00 b F NAPOLEFON, „ NOUVELLE EDITION, CoNFoRME Aà L EDITION ORIGINALE D E IL. IMPRIMERIE IMPERIAL.E. ToMlE PREMIER. Avec Privilége de S. A. R. le Grand-Duc de Hesse. A DARMSTADT ET GIESEN, CHEZ GEORGE FREDERIC HEYXER. 14 86 0 9- Geſetzbuch Napoltcons, nach det officiellen Ausgabe uͤberſetzt von H. F. D. Gerhardi, Großherzogl. Heſſiſchem Hofgerichts⸗Advocaten. Nebſt Angabe der wichtigſten Abweichungen der Üüberſetzungen von Daniels, Erhard, Laſſaulx, Müller und Spielmonn. Erſter Band. Mit Großherzogl. Heſſiſchem allergnaͤdigſtem Privilegium. Darmſtadt und Gieſen, bey Georg Friedrich Heyer. 1 3 o 9. Seiner Koͤniglichen Hoheit, Ludewig, Großherzog von Heſſen, Herzog in Weſtphalen ꝛc. ꝛc. meinem allergnaͤdigſten Souverain. Durchlauchtigſter Großherzog, Allergnaͤdigſter Souverain. Eure Koͤnigliche Hoheit haben durch eine unterm erſten Auguſt 18⁰8 erlaſſene Verordnung die Einfuͤhrung des Code Napoléon in Allerhochſt⸗ dero Staaten vorlaͤufig allergnaͤdigſt anzuordnen geruht. Dem zufolge wur⸗ de es mir Pflicht, mich mit dem In⸗ halte dieſes beruͤhmten Geſetzbuches ver⸗ traut zu machen. Aber vorzuͤglich er⸗ wuͤnſcht war es mir, als ſich eine aͤuſ⸗ ſere Veranlaſſung darbot, dieſe meine vertrautere Bekanntſchaft zu der nach⸗ ſtehenden Ueberſetzung unmittelbar an⸗ zuwenden; denn dadurch ſahe ich mich in den Stand geſetzt, der Abſicht Eu⸗ rer Königlichen Hoheit in einem weitern Umfange zu entſprechen. In wie fern alſo dieſe Arbeit durch die al⸗ lergnädigſte Willensmeinung Eurer Koͤniglichen Hoheit hervor geru⸗ fen iſt, in ſo fern muß, wenn ſie ir⸗ gend etwas Gutes enthaͤlt, Aller⸗ hochſtdero Antheil an derſelben als weſentlich betrachtet werden, und nur dieſe Ruͤckſicht und das eifrige Verlan⸗ gen, Allerhochſtdenſelben einen Be⸗ weis abzulegen, wie ſehr es mir Ernſt ſeye, Aller hoͤchſtdero weiſen Ver⸗ fuͤgungen fuͤr mein Theil entgegen zu kommen und mich zu einem unter je⸗ dem Zeitverhaͤltniſſe brauchbaren Staats⸗ diener fortzubilden, mögen mich ent⸗ ſchuldigen, wenn ich den Namen eines ſo erhabenen Beſchuͤtzers der Wiſſen⸗ ſchaften und Kuͤnſte meinem Werke vor⸗ zuſetzen wage. Werden Eure Konig⸗ liche Hoheit daſſelbe als ein Zei— chen meiner tiefſten Verehrung nicht mit Mißfallen aufzunehmen geruhen, ſo iſt mein naͤchſter und fuͤr dieſe meine Ar⸗ beit hoͤchſter Wunſch erfuͤllt. Mit tiefſter Submiſſion verharre Eurer Koͤniglichen Hoheit, meines allergnaͤdigſten Souverains allerunterthaͤnigſter H. Gerhardi. Vorrede. As ich im September vorigen Jahrs an der Ueberſetzung des Code Napoléon zu arbeiten an— fieng, waren diejenigen Ueberſetzungen, deren wich tigſte Abweichungen von der meinigen ich in den Noten angefuͤhrt habe, nebſt der aͤltern von Cre⸗ Borrede. mer, noch die einzigen, welche im Publikum er⸗ ſchienen waren. Ohngeachtet der unleugbaren Vorzuͤge, welche einige derſelben, und beſonders die Daniels'ſche, haben, iſt es doch wohl nicht zu bezweifeln, daß ſie alle noch mehr oder weniger unvollkommen und noch mancher Verbeſſerung faͤ⸗ hig ſind. Selbſt von der beſten der jetzo vorhan⸗ denen, der Weſtphaͤliſchen, wird man dieſes viel⸗ leicht immer noch behaupten koͤnnen. Ich ſage die⸗ ſes, nicht als ob ich meine Arbeit— deren Maͤn⸗ gel ich jetzt nur zu wohl einſehe— uͤber die andern Ueberſetzungen erheben wollte und fuͤr fehlerfrey hielte, ſondern weil ich glaube, daß aus dieſem Grunde jeder neue Verſuch um ſo weniger einer Entſchuldigung beduͤrfe, als eine vollkommen gute Ueberſetzung doch nur nach und nach, durch das vereinte Bemuͤhen Mehrerer, zu Stande kommen wird. Ob nun gleich dieſe Gruͤnde das Erſchei⸗ nen einer neuen Ueberſetzung uͤberhaupt entſchuldi⸗ gen duͤrften, ſo geſtehe ich doch frey, daß nicht ſie mich zur Uebernahme dieſer Arbeit beſtimmten, — denn in dieſem Falle haͤtte ich mir zu meiner Arbeit mehr Zeit nehmen, oder vielleicht dieſelbe faͤhigern und gelehrtern Maͤnnern ganz uͤberlaſſen muͤſſen,— ſondern daß ſie einzig und allein ihr Daſeyn der beſchloſſenen Einfuͤhrung des Code Vorrede. Napoléon in meinem Vaterlande zu verdanken hat. Da hierdurch fuͤr dieſes eine Ueberſetzung des Code Napoléon Beduͤrfniß wurde, ſo war eine im Inlande veranſtaltete wohlfeile den auslaͤndiſchen theurern ſobald vorzuziehen, als nur dieſelbe nicht ſchlechter war, als die anderwaͤrts erſchienenen. Daß aber meine Ueberſetzung neben den vorzuͤgli⸗ chen andern eine nicht ganz unwuͤrdige Stelle ein⸗ nehme, wird hoffentlich jeder billige Beurtheiler zu⸗ geſtehen, ob gleich mancherley Umſtaͤnde mir nicht erlaubten, derſelben den Grad von Vollendung zu geben, der ſonſt vielleicht nicht uͤber meine Kraͤfte geweſen waͤre. Dahin rechne ich die Eilfertigkeit, womit der Druck, beſonders Anfangs, betrieben wurde, indem oft der folgende Bogen noch nicht zur Haͤlfte bearbeitet war, als ſchon am vorherge⸗ henden gedruckt wurde; ſodann meine eigentlichen Berufsgeſchaͤfte, und hauptſaͤchlich den Umſtand, daß ich als deutſcher Juriſt welcher die franzoͤ⸗ ſiſche Geſetzgebung bisher nur als Nebenſtudium angeſehen hatte und anſehen konnte, bey dem Beginnen meiner Arbeit mit dieſer Geſetzgebung, wenn auch nicht ganz unbekannt, doch auch nicht ſo vertraut war, wie man es von einem Ueber⸗ ſetzer des Code Napoléon zu fordern berechtiget iſt. Daß aber auch einige andere Ueberſetzer in * Borrede, diefem letztern Punkte mit mir in gleichem Falle geweſen ſind, ſcheint mir aus ihren Arbeiten zu erhellen. Indeß werde ich die Maͤngel, welche aus den genannten Gruͤnden meiner Ueberſetzung ankleben, bey einer etwaigen zweiten Auflage zu verbeſſern trachten. Dieſe koͤnnte alsdann wohl noͤthig werden, wenn das Ganze im Allgemeinen eben die guͤnſtige Aufnahme faͤnde, als hin und wieder der erſte Band meiner Ueberſetzung, wel⸗ cher ſich ſchon ſeit geraumer Zeit in den Haͤnden des Publikums befindet, und in der Oberdeut⸗ ſchen allgemeinen Literaturzeitung und an einigen andern Orten mit Beyfall genannt wurde, ge⸗ funden hat. Deßhalb wird mir jede gegruͤndete Ruͤge eines Jrrthums ſtets willkommen ſeyn, und zu dieſem Zwecke halte ich es nicht fuͤr unnuͤtz, einige Grundſaͤtze, welche ich bey meiner Arbeit vor Augen hatte, und einige Fehler, die ich bis jetzo ſelbſt erkannt habe, hier ganz kurz anzu⸗ geben. Bey der Ueberſetzung legte ich durchaus die von Daniels, nach meiner Ueberzeugung die beſte der damals vorhandenen, zu Grunde; ein Verfahren, welches, auch auſſer Muͤller, ganz offenbar Er⸗ — . Vorrede. hard und wahrſcheinlich auch die Weſtphaͤliſchen Ueberſetzer beobachtet haben, und welches auch ge⸗ wiß nicht zu tadeln iſt, da wir Deutſchen, die wir uns erſt ſeit Kurzem mit dem Code Napo- léon ernſtlich beſchaͤftigen und ihn noch nie in ſeiner Anwendung geſehen haben, uns doch in den mehrſten Stuͤcken an das Urtheil erfahrner Fran⸗ zoͤſiſcher Rechtsgelehrten halten muͤſſen. Doch zog ich uͤberall, ſo viel es mir die Kuͤrze der Zeit ge⸗ ſtattete, die mir zu Gebote ſtehenden Hilfsmittel, vorzuͤglich die Discuſſion des code civil und Mallevilles Commentar, zu Rathe, und fand mich dadurch nicht ſehr ſelten veranlaßt, von dem Sin⸗ ne der Daniels'ſchen Ueberſetzung abzuweichen. Ob aber dieſe Abweichungen auch uͤberall Verbeſ⸗ ſerungen ſind, daruͤber ſteht freylich mir ſelbſt am wenigſten die Entſcheidung zu; jedoch kann ich verſichern, daß ich es nie ohne Gruͤnde gethan habe, welche ich fuͤr entſcheidend hielt. Wo mir alle Ueberſetzer den richtigen Sinn verfehlt oder doch ihn nicht beſtimmt genug ausgedruͤckt zu ha⸗ ben ſchienen,(wie z. B. im Art. 2123), da bemuͤhte ich mich beſonders, den richtigen Sinn herzuſtellen; habe ich mich dennoch geirrt, ſo habe ich wenigſtens die Beruhigung, daß ich mit moͤg⸗ lichſter Vorſicht zu Werke gegangen bin. Dem⸗ 3 1 8* — —— — — Borrede. ohngeachtet habe ich den Art. 416 unrichtig uͤber⸗ ſetzt, indem ich die voix délibérative mit der voix consultative verwechſelte; auch haͤtte ich wohl im Art. 120 und einigen andern, ſtatt des Daniels'ſchen Ausdrucks: Sicherheit, beſſer den Spielmaͤnn'ſchen: Buͤrgſchaft gewaͤhlt. Vorzuͤglich ließ ich es mir angelegen ſeyn, die Sprache, welche in den jenſeits des Rheins erſchienenen Ueberſetzungen nicht immer die beſte iſt, zu verbeſſern, und alle fremden Worte, ſo viel als nur moͤglich, zu verbannen. Welche Schwierigkeiten dieſes letztere hat, iſt viel zu all⸗ gemein bekannt, als daß ich es hier zu ſagen brauchte. Inzwiſchen nahm ich mir in Ruͤckſicht des Styls das Preuſſiſche Geſetzbuch zum Mu⸗ ſter; die Ausdruͤcke, welche ich in dieſem ver⸗ deutſcht fand, nahm ich ohne Bedenken in meine Ueberſetzung auf; wo hingegen daſſelbe die frem⸗ den Benennungen beybehielt, glaubte ich, wenn ich keinen hinlaͤnglichen bezeichnenden und be— kannten deutſchen Ausdruck wußte, beſſer zu thun, wenn ich dem Beyſpiel des Preuſſiſchen Geſetzbuches folgte, als wenn ich neue und we⸗ nig hekannte, oft auch unpaſſende Worte gebrauch⸗ —õ——— Voryede. te, wie es in einey der neueſten Ueberſetzungen des Code Napoléon geſchehen iſt. Die mehrſten Schwierigkeiten verurſachten mir die ganz franzoͤſi⸗ ſchen Ausdruͤcke, fuͤr welche man keine deutſche oder lateiniſche Worte hat; dieſe mußten entweder um⸗ ſchrieben oder beybehalten werden. Oefters fand ich auch erſt, nachdem das Wort ſchon ein igemal vorgekommen war, den richtigen deutſchen Aus⸗ druck, oder uͤberzeugte mich, daß man es am beſten ganz unuͤberſetzt laſſe, wie z. B. das Wort opposition im Art. 265 und einigen andern, wo es nicht ganz paſſend uͤberſetzt iſt. Solche erſt waͤhrend der Arbeit erkannte Fehler mußten noth⸗ wendig, wenn der Fehler nicht durch das Ganze durchgefuͤhrt werden ſollte, eine Ungleichheit im Ausdrucke erzeugen, welche, ob man ſie gleich in allen Ueberſetzungen findet, doch nur ſchwach mit der Eile entſchuldiget werden kann, und welche in einer etwaigen zweyten Auflage gewiß abgeaͤndert werden ſoll. Auch in Anſehung der Angabe der Varianten findet ſich, wie der Augenſchein zeigt, eine Un⸗ gleichheit, welche daher ruͤhrt, daß ich meinen er⸗ ſten Plan waͤhrend der Arbeit veraͤndert habe. Ich *X*Xᷣ* 4 44 — —— Vorrede. glaubte naͤmlich Anfangs, nicht bloß diejenigen Varianten angeben zu muͤſſen, wodurch der Sinn der Stelle ganz veraͤndert wird, ſondern auch ſol⸗ che, in welchen nur andere, wenn gleich dem Sin⸗ ne nach aͤhnliche, Worte gebraucht werden, oder welche einen Doppelſinn oder auch eine Um⸗ ſchreibung des Wortes oder Satzes enthalten. Nach dieſem Maasſtabe ſind die Varianten der er⸗ ſten Bogen durchaus zu beurtheilen. Spaͤterhin aber ſchien es mir, daß die Varianten dieſer letz⸗ tern Art großentheils unnuͤtz und zwecklos ſeyen/ und ich fuhr daher, mit wenigen Ausnahmen, nur mit der Angabe derjenigen fort, welche den Sinn durchaus veraͤndern, oder doch ohne Zwang eine andere Deutung zulaſſen. Uebrigens konnte ich der Erwartung des Recenſenten in der Ober⸗ deutſchen allgem. Literaturzeit., in Anſehung der Aufnahme der wichtigſten Abweichungen der officiel⸗ len Ueberſetzung fuͤr das Koͤnigreich Weſtphalen in die Noten des zweiten Bandes, um deswillen nicht entſprechen, weil auch von dieſem ſchon ein großer Theil abgedruckt war, als mir dieſe Ueber⸗ ſetzung zugekommen iſt. Man wird aus dem Geſagten ſehen, daß ich keineswegs blind fuͤr die Fehler meiner Arbeit —.—.„ Vorreode. bin. Demohngeachtet hoffe ich, daß man ihr die Brauchbarkeit nicht ganz abſprechen, und daß man dieſen meinen erſten ſchriftſtelleriſchen Verſuch um ſo eher mit Nachſicht beurtheilen wird, als man ihn, wenn auch nicht als eine durchaus gelunge⸗ ne Arbeit, doch vielleicht als die Grundlage zu einer vorzuͤglichern Ueberſetzung wird anſehen koͤnnen. Zum Schluſſe habe ich noch einige Worte uͤber die Weglaſſung des verſprochenen Sachregi⸗ ſters zu ſagen. Ich kann es nicht leugnen, daß ich wegen der zweckmaͤßigen Einrichtung dieſes Regiſters lange in Verlegenheit war. Sollte ich ein moͤglichſt vollſtaͤndiges Regiſter ausarbeiten, etwa wie dasjenige, welches zu der officiellen Ue⸗ berſetzung fuͤr das Koͤnigreich Weſtphalen gehoͤrt? Oder ſollte ich, wie Daniels, ein ganz kurzes Regiſter liefern? Oder ſollte ich hierin einen Mit⸗ telweg einſchlagen, etwa wie Spielmann? Wel⸗ ches Verfahren ich erwaͤhlen wollte, uͤberall ka⸗ men mir Zweifel und Bedenklichkeiten entgegen. Ein vollſtaͤndiges Regiſter wird leicht eben ſo ſtark oder noch ſtaͤrker, als das Geſetzbuch ſelbſt, indem viele Artikel unter mehreren Worten des Vorrede. Regiſters vorkommen muͤſſen. So findet man z. B. in dem zuv Weſtphaͤliſchen Ueberſetzung gehoͤ⸗ rigen Regiſter den kurzen Art. 229 unter: Ehe⸗ bruch, Ehefrau, Ehemann und Eheſcheidung, und den Art. 250 unter denſelben vier Rubriken und auch noch unter: Concubinat. Dadurch iſt aber auch dieſes Regiſter, wenn man ſeinen viel klei⸗ nern Druck in Anſchlag bringt, beynahe eben ſo ſtark geworden, als das Geſetzbuch ſelbſt, und demohngeachtet ließe es ſich, ohne inconſequent zu verfahren, noch vermehren. Ein ſolches Regiſter iſt aber, nach meiner Ueberzeugung, nicht nur ſchon an und fuͤr ſich ein Mißſtand, ſondern es hat auch noch den Nachtheil, daß man oft ganze Seiten in demſelben durchleſen muß, ehe man findet, was man ſucht. Dagegen gewaͤhrt ein ganz kurzes Regiſter nicht viel mehr Vortheil, als die Inhaltsanzeige, ſo wie auch das Da⸗ niels'ſche Regiſter wenig mehr iſt, als eine ſolche Inhaltsanzeige/ alphabetiſch geordnet. Auch in die dritte Art von Regiſtern koͤnnen nur die Haupt⸗ ſaͤtze des Geſetzbuches aufgenommen werden, wor⸗ aus denn der Nachtheil entſteht, daß gerade die minder wichtigen Saͤtze, welche nicht immer an dem Orte ſtehen, wo man ſie auch ohne Regiſter fuchen wuͤrde, und fuͤr welche ein Regiſter noch & Vorrede. altenfalls am noͤthigſten waͤre, nicht darin vorkom⸗ men. Aus dieſen Gruͤnden konnte ich mich lange nicht entſchließen, ein von mir ausgearbeitetes Re⸗ giſter, deren ich mehrere nach verſchiedenen Grund⸗ ſäͤtzen beynahe vollendet hatte, dem Drucke zu uͤbergeben. Während der Arbeit und dieſer mei⸗ ner Unentſchluͤſſigkeit wurde ich jedoch immer deut⸗ licher davon uͤberzeugt, daß jedes Regiſter zu dem Geſetzbuche Napoleons unnoͤthig ſeye, und zwar entſtand dieſe Ueberzeugung theils aus den obigen Gruͤnden, theils aus der Betrachtung, daß eine einzelne Dispoſition des Code Napoléon fuͤr denjenigen, welcher nicht das Ganze ſtudiert hat, doch nicht wohl brauchbar ſeye, derjenige aber, welcher ſich mit dem ganzen Geſetzbuche, wenn auch nur oberflaͤchlich, bekannt gemacht hat, gewiß keines Regiſters beduͤrfe, da bey der im Ganzen richtigen und leicht zu uͤberſehenden Ord— nung dieſes Geſetzbuches faſt nirgends unter einem Titel Artikel vorkommen, welche, etwa wie der Art. 530, man nicht ohnedem unter dieſem Titel ſuchen wuͤrde. Dieſe Gruͤnde, welchen ſchon ei— nige ſpruchberechtigte Maͤnner ihren Beyfall ge⸗ ſchenkt haben, legte ich dem Herrn Verleger vor, und bewog ihn dadurch zur gaͤnzlichen Weglaſ⸗ ſung des Sachregiſters. Hierin liegt auch zugleich Vorrede. 1 die Urſache, warum dieſe Vorrede, welche zugleich mit dem Regiſter ausgegeben werden ſollte, erſt ſo lange Zeit nach Vollendung der Ueberſetzung erſcheint.— Darmſtadt im December 1809. H. Gerhardi. Inhalts⸗Verzeichniß des Geſetzbuches Napoleons. h.. Erſter Band. Seite Pealiminar⸗Titel. Von der Publication, den Wirkungen und der Anwendung der Geſetze im Allgemeinen...... Erſtes Buch. Von den Perſonen. I. Tit. Von dem Genuſſe und dem Verlu⸗ ſte der Civilrechte....... 7 I. Cap. Von dem Genuſſe der Civilrechte daſ. II. Cap. Von dem Velrluſte der Civilrechte. 21 I. Abſchnitt Von dem Verluſte der Civilrechte durch den Verluſt der Eigenſchaft eines Franzoſen daſ. II. Abſchn. Von dem Verluſte der Civilrechte, als Folge gerichtlicher Verurtheilug„ 13 II. Tit. Von den öͤffentlichen Urkunden uber den buͤrgerlichen Zuſtand...... 19 I. Cap. Allgemeine Verfügungen. daſ. II. Cap. Von den Geburtsurkunden. 27 III. Cap. Von den Heirathsurkunden 31 IV. Cap. Von den Todesurkunden 39 *2 Table Tome ier Page Chap. V. Des actes de l'état civil concer- nant les militaires hors du territoire de L'Empire........... Chap. VI. De la rectification des actes de Teétat civil.......... Fit. III. Du Domicile...... Pit. IV. Des Absente...... Chap. I. De la présomption d'absensce. Chap. II. De la déclaration d'absence. Chap. III. Des effets de labsence... Sect. I. Des effets de l'absence, relativement aux biens que l'absent possédait au jour de sa dispa- rition............. Sect. II. Des effets de l'absence, relativement aux droits evéntuels qui peuvent compéter à l'absent Sect. III. Des effets de l'absence, relativement au mariase............. Chap. IV. De la surveillance des enfants mineurs du père qui a disparn.... FTit. V. DHu Wariage....... 8 Chap. I. Des qualités et conditions requi- ses pour pouvolr contracter marlage. Chap. II. Des formalités relatives à la cé- lebration du mariage....... Chap. III. Des oppositions au mariage. Chap. IV. Des demandes en nullité de ma- TIage............. Chap. V. Des obligations qui naissent du mariage............ Chap. VI. Des droits et des devoirs respec- tifs des époux.. Chap. VII. De la dissolution du mariage Chap. VIII. Des secondes mariages.. „....... 4 4 86 88 9² 94 Tit. VI. Du Divorce. ibidF. Chap. I. Des causes du divorce. Chap. II. Du div ibid orce pour cause déterminée 96 Tabl e du Code Napoleon. Inhalts-Verzeichniß des Geſetzbuches Napoleons. Nab1 e du Code Napoleon. „. Tome rer Page itre préliminaire. De la Publication, des Effets et de'Application de Lois en géeneral........ 2 Livre premier. Des personnes. Tit. I. De la Jouissance et de la Priva- 6 tion des Droits civils.... Chap. IL. De la jouissance des droits ci Chap. II. De’ la privation des droits civils 10 Sect. I. De la privätion des droits civils, par la perte de la qualité de Francais..... bia. gect II. De la privation des droits civils par suite des condamnations judiciaires...... vils ibid. Tit. II. Des Actes de l'ekat civil 13 Chap. I. Dispositions générales.... ibid Chap. II. Des actes de naissance... Chap III. Des actes de mariage. 5 Chap IV. Des actes de déces... Inhalts⸗Verzeichniß Erſter Band. Seite I. Abſchn. Von der Form der Eheſcheidung aus beſtimmter Urf ſache 97 II. Abſchn. Von den proviſoriſchen Ma aßregeln, zu welchen die Eheſcheidungsklage aus beſtimmter Ur ſache Anlaß geben kann. 111 III. Abſchn. Von den Einreden gege n die Zulaſſig⸗ keit der Ehe ſcheidungskla ge aus beſtimmter Ur⸗ ſache.. 1¹³ III. Cap. Von der Eheſcheidung auf w echſelfeiti⸗ ge Einwilligung. 415 IV. Cap. Von den Wirkungen der r Eheſcheidung 123 V. Cap. Von der Scheidung von Tiſch und Bette 127 VII. Tit. Von der Vaterſchaft und der Kindſchaft(Filiation.)..... 129 I. Cap. Von der Abſtammung(Filiation) recht⸗ mäßiger oder in der Ehe geborn er Kinder.„ daſ. II. Cap. Von den Beweiſen einer ehelichen Ab⸗ ſtammung........... 233 III. Cap. Von den unehelichen Kindern.. 1237 I. Abſchn. Von der Legitimation unehelicher Kin⸗ daſ der aſ⸗ II Abſchn. Von der Anerkennung unehelich her Kin⸗ der............... 139 VIII. Tit. Von der Adoption(Annahme an Kindesſtatt) und der Annahme eines Pflegekindesz.......... 141 I. Cap. Von der Adoption.... daſ. I. Abſchn. Von der Adoption und ihre en Wirtan gen.. daſ. II. Abſchn. Von der Form der Adoption... 145 II. Cap. Von der Annahme eines Pflegekindes 149 IX. Tit. Von der vaͤterlichen Gewalt.. 155 X. Tit. Von der Minderjaͤhrigkeit, der Vor⸗ mundſchaft und der Emancipation 159 I. Cap. Von der Minderjährigkeit.... daſ. II. Cap. Von der Vormundſchaft... daſ. I. Abſchn. Von der Vormundſchaft der Eltern daſ. Table Tome rer. Page Sect. II. De la tutelle déférée par le père ou la mère 162 Sect. III. De la tutelle des ascendants.. ibid. Sect. IV. De la tutelle déférée par le conseil de famille... 164 17⁰0 Sect. V. Du subrogé tuteur..... Sect. VI. Des causes qui dispensent de la tutelle 172 Sect. VII. De l'incapacité, des exclusions et desti- tutions de la tutelle........ 178 Sect. VIII. De l'administration du tuteur.. 152 190 Sect. IX. Des comptes de la tutelle.... Chap. III. Da l'émancipation. 192 Tit. XI. De la Majorité, de P'Interdiction et du Conseil judiciaire..... 198 Chap. I. De la majorité..... Chap. II. De binterdiction.... ibid. Chap. III. Du conseil judiciaire.. Livre II. Des biens et des différentes modi- fications de la propriété. Tit. I. De la Distinction des Biens.. 208 Chap. I. Des immeubles.. ibid. Chap. II. Des meubles... 224 Chap. III. Des biens dans leur rapport avec ceux qui les possèdent.... 243 Tit. II. De la Propriete. 220 Chap. I. Du droit d'accession sur ce qui est produit par la chose... 222 Chap. II. Du droit d'accession sur ce qui s'unit et s'incorpore à la chose... 224 Inhalts⸗Verzeichniß Erſter Band. Seite V. Cap. Von den Urkunden über den bürgerli⸗ chen Zuſtand, rückſichtlich der auſſerhalb des Staatsgebietes befindlichen Militairperſonen. 45 VI. Cap Von der Berichtigung der Urkunden über den bürgerlichen Zuſtand..... 49 III. Tit. Von dem Wohnſitze... 51 IV. Tit. Von den Abweſenden. 533 I. Cap. Von der Vermuthung der Abweſenheit daſ. II. Cap. Von der Abweſenheitserklarung. 55 III. Cap. Von den Wirkungen der Abweſenheit 57 I. Abſchn. Von den Wirkungen der Abweſenheit, in Beziehung auf das Vermoge welches der Abweſende am Tage ſeines Verſchwindens beſaß daſ. II. Abſchn. Von den Wirkungen der Abweſenheit, in Beziehung auf die dem Abweſenden etwa zu⸗ ſtehenden eventuellen Rechte...... III. Abſchn. Von den Werkungen der Abweſenheit, in Beziehung auf die Ehe...... 65 IV. Cap. Von der Aufſicht über minderjährige Kinder, deren Vater verſchwunden iſt daſ. N. Tit. Bon der Ehe...... 67 I. Cap. Von den zu Schließung einer Ehe erfor⸗ derlichen Eigenſchaften und Bedingungen.. II. Cap. Von den F rmalitäÄten, die ſich auf die Schließung der Ehe beziehen-... 55 III. Cap. Von den Einſprüchen gegen die Hei⸗ rath............. 7 IV. Cap. Von Klagen auf Nichtigkeit der Ehe 79 V. Cap. Von den Verbindlichkeiten, die aus der Ehe entſpringen........ 37 VI. Cap. Von den wechſelſeitigen Rechten und Pflichten der Ehegatten....... 89 VII. Cap. Von der Aufloſung der Ehe. 95 VIII. Cap. Von der zweiten Ehe 00 T 3 aſ. VI. Tit. Von der daſ. I. Cap. Von den. daſ⸗ II. Cap. Von der Eheſcheidung aus beſtimmter Urſache....... 97 Table Tome ler Page Sect. I. Des formes du divorce pour cause déter- minée... 96 Sect. II. Des mesures provisoires auxquelles peut donner lieu la demande en divorce pour cause dé- terminée.. 2 110 Sect. III. Des Hins de non · recevoir contre P'aetion en divorce pour cause déterminse..... 112 Chap. III. Du divorce par consentement mutuel..... 114 Chap. IV. Des effets du- divorce.. 122 Chap. V. De la séparation de corbs.. 126 Tit. VII. De la Paternité et de la Filia- tion... 128 Chap. I. De la hliation des auts légiti- mes ou nés dans le mariage... ibid Chap. II. Des preuves de la Süiliation des en- fants légitimes.....„ 132 Chap. III. Des enfants naturels„.. 136 Sect I. De la légitimation des enfants naturels ibid. Sect. II. De la reconnaissance des enfants naturels 138 Tit. VIII. De P'Adoption et de la Tu- telle officieuse...—„. 140 Chap. I. De l'adoption...... ibid. gect. I. De l'adoption et de ses effets.... ibid. Sect. II. Des formes de l'adoption 144 Chap. II. De la tutelle officieuse... 148 Tit. IX. De la Puissance paternelle. 152 Tit. X. De la Minorité, de la Tutelle et de PEmancipation... 159 Chap. I. De la minorit6. ibid. Chap. II. De la tutelle... ibid. Sect. I. De la tutclle des père et mare.. ibid. Inhalts⸗Verzeichniß Erſter Band. Seite J. Alſchn. uud dem An⸗ und Zuwachsrechte in Be⸗ ziehung auf unbewegliche S achen. 225 II Abſe an. Von Lae An⸗ und Zuwachsrechte in Beziehung auf bewegliche Sachen..... 231 Tit. d dießbrauche, 7 III. Tit. Von dem Nießbrauche, dem Ge brauche und der Wohnung. 2357 I. Cap. Von dem Nießbrauche..... daſ. Abſchn. Von den Rechten des Nutznieſſers.. daſ. II. Abſchn. Von den Verbindlichkeiten des Nutz⸗ nieſſers............. 2747 III Abſchn. Wie der Nießbrauch ſich endiget.. 251 II. Cap. Von dem Gebrauche und der Wohnung 255 IV. Tit. Von Servituten oder Grundge⸗ rechtigkeiten........ 259 I. Cap. Von den Servituten, welche in der La⸗ ge der Orte ihren Grund haben..... daſ. II. Cap. Von den durch das Geſetz angeurdne, 3 ten Servituten........ 263 I. Abſchn. Von gemeinſchaftlichen Mauern und Graͤben. daſ. II. Abſchn. Von der Entfernung und den Zwiſchen⸗ werken, welche bey gewiſſen Anlagen erforder⸗ lich ſind. 271 III. Abſchn. Von d der Ausſicht auf das Eigenthum ſeines Nachbars...... daſ. IV. Abſchn. Von der Dachtraufe...... 273 V. Abſchn. Von der Wegegerechtigkeit... 275 III. Cap. Von den Servituten, welche durch menſchliche Handlungen errichtet werden.. daſ. I. Abſchn. Von den verſchiedenen Arten der Ser⸗ nviuien⸗ die auf Guͤtern Statt finden koͤnnen. daſ. Abſchn Wi e Servituten errichtet werden.. 279 m. Abſchn. Von den Rechten des Eigenthuͤmers avdes berechtigten Gutes.... 28 Abſchn. Wie Servituten erloͤſchen.... 293 Table Livre III. Des différentes manières dont on acqulert 1 a propriété. 1 Tome 1er. Page Dispositions Senérales....... 5 Tit. I. Des Successions..... 288 Chap. I. De l'ouverture des successions, et de la saisine des héritiers.... Chap. II. Des qualités requises pour suc- GCeder...... Chap. III. Des divers ordres de succes- Sin........... 294 Sect. I. Dispositions générales...... ibid. Sect. II. De la représentation,...... 298 Sect. III. Des successions défeérées aux descendants 300 Sect. IV. Des successions déférées aux ascendants ibid. Sect. V. Des successions collatérales..... 302 ͤbid. 292 Chap. IV. Des successions irrégulières. So4 Sect. I. Des droits des enfants naturels sur les biens de leur père ou mère, et de la succession aux enfants naturels décédés sans postérité.. ibid. Sect., I. Des droits du conjoint survivant et de btar........... 303 Chap. V. De l'acceptation et de la répudia- tion des successions....... 310 Sect. I. De l'acceptation...... ibid. Sect. II. De la renonciation aux successions. 314 Sect. III. Du bénétice d'inventaire, de ses effets, ct des obligations de l'héritier bénéficiaire.. 316 gect. IV. Des successions vacantes.... 324 Chap. VI. Du partage et des rapports. 3²6 Sect. I. De l'action en partage, et de sa forme. ibid. Sect. II. Des rapports........ 338 546 Sect. III. Du paiement des dettes..... Sect. IV. Des effets du partage, et de la garantie des lots.. Sect. V. De la rescision en matière de partage. —y Inhalts⸗Verzeichniß Erſter Band. Seite .Abſchn. Von der durch die Llter uͤbertrage⸗ 1 2 Por mundſchaft..... 103 III. Abſchn. Von der V Vormund dſe haft der Ascen⸗ denten..„ daſ. IV. Abſchn. Von der durch den gamilienrath uͤber⸗ tragenen Vormundſchaft...... 165 V. Abſchn. Von dem Nebenvormund. 171 VI Abſchn Von den Urſachen, welche von der Vormundſc befreyen. 173 VII. Abſchn n der u gfaͤh gkeit zur Vormund⸗ ſchaft, von der Ausſchließung und Abſetzung von derſelben... 179 VIII Abſchn. Von d r Ve rm altun na des Vort mundes 183 IX. Abſchn. Von den Vormundſchafts⸗Rechnungen 191 III. Cap. Von der Emancipation.... 195 XI. Tit. Von der Volljaͤhrigkeit, der In⸗ terdietion und dem gerichtlich beſtellten Beyſtande...... 199 I. Cap. Von d der Volljährigkeit..... dufſ. II. Cap. Von der Interdiction.... daſ. III. Cap. Von dem gerichtl ich beſtellten Bey⸗ ſtande........... 207 Zweytes Buch. Von den Sachen und den verſchiedenen Modificationen des Eigenthums. I. Tit. Von der Eintheilung der Sachen 209 I. Cap. Von unbeweglichen Sachen.... daſ. II. Cap. Von beweglichen Sachen.... 215 III. Cap. Von den Sachen in Beziehung auf ih⸗ re Beſitzer........... 219 II. Tit. Von dem Eigenthuim.. 221 I. Cap. Von dem An⸗ und Zuwachsrechte auf das, was durch die Sache ſelbſt hervorgebracht wird........... 225 II. Cap. Ven dem An und Zuwachsrechte auf das, was mit der Sache vereinigt und ihr ein⸗ verleibt wird.......... 229 Table Tome ier. Page Sect. I. Du droit d'accession relativement aux choses immobilières........„. 2924 Sect. 1I. Du droit d'accession relativement aux cho- ses mobilieres............ 230 Titre. III. De 1'Vsufruit, de 1'Usage et de L'fabitation........ 230 Chap. I. De Pusufruit...... ibid. Sect. I. Des droits de Pusufruitier..... ibid. Sect. II. Des obligations de l'usufruitier... 244 Sect. III. Comment l'usufruit prend ffin. 250 Chap. II. De l'usage et de l'habitation. 254 Tit. IV. Des Servitudes ou Services fon- Giers........ 256 Chap. I. Des servitudes qui dérivent de la situation des lieux....... ibid. Chap. II. Des servitudes établies par la loi............. 262 Sect. I. Du mur et du fossé mitoyens.... ibid. Sect. II. De la distance et des ouvrages intermé- diaires requis pour certaines constructions.. 270 Sect. III. Des vues sur la propriété de son voisin ibid. Sect. IV. De l'egout des toits....... 272 Sect. V. Du droit de passage...... 274 Chap. III. Des servitudes établies par le fait de l'homme........ ibid. Sect I. Des diverses espèces de servitudes qui peu- vent être établies sur les biens...... ibid. Sect. II. Comment s'établissent les servitudes.. 278 Sect. III. Des droits du propriétaire du fonds au- quel la servitude est due.... 280 Sect. IV. Comment les servitudes s'éteignent 252 Inhalts⸗Verzeichniß . Erſter Band. Seite II. Tit. Von Schenkungen unter Lebenden und von Teſtamenten..... 357 I. Cap. Allgemeine Verfügungen..... daſ⸗ II. Cap. Von der Fähigkeit d durch Schenkung un⸗ ter Lebenden oder durch; Teſtament zu verfügen oder zu erwerben......... 559 III Cap. Von dem Vermögenstheile, über wel⸗ chen man verfügen kann, und von der Reduction 365 I. Abſchn. Von dem Vermoͤgenstheile, uͤber welchen man verfuͤg fann..... daſ⸗ II. Abſchn. Von der Herabſetzu ung(Reduction) der Schenkungen und Vermaͤchtniſſe. 369 V. Cap. Von Schenkungen unter Lebenden. 375 I. Abſchn Von der Form der Schenkungen unter Lebenden. daſ. II. Abſchn Aus nahmen von der in der Rege 1 St att findenden Unwid derruflichkeit der Schenkungen unter Lebenden....... 381 V. Cap. Von letztwilligen Verordnungen.. 387 I. Ab ſſchn. Allgemeine Regeln uͤber die Form der Teſtamente........... daf. II Abſchn. Beſondere Regeln uͤber die Form ge⸗ wiſſer Teſtamente....... 393 III. Abſchn. Von den Erbes einſetungen und den roerwitheniſ n im Allgemeinen.... 401 .Abſchn Von Univerſalvermaͤchtniſſen... daſ. 3 Abſchn Von Vermüchtniſſen unter einem Uni⸗ verſaltitel...... 405 VI. Abſchn. Von Pa⸗ uiikularvermichtniſenn. 407 VII. Abſchn. Von Teſtamentsvollziehern... 411 VIII. Abſchn. Von Widerrufung der Teſtamente und den Faͤllen, worin ſie kraftlos werden. 413 VI. Cap. Von den zu Gunſten der Enkel des Ge⸗ ſchenkgebers oder Teſtators, oder der Kinder ſei⸗ ner Geſchwiſter erlaubten Verfügungen.. 417 VII. Cap. Von Theilungen, die von dem Vater, von der Mutter oder andern ÄAscendenten unter ihren Descendenten vorgenommen werden.. 429. Table Tome ter. Page Chap. VIII. Des donations faites par con- trat de mariage aux époux, et aux enfants à naitre du mariage....... 430 Chap. IX. Des dispositions entre époux, soit par contrat de mariage, soit pendant le mariage........... 434, . Tome 2. Page Tit. III. Des Contrats ou des Obligati- ons conventionnelles en général 2 Chap. I. Dispositions préliminaires.. ibid. Chap. II. Des conditions essentielles pour Ja validité des conventions..... 4 Sect I Du consentement..... ibid. Sect. II De la capacité des parties contractantes., 10 Sect III. De l'objet et de la matière des contrats ibid. Sect IV. De la cause..... 12 Chap. III. De l'effet des obligations.. ibid. Sect. I Dispositions générales..... ibid. Sect. II. De l'obligation de donner... 14 Sect. III. De P'obligation de faire ou de ne pas faire 16 Sect IV Des dommaxges et intéréts résultant de l'inexécution de Pobligation ibid. Sect. V. De l'interprétation des conventions. 2⁰0 Sect. VI. De l'effet des conventions à l'égard des tiers 22 Chap. IV. Des diverses espèces d'obliga- ticme............. 24 Sect. I Des obligations conditionnelles... ibid. §. I. De la condition en général, et de ses di- verses espöces.......... ibid. §. II. De la condition suspensive... 28 §. III. De la condition résolutoire... ibid. Sect. II Des obligations à terme... 30 32 Sect. III. Des obligations alternatives. Inhalts⸗Verzeichniß Drittes Buch. Von den verſchiedenen Arten, das Ei⸗ genthum zu erwerben. Erſter Band. Seite Allgemeine Verfügungen........ 267 I. Tit. Bon der Erbfolge.... 2389 I. Cap. Von der Eröffnung einer Erbchaft und der Beſitznahme der Erben..... daſ. II. Cap. Von den zur! Erbfähigkeit erforderl ichen Eigenſcha ften.......... 295 III. Cap. Vo on den verf ſchiedene n Ordnungen der Erbfolge.......... 205 ₰ 1 Abſchn. Allgemeine Verfuͤgungen..... Ddal⸗ Ab dſchn Von d m R präſentation isrechte 299 1n 2. Von der Erbfolge der Des ndenten 301 IV. Bu der Erbf lge der Ascendenten daſ. V. Abſchn. Von der Erbfolge der Seitenverwandten 303 IV. Cap. Von der auſſerordentlichen Erbfolge. 305 I. Abſchn. T den Rechten unehelicher Kinder auf das Vermoögen ihrer Eltern, und von der Erb⸗ folge in den Nachlaß unehelicher, ohne Descen⸗ n ve orb er Kinder.. daſ. I den Rechten des aͤberleb enden 8 Stanfes...... 309 V. Cap. Von der Annahme und der Ausſchlagung einer Erbſchaft.......... 311 Abſchn. Von der Annahme. daſ. II. Abſchn. Von der Entſagung der Erb ſchafte n. 315 III. Abf ſchn. Won der Rechtswohlthat des Inven⸗ tariums hren Wirkungen und den Verbind⸗ lichkeite n des Beneſicialerben....... 317 IV. Abſchn. Von erbloſen Verlaſſenſchaften 325 VI. Cap. Von der Theilung und der Collation 327 I. Abſchn. Von der Klage auf Theilung und de⸗ ren Form............ daſ. II. Abſchn. Von der Coll ation.... 33 III. Abſchn. Von der Zahlung der Schulden.. 34 IV. Abſchn. Von den Wirkungen der Theilung und v der Gewaͤhrleiſtung der Looſe. 351 7. Abſchn. Von der Reſeiſton in Theilungsfachen 353 Table „. Tome er. Tit. II. Des Donations entre-vifs et des Testamerlts....... Page 356 Chap. I. Dispositions générales... ibid. Chap. II. De la capacité de disposer ou de recevoir par donation entre-vifs ou par testament......... 558 Chap. III. De la portion de biens dispo- nible, et de la réduction...... 564 Sect. I. De la portion de biens disponible... ibid. Sect. II. De la réduction des donations et legs. 368 Chap. IV. Des donations entre-vifs 372 Sect. I. De la forme des donations entre- vifs ibid. Sect. II. Des exceptions à la règle de l'irrévocabi- lité des donations entre-vifs.... Chap. V. Des dispositions testamentaires Sect. I. Des règles générales sur la forme des tes- taments............. Sect. II. Des règles particulières sur la forme de certains testaments........ Sect. III. Des institutions d'héritier et des legs en Sengral.............. Sect. IV. Du legs universel........ Sect. V. Du legs à titre universel... Sect. VI. Des legs particuliers... Sect. VII. Des exécuteurs testamentaires.. Sect VIII. De le revocation des testaments et de leur caducit6........ Chap. VI. Des dispositions permises en fa- veur des petits-enfants du donateur ou testateur, ou des enfans de ses frères et SOeurs........... Chap. VII. Des partages faits par père, mere, ou autres ascendants, entre leurs descendants......... Inhalts⸗Verzeichniß Erſter Band. Seite VIII. Cap. Von den in dem Ehecontracte den Ehegatten oder den aus der Ehe zu erwartenden Kindern gemachten Schenkungen.... IX. Cap. Von Verfügungen unter Ehegatten in dem Ehecontracte oder während der Ehe. 435 43¹ 3— Zweiter Band. Seite III. Tit. Von Vertraͤgen oder vertrags⸗ maͤßigen Verbindlichkeiten im Allgemei⸗ nen...... 3 I. Cap. Präliminarverfügungen.. daſ. II. Cap. Von den zur Giltigkeit der Verträge weſentlichen Erforderniſſen.... 5 1. Abſchn. Von der Einwilligun daſ. II. Abſchn. Von der Faͤhigkeit 8,7 Contrahenten II III. Abſchn. Von dem Gegenſtande der Vertraͤge daſ⸗ IV. Abſchn. Von dem Grunde... 13 III. Cap. Von der Wirkung der Verbindlichkeiten daſ. I. Abſchn. Allgemeine Verfuͤgungen.. daſ. II. Abſchn. Von der Verbindlichkeit etwas zu ge⸗ en............ 1 III. Abſchn. Von der Verbindlichkeit etwas zu thun oder zu unterlaſſen....... IV. Abſchn. Von dem Schadenserſatze, als Folge der Nichterfuͤllung einer Verbindlichkeit... daſ. V. Abſchn. Von der Auslegung der Vertraͤge.. 21 VI. Abſchn. Von der Wirkung der Vertraͤge in Ruͤckſicht auf dritte Perſonen... IV. Cap. Von den verſchiedenen Gattungen der Verbindlichkeiten... 25 I. Abſchn. Von bedingten Verbindlichkeiten.. daſ. §. I. Von der Bedingung im Allgemeinen und ihren verſchiedenen Arten... §. II. Von der aufſchiebenden Bedingung. 29 §. III. Von der aufloͤſenden Bedingung... daſ. II. Abſchn. Von Verbindlichkeiten unter Zeitbe⸗ ſtimmung............ 1 III. Abſchn. Von alternativen Verbindlichkeiten 33 15 17 ’ Table Tome 2. Page Sect. IV. Des obligations solidaires..... 34 §. I. De la solidarité entre les créanciers.. ibid. § II. De la solidarité de la part des débiteurs. 36 Sect. V. Des obligations divisibles et indivisibles 42 §. I. Des effets de l'obligation divisible... ibid. §. II. Des effets de l'obligation indivisible.. 44 Sect. VI. Des obligations avec clauses pénales. 46 Chap. V. De l'extinction des obligations. 5⁰ Sect. I. Du paiement......... 1bidl. §. I. Du paiement en gencral.... ibid. §. II. Du paiement avec subrogation.. 56 §. III. De l'imputation des paiements.... 58 §. IV. Des offres de paiement, et de la consi- gnation........ 69 §. V. De la cession de biens....... 64 Sect. II. De la novation........ 66 Sect. III. De la remise de la dette.... 70 Sect. IV. De la compensation..... 72 Scct. V. De la contuston.......... 76 Sect. VI. De la perte de la chose due.... ibid. Sect. VII. De l'action en nullité ou en rescision des cenventions........... 7 Chap. VI. De la preuve des obligations, et de celle du paiement...... 682 Sect. I. De la preuve littéralee.. ibid. §. I. Du titre authentique....... ibid. §. II. De l'acte sous seing privé...... 86 §. III. Des tailles........ 90 §. IV. Des copies des titres.....„ ibid. §. V. Des actes récognitifs et confirmatifs.. 94 Sect. II. De la preuve testimoniale.. 96 Sect. III. Des présomptions........ 100 §. 1. Des présomptions établies par la loi.. ibid. Inhalts⸗Verzeichniß Zweiter Band. Seite IV. Abſchn. Von ſolidariſchen Rechten und Ver⸗ bindlichkeiten..... 35 §. I. Von ſolꝛdariſchen Rechten.... daſ. v II. Von ſolidariſchen Verbindlichkei ten. 32 V. Abſchn Von theilbaren und Untheiſwaren Ver⸗ bindlichkeiten. 43 §. I. Von den Wirkungen einer theilbaren Ver⸗ bindlichkeit. daſ. §. II. Von den Wirkungen einer untheilbaren Verbindlichkeit... 47 VI. Abſchn. Von den bey Lonventionaljraf ein⸗ gegangenen Verbindlichkeiten.... 47 V. Cap. Von dem Erlöſchen der Werlindlichkpren 51 I. Abſchn. Von der Zahl ung...... daſ. §. I. Von der Zaßlung uͤberhaupt. daſ. §. II. Von der Zahlung mit Eintritt in die Rechte des Glaͤubigers... 77 §. III. Von der Abrechnung der Zahlung. 79 § IV. Von dem Anerbieten der Zahlung und der Hinterlegung..... 6 §. V. Von der Vermoͤgensabtretung.... 65 II. Abſchn. Von der Novation.. 627 III. Abſchn. Von dem Erlaſſe der Scuid... 78 IV. Abſchn. Von der Compenſation.... 73 V. Abſchn. Von der Confuſion TI Abſchn. Von dem untergange der ſchuldigen Sache. VII Abſchn. Bon der Klage auf Michtigkei oder Aufhebung der Verträge... 79 VI. Cap. Von dem Beweiſe der Verbindlichkei⸗ ten und der Zahlung........ 33 I. Abſchn. Von dem Urkundenbeweiſe... daſ. §. 1 Von oͤffentlichen Urkunden. daſ. §. II. Von Privaturkunden.... 87 S n Von Kerbhoͤlzern..... 91 §. ly. Von Abſchriften der urkunden.. daſ. §. V, Anerkennungs⸗ und Beſttizungs⸗ urkunden...„ 95 II. Abſchn. Von dem Zeugenbeweiſe. 97 III. Abſchn. Von Vermuthungen...... 101 §. I. Von den durch das Gelel begründeten 1 Vermuthungen....... daſ⸗ Table 1 4 Tome 2. Page §. 1I. Des présomptions qui ne sont point établies Thr la Aot...........:. no gect. IV. De l'aven de la partie...... ibid- Sect. V. Du serment....... 104 §. 1. Du serment décisoire....... ibid. §. ll. Du serment deféré d'office.... 106 8 Tit. V. Des Engagements qui se for- ment sans convention 108 Chap. I. Des quasi-contrats.... 110 Chap. II. Des délits et des quasi-délits. 112 Tit. V. Du Contrat de mariage et des Droits respectifs des Epoux.. 116 Chap. I. Dispositions générales... ibid. Chap. II. Du régime en communauté. 120 I. Partie. De la communauté légale. 122 Sect. I. De ce qui compose la communauté active- ment et passivement.......(bid. §. 1. De l'actif de la communauté.. ibid. .11. Du passif de la communauté, et des ac- tions qui en résultent contre la communauté. 126 3 Sect. II. De l'administration de la communauté, et de Peffet des actes de bun ou de l'autre époux, relativement à la société conjugale... 134 Sect. III. De la dissolution de la communauté, et de quelques-unes de scs suites.... 142 Sect. IV. De P'acceptation de la communauté, et de la renonciation qui peut Y etre faite, avec les con- ditions qui y sont relatives..... 143 Inhalts⸗Verzeichniß Zweiter Band. Seite §. II. Von den nicht durch das Geſeß begfün. deten Vermuthungen.... 103 IV. Abſchn. Von dem Geſtaͤndniſſe de vortzeb. daſ. V. Abſchn. Von dem Eide.... 107 §. 1. Von dem Entſcheidungseide:. daſ⸗ §. II. Von dem von Amtswegen auferlegten Eide 107 W. Tit. Von Verbindlichkeiten, die ohn Vertrag entſtehen..... 10⁰9 I. Cap. Von vertragsähnlichen Handlungen(Qua⸗ ſicontracten). 111 II. Cap. Von Vergehen und ihrer ren gleichgelten⸗ den Handlungen(Delicten und Quaſidelicten) 115 V. Tit. Von dem Ehevertrage(Ehebere⸗ dung) und den wechſelſeitigen Rechten d der Ehegatten....... 11¹] I. Cap. Allgemeine Verfügungen.. daſ. II. Cap. Von dem Rechtsverhältniſſe der Güter⸗ gemeinſchaft.......... 121 I. Theil. Von der geſeßlichen Gäite gendein⸗ ſchaft.. 123 I. Abſchn. Von dem Actio⸗ un poſhabeſende der Guͤtergemeinſchaft... daſ. §. 1. Von dem Aenivbeſtande(Vermögen) der Guͤtergemeinſchaft. daſ. §. 11. Von dem Paſſivbeſtande(den Schulden und Laſten) der Guͤtergemeinſchaft, und von den daraus gegen die Gütergeweinſchaft entſte⸗ henden Klagen.. 12²7 II. Abſchn. Von der Verwaltung der Güterge⸗ meinſchaft und den Wirkungen der Handlungen des einen oder des andern Ehegatten in Bezie⸗ hung auf die eheliche Geſellſchaft. 135 III. Abſchn. Von der Aufloͤſung der Guͤtergemein⸗ ſchaft und einigen ihrer Folgen. 143 IV. Abſchn. Von der Annahme des gemeinſchaft⸗ lichen Vermoͤgens und der Verzichtleiſtung auf daſſelbe, wie auch von den daranf ſich beziehen. den Bedingungen..... 149 G 8 * 41 1 ——— Table Tome 2. Sect. V. Du partage de la communauté après l'ac- ceptation............. § I., Du partage de l'actif....... §. II. Du passif de la communauté, et de la contribution aux dettes........ Sect. VI. De la renonciation à la communauté et de ses effets y........... Disposition relative à la communauté léga- le, lorsque l'un des époux ou tous deux ont des enfants de précédents mariages.. II. Partie. De la communauté conventi- onnelle, et des conventions qui peu- vent modifier ou même exelure la com- umnauté légale........ Sect. I. De la communauté réduite aux acquéts. Sect. II. De la clause qui exclut de la commu- nauté le mobilier en tout ou partie..... Sect. III. De la clause d'ameublissement... Sect. IV. De la clause de séparation des dettes. Sect. V. De la faculté accordée à la femme de re- prendre son apport frano et quitto..... Sect. VI. Du préeiput conventionnel..... Sect. VII. Des clauses par lesquelles on assigne à chacun des époux des parts inégales dans la com- munaute........... Sect. VIII. De la communautèé à titre universel. Dispositions communes aux huit sections ci- dessus...........„. Sect. IX. Des conventions exclusives de la com- munante.............. §. 1. De la clause bortant que les époux se ma- rient sans communaute.... §. Il. De la elause de séparation de biens.. Page 154 ibid. 16 16²2 164 176 ibid. 178 182 ibic. 184 ibid. 186 Inhalts⸗Verzeichniß Zweiter Band. Seite . Abſchn. Von der Theilung des gemeinſchaftli⸗ chen Vermoͤgens nach erfolgter Annahme §. 1. Von der Theilung des Activvermoͤgens. §. lI. Von dem Paſſivbeſtande der Guͤterge⸗ meinſchaft und dem Beytrage zur Tilgung der Schulden............. VI. Abſchn. Von der Verzichtleiſtung auf das ge⸗ meinſchaftliche Vermoͤgen und ihren Wirkungen Beſtimmung in Ruͤckſicht der geſetzlichen Guͤter⸗ gemeinſchaft fuͤr den Fall, wenn einer der Ehegatten, oder beyde zugleich, Kinder aus vorhergehenden Ehen haben.. II. Theil. Von der vertragsmäßigen Güterge⸗ meinſchaft und den Verträgen, welche die ge— ſetzliche Gemeinſchaft abändern oder ſelbſt aus⸗ ſchließen können......... I. Abſchn. Von der auf den Erwerb beſchraͤnkten Guͤtergemeinſchaft........... II. Abſchn. Von der Verabredung, welche das be⸗ wegliche Vermoͤgen ganz oder zum Theile von der Guͤtergemeinſchaft ausſchließt.. III. Abſchn. Von der Verabredung der Mobilia⸗ riſirung..........„. Iv. Abſchn. Von der Verabredung, durch welche die Schulden von der Gemeinſchaft ausgeſchloſ⸗ ſen werden.............. v. Abſchn. Von der der Ehefrau eingeraͤumten Be⸗ fugniß ihr eingebrachtes Vermoͤgen ſchuldenfrey zuruckzunehmen......... 2: VI Abſchn. Von der vertragsmaͤßigen Voraus⸗ nahme...... VII. Abſchn. Von den Verabredungen, wodurch den beyden Ehegatten ungleiche Theile an der Gutergemeinſchaft angewieſen werden.... VIII. Abſchn. Von der allgemeinen Guͤtergemein⸗ ſchaft............... Verfügungen, welche fuͤr alle acht vorſtehen⸗ den Abſchnitte gelten..— IX. Abſchn. Von Vertraͤgen, welche die gemeinſchaft ausſchließen..... §. 1. Von der Verabredung der Ehegatten, ein⸗ ander ohne Gemeinſchaft der Guͤter heirathen zu wollen....... §. 11. Von der Verabredung, daß das Vermoͤ⸗ der Ehegatten voͤllig getrennt bleiben ſolle .. Guͤter⸗ .. 155 daſ. 161 163 165 Table Tome 2. Page Chap. III. Du régime dotal.... 168 Sect. I. De la constitution de dot.. ibicd. Sect. II. Des droits du mari sur les biens dotaux, et de l'inaliénabilité du fonds dotalall 190 Sect. III. De la restitution de la dot.. 196 Sect. IV. Des biens paraphernauu 2280 Disposition particuliere....... 202 Tit. VI. De la Vente..... 2044 Chap. I. De la nature et de la forme de la vente............ 1bid. Chap. II. Qui peut acheter ou vendre. 206 Chap. III. Des choses qui peuvent être vendues... 210 Chap. IV. Des obligations du vendeur. ibid. Sect. I. Dispositions générales.... ibid- Sect. II. De la délivranee....... 212 Sect. III. De la garantic......... 218 §. 1. De la garantie en cas d'éviction.... ibid. §. 11. De la Larantie des deſauts de la chose vendue e..... 224 Chap. V. Des oblig,tions de acheteur. 226 Chap. VI. De la nullité et de la résolution de la vente........... 228 Sect. I. De la faculté de rachat.... 230 Sect. II. De la rescision de la vente pour cause de lesion........... 234 Chap. VII. De la licitation..... 233 Chap. VIII. Du transport des créances et autres droits incorporels..... ibid. Tit. VII. De TEchange.... 242 Tit. VIII. Du Contrat de louage. 244 Chap. I. Dispositions générales... ibid. Chap. II. Du louage des choses.. 246 Inhalts⸗Verzeichniß Zweiter Band. Seite III. Cap. Von dem Recheaechältniſſ des Braut⸗ ſchatzes..... 139 I. Abſchn. Von der Beſtellung des Brautſchotzes daſ. II. Abſchn. Von den Rechten des Mannes an dem Brautſchatze, und der Unveraͤußerlichkeit der da⸗ zu ge hoͤrigen unbeweglichen Guͤter. 191 III. Abſchn. Von der Zuruͤckgabe des Br autſchatzes 197 IV. Abſchn. Von dem Paraphernalvermoͤgen.. 201 Beſondere Verfuͤgung..... 203 VI. Tit. Von dem Kaufvertrage... 205 I. Cap. Von der Natur und der Form des Kauf⸗ vertrages............ daſ. II. Cap. Wer kaufen und verkaufen kann.. 207 III. Cap. Von den Sachen, welche verkauft werden können. 211 IV. Cap. Von den Verbindlichkeiten des Ver⸗ käufers. t..... daſ. I. Abſchn. vgemeine Berzugungen... daſ. II. Abf ſchn. Von d der Ueberlieferung... 213 III. Abſchn. Von der Gewaͤhrleiſtung..„ 219 §. 1. Von der Gewaͤhrleiſtung im Falle einer Entwaͤhruug daſ. . II. Von der Gewäßrleiſtung für die Mäͤnge der verkauften Sache.„ 22 5 V. Cap. Von den Verbindlichkeiten des Käufers 227 VI. Cap. Von der Nichtigkeit und der Aufhebung des Kaufvertrages...... 229 I. Abſchn. Von dem Wiederkaufsrechte. 231 i. Abſchn. Von Aufhebung des Kaufverttags wegen Verletzung... 235 VII. Cap. Von der Weneigerung zememheftn cher Güter.. 239 VIII. Cap. Von der Abtretung der Ford rderungen und anderer unkörperlichen Rechte.... daſ. VII. Tit. Von dem Tauſchvertrage.. 245 VIII. Tit. Von dem Miethvertrage. 245 I. Cap. Allgemeine Verfügungen.. daſ. Il. Cap. Von dem Miethvertrage über Sachen 247 Table . Tome 2. Page Sect. I. Des règles communes aux banx des mai- sons et des biens ruraux-...... Sect. II. Des règles particulières aux baux à loyer 258⁸ Sect. III. Des règles particulières aux baux à ferme 264 Chap. III. Du louase d'ouvrage et d'indus- trie....... 270 Sect. I. Du louage des domestiques et ouvriers. ibid. Sect. II. Des voituriers par terre et pareau.. ibid. Sect. III. Des devis et des marches.... 272 Chap. IV. Du bail à cheptel.... 276 .. ibid. .. ibid. 280 gect. I. Dispositions générales.. Sect. II. Du cheptel simple... Sect. III. Du cheptel à moitié... Sect. IV. Du cheptel donné par le proprietaire ĩ à son fermier ou colon partiaire.. 28² §. 1. Du cheptel donné au fermier.. ibid. §. lI. Du cheptel donne au colon partiaire.. 284 Sect. V. Du contrat improprement appelé cheptel ibid. Tit. X- Du Contrat de société.. 286 Chap. I. Dispositions générales... ibid. Chap. II. Des diverses espèces de socié- ...*... ibid. 288 290 tE6..... gect. I. Des sociétés universelles.. Sect. II. De la société particuliere... Chap. III. Des engagements des associés entre eux et à l'égard des tiers.„ ibid. Sect. I. Des engagements des associés entre eux ibid. Sect. II. Des engagements des associés à l'égard jers ſers.,....... 298 des t Inhalts-Verzeichniß Zweiter Band. Seite I. Abſchn. Von den fuͤr die Vermiethung der Hiufer und der Feldguͤter gemeinſchaftlichen Re⸗ gel........ 247 II. Abſchn. Von den dem Miethvertrage uͤber Haͤuſer und Mobilien eigenthuͤmlichen Regeln. 259 III. Abſchn. Von den dem Pachtvertrage ber Feldguter eigenthuͤmlichen Regeln... 265 III. Cap. Von dem Miethvertrage über Arbeiten 8* Gewerbfleiß....... I. Abſchn. Von Verdingung der Dienſtboten und Handarbeiter.. II. Abſchn. Von den Landfuhrleuten und Schiffern daf. III. Abſchn. Von der Uebernahme beſtimmter Ar⸗ beiten nach einem Anſchlage oder Accorde. 273 IV. Cap. Von dem Viehpacht...... 277 I. Abſchn. Allgemeine Verfuͤgungen.... daſ. II. Abſchn. Von dem einfachen Viehpacht.. daſ. IM. Abſchn. Von dem Viehpacht zur Haͤlfte 281 . Abſchn. Von dem Viehpacht, welchen der Ei⸗ zenſcne mit ſeinem Pachter oder Theilpachter 271 eingegangen iſt........ 283 §. l. Von dem mit dem Pachter iingegange nen Viehpacht. daſ. §. lI. Von dem mit dem Theilpachter einge gangenen Viehpacht..... 285 V. Abſchn. Von dem uneigentlich ſo genanmten Viehpacht............ daſ. IX. Tit. Von dem Geſellſchaftsvertrage. 2387 I. Cap. Allgemeine Verfügungen..... daſ II. Cap. Von den verſchiedenen Gattungen der Geſellſchaften........ daſ. I. Abſchn. Von allgemeinen Geſellſchatten.. 289 II. Abſchn. Von der beſondern Geſellſchaft. 291 III. Cap. Von den Verbindlichkeiten der Geſell⸗ ſchafter unter ſich und gegen dritte Perſonen. daſ. I. Abſchn. Von den Verbindlichkeiten der Geſeli ſchafter unter ſich. daſ. II. Abſchn. Von den Ve rbindlich hkeite n der Geſ ſell⸗ ſchafter gegen dritte Perſonen... 299 Table .. Tome 2. Page Chap. IV. Des différentes manieres dont ünit la sociéte......... Disposition relative aux sociétés de commerce 3⁰2 300 Tit. X. Du Prét... 35304 Chap. I. Du préèt à usage, ou commodat ibid. Sect. I. De la nature du prét à usage.. ibid. Sect. II. Des engagements de l'emprunteur 306 Sect. III. Des engagements de celui qui préte à ScAgs.............. 508 Chap. II. Du prèt de consommation, ou simple preęt.......... ibid. Sect. I. De la nature du prét de consommation, ibid. Sect. II. Des obligations du préteur.... 310 Sect. III. Des engagements de Pemprunteur 312 ibid. Chap. III. Du prét à intérer.. Tit. XI. Du Dépot et du Séquestre. 316 Chap. I. Du dépôt en général, et de ses diwersces especes......... ibid. Chap. II. Du dépôt proprement dit. ibid. gect. I. De la nature et de l'essence du contrat de dépõôt..... ibid. Sect. II. Du dépôt volontaire.... 318 Sect. III. Des obligations du dépositaire. 320 .„. 2... gect. IV. Des obligations de la personne par la- 6 . 32 quelle le dépôt a été fait.. Sect. V. Du dépôt necessaire...... ibid. 328 Chap. III. Du séquestre..... ibid. Sect, I. 3Des diverses espèces de séquestre — Inhalts⸗Verzeichniß Zweiter Band. Seite IV. Cap. Von den verſchiedenen Arten, wie die Geſellſchaft ſich endiget..... 301 Verfuͤgung in Betreff der Handelsgeſellſchaften 303 X. Tit. Von dem Leih⸗ und Darlehensver⸗ trage........... I. Cap. Von dem Leihvertrage...... I. Abſchn. Von der Natur des Leihvertrages. 3⁰5 daſ. daſ. II. Abſchn. Von den Verbindlichkeiten des Leihers 307 III. Abſchn. Von den Verbindlichkeiten des Ver⸗ leihers.......... II. Cap. Von dem Darlehnsvertrage... „ I. Abſchn. Von der Natur des Darlehns. II. Aüſchn. Von den Verbindlichkeiten des Dar⸗ eiher.-...........„ III. Abſchn. Von den Verbindlichkeiten des Schuldners............ III. Cap. Von dem verzinslichen Darlehn. XI. Tit. Von dem Niederlegungsvertrage und der Sequeſtration...... I. Cap. Von dem Niederlegungsvertrage im All⸗ gemeinen, und deſſen verſchiedenen Gattungen II. Cap. Von dem Niederlegungsvertrage im ei⸗ gentlichen Sinne......... I. Abſchn. Von der Natur und dem Weſen des Niederlegungsvertrages........ II. Abſchn. Von der freywilligen Niederlegung III. Abſchn. Von den Verbindlichkeiten des Ver⸗ wahrers......)...„.. IV. Abſchn. Von den Verbindlichkeiten des Nie⸗ derlegers.„.... V. Abſchn. Von der im Nothfalle geſchehenen Nie⸗ derlegung............. III. Cap. Von der Sequeſtration.... I. Abſchn. Von den verſchiedenen Gattungen der Sequeſtration,. 309 daſ. 317 Table — Tome 2. Page Sect. II. Du séquestre conventionnel 32 8 Sect. III. Du séquestre ou du dépôt judiciaire. 330 Tit. XII. Des Contrats aléatoires 332 Chap. I. Du jeu et du pari..... ibid. Chap. II. Du contrat de rente viagère 354 Sect. I. Des conditions requises pour la validité du contrat............ ibhid. Sect. II. Des effets du contrat entre les parties contractantes.......... 336 Tit. XIII. Du Mandat... 558 Chap. I. De la nature et de la forme du mandat.... ibid. Chap. II. Des obligations du mandataire 542 Chap. III. Des obligations du mandant. 344 Chap. IV. Des différentes manières dont le mandat init........ 545 Tit. XIV. Du Cautionnement. 3438 Chap. I. De la nature et de l'étendue du cautionnement......... ibid. Chap. II. De l'effet du cautionnement. 352 Sect. I. De l'effet du cautionnement entre le eré- ancier et la caution.... ibid. Sect II De l'effet du cautionnement entre le dé- biteur et la caution... 5356 Sect. III. De l'effet du cautionnement entre les co- fidéjusseurs........ 3⁵⁸ Chap. III. De Fextincton du cautionne- ment.. 1bid. Chap. IV. De la caution légale et de la caution judiciaire..... 360 Tit. XV. Des Transactions.... 362 Inhalts⸗Verzeichniß „Zweiter Band. Seite II. Abſchn. Von der vertragsmaͤßigen Segueſtra⸗ tion........... III. Abſchn. Von der gerichtlichen Sequeſtration oder Niederlegung. 331 XII. Tit. Von gewagten Vertraͤgen.. 333 I. Cap. Von dem Spiel und der Wette.. daſ. II Cap. Von dem Leibrentenvertrage 335 I. Abſchn. Von den zur Giltigkeit dieſes Vertrags erforderlichen Bedingungen........ II. Abſchn Von den Wirkungen des Vertrages zwiſchen den contrahirenden Theilen.. 3327 XIII. Tit. Von dem Vollmachtsvertrage. 339 I. Cap. Von der Natur und der Form des Voll⸗ machtsvertrages......... II. Cap. Von den Verbindlichkeiten des Bevoll⸗ mächtigten........... 345 III. Cap. Von den Verbindlichkeiten des Macht⸗ gebers........... IV. Cap. Von den verſchiedenen Arten, wie die Vollmacht erliſcht.... daſ. 345 .... 347 XIV. Tit. Von der Buͤrgſchaft. 349 I. Cap. Von der Natur und dem Umfange der Bürgſchaft-...... 5 II. Cap. Von den Wirkungen der Bürgſchaft. 353 I. Abſchn. Von den Wirkungen der Buͤr t zwiſchen dem Glaͤubiger und dem Buͤrgen gſchal⸗ II. Abſchn. Von den Wirkungen der Burgſchaft zwiſchen dem Schuldner und dem Buͤrgen.. 357 III. Abſchn. Von den Wirkungen d ü unter den Mitbuͤrgen.. ge 5 Bürgſchaft III. Cap. Von Erlöſchung der Bürgſchaft.. daſ. IV. Cap. Von der geſetzlichen und der gerichtlichen Bürgſchaftt......... 36. XV. Tit⸗ Von dem Vergleiche 36 Table 1 Tome 2. Fage Tit. XVI. De la Contrainte par corps en matiere civile...... 366 Tit. XVII. Du Nantissement.. 372 Chap. I. Du gage........ ibid. Chap. II. De Pantichrèse...... 378 Tit. XVIII. Des Priviléges et Hypothè- ques.... 3380 Chap. I. Dispositions générales... ibid. Chap. II. Des priviléges....... 582 ibid. Sect. I. Des priviléges sur les meubles.. §. 1. Des privilége généraux sur les meubles 384 §, II. Des priviléges sur certains meubles ibid. Sect. II. Des priviléges sur les immeubles 368 Sect. III. Des priviléges qui s'étendent sur les meubles et les immeubles 392 Sect. IV. Comment se conservent les priviléges. ibid- Chap. III. Des hypotheques... 396 Seot. I. Des hypothèques légales...... 398 . 400 Sect. II. Des hyporheques judiciaires... Sect. III. Des hypothèques conventionnelles.. ibid. s ont entre Sect. IV. Du rang que les hypothèque Sl 4...es.......... 1404 Chap. IV. Du mode de l'inscription des priviléges et hypothèques Chap. V. De la radiation et réduction des inscriptions......... Chap. VI. De Peffet des priviléges et hy- othèques contre les tiers détenteurs 422 Chap. VII. De Pextinction des priviléges et hypotheques......... 42⁸ 410 4¹6 Inhalts⸗Verzeichniß Zweiter Band. Seite XVI. Tit. Von dem Perſonalarreſte in buͤr⸗ gerlichen Rechtsſachen...... 367 XVII. Tit. Von dem Pfandvertrage 373 JI. Cap. Von dem Fauſtpfande. daſ. II. Cap. Von dem Nutzungspfande.. 379 XVIII. Tit. Von Privilegien(Borzugsrech ten) und Hypotheken... 3631 1 Cap. Allgemeine Verfügungpen.. daſ. Cap. Von den Privilegien... 333 I. Abſch. Von den Pr dilegien auf bemegliche Sa chen... daſ. § I. Von den allgemeinen Privilegien auf le wegliche Sachen. 385 § IHI. Von den privilegien auf gewiſſe beweg⸗ liche Sachen......... daſ. 1I. Abſchn. Von den Privilegien auf unbewegli⸗ che Sachen 389 III. Abſchn. Von den Privilegien, welche ſich auf bewegliche und unbewegliche Sachen zugleich er⸗ ftrecken.. 393 IV. Abſchn. Wie die Privilegien zeſichert werden daſ. III. Cap. Von den Hypotheken. 397 I Abſchn. Von den geſetzlichen Hypotheken. 399 II Abſchn Von den gerichtlichen Hypotheken 401 III. Abſchn. Von den Pertragonaßigen Hypo⸗ thelen. daſ. IV. Abſchn. Von dem Rangé der Hypotheten unter einander.. 405 IV. Cap. Von der Art und Weiſe der Einſchrei⸗ bung der Privilegien und Hypotheken.. 4¹¹⁴ V. Cap. Von der Löſchung und Einſ ſchränkung der eingeſchriebenen Privilegien und Hypotheken 417 VI. Cap. Von der Wirkung der Privilegien und Hypotheken gegen dritte Beſitzer.. 423 VII. Cap. Von der Enſchung der Privilegien und Hypotheken...... 429 ccniß dem erſten Bande beyzubinden. Table Tome 2. Page Chap. VIII. Du mode de purger les pro- priétés des priviléges et hypothèques. 428 Chap. IX. Du mode de purger les hypothè- ques, quand il n'existe pas d'inscription sur les biens des maris et des tuteurs 4536 Chap. X. De la publicité des registres et de la responsabilité des conservateurs 44 7 Tit. XIX. De l'Expropriation forcée et des ordres entre les Créanciers 446 Chap. I. De l'expropriation forcée.. ibid. Chap. II. De l'ordre et de la distribution du prix entre les créanciers.... 452 Tit. XX. De la Prescription... ibid. Chap. I. Dispositions générales... ibid. Chap. II. De la possession..... 454 Chap. III. Des causes qui empéchent la prescription.......... 456 Chap. IV. Des causes qui interrompent ou qui suspendent le cours de la pres- cription........... 458 Sect I. Des causes qui interrompent la prescrip- tion............. Sect. II. Des causes qui suspendent le cours de la prescription........... Chap. V. Du temps requis pour prescrire 464 Sect. I. Dispositions générales..... ibid. Sect. II. De la prescription trentenaire... ibid. Sect. III. De la prescription par dix et vingt ans ibid. ibid. 46⁰ Sect. IV. De quelques prescriptions particulières 46⁶ —— Inhalts⸗Verzeichniß Zweiter Band. Seite VIII. Cap. Von der Art, ſein Eigenthum von Privilegien und Hypotheken frey zu machen. IX. Cap. Von der Art und Weiſe, die Güter der Ehemänner und Vormünder von den darat ff haftenden, aber nicht eingeſchriebenen, Hypothe⸗ ken frey zu machen—. X. Cap. Von der üffentlichkeit der Hypothek en⸗ bücher und der Verantwortlichkeit der Hypothe⸗ kenbuchführer. ..*..*. 7. XIX. Tit. Von dem geric chtlichen nothwendi⸗ Verkaufe und der Ran gordnung unter den Gluubigern I. Cap. Von dem zurichihichen nothwendigen Ver⸗ II. Cap. Von der Rangor dnung der Gi läubiger und der Vertheilung des Kaufpreiſes unter die ſelben ......—.* XX. Tit. Von der Verjaͤhrung. I. Cap. Allgemeine Verfügungen. II. Cap. Von dem Beſitze III. Cap. Von den Urſ. achen, welche die V erjäh⸗ rung verhindern.... IV. Cap. Won den Urſachen, welch er Verjährung unterbrechen oder a 1 Aoſchn. Von den Urſachen, welche die Ver⸗ jährung unterbrechen... II Abſchn. Von den Ur ſachen, we iche den Lauf der Verjaͤhrung aufhalten. V. Cap. Von der zur Verz fährung erforderlich I Abſchn. Allgemeine Verfuͤgunge n.. II Abſchn Von der dreißigjaͤhrigen Verſjaͤhr rung III Abſchn. Von der zehn⸗ und zwanzigjähr tgen Verjaͤhrung. IV. Abſchn. Von einigen beſöndern Arten der Verjaͤhrung.. ..„„.. 5* 2.. 3 4²9 3⸗ 4 4137 441 447 daſ. V — — N — —2 82 — — — 2 ᷣ - — — — B — — G CoDE NApOLEON. Geſetzbuch Napoleons. Cod. N. 1. B. 4 de TITRE PRELIMINAIRE. De la Publication, des Pffets et de P'Appli- cation des Lois en général. (Déerété le 5 mars 1803. Promulgué le 15 du méême mois.) ARTICLE PREMIER. Les lois sont exécutoires dans tout le territoire français, en vertu de la promulgation qui en est faite par TEmpereur. Flles seront exécutées dans chaque partie de TEmpire, du moment ou la promulgation en Pour- ra être connue. La promulgation faite par l'Empereur sera rẽ- putée connue dans le département de la résidence impériale, un jour après celui de la promulga- tion; et dans chacun des autres départements, après l'expiration du même délai, augmenté d'au- tant de jours qu'il y aura de fois dix myriamè- tres(environ 2o0 lieues anciennes) entre la ville ou la promulgation en aura été faite, et le chef- lieu de chaque département. 2. La loi ne dispose due Pour l'avenir; elle wa point d'effet rétroactif. 5. Les lois de police et de süreté obligent tous ceux qui habitent le territoire. Praͤliminar-Titel. Von der Publication, den Wirkungen 1) und der Anwendung der Geſetze im Allgemeinen. (Decretirt den 5. März 1803. Promulgirt den 15. deſſel⸗ ben Monats.) Art. 1. Die Geſetze ſind vollſtreckbar 2) im ganzen franzöſiſchen Gebiet, kr aft ihrer durch den Kaiſer geſche⸗ henen Promulgation. Sie ſollen in jedem Theile des Reichs von dem Au⸗ genblicke an vollſtreckt werden, wo ihre Promulgation (daſelbſt) bekannt ſeyn kann. Die durch den Kaiſer geſchehene Promulgation ſoll als bekannt angenommen werden: in dem Departement der kaiſerlichen Reſidenz einen Tag nach derſelben, und in jedem der andern Departemente nach Ablauf der nãm⸗ lichen Friſt, mit Zurechnung eines Tages fi Myriameter Cnach der alten Rechnung ungefähr 20 fran⸗ zöſiſche Meilen, lieues) welche der Hauptort des De⸗ partements von der Stadt entfernt iſt, worin die Pro— mulgation geſchehen iſt. 2. Das Geſetz verfügt nur für die Zukunft; es hat keine zurückwirkende Kraft. 3. Die Policey⸗ und Sicherheits-Geſetze verbinden einen jeden, der ſich in dem Staatsgebiete aufhält. ³) 1) Wirkſamkeit. E. 2) executoriſch. D. L. u. S. zur Vollziehung geeignet. M. 3) der das Gebiet bewohnt. 8. L. u. M. alle Landes⸗ einwohner. E. 1 Tit. prélim. De la Publication etc. ₰△ 2 meêème ceux possédés Par Les immeubles, r la loi française. des étrangers, sont régis Pa Les lois concernant L'état et la capacité des personnes régissent les Frangçais, même résidant en pays étranger. 4. Le juge qui refusera de juger, sous préẽ- texte du silence, de Pobscurité ou de Tinsuffi⸗ sance de la loi, pourra etre poursuivi comme coupable de déni de justice. 5. Il est défendu aux juges de prononcer parx voie de disposition générale et réglémentaire sur les causes qui leur sont soumises. 6. On ne peut déroger, par des conven- tions particulières, aux lois qui intéressent Por- dre public et les bonnes moeuxs. Präl. Tit. Von d. Publication, d. Wirkungen ꝛc. 5 Die Immobilien werden nach den franzöſiſchen Ge⸗ ſetzen beurtheilt 4), ſelbſt wenn ſie Ausländern angehö⸗ ren. Nach den Geſetzen, welche den Zuſtand und die (Rechts⸗) Fähigkeit 5) der Perſonen betreffen, werden alle Franzoſen beurtheilt, ſelbſt wenn ſie ſich im Ausland auf⸗ halten.*) 4. Der Richter, der unter dem Vorwande des Still⸗ ſchweigens, der Dunkelheit oder der Unzulänglichkeit des Geſetzes, ſeine Entſcheidung verweigert, kann, als der Juſtizverweigerung ſchuldig, belangt werden. 5. Es iſt den Richtern verboten, in der Form ⁵) allgemein giltiger Vorſchriften und Verordnungen 7) die ihnen vorgelegten ⁸) Rechtsſtreitigkeiten zu entſcheiden. 6. Man kann durch keine Privat⸗Verträge von Geſetzen abgehen,*) welche auf die öffentliche Ordnung und die guten Sitten Einfluß 10) haben.(*†*) (*) Vergl. Art. 170 und 171. (**) Vergl. Art. 900. 1133 und 1387. 4) regiert. L. richten ſich nach den F. G. D. Ueber unbe⸗ wegliche Guͤter ꝛc. wird nach F. G. entſchieden. E. ge⸗ ſprochen. 8. 5 5) Rechtsverhaͤltniſſe. S. 6) mittelſt. L., S. E. u. M. 7) allgemeiner und reglementariſcher Verfugungen. L. allgem. Anordnungen und(Gerichts) Reglements E. einer Verordnung, die eine allgemeine Regel begruͤn⸗ den ſollte. M. 8) die vor ſie gehoͤrigen. E. 9) eine Ausnahme machen. D. den Geſ. Abbruch thun. L. zuwiderhandeln. 8. ihre Kraft entziehen. M. 10) welche die Handhabung der öͤffentlichen Ordnung und die Erhaltung der guten Sitten zum Zweck haben. D. LIVRE PREMIER. Des personnaes. TITIRE PREMIER. De la Jouissance et de la Privation des Droits civils. (Décrété le 8 mars 1803. Promulgué le 18 du même mois.) CHAPITRE PREMIER. De la Jouissance des Droits civils. 7. LrxEnciGE des droits civils est indépendant de la qualité de ciboyen, laquelle ne s'acquiert et ne se conserve que conformément à la loi con- stitutionelle. 8. Tout Français jouira des droits civils. 9. Tout individu né en France d'un étranger, pourra, dans l'année qui suivra l'époque de sa majorité, réclamer la qualité de Frangais; pourvu que, dans le cas ou il résiderait en France, il 4 déclare que son intention est d'y fixer son domi- cile, et que, dans le cas ou il résiderait en pays — 0— 52 Erſtes Buch. Von den Perſonen. Erſter Titel. Von dem Genuſſe und dem Verluſte der Civilrechte. ¹) (Decretirt den 8. Mäͤrz 1803. Promulgirt den 18. deſſel⸗ ben Monats.) Erſtes Capitel. Von dem Genuſſe der Civilrechte. 7. De Ausübung der Civilrechte iſt unabhängig von der Eigenſchaft eines Staatsbürgers, welche nur dem Staatsgrundgeſetz gemäß erworben und erhalten wird. 8. Jeder Franzoſe hat der Civilrechte zu genießen. Jedes in Frankreich gebohrene Kind eines Aus⸗ länders 2) kann innerhalb eines Jahres nach erlang⸗ ter Volljährigkeit, auf die Eigenſchaft eines Franzoſen An⸗ ſpruch machen; nur muß es, wenn es in Frankreich wohnt, erklären, daß es daſelbſt ſeinen Wohnſitz aufzu— ſchlagen gedenke, im Fall es aber im Auslande wohnt, 1) bürgerlichen Rechte. E. u. M. 2) Jedes in Frankreich von einem Fremden gebohrne Individuum. L. 8. u. M. Wer in Frankreich von einem Fremden gebohren iſt. D. Jeder von einem Aus⸗ laͤnder erzeugte, aber in Frankreich gebohrne Menſch. E 8 L. I. T. 1I. Des droits civils. étranger, il fasse sa soumission de fixer en France son domicile, et qu'il l'y établisse dans l'année, à compter de l'acte de soumission. 10. Tout enfant né d'un Français en pays éStranger, est Frangçais. Tout enfant né, en pays étranger, d'un Fran- çais qui aurait perdu la qualité de Français, pour- ra toujours recouvrer cette qualité, en remplis- sant les formalités prescrites par l'article 9. 11. L'étranger jouira en France des mèêmes droits civils que ceux qui sont ou seront accordés aux Français par les traités de la nation à laquelle cet étranger appartiendra. 12. 1'étrangère qui aura épousé un Français, suivra la condition de son maxi. 13. L'étranger qui aura été admis par l'auto- risation de l'Empereur à établir son domicile en France, y jouira de tous les droits civils, tant qu'il continuera d'y résider. 146. L'étranger, même non résidant en Fran- ce, pourra être cité devant les tribunaux français, pour l'exécution des obligations par lui contractées en France avec un Français; il pourra être tra- duit devant les tribunaux de France, pour les obli- gations par lui contractées en pays étranger envers des Français. 15. Un Français pourra être traduit devant un tribunal de France, pour des obligations par lui contractées en pays étranger, même avec un étrxanger. 16. En toutes matières, autres que celles de commerce, l'étranger qui sera demandeur, sera (*) Val. Art. 912. (**) Val. Art. 19. 3) Jedes von einem Franzoſen im Auslande gebohrne Kind. L. 8. M. u. D. Jedes von einem franzoͤſiſchen Vater Menate Kind, auch wenn es im Auslande ge⸗ bohren iſt. E. 8 1s B. 1r T. V. d. Genuſſe u. d. Verl. d. Civilrechte. 9 das Verſprechen von ſich geben, daß es ſeinen Wohnſitz in Frankreich aufſchlagen wolle, und binnen Jahresfriſt, von Leiſtung des Verſprechens an gerechnet, ſich wirklich dort niederlaſſen. 10. Jedes im Auslande gebohrne Kind eines Fran⸗ zoſen 3), iſt ein Franzoſe. Jedes im Auslande gebohrne Kind eines Franzo⸗ ſen 4⁴), der die Eigenſchaft eines Franzoſen verloren hat, kann allezeit durch Erfullung der im 9. Art. vorgeſchriebe⸗ nen Bedingungen dieſe Eigenſchaft wieder erlangen. 11. Der Ausländer genießt in Frankreich eben der Civilrechte, welche die Nation, zu welcher er gehört, den Franzoſen durch Verträge eingeräumt hat, oder ein⸗ räumen wird.(*†) 12. Die Ausländerin, die ſich mit einem Franzo⸗ ſen verheirathet hat, folgt dem Zuſtande ihres Man⸗ nes.(**) ³) 13. Der Ausländer, dem der Kaiſer die Erlaubniß ertheilt hat, ſeinen Wohnſitz in Frankreich aufzuſchlagen, genießt, ſo lange er daſelbſt wohnt, aller Civilrechte. 14. Der Ausländer, wenn er auch nicht in Frank⸗ reich wohnt ⁶), kann vor die franzöſiſchen Gerichte ge— fordert werden, um Verbindlichkeiten zu erfüllen, die er in Frankreich gegen einen Franzoſen übernommen hat. Man kann ihn auch vor die franzöſiſchen Gerichte zie⸗ hen, wegen ſolcher Verbindlichkeiten, die er im Auslan⸗ de gegen einen Franzoſen eingegangen hat. 15. Ein Franzoſe kann bey einem franzöſiſchen Ge⸗ richte wegen Verbindlichkeiten belangt werden, welche er im Auslande, ſelbſt mit einem Ausländer, eingegan⸗ gen hat.. 16. Ohne Unterſchied der Gegenſtände, nur Hand⸗ lungsſachen ausgenommen, iſt der Ausländer, der als 4) Jedes im Auslande von einem Franzoſen, der die Ei⸗ genſchaft ꝛc. gebohrne Kind. L. 8. M. und D. Jedes von einem Vater, welcher der Vorrechte eines Fran⸗ zoſen verluſtig iſt, erzeugte und im Auslande gebohr⸗ ne Kind. E. 5) nimmt den Stand ihres Mannes an.§. tritt in das (buͤrgerliche M.) Verhaͤltniß ihres Mannes. E. 6) ſich aufhaͤlt L. u. 8. ſich weſentlich aufhaͤtt. M. 16 L. I. T. I. Des droits civils. tenu de donner caution pour le paiement des frais et dommages-intérêts résultant du procès, a moins qu'il ne possede en France des immeubles d'une valeur suffisante pour assurer ce paiement. CHAPITRE II. De la Privation des Droits civils. SECTION PREMIERE. De la Privation des Droits civils par la perte de la qualité de Frangais. 17. La qualité de Français se perdra, c par la naturalisation acquise en pays étranger; 2°9 par l'acceptation non autorisée par IEmpereur, de fonctions publiques conférées par un gouvernement étranger; 3° enfin, par tout établissement fait en pays étranger, sans esprit de xetour. Les établissements de commerce ne pourront jamais être considérés comme ayant été faits sans esprit de xetour. 16. Le Français qui aura perdu sa qualité de Français, pourra toujours la recouvrer, en rentrant en France avec l'autorisation de l'Empereur, et en déclarant qu'il veut s'y fixer, et qu'il renonce à toute distinction contraire à la loi frangçaise. 19. Une femme française qui éSpousera un étranger, suivra le condition de son mari. Si elle devient veuve, elle recouvrera la qua- lité de Française, pourvu qu'elle rxéside en France, (*) Bal. Art. 12. 7) Koſten und Schadloshaltung. L. Koſten, Schaden und Intereſſen. 8. Koſten, Schaden und entbehrten Vortheile. D. 18 B. 1r T. V. d. Genuſſe u. d. Verl. d. Civilrechte. 21 Kläger auftritt, verbunden, für den Erſatz der durch den Prozeß verurſachten Koſten und Schäden 7) Burgſchaft ³) zu beſtellen, es ſey denn, daß er in Frankreich Immobi⸗ lien von hinreichendem Werthe beſitze, um dieſe Zahlun⸗ gen ſicher zu ſtellen. Zweytes Capitel. Von dem Verluſte der Civilrechte. Erſter Abſchnitt— Von dem Verluſte der Civilrechte durch den Verluſt der Eigenſchaft eines Franzoſen. 17. Man verliert die Eigenſchaft eines Franzoſen, 4) durch die in einem auswärtigen Staate erlangte Na⸗ turaliſation; 2) durch eine von dem Kaiſer nicht autori⸗ ſirte Annahme eines öffentlichen, von einer fremden Re⸗ gierung verliehenen Amtes; 3) endlich durch jedes im Auslande ohne Abſicht der Rückkehr gemachte Etabliſſe⸗ ment.) Handelsetabliſſements 10) ſollen niemals ſo ange— ſehen werden, als ſeyen ſie ohne Abſicht der Rückkehr ge⸗ macht worden. 18. Ein Franzoſe, der die Eigenſchaft eines Fran⸗ zoſen verloren hat, kann ſie jeder Zeit wieder erlangen, wenn er mit Erlaubniß des Kaiſers nach Frankreich zu⸗ rückkehrt, und erklärt, daß er ſich daſelbſt niederlaſſen wolle, und daß er auf jede mit den franzöſiſchen Geſetzen im Widerſpruche ſtehende Auszeichnung Verzicht thue. 129. Eine Franzöſin, die einen Ausländer heira⸗ thet, folgt dem Zuſtande ihres Mannes.(*) Wird ſie Wittwe, ſo erhält ſie die Eigenſchaft einer Franzöſin wieder, vorausgeſetzt, daß ſie entweder in 8) Sicherheit. D. Caution. M. 9) Durch jede ſolche im Auslande erfolgte Art der Nie⸗ derlaſſung, bey welcher die Abſicht, nicht nach Frank⸗ reich zuruͤckzukehren, erhellet. E. 10) Die Anlegung eines Handelshauſes. D. 12 L. I. T. I. Des droits civils. ou qu'elle y rentre avec l'autorisation de l'Empe- reur, et en déclarant qu'elle veut s'y fixer. 20. Les individus qui recouvreront la qualité de Français, dans les cas Prévus par les articles 10, 18 et 19, ne pourront s'en prévaloir qu'après avoir rempli les conditions qui leur sont imposées par ces articles, et seulement pour Pexercice des droits ouverts à leur profit depuis cette époque. 21. Le Français qui, sans autorisation de l'Empereur, prendrait du service militaire chez ''étranger, ou s'affilierait à une corporation mili- taire 6trangère, perdra sa qualité de Frangçais. Il ne pourra rentrer en France qu'avec la per- mission de l'Empereur, et recouvrer la qualité de Français qu'en remplissant les conditions imposées à l'étranger pour devenir citoyen; le tout sans préjudice des peines prononcées par la loi criminelle contre les Français qui ont porté ou porteront les armes contre leur patrie. SECTION II. De le Privation des Droits civils par guite des condamnations judiciaires. 22. Les condamnations à des peines dont l'ef- fet est de priver celui qui est condamné, de toute participation aux droits civils ci-après exprimés, emporteront la mort civile. 23. La condamnation à la mort naturelle em- portera la mort civile. 2 ⁄. Les autres peines afflictives perpétuelles m'emporteront la mort civile qu'autant que la loi y aurait attaché cet effet. 1 25. Par la mort civile, le condamné perd la propriété de tous les biens qu'il possédait; sa suc- cession est ouverte au profit de ses héritiers, aux- 3 18 B. 1r T. V. d. Genuſſe u. d. Verl. d. Civilrechte. 15 Frankreich wohnt, oder mit Erlaubniß des Kaiſers dahin zurückkehrt, und erklärt, daß ſie ſich dort niederlaſſen wolle. 20. Wer in den Fällen, die im 10., 13. und 19. Artikel beſtimmt ſind, die Eigenſchaft eines Franzoſen wieder erhält, kann ſie nicht eher geltend machen, als bis er die Bedingungen erfüllt hat, die in dieſen Artikeln ihm auferlegt ſind, und nur um ſolche Rechte auszuüben, die ihm nach dieſem Zeitpuncte zu ſeinem Vortheile an⸗ fallen. 21. Ein Franzoſe, der, ohne Erlaubniß des Kai⸗ ſers, Kriegsdienſte im Auslande nimmt, oder in eine ausländiſche Militair⸗Corporation tritt, verliert die Ei⸗ genſchaft eines Franzoſen. Er kann nur mit Erlaubniß des Kaiſers nach Frank⸗ reich zurückkehren, und die Eigenſchaft eines Franzoſen nur dann wieder erhalten, wenn er die Bedingungen er⸗ füllt, die dem Ausländer auferlegt ſind, um Staatsbür⸗ ger zu werden; alles mit Vorbehalt der Strafen, welche das Criminalgeſetz wider die Franzoſen verhängt, die wi⸗ der ihr Vaterland die Waffen getragen haben, oder tra gen werden. Zweyter Abſchnitt. Von dem Verluſte der Civilrechte, als Folge gerichtli⸗ cher Verurtheilung. 2. Die Verurtheilung zu ſolchen Strafen, deren Wirkung darin beſteht, daß ſie den Verurtheilten von al⸗ ler Theilnahme an den nachbenannten Civilrechten aus⸗ ſchließen, zieht den bürgerlichen Tod nach ſich. 23. Die Verurtheilung zum natürlichen Tode zieht den bürgerlichen nach ſich. 24. Die übrigen lebenslänglichen Leibesſtrafen zie⸗ hen den bürgerlichen Tod nur in ſo ferne nach ſich, als das Geſetz dieſe Wirkung damit verbindet. 25. Durch den buürgerlichen Tod verliert der Ver⸗ urtheilte das Eigenthum an allen Gütern, die er beſaß. Die Succeſſion wird ſeinen Erben eröffnet 1*), denen 11) Sein Vermoͤgen wird fuͤr die Erbfolge eroͤffnet. E. 14 L. I. T. I. Des droits civils. quels ses biens sont dévolus, de la même manière que s'il était mort naturellement et sans testament. Il ne peut plus ni recueillir aucune succes- sion, ni transmettre, à ce titre, les biens qu'il a acquis par la suite. Il ne peut ni disposer de ses biens, en tout ou en partie, soit par donation entre-vifs, soit par testament, ni recevoir à ce titre, si ce n'est pour cause d'aliments. Il ne peut être nommé tuteur, ni concourir aux opérations relatives à la tutelle. Il ne peut éêtre témoin dans un acte solennel ou authentique, ni être admis à porter témoigna- ge en justice. Il ne peut procéder en justice, ni en défen- dant, ni en demandant, que sous le nom et par le ministère d'un curateur spécial, qui lui est nom- mé par le tribunal ou l'action est portée. Il est incapable de contracter un mariage qui produise aucun effet civil. Le mariage qu'il avait contracté précédem- ment, est dissous, quant à tous ses effets civils. Son époux et Ses héritiers peuvent exercer respectivement les droits et les actions auxquels sa mort naturelle donnerait ouverture. 26. Les condamnations contradictoires n'em- portent la mort civile qu'à compter du jour de leux exécution, soit réelle, soit par effigie. 27. Les condamnations par contumace, n'em- porteront la mort civile qu'après les cinq années (*) Vgl. Art. 227, 617, 1441, 1462 u. 1982. 12²) und ſeine Guͤter gehen eben ſo auf ſeine Erben uͤber. E. 13) in einem feyerlichen oder authentiſchen Acte. L. S. D. und M. 1 14) als durch einen ihm hiezu von demjenigen Gerichte, as B. 1r T. V. d. Genuſſe u. d. Verl. d. Civilrechte. 15 1⸗ natürlich und ohne Teſtament geſtorben. Er kann fernerhin weder ſelbſt erben, noch das Ver⸗ mögen, das er in der Folge erworben hat, durch Erb⸗ recht auf andere übertragen. Er kann über ſeine Güter, weder ganz noch zum Theil verfügen, es ſey durch Schenkungen unter den Le⸗ benden, oder durch Teſtament; noch auf dieſe Art etwas erlangen, jedoch mit Ausnahme der Alimente. Er kann weder zum Vormund ernannt werden, noch an vormundſch aftlichen Geſchäften Theil nehmen. Er kann weder bey Handlungen, bey welchen zur yerlich ker oder zur Beglaubigung Zeugen erforderlich d 13), als Zeuge gebraucht, noch vor Gerichte als uge zugela ſſe n Er kann vor Gerichte weder als Beklagter noch als Kläger anders auftreten, als unter dem Namen und un⸗ ter Vertretung eines von dem Gerichte, bey welchem die Klage angebracht worden iſt, ihm beſonders beigegebenen Curators 14) Er iſt unfähig eine Heirath zu ſchließen⸗ die irgend eine bürgerliche Wirkung hervorbräch Die Heirath, die er vorher geſch loſſen hatte, iſt in Anſehung aller ihrer bürgerlichen Wirkungen aufgelößt Sein Eh hegatte und ſeine Erben können, jeder für ſeinen Antheil, die Rechte ausüben, und die Klagen an ſtellen 15), n zu ſie ſein naturliche r Tod berechtigen wür⸗ de.(*) 26. Die Verurtheilungen nach vorgängiger Ver⸗ heidigung des Angeklagten(condamnations contra- dictoires) ziehen den bürgerlichen Tod nur von dem Tage an nach ſich, da ſie wirklich 16) oder am Bildniß vollſtreckt worden ſind. 27. Die Contumacial⸗ Veruerheilunden ziehen: deß bürgerlichen Tod nicht eher nach ſich, als nach fünf Jah ſein Vermögen auf gleiche Art zufällt 12), als wäre er C 2S bey welchem die K Klage anhaͤngig iſt, ernannten Curator, unter deſſen Raßen d die Sache verhandelt wird. E. 15) die Rechte und Anſpruͤche geltend machen L. und S. die Rechte und Handlungen ausuͤben. E. 16) an der Perſon. S. 46 L. I. T. I. Hes droits civils. qui suivront l'exécution du jugement par effigie, et pendant lesquelles le condamné peut se repré- senter. 28. Les condamnés par contumace seront, pendant les cinq ans, ou jusqu'à ce qu'ils se re- présentent ou qu'ils soient arrètés pendant ce délai, privés de'exercice des droits civils. Leurs biens seront administrés et leurs droits exercés de meêeme que ceux des absents. 29. Lorsque le condamné par contumace se présentera volontairement dans les cind années, à compter du jour de l'exécution, ou lorsqu'il aura été saisi et constitué prisonnier dans ce délai, le jugement sera anéanti de plein droit; l'accusé sera remis en possession de ses biens: il sera jugé de nouveau; et si, par ce nouveau jugement, il est condamné à la mèême peine ou à une peine diffé- rente, emportant également la mort civile, elle waura lieu qu'à compter du jour de l'exécution du second jugement. 30. Lorsque le condamné par contumace, qui ne se sera représenté ou qui m'aura été constituéẽ prisonnier qu'après les cind ans, sera absous par le nouveau jugement, ou n'aura été condamné qu'à une peine qui n'emportera pas la mort civile, il rentrera dans la plénitude de ses droits civils, pour Tavenir, et à compter du jour ouù il aura re- paru en justice; mais le premier jugement conser- vera, pour le passé, les effets que la mort civile avait produits dans l'intervalle écoulé depuis v'époque de l'expiration des cinq ans jusqu'au jour de sa comparution en justice. (*) S. Art. 120. u. f. 17) ipso jure ungültig. E. 18) in Unterſuchung genommen. E.. 19) Doch bleibt das erſte Urthel in ſo fern bey Kraͤften, als alle die Wirkungen beſtehen bleiben, welche der buͤr⸗ 14 B. 1r T. V. d. Genuſſe u. d. Verl. d. Civilrechte. 17 ren, die auf die Vollſtreckung des Urtheils am Bildniß folgen, und während welcher der Verurtheilte ſich ſtellen kann. 28. Diejenigen, gegen welche Contumacial⸗Ur⸗ theile ergangen ſind, bleiben während der fünf Jahre, oder bis ſie in dieſer Zwiſchenzeit ſich ſtellen, oder in Verhaft genommen werden, von der Ausübung der Ci⸗ vilrechte ausgeſchloſſen. Ihre Güter werden auf eben die Art verwaltet, und ihre Rechte ausgeübt, wie dieß bey Abweſenden ge— ſchieht.(*) 29. Wenn derjenige, gegen welchen ein Contuma⸗ cial⸗Urtheil ergangen iſt, ſich binnen der fünf Jahre, von dem Tage der Vollſtreckung des Urtheils an zu rech⸗ nen, freywillig ſtellt, oder in dieſer Zwiſchenzeit ergriffen und in Verhaft genommen wird, ſo iſt das Urtheil hier⸗ durch von Rechtswegen vernichtet 17); der Angeklagte wird in den Beſitz ſeiner Güter wieder eingeſetzt und aufs neue gerichtet 18); und wenn er nun durch dieſen neuen Rechtsſpruch zu derſelben, oder auch zu einer andern Strafe verurtheilt wird, die gleichfalls den bürgerlichen Tod nach ſich zieht, ſo hat dieſer nur von dem Tage an Statt, an welchem das zweyte Urtheil vollſtreckt wurde. 30. Wird derjenige, gegen welchen ein Contuma⸗ cial⸗Urtheil ergangen iſt, und der ſich erſt nach den fünf Jahren geſtellt hat, oder in Verhaft genommen worden iſt, durch das neue Urtheil losgeſprochen, oder nur zu ei⸗ ner Strafe verurtheilt, die den bürgerlichen Tod nicht nach ſich zieht, ſo tritt er für die Zukunft und von dem Tage an, da er wieder vor Gerichte erſchienen iſt, in den vollen Genuß ſeiner Civilrechte wieder ein; aber das erſte Urtheil behält für das Vergangene die Wirkungen, wel⸗ che in der Zwiſchenzeit, die ſeit Ablauf der fünf Jahre bis zum Tage ſeiner Erſcheinung vor Gerichte verſtrichen iſt, der bürgerliche Tod nach ſich gezogen hat. 1⁹) gerliche Tod in der Zwiſchenzeit, von Ablauf erwähnter 5 Jaͤhre, bis zum Tage, da der Angeſchuldigte vor Gericht erſcheint, bereits hervorgebracht hat. E. Cod. N. 1. B. 2 28 I. I. T. I. Des droilts civils. 31. Si le condamné par contumace meurt dans le délai de grace des cinq années sans s'ètre repré- senté, ou sans avoir été saisi ou arreèté, il sera réputé mort dans l'intégrité de ses droits. Le juge- ment de contumace sera anéanti de plein droit, sans préjudice néanmoins de l'action de la partie civile, laquelle ne pourra être intentée contre les héritiers du condamné que par la voie civ ile. 32. En aucun cas la prescription de la peine ne réintégrera le condamné dans ses droits civils pour l'avenir. 33. Les biens acquis par le condamné, depuis la mort civile encourue, et dont il se trouvera en possession au jour de sa mort naturelle, appar- tiendront à l'Etat par droit de déshérence. Néanmoins, il est loisible à †Empereur de fai- re, au profit de la veuve, des enfants ou parents du condamné, telles dispositions que l'humanite lui suggérera. TITRE SECOND. Des Actes de l'Etat civil. (Déerété le 11 mars 1803. Promulgué le al du mème mois.) CHAPITRE PREMIER. Dispositions générales. 3 ½. Les actes de l'état civil énonceront'an- née, le jour et l'heure ou ils seront regus, les prée- 20) an ſich(ipso jure) null und nichtig. E. 1) Acten des Civilſtandes. L. S. u. D. Von der Beur⸗ 8 18 B. ir T. V. d. Genuſſe u. d. Verl. d. Civilrechte. 19 31. Stirbt derjenige, gegen welchen ein Contu⸗ macial⸗Urtheil ergangen iſt, in der Gnadenfriſt von fünf Jahren, ohne daß er ſich geſtellt hätte, oder ergriffen und in Verhaft genommen worden wäre; ſo wird ange⸗ nommen, daß er im vollen Beſitze ſeiner bürgerlichen Rechte verſtorben ſeye; das Contumacial⸗Urtheil wird hierdurch von Rechtswegen vernichtet 20), jedoch unbe⸗ ſchadet der Klage des beſchädigten Theils, welche aber wider die Erben des Verurtheilten nur im Wege des Ci⸗ vilprozeſſes angeſtellt werden kann. 52. In keinem Falle ſetzt die Verjährung der Strafe den Verurtheilten für die Zukunft in ſeine Civil⸗ rechte wieder ein. 33. Die Güter, welche der Verurtheilte erwor⸗ ben hat, ſeitdem er den bürgerlichen Tod ſich zugezogen, und in deren Beſitze er ſich am Tage ſeines natürlichen Todes befindet, fallen dem Staate kraft ſeines Rechts auf erbloſe Güter anheim. Demohngeachtet kann der Kaiſer, zum Beſten der Wittwe, der Kinder oder der Verwandten des Verur⸗ theilten hierüber diejenigen Verfügungen treffen, die ihm die Menſchlichkeit eingeben wird. Zweyter Titel. Von den oͤffentlichen Urkunden uͤber d buͤrgerlichen Zuſtand. 1) (Decretirt den II. Maͤrz 1803. Promulgirt den 21. deſſel⸗ ben Monats.) en Erſtes Capitel. Allgemeine Verfuͤgungen. Die öffentlichen Urkunden über den bürgerli⸗ uſtand(actes de l'état civil) müſſen das Jahr, chen kundung des buͤrgerl. Zuſtandes. E. Beurk. der buͤrgerl. Rechtsfaͤhigkeit. M. 20 I. 1. T. 11I. Des detes de l'état civil. noms, noms, àâge, profession et domicile de tous ceux qui y seront dénommés. 35. Les officiers de l'état civil ne pourront rien insérer dans les actes qu'ils recevront, soit par note, soit par énonciation quelconque, dqueè ce qui doit être déclaré par les comparants. 36. Dans les cas ott les parties intéressées ne seront point obligées de comparaitre en personne, elles pourront se faire représenter par un fondé de procuration spéciale et authentique. 37. Les témoins produits aux actes de V'état civil ne pourrxont etre que du sexe masculin, dgés de vingt- un ans au moins, parents ou autres; et ils seront choisis par les personnes intéressées. 38. L'officier de l'état civil donnera lecture des actes aux parties comparantes, ou à leur fon- dé de procuration, et aux témoins. Il y sera fait mention de l'accomplissement de cette formalité.. 39. Ces actes seront signés par Lofficier de P'état civil, par les comparants et les témoins; ou mention sera faite de la cause qui empéèchera les comparants et les témoins de signer. 40. Les actes de l'état civil seront inscrits, dans chaque commune, sur un ou plusieurs re- gistres tenus doubles. 41. Les registres seront cotés Par première et dernière, et paraphés sur chaqué feuille, Par le président du tribunal de première instance, ou par le juge qui le xemplacera. 2) Beamten des Civilſtandes. D. L. u. S. Beamten zu Beglaubigung des buͤrgerl. Zuſtandes. M. 1s B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üb. d. bürgerl. Zuſt. 21 den Tag und die Stunde, in welchen ſie ſind abgefaßt worden, die Vor⸗ und Geſchlechtsnamen, das Alter, das Gewerbe und den Wohnort aller derjenigen aus⸗ drucken, die darin genannt werden. 55. Die zu Beurkundung des bürgerlichen Zuſtan⸗ des beſtellten Beamten 2)(officiers de l'état civil, Ci⸗ vilſtandsbeamten) dürfen in die Urkunden, die ſie abfaſ⸗ ſen, weder als Anmerkung noch auf irgend eine andere Art etwas anderes einrucken, als was von den Erſchei⸗ nenden erklärt werden muß. 36. In den Fällen, wo die Intereſſenten nicht verbunden ſind in Perſon zu erſcheinen, können ſie ſich durch einen Andern, der mit einer gehörig beglaubigten Specialvollmacht verſehen iſt, vertreten laſſen. 57. Nur Mannsperſonen, die wenigſtens ein und zwanzig Jahre alt ſind, ſie mögen übrigens Anverwand⸗ te ſeyn oder nicht, können bey den Urkunden über den bürgerlichen Zuſtand als Zeugen aufgeführt werden; ſie werden von den Intereſſenten ſelbſ gewählt. 36. Der Civilſtandsbeamte muß den erſcheinenden 9 Theilen oder ihren Bevollmächtigten und den Zeugen die Urkunde vorleſen. In derſelben muß die Beobachtung dieſer Formali⸗ tät ausdrücklich bemerkt werden. 59. Dieſe Urkunden müſſen von dem Civilſtands⸗ beamten, von den erſcheinenden Theilen und den Zeugen unterzeichnet werden; oder es muß die Urſache angeführt werden, welche die Erſcheinenden und die Zeugen zu un⸗ terzeichnen verhinderte. 40. Die Urkunden über den bürgerlichen Zuſtand ſollen in jeder Gemeinde in ein oder mehrere Regiſter, die doppelt geführt werden müſſen, eingetragen werden. 41. Die Blätter dieſer Regiſter ſollen von dem Prä⸗ ſidenten des Gerichtes erſter Inſtanz, oder dem ſeine Stelle vertretenden Nichter, durch Zahlen(oder andere Zeichen) ſo geordnet werden, daß man ſieht, welches das erſte und welches das letzte Blatt iſt; von denſelben Perſonen ſoll auſſerdem jedes Blatt mit dem Handzuge bezeichnet werden. ³) 6 3) Dieſe Regiſter ſollen- auf dem erſten und letzten Blatt mit der Seitenzahl und auf jedem Blatte mit ſeinem Handzu⸗ ge bezeichnet werden. L. in ununterbrochen fortlaufen⸗ 22 L. I. T. II. Des actes de P'état civil. 42. Les actes seront inscrits sur les registres, de suite, sans aucun blanc. Les ratures et les renvois seront approuvés et signés de la mème ma- nière que le corps de l'acte. II n'y sera rien écrit par abréviation, et aucune date ne sera mise en chiffres. 43. Les registres seront clos et arrètés par Pofficier de l'état civil, à la fin de chaque annèée; et dans le mois, l'un des doubles sera déeposé aux archives de la commune, l'autre au greffe du tri- bunal de première instance. 44. Les procurations et les autres pièces qui doivent demeurer annexées aux actes de l'état ci- vil, seront déposées, après qu'elles auront été pa- raphées par la personne qui les aura produites, et par l'officier de L'etat civil, au greffe du tribu- nal, avec le double des registres dont le déepòôt doit avoir lieu audit greffe. 45. Toute personne pourra se faire délivrer, par jes dépositaires des registres de l'état civil, des extraits de ces registres. Les extraits délivrés conformes aux registres, et légalisés par le prési- dent du tribunal de première instance, ou par le juge qui le remplacera, feront foi jusqu'à inscrip- tion de faux. 46. Lorsqu'il n'aura pas existé de registres, ou qu'ils seront perdus, la preuve en sera regue tant par titres que par témoins; et dans ces cas, der Reihe auf jedem Blatte mit Ziffern verſehen, mit dem Handzuge beglaubigt⸗ und, welches das erſte und letzte Blatt ſey, noch beſonders bemerkt werden. D— blattweiſe paraphirt und foliirt werden, das erſte und letzte Blatt mit Worten, die uͤbrigen Blaͤtter mit Zif⸗ fern. S§.— vom erſten bis zum letzten Blatte paginirt und auf jedem Blatte mit ſeinem Namenszuge verſehen werden. M.— foliirt und paraphirt(mit dem Namens⸗ zuge verſehen), auch muß auf dem erſten und letzten Blatte die Zahl der geſammten Blaͤtter, die ſolches ent⸗ haͤlt, angezeigt werden. E. 4) fonſt wo hingeſchriebene Zuſaͤtze. D. Einſchiebſel. S- Abaͤnderungen. M. 42. Die Urkunden ſollen in die Regiſter hinterein— ander, ohne einen Zwiſchenraum zu laſſen, eingetragen werden. Ansgeſtrichene Stellen und Zuſätze 4) müſſen auf dieſelbe Art, wie die Urkunde ſelbſt, genehmigt und unterzeichnet werden. Nichts arf darin mit Abbrevia⸗ Datum mit Ziffern ausge— turen geſchrieben, und kein Datu drückt ſeyn. 3. Am Ende eines jeden Jahres ſollen die Regi⸗ von dem Civilſtandsbeamten foörmlich abgeſchloſſen, und den Monat darauf eines der Exemplare in Ar chiv der Gemeinde, das andere in der Gerichtsſchreibe— rey 5) des Gerichts erſter Inſtanz niedergelegt werden. 44. Mit dem Exemplar der Regiſter, das bey der Gerichtsſchreiberey hinterlegt wird, ſollen auch die Voll⸗ machten und übrigen Actenſtücke, die den Urkunden über den bürgerlichen Zuſtand beygelegt werden müſſen, nach⸗ dem ſie vorher mit dem Handzuge des Producenten und dem des Civilſtandsbeamten dorſeher n worden ſind, bey gedachter Gerichtsſchreiberey deponirt werden. 45. Jedermann kann ſich von denjenigen, bey wel⸗ chen dieſe Regiſter hinterlegt ſind, Auszüge aus denſel⸗ gel. en en laſſen. Die Auszüge, die gleichlautend mit den Regiſtern ausgefertigt, und von dem Präſidenten des Gerichtes erſter Inſtanz, oder von dem Richter, der ſeine Stelle vertritt, beglaubiget ſind ⁶), haben ſo lan⸗ ge volle Beweiskraft, bis ſie jemand erPrh für falſch erklärt. 7) 46. Sind keine Regiſter gehalte en worden, oder — ſind ſie verloren gegangen, ſo kann der Ber veis hier⸗ über durch Urkunden ſowohl, als durch 4* igen geführ werden ⁸); und in dieſen Fällen können die Heirathen, ) Canzelley. D. Schreibſtube. S. ie vidimirten Auszuͤge, die jedoch vom Praͤſiden⸗ ꝛc. begl aubigt ſeyn müſſen. E. 3 ſie durch eine foͤrmliche Inſcription als falſch an⸗ gegriffen werden. D. ſo lange ſie durch keine ger lich abgegebene Inſcription der Verfaͤlſchung beſchuldigt werden. I 3 8) Es iſt erlaubt, ſowohl durch Urkundeu, als durch Zeu gen zu beweiſen, daß keine Regiſter exiſtirt haben oder daß ſie verloren gegangen ſend. In dieſen Faͤllen ꝛc. 8.— Sind keine Reg. vorhanden geweſen, oder ſind 3 8 —. 24 L. I. T. II. Des aetes de l'état civil. les maxiages, naissances et décès, pourront être 11 prouvés tant par les registres et papiers émanés —. des pères et mèêres décédés, que par témoins. 47. Tout acte de l'état civil des Français et 4 des étrangers, fait en pays étranger, fera foi, s'il a été rédigé dans les formes usitées dans ledit pays. 48. Tout acte de l'état civil des Français en pays étranger sera valable, s'il a été reçu, confor- mément auxv lois françaises, par les agents diplo- matiques ou par les consuls. 1 49. Dans tous les cas ou la mention d'un acte relatif à l'état civil devra avoir lieu en marge d'un autre acte déjaà inscrit, elle sera faite à la requète des parties intéressées, par l'officier de l'état civil, sur les registres courants cu sur ceux qui auront été déposés aux archives de la commune, et par le greffier du tribunal de première instance, sur les registres déposés au greffe; à l'effet de quoi l'of- ficier de l'état civil en donnera avis, dans les trois jours, au procureur impérial audit tribunal, qui veillera à ce que la mention soit faite d'une ma- nière uniforme sur les deux registres. 1 50. Toute contravention aux articles précé- dents de la part des fonctionnaires y dénommés, sera poursuivie devant le tribunal de première in- stance, et punie d'une amende qui ne pourra ex- céder cent francs. 51. Tout dépositaire des registres sera civile- ment responsable des altérations qui y survien- (*) Vgl. Art. 324. (**) Vgl. Art. 62 und 101. ſie verloren, ſo ſoll der Beweis durch urkunden ſowohl⸗ als durch Zeugen zugelaſſen werden, und in dieſen Faͤl⸗ len ꝛc. D. und M.— Sind gar keine Reg. gehalten n worden, oder ſind ſie verl. gegangen, ſo ſoll der Bew. ſow. durch Urk., als durch Zeugen zugelaſſen werden, auch koͤnnen in einem ſolchen Falle ꝛc. E. 9) durch die von den verſt. Aeltern eigenhaͤndig aufge⸗ 2 △ 1s B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üb. d. bürgerl. Zuſt. 25 Geburten und Sterbfälle eben ſo gut durch Verzeichniſſe und Papiere, die von den verſtorbenen Eltern herrüh⸗ ren ⁵), als durch Zeugen bewieſen werden.(*†) 47. Jede Urkunde über den bürgerlichen Zuſtand ei⸗ nes Franzoſen oder eines Ausländers, die im Auslande ab⸗ gefaßt worden iſt, hat volle Beweiskraft, wenn ſie nach der in jenem Lande hergebrachten Form ausgefertigt iſt. 486. Jede im Auslande ausgefertigte Urkunde über den bürgerlichen Zuſtand eines Franzoſen ¹⁸) iſt giltig, wenn ſie von einem 1¹1) diplomatiſchen Agenten, oder Conſul, den franzöſiſchen Geſetzen gemäß, aufgenommen worden iſt. 49. So oft es nöthig iſt, am Rande einer ſchon eingetragenen Urkunde einer andern, ſich auf den bürger⸗ lichen Zuſtand beziehenden Urkunde zu erwähnen(†*), ſoll dieſes, auf Anſuchen der Intereſſenten, in den lau⸗ fenden 12) oder in den im Archive der Gemeinde aufbe⸗ wahrten Regiſtern, durch den Civilſtandsbeamten, und in den bey der Gerichtsſchreiberey des Gerichts erſter In⸗ ſtanz hinterlegten Regiſtern, durch den Gerichtsſchreiber dieſes Gerichts geſchehen. Zu dem Ende ſoll der Civil— ſtandsbeamten innerhalb drey Tagen den kaiſerlichen Pro⸗ curator 13) bey dem beſagten Gerichte hievon benachrich— tigen, und dieſer hat dafür Sorge zu tragen, daß die Er⸗ wähnung in beyden Regiſtern gleichlautend geſchehe. 50. Jede UÜbertretung der vorſtehenden Artikel von Seiten der darin benannten Beamten, wird von dem Gerichte erſter Inſtanz unterſucht 14), und mit einer Geldbuße beſtraft, die nicht über hundert Franken betra⸗ gen darf. 51. Jeder Bewahrer der Regiſter iſt für alle darin vorgenommenen Abänderungen ¹s), ſo viel den Scha⸗ ₰ ſetzten Verzeichniſſe, und andere dergleichen Nachrich⸗ ten. E. 10) Jeder Aet des Civilſtandes von Franzoſen im Aus⸗ lande L. und S. 11)(Franzoͤſiſchen) E. 1²) gangbaren. E. 13) Kaiſerl. Kommiſſär. E. 14) verfolgt. L. bey dem Ger. eingeklagt. D. klagbar angebracht. M. vor das Ger. gebracht. 8. 15) Verfaͤlſchungen. D. M. und E. 96 L. I. T. II. Des actes de l'etat civil. dront, sauf son recours, s'il y a lieu, contre les auteurs desdites altérations. 52. Toute altération, tout faux dans les actes de l'état civil, toute inscription de ces actes faite sur une feuille volante et autrement que sur les registres à ce destinés, donneront lieu aux dom- mages-intéréts des parties, sans préjudice des peines portées au Code pénal. 53. Le procureur impérial au tribunal de première instance sera tenu de vérifier l'état des registres lors du dépòt qui en sera fait au greffe; il dressera un procès-verbal sommaire de la vérifi- cation, dénoncera. les contraventions ou délits commis par les officiers de l'état civil, et requer- ra contre eux la condamnation aux amendes. 54. Dans tous les cas od un tribunal de pre- mière instance connaitra des actes relatifs à état civil, les parties intéressées pourront se pourvoir contre le jugement. CHAPITRE II. Des Actes de naissance. 55. Les déclarations de naissance seront fai- tes, dans les trois jours de l'accouchement, à l'of- ficier de l'état civil du lieu: T'enfant lui sera pré- senté. 56. La naissance de l'enfant sera déclarée par le père, ou, à défaut du père, par les docteurs en médecine ou en chirurgie, sages-femmes, offi- ciers de santé ou autres personnes qui auront as- sisté* l'accouchement; et lorsque la mère sera ac- couchée hors de son domicile, par la personne chez qui elle sera accouchée. 16) im Civilwege. L. civiliter.§. der Civilanſpruͤche halber. M. ſoviel die Civilverbindlichkeit betrifft. E. 17) von den Doctoren der Arzney⸗oder Wundarzneykun⸗ de, den Hebammen, Geſundheitsbeamten oder von an⸗ . .Urk. üb. d. bürgerl. Zuſt. 27 iserſatz betrifft 16), verantwortlich, jed ehalt ſeines ihm etwa zuſtehenden Regre Urheber beſagter Abänderungen. doch mit Vor eſſes gegen die Jede Abänderung, jede Verfälſchung in den m bürgerlichen Lußſ⸗ nd, jede Einſchrei— den auf ein einzelnes Blatt, und anders die dazu beſtimmten Regiſter, gibt den Recht auf Schadenserſatz, mit Vorbehalt Geſetzbuche beſtimmten Strafen. kaiſerliche Procurator bey dem Gerichte erſter Inſtanz iſt verbunden, den Zuſtand der Regiſter, ſobald ſie bey der Gerichtsſchreiberey deponirt worden ſind, zu unterſuchen. Über dieſe U hung muß ein kurzes Protokoll aufnehmen, die Geſet widrigkeiten und Verbrechen, die der Civilſtandsbeamte begangen hat, denunciren, und auf Verurtheilung zu den Geldbußen wider ihn a antragen. 54. In allen Fällen, in welchen ein Gericht erſter — ie auf den bürgerlichen können die intereſſirten Partheyen ſpruch die üblichen Rechtsmittel ergreifen. bung erken t/ wider den Au Zweytes Capitel. Von den Geburtsurkunden. 55. Jede Geburt ſoll in den erſten drey Tagen nach der Niederkunft dem Civilſtandsbeamten des Orts angezeigt werden; das Kind muß ihm vorgezeigt wer⸗ den. 56. ie Geburt des Kindes muß von dem Vater, oder, in Ermangelung des Vaters, von den Arzten, Chi⸗ rurgen, Hebammen, oder den andern Perſonen 17), die bey der Geburt zugegen geweſen ſind, und wenn die Mut⸗ ter außer ihrem Wohnorte niedergekommen iſt, von der Perſon, bey welcher ſie geboren hat, angezeigt werden. dern Perſonen. L. und D. den Doctoren der Medicin oder Chirurgie, den Hebammen, Geſund dheitsbeamten, oder andern Pe erſonen n. M. und E. von den Aerzten oder Wundärzt zten, Wehmuͤttern, Geſ ſundheits beamten, oder andern Perſonen. S. 28 L. I. T. II. Des actes de l'état civil. L'acte de naissance sera rédigé de suite, en présence de deux témoins. 7. L'acte de naissance énoncera le jour, pheure et le lieu de la naissance, le sexe de l'en- fant, et les prénoms qui lui seront donnés, les prénoms, noms, profession et domicile des père et mère, et ceux des témoins. 58. Toute personne qui aura trouvé un en- fant nouveau-né, sera tenue de le remettre à l'offi- cier de l'état civil, ainsi que les vêtements et autres effets trouvés avec l'enfant, et de déclarer toutes les circonstances du temps et du lieu ou il aura éte trouvé. Il en sera dressé un procès-verbal détaillé, qui énoncera en outre l'àge apparent de l'enfant, son sexe, les noms qui lui seront donnés, l'auto- rité civile à laquelle il sera remis. Ce procès-ver- bal sera inscrit sur les registres. 59. S'il nait un enfant pendant un voyage de mer, l'acte de naissance sera dressé dans les vingt-quatre heures, en présence du père, s'il est présent, et de deux témoins pris parmi les offi- ciers du batiment, ou, à leur défaut, parmi les hnommes de l'équipage. Cet acte sera rédtgé, sa- voir, sur les bätiments de TEmpereur, par l'offi- cier d'administration de la marine, et sur les bäti- ments appartenant à un armateur ou négociant, par le capitaine, maitre ou patron du navire. L'acte de naissance sera inscrit à la suite du rôle d'équipage. 60. Au premier port ou le bàtiment aborde- ra, soit de reläche, soit pour toute autre cause que celle de son désarmement, les officiers de l'ad- ministration de la marine, capitaine, maitre ou patron, seront tenus de déposer deux expéditions authentiques des actes de naissance qu'ils auront rédigés, savoir, dans un port français, au bureau du préposé à l'inscription maritime; et dans un port étranger, entre les mains du consul. 1s B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üb. d. bürgerl. Zuſt. 29 e Geburtsurkunde ſoll ſogleich in Gegenwart zweyer Zeugen ausgefertiget werden. 57. Die Geburtsurkunde muß den Tag, die Stun⸗ de und den Ort der Geburt, das Geſchlecht des Kindes, und die Vornamen, die man ihm gegeben hat, die Vor⸗ namen, Geſchlechtsnamen, bas Gewerbe und den Wohn⸗ ort der Eltern, ſo wie der Zeugen, enthalten 58. Jeder, der ein neugebornes Kind findet, iſt verbunden, es nebſt den bey ihm gefundenen Kleidungs⸗ ſtücken und andern Effecten dem Civilſtandsbeamten zu überliefern, und alle Umſtände der Zeit und des Ortes, wo es gefunden worden iſt, anzugeben. Hierüber muß ein ausführliches Protokoll aufgenom⸗ men werden, welches uͤberdieß noch das anſcheinende: ter des Kindes, ſein Geſchlecht, die Namen, die man ihm geben, und die Civilbehörden, welcher man es übe liefern wird, enthalten ſoll; dieſes Protokoll iſt in die Regiſter einzutragen. 59. Wird ein Kind während einer Seereiſe gebo⸗ ren, ſo muß in den erſten vier und zwanzig Stunden in Beyſeyn des Vaters, wenn er gegenwärtig iſt, und zweyer Zeugen, die man aus den Seeoffizieren, oder, in Ermangelung derſelben, aus der Schiffsmannſchaft nimmt, die Geburtsurkunde a zusgefertiget werden. Dieſe Urkun⸗ de ſoll auf den kaiſerlichen S Seeſchiffen, der Verwaltungs⸗ beamte des Seeweſens,(J'officier d'administration de la marine) und auf den S zchiſfen, die einem Caper oder einem Handelsmanne gehör der Schiffs abitain, der Schiffer, oder der Schiff burtsurkunde muß am Ende de mannſchaft eingetragen werden. 60. In dem erſten Hafen, wo das Schiff einläuft, es ſey um auszuruhen„oder aus irgend einer andern Ur⸗ ſache, die der Abtackelung ausgenommen, ſind die 2 waltungsbeamten des Seeweſens, der Schiffscapitain, Schiffex oder Patron verbunden, zwey beglaubigte Aus⸗ fertigungen der von ihnen aufgeſetzten Geburtsurkunden niederzulegen, und zwar in einem franzöſiſchen Hafen, in dem Büreau des préposé à T'inscription mariti- me, in einem ausländiſchen Hafen aber, in die Hände des Conſuls de Al⸗ 9 E. 1. 1. I1. Des actes de l'état civil. L'une de ces expéditions restera déposée au bureau de l'inscription maritime, ou à la chancel- lerie du consulat; l'autre sera envoyée au ministre de la marine, qui fera parvenir une copie, de lui certifiée, de chacun desdits actes, à l'dfficier de P'état civil du domicile du père de l'enfant, ou de Ja mère, si le pèêre est inconnu: cette copie sera inscrite de suite sur les registres. 61. A l'arrivée du bâtiment dans le port du désarmement, le r d'équipage sera déposé an bureau du préposé à l'inscription maritime, qui enverra une expédition de l'acte de naissance, de lui signée, à L'officier de l'état civil du domicile du père de l'enfant, ou de la mère, si le père est inconnu: cette expédition sera inscrite de suite sur les registres. 62. L'acte de reconnaissance d'un enfant sera inscrit sur les registres, à sa date; et il en sera fait mention en marge de l'acte de naissance, s'il en existe un. CHAPITRE III, Des Actes de mariage. 63. Avant la célébration du mariage, J'offi- cier de l'état civil fera deux publications, à huit jours d'intervalle, un jour de dimanche, devant la porte de la maison commune. Ces publications, et l'acte qui en sera dressé, énonceront les pré- noms, noms, professions et domiciles des futurs époux, leur qualité de majeurs ou de mineurs, et les prénoms, noms, professions et domiciles de leurs pères et mères. Cet acte énoncera, en ou- 18) auf den ſie geſchehen iſt. D. u. E. 19) zwey Auf mit einem iſchenraum von acht Tagen, auf einen Sonntag, machen. D. u. M. zwey Verkundigungen, mit einem Zwiſchenraum von 8 Ta⸗ gen, an zwey So L. zwey Verkuͤndi⸗ nntagen, erlaſſen 6 d. öffentl. Urk. üb. d. bürgerl. Zuſt. 34 Eine dieſer Ausfertigungen bleibt in dem Bureau de l'inscription maritime oder in der Conſularcanzel⸗ ley aufbewahrt; die andere wird an den Miniſter des Seeweſens eingeſchickt, der eine von ihm beglaubigte Ab⸗ ſchrift einer jeden dieſer Urkunden an den Civilſtandsbe amten in dem Wohnorte des Vaters des Kindes, oder, wenn der Vater unbekannt iſt, in jenem der Mutter, ge⸗ langen läßt; dieſe Abſchrift muß ſogleich in die Regiſter 61. bald das Schiff in den Hafen eingelaufen iſt, wo es abgetackelt wird, muß das Ve erzeichniß der Schiffsmannſchaft in dem Büreau des PIPose à l'in- scription maritime hinterlegt werden. Dieſer hat ei⸗ ne von ihm unterzeichnete Ausfertigung der Geburtsur⸗ kunde dem Civilſtandsbeamten in dem Wohnorte des Va ers des Kindes, oder, wenn der Vater unbekannt iſt, in jenem der Mutter, zuzuſenden; dieſe Ausfertigung muß ſogleich in die Regiſter eingetragen werden. 62. Die Urkunde über die Anerkennung eines Kin⸗ des ſoll in die Regiſter, unter ihrem Datum ¹), einge⸗ tragen, und hievon am Rande der Geburt tsurkunde, wenn eine vorhanden iſt, Erwähnung gethan werden. Iiv 63. Vor Schließung der Ehe ſoll ilſtands beamte an zwey auf einander folgenden ennragen 19) die Verlobten vor der Thüre des Gemein dehaui es auf⸗ bieten. In dieſen Aufgeboten, ſo wie in der Urkunde, die hierüber ausgefertiget wird, müſſen ausge edrück: ſeyn, die Vornamen, die Geſchlechtsnamen, das Gewerbe und die Wohnorte des künftigen Ehegatten, der Umſtand fie volljährig oder minderjährig ſeyen, endlich die Vor men, Geſchlechtsnamen, das Gewerbe und die Wohnor⸗ te ihrer Eltern. Überdieß muß dieſe Urkunde die Tage, de S „ 00 gungen mit einem Zwiſchenraum von 8 Tagen, jedesmal an einem Sonntag, machen. 8. innerhalb 8 Tagen zwey⸗ mal, und zwar zwey Sonntage hintereinander, die Ver⸗ lobten aufbieten. E. —— 2 —½— 32 L. I. T. II. Des actes de l'état civil. tre, les jours, lieux et heures ou les publications auront été faites: il sera inscrit sur un seul regis- tre, qui sera coté et paraphé comme il est dit en Particle 41, et déposé, à la fin de chaque année, au greffe du tribunal de l'arrondissement. 64. Un extrait de l'acte de publication sera et restera affiché à la porte de la maison commu- ne, pendant les huit jours d'intervalle de l'une à l'autre publication. Le mariage ne pourra ètre cé- lébré avant le troisième jour, depuis et non com- pris celui de la seconde publication. 65. Si le mariage n'a pas été célébré dans Pannée, à compter de l'expiration du délai des publications, il ne pourra plus etre célébré qu'a- près que de nouvelles publications auront été fai- tes dans la forme ci-dessus prescrite. 66. Les actes d'opposition au mariage seront signés sur l'original et sur la copie par les oppo- sants ou par leurs fondés de procuration spéciale et authentique; ils seront signifiés, avec la copie qe la procuration, à la personne ou au domicile des parties, et à l'officier de l'état civil, qui met- tra son visa sur l'original. 67. L'officier de l'état civil fera, sans délai, une mention sommaire des oppositions sur le re- gistre des publications; il fera aussi mention, en marge de l'inscription desdites oppositions, des jugements ou des actes de main-levée dont expé- dition lui aura été remise. 66. En cas d'opposition, l'officier de l'état civil ne pourra célébrer le mariage avant qu'on lui en ait remis la main-levée, sous peine de trois cents francs d'amende, et de tous dommages-in- terets. 20) von Blatt zu Blatt numerirt und mit dem Handzei⸗ chen verſehen. D. von Blatt zu Blatt foliirt und pa⸗ raphirt. E. 16 B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üb. d. hürgerl. Zuſt. 33 Orte und Stunden ausdrücken, wo die Aufgebote ge— ſchehen ſind. Sie wird in ein eigenes Regiſter eingetra⸗ gen, welches, nach der im 41. Artikel enthaltenen Vor⸗ ſchrift, mit der Seitenzahl verſehen, und mit dem Hand⸗ zuge bezeichnet 20) ſeyn, und am Ende eines jeden Jahrs in der Gerichtsſchreiberey des Arrondiſſementsgerichts niedergelegt werden muß. 64. Während der achttägigen Zwiſchenzeit von ei⸗ nem Aufgebote zum andern ſoll ein Auszug der Aufge⸗ botsurkunde an der Thüre des Gemeindehauſes angehef⸗ tet bleiben. Vor dem dritten Tage nach dem zweyten Aufgebote, den Tag dieſes Aufgebotes nicht mitgerechnet, darf die Ehe nicht geſchloſſen werden. 65. Iſt die Ehe nicht binnen Jahresfriſt, nach Ab⸗ lauf der für die Aufgebote beſtimmten Zeit, geſchloſſen worden, ſo kann ſie nicht mehr geſchloſſen werden, bevor neue Aufgebote nach der oben vorgeſchriebenen Form ge⸗ ſchehen ſind. 66. Die Einſpruchsurkunden gegen eine Heirath ſollen auf dem Original und der Abſchrift von den Ein⸗ ſpruch machenden Theilen, oder ihren mit einer beglaubig⸗ ten Specialvollmacht verſehenen Bevollmächtigten, unter⸗ zeichnet werden; ſie müſſen, nebſt einer Abſchrift der Voll⸗ macht, entweder den Intereſſenten ſelbſt, oder in ihrem Wohnorte, und dem Civilſtandsbeamten, der ſein vidit auf das Original zu ſetzen hat, inſinuirt werden. 67. Der Civilſtandsbeamte muß ohne Aufſchub den Einſpruch in dem Aufgebotsregiſter kürzlich bemerken. Am Rande dieſer Bemerkung muß er ebenfalls der Ur⸗ theile oder der Urkunden erwähnen, wodurch der Ein⸗ ſpruch aufgehoben worden iſt, wenn ihm eine Ausferti⸗ gung davon zugeſtellt worden ſeyn wird. 68. Im Falle eines Einſpruchs darf der Civilſtands⸗ beamte, ehe ihm die Aufhebung deſſelben zugeſtellt worden iſt, die Ehe nicht ſchließen, bey Strafe von dreyhundert Franken und dem Erſatze alles hiedurch verurſachten Schadens. ²¹) 21) und des entbehrten Gewinnes. D. Schaden⸗ und Intereſſen⸗Erſatzes. 8. Cod. N. 1 B. 3 54 L. I. T. II. Des actes de l'état civil. 69. S'il n'y a point d'opposition, il en sera fait mention dans l'acte de mariage; et si les publi- cations ont été faites dans plusieurs communes, les parties remettront un certiſicat délivré par l'officier de l'état civil de chaque commune, con- statant qu'il n'existe point d'opposition. 70. L'officier de l'état civil se fera remettre pacte de naissance de chacun des futurs époux. Celui des époux qui serait dans Pimpossibilité de se le procurer, pourra le suppléer, en rapportant un acte de notoriété délivré par le juge de paix du lieu de sa naissance, ou par celui de son domicile. 71. Lyacte de notoriété contiendra la déclara- tion faite par sept témoins, de l'un ou de l'autre sexe, parents ou non parents, des prénoms, nom, profession et domicile du futur époux, et de ceux de ses père et mère, s'ils sont connus; le lieu, et, autant que possible,''époque de sa naissance, et les causes qui empêchent d'en rapporter Pacte. Les témoins signeront l'acte de notoriété avec le juge de paix; et s'il en est qui ne puissent ou ne sachent signer, il en sera fait mention. 72. L'acte de notoriété sera présenté au tri- bunal de première instance du lieu ou doit se cé- lébrer le mariage. Le tribunal, après avoir en- tendu le procureur impérial, donnera ou refusera son homologation, selon qu'il trouvera suffisantes ou insuffisantes les déclarations des témoins, et les causes qui empèéchent de rapporter l'acte de naissance. 73. L'acte authentique du consentement des dre et mère ou aieuls et aieules, ou, à leur dé- faut, celui de la famille, contiendra les prénoms, noms, professions et domiciles du futur époux, et de tous ceux qui auront concouru a P'acte, ainsi que leur degré de parenté. 16 B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üb. d. buͤrgerl. Zuſt. 35 69. Iſt kein Einſpruch eingelegt worden, ſo ſoll hievon in der Heirathsurkunde Erwähnung geſchehen; und wenn die Aufgebote in mehreren Gemeinden geſche⸗ hen ſind, ſo ſollen die Partheyen von dem Civilſtandsbe⸗ amten einer jeden Gemeinde ein Zeugniß beybringen, daß kein Einſpruch eingelegt worden ſeye. 70. Der Civilſtandsbeamte ſoll ſich die Geburtsurkun⸗ de von jedem der künftigen Ehegatten einhändigen laſſen. Der Ehegatte, dem es etwa unmöglich ſeyn möchte, ſich dieſelbe zu verſchaffen, kann ſie dadurch erſetzen, daß er eine, von dem Friedensrichter ſeines Geburts⸗oder Wohn⸗ ortes ausgeſtellte Notorietätsurkunde beybringt. 71. Die Notorietätsurkunde muß eine von ſieben Zeugen, gleichviel ob ſie männlichen oder weiblichen Ge⸗ ſchlechts, Verwandte oder nicht Verwandte ſind, getha⸗ ne Erklärung enthalten, über die Vornamen, den Ge⸗ ſchlechtsnamen, das Gewerbe und den Wohnort des künf⸗ tigen Ehegatten, und ſeiner Eltern, wenn ſie bekannt ſind, ſodann über den Ort und, ſo viel möglich, den Zeitpunct ſeiner Geburt, und die Urſachen, welche die Beybringung der Geburtsurkunde ſelbſt verhindern. Die Zeugen müſſen mit dem Friedensrichter die Notorietäts⸗ urkunde unterzeichnen, und wenn jemand unter ihnen nicht unterzeichnen kann, oder des Schreibens unerfah⸗ ren iſt, ſo muß auch dieſes angemerkt werden. 72. Die Notorietätsurkunde muß dem Gerichte erſter Inſtanz des Ortes, wo die Ehe geſchloſſen werden ſoll, vor⸗ gelegt werden. Das Gericht ertheilt oder verſagt hier⸗ auf, nach angehörtem Vortrage des kaiſerlichen Procura⸗ tors, ſeine Beſtätigung, je nachdem es die Ausſagen der Zeugen und die Gruͤnde, weshalb man die Geburtsurkun⸗ de nicht beybringen kann, zureichend findet oder nicht. 75. Die öffentliche Urkunde über die Einwilligung der Eltern, oder Großeltern, oder, in deren Ermange⸗ lung, über die Einwilligung der Familie, muß die Vor⸗ namen, die Geſchlechtsnamen, das Gewerbe und den Wohnort des künftigen Ehegatten, und aller derjenigen, die bey der Einwilligung ²²) mitgewirkt haben, ſo wie den Grad ihrer Verwandtſchaft, ausdruͤcken. 22²) zu dem Acte. D. bey der Handlung. M. an dem Act Theil genommen haben. L. u. S. 23 56 L. I. T. II. Des actes de l'état civil. 7h. Le mariage sera célébré dans la commu- ne où l'un des deux époux aura son domicile. Ce domicile, quant au mariage, s'établira par six mois d'habitation continue dans la méèême com- mune. 75. Le jour désigné par les parties après les délais des publications, Pofficier de l'état civil, dans la maison commune, en présence de quatre témoins, parents ou non parents, fera lecture aux parties des pièces ci-dessus mentionnées, re- latives à leux état et aux formalités du mariage, et du chapitre vi du titre du Mariage, sur leg droits et les devoirs respectiſs deg 6,νοαυď. II recevra de chaque partie, Tune apreès l'autre, la déclaration qu'elles veulent se prendre pour ma- ri et femme; il prononcera, au nom de la loi, qu'elles sont unies par le mariage, et il en dres- sera acte sur-le-champ. 76. On énoncera, dans l'acte de mariage, 1⁰. Les prénoms, noms, professions, dge, lieux de naissance et domiciles des époux; 2⁰°. S'ils sont majeurs ou mineurs; 3 ⁰. Les prénoms, noms, professions et domi- ciles des pères et mères; e. Le consentement des pères et mères, aleuls 4 4 6 et aeules, et celui de la famille, dans les cas ou ils sont requis; 5. Les actes respectueux, S il en a été fait; 60. Les publications dans les divers domiciles;, (*) Vergl. Art. 148— 150. 156. 158. 6**) Vergl. Art. 151— 155. 157. 23) Stand. L. D. S. u. E. 24) von ihr, daß ſie ihn zum Ehemann, von ihm, daß er ſie zur Ehefrau nehmen wolle. E. 13 B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üb. d, bürgerl. Zuſt. 37 74. Die Ehe ſoll in einer Gemeinde geſchloſſen werden, wo einer von beyden Ehegatten ſeinen Wohnſitz hat. In Beziehung auf die Heirath hat man ſeinen Wohnſitz in einer Gemeinde, wenn man ſechs Monate ununterbrochen daſelbſt gewohnt hat. 75. An dem, nach Verlauf der Aufgebotsfriſten, von den Parteyen hiezu beſtimmten Tage ſoll der Civil— ſtandsbeamte ihnen auf dem Gemeindehauſe, in Beyſeyn von vier Zeugen, wozu Verwandte und Nichtverwandte gewählt werden können, die oben angeführten Urkunden, die ſich auf ihren Zuſtand 2³) und auf die Formalitäten der Heirath beziehen, ſodann das ſechſte Capitel des Titels von der Ehe, welches die wechſel⸗ ſeitigen Rechte und Pflichten der Eheleute enthält, vorleſen. Er ſoll ſich von beiden Theilen, von einem nach dem andern, die Erklärung geben laſ⸗ ſen, daß ſie ſich zum Manne und zur Frau nehmen wol⸗ len. 24) Sodann erklärt er im Namen des Geſetzes, daß ſie durch die Ehe vereiniget ſeyen, und ſetzt auf der Stelle hierüber eine Urkunde auf. 76. In der Heirathsurkunde müſſen ausgedrückt werden: 1.) Die Vornamen, Geſchlechtsnamen, das Ge⸗ werbe, das Alter, die Geburtsorte und die Wohnorte der Ehegatten; Ob ſie volljährig oder minderjährig ſeyen; e Vornamen, Geſchlechtsnamen, das Ge⸗ e Wohnorte der Eltern; 4.) Die Einwilligung der Eltern, Großeltern, und jene der Familie, in den Fällen, wo ſie erfordert wird;(*) 5.) Das ehrerbietige Anſuchen um den elterlichen Rath ⸗s), wenn ein ſolches Statt gehabt hat;(*†*) 6.) Die in den verſchiedenen Wohnorten geſchehe⸗ nen Aufgebote; 25) Die ehrfurchtsvolle Anfrage. L. Die ehrerbietigen Acten.§. Die Acten uͤber das ehrerbietige Nachſuchen des elterlichen Raths. D. Die ürkunden, die den El⸗ tern bewieſene Achtung betreffend. M. Die Urkunden uber das erfolgte ehrerbietige Geſuch(um den Bey⸗ rath der Eltern, oder der Familie. E. — —L— 4 — —— . 58 L. I. T. II. Des actes de l'état civil. 70. Les oppositions, s'il y en a eu; leur main-levée, ou la mention qu'il n'y a point eu d'opposition; 8° La déclaration des contractants de se pren- dre pour époux, et le prononcé de leur union par P'officier public; 9. Les prénoms, noms, aâge, professions et domiciles des témoins, et leur déclaration s'ils sont parents ou alliés des parties, de quel còôte et à quel degré. CHAPITRE IV. Des Actes de décéès. 77. Aucune inhumation ne sera faite sans une autorisation, sur papier libre et sans frais, de l'officier de l'état civil, qui ne pourra la dé- livrer qu'après s'ètre transporté auprès de la per- sonne décédée, pour s'assurer du décès, et que vingt-quatre heures après le décès, hors les cas prévus par les règlements de police. 78. L'acte de décès sera dressé par Pofficier de l'état civil, sur la déclaration de deux témoins. Ces témoins seront, s'il est possible, les deux plus proches parents ou voisins, ou, lorsqu'une personne sera décédée hors de son domicile, la personne chez laquelle elle sera décédée, et un parent ou autre. 79. L'acte de décès contiendra les prénoms, nom, âge, profession et domicile de la personne décédée; les prenoms et nom de l'autre époux, 81 la personne décédée était mariée ou veuve; les prénoms, noms, âge, professions, et domiciles des 18 B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üb. d. buͤrgerl. Zuſt. 39 7.) Die Einſprüche, wenn deren gemacht wurden; ihre Aufhebung, oder die Bemerkung, daß kein Ein⸗ ſpruch geſchehen ſeye; 3.) Die Erklärung der Contrahenten, daß ſie ſich einander zu Ehegatten nehmen, und der von dem öffent⸗ lichen Beamten erfolgte Ausſpruch ihrer ehelichen Ver⸗ bindung; ²⁵). 9.) Die Vornamen, Geſchlechtsnamen, das Alter, das Gewerbe und die Wohnorte der Zeugen, und ihre Erklärung, ob, von welcher Seite, und in welchem Grade, ſie mit den Parteyen verwandt oder verſchwä⸗ gert ſeyen. Viertes Capitel. Von den Todesurkunden. 77. Keine Beerdigung darf ohne Erlaubniß des Civilſtandsbeamten geſchehen. Er ertheilt ſie auf unge⸗ ſtempeltem Papier, und unentgeltlich; aber nicht eher, als nachdem er ſich zu dem Verſtorbenen verfügt hat, um ſich von ſeinem wirklichen Ableben zu überzeugen, und vier und zwanzig Stunden nach dem Ableben; ausgenom⸗ men ſind jedoch die in den Polizeyverordnungen beſon⸗ ders beſtimmten Fälle. 73. Der Todesurkunde wird von dem Civilſtands⸗ beamten auf die Erklärung ²7) zweyer Zeugen geferti⸗ get; dieſe Zeugen ſollen, wo möglich, die zwey nächſten Verwandten oder Nachbarn ſeyn, oder, wenn jemand außer ſeinem Wohnorte geſtorben iſt, die Perſon, bey welcher er geſtorben, und*s) ein Verwandter oder ein Anderer. 79. Der Todesurkunde muß die Vornamen, den Geſchlechtsnamen, das Alter, Gewerbe und den Wohn⸗ ort des Verſtorbenen enthalten; ferner die Vornamen und den Geſchlechtsnamen des andern Ehegatten, wenn die Verſtorbene Perſon verheirathet, oder verwittwet war; endlich die Vornamen, Geſchlechtsnamen, das Al⸗ 26) daß ſie fur Ehegatten zu halten ſeyen. E. 27) Anzeige. E. 28) und noch uͤberdem. E. 40o L. I. T. II. Des actes de l'état civil. déclarants; et, s'ils sont parents, leur degré de parenté. Le méme acte contiendra de plus, autant u'on pourra le savoir, les prénoms, noms, pro- ession et domicile des père et mère du décédé, et le lieu de sa naissance. 80. En cas de décès dans les hôpitaux mili- taixes, civils ou autres maisons publiques, les su- périeurs, directeurs, administrateurs et maitres de ces maisons seront tenus d'en donner avis, dans les vingt-quatre heures, à l'officier de l'état civil, qui s'y transportera pour s'assurer du décès, et en dressera l'acte conformément à l'article pré- cédent, sur les déclarations qui lui auront été fai- tes, et sur les xenseignements qu'il aura pris. Il sera tenu en outre, dans lesdits hôpitaux et maisons, des registres destinés à inscrire ces déclarations et ces xenseignements. L'officier de l'état civil enverra l'acte de décès à celui du dernier domicile de la personne décé- dée, qui l'inscrira sur les registres. 81. Lorsqu'il y aura des signes ou indices de mort violente, ou d'autres circonstances qui don- neront lieu de le soupçonner, on ne pourra faire l'inhumation qu'après qu'un officier de police, as- sisté d'un docteur en médecine ou en chirurgie, aura dressé procès-verbal de l'état du cadavre, et des circonstances y relatives, ainsi que des ren- seignements qu'il aura pu recueillir sur les pré- noms, nom, dge, profession, lieu de naissarce et domicile de la personne décédée. 82. L'officier de police sera tenu de trans- mettre de suite à l'officier de l'état civil du lieu oi la personne sera décédée, tous les renseigne- ments énoncés dans son procès-verbal, d'après lesquels l'acte de décès sera rédigé. 18 B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üb. d. bürgerl. Zuſt. 41 ter, das Gewerbe und die Wohnorte derjenigen, welche die Erklärungen(als Ze ugen) abgegeben haben, und, falls ſie Verwandte des Verſtorbenen ſind, zugleich den Grad ihrer Verwandtſchaft. Eben dieſe Urkunde muß ferner, in ſo weit man da— von Nachricht haben kann, die Vornamen, Geſchlechte⸗ namen, das Gewerbe und den Wohnort der Eltern des Verſtorbenen, nehſt ſeinem Geburtsorte enthalten. 80. Die Sterbfälle in den Militair⸗ und bürger⸗ lichen Spitälern oder andern öffentlichen Häuſern ſind die Vorgeſetzten, Bienaten, Verwalter und Hausei⸗ genthümer in den nächſten vier und wantig Shanden em Cipilſtandsbeamten anzuzeigen verbunden, welcher, um ſich von dem wirklich erfolgten Ableben zu überzeugen, ſich dahin verfügen, und, nach Vorſchrift des vorhergehen⸗ den Artikels, über die ihm gemachten Erklarungen, und über die von ihm eingezogenen Erkundigungen eine Ur⸗ kunde ausfertigen muß. Überdieß ſollen in den genannten Spitälern und Häuſern eigene Regiſter geführt werden, die dazu be ſtimmt ſind, dieſe Erklärungen und eingezogenen Nach⸗ richten darin einzutragen. Der Civilſtandsbeamte ſoll die Todesurkunde dem Civilſtands beamten des letzten Wohnorts des Verſtorbe⸗ nen zuſenden, und dieſer ſie gleichfalls in ſeine Regiſter eintragen. 81. Sind Zeichen oder Spuren eines gewaltſamen Todes, oder andere Umſtände vorhanden, welche deßhalb 1 einen Verdacht erwecken, ſo darf die Beerdigung nicht eher geſchehen, als nachdem ein Polizeybeamter unter dem Beyſtande eines Doctors d der Medicin oder Chirurgie über den Zuſtand des L beichmans und die ſich hierauf be⸗ ziehenden Umſtände, ſe wie über die Nachrichten, die er über die Vornamen, den Geſchlechtsnamen, das Alter, Gewerbe, den Geburts⸗ und Wohnort des Verſtorbenen einziehen konnte, ein Protokoll aufgenommen haben wird. 82. Der Polizeybeamte iſt gehalten, dem Civil⸗ ſtandsbeamten des Orts, wo die Perſon verſtorben iſt, ſogleich alle zu Protokoll genommene Nachrichten einzu⸗ ſenden, und nach dieſen muß die Todesurkunde abgefaßt werden. 42 L. I. T. II. Des actes de l'état civil. L'officier de l'état civil en enverra une erpé- dition à celui du domicile de la personne décédée, s'il est connu: cette expédition sera inscrite sur les xegistres. 83. Les greffiers criminels seront tenus d'en- voyer, dans les vingt-quatre heures de l'exécu- tion des jugements portant peine de mort, à l'of- ficier de l'état civil du lieu ou le condamné aura été exécuté, tous les renseignements énoncés en Tarticle 79, d'après lesquels l'acte de décès sera rédigé. 83 44. En cas de décès dans les prisons ou mai- sons de reclusion et de détention, il en sera donné avis sur-le-champ, par les concierges ou gar- diens, à T'officier de l'état civil, qui s'y transpor- tera comme il est dit en l'article 8o, et rédigera l'acte de décès. 35. Dans tous les cas de mort violente, ou dans les prisons et maisons de reclusion, ou d'exé- cution à mort, il ne sera fait sur les registres au- cune mention de ces circonstances, et les actes de décès seront simplement rédigés dans les formes prescrites par l'article 79. 86. En cas de décès pendant un voyage de mer, il en sera dressé acte dans les vingt-quatre heures, en présence de deux témoins pris parmi les officiers du batiment, ou, à leur défaut, par- mi les hommes de l'équipage. Cet acte sera rédigé, savoir, sur les bätiments de l'Empereur, par'of- Hicier d'administration de la marine; et, sur les bà- timents appartenant à un négociant ou armateur, par le capitaine, maitre ou patron du navire. P'acte de décès sera inscrit à la suite du rôöle de Péquipage. 87. Au premier port ou le bätiment abordera, soit de reläche, soit pour toute autre cause que celle de son desarmement, les officiers de l'admi- nistration de la marine, capitaine, maitre ou pa- 29) In allen Fällen eines gewaltſamen Todes, oder ei⸗ nes Sterbfalls in Gefaͤngniſſen und Zuchthaͤuſern, oder iner Hinrichtung. L. ü. 8. In allen Faͤllen, wo le⸗ — 18 B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üb. d. bürgerl. Zuſt. 45 Der Civilſtandsbeamte ſoll eine Ausfertigung davon dem Eivilſtandsbeamten des Wohnorts des Verſtorbenen, wenn dieſer bekannt iſt, zuſenden; dieſe Ausfertigung wird in die Regiſter eingetragen. 83. Jeder Criminalgerichtsſchreiber iſt gehalten, in den erſten vier und zwanzig Stunden nach Vollſtrek⸗ kung eines Todesurtheils dem Eivilſtandsbeamten des Orts, wo der Verurtheilte hingerichtet worden iſt, alle im 79. Artikel bemerkten Nachrichten zuzuſenden, nach welchen alsdann die Todesurkunde abzufaſſen iſt. 84. Stirbt jemand in einem Gefängniſſe, Zucht⸗ oder Verwahrungshauſe, ſo haben die Aufſeher oder Ge⸗ fangenwaͤrter den Civilſtandsbeamten auf der Stelle hie— von zu benachrichtigen; dieſer muß, wie im 30. Artikel beſtimmt iſt, ſich dahin verfügen, und die Todesurkunde ausfertigen. 85. In allen Fällen, wo jemand eines gewaltſa⸗ men Todes, oder in einem Gefängniſſe⸗ oder Zuchthauſe geſtorben, oder hingerichtet worden iſt ²2), ſoll von die⸗ ſen Umſtänden in den Regiſtern keine Erwähnung geſche⸗ hen, und die Todesurkunden bloß nach der in dem 79. Artikel vorgeſchriebenen Form ausgefertiget werden. 86. Ereignet ſich ein Sterbfall auf einer Seereiſe, ſo muß darüber in den erſten vier und zwanzig Stunden in Gegenwart zweyer Zeugen, die man aus den Seeof⸗ ſizieren, oder, in Ermangelung derſe lben aus der Schiffs⸗ mannſchaft nimmt, eine Urkunde ausgefertiget werden. Dieſe Urkunde ſoll auf den kaiſerliche n Secchiffen der Verwaltungsbeamte des Seeweſens, und auf den Schif⸗ fen, die einem Handelsmanne oder Kaper gehören, der Schiffscapitain, der Schiffer, oder der Schiffspateon n auf⸗ ſetzen. Die Todesurkunde muß am Ende des Verzeich⸗ niſſes der Schiffsmannſchaft eingetragen werden. 87. In dem erſten Hafen⸗ wo das Schiff einläuft, es ſey nun um auszuruhen, oder aus irgend einer andern Urſache, die der Abtackelung ausgenommen, ſind die Verwaltungsbeamten des Seeweſens, der Schiffscapi⸗ mand eines gewaltſamen Todes in einem Gefängniſſe oder Zwangs⸗Hauſe verſtorben iſt, oder hingerichtet worden. D. 44 L. I. T. II. Des actes de l'état civil. tron, qui auront rédigé des actes de décès, seront tenus d'en déposer deux expéditions, conformẽ- ment à P'article 60. A P'arrivée du baätiment dans le port du désar- mement, le röle d'équipage sera déposé au bureau du préposé à P'inscription maritime; il enverra une expéditien de l'acte de décès, de lui signée, à T'officier de P'état civil du domicile de la person- ne décédée: cette expédition sera inscrite de suite sur les xegistres. CHAPITRE V. Des Actes de l'état civil concernant les Militaires hors du territoire de 1'Empire. 88. Les actes de l'état civil faits hors du ter- ritoixe de l'Empire, concernant des militaires ou autres personnes employées à la suite des armées, seront rédigés dans les formes prescrites par les dispositions précédentes, sauf les exceptions con- tenues dans les articles suivants. 80. Le quartier-maitre dans chaque corps d'un ou plusieurs bataillons ou escadrons, et le ca- pitaine commapdant dans les autres corps, rem- pliront les fonctions d'officiers de l'état civil: ces meèmes fonctions seront remplies, pour les offi- ciers sans troupes et pour les employés de l'armée, par Pinspecteur aux revues attaché à l'armée ou au corps Tarmée. 90. Il sera tenu, dans chaque corps de trou- pes, un registre pour les actes de l'état civil rela- tifs aux individus de ce corps, et un autre 2 Létat-major de l'armée ou d'un corps d'armée, 30) im Gefolge der Armeen. S. u. L. 31) commandirende Hauptmann. D. u. M. Kapitain. L. u. S. command.⸗ 15 B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üb. d. bürgerl. Zuſt. 45 tain, Schiffer oder Patron, welche die Todesurkunde abgefaßt haben, verbunden, zwey Ausfertigungen davon dem 60. Artikel gemäß niederzulegen. Sobald das Schiff in den Hafen eingelaufen iſt, wo es abgetackelt wird, muß das Verzeichniß der Schiffs⸗ mannſchaft auf dem Büreau des préposé à T'inscrip- tion maritime hinterlegt werden. Dieſer hat eine von ihm unterzeichnete Ausfertigung der Todesurkunde dem Civilſtandsbeamten in dem Wohnort der verſtorbenen Per⸗ ſon zuzuſenden. Dieſe Ausfertigung muß ſogleich in die Regiſter eingetragen werden⸗ Fuͤnftes Capitel. Von den Urkunden uͤber den buͤrgerlichen Zuſtand, ruͤckſichtlich der auſſerhalb des Staatsgebietes be⸗ findlichen Militairperſonen. 88. Die auſſerhalb des Gebietes des Reichs aufge⸗ nommenen Urkunden über den bürgerlichen Zuſtand, wel⸗ che Militair⸗ oder andere bey den Armeen ³⁰) angeſtell⸗ te Perſonen betreffen, ſollen nach den durch die vorherge⸗ henden Verfügungen vorgeſchriebenen Formen abgefaßt werden, mit Vorbehalt der in den folgenden Artikeln ent⸗ haltenen Ausnahmen. 89. Bey jedem Corps von einem oder mehreren Ba⸗ taillons oder Eſcadrons hat der Quartiermeiſter, und bey den übrigen Corps der Commandant 3³1)(capitaine commandant) die Geſchäfte des Civilſtandsbeamten zu verrichten. In Anſehung der Offiziere ohne Truppen ³²) und der bey der Armee angeſtellten Civilofficianten 3³³) (employés) hat der bey der Armee, oder dem Armee⸗ corps befindliche Muſterungsinſpector(inspecteur aux revues) dieſe Geſchäfte zu verſehen. 90. Bey jedem Truppencorps ſoll ein Regiſter für die Urkunden über den bürgerlichen Zuſtand, welche ſich auf die Perſonen dieſes Corps beziehen, und ein anderes bey dem Generalſtabe der Armee oder des Armeecorps 32) einzelner⸗ bey keinem Truppencorps ſtehender Offi⸗ kciers. E. 23) Angeſtellten der Armee. L. 46 L. I. I. II. Des actes de l'état civil. pour les actes civils relatifs aux officiers sans trou- es et aux employés: ces registres seront conser- vés de la même manière que les autres registres des corps et états-majors, et déposes aux archives de la guerre, à la rentrée des corps ou armées sur le territoire de l'Empire. 91. Les registres seront cotés et paraphés, dans chaque corps, par l'officier qui le commande; et à l'état-major, par le chef de l'état-major général. 92. Les déclarations de naissance à l'armée seront faites dans les dix jours qui suivront Pac- couchement. 3. L'officier chargé de la tenue du registre de Pétat civil devra, dans les dix jours qui sui- vront l'inscription d'un acte de naissance audit xe- istre, en adresser un extrait à l'officier de l'état divil du dernier domicile du père de Penfant, ou de la mère si le pêre est inconnu. 94. Les publications de mariage des militai- res et employeés à la suite des armées, seront faites au lieu de leur dernier domicile: elles seront mi- ses en outre, vingt-cind jours avant la célébra- rion du mariage, à l'ordre du jour du corps, pour les individus qui tiennent à un corps; et à celui de l'armée ou du corps d'armée, pour les officiers sans troupes, et Pour les employés qui en font partie. 1. 95. Immédiatement apres Tinscription sur le registre, de acte de célébration du mariage, l'of- Ecier chargé de la tenue du registre en enverra une expédition à Pofficier de Pétat civil du dernier domicile des époux. 96. Les actes de décès seront dressés, dans chaque corps, par le quartier-maitre; et pour les officiers sans troupes et les employés, Par l'in- specteur aux revues de l'armée, sur Pattestation 34) von dem Chef des großen Generalſtabs. L. u. S. 35) paginirt und mit dem Handzuge verſehen. M. fo⸗ as B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üb. d. bürgerk. Zuſt. 47 für die Urkunden, welche die Offiziere ohne Truppen und die Civilofficianten betreffen, geführt werden. Dieſe Re⸗ giſter ſollen auf eben die Art, wie die andern Regiſter eines jeden Corps und Generalſtabes aufbewahrt, und bey der Rückkehr des Corps oder der Armeen auf das Ge⸗ biet des Reichs in die Kriegsarchive niedergelegt werden. 91. Die Regiſter ſollen bey jedem Corps von dem Offizier, der das Commando führt, und bey dem General⸗ ſtabe von dem Chef des Generalſtabes ³4) mit der Seiten⸗ zahl verſehen und mit dem Handzuge bezeichnet 35) werden. 92. Die Geburtsanzeigen ſollen bey der Armee in den erſten zehn Tagen nach der Niederkunft geſchehen. 93. Der Offizier, welchem die Führung des Re⸗ giſters über den bürgerlichen Zuſtand obliegt, ſoll in den erſten zehn Tagen nach Eintragung der Geburtsurkunde in das beſagte Regiſter einen Auszug davon dem Civil⸗ ſtandsbeamten desjenigen Ortes zuſenden, wo der Vater des Kindes, oder, wenn der Vater unbekannt iſt, wo die Mutter des Kindes zuletzt wohnte. 94. Die Aufgebote bey Heirathen der Militair⸗ und anderer bey der Armee angeſtellten Perſonen ſollen an dem Orte ihres letzten Wohnſitzes geſchehen; ſie müſ⸗ ſen überdieß fünf und zwanzig Tage vor Schließung der Ehe, in Anſehung der zu einem Corps gehörigen Perſo⸗ nen, in den Tagesbefehl des Corps, in Anſehung der Offiziere ohne Truppen und der Civilofficianten aber, in den Tagesbefehl der Armee oder des Armeecorps, wozu ſie gehören, eingerückt werden. 95. Sogleich nach Eintragung der Heirathsurkun⸗ de in das Regiſter ſoll der Offizier, dem die Führung des Regiſters obliegt, eine Ausfertigung davon dem Ci⸗ vilſtandsbeamten des letzten Wohnorts der Ehegatten zuſenden. 96. Die Todesurkunden ſollen bey jedem Corps von dem Quartiermeiſter, und, was die Offiziere ohne Truppen und die Civilofficianten betrifft, von dem Mu⸗ ſterungsinſpector der Armee, auf die Anzeige dreyer Zeu⸗ liirt und paraphirt.§. fortlaufend numerirt und mit dem Handzuge perſehen. D. fortlaufend foliirt und pa⸗ raphirt. E. 4838 L. I. T. II. Des actes de l'état civil. de trois témoins; et l'extrait de ces registres sera envoyé, dans les dix jours, à lofficier de l'état civil du dernier domicile du décédé. 97. En cas de décès dans les höpitaux mili- taires ambulants ou sédentaires, l'acte en sera ré- digé par le directeur desdits hôpitaux, et envoyé au quartier-maitre du corps, ou à Pinspecteur aux revues de Parmée ou du corps d'armée dont le dé- cédé faisait partie: ces officiers en feront parvenir une expédition à Pofficier de l'état civil du der- nier domicile du décédé. 98. L'officier de l'état civil du domicile des parties auquel il aura été envoyé de l'armée ex- pédition d'un acte de l'état civil, sera tenu de Pinscrire de suite sur les registres. CHAPITRE VI. De la Rectification des Actes de l'état ciVil. 99. Lorsque la rectification d'un acte de l'état civil sera demandée, il y sera statué, sauf l'ap- pel, par le tribunal compétent, et sur les conclu- sions du procureur impérial. Les parties intéres- sées seront appelées, s'il y a lieu. 100. Le jugement de rectification ne pourra, dans aucun temps, être opposé aux parties inté- ressées qui ne V'auraient point requis, ou qui n'y auraient pas été appelées. 101. Les jugements de rectiſication seront inscrits sur les registres par l'officier de l'état ci- vil, aussitèt qu'ils lui auront été remis; et men- tion en sera faite en marge de l'acte réformé. 36) in den wandernden oder bleibenden Militair⸗Hospi⸗ taͤlern. L. u. M. 15 B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üb. d. bürgerl. Zuſt. 49 gen ausgefertiget, und der Auszug aus dieſen Regiſtern in den nächſten zehn Tagen dem Civilſtandsbeamten des letzten Wohnorts des Verſtorbenen zugeſandt werden. 97. Iſt jemand in einem Feldlazarethe oder in ei— nem ſtehenden Militairſpitale ³⁶) geſtorben, ſo ſoll die Todesurkunde von dem Director der gedachten Spitäler ausgefertiget, und dem Quartiermeiſter des Corps, oder dem Muſterungsinſpector der Armee, oder des Armee⸗ corps ³7), wozu der Verſtorbene gehörte, zugeſandt wer⸗ den. Dieſen Offizieren liegt es ob, eine Ausfertigung davon an den Civilſtandsbeamten des letzten Wohnorts des Verſtorbenen gelangen zu laſſen. 98. Der am Wohnorte der Partheyen angeſtellte Ci⸗ vilſtandsbeamte, dem von der Armee die Ausfertigung einer Urkunde über den bürgerlichen Zuſtand iſt zugeſandt worden, iſt gehalten, ſie ſogleich in die Regiſter einzutragen. Sechſtes Capitel. Von der Berichtigung der Urkunden uͤber den buͤrgerlichen Zuſtand. 90. Wird die Berichtigung einer Urkunde über den bürgerlichen Zuſtand gefordert, ſo hat das competente Gericht, nach angehörtem Vortrage des kaiſerlichen Pro⸗ curators, mit Vorbehalt der Appellation hierüber zu er⸗ kennen. Erforderlichen Falls werden die Intereſſenten hierzu vorgeladen. 100. Den Intereſſenten, die weder um dieſe Be⸗ richtigung nachgeſucht hatten, noch dazu vorgeladen wor⸗ den ſind, kann zu keiner Zeit das Berichtigungsurtheil entgegengeſetzt werden. 101. Die Berichtigungsurtheile müſſen von dem Civilſtandsbeamten, ſobald ſie ihm zugeſtellt worden ſind, in die Regiſter eingetragen werden, und es muß ihrer am Rande der dadurch berichtigten Urkunde Erwäh⸗ nung geſchehen. 37) an den Muſterinſpector der Armee, ober an das Corps der Armee. E. Cod. N. 1. B. 4 ——— —— 60 L. I. T. III. Du Domicile. TITRE TROISIEME. Du Domicile. (Décrété le 14 mars 1803. Promulgué le 24 du méme mois.) 102. Le domicile de tout Frangçais, quant à p'exercice de ses droits civils, est au lieu ou il a son principal établissement. 103. Le changement de domicile s'opérera par le fait d'une habitation réelle dans un autre lieu, joint à l'intention d'y fixer son principal Stablissement. 104. La preuve de l'intention résultera d'une déclaration expresse, faite tant à la municipalité du lieu que l'on quittera, qu'à celle du lieu ou on aura transféré son domicile. 105. A défaut de déclaration expresse, la preuve de l'intention dépendra des circonstances. 106. Le citoyen appelé à une fonction publi- que temporaire ou révocable, conservera le do- micile qu'il avait auparavant, s'il n'a pas mani- festé d'intention contraire. 107. L'acceptation de fonctions conférées à vie, emportera translation immédiate du domicile du fonctionnaire dans le lieu ou il doit exercer ses fonctions. 108. La femme mariée n'a point d'autre do- micile que celui de son mari. Le mineur non émancipé aura son domicile chez ses père et mère ou tuteur: le majeuxr interdit aura le sien chez son curateur. 100. Les majeurs qui servent ou travaillent habituellement chez autrui, auront le méèême do- micile que la personne qu'ils servent ou chez la- quelle ils travaillent, lorsqu'ils demeureront avec: elle dans la même maison. 18 B. 3r T. Von dem Wohnſitze. Dritter Titel. Von dem Wohnſitze. (Decretirt den 14. März 1803. Promulgirt den 24. deſſel⸗ ben Monats.) 102. Der Wohnſitz eines jeden Franzoſen, in Be⸗ ziehung auf die Ausübung ſeiner Civilrechte, iſt an dem Orte, wo er ſeine Hauptniederlaſſung hat. 105. Die Veränderung des Wohnſitzes wird be⸗ wirkt durch die wirkliche Bewohnung eines andern Or⸗ tes, verbunden mit der Abſicht, ſeine Hauptniederlaſ⸗ ſung daſelbſt zu firiren. 104. Der Beweis dieſer Abſicht ergiebt ſich aus einer ausdrücklichen, ſowohl bey der Municipalität des Ortes, den man verläßt, als bey jener des Ortes, wo⸗ hin man ſeinen Wohnſitz verlegt, gemachten Erklärung. 105. In Ermangelung einer ausdrücklichen Erklä⸗ rung hängt der Beweis der Abſicht von den Umſtänden ab. 106. Der Staatsbürger, der zu einem temporä⸗ ren oder widerruflichen Amte ernannt wird, behält den Wohnſitz, den er vorher hatte, wenn er nicht eine ent⸗ gegengeſetzte Abſicht an den Tag gelegt hat. 107. Die Annahme eines auf Lebenszeit ertheilten Amtes zieht unmittelbar die Verlegung des Wohnſitzes des Beamten an den Ort, wo er ſein Amt ausüben muß, nach ſich. 108. Eine verheirathete Frau hat keinen andern Wohnſitz, als den ihres Mannes. Der nicht emancipirte Minderjährige hat ſeinen Wohnſitz bey ſeinen Eltern oder bey ſeinem Vormunde; der Volljährige, dem die Verwaltung ſeines Vermögens benommen iſt, hat den ſeinigen bey ſeinem Curator. 1⁰09. Volljährige, welche bey andern in Dienſten ſtehen, oder fortdauernd*) arbeiten, haben mit der Perſon, welcher ſie dienen, oder bey der ſie arbeiten, einerley Wohnſitz, wenn ſie in demſelben Hauſe mit ihr wohnen. 1) beſtändig. L. gewöͤhnlich. 8. gewoͤhnlicher Weiſe. D. u. M. 4 5² L. I. T. IV. De l'Absence. 110. Le lieu ou la succession s'ouvrixa, sera déterminé par le domicile. 111. Lorsqu'un acte contiendra, de la part des parties ou de l'une d'elles, élection de domicile pour l'exécution de ce même acte dans un autre lieu que celui du domicile réel, les significations, demandes et poursuites relatives à cet acte, pour- ront être faites au domicile convenu, et devant le juge de ce domicile. TITRE QUATRIEME. Des Absents. (Décrété le 15 mars 1803. Promulgué le 25 du méme mois.) CHAPITRE PREMIER. De la Présomption d' Absence. 112. S'il y a nécessité de pourvoir à l'admi- nistration de tout ou partie des biens laissés par une personne présumée absente, et qui n'a point de procureur fondé, il y sera statué par le tribu- nal de première instance, sur la demande des par- ties intéressées. 113. Le tribunal, à la requète de la partie la plus diligente, commettra un notaire pour re- présenter les présumés absents, dans les inventai- res, comptes, partages et liquidations dans les- quels ils seront intéressés. 114S. Le ministère public est spécialement chargé de veiller aux intérêts des personnes pré- 2) Succeſſion. D. Verlaſſenſchaft. S. Erbfolge. M. 3) Nur der Wohnſitz eines Menſchen i*ſt fuͤr den Ort zu achten, wo die Erbfolge in ſein Vermoͤgen eroͤffnet wird. E.. 4) an einem Orte, wo ihr wirkliches Domicil nicht iſt. D. u. M. anders wo, an als dem gewöͤhnlichen Wohn⸗ ſitze. S8. ein anderer, als der wahre Wohnort. E. 1s B. 4r T. Von den Abweſenden. 53 110. Der Ort, wo ſich die Erbſchaft 2) eröffnet, wird durch den Wohnſitz(des Erblaſſers) beſtimmt. ³) 111. Wird von den Partheyen, oder auch von ei⸗ ner derſelben, in einer Urkunde, zu deren Vollziehung, ein Wohnſitz an einem andern Orte, als dem ihres wirk⸗ lichen Wohnſitzes, 4) erwählt, ſo können die auf dieſe Urkunde ſich beziehenden Inſinuationen 5), Klagen und das weitere Verfahren ³) an dem verabredeten Wohnſitze und vor dem daſigen Richter Statt finden. Vierter Titel. Von den Abweſenden. (Decretirt den 15. März 1803. Promulgirt den 25. deſſel⸗ ben Monats.) Erſtes Capitel. Von der Vermuthung der Abweſenheit. 112. Wenn die Nothwendigkeit eintritt, für die Verwaltung aller oder einiger Güter zu ſorgen, die je— mand zurückgelaſſen hat, von dem man vermuthet, daß er abweſend ſey, und der keinen bevollmächtigten Ge— ſchäftsträger hat, ſo ſoll das Gericht erſter Inſtanz auf Anſuchen der Intereſſenten hierüber Verfügung treffen. 113. Auf das Geſuch derjenigen Parthey, die ſich zuerſt deßhalb meldet 1), ertheilt das Gericht einem No⸗ tar den Auftrag, den abweſend Vermutheten bey den Inventuren, Rechnungsabnahmen, Theilungen und Li— quidationen, wobey er intereſſirt iſt, zu vertreten. 114. Der kaiſerliche Procurator 2) hat den be⸗ ſondern Auftrag, für das Intereſſe der abweſend ver⸗ 5) Zuſtellungen. L. Significationen. S§. Andeutungen. E. 6) Betreibungen. L. u. S. 1) Der fleiſſigſten, L. der befliſſenſten, 8. der die Sache am meiſten betreibenden Parthey. M. 2) Das oͤffentliche Miniſterium. L. u. D. Die S taats⸗ beamten. M. 54 L. I. T. IV. De l'Absence. sumées absentes; et il sera entendu sur toutes les demandes qui les concernent. CHAPITRE II. De la Déclaxation d'Absence. 3 115. Lorsqu'une personne aura cessé de pa- xaitre au lieu de son domicile ou de sa résidence, et que depuis quatre ans on n'en aura point eu de nouvelles, les parties intéressées pourront se pourvoir devant le tribunal de première instance, afin que l'absence soit déclarée. 116. Pour constater l'absence, le tribunal, d'après les pièces et documents produits, ordon- nera qu'une enquèête soit faite contradictoirement avec le procureur impérial, dans l'arrondissement du domicile, et dans celui de la résidence, s'ils sont distincts lun de J'autre. 117. Le tribunal, en statuant sur la deman- de, aura d'ailleurs égard aux motifs de l'absence, et aux causes qui ont pu empéècher d'avoir des nouvelles de l'individu présumé absent. 118. Le procureur impérial enverra, aussi- tôt qu'lls seront rendus, les jugements tant pré- paratoires que définitifs, au grand-juge ministre de la justice, qui les rendra publics. 119. Le jugement de déclaration d'absence ne sera rendu qu'un an après. le jugement qui aura ordonné l'enquète. 3) nach den beygebrachten Schriften und Belegen. S. nach vorgelegten ſchriftlichen Beweiſen. M. nach auf⸗ gelegten ſchriftl. Bew. D. nach erfolgter Production der noͤthigen Actemſtuͤcke und Documente. E. 1s B. 4r T. Von den Abweſenden. 55 mutheten Perſonen zu wachen, und er ſoll bey allen Ge⸗ ſuchen, die ſie betreffen, gehört werden. Zweytes Capitel. Von der Abweſenheitserklaͤrung. 115. Wenn eine Perſon an dem Orte ihres Wohn⸗ fitzes oder gewöhnlichen Aufenthalts nicht mehr erſcheint, und ſeit vier Jahren keine Nachricht von ihr eingegan⸗ gen iſt, ſo können die Intereſſenten bey dem Gericht er— ſter Inſtanz darum nachſuchen, daß ſie für abweſend er⸗ klärt werde. 116. Um die Abweſenheit auſſer Zweifel zu ſetzen, ſoll das Gericht, nach Anleitung der producirten Acten⸗ ſtücke und Documente ³), verordnen, daß in dem Arrondiſſement des Wohnſitzes, und in jenem des ge⸗ wöhnlichen Aufenthalts, wenn beyde von einander ver⸗ ſchieden ſind, die Sache durch Zeugenverhör erörtert wer⸗ de*), wobey der kaiſerliche Procurator(als Vertreter des Abweſenden) zu hören iſt. 5) 117. Übrigens ſoll das Gericht, indem es über das Geſuch entſcheidet, auf die Beweggründe der Abweſen⸗ heit und auf die Urſachen Rückſicht nehmen, die verhin⸗ dert haben koͤnnten, daß man von der abweſend vermu⸗ theten Perſon Nachricht erhalten hat. 118. Der kaiſerliche Procurator ſoll die Vorbe⸗ ſcheide ſowohl, als die Endurtheile, ſobald ſie geſprochen ſind, an den Großrichter⸗Juſtizminiſter einſenden, der ſie öffentlich bekannt zu machen hat. 119. Das Urtheil, wodurch jemand für abweſend erklärt wird, ſoll nicht eher geſprochen werden, als ein Jahr nach dem Urtheile, wodurch das Zeugenverhör ver⸗ ordnet wurde. 4) ein Zeugenverhoͤr abgehalten werde. L. u. D. eine Unterſuchung angeſtellt werde. M. 5) contradictoriſch mit dem kaiſerl. Procurator. D. u. M. wobey der kaiſ. Procur. fuͤr den Praͤſumtivabweſenden ſpricht. S. ——— L. I. T. IV. De l'Absence. CHAPITRE III. Des Effets de l'Absence. SEOTION PREMIERE. Des E/febs de l'Abgence, relativement aue Biens que l'absent possédait au jour de ga disparition. 120. Dans les cas ou l'absent n'aurait point laissé de procuration pour l'administration de ses biens, ses héritiers présomptifs au jour de sa dis- parition ou de ses dernières nouvelles, pourront, en vertu du jugement défnitif qui aura déclaré l'absence, se faire envoyer en possession provisoi- re des biens qui appartenaient à l'absent au jour de son départ ou de ses dernièxes nouvelles, à la charge de donner caution pour la sùreté de leur administration.. 121. Si l'absent a laissé une procuration, ses héritiers présomptifs ne pourront poursuivre la déclaration d'absence et l'envoi en possession pro- visoire, qu'après dix années révolues depuis sa disparition ou depuis ses dernièxes nouvelles. 122. Il en sera de mèême si la procuration vient à cesser; et, dans ce cas, il sera pourvu 2 Padministration des biens de l'absent, comme il est dit au chapitre premier du présent titre. 123. Lorsque les héritiers présomptifs auront obtenu l'envoi en possession provisoire, le testa- ment, s'il en existe un, sera ouvert a la réquisi- rion des parries intéressées, ou du procureur im- périal au tribunal; et les légataixes, les donatai- res, ainsi que tous ceux qui avaient, sur les biens de l'absent, des droits subordonnés à la condition de son décès, pourront les exercer provisoire- ment, à la charge de donner caution. 1s B. 4Ar T. Von den Abweſenden. 57 Drittes Capitel. Von den Wirkungen der Abweſenheit. Erſter Abſchnitt. Von den Wirkungen der Abweſenheit, in Beziehung auf das Vermögen, welches der Abweſende am Tage ſei⸗ nes Verſchwindens beſaß. 120. In den Fällen, wo der Abweſende keine Voll⸗ macht zur Verwaltung ſeines Vermögens zurückgelaſſen hat, können diejenigen, die am Tage ſeines Verſchwindens oder der letzten von ihm eingegangenen Nachricht ſeine ver⸗ muthlichen Erben waren, kraft des Endurtheils, das ihn für abweſend erklärte, ſich in den proviſoriſchen Beſitz des Vermögens einſetzen laſſen, welches dem Abweſenden am Tage ſeiner Abreiſe oder der letzten von ihm eingegangenen Nachricht gehörte, unter dem Beding, für die gute Füh rung ihrer Verwaltung Sicherheit ⁵³⁴) zu leiſten. 121. Hat der Abweſende eine Vollmacht zurückge— laſſen, ſo können ſeine vermuthlichen Erben auf die Ab⸗ weſenheitserklärung und die Einweiſung in den proviſo— riſchen Beſitz nicht eher antragen, als nach Ablauf von zehn Jahren ſeit ſeinem Verſchwinden, oder ſeit der letz ten Nachricht von ihm. 122. Daſſelbe ſoll Statt finden, wenn die Voll— macht erloſchen iſt, und in dieſem Falle ſoll für die Ver— waltung der Güter des Abweſenden geſorgt werden, wie im erſten Capitel dieſes Titels beſtimmt iſt. 125. Sobald die vermuthlichen Erben die Einwei— ſung in den proviſoriſchen Beſitz erlangt haben, ſoll, auf Anſuchen der Intereſſenten oder des kaiſerlichen Procura⸗ tors bey dem Gerichte, das Teſtament, wenn eines vor⸗ handen iſt, eröffnet werden, und die Legatarien, die Geſchenknehmer, ſo wie alle, die auf die Güter des Ab— weſenden irgend einen durch ſeinen Tod bedingten An⸗ ſpruch haben, ſollen zur proviſoriſchen Ausübung ihrer Rechte zugelaſſen werden, jedoch unter dem Bedinge, daß ſie Sicherheit ⁷) ſtellen. 6) Buͤrgſchaft. S. 7) Buͤrgſchaft. S. L. I. T. IV. De l'Absence. 124. L'époux commun en biens, s'il opte pour la continuation de la communauté, pourra empécher l'envoi provisoire, et l'exercice provisoi- re de tous les droits subordonnés à la condition du décès de l'absent, et prendre ou conserver pax préférence padministration des biens de Pabsent. Si Pépoux demande la dissolution provisoire de la communauté, il exercera ses reprises es tous Ses droits légaux et conventionnels, à la charge de donner caution pour les choses susceptibles de restitution. La femme, en optant pour la continuation de la communauté, conserzera le droit d'y renoncer ensuite. 125. La possession provisoire ne sera qu'un dépôt, qui donnera à ceux qui l'obtiendront, l'ad- ministration des biens de l'absent, et qui les rendra comptables envers lui, en cas qu'il reparaisse ou qu'on ait de ses nouvelles. 126. Ceux qui auront obtenu Lenvoi provi- soire, ou l'époux qui aura opté pour la continua- tion de la communauté, devront faire procéder à rinventaire du mobilier et des titres de l'absent, en présence du procureur impérial au tribunal de première instance, ou d'un juge de paix requis par ledit procureur impérial. Le tribunal ordonnera, s'il y a lieu, de ven- dre tout ou partie du mobilier. Dans le cas de vente, il sera fait emploi du prix, ainsi que des fruits échus. Ceux qui auront obtenu Penvoi provisoire, pourront requérir, pour leur süreté, qu'il soit 8) ſeine Befugniſſe in Beziehung auf die Zuruͤcknahme ſeines eigenthuͤmlichen Vermoͤgens ausuͤben. D. die Zuruͤcknahme ſeines Vermoͤgensantheils ausüben. E. ſein Eingebrachtes zuruͤckfordern. M. 1s B. 4r T. Von den Abweſenden. 59 124. Der Ehegatte, der mit dem Abweſenden in einer Gütergemeinſchaft lebte, iſt, wenn er dieſe Ge⸗ meinſchaft fortzuſetzen verlangt, befugt, die proviſoriſche Einweiſung, und die proviſoriſche Ausübung aller durch den Tod des Abweſenden bedingten Rechte zu verhindern, und vorzugsweiſe die Verwaltung der Guͤter des Abwe⸗ ſenden zu übernehmen oder fortzuſetzen. Verlangt der Ehegatte die proviſoriſche Aufhebung der Gütergemein⸗ ſchaft, ſo kann er ſein eigenthümliches Vermögen zurück⸗ nehmen ³), und alle ſeine geſetzlichen und vertragsmäßi⸗ gen Rechte ausuben, unter der Bedingung, Sicher⸗ heit*) für diejenigen Sachen zu ſtellen, die zur Zurück⸗ gabe geeignet ſeyn könnten. Erklärt ſich die Ehegattin für die Fortſetzung der Gütergemeinſchaft, ſo behält ſie das Recht, in der Folge darauf Verzicht zu leiſten. 125. Der proviſoriſche Beſitz iſt nur Anvertrauung eines fremden Gutes, welche denjenigen, die den Beſitz erlangen, die Verwaltung der Güter des Abweſenden einräumt, und ſie auf den Fall, wenn er wieder erſcheint oder man Nachricht von ihm erhält, zur Rechnungsabla⸗ ge verbindet. 126. Diejenigen, welche die proviſoriſche Einwei⸗ ſung erlangt haben, oder der Ehegatte, der ſich für die Fortſetzung der Gütergemeinſchaft erklärt hat, müſſen in Gegenwart des kaiſerlichen Procurators bey dem Ge⸗ richte erſter Inſtanz, oder eines von dem gedachten kaiſer⸗ lichen Procurator hiezu aufgeforderten Friedensrichters, zur Inventur des Mobiliarvermögens und der Documen⸗ te 10)(titres) des Abweſenden ſchreiten laſſen. Das Gericht verordnet, erforderlichen Falls, daß das Mobiliarvermögen ganz oder zum Theil veräuſſert wer⸗ de. Im Falle der Veräuſſerung ſoll das daraus gelößte Geld eben ſo zum Beſten der Maſſe angelegt werden, wie dieſes in Anſehung des Erlöſes aus den bis zum Tage der Einweiſung gezogenen Früchten geſchehen muß. Diejenigen, welche die proviſoriſche Einweiſung er⸗ langt haben, können zu ihrer Sicherheit darauf antra— 9) Bürgſchaft. S. 10) Erwerbungsbriefe. D. Rechtstitel. L. rechtlichen Forderungen. M. Schriften. S. 60 L. I. T. IV. De l'Absence. procédé pax un expert nommé par le tribunal, à la visite des immeubles, à l'effet d'en constater 'état. Son rapport sera homologué en présence du procureur impérial; les frais en seront pris sur jes biens de l'absent. 127. Ceux qui, par suite de l'envoi provi- soire, ou de Padministration légale, auront joui des biens de l'absent, ne seront tenus de lui ren- dre que le cinquième des revenus, s'il reparait avant quinze ans révolus depuis le jour de sa dis- parition; et le dixième, s'il ne reparait du'après les quinze ans. Après trente ans d'absence, la totalité des revenus leur appartiendra. 128. Tous ceux qui ne jouiront qu'en vertu de l'envoi provisoire, ne pourront aliener ni hy- pothéquer les immeubles de J'absent. 129. Si l'absence a continué pendant trente ans depuis l'envoi provisoire, ou depuis l'époque à laquelle l'éépoux commun aura pris l'administra- tion des biens de l'absent, ou s'il s'est écoulé cent ans révolus depuis la naissance de l'absent, les cautions seront déchargées; tous les ayant- droit pourront demander le partage des biens de T'ab- sent, et faire prononcer l'envoi en possession dé- finitif par le tribunal de première instance. 130. La succession de l'absent sera ouverte du jour de son décès prouvé, au profit des héri- tiers les plus proches à cette époque; et ceux qui auraient joui des biens de l'absent, seront tenus de les restituer, sous la réserve des fruits par eux acquis en vertu de l'article 127. 131. Si l'absent reparait, ou si son existence est prouvée pendant l'envoi provisoire, les effets au jugement qui aura déclaré l'absence cesseront; 1s B. 4r T. Von den Abweſenden. 61 gen, daß die liegenden Güter durch einen von dem Ge⸗ richte hiezu ernannten Sachverſtändigen in Augenſchein genommen werden, um ihren Zuſtand zu bewähren. Sein Bericht ſoll in Gegenwart des kaiſerl. Procurators gerichtlich beſtätiget, der Koſtenbetrag aber aus dem Ver⸗ mögen des Abweſenden beſtritten werden. 127. Diejenigen, die zufolge der proviſoriſchen Einweiſung oder der geſetzlichen Verwaltung den Genuß der Güter des Abweſenden gehabt haben, ſind ihm, wenn er wieder erſcheint ehe von dem Tage ſeines Ver⸗ ſchwindens an fünfzehn Jahre verſtrichen ſind, nur den fünften Theil der Einkünfte, erſcheint er aber erſt nach fünfzehn Jahren, nur den zehnten Theil zu erſetzen ver⸗ bunden. Nach einer Abweſenheit von dreyßig Jahren ſoll der ganze Betrag der Einkünfte ihnen zugehören. 128. Alle diejenigen, die nur kraft einer proviſo⸗ riſchen Einweiſung den Genuß haben, können die Immo⸗ bilien des Abweſenden weder veräußern noch verpfänden. 129. Hat ſeit der proviſoriſchen Einweiſung, oder ſeit dem Zeitpunct, wo der in Gütergemeinſchaft leben⸗ de Ehegatte die Verwaltung der Güter des Abweſenden übernommen hat, die Abweſenheit dreyßig Jahre gedau⸗ ert, oder ſind ſeit der Geburt des Abweſenden hundert Jahre verfloſſen, dann ſind die Sicherheitsbeſtellun— gen 1²) aufzuheben; alle Berechtigten können die Thei⸗ lung des Vermögens des Abweſenden verlangen, und durch das Gericht erſter Inſtanz die Einweiſung in den definitiven Beſitz erkennen laſſen. 130. Wird der Todestag des Abweſenden erwieſen, ſo wird die Erbfolge in ſein Vermögen von dieſem Tage an, zum Vortheil derjenigen ſeiner Erben, welche in dieſem Zeitpunct die nächſten waren, eröffnet; und die⸗ jenigen, welche den Genuß des Vermögens des Abweſen⸗ den gehabt haben, ſind gehalten, es wieder auszuliefern, jedoch mit Ausnahme der Einkünfte, die ſie kraft des 127. Artikels erworben haben. 131. Erſcheint der Abweſende wieder, oder wird während der proviſoriſchen Einweiſung dargethan, daß er noch lebe, ſo hören die Wirkungen des Urtheils — ͥ ⏑3-— 12) Buͤrgſchaften. S. 62 L. I. T. IV. De l'Absence. sans préjudice, s'il y a lieu, des mesures conser- vatoires prescrites au chapitre premier du présent titre, pour l'administration de ses biens. 132. Si l'absent reparait, ou si son existence est prouvée, mèême après l'envoi défnitif, il re- couvrera ses biens dans l'état ou ils se trouveront, le prix de ceux qui auraient été aliénés, ou les biens provenant de l'emploi qui aurait été fait du prix de ses biens vendus. 133. Les enfants et descendants directs de l'absent pourront également, dans les trente ans, a compter de l'envoi définitif, demander la resti- tution de ses biens, comme il est dit en l'article précédent. 134. Apréès le jugement de déclaration d'ab- sence, toute personne qui aurait des droits à exer- cer contre l'absent, ne pourra les poursuivre que contre ceux qui auront été envoyés en possession des biens, ou qui en auront l'administration légale. SECTION II. Des Eſſets de l'Absence, relativement aux Droibs éventuels qui peuvent compéter à& l'abgent. 135. Quiconque réclamera un droit échu à un individu dont l'existencçe ne sera pas reconnue, devra prouver que ledit individu existait quand le droit a été ouvert: jusqu'à cette preuve, il sera déclaré non-recevable dans sa demande. 136. S'il s'ouvre une succession à laquelle soit appelé un individu dont l'existence n'est pas reconnue, elle sera dévolue exclusivement à ceux 13) in Beziehung auf Rechte, die dem Abweſenden kuͤnf⸗ tig zufallen koͤnnen. E. 14) von dem man nicht weiß, ob er noch lebe. E. 1s B. 4r T. Von den Abweſenden. 63 auf, das ihn für abweſend erklärt hatte, jedoch, erforder⸗ lichen Falls, unbeſchadet der im erſten Capitel dieſes Ti⸗ tels für die Verwaltung ſeiner Güter vorgeſchriebenen, zur Erhaltung des Vermögens dienenden Maßregeln. 132. Wenn ſelbſt nach der Definitiv⸗Einweiſung der Abweſende wieder erſcheint, oder erwieſen wird, daß er noch lebe, ſo erhält er ſeine Güter in dem Zuſtande, worin ſie ſich alsdann befinden, den Preis derjenigen, die veräuſſert, oder die Güter, die aus dem Erlöße ſei⸗ ner veräuſſerten Güter wieder angeſchafft worden ſind, zurück. 133. Die Kinder des Abweſenden, und die, wel⸗ che in gerader Linie von ihm abſtammen, ſind ebenfalls berechtiget, innerhalb dreyßig Jahren, von der Defini⸗ tiveinweiſung an gerechnet, die Zurückgabe ſeiner Güter, auf die in dem vorhergehenden Artikel beſtimmte Art, zu verlangen. 154. Nach erlaſſenem Urtheile, das die Abweſen⸗ heitserklärung enthält, ſoll jeder, der Anſprüche an den Abweſenden hat, ſie nur gegen diejenigen geltend machen können, die in den Beſitz ſeiner Güter eingewieſen wor⸗ den ſind, oder die geſetzliche Verwaltung derſelben haben. Zweyter Abſchnitt. Von den Wirkungen der Abweſenheit, in Beziehung auf die dem Abweſenden etwa zuſtehenden, eventuellen Rechte. 13) 135. Wer ein Recht in Anſpruch nimmt, das ei⸗ nem Menſchen angefallen ſeyn ſoll, deſſen Exiſtenz nicht anerkannt iſt 14), der muß den Beweis führen, daß die⸗ ſer Menſch in dem Zeitpuncte noch lebte, als das Recht eröffnet wurde 15); bis er dieſen Beweis liefert, ſoll ſein Geſuch für unſtatthaft erklärt werden. 156. Wird eine Erbſchaft erlediget, wozu jemand berufen iſt 1⁶), deſſen Exiſtenz ungewiß iſt, ſo fällt ſie ausſchließlich denjenigen zu, welche mit ihm ein gleiches 15) da der Anfall erfolgte. E. als der Rechtsanfall Statt fand. M. 16) zu der ein Menſch das naͤchſte Recht hat. E. 64 L. I. T. IV. De l'Absence. avec lesquels il aurait eu le droit de concourir, ou à ceux qui l'auraient recueillie à son défaut. 137. Les dispositions des deux articles pré- cédents auront lieu sans préjudice des actions en pétition d'hérédité et d'autres droits, lesquels compéteront à l'absent ou à ses représentants ou ayant-cause, et ne s'éteindront que par le laps de temps établi pour la prescription. 138. Tant que Pabsent ne se représentera pas, ou que les actions ne seront point exercées de son chef, ceux qui auront recueilli la succes- Küon gagneront les fruits par eux Pergus de bon- ne foi. SECTION III. Des Effess de l'Absence, relativement au Mariage. 239. L'époux absent dont le conjoint a con- tracté une nouvelle union, sera seul recevable à attaquer ce mariage par lui-méême, ou par son fondé de pouvoir, muni de la preuve de son exis- tence. 140. Si l'époux absent n'a point laissé de pa- rents habiles à lui succéder, l'autre époux pourra demander l'envoi en possession provisoire des biens. CHAPITRE IV. De la Surveillance des Enfants mineurs du Père qui a disparu. 141. Si le père a disparu laissant des enfants mineurs issus d'un commun mariage, la mère en 17) mit welchen er ſonſt die Erbſchaft zu theilen gehabt. haͤtte. E. 18) ſeinen Stellvertretern und den Inhabern ſeiner Rech⸗ te. L. feinen Repraͤſentanten und Beſitzern ſeiner Rechte. 8. deſſen Repraͤſentanten und Stellvertre⸗ tern. E. 19) die ſich der Erbſchaft angemaßt haben. E. 1s B. 4r T. Von den Abweſenden. 65 4 Erbrecht haben 17), oder denen, die in Ermangelung ſeiner zur Erbſchaft gelangt wären. 157. Die Verfügungen der beyden vorhergehen⸗ den Artikel finden Statt unbeſchadet der Erbſchaftsklagen und anderen Rechte, die dem Abweſenden oder denjeni⸗ gen, die ihn repraͤſentiren oder in ſeine Rechte getreten ſind 18), zuſtehen mögen, und welche nur mit Ablauf der für die Verjährung beſtimmten Zeit erlöſchen. 138. So lange der Abweſende ſich nicht einfindet, oder keine Klagen in ſeinem Namen angeſtellt worden ſind, erwerben diejenigen, welche die Erbſchaft in Em⸗ pfang genommen haben ¹⁹), die in gutem Glauben(bo- na fide) bezogenen ²0) Fruchte. 21) Dritter Abſchnitt. Von den Wirkungen der Abweſenheit, in Beziehung auf die Ehe. 139. Hat der Ehegatte eines Abweſenden eine neue eheliche Verbindung geſchloſſen, ſo iſt es dem Abweſen⸗ den allein geſtattet, dieſe Ehe, entweder in Perſon oder durch einen Bevollmächtigten, der mit dem Beweiſe der Exiſtenz des Abweſenden verſehen iſt 22), anzufechten. 140. Hat der abweſende Ehegatte keine erbfähigen Verwandten ²³) zurückgelaſſen, ſo kann der andere Ehe⸗ gatte die Einweiſung in den proviſoriſchen Beſitz des Vermögens verlangen. Viertes Capitel. Von der Aufſicht uͤber minderjaͤhrige Kinder, de⸗ ren Vater verſchwunden iſt. 24) 141. Die Mutter hat, wenn der Vater verſchwun⸗ den iſt, und minderjährige Kinder zurückgelaſſen hat, 20) genoſſenen. M. u. E. 21) Nutzungen. M. u. E. 22)) dafern letzterer beybringt, daß ſein Machtgeber noch am Leben ſeye. E. 23) Verwandte, die ihn zu erben geeigenſchaftet ſind. L. ihm zu ſuccediren faͤhigen Verwandte. M. 24) ſich entfernt hat. E. Cod. N. 1. B. 5 ——,—— —— ——— ————— —— 66 L. I. T. V. Du Mariags. aura la surveillance, et elle exercera tous les droits du mari, quant à leur éducation et à T'admi- nistration de leurs biens. 142. Six mois après la disparition du père, gi la mère était décédée lors de cette disparition, ou si elle vient à décéder avant que P'absence du père ait été déclarée, la surveillance des enfants sera déférée, par le conseil de famille, aux ascen- dants les plus proches, et, à leur défaut, à un tuteur provisoire. 143. Il en sera de mêème dans le cas ou l'un des époux qui aura disparu, laissera des enfants mineurs issus d'un mariage précédent. TIIRE CINOUILME. Du Marxiage. (Décrété le 17 mars 1803. Promulgué le 27 du même mois.) CHAPITRE PREMIER. Des Qualités et Conditions requises pour pouvoir contracter Mariage. L'homme avant dix-huit ans révolus, 144 quinze ans révolus, ne peuvent la femme avant contracter mariage. 145. Néanmoins, 1 d'accorder des dispenses d' graves. 1 146. II n'y a pas de mariage lorsqu'il n'y a point de consentement. 147. On ne peut contracter un second ma- riage avant la dissolution du premier. 148. Le fils qui n'a Pas atteint age de vingt- la fille qui n'a pas atteint age ntracter père et 1 est loisible à l'Empereur age pour des motifs cinq ans accomplis, de vingt-un ans accomplis, ne peuvent co mariage sans le consentement de leurs 1s B. ör T. Von der Ehe. 67 die aus ihrer beyderſeitigen Ehe entſproſſen ſind, über dieſe Kinder die Aufſicht, und übt, ſowohl in Anſehung ihrer Erziehung, als der Verwaltung ihres Vermögens, alle Rechte des Mannes aus. 142. Sechs Monate nach dem Verſchwinden des Vaters, wenn die Mutter zur Zeit dieſes Verſchwindens ſchon todt war, oder wenn ſie nachher ſtirbt, ehe der Vater für abweſend erklärt iſt, wird die Aufſicht über die Kinder von dem Familienrathe den nächſten Ascen⸗ denten, oder in deren Ermangelung einem proviſoriſch beſtellten Vormunde übertragen. 143. Eben ſo ſoll es in dem Falle gehalten werden, wenn der Ehegatte, welcher verſchwunden iſt, aus einer vorherigen Ehe minderjährige Kinder zurückläßt. Fuͤnfter Titel. Von der Ehe. (Decretirt den 17. März 1803. Promulgirt den 227. deſſel⸗ ben Monats.) Erſtes Capitel. Von den zu Schließung einer Ehe erforderlichen Eigenſchaften und Bedingungen. 144. Der Mann kann vor zurückgelegtem achtzehn⸗ ten, das Weib vor zurückgelegtem fünfzehnten Jahre keine Ehe eingehen. 145. Doch kann der Kaiſer aus wichtigen Gründen in Anſehung des Alters dispenſiren. 146. Ohne Einwilligung gibt es keine Ehe. 147. Man kann keine zweyte Ehe ſchließen, bevor die erſte aufgelößt iſt. 148. Der. Sohn, der das fünf und zwanzigſte Jahr, und die Tochter, die das ein und zwanzigſte Jahr noch nicht zurückgelegt hat, können ohne Einwilligung ihres Vaters und ihrer Mutter keine Che ſchließen; ſind 68 L. I. T. V. Du Mariage. mère: en cas de dissentiment, le consentement du peère suffit. 149. Si l'un des deux est mort, ou s'il est dans Dimpossibilité de manifester sa volonté, le consentement de l'autre suffit. 150. Si le père et la mère sont morts, ou s'ils sont dans l'impossibilité de manifester leur volonté, les aieuls et aieules les remplacent: s'il y a dissentiment entre l'aieul et Paieule de la mè- me ligne, il suffit du consentement de l'aieul. S'il y a dissentiment entre les deux lignes, ce Partage emportera consentement. 151. Les enfants de famille ayant atteint la majorité fixée par l'article 148, sont tenus, avant de contracter mariage, de demander, par un acte respectueux et formel, le conseil de leur père et de leur mère, ou celui de leurs aieuls et aieules, lorsque leur père et leur mère sont décédés, ou dans l'impossibilité de manifester leur volonté. (Articles 152, 153, 154, 155, 156 et 157, décrétés le 12 mars 1804. Promulgués le 22 du méme mois.) 152. Depuis la majorité fixée par l'art. 148, jusqu'à l'äge de trente ans accomplis pour les fils, et jusqu'à Page de vingt-cind ans accomplis pour les filles, l'acte respectueux prescrit par Particle précédent, et sur lequel il n'y aurait pas de con- sentement au mariage, sera renouvelé deux autres fois, de mois en moôis; et un mois après le troi- sisme acte, il pourra être passé outre à la célé- bration du mariage. 153. Après l'âge de trente ans, il pourra etre, à déeéfaut de consentement sur un acte res- pectueux, passé outre, un mois après, à la célé- bration du maxiage. 1s B. 5r T. Von der Ehe. 69 dieſe verſchiedener Meinung, ſo iſt die Einwilligung des Vaters hinreichend. 149. Iſt eines der beyden Eltern todt, oder auſſer Stand, ſeinen Willen zu äuſſern, ſo iſt die Einwilligung des andern hinreichend. 150. Sind Vater und Mutter todt, oder auſſer Stand, ihren Willen zu äuſſern, ſo treten die Großvä⸗ ter und die Großmütter an ihre Stelle; ſind der Grofß⸗ vater und die Großmutter derſelben Linie verſchiedener Meinung, ſo iſt die Einwilligung des Großvaters hin⸗ reichend. Iſt eine Linie mit der andern verſchiedener Meinung, ſo gilt dieſe Verſchiedenheit für Einwilligung. 15r. Eheliche Kinder 1), welche die im 148. Ar⸗ tikel beſtimmte Volljährigkeit erreicht haben, ſind ver⸗ bunden, ehe ſie heirathen, ſich den Rath ihres Vaters und ihrer Mutter, oder, wenn Vater und Mutter todt oder auſſer Stand ſind, ihren Willen zu äuſſern, den Rath ihrer Großväter und Großmütter durch ein ehrer⸗ bietiges Schreiben förmlich ²) zu erbitten. (Art. 152, 153, 154, 155, 156 und 157, decretirt den 12. Maͤrz 1804. Promulgirt den 22. deſſelben Monats.) 152. Von der im 148. Artikel beſtimmten Volljäh⸗ rigkeit an, bis zum vollen Alter von dreyßig Jahren in Anſehung der Söhne, und bis zum vollen Alter von fünf und zwanzig Jahren in Anſehung der Töchter, muß das im vorhergehenden Artikel vorgeſchriebene ehrerbie⸗ tige Schreiben, wenn auf daſſelbe die Einwilligung in die Ehe nicht erfolgt iſt, noch zweymal, von Monat zu Monat, wiederholt werden; und einen Monat nach dem dritten Schreiben darf zur Schließung der Ehe geſchritten werden. 153. Nach vollendetem dreyßigſten Jahre kann, wenn auf Ein ehrerbietiges Schreiben die Einwilligung nicht erfolgt, einen Monat nachher zur Schließung der Ehe geſchritten werden. 1) Familienkinder. L. u. S.. 2) durch einen ehrfurchtsvollen und feierlichen Act. L. durch einen ehrerbietigen und foͤrmlichen Act. D. 8. u. M. durch ein ehrerbietiges Geſuch förmlich. E. 7⁰ L. I. T. V. Du Mariage. 35 ½. L'acte respectueux sera notifié à celui ou ceux des ascendants désignés en l'art. 151, pPar deux notaires, ou par un notaire et deux témoins; et, dans le procès-verbal qui doit en etre dressé, il sera fait mention de la réponse. 155. En cas d'absence de l'ascendant auquel eüt dü ètre fait l'acte respectueux, il sera passé outre à la célébration du mariage, en représentant le jugement qui aurait été rendu pour déclarer l'absence, ou, à défaut de ce jugement, celui qui aurait ordonné l'enquòëte, ou, s'il n'y a point en- core eu de jugement, un acte de notoriété délivré par le juge de paix du lieu ou l'ascendant a eu son dernier domicile connu. Cet acte contiendra la déclaration de quatre témoins appelés d'office Par ce juge de paix. 156. Les officiers de l'état civil qui auraient procëdé à la célébration des mariages contractès par des fils n'ayant Pas atteint l'ége de vingt-cind ans accomplis, ou par des filles n'ayant pas atteint 'age de vingt-un ans accomplis, sans que le con- sentement des pères et mères, celui des aieuls et aieules, et celui de la famille, dans le cas ou ils sont requis, soient énoncés dans l'acte de maria- ge, seront, à la diligence des parties intéressées et du procureur impérial au tribunal de première instance du lieu otl le mariage aura été célébré, condamnés à l'amende portée par L'art. 192, et, en outre, à un emprisonnement dont la durée ne pourra être moindrée de six mois. 157. Lorsqu'il my aura pas eu d'actes res- pectueux, dans les cas od ils sont prescrits, l'of- 3) ſo kann ohne weiteres, D. u. M. ſo kann ſofort. E. 4) In dieſem Scheine muß enthalten ſeyn, daß vier deß⸗ halb vom Friedensrichter von Amtswegen erforderte Zeugen die Abweſenheit beſtaͤtigt haben, E. 5) welche uüber eine von Soͤhnen ꝛc. geſchloſſene Ehe den Act aufgenommen haben. D. die Verheirathung zu Protokoll gebracht. E. 1s B. 5r T. Von der Ehe. 71¹ 154. Das ehrerbietige Schreiben ſoll demn oder de⸗ nen Ascendenten, die im 151. Artikel bezeichnet ſind, durch zwey Notarien, oder durch einen Notar und zwey Zeugen überreicht, und in dem hierüber aufzunehmen⸗ den Protokoll ihre Antwort bemerkt werden. 155. Iſt der Ascendent abweſend, an den das ehr⸗ erbietige Schreiben hätte gerichtet werden müſſen, ſo kann ³) zur Schließung der Ehe geſchritten werden, in ſo fern entweder das Urtheil, das den Ascendenten ſchon für abweſend erklärt hat, oder, wenn noch kein ſolches Urtheil iſt erlaſſen worden, dasjenige, worin das Zeu⸗ genverhör verordnet wurde, oder, falls noch gar kein Ur⸗ theil in der Sache ergangen iſt, eine, von dem Frie⸗ densrichter des Ortes, wo der Ascendent ſeinen letzten bekannten Wohnſitz hatte, ausgeſtellte Notorietätsurkun⸗ de beygebracht wird. Dieſe Urkunde muß die Erklärung von vier durch dieſen Friedensrichter von Amtswegen erforderten Zeugen enthalten.*) 156. Die Civilſtandsbeamten, welche zu Schließung einer von Söhnen, die noch nicht das volle Alter von fünf und zwanzig, oder von Töchtern, die noch nicht das volle Alter von ein und zwanzig Jahren erreicht haben, einge⸗ gangenen Ehe geſchritten ſind 5), ohne daß in der Hei⸗ rathsurkunde die Einwilligung der Väter und Mütter, der Großväter und Großmütter, oder diejenige der Fa⸗ milie, in den Fällen, worin ſie erfordert wird ³), ausdrücklich bemerkt wäre, ſollen, auf Anſuchen der In⸗ tereſſenten und ⁷) des kaiſerlichen Procurators bey dem Gerichte erſter Inſtanz des Ortes, wo die Ehe geſchloſſen worden iſt, zu der im 192. Artikel beſtimmten Geldbuße, und überdieß zu einer Gefängnißſtrafe verurtheilt werden, deren Dauer nicht kürzer als ſechs Monate ſeyn darf. 157. Wenn in den Fällen, wo es vorgeſchrieben iſt, kein ehrerbietiges Schreiben iſt erlaſſen worden, ſo 6) in den Faͤllen, worin die eine oder die andere erfor⸗ derlich iſt. D. die in den vorgeſchriebenen Fällen er⸗ forderliche Einwilligung der Eltern, oder der Großel⸗ tern, oder der Familie. 8. die Einwilligung der El⸗ tern und Großeltern, oder, wo es erforderlich iſt, der Familie. E 7) oder D. M. u. D. 72 L. I. T. V. Du Mariage. ficier de l'état civil qui aurait célébré le mariage, sera condamné à la mèême amende, et a un empri- sonnement qui ne pourra être moindre d'un mois. 158. Les dispositions contenues aux articles 248 et 149, et les dispositions des articles 151, 152, 153, 154 et 155, relatives àa l'acte respectu- eux qui doit être fait aux pêre et mère dans le cas prévu par ces articles, sont applicables aux enfauts naturels légalement reconnus. 159. L'enfant naturel qui n'a point été re- connu, et celui qui, après l'avoir été, a perdu ses père et mère, ou dont les père et mère ne peuvent manifester leur volonté, ne pourra, avant l'äge de vingt-un ans révolus, se maxier qu'après avoir obtenu le consentement d'un tuteur ad hoc qui lui sera nommé. 160. S'il n'y a ni père ni mère, ni ateuls ni aieules, ou s'ils se trouvent tous dans l'impossibi- lité de manifester leur volonté, les fils ou fllles mineurs de vingt-un ans ne peuvent contracter mariage sans le consentement du conseil de famille. 161. En ligne directe, le maxiage est prohibé entre tous les ascendants et descendants légitimes ou naturels, et les alliés dans la même ligne. 162. En ligne collatérale, le mariage est prohibé entre le frère et la soeur légitimes ou na- turels, et les alliés au même degré. 163. Le mariage est encore prohibé entre Poncle et la nièce, la tante et le neveu. 16 ⁄. Néanmoins, il est loisible à lEmpereur de lever, pour des causes graves, les prohibitions portées au précédent article. 1s B. 5r T. Von der Ehe. 75 ſoll der Civilſtandsbeamte, der die Ehe geſchloſſen hat), zu derſelben Geldbuße und zu einer Gefängnißſtrafe, die nicht unter einem Monat dauern darf, verurtheilt wer⸗ den. 158. Die im 148. und 149. Artikel enthaltenen Vorſchriften, ſo wie diejenigen der Artikel 151, 152, 153, 154 und 155, welche ſich auf das ehrerbietige Schreiben beziehen, das in dem daſelbſt beſtimmten Falle an Vater und Mutter gerichtet werden muß, find auch auf uneheliche, geſetzlich anerkannte Kinder anwendbar. 159. Ein uneheliches Kind, das nicht anerkannt worden iſt, ſo wie dasjenige, welches nach ſeiner Aner⸗ kennung ſeine beyden Eltern verloren hat, oder deſſen Va⸗ ter und Mutter auſſer Stand ſind, ihren Willen zu äuſ⸗ ſern, kann vor dem vollen Alter von ein und zwanzig Jah⸗ ren nicht heirathen, ohne zuvor die Einwilligung eines ihm hiezu beſonders ernannten Vormundes erhalten zu haben. 160. Sind weder Vater noch Mutter, noch Groß⸗ väter oder Großmütter mehr am Leben, oder ſind ſie alle auſſer Stand, ihren Willen zu äußern, ſo können Söhne oder Töchter, welche noch nicht ein und zwanzig Jahre alt ſind, ohne die Einwilligung des Familienraths keine Ehe eingehen. 161. In gerader Linie iſt die Ehe zwiſchen allen Ascendenten und Descendenten, ſie ſeyen ehelich oder unehelich, ſo wie zwiſchen Verſchwaͤgerten derſelben Linie verboten. 262. In der Seitenlinie iſt die Ehe zwiſchen Bru⸗ der und Schweſter, ohne Unterſchied der ehelichen und unehelichen Geburt, und zwiſchen Verſchwägerten in dem⸗ ſelben Grade verboten. 163. Die Ehe iſt ferner verboten zwiſchen dem Oheim und der Nichte, der Tante und dem Neffen. 16 44. Doch kann der Kaiſer aus wichtigen Grün⸗ den von den im vorhergehenden Artikel enthaltenen Ehe⸗ verboten dispenſiren. 9 8) der den Heirathsact aufgenommen hat. D. den Hei⸗ rathsſchein ausgefertiget. E. 74 L. I. T. V. Du Mariage. CHAPITRE II. Des Formalités relatives à la célébra- tion du Marxiage.⸗ 165. Le mariage sera célébré publiquement, devant l'officier civil du domicile de Pune des deux parties. 166. Les deux publications ordonnées par Part. 63, au titre des Ackes de l'Gkat civil, seront faites à la municipalité du lieu où chacune des parties contractantes aura son domicile. 167. Néanmoins, si le domicile actuel n'est établi que par six mois de résidence, les publica- tions seront faites en outre à la municipalité du dernier domicile. 163. Si les parties contractantes, ou l'une d'elles, sont, relativement au mariage, sous la puissance d'autrui, les publications seront encore faites à la municipalité du domicile de ceux sous la puissance desquels elles se trouvent. 169. II est loisible à l'Empereur ou aux offi- ciers qu'il préposera à cet effet, de dispenser, pour des causes graves, de la seconde publication. 150. Le mariage contracté en pays étranger entre Français, et entre Français et étrangers, sera valable, s'il a été célébré dans les formes usitées dans le pays, pourvu qu'il ait été précédé des publications prescrites par l'art. 65, au titre des Debes de Pétat civil, et que le Français n'ait point contrevenu aux dispositions contenues au chapitre précédent. 171. Dans les trois mois après le retour du Français sur le territoire de l'Empire, Pacte de célébration du mariage contracté en pays étranger, sera transcrit sur le registre public des mariages du lieu de son domicile. —,— 18 B. 5r1 T. Von der Ehe. 25 Zweytes Capitel. Von den Formalitaͤten, die ſich auf die Schließung der Ehe beziehen. 165. Die Ehe ſoll öffentlich, vor dem Civilbeam⸗ ten des Ortes, wo einer von beyden Theilen ſeinen Wohnſitz hat, geſchloſſen werden. 166. Die beyden, im 65. Artikel in dem Titel von den öffentlichen Urkunden über den bür⸗ gerlichen Zuſtand vorgeſchriebenen, Aufgebote müſ⸗ ſen bey der Municipalität eines jeden Ortes geſchehen, wo einer der beyden Contrahenten ſeinen Wohnſitz hat. 167. Auſſerdem müſſen, wenn der dermalige Wohn⸗ ſitz nur durch einen Aufenthalt von ſechs Monaten ent⸗ ſtanden iſt(*), die Aufgebote auch noch bey der Muni⸗ cipalität des letzt vorhergehenden Wohnſitzes geſchehen. 168. Sind die Contrahenten, oder einer derſelben, in Rückſicht auf die Verheirathung, unter fremder Ge⸗ walt, ſo müſſen die Aufgebote auſſerdem noch bey der Municipalität des Wohnortes der Perſonen geſchehen, unter deren Gewalt ſie ſich befinden. 169. Der Kaiſer, oder die Beamten, welche'er deßhalb anſtellen wird, können aus wichtigen Gründen von dem zweyten Aufgebot dispenſiren. 170. Eine im Auslande zwiſchen Franzoſen, oder zwiſchen Franzoſen und Ausländern eingegangene Ehe iſt giltig, wenn ſie nach der in jenem Lande hergebrach⸗ ten Form geſchloſſen worden iſt, vorausgeſetzt, daß die im 63. Artikel in dem Titel von den öffentlichen Urkunden über den bürgerlichen Zuſtand vorgeſchriebenen Aufgebote vorhergegangen ſind, und daß der Franzoſe den im vorhergehenden Capitel enthaltenen Verfügungen nicht zuwider gehandelt hat. 171. In den erſten drey Monaten nach der Rück⸗ kehr des Franzoſen auf das Gebiet des Reichs, muß die Urkunde über die im Auslande geſchloſſene Ehe in das öf⸗ fentliche Heirathsregiſter des Ortes, wo er ſeinen Wohn⸗ ſitz hat, eingetragen werden. (*) Vgl. Art. 74. L. I. T. V. Du Mariage. CHAPITRE III. Des Oppositions au Maxiage. 172. Le droit de former opposition à la célé- bration du mariage, appartient à la personne en- gagée par mariage avec l'une des deux parties con- tractantes. 173. Le père, et à défaut du père, la mère, et à défaut de père et mère, les aieuls et aieules, peuvent former opposition au mariage de leurs en- fants et descendants, encore que ceux-ci aient vingt-cinq ans accomplis. 174. A défaut d'aucun ascendant, le frère ou la soeur, l'oncle ou la tante, le cousin ou la cou- sine germains, majeurs, ne peuvent former au- cune opposition que dans les deux cas suivants: 1⁰* Lorsque le consentement du conseil de fa- mille, requis par l'article 160, n'a pas été obtenu; 2⁰. Lorsque P'opposition est fondée sur l'état de démence du futur époux: cette opposition, dont le tribunal pourra prononcer main-levée pure et simple, ne sera jamais reçue qu'a la char- ge, par l'opposant, de provoquer l'interdiction, et d'y faire statuer dans le délai qui sera fixé par le jugement.. 175. Dans les deux cas prévus par le précé- dent article, le tuteur ou curateur ne pourra, pendant la durée de la tutelle ou curatelle, former opposition qu'autant qu'il y aura été autorisé par un conseil de famille, qu'il pourra convoquer. 176. Tout acte d'opposition énoncera la qua- lité qui donne à Popposant le droit de la former; il contiendra élection de domicile dans le lieu oi le mariage devra être célébré; il devra également, à moins qu'il ne soit fait à la requête d'un ascen- dant, contenir les motifs de l'opposition: le tout —,— ———ʒ—— —. — 18 B. 5r T. Von der Ehe. 77 Drittes Capitel. Von den Einſpruͤchen gegen die Heirath. 172. Das Recht gegen die Schließung der Ehe Ein⸗ ſpruch zu thun, hat die Perſon, welche mit einem der bey⸗ den Contrahenten ſchon verheirathet iſt. 173. Der Vater, und in Ermangelung des Vaters, die Mutter, und in Ermangelung beyder Eltern, die Großeltern können gegen die Heirath ihrer Kinder und Descendenten Einſpruch thun, wenn dieſe auch ſchon das Alter von fünf und zwanzig Jahren zurückgelegt haben. 1274. In Ermangelung aller Ascendenten können der Bruder oder die Schweſter, der Oheim oder die Tan⸗ te, und die Geſchwiſterkinder, wenn ſie volljährig*) ſind, nur in folgenden zwey Fällen Einſpruch thun: 1.) Wenn die Einwilligung des Familienraths, welche der 160. Artikel erfordert, nicht erlangt worden iſt; 2.) Wenn der Einſpruch ſich auf den Wahnſinn 10) des künftigen Ehegatten gründet. Dieſer Einſpruch, deſſen Aufhebung das Gericht unbedingt verfügen kann, darf nur dann angenommen werden, wenn der Einſpre⸗ chende auf die Interdiction anträgt, und hierüber bin⸗ nen der Friſt, die durch das Urtheil beſtimmt werden wird, entſcheiden läßt. 175. In den beyden durch den vorhergehenden Ar⸗ tikel beſtimmten Fällen kann der Vormund oder Curator während der Dauer der Vormundſchaft oder Curatel nur dann Einſpruch thun, wenn er von einem Familienrathe, den er zu dieſem Ende zuſammenberufen darf, hiezu au⸗ toriſirt worden iſt. 176. Jede Einſpruchsurkunde muß die Eigenſchaft ausdrücken, welche dem Einſprechenden das Recht gibt, ihn einzulegen; der Ort, wo die Ehe geſchloſſen werden ſoll, muß darin zum Wohnſitz(um daſelbſt Recht zu neh⸗ men)(*) erwählt ſeyn; auch muß ſie die Beweggrün⸗ de des Einſpruchs, wenn er nicht auf Anſuchen eines Ascendenten eingelegt worden iſt, enthalten; alles bey (*) Vgl. Art. III. 9) muͤndig E. 1 10) Bloͤdſinn. L. Bloͤdſinnigkeit. S. 78 L. I. T. V. Du Maxiage. à peine de nullité, et de l'interdiction de l'offi- cier ministériel qui aurait signé l'acte contenant opposition. 77. Le tribunal de première instance pro- 2 noncera dans les dix jours sur la demande en main- levée. 1273. S'il y a appel, il y sera statué dans les dix jours de la citation. 179. Si l'opposition est rejetée, les oppo- sants, autres néanmoins que les ascendants, pour- ront être condamnés à des dommages-intérèts. CHAPITRE IV. Des Demandes en nullité de Mariage. 180. Le mariage qui a été contracté sans le consentement libre des deux époux, ou de l'un d'eux, ne peut être attaqué que par les époux, ou par celui des deux dont le consentement n'a pas été libre. Lorsqu'il y a eu erreur dans la personne, le mariage ne peut être attaqué que par celui des deux époux dui a été induit en erreur. 181. Dans le cas de''article précédent, la demande en nullité m'est plus recevable, toutes les fois qu'il y a eu cohabitation continuée pen- dant six mois depuis que l'époux a acquis sa pleine liberté ou que l'erreur a été par lui reconnue. 182. Le mariage contracté sans le consente- ment des père et meère, des ascendants ou du conseil de famille, dans les cas oùð ce consentement gtait nécessaire, ne peut èêtre atraqué que par céux dont le consentement était requis, ou par celui des deux époux qui avait besoin de ce consentement. 183. L'action en nullité ne peut plus etre intentée ni par les époux, ni par les parents dont 11) Interdiction. L. u. 8. Unterſagung der Amtsver⸗ richtungen auf eine beſtimmte Zeit. D.. 1 12) zur Schadloshaltung. L. zum vollſtaͤndigen Scha⸗ 2s B. ö5r T. Von der Ehe. 79 Strafe der Nichtigkeit, und der Suspenſion 11)(in- terdiction) desjenigen Beamten(officier ministé- riel), der die Einſpruchsurkunde unterzeichnet hat. 177. Das Gericht erſter Inſtanz ſoll in den erſten zehn Tagen über das Geſuch um Aufhebung(des Ein⸗ ſpruchs) erkennen. 178. Wird gegen das Urtheil Appellation eingelegt, ſo ſoll hierüber in den enſten zehn Tagen nach der Vorla⸗ dung erkannt werden. 179. Wird der Einſpruch verworfen, ſo können die Einſprechenden, wenn es keine Ascendenten ſind, zum Schadenserſatz 12) verurtheilt werden. Viertes Capitel. Von den Klagen auf Nichtigkeit der Ehe. 230. Eine Ehe, die ohne freye Einwilligung bey⸗ der Ehegatten, oder eines von ihnen, iſt geſchloſſen wor⸗ den, kann nur von den Ehegatten ſelbſt, oder von dem⸗ jenigen unter ihnen angefochten werden, deſſen Einwilli⸗ gung nicht frey war. Hat ein Irrthum in der Perſon Statt gefunden, ſo kann nur derjenige Ehegatte die Ehe anfechten, der in Irrthum geführt worden iſt. 181. In dem Falle des vorhergehenden Artikels iſt die Nichtigkeitsklage keineswegs mehr zuläßig, wenn von dem Zeitpuncte an, wo der Ehegatte ſeine völlige Freyheit erlangt, oder den Irrthum entdeckt hat, derſel⸗ be ſechs Monate lang fortgefahren hat, bey dem andern Ehegatten zu leben. 185. Die Ehe, die ohne Einwilligung der Eltern, Großeltern, oder des Familienrathes, in den Fällen, wo dieſe Einwilligung erfordert wird, iſt geſchloſſen wor⸗ den, kann nur von denjenigen, derer Einwilligung er⸗ forderlich geweſen wäre, oder von dem Ehegatten, der dieſer Einwilligung bedurft hätte, angefochten werden. 183. Weder die Ehegatten, noch die Verwandten, deren Einwillung erforderlich war, können die Nich⸗ denerſatz. M. zu Schaden⸗ und Intereſſenerſatz. S. zum Erſatz des Schadens und des entbehrten Vor⸗ theils. D. 80 1.I. T. V. Du Mariage. le consentement était requis, toutes les fois que le mariage a été approuvé expressément ou tacite- ment par ceux dont le consentement était néces- saire, ou lorsqu'il s'est écoulé une année sans ré- clamation de leur part, depuis qu'ils ont eu con- naissance du mariage. Elle ne peut etre intentée non plus par l'époux, lorsqu'il s'est écoulé une année sans réclamation de sa part, depuis qu'il a atteint l'äge compétent pour consentir par lui-me- me au mariage. 13 ½4. Tout mariage contracté en contraven- tion aux dispositions contenues aux articles 144, 147, 16 1, 162 et 163, peut être attaqué soit par les époux eux-mémes, soit par tous ceux qui y ont intérèt, soit par le ministeère public. 185. Néanmoins le mariage contracté pa époux qui n'avaient point encore l'dge requis, ou dont l'un des deux n'avait point atteint cet äge, ne peut plus être attaqué, 10 lorsqu'il s'est écoulé six mois depuis que cet époux ou les époux ont atteint l'dge compétent; 2 lorsque la femme qui n'avait point cet dge, a congu avant l'échéance de six mois. r des 186. Le père, la mère, les ascendants et la famille qui ont consenti au mariage contracté dans le cas de larticle précédent, ne sont point rece- vables à en demander la nullité. 187. Dans tous les cas od, conformément à l'action en nullité peut etre inten- y ont un intérèt, elle ne beut'èêtre par les parents collatéraux, ou par les enfants nés d'un autre mariage, du vivant des deux époux, mais seulement lorsqu'ils y ont un intérèt né et actuel. l'axticle 184, tée par tous ceux qui 13) Von dem oͤffentlichen Miniſterium. L. u. D. v. d. öffentl. Staatsbeamten. M. von Staatswegen. 8. von der Staatsbehorde. E. 18 B. 5r T. Von der Ehe. 81 tigkeitsklage mehr anſtellen, wenn die Heirath von den⸗ jenigen, derer Einwilligung erforderlich geweſen wäre, ausdrücklich oder ſtillſchweigend genehmiget worden, oder wenn, ſeitdem ſie Kenntniß von der Ehe erhalten ha⸗ ben, ein Jahr verſtrichen iſt, ohne daß von ihrer Seite ein Widerſpruch erfolgt wäre; eben ſo wenig kann der Ehegatte dieſe Klage noch anſtellen, wenn von der Zeit an, da er das gehörige Alter erreicht hat, um ſelbſt in die Ehe einwilligen zu können, ein Jahr, ohne einen Widerſpruch von ſeiner Seite, verſtrichen iſt. 184. Jede den Verordnungen des 144, 147, 161, 162 und 163 Artikels zuwider eingegangene Ehe kann ſo⸗ wohl von den Ehegatten ſelbſt, als von jedem, der ein Intereſſe dabey hat, ſo wie auch von dem kaiſerlichen Procurator ¹³) angefochten werden. 185. Doch kann die Ehe, bey deren Eingehung entweder beyde Ehegatten, oder einer von ihnen, das erforderliche Alter noch nicht erreicht hatten,(aus dieſem Grunde) nicht mehr angefochten werden: 1.) wenn von dem Zeitpunkte an, da dieſer Ehegatte, oder beyde Ehe⸗ gatten das geſetzliche Alter erreicht haben, ſechs Monate verfloſſen ſind; 2.) wenn die Ehegattin, welche dieſes Alter nicht erreicht hatte, vor Ablauf der ſechs Monate empfangen hat. 186. Der Vater, die Mutter, die Ascendenten und die Familie, welche in dem im vorhergehenden Ar⸗ tikel ausgedrückten Falle in die Ehe eingewilliger ha— ben, ſind mit der Klage auf die Nichtigkeit derſelben nicht zuzulaſſen. 187. In allen Fällen, wo, nach der Beſtimmung des 184. Artikels, die Nichtigkeitsklage von jedem ange⸗ ſtellt werden kann, der ein Intereſſe dabey hat, können dennoch die Seitenverwandten oder die Kinder, die aus einer andern Ehe entſproſſen ſind, dieſelbe nicht anſtel⸗ len, ſo lange beyde Ehegatten am Leben ſind, ſondern erſt alsdenn, wenn ſie ein wirklich eingetretenes und ge⸗ genwärtiges Intereſſe dabey haben. 14) 14) wenn das Intereſſe wirklich und in einem eroͤffneten Rechte gegruͤndet iſt. 8. wenn ſie ein wirklich eroͤfne⸗ Cod. N. 1 B. 0 32 L. I. T. V. Du Maxiage. 188. L'époux au préjudice duquel a été con- tracté un second mariage, peut en demander la nullité, du vivant mèême de l'époux qui était en- gagé avec lui. 189. Si les nouveaux époux opposent la nul- lité du premier mariage, la validité ou la nullité de ce mariage doit èêtre jugée préalablement. 190. Le procureur impérial, dans tous les cas auxquels s'applique Larticle 184, et sous les modifications portées en Particle 185, peut et doit demander la nullité du mariage, du vivant des deux époux, et les faire condamner à Se séparer. 191. Tout mariage qui n'a point été contracté publiquement, et qui n'a point été célébré devant l'officier public compétent, peut être attaqué par les époux eux-mêmes, par les père et mere, par les ascendants, et par tous ceux qui y ont un intérèt né et actuel, ainsi que par le ministère public.. 3, 192. Si le mariage n'a point été préẽcéẽdé des deux publications requises, ou s'il n'a pas été ob- tenu des dispenses permises par la loi, ou si les intervalles prescrits dans les publications et célé- brations n'ont point été observés, le procureur impérial fera prononcer contre l'officier public une amende qui ne pourra excéder trois cents francs; et, centre les parties contractantes, ou ceux 8S0uS la puissance desquels elles ont agi, une amende proportionnée a leur fortune. 193. Les peines prononcées par l'article pré- cédent, seront encourues par les personnes qui y tes, und gleich eintretendes Intereſſe haben. L. wenn ſie ein anerfallenes und wirklich vorhandenes Intereſſe dabey haben. D. wenn ſie ein wirkliches, ſchon erwor⸗ benes Intereſſe dabey haben. M. wenn ihr Intereſſe dabey wirklich angefallen und eingetreten iſt. E. 15) welche ein ſchon eroͤffnetes und gleich eintretendes Intereſſe dazu haben. L. welche ein anerfallenes und wirklich vorhandenes Intereſſe haben. D. welche ein angeborenes und wirklich eroͤffnetes Intereſſe dabey ha⸗ ——— 1s B. 5r T. Von der Ehe. 83 188. Der Ehegatte, zu deſſen Nachtheil eine zwey— Heirath geſthlo ſſen worden iſt, kann die Nichtigkeits⸗ erklärung derſelben verlangen, wenn auch der Ehegatte noch am Leben iſt, der mit ihm verheirathet war. 189. Wenn die neuen Ehegatten die Nichtigkeit der erſten Ehe vorſchützen, ſo muß zuförderſt über die Giltigkeit dder Nichtigkeit dieſer Ehe geurtheilt werden. 190. er kaiſerliche Procurator kann und ſoll in allen Slen⸗ worauf ſich der 184. Artikel bezieht, dach unter den im 185. Artikel enthaltenen Modiſicationen ſo lange beyde Ehegatte noch am Leben ſind auf Nich tigkeitserklärung der Ehe antragen, und deren Tren⸗ nung erkennen laſſen. 191. Jede Heirath, die nicht öffentlich, und die nicht vor dem competenten öffentlichen Beamten geſchloſ⸗ ſen worden iſt, kann von den Ehegatten ſelbſt von ihren Eltern, ihren Ascendenten, und von allen d denen, die ein wirklich eingetretenes und gegenwärtiges Intereſſe dabey haben 15), ſo wie auch von dem kaiſerlichen Pro⸗ curator angefochten werden. 192. Sind der Heirath nicht die zwey erforderli⸗ chen Aufgebote vorherg Aeangen⸗ oder deßhalb die vom Ge⸗ ſetze erlaubten D spenſationen nicht erwirkt 1⁰), oder ſind die vorgeſchriebenen Friſten zwiſchen den Aunfchsden und der Schließung der Ehe nicht en heet worden, ſo läßt der kaiſerliche Procurc ator den öffentlichen Beamten zu ei⸗ ner Geldbuße, welche die Summe von dreyhundert F Fran⸗ ken nicht uberſe eiten darf, und 17) die Contrahenten oder 1s) diejenigen, unter derer Gewalt ſie gehandelr haben 1⁹), zu einer ihrem Vermögen angemeſſenen Geld ſtrafe verurt theilen n. 493. In die in dem vorhergehenden Artikel an— gedrohten Strafen ſollen die daſelbſt benannten Perſonen 4 te e de 8 ben.§. welche ein wirkliches wohle rworbenes Intereſſe dabey haben. M. die ein gegenwaͤrtiges, wirkliches In⸗ tereſſe haben. E. 16) Wenn die 1 ey vor der Heirath erforderlichen Ver⸗ kuͤndigungen, ohne g geſetzmaͤßige Diſpens unterlaſſen. S 17) oder L. u. E. 18) und L. u. E. 19) ſtanden und gehandelt haben. D. u. E. 84 L. I. T. V. Du Mariage. sont désignées, pour toute contravention aux règles prescrites par l'art. 165, lors même que ces contraventions ne seraient pas jugées suffisantes pour faire prononcer la nullité du mariage. 194. Nul ne peut réclamer le titre d'époux et les effets civils du mariage, s'il ne représente un acte de célébration inscrit sur le registre de l'état civil; sauf les cas prévus par l'art. 46, au titre des Aches de l'étab civwil. 195. La possession d'état ne pourra dispen- ser les prétendus époux qui Pinvoqueront respecti- vement, de représenter l'acte de célébration du mariage devant Pofficier de l'état civil. 196. Lorsqu'il y a possession d'état, et que Pacte de célébration du mariage devant l'officier de l'état civil est représenté, les époux sont respectivement non recevables à demander la nul- litée de cet acte. 197. Si néanmoins, dans le cas des art. 194 et 105, il existe des enfants issus de deux indivi- dus qui ont vécu publiquement comme mari et femme, et qui soient tous deux décédés, la légiti- mité des enfants ne peut être contestée sous le seul prétexte du défaut de représentation de l'acte de célébration, toutes les fois que cette légitimité est prouvée par une possession d'état qui n'est point contredite par Pacte de naissance. 193. Lorsque la preuve d'une célébration lé- gale du mariage se trouve acquise par le résultat d'une procédure criminelle, l'inscription du juge- ment sur les registres de l'état civil assure au ma- riage, à compter du jour de sa célébration, tous les effets civils, tant à l'égard des époux, qu'a l'égard des enfants issus de ce mariage. 190. Si les époux ou l'un d'eux sont décédés sans avoir découvert la fraude, l'action criminelle peut être intentée par tous ceux qui ont intérêèt de faire déclarer le maxriage valable, et par le Pro- cureur impérial. 1s B. 5r T. Von der Ehe. 35 auch wegen jeder übertretung der im 165. Artikel enthal tenen Vorſchriften verfallen, ſelbſt wenn dieſe Übertre— tungen nicht für zureichend ſollten erkannt werden, um die Ehe für nichtig zu erklären. 194. Niemand kann auf den Namen eines Ehegat⸗ ten, und auf die bürgerlichen Wirkungen der Ehe Anſpruch machen, der nicht eine in die Civilſtandsregiſter einge⸗ tragene Heirathsurkunde beybringen kann; ausgenom⸗ men ſind jedoch die im 46. Artikel unter dem Titel von den öffentlichen Urkunden über den bürger⸗ lichen Zuſtand erwähnten Fälle. 295. Der Beſitzſtand kann die angeblichen Eheleu⸗ te, die ſich gegenſeitig darauf beziehen, nicht von der Verbindlichkeit befreyen, die Urkunde über die vor dem Civilſtandsbeamten geſchloſſene Ehe beyzubringen. 196. Iſt der Beſitzſtand vorhanden, und iſt die Urkunde über die vor dem Civilſtandsbeamten geſchloſſene Ehe beygebracht worden, ſo ſind die Ehegatten beyder⸗ ſeits mit der Klage auf Nichtigkeit dieſer Urkunde nicht zuzulaſſen. 197. Sind jedoch in den Fällen der Artikel 194 und 195, Kinder vorhanden, die von zwey Perſonen abſtammen, welche öffentlich als Mann und Frau gelebt haben, und nun beyde verſtorben ſind, ſo kann die eheli⸗ che Geburt dieſen Kindern nicht unter dem einzigen Vor⸗ wande ſtreitig gemacht werden, daß ſie d e Heirathsurkun⸗ de(ihrer Eltern) nicht beybringen können, ſo oft nur übrigens die Rechtmäßigkeit ihrer Geburt durch einen Beſitzſtand erwieſen iſt, der mit der Geburtsurkunde nicht im Widerſpruche ſteht. 193. Hat man den Beweis einer geſetzlich geſchloſ— ſenen Ehe durch das Reſultat eines Criminalverfahren erlangt, ſo ſichert die Eintragung des Urtheils in die Civilſtandsregiſter der Ehe von dem Tage an, da ſie ge— ſchloſſen worden, alle rechtlichen Wirkungen, ſowol 18 199. Sind beyde Ehegatten, oder iſt einer von ihnen verſtorben, ohne den Betrug entdeckt zu haben, ſo kann die Criminalklage von allen, die ein Intereſſe da— bey haben, daß die Ehe für giltig erklärt werde, und von dem kaiſerlichen Procurator angeſtellt werden. 86 L. J. T. V. Du Mariage. 200. Si L'officier public est décédé lors de la découverte de la fraude, l'action sera dirigée au civil contre ses héritiers par le procureur impé- rial, en présence des parties intéressées et sur leur dénonciarion. 201. Le maxiage qui a été déclaré nul, pro- duit néanmoins les effets civils, tant à l'égard des époux qu'à l'égard des enfants, lorsqu'il a été con- tracté de bonne foi. 202. Si la bonne foi n'existe que de la part de l'un des deux époux, le mariage ne produit les effets civils qu'en faveur de cet époux, et des en- fants issus du mariage. OCHAPITRE V. Des Obligations qui naissent du Maxiage. 203. Les époux contractent ensemble, par le fait seul du mariage, l'obligation de nourrir, en- tretenir et élever leurs enfants. 20%. L'enfant n'a pas d'action contre Ses père et mère pour un établissement par mariage ou autrement. 205. Les enfants doiwent des aliments à leurs père er mère et autres ascendants qui sont dans le besoin. 206. Les gendres et belles-filles doivent égale- ment, et dans les mèêmes circonstances, des ali- ments à leurs beau-père et belle-mère; mais cette obligation cesse, 10⁰ lorsque la belle-mère a con- volé en secondes noces; 2°° lorsque celui des époux qui produisait l'affinité, et les enfants issus de son union avec l'autre époux, sont décédés. 207. Les obligations résultant de ces dispo- sitions sont réciproques. 208. Les aliments ne sont accordés que dan la proportion du besoin de celui qui les rxéclame, et de la fortune de celui qui les doit. F 2 5 1s B. 5r T. Von der Ehe. 87 200. Iſt der öffentliche Beamte vor der Entdeckung des Betrugs verſtorben, ſo hat der kaiſerliche Procurator in Gegenwart der Intereſſenten und auf ihre Anzeige (dénonciation) die Civilklage gegen deſſen Erben an⸗ zuſtellen. 201. Die Ehe, welche für nichtig iſt erklärt worden, hat dennoch die rechtlichen Wirkungen(einer giltigen Ehe), ſowohl in Anſehung der Ehegatten, als der Kin⸗ der, wenn ſie in gutem Glauben(bona ſide) geſchloſ⸗ ſen worden iſt. 202. War nur einer der beyden Ehegatten in gu⸗ tem Glauben, ſo hat die Ehe die rechtlichen Wirkungen nur zu Gunſten dieſes Ehegatten, und der aus der Ehe entſproſſenen Kinder. Fuͤnftes Capitel. Von den Verbindlichkeiten, die aus der Ehe ent⸗ ſpringen. 203. Die Ehegatten übernehmen gemeinſchaftlich, ſchon dadurch allein, daß ſie heirathen, die Verbindlich⸗ keit ihre Kinder zu ernähren, zu erhalten und zu er⸗ ziehen. 20%. Das Kind hat keine Klage gegen ſeine El⸗ tern auf Verſorgung(Etabliſſement) durch Heirath, oder auf andere Weiſe. 205. Die Kinder ſind ihren Eltern und andern Ascendenten, die in Dürftigkeit ſind, Alimente ſchuldig. 206. Die Schwiegerſöhne und Schwiegertöchter ſind auf gleiche Weiſe und unter denſelben Umſtänden ih⸗ ren Schwiegereltern Alimente ſchul de. dieſe Verbindlich⸗ keit hört aber auf: 1.) wenn die Schwiegermutter zur zweyten Ehe geſchritten iſt; 2.) wenn derjenige von den Ehegatten, von dem die Schwägerſchaft herrührt, und die aus ſeiner ehelichen Verbindung mit dem andern Ehe⸗ gatten entſproſſenen Kinder geſtorben ſind. 207. Die aus dieſen Verordnungen entſtehenden Verbindlichkeiten ſind wechſelſeitig. 206. Die Alimente ſind nur nach Verhältniß des Beduürfniſſes deſſen, der auf ſie Anſpruch macht, und des Vermögens desjenigen, der ſie ſchuldig iſt, zu reichen. 88 L. I. T. V. Du Maxiage. 209. Lorsque celui qui fournit ou celui qui reçoit des aliments est replacé dans un état tel, que un ne puisse plus en donner, ou que P'au- tre n'en ait plus besoin en tout ou en partie, la décharge ou réduction peut en être demandée. 210. Si la personne qui doit fournir les ali- ments justifie qu'elle ne peut payer la pension alimentaire, le tribunal pourra, en connaissance de cause, ordonner qu'elle recevra dans sa de- meure, qu'elle nourrira et entretiendra celui au- quel elle devra des aliments. 211. Le tribunal prononcera également si le père ou la mère qui offrira de recevoir, nourrir et entretenix dans sa demeure, l'enfant a qui il devra des aliments, devra, dans ce cas, être dis- pensé de payer la pension alimentaire. CHAPITRE VI. Des Droits et des Devoirs respectifs des Epoux. 212. Les époux se doivent mutuellement fidélité, secours, assistance. 213. Le mari doit protection à sa femme, la femme obéissance à son mari. 2144. La femme est obligée d'habiter avec le mari, et de le suivre par-tout ou il juge à propos de résider: le mari est obligé de la recevoir, et de lui fournir tout ce qui est nécessaire pour les be- soins de la vie, selon ses facultés et son état. 245. La femme ne peut ester en jugement sans l'autorisation de son mari, quand mème elle 20) daß, ganz, oder zum Theil, jener ſie nicht mehr zu geben vermag, oder, dieſer ihrer nicht mehr bedarf. E. 21) daß ſie(die Perſon) die Verkoͤſtigung nicht in Geld bezahlen kann. 8. daß er den Unterhalt in Gelde zu zahlen auſſer Stand ſey. E. 1s B. 5r T. Von der Ehe. 89 2⁰09. Kommt derjenige, der die Alimente reicht, oder der, welcher ſie empfängt, in einen ſolchen Zuſtand, daß jener ſie nicht mehr geben kann, oder dieſer, es ſey ganz, oder zum Theil, ihrer nicht mehr bedarf 20), ſo kann die völlige Befreyung von denſelben oder ihre Ver⸗ minderung verlangt werden. 210. Beweiſt derjenige, der die Alimente zu rei⸗ chen hat, daß er die Alimentengelder(la pension ali- mentaire) zu zahlen nicht im Stande iſt 21), ſo kann das Gericht, nach vorhergegangener Unterſuchung der Sa⸗ che, verordnen, daß er denjenigen, dem er die Alimente ſchuldig iſt, in ſein Haus aufnehme, ihn dort ernähre und erhalte. 211. Das Gericht ſoll ebenfalls entſcheiden, ob der Vater oder die Mutter, welche ſich erbieten, das Kind, dem ſie Alimente ſchuldig ſind, in ihr Haus aufzuneh⸗ men, zu ernähren und zu erhalten, in dieſem Falle von der Verbindlichkeit freyzuſprechen ſeyen, die Alimenten⸗ gelder zu zahlen. 2²2) Sechſtes Capitel. Von den wechſelſeitigen Rechten und Pflichten der Ehegatten. 212. Die Ehegatten ſind einander gegenſeitig Treue, Hilfe und Beyſtand ſchuldig. 215. Der Mann iſt ſeiner Frau Schutz, die Frau ihrem Manne Gehorſam ſchuldig. 21 44. Die Frau iſt verbunden, bey dem Manne zu wohnen, und ihm überall hinzufolgen, wo er ſich nieder⸗ zulaſſen 23) für gut findet; der Mann iſt ſchuldig ſie aufzunehmen, und ihr alle Lebensbedürfniſſe, ſeinem Vermögen und Stande gemäß, zu verſchaffen. 215. Die Frau kann ohne Autoriſation ²4) ihres Mannes nicht vor Gericht auftreten, ſelbſt dann nicht, 22) von der Bezahlung des Koſtgeldes loszuſprechen ſind. S. 23) ſich aufzuhalten L. S. u. M. 24) Ermaͤchtigung. L. Genehmigung. M. u. E. 90 L. I. T. V. Du Mariage. serait marchande publique, ou non commune, ou séparée de biens. 216. L'autorisation du mari n'est pas néces- saire lorsque la femme est poursuivie en matière criminelle ou de police. 217. La femme, même non commune ou sé- parée de biens, ne peut donner, aliéner, hypothé- quer, aoquérir, à titre gratuit ou onéreux, sans le concours du mari dans J'acte, ou son consentement par écrit. 218. Si le mari refuse d'autoriser sa femme aà ester en jugement, le juge peut donner l'autori- sation. 219. Si le mari refuse d'autoriser sa femme à passer un acte, la femme peut faire citer son mari directement devant le tribunal de première instance de l'arrondissemrent du domicile commun, qui peut donner ou refuser son autorisation, après que le mari aura été entendu ou düùment appelé en la chambre du conseil. 220. La femme, si elle est marchande publi- que, peut, sans Pautoxisation de son mari, s'ob- liger pour ce qui concerne son négoce; et, audit cas, elle oblige aussi son mari, s'il y a communau- té entre eux. (*) Val. Art. 1530. u. f. (**) Bgl. Abt. 1536. u. f. (**r) Vgl. C. G. O. Art. 861 u. 862. 25) wenn ſie eine Handelsfrau iſt. E. 26) mit ihrem Maune in keiner Guͤtergemeinſchaft lebt/ oder ihr Vermoͤgen fuͤr ſich allein genießt. D. mit ih⸗ rem Manne in keiner Gütergemeinſchaft, oder in ge⸗ theiltem Vermoͤgenszuſtande lebt. M. mit ihrem Man⸗ ne auſſer der Guͤtergemeinſchaft, oder in getheilten Gu⸗ tern lebt. E. nicht in Gemeinſchaft der Guͤter mit die⸗ ſem(ihrem Manne) lebte, oder dieſe Gemeinſchaft 1s B. 5r T. Von der Che. 9¹ wenn ſie öͤffentlich(in eigenem Namen) Handel treibt ²5) (marchande publique), oder mit ihrem Manne in keiner Gütergemeinſchaft(*)(non commune), oder in völlig getrennten Gütern(**) lebt(sé6parée de biens). ²6) 216. Die Autoriſation des Mannes iſt nicht no⸗ thig, wenn die Frau in Criminal⸗ oder Polizeyſachen belangt wird 217. Die Frau kann, ſelbſt wenn ſie mit ihrem Manne in keiner Gütergemeinſchaft, oder in völlig ge⸗ trennten Gütern lebt, nicht ſchenken, veräußern, ver⸗ pfänden, noch durch einen unentgeltlichen oder läſtigen Vertrag(titulo gratuito aut oneroso) erwerben, wenn nicht der Mann bey dem Vertrage mitgewirkt ²7), der ſeine Einwilligung dazu ſchriftlich gegeben hat. 218. Verſagt der Mann ſeiner Frau die Autoriſa⸗ tion vor Gericht aufzutreten, ſo kann der Richter die Autoriſation ertheilen. 219. Verſagt der Mann ſeiner Frau die Autoriſa⸗ tion zur Schließung eines Vertrages ²8), ſo kann die Frau ihren Mann geradezu vor das Gericht erſter Inſtanz in dem Arrondiſſement ihres gemeinſchaftlichen Wohn⸗ ſitzes vorladen laſſen, welches alsdann, nachdem der Mann in dem Berathſchlagungszimmer vernommen, oder ge⸗ hörig dahin vorgeladen worden iſt(), ſeine Auto⸗ riſation geben oder verſagen kann. 220. Treibt die Frau(in eigenem Namen) öffentlich Handel, ſo kann ſie ſich ohne Autoriſa— tion ihres Mannes in Anſehung ihrer Handelsgeſchäfte verbinden; und in dieſem Falle verbindet ſie auch ihren Mann, wenn unter ihnen eine Gütergemeinſchaft beſteht. aufgehoben waͤre. L. mit ihrem Manne entweder gar nicht oder nicht mehr in Guͤtergeme inſchaft lebt. S. 27) ohne Mitwirkung d s Mannes im Aet S. zu dem Acte. L. ohne daß ihr Ehegatte in dem Acte ſelbſt hiezu mitgewirkt. D. ohne Beytritt des Eheman⸗ nes. M. wenn nicht der Ehemann bey der Verhand⸗ ung ſelbſt mitgewirkt. E. 28) zur Schlie kung eines Actes. D. einen Act einzu hen. L. zu Vollziehung einer Handlung. M. einen Act zu unterſchreiben. 8§. zur Unterzeichnung einer Urkunde. E. —— ————ꝛõ ͤͤͤͤſͤſͤſſͤſ 9² L. J. T. V. Du Mariage. Elle n'est pas réputée marchande publique, si elle ne fait que détailler les marchandises du com- merce de son mari; mais seulement quand elle fait un commerce séparé. 221. Lorsque le mari est frappé d'une condam- nation emportant peine afflictive ou infamante, encore qu'elle n'ait été prononcée que par contu- mace, la feomme, méme majeure, ne peut, pen- dant la durée de la peine, ester en jugement, ni contracter, qu'après s'ètre fait autoriser par le juge, qui peut, en ce cas, donner l'autorisation, sans que le mari ait été entendu ou appelé. 222. Si le mari est interdit ou absent, le juge peut, en connaissance de cause, autoriser la fem- me, soit pour ester en jugement, soit pour con- tracter. 223. Toute autorisation générale, mèême sti- pulée par contrat de mariage, n'est valable que quant à l'administration des biens de la femme. 2244. Si le mari est mineur, l'autorisation du juge est nécessaire à la femme, soit pour ester en jugement, soit pour contracter.. 225. La nullité fondée sur le défant d'autori- sation ne peut être opposée que par la femme, par le mari, ou par leurs héritiers. 226. La femme peut tester sans l'autorisation de son mari. CHAPITRE VII. De la Dissolution du Mariage. 227. Le mariage se dissout, 0 1⁰° Par la mort de l'un des époux; 2⁰ Pax le divorce légalement prononcèé; 1s B. ör T. Von der Ehe. 95 Sie wird für keine Handelsfrau(marchande publi- que) angeſehen, wenn ſie nur die zur Handlung ihres Mannes gehörigen Waaren im Einzelnen verkauft; ſon— dern nur dann, wenn ſie einen abgeſonderten Handel treibt. 221. Iſt der Mann zu einer Leibes⸗ oder entehren⸗ den Strafe verurtheilt, wäͤre ſie auch nur durch ein Con⸗ tumacialurtheil wider ihn ausgeſprochen, ſo kann die Ehegattin, ſelbſt wenn ſie volljährig iſt, während der Dauer der Strafe, weder vor Gericht auftreten, noch Ver⸗ träge ſchließen, wenn ſie ſich nicht vorher von dem Rich— ter dazu hat autoriſiren laſſen, der in dieſem Falle die Autoriſation geben kann, ohne daß der Mann ver⸗ nommen oder vorgeladen worden wäre. 222. Iſt dem Manne die Verwaltung ſeines Ver⸗ mögens benommen(interdir), oder iſt er abweſend, ſo kann der Richter, nach vorhergegangener Unterſuchung der Sache, die Frau autoriſiren, ſowohl vor Gericht aufzu⸗ treten, als Verträge zu ſchließen. 225. Jede im Allgemeinen ertheilte Autoriſation, ſelbſt wenn ſie in dem Ehecontracte iſt ausbedungen wor— den, iſt nur in Beziehung auf die Verwaltung der Gü⸗ ter der Frau giltig.(*) 224. Iſt der Mann minderjährig, ſo bedarf die Frau der Autoriſation des Richters, ſowohl um vor Ge⸗ richt aufzutreten, als um Verträge zu ſchließen. 225. Auf die Nullität, die ſich auf den Mangel der Autoriſation gründet, kann ſich niemand, als die Frau, der Mann, oder ihre Erben berufen. 226. Die Frau kann ohne die Autoriſation ihres Mannes teſtiren. Siebentes Capitel. Von der Aufloͤſung der Ehe. 227. Die Ehe wird aufgelößt, 1.) Durch den Tod eines der Ehegatten; 2.) Durch eine geſetzlich ausgeſprochene Eheſchei⸗ dung; (*) Vgl. Art. 1538 u. 1988. 94 L. I. I. VI. Du Divorce. 3° Par la condamnation devenue dénnitive de I n des époux, à une peine emportant moxt civile. CHAPITRE VIII. Des seconds Mariages. 228. La femme ne peut contracter un nou- veau mariage qu'après dix mois révolus depuis la dissolution du mariage précédent. TTTRE SIXIEME. Du Divorce. (Décrété le 21 mars 1803. Promulgué le 31 du meme mois.) CHAPITRE PREMIER. Des Causes du Divorce. 229. Le mari pourra demander le divorce pour cause d'adultère de sa femme. 230. La femme pourra demander le divorce pour cause d'adultère de son mari, lorsqu'il aura tenu sa concubine dans la maison commune. 231. Les époux pourront réciproquement de- mander le divorce pour excès, sévices ou injures graves, de Tun d'eux envers l'autre. 232. La condamnation de l'un des époux à une peine infamante, sera pour l'autre époux une cause de divorce. 253. Le consentement mutuel et persévérant des époux, exprimé de la manière prescrite Par la 1s B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 95 3.) Durch die definitiv gewordene ²2⁹) Verurthei⸗ lung eines der Ehegatten zu einer Strafe, welche den bürgerlichen Tod nach ſich zieht. tod auite Achtes Capitel. Von der zweyten Ehe. 228. Die Frau kann keine neue Ehe ſchließen, bevor zehn Monate, ſeit Auflöſung der vorherigen Ehe, verfloſſen ſind. Sechſter Titel. Von der Eheſcheidung. (Decretirt den 21. März 1803. Promulgirt den 31. deſſel⸗ ben Monats.) Erſtes Capitel. Von den Urſachen der Eheſcheidung. 229. Der Mann kann wegen eines von ſeiner Frau begangenen Ehebruchs die Eheſcheidung verlangen. 250. Die Frau kann wegen eines von ihrem Man⸗ ne begangenen Ehebruchs die Eheſcheidung verlangen, wenn er ſeine Beyſchläferin in dem gemeinſchaftlichen Hauſe gehalten hat. 231. Die Ehegatten können beyderſeits die Ehe⸗ ſcheidung verlangen wegen Gewaltthätigkeiten, ſchweren Mißhandlungen oder Beleidigungen des einen von ihnen gegen den andern. 232. Die Verurtheilung eines der Ehegatten zu einer entehrenden Strafe iſt für den andern Ehegatten eine Urſache zur Eheſcheidung.. 233. Die wechſelſeitige und beharrliche Einwilli⸗ gung der Ehegatten, welche auf die durch das Geſetz vor⸗ 29) endlich gewordene. L. endſcheidend gewordene. M. rechtskraͤftige. E. —ͤ—ö ———yyͤhͤhöhͤͤͤͤſͤſͤſͤſſ 96 L. I. T. VI. Du Divorge. Joi, sous les conditions et après les épreuves qu'el- 1* détermine, prouvera suffisamment que la vie commune leur ést insupportable, et qu'il existe, par rapport à eux, une cause péremptoire de di- vOrCe. CHAPITRE II. Du Divorce pour Cause déterminée. SECTION PREMIERE. Des Formes du Divorce pour cause déterminée. 234. Quelle que soit la nature des faits ou des délits qui donneront lieu à la demande en di- vorce pour cause déterminée, cette demande mie pourra être formée qu'au tribunal de l'arrondisse- ment dans lequel les époux auront leur domi- cile. 235. Si quelques-uns des faits allégués par P'époux demandeur, donnent lieu à une poursuite criminelle de la part du ministère public,'action en divorce restera suspendue jusqu'après l'arrèt de la cour de justice criminelle; alors elle pourra etre reprise, sans qu'il soit permis d'inférer de l'ar- rèt aucune fin de non-recevoir ou exception préju- dicielle contre l'époux demandeur. ———X—X—B—X—X 236. Toute demande en divorce détaillera les faits: elle sera remise, avec les pièces à l'appui, s'il y en a, au président du tribunal ou au juge qui en — 1) Proben. D. M. u. E. Probefriſten. 8.. 2) ſuspendirt bleiben. L. ruhen. M. bleibt ausgeſetzt. E. bleibt aufgehoben.. 3) irgend einen Grund zur Nichtzulaſſung der Klage oder ſonſt eine nachtheilige Exception. L. irgend eine Ein⸗ rede, daß er(der Klaͤger) mit ſeiner Klage nicht mehr gehoͤrt werden koͤnne oder eine ihm nachtheilige Excep⸗ tion. D. u. M. ein Rechtsmittel, wodurch der klagen⸗ 1s B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 97 geſchriebene Art, unter den Bedingungen und nach den Prüfungen 1), welche es beſtimmt, iſt erklärt worden, iſt ein hinlänglicher Beweis, daß es ihnen unerträglich iſt mit einander zu leben, und daß, in Anſehung ihrer, ein vollgiltiger Grund zur Eheſcheidung vorhanden iſt. Zweytes Capitel. Von der Eheſcheidung aus beſtimmter Urſache. Erſter Abſchnitt. Von der Form der Eheſcheidung aus beſtimmter Urſache. 234. Von welcher Art auch die Thatſachen oder Verbrechen ſeyn mögen, welche die Klage auf Eheſchei⸗ dung aus beſtimmter Urſache veranlaſſen, ſo kann doch dieſe Klage nur bey dem Gerichte des Arrondiſſements, in welchem die Ehegatten ihren Wohnſitz haben, ange⸗ bracht werden. 235. Veranlaſſen einige von dem klagenden Ehe⸗ gatten angeführte Thatſachen eine Criminalanklage von Seiten des kaiſerlichen Procurators, ſo ſoll die Eheſchei⸗ dungsklage bis nach der Entſcheidung des Criminalge⸗ richts auf ſich beruhen 2); dann aber kann ſie wieder aufgenommen werden, ohne daß es jedoch erlaubt wäre, aus dem Criminalurtheil irgend eine Einrede der Unzu⸗ läſſigkeit der Klage(fin de non-recevoir), oder ſonſt eine ihm nachtheilige Exception 3) gegen den Kläger herzuleiten. 236. In jeder Klage auf Eheſcheidung müſſen die Thatſachen ⁴) umſtändlich vorgetragen ſeyn; ſie muß nebſt den etwa vorhandenen Beweisdocumenten 5) dem de Ehegatte mit ſeiner Klage, als mit einer abgeur⸗ theilten Sache, entweder nicht mehr angenommen, oder gar abgewieſen werde. 8. einen Grund der Un⸗ zulaͤſſigkeit der Klage, oder eine andere auf Abweiſung des klagenden Ehegatten gerichtete Ausflucht. E. ) die Thatſachen, auf die ſie ſich gruͤndet. E. ) Beweisſtuͤcken. L. D. u. M. Belegſchriften. S. Co Cod. N. 1. B. 7 4 5 1 98 L. I. T. VI: Du Divorce. fera les fonctions, par l'époux demandeur en per- sonne, à moins qu'il n'en soit empèché par mala- die; auquel cas, sur sa réquisition et le certificat de deux docteurs en médecine ou en chirurgie, ou de deux officiers de santé, le magistrat se trans- portera au domicile du demandeur, pour y rece- voir sa demande. 237. Le juge, après avoir entendu le deman- deur, et lui avoir fait les observations qu'il croira convenables, paraphera la demande et les pièces, et dressera procès-verbal de la remise du tout en ses mains. Ce procès-verbal sera signé par le juge et par le demandeur, à moins que celui-ci ne sache ou ne puisse signer, auquel cas il en sera fait mention. 258. Le juge ordonnera, au bas de son pro- cès-verbal, que les parties comparaitront en per- sonne devant lui, au jour et à l''heure qu'il indi- quera; et qu'à cet effet, copie de son ordonnance sera par lui adressée à la partie contre laquelle le divorce est demandé. 239. Au jour indiqué, le juge fera aux deux époux, s'ils se présentent, ou au demandeur, s'il est seul comparant, les représentations qu'il croi- ra propres à opérer un rapprochement: s'il ne peut y parvenir, il en dressera procès-verbal, et ordonnera la communication de la demande et des pièces au procureur impérial, et le rẽférẽ du tout au tribunal. 240. Dans les trois jours qui suivront, le tribunal, sur le rapport du président ou du juge qui en aura fait les fonctions, et sur les conclu- sions du procureur impérial, accordera ou suspen- dra la permission de citer. La suspension ne Pour- ra excéder le terxme de vingt jours. 241. Le demandeur, en vertu de la permis- sion du tribunal, fera citer le défendeur, dans la 18 B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 99 Praͤſidenten des Gerichtes oder dem Richter, der deſſen Stelle vertritt, von dem klagenden Ehegatten in Perſon überreicht werden, wenn er nicht durch Krankheit daran verhindert wird, in welchem Falle auf ſein Anſuchen und auf das Zeugniß zweyer AÄrzte oder Chirurgen ſich die gedachte obrigkeitliche Perſon in die Wohnung des Klägers verfügt, um dort ſeine Klage in Empfang zu nehmen. 237. Nachdem der Richter den Kläger angehört, und demſelben die ihm zweckmäſig ſcheinenden Vorſtellun⸗ gen gemacht hat, verſieht er die Klage und die Beylagen mit ſeinem Handzuge, und nimmt über die ihm geſche⸗ hene Einhändigung des Ganzen ein Protokoll auf. Die⸗ ſes Protokoll muß von dem Richter und dem Kläger un⸗ terzeichnet werden, es ſey denn, daß der Letztere im Schreiben unerfahren wäre, oder nicht unterzeichnen kön⸗ ne, in welchem Falle dieſes bemerkt werden muß. 258. Der Richter reſolvirt am Schluſſe ſeines Pro⸗ tokolls, daß die Partheyen an dem Tage und zu der Stun⸗ de, die er beſtimmen wird, in Perſon vor ihm erſchei⸗ nen ſollen, und daß er zu dem Ende eine Abſchrift ſei— ner Reſolution(ordonnance) an die Parthey ſenden werde, wider welche die Eheſcheidung nachgeſucht wor⸗ den iſt. 259. An dem beſtimmten Tage macht der Richter den beyden Ehegatten, wenn ſie ſich einfinden, oder dem Kläger, wenn er allein erſcheint, die Vorſtellungen, die ihm geeignet zu ſeyn ſcheinen, eine Ausſöhnung zu bewirken; gelingt ihm dieſes nicht, ſo nimmt er hierüber ein Protokoll auf, und reſolvirt, daß die Klage mit den Beylagen dem kaiſerlichen Procurator mitgetheilt, und dem Gerichte über das Ganze Vortrag erſtattet werden ſolle. 240. In den näͤchſtfolgenden drey Tagen wird von dem Gerichte auf den Vortrag des Präſidenten, oder des Richters, der ſeine Stelle vertreten hatte, und auf den Antrag des kaiſerlichen Procurators die Erlaubniß zur Vorladung entweder ertheilt oder noch aufgeſchoben. Dieſer Aufſchub darf die Friſt von zwanzig Tagen nicht überſteigen. 241. Kraft der vom Gerichte ertheilten Erlaubniß baßt der Kläger den Beklagten in der gewoͤhnlichen Form 100 L. I. T. VI. Du Divorce. forme ordinaire, à comparattre en personne à P'audience, à huis clos, dans le délai de la loi; il fera donner copie, en téte de la citation, de la demande en divorce et des pièces produites à l'appui. 24424. A l'échéance du délai, soit que le dé- fendeur comparaisse ou non, le demandeur en personne, assisté d'un conseil, s'il le juge à pro- pos, exposera ou fera exposer les motifs de sa de- mande; il représentera les pièces qui Pappuient, et nommera les témoins qu'il se propose de faire entendre. 2 15. Si le défendeur comparait en personne ou par un fondé de pouvoir, il pourra proposer ou faire proposer ses observations, tant sur les motifs de la demande que sur les pièces produites par le demandeur et sur les témoins par lui nom- més. Le défendeur nommera, de son côté, les témoins qu'’il se propose de faire entendre, et sur lesquels le demandeur fera réciproquement ses observations. 2444. Il sera dressé procès-verbal des compa- rutions, dires et observations des parties, ainsi que des aveux que l'une ou P'autre pourra faire. Lecture de ce procès-verbal sera donnée auxdites parties, qui seront requises de le signer: et il se- ra fait mention expresse de leur signature, ou de leur déclaration de ne pouvoir ou ne vouloir si- gner. 245. Le tribunal renverra les parties à l'au- dience publique, dont il fixera le jour et l'heure; il ordonnera la communication de la procédure au procureur impérial, et commettra un rapporteur. Dans le cas ouù le défendeur n'aurait pas compa- ru, le demandeur sera tenu de lui faire signifier Pordonnance du tribunal, dans le délai qu'elle au- ra déterminé. 6) an dem Tage, da der Termin zu Ende geht. D. an dem Tage, da die Friſt abgelaufen iſt. M. nach Ablauf der Friſt. E. u. L. nach Verfluß der Friſt. S. — z— 6r T. Von der Eheſcheidung. 101 vorladen, binnen der geſetzlichen Friſt in der Seſſion, bey verſchloſſenen Thüren, perſönlich zu erſcheinen; eine der Ladung vorangeſetzte Abſchrift der Eheſcheidungs⸗ klage und der producirten Beweisdocumente läßt er dem Beklagten mittheilen. 242. An dem letzten Tage der Friſt ⁵³) erſcheint er Kläger, der Beklagte mag erſcheinen oder nicht, in eigener Perſon, auenfanle, wenn er es für gut findet, von einem Rathgeber begleitet, und trägt die Gründe ſeiner Klage entweder ſeibſt vor, oder läßt ſie(von ſei⸗ nem Rathgeber) vortragen; er überreicht die Ur welche ſeine Klage unterſtütze gen, die er abhören laſſen eir⸗ 245. Erſcheint der 2 gte in Perſon oder durch einen Bevollmäch igten, 8 kan er ſeine Erinnerungen ſowohl gegen die Gründe der Klage, als gegen die von dem Kläger producirten Urkunden⸗ und die von ihm be— nannten Zeugen, vortragen oder vortragen laſſen. Der Beklagte benennt von ſeiner Seite die Zeugen, die er abhören laſſen will, gegen welche der Kläger gleichfalls ſeine Erinnerungen vorbringt. ◻ unden, ku und benennt die Zeu⸗ 244. Über das Erſcheinen, das Vorbringen und die Erinnerungen der Partheyen, ſo wie über die Geſtänd⸗ niſſe, welche der eine oder der andere Theil etwa macht, wird ein Protokoll aufgenommen. Dieſes Protokoll wird den Partheyen vorgeleſen und ſie aufgef 3 terzeichnen; ihrer Unterſchrift oder i„ daf ſie nicht unterzeichnen können oder wollen, muß ausdrück⸗ liche Er awähmung geſchehen. 245. Das Gericht verweiſt Hierauf die Partheyen auf eine öffer itliche Sitzung 7), deren Tag und Stun⸗ de feſtſetzt; es reſolvirt daß die Verhandlung dem ka ſerlichen Procurator nitoetheiit werde, und ernennt ei⸗ nen nühen renten. Iſt der Beklagte nicht erſchienen, ſo muß ihm der Kläger die Reſolution des Gerichtes inner⸗ halb der durch dieſelbe beſtimmten Friſt inſinuiren ⁵) laſſen. en t; 7) Audienz. L. D. u. S. Gerichtsſitzung. M. zum oͤf⸗ fentlichen Verhoͤr. E. 8) ſignificiren. L. u. S8. andeuten. E. 102 L. I. T. VI. Du Divorce. 146. Au jour et à Theure indiqués, sur le rapport du juge commis, le procureur impérial entendu, le tribunal statuera d'abord sur les fins de non-recevoir, s'il en a été proposé. En cas qu'elles soient trouvées concluantes, la demande en divorce sera rejetée: dans le cas contraire, ou s'il n'a pas été proposé de fins de non-recevoir, la demande en divorce sera admise. 247. Immédiatement après l'admission de la demande en divorce, sur le rapport du juge com- mis, le procureur impérial entendu, le tribunal statuera au fond. II fera droit à la demande, si elle lui paratt en état d'étre jugée; sinon, il ad- mettra le demandeur à la preuve des faits perti- nents par lui allégués, et le défendeur à la preu- ve contraire. 248. A chaque acte de la cause, les parties pourront, après le rapport du juge, et avant que le procureur impérial ait pris la parole, proposer ou faire proposer leurs moyens respectifs, d'abord sur les fins de non-recevoir, et ensuite sur le fond, mais en aucun cas le conseil du demandeur ne sera admis, si le demandeur n'est pas compa- rant en personne. 249. Aussitôt apres la prononciation du ju- gement qui ordonnera les enquétes, le greffier du tribunal donnera lecture de la partie du procès- verbal qui contient la nomination déjà faite des témoins que les parties se proposent de faire en- tendre. Elles seront averties par le président, 9) Unzulaͤſſigkeitsmittel. K. 10) geht in die Hauptſache ein. S. u. E. 11) einſchlaͤgigen Thatſachen. L. paſſenden Thatſachen. S. ſachdienlichen Umſtaͤnde. E. 12) Bey jedem Act des Proceſſes. L. Bey jedem Vor⸗ gang des Proceſſes. 8. Bey jedem Auftritte im Fort⸗ aufe des Proceſſes. D. Bey jeder Verhandlung des Proceſſes. M. Im Fortgange des Proceſſes konnen die Partheyen bey jedem Vortritte. E. 2 1s B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 105 2 ½6. An dem beſtimmten Tage und Stunde er⸗ kennt das Gericht, auf den Vortrag des Referenten und nach Anhörung des kaiſerlichen Procurators, vor allen Dingen über die Einreden der unzuläßigen Klage 5), (fins de non-recevoir) wenn deren vorgebracht wor⸗ den ſind. Werden dieſe gegründet gefunden, ſo wird die Klage auf Eheſcheidung verworfen; im entgegenge⸗ ſetzten Falle, oder wenn gar keine Einreden der unzuläßi⸗ gen Klage vorgebracht worden ſind, wird die Eheſchei⸗ dungsklage angenommen. 2447. Unmittelbar nach Annahme der Eheſcheidungs⸗ klage erkennt 10) das Gericht, auf den Vortrag des Re⸗ ferenten und nach Anhörung des kaiſerlichen Procurators, in der Hauptſache. Es entſcheidet über die Klage, wenn ſie ihm zum Endurtheil reif ſcheinet; wo nicht, ſo läßt es den Kläger zum Beweiſe der von ihm angeführten er⸗ heblichen Thatſachen 11), und den Beklagten zum Ge⸗ genbeweiſe zu. 248. In jedem Theile des Verfahrens 12) können die Partheyen, nach geendigtem Vortrag des Referenten, und ehe der kaiſerliche Procurator das Wort geneamen hat, ihre gegenſeitigen Gründe ¹³) ſelbſt vorrragen oder vortragen laſſen, zuerſt in Anſehung der Einreden gegen die Zuläßigkeit der Klage 14), und nachher in Anſehung der Hauptſache ſelbſt; aber in keinem Falle ſoll der Rechts⸗ beyſtand des Klägers zugelaſſen werden, wenn der Klä⸗ ger nicht in Perſon erſcheint. 249. Sobald das Urtheil, welches die Abhörung der Zeugen verfügt, ausgeſprochen iſt, lieſt der Gerichts⸗ ſchreiber denjenigen Theil des Protokolls vor, der die bereits geſchehene Benennung der Zeugen enthält 15), welche die Partheyen abhören laſſen wollen. Der Präſi⸗ dent macht ihnen bekannt, daß es ihnen jetzt noch frey 13) Rechtsmittel. L. 14) Gründe der Unzulaͤßigkeit. L. Unzulaͤßigkeitsmittel. fend Emreden⸗ die auf ſofortige Abweiſung gerichter ind. 15) welcher die Namen der angegebenen Zeugen enthaͤlt. S. der die Namen der von den Partheyen bereits an⸗ gegebenen Zeugen enthaͤlt. E. 104 L. I. T. VI. Du Divorce. qu'elles peuvent encore en désigner d'autres, mais qu'après ce moment elles n'y seront plus reçues. 250. Les parties proposeront de suite leurs reproches respectifs contre les témoins qu'elles voudront écarter. Le tribunal statuera sur ces reproches, après avoir entendu le procureur im- péxial. 251. Les parents des parties, à l'exception de leurs enfants et descendants, ne sont pas re- prochables du chef de la parenté, non plus que les domestiques des époux, en raison de cette qualité; mais le tribunal aura tel égard que de raison aux dépositions des parents et des domes- tiques. 252. Tout jugement qui admettra une preuve testimoniale, dénommera les témoins qui seront entendus, et déterminera le jour et l'heure aux- quels les parties devront les présenter. 253. Les dépositions des témoins seront re- çues par le tribunal séant à huis clos, en présen- ce du procureur impérial, des parties, et de leurs conseils ou amis, jusqu'au nombre de trois de cha- que côté. 25 4. Les parties, par elles ou par leurs con- seils, pourront faire aux témoins telles observa- tions et interpellations qu'elles jugeront à propos, sans pouvoir néanmoins les interrompre dans le cours de leurs dépositions. 255. Chaqusé déposition sera rédigée par écrit, ainsi que les dires et observations auxquels elle aura donné lieu. Le procès-verbal d'enquête sera lu tant aux témoins qu'aux parties: les uns et les autres seront requis de le signer; et il sera fait 16) nach dieſem Augenblicke. L. S. D. u. M. daß ſie aber,(wenn ſie es nicht auf der Stelle thaͤten) von dieſem Augenblicke an. E. 17) Verwerfungsmittel. 8. 18) als Rechtens. L. als die Umſtaͤnde erlauben. 8. als die Verhaͤltniſſe verſtatten. E. 19) an welchen die Partheyen erſcheinen muͤſſen. L. — 18 B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 1.85 ſtehe, andere Zeugen zu benennen, daß ſie aber ſpäter⸗ hin 1⁵⁴) hiezu nicht mehr würden zugelaſſen werden. 250. Die Partheyen müſſen nun auf der Stelle ihre gegenſeitigen Einwendungen ¹7) gegen die Zeugen, die ſie etwa verwerfen wollen, vorbringen. Das Gericht er⸗ kennt über dieſe Einwendungen, nachdem es den kaiſer⸗ lichen Procurator gehört hat. 251. Gegen die Verwandten der Partheyen, ihre Kind er und Deſcendenten ausgenommen, können keine Einwendungen wegen ihrer Verwandtſchaft gemacht wer⸗ den, und eben ſo wenig gegen das Hausgeſinde der Ehe— gatten, dieſer Eigenſchaft wegen; aber das Gericht ſoll auf die Ausſagen der Verwandten und des Hausgeſin⸗ des nur ſo viel Rückſicht nehmen, als die Billigkeit erlaubt. 18) 252. Jedes Urtheil, das einen Zeugenbeweis zu⸗ läßt, muß die Zeugen benennen, welche vernommen werden ſollen, und den Tag und die Stunde beſtimmen, an welchen die Partheyen ſſe vorzuführen haben. de 253. Die Ausſagen der Zeugen werden in der Ge⸗ richtsſitzung bey verſchloſſenen Thüren abgenonmen, in Gegenwart des kaiſerlichen Procurators, der Partheyen, und ihrer Seyſände oder Freunde, deren von jeder Sei⸗ y erſcheinen dürfen. ena. Die Partheyen können entweder ſelbſt oder durch ihre Beyſtände den Ze eugen alle ihnen dienlich ſchei⸗ nende Bemerkungen und Fragen vorlegen ²0), jedoch ohne ſie in dem Laufe ihrer Ausſagen zu unterbrechen. 255. Jede Ausſage wird ſchriftlich aufgezeichnet, ſo wie auch die Auſſerungen und Bemerkungen 21), zu welchen ſie Anlaß gegeben hat. Das Protokoll über das Zeugenverhör wird den Zeugen ſowohl, als den Par— theyen vorgeleſen; dieſe und jene werden aufgefordert, 20) alle Bemerkungen und Interpellationen machen. Bemerfungen und Inſtanzen um Erlaͤuterungen chen. Fragen und Bemerkungen vorlegen. S. meriungeg und Vorſtellungen machen. M. Vorſtell gen und Erinnerungen machen. E 21) Reden und Bemer eu ngen. L. u. S. Behauptungen und Turner rkungen. D. Vorſtellungen und Bemerkun⸗ gen. E 8 106 L. I. T. VI. Du Divorce. mention de leur signature, ou de leur déclaxation qu'ils ne peuvent ou ne veulent signer. 256. Apréès la clôture des deux enquètes ou de celle du demandeur, si le défendeur n'a pas produit de témoins, le tribunal renverra les par- ties à l'audience publique, dont il indiquera le jour et l'heure; il ordonnera la communication de la procédure au procureur impérial, et commettra un rapporteur. Cette ordonnance sera signifiée au défendeur, à la requête du demandeur, dans le délai qu'elle aura déterminé. 257. Au jour fixé pour le jugement définitif, le rapport sera fait par le juge commis: les parties pourront ensuite faire, par elles-mêmes ou par T'organe de leurs conseils, telles observations qu'el- les jugeront utiles a leur cause; après quoi le pro- eureur impérial donnera ses conclusions. 258. Le jugement déefnitif sera prononcé publiquement: lorsqu'il admettra le divorce, le demandeur sera autorisé à se retirer devant l'of- ficier de l'état civil pour le faire prononcer. 259. Lorsque la demande en divorce aurxa étẽ formée pour cause d'excès, de sévices ou d'inju- res graves, encore qu'elle soit bien établie, les juges pourront ne pas admettre immédiatement le divorce. Dans ce cas, avant de faire droit, ils autoriseront la femme à quitter la compagnie de son mari, sans eêtre tenue de le recevoir, si elle ne le juge à propos; et ils condamneront le mari aà lui payer une pension alimentaire proportion- née à Ses facultés, si la femme n'a pas elle-mèême des revenus suffisants pour fournir à ses besoins. 260. Apres une année d'épreuve, si les par- ties ne se sont pas réunies, l'époux demandeur pourra faire citer Pautre 6poux à comparaitre au tribunal, dans les délais de la loi, pour y enten- dre prononcer le jugement définitif, qui pour lors admettra le divorce. 18 B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 107 es zu unterzeichnen, und ihrer Unterſchrift oder ihrer Erklärung, daß ſie nicht unterzeichnen können oder wol⸗ len, muß ausdrückliche Erwähnung geſchehen. 256. Nachdem die beyderſeitigen Zeugenverhöre, oder, wenn der Beklagte keine Zeugen producirt hat, das Zeugenverhör von Seiten des Klägers geſchloſſen iſt, verweiſt das Gericht die Partheyen auf eine öffentli⸗ che Sitzung, deren Tag und Stunde es beſtimmt. Es reſolvirt, daß die Verhandlung dem kaiſerlichen Procu⸗ rator mitgetheilt werde, und ernennt einen Referenten. Dieſe Reſolution wird dem Beklagten, auf Anſuchen des Klägers, innerhalb der durch dieſelbe beſtimmten Friſt inſinuirt. 257. An dem Tage, der zur Erlaſſung des Endur⸗ theils iſt feſtgeſetzt worden, bringt der Referent die Sa⸗ che in Vortrag. Die Partheyen können hierauf entweder ſelbſt, oder durch ihre Rechtsbeyſtände, jede ihnen ſach⸗ dienlich ſcheinende Bemerkung vorbringen; ſodann macht der kaiſerliche Procurator ſeinen⸗Antrag. 258. Das Endurtheil wird öffentlich ausgeſprochen. Läßt es die Eheſcheidung zu, ſo iſt der Kläger berechtigt, ſich zu dem Civilſtandsbeamten zu begeben, um ſie dort öffentlich erklaͤren zu laſſen. 22) 259. Ward wegen Gewaltthätigkeiten, ſchweren Miß⸗ handlungen oder Beleidigungen auf Eheſcheidung geklagt, ſo bleibt es den Richtern unbenommen, ſelbſt wenn die Kla⸗ ge gehörig erwieſen iſt, die Eheſcheidung nicht ſogleich zu— zulaſſen. In dieſem Falle verſtatten ſie, ehe ſie entſchei⸗ den, der Frau, die Geſellſchaft ihres Mannes zu verlaſ⸗ ſen, ohne daß ſie verbunden wäre, ihn aufzunehmen, wenn ſie dieß nicht für gut findet; und verurtheilen den Mann, ihr ſeinem Vermögen angemeſſene Alimentengel⸗ dor zu zahlen, wenn die Frau nicht ſelbſt hinreichende Einkünfte hat, um ihre Bedürfniſſe zu beſtreiten. 260. Nach Ablauf eines Prüfungsjahres kann der klagende Ehegatte, wenn ſich inzwiſchen die Partheyen nicht ausgeſöhnt haben, den andern Ehegatten vorladen laſſen, in den geſetzlichen Friſten vor Gericht zu erſchei⸗ nen, um dort das Endurtheil, welches nun die Eheſcher⸗ dung zulaſſen muß, ausſprechen zu hören. 22) damit dieſer ſie als geſchehen erklaͤre. E. 108 L. I. T. VI. Du Divorce. 261. Lorsque le divorce sera demandé par la raison qu'un des époux est condamné à une peine infamante, les seules formalités à observer consis- teront à présenter au tribunal de première instan- ce une expédition en bonne forme du jugement de condamnation, avec un certificat de la cour de justice criminelle, portant que ce mèême jugement n'est plus susceptible d'étre réformé par ancune voie légale. 262. En cas d'appel du jugement d'admission ou du jugement définitif, rendu par le tribunal de première instance en matière de divorce, la cause sera instruite et jugée par la cour d'appel, comme affaire urgente. 263. L'appel ne sera recevable qu'autant qu'il aura été interjeté dans les trois mois à compter du jour de la signification du jugement rendu contra- dictoirement ou par défaut. Le délai pour se pour- voir à la cour de cassation contre un jugement en dernier ressort, sera aussi de trois mois à compter de la signification. Le pouxrvoi sera suspensif. 264. En vertu de tout jugement rendu en dernier ressort ou passé en force de chose jugée, qui autorisera le divorce, l'époux qui l'aura obte- nu, sera obligé de se présenter, dans le délai de deux mois, devant l'officier de l'état civil, l'autre partie düment appelée, pour faire prononcer le divorce. 3. 265. Ces deux mois ne commenceront à cou- rir, à l'égard des jugements de première instan- e, qu'après l'expirati du délai d' 1; à lé- ce, qu'après l'expiration du délai d'appel; à gard des arrèts rendus par défaut en cause d'appel, qu'après l'expiration du délai d'opposition; et a Pégard des jugements contradictoires en dernier .— 18 B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 100 261. Wird die Eheſcheidung aus der Urſache nach— geſucht, weil einer der Ehegatten zu einer entehrenden Strafe verurtheilt worden iſt, ſo beſtehen die zu beobach— tenden Formalitaten einzig darin, daß man dem Gerichte erſter Inſtanz eine in gehöriger Form gemachte Ausferti⸗ gung des Verdammungsurtheils nebſt einem Zeugniſſe des Criminalgerichts übergibt, welches beſagt, daß die⸗ ſes Urtheil auf keine geſetzliche Weiſe mehr abgeändert werden könne. 262. Wird gegen ein von dem Gerichte erſter In⸗ ſtanz in einer Eheſcheidungsſache geſprochenes Urtheil, das die Zuläſſigkeit der Klage brtraf 23), oder dieſelbe endlich entſchied, appellirt, ſo wird der Prozeß von dem Appellationsgerichte als eine dringende Sache verhandelt und entſchieden. 263. Die Appellation kann nur dann angenommen werden, wenn ſie binnen drey Monaten'eingelegt worden iſt, welche von dem Tage der Inſinuation des Urtheils an zu rechnen ſind, es mag nun daſſelbe nach Anhörung beyder Partheyen(contradictoirement) oder auf Nicht⸗ erſcheinen der einen(par défaut) geſprochen worden ſeyn. Die Friſt, binnen welcher man gegen ein in letz⸗ ter Inſtanz geſprochenes Urtheil den Recurs an das Caſ⸗ ſationsgericht ergreifen kann, iſt ebenfalls drey Monate, von dem Tage der Inſinuation an zu rechnen. Der Re⸗ curs an das Caſſationsgericht hat Suspenſivkraft. 264. Kraft eines jeden in letzter Inſtanz geſpro⸗ chenen, oder in Rechtskraft übergegangenen Urtheils, in welchem auf Eheſcheidung iſt erkannt worden, iſt der Ehe⸗ gatte, der es ausgewirkt hat⸗ verbunden, ſich in Zeit von zwey Monaten vor dem Civilſtandsbeamten, nach vorhergegangener gehörigen Vorladung des andern Theils, zu ſtellen, um die Eheſcheidung öffentlich erklären zu laſſen. 265. Dieſe zwey Monate fangen an zu laufen, bey Urtheilen der erſten Inſtanz, nach Ablauf der Appella⸗ tionsfriſt; bey Urtheilen, die in der Appellationsinſtanz auf Nichterſcheinen der einen Parthey erfolgt ſind, nach Ablauf der Zeit, welche zur Einlegung der Einreden ver⸗ ſtattet iſt, und in Hinſicht der in letzter Inſtanz nach An⸗ 23) Zulaſſun ngsu rtheil. L. u. S. das die Klage zuließ. D. 110 L. J. T. VI. Du Divorce. ressort, qu'après l'expiration du délai du pourvot en cassation. 266. L'époux demandeur qui aura laissé pas- ser le délai de deux mois ci-dessus déterminé, sans appeler l'autre époux devant l'officier de l'é- tat civil, sera déchu du bénéfice du jugement qu'il avait obtenu, et ne pourra reprendre son action en divorce, sinon pour cause nouvelle; auquel cas il pourra néanmoins faire valoir les anciennes causes. SECTION II. Des Mesures prouisoires auscuelles peut don- ner lieu la Demande en divorce pour oaugse déterminòée. 267. L'administration provisoire des enfants restera au mari demandeur ou défendeur en divor- ce, à moins qu'il n'en soit autrement ordonné par le tribunal, sur la demande soit de la mère, soit de la famille, ou du procureur impérial, pour le plus grand avantage des enfants. 268. La femme demanderesse ou défenderesse en divorce, pourra quitter le domicile du mari pendant la poursuite, et demander une pension alimentaire proportionnée aux facultés du mari. Le tribunal indiquera la maison dans laquelle la femme sera tenue de 16sider, et fixera, s'il y a lieu, la provision alimentaire que le mari sera obligé de lui payer. 269. La femme sera tenue de justifier de sa résidence dans la maison indiquée, toutes les fois qu'elle en sera requise: à défaut de cette justifica- tion, le mari pourra refuser la provision alimen- taire, et, si la femme est demanderesse en divor- ce, la faire déclarer non-recevable à continuer ses poursuites. 270. La femme commune en biens, demande- resse ou défenderesse en divorce, pourra, en tout 18 B. ö6r T. Von der Eheſcheidung. 113 hörung beyder Partheyen erlaſſenen Urtheile, nach Ab⸗ lauf der Friſt, binnen welcher um Caſſation nachgeſucht werden kann. 266. Hat der Ehegatte, welcher als Kläger auf⸗ getreten iſt, die oben beſtimmte Friſt von zwey Monaten ablaufen laſſen, ohne den andern Ehegatten vor den Ci⸗ vilſtandsbeamten vorzuladen, ſo wird er der Vortheile des von ihm ausgewirkten Urtheils verluſtig, und kann ſeine Eheſcheidungsklage nicht wiederholen, es ſey denn aus einem neuen Grunde, in welchem Falle er jedoch die vorigen Urſachen wieder geltend machen kann. Zweyter Abſchnitt. Von den proviſoriſchen Maßregeln, zu welchen die Ehe⸗ ſcheidungsklage aus beſtimmter Urſache Anlaß geben kann. 267. Die einſtweilige Fürſorge für die Kinder 24) bleibt dem Manne, er mag Kläger oder Beklagter in der Eheſcheidungsſache ſeyn, wenn nicht auf Anſuchen der Mutter, der Familie oder des kaiſerlichen Procurators, zum augenſcheinlichen Beſten der Kinder von dem Ge⸗ richte ein Anderes angeordnet wird. 268. Die Frau mag in der Eheſcheidungsſache Klä⸗ gerin oder Beklagte ſeyn, ſo kann ſie während des Pro⸗ zeſſes die Wohnung ihres Mannes verlaſſen, und dem Vermögen ihres Mannes angemeſſene Alimentengelder verlangen. Das Gericht weiſt das Haus an, worin die Frau wohnen ſoll, und beſtimmt, erforderlichen Falls, die proviſoriſchen Alimentengelder, welche der Mann ihr zu zahlen verbunden ſeyn ſoll. 269. Die Frau iſt verbunden, ſo oft ſie hiezu auf⸗ gefordert wird, darzuthun, daß ſie in dem ihr angewie⸗ ſenen Hauſe wirklich wohne. In Ermangelung dieſes Beweiſes kann ihr der Mann die proviſoriſchen Alimen⸗ tengelder verſagen, und wenn es die Frau iſt, welche die Eheſcheidung nachſucht, ſie für unbefugt erklären laſ⸗ ſen, den Prozeß weiter fortzuſetzen. 270. Steht die Frau mit ihrem Manne in Güter⸗ gemeinſchaft, ſo kann ſie in jeder Lage des Prozeſſes, von 24) Verwaltung der Kinder. S. 112 L. I. T. VI. Du Divorce. ztat de cause, à partir de la date de l'ordonnance dont il est fait mention en l'art. 258, requérir, pour la conservation de ses droits, l'apposition des scel- 1és sur les effets mobiliers de la communauté. Ces scellés ne seront levés qu'en faisant inventaire avec prisée, et à la charge par le mari de représenter les choses inventoriées, ou de répondre de leur va- leur comme gardien judiciaire. 271. Toute obligation contractée par le mari a la charge de la communauté, toute aliénation par lui faite des immeubles qui en dépendent, posté- rieurement à la date de l'ordonnance dont il est fait mention en l'art. 258, sera déclarée nulle, s'il est prouvé d'ailleurs qu'elle ait été faite ou contractée en fraude des droits de la femme. SECTION III. Des Fins de non-recevoir contre Action en di- vorce pour cause déterminée. 272. L'action en divorce sera éteinte par la ré- conciliation des époux, survenue soit depuis les faits qui auraient pu autoriser cette action, soit depuis la demande en divorce. 275. Dans l'un et P'autre cas, le demandeur se- ra déclaré non-recevable dans son action; il pourra néanmoins en intenter une nouvelle pour cause survenue depuis la réconciliation, et alors faire usage des anciennes causes pour appuyer sa nou- velle demande. 2764. Si le demandeur en divorce nie qu'il y ait eu réconciliation, le défendeur en fera preuvè, 25) füͤr Rechnung. D. M. u. E. zur Belaſtung. L. zu Laſten. 8. 26) Vereitelung. D. u. M. betruͤglich zur Schmaͤlerung. 1. zum Nachtheile. E. ihr Zweck war, die Frau um ihre Rechte zu bringen. 8. B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 115 dem Tage der im 238. Artikel erwähnten? Reſolution an zu rechnen, ſie mag in der Eheſcheidungsſache Klägerin oder Beklagte ſeyn, zu Sicherung ihrer Rechte verlan⸗ gen, daß das gemeinſchaftliche Mobiliarvermögen unter Siegel gelegt werde. Nur gegen Errichtung eines mit Taxation verbundenen Inventariums, wobey der Mann ſich verpflichtet, die verzeichneten Gegenſtände entweder einſt herbeyzuſchaffen, oder als gerichtlicher Bewahrer für ihren Werth zu haften, dürfen dieſe Siegel wieder abgenommen werden. 271. Jede nach dem Tage der im 2538. wähnten Reſolution von dem Manne für 2 tergemeinſchaft übernommene Verbindlichkeit, jede nach dieſer Zeit von ihm gemachte Veräußerung von dazu gehörigen Immobilien, ſoll für ungiltig erklärt werden, wenn anders erwieſen wird, daß ſie zu Beeinträchti⸗ gung ²⁶)(in fraudem) der Rechte der Frau geſche⸗ hen oder übernommen worden ſey. lrtikel er⸗ e — 5) di d . Dritter Abſchnitt. Von den Einreden gegen die Zuläſſigkeit 27)(fins de non-recevoir) der Eheſcheidungsklage aus beſtimm⸗ ter Urſache. 272. Die Klage auf Eheſcheidung erliſcht durch die Ausſöhnung der Ehegatten, es mag dieſe ſeit den That⸗ ſachen, die zu dieſer Klage hätten berechtigen können, oder ſeit wirklich angeſtellter Eheſcheidungsklage erfolgt ſeyn. 275. In einem wie im andern Falle ſoll die Klage für unzuläſſig erklärt werden; doch kann der Kläger eine neue Klage anſtellen, wenn ſeit der Ausſöhnung eine neue Eheſcheidungsurſache eingetreten iſt, und alsdann zu Unterſtüͤtzung ſeiner neuen Klage von den vorigen Ur⸗ ſachen Gebrauch machen. 274. Läugnet der Kläger, daß eine Ausſöhnung Statt gehabt habe, ſo muß dieß der Beklagte entweder 27) Gruͤnden der Unzulaͤßigkeit. L. Unzulaͤßigkeitsmit⸗ teln.§. Einreden, wodurch die Einlaſſung abgelehnt wird. D. Cod. N. 1. B. 8 414 L. I. T. VI. Du Divorce. soit par écxrit, soit par témoins, dans la forme prescrite en la première section du présent cha- pitre. CHAPITRE III. Du Divorce par Consentement mutuel. 275. Le consentement mutuel des époux ne sera point admis, si le mari a moins de vingt-cinq ans, ou si la femme est mineure de vingt-un ans. 276. Le consentement mutuel ne sera admis qu'après deux ans de maxiage. 277. Il ne pourra plus l'être après vingt ans de mariage, ni lorsque la femme aura quarante-cinq ans. 278. Dans aucun cas, le consentement mu- tuel des époux ne suffira, s'il n'est autorisé par leurs pères et mères, ou par leurs autres ascendants vivants, suivant les règles prescrites par l'article 250, au titre du Mariage. 279. Les époux déterminés à opérer le divorce par consentement mutuel, seront tenus de faire préalablement inventaire et estimation de tous leurs biens meubles et immeubles, et de régler leurs droits respectifs, sur lesquels il leur sera néanmoins libre de transiger. 280. IIs seront pareillement tenus de consta- ter par écrit leur convention sur les trois points qui suivent: 1⁰ A qui les enfants nés de leur union seront confiés, soit pendant le temps des épreuves, soit après le divorce prononcé; 2° Dans quelle maison la femme devra se re- tirer et résider pendant le temps des épreuves; 8) ſchriftlich. D. M. u. L. 29) wird nicht angenommen. 8. iſt nicht zulaͤſſig. J. 0) ihre Uebereinkunft ſchriftlich zu bewaͤhren. D. u. M. 18 B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 115 durch Documente 28) oder durch Zeugen, in der im er⸗ ſten Abſchnitte des gegenwärtigen Capitels vorgeſchriebe⸗ nen Form, beweiſen. Drittes Capitel. Von der Eheſcheidung auf wechſelſeitige Einwil⸗ ligung. 275. Die wechſelſeitige Einwilligung der Ehegat⸗ ten wird nicht berückſichtiget ⸗L9), wenn der Mann noch keine fünf und zwanzig, oder die Frau noch keine ein und zwanzig Jahre alt iſt. 226. Die wechſelſeitige Einwilligung wird nicht beruͤckſichtigt, wenn die Ehe noch nicht zwey Jahre be⸗ ſtanden hat. 277. Sie wird nicht mehr berückſichtiget, wenn die Ehe ſchon zwanzig Jahre beſtanden hat, und eben ſo wenig, wenn die Frau fünf und vierzig Jahre alt iſt. 278. In keinem Falle iſt die wechſelſeitige Einwil⸗ ligung der Ehegatten hinreichend, wenn ſie nicht von ihren Eltern, oder von ihren andern noch lebenden As⸗ cendenten, in Gemäßheit der im 150. Artikel des Titels von der Ehe enthaltenen Verſchriften, genehmiget iſt. 279. Die Ehegatten, welche entſchloſſen ſind, die Eheſcheidung durch wechſelſeitige Einwilligung auszu⸗ wirken, müſſen vor allen Dingen ihr ganzes Mobiliar⸗ und Immobiliarvermögen inventiren und taxiren laſſen, und ihre wechſelſeitigen Rechte reguliren, worüber es ih⸗ nen jedoch freyſteht, ſich zu vergleichen.„ 280. Sie ſind gleichfalls verbunden, ihre überein⸗ kunft über folgende drey Punkte ſchriftlich darzuthun: 3³⁰) 1.) Wem die aus ihrer Ehe erzeugten Kinder an⸗ vertraut werden ſollen, ſowohl während der Prüfungs⸗ zeit, als nach ausgeſprochener Eheſcheidung; 2.) In welches Haus die Ehefrau ſich begeben, und während der Prüfungszeit wohnen ſoll; ſchriftlich zu bewaͤhren, daß ſie unter einander einig geworden ſind. E., ſie muͤſſen ſich ſchriftlich abfinden. S. 8 116 1. I. T. VI. Du Divorce. 3⁰ Quelle somme le mari devra payer à sa fem- me pendant le mèême temps, si elle n'a pas des re- venus suffisants pour fournir à ses besoins. 281. Les époux se présenteront ensemble, et en personne, devant le président du tribunal ci- vil de leur arrondissement, ou devant le juge qui en fera les fonctions, et lui feront la déclaration de leur volonté, en présence de deux notaires amenés par eux. 282. Le juge fera aux deux époux réunis, et 2 chacun d'eux en particulier, en présence des deux notaires, telles représentat ions et exhortations qu'il croira convenables; il leur donnera lecture du chap- Iv du présent titre, qui règle les eſebs du Divor- ce, et leur développera toutes les consequences de leur démarche. 235. Si les époux persistent dans leur résolu- tion, il leur sera donné acte, par le juge, de ce qu'ils demandent le divorce et y consentent mutuel- lement; et ils seront tenls de produire et déposer à l'instant, entre les mains des notaires, outre les actes mentionnés aux art. 279 et 280, 1⁰ Les actes de leur naissance, et celui de leur mariage; 25 Les actes de naissance et de décès de tous les enfants nés de leur union; 30 La déclaration authentique de leurs père et mère ou autres ascendants vivants, portant que, pour les causes à eux connues, ils autorisent tel ou telle, leur fils ou³ fille, petit-fils ou betite-fllle, marié ou mariée à tel ou telle, à demander le divorce et à y consentir. Les pères, mères, aieuls et aieules des époux, seront présumés vivants jus- qu'à la représentation des actés constatant leur décès. 284. Les notaires dresseront procès-verbal dit et fait en exécu- détaillé de tout ce qui aura été 1s B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 117 3.) Welche Summe der Mann während derſelben Zeit ſeiner Frau zahlen ſoll, wenn ſie nicht Einkünfte genug hat, um ihre Vedürfniſſe zu beſtreiten. 281. Die Ehegatten muüͤſſen mit einander und in ei⸗ gener Perſon vor dem Präſidenten des Civilgerichtes ih⸗ res Arrondiſſements, oder vor dem Richter, der ſeine Stelle verſieht, erſcheinen, und ihm in Gegenwart zwey⸗ er von ihnen mitgebrachten Notarien ihren Willen er⸗ klären. 282. Der Richter ſoll in Gegenwart de tarien beyden Ehegatten zuſammen, und je dern insbeſon⸗ dere, diejenigen Vorſtellungen machen und Ermahnun gen geben, die er für ſchicklich erachten wird; er ſoll ih— nen das vierte Capitel des gegenwärtigen Titels vorleſen, welches die Wirkungen der Eheſcheidung be⸗ ſtimmt, und ihnen alle Folgen ihres Schrittes ent⸗ wickeln. 283. Beſtehen die Ehegatten auf ihrem Entſchluß, ſo wird ihnen von dem Richter eine Beſcheinigung darüber ertheilt, daß ſie die Eheſcheidung verlangen, und wech⸗ ſelſeitig in dieſelbe einwilligen; auſſer den im 279 und 280. Artikel erwähnten Urkunden, müſſen ſie noch auf der Stelle produciren und in die Hände der Notarien niederlegen: 2.) Ihre Geburtsurkunden und ihre Heirathsur⸗ kunde; 2.) Die Geburts⸗ und Todesurkunden aller aus ih⸗ rer Ehe erzeugten Kinder; 3.) Die in beglaubigter Form von ihr en Eltern oder 31) anderen noch lebenden Ascendenten dahin aus⸗ geſtellte Erklärung, daß ſie, aus ihnen deraunen Urſa⸗ chen, den oder die, ihren Se hn. oder ihre Tochter, Enkel oder Enkelin, welcher oder welche mit dieſem der jener verheirathet iſt, aut eriſiren, die Eheſchei⸗ da nachzuſuchen, und in ſelbige einzuwilligen. Es wird ſo lange vermuthet, daß die Eltern und Großeltern der Chrgnen noch am Leben ſeyen„bis die Urkunden beygebracht u werd den, weche ihr Abſterben erweiſen. 23 4. Die Notarien nehmen uͤber alles, was zu 5 0 Folge der vor ahergehenden Artikel geſagt oder gethan wor r zwey No⸗ 31) und. E. 7 118 L. I. T. VI. Du Divorce. tion des articles précédents; la minute en restera au plus dgé des deux notaires, ainsi que les pièces produites, qui demeureront annexées au Procès- verbal, dans lequel il sera fait mention de l'avertis- sement qui sera donné à la femme de se retirer, dans les vingt-quatre heures, dans la maison con- venue entre elle et son mari, et d'y résider jusqu'au divorce prononcé. 285. La déclaration ainsi faite sera renouvelée dans la première quinzaine de chacun des quatriè- me, septième et dixième mois qui suivront, en ob- servant les mêmes formalités. Les parties seront obligées à rapporter chaque fois la preuve, par acte public, que leurs pères, mères, ou autres ascen- dants vivants, persistent dans leur première dé- termination; mais elles ne seront tenues à répéter la production d'aucun autre acte. 286. Dans la quinzaine du jour oð sera révo- lue Pannée, à compter de la première déclaration, les époux, assistés chacun de deux amis, personnes notables dans Tarrondissement, âgés de cinquante ans au moins, se présenteront ensemble et en per- sonne devant le président du tribunal ou le juge qui en fera les fonctions; ils lui remettront les ex- péditions en bonne forme, des quatre procès-ver- baux contenant leur consentement mutuel, et de tous les actes qui y auront été annexés, et requer- ront du magistrat, chacun séparément, en présen- ce néanmoins l'un de l'autre et des quatre notables, l'admission du divorce. 287. Après que le juge et les assistants auront fait leurs observations aux époux, s'ils persévèrent, il leur sera donné acte de leur réquisition, et de la remise par eux faite des pièces à l'appui; le greffier du tribunal dressera procès-verbal, qui sera s18116. rant par les parties(à moins qu'elles ne déclarent — 1s B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 119 den iſt, ein ausführliches Protokoll auf; das Original deſſelben behält der älteſte der beyden Notarien, ſo wie auch die producirten Beweisurkunden, welche dem Pro⸗ tokoll beygefügt bleiben; in dieſem Protokoll muß auch bemerkt werden, daß die Frau die Weiſung erhalten hat, ſich in Zeit von vier und zwanzig Stunden in das Haus, über welches ſie mit ihrem Manne übereingekommen iſt, zu begeben, und bis nach ausgeſprochener Eheſcheidung daſelbſt zu wohnen. 285. Die auf dieſe Art erfolgte Erklärung muß in den erſten vierzehn Tagen des darauf folgenden vierten, ſiebenten und zehnten Monats, unter Beobachtung der nämlichen Formalitäten, wiederholt werden. Jedesmal müſſen die Partheyen durch öffentliche Urkunden darthun, daß ihre Eltern oder andere noch lebende Ascendenten auf ihrem erſten Entſchluſſe beharren; dagegen brauchen ſie keine andere Urkunde nochmals zu produciren. 286. In den erſten vierzehn Tagen nach Ablauf eines Jahres, von dem Tage der erſten Erklärung an ge⸗ rechnet, müſſen die Ehegatten mit einander und in eigener Perſon, jeder in Begleitung zweyer Freunde, die auf der Liſte der Notabeln des Arrondiſſements ſtehen 32), und wenigſtens fünfzig Jahre alt ſind, vor dem Präſi⸗ denten des Gerichtes oder dem Richter, der deſſen Stel⸗ le vertritt, erſcheinen; ſie müſſen ihm Ausfertigungen in beglaubigter Form von den vier Protokollen(*), welche ihre wechſelſeitige Einwilligung enthalten, ſo wie von allen Urkunden überreichen, die den Protokollen bey⸗ gefügt wurden, und, jeder beſonders, jedoch der Eine in Gegenwart des Andern und der vier Norabeln, den Rich⸗ ter erſuchen, die Eheſcheidung zuzulaſſen. 287. Nachdem der Richter und die Beyſtände den Ehegatten ihre Vorſtellungen gemacht haben, ſo wird ih⸗ nen, wenn ſie auf ihrem Vorſatz beharren, über ihr Ge⸗ ſuch, und die von ihnen geſchehene Einreichung der da⸗ zu gehörigen Beweisdocumente eine Beſcheinigung er— theilt; der Gerichtsſchreiber nimmt hierüber ein Proto⸗ 7 & (*) S. Art. 284 u. 285. 32²) notable Perſonen des Bezirks. L. angeſehene Ein⸗ wohner des Bezirks. S. O[.O— —— —— 126 L. I. T. VI. Du Divorce. ne savoir ou ne pouvoir signer, auquel cas il en sera fait mention), que par les quatre assistants, le juge et le greffier. 288. Le juge mettra de suite, au bas de ce procès-verbal, son ordonnance portant que, dans les trois jours, il sera par lui référé du tout au tri- bunal en la chambre du conseil, sur les conclusions par écrit du procureur impérial, auquel les pièces seront, à cet effet, communiquées par le greffier. 269. Si le procureur impérial trouve dans les pièces la preuve que les deux époux étaient dgés, le mari de vingt-cinq ans, la femme de vingt-un ans, lorsqu'ils ont fait leur première déclaration; qu'à cette époque ils étaient mariés depuis deux ans, que le mariage ne remontait pas à plus de vingt, que la femme avait moins de quarante-cinq ans, que le consentement mutuel a été exprimé quatre fois dans le cours de l'année, après les pré- alables ci-dessus prescrits, et avec toutes les for- malités requises par le présent chapitre, notam- ment avec l'autorisation des pères et meres des époux, ou avec celle de leurs autres ascendants vi- vants en cas de prédécès des pères et mères, il don- nera ses conclusions en ces termes, La loi permet; dans le cas contraire, ses conclusions seront en ces termes, La loi empéche. 290. Le tribunal, sur le référé, ne pourra faire d'autres vérifications que celles indiquées par Tarticle précédent. S'il en résulte que, dans Popi- nion du tribunal, les parties ont satisfait aux con- ditions et rempli les formalités déterminées par la loi, il admettra le divorce, et renverra les parties devant l'officier de l'état civil, pour le faixe pronon- cer: dans le cas contraire, le tribunal déclarera qu'il n'y a pas lieu à admettre le divorce, et dédui- ra les motifs de la décision. déclaré 291. L'appel du jugement qui aurait ne sera ne pas y avoir lieu à admettre le divorce, 1s B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 121 koll auf, das die Partheyen ſowohl(ſie müßten dann er⸗ klären, daß ſie im Schreiben unerfahren ſeyen, oder nicht unterzeichnen können, in welchem Falle dieſes be⸗ merkt wird) als die vier Beyſtände, der Richter und Ge⸗ richtsſchreiber unterzeichnen. 288. Der Richter ſetzt ſogleich unter das Protokoll ſeine Reſolution, des Inhalts, daß er in drey Tagen auf den ſchriftlichen. Antrag des kaiſerlichen Procurators, welchem zu dieſem Ende die Acten durch den Gerichts⸗ ſchreiber mitgetheilt werden ſollen, dem Gerichte in dem Seſſionszimmer über das Ganze Vortrag halten werde. 289. Findet der kaiſerliche Procurator in den Acten den Beweis, daß, als beyde Ehegatten ihre erſte Erklä⸗ rung abgegeben, der Mann fünf und zwanzig, und die Frau ein und zwanzig— alt waren; daß ſie zu die⸗ ſer Zeit ſchon zwey Jahre verheirathet gewef ſen; daß ih⸗ re Ehe nicht über zwanzig Jahre beſtanden; daß die Frau noch keine fünf und vierzig Jahre alt war; daß die wech⸗ ſelſeitige Einwilligung viermal im Laufe des Jahrs er⸗ klärt worden iſt, nach vorgängiger Erfüllung desjenigen, was hier oben beſtimmt iſt, und mit allen in dem gegen— wärtigen Capitel vorgeſchriebenen Formalitäten, nament⸗ lich mit der Autoriſation der Eltern, oder wenn die El⸗ tern früher geſtorben waren, der übrigen noch lebenden Ascendenten der Ehegatten; ſo macht er ſeinen Antrag mit den Worten: das Geſetz erlaubt; in dem ent⸗ gegengeſetzten Falle beſteht ſein Antrag in den Worten: das Geſetz verhindert. 290. Das Gericht kann nach geſtattetem Vortrage ſeine Unterſuchung auf keine andere, als die im vorher⸗ gehenden Artikel bezeichneten Gegenſtände ausdehnen. Ergibt ſich hieraus, daß, nach der Meinung des Ge⸗ richtes, die Partheyen den Bedingungen Genüge gelei⸗ ſtet, und die Formalitäten beobachtet haben, die in dem Geſetze Jindm ſind, ſo läßt es die Eheſcheidung zu, und verweiſt die Partheyen vor den Civilſtandsbeamten, um ſolche öffentlich erklären zu laſſen. Im entgegenge⸗ ſetzten Falle erklärt das Gericht, daß die Eheſcheidung nicht Statt habe, und führt die Gründe ſeiner Entſchei⸗ 201⸗ Die Appellation gegen das Urtheil, welches die Eheſcheidung für unſtatthaft erklärt, ſoll nur dann 122 L. I. T. VI. Du Divorce. recevable qu'autant qu'il sera interjété par les deux parties, et néanmoins par actes séparés, dans les dix jours au plutôt, et au plus tard dans les vingt jours de la date du jugement de premieère instance. 292. Les actes d'appel seront réciproquement signiflés tant à'autre époux qu'au procureur impé- rial au tribunal de première instance. 293. Dans les dix jours, à compter de la signification qui lui aura été faite du second acte d'appel, le procureur impérial au tribunal de pre- mière instance fera passer au procureur général impérial en la cour d'appel, l'expédition du juge- ment, et les pièces sur lesquelles il est intervenu. Le procureur général impérial en la cour d'appel donnera ses conclusions par écrit, dans les dix jours qui suivront la réception des pièces: le président, ou le juge qui le suppléera, fera son rapport à la cour d'appel, en la chambre du conseil, et il sera statué définitivement dans les dix jours qui suivront la remise des conclusions du procureur général impérial. 294. En vertu de l'arrèt qui admettra le di- vorce, et dans les vingt jours de sa date, les par- ties se présenteront ensemble et en personne de- vant l'officier de l'état civil, pour faire prononcer le divorce. Ce délai passé, le jugement demeurera comme non avenu. CHAPITRE IV. Des Effets du Divoxce. 295. Les époux qui divorceront pour quelque cause que ce soit, ne pourront plus se réunir. cause déterminée, la femme divorcée ne pourra 86 remarier que dix mois après le divorce prononcèé. 296. Dans le cas de divorce prononcé pour as B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 125 angenommen werden, wenn ſie von beyden Theilen, je⸗ doch von jedem in einer beſondern Schrift, auf's früheſte in zehn Tagen, und auf's ſpäteſte in zwanzig Tagen nach dem Datum des Urtheils des Gerichtes erſter In⸗ ſtanz eingelegt worden iſt. 292. Die Appellationsſchriften ſollen ſowohl wech⸗ ſelſeitig dem andern Ehegatten, als dem keaiſerlichen Procurator bey dem Gerichte erſter Inſtanz inſinuirt werden. 293. Der kaiſerliche Procurator bey dem Gerichte erſter Inſtanz ſoll in den erſten zehn Tagen, von der ihm geſchehenen Inſinuation der zweyten Appellationsſchrift an zu rechnen, dem kaiſerlichen Generalprocurator bey dem Appellationsgerichte eine Ausfertigung des Urtheils und die Acten, auf welche es geſprochen worden iſt, zu⸗ ſenden. Der kaiſerliche Generalprocurator bey dem Ap⸗ pellationsgericht macht in den nächſten zehn Tagen nach dem Empfang der Acten ſeinen Antrag ſchriftlich. Der Präſident oder der Richter, der ſeine Stelle vertritt, er⸗ ſtattet ſeinen Vortrag dem Appellationsgerichte in dem Seſſionszimmer, und in zehn Tagen, nachdem der kai⸗ ſerliche Generalprocurator ſeinen Antrag überreicht hat, muß das Endurtheil geſprochen werden. 294. Kraft des Urtheils, das die Eheſcheidung zu— läßt, und innerhalb zwanzig Tagen nach Erlaſſung deſ⸗ ſelben, müſſen die Partheyen mit einander und in eige⸗ ner Perſon vor dem Civilſtandsbeamten erſcheinen, um die Eheſcheidung öffentlich erklaren zu laſſen. Iſt dieſe Friſt verſtrichen, ſo wird das Urtheil als nicht ergangen angeſehen. Viertes Capitel. Von den Wirkungen der Eheſcheidung. 295. Die Ehegatten, welche aus irgend einer Ur⸗ ſache geſchieden worden ſind, können ſich nicht wieder mit einander verheirathen. 296. Iſt die Eheſcheidung wegen beſtimmter Urſa⸗ che erfolgt, ſo kann die geſchiedene Frau ſich nicht eher als zehn Monate nach ausgeſprochener Eheſcheidung wie⸗ der verheirathen. 124 1. I. T. VI. Du Divorce. 297. Dans le cas de divorce par consentement mutuel, aucun des deux époux ne pourra contracter un nouveau mariage que trois ans après la pronon- ciation du divorce. 298. Dans le cas de divorce admis en justice pour cause d'adultère, Pépoux coupable ne pourra Jamais se marier avec son complice. La lemme adultère sera condamnée par le même jugement, et sur la réquisition du ministère public, à la xe- clusion dans une maison de correction pour un temps déterminé, qui ne pourra èêtre moindre de trois mois, ni excéder deux années. 299. Pour quelque cause que le divorce ait Jieu, hors le cas du consentement mutuel, l'époux contre lequel le divorce aura été admis, perdra tous les avantages que l'autre époux Iui avait faits, soit par leur contrat de maxriage, soit depuis le maria- ge contracte. 500. L'époux qui aura obtenu le divorce, con- servera les avantages à lui faits par l'autre époux, encore qu'ils aient été stipulés réciproques, et que la réciprocité n'ait pas lieu. 301. Si les époux ne s'étaient fait aucun avan- tage, ou si ceux stipulés ne paraissaient pas suffi- sants pour assurer la subsistance de P'époux qui a obtenu le divorce, le tribunal pourra lui accorder, sur les biens de l'autre époux, une pension alimen- taire, qui ne pourra excéder lle tiers des revenus de oet autre 6poux. Cette pension sera révocable dans le cas ou elle cesserait d'etre nécessaire. 302. Les enfants seront confiés à l'époux qui a obtenu de divorce, à moins que le tribunal, sur la demande de la famille ou du procureur impérial, n'ordonne, pour Je plus grand avantage des en- fants, que tous ou quelques- uns d'eux seront con- 1s B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 125 297. Iſt die Eheſcheidung auf wechſelſeitige Ein⸗ willigung erfolgt, ſo kann keiner der beyden Ehegatten eher eine neue Ehe ſchließen, als drey Jahre nach aus⸗ geſprochener Eheſcheidung. 298. Iſt die Eheſcheidung wegen eines begange⸗ nen Ehebruchs von dem Gerichte zugelaſſen worden, ſo kann der ſchuldige Ehegatte ſich niemals mit ſeinem Mit⸗ ſchuldigen verheirathen. Die ehebrecheriſche Frau ſoll in demſelben Urtheil, und auf den Antrag des kaiſerlichen Procurators auf eine beſtimmte Zeit, die nicht kürzer als drey Monate, und nicht länger als zwey Jahre ſeyn darf, zur Einſperrung in ein Zuchthaus verurtheilt wer⸗ den. 299. Aus welcher Urſache die Eheſcheidung auch er⸗ folgt ſeyn mag, den Fall der wechſelſeitigen Einwilligung ausgenommen, ſo verliert der Ehegatte, gegen welchen die Eheſcheidung zugelaſſen worden iſt, alle Vortheile, die ihm der andere Ehegatten durch den Heirathscontract oder auch ſeit geſchloſſener Ehe zugewendet hat. 300. Der Ehegatte, welcher die Eheſcheidung aus⸗ gewirkt hat, behält die von dem andern Ehegatten ihm zugewendeten Vortheile, ſelbſt wenn ausbedungen war, daß ſie wechſelſeitig ſeyn ſollten, dieſe Gegenſeitigkeit aber nicht mehr Statt hat. ³³) 301. Haben die Ehegatten ſich keine Vortheile zu⸗ gewendet, oder ſcheinen die ausbedungenen nicht hinrei⸗ chend, um den Unterhalt des Ehegatten, welcher die Ehe⸗ ſcheidung ausgewirkt hat, zu ſichern, ſo kann ihm das Gericht aus dem Vermögen des andern Ehegatten jähr⸗ liche Alimentengelder zuerkennen, die jedoch das Drittel der Einkünfte dieſes andern Ehegatten nicht überſchreiten dürfen. Dieſe Alimentengelder können in dem Falle, wenn ſie nicht mehr nothwendig ſind, eingezogen werden. 502. Die Kinder werden dem Ehegatten, der die Eheſcheidung ausgewirkt hat, anvertraut, wenn nicht das Gericht auf Anſuchen der Familie oder des kaiſerli⸗ chen Procurators zum augenſcheinlichen Beſten der Kin⸗ der verordnet, daß ſie alle, oder einige von ihnen, der 33) auch wenn ſie wechſelſeitig bedungen, aber von ihm nicht gegenſeitig gewährt worden ſind. E. 126 L. I. T. VI. Du Diorce. fiés aux soins soit de lautre époux, soit d'une tier- ce personne. 303. Quelle que soit la personne à laquelle les enfants seront confiés, les père et mère conser- veront respectivement le droit de surveiller l'en- tretien et l'sducation de leurs enfants, et sexont te- nus d'y contribuer à proportion de leurs facultés. 304. La dissolution du mariage par le divor- ce admis en justice, ne privera les enfants nés de ce mariage, d'aucun des avantages qui leur étaient assurés par les lois, ou par les conventions matri- moniales de leurs père et mère; mais il n'y aura d'ouverture aux droits des enfants que de la mème manière et dans les mèêmes circonstances où ils se seraient ouverts s'il n'y avait pas eu de divorce. 305. Dans le cas de divorce par consentement mutuel, la propriété de la moitié des biens de cha- cun des deux époux, sera acquise de plein droit, du jour de leur première déclaration, aux enfants nés de leur mariage: les père et mère conserve- ront néanmoins la jouissance de cette moitié, jus- qu'à la majorité de leurs enfants, à la charge de pourvoir à leur nourriture, entretien et éducation, conformément à leur fortune et à leur état: le tout sans préjudice des autres avantages qui pourraient avoir été assurés auxdits enfants par les conven- tions matrimoniales de leurs pêére et mère. CHAPITRE V. Da la Séparation de corps. 306. Dans les cas oCi il y a lieu à la demande en divorce pour cause déterminée, il sera libre aux Spoux de former demande en séparation de corps. 3⁰7. LElle sera intentée, instruite et jugée de la mème manière que toute autre action civile; elle ne pourra avoir lieu Par le consentement mu- tuel des époux. 15 B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 127 Fürſorge des andern Ehegatten oder einer dritten Perſon anvertraut werden ſollen. 303. Wem auch immer die Kinder anvertraut ſeyn mögen, ſo behalten doch Vater und Mutter beyderſeits das Recht, über den Unterhalt und die Erziehung ihrer Kinder die Aufſicht zu führen, und ſind verbunden, nach Verhältniß ihres Vermögens dazu beyzutragen. 304. Die Auflöſung der Ehe durch eine gerichtlich zugelaſſene Scheidung ſoll den aus dieſer Ehe erzeugten Kindern keinen der Vortheile entziehen, die ihnen entwe⸗ der durch die Geſetze oder durch die Eheberedung ihrer Eltern zugeſichert worden ſind; der wirkliche Anfall die⸗ ſer Rechte der Kinder ſoll aber nur auf eben die Weiſe und unter eben den Umſtänden eintreten, unter welchen ſie ihnen zugefallen ſeyn würden, wenn die Eheſcheidung nicht erfolgt wäre. 3⁰05. Im Falle einer auf wechſelſeitige Einwilli⸗ gung erfolgten Eheſcheidung fällt das Eigenthum der Hälfte des Vermögens eines jeden Ehegatten, von dem Tage ihrer erſten Erklärung an, den aus dieſer Ehe er⸗ zeugten Kindern, kraft des Geſetzes(ipso jure) an⸗ heim; doch behalten der Vater und die Mutter den Ge⸗ nuß dieſer Hälfte bis zur Volljährigkeit ihrer Kinder mit dem Bedinge, für deren Nahrung, Unterhalt und Erziehung nach ihrem Vermögen und Stande zu ſorgen, alles ohne Abbruch der übrigen Vortheile, welche den beſagten Kindern durch die Eheberedung ihrer Eltern et⸗ wa zugeſichert ſeyn mögen. Fuͤnftes Capitel. Von der Scheidung von Tiſch und Bette. 306. In den Fällen, wo die Klage auf Eheſchei⸗ dung aus beſtimmter Urſache Statt findet, ſteht es den Ehegatten frey, ihr Geſuch auf Scheidung von Tiſch und Bette zu richten. 307. Dieſe Klage wird eben ſo, wie jede andere Civilklage, angeſtellt, verhandelt und entſchieden; auf bloße wechſelſeitige Einwilligung der Ehegatten ſoll die⸗ ſelbe nicht Statt finden. 128 L. I. T. VI. Du Divorce. La femme contre laquelle la séparation de corps sera prononcée pour cause d'adultere, se- ra condamnée par le mèême jugement, et sur la ré- quisition du ministère public, à la reclusion dans une maison de correction pendant un temps déter- miné, qui ne pourra être moindre de trois mois, ni excéder deux années. 309. Le mari restera le maitre d'axrèter LVef- fet de cette condamnation, en consentant à repren- dre sa femme. 310. Lorsque la séparation de corps prononcée pour toute autre cause que l''adultère de la femme, aura duré trois ans, l'époux qui était originaire- ment défendeur, pourra demander le divorce au tribunal, qui Padmettra, si le demandeur originai- re, présent ou důment appelé, ne consent pas im- médiatement à faire cesser la séparation. 308. 311. La séparation de corps emportera tou- jours séparation de biens. rrTRE SEPTIEME. De la Paternité et de la Filiation. (Décrété le 23 mars 1803. Promulgué le 2 avril.) CHAPITRE PREMIER. De la Filiation des Enfants légitimes ou nés dans le Maxiage. 312. L'enfant conçu pendant le mariage à pour père le mari. Néanmoins celui-ci pourra désa s'il prouve que, pendant le temps qui puis le trois-centième jusqu'au cent-qu tième jour avant la naissance de cet e vouer Penfant, a couru de- atre-ving- nfant, il 28 B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 129 3⁰8. Die Frau, gegen welche wegen eines began⸗ genen Ehebruchs auf Scheidung von Tiſch und Bette er⸗ kanne wied⸗ ſoll in demſelben Urtheile, und auf den An⸗ trag des kaiſerlichen Procurators auf eine beſtimmte Zeit, die nc kuͤrzer als drey Monate, und nicht länger als zwey Jahre ſeyn darf, zur Einſpe errung in ein Zuchthaus verurth eilt werden. 309. Der Mann behält es in ſeiner Gewalt, die irkung di ieſer Verurihellung dadurch aufzuhebe en, daß er ſich entſchließt ſeine Fean wieder zu ſich zu neymene 310. at die aus einer andern Urſache, als wegen Ehebruchs der Frau, erkannte deennung von Tiſch und Bette drey Jahre gedauert, ſo kann der Ehegatte, der urſprünglich Beklagter war, die Eheſcheidun g von dem Gerichte verlangen, welches ſie auch zulaſſen muß, wenn der urſprüngliche Kläger, nachdem er erſchienen⸗ oder och gehörig vorgeladen worden iſt, nicht auf der Stelle einwilliget, die Trennung von Tiſch und Bette aufzu⸗ heben. 311. Die S ig immer Sonderung Wi 4 2 heidung von Tiſch und Bette zieht ch der Güter nach ſich. Siebenter Titel. Von der Vaterſchaft und der Kindſchaft CFiliation) (Decretirt den 23. Maͤrz 1803. Promulgirt den 2. April.) 2- A†fn Erſtes Capitel. Von der Abſtammung Filiation) rechtmaͤßiger oder in der Ehe geborner Kinder. 11 312. Ein während der Ehe empfangenes Kind hat den Ehemann zum Vater. Dieſer iſt jedoch berechtiget, die Anerkennung des Kindes zu verweigern, wenn er beweiſt, daß es ihm in der ganzen Z1 viſchenze it von dem der)hendeeih ten bis zum hundert und achtzigſten Tage vor der Geburt des Kindes, Cod. N. I B. 9 [OQ—ᷣ—ᷣ—ᷣ—ÿ—ᷣ—ꝛͦ—ꝛ—ꝛ:ÿ½½ —— 1530 L. I. T. VII. Paternité et Filiation. ctait, soit par cause d'éloignement, soit par T'effet de quelque accident, dans Pimpossibilité physique de cohabiter avec sa femme. 313. Le mari ne pourra, en alléguant son impuissance naturelle, désavouer l'enfant: il ne pourra le désavouer mêème pour cause d'adultère, a moins que la naissance ne lui ait été cachée, au- quel cas il sera admis aà proposer tous les faits pro- pres à justifier qu'iln'en est pas le père. 314. L'enfant né avant le cent-quatre-ving- tième jour du mariage, ne pourra être désavoué par le mari, dans les cas suivants: 10 S'il a eu connaissance de la grossesse avant le mariage; 2 S'il a assisté à l'acte de naissance, et si cet acte est signé de lui, ou contient sa déclaration — 2; 5 ⸗, 2 qu'il ne sait signer; 3⁰ 8i Penfant n'est pas déclaré viable. 315. La légitimité de V'enfant né trois cents jours après la dissolution du mariage, pourra être contestée. 316. Dans les divers cas où le mari est auto- riséà réclamer, il devra le faire, dans le mois, S'il se trouve sur les lieux de la naissance de l'enfant; Dans les deux mois après son retour, si, à la méême époque, il est absent; Dans les deux mois après la découverte de 12 fraude, si on lui avait caché la naissance de l'en- fant. 317. Si le mari est mort avant d'avoir fait sa. réclamation, mais étant encore dans le délai utile pour la faire, les héeritiers auront deux mols 15 B. 7* T. Von der Vaterſchaft ꝛc. 131 entweder wegen ſeiner Entfernung oder wegen eines an⸗ dern Zufalles 1) phyſiſch unmöglich geweſen ſeye, ſeiner Gattin ehelich beyzuwohnen. 313. Der Ehemann iſt nicht berechtiget unter dem Vorwand ſeines natürlichen Unvermögens die Anerken⸗ nung des Kindes zu verweigern; ſelbſt aus dem Grunde eines(von ſeiner Ehegattin begangenen) Ehebruches darf er die Anerkennung deſſelben nicht verweigern, es ſey denn, daß ihm die Geburt verheimlichet worden wäͤ⸗ re, im welchem Falle es ihm verſtattet iſt, alle Thatſachen anzuführen, die geeignet ſind zu beweiſen, daß er der Vater des Kindes nicht ſey. 314. Die Anerkennung eines Kindes, das vor dem hundert und achtzigſten Tage der Ehe geboren iſt, darf in folgenden Fällen von dem Ehemanne nicht verweigert werden: 1.) wenn ihm die Schwangerſchaft vor der Ehe be⸗ kannt war; 2.) wenn er der Abfaſſung der Geburtsurkunde bey⸗ gewohnt hat, und dieſe Urkunde von ihm unterzeich⸗ net iſt, oder ſeine Erklärung enthält, daß er im Schreiben unerfahren ſey; 3.) wenn das Kind für nicht lebensfähig erklärt worden iſt. 315. Die eheliche Geburt eines Kindes, das drey⸗ hundert Tage nach aufgelöſter Ehe geboren worden iſt, kann beſtritten werden. 3516. In den verſchiedenen Fällen, worin dem Ehe⸗ manne ein Widerſpruch verſtattet iſt, muß er dieſen in Zeit eines Monates einlegen, wenn er ſich an dem Orte befindet, wo das Kind geboren worden iſt; in zwey Monaten nach ſeiner Zurückkunft, wenn er zur Zeit der Geburt abweſend war; in zwey Monaten nach entdecktem Betrug, wenn man ihm die Geburt des Kindes verheimlichet hatte. 317. Iſt der Ehemann ehe er ſeinen Widerſpruch eingelegt hat, jedoch vor Ablauf der hiezu verſtatteten Friſt, geſtorben, ſo haben die Erben eine Friſt von zwey —) Unfalles. F. 152 L. I. T. VII. Paternité et Filiation. pour contester la légitimité de l'enfant, à comp- ter de l'époque où cet enfant se ser)it mis en pos- session des biens du mari, ou de l'époque ou les néritiers seraient troublés par l'enfant dans cette possession. 318. Tout acte extrajudiciaire contenant le désaveu de la part du mari ou de ses héritiers, se- ra comme non avenu, s'il n'est suivi, dans le dé- lai d'un mois, d'une action en justice, dirigée contre un tuteur ad hoc donné à T'enfant, et en présence de sa mère. CHAPITRE II. Des Preuves de la Filiation des Enfants légitimes. 319. La flliation des enfants légitimes se prouve par les actes de naissance inscrits sur le registre de P'état civil. 320. A défaut de ce titre, la possession cons- tante de l'état d'enfant légitime suffit. 321. La possession d'état s'établit par une réunion suffisante de faits qui indiquent le rap- port de fliation et de parenté entre un individu et la famille à laquelle il prétend al ppartenir. Les principaux de ces faits sont, Que Pindividu a toujours porté le nom du pè- re auquel il prétend appartenir; Que le père l'a traité comme son enfant, et a pourvu, en cette qualité, à son éducation, à son entretien et à son établissement; Qu'il a été reconnu constamment pour tel dans la société; Qu'il a été reconnu pour tel par la famille. 2) dieſes Titels. L. Rechtstitels. D. u. M. Beweismit⸗ tels. E. —₰ 1s B. 7 1 T. Von der Vaterſchaft ꝛc. 15 Monaten, um die eheliche Geburt des Kindes zu beſtrei ten, und zwar von dem Zeitpuncte an zu rechnen, da das Kind die Güter des Mannes in Beſitz genommen, oder die Erben in dieſem Beſitze geſtört hat. 318. Jede außergerichtliche Erklärung, die eine Abläugnung des Kindes von Seiten des Mannes oder ſeiner Erben enthält, iſt als nicht geſchehen zu betrach⸗ ten, wenn nicht in Zeit eines Monats eine gerichtliche Klage darauf erfolgt, die gegen einen dem Kinde hiezu eigends ernannten Vormund und in Gegenwart der Mut⸗ ter angebracht wird. Zweytes Capitel. Von den Beweiſen einer ehelichen Abſtammung. 319. Die eheliche Abſtammung läßt ſich durch die in das Civilſtandsregiſter eingetragenen Geburtsurkun den erwieſen. 320. In Ermangelung dieſer Urkunde ²) iſt der ununterbrochene Beſitzſtand als eheliches Kind 1) hin⸗ reichend 321. Der Beſitzſtand wird durch eine hinreichend Vereinigung von Thatſachen begründet, welche das Ver⸗ hältniß der rechtmäßigen Abſtammung und der V wandt ſchaft eines Menſchen zu der Familie, welcher er anzugehören behauptet, anzeigen. Die vorzüglichſten dieſer Thatſachen find, daß dieſer Menſch immer den Namen desjenigen ge⸗ führt hat, den er für ſeinen Vater ausgibt; daß der Vater ihn als ſein Kind behandelt, und in dieſer Eigenſchaft für ſeine Erziehung, ſeinen Unterh⸗ und ſein Fortkommen geſorgt hat; daß er beſtändig im Publicum dafür anerkannt wor⸗ den iſt; daß die Familie ihn dafür anerkannt hat. Die Die v 3) Beſitz des Zuſtandes eines ehel. Kindes. D. Zuſtan⸗ desbeſitz eines ehel. Kindes. M. Beſitzſtand der Rechte der ehelichen Geburt. E. O—ÿ—ÿ—ͦᷣ— —— 154 L. I. T. VII. Paternité et Filiation. 322. Nul ne peut réclamer un état contraire à celui que lui donnent son titre de naissance et la possession conforme à ce titre; et réciproquement, nul ne peut contester l'état de celui qui a une possession conforme à son titre de naissance. 323, A défaut de titre et de possession cons- tante, ou si l'enfant a été inscrit, soit sous de faux noms, soit comme né de père et mere incon- nus, la preuve de flliation peut se faire par té- moins. Néanmoins cette preuve ne peut étre admise que lorsqu'il y a commencement de preuve par écrit, ou lorsque les présomptions ou indices ré- sultant de faits dès-lors constants, sont assez gra- ves pour déterminer l'admission. 324. Le commencement de preuve par écrit résulte des titres de famille, des registres et pa- piers domestiques du père ou de la mèêre, des actes publics et môme privés émanés d'une partie enga- gée dans la contestation, ou qui y aurait intérèt si elle était vivante. 325. La preuve contraire pourra se faire par rous les moyens propres à établir que le réclamant n'est pas Tenfant de la mère qu'il prétend avoir, ou méme, la maternité prouvée, qu'il n'est pas Tenfant du mari de la mère. 326. Les tribunaux civils seront seuls compé- tents pour statuer sur les réclamations d'état. (*) Val. Art. 46. 4) In Ermangelung eines Titels. L. Gebricht es an ei⸗ nem Rechtstitel. D. u. M. Mangelt es an einer Be⸗ weisurkunde. E. 3 5) wenn ein Anfang eines ſchriftlichen Beweiſes vor⸗ 18 B. 7r T. Von der Vaterſchaft ꝛc. 135 322. Niemand kann eine Abkunft in Anſpruch neh⸗ men, welche mit derjenigen im Widerſpruche ſteht, die ſeine Geburtsurkunde und ein mit derſelben übereinſtim⸗ mender Beſitz ihm geben; und umgekehrt kann niemand die Abkunft desjenigen beſtreiten, der einen mit ſeiner Geburtsurkunde übereinſtimmenden Beſitz für ſich hat. 323. Iſt weder Geburtsurkunde ⁴) noch ununter⸗ brochener Beſitz vorhanden, oder iſt das Kind unter ei⸗ nem falſchen Namen, oder als von unbekannten Eltern geboren in die Regiſter eingetragen, ſo kann der Beweis der Abſtammung durch Zeugen geführt werden. Dieſer Beweis kann jedoch erſt dann zugelaſſen wer⸗ den, wenn ſchon einiger, obgleich unvollſtändiger, Be⸗ weis durch Urkunden erbracht worden iſt 5), oder wenn die Vermuthungen oder Anzeigen, die ſich aus völlig erwieſenen* Thatſachen ergeben, wichtig genug ſin d, um die Z Zuläſſigkeit des Zeugenbeweiſes zu begründen. 524. Einiger, obgleich unvollſtändiger, Beweis ergibt ſich aus Familienurkunden ⁵⁶), aus häuslichen Verzeichniſſen und Papieren des Vaters oder der Mut⸗ ter, aus öffentlichen, und ſelbſt aus Privaturkunden, die von Perſonen herrühren, welche entweder ſelbſt in die⸗ ſen Rechtsſtreit verwickelt ſind, oder doch dabey intereſ⸗ ſirt ſeyn würden, wenn ſie noch lebten.(*†) 525. Der Gegen berteis kann durch jedes Beweis⸗ mittel geführt werden, das geeignet iſt darzuthun, daß der die Abſtammung von einer gewiſſen Mutter in An⸗ ſpruch nehmende Menſch kein Kind dieſer Mutter ſey, oder, wenn auch ſeine Abſtammung von der Mutter er⸗ wieſen iſt, daß er kein Kind von dem Ehemanne dieſer Mutter ſey. 526. Die Civilgerichte ſind die einzige competente Behörde, um über die Anſprüche in Anſehung der Ab⸗ kunft zu entſcheiden. 92 liegt. L. wenn irgend ein Anfang von Beweis ſchrift⸗ lich vorhanden iſt. 8. wenn ein Anfang von ſchriftli⸗ chem Beweiſe vorhanden iſt. D. u. M. wenn einiger, wiewohl unvollſtaͤndiger, ſchriftlicher Beweis vorhan den iſt. E. 6) Familienn achricdten. E L. I. T. VII. Paternité et Filiation. 327. L'action criminelle contre un délit de suppression d'état, ne pourra commencer qu'après le jugement définitif sur la question d'état. 328. Laction en réclamation d'état est im- prescriptible à l'égard de l'enfant. 329. L'action ne peut être intentée par les héritiers de l'enfant qui n'a pas réclamé, qu'autant qu'il est décédé mineur, ou dans les cinq années apres Sa majorité. 330. Les héritiers peuvent suivre cette action lorsqu'elle a été commencée par l'enfant, à moins qu'il ne s'en füt désiste formellement, ou qu'’il n'eüt laissé passer trois années sans poursuites, à compter du dernier acte de la procédure. CHAPITRE III. Des Enfants naturels. SECTION PREMIERE. De la Légitimation des Enfants naturels. 331. Les enfants nés hors mariage, autres que ceux nés d'un commerce incestueux ou adul- térin, pourront éêtre légitimés par le maxiage sub- séquent de leurs père et mère, lorsque ceux-ci les auront légalement reconnus avant leur maria- ge, ou qu'ils les xeconnaitront dans l'acte mème de célébration. 332. La légitimation peut avoir lieu, même en faveur des enfants décédés qui ont laissé des descendants; et, dans ce cas, elle profite à ces descendants. as B. 7 1r T. Von der Vaterſchaft ꝛc. 137 327. Die Criminalanklage wegen des Verbrechen der Lerteimlichung der Abkunft 7) kann erſt dann an geſtellt werden, wenn der Streit über die Abkunft der Perſon(die Präjudicialklage, question d'état) defi⸗ nitiv entſchieden iſt. 328. In Hinſicht auf das Kind iſt die Klage, wo⸗ durch es ſeine Abkunft in Anſpruch nimmt(action en réclamation d'état), unverjährbar. 529. Von den Erben eines Kindes, das ſeine Ab⸗ kunft nicht in Anſpruch genommen hat, kann dieſe Kla⸗ ge nur dann angeſtellt werden, wenn es während der Minderjährigkeit, oder in den erſten fünf Jahren nach erreichter Volljährigkeit geſtorben iſt. 330. War die Klage von dem Kinde angeſtellt, ſo können die Erben ſie fortſetzen, wenn nicht das Kind der⸗ ſelben förmlich entſagt hat, oder ſie drey Jahre, von der letzten gerichtlichen Handlung an zu rechnen, hat auf ſich beruhen laſſen. Drittes Capitel. Von den unehelichen Kindern. Erſter Abſchnitt. Von der Legitimation unehelicher Kinder. 331. Außer der Ehe geborne Kinder, jedoch mit Ausnahme derjenigen, die aus einer Blutſchande oder ans einem Ehebruche erzeugt ſind, können durch eine folgende Ehe ihrer Eltern legitimirt werden, wenn dieſe vor ihrer Verheirathung ſie geſetzmäßig anerkannt haben, oder in der Heirathsurkunde ſelbſt anerkennen. 352. Selbſt zu Gunſten ſchon verſtorbener Kinder, welche Descendenten zurückgelaſſen haben, findet die Le⸗ gitimation Statt, und in dieſem Falle kommt ſie dieſen Descendenten zu Gute. 7) Unterſchlagung des(Civil⸗) Standes. L. Stat ndes unterſchlagüng. 8. des verheimlichten perſönlich en Zu— ſtandes. D. des verheimlichten Standes. M. 238 L. I. T. VII. Paternité et Filiation. 333. Les enfants légitimés par le mariage subséquent, auront les mêmes droits que s'ils étaient nés de ce mariage. SECTION II. De la Reconnaissance des Enfants naturelg. 33 4. La reconnaissance d'un enfant naturel sera faite par un acte authentique, lorsqu'elle ne l'aura pas été dans son acte de naissance. 335. Cette reconnaissance ne pourra avoir lieu au profit des enfants nés d'un commerce in- cestueux ou adultérin. 336. La reconnaissance du père, sans l'indi- cation et Paveu de la mère, n'a d'effet qu'à l'égard du pere. 357. La reconnaissance faite pendant le ma- riage, parx l'un des époux, au probt d'un enfant paturel qu'il aurait eu, avant son mariage, d'un autre que de son époux, ne pourra nuire ni à ce- lui-ci, ni aux enfants nés de ce mariage. Néanmoins elle produira son effet après la dis- solution de ce mariage, s'il n'en reste pas d'en- fants. 338. L'enfant naturel reconnu ne pourra ré- clamer les droits d'enfant légitime. Les droits des enfants naturels seront réglés au titre des Guo- CceAHton. 339. Toute reconnaissance de la part du père ou de la mère, de mèême que toute réclamation de la part de l'enfant, pourra être contestée par tous ceux qui y auront intéréèt. 340. La recherche de la paternité est in- terdite. Dans le cas d'enlèvement, lorsque l'époque de cet enléèvement se rappor tera à celle de la con- ception, le ravisseur pourra être, sur la demande des parties intéressées, déclaré pêre de Penfant. 2 341. La recherche de la maternité est admise. B 18 B. 7r T. Von der Vaterſchaft ꝛc. 239 333. Die Kinder, welche durch eine nachfolgende Ehe legitimirt worden ſind, haben eben die Rechte, als vwären ſie aus dieſer Ehe geboren. Zweyter Abſchnitt. Von der Anerkennung unehelicher Kinder. 334. Die Anerkennung eines unehelichen Kindes muß durch eine öffentliche Urkunde geſchehen, wenn ſie nicht ſchon in deſſen Geburtsurkunde enthalten iſt. 2 335. Dieſe Anerkennung kann zum Vortheile ſol— cher Kinder nicht St att finden, die aus einer Blutſchan⸗ S che erzeugt ſind. nnung des Vaters, ohne Anga⸗ be und Bekenntniß der Mutter, iſt nur in Rückſicht auf en Vater von Wirkung. 337. Die während der Ehe von einem der Ehegat⸗ ten geſchehene Anerkennung eines unehelichen Kindes das er vor der Ehe mit einem andern als ſeinem Ehe⸗ gatten erzeugt hat, kann weder dieſem Letztern, noch den aus dieſer Ehe erzeugten Kindern zum Nachtheil gereichen. Jedoch iſt ſie nach aufgelöſter Ehe, wenn keine aus erſelben entſproſſene Kinder mehr am Leben ſind, von verſafs ung. 338. Ein uneheliches, wenn ſchon anerkanntes Kind, kann die Rechte eines ehelich gebornen Kindes nicht in Anſpruch nehmen. Die Rechte der unehelichen Kin⸗ der werden in dem Titel von der Erbfolge beſtimmt. 339. Jede Anerkennung von Seiten des Vaters oder der Mutter, ſo wie jeder Anſpruch von Seiten des Kindes, kann von allen denjenigen beſtritten werden, die ein Intereſſe dabey haben. 540. Es iſt verboten zu unterſuchen, wer der Va⸗ ter eines Kindes ſey. / Im Fall einer Entführung kann der Entführer auf Anſuchen der Intereſſenten für den Vater des Kindes er⸗ klärt werden, wenn der Zeitpunct der Entführung mit dem der Empfängniß zuſammentrifft. 341. Es iſt erlaubt zu unkerſuchen, wer die Mut⸗ ter eines Kindes⸗ſey. —— n 4 II — 140 L. I. T. VIII. Adoption et Tutelle officieuse. L'enfant qui réclamera sa mèére, sera tenu de prouver qu'il est identiquement le même que l'en- fant dont elle est accouchée. Il ne sera reçu à faire cette preuve par té- moins, que lorsqu'il aura déja un commencement de preuve par écrit. 342. Un enfant ne sera jamais admis à la re- cherche soit de la paternité, soit de la maternité, dans les cas ou, suivant l'article 535, la reconnais- sance n'est pas admise. TITRE HUITIEME. De PAdoption et de la Tutelle officieuse. (Décrété le 23 mars 1803. Promulgué le 2 avril.) CHAPITRE PREMIER. De l'Adoption. SECTION PREMIERE. De l'Adoption et de ges efſets. 343. L'adoption n'est permise qu'aux person- nes de l'un ou de l'autre sexe, âgées de plus de cinquante ans, qui n'auront, à l'époque de l'adop- tion, ni enfants, ni descendants legitimes, et qui 6 auront au moins quinze ans de plus que les indivi- dus qu'elles se proposent d'adopter. 34 ½. Nul ne peut être adopté pax plusieurs, si ce n'est par deux époux. Das Kind, welches eine Perſon als ſeine Mutter in Anſpruch nimmt(reclamirt), muß den Beweis füh⸗ ren, daß es eben dasjenige ſey, womit dieſe niederge— kommen iſt. Es ſoll nur dann zur Führung dieſes Beweiſes durch Zeugen zugelaſſen werden, wenn es ſchon einigen Beweis durch Urkunden erbracht hat. 542. In den Fällen, wo zu Folge des 335. Arti⸗ kels die Anerkennung nicht geſtattet iſt, iſt es dem Kin⸗ de niemals erlaubt, auf die Erforſchung ſeines Vaters oder ſeiner Mutter anzutragen. . Achter Titel. Von der Adoption(Annahme an Kin⸗ desſtatt) und der Aunahie eines Pfle⸗ gekindes 1)(tutelle officieuse.) (Decretirt den 23. Maͤrz 1803. Promulgirt den 2. April.) ——§ꝛꝛõ:õõõ⁊?yy—y— Erſtes C ap itel. Von der Adoption. G Erſter Abſchn itt. Von der Adoption und ihren Wirkungen. 343. Die Adoption iſt nur ſolchen Perſonen des einen oder andern Geſchlechts erlaubt, welche das fünf⸗ zigſte Jahr zurückgelegt, zur Zeit der Adoption weder eheliche Kinder noch eheliche Descendenten haben, und wenigſtens fünfzehn Jahre älter ſind, als diejenigen, die ſie adoptiren wollen. 544. Niemand kann von mehreren Perſonen adop⸗ tirt werden, es ſey denn von zweyen Ehegatten. 1) wohlthaͤtigen Vormundſchaft. L. Pflege⸗Vormund⸗ ſchaft. M. Pflege⸗Vaterſchaft. 8. freywilligen Pflege eines minderjaͤhrigen Kindes aus wohlthaͤtigen Abſich⸗ ten. D 142 L. I. T. VIII. Adoption et Tutelle officieuse. Hors le cas de l'article 366, nul époux ne peut adopter qu'avec le consentement de l'autre con- joint. 345. La faculté d'adopter ne pourra être ex- ercée qu'envers l'individu à qui l'on aura, dans sa minorité et pendant six ans au moins, fourni des secours et donné des soins non interrompus, ou envers celui qui aurait sauvé la vie à l'adoptant, soit dans un combat, soit en le retirant des flam- mes ou des flots. Il suffira, dans ce deuxième cas, que l'adop- rant soit majeur, plus àgé que l'adopté, sans en- fants ni descendants légitimes; et s'il est marxie, que son conjoint consente à l'adoption. 346. L'adoption ne pourra, en aucun cas, avoir lieu avant la majorité de l'adopté. Si l'adop- té, ayant encore ses père et mère, ou l'un des deux, n'a point accompli sa vingt-cinquième an- née, il sera tenu de rapporter le consentement donné à l'adoption par ses père et mere, ou par le survivant; et s'il est majeur de vingt-cinq ans, de requérir leur conseil. 347. L'adoption conférera le nom de l'adop- tant à l'adopté, en l'ajoutant au nom propre de ce dernier. 348. L'adopté restera dans sa famille naturel- le, et y conservera tous ses droits: néanmoins le mariage est prohibé Entre l'adoptant, l'adopté et ses descendants; Entre les enfants adoptifs du meme individu; Entre l'adopté et les enfants qui pourraient survenir à l'adoptant; Entre l'adopté et le conjoint de l'adoptant, et réciproquement entre l'àdoptant er le conjoint de l'adopté. 349.L'obligation naturelle, qui continuera d'exister entre l'adopté et ses père et mère, de se fournir des aliments dans les cas déterminés Par „ 1s B. 8r T. Von der Adoption ꝛc. 145 Auſſer dem Falle des 366. Artikels, kann kein Ehe⸗ gatte ohne Einwilligung des andern adoptiren. 545. Die Befugniß zu adoptiren kann nur zum Beſten desjenigen Menſchen ausge übt: verden, den man in ſeiner Minderjäͤhrigkeit und wenigſtens ſechs Jahre lang unterſtützt und ununterbrochen gepflegt hat, oder zum Beſten deſſen, der dem Adoptirenden entweder in ei— nem Gefechte, oder dadurch, daß er ihn aus den Flam⸗ men oder Fluthen zog, das Leben gerettet hat. In dieſem zweyten Falle iſt es hinreichend, wenn der Adopeirende volljährig und älter als der Adoptirte iſt, eine eheliche Kinder und Descendenten hat, und,! im Fall er verheirathet iſt, ſein Ehegatte in die Adoption einwil lliget. Die Adoption hat in k Volljähri gkeit des Adoptirten Statt. Hat te, deſſen beyde Eltern, oder Eines Leben ſind, ſein f 3 5 zurückgelegt, ſo iſt er verbun, die von ſeinen beyden Eltern, oder demjenigen von ihnen, das noch am Leben iſt, ertheilte Einwilligung in die Adoption darzuthun; iſt er älter als fünf und zwanzig Jahre, ſo muß er ſie um ihren Rath bitten. 3 47. Die Adoption gibt dem Ads den er ſeinem eigen A ahr noch nich t ünf und n den Na⸗ en Namen & — 12 — — 2 men des Adoptirenden, 113,3. Der Adoptirte bleibt in der Familie, zu wel⸗ cher er durch die Geburt gehört, und behält darin alle ſeine Rechte; jedoch iſt die Ehe verboten: zwiſchen dem Adoptirenden, dem Adoptirten und ſeinen Descendenten; zwiſchen den Adoptivkindern derſelben Perſon; zwiſchen dem Adoptirten und den Kindern, welche etwa der Adoptirende ſpäterhin bekommen hat; zwiſchem dem Adoptirten und dem Ehegatten des Adopkirenden, ſo wie zwiſchen dem Adoptirenden und dem Ehegatten des Adoptirten. 349. Die natürliche Verbindlichkeit, ſich in den geſetzlich beſtimmten Fällen einander Alimente zu reichen, bleibt zwar zwiſchen dem Adoptirten und ſeinen Eltern fortwährend beſtehen, findet jedoch ebenfalls zwiſchen dem 144 L. I. T. VIII. Adoption et Tutelle officieuse. la loi, sera considérée comme commune à l'adoptant et à l'adopté, l'un envers l'autre. 350. L'adopté n'acquerra aucun droit de suc- cessibilité sur les biens des parents de l'adoptant; mais il aura sur la succession de l'adoptant les mè- mes droits que ceux qu'y aurait l'enfant né en ma- riage, mème quand il y aurait d'autres enfants de cette dernière qualité nés depuis l'adoption. 351. Si l'adopté meurt sans descendants légi- times, les choses données par l'adoptant, ou re- cueillies dans sa succession, et qui existeront en nature lors du décès de l'adopté, retourneront à l'adoptant ou à ses descendants, à la charge de con- tribuer aux dettes, et sans préjudice des droits des tiers. Le surplus des biens de l'adopté appartiendra à ses propres parents; et ceux-ci excluront tou- jours, pour les objets méêmes spécifiés au présent article, tous héritiers de l'adoptant autres que ses descendants. 352. Si, du vivant de l'adoptant, et après le décès de l'adopté, les enfants ou descendants lais- sés par celui-ci mouraient eux-mémes sans posté- rité, l'adoptant succédera aux choses par lui don- nées, comme il est dit en l'article précédent; mais ce droit sera inhérent à la personne de l'adoptant, et non transmissible à ses héritiers, même en ligne descendante. SECTION II. Des Formes de l'Adoption. 353. La personne qui se proposera d'adopter, et celle qui voudra èêtre adoptée, se présenteront (*) Vgl. Art. 747. 2) wird hiermit auf den Adoptirenden und den Adoptir⸗ ten gegenſeitig ausgedehnt.§. tritt auch zwiſchen dem Adoptanten und dem Adoptirten, gegen einander, ein. L. iſt gleichfalls als zwiſchen dem Adoptirenden und — T. Von der Adeption ꝛc. 145 1s B. 3r Adoptirenden und dem Adoptirten, als wechſelſeitige Ob⸗ liegenheit, Statt. ²) 550. Der Adoptirte erwirbt kein Erbrecht auf das Vermögen der Blutsverwandten 3) des Adoptirend den; aber auf den Nach laß des Adoptirenden ſelbſt hat er mit einem ehelich erzeugten Kinde durchaus gleiche Rechte, wenn auch der Adoptirende eheliche, erſt nach der Adop⸗ tion geborne, Kinder hinterließe. 351. Stirbt der Adoptirte ohne eheliche Descen⸗ enten, ſo fällt alles, was er von dem Adoptirenden ge⸗ ſchenkt, oder durch Erbrecht erhalten hatte, in ſo fern es beym Abſterben des Adoptirten noch in Natur vorhan⸗ den iſt(†), auf den Adoptirenden oder ſeine Descen⸗ denten zurück, jedoch unter der Obliegenheit zur Tilgung r Schulden mit beyzutragen, und unbeſchadet der Rechte eines Dritten. Das übrige Vermögen des Adoptirten fällt auf ſei— ne eigenen Verwandten, und dieſe ſchließen immer, ſelbſt r. der in Hinſicht der in dem gegenwärtigen Artikel angefu ten Gegenſtände, alle Erben des Adoptirenden aus, die nicht ſeine Descendenten ſind. 352. Sterben noch bey Lebzeiten des Adoptirenden und nach dem Tode des Adoptirten die von Letzterem hin⸗ terlaſſenen Kinder oder Descendenten ſelbſt ohne Nach⸗ kommenſchaft, ſo erbt der Adoptirende, nach Maßg gabe des vorigen Artikels, das, was er dem Adoptirten ge⸗ ſchenkt hat; dieſes Recht beſchränkt ſich jedoch auf die einzige Perſon des Adoptirenden, und geht nicht auf ſei⸗ ne Erben, ſelbſt nicht auf ſeine Descendenten, über. Zweyter Abſchnitt. Von der Form der Adoption. E2 353. Sowohl die Perſon, welche adoptiren will, als diejenige, welche ſich adoptiren laſſen will, müſſen Adoptirten gegenſeitig beſtehend zu betrachten. M. iſt unter dem Adoptanten und Adoptirten in ſo fern von ihren gegenſeitigen Pflichten die Rede iſt, als gemein⸗ ſchaftlich zu betrachten. D. 3) der Eltern. L. bd. N. 1. B. 10 ———— —— 136 L.I. T. VIII. Adoption et Tutelle officieuse. devant le juge de paix du domicile de l'adoptant, pour y passer acte de leurs consentements respec- tifs. 354. Une expédition de cet acte sera remise, dans les dix jours suivants, par la partie la plus diligente, au procureur impérial au tribunal de première instance dans le ressort duquel se trou- vera le domicile de l'adoptant, pour être soumis 2 1'homologation de ce tribunal. 355. Le tribunal, réuni en la chambre du con- seil, et après s'etre procuré les renseignements convenables, vérifiera, 1⁰ si toutes les conditions de la loi sont rem- plies; 2° si la personne qui se propose d'adopter, jouit d'une bonne réputation. 356. Après avoir entendu le procureur impé- rial, et sans aucune autre forme de procédure, le txibunal prononcera, sans énoncer de motifs, en ces termes: II y a lieu, ou II n'y a pas lieu Padoption. 357. Dans le mois qui suivra le jugement du tribunal de première instance, ce jugement sera, sur les poursuites de la partie la plus diligente, soumis à la cour d'appel, qui instruira dans les meèmes formes que le tribunal de première instance, et prononcera, sans énoncer de motifs: Le juge- menb est confinmé, ou Le jugement est réſormé; en conséquence, il a lieu, ou il n'y a pas lieu& Padoption. 358. Tout arréèt de la cour d'appel qui admet- tra une adoption, sera prononcé à l'audience, et affiché en tels lieux et en tel nombre d'exemplaires que le tribunal jugera convenables. 359. Dans les trois mois qui suivront ce ju- gement, l'adoption sera inscrite, à la réquisition de l'une ou de l'autre des parties, sur le regis- — 1s B. Br T. Von der Adoption e. 147 vor dem Friedensrichter des Wohnortes des Adoptirenden erſcheinen, um über ihre wechſelſeitige Einwilligung ei— ne Urkunde aufſetzen zu laſſen. 554. In den nächſten zehn Tagen muß dem kaiſer⸗ lichen Procurator bey dem Gerichte erſter Inſtanz, un⸗ ter deſſen Gerichtsbezirk der Adoptirende ſeinen Wohn⸗ ſitz hat, eine Ausfertigung dieſer Urkunde von demjeni⸗ gen Theile, der zuerſt darum anſucht, überreicht werden, um dieſelbe von dieſem Gerichte beſtätigen zu laſſen. 355. Das in dem Seſſionszimmer verſammelte Gericht unterſucht, nachdem es die nöthigen Erkundigun⸗ gen eingezogen hat: 1.) ob alle geſetzliche Bedingungen erfüllt ſind; 2.) ob die Perſon, welche adoptiren will, einen gu⸗ ten Ruf hat. 356. Das Gericht erkennt hierauf, nach angehör⸗ tem Vortrage des kaiſerlichen Procurators, ohne irgend ein weiteres gerichtliches Verfahren, und ohne ſeine Entſcheidungsgründe anzuführen, in folgenden Worten: die Adoption hat Statt, oder: ſie hat nicht Statt. 357. Binnen Monatsfriſt nach der Entſcheidung des Gerichtes erſter Inſtanz wird dieſes Urtheil auf Ver⸗ langen der zuerſt darum nachſuchenden Parthey dem Ap⸗ pellationsgerichte vorgelegt; dieſes hat bey ſeinem Ver⸗ fahren eben die Form, wie das Gericht erſter Inſtanz, zu beobachten, und erkennt, ohne Entſcheidungsgründe anzuführen: das Urtheil iſt beſtätiget, oder: das Urtheil wird reformirt, und: die Adop⸗ tion hat folglich Statt, oder: ſie hat nicht Statt. 358. Jedes Urtheil des Appellationsgerichtes, wo⸗ durch eine Adoption zugelaſſen wird, ſoll in der Sitzung publicirt, und an den Orten und in der Anzahl von Er⸗ emplaren öffentlich angeſchlagen werden, welche das Ge⸗ richt für gut findet. 359. In den nächſten drey Monaten nach Publi⸗ cation dieſes Urtheils ſoll die Adoption, auf Anſuchen des einen oder des andern Theils, in die Civilſtandsregiſter 10 148 L. I. T. VIII. Adoption et Tutelle officieuse. tre de l'état civil du lieu ouð l'adoptant sera do- micilié. Cette inscription n'aura lieu que sur le vu d'une expédition, en forme, du jugement de la cour d'appel; et Padoption restera sans effet si elle n'a été inscrite dans ce délai. 360. Si l'adoptant venait à mourir après que p'acte constatant la volonté de former le coutrat d'adoption a été recu Par le juge de paix et porté devant les tribunaux, et avant que ceux-ci eussent déhinitivement prononcé, P'instruction sera conti- nuée et l'adoption admise, s'il y a lieu. Les héritiers de l'adoptant pourront, s'ils croient l'adoption inadmissible, remettre au pro- cureur impérial tous mémoires et observations à ce sujet. CHAPITRE II. De la Tutelle officieuse. 361. Tout individu àgé de plus de cinquante ans, et sans enfants ni descendants légitimes, qui voudra, durant la minorité d'un individu, se l'ar- tacher par un titre légal, pourra devenir son tuteur officieux, en obtenant le consentement des père et mère de l'enfant, ou du survivant d'entre eux, ou, à leur défaut, d'un conseil de famille, ou en- fin, si l'enfant n'a point de parents connus, en ob- tenant le consentement des administrateurs de l'hos- pice ou il aura été recueilli, ou de la municipalité du lieu de sa résidence. 362. Un époux ne peut devenir tuteur offici- eux qu'avec le consentement de Pautre conjoint. 3 1s B. 8r T. Von der Adoption ꝛc. 149 s Orts, wo der Adoptirende ſeinen Wohnſitz hat, ein⸗ etr agen werden. Dieſe Eintragung geſchieht nur auf Vorzeigung ei— ner förmlichen Ausfertigung des von dem Appellations⸗ gerichte erlaſſenen Urtheils, und die Adoption bleibt oh⸗ ne Wirkung, wenn ſie nicht binnen dieſer Friſt in die Re⸗ giſter eingetragen worden iſt. 360. Stirbt der Adoptirende, nachdem die Urkun⸗ de, woraus ſich ſein Wille ergibt, den Adoptionsvertrag zu ſchließen, von dem Friedensrichter abgefaßt und vor die Gerichte gebracht worden iſt, aber bevor dieſe hier⸗ über definitiv erkannt haben, ſo wird das Verfahren fortgeſetzt, und die Adoption zugelaſſen, wenn ſie ſtatt haft befunden wird. Halten die Erben des Adoptirenden die Adoption unzuläſſig, ſo können ſie alle ihre ſich hierauf beziehen⸗ den Vorſtellungen 4) und Erinnerungen bey dem kai⸗ ſer lichen Procurator einreichen. de ge Zweytes Capitel. Von der Annahme eines Pflegekind des 5).(tutel le offici ieuse.) r fünfzig Jahre alt iſt, keine eheli che Kinder oder Descendenten hat, und ſich auf eine ines Minderjährigen annehmen will, der kann ſein Pflegevater(tuteur officieux) werden, wenn er hiezu die Einwilligung der Eltern des Kindes, oder desjenigen von ihnen, das noch am Leben iſt, oder in deren Ermangelung, eines Familienraths, oder end⸗ lich, wenn das Kind keine bekannte Blutsverwandten hat, die Einwilligung der Verwalter des Waiſenhauſes, worin es aufgenommen worden iſt, oder der Municipali tät ſeines Wohnortes erhält. 362. Ein Ehegatte kann nur mit Bewilligung des andern der Pflegevater eines Kindes werden. 4) Denkſchriften L. S. u D. 5) wohlthaͤtigen Vormundſchaft. L. Pflege⸗Vaterſchaft S. Pflegevormundſchaft. M. freywilligen Pflege ei⸗ nes minderjaͤhrigen Kindes aus wohlthaͤtiger Abſicht. D. 150 L. I. T. VIII. Adoption et Tutelle officieuse. 363. Le juge de paix du domicile de l'enfant dressera procès-verbal des demandes et consente- ments relatifs à la tutelle officieuse. 36%¾. Cette tutelle ne pourra avoir lieu qu'au profit d'enfants dgés de moins de quinze ans. Elle emportera avec soi, sans préjudice de toutes stipulations particulières, l'obligation de nourrir le pupille, de ll'élever, de le mettre en état de gagner sa vie. 365. Si le pupille a quelque bien, et s'il était antérieurement en tutelle, P'administration de ses biens, comme celle de sa personne, passera au tu- teur officieux, qui ne pourra néanmoins imputer les dépenses de l'éducation sur les revenus du pu- pille. 366. Si le tuteur officieux, après cinq ans ré- volus depuis la tutelle, et dans la prévoyance de son décès avant la majorité du pupille, lui confère l'adoption par acte testamentaire, cette disposition sera valable, pourvu que le tuteur officieux ne laisse point d'enfants légitimes. 367. Dans le cas oc le tuteur officieux mour- rait, soit avant les cinq ans, soit après ce temps, sans avoir adopté son pupille, il sera fourni à ce- lui-ci, durantsa minorité, des moyens de subsister, dont la quotité et l'espèce, s'il n'y a été antérieu- rement pourvu par une convention formelle, se- ront réglées soit amiablement entre les représen- tants respectifs du tuteur et du pupille, soit judi- ciairement en cas de contestation. 366. Si, à la majorité du pupille, son tuteur officieux veut l'adopter, et que le premier y con- sente, il sera procédé à l'adoption selon les formes prescrites au chapitre précédent, et les effets en seront, en tous points, les mêmes. 369. Si, dans les trois mois qui suivront la majorité du pupille, les réquisitions par lui faites à son tuteur officieux, à fin d'adoption, sont res- 1s B. 3r T. Von der Adoption ꝛc. 154 363. Der Friedensrichter des Ortes, wo das Kind ſeinen Wohnſitz hat, muß über die auf die uneh e des Pflegekindes ſich beziehenden Geſuche und ein Protocoll auf fnehmen. 364. Nur zum? Vortheile ſolcher Kinder, die noch keine fünfzehn Jahre alt ſind, kann dieſe Pflege Statt finden. Sie bringt die Verbindlichkeit mit ſich, das Pflege⸗ kind zu ernähren, zu erziehen, und in den Stand zu ſetzen, ſich einſt ſeinen Unterhalt zu erwerben, unbeſcha⸗ det jedoch jeder beſondern UÜbereinkunft. 365. Hat das Pflegekind einiges Vermögen, und ſtand es vorher unter Vormundf ſchaft/ ſo geht die Ver— valtung ſeines Vermögens, ſo wie die Fürſorge für ſeine Perſon auf den Pflegevater über, der jedoch die Erzie⸗ hungskoſten von den Einkünften des Pflegekindes nicht abrechnen darf. 366. Adoptirt der Pflegevater nach Ablauf von fünf Jahren ſeit Übernahme der Pflege ſein Pflegekind durch eine letzte Willensverordnung, weil er befür daß er ſterben möchte, ehe daſſelbe volljährig werde, ſo iſt dieſe Verfügung giltig, wenn nur der Pflegevater kei⸗ ne eheliche Kinder hinterläßt. 367. Stirbt der Pflegevater vor Ablauf dieſer fünf Jahre, oder ſpäterhin, ohne ſein Pflegekind adoptirt zu haben, ſo muß dieſem, ſo lange es minderjährig iſt. ſein Unterhalt gereicht, deſſen Betrag aber ſowohl, al die Gattung deſſelben, wenn hierüber nicht vorher ſchon eine förmliche Übereinkunft getroffen worden iſt, entwe⸗ der in Güte unter den gegenſeitigen Stellvertretern des Pflegevaters und des Pflegekindes, oder, im Falle ei⸗ nes hierüber entſtandenen Streits, gerichtlich beſtimmt werden. 568. Will der Pflegevater ſein Pflegekind, nach⸗ dem es volljährig geworden iſt, adoptiren, und gibt letz— teres hiezu ſeine Einwilligung, ſo wird nach den im vor⸗ hergehenden Capitel beſtimmten Formen zur Adoption geſchritten, und die Wirkungen ſind in jeder Hinſicht dieſelben. 369. Iſt in den erſten drey Monaten nach der von dem Pfiegekinde erreichten V lljährigkeit das Anſuchen deſſelben bey ſeinem Pflegevater, es zu adoptiren, ohn⸗ —ʒ——L—ꝛ—’—’—’—ꝛ—ꝛ—L—B—X—X—F—F—xx—————— 252 L. I. T. IX. De la Puissance paternelle. tées sans effet, et que le pupille ne se trouve point en état de gagner sa vie, le tuteur officieux pourra etre condamné à indemniser le pupille de l'inca- pacité ou celui-ci pourrait se trouver de pourvoir aà sa subsistance. Cette indemnité se résoudra en secours pyopres à lui procurer un métier; le tout sans prqjudice des stipulations qui auraient pu avoir lieu dans la prévoyance de ce cas. 370. Le tuteur officieux qui aurait eu l'ad- ministration de quelques biens pupillaires, en de- vra rendre compte dans tous les cas. TITRE NEUVIkEME. De la Puissance Paternelle. (Décrété le 24 mars 1803. Promulgué le 3 ayril.) 371. L'enfant, àtout àge, doit honneur et respect à ses père et mère. 372. II reste sous leur autorité jusqu'à sa ma- jorité ou son émancipation. 573. Le père seul exerce cette autorité durant le mariage. 374. L'enfant ne peut quitter la maison pa- ternelle sans la permission de son père, si ce n'est pour enrôlement volontaire, après l'dge de dix- huit ans révolus. 375. Le père qui aura des sujets de mécon- tentement très graves sur la conduite d'un enfant, aura les moyens de correction suivants.. 376. Si l'enfant est àgé de moins de seize ans commencés, le père pourra le faire détenir pen- dant un temps qui ne pourra excéder un mois; et, à cet effet, le président du tribunal d'arrondisse- ment devra, sur sa demande, délivrer l'ordre d'ar- restation. 377. Depuis l'äge de seize ans commencés jus- qu'à la majorité ou l'émancipation, le père pourra 5₰.. v.„ EF2 1s B. 9r T. Von der väterlichen Gewalt. 153 Erfolg geblieben, und iſt das Pflegekind nicht im Stan⸗ de, ſich ſeinen Unterhalt zu erwerben, ſo kann der Pfle⸗ gevater verurtheilt werden, das Pflegekind wegen der Unfähigkeit zu entſchädigen, worin es ſich befindet, für ſein Fortkommen ſelbſt zu ſorgen. Dieſe Entſchädigung beſteht in einer hinreichenden Unterſtützung des Pflegekindes, um ihm zu einem Gewer⸗ be zu verhelfen; alles jedoch ohne Nachtheil der Über⸗ einkunft, wodurch man etwa dieſen Fall ſchon zum vor⸗ aus beſtimn it haben mag. 570. In jedem Falle iſt der Pflegevater, wenn er einiges Vermögen ſeines Pflegekindes verwaltet hat, darüber Rechnung abzulegen verbunden. Neunter Titel. c. 74 Von der vaͤterlichen Gewalt. Decretirt den 24. Maͤrz 1803. Promulgirt den 3. April.) as Kind iſt in jedem Alter ſeinen Eltern Achtung und Ehrfurcht ſchuldig. 572. Es bleibt unter ihrer Gewalt bis zu ſeiner Volljähr eigken t oder Emancipation. Während der Ehe übt der Vater allein dieſe „,—o Das Kind darf das väterliche Haus ohne Er⸗ aubniß ſeines ers nicht verlaſſen, ausgenommen wenn es nach zurückgelegtem achtzehnten Jahre freywillig 75 mit dem zu ſeyn, kann ſich folgende d 376. Ha hn Jahr ſeines Alters noch nicht angetreten, ſo kann der Vater es auf ch ch einige Zeit, jedoch nicht länger als auf einen Monat, einſperren laſſen; zu dieſem Ende muß auf ſein Verlan⸗ gen der Präſident des Arrondiſſementsgerichtes den Ver⸗ haftungs sbefehl erlaſſen. 377. Von dem Eintritt ins ſechzehnte Jahr des Alters bis zur Volljährigkeit oder Emancipation kann der O[O—ᷣ—ᷣ————— 25 ½ L. I. T. IX. De la Puissance paternelle. seulement requérir la détention de son enfant pen- dant six mois au plus; il s'adressera au président dudit tribunal, qui, après en avoir conféré avec le procureur impérial, délivrera l'ordre d'arresta- tion, ou le refusera, et pourra, dans le premier cas, abréger le temps de la détention requis par le Pere. 378. Il n'y aura, dans l'un et l'autre cas, au- cune écriture ni formalité judiciaire, si ce n'est Pordre même d'arrestation, dans lequel les motifs m'en seront pas énoncés. Le père sera seulement tenu de souscrire une soumission de payer tous les frais, et de fournir les aliments convenables. 579. Le père est toujours maitre d'abréger la durée de la détention par lui ordonnée ou requise. Si après sa sortie l'enfant tombe dans de nouveaux écarts, la détention pourra être de nouveau ordon- née de la manière prescrite aux articles précédents. 380. Si le père est remarié, il sera tenu, pour faire détenir son enfant du premier lit, lors méême qu'il serait àgé de moins de seize ans, de se conformer à l'article 577. 381. La meére survivante et non remariée ne pourra faire détenir un enfant qu'avec le concours des deux plus proches parents paternels, et par voie de réquisition, conformément à l'article 377. 382. Lorsque l'enfant aura des biens person- nels, ou lorsqu'il exercera un état, sa détention ne pourra, mèême au-dessous de seize ans, avoir lieu que par voie de réquisition, en la forme pres- crite par Particle 377. L'enfant détenu pourra adresser un mémoire au procureur général impérial en la cour d'appel- Celui-ci se fera rendre compte par le procureur impérial au tribunal de première instance, et fera son rapport au président de la cour d'appel, qui, abrès en avoir donné avis au père, et après avolr recueilli tous les renseignements, pourra TevVo- (1s B. 9r T. Von der väterlichen Gewalt. 155 Vater nur darauf antragen, daß ſein Kind, höchſtens auf ſechs Monate, eingeſperrt werde; er wendet ſich deßhalb an den Präſidenten des beſagten Gerichtes, der nach ge⸗ nommener Rückſprache mit dem kaiſerlichen Procurator den Verhaftungsbefehl entweder ertheilt oder verweigert⸗ und im erſten Falle die vom Vater verlangte Zeit der Einſperrung abkürzen kann. 378. In einem wie im andern Falle hat weder ein ſchriftliches Verfahren noch eine gerichtliche Formalitãt Statt, nur den Verhaftungsbefehl ſelbſt ausgenommen, worin die Beweggründe nicht angeführt werden. Der Vater iſt nur verbunden, das Verſprechen zu unterzeichnen, daß er alle Koſten zahlen, und für den nöthigen Unterhalt ſorgen wolle. 379. Von dem Vater hängt es jederzeit ab, die Dauer der von ihm verordneten oder verlangten Einſper⸗ rung abzukürzen. Verfällt das Kind nach ſeiner Loslaſ⸗ ſung in neue Verirrungen, ſo kann die Einſperrung aber⸗ mahls auf die in den vorhergehenden Artikeln beſtimmte Weiſe, verordnet werden. 380. Lebt der Vater in einer zweiten Ehe, ſo muß er, um ſein Kind aus erſter Ehe einſperren zu laſſen, ſelbſt wenn es noch nicht ſechzehn Jahre alt iſt, die Vorſchrift des 377. Artikels beobachten. 581. Die überlebende und nicht wieder verheirathe⸗ te Mutter kann nur mit Zuziehung der zwey nächſten Verwandten von väterlicher Seite, und vermittelſt einer Requiſition, der Vorſchrift des 577. Artikels gemäß, ein Kind einſperren laſſen. 532. Hat das Kind eigenes, ihm für ſeine Perſon zuſtehendes Vermögen(biens personnels), oder treibt es ein Gewerbe, ſo kann ſeine Einſperrung, ſelbſt wenn es noch nicht ſechzehn Jahre alt iſt, nur vermittelſt ei⸗ ner Requiſition, nach der im 377. Artikel beſtimmten Form, Statt finden. Das eingeſperrte Kind kann ſich in einer Vorſtellung an den kaiſerlichen Generalprocurator beym Appellations⸗ gerichte wenden. Dieſer läßt ſich von dem kaiſerlichen Procurator bey dem Gerichte erſter Inſtanz Bericht er— ſtatten, und trägt die Sache dem Präſidenten des Appel⸗ lationsgerichtes vor, der, nachdem er den Vater hievon benachrichtiget, und alle Erkundigungen eingezogen hat⸗ ———ÿʒõ———V—V—V———:— 156 L. I. T. IX. De la Puissance paternelle. quer ou medifier l'ordre délivré par le président du tribunal de premieère instance. 383. Les art. 376, 377, 578 et 379 seront com- muns aux pères et mères des enfants naturels lé- galement reconnus. 38 4. Le père, durant le mariage, et, après la dissolution du mariage, le survivant des père et mère, auront la jouissance des biens de leurs en- fants jusqu'à l'äge de dix-huit ans accomplis, ou jusqu'à l'émancipation qui pourrait avoir lieu avant Pàge de dix-huit ans. — 385. Les charges de cette jouissance seront, 1⁰ Celles auxquelles sont tenus les usufrui- tiers; 2⁰ La nourriture, l'entretien et l'éducation des enfants, selon leur fortune; 3° Le paiement des arrérages ou intérêts des capitaux; 4° Les frais funéraires et ceux de dernière ma- ladie. 386. Cette jouissance n'aura pas lieu au pro- fit de celui des père et mère contre lequel le di- vorce aurait été prononcé; et elle cessera à l'égard de la mère dans le cas d'un second maxriage. 387. Elle ne s'étendra pas aux biens que les enfants pourront acquérir par un travail et une industrié séparés, ni à ceux qui leur seront donnés ou légués sous la condition expresse due les père et mère n'en jouiront pas. 9 7„ 1.. 7. 1s B. 9r T. Von der väterlichen Gewalt. 15 den von dem P Mſdehten des Gerichtes erſter Inſtan f fehl aufheben oder mäßigen kann. 378 und 379 Artikel ſind in 33 4. Währe 7 d r Ehe hat der Vater, und nach Aufloͤſung derſelben der ÜUberlebende von beyden Eltern den Nießbrauch vom derd hheesene ihrer Kinder, bis dieſe das achtzehnte Jahr ihres Alters zurückgele gt haben, . oder 4 s zu ihrer vor dem achtzehnten Jahre etwa er⸗ folg en Emanei pation. 585. Die mit dieſem Nießbrauche verbundenen La⸗ ſten ſind: 1u) diejenigen, wozu jeder Nutznießer verbun⸗ den iſt; 2.) Ernährung, Unterhalt und Erziehung der Kin der nach Verhältniß ihres Vermögens; 3.) Zahlung der Renten oder Zinſen der Capita⸗ .) Bezahlung der Koſten für das Begräbniß und letzte Krankheit. 386. Derjenige von beyden Eltern, wider den die Eheſcheidung iſt erkannt worden, bleibt von dieſem Nieß⸗ benuche ausgeſchloſſen; auch verliert ihn die Mutter, enn ſie zu einer neuen Ehe ſchreitet. 387. Er erſtreckt ſich nicht auf dasjenige Vermö⸗ gen, welches die Kinder etwa durch beſondere Arbeit und Induſtrie erwerben, und auch nicht auf das, was un⸗ ter der ausdrücklichen Bedingung, daß die Eltern den Genuß deſſelben nicht haben ſollen, den Kindern ge⸗ ſchenkt oder vermacht worden iſt. 1) Die Zahlung der Ruͤckſtaͤnde oder der Intereſſen der Kapitalien. L. u. M. Die Bezahlung der rückſtaͤndigen oder laufenden Zinſe von Capitalien. 8. Zahlung der ruͤckſtaͤndigen oder laufenden Capitalzinſen. E. 156 L. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. TITRE DIXIEME. De la Minorité, de la Tutelle et de lEman- cipation. (Décrété le a6 mars 1803. Promulgué le 5 avril.) CHAPITRE PREMIER. De la Minorité. 388. Le mineur est l'individu de l'un et de pautre sexe qui n'a point encore l'äge de vingt- un ans accomplis. CHAPITRE II. Pe la Tutelle. SECTION PREMIERE. De la Tutelle des Père et Mere. 389. Le père est, durant le mariage, admi- nistrateur des biens personnels de ses enfants mi- neurs. Il est comptable, quant à la propriété et aux revenus des biens dont il n'a pas la jouissance; et, quant à la propriété seulement, de ceux des biens dont la loi lui donne l'usufruit. 390. Après la dissolution du mariage arrivée par la mort naturelle ou civile de l'un des époux, Ja tutelle des enfants mineurs et non émancipés appartient de plein droit au surx ivant des père et mere. 391. Pourra néanmoins le père nommer à la mère survivante et tutrice, un conseil spécial, sans Pavis duquel elle ne pourra faire aucun acte relatif à la tutelle. as B. 10r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 159 Zehnter Titel. Von der Minderjaͤhrigkeit, der Vor⸗ mundſchaft und der Emancipation. Decretirt den 26. Maͤrz 1803. Promulgirt den 5. April.) Erſtes Capitel. Von der M inderjaͤhrigkeit. 2 ſchied des Geſchlechtes, der das Alter von ein und zwan⸗ zig Jahren noch nicht zurückgelegt hat. 388. Minderjährig iſt jeder Menſch, ohne Unter⸗ Zweytes Capitel. Von der Vormundſchaft. Erſter Abſchnitt. Von der Vormundſchaft der Eltern 389. Während der Ehe iſt der Vater Verwalter des Veuagens, welches ſeinen mind derfzhiraen Kindern perſönlich zugehört. In Anſehung des Vermögens, von welchem ihm der Nießbrauch nicht zuſteht, iſt er über das Eigenthum und die Einkünfte zugleich, in Anſehung des Vermögens aber, woran das Geſetz ihm den Nießbrauch gibt, nur über das Eigenthum Rechnung abzulegen verbunden. 590. Nach Auflöſung der Ehe durch den natürli— chen oder bürgerlichen Tod eines der Ehegatten, gebührt die Vormundſchaft über die minderjährigen und nicht emancipirten Kinder dem überlebenden Ehegatten kraft des Geſetzes(ipso jure). 391. Doch kann der Vater der überlebenden Mut⸗ ter und Vormünderin einen beſondern Beyſtand ernen⸗ nen, ohne deſſen Gutachten ſie keine auf die Vormund⸗ ſchaft ſich beziehende Handlung vornehmen darf. 160 L. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. Si le père spécifie les actes pour lesquels le conseil sera nommé, la tutrice'sera habile à faire les autres sans son assistance. 392. Cette nomination de conseil ne pourra etre faite que de l'une des manières suivantes: 1⁰ Par acte de dernière volonté; 2° Par une*déclaration faite ou devant le juge de paix, assisté de son greffier, ou devant notaires. 393. Si, lors du décès du mari, la femme est enceinte, il sera nommé un curateur au ventre par le conseil de famille. A la naissance de l'enfant, la mère en devien- dra tutrice, et le curateur en sera de plein droit le subrogé tuteur. 394. La mère n'est point tenue d'accepter la tutelle; néanmoins, et en cas qu'elle la refuse, elle devra en remplir les devoirs jusqu'à ce qu'elle ait fait nommer un tuteur. 395. Si la mère tutrice veut se remarier, elle evra, avant l'acte de mariage, convoquer le con- seil de famille, qui décidera si la tutelle doit lui etre conservée. A défaut de cette convocation, elle perdra la tutelle de plein droit; et son nouveau mari sera solidairement responsable de toutes les suites de la tutelle qu'elle aura indüment conservée. 396. Lorsque le conseil de famille, duùment convoqué, conservera la tutelle à la mère, il Li donnera nécessairement pour cotuteur le second mari, qui deviendra solidairement responsable, avec sa femme, de la gestion postérieure au maxiage. 1s B. 10r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 161 Beſtimmt der Vater die Handlungen, für welche der Beyſtand ernannt ſeyn ſoll, ſo iſt die Vormünde— rin befugt, die übrigen ohne deſſen Zuziehung vorzu⸗ nehmen. 392. Dieſe Ernennung eines Beyſtandes kann nur auf eine von folgenden Weiſen geſchehen: 1.) durch eine letzte Willensverordnung; 2.) durch eine vor dem Friedensrichter in Beyſeyn ſeines Gerichtsſchreibers, oder vor Notarien gemachte Erklärung. ◻ 5 393. Iſt die Frau bey dem Abſterben ihres Man⸗ nes ſchwanger, ſo ſoll der Leibesfrucht von dem Fami⸗ lienrathe ein Curator ernannt werden. Mit der Geburt des Kindes wird die Mutter ſeine Vormünderin, und der Curator iſt alsdann deſſen geſetz⸗ licher Nebenvormund(subrogé tuteur). 394. Die Mutter iſt nicht ſchuldig, die Vormund⸗ ſchaft anzunehmen; in dem Falle, daß ſie die Vormund⸗ ſchaft ablehnt, muß ſie jedoch die damit verbundenen Pflichten ſo lange erfüllen, bis ſie einen Vormund hat ernennen laſſen. 395. Will die Mutter, welche die Vormundſchaft führt, ſich wieder verheirathen, ſo muß ſie, vor Schlie⸗ „ den Familienrath zuſammenberufen, und eidet, ob ihr die Vormundſchaft gelaſſen wer⸗ ßung der E dieſer entſch den ſoll. 1 „ Unterläßt ſie dieſe Zuſammenberufung, ſo verliert ſie kraft des Geſetzes die Vormundſchaft, und ihr neuer Ehegatte iſt für alle Folgen der von ihr widerrechtlich * beybehaltenen Vormun ſchaft ſolidariſch verantwortlich. 396. Läßt der gehörig zuſammenberufene Familien⸗ rath der Mutter die Vormundſchaft, ſo muß er ihr noth⸗ wendig den zweyten Ehegatten als Mitvormund beyord⸗ nen, und dieſer wird mit ſeiner Ehegattin für die Ver— waltung, in ſo weit ſie nach der Heirath geführt worden iſt, ſolidariſch verantwortlich. Cod. N. IB. 11 162 L. I. T. X. Minoxrité, Tutelle, Emancipation. SEOTION II- De la Tutelle déſérée par le Père ou la More. 307. Le droit individuel de choisir un tuteur parent, ou mèême étranger, n'appartient qu'au dernier mourant des pèêre et mère. 398. Ce droit ne peut eêtre exercé que dans les formes prescrites par l'article 392, et sous les exceptions et modifications ci-après. 399. La meère remariée et non maintenue dans la tutelle des enfants de son premier maria- ge, ne peut leur choisir un tuteur. 400. Lorsque la mère remariée et mainte- nue dans la tutelle, aura fait choix d'un tuteur aux enfants de son premier mariage, ce choix ne sera valable qu'autant qu'il sera confirmé par le conseil de famille. 401. Le tuteur élu par le père ou la mère, n'est pas tenu d'accepter la tutelle, s'il n'est d'ailleurs dans la classe des personnes qu'à dé- faut de cette élection spéciale le conseil de famil- le eüt pu en charger. SECOTION III. De la Tutelle des Ascendants. 402. Lorsqu'il n'a pas été choisi au mineur un tuteur par le dernier mourant de ses père et mère, la tutelle appartient de droit à son aleul paternel; à défaut de celui-ci, à son aieul mater- nel, et ainsi en remontant, de manière que l'as- cendant paternel soit toujours préféré à l'ascen- dant maternel du mème degré. 403. Si, à défaut de l'aieul paternel et de Paeul maternel du mineur, la concurrence se rrouvait établie entre deux ascendants du degré su- périeur qui appartinssent tous deux à la ligne paternelle du mineur, la tutelle passera de droit 1s B. 10r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 163 Zweyter Abſchnitt. Von der durch die Eltern übertragenen Vormundſchaft. 397. Das perſönliche Recht aus Verwandten oder ſelbſt aus Fremden einen Vormund zu wählen, ſteht nur dem Längſtlebenden von beyden Eltern zu. 398. Dieſes Recht kann nur nach den im 392. Ar⸗ tikel vorgeſchriebenen Formen, und unter nachſtehenden Ausnahmen und Einſchränkungen ausgeübt werden. 399. Eine Mutter, die ſich wieder verheirathet hat, und der die Vormundſchaft uber ihre Kinder erſter Ehe nicht gelaſſen worden iſt, kann ihnen keinen Vormund erwählen. 400. Hat die Mutter, die ſich zwar wieder verhei⸗ rathet hat, der aber die Vormundſchaft gleichwohl ge⸗ laſſen worden iſt, ihren Kindern erſter Ehe einen Vor⸗ mund erwählt, ſo gilt dieſe Auswahl nur in ſo fern ſie von dem Familienrathe beſtätiget wird. 401. Der Vormund, welchen der Vater oder die Mutter erwählt hat, iſt nicht ſchuldig, die Vormund⸗ ſchaft anzunehmen, wenn er nicht ſonſt ſchon in die Claſ⸗ ſe derjenigen Perſonen gehört, welchen, in Ermange⸗ lung dieſer ſpeciellen Wahl, der Familienrath ſie hätte auftragen können. Dritter Abſchnitt. Von der Vormundſchaft der Ascendenten. 402. Hat der Längſtlebende der beyden Eltern dem Minderjährigen keinen Vormund erwählt, ſo ge⸗ bührt die Vormundſchaft geſetzlich ſeinem väterlichen Großvater, in deſſen Ermangelung ſeinem mütterlichen Großvater, und ſo weiter aufwärts, ſo daß der väterli⸗ che Ascendent dem mütterlichen Ascendenten deſſelben Grades immer vorgezogen wird. 403. Treffen, in Ermangelung des väterlichen und mütterlichen Großvaters des Minderjährigen, zwey As⸗ cendenten eines höhern Grades zuſammen, die beyde zur väterlichen Linie des Minderjährigen gehören, ſo ſoll die Vormundſchaft geſetzlich auf denjenigen von ihnen fal⸗ 11 164 I. I. I. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. à celui des deux qui se trouvera être l'aieul pater- nel du père du mineur. 404. Si la même concurrence a lieu entre deux bisaieuls de la ligne maternelle, la nomina- tion sera faite par le conseil de famille, qui ne pourra néanmoins que choisir l'un de ces deux as- cendants. SEOCTION IV. De la Tutelle déſéròée par le Congeil de famill. 405. Lorsqu'un enfant mineur et non éman- cipé restera sans père ni mère, ni tuteur élu par ses père ou mère, ni ascendants mäles, comme aussi lorsque le tuteur de l'une des qualités ci-des- sus exprimées se trouvera ou dans le cas des exclu- sions dont il sera parlé ci-après, ou valablement excusé, il sera pourvu, par un conseil de famille, à la nomination d'un tuteur. 406. Ce conseil sera convoquẽé soit sur la ré- quisition et à la diligence des parents du mineur, de ses créanciers ou d'autres parties intéressées, soit meme d'office et à la poursuite du juge de paix du domicile du mineur. Toute personne pour- ra dénoncer à ce juge de paix le fait qui donnera lieu à la nomination d'un tuteur. 407. Le conseil de famille sera composé, non compris le juge de paix, de six parents ou alliés, pris tant dans la commune oi la tutelle sera ou- werte que dans la distance de deux myriamètres, moitié du côté paternel, moitié du côté maternel, et en suivant l'ordre de proximité dans chaque ligne. Le parent sera prẽfẽr ẽ à l'allié du méême degré; et, parmi les parenis de même degré, le plus dge a celui qui le sera le moins. 198 A.— 1s B. 10r T. Von der Minderjäͤhrigkeit ꝛc. 165 len, welcher der väterliche Großvater des Vaters des Minderjährigen iſt. 40 ½. Treffen auf dieſelbe Art zwey Urgroßväter der mütterlichen Linie zuſammen, ſo geſchieht die Aus⸗ wahl von dem Familienrathe, der jedoch einen aus die⸗ ſen beyden Ascendenten wählen muß Vierter Abſchnitt. Von der durch den Familienrath übertragenen Vor⸗ mundſchaft. ein minderjähriges, nicht emancipir⸗ noch Mutter, weder einen von ſei⸗ ſeiner Mutter ernannten Vormund, noch männliche Ascendenten hat, ſo wie auch, wenn ei⸗ ne der eben erwähnten, zur Vormundſchaft berechtig— ten Perſonen, aus einer der unten anzugebenden Urſa⸗ chen von der Vormundſchaft ausgeſchloſſen oder rechtmäßig befreyt iſt, dann muß die Ernennung eines Vormundes durch den Familienrath geſchehen. 4⁰6. Dieſer Familienrath wird zuſammenberufen, entweder auf Anſuchen und Betreiben der Verwandten des Minderjährigen, ſeiner Gläubiger oder anderer In⸗ tereſſenten, oder auch von Amtswegen und auf Betrei— ben des Friedensrichters des Ortes, wo der Minderjäh⸗ rige ſeinen Wohnſitz hat. Jedermann iſt berechtiget, dieſem Friedensrichter den Vorfall 1) anzuzeigen, wo⸗ durch die Nothwendigkeit eintritt, einen Vormund zu er nennen. —₰ 40⁰7. Der Familienrath ſoll, auſſer dem Friedens⸗ richter, aus ſechs Verwandten oder Verſchwägerten be⸗ ſtehen, welche ſowohl aus der Gemeinde, wo der Vor mund zu beſtellen iſt, als in einem Umkreiſe von zwey Myriametern(vier Franz. Meilen) gewählt werden, die eine Hälfte aus der väterlichen und die andere aus der mütt terlüchen Linie⸗ wobey man in jeder Linie ſich nach der Nähe der Verwandtſchaft zu richten hat. Ser Verwandte wird dem in gleichem Grade Ver⸗ ſchwägerten, und unter Verwandten deſſelben Grades der aͤltere dem jüngern vorgezogen. 1) die Umſtaͤnde. E. 166 L. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. 408. Les frèxes germains du mineur et les maris des soeurs germaines sont seuls exceptés de la limitation de nombre posée en l'article précédent. S'ils sont six, ou au-delà, ils seront tous mem- bres du conseil de famille, qu'ils composeront seuls, avec les veuves d'ascendants et les ascen- dants valablement excusés, s'il y en a. S'ils sont en nombre inférieur, les autres pa- rents ne seront appelés que pour compléter le conseil. 4⁰9. Lorsque les parents ou alliés de l'une ou de l'autre ligne se trouveront en nombre insuffisant sur les lieux, ou dans la distance désignée par l'art. 407, le juge de paix appellera, soit des parents ou alliés domiciliés à de plus grandes distances, soit, dans la commune mèême, des citoyens connus pour avoir eu des relations habituelles d'amitié avec le père ou la mère du mineur. 410. Le juge de paix pourra, lors mèême qu'il y aurait sur les lieux un nombre suffisant de parents ou alliés, permettre de citer, à quelque distance qu'ils soient domiciliés, des parents ou alliés plus proches en degrés ou de mêmes degrés que les pa- rents ou alliés présents; de manière toutefois que cela s'opère en retranchant quelques-uns de ces der- niers, et sans excéder le nombre réglé par les pré- cédents articles. 411. Le délai pour comparaitre sera réglé par le juge de paix à jour fixe, mais de manière qu'il y ait toujours, entre la citation notifiée et le jour in- diqué pour la réunion du conseil, un intervalle de trois jours au moins, quand toutes les parties ci- ²) Die zur Erſcheinung geſtattete Zeitfriſt ſoll durch den Friedensrichter auf einen beſtimmten Tag regulirt wer⸗ den. L. Der Erſcheinungstermin ſoll vom Friedens⸗ 1s B. 10r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 167 4⁰8. Nur die vollbürtigen Brüder des Minder⸗ jährigen, und die Ehemänner ſeiner vollbürtigen Schwe⸗ ſtern machen eine Ausnahme von der im vorhergehenden Artikel enthaltenen Einſchränkung auf eine beſtimmte Anzahl. Sind ihrer ſechs oder mehrere, ſo ſind ſie alle Mit— glieder des Familienrathes, den alsdann ſie allein, mit den Wittwen der Ascendenten, und mit den etwa ge⸗ ſetzlich entſchuldigten Ascendenten, wenn deren vonhan⸗ den ſind, bilden. Iſt ihre Anzahl geringer, ſo werden die übrigen Verwandten nur berufen, um den Rath vollzählig zu machen. 409. Findet ſich an dem Orte ſelbſt oder innerhalb des im 407. Artikel beſtimmten Umkreiſes nicht die hin— reichende Anzahl von Verwandten oder Verſchwägerten der einen oder der andern Linie, ſo beruft der Friedens⸗ richter entweder entfernter wohnende Verwandte oder Verſchwägerte, oder ſolche Staatsbürger aus derſelben Gemeinde, von denen es bekannt iſt, daß ſie mit dem Vater oder der Mutter des Minderjährigen fortwährend in freundſchaftlichen Verhältniſſen geſtanden haben. 410. Auch dann, wenn an dem Orte ſelbſt eine hinreichende Anzahl von Verwandten oder Verſchwäger⸗ ten vorhanden iſt, kann der Friedensrichter die Erlaub⸗ niß ertheilen, daß man andere Verwandte oder Verſchwä⸗ gerte von einem nähern oder gleichen Grade als die An⸗ weſenden, ohne Rückſicht auf die Entfernung ihres Wohnortes, berufe; jedoch ſo, daß man alsdann immer einige von den Anweſenden weglaſſe, und die in den vor⸗ ſtehenden Artikeln beſtimmte Anzahl nicht überſchreite. 411. Der Friedensrichter hat einen beſtimmten Tag zur Verſammlung anzuſetzen*); jedoch ſo, daß, wenn alle Vorgeladenen in der Gemeinde oder in dem Umkreiſe von zwey Myriametern wohnen, zwiſchen der Inſinuation der Vorladung und dem zur Verſammlung richter auf einen beſtimmten Tag feſtgeſetzt werden. D. u. M. Der Friedensrichter beſtimmt den Tag der Ver⸗ ſammlung des Familienraths. 8 Der Friedensrichter hat den zur Verſammlung beſtimmten Tag anzuſetzen. E 168 L. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. tces résideront dans la commune, ou dans la dis- tance de deux myriamètres. Toutes les fois que, parmi les parties citées, il s'en trouvera de domiciliées au-delà de cette dis- tance, le délai sera augmenté d'un jour par trois myriamètres. 412. Les parents, alliés ou amis, ainsi convo- qués, seront tenus de se rendre en personne, ou de se faire représenter par un mandataire spécial. Le fondé de pouvoir ne peut représenter plus d'une personne. 4 15. Tout parent, allié ou ami, convoqué, et qui, sans excuse légitime, ne comparaitra point, encourra une amende qui ne pourra excéder cin- quante francs, et sera prononcée sans appel par le juge de paix. 414. S'il y a excuse suffisante, et qu'il con- vienne, soit d'attendre le membre absent, soit de le remplacer; en ce cas, comme en tout autre ou Pintérèt du mineur semblera l'exiger, le juge de paix pourra ajourner Passemblée ou la proroger. 415. Cette assemblée se tiendra de plein droit chez le juge de paix, à moins qu'il ne désigne lui- meme un autre local. La présence des trois quarts au moins de ses membres Con oqués, sera néces- saire pour qu'elle delibère. 416. Le conseil de famille sera présidé par le juge de paix, qui y aura voix délibérative, et pré- pondérante en cas de partage. 3) Die Verſammlung auf einen andern Tag verlegen, oder ſie prorogiren. L. Die Zuſammenkunft ausſeßen, oder die Friſt verlängern. D. u. M. die Verſammlung auf einen andern Tag verlegen, oder auf eine unbe⸗ ſtimmte Zeit ausſetzen. 8. die Verſammlung ausſetzen oder verſchieben. E. 4 4) Er hat berathſchlagende und im Falle der Theilung entſcheidende Stimme darin. L. Seine Stimme wird 1s B. 10r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 169 des Familienraths beſtimmten Tage, ein Zwiſchenraum von wenigſtens drey Tagen bleibt. So oft ſich aber unter den Vorgeladenen entfernter wohnende befinden, ſoll dieſe Friſt für jede drey Myria⸗ meter um einen Tag verlängert werden. 412. Die auf dieſe Weiſe berufenen Verwandten, Verſchwägerten oder Freunde ſind verbunden entweder in Perſon zu erſcheinen, oder ſich durch einen Special⸗ bevollmächtigten vertreten zu laſſen. Der Bevollmäͤchtigte kann nicht mehr als eine Per⸗ 13. Jeder berufene Verwandte,— Berſchwägerte reund, der, ohne eine geſetzliche Entſchuldigung zu haben, nicht erſcheint, verfällt in eine Geſdſrufe⸗ die nicht über fünfzig Franken betragen darf, und von dem Friedensrichter angeſetzt wird, ohne daß eine Appellation dagegen Statt findet. 414. Hat das abweſende Mitglied eine hin de Entſchuldigungsurſache, und iſt es rathſam, daſſelbe ntweder zu erwarten oder zu erſetzen, ſo kann 5 hter ſowohl in dieſem, wie in jedem andern eſſe des Minderjährigen es zu erfordern ſcheint, die Verſammlung ausſetzen oder auf einen an⸗ dern Tag verlegen. ³) 15. Die Verſammlung muß bey dem Friedens⸗ 4 ſam richter gehalten werden, wenn er nicht ſelbſt einen an⸗ dern Ort beſtimmt. ie Gegenwart von wenigſtens drey Viertel der berufenen N Kitglieder iſt erforderlich, um et was beſchließen zu können. 416. In dem Familienrathe hat der Friedensrich⸗ en Vorſitz; er hat darin eine berathende, und im der Stimmengleichheit entſcheidende Stimme. ⁴) enn die Meinun⸗ . u. M. Seine ra g mitgezählt und getheilt ſind, den Ausſo blag. erathſchlagung eine Stimme bey ntrete under Stimmengleichheit den Aus⸗ giebt. E. 3 mitgezählt, und gibt den Ausſchlag, gen auf beyden n gleich ſind Stimme wird bey der I giebt, wenn die Stinmme S. Er hat bey der 2 wel ſchlag 470 I. I. I. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. 4 ⁷7. Quand le mineur, domicilié en France, possédéra des biens dans les colonies, ou récipro- quement, l'administration spéciale de ces biens se- ra donnée à un protuteur. En ce cas, le tuteur et le protuteur seront in- dépendants, et non responsables l'un envers l'autre pour leur gestion respective. 418. Le tuteur agira et administrera, en cette qualité, du jour de sa nomination, si elle a lieu en sa présence, sinon, du jour qu'elle lui aura été no- tifiée. 419. La tutelle est une charge personnelle qui ne passe point aux héritiers du tuteur. Ceux-ci seront seulement responsables de la gestion de leur auteur; et s'ils sont majeurs, ils seront tenus de la continuer jusqu'à la nomination d'un nouveau tu- teur. SECTION V. Du ubrogé Tubteur. 420. Dans toute tutelle il y aura un subrogé tuteur, nommé par le conseil de famille. Ses fonctions consisteront à agir pour les inté- rèts du mineur, lorsqu'ils seront en opposition avec ceux du tuteur. 421. Lorsque les fonctions du tuteur seront dévolues à une personne de l'une des qualités expri- ns 1, 2 et 5 du présent chapitre, ce mées aux sectio tuteur devra, avant d'entrer en fonctions, faire convoquer, pour la nomination du subrogé tuteur, un conseil de famille composé comme il est dit en la section 4. „. 2—** r„. S'il s'est ingéré dans la gestion avant d'avoir rempli cette formalité, le conseil de famille, con- △ as B. 10r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 171 417. Beſitzt der Minderjährige, der in Frankreich wohnt, Güter in den Colonien, oder umgekehrt, ſo wird die beſondere Verwaltung dieſer Güter einem Mitvor⸗ munde 5)(protuteur) übertragen. In dieſem Falle ſind der Vormund und Mitvor⸗ mund von einander unabhängig, und keiner iſt dem an⸗ dern für ſeine Verwaltung verantwortlich. 418. Der Vormund handelt und verwaltet in die⸗ ſer Eigenſchaft von dem Tage ſeiner Ernennung an, wenn dieſe in ſeiner Gegenwart geſchehen iſt, auſſerdem aber von dem Tage an, da ihm ſeine Ernennung be⸗ kannt gemacht worden iſt, 4¹9. Die Vormundſchaft iſt ein perſönliches Amt, welches nicht auf die Erben des Vormundes übergeht. Dieſe ſind nur für die Verwaltung ihres Erblaſſers ver⸗ antwortlich, und, wenn ſie großjährig ſind, verbunden, die Verwaltung bis zur Ernennung eines neuen Vor⸗ mundes fortzuſetzen. Fuͤnfter Abſchnitt. Von dem Nebenvormunde ⁶)(subrogé Tuteur.) 420. Einem jeden Vormunde ſoll ein Nebenvor⸗ mund zugeordnet werden, welchen der Familienrath er⸗ nennt.(*) Seine Verrichtungen beſtehen darin, daß er für das Intereſſe der Minderjährigen handelt, wenn es mit dem des Vormundes im Widerſpruche ſteht. 421. Iſt die Vormundſchaft einer Perſon in einer von den Eigenſchaften zugefallen, welche im 1., 2. und 5. Abſchnitte des gegenwärtigen Capitels angegeben ſind, ſo muß dieſer Vormund, ehe er ſeine Verrichtungen an— tritt, einen nach Vorſchrift des 4. Abſchnittes gebildeten Familienrath zuſammenberufen laſſen, um einen Neben⸗ vormund zu ernennen. Hat er ſich vor Beobachtung dieſer Formalität in die Verwaltung eingemiſcht, ſo kann ihm, wenn er es (*) S. Art. 1442 u. 2137. 5) Protutor. L. Vicevormund.§. Aftervormund. E. 6) Gegenvormund. L. Streitvogt. S. — 172 L. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. voqué soit sur la réquisition des parents, créan- ciers ou autres parties intéressées, soit d'office par le juge de paix, pourra, s'il y a eu dol de la part du tuteur, lui retirer la tutelle, sans préjudice des indemnités dues au mineur. 422. Dans les autres tutelles, la nomination du subrogé tuteur aura lieu immédiatement après celle du tuteur. 423. En aucun cas le tuteur ne votera pour la nomination du subrogé tuteur, lequel sera pris, hors le cas de frères germains, dans celle des deux lignes à laquelle le tuteur n'ap] bartiendra point. 424. Le subrogé tuteur ne remplacera pas de plein droit le tuteur, lorsque la tutelle deviendra vacante, ou qu'elle sera abandonnée par absence; mais il devra, en ce cas, sous peine des dommages- intérèts qui pourraient en résulter pour le mineur, provoquer la nomination d'un nouveau tuteur. 425. Les fonctions du subrogé tuteur cesseront à la même époque que la tutelle. 426. Les dispositions contenues dans les sec- tions 6 et 7 du présent chapitre, s'appliqueront aux subrogés tuteurs. Néanmoins le tuteur ne pourra provoquer la destitution du subrogé tuteur, ni voter dans les con- seils de famille qui seront convoqués pour cet objet. SECTION VI. Des Causes qui dispensent de la Tubelle. 42. Sont dispensés de la tutelle, 7) wenn von Seiten des Vormundes ein Betrug ſtatt gehabt hat. L. u. 8. wenn auf der Seite des Vor⸗ mundes eine Argliſt untergelaufen iſt. D.. 8) und zwar bey Strafe, den Minderjaͤhrigen fuͤr jeden Schaden und entbehrten Gewinn, der fuͤr ihn aus der ſolchen entſtehen koͤnnte, vollig „,„ſ⸗ Ichtbeſrellüung ine Kichtbeſtellung eine 2 1s B. ꝛ0r T. Von der Minderjährigkeit ꝛec. 173 aus Gefährde(dolose) that 7), der auf Anſuchen der Verwandten, der Gl läubige r oder anderer Intereſſenten, oder Amtshalber von dem Friedensrichter zuſammenbe⸗ rufene Familienrath die Vormundſchaft entziehen, mit Vorbehalt der dem Minderjährigen gebührenden Schad⸗ loshaltung. 422. Bey den übrigen Vormundſchaften ſoll die Ernennung des Nebenvormundes unmittelbar nach der Ernennung des Vormundes geſchehen. 425. In keinem Falle kann der Vormund bey der Ernennung des Nebenvormundes mitſtimmen; dieſer ſoll aus derjenigen von beyden Linien genommen n erden, zu welcher der Vormund nicht gehört⸗ den Fall ausgenen⸗. men, wenn vollbürtige Brüder vorhanden ſind. Wird die Vormundſchaft erledigt oder durch enheit verlaſſen, ſo tritt nicht der Nebenvormund geſetzlich in die Stelle des Vormundes, ſondern er muß in dieſem Falle auf Ernennung eines neuen Vormundes antragen, bey Strafe des Erſatzes alles dem Minderjäh rigen hieraus etwa erwachſenden Schad e dens. ³) 125. Das Amt des Nebenvormundes endigt ſich zu gleicher Zeit mit der Vormundſchaft. 426. Die in dem 6. und 7. Abſchnitte des gegen wärtigen Capitels enthaltenen Verfügungen ſind auch auf die Nebenvormünder anwenddbar. Doch darf der Vormund nicht auf Abſ Nebenvormundes antragen, noch in dem deshalb zuſam⸗ menberufenen Familienrathe mitſtimmen. Sechſter Abſchnitt. Von den Urſachen, welche von der Vormundſchaft befreyen. OSog 27. Befreyt von der Vormundſchaft ſind ſchadlos zu halten. L. bey S 4 dem Minderjaͤt hrigen daraus erwachſenden S chadens und der Intereſſen. 8. bey Strafe, den Verluſt, der etwa dem Minderjaͤhrigen hieraus erwachſen kö unte, und den entbehrten Gewinn zu erſetzen. D. oder dem Minderſaͤhrigen den deshalb entſtandenen Verluſt oder entbehrten Gewinn erſtatten. E. . e ⸗ Erſatzes aues 74½4 L. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. Les personnes désignées dans les titres III, V, VI, VIII, IX, X er XI de T'acte des constitutions du 18 mai 1804; Les juges à la cour de cassation, le procureur général impérial en la même cour et ses substituts; Les commissaires de la comptabilité impériale; Les préfets; Tous citoyens exerçant une fonction publique dans un département autre que celui ot la tutelle s'établit. 426. Sont également dispensés de la tutelle, Les militaires en activité de service, et tous zutres citoyens qui remplissent, hors du texxi- toire de l'Empire, une mission de l'Empereur. 429. Si la mission est non authentique, et contestée, la dispense ne sera prononcée qu'après la représentation faite par le réclamant, du cer- tifcat du ministre dans le département duquel se placera la mission articulée comme excuse. 450. Les citoyens de la qualité exprimée aux articles précédents, qui ont accepté la tutelle ostérieurement aux fonctions, services ou missi- ons qui en dispensent, ne seront plus admis à s'en faire décharger pour eette cause. 431. Ceux, au contraire, à qui lesdites fonctions, services ou missions, auront été con- férés postérieurement à l'acceptation et gestion d'une tutelle, pourront, s'ils ne veulent la con- server, faire convoquer, dans le mois, un conseil de famille, pour y etre procédé à leur rempla- cement. Si, à Pexpiration de ces fonctions, services ou missions, le nouveau tuteur réclame sa déchar- ge, ou que Pancien redemande la tutelle, elle pourra lui ètre rendue par le conseil de famille. 432. Tout citoyen non parent ni allié ne peut ètre forcé d'accepter la tutelle, que dans le tas ou il n'existerait pas, dans la distance de qua- 1s B. 10r T. Von der Minderjaͤhrigkeit ꝛc. 175 Die in dem 5, 5, 6, 8, 9, 10 und 11 Titel der Conſtitutionsurkunde vom 18. May 1804 bezeichneten Perſonen; Die Richter des Caſſationsgerichtes, der bey die⸗ ſem Gerichtshofe angeſtellte kaiſerliche Generalprocurator und ſeine Subſtituten; Die kaiſerlichen Rechnungskommiſſarien; Die Präfecten; Alle Staatsbürger, welche in einem andern Depar⸗ tement, als dem, wo die Vormundſchaft angeordnet wird, ein öffentliches Amt verwalten. 426. Eben ſo ſind von der Vormundſchaft befreyt, Die wirklich dienſtthuenden Militairperſonen, und alle andere Staatsbürger, welche außer dem Gebiete des Reichs einen Auftrag des Kaiſers vollziehen. 429. Iſt der Auftrag nicht öffentlich, und wird er bezweifelt, ſo ſoll die Befreyung nicht eher ertheilt wer— den, als bis derjenige, der ſie in Anſpruch nimmt, ein Zeugniß des Miniſters beygebracht hat, in deſſen De⸗ partement der als Entſchuldigung angeführte Auftrag gehört. 450. Haben die in den vorſtehenden Artikeln be⸗ nennten Staatsbürger eine Vormundſchaft ſpäter übernom⸗ men, als die Amter, Dienſte oder Aufträge, welche da— von befreyen, ſo können ſie nicht verlangen, daß ihnen dieſelbe aus dieſer Urſache wieder abgenommen werde. „ 4231. Diejenigen hingegen, welchen die beſagten Amter, Dienſte oder Aufträge erſt nach der Ubernahme und Verwaltung der Vormundſchaft ertheilt worden ſind, können, wenn ſie die Vormundſchaft nicht beybehalten wollen, binnen Monatsfriſt einen Familienrath zuſam⸗ menberufen laſſen, damit derſelbe einen anderen Vor⸗ mund an ihre Stelle ernenne. Fordert, nach Beendigung dieſer Amtsverrichtun⸗ gen, Dienſte oder Aufträge, der neue Vormund ſeine Entlaſſung, oder verlangt der vorige die Vormundſchaft zurück, ſo kann ſie ihm von dem Familienrathe wieder ubertragen werden. 452. Ein Staatsbürger, der(mit dem Minder⸗ jährigen) weder verwandt noch verſchwägert iſt, kann nur dann gezwungen werden, die Vormundſchaft zu über⸗ nehmen, wenn in dem Umkreiſe von vier Myriametern 176 L. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipdtion. tre myriamètres, des parents ou alliés en état de gérer la tutelle. 4353. Tout individu dgé de soixante-cinq ans accomplis, peut refuser d'étre tuteur. Celui qui aura été nommé avant cet âge, pourra, à soixan- te-dix ans, se faire décharger de la tutelle. 45 4. Tout individu atteint d'une infirmité grave et düment justiftée, est dispensé de la tutelle. Il pourra mème s'en faire décharger, si cette infirmité est survenue depuis sa nomination. 435. Deux tutelles sont, pour toutes per- sonnes, une juste dispense d'en accepter une troisieme. Celui qui, époux ou père, sera déjà chargé d'une tutelle, ne pourra être tenu d'en accepter une seconde, excepté celle de ses enfants. 456. Ceux qui ont cinq enfants légitimes, sont dispensés de toute tutelle autre que celle des- dits enfants. Les enfants morts en activité de service dans les armées de l'Empereur, seront toujours comp- tés pour opérer cetre dispense. Les autres enfants morts ne seront comptés qu'autant qu'ils auront eux-mémes laissé des en- fants actuellement existants. 457. La survenance d'enfants pendant la tu- telle ne pourra autoriser à l'abdiquer. 458. Si le tuteur nommé est présent à la dé- libération qui lui défère la tutelle, il devra sur- le-champ, et sous peine d'ètre déclaré non rece- vable dans toute réclamation ultérieure, proposer ses excuses, sur lesquelles le conseil de famille délibérera. 2 à la 439. Si le tuteur nommé n'a pas assisté délibération qui lui a déféré la tutelle, il pourra 18 B. z0r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 177 ſich keine Verwandten oder Berſo hwaͤgerte befaͤnden, wel⸗ che im Stande wären, die Vormundſchaft zu führen. 3 Jeder, der fünf und ſechzig volle Jahre alt iſt, kann die Ubernahme der Vormundſchaft ablehnen, Wer vor dieſem Alter zum Vormund ernannt worden iſt, kann, wenn er ſiebenzig Jahre alt geworden, verlangen, daß ihm die Vormundſchaft abgenommen werde. 454. Jeder, der mit einer ſchweren, gehörig er⸗ wieſenen, Gebrechlichkeit behaftet iſt, iſt von der Uber⸗ nahme einer Vormundſchaft befreyt. Er kann ſich dieſelbe ſogar abnehmen laſſen, wenn ihn dieſe Gebrechlichkeit erſt nach ſeiner Ernenn ung be— fallen hat. 435. Zwey Vormundſchaften ſind für jedermann eine gerechte Befreyungsurſache, eine dritte zu über⸗ nehmen. Ein Ehegatte oder Vater, der ſchon eine Vormund⸗ ſchaft fuhrt, kann nicht angehalten werden, eine zweyte zu übernehmen, die über ſeine Kinder jedoch ausge⸗ nommen. 436. Wer fuünf eheliche Kinder hat, iſt, außer der Vormundſchaft über ſeine Kinder, von jeder andern bef freyt. Kinder, welche im wirklichen Dienſte(en activi- té de service) bey den Armeen des Kaiſers geſtorben ſind, werden immer mitgezählt, um dieſe Befreyung zu bewirken. Andere verſtorbene Kinder werden nur dann mitge⸗ zählt, wenn ſie ſelbſt noch lebende Kinder hinterlaſſen haben. 3 457. Wenn dem Vormunde erſt während der Vor⸗ mundſchaft Kinder geboren wurden, ſo berechtiget ihn dieſes nicht, die Vormundſchaft niederzulegen. 458. Iſt der ernannte Vormund bey der Berath⸗ ſchlagung zugegen, durch die ihm die Vormundſchaft übertragen wird, ſo muß er auf der Stelle, und bey Strafe mit jeder weitern Einwendung nicht mehr gehört zu werden, ſeine Entſchuldigung sgründe vorbringen, über welche alsdann der Familienra ath entſcheidet. 459. War der ernannte Vormund bey der Berath⸗ ſchlagung, durch die ihm die Vormundſchaft übertragen Cod. N. 1. B.. 12 178 L. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. faire convoquer le conseil de famille pour dẽélibé- rer sur ses excuses. Ses diligences à ce sujet devront avoir lieu dans le délai de trois jours, à partir de la notifica- tion qui lui aura été faite de sa nomination; le- uel délai sera augmenté d'un jour par trois myria- moétres de distance du lieu de son domicile à celui de l'ouverture de la tutelle: passé ce délai. il sera non recevable. 440. Si ses excuses sont rejetées, il pourra se pourvoir devant les tribunaux pour les faire admettre; mais il sera, pendant le litige, tenu d'administrer provisoirement. 441+ S'il parvient à se faire exempter de la tu- telle, ceux dui auront rejeté l'excuse, pourront etre condamnés aux frais de l'instance. S'il succombe, il y sera condamné lui-méme. EOTION VII. De PIncapacité, des Eocclusions es Degtitubtions de la Tubelle. 442. Ne peuvent être tuteurs, ni membres des conseils de famille, 10 Les mineurs, excepté le père ou la mère; 2° Les interdits; 30 Les femmes, autres que la mère et les as- cendantes; 4° Tous ceux qui ont ou dont 1 ont avec le mineur un procès dans leq ce mineur, sa fortune, ou une partie no ses biens, sont compromis, es père ou mère uel l'érat de table de 1s B. 10r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 179 wurde, nicht zugegen, ſo kann er einen Familienrath zu⸗ ſammenberufen laſſen, um über ſeine Entſchuldigungs⸗ gründe zu entſcheiden. Die zu dieſem Ende nöthigen Vorkehrungen muß er binnen drey Tagen treffen, von der ihm geſchehenen Be⸗ kanntmachung ſeiner Ernennung an zu rechnen; dieſe Friſt wird für jede drey Myriameter, welche der Ort ſei⸗ nes Wohnſitzes von demjenigen, wo die Vormundſchaft übernommen werden ſoll, entfernt iſt, um einen Tag verlängert. Iſt dieſe Friſt abgelaufen, ſo wird er nicht weiter gehört. 440. Werden ſeine Entſchuldigungsgründe verwor⸗ fen, ſo ſteht es ihm frey, ſich an die Gerichte zu wen⸗ den, um ihre Annahme zu bewirken; er iſt aber verbun⸗ den, während des Rechtsſtreits die Vormundſchaft pro⸗ viſoriſch zu führen. 441. Gelingt es ihm, von der Vormundſchaft frey⸗ geſprochen zu werden, ſo können diejenigen, welche ſeine Entſchuldigungsgründe verworfen haben, zu den Pro⸗ ceßkoſten verurtheilt werden. Verliert er den Proceß, ſo wird er ſelbſt in dieſe Koſten verurtheilt. Siebenter Abſchnitt. Von der Unfähigkeit zur Vormundſchaft, von der Aus⸗ ſchließung und Abſetzung von derſelben. 442. Vormünder können nicht ſeyn, und eben ſo wenig Mitglieder eines Familienraths, 1.) Minderjährige, mit Ausnahme des Vaters und der Mutter; 2.) die, welchen die eigene Verwaltung ihres Ver⸗ mögens iſt benommen worden(die Interdicirten); 3.) Weiber, mit Ausnahme der Mutter und der weiblichen Ascendenten; 4.) alle diejenigen, die ſelbſt oder deren Vater oder Mutter mit dem Minderjährigen einen Proceß haben, der den perſönlichen Zuſtand dieſes Minderjährigen, ſein Vermögen, oder einen beträchtlichen Theil deſſelben be⸗ trifft. 9 280 L. J. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. 443. La condamnation à une peine afflictive ou infamante emporte de plein droit l'exclusion de la tutelle. Elle emporte de meme la destitu- tion, dans le cas ou il s'agirait d'une tutelle an- térieurement déeférée. 444. Sont aussi exclus de la tutelle, et meme destituables, s'ils sont en exercice, ¹0 Les gens d'une inconduite notoire; 2° Ceux dont la gestion attesterait l'incapa- cité ou l'infidélité. 445. Tout individu qui aura été exclu ou des- titué d'une tutelle, ne pourra être membre d'un conseil de famille. 446. Toutes les fois qu'il y aura lieu à une destitution de tuteur, elle sera prononcée par le conseil de famille, convoqué à la diligence du sub- rogé tuteur, ou d'office pax le juge de paix. Celui-ci ne pourra se dispenser de faire cette convocation, quand elle sera formellement requise par un ou plusieurs parents ou alliés du mineur, au degré de cousin germain ou à des degrés plus proches. 447. Toute délibération du conseil de famille ui prononcera l'exclusion ou la destitution du tu- teur, sera motivée, et ne pourra être prise qu'a- près avoir entendu ou appelé le tuteur. 448. Si le tuteur adheère à la délibération, il en sera fait mention, et le nouveau tuteur entrera aussitôt en fonctions. S'il y a réclamation, le subrogé tuteur pour- suivra l'homologation de la délibération devant le tribunal de première instance, qui prononcera sauf l'appel. Le tuteur exclu ou destitué peut lui- mêème, en ce cas, assigner le subrogé tuteur pour se faire décarler maintenu en la tutelle. 1 B. 10r T. Von der Minderjährigkeit ze. 181 445. Die Verurtheilung zu einer Leibes⸗oder ent⸗ ehrenden Strafe zieht geſetzlich die Ausſchließung von der Vormundſchaft nach ſich. Sie bewirkt auch die Abſetzung von einer vorher übertragenen Vormundſchaft. 444. Ausgeſchloſſen von der Vormundſchaft ſind ebenfalls, und koönnen ſogar, wenn ſie dieſelbe bereits übernommen haben, abgeſetzt werden: 1.) Leute von notoriſch ſchlechter Auffuhrung und Wirthſchaft; 2.) diejenigen, deren Unfähigkeit oder Untreue aus ihrer Verwaltung hervorgeht. 445. Wer von einer Vormundſchaft ausgeſchloſſen oder abgeſetzt worden iſt, kann nicht Mitglied eines Fa⸗ milienrathes ſeyn. 4 6. So oft die Abſetzung eines Vormundes erfor⸗ derlich iſt, ſoll ſie von dem auf Anſuchen des Nebenvor⸗ mundes, oder von Amtswegen von dem Friedensrichter zuſammenberufenen Familienrathe erkannt werden. Der Friedensrichter kann dieſe Zuſammenberufung nicht verweigern, wenn von einem oder mehreren Ver⸗ wandten oder Verſchwägerten des Minderjährigen, die mit ihm in dem Grade von Geſchwiſterkindern oder in einem nähern Grade ſtehen, förmlich darum nachge⸗ ſucht wird. 447. Jeder Beſchluß des Familienrathes, in wel⸗ chem auf Ausſchließung oder Abſetzung des Vormundes erkannt wird, muß die Entſcheidungsgründe enthalten, und darf nicht gefaßt werden, ohne daß vorher der Vor⸗ mund gehört oder vorgeladen worden wäre. 448. Unterwirft ſich der Vormund dem Beſchluſſe, ſo geſchieht hievon Erwähnung, und der neue Vormund tritt ſogleich ſein Amt an. Widerſpricht er aber, ſo muß der Nebenvormund um die Beſtätigung des gefaßten Beſchluſſes bey dem Ge⸗ richte erſter Inſtanz nachſuchen, und dieſes erkennt hier⸗ über, mit Verbehalt der Appellation. Auch kann in dieſem Falle der ausgeſchloſſene oder abgeſetzte Vormund ſelbſt, um ſich gerichtlich bey der Vormundſchaft erhalten zu laſſen, den Nebenvormund vor Gericht fordern. 182 L. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. 449. Les parents ou alliés qui auront requis la convocation, pourront intervenir dans la cause, qui sera instruite et jugée comme affaire urgente. SECTION VIII. De l'Administration du Tuteur. 450. Le tuteur prendra soin de la personne du mineur, et le représentera dans tous les actes civils. II administrera ses biens en bon père de fa- mille, et répondra des dommages-intérèts qui pourraient résulter d'une mauvaise gestion. Il ne peut ni acheter les biens du mineur, ni les prendre à ferme, à moins que le conseil de fa- mille n'ait autorisé le subrogé tuteur à lui en pas- ser bail, ni accepter la cession d'aucun droit ou créance contre son pupille. 451. Dans les dix jours qui suivront celui de sa nomination, düment connue de lui, le tu- teur requerra la levée des scellés, s'ils ont été apposés, et fera procéder immédiatement à l'in- ventaire des biens du mineur, en présence du subrogé tuteur. S'il lui est dü quelque chose par le mineur, il devra le déclarer dans l'inventaire, à peine de dé- chéance, et ce sur la réquisition que T'officier pu- blic sera tenu de lui en faire, et dont mention se- ra faite au procès-verbal. 452. Dans le mois qui suivra la clôture de Pinventaire, le tuteur fera vendre, en présence du subrogé tuteur, aux enchères reqçues par un officier public, et après des affiches ou publications dont le procès-verbal de vente fera mention, tous 2s B. 10r T. Von der Minderzährigkeit ꝛc. 183 449. Die Verwandten oder Verſchwägerten, auf deren Anſuchen der Familienrath zuſammenberufen wor⸗ den iſt, können in dem Proceſſe, der als eine dringende Sache verhandelt und entſchieden werden ſoll, als In⸗ tervenienten auftreten. Achter Abſchnitt. Von der Verwaltung des Vormundes. 450. er Vormund muß für die Perſon des Min⸗ derjährigen Sorge tragen, und in allen bürgerlichen Ge⸗ ſchäften ſeine Stelle vertreten. Er muß deſſen Vermögen als ein guter Hausvater verwalten, und für allen Schaden, der etwa aus einer ſchlechten Verwaltung e ht, haften. Er kann Minderjährigen weder kau⸗ fen noch in Pacht nehmen(*†), wenn nicht der Fami⸗ lienrath den Nebenvormund autoriſirt hat, mit ihm ei⸗ nen Pachtcontract zu ſchließen; auch kann er ſich kein Recht und keine Forderung gegen ſeinen Mündel abtre⸗ ten laſſen. 451. Innerhalb zehn Tagen nach ſeiner ihm 34 hörig bekannt gemachten Ernennung muß der Vormund wenn eine Verſiegelung Statt gehabt hat 8 2⁵), darauſ antragen, daß die Siegel wleder abgenomt. nen werden, und unmittelbar darauf ein Inventarium üb mo gen des Minderjährigen in Beyſeyn des Nebenvormun⸗ rrichten laſſen. Iſt ihm der Minderjährige etwas ſchuldig, ſo muß er dieſes, bey Verluſt ſeines Rechtes, in dem Inventa⸗ rium erklären; der öffentliche Beamte iſt verbunden, ihn u dieſer Erklärung aufzufordern, und, daß die Auffor⸗ derung geſchehen, muß in dem Protokolle bemerkt werden. 452. Binnen eines Monats nach Abſchluß des In⸗ ventariums muß der Vormund alle Mobilien, mit Aus⸗ nahme derjenigen, zu derer Beybehaltung in Natur er von dem Familienrathe autoriſirt worden iſt, durch ei⸗ en öffentlich en Beamten, in Beyſeyn des Nebenvormun⸗ des und nach vorhergegangenen öffentlichen Anſchlägen 7 ber das Ver⸗ *) S. Art 1796 u. 1718. Art 819. L. I. T. X. Minorité, Tutelle, Pmancipation. les meubles autres que ceux que le conseil de famille l'aurait autorisé à conserver en nature. 453. Les père et mère, tant qu'ils ont la jouissance propre et légale des biens du mineur, sont dispensés de vendre les meubles, s'ils préfè- rent de les garder pour les remettre en nature. Dans ce cas, ils en feront faire, à leurs frais, une estimation à juste valeur, par un expert qui sera nommé par le subrogé tuteur et prèêtera ser- ment devant le juge de paix. IIs rendront la va- leur estimative de ceux des meubles qu'ils ne pour- raient représenter en nature. 454. Lors de l'entrée en exercice de toute tutelle, autre que celle des père et mère, le con- seil de famille réglera par aperçu, et selon l'impor- tance des biens régis, la somnie à laquelle pourra s'élever la dépense annuelle du mineur, ainsi que celle d'administration de ses biens. Le mème acte spécifiera si le tuteur est auto- risé à s'aider, dans sa gestion, d'un ou plusieurs administrateurs particuliers, salariés, et gérant sous sa responsabilité. 455. Ce conseil déterminera positivement la somme à laquelle commencera, pour le tuteur, Pobligation d'employer l'excédant des revenus sur la dépense: cet emploi devra èêtre fait dans le délai de six mois, passé lequel le tuteur devra les inté- rêts à défaut d'emploi. 456. Si le tuteur n'a pas fait déterminer par le conseil de famille la somme à laquelle doit com- mencer l'emploi, il devra, après le délai exprimé dans Particle précédent, les intérèts de toute somme non employée, quelque modique qu'elle soit. 457. Le tuteur, mème le père ou la mère, ne emprunter pour le mineur, ni aliéner ou hy- 1s B. 10r T. Von der Minderj oder Bekanntmachun protokoll Erwähnung ge deren in dem Verſteigerungs⸗ hehen muß, zeſteigeun laſſen. 453. So lange die Eltern den ihnen geſetzlich zu⸗ kommenden Nießbrauch an dem Wermosen de es Minder⸗ jährigen haben, ſind ſie nicht verbunden, die Mobilien zu verkaufen, wenn ſie ſolche lieber be in Natur zurückgeben wollen. eſem Falle ſſen ſie dieſe Sachen durch einen von dem Nebenvormunde ernannten und von dem Frie⸗ Prichter beeidigten Sachverſtändigen, nach ihrem wah⸗ PJerthe, auf eigene Koſten taxiren laſſen, und in der den Werth derjenigen von dieſen Mobilien erſetzen, Natur zurückliefern können. itte einer jeden Vormundſchaft, en, ſoll der Familienrath, nach einem ungefähren Uberſchlag und mit Rüc cſicht auf der Betrag des zu verwaltenden Vermögens, die Summe be⸗ ſtimmen, welche jährlich zu den Ausgaben für den Min⸗ derjährigen ſowohl, als für die Verwaltung ſeiner Güter verwendet werden darf. In der darüber abgefaßten Urkunde muß auch be⸗ ſtimmt werden, ob der Vormund berechtiget ſeyn ſolle, ſich zur Hilfe in ſeiner Geſchäftsführung einen oder meh⸗ halten und einſt Folg die der Eltern ausgene rere beſondere, beſoldete, und unter ſeiner Verant⸗ wortlichkeit verwaltende Adminiſtratoren anzu zuehmen. — 455. Dieſer Familienrath muß die Summe ge⸗ timmen, bey welcher für den Vormund die Ver⸗ chkeit eintreten ſolle, den nach Abzug der Ausga⸗ bleibenden Überſchluß der Einkünfte verzinßlich 1 Anlegung muß binnen ſechs Monaten blauf iſt der Vormund, in Er— mangelung einer verzinßlichen Anlegung, die Zinſen ſelbſt zu zahlen ſchuldig. 456. Hat der Vormund von dem Familienrathe die Summe nicht beſtimmen laſſen, mit welcher die verzinß⸗ liche Anlegung ihren Anfang nehmen ſoll, ſo iſt er, nach Ablauf der im vorhergehend en Artikel beſtimmten Friſt, von allem nicht angelegten Gelde, ſo gering auch immer die Summe ſeyn mag, die Zinſen zu zahlen ſchuldig 457. Der Vormund, ſelbſt der Vater oder die Mutter nicht ausgenommen, ka jati nes Familienrathes weder für —„ 2. n Die An 186 L. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. pothéquer ses biens immeubles, sans y étre autorisé par un conseil de famille. Cette autorisation ne devra être accordée que pour cause d'une nécessité absolue, ou d'un avan- tage évident. Dans le premier cas, le conseil de famille n'accordera son autorisation qu'après qu'il aura eté constaté, par un compte sommaire présente Par le tuteur, que les deniers, effets mobiliers et revenus du mineur sont insuffisants. Le conseil de famille indiquera, dans tous les cas, les immeubles qui devront être vendus de pré- férence, et toutes les conditions qu'il jugera utiles. 458. Les délibérations du conseil de famille re- latives à cet objet, ne seront exécutées qu'après que le tuteur en aura demandé etobtenu l'homologation devant le tribunal de premieère instance, qui y sta- tuera en la chambre du conseil, et après avoir en- tendu le procureur impérial. 459. La vente se fera publiquement, en pré- sence du subrogé tuteur, aux enchères qui seront reçues par un membre du tribunal de première in- stance, ou par un notaire à ce commis, et àa la suite de trois affiches apposées, par trois dimanches consécutifs, aux lieux accoutumés dans le canton. Chacune de ces affiches sera visée et certifiée par le maire des communes ou elles auront été ap- Posées. 60. Les formalités exigées par les articles 457 et 456, pour l'aliénation des biens du mineur, ne s'appliquent point au cas où un jugement au- rait ordonné la licitation sur la provocation d'un. copropriétaire par indivis. Seulement, et en ce cas, la licitation ne pour- ra se faire que dans la forme prescrite Par Particle précédent: les étrangers y seront nécessairement admis. 8 15 B. 10r T. Von der Minderjähri Darlehn aufnehmen, noch deſſen unbewegliche Güter veräußern oder verpfänden. Dieſe Autoriſation kann nur wegen einer unum⸗ gänglichen Nothwendigkeit, oder wegen eines offenbaren Vortheils ertheilt werden. Im erſten Falle kann der Famili ienrath ſeine Auto⸗ riſation nicht eher ertheilen, als bis es ſich aus einer ſummariſchen, von dem Vormunde vorgelegten Berech⸗ nung ergeben hat, daß die Baarſchaft, die Mobilien und die Einkünfte de 5 Minderjährigen nicht hinreichend ſind. In jedem Falle hat der Fat milienrath die Güter, welche vor andern verkauft werden ſollen, ſo wie alle ihm nützlich ſcheinende Bedingungen zu beſtimmen 458. Die dieſen Gegenſtand be reffenden n Beſchluͤſ⸗ ſe des Familienrathes düurfen nicht eher vollzogen wer⸗ den, als bis der Vormund bey dem Gerichte erſter In⸗ ſtanz ihre Beſtätigung nachgeſucht und erhalten hat. Das Gericht erkennt hierüber in dem Seſſionszimmer, nach⸗ dem es den kaiſerlichen Procurator angehört hat. 459. Der Verkauf muß in Beyſeyn des vormundes durch ein 2 Mitglied des Gerichtes erſter In⸗ ſtanz oder einen hiezu beauftragten Notar in einer öf⸗ fentlichen Verſteigerung geſt chehen, nachdem er vorher durch drey Anſchläge an den in dem Canton gewöhnlichen — rey Sonntage hintereinander, bekannt gemacht Jeder dieſer Anſchlä meinde, wo er angeſch lagen biget werden 460.-Die zur Veräußerung der Güter eines Min⸗ derjährigen in den Artikeln 457 und 458 vorgeſchriebenen Formalitäten ſind dann nicht anwendbar, wenn auf An⸗ ſuchen eines in ungetheilter Gemeinſch aft ſtehenden Mit⸗ eigenthümers die Verſteigerung durch ein Urtheil verord⸗ net worden iſt. Jedoch kann auch in dieſenn Falle die Verſteigerung ſelbſt nicht anders, als nach der in dem vorhergehenden Artikel vorgeſchriebenen Form, geſchehen. Fremde muſ⸗ ſen nothwendig dabey zugelaſſen werden.(*†) ige 9eE 11 () S. Art. 839 u. 1686. — 198 L. I. T. X. Minoxité, Tutelle, Emancipation. 461. Le tuteur ne pourra accepter ni répu- dier une succession échue au mineur, sans une autorisation préalable du conseil de famille. L'ac- ceptation n'aura lieu que sous bénéfice d'inven- taire. 462. Dans le cas ou la succession répudiée au nom du mineur n'aurait pas été acceptée par un au- tre, elle pourra être reprise soit par le tuteur, au- torisé à cet effet par une nouvelle délibération du conseil de famille, soit par le mineur devenu ma- jeur, mais dans P'état ou elle se trouvera lors de la reprise, et sans pouvoir attaquer les venltes et autres actes qui auraient été légalement faits du- rant la vacance. 463. La donation faite au mineur ne pourra etre acceptée par le tuteur qu'avec P'autorisation du conseil de famille. Elle aura, à l'égard du mineur, le mème effet qu'à l'égard du majeur. 46 4. Aucun tuteur ne pourra introduire en justice une action relative aux droits immobiliers du mineur, ni acquiescer à une demande relative aux mêémes droits, sans l'autorisation du conseil de famille. 465. La même autorisation sera nécessaire au tuteur pour provoquer un partage; mais il pourra, sans cette autorisation, répondre à une demande en partage dirigée contre le mineur. 466. Pour obtenir à l'égard du mineur tout Peffet qu'il aurait entre majeurs, le partage devra etre fait en justice, et précédé d'une estimation faite par experts nommés par le tribunal de pre- 181 r dem Vo halt der Rechtswohlthat, daß er vor⸗ rium errichte, und nicht uͤber deſſen zulden zu haften habe. D. 1s B. 10r T. Von der Minderjährigkeitꝛc. 189 461. Eine dem Minderjährigen zugefallene Erb⸗ ſchaft kann der Vormund, ohne vorhergehende Autoriſa⸗ tion des Familienrathes, weder annehmen noch aus ſchlagen. Die Annahme darf nur unter Vorbehalt der Rechtswohlthat des Inventariums(cum beneſicio in- ventarii) geſchehen. ⁹) 462. Iſt die im Namen des Minderjährigen aus⸗ geſchlagene Erbſchaft noch nicht von einem anderen ange⸗ nommen worden, ſo kann ſie noch immer ſowohl von dem Vormunde, wenm er durch einen neuen Beſchluß des Fa⸗ milienrathes dazu autoriſirt iſt, als von dem Minderjäh⸗ rigen ſelbſt, nachdem er volljährig geworden iſt, ange⸗ treten werden, jedoch nur in dem Zuſtande, worin ſie ſich zur Zeit dieſer Antretung befindet, und ohne daß ſie berechtiget wären, die Verkäufe und andere Handlunge anzufechten, welche etwa während der Ai, als die Erl ſchaft erlediget war, auf geſetzliche Weiſe ſind vorgenom⸗ men worden. 463. Eine dem Minderjährigen gemachte Schen—⸗ kung kann der Vormund nur mit Autoriſation des Fami⸗ lienrathes annehmen.(*†) Sie hat in Rückſicht des Minderjährigen eben die Wirkung, wie bey einem Volljährigen. 46 ½. Kein Vormund kann ohne Autoriſation des Familienrathes eine gerichtliche Klage anſtellen, die Im⸗ mobiliarrechte des Minderjährigen betrifft, und eben ſo wenig einen Anſpruch, der ſolche Rechte zum Gegenſtan⸗ de hat, als richtig nachgeben. 10) 465. Eben dieſer Autoriſation bedarf der Vormund d, um auf eine Theilung 11) anzutragen; jedoch darf er ohne Autoriſation auf eine gegen den Minderjährigen an⸗ geſtellte Klage auf Theilung antworten. 466. Soll eine Theilung in Anſehung eines Min⸗ derjährigen alle die Wirkungen hervorbringen, welche ſt unter Volljährigen haben würde, ſo muß ſie gerichtlich vorgenemmen werden, und nach vorgängiger 85 durch Sachverſtändige, welche das Gericht erſter Inſta 1 U b 1 10) bey einem Anſpruche ſich beruhigen. M. ein Begeh⸗ ren. das dergl. Rechte betrifft, eingehen. 8. 11) Erbtheilung. E. 190 L. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. mière instance du lieu de Touverture de la succes- sion. Les experts, après avoir prèté devant le prési- dent du mèême tribunal ou autre juge par lui délé- gué, le serment de bien et fidèlement remplir leur rnission, procéderont à la division des héritages et à la formation des lots, qui seront tirés au sort, et en présence soit d'un membre du tribunal, soit d'un notaire par lui commis, lequel fera la déli- vrance des lots. Tout autre partage ne sera considéré que com- me provisionnel. 467. Le tuteur ne pourra transiger au nom du mineur, qu'après y avoir été autorisé par le con- seil de famille, et de l'avis de trois jurisconsultes désignés par le procureur impérial au tribunal de première instance. La transaction ne sera valable qu'autant qu'elle aura été homologuée par le tribunal de première insrance, après avoir entendu le procureur impé- rial. 468. Le tuteur qui aura des sujets de mécon- tentement graves sur la conduite du mineur, pourra porter ses plaintes à un conseil de famille, et, s'il y est autorisé par ce conseil, provoquer la reclusion du mineur, conformément à ce qui est statué à ce sujet autitre de la Puissance pabernelle. SECTION IX. Des Comptes de la Tutelle. 469. Tout tuteur est comptable de sa gestion lorsqu'elle finit. 470. Tout tuteur, autre que le père et la mère, peut èêtre tenu, mêème durant la tutelle, de remettre au subrogé tuteur des états de situation de sa gestion, aux époques que le conseil de famille aurait jugé à propos de fixer, sans néanmoins que „ nder Minderj hrigkeit ꝛc. 191 des Ortes, wo die Erbſchaft eröffnet worden iſt, er⸗ 1 Nachdem den Sachverſtändigen von dem Präſidenten deſſelben Gerichtes oder von einem andern von ihm dazu beauftragten Richter der Eid abgenommen worden iſt, daß ſie das ihnen aufgetragene Geſchäft treu und redlich ver⸗ richten wollen, ſchreiten ſie zur Theilung der Güter und zur Verfertigung der Looſe, die in Gegenwart eines Mitgliedes des Gerichtes jder eines von ihm beauftrag⸗ ten Notars, der auch die Looſe kausliefert, gezogen werden Jede andere Theilung iſt nur als proviſoriſch an— zuſehen. 467. Der Vormund kann nur nach vorgängiger Autoriſation des Familienrathes, und auf ein Gutachten dreyer von dem kaiſerlichen Procurator bey dem Gerichte erſter Inſtanz beſtimmten Rechtsgelehrten, im Namen des Minderjährigen einen Vergleich ſchließen. Der Vergleich iſt nur in ſo fern giltig, als er, nach Anhörung des kaiſerlichen Procurators, von dem Gerichte erſter Inſtanz beſtätiget worden iſt.(*) 468. Hat der Vormund wichtige Urſachen mit der Aufführung des Minderjährigen unzufrieden zu ſeyn, ſo kann er ſich mit ſeinen Beſchwerden an einen Familien⸗ rath wenden, und wenn er von die ſem dazu autoriſirt wird, in Gemäßheit deſſen, was hierüber in dem Titel von der väterlichen Gewalt beſtimmt iſt, auf Einſperrung des Minderjährigen antragen. Neunter Abſchnitt. Von den Vormundſchaftsrechnungen. 2 469. Jeder Vormund muß zu Ende ſeiner Verwal⸗ tung Rechnung darüber ablegen. 570. Jeder Vormund, mit Ausnahme des Vaters und der Mutter, kann angehalten werden, auch während der Vormundſchaft zu gewiſſen, von dem Familienrathe zu beſtimmenden Zeiten, jedoch höchſtens jährlich einmal, (*) S. Art. 20¼5. 192 L. I. T X. Minorité, Tutelle, Emancipation. le tuteur puisse être astreint à en fournir plus d'un chaque année. Ces états de situation seront rédigés et remis, sans frais, sur papier non timbré, et sans aucune formalité de justice. 471. Le compte définitif de tutelle sera rendu aux dépens du mineur, lorsqu'il aura atteint sa ma- jorité ou obtenu son émancipation. Le tuteur en avancera les frais. On y allouera au tuteur toutes dépenses suffi- samment justiflées, et dont l'objet sera utile. 472. Tout traité qui pourra intervenir entre le tuteur et le mineur devenu majeur, sera nul, s'il wa été précédé de la reddition d'un compte détaillé, et de la remise des pièces justificatives: le tout cons- taté par un récépissé de Poyant-compte, dix jours au moins avant le traité. 473. Si le compte donne lieu à des contesta- tions, elles seront poursuivies et jugées comme les autres contestations en matière civile. 474. La somme à laquelle s'élevera le reliquat du par le tuteur, portera intérét, sans demande, à compter de la clôture du compte. Les intérèts de ce qui sera dü au tuteur par le mineur, ne courront que du jour de la sommation de payer qui aura suivi la clôture du compte. 455. Toute action du mineur contre son tuteur, relativement aux faits de la tutelle, se prescrit par dix ans, à compter de la majorité. CHAPITRE III. De l'Emancipation. 456. Le mineur est émancipé de plein droit par le mariage. 1s B. 10r T. Von der Minderlährigkeit ꝛc. 193 dem Nebenvormunde eine Überſicht des Zuſtandes ſeiner Verwaltung vorzulegen. Dieſe Überſichten werden ohne Koſten, auf unge⸗ ſtempeltem Papier, und ohne alle gerichtliche Formalität ausgefertiget und vorgelegt. 471. Die Schlußrechnung über die Vormundſchaft wird auf Koſten des Minderjährigen abgelegt, ſobald er die Volljährigkeit erreicht oder die Emancipation erlangt hat; der Vormund macht hiezu die Koſtenvorlage. Alle hinlänglich erwieſene Ausgaben, die einen nützli⸗ chen Zweck haben, läßt man dem Vormunde darin paſſiren. 472. Jeder zwiſchem dem Vormunde und dem voll⸗ jährig gewordenen Mündel(über die Vormundſchaftsrech⸗ nung) eingegangene Vergleich iſt ungiltig, wenn nicht wenigſtens zehn Tage vor deſſen Eingehung eine ausführ⸗ liche Rechnung abgelegt, die Belegurkunden ausgeliefert, und dieß alles durch einen Empfangsſchein des Rechnungs⸗ abnehmers ¹2) erwieſen iſt.(*) 473. Gibt die Rechnung Anlaß zu Streitigkeiten, ſo werden dieſe eben ſo, wie andere Civilproceſſe, ver⸗ handelt und entſchieden. 474. Die Summe, mit welcher der Vormund in Rückſtand bleibt, muß, auch ohne geſchehene Anforderung, von dem Abſchluſſe der Rechnung an, verzinßt werden. Von dem aber, was der Minderjährige etwa dem Vormunde ſchuldig bleibt, laufen die Zinſen erſt von dem Tage an, da nach geſchloſſener Rechnung eine Aufforde⸗ rung zur Zahlung geſchehen iſt. 45. Jede Klage des Minderjährigen gegen ſeinen Vormund, welche ſich auf die geführte Vormundſchaft bezieht, wird in zehn Jahren, von der Volljährigkeit an gerechnet, verjährt. Drittes Capitel. Von der Emancipation. 476. Der Minderjährige wird kraft des Geſetzes durch ſeine Verheirathung emancipirt. (*) S. Art. 2045. 12) des Muͤndels. S. Cod. N. 1. B. — 19 L. I. I. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. 477. Le mineur, mèême non marié, pourra etre émancipé par son pêre, ou, à défaut de père, par sa mère, lorsqu'il aura atteint Tage de quinze ans révolus. Cette émancipation s'opérera par la seule dé- claration du père ou de la mère, reçue par le juge de paix assisté de son greffier. 478. Le mineur resté sans pere ni mère pour- ra aussi, mais seulement à l'dge de dix-huit ans accomplis, èêtre émancipé, si le conseil de famille l'en juge capable. En ce cas, l'émancipation résultera de la dé- libération qui l'aura autorisée, et de la déclaration que le juge de paix, comme président du conseil de famille, aura faite dans le même acte, que le mineur est émancip. 479. Lorsque le tuteur nm'aura fait aucune di- ligence pour'émancipation du mineur dont il est parlé dans l'art. précédent, et qu'un ou plusieurs parents ou alliés de ce mineur, au degré de cou- sin germain ou à des degrés plus proches, le ju- geront capable d'étre émancipé, ils pourront re- quérir le juge de paix de convoquer le conseil de famille pour délibérer à ce sujet. Le juge de paix devra déférer à cette réqui- sition. 480. Le compte de tutelle sera rendu au mi- neur émancipé, assisté d'un curateur qui lui sera nommé par le conseil de famille. 481. Le mineur émancipé passera les baux dont la durée n'excédera point neuf ans; il réce- vra ses revenus, en donnera décharge, et fera tous les actes qui ne sont que de pure administra- tion, sans être restituable contre ces actes dans tous les cas ou le majeur ne le serait Pas lui-mèéme. 1s B. ꝛ0r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 195 477. Auch der nicht verheirathete Minderjährige kann von ſeinem Vater, oder, in Ermangelung des Va⸗ ters, von ſeiner Mutter emancipirt werden, wenn er das fünfzehnte Jahr ſeines Alters zurückgelegt hat. Dieſe Emancipation geſchieht durch die bloße Erklä⸗ rung des Vaters oder der Mutter vor dem Friedensrich⸗ ter, in Beyſeyn ſeines Gerichtsſchreibers. 478. Auch der vater⸗ und mutterloſe Minderjähri⸗ ge kann emancipirt werden, jedoch erſt nach zurückgeleg⸗ tem achtzehnten Jahre und wenn ihn der Familienrath dazu für fähig hält. In dieſem Falle geſchieht die Emancipation durch den Beſchluß des ſie geſtattenden Familienrathes, und die von dem Friedensrichter, als Präſidenten des Familien⸗ rathes, in der darüber ausgefertigten Urkunde gemachte Erklärung, daß der Minderjährige emancipirt ſey. 479. Hat der Vormund keine Anſtalten getroffen, um die Emancipation des im vorhergehenden Artikel er⸗ wähnten Minderjährigen zu bewirken 13), einer oder mehrere der Verwandten oder Verſchwägerten dieſes Min⸗ derjährigen, die mit ihm in dem Grade der Geſchwiſter⸗ kinder oder in näherm Grade ſtehen, halten ihn aber für fähig, emancipirt zu werden, ſo können ſie den Frie⸗ densrichter auffordern, den Familienrath zuſammenzube⸗ rufen, damit derſelbe hierüber einen Schluß faſſe. Dieſem Geſuche muß der Friedensrichter willfahren. 480. Die Vormundſchaftsrechnung wird dem eman⸗ cipirten Minderjährigen unter dem Beyſtande eines von dem Familienrathe ihm ernennten Curators abgelegt. 481. Der emancipirte Minderjährige kann Pacht⸗ contracte, jedoch höchſtens auf neun Jahre, ſchließen; er erhebt ſeine Einkünfte, ſtellt darüber Quittungen aus, und nimmt alle Handlungen vor, die zur bloßen Verwal⸗ tung gehören, ohne gegen dieſe Handlungen in den Fäl⸗ len Wiedereinſetzung in den vorigen Stand erhalten zu können, in welchen nicht auch jeder Volljährige darauf Anſpruch machen kann. 13) die Emancipation des Minderjaͤhrigen auf die im vorſtehenden Artikel erwaͤhnte Art zu bewirken. E. 13 396 L.. I. I. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. 482. Il ne pourra intenter une action immo- pilière, ni y défendre, meme recevoir et donner décharge d'un capital mobilier, sans l'assistance de son curateur, qui, au dernier cas, surveillera 'emploi du capital regçu. 483. Le mineur émancipé ne pourra faire d'emprunts, sous aucun prétexte, sans une dẽéli- bération du eonseil de famille, homologuée par le tribunal de première instance, après avoir enten- du le procureur impérial. 484. Il ne pourra non plus vendre ni aliéner ses immeubles, ni faire aucun acte autre que ceux de pure administration, sans observer les formes prescrites au mineur non éSmaneipé. A l'égard des obligations qu'il aurait contrac- tées par voie d'achats ou autrement, elles seront réductibles en cas d'excès: les tribunaux pren- dront, à ce sujet, en considération, la fortune du mineur, la bonne ou mauvaise foi des personnes qui auront contracté avec lui, l'utilité ou Pinutili- 16 des dépenses. 485. Tout mineur émancipé dont les engage- ments auraient été réduits en vertu de l'article précédent, pourra èêtre privé du bénéſice de l'é- mancipation, laquelle lui sera retirée en suivant les mémes formes que celles qui auront eu lieu vour la lui conférer. 486. Des le jour oðu l'émancipation aura étẽ révoquée, le mineur rentrera en tutelle, et y xes- tera jusqu'à sa majorité accomplie. 487. Le mineur émancipé qui fait un com- 187 Pe merce, est réputé majeur pour les faits relatifs — ce commerce. s B. 10r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 197 482. Ohne Beyſtand ſeines Curators kann er in einer Rechtsſache, welche Immobilien betrifft, weder als Kläger noch als Beklagter auftreten, und eben ſo wenig ein Mobiliarcapital erheben und darüber quittiren; in dieſem letzten Falle hat der Curator über die Verwen⸗ dung 1‿) des eingegangenen Capitals zu wachen. 483. Der emancipirte Minderjährige kann unter keinem Vorwande ohne vorhergegangenen, von dem Ge⸗ richte erſter Inſtanz, nach Anhörung des kaiſerlichen Procurators, beſtätigten Beſchluß des Familienraths, ein Anlehen machen. 184. Er kann eben ſo wenig ſein Immobiliarver⸗ mögen verkaufen oder veräuſſern, noch irgend eine ande re Handlung vornehmen, die nicht zur bloßen Verwal tung gehört, ohne dabey die einem nicht emancipirten Minderjährigen vorgeſchriebenen Formen zu beobachten. Die Verbindlichkeiten, welche er durch Kauf oder auf eine andere Art übernommen hat, können im Falle einer Verletzung ermäßiget werden; zu dem Ende haben die Gerichte auf die Vermögensumſtände des Minderjäh rigen, auf den guten oder böſen Glauben derjenigen, die mit ihm contrahirt haben, und auf die Nützlichkeit oder Unnützlichkeit 15) der Ausgaben Rückſicht zu nehmen. 485. Jeder emancipirte Mind derjährige, deſſen über⸗ nommene Verbindlichkeiten zu Folge des vo orhergehe nden Artikels ermäßiget worden ſind, kann der Wohlthat der Emancipation verluiſtig erklärt werden. Sie wird ihm unter Beobachtung der nämlichen Formalitäten entzogen, unter denen ſie ihm ertheilt worden iſt. 486. Von dem Tage an, da die Emancipation wi⸗ derrufen worden iſt, tritt der Minderjährige wieder un ter Vormundſchaft, und bleibt darunter bis zur erlang⸗ ten Volljährigkeit. 487. Der emancipirte Mind derjährige⸗ der Hand⸗ lung treibt, wird in Rückſicht der auf dieſe Handlung ſich beziehenden Geſchäfte fur volljährig angeſehen. 14) Anlegung. E. u. M. 15) Nutzlichkeit oder Unnoͤthigkeit. S. — — 496 L. I. T. XI. TIIRF ONZIEME. De la Majorité, de l'Interdiction, et du Con- seil judiciaire. Majorité, Interdiction etc. (Déorété le a9 mars 1803. Promulgué le s avril.) CHAPITRE PREMIER. De la Majorits. 488. La majorité est fixée à vingt-un ans ao- complis; à cet âge on est capable de tous les actes de la vie civile, sauf la restriction portée au titre du Mariage. CHAPITRE II. De 1l'Interdiction. 480. Le majeur qui est dans un état habituel d'imbécillité, de démence ou de fureur, doit ètre interdit, même lorsque cet état présente des inter- valles lucides. 49 0. Tout parent est rece vable à provoquer Hinterdhetion de son parent. II en est de méèéme e Pun des époux à l'e gard de l'autre. 491. Dms le cas s de fureur, si l'interdiction n. est provoquée ni par Pépoux ni par les parents,. elle doit Pèetre par le procureur impérial, qui, dans les cas d'imbécillité ou de démence, peut aus- si la provoquer contre un individu qui n'a ni époux, ni épouse, ni parents connus. 492. Toute demande en interdiction sera Por- ée devant le tribunal de première instance. 495. Les faits d'imbécillité, de démence, ou 49 le fureur, seront articulés par écrit. Ceux qui 1 B. 11r T. Von der Volljährigkeitꝛc. 199 Eilfter Titel. Von der Volljaͤhrigkeit, der Interdic⸗ tion und dem gerichtlich beſtellten Beyſtande. (Decretirt den 29. Maͤrz 1803. Promulgirt den 8. April.) Erſtes Capitel. Von der Vollaͤhrigkeit. 488. Die Volljährigkeit iſt auf das Alter von ein und zwanzig vollen Jahren feſtgeſetzt. Mit dieſem Alter erlangt man die Fähigkeit zu allen Handlungen des bür⸗ gerlichen Lebens, jedoch mit Vorbehalt der in dem Titel von der Ehe enthaltenen Einſchränkung. Zweytes Capitel. Von der Interdiction. 489. Der Volljährige, der ſich in einem dauernden Zuſtande von Blödſinn, Wahnſinn oder Raſerey befindet, ſoll, ſelbſt wenn er lichte Zwiſchenrdͤume haben ſollte, gerichtlich für einen ſolchen erklärt werden, der für ſich ſelbſt zu ſorgen und zu handeln rechtlich auſſer Stand iſt. 490. Jeder Verwandte iſt berechtigt, auf Inter⸗ diction ſeines Verwandten anzutragen. Daſſelbe gilt von einem Ehegatten in Anſehung des andern. 491¹. Haben weder der Ehegatte, noch die Ver⸗ wandten eines Raſenden auf deſſen Interdiction angetra⸗ gen, ſo muß es der kaiſerliche Procurator thun; dieſer kann auch auf Interdiction eines Blödſinnigen oder Wahnſinnigen antragen, der weder einen Ehegatten, noch bekannte Verwandte hat. 492. Jedes Anſuchen um Interdiction wird bey dem Gerichte erſter Inſtanz angebracht— 495. Die Thatſachen, aus welchen der Blödſinn, der Wahnſinn oder die Raſerey hervorgeht, muſſen punct⸗ 200 L. I. TJ. XI. Majorité, Interdiction ets. poursuivront Pinterdiction, présenteront les té- moins et les pièces. 494- Le tribunal ordonnera que le conseil de famille, formé selon le mode déterminé à lasection iv du chap. 11 du titre de la Minorité, de la Tutelle et de l'Emancipation, donne son avis sur Pétat de la personne dont Pinterdiction est de- mandée. 495. Ceux qui auront provoquẽ rion, ne pourront faire partie du conseil de fa- mille: eependant l'époux ou bépouse, et les en- fants de la personne dont Pinterdiction sera Pro- voquée, pourront y etre admis sans y avoir voix délibérative. l'interdic- 496. Après avoir regu Pavis du conseil de famille, le tribunal interrogera le défendeur à la chambre du conseil: s'il ne peut s'y présenter, il sera interrogé dans sa demeure, par Pun des juges à ce commis, assisté du greffier. Dans tous les cas, le procureur impérial sera présent à l'inter- rogatoire. 497. Après le premier interrogatoire, le tri- bunal commettra, s'il y a lieu, un administrateur provisoire, pour prendre soin de la personne et des biens du défendeur. 498. Le jugement sur une demande en inter- diction, ne pourra être rendu qu'*à l'audience Pu- blique, les parties entendues ou appelées. 499. En rejetant la demande en interdiction, le tribunal pourra néanmoins, si les circonstances Texigent, ordonner dque le défendeur ne pourra désormais plaider, transiger, emprunter, rece- voir un capital mobilier, ni en donner décharge, 1) ſchriftlich articulirt werden. L. u. D. ſchriftlich bey⸗ gebracht werden. S. punctweiſe aufgeſetzt und gericht⸗ lich eingegeben werden. E. 1s B. 11r T. Von der Volljährigkeit ꝛc. 201 weiſe und ſchriftlich vorgetragen werden 1). Diejeni⸗ gen, welche die Interdiction nachſuchen, müſſſen die Zeugen und die Urkunden produciren. 494. Das Gericht erfordert hierauf von dem nach Vorſchrift des 4. Abſchnitts des 2 Capitels des Titels von der Minderjährigkeit, der Vormundſchaft und der Emancipation gebildeten Familienrathe ein Gutachten über den Zuſtand desjenigen, um deſſen In⸗ terdiction nachgeſucht wird. 495. Diejenigen, welche auf die Interdiction an⸗ getragen haben, köͤnnen nicht Mitglieder dieſes Fami⸗ lienrathes werden; doch können der Ehemann oder die Ehefrau und die Kinder desjenigen, um deſſen Inter⸗ diction nachgeſucht wird, zu demſelben zugelaſſen wer⸗ den, ohne jedoch bey der Berathſchlagung eine Stimme zu haben. ²) 496. Nachdem das Gericht das Gutachten des Fa⸗ milienrathes erhalten hat, vernimmt es den Beklagten in dem Seſſionszimmer über gewiſſe an ihn zu richtende Fragen; kann er ſich dort nicht einfinden, ſo läßt es ihn in ſeiner Wohnung durch einen hiezu committirten Rich⸗ ter in Beyſeyn des Gerichtsſchreibers vernehmen. In je⸗ dem Falle muß der kaiſerliche Procurator dem Verhöre beywohnen. 497. Nach dem erſten Verhöre ernennt das Ge⸗ richt, erforderlichen Falls, einen proviſoriſchen Verwal⸗ ter, der für die Perſon und das Vermögen des Beklag⸗ ten Sorge zu tragen hat. 498. Das Urtheil über das Interdictionsgeſuch kann nur in öffentlicher Sitzung, nachdem die Partheyen angehört, oder doch vorgeladen worden ſind, erlaſſen werden. 499. Wird das Interdictionsgeſuch verworfen, ſo kann demohngeachtet das Gericht erforderlichen Falls verordnen, daß von nun an der Beklagte ohne Beytritt eines Beyſtandes, der ihm in demſelben Urtheile beyge⸗ geben werden muß, nicht vor Gericht auftreten, keinen 2) ohne berathſchlagende Stimme darin zu haben. L. ihre Stimme wird aber dabey nicht mitgezaͤhlt. D. oh ne jedoch mitſtimmen zu koͤnnen.§. ohne jedoch daben eine guͤltige Stimme zu haben. E. 202 L. I. T. XI. Majorité, Interdiction etc. aliéner, ni grever ses biens d'hypothèques, sans l'assistance d'un conseil qui lui sera nommé par le méme jugement. 5 00. En cas d'appel du jugement rendu en première instance, la cour d'appel pourra, si elle le juge nécessaire, interroger de nouveau, ou faire interroger par un commissaire, la personne dont l'interdiction est demandée. 5 01. Tout arrèt ou jugement portant inter- diction, ou nomination d'un conseil, sera, à la diligence des demandeurs, levé, signiſié à partie, et inscrit, dans les dix jours, sur les tableaux qui doivent être affichés dans la salle de l'auditoire et dans les études des notaires de l'arrondissement. 5⁰2. L'interdiction ou la nomination d'un conseil aura son effet du jour du jugement. Tous actes passés postérieurement par P'interdit, ou sans l'assistance du conseil, seront nuls de droit. 5⁰03. Les actes antérieurs à l'interdiction pourront être annullés, si la cause de l'interdiction existait notoirement à l'époque où ces actes ont été faits. 5 ,%.,. R(Après la mort d'un individu, les actes par lui faits ne pourront être attaqués pour cause de démence, qu'autant que son interdiction aurait été prononcée ou provoquée avant son décès; à moins que la preuve de la démence ne résulte de l'acte même qui est attaqué. 505. S'il n'y a pas d'appel du jugement d'in- terdiction rendu en première instance, ou s'il est confirmé sur l'appel, il sera pourvu à la nomina- rion d'un tuteur et d'un subrogé tuteur à l'inter- dit, suivant les règles prescrites au titre de la 3) alle ſpaͤterhin von dem Interdicirten ohne Genehmi⸗ gung ſeines Beyſtands geſchloſſene Acte⸗ ſind von en ungiltig. 8. alle nachher von dem Inter⸗ 16 B. 11r T. Von der Volljährigkeitꝛc. 203 Wergleich ſchließen, kein Anlehen aufnehmen, kein Mo⸗ biliarcapital erheben noch darüber quittiren, ſeine Güter weder veräuſſern noch verpfänden könne. 500. Wird von dem in erſter Inſtanz ergangenen Urtheile appellirt, ſo kann das Appellationsgericht, wenn es ſolches nothig findet, denjenigen, um deſſen Interdie⸗ tion nachgeſucht wird, von neuem vernehmen, oder durch einen Commiſſar vernehmen laſſen. 5⁰1. Jedes Urtheil erſter oder zweyter Inſtanz, in welchem auf Interdiction erkannt oder ein Beyſtand er⸗ nennt wird, muß von dem Kläger ausgelöſet, der Ge⸗ genparthey inſinuirt, und binnen zehn Tagen in die Ta⸗ bellen eingetragen werden, die in dem öffentlichen Ge⸗ richtsſaal und in den Schreibſtuben der Notarien des Ar⸗ rondiſſements angeſchlagen ſeyn muſſen. 50⁰2. Die Interdiction oder Ernennung eines Beyſtan⸗ des hat ihre Wirkung von dem Tage des Urtheils erſter In⸗ ſtanz an; alle ſpäterhin von dem Interdicirten, oder ohne Beytritt des beſtellten Beyſtandes vorgenommenen Hand⸗ lungen ſind kraft des Geſetzes(ipso jure) nichtig. 3) 5⁰05. Handlungen, welche vor der Interdiction vorgenommen worden ſind, können für nichtig erklärt (annullirt) werden, wenn die Urſache der Interdiction zur Zeit, als die Handlung vorgenommen wurde, noto⸗ riſch ſchon vorhanden war. ⁴) 5%. Nach dem Tode einer Perſon können die von ihr vorgenommenen Handlungen aus dem Grunde, daß ſie wahnſinnig geweſen ſeye, nur dann angefochten wer⸗ den, wenn die Interdiction ſchon vor ihrem Abſterben er⸗ kannt oder nachgeſucht worden war, oder der Beweis des Wahnſinnes ſich aus der angefochtenen Handlung ſelbſt ergibt. 505. Iſt wider das Urtheil erſter Inſtanz, das die Interdiction erkannte, keine Appellation eingelegt, oder iſt das Urtheil in der Appellationsinſtanz beſtätiget wor⸗ den, ſo wird dem Interdicirten nach den im Titel von der Minderjährigkeit, der Vormundſchaft dicirten entweder uͤberhaupt oder doch ohne Beytritt des angeordneten Beyſtandes geſchloſſenen Verhandlun⸗ gen ſind rechtlich- ungiltig. E. 4) öfentlich bekannt war. S. 2% L. I. T. XI. Majorité, Interdiction etc. Minorité, de la Tutelle et de pEmancipation. L'administrateur provisoire cessera ses fonctions, et rendra compte au tuteur s'il ne Pest pas lui- méme. 506. Le mari est, de droit, le tuteur de sa femme interdite. 507. La femme pourra ètre nommée tutrice de son mari. En ce cas, le conseil de famille réglera la forme et les conditions de l'administra- tion, sauf le recours devant les tribunaux de la part de la femme qui se croirait lésée par l'arrèté de la famille. 503. Nul, à l'exception des époux, des as- cendants et descendants, ne sera tenu de conser- ver la tutelle d'un interdit au-delà de dix ans. A l'expiration de ce délai, le tuteur pourra deman- der et devra obtenir son remplacement. 5⁰9. Li'interdit est assimilé au mineur, pour sa personne et pour Ses biens: les lois sur la tu- telle des mineurs s'appliqueront à la tutelle des interdits. 510. Les revenus d'un interdit doivent être essentiellement employés à adoucir son sort et à accélérer sa guérison. Selon les caractères de sa maladie et l'état de sa fortune, le conseil de famil- le pourra arrèter qu'il sera traité dans son domi- cile, ou qu'il sera placé dans une maison de san- t6, et méême dans un hospice. 511. Lorsqu'il sera question du mariage de Penfant d'un interdit, la dot, ou l'avancement d'hoirie, et les autres conventions matrimoniales, seront réglées par un avis du conseil de famille, bomologué par le tribunal, sur les conclusions du procureur impérial.. 512. L'interdiction cesse avec les causes dui Pont déterminée: néanmoins la main-levée né Se- ra prononcée qu'en observant les formalités pres- erites pour parvenir à l'interdiction, et l'interdit 1s B. 11r T. Von der Volljäͤhrigkeitꝛc. 205 und der Emancipation vorge ſchriebenen Regeln, ein Vormund und Nebenvormund beſtellt. Der proviſo⸗ riſche Verwalter ſtellt hierauf ſeine Verrichtungen ein, und legt dem Vormunde, wenn er es nicht ſelbſt gewor— den iſt, Rechnung ab. 5⁰06. Der Ehemann iſt der geſetzliche Vormund ſei— ner interdicirten Ehefrau. 507. Die Ehefrau kann zur Vormünderin ihres Ehemannes ernannt werden. Der Familienrath beſtimmt in dieſem Falle die Form und die Bedingungen der Ver— waltung; der Frau bleibt jedoch der Recurs an die Ge⸗ richte vorbehalten, wenn ſie ſich durch den Beſchluß des Familienrathes für beeintraͤchtiget hält. 5⁰08. Niemand, nur die Ehegatten, Ascendenten und Descendenten ausgenommen, iſt ſchuldig, die Vor mundſchaft über einen Interdicirten länger als zehn Jah re zu führen. Nach Ablauf dieſer Zeit kann der Vor mund verlangen, daß ein anderer an ſeine Stelle er— nannt werde, und dieſes darf ihm nicht verſagt werden. 5⁰9. Der Interdicirte wird in Hinſicht auf ſeine Perſon und ſein Vermögen einem Mind derjährigen gleich⸗ geachtet; die Geſetze über die Vormundſchaft der Minder⸗ jährigen ſind auf die Vormundſchaft der Interdicirten anwendbar. 510. Die Einkünfte eines Interdicirten müſſen nothwendig zur Erleichterung ſeines Schickſals und Be⸗ ſchleunigung ſeiner Wiedergeneſung verwendet werden. Nach der Beſchaffenheit ſeiner Krankheit und dem Zu⸗ ſtande ſeines Vermögens kann der Familienrath verord⸗ nen, daß er entweder in ſeiner Wohnung gepflegt, oder in ein Krankenhaus, oder ſelbſt in ein Spital gebracht werde. 511. Will ſich ein Kind eines Interdicirten ver⸗ heirathen, ſo wird der Brautſchatz, oder was auf Ab ſchlag des künftigen Erbtheils gegeben wird, nebſt den übrigen Bedingungen des Ehecontractes durch ein von dem Gerichte, nach Anhörung des kaiſerlichen Procurators, beſtätigtes Gutachten des Familienrathes beſtimmt. 512. Die Interdiction hört mit den Urſachen auf, durch welche ſie veranlaßt worden iſt. Ihre Aufhebung wird jedoch nur unter Beobachtung der Formalitäten er⸗ kannt, die vorgeſchrieben ſind, um die Interdiction zu — 2⁰06 L. I. T. XI. Majorité, Interdiction etc. ne pourra reprendre l'exercice de ses droits qu'a- près le jugement de main-levée. CHAPITRE III. Du Conseil judiciaire. 513. II peut être défendu aux prodigues de plaider, de transiger, d'emprunter, de recevoir un capital mobilier et d'en donner décharge, d'a- liéner ni de grever leurs biens d'hypothèques, sans l'assistance d'un conseil qui leur est nommé par le tribunal. 514. La défense de procéder sans l'assistance d'un conseil, peut èêtre provoquée par ceux qui ont droit de demander l'interdiction; leur demande h doit êétre instruite et jugée de la même manière. Cette défense ne peut être levée qu'en obser- vant les mêèmes formalités. 515. Aucun jugement en matière d'inter- diction, ou deé nomination de conseil, ne pourra etre rendu, soit en premieère instance, soit en cause d'appel, que sur les conclusions du ministère public. 1s B. 12r T. Von der Volljährigkeit ꝛc. 207 bewirken, und der Interdicirte kann nicht eher wieder in die Ausübung ſeiner Rechte treten, als bis die Aufhe⸗ bung der Interdiction durch ein Urtheil erkannt iſt. Drittes Capitel. Von dem gerichtlich beſtellten Beyſtande. 513. Den Verſchwendern kann verboten werden, ohne Beytritt eines ihnen von dem Gerichte beſtellten Beyſtandes vor Gericht aufzutreten, Vergleiche zu ſchlie— ßen, Anlehen aufzunehmen, Mobiliarcapitalien zu er— heben und darüber zu quittiren, ihre Güter zu veräußern oder zu verpfänden. 514. Auf das Verbot, ohne Beytritt eines Bey⸗ ſtandes zu handeln, können diejenigen antragen, welche das Recht haben, um Interdiction nachzuſuchen; ihr Ge⸗ ſuch wird auf dieſelbe Art verhandelt und entſchieden. Dieſes Verbot kann nur unter Beobachtung derſel⸗ ben Formalitäten wieder aufgehoben werden. 515. Ein Urtheil, das die Interdiction oder die Beſtellung eines Beyſtandes betrifft, kann weder in erſter noch in der Appellationsinſtanz geſprochen werden, ohne daß zuvor der kaiſerliche Procurator mit ſeinem Antrag gehört worden iſt. LIVRE II. Des Biens, et des différentes Mo di- fications de la Propriété. TITRE PREMIER. De la Distinction des Biens. (Déerété le 25 janvier 1804. Promulgué le 4 février.) 516. J ous les biens sont meubles ou im- meubles. CHAPITRE PREMIER. Des Im meubles. 517. Les biens sont immeubles, ou par leur nature, ou par leur destination, ou par l'objet au- quel ils s'appliquent. 518. Les fonds de terre et les bâtiments sont immeubles par leur nature. 5¹9. Les moulins à vent ou à eau, fixes sur piliers et faisant partie du bâtiment, sont aussi im- meubles par leur nature. 520. Les récoltes pendantes par les racines, et les fruits des arbres non encore rxecueillis, sont pareillement immeubles. (*) S. Art. 531. 1) Von den Gutern. D. L. S. u. E. von dem Vermoͤ⸗ gen. M. — 0— 2 Zweytes Buch. Von den Sachen ¹) und den verſchie⸗ denen Modificationen*²) des Ei⸗ genthums. Erſter Titel. Von der Eintheilung der Sachen. (Decretirt den 25. Jan. 1804. Promulgirt den 4. Februar.) 516. Au⸗ Sachen ſind entweder bewegliche oder unbewegliche. Erſtes Capitel. Von unbeweglichen Sachen. 5¹7. Die Sachen ſind unbeweglich, entweder ih rer Natur nach, oder vermöge ihrer Beſtimmung, oder des Gegenſtandes wegen, auf den ſie ſich beziehen. ³) 5¹8. Grundſtücke und Gebäude ſind ihrer Natun nach unbeweglich. 519. Wind⸗oder Waſſermühlen, die auf Pfeilern ruhen und einen Theil des Gebäudes ausmachen, ſind gleichfalls ihrer Natur nach unbeweglich.(*) 520. Feldfrüchte, die noch auf dem Halme ſtehen, und Baumfrüchte, welche noch nicht von dem Baume getrennt ſind, ſind ebenfalls unbeweglich. 2) Einſchraͤnkungen. D. u. M. 3) durch den Gegenſtand ihrer Anwendung. L., Cod. N. 1. B. 14 210 L. II. T. I. De la Distinction des Biens. Dèͤs que les grains sont coupés et les fruits détachés, quoique non enlevés, ils sont meubles. Si une partie seulement de la récolte est cou- pée, cette partie seule est meuble. 521. Les coupes ordinaires des bois taillis ou de futaies mises en coupes réglées, ne deviennent meubles qu'au fur et à mesure que les arbres sont abattus. 522. Les animaux que le propriétaire du fonds livre au fermier ou au métayer pour la culture, estimés ou non, sont censés immeubles tant qu'ils demeurent attachés au fonds par l'effet de la con- vention. 1 Ceux qu'il donne à cheptel à d'autres qu'au fermier ou métayer, sont meubles. 523. Les tuyaux servant à la conduite des eaux dans une maison ou autre héritage, sont immeu- ples et font partie du fonds auquel ils sont attachés. 524. Les objets-que le propriétaire d'un fonds y a placés pour le service et Pexploitation de ce fonds, sont immeubles par destination. Ainsi, sont immeubles par destination, quand ils ont été placés par le propriétaire pour le service et l'exploitation du fonds, Les animaux attachés à la culture; Les ustensiles aratoires; (*) S. Art. 1800 u. f.. 4) die gewoͤhnliche Holzſchläge in hochſtammigen oder niederſtaͤmmigen, in regelmaͤſſige Schlaͤge eingetheilten,⸗ Waldungen. L. die ordentlichen Gehaue von Buſch⸗ gehoͤlzen oder von, in regelmaͤſſige Gehaue eingetheil⸗ ten Hochwaͤldern.§. die gewoͤhnlichen Nutzungen des Schlagholzes ſowohl, als der hochſtämmigen Baͤume, die in regelmaͤßige Schlaͤge eingetheilt ſind. D. das gewoͤhnlich und nach regelmaͤßig eingetheilten Schlaͤgen zu faͤllende Schlag- und Nutzholz. E. 28 B. 1r T. Von der Eintheilung der Sachen. 211 Sobald die Feldfrüchte abgemäht, und die Baum— früchte von dem Baume getrennt ſind, gehören ſie unter die beweglichen Sachen, wenn ſie auch noch nicht weg⸗ gebracht worden ſind. Iſt nur ein Theil der Ernte abgemäht, ſo gehört nur dieſer allein unter die beweglichen Sachen. 521. Die gewöhnlichen Nutzungen der Niederwal⸗ dungen ſowohl, als der in regelmäßige Schläge einge⸗ theilten Hochwaldungen 4), ſind nur in ſo weit beweg⸗ liche Sachen, als die Bäume wirklich gefällt worden ſind. 522. Das Vieh, welches der Eigenthümer eines Grundſtückes dem Pachter oder Beſtänder 5) zum Land⸗ baue überliefert), wird, ſo lange es vertragsmäßig bey dem Grundſtücke bleibt 7), für unbeweglich gehal⸗ ten, es mag vorher taxirt worden ſeyn oder nicht. Das Vieh, das er einem andern als dem Pachter oder Beſtänder in Viehpacht(*†)(à cheptel) gibt s), iſt bewegliches Gut. 525. Röhren, welche dazu dienen, Waſſer in ein Haus oder ſonſt ein unbewegliches Gut zu leiten, ſind unbeweglich, und machen einen Theil des Grundſtückes aus, zu dem ſie gehören.) 524. Sachen, welche der Eigenthümer eines Grundſtückes zum Dienſte und zur Benutzung deſſelben darauf gebracht hat, ſind vermöge ihrer Beſtimmung unbeweglich. Unbeweglich ſind alſo vermöge ihrer Beſtimmung, wenn ſie von dem Eigenthümer zum Dienſte und zur Be⸗ nutzung des Grundſtückes auf daſſelbe gebracht ſind: das zum Feldbau beſtimmte Vieh; das Ackergeräthe; 5) Meyer. 8. M. u. E. Hofmann. L. 6) zum Behuf und zur Bowirthſchaftung uͤbergiebt. E. 7) bey dem Grundſtücke bleiben muß. E. 8) um die Haͤlfte(oder einen andern Theil) der Nuz⸗ zung verpachtet. L. fuͤr einen Theil der Nutzung gibt. D. u. M. fuͤr einen Theil der Nutzung in Pacht ge⸗ geben wird. E. 9) auf welchem ſie angebracht(angelegt. D. gelegt. E.) ſind. L. mit welchem ſie verbunden ſind. M. 212 L. II. T. I. De la Distinction des Biens. Les semences données aux fermiers ou colons partiaires; Les pigeons des colombiers; Les lapins des garennes; Les ruches a miel;. Les poissons des étangs; Les pressoirs, chaudières, alambics, cuves et tonnes; Les ustensiles nécessaires à l'exploitation des forges, papeteries et autres usines; Les pailles et engrais. Sont aussi immeubles par destination, tous ef- fets mobiliers que le propriétaire a attachés au fonds 2 perpétuelle demeure. 525. Le propriétaire est censé avoir attaché à son fonds des éeffets mobiliers à perpétuelle de- meure, quand ils y sont scellés en plâtre ou à chaux ou à ciment, ou lorsqu'ils ne peuvent èêtre détachés sans etre fracturés et détériorés, ou sans briser ou détériorer la partie du fonds à laquelle ils sont at- tachés. Les glaces d'un appartement sont censées mi- ses à perpétuelle demeure, lorsque le parquet sur lequel elles sont attachées fait corps avec la boi- serie. Il en est de même des tableaux et autres orne- ments. uant aux statues, elles sont immeubles lors- qu'elles sont placées dans une niche pratiquée ex- près pour les recevoir, encore qu'elles puissent étre enlevées sans fracture ou détérioration. 526. Sont immeubles, par l'objet auquel ils s'appliquent, L'usufruit des choses immobilières; — 2s B. ur T. Von der Eintheilung der Sachen. 215 die dem Pachter oder Beſtänder 1¹⁰) überlieferten Saatfrüchte; ie zu dem Taubenhauſe gehörigen Tauben; hen⸗ ie in einem Gehäge eingeſchloſſen ſind; Fiſche in Teichen; Keltern, Keſſel, Diſtillirkolben, Bütten und Fäſſer; das zur Arbeit in Hammerwerken, Papiermühlen und ähnlichen Werken 11)(usines) erforderliche Ge⸗ räthe; Stroh und Dünger. Auch ſind vermöge ihrer Beſtimmung unbeweglich alle Mobiliargegenſtände, welche der Eigenthümer mit einer unbeweglichen Sache in Verbindung geſetzt hat, damit ſie für immer bey derſelben bleiben ſollen. „525. Sind Mobiliargegenſtände mit Gyps, Kalk oder Kitt an eine unbewegliche Sache befeſtiget, oder können ſie nicht weggenommen werden, ohne entweder ſie ſelbſt oder den Theil der unbeweglichen Sache, woran ſie befeſtiget ſind, zu zerbrechen oder zu beſchädigen, ſo wird angenommen, daß der Eigenthümer dieſe Dinge mit ſeiner unbeweglichen Sache in Verbindung geſetzt habe, damit ſie für immer bey derſelben bleiben ſollen. Daß die Spiegel in einem Zimmer angebracht ſeyen, um für immer daſelbſt zu bleiben, wird angenommen, wenn der Rahmen, worauf ſie befeſtiget ſind, mit dem Getaäfel des Zimmers ein Ganzes ausmacht. Ein Gleiches gilt von Mahlereyen und andern Ver⸗ zierungen. Bildſaͤulen we lloſan rden zu den unbeweglichen Sachen venn ſie in eigends dafür angebrachten Ni⸗ geſtellt ſind, ſelbſt dann, wenn ſie ohne Ver⸗ letzung oder Beſchädigung weggenommen werden können. 526. Des Gege enſtandes wegen, worauf ſie ſich be⸗ Feen,. nd unbeweglich: Nießbrauch an unbeweglichen Sachen; 10) theilhabenden Anbauern. L. Halbbauern. 8. Thei pachter. E. Abpachter einzelt ner Theile d des Guts. 11) Manufacturen. 8. — * 214 L. II. T. I. De la Distinction des Biens. Les servitudes ou services fonciers; Les actions qui tendent à revendiquer un im- meuble. CHAPITRE II. Des Meubles. 527. Les biens sont meubles par leur nature, ou par la détermination de la loi. 528. Sont meubles par leur nature, les corps qui peuvent se transporter d'un lieu à un autre, soit qu'ils se meuvent par eux- méêmes, comme les animaux, soit qu'ils ne puissent changer de place que par l'effet d'une force étrangère, comme les choses inanimées. 529. Sont meubles par la détermination de la loi, les obligations et actions qui ont pour objet des sommes exigibles ou des effets mobiliers, les ac- tions ou intérêèts dans les compagnies de finance, de commerce ou d'industrie, encore que des im- meubles dépendants de ces entreprises appartien- nent aux compagnies. Ces actions ou intérets sont réputeés meubles à l'égard de chaque associé seule- menrt, tant que dure la société. Sont aussi meubles par la détermination de la loi, les rentes perpétuelles ou viagères, soit sur PEtat, soit sur des particuliers. (Art. 530, décrété le al mars 1804. Promulgué le 31 du méme mois.) 530. Toute rente établie à perpétuité pour le prix de la vente d'un immeuble, ou comme condi- — tion de la cession à titre onéreux ou gratuit d'un. fonds immobilier, est essentiellement rachetable. (*) S. Art. 1911. 12) die Servituten oder Grunddienſte. 8. Auf dem Grund und Boden haftenden Dienſtbarkeiten oder Lei⸗ ſtungen. L.. geſchuldete Summen. L. Summen, die man einfor⸗ 13 ern kann. D. u. M. beyzutreibende Summen. E 5 D 28 B. ar T. Von der Eintheilung der Sachen. 215 Servituten oder Grundgerechtigkeiten; 12) Klagen, welche auf Vindication einer unbeweglichen Sache gerichtet ſind. Zweytes Capitel. Von beweglichen Sachen. 520. Die Sachen ſind beweglich entweder ihrer Na⸗ tur nach, oder vermöge der Beſtim nung des Geſetzes. 528. Ihrer Natur nach beweglich ſind die Körper, die ſich von einem Orte zum andern bringen laſſen, fie möͤgen ſich nun durch eigene Kraft bewegen, wie die Thiere, oder nur durch die Wirkung einer äußern Kraft von der Stelle gebracht werden können, wie die lebloſen Dinge. 529. Vermöge der Beſtimmung des Geſetzes ſind beweglich: Verbindlichkeiten und Klagen, welche auf— kündbare Capitalien 13) oder bewegliche Sachen zum Ge⸗ genſtande haben; Actien oder Antheile an Finanz⸗Hand⸗ lungs⸗ oder Induſtriegeſellſchaften, ſelbſt wenn unter dem Vermögen der Geſellſchaften ſich unbewegliche Güter befinden, die zu dieſen Unternehmungen gehören. Die⸗ ſe Actien und Antheile werden nur in Anſehung jedes einzelnen Theilhabers, und nur ſo lange zu den beweg lichen Sachen gerechnet, als die Geſellſchaft dauert. 14) Ferner ſind bewegliche Sachen vermöge der Beſtim⸗ mung des Geſetzes immerwährende Erb⸗ oder Leibrenten, es mag ſie der Staat oder Privatperſonen zu zahlen haben. (Art. 530, decretirt d 71. Maͤrz 1804. Promulgirt den 31. effe ben Monats.) de als aluſpreis eines unbeweglichen Gu tes, oder als Bedingung der läſtigen oder unentgeltlichen Abtretung eines Grundſtückes auf immer beſtellte Rente iſt ihrer Natur nach rückkäuflich.(*). 1 14) werden, in Betreff eines lange die Geſellſchaft daue eines jeden Geſellſchafters, 6 dauert, werden ꝛc. D. werden nur Inſehung je einzelnen Theilhabers, ſo lange die Geſellſchaft exiſt ꝛc. E. 410 .8 — 0 ₰ — — =— .[◻☛ 8 — 8 — ₰ 216 L. II. T. I. De la Distinction des Biens. Il est néanmoins permis au créancier de régler les clauses et conditions du rachat. Il lui est aussi permis de stipuler que la rente ne pourra lui être remboursée qu'après un certain terme, lequel ne peut jamais excéder trente ans: toute stipulation contraire est nulle. 531. Les bateaux, bacs, navires, moulins et bains sur bateaux, et généralement toutes usines non fixées par des piliers, et ne faisant point partie de la maison, sont meubles: la saisie de quelques- uns de ces objets peut cependant, à cause de leur importance, étre soumise à des formes particuliè- res, ainsi qu'il sera expliqué dans le Code de la procédure civile. 532. Les matériaux provenant de la démoli- tion d'un édifice, ceux assemblés pour en construire un nouveau, sont meubles jusqu'à ce qu'ils soient employés par l'ouvrier dans une construction. 533. Le mot meuble, employé seul dans les dispositions de la loi ou de l'homme, sans autre ad- dition ni désignation, ne comprend pas l'argent comptant, les pierreries, les dettes actives, les livres, les médailles, les instruments des sciences, des arts et métiers, le linge de corps, les chevaux, équipages, armes, grains, vins, foins et autres denrées; il ne comprend pas aussi ce qui fait l'objet d'un commerce. 53 ½. Les mots meubler menblants ne compren- nent que les meubles destinés à l'usage et à'orne- ment des appartements, comme tapisseries, lits, siéges, glaces, pendules, tables, porcelaines et autres objets de cette nature. SB. 1r T. Von der Eintheilung der Sachen. 217 Demohngeachtet iſt es dem Gläubiger erlaubt, die Clauſeln und Bedingungen des Rückkaufs zu beſtimmen. Es iſt ihm gleichfalls erlaubt, ſich auzubedingeu, daß die Rente nicht eher zurückgekauft werden ſolle, als nach Ablauf einer gewiſſen Zeit, die jedoch niemals län⸗ ger als dreyßig Jahre ſeyn darf. Jeder dem entgegen laufende Vertrag iſt nichtig. 531. Nachen, Fähren oder Schiffe(kleine und große Fahrzauge) Mühlen und Bäder auf Schiffen, und uüuberhaupt alle Werke(Maſchinen, usines), die nicht durch Pfeiler befeſtiget ſind und keinen Theil des Hau— ſes ausmachen, ſind bewegliche Sachen; jedoch kann die Arreſtirung einiger dieſe r Gegenſtände, ihrer Wichtigkeit wegen, an beſondere Formen gebunden werden, wie dieß in dem Geſetzbuche über das Pricheüiche Verfahren in Ci⸗ vilſachen erklärt werden ſoll.(*†) 552. Baumaterialien, Koche von einem abgetra⸗ genen Gebäude herrühren, oder zuſammengebracht wor den ſind, um ein neues aufzuführen, ſind bewegliche Sa⸗ chen, bis ſie von dem Arbeiter zum Baue wirklich ver wendet worden ſind. 533. Das Wort: Mobilien 15),(Meuble) wenn es allein, ohne weitern Zuſatz oder nähere Beſtimmung, in geſetzlichen Verfügungen oder in der Verordnung ei⸗ nes Menſchen vorkommt, begreift nicht das baare Geld, Edelſteine, Activforderungen, Bücher, Medaillen, wiſt ſentſchaftliche, Kunſt⸗ oder Handwerksinſtrumente, Leib⸗ leinen, Pferde, Equipage, Waffen, Getreide, Wein, Heu und andere Nahrungsmittel; was einen Handlungs⸗ gegenſtand ausmacht, iſt gleichfalls unter dieſem Worte nicht begriffen. 554. Das Wort: Möbeln ¹⁶)(meubles meu blans) bezeichnet nur diejenigen Mobilien, die zum Ge⸗ brauche in den Wohnzimmern oder zu ihrer Verzierung beſtimmt ſind, als Tapeten, Betten, Stühle, Spiegel, Pendeluhren⸗ Tiſche, Porzellan und andere Gegenſtän⸗ de dieſer Art. ). G. O. Art. 620. ) Srdehfchatf. S. Möbel. L. Meuble. D. M. u. E. ) moͤbliren de Berarhſchoften⸗§. zur Moͤblirung die nende Mobel. L. Meubles meublans. D. M. u E. 2 G —[.ͤ—ÿ—ÿ—ÿ—ÿO—ʒ—ʒ—ᷣ—ᷣ—ꝭ—ʒ—ʒ—ʒ—ʒ—ʒ——Oↄ—-—— 218 L. II. T. I. De la Distinction des Biens. Les tableaux et les statues qui font partie du meuble d'un appartement y sont aussi compris, mais non les collections de tableaux qui peuvent être dans les galeries ou pièces particulières. Il en est de même des porcelaines: celles seule- ment qui font partie de la décoration d'un apparte- ment, sont comprises sous la dénomination de meu- bles meublantks. 535. L'expression biens meubles, celle de mobilier ou d'eſſebs mobiliers, comprennent géné- ralement tout ce qui est censé meuble d'après les règles ci-dessus établies. La vente ou le don d'une maison meublée ne comprend dque les meubles meublants. 536. La vente ou le don d'une maison, avec tout ce qui s'yy trouve, ne comprend pas l'argent comptant, ni les dettes actives et autres droits dont les titres peuvent être déposés dans la maison; tous les autres effets mobiliers y sont compris. CHAPITRE III. Des Biens dans leur rapport avec ceux qui les possèdent. 537. Les particuliers ont la libre disposition des biens qui leur appartiennent, sous les modi fi- cations étabfies par les lois Les biens qui n'appartiennent pas à des parti- culiers, sont administrés et ne peuvent etre alié- nés que dans les formes et suivant les règles qui leur sont particulières. 558. Les chemins, routes et rues à la charge de'Etat, les fleuves et rivières navigables ou flot- tables, les rivages, lais et relais de la mer, les ports, les havres, les rades, et généralement toutes les 28 B. 1r T. Von der Eintheilung der Sachen. 219 Gemählde und Bildſäulen, welche einen Theil der Möbeln eines Wohnzimmers ausmachen, ſind gleichfalls unter dieſem Ausdrucke begriffen, nicht aber Sammlun⸗ gen von Gemählden, die ſich etwa auf den Galerien oder in beſondern Zimmern befinden. Eben ſo verhält es ſich mit dem Porzellan. Nur dasjenige iſt unter der Benennung Möbeln begriffen, welches einen Theil der Verzierung eines Wohnzimmers ausmacht. 535. Die Ausdrücke: bewegliche Sachen, Mobiliarvermögen, oder Mobiliarhabſelig⸗ keiten(biens meubles, mobilier, effets mobi- liers) begreifen überhaupt alles, was nach den hier oben feſtgeſetzten Regeln für bewegliches Gut angeſehen wird. Der Verkauf oder die Schenkung eines möblirten Hauſes(d'une maison meublée) erſtreckt ſich nur auf Möbeln. 536. Der Verkauf oder die Schenkung eines Hau⸗ ſes mit allem, was ſich darin befindet, erſtreckt ſich nicht auf das baare Geld, noch auf die Activforderungen und andere Gerechtſame, wovon die Urkunden etwa in dem Hauſe aufbewahrt ſind; alle übrigen Mobiliargegenſtän⸗ de ſind darunter begriffen. Drittes Capitel. Von den Sachen in Beziehung auf ihre Beſitzer. 537. Privatperſonen können über das ihnen zuge⸗ hörige Vermögen frey verfügen, jedoch unter den durch die Geſetze beſtimmten Einſchränkungen. Sachen, welche keiner Privatperſon zugehören, können nur nach den eigends für ſie feſtgeſetzten Formen und Regeln verwaltet und veräußert werden. 533. Wege, Land⸗ und andere Straßen, welche auf Koſten des Staats unterhalten werden, ſchiffbare oder flößbare Strome und Flüſſe, Ufer, Anſchwemmun⸗ gen des Meeres 17), Häfen, Buchten 1⁸) und Rehden, 17) Strand des Meeres.§. Seeküuſten mit ihrem An⸗ wuchſe. D. u. M. Meeresſtrand. E. 18) Land⸗ und Seehaͤfen. E. 220 L. II. T. II. De la Propriété. portions du territoire français qui ne sont pas sus- ceptibles d'une propriété privée, sont considérés comme des dépendances du domaine public. 539. Tous le biens vacants et sans mattre, et ceux des personnes qui décedent sans héritiers, ou dont les successions sont abandonné es, appartien- nent au domaine public. 540. Les portes, murs, fossés, remparts des places de guerre et des forteresses, font aussi partie du domaine public. 54 1. Il en est de mèeme des terrains, des for- tifieéations et remparts des places qui ne sont plus Pl aces de guerre: ils appar tiennent à 1'Etat, S'ils nm'ont été valablement aliénés, ou' si i la propriété n'en a Pas étéẽ prescrite contre lui. 542. Les biens communaux sont ceux à la propr été ou au produit desquels les habitants d'une OU Pl usieurs communes ont un d' oit ac quis. 5 6. On peut avoir sur les biens, ou un droit le propriété, ou un simple droit de jouissance, ou seulement des services fonciers à prétendre. TITRE SECOND. De la Propriété. (Décrété le 27 janvier 1804. Promulgué le 6 février.) 544. La propriété est le droit de jouir et dis- poser des choses de la manière la plus absolue, pour- vu qu'on n'en fasse pas un usage prohibé par les lois ou par les réglements. 549. Nul ne peut être contraint de céder sa propriété, si ce n'est pour cause d'utilité publique, et moyennant une juste et préalable indemnité. 28 B. 2r T. Von dem Eigenthum. 221 und überhaupt alle Theile des franzöſiſchen Gebietes, die nicht Privateigenthum ſeyn können, gehöxen zu dem Staatsdermeden. 539. Alle erledigte und herrenloſe Güter, die Gü⸗ ter— Perſonen, welche ohne Erben geſtorben ſind oder deren Erbſchaft nicht angenommen wird 96 hören zum Staatsvermögen.(*†) 5 4o. Thore, Mauern, Gräben und Wälle der Waffenplätze(places de guerre) und der Feſtungen, gehoͤren ebenfalls zum Staatsvermögen. 541. Eben ſo verhält es ſich mit dem Grund und Boden der Feſtungswerke und Wälle derjenigen Orte ¹⁹), die keine Waffenplätze(places de guerre) mehr ſind; er gehört dem Staate, wenn er nicht giltig veräußert worden, oder das Eigenthum gegen den Staat ver⸗ jährt iſt. 542. Gemeindegüter ſind diejenigen, an deren Ei— genthum oder Ertrag die Einwohner einer oder mehrerer Gemeinden ein wohl erworbenes Recht haben 545. An einer Sache kann man entweder ein Ei⸗ genthumsrecht, oder den bloßen Nießbrauch, oder auch nur eine Grundgerechtigkeit haben Zweyter Titel. Von dem Eigenthum. Decretirt den 27. Januar 1804. Promulgirt den 6. Febr. 544. Eigenthum iſt das Recht, auf die unum⸗ ſchränkteſte Weiſe eine Sache zu benutzen und über dieſel be zu verfügen, vorausgeſetzt, daß man keinen durch Geſetze oder Verordnungen verbotenen Gebrauch davon macht. 545. Niemand kann gezwungen werden, ſein Ei⸗ genthum abzutreten, ausgenommen des öffentlichen Be ſtens wegen und gegen eine angemeſſene und vorherge⸗ hende Entſchädigung. (*) S. Art. 713. 768 u. 811. 19) Boden, den Außenwerken und Waͤllen der Plätze. 8. Grund und Boden, Feſtungswerken und Waäͤllen der Orte. E. L. II. T. II. De la Propriété. 546. La propriété d'une chose, soit mobilière, soit immobilière, donne droit sur tout ce qu'elle produit, et sur ce qui s'y unit accessoirement, soit naturellement, soit artificiellement. Ce droit s'appelle droit d'accession. CHAPITRE PREMIER. Du Droit d'accession sur ce qui est pro- duit par la chose. 547. Les fruits naturels ou industrfels de la terre, Les fruits civils, Le croit des animaux, appartiennent au pro- priétaire par droit d'accession. 5 448. Les fruits produits par la chose n'appar- tiennent au propriétaire qu'à la charge de rembour- ser les frais des labours, travaux et semences faits pax des tiers. 549. Le simple possesseur ne fait les fruits siens que dans le cas ou il possède de bonne foi: dans le cas contraire, il est tenu de rendre les pro- duits avec la chose au propriétaire qui la revendique. 550. Le possesseur est de bonne foi quand il possède comme propriétaire, en vertu d'un titre translatif de propriété dont il ignore les vices. Il cesse d'èêtre de bonne foi du moment où ces vices lui sont connus, — a2s B. 2r T. Von dem Eigenthum. 223 546. Das Eigenthum einer Sache, ſie mag be⸗ weglich oder unbeweglich ſeyn, gibt ein Recht auf alles, was ſie hervorbringt, und was ſich als An⸗ oder Zu⸗ wachs: durch Natur oder Kunſt mit ihr vereiniget. Dieſes Recht wird das Recht des An⸗ und Zu⸗ wachſes genannt. Erſtes Capitel Von dem An⸗ und Zuwachsrechte auf das, was durch die Sache ſelbſt hervorgebracht wird. 547. Natuͤrliche oder künſtliche(durch Cultur er zeugte) Früchte der Erde(*†), Civilfrüchte, die Jungen des Viehes, gehören dem Eigenthümen kraft des Rechts auf An⸗ und Zuwüchſe. 548. Früchte, welche eine Sache hervorgebracht hat, gehören dem Eigenthümer nur unter der Bedin gung, die von einem Dritten auf die Beſtellung, Ar beit und Ausſaat verwendeten Koſten zu erſetzen.(†* 549. Der bloße Beſitzer wird nur dann Eigenthü⸗ mer der Früchte, wenn er redlicher Beſitzer iſt; im ent⸗ gegengeſetzten Falle iſt er verbunden, dem die Sache ſelbſt vindicirenden Eigenthümer mit derſelben auch die Früchte zurückzugeben. 550. Redl ſichet Beſiß er iſt derjenige, der vermöge ei⸗ nes Titels ¹), durch den das Eigenthum übergehen kann, und deſſen Mängel dhm unbekannt ſind, als Eigenthü⸗ mer beſitzt. Von dem Augenblicke an, da er dieſe Mängel ken⸗ nen lernt, hört er auf, redlicher Beſitzer zu ſeyn.(**☛*) (*) S. Art. 582 bis 585. (**) S. Art. 2102. (***) S. Art. 2268. 1) Eigenthumsverſchreibung. S. 224 L. II. T. II. De la Propriété. CHAPITRE II. Du Droit d'accession sur ce qui s'unit et s'incorpore à la chose. 551. Tout ce qui s'unit et s'incorpore à la chose appartient au propriétaire, suivant les règles qui seront ci-après établies. SECTION PREMIERE. Du Droit d'accession relativement auoc choses immobiliènes. 552, La propriété du sol emporte la propriété du dessus et du dessous. Le propriétaire peut faire au-dessus toutes les plantations et constructions qu'il juge à propos, sauf les exceptions établies au titre des Servitudes ou Services fonciers. Il peut faire au dessous toutes les constructions et fouilles qu'il jugera à propos, et tirer de ces fouilles tous les produits qu'elles peuvent fournir, saufles modifications résultant des lois et réglements relatifs aux mines, et des lois et réglements de police. 553. Toutes constructions, plantations et ou- vrages sur un terrain ou dans l'intérieur, sont pré- sumés faits par le propriétaire à ses frais et lui ap- partenir, si le contraire n'est prouvé; sans préju- dice de la propriété qu'un tiers pourrait avoir ac- quise ou pourrait acquérir par prescription, soit c'un souterrain sous le bâtiment d'autrui, soit de toute autre partie du bâtiment. 554. Le propriétaire du sol qui a fait des cons- tructions, plantations et ouvrages avec des maté- riaux qui ne lui appartenaient pas, doit en payer 3.— e la valeur; il peut aussi ètre condamné à des dom- 28 B. 2r T. Von dem Eigenthum. 225 Zweytes Capitel. Von dem An⸗ und Zuwachsrechte auf das, was mit der Sache vereinigt und ihr einverleibt wird. 551. Dem Eigenthümer gehört alles, was ſich mit ſeiner Sache vereinigt und ihr einverleibt wird, nach den hier folgenden Grundſätzen. Erſter Abſchnitt. Von dem An⸗ und Zuwachsrechte in Beziehung auf unbewegliche Sachen. 552. Das Eigenthum an Grund und Boden um⸗ faßt zugleich das Eigenthum an allem, was über und un⸗ ter der Oberfläche iſt. Auf der Oberfläche kann der Eigenthümer alle Pflan⸗ zungen und Gebäude anlegen, die er für gut findet, mit Vorbehalt der Ausnahmen, die in dem Titel von den Servituten oder Grundgerechtigkeiten be⸗ ſtimmt ſind. Unter der Oberfläche kann er bauen und graben, wie er es für gut findet, und aus dieſen Gruben alle ſich vorfindende Producte ziehen, jedoch unter den in den Berggeſetzen und Bergwerksordnungen, und in den Pe liceygeſetzen und Verordnungen beſtimmten Einſchränkun⸗ gen. 553. Von allen Gebäuden, Pflanzungen und Wer⸗ ken, die ſich auf einem Grundſtück oder unter demſelben befinden, wird ſo lange vermuthet, daß ſie der Eigenthit mer auf ſeine Koſten angelegt habe und daß ſie ihm zu⸗ gehören, als nicht das Gegentheil erwieſen wird; unbe⸗ ſchadet jedoch des Eigenthums, das ein Dritter an einem unterirdiſchen Baue unter dem Gebäude eines andern, oder an irgend einem andern Theile des Gebäudes durch Verjährung erworben haben oder noch erwerben mag. 554. Der Eigenthümer des Grund und Bodens, welcher Gebäude, Pflanzungen und Werke mit Mate⸗ rialien angelegt hat, die ihm nicht zugehören, muß den Werth derſelben zahlen; nach Befinden kann er auch zum Cod. N. 1 B. 15 ——— — 226 L. II. T. If. De la Propriété. mages et intérèts, s'il y a lieu: mais le propriétaire des matériaux n'a pas le droit de les enlever. 555. Lorsque les plantations, constructions et ouvrages ont été faits par un tiers et avec ses matériaux, le propriétaire du fonds a droit ou de les retenir, ou d'obliger ce tiers à les enlever. Si le propriétaire du fonds demande la suppres- sion des plantations et constructions, elle est aux frais de celui qui les a faites, sans aucune indemnité pour lui; il peut même èêtre condamné à des dom- mages et intérèts, s'il y a lieu, pour le préjudice que peut avoir éprouvé le propriétaire du fonds. Si le propriétaire préfère conserver ces planta- tions et constructions, il doit le xemboursement de la valeur des matériaux et du prix de la main- d'oeuvre, sans égard à la plus ou moins grande aug- mentation de valeur que le fonds a pu recevoir. Néanmoins, si les plantations, constructions et ouvrages ont été faits par un tiers évincé, qui waurait pas été condamné à la restitution des fruits, attendu sa bonne foi, le propriétaire ne pourra demander la suppression desdits ouvrages, plantations et constructions; mais il aura le choix, ousde rembourser la valeur des matériaux et du prix de la main-d'oeuvre, ou de rembourser une somme égale à celle dont le fonds a augmenté de valeur. 536. Les attérissements et accroissements qui se forment successivement et imperceptiblement aux fonds riverains d'un fleuve ou d'une rivière, s'appellent alluvion. L'alluvion profite au propriétaire riverain, soit qu'il s'agisse d'un fleuve ou d'une rivière na- vigable, flottable ou non; à la charge, dans le pre- Sch adenserſotze verurtheilt werden; der Eigenthümer der Materialien iſt aber nicht befugt, ſie we 5. Sind die Pflanzungen, Gebät Dritten mit ſeinen eigenen Materialien ange⸗ legt worden, ſo hat der Eigenth dens das Recht, ſie entweder zu behalten, oder dieſen Drirten zu nöthigen, daß er ſie wegnehn t der Eigenthümer des Grund und d B ungen und Gebäude weggeſchafften affung auf Koſten „ ohne daß er eine En erhielte; er kann ſogar nach Befinden den Eigenthümer des Bodens für die ih ſenen Nachtheile zu. enſchädigen. und Gebäude zu beh alten, ſo muß er de terialien und den Arbeitslohn erſtatten, auf die größere oder geringere Erh die der Grund und Boden dadurch etw Sind indeſſen die Pflanzungen, Gebäu einem dritten Be le ſitzer angelegt worden Eigenthum durch Urtheil aberkannt, d cher Beſitzer, nicht zum Erſatz der Frücht worden iſt, ſo kann der Eigenthümer der gedachten Werke, Pflanzun fordern; er hat jedoch die Wah der Materialien und den Arbeit die Summe und Bodens zahlen, um welche der Werth des Grund ht worden iſt. * 556. Anſpülungen und Anwuchſe, welche ſich nach „ und nach und unmerklich an Grundſtücke anſetzen, die an einen Strom oder Fluß ſtoßen ²), heißen Allu⸗ vion. Die Alluvion kommt dem Uferbeſitzer zu gute, es mag der Strom oder Fluß, wovon die Rede iſt, ſchiffbar der flößbar ſeyn oder nicht; jedoch unter der Bedingung 2 2) welche das Ufer eines Stromes oder ſchiffbaren Fluſ den. 15 — 228 L. II. T. II. De la Propriété. mier cas, de laisser le marchepied, ou chemin de halage, conformément aux réglemenis. 557. Il en est de mêème des relais que forme Peau courante qui se retire insensiblement de l'une de ses rives en se portant sur Pautre: le proprié- taire de la rive découverte profte de l'alluvion, sans que le riverain du côté opposé y puisse venir réclamer le terrain qu'il a perdu. Ce droit n'a pas lieu à l'égard des relais de 1 8 la mer. 556. L'alluvion n'a pas lieu à l'égard des lacs et étangs, dont le propriétaire conserve toujours le terrain que l'eau couvre quand elle est à la hau- teur de la décharge de l'étang, encore due le vo- lume de l'eau vienne à diminuer. Réciproquement le propriétaire de l'étang m'acquiert aucun droit sur les terres riveraines que son eau vient à couvrir dans des crues extraordi- naires. 559. Si un fleuve ou une rivière, navigable ou non, enlève par une force subite une partie considérable et reconnaissable d'un champ rive- rain, et la porte vers un champ inférieur ou sur la rive opposée, le propriétaire de la partie enle- vée peut réclamer Ssa propriété; mais il est tenu de former sa demande dans Pannée: après ce dé- lai, il n'y sera plus recevable, à moins que le pro- priétaire du champ auquel la partie enlevée a été unie, n'eüðt pas encore pris possession de celle-ci. 560. Les Mes, ilots, attérissements, qui se forment dans le lit des fleuves ou des rivières na- vigables ou flottables, appartiennent à l'Etat, s'il n'y a titre ou prescription contraire. (*) S. Art. 650. 3) wo man den Teich ablaſſen kann. D. u. M. btitel oder die Ver⸗ 4) wenn dagegen nicht ein Erwer r. jährung eintritt. E. wenn kein gegentheiliger Titel 25 B. 2r T. Ven dem Eigenthum. 229 daß er, im erſten Falle, einen Fußſteig oder Leinpfad, den beſtehenden Verordnungen gemäß, laſſe.(*) 557. Ein Gleiches gilt von den Stellen, welche das fließende Waſſer verläßt, indem es ſich nach und nach von einem Ufer zurückzieht und auf das entgegen⸗ geſetzte wirft; der Eigenthümer des verlaſſenen Ufers ge⸗ winnt den Anwuchs, ohne daß der Eigenthümer des ge⸗ genüber liegenden Ufers an ihn, zum Erſatz für den Ver⸗ luſt, welchen er an ſeinem Boden gelitten hat, irgend einen Anſpruch bilden könnte. In Anſehung der vom Meere verlaſſenen Stellen hat dieſes Recht nicht Statt. 558. Die Alluvion hat bey Seen und Teichen nicht Statt; der Eigenthümer derſelben behält immer den Bo⸗ den, den das Waſſer bedeckt, wenn es auf die Höhe ge⸗ ſtiegen iſt, wo der Teich ſeinen natürlichen Abfluß hat ³), geſetzt auch, daß die Maſſe des Waſſers eine Verminde⸗ rung erleiden ſollte. Umgekehrt erwirbt der Eigenthümer des Teiches kein Recht auf die am Ufer gelegenen Grundſtücke, wel⸗ che das Waſſer ſeines Teiches bey einer auſſerordentlichen Hohe etwa bedeckt. 559. Wird von einem Strome oder Fluſſe, er ſey ſchiffbar oder nicht, durch plötzliche Gewalt ein beträchtlicher und erkennbarer Theil eines amfer gelegenen Grundſtük⸗ kes abgeriſſen und einem weiter unten oder am entgegen⸗ geſetzten Ufer gelegenen Grundſtücke zugeführt, ſo kann der Eigenthümer des abgeriſſenen Stückes ſein Eigenthum zu⸗ rückfordern. Er iſt aber gehalten, ſeine Klage binnen Jah⸗ resfriſt anzuſtellen; ſpäterhin wird er mit derſelben nicht mehr zugelaſſen, es müßte denn der Eigenthümer des Grund⸗ ſtückes, womit das abgeriſſene Stück vereinigt worden iſt, den Beſitz deſſelben noch nicht ergriffen haben. 560. Große und kleine Inſeln und Erderhöhungen, die ſich in dem Bette eines ſchiffbaren oder flößbaren Stromes oder Fluſſes bilden, gehören dem Staate, wenn ſie nicht, durch Verjährung oder einen andern Erwerbs⸗ grund, von Privatperſonen erworben worden ſind.*) oder Verjährung vorliegt. L. ſo lange ſein Recht durch einen andern Titel oder durch Verjährung nicht erlo⸗ ſchen iſt. D. wenn nicht eine Urkunde oder die Ver⸗ ſährung das Gegentheil beweißt. S. —— — 230 L. II. T. II. De Ia Propriétéè. 561. Les iles et attérissements qui se forment dans les rivières non navigables et non flottables, appartiennent aux propriétaires riverains du côté oOuð l'ile s'est formée: si l'ile n'est pas formée d'un seul côté, elle appartient aux propriétaires rive- rains des deux côtés, à partir de la ligne qu'on suppose tracée au milieu de la rivière. 562. Si une rivière ou un fleuve, en se for- mant un bras nouveau, coupe et embrasse le champ d'un propriétaire riverain, et en fait une ile, ce propriétaire conserve la proprieté de son champ, encore que l'ile se soit formée dans un fleuve ou dans une rivière navigable ou flottable. 563. Si un fleuve ou une rivière navigable, flottable ou non, se forme un nouveau cours en abandonnant son ancien lit, les propriétaires des fonds nouvellement occupés prennent, à titre d'in- demnité, Tancien lit abandonné, chacun dans la proportion du terrain qui lui a été enlevé. 564. Les pigeons, lapins, poissons, qui pas- sent dans un autre colombier, garenne ou étang, appartiennent au propriétaire de ces objets, pour- vu qu'ils n'y aient point été attirés par fraude et artifice. SECTION II. Du Droiĩs d'aceession relativement auoc chogses mobilièneg. 565. Le droit d'accession, quand il a pour objet deux choses mobilièeres appartenant à deux maitres différents, est entièrement subordonné, aux principes de l'équité naturelle.. Les régles suivantes serviront d'exemple au juge pour se déterminer, dans les cas non prévus, suivant les circonstances particulières. 566. Lorsque deux choses appartenant à dif- férents maitres, qui ont été unies de manière à former un tout, sont néanmoins séparables, en sorte que l'une puisse subsister sans l'autre, le tout appartient au mattre de la chose qui forme la 28 B. 2r T. Von dem Eigenthum 231 1. 0 561. Inſeln und E nicht ſchiffbaren und nicht flößbaren Flüſſen bilden, ren dem Uferbeſitzer derjenigen Seite, auf welche Inſel ſich gebildet hat; hat ſich die Jni ſel nicht auf Seite allein gebildet, ſo ge Uferbeſitzern, nach Maßgabe Länge nach) durch die Mitte d derhöhungen, welche ſich in gen den kt. ¹ 5 662. Wenn ein Strom en neuen Arm bildet, und dadurch das ſit ſchneidet und umgibt, ſo daß e ſe ird, dem Eigenthümer ſein Grund und Boden, ſelbſt wenn die Inſel ſich in einem Stro oder flößbaren Fluſſe gebil 6 Wenn ei 53. Wenn ein in einem ſchiffbaren bar oder flößbar ſeyn oder nich ſein altes Bette v und einen neuen Lauf nimmt, ſo können die Eigenthü⸗ mer der dadurch unter ſſer geſetzten Grundſtücke, zu ihrer Entſchädigung, Bette, nach Ver— hältniß des jedem von ihnen entzogenen Landes, zueignen. 564. Tauben, Kaninchen und Fiſche, die in ein fremdes Taubenhaus, Gehäge oder Teich übergehen, ge⸗ hören dem Elgenth r der Letzteren, wenn ſie nur nicht durch Betrug und Liſt angelockt worden ſind Zweyter Abſchnitt. Von dem An⸗ und Zuwachsrechte in Beziehung auf 565. Wenn das An⸗ recht zwey be⸗ wegliche Sachen zum Gegenſ die zwey verſchie⸗ denen Eigenthümern nehunen, ſe iſt es ganz nach den Grundſätzen der natürlichen Billigkeit zu beurtheilen. Folgende Regeln ſollen dem Richter zum Muſter die⸗ nen, um ſich darnach in anderen nicht entſchiedenen Fäl⸗ len nach Verſchiedenheit der Umſtände zu beſtimmen. 566. Sind zwey Sachen, welche verſchtedenen Ei⸗ genthümern zugehören, dergeſtalt mit einander verbunden worden, daß ſie zwar ein Ganzes bilden, jedoch wieder ſo von einander getrennt werden können, daß eine ohne die andere beſtehen kann, ſo gehört Ganze dem Eigen⸗ thümer derjenigen Sache, wel che den Hauptbeſtandtheil 232 T. II. T. II. De la Propriété. partie principale, à la charge de payer à l'autre la valeur de la chose qui a été unie. 567. Est réputée partie principale celle à la- quelle Pautre n'a été unie que pour l'usage, l'or- nement ou le complément de la première. 568. Néanmoins, quand la chose unie est beaucoup plus précieuse que la chose principale, et quand elle a été employée à l'insu du proprié- taire, celui-ci peut demander que la chose unie soit séparée pour lui être rendue, mèême quand il pourrait en résulter quelque dégradation de la cho- se à laquelle elle a été jointe. 569. Si de deux choses unies pour former un seul tout, l'une ne peut point être regardée com- me l'accessoire de l'autre, celle-là est réputée principale qui est la plus considérable en valeur, ou en volume, si les valeurs sont à-peu-près égales. 570. Si un artisan ou une personne quelcon- que a employé une matière qui ne lui appartenait pas, à former une chose d'une nouvelle espèce, soit que la matière puisse ou non reprendre sa première forme, celui qui en était le propriétaire a le droit de réclamer la chose qui en a été formée, en remboursant le prix de la main-d'oeuvre. 571. Si cependant la main-d'oeuvre était tel- lement importante qu'elle surpassât de beaucoup la valeur de la matière employée, l'industrie se- rait alors réputée la partie principale, et T'ouvrier aurait le droit de retenir la chose travaillée, en remboursant le prix de la matière au propriétaire. 572. Lorsqu'une personne a employé en par- tie la matière qui lui appartenait, et en partie celle qui ne lui appartenait pas, à former une cho- se d'une espèce nouvelle, sans que ni'une ni l'autre des deux matièrés soit entièrement détruite, mais de manière qu'elles ne puissent pas se sépa- rer sans inconvénient, la chose est commune aux 28 B. 2r T. Von dem Eigenthum. 235 ausmacht, unter der Verbindlichkeit, dem andern den Werth der damit verbundenen Sache zu erſtatten. 567. Als Hauptbeſtandtheil wird diejenige Sache angeſehen, mit welcher die andere nur zum Gebr rauche, zur Verſchönerung oder zur Ergänzung verbunden wor⸗ den iſt. 568. Iſt jedoch die verbundene Sache von viel größerem Werthe, als die Hauptſache, und iſt ſie ohne Vorwiſſen ihres Eigenthümers verbunden worden, ſo kann dieſer verlangen, daß die verbundene Sache abge⸗ ſondert und ihm zurückgegeben werde, wenn auch da⸗ durch die Sache, welcher ſie hinzugefügt worden iſt, et⸗ was beſchädiget werden ſollte. 569. Wenn von zweyen Sachen, die mit einander verbunden worden ſind, um ein Ganzes zu biiden, die eine nicht als Zubehör der andern angeſehen werden kann, ſo iſt diejenige für die Hauptſache zu halten, welche an Werth, oder, wenn dieſer bey beyden Shen n ehnge⸗ fähr gleich iſt, an körperlichem Umfange die beträchtlich⸗ ſte iſt. 570. Hat ein Künſtler oder irgend eine andere Perſon eine ihr nicht zugehörige Materie verwendet, um eine Sache anderer Art daraus zu bilden, ſo hat der Eigenthümer der Materie das Recht, die daraus gebildete Sache, gegen Vergütung des Arbeitslohnes, als ſein Eigenthum in Anſpruch zu nehmen, es mag die Ma⸗ terie wieder in ihre vorige Form zurückgebracht werden können oder nicht. 571. Iſt jedoch die Arbeit von ſolcher Wichtigkeit, daß ſie den Werth der verarbeiteten Materie weit über⸗ ſteigt, ſo iſt der angewendete Kunſtfleiß als die Hauptſa⸗ che anzuſehen, und der Arbeiter hat das Nech, die ver⸗ fertigte Sache zu behalten, wenn er den Werth der Ma⸗ terie dem Eigenthümer vergutet. 572. Hat jemand theils eigene, theils fremde Ma⸗ terien verwendet, um eine Sache anderer Art zu bilden, und iſt von beyden Materien weder die eine noch die an⸗ dere gänzlich zerſtört, jedoch ſo, daß ſie nicht ohne Nach⸗ theil wieder abgeſondert werden können, ſo gehört die Sache beyden Eigenthümern gemeinſchaftlich, dem einen 1 4 nach Verhäl tniß der ihm zugehörigen Materle, dem an⸗ 44 254 I. II. T. II. De la Propriété. deux propriétaires, en raison, quant à l'un, de la matière qui lui appartenait; quant à Tautre, en raison à-la-fois et de la matiere qui lui apparte- nait, et du prix de sa main-d'oeuvre. 573. Lorsqu'une chose a été formée Par le mélange de plusieurs matières appartenant à diffé- rents proprié taires, mais dont aucune ne Peut être regardée comme la matieèere p rincipale, 81 les matièxes peuvent être sẽparé jes, celui à l'insu du- quel les matières ont étée mélangées, peut en de- mander la division. Si les meneres ne peuvent plus tre séparées sans inconvénient, ils en acquie rent en commun. la propriété d- ans la proportion de la quantité, de la qualité et de la valeur des matières appartenant à chacun d'eux. 574. Si la matie priétaires était de beaucoup supérieure à l'autre par la quantité et le prix, en ce cas le propriétai- re de la matière supérieure en valeur pourrait ré- clamer la chose provenue du mélange, en rem- boursant à l'autre la valeur de sa matièere. 575. Lorsque la chose reste en commun en- tre les propriétaires des matières dont elle a été formée, elle doit étre licitée au profit commun. appartenant à l'un des pro- 576. Dans tous les cas ou Je propriẽé Staire dont la matière a été employée, à son insu, à former nne chose d'une autre espèce, peut réclamer la propriété de cette chose, il a le choix de demander la restitution de Sa matière en méèême nature, quantité, poids, mesure et bonté, ou sa valeur. 577. Ceux qui auront employé des matières — appartenant à d'autres et à leur insu, pourront. aussi ètre condamnés à des dommages et intérèts, rſtattung. D. S. u. M. die Zuruͤckgabe. L 2 en bün ner, deſſen Stoff ohne fein Vorwiſſen eden Fall das Eigenthum ſeiner Sache 28 B. 2r T. Von dem Eigenthum. 2 dern nach Verhältniß der ihm zugehörigen Materie ver⸗ bunden mit dem Werthe ſeiner Arbeit. 3. Iſt eine Sache durch Vermiſchung mehrerer, verſchiedenen Eigenthümern zugehörigen Materien h keine als die Haupt⸗ ch dieſe Mate⸗ er⸗ vorgebracht worden, von denen jedock ſache angeſehen werden kann, und laſſen ſi rien wieder von einander abſondern, ſo kann derjenige, ohne deſſen Vorwiſſen die Materien vermiſcht worden ſind, ihre Abſonderung verlangen. Laſſen ſich die Materien nicht mehr wol der abſondern, das G em Eigenthum, und z jeden hün hältniß des„ der Beſchaffenheit und der ihm zug Materie. 574. ſt die einem der Materie dem Betrage und dem erheblicher als die andere, ſo kann der C erheblichern Materie die aus der N— Sache als ſein Eigenth in Anſpruch Mat er dem Andern den Werth ſeiner aterie 575. Bleibt die Sache den Eigenthümern der Ma⸗ ie eenſenden. iſt, gemeinſchaftlich, ſo ortheil verſteigert terien, woraus muß ſie zum werden. 556. Der Eigenthümer, deſſen Materie ohne ſein Vorwiſſen verwendet worden iſt, um eine Sache anderer Art hervorzubringen, hat in allen Fälle n, worin er das genthum dieſer Sache in Anſpruch nehmen kann, zug die Wahl, den Erſatz 5) ſeiner Materie in gleicher Gat⸗ tung, Menge, Gewicht, Maaß und Güte, oder die Zahlung ihres Werthes zu verlangen. 6) 577. Wer Materien, die einem Anderen zugehoͤ⸗ ren, ohne deſſen Vorwiſſen verwendet hat, kann nach Befinden zum Schadenserſatze verurtheilt werden, und es kann auſſerdem noch, nach Beſchaffenheit der Umſtän⸗ verlangen. Er hat dabey die Wahl, zu fordern, daß ihm ſein Stoff in gleicher Gattung ꝛc., erſtattet, oder deſſen Werth bezahlt werde. E. 236 L. II. T. III. Usufruit, Usage, Habitation. s'il y a lieu, sans préjudice des poursuites par voie extraordinaire, si le cas y échet. TITRE TROISIEME. De l'Vsufruit, de l'Usage et de l'Habitation. (Décrété le 30 janvier 1804. Promulgué le 9 février.) CHAPITRE PREMIER. He lUsufruit. 578. L'usufruit est le droit de jouir des cho- ses dont un autre a la propriété, comme le pro- priétaire lui-même, mais à la charge d'en conser- ver la substance. 579. L'usufruit est établi par la loi, ou par la volonté de l'homme. 580. L'usufruit peut êôtre établi, ou pure- ment, ou à certain jour, ou à condition. 581. IIl peut éêtre établi sur toute espèce de biens meubles ou immeubles. SECTION PREMIERE. Des Droits de rufruitier. 582. L'usufruitier a le droit de jouir de toute espèce de fruits, soit naturels, soit industriels, soit civils, que peut produire l'objet dont il a l'u- sufruit. 583. Les fruits naturels sont ceux qui sont le produit spontané de la terre. Le produit et le croit des animaux sont aussi des fruits naturels. 2,—“— 2s B. 3r T. Von dem Nießbrauche ꝛc. 237 de ein auſſerordentliches Verfahren gegen ihn Statt finden. 7) Dritter Titel. Von dem Nießbrauche, dem Gebrauche und der Wohnung. (Decretirt den 30. Jan. 1804. Promulgirt den 9. Febr.) Erſtes Capitel. Von dem Nießbrauche 5 8. Der Nießbrauch iſt das Recht, eine Sache, deren Eigenthum einem Anderen zuſteht, wie der Eigen⸗ thümer ſe lbſt zu benutzen, jedoch unter der Verbindlich⸗ keit die Subſtanz der Sache zu erhalten. 5 9. Der Nießbrauch wird entweder durch die Ge ſetze(*) oder durch den Willen eines Menſchen ertheilt. 580. Der Nießbrauch kann entweder ganz unbe⸗ dingt, oder auf eine beſtimmte Zeit, oder unter einer Bedingung ertheilt werden. 581. Er kann an jeder Art beweglicher oder unbe⸗ weglicher Sachen ertheilt werden. Erſter Abſchnitt. Von den Rechten des Nutznießers. 582. Der Nutznießer hat das Recht, jede Art von natürlichen, künſtlichen und Civilfrüchten zu genießen, welche die Sachen, an der ihm der Nießbrauch zuſteht, hervorbringen en kann. 4 533. Natürliche Früchte ſind diejenigen, welche die Erde von ſelbſt hervorbringt. Die vom Viehe erlangten Producte und Jungen ſind gleichfalls natürliche Früchte. (*) S. Art. 384 u. 754. 7) und zwar unbeſchadet der Klage von Seiten der Staats⸗ behoͤrde, wenn der Fall es mit ſich bringt. S. 258 L. II. T. III. Usufruit, Usage, Habitation. Les fruits industriels d'un fonds sont ceux qu'on obtient par la culture. 5384. Les fruits civils sont les loyers des mai- sons, les intérèts des sommes exigibles, les arré- rages des rentes. Les prix des baux à ferme sont aussi rangés dans la classe des fruits civils. 585. Les fruits naturels et industriels, pen- dants par branches ou par racines au moment ou Pusufruit est ouvert, appartiennent à Pusufruitier. Ceux qui sont dans le mèême état au moment od finit l'usufruit, appartiennent au propriétaire, sans récompense de part ni d'autre des labours et des semences, mais aussi sans préjudice de la por- tion des fruits qui pourrait éêtre acquise au colon partiaire, s'il en existait un au commencement ou à la cessation de l'usufruit. 586. Les fruits civils sont réputés s'acquérir jour par jour, et appartiennent à Pusufruitier, à proportion de la durée de son usufruit. Cette règle s'applique aux prix des baux à ferme, com- me aux loyers des maisons et aux autres fruits civils. 5867. Si Pusufruit comprend des choses dont on ne peut faire usage sans les consommer, com- me l'argent, les grains, les liqueurs, Pusufrui- tier a le droit de s'en servir, mais à la charge d'en rendre de pareille quantité, qualité et valeur, ou leur estimation. à la fin de l'usufruit. 588. L'usufruit d'une rente viagère donne aussi à l'usufruitier, pendant la durée de son usu- fruit, le droit d'en percevoir les arrélages, Sans étre tenu à aucune restitution. 2s B. 3r T. Von dem Nießbrauche ꝛc. 259 Künſtliche? gen, welche man dure 584. Civilfri 6 8 von Häheſern⸗ die Zinſen von aufkündbaren Capitalien, und der Betrag der Renten. 1) hte eines Grundſtückes ſind diejeni— h die Bebauung deſſelben erhält. ſind der Mic Pachtgelder gehören ebenfalls zu den Civilfrüchten. Früchte, welche in dem ehäng gen, g0 VAAr ꝑ Li- 585. Naturliche und künſtliche 8 Pioßl urh ncanar„ ſ dießbrauch anfängt, am Aſt ſtehen„ gehöͤren dem gehoren dem Eige nem Falle hat einer ſten zu vergüten; Früchten, den der brauchs vielleicht r Pachtgeldes einen beſtimmten Theil der e⸗ ben hat(colon partiaire), etwa erworben 536. 2 Livilfrüchten wird an nen, daß ſ 1 werden; ſie gehörem dem Nutznießer nach Ver r Dauer ſeines ßbrau⸗ ches. Dieſer Grundſatz gilt von Pachtgeld hl, als von dem Miethzinß der Häuſer und an vil⸗ früchten. 587. Begreift der man nicht gebrauchen Geld, Getreide und Getränke, r Recht, ſie zu verl r der Verbindlich⸗ keit, nach gee eden ſo viel von die⸗ ſen Sachen von leane Beſch iheit u nd Werth z zugeben, oder ſ c 588. Der dem Nutzni Nießbrauches e zu irgend einem Erſatz verbunden zu ſeyn. ſolche Sachen, die zu verbrauchen, wie ſo hat der Nutznießer das 3 iner Leibrente gibt ebenfalls während der Dauer ſein 83 3 1) die Rückſtande der Renten. L. u. M. die Ruͤckſtände aͤndige Renten. E. der ewigen Renten. S. rüc 2) die verfallenen T rmine der Ruͤckſtaͤnde derſelben zu bezie von zu ziehen. M. u. E. —— 260 L. II. T. III. Usufruit, Usage, Habitation. 569. Si l'usufruit comprend des choses qui, sans se consommer de suite, se détériorent peu à peu par l'usage, comme du linge, des meubles meublants, l'usufruitier a le droit de s'en servir pour l'usage auquel elles sont destinées, et n'est obligé de les rendre, à la fin de l'usufruit, que dans l'état oè elles se trouvent, non détériorées par son dol ou par sa faute. 590. Si l'usufruit comprend des bois taillis, P'usufruitier est tenu d'observer l'ordre et la quoti- té des coupes, conformément à l'aménagement ou à Jusage constant des propriétaires; sans indem- nité toutefois en faveur de l'usufruitier ou de ses héritiers, pour les coupes ordinaires, soit de tail- lis, soit de baliveaux, soit de futaie, qu'il n'aurait pas faites pendant sa jouissance. Les arbres qu'on peut tirer d'une pépinière sans la dégrader, ne font aussi partie de l'usufruit qu'à la charge par l'usufruitier de se conformer aux usages des lieux pour le remplacement. 591. L'usufruitier profite encore, toujours en se conformant aux époques et à l'usage des an- ciens propriétaires, des parties de bois de haute futaie qui ont été mises en coupes réglées, soit que ces coupes se fassent périodiquement sur une certaine étendue de terrain, soit qu'elles se fassent d'une certaine quantité d'arbres pris indistincte- ment sur toute la surface du domaine. 592. Dans tous les autres cas, l'usufruitier ne peut toucher aux arbres de haute futaie: il peut seulement employer, pour faire les réparations dont il est tenu, les arbres arrachés ou brisés par accident; il peut mèême, pour cet objet, en faire abattre s'il est nécessaire, mais à la charge d'en faire constater la nécessité avec le propriétaire. 2s B. 3r T. Von dem Nieſ bra 589. Begreift der Nießbrauch Sachen, die durch den Gebrauch zwar nicht ſe ogleich verbraucht, aber doch allmählig abgenutzt we rden wie Weisze ug, Möbeln, ſo hat der Nutznießer das Recht, ſich derſelben zu dem Ge⸗ brauche zu bedienen, wozu ſie beſtimmt ſind, und iſt nach geendigtem Nießbrauche nur verbunden, ſie in dem Zuſtande zurückzugeben, worin ſie ſich dann befinden, wenn ſie anders nicht abſichtlich oder durch Nachläſſigkeit von ihm beſchädiget worden ſind. 590. Begreift der Nießbrauch Schlagholz, ſo iſt der Nutznießer verbunden, die Ordnung und den Um⸗ fang der jedesmaligen Schläge, nach der von den Eigen⸗ thümern gemachten Eintheilung oder der von ihnen ſtets befolgten Bewirthſchaftung zu beobachten, ohne daß ihm oder ſeinen Erben eine Entſchädigung gebührte, wenn er während ſeines Nießbrauchs das gewöhnliche Fällen des Schlagholzes, der Laßreißer oder der hochſtämmigen Bäu⸗ me unterlaſſen hat.(*) Bäume, die man aus einer Baumſchule ziehen kann, ohne d ieſe in Verfall gerathen zu laſſen, machen ebenfalls nur unter der Bedingung einen Theil des Nieß⸗ brauches aus, daß der Nutznießer ſie dem Ortsgebrauch gemäß durch andere erſetze. 591. Der Nutznießer benutzt ferner, jedoch immer mit Beobachtung der Zeitbeſtimmungen und Gewohnhei⸗ ten der Eigenth ümer, diejenigen Theile der Hochwaldun⸗ gen, welche in ordentliche Schläge eingetheilt ſind, es mögen nun dieſe Schläge periodiſch einen beſtimmten De ſtrict treffen, oder eine gewiſſe Anzahl Bäume, welche ohne Unterſchied auf der ganzen Fläche des Gutes gefällt werden. 592. In keinem andern Falle kann ſich der Nut⸗ nießer die hochſtämmigen Baͤume anmaßen; nur zu den ihm obliegenden Reparaturen darf er die durch Zu⸗ fall ausgeriſſenen oder zerbrochenen Bäume(Windbrü⸗ che) verwenden; zu dieſem Zwecke iſt er ſogar berechti get, im Nothfalle Bäume fällen zu laſſen, jedoch unter der Bedingung, zuvor dieſe Nothwendigkeit, mit Zuzie⸗ hung des Eigenthümers, bewähren zu laſſen. (*) S. Art. 1403.. Cod. N. 1. B. 16 242 L. II. T. III. Usufruit, Usage, Habitation. 595. Il peut prendre, dans les bois, des écha- las pour les vignes; il peut aussi prendre, sur les arbres, des produits annuels ou périodiques; le tout suivant l'usage du pays ou la coutume des pro- Priéetaires. 59½. Les arbres fruitiers qui meurent, ceux même qui sont arrachés ou brisés par accident, appartiennent à Pusufruitier, à la charge de les remplacer par d'autres. 595. L'usufruitier peut jouir par lui-même, donner à ferme à un autre, ou mòème vendre ou céder son droit à titre gratuit. S'il donne à fer- me, il doit se conformer, pour les époques odi les baux doivent être renouvelés, et pour leur durée, aux règles établies pour le mari à l'égard des biens de la femme, au titre du Contrat de ma- riage et des Droits respeotiſs des éouοασς. 596. L'usufruitier jouit de l'augmentation survenue par alluvion à l'objet dont il a Pusu- fruit.. 597. II jouit des droits de servitude, de pas- sage, et généralement de tous les droits dont le propriétaire peut jouir, et il en jouit comme le propriétaire lui-mème. 598. II jouit aussi, de la même manièere que le propriétaire, des mines et carrières qui sont en exploitation à l'ouverture de„usufruit; et néan- moins, S'il s'agit d'une exploitation qui ne puisse etre faite sans une concession, l'usufruitier ne pourra en jouir qu'après en avoir obtenu la per- mission de lEmpereur. Il m'a aucun droit aux mines et carrières non encore ouvertes, ni aux tourbières dont l'exploi-. tarion m'est point encore commencée, ni au trésor qui pourrait être découvert pendant la durée de Pusufruit. 28 B. Ir T. Von dem Nießbrauche ꝛc. 245 593. Aus den Waldungen darf er Pfähle für die Weinberge nehmen; auch darf er die jährlichen oder pe⸗ riodiſchen Nutzungen der Bäume beziehen; alles jedoch nach Landesgebrauch oder der Gewohnheit der Eigen— 59½. Abgeſtorbene, ja ſelbſt durch Zufall ausgeriſ⸗ ſene oder zerbrochene Obſtbäume gehören dem Nutznie⸗ ßer, unter der Obliegenheit, ſie durch andere zu erſetzen. 595. Der Nutznießer kann den Nießbrauch entwe⸗ der ſelbſt ausüben oder ſein Recht einem andern verpachten, ja ſelbſt verkaufen oder unentgeltlich überlaſſen. Wenn er es verpachtet, ſo hat er ſich in Anſehung des Zeit— raums, binnen welchem die Pachtcontracte erneuert werden müſſen, und in Anſehung der Dauer derſelben, nach den Regeln zu richten, welche in dem Titel von dem Ehe⸗ vertrage und den gegenſeitigen Rechten der Ehegatten dem Ehemann in Anſehung der Güter ſei⸗ ner Frau vorgeſchrieben ſind.(*) 596. Der Nutznießer benutzt die durch Alluvion entſtandene Vergrößerung des Gegenſtandes, von wel⸗ chem er den Nießbrauch hat. 597. Er bedient ſich der Servituten, der Wege⸗ gerechtigkeit, und überhaupt aller Rechte, welche der Ei⸗ genthümer genießen könnte, und zwar wie der Eigen⸗ thümer ſelbſt. 598. Er benutzt ferner auf eben die Weiſe, wie der Eigenthümer, die Bergwerke und Steinbrüche, die beym Anfall des Nießbrauchs bearbeitet werden; iſt je— doch von einer Bearbeitung die Rede, die nicht ohne Con⸗ ceſſion geſchehen darf, ſo kann der Nutznießer ſie nicht benutzen, ehe er die Erlaubniß dazu von dem Kaiſer er⸗ halten hat. Er hat kein Recht auf Bergwerke und Steinbrüche, die noch nicht eröffnet ſind, auf Torfgruben, deren Bear⸗ beitung noch nicht angefangen iſt, und auf einen wäh⸗ rend des Nießbrauches etwa entdeckten Schatz.(*†*) (*) S. Art. 1429 und 1430. (**) S. Art. 716. 16 244 L. II. T. III. Usufruit, Usage, Habitation. 599. Le propriétaire ne peut, par son fait, ni de quelque manière que ce soit, nuire aux droits de l'usufruitier. De son côté, Pusufruitier ne peut, à la ces- sation de l'usufruit, réclamer aucune indemnité améliorations qu'il prétendrait avoir fai- pour les re que la valeur de la chose en fùt aug- tes, enco mentée. Il peut cependant, ou Ses héritiers, enlever les glaces, tableaux et autres ornements qu’il au- rait fait placer, mais à la charge de rétablir les lieux dans leur premier état. SECTION II. Des Oblig abions de dUufruitier. 600. L'usufruitier prendles choses dans l'état on elles sont; mais il ne peut entrer en jouissance qu'après avoir fait dresser, en présence du pro- ou lui dument appelé, un inventaire priétaire, eubles sujets à des meubles et un état des imm l'usufruit. 601. II donne caution de jouir en bon père de famille, s'il n'en est dispensé par l'acte constitutif de Pusufruit; cependant, les pèére et mère ayant l'usufruit légal du bien de leurs enfants, le ven- deur ou le donateur sous réserve d'usufruit ne sont pas tenus de donner caution. 602. Si l'usufruitier ne trouve pas de cau- tion, les immeubles sont donnés à ferme ou mis en séquestre; 3) ein Verzeichniß der Mobilien hat errichten, und den Zuſtand der Immobilien hat aufnehmen laſſen. D. u. M. ein Inventarium der Mobilien und einen Anſchlag der Immobilen fertigen laſſen. E.. 1. 4) Er ſtellt Caution.. Er ſtellt gehoͤrige Sicherheit. E. 5) Wenn der Act, wodurch die Nutznießung geſtiftet iſt⸗ ihn nicht davon freigeſprochen hat. L. wenn er durch — ᷣ- 28 B. 3r T. Von dem Nießbrauche ꝛc. 245 599. Der Eigenthümer darf weder durch eigene Handlungen noch auf irgend eine andere Art die Rech⸗ te des Nutznießers beeinträchtigen. Dagegen kann der Nutznießer bey Endigung des Nießbrauches keine Entſchädigung für die Verbeſſerungen fordern, die er etwa gemacht zu haben behauptet, wenn auch der Werth der Sache dadurch erhöhet worden wäre. Er oder ſeine Erben können indeſſen die von ihm angebrachten Spiegel, Gemählde und andere Verzierun⸗ gen wegnehmen, jedoch unter der Bedingung, die 9· late(wo ſie angebracht waren) wieder in ihren vori⸗ gen Stand d zu ſetzen. Zweyter Abſchnitt. Von den Verbindlichkeiten des Nutznießers. 600. Der Nutznießer übernimmt die Sachen in dem Suſtaͤnde⸗ worin ſie ſich befinden; aber er darf nicht eher in den wirklichen Genuß treten, als bis er, in Ge genwart des Eigenthümers oder nach gehöriger Vorla⸗ dung deſſelben, ein Inventarium der Mobilien und ein Verzeichniß der Immobilien, die dem Nießbrauche un⸗ terworfen ſind, hat errichten laſſen. ³) 601. Er ſtellt Bürgſchaft 4), daß er den Nieß⸗ brauch als ein guter Hausvater ausüben wolle, wenn ihm dieſelbe nicht zugleich mit der Errichtung des Nieß⸗ brauches iſt erlaſſen worden 5); jedoch ſind Vater und Mutter, welche an dem Wermägen ihrer Kinder den ge— ſetzlichen Nießbrauch haben, und der Verkäufer oder Schenker, der ſich den Nießbrauch vorbehalten hat, nicht ſchuldig, Bürgſchaft zu ſtellen. 602. Findet der Nutznießer keinen Bürgen, ſe werden die Immobilien entweder verpachtet oder einem Dritten in Verwaltung gegeben(ſequeſtrit); den Act, der ihm den Nießbrauch gewährt, hievon nicht befreyt iſt. D. wenn ihn anders der Verirag⸗ der die Nutznießung feſtſetzt, nicht davon losſpr icht. S. in ſo fern er durch die den Nießbrauch anordnende Ur⸗ kunde hiervon nicht befren iſt. M. dafern er nicht durch die Urkunde, mittelſt welch zbrat feſtgeſetzt iſt, davon freygeſ 246 L II. T. III. Usufruit, Usage, Habitation. Les sommes comprises dans l'usufruit sont placées; Les denrées sont vendues, et le prix en provée- nant est pareillement placé; Les intérèts de ces sommes et les prix des fer- mes appartiennent, dans ce cas, à l'usufruitier. 6⁰3. A défaut d'une caution de la part de l'u- sufruitier, le propriétaire peut exiger que les meubles qui dépérissent par Pusage soient vendus, pour le prix en être placé comme celui des den- rées; et alors l'usufruitier jouit de l'intérét pen- dant son usufruit: cependant Pusufruitier pourra demander, et les juges pourront ordonner, suivant les circonstances, qu'une partie des meubles né- cessaires pour son usage lui soit délaissée, sous sa simple caution juratoire, et à la charge de les re- présenter à l'extinction de l'usufruit. 6%. Le retard de donner caution ne prive pas l'usufruitier des fruits auxquels il peut avoir droit; ils lui sont dus du moment ou l'usufruit a. été ouvert. 605. L'usufruitier n'est tenu qu'aux répara- tions d'entretien. Les grosses réparations demeurent à la charge du propriétaire, à moins qu'elles n'aient été occa- sionnées par le défaut de réparations d'entretien, depuis Pouverture de l'usufruit; auquel cas l'usu- fruitier en est aussi tenu. 606. Les grosses réparations sont celles des gros murs et des voũtes, le rétablissement des poutres et des couvertures entières; Celui des digues et des murs de soutenement et de clôture aussi en entier. Toutes les autres réparations sont d'entretien. 60⁰7. Ni le propriétaire, ni l'usufruitier, ne sont tenus de rebâtir ce qui est tombé de vétustée, .——. 1. ou ce qui a été détruit par cas fortuit. (*) Vgl. Art. 1754. 6) Waaren. L. 28 B. 3r T. Von dem Nießbrauche ꝛc. 247 das baare Geld, welches unter dem Nießbrauche be griffen iſt, wird verzinßlich angelegt; die Nahrungsmittel*) werden verkauft und der daraus erloßte Preis wird ebenfalls verzinßlich angelegt; die Zinſen dieſer Gelder und der Ertrag des Pachtes gehören in dieſem Falle dem Nutznießer. 603. Hat der Nutznießer keine Bürgſchaft geſtellt, ſo kann der Eigenthümer verlangen, daß die Mob'lien, welche durch den Gebrauch an ihrem Werthe verlieren, verkauft, und der Kaufſchilling, ſo wie jener der Nah⸗ rungsmittel, verzinßlich angelegt werde; der Nutznießer beziehrz alsdann während ſeines Nießbrauches die Zinſen. da 9. zeſchaffenheit der Umſtände kann jedoch der Nutz⸗ nieße verlan gen und das Gericht verordnen, daß ihm ein Theil der zu ſeinem Gebrauche nöthigen Mobilien, gegen bloße juratoriſche Caution, unter der Bedingung gelaſſ ſen. werde, fie nach geendigtem Nießbrauche wieder zurückz fern. 604. Durch den Verzug in Stellung der Bürg⸗ ſchaft verliert der Nutznießer die Früchte nicht, auf wel⸗ che er ein Recht hat; ſie gebühren ihm von dem Augen⸗ blicke an, da ihm der Nießbrauch zugefallen iſt. 605. Der Nutznießer iſt nur zu den Unterhaltungs⸗ reparaturen verbunden.(*†) Die Hauptreparaturen fallen dem Eigenthümer zur Laſt, wenn ſie nicht durch Unterlaſſung der Unterhaltungs⸗ reparaturen während des Nießbrauches veranlaßt worden ßer ſie auch zu tragen 1 ſſu ſind, in welchem Falle der Nutznie verbunden iſt. 606. Hauptreparaturen ſind die der Hauptmauern d der Gewölbe„ die Einziehung neuer Balken und der Bau ganzer Dächer; 1 die Wiederherſtellung ganzer Dämme, Unter- ſtützungs⸗ und Einſchließungsmauern. 7) Alles übrige ſind Unterhaltungsreparaturen. 607. Weder der Eigenthümer noch der Nutznießer ſind verbunden, das wieder aufzubauen, was vor Alter zuſammengefallen oder durch Zufall zerſtört worden iſt. 7) die Herſtellung der Daͤmme, der Landfeſten und der Ringmauern im Ganzen.§. die Wiederherſtellung gan⸗ zer Daͤmme, Grundmauern und Befriedigungen. E. 245 L. II. T. III. Usufruit, Usage, Habitation. 6⁰08. L'usufruitier est tenu, pendant sa jouis- sance, de toutes les charges annuelles de l'hérita- ge, telles que les contributions et autres qui dans Pusage sont censées charges des fruits. 6⁰9. A l'égard des charges qui peuvent être imposées sur la propriété pendant la durée de l'u- sufruit, l'usufruitier et le propriétaire y contri- buent ainsi qu'il suit: Le propriétaire est obligé de les payer, et l'u- sufruitier doit lui tenir compte des intérèts. Si elles sont avancées par l'usufruitier, il a la répétition du capital à la fin de l'usufruit. 610. Le legs fait par un testateur, d'une ren- te viagère ou pension alimentaire, doit èêtre ac- quitté par le légataire universel de l'usufruit dans son intégrité, et par le légataire à titre universel de l'usufruit dans la proportion de sa jouissance, sans aucune répétition de leur part. 611. Lusufruitier à titre particulier n'est pas tenu des dettes auxquelles le fonds est hypothé- qué: s'il est forcé de les payer, il a son recours contre le propriétaire, sauf ce qui est dit à l'ar- ticle 1020, au titre des Donations entre-vifs et des Testaments. ..„ 612. L'usufruitier, ou universel, ou à titre universel, doit contribuer avec le propriétaire au paiement des dettes, ainsi qu'il suit: On estime la valeur du fonds sujet à usufruit; on fixe ensuite la contribution aux dettes à raison de cette valeur. Si'usufruitier veut avancer la somme pour laquelle le fonds doit contribuer, le capital lui en est restitué à la fin de l'usufruit, sans aucun intérét. Si l'usufruitier ne veut pas faire cette avance, le propriétaire a le choiXx, ou de payer cette som- 2s B. 3r T. Von dem Nießbrauche ꝛc. 249 608. Der Nutznießer hat während ſeines Nießbrau ches alle jährliche Laſten es Grundſtücks zu tragen, als Steuern und andere Ab— die nach Landesgebrauch als auf den Früchten haftend betrachtet werden. 609. Was diejenigen Abgaben betrifft, die wäh⸗ rend des Nießbrauches dem Eigenthum ſelbſt etwa aufer⸗ legt werden, ſo tragen der Nutznießer und der Eigen⸗ thümer auf folgende Art dazu bey: der Eigenthümer iſt ſchuldig, ſie zu bezahlen, und er Nutznießer muß ihm die Zinſen davon vergüten. Hat ſie der Nutznießer vorgeſchoſſen, ſo kann er nach eendigtem Nießbrauche das Capital zurückfordern. 610. Hat jemand in ſeinem Teſtamente einer Per⸗ ſon eine Lerbed oder jährliche Alimentengelder ver⸗ macht, ſo muß der Univerſallegatar des Nießbrauches(*) dieſes Vermächtniß ganz zahlen, derjenige aber, dem der Nießbrauch unter einem Univerſaltitel vermacht worden iſt(**), nach Verhältniß ſeines Nießbrauches dazu beyti ragen, ohne daß weder der eine noch der andere deß⸗ halb etwas zurückfordern könnte. 611. Wer den Nießbrauch unter einem Particu⸗ lartitel erhalten hat, iſt nicht verbunden, die auf dem Grundſtücke haftenden Hypotl ekarſchulden zu zahlen; wird er zu deren Zahlung genöthiget, ſo hat er ſeinen Regreß gegen den Eigenthümer, unbeſchadet deſſen, was in dem Titel von Schenkungen unter Lebenden und von Teſtamenten im Art. 102o0 beſtimmt iſt. 612. Der Univerſalnutznießer ſowohl, als ge, welcher unter einem Univerſaltitel d erhalten hat, muß, nebſt dem Eigenthümer, zur; der Schulden auf felgende Art heytragen: man ſchätzt den Werth des dem Nießbrauche unter⸗ worfenen Grund düchas, und beſtimmt hierauf den Beytrag zu den Schulden nach Verhältniß dieſes Werthes. Will der Nutznießer die Summe vorſchießen, wel⸗ che das Grundſtuͤck beytragen muß, ſo wird ihm nach ge endigtem Nießbrauche das Capital, jedoch ohne alle Zin⸗ ſen, zurückgezahlt. Will der Nutznießer dieſen Vorſchuß nicht machen, ſo hat der Eigenthüͤmer die Wahl, entweder dieſe Sum⸗ d en Zahlu (*) S. Art. 1003.(**) S. Art. 1010. 250 L. II. T. III. Usufruit, Usage, Habiration. me, et dans ce cas l'usufruitier lui tient compte des intéréts pendant la durée de l'usufruit, ou de faire vendre jusqu'à due concurrence une portion des biens soumis à l'usufruit. 613. L'usufruitier n'est tenu que des frais des procès qui concernent la jouissance, et des autres condamnations auxquelles ces procès pour- raient donner lieu. 614. Si, pendant la durée de l'usufruit, un tiers commet quelque usurpation sur le fonds, ou attente autrement aux droits du propriétaire, l'u- sufruitier est tenu de le dénoncer à celui-ci; faute de ce, il est responsable de tout le dommage qui peut en résulter pour le propriétaixe, comme il le serait de dégradations commises par lui-mèême. 615. Si l'usufruit n'est établi que sur un ani- mal qui vient à périr sans la faute de lusufruitier, celui-ci n'est pas tenu d'en rendre un autre, ni d'en payer l'estimation. 616. Si le troupeau sur lequel un usufruit a été établi, périt entièrement par accident ou par mala- die, et sans la faute de l'usufruitier, celui-ci n'est tenu envers le propriétaire que de lui ren- dre compte des cuirs ou de leur valeur. Si le troupeau ne périt pas entièrement, l'u- sufruitier est tenu de remplacer, jusqu'a concur- rence du croit, les têtes des animaux qui ont peri. SEOTION III. Comment"'ufruit prend ſin. 617. L'usufruit s'éteint, Par la mort naturelle et par la mort civile de usufruitier; Par l'expiration du temps pour lequel il* éte aecorde; — 28 B. 3r T. Von dem Nießbrauche ꝛc. 251 me ſelbſt zu zahlen, in welchem Falle ihm der Nutznießer während der Dauer des Mießbrauchs die Zinſen vergü⸗ ten muß, oder von den dem Nießbrauche unterworfenen Gütern ſo viel Wteuene n zu laſſen, als der zu leiſtende Beytrag erfordert. 613. Der Nutznießer hat nur die Koſten derjeni gen Proceſſe, welche den Nießbrauch betreffen, und die durch ſolche Proceſſe etwa veranlaßten Verurtheilungen zu tragen. 614. Erlaubt ſich ein Dritter während der Dauer des Nießbrauches widerrechtliche Anmaßungen auf das Grundſtück oder ſonſtige Eingriffe in die Rechte des Ei genthümers, ſo iſt der Nutznießer verbunden, dieſem hie⸗ von die Anzeige zu machen; unterläßt er dieſes, ſo iſt e für allen Schaden, der dem Eigenthümer etwa hiera us entſtehet, eben ſo verantwortlich, als hätte er die Be⸗ ſchädigung ſelbſt verurſacht⸗ 615. Iſt der Nießbrauch nur auf ein einziges S Stück Vieh beſtellt worden, und fällt dieſes ohne Verſchulden es Nutznießers, ſo iſt derſelbe weder verbunden, ein deres dafür zu geben, noch deſſen Werth zu zahlen. 6¹6. Geht di Heerde, auf welche der Nießbrauch beſtellt worden iſt, durch Zufall oder Krankheit und ohne Verſchulden des Nutz nieß ers ganz zu Grunde, ſo iſt die— ſer dem Eigenthum ner zu weiter nichts verbunden, als ihm d 2 Häute oder deren Werth z u erſlatten. Geht d ie Heerde nicht ganz 5 Grunde, ſo iſt der Nutznießer verbunden, die gefallenen S tücke ſo weit zu erſetzen, als das junge Vieh dazu hinreicht. e „ di Dritter Abſchnitt. Wie der Nießbrauch ſich endiget. 617. Der Nießbrauch erliſcht: durch den natürlichen und durch den bürgerlichen Tod des Nutznießers; durch Ablau den iſt; f der Zeit, auf welche er beſtellt wor⸗ 252 L. II. T. III. Usufruit, Usage, Habitation. Par la consolidation eu la réunion sur la mè- me tète, des deux qualités d'usufruitier et de pro- Prietaire; Par le non-usage du droit pendant trente ans; Par la perte totale de la chose sur laquelle l'u- sufruit est établi. 618. L'usufruit peut aussi cesser par l'abus que l'usufruitier fait de sa jouissance, soit en commet- tant des dégradations sur le fonds, soit en le lais- sant dépérir faute d'entretien. Les crénnciers de l'usufruitier peuvent inter- venir dans les contestations, pour la conservation de leurs droits; ils peuvent offrir la réparation des dégradations commises, et des garanties Pour l'a- Venir. Les juges peuvent, suivant la gravité des cir- constances, ou prononcer l'extinction absolue de Pusufruit, ou n'ordonner la rentrée du proprié- taire dans la jouissance de l'objet qui en est gre- vé, que sous la charge de payer annuellement à Pusufruitier, ou à ses ayant-cause, une somme déterminée, jusqu'à l'instant odù Pusufruit aurait düù cesser. 6¹9. L'usufruit qui n'est pas accordé à des particuliers, ne dure que trentée ans. 620. Lusufruit accordé jusqu'à ce qu'un tiers ait atteint un àge fixe, dure jusqu'à cette époque, encore que le tiers soit mort avant T'àge fixé. 621. La vente de la chose sujette à usufruit ne fait aucun changement dans le droit de l'usu- fruitier; il continue de jouir de son usufruit slil n'y a pas formellement renoncé. 622. ELes créanciers de l'usufruitier peuvent faire annuller la renonciation qu'il aurait faite a Jeur préjudice, 1s B. 3r T. Von dem Nießbrauche ꝛc. 255 durch Conſolidation oder Vere ſchaften eines Nutznießers und n einer Perſon; durch dreyßigjährigen Nichtgebrauch des Rechtes; durch gänzlichen Untergang der Sache, worauf der Nießbrauch beſtellt iſt. 618. Der Nießbrauch kann auch durch den Miß⸗ brauch erlöſchen, den der Nutznießer von ſeinem Nu⸗ tungsrechte macht, er mag nun durch eigene Hand⸗ lungen die Subſtanz verringern, oder ſie aus Mangel der erforderlichen Unterhaltung zu Grunde gehen laſſen. In den hierüber entſtandenen Streitigkeiten können die Glaͤubiger des Nutznießers, zu Erhaltung ihrer R te, als Intervenienten auftreten; ſie können ſich zur Wiederherſtellung der ſchon entſtandenen Verringerungen und zur Gewährleiſtung für die Zukunft erbieten. ichter können, nach Erheblichkeit der Umſtän⸗ de, entweder auf die gänzliche Erlöſchung des Nießbrau ches erkennen, oder nur die Anordnung treffen, daß der Eigenthümer in den Genuß der dem Nießbrauche unter worfenen Sache unter der Bedingung wieder eintrete, dem Nutznießer oder denjenigen, die in ſeine Rechte g. treten ſind 8), jährlich und bis zu dem Augenblicke, wo der Nießbrauch ohnedieß c aufgehört haben würde, eine beſtimmte Summe zu zahlen. 619. Der Nießbrauch, der nicht einzelnen Perſo nen verliehen iſt, dauert nur dreyßig Jahre. 620. Der Nießbrauch, dde jemande en bis zu de Zeit verliehen worden iſt, wo ein Dritter ein beſtimmte Alter erreicht haben wird, dauert bis zu dieſem Zeit⸗ puncte, wenn auch der Dritte ſtirbt, ehe er dieſes Alter erreicht hat. 621. Der?: Verkauf der dem Nießbrauche unterwor⸗ fenen Sache bringt keine Anderung in dem Rechte des Nutznießers hervor; er be hält ſeinen Nießbrauch, wenn er nicht förmlich darauf Verzicht geleiſtet hat. 622. Die Gläubiger des Nutznießers können die etwa zu ihrem Nachtheile von ihm geſchehene Verzicht⸗ leiſtung für nichtig erklären laſſen. nigung der beyden Ei⸗ eines Eigenthümers He ie 9 Die R 8) ſeinen Stellvertretern. L. den Beſitzern ſeiner Rech⸗ te. 8. ſeinen Ceſſionarien. D. —— — —— 25%4 L. II. T. III. Usufruit, Usage, Habitation. 623. Si une partie seulement de la chose sou- mise à l'usufruit est détruite, l'usufruit se conser- ve sur ce qui reste. 624. Si Pusufruit n'est établi que sur un ba- timent, et que ce batiment soit détruit par un in- cendie ou autre accident, ou qu'il s'écroule de vé- tusté, lusufruitier n'aura le droit de jouir ni du sol ni des matériaux. Si l'usufruit était Stabli sur un domaine dont le bätiment faisait partie, l'usufruitier jouirait du sol et des matériaux. CHAPITRE II. De l'Usage et de l'Habitation. 625. Les droits d'usage et d'habitation s'éta- blissent et se perdent de la mêème manière que l'u- sufruit. 626. On ne peut en jouir, comme dans le cas de l'usufruit, sans donner préalablement cau- tion, et sans faire des états et inventaires. 627. L'usager, et celui qui a un droit d'ha- bitation, doivent jouir en bons pères de famille. 628. Les droits d'usage et d'habitation se rè- glent par le titre qui les a établis, et regoivent, d'après ses dispositions, plus ou moins d'étendue. 629. Si le titre ne s'explique pas sur l'éten- due de ces droits, ils sont réglés ainsi qu'il suit: 9) den Inſtand der Sachen aufzunehmen, und Verzeich⸗ niſſe daruͤber zu errichten. D. u. M. Verzeichniſſe und Inventarien nebſt Beſchreibung zu machen. S. 10) werden von dem Titel regulirt, der ſie geſtiftet hat. 2 2 RNon dorn,. 28 B. 5r T. Von dem Nießbrauche ꝛc. 295 625. Iſt nur ein Theil der dem Nießbrauche un⸗ terworfenen Sache zu Grunde gegangen, ſo dauert der Nießbrauch an dem UÜberreſte fort. 624. Iſt der Nießbrauch nur auf ein Gebäude he⸗ ſtellt worden, und wird dieſes Gebäude durch eine Feu⸗ ersbrunſt oder durch einen andern Zufall zerſtört, oder fällt es vor Alter zuſammen, ſo hat der Nutznießer weder ein Recht auf den Nießbrauch des Grund und Bodens, noch der Materialien. War der Nießbrauch auf ein Gut beſtellt, wovon das Gebäude einen Theil ausmachte, ſo hat der Nutz⸗ nießer den Nießbrauch von dem Grund und Boden und von den Materialien. Zweytes Capitel. Von dem Gebrauche und der Wohnung. 625. Das Recht des Gebrauches und der Woh⸗ nung wird auf eben die Art erworben und verloren, wie der Nießbrauch. 626. Man kann eben ſo wenig wie bey dem Nießbrauche in den wirklichen Genuß eintreten, ohne zuvor Bürgſchaft geſtellt und Inventarien und Verzeich⸗ niſſe errichtet zu haben.) 627. Wer das Recht des Gebrauches(der Uſua oder der Wohnung hat, muß die Sache wie ein guter Hausvater benutzen. 628. Die Rechte des Gebrauches und der Woh⸗ nung werden nach der ludande beſtimmt, durch welche ſie beſtellt worden ſind 10), und erhalten nach deren Be⸗ ſtimmung bald eine größere, bald eine geringere Aus⸗ dehnung. 629. Enthält die Urkunde keine Beſtimmung über den Umfang dieſer Rechte, ſo ſind ſie nach folgenden Grundſätzen zu beſtimmen: L. erhalten ihre Beſtimmung aus dem Rechtstite wodurch ſie dem Berechtigten eingeruͤumt wurden. 3 aus dem Rechtstite I, der ſie begruͤndet hat. M. wer⸗ den nach der rechtlichen Erklaͤrung beſtimmt, durch wel⸗ che ſie eingeraͤumt worden ſind. E. 256 L. II. T. III. Usufruit, Usage, Habitation. 630. Celui qui a l'usage des fruits d'un fonds, ne peut en exiger qu'autant qu'il lui en faut pour ses besoins et ceux de sa famille. Il peut en exiger pour les besoins mème des enfants qui lui sont survenus depuis la concession de l'usage. 651. L'usager ne peut céder ni louer son droit à un autre. 632. Celui qui a un droit d'habitation dans une maison, peut y demeurer avec sa famille, quand meme il n'aurait pas été marié à l'époque ou ce droit lui a été donné. 633. Le droit d'habitation se restreint à ce qui est nécessaire pour l'habitation de celui à qui ce droit est concédé, et de sa famille. 654. Le droit d'habitation ne peut être ni cé- dẽé ni loué. 635. Si l'usager absorbe tous les fruits du fonds, ou s'il occupe la totalité de la maison, il est assujetti aux frais de culture, aux répararions d'entretien, et au paiement des contributions, comme l'usufruitier. S'il ne prend qu'une partie des fruits, ou s'il woccupe qu'une partie de la maison, il contribue au prorata de ce dont il jouit. 636. L'usage des bois et forèts est réglé par des lois particulières. 28 B. 3r T. Von dem Nießbrauche ꝛc. 257 630. Wem der Gebrauch der Früchte eines Grund⸗ ſtückes zuſteht, der kann davon nicht mehr fordern, als er für ſeine eigenen Bedürfniſſe und für die ſeiner Fami⸗ lie nöthig hat. Er kann deren auch für die Bedürfniſſe der Kinder fordern, die ihm erſt nach Einräumung des Gebrauches geboren worden ſind. 631. Der Uſuar kann ſein Recht einem Andern we⸗ der abtreten ¹¹) noch verpachten. 652. Wer das Recht der Wohnung in einem Hau⸗ ſe hat, der kann mit ſeiner Familie darin wohnen, wenn er auch zu der Zeit, da ihm dieſes Recht eingeräumt wur⸗ de, nicht verheirathet geweſen iſt. 6553. Das Recht der Wohnung beſchränkt ſich auf das, was derſenige, dem dieſes Recht eingeräumt wurde, nebſt ſeiner Familie zur Wohnung bedarf. 63 4. Das Recht der Wohnung kann weder abge⸗ treten 1²) noch verpachtet werden. 635. Gebraucht der Uſuar alle Früchte des Grund⸗ ſtückes, oder nimmt er das ganze Haus ein, ſo hat er, gleich dem Nutznießer, die Culturkoſten, die Unterhal⸗ tungsreparaturen und die Steuern zu tragen. Bezieht er nur einen Theil der Früchte, oder nimmt er nur einen Theil des Hauſes ein, ſo hat er nach Ver⸗ hältniß deſſen, was er benutzt, beyzutragen. 6036. Das Gebrauchsrecht der Gehölze und Wal⸗ dungen iſt durch beſondere Geſetze beſtimmt. 11) übertragen. D. u. M. 12) übertragen. D. u M. Cod. N. 1 B. 17 258 L. II. T. IV. Servitudes ou Services fonciers. 8 TITRE QUATRIEM. Des Servitudes ou Services fonciers. (Déerété le 31 janvier 1804. Promulgué le 10 février.) 637. Une servitude est une charge imposée sur un héritage pour l'usage et Putilité d'un héri- tage appartenant à un autre propriétaire. 658. La servitude n'établit aucune préémi- nence d'un héritage sur l'autre. 539. Elle dérive ou de la situation naturelle des lieux, ou des obligations imposées par la loi, ou des conventions entre les propriétaires. CHAPITRE PREMIER. Des Servitudes qui dérivent de la si- tuation des lieux. 640. Les fonds inférieurs sont assujettis en- vers ceux qui sont plus Glevés, à recevoir les eaux qui en découlent naturellement sans que la main de l'homme y ait contribué. Le propriétaire inférieur ne peut point éle- ver de digue qui empèche cet écoulement. Le propriétaire supérieur ne peut rien faire qui aggrave la servitude du fonds inféxieur. 6 ½ 1. Celui qui à une source dans son fonds, peut en user à sa volonté, sauf le droit que le pro- priétaire du fonds inférieur pourrait avoir acquis par titre ou par prescription. 6 ½424. La prescription, dans ce cas, ne peut s'acquérir que par une jouissance non interrompue pendant l'espace de trente années, à compter du 28 B. 4r T. Von Servituten ꝛc. 259 Vierter Titel. Von Servituten oder Grundgerechtig⸗ keiten. (Decretirt den 31. Jan. 1804. Promulgirt den 10. Febr.) 637. Eine Servitut iſt eine Laſt, die einem Gute zum Gebrauche und Nutzen eines einem andern Eigen⸗ thümer zugehörigen Gutes auferlegt iſt. 638. Die Servitut begründet keinen Vorzug des einen Gutes vor dem anderen. 639. Sie hat ihren Grund Aweder⸗ in der natür⸗ lichen Lage der Orte, oder in geſetzlich au ferlegten Ver⸗ bindlichkeiten, oder in Verträgen zwiſchen den Eigen⸗ thumern. 7 Erſtes Capitel. Von den Servituten, welche in der Lage der Orte ihren Grund haben. 640. Tiefer liegende Grundſtücke müſſen das Waſ⸗ ſer aufnehmen, das ſeinem natürlichen Laufe nach und ohne daß Menſchenhände dazu etwas beygetragen haben, von den höher gelegenen Grundſtücken abfließt. Der Eigenthümer des tiefer liegenden Grundſtücks darf keinen Damm aufwerfen, der dieſen Abfluß hindert. Der Eigenthümer des höher liegenden Grundſtücks darf nichts unternehmen, was die Servitut des tiefer lie⸗ genden Grundſtückes läſtiger macht. 6 4 1. Wer eine Quelle auf ſeinem Grund und Bo⸗ den hat, kann ſich ihrer nach Willkühr bedienen, jedoch unbeſchadet des Rechts, das der Eigenthümer eines tie⸗ ſer liegenden Grundſtückes durch Urkunden ¹) oder Ver⸗ jährung etwa erworben hat. 642. Der Erwerb durch Verjährung kann in dieſem Falle nur durch einen dreyßigjährigen ununterbro⸗ chenen Genuß bewirkt werden, und zwar von dem Au⸗ 1) durch Titel. L. u. D. durch einen Rechtstitel. M. durch rechtliche Willenserklaͤrung. P. 260 L. II. 1. IV. Servitudes ou Sexvices fonciers. moment ou le propriéraire du fonds inférieur a fait et terminé des ouvrages apparents destinés à faci- liter la chute et le cours de l'eau dans sa propriété. 645. Le propriétaire de la source ne peut en changer le cours, lorsqu'il fournit aux habitants d'une commune, village ou hameau, l'eau qui leur est nécessaire: mais si les habitants n'en ont pas ac- quis ou prescrit Pusage, le propriétaire peut ré- clamer une indemmité, laqueſle est réglée par ex- Perts. 644. Celui dont la propriété borde une eau courante, autre que celle qui est déclarée dépen- dance du domaine public par l'article 538 au titre de la Digstinction des biens, peut s'en servir à son passage pour l'irrigation de ses propriétés. Celui dont cette eau traverse l'héritage, peut meème en user dans l'intervalle qu'ellée y parcourt, .. 3 1 mais à la charge de la rendre, à la sortie de ses fonds, à son cours ordinaire. 645. S'il s'élève une contestation entre les propriétaires auxquels ces eaux peuvent èrre uti- les, les tribunaux, en prononçant, doivent con- cilier l'intérèt de l'agriculture avec le respect du aà la propriété; et, dans tous les cas, les régle- menis particuliers et locaux sur le cours et l'usage des eaux doivent être observés. 646. Tout propriétaire peut obliger son voi- sin au bornage de leurs propriétés contiguës. Le bornage se fait à frais communs. 64. Tout propriétaire peut clore son hérita- 3.„ Pron I1 E péh ge, sauf Pexception portée en P'article 682. 648. Le propriétaire qui veut se clore, perd sop droit au parcours et vaine pature, en Propor- tion du terrain qu'il y soustrait. 2) an der gemeinen Huͤtung auf ungebauten Feldern. D. u. M. auf Weidſtrich und öͤden Weidgang. L. auf 28 B. Ar T. Von Servituten ꝛc. 261 genblicke an gerechnet, wo der Eigenthümer des tiefer liegenden Grundſtückes ſichtbare Anlagen gemacht und vollendet hat, um den Fall und Lauf des Waſſers auf ſein Sigenthum zu erleichtern. 645. Der Eic genthümer der Quelle darf ihren Lauf nicht verändern, wenn ſie den Einwohnern einer Ge⸗ meinde, eines Dorfes oder Weilers das ihnen nöthige Waſſer verſchafft; haben ea die Einwohner den Ge⸗ brauch davon nicht erworben oder durch Verjährung er⸗ langt, ſo kann der Eigenthümer eine durch Sachverſtän⸗ dige zu beſtimmende Entſchädigung fordern. 644. Derjenige, deſſen Eigenthum an ein fließen⸗ des Waſſer ſtoßt, kann ſich deſſelben da, wo es vorbey⸗ fließt, zur Bewäſſerung ſeines Eigenthums bed ienen, je- doch mit Ausnahme derjenigen Gewäſſer, die im Art. 538. in dem Titel von der Eintheilung der Sa⸗ chen für Theile des Staatsvermögens erklärt ſind. Derjenige, durch deſſen Grundſtück dieſes Waſſer fließt, kann ſich deſſelben ſogar innerhalb der Strecke, die es daſelbſt durchläuft, bedienen, jedoch muß er ihm da, wo es ſeinen Grund und Boden verläßt, ſeinen gewöhn⸗ lichen Lauf wieder geben. 645. Entſteht ein Streit zwiſchen den Eigenthü— mern, welchen dieſe Gewäſſer nützlich ſeyn können, ſo ſollen die Gerichte in ihrer Entſcheidung ſowohl auf das des Ackerbaues als auf die dem Eigenthum gebüh— A re le die beſe ondern und Localverordnungen über den Lauf nd die Benutzung der Gewäſſer zu beobachten. 646. Jeder Eigenthümer kann ſeinen Gränznach⸗ bar zur Abſteinung ihrer an einander ſtoßenden Grund⸗ ſtücke zwingen. Die Abſteinung ge ſchieht auf gemein⸗ ſchaftliche Koſten. 647. Jeder Eigenthümer iſt berschtigt ein Arnd ſtück einzuſchließen, mit Vor rbehalt der im 68 t. feſt⸗ geſetzten Ausnahme. 6488. Der Eigenthümer, der ſein Grundſtück ein— ſchließen will, verliert ſein Recht auf die Stoppelwei⸗ de*), nach Verhältniß des derſelben entzogenen Bodens. lcht kung Rückſicht nehmen; auch ſind in jedem Fal— nd Weidſtrich und Stoppelweide. 8 auf Koppeltrift un Brachhutung(Stoppelhutung) — Servitudes ou Services fonciers. 4 CHAPITRE II. Des Servitudes établies par la loi. 649. Les servitudes établies par la loi ont pour objet Putilité publique ou communale, ou l'utilité des particuliers. 650. Celles établies pour JPutilité publique ou communale ont pour objer le marchepied le long des rivières navigables ou flottables, la construc- tion ou réparation des chemins et autres ouvrages publics ou communaux. Tout ce qui concerne cette espéce de servitu- de, est déterminé par des lois ou des réglements particuliers. 651. La loi assujettit les propriétaires à diffé- rentes obligations l'un à l'égard de l'autre, indé- pendamment de toute convention. 652. Partie de ces obligations est réglée par les lois sur la police rurale; Les autres sont relatives au mur et au fossé mitoyens, au cas oð il y a lieu à contre-mur, aux vues sur la propriété du voisin, à l'égout des toits, au droit de passage. SECTION PREMIERE. Du Mur eb du Fossé miboyens. 65 Dans les villes et les campagnes, tout mur servant de séparation entre bâtiments jusqu'a l'héberge, ou entre cours et jarxdins, et méème en- tre enclos dans les champs, est présumé mitoyen, s'il n'y a titre ou marque du contraire.— ⸗ 654. Il y a marque de non-mitoyenneté lors- que la sommité du mur est droite et à plomb de 2s B. Ar T. Von Servituten ꝛc. 263 Zweytes Capitel. Von den durch das Geſetz angeordneten Servituten. 649. Die durch das Geſetz angeordneten Servitu⸗ ten haben entweder das gemeine Beſte, oder das Wohl einer Gemeinde, oder den Vortheil der Privatperſonen zum Zwecke. 650. Diejenigen, welche des gemeinen Beſtens oder des Vortheils einer Gemeinde wegen angeordnet ſind, haben zum Gegenſtande den Leinpfad ³) längs den ſchiff⸗ baren oder flößbaren Strömen, den Bau oder die Aus⸗ beſſerung der Straßen und anderer öffentlichen oder Ge⸗ meindeanlagen. Alles, was ſich auf dieſe Gattung von Servituten bezieht, iſt durch beſondere Geſetze oder Verordnungen beſtimmt. 651. Das Geſetz legt den Eigenthümern verſchie⸗ dene Verbindlichkeiten gegen einander auf, ohne daß deshalb eine Ubereinkunft Statt gefunden hat. 652. Ein Theil dieſer Verbindlichkeiten wird durch die Feldpolizeygeſetze beſtimmt; die übrigen beziehe n ſich auf gemeinſchaftliche Mau⸗ ern und Gräben, auf die Fälle, wo eine Gegenmauer aufgeführt werden muß*¹), auf die Ausſicht auf das be⸗ nachbarte Grundſtück, auf die Dachtraufe und auf die Wegegerechtigkeit. Erſter Abſchnitt. Von gemeinſchaftlichen Mauern und Gräben. 653. Sowohl in Städten als auf dem Lande wird jede Scheidemauer zwiſchen Gebäuden, bis zu der Höhe des niedrigſten(wenn ſie von ungleicher Höhe ſind) 5), jede Scheidemauer zwiſchen Höfen und Gärten, und ſelbſt zwiſchen eingeſchloſſenen Feldſtücken, als gemeinſchaftlich vermuthet, wenn nicht aus einer Urkunde oder einem Zei⸗ chen das Gegentheil erhellet. 654. Ein Zeichen, daß eine Mauer nicht gemein⸗ ſchaftlich ſey, iſt dann vorhanden, wenn die Mauer auf 3) Thalweg(Leinpfad.) E. 4) wo eine Gegenmauer aufgeführt werden darf. L. wo Gegenmauern Statt finden. E. 5) ſo weit ſie an einander ſtoßen. E. 26 ¾ L. II. T. IV. Servitudes ou Services fonciers son parement d'un côté, et présente de'autre un plan incliné; Lors encore qu'il n'y a que d'un côté ou un chaperon ou des filets et corbeaux de pierre qui y auraient été mis en bâtissant le mur. Dans ces cas, le mur est censé appartenir ex- clusivement au propriétaire du côté duquel sont l'égout ou les corbeaux et filets de pierre. 655. La réparation et la reconstruction du mur mitoyen sont à la charge de tous ceux qui y ont droit, et proportionnellement au droit de chacun. 656. Cependant tout copropriétaire d'un mur mitoyen peut se dispenser de contribuer aux répa- rations et reconstructions en abandonnant le droit de mitoyenneté, pourvu que le mur mitoyen ne soutienne pas un bâtiment qui lui appartienne. 657. Tout copropriétaire peut faire batir con- tre un mur mitoyen, et y faire placer des poutres ou solives dans toute l'épaisseur du mur, à cin- quante-quatre millimètres(deux pouces) près, sans préjudice du droit qu'a le voisin de faire ré- duire à l'ébauchoir la poutre jusqu'à la moitié du mur, dans le cas ou il voudrait lui-méme asseoir des poutres dans le méme lieu, ou y adosser une cheminée. 658. Tout copropriétaire peut faire exhausser le mur mitoyen; mais il doit payer seul la dépen- se de l'exhaussement, les réparations d'entretien au-dessus de la hauteur de la clôture commune, et en outre l'indemnité de la charge en raison de Pexhaussement et suivant la valeur. 659. Si le mur mitoyen n'est pas en état de supporter l'exhaussement, celui qui veut T'ex- hausser doit le faixe reconstruire en entier à ses frais, et excédant d'épaisseur doit se prendre de son côté. 2s B. 4r T. Von Servituten ꝛc. 265 der einen Seite gerade und ſenkrecht von ihrer Spitze herabläuft, auf der andern aber eine abhängige Fläche bildet. Auch dann, wenn nur auf einer Seite eine Mauer⸗ kappe oder Steinleiſten und hervorragende Kragſteine vor⸗ handen ſind, die bey Erbauung der Mauer dort ange⸗ bracht wurden. In dieſen Fällen wird angenommen, daß die Mauer ausſchließlich demjenigen Eigenthümer gehöre, auf deſſen Seite ſich die Traufe, die Kragſteine oder die Steinleiſten befinden. 655. Die Reparatur und Wiederaufbauung einer gemeinſchaftlichen Mauer fällt allen denen zur Laſt, wel⸗ che ein Recht an dieſelbe haben, und zwar nach Ver⸗ hältniß des einem jeden von ihnen zuſtehenden Rechts. 656. Indeſſen kann jeder Miteigenthümer einer gemeinſchaftlichen Mauer ſich von dem Beytrage zur Re⸗ paratur und Wiederaufbauung derſelben dadurch befreyen, daß er ſein Recht an der Gemeinſchaft aufgibt, wenn nur die gemeinſchaftliche Mauer nicht ein ihm zugehöriges Gebäude unterſtützt. 657. Jeder Miteigenthümer kann an eine gemein⸗ ſchaftliche Mauer anzubauen, und in die ganze Dicke der⸗ ſelben bis auf vier und fünfzig Millimeter(zwey Zoll) Balken und Durchzüge einlegen laſſen; jedoch hat der Nachbar das Recht, die Balken bis in die Hälfte der Mauer mit dem Meiſſel abkürzen zu laſſen, wenn er an eben dieſer Stelle(auf ſeiner Seite) gleichfalls Balken einlegen, oder ein Kamin anbauen will. 658. Jeder Miteigenthümer kann die gemein⸗ ſchaftliche Mauer erhöhen laſſen, jedoch muß er die Ko⸗ ſten der Erhöhung und die Unterhaltungskoſten des über die gemeinſchaftliche Höhe gebauten Theils der Mauer allein tragen, und überdieß wegen der größern Belaſtung eine Entſchädigung, nach Verhältniß der Erhöhung und nach Maßgabe des Werthes, zahlen. 659. Iſt die gemeinſchaftliche Mauer nicht ſtark genug, um die Erhöhung zu tragen, ſo muß derjenige, der ſie erhöhen will, ſie auf ſeine Koſten von Grund aus neu aufbauen laſſen, und die Dicke muß bloß nach ſeiner Seite zu vermehrt werden. 266 L. II. T. IV. Servitudes ou Services fonciers. 660. Le voisin qui n'a pas contribué à Pex- haussement, peut en acquérir la mitoyenneté en payant la moitié de la dépense qu'il a coũté, et la valeur de la moitié du sol fourni pour l'excédant d'épaisseur, s'il y en a. 661. Tont propriétaire joignant un mur, a de même la faculté de le rendre mitoyen en tout ou en partie, en vemboursant au maitre du mur la moitié de sa valeur, ou la moitié de la valeur de la portion qu'il veut rendre mitoyenne, et moi- tié de la valeur du sol sur lequel le mur est bati. 662. L'un des voisins ne peut pratiquer dans le corps d'un mur mitoyen aucun enfoncement, ni y appliquer ou appuyer aucun Ouvrage Sans le consenptement de l'autre, ou sans avoir, à son re- fus, fait rxégler par experts les moyens nécessai- res pour que le nouv el ouvrage ne soit pas nuisible aux droits de l'autre. 663. Chacun peut contraindre son voisin, dans les villes et faubourgs, à contribuer aux cons- tructions et réparations de la cléôture faisant sé- paration de leurs maisons, cours et jardins assis esdites villes et faubourgs: la hauteur de la clôture sera fixée suivant les réglements particuliers ou les usages constants et reconnus; er, à défaut d'usa- ges et de réglements, tout mur de séparation en- tre voisins, qui sera construit ou rétabli à l'ave- nir, doit avoir au moins trente-deux décimètres (dix pieds) de hauteur, compris le chaperon, dans les villes de cinquante mille ames et au- des- sus, et vingt-six décimetres(huit pieds) dans les autres. 664. Lorsque les différents étages d'une mai- son appartiennent à dixers propriétaires, si les ti- tres de propriété ne règlent pas le mode de répa- rations et reconstructions, elles doivent etre faltes ainsi qu'il suit: I.es gros murs et le toit sont à la charge de ious les propriétaires, chacun en proportion de la ur de l'étage qui lui appartient. VvaleUI 28 B. 5r T. Von Servituten ꝛc. 267 660. Der Nachbar, der zur Erhöhung nichis b getragen hat, kann die Gemeinſchaft daran er 5 wenn er die Hälfte der darauf verwendeten Koſte n und den Werth der Hälfte des zu Vermehrung der Dicke et⸗ wa hergegebenen Grund und Bodens bezahlt. 661. Jeder Eigenchumer, deſſen Grundſtück an eine Mauer ßt, hat gleichfalls das Recht, dieſelbe ganz oder zum Theile gemeinſchaftlich zu machen, wenn er dem Eigenthümer der Mauer die Hälfte ihres Wer⸗ thes, oder des Werthes desjenigen Theils, den er ge⸗ meinſchaftlich machen will, und die Hälfte des V 9 Bodens, worauf die Mauer gebaut iſt, bezahlt. 662. Ein Nachbar kann weder in eine be weinſe chaft⸗ liche Mauer einbrechen, noch irgend ein Werk daran an⸗ lehnen oder da wuf ſtützen, ohne die Einnvillegung des andern erhalken n haben, oder, wenn dieſer ſie verwei⸗ gern ſollte, durch„Gas chverſtändige beſtimmen zu laſſen, wie das neue Werk auf eine den Rechten des andern un⸗ ſchädliche Art errichtet werden könne. 3. In Städten und Vorſtädten kann jeder ſeinen zwingen, zur Eebauung und Reparatur der vand beyzutragen„ welche ihre in d dieſen Städten rſtädten gelegenen Häuſer, Höfe und Gärten von 1 he der Scheidewand wird nach den beſondern Verordnungen oder beſtändigen und aner⸗ kannten Gebräuchen beſ iment in Ermangelung ſolcher Gebräuche und Verordnungen, ſoll jede Scheidemauer zwiſchen Nachbarn, die in Zukunft erbaut oder wieder hergeſtellt wird, in den Städten, welche fünfzig tauſend oder mehr Einwohner haben, wenigſtens zwey und drey⸗ ßig Decimeter(zehn Fuß) mit Inbegriff der Mauerkap⸗ pe, und in den übrigen Städten ſechs und zwanzig De⸗ cimeter(acht Fuß) hoch ſeyn. 66 ½¾. Wenn die verſchiedenen Stockwerke eines Hauſes verſchiedenen Eigenthümern gehören, und die Urkunden über das Eigenthum die Art nicht beſtimmen, wie es mit den Reparaturen und der Wiederaufbauung gehalten werden ſoll, ſo ſind dabey folgende Grundſätze zu beobachten: die Hauptm thuͤmern zur Laſ des ihm zugehö des 2 ng ſt 268 L. II. T. IV. Servitudes ou Services fonciers. Le propriétaire de chaque étage fait le pl- m- cher sur lequel il marche. btr Le propriétaire du premier étage fait'escalier dui y conduit; le propriéraire du second éStage fait, à Partir du premier, P'escalier qui conduit chez lui, et ainsi de suite. 665. Lorsqu'on reconstruit un mur mitoyen ou une maison, les servitudes actives et passives se continuent à l'égard du nouveau mur ou de la nou- velle maison, sans toutefois qu'elles puissent èêtre aggravées, et pourvu que la reconstruction se fasse avant que la prescription soit acquise. 666. Tous fossés entre deux héritages sont présumés mitoyens s'il n'y a titre ou marque du Lontralre. 667. II vy a marque de non-mitoyenneté lorsque la levée ou le rejet de la terrese trouve d'un côté seulement du fossé. 668. Le fossé est censé appartenir exclusive- ment à celui du côté duquel le rejet se trouve. 669. Le fossé mitoyen doit être entretenu à frais communs. 670. Toute haie qui sépare des hér itages est réputée mitoyenne, à moins du„il'y ait qu un seul des héritages en état de clôture, ou s'il n'y a titre ou possession suffisante au contraire. 6„1. IIl nm'est permis de planter des arbres de haute tige qu'd la distance prescrite par les régle- ments particuliers actuellement existants, ou par les usages constants et reconnus; et, à défaun de réglements et usages, qu'd la distance de deux mèétres de la ligne séparative des deux héritages pour le arbres à haute tige, et à la distance d'un demi-mètre pour les autres arbres et haies vives. 2s B. Ar T. Von Servituten ꝛc. 269 der Eigenthümer eines jeden Stockwerkes macht den Fußboden, worauf er geht; der Eigenthümer des erſten Stockwerkes macht die Treppe, welche dahin führt; der Eigenthümer des zwey⸗ ten Stockwerkes macht die Treppe, die, von dem erſten angerechnet, zu ihm führt, und ſo weiter. 665. Wird eine gemeinſchaftliche Mauer oder ein Haus wieder auſgebauet, ſo dauern die Activ⸗ und Paſ⸗ ſivſervituten, ohne jedoch erſchwert werden zu dürfen, in Hinſicht der neuen Mauer oder des neuen Hauſes fort⸗ wenn anders die Wiederaufbauung vor vollendeter Ver⸗ jährung geſchieht. ⁴) 666. Alle Gräben, die ſich zwiſchen zwey Grund⸗ ſtücken befinden, werden als gemeinſchaftlich vermuthet, wenn nicht aus einer Urkunde oder einem Zeichen das Ge⸗ gentheil erhellet. 667. Ein Zeichen, daß der Graben nicht gemein⸗ ſchaftlich ſey, iſt dann vorhanden, wenn der Erdwall oder der Auswurf der Erde ſich nur auf einer Seite des Grabens beſindet. 668. Es wird angenommen, daß der Graben dem⸗ jenigen ausſchließlich zugehöre, auf deſſen S Seite ſich der Auswurf befindet. 669. Ein gemeinſchaftlicher Graben muß auf ge⸗ meinſchaftliche Koſten unterhalten werden. 670. Jede Hecke, welche Grundſtücke ſcheidet, wird für gemeinſchaftlich gehalten, ausgenommen, wenn nur eines dieſer Grundſtücke eingeſchloſſen iſt, oder wenn eine Urkunde oder ein hinlänglicher Beſitzſtand entge⸗ genſteht. 671. Hochſtämmige Bäume dürfen nur in der Ent⸗ fernung gepflanzt werden, welche durch die wirklich be⸗ ſtehenden beſondern Verordnungen, oder durch beſtändige und anerkannte Gebräuche feſtgeſetzt iſt; in Ermangelung ſel lcher Verord dnnnen und Gebräuche ſollen hochſtämmige Bäume von der Gränzlinie der beyden Grundſtücke zwey Meter(ahngeföhr ſechs Fuß), andere Bäume und le⸗ bendige Hecken hingegen einen halben Meter(ohngefahr achtzehn Zoll) entfernt ſeyn. 6) der Wiederaufbau muß erfdlgen, ehe die erwerbende Verjaͤhrung eingetreten iſt. E. Servitudes ou Services fonciers. 270 L. II. T. IV. 672. Le voisin peut exiger que les arbres et haies plantés à une moindre distance soient arra- chés. Celui sur la propriété duquel avancent les branches des arbres du voisin, peut contraindre celui-ci à couper ces branches. Si ce sont les racines qui avancent sur son hé- ritage, il a droit de les y couper lui-mèême. f 673. Les arbres qui se trouvent dans la haie mitoyenne sont mitoyens comme la haie, et chacun des deux Propriétaires a droit de requérir qu' ils soient abattus. SECTION II. De la Distance et des Ouvnages inkermédiairnes requis pour cerkaines Construction. 674. Celui qui fait creuser un puits ou une fosse d'aisance près d'un mur mitoyen ou nonz Celui qui veut y construire cheminée ou âtre, forge, four ou fourneau, N adosser une étable, Ou établir contre ce mur un magasin de sel ou amas de matières corrosives, Est obligé à laisser la distance prescrite par les réglements et usages particuliers sur ces objets, ou faire les ouvrages prescrits par les mêmes régle- à ments et usages, pour éviter de nuire au voisin. SECTION III. Dey Vues Fur la Propriété de son voisin. 675. L'un des voisins ne peut, sans le con- sentement de l'autre, pratiquer dans le mur mitoyen aucune fenètre ou ouverturèe, en quelque manlere que ce soit, même à verre dormant.. 676. Le propriétaire d'un mur non mitoyen, joignant immédiatement Phéritage d'autrui, Peut 672. Der Nachbar kann fordern, daß die in einer Entfernung gepflanzten Bäume und Hecken ausgeriſſen werden. Derjenige, auf deſſen Eigenthum die Aſte der ſeinem Nachbar zugehörigen Bäume überhängen, kann ſelztern zwingen, dieſe Aſte abzuhauen. f ſoinon B ⸗Kor urzeln bis auf ſeinen Boden herüber, 7 t, ſie dort ſelbſt abzuſchneiden. e, die ſich in einer gemeinſchaftlichen gemeinſch h, wie die Hecke ſelbſt, hat das Recht, zu C 44 Zweyter Abſchnitt. Von der Entfernung und den Zwiſchenwerken, welche bey gewiſſen Anlagen erforderlich ſind 9 674. Wer bey einer gemeinſchaftlichen oder nicht gemeinſchaftlichen Mauer einen Brunnen oder eine Ver⸗ tiefung für einen Abtritt graben läßt; wer dort ein Kamin oder einen Feuerherd, eine Schmiedeeſſe, einen Backofen oder Ofen erbauen, einen Viehſtall daſelbſt anle hnen, andere ätzende Materien anlegen will, der iſt verbunden, den durch beſondere Verordnun⸗ gen und Gebräuche über dieſe Gegenſtände beſtimmten Zwiſchenraum zu laſſen, oder die durch eben dieſe Ver⸗ ordnungen und Gebräuche vorgeſchriebenen Werke zu ma⸗ chen, damit ſeinem Nachbar keinen Schaden daraus erwachſe. Dritter Abſchnitt. Von der Ausſicht auf das Eigenthum ſeines Nachbars. 675. Kein Nachbar darf ohne Bewilligung des an⸗ dern in einer gemeinſchaftlichen Mauer irgend eine Art von Fenſter oder Offnung anbringen, nicht einmal ſolche, welche ſich nicht öffnen laſſen. 676. Der Eigenthümer einer nicht gemeinſchaftli⸗ chen Mauer, die unmittelbar an das Grundſtück eines 9272 L. II. T. IV. Servitudes ou Services fonciers. pratiquer dans ce mur des jours ou fenèétres à fer maillé et verre dormant. Ces fenètres doivent être garnies d'un treillis de fer, dont les mailles auront un décimètre(en- viron trois pouces huit lignes) d'ouverture au plus, et d'un chässis à verre dormant. 677. Ces fenêtres ou jours ne peuvent etre établis qu'à vingt-six décimètres(huit pieds) au- dessus du plancher ou sol de la chambre qu'on veut Sclairer, si c'est à rez-de-chaussée, et à dix- neuf décimètres(six pieds) au-dessus du plancher pour les étages supérieurs. 678. On ne peut avoir de vues droites ou fe- néêtres d'aspect, ni balcons ou autres semblables saillies sur l'héritage clos ou non clos de son voisin, s'il n'y a dix-neuf décimètres(six pieds) de dis- tance entre le mur ouð on les pratique et ledit hé- ritage. 679. On ne peut avoir des vues par côté ou obliques sur le même héritage, s'il n'y a six déci- mètres(deux pieds) de distance. 680. La distance dontil est parlé dans les deux articles précédents, se compte depuis le parement extérieur du mur ou l'ouverture se fait, et, s'il y a balcons ou autres semblables saillies, depuis leur ligne extérieure jusqu'a la ligne de séparation des deux propriétés. ECTION IV. De gout des toits. 681. Tout propriétaire doit établir des toits de manière que les eaux pluviales s'Scoulent sur 7) die mit Draht überſtrickt ſind. 8. 8) Dieſe Fenſter muſſen noch mit einem eiſernen Gitter verſehen lfeyn, deſſen Maſchen hoͤchſtens einen Deci⸗ 28 B. 4r T. Von Servituten ꝛc. 273 andern ſtößt, darf in dieſer Mauer Lichtlöcher oder Fen⸗ ſter anbringen, die ein eiſernes Gitter haben*) und ſich nicht öffnen laſſen. Dieſe Fenſter müſſen mit einem eiſernen Gitter ver⸗ ſehen ſeyn, deſſen Stäbe höchſtens einen Decimeter(un⸗ gefähr drey Zoll und acht Linien) von einander entfernt ſind, und einen Rahmen haben, der ſich nicht öffnen laͤßt. 3) 677. Dieſe Fenſter oder Lichtlöcher dürfen in dem Erdgeſchoß nur in einer Höhe von ſechs und zwa nzig De⸗ cimeter(acht Fuß), und in den höhern Stockwerken nur in einer Höhe von neunzehn Decimeter(ſechs Fuß) über dem Fußboden d Zimmers, welchem man Licht verſchaffen will, angebracht werden. 678. Nach dem Grundſtücke ſeines Nachbars, es mag geſchloſſen ſeyn oder nicht, darf man ſich keiner Ausſicht in gerader Richtung, keines zur Ausſicht beſtimm— ten Fenſters, keines Balcons oder ähnlichen Vorſprungs anmaßen, wenn nicht die Mauer, wo man ſie anb ingt, von dem erwähnten Grundſtücke neunzehn Decimet (ſechs Fuß) entfernt iſt. 679. Auf daſſelbe Grundſtück darf man ſich nur in einer Entfernung von ſechs Decimeter(zwey Fuß) einer Ausſicht von der Seite oder in ſchräger Richtung anmaßen. 680. Die in den beyden vorhergehenden Artikeln erwähnte Entfernung rechnet man von der äuſſern Seite „ und, wenn von einem Balcon oder ähnlichen Vorſprung die Rede iſt, von deſſen äuſſerer Linie bis zur Gränzlinie der beiderſeitigen Grundſtücke. der Mauer⸗ worin die Offnung angebracht wird 1 Vierter Abſchnitt. Von der Dachtraufe. Ei igenthümer hat ſeine Dächer ſo ein— s Regenwaſſer auf ſeinen eigenen Bo⸗ benfalls nicht geoͤffnet we 274 L. II. T. IV. Servitudes on Services fonciers. son terrain ou sur la voie publique; il ne peut les faire verser sur le fonds de son voisin. SEOION V. Du Droit de pasdage. 682. Le propriétaire dont les fonds sont en- clavés et qui n'a aucune issue sur la voie publique, peut réclamer un passage sur les fonds de ses voi- sins pour l'exploitation de son héritage, a la char- ge d'une indemnité proportionnée au dommage qu'il peut occasionner. 683. Le passage doit régulièrement éêtre pris du côté ou le trajet est le plus court du fonds encla- vé à la voie publique. 684. Néanmoins il doit étre fixé dans l'endroit le moins dommageable à celui sur le fonds duquel il est accordé. 685. L'action en indemnité, dans le cas pré- vu par l'article 682, est prescriptible; et le passa- ge doit éetre continué, quoique l'action en indem- nité ne soit plus recevable. CHAPITRE III. Des Serxvitudes établies par le falt de l'homme. SECTION PREMIERE. Des diverses especes de Servitudes qui peuvent tre etablies sur les Biens. 686. Il est permis aux propriétaires d'établir sur leurs propriétés ou en faveur de leurs propri- étés telles servitudes que bon leur semble, pour- vu néanmoins que les services établis ne soient imposés ni à la personne, ni en faveur de la 28 B. 4r T. Von Servituten ic. 275 4 7 den oder auf die öffentliche Straße abfließt; auf den Bo⸗ den ſeines Nachbars darf er es nicht ableiten. Fuͤnfter Abſchnitt. Von der Wegegerechtigreit. 682. Der Eigenthümer, deſſen Grundſtücke von andern eingeſchloſſen ſind, und der keinen Ausweg auf eine öffentliche Straße hat, kann zur Benutzung ſeines Grund und Bodens einen Weg über die Grundſtücke ſei— ner Nachbarn verlangen, jedoch nur gegen verhältniß⸗ mäſigen Erſatz des Schadens, den er etwa dadurch ver urſacht. 683. Der Weg muß in der Regel auf der Seite genommen werden, wo er von dem eingeſchle ſſenen Grundſtücke am kürzeſten zur öffentlichen Str aße führt. 634. Dennoch muß er an dem Orte angewieſen werden, wo er demjenigen, über deſſen Grundſtück er geſtattet wird, am unſchäͤdlichſten iſt. 685. Die Klage auf Entſchädigung, welche den im 682. Artikel angeführten Fall eintritt, iſt Verjährung unterworfen, und der Weg darf nicht ver⸗ ſperrt werden, wenn auch die Klage auf Entſchäd igung nicht mehr Statt hat. Drittes ditel. Von den Servituten, welche durch menſchliche Handlungen errichtet werden. Erſter Abſchnitt. Von den verſchiedenen Arten der Servituten, die auf Gütern Statt finden können. 86. Jedem Eigenthümer iſt es erlaubt, ſein Ei— genthum mit allen ihm beliebigen Servituten zu bela⸗ ſten, und ſolche zum Beſten ſeines Eigenthums zu er— werben, wenn nur dieſe Servituten nicht einer Perſon, 18 276 L. II. T. IV. Servitudes ou Services fonciers. personne, mais seulement à un fonds et pour un fonds, et pourvu que ces services n'aient d'ailleurs rien de contraire à l'ordre public. Lusage et l'étendue des servitudes ainsi éta- blies se règlent par le titre qui les constitue; à dé- faut de titre, par les règles ci-aprés. 687. Les servitudes sont établies ou pour lu⸗- sage des bätiments, ou pour celui des fonds de terre. Celles de la première espèce s'appellent urbai- nes, soit que les bâtiments auxquels elles sont dues soient situés à la ville ou à la campagne. Celles de la seconde espèce se nomment rurales. 688. Les servitudes sont ou continues ou dis- continues. Les servitudes continues sont celles dont l'usa- ge est cu peut être continuel sans avoir besoin du fait actuel de l'homme: tels sont, les conduites d'eau, les égouts, les vues et autres de cette es- pèce. Les servitudes discontinues sont celles qui ont besoin du fait actuel de l'homme pour être exercées: tels sont les droits de passage, puisage, Pacage et autres semblables. 689. Les servitudes sont apparentes, ou non apparentes. Les servitudes apparentes sont celles qui s'an- noncent par des ouvrages extérieurs, tels qu'une porte, une fenêtre, un aqueduc. Les servitudes. non apparentes sont celle n'ont pas de signe extérieur de leur existence, com- 8 qui 9) nach dem Titel. D. u. L. nach dem Rechtstitel. M. 10) ländliche. M. Feldſervituten. S. Ruralſervituten. L. 11) fortwaͤhrende oder unterbrochene. L. anhaltend oder 28 B. Ar T. Von Servituten ꝛc. 277 ſondern bloß einem liegenden Gute auferlegt und erwor⸗ ben werden, und übrigens nicht enthalten, was der öf⸗ fentlichen Ordnung entgegen läuft. Der Gebrauch und der Umfang der alſo beſtellten Servituten wird durch die Urkunde 2) beſtimmt, wo⸗ durch ſie eingeräumt worden ſind, und, in Ermangelung einer Urkunde, nach folgenden Grundſätzen. 687. Servituten werden entweder zum Beſten eines Gebäudes oder zum Beſten von Grundſtücken errichtet. Servituten der erſten Art heißen ſtädtiſche(ser- vitutes urbanae), die dazu berechtigten Gebäude mögen in einer Stadt oder auf dem Lande gelegen ſeyn. Die der zweyten Art heißen landwirthſchaftli⸗ che 10)(servitutes rusticae). 688. Die Servituten ſind entweder ununterbrochen fortdauernde oder nicht ununterbrochen fortdauernde 11) (serv. continuae aut discontinuae). Ununterbrochen fortdauernde Servituten ſind dieje— nigen⸗ die fortwährend benutzt werden oder doch benutzt verden köͤnnen, ohne daß zu ihrer Ausübung jedesmal eine menſchliche Handlung nöthig iſt, als: Waſſerlei tungsgerechtigkeit, Traufrecht, Befugniß zur Ausſicht und andere dieſer Art. Nicht ununterbrochen fortdauernde Servituten ſind diejenigen, zu deren Ausubung jedesmal eine menſchliche Handlung nöthig iſt, als: die Wegegerechtigkeit, das Recht Waſſer zu ſchöpfen, die Hütungsgerechtigkeit und andere ähnliche. 689. Die Servituten ſind entweder ſichtbare eder nicht ſichtbare. 12) Sichtbare Servituten ſind diejenigen, die ſich durch äuſſere Anlagen, zum Beyſpiel durch eine Thüre, ein Fenſter, eine Waſſerleitung ankündigen. Nicht ſichtbare Servituten ſind diejenigen, deren Exiſtenz durch kein äuſſeres Zeichen bemerklich wird, wie nicht anhaltend. 8. ununterbrochen, oder nur von Zeit zu Zeit, wirkſam. E. 12) augenfäͤllig oder nicht augenfaͤllig. L. augenſcheinlich oder nicht augenſche inlich. S ir. die Augen fallende oder nicht in die Augen fallende. E. —ÿ—ÿ—ÿ—ÿ—ÿ—ͦᷣ—ᷣ—ÿ—ÿ—ÿ—ꝛ—xxꝛꝛꝛxxꝛꝛ:⸗—ꝛ—xx—xÿꝛꝛℳyõ— 278 L. I. T. IV. Servitudes ou Set vices fonciers. me, par exemple, la prohibition de batir sur un fonds, ou de ne bàtir qu'a une hauteur déter- minée. SECTION II. Comment H'établigssent les Servitudes. 690. Les servitudes continues et apparentes s'acquièrent par titre, ou par la possession de tren- te ans. 691. Les servitudes continues non apparentes, et les servitudes discontinues, apparentes ou non apparenles, ne peuvent s'établir que par titres. La possession mème immémoriale ne suffit pas Pour les établir; sans cependant qu'on puisse atta- quer aujourd'hui les servitudes de cette nature dé- ja acquises par la possession, dans les pays oil elles pouvaient s'acquérir de cette manière. 692. La destination du père de famille vaut titre à l'égard des servitudes continues et apparen- tes. 695. II n'y a destination du père de famille que lorsqu'il est prouvé que les deux fonds actuel- lement divisés ont appartenu au même propriétaire, et que c'est par lui que les choses ont été mises dans l'état duquel résulte la servitude. 6944. Si le propriétaire de deux héritages entre lesquels il existe un signe apparent de servitude dispose de l'un des héritages sans que le contrat contienne aucune convention relative Alaservitude, elle continue d'exister activement ou passivement en faveur du fonds aliéné ou sur le fonds aliéné. 695. Le titre constitutif de la servitude, à P'égard de celles qui ne peuvent s'acquérir par la 28 B. 4r T. Von Servituten ꝛc. 279 zum Beyſpiel das Recht, auf einem Grundſtücke das Bauen überhaupt oder über eine beſtimmte Höhe zu verbieten. Zweyter Abſchnitt. Wie Servituten errichtet werden. 690. Ununterbrochen fortdauernde und zugleich ſichtbare Servituten werden durch Urkunden ¹³) oder durch einen dreyßigjährigen Beſitz erworben. 601. Ununterbrochen fortdauernde nicht ſichtbare Servituten, ſo wie nicht ununterbrochen fortdauernde Servituten, ſie mögen ſichtbar ſeyn oder nicht, kann man nur durch Urkunden erwerben. Selbſt der unvordenkliche Beſitz iſt nicht hinreichend, ſie zu erwerben; jedoch kann man Servituten dieſer Art, welche bereits in ſolchen Ländern durch Beſitz erworben worden ſind, wo ſie auf dieſe Weiſe erworben werden konnten, jetzo nicht mehr anfechten. 692. In Anſehung der ununterbrochen fortdauern⸗ den und ſichtbaren Servituten vertritt die Beſtimmung des Eigenthümers die Stelle der Urkunde. 695. Die Beſtimmung des Eigenthümers iſt nur dann vorhanden, wenn erwieſen iſt, daß zwey dermalen getrennte Güter vormals Einem Eigenthümer zuge⸗ hört haben, und daß durch dieſen die Sachen in den Zuſtand verſetzt worden ſind, aus welchem die Servitut hervorgeht. 604. Verfügt der Eigenthümer zweyer Güter, zwi⸗ ſchen welchen ſich ein ſichtbares Zeichen einer Servitut be⸗ findet, über eines von beyden, ohne daß der Vertrag ei⸗ ne Ubereinkunft in Anſehung der Servpitut enthält, ſo dauert die Activ⸗ oder Paſſivſervitut zum Vortheil oder als Laſt des veräuſſerten Gutes fort. 695. Die Errichtungsurkunde einer Servitut, die man nicht durch Verjährung erwerben kann, läßt ſich 13) durch Titel. L. durch einen Rechtsgrund. M. durch Vergunſtigung D. durch ſchriftliche Willenserklärun⸗ gen(Urkunden.) E. —— 280 L. II. T. IV. Servitudes ou Services fonciers. prescription, ne peut éêtre remplacé que par un titre récognitif de la servitude, et émané qu pro- priétaire du fonds asservi. 696. Quand on établit une servitude, on est censé accorder tout ce qui est nécessaire pour en user. KAinsi la servitude de puiser de Peau à la fon- taine d'autrui, emporte nécessairement le droit de Passage. SECTION III. Des Droits du propriétaire du fonds auquel la Ser- vibude egt due. 697. Celui auquel est due une servitude, a droit de faire tous lées ouvrages nécessaires pour en user et pour la conserver. 698. es ouvrages sont à Sses frais, et non à ceux du propriétaire du fonds assujetti, à moins que le titre d'établissement de la servitude ne dise le contraire. 699. Dans le cas mème odn le propriétaire du fonds assujetti est chargé par le titre de faire à ses frais les ouvrages nécessaires pour l'usage ou la con- servation de la servitude, il peut toujours s'affran- chir de la charge, en abandonnant le fonds assujetti au propriétaire du fonds auquel la servitude est due. 700. Si l'héritage pour lequel la servitude a été établie vient à être divisé, la servitude reste due pour chaque portion, sans néanmoins que la condition du fonds assujetti soit aggravée. Ainsi, par exemple, s'il s'agit d'un droit de passage, tous les copropriétaires seront obligés de Texercer par le même endroit. 1 701. Le propriétaire du fonds débiteur de la servitude ne peut rien faire qui tende à en dimi- nuer l'usage ou à le rendre plus incommode. Ainsi, il ne peut changer l'état des lieux, ni transporter l'exercice de la servitude dans un en- 28 B. Ar T. Von Servituten ꝛc. 281 nicht anders erſetzen, als durch eine von dem Eigenthü⸗ mer des belaſteten Gutes ausgeſtellte Urkunde 14), worin er die Servitut anerkennt. 696. Wenn man eine Servitut errichtet, ſo wird angenommen, daß man zugle ich alles das geſtatte, was zu ihrer Ausübung nöthig iſ So bringt die Serv he an einem fremden Brunnen Waſſer zu ſchöpfen, nothwendig die Wegegerechtigkeit mit ſich. Dritter Abſchnitt. Von den Rechten des Eigenthümers des berechtigten Gutes,. hat zugleich das Recht, alle Anlagen zu machen, die er⸗ forderlich ſind um ſie zu gebrauchen und zu erhalten. 6038. Die Koſten dieſer Anlagen hat er, und nicht der Eigenthümer des belaſteten Gutes, zu tragen, es müß⸗ te denn die Errichtungsurkunde der Servitut das Gegen⸗ theil beſtimmen. 600. Selbſt in dem Falle, wo dem Eigenthümer des belaſteten Gutes durch die Urkunde die Verbindlich⸗ keit auferlegt iſt, die zum Gebrauche oder zur Erhaltung der Servitut erforderlichen Anlagen auf ſeine Koſten zu machen, kann er ſich immer von dieſer Verbindlichkeit da⸗ durch befreyen, daß er das belaſtete Gut dem Eigenthü⸗ mer des berechtigten Gutes überläßt. 700. Wird das zur Servitut berechtigte Gut ge— theilt, ſo dauert die Servitut für jeden einzelnen Theil deſſelben fort, ohne daß jedoch dadurch die L ge des be⸗ laſteten Gutes erſchwert werden darf. Wenn alſo, zum Beyſpiel, von der WWegegerechtig⸗ keit d ie Rede iſt, ſo ſind alle Miteigenthümer verbun⸗ den, ſich eines und deſſelben Weges zu bedzenen. 701. Der Eigenthümer des belaſteten Gutes darf nichts unternehmen, was die Ausübung der Servitut ſchmälern oder unbequemer machen konnte. Er darf alſo den Zuſtand der Orte nicht verändern, noch die Ausübung der Servitut auf eine andere Stelle 697. Wer zu einer Servitut berechtiget iſt, der e b 14) Titel. L. D. u. M. Bekenntiß. E. —— 2862 L. II. T. IV. Servitudes ou Services fonciers. droit différent de celui ou elle a été primitivement assignée. Mais cependant, si cette assignation primitive était devenue plus onéreuse au propriétaire du fonds assujetti, ou si elle l'empéchait d'y faire des répa- rations avantageuses, il pourrait offrir au proprié- taire de l'autre fonds un endroit aussi commode pour lexercice de ses droits, et celui-ci ne pourrait pas le refuser. 702. De son côté, celui qui a un droit de ser- vitude, ne peut en user que suivant son titre, sans pouvoir faire ni dans le fonds qui doit la servitude, ni dans le fonds à qui elle est due, de changement qui aggrave la condition du premier. SEOCTION IV. Comment les Servitudes S'éteignent. 703. Les servitudes cessent lorsque les choses se trouvent en tel état qu'on ne peut plus en user. 704. Elles revivent si les choses sont rétablies de manière qu'on puisse en user; à moins quail ne se soit déja écoulé un espace de temps suffisant pour faire présumer l'extinction de la servitude, ainsi qu'il est dit à l'art. 707. 705. Toute servitude est éteinte lorsque le fonds à qui elle est due, et celui qui la doit, sont rréunis dans la même main. 706. La servitude est éteinte par le non- usa- ge pendant trente ans. 707. Les trente ans commencent à cobrir, selon jes diverses espèces de servitudes, ou du jour où l'on a cessé d'en jouir, lorsqu'il s'agit de servitudes discontinues, ou du jour oiu il a eté fait un acte contraire à la servitude, lorsqu'il s'agit de ser vitudes continues. 28 B. Ar T. Von Servituten ꝛc. 283 verlegen, als worauf ſie urſprünglich angewieſen wor⸗ den iſt. Wenn indeſſen dieſe urſprüngliche Anweiſung dem Eigenthümer des belaſteten Gutes läſtiger geworden ſeyn ſollte, oder ihn etwa verhinderte, vortheilhafte Verbeſ⸗ ſerungen dort vorzunehmen, ſo iſt er berechtiget, dem Eigenthümer des andern Gutes einen zur Ausübung ſei⸗ ner Rechte eben ſo bequemen Platz anzubieten, ohne daß dieſer die Annahme verweigern kann. 7⁰2. Der zu einer Servitut Berechtigte kann die⸗ ſelbe ſeinerſeits nur ſeiner Urkunde gemäß ausüben, und darf weder auf dem belaſteten noch auf dem berechtig⸗ ten Gute Veränderungen vornehmen, welche die Lage des erſtern erſchweren. Vierter Abſchnitt. Wie Serrvituten erlöſchen. 703. Die Servituten hören auf, ſobald die Sa⸗ chen ſich in einem ſolchen Zuſtande befinden, daß man ſie nicht mehr ausüben kann. 70%. Sie leben wieder auf, wenn die Sachen wie⸗ der in einen ſolchen Zuſtand gekommen ſind, daß man ſie ausüben kann, ſo fern nicht ein hinreichender Zeitraum verſtrichen iſt, um die Vermuthung zu begründen, daß die Servitut der Beſtimmung des 707. Artikels zufolge erloſchen ſey. 705. Jede Servitut iſt erloſchen, ſobald das dazu berechtigte und das damit belaſtete Gut einem und dem⸗ ſelben Eigenthümer zugehören. 70⁰6. Eine Servitut erliſcht durch dreyßigjährigen Nichtgebrauch. 707. Nach den verſchiedenen Arten der Servituten fangen die dreyßig Jahre entweder von dem Tage zu lau⸗ fen an, wo man aufgehört hat, ſie auszuüben, wenn von nicht ununterbrochen fortdauernden Servituten die Rede iſt; oder von dem Tage, wo eine mit der Servitut im Widerſpruche ſtehende Handlung vorgenommen wor⸗ den, wenn von ununterbrochen fortdauernden Servituten die Rede iſt. 28 44 L. II. T. IV. Servitudes ou Services fonciers. 708. Le mode de la servitude peut se prescri- re comme la servitude même, et de la même ma- Ilere.. 7⁰9. Si l'héritage en faveur duquel la servi- tude est établie, appartient à plusieurs par indivis, la jouissance de Pun empéèche la prescription à l'égard de tous. 710. Si parmi les copropriétaires il s'en trou- ve un contre lequel la prescription n'ait pu cou- rir, comme un mineur, il aura conservé le droit de tous les autres. 28 B. Ar T. Von Servituten ꝛc. 285 708. Die Art der Ausübung einer Servitut kann eben ſo wohl, wie die Servitut ſelbſt, und auf gleiche Weiſe, verjährt werden. 709. Gehört das zur Servitut berechtigte Gut mehreren in ungetheilter Gemeinſchaft zu, ſo verhindert die Ausübung des einen die Verjährung in Anſehung aller übrigen. 710. Iſt unter den Miteigenthümern einer, wider den de Verjährung nicht laufen kann, zum Beyſpiel ein Minderjähriger, ſo werden durch dieſen die Rechte aller übrigen erhalten. LIVRE III. Des différentes Manières dont on acquiert la Propriété. DISPOSITIONS GENERALES. (Déerétées le 19 avril 1803. Promulguées le 29 du méême mois.) 711. I a propriété des biens s'acquiert et se transmet par succession, par donation entre-vifs „ 2„ 3 4. ou testamentaire, et par l'effet des obligations. 712. La propriété s'acquiert aussi par acces- sion ou incorporation, et par prescription. 713. Les biens qui n'ont pas de maitre, ap- partiennent à lEtat. 714. II est des choses qui n'appartiennent à personne et dont l'usage est commun à tous. Des lois de police règlent la manière d'en jouir. 715. La faculté de chasser ou de pécher est également réglée par des lois particulières. 716. La propriété d'un trésor appartient à celui qui le trouve dans son propre fonds: si le tré- sor est trouvé dans le fonds d'autrui, il appartient: (*) S. Art. 894 u. 895. (**) S. Art. 546 u. 551. (***) S. Art. 539 u. 811. —— 20„ ꝑ Drittes Buch. Von den verſchiedenen Arten, das Eigenthum zu erwerben. Allgemeine Verfuͤgungen. Decretirt den 19. April 1803. Promulgirt den 29. deſſel⸗ ben Monats.) 7¹¹1. Das Eigenthum der Sache en wird erworben und geht über durch Erbfolge, durch Schenkungen un⸗ ter Lebenden und letztwillige Verordnungen ¹)(*†), und 9 8 ₰ kraft perſonlich er Verbindlichkeiten. 712. Das Eigenthum wird ferner erworben durch An⸗ und Zuwachs oder Einverleibung(*£*) und durch Verjährung. 713. Herrenloſe Sachen gehören dem Staa⸗ *᷑* 714. Es gibt Sachen, die niemand zugehören, de⸗ ren Gebrauch aber jedermann gemein iſt. Poliz eygeſe etze beſtimmen die bltt. ſie zu benutzen. 715. Das R echt zu jagen oder zu fiſchen wird gleichfalls durch beſondere Geſetze bentmun 716. Das Eigenthum eines Schatzes ſteht demje⸗ nigen zu, der ihn zuf ſeinem eigenen Grund und Bo⸗ den findet; iſt der Schatz auf fremdem Grund und Boden gefunden worden, ſo gehört er zur einen Hälfte demie⸗ 1) durch Schenkungen zwiſchen Lebenden, durch teſt tariſche Schenkungen. L. Schenkungen zwiſchen Leben⸗ den, oder teſtamentariſche Verfuügungen.§. Schen⸗ kungen unter Lebenden oder auf den Todesfall. D. M. u. E. amen⸗ 288 L. III. T. I. Des Successions. pour moitié à celui qui T'a découvert, et pour Tau- tre moitié au propriétaire du fonds. Le trésor est toute chose cachée ou enfouie sur laquelle personne ne peut justifier sa proprié- té, et qui est découverte par le pur effet du hasard. 717. Les droits sur les effets jetés à la mer, sur les objets que la mer rejette, de quelque na- ture qu'ils puissent être, sur les plantes et herba- ges qui croissent sur les rivages de la mer, sont aussi réglés par des lois particulières. Il en est de meêeme des choses perdues dont le maitre ne se représente pas. TITRE PREMIER. Des Successions. (Déerété le 19 avril 1803. Promulgué le29 du méême mois.) CHAPITRE PREMIER. De l'Ouverture des Successions, et de la Saisine des héritiers. 718. Les successions s'ouvrent par la mort na- turelle et par la mort civile. 7149. La succession est ouverte par la mort civile, du moment où cette mort est encourue, conformément aux dispositions de la section 2 du chapitre II du titre de la Jouissance eb de la Privabion des Droits civils. 720. Si plusieurs personnes respectivement appelées à la succession l'une de l'autre, périssent dans un même événement, sans qu'on puisse re- 36 B. 1r T. Von der Erbfolge. 289 nigen, der ihn entdeckt hat, und zur andern Hälfte dem Eigenthümer des Grund und Bodens. Ein Schatz iſt jede verborgene oder vergrabene Sa⸗ che, woran niemand ſein Eigenthum darthun kann, und die durch bloßen Zufall entdeckt worden iſt. 7¹7. Das Recht auf ins Meer geworfene oder vom Meere ausgeworfene Sachen, von welcher Art ſie auch ſeyn mögen, und das Recht auf Pflanzen und Kräuter, die am Meeresſtrande wachſen, wird ebenfalls durch be⸗ ſondere Geſetze beſtimmt. Eben ſo verhält es ſich mit verlornen Sachen, zu denen ſich kein Eigenthümer meldet. Erſter Titel. Von der Erbfolge. (Decretirt den 19. April 1803. Promulgirt den 29. deſſel⸗ ben Monats.) Erſtes Capitel. Von der Eroͤffnung einer Erbſchaft und der Be⸗ ſitznahme der Erben. 1) 718. Erbſchaften werden durch den natürlichen und durch den bürgerlichen Tod eröffnet. 7¹9. Durch den bürgerlichen Tod wird eine Erb⸗ ſchaft von dem Augenblicke an eröffnet, wo dieſer Tod, den Beſtimmungen des 2. Abſchnittes des 2. Capitels in dem Titel von dem Genuſſe und dem Verluſte der Civilrechte gemäß, verwirkt iſt. 720. Wenn mehrere Perſonen, von denen wech⸗ ſelſeitig die eine zur Erbſchaft der andern berufen iſt, durch den nämlichen Unglücksfall umkommen, ohne daß 1) dem Uebergange des Beſitzes auf die Erben. D. u. M. dem Antritte der Erben. L. dem Erbs⸗Antritt. S. Cod. N. 1 B. 19 290 L. III. T. I. Des Successions. connaitre laquelle est décédée la première, la pré- somption de survie est déterminée par les circons- tances du fait, et, à leur défaut, par la force de 4 Tage et du sexe. 4 721. Si ceux qui ont péri ensemble, avaient moins de quinze ans, le plus àgé sera présumé avoir survécu. S'ils étaient tous au-dessus de soixante ans, le moins àâgé sera présumé avoir survécu. Si les uns avaient moins de quinze ans, et les autres plus de soixante, les premiers seront pre- sumés avoir survécu. 722. Si ceux qui ont péri ensemble, avaient quinze ans accomplis et moins de soixante, le mäale est toujours présumé avoir survécu, lorsqu'il y a égalité d'âge, ou si la différence qui existe n'ex- céde pas une année. S'ils étaient du mèême sexe, la présomption de survie qui donne ouverture à la succession dans Pordre de la nature, doit être admise: ainsi le plus jeune est présumé avoir survécu au plus àgé. 725. La loi règle l'ordre de succéder entre les héritiers légitimes: à leur défaut, les biens pas- sent aux enfants naturels, ensuite à l'époux survi- vant; et s'il n'y en a pas, àa 1'Etat. 724. Les héritiers légitimes sont saisis de plein droit des biens, droits et actions du défunt, sous l'obligation d'acquitter toutes les charges de la succession: les enfants naturels, l'époux survivant et l'Etat, doivent se faire envoyer en possession 2) Wenn alle von maͤnnlichem Geſchlechte waren, L. 3) ſo muß diejenige Vermuthung des Ueberlebens, welche nach der Ordnung der Natur die Erbſchaft eroͤfnet, zuge⸗ laſſen werden; L. ſo ſoll bey der Frage, wer der Ueber⸗ lebende geweſen, diejenige Vermuthung angenommen werden, wodurch die Succeſſion nach dem gewoͤhnlichen Laufe der Natur anfallt; D. ſo ſoll diejenige Vermu⸗ thung des Ueberlebens angenommen werden, wodurch 36 B. 1r T. Von der Erbfolge. 291 ſich ausmitteln läßt, welche zuerſt geſtorben iſt, ſo wird die Vermuthung für das Überleben durch die Umſtände, unter welchen ſich der Unglücksfall ereignet hat, und, in deren Ermangelung, durch die Stärke des Alters und des Geſchlechtes begründet. 721. Waren diejenigen, welche zuſammen umge⸗ kommen ſind, noch nicht fünfzehn Jahre alt, ſo wird vermuthet, daß der älteſte am längſten gelebt habe. Waren ſie alle über ſechzig Jahre alt, ſo wird ver— muthet, daß der jüngſte am längſten gelebt habe. Waren einige von ihnen noch nicht fünfzehn, die andern aber über ſechszig Jahre alt, ſo wird vermuthet, daß die erſtern am längſten gelebt haben. 722. Waren diejenigen, welche zuſammen umge⸗ kommen ſind, zwar volle fünfzehn, aber noch nicht ſech— zig Jahre alt, ſo wird, bey gleichem oder doch nicht um mehr als ein Jahr verſchiedenem Alter, immer vermu⸗ thet, daß die Perſon männlichen Geſchlechts am längſten gelebt habe. Waren ſie von Einem Geſchlechte ²) ſo wird als Vermuthung angenommen, daß ſie einander ſo überlebt haben, wie nach dem gewöhnlichen Laufe der Natur der Erbanfall zu erfolgen pflegt 3³), daß alſo der jüngere den ältern überlebt habe. 723. Das Geſetz beſtimmt die Succeſſionsordnung unter den rechtmäßigen Erben; in deren Ermangelung fällt das Vermögen den unehelichen Kindern, dann dem über⸗ lebenden Ehegatten, und, wenn keiner vorhanden iſt, dem Staate zu. 724. Auf die rechtmäßigen Erben geht der Beſitz der Güter, Rechte und Forderungen des Verſtorbenen kraft des Geſetzes(ipso jure) über, unter der Ver⸗ bindlichkeit alle Laſten der Erbſchaft zu berichtigen; die unehelichen Kinder, der überlebende Ehegatte und der die Erbfolge nach dem gewöhnlichen Naturlaufe eröͤffnet wird, M. ſo muß die Vermuthung des Ueberlebens, wodurch die Erbſchaft nach dem gewoͤhnlichen Natur⸗Lauf eroͤffnet wird, angenommen werden; 8. ſo ſoll voraus⸗ geſetzt werden, es habe eines das andere ſo uͤberleht, wie es die Reihe der Erbfolge nach dem Laufe der Na⸗ tur mit ſich bringt; E., 29² L. III. T. I. Des Successions. par justice dans les formes qui seront détermi- nées. CHAPITRE II. Des Qualités requises pour succéder. 725. Pour succéder, il faut nécessaixement exister à Pinstant de l'ouverture de la succession. Ainsi, sont incapables de succéder, 1⁰ Celui qui n'est pas encore congu; 20° Lenfant qui n'est pas né viable; 3⁰ Celui qui est mort civilement. 726. Un étranger n'est admis à succéder aux biens que son parent, étranger ou Français, Pos- sêde dans le territoire de'Empire, que dans les cas et de la manière dont un Français succède à son parent possédant des biens dans le pays de cet étranger, conformément aux dispositions de Lar- ticle 11, au titre de la Jouissance et de la Pri- vation des Droits civilg. 727. Sont indignes de succéder, et, comme tels, exolus des successions, 1⁰ Celui qui serait condamné pour avoir don- né ou tenté de donner la mort au défunt; 20 Celui qui a porté contre le défunt une ac- cusation capitale jugée calomnieuse; 3⁰° L'héritier majeur qui, instruit du meurtre du défunt, ne l'aura pas dénoncé à la justice. 728. Le défaut de dénonciation ne peut être opposé aux ascendants el descendants du meurtrier, ui à ses alliés au même degré, ni à son époux ou 38 B. ir T. Von der Erbfolge. 295 Staat müſſen ſich in der unten beſtimmten Form gericht⸗ lich in den Beſitz einweiſen laſſen.(*) Zweytes Capitel. Von den zur Erbfaͤhigkeit erforderlichen Eigen⸗ ſchaften. 725. Um erben zu können muß man nothwendiger Weiſe in dem Augenblicke, wo die Erbſchaft eröffnet wird, exiſtiren. Nicht erbfähig ſind alſo: 1.) der, welcher noch nicht empfangen iſt; .) das nicht lebensfähig geborne Kind; der bürgerlich Todte.(*†*) 726. Ein Ausländer wird zur Erbfolge in das Ver⸗ mögen, das ſein Verwandter, dieſer ſey ebenfalls ein Ausländer oder ein Franzoſe, in dem Gebiete des Reichs beſitzt, nur in den Fällen und auf die Weiſe zugelaſſen, wie ein Franzoſe ſeinen Verwandten beerbt, der in dem Lande dieſes Ausländers Güter beſitzt, in Gemäßheit der Verfügung des 11. Artikels n Titel von dem Ge⸗ nuſſe und dem Verluſte r Civilrechte. 725. Der Erbfolge ſind dawfrdd und als ſolche von derſelben ausgeſchloſſen: 1.) derjenige, welcher deshalb verurtheilt worden iſt, weil er den Verſtorbenen ums Leben gebracht, oder en Verſuch dazu gemacht hat; 2.) derjenige, welcher gegen den Verſtorbenen eine Capitalanklage angebracht hat, die nachher für verläum⸗ deriſch erklärt worden iſt; 3.) ein volljähriger Erbe, der die ihm bekannte Er⸗ mordung des Verſtorbenen bey Gerichte anzuzeigen un⸗ terlaſſen hat. 728. Die Unterl afun ung dieſer Anzeige kann jedoch den Ascendenten und Descendenten des Mörders nicht entgegengeſetzt werden, und eben ſo wenig den in dieſem Grade mit ihm Verſchwägerten, noch auch ſeinem Ehemann oder ſeiner Ehefrau, ſeinen Brüdern oder 1 0 (*) S. Art. 769 u. 770. (**) S. Art. 25 294 L. III. T. I. Des Successions. à son épouse, ni à ses frères ou soeurs, ni à ges oncles et tantes, ni à ses neveux et nièces. 729. Lhéritier exclu de la succession pour cause d'indignité, est tenu de rendre tous les fruits et les revenus dont iba eu la jouissance depuis l'ou- verture de la succession. 750. Les enfants de Pindigne, venant à la succession de leur chef, et sans le secours de la représentation, ne sont pas exclus pour la faute de leur père; mais celui-ci ne peut, en aucun cas, réclämer, sur les biens de cette succession, Pusu⸗ fruit que la loi accorde aux peères et mères sur les biens de leurs enfants. CHAPITRE III. Des divers Ordres de succession, SECTION PREMIERE. Digyogitions géênérales. 731. Les successions sont déférées aux enfants et dessendants du défunt, à ses ascendants et à ses parents collatéraux, dans Tordre et suivant les règles ci-après déterminés. 732. La loi ne considère ni la nature ni'ori- gine des biens pour en régler la succession. 733. Toute succession échne à des ascendants ou à des collatéraux, se divise en deux parts éga- es: l'une pour les parents de la ligne paternelle, Pautre pour les parents de la ligne maternelle. Les parents utérins ou consanguins ne sont pas exclus par les germains; mais ils ne prennent part que dans leur ligne, sauf ce qui sera dit à Sue, 4 3s B. 1r T. Von der Erbfolge. 295 Schweſtern, ſeinen Oheimen und Tanten, ſeinen Nef⸗ fen und Nichten. 729. Wird der Erbe wegen Unwürdigkeit von der Erbfolge ausgeſchloſſen, ſo muß er alle ſeit Eröffnung er Erbſchaft genoſſene Früchte und Einkünfte heraus⸗ Heben. 730. Kinder des Unwürdigen, welche kraft eigenen Rechtes, und nicht vermöge des Repräſentationsrechtes zur Erbfolge gelangen, ſind wegen des Verſchuldens ih⸗ res Vaters nicht ausgeſchloſſen; dieſer kann aber in kei⸗ nem Falle, in Anſehung dieſer Erbſchaft, auf den Nieß⸗ brauch Anſpruch machen, den das Geſetz den Eltern an dem Vermögen ihrer Kinder gibt. Drittes Capitel. Von den verſchiedenen Ordnungen der Erbfolge Erſter Abſchnitt. Allgemeine Verfügungen. 731. Die Kinder und Descendenten des Verſtor⸗ benen, ſeine Ascendenten und ſeine Seitenverwandten gelangen in nachſtehender Ordnung und nach folgenden Grundſätzen zur Erbfolge. 532. Das Geſetz berückſichtiget bey Beſtimmung r Erbfolge weder die Beſchaffenheit, nach den Urſprung de des Vermögens. 733. Jede den Ascendenten oder Seitenverwand⸗ ten zugefallene Erbſchaft wird in zwey gleiche Theile ge⸗ theilt; die eine Hälfte erhalten die Verwandten der väter⸗ lichen, die andere die Verwandten der mütterlichen Linie. Die nur von der mütterlichen oder von der väterli⸗ chen Seite allein verwandten Perſonen werden durch die Verwandten von beyden Seiten nicht ausgeſchloſſen 4); ſie nehmen aber nur an der Erbportion ihrer Linie Theil, 4) die halbbürtige Verwandten von der Mutter oder vom Vater her werden durch die vollbuͤrtige nicht aus geſchloſſen; L. u. S. — 296 L. III. T. I. Des Successions. l'article 752. Les germains prennent part dans les deux lignes. Il ne se fait aucune dévolution d'une ligne à l'autre, que lorsqu'il ne se trouve aucun ascen- dant ni collatéral de l'une des deux lignes. 754. Cette première division opérée entre les lignes paternelle et maternelle, il ne se fait plus de division entre les diverses branches; mais la moitié dévolue à chaque ligne appartient à T'héri- tier ou aux héritiers les plus proches en degrés, sauf le cas de la représentation, ainsi qu'il sera dit ci-après. 735. La proximité de parenté s'établit par le nombre de générations; chaque génération s'ap- pelle un desr⁶. 736. La suite des degrés forme la ligne; on appelle ligne direche la suite des degrés entre per- sonnes qui descendent l'une de l'autre; ligne colla- térale, la suite des degrés entre personnes qui ne descendent pas les unes des autres, mais qui des- cendent d'un auteur commun. On distingue la ligne directe, en ligne directe descendante er ligne directe ascendante. La première est celle qui lie le chef avec ceux qui descendent de lui; la deuxième est celle qui le une personne avec ceux dont elle descend. 737. En ligne directe, on compte autant de degrés qu'il y a de générations entre les person- nes: ainsi le fils est, à l'égard du pere, au pre- mier degré; le petit-fils au second; et réciproque- ment du père et de l'aieul à l'égard des ſils et pe- tits-fils. 738. En ligne collatérale, les degrés se comp-. tent par les généralions, depuis l'un des parents 6*) S. Ark. 255. 5) Es geſchieht keine Devolution von einer Linie auf die andere, als wenn ꝛc. L. Der Ruͤckfall von einer Linie auf die andere hat nur in ſo fern Statt, als ꝛc. D. 3s B. 1r T. Von der Erbfolge. 297 jedoch mit Ausnahme des im Art. 752 beſtimmten Fal⸗ les. Verwandte von beyden Seiten nehmen an der Erbportion beyder Linien Theil. Die Erbportion der einen Linie fällt nur dann auf die andere 5), wenn in einer von beyden Linien kein Ascendent oder Seitenverwandter vorhanden iſt.(*). 734. Iſt dieſe erſte Theilung zwiſchen der väterli⸗ chen und mütterlichen Linie geſchehen, ſo findet keine weitere Theilung in die verſchiedenen Stämme Statt, ſondern die einer jeden Linie zugefallene Hälfte gebührt dem oder den Erben, welche dem Grade nach die nächſten ſind, den Fall der Repräſentation ausgenommen, von welchem unten die Rede ſeyn wird 735. Die Rähe der 2 Verwandtſchaft wird durch die Zahl der Geverohn beſtimmt; jede Generation heißt ein Grad. 756. Eine Reihe von Graden bildet eine Linie. Die Reihe der Grade unter Perſonen, deren eine von der andern abſtammt, nennt man gerade Linie; die Reihe der Grade unter Perſonen, deren eine zwar von der andern nicht abſtammt, die aber einen gemein⸗ ſchaftlichen Stammvater haben, heißt Seitenlinie In gerader Linie unterſcheidet man die abſteigende und die aufſteigende gerade Linie. Die erſte iſt diejenige, welche den Stammvater mit ſeinen Descendenten verbindet; die zweyte iſt diejenige, welche eine Perſon mit denjenigen verbindet, von welchen ſie abſtammt. 757. In der geraden Linie zählt man ſo viele Gra⸗ „als Generationen zwiſchen den Perſonen ſind; der dehn iſt alſo mit ſeinem Vater im erſten, der Enkel im zweyten Grade verwandt, und ſo umgekehrt der Vater und Großvater mit ſeinem Sohne und Enkel. 738. In der Seitenlinie zählt man die Grade nach den Generationen von dem einen Verwandten bis zum ge⸗ Es faͤllt von einer Linie nichts an die andere, als wenn ꝛc. 8 Eine Verfaͤllung von Kner Linie auf die ander hat nur in ſo fern Skatt, als ꝛc. M. Es findet kein Erbanfall aus einer Linie in die andere Statt, bis . 298 L. III. T. I. Des Successions. jusques et non compris l'auteur commun, et de- puis celui-ci jusqu'a l'autre parent. Ainsi, deux frères sont au deuxisme dégré; l'oncle et le neveu sont au troisième degré; les cousins germains au quatrième; ainsi de suite. SECTION II. e De la Reprégentation. 739. La représentation est une fiction de la loi, dont P'effet est de faire entrer les représen- tants dans la place, dans le degré et dans les droits du représenté. 7440. La représentation a lieu à Pinfini dans la!ligne directe descendante. Elle est admise dans tous les cas, soit que les enfants du défunt concourent avec les descendants d'un enfant prédécédé, soit que tous les enfants du défunt é6tant morts avant lui, les descendants desdits enfants se trouvent entre eux en degrés égaux ou inégaux. 741. La représentation n'a pas lieu en faveur des ascendants; le plus proche, dans chacune des deux lignes, exclut toujours le plus éloigné. 742. En ligne collatérale, la représentation est admise en faveur des enfants et descendants de frères ou soeurs du défunt, soit qu'ils viennent à sa succession concurremment avec des oncles ou tantes, soit que tous les frères et soeurs du dẽé- funt étant prédécédés, la succession se trouve dé- volue à leurs descendants en degrés égaux ou inégaux... 743. Dans tous les cas où la représentation est admise, le partage s'opèxe par souche: si une méme souche a produit plusieurs pranches, la sub- division se fait aussi par souche dans chaque bran- che, et les membres de la mèême branche parta- gent entre eux par téte. 38 B. 1r T. Von der Erbfolge. 299 meinſchaftlichen Stammvater, dieſen jedoch nicht mitge⸗ zählt, und von dem gemeinſchaftlichen Stammyater bis zum andern Verwandten. Alſo ſind zwey Brüder im zweyten Grade, der Oheim und der Neffe im dritten, Geſchwiſterkinder im vierten Grade mit einander verwandt, und ſo welter. Zweyter Abſchnitt. Von dem Repräſentationsrechte. 759. Die Repräſentation iſt eine geſetzliche Fiction, vermöge deren die Repräſentirenden in die Stelle, den Grad und die Rechte desjenigen eintreten, den ſie re⸗ präſentiren. 740. In gerader abſteigender Linie hat das Reprä⸗ ſentationsrecht bis ins Unendliche Statt. Es tritt in allen Fällen ein, es mögen nun die Kin⸗ der des Erblaſſers mit den Desrendenten eines früher verſtorbenen Kindes zuſammentreffen, oder, wenn die Kin⸗ der des Erblaſſers alle vor ihm geſtorben ſind, die Des⸗ cendenten dieſer Kinder mit einander in gleichem oder ungleichem Grade ſtehen. 741. Zu Gunſten der Ascendenten hat das Reprä⸗ ſentationsrecht nicht Statt; in jeder von beyden Linien ſchließt immer der Nähere den Entferntern aus. 742. In der Seitenlinie tritt das Repräſentati⸗ onsrecht zu Gunſten der Kinder und Descendenten der Geſchwiſter des Erblaſſers ein, ſie mögen zugleich mit Oheimen oder Tanten zur Erbfolge gelangen, oder es mag die Erbſchaft, wenn alle Brüder und Schweſtern des Erblaſſers ſchon früher geſtorben ſind, deren in gleichen oder ungleichen Graden ſtehenden Descendenten anfallen. 743. In allen Fällen, in welchen das Repraͤſenta⸗ tionsrecht eintritt, geſchieht die Theilung nach Stãm⸗ men; ſind von einem Stamme mehrere Nebenlinien ent⸗ ſproſſen, ſo geſchieht die Vertheilung unter die Neben⸗ linien gleichfalls nach Stämmen, die Glieder einer und derſelben Nebenlinie theilen dagegen unter ſich nach Köpfen. — L. III. T. I. Des Successions. 7443. On ne représente pas les personnes vi- vantes, mais seulement celles qui sont mortes na- turellement ou civilement. On peut représenter celui à la succession du- quel on a renoncé. SECTION III. Des Succesfions déſ Ges auec Descendants. 745. Les enfants ou leurs descendants succè- dent à leurs père et mère, afeuls, aieules, ou autres ascendants, sans distinction de sexe ni de primogéniture, et encore qu'ils soient issus de différents mariages. Ils succèdent par égales portions et par téêéte, quand ils sont tous au premier degré et appelés de leur chef: ils succèdent par souche, lorsqu'ils viennent tous ou en partie par représentation. SECTION IV. Des Successions déférées auxæx Ascendants. 746. Si le défunt n'a laissé ni postérité, ni frère, ni soeur, ni descendants d'eux, la succes- sion se divise par moitié entre les ascendants de la ligne paternelle et les ascendants de la ligne ma- ternelle. L'ascendant qui se trouve au degré le plus proche, recueille la moitié affectée à sa ligne, à l'exclusion de tous autres. Les ascendants au mème degré succèdent par téte. 3 747. Les ascendants succèdent, à l'exclusion de tous autres, aux choses par eux données àa leurs enfants ou descendants décédés sans postérité, lorsque les objets donnés se retrouvent en nature dans la succession. Si les objets ont été aliénés, les ascendants re- eillent le prix qui peur en òtre düù. IIS sucoò- 3s B. 1r T. Von der Erbfolge. 746. Lebende Perſonen kann man nicht repräſenti⸗ ren, ſondern nur diejenigen, die entweder natürlich oder bürgerlich todt ſind. Denjenigen, deſſen Erbſchaft man entſagt hat, kann man repräſentiren. Dritter Abſchnitt. Von der Erbfolge der Descendenten. 745. Die Kinder oder deren Descendenten beerben ihre Eltern, Großeltern oder übrigen Ascendenten, ohne Unterſchied des Geſchlechts oder der Erſtgeburt, ſelbſt dann, wenn ſie aus verſchiedenen Ehen herſtammen. Sie erben zu gleichen Theilen und nach Köpfen, wenn ſie alle im erſten Grade ſtehen und kraft ihres ei⸗ genen Rechtes zur Erbſchaft berufen ſind; ſie erben. nach Stämmen, wenn ſie alle oder zum Theil kraft des Re präſentationsrechtes zur Erbfolge gelangen. Vierter Abſchnitt. Von der Erbfolge der Ascendenten. 746. Hat der Verſtorbene keine Nachkommen, kei⸗ ne Geſchwiſter, noch Descendenten von ihnen hinterlaſ⸗ ſen, ſo wird die Erbſchaft in zwey gleiche Theile unter die Ascendenten der väterlichen und die Ascendenten der mütterlichen Linie getheilt. Der Ascendent, der dem Grade nach der nächſte iſt, erhält die auf ſeine Linie fallende Hälfte, mit Aus⸗ ſchließung aller Andern. Ascendenten, die in gleichem Grade ſtehen, erben nach Köpfen. 747. Die Ascendenten erben, mit Ausſchließung aller Andern, diejenigen Sachen, die ſie ihren ohne Nachkommen geſtorbenen Kindern oder Enkeln geſchenkt hatten, wenn die geſchenkten Gegenſtände ſich noch in Natur in der Verlaſſenſchaft vorfinden. Sind die Sachen veräuſſert, ſo erhalten die Ascen⸗ denten den etwa noch ausſtehenden Kaufpreis; auch er⸗ 302 L. III. T. I. Des Successions. dent aussi à Paction en reprise que pouvait avoir le donataire. 768. Lorsque les père et mère d'une person- ne morte sans postérité lui ont survécu, si elle a laissé des frères, soeurs, ou des descendants d'eux, la succession se divise en deux portions égales, dont moitié seulement est déférée au père et à la mère, qui la partagent entre eux également. Loautre moitie appartient aux frères, soeurs ou descendants d'eux, ainsi qu'il sera explidqué dans la section 5 du présent chapitre. 749. Dans le cas oc la personne morte sans postérité laisse des frères, soeurs, ou des descen- dants d'eux, si le père ou la mère est prédécédé, la portion qui lui aurait été dévolue conformé- ment au précédent article, se réunit à la moitié déférée aux frères, soeurs ou à leurs représen- tants, ainsi qu'il sera expliqué à la section 5 du présent chapitre. SECTION V. Des SGuccessions collatéraleg. 750. En cas de prédécès des père et mère d'une personne morte sans postérité, ses frèxres, soeurs ou leurs descendants sont appelés à la suc- cession, à l'exclusion des ascendants et des autres collatéraux. Ils succèdent, ou de leur chef, ou par repré- sentarion, ainsi qu'il a été réglé dans la section 2 du présent chapitre. 751. Si les père et mere de la personne mor- te sans postérité Iui ont survécu, ses frères, soeurs ou leurs représentants ne sont appelés qu'à la moi- tié de la succession. Si le père ou la mère seu- lement a survécu, ils sont appelés ³ recueillir les trois quarts.. 752. Le partage de la moitié ou des trois quarts dévolus aux frères ou soeurs, aus termes de Particle précédent, s'opère entre eus par éga- 0 . 6 7— 8 — ꝙ 2 e ◻☛ ½ ben ſie das dem Beſchenkten auf Zurückgabe der Sache etwa zuſtehende Klagerecht.(*) 748. UÜberleben beyde Eltern ihr ohne Nachkommen⸗ ſchaft verſtorbenes Kind, und hinterläßt dieſes auch noch Geſchwiſter oder Descendenten von ihnen, ſo wird die Erbſchaft in zwey gleiche Theile getheilt, und auf die El— tern fällt nur die eine Hälfte, welche ſie unter ſich gleich theilen. Die andere Hälfte gebührt den Geſchwiſtern oder ihren Descendenten, wie in dem 5. Abſchnitte dieſes Capitels erklärt werden wird. 749. Iſt in dem Falle, wo der Erblaſſer zwar kei⸗ ne Nachkommen, aber doch Geſchwiſter oder Descenden⸗ ten von ihnen hinterläßt, eines ſeiner Eltern ſchon vor ihm geſtorben, ſo wächſt das Erbtheil, das dieſem Letz⸗ tern zu Folge des vorhergehenden Artikels zugefallen wä⸗ re, der Hälfte zu, welche den Geſchwiſtern oder ihren Repräſentanten zukommt, wie im 5. Abſchnitte dieſes Ca⸗ pitels erklärt werden ſoll. Fuͤnfter Abſchnitt. Von der Erbfolge der Seitenverwandten. 750. Sind beyde Eltern eines Erblaſſers, der kei⸗ ne Nachkommen hinterläßt, ſchon vor ihm geſtorben, ſo gelangen ſeine Geſchwiſter oder ihre Descendenten, mit Ausſchließung der Ascendenten und der übrigen Seiten⸗ verwandten, zur Erbfolge. Sie erben entweder kraft eigenen Rechtes, oder ver⸗ möge des Repräſentationsrechtes, wie im 2. Abſchnitte dieſes Capitels beſtimmt iſt. 751. Haben beyde Eltern des ohne Nachkommen verſtorbenen Erblaſſers ihn überlebt, ſo erhalten ſeine Geſchwiſter oder ihre Repräſentanten nur eine Hälfte der Erbſchaft. Überlebt den Erblaſſer nur der Vater oder die Mutter, ſo erhalten ſie drey Viertel. 752. Sind die Geſchwiſter alle auslEiner Ehe ent⸗ ſproſſen, ſo theilen ſie die Hälfte oder drey Viertel, wel⸗ che ihnen der Beſtimmung des vorhergehenden Artikels (*) S. Art. 951. 3⁰4 L. III. T. I. Des Successions. es portions, s'ils sont tous du méême lit; Ss'ils sont de lits différents, la division se fait pax moi- tié entre les deux lignes paternelle et maternelle du défunt; les germains prennent part dans les deux lignes, et les utérins ou consanguins chacun dans leur ligne seulement: s'il n'y a de frères ou soeurs que d'un côté, ils succèdent à la totalité, à l'exclusion de tous autres parents de l'autre ligne. 753. A défaut de frères ou soeurs ou de descen- dants d'eux, et à défaut d'ascendants dans l'une ou l'autre ligne, la succession est déférée pour moitié aux ascendants survivants; et pour l'autre moitié, aux parents les plus proches de l'autre ligne. S'il y a concours de parents collatéraux au mè- me degré, ils partagent par tète. 754. Dans le cas de l'article précédent, le père ou la mère survivant a Tusufruit du tiers des biens auxquels il ne succède pas en propriété. 755. Les parents au- delà du douzième degré ne succèdent pas. A défaut de parents au degré successible dans une ligne, les parents de l'autre ligne succèdent pour le tout. CHAPITRE IV. Des Successions irrégulierxes. SECTION PREMIERE. Des Droits des Enfants naturels sur les biens de leur pèere ou mere, et de la uccegsfion vuo Enfants naburels décédés SJans postérité. 756. Les enfants naturels ne sont point hé- ritiers; la loi ne leur accorde de droits sur les biens 55 B. zr T. Von der Erbfolge. 305 zu Folge zufallen, unter ſich zu gleichen Theilen; ſind ſie aus verſchiedenen Ehen, ſo erhält von beyden Linien des Verſtorbenen, die väterliche und die mütterliche, jede die Hälfte; die vollbürtigen Geſchwiſter erhalten in bey⸗ den Linien ihren Antheil, die halbbürtigen Geſchwiſter von der mütterlichen oder von der väterlichen Seite theilen aber nur in derjenigen Linie mit, zu welcher ſie gehören; ſind nur Geſchwiſter von einer Seite vorhanden, ſo er⸗ halten ſie die ganze Erbſchaft, mit Ausſchließung aller übrigen Verwandten der andern Linie. 753. Sind keine Geſchwiſter oder Descendenten von ihnen, und in einer oder der andern Linie keine Ascendenten vorhanden, ſo fällt die Erbſchaft zur Hälf auf die überlebenden Ascendenten, und zur andern Hälf⸗ te auf die nächſten Verwandten der andern Linie. Treffen mehrere in gleichem Grade ſtehende Seiten⸗ verwandten zuſammen, ſo theilen dieſe nach Köpfen. 75 4. In dem Falle des vorhergehenden Artikels hat der überlebende Vater oder Mutter den Nießbrauch an ei⸗ nem Drittel der Güter, deren Eigenthum er nicht erbt. 755. Weiter als im zwölften Grade entfernte Ver⸗ wandten erben nicht. Sind in einer von beyden Linien keine Verwandten 2 in einem erbfähigen Grade vorhanden, ſo erben die wandten der andern Linie das Ganze.(“ „ Der Viertes Capitel Von der auſſerordentlichen Erbfolge. Erſter Abſchnitt. Von den Rechten unehelicher Kinder auf das Vermögen ihrer Eltern, und von der Erbfolge in den Nachlaß unehelicher, ohne Descendenten verſtorbener Kinder 756. Die unehelichen Kinder ſind nicht Erben; das Geſetz gibt ihnen nur dann ein Recht auf den Nach (*) S. Art. 733. Cod. N. 1. B. 20 3⁰6 L. III. T. I. Des Successions. de leur père ou mère décédés, que lorsqu'ils ont été légalement reconnus. Elle ne leur accorde aucun droit sur les biens des parents de leur pè- re ou mère. 757. Le droit de'enfant naturel sur les biens de ses père ou mère décédés, est réglé ainsi qu'il suit: Si le père ou la mère a laissé des descendants légitimes, ce droit est d'un tiers de la portion hé- réditaire que l'enfant naturel aurait eue s'il eüt été légitime; il est de la moitié lorsque les père ou mère pe laissent pas de descendants, mais bien des ascendants ou des frères ou soeurs; il est des trois quarts lorsque les père ou mère ne laissent ni descendants ni ascendants, ni frères ni soeurs. 758. L'enfant naturel a droit à la totalité des biens, lorsque ses père ou mère ne laissent pas de parents au degré successible. 759. En cas de prédécès de Penfant naturel, ses enfants ou descendants peuvent réclamer les droits fixés par les articles précédents. 760. L'enfant naturel ou ses descendants sont tenus d'imputer sur ce qu'ils ont droit de préten- dre, tout ce qu'ils ont regu du père ou de la mère dont la succession est ouverte, et qui serait sujet à rapport, d'après les règles établies à la section 2 du chapitre vi du présent titre. 761. Toute réclamation leur est interdite, lorsqu'ils ont reçu, du vivant de leur père ou de leur mère, la moitié de ce qui leur est attribué par les articles précédents, avec declaration ex- presse, de la part de leur père ou mère, que leur Intention est de réduire P'enfant naturel à la Por- tion qu'ils lui ont assignée. laß ihrer verſtorbenen Eltern, wenn ſie geſetzlich aner⸗ 3 kannt ſind.(*) Auf den Nachlaß der Verwandten ihrer Eltern gibt es ihnen gar kein Recht. 757. Das Recht eines unehelichen Kindes auf den Nachlaß ſeiner verſtorbenen Eltern iſt auf folgende Weiſe beſtimmt: wenn der Vater oder die Mutter eheliche Descen⸗ denten hinterlaſſen hat, ſo erſtreckt ſich dieſes Recht auf ein Drittel der Erbportion, welche das uneheliche Kind erhalten würde, wenn es ehelich geboren wäre; es er⸗ ſtreckt ſich auf die Hälfte, wenn der Vater oder die Mut⸗ ter zwar keine Descendenten, aber doch Ascendenten oder Geſchwiſter hinterlaſſen; es erſtreckt ſich auf drey Vier— tel, wenn der Vater oder die Mutter weder Descenden⸗ ten noch Ascendenten, noch Geſchwiſter hinterlaſſen. 758. Das uneheliche Kind hat ein Recht auf den ganzen Nachlaß, wenn ſein Vater oder ſeine Mutter⸗ keine Verwandten in einem erbfähigen Grade hinter laſſen. 759. Iſt das uneheliche Kind vor ſeinen Eltern ge⸗ ſtorben, ſo können ſeine Kinder oder Descendenten auf die in den vorhergehenden Artikeln beſtimmten Rechte Anſpruch machen. 760. Das nneheliche Kind oder ſeine Descenden⸗ ten müſſen ſich auf das, was ſie zu fordern berechtigt ſind, alles dasjenige aufrechnen laſſen, was ſie von dem Vater oder der Mutter, deſſen Erbſchaft eröffnet iſt, bereits empfangen haben, in ſo fern es nach den im 2. Abſchnit⸗ te des 6. Capitels dieſes Titels aufgeſtellten Regeln der Collation unterworfen iſt. 761. Jeder weitere Anſpruch iſt ihnen unterſagt, wenn ſie bey Lebzeiten ihres Vaters oder ihrer Mutter die Hälfte desjenigen, was ihnen in den vorhergehenden Artikeln zugeſtanden iſt, unter der ausdrücklichen Erklä⸗ rung ihres Vaters oder ihrer Mutter erhalten haben, daß es ihre Abſicht ſey, das uneheliche Kind auf den ihm angewieſenen Theil zu beſchraͤnken. (*) S. Art. 334 u. 723. 10 0 398 L. III. T. I. Des Successions. Dans le cas ou cette portion serait inférieure a la moitié de ce qui devrait revenir à l'enfant na- turel, il ne pourra réclamer que le supplément nécessaire pour parfaire cette moitié. 762. Les dispositions des articles 757 et 758 ne sont pas applicables aux enfants adultérins ou incestueux. La loi ne leur accorde que des aliments. 765. Ces aliments sont réglés, eu égard aux facultés du père ou de la mère, au nombre et à la qualité des héritiers légitimes. 6 4. Lorsque le père ou la mere de l'enfant adultérin ou incestueux lui auront fait apprendre un art mécanique, ou lorsque l'un d'eux lui aura as- suré des aliments de son vivant, l'enfant ne pourra élever aucune réclamation contre leur succession. 765. La succession de l'enfant naturel décé- dé sans postérité, est dévolue au père ou à la meère qui l'a reconnu; ou par moitié à tous les deux, s'il a été reconnu par D'un et par l'autre. 766. En cas de prédécès des père et mère de l'enfant naturel, les biens qu'il en avait regçgus, passent aux frères ou soeurs légitimes, Ss'ils se re- trouvent en nature dans la succession: les actions en reprise, s'il en existe, ou le prix de ces biens aliénés, s'il est encore dü, retournent égale- ment aux frères et soeurs légitimes. Tous les autres biens passent aux frères et soeurs naturels, ou à leurs descendants. SECTION II. Des Droits du Conjoint gsurbi vant et de l'Elat-. 767. Lorsque le défunt ne laisse ni parents au degré successible, ni enfants naturels, les biens de sa succession appartiennent au conjoint non divorcé qui lui survit. 768. A défaut de conjoint survivant, la sue- cession est acquise à l'Etat. „ 3s B. 1r T. Von der Erbfolge. 309 Sollte dieſer Theil geringer ſeyn, als die Hälfte desjenigen, was dem unehelichen Kinde gebührt, ſo kann es nur ſo viel in Anſpruch nehmen, als zur Ergänzung dieſer Hälfte nöthig iſt. 762. Die Verfügungen des 757 und 758. Artikels ſind nicht auf Kinder anwendbar, welche aus einem Ehe⸗ bruch oder einer Blutſchande erzeugt ſind. Das Geſetz gibt ihnen nur ein Recht auf Alimente. 763. Dieſe Alimente werden nach dem Vermögen des Vaters oder der Mutter, nach der Anzahl und der Eigenſchaft der rechtmäßigen Erben beſtimmt. 764. Hat der Vater oder die Mutter das aus ei⸗ iner Blutſchande erzeugte Kind ein Handwerk lernen laſſen, oder hat eines von beyden dem⸗ ſelben bey Lebzeiten Alimente zugeſichert, ſo kann das Kind an ihren Nachlaß gar keinen Anſpruch mehr machen. 765. Die Verlaſſenſchaft eines ohne Nachkommen verſtorbenen unehelichen Kindes fällt demjenigen von ſei⸗ nen Eltern zu, von welchem es anerkannt worden iſt; oder, wenn es beyde anerkannt haben, jedem von beyden zur Häl 266. Sind beyde Eltern des unehelichen Kindes vor ihm geſtorben, ſo gehen die Güter, die es von ih⸗ nen erhalten hat, wenn ſie ſich noch in Natur in dem Nachlaſſe vorfinden, auf die ehelichen Geſchwiſter über; die etwa Statt findenden Klagen auf Zurückgabe dieſer Güter, oder die etwa noch ausſtehenden Kaufgelder der⸗ ſelben, wenn ſie veräuſſert worden ſind, fallen gleichfalls auf die ehelichen Geſchwiſter. Das ganze übrige Ver mögen geht auf die unehelichen escendenten über. enn fte. Zweyter dbſchattt. nde Von den Rechten des überleb n Ehegatten und des Staates. 767. Hinterläßt der Verſtorbene weder Verwand⸗ te in einem erbfähigen Grade noch uneheliche Kinder, ſo gehört ſein hinterlaſſenes Vermögen dem überlebenden, von ihm nicht geſchiedenen, Ehegatten. 768. Iſt kein Ehegatte des Verſtorbenen vorhan⸗ den, ſo fällt der Nachlaß dem Staate zu. ——— 310 L. III. T. I. Des Successions. 769. Le conjoint survivant et l'administra- tion des domaines qui prétendent droit à la succes- sion, sont tenus de faire apposer les scellés, et de faire faire inventaire dans les tormes prescrites pour l'acceptation des successions sous bénéfice d'inventaire. 770. Ils doivent demander l'envoi en posses- sion au tribunal de première instance dans le res- sort duquel la succession est ouverte. Le tribu- nal ne peut statuer sur la demande qu'après trois publications et alfiches dans les formes usitées, et après avoir entendu le procureur impérial. 771. L'époux survivant est encore tenu de faire emploi du mobilier, ou de donner caution suffisante pour en assurer la restitution, au cas on il se présenterait des héritiers du défunt, dans l'intervalle de trois ans: après ce délai, la caution est déchargée. 772. L'époux survivant ou l'administration des domaines qui n'auraient pas rempli les forma- lités qui leur sout respectivement prescrites, pour- ront être condamnés aux dommages et intérèts en- vers les héritiers, s'il s'en représente. 775. Les dispositions des articles 769, 770, 771 et 772, sont communes aux enfants naturels appelés à défaut de parents. CHAPITRE V. De l'Acceptation et de la Répudiation des Successions. SEOTION PREMIERE. De l'ecepéatlon. 774. Une succession peut être acceptée pu- rement et simplement, ou sous bénéſice d'in- ventaire. 19: 2 3s B. 1r T. Von der Erbfolge. 311 769. Der überlebende Ehegatte und die Admini⸗ ſtratoren des Staatsvermögens, welche den Nachlaß in Anſpruch nehmen, ſind verbunden, die Siegel anlegen, und ein Inventarium in der Form errichten zu laſſen, welche für die Antretung einer Erbſchaft unter der Rechts⸗ wohlthat des Inventariums vorgeſchrieben iſt. 770. Sie muſſen bey dem Gerichte erſter Inſtanz, in deſſen Gerichtsbezirk die Erbſchaft eröffnet wurde, um Einweiſung in den Beſitz nachſuchen. Das Gericht kann uüber dieſes Geſuch nicht eher erkennen, als bis drey Ver⸗ kündigungen und öffentliche Anſchläge in der gewöhnli⸗ chen Form vorhergegangen ſind, und der kaiſerliche Pro⸗ curator gehört worden iſt. —1. Überdieß iſt der überlebende Ehegatte noch verbunden, das Mobiliarvermögen verzinßlich anzulegen, oder hinlängliche Bürgſchaft zu ſtellen, um deſſen Zurück⸗ gabe auf den Fall zu verſichern, wenn binnen drey Jah⸗ ren ſich Erben des Verſtorbenen melden würden; nach Ablauf dieſer Friſt iſt die geſtellte Bürgſchaft entlaſtet. 752. Haben der überlebende Ehegatte oder die Ad⸗ miniſtratoren des Staatsvermögens die ihnen beyderſeits vorgeſchriebenen Formalitäten nicht beobachtet, ſo können ſie verurtheilt werden, den Erben, wenn deren ſich mel⸗ den, allen Schaden zu erſetzen. 3. Die Verfuͤgungen des 769, 770, 771 und 2. Artikels ſind auch auf uneheliche Kinder anzuwen⸗ 52 1 772 1 den, wenn ſie in Ermangelung von Verwandten zur Erbfolge gelangen. e. Fuͤnftes Capitel. Von der Annahme und der Ausſchlagung einer Erbſchaft. ———-;— Erſter Abſchnitt. Von der Annahme. 774. Eine Erbſchaft kann unbedingt und ohne Vor behalt, oder unter dem Vorbehalte der Rechtswohlthat des Inventariums angenommen werden. L. III. T. I. Des Successions. 775. Nul n'est tenu d'accepter une succes- sion qui lui est échue. 776. Les femmes mariées ne peuvent pas va- lablement accepter une succession sans Tautorisa- tion de leur mari ou de justice, conformément aux dispositions du chap. vi. du titre du Mariage. Les successions échues aux mineurs et aux in- terdits, ne pourront être valablement acceptées que conformément aux dispositions du titre de la Minorité, de la Tutelle et de l'Emancipation. 777. L'effet de l'acceptation remonte au jour de l'ouverturxe de la succession. 78. L'acceptation peut être expresse ou ta- cite: elle est expresse, quand on prend le titre ou la qualité d'héritier dans un acte authentique ou privé; elle est tacite, quand l'héritier fait un acte qui suppose nécessairement son intention d'acoep- ter, et qu'il n'aurait droit de faire qu'en sa qualité d'héritier. 779. Les actes purement conservatoires, de surveillance et d'administration provisoire, ne sont pas des actes d'adition d'hérédité, si l'on n'y a pas pris le titre ou la qualité d'héritier. 780. La donation, vente ou transport que it de ses droits successifs un des cohéritiers, soit a un étranger, soit à tous ses cohéritiers, soit à duelques-uns d'eux, emporte de sa part accepta- tion de la succession. Il en est de mêème, 1⁰ de la renonciation, mè- me gratuite, que fait un des héritiers au profit d'un ou de plusieurs de ses cohéritiers; 2⁰ De la renonciation qu'il fait mèême au profit de tous ses cohéritiers indistinctement, lorsqu'il reçoit le prix de sa renonciation. 781. Lorsque celui à qui une succession est échue, est décédé sans l'avoir répudiée ou sans l'avoir acceptée expressément ou tacitement, ses héritiers peuvent l'accepter ou la répudier de son hel 38 B. 1r T. Von der Erbfolge 31¹3 775. Niemand iſt verbunden, eine ihm angefalle⸗ ne Er toſchaft anzunehmen. 76. erheirathete Frauen können ehne Autoriſa⸗ tion ihres Mannes oder des( Verie htes keine Erbſchaft gil⸗ tig annehmen, in Gemaͤßheit der Verfügungen des 6. Capitels in dem Titel von der Ehe. Erbſchaften, welche Mind erjährigen und Interdicir⸗ ten angefallen ſind, können nur unter Beobachtung der in dem Titel von der Minderjährigkeit, der Vormundſchaft und der Eſnaneivatren ent⸗ haltenen Vorſchriften giltig angenommen werden. 777. Die Annahme wirkt zurück bis zum Tage der Eröffnung der Erbſchaft 778. Die Annahme kann ausdrücklich oder ſtill⸗ ſchweigend geſchehen; ſie geſchieht ausdrücklich, wenn man in einer öffentlichen oder Privaturkunde den Na⸗ men oder die Eigenſchaft eines Erben annimmt; ſie ge⸗ ſchieht ſtillſchweigend, wenn der Erbe eine Handlung vor⸗ nimmt, welche ſeine Abſicht, die Erbſchaft anzunehmen, nothwendig vorausſetzt, und welche er nur in der Ei⸗ genſchaft eines Erben mit Recht vornehmen konnte. 779. Handlungen, welche bloß die Erhaltung, die Aufſicht oder die provi oriſche Verwaltung(des Nachlaſſes) bezwecken, ſind nicht als Handlungen der Erbſchaftsantre⸗ tung anzuſehen, wenn ſie nicht unter dem Namen oder der Eigenſchaft eines Erben vorgenommen worden ſind. 0. Schenkung, Verkauf oder Abtretung, wo⸗ durch einer der Miterben ſein Erbrecht einem Fremden, oder auch allen oder einigen ſeiner Miterben überläßt, gilt in Anſehung ſeiner für Annahme der Erbſchaft. Eben ſo verhält es ſich 1.) mit der, ſelbſt unentgelt⸗ lichen, Entſagung des einen Erben zum Vortheile eine oder mehrerer ſeiner Miterben, 2.) mit der Entſagung zum Vortheile aller ſeiner Miterben ohne Unterſchied, wenn er dafür eine Vergütung erhält. 781. Iſt derjenige, dem eine Erbſchaft angefallen iſt, geſtorben, ohne ſie ausgeſchlagen, oder ausdrücklich oder ſtillſchweigend angenommen zu haben, ſo können ſei⸗ ne Erben ſtatt ſeiner ſie annehmen oder ausſchlagen. L. III. T. I. Des Successlons. 782. Si ces héritiers ne sont pas d'accord pour accepter ou pour répudier la succession, elle doit étre acceptée sous bénéfice d'inventaire. 785. Le majeur ne peut attaquer l'acceptation expresse ou tacite qu'il a faite d'une succession, que dans le cas ou cette acceptation aurait été la suite d'un dol pratiqué envers lui: il ne peut ja- mais réclamer sous prétexte de lésion, excepté seulement dans le cas on la succession se trouve- rait absorbée ou diminuée de plus de moitié, par la découverte d'un testament inconn au moment de l'acceptation. SECTION II. De la HNenoneiation aua Guooesgtonsg. 784. La renonciation à une succession ne se présume pas: elle ne peut plus être faite qu'au greffe du tribunal de première instance dans l'ar- rondissement duquel la succession s'est ouverte, sur un registre particulier tenu à cet effet. 785. L'héritier qui renonce est censé n'avoir jamais été héritier. 786. La part du renonçant accroit à ses co- héritiers; s'il est seul, elle est dévolue au degré subséquent. 757. On ne vient jamais par représentation d'un héritier qui a renoncé: si le renonçant est seul héritier de son degré, ou si tous ses cohéri- tiers renoncent, les enfants viennent de leur chef et succédent par téte. 788. Les créanciers de celui qui renonce au préjudice de leurs droits, peuvent se faire autori- ser en justice à accepter la succession du chef de leur débiteur, en son lieu et place.„ Dans ce cas, la renonciation n'est annullée qu'en faveur des créanciers, et jusqu'aà concurren- „ 36 B. ꝛr T. Von der Erbfolge. 315 782. Sind dieſe Erben nicht einig, ob ſie die Erb⸗ ſchaft annehmen oder ausſchlagen wollen, ſo muß ſie un⸗ ter dem Vorbehalte der Rechtswohlthat des Inventa⸗ riums angenommen werden. 783. Ein Volljähriger kann die ausdrücklich oder ſtillſchweigend von ihm geſchehene Annahme einer Erb⸗ ſchaft nur in dem Falle anfechten, wenn dieſe Annahme die Folge eines gegen ihn ausgeübten Betrugs geweſen iſt; niemals kann er unter dem Vorwande einer Ver⸗ letzung Einwendung dagegen machen, den einzigen Fall ausgenommen, wenn ſich ein zur Zeit der Annahme un⸗ bekanntes Teſtament findet, durch welches die Erbſchaft gänzlich erſchöpft oder üͤber die Hälfte vermindert wird. Zweyter Abſchnitt. Von der Entſagung der Erbſchaften. 784. Die Entſagung einer Erbſchaft wird nicht vermuthet; ſie kann nur in der Gerichtsſchreiberey des Gerichtes erſter Inſtanz, in deſſen Arrondiſſement die Erbſchaft erd offnet iſt, in einem eigends dazu beſtimmten geſchehen.(*) 65. Der entſagende Erbe wird ſo angeſehen, als wäre er nie Erbe geweſen. 36. Der Erbtheil des Entſagenden wächſt ſeinen Miterben zu; iſt er allein, ſo fällt ſolcher auf den nächſt⸗ folgenden Grad. 787. Nie tritt man vermöge des Repräſentations⸗ rechtes in die Stelle eines Erben, der entſagt hat; iſt der Entſagende in ſeinem Grade der einzige Erbe, oder entſagen alle ſeine Miterben, ſo gelangen die Kinder kraft eigenen Rechtes zur Erbfolge, und erben nach Köpfen. 788. Die Gläubiger desjenigen, der zum Nachtheil ihrer Rechte entſagt, können ſich von dem Gerichte au— toriſiren laſſen, die Erbſchaft im Namen ihres Schuld⸗ ners und ſtatt ſeiner anzunehmen. In dieſem Falle wird die Entſc agung nur zum Vor⸗ theil der Gläubiger und bloß bis zu dem Betrage ihrer (*) S. Art. 1457 u. C. G. O. Art. 9 1 ——Q—Q—QOCOCO⸗O⸗O;p—— 316 L. III. T. I. Des Suecessions. ce seulement de leurs créances: elle ne l'est pas au profit de l'héritier qui a renoncé. 789. La faculté d'accepter ou de répudier une succession, se prescrit par le laps de temps requis pour la prescription la plus longue des droits im- mobiliers. 790. Tant que la prescription du droit d'ac- cepter mest pas acquise contre les héritiers qui ont renoncé, ils ont lJa faculté d'accepter encore la succession, si elle n'a pas été déjà acceptée par d'autres héritiers; sans préjudice néanmoins des droits qui peuvent être acquis à des tiers sur les biens de la succession, soit par prescription, soit par actes valablement faits avec le curateur à la succession vacante. 791. On ne peut, méme par contrat de ma- riage, renoncer à la succession d'un homme vi- vant, ni aliéner les droits éventuels qu'on peut avoir à cette succession. 792. Les héritiers qui auraient diverti ou re- célé des effets d'une succession, sont déchus de la faculté d'y renoncer: ils demeurent héritiers purs et simples, nonobstant leur renonciation, sans pouvoir prétendre aucune part dans les objets di- vertis ou recélés, SECTION III. Du Bénéſice d'inventaire, de es eſfets, eb des Obligations de Phéritier bénéſiciaire. 793. La déclaration d'un héritier, qu'il en- tend ne prendre cette qualité que sous bénéfice d'inventaire, doit étre faite au greffe du tri- bunal de première instance dans l'arrondissement duquel la succession s'est ouverte: elle doit être. inscrite sur le registre destiné à recevoir les actes de renonciation. Forderungen, keineswegs aber zu Gunſten des Erben, der entſagt hat, aufgehoben. 789. Die Befügniß, eine Erbſchaft anzunehmen oder auszuſchlagen, verjährt durch Ablauf der längſten zur Verjährung von Immebiliarrechten erforderlichen Zeit) 500. So lange das Recht, eine Erbſchaft anzuneh⸗ men, gegen die Erben, welche entſagt haben ⁵), nicht verjährt iſt, ſteht es ihnen immer noch frey, die Erbſchaft anzunehmen, wenn ſie nicht ſchon von andern Erben an⸗ genommen worden iſt; jedoch unbeſchadet der Rechte, die etwa ein Dritter auf Erbſchaftsgüter durch Verjährung oder durch giltigerweiſe mit dem Curator der erbloſen Verlaſſenſchaft geſchloſſene Verträge erlangt hat. 791. Der Erbſchaft einer noch lebenden Perſon kann man, ſelbſt in einem Ehecontracte, nicht entſagen. und eben ſo wenig ventuellen Rechte veräuſſern, die man etwa auf dieſe Erbſchaft hat.(*†*) 792. Erben, welche zu einer Verlaſſenſchaft gehö⸗ 1 rige Sachen unterſchlagen oder verheimlichet haben, ver⸗ lieren das Recht, dieſer Erbſchaft zu entſagen; ſie ble ben ihrer Entſagung ohngeachtet unbedingt und ohne Vo d behalt Erben, ohne an den unterſchlagenen oder ver heimlichten Sache einen Antheil fordern zu können⸗ ... 5 4 Dritter Abſchnitt. Von der Rechtsr that des Inventariums, ihren den H kungen und den dhnhan aonde des Beneſicialerben D 795. Die Erklärung eines Erben, daß er dieſe Ei⸗ genſchaft nur unter dem Vorbehalte der Rechtswohlthat des Inventariums annehmen wolle, muß in der Gerichts⸗ ſchreiberey y des Gerichtes erſter Inſtanz, in deſſen Arron⸗ diſſement die Erbſchaft eröffnet iſt, gemacht werden; ſie muß in das für die Entſagungsurkunden beſtimmte Re giſter eingetragen werden. — (*) S. Art. 642, 706 u. 2262. (**) S. Art. 1130. 6) gegen die Erben welche nicht perzichtet haben. L. 794 qu'elle est précédée ou suivie d'un inventaire fidè- je et exact des biens de la succession, dans les formes réglées par les lois sur la procédure, et dans les délais qui seront ci-après déterminés. 795. Lhéritier a trois mois pour faire inven- laire, à compter du jour de l'ouverture de la suc- cession. Il a de plus, pour délibérer sur son accepta- tion ou sur Sa renonciation, un délai de quarante jours, qui commencent à courir du jour de l'expi- ration des trois mois donnés pour l'inventaire, ou du jour de la clôture de l'inventaire s'il a été ter- miné avant les trois mois. 795. des objets susceptibles de dépérir, ou dispendieux à conserver, l'héritier peut, en sa qualité d'habile à succéder, et sans qu'on puisse en induire de sa part une acceptation, se faire autoriser par justice à procéder à la vente de ces effets. Cette vente doit être faite par officier public, après les affiches et publications réglées par les lois sur la procédure. 797. InvenDiire, et pour délibérer, l'héritier ne peut eêtre contraint à prendre qualité, et il ne peut être obtenu contre lui de condamnation: s'il re- nonce lorsque les délais sont expirés, ou avant, les frais par lui faits légitimement jusqu' cette. éSpoque sont à la charge de la succession. Des Successions. L. IfI. I.I. Cette déclaration n'a d'effet qu'autant 81 cependant il existe dans la succession, Pendant la durée des délais pour faire (*) S. (**) S. C. G. O. Art. 986 u. f. 7) beygebracht wird. L. C. G. O. Art. 941 u. f. -9. Dieſe Erklärung hat nur dann Wirkung, wenn vorher oder nachher ein getreues und genaues In⸗ ventarium der Er bſchaftsgüter, in der durch die Geſetze über das gerichtliche Verfahren vorgeſchriebenen Form() und innerhalb der unten beſtimmten Friſten, errichtet worden iſt. 7) 795. Der Erbe hat zu Errichtung des Inventa⸗ riums eine dreymonatliche Friſt, von dem Tage der Er⸗ bffnung der Erbſchaft an gerechnet. Er hat überdieß, um zu überlegen, ob er die Erb⸗ ſchaft annehmen oder ihr entſagen wolle, eine Friſt von vierzig Tagen, welche von dem Tage zu laufen anfängt, an welchem die zu Errichtung des Inventariums verſtat⸗ teten drey Monate verfloſſen ſind, oder, wenn das In⸗ ventarium vor Ablauf der drey Monate beendiget wurde, von dem Tage, an welchem das Inventarium geſchloſſen worden iſt. 796. Befinden ſich indeſſen unter dem Nachlaſſe Sachen, die dem Verderben ausgeſetzt ſind, oder deten Erhaltung koſtſpielig iſt, ſo kann der Erbe, kraft ſeiner Erbfähigkeit, und ohne daß man von ſeiner Seite eine wirkliche Annahme der Erbſchaft daraus folgern dürfte, ſich von dem Gerichte autoriſiren laſſen, zum Verkaufe dieſer Sachen zu ſchreiten. Dieſer Verkauf muß durch einen öſſentlichen Beam⸗ ten geſchehen, nach vorhergegangenen öffentlichen An⸗ ſchlägen und Bekanntmachungen, ſo wie ſie durch die Geſetze über das gerichtliche Verfahren vorgeſchrieben ſind.(*u) 797. Während des Laufs der zu Errichtung des Inventariums und zum Überlegen verſtatteten Friſten 8), kann der Erbe niche zur Erklärung*) gezwungen, und gegen ihn keine Verurtheilung erwirkt werden; entſagt er der Erbſchaft nach Ablauf dieſer Friſten, oder auch früher, ſo fallen die bis zu dieſem Zeitpuncte rechtmäßig von ihm gemachten Koſten der Erbſchaft zur Laſt. 8) So lange die Zeitfriſten dauern, die zur Inventur als Bedenkzeit vorgeſchrieben ſind. M. 9) eine Eigenſchaft anzunehmen. L. dieſe oder jene Ei⸗ genſchaft anzunehmen. D. u. M. die Qualitaͤt als Er⸗ be anzunehmen. 8. in der Eigeuſchaft eines Erben zu handeln. E. Des Successions. L. III. T. I. 793. Après Pexpiration des délais ci-dessus, Phéritier, en cas de poursuite dirigée contre lui, peut demander un nouveau délai, que le tribunal saisi de la contestation accorde ou refuse suivant les circonstances. 799. Les frais de poursuite, dans le cas de Particle précédent, sont à la charge de la succes- sion, si l'héritier justifie, ou qu'il n'avait pas eu copnaissance du décès, ou que les délais ont été insuffisants, soit à raison de la situation des biens, soit à raison des contestations survenues: s'il n'en justifie pas, les frais restent à sa charge person- nelle. 800. L'héritier conser⸗e néanmoins, après l'expiration des délais accordés par l'article 795, méème de ceux donnés par le juge conformément à Particle 798, la faculté de faire encore inventaire et de se porter héritier bénéficiaire, s'il n'a pas fait d'ailleurs acte d'héritier, ou s'il n'existe pas contre lui de jugement passé en force de chose jugée, qui le condamne en qualité d'héritier pur et simple. 301. L'héritier qui s'est rendu coupable de recélé, ou qui a omis, sciemment et de mauvaise foi, de comprendre dans l'inventaire, des effets de la succession, est déchu du bénéfice d'inventaire. 302. L'effet du bénéhce d'inventaire est de donner à l'héritier l'avantage, 1 De n'être tenu du paiement des dettes de la succession que jusqu'd concurrence de la valeur des biens qu'il a recueillis, même de pouvoir se décharger du paiement des dettes en abandonnant tous les biens de la succession aux créanciers et aux légataires; 20 De ne pas confondre ses biens personnels avec ceux de la succession, et de conserver con- (*) S. C. G. O. Art. 174. 988 u. 989. 10) wenn er anders keinen Act als Erbe vorgenommen hat. L. wenn er keine nur einem Erben zuſtehende Handlung unternommen hat. D. wenn er ſonſt keinen 38 B. r T. Von der Erbfolge. 3² — 798. Nach Ablauf der oben beſtimmten Friſten kann der Erbe, wenn eine Klage wider ihn angeſtellt wird, um eine neue Friſt anſuchen, welche das Gericht, bey dem der Rechtsſtreit anhängig iſt, den Umſtänden nach entweder geſtattet oder abſchlägt. 799. Im Falle des vorhergehenden Artikels werden die Proceßkoſten aus der Erbſchaft beſtritten, wenn der Erbe beweiſt, daß er von dem Todesfalle nichts gewußt habe, oder daß die Friſten, entweder wegen der Lage der Güter, oder wegen der vorgefallenen Streitigkeiten nicht hinreichend waren; liefert er dieſen Beweis nicht, ſo fallen die Koſten ihm ſelbſt zur Laſt. 800. Der Erbe behält jedoch nach Ablauf der im 795. Art. zugeſtandenen, und ſelbſt der in Gemäßheit des 798. Art. von dem Richter ertheilten Friſten, noch immer das Recht, ein Inventarium zu errichten, und ſich als Beneficialerben darzuſtellen, wenn er ſich nur nicht als Erbe gerirt 10)(*), noch ein rechtskräftiges Urtheil gegen ſich hat, das ihn in der Eigenſchaft eines unbedingten Erben verurtheilt. 1¹) 801. Der Erbe, der ſich einer Verheimlichung ſchuldig gemacht, oder wiſſentlich und in böſer Abſicht ei⸗ nige Erbſchaftsſtücke in das Inventarium aufzunehmen unterlaſſen hat, iſt der Rechtswohlthat des Inventari⸗ ums verluſtig. 802. Die Rechtswohlthat des Inventariums be⸗ wirkt für den Erben den Vortheil, a.) daß er nur bis zu dem Betrage des Werthes der ihm zugefallenen Güter für die Zahlung der Erb⸗ ſchaftsſchulden haftet, und ſich ſogar von der Zahlung der Schulden dadurch gänzlich befreyen kann, daß er den Gläubigern und Legatarien die ganze Erbſchaftsmaſſe überläßt; 2.) daß ſein perſönliches Vermögen mit der Erb⸗ ſſe nicht vermiſcht wird, und daß er gegen dieſe Erbact vorgenommen hat. 8. dafern er nur ſonſt nicht in der Eigenſchaft eines Erben ehandelt E. 11) in welchem er unbedingt als Erbe verurtheilt iſt. E. Cod. N. 1 B. 21 322 L. III. T. I. Des Successions. tre elle le droit de réclamer le paiement de Ses créances. 803. L'héritier bénéficiaire est chargé d'admi- nistrer les biens de la succession, et doit rendre compte de son administration aux créanciers et aux légataires. Il ne peut être contraint sur ses biens person- nels qu'uprès avoir été mis en demeure de présen- ter son compte, et faute d'avoir satisfait à cette obligation. Après Papurement du compte, il ne peut etre contraint sur ses biens personnels que jusqu'à con- currence seulement des sommes dont il se trouve reliquataire. 804. Il n'est tenu que des fautes graves dans Padministration dont il est chargé. 605. IIl ne peut. vendre les meubles de la suc- cession que par le ministère d'un officier public, aux enchères, et après les affiches et publications accoutumées. S'il les représente en nature, il n'est tenu que de la dépréciation ou de la détérioration cau- sée par sa négligence. 806. Il ne peut vendre les immeubles que dans les formes prescrites par les lois sur la procé- dure; il est tenu d'en déléguer le prix aux oréan- ciers hypothécaires qui se sont fait connaitre. 8⁰. Il est tenu, si les créanciers ou autres personnes intéressées l'exigent, de donner caution bonne et solvable de la valeur du mobilier compris dans l'inventaire, et de la portion du prix des im- (*) S. C. G. O. Art. 996. (**) S. C. G. O. Art. 987. u. f. 12) als nachdem er mit der Vorlage ſeiner Rechnung in Ruͤckſtand verſetzt worden waͤre, und in Ermangelung, dieſer Verbindlichkeit Genuͤge geleiſtet zu haben. L. nachdem er in Hinſicht auf die Uebergabe ſeiner Rech⸗ nung in Verzug geſetzt worden, und aus dem Grunde, weil er dieſer Verbindlichkeit kein Genuüge geleiſtet . 3s B. ur T. Von der Erbfolge. 323 das Recht behält, die Zahlung ſeiner Forderungen zu ver⸗ langen.(*) 8⁰03. Der Beneſiccialerbe iſt verbunden, die Erb⸗ ſchaftsmaſſe zu verwalten, und den Gläubigern und Le⸗ gatarien von ſeiner Verwaltung Rechnung abzulegen. Er kann nur dann angehalten werden, aus ſeinem eigenen Vermögen Zahlung zu leiſten, wenn er zuvor zur Ubergabe ſeiner Rechnung aufgefordert worden iſt, und dieſer Verbindlichkeit nicht in gehöriger Friſt Genü— ge geleiſtet hat. 12) Nach abgehörter Rechnung ¹³) kann er zur Zo lung aus ſeinem eigenen Vermögen nur bis zur n Berra⸗ ge der Summe angehalten werden, die er der Erbſcha maſſe ſchuldig bleibt. 8⁰ 4. Bey der ihm aufgetragenen Verwaltung haſ⸗ tet er nur für grobe Verſehen. 8⁰5. Zur Erbſchaft gehörige Mobilien kann er durch einen öffentlichen Beamten, in einer Verſeige rung, und nachdem die gewöhnlichen öffentlichen Anſchl und Bekanntmachungen vorhergegangen ſind, v erkaufen. Liefert er ſie in Natur zurück, ſo haftet er nur für die durch ſeine Na chl ſſigkeit verurſachte Verminderung 1 s Werthes und Beſchä digung. 8⁰00. Die Immobilien kann er nur unter Beobach⸗ tung der durch die Geſetze über das gerichtli iche Verfah⸗ ren vorgeſchriebenen Formen verkaufen(**); den dafür erhaltenen Preis muß er den hypothecariſchen Gläubi⸗ gern, die ſich gemeldet haben, anweiſen. 14) 8⁰7. Er iſt verbunden, den Gläubigern und an⸗ dem Intereſſenten, wenn ſie es fordern, für den Werth es in dem Inventarium begriffenen Mobiliarvermögens, und für den Theil der aus den Immobilien gelößten Gel hat. D. als nach eingetretenem Verzuge in Betreff der Rechnungsablegung, und weil er dieſer Verbind⸗ lichkeit kein Genuͤge geleiſtet hat. M. 13) Nach dem Abſchluſſe der Rechnung. L. u. D. Nach Juſtificirung der Rechnung. Nach Rechtfertig (Juſtification) der Rechnung 14) zu uͤbertragen. L. 324 L. III. T. I. Des Successions. meubles non déléguée aux créanciers hypoihé- caires. Faute par lui de fournir cette caution, les meubles sont vendus, et leur prix est déposé, ainsi que la portion non déléguée du prix des im- meubles, pour èêtre employés à Pacquit des char- ges de la succession.. 808. S'il y a des créanciers opposants, Phéri- tier bénéficiaire ne peut payer que dans l'ordre et de la manière réglés par le juge. S'il n'y a pas de créanciers opposants, il paye les créanciers et les légataires à mesure qu'ils se présentent. 8⁰9. Les créanciers non opposants qui ne se présentent qu'après l'apurement du compte et le paiement du reliquat, n'ont de recours à exercer que contre les légataires. Dans l'un et l'autre cas, le recours se prescrit par le laps de trois ans, à compter du jour de l'a- purement du compte, et du paiement du reliquat. 310. Les frais de scellés, s'il en a été appo- s6, d'inventaire et de compte, sont à la charge de la succession. SECTION IV. Dey SGuccesstons vacankes. 811. Lorsqu'après l'expiration des délais pour faire inventaire et pour délibérer, il ne se présen- te personne qui réclame une succession, qu'il n'y a pas d'héritier connu, ou que les héritiers connus y ont renoncé, cette succession est réputée va- cante. 3s B. ir T. Von der Erbfolge. 325 der, welcher den hypothecariſchen Gläubigern nicht an— gewieſen worden iſt, gute und zahlbare Bürgſchaft zu ſtellen.(*) Stellt er dieſe Bürgſchaft nicht, ſo werden die Mo⸗ bilien verkauft, und ihr Kaufpreis ſowohl, als der nicht angewieſene Theil der aus den Immobilien gelößten Gel⸗ der, wird hinterlegt, um zur Tilgung der Erbſchaftsla⸗ ſten verwendet zu werden. 806. Treten Gläubiger auf, welche(gegen die Auszahlung der Gelder) Einſprüche machen,(*†*) ſo kann der Beneficialerbe nur nach der von dem Richter zu beſtimmenden Ordnung und Weiſe zahlen. Macht kein Gläubiger Einſpruch, ſo zahlt er die Gläubiger und Legatarien nach der Ordnung, wie ſie ſich melden. 8⁰9. Gläubiger, die keinen Einſpruch eingelegt haben und ſich erſt nach abgehörter Rechnung und Aus⸗ zahlung des Rückſtandes melden, haben ihren Regreß nur gegen die Legatarien. In einem wie im andern Falle verjährt der Regreß nach Ablauf von drey Jahren, von dem Tage an gerech⸗ net, da die Rechnung abgehört und der Rückſtand ausge⸗ zahlt worden iſt. 810. Die Koſten der Verſiegelung(***), wenn eine Statt gefunden hat, des Inventariums und der Rechnungsablage fallen der Erbſchaftsmaſſe zur Laſt. Vierter Abſchnitt. Von erbloſen Verlaſſenſchaften. 811. Wenn nach Ablauf der Friſten, die zur Er⸗ richtung eines Inventariums und als Bedenkzeit geſtat⸗ tet ſind, niemand erſcheint, der auf die Erbſchaft An⸗ ſpruch macht, kein bekannter Erbe vorhanden iſt, oder die bekannten Erben der Erbſchaft entſagt haben, ſo wird die Verlaſſenſchaft als erblos angeſehen.(*£***) 326 L. III. T. I. Des Successions. 812. Le tribunal de première instance dans 'arrondissement duquel elle est ouverte, nomme un curateur sur la demande des personnes intéres- sées, ou sur la réquisition du procureur impérial. 813. Le curateur à une succession vacante est tenu, avant tout, d'en faire constater l'état par un inventaire: il en exerce et poursuit les droits; il répond aux demandes formées contre el- le; il administre, sous la charge de faire verser le numéraire qui se trouve dans la succession, ain- si que les deniers provenant du prix des meubles ou immeubles vendus, dans la caisse du receveur de la régie impériale, pour la conservation des droits, et à la charge de rendre compte à qui il appartiendra. 814. Les disposirions de la section 3 du pré- sent chapitre, sur les formes de l'inventaire, sur le mode d'administration et sur les comptes à ren- dre de la part de''héritier bénéficiaire, sont, au surplus, communes aux curateurs à successions vacantes. CHAPITRE VI. Du Paxtage et des Rapports. SECTION PREMIERE. De PAction en partage, et de sa forme. 815. Nul ne peut être contraint à demeurer dans l'indivision; et le partage peut être toujours provoqué, nonobstant prohibitions et conventions contraires On peut cependant convenir de suspendre le partage pendant un temps limité: cette conven- tion ne peut être obligatoire au-delà de cinq ans; mais elle peut Etre renouvelée.. 316. Le partage peut être demandé, mème quand l'un des cohéritiers aurait joui séparément de partie des biens de la succession, s'il my a eu 3s8 B. 1r T. Von der Erbfolge. 327 812. Das Gericht erſter Inſtanz, in deſſen Arron⸗ diſſement ſie eröffnet wurde, ernennt auf das Geſuch der Intereſſenten oder auf den Antrag des kaiſerlichen Procurators einen Curator. 815. Der Curator einer erbloſen Verlaſſenſchaft muß vor allen Dingen ihren Beſtand durch ein Inven⸗ tarium ausmitteln laſſen; er übt ihre Rechte aus, und macht ſie geltend; er antwortet auf die gegen ſie erhobe— nen Klagen; er führt die Verwaltung, unter der Oblie⸗ genheit, das in de Verlaſſenſchaft befindliche baare Geld, ſo wie die aus dem Verkaufe der Mobilien und Immobi⸗ lien gelöſten Gelder, in die Caſſe des Einnehmers der kaiſerlichen Einkünfte abzuliefern, um die Rechte der Intereſſenten zu erhalten, und unter der Verpflichtung den künftig Berechtigten Rechnung abzulegen. 814. Übrigens erſtrecken ſich die Verfügungen des dritten Abſchnittes des gegenwärtigen Capitels in Anſe⸗ hung der Form des Inventariums, der Art der Verwal⸗ tung, und der vom Beneficialerben abzulegenden Rechnun⸗ gen auch auf die Curatoren einer erbloſen Verlaſſenſchaf Sechſtes Capitel. Von der Theilung und der Collation. Erſter Abſchnitt. Von der Klage auf Theilung und deren Form. 9 815 Niemand kann gezwungen werden, in der Gemeinſchaft zu bleiben, und man kann je derzeit auf Thei⸗ lung antragen, aller entgegenſtehenden Verbote und Verträge ohngeachtet. Doch kann man dahin übereinkommen⸗ die Thei⸗ lung auf beſtimmte Zeit auszuſetzen; die e Übereinkunft kann nicht über fünf Jahre verbindlich ſeyn⸗ ſie kann aber erneuert werden 816. Die Theilung kann verlang gt werden, ſelbſt wenn einer der Miterben einen Theil des Nachlaſſes für ſich abgeſondert genoſſen hätte, ſo fern nur keine Thei⸗ 528 L. III. T. I. Des Successions. un acte de partage, ou possession suffisante pour acquérir la prescription. 3¹7. L'action en partage, à l'égard des cohé- ritiers mineurs ou interdits, peut être exercée par leurs tuteurs, spécialement autorisés par un conseil de famille. A l'égard des cohéritiers absents, l'action ap- partient aux parents envoyés en possession. 818. Le mari peut, sans le concours de sa femme, provoquer le partage des objets meubles ou immeubles à elle échus qui tombent dans la communauté: à l'égard des objets qui ne tombent pas en communauté, le mari ne peut en provo- quer le partage sans le concours de sa femme; il peut seulement, s'il a le droit de jouir de ses piens, demander un partage provisionnel. Les cohéritiers de la femme ne peuvent pro- voquer le partage définitif qu'en mettant en cause le mari et la femme. 819. Si tous les héritiers sont présents et ma- jeurs, l'apposition de scellés sur les effets de la succession n'est pas nécessaire, et le partage peut étre fait dans la forme et par tel acte que les par- ties intéressées jugent convenables. Si tous les héritiers ne sont pas présents, s'il y a parmi eux des mineurs ou des interdits, le scellé doit Stre opposé dans le plus bref délai, soit a la requèête des héritiers, soit à la diligence du procureur impérial au tribunal de première instan- ce, soit d'office par le juge de paix dans l'arron- dissement duquel la succession est ouverteK.. 820. Les créanciers peuvent aussi requérir T'apposition des scellés, en vertu d'un titre exécu- toire ou d'une permission du juge. (*) S. Art. 465 u. 466. (**) S. Art. 136 u. 137. (***) S. C. G. O. Art. 907 u. f. 15) als wenn ſie den Mann und die Frau zur Verhandlung zuziehen laſſen. M. Wenn Miterben einer Ehefrau auf gaͤnzliche Theilung antragen: ſo muͤſſen ſie beyde Ehe⸗ gatten belangen. E. 3s B. r T. Von der Erbfolge. 529 lungsurkunde, oder kein zur Verjährung hinreichender Beſitzer vorhanden iſt. 817. Die Klage auf Theilung kann in Anſehung minderjähriger oder interdicirter Miterben von deren Vormündern angeſtellt werden, wenn ſie von einem Fa⸗ milienrathe hiezu beſonders autoriſirt ſind.(*) In Anſehung abweſender Miterben ſteht die Klage den in den Beſitz eingewieſenen Verwandten zu.(*†*) 818. Der Ehemann kann ohne Mitwirken ſeiner Frau auf Theilung des ihr angefallenen beweglichen und unbeweglichen Vermögens, ſoweit es in die Güterge⸗ meinſchaft fällt, antragen; die Theilung ſolcher Sachen, die nicht in die Gemeinſchaft fallen, kann der Ehemann nicht ohne Mitwirken ſeiner Frau fordern; er kann nur eine proviſoriſche Theilung verlangen, wenn er das Recht hat, ihre Güter zu benutzen. Die Miterben der Frau können nicht auf eine defi— nitive Theilung antragen, ohne den Mann und die Frau zugleich vorladen zu laſſen. 15) 8¹⁰9. Sind alle Erben gegenwärtig und volljährig, ſo iſt die Verſiegelung des Nachlaſſes nicht nöthig, und die Theilung kann in jeder Form und auf jede Art 16), wie es die Intereſſenten für gut ſinden, vorgenommen werden. Sind nicht alle Erben anweſend, oder ſind Minder⸗ jährige oder Interdicirte unter ihnen, ſo muß die Ver⸗ ſiegelung ſo bald als möglich, entweder auf Anſuchen der Erben, oder auf Antrag des kaiſerlichen Procurators bey dem Gerichte erſter Inſtanz, oder auch von Amtswegen durch den Friedeusrichter des Arrondiſſements, wo die Eröſchaft eroffnet wurde, geſchehen.(†**) 820. Auch die Gläubiger können kraft ſolcher Ur⸗ kunden, die ein executiviſches Verfahren zu begründen im Stande 44 d 17), oder kraft einer Erlaubniß Richters die Verſiegelung verlangen. 16) mittels eines jeden Actes. D. durch jeden Act k. u. M. durch den Act. 8. durch jede von ihnen beliebte Urkunde. E. 17) Kraft eines erecutoriſchen Tite riſchen Rechtst ite ls. L. eines executoriſchen A S. einer executoriſchen Urkunde. M. einer in Haͤnden 9 ls. D. eines executo- —— L. III. T. I. Des Successions. 621. Lorsque le scellé a été apposé, tous créanciers peuvent y former opposition, encore qu'ils waient ni titre exécutoire ni permission du juge. Les formalités pour la levée des scellés et la confection de P'inventaire, sont réglées par les lois sur la procédure. 822. L'action en partage, et les contestations qui s'élèvent dans le cours des opérations, sont soumises au tribunal du lieu de T'ouverture de la succession. C'est devant ce tribunal qu'il est procédé aux licitations, et que doivent être portées les deman- des relatives à la garantie des lots entre coparta- geants et celles en rescision du partage. 323, Si l'un des cohéritiers refuse de consen- tir au partage, ou s'il s'élève des contestations, soit sur le mode d'y procéder, soit sur la manière de le terminer, le tribunal prononce comme en matière sommaire, ou commet, s'il y a lieu, pour les opérations du partage, un des juges, sur le rapport duquel il décide les contestations. 824. L'estimation des immeubles est faite par experts choisis par les parties intéressées, ou, à leur refus, nommés d'office. Le procès-verbal des experts doit présenter Jes bases de l'estimation: il doit indiquer si l'objet estimé peut être commodément partagé; de quelle manière; fixer enfin, en cas de division, chacune des parts qu'on peut en former, et leur valeur. 325. L'estimation des meubles, s'il n'y a pas eu de prisée faite dans un inventaire régulier, doit 6tre faite par gens à ce connaissant, à juste Prix et sans crue. habenden Urkunde, die ihnen das Recht giebt, auf Huͤlfs⸗ vollſtreckung anzutragen. E. 38 B. 1r T. Von der Erbfolge. 331 821. Iſt die Verſiegelung einmal geſchehen, ſo können alle Gläubiger Zahlungseinſprüche machen, wenn ſie auch weder eine das executiviſche Verfahren begrün⸗ e Urkunde noch die Erlaubniß des Richters für ſich Die bey der Entſiegelung un Inventariums zu beobachtenden durch die Geſetze über das gerich ſtimmt.(* 822. Die Klage auf Theilung und die Streitigkei⸗ ten, welche im Laufe dieſes Geſchäftes entſtehen, ge— hoͤren vor das Gericht des Ortes, wo die Erbſchaft eröff⸗ net worden iſt. Vor dieſem Gerichte wird zur Verſteigerung geſchrit⸗ ten, und vor daſſelbe gehören die Klagen auf Gewährlei— ſtung der Looſe unter den Miterben, ſo wie jene auf Wiederaufhebung(rescision) der Theilung. 823. Weigert ſich einer der Miterben, in die Thei⸗ lung einzuwilligen, oder entſtehen Streitigkeiten über die Art, wie dabey zu verfahren, oder wie ſie zu beendi gen ſey, ſo entſcheidet eben dieſes Gericht, wie in ſum— mariſchen Sachen, oder beauftragt, wenn es die Um⸗ ſtände erfordern, einen der Richter mit dem Theilungs geſchäfte, auf deſſen Vortrag es über die Streitigkeiten erkennt.(†*) 324. Die Abſchätzung der Immobilien geſchieht durch S Bachverſtändige, die von den Partheyen gewählt, der wenn dieſe ſich deſſen weigern, von Amtswegen er⸗ nannt werden. Das Protocoll der Sachverſtändigen muß angeben, worauf ſich die Abſchätzung gründet; es muß darin be⸗ merkt ſeyn, ob und wie das abgeſch Stück ſich füglich theilen laſſe; es ſoll endlich die Abtheilung geſchehen kann, jedes Loos, das ſich daraus machen läßt, und ſeinen Werth beſtimmen. Die Abſchätzung der Mobilien, wenn ſie nicht ſchon in einem regelmäßigen Inventarium taxirt worden ſind, geſchieht durch Sachverſtändige, nach ihrem wahren Werthe und ohne Aufgeld(sans crue). 2 d der Errichtung des 28 rmalitäten werden htliche Verfahren be⸗ 9' 8 er 51 (*) C. G. O. II. Thl. 2 B. 1. 2. u. 3. Cit. 332 L. III. T. I. Des Successions. 826. Chacun des cohéritiers peut demander sa part en nature des meubles et immeubles de la succession: néanmoins, s'il y a des créanciers saisissants ou opposants, ou si la majorité des co- héritiers juge la vente nécessaire pour l'acquit des dettes et charges de la succession, les meubles sont vendus publiquement en la forme ordinaire. 827. Si les immeubles ne peuvent pas se par- tager commodément, il doit èêtre procédé à la vente par licitation devant le tribunal. Cependant les parties, si elles sont toutes ma- jeures, peuvent consentir que la licitation soit fai- te devant un notaire, sur le choix duquel elles s'accordent. 828. Après que les meubles et les immeubles ont été estimés et vendus, s'il y a lieu, le juge com- missaire renvoie les parties devant un notaire dont elles conviennent, ou nommé d'office, si les par- ties ne s'accordent pas sur le choix. On procède, devant cet officier, aux comptes que les copartageants peuvent se devoir, à la for- mation de la masse générale, à la composition des lots, et aux fournissements à faire à chacun des copartageants. 829. Chaque cohéritier fait rapport à la mas- se, suivant les règles qui seront ci- après établies, des dons qui lui ont été faits, et des sommes dont il est débiteur. 830. Si le rappart n'est pas fait en nature, les cohéritiers à qui il est dů, prélèvent une por- tion égale sur la masse de la succession. Les prélèvements se font, autant que pos- sible, en objets de méme nature, qualité et bonté que les objets non rapportés en nature. *) S. Art. 1686 u. 1687. ( (*-*) S. C. G. O. Art. 976 u. f. 99 6 6 7 — ò ₰ — — 7 02 826. Jeder Miterbe kann ſeinen Antheil an den Mobilien und Immobilien der Verlaſſenſchaft in Natur verlangen; ſind jedoch Gläubiger vorhanden, welche das Vermögen mit Arreſt belegt, oder Zahlungseinſprüche gemacht haben, oder hält die Mehrzahl der Miterben den Verkauf für nöthig, um die Schulden und Laſten der Erbſchaft zu berichtigen, ſo werden die Mobilien öffent— lich und in der gewohnlichen Fo rm verkauft. 827. Laſſen ſich die Immobilien nicht wohl thei⸗ len, ſo ſoll vor dem Geri dte zur öffentlichen Verſteige⸗ rung derſelben geſchritten werden.(*) Die Partheyen können jedoch, wenn ſie alle volljäͤh⸗ rig ſind, dahin übereinkommen, daß die Verſteigerung vor einem von ihnen gewählten Notar geſchehe. 828. Nachdem die Mobilien und Immobilien ge⸗ ſchätzt und nöthigenfalls verkauft ſind, verweiſt der com— mittirte Richter die Partheyen vor einen von ihnen ge⸗ wählten, oder, wenn ſie ſich nicht über die Wahl verei⸗ nigen können, von Amtswegen ernannten Notar. Vor dieſem Beamten ſchreitet man zur Rechnungs— ablage, wozu die Miterben etwa unter einander verbun⸗ den ſind, zur Ausmittelung der ganzen Maſſe, zur Bil— dung der Looſe und zur Beſtimmung der einem jeden der Miterben(zu Gleichſtellung der Looſe) gebührenden Er⸗ gänzung. 13)(**) 829. Jeder Miterbe conferirt in die Maſſe die er— hal ltenen Geſchenke und die ſchuldigen Summen, nach den unten aufzuſtellenden Grundſätzen. 830. Geſchieht die Collation nicht in Natur, ſo nehmen die Miterben, welche ſie fordern können, einen gleichen Theil von der Erbſchaftsmaſſe zum Voraus weg. Die Vorausnahme geſchieht, ſo viel möglich, in Gegenſtänden, die mit den nicht in Natur conferir⸗ ten Sachen von gleicher Art, Beſchaffenheit und Güte ſind. 18) und Feſtſetzung desjenigen, was einem jeden der Mit⸗ erben ausgelie efert werden muß. D. u. M. und zur T ieferung eines jeden Mit-Theilhabenden. S. und ur Ablieferung an die Theilhaber. E. 334 L. III. T. I. Des Successions. 831. Apreès ces prélèvements, il est procédé, sur ce qui reste dans la masse, à la composition d'autant de lots égaux qu'il y a d'héritiers coparta- geants, ou de souches copartageantes. 832. Dans la formation et composition des lots, on doit éviter, autant que possible, de mor- celer les héritages et de diviser les exploitations; et il convient de faire entrer dans chaque lot, s'il se peut, la mêème quantité de meubles, d'im- meubles, de droits ou de créances de mèême nature et valeur. 833. L'inégalité des lots en nature se com- pense par un retour, soit en rente, soit en argent. 834. Les lots sont faits par l'uun des cohéri- tiers, s'ils peuvent convenir entre eux sur le choix, et si celui qu'ils avaient choisi accepte la commission: dans le cas contraire, les lots sont faits par un expert que le juge commissaire désigne. Ils sont ensuite tirés au sort. 835. Avant de procéder au tirage des lots, chaque copartageant est admis aà proposer ses ré- clamations contre leur foxmation. 836. Les règles établies pour la division des masses à partager, sont également observées dans la subdivision à faire entre les souches copartage- anteées. 1 837. Si, dans les opérations renvoyées de- vant un notaire, il s'élève des contestations, le no- taire dressera procès-verbal des difficultés et des dires respectifs des parties, les renverra devant le commissaire nommé pour le partage; et, au sur- plus, il sera procédé suivant les formes prescrites par les lois sur la procédure.. 338. Si tous les cohéritiers ne sont pas prée- sents, ou s'il y a parmi eux des interdits, ou des mineurs, mèême émancipés, le partage doit être fait en justice, conformément aux règles prescrites B. 11r T Von der Erbfolge. 959 831. Sind dieſe Gegenſtände zum Voraus wegge nommen, ſo werden aus der noch übrigen Maſſe ſo viel gleiche Looſe gemacht, als theilnehmende Erben oder Stämme vorhanden ſind. 832. Bey Bildung und Beſtimmung der Looſe ſoll man die Zerſtückelung der Grundſtücke, und die Verthei⸗ lung der Benutzung einer Sache ¹⁹) möglichſt vermei⸗ den, auch muß man ſuchen, in jedes Loos, wo möglich, einen gleichen Betrag an beweglichen und unbeweglichen Gütern,( chtſamen und Forderungen von gleicher Art und von gleichem Werthe zu bringen 35 O gleichheit der Looſe an in J theilten Gegenſtänden wird durch Herausgabe von Ren⸗ ten oder baarem( 834. Die Looſe werden von einem der Miterben gemacht, wenn dieſe über die Wahl einig werden kön⸗ nen und wenn der Gewählte den Auftrag annimmt; widrigenfalls macht die Looſe ein von dem committirter Richter ernannter Sachkundiger. Hierauf werden die Looſe gezogen. 835. Ehe man zur Ziehung der Looſe ſchreitet, kann jeder Intereſſent gegen die Art, wie ſie gebildet ſind, ſeine Einwendungen vorbringen. 836. Die für die Theilung ganzer Erbſchaftsmaſſen vorgeſchriebenen Regeln ſind auch bey der Unterabtheilung unter den mittheilenden Stämmen zu beobachten. 837. Wenn bey den an einen Notar verwieſenen Zeſchäften Streitigkeiten entſtehen, ſo nimmt der No⸗ tar über die ſtreitigen Puncte und das gegenſeitigen Vor bringen der Partheyen ein Protocoll auf, und verweiſt ſie an den Erbvertheilungscommiſſär: übrigens wird in der in den Geſetzen über den Prozeß vorgeſchriebenen Form verfahren. 638. unter ihnen nicht alle Erben anweſend, oder ſind Interdicirte oder Minderlährige, wenn letz⸗ tere auch ſchon emancipirt wären, ſo muß die The ilung gerichtlich und in Gemäßheit der Vorſchriften, die im 819. 19) vermeiden die Anlagen zu theilen L. Zertheilung der Wirtſchaften vermeiden.§. die Trennung der nutzba⸗ ren Bearbeitung einer Sache vermeiden. E. 336 L. III. T. I. Des Successions. par les articles 819 et suivants, jusques et compris Particle précédent. S'il y a plusieurs mineurs qui aient des intérèts opposés dans le partage, il doit leur èêtre donné à chacun un tuteur spécial et par- ticulier. 339. S'il y a lieu à licitation, dans le cas du précédent article, elle ne peut ètre faite qu'en justice avec les formalités prescrites pour Paliéna- tion des biens des mineurs. Les étrangers y sont toujours admis. 840. Les partages faits conformément aux règles ci-dessus prescrites, soit par les tuteurs, avec l'autorisation d'un conseil de famille, soit par les mineurs émancipés, assistés de leurs curateurs, soit au nom des absents ou non présents, sont dé- knitifs: ils ne sont que provisionnels, si les règles prescrites n'ont pas été observées. 841. Toute personne, même parente du dé- funt, qui n'est pas son successible, et à laquelle un cohéritier aurait cédé son droit à la succession, peut être écartée du partage, soit par tous les co- héritiers, soit par un seul, en lui remboursant le prix de la cession. 342. Apreès le partage, remise doit étre faite a chacun des copartageants, des titres particuliers aux objets qui lui seront échus. Les titres d'une propriété divisée restent à celui qui a la plus grande part, à la charge d'en aider ceux de ses copartageants qui y auront inté- reêt, quand il en sera requis. Lies titres communs à toute Phérédité sont re- mis à celui que tous les héritiers ont choisi pour en être le dépositaire, à la charge d'en aider les co- 38 B. 1r T. Von der Erbfolge. 337 und den folgenden Artikeln, bis zum vorhergehenden ein⸗ ſchließlich 0), enthalten ſind, vorgenommen werden. Sind mehrere Minderjährige vorhanden, die bey der Cheilung ein entgegengeſetztes Intereſſe haben, ſo muß jedem von ihnen ein beſonderer Specialvormund beſtellt werden. 839. Muß im Falle des vorhergehenden Artikels zu einer öffentlichen Verſteigerung geſchritten werden, ſo kann ſie nicht anders als gerichtlich und in der für die Veräußerung der Güter eines Minderjährigen vorge⸗ ſchriebenen Form geſchehen. Fremde müſſen immer da⸗ bey zugelaſſen werden. 8 40. Die in Gemäßheit vorſtehender Vorſchriften entweder von Vormündern unter der Autoriſation des Familienrathes, oder von emancipirten Minderjährigen unter dem Beyſtande ihrer Curatoren, oder im Namen von Abweſenden oder nicht gegenwärtigen Perſonen ge⸗ machten Theilungen ſind definitiv*r); wurden dagegen die vorgeſchriebenen Regeln nicht beobachtet, ſo ſind ſie nur proviſoriſch. 841. Ein jeder, wäre er auch ein Verwandter des Verſtorbenen, der nicht ſelbſt zur Erbfolge berechtiget iſt, dem aber ein Miterbe ſein Erbrecht abgetreten hat, kann von ſämmtlichen oder auch von einem einzelnen Miterben von der Theilung ausgeſchloſſen werden, wenn man ihm das erſtattet, was er für die Abtretung gegeben hat. 842. Nach vollzogener Theilung müſſen jedem Mit⸗ erben die Urkunden ausgeliefert werden, die ſich auf die ihm zugefallenen Gegenſtände beſenders beziehen. Urkunden, die ein getheiltes Eigenthum betreffen, bleiben demjenigen, der den gröſten Theil davon erhält, unter der Bedingung, denjenigen ſeiner Miterben, die dabey intereſſirt ſind, auf Verlangen damit auszuhelfen. Urkunden, die auf die ganze Erbſchaft Bezug haben, werden demjenigen eingehändiget, den alle Erben zu de ren Aufbewahrung erwählt haben, unter der Bedingung den Miterben, ſo oft ſie es verlangen, damit auszuhel 20) bis zum gegenwärtigen, mit Einſchluß deſſelben E. 21) unwiderruflich(definitip). E. Cod. N. 1.B. 22 — — — —— 338 L. III. T. I. Des Suoccessions. partageants, à toute réquisition. S'il y a difficulté sur ce choix, il est réglé par le juge. SECTION II. Des Rapports. 343. Tout héritier, même bénéficiaire, ve- nant à une succession, doit rapporter à ses cohé- ritiers tout ce qu'il a requ du défunt, par donation entre-vifs, directement ou indirectement: il ne peut retenir les dons ni réclamer les legs à lui faits par le défunt, à moins que les dons et legs ne lui aient été faits expressément par préciput et hors part, ou avec dispense du rapport. 344. Dans le cas mèême ouù les dons et legs auraient été faits par préciput ou avec dispense du rapport, l'héritier venant à partage ne peut les re- tenir que jusqu'à concurrence de la quotité dispo- nible: l'excédant est sujet à rapport. 345. Lhéritier qui renonce à la succession, peut cependant retenir le don entre-vifs, ou ré- clamer le legs à lui fait, jusqu'à concurrence de la portion disponible. 846. Le donataire qui n'était pas héritier pré- somptif lors de la donation, mais qui se trouve successible au jour de l'ouverture de la succession, doit également le rapport, à moins que le donateur ne l'en ait dispensé. 345. Les dons et legs faits au fils de celui qui se trouve successible à l'époque de Pouverture de ) S. Art. 919. 22) durch Schenkung unter den Lebenden unmittelbar er⸗ halten hat. E. 38 B. 1r T. Von der Erbfolge. 359 fen. Kann man ſich uͤber die Wahl nicht einverſtehen, ſo wird ſie durch den Richter beſtimmt. Zweyter Abſchnitt. Von der Collation. 843. Jeder Erbe, der zur Erbfolge gelangt, ſelbſt er Benefſicialerbe, iſt verbunden, ſeinen Miterben alles zu conferiren, was er von dem Verſtorbenen durch Schen⸗ kung unter den Lehrunden unmittelbar oder mittelbar er⸗ halten hat 22); er kann weder die Geſchenke behalten, noch die Vermäch tniſſe in Anſpruch nehmen, die der Ver⸗ ſtorbene ihm gemacht hat, wenn ihm nicht dieſe Ge— ſchenke und Vermächtniſſe ausdrücklich zum Voraus und auſſer ſeinem Erbtheile, oder unter Erlaſſung der Colla tion ertheilt worden ſind.(†) 844. Sogar in dem Falle, wo die Geſchenke und Vermächtniſſe zum Voraus oder unter Erlaſſung der Col⸗ lation ertheilt wurden, kann der zur Theilung gelangende Erbe ſie nur bis zum Betrage des Vermögenstheils 23) behalten, über welchen der Verſtorbene verfügen konnte; der Überſchuß iſt der Collation unterworfen. 845. Der Erbe, welcher der Erbſchaft entſagt, kann demohngeachtet bis zum Betrage des Vermögens⸗ theils, über welchen der Verſtorbene verfügen konnte, die ihm unter Lebenden geſchenkten Gegenſtände behal⸗ ten, oder auf die ihm zugedachten Vermächtniſſe An⸗ ſpruch machen. 846. Der Geſchenknehmer, welcher zur Zeit der Schenkung kein Präſumtiverbe war, am Tage der Er öffnung der Erbſchaft aber zur Erbfolge berechtiget iſt ²4), iſt gleichfalls zur Collation verbunden, wenn ihm der Ge⸗ ſchenkgeber dieſelbe nicht erlaſſen hat. 847. Was dem Sohne desjenigen, der zur Zeit der Eröffnung der Erbſchaft zur Erbfolge berechtiget iſt, ge⸗ ſchenkt oder vermacht worden iſt, das wird immer ſo an 5 „ 1 ) nur nach Ve erhaͤltniß de 24) aber am Tage der Eroͤffaung der Erbſchaft erbfaͤh 9 war. S. 22 340 L. III. T.II. Des Successions. la succession, sont toujours réputés faits avec dis- pense du rapport. Le père venant à la succession du donateur, n'est pas tenu de les rapporter. 848. Pareillement, le fils venant de son chef à la succession du donateur, n'est pas tenu de rap- porter le don fait à son pèere, mème quand il aurait accepté la succession de celui-ci: mais si le fils ne vient que par représentation, il doit rapporter ce qui avait été donné à son père, même dans le cas ou il aurait répudié sa succession. 349. Les dons et legs faits au conjoint d'un époux successible, sont réputés faits avec disbense du rapport. Si les dons et legs sont faits conjointement à deux époux, dont l'un seulement est successible, celui-ci en rapporte la moitié; si les dons sont faits à l'époux successible, il les rapporte en entier. 850. Le rapport ne se fait qu'à la succession du donateur. 851. Le rapport est dù de ce qui a été em- ployé pour l'établissement d'un des cohéritiers, ou pour le paiement de ses dettes. 852. Les frais de nourriture, d'entretien, d'éducation, d'apprentissage, les frais ordinaires d'équipement, céux de noces et présents d'usage, ne doivent pas ètre xapportés.. 853. II en est de meme des profits que Théri- lier a pu retirer des conventions passées avec le défunt, si ces conventions ne présentaient aucun avantage indirect, lorsqu'elles ont été faites. 35 ½. Pareillement, il n'est pas dù de rapport pour les associations failes sans fraude entre le dé- 25) Auch wenn der Vater zur Erbſchaft des Geſchenkge⸗ bers gelangte: iſt er dennoch nicht verbunden, derglei⸗ chen Geſchenke einzuwerfen(zu conferiren) L. 8 T d r Pfofa 3 3s B. ir T. Von der Erbfolge. 541 geſehen, als wäre es unter Erlaſſung der Collation er⸗ theilt worden. Der den Geſchenkgeber beerbende Vater iſt nicht verbunden, es zu conferiren.*²5) 848.„Eben ſo iſt der Sohn, wenn er kraft eigenen Rechtes zur Erbfolge des Geſchenkgebers gelangt, nicht verbunden, die ſeinem Vater gemachten Geſchenke zu con⸗ feriren, wenn er auch gleich den Nachlaß ſeines Vaters angenommen haben ſollte; gelangt aber der Sohn nur vermöge des Repräſentationsrechtes zur Erbfolge, ſo muß er alles, was ſeinem Vater geſchenkt worden iſt, ſelbſt dann conferiren, wenn er deſſen Erbſchaft ausge⸗ ſchlagen hat. 849. Iſt einer von beyden Ehegatten zur Erbfolge berechtiget, dem andern aber etwas geſchenkt oder ver⸗ macht worden, ſo wird dieß ſo angeſehen, als wäre es unter Erlaſſung der Collation erthellt. Iſt beyden Ehegatten zuſammen etwas geſchenkr oder vermacht worden, aber nur einer zur Erbfolge be⸗ rechtiget, ſo muß dieſer die Hälfte conferiren. Sind die Geſchenke dem zur Erbfolge berechtigten Ehegatten ge⸗ macht worden„ſo conferirt er ſie ganz. ( 850. Die Collation geſchieht bloß zur Erbſchaft des Geſch eufgebers. 85¹. Was zum Etabliſſement eines der Miterben, 1 Bezahlung ſeiner Schulden verwendet worden as muß conferirt werden. 852. Koſten der Ernährung, des Unterhalts und der Erziehung, Lehrgelder, gewöhnliche Koſten der Aus⸗ ſtattung, die der Hochzeit und übliche Geſchenke ²⁶) werden nicht con 853. Eben ſor verhält es ſich mit dem Gewinn, welchen etwa der Erbe aus Verträgen, die er mit dem Verſtorbenen geſchloſſen hatte, erlangt hat, wenn nur dieſe Verträge zur Zeit ihres Abſchluſſes auf keine mit⸗ telbare Begünſtigung abzielten. 854. Eben ſo hat keine Collation wege ſchen dem V Verſtorbene n und einem ſeiner Er en eines zwi— ben ohne Ge⸗ 26) die gewoͤ zeitskoſten woͤhnliche Ko uͤbltche Hoch; eitg ſch keane fuͤr Kleidung„ die Hoch⸗ blichen Geſchenke. 8. ge⸗ Vetung und Hochzett, ſo wie 342 L. III. I. I. Des Successions. funt et l'un de ses héritiers, lorsque les conditions en ont été réglées par un acte authentique. 855. L'immeuble qui a péri par cas fortuit et sans la faute du donataire, n'est pas sujet à rap- port. 856. Les fruits et les intérêts des choses su- jettes à rapport ne sont dus qu'à compter du jour de l'ouverture de la succession. 357. Le rapport n'est duù que par le cohéritier à son cchéritier; il n'est pas dú aux légataires ni aux créanciers de la succession. 858. Le rapport se fait en nature ou en moins prenant. 859. Il peut être exigé en nature, à l'égard des immeubles, toutes les fois que l'immeuble don- né n'a pas été aliéné par le donataire, et qu'il n'y a pas, dans la succession, d'immeubles de même nature, valeur et bonté, dont on puisse former des lots à-peu-près égaux pour les autres cohéri- tiers. 860. Le rapport n'a lieu qu'en moins prenant, quand le donataire a aliéné l'immeuble avant l'ou- verture de la succession; il est dü de la valeur de l'immeuble à l'époque de l'ouverture. 361. Dans tous les cas, il doit éêtre tenu compte au donataire, des impenses qui ont amẽélioré la chose, eu égard à ce dont sa valeur se trouve augmentée au temps du partage. — 862. II doit être pareillement tenu compte au donataire, des impenses nécessaires qu'il a faites pour la conservation de la chose, encore qu'elles n'aient point amélioré le fonds. — —.— 5. r, 1. 3s B. 1r T. Von der Erbfolge. 345 fährde geſchloſſenen Geſellſchaftsvertrages Statt, wenn deſſen Bedingungen in einer öffentlichen Urkunde be⸗ ſtimmt worden ſind. 855. Eine unbewegliche Saihe, welche durch blo ßen Zufall, und ohne Verſchulden des Geſchenknehmers zu Grunde gegangen iſt, iſt der Collation nicht unter⸗ worfen. 856. Die Früchte und Zinſen von den der Colla⸗ tion unterworfenen Gegenſtänden ſind nur von dem Ta ge der Eröffnung der Erbſchaft an zu vergüten. 857. Nur ein Miterbe iſt dem andern zur Colla⸗ tion verbunden; ſie gebührt weder den Legatarien, noch den Erbſchaftsgläubigern. 858. Die Collation geſchieht entweder in Natur, oder dadurch, daß man(bey der Theilung) weniger erhält. 859. Daß Natur geſchehe, kann jedesmal verlangt werden, wenn das geſchenkte unbewe koliche Gut von dem Geſchenkneh⸗ mer nicht veräuſſert worden iſt, und ſich in der Erb⸗ ſchaft keine andere mnuns obilie n ven gleicher Art, Güte und Werth befinden, woraus man ungefähr gleiche Loo die übrigen Miterben bilden könnte. 360. Hat der Geſchenknehmer das unbewegliche Gut vor eröffneter Erbſchaft veräuſſert, ſo findet nur ei⸗ ne Collation durch Abzug Statt ²27); dieſer Abzug iſt nach dem Werthe, den das unbewegliche Gut zur Zeit der Eröffnung der Erbſchaft hatte, zu beſtimmen. 861. In jedem Falle müſſen dem Geſchenknehmer die Koſten, welche er auf Verbeſſerung der Sache ver⸗ wendet hat, ſoweit vergütet werden, als der Werth der Sache zur Zeit der Theilung wirklich erhöht befunden wird. 862. Eben ſo müſſen dem Geſchenknehmer die noth⸗ wendigen Koſten, die er zur Erhaltu uung der Sache ver⸗ wendet hat, vergütet werden, wenn auch die Sache ſelbſt dadurch nicht verbeſſert worden iſt. die Collation unbeweglicher Güter in ka 8 be eſc 27) Die Collation durch welche man weniger zieht, hat nur 9 daun der Schenknehmer ꝛc. 8. Nur tatt, wenn d wen Empfänge er— veraͤuſſert hat, erfolgt dießfalls 32 4 die Collation durch Abzug auf das herauszugebende Erbtheil. E. 1 4 — — — 544 L. III. T. I. Des Successions. 363. Le donataire, de son côté, doit tenir compte des dégradations et détériorations qui ont diminué la valeur de l'immeuble, par son fait ou par sa faute et négligence. 864. Dans le cas ou l'immeuble a été aliéné par le donataire, les améliorations ou dégradations faites par P'acquéreur doivent être imputées con- formément aux trois articles précédents. 865. Lorsque le rapport se fait en nature, les biens se réunissent à la masse de la succession, francs et quittes de toutes charges créées par le donataire; mais les créanciers ayant hypothèque peuvent intervenir au partage, pour s'opposer à ce que le rapport se fasse en fraude de leurs droits, 866. Lorsque le don d'un immeuble fait à un successible avec dispense du rapport, excède la portion disponible, le rapport de l'excédant se fait en nature, si le retranchement de cet excédant peut s'opérer commodément. Dans le cas contraire, si l'excédant est de plus de moitié de la valeur de l'immeuble, le donataire doit rapporter l'immeuble en totalité, sauf à pré- lever sur la masse la valeur de la portion dispo- nible: si cette portion excède la moitié de la valeur de l'immeuble, le donataire peut retenir l'im- meuble en totalité, sauf à moins prendre, et à re- compenser ses cohéritiers en argent ou autrement. 367. Le cohéritier qui fait le rapport en na- ture d'un immeuble, peut en retenir la possession — 3s B. 1r T. Von der Erbfolge. 345 863. Dagegen muß der Geſchenknehmer die Ver⸗ ringerungen und Beſchädigungen des unbeweglichen Gu⸗ tes vergüten, wenn der Werth deſſelben durch ſeine Handlung oder durch ſeine Schuld oder Nachläſſigkeit vermindert worden iſt. 86 4. Iſt das unbewegliche Gut von dem Geſchenk⸗ nehmer veräuſſert worden, ſo ſind die von dem Erwerber gemachten Verbeſſerungen oder Verringerungen, nach Maßgabe der drey vorhergehenden Artikel, in Aufrechnung zu bringen. 865. Geſchieht die Collation in Natur, ſo werden die Güter, frey von allen Laſten,: womit ſie der Ge ſchenkne ehmer etwa beſchwert hat(*†), mit der Erbſchafts⸗ maſſe vereiniget; doch können die hypot thecariſchen Gläu⸗ biger bey der Theilung als Intervenienten auftreten, um zu verhindern, daß die Collation zu Beeinträchtigung ih rer Rechte geſchehe. Bs Wenn einem zur Erbfolge Berechtigten ein unbewegliches Gut unter Erlaſſung der Collation ge⸗ ſchenkt Aihes iſt, dieſe Schenkung aber denjenigen Ver⸗ mögenstheil überſteigt, über welchen der Erblaſſer ver⸗ fügen konnte ²s), ſo wird der Uberſchuß in Natur con⸗ ferirt, wenn er ſich füglich von dem Übrigen trennen läßt. Iſt dieß nicht wohl möglich, und überſteigt der Über⸗ ſchuß den halben Werth des unbeweglichen Gutes, ſo muß der Geſchenknehmer daſſelbe ganz conferiren, wobey er je⸗ doch berechtiget bleibt, den Werth desjenigen Theils, über welchen der Erblaſſer verfügen konnte, aus der Maſſe nun Voraus wegzunehmen; überſteigt dieſer Theil den halben Werth des unbeweglichen Gutes, ſo kann der Ge— ſchenknehmer daſſelbe ganz behalten, wogegen er bey der Theilung ſoviel weniger erhält, und ſeine Miterben ent⸗ weder in baarem Gelde oder auf andere Weiſe ent⸗ ſchädiget. 867. Der Miterbe, der ein unbewegliches Gut in Natur zu conferiren hat, kann daſſelbe ſo lange in Beſitz behalten, bis ihm die Summen wirklich vergütet ſind, (*) S. Art. 929. 28) gleichwohl aber die Schenkung mehr betraͤgt, als der Theil ſeines Vermögeus, uber welchen er zu ver⸗ fuͤgen berechtiget aſt. E. —— — 546 L. III. T. I. Des Successions. jusqu'au remboursement effectif des sommes qui lui sont dues pour impenses ou améliorations. 868. Le rapp ort du mobilier ne se fait qu'en moins prenant. II se fait sur le pied de la valeur du mobilier lors de la donation, d'après l'état esti- matif annexé à l'acte; et à défaut de cet état, d'après une estimation parx experts, à juste prix et sans crue. 869. Le rapport de l'argent donné se fait en moins prenant dans le numéraire de la succession. En cas d'insuffisance, le donataire peut se dis- penser de rapporter du numéraire, en abandonnant, jusqu'à due concurrence, du mobilier, et à défaut de mobilier, des immeubles de la succession. SEoTIoN III. Du Paiement des Dettes. 870. Les cchéritiers contribuent entre eux au paiement des dettes et charges de la succession, chacun dans la proportion de ce qu'il y prend. 371. Le légataire à titre universel contribue avec les héritiers, au prorata de son émolument: mais le légataire particulier n'est pas tenu des det- tes et charges, sauf toutefois l'action hypothécaire sur immeuble légué. 872. Lorsque des immeubles d'une succession sont grevés de rentes par hypothèque spéciale, cha- cun des cohéritiers peut exiger que les rentes soient remboursées et les immeubles rendus libres avant. qu'il soit procédé à 2a formation des lots. Si les (*) S. Art. 948. (**) S. Art. 10roO u. 1012. 29) zu billigen Preiſen und ohne Aufſchlag. L. nach dem A weitere Erhoͤhung. D. auf Poothe wahren Werthe und ohne 5 ⸗ — 5 3s8 B Von der Erbfolge. 347 die ihm für verwendete Koſten oder Verbeſſerungen ge⸗ bühren. 368. Mobilien werden nur dadurch conferirt, daß man ſoviel weniger(aus dem Nachlaſſe) erhält. Man legt hiebey den Werth zum Grund e, den die Mobilien zur Zeit der Schenkung, nach der der Schenkungsur⸗ kunde beygefügten Abſchätzung(*†), oder in deren Er⸗ mangelung, nach einer von Sachverſtändi igen nach dem wahren Werthe und ohne Aufgeld ²*⁹) gemachten Taxa⸗ tion gehabt haben 869. Geſchenktes Geld wird dadurch conferirt, daß man ſo viel weniger von dem hinterlaſſenen baaren Gel⸗ de erhält. Reicht dieſes dazu nicht hin, ſo kann der Geſchenk— nehmer ſich von der Collation in baarem Gelde dadurch befreyen, daß er bis zu deſſen Betrag in Mobi lien, oder in deren Ermangelung, in Immobilien der Erbſchaft zurückſteht. ³⁰) Dritter Abſchnitt. Von der Zahlung der Schulden. 870. Die Miterben tragen unter einander zur Zah⸗ lung der Schulden und Laſten der Erbſchaft bey, jeder nach Verhältniß deſſen, was er aus derſelben empfängt. 871. Der unter einem Univerſaltitel eingeſetzte Le— gatar trägt nebſt den Erben nach Verhältniß des ihm zugefallenen Vortheils bey(**); der Particularlegatar hingegen haftet für keine Schulden und Laſten, unbeſcha— det jedoch der hypothecariſchen Klage, die in Hinſicht des vermachten unbeweglichen Gutes angeſtellt werden kann. 872. Sind erbſchaftliche Immobilien durch Spe⸗ cialhypothek mit Renten beſchwert, ſo kann jeder Miter⸗ be verlangen, daß, bevor zur Bildung der Looſe geſchrit— ten wird, die Renten getilgt und die Immobilien frey gemacht werden. Theilen die Erben den Nachlaß in dem billige Weiſe ohne Erhoͤhung. M. wobey der wahre und genaueſte Preis anzugeben iſt. S. 30) Möbel— zuruͤcklaͤßt. L. Mobnlien— hergibt. D. Mobilien— herausgibt. E. 346 L. III. T. I. Des Successions. cohéritiers partagent la succession dans l'état oiu elle se trouve, l'immeuble grevé doit être estimé au méème taux que les autres immeubles; il est fait déduction du capital de la rente sur le prix total; T'héritier dans le lot duquel tombe cet immeuble, demeure seul chargé du service de la rente, et il doit en garantir ses cohéritiers. 873. Les héritiers sont tenus des dettes et charges de la succession, personnellement pour leurx part et portion virile, et hypothécairement pour le tout; sauf leur recours, soit contre leurs cohéritiers, soit contre les légataires universels, aà raison de la part pour laquelle ils doivent y con- tribuer. 87. Le légataire particulier qui a acquitté la dette dont l'immeuble légué était grevé, demeure subrogé aux droits du créancier contre les héritiers et successeurs à titre universel. 875. Le cohéritier ou successeur à titre uni- versel, qui, par l'effet de'hypothèque, a payé au-delà de sa part de la dette commune, n'a de re- cours contre les autres cohéritiers ou successeurs à titre universel, que pour la part que chacun d'eux doit personnellement en supporter, même dans le cas ou le schéritier qui a payé la dette se serait fait subroger aux droits des créanciers, sans préjudice néanmoins des droits d'un cohéritier qui, par l'effet du bénéfice d'inventaire, aurait conservé la faculté de réclamer le paiement de sa créance personnelle, comme tout autre créancier. 876. En cas d'insolvabilité d'un des cohéri- tiers ou successeurs à titre universel, sa part dans la dette hypothécaire est répartie sur tous les au- tres, au marc le franc. b 377. Les titrés exécutoires contre le défunt sont pareillement exécutoires contre''héritier per- B. 1r T. Von der Erbfolge. 599 Zuſtande, worin er ſich befindet, ſo wird das belaſtete unbewegliche Gut nach eben dem Fuße, wie die andern Immebilien geſchätzt, und das Capital der Rente von dem ganzen Werthe abgezogen; der Erbe, in deſſen Loos die⸗ ſes unbewegliche Gut fällt, bleibt allein zur Zahlung der Rente verbunden, und muß ſeinen Miterben dafür haften. 873. Für die Schulden und Laſten der Erbſcha haften die Erben, perſönlich, jeder nach Verhältniß d ihm zugefallenen Erbtheils, und hyvotheeariſch für das Ganze(*†), letzteres jedoch mit Vorbehalt des Regre ſes ſowohl gegen ihre Miterben, als gegen die Univerſall gatarien, in Anſehung des Theils, den dieſe dazu beyzu⸗ tragen verbunden ſind. 874. Der Particularlegatar, welcher die auf dem ihm vermachten unbeweglichen Gut haftende Schuld ge⸗ tilgt hat, tritt dadurch in die Rechte der Gläubiger ge— gen die Erben und Univerſalnachfolger.(*†*) 875. Der Miterbe oder Univerſalnachfolger, der zu Tilgung einer(auf ſeinem Erbtheil haftenden) Hy⸗ pothek mehr als ſeinen Antheil an der gemeinſchaftlichen Schuld gezahlt hat, hat gegen die andern Miterben und Univerſalnachfolger nur in ſo fern den Regreß, als jeder von ihnen für ſeine Perſon dazu beyzutragen verbunden iſt, ſelbſt in dem Falle, wo der Miterbe, welcher die Schuld getilgt hat, ſich die Rechte des Gläubigers hätte abtreten laſſen,(†**) unbeſchadet jedoch der Rechte eines Miterben, der durch die Rechtswohlthat des Inven⸗ tariums das Recht behalten hat, die Zahlung ſeiner per⸗ ſönlichen Jerderung⸗, gleich jedem anderen Gläubiger, zu verlangen.(**†**) 876. Si einer der Miterben oder Univerſalnachfol⸗ ger zahlungsunfähig, ſo wird ſein Antheil an der hypo⸗ thecariſchen Schuld unter alle andere nach Verhältniß ih⸗ rer Antheile vertheilt. 377. Urkunden, welche gegen den Verſtorbenen das executiviſche Verfahren hätten begründen können, 2 2₰. . G A ) S. Art. 1213 Ul. 1214 *) S. Art. 1251. 4) 350 L. III. T. I. Des Successions. sonnellement; et néanmoins les créanciers ne pour- ront en poursuivre l'exécution que huit jours après la signification de ces titres à la personne ou au domicile de l'héritier. 878. IIs peuvent demander, dans tous les cas, et contre tout créancier, la séparation du pa- trimoine du défunt d'avec le patrimoine de l'hé- ritier. 879. Ce droit ne peut cependant plus être exercé, lorsqu'il y a novation dens la créance con- tre le défunt, p par l'acceptation de P'héritier pour débiteur. 880. IIse prescrit, elativement aux meubles, par le laps de trois ans. A l'égard des immeubles, l'action peut être exercde tant qu'ils existent dans la main de l'héri- tier. 881. Les créanciers de l'héritier ne sont point admis à demander la séparation des patrimoines contre les créanciers de la succession. 882. Les créanciers d'un copartageant, pour éviter que le e partage ne soit fait en fraude de leurs droits, peuvent s vopposer à ce qu'il y soit procédé hors de leur présence: ils ont le droit d'y interve- nir à leurs frais; mais ils ne peuvent atte uer un partage consommé, à moins toutefois qu„il n' Y ait été procédé. sans eux et au préjudice d' bne opposi- tion qu'ils auraient formée. SECTION IV. Des eſfets du Partage, et de la garantie des Pots. 883. Chaque cohéritier est censé avoir succé dé seul et immédiatement à tous les effets compris (*) S. Art. 2111. (**) S. Art. 1271. 3 3s B. 1r T. Von der Erbfolge. ¶◻ haben die nämliche Wirkung gegen die Erben; doch kön⸗ nen die Gläubiger erſt acht Tage, nachdem ſie dieſe Ur— kunden dem Erben in Perſon oder in ſeinem Wohnorte haben inſinuiren laſſen, die Execution nachſuchen. 878. Sie können in jedem Falle und gegen jeden Glaͤubiger darauf antragen, daß das Vermögen des Ver⸗ ſtorbenen von dem Vermögen des Erben getrennt wer⸗ (*) 879. Dieſes Recht kann aber nicht mehr ausgeüubt verden, wenn man den Erben als Schuldner angenom⸗ men hat, und dadurch mit der Forderung, die man an den Verſtorbenen hatte, eine Novation vorgegangen iſt.(**) 88⁰0. Es wird in Anſehung der Mobilien durch Ab lauf von drey Jahren verjährt. In Anſehung der Immobilien kann die Klage ſo lange angeſtellt werden, als ſich dieſe in der Gewalt des Erben befinden. 8831. Die Gläubiger des Erben ſind nicht berechti⸗ get, die Vermögensabſonderung gegen die Erbſchafts⸗ gläubiger zu verlangen. 882. Die Gläubiger eines Mikerhen können, um zu verhüten, daß die Theilung nicht zu Beeinträchtigung ihrer Rechte geſchehe, Einſpruch dagegen machen, daß auſſer ihrer Gegenwart zur Theilung geſchritten werd ſie haben das Recht, auf ihre Koſten dabey zu Apemer; eine bereits vollzogene Theilung können ſie jedoch nur in dem Falle anfechten, wenn eines von ihnen geſchehenen Einſpruchs ohngeachtet dennoch ohne ſie zuzuziehen ³¹) zu derſelben geſchritten worden iſt. Vierter Abſchnitt. Von den Wirkungen der Theilung und der Gewährlei⸗ ſtung der Looſe. 883. Jeder Miterbe wird ſo angeſehen, als habe er alles, was in ſeinem Looſe begriffen oder bey der 31) ohne ſie, und einer von ihnen eingelegten Oppoſi⸗ tion zuwider L. ohne ihr Vorwiſſen, und ohngeachtet einer von ihnen eingelegten Oppoſition. D. ohne ihr — — — 352 E. III. T. I. Des Successfons. dans son lot, eu à lui échus sur licitation, et n'a- voir jamais eu la propriété des autres eſfets de la succession. 884. Les cohéritiers demeurent xespectivement garants, les uns envers les autres, des troubles et évictions seulement qui procèdent d'une cause antérieure au partage. La garantie n'a pas lieu, si l'espèce d'éviction soufferte a 6té exceptée par une clause particulière et expresse de l'acte de partage; elle cesse, si c'est par sa faute que le cohéritier souffre l'éviction. 885. Chacun des cohéritiers est personnelle- ment obligé, en proportion de sa part héréditaire, d'indemniser son cchéritier de la perte que lui a causée l'éviction. Si l'un des cohéritiers se trouve insolvable, la portion dont il est tenu doit êétre également répar- tie entre le garanti et tous les cohéritiers solvables. 886. La garantie de la golvabilité du débiteur d'une rente ne peut être exercée que dans les cinq ans qui suivent le partage. Il n'y a pas lieu à garantie à raison de l'insolvabilité du débiteur, quand elle n'est survenue que depuis le partage eonsommé. SEOIION V. De la Rescision en matièere de partagse. 887. Les partages peuvent etre rescindés pour cause de violence ou de dol. Il peut aussi y avoir lieu à rescision, lors- qu'un des cohéritiers établit, à son préjudice, une lésion de plus du quart. La simple omission d'un objet de la succession ne donne pas ouverture à Vorwiſſen, und zum Nachtheile einer von ihnen einge⸗ legten Einrede. M. in ihrer Abweſenheit und unruͤck⸗ fichtlich der von ihnen gemachten Oppoſition. S8. ohne 3s8 B. 1r T. Von der Erbfolge. 353 Verſteigerung ihm zugefallen iſt, allein und unmittelbar geerbt, und an den übrigen Erbſchaftsgegenſtänden nie⸗ mals ein Eigenthum gehabt. 88 4. Nur wegen ſolcher Störungen und Entwäh⸗ rungen, die aus einer der Theilung vorhergegangenen Ur⸗ ſache herrühren, ſind die Miterben einander gegenſeitig zur Gewährleiſtung verbunden. ¹²) Die Gewährleiſtung hat nicht Statt, wenn die Gat⸗ tung der erlittenen Entwährung durch eine beſondere und ausdrückliche Clauſel der Theilungsurkunde ausgenommen iſt; ſie fällt weg, wenn der Miterbe die Entwährung durch eigenes Verſchulden erleidet. 835. Jeder Miterbe iſt perſönlich verbunden, nach Verhältniß ſeines Erbtheils ſeinen Miterben für den Ver⸗ luſt zu entſchädigen, den derſelbe durch Entwährung er⸗ litten hat. Iſt einer der Miterben zahlungsunfähig, ſo muß der Antheil, zu dem er verbunden iſt, zwiſchen demjeni⸗ gen, dem die Gewährleiſtung gebührt, und allen zah⸗ lungsfähigen Miterben gleich vertheilt werden. 886. Die Gewährleiſtung wegen Zahlungsunfä higkeit des Schuldners einer Rente kann nur binnen der zunächſt auf die Theilung folgenden fünf Jahre gefor⸗ dert werden. Iſt der Schuldner erſt nach vollzogener Theilung in den Zuſtand der Zahlungsunfähigkeit gera⸗ then, ſo findet deßhalb keine Gewährleiſtung Statt. Fuͤnfter Abſchnitt. Von der Reſciſion in Theilungsſachen. 887. Theilungen können wegen Zwanges oder Be⸗ trugs aufgehoben reſcindirt) werden D Die Aufhebung kann auch dann Statt finden, wenn einer der Miterben beweiſt, daß er um mehr als ein Viertel verletzt iſt. Das bloße Auslaſſen eines zur Erb⸗ ſchaft gehörigen Gegenſtandes begründet keine Klage auf ſie, und einer von ihnen eingelegten Proteſtativn un⸗ geachtet. E.. 32²) find einander gegenſeitig Buͤrge 8. Cod. N. 1 B. 25 354 L.III. T. I. Des Suecessions. J'action en regcision, mais seulement à un supplé- ment a l'acte de partage. 888. L'action en rescision est admise contre tout acte qui a pour objet de faire cesser l'indivi- sion entre cohéritiers, encore qu'il fùt qualifié de vente, d'échange et de transaction, ou de toute autre manière. Mais après le partage, ou Tacte qui en tient lieu, l'action en rescision n'est plus admissible contre la transaction faite sur les difficultés réel- les que présentait le premier acte, mème quand il n'y aurait pas eu à ce sujet de procès commencé. 939. L'action n'est pas admise contre une vente de droit successif faite sans fraude à l'un des cohéritiers, à ses risques et périls, par ses autres cohéritiers, ou par'un d'eux. 890. Pour juger s'il y a eu lésion, on estime les objets suivant leur valeur à l'époque du partage. 391. Le défendeur à la demande en rescision peut en arréêter le cours et empéêcher un nouveau partage, en offrant et en fournissant au demandeur le supplément de sa portion héréditaire, soit en numéraire, soit en nature. 892. Le cohéritier qui a aliéné son lot en tout ou partie, n'est plus recevable à intenter l'ac- rion en rescision pour dol ou violence, si l'aliéna- rion qu'il a faite est postérieure à la découverte du dol, ou à la cessation de la violence. 3s B. 1r T. Von der Erbfolge 353 Aufhebung, ſondern nur auf einen Nachtrag zur Thei⸗ lungsurkunde. 868. Die Klage auf Reſeiſion iſt gegen jeden Ver— trag zuläſſig, der die Aufhebung der Gemeinſchaft unter den Miterben zum Zweck hat, wäre er auch in einen Verkauf, Tauſch und Vergleich, oder auf irgend eine an⸗ dere Art eingekleidet. Aber nach einmal vollzogener Theilung, oder nach dem Vertrage, welcher deren Stelle vertritt, iſt keine Reſciſionsklage gegen einen Vergleich mehr zuläßig, der über wirkliche, ſchon bey dem erſten Theilungsgeſchäfte entſtandene, Schwierigkeiten geſchloſſen worden iſt, ſelbſt wenn darüber kein Proceß anhängig gemacht war. 889. Die Klage hat nicht Statt gegen einen ohne Argliſt geſchloſſenen Verkauf, wodurch ein oder mehrere Miterben dem andern, anf deſſen eigene Gefahr, ihr Erbrecht übertragen haben. 890. Bey der Beurtheilung der Frage, ob eine Verletzung vorhanden ſeye, werden die Sachen nach dem Werthe geſchätzt, den ſie zur Zeit der Theilung gehabt haben. 891. Der Beklagte kann den Fortgang der gegen ihn angeſtellten Reſciſionsklage hemmen, und eine neue Theilung verhindern, wenn er dem Kläger die Ergänzung ſeines Erbtheils, entweder in baarem Gelde oder in Na⸗ tur, anbietet und leiſtet.(*) 892. Ein Miterbe, der ſein Loos ganz oder zum Theile veräuſſert hat, wird mit der Reſciſionsklage wegen Betrugs oder Zwanges nicht mehr zugelaſſen, wenn die Veräuſſerung erſt geſchehen iſt, nachdem der Betrug ent⸗ deckt worden iſt, oder der Zwang aufgehört hat. () S. Art. 1681. 23 356 L. III. T. II. Donations et Testaments. TITRE SECOND. Des Donations entre-vifs et des Testaments. (Déerété le 3 mai 1803. Promulgué le 13 du méême mois.) CHAPITRE PREMIER. Dispositions générales. 303. On ne pourra disposer de ses biens à titre gratuit, que par donation entre-vifs ou par testament, dans les formes ci-après établies. 894. La donation entre-vifs est un acte par lequel le donateur se dépouille actuellement et ir- révocablement de la chose donnée, en faveur du donataire qui l'accepte.. 895. Le testament est un acte par lequel le testateur dispose, pour le temps on il n'existera plus, de tout ou partie de ses biens, et qu'il peut révoquer. 396. Les substitutions sont prohibées. Toute disposition par laquelle le donataire, Phéritier institué, ou le légataire, sera chargé de conserver et de rendre à un tiers, sera nulle, mé- me à L'égard du donataire, de Phéritier institué, ou du légataire. Néanmoins les biens libres formant la dota- tion d'un titre héréditaire que l'Empereur aurait érigé en faveur d'un prince ou d'un chef de famil- le, pourront être transmis héréditairement, ainsi. qu'il est réglé par l'acte impérial du So mars 18⁰06 et par le sénatus- consulte du 144 aoùt suivant. 3s8 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 357 Zweyter Titel. Von Schenkungen unter Lebenden und von Teſtamenten. (Decretirt den 3. May 1803. Promulgirt den 13. deſſel⸗ ben Monats.) Erſtes Capitel. Allgemeine Verfuͤgungen. 893. Man kann unter einem unentgeltlichen Titel uͤber ſein Vermögen nicht anders, als durch Schenkun⸗ gen unter Lebenden oder durch Teſtament, nach den un⸗ ten beſtimmten Formen, verfügen. 894. Eine Schenkung unter Lebenden iſt eine Hand⸗ lung 1), wodurch der Geſchenkgeber ſich ſogleich(nicht auf den Todesfall) 2) und unwiderruflich der geſchenkten Sache zum Beſten des Geſchenknehmers begibt, und letz⸗ terer ſie annimmt. 895. Ein Teſtament iſt eine Handlung ³), wodurch der Teſtator für die Zeit, wo er ſelbſt nicht mehr am Le⸗ ben ſeyn wird, über ſein ganzes Vermögen oder über ei⸗ nen Theil deſſelben verfüget, und die er widerrufen kann. 896. Subſtitutionen ſind verboten. Jede Verfügung, durch welche dem Geſchenkneh⸗ mer, den eingeſetzten Erben, oder dem Legatar auferlegt wird, einem Dritten etwas aufzubewahren und auszulie⸗ fern, iſt ungiltig, ſelbſt in Anſehung des Geſchenkneh⸗ mers, des eingeſetzten Erben oder des Legatars. Doch können diejenigen freyen Güter, welche die Dotation einer von dem Kaiſer zu Gunſten eines Prin⸗ zen oder eines Familienhauptes errichteten erblichen Wür⸗ de ausmachen, der Beſtimmung des kaiſerlichen Decrets vom 50. März 1806 und des Senatusconſults vom 14. Auguſt des nämlichen Jahres gemäß, erblich übertragen werden. 1) Act L. D. M u. S. eine Uebereinkunft. E. 2/ jest D. auf der Stelle. L. u. S8. wirklich. M. ernſt 6) Act. 5 D. u. S. Willenserklärung. E 358 L. III. T. II. Donations et Testaments. 897. Sont exceptées des deux premiers para- graphes de l'article précédent les dispositions per- mises aux pères et mères et aux frèéres et soeurs, au chapitre vi du présent titre. 398. La disposition par laquelle un tiers se- rait appelé à recueillir le don, l'hérédité ou le legs, dans le cas oiu le donataire, Phéritier insti- 8 tué ou le légataire, ne le recueillerait pas, ne se- ra pas regardée comme une substitution, et sera valable. 899. Il en sera de même de la disposition en- tre-vifs ou testamentaire par laquelle Pusufruit sera donné à l'un, et la nue propriété à l'autre. 90. Dans toute disposition entre-vifs ou testamentaire, les conditions impossibles, celles qui seront contraires aux lois ou aux moeurs, se- ront réputées non écrites. CHAPITRE II. De la Capacité de disposer ou de rece- voir par Donation entre-vifs ou par Testament. 901. Pour faire une donation entre-vifs ou un téstament, il faut être sain d'esprit. 902. Tôutes personnes peuvent disposer et recevoir, soit par donation entre-vifs, soit Par testament, excepté celles que la loi en déclare in- capables. 905. Le mineur àgé de moins de seize ans ne 2. 2 pourra aucunement disposer, sauf ce qui est réglé au chapitre ix du présent titre. 904. Le mineur parvenu à Pàge de seize ans . 8.* ne pourra disposer que par testament, et jusqu a (*) S. Art. 949 u. 950. (**) S. Art. 1133 u. 1173. 5s B. 2r T. Von Schenkungen u Teſtamenten. 359 897. Ausgenommen von den zwey erſten Paragra⸗ phen des vorhergehenden Artikels ſind die im 6. Capitel des gegenwärtigen Titels den Eltern und Geſchwiſtern erlaubten Verfügungen. 896. Die Verfügung, wodurch man einem Drit⸗ ten ein Geſchenk, eine Erbſchaft oder ein Vermächtniß auf den Fall ausſetzt, wenn der Geſchenknehmer, der eingeſetzte Erbe oder der Legatar es nicht erhalten ⁴) wuͤrde, wird nicht als eine Subſtitution angeſehen, und iſt giltig. 899. Das nämliche gilt von den Verfügungen un⸗ ter Lebenden oder auf den Todesfall, wodurch einem der Nießbrauch, und einem Andern das bloße Eigenthum gegeben wird.(*) 900. Bey jeder Verfügung unter Lebenden oder auf den Todesfall ſind die unmöglichen, ſo wie die den Geſetzen und den guten Sitten zuwiderlaufenden Bedin— gungen, als nicht geſchrieben zu achten.(*†*) Zweytes Capitel. Von der Faͤhigkeit durch Schenkung unter Leben⸗ den oder durch Teſtament zu verfuͤgen oder zu erwerben. 901. Um eine Schenkung unter Lebenden oder ein Teſtament machen zu können, muß man bey geſundem Verſtande ſeyn. 902. Sowohl durch Schenkung unter Lebenden, als durch Teſtament kann jeder verfügen und erwerben, den das Geſetz nicht für unfähig erklärt.(*†*†*) 905. Ein Minderjähriger, der noch nicht ſechzehn Jahre alt iſt, kann auf keine Art verfügen, mit Aus⸗ nahme deſſen, was im 9. Capitel des gegenwärtigen Ti⸗ tels beſtimmt iſt. 94%. Ein M knderſihr, er⸗ der das Alter von ſech⸗ zehn Jahren erreicht hat, kann nicht anders, als durch (**) S. Art. 967. 4) annehmen. 8. 2 360 L. III. T. II. Donations et Testaments. concurrence seulement de la moitié des biens dont la loi permet au majeur de disposer. 905. La femme mariée ne pourra donner en- tre-vifs sans l'assistance ou le consentement spé- cial de son mari, ou sans y étre autorisée par la justice, conformément à ce qui est prescrit par les articles 217 et 219, au titre du Mariage. Elle n'aura besoin ni de consentement du ma- ri, ni d'autorisation de la justice, pour disposer par testament. 906. Pour être capable de recevoir entre-vifs, il suffit d'eétre congu au moment de la donation. Pour être capable de recevoir par testament, il suffit d'étre conçu à l'époque du décès du testa- teur. Néanmoins la donation ou le testament n'au- ront leur effet qu'autant que l'enfant sera né viable. 907. Le mineur, quoique parvenu à l'àge de seize ans, ne pourra, mème par testament, dispo- ser au profit de son tuteur. Le mineur devenu majeur, ne pourra dispo- ser, soit par dopation entre- vifs, soit par testa- ment, au profit de celui qui aura été son tuteur, si le compte dennitif de la tutelle n'a été préala- blement rendu et apuré. Sont exceptés, dans les deux cas ci-dessus, les ascendants des mineurs, qui sont ou qui ont été leurs tuteurs. 9⁰083. Les enfants naturels ne pourront, par donation entre-vifs ou par testament, rien rece- voir au-delh de ce qui leur est accordé au titre des Successions. 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 361 Teſtament, und zwar nur bis zur Hälfte des Theils des Vermögens verfügen, über welchen das Geſetz dem Voll⸗ jährigen zu verfügen erlaubt. 905. Eine verheirathete Frau kann ohne Beyſtand oder beſondere Einwilligung ihres Mannes, oder ohne von dem Gerichte dazu autoriſirt zu ſeyn 5), nicht un⸗ ter Lebenden ſchenken, in Gemäßheit der Beſtimmung des 217 und 219. Artikels in dem Titel von der Ehe. Um durch ein Teſtament zu verfügen, bedarf ſie we⸗ der der Einwilligung ihres Mannes, noch der Autoriſa⸗ tion des Gerichtes.(*†) 9⁰06. Um fähig zu ſeyn, durch Schenkung unter Lebenden zu erwerben, iſt es hinreichend, daß man im Augenblicke der Schenkung empfangen war. Um fähig zu ſeyn, durch ein Teſtament zu erwer⸗ ben, iſt es hinreichend, daß man in dem Zeitpuncte empfangen war, da der Teſtator ſtarb. Doch haben die Schenkung oder das Teſtament nur dann Wirkung, wenn das Kind lebensfähig geboren wird. 907. Ein Minderjähriger, wenn er auch ſchon das Alter von ſechzehn Jahren erreicht hat, kann nicht ein⸗ mal durch ein Teſtament zum Vortheile ſeines Vormun⸗ des verfügen. Iſt der Minderjährige volljährig geworden, ſo kann er dennoch weder durch Schenkung unter Lebenden, noch durch Teſtament zum Vortheile desjenigen verfügen, der ſein Vormund geweſen iſt, wenn nicht zuvor die Schluß⸗ rechnung über die Vormundſchaft geſtellt und abgehört worden iſt. Ausgenommen ſind in den beyden obigen Fällen die Ascendenten der Minderjährigen, welche ihre Vormün⸗ der ſind, oder geweſen ſind. 908. Uneheliche Kinder können weder durch Schen⸗ kung unter Lebenden, noch durch Teſtament etwas mehr erhalten, als ihnen in dem Titel von der Erbfolge zugeſtanden iſt. (*) S. Art. 226. 5) ohne Beytritt oder ausdruͤckliche Einwilligung ihres —— — 362 L. III. T. II. Donations et Testaments. 909. Les docteurs en médecine ou en chirur- gie, les officiers de santé ét les pharmaciens qui auront traité une personne pendant la maladie dont elle meurt, ne pourront profiter des disposi- tions entre-vifs ou testamentaires qu'elle aurait faites en leur faveur pendant le cours de cette maladie. Sont exceptées, 1° les dispositions rémuné- ratoires faites à titre particulier, eu égard aux fa- cultés du disposant et aux services rendus; 2 ⁰ Les dispositions universelles, dans le cas de parenté jusqu'au quatrième degré inclusive- ment, pourvu toutefois que le décédé n'ait pas d'héritiers en ligne directe; à moins que celui au proſit de qui la disposition a été faite, ne soit lui- méme du nombre de ces héritiers. Les méèmes règles seront observées à l'égard du ministre du culte. 910. Les dispositions entre-vifs ou par testa- ment, au profit des hospices, des pauvres d'une commune, ou d'ëétablissements d'utilité publique, n'auront leur effet qu'autant qu'elles seront auto- risées par un décret impérial. 911. Toute disposition au proſit d'un incapable sera nulle, soit qu'on la déguise sous la forme d'un contrat onéreux, soit qu'on la fasse sous le nom de personnes interposées.. Seront réputés personnes interposées les pére et mère, les enfants et descendants, et l'époux de la personne incapable. 3 9¹2. On ne pourra disposer au profit d'un étranger, que dans le cas où cet étranger pourrait disposer au profit d'un Frangçais. (*) S. Art. 11.— 4 Mannes, auch ohne hiezu gerichtliche Erlaubniß erhal⸗ ten zu haben. E. 3s B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 363 9⁰9. Ärzte, Wundärzte und Apotheker, die eine Perſon während der Krankheit, woran ſie geſtorben iſt, behandelt haben, können keinen Vortheil aus Verfügun⸗ gen unter Lebenden oder auf den Todesfall ziehen, die dieſe Perſon zu ihren Gunſten während dieſer Krankheit gemacht hat. Ausgenommen ſind, 1.) Verfügungen unter einem Particulartitel, welche eine Vergeltung enthalten, die mit dem Vermögen des Verfügenden und mit den gelei⸗ ſteten Dienſten im Verhältniß ſteht; ³) 2.) Univerſalverfügungen im Falle der Verwandt⸗ ſchaft bis zum vierten Grade einſchließlich 7), wenn der Verſtorbene entweder keine Erben in gerader Linie hat, oder derjenige, zu deſſen Vortheil die Verfügung ge⸗ macht worden iſt, ſelbſt unter die Zahl dieſer Erben ge⸗ hört. Dieſelben Regeln ſind in Anſehung der Geiſtlichen zu beobachten. 9*0. Verfügungen unter Lebenden oder durch Te⸗ ſtament zum Vortheile der Spitäler, der Armen einer Gemeinde oder einer gemeinnützigen Anſtalt haben nur dann Wirkung, wenn ſie durch ein kaiſerliches Decret ge⸗ nehmiget worden ſind. 911. Jede zum Vortheile eines Unfähigen gemach⸗ te Verfügung iſt ungiltig, man mag ſie auch in die Form eines läſtigen Vertrages einkleiden, oder unter dem Na⸗ men unterſtellter Perſonen verbergen. Für unterſtellte Perſonen ſind die Eltern, die Kin⸗ der und Descendenten und der Ehegatte des Unfähigen zu achten. 912. Zum Vortheile eines Ausländers kann man nur in dem Falle verfügen, wenn dieſer Ausländer zum Vortheile eines Franzoſen verfügen könnte.(*) 6) aus beſtimmten beſondern Urſachen, zur Vergeltung fuͤr geleiſteten Beyſtand, gemachte Verfugungen, ſo⸗ fern ſie mit dem Vermoͤgen ꝛc. E 7) Univerſalverordnungen zum Beſten der Verwandten his zum vierten Grade und mit Einſchluß deſſelben, E. 36 3 L. III. T. II. Donations et Testaments. CHAPITRE III. De la Portion de biens disponible, et de la Réduction. SOTION PREMIERE. De la Portion de biens disponible. 913. Les libéralités, soit par actes entre-vifs, soit par testament, ne pourront excéder la moitié des biens du disposant, s'il ne laisse à son décès qu'un enfant légitime; le tiers, s'il laisse dcux enfants; le quart, s'il en laisse trois ou un plus grand nombre. 914. Sont compris dans l'article précédent, sous le nom d'enfants, les descendants en quel- que degré que ce soit; néanmoins ils ne sont comptés que pour l'enfant qu'ils représentent dans la succession du disposant. 915. Les libéralités, par actes entre-vifs ou bar testament, ne pourront excéder la moitié des Dies, si, à défaut d'enfant, le défunt laisse un ou plusieurs ascendants dans chacune des lignes paternelle et maternelle; et les trois quarts, 8 11 ne laisse d'ascendants que dans une ligne. Les biens ainsi réservés au profit des ascen- dants, seront par eux recueillis dans l'ordre où la loi les appelle à succéder; ils auront seuls droit à cette réserve, dans tous le cas où un partage en concurrence avec des collatéraux ne leur donnerait pas la quotité de biens à laquelle elle est fixée. 8) ſind nur in einer der(beiden) Linien Aszendenten vorhanden, ſo haben ſie auf dieſen Vorbehalt in allen 1 0◻ g in Kon⸗ es kurrenz mit Ko d Vermoͤgens er ſetzt iſt. L. ht der Antheil uf derſelbe fe e 8191451 ſ 365 n Schenkungen u. Teſtamenten. 305 Drittes Capitel. Von dem Vermoͤgenstheile, uͤber welchen man verfuͤgen kann, und von der Reduction. Erſter Abſchnitt. Von dem Vermögenstheile, über welchen man verfü⸗ gen kann. 915. Die unentgeltlichen Verfuügungen, es ſey nun durch Schenkungen unter Lebenden oder durch Teſta⸗ ment, dürfen nicht die Hälfte des Vermögens des Ver⸗ fügenden überſteigen, wenn derſelbe bey ſeinem Tode nur Ein eheliches Kind hinterläßt; nicht das Drittheil, wenn er zwey, nicht das Viertheil, wenn er drey oder mehrere ſolcher Kinder hinterläßt. 9143. Unter dem Ausdrucke Kinder ſind in dem vorhergehenden Artikel die Descendenten jedes Grades begriffen; man rechnet ſie jedoch nur für das Kind, das ſie bey der Erbfolge in das Vermögen des Verfügenden repräſentiren. 915. Die unentgeltlichen Verfügungen unter Le⸗ benden oder auf den Todesfall dürfen nicht die Hälfte des Vermögens überſteigen, wenn der Verſtorbene zwar kei⸗ ne Kinder, aber in jeder von beyden Linien, der väter⸗ lichen und der mütterlichen, einen oder mehrere Ascen⸗ denten hinterläßt; nicht drey Viertel, wenn er nur in einer Linie Ascendenten hinterläßt. Das den Ascendenten alſo vorbehaltene Vermögen erhalten ſie in der Ordnung, in welcher das Geſetz ſie zur Erbfolge beruft; ſie haben ein ausſchließliches Recht auf dieſen Pflichttheil, wenn ſie mit Seitenverwandten zugleich zur Erbfolge gelangen, und durch die Theilung mit dieſen nicht ſo viel von dem Vermögen erhalten wür⸗ den, als der Pflichttheil beträgt. ⁵) Vorbehalt, ſo oft ihnen, bey der Concurrenz mit Sei⸗ tenverwandten die Theilung den aliquoten Theil des Vermoͤgens nicht verſchaffen wuͤrde, worauf der Vor⸗ ehalt feſtgeſetzt iſt. D. u. M. ſie haben ein ausſchließ⸗ liches Recht auf dieſes vorbehaltene Vermoͤgen in den 366 L. III. T. II. Donations et Tastaments. 916. A défaut d'ascendants et de descendants, les libéralités par actes entre-vifs ou testamentai- res pourront épuiser la totalité des biens. 917. Si la disposition par acte entre-vits ou par testament est d'un usufruit ou d'une rente viagère dont la valeur excède la quotité disponible, les héritiers au profit desquels la loi fait une ré- serve, auront Poption, ou d'exécuter cette dispo- sition, ou de faire l'abandon de la propriété de la quotité disponible. 918. La valeur en pleine propriété des biens aliénés, soit à charge de rente viagère, soit à fonds perdu, ou avec réserve d'usufruit, à l'un des successibles en ligne directe, sera imputée sur la portion disponible, et l'excédant, s'il y en a, sera rapporté à la masse. Cette imputation et ce rapport ne pourront être demandés par ceux des autres successibles en ligne directe qui auraient consenti à ces aliénations, ni, dans aucun cas, par les successibles en ligne collatérale. 9¹9. La quotité disponible pourra être don- née en tout ou en partie, soit par acte entre-vifs, soit par testament, aux enfants ou autres succes- sibles du donateur, sans être sujette au rapport par le donataire ou le légataire venant à la succes- sion, pourvu que la disposition ait été faite ex- pressément à titre de préciput ou hors part. La déclaration que le dou ou le legs est à titre de préciput ou hors part, pourra être faite, soit (*) S. Art. 843. Faͤllen, wo bey einer Theilung mit Seitenverwandten dnen der für den Pflichttheil feſtgeſetzte Antheil nicht zufiele. S. N — Von Schenkungen u. Teſtamenten. 367 916. Sind weder Al cendenten noch Descendenten vorhanden, ſo können die unentgeltlichen Verfügungen unter Lebenden oder auf den Todesfall das ganze Vermö⸗ gen er rſchöpfe n. 917. Wird durch eine Verfügung unter Lebenden oder in einem Teſtamente ein Nießbrauch oder eine Leib⸗ rente be ſtellt, deren Werth den der Verfügung unterwor⸗ fenen Theil bes Vermögens überſteigt, ſo haben die zum Pflichttheil berechtigten Erben die Wahl, entweder dieſer Verfügung nachzukommen, oder das Eigenthum an dem Theile des Vermögens, worüber verfügt werden konnte, fahren zu laſſen. 918. Iſt ein Theil des Vermögens, entweder ge⸗ gen eine Leibrente, oder ſo, daß das Capital nicht aus⸗ bezahlt wird 2)(à fonds perdu), oder unter dem Vor⸗ behalte des Riehbrauches an einen der geſetz tzlichen Erben in gerader Linie veräuſſert worden, ſo wird der Werth des vollen Eigenthums der veräuſſerten Stücke dem der Verfügung unterworfenen Vermögenstheile aufgerechnet, und der ſich etwa ergebende Uberſchuß in die Maſſe con⸗ ferirt. Dieſe Aufrechnung und Collation kann weder von denjenigen Miterben in gerader Linie, welche in dieſe Veräuſſerungen eingewiliden haben, noch in irgend ei⸗ nem Falle von den zur Erbfolge berechtigten Seitenver⸗ wandten gefordert werden. 919. Der Theil des Vermögens, welcher der will⸗ kührlichen Verfügung unterworfen iſt, kann ganz oder zum Theile, ſowohl durch eine Schenkung unter Leben den als durch Teſtament, den Kindern oder andern Erben des Geſchenkgebers zugewendet werden, ohne daß der Geſchentnehmer oder Legatar, wenn er zur Erbfolge ge⸗ langt, deßhalb zur Collation verbunden wäre, wenn er ihm nur ausdrücklich zum Voraus oder auſſer ſeinem ge⸗ ſetzlichen Erbtheile zugewendet worden iſt.(*) Die Erklärung, daß das Geſchenk oder Vermächt⸗ niß zum Voraus oder auſſer dem Erbtheil zugewendet ſey, kann in der die Verfügung enthaltenden Urkunde 9) ohne daß das Kapital obgelegt zu werden braucht. L. gegen Iunebehalrung des Hauptſtammes. M. auf verlornes Capital. 8. unter Aufgebung des Capitals. 356 L. III. T. II. Donations et Testaments. par l'acte qui contiendra la disposition, soit posté- rieurement dans la forme des dispositions entre- vifs ou testamentaires. SECTION II. De la Réduction des Donations et Legs. 920. Les dispositions soit entre-vifs, soit à cause de mort, qui excéderont la quotité dispo- nible, seront réductibles à cette quortité lors de l'ouverture de la succession. 921. La réduction des dispositions entre-vifs ne pourra être demandée que par ceux au profit desquels la loi fait la réserve, par leurs héritiers ou ayant-cause; les donataires, les légataires, ni. les créanciers du défunt, ne pourront demander cette rxéduction, ni en profiter. 922. La réduction se détermine en formant une masse de tous les biens existants au décès du donateur ou testateur. On y réunit fictivement ceux dont il a été disposé par donations entre-vifs, d'après leux état à l'époque des donations et leur valeur au temps du décès du donateur. On calcu- le sur tous ces biens, après en avoir déduit les dettes, quelle est, eu égard à la qualité des héri- tiers qu'il laisse, la quotité dont il a pu disposer. 925. II n'y aura jamais lieu à réduire les do- nations entre-vifs, qu'après avoir épuisé la valeur de tous les biens compris dans les dispositions tes- tamentaires; et lorsqu'il y aura lieu à cette ré- duction, elle se fera en commençant par la der- nière donation, et ainsi de suite en remontant des dernières aux plus anciennes. 3s B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 369 ſelbſt, oder auch ſpäterhin, in der für die Verfügungen unter Lebenden oder auf den Todesfall beſtimmten Form geſchehen. Zweyter Abſchnitt. Von der Herabſetzung(Reduction) der Schenkungen und Vermächtniſſe. 920. Verfügungen unter Lebenden oder auf den Todesfall, welche den der Verfügung unterworfenen Vermögenstheil„überſteigen, können bey der Eröff⸗ nung der Erbſchaft bis auf dieſen Theil herabgeſetzt wer⸗ den.(*) 921. Eine Herabſetzung der Verfügungen unter Lebenden können nur diejenigen, denen das Geſetz den Pflichttheil vorbehalten hat, ihre Erben, oder die, wel⸗ che in ihre Rechte getreten ſind, verlangen; die Geſchenk⸗ nehmer, Legatarien und Gläubiger des Verſtorbenen kön⸗ nen dieſe Herabſetzung weder fordern, noch daraus Vor⸗ theil ziehen. 922 Die Herabſetzung wird dadurch ausgemittelt, daß man aus dem ganzen bey dem Ableben des Geſchenk⸗ gebers oder Teſtators vorhandenen Vermögen eine Maſ⸗ ſe bildet, ſodann dasjenige, worüber er durch Schenkun⸗ gen unter Lebenden verfügt hat, nach ſeinem Zuſtande zur Zeit der Schenkung und nach ſeinem Werthe zur Zeit des Ablebens des Geſchenkgebers, dazu rechnet, und hierauf, nachdem man zuvor die Schulden in Abzug ge⸗ bracht hat, nach dieſem ganzen Vermögen und mit Rück⸗ ſicht auf die Eigenſchaft der hinterlaſſenen Erben den Be⸗ trag des Vermögenstheils berechnet, über welchen der Erblaſſer verfugen konnte 925. Die Herabſetzung der Schenkungen unter Le⸗ benden hat nicht eher Statt, als bis zuvor der Werth aller in den letztwilligen Verfügungen begriffenen Güter erſchöpft iſt; iſt jedoch dieſe Herabſetzung nöthig, ſo wird mit der letzten Schenkung der Anfang gemacht, und ſo immer von den neuern zu den aältern fortgeſchritten. (*) S. Art. 1090. Cod. N. 1. B. 24 370 L. III. T. II. Donations et Testaments. 924. Si la donation entre-vifs réductible a été faite à l'un des successibles, il pourra retenir, sur les biens donnés, la valeur de la portion qui lui appartiendrait, comme héritier dans les biens non disponibles, s'ils sont de la meme nature. 925. Lorsque la valeur des donations entre- vifs excédera ou égalera la quotité disponible, tou- tes les dispositions testamentaires seront caduques. 926. Lorsque les dispositions testamentaires excéderont, soit la quotité disponible, soit la por- tion de cette quotité qui resterait après avoir dé- duit la valeur des donations entre-vifs, la réduo- tion sera faite au marc le franc, sans aucune dis- tinction entre les legs universels et les legs par- ticuliers. 927. Néanmoins, dans tous les cas ou le tes- tateur aura expressément déclaré qu'il entend que tel legs soit acquitté de préférence aux autres, cette préférence aura lieu; et le legs qui en sera Tobjet, ne sera réduit qu'autant que la valeur des autres ne remplirait pas la réserve légale. 928. Le donataire restituera les fruits de ce qui excédera la portion disponible, à compter du jour du décès du donateur, si la demande en ré- duction a été faite dans l'année; sinon, du jour de la demande. 29. Les immeubles à recourrer par P'effet de la réduction, le seront sans charge de dettes ou hypothèques créées par le donataire. 2 950. L'action en réduction ou revendication pourra être exercée par les héritiers contre les 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 371 924. Iſt die Schenkung unter Lebenden, welche herabgeſetzt werden muß, einem der geſetzlichen Erben gemacht worden, ſo kann dieſer von den geſchenkten Sa⸗ chen ſo viel zurückbehalten, als der Antheil betraͤgt, der ihm als Erben von dem der Verfügung nicht unterwor— fenen Vermögen zukommt, ſofern beyde von gleicher Art ſind. 925. Wenn der Werth der Schenkungen unter Lebenden den der Verfügung unterworfenen Vermögens⸗ theil überſteigt, oder ihm gleich kommt, ſo ſind alle letzt⸗ willige Verfügungen kraftlos. 926. Wenn die letztwilligen Verfügungen entweder den ganzen der Verfügung unterworfenen Vermögens⸗ theil, oder den von dieſem Vermögenstheile nach Ab⸗ zug des Werthes der Schenkungen unter Lebenden noch übrig bleibenden Reſt überſteigen, ſo geſchieht die Her⸗ abſetzung nach Verhältniß des Betrags der Vermächtniſ⸗ ſe, ohne einigen Ünterſchied zwiſchen Univerſal⸗ und Particularvermächtniſſen. 927. Hat jedoch der Teſtator ausdrücklich erklärt, daß es ſein Wille ſey, daß dieſes oder jenes Vermächtniß vorzugsweiſe ausgezahlt werde, ſo ſoll dieſer Vorzug auch wirklich Statt finden, und dieſes Vermächtniß nur dann herabgeſetzt werden, wenn der Betrag der übrigen zur Ergänzung des Pflichttheils nicht hinreichend iſt. 926. Der Geſchenknehmer muß die Früchte von dem Theile der geſchenkten Sache, welcher den der Ver⸗ fügung unterworfenen Vermögenstheil überſteigt, er⸗ ſetzen, und zwar von dem Todestage des Geſchenkgebers an, wenn die Herabſetzung binnen Jahresfriſt nachge⸗ ſucht worden iſt 10); wenn dieß aber ſpäter geſchahe, von dem Tage des Geſuchs an. 929. Die unbeweglichen Güter, welche kraft einer Herabſetzung(zur Erbſchaftsmaſſe) eingezogen werden, fallen frey von den Schulden und Hypotheken, womit ſie der Geſchenknehmer beſchwert hat, zurück. 930. Gegen dritte Beſitzer von Immobilien, die einen Theil der Schenkungen ausmachten, und von den ) 10) wenn die Reduction binnen Jahresfriſt gemacht wor den iſt. E. 14 372 L. III. T. II. Donations et Testaments. tiers détenteurs des immeubles faisant partie des donations et aliénés par les donataires, de la me- me manidère et dans le même ordre que contre les donataires eux-mèêmes, et discussion préalable- ment faite de leurs biens. Cette action devra èêtre exercée suivant l'ordre des dates des aliénations, en commençant par la plus récente. CHAPITRE IV. Des Donations entre-vifs. SECTION PREMIERE. De la Forme des Donations entre viſg. 951. Tous actes portant donation entre-vifs seront passés devant notaires, dans la forme ordi- naire des contrats; et il en restera minute, sous peine de nullité. 952. La donation entre-vifs n'engagera le do- nateur, et ne produira aucun effet, que du jour qu'elle aura été acceptée en termes exprès. Iacceptation pourra être faite du vivant du donateur, par un acte postérieur et authentique, dont il restera minute; mais alors la donation m'aura d'effet, à l'égard du donateur, que du jour oun Pacte qui constatera cette acceptation lui aura été notifié. 953. Si le donataire est majeur, l'accepta- tion doit être faite par lui, ou, en son nom, par la personne fondée de sa procuration, portant pouvoir d'accepter la donation faite, ou un pou- voir général d'accepter les donations qui auraient été ou qui pourraient être faites. Cette procuration devra ètre passée devant notaires; et une expédition devra en etre an- 3s B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 373 4 Geſchenknehmern veräuſſert worden ſind, kann von den Erben die Klage auf Herabſetzung oder die Vindica— tionsklage auf dieſelbe Art und in eben der Ordnung angeſtellt werden, wie gegen die Geſchenknehmer ſelbſt, jedoch erſt nachdem dieſe letztern in ihrem eigenen Ver⸗ mögen ausgeklagt ſind. Dieſe Klage muß mit Beobach⸗ tung der Zeitfolge der Veräuſſerungen angeſtellt, und mit der neueſten der Anfang gemacht werden. Viertes Capitel. Von Schenkungen unter Lebenden. Erſter Abſchnitt. Von der Form der Schenkungen unter Lebenden. 931. Jede Urkunde, die eine Schenkung unter Le⸗ benden enthält, muß vor Notarien in der gewöhnlichen Form der Contracte ausgefertiget, und ein Original da⸗ von, bey Strafe der Nichtigkeit, in den Händen der Notarien zurückgelaſſen werden. 4 952. Eine Schenkung unter Lebenden verbindet nicht eher den Geſchenkgeber und bringt nicht eher eini⸗ ge Wirkung hervor, als von dem Tage an, da ſie mit ausdrücklichen Worten angenommen worden iſt. Wenn der Geſchenkgeber noch am Leben iſt, ſo kann die Annahme in einer ſpätern und öffentlichen Ur⸗ kunde geſchehen, wovon das Original zurückgelaſſen wer⸗ den muß; die Schenkung erhält aber alsdann in Anſe⸗ hung des Schenkenden erſt von dem Tage an ihre Wir⸗ kung, da ihm die Urkunde, welche die Annahme enthält, bekannt gemacht worden iſt. 4 953. Iſt der Geſchenknehmer volljährig, ſo muß die Annahme von ihm ſelbſt, oder in ſeinem Namen von einem Bevollmächtigen geſchehen, der von ihm den Auf⸗ trag hat, die ihm gemachte Schenkung anzunehmen, oder mit einem allgemeinen Auftrage verſehen iſt, alle Schenkungen anzunehmen, die ihm bereits gemacht wor⸗ den ſind, oder noch gemacht werden könnten. Dieſe Vollmacht muß vor Notarien errichtet, und eine Ausfertigung davon dem Original der Schenkungs⸗ 374 L. III. T. II. Donations et Testaments. nexée à la minute de la donation, ou à la minu- te de l'acceptation qui serait faite par acte séparé. 954. La femme mariée ne pourra accepter une donation sans le consentement de son mari, ou, en cas de refus du mari, sans autorisation de la justice, conformément à ce qui est prescrit par les articles 217 et 2 19, au titre du Mariage- 935. La donation faite à un mineur non éman- cipé ou à un interdit, devra être acceptée par son tuteur, conformément à l'article 465, au titre de la Minorité, de la Tutelle et de l'Emancipation. Le mineur émancipé pourra accepter avec l'as- sistance de son curateur. Néanmoins les père et mêère du mineur éman- cipé ou non émancipé, ou les autres ascendants, mème du vivant des père et mère, quoiqu'ils ne soient ni tuteurs ni curateurs du mineur, pourront accepter pour lui. 956. Le sourd-muet qui saura écrire, pour- ra accepter lui-mèême ou par un fondé de pouvoir. S'il ne sait pas écrire,'acceptation doit etre faite par un curateur nommé à cet effet, suivant les rèégles établies au titre de la Minorité, de la Tutelle et de l'Emanoipation. 937. Les donations faites au profit d'hospices, des pauvres d'une commune, ou d'établissements d'utilité publique, seront acceptées par les admi- nistrateurs de ces communes ou établissements, après y avoir été dument autorisés. 38. La donation düment acceptée sera par- faite par le seul consentement des parties; et la propriété des objets donnés sera transférée au do- natäire, sans qu'il soit besoin d'autre tradition. 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 375 urkunde oder der Originalurkunde über die Annahme, wenn dieſe in einer beſondern Urkunde erfolgt iſt, bey⸗ gefügt werden. 95 4. Eine verheirathete Frau kann nur mit Be⸗ willigung ihres Mannes, oder, wenn dieſer ſie verſagt, mit gerichtlicher Autoriſation eine Schenkung annehmen, in Gemäßheit der Beſtimmung der Artikel 217 und 219 in dem Titel von der Ehe. 955. Die einem nicht emancipirten Minderjähri⸗ gen oder einem Interdicirten gemachte Schenkung kann nur von ſeinem Vormunde, dem 463. Artikel in dem Ti⸗ tel von der I Minderjährigkene, der Vormund⸗ ſchaft und der Emancipation gemäß, angenom⸗ men werden. Der emancipirte Minderjährige kann ſie unter dem eyſtande ſeines Curators annehmen. Jedoch können auch die Eltern eines Minderjähri⸗ gen, er mag emancipirt ſeyn oder nicht, ſo wie, ſelbſt bey Lebzeiten der Eltern, deſſen übrige Ascendenten, wenn ſie auch weder Vormünder noch Curatoren des Minder⸗ jährigen ſind, für ihn annehmen. 936. Ein Taubſtummer, der im Schreiben erfah⸗ ren iſt, kann ſowohl ſelbſt, als durch einen Bevollmäch⸗ tigten annehmen. Iſt er im Schreiben unerfahren, ſo muß die Annah⸗ me von einem Eends dazu ernannten Curator, nach den in dem Titel von der Minderjährigkeit, der Vormundſch aft und der Emancipation feſt⸗ geſetzten R egeln, geſchehen. 957. Schenkungen, die um Vortheile der Spitaͤ⸗ ler, der Armen einer Gemeinde, oder gemeinnütziger Anſtalten gemacht werden, ſollen von den Verwaltern dieſer Gemeinden oder Anſtalten, nachdem ſie gehörig da⸗ zu autoriſirt worden ſind,(*) angenommen werden. 958. Eine gehörig angenommene Schenkung er⸗ hält durch die bloße Einwilligung der Partheyen ihre Vollkommenheit, und das Eigenthum a n den geſchenkten Gegenſtänden geht auf den Geſch henkt nehmer über, ohne daß noch eine Übergabe nöthig wäre 3 28 D *) S. Art. 910. (**) Vgl. Art. 1583. 376 L. III. T. II. Donations et Testaments. 939. Lorsqu'il y aura donation de biens sus- ceptibles d'hypothèques, la transcription des actes contenant la donation et l'acceptation, ainsi que la notification de l'acceptation qui aurait eu lieu par acte séparé, devra être faite aux bureaux des hypothèques dans l'arrondissement desquels les biens sont situés. 940. Cette transcription sera faite à la dili- gence du mari, lorsque les biens auront été don- nés à sa femme; et si le mari ne remplit pas cette formalité, la femme pourra y faire procéder sans autorisation. Lorsque la donation sera faite à des mineurs, à des interdits, ou à des établissements publics, la transcription sera faite à la diligence des tu- teurs, curateurs ou administrateurs. 941. Le défaut de transcription pourra être opposé par toutes personnes ayant intérèt, excep- te toutefois celles qui sont chargées de faire faire la transcxiption, ou leurs ayant-cause, et le do- nateur. 942. Les mineurs, les interdits, les femmes mariées, ne seront point restitués contre le défaut d'acceptation ou de transcription des donations; sauf leur recours contre leurs tuteurs ou maris, s'il y échet, et sans que la restitution puisse avoir lieu, dans le cas même oii lesdits tuteurs et maris se trouveraient insolvables, 945. La donation entre-vifs ne pourra com- prendre que les biens présents du donateur; si el- le comprend des biens à venir, elle sera nulle à cet égard. 944. Toute donation entre-viſs faite sous des conditions dont l'exécution dépend de la seule vo- lonté du donateur, sera nulle. i. Elle sera pareillement nulle, si elle a Eté faite sous la condition d'acquitter d'autres det- ... 2„ tes ou charges que celles qui existaient à l'épodue 38 B. ar T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 377 959. Wenn Güter verſchenkt werden, auf welche ſich eine Hypothek beſtellen läßt, ſo müſſen die Urkun⸗ den, welche die Schenkung und Annahme, wie auch, wenn die Annahme in einer beſondern Urkunde erfolgt iſt, die(dem Geſchenkgeber geſchehene) Bekanntmachung derſelben enthalten, in die Bücher derjenigen Hypothe⸗ kenbureaus eingetragen werden, in deren Arrondiſſement die Güter gelegen ſind. 940. Dieſe Eintragung ſoll auf Anſuchen des Man⸗ nes geſchehen, wenn die Güter ſeiner Frau geſchenkt wor⸗ den ſind; beobachtet der Mann dieſe Formalität nicht, ſo kann die Frau ſie ohne Autoriſation vornehmen laſſen. Iſt die Schenkung an Minderjährige, Interdicirte, oder an öffentliche Anſtalten gemacht worden, ſo geſchieht die Eintragung auf Anſuchen der Vormünder, der Cu⸗ ratoren oder der Verwalter. 941. Den Mangel der Eintragung kann jeder ein⸗ wenden, der ein Intereſſe dabey hat, jedoch mit Aus⸗ nahme derjenigen Perſonen, deren Pflicht es iſt, die Eintragung zu beſorgen, oder die in deren Rechte getre⸗ ten ſind, ſo wie des Geſchenkgebers. 942. Minderjährige, Interdicirte und verheira⸗ thete Frauen ſollen gegen die Unterlaſſung der Annahme oder der Eintragung der Schenkungen niemals Wieder⸗ einſetzung in den vorigen Stand erhalten; nach Beſchaf⸗ fenheit der Umſtände können ſie aber gegen ihre Vormün⸗ der oder Ehegatten den Regreß nehmen, ohne daß jedoch ſelbſt in dem Falle, wenn dieſe Vormünder oder Ehegat⸗ ten zahlungsunfähig ſeyn ſollten, die Wiedereinſetzung in den vorigen Stand Statt finden könnte. 943. Eine Schenkung unter Lebenden kann ſich nur auf das gegenwärtige Vermögen des Geſchenkgebers er⸗ ſtrecken; begreift ſie zukünftige Güter, ſo iſt ſie in dieſer Hinſicht ungiltig. 944. Jede Schenkung unter Lebenden iſt ungiltig, wenn ſie unter Bedingungen gemacht worden iſt, deren Erfüllung bloß von der Willkühr des Geſchenkgebers ab⸗ hängt. 945. Sie iſt gleichfalls ungiltig, wenn ſie unter der Bedingung gemacht worden iſt, noch andere Schul⸗ den oder Laſten abzutragen, als zur Zeit der Schenkung 378 L. III. T. II. Donartions et Testaments. de la donation, ou qui seraient exprimées, soit dans l'acte de donation, soit dans l'état qui devrait y être annexé. 46. En cas que le donateur se soit réservé la liberté de disposer d'un effet compris dans la do- nation, ou d'une somme fixe sur les biens donnés; s'il meurt sans en avoir disposé, ledit effet ou la- dite somme appartiendra aux héritiers du dona- teur, nonobstant toutes clauses et stipulations à ce contraires. 947. Les quatre articles précédents ne s'ap- pliquent point aux donations dont est mention aux chapitres viII et Ix du présent titre. 946. Tout acte de donation d'effets mobiliers ne sera valable que pour les effets dont un état estimatif, signé du donateur, et du donataire, ou de ceux qui acceptent pour lui, aura été annexé a la minute de la donation. 9½9. Il est permis au donateur de faire la ré- serve à son profit, ou de disposer au profit d'un autre, de la jouissance ou de l'usufruit des biens meubles ou immeubles donnés. 950. Lorsque la donation d'effets mobiliers aura été faite avec réserve d'usufruit, le donataire sera tenu, à l'expiration de l'usufruit, de prendre les effets donnés qui se trouveront en naturèe, dans P'état ou ils seront; et il aura action contre le do- nateur ou ses héritiers, pour raison des objets non existants, jusqu'à concurrence de la valeur qui leur aura été donnée dans l'état estimatif. 57. Le donateur pourra stipuler le droit de. retoùr des objets donnés, soit pour le cas du pré- 11) oder uͤber eine beſtimmte, von den geſchenkten Guͤ⸗ teru zu erhebende, Summe. L. oder uͤber cine auf 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 379 vorhanden, oder in der Schenkungsurkunde oder dem ihr beyzufügenden Verzeichniſſe ausdrücklich benannt ſind. 946. Hat der Geſchenkgeber ſich die Freyheit vor⸗ behalten, über eine in der Schenkung begriffene Sache, oder über eine aus den geſchenkten Gütern zu zahlende gewiſſe Summe 1¹¹) zu verfügen, und ſtirbt er, ohne darüber verfügt zu haben, ſo gehört jene Sache oder Summe, aller entgegenſtehenden Clauſeln und Verträ⸗ ge ohngeachtet, den Erben des Geſchenkgebers. 947. Die vier vorhergehenden Artikel ſind keines⸗ wegs auf die Schenkungen anzuwenden, von welchen in dem 8 und 9. Capitel des gegenwaͤrtigen Titels die Re⸗ de iſt. 948. Jede Schenkung von beweglichen Sachen iſt nur in Anſehung derjenigen Gegenſtände giltig, über welche dem Originale der Schenkungsurkunde ein Ver— zeichniß beygefügt worden, das ihre Abſchätzung enthält, und von dem Geſchenkgeber, ſo wie von dem Geſchenk— nehmer oder denjenigen, die ſtatt ſeiner annehmen, unterzeichnet iſt. 949. Es iſt dem Geſchenkgeber erlaubt, den Ge⸗ nuß oder den Nießbrauch an den geſchenkten beweglichen oder unbeweglichen Gütern ſich ſelbſt vorzubehalten, oder darüber zum Vortheile eines andern zu verfügen. 950. Sind bewegliche Güter unter dem Vorbehal⸗ te des Nießbrauches geſchenkt worden, ſo muß der Ge⸗ ſchenknehmer nach erloſchenem Nießbrauche die geſchenk⸗ ten Gegenſtände, welche noch in Natur vorhanden ſind, in dem Zuſtande annehmen, worin ſie ſich dann beſinden; in Anſehung der nicht mehr vorhandenen Gegenſtände hat er gegen den Geſchenkgeber oder deſſen Erben eine Klage auf Vergütung des Werthas, der ihnen in dem Verzeichniſſe, welches die Abſchätzung enthält, beigelegt worden iſt. 951. Der Geſchenkgeber kann ſich an den geſchenk⸗ ten Sachen den Rückfall vorbehalten, ſowohl auf den die geſchenkten Guͤter zu erhebende beſtimmte Summe S. oder uͤber eine gewiſſe auf die geſchenkten Guter herauszuzahlende Summe. k. 380 L. III. T. II. Donations et Testaments. décès du donataire seul, soit pour le cas du pré- décès du donataire et de ses descendants. Ce droit ne pourra éêtre stipulé qu'au profit du donateur seul. 952. L'effet du droit de retour sera de ré- soudre toutes les aliénations des biens donnés, et de faire revenir ces biens au donateur, francs et quittes de toutes charges et hypothèques, sauf néanmoins Phypothèque de la dot et des conven- tions matrimoniales, si les autres biens de l'époux donataire ne suffisent pas, et dans le cas seule- ment ou la donation lui aura été faite par le même contrat de mariage duquel résultent ces droits et hypothéques. SECTION II. Des Exceptions à la règle de l'Irrévocabilité des Donations entre- viſs. 9535. La donation entre-vifs ne pourra être révoquée que pour cause d'inexécution des condi- tions sous lesquelles elle aura été faite, pour cau- se d'ingratitude, et pour cause de survenance d'enfants. 954. Dans le cas de la révocation pour cause d'inexécution des conditions, les biens rentreront dans les mains du donateur, libres de toutes char- ges et hypothèques du chef du donataire; et le do- nateur aura, contre les tiers détenteurs des im- meubles donnés, tous les droits qu'il aurait contre le donataire lui-méème. 955. La donation entre-vifs ne pourra être révoquée pour cause d'ingratitude que dans les cas sulvants: 1⁰. Si le donataire a attenté à la vie du dona- teur; 33 B. 2r T. gen u. Teſtamenten. 381 Fall, wenn der Geſchenknehmer allein, als auch, wenn der Geſchenknehmer und ſeine Descendenten vor ihm ſterben würden. Dieſes Recht kann nur zum Vortheile des Geſchenk⸗ gebers ſelbſt vorbehalten werden. 952. Der Rückfall hat die Wirkung, daß jede Ver⸗ äuſſerung der geſchenkten Güter aufgehoben wird, und dieſe an den Geſchenkgeber frey von allen Laſten und Hy⸗ potheken zurückfallen; hievon iſt jedoch ausgenommen die für den Brautſchatz und für andere in dem Ehecon⸗ tracte bedungene Vortheile beſtellte Hypothek, wenn näm⸗ lich das übrige Vermögen des beſchenkten Ehegatten nicht hinreicht, und in dem einzigen Falle, wenn demſelben die Schenkung in eben dem Ehecontracte gemacht worden iſt, aus welchem dieſe Rechte und Hypotheken ſich her⸗ leiten. Zweyter Abſchnitt. Ausnahmen von der in der Regel Statt findenden Un⸗ widerruflichkeit der Schenkungen unter Lebenden. 953. Eine Schenkung unter Lebenden kann nur wegen Nichterfüllung der Bedingungen, unter denen ſie gemacht worden iſt, wegen Undanks und wegen nachge⸗ borner Kinder widerrufen werden.(*) 954. Wird die Schenkung wegen nicht erfüllter Bedindungen widerrufen, ſo fallen die Güter, frey von allen Laſten und Hypotheken, welche von dem Geſchenk⸗ nehmer herrühren, an den Geſchenkgeber zurück; auch ſtehen ihm gegen jeden dritten Beſitzer der geſchenkten Immobilien alle die Rechte zu, die er gegen den Ge⸗ ſchenknehmer ſelbſt haben würde. 955. Wegen Undanks kann eine Schenkung unter Lebenden nur in folgenden Fällen widerrufen werden: 1.) wenn der Geſchenknehmer dem Geſchenkgeber nach dem Leben getrachtet hat; (*) S. Art. 1083. Donations et Testaments. 582 L. III. T. II. 2⁰, S'il s'est rendu coupable envers lui de sé- vices, délits ou injures graves; 3. S'il lui xefuse des aliments. 956. La révocation pour cause d'inexécution des conditions, ou pour cause d'ingratitude, n'aura jamais lieu de plein droit. 957. La demande en révocation pour cause d'ingratitude devra être formée dans l'année, à compter du jour du délit imputé par le donateur au donataire, ou du jour que le délit aura pu être connu par le donateur. Cette révocation ne pourra être demandée par le donateur contre les héritiers du donataire, ni par les héritiers du donateur contre le donataire, à moins que, dans ce dernier cas, l'action n'ait étẽ intentée par le donateur, ou qu'il ne soit décédé dans l'année du délit. 958. La révocation pour cause d'ingratitude ne préjudiciera ni aux aliénations faites par le do- nataire, ni aux hypothèques et autres charges ré- elles qu'il aura pu imposer sur l'objet de la dona- tion, pourvu que le tout soit antérieur à linscrip- tion qui aurait été faite de l'extrait de la demande en révocation, en marge de la transcription pres- crite par l'article 9539. Dans le cas de révocation, le donataire sera condamné à restituer la valeur des objets aliénés, eu égard au temps de la demande, et les fruits; à compter du jour de cette demande. 959. Les donations en faveur de mariage ne seront pas révocables pour cause d'ingratitude. 960. Toutes donations entre-vifs faites par personnes qui n'avaient point d'enfants ou de des- cendants actuellement vivants dans le temps de la donation, de quelque valeur que ces donations puis- sent être, et à quelque titre qu'elles aient èeté fai- 2. 7149 1 9 3s B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 383 2.) wenn er ſich gegen ihn Mißhandlungen, ſchwe⸗ re Vergehen oder Beleidigungen hat zu Schulden kom⸗ men laſſen; 3.) wenn er ihm Alimente verſagt. 956. Der Widerruf wegen Nichterfüllung der Be⸗ dingungen oder wegen Undanks tritt niemals kraft des Geſetzes(ipso jure) ein. 957. Die Klage auf Widerruf wegen Undanks muß binnen Jahresfriſt angeſtellt werden, von dem Tage an zu rechnen, an welchem das dem Beſchenkten von dem Geſchenkgeber angeſchuldigte Vergehen begangen worden, oder dem Geſchenkgeber bekannt geworden iſt. 12) Dieſer Widerruf kann weder von dem Geſchenkge⸗ ber gegen die Erben des Beſchenkten, noch von den Er⸗ ben des Geſchenkgebers gegen den Geſchenknehmer ge⸗ ſchehen, es müßte denn in dieſem letztern Falle der Ge⸗ ſchenkgeber die Klage bereits angeſtellt haben, oder vor Ablauf eines Jahres nach begangenem Vergehen geſtor⸗ ben ſeyn. 958. Der Widerruf wegen Undanks gereicht weder den von den Geſchenknehmer vorgenommenen Veräuſſe⸗ rungen, noch den Hypotheken oder andern Reallaſten, womit er etwa die geſchenkte Sache beſchwert hat, zum Nachtheile, wenn nur dieſe Handlungen vorgenommen worden ſind, ehe der Auszug der Klage auf Widerruf in dem Hypothekenbuche am Rande der nach Vorſchrift des 939. Artikels eingetragenen Urkunde eingeſchrieben wor⸗ den iſt. Im Falle des Widerrufs wird der Geſchenknehmer verurtheilt, den Werth der veräuſſerten Sachen, wie er zur Zeit der angebrachten Klage war, und die Fruchte von dem Tage dieſer Klage an, zu erſtatten. 959. Schenkungen, die zu Gunſten einer Ehe ge⸗ macht worden ſind, können nicht wegen Undanks wider⸗ rufen werden. 960. Hatte der Geſchenkgeber zur Zeit der Schen⸗ kung keine Kinder oder Descendenten am Leben, und wird ihm ſpäterhin, wäre es auch erſt nach ſeinem Tode, ein eheliches Kind geboren, oder ein uneheliches, erſt nach der Schenkung geborenes, Kind durch nachherige Ehe 12) bekannt ſeyn konnte. L. D. u. M. 384 L. III. T. II. Donations et Testaments. tes, et encore qu'elles fussent mutuelles ou rému- nératoires, même celles qui auraient été faites en faveur de mariage par autres que par les ascendants aux conjoints, ou par les conjoints l'un à l'autre, demeureront révoquées de plein droit par la sur- venance d'un enfant légitime du donateur, même d'un posthume, ou par la légitimation d'un enfant naturel par mariage subséquent, s'il est né depuis la donation. 961. Cette révocation aura lieu, encore que l'enfant du donateur ou de la donatrice ft conçu au temps de la donation. 962. La donation demeurera pareillement rẽ- voquée, lors même que le donataire serait entré en possession des biens donnés, et qu'il y aurait été laissé par le donateur depuis la survenance de l'enfant; sans néanmoins que le donataire soit tenu de restituer les fruits pax lui pergus, de quelque nature qu'ils soient, si ce n'est du jour que la naissance de l'enfant ou sa légitimation par mariage subséquent lui aura été notiſiée par exploit ou autre acte en bonne forme; et ce, quand mème la deman- de pour rentrer dans les biens donnés n'aurait été formée que postérieurement à cette notification. 63. Les biens compris dans la donation révo- quée de plein droit, rentreront dans le patrimoine du donateur, libres de toutes charges et hypothè- ques du chef du donataire, sans qu'ils puissent de- meurer affectés, mêeme subsidiairement, à la resti- tution de la dot de la femme de ce donataire, de ses reprises ou autres conventions matrimoniales; ce qui aura lieu quand mèême la donation aurait été faite en faveur du mariage du donataire et insérée dans le contrat, et que le donateur se serait obligé comme caution, par la donation, à l'exécution du. contrat de mariage. (*) S. Art. 1096. (**) S. Art. 1470. u. f. 13) durch eine Zuſtellung IL. durch ein Exploit(den Aet eines Huiſſier). D. u. M. durch einen gerichtlichen Act. 8. durch eine gerichtliche Ausfertigung. E. 3s B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 3853 legitimirt, ſo ſind alle von ihm gemachte Schenkungen unter Lebenden, ohne Rückſicht auf ihren Werth oder auf den Titel, unter dem ſie gemacht worden ſind, auch die wechſelſeitigen oder vergeltenden, und ſelbſt die zu Gunſten einer Ehe gemachten, in letzterm Falle jedoch die der Ascendenten an die Ehegatten oder der Ehegatten unter ſich ausgenommen(*), kraft des Geſetzes(ipso jure) für widerrufen zu achten. 961. Dieſer Widerruf hat auch dann Statt, wenn das Kind des Geſchenkgebers oder der Geſchenkgeberin zur Zeit der Schenkung empfangen war. 962. Wenn auch der Geſchenknehmer bereits zum Beſitze der geſchenkten Güter gelangt, und ſeit der Geburt des Kindes von dem Geſchenkgeber darin gelaſſen worden ſeyn ſollte, ſo iſt demohngeachtet die Schenkung für wi— derrufen zu achten; jedoch iſt der Beſchenkte die bezoge⸗ nen Früchte jeder Art nur von dem Tage an zu erſetzen ſchuldig, an welchem ihm die Geburt des Kindes, oder deſſen durch nachherige Ehe erfolgte Legitimation von Gerichtswegen 13) oder auf eine andere geſetzliche Art bekannt gemacht worden iſt. Dieſes tritt ſelbſt dann ein, wenn die Klage auf Zurückgabe der geſchenkten Güter erſt nach dieſer Bekanntmachung angebracht worden iſt. 965. Güter, die in einer kraft des Geſetzes(ipso jure) widerrufenen Schenkung begriffen ſind, fallen, frey von allen Laſten und Hypotheken, womit der Be⸗ ſchenkte ſie etwa beſchwert hat, in das Vermögen des Geſchenkgebers zurück, ſo daß ſie nicht einmal ſubſidia— riſch für die Erſtattung des Brautſchatzes der Frau des Beſchenkten, oder deſſen, was ihr aus der Gütergemein⸗ ſchaft zum Voraus gebührt(*) ¹4), oder anderer ihr in der Eheberedung zugeſagten Vortheile verhaftet bleiben; dieſes findet ſelbſt dann Statt, wenn die Schenkung zu Gunſten der Ehe des Beſchenkten geſchehen und in den Ehecontract eingerückt iſt, und der Geſchenkgeber durch die Schenkung ſich als Bürge für die Erfüllung des Ehe⸗ contractes verpflichtet hat. 14) ihres Eingebrachten. S. u. E. Cod. N. 1 B. 25 386 L. III. T. II. Donations et Testaments. 96 4. Les donations ainsi révoquées ne pour- ront revivre ou avoir de nouveau leur effet, ni par la mort de l'enfant du donateur, ni par aucun acte confirmatif; et si le donateur veut donner les mè- mes biens au meme donataire, soit avant ou après la mort de l'enfant par la naissance duquel la do- nation avait été révoquée, il ne le pourra faire que par une nouvelle disposition. 965. Toute clause ou convention par laquelle le donateur aurait renoncé à la révocation de la donation pour survenance d'enfant, sera regardée comme nulle, et ne pourra produire aucun effet. 966. Le donataire, Ses héritiers ou ayant- cause, ou autres détenteurs des choses données, ne pourront opposer la prescription pour faire va- loir la donation révoquée par la survenance d'en- fant, qu'après une possession de trente années, qui ne pourront commencer à courir que du jour de la naissance du dernier enfant du donateur, méme posthume; et ce, sans préjudice des inter- ruptions, telles que de droit. CHAPITRE V. Des Dispositions testamentaires-. SEOTION PREMIERE. Des Règles générales Jur la Forme deg Testaments. 967. Toute personne pourra disposer par tes- tament, soit sous le titre d'institution d'héritier, autre dé- soit sous le titre de legs, soit sous toute nomination propre à manifester sa volonté. (8) S. Art. 1339. (**) S. Art. 902 u. 1002. 3s B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 387 964. Die auf dieſe Art widerrufenen Schenkun⸗ gen können weder durch den Tod des Kindes des Geſchenk⸗ gebers noch durch irgend eine Beſtätigungsurkunde wie⸗ der aufleben oder von neuem giltig werden; will der Ge⸗ ſchenkgeber, vor oder nach dem Tode des Kindes, durch deſſen Geburt die Schenkung widerrufen wurde, dieſel⸗ ben Güter dem Geſchenknehmer zuwenden, ſo kann er dieß nur durch eine neue Verfügung thun.(*) 965. Jede Clauſel oder Übereinkunft, durch wel⸗ che ein Geſchenkgeber auf den Widerruf der Schenkung wegen nachgeborner Kinder Verzicht leiſtet, iſt für un⸗ giltig zu achten und ohne Wirkung. 966. Der Geſchenknehmer, ſeine Erben oder die⸗ jenigen, welche in ſeine Rechte getreten ſind 15), oder andere Beſitzer der geſchenkten Sachen, können ſich nicht eher auf die Verjährung berufen, um eine wegen nachge⸗ borner Kinder widerrufene Schenkung aufrecht zu erhal— ten 1⁰⁴), als nach einem Beſitze von dreyßig Jahren, wel⸗ che jedoch erſt von dem Tage zu laufen anfangen, an wel⸗ chem das letzte Kind des Geſchenkgebers, wäre es auch erſt nach ſeinem Tode, geboren worden iſt; und zwar mit Vor⸗ behalt der geſetzlichen Unterbrechungen der Verjährung. Fuͤnftes Capitel. Von letztwilligen Verordnungen. Erſter Abſchnitt. Allgemeine Regeln über die Form der Teſtamente, 967. Jedermann kann durch ein Teſtament verfü⸗ gen, ſowohl unter dem Namen einer Erbeseinſetzung, als unter dem Namen eines Vermächtniſſes, als auch unter jeder andern Benennung, die dazu geeignet iſt, ſeinen Willen an den Tag zu legen.(**) 15) Intereſſenten. 8. 16) geltend zu machen. L.§,. u. E. 14 388 L. III. T. II. Donations et Testaments. „ 966. Un testament ne pourra etre fait dans le méeme acte par deux ou plusieurs personnes, soit au profit d'un tiers, soit a titre de disposition ré- ciproque et mutuelle. 69. Un testament pourra etre olographe, ou fait par acte public ou dans la forme mystique. 970. Le testament olographe ne sera point valable, s'il n'est écrit en entier, daté et signé de la main du testateur; il n'est assujetti à aucune autre forme. 971. Le testament par acte public est celui qui est regu par deux notaires, en présence de deux témoins, ou par un notaire, en présence de quatre témoins. 72. Si le testament est regu par deux notai- il leur est dicté par le testateur, et il doit res, tel qu'il est etre écrit par l'un de ces notaires, dicté. S'il n'y a dt dicté par le testateur, u'un notaire, il doit également être et écrit par ce notaire. Dans l'un et l'autre cas, il doit en être donné lecture au testateur, en présence des témoins. Il est fait du tout mention expresse. 973. Ce testament doit être signé par le tes- tateur: s'il déclare qu'il ne sait ou ne peut signer, il sera fait dans Pacte mention expresse de sa décla- ration, ainsi que de la cause qui Pempèéche de signer. 974. Le testament devra être signé par les témoins; et néanmoins, dans les campagnes, il suffira qu'un des deux témoins signe, si le testa- ment est reçu par deux notaires, et que deux des quatre témoins signent, s'il est regu par un no- taire. 3s B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 389 968. Zwey oder mehrere Perſonen können weder zum Vortheile eines Dritten, noch unter dem Namen ei⸗ der wechſelſeitigen Verordnung in einer und derſelben Ur⸗ kunde ihr Teſtament errichten.() 969. Ein Teſtament kann entweder eigenhändig geſchrieben, oder durch eine öffentliche Urkunde, oder in der Form eines geheimen Aufſatzes errichtet werden. 970. Das eigenhändig geſchriebene Teſtament iſt nur dann giltig, wenn es von der Hand des Teſtators durchaus geſchrieben, datirt und unterzeichnet iſt; einer weitern Förmlichkeit iſt es nicht unterworfen. 971. Das durch eine öffentliche Urkunde errichtete Teſtament iſt ein ſolches, das von zwey Notarien in Ge⸗ genwart zweyer Zeugen, oder von Einem Notar in Ge⸗ genwart von vier Zeugen aufgenommen worden iſt. 972. Wird das Teſtament von zwey Not arien auf⸗ genommen, ſo muß es ihnen von dem Teſtator dictirt, und von einem derſelben, ſo wie es dictirt wird, nieder⸗ geſchrieben werden. Iſt nur Ein Notar zugegen, ſo muß es gleichfalls von dem Teſtator dictirt, und von dieſem Notar nieder⸗ geſchrieben werden. In beyden Fällen muß es dem Teſtator in Gegen⸗ wart der Zeugen vorgeleſen werden. Der Beobachtung aller dieſer Förmlichkeiten muß ausdrückliche Erwähnung geſchehen.(**). 975. Dieſes Teſtament muß von dem Teſtator un⸗ terzeichnet werden; erklärt er, daß er des Schreibens unerfahren oder auſſer Stand ſeye zu unterzeichnen, ſo muß ſeiner Erklärung, ſo wie der Urſache, die ihn am Unterzeichnen verhindert, in der Urkunde ausdrücklich er⸗ wähnt werden. 974. Das Teſtament muß von den Zeugen unter⸗ zeichnet werden; Auf dem Lande iſt es jedoch hinreichend, wenn einer von den beyden Zeugen unterzeichnet, falls das Teſtament von zwey Notarien aufgenommen worden iſt, und wenn zwey von den vier Zeugen daſſelbe unter⸗ zeichnen, falls es von Einem Notar aufgenommen wor⸗ den iſt. 390 L. III. T. II. Donations et Testaments. 975. Ne pourront être pris pour témoins du testament par acte public, ni les légataires, à quel- que titre qu'ils soient, ni leurs parents ou alliés jusqu'au quatrième degré inclusivement, ni les clercs des notaires par lesquels les actes seront reçus. 976. Lorsque le testateur voudra faire un tes- tament mystique ou secret, il sera tenu de signer ses dispositions, soit qu'il les ait écrites lui-mème, ou quéil les ait fait écrire par un autre. Sera le papier qui contiendra ses dispositions, ou le pa- pier qui servira d'enveloppe, s'il y en a une, clos et scellé. Le testateur le présentera ainsi clos et scellé au notaire, et à six témoins au moins, ou il le fera clore et sceller en leur présence; et il décla- rera que le contenu en ce papier est son testa- ment écrit et signé de lui, ou écrit par un autre et signé de lui: le notaire en dressera l'acte de suscription, qui sera écrit sur ce papier ou sur la feuille qui servira d'enveloppe; cet acte sera signéẽ tant par le testateur que par le notaire, ensemble par les témoins. Tout ce que dessus sera fait de suite et sans divertir à autres actes; et en cas que le testateur, par un empéchement survenu depuis ja signature du testament, ne puisse signer l'acte de suscription, il sera fait mention de la déclara- tion qu'il en aura faite, sans qu'il soit besoin, en ce cas, d'augmenter le nombre des témoins, 977. Si le testateur ne sait signer, ou s¹il n'*a pu le faire lorsqu'il a fait écrire ses dispositions, il sera appelé à l'acte de suscription un témoin, outre le nombre porté par l'article précédent, le- quel signera l'acte avec les autres témoins; et y sera fait mention de la cause pour laquelle ce té- moin aura été appelé. 978. Ceux qui ne savent ou ne peuvent lire, ne pourront faire de dispositions dans la forme du testament mystique, ——/Q/———— 3s B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 391 975. Bey einem durch eine öffentliche Urkunde er⸗ richteten Teſtament können weder die Legatarien, unter welchem Titel ſie es auch ſeyn mögen, noch ihre Ver⸗ wandten oder Verſchwägerte bis zum vierten Grade ein— ſchließlich, noch auch die Schreiber der Notarien, welche die Urkunde aufnehmen, zu Zeugen genommen werden. 976. Will der Teſtator ein myſtiſches oder gehei⸗ mes Teſtament errichten, ſo muß er ſeine Verordnun⸗ gen unterzeichnen, er mag ſie ſelbſt geſchrieben haben, oder von einem Andern haben ſchreiben laſſen. Das Pa⸗ pier, auf welchem ſeine Verordnungen geſchrieben ſind, oder das zum Umſchlage dienende Papier muß verſchloſſen und verſiegelt werden. Der Teſtator legt es entweder alſo verſchloſſen und verſiegelt dem Notar und wenigſtens ſechs Zeugen vor, oder er läßt es in ihrer Gegenwart verſchließen und verſiegeln, und erklärt, daß in dieſem Papiere ſeine eigenhändig geſchriebene und unterzeichne— te, oder ſeine von einem Anderen geſchriebene und von ihm unterzeichnete letzte Willensverordnung enthalten ſeye; hierüber fertiget der Notar eine Urkunde aus, wel⸗ che als Aufſchrift auf das Teſtament ſelbſt oder auf das zum Umſchlage dienende Blatt geſchrieben werden muß; dieſe Aufſchrift muß ſowohl von dem Teſtator, als von dem Notar und den Zeugen unterſchrieben werden. Alles Obige ſoll in ununterbrochener Folge, und ohne inzwi— ſchen andere Handlungen vorzunehmen, geſchehen; und falls der Teſtator wegen eines ſeit der Unterzeichnung des Teſtaments eingetretenen Hinderniſſes die Aufſchrift nicht unterzeichnen könnte, ſo ſoll ſeiner deßhalb gemachten Erklärung erwähnt werden, ohne daß es in dieſem Falle nöthig wäre, die Anzahl der Zeugen zu vermehren. 977. Iſt der Teſtator des Schreibens unerfahren, oder war er zu der Zeit, als er ſeine Willensverordnun⸗ gen niederſchreiben ließ, nicht im Stande zu unterzeich⸗ nen, ſo ſoll bey der Aufſchrift, auſſer der im vorhergehen⸗ den Artikel beſtimmten Anzahl, noch ein Zeuge zugezogen werden; dieſer unterzeichnet mit den übrigen Zeugen die Aufſchrift, in welcher der Urſache erwähnt werden muß, warum dieſer Zeuge zugezogen worden iſt. 978. Wer des Leſens unerfahren, oder ſonſt dazu auſſer Stand iſt, der kann nicht in der Form eines ge⸗ heimen Teſtaments verfügen. 392 L. III. T. II. Donations et Testaments. 979. En cas que le testateur ne puisse parler, mais qu'il puisse écrire, il pourra faire un testa- ment mystique, à la charge que le testament sera entièrement écrit, daté et signé de sa main, qu'il le présentera au notaire et aux témoins, et qu'au haut de l'acte de suscription, il écrira, en leur présence, que le papier qu'il présente est son tes- tament: après quoi le notaire écrira l'acte de suscription, dans lequel il sera fait mention que le testatéur a écrit ces mots en présence du notaire et des témoins; et sera, au surplus, observé tout ce qui est prescrit par l'article 976. 930. Les témoins appelés pour être présents aux tesraments, devront être mâles, majeurs, su- jets de l'Empereur, jouissant des droits civils. SECTION II. Des Règles particulières sur la Forme de oertains esbaments. 961. Les testaments des militaires et des indi- vidus employés dans les armées pourront, en auel- que pays que ce soit, être regçus par un chef de ba- taillon ou d'escadron, ou par tout autre officier d'un grade supérieur, en présence de deux témoins, ou par deux commissaires des guerres, ou par un de ces commissaires en présence de deux témoins. 982. IIs pourront encore, si le testateur est malade ou blessé, etre reçus par P'officier de santé en chef, assisté du commandant militaire chargé de la police de l'hospice. 983 Les dispositions des articles ci-dessus wauront lieu qu'en faveur de ceux qui seront en expédition militaire, ou en quartier ou en garni- son hors du territoire français, ou prisonniers chez. l'ennemi; sans que ceux qui seront en quartier ou en garnison dans l'intérieur puissent en profiter, a moins qu'ils ne se trouvent dans une place assi6- gée ou dans une citadelle et autres lieux dont les portes soient fermées et les communications inter- rompues à cause de la guerre. 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 3953 979. Kann der Teſtator nicht ſprechen, aber doch ſchreiben, ſo kann er ein geheimes Teſtament errichten, jedoch unter der Bedingung, daß ſolches von ſeiner Hand durchaus geſchrieben, datirt und unterzeichnet ſeye, daß er es dem Notar und den Zeugen vorlege, und in ihrer Gegenwart über die beyzufügende Aufſchrift ſchreibe, daß das vorgelegte Papier ſein Teſtament ſeye; hierauf macht der Notar die Aufſchrift, und erwähnt darin, daß der Teſtator dieſe Worte in Gegenwart des Notars und der Zeugen geſchrieben habe; überdieß muß alles beobachtet werden, was im 976. Artikel vorgeſchrieben iſt. 980. Bey einem Teſtamente können nur Perſonen männlichen Geſchlechtes, welche volljährig, Unterthanen des Kaiſers, und im Genuſſe der Civilrechte ſind, als Zeugen zugezogen werden. Zweyter Abſchnitt. Beſondere Regeln über die Form gewiſſer Teſtamente. 981. Die Teſtamente der Militair⸗ und anderer bey den Armeen angeſtellter Perſonen können in jedem Lan⸗ de von einem Bataillons-oder Escadronschef, oder von jedem andern Offizier eines höhern Grades, in Gegenwart zweyer Zeugen, oder von zwey Kriegscommiſſarien, oder von Einem Kriegscommiſſar in Beyſeyn zweyer Zeugen, aufgenommen werden. 982. Iſt der Teſtator krank oder verwundet, ſo kann das Teſtament auch von dem erſten Feldarzte mit Zuziehung des mit der Polizey des Spitals beauftragten Militaircommandanten aufgenommen werden. 933. Die Verfügungen der vorſtehenden Artikel haben nur zum Beſten derjenigen Statt, welche ſich auf einer militairiſchen Expedition, oder auſſer dem franzöſi⸗ ſchen Gebiete in Quartier oder in Beſatzung, oder als Kriegsgefangene bey dem Feinde befinden; diejenigen, welche im Innern des Reichs in Quartier oder in Be— ſatzung liegen, koͤnnen keinen Gebrauch davon machen, ſie müßten ſich denn in einem belagerten Platze, oder auf einer Citadelle oder an einem andern Orte befinden, wo des Krieges wegen die Thore geſchloſſen ſind, und die Communication unterbrochen iſt. 3% L. III. T. II. Donations et Testaments. 934. Le testament fait dans la forme ci-dessus Stablie, sera nul six mois après que le testateur sera revenu dans un lieu ou il aura la liberté d'em- ployer les formes ordinaires. 985. Les testaments faits dans un lieu avec le- quel toute communication sera interceptée à cause de la peste ou autre maladie contagieuse, pourront être faits devant le juge de paix, ou devant l'un des officiers municipaux de la commune, en pré- sence de deux témoins. 986. Cette disposition aura lieu, tant à l'é- gard de ceux qui seraient attaqués de ceb maladies, que de ceux qui seraient dans les lieux qui en sont infectés, encore qu'ils ne fussent pas actuellement malades. 987. Les testaments mentionnés aux deux précédents articles, deviendront nulls six mois après que les communications auront été rétablies dans le lieu ou le testateur se trouve, ou six mois après qu'il aura passé dans un lieu ou elles ne se- ront point interrompues. 988. Les testaments faits sur mer, dans le 2 cours d'un voyage, pourront èêtre regus, savoir: A bord des vaisseaux et autres batiments de PEmpereur, par T'officier commandant le bati- ment, ou, à son défaut, par celui qui le supplée dans l'ordre du service, l'un ou l'autre conjointe- ment avec l'officier d'administration ou avec celui qui en remplit les fonctions; Et à bord des bätiments de commerce, Ppar l'écrivain du navire ou celui qui en fait les foncti- ons, l'un ou l'autre conjointement avec le capi- taine, le maitre ou le patron, ou, à leur défaut, par ceux qui les remplacent.. Dans tous les cas, ces testaments devront 6tre regçus en présence de deux témoins. 989. Sur les bâtiments de Empereur, le tes- tament du capitaine ou celui de l'officier d'admi- nistration, et, sur les batiments de commerce, celui du capitaine, du maltre ou patron, ou celui de Pécrivain, pourront etre reçus par ceux qui vien- 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenken. 395 964. Ein nach der oben beſtimmten Form errichte⸗ tes Teſtament wird ſechs Monate nachher, als der Te⸗ ſtator an einen Ort gelangt iſt, wo er die gewöhnlichen Formen beobachten kann, ungiltig. 985. Teſtamente, welche an einem Orte gemacht werden, mit dem, der Peſt oder irgend einer andern an⸗ ſteckenden Krankheit wegen, alle Communication aufgeho⸗ ben iſt, können vor dem Friedensrichter oder vor einem Municipalbeamten der Gemeinde in Gegenwart zweyer Zeugen errichtet werden. 986. Dieſe Verfügung gilt nicht allein in Anſe⸗ hung derjenigen, welche von dieſer Krankheit befallen ſind, ſondern in Anſehung aller, die ſich an den damit angeſteckten Orten befinden, wenn ſie auch nicht wirklich krank ſeyn ſollten, 987. Die in den beyden vorhergehenden Artikeln erwähnten Teſtamente werden ſechs Monate nachher, als die Communication mit dem Orte, wo der Teſtatoy ſich befindet, wieder hergeſtellt wurde, oder ſechs Monate nachher, als er ſich an einen Ort begeben hat, wo die Communication gar nicht unterbrochen war, ungiltig. 988. Die auf der See während einer Reiſe ge⸗ machten Teſtamente können auf folgende Art aufgenom⸗ men werden: Am Bord der Kriegsſchiffe oder anderer Fahrzeuge des Kaiſers, von dem das Fahrzeug commandirenden Of⸗ fizier oder, in deſſen Ermangelung, von demjenigen, der nach der Dienſtordnung ſeine Stelle vertritt; in bey⸗ den Fällen mit Zuziehung des Verwaltungsbeamten oder desjenigen, der deſſen Vorrichtungen verſieht; Am Bord von Kauffahrteyſchiffen von dem Schiffs⸗ ſchreiber oder demjenigen, der deſſen Stelle verſieht; in beyden Fällen mit Zuziehung des Schiffscapitains, des Schiffers oder Schiffspatrons, oder, in deren Ermange⸗ lung, ihrer Stellvertreter. In allen Fällen müſſen dieſe Teſtamente in Gegen⸗ wart zweyer Zeugen aufgenommen werden. 989. Auf den Schiffen des Kaiſers kann das Te⸗ ſtament des Eapitains oder des Verwaltungsbeamten, und auf den Kauffahrteyſchiffen das Teſtament des Schiffs⸗ capitains, des Schiffers oder Schiffspatrons, oder des Schreibers von denjenigen aufgenemmen werden, die remise qui aura été 395 L. III. T. II. Donations et Testaments. nent après eux dans l'ordre du service, en se con- formant ponr le surplus aux dispositions de Particle précédent. 990. Dans tous les cas, il sera fait un double original des testaments mentionnés aux deux ar- ticles précédents. 901, Si le bätiment aborde dans un port étran- ger dans lequel se trouve un consul de France, ceux qui auront regçu le testament seront tenus de déposer l'un des originaux, clos ou cacheté, entre les mains de ce consul, qui le fera parvenir au Mi- nistre de la marine; et celui-ci en fera faire le dé- poôt au greffe de la justice de paix du lieu du domi- cile du testateur. 992. Au retour du bätiment en France, soit dans le port de l'armement,„soit dans un port autre que celui de l'armement, les deux originaux du testament, également clos et cachetés, ou P'oxi- ginal qui resterait, si, conformément à l'article précédent, l'autre avait été déposé pendant le cours du voyage, seront remis au bureau du pré- posé de l'inscription maritime; ce préposé les fera passer sans délai au Ministre de la marine, qui en ordonnera le dépôt, ainsi qu'il est dit au méème article. 993. II sera fait mention sur le rôle du baä- niment, à la marge, du nom du testateur, de la faite des originaux du testa- ment, soit entre les mains d'un consul, soit au burxeau d'un préposé de'inscription maritime. Le testament ne sera point réputé fait été dans le cours du vo- La été fait, le navire avait abordé une terre, soit étrangère, soit de la domi- nation française, où il y aurait un officier public français; auquel cas, il ne sera valable qu'autant qu'il aura été dressé suivant les formes prescrites 994. testamen en mer, quoiqu'il l'ait yage, si, au temps ouð i — 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. T nach der Ordnung des Dienſtes den nächſten Rang nach ihnen behaupten; im übrigen ſind die Beſtimmungen des vorhergehenden Artikels zu beobachten. 990. In allen Fällen müſſen von den in den beyden vorhergehenden Artikeln erwähnten Teſtamenten zwey Originale ausgefertiget werden. 991. Läuft das Schiff in einem fremden Hafen ein, in welchem ſich ein franzöſiſcher Conſul beſindet, ſo müſſen diejenigen, welche das Teſtament aufgenommen haben, eines dieſer Originale, verſchloſſen oder verſie⸗ gelt, in die Hände dieſes Conſuls hinterlegen, der es an den Miniſter des Seeweſens gelangen läßt; und die⸗ ſer ſorgt für die Hinterlegung deſſelben in der Gerichts⸗ ſchreiberey des Friedensgerichtes des Ortes, wo der Te⸗ ſtator ſeinen Wohnſitz hat. 992. Bey der Rückkehr des Schiffes nach Frank⸗ reich, es ſey nun in den Hafen, wo es ausgerüſtet wor⸗ den iſt, oder in irgend einen andern, müſſen die beyden Originale des Teſtaments, oder, wenn das eine Origi⸗ nal dem vorhergehenden Artikel gemäß während der See⸗ reiſe ſchon hinterlegt worden iſt, das übrig gebliebene, gleichfalls verſchloſſen und verſiegelt, an das Bureau des préposé de l'inscription maritime abgeliefert wer⸗ den; dieſer Préposé muß ſie unverzüglich an den Mini— ſter des Seeweſens gelangen laſſen, welcher deren Hin— terlegung auf die in demſelben Artikel beſtimmte Weiſe zu verfügen hat. 995. Am Rande des Verzeichniſſes der Schiffs⸗ mannſchaft ſoll da, wo der Name des T Teſtators eingetra⸗ gen iſt, die in die Hände eines Conſuls oder auf das Bu⸗ reau eines préposé de l'inscription maritime ge⸗ ſchehene Überlieferung der Originale des Teſtaments be⸗ merkt werden. 90%. Das Teſtament wird, wenn es auch während einer Seereiſe gemacht worden iſt, dennoch nicht als ein zur See errichtetes Teſtament angeſehen, wenn zur Zeit ſeiner Errichtung das Schiff auf ausländiſchem oder fran⸗ zöſiſchem Gebiete an einem Orte gelandet war, wo ſich ein franzöſiſcher öffentlicher Beamter befindet; in dieſem Falle iſt es nur dann giltig, wenn es entweder nach den in Frankreich vorgeſchriebenen, oder nach den in dem Lan⸗ 398 L. III. T. II. Donations et Testaments. en France, ou suivant celles usitées dans les pays ou il aura été fait. 995. Les dispositions ci-dessus seront com- munes aux testaments faits par les simples passa- gers qui ne feront point partie de P'équipage. 996. Le testament fait sur mer, en la forme prescrite par l'article 988, ne sera valahle qu'au- tant que le testateur mourra en mer, ou dans les trois mois après qu'il sera descendu à terre, et dans un lieu ou il aura pu le refaire dans les formes ordinaires. 997. Le testament fait sur mer ne pourra con- tenir aucune disposition au profit des officiers du vaisseau, s'ils ne sont parents du testateur. 998. Les testaments compris dans les articles ci-dessus de la présente section, seront signés Par les testateurs et par ceux dui les auront regus. Si le testateur déclare qu'il ne sait ou ne peut signer, il sera fait mention de sa déclaration, ain- si que de la cause qui'empèche de signer. Dans les cas ob la présence de deux témoins est requise, le testament sera signé au moins par P'un d'eux, et il sera fait mention de la cause pour laquelle'autre n'aura pas signé. 999. Un Frandais qui se trouvera en pays étranger, pourra faire ses dispositions testamen- taires par acte sous signature privée, ainsi qu'il est prescrit en l'article 970, ou par acté authenti- que, avec les formes usitées dans le lieu où cet acte sera passé. 1000. Les testaments faits en pays étranger ne pourront èêtre exécutés sur les biens situés en France, qu'après avoir été enregistrés au bureau du domicile du testateur, s'il en a conservé un, sinon au bureau de son dernier domicile connu en 17) durch einen Act unter Privatunterſchrift, ſo wie es im Art. 970. vorgeſchrieben iſt. L. in einem Acte un⸗ ter Privatunterſchrift, ſo wie im 970. Art. beſtimmt 3s B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 399 de, wo es errichtet wurde, üblichen Formen gemacht worden iſt. 995. Die obigen Verfügungen ſind auch anwend⸗ bar auf Teſtamente bloß reiſender Perſonen, die nicht zur Schiffsmannſchaft gehören. 996. Ein zur See nach der im 9838. Artikel be⸗ ſtimmten Form errichtetes Teſtament iſt nur dann giltig, wenn der Teſtator auf der See, oder binnen der nächſten drey Monate ſtirbt, nachdem er gelandet und an einen Ort gekommen iſt, wo er es nach den gewöhnlichen For⸗ men hätte erneuern können. 997. Ein auf der See errichtetes Teſtament kann keine Verfügung zum Vortheile der Schiffsoffiziere ent⸗ halten, wenn ſie nicht mit dem Teſtator verwandt ſind. 998. Die Teſtamente, von welchen in den obigen Artikeln des gegenwärtigen Abſchnittes die Rede iſt, müſ⸗ ſen von den Teſtatoren und von denjenigen, welche ſie aufgenommen haben, unterzeichnet werden. Erklärt der Teſtator, daß er des Schreibens uner⸗ fahren oder auſſer Stand ſey zu unterzeichnen, ſo muß ſeiner Erklärung, ſo wie der Urſache, die ihn am Unter⸗ zeichnen verhindert, erwähnt werden. In den Fällen, wo die Gegenwart zweyer Zeugen erforderlich iſt, muß das Teſtament wenigſtens von einem derſelben unterzeichnet und der Urſache erwähnt werden, aus welcher der andere nicht unterzeichnet hat. 999. Ein Franzoſe, der ſich im Auslande befin⸗ det, kann ſeine letztwillige Verordnung entweder in ei⸗ ner nach Vorſchrift des 970. Artikels verfaßten Pri⸗ vaturkunde ¹7) errichten, oder in einer öffentlichen Ur⸗ kunde, nach den an dem Orte, wo dieſe Urkunde ausge⸗ fertiget wird, üblichen Formen. 1000. Die im Auslande errichteten Teſtamente können, ſo viel die in Frankreich gelegenen Güter be⸗ trifft, nicht eher in Vollzug geſetzt werden, als bis ſie auf dem Büreau des Wohnortes des Teſtators, wenn er einen Wohnſitz in Frankreich beybehalten hat, im entge⸗ iſt. D. in einem von ihm unterzeichneten Privatauf⸗ ſatze, ſo wie im 970. Art. vorgeſchrieben iſt. E. in ei⸗ ner Urkunde unter Privatſiegel, ſo wie im 970. Art. beſtimmt iſt. M. 4oo L. III. T. II. Donations et Testaments. France; et dans le cas oùð le testament contien- drait des dispositions d'immeubles qui y seraient situés, il devra être, en outre, enregistré au bu- reau de la situation de ces immeubles, sans qu'il puisse èêtre exigé un double droit. 1001. Les formalités auxquelles les divers testaments sont assujettis par les dispositions de la présente section et de la précédente, doivent être observées à peine de nullité. SECTION III. Des Ingtitutions d'héritier, et des Legs en général. 1002. Les dispositions testamentaires sont ou universelles, ou à titre universel, ou à titre particulier. Chacune de ces dispositions, soit qu'elle ait été faite sous la dénomination d'institution d'he- ritier, soit qu'elle ait été faite sous la dénomina- tion de legs, produira son effet suivant les règles ci-après etablies pour les legs universels, pour les legs à titre universel, et pour les legs particuliers. SECTION IV. Du Legs universel. 1003. Le legs universel est la disposition tes- tamentaire par laquélle le testateur donne à une ou plusieurs personnes Puniversalité des biens qu'il laissera à son décès. 1004. Lorsqu'au décès du testateur il y a des héritiers auxquels une quotité de ses biens est ré- servée par la loi, ces héritiers sont saisis de plein 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 401 gengeſetzten Falle aber auf dem Büreau ſeines letzten be⸗ kannten Wohnortes in Frankreich, einregiſtrirt worden ſind; enthält das Teſtament Verfügungen über in Frank⸗ reich gelegene Immobilien, ſo muß es überdieß auf dem Büreau des Ortes, wo dieſe Immobilien gelegen ſind, einregiſtrirt werden, ohne daß jedoch doppelte Gebühren gefordert werden dürften. 1001. Die Formalitäten, welchen die verſchiede⸗ nen Arten der Teſtamente nach den Vorſchriften des ge⸗ genwärtigen und des vorhergehenden Abſchnittes unter⸗ worfen ſind, müſſen bey Strafe der Nichtigkeit beobach⸗ tet werden. Dritter Abſchnitt. Von den Erbeseinſetzungen und den Vermächtniſſen im allgemeinen. 1002. Alle letztwillige Verordnungen ſind entweder univerſelle, oder Verordnungen unter einem Univerſaltitel oder unter einem Particulartitel.() Jede dieſer Verordnungen, ſie mag unter der Be⸗ nennung einer Erbeseinſetzung oder eines Vermächtniſſes gemacht ſeyn, iſt nach folgenden für die Univerſalver⸗ mächtniſſe, für die Vermächtniſſe unter einem Univerſal⸗ titel, und für die Particularvermächtniſſe feſtgeſetzten Regeln für wirkſam zu achten. Vierter Abſchnitt. Von Univerſalvermächtniſſen. 1003. Ein Univerſalvermächtniß iſt diejenige letzt⸗ willige Verordnung, wodurch der Teſtator den Inbe⸗ griff des geſammten Vermögens, das er bey ſeinem Ab— ſterben hinterlaſſen wird, einer oder mehreren Perſonen zuwendet. 0043. Sind beym Abſterben des Teſtators Erben vorhanden, denen das Geſetz einen Pflichttheil vorbehält, ſo geht durch ſeinen Tod der Beſitz des ganzen Nach⸗ (* S. Art. 967. Cod. N. 1. B. 26 4⁰2 L. IH. T. H. Donations et Testaments. droit, par sa mort, de tous les biens de la succes- sion; et le légataire universel est tenu de leur de- mander la délivrance des biens compris dans le tes- rament. 1005. Néanmoins, dans les mémes cas, le lé- gataire universel aura la jouissance des biens com- pris dans le testament, à compter du jour du dé- cès, si la demande en délivrance a été faite dans Pannée, depuis cette époque; sinon, cette jouis- sance ne commencera que du jour de la demande formée en justice, ou du jour que la délivxance aurait été volontairement consentie. 1006. Lorsqu'au décès du testateur il n'y aura pas d'héritiers auxquels une quotité de ses biens soit réservée par la loi, le légataire universel sera- saisi de plein droit par la mort du testateur, sans ètre tenu de demander la délivrance. 1007. Tout testament olographe sera, avant d'ètre mis à exécution, présenté au président du tribunal de première instance de Parrondissement dans lequel la succession est ouverte. Ce testa- ment sera ouvert, s'il est cacheté. Le président dressera procès-verbal de la présentation, de l'ou- verture et de l'état du testament, dont il ordon- nera le dépôt entre les mains du notaire par lui commis. Si le testament est dans la forme mystique, sa présentation, son ouverture, sa description et son dépôt, seront faits de la mèéme manière; mais Pou- verture ne pourra se faire qu'en présence de ceux des notaires et des témoins, signataires de l'acte de suscription, qui se trouveront sur les lieux, ou. eux appelés. 1008. Dans le cas de l'art. 1006, si le testa- ment est olographe ou mystique, le légataire uni- versel sera tenu de se faire envoyer en possession, — 18) Sind beym Abſterben des Teſtirers Erben vorhan⸗ den, denen die Geſetze eine beſtimmte Quote ſeines Vermoͤgens vorbehalten, und nehmen bey ſeinem Tode 3s B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 405 laſſes kraft des Geſetzes auf dieſe Erben über, und der Univerſallegatar muß die Auslieferung des ihm in dem Teſtament zugewendeten Vermögens von ihnen ver⸗ langen. 1⁸) 1005. Doch hat in dieſem Falle der Univerſallega⸗ tar den Genuß des in dem Teſtamente begriffenen Ver⸗ mögens von dem Todestage an, wenn das Geſuch um Auslieferung binnen Jahresfriſt nach dieſem Zeitpuncte angebracht worden iſt; wo nicht, ſo nimmt dieſer Genuß ſeinen Anfang erſt mit dem Tage der gerichtlichen Kla⸗ ge, oder mit dem Tage, da die Auslieferung freywillig zugeſagt worden iſt. 1006. Sind bey dem Abſterben des Teſtators keine Erben vorhanden, denen das Geſetz einen Pflichttheil vorbehalten hat, ſo geht durch den Tod des Teſtators der Beſitz kraft des Geſetzes auf den Univerſallegatar über, ohne daß er verbunden wäre, die Auslieferung zu ver⸗ langen. 1007. Jedes eigenhändige Teſtament muß, ehe es in Vollzug geſetzt wird, dem Präſidenten des Gerichtes erſter Inſtanz in dem Arrondiſſement, wo die Erbſchaft eröffnet iſt, vorgelegt werden. Iſt dieſes Teſtament ver⸗ ſiegelt, ſo wird es eröffnet. Der Präſident nimmt über die Vorlegung, die Eröffnung und über die Beſchaffen⸗ heit des Teſtaments ein Protokoll auf, und verordnet deſſen Hinterlegung bey einem von ihm dazu beſtellten Notar. Iſt das Teſtament in der geheimen Form errichtet, ſo geſchieht die Vorlegung, Eröffnung, Beſchreibung und Hinterlegung auf die nämliche Art; jedoch kann die Eröffnung nur in Gegenwart oder nach vorgängiger Vor⸗ ladung der an dem Orte anweſenden Notarien und Zeugen, welche die Aufſchrift unterzeichnet haben, ge⸗ ſchehen. 1003. In dem Falle des 1006. Artikels muß der Univerſallegatar, wenn das Teſtament ein eigenhändiges oder ein geheimes iſt, ſich durch eine Verordnung des dieſe Erben von dem ganzen zur Erbſchaft gehoͤrigen Vermoͤgen geſetzlich Beſitz: ſo muß der Univerſallega⸗ tar ꝛe. E. 26 404 L. III. I. II. Donatidns et Testaments. par une ordonnance du président, mise au bas d'une requète, à laquelle sera joint Pacte de dépoôt. 1009. Le légataire universel qui sera en con- cours avec un héritier auquel la loi réserve une quotité des biens, sera tenu des dettes et charges de la sucsession du testateur, personnellement aur sa part et portion, et hypothécairement pour f. tout; et il sera tenu d'acquitter rous les legs, sauf le cas de réduction, ainsi qu'il est expliquẽ aux art. 926 et 927. SECTION V. Du Legs àd tibre universel. 1010. Le legs à titre universel est celui par lequel le testateur lègue une quote-part des biens dont la loi lui permét de disposer, telle qu'une moitié, un tiers, ou tous Ses immeubles, ou tout son mobilier, ou une quotité fixe de tous ses im- meubles, ou de tout son mobilier. Tout autre legs ne forme qu'une disposition à titre particulier. 1011. Les légataires à titre universel seront tenus de demander la délivrance aux héritiers aux- quels une quotitẽ des biens est réservée par la loi; A leur defaut, aux légataires universels, et à dé- faut de ceux-ci, aux héritiers appelés dans l'ordre Gtabli au titre des Successions. 1012. Le légataire à titre universel sera tenu, comme le légataire universel, des dettes et char- ges de la succession qu testateur, personnellement pour sa part et portion, et hypothécairement pour le tout, ☛⁷ 3s B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 405 Präſidenten in den Beſitz einweiſen laſſen; dieſe Verord⸗ nung wird unter die übergebene Bittſchrift geſetzt, wel⸗ cher letztern der Depoſitionsſchein beygefügt ſeyn muß. 1009. Trifft der Univerſallegatar mit einem Erben zuſammen, dem das Geſetz einen Pflichttheil vorbehal⸗ ten hat, ſo muß er für die Schulden und Laſten der Ver⸗ laſſenſchaft des Teſtators, perſönlich nach Verhältniß ſei⸗ nes Antheils und ſeiner Erbportion, und hypothecariſch für den ganzen Betrag haften(*†); auch iſt er verbunden, alle Vermächtniſſe zu berichtigen, mit Vorbehalt der in Gemäßheit des 926 und 927. Artikels etwa eintretenden Herabſetzung. Fuͤnfter Abſchnitt. Von Vermächtniſſen unter einem Univerſaltitel. 1010. Ein Vermächtniß unter einem Univerſaltitel iſt ein ſolches, wodurch der Teſtator eine Quote des Ver⸗ mögens, worüber das Geſetz ihm zu verfügen erlaubt, 3 B. die Hälfte, ein Drittel, oder ſeine geſammten un— beweglichen, oder ſeine geſammten beweglichen Güter, oder eine beſtimmte Quote aller ſeiner unbeweglichen oder aller ſeiner beweglichen Güter vermacht. Jedes andere Vermächtniß iſt nur eine Verordnung unter einem Particulartitel. 1011. Die unter einem Univerſaltitel eingeſetzten Legatarien müſſen die Auslieferung von den Erben, wel⸗ chen das Geſetz einen Pflichttheil vorbehalten hat, in de⸗ ren Ermangelung von den Univerſallegatarien, und, wenn auch keine ſolche vorhanden ſind, von den Erben, welche nach der in dem Titel von der Erbfolge be⸗ ſtimmten Oednung zur Erbſchaft berufen ſind, verlangen. 1012. Der unter einem Univerſaltitel eingeſetzte Legatar haftet eben ſo, wie ein Univerſallegatar, für die. Schulden und Laſten der Verlaſſenſchaft des Teſtators, nämlich perſönlich nach Verhältniß ſeines Antheils und ſeiner Erbportion, und hypothecariſch für ihren ganzen Betrag.**)(*†*) rt. 671 873,8875 u. 1009. Arariich fuür das ganze Vermoͤgen§. u. E 406 L. III. T. II. Donations et Testaments. 1015. Lorsque le testateur m'aura disposé que d'une quotité de la portion disponible, et qu'il l'aura fait à titre universel, ce légataire sera tenu d'acquitter les legs particuliers par contribution avec les héritiers naturels. SECTION VI. Des Legs particuliers. 1014. Tout legs pur er simple donnera au lé- gataire, du jourx du décès du testateur, un- droit à la chose léguée, droit transmissible à ses héri- tiers ou ayant-cause. Néanmoins le légataire particulier ne pourra se mettre en possession de la chose léguée, ni en prétendre les fruits ou intéréts, qu'a compter du jour de sa demande en délivrance, formée suivant l'ordre établi par l'art. 1011, ou du jour auquel cette délivrance lui aurait été volontairement con- sentie. 1015. Les intéréets ou fruits de la chose léguée courront au profit du légataire, dès le jour du dé- cès, et sans qu'il ait formé sa demande en justice, 1o. Lorsque le testateur aura expressément déclaré sa volonté, à cet égard, dans le testament; 2⁰% Lorsqu'une rente viagère ou une pension aura été léguée à titre d'aliments. 1016. Les frais de la demande en délivrance seront à la charge de la suocession, sans néanmoins qu'il puisse en résulter de réduction de la réserve légale. Les droits d'enregistrement seront dus par le légataire. 20) Der Particularlegatar kann gleichwohl ſich weder in den Befitz der vermachten Sache einſetzen, noch auf die Fruͤchte und Zinſen davon Anſpruch machen, a s nur von dem Tage an, ꝛc. D. u. M. Nichts deſto weniger darf der Particularlegatar ſich eher weder in den Be⸗ ſitz des vermachten Gegenſtandes einſetzen⸗ noch die Fruͤchte oder Zinſen deſſelben anverlangen, als von dem 3s8 B. 2r T. Von Schenkungen u⸗ Teſtagenten. 407 1013. Hat der Teſtator nur über einen Theil des ſeiner Verfügung unterworfenen Vermögens, und zwar unter einem Univerſaltitel verordnet, ſo müſſen dieſer Legatar und die geſetzlichen Erben zu Berichtigung der Particularvermächtniſſe verhältnißmäßig beytragen. Sechſter Abſchnitt. Von Particularvermächtniſſen. 1014. Jedes unbedingte Vermächtniß gibt dem Le⸗ gatar von dem Todestage des Teſtators an ein Recht auf die ihm vermachte Sache, das auf ſeine Erben, oder diejenigen, die in ſeine Rechte getreten ſind, übergeht. Demohngeachtet kann ſich der Particularlegatar nicht in den Beſitz der ihm vermachten Sache ſetzen, und auch auf die Fruͤchte oder Zinſen derſelben nur von dem Ta⸗ ge an Anſpruch machen, wo er das Geſuch um Ausliefe⸗ rung nach der im 1011. Art. feſtgeſetzten Ordnung ange⸗ bracht oder die freywillige Zuſage dieſer Auslieferung erhalten hat. 2²0) 1015. Die Zinſen oder Früchte der vermachten Sa⸗ che gebühren dem Legatar von dem Todestage an, und ohne daß er ſeine Klage gerichtlich angebracht hat: 1.) wenn der Teſtator deßhalb in dem Teſtamente ſeinen Willen ausdrücklich erklärt hat; 2.) wenn jemanden eine Leibrente oder eine Pen⸗ ſion unter dem Namen von Alimenten vermacht wor⸗ den iſt. 1016. Die Koſten der Klage auf Auslieferung fal⸗ len dem Nachlaſſe zur Laſt, ohne daß jedoch dadurch der Pflichtrheil vermindert werden darf. Die Einregiſtrirungsgebühren hat der Legatar zu zahlen. Tage an ꝛc. L. Gleichwohl kann der Particularlegatar ſich nicht eher in den Beſitz der vermachten Sache ſetzen, noch die Fruͤchte und Intereſſen davon verlan⸗ gen, als vom Tage an ꝛc. 8. Allein der Partieularle⸗ gatar kann erſt von dem Tage an,— den Beſitz des ihm legirten Gegenſtandes ergreifen, und die Nunun⸗ gen und Zinſen davon verlangen. F. 4 6G L. III. T. II. Donations et Testaments. Le tout, s'il n'en a été autrement ordonné par le testament. Chaque legs pourra être enregistré séparé- ment, sans que cet enregistrement puisse profiter à aucun autre qu'au légataire ou à ses ayant-cause. 1017. Les héritiers du testateur, ou autres débiteurs d'un legs, seront personnellement tenus de l'acquitter, chacun au prorata de la part et por- tion dont ils profiteront dans la succession. Ils en seront tenus hypothécairement pour le tout, jusqu'à concurrence de la valeur des im- meubles de la succession dont ils seront déten- teurs. 1018. La chose léguée sera délivrée avec les accessoires nécessaires, et dans l'état o elle se trouvera au jour du décès du donateur. 1019. Lorsque celui qui a légué la propriété d'un immeuble, l'a ensuite augmentée par des acquisitions, ces acquisitions, fussent- elles con- tigués, ne seront pas censées, sans une nouvelle disposition, faire partie du legs. Il en sera autrement des embellissements, ou des constructions nouvelles faites sur le fonds Ié- gué, ou d'un enclos dont le testateur aurait aug- menté l'enceinte. 1020. Si, avant le testament ou depuis, la chose léguée a été hypothéquée pour une dette de la succession, ou même pour la dette d'un tiers, ou si elle est grevée d'un usufruit, celui qui doit acquitter le legs n'est point tenu de la dégager, à moins qu'il n'ait été chargé de le faire par une disposition expresse du testateur: 1021, Lorsquede testateur aura légué la chose d'autrui, le legs sera nul, soit que le testateur ait connu ou non qu'elle ne lui appartenait pas. 3s B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 409 Dieß alles findet jedoch nur Statt, wenn in dem Teſtamente nicht ein Anderes verordnet iſt. Jedes Vermächtniß kann für ſich beſonders einregi⸗ ſtrirt werden, ohne daß dieſes Einregiſtriren einem an⸗ dern, als dem Legatar oder denijenigen, die in ſeine Rechte getreten ſind, zum Vortheil gereichen könnte. 1017. Die Erben des Teſtators, oder andere, wel⸗ che ein Vermächtniß zu entrichten verbunden ſind, haben für deſſen Berichtigung perſönlich, und zwar jeder nach Verhäalrniß des Antheils und der Portion, welche er aus der Erbſchaft erhält, zu haften. Hypothecariſch haften ſie für das Ganze, ſoweit der Werth der zur Erbſchaft gehörigen Immobilien, in deren Beſitze ſie ſich befinden, dazu hinreicht. 1018. Die vermachte Sache muß mit dem nothwen⸗ digen Zubehöre, und in dem Stande ausgeliefert wer⸗ den, worin ſie ſich an dem Todestage des Teſtators be⸗ findet. 1039. Hat der Teſtator jemanden das Eigenthum an einem Grundſtücke vermacht, und dieſes ſpäterhin durch neue Erwerbungen vergroͤßert, ſo werden dieſe Er⸗ werbungen, wenn ſie auch an das vermachte Grundſtück gränzen, doch, ohne eine neue Verordnung, nicht als Thei⸗ le des Vermächtniſſes angeſehen. Anders verhält es ſich mit Verſchönerungen oder mit neuen Gebäuden, die auf dem vermachten Grund⸗ ſtücke angebracht worden ſind, oder mit einem einge⸗ ſchloſſenen Platze, deſſen Umfang der Teſtator erwei⸗ tert hat. 1020. Wenn vor oder nach Errichtung des Teſta⸗ ments die vermachte Sache für eine auf der Erbſchaft haf— tende Schuld oder ſelbſt für die Schuld eines Dritten ver⸗ hypothecirt, oder wenn ſie mit einem Nießbrauche beſchwert worden iſt, ſo iſt derjenige, welcher das Vermaͤchtniß zu leiſten hat, nicht verbunden, ſie frey zu machen, wenn ihm dieſes nicht durch eine ausdrückliche Verord⸗ nung des Teſtators auferlegt worden iſt. 1021. Hat der Teſtator eine fremde Sache ver⸗ macht, ſo iſt das Vermächtniß ungiltig, der Teſtator mag gewußt haben, daß ſie ihm nicht zugehöre, oder nicht. 4io L. III. T. II. Donations et Testaments. 1022. Lorsque le legs sera d'une chose indé- terminée, l'héritier ne sera pas obligé de la don- ner de la meilleure qualité, et il ne pourra T'of- frix de la plus manvaise. 1023. Le legs fait au créancier ne sera pas censé en compensation de sa créance, ni le legs fait au domestique en compensation de ses gages. 1024. Le légataire à titre particulier ne sera point tenu des dettes de la succession, sauf la ré- duction du legs ainsi qu'il est dit ci-dessus, et sauf l'action hypothécaire des créanciers. SECTION VII. Des Eoccuteurs testamenkalres. 1025. Le testateur pourra nommer un ou plusieurs exécuteurs testamentaires. 1026. II pourra leur donner la saisine du tout, ou seulement d'une partie de son mobilier; mais elle ne pourra durer au-delà de Pan et jour à compter de son décès. S'il ne la leur a pas donnée, ils ne pourront Vexiger. 1027. L'héritier pourra faire cesser la saisine, en offrant de remettre aux exécuteurs testamen- taires somme suffisante pour le paiement des legs mobiliers, ou en justifant de ce paiement. 1028. Celui qui ne peut s'obliger, ne peut pas èêtre exécuteur testamentaire. 1029. La femme mariée ne pourra accepter Pexécution testamentaire qu'avec le consentement de son mari. Si elle est séparée de biens, soit par contrat. de mariage, soit par jugement, elle le pourra avec le consentement de son mari, ou, à son refus, au- torisée par la justice, conformément à ce qui est 3s B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 411 1022. Iſt jemanden eine Sache von einer gewiſſen Gattung ohne nähere Beſtimmung 21) vermacht worden, ſo iſt der Erbe nicht ſchuldig, ſie von der beſten Qualit ät zu geben; er darf aber auch die ſchlechteſte nicht anbie⸗ ten.(*) 1025. Was einem Gläubiger vermacht iſt, ſoll ihm nicht an ſeiner Forderung abgerechnet, und das einem Dienſtboten ausgeſetzte Vermächtniß nicht als Zahlung auf ſeinen Lohn angeſehen werden. 1024. Der Particularlegatar hat für die Schulden der Erbſchaft nicht zu haften; das Vermächtniß kann je⸗ doch, wie oben beſtimmt iſt, herabgeſetzt werden, und den Gläubigern bleibt die hypothecariſche Klage vorbehalten. Siebenter Abſchnitt. Von Teſtamentsvollziehern. 1025. Der Teſtator kann einen oder mehrere Te⸗ ſtamentsvollzieher ernennen. 1026. Er kann ihnen den Beſitz ſeines ganzen Mo⸗ biliarvermögens, oder eines Theils deſſelben einräumen; dieſer Beſitz darf jedoch nicht länger dauern, als ein Jahr, von ſeinem Todestage an gerechnet. Hat er ihnen dieſen Beſitz nicht eingeräumt, ſo kön⸗ nen ſie ihn nicht verlangen. 1027. Der Erbe kann dieſem Beſitze ein Ende machen, wenn er den Teſtamentsvollziehern eine hinläng⸗ liche Summe zur Zahlung der Mebiliarvermächtniſſe an⸗ bietet, oder beweiſet, daß ſie bereits berichtiget ſeyen. 1026. Wer keine Verbindlichkeiten übernehmen kann, der kann auch nicht Teſtamentsvollzieher ſeyn. 1029. Eine verheirathete Frau kann nur mit Be⸗ willigung ihres Mannes die Vollziehung eines Teſta⸗ ments übernehmen. Lebt ſie zufolge des Ehecontractes oder kraft ei⸗ nes Urtheils mit ihrem Ehemann in völlig getrennten Gütern, ſo kann ſie es mit ſeiner Bewilligung, oder im Falle er dieſelbe verweigert, unter der Autoriſa⸗ (*) S. Art. 1246. 21) eine unbeſtimmte Sache. L. u.§. eine unbeſtimmte Sache ohne weiterne Beſtimmung. E. 412 L. III. T. II. Donations et Testaments. prescrit par les art. 217 et 219, au titre du Ma- iage. 1030. Le mineur ne pourra être exécuteur testamentaire, même avec l'autorisation de son tuteur ou curateur. 1031. Les exécuteurs testamentaires feront apposer les scellés, s'il y a des héritiers mineurs, interdits au absents. IIs feront faire, en pnésence de T'héritier pré- somptif, ou lui düment appelé, Pinventaire des biens de la succession. Ils provoqueront la vente du mobilier, à dé- faut de deniers suffisants pour acquitter les legs. IIs veilleront à ce que le testament soit exé- cuté; et ils pourront, en cas de contestation sur son exécution, intervenir pour en soutenir la va- lidité. IIs devront, à l'expiration de Pannée du déoòðs du testateur, rendre compte de leur gestion. 1032. Les pouvoirs de l'exécuteur testamen- taire ne passeront point à ses héritiers. 1053. S'il y a plusieurs exécuteurs testamen- taires qui aient accepté, un seul pourra agir au défaut des autres; et ils seront solidairement res- ponsables du compte du mobilier qui leur à été confié, à moins que le testateur n'ait divisé leurs fonctions, et que chacun d'eux ne se soit renfer- mé dans celle qui lui était attribuée. 105 4. Les frais faits par l'exécuteur testamen- taire pour J'apposition des scellés, Pinventaire, le compte et les autres frais relatifs à ses fonctions, seront à la charge de la succession. SECTION VIII. De la Révocakion des Testamenty, et de leur Caducité. 1035. Les testaments ne pourront etre ré- voqués, en tout ou en partie, que par un testa- 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 413 tion des Gerichtes, in Gemäßheit der Beſtimmung des 217 und 219 Artikels in dem Titel von der Ehe. 1050. Ein Minderjähriger kann ſelbſt unter der Autoriſation ſeines Vormundes oder Curators nicht Te⸗ ſtamentsvollzieher ſeyn. 1051. Die Teſtamentsvollzieher müſſen die Verſie⸗ gelung vornehmen laſſen, wenn unter den Erben Min⸗ derjährige, Interdicirte oder Abweſende ſind. Sie müſſen in Gegenwart oder nach gehöriger Vor⸗ ladung des Präſumtiverben ein Inventarium über den Nachlaß errichten laſſen. Iſt zur Zahlung der Vermächtniſſe nicht baares Geld genug vorhanden, ſo haben ſie auf den Verkauf der Mobilien anzutragen. Sie haben für die Vollziehung des Teſtaments Sor⸗ ge zu tragen, und können, wenn über deſſen Vollziehung Streitigkeiten entſtehen, als Intervenienten auftreten, um daſſelbe aufrecht zu erhalten. Nach Ablauf eines Jahrs nach dem Tode des Te⸗ ſtators müſſen ſie über ihre Verwaltung Rechnung ab⸗ legen. 1032. Der dem Teſtamentsvollzieher ertheilte Auf⸗ trag geht nicht auf ſeine Erben über. 1053. Sind mehrere Teſtamentsvollzieher beſtellt, welche den Auftrag angenommen haben, ſo kann auch einer allein bey Abgang der übrigen handeln, und ſie ſind ſolidariſch verbunden, über das ihnen anvertraute Mobiliarvermögen Rechenſchaft zu geben, es müßte denn der Teſtator ihre Verrichtungen getheilt und ein jeder von ihnen ſich auf die ihm angewieſenen beſchraͤnkt haben. 1054. Koſten, welche der Teſtamentsvollzieher für die Verſiegelung, die Inventur und die Rechnungs⸗ ablage, und durch ſeine Geſchäftsführung gehabt hat, fallen dem Nachlaſſe zur Laſt. Achter Abſchnitt. Von Widerrufung der Teſtamente und den Fällen, worin ſie kraftlos werden. 1035. Teſtamente können weder ganz noch zum Theile anders widerrufen werden, als durch ein nachhe⸗ 414 L. III. T. II. Donations et Testaments. ment postérieur, ou par un acte devant notaires, portant déclaration du changement de volonté. 1036. Les testaments postérieurs qui ne révo- queront pas d'une manière expresse les précédents, n'annulleront, dans ceux-ci, que celles des disposi- tions y contenues qui se trouveront incompatibles avec les nouvelles, ou qui seront contraires. 1057. La révocation faite dans un testament postérieur aura tout son effet, quoique ce nouvel acte veste sans exécution par l'incapacité de Phés- ritier institué ou du légataire, ou par leur refus de recueillir. 1038. Toute aliénation, celle même par vente avec faculté de rachat ou par échange, que fera le testateur de tout ou de partie de la chose léguée, emportera la révocation du legs pour tout ce qui a été aliéné, encore que l'aliénation postérieure soit nulle, et que l'objet soit rentré dans la main du testateur. 1059. Toute disposition testamentaire sera caduque, si celui en faveur de qui elle est faite, n'a pas survécu au testateur. 10 ½. Toute disposition testamentaire faite sous une condition dépendante d'un événement in- certain, et telle que, dans l'intention du testateur, cette disposition ne doive être exécutée qu'autant que l'événement arrivera ou n'arrivera pas, sera caduque, si T'héritier institué ou le légataire décède avant P'accomplissement de la condition. 1041. La condition qui, dans Pintention du testateur, ne fait que suspendre l'exécution de la disposition, n'empéchera pas héritier institué, ou le légataire, d'avoir un droit acquis et transmis- sible a ses héritiers. 1042. Le legs sera caduc, si la chose léguée a totalement péri pendant la vie du testateur. Il en sera de même, si elle a péri depuis Sa mort, sans le fait et la faute de T'héritier, quoi- que celui-ci ait été mis en retard de la délivrer, 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 415 riges Teſtament, oder durch eine Notariatsurkunde, wel⸗ che die Erklärung des Teſtators enthält, daß er ſeinen Willen geändert habe. 1056. Ein ſpäteres Teſtament, in welchem die frü⸗ hern nicht ausdrücklich widerrufen ſind, macht von den in letzteren enthaltenen Verordnungen nur diejenigen un⸗ giltig, die ſich mit den neuen nicht vereinigen laſſen, oder mit ihnen im Widerſpruche ſtehen. 1057. Der in einem ſpätern Teſtamente geſchehene Widerruf behält ſeine volle Wirkung, wenn gleich dieſe neue Verordnung wegen Unfähigkeit des eingeſetzten Er⸗ ben oder Legatars, oder wegen der von ihren verweiger⸗ ten Annahme nicht zur Vollziehung kommt. 1038. Jede von demTeſtator mit der vermachten Sa⸗ che oder mit einem Theile derſelben vorgenommene Veräuſ⸗ ſerung, ſelbſt diejenige, welche durch Verkauf unter dem Vorbehalt des Wiederkaufs oder durch Tauſch geſchehen iſt, bewirkt den Widerruf des Vermächtniſſes in Anſehung al⸗ les deſſen, was veräuſſert worden iſt, wenn gleich dieſe ſpätere Veräuſſerung ungiltig, und die veräuſſerte Sache wieder in die Hände des Teſtators gelangt ſeyn ſollte. 1059. Jede letztwillige Verordnung wird kraftlos, wenn derjenige, zu deſſen Vortheil ſie gemacht worden iſt, den Teſtator nicht überlebt hat. 1040. Jede letztwillige Verordnung, welche unter einer Bedingung gemacht worden iſt, die von einer un⸗ gewiſſen Begebenheit abhängt, ſo daß nach der Abſicht des Teſtators die Verordnung nur dann vollzogen werden ſoll, wenn die Begebenheit ſich ereignen oder nicht ereig⸗ nen wird, wird kraftlos, wenn der eingeſetzte Erbe oder Legatar noch vor Erfüllung der Bedingung ſtirbt. 1041. Eine Bedingung, welche nach der Abſicht des Teſtators die Vollziehung ſeiner Verordnung nur aufſchie⸗ ben ſoll, hindert den eingeſetzten Erben oder Legatar nicht, auf die vermachten Sache ein wirklich erworbenes Recht zu haben, das auf ſeine Erben übergeht. 1042. Ein Vermächtniß wird kraftlos, wenn die vermachte Sache bey Lebzeiten des Teſtators gänzlich zut Grunde geht. Ein Gleiches gilt, wenn dieſelbe nach ſeinem Tode ohne Zuthun und ohne Verſchulden des Erben zu Grun⸗ de geht; dieß iſt ſelbſt dann der Fall, wenn der Erbe 416 L. III. T. II. Donations et Testaments. lorsqu'elle eüt également dü périr entre les mains du légataire. 1043. La disposition testamentaire sera cadu- due, lorsque l'héritier institué ou le légataire la ré- pudiera, ou se trouvera incapable de la recueillir. 1044. II y aura lieu à accroissement au pro- fit des légataires, dans le cas où le legs sera fait à plusieurs conjointement. Le legs sera réputé fait conjointement, loxs- qu'il le sera par une seule et mème disposition, et que le testateur n'aura pas assigné la part de chacun des colégataires dans la chose léguée. 1045. Il sera encore réputé fait conjointe- ment, quand une chose qui n'est pas susceptible —'être divisée sans détérioration, aura été donnée par le même acte à plusieurs personnes, même séparément. 1046. Les méèmes causes qui, suivant l'article 95 4 et les deux premières dispositions de P'article 955, autoriseront la demande en révocation de la donation entre-vifs, sexont admises pour la deman- de en révocation des dispositions testamentaires. 10 4₰7. Si cette demande est fondée sur une injure grave faite à la mémoire du testateur, elle doit etre intentée dans l'année, à compter du jour du délit. CHAPITRE VI. Des Dispositions permises en faveur des Petits-Enfants du Donateur ou Tesrateur, ou des Enfants de ses Frè- res et Soeurs. 10 46. Les biens dont les pères et mères ont la faculté de disposer, pourront être par eux don- 22) Eben ſo verhaͤlt es ſich, wenn ſie ſeit ſeinem Abſter⸗ ben ohne Zuthun und Verſchulden des ſogar in Ver⸗ zug geſetzten Erben zu Grunde gegangen iſt, alſo, daß 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 417 mit der Auslieferung in Verzug geſetzt worden iſt, wenn nur die Sache in den Händen des Legatars ebenfalls hät⸗ te zu Grunde gehen müſſen. 22) 1043. Eine letztwillige Verordnung wird kraftlos, wenn der eingeſetzte Erbe oder der Legatar ſie ausſchlägt, oder unfähig iſt, ſie zu erwerben. 2³) 1044. Iſt ein Vermächtniß mehreren zuſammen ausgeſetzt worden, ſo hat zum Vortheile der Legatarien ein Recht des Zuwachſes Statt. Ein Vermächtniß iſt für mehreren zuſammen aus⸗ geſetzt zu achten, wenn es ihnen durch eine und dieſelbe Verordnung ausgeſetzt worden iſt, und der Teſtator nicht einem jeden der Mitlegatarien ſeinen Antheil an der ver⸗ machten Sache angewieſen hat. 1045. Es iſt ferner für mehreren zuſammen ausgeſetzt zu achten, wenn eine Sache, die ſich ohne Beſchädigung nicht theilen läßt, in einer und derſelben Urkunde meh⸗ reren Perſonen, wenn gleich getrennt, wermacht wor⸗ den iſt. 10 46. Die nämlichen Urſachen, welche nach dem 95 ½. Artikel und den zwey erſten Verfügungen des 955. Artikels die Klage auf Widerruf einer Schenkung unter Lebenden begründen, ſind auch bey der Klage auf Wider⸗ ruf letztwilliger Verordnungen zuläſſig. 1047. Gründet ſich dieſe Klage auf eine grobe Be⸗ ſchimpfung des Andenkens des Teſtators, ſo muß ſie bin⸗ nen Jahresfriſt, von dem Tage des begangenen Verge⸗ hens an gerechnet, angeſtellt werden. Sechſtes Capitel. Von den zu Gunſten der Enkel des Geſchenkge⸗ bers oder Teſtators, oder der Kinder ſeiner Geſchwiſter erlaubten Verfuͤgungen. 1048. Eltern können das Vermögen, worüber ſie zu verfügen berechtiget ſind, ganz oder zum Theile durch ſie auch in den Haͤnden des Teſtators zu Grunde ge⸗ gangen waͤre. 8 23) nicht im Stande iſt, ſie anzunehmen. E. Cod. N. 1. B. 27 418 L. III. T. II. Donations et Testaments. nés, en tout ou en partie, à un ou plusieurs de leurs enfants, par. actes entre-vifs ou testamen- taires, avec la charge de rendre ces biens aux en- fants nés et à nattre, au premier degré seulement, desdits donataires. 10409. Sera valable, en cas de mort sans en- fants, la disposition que le défunt aura faite par acte entre-vifs ou testamentaire, au profit d'un ou plusieurs de ses frères ou soeurs, de tout ou partie des biens qui ne sont point réservés par la loi dans sa succession, avec la charge de rendre ces biens aux enfants nés et à naitre, au premier degré seu- lement, desdits frères ou soeurs donataires. 1050. Les dispositions permises par les deux articles précédents, ne seront valables qu'autant que la charge de restitution sera au profit de tous les enfants nés et à nattre du grevé, sans excep- tion ni préférence d'dâge ou de sexe. 1051. Si, dans les cas ci-dessus, le grevẽ de restitution au proft de ses enfants, meurt, laissant des enfants au premier degré et des descendants d'un enfant prédécédé, ces derniers recueilleront, par représentation, la portion de P'enfant prédé- cédé. 1052. Si L'enfant, le frère ou la soeur aux- quels des biens auraient été donnés par acte entre- vifs, sans charge de restitution, acceptent une nouvelle libéralité faite par acte entre-vifs ou tes- tamentaire, sous la condition que les biens précé- demment donnés demeureront grevés de cette charge, il ne leur est plus permis de diviser les deux dispositions faites à leur profit, et de renon- cer à la seconde pour s'en tenir à la première, quand mème ils offriraient de rendre les biens compris dans la seconde disposition. (*) S. Art. 897 u. 1081. 24) auch ſelbſt dann nicht, wenn es ſich erboͤte, die in 3s B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 419 Schenkung unter Lebenden oder durch Teſtament einem oder mehreren ihrer Kinder mit der Auflage zuwenden, dieſes Vermögen ihren, der Beſchenkten, bereits gebor⸗ nen und zukünftigen Kindern, jedoch nur denen des er— ſten Grades, zu überliefern.(*) 1049. Auch iſt, wenn der Verſtorbene keine Kinder hinterlaſſen hat, die Verfügung unter Lebenden oder durch Teſtament giltig, die er zu Gunſten eines oder mehrerer ſeiner Geſchwiſter über das ganze ſeiner Verfügung un⸗ terworfene Vermögen, oder über einen Theil deſſelben, mit der Auflage gemacht hat, dieſes Vermögen ihren, der beſchenkten Geſchwiſter, bereits gebornen und zukünf⸗ tigen Kindern, jedoch nur denen des erſten Grades, zu überliefern. 1050. Die in den beyden vorhergehenden Artikeln erlaubten Verfügungen ſind nur dann giltig, wenn die Uberlieferung dem Beſchwerten zum Vortheile aller ſeiner wirklich gebornen und zukünftigen Kinder, ohne Ausnah⸗ me und ohne Unterſchied des Alters oder des Geſchlech⸗ tes, auferlegt iſt. 1051. Wenn in den obigen Fällen derjenige, dem zum Vortheile ſeiner Kinder die Uberlieferung auferlegt iſt, ſtirbt und theils Kinder des erſten Grades, theils Descendenten eines früher verſtorbenen Kindes hinter⸗ läßt, ſo erhalten dieſe letzteren vermöge des Repräſenta⸗ tionsrechtes den Antheil des früher verſtorbenen Kindes. 1052. Wenn ein Kind oder eines der Geſchwiſter, welchem eine Schenkung unter Lebenden ohne Auflage der Uberlieferung gemacht worden war, ein neues Ge⸗ ſchenk oder Vermächtniß annimmt, das ihm unter der Bedingung zugewendet wurde, daß die früher geſchenk⸗ ten Güter mit jener Auflage beſchwert ſeyn ſollten, ſo iſt es ihm nicht mehr geſtattet, die beyden zu ſeinem Vor⸗ theile gemachten Verfügungen zu trennen, und auf die zweyte Verzicht zu leiſten, um ſich an die erſte zu hal⸗ ten, ſelbſt wenn es ſich erböte, die in der zweyten Ver⸗ fügung begriffenen Güter zurückzugeben. 24) der zweyten Verfuͤgung enthaltenen Guͤter Ckuͤnftig) heraus zu geben. E. 27 27 420 L. III. T. II. Donations et Testaments. 1053. Les droits des appelés seront ouverts à l'époque ou, par quelque cause que ce soit, la jouissance de Penfant, du frere ou de la soeur, grevés de restitution, cessera: Pabandon anticipé de la jouissance au profit des appelés, ne pourra préjudicier aux créanciers du grevé antérieurs à l'abandon. 1054. Les femmes des grevés ne pourront avoir, sur Jes biens à rendre, de recours subsi- diaire, en cas d'insuffisance des biens libres, que pour le capital des deniers dotaux, et dans le cas seulement oi le testateur l'aurait expressément ordonné. 1055. Celui qui fera les dispositions autori- sées par les articles précédents, pourra, par le meme acte, ou par un acte postérieur, en forme authentique, nommer un tuteur chargé de l'exé- cution de ces dispositions: ce tuteur ne pourra etre dispensé que pour une des causes exprimées à la section vi du chapitre II, du titre de la Mino- rité, de la Tutelle et de vEmancipation. 1056. A défaut de ce tuteur, il en sera nom- mé un à la diligence du grevé, ou de son tuteur s'il est mineur, dans le délai d'un mois, à comp- ter du jour du décès du donateur ou testateur, ou du jour que, depuis cette mort, l'acte contenant la disposition aura été connu. m'aura pas satisfait à l'ar- hu du bénéſice de la dis- bourra être dé- 1057. Le grevé qui ticle précédent, sera déc position; et dans ce cas, le droit] claré ouvert au profit des appelés, à la diligence, soit des appelés s'ils sont majeurs, soit de leur tu- teur ou curateur s'ils sont mineurs ou interdits, 3s B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 421 1053. Die Rechte der Subſtituten fallen ihnen mit dem Zeitpuncte an 25), da der Genuß des Kindes, des Bruders oder der Schweſter, welchem die Überliefe⸗ rung auferlegt iſt, aus irgend einer Urſache aufhört; die zum Beſten der Subſtituten vor der Zeit geſchehene Abtretung des Genuſſes kann den Gläubigern des Be⸗ ſchwerten, deren Forderungen ſchon vor der Abtretung vorhanden waren, nicht zum Nachtheile gereichen. 1054. Die Ehefrau des Beſchwerten kann, im Fal⸗ le der Unzulänglichkeit des freyen Vermögens deſſelben, nur in Anſehung des Capitals ihres Brautſchatzes ſubſi⸗ diariſch den Regreß an das zu reſtituirende Vermögen nehmen, und auch dieſes nur dann, wenn der Teſtator es ausdrücklich verordnet hat. 1⁰055. Wer die in den vorhergehenden Artikeln ge⸗ ſtatteten Verfügungen macht, der kann in derſelben, oder in einer ſpätern öffentlichen Urkunde zur Vollziehung dieſer Verfügungen einen Vormund ernennen; dieſer Vormund kann nur aus einer der im 6. Abſchnitte des 2. Capitels in dem Titel von der Minderjährig⸗ keit, der Vormundſchaft und der Emancipa⸗ tion genannten Urſachen von der Vormundſchaft ſrey⸗ geſprochen werden. 1056. In Ermangelung eines ſolchen Vormundes muß auf Anſuchen des Beſchwerten, oder wenn dieſer minderjährig iſt, auf Anſuchen ſeines Vormundes, bin⸗ nen Monatsfriſt von dem Todestage des Geſchenkgebers oder Teſtators oder von dem Tage an, da nach ihremflb⸗ ſterben die die Verfügung enthaltende Urkunde bekannt geworden iſt, ein Vormund ernannt werden. 1057. Leiſtet der Beſchwerte dem vorſtehenden Ar⸗ tikel kein Genüge, ſo wird er des ihm durch die Verfü⸗ gung zugedachten Vortheils verluſtig, und es kann in dieſem Falle auf Anſuchen der Subſtituten, wenn ſie voll⸗ jährig ſind, oder ihrer Vormünder oder Curatoren, wenn ſie minderjährig oder interdicirt ſind, oder auf Anſuchen irgend eines Verwandten der Subſtituten, ſie mögen volljährig, minderjaͤhrig, oder interdicirt ſeyn, oder 25) Die Rechte der Subſtituirten find eröffnet. I. u. S. Der Genuß der Rechte der Begunſtigten nimmt ſeinen Anfang D. 422 L. III. T. II. Donations et Testaments. soit de tout parent des appelés majeurs, mineurs ou interdits, ou mèême d'office, à la diligence du procureur impérial au tribunal de première instan- ce du lieu ou la succession est ouverte. 1058. Après le décès de celui qui aura dispo- 86 à la charge de restitution, il sera procédé, dans les formes ordinaires, à l'inventaire de tous les biens et effets qui composeront sa succession, ex- cepté néanmoins le cas ou il ne s'agirait que d'un legs particulier. Cet inventaire contiendra la pri- sée à juste prix des meubles et effets mobiliers. 1059. II sera fait à la requète du grevé de restitution, et dans le délai fixé au titre des Suc- cessions, en présence du tuteur nommé pour l'exé- cution. Les frais seront pris sur les biens compris dans la disposition. 1060. Si l'inventaire n'a pas été fait à la re- quête du grevé dans le délai ci-dessus, il y sera procédé dans le mois suivant, à la diligence du tu- teur nommé pour J'exécution, en présence du grevé ou de son tuteur. 1061. S'il n'a point été satisfait aux deux ar- ticles précédents, il sera procédé au méême inven- taire, à la diligence des personnes désignées en Particle 1057, en y appelant le grevé ou son tu- teur, et le tuteur nommé pour l'exécution. 1062. Le grevé de restitution sera tenu de faire procéder à la vente, par affiches et enchères, de tous les meubles et effets compris dans la dis- position, à l'exception néanmoins de ceux dont il est mention dans les deux articles suivants. 1063. Les meubles meublants et autres cho- ses mobilières qui auraient été compris dans la dis- 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 425 auch ſelbſt von Amtswegen, auf Antrag des bey dem Gerichte erſter Inſtanz des Ortes, wo die Erbſchaft er⸗ öffnet wurde, angeſtellten kaiſerlichen Procurators er⸗ kannt werden, daß der Anfall an die Subſtituten nun⸗ mehr eingetreten ſeye. 1058. Nach dem Tode desjenigen, welcher mit der Auflage der Reſtitution verordnet hat, muß in den ge⸗ wöhnlichen Formen zur Inventur ſeines geſammten Nach⸗ laſſes geſchritten werden, den Fall jedoch ausgenommen, wo nur von einem Particularvermächtniß die Rede iſt. Dieſes Inventarium ſoll eine Abſchätzung aller Mobi⸗ liargegenſtände nach ihrem wahren Werthe enthal⸗ ten.(*) 1059. Daſſelbe ſoll auf Anſuchen des mit der Reſtitu⸗ tion Beſchwerten und binnen der in dem Titel von der Erbfolge beſtimmten Friſt(*†*), in Beyſeyn des zur Vollziehung ernannten Vormundes, errichtet wer⸗ den. Die Koſten werden aus dem in der Verordnung begriffenen Vermögen genommen. 1060. Iſt das Inventarium nicht binnen der obi⸗ gen Friſt auf Anſuchen des Beſchwerten errichtet wor⸗ den, ſo muß es in dem darauf folgenden Monate auf Anſuchen des zur Vollziehung ernannten Vormundes, in Beyſeyn des Beſchwerten oder ſeines Vormundes, ge⸗ macht werden. 1061. Iſt den beyden vorhergehenden Artikeln kein Genüge geſchehen, ſo ſoll auf Anſuchen der im 1057. Artikel benannten Perſonen zur Errichtung dieſes Inven⸗ tariums geſchritten, und der Beſchwerte oder ſein Vor⸗ mund ſowohl, als der zur Vollziehung ernannte Vor— mund dazu berufen werden. 1062. Der mit der Reſtitution Beſchwerte iſt verbunden, alle beweglichen Sachen, welche Gegenſtän— de der Verordnung ſind, jedoch mit Ausnahme der in den beyden folgenden Artikeln benannten, öffentlich, nach vorheriger Bekanntmachung durch Anſchlag, verſteigern zu laſſen. 1063. Die Möbeln und anderen Mobiliargegen⸗ ſtände, welche unter der ausdrücklichen Bedingung, daß (*) S. C. G. O. Art. 941 u. f. (**) S. Art. 795. 424 L. III. T. II. Donations et Testaments. position, à la condition expresse de les conserver en nature, seront rendus dans l'état où ils se trou- veront lors de la restitution. 106 ½. Les bestiaux et ustensiles servant à fai- re valoir les terres, seront censés compris dans les donations entre-vifs ou testamentaires desdi- tes terres; et le grevé sera seulement tenu de les faire priser et estimer, pour en rendre une égale valeur lors de la restitution. 1065. II sera fait par le grevé, dans le dé- lai de six mois, à compter du jour de la clôture de l'inventaixre, un emploi des deniers comptants, de ceux provenant du prix des meubles et effets aui auront été vendus, et de ce qui aura été regçu es effets actifs. Ce délai pourra être prolongé, sül y a lieu. 1066. Le grevé sera pareillement tenu de faire emploi des deniers provenant des effets actifs qui seront recouvrés et des remboursements de rentes; et ce, dans trois mois au plus tard après qu'il au- ra regu ces deniers. 1067. Cet emploi sera fait conformément à ce qui aura été ordonné par l'auteur de la disposi- tion, s'il a désigné la nature des effets dans les- quels l'emploi doit être fait; sinon, il ne pourra Pèêtre qu'en immeubles, ou avec privilége sur des immeubles. 1068. L'emploi ordonné par les articles pré- cédents sera fait en présence et à la diligence du tuteur nommé pour l'exécution. 26) um es bey der Reſtitution, in demſelben Werthe, herauszugeben. E.. 27) wenn er die Art der Effecten bezeichnet hat, wor⸗ ein ſie geſchehen ſoll. L. wenn er die Art der Effee⸗ ten angezeigt hat, worin ſein Vermoͤgen verwandelt werden ſoll. D. wenn er die Art der Effecten ange⸗ zeigt hat, wozu die Anlegung geſchehen ſoll. M. wenn er die Art der Schuldſcheine angezeigt hat worin ſein Vermoͤgen anzulegen iſt. 8§. dafern dieſer die Art der 3s B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 125 4 ſie in Natur aufbewahrt werden ſollen, in der Verordnung begriffen ſind, werden in dem Zuſtande herausgegeben, in welchem ſie ſich zur Zeit der Reſtitution befinden. 1064. Das zum Ackerbau dienende Vieh und Geräthe iſt für Zubehör der unter Lebenden oder durch Teſtament geſchenkten Grundſtücke zu achten, und der Beſchwerte iſt nur verbunden, es abſchätzen zu laſ⸗ ſen, um bey der Reſtitution ſeinen Werth zu vergü⸗ ten. ²⁵⁴) 1⁰05. Binnen einer Friſt von ſechs Monaten, von dem Tage an gerechnet, da das Inventarium geſchloſſen worden iſt, muß der Beſchwerte die vorhandene Baar⸗ ſchaft, die aus dem Verkaufe der Mobiliargegenſtände geloßten Gelder und was an Activforderungen eingegan⸗ gen iſt, verzinßlich anlegen. Dieſe Friſt kann den Umſtänden nach verlängert werden. 1066. Auch iſt der Beſchwerte verbunden, dieje⸗ nigen Gelder, welche(ſpäterhin) aus beygetriebenen Activforderungen und durch erfolgte Ablöſung der Ren⸗ ten eingegangen ſind, verzinßlich anzulegen, und zwar längſtens binnen drey Monaten nach dem Empfang der⸗ ſelben. 1067. Dieſe Anlegung geſchieht nach Vorſchrift des Geſchenkgebers oder Teſtators, wenn er die Art der Gegenſtände, in welchen die Anlegung geſchehen ſoll, ſelbſt beſtimmt hat ²⁷); wo nicht, ſo kann ſie nur durch An⸗ kauf von Immobilien, oder gegen hinlängliche Sicher⸗ heit durch Hypotheken auf Immobilien geſchehen. 28) 1068. Die in den vorſtehenden Artikeln vorgeſchrie⸗ bene Anlegung ſoll in Gegenwart und auf Antrag des zur Vollziehung ernannten Vormun des geſchehen. Papiere beſtimmt hat, auf welche ſein Vermoͤgen an⸗ gelegt werden ſoll. E. 28) darf ſie nur darin beſtehen, daß Immobilien oder Hypotheken auf Immobilien damit erworben werden. D. u. M. ſo kann ſie nicht anderſt als in Immoͤbeln oder mit Privilegien auf Immoͤbel geſchehen koͤnnen. L. ſo kann es nur zu unbeweglichen Guͤtern verwandt, oder auf unbewegliche Güter mit Vorzugsrecht angelegt wer⸗ de?. S. ſo kann es auf unbewegliche Guͤter verwandt, oder auf unbewegliche Guͤter als privilegirte Forderung ausgeliehen werden. E. 426 L. III. T. II. Donations et Testaments. 1069. Les dispositions par actes entre-vifs ou testamentaires, à charge de restitution, seront, à la diligence, soit du grevé, soit du tuteur nom- mé pour l'exécution, rendues publiques; savoir, quant aux immeubles, par la transcription des actes sur les registres du bureau des hypothèques du lieu de la situation; et quant aux sommes collo- quées avec privilége sur des immeubles, par l'ins- cription sur les biens affectés au privilége. 1070. Le défaut de transcription de l'acte con- tenant la disposition, pourra ètre opposé par les créanciers et tiers acquéreurs, mêmeé aux mineurs ou interdits; sauf le recours contre le grevé et contre le tuteur à l'exécution, et sans que les mi- neurs ou interdits puissent être restitués contre ce défaut de transcription, quand mèême le grevé et le tuteur se trouveraient insolvables. 1071. Le défaut de transcription ne pourra etre suppléé ni regardé comme couvert par la con- naissance que les créanciers ou les tiers acquéreurs pourraient avoir eue de la disposition par d'autres voies que celle de la transcription. 1072. Les donataires, les légataires, ni même les héritiers légitimes de celui qui aura fait la dis- position, ni pareillement leurs donataires, léga- taires ou héritiers, ne pourront, en aucun cas, opposer aux appelés le défaut de transcription ou 1073. Le tuteur nommé pour l'exécution sera personnellement responsable, sil ne s'est pas, en tout point, conformé aux pour constater les biens, lier, pour l'emploi des d pour la vente du mobi- eniers, pour la transcrip- règles ci-dessus Stablies 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 4⁷ 1069. Die Verfügungen unter Lebenden oder durch Teſtament, welche mit Auflage der Reſtitution gemacht ſind, müſſen auf Antrag des Beſchwerten oder des zur Vollziehung ernannten Vormundes öffentlich bekannt ge⸗ macht werden, und zwar, was die Immobilien betrifft, durch Eintragung(transcription) der Urkunden in die Bücher des Hypothekenbüreaus des Ortes, wo die Im⸗ mobilien gelegen ſind, und was die gegen Hypothek auf Immobilien angelegten Capitalien betrifft, durch Ein⸗ ſchreibung(inscription)(*) auf die verhypothecirten Grundſtücke. 1070. Der Mangel der Eintragung der die Ver⸗ fügung enthaltenden Urkunde kann von den Gläubigern und von jedem dritten Erwerber ſelbſt den Minderjährigen oder Interdicirten entgegengeſetzt werden, jedoch mit Vorbehalt des Regreſſes gegen den Beſchwerten und den zur Vollziehung ernannten Vormund, und ohne daß die Minderjährigen oder Interdicirten gegen die Unterlaſ⸗ ſung der Eintragung Wiedereinſetzung in den vorigen Stand erhalten könnten, ſelbſt wenn der Beſchwerte und der Vormund zahlungsunfähig ſeyn ſollten.(**) 1071. Dadurch, daß ein Gläubiger oder ein drit⸗ ter Erwerber auf einem andern Wege, als durch die Ein— tragung, von der Verfügung etwa Kenntniß erlangt hat ²⁹), kann der Mangel der Eintragung weder erſetzt, noch für gehoben angeſehen werden. 1072. Weder die Geſchenknehmer, noch die Lega⸗ tarien, noch ſelbſt die geſetzlichen Erben desjenigen, der die Verfügung gemacht hat, noch auch deren Geſchenk⸗ nehmer, Legatarien oder Erben können in irgend einem Falle den Mangel der Eintragung oder Einſchreibung den Subſtituten entgegenſetzen. 1073. Der zur Vollziehung ernannte Vormund iſt perſönlich verantwortlich, wenn er ſich nicht durchaus nach den Vorſchriften gerichtet hat, die oben für die In⸗ ventur des Vermögens, den Verkauf der Mobilien, die Anlegung der Gelder, und für die Eintragung und Ein⸗ (*) S. Art. 2148. (**) S. Art. 942. 29) haͤtten Kenntniß erlangen koͤnnen. S. u. E Donations et Testaments. 426 L. III. T. II. tion et l'inscription, et, en général, s'il n'a pas fait toutes les diligences nécessaires pour que la charge de restitution soit bien et fidèlement acquit- tee. 1074. Si le grevé est mineur, il ne pourra, dans le cas même de l'insolvabilité de son tuteur, atre restitué contre l'inexécution des règles qui Ini sont prescrites par les articles du présent ehapitre. CHAPITRE VII. Des Paxtages faits par Père, Meère, ou autres Ascendants, entre leurs Des- cendants. 1075. Les père et mère et autres ascendants pourront faire, entre leurs enfants et descendants, Ja distribution et le partage de leurs biens. 1076. Ces partages pourront étre faits par ac- tes entre-vifs ou testamentaires, avec les forma- lités, conditions et règles prescrites pour les do- nations entre-vifs et testaments. Les partages faits par actes entre-vifs nepour- ront avoir pour objet que les biens présents. Si tous les biens que l'ascendant laissera au jour de son décès n'ont pas été compris dans le partage, ceux de ces biens qui n'y auront pas été compris, seront partagés conformément à la loi. 1076. Si le partage n'est pas fait entre tous les enfants qui existeront à l'époque du décès et les descendants de ceux prédécédés, le partage sera Il en pourra èêtre provoqué un orme légale, soit par les enfants uront reçu aucune part, le partage aurait été 1077. nul pour le tout. nouveau dans la f ou descendants qui n'y a soit mème par ceux entre qui fait. 1079. Le partage fait par l'ascendant pourra tre attacqué pour cause de lésion de plus du quart: il pourra Pêtre aussi dans le cas ou il résulterait du 3s B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 42c 9 9 429. ſchreibung ertheilt ſind, und überhaupt, wenn er nicht allen erforderlichen Fleiß angewendet hat, damit die auf⸗ erlegte Reſtitution gehörig und treulich vollzogen werde. 1074. Iſt der Beſchwerte minderjährig, ſo kann er, ſelbſt wenn ſein Vormund zahlungsunfähig ſeyn ſoll⸗ te, gegen die unterlaſſene Beobachtung der ihm in den Artikeln des gegenwärtigen Capitels ertheilten Vorſchrif⸗ ten, nie Wiedereinſetzung in den vorigen Stand erhalten. Siebentes Capitel. Von Theilungen, die von dem Vater, von der Mutter oder andern Ascendenten unter ihren Descendenten vorgenommen werden. 1075. Eltern und andere Ascendenten können ihr Vermögen unter ihre Kinder und Descendenten theilen und denſelben ihre Erbtheile anweiſen. 1076. Dieſe Theilungen können unter Lebenden oder durch letztwillige Verordnungen unter Beobachtung der nämlichen Formalitäten, Bedingungen und Regeln geſchehen, die für Schenkungen unter Lebenden und Te⸗ ſtamente vorgeſchrieben ſind. Theilungen, welche unter Lebenden geſchehen, kön⸗ nen nur das gegenwärtige Vermögen zum Gegenſtande haben. 1077. Iſt nicht das ganze Vermögen, das ein As⸗ cendent an ſeinem Todestage hinterläßt, in der Theilung begriffen, ſo wird der darin nicht begriffene Theil des Vermögens nach Vorſchrift der Geſetze getheilt. 1078. Iſt die Theilung nicht unter alle Kinder, welche zur Zeit des Abſterbens am Leben ſind, und die Descendenten der früher verſtorbenen Kinder geſchehen, ſo iſt die ganze Theilung ungiltig, und ſowohl die Kin⸗ der oder Descendenten, die darin keinen Antheil erhal⸗ ten haben, als auch ſelbſt diejenigen, unter welche die Theilung geſchehen iſt, können eine neue Theilung in geſetzlicher Form verlangen. 1079. Die von einem Ascendenten gemachte Thei⸗ lung kann wegen einer Verletzung, welche ein Viertel überſteigt, angefochten werden; dieß kann auch geſche⸗ 450 L. III. T. II. Donations et Testaments. partage et des dispositions faites par préciput, que P'un des copartagés aurait un avantage plus grand que la loi ne le permet. 1080. L'enfant qui, pour une des causes ex- primées en l'article précédent, attaquera le par- tage fait par l'ascendant, devia faire l'avance des frais de l'estimation; et il les supportera en défini- tif, ainsi que les dépens de la contestation, 8i la réclamation n'est pas fondée. CHAPITRE VIII. Des Donations faites par contrat de mariage aux Epoux, et aux Enfants à nattre du maxiage.— 1081. Toute donation entre-vifs de biens présents, quoique faite pax contrat de mariage aux époux, ou à'un d'eux, sera soumise aux règles générales prescrites pour les donations faites à ce titre. Elle ne pourra avoir liéu au proſit des enfants à naitre, si ce n'est dans les cas énoncés au chap. vI du présent titre. 1082. Les pères et mèéres, les autres ascen- dants, les parents collatéraux des époux, et même les étrangers, pourront, Par contrat de mariage, disposer de tout ou partie des biens qu'ils laisse- ront au jour de leur décès, tant au profit desdits époux, qu'au profit des enfants à naitre de leur mariage, dans le cas où le donateur survivrait à L'époux donataire. Pareille donation, quoique faite au profit seu- lement des époux ou de l'un d'eux, sera toujours, dans ledit cas de survie du donateur, présumée faite au profit des enfants et descendants à naitre du mariage. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 451 hen, wenn ſich aus der Theilung oder aus einer Verfü⸗ gung, wodurch einem oder dem andern etwas zum Vor⸗ aus zugewendet iſt, ergibt, daß einer der Theilnehmer mehr begünſtiget iſt, als das Geſetz erlaubt. 1080. Das Kind, welches die von dem Ascenden⸗ ten gemachte Theilung aus einer der im vorhergehenden Artikel erwähnten Urſachen angreift, muß die Koſten der Abſchätzung vorſchießen, und dieſe, ſo wie die Ko⸗ ſten des Prozeſſes, fallen ihm definitiv zur Laſt, wenn ſeine Anſprüche ungegründet ſind. Achtes Capitel. Von den in dem Ehecontracte den Ehegatten oder den aus der Ehe zu erwartenden Kindern ge⸗ machten Schenkungen. 1081. Jede Schenkung unter Lebenden, welche gegenwärtige Güter des Geſchenkgebers zum Gegenſtan⸗ de hat, wenn ſie gleich in einem Ehecontracte den Ehe⸗ gatten oder einem von ihnen gemacht wurde, iſt den allgemeinen Regeln unterworfen, welche für Schenkun⸗ gen unter Lebenden vorgeſchrieben ſind. Sie kann nicht zum Vortheile künftiger Kinder Statt finden, ausgenommen in den oben im 6. Capitel dieſes Titels benannten Fällen. 1082. Die Eltern, die übrigen Ascendenten und die Seitenverwandten der Ehegatten, ja ſelbſt Fremde können in dem Ehecontract über das Vermögen, das ſie an ihrem Todestage hinterlaſſen werden, oder über einen Theil deſſelben, ſowohl zum Beſten der gedachten Ehegatten, als auch auf den Fall, daß der Geſchenkge⸗ ber den beſchenkten Ehegatten überleben würde, zum Beſten der aus dieſer Ehe zu erwartenden Kinder, ver⸗ fügen. Von einer ſolchen Schenkung, wenn ſie gleich nur den Ehegatten oder einem von ihnen gemacht worden iſt, wird in dem ſo eben erwähnten Falle, wo der Geſchenk⸗ geber dieſelben überlebt, immer vermuthet, daß ſie zum Beſten der aus dieſer Ehe zu erwartenden Kinder und Descendenten gemacht worden ſeye. 432¶ L. III. T. II. Donations et Testaments. 1033. La donation, dans la forme portée au précédent article, sera irrévocable, en ce sens seulement que le donateur ne pourra plus disposer, à titre gratuit, des objets compris dans la donation, si ce n'est pour sommes modiques, à titre de ré- compense ou autrement. 1084. La donation par contrat de mariage pourra être faite cumulativement des biens présents et à venir, en tout ou en partie, à la charge qu'il sera annexé à l'acte un état des dettes et charges du donateur existantes au jour de la donation; au- quel cas il sera libre au donataire, lors du décès du donateur, de s'en tenir aux biens présents, en re- nongçant au surplus des biens du donateur. 1085. Si l'état dont est mention au précédent article n'a point été annexé à l'acte contenant do- nation des biens présents et à venir, le donataire sera obligé d'accepter ou de répudier cette donation our le tout. En cas d'acceptation, il ne pourra réclamer que les biens qui se trouveront existants au jour du décès du donateur, et il sera soumis au paiement de toutes les dettes et charges de la suc- cession. 1086. La donation par contrat de mariage en faveur des époux et des enfants à naitre de leur mariage, pourra encore stre faite, à condition de payer indistinctement toutes les dettes et charges de la succession du donateur, ou sous d'autres con- ditions dont l'exécution dépendrait de sa volonté, par quelque personne que la donation soit faite: le donataire sera tenu d'accomplir ces conditions, s' il n'aime mieux renoncer Ala donation; et en cas que le donateur, par contrat de mariage, se soit „ la liberté de disposer d'un effet compris réservé 1 dans la donation de ses biens présents, ou d'une 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 433 1083. Eine nach der in dem vorſtehenden Artikel beſtimmten Form gemachte Schenkung iſt nur in dem Sinne unwiderruflich, daß der Geſchenkgeber über die in der Schenkung begriffenen Gegenſtände nicht mehr unter einem wohlthätigen Titel verfügen darf, auſſer über mäßige Summen, zur Vergeltung oder auf andere Art. 1⁰084. Eine Schenkung durch Ehecontract kann zu⸗ gleich das gegenwäͤrtige und zukünftige Vermögen, ganz oder zum Theile, begreifen(*), jedoch muß der Urkun⸗ de ein Verzeichniß der am Tage der Schenkung vorhan⸗ denen Schulden und Laſten des Geſchenkgebers beygefügt werden, in welchem Falle es dem Geſchenknehmer frey ſteht, nach dem Tode des Geſchenkgebers ſich an das gegen⸗ wärtige Vermögen zu halten, und auf die übrigen Güter deſſelben Verzicht zu leiſten. 1085. Iſt das in dem vorſtehenden Artikel erwähn⸗ te Verzeichniß der Urkunde, welche eine Schenkung des gegenwärtigen und zukünftigen Vermögens enthält, nicht beygefügt worden, ſo muß der Geſchenknehmer die Schen⸗ kung entweder ganz annehmen, oder ganz ausſchlagen. Nimmt er ſie an, ſo kann er nur das am Todestage des Geſchenkgebers wirklich vorhandene Vermögen in An⸗ ſpruch nehmen, und iſt zur Zahlung aller Schulden und Laſten der Erbſchaft verbunden. 1036. Eine Schenkung durch Ehecontract zum Beſten der Ehegatten und der aus ihrer Ehe zu erwar⸗ tenden Kinder kann ferner unter der Bedingung gemacht werden, alle Schulden und Laſten der Erbſchaft des Ge⸗ ſchenkgebers ohne Unterſchied zu zahlen, ſo wie auch un⸗ ter andern Bedingungen, deren Erfüllung von der Will⸗ kühr des Schenkenden abhängt 3⁰0), wer auch der Ge⸗ ſchenkgeber ſeyn mag; der Beſchenkte iſt verbunden, dieſe Bedingungen zu erfüllen, wenn er nicht lieber auf die Schenkung Verzicht leiſten will. Hat der durch Ehecon⸗ tract Schenkende ſich die Befugniß vorbehalten, über ei⸗ ne in der Schenkung ſeines gegenwärtigen Vermögens begriffene Sache, oder über eine beſtimmte aus die⸗ (*) Vgl. Art. 943. 30) deren Erfuͤllung von ſeinem Willen(dem des Schenk⸗ nehmers) abhaͤngt. L. Cod. N. 1 B. 28 334 L. III. T. II. Donations et Testaments. somme fixe à prendre sur ces mêèmes biens, T'effet ou la somme, s'il meurt sans en avoir disposé, Se- ront censés compris dans la donation, et appartien- dront au donataire ou à ses héritiers. 1087. Les donations faites par contrat de ma- riage ne pourront être attaquées, ni déclarées nul- les, sous prétexte de défaut d'acceptation. 1088. Toute donation faite en faveur du ma- riage sera caduque, si le mariage ne s'ensuit pas. 1089. Les donations faites à l'un des époux, dans les termes des art. 1082, 1084 et 1086 ci-des- sus, deviendront caduques, si le donateur survit à l'époux donataire et à sa postérité. 1090. Toutes donations faites aux époux par leur contrat de mariage, seront, lors de l'ouvertu- re de la succession du donateur, réductibles à la portion dont la loi lui permattait de disposer. CHAPITRE IX. Des Dispositions entre Epoux, soit par contrat de mariage, soit pendant le mariage. 1091. Les époux pourront, par contrat de mariage, se faire réciproquement, ou Pun des deux à autre, telle donation qu'ils jugeront a pro- pos, sous les modifications ci-après exprimées. 1092. Toute donation entre-vifs de biens présents, faite entre époux par contrat de maria- ge, ne sera point censée faite sous la condition de survie du donataire, si cette condition n'est for- mellement exprimée; et elle sera soumise à toutes 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 455 ſem Vermögen zu nehmende Summe zu verfügen, und ſtirbt er, ohne darüber verfügt zu haben, ſo iſt dieſe Sache oder Summe für in der Schenkung be⸗ griffen zu achten, und gehört dem Geſchenknehmer oder ſeinen Erben(*†) 1087. Die in einem Ehecontracte gemachten Schen⸗ kungen können unter dem Vorwande der ermangelnden Annahme nicht angefochten oder für ungiltig erklärt wer⸗ den.(*†*) 1088. Jede zu Gunſten einer Ehe gemachte Schen⸗ kung iſt kraftlos, wenn die Ehe nicht erfolgt. 1089. Schenkungen, die einem der Ehegatten auf die im 1082, 1064 und 1086. Artikel bemerkte Weiſe gemacht worden ſind, werden kraftlos, wenn der Ge⸗ ſchenkgeber den beſchenkten Ehegatten und deſſen Nach⸗ kommenſchaft überlebt. 1090. Alle den Ehegatten in ihrem Ehecontracte gemachten Schenkungen ſind bey Eröffnung der Erbſchaft des Geſchenkgebers der Herabſetzung bis auf den Vermö⸗ genstheil unterworfen, über welchen er nach dem Geſetze verfügen konnte. Neuntes Capitel. Von Verfuͤgungen unter Ehegatten in dem Ehe⸗ contracte oder waͤhrend der Ehe. 1091. Ehegatten können in dem Ehecontracte ſich wechſelſeitig, oder auch einer dem andern, jede ihnen be⸗ liebige Schenkung, jedoch unter nachſtehenden Einſchrän⸗ kungen, machen. 1092. Eine unter Ehegatten in dem Ehecontracte gemachte Schenkung unter Lebenden, welche bloß gegen⸗ wärtiges Vermögen zum Gegenſtande hat, iſt niemals ſo anzuſehen, als wäre ſie unter der Bedingung des Uberlebens des Beſchenkten gemacht, wenn dieſe Bedin⸗ gung nicht ausdrücklich beygefügt iſt; übrigens iſt ſie al⸗ (*) Vgl. Art. 944— 946. (**) Vgl. Art. 932. 436 LE. III. T. II. Donations et Testaments. les règles et formes ci-dessus prescrites pour ces sortes de donations. 1095. La donation de biens à venir, ou de biens présents et à venir, faite entre époux par contrat de mariage, soit simple, soit réciproque, sera soumise aux règles établies par le chapitre précédent, à l'égard des donations pareilles qui jeur seront faites par un tiers; sauf qu'elle ne se- ra point transmissible aux enfants issus du ma- riage, en cas de décès de l'époux donataire avant l'époux donateur. 100. L'époux pourra, soit par contrat de mariage, soit pendant le mariage, pour le cas où il ne laisserait point d'enfants ni descendants, dis- poser en faveur de l'autre époux, en propriété, de tout ce dont il pourrait disposer en faveur d'un étranger, et, en outre, de l'usufruit de la totalité de la portion dont la loi prohibe la disposition au préjudice des héritiers. Et pour le cas ou l'époux donateur laisserait des enfants ou descendants, il pourra donner à P'autre époux, ou un quart en propriéëté et un au- tre quart en usufruit, ou la moitié de tous ses biens en usufruit seulement. 1095. Le mineur ne pourra, par contrat de mariage, donner à l'autre époux, soit par dona- rion simple, soit par donation réciproque, qu'a- vec le consentement et Passistance de ceux dont le consentement est requis pour la validité de son mariage; et, avec ce consentement, il pourra donner tout ce que la loi permet à l'époux ma- jeur de donner à l'autre conjoint. 1096. Toutes donations faites entre époux pendant le mariage, quoique qualifiées entre- vifs, seront toujours révocables. La révocation pourra être faite par la femme, sans y être autorisée par le mari ni par justice. 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 43 len für die Schenkungen unter Lebenden oben vorgeſchrie⸗ benen Regeln und Formen unterworfen. 1⁰093. Eine unter Ehegatten in dem Ehecontracte gemachte einſeitige oder wechſelſeitige Schenkung von künftigem oder auch von gegenwärtigem und künftigem Vermögen iſt eben den Regeln unterworfen, welche in dem vorhergehenden Kapitel in Anſehung ähnlicher, von einem Dritten an ſie gemachter Schenkungen vorgeſchrie⸗ ben ſind, jedoch mit der Einſchränkung, daß ſie auf die aus der Ehe abſtammenden Kinder nicht übergeht, wenn der beſchenkte Ehegatte vor dem ſchenkenden Ehegatten ſtirbt. 1094. Ein Ehegatte kann ſowohl in dem Ehecon⸗ tracte als während der Ehe, auf den Fall, daß er keine Kinder oder Descendenten hinterlaſſen würde, zum Be⸗ ſten des andern Ehegatten in Anſehung des Eigen⸗ thums über alles das verfügen, worüber er auch zum Vor⸗ theile eines Fremden verfügen dürfte, und auſſerdem noch über den Nießbrauch des ganzen Vermögenstheils, über welchen das Geſetz die Verfügung zum Nachtheile der Erben verbietet. Auf den Fall, daß der ſchenkende Ehegatte Kinder oder Descendenten hinterlaſſen würde, kann er dem an⸗ dern Ehegatten entweder ein Viertheil eigenthümlich und ein anderes Viertheil zum Nießbrauche, oder die Hälfte ſeines ganzen Vermögens zum Nießbrauche, zuwenden. 1095. Ein Minderjähriger kann ohne Bewilligung und Beyſtand derjenigen Perſonen, deren Einwilligung zur Giltigkeit ſeiner Ehe erforderlich iſt, weder durch einſeitige noch durch wechſelſeitige Schenkung ſeinem Ehegatten in dem Ehecontract etwas zuwenden; mit die⸗ ſer Bewilligung kann er ihm aber alles dasjenige ſchen⸗ ken, was das Geſetz einem volljährigen Ehegatten an den andern zu verſchenken erlaubt. 1⁰96. Alle Schenkungen, welche Ehegatten ein⸗ ander während der Ehe machen, können immer widerru⸗ fen werden, wenn ſie gleich als Schenkungen unter Le⸗ benden bezeichnet ſind. Die Frau kann ſie widerrufen, ohne von ihrem Manne oder von dem Gerichte dazu autoriſirt zu ſeyn. —— ——õ ᷓ 438 L. III. T. II. Donations et Testaments. Ces donations ne seront point révoquées par la survenance d'enfants. 1097. Les époux ne pourront, pendant le mariage, se faire, ni par acte entre vifs, ni par testament, aucune donation mutuelle et récipro- que par un seul et méme acte. 1⁰098. L'homme ou la femme qui, ayant des enfants d'un autre lit, contractera un second ou subséquent mariage, ne pourra donner à son nou- vel époux qu'une part d'enfant légitime le moins prenant, et sans que, dans aucun cas, ces dona- tions puissent excéder le quart des biens. 1099. Les époux ne pourront se donner in- directement au-dela de ce qui leur est permis par les dispositions ci-dessus. Toute donation, ou déguisée, ou faite à per- sonnes interposées, sera nulle. 1100. Seront réputées faites à personnes in- terposées, les donations de Pun des époux aux en- fants ou à l'un des enfants de l'autre époux issus d'un autre mariage, et celles faites Par le dona- teur aux parents dont l'autre époux sera héritier présomptif au jour de la donation, encore que ce dernier n'ait point survécu à son parent donataire. Darmstadt, imprimé chez J. Fran. Pierre Stahl. 3s B. 2r T. Von Schenkungen u⸗Teſtamenten. 439 Dieſe Schenkungen werden wegen nachgeborner Kin⸗ der nicht kraftlos.(*) 1097. Ehegatten können einander während der Ehe weder unter Lebenden noch durch Teſtament in einer und derſelben Urkunde eine wechſelſeitige Schenkung ma⸗ chen.(*†*) 1098. Wenn der Mann oder die Frau aus einer frühern Ehe Kinder haben, und zu einer zweyten oder weitern Ehe ſchreiten, ſo können ſie ihrem neuen Ehe⸗ gatten nicht mehr zuwenden, als der Antheil desjenigen ehelichen Kindes beträgt, welches am wenigſten erhält, und in keinem Falle dürfen dieſe Schenkungen den vier⸗ ten Theil des Vermögens überſteigen. 1099. Ehegatten dürfen ſich auch mittelbarerweiſe nicht mehr zuwenden, als ihnen durch obige Beſtimmun⸗ gen erlaubt iſt. Jede verſteckte oder an unterſtellte Perſonen gemach⸗ te Schenkung iſt nichtig. 1100. Für an unterſtellte Perſonen gemachte Schenkungen ſind diejenigen zu achten, welche ein Ehe— gatte an ein oder mehrere aus einer frühern Ehe ent— ſproſſene Kinder des andern Ehegatten macht, ſo wie auch Schenkungen an Verwandte, deren Präſumtiverbe der andere Ehegatte an dem Tage der Schenkung iſt, wenn gleich dieſer Letztere ſeinen beſchenkten Verwand⸗ ten nicht überleben ſollte. (*) S. Art. 960. (**) S. Art. 968. Darmſtadt, gedruckt bei Joh. Franz Peter Stahl. Geſetzbud Napoleous 1 V 78 gIR enHedaeA b