Si Pappel est rjete, lappelant sera con- damnè à la méme amende que 6˙il s'agissait d'un juge- ment des hhen ordinaires. 1026. La requéte civile pourra étre prise contre les jugemens arbhitraux, dans les dclais, formes et cas ci-devant désignés pour les F des tribunaux ordinaires. Elle sera portée devant le tribunal qui eüt été compétent pour connaitre de l'appel. 8 1 36 1001. ſun, wel buhnigu ſu ut u dß zn, und vbuſchei Ds 6 ium 6 on ſttie ge kisric u dn tin In im ndi N 104 ihtüche ſi ſchie 0 un inen 1 Wide hiſ I. nah i un ihu uipeni e enelie nu latiniꝝ i himu 3 ubitau 1 iin ſtzenen nin an ie jnin yeüt pein uk et wit en imn pein u kent gui euuent ii i ie h cniu ut lercuin y vut uyylialon nuites irie xmn in dn le ili k u ls jzn 5 en k niu ſ n ie lh ar Th. 38 B. Von ſchiedsrichterlichen Entſcheidungen. 367 1021. Die ſchiedsrichterlichen Entſcheidungen koͤnnen ſelbſt dann, wenn ſie bloß praparatoriſch ſind, nur nach ertheilter Genehmigung des Gerichtspraſidenten vollſtreckt werden, der ſolche unter das Original, oder an den Rand deſſelben ſchreibt, ohne daß eine Mittheilung an die Staatsbehoͤrde erfoderlich wäre, und dieſe Reſolution wird ſodann bey der Ausfertigung der Entſcheidung zugleich mit ausgefertigt. Das Erkenntniß uͤber die Vollziehung der Entſcheidung ſteht dem Gerichte zu, das die Genehmigung ertheilt hat. 1022. Auf ſchiedsrichterliche Entſcheidungen kann man ſich nie gegen den Dritten berufen.(*) 1023. Die Appellation wider ſchiedsrichterliche Erkennt⸗ niſſe wird gerichtet: in Sachen, welche, wenn ſie nicht an Schiedsrichter gediehen wären, in erſter oder letzter Inſtanz vo den Friedensrichter gehoͤrt haben wuͤrden, an die Gerichte erſter Inſtanz; in Sachen aber, welche in erſter oder letzter Inſtanz vor die Gerichte erſter Inſtanz gehoͤrt haben wuͤrden, an die Appellationsgerichte.(2) 1024. Was von der proviſoriſchen Vollſtreckung der ge⸗ richtlichen Urthel gilt,(Art. 133. 157. 457. 458.) iſt auch auf die ſchiedsrichterlichen Entſcheidungen anwendbar. 1025. Wird die Appellation verworfen, ſo wird der Ap⸗ pellant in dieſelbe Geldbuße(Art. 471.) verurtheilt, als ob von einem gewoͤhnlichen richterlichen Erkenntniſſe die Rede ware. 1026. Die Wiedereinſetzung in den vorigen Stand kann wider ſchiedsrichterliche Entſcheidungen geſucht werden, und zwar in den oben wegen der ordentlichen richterlichen Erkennt⸗ niſſe beſtimmten Friſten, Formen und Fallen.(1. Th. W. B. 1I. Tit. Art. 480. 483. 402— 495. 409. 500.) Dieß Rechtsmittel iſt bey eben dem Gerichte anzubringen, an weiches die Appellation zu richten geweſen ſeyn wuͤrde. 8 () F C.(VII, 56. quibus res iud. non nocet 1. 63. in pr. (2) Domar droit public Liv II. Tit VII. Sect. I. n. 8. Vergl. Edikt Franz l. vom Monat Auguſt 1560. 568 P. II. L. III. Des Arbitrages. 15 TO27. Ne Pourront cependant étre proposes pour 6 tch ſi ouvertures, T. Pinobserpation des formes ordinaires, si les on unft Partie⸗ n'en étaient autrement convenues, ainsi qu'il 5 e est i en l'article 1009; 3 nlt u, i 6 25. Le moyen rcsultant de ce e ei aura été pro- ui iiialin noncé sur choses non demandees, à se pourvoir I0. en nullité, suivant B ci après. Mln, .. hichn: 1028. Il ne sera besoin de se pourvoir par appel * 8„„—) U ni requéte civile dans les cas suivans: nhin 1 5 4 .BSi le jugement a été rendu sans in abſ ou hors des termes du 25. S'il l'a 6té sur compromis nul ou expiré; n, 3*. S'il n'a étés rendu que par quelques arbitres unſt § 6 5 non autorises à juger en l'absence des autres, un . S*il l'a été par un tiers sans en avoir conféré bii ol avec les arhitres partagés; 50. Eufin s*1) a été prononcé sur choses non de- nih , mandées. Dans tous ces cas, les parties se pourvoiront par ſele opposition à'ordonnance d'exécution, devant le tribn⸗ u, tig nal qui l'aura rendue, et demanderont la nullité de lacte qualifié jugement arhitral. 3 ſiche Il ne pourra y avoir recours en cassation, que con- unn aulunt e azl nice i beuin ie n en nin eu its mnhn cnynni ut conymni u nndu qu yug a luhence de1 hu un üen uut Pes et prnone M ies 6, k huni* ne Teicuin,* 12 e lennien* — . zu ſuchen: zu entſcheiden: ar Th. 38 B. Von ſchiedsrichterlichen Entſcheidungen. 569 1027. Doch koͤnnen alle vnane dieſem Rechts⸗ mittel) nicht dienen: 1) die unterbliebene S der gewoͤhnlichen For⸗ men, wenn die Partheyen, wie im 1009. Artikel bemerkt worden iſt, ſich dahin vereinigt hatten; 2) der Grund, daß uͤber Gegenſtaͤnde erkannt worden ſey, auf welche nicht geklagt war; doch kann man in dieſen Faͤl⸗ len, in Gemaͤßheit des naͤchſtfolgenden Artikels auf die Nul⸗ litaͤtserklaͤrung antragen. Icag. In nachſtehenden Fällen iſt nicht erſoderlich zu appelliren, oder die Wiedereinſetzung in den vorigen Stand 1) wenn die Entſcheidung ohne Compromiß oder außer den Graͤnzen des Compromiſſes ertheilt worden iſt; 2) wenn ſie auf ein Compromiß, dags null und nichtig oder erloſchen war, ertheilt wurde; 3) wenn ſie nur von einigen Schiedsrichtern ertheilt wurde, denen nicht geſtattet war, in Abweſenheit der uͤbrigen 4) wenn der Obmann in der Sache erkannt hat, ohne vorher mit den in Anſehung der Entſcheidung getheilten Schiedsrichtern in Berathſchlagung getreten zu ſeyn.(Art. 1018.); endlich 5) wenn uͤber Gegenſtaͤnde erkannt worden iſt, auf welche nicht geklagt war. In allen dieſen Faͤllen haben die Partheyen gegen die Verordnung des Urthels bey dem Gerichte, bey welchem die⸗ ſelbe erlaſſen worden iſt, zu proteſtiren, und darauf anzutra⸗ gen, daß das ſogenannte ſchiedsrichterliche Erkenntniß für nich⸗ tig erklart werden moͤge. In dieſen Faͤllen kann das Caſſationsgeſuch nur wider ſolche gerichtiiche Urthel Statt finden, welche auf die wider ſchiedsrichterliche Entſcheidungen Rechtsmit⸗ eingewandten Apitroges „ 5 tre les jugemens des rendus soit sur requste civile, soit sur appel d'un jugement rbitr. „ Dispositions 6 6 64 6 5 1029. Aucune des nullités, amendes et déchéances prononcées dans le présent Code, n'est comminatoire. rozo. Aucun exploit ou acte de procédure ne pourra étre déclaré nul, si la nullité n'en est pas for- mellement prononcée par la loi. Dans les cas ou la loi n'aurait pas prononcé la nullité, hofficier ministériel pourra, soit pour omission, soit Pour contravention, 6tre condamné à une amende, qui ne sera pas moindre de francs et n'excédera pas cent francs. S 1031 Les proosdures et les actes nuls ou frustra⸗ toires, et les actes qui auront donné lieu à une con- dammation d'aménde, seront à la charge des ofliciers ministériels qui les auront faits, suivant l'exi- ence des cas, seront en outre assibles des dommages F„ et intéréts de la partie, et pourront méme étre suspeu- dus de leurs fonctions. 1032. Les communes et les établissemens publios seront tenus, pour former une demande en justice, de se conformer aux lois admwiiistratives. ———————— () Adn. 1. 1 17. H 2(IW. 8) de receptt.. S. Ma- la me Rapport au corps gislatit ad h. 1. Ueber die Compe⸗ tenz des Caſſationsgerichts ſehe man die Conſtitutionen vom e3 Frimaire des VIII. Jahres Art. 05 66. und das Geſetz von der Verfaſſung der Gerichtshöfe vom 27. Vemoſe des J J VI Art. 70 77 (2 Dieſe allgemeinen Verfügungen enthalten Nachträge und Er⸗ klärungen ſoicher Artikel, deren Dunkelheit Streitigkeiten hatte ver⸗ anlaſſen konnen. (3 Der Richter kann daher in allen dieſen Fäuen nichts thun, als den Buchſtaben des Geſetzes befoigen. Er kann nicht ge⸗ linder nicht härter ſeyn, als die Geſetze, da aues, was d dieſe dießfalls androhen, ipso jure Statt ſndet. S. Discours de Mr. Malarme. uhung ſchſte P. ſun ihtbie Iud ſu, ku itſch Eiſce finf u ſm, M Pe ſt w 1 Aſl ſih * — mut fu— 10 9z bir * uli un it t i ihullin k hi bhi nuni a, än tohu 4e ie cu im urz e ln c zu mout iun 1 zereat 1 k ch en oute puls e et poumu u aue et ks eu mer vue lenent niuinie 51 mni rn i luif 5 unz dun beribi⸗ * Srig h atu 15 nn dut⸗ in handlung kann fuͤr nichtig erklaͤrt werden, 2r S 3s B. Von ſchiedsrichterlichen Entſcheidungen. 571 tel der Reſtitution oder der Zpoſn geſprochen worden ſind.(1)“ Allgemeine Verfuͤgungen.(2) 1020. Keine in gegenwaͤrtigem Geſetzbuche enthaltene An⸗ drohung einer Nullitaͤt, Geldbuße oder Verſaͤumniß(Praͤclu— ſion) iſt als bloße Verwarnung zu betrachten.(2) 1o30. Kein Zufertigungsprotocoll, und keine Proceß⸗ — wenn die Geſetze nicht die Nullitaͤt deſſelben foͤrmlich angedroht haben. In den Fällen, wo die Geſetze die Nullität nicht andro⸗ hen, kann der Gerichtsbediente(Huiſſier, Notar und Ge⸗ richtsſchreiber) wegen Unterlaſſungen oder Uebertretungen der Geſetze zu einer Geldbuße verurtheilt werden, die nicht unter fuͤnf und nicht uͤber hundert Franken betragen. darf.(4) 1031. Nichtige und truͤgeriſche Verhandlungen und Auf⸗ ſaͤtze, ſo wie auch ſolche Handlungen und Schriften, die eine Verurtheilung zu einer Geldbuße veranlaßt haben, fallen dem Gerichtsbedienten zur Laſt, von dem ſie herruͤhren; und dieſer kann, nach Beſchaffenheit der Umſtaͤnde, noch uͤberdieß zu dem der Parthey zu leiſtenden Schadenerſatze verurtheilt, und ſo⸗ gar von ſeinem Amte ſuspendirt werden.(3) 1032. Gemeinden und oͤffentliche Anſtalten haben ſich bey Anſtellung gerichtlicher Klagen den Vorſchriften der die oͤffent⸗ liche Verwaltung e Geſetz e gemaͤß zu bezeigen. (4) Die Handlungen, welche wegen unterlaſſener Beobachtung der Formalitäten null und nichtig ſind, hat der Seehe in gegen⸗ wärtiger ſehr beſtimmt angegeben. S. Art. 63. 66. 70. 147. 231. 260— 278. 280. 344. 433. 659. 609. 637. 717. 794. 62. 333. 869. 927. 928. 1006. 1028. In Fäl⸗ len, wo der Gerichtsbediente beſtraft werden kann,(nicht muß) iſt die Handilung ſelbſt an ſich gültig. (s) Piscours de Mr. Malarmè B. à S (6) Geſes vom 29. Vendemiaire J. V. Art. 1.— Im 910. und 937 Art des Civilgeſeßbuchs iſt den Gemeinden und öffeentlichen Stiftungen unterſagt, ohne Genehmigung der Regierung Schen⸗ kungen zu machen und dieſen, ſie anzunehmen. Eben ſo dürfen ſie(Nap. Civilgeſetzb. Art. 2043.) ohne ausdrückliche Erlaubniß der Regierung transigiren. m. L. III. Des 1033. Le jour de la signification ni el Péchéance ne sont jaumrais comptes pour le général iné pour les ajournemens, les citations, sommations et autres actes faits à personne ou domicile: ce délai sera augmenté d'un jour à raison de trois myriamètres de distance; et quand il y aura lieu à voyage ou envoi et retour, l'augmentation sera du double. 1034 Les sommatious pour étre présent aux rap- d'esperts, ainsi que les assignations données en ertu de jugement de jonction, indiqueront seulement 6 leu, le jour et l'heure de la premiere vacation ou ze la premibre audience; elles n'auront pas besoin d'étre reitérées, quoique la vacation ou kdichce ait ete * continuse à un autre jour. 1035. Ouand il sagira de recevoir un serment, une caution, de procéder à une enquéte, à un interro- gatoire sur kaits et articles, de nommer des esxperts, et généralement de faire une opération quelconque en vertu d'un jugement, et quèe les parties, ou les lieux contentieux, seront trop cloignés, les juges pourront commettre un tribunal voisin, un juge, ou méme un juge de paix, suivant l'exigence des cas; is pourront méme autoriser un tribunal à noinmer soit un de ses membres, soit un juge de pais, pour procéder aus ops- rations ordonnées. 1036. Les tribunaux, suivant la gravité des cir⸗ constances, pourront, dans les causes dont ils seront saisis, prononcer, méme d'office, des injonctions, sup- „———— (¹) Der erſte Sat des Artikers iſt beſtimmt nach der Regel: Dies termini non computantur in termino. Der zweyte iſt eine m. 36 mn, ul n ſiin mn i ſh d, 6 uf ſie Ei fiſt no ſun det un huur 13. Eichte vſin i nn( ſuß On, is eſen int vir ſduf s . n inet ung der wnng Uos, k horche Ni w. Vnſ licht Frie zu v tigke Saq — iek igiin n nꝝ ſuli u, k cuin 3 nne u init nin nin ſun leri* ken in iuh oos ypur in n e vigun ſpoctio, inien enn ie kſr e; ells vum v in u lu ſour ſin ie nn Anin enin tickes de unnt e une openin * ſe l⸗ ſunis un Aige, k wiin, ujh, lnigene i n nibenl 1 vnen , nin iſ „*, 7 ii 12 nm 1 noch der, mehrerer(beſonders angebrachten) Klagen erkannt iſt, rung der Partbeyen uͤber Thatſachen und Artikel, 1 2r Th. 362. Von ſchedtichterichen Entſcheldungen. 573 1033. Zu der allgemeinen, fuͤr Vorladungen, Auffode⸗ rungen, und ſonſtige Zufertigungen, die jemanden in Perfon oder an ſeinem Wohnorte zuzuſtellen ſind, beſtimmten Friſt iſt weder der Tag, an welchem die Inſinuation geſchehen iſt, an welchem die Verſaͤumniß eintritt, mitgerechnet; auf jede Entfernung von drey Myriametern muß man zu je⸗ der Friſt noch Einen Tag, und wenn dabey eine Reiſe Statt findet, oder etwas hin⸗oder zuruͤckgeſendet werden muß, zwey Tage hinzurechnen.(1) 1034. In der Auffoderung, ſich bey den Verrichtungen der Sachverſtaͤndigen einzufinden, oder in der Vorladung, die zu Folge eines Urthels geſchieht, in welchem auf Vereinigung muß bloß Ort, Tag und Stunde der erſten Zuſammenkunft, oder des erſten Verhoͤrs beſtimmt werden. Wird die Zuſammen⸗ kunft oder das Verhoͤr an einem andern Tage fortgeſetzt: ſo bedarf es keiner Wiederholung der Auffoderung oder Ladung. 1035. Iſt die Rede von Abnahme eines Eides, Annah⸗ me einer Buͤrgſchaft, von einem Zeugenverhoͤre, von Abhoͤ⸗ von Er⸗ nennung von Sachverſtandigen, oder uͤberhaupt von irgend etwas, das zu Folge eines Urthels geſchehen ſoll, und ſind die Partheyen oder die ſtreitigen Orte zu entfernt: dann ſteht den Richtern frey, einem benachbarten Gericht, oder einem Rich⸗ ter, oder ſogar einem Friedensrichter, nach Beſchaffenheit der Umſtaͤnde, Auftrag zu ertheilen; ja, ſie konnen ſogar ein Ge⸗ richt beauftragen, entweder eines ſeiner Mitglieder, oder einen Friedensrichter zu ernennen um die zißetriten Geſchafte zu verrichten.. 1036. Die Gerichtsſtuͤhle koͤnnen, je nachdem die Wich⸗ tigkeit der Umſtande es erheiſcht, in den vor ihnen anhaͤngigen Socheh⸗ ſogar Amtswegen. Befehle Auflagen erlaſſen, Nachahmung deſſen, was in der Ordonnanz von 1667 an vielen Stellen verordnet iſt, der dritte ih geſchopft aus eben dieſer Or⸗ donnanz Lit. VII1. Art. 2. S. Jousse ad h. 1. 574 P. II. L. III. Des Arbitrages. primer des écrits, les déclarer calomnieux, et ordonner l'impression et haffiche de leurs jugemens. 1037. Aucuns signification ni exécution ne pourra étre faite, depuis le 1 octobre jusqu'au 31 mars, avant six heures du matin et après six heures du soir; et de- puis le 1 avril jusqu'au 30 septembre, avant quatre heures du matin et après neuf heures du soir; non plus que les jours de féte légale, si ce n'est en vertu de permission du juge, dans le cas ou il y aurait péril en la demeure. 1038. Les avoues qui ont occupé dans les causes ou il est intervenu des jugemens delinitifs, seront tenus d'occuper sur'exécution de ces jugemens, sans nou- veaux pouvoirs, pourvu qu'elle ait lieu dans Pannée de la prononciation des jugemens. 1039. Toutes significations faites à e personnes publiques préposées pour les recevoir, seront visées par elles sans frais sur vorigina). En cas de refus, Toriginal sera visé par le procu- reur impérial près le tribunal de premiere instance de leur domicile. Les refusans pourront étre condamnés, sur les conclusions du ministère puhlic, à une amende, 1 qui ne pourra étre moindre de cinq francs. 1040. Tous actes et prochs-verbaux du ministere du juge seront faits au lieu ou siege le tribunal; le juge y sera toujours assisté du greffier, qui gardera les mi- nutes et délivrera les expéditions: en cas d'urgence, le juge pourra répondre en sa demeure les requétes qui lui (1) Alter Gerichtsbrauch. (e) In der Ordonnanz von 1667. war bloß verboten. die Inſinua⸗ nn ſihufd ien 6e birn un iihn, da mnſiln. Wfy Pled, nin huf fun ziſ u unn yn 3 ſt, in der tie P yr Mnt hihn eol v. Pige iſun Eun h ſihe Eiz richts aufpub kaun 1. De i ue du k lunſ uh ſun iyne ü len 0 epen e lue, in lu k cu il i vu Mni u de ee ſne n guele i k ſezeen. iicntions hin i n le teeni, n zin viʒul un ſ ibeni ie yun⸗ iuan punn 5 tiuster bl u n ie cig ju 1ei Lton: 9 lenen ulk 5 1 3 u 6 N a des Abends, ar Th. 3s B. Von ſchiedsrichterlichen Entſcheidungen. 575 Schriften unterdruͤcken, ſolche fuͤr verlaͤumderiſch erklaͤren, und befehlen, daß ihre Urthel 6a und oͤffentlich angeſchlagen werden ſollen.(¹) 1 Vom erſten Oetober bis zum ein und treyßigſten Maͤrz darf vor ſechs Uhr des Morgens, und nach ſechs Uhr und vom erſten April bis zum dreyßigſten Sep⸗ tember darf vor vier Uhr des Morgens und nach neun Uhr des Abends keine Inſinuation, ſo wie auch keine Huͤlfsvoll⸗ ſtreckung geſchehen; eben ſo wenig, an geſetzlichen Feyertagen, ausgenommen, wenn der Richter in Faͤlen, wo Gefahr beym Verzuge iſt, dazu Erlaubniß ertheilt hat.(Art. 808.)(*) 1o38. Derjenige Sachwalter, welcher eine Sache geführt hat, in der ein Endurthel geſprochen worden iſt, muß, wenn uͤber die Vollſtreckung dieſes Urthels Streit entſteht, ſeine Parthey auch dabey vertreten, ohne daß es hiezu einer neuen Vollmacht bedurfte, dafern naͤmlich die 2 Vollſtreckung in dem Jahre erfolgt, in welchem das Urthel geſprochen worden iſt. 1039. Alle Zufertigungen, welche an oͤffentliche Perſo⸗ nen, die zu deren Annahme beſtellt ſind, inſinuirt werden, ſind auf dem Original unentgeltlich von ihnen zu viſiren. Weigern ſie ſich deſſen, ſo muß der kaiſerliche Anwald beym Gerichte erſter Inſtanz ihres Wohnortes das Original viſiren; wer ſich zu viſiren weigert, kann auf Antrag der Staatsbehoͤrde zu einer Geldbuße verurtheilt werden, welche nicht unter fuͤnf Franken betragen darf.(3) 1040. Alle richterlichen Amts wegen zu fertigende Auf⸗ ſaͤtze und Protocolle ſind an dem Orte, wo das Gericht ſeinen Sitz hat, abzufaſſen. Der Richter muß dabey ſtets den Ge⸗ richtsſchreiber bey der Hand haben, welcher die Urſchriften aufzubewahren und die Ausfertigungen zu ertheilen hat. Doch kann in dringenden Fallen der Richter auch in ſeiner Woh⸗ tionen vor Sonnenaufgang und nach Sonnenunter⸗ gang zu verrichten. (3) Ordonnanz v. 1607. Lit. II. Art. 4. — „ 576. P III. Des Arbitrages. seront présentées; le tout, sauf l'exécution des disposi- tions portées au titre des Reſeres. 10 ½1 Le présent Code sera exécuté à dater du I janvier 1807; en conséquence, tous procds dui se- 5 ront intentés depuis cette époque, seront instruits con- formément à ses dispositions. Poutes lois, coutumes, usages et règlemens relatifs à la procédure civile, se- ront abrogés. 1042. Avant cette époque, il sera fait, tant pour la taxe des frais que pour 12 police et discipline des tri- bunaux, des règlemens d'administration publique. Dans trois ans au plus tard, Jes dispositions de ces reglemens qui contiendraient des mesures egislatives, seront F8 au Corpe 16g islatif en forme de loi. Collationné à roriginal, par nous et secrötaires du Corps législatil. Paris, les 14, 17, 21, 22, 28 et 29 Avril 1806. Signé Fonwanns, president/ DuMaIp, DrsRIBE, LAcoMET, P. S. GURERm, Fecrctaires. * . S MANpons et ordonnons que les présentes, revé- tues des sceaux de l'Etat, insérées au Bulletin des lois, 5 soient adressees aux Cours, aux PTribunaux et aux au- toriteès administratives, pour qu' ils les inscrivent dans . jeurs registres, les observent et les fassent observerz et ———— X 66) In den Supplementen zum Geſeßbuche(welche einen beſondern Band der gegenwärtigen Ausgabe ausmachen) wird man unter der Taxordnung von 1807. das Gutachten des Staats⸗ über die Inſtruction der vor und ſeit dem 3 angefangenen Proreſſe finden. 1 3 m uf ſut le unſumt nahu ug. wnn n ihn un acht kſhen 6, 6u ſuni ch o0. wehta d ſ bb ſcheine Eol ſiche M ſtlgn, n ſi ven Pegli do * I. 6 — ar Th. 3s B. Von ſchiedsrichterlichen Entſcheidungen. 577 nung auf die bey ihm eingereichten Bittſchriften reſolviren; jedoch alles dieß unbeſchadet der Beobachtung der im Titel: vom ſummariſchen Verfahren in dringenden Fäl⸗ le n enthaltenen Verfuͤgungen. 1o41. Gegenwaͤrtiges Geſetzbuch ſoll, vom erſten Jänner angerechnet, befolgt werden. Es ſind daher alle von die⸗ du lual ſem Zeitpunkte an anhaͤngig gemachte Rechtshaͤndel nach den darin enthaltenen Verordnungen zu verhandeln. Alle auf das Verfahren in buͤrgerlichen Rechtshaͤndeln ſich beziehende Ge⸗ ſetze, Gewohnheiten, Gebraͤuche und Gerichtsreglements ſind poe, in hiermit abgeſchafft.(1) 1042. Noch vor Eintritt dieſes Zeitpunktes ſollen, ſowohl wegen der Taxordnung, als auch wegen der bey den Gerichten zu beobachteden Policey und Ordnung, Regierungsbefehle Sollten die in dieſen Verordnungen enthaltenen Vorſchriften polche Maaßregeln enthalten, die ins Fach der Geſetzgebung ein⸗ ſchlagen, ſo ſollen dieſelben ſpäteſtens binnen dreyen Jahren dem geſetzgebenden Corps in der Form eines Geſetzes vorge⸗ legt werden.(²) Verglichen mit dem Originale von Uns dem Praͤſidenten und den Seeretairs des geſetzgebenden Corps. Paris, den 14. L 6run, 17. 21. 22. 28 und 29. April 1806. Unterzeichnet Fonta⸗ nes, Praͤſident; Duͤmaire, Desribe, Jacomet, P. S. Guerin, Secretairs. d, prr non ye kui, le 10 Wir befehlen und verordnen, daß Gegenwärtiges, mit 3 dem Staatsſiegel verſehen, in das Geſetbulletin eingetragen, auch allen Juſtizhoͤfen, Gerichten und Verwaltungsbehörden — zugeſchickt werde, damit dieſe ſolches in ihre Regiſter eintra⸗ eabb gen, beobachten und auf deſſen Beobachtung halten; und () Die Laxordnung iſt publicirt(und in den Supplemen⸗ ten zum Geſetzbuche wird eine deutſche Ueberſeyung derſel⸗ ben geliefert werden. E.) Ueber die bey den Gerichten zu beob⸗ achtende Policey iſt noch keine Verordnung erſchienen. Civilgerichtsordnung. Oo * 576 r e awitgen notre Gna Juge Ministre de la r utzs Ten surveiller la publication. Donné en notre palois de Saint- cioud, 1e 2½ 27 Avril, 1, 2* 8 et 5 Mai 1306. Sign N worbon. Vu par nous Chancelier 3 te Signe Caunacxurs. Ni j luſht Le Grand-Juge Minisre Par TEmpereur: de la justice, Ministre Seorẽtaire dtat, Signé Rn6NrRn. Signé Hu6uns B. Mannr. . Certifié conforme: Le Grand-Juge Ministre de la Justice, 1 RnGRIEn. erTh. 352. Von ſchiedsrichterlichen Entſcheidungen. 579 unſer Reichsoberrichter der Juſtizminiſter iſt ienuſtat. fuͤr Aü k hul deſſen Publication zu ſorgen. in Gegeben in Unſerm Pallaſte zu Saint⸗ Cloud, den 24 und 27. April, 1. 2. 8. und 9. May 1806. uNMin nterſchrift) NApPOILPON. lliu eſehen von Uns dem Erzkanzler des Reichs, u(innciu sr(Unterſchrift) CannAcknüs. 2 im hu Der Reichsoberrichter und Auf Befehl des Kaiſers lehn Juſtizminiſter der Miniſter Staatsſecretair Kulun(Unterſchr.) sxonRn.(unterſchr.) Hvours B. Manr. Die Richtigkeit 6 Abſchrift ie Richtigkeit der ri mi · k Mi beſcheinigt lum der Reichsoberrichter und Juſtizminiſter K nOhM NCLATrUn 4* principales lois et des auteurs oü les dispositions du Code ont éts Prige Ordonnance de Villers-Cotteréts(Frangois I), mois d'aoũt 1539, pour la 3 la et abrẽviation des procðs. Ordonnance de Fontainebleau Nenri w, 3u 6 sep- tembre 1551, sur les criees. Ordonnance de Roussillon(Charles H de janvier 1563, reglant les ſormes de la justice. Ordonnance de Moulins(Charles IX), mai 1566, pour la rcformation de la justice. Ordonnance de Blois(Henri III), de mai 1579, contenant des vègles pour la jutice. La Coutume de Paris. Ordonnance de Louis XIII, de janvier 1629, con⸗ tenant des regles pour la justice. 6 0Ordonnance civile(Louis XIV), de 1667. Ordonnance de 1669, sur les règlemens de juges. Ordonnance er iminelle, de 1670. Ordonnance du commerce, de 1673. Declaration du 10 er 1680, relative aun niers. Edit de janvier 1685 pour hadministration de la justice du Chdcelet de Paris. pi u 0ion me ſu Orlo nn iej Loi u brg lnunt lu lei innct lei ciler en Lei , Nomenclature. Edit de 1689, sur saisies roelles. Arrét de rbglement du parlement de Paris, du 18 juillet 1733, sur les levées de Sceller aprẽ decks. Ordonnance de Louis XV, du mois de juillet 1737, sur le ſaun. [4 Ordonnance du mois d'aoũt 1737, 3 les l mens de juges. mteun ukh Lois des 16 acũt, 18 oxtobr⸗ 1790 et 6 mars 797, sur organisation judieiae et la c uivre devant les juges de paiæ. Loi du Z brumaire an II de la République, sur . hinstruction des aßaires devant les tribunauæ. Loi du 26 ventose an IV, sur la manière de pro- — ln ceder en conciliation. — PLoi du 15 germinal an vr, sur l'ewercice de va von· trainte par cop. dlen ſini: Loi du I1 Brumaire an VII, sur les orcses. n ſlhu Le Code civil.— On y a renvoys aussi pour plu- ajuiu sieurs règles à suivre. (Uhuns ele juiu.. AUTFEURS. Hent II) à PorntER, Traité de a Procẽdure ciuile. jui JoussE, ses Commentaires Sur les ordonnances de 1667, 1669, 1670 et 1673. II, i jnt Dansanr, sa Collection de Jurisprudence. W a5 „e ilnij S in out łini — vb der e un Schriftſeler, aus welchen wit Ge richtsordnung hauptſaͤchlich geſchoͤpft iſt. . S ordonnanz von Vitters⸗ Cotterets(von Franz I.) vom Monat Auguſt 1539. wegen Reform der Gerech⸗ tigkeitspflege und Abkuͤrzung der Proceſſe. Ordonnanz von Fontainebleau(Heinrichs 110) vom 3. September 1551. Ueber die Ausrufung der Verſteigerungen, criées. Ordonnanz von Ruuſſillon(Carls IX.) vom Jaͤn⸗ ner 1563. ueber die Formen des Juſtizweſens. Ordonnanz v. Moulins Karls M.) vom May 1566. Ueber die Juſtizreform. Ordonnanz v. Blois Heinr. m) v. May 3 welche Vorſchriften fuͤr die Rechtspflege Die Coutume de Paris. Ordonnanz Ludwigs KIII. vom Jänner wel⸗ che Vorſchriften fuͤr die Juſtizpflege enthaͤlt. Civil⸗Ordonnanz Ludwigs XIW. von 1667. Dieß iſt das vorzuͤglichſte und ausfuͤhrlichſte aller aͤltern Franzoͤſi⸗ ſchen Geſetze uͤber das Verſahren in buͤrgerlichen Rechtshaͤndeln. ln hu klh nbu ſinin zuhe hulhin dilun ſnnu i u hn r ienun Geſt 6 Viy ſherde Hw ihni et — ehe let⸗Luh von Rijn itzunz uu vtaintölen lebet hie 1 ſſiſlen Uu i iui lul i hlh M mi in u. izU p ihriü in k i 1 wni „ Verzeichniß der Geſetze und Schriftſteller c. 583 Ordonnanz vo n 1669. sur les rglement⸗ des juges, oder uͤber Verweiſung des Proceſſes an einen von mehrern Rich⸗ tern(bey welchen zugleich einerley Rechtsſache angebracht iſt). Criminalordonnanz von 1670. Handelsordonnanz von 1673. Dieſ⸗ iſt auch im Handelsgeſetzbuche zum Grunde gelegt.) Declaration vom 10. inter 1680. wegen der Ge⸗ fangenen. Edict vom Januar 1685. wegen Ventuns der Juſtizi im Chätelet de Paris. Edict von 1689.. uͤber die Auspfaͤndungen. Arrét de reglement du Parlement de Paris v. 1g. Jul. 1. wegen der Entſiegelung der Erbſchaften. Ordonnanz Ludwigs XV. vom Monat Julius 1737. uͤber d das Falſum. Ordonnanz vom Monat Auguſt 1737. Von den reglements des juges(ſ. oben). Geſetze vom 16. Auguſt, vom 18. October 1700. und v vom 6. Maͤrz 1701. Ueber die Gerichtsverfaſſung und uͤber das Verfahren vor den Fried ensrichtern. Geſetz vom 3. Brämaire des II. Jahres der Republik. Ueber die gerichtliche Inſtruction der Rechtsſachen. Geſetz vom 26. Ventoſe des W. Jahres der Rep. Ue⸗ ber das Verfahren bey Pflegung der Guͤte. Geſetz vom 3. Bruͤmaire des Iw. Jahres der Rep. Geſetzbuch uͤber Verbrechen und Strafen.) Geſetz vom 153. Germinal des VI. Jahres. Ueber die Ausuͤbung des Gefaͤngnißzwanges. Geſetz vom 11. Brumaire des VII. Jahres der Rep. uͤber den gerichtlichen Verkauf Guͤter xpropriation forcée). * ———————————————— 584 Verzeichniß der Geſtze und Scꝙhriftſeer ec. Das Geſetbuch wepoteons, uf welches* Win wird. Sch riftſteller. Pothier, Naits de a rooedure e Jousse, Connentaires ur les ordonnancos d⸗ 1667. 669. et 1673. 2 „ Peuun, Collection de — 2 N— 8 SL SEMdE