. ————O⏑—— C0 DEKH NAPOI., EON. NOUVELLE EDITIoON, CONFORME A L'EDITION ORITGINAILE DE L IMPRIMERIE IMP ERIAL. E. ToME PREMIER. Avec Privilége de S§. A. R. le Grand-Duc de Hesse. A DARMSTADT ET GIESEN, cCHEZ GEORGR FREDERIC HEYRR, 1 3 0 9—Q.ꝗK.ͤ Geſetzbuch Napoleon 3, nach der officiellen Ausgabe uͤberſetzt von H. F. D. Gerhardi, Großherzogl. Heſſiſchem Hofgerichts⸗Advocaten. Nebſt Angabe der wichtigſten Abweichungen der überſetzungen von Daniels, Erhard, Laſſaulx, Müller und Spielmann. —— — 88 — X , Ah 55.. 208 n. 4 5 1 1 7*. ⁸ K 5 4. 4 Erſter Band. —— Mit Großherzogl. Heſſiſchem allergnaͤdigſtem Privilegium. Darmſtadt und Gieſen, bey Georg Friedrich Heyer. V 1 3 9. Seiner Koͤniglichen Hoheit, L udewig, Großherzog von Heſſen, Herzog in Weſtphalen ꝛc. ꝛc. meinem allergnaͤdigſten Souverain. Durchlauchtigſter Großherzog, Allergnaͤdigſter Souverain. Eure Koͤnigliche Hoheit haben durch eine unterm erſten Auguſt 1808 erlaſſene Verordnung die Einfuͤhrung des Code Napoléon in Allerhöchſt⸗ dero Staaten vorlaͤufig allergnaͤdigſt anzuordnen geruht. Dem zufolge wur⸗ de es mir Pflicht, mich mit dem In⸗ halte dieſes beruͤhmten Geſetzbuches ver⸗ traut zu machen. Aber vorzuͤglich er⸗ wuͤnſcht war es mir, als ſich eine aͤuſ⸗ ſere Veranlaſſung darbot, dieſe meine vertrautere Bekanntſchaft zu der nach⸗ ſtehenden Ueherſetzung unmittelbar an⸗ zuwenden; denn dadurch ſahe ich mich in den Stand geſetzt, der Abſicht Eu⸗ rer Koͤniglichen Hoheit in einem weitern Umfange zu entſprechen. In wie fern alſo dieſe Arbeit durch die al⸗ lergnaͤdigſte Willensmeinung 5 urer Koniglichen Hoheit hervor geru⸗ fen iſt, in ſo fern muß, wenn ſie ir⸗ gend etwas Gutes enthaͤlt, Aller⸗ hochſtdero Antheil an derſelben als weſentlich betrachtet werden, und nur dieſe Ruͤckſicht und das eifrige Verlan⸗ gen, Allerhoͤchſtdenſelben einen Be⸗ —* Ẍ weis abzulegen, wie ſehr es mir Ernſt ſeye, Aller hoͤchſtdero weiſen Ver⸗ fuͤgungen fuͤr mein Theil entgegen zu kommen und mich zu einem unter je⸗ dem Zeitverhaͤltniſſe brauchbaren Staats⸗ diener fortzubilden, moͤgen mich ent⸗ ſchuldigen, wenn ich den Namen eines ſo erhabenen Beſchuͤtzers der Wiſſen⸗ ſchaften und Kuͤnſte meinem Werke vor⸗ zuſetzen wage. Werden Eure Koͤnig⸗ liche Hoheit daſſelbe als ein Zei⸗ chen meiner tiefſten Verehrung nicht mit Mißfallen aufzunehmen geruhen, ſo iſt mein naͤchſter und fuͤr dieſe meine Ar⸗ beit hochſter Wunſch erfuͤllt. Mit tiefſter Submiſſion verharre Eurer Koͤniglichen Hoheit, V meines allergnaͤdigſten Souverains allerunterthänigſter H. Gerhardi. Vorrede. Au ich im September vorigen Jahrs an der Ueberſetzung des Code Napoléon zu arbeiten an⸗ fieng, waren diejenigen Ueberſetzungen, deren wich⸗ tigſte Abweichungen von der meinigen ich in den Noten angefuͤhrt habe, nebſt der aͤltern von Cre⸗ VBorrede. mer, noch die einzigen, welche im Publikum er⸗ ſchienen waren. Ohngeachtet der unleugbaren Vorzuͤge, welche einige derſelben, und beſonders die Daniels'ſche, haben, iſt es doch wohl nicht zu bezweifeln, daß ſie alle noch mehr oder weniger unvollkommen und noch mancher Verbeſſerung faͤ⸗ hig ſind Selbſt von der beſten der jetzo vorhan⸗ denen, der Weſtphaͤliſchen, wird man dieſes viel⸗ leicht immer noch behaupten koͤnnen. Ich ſage die— ſes, nicht als ob ich meine Arbeit— deren Maͤn⸗ gel ich jetzt nur zu wohl einſehe— uͤber die andern Ueberſetzungen erheben wollte und fuͤr fehlerfrey hielte, ſondern weil ich glaube, daß aus dieſem Grunde jeder neue Verſuch um ſo weniger einer Entſchuldigung beduͤrfe, als eine vollkommen gute Ueberſetzung doch nur nach und nach, durch das vereinte Bemuͤhen Mehrerer, zu Stande kommen wird. Ob nun gleich dieſe Gruͤnde das Erſchei⸗ nen einer neuen Ueberſetzung uͤberhaupt entſchuldi⸗ gen duͤrften, ſo geſtehe ich doch frey, daß nicht ſte mich zur Uebernahme dieſer Arbeit beſtimmten, — denn in dieſem Falle haͤtte ich mir zu meiner Arbeit mehr Zeit nehmen, oder vielleicht dieſelbe faͤhigern und gelehrtern Maͤnnern ganz uͤberlaſſen muͤſſen,— ſondern daß ſie einzig und allein ihr Daſeyn der beſchloſſenen Einfuͤhrung des Code Vorrede. Napoléon in meinem Vaterlande zu verdanken hat. Da hierdurch fuͤr dieſes eine Ueberſetzung des Code Napoléon Beduͤrfniß wurde, ſo war eine im Inlande veranſtaltete wohlfeile den auslaͤndiſchen theurern ſobald vorzuziehen, als nur dieſelbe nicht ſchlechter war, als die anderwaͤrts erſchienenen. Daß aber meine Ueberſetzung neben den vorzuͤgli⸗ chen andern eine nicht ganz unwuͤrdige Stelle ein⸗ nehme, wird hoffentlich jeder billige Beurtheiler zu⸗ geſtehen, ob gleich mancherley Umſtaͤnde mir nicht erlaubten, derſelben den Grad von Vollendung zu geben, der ſonſt vielleicht nicht uͤber meine Kraͤfte geweſen waͤre. Dahin rechne ich die Eilfertigkeit, womit der Druck, beſonders Anfangs, betrieben wurde, indem oft der folgende Bogen noch nicht zur Haͤlfte bearbeitet war, als ſchon am vorherge⸗ henden gedruckt wurde; ſodann meine eigentlichen Berufsgeſchaͤfte, und hauptſaͤchlich den Umſtand, daß ich als deutſcher Juriſt, welcher die franzoͤ⸗ ſiſche Geſetzgebung bisher nur als Nebenſtudium angeſehen hatte und anſehen konnte, bey dem Beginnen meiner Arbeit mit dieſer Geſetzgebung, wenn auch nicht ganz unbekannt, doch auch nich t ſo vertraut war, wie man es von einem Ueber⸗ ſetzer des Code Napoléon zu fordern berechtiget iſt. Daß aber auch einige andere Ueberſetzer in ————————— Vorrede. dieſem letztern Punkte mit mir in gleichem Falle geweſen ſind, ſcheint mir aus ihren Arbeiten zu erhellen. Indeß werde ich die Maͤngel, welche aus den genannten Gruͤnden meiner Ueberſetzung ankleben, bey einer etwaigen zweiten Auflage zu verbeſſern trachten. Dieſe koͤnnte alsdann wohl noͤthig werden, wenn das Ganze im Allgemeinen eben die guͤnſtige Aufnahme faͤnde, als hin und wieder der erſte Band meiner Ueberſetzung, wel⸗ cher ſich ſchon ſeit geraumer Zeit in den Haͤnden des Publikums befindet, und in der Oberdeut⸗ ſchen allgemeinen Literaturzeitung und an einigen andern Orten mit Beyfall genannt wurde, ge⸗ funden hat. Deßhalb wird mir jede gegruͤndete Ruͤge eines Irrthums ſtets willkommen ſeyn, und zu dieſem Zwecke halte ich es nicht fuͤr unnuͤtz, einige Grundſaͤtze, welche ich bey meiner Arbeit vor Augen hatte, und einige Fehler, die ich bis jetzo ſelbſt erkannt habe, hier ganz kurz anzu⸗ geben. Bey der Ueberſetzung legte ich durchaus die von Daniels, nach meiner Ueberzeugung die beſte der damals vorhandenen, zu Grunde; ein Verfahren, welches, auch auſſer Muͤller, ganz offenbar Er⸗ 5 Vorrede. hard und wahrſcheinlich auch die Weſtphaͤliſchen Ueberſetzer beobachtet haben, und welches auch ge⸗ wiß nicht zu tadeln iſt, da wir Deutſchen, die wir uns erſt ſeit Kurzem mit dem Code Napo- léon ernſtlich beſchaͤftigen und ihn noch nie in ſeiner Anwendung geſehen haben, uns doch in den mehrſten Stuͤcken an das Urtheil erfahrner Fran⸗ zoͤſiſcher Rechtsgelehrten halten muͤſſen. Doch zog ich uͤberall, ſo viel es mir die Kuͤrze der Zeit ge⸗ ſtattete, die mir zu Gebote ſtehenden Hilfsmittel, vorzuͤglich die Discuſſion des code civil und Mallevilles Commentar, zu Rathe, und fand mich dadurch nicht ſehr ſelten veranlaßt, von dem Sin⸗ ne der Daniels'ſchen Ueberſetzung abzuweichen. Ob aber dieſe Abweichungen auch uͤberall Verbeſ⸗ ſerungen ſind, daruͤber ſteht freylich mir ſelbſt am wenigſten die Entſcheidung 5 jedoch kann ich verſichern, daß ich es nie ohne Gruͤnde gethan habe, welche ich fuͤr entſcheidend ielt. Wo mir alle Ueberſetzer den richtigen Sinn verfehlt oder doch ihn nicht beſtimmt genug ausgedruͤckt zu ha⸗ ben ſchienen,(wie z. B. im Art. 2123), da bemuͤhte ich mich beſonders, den richtigen Sinn herzuſtellen; habe ich mich dennoch geirrt, ſo habe ich wenigſtens die Beruhigung, daß ich mit moͤg⸗ lichſter Vorſicht zu Werke gegangen bin. Dem⸗ Vorrede. ohngeachtet habe ich den Art. 416 unrichtig uͤber⸗ ſetzt, indem ich die voix délibérative mit der voix consultative verwechſelte; auch haͤtte ich wohl im Art. 120 und einigen andern, ſtatt des Daniels'ſchen Ausdrucks: Sicherheit, beſſer den Spielmaͤnn'ſchen: Buͤrgſchaft gewaͤhlt. Vorzuͤglich ließ ich es mir angelegen ſeyn, die Sprache, welche in den jenſeits des Rheins erſchienenen Ueberſetzungen nicht immer die beſte iſt, zu verbeſſern, und alle fremden Worte, ſo viel als nur moͤglich, zu verbannen. Welche Schwierigkeiten dieſes letztere hat, iſt viel zu all⸗ gemein bekannt, als daß ich es hier zu ſagen brauchte. Inzwiſchen nahm ich mir in Ruͤckſicht des Styls das Preuſſiſche Geſetzbuch zum Mu⸗ ſter; die Ausdruͤcke, welche ich in dieſem ver⸗ deutſcht fand, nahm ich ohne Bedenken in meine Ueberſetzung auf; wo hingegen daſſelbe die frem⸗ den Benennungen beybehielt, glaubte ich, wenn ich keinen hinlaͤnglichen bezeichnenden und be⸗ kannten deutſchen Ausdruck wußte, beſſer zu thun, wenn ich dem Beyſpiel des Preuſſiſchen Geſetzbuches folgte, als wenn ich neue und we⸗ nig bekannte, oft auch unpaſſende Worte gebrauch⸗ wal wer dur Aus ale der eine wer fin gl ſte Vorrede. te, wie es in einer der neueſten Ueberſetzungen des Code Napoléon geſchehen iſt. Die mehrſten Schwierigkeiten verurſachten mir die ganz franzoͤſi⸗ ſchen Ausdruͤcke, fuͤr welche man keine deutſche oder lateiniſche Worte hat; dieſe mußten entweder um⸗ ſchrieben oder beybehalten werden. Oefters fand ich auch erſt, nachdem das Wort ſchon einigemal vorgekommen war, den richtigen deutſchen Aus⸗ druck, oder uͤberzeugte mich, daß man es am beſten ganz unuͤberſetzt laſſe, wie z. B. das Wort opposition im Art. 265 und einigen andern, wo es nicht ganz paſſend uͤberſetzt iſt. Solche erſt waͤhrend der Arbeit erkannte Fehler mußten noth⸗ wendig, wenn der Fehler nicht durch das Ganze durchgefuͤhrt werden ſollte, eine Ungleichheit im Ausdrucke erzeugen, welche, ob man ſie gleich in allen Ueberſetzungen findet, doch nur ſchwach mit der Eile entſchuldiget werden kann, und welche in einer etwaigen zweyten Auflage gewiß abgeaͤndert werden ſoll. Auch in Anſehung der Angabe der Varianten findet ſich, wie der Augenſchein zeigt, eine Un⸗ gleichheit, welche daher ruͤhrt, daß ich meinen er⸗ ſten Plan waͤhrend der Arbeit veraͤndert habe. Ich *˖*x † Vorrede. glaubte naͤmlich Anfangs, nicht bloß diejenigen Varianten angeben zu muͤſſen, wodurch der Sinn der Stelle ganz veraͤndert wird, ſondern auch ſol⸗ che, in welchen nur andere, wenn gleich dem Sin⸗ ne nach aͤhnliche, Worte gebraucht werden, oder welche einen Doppelſinn oder auch eine Um⸗ ſchreibung des Wortes oder Satzes enthalten. Nach dieſem Maasſtabe ſind die Varianten der er⸗ ſten Bogen durchaus zu beurtheilen. Spaͤterhin aber ſchien es mir, daß die Varianten dieſer letz⸗ tern Art großentheils unnuͤtz und zwecklos ſeyen, und ich fuhr daher, mit wenigen Ausnahmen, nur mit der Angabe derjenigen fort, welche den Sinn durchaus veraͤndern, oder doch ohne Zwang eine andere Deutung zulaſſen. Uebrigens konnte ich der Erwartung des Recenſenten in der Ober⸗ deutſchen allgem. Literaturzeit., in Anſehung der Aufnahme der wichtigſten Abweichungen dero fficiel⸗ len Ueberſetzung fuͤr das Koͤnigreich Weſtphalen in die Noten des zweiten Bandes, um deswillen nicht entſprechen, weil auch von dieſem ſchon ein großer Theil abgedruckt war, als mir dieſe Ueber⸗ ſetzung zugekommen iſt. 2 Man wird aus dem Geſagten ſehen, daß ich keineswegs blind fuͤr die Fehler meiner Arbeit ——— Vorrede. bin. Demohngeachtet hoffe ich, daß man ihr die Brauchbarkeit nicht ganz abſprechen, und daß man dieſen meinen erſten ſchriftſtelleriſchen Verſuch um ſo eher mit Nachſicht beurtheilen wird, als man ihn, wenn auch nicht als eine durchaus gelunge⸗ ne Arbeit, doch vielleicht als die Grundlage zu einer vorzuͤglichern Ueberſetzung wird anſehen koͤnnen. Zum Schluſſe habe ich noch einige Worte uͤber die Weglaſſung des verſprochenen Sachregi⸗ ſters zu ſagen. Ich kann es nicht leugnen, daß ich wegen der zweckmaͤßigen Einrichtung dieſes Regiſters lange in Verlegenheit war. Sollte ich ein moͤglichſt vollſtaͤndiges Regiſter ausarbeiten, etwa wie dasjenige, welches zu der officiellen Ue⸗ berſetzung fuͤr das Koͤnigreich Weſtphalen gehoͤrt? Oder ſollte ich, wie Daniels, ein ganz kurzes Regiſter liefern? Oder ſollte ich hierin einen Mit⸗ telweg einſchlagen, etwa wie Spielmann? Wel⸗ ches Verfahren ich erwaͤhlen wollte, uͤberall ka⸗ men mir Zweifel und Bedenklichkeiten entgegen. Ein vollſtaͤndiges Regiſter wird leicht eben ſo ſtark oder noch ſtaͤrker, als das Geſetzbuch ſelbſt, indem viele Artikel unter mehreren Worten des Vorrede. Regiſters vorkommen muͤſſen. So findet man z. B. in dem zur Weſtphaͤliſchen Ueberſetzung gehoͤ⸗ rigen Regiſter den kurzen Art. 229 unter: Ehe⸗ bruch, Ehefrau, Ehemann und Eheſcheidung, und den Art. 250 unter denſelben vier Rubriken und auch noch unter: Concubinat. Dadurch iſt aber auch dieſes Regiſter, wenn man ſeinen viel klei— nern Druck in Anſchlag bringt, beynahe eben ſo ſtark geworden, als das Geſetzbuch ſelbſt, und demohngeachtet ließe es ſich, ohne inconſequent zu verfahren, noch vermehren. Ein ſolches Regiſter iſt aber, nach meiner Ueberzeugung, nicht nur ſchon an und fuͤr ſich ein Mißſtand, ſondern es hat auch noch den Nachtheil, daß man oft ganze Seiten in demſelben durchleſen muß, ehe man findet, was man ſucht. Dagegen gewaͤhrt ein ganz kurzes Regiſter nicht viel mehr Vortheil, als die Inhaltsanzeige, ſo wie auch das Da⸗ niels'ſche Regiſter wenig mehr iſt, als eine ſolche Inhaltsanzeige, alphabetiſch geordnet. Auch in die dritte Art von Regiſtern koͤnnen nur die Haupt⸗ ſaͤtze des Geſetzbuches aufgenommen werden, wor⸗ aus denn der Nachtheil entſteht, daß gerade die minder wichtigen Saͤtze, welche nicht immer an dem Orte ſtehen, wo man ſie auch ohne Regiſtev ſuchen wuͤrde, und fuͤr welche ein Regiſter noch Vorrede. allenfalls am noͤthigſten waͤre, nicht darin vorkom⸗ men. Aus dieſen Gruͤnden konnte ich mich lange nicht entſchließen, ein von mir ausgearbeitetes Re⸗ giſter, deren ich mehrere nach verſchiedenen Grund⸗ ſatzen beynahe vollendet hatte, dem Drucke zu uͤbergeben. Waͤhrend der Arbeit und dieſer mei⸗ ner Unentſchluͤſſigkeit wurde ich jedoch immer deut⸗ licher davon uͤberzeugt, daß jedes Regiſter zu dem Geſetzbuche Napoleons unnoͤthig ſeye, und zwar entſtand dieſe Ueberzeugung theils aus den obigen Gruͤnden, theils aus der Betrachtung, daß eine einzelne Dispoſition des Code Napoléon fuͤr denjenigen, welcher nicht das Ganze ſtudiert hat, doch nicht wohl brauchbar ſeye, derjenige aber, welcher ſich mit dem ganzen Geſetzbuche, wenn auch nur oberflaͤchlich, bekannt gemacht hat, gewiß keines Regiſters beduͤrfe, da bey der im Ganzen richtigen und leicht zu uͤberſehenden Ord⸗ nung dieſes Geſetzbuches faſt nirgends unter einem Titel Artikel vorkommen, welche, etwa wie der Art. 530, man nicht ohnedem unter dieſem Titel ſuchen wuͤrde. Dieſe Gruͤnde, welchen ſchon ei⸗ nige ſpruchberechtigte Maͤnner ihren Beyfall ge⸗ ſchenkt haben, legte ich dem Herrn Verleger vor, und bewoͤg ihn dadurch zur gaͤnzlichen Weglaſ⸗ ſung des Sachregiſters. Hierin liegt auch zugleich N 4 3 1* 4 4 1 4 — —. Vorrede. die Urſache„ warum dieſe Vorrede, welche zugleich mit dem Regiſter ausgegeben werden ſollte, erſt ſo lange Zeit nach Vollendung der Ueberſetzung erſcheint. Darmſtadt im December 1809. H. Gerhardi. 111 S. Druckfehler. Erſter Band. 12 Zeile 14. v. u. ſtatt le Privation, lies la Privation. 25 Art. 49. Z. 9 ſt. Eidilſtandebeamten⸗ l. Civilſtands⸗ eamte 31 Art. 63. Z. 7. ſt. des kuͤnftigen Ehegatten, l. der kuͤnftigen Chegatten. 58 Art. 124. Z. ſt. es, l. et. 79 Art. 178. Z. 2. ſt. enſten, l. erſten. 95. Not. 29, ſt. endſcheidend, l. entſcheidend. 121 Art. 292. 3Z. ſt. geſtattetem, l erſtattetem. 163 Art. 399. Z. ſt. uber, l. uͤber. 170 Art. 417. 3. ſt. possédéra, I. posséderd. 237 Art. 532. ſt. Sachen, l. Sache. 238 Art. 587. Z. muß nach estimation ſt. des Punc⸗ tums ein Comma ſtehen. 272 3. 6. v. tl. ſt. IEgout I. l'Egout. 277 Z. 2. ſt. nicht, l. nichts. 42²6 Art. 1072. muß am Ende des Art. das Wort: ins- cription zugeſetzt werden. 8. 2. en 1. 2. 2. Z. 3. 6 . Zweyter Band. 121 Art. 1397. Z. 9. ſt. ni grosses expéditions, I. ni grosses ni expéditions. 233 Art 1670. Z. ſt. Artikeln, l. Artikel. 295 Art. 1855. Z. 3. ſt. geſchloöſſenen, l. geſchoſſenen. T a b 1° du Code Napoleon. Inhalts-Verzeichniß des Geſetzbuches Napoleons. Tabl e du Gode Napoleon. Tome ier Page Titre préliminaire. De la Publication, des Effets et de l'Application de Lois en genleral........... 2 Livre premier. Des personnes. Tit. I. De la Jouissance et de la Priva- tion des Droits civils...... 6 Chap. I. De la jouissance des droits civils ibid. Chap. II. De la privation des droits civils 10 Sect. I. De la privätion des droits civils, par la perte de la qualité de Franqais...... ibid. Sect II. De la privation des droits civils par suite des condamnations judiciaires.. 12 Tit. II. Des Actes de l'état civil.. 18 Chap. I. Dispositions générales.... ibid Chap. II. Des actes de naissance.... 26 Chap III. Des actes de mariage... 3⁰0 Chap IV. Des actes de décées.... 38 —2—— Inhalts⸗-Verzeichniß des Geſetzbuches Napoleons. — . 5 2,.. Erſter Band. Seite Przliminar⸗Titel. Von der Pubcation, den Wirkungen und der Anwendung der Geſetze im Algemeinen...... 3 Erſtes Buch. Von den Perſonen. I. Tit. Von dem Genuſſe und dem Verlu⸗ ſte der Civilrechtee. 7 I. Cap. Von dem Genuſſe der Civilrechte. daſ. II. Cap. Von dem Verluſte der Civilrechte 11 I. Abſchnitt Von dem Verluſte der Civilrechte durch den Verluſt der Eigenſchaft eines Franzoſen daſ⸗ II. Abſchn. Von dem Verluſte der Civilrechte, als Folge gerichtlicher Verurtheilung...„ 13 II. Tit. Von den oͤffentlichen Urkunden uͤber 63.— den buͤrgerlichen Zuſtand. 19 I. Cap. Allgemeine Verfügungen. daſ. II. Cap. Von den Geburtsurkunden.. 27 III. Cap. Von den Heirathsurkunden 31 IV. Cap. Von den Todesurkunden.. 39 *2 Table . Tome ter. Page Chap. V. Des actes de l'état civil concer- nant les militaires hors du territoire de LEmpire........... 44 Chap. VI. De la rectification des actes de 1 Pétat civil.......... 48 1 Tit. III. Du Domicile...... 9 rTit. IV. Des Absenks...... 52. Chap. I. De la présomption d'absensce. ibid Chap. II. De la déclaration d'absence.. 54 Chap. III. Des effets de l'absence... 56 Sect. I. Des effets de l'absence, relativement aux biens que l'absent possédait au jour de sa dispa- ritioh.„............ ibicl. Sect. II. Des effets de l'absence, relativement aux droits evéntuels qui peuvent compéter à l'absent 62 Sect. III. Des effets de l'absence, relatizement au maridage.............. 64 Chap. IV. De la surveillance des enfants mineurs du père qui a disparu.... ibid Tit. Vv. Du Maridage...... 66 Chap. I. Des qualités et conditions requi- ses pour pouvoir contracter mariage.. ibid Chap. II. Des formalités relatives à la cé- lebration du mariage....... 74 Chap. III. Des oppositions au mariage. 76 Chap. IV. Des demandes en nullité de ma- Tiage............. 75 Chap. V. Des obligations qui naissent du mariage........... 86 Chap. VI. Des droits et des devoirs respec- tits des cpoux.......... 88 Chap. VII. De la dissolution du mariage 92 Chap. VIII. Des secondes mariages.. 94 Tit. VI. Du Divorce...... ibid. Chap. I. Des causes du divorce.... ibid Chap. II. Du divorce pour cause déterminée 96 Inhalts⸗Verzeichniß Erſter Band. Seite V. Cap. Von den Urkunden über den bürgerli⸗ chen Zuſtand, rückſichtlich der auſſerhalb des Staatsgebietes befindlichen Militairperſonen. 45 VI. Cap. Von der Berichtigung der Urkunden über den bürgerlichen Zuſtand.... 49 III. Tit. Von dem Wohnſitze... 51 IV. Tit. Von den Abweſenden... 53 I. Cap. Von der Vermuthung der Abweſenheit daſ. II. Cap. Ven der Abweſenheitserklärung.. 55 1u. Cap. Von den Wirkungen der Abweſenheit 57 Abſchn. Von den Wirkungen der Abweſenheit, in Beziehung auf das Vermoͤgen, welches der Abweſende am Tage ſeines Verſchwindens beſaß daſ. II. Abſchn. Von den Wirkungen der Abweſenheit, in Beziehung auf die dem Abweſenden etwa zu⸗ fiehyn den eventuellen Rechte. 63 III. Abſchn. Von den Wirkungen der liweſenheit, in Beziehung auf die Ehe. 65 IV. Cap. Von der Aufſicht lſeor minderſährige Kinder, deren Vater verſchwunden iſt daſe V. Tit. Von der EChe...... 67 I. Cap. Von den zu Schließung einer Ehe erfor⸗ derlichen Eigenſchaften und Bedingungen. daſ. II. Cap. Von den Formalitäten, die ſich auf die Se hließuna d der Ehe beziehen.. 75 III. Cap. Von den Einſprüchen gegen die Hei⸗ lath.. 77 IV. Cap. Von Klagen auf N ichtigkeit der Ehe 79 V. Cap. Von den Verbindlichkeiten, die aus der Ehe entſpr eingen.....„.. 37 VI. Cap. Von den wechſel fatigen Rechten und Pflichten der Ehegatten... 39 VII. Cap. Von der Auflöſung der Ehe 95 VIII. Cap. Von der zweiten Ehe.... 95 VI. Tit. Von der Eheſcheidung... daſ. I. Cap. Von den Urſachen der Eheſcheidung. daſ. II. Cap. Von der Eheſcheidung aus beſtimmter Urfahe............ 97 V V V Table Tome 1er Page gect. I. Des formes du divorce pour cause déter- minée.... 96 Sect. II. Des mesures provisoires auxquelles peut donner lien la demande en divorce pour cause déè- 110 terminée..... Sect. III. Des fins de non-recevoir contre paction en divorce pour cause déterminse. 112 Chap. III. Du divorce par consentement mutuel... 114 Chap. IV. Des effets qu divorce.„ 122 Chap. V. De la séparation de corps.. 126 Tit. VII. De la Paternité et de la Filia- tion... 125 Chap. I. De la filiation des enfants lériti. mes ou nés dans le mariage.. 1bid Chap. II. Des preuves de la filiation des en- fants légitimes..—.. 132 Chap. III. Des enfants naturels.... 156 Sect. I. De la légitimation des enfants naturels ibid. Sect. II. De la reconnaissance des enfants naturels 138 Tit. VIII. De l'Adoption et de la Tu- telle officieuse......„. 140 Chap. I. De l'adoption...... ibid. Sect. I. De l'adoption et de ses effetes... ibid. Sect. II. Des formes de l'adoptio 144 Chap. II. De la tutelle officieuse.. 148 Tit. IX. De la Puissance paternelle. 7. 152 Tit. X. De la Minorité, de la Tutelle et de TEmancipation-...... 158 Chap. I. De la minorits... ibid. Chap. II. De la tutelle...... ibid. Seet. I. De la tutclle des pere et mère.„. ibid. Inhalts⸗Verzeichniß Erſter Band. Seite I. Abſchn. Von der Form der Eheſcheidung aus beſtimmter Urſache. 97 II. Abſchn. Von den proviſoriſchen Maßregeln, zu welchen die Eheſcheidungsklage aus beſtimmter Urſache Anlaß geben kann III III. Abſchn. Von den Einreden gegen die Zuläſſig⸗ keit der Eheſchei dungsklage cis beſtimmter Ur⸗ ſache... 113 III. Cap. Von der Eheſcheidung auf wechſelſeiti⸗ ge Einwilligung... 116 IV. Cap. Von den Wirkungen der Eheſcheidung 123 V. Cap. Von der Scheidung von Tiſch und Bette 127 VII. Tit. Von der Vaterſchaft und der Kindſchaft(Filiation.)..... 129 I. Cap. Von der Abſtammung(Filiation) recht⸗ mäßiger oder in der Ehe geborner Kinder.. daſ. II. Cap. Von den Beweiſen einer ehelichen Ab⸗ ſtammung.. 6. 1353 III. Cap. Von den unehelichen Kindern 137 I. Abſchn. Von der Legitimation unehelicher Kin⸗ II Abſchn. Von der Anerkennung ünehelicher Kin⸗ daf der......... 139 VIII. Tit. Von der Adoption(Annahme an Kindesſtatt) und der Annahme eines pflegekindes......... 141 I. Cap. Von der Adoption.... daſ. I. Aöſchn. Von der Adoption und iören Wirkun⸗ daf .. daf. gen II. Abſchn. Von der Form der Adoption.. 145 II. Cap. Von der Annahme eines Pflegekindes 149 X. Tit. Von der vaͤterlichen Gewalt. 155 X. Tit. Von der Minderjaͤhrigkeit, der Vor⸗ mundſchaft und der Emancipation 159 I. Cap. Von der Minderjährigkeit.... daſ. II. Cap. Von der Vormundſchaft. daſ. I. Abſchn. Von der Vormundſchaft der Eltern daſ. Table 3 Tome ter. Page Sect. II. De la tutelle deférée par le père ou la mère 162 Sect. III. De la tutelle des ascendants ibid. Sect. IV. De la tutelle déférée par le conseil de famille........ 164 Sect. V. Du subrogé tuterir..„ 170 Sect. VI. Des causes qui dispensent de 1 tutelle. 172 Sect. VII. De l'incapacité, des exclusions et desti- rutions de la tutelle.......... 178 Sect. VIII. De l'administration du tuteur 182 Sect. IX. Des comptes de la tutelle.... 190 Chap. III. Da l'émancipation.... 192 Tit. XI. De la Majorité, de V'Interdiction et du Conseil judiciaire..... 198 Chap. I. De la majorite...... ibid. Chap. II. J)e Pinterdiction.... ibid. Chap. III. Du conseil judiciaire... 206 Livre II. Des biens et des différentes modi- fications de la propriété. Tit. I. De la Distinction des Biens 208 Chap. I. Des immenbles..... ibid. Chap. II. Des meubles...... 214 Chap. III. Des biens dans leur rapport avec ceux qui les possèdent... 213 Tit. II. De la Propriété.... 220 Chap. I. Du droit d'accession sur ce qui est produit par la chose...... 222 Chap. II. Du droit d'accession sur ce qui s'unit et s'incorpore à la chode 224 Inhalts⸗Verzeichniß Erſter Band. Seite Abſchn. Von der durch die Eltern uͤbertrage⸗ In2 Vormundſchaft. 163 III. Abſchn. Von der Vormundſchaft der Ascen⸗ denten. daſ. IV. Abſchn. Von der durch den Famj lenrath über. tragenen Vormund ſchuft..... 165 V. Abſchn. Von dem Ne benvormunde. 171 VI. Abſchn. Von den Urſachen, welche von der Vormundſchaft befreyen. 173 VII. Abſchn. Von der Unfaͤhig keit zur Vormund⸗ ſchaft, von der Ausſchließung und Abſetzung von derſelben. 179 8* Abſchn. Von der Verwaltung des Vormundes 183 .Abſchn. Von den Vormundſchafts⸗Rechnungen 194 m. Cap. Von der Emancipation.... 193 XI. Tit. Von der Volljaͤhrigkeit, der In⸗ terdiction und dem gerichtlich beſtellten Beyſtande........ 199 I. Cap. Von der Volljährigkeit. daſ⸗ II. Cap. Von der Interdiction.... daſ. III. Cap. Von demn gerichtlich beſtel llten Bey⸗ ſtande......... 207 Zweytes Buch. Von den Sachen und den verſchiedenen Modificationen des Eigenthums. I. Tit. Von der Eintheilung der Sachen 209 1. Cap. Von unbeweglichen Sachen.... daſ. II. Cap. Von beweglichen Sachen.... 215 III. Cap. Von den Sachen in Beziehung auf ih⸗ re Beſitzer.......... 219 II. Tit. Von dem Eigenthum... 221 I. Cap. Von dem An⸗ und Zuwachsrechte auf das, was durch die Sache ſelbſt hervorgebracht wird............ 28253 II. Cap. Ven dem An⸗ und Zuwachsrechte auf das, was mit der Sache vereinigt und ihr ein⸗ verleibt wird„......... 225 ——⸗— Table Tome ler. Page Sect. I. Du droit d'accession rlativement auXx choses immobiliéères.. 224 Sect. II. Du droit d'accessien relativement aux cho. ses mobilicres..........„. 230. Titre. III. De l'Vsufruit, de l'Usage et de I'Iabitation....... 236 Chap, I. De l'usufruit.. ibicd. Sect. I. Des droits de l'usufruitier..... ibid. Sect. II, Des abligations de l'usufruitier 244 Sect. III. Comment l'usufruit prend fin. 250 Chap. II. De l'usage et de l'habitation 254 Tit. IV. Des Servitudes ou Services fon- Giers„ 258 Chap. I. Des servitudes qui dérivent de la situation des lieux...... ibid. hap. II. Des servitudes établies par la 101............ 262 Sect. I. Du mur et du fossé mitoyens.... ibid. Sect. II. De la distance et des ouvrages intermé- diaires requis pour certaines constructions.. 270 Sect. III. Des vues sur la propriété de son voisin ibid. Sect. IV. De l'égont des toits„..... 278 Sect. V. Du droit de passase....... 274 Chap. III. Des servitudes établies par le fait de lhomme....... ibid. Sect I. Des diverses espèces de servitudes qui peu- vent éêtre établies sur les biens..... ibia. Sect. II. Comment s'établissent les servitudes. 2728 Sect. III. Des droits du propriétaire du fonds au- quel la servitude est due....... 280 Seet.,IV. Comment les servitudes s'éteignent 382 Inhalts⸗Verzeichniß Erſter Band. Seite I. Abſchn. Von dem An⸗ und Zuwachsrechte in Be⸗ ziehung auf unbewegliche Sachen.. 225 II Abſchn. Von dem An⸗ und Zuwachsrechte in Bezichung auf bewegliche Sachen..... 23 III. Tit. Von dem Nießbrauche, dem Ge⸗ brauche und der Wohnung.. 237 I. Cap. Von dem Nießbrauche..... daſ⸗ I. Abſchn. Von den Rechten des 9 Nutznieſſers. daſ. II. Abſchn. Von den Verbindlichkeiten des Nutz⸗ nieſſers... 245 III Abſchn. Wie der Nießbrauch ſich endiget. 251 II. Cap. Von dem Gebrauche und der Wohnung 255 IV. Tit. Von Servituten oder Grundge⸗ rechtigkeiten....... 259 I. Cap. Von den Servituten, welche in der La⸗ ge der Orte ihren Grund haben..... daſ⸗ II. Cap. Von den durch das Geſetz Augeordne ten Servituten....... 265 I. Abſchn. Von gemeinſchaftlichen Mauerm und Graͤben. daſ. II. Abſchn. Von der Entf ernung und den Zwiſchen⸗ werken, welche bey gewiſſen Anlagen erforder⸗ lich ſind.. 271T III. Abſchn. Von der Ausſicht ruf das Eigenthum ſeines Nachbars.... daf⸗ IV. Abſchn. Von der Dachtraufe....„ 273 V. Abſchn. Von der Wegegerechtigkeit.... 275 III. Cap. Von den Servituten, welche durch menſchliche Handlungen errichtes werden.. daſ. I. Abſchn. Von den verſchiedenen Arten der Ser⸗ vituten, die auf Guͤtern Statt finden koͤnnen. daſ. II. Abſchn. Wie Servituten errichtet werden. 279 III. Abſchn. Von den Rechten des Eigenthümers des berechtigten Gutes...... 281 IV. Abſchn. Wie Servituten erliſchen.... 283 Table Livre III. Des différentes manières dont on acquiert la propriété. . 3 3 Tome ier. Page Dispositions genérales....... 286 Tit. I. Des Successions..... 288 Chap. I. De l'ouverture des successions, et de la saisine des héritiers.... 1bid. Chap. II. Des qualités requises pour sue- ceder.......... 292 Chap. III. Des divers ordres de succes- sion..... 294 Sect. I. Dispositions générales...... ihid. Sect II. De la repr reésentation.. 4 298 Sect. III. Des successions déférées aux descendants 3⁰0 Sect. IV. Des successions déférées aux ascendants ibid. Sect. V. Des successions collatérales..... 302 Chap. u Des successions irrégulières. 304 Sect. I. Des droits des enfants naturels sur les 5 de leur père du mère, et de la succession aux enfants naturels décédés sans postérits.. ibid. eo II. Des droits du conjoint survivant et de See dl. Des Argits an Kaimjäint Nireiankſees ie aag Chap. V. De l'acceptation et de la répudia- tion des successions....... 310 Sect. I. De l'acceptation....... ibhid. Sect. II. De la renonciation aux successions 314 Sect. III. Du bénéfice d'inventaire, de ses effets, et des obligations de l'héritier bénéficiaire.. 316 Sect. IV. Des successions vacantes..... 324 Chap. VI. Du partage- et des rapports. 326 gect. I. De J'action en partage, et de sa forme. ibid. Sect. II. Des rapports......... 338 Sect. III. Du paiement des dettes.... 346 . Sect. IV. Des effets du partase, et de la garantie des lots....... 7 Sect. V. De la rescision en matière de partage. 352 Inhalts⸗Verzeichniß Drittes Buch. Von den verſchiedenen Arten, das genthum zu erwerben. Erttar Pand. Seite Allgemeine Verfügungen...... 287 I. Tit. Von der Erbfolge..... 289 I. Cap. Von der Eröffnung einer Erbſchaft und der Beſitznahme der E Erben. daſ. II. Cap. Von den zur Erbfa igkei t erforderlichen Eigenſchaften.... 293 III. Cap. Von den ve rſchiede nen Ordnungen der Erbfolge.......... 299 I. Abſchn. Allgemeine Berihgungen.. daſ. II Abſchn Von dem Repraͤſentations zrechte. 299 III Abſchn. Von der Erbfolge der Das scendenten 204 IV. Abſchn. Von der Eröfolge der Ascendenten daſ. V. Abſchn. Von der Erbfolge der Seitenverwandten 303 IV. Cap. Von der auſſerordentlichen Erbfolge. 305 I. Adſchn. Von den Rechten unehelicher Kinder auf das Vermöge n ihrer Eltern, und von der Erb⸗ folge in den Nachlaß unehelicher, ohne Descen⸗ de nten vert ſtor rboner Kinder daſ. II Abſchn. Von den Rechten des uͤberle benden Ehegatten An des Stagates.. .. 4..* 309 V. Cap. Von der Annahme und der Ausſchlagung einer Erbſchaft...... 321 I. Abſchn. Von der Annahm 4. daß. II. Abſchn. Von der Enrſazung der Erbſchaften„ 315 III. Abſchn. Von der Rechtswohlthat des Inven⸗ tariums, ihren Wirkungen und den Verbind⸗ lichkeiten des Beneſtiolent hen.. IV. Abſchn. Von erbloſen Verlaſſenſchaften 325 VI. Cap. Von der Theilung und der Collation 327 I. Abſchn Von der Klage auf Theilung u und de⸗ ren Form daſ. II. Abſchn. Von⸗ der Collation..„ 329 III Abſchn. Von der Zahlung der E chulden.. IV. Abſchn. Von den Wirkungen der Theilung und der Gewaͤhrleiſtung der Looſe 391 V. Abſchn. Von der Reſeiſion in Theilungs ſache n. 373 Table 4. Tome rer. Page Tit. II. Des Donations entre-vifs et des Testamenis....... 356 Chap. I. Dispositions générales... ibid. Chap. II. De la capacité de disposer ou de recevoir par donation entre-vifs ou par testament......... 398 Chap. III. De la portion de biens dispo- nible, et de la réduction...... 364 Sect. I. De la portion de biens disponible... ibid, Sect. II. De la réduction des donations et legs 368 Chap. IV. Des donations entre-vifs.. 372 Sect. I. De la forme des donations entre-vifs ibid. Sect. II. Des exceptions à la régle de l'irrévocabi- lité des donations entre-vife. 380 Chap. V. Des dispositions testamentaires 396 Sect. I. Des rèͤgles générales sur la forme des tes- taments.............. ihid. Sect. II. Des rèͤgles particulières sur la forme de 1. certains testaments.......... 592 Sect. III. Des institutions d'héritier et des legs en general.............„ 400 Sect. IV. Du legs universel....... ibid. Sect. V. Du legs à titre universel.... 404 Sect. VI. Des legs particuliers.„ 406 Sect. VII. Des exécuteurs testamentaires 410 Sect. VIII. De le revocation des testaments et de leur caducite........... 4123 Chap. VI. Des dispositions permises en fa- veur des petits-enfants du donateur ou testateux, ou des enfans de ses frères et sOeurs............ 416 Chap. VII. Des partages faits par peère, mère, ou autres ascendants, entre leurs descendants.......... 429 Inhalts⸗Verzeichniß Erſter Band. Seite II. Tit. Von Schenkungen unter Lebenden und von Teſtamenten.... 357 I. Cap. Allgemeine Verfügungen.... daſ. II. Cap. Von der Fähigkeit durch Schenkung un⸗ ter Lebenden oder durch Teſtament zu verfügen oder zu erwerben........ 35 III Cap. Von dem Vermögenstheile⸗ über wel⸗ chen man verfügen kann, und von der Reduction 368 I. Abſchn. Von dem Vermoͤgenstheile, uͤber welchen man verfuͤgen kann.. daſ⸗ II. Abſchn. Von der Herabſetzung(Reduction) der Schenkungen und Vermaͤchtniſſe. 369 IV. Cap. Von Schenkungen unter Lebenden 375 I. Abſchn. Von der Form der Schenkunden unter Lebenden. daſ. II Abſchn Ausnahmen von der in der Regel Statt ſindenden Unwiderruflichkeit der Schenkungen unter Lebenden.... 331 + V. Cap. Von letztwilligen Verordnungen 337 I. Abſchn. Aligemein⸗ Regeln uͤber die Jorm der Teſtamente...... daſ⸗ II Abſchn. Beſondere Jegein uͤber die durm ge⸗ wiſſer Teſtamente.... 3093 III. Abſchn. Von den Er heseinſehzungen und den Vermaͤchtniſſen im Allgemeinen„401 IV. Abſchn Von Univerſalvermaͤchtniſſen... daſ. V. Abſchn Von Vermaͤchtin ſlen unter einem Uni- verſaltitel..... 405 VI. Abſchn. Von Parrikularvermächtniſſen. 407 VII. Abſchn. Von Teſtamentsvollziehern 411 VIII. Abſchn. Von Widerrufung der Teſtamente und den Faͤllen, worin ſie kraftlos werden. 413 VI. Cap. Von den zu Gunſten der Enkel des Ge⸗ ſchenkgebers oder Teſtators, oder der Kinder ſei⸗ ner Geſchwiſter erlaubten Verfügungen„ 417 VII. Cap. Von Theilungen, die von dem Vater, von der Mutter oder andern Ascendenten unter ihren Descendenten vorgenommen werden 429 Table Tome ver. Pa Chap. VIII. Des donations faites D vore. Pn⸗ trat de mariage aux époux, et aux enfants A nattre du mariage...... 45 Chap. IX. Des dispositions entre cpoux, soit par contrat de mariage, soit pendant le mariage........... 434 Tome 2. Page Tit. III. Des Contrats ou des Obligati- ons conventionnelles en général 2 Chap. I. Dispositions préliminaires. ibid. Chap. II. Des conditions essentielles pour la validité des conventions..... 4 Seet I Du censentement........ ibid. Sect. II De la capacité des parties contractantes. 10 Sect III. De l'objet et de la matière des contrats ibid. Sect. IV. De la cause.. 1... 12 Chap. III. De l'effet des obl igations.. ibid. Sect. I Däspositions générales..... ibid. Sect. II. De J'obligation de donn er.. 14 Sect. III. De l'obligation de faire ou de ne pas faire 16 Sect IV. Des dommages et intérèts résultant de l'inexécution de Pobligation.. ibid. Sect. V. De l'interprétation des conventions.. 20 Sect. VI. De l'effet des conventions à l'égard des tiers 22 Chap. IV. Des diverses espèéces d'obliga- ticns ⸗............ 24 Sect. I. Des obligations conditionnelles... ibid. §. I. De la condition en général, et de ses di- verses espèces...., ibid. §. II. De la condition suspensive... 2 §. III. De la condition résolutoire. ibid. Sect. II. Des obligations à terme.....„ 30 1 32 Sect. III. Des obligations alternatives... ⸗ Inhalts⸗Verzeichniß Erſter Band. Seite VIII. Cap. Von den in dem Ehecontracte den Ehegatten oder den aus der Ehe zu erwartenden Kindern gemachten Schenkungen.... 431 IX. Cap. Von Verfügungen unter Ehegatten in dem Ehecontracte oder während der Ehe.. 455 . Zweiter Band. Seite III. Tit. Von Vertraͤgen oder vertrags⸗ maͤßigen Verbindlichkeiten im Allgemei⸗ nen.......... 3 I. Cap. Präliminarverfügungen daſ. II. Cap. Von den zur Giltigkeit der Verträge weſentlichen Erforderniſen...... 5 I. Abſchn. Von der Einwilligung....... daſ. II. Abſchn Von der Faͤhigkeit der Contrahenten 11 III. Abſchn. Von dem Gegenſtande der Vertraͤge daſ. IV. Abſchn. Von dem Grunde..... III. Cap. Von der Wirkung der Verbindlichkeiten daſ. I. Abſchn. Allgemeine Verfügungen..... daſ. II. Abſchn. Von der Verbindlichkeit etwas zu ge⸗ ben......... III. Abſchn. Von der Verbindlichkeit etwas zu thun oder zu unterlaſſen......... 17 IV. Abſchn. Von dem Schadenserſatze, als Folge der Nichterfuͤllung einer Verbindlichkeit.. V. Abſchn. Von der Auslegung der Vertraͤge.. 21 „VI. Abſchn. Von der Wirkuͤng der Vertraͤge in Ruͤckſicht auf dritte Perſonen... IV. Cap. Von den verſchiedenen Gattungen der Verbindlichkeiten.. 25 I. Abſchn. Von bedingten Verbindlichkeiten.. daſ. §. I. Von der Bedingung im Allgemeinen und ihren verſchiedenen Arten...... daſ. §. II. Von der aufſchiebenden Bedingung. 29 §. III. Von der auflöfenden Bedingung... daf. II. Abſchn. Von Verbindlichkeiten unter Zeitbe⸗ ſtimmung........5— III. Abſchn. Von alternativen Verbindlichkeiten 33 * N Table Tome 2. Page Sect. IV. Des obligations solidaires..... 34 C. IJ. De la solidarité entre les créanciers. ibid. §. II. De la solidarité de la part des débiteurs. 36 sect. V. Des obligations divisibles et indivisibles 42 §. I. Des effets de l'obligation divisible... ibid. §. II. Des effets de l'obligation indivisible.. 44 Sect. VI. Des obligations avec clauses pénales. 46 ( Chap. V. De l'extinction des obligations. 50 Sect. I. Du paiement......... ibid. §. I. Du paiement en genéral...... bid. §. II. Du paiement avec subrogation.... 56 §. III. De l'imputation des paiements.... 58 „§. IV. Des offf es de paiement, et de la consi- gnation....... 60 §. V. De la vessjon qe biens....... 54 Sect. II. De la novation........ 66 Sect. III. De la remise de la dette 170 Sect. IV. De la compensation...... 72 Sect. V. De la confusion....E„ 76 Sect. VI. De la perte de la chose que G... ibid. Sect. VII. De l'action en nullité ou en rescision des conventions....... 78 Chap. VI. De la preuve des obliezions, et de celle du paiement... 8382 Sect. I. De la preuve littéerale....... ibid. §. I. Du titre authentique....... ibid. §. II. De l'acte sous seing privé...... 36 C§. III. Des taille......... 90 §. IV. Des copies des titres....... ibid. §. V. Des actes récognitifs et confirmatifs. 94 Sect. II. De la preuve testimoniale 956 Sect. III. Des présomptions.....„ 100 §. 1. Des présomptions établies par la loi.. ibid, Inhalts⸗Verzeichniß Zweiter Band. Seite IV. Abſchn. Von ſolidariſchen Nechten und Ver⸗ bindlichkeiten... 35 §. I. Von ſolidariſchen R chen... daſ §. H. Von ſolidariſchen Verbindlichkeiten.. 37 V. Abſchn Von theilbaren und untheilbaren Ver. bindlichkeiten.. 43 §. I. Von den Wirkungen einer mheilbaren Ver⸗ bindlichkeit. daſ. §. II. Won den Wirküngen einer untheilbaren Verbindli chkeit. 45 VI. Abſchn. Von den bey Conventionalſtrafe ein⸗ gegangenen Verbindlichkeiten.. 42 V. Cap. Von dem Erlöſchen der Bervunduigkenen 51 I. Abſchn. Von der Zahlung....... daſ. §. I. Von der Zahlung uͤberhauut. daſ. §. II. Von der Zahlung mit Eintritt in die Rechte des Glaͤubigers.. 57 §. III. Von der Abrechnung der Zahlung.. 3z9 §. IV. Von dem Anerbieten der Zahlung und der Hinterlegung..... 61 §. V. Von der Vermöͤgensabtretung...„ 65 II. Abſchn. Von der Novation... 62 III. Abſchn. Von dem Erlaſſe der Schuld... 21 IV. Abſchn. Von der Compenſation..... 73 V. Abſchn. Von der Confuſion. 27 VI. Abſchn. Von dem Untergange der ſchuldigen Sache.. daſ. VII Abſchn. Von der Klage auf R chigkei üder Aufhebung der Vertraͤge.. 79 VI. Cap. Von dem Beweiſe der Wecindröte ten und der Zahlung... 83 I. Abſchn. Von dem urkundenbeweiſe.. daſ. §. I. Von öffentlichen Urkunden..... daſ. §. II. Von Privaturkunden.. 97 § III. Von Kerbhoͤlzern.... 91 §. IV. Von Abſchriften der urkunden daſ. §. V. Von Anerkennungs⸗ und Beſtätigungs⸗ urkunden... 5.. 95 II. Abſchn. Von dem Zeugenbeweiſe... 97 III. Abſchn. Von Vermuthungen.... 1or §. I. Von den durch das Geſetz egrindeten Vermuthungen..... daſ. 2 Table . Tome 2. Page §. II. Des présomptions qui ne sont point établies par la 101............ 102 Sect. IV. De baven de la partie..... ibid. Sect. V. Du sermenkt......... 104 §. 1. Dn Sserment décisoire...... ibid. §. II. Du serment déféré office...... 106 4 Tit. IV. Des Engagements qui se för- ment sans convention..„ 1038 Chap. I. Des quasi-contrats..... 110 Chap. II. Des délits et des quasi-délits.. 112 Tit. V. Du Contrat de mariage et des Droits respectifs des Epoux.. 116 Chap. I. Dispositions générales... ibid. Chap. II. Du régime en communauté. 120 I. Partie. De la communauté légale. 122 Sect. I. De ce qui compose la communauté active- ment et passivement....... ibid. §. 1. De P'actif de la communautée..... ibid. §. ll. Du passif de la communauté, et des ac- tions qui en résultent contre la communauté. 126 1 Sect. II. De l'administration de la communauté, et de T'effet des actes de l'un ou de l'autre époux, relativement à la société conjugale.... 134 Sect. III. De la dissolution de la communauté, et de quelques- unes de Ses suites...... 142 Sect. IV. De l'acceptation de la communauté, et de la renonciation qui peut y étre faite, avec les con- ditions qui y sont relatives.. 148 Inhalts⸗Verzeichniß Zweiter Band. Seite §. 11. Von den nicht durch das Geſen begrüſ deten Vermuthungen... 103 IV. Abſchn. Von dem Geſänoniſſ dr Parthey„ daſ. V. Abſchn Von dem Eide..... 105 §. 1. Von dem Entſceidungseide... daſ⸗ §. II. Von dem von Amtswegen auferlegten Eide 107 IV. Tit. Von Verbindlichkeiten, die ohne Vertrag entſtehen...... 109 I. Cap. Von vertragsähnlichen Handlungen(Qua⸗ ſicontracten).. 111 II. Cap. Von Ve rgehen und ihren gleichgelten⸗ den Handlungen(Delicten und Quaſidelicten) 113 Tit. Von dem Ehevertrage(Ehebere⸗ 1en3) und den wwechſelſärigen Rechten der Ehegatten.... 117 I. Cap. Allgemeine Verfügungen.. daſ. II. Cap. Von dem Neihtaverhit miſſe der Güter⸗ gemeinſchaft... 121 I. Theil. Von der zeſes ichen Gutnaenen ſchaff. 123 I. Abſchn. Von dem Activ⸗ und veſhabeRunde der Guͤtergemeinſchaft... daſ. §. 1. Von dem Activbeſtande(Vermögen) der Guͤtergemeinſchaft. daſ. . 11. Von dem Paſſivbeſtande(den Schulden und Laſten) der Guͤtergemeinſchaft, und von den daraus gegen die Gütergemeinſcharn Ehrſe. henden Klagen 127 II. Abſchn. Von der Verwaltung der Güͤterge⸗ meinſchaft und den Wirkungen der Handlungen des einen oder des andern Ehegatten in Bezie⸗ hung auf die eheliche Geſellſchaft.. 135 III. Abſchn. Von der Aufloͤſung der Guͤtergemein⸗ ryſcaff und einigen ihrer Folgen. 143 Abſchn. Von der Annahme des gemeinſchaft⸗ Tis Ee6 Vermoͤgens und der Verzichtleiſtung auf daffelbe, wie auch von den deranf ſich berießen. den Bedingungen.... 149 Table ⸗ Tome 2. Sect. V. Du partage de la communauté après l'ac- céptation............ § I. Du partage de l'actif.....— §. II. Du passif de la communauté, ct de la contribution aux dettes.... .... Sect VI. De’ la renonciation à la communauté et de Ses eflets..... ....... Disposition relative à la communauté léga- le, lorsque l'un des époux ou tous deux ont des enfants de précédents mariages.. II. Partie. De la communauté conventi- onnelle, et des conventions qui peu- vent modifier ou mèême exclure la com- munauié légale........ Sect. I. De la communauté réduite aux acquèts. Sect. II. De la clause qui exclut de la commu- nauté le mobilier en tout ou partie.... Sect. III. De la clause d'ameublissement.. Sect. IV. De la clause de séparation des dettes. Sect. V. De la faculté accordée à la femme de re- prendre son apport franc et quitte..... Scct. VI. Du préciput conventionnel..... Sect. VII. Des clauses par lesquelles on assigne à chacun des époux des parts inégales dans la com- munauté...... Sect. VIII. De la communauté à titre universel D ispoitions communes aux huit sections ci- desstrs.......... Sect. IX. Des conventions exclusives de la com- munaute.„........... §. 1. De la’ clause portant que les époux se ma- rient sans communaute....... §. Il. De la elause de séparation de biens. Page 154 ibid. 160 16²2 164 166 ibid. ibid. 178 182 ibid. 184 ibid. 186 Inhalts⸗Verzeichniß Zweiter Band. Seite V. Abſchn. Von der Theilung des gemeinſchaftli⸗ chen Vermoͤgens nach erfolgter Annahme... 155 §. 1. Von der Theilung des Actipvermoͤgens. daſ. §. lI. Von dem Paſſivbeſtande der Guͤterge⸗ meinſchaft und dem Beytrage zur Tilgung der Schulden.......... VI. Abſchn: Von der Verzichtleiſtung auf das ge⸗ meinſchaftliche Vermoͤgen und ihren Wirkungen 163 Beſtimmung in Ruͤckſicht der geſetzlichen Guͤter⸗ gemeinſchaft fuͤr den Fall, wenn einer der Ehegatten, oder beyde zugleich, Kinder aus vorhergehenden Ehen haben.. 165 161 II. Theil. Von der vertragsmäßigen Guͤterge⸗ meinſchaft und den Verträgen, welche die ge⸗ ſetzliche Gemeinſchaft abändern oder ſelbſt aus⸗ ſchließen können......... 167 A bſchn. Von der auf den Erwerb beſchraͤnkten Gutergemeinſchaft.......... daſ. II. Abſchn. Von der Verabredung, welche das be⸗ wegliche Vermögen ganz oder zum Theile von der Gutergemeinſchaft ausſchließt..... 169 III. Abſchn. Von der Verabredung der Mobilia⸗ riſirung 171 IV. Abſchn. Von der Verabredung, durch welche die Schulden von der Gemeinſchaft ausgeſchloſ⸗ ſen werden........... 173 V. Abſchn. Von der der Ehefrau eingeraͤumten Be⸗ fugniß ihr eingebrachtes Vermoͤgen ſchuldenfrey zuruͤckzunehmen... 127 VI Abſchn. Von der vertragsmäͤßigen Voraus⸗ nahme...........„ daſ. VII. Abſchn, Von den Verabredungen, wodurch den beyden Ehegatten ungleiche Theile an der Guͤtergemeinſchaft angewieſen werden.... 179 VIII. Abſchn. Von der allgemeinen Guͤtergemein⸗ ſchaft.............. 183 Verfuͤgungen, welche fuͤr alle acht vorſtehen⸗ den Abſchnitte gelten.Ir....... daſ. IX. Abſchn. Von Vertraͤgen, welche die Guͤter⸗ gemeinſchaft ausſchließen... 185 §. 1. Von der Verabredung der Ehegatten, ein⸗ ander ohne Gemeinſchaft der Guͤter heirathen zu wollen.. daſ. §. lI. Von der Verabredung, daß das Vermö⸗ der Ehegatten voͤllig getrennt bleiben ſolle 19387 Table Tome 2. Page Chap. III. Du régime dotal.... 183 Sect. I. De la constitution de dor.... ibid. Sect. II. Des droits du mari sur les biens dotaux, et de l'inaliénabilité du fonds dotal..... 190 Sect. III. De la restitution de la dot..„.. 196 Sect. IV. Des biens paraphernaux....„ 200 Disposition particuliere...... 202. Tit- VI. De la Vente...... 204 Chap. I. De la nature et de la forme de la VeIIe..........„ ibid. Chap. II. Qui peut acherer ou vendre. 206 Chap. III. Des choses qui peuvent èêtre vendues............ 210 Chap. IV. Des obligations du vendeur. ibid. Sect. I. Dispositions génsrales...... ibid⸗ 8 II. De la délivrance 2 Sect. II. G6 12 deliwrafite.....„ 212 Segt. IIE. De la garantie......„ 218 §. l. De la garantie en cas d'éviction.... ibid. §. II. De la garantie des défauts de la chose vendue...... 224 Chap. V. Des obligations de l'acheteur. 226 Chap. VI. De la nullité et de la résolution desla verte...... 226 Sect. I. De la faculté de rachat.. 230 Sect. II. De la rescision de la vente pour cause de lesion..... 234 Chap. VII. De la licitation.... 233 Chap. VIII. Du transport des créances et autres droits incorporels..... ibid. Tit. VII. De LEchange..... 242 Tit. VIII. Du Contrat de louage. 244 Chap. IJ. Dispositions générales.. ibid. Chap. II. Du louage des choses.... 246 Inhalts⸗Verzeichniß Zweiter Band. Seite III. Cap. Von dem Rechtsverhältniſſe des Braut⸗ ſchatzes............ 189 1 Abſchn. Von der Beſtellung des Brautſchatzes daſ. II. Bbſch Von den Rechten des Mannes an dem Braut ſchatze, und der Unveraͤußerlichkeit der da⸗ zu gehoͤrigen unbeweglichen Guͤter.. 191 III. Abſchn. Von der Zuruckgabe des Brautſchatzes 197 IV. Abſchn. Von dem Paraphernalvermoͤgen.. 201 Beſondere Verfuͤgung........ 203 VI. Tit. Von dem Kaufvertrage 205 I. Cap. Von der Natur und der Form des Kauf⸗ vertrages⸗.......... daf. II. Cap. Wer kaufen und verkaufen kann.. 207 III Cap. Von den Sachen, welche verkauft werden können. 211 IV. Cap. Von den Berbindlichkeiten des Ver⸗ kaufers............ daſ. I. Abſchn. Allgemeine Verfuͤgungen.... daſ. II. Abſchn. Von der Ueberlieferung.... 213 III. Abſchn. Von der Gewaͤhrleiſtung.. 219 §. 1. Von der Ge wäͤhrleiſtung im Falle einer Entwähruug. daſ. §. II. Von der Gewaͤhrleiſf iſtung fuͤr die Maͤr gel der verkauften Sache... 225 V. Cap. Von den Verbindlichkeiten des Käufers 227 NI. Cap. Von der Nichtigkeit und der Aufhebung des Kaufvertrages.... 229 1 Abſchn. Von dem Piedertzufgrecht,. 231 . Abſchn. Von Authebung des Kaufvertrags I kußn Verletzung... 235 VII. Cap. Von der Werſteigerung. Heitrenſchaftke cher Güter........ 2359 VIII. Cap. Von der Abtretung der Forderungen und anderer unkörperlichen Rechte.... daſ. VII. Tit. Von dem Tauſchvertrage 243 VIII. Tit. Von dem Miethvertrage 245 I. Cap. Allgemeine Verfügungen..„ daf. II. Cap. Von dem Miethvertrage über Sa ichen 247 Table 1 Tome 2. Page Sect. I. Des règles communes aux banx des mai- sons et des biens ruraux.„...... 246 Sect. II. Des règles particulfères aux baux à loyer 25 Sect. III. Des règles particulières aux baux à ferme 264 Chap.) III. Du louage d'ouvrage et d'indus- TEIe........... 2470 Sect. I. Du louage des domestiques et ouvriers. ibid. Sect. II. Des voituriers par terre et pareau.. ibid. Sect. III. Des devis et des marchss... 272 Chap. IV. Du bail à cheptel..... 276 Sect. I. Dispositions générales..... ibid. Sect. II. Du cheptel simple.... ibid. Sect. III. Du cheptel à moitis... 280 Sect. IV. Du cheptel donné par le propristaire à son fermier ou colon partiaire.... 282 §. 1. Du cheptel donné au fermier.... ibid. §. II. Du cheptel donne au colon partiaire. 284 Sect. V. Du contrat improprement appelé cheptel ibid. Tit. IX- Du Contrat de sociétée.. 286 Chap. I. Dispositions générales... ibid. Chap. II. Des diverses espèces de socié- .. ibid. . 288 290 — tes.... Sect. I. Des sociétés universelles.... Sect. II. De la société particuliera..... Chap. III. Des engagements des associés entre eux et à l'égard des tiers... Sect. I. Des engagements des associés entre eux ibid. ibid. .„., Sect. II. Des engagements des associés à l'égard des tiers„......... 298 Inhalts⸗Verzeichniß Zweiter Band. Seite I. Abſchn. Von den fuͤr die Vermiethung der Haͤuſer und der Felogüter gemeinſchaftlichen Re⸗ geln 247 II. Abſchn. Von. den dem Mi lethvertrage üͤber nrPibfer und Mobilien eigenthumlichen Regeln 259 Abſchn. Von den dem Pachtvertrage lber Int. naßter eigenthuͤmlichen Regeln.... 265 III. Cap. Von dem Mierhvertrage über Arbeiten funn Gewerbfleiß... 271 .Abſchn. Von Berdingung der Dienſtboten un 1 Adege de⸗. daſ. II. Abſchn. Von den Landfuhrl euten und Schiffern daſ. III. Abſchn. Von der Uebernahme beſtimmter Ar⸗ beiten nach einem Anſchlage oder Accorde 273 IV. Cap. Von dem Viehpacht...... 277 I. Abſchn. Allgemeine Verfuͤgungen...„ daſ. II. Abſchn. Von dem einfachen Viehpacht. daſ. III. Abſchn. Von dem Viehpacht zur Haͤlfte 281 IV. Abſchn. Von dem Viehpacht, welchen der Ei⸗ genthuͤmer mit ſeinem Pachter oder Theilpachter eingegangen iſt........... 233 §. 1. Von dem mit dem Pachter kingegangendn Viehpacht. daſ. §. lI. Von dem mit dem heilpäͤchter einge- gangenen Viehpacht..„ 235 V. Abſchn. Von dem uneigenlich o genannten Viehpacht............. daſ. IX. Tit. Von dem Geſellſchaftsvertrage 287 I. Cap. Allgemeine Verfügungen..... daſ. II. Cap. Von den verſchiedenen Gettungen der Geſellſchaften.... daſ. I. Abſchn. Von allg emeinen Geſellſchaften.. 289 II. Abſchn. Von der beſondern Geſellſchaft.. 291 III. Cap. Von den. Verbindlichkeiten der Geſell⸗ ſchafter unter ſich und gegen dritte Perſonen. daſ. I. Abſchn. Von den Verbindlichkeiten der Geſell⸗ ſchafter unter ſich. daſ. II. Abſchn. Von den Verbindl ichkeiten der Gefell ſchafter gegen dritte Perſonen... 2⁰9 Table Tome 2. Page Chap. IV. Des différentes manières dont finit la socléte....... 300 Disposition relative aux sociétés de commerce 302 Tit. X. Du Prèet.. 304 Chap. I. Du prét à usage, ou commodat ibid. Sect. I. De la nature du prét à usage.... ihid. Sect. II. Des engagements de l'emprunteur. 306 Sect. III. Des engagements de celui qui prête à 2 Sisage............. 308 Chap. II. Du prét de consommation, ou simple pret.......... ibid. Sect. I. De la nature du prèêt de consommation, ibid. Sect. II. Des obligations du préteur..... 310 Sect. III. Des engagements de l'emprunteur. 312 Chap. III. Du pret à intéret.... ibid. Tit. XI. Du Dépdèt et du Séquestre. 316 Chap. I. Du dépòt en keneral, et de ses diverses especes... ibid. Chap. II. Du dépôt proprement dit. ibid. Sect. I. De la nature et de l'essence du contrat de dépöt........ ibid. Sect. II. Du dépôt volontalre.... 318 Sect. III. Des obligations du dépositaire-... 320 Sect. IV. Des obligations de la personne par la- quelle le dépôt a été fait........ 326 Sect. V. Du dépôt necessaire....... ibid. Chap. III. Du séquestre...... 323 Sect. I. Des diverses espèces de séquestre.. ibid. A Inhalts⸗Verzeichniß . Zweiter Band. Seite IV. Cap. Von den verſchiedenen Arten, wie die Geſellſchaft ſich endiget....„.. 304. Verfuͤgung in Betreff der Handelsgeſellſchaften 303 X. Tit. Von dem Leih⸗ und Darlehensver⸗ trage.......... 305 I. Cap. Von dem Leihvertrage...... daſ. I. Abſchn. Von der Natur des Leihvertrages. daſ. II. Abſchn. Von den Verbindlichkeiten des Leihers 307 III. Abſchn. Von den Verbindlichfeit ten des Der leihers.. 309 II. Cap. Von dem Dallchuzvertrage.... daſ⸗ I. Abſchn. Von der Natur des Darlehns. daſ. II. Abſchn. Von den Verbindlichteiten des Dar⸗ leihers. 311 III. Abſchn. Von den⸗ Ve rbindlichkeiten des Schuldners... 313 III. Cap. Von dem veninelhen Darlehn. daſ. XI. Tit. Von dem Niederlegungsvertrage und der Sequeſtration...... 317 I. Cap. Von dem Niederlegungsvertrage im All⸗ gemeinen, und deſſen verſchiedenen Gattungen daſ. II. Cap. Von dem Niederl legſinaverttage im ei⸗ gentlichen Sinne.. daſ. I. Abſchn. Von der Natur und den Weſen de Niederlegungsvertrages daſ. II. Abſchn. Von der freywilligen Niederlegung 3¹9 III. Abſchn. Von den Verbindlichkeiten des Ver⸗ wahrers............. 321 IV. Abſchn. Von den Verbindlichkeiten des Nie⸗ derlegers.......„ 327 V. Abſchn. Von der im Rothfau⸗ geſchehenen Nie⸗ derlegung...... dar III. Cap. Von der Sequeſtration... 529 I. Abſchn. Von den verſchiedenen Gattungen der Seaueſtration.......... daf. Table Tome 2. Page Sect. II. Du séquestre conventionnel.„ 32½ Sect. III. Du séquestre ou du dépõt judliciaire 1. 330 Tit. XII. Des Contrats aléatoires 332 Chap. I. Du jeu et du pari.... ibid. Chap. II. Dau contrat de rente viagère. 334 Sect. I. Des conditions requises pour la validité du gontrat............ ihid. Sect. II. Des effets du contrat entre les parties contractantes........„ 336 Tit. XIII. Du Mandat A.... 3368 Chap. I. De la nature et de la forme du mandat.... äbid. Chap. II. Des obligations du mandataire 542 Chap. III. Des obligations du mandant. 344 Chap. IV. Des différentes manières dont le mandat finit......... 346 Tit. XIV. Du Cautionnement... 348 Chap. I. De la nature et de l'étendue du cautionnement........ ibid, Chap. II. De l'effet du cautionnement. 352 Sect. I. De l'effet du cautionnement entre le eré- ancier et la caution... ibid. Sect II De l'effet du cautionnement entre le dé- biteur et la caution... 356 Sect. III. De l'effet du cantionnement entre les co- fidejusseurs...„.. 353 Chap. III. De Pertinction du cautionne- ment... ibid. Chap. IV. De 1a caution légale et de la caution judiciaire........ 360 Tit. XV. Des Transactions.... 362 —4 „ Inhalts⸗Verzeichniß Zweiter Band. Seite II. Abſchn. Von der vertragsmaͤßigen Sequeſtra⸗ tion. 3 29 III. Abſchn. Von der zerichrlichen Seaueſiration oder Niederlegung.... 331 XII. Tit. Von gewagten Vertraͤgen.. 333 I. Cap. Von dem Spiel und der Wette... daſ. .II Cap. Von dem Leibrentenvertrage... 33 I. Abſchn. Von den zur Giltigkeit dieſes Vertrags erforderlichen Bedingungen.. daſ. II. Abſchn. Von den Wirkungen des Vertrages zwiſchen den contrahirenden Theilen.... 337 XIII. Tit. Von dem Vollmachtsvertrage. 3539 I. Cap. Von der Natur und der Form des Voll⸗ machtsvertrages. daſ. II. Cap. Von den Verbindl lichkeiten des Bevoll⸗ mächtigten. 545 III. Cap. Von den Verbindlichkeiten des Macht⸗ gebers............ 345 IV. Cap. Von den verſchiedenen Arten, wie die Vollmacht erliſcht........ 347 XIV. Tit. Von der Buͤrgſchaft.. 349 I. Cap. Von der Natur und dem Umfange der Bürgſchaft..„ daſ. II. Cap. Von den Wirkungen der Bürgſchaft 355 I. Abſchn. Von den Wirkungen der Burgſchaft zwiſchen dem Glaͤubiger und dem Buͤrgen daſ. II. Abſchn. Von den Wirkungen der Burgſchaft zwiſchen dem Schuldner und dem Buͤrgen. 357 III. Abſchn. Von den Wirkungen der Bürgſchaft unter den Mitbuͤrgen... 359 III. Cap. Von Erlöſchung der Vürgſchaft„ daſ. IV. Cap. Von der geſeslichen aun und der gerichtlichen Bürgſchaft........ 364 XV. Tit. Von dem Vergleiche... 365 Table 3 Tome 2. Page Tit. XVI. De la Contrainte par corps en matière civile....... 306 1 Mit. XVII. Du Nantissement.. 372 Chap. I. Du gage......„.. ibid. Chap. II. De l'antichreèse...... 373 Tit. XVIII. Des Priviléges et Hypothe- ques......... 3530 Chap. I. Dispositions générales... ibid. Chap. II. Des priviléges. 382 Sect. I. Des priviléges sur les meubles.... ibid. §. l. Des priviléges généraux sur les meubles,. 384 1 §. II. Des priviléges sur certains meubles.. ibid. Sect. II. Des priviléges sur les immeubles... 388 Sect. III. Des priviléges qui s'étendent sur les meubles et les immeubles........ 392 Sect. IV. Comment se conservent les priviléges. ibid. Chap. III. Des hypothèques..... 396 Sect. I. Des hypothèques légales...... 398 Sect. II. Des hyporhéques judiciaires. 400 Sect. III. Des hypothèques conventionnelles.. ibid. gect. IV. Du rang que les hypothéèques ont entre elles.............. 404 Chap. IV. Du mode de T'inscription des priviléges et hyporhèques..... 410 Chap. V. He la radiation et xéduction des inseripfions.......... Chap. VI. De P'effet des priviléges et hy- pothèques contre les tiers détenteurs 422 Chap. VII. De l'extinction des priviléges et hypoihrèques......... 428 416 Inhalts⸗Verzeichniß Zweiter Band. Seite XVI. Tit. Von dem Perſonalarreſte in buͤr⸗ gerlichen Rechtsſachen...... 367 XVII. Tit. Von dem Pfandvertrage 575 I. Cap. Von dem Fauſtpfande..... daſ. II. Cap. Von dem Nutzungspfande.... 379 XVIII. Tit. Von Privilegien(Vorzugsrech⸗ ten) und Hypotheken...... 331 I. Cap. Allgemeine Verfügungen... daſ. II. Cap. Von den Privilegien... 385 I. Abſch. Von den Privilegien auf bewe gliche Sa chen... daſ. § I. Von den alkgemeinen privil egten auf be⸗ wegliche Sachen. 385 § II. Von den Prioilegien auf gewiſſe beweg⸗ liche Sachen......... daſ. II. Abſchn. Von den Privilegien auf unbewogli⸗ che Sachen 289 III. Abſchn. Von den Privilegien, welche ſich auf kewegliche und unbewegliche Sachen zugleich er⸗ ſtrecken.. 393 IV. Abſchn. Wie die Privilegien geſichert werden daſ. III. Cap. Von den Hypotheken..... 397 I Abſchn. Von den geſetzlichen Hypotheken.. 399 II Abſchn. Von den gerichtlichen Hypotheken 401 III Abſchn. Von den bertag niüßigen Hypo⸗ theken. daſ. IV. Abſchn. Von dem Range der Hyporheken unter einander.. 405 IV. Cap. Von der Art und Weiſe der Einſchrei⸗ bung der Privilegien und Hypotheken. 41¹ V. Cap. Von der Löſchung und Einſchränkung der eingeſchriebenen Privilegien und Hypotheken 417 VI. Cap. Von der Wirkung der Priwllagien und hdothaken gegen dritte Beſitzer.. 423 VII. Cap. Von der Erlöſchung der Privil egien und Hypotheken.... Se... 429 . 885 Table . Tome 2. Page Chap. VIII. Du mode de purger les pro- priétés des priviléges et hypothèques 428 Chap. IX. Du mode de purger les hypothè- ques, quand il n'existe pas d'inscription sur les biens des maris et des tuteurs 436 Chap. X. De la publicité des registres et de la responsabilité des conservateurs 44 Tit. XIX. De P'Expropriation forcée et des ordres entre les Créanciers. 446 Chap. I. De l'expropriation forcCéeée. ibid. Chap. II. De l'ordre et de la distribution du prix entre les créanciers.... 452 Tit. XNX. De la Prescription... ibicd. Chap. I. Dispositions générales.. ibid. Chap. II. De la possession..... 454 Chap. III. Des causes qui empéchent la prescription......... 456 Chap. IV. Des causes qui interrompent ou qui suspendent le cours de la pres- cription„...... 4353 Sect I. Des causes qui interrompent la prescrip- tion...„ übhiad. Sect. II. Des causes qui suspendent le cours de la prescribtion............ 460 Chap. V. Du temps requis pour prescrire 464 Sect. I. Dispositions géenérales...... ibid. Sect. II. De la prescription trentenaire... ibid. Sect. III. De la prescription par dix et vingt ans ibid. Sect. IV. De quelques prescriptions particulières 466 Inhalts⸗Verzeichniß Zweiter Band. Seite VIII. Cap. Von der Art, ſein Eigenthum von Privilegien und Hypotheken frey zu machen. 429 IX. Cap. Von der Art und Weiſe, die Güter der Ehemänner und Vormünder von den darauf haftenden, aber nicht eingeſchriebenen, Hypothe⸗ ken frey zu machen......... 437 X. Cap. Von der Offentlichkeit der Hypotheken⸗ bücher und der Verantwortlichkeit der Hypothe⸗ kenbuchführer....... 4461 XIX. Tit. Von dem gerichtlichen nothwendi⸗ gen Verkaufe und der Rangordnung unter den Glaͤubigern...... 447 I. Cap. Von dem gerichtlichen nothwendigen Ver⸗ kaufe. daſ. II. Cap. Von der Rangordnung der Gläubiger und der Vertheilung des Kaufpreiſes unter die⸗ ſelben.............. 45 ½ XX. Tit. Von der Verjaͤhrung.... daſ. I. Cap. Allgemeine Verfügungen... daſ. II. Cap. Von dem Beſitze... 433 III. Cap. Von den Urſachen, welche die Verjäh⸗ rung verhindern.. 457 IV. Cap.„Von den Urſachen, welche den Lauf der Verjährung unterbrechen oder aufhalten 459 I. Abſchn. Von den urſachen, welche die Ver⸗ jaͤhrung unterbrechen.....„ daſ⸗ II. Abſchn Von den ürſachen, welche den Lauf der Verjaͤhrung aufhalten... 461 V. Cap. Von der zur Verjährung erforderlichen Zeit 465 I. Abſchn. Allgemeine Verfuͤgungen..... II Abſchn. Von der dreißigjaͤhrigen Veriaͤhrung daſ. III Abſchn. Von der zehn⸗ und zwanzigjaͤhrigen Verjährung..........* IV. Abſchn. Von einigen beſondern Arten der Werjährung.„).„ 467 . CODE NAPOLEON. Geſetzbuch Napoleons. Cod. N. 1. B. 1 7 TITRE PRELIMINAIRE. De la Publication, des Effets et de l'Applä- cation des Lois en général. (Décrété le 5 mars 1803. Promulgué le 15 du méme mois.) ARTTGCLI. E PREMIE R. L lois sont exécutoires dans tout le territoire français, en vertu de la promulgation qui en est faite par l'Empereur. Elles seront exécutées dans chaque partie de l'Empire, du moment ou la promulgation en pour- ra être connue. La promulgation faite par lEmpereur sera ré- putée connue dans le département de la résidence impériale, un jour après celui de la promulga- tion; et dans chacun des autres départements, après l'expiration du même délai, augmenté d'au- tant de jours qu'il y aura de fois dix myriamè- tres(environ 2o lieues anciennes) entre la ville ou la promulgation en aura été faite, et le chef- lieu de chaque département. 2. La loi ne dispose que pour l'avenir; elle n'a point d'effet rétroactif. 3. Les lois de police et de süreté obligent tous ceux qui habitent le territoire. Präliminar⸗Titel. Von der Publication, den Wirkungen 1) und der Anwendung der Geſetze im Allgemeinen, (Decretirt den 5. Maͤrz 1803. Promulgirt den 15. deſſel⸗ ben Monats.) Art. 1. Da Geſetze ſind vollſtreckbar 2) im ganzen franzöſiſchen Gebiet, kraft ihrer durch den Kaiſer geſche⸗ henen Promulgation. Sie ſollen in jedem Theile des Reichs von dem Au⸗ genblicke an vollſtreckt werden, wo ihre Promulgation (daſelbſt) bekannt ſeyn kann. Die durch den Kaiſer geſchehene Promulgation ſoll als bekannt angenommen werden; in dem Departement der kaiſerlichen Reſidenz einen Tag nach derſelben„ und in jedem der andern Departemente nach Ablauf der näm⸗ lichen Friſt, mit Zurechnung eines Tages für jede zehn Myriameter(nach der alten Rechnung ungefähr 20 fran⸗ zöſiſche Meilen, lieues) welche der Hauptort des De⸗ partements von der Stadt entfernt iſt, worin die Pro— mulgation geſchehen iſt. 2. Das Geſetz verfügt nur für die Zukunft; es hat keine zurückwirkende Kraft. 3. Die Policey⸗ und Sicherheits-Geſetze verbinden einen jeden, der ſich in dem Staatsgebiete aufhält. 3) 1) Wirkſamkeit. E.. 2) executoriſch. D. L. u.§. zur Vollziehung geeignet. M. 3) der das Gebiet bewohnt. 8. L. u. M. alle Landes⸗ einwohner. E. 1 4 Tit. prélim. De la Publication etc. — Les immeubles, même ceux possédés par des étrangers, sont régis par la loi française. Les lois concernant Fétat et la capacité des personnes régissent les Français, méême résidant en pays étranger. 4. Le juge qui refusera de juger, sous pré- vexte du silence, de l'obscurité ou de l'insuffi⸗ sance de la loi, pourra être pourguivi comme coupable de déni de justice. 5. Il est défendu aux juges de prononcer par voie de disposition générale et réglémentaire sux les causes qui leur sont soumises. 6. On ne peut déroger, par des conven- tions particulières, aux lois qui intéressent T'or- dre public et les bonnes moeurs. 5 Präl. Tit. Von d. Publication, d. Wirkungen ꝛc. 8 Die Immobilien werden nach den franzöſiſchen Ge⸗ ſetzen beurtheilt 4), ſelbſt wenn ſie Ausländern angehö⸗ ren. Nach den Geſetzen, welche den Zuſtand und die (Rechts⸗) Fähigkeit ⁵) der Perſonen betreffen, werden alle Franzoſen beurtheilt, ſelbſt wenn ſie ſich im Ausland auf⸗ halten.*) 4. Der Richter, der unter dem Vorwande des Still⸗ ſchweigens, der Dunkelheit oder der Unzulänglichkeit des Geſetzes, ſeine Entſcheidung verweigert, kann, als der Juſtizverweigerung ſchuldig, belangt werden. 5. Es iſt den Richtern verboten, in der Form ⁵) allgemein giltiger Vorſchriften und Verordnungen 7) die ihnen vorgelegten ³⁸) Rechtsſtreitigkeiten zu entſcheiden. 6. Man kann durch keine Privat⸗Verträge von Geſetzen abgehen,*) welche auf die öffentliche Ordnung und die guten Sitten Einfluß 10) haben.(*†*) (*) Vergl. Art. 170 und 171. (**) Vergl. Art. 900. 1133 und 1387. 4) regiert. L. richten ſich nach den F. G. D. Ueber unbe⸗ wegliche Guͤter ꝛc. wird nach F. G. entſchieden. E. ge⸗ ſprochen. 8. 5) Rechtsverhaͤltniſſe. 8. 6) mittelſt. L. S. E. u. M.. 7)allgemeiner und reglementariſcher Verfuͤgungen. L. allgem. Anordnungen und(Gerichts) Reglements E. einer Verordnung, die eine allgemeine Regel begruͤn— den ſollte. M. 8) die vor ſie gehoͤrigen. E. 9) eine Ausnahme machen. D. den Geſ. Abbruch thun. L. zuwiderhandeln. 8. ihre Kraft entziehen. M. 10) welche die Handhabung der oͤffentlichen Ordnung und die Erhaltung der guten Sitten zum Zweck haben. D. 4 LIVRE PRENMIIER Des perzgzonnes. TITRE PREMIER. De la Jouissance et de la Privation des Droits civils. (Décrété le 8 mars 1803. Promulgué le 18 du méme mois.) CHAPITRE PREMIER. De la Jouissance des Droits civils. 7. LrxEncicz des droits civils est indépendant de la qualité de citoyen, laquelle ne s'acquiert et ne se conserve que conformément à la loi con- stitutionelle. 8. Tout Frangçais jouira des droits civils. 9. Tout individu né en France d'un étranger, pourra, dans l'année qui suivra l'époque de sa majorité, réclamer la qualité de Frangçais; pourvu que, dans le cas ou il résiderait en France, il déclare que son intention est d'y Fxer son domi- cile, et que, dans le cas ou il résiderait en pays — 6 6 e æ Erſtes Buch. Von den Perſonen. Erſter Titel. s Von dem Genuſſe und dem Verluſte der Civilrechte. 1) (Decretirt den 8. Maͤrz 1803. Promulgirt den 18. deſſel⸗ ben Monats.) Erſtes Capitel. Von dem Genuſſe der Civilrechte. 7. Die Ausübung der Civilrechte iſt unabhängig von der Eigenſchaft eines Staatsbürgers, welche nur dem Staatsgrundgeſetz gemäß erworben und erhalten wird. 8. Jeder Franzoſe hat der Civilrechte zu genießen. Jedes in Frankreich gebohrene Kind eines Aus⸗ länders 2) kann innerhalb eines Jahres nach erlang⸗ ter Volljährigkeit, auf die Eigenſchaft eines Franzoſen An⸗ ſpruch machen; nur muß es, wenn es in Frankreich wohnt, erklären, daß es daſelbſt ſeinen Wohnſitz aufzu⸗ ſchlagen gedenke, im Fall es aber im Auslande wohnt, „———— 1) buͤrgerlichen Rechte. E. u. M. 2) Jedes in Frankreich von einem Fremden gebohrne Individuum,: L. S. u. M. Wer in Frankreich von einem Fremden gebohren iſt. D. Jeder von einem Aus⸗ laͤnder erzeugte, aber in Frankreich gebohrne Menſch. E. 8 L. I. T. I. Des droits civils. Stranger, il fasse sa soumission de fixer en France son domicile, et qu'il l'y établisse dans l'année, à compter de l'acte de soumission. 10. Tout enfant né d'un Français en pays Stranger, est Français. Tout enfant né, en pays étranger, d'un Fran- gais qui aurait perdu la qualité de Français, pour- ra toujours recouvrer cette qualité, en remplis- sant les formalités prescrites par l'article 9. 11. L'étranger jouira en France des mèêmes droits civils que ceux qui sont ou seront accordés aux Frangais par les traités de la nation à laquelle cet étranger appartiendra. 12. L'étrangère qui aura épousé un Français, suivra la condition de son marxi. 13. L'étranger qui aura été admis par l'auto- risation de l'Empereur à établir son domicile en France, y jouira de tous les droits civils, tant qu'il continuera d'y résider. 14. L'étranger, même non résidant en Fran- ce, pourra être cité devant les tribunaux français, pour l'exécution des obligations par lui contractées en France avec un Français; il pourra être tra- duit devant les tribunaux de France, pour les obli- gations par lui contractées en pays étranger envers des Français. 15. Un Frandais pourra éêtre traduit devant un tribunal de France, pour des obligations par lui contractées en pays étranger, même avec un étranger. 16. En toutes matières, autres que celles de commerce, l'étranger qui sera demandeur, sera (*) Vgl. Art. 912. (**) Vgl. Art. 19. 3) Jedes von einem Franzoſen im Auslande gebohrne Kind. L. S. M. u. D. Jedes von einem franzöſiſchen Vater erzeugte Kind, guch wenn es im Auslande ge⸗ bohren iſt. E. 1s B. 1r T. V. d. Genuſſe u. d. Verl. d. Civilrechte. 9 das Verſprechen von ſich geben, daß es ſeinen Wohnſitz in Frankreich aufſchlagen wolle, und binnen Jahresfriſt, von Leiſtung des Verſprechens an gerechnet, ſich wirklich dort niederlaſſen. 10. Jedes im Auslande gebohrne Kind eines Fran⸗ zoſen ³), iſt ein Franzoſe. Jedes im Auslande gebohrne Kind eines Franzo⸗ ſen ¹), der die Eigenſchaft eines Franzoſen verloren hat, kann allezeit durch Erfüllung der im 9. Art. vorgeſchriebe⸗ nen Bedingungen dieſe Eigenſchaft wieder erlangen. 11. Der Ausländer genießt in Frankreich eben der Civilrechte, welche die Nation, zu welcher er gehört, den Franzoſen durch Verträge eingeräumt hat, oder ein⸗ räumen wird.(*†) 12. Die Ausländerin, die ſich mit einem Franzo⸗ ſen verheirathet hat, folgt dem Zuſtande ihres Man⸗ nes.(*†) 5 13. Der Ausländer, dem der Kaiſer die Erlaubniß ertheilt hat, ſeinen Wohnſitz in Frankreich aufzuſchlagen, genießt, ſo lange er daſelbſt wohnt, aller Civilrechte. 14. Der Ausländer, wenn er auch nicht in Frank⸗ reich wohnt ⁵), kann vor die franzöſiſchen Gerichte ge⸗ fordert werden, um Verbindlichkeiten zu erfüllen, die er in Frankreich gegen einen Franzoſen übernommen hat. Man kann ihn auch vor die franzöſiſchen Gerichte zie⸗ hen, wegen ſolcher Verbindlichkeiten, die er im Auslan⸗ de gegen einen Franzoſen eingegangen hat. 25. Ein Franzoſe kann bey einem franzöſiſchen Ge⸗ richte wegen Verbindlichkeiten belangt werden, welche er im Auslande, ſelbſt mit einem Ausländer, eingegan⸗ gen hat. 16. Ohne Unterſchied der Gegenſtände, nur Hand⸗ lungsſachen ausgenommen, iſt der Ausländer, der als 4) Jedes im Auslande von einem Franzoſen, der die Ei⸗ genſchaft ꝛc. gebohrne Kind. L. 8. M. und D. Jedes von einem Vater, welcher der Vorrechte eines Fran⸗ zoſen verluſtig iſt, erzeugte und im Auslande gebohr⸗ ne Kind. E. 5) nimmt den Stand ihres Mannes an. 8. tritt in das (buͤrgerliche M.) Verhaͤltniß ihres Mannes. E. 6) ſich aufhaͤlt L. u. S. ſich weſentlich aufhaͤlt. M⸗ 10 L. I. T. I. Des droits civils. tenu de donner caurion pour le paiement des frais 4 et dommages-intérèts résultant du procès, à moins„ qu'il ne possède en France des immeubles d'une 4 valeur suffisante pour assurer ce paiement. l CHAPITRE TII. De la Privation des Droits civils. SECTION PREMIERE. De la Privation des Droits civils par la Pe, 12 de la qualité de Frangçair. 17. La qualité de Français se perdra, 1⁰ο par la naturalisation acquise en pays étranger; 2⁰° par l'acceptation non autorisée par lEmpereur, de foncrions publiques conférées par un gouvernement étranger; 3° enfin, par tout établissement fait en 7 pays étranger, sans esprit de retour. Les établissements de commerce ne pourront jamais étre considérés comme ayant été faits sans esprit de retour. 18. Le Français qui aura perdu sa qualité de Français, pourra toujours la recouvrer, en rentrant en France avec l'autorisation de Empereur, et en déclarant qu'il veut s'y fixer, et qu'il vxenonce a toute distinction contraire à la loi française. ——— 19. Une femme française qui épousera un étranger, suivra le condition de son mari. Si elle devient veuve, elle recouvrera la qua- lité de Française, pourvu qu'elle réside en France, b (*) Val. Art. 12.. 7) Koſten und Schadloshaltung. L. Koſten, Schaden und Intereſſen.§. Koſten, Schaden und entbehrten Vortheile. D. 15 B. 1r T. V. d. Genuſſe u. d. Verl. d. Civilrechte. 11 Kläger auftritt, verbunden, für den Erſatz der durch den Prozeß verurſachten Koſten und Schäden 7) Burgſchaft ⁵) zu beſtellen, es ſey denn, daß er in Frankreich Immobi— lien von hinreichendem Werthe beſitze, um dieſe Zahlun⸗ gen ſicher zu ſtellen. Zweytes Capitel. Von dem Verluſte der Civilrechte. Erſter Abſchnitt. Von dem Verluſte der Civilrechte durch den Verluſt der Eigenſchaft eines Franzoſen. 17. Man verliert die Eigenſchaft eines Franzoſen, 2) durch die in einem auswärtigen Staate erlangte Na⸗ turaliſation; 2) durch eine von dem Kaiſer nicht autori⸗ ſirte Annahme eines öffentlichen, von einer fremden Re⸗ gierung verliehenen Amtes; 3) endlich durch jedes im Auslande ohne Abſicht der Rückkehr gemachte Etabliſſe⸗ ment. 5) Handelsetabliſſements 10) ſollen niemals ſo ange— ſehen werden, als ſeyen ſie ohne Abſicht der Rückkehr ge⸗ macht worden. 18. Ein Franzoſe, der die Eigenſchaft eines Fran⸗ zoſen verloren hat, kann ſie jeder Zeit wieder erlangen, wenn er mit Erlaubniß des Kaiſers nach Frankreich zu⸗ rückkehrt, und erklärt, daß er ſich daſelbſt niederlaſſen wolle, und daß er auf jede mit den franzöſiſchen Geſetzen im Widerſpruche ſtehende Auszeichnung Verzicht thue⸗ 19. Eine Franzöſin, die einen Ausländer heira— thet, folgt dem Zuſtande ihres Mannes.(*) Wird ſie Wittwe, ſo erhält ſie die Eigenſchaft einer Franzöſin wieder, vorausgeſetzt, daß ſie entweder in 8) Sicherheit. D. Caution. M. 9) Durch jede ſolche im Auslande erfolgte Art der Nie⸗ derlaſſung, bey welcher die Abſicht, nicht nach Frank⸗ reich zuruͤckzukehren, erhellet. E. 10) Die Anlegung eines Handelshauſes. D. ——— — — — 12 L. I. T. I. Des droits civils. ou qu'elle y rentre avec l'autorisation de PEmpe- reur, et en déclarant qu'elle veut s'y fxer. 20. Les individus qui recouvreront la qualité de Français, dans les cas prévus par les articles 10, 18 et 19, ne pourront s'en prévaloir qu'après avoir rempli les conditions qui leur sont imposées par ces articles, et seulement pour l'exercice des droits ouverts à leur profit depuis cette époque. 21. Le Français qui, sans autorisation de l'Empereur, prendrait du service militaire chez l'étranger, ou s'affilierait à une corporation mili- taire étrangère, perdra sa qualité de Français. Ilne pourra rentrer en France qu'avec la per- mission de l'Empereur, et recouvrer la qualité de Français qu'en remplissant les conditions imposées à l'étranger pour devenir citoyen; le tout sans préjudice des peines prononcées par la loi criminelle. contre les Français qui ont porté ou porteront les armes contre leur patrie, SECTION II. De le Privation des Droits civils par guite des condamnations judiciaires. 22. Les condamnations à des peines dont l'ef- fet est de priver celui qui est condamné, de toute Participation aux droits civils ci- après exprimés, emporteront la mort civile. 23. La condamnation à la mort naturelle em- portera la mort civile. 2 4. Les autres peines afflictives perpétuelles n'emporteront la mort civile qu'autant que la loi y aurait attaché cet effet. 25. Par la mort civile, le condamné perd la propriété de tous les biens qu'il possédait; sa suc- cession est ouverte au profit de ses héritiers, aux- — —— ᷣ⏑ᷣ e 42 2s B. 1r T. V. d. Genuſſe u. d. Verl. d. Civilrechte. 13 Frankreich wohnt, oder mit Erlaubniß des Kaiſers dahin zurückkehrt, und erklärt, daß ſie ſich dort niederlaſſen wolle. 20. Wer in den Fällen, die im 10., 13. und 19. Artikel beſtimmt ſind, die Eigenſchaft eines Franzoſen wieder erhält, kann ſie nicht eher geltend machen, als bis er die Bedingungen erfüllt hat, die in dieſen Artikeln ihm auferlegt ſind, und nur um ſolche Rechte auszuüben, die ihm nach dieſem Zeitpuncte zu ſeinem Vortheile an⸗ fallen. 21. Ein Franzoſe, der, ohne Erlaubniß des Kai⸗ ſers, Kriegsdienſte im Auslande nimmt, oder in eine ausländiſche Militair⸗Corporation tritt, verliert die Ei⸗ genſchaft eines Franzoſen. Er kann nur mit Erlaubniß des Kaiſers nach Frank⸗ reich zurückkehren, und die Eigenſchaft eines Franzoſen nur dann wieder erhalten, wenn er die Bedingungen er⸗ füllt, die dem Ausländer auferlegt ſind, um Staatsbür⸗ ger zu werden; alles mit Vorbehalt der Strafen, welche das Criminalgeſetz wider die Franzoſen verhängt, die wi⸗ der ihr Vaterland die Waffen getragen haben, oder tra⸗ gen werden. Zweyter Abſchnitt. Von dem Verluſte der Civilrechte, als Folge gerichtli⸗ cher Verurtheilung. 22. Die Verurtheilung zu ſolchen Strafen, deren Wirkung darin beſteht, daß ſie den Verurtheilten von al⸗ ler Theilnahme an den nachbenannten Civilrechten aus⸗ ſchließen, zieht den bürgerlichen Tod nach ſich. 25. Die Verurtheilung zum natürlichen Tode zieht den bürgerlichen nach ſich. 24. Die übrigen lebenslänglichen Leibesſtrafen zie⸗ hen den bürgerlichen Tod nur in ſo ferne nach ſich, als das Geſetz dieſe Wirkung damit verbindet. 25. Durch den bürgerlichen Tod verliert der Ver⸗ urtheilte das Eigenthum an allen Gütern, die er beſaß. Die Succeſſion wird ſeinen Erben eröffnet 11), denen 11) Sein Vermoͤgen wiyd fuͤr die Exbfolge eroͤffnet. E. 14 L. I. T. I. Des droits civils. quels ses biens sont dévolus, de la meme manière que s'il était mort naturellement et sans testament. Il ne peut plus ni recueillir aucune suoces- sion, ni transmettre, à ce titre„les biens qu'il a acquis par la suite. Il ne peut ni disposer de ses biens, en tout ou en partie, soit par donation entre-vifs, Ssoit par testament, ni recevoir à ce titre, si ce n'est pour cause d'aliments. Il ne peut èêtre nommé tuteur, ni concourir aux opérations relatives à la tutelle. Il ne peut être témoin dans un acte solennel ou authentique, ni ètre admis à porter témoigna- ge en justice. Il ne peut procéder en justice, ni en défen- dant, ni en demandant, que sous le nom et par le ministère d'un curateur spécial, qui lui est nom- mé par le tribunal où l'action est portée. Il est incapable de contracter un mariage qui produise aucun effet civil. Le mariage qu'il avait contracté précédem- ment, est dissous, quant à tous ses effets civils. Son époux et ses héritiers peuvent exercer respectivement les droits et les actions auxquels sa mort naturelle donnerait ouverture. 26. Les condamnations contradictoires n'em- portent la mort civile qu'à compter du jour de leur exécution, soit réelle, soit par effigie. 27. Les condamnations par contumace, n'em- Porteront la mort civile qu'après les cinq années (*†) Vgl. Art. 227, 617, 1441, 1462 u. 1982. 12) und ſeine Guter gehen eben ſo auf ſeine Erben uͤber. E. 13) in einem feyerlichen oder authentiſchen Acte. L. S. D. und M. 14) als durch einen ihm hiezu von demjenigen Gerichte, 16 B. 1r T. V. d. Genuſſe u. d. Verl. d. Civilrechte. 15 ſein Vermögen auf gleiche Art zufällt 12), als wäre er natürlich und ohne Teſtament geſtorben. Er kann fernerhin weder ſelbſt erben, noch das Ver⸗ mögen, das er in der Folge erworben hat, durch Erb⸗ recht auf andere übertragen. Er kann über ſeine Güter, weder ganz noch zum Theil verfügen, es ſey durch Schenkungen unter den Le⸗ benden, oder durch Teſtament; noch auf dieſe Art etwas erlangen, jedoch mit Ausnahme der Alimente. Er kann weder zum Vormund ernannt werden, noch an vormundſchaftlichen Geſchäften Theil nehmen. Er kann weder bey Handlungen, bey welchen zur Feyerlichkeit oder zur Beglaubigung Zeugen erforderlich ſind 13), als Zeuge gebraucht, noch vor Gerichte als Zeuge zugelaſſen werden. Er kann vor Gerichte weder als Beklagter noch als Kläger anders auftreten, als unter dem Namen und un⸗ ter Vertretung eines von dem Gerichte, bey welchem die Klage angebracht worden iſt, ihm beſonders beigegebenen Curators 14). Er iſt unfähig eine Heirath zu ſchließen, die irgend eine bürgerliche Wirkung hervorbrächte. Die Heirath, die er vorher geſchloſſen hatte, iſt in Anſehung aller ihrer bürgerlichen Wirkungen aufgelößt. Sein Ehegatte und ſeine Erben können, jeder für ſeinen Antheil, die Rechte ausüben, und die Klagen an⸗ ſtellen 15), wozu ſie ſein natürlicher Tod berechtigen wür⸗ de.(*) 26. Die Verurtheilungen nach vorgängiger Ver⸗ theidigung des Angeklagten(condamnations contra- dictoires) ziehen den bürgerlichen Tod nur von dem Tage an nach ſich, da ſie wirklich 15) oder am Bildniß vollſtreckt worden ſind. 27. Die Contumacial⸗Verurtheilungen ziehen den bürgerlichen Tod nicht eher nach ſich, als nach fünf Jah⸗ bey welchem die Klage anhaͤngig iſt, ernannten Curator, unter deſſen Namen die Sache verhandelt wird. E. 15) die Rechte und Anſpruͤche geltend machen L. und 8. die Rechte und Handlungen ausuͤben. E. 16) an der Perſon, 8. 3 4 16 L. I. T. I. Des droits civils. qui suivront l'exécution du jugement par effigie, et pendant lesquelles le condamné peut se repré- senter. 28. Les condamnés par contumace seront, pendant les cinq ans, ou jusqu'à ce qu'ils se re- présentent ou qu'ils soient arrètés pendant ce délai, privés de l'exercice des droits civils. Leurs biens seront administrés et leurs droite exercés de même que ceux des absents. 29. Lorsque le condamné par contumace se présentera volontairement dans les cind années, à compter du jour de l'exécution, ou lorsqu'il aura été saisi et constitué prisonnier dans ce délai, le jugement sera anéanti de plein droit; l'accusé sera remis en possession de ses biens: il sera jugé de nouveau; et si, par ce nouveau jugement, il est condamné à la mèême peine ou à une peine diffs- rente, emportant également la mort civile, elle n'aura lieu qu'à compter du jour de l'exécution du second jugement. 30. Lorsque le condamné par contumace, qui ne se sera représenté ou qui n'aura été constitué prisonnier qu'après les cint ans, sera absous par le nouveau jugement, ou n'aura été condamné qu'à une peine qui n'emportera pas la mort civile, il rentrera dans la plénitude de ses droits civils, pour l'avenir, et à compter du jour ou il aura re- paru en justice; mais le premier jugement conser- vera, pour le passé, les effets que la mort civile avait produits dans l'intervalle écoulé depuis- T'époque de l'expiration des cinq ans jusqu'au jour de sa comparution en justice, (*) S. Art. 120. u. f. 17) ipso jure unguͤltig. E. 18) in Unterſuchung genommen. E. 14 19) Doch bleibt das erſte Urthel in ſo fern bey Kraͤften, als alle die Wirkungen beſtehen bleiben, welche der buͤr⸗ 18 B. 1r T. V. d. Genuſſe u. d. Verl. d. Civilrechte. 27 ren, die auf die Vollſtreckung des Urtheils am Bildniß folgen, und während welcher der Verurtheilte ſich ſtellen kann. 28. Diejenigen, gegen welche Contumacial⸗Ur⸗ theile ergangen ſind, bleiben während der fünf Jahre, oder bis ſie in dieſer Zwiſchenzeit ſich ſtellen, oder in Verhaft genommen werden, von der Ausübung der Ci⸗ vilrechte ausgeſchloſſen. Ihre Güter werden auf eben die Art verwaltet, und ihre Rechte ausgeübt, wie dieß bey Abweſenden ge⸗ ſchieht.(*) 29. Wenn derjenige, gegen welchen ein Contuma⸗ cial⸗Urtheil ergangen iſt, ſich binnen der fünf Jahre, von dem Tage der Vollſtreckung des Urtheils an zu rech⸗ nen, freywillig ſtellt, oder in dieſer Zwiſchenzeit ergriffen und in Verhaft genommen wird, ſo iſt das Urtheil hier⸗ durch von Rechtswegen vernichtet 17); Dder Angeklagte wird in den Beſitz ſeiner Güter wieder eingeſetzt und aufs neue gerichtet 18); und wenn er nun durch dieſen neuen Rechtsſpruch zu derſelben, oder auch zu einer andern Strafe verurtheilt wird, die gleichfalls den bürgerlichen Tod nach ſich zieht, ſo hat dieſer nur von dem Tage an Statt, an welchem das zweyte Urtheil vollſtreckt wurde. 30. Wird derjenige, gegen welchen ein Contuma⸗ cial⸗Urtheil ergangen iſt, und der ſich erſt nach den fünf Jahren geſtellt hat, oder in Verhaft genommen worden iſt, durch das neue Urtheil losgeſprochen, oder nur zu ei⸗ ner Strafe verurtheilt, die den bürgerlichen Tod nicht nach ſich zieht, ſo tritt er für die Zukunft und von dem Tage an, da er wieder vor Gerichte erſchienen iſt, in den vollen Genuß ſeiner Civilrechte wieder ein; aber das erſte Urtheil behält für das Vergangene die Wirkungen, wel⸗ che in der Zwiſchenzeit, die ſeit Ablauf der fünf Jahre bis zum Tage ſeiner Erſcheinung vor Gerichte verſtrichen iſt, der bürgerliche Tod nach ſich gezogen hat. ¹⁹) gerliche Tod in der Zwiſchenzeit, von Ablauf erwaͤhnter 5 Jahre, bis zum Tage, da der Angeſchuldigte vor Gericht erſcheint, bereits hervorgebracht hat. E. Cod. N. 1. B. 2 18 L. I. T. I. Des droits civils. 32. Si le condamné par contumace meurt dans le délai de grace des cind années sans s'étre repré- senté, ou sans avoir été saisi ou arrèté, il sera réputé mort dans Pintégrité de ses droits. Le juge- ment de contumace sera anéanti de plein droit, sans préjudice néanmoins de l'action de la partie civile, laquelle ne pourra être intentée contre les héritiers du condamné que pax la voie civile. 32. En aucun cas la prescription de la peine ne réintégrera le condamné dans ses droits civils pour l'avenir. 33. Les biens acquis par le condamné, depuis la mort civile encourue, et dont il se trouvera en possession au jour de sa mort naturelle, appar- tiendront à lEtat par droit de déshérence. Néanmoins, il est loisible à l'Empereur de fai- re, au profit de la veuve, des enfants ou parents du condamné, telles dispositions que l'humanité lui suggérera. TITRE SECOND. Des Actes de l'Etat civil. (Déerété le 11 mars 1803. Promulgué le a1 du même mois.) CHAPITRE PREMIER. Dispositions générales. 34. Les actes de l'état civil 6nonceront l'an- née, le jour et P'heure ou ils seront regus, les pré- 20) an ſich(ipso jure) null und nichtig. E. 1) Acten des Ciyilſtandes. L. S, u. D. Von der Beur⸗ 1s B. 1r T. V. d. Genuſſe u. d. Verl. d. Civilrechte. 19 31. Stirbt derjenige, gegen welchen ein Contu⸗ macial⸗Urtheil ergangen iſt, in der Gnadenfriſt von fünf Jahren, ohne daß er ſich geſtelit hätte, oder ergriffen und in Verhaft genommen worden wäre; ſo wird ange⸗ nommen, daß er im vollen Beſitze ſeiner bürgerlichen Rechte verſtorben ſeye; das Contumacial⸗Urtheil wird hierdurch von Rechtswegen vernichtet 20), jedoch unbe⸗ ſchadet der Klage des beſchädigten Theils, welche aber wider die Erben des Verurtheilten nur im Wege des Ci⸗ vilprozeſſes angeſtellt werden kann. 32. In keinem Falle ſetzt die Verjährung der Strafe den Verurtheilten für die Zukunft in ſeine Civil⸗ rechte wieder ein. 33. Die Güter, welche der Verurtheilte erwor⸗ ben hat, ſeitdem er den bürgerlichen Tod ſich zugezogen, und in deren Beſitze er ſich am Tage ſeines natürlichen Todes befindet, fallen dem Staate kraft ſeines Rechts auf erbloſe Güter anheim. Demohngeachtet kann der Kaiſer, zum Beſten der Wittwe, der Kinder oder der Verwandten des Verur⸗ theilten hierüber diejenigen Verfügungen treffen, die ihm die Menſchlichkeit eingeben wird. Zweyter Titel. Von den oͤffentlichen Urkunden uͤber den buͤrgerlichen Zuſtand. 1) (Decretirt den 11. Maͤrz 1803. Promulgirt den al. deſſel⸗ ben Monats.) Erſtes Capitel. Allgemeine Verfuͤgungen. 34. Die öffentlichen Urkunden über den bürgerli⸗ chen Zuſtand(actes de l'état civil) müſſen das Jahr, kundung des buͤrgerl. Zuſtandes. E. Beurk. der buͤrgerl. Rechtsfaͤhigkeit, M. 2 20 L. I. T. II. Des äctes de l'état civil. noms, noms, Aâge, profession et domicile de tous ceux qui y seront genommés. 35. Les officiers de l'état civil ne pourront rien insérer dans les actes qu'ils recevront, soit par note, soit par énonciation quelconque, que ce qui doit être déclaré par les comparants. 36. Dans les cas ou les parties intéressées ne seront point obligées de comparaitre en personne, elles pourront se faire représenter par un fondé de procuration spéciale et authentique. 37. Les témoins produits aux actes de l'état civil ne pourront être que du sexe masculin, àgés de vingt- un ans au moins, parents ou autres; et ils seront choisis par les personnes intéressées. 38. L'officier de l'état civil donnera lecture des actes aux parties comparantes, ou à leur fon- dé de procuration, et aux témoins. Il y sera fait mention de T'accomplissement de cette formalité. 39. Ces actes seront signés par V'officier de l'état civil, par les comparants et les témoins; ou. mention sera faite de la cause qui empéchera les comparants et les témoins de signer. 40. Les actes de l'état civil seront inscrits, dans chaque commune, sur un ou plusieurs re- gistres tenus doubles. 41. Les registres seront cotés par première et dernière, et paraphés sur chaque feuille, par le président du tribunal de première instance, ou par le juge qui le remplacera. 2) Beamten des Civilſtandes. D. L. u. 8. Beamten zu Beglaubigung des buͤrgerl. Zuſtandes. M. 18 B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üb. d. bürgerl. Zuſt. 21 den Tag und die Stunde, in welchen ſie ſind abgefaßt worden, die Vor⸗ und Geſchlechtsnamen, das Alter, das Gewerbe und den Wohnort aller derjenigen aus⸗ drücken, die darin genannt werden. 35. Die zu Beurkundung des bürgerlichen Zuſtan⸗ des beſtellten Beamten ²2)(officiers de l'état civil, Ci⸗ vilſtandsbeamten) dürfen in die Urkunden, die ſie abfaſ⸗ ſen, weder als Anmerkung noch auf irgend eine andere Art etwas anderes einrücken, als was von den Erſchei⸗ nenden erklärt werden muß. 36. In den Fällen, wo die Intereſſenten nicht verbunden ſind in Perſon zu erſcheinen, können ſie ſich durch einen Andern, der mit einer gehörig beglaubigten Specialvollmacht verſehen iſt, vertreten laſſen. 37. Nur Mannsperſonen, die wenigſtens ein und zwanzig Jahre alt ſind, ſie mögen übrigens Anverwand⸗ te ſeyn oder nicht, können bey den Urkunden über den bürgerlichen Zuſtand als Zeugen aufgeführt werden; ſie werden von den Intereſſenten ſelbſt gewählt. 38. Der Civilſtandsbeamte muß den erſcheinenden Theilen oder ihren Bevollmächtigten und den Zeugen die Urkunde vorleſen. In derſelben muß die Beobachtung dieſer Formali⸗ tät ausdrücklich bemerkt werden. 39. Dieſe Urkunden müſſen von dem Civilſtands⸗ beamten, von den erſcheinenden Theilen und den Zeugen unterzeichnet werden; oder es muß die Urſache angeführt werden, welche die Erſcheinenden und die Zeugen zu un⸗ terzeichnen verhinderte. 40. Die Urkunden über den bürgerlichen Zuſtand ſollen in jeder Gemeinde in ein oder mehrere Regiſter, die doppelt geführt werden müſſen, eingetragen werden. 41. Die Blätter dieſer Regiſter ſollen von dem Prä⸗ ſidenten des Gerichtes erſter Inſtanz, oder dem ſeine Stelle vertretenden Richter, durch Zahlen(oder andere Zeichen) ſo geordnet werden, daß man ſieht, welches das erſte und welches das letzte Blatt iſt; von denſelben Perſonen ſoll auſſerdem jedes Blatt mit dem Handzuge bezeichnet werden. ³) 3) Dieſe Regiſter follen-auf dem erſten und letzten Bkatt mit der Seitenzahl und auf jedem Blatte mit ſeinem Handzu⸗ ge bezeichnet werden. L. in ungnterbrochen forilaufen⸗ L. I. T. II. Des actes de l'état civil. 42. Les actes seront inscrits sur les registres, de suite, sans aucun blanc. Les ratures et les renvois seront approuvés et signés de la mèême ma- nière que le corps de l'acte. II n' sera rien écrit par abréviation, et aucune date ne sera mise en chiffres. 43. Les registres seront elos et arxrètés par Jl'officier de l'état civil, à la fin de chaque année; et dans le mois, Pun des doubles sera déposé aux archives de la commune, l'autre au greffe du tri- bunal de première instance 414. Les procurations et les autres pièces qui doivent demeurer anneXxées aux actes de l'état ci- vil, seront déposées, après qu'elles auront été pa- raphées par la personne qui les aura produites, et par l'officier de l'étar civil, au greffe du tribu- nal, avec le double des registres dont le dépòôt doit avoir lieu audit greffe. 45. Toute personne pourra se faire délivrer, par les dépositaires des registres de l'état civil, des extraits de ces registres. Les extraits délivrés conformes aux registres, et légalises par le prési- dent du fribunal de première instance, ou par le juge qui le remplacera, feront foi jusqu'à inscrip- tion de faux. 46. Lorsqu'il n'aura pas existé de registres, ou qu'ils seront perdus, la preuve en sera regue tant par titres que par témoins; et dans ces cas, der Reihe auf jedem Blatte mit Ziffern verſehen mit dem Handzuge beglaubigt und, welches das erſte und letzte Blatt fey, noch beſonders bemerkt werden. D.— blattweiſe paraphirt und foliirt werden das erſte und letzte Blatt mit Worten, die uͤbrigen Blaͤtter mit Zif⸗ fern. 8.— vom erſten bis zum letzten Blatte paginirt und auf jedem Blatte mit ſeinem Namenszuge verſehen werden. M.— folürt und paraphirt(mit dem Namens⸗ zuge verſehen), auch muß auf dem erſten und letzten Blatte die Zahl der geſammten Blaͤtter, die ſolches ent⸗ haͤlt, angezeigt werden. B.„— 4) ſonſt wo hingeſchriebene Zuſaͤtze. D. Einſchiebſel. S. Abaͤnderungen. M. 18 B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üb. d. bürgerl. Zuſt. 25 42. Die Urkunden ſollen in die Regiſter hinterein⸗ ander, ohne einen Zwiſchenraum zu laſſen, eingetragen werden. Ansgeſtrichene Stellen und Zuſätze 4) müſſen auf dieſelbe Art, wie die Urkunde ſelbſt, genehmigt und unterzeichnet werden. Nichts darf darin mit Abbrevia⸗ turen geſchrieben, und kein Datum mit Ziffern ausge⸗ drückt ſeyn. 45. Am Ende eines jeden Jahres ſollen die Regi⸗ ſter von dem Civilſtandsbeamten förmlich abgeſchloſſen, und den Monat darauf eines der Exemplare in dem Ar⸗ chiv der Gemeinde, das andere in der Gerichtsſchreibe⸗ rey 5) des Gerichts erſter Inſtanz niedergelegt werden. 4. Mit dem Exemplar der Regiſter, das bey der Gerichtsſchreiberey hinterlegt wird, ſollen auch die Voll⸗ machten und übrigen Actenſtücke, die den Urkunden über den bürgerlichen Zuſtand beygelegt werden müſſen, nach⸗ dem ſie vorher mit dem Handzuge des Producenten und dem des Civilſtandsbeamten verſehen worden ſind, bey gedachter Gerichtsſchreiberey deponirt werden. 45. Jedermann kann ſich von denjenigen, bey wel⸗ chen dieſe Regiſter hinterlegt ſind, Auszuge aus denſel⸗ ben geben laſſen. Die Auszüge, die gleichlautend mit den Regiſtern ausgefertigt, und von dem Präſidenten des Gerichtes erſter Inſtanz, eder von dem Richter, der ſeine Stelle vertritt, beglaubiget ſind ⁸), haben ſo lan⸗ ge volle Beweiskraft, bis ſie jemand gerichtlich für falſch erklärt. 7) 46. Sind keine Regiſter gehalten worden, oder ſind ſie verloren gegangen, ſo kann der Beweis hier⸗ über durch Urkunden ſowohl, als durch Zeugen geführt werden ⁸); und in dieſen Fällen können die Heirathen, 5) Canzelley. D. Schreibſtube. S. 6) Die vidimirten Auszuͤge, die jedoch vom Praͤſid en⸗ ten ꝛc. beglaubigt ſeyn muͤſſen. E. 7) bis ſie durch eine foͤrmliche Inſcription als falſch an⸗ gegriffen werden. D. ſo lange ſie durch keine gericht⸗ lich uögezebene Inſcription der Verfaͤlſchung beſchuldigt werden. I. 3) Es iſt erlaubt, ſowohl durch Urkundeu, als durch Zeu⸗ gen zu beweiſen, daß keine Regiſter exiſtirt haben, oder daß ſie verloren gegangen ſind. In dieſen Faͤllen ec. S.— Sind keine Reg, vorhanden geweſen, oder ſind 24 LE J. T. II. Des actes de l'état civil, les mariages, naissances et décès, pourront être prouvés tant par les registres et papiers émanés des pêres et mères décédés, que par témoins. 47. Tout acte de l'état civil des Français et des étrangers, fait en pays étranger, fera foi, s'il a, Eté rédigé dans les formes usitées dans ledit pays. 48. Tout acte de l'état civil des Frangais en Pays étranger sera valable, s'il a é6té reçu, confor- mément aux lois françaises, par les agents diplo- matiques ou par les consuls. 49. Dans tous les cas od la mention d'un acte relatif à l'état civil devra avoir lieu en marge d'un autre acte déjaà inscrit, elle sera faite à la requète des parties intéressées, par l'officier de l'état civil, sur les registres courants ou sur ceux qui auront 6té déposés aux archives de la commune, et par le greffier du tribunal de première instance, sur les registres déposés au greffe; à l'effet de quoi l'of- ficier de l'état civil en donnera avis, dans les trois jours, au procureur impérial audit tribunal, qui veillera à ce que la mention soit faite d'une ma- nière uniforme sur les deux registres. 50. Toute contravention aux articles précé- dents de la part des fonctionnaires y dénommés, sera poursuivie devant le tribunal de première in- stance, et punie d'une amende qui ne pourra ex- eéder cent francs.. 51. Tout dépositaire des registres sera civile- ment responsable des altérations qui y survien- (*) Val. Art. 324. (*x) Vgl. Art. 62 und 101. ſie verloren, ſo ſoll der Beweis durch Urkunden ſowohl, als durch Zeugen zugelaſſen werden, und in dieſen Faͤl⸗ len ꝛc. D. und M.— Sind gar keine Reg. gehalten worden, oder ſind ſie verl. gegangen, ſo ſoll der Bew. ſow. durch Urk., als durch Zeugen zugelaſſen werden, auch koͤnnen in einem ſolchen Falle ꝛc. E. 9) durch die von den verſt. Aeltern eigenhaͤndig aufge⸗ Ge 18 B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üb. d. bürgerl. Zuſt. 25 Geburten und Sterbfälle eben ſo gut durch Verzeichniſſe und Papiere, die von den verſtorbenen Eltern herrüh⸗ ren 2), als durch Zeugen bewieſen werden.(*†) 47. Jede Urkunde über den bürgerlichen Zuſtand ei⸗ nes Franzoſen oder eines Ausländers, die im Auslande ab⸗ gefaßt worden iſt, hat volle Beweiskraft, wenn ſie nach der in jenem Lande hergebrachten Form ausgefertigt iſt. 46. Jede im Auslande ausgefertigte Urkunde über den bürgerlichen Zuſtand eines Franzoſen ¹⁰) iſt giltig, wenn ſie von einem 11) diplomatiſchen Agenten, oder Conſul, den franzöſiſchen Geſetzen gemäß, aufgenommen worden iſt. 49. So oft es nöthig iſt, am Rande einer ſchon eingetragenen Urkunde einer andern, ſich auf den bürger⸗ lichen Zuſtand beziehenden Urkunde zu erwähnen(*), ſoll dieſes, auf Anſuchen der Intereſſenten, in den lau⸗ fenden ¹²) oder in den im Archive der Gemeinde aufbe⸗ wahrten Regiſtern, durch den Civilſtandsbeamten, und in den bey der Gerichtsſchreiberey des Gerichts erſter In⸗ ſtanz hinterlegten Regiſtern, durch den Gerichtsſchreiber dieſes Gerichts geſchehen. Zu dem Ende ſoll der Civil— ſtandsbeamten innerhalb drey Tagen den kaiſerlichen Pro⸗ curator 13) bey dem beſagten Gerichte hievon benachrich⸗ tigen, und dieſer hat dafür Sorge zu tragen, daß die Er⸗ wähnung in beyden Regiſtern gleichlautend geſchehe. 50. Jede Übertretung der vorſtehenden Artikel von Seiten der darin benannten Beamten, wird von dem Gerichte erſter Inſtanz unterſucht ¹4¹), und mit einer Geldbuße beſtraft, die nicht über hundert Franken betra⸗ gen darf. 51. Jeder Bewahrer der Regiſter iſt für alle darin vorgenommenen Abänderungen ¹⁵), ſo, viel den Scha⸗ ſeßten. Verzeichniſſe, und andere dergleichen Nachrich⸗ ten. E. 10) Jeder Act des Civilſtandes von Franzoſen im Aus⸗ lande L. und 8.— 11)(Franzoͤſiſchen) E. 12) gangbaren. E. 13) Kaiſerl. Kommiſſaͤr. E.— 14) verfolgt. L. bey dem Ger. eingeklagt. D. klagbar angebracht. M. vor das Ger. gebracht. 8. 15) Verfaͤlſchungen. D. M. und F. 26 L. I. T. II. Des actes de l'état civil. dront, sauf son recours, s'il y a lieu, contre les auteurs desdites altérations. 52. Toute altération, tout faux dans les actes de l'état civil, toute inscription de ces actes faite sur une feuille volante et autrement que sur les registres à ce destinés, donneront lieu aux dom- mages-intérèts des parties, gsans préjudice des peines portées au Code pénal. 53. Le procureur impérial au tribunal de première instance sera tenu de vérifier l'état des registres lors du dépôt qui en sera fait au greffe; il dressera un procès-verbal sommaire de la vérifi- cation, dénoncera les contraventions ou délits commis par les officiers de l'état civil, et xequer- ra contre eux la condamnation aux amendes. 54. Dans tous les cas ou un tribunal de pre- mière instance connattra des actes relatifs à Vétat civil, les parties intéressées pourront se pourvoir contre le jugement. CHAPITRE II. Des Actes de naissance. 55. Les déclarations de naissance seront fai- tes, dans les trois jours de l'accouchement, à l''of- ficier de l'état civil du lieu: l'enfant lui sera pré- senté. 56. La naissance de l'enfant sera déclarée par le père, ou, à défaut du peère, par les docteurs en médecine ou en chirurgie, sages-feinmes, offi- ciers de santé ou autres personnes qui auront as- sisté à l'accouchement; et lorsque la mère sera ac- couchée hors de son domicile, par la personne chez qui elle sera accouchée. 16) im Civilwege. L. civiliter. S§. der Civilanſpruche halber. M. ſoviel die Civilverbindlichkeit betrifft. E. 17) von den Doctoren der Arzney⸗oder Wundarzneykun⸗ de, den Hebammen, Geſundheitsbeamten oder von an⸗ 15 B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üb. d. bürgerl. Zuſt. 27 denserſatz betrifft 16), verantwortlich, jedoch mit Vor⸗ behalt ſeines ihm etwa zuſtehenden Regreſſes gegen die Urheber beſagter Abänderungen. 52. Jede Abänderung, jede Verfälſchung in den Urkunden über den bürgerlichen Zuſtand, jede Einſchrei⸗ bung dieſer Urkunden auf ein einzelnes Blatt, und anders wohin als in die dazu beſtimmten Regiſter, gibt den Hartheyen ein Recht auf Schadenserſatz, mit Vorbehalt der im peinlichen Geſetzbuche beſtimmten Strafen. 53. Der kaiſerliche Procurator bey dem Gerichte erſter Inſtanz iſt verbunden, den Zuſtand der Regiſter, ſobald ſie bey der Gerichtsſchreiberey deponirt worden ſind, zu unterſuchen. Über dieſe Unterſuchung muß er ein kurzes Protokoll aufnehmen, die Geſetzwidrigkeiten und Verbrechen, die der Civilſtandsbeamte begangen hat, denunciren, und auf Verurtheilung zu den Geldbußen wider ihn antragen. 54. In allen Fällen, in welchen ein Gericht erſter Inſtanz über Urkunden erkennt, die auf den bürgerlichen Zuſtand Bezug haben, können die intereſſirten Partheyen wider den Ausſpruch die üblichen Rechtsmittel ergreifen. Zweytes Capitel. Von den Geburtsurkunden. 55. Jede Geburt ſoll in den erſten drey Tagen nach der Niederkunft dem Civilſtandsbeamten des Orts angezeigt werden; das Kind muß ihm vorgezeigt wer⸗ den. 6 56. Die Geburt des Kindes muß von dem Vater, oder, in Ermangelung des Vaters, von den Arzten, Chi⸗ rurgen, Hebammen, oder den andern Perſonen 17), die bey der Geburt zugegen geweſen ſind, und wenn die Mut⸗ ter außer ihrem Wohnorte niedergekommen iſt, von der Perſon, bey welcher ſie geboren hat, angezeigt werden. dern Perſonen. L. und D. den Doctoren der Mediein oder Chirurgie, den Hebammen, Geſundheitsbeamten⸗ oder andern Perſonen. M. und E. von den Aerzten oder Wundaͤrzten, Wehmuͤttern, Geſundheitsbeamten, oder andern Perſonen. S. 28 L. I. T. II. Des actes de l'état civil. L'acte de naissance sera rédigé de suite, en présence de deux témoins. 7. L'acte de naissance énoncera le jour, ''heure et le lieu de la naissance, le sexe de l'en- fant, et les prénoms qui lui seront donnés, les prénoms, noms, profession et domicile des père et mère, et ceux des témoins. 58. Toute personne qui aura trouvé un en- fant nouveau-né, sera tenue de le remettre à J'offi- cier de l'état civil, ainsi que les vèetements et autres effets trouvés avec l'enfant, et de déclarer toutes les circonstances du temps et du lieu ou il aura éte trouvé. Il en sera dressé un procès-verbal détaillé, qui énoncera en outre l'âge apparent de l'enfant, son sexe, les noms qui lui seront donnés, l'aufo- rité civile à laquelle il sera remis. Ce procès-ver- bal sera inscrit sur les registres. 59. S'il nait un enfant pendant un voyage de mer, l'acte de naissance sera dressé dans les vingt-quatre heures, en présence du père, s'il est présent, et de deux témoins pris parmi les offi- ciers du bâtiment, ou, à leur défaut, parmi les hommes de T'équipage. Cet acte sera rédigé, sa- voir, sur les bätiments de Empereur, par l'offi- cier d'administration de la marine, et sur les bdâti- ments appartenant à un armateur ou négociant, par le capitaine, maitre, ou patron du navire. L'acte de naissance sera inscrit à la suite du rôle d'équipagon. 8 60. Au premier port ou le bâtiment aborde- ra, soit de reläche, soit pour toute autre cause que celle de son désarmement, les officiers de l'ad- ministration de la marine, capitaine, maitre ou Patron, seront tenus de déposer deux expéditions authentiques des actes de naissance qu'ils auront rédigés, savoir, dans un port français, au bureau du préposé à Pinscription maritime; et dans un port étranger, entre les mains du cousul, 8 ——— A 15 B. ar T. V. doöffentl. Urk. üb. d. bürgerl. Zuſt. 29 Die Geburtsurkunde ſoll ſogleich in Gegenwart zweyer Zeugen ausgefertiget werden. 57. Die Geburtsurkunde muß den Tag, die Stun⸗ de und den Ort der Geburt, das Geſchlecht des Kindes, und die Vornamen, die man ihm gegeben hat, die Vor⸗ namen, Geſchlechtsnamen, das Gewerbe und den Wohn⸗ ort der Eltern, ſo wie der Zeugen, enthalten. 58. Jeder, der ein neugebornes Kind findet, iſt verbunden, es nebſt den bey ihm gefundenen Kleidungs⸗ ſtücken und andern Effecten dem Civilſtandsbeamten zu überliefern, und alle Umſtände der Zeit und des Ortes, wo es gefunden worden iſt, anzugeben. Hierüber muß ein ausführliches Protokoll aufgenom⸗ men werden, welches überdieß noch das anſcheinende Al⸗ ter des Kindes, ſein Geſchlecht, die Namen, die man ihm geben, und die Civilbehörden, welcher man es über⸗ liefern wird, enthalten ſoll; dieſes Prorokoll iſt in die Regiſter einzutragen. 59. Wird ein Kind während einer Seereiſe gebo⸗ ren, ſo muß in den erſten vier und zwanzig Stunden in Beyſeyn des Vaters, wenn er gegenwärtig iſt, und zweyer Zeugen, die man aus den Seeoffizieren, oder, in Ermangelung derſelben, aus der Schiffsmannſchaft nimmt, die Geburtsurkunde ausgefertiget werden. Dieſe Urkun⸗ de ſoll auf den kaiſerlichen Seeſchiffen, der Verwaltungs⸗ beamte des Seeweſens,(l'officier d'administration de la marine) und auf den Schiffen, die einem Caper oder einem Handelsmanne gehören, der Schiffscapitain, der Schiffer, oder der Schiffspatron aufſetzen. Die Ge⸗ burtsurkunde muß am Ende des Verzeichniſſes der Schiffs⸗ mannſchaft eingetragen werden. 60. In dem erſten Hafen, wo das Schiff einläuft, es ſey um auszuruhen, oder aus irgend einer andern Ur⸗ ſache, die der Abtackelung ausgenommen, ſind die Ver⸗ waltungsbeamten des Seeweſens, der Schiffscapitain, Schiffer oder Patron verbunden, zwey beglaubigte Aus⸗ fertigungen der von ihnen aufgeſetzten Geburtsurkunden niederzulegen, und zwar in einem franzöſiſchen Hafen, in dem Büreau des préposé à l'inscription mariti- me, in einem ausländiſchen Hafen aber, in die Hände des Conſuls. 3⁰ L. I. T. II. Des actes de l'état civil. L'une de ces expéditions restera déposée au bureau de l'inscription maritime, ou à la chancel- lerie du consulat; l'autre sera envoyée au ministre de la maxine, qui fera parvenir une copie, de lui certiftée, de chacun desdits actes, à J'officier de ''état civil du domicile du père de l'enfant, cu de la mère, si le père est inconnu: cette copie sera inscrite de suite sur les xegistres. 61. A l'arrivée du bâtiment dans le port du désarmement, le rôle d'équipage sera déposé au bureau du préposé à l'inscription maritime, qui enverra une expédition de l'acte de naissänce, de lui signée,& l'officier de l'étar civil du domicile du père de l'enfant, ou de la mère, si le père est inconnu: cette expédition sera inscrite de suite sur les registres. 62. L'acte de reconnaissance d'un enfant sera inscrit sur les registres, à sa date; et il en sera fait mention en marge de l'acte de naissance, s'il en existe un. CHAPITRE III. Des Actes de marxiage. 63. Avant la célébration du mariage, l'offi- cier de l'état civil fera deux publications, à huit jours d'intervalle, un jour de dimanche, devant la porte de la maison commune. Ces publications, et l'acte qui en sera dressé, énonceront les pré- noms, noms, professions et domiciles des futurs époux, leur qualité de majeurs ou de mineurs, et les prénoms, noms, professions et domiciles de leurs pères et mères. Cet acte énoncera, en ou- 18) auf den Tag, da ſie geſchehen iſt. D. u. E. 19) zwey Aufgebothe mit einem Zwiſchenraum von acht Tagen, auf einen Sonntag, machen. D. u. M. zwey Verkuͤndigungen, mit einem Zwiſchenraum von 8 Ta⸗ gen, an zwey Sonntagen, erlaſſen. L. zwey Verkuͤndi⸗ 15 B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üb. d. buͤrgerl. Zuſt. 31 Eine dieſer Ausfertigungen bleibt in dem Buüreau de l'inscription maritime oder in der Conſularcanzel⸗ ley aufbewahrt; die andere wird an den Miniſter des Seeweſens eingeſchickt, der eine von ihm beglaubigte Ab⸗ ſchrift einer jeden dieſer Urkunden an den Civilſtandsbe⸗ amten in dem Wohnorte des Vaters des Kindes, oder, wenn der Vater unbekannt iſt, in jenem der Mutter, ge⸗ langen läßt; dieſe Abſchrift muß ſogleich in die Regiſter eingetragen werden⸗ 61. Sobald das Schiff in den Hafen eingelaufen iſt, wo es abgetackelt wird, muß das Verzeichniß der Schiffsmannſchaft in dem Büreau des préposé à l'in- scription maritime hinterlegt werden. Dieſer hat ei⸗ ne von ihm unterzeichnete Ausfertigung der Geburtsur⸗ kunde dem Civilſtandsbeamten in dem Wohnorte des Va⸗ ters des Kindes, oder, wenn der Vater unbekannt iſt, in jenem der Mutter, zuzuſenden; dieſe Ausfertigung muß ſogleich in die Regiſter eingetragen werden. 62. Die Urkunde über die Anerkennung eines Kin⸗ des ſoll in die Regiſter, unter ihrem Datum ¹s), einge⸗ tragen, und hievon am Rande der Geburtsurkunde, wenn eine vorhanden iſt, Erwähnung gethan werden. Drittes Capitel. Von den Heirathsurkunden. 63. Vor Schließung der Ehe ſoll der Civilſtands⸗ beamte an zwey auf einander folgenden Sonntagen ¹⁹) die Verlobten vor der Thüre des Gemeindehauſes auf⸗ bieten. In dieſen Aufgeboten, ſo wie in der Urkunde, die hierüber ausgefertiget wird, müſſen ausgedrückt ſeyn, die Vornamen, die Geſchlechtsnamen, das Gewerbe und die Wohnorte des künftigen Ehegatten, der Umſtand, ob fie volljährig oder minderjährig ſeyen, endlich die Vorna⸗ men, Geſchlechtsnamen, das Gewerbe und die Wohnor⸗ te ihrer Eltern. Überdieß muß dieſe Urkunde die Tage, gungen mit einem Zwiſchenraum von 3 Tagen, jedesmal an einem Sonntag, machen. 8. innerhalb 8 Tagen zwey⸗ mal, und zwar zwey Sonntage hintereinander, die Ver⸗ lobten aufbieten. E. 32 L. I. T. II. Des actes-de l'état civil. tre, les jours, lieux et heures ot les publicatione auront été faites: il sera inscrit sur un seul regis- tre, qui sera coté et paraphé comme il est dit en Particle 41, et déposé, à la fin de chaque année, au greffe du tribunal de l'arrondissement. 64. Un extrait de l'acte de publication sera et restera affiché à la porte de la maison commu- ne, pendant les huit jours d'intervalle de l'une à l'autre publication. Le mariage ne pourra étre cé- lébré avant le troisième jour, depuis et non com- pris celui de la seconde publication. 65. Si le mariage n'a pas été célébré dans Pannée, à compter de P'expiration du délai des publications, il ne pourra plus èêtre célébré qu'a-, près que de nouvelles publications auront été fai- tes dans la forme ci-dessus prescrite. 66. Les actes d'opposition au mariage seront signés sur l'original et sur la copie par les oppo- sants ou par leurs fondés de procuration spéciale et authentique; ils seront signifiés, avec la copie de la procuration, à la personne ou au domicile des parties, et à l'officier de l'état civil, qui met- tra son visa sur l'original. 67. L'officier de,'état civil fera, sans délai, une mention sommaire des oppositions sur le re- gistre des publications; il fera aussi mention, en marge de l'inscription desdites oppositions, des jugements ou des actes de main-levée dont expé- dition lui aura été remise. 68. En cas d'opposition, l'officier de P'état civil ne pourra célébrer le mariage ayant qu'on lui en ait remis la main-levée, sous peine de trois cents francs d'amende, et de tous dommages-in- téerets. 20) von Blatt zu Blatt numerirt und mit dem Handzei⸗ chen verfehen. D. von Blatt zu Blatt foliirt und pa⸗ raphirt. E. 1 15 B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üb. d. hürgerl. Zuſt. 33 Orte und Stunden ausdrücken, wo die Aufgebote ge⸗ ſchehen ſind. Sie wird in ein eigenes Regiſter eingetra⸗ gen, welches, nach der im 41. Artikel enthaltenen Vor⸗ ſchrift, mit der Seitenzahl verſehen, und mit dem Hand⸗ zuge bezeichnet ²0) ſeyn, und am Ende eines jeden Jahrs in der Gerichtsſchreiberey des Arrondiſſementsgerichts niedergelegt werden muß. 64. Während der achttägigen Zwiſchenzeit von ei⸗ nem Aufgebote zum andern ſoll ein Auszug der Aufge⸗ botsurkunde an der Thüre des Gemeindehauſes angehef⸗ tet bleiben. Vor dem dritten Tage nach dem zweyten Aufgebote, den Tag dieſes Aufgebotes nicht mitgerechnet, darf die Ehe nicht geſchloſſen werden. 65. Iſt die Ehe nicht binnen Jahresfriſt, nach Ab⸗ lauf der für die Aufgebote beſtimmten Zeit, geſchloſſen worden, ſo kann ſie nicht mehr geſchloſſen werden, bevor neue Aufgebote nach der oben vorgeſchriebenen Form ge⸗ ſchehen ſind. 66. Die Einſpruchsurkunden gegen eine Heirath ſollen auf dem Original und der Abſchrift von den Ein⸗ ſpruch machenden Theilen, oder ihren mit einer beglaubig⸗ ten Specialvollmacht verſehenen Bevollmächtigten, unter⸗ zeichnet werden; ſie müſſen, nebſt einer Abſchrift der Voll⸗ macht, entweder den Intereſſenten ſelbſt, oder in ihrem Wohnorte, und dem Civilſtandsbeamten, der ſein vidit auf das Original zu ſetzen hat, inſinuirt werden.“ 67. Der Civilſtandsbeamte muß ohne Aufſchub den Einſpruch in dem Aufgebotsregiſter kürzlich bemerken. Am Rande dieſer Bemerkung muß er ebenfalls der Ur⸗ theile oder der Urkunden erwähnen, wodurch der Ein⸗ ſpruch aufgehoben worden iſt, wenn ihm eine Ausferti⸗ gung davon zugeſtellt worden ſeyn wird. 68. Im Falle eines Einſpruchs darf der Civilſtands⸗ beamte, ehe ihm die Aufhebung deſſelben zugeſtellt worden iſt, die Ehe nicht ſchließen, bey Strafe von dreyhundert Franken und dem Erſatze alles hiedurch verurſachten Schadens. 21) 21) und des entbehrten Gewinnes. D. Schaden⸗ und Intereſſen⸗Erſatzes. 8. Cod. N. 1 B. 3 33 L. I. T. II. Des actes de L'état civil. 69. S'il m'y a point d'opposition, il en sera fait mention dans l'acte de mariage; et si les publi- cations ont été faites dans plusieurs communes, les parties remettront un certiſicat délivré par l'officier de'stat civil de chaque commune, con- statant qu'il n'existe point dopposition. 70. L'officier de l'état civil se fera remettre Pacte de naissance de chacun des futurs époux. Celui des époux qui serait dans l'impossibilité de se le procurer, pourra le suppléer, en rapportant un acte de notoriété délivré parx le juge de paix du lieu de sa naissance, ou par celui de son domicile. 71. L'acte de notoriété contiendra la déclara- tion faite par sept témoins, de l'un ou de l'autre sexe, parents ou non parents, des prénoms, nom, profession et domicile du futur époux, et de ceux de ses père et mère, s'ils sont connus; le lieu, et, autant que possible, l'époque de sa naissance, et les causes qui empéchent d'en rapporter P'acté. Les témoins signeront l'acte de notoriété avec le juge de paix; et s'il en est qui rie puissent ou ne sachent signer, il en sera fait mention. 72. L'acte de notoriété sera présenté au tri- dunal de premiere instance du lieu ou doit se cé- lébrer le mariage. Le tribunal, après avoir en- tendu le procureur impérial, donnera ou refusera son homologation, selon qu'il trouvera suffisantes ou insuffisantes les déclarations des témoins, et les causes qui empéèchent de rapporter l'acte de naissance. 75. L'acte authentique du consentement des père et mère ou aieuls et aieules, ou, à leur dé- faut, celui de la famille, contiendra les prénoms, noms, professions et domiciles du futur époux, et de tous ceux qui auront concouru à T'acte, ainsi que leur degré de parenté. as B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üb. d. bürgerl. Zuſt. 35 69. Iſt kein Einſpruch eingelegt worden, ſo ſoll hievon in der Heirathsurkunde Erwähnung geſchehen; und wenn die Aufgebote in mehreren Gemeinden geſche⸗ hen ſind, ſo ſollen die Partheyen von dem Civilſtandsbe⸗ amten einer jeden Gemeinde ein Zeugniß beybringen, daß kein Einſpruch eingelegt worden ſeye. 70. Der Civilſtandsbeamte ſoll ſich die Geburtsurkun⸗ de von jedem der künftigen Ehegatten einhändigen laſſen. Der Ehegatte, dem es etwa unmöglich ſeyn möchte, ſich dieſelbe zu verſchaffen, kann ſie dadurch erſetzen, daß er eine, von dem Friedensrichter ſeines Geburts⸗oder Wohn⸗ ortes ausgeſtellte Notorietätsurkunde beybringt. 71. Die Notorietätsurkunde muß eine von ſieben Zeugen, gleichviel ob ſie männlichen oder weiblichen Ge⸗ ſchlechts, Verwandte oder nicht Verwandte ſind, getha⸗ ne Erklärung enthalten, über die Vornamen, den Ge⸗ ſchlechtsnamen, das Gewerbe und den Wohnort des künf⸗ tigen Ehegatten, und ſeiner Eltern, wenn ſie bekannt ſind, ſodann über den Ort und, ſo viel möglich, den Zeitpunct ſeiner Geburt, und die Urſachen, welche die Beybringung der Geburtsurkunde ſelbſt verhindern. Die Zeugen müſſen mit dem Friedensrichter die Notorietäts⸗ urkunde unterzeichnen, und wenn jemand unter ihnen nicht unterzeichnen kann, oder des Schreibens unerfah⸗ ren iſt, ſo muß auch dieſes angemerkt werden. 72. Die Notorietätsurkunde muß dem Gerichte erſter Inſtanz des Ortes, wo die Ehe geſchloſſen werden ſoll, vor⸗ gelegt werden. Das Gericht ertheilt oder verſagt hier⸗ auf, nach angehörtem Vortrage des kaiſerlichen Procura⸗ tors, ſeine Beſtätigung, je nachdem es die Ausſagen der Zeugen und die Gründe, weshalb man die Geburtsurkun⸗ de nicht beybringen kann, zureichend findet oder nicht. 75. Die öffentliche Urkunde über die Einwilligung der Eltern, oder Großeltern, oder, in deren Ermange⸗ lung, über die Einwilligung der Familie, muß die Vor⸗ namen, die Geſchlechtsnamen, das Gewerbe und den Wohnort des künftigen Ehegatten, und aller derjenigen, die bey der Einwilligung ²²) mitgewirkt haben, ſo wie den Grad ihrer Verwandtſchaft, ausdrücken. 2²) zu dem Acte. p. bey der Handlung. M. an dem Act Theil genommen haben. L. u. 8. 3 356 L. I. T. II. Des actes de l'état civi. 4. Le mariage sera célébré dans la commu- ne od l'un des deux époux aura son domicile. Ce domicile, quant au mariage, s'établira par six mois d'habitation continue dans la mêème com- mune. 75. Le jour désigné par les parties après les délais des publications, l'officier de l'état civil, dans la maison commune, en présence de quatre témoins, parents ou non parents, fera lecture aux parties des pièces ci-dessus mentionnées, re- latives à leur état et aux formalités du mariage, et du chapitre vi du titre du Mariage, gur leg droits et les devoirs respectifs des épouoc. II recevra de chaque partie, l'une après l'autre, la déclaration qu'elles veulent se prendre pour ma- ri et femme; il prononcera, au nom de la loi, qu'elles sont unies par le mariage, et il en dres- sera acte sur-le-champ. 76. On énoncera, dans Pacte de mariage, 10. Les prénoms, noms, professions, dges lieux de naissance et domiciles des époux; 2 ⁰. S'ils sont majeurs ou mineurs; 3⁰. Les prénoms, noms, professions et domi- ciles des pères et mèéres; 40 Le consentement des pères et mères, aleuls et aieules, et celui de la famille, dans les cas ou ils sont requis; 5. Les actes respectueux, s'il en a été fait; 60. Les publications dans les divers domiciles; (*) Vergl. Art. 148— 150. 156. 158. (**) Vergl. Art. 151— 155. 157. 23) Stand. L. D. S. u. E.„ 7 24) von ihr, daß ſie ihn zum Ehemann, von ihm, daß er ſie zur Ehefrau ſehmen wolle. E. 4 1 B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üb. dbürgerl. Zuſt. 37 74. Die Ehe ſoll in einer Gemeinde geſchloſſen werden, wo einer von beyden Ehegatten ſeinen Wohnſitz hat. In Beziehung auf die Heirath hat man ſeinen Wohnſitz in einer Gemeinde, wenn man ſechs Monate ununterbrochen daſelbſt gewohnt hat. 75. An dem, nach Verlauf der Aufgebotsfriſten, von den Parteyen hiezu beſtimmten Tage ſoll der Civil⸗ ſtandsbeamte ihnen auf dem Gemeindehauſe, in Beyſeyn von vier Zeugen, wozu Verwandte und Nichtverwandte gewählt werden können, die oben angeführten Urkunden, die ſich auf ihren Zuſtand ²2³) und auf die Formalitäten der Heirath beziehen, ſodann das ſechſte Capitel des Titels von der Ehe, welches die wechſel⸗ ſeitigen Rechte und Pflichten der Eheleute enthält, vorleſen. Er ſoll ſich von beiden Theilen, von einem nach dem andern, die Erklärung geben laſ⸗ ſen, daß ſie ſich zum Manne und zur Frau nehmen wol⸗ len. 24) Sodann erklärt er im Namen des Geſetzes, daß ſie durch die Ehe vereiniget ſeyen, und ſetzt auf der Stelle hierüber eine Urkunde auf. 76. In der Heirathsurkunde müſſen ausgedrückt werden: 1.) Die Vornamen, Geſchlechtsnamen, das Ge⸗ werbe, das Alter, die Geburtsorte und die Wohnorte der Ehegatten; 2.) Ob ſie volljährig oder minderjährig ſeyen; 3.) Die Vornamen, Geſchlechtsnamen, das Ge⸗ werbe und die Wohnorte der Eltern; 4.) Die Einwilligung der Eltern, Großeltern, und jene der Familie, in den Fällen, wo ſie erfordert wird;(*) 5.) Das ehrerbietige Anſuchen um den elterlichen Rath 35), wenn ein ſolches Statt gehabt hat;(*†*) 6.) Die in den verſchiedenen Wohnorten geſchehe nen Aufgebote; 25) Die ehrfurchtsvolle Anfrage. L. Die ehrerbietigen Acten. 8. Die Acten uͤber das ehrerbietige Nachſuchen des elterlichen Raths. D. Die Urkunden, die den El⸗ tern bewieſene Achtung betreffend. M. Die urkunden uͤber das erfolgte ehrerbietige Geſuch(um den Bey⸗ rath der Eltern, oder der Familie. E. 38 L. I. T. II. Des actes de l'état civil. 7 Les oppositions, s'il y en a eu; leur main-levée, ou la mention qu'il n'y a point eu d'opposition; 3° La déclaration des contractants de se pren- dre pour époux, et le prononcé de leur union par l'officier public; 9° Les prénoms, noms, àge, professions et domiciles des témoins, et leur declaration s'ils sont parents ou alliés des parties, de quel c0 té et à quel degré. CHAPITRE IV. Des Actes de décès. 77. Aucune inhumation ne sera faite sans une autorisation, sur papier libre et sans frais, de l'officier de l'état civil, qui ne pourra la dé- livrer qu'après s'ètre transporté auprès de la per- sonne décédée, pour s'assurer du décès, et que vingt-quatre heures après le décès, hors les cas prévus par les règlements de police. 78. L'acte de décès sera dressé par l'officier de l'état civil, sur la déclaration de deux témoins. Ces témoins seront, s'il est possible, les deux plus proches parents ou voisins, ou, lorsqu'une personne sera décédée hors de son domicile, la personne chez laquelle elle sera décédée, et un parent ou autre. 79 L'acte de décès contiendra les prönoms, nom, äge, profession et domicile de la personne décédée; les prenoms et nom de l'autre éSpoux, si la personne décédée était mariée ou veuve; les prénoms, noms, àge, professions et domiciles des 18 B. 2r T. V. d. öͤffentl. Urk. üb. d bürgerl. Zuſt. 59 7.) Die Einſprüche, wenn deren gemacht wurden; thre Aufhebung, oder die Bemerkung, daß kein Ein ſpruch geſchehen ſeye; 8.) Die Erklärung der Contrahenten, daß ſie ſich einander zu Ehegatten nehmen, und der von dem öffent⸗ lichen Beamten erfolgte Ausſpruch ihrer ehetichen Vex bindung; ²6). 9.) Die Vornamen, Geſchlechtsnamen, das Alter, das Gewerbe und die Wohnorte der Zeugen, und ihre Erklärung, ob, von welcher Seite, und in welchem Grade, ſie mit den Parteyen verwandt oder verſchwä⸗ gert ſeyen. Viertes Capitel. Von den Todesurkunden. 77. Keine Beerdigung darf ohne Erlaubniß des 7 Civilſtandsbeamten geſchehen. Er ertheilt ſie auf unge⸗ ſtempeltem Papier, und unentgeltlich; aber nicht eher, als nachdem er ſich zu dem Verſtorbenen verfügt hat, um ſich von ſeinem wirklichen Ableben zu überzeugen, und vier und zwanzig Stunden nach dem Ableben; ausgenom⸗ men ſind jedoch die in den Polizeyverordnungen beſon⸗ ders beſtimmten Fälle. 76. Der Todesurkunde wird von dem Civilſtands⸗ beamten auf die Erklärung ²27) zweyer Zeugen geferti⸗ get; dieſe Zeugen ſollen, wo möglich, die zwey nächſten Verwandten oder Nachbarn ſeyn, oder, wenn jemand außer ſeinem Wohnorte geſtorben iſt, die Perſon, bey welcher er geſtorben, und 28) ein Verwandter oder ein Anderer. 79. Der Todesurkunde muß die Vornamen, den Geſchlechtsnamen, das Alter, Gewerbe und den Wohn⸗ ort des Verſtorbenen enthalten; ferner die Vornamen und den Geſchlechtsnamen des andern Ehegatten, wenn die verſtorbene Perſon verheirathet, oder verwittwet war; endlich die Vornamen, Geſchlechtsnamen, das Al⸗ 26) daß ſie fuͤr Ehegatten zu halten ſeyen. E 27) Anzeige. E. 28) und noch uͤberdem. E. 4o L. I. T. II. Des actes de l'etat civil. déclarants; et, sils sont parents, leur degré de parenté. Le mème acte contiendra de plus, autant qu'on pourra le savoir, les prénoms, noms, pro- fession et domicile des père et mère du décédé, et le lieu de sa naissance. 80. En cas de décès dans les hôpitaux mili- taires, civils ou autres maisons publiques, les su- périeurs, directeurs, administrateurs et maitres de ces maisons seront tenus d'en donner avis, dans les vingt-quatre heures, à l'officier de l'état civil, qui s'y transportera pour s'assurer du décès, et en dressera l'acte conformément à l'article pré- cédent, sur les déclarations qui lui auront été fai- tes, et surx les renseignements qu'il aura pris. Il sera tenu en outre, dans lesdits hôpitaux et maisons, des registres destinés à inscrire ces déclarations et ces renseignements. L'officier de l'état civil enverra l'acte de décès à celui du dernier domicile de la personne décé- dée, qui l'inscrira sur les registres. 81. Lorsqu'il y aura des signes ou indices de mort violente, ou d'autres circonstances qui don- neront lieu de le soupçonner, on ne pourra faire l'inhumation qu'après qu'un officier de police, as- sisté d'un docteur en médecine ou en chirurgie, aura dressé procès- verbal de l'état du cadavre, et des circonstances y relatives, ainsi que des ren- seignements qu'il aura pu recueillir sur les pré- noms, nom, dge, profession, lieu de naissance et domicile de la personne décédée. 82. L'officier de police sera tenu de trans- mettre de suite à T'officier de l'état civil du lieu ou la personne sera décédée, tous les renseigne- ments énoncés dans son procès-verbal, d'après lesquels l'acte de décès sera rédigé. 1s B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. uͤb. d. bürgerl. Zuſt. 4 ter, das Gewerbe und die Wohnorte derjenigen, welche die Erklärungen(als Zeugen) abgegeben haben, und, falls ſie Verwandte des Verſtorbenen ſind, zugleich den Grad ihrer Verwandtſchaft. Eben dieſe Urkunde muß ferner, in ſo weit man da⸗ von Nachricht haben kann, die Vornamen, Geſchlechts⸗ namen, das Gewerbe und den Wohnort der Eltern des Verſtorbenen, nebſt ſeinem Geburtsorte enthalten. 80. Die Sterbfälle in den Militair⸗ und bürger⸗ lichen Spitälern oder andern öffentlichen Häuſern ſind die Vorgeſetzten, Directoren, Verwalter und Hausei⸗ genthümer in den nächſten vier und zwanzig Stunden dem Civilſtandsbeamten anzuzeigen verbunden, welcher, um ſich von dem wirklich erfolgten Ableben zu überzeugen, ſich dahin verfügen, und, nach Vorſchrift des vorhergehen⸗ den Artikels, über die ihm gemachten Erklärungen, und über die von ihm eingezogenen Erkundigungen eine Ur⸗ kunde ausfertigen muß. Überdieß ſollen in den genannten Spitälern und Häuſern eigene Regiſter geführt werden, die dazu be⸗ ſtimmt ſind, dieſe Erklärungen und eingezogenen Nach⸗ richten darin einzutragen. Der Civilſtandsbeamte ſoll die Todesurkunde dem Civilſtandsbeamten des letzten Wohnorts des Verſtorbe⸗ nen zuſenden, und dieſer ſie gleichfalls in ſeine Regiſter eintragen. 81. Sind Zeichen oder Spuren eines gewaltſamen Todes, oder andere Umſtände vorhanden, welche deßhalb einen Verdacht erwecken, ſo darf die Beerdigung nicht eher geſchehen, als nachdem ein Polizeybeamter unter dem Beyſtande eines Doctors der Medicin oder Chirurgie über den Zuſtand des Leichnams und die ſich hierauf be⸗ ziehenden Umſtände, ſo wie über die Nachrichten, die er über die Vornamen, den Geſchlechtsnamen, das Alter, Gewerbe, den Geburts⸗ und Wohnort des Verſtorbenen einziehen konnte, ein Protokoll aufgenommen haben wird. 82. Der Polizeybeamte iſt gehalten, dem Civil⸗ ſtandsbeamten des Orts, wo die Perſon verſtorben iſt, ſogleich alle zu Protokoll genommene Nachrichten einzu⸗ ſenden, und nach dieſen muß die Todesurkunde abgefaßt werden. 2 42 L. I. T. II. Des actes de l'état civil. L'officier de l'état civil en enverxa une expé- dition à celui du domicile de la personne décédée, s'il est connu: cette expédition sera inscrite sur les registres. 83. Les greffiers criminels seront tenus d'en- voyer, dans les vingt-quatre heures de l'exécu- tion des jugements portant peine de mort, à l'of⸗ hicier de l'état civil du lieu on le condamné aura été exécuté, tous les renseignements énoncés en Tarticle 79, d'après lesquels l'acte de décès sera rédigé. 84. En cas de décès dans les prisons ou mai- sons de reclusion et de détention, il en sera donné avis sur-le-champ, par les concierges ou gar- diens, à Tofficier de l'état civil, qui s'y transpor- tera comme il est dit en l'article 80, et rédigera Pacte de décès. 85. Dans tous les cas de mort violente, ou dans les prisons et maisons de reclusion, ou d'exé- cution à mort, il ne sera fait sur les registres au- cune menrtion de ces circonstances, et les actes de- décès seront simplement rédigés dans les formes prescrites par l'article 79. 386. En cas de décès pendant un voyage de mer, il en sera dressé acte dans les vingt-quatre heures, en présence de deux témoins pris parmi les officiers du batiment, ou, à leur defaut, par- mi les hommes de l'équipage. Cet acte sera rédigé, savoir, sur les bätiments de l'Empereur, par l'of- ficier d'administration de la marine; et, sur les bd- timents appartenant à un négociant ou armateur, par le capitaine, maitre ou patron du navire. L'acte de décès sera inscrit à la suite du rôle de équipage. 37. Au premier port od le bàtiment abordera, soit de reläche, soit pour toute autre cause que celle de son désarmement, les officiers de l'admi- nistration de la marine, capitaine, maitre ou pa- 29) In allen Faͤllen eines gewaltſamen Todes, oder ei⸗ nes Sterbfalls in Gefaͤngniſſen und Zuchthaͤuſern, oder einer Hinrichtung. L. u.§. In allen Fällen, wo je⸗ 18 B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üb. d. bürgerl. Zuſt. 45 Der Civilſtandsbeamte ſoll eine Ausfertigung davon dem Civilſtandsbeamten des Wohnorts des Verſtorbenen, wenn dieſer bekannt iſt, zuſenden; dieſe Ausfertigung wird in die Regiſter eingetragen. 83. Jeder Criminalgerichtsſchreiber iſt gehalten, in den erſten vier und zwanzig Stunden nach Vollſtrek⸗ kung eines Todesurtheils dem Eivilſtandsbeamten des Orts, wo der Verurtheilte hingerichtet worden iſt, alle im 79. Artikel bemerkten Nachrichten zuzuſenden, nach welchen alsdann die Todesurkunde abzufaſſen iſt. 34. Stirbt jemand in einem Gefängniſſe, Zucht⸗ oder Verwahrungshauſe, ſo haben die Aufſeher oder Ge⸗ fangenwärter den Civilſtandsbeamten auf der Stelle hie⸗ von zu benachrichtigen; dieſer muß, wie im 30. Artikel beſtimmt iſt, ſich dahin verfügen, und die Todesurkunde ausfertigen. 85. In allen Fällen, wo jemand eines gewaltſa⸗ men Todes, oder in einem Gefängniſſe⸗ oder Zuchthauſe geſtorhen, oder hingerichtet worden iſt ²⁵), ſoll von die⸗ ſen Umſtänden in den Regiſtern keine Erwähnung geſche⸗ hen, und die Todesurkunden bloß nach der in dem 79. Artikel vorgeſchriebenen Form ausgefertiget werden. 36. Ereignet ſich ein Sterbfall auf einer Seereiſe, ſo muß darüber in den erſten vier und zwanzig Stunden in Gegenwart zweyer Zeugen, die man aus den Seeof⸗ fizieren, oder, in Ermangelung derſelben, aus der Schiffs⸗ mannſchaft nimmt, eine Urkunde ausgefertiget werden⸗ Dieſe Urkunde ſoll auf den kaiſerlichen Seeſchiffen der Verwaltungsbeamte des Seeweſens, und auf den Schif⸗ fen, die einem Handelsmanne oder Kaper gehören, der Schiffscapitain, der Schiffer, oder der Schiffspatron auf⸗ ſetzen. Die Todesurkunde muß am Ende des Verzeich⸗ niſſes der Schiffsmannſchaft eingetragen werden. 87. In dem erſten Hafen, wo das Schiff einläuft, es ſey nun um auszuruhen, oder aus irgend einer andern Urſache, die der Abtackelung ausgenommen, ſind die Verwaltungsbeamten des Seeweſens, der Schiffscapi⸗ mand eines gewaltſamen Todes in einem Gefängniſſe oder Zwangs⸗Hauſe verſtorben iſt, oder hingerichtet worden. D. 44 L. I. T. II. Des actes de L'état eivil. tron, qui auront rédigé des actes de décès, seront tenus d'en déposer deux expéditions, conformé- ment à Tarticle 60. A l'arrivée du batiment dans le port du désar- mement, le rôle d'équipage sera déposé au bureau du préposé à l'inscription maritime; il enverra une expéditien de l'acte de décès, de lui signée, à Tofficier de l'état civil du domicile de la person- ne décédée: cette expédition sera inscrite de suite sur les registres. CHAPITRE V. Des Actes de l'état civil concernant les Militaires hors du territoire de 1'Empire. 88. Les actes de l'état civil faits hors du ter- ritoire de lEmpire, concernant des militaires ou autres personnes employées à la suite des axmées, seront rédigés dans les formes prescrites par les dispositions précédentes, sauf les exceptions con- tenues dans les articles suivants. 89. Le quartier-maitre dans chaque corps d'un ou plusieurs bataillons ou escadrons, et le ca- pitaine commandant dans les autres corps, rem- pliront les fonctions d'officiers de l'état civil: ces mêémes fonctions seront remplies, pour les offi- ciers sans troupes et pour les employés de l'armée, par l'inspecteur aux revues attaché à l'armée ou au corps d'armée. 90. II sera tenu, dans chaque corps de trou- pes, un registre pour les actes de l'état civil rela- tiks aux individus de ce corps, et un autre à U'état-major de Parmée ou d'un corps d'armée, 30) im Gefolge der Armeen. S. u. L. 31) commaͤndirende Hauptmann. D. u. M. command. Kapitain. L. u. 8. —+—— — 15 B. 2r T. B. d. öffentl. Urk. üb. d. bürgerl. Zuſt. 45 tain, Schiffer oder Patron, welche die Todesurkunde abgefaßt haben, verbunden, zwey Ausfertigungen davon dem 60. Artikel gemäß niederzulegen. Sobald das Schiff in den Hafen eingelaufen iſt, wo es abgetackelt wird, muß das Verzeichniß der Schiffs⸗ mannſchaft auf dem Büreau des préposé à l'inscrip- tion maritime hinterlegt werden. Dieſer hat eine von ihm unterzeichnete Ausfertigung der Todesurkunde dem Civilſtandsbeamten in dem Wohnort der verſtorbenen Per⸗ ſon zuzuſenden. Dieſe Ausfertigung muß ſogleich in die Regiſter eingetragen werden. Fuͤnftes Capitel. Von den Urkunden uͤber den buͤrgerlichen Zuſtand, ruͤckſichtlich der auſſerhalb des Staatsgebietes be⸗ findlichen Militairperſonen. 88. Die auſſerhalb des Gebietes des Reichs aufge⸗ nommenen Urkunden über den bürgerlichen Zuſtand, wel⸗ che Militair⸗ oder andere bey den Armeen ³⁰) angeſtell⸗ te Perſonen betreffen, ſollen nach den durch die vorherge⸗ henden Verfügungen vorgeſchriebenen Formen abgefaßt werden, mit Vorbehalt der in den folgenden Artikeln ent⸗ haltenen Ausnahmen. 39. Bey jedem Corps von einem oder mehreren Ba⸗ taillons oder Eſcadrons hat der Quartiermeiſter, und bey den übrigen Corps der Commandant 3³1)(capitaine commandant) die Geſchäfte des Civilſtandsbeamten zu verrichten. In Anſehung der Offiziere ohne Truppen ³²) und der bey der Armee angeſtellten Civilofficianten ³³) (employés) hat der bey der Armee, oder dem Armee⸗ corps befindliche Muſterungsinſpector(inspecteur aux revues) dbieſe Geſchäfte zu verſehen. 90. Bey jedem Truppencorps ſoll ein Regiſter für die Urkunden über den bürgerlichen Zuſtand, welche ſich auf die Perſonen dieſes Corps beziehen, und ein anderes bey dem Generalſtabe der Armee oder des Armeecorps 32²) einzelner, bey keinem Truppencorps— tiers. R, dpencorps ſtehender Off⸗ 33) Angeſtellten der Armee, L. 46 L. I. T. II. Des actes de Vétat civil. pour les actes civils relatifs aux officiers sans trou- pes et aux employés: ces registres seront conser- vés de la même manière que les autres registres des corps et états-majors, et déposes aux archives de la guerre, à la rentrée des corps ou armées sur le territoire de l'Empire. 91. Les registres seront cotés et paraphés, dans chaque corps, par l'officier qui le commande; et à l'état-major, par le chef de l'état-major général. 92. Les déclarations de naissance à l'armée seront faites dans les dix jours qui suivront l'ac- couchement. 95. L'officierf chargé de la tenue du registre de l'Stat civil devra, dans les dix jours qui sui- vront l'inscription d'un acte de naissance audit re- gistre, en adresser un extrair à l'officier de l'état civil du dernier domicile du père de l'enfant, ou de la mère si le pêre est inconnu. 94. Les publications de mariage des militai- ves et employés a la suite des armées, seront faites au lieu de leur dernier domicile: elles seront mi- ses en outre, vingt-cinq jours avant la célébra- tion du mariage, à l'ordre du jour du corps, pour les individus qui tiennent à un corps; et à celui de Larmée ou du corps d'armée, pouxr les officiers sans troupes, et pour les employés qui en font parrie.. e e dehe 95. Immédiatement après Pinscription sur le registre, de l'acte de célébration du mariage, l'of- ficier chargé de la tenue du registre en enverra une expédition à l'officier de l'état civil du dernier domicile des époux. 96. Les actes de décès seront dressés, dans chaque corps, par le quartier-maitre; et pour les officiers sans troupes et les employés, par l'in- specteur aux revues de Parmée, sur l'attestation — 34) von dem Chef des großen Generalſtabs. L. u. S. 35) paginirt und mit dem Handzuge verſehen. M. fo⸗ —— —444,— 1s B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üb. d. bürgerl. Zuſt. 4 fuͤr die Urkunden, welche die Offiziere ohne Truppen und die Civilofficianten betreffen, geführt werden. Dieſe Re⸗ giſter ſollen auf eben die Art, wie die andern Regiſter eines jeden Corps und Generalſtabes aufbewahrt, und bey der Rückkehr des Corps oder der Armeen auf das Ge⸗ biet des Reichs in die Kriegsarchive niedergelegt werden. 91. Die Regiſter ſollen bey jedem Corps von dem Offizier, der das Commando führt, und bey dem General⸗ ſtabe von dem Chef des Generalſtabes ³4) mit der Seiten⸗ zahl verſehen und mit dem Handzuge bezeichnet ³5) werden. 92. Die Geburtsanzeigen ſollen bey der Armee in den erſten zehn Tagen nach der Niederkunft geſchehen. 93. Der Offizier, welchem die Führung des Re⸗ giſters über den bürgerlichen Zuſtand obliegt, ſoll in den erſten zehn Tagen nach Eintragung der Geburtsurkunde in das beſagte Regiſter einen Auszug davon dem Civil⸗ ſtandsheamten desjenigen Ortes zuſenden, wo der Vater des Kindes, oder, wenn der Vater unbekannt iſt, we die Mutter des Kindes zuletzt wohnte. 94. Die Aufgebote bey Heirathen der Militair⸗ und anderer bey der Armee angeſtellten Perſonen ſollen an dem Orte ihres letzten Wohnſitzes geſchehen; ſie müſ⸗ ſen überdieß fünf und zwanzig Tage vor Schließung der Ehe, in Anſehung der zu einem Corps gehörigen Perſo⸗ nen, in den Tagesbefehl des Corps, in Anſehung der Offiziere ohne Truppen und der Civilofficianten aber, in den⸗Tagesbefehl der Armee oder des Armeecorps, wozu ſie gehören, eingerückt werden. 95. Sogleich nach Eintragung der Heirathsurkun⸗ de in das Regiſter ſoll der Offizier, dem die Führung des Regiſters obliegt, eine Ausfertigung davon dem Ci⸗ vilſtandsbeamten des letzten Wohnorts der Ehegatten zuſenden. 96. Die Todesurkunden ſollen bey jedem Corps von dem Quartiermeiſter, und, was die Offiziere ohne Truppen und die Civilofficianten betrifft, von dem Mu⸗ ſterungsinſpector der Armee, auf die Anzeige dreyer Zeu⸗ — liirt und paraphirt. 8§. fortlaufend numerirt und mit dem Handzuge perſehen. D. fortlaufend foliirt und pa⸗ raphirt. k. 48 L. I. T. II. Des actes de l'état civil. de-trois témoins; et P'extrait de ces registres sera envoyé, dans les dix jours, à l'officier de l'état civil du dernier domicile du décédé. 97. En cas de décès dans les hôpitaux mili- taires ambulants ou sédentaires, l'acte en sera ré- digé par le directeur desdits höpitaux, et envoyé au quartier- maitre du corps, ou à l'inspecteur aux revues de l'armée ou du corps d'armée dont le dé- édé faisait partie: ces officiers en feront parvenir une expéditjion à l'officier de l'état eivil du der- nier domicile du décedé. 98. L'officier de l'état civil du domicile des parties auquel il aura été envoyé de l'axmée ex- pédition d'un acte de l'état civil, sera tenu de inscrire de suite sur les registres. CHAPITRE VI. De la Rectification des Actes de l'état civil. 99. Lorsque la rectification d'un acte de l'état civil serxa demandée, il y sera statué, sauf l'ap- pel, par le tribunal compétent, et sur les conclu- sions du procureur impérial. Les parties intéres- sées seront appelées, s'il y a lieu. 100. Le jugement de rectification ne pourra, dans aucun temps, être opposé aux parties inté- ressées qui ne l'auraient point requis, ou qui n'y auraient pas été appelées. 101. Les jugements de rectification seront inscrits sur les registres par l'officier de P'état ci- vil, aussitôt qu'ils lui auront été remis; et men- tion en sera faite en marge de l'acte réformé. 36) in den wandernden oder bleibenden Militair⸗Hospi⸗ taͤlern. L. u. M. 18 B. 2r T. V. d. öffentl. Urk. üb. d. bürgerl. Zuſt. 49 gen ausgefertiget, und der Auszug aus dieſen Regiſtern in den nächſten zehn Tagen dem Civilſtandsbeamten des letzten Wohnorts des Verſtorbenen zugeſandt werden. 97. Iſt jemand in einem Feldlazarethe oder in ei⸗ nem ſtehenden Militairſpitale ³⁸) geſtorben, ſo ſoll die Todesurkunde von dem Director der gedachten Spitäler ausgefertiget, und dem Quartiermeiſter des Corps, oder dem Muſterungsinſpector der Armee, oder des Armee⸗ corps ³7), wozu der Verſtorbene gehörte, zugeſandt wer⸗ den.“Dieſen Offizieren liegt es ob, eine Ausfertigung davon an den Civilſtandsbeamten 85 letzten Wohnorts des Verſtorbenen gelangen zu laſſen. 98. Der am Wohnorte der Partheyen angeſtellte Ci⸗ vilſtandsbeamte, dem von der Armee die Ausfertigung einer Urkunde über den bürgerlichen Zuſtand iſt zugeſandt worden, iſt gehalten, ſie ſogleich in die Regiſter einzutragen. Sechſtes Capitel. Von der Berichtigung der Urkunden uͤber den buͤrgerlichen Zuſtand. 99. Wird die Berichtigung einer Urkunde über den bürgerlichen Zuſtand gefordert, ſo hat das competente Gericht, nach angehörtem Vortrage des kaiſerlichen Pro⸗ curators, mit Vorbehalt der Appellation hierüber zu er⸗ kennen. Erforderlichen Falls werden die Intereſſenten hierzu vorgeladen. 100. Den Intereſſenten, die weder um dieſe Be⸗ richtigung nachgeſucht hatten, noch dazu vorgeladen wor⸗ den ſind, kann zu keiner Zeit das Berichtigungsurtheil entgegengeſetzt werden. 101. Die Berichtigungsurtheile müſſen von dem Civilſtandsbeamten, ſobald ſie ihm zugeſtellt worden ſind, in die Regiſter eingetragen werden, und es muß ihrer am Rande der dadurch berichtigten Urkunde Erwäh⸗ nung geſchehen. 37) an den Muſterinſpector der Armee, ober an das Corps der Armee. E. Cod. N. 1. B. 4 50 L. I. T. III. Du Domicile. TIrRE TROISILME. Du Domicile. (Décrété le 14 mars 1803. Promulgué le 24 du mème mois.) 102. Le domicile de tout Français, quant à T'exercice de ses droits civils, est au lieu où il a son principal établissement. 105. Le changement de domicile s'opérera par le fait d'unenhabitation réelle dans un autre lieu, joint à l'mMention d'y fixer son principal Stablissement. 104. La preuve de l'intention résultera d'une déclaration expresse, faite tant à la municipalité du lieu gue l'on quittera, qu'à celle du lieu odð on aura transféré son domicile. 105. A défaut de déclaration expresse, la preuve de l'intention dépendra des circonstances. 106. Le citoyen appelé à une fonction publi- que temporaire ou révocable, conservera le do- micile qu'il avait auparavant, s'il n'a pas mani- festé d'intention contraire. 107. L'acceptation de fonctions conférées à vie, emportera translation immédiate du domicile du fonctionnaire dans le lieu ou il doit exercer ses fonctions. 108. La femme mariée n'a point d'autre do- micile que celui de son mari. Le mineur non émancipés aura son domicile chez ses père et mère ou tuteur: le majeur interdit aura le sien chez son curateur. 109. Les majeurs qui servent ou travaillent habituellement chez autrui, auront le mèême do- micile que la personne qu'ils servent ou chez la- quelle ils travaillent, lorsqu'ils demeureront aves elle dans la même maison. 16 B. 3r T. Von dem Wohnſitze. 51 Dritter Titel. Von dem Wohn ſitze. (Deecretirt den 14. Maͤrz 1803. Promulgirt den 24. deſſel⸗ ben Monats.) 102. Der Wohnſitz eines jeden Franzoſen, in Be⸗ ziehung auf die Ausübung ſeiner Civilrechte, iſt an dem Orte, wo er ſeine Hauptniederlaſſung hat. 105. Die Veränderung des Wohnſitzes wird be⸗ wirkt durch die wirkliche Bewohnung eines andern Or⸗ tes, verbunden mit der Abſicht, ſeine Hauptniederlaſ⸗ ſung daſelbſt zu fixiren. 104. Der Beweis dieſer Abſicht ergiebt ſich aus einer ausdrücklichen, ſowohl bey der Municipalität des Ortes, den man verläßt, als bey jener des Ortes, wo⸗ hin man ſeinen Wohnſitz verlegt, gemachten Erklärung. 105. In Ermangelung einer ausdrücklichen Erklä⸗ rung hängt der Beweis der Abſicht von den Umſtänden ab. 106. Der Staatsbürger, der zu einem temporä⸗ ren oder widerruflichen Amte ernannt wird, behält den Wohnſitz, den er vorher hatte, wenn er nicht eine ent⸗ gegengeſetzte Abſicht an den Tag gelegt hat. 107. Die Annahme eines auf Lebenszeit ertheikten Amtes zieht unmittelbar die Verlegung des Wohnſitzes des Beamten an den Ort, wo er ſein Amt ausüben muß, nach ſich. 108. Eine verheirathete Frau hat keinen andern Wohnſitz, als den ihres Mannes. Der nicht emancipirte Minderjährige hat ſeinen Wohnſitz bey ſeinen Eltern oder bey ſeinem Vormunde; der Volljährige, dem die Verwaltung ſeines Vermögens benommen iſt, hat den ſeinigen bey ſeinem Curator. 109. Volljährige, welche bey andern in Dienſten ſtehen, oder fortdauernd 1) arbeiten, haben mit der Perſon, welcher ſie dienen, oder bey der ſie arbeiten, einerley Wohnſitz, wenn ſie in demſelben Hauſe mit ihr wohnen. 1) beſtindig. L. gewoͤhnlich.§. gewoͤhnlicher Weiſe. D, u. M. 4. 52 L. I. T. IV. De 1'Absence. 110. Le lieu où la succession s'ouvrira, sera déterminé par le domicile. 111. Lorsqu'un acte contiendra, de la part des parties ou de l'une d'elles, élection de domicile pour l'exécution de ce mème acte dans un autre lieu que celui du domicile réel, les significations, demandes et poursuites relatives à cet acte, pour- ront être faites au domicile convenu, et devant le juge de ce domicile.. TIIRE QUATRIEME. Des Absents. (Déerété le 15 mars 1803. Promulgué le 25 du mème meis.) CHAPITRE PREMIER. De la Présomption d'Absence. 112. S'il y a nécessité de pourvoir à l'admi- nigtration de tout ou partie des biens laissés par ume personne présumée absente, et qui n'a point de procureur fondé, il y sera statué par le tribu- nal de première instance, sur la demande des par- ties intéressées. 113. Le tribunal, à la requòôte de la partie la plus diligente, commettra un notaire pour re- présenter les présumés absents, dans les inventai- res, comptes, partages et liquidations dans les- quels ils seront intéressés. 114. Le ministère public est spécialement chargé de veiller aux intérêts des personnes pré- 2) Succeſſion. D. Verlaſſenſchaft. S8. Erbfolge. M. 3) Nur der Wohnſitz eines Menſchen iſt fuͤr den Ort zu achten, wo die Erbfolge in ſein Vermoͤgen eroͤffnet wird. E. 4) an einem Orte, wo ihr wirkliches Domicil nicht iſt. D. u. M. anders wo, an als dem gewohnlichen Wohn⸗ ſitze. S8. ein anderer, als der wahre Wohnort. E. —9 ¶ uł 8—1 18 B. 4r T. Von den Abweſenden. 53 110. Der Ort, wo ſich die Erbſchaft ²) eröffnet, wird durch den Wohnſitz(des Erblaſſers) beſtimmt. 3³) 111. Wird von den Partheyen, oder auch von ei⸗ ner derſelben, in einer Urkunde, zu deren Vollziehung, ein Wohnſitz an einem andern Orte, als dem ihres wirk⸗ lichen Wohnſitzes, ¹) erwählt, ſo können die auf dieſe Urkunde ſich beziehenden Inſinuationen 5), Klagen und das weitere Verfahren ⁶) an dem verabredeten Wohnſitze und vor dem daſigen Richter Statt finden, Vierter Titel. Von den Abweſenden. (Decretirt den 15. Maͤrz 1303. Promulgirt den 25. deſſen⸗ ben Monats.) Erſtes Capitel. Von der Vermuthung der Abweſenheit. 112. Wenn die Nothwendigkeit eintritt, für die Verwaltung aller oder einiger Güter zu ſorgen, die je⸗ mand zurückgelaſſen hat, von dem man vermuthet, daß er abweſend ſey, und der keinen bevollmächtigten Ge⸗ ſchäftsträger hat, ſo ſoll das Gericht erſter Inſtanz auf Anſuchen der Intereſſenten hierüber Verfügung treffen. 115. Auf das Geſuch derjenigen Parthey, die ſich zuerſt deßhalb meldet 1¹), ertheilt das Gericht einem No⸗ tar den Auftrag, den abweſend Vermutheten bey den Inventuren, Rechnungsabnahmen, Theilungen und Li⸗ quidationen, wobey er intereſſirt iſt, zu vertreten. 114. Der kaiſerliche Procurator ²) hat den be⸗ ſondern Auftrag, für das Intereſſe der abweſend ver⸗ 5) Zuſtellungen. L. Significationen. 8. Andeutungen. E. 6) Betreibungen. L. u. 8. 1) Der fleiſſigſten, L. der befliſſenſten, 8. der die Sache am meiſten betreibenden Parthey. M. 2) Das oͤffentliche Miniſterium, L. u. D. Die Staats⸗ beamten. M. 54 L. I. T. IV. De 1'Abgence. sumées absentes; et il sera entendu sur toutes les demandes qui les concernent, CHAPITRE II. De la Déclaration d'Abs ence. 115. Lorsqu'une personne aura cessé de pa- rattre au lieu de son domicile ou de sa résidence, et que depuis quatre ans on n'en aura point eu de nouvelles, les parties intéressées pourront se pourvoir devant le tribunal de première instance, afin que l'absence soit déclarée. 116. Pour constater l'absence, le tribunal, d'après les pièces et documents produits, ordon- nera qu'une enquète soit faite contradictoirement avec le procureur impérial, dans l'arrondissement du domicile, et dans celui de la résidence, S'ils sont distincts'un de l'autre. 117. Le tribunal, en statuant sur la deman- de, aura d'ailleurs égard aux motifs de l'absence, et aux causes qui ont pu empécher d'avoir des nouvelles de l'individu présumé absent. 118. Le procureur impérial enverra, aussi- töt qu'ils seront rendus, les jugements tant pré- paratoires que définitifs, au grand-juge ministre de la justice, qui les rendra publics. 119. Le jugement de déclaration ghösence ne sera rendu qu'* un an après. le jugement qui aura ordonné l'enquéte. 3) nach den beygebrachten Schriften und Belegen. S. nach vorgelegten ſchriftlichen Beweiſen. M. nach auf⸗ gelegten ſchriftl. Bew. D. nach erfolgter Production der noͤthigen Actenſtuͤcke und Documente. E. 4 8 ——9—2.— 15 B. Ar T. Von den Abweſenden. 55 mutheten Perſonen zu wachen, und er ſoll bey allen Ge⸗ ſuchen, die ſie betreffem, gehört werden. Zweytes Capitel. Von der Abweſenheitserklaͤrung. 115. Wenn eine Perſon an dem Orte ihres Wohn⸗ ſitzes oher gewöhnlichen Aufenthalts nicht mehr erſcheint, und ſet vier Jahren keine Nachricht von ihr eingegan⸗ gen iſt, ſo konnen die Intereſſenten bey dem Gericht er⸗ ſter Irſtanz darum nachſuchen, daß ſie für abweſend er⸗ klärt werde. 115. Um die Abweſenheit auſſer Zweifel zu ſetzen, ſoll das Gericht, nach Anleitung der producirten Acten⸗ ſtücke und Documente 3³), verordnen, daß in dem Arrondiſement des Wohnſitzes, und in jenem des ge⸗ wöhnligen Aufenthalts, wenn beyde von einander ver⸗ ſchieden ſind, die Sache durch Zeugenverhör erörtert wer⸗ de 4), wobey der kaiſerliche Procurator(als Vertreter des Abneſenden) zu hören iſt. 5) 117. übrigens ſoll das Gericht, indem es über das Geſuch entſcheidet, auf die Beweggründe der Abweſen⸗ heit und auf die Urſachen Rückſicht nehmen, die verhin⸗ dert hiben koͤnnten, daß man von der abweſend vermu⸗ theten Perſon Nachricht erhalten hat. 1 8. Der kaiſerliche Procurator ſoll die Vorbe⸗ ſcheide ſowohl, als die Endurtheile, ſobald ſie geſprochen ſind, ai den Großrichter⸗Juſtizminiſter einſenden, der ſie öffertlich bekannt zu machen hat. 119: Das Urtheil, wodurch jemand für abweſend erklärt vird, ſoll nicht eher geſprochen werden, als ein Jahr nah dem Urtheile, wodurch das Zeugenverhör ver⸗ ordnet wirde. 4) ein zeugenverhoͤr abgehalten werde. L. u. D. eine Unterſichung angeſtellt werde. M. 5 5) contredictoriſch mit dem kaiſerl. Procurator. D. u. M. peno der kaiſ. Procur. fuͤr den Praͤſumtivabweſenden pricht. S.. 56 L. I. T. IV. De l'Absence. CHAPITRE III.— Des Effets de l'Absence. SECTION PREMIERE. Des Eſſets de l'Abgence, relativemenk aux Biens qu! absent possédait au jour de ga dispariion. 120. Dans les cas ou l'absent n'aurail point laissé de procuration pour l'administration de ses piens, ses héritiers présomptifs au jour de sa dis- parition ou de ses dernières nouvelles, povrront, en vertu du jugement dénnitif qui aura iéclaré l'absence, se faire envoyer en Possession piovisoi- re des biens qui appartenaient à l'absent iu jour de son départ ou de ses dernières nouvelles, à la charge de donner caution pour la sůreté le leur administration. 121. Si l'absent a laissé une procuratien, ses héritiers présomptifs ne pourront poursuivre la déclaration d'absence et l'envoi en possession pro- visoire, qu'après dix années révolues deouis sa disparition ou depuis ses dernières nouvelles. 122. Il en sera de même si la procurarion vient à cesser; et, dans ce cas, il sera pourvu à T'administration des biens de l'absent, conme il est dit au chapitre premier du présent titre. 123. Lorsque les héritiers présomptifs auront obtenu l'envoi en possession provisoire, le testa- ment, s'il en existe un, sera ouvert à la réquisi- tion des parties intéressées, ou du procureur im- périal au tribunal; et les légataires, les donatai- res, ainsi due tous ceux qui avaient, sur les biens de l'absent, des droits subordonnés à la rondition de son décès, pourront les exercer provisoire- ment, à la charge de donner caution. „—2 1s B. 4r T. Von den Abweſenden. 57 Drittes Capitel. Von den Wirkungen der Abweſenheit. Erſter Abſchnitt. Von den Wirkungen der Abweſenheit, in Beziehung auf das Vermögen, welches der Abweſende am Tage ſei⸗ nes Verſchwindens beſaß. 120. In den Fällen, wo der Abweſende keine Voll⸗ macht zur Verwaltung ſeines Vermögens zurückgelaſſen hat, können diejenigen, die am Tage ſeines Verſchwindens oder der letzten von ihm eingegangenen Nachricht ſeine ver⸗ muthlichen Erben waren, kraft des Endurtheils, das ihn für abweſend erklärte, ſich in den proviſoriſchen Beſitz des Vermögens einſetzen laſſen, welches dem Abweſenden am Tage ſeiner Abreiſe oder der letzten von ihm eingegangenen Nachricht gehörte, unter dem Beding, für die gute Füh⸗ rung ihrer Verwaltung Sicherheit ⁶⁹) zu leiſten. 121. Hat der Abweſende eine Vollmacht zurückge⸗ laſſen, ſo können ſeine vermuthlichen Erben auf die Ab⸗ weſenheitserklärung und die Einweiſung in den proviſo⸗ riſchen Beſitz nicht eher antragen, als nach Ablauf von zehn Jahren ſeit ſeinem Verſchwinden, oder ſeit der letz- ten Nachricht von ihm. 122. Daſſelbe ſoll Statt finden, wenn die Voll⸗ macht erloſchen iſt, und in dieſem Falle ſoll für die Ver⸗ waltung der Güter des Abweſenden geſorgt werden, wie im erſten Capitel dieſes Titels beſtimmt iſt. 123. Sobald die vermuthlichen Erben die Einwei⸗ ſung in den proviſoriſchen Beſitz erlangt haben, ſoll, auf Anſuchen der Intereſſenten oder des kaiſerlichen Procura⸗ tors bey dem Gerichte, das Teſtament, wenn eines vor⸗ handen iſt, eröffnet werden, und die Legatarien, die Geſchenknehmer, ſo wie alle, die auf die Güter des Ab⸗ weſenden irgend einen durch ſeinen Tod bedingten An⸗ ſpruch haben, ſollen zur proviſoriſchen Ausübung ihrer Rechte zugelaſſen werden, jedoch unter dem Bedinge, daß ſie Sicherheit ⁷) ſtellen. 6) Buͤrgſchaft. 8. 7) Buͤrgſchaft.§. 58 L. I. T. IV. De l'Absence. 126. L'époux commun en biens, s'il opte pour la continuation de la communauté, pourra empécher l'envoi provisoire, et Pexercice provisoi- re de tous les droits subordonnés à la condition du décès de l'absent, et prendre ou conserver par préférence J'administration des biens de l'absent. Si l'époux demande la dissolution provisoire de la communauté, il exercera ses reprises es tous ses droits légaux et conventionnels, à la charge de donner caution pour les choses susceptibles de restitution. La femme, en optant pour la continuation de la communauté, conservera le droit d'y renoncer ensuite. 125. La possession provisoire ne sera qu'un dépôt, qui donnera à ceux qui l'obtiendront, l'ad- ministration des biens de l'absent, et qui les rendra comptables envers lui, en cas qu'il reparaisse ou qu'on ait de ses nouvelles. 126. Ceux qui auront obtenu Penvoi provi- soire, ou l'époux qui aura opté pour la continua- tion de la communauté, devront faire procéder à l'inventaire du mobilier et des titres de l'’absent, en présence du procureur impérial au tribunal de première instance, ou d'un juge de paix requis par ledit procureur impérial. Le tribunal ordonnera, s'il y a lieu, de ven- dre tout ou partie du mobilier. Dans le cas de vente, il sera fait emploi du prix, ainsi due des fruits échus. Ceux qui- auront obtenu l'envoi provisoire, pourront requérir, pour leur süreté, qu'il soit 8) ſeine Befugniſſe in Beziehung auf die Zuruͤcknahme ſeines eigenthuͤmlichen Vermöͤgens ausuͤben. D. die Zuruͤcknahme ſeines Vermoͤgensantheils ausüben. E. ſein Eingebrachtes zuruͤckfordern. M. 1s B. Ar T. Von den Abweſenden. 59 124S3. Der Ehegatte, der mit dem Abweſenden in einer Gütergemeinſchaft lebte, iſt, wenn er dieſe Ge⸗ meinſchaft fortzuſetzen verlangt, befugt, die proviſoriſche Einweiſung, und die proviſoriſche Ausübung aller durch den Tod des Abweſenden bedingten Rechte zu verhindern, und vorzugsweiſe die Verwaltung der Guter des Abwe⸗ ſenden zu übernehmen oder fortzuſetzen. Verlangt der Ehegatte die proviſoriſche Aufhebung der Gütergemein⸗ ſchaft, ſo kann er ſein eigenthümliches Vermögen zurück⸗ nehmen ⁸), und alle ſeine geſetzlichen und vertragsmäßi⸗ gen Rechte ausüben, unter der Bedingung, Sicher⸗ heit*) für diejenigen Sachen zu ſtellen, die zur Zurück⸗ gabe geeignet ſeyn könnten. Erklärt ſich die Ehegattin für die Fortſetzung der Gütergemeinſchaft, ſo behält ſie das Recht, in der Folge darauf Verzicht zu leiſten. 125. Der proviſoriſche Beſitz iſt nur Anvertrauung eines fremden Gutes, welche denjenigen, die den Beſitz erlangen, die Verwaltung der Güter des Abweſenden einräumt, und ſie auf den Fall, wenn er wieder erſcheint oder man Nachricht von ihm erhält, zur Rechnungsabla⸗ ge verbindet. 126. Diejenigen, welche die proviſoriſche Einwei⸗ ſung erlangt haben, oder der Ehegatte, der ſich für di Fortſetzung der Gütergemeinſchaft erklärt hat, müſſen in Gegenwart des kaiſerlichen Procurators bey dem Ge⸗ richte erſter Inſtanz, oder eines von dem gedachten kaiſer⸗ lichen Procurator hiezu aufgeforderten Friedensrichters, zur Inventur des Mobiliarvermögens und der Documen⸗ te 19)(titres) des Abweſenden ſchreiten laſſen. Das Gericht verordnet, erforderlichen Falls, daß das Mobiliarvermögen ganz oder zum Theil veräuſſert wer⸗ de. Im Falle der Veräuſſerung ſoll das daraus gelößte Geld eben ſo zum Beſten der Maſſe angelegt werden, wie dieſes in Anſehung des Erlöſes aus den bis zum Tage der Einweiſung gezogenen Früchten geſchehen muß. Diejenigen, welche die proviſoriſche Einweiſung er⸗ langt haben, können zu ihrer Sicherheit darauf antra⸗ —-—— 9) Buͤrgſchaft. S. 10) Erwerbungsbriefe. D. Rechtstitel. L. rechtlichen Forderungen. M, Schriften.§. — —— — —— 60 L. I. T. IV. De l'Absence. procédé par un expert nommé par le tribunal, à 4 la visite des immeuhles, à l'effet d'en constater P'état. Son rapport sera homologué en présence du procureur impérial; les frais en seront pris sur les biens de l'absent. 127. Ceux qui, par suite de l'envoi provi- soire, ou de l'administration légale, auront joui des Biens de l'absent, ne geront tenus de lui ren- dre que le cinquième des revenus, säl reparait avant quinze ans révolus depuis le jour de sa dis- parition; et le dixième, s'il ne reparait qu'après les quinze ans. Après trente ans d'absence, la totalité des revenus leur appartiendra. 128. Tous ceux qui ne jouiront qu'en vertu de Penvoi provisoire, ne pourront aliener ni hy- pothéquer les immeubles de Labsent. 3 129. Si l'absence a continué pendant trente ans depuis l'envoi provisoire, ou depuis T'époque à laquelle Tépoux commun aura pris''administra- tion des biens de l'absent, ou s'il s'est écoulé cent ans révolus depuis la naissance de l'absent, les cautions seront déchargées; tous les ayant- droit pourront demander le partage des biens de l'ab- Sent, et faire prononcer l'envoi en possession dé- finitif par le tribunal de première instance. 130. La succession de l'absent sera ouverte du jour de son décès prouvé, au profit des héri- tiers les plus proches à cette époque; et ceux qui auraient joui des biens de Jabsent, seront tenus de les restituer, sous la réserve des fruits par eux acquis en vertu de l'article 127. 131. Si l'absent reparatt, ou si son existence zest prouvée pendant l'envoi provisoire, les effets du jugement qui aura déclare PYabsence cesseront; 1s B. 4r T. Von den Abweſenden. 61 gen, daß die liegenden Güter durch einen von dem Ge⸗ richte hiezu ernannten Sachverſtändigen in Augenſchein genommen werden, um ihren Zuſtand zu bewähren. Sein Bericht ſoll in Gegenwart des kaiſerl. Procurators gerichtlich beſtätiget, der Koſtenbetrag aber aus dem Ver⸗ mögen des Abweſenden beſtritten werden. 127. Diejenigen, die zufolge der proviſoriſchen Einweiſung oder der geſetzlichen Verwaltung den Genuß der Güter des Abweſenden gehabt haben, ſind ihm, wenn er wieder erſcheint ehe von dem Tage ſeines Ver⸗ ſchwindens an fünfzehn Jahre verſtrichen ſind, nur den fünften Theil der Einkünfte, erſcheint er aber erſt nach fünfzehn Jahren, nur den zehnten Theil zu erſetzen ver⸗ bunden. Kach einer Abweſenheit von dreyßig Jahren ſoll der ganze Betrag der Einkünfte ihnen zugehören. 128. Alle diejenigen, die nur kraft einer proviſo⸗ riſchen Einweiſung den Genuß haben, können die Immo⸗ bilien des Abweſenden weder veräußern noch verpfänden. 129. Hat ſeit der proviſoriſchen Einweiſung, oder ſeit dem Zeitpunct, wo der in Gütergemeinſchaft leben⸗ de Ehegatte die Verwaltung der Güter des Abweſenden übernommen hat, die Abweſenheit dreyßig Jahre gedau⸗ ert, oder ſind ſeit der Geburt des Abweſenden hundert Jahre verfloſſen, dann ſind die Sicherheitsbeſtellun— gen 1²) aufzuheben; alle Berechtigten können die Thei⸗ lung des Vermögens des Abweſenden verlangen, und durch das Gericht erſter Inſtanz die Einweiſung in den definitiven Beſitz erkennen laſſen. 150. Wird der Todestag des Abweſenden erwieſen, ſo wird die Erbfolge in ſein Vermögen von dieſem Tage an, zum Vortheil derjenigen ſeiner Erben, welche in dieſem Zeitpunct die nächſten waren, eröffnet; und die⸗ jenigen, welche den Genuß des Vermögens des Abweſen⸗ den gehabt haben, ſind gehalten, es wieder auszuliefern, jedoch mit Ausnahme der Einkünfte, die ſie kraft des 127. Artikels erworben haben. 131. Erſcheint der Abweſende wieder, oder wird während der proviſoriſchen Einweiſung dargethan, daß er noch lebe, ſo hören die Wirkungen des Urtheils 12) Buͤrgſchaften. 8. 8 6²2 L. I. T. IV. De l'Absence. sans préjudice, s'il y a lieu, des mesures conser- vatoires prescrites au chapitre premier du Pprésent titre, pour l'administration de ses biens. 132. Si l'absent reparait, ou si son existence est prouvée, mèême après l'envoi définitif, il re- couvrera ses biens dans l'état ou ils se trouveront, le prix de ceux qui auraient été aliénés, ou les biens provenant de l'emploi qui aurait été fait du prix de ses biens vendus. 133. Les enfants et descendants directs de l'absent pourront également, dans les trente ans, aà compter de l'envoi déhnitif, demander la resti- tution de ses biens, comme il est dit en l'article précédent. 134. Après le jugement de déclaration d'ab- sence, toute personne qui aurait des droits à exer- eer contre l'absent, ne pourra les poursuivre que contre ceuXx qui auront été envoyés en possession des biens, ou qui en auront l'administration légale. SECTION II. Des E/fets de l'bsence, relativement aux Droits &ventuels qui peuvent compéter à l'abgent. 135. Quiconque réclamera un droit échu à un individu dont l'existence ne sera pas reconnue, devra prouver que ledit individu existait quand le droit a été ouvert: jusqu'à cette preuve, il sera déclaré non-recevable dans sa demande. 156. S'il s'ouvre une succession à laquelle soit appelé un individu dont l'existence n'est pas reconnue, elle sera dévolue exclusivement à ceux 13) in Beziehung auf Rechte, die dem Abweſenden kuͤnf⸗ tig zufallen koͤnnen. E. 14) von dem man nicht weiß, ob er noch lebe. E. 1s B. Ar T. Von den Abweſenden. 65 auf, das ihn für abweſend erklärt hatte, jedoch, erforder⸗ nichen Falls, unbeſchadet der im erſten Capitel dieſes Ti⸗ tels für die Verwaltung ſeiner Güter vorgeſchriebenen, zur Erhaltung des Vermögens dienenden Maßregeln. 132. Wenn ſelbſt nach der Definitiv⸗Einweiſung der Abweſende wieder erſcheint, oder erwieſen wird, daß er noch lebe, ſo erhält er ſeine Güter in dem Zuſtande, worin ſie ſich alsdann befinden, den Preis derjenigen, die veräuſſert, oder die Güter, die aus dem Erlöße ſei⸗ ner veräuſſerten Güter wieder angeſchafft worden ſind, zurück. 133. Die Kinder des Abweſenden, und die, wel⸗ che in gerader Linie von ihm abſtammen, ſind ebenfalls berechtiget, innerhalb dreyßig Jahren, von der Defini— tiveinweiſung an gerechnet, die Zurückgabe ſeiner Güter, auf die in dem vorhergehenden Artikel beſtimmte Art, zu verlangen. 15 ½4. Nach erlaſſenem Urtheile, das die Abweſen⸗ heitserklärung enthält, ſoll jeder, der Anſprüche an den Abweſenden hat, ſie nur gegen diejenigen geltend machen können, die in den Beſitz ſeiner Güter eingewieſen wor⸗ den ſind, oder die geſetzliche Verwaltung derſelben haben. Zweyter Abſchnitt. Von den Wirkungen der Abweſenheit, in Beziehung auf die dem Abweſenden etwa zuſtehenden, eventuellen Rechte. ¹³) 135. Wer ein Recht in Anſpruch nimmt, das ei⸗ nem Menſchen angefallen ſeyn ſoll, deſſen Exiſtenz nicht anerkannt iſt 14), der muß den Beweis führen, daß die⸗ ſer Menſch in dem Zeitpuncte noch lebte, als das Recht reröffnet wurde 15); bis er dieſen Beweis liefert, ſoll ſein Geſuch für unſtatthaft erklärt werden. 136. Wird eine Erbſchaft erler get, wozu jemand berufen iſt 16), deſſen Exiſtenz ungewiß iſt, ſo fällt ſie ausſchließlich denjenigen zu, welche mit ihm ein gleiches 3 15) da der Anfall erfolgte. E. als der Rechtsanfall Statt fand. M. 16) zu der ein Menſch das naͤchſte Recht hat. E. 64 L. I. T. IV. De l'Absence. avec lesquels il aurait eu le droit de concourir, eu à ceux qui l'auraient recueillie à son défaut. 137. Les dispositions des deux articles pré- cédents auront lieu sans préjudice des actions en Pétition d'hérédité et d'autres droits, lesquels compéteront à l'absent ou à ses représentants ou ayant-cause, et ne s'éteindront que par le laps de temps établi pour la prescription. 138. Tant que l'absent ne se représentera pas, ou que les actions ne seront point exercées de son chef, ceux qui auront recueilli la succes- dion gagneront les fruits pap eux perçus de bon- ne foi. SECTION III. Des Eſfets de l'Abgence, relativement au Mariage. 139. L'époux absent dont le conjoint a con- tracté une nouvelle union, sera seul recevable à attaquer ce mariage par lui- mème, ou par son fondé de pouvoir, muni de la preuve de son exis- tence. 140. Si l'époux absent n’a point laissé de pa- rents habiles à lui succéder, l'autre 6époux pourra demander l'envoi en possession provisoire des biens. CHAPITRE IV. De la Surveillance des Enfants mineurs du Peêre qui a disparu. 141. Si le père a disparu laissant des enfants. mineurs issus d'un commun maxiage, la mèêre en 17) mit welchen er ſonſt die Erbſchaft zu theilen gehabt haͤtte. E.. 4 13) ſeinen Stellvertretern und den Inhabern ſeiner Rech⸗ te. L. ſeinen Repraſentanten und Beſitzern ſeiner Rechte.§8. deſſen Repraͤſentanten und Stellvertre⸗ tern. E. 19) die ſich der Erbſchaft angemaßt haben. E. 1s B. Ar T. Von den Abweſenden. 65 Erbrecht haben 17), oder denen, die in Ermangelung ſeiner zur Erbſchaft gelangt wären. 157. Die Verfügungen der beyden vorhergehen⸗ den Artikel finden Statt unbeſchadet der Erbſchaftsklagen und anderen Rechte, die dem Abweſenden oder denjeni⸗ gen, die ihn repraͤſentiren oder ingſeine Rechte getreten ſind 18), zuſtehen mögen, und welche nur mit Ablauf der für die Verjährung beſtimmten Zeit erlöſchen. 138. So lange der Abweſende ſich nicht einfindet, oder keine Klagen in ſeinem Namen angeſtellt worden ſind, erwerben diejenigen, welche die Erbſchaft in Em⸗ pfang genommen haben ¹⁹), die in gutem Glauben(bo⸗ na fide) bezogenen ²0) Früuchte. 21) Dritter Abſchnitt. Von den Wirkungen der Abweſenheit, in Beziehung auf die Ehe. 259. Hat der Ehegaͤtte eines Abweſenden eine neue eheliche Verbindung geſchloſſen, ſo iſt es dem Abweſen⸗ den allein geſtattet, dieſe Ehe, entweder in Perſon oder durch einen Bevollmächtigten, der mit dem Beweiſe der Exiſtenz des Abweſenden verſehen iſt 22), anzufechten. 140. Hat der abweſende Ehegatte keine erbfähigen Verwandten ²³) zurückgelaſſen, ſo kann der andere Ehe⸗ gatte die Einweiſung in den proviſoriſchen Beſitz des Vermögens verlangen. Viertes Capitel. Von der Aufſicht uͤber minderjaͤhrige Kinder, de⸗ ren Vater verſchwunden iſt. 24) 141. Die Mutter hat, wenn der Vater verſchwun⸗ den iſt, und minderjährige Kinder zurückgelaſſen hat, 20) genoſſenen. M. u. E. 21) Nutzungen. M. u. E. 22²) dafern letzterer beybringt, daß ſein Machtgeber noch am Leben ſeye. E. 23) Verwandte, die ihn zu erben geeigenſchaftet ſind. L. ihm zu ſuccediren faͤhigen Verwandte. M. 24) ſich entfernt hat. E. Cod. N. 1. B. 5 66 I. I. T. V. Du Mariage. gzura la surveillance, et elle exercera tous les droits du mari, quant à leur éducation et à l'admi- nistration de leurs biens. 142. Six mois après la disparition du père, ai la mère était décédée lors de cette disparition, ou si elle vient à décéder avant que l'absence du père ait été déclarée, la surveillance des enfants sera déférée, par le conseil de famille, aux ascen- dants les plus proches, et, à leur défaut, à un tuteur provisoire. 1438 Il en sera de même dans le cas ouð l'un des époux qui aura disparu, laissera des enfants mineurs issus d'un mariage précédent. TITRE CINOUIEME. Du Mariage. (Décrété le 17 mars 1803. Promulgué le 27 du méme mois.) „* CHAPITRE PREMIER. Des Qualités et Conditions requises pour pouvoir contracter Mariage. 144. L'homme avant dix-huit ans révolus, la femme avant quinze ans révolus, ne peuvent contracter mariage. 145. Néanmoins, il est loisible à l'Empereur d'accorder des dispenses d'dge pour des motifs graves.., 146. Il n'y a pas de mariage lorsqu'il n'y a point de consentement. 147. On ne peut contracter un second ma- riage avant la dissolution du premier.. 148. Le flls qui n'a pas atteint l'äge de vingt- cinq ans accomplis, la fille qui n'a pas atteint l'äge de vingt-un ans accomplis, ne peuvent contracter mariage sans le consentement de leurs pere et —.,„— 1s B. 5r T. Von der Ehe. 67 die aus ihrer beyderſeitigen Ehe entſproſſen ſind, über dieſe Kinder die Aufſicht, und übt, ſowohl in Anſehung ihrer Erziehung, als der Verwaltung ihres Vermögens, alle Rechte des Mannes aus. 142. Sechs Monate nach dem Verſchwinden des Vaters, wenn die Mutter zur Zeit dieſes Verſchwindens ſchon todt war, oder wenn ſie nachher ſtirbt, ehe der Vater für abweſend erklärt iſt, wird die Aufſicht über die Kinder von dem Familienrathe den nächſten. Ascen⸗ denten, oder in deren Ermangelung einem proviſoriſch beſtellten Vormunde übertragen. 143. Eben ſo ſoll es in dem Falle gehalten werden, wenn der Ehegatte, welcher verſchwunden iſt, aus einer vorherigen Ehe minderjährige Kinder zurückläßt. Fuͤnfter Titel. Von der Ehe. (Decretirt den 17. Maͤrz 1803. Promulgirt den 27. deſſel⸗ ben Monats.) Erſtes Capitel. Von den zu Schließung einer Ehe erforderlichen Eigenſchaften und Bedingungen. 144. Der Mann kann vor zurückgelegtem achtzehn⸗ ten, das Weib vor zurückgelegtem fünfzehnten Jahre keine Ehe eingehen. 145. Doch kann der Kaiſer aus wichtigen Gründen in Anſehung des Alters dispenſiren. 4 146. Ohne Einwilligung gibt es keine Ehe. 147. Man kann keine zweyte Ehe ſchließen, bevor die erſte aufgelößt iſt. 148. Der Sohn, der das fünf und zwanzigſte Jahr, und die Tochter, die das ein und zwanzigſte Jahr noch nicht zurückgelegt hat, können ohne Einwilligung ihres Vaters und ihrer Mutter keine Ehe ſchließen; ſind 5 66 L. I. T. V. Du Mariege. mère: en cas de dissentiment, le consentement du Père suffit. 149. Si l'un des deux est mort, ou s'il est dans P'impossibilité de manifester sa volonté, le consentement de l'autre suffit. 150. Si le père et la mère sont morts, ou s'ils sont dans l'impossibilité de manifester leur volonté, les aieuls et aleules les remplacent: s'il y a dissentiment entre l'aieul et l'aieule de la mè- me ligne, il suffit du consentement de l'aieul. S'il y a dissentiment entre les deux lignes, ce partage emportera consentement. 151. Les enfants de famille ayant atteint la majorité fixée par l'article 148, sont tenus, avant de contracter mariage, de demander, par un acte respectueux et formel, le conseil de leur père et de leur mère, ou celui de leurs aieuls et aieules, lorsque leur père et leur mère sont décédés, ou dans l'impossibilité de manifester leur volonté. (Articles 152, 153, 154, 155, 156 et 157, décrétés le 12 mars 1804. Promulgués le 22 du méme mois.) 152. Depuis la majorité fixée par l'art. 148, jusqu'd l'âge de trente ans accomplis pour les fils, et jusqu'à l'age de vingt-cinq ans accomplis pour les filles, l'acte respectueux prescrit par l'article précédent, et sur lequel il n'y aurait pas de con- sentement au mariage, sera renouvelé deux autres fois, de mois en mois; et un mois après le troi- sième acte, il pourra être passé outre à la célé- bration du maxriage. 153. Après l'âge de trente ans, il pourra être, à défaut de consentement sur un acte res- pectueux, passé outre, un mois après, à la célé- bration du maxiage. —— 2 18 B. 5r T. Von der Ehe. 69 dieſe verſchiedener Meinung, ſo iſt die Einwilligung des Vaters hinreichend. 149. Iſt eines der beyden Eltern todt, oder auſſer Stand, ſeinen Willen zu äuſſern, ſo iſt die Einwilligung des andern hinreichend. 150. Sind, Vater und Mutter todt, oder auſſer Stand, ihren Willen zu äuſſern, ſo treten die Großvä⸗ ter und die Großmutter an ihre Stelle; ſind der Groß⸗ vater und die Großmutter derſelben Linie verſchiedener Meinung, ſo iſt die Einwilligung des Großvaters hin⸗ reichend. Iſt eine Linie mit der andern verſchiedener Meinung, ſo gilt dieſe Verſchiedenheit für Einwilligung. 151. Eheliche Kinder 1), welche die im 148. Ar⸗ tikel beſtimmte Volljährigkeit erreicht haben, ſind ver⸗ bunden, ehe ſie heirathen, ſich den Rath ihres Vaters und ihrer Mutter, oder, wenn Vater und Mutter todt oder auſſer Stand ſind, ihren Willen zu äuſſern, den Rath ihrer Großväter und Großmütter durch ein ehrer⸗ bietiges Schreiben förmlich ²) zu erbitten. (Art. 152, 153, 154, 155, 186 und 157, decretirt den 12⸗ Maͤrz 1804. Promulgirt den 22. deſſelben Monats.) 152. Von der im 148. Artikel beſtimmten Volljäh⸗ rigkeit an, bis zum vollen Alter von dreyßig Jahren in Anſehung der Söhne, und bis zum vollen Alter von fünf und zwanzig Jahren in Anſehung der Töchter, muß das im vorhergehenden Artikel vorgeſchriebene ehrerbie⸗ tige Schreiben, wenn auf daſſelbe die Einwilligung in die Ehe nicht erfolgt iſt, noch zweymal, von Monat zu Monat, wiederholt werden; und einen Monat nach dem dritten Schreiben darf zur Schließung der Ehe geſchritten werden. 153. Nach vollendetem dreyßigſten Jahre kann, wenn auf Ein ehrerbietiges Schreiben die Einwilligung nicht erfolgt, einen Monat nachher zur Schließung der Ehe geſchritten werden. 1) Familienkinder. L. u. 8. 2) durch einen ehrfurchtsvollen und feierlichen Act. L. durch einen ehrerbietigen und foͤrmlichen Act. D. 8. u. M. durch ein ehrerbietiges Geſuch foͤrmlich. E. 70 L. I. T. V. Du Mariage. 154. L'acte respectueux sera notifié à celui ou ceux des ascendants désignés en l'art. 151, par deux notaires, ou par un notaire et deux témoins; et, dans le procès-verbal qui doit en être dressé, il Sera fait mention de la réponse. 155. En cas d'absence de l'ascendant auquel eüt dü être fait l'acte respectueux, il sera passé outre à la célébration du mariage, en représentant le jugement qui aurait été rendu pour déclarer l'absence, ou, à défaut de ce jugement, celui qui aurait ordonné l'enquête, ou, s'il n'y a point en- core eu de jugement, un acte de notoriété délivré par le juge de paix du lieu ouù l'ascendant a eu son dernier domicile connu. Cet acte contiendra la déclaration de quatre témoins appelés d'office par ce juge de paix. 156. Les officiers de l'état civil qui auraient procédé à la célébration des mariages contractés par des fils n'ayant pas atteint l'äge de vingt-cinq ans accomplis, ou par des filles n'ayant pas atteint P'age de vingt-un ans accomplis, sans que le con- sentement des pères et mères, celui des aleuls et aieules, et celui de la famille, dans le cas ou ils sont requis, soient énoncés dans l'acte de maria- ge, seront, à la diligence des parties intéressées et du procureur impérial au tribunal de première instance du lieu ou le mariage aura été célébré, condamnés à l'amende portée par l'art. 192, et, en outre, à un emprisonnement dont la durée ne pourra être moindre de six mois.. 157. Lorsqu'il n'y aura pas eu d'actes xes- pectueux, dans les cas ou ils sont prescrits, l'of- 3) ſo kann ohne weiteres D. u. M. ſo kann ſofort. E. 4) In dieſem Scheine muß enthalten ſeyn, daß vier deß⸗ halb vom Friedensrichter von Amtswegen erforderte Zeugen die Abweſenheit beſtaͤtigt haben. E. 5) welche über eine von Sohnen zc. geſchloſſene Ehe den Act aufgenommen haben. O. die Verheirathung zu Protokoll gebracht. E. —“,—— 81+ ꝓ‿ 7 te 18 B. 5 r T. Von der Ehe. 71 154. Das ehrerbietige Schreiben ſoll dem oder de⸗ nen Ascendenten, die im 151. Artikel bezeichnet ſind, durch zwey Notarien, oder durch einen Notar und zwey Zeugen überreicht, und in dem hierüber aufzunehmen⸗ den Protokoll ihre Antwort bemerkt werden.. 155. Iſt der Ascendent abweſend, an den das ehr⸗ erbietige Schreiben hätte gerichtet werden müſſen, ſe kann ¹) zur Schließung der Ehe geſchritten werden, in ſo fern entweder das Urtheil, das den Ascendenten ſchon für abweſend erklärt hat, oder, wenn noch kein ſolches Urtheil iſt erlaſſen worden, dasjenige, worin das Zeu⸗ genverhör verordnet wurde, oder, falls noch gar kein Ur⸗ theil in der Sache ergangen iſt, eine, von dem Frie⸗ densrichter des Ortes, wo der Ascendent ſeinen letzten bekannten Wohnſitz hatte, ausgeſtellte Notorietätsurkun⸗ de beygebracht wird. Dieſe Urkunde muß die Erklärung von vier durch dieſen Friedensrichter von Amtswegen erforderten Zeugen enthalten. 4) 156. Die Civilſtandsbeamten, welche zu Schließung einer von Söhnen, die noch nicht das volle Alter von fünf und zwanzig, oder von Töchtern, die noch nicht das volle Alter von ein und zwanzig Jahren erreicht haben, einge⸗ gangenen Ehe geſchritten ſind 5), ohne daß in der Hei⸗ rathsurkunde die Einwilligung der Väter und Mütter, der Großväter und Großmütter, oder diejenige der Fa⸗ milie, in den Fällen, worin ſie erfordert wird ³), ausdrücklich bemerkt wäre, ſollen, auf Anſuchen der In⸗ tereſſenten und*) des kaiſerlichen Procurators bey dem Gerichte erſter Inſtanz des Ortes, wo die Ehe geſchloſſen worden iſt, zu der im 192. Artikel beſtimmten Geldbuße, und überdieß zu einer Gefängnißſtrafe verurtheilt werden, deren Dauer nicht kürzer als ſechs Monate ſeyn darf. 157. Wenn in den Fällen, wo es vorgeſchrieben iſt, kein ehrerbietiges Schreiben iſt erlaſſen worden, ſo 6) in den Faͤllen, worin die eine oder die andere erfor⸗ derlich iſt. D. die in den vorgeſchriebenen Faͤllen er⸗ forderliche Einwilligung der Eltern, oder der Großel⸗ tern, oder der Familie.§. die Einwilligung der El⸗ tern und Großeltern, oder, wo es erforderlich iſt, der Familie. E.. 7) oder D. M. u. D. 72 L. I. T. V. Du Maxiage. ficier de l'état civil qui aurait célébré le mariage, sera condamné à la même amende, et à un empri- sonnement qui ne pourra èêtre moindre d'un mois. / 158. Les dispositions contenues aux articles 148 et 149, et les dispositions des articles 191, 152, 153, 154 et 155, relatives à l'acte respectu- eux qui doit ètre fait aux père et mère dans le cas prévu par ces articles, sont applicables aux enfants naturels légalement reconnus. 159. L'enfant naturel qui n'a point été re- connu, et celui qui, après l'avoir été, a perdu ses père etemère, ou dont les père et mère ne Ppeuvent manifester leur volonté, ne pourra, avant l'äge de vingt-un ans révolus, se maxier qu'après avoir obtenu le consentement d'un tuteur ad hoc qui lui sera nommé.. 160. S'il n'y a ni pêre ni mère, ni aieuls ni aieules, ou s'ils se trouvent tous dans l'impossibi- lité de manifester leur volonté, les fils ou filles mineurs de vingt-un ans ne peuvent contracter maxiage sans le consentement du conseil de famille. 161. En ligne directe, le mariage est prohibé entre tous les ascendants et descendants légitimes ou naturels, et les alliés dans la même ligne. 162. En ligne collatérale, le mariage est prohibé entre le frère et la soeur légitimes ou na- turels, et les alliés au mèême degré. 163. Le mariage est encore prohibé entre Poncle et la nièce, la tante et le neveu. 16. Néanmoins, il est loisible à l'Empereur de lever, pour des causes graves, les prohibitions Portées au précédent article. 4 16 B. 5r T. Von der Ehe. 73 ſoll der Civilſtandsbeamte, der die Ehe geſchloſſen hat 8), zu derſelben Geldbuße und zu einer Gefängnißſtrafe, die nicht unter einem Monat dauern darf, verurtheilt wer⸗ den. 158. Die im 148. und 149. Artikel enthaltenen Vorſchriften, ſo wie diejenigen der Artikel 151, 152, 155, 154 und 155, welche ſich auf das ehrerbietige Schreiben beziehen, das in dem daſelbſt beſtimmten Falle an Vater und Mutter gerichtet werden muß, ſind auch auf uneheliche, geſetzlich anerkannte Kinder anwendbar. 159. Ein uneheliches Kind, das nicht anerkannt worden iſt, ſo wie dasjenige, welches nach ſeiner Aner— kennung ſeine beyden Eltern verloren hat, oder deſſen Va⸗ ter und Mutter auſſer Stand ſind, ihren Willen zu äuſ⸗ ſern, kann vor dem vollen Alter von ein und zwanzig Jah⸗ ren nicht heirathen, ohne zuvor die Einwilligung eines ihm hiezu beſonders ernannten Vormundes erhalten zu haben. 160. Sind weder Vater noch Mutter, noch Groß⸗ vaͤter oder Großmütter mehr am Leben, oder ſind ſie alle auſſer Stand, ihren Willen zu aͤußern, ſo können Söhne oder Töchter, welche noch nicht ein und zwanzig Jahre alt ſind, ohne die Einwilligung des Familienraths keine Ehe eingehen. 1 161. In gerader Linie iſt die Ehe zwiſchen allen Ascendenten und Descendenten, ſie ſeyen ehelich oder unehelich, ſo wie zwiſchen Verſchwägerten derſelben Linie verboten. 162. In der Seitenlinie iſt die Ehe zwiſchen Bru⸗ der und Schweſter, ohne Unterſchied der ehelichen und unehelichen Geburt, und zwiſchen Verſchwägerten in dem— ſelben Grade verboten. 163. Die Ehe iſt ferner verboten zwiſchen dem Oheim und der Nichte, der Tante und dem Neffen. 164. Doch kann der Kaiſer aus wichtigen Grün⸗ den von den im vorhergehenden Artikel enthaltenen Ehe⸗ verboten dispenſiren. 8) der den Heirathsact aufgenommen hat. D. den Hei⸗ rathsſchein ausgefertiget. E. 74 L. I. T. V. Du Mariage. CHAPITRE II. Des Formalités relatives à la célébra- tion du Mariage. 165. Le mariage sera célébré publiquement, devant l'officier, civil du domicile de l'une des deux parties. 166. Les deux publications ordonnées par l'art. 63, au titre des Actes de l'état civil, seront faites à la municipalité du lieu où chacune des parties contractantes aura son domicile. 167. Néanmoins, si le domicile actuel n'est établi que pax six mois de résidence, les publica- tions seront faites en outre à la municipalité du dernier domicile. 166. Si les parties contractantes, ou l'une d'elles, sont, relativement au maxiage, sous la puissance d'autrui, les publications seront encore faites à la municipalité du domicile de ceux sous la puissance desquels elles se trouvent. 169. II est loisible à lEmpereur ou aux offi- ciers qu'il préposera à cet effet, de dispenser, pour des causes gravés, de la seconde publication. 170. Le marxiage contracté en Pays étranger entre Français, et entre Français et étrangers, sera valable, s'il a été célébré dans les formes usitées dans le pays, pourvu qu'il ait été précédé des publications prescrites par l'art. 65, au titre des Aotes de l'état civil, et que le Frangçais n'ait point contrevenu aux dispositions contenues au chapitre précédent. 171. Dans les trois mois après le retour du Français sur le territoire de l'Empire, l'acte de célébration du mariage contracté en pays étranger, sera transcrit sur le registre public des mariages du lieu de son domicile. — —— 2 1s B. 5r T. Von der Ehe. 75 Zweytes Capitel. Von den Formalitaͤten, die ſich auf die Schließung der Ehe beziehen. 165. Die Ehe ſoll öffentlich, vor dem Civilbeam⸗ ten des Ortes, wo einer von beyden Theilen ſeinen Wohnſitz hat, geſchloſſen werden. 166. Die beyden, im 63. Artikel in dem Titel von den öffentlichen Urkunden über den bür⸗ gerlichen Zuſtand vorgeſchriebenen, Aufgebote müſ⸗ ſen bey der Municipalität eines jeden Ortes geſchehen, wo einer der beyden Contrahenten ſeinen Wohnſitz hat. 167. Auſſerdem müſſen, wenn der dermalige Wohn⸗ ſitz nur durch einen Aufenthalt von ſechs Monaten ent⸗ ſtanden iſt(*†), die Aufgebote auch noch bey der Muni⸗ cipalität des letzt vorhergehenden Wohnſitzes geſchehen. 168. Sind die Contrahenten, oder einer derſelben, in Rückſicht auf die Verheirathung, unter fremder Ge⸗ walt, ſo müſſen die Aufgebote auſſerdem noch bey der Municipalität des Wohnortes der Perſonen geſchehen, unter deren Gewalt ſie ſich befinden. 169. Der Kaiſer, oder die Beamten, welche er deßhalb anſtellen wird, können aus wichtigen Gründen von dem zweyten Aufgebot dispenſiren. 170. Eine im Auslande zwiſchen Franzoſen, oder zwiſchen Franzoſen und Ausländern eingegangene Ehe iſt giltig, wenn ſie nach der in jenem Lande hergebrach— ten Form geſchloſſen worden iſt, vorausgeſetzt, daß die im 63. Artikel in dem Titel von den öffentlichen Urkunden über den bürgerlichen Zuſtand vorgeſchriebenen Aufgebote vorhergegangen ſind, und daß der Franzoſe den im vorhergehenden Capitel enthaltenen Verfügungen nicht zuwider gehandelt hat. 171. In den erſten drey Monaten nach der Rück⸗ kehr des Franzoſen auf das Gebiet des Reichs, muß die Urkunde uͤber die im Auslande geſchloſſene Ehe in das öf⸗ fentliche Heirathsregiſter des Ortes, wo er ſeinen Wohn⸗ ſitz hat, eingetragen werden. (*) Vgl. Art. 74. 76 L. I. T. V. Du Mariage. CHAPITRE III. Des Oppositions au Mariage. 172. Le droit de former opposition à la célé- bration du mariage, appartient à la personne en- gagée par mariage avec l'une des deux parties con- tractantes. 173. Le père, et à défaut du père, la mère, et à défaut de père et mère, les aieuls et aleules, peuvent former opposition au maxiage de leurs en- fants et descendants, encore que ceux-ci aient vingt-cinq ans accomplis. 174. A défaut d'aucun ascendant, le frère ou la soeur, l'oncle ou la tante, le cousin ou la cou- sine germains, majeurs, ne peuvent former au- cune opposition que dans les deux cas suivants: 10*Lorsque le consentement du conseil de fa- mille, requis par l'article 160, n'a pas été obtenu; 20- Lorsque l'opposition est fondée sur l'état de démence du futur époux: cette opposition, dont le tribunal pourra prononcer main-levée pure et simple, ne sera jamais reçue qu'aà la char- ge, par l'opposant, de provoquer l'interdiction, et d'y faire statuer dans le délai qui sera fixé par le jugement. 6 175. Dans les deux cas prévus par le précé- dent article, le tuteur ou curateur ne pourra, pendant la durée de la tutelle ou curatelle, former opposition qu'autant qu'il y aura été autorisé par un conseil de famille, qu'il pourra convoquer. 176. Tout aete d'opposition énoncera la qua- lité qui donne à Popposant le droit de la former; il contiendra élection de domicile dans le lieu ou le mariage devra être célébré; il devra également, 2 moins qu'il ne soit fait à la requête d'un ascen- dant, contenir les motifs de l'opposition: le tout . ———.— — 1s B. 5r T. Von der Ehe. 27 Drittes Capitel. Von den Einſpruͤchen gegen die Heirath. 172. Das Recht gegen die Schließung der Ehe Ein⸗ ſpruch zu thun, hat die Perſon, welche mit einem der bey⸗ den Contrahenten ſchon verheirathet iſt. 173. Der Vater, und in Ermangelung des Vaters, die Mutter, und in Ermangelung beyder Eltern, die Großeltern können gegen die Heirath ihrer Kinder und Descendenten Einſpruch thun, wenn dieſe auch ſchon das Alter von fünf und zwanzig Jahren zurückgelegt haben. 174. In Ermangelung aller Ascendenten können der Bruder oder die Schweſter, der Oheim oder die Tan⸗ te, und die Geſchwiſterkinder, wenn ſie volljährig) ſind, nur in folgenden zwey Fällen Einſpruch thun: 1.) Wenn die Einwilligung des Familienraths, welche der 160. Artikel erfordert, nicht erlangt worden iſt; 2.) Wenn der Einſpruch ſich auf den Wahnſinn 1⁰) des künftigen Ehegatten gründet. Dieſer Einſpruch, deſſen Aufhebung das Gericht unbedingt verfügen kann, darf nur dann angenommen werden, wenn der Einſpre⸗ chende auf die Interdiction anträgt, und hierüber bin⸗ nen der Friſt, die durch das Urtheil beſtimmt werden wird, entſcheiden läßt. 175. In den beyden durch den vorhergehenden Ar⸗ tikel beſtimmten Fällen kann der Vormund oder Curator während der Dauer der Vormundſchaft oder Curatel nur dann Einſpruch thun, wenn er von einem Familienrathe, den er zu dieſem Ende zuſammenberufen darf, hiezu au⸗ toriſirt worden iſt. 176. Jede Einſpruchsurkunde muß die Eigenſchaft ausdrücken, welche dem Einſprechenden das Recht gibt, ihn einzulegen; der Ort, wo die Ehe geſchloſſen werden ſoll, muß darin zum Wohnſitz(um daſelbſt Recht zu neh⸗ men)(*) erwählt ſeyn; auch muß ſie die Beweggrün⸗ de des Einſpruchs, wenn er nicht auf Anſuchen eines Ascendenten eingelegt worden iſt, enthalten; alles bey () Vgl. Art. III. 9) mindie E. 10) Bloͤdſinn, L. Bloͤdſinnigkeit. 8. 78 L. I. T. V. Du Mariage. a peine de nullité, et de l'interdiction de'offi- cier ministériel qui aurait signé l'acte contenant opposition. 177. Le tribunal de première instance pro- noncera dans les dix jours sur la demande en main- levée. 178. S'il y a appel, il y sera statué dans les dix jours de la citation. 179. Si T'opposition est rejetée, les oppo- sants, autres néanmoins que les ascendants, pour- ront être condamnés à des dommages-intérêts. CHAPITRE TVV. Des Demandes en nullité de Marilage. 180. Le mariage qui a été contracté sans le consentement libre des deux époux, ou de l'un d'eux, ue peut être attaqué que par les époux, ou par celui des deux dont le consentement n'a pas été libre. Lorsqu'il y a eu erreur dans la personne, le mariage ne peut ôêtre attaqué que par celui des deux époux qui a été induit en erreur. 181. Dans le cas de l'article précédent, la demande en nullité n'est plus recevable, toutes les fois qu'il y a eu cohabitation continuée pen- dant six mois depuis que l'époux a acquis sa pleine liberté ou que Perreur a éte par lui reconnue. 132. Le mariage contracté sans le consente- ment des père et mère, des ascendants ou du conseil de famille, dans les cas où ce consentement était nécessaire, ne peut être atraqué que par ceux dont le consentement était rèéquis, ou par celui des deux époux qui avait besoin de ce consentement. 185. L'action en nullité ne peut plus être intentée ni par les époux, ni par les parents dont 11) Interdiction. L. u.§. Unterſagung der Amtsver⸗ richtungen auf eine beſtimmte Zeit. D. 12) zur Schadloshaltung. L. zum vollſtaͤndigen Scha⸗ 2s B. 5r T. Von der Ehe. 79 Strafe der Nichtigkeit, und der Suspenſion 11)(in- terdiction) desjenigen Beamten(olficier ministé- riel), der die Einſpruchsurkunde unterzeichnet hat. 177. Das Gericht erſter Inſtanz ſoll in den erſten zehn Tagen über das Geſuch um Aufhebung(des Ein⸗ ſpruchs) erkennen. 178. Wird gegen das Urtheil Appellation eingelegt, ſo ſoll hierüber in den enſten zehn Tagen nach der Vorla⸗ dung erkannt werden. 179. Wird der Einſpruch verworfen, ſo können die Einſprechenden, wenn es keine Ascendenten ſind, zum Schadenserſatz 12) verurtheilt werden. Viertes Capitel. Von den Klagen auf Nichtigkeit der Ehe. 180. Eine Ehe, die ohne freye Einwilligung bey⸗ der Ehegatten, oder eines von ihnen, iſt geſchloſſen wor⸗ den, kann nur von den Ehegatten ſelbſt, oder von dem⸗ jenigen unter ihnen angefochten werden, deſſen Einwilli⸗ gung nicht frey war. Hat ein Irrthum in der Perſon Statt gefunden, ſo kann nur derjenige Ehegatte die Ehe anfechten, der in Irrthum gefüͤhrt worden iſt. 131. In dem Falle des vorhergehenden Artikels iſt die Nichtigkeitsklage keineswegs mehr zuläßig, wenn von dem Zeitpuncte an, wo der Ehegatte ſeine völlige Freyheit erlangt, oder den Irrthum entdeckt hat, derſel⸗ be ſechs Monate lang fortgefahren hat, bey dem andern Ehegatten zu leben. 185. Die Ehe, die ohne Einwilligung der Eltern, Großeltern, oder des Familienrathes, in den Fällen, wo dieſe Einwilligung erfordert wird, iſt geſchloſſen wor⸗ den, kann nur von denjenigen, derer Einwilligung er⸗ forderlich geweſen wäre, oder von dem Ehegatten, der dieſer Einwilligung bedurft hätte, angefochten werden. 183. Weder die Ehegatten, noch die Verwandten, deren Einwillung erforderlich war, können die Nich⸗ denerſatz. M. zu Schaden⸗ und Intereſſenerſatz. S. zum Erſatz des Schadens und des entbehrten Vor theils, D. 8o L. I. T. V. Du Maxiage. le consentement était requis, toutes les fois gue le mariage a été approuvé expressément ou tacite- ment par ceux dont le consentement était néces- saire, ou lorsqu'il s'est écoulé une année sans ré- clamation de leur part, depuis qu'ils ont eu con- naissance du mariage. Elle ne peut etre intentée non plus par l'époux, lorsqu'il s'est écoulé une année sans réclamation de sa part, depuis qu'il a atteint'äge compétent pour consentir par lui- mé- me au marlage. 4 18 ½. Tout mariage contracté en contraven- tion aux dispositions contenues aux articles 144, 147, 161, 162 et 1635, peut être attaqué soit par les époux eux-mèmes, soit par tous ceux dui y ont intérèt, soit par le ministère public. 185. Néanmoins le mariage contracté par des époux dui n'avaient point encore l'äge requis, oùð dont l'un des deux n'avait point atteint cet àge, ne peut plus èêtre attaqué, 1⁰ lorsqu'il s'est écoulé six mois depuis que cet époux ou les époùx ont atteint l'’äge compétent; 25 lorsque la femme dqui n'avait point cet dge, a congu avant'échéance 8 de six mois. 186. Le père, la mere, les ascendants et la famille qui ont consenti au mariage contracté dans le cas de Particie précédent, ne sont point rece- vables à en demander la nullité. 135. Dans tous les cas od, conformément à l'arricle à84, l'action en nullité peut ètre inten- tee par tous ceux qui y ont un intérét, elle ne peut Pétre par les parents collatéraux, ou par les afants nés d'un autre mariage, du vivant des deux époux, mais seulement lorsqu'ils y ont un intérèt né es actuel. 13) Von dem oͤffentlichen Miniſterium. L. u. D. v. d. offentl. Staatsbeamten. M. von Staatswegen. 8. von der Staatsbehoͤrde. E. von 1s B. 5r T. Von der Ehe. 8¹ tigkeitsklage mehr anſtellen, wenn die Heirath von den⸗ jenigen, derer Einwilligung erforderlich geweſen wäre, ausdrücklich oder ſtillſchweigend genehmiget worden, oder wenn, ſeitdem ſie Kenntniß von der Ehe erhalten ha⸗ ben, ein Jahr verſtrichen iſt, ohne daß von ihrer Seite ein Widerſpruch erfolgt wäre; eben ſo wenig kann der Ehegatte dieſe Klage noch anſtellen, wenn von der Zeit an, da er das gehörige Alter erreicht hat, um ſelbſt in die Ehe einwilligen zu können, ein Jahr, ohne einen Widerſpruch von ſeiner Seite, verſtrichen iſt.. 184. Jede den Verordnungen des 144, 147, 161, 162 und 463 Artikels zuwider eingegangene Ehe kann ſo⸗ wohl von den Ehegatten ſelbſt, als von jedem, der ein Intereſſe dabey hat, ſo wie auch von dem kaiſerlichen Procurator ¹³) angefochten werden. 185. Doch kann die Ehe, bey deren Eingehung entweder beyde Ehegatten, oder einer von ihnen, das erforderliche Alter noch nicht erreicht hatten,(aus dieſem Grunde) nicht mehr angefochten werden: 1.) wenn von dem Zeitpunkte an, da dieſer Ehegatte, oder beyde Ehe⸗ gatten das geſetzliche Alter erreicht haben, ſechs Monate verfloſſen ſind; 2.) wenn die Ehegattin, welche dieſes Alter nicht erreicht hatte, vor Ablauf der ſechs Monate empfangen hat. 186. Der Vater, die Mutter, die Ascendenten und die Familie, welche in dem im vorhergehenden Ar⸗ tikel ausgedrückten Falle in die Ehe eingewilliger ha⸗ ben, ſind mit der Klage auf die Nichtigkeit derſelben nicht zuzulaſſen. 187. In allen Fällen, wo, nach der Beſtimmung des 184. Artikels, die Nichtigkeitsklage von jedem ange⸗ ſtellt werden kann, der ein Intereſſe dabey hat, können dennoch die Seitenperwandten oder die Kinder, die aus einer andern Ehe entſproſſen ſind, dieſelbe nicht anſtel⸗ len, ſo lange beyde Ehegatten am Leben ſind, ſondern erſt alsdenn, wenn ſie ein wirklich eingetretenes und ge⸗ genwärtiges Intereſſe dabey haben. 14) 14) wenn das Intereſſe wirkli 9 und in einem eroͤffneten Rechte gegruͤndet iſt. 8. wenn ſie ein wirklich eroͤfne⸗ Cod, N. 1 B. 6 32 L. I. T. V. Du Mariage. 188. L'époux au préjudice duquel a été con- tracté un second mariage, peut en demander la nullité, du vivant mème de l'époux qui était en- gagé avec lui. 189. Si les nouveaux époux opposent la nul- lité du premier mariage, la validité ou la nullité de ce mariage doit être jugée préalablement- 190. Le procureur impérial, dans tous les cas auxquels s'applique l'article 164, et sous les modifications portées en l'article 185, peut et doit demander la nullité du mariage, du vivant des deux époux, et les faire condamner à se séparer. 191. Tout mariage qui n'a point été contracté publiquement, et qui n'a point été célébré devant Pofficier public compétent, peut être attaqué par les époux eux-méêmes, par les père et mere, par les ascendants, et par tous ceux qui y ont un intérèt né et actuel, ainsi que par le ministère public. 192. Si le mariage n'’a point été précédé des deux publications requises, ou s'il n'a pas été ob- tenu des dispenses permises par la loi, ou si les intervalles prescrits dans les publications et célé- brations n'ont point été observés, le procureur impérial fera prononcer contre l'officier public une amende qui ne pourra excéder trois cents francs; et, contre les parties contractantes, ou ceux sous la puissance desquels elles ont agi, une amende proportionnée a leur fortune. 193. Les peines prononcées par l'article pré- cédent, seront encourues par les personnes dui y tes, und gleich eintretendes Intereſſe haben. L. wenn ſie ein anerfallenes und wirklich vorhandenes Intereſſe dabey haben D. wenn ſie ein wirkliches, ſchon erwor⸗ benes Intereſſe dabey haben. M. wenn ihr Intereſſe dabey wirklich angefallen und eingetreten iſt. E. 15) welche ein ſchon eroͤffnetes und gleich eintretendes Intereſſe dazu haben. L. welche ein anerfallenes und wirklich vorhandenes Intereſſe haben. D. welche ein angeborenes und wirklich eroͤffnetes Intereſſe dabey ha⸗ 18 B. 5r T. Von der Ehe. 83 188. Der Ehegatte, zu deſſen Nachtheil eine zwey⸗ te Heirath geſchloſſen worden iſt, kann die Nichtigkeits⸗ erklärung derſelben verlangen, wenn auch der Ehegatte noch am Leben iſt, der mit ihm verheirathet war. 189. Wenn die neuen Ehegatten die Nichtigkeit der erſten Ehe vorſchützen, ſo muß zuförderſt über die Giltigkeit oder Nichtigkeit dieſer Ehe geurtheilt werden. 190. Der kaiſerliche Procurator kann und ſoll in allen Fällen, worauf ſich der 184. Artikel bezieht, jedoch unter den im 185. Artikel enthaltenen Modiſicationen, ſo lange beyde Ehegatte noch am Leben ſind auf Nich⸗ tigkeitserklärung der Ehe antragen, und deren Tren⸗ nung erkennen laſſen. 191. Jede Heirath, die nicht öffentlich, und die nicht vor dem competenten öffentlichen Beamten geſchloſ⸗ ſen worden iſt, kann von den Ehegatten ſelbſt, von ihren Eltern, ihren Ascendenten, und von allen denen, die ein wirklich eingetretenes und gegenwärtiges Intereſſe dabey haben 15), ſo wie auch von dem kaiſerlichen Pro⸗ curator angefochten werden. 192. Sind der Heirath nicht die zwey erforderli⸗ chen Aufgebote vorhergegangen, oder deßhalb die vom Ge⸗ ſetze erlaubten Dispenſationen nicht erwirkt 16), oder ſind die vorgeſchriebenen Friſten zwiſchen den Aufgeboten und der Schließung der Ehe nicht beobachtet worden, ſo läßt der kaiſerliche Procurator den öffentlichen Beamten zu ei⸗ ner Geldbuße, welche die Summe von dreyhundert Fran⸗ ken nicht überſchreiten darf, und 17) die Contrahenten oder 18) diejenigen, unter derer Gewalt ſie gehandelt haben ²⁹), zu einer ihrem Vermögen angemeſſenen Geld⸗ ſtrafe verurtheilen. 195. In die in dem vorhergehenden Artikel an⸗ gedrohten Strafen ſollen die daſelbſt benannten Perſonen ben. 8. welche ein wirkliches wohlerworbenes Intereſſe dabey haben. M. die ein gegenwaͤrtiges, wirkliches In⸗ tereſſe haben. E. 16) Wenn die zwey vor der Heirath erforderlichen Ver⸗ kuͤndigungen ohne geſetzmaͤßige Diſpens unterlaſſen. 8. 17) oder L. u. E. 18) und L. u. E. 19) ſtanden und gehandelt haben. D. u. E 6 64a L. I. T. V. Du Mariage. sont désighées, pour toute contravention aux règles prescrites par l'art. 165, lors même que ces contraventions ne seraient pas jugées suffisantes pour faire prononcer la nullité du mariage. 194. Nul ne peut réclamer le titre d'époux et les effets civils du mariage, s'il ne représente un acte de célébration inscrit sur le registre de état civil; sauf les cas prévus par l'art. 46, au titre des Actes de l'état civil. 195. La possession d'état ne pourra dispen- ser les prétendus époux qui P'invoqueront respecti- vement, de représenter l'acte de célébration du mariage devant l'officier de l'état civil. 196. Lorsqu'il y a possession d'état, et que Pacte de célébration du mariage devant l'officier de l'état civil est représenté, les époux sont respectivement non recevables à demander la nul- lite de cet acte. 197. Si néanmoins, dans le cas des art. 194 et 195, il existe des enfants issus de deux indivi- dus qui ont vécu publiquement comme mari et femme, et qui soient tous deux décédés, la légiti- mité des enfants ne peut ôtre contestée sous le seul prétexte du défaut de représentation de l'acte de célébration, toutes les fois que cette légitimité est prouvée par une possession d'état qui n'est point contredite par l'acte de naissance. 198. Lorsque la preuve d'une célébration lé- gale du mariage se trouve acquise par le résultat d'une procédure criminelle, l'inscription du juge- ment sur les registres de l'état civil assure au ma- riage, à compter du jour de sa célébration, tous les effets civils, tant à l'égard des époux, qu'a l'égard des enfants issus de ce mariage. 199. Si les époux ou l'un d'eux sont décédée sans avoir découvert la fraude, l'action criminelle peut être intentée par tous ceux qui ont intérèt de faire déclarer le mariage valable, et par le pro- sureur impérial. ————— 1s B. 5r T. Von der Ehe. 83 auch wegen jeder Übertretung der im 165. Artikel enthal⸗ tenen Vorſchriften verfallen, ſelbſt wenn dieſe Übertre⸗ tungen nicht für zureichend ſollten erkannt werden, um die Ehe für nichtig zu erklären. 194. Niemand kann auf den Namen eines Ehegat⸗ ten, und auf die bürgerlichen Wirkungen der Ehe Anſpruch machen, der nicht eine in die Civilſtandsregiſter einge⸗ tragene Heirathsurkunde beybringen kann; ausgenom⸗ men ſind jedoch die im 46. Artikel unter dem Titel von den öffentlichen Urkunden über den bürger lichen Zuſtand erwähnten Fälle. 295. Der Beſitzſtand kann die angeblichen Eheleu⸗ te, die ſich gegenſeitig darauf beziehen, nicht von der Verbindlichkeit befreyen, die Urkunde über die vor dem Civilſtandsbeamten geſchloſſene Ehe beyzubringen. 196. Iſt der Beſitzſtand vorhanden, und iſt die Urkunde über die vor dem Civilſtandsbeamten geſchloſſene Ehe beygebracht worden, ſo ſind die Ehegatten beyder⸗ ſeits mit der Klage auf Nichtigkeit dieſer Urkunde nicht zuzulaſſen. 197. Sind jedoch in den Fällen der Artikel 194 und 195, Kinder vorhanden, die von zwey Perſonen abſtammen, welche öffentlich als Mann und Frau gelebt haben, und nun beyde verſtorben ſind, ſo kann die eheli⸗ che Geburt dieſen Kindern nicht unter dem einzigen Vor⸗ wande ſtreitig gemacht werden, daß ſie die Heirathsurkun⸗ de(ihrer Eltern) nicht beybringen können, ſo oft nur übrigens die Rechtmäßigkeit ihrer Geburt durch einen Beſitzſtand erwieſen iſt, der mit der Gehurtsurkunde nicht im Widerſpruche ſteht. 198. Hat man den Beweis einer geſetzlich geſchlof⸗ ſenen Ehe durch das Reſultat eines Criminalverfahrens erlangt, ſo ſichert die Eintragung des hetheils in die Eiollſtandkegiſter der Ehe von dem Tage an, da ſie ge⸗ ſchloſſen worden, alle rechtlichen Wirkungen, ſowohl in Anſehung der Ehegatten ſelbſt, als auch in Anſehung der aus dieſer Ehe entſproſſenen Kinder. 199. Sind beyde Ehegatten, oder iſt einer von ihnen verſtorben, ohne den Betrug entdeckt zu haben, ſo kann die Criminalklage von allen, die ein Intereſſe da⸗ bey haben, daß die Ehe für giltig erklärt werd?, und von dem kaiſerlichen Procurator angeſtellt werden. 86 L. I. T. V. Du Mariage. 200. Si l'officier public est décédé lors de la découverte de la fraude, l'action sera dirigée au civil contre ses héritiers par le procureur impé- rial, en présence des parties intéressées et sur leur dénonciation. 201. Le mariage qui a été déclaré nul, pro- duit néanmoins les effets civils, tant à l'égard des époux qu'à l'égard des enfants, lorsqu'il a été con- tracté de bonne foi.. 202. Si la bonne foi n'existe que de la part de l'un des deux époux, le mariage ne produit les effets civils qu'en faveur de cet époux, et des en- fants issus du mariage. CHAPITRE V. Des Obligations qui naissent du Mariage. 203. Les époux contractent ensemble, par le fait seul du mariage, l'obligation de nourrir, en- tretenir et élever leurs enfants. 1 204. L'enfant n'a pas d'action contre ses père et mère pour un établissement par mariage ou autrement. 205. Les enfants doivent des aliments à leurs père et mère et autres ascendants qui sont dans le besoin. 206. Les gendres et belles-filles doivent égale- ment, et dans les mêmes circonstances, des ali- ments à leurs beau-père et belle-mère; mais cette obligation cesse, 1* lorsque la belle-mère a con- volé en secondes noces; 20 lorsque celui des époux qui produisait l'affinité, et les enfants issus de son union avec l'autre époux, sont décédés. 207. Les obligations résultant de ces dispo- sitions sont réciproques. 208. Les aliments ne sont accordés que dans la proportion du besoin de celui qui les réclame, et de la fortune de celui qui les doit. us B. 5r T. Von der Ehe⸗ 85 200. Iſt der öffentliche Beamte vor der Entdeckung des Betrugs verſtorben, ſo hat der kaiſerliche Procurator in Gegenwart der Intereſſenten und auf ihre Anzeige (dénonciation) die Civilklage gegen deſſen Erben an⸗ zuſtellen. 201. Die Ehe, welche für nichtig iſt erklärt worden, hat dennoch die rechtlichen Wirkungen(einer giltigen Ehe), ſowohl in Anſehung der Ehegatten, als der Kin⸗ der, wenn ſie in gutem Glauben(bona ſide) geſchloſ⸗ ſen worden iſt. 202. War nur einer der beyden Ehegatten in gu⸗ tem Glauben, ſo hat die Ehe die rechtlichen Wirkungen nur zu Gunſten dieſes Ehegatten, und der aus der Ehe entſproſſenen Kinder. Fuͤnftes Capitel. Von den Verbindlichkeiten, die aus der Ehe ent⸗ ſpringen. 203. Die Ehegatten übernehmen gemeinſchaftlich, ſchon dadurch allein, daß ſie heirathen, die Verbindlich— keit ihre Kinder zu ernähren, zu erhalten und zu er⸗ ziehen. 2⁰%. Das Kind hat keine Klage gegen ſeine El⸗ tern auf Verſorgung(Etabliſſement) durch Heirath, oder auf andere Weiſe. 205. Die Kinder ſind ihren Eltern und andern Ascendenten, die in Duürftigkeit ſind, Alimente ſchuldig. 206. Die Schwiegerſöhne und Schwiegertöchter ſind auf gleiche Weiſe und unter denelben Umſtänden ih⸗ ren Schwiegereltern Alimente ſchuldig; dieſe Verbindlich⸗ keit hört aber auf: 1.) wenn die Schwiegermutter zur zweyten Ehe geſchritten iſt; 2.) wenn derjenige von den Ehegatten, von dem die Schwägerſchaft herrührt, und die aus ſeiner ehelichen Verbindung mit dem andern Ehe⸗ gatten entſproſſenen Kinder geſtorben ſind. 2⁰7. Die aus dieſen Verordnungen entſtehenden Verbindlichkeiten ſind wechſelſeitig. 206. Die Alimente ſind nur nach Verhältniß des Bedürfniſſes deſſen, der auf ſie Anſpruch macht, und des Vermögens desjenigen, der ſie ſchuldig iſt, zu reichen. 38 L.—. T. V. Du Mariage. 209. Lorsque celui qui fournit ou celui qui reçoit des aliments est replacé dans un état tel, que l'un ne puisse plus en donner, ou que l'au- rre n'en ait plus besoin en tout ou en partie, la décharge ou réduction peut en êétre demandée. 210. Si la personne qui doit fournir les ali- ments justifie qu'elle ne peut payer la pension alimentaire, le tribunal pourra, en connaissance de cause, ordonner qu'elle recevra dans sa de- meure, qu'elle nourrira et entretiendra celui au- quel elle devra des aliments. 211. Le tribunal prononcera également si le père ou la mèêre qui offrira de recevoir, nourrir et entretenix dans sa demeure, l'enfant a qui il devra des aliments, devra, dans ce cas, être dis- pensé de payer la pension alimentaire. CHAPITRE VI. Des Droits et des Devoirs respectifs des Epoux. 212. Les époux se doivent mutuellement fidélité, secours, assistance. 213. Le mari doit protection à sa femme, la femme obéissance à son mari. 214S. La femme est obligée d'habiter avec le mari, et de le suivre par-tout ou il juge à propos de résider: le mari est obligé de la recevoir, et de lui fournir tout ce qui est nécessaire pour les be- soins de la vie, selon ses facultés et son état. 215. La femme ne peut ester en jugement sans l'autorisation de son mari, quand méème elle 20) daß, ganz, oder zum Theil, jener ſie nicht mehr zu geben vermag, oder, dieſer ihrer nicht mehr bedarf. E. 21) daß ſie(die Perſon) die Verkoͤſtigung nicht in Geld bezahlen kann. 8. daß er den Unterhalt in Gelde zu zahlen auſſer Stand ſey. E. 1s B. 5r T. Von der Ehe. 89 209. Kommt derjenige, der die Alimente reicht, oder der, welcher ſie empfängt, in einen ſolchen Zuſtand, daß jener ſie nicht mehr geben kann, oder dieſer, es ſey ganz, oder zum Theil, ihrer nicht mehr bedarf 0), ſo kann die völlige Befreyung von denſelben oder ihre Ver⸗ minderung verlaͤngt werden. 210. Beweiſt derjenige, der die Alimente zu rei⸗ chen hat, daß er die Alimentengelder(la pension ali- mentaire) zu zahlen nicht im Stande iſt 21), ſo kann das Gericht, nach vorhergegangener Unterſuchung der Sa⸗ che, verordnen, daß er denjenigen, dem er die Alimente ſchuldig iſt, in ſein Haus aufnehme, ihn dort ernähre und erhalte. 211. Das Gericht ſoll ebenfalls entſcheiden, ob der Vater oder die Mutter, welche ſich erbieten, das Kind, dem ſie Alimente ſchuldig ſind, in ihr Haus aufzuneh⸗ men, zu ernähren und zu erhalten, in dieſem Falle von der Verbindlichkeit freyzuſprechen ſeyen, die Alimenten⸗ gelder zu zahlen. 2²2²) Sechſtes Capitel. Von den wechſelſeitigen Rechten und Pflichten der Ehegatten. 212. Die Ehegatten ſind einander gegenſeitig Treue, Hilfe und Beyſtand ſchuldig. 213. Der Mann iſt ſeiner Frau Schutz, die Frau ihrem Manne Gehorſam ſchuldig. 214. Die Frau iſt verbunden, bey dem Manne zu wohnen, und ihm überall hinzufolgen, wo er ſich nieder— zulaſſen ²3) für gut findet; der Mann iſt ſchuldig ſie aufzunehmen, und ihr alle Lebensbedürfniſſe, ſeinem Vermögen und Stande gemäß, zu verſchaffen. 215. Die Frau kann ohne Autoriſation ²4) ihres Mannes nicht vor Gericht auftreten, ſelbſt dann nicht, 27) pon der Bezahlung des Koſtgeldes loszuſprechen ſind. S. 23) ſich aufzuhalten E. S. u. M. 24) Ermäͤchtigung. L. Genehmigung. M. n. P. 90 L. I. T. V. Du Mariage. serait marchande publique, ou non commune, eu séparée de biens. 216. L'autorisation du mari n'est pas néces- saire lorsque la femme est poursuivie en matière criminelle ou de police. 217. La femme, méèême non commune ou sé- parée de biens, ne peut donner, aliéner, hypothé- quer, acquérir, à titre gratuit ou onéreux, sans le concours du mari dans l'acte, ou son consentement par écrit. 218. Si le mari refuse d'autoriser sa femme à ester en jugement, le juge peut donner l'autori- sation. 219. Si le mari refuse d'autoriser sa femme à passer un acte, la femme peut faire citer son mari directement devant letribunal de première instance de l'arrondissement du domicile commun, qui peut donner ou refuser son autorisation, après que le mari aura été entendu ou düment appelé en la chambre du conseil. 220. La femme, si elle est marchande publi- que, peut, sans l'autorisation de son mari, s'b- liger pour ce qui concerne son négoce; et, audit cas, elle oblige aussi son mari, s'il y a communau- té entre eux. (*) Vgl. Art. 1530 u. f. (*) Vgl. Art. 1536. u. f. (*) Vgl. C. G. O. Art. 861 u. 862. 25) wenn ſie eine Handelsfrau iſt. E. 39 mit len Wh in keiner Guͤtergemeinſchaft lebt, oͤder ihr Vermoͤgen fuͤr ſich allein genießt. D. mit ih⸗ rem Manne in keiner Guͤtergemeinſchaft, oder in ge⸗ theiltem Vermoͤgenszuſtande lebt. M. mit ihrem Man⸗ ne auſſer der Guͤtergemeinſchaft, oder in getheilten Gü⸗ tern lebt. E. nicht in Gemeinſchaft der Guͤter mit die⸗ ſem(ihrem Manne) lebte, oder dieſe Gemeinſchaft 18 B. 5r T. Von der Ehe. 91 wenn ſie öffentlich(in eigenem Namen) Handel treibt*?5) (marchande publique), oder mit ihrem Manne in keiner Gütergemeinſchaft(*)(non commune), oder in völlig getrennten Gütern(**) lebt(séparée de biens). ²⁶) 216. Die Autoriſation des Mannes iſt nicht nö— thig, wenn die Frau in Criminal⸗ oder Polizeyſachen belangt wird. 217. Die Frau kann, ſelbſt wenn ſie mit ihrem Manne in keiner Gütergemeinſchaft, oder in völlig ge⸗ trennten Gütern lebt, nicht ſchenken, veräußern, ver⸗ pfänden, noch durch einen unentgeltlichen oder läſtigen Vertrag(titulo gratuito aut oneroso) erwerben, wenn nicht der Mann bey dem Vertrage mitgewirkt ²7), oder ſeine Einwilligung dazu ſchriftlich gegeben hat. 218. Verſagt der Mann ſeiner Frau die Autoriſa⸗ tion vor Gericht aufzutreten, ſo kann der Richter die Autoriſation ertheilen. 219. Verſagt der Mann ſeiner Frau die Autoriſa⸗ tion zur Schließung eines Vertrages ²⁸), ſo kann die Frau ihren Mann geradezu vor das Gericht erſter Inſtanz in dem Arrondiſſement ihres gemeinſchaftlichen Wohn⸗ ſitzes vorladen laſſen, welches alsdann, nachdem der Mann in dem Berathſchlagungszimmer vernommen, oder ge⸗ hörig dahin vorgeladen worden iſt(***), ſeine Auto⸗ riſation geben oder verſagen kann. 220. Treibt die Frau(in eigenem Namen) öffentlich Handel, ſo kann ſie ſich ohne Autoriſa— tion ihres Mannes in Anſehung ihrer Handelsgeſchäfte verbinden; und in dieſem Falle verbindet ſie auch ihren Mann, wenn unter ihnen eine Gütergemeinſchaft beſteht. aufgehoben waͤre. L. mit ihrem Manne entweder gar nicht oder nicht mehr in Gutergemeinſchaft lebt. 8. 27) ohne Mitwirkung des Mannes im Act. S8. zu dem Acte. L. ohne daß ihr Ehegatte in dem Acte ſelbſt hiezu mitgewirkt. D. ohne Beytritt des Eheman⸗ nes. M. wenn nicht der Ehemann bey der Verhand⸗ lung ſelbſt mitgewirkt. E. 28) zur Schließung eines Actes. D. einen Act einzuge⸗ hen. L. zu Vollziehung einer Handlung. M. einen Act zu unterſchreiben. 8. zur Unterzeichnung einer Urkunde. E. 9² L. I. T. V. Du Mariage. Elle m'est pas réputée marchande publique, si elle ne fait que détailler les marchandises du com- merce de son mari; mais seulement quand elle fait un commerce séparé. 221. Lorsque le mari est frappé d'une condam- nation emportant peine afflictive ou infamante, encore qu'elle n'ait été prononcée que par contu- mace, la femme, mème majeure, ne peut, pen- dant la durée de la peine, ester en jugement, ni contracter, qu'après s'ètre fait autoriser par le juge, qui peut, en ce cas, donner l'autorisation, sans que le mari ait été entendu ou appelé. 222. Si le mari est interdit ou absent, le juge peut, en connaissance de cause, auroriser la fem- me, soit pour ester en jugement, soit pour con- tracter. 225. Toute autorisation générale, méême sti- pulée par contrat de mariage, n'est valable que quant à l'administration des biens de la femme. 224. Si le mari est mineur, l'autorisation du juge est nécessaire a la femme, soit pour ester en jugement, soit pour contracter.. 225. La nullité fondée sur le défant d'autori- sation ne peut èêtre opposée que par la femme, par lemari, ou par leurs héritiers. 226. La femme peut tester sans l'autorisation de son mari. CHAPITRE VII. De la Dussolution du Maxiage. 27. Le mariage se dissouf, Par la mort de l'un des époux; Parx le divorce légalement prononcé; 1s B. 5r T. Von der Ehe. 9⁵ Sie wird für keine Handelsfrau(marchande publi- que) angeſehen, wenn ſie nur die zur Handlung ihres Mannes gehörigen Waaren im Einzelnen vekkauft; ſon⸗ dern nur dann, wenn ſie einen abgeſonderten Handel treibt. 221. Iſt der Mann zu einer Leibes⸗ oder entehren⸗ den Strafe verurtheilt, wäre ſie auch nur durch ein Con⸗ tumacialurtheil wider ihn ausgeſprochen, ſo kann die Ehegattin, ſelbſt wenn ſie volljährig iſt, während der Dauer der Strafe, weder vor Gericht auftreten, noch Ver⸗ träge ſchließen, wenn ſie ſich nicht vorher von dem Rich⸗ ter dazu har autoriſiren laſſen, der in dieſem Falle die Autoriſation geben kann, ohne daß der Mann ver⸗ nommen oder vorgeladen worden wäre. 222. Iſt dem Manne die Verwaltung ſeines Ver⸗ mögens benommen(interdir), oder iſt er abweſend, ſo kann der Richter, nach vorhergegangener Unterſuchung der Sache, die Frau autoriſiren, ſowohl vor Gericht aufzu⸗ treten, als Verträge zu ſchließen. 225. Jede im Allgemeinen ertheilte Autoriſation, ſelbſt wenn ſie in dem Ehecontracte iſt ausbedungen wor— den, iſt nur in Beziehung auf die Verwaltung der Gü⸗ ter der Frau giltig.(*) 224. Iſt der Mann minderjährig, ſo bedarf die Frau der Autoriſation des Richters, ſowohl um vor Ge⸗ richt aufzutreten, als um Verträge zu ſchließen. 225. Auf die Nullität, die ſich auf den Mangel der Autoriſation gründet, kann ſich niemand, als die Frau, der Mann, oder ihre Erben berufen. 226. Die Frau kann ohne die Autoriſation ihres Mannes teſtiren. Siebentes Capitel. Von der Aufloͤſung der Ehe. 227. Die Ehe wird aufgelößt, 1.) Durch den Tod eines der Ehegatten; 8 2.) Durch eine geſetzlich ausgeſprochene Eheſchei⸗ dung; (*) Vgl. Art. 1538 u. 1988. 94 L. I. T. VI. Ddu Divorce. o 3⁰° Par la condamnation devenue déhnitive de l'un des époux, à une peine emportant mort civile. CHAPITRE VIII. Des seconds Mariages. 228. La femme ne penut contracter un nou- veau mariage qu'après dix mois révolus depuis la dissolution du mariage précédent. TITRE SIXIEME. Du Divorce. (Décrété le 21 mars 1803. Promulgué le 31 du même mois.) CHAPITRE PREMIER. Des Causes du Divorce. 229. Le mari pourra demander le divorce pour cause d'adultère de sa femme. 2530. La femme pourra demander le divorce pour cause d'adultère de son mari, lorsqu'il aura tenu sa concubine dans la maison commune. 251. Les époux pourropt réciproquement de- mander le divorce pour excès, sévices ou injures graves, de l'un d'eux envers l'autre. . 252. La condamnation de l'un des époux à une peine infamante, sera pour l'autre époux une cause de divorce. 253. Le consentement mutuel et persévérant des époux, exprimé de la manière prescrite par la Ve us B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 95 3.) Durch die definitiv gewordene ²*) Verurthei⸗ lung eines der Ehegatten zu einer Strafe, welche den bürgerlichen Tod nach ſich zieht. Achtes Capitel. Von der zweyten Ehe. 228. Die Frau kann keine neue Ehe ſchließen, bevor zehn Monate, ſeit Auflöſung der vorherigen Ehe, verfloſſen ſind. Sechſter Titel. Von der Eheſcheidung. (Decretirt den 21. März 1803. Promulgirt den 31. deſſel⸗ ben Monats.) 3 Erſtes Capitel. Von den Urſachen der Eheſcheidung. 229. Der Mann kann wegen eines von ſeiner Frau begangenen Ehebruchs die Eheſcheidung verlangen. 230. Die Frau kann wegen eines von ihrem Man⸗ ne begangenen Ehebruchs die Eheſcheidung verlangen, wenn er ſeine Beyſchläferin in dem gemeinſchaftlichen Hauſe gehalten hat. 231. Die Ehegatten können beyderſeits die Ehe⸗ ſcheidung verlangen wegen Gewaltthätigkeiten, ſchweren Mißhandlungen oder Beleidigungen des einen von ihnen gegen den andern. 232. Die Verurtheilung eines der Ehegatten zu einer entehrenden Strafe iſt für den andern Ehegatten eine Urſache zur Eheſcheidung. 233. Die wechſelſeitige und beharrliche Einwilli⸗ gung der Ehegatten, welche auf die durch das Geſetz vor⸗ 29) endlig gewordene, L. ondſcheidend gewordene. M⸗ rechtskraͤftige. E. 96 L. I. T. VI. Du Divorce. loi, sous les conditions et après les épréuves qu'el- le détermine, prouvera suffisamment que lâ vie commune leur est insupportable, et qu'il existe, par rapport à eux, une cause péremptoire de di- vorce. CHAPITRE II.. Du Divorce pour Cause déterminée. SEOTION PREMIERE. Des Formes du Divorce pour cause déterminde. 234. Quelle que soit la nature des faits ou des délits qui donneront lieu à la demande en di- vorce pour cause déterminée, cette demande ne pourra êétre formée qu'au tribunal de l'arrondisse- ment dans lequel les époux auront leur domi- cile. 235. Si quelques-uns des faits allégués par Pépoux demandeur, donnent lieu à une poursuite criminelle de la part du ministère public, l'action en divorce restera suspendue jusqu'après l'axréèt de la cour de justice criminelle; alors elle pourra etre reprise, sans qu'il soit permis d'inférer de l'ar- rèt aucune fin de non-recevoir ou exception préju- dicielle contre l'époux demandeur. 236. Toute demânde en divorce détaillera les faits: elle sera remise, avec les pièces à l'appui, s'il y en a, au président du tribunal ou au juge qui en 1) Proben D. M. u. E. Probefriſten.§. 2) ſuspendirt bleiben. L. ruhen. M. bleibt ausgeſetzt. E. bleibt aufgehoben. S. 3) irgend einen Grund zur Nichtzulaſſung der Klage oder ſonſt eine nachtheilige Exception. L. irgend eine Ein⸗ rede daß er(der Klaͤger) mit ſeiner Klage nicht mehr gehoͤrt werden koͤnne, oder eine ihm nachtheilige Excep⸗ tion. D u. M. ein Rechtsmittel, wodurch der klagen⸗ 1s B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 97 geſchriebene Art, unter den Bedingungen und nach den Prüfungen 1), welche es beſtimmt, iſt erklärt worden, iſt ein hinlänglicher Beweis, daß es ihnen unerträglich iſt mit einander zu leben, und daß, in Anſehung ihrer, ein vollgiltiger Grund zur Eheſcheidung vorhanden iſt. Zweytes Capitel. Von der Eheſcheidung aus beſtimmter Urſache. Erſter Abſchnitt. Von der Form der Eheſcheidung aus beſtimmter Urſache. 234. Von welcher Art auch die Thatſachen oder Verbrechen ſeyn mögen, welche die Klage auf Eheſchei⸗ dung aus beſtimmter Urſache veranlaſſen, ſo kann doch dieſe Klage nur bey dem Gerichte des Arrondiſſements, in welchem die Ehegatten ihren Wohnſitz haben, ange⸗ bracht werden. 235. Veranlaſſen einige von dem klagenden Ehe— gatten angeführte Thatſachen eine Criminalanklage von Seiten des kaiſerlichen Procurators, ſo ſoll die Eheſchei⸗ dungsklage bis nach der Entſcheidung des Criminalge⸗ richts auf ſich beruhen 2); dann aber kann ſie wieder aufgenommen werden, ohne daß es jedoch erlaubt wäre, aus dem Criminalurtheil irgend eine Einrede der Unzu⸗ läſſigkeit derKlage(fin de non-recevoir), oder ſonſt eine ihm nachtheilige Exception 3) gegen den Kläger herzuleiten. 256. In jeder Klage auf Eheſcheidung müſſen die Thatſachen 4) umſtändlich vorgetragen ſeyn; ſie muß 1¹ nebſt den etwa vorhandenen Beweisdocumenten 5) dem de Ehegatte mit ſeiner Klage, als mit einer abgeur⸗ theilten Sache, entweder nicht mehr angenommen, oder gar abgewieſen werde. 8. einen Grund der Un⸗ zulaͤſſigkeit der Klage, oder eine andere auf Abweiſung des klagenden Ehegatten gerichtete Ausflucht. E. 4) die Thatſachen, auf die ſie ſich gruͤndet. E. 5) Beweisſtucken. L. D. u. M. Belegſchriften. 8 Cvd. N. 1. B. 77 9³⁸ L. I. T. VI. Du Divorce. fera les fonctions, parx l'époux demandeur en per- sonne, à moins qu'il n'en soit empéché par mala- die; auquel cas, sur sa réquisition et le certificat de deux docteurs en médecine ou en chirurgie, ou de deux officiers de santé, le magistrat se trans- portera au domicile du demandeur, pour y rece- voir sa demande. 237. Le juge, apréès avoir entendu le deman- deur, et lui avoir fait les observations qu'il croira convenables, paraphera la demande et les pièces, et dressera procès-verbal de la remise du tout en ses mains. Ce procès-verbal sera signé par le juge et par le demandeur, à moins que celui-ci ne sache ou ne puisse signer, auquel cas il en sera fait mention. 238. Le juge ordonnera, au bas de son pro- cès-verbal, que les paxties comparaitront en per- sonne devant lui, au jour et à l'heure qu'il indi- quera; et qu'à cet effet, copie de son ordonnance sera par lui adressée à la partie contre laquelle le divorce est demandé. 239. Au jour indiqué, le juge fera aux deux Spoux, s'ils se présentent, ou au demandeur, s'il est seul comparant, les représentations qu'il croi- ra propres à opérer un rapprochement: s'il ne peut y parvenir, il en dressera procès-verbal, et ordonnera la communication de la demande er des pièces au procureur impérial, et le référé du tout au tribunal. 240. Dans les trois jours qui suivront, le tribunal, sur le rapport du président ou du juge qui en aura fait les fonctions, et sur les conclu- sions du procureur impérial, accordera ou suspen- dra la permission de citer. La suspension ne pour- ra excéder le terme de vingt jours. 241. Le demandeur, en vertu de la permis- sion du tribunal, fera citer le défendeur, dans la 1s B. 6rT. Von der Eheſcheidung. 99 Präſidenten des Gerichtes oder dem Richter, der deſſen Stelle vertritt, von dem klagenden Ehegatten in Perſon überreicht werden, wenn er nicht durch Krankheit daran verhindert wird, in welchem Falle auf ſein Anſuchen und auf das Zeugniß zweyer Arzte oder Chirurgen ſich die gedachte obrigkeitliche Perſon in die Wohnung des Klägers verfügt, um dort ſeine Klage in Empfang zu nehmen. 257. Nachdem der Richter den Kläger angehört, und demſelben die ihm zweckmäſig ſcheinenden Vorſtellun⸗ gen gemacht hat, verſieht er die Klage und die Beylagen mit ſeinem Handzuge, und nimmt über die ihm geſche⸗ hene Einhändigung des Ganzen ein Protokoll auf. Die⸗ ſes Protokoll muß von dem Richter und dem Kläger un⸗ terzeichnet werden, es ſey denn, daß der Letztere im Schreiben unerfahren wäre, oder nicht unterzeichnen kön⸗ ne, in welchem Falle dieſes bemerkt werden muß. 256. Der Richter reſolvirt am Schluſſe ſeines Pro⸗ tokolls, daß die Partheyen an dem Tage und zu der Stun⸗ de, die er beſtimmen wird, in Perſon vor ihm erſchei⸗ nen ſollen, und daß er zu dem Ende eine Abſchrift ſei⸗ ner Reſolution(ordonnancçe) an die Parthey ſenden werde, wider welche die Eheſcheidung nachgeſucht wor— den iſt. 3 239. An dem beſtimmten Tage macht der Richter den beyden Ehegatten, wenn ſie ſich einfinden, oder dem Kläger, wenn er allein erſcheint, die Vorſtellungen, die ihm geeignet zu ſeyn ſcheinen, eine Ausſöhnung zu bewirken; gelingt ihm dieſes nicht, ſo nimmt er hierüber ein Protokoll auf, und reſolvirt, daß die Klage mit den Beylagen dem kaiſerlichen Procurator mitgetheilt, und dem Gerichte über das Ganze Vortrag erſtattet werden ſolle. 240. In den nächſtfolgenden drey Tagen wird von dem Gerichte auf den Vortrag des Präſidenten, oder des Richters, der ſeine Stelle vertreten hatte, und auf den Antrag des kaiſerlichen Procurators die Erlaubniß zur Vorladung entweder ertheilt oder noch aufgeſchoben. Dieſer Aufſchub darf die Friſt von zwanzig Tagen nicht überſteigen. 241. Kraft der vom Gerichte ertheilten Erlaubniß läßt der Kläger den Beklagten in der gewöhnlichen Form 100 L. I. T. VI. Du Divorce. æ forme ordinaire, à comparattre en personne T'audience, à huis clos, dans le délai de la loi; il fera donner copie, en téète de la citation, de la demande en divorce et des pièces produites à Tappui. 242. A l'échéance du délai, soit que le dé- fendeur comparaisse ou non, le demandeur en personne, assisté d'un conseil, s'il le jugé à pro- pos, exposera ou fera exposer les motifs de sa de- mande; il représentera les pièces qui l'appuient, et nommera les témoins qu'il se propose de faire entendre. 243. Si le défendeur comparatt en personne ou par un fondé de pouvoir, il pourra proposer ou faire proposer ses observations, tant sur les motifs de la demande que sur les pièces produites par le demandeur et sur les témoins par lui nom- més. Le défendeur nommera, de son côté, les témoins qu'il se propose de faire entendre, et sur lesquels le demandeur fera réciproquement ses observations. 2444. Il sera dressé procès-verbal des compa- rutions, dires et observations des parties, ainsi que des aveux que l'une ou l'autre pourra faire. Lecture de ce procès-verbal sera donnée auxdites parties, qui seront requises de le signer: et il se- ra fait mention expresse de leur signature, ou de leur déclaration de ne pouvoir ou ne vouloir si- gner. 2445. Le tribunal renverra les parties à l'au- dience publique, dont il fixera le jour et l'heure; il ordonnera la communication de la procédure au Prheuren impérial, et commettra un rapporteur. ans le cas ou le défendeur n'aurait pas compa- ru, le demandeur sera tenu de lui faire signifier Tordonnance du tribunal, dans le délai qu'elle au- ra déterminé. 6) an dem Tage, da der Termin zu Ende geht. D. an dem Tage, da die Friſt abgelaufen iſt. M. nach Ablauf der Friſt. E. u. L. nach Verfluß der Friſt. 8. —2 , 18 B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 101 vorladen, binnen der geſetzlichen Friſt in der Seſſion, bey verſchloſſenen Thüren, perſönlich zu erſcheinen; eine der Ladung vorangeſetzte Abſchrift der Eheſcheidungs⸗ klage und der producirten Beweisdocumente läßt er dem Beklagten mittheilen. 242. An dem letzten Tage der Friſt ⁸) erſcheint der Kläger, der Beklagte mag erſcheinen oder nicht, in eigener Perſon, allenfalls, wenn er es für gut findet, von einem Rathgeber begleitet, und trägt die Gründe ſeiner Klage entweder ſelbſt vor, oder läßt ſie(von ſei nem Rathgeber) vortragen; er überreicht die Urkunden, welche ſeine Klage unterſtützen, und benennt die Zeu⸗ gen, die er abhören laſſen willl. 245. Erſcheint der Beklagte in Perſon oder durch einen Bevollmächtigten, ſo kann er ſeine Erinnerungen ſowohl gegen die Gründe der Klage, als gegen die von dem Kläger producirten Urkunden, und die von ihm be⸗ nannten Zeugen, vortragen oder vortragen laſſen. Der Beklagte benennt von ſeiner Seite die Zeugen, die er abhören laſſen will, gegen welche der Klaͤger gleichfalls ſeine Erinnerungen vorbringt. 244 · über das Erſcheinen, das Vorbringen und die Erinnerungend der Partheyen, ſo wie über die Geſtänd⸗ niſſe, welche der eine oder der andere Theil etwa macht, wird ein Protokoll aufgenommen. Dieſes Protokoll wird den Partheyen vorgeleſen und ſie aufgefodert, es zu un⸗ terzeichnen; ihrer Unterſchrift oder ihrer Erklärung, daß ſie nicht unterzeichnen können oder wollen, muß ausdrück⸗ liche Erwähnung geſchehen. 245. Das Gericht verweiſt hierauf die Partheyen auf eine öffentliche Sitzung 7), deren Tag und Stun⸗ de es feſtſetzt; es reſolvirt daß die Verhandlung dem kai⸗ ſerlichen Procurator mitgetheilt werde, und ernennt ei⸗ nen Referenten. Iſt der Beklagte nicht erſchienen, ſo muß ihm der Kläger die Reſolution des Gerichtes inner— halb der durch dieſelbe beſtimmten Friſt inſinuiren ⁵) laſſen. 7) Audienz. L. D. u.§. Gerichtsſitzung. M. zum oͤß⸗ fentlichen Verhoͤr. E. 8) ſignificiren. L. u. S. andeuten. E. 102 L. I. T. VI. Du Divorce. 146. Au jour et à l'heure indiqués, sur le rapport du juge commis, le procurepr impérial entendu, le tribunal statuera d'abord sur les fins de non-recevoir, s'il en a été proposé. En cas qu'elles soient trouvées concluantes, la demande en divorce sera rejetée: dans le cas contraire, ou s'il n'a pas été proposé de fins de non-recevoir, la demande en divorce sera admise. 247. Immédiatement apréès l'admission de la demande en divorce, sur le rapport du juge com- mis, le procureur impérial entendu, le tribunal statuera au fond. II fera droit à la demande, 81 elle lui parait en état d'être jugée; sinon, il ad- mettra le demandeur à la preuve des faits perti- nents par lui allégués, et le défendeur à la preu- ve contraire. 248. A chaque acte de la cause, les parties ourront, après le rapport du juge, et avant que 5 procureur impérial ait pris la parole, proposer ou faire proposer leurs moyens respectifs, d'abord sur les ns de non-recevoir, et ensuite sur le fond, mais en aucun cas le conseil du demandeur ne sera admis, si le demandeur n'est pas compa- rant en personne. 249. Aussitôt après la prononciation du ju- gement qui ordonnera les enquèétes, le greffier du tribunal donnera lecture de la partie du procès- verbal qui contient la nomination déjà faite des témoins que les parties se proposent de faire en- tendre. Elles seront averties par le président, 9) Unzulaͤſſigkeitsmittel. S. 10) geht in die Hauptſache ein.§. u. E. 11) einſchlaͤgigen Thatſachen. L. paſſenden Thatſachen.§8 ſachdienlichen Umſtaͤnde. E. 12) Bey jedem Act des Proceſſes. L. Bey jedem Vor⸗ gang des Proceſſes. 8. Bey jedem Auftritte im Fort⸗ laufe des Proceſſes. D. Bey jeder Verhandlung des Proceſſes. M. Im Fortgange des Proceſſes koͤnnen die Partheyen bey jedem Vortritte. E. ————= M—0- 1s B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 105 246. An dem beſtimmten Tage und Stunde er kennt das Gericht, auf den Vortrag des Referenten und nach Anhörung des kaiſerlichen Procurators, vor allen Dingen über die Einreden der unzuläßigen Klage*), (hins de non-recevoir) wenn deren vorgebracht wor⸗ den ſind. Werden dieſe gegründet gefunden, ſo wird die Klage auf Eheſcheidung verworfen; im entgegenge⸗ ſetzten Falle, oder wenn gar keine Einreden der unzuläßi— gen Klage vorgebracht worden ſind, wird die Eheſchei⸗ dungsklage angenommen. 247. Unmittelbar nach Annahme der Eheſcheidungs⸗ klage erkennt 10) das Gericht, auf den Vortrag des Re⸗ ferenten und nach Anhörung des kaiſerlichen Procurators, in der Hauptſache. Es entſcheidet über die Klage, wenn ſie ihm zum Endurtheil reif ſcheinet; wo nicht, ſo läßt es den Kläger zum Beweiſe der von ihm angeführten er⸗ heblichen Thatſachen 11), und den Beklagten zum Ge⸗ genbeweiſe zu. 248. In jedem Theile des Verfahrens 12) können die Partheyen, nach geendigtem Vortrag des Referenten, und ehe der kaiſerliche Procurator das Wort genommen hat, ihre gegenſeitigen Gründe ¹3) ſelbſt vortragen oder vortragen laſſen, zuerſt in Anſehung der Einreden gegen die Zuläßigkeit der Klage 14), und nachher in Anſehung der Hauptſache ſelbſt; aber in keinem Falle ſoll der Rechts⸗ beyſtand des Klägers zugelaſſen werden, wenn der Klä⸗ ger nicht in Perſon erſcheint. 249. Sobald das Urtheil, welches die Abhörung der Zeugen verfügt, ausgeſprochen iſt, lieſt der Gerichts⸗— ſchreiber denjenigen Theil des Protokolls vor, der die bereits geſchehene Benennung der Zeugen enthält 15), welche die Partheyen abhören laſſen wollen. Der Präſi⸗ dent macht ihnen bekannt, daß es ihnen jetzt noch frey 13) Nechtsmittel. L. 14) Gruͤnde der Unzulaͤßigkeit. L. Unzulaͤßigkeitsmittel S. Einreden, die auf ſofortige Abweiſung gerichte ſind. E 15) welcher die Namen der angegebenen Zeugen enthaͤl S. der die Namen der von den Partheyen bereits an gegebenen Zeugen enthaͤlt. E. 104 L. I. T. VI. Du Divorce. qu'elles peuvent encore en désigner d'autres, mais qu'après ce moment elles n'y seront plus regues. 250. Les parties proposeront de suite leurs reproches respectifs contre les témoins qu'elles voudront écarter. Le tribunal statuera sur ces reproches, apres avoir entendu le procureur im- pexial. 251. Les parents des parties, à l'exception de leurs enfants et descendants, ne sont pas re- prochables du chef de la parenté, non plus que les domestiques des époux, en raison de cette qualité; mais le tribunal aura tel égard que de raison aux dépositions des parents et des domes- tiques. 252. Tout jugement qui admettra une preuve testimoniale, dénommera les témoins qui seront entendus, et déterminera le jour et l'heuré aux- quels les parties devront les présenter. 253. Les dépositions des témoins seront re- gues par le tribunal séant à huis clos, en présen- ce du procureur impérial, des parties, et de leurs conseils ou amis, jusqu'au nombre de trois de cha- que côté. 254. Les parties, par elles ou par leurs con- seils, pourront faire aux témoins telles observa- tions et interpellations qu'elles jugeront à propos, sans pouvoir néanmoins les interrompre dans le cours de leurs dépositions. 255. Chaquè déposition sera rédigée par écrit, ainsi que les dires et observations auxquels elle aura donné lieu. Le procès-verbal d'enquête sera lu tant aux témoins qu'aux parties: les uns et les autres seront requis de le signer; et il sera fait 16) nach dieſem Augenblicke. L. S§. D. u. M. daß ſie aber,(wenn ſie es nicht auf der Stelle thaͤten) von dieſem Augenblicke an. E. 17) Verwerfungsmittel. S. 18) als Rechtens. L. als die Umſtaͤnde erlauben. 8. als die Verhaͤltniſſe verſtatten. E.. 19) an welchen die Partheyen erſcheinen muͤſſen. L. 15 B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 105 ſtehe, andere Zeugen zu benennen, daß ſie aber ſpäter⸗ hin 1¹⁵⁶) hiezu nicht mehr würden zugelaſſen werden. 250. Die Partheyen müſſen nun auf der Stelle ihre gegenſeitigen Einwendungen ¹7) gegen die Zeugen, die ſie etwa verwerfen wollen, vorbringen. Das Gericht er⸗ kennt über dieſe Einwendungen, nachdem es den kaiſer⸗ lichen Procurator gehört hat. 251. Gegen die Verwandten der Partheyen, ihre Kinder und Deſcendenten ausgenommen, können keine Einwendungen wegen ihrer Verwandtſchaft gemacht wer⸗ den, und eben ſo wenig gegen das Hausgeſinde der Ehe gatten, dieſer Eigenſchaft wegen; aber das Gericht ſoll auf die Ausſagen der Verwandten und des Hausgeſin⸗ des nur ſo viel Rückſicht nehmen, als die Billigkeit erlaubt. 18) 252. Jedes Urtheil, das einen Zeugenbeweis zu⸗ läßt, muß die Zeugen benennen, welche vernommen werden ſollen, und den Tag und die Stunde beſtimmen, an welchen die Partheyen ſie vorzuführen haben. 13) 253. Die Ausſagen der Zeugen werden in der Ge⸗ richtsſitzung bey verſchloſſenen Thuͤren abgenommen, in Gegenwart des kaiſerlichen Procurators, der Partheyen, und ihrer Beyſtände oder Freunde, deren von jeder Sei⸗ te höchſtens drey erſcheinen dürfen. 25 ½. Die Partheyen können entweder ſelbſt oder durch ihre Beyſtände den Zeugen alle ihnen dienlich ſchei⸗ nende Bemerkungen und Fragen vorlegen ²0), je doch ohne ſie in dem Laufe ihrer Ausſagen zu unterbrechen. 255. Jede Ausſage wird ſchriftlich aufgezeichnet, ſo wie auch die Auſſerungen und Bemerkungen 21), zu welchen ſie Anlaß gegeben hat. Das Protokoll über das Zeugenverhör wird den Zeugen ſowohl, als den Par⸗ theyen vorgeleſen; dieſe und jene werden aufgefordert, 20) alle Bemerkungen und Interpellationen machen. L. Bemerkungen und Inſtanzen um Erlaͤuterungen ma⸗ chen. D. Fragen und Bemerkungen vorlegen. 8. Be⸗ merkungen und Vorſtellungen machen. M. Vorſtellun⸗ gen und Erinnerungen machen. E. 21) Reden und Bemerkungen. L. u. 8. Behauptungen und Anmerkungen. D. Vorſtellungen und Bemerkun⸗ gen. k- 106 L. I. T. VI. Du Divorce. mention de leur signature, ou de leur déclaxation qu'ils ne peuvent ou ne veulent signer. 256. Aprés la clôture des deux enquètes ou de celle du demandeur, si le défendeur n'a pas produit de témoins, le tribunal renverra les par- ties a l'audience publique, dont il indiquera le jour et l'heure; il ordonnera la communication de la procédure au procureur impérial, et commettra un rapporteur. Cette ordonnance sera signifiée au défendeur, à la requète du demandeur, dans le délai qu'elle aura déterminé. 257. Au jour fixé pour le jugement défnitif, le rapport sera fait par le juge commis: les parties pourront ensuite faire, par elles-mèêmes ou par l'organe de leurs conseils, telles observations qu'el- les jugeront utiles àleur cause; après quoi le pro- cureur impérial donnera ses conclusions. 258. Le jugement définitif sera prononcé publiquement: lorsqu'il admettra le divorce, le demandeur sera autorisé à se retirer devant l'of- ficier de l'état civil pour le faire prononcer. 259. Lorsque la demande en divorce aura été formée pour cause d'excès, de sévicés ou d'inju-— res graves, encore qu'elle soit bien éStablie, les juges pourront ne pas admettre immédiatement le divorce. Dans ce cas, avant de faire droit, ils autoriseront la femme à quitter la compagnie de son mari, sans êétre tenue de le recevoir, si elle me le juge à propos; et ils condamneront le mari an lui payer une pension alimentaire proportion- r16e àSes facultés, si la femme n'a pas elle-méême dles revenus suffisants pour fournir à ses besoins. 260. Apréès une année d'épreuve, si les par- ties ne se sont pas réunies, l'époux demandeur pourra faire citer l'autre époux à comparattre au tribunal, dans les délais de la loi, pour y enten- dre prononcer le jugement définitif, qui pour lors admettra le divorce. M 18 B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 107 es zu unterzeichnen, und ihrer Unterſchrift oder ihrer Erklärung, daß ſie nicht unterzeichnen können oder wol⸗ len, muß ausdrückliche Erwähnung geſchehen. 256. Nachdem die beyderſeitigen Zeugenverhöre, oder, wenn der Beklagte keine Zeugen producirt hat, das Zeugenverhör von Seiten des Klägers geſchloſſen iſt, verweiſt das Gericht die Partheyen auf eine öffentli⸗ che Sitzung, deren Tag und Stunde es beſtimmt. Es reſolvirt, daß die Verhandlung dem kaiſerlichen Procu⸗ rator mitgetheilt werde, und ernennt einen Referenten. Dieſe Reſolution wird dem Beklagten, auf Anſuchen des Klägers, innerhalb der durch dieſelbe beſtimmten Friſt inſinuirt. 257. An dem Tage, der zur Erlaſſung des Endur⸗ theils iſt feſtgeſetzt worden, bringt der Referent die Sa⸗ che in Vortrag. Die Partheyen können hierauf entweder ſelbſt, oder durch ihre Rechtsbeyſtände, jede ihnen ſach⸗ dienlich ſcheinende Bemerkung vorbringen; ſodann macht der kaiſerliche Procurator ſeinen Antrag. 256. Das Endurtheil wird öffentlich ausgeſprochen. Läßt es die Eheſcheidung zu, ſo iſt der Kläger berechtigt, ſich zu dem Civilſtandsbeamten zu begeben, um ſie dort öffentlich erklären zu laſſen. 22) 259. Ward wegen Gewaltthätigkeiten, ſchweren Miß⸗ handlungen oder Beleidigungen auf Eheſcheidung geklagt⸗ ſo bleibt es den Richtern unbenommen, ſelbſt wenn die Kla⸗ ge gehörig erwieſen iſt, die Eheſcheidung nicht ſogleich zu— zulaſſen. In dieſem Falle verſtatten ſie, ehe ſie entſchei⸗ den, der Frau, die Geſellſchaft ihres Mannes zu verlaſ⸗ ſen, ohne daß ſie verbunden wäre, ihn aufzunehmen, wenn ſie dieß nicht für gut findet; und verurtheilen den Mann, ihr ſeinem Vermögen angemeſſene Alimentengel⸗ der zu zahlen, wenn die Frau nicht ſelbſt hinreichende Einkünfte hat, um ihre Bedürfniſſe zu beſtreiten. 260. Nach Ablauf eines Prüfungsjahres kann der klagende Ehegatte, wenn ſich inzwiſchen die Partheyen nicht ausgeſöhnt haben, den andern Ehegatten vorladen laſſen, in den geſetzlichen Friſten vor Gericht zu erſchei⸗ nen, um dort das Endurtheil, welches nun die Eheſchei⸗ dung zulaſſen muß, ausſprechen zu hören. 22²) damit dieſer ſie als geſchehen erkläͤre. E. 105 L. I. T. VI. Du Divorce. 261. Lorsque le divorce sera demandé par la raison qu'un des époux est condamné à une peine infamante, les seules formalités à observer consis- teront à présenter au tribunal de première instan- ce une expédition en bonne forme du jugement de condamnation, avec un certificat de la cour de justice criminelle, portant que ce mèême jugement n'est plus susceptible d'étre réformé par aucune voie legale. 262. En cas d'appel du jugement d'admission eu du jugement défnitif, rendu par le tribunal de premieère instance en matière de divorce, la cause sera instruite et jugée par la cour d'appel, comme affaire urgente. 265. L'appel ne sera recevable qu'autant qu'il aura été interjeté dans les trois mois à compter du jour de la signification du jugement rendu contra- dictoirement ou par défaut. Le délai pour se pour- voir à la cour de cassation contre un jugement en dernier ressort, sera aussi’de trois mois à compter de la signification. Le pourvoi sera suspensif. 264. En vertu de tout jugement rendu en dernier ressort ou passé en force de chose jugée, qui autorisera le divorce, l'époux qui l'aura obte- nu, sera obligé de se présenter, dans le délai de deux mois, devant l'officier de l'état civil, l'autre partie düment appelée, pour faire prononcer le divorce. 265. Ces deux mois ne commenceront à cou- rir, à l'égard des jugements de première instan- ce, qu'après l'expiration du délai d'appel; à l'é- gard des arréts rendus par défaut en cause d'appel, du'après l'expiration du délai d'opposition; et à l'égard des jugements contradictoires en dernier ͤ—— 1s B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 109 261. Wird die Eheſcheidung aus der Urſache nach⸗ geſucht, weil einer der Ehegatten zu einer entehrenden Strafe verurtheilt worden iſt, ſo beſtehen die zu beobach⸗ tenden Formalitaten einzig darin, daß man dem Gerichte erſter Inſtanz eine in gehöriger Form gemachte Ausferti⸗ gung des Verdammungsurtheils nebſt einem Zeugniſſe des Criminalgerichts übergibt, welches beſagt, daß die⸗ ſes Urtheil auf keine geſetzliche Weiſe mehr abgeändert werden könne. 262. Wird gegen ein von dem Gerichte erſter In⸗ ſtanz in einer Eheſcheidungsſache geſprochenes Urtheil, das die Zuläſſigkeit der Klage betraf ²³), oder dieſelbe endlich entſchied, appellirt, ſo wird der Prozeß von dem Appellationsgerichte als eine dringende Sache verhandelt und entſchieden. 263. Die Appellation kann nur dann angenommen werden, wenn ſie binnen drey Monaten eingelegt worden iſt, welche von dem Tage der Inſinuation des Urtheils an zu rechnen ſind, es mag nun daſſelbe nach Anhörung beyder Partheyen(contradictoirement) oder auf Nicht⸗ erſcheinen der einen(par défaut) geſprochen worden ſeyn. Die Friſt, binnen welcher man gegen ein in letz⸗ ter Inſtanz geſprochenes Urtheil den Recurs an das Caſ⸗ ſationsgericht ergreifen kann, iſt ebenfalls drey Monate, von dem Tage der Inſinuation an zu rechnen. Der Re⸗ curs an das Caſſationsgericht hat Suspenſivkraft. 26 4. Kraft eines jeden in letzter Inſtanz geſpro⸗ chenen, oder in Rechtskraft übergegangenen Urtheils, in welchem auf Eheſcheidung iſt erkannt worden, iſt der Ehe⸗ gatte, der es ausgewirkt hat, verbunden, ſich in Zeit von zwey Monaten vor dem Civilſtandsbeamten, nach vorhergegangener gehörigen Vorladung des andern Theils, zu ſtellen, um die Eheſcheidung öffentlich erklären zu laſſen. 265. Dieſe zwey Monate fangen an zu laufen, bey Urtheilen der erſten Inſtanz, nach Ablauf der Appella⸗ tionsfriſt; bey Urtheilen, die in der Appellationsinſtanz auf Nichterſcheinen der einen Parthey erfolgt ſind, nach Ablauf der Zeit, welche zur Einlegung der Einreden ver⸗ ſtattet iſt, und in Hinſicht der in letzter Inſtanz nach An⸗ — 23) Zulaſſungsurtheik, L. u. 8. das die Klage zuließ. D. 110 L. I. T. VI. Du Divorce. ressort, qu'après l'expiration du délai du pourvoi en cassation. 266. L'époux demandeur qui aura laissé pas- ser le délai de deux mois ci-dessus déterminé, sans appeler l'autre époux devant l'officier de l'é- tat civil, sera déchu du bénéfice du jugement qu'il avait obtenu, et ne pourra reprendre son action en divorce, sinon pour cause nouvelle; auquel cas il pourra néanmoins faire valoir les anciennes causes. SECTION II. Des Megsures provisoires auquelles peut don- ner lien la Demande en divorce pour cause déterminée. 267. L'administration provisoire des enfants restera au mari demandeur ou défendeur en divor- ce, aà moins qu'il n'en soit autrement ordonné par le tribunal, sur la demande soit de la mère, soit de la famille, ou du procureur impérial, pour le plus grand avantage des enfants. 268. La femme demanderesse ou défenderesse en divorce, pourra quitter le domicile du mari pendant la poursuite, et demander une pension alimentaire proportionnée aux facultés du mari. Le tribunal indiquera la maison dans laquelle la femme sera tenue de résider, et fixera, s'il y a lieu, Ja provision alimentaire que le mari sera obligé de lui payer. 269. La femme sera tenue de justifier de sa résidence dans la maison indiquée, tautes les fois qu'elle en sera requise: à défaut de cette justifica- rion, le mari pourra refuser la provision alimen- taire, 7et, si la femme est demanderesse en divor- ce, la faire déclaxer non-recevable à continuer ses poursuites. 270. La femme commune en biens, demande- resse ou défenderesse en divorce, pourra, en tout ☛‿ —— ——S—e— ——,—— 16 B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 111 hörung beyder Partheyen erlaſſenen Urtheile, nach Ab⸗ lauf der Friſt, binnen welcher um Caſſation nachgeſucht werden kann. 266. Hat der Ehegatte, welcher als Kläger auf⸗ getreten iſt, die oben beſtimmte Friſt von zwey Monaten ablaufen laſſen, ohne den andern Ehegatten vor den Ci⸗ wilſtandsbeamten vorzuladen, ſo wird er der Vortheile des von ihm ausgewirkten Urtheils verluſtig, und kann ſeine Eheſcheidungsklage nicht wiederholen, es ſey denn aus einem neuen Grunde, in welchem Falle er jedoch die vorigen Urſachen wieder geltend machen kann. Zweyter Abſchnitt. Von den proviſoriſchen Maßregeln, zu welchen die Ehe⸗ ſcheidungsklage aus beſtimmter Urſache Anlaß geben kann. 267. Die einſtweilige Fürſorge für die Kinder ²⁴) bleibt dem Manne, er mag Kläger oder Beklagter in der Eheſcheidungsſache ſeyn, wenn nicht auf Anſuchen der Mutter, der Familie oder des kaiſerlichen Procurators, zum augenſcheinlichen Beſten der Kinder von dem Ge— richte ein Anderes angeordnet wird. 268. Die Frau mag in der Eheſcheidungsſache Klä⸗ gerin oder Beklagte ſeyn, ſo kann ſie während des Pro⸗ zeſſes die Wohnung ihres Mannes verlaſſen, und dem Vermögen ihres Mannes angemeſſene Alimentengelder verlangen. Das Gericht weiſt das Haus an, worin die Frau wohnen ſoll, und beſtimmt, erforderlichen Falls, die proviſoriſchen Alimentengelder, welche der Mann ihr zu zahlen verbunden ſeyn ſoll. 269. Die Frau iſt verbunden, ſo oft ſie hiezu auf⸗ gefordert wird, darzuthun, daß ſie in dem ihr angewie⸗ ſenen Hauſe wirklich wohne. In Ermangelung dieſes Beweiſes kann ihr der Mann die proviſoriſchen Alimen⸗ tengelder verſagen, und wenn es die Frau iſt, welche die Eheſcheidung nachſucht, ſie für unbefugt erklären laſ⸗ ſen, den Prozeß weiter fortzuſetzen. 270. Steht die Frau mit ihrem Manne in Güter⸗ gemeinſchaft, ſo kann ſie in jeder Lage des Prozeſſes, von 24) Verwaltung der Kinder. 8. 112 L. I. T. VI. Du Divorce. Ctat de cause, à partir de la date de l'ordonnance dont il est fait mention en l'art. 256, requérir, pour la conservation de ses droits, l'apposition des scel- 168 sur les effets mobiliers de la communauté. Ces scellés ne seront levés qu'en faisant inventaire avec prisée, et à la charge par le mari de représenter les choses inventoriées, ou de répondre de leur va- leur comme gardien judiciaire. 271. Toute obligation contractée par le mari à la charge de la communauté, toute aliénation par lui faite des immeubles qui en dépendent, posté- rieurement à la date de l'ordonnance dont il est fait mention en l'art. 238, sera déclarée nulle, s'il est prouvé d'ailleurs qu'elle ait été faite ou contractée en fraude des droits de la femme. SECTION III. Der Fins de non-recevoir contre"'Action en di- vorce pour cause déterminée. 272. L'action en divorce sera éteinte par la ré- conciliation des époux, survenue soit depuis les faits qui auraient pu autoriser cette action, soit depuis la demande en divorce. 273. Dans l'un et l'autre cas, le demandeur se- ra déclaré non-recevable dans son action; il pourra néanmoins en intenter une nouvelle pour cause survenue depuis la réconciliation, et alors faire usage des anciennes causes pour appuyer sa nou- velle demande. 274. Si le demandeur en divorce nie qu'il y ait eu réconciliation, le défendeur en fera preuve, 25) für Rechnung. D. M. u. E. zur Belaſtung. L. zu Laſten. 8. 26) Vereitelung. D. u. M. betruͤglich zur Schmaͤlerung. L. zum Nachtheile. E. ihr Zweck war, die Frau um ihre Rechte zu bringen, 9. — — ———— 2=.— 16 B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 115 dem Tage der im 238. Artikel erwähnten Reſolution an zu rechnen, ſie mag in der Eheſcheidungsſache Klägerin oder Beklagte ſeyn, zu Sicherung ihrer Rechte verlan⸗ gen, daß das gemeinſchaftliche Mobiliarvermögen unter Siegel gelegt werde. Nur gegen Errichtung eines mit Taxation verbundenen Inventariums, wobey der Mann ſich verpflichtet, die verzeichneten Gegenſtände entweder einſt herbeyzuſchaffen, oder als gerichtlicher Bewahrer für ihren Werth zu haften, dürfen dieſe Siegel wieder abgenommen werden. 271. Jede nach dem Tage der im 238. Artikel er⸗ wähnten Reſolution von dem Manne für 2²5) die Gü⸗ tergemeinſchaft uͤbernommene Verbindlichkeit, jede nach dieſer Zeit von ihm gemachte Veräußerung von dazu gehörigen Immobilien, ſoll für ungiltig erklärt werden, wenn anders erwieſen wird, daß ſie zu Beeinträchti⸗ gung ²⁶)(in fraudem) der Rechte der Frau geſche⸗ hen oder übernommen worden ſey. Dritter Abſchnitt. Von den Einreden gegen die Zuläſſigkeit 27)(fins de non-recevoir) der Eheſcheidungsklage aus beſtimm⸗ ter Urſache. 272. Die Klage auf Eheſcheidung erliſcht durch die Ausſöhnung der Ehegatten, es mag dieſe ſeit den That⸗ ſachen, die zu dieſer Klage hätten berechtigen können, oder ſeit wirklich angeſtellter Eheſcheidungsklage erfolgt ſeyn. 275. In einem wie im andern Falle ſoll die Klage für unzuläſſig erklärt werden; doch kann der Kläger eine neue Klage anſtellen, wenn ſeit der Ausgſoͤhnung eine neue Eheſcheidungsurſache eingetreten iſt, und alsdann zu Unterſtützung ſeiner neuen Klage von den vorigen Ur⸗ ſachen Gebrauch machen. 274. Läugnet der Kläger, daß eine Ausſöhnung Statt gehabt habe, ſo muß dieß der Beklagte entweder 22) Gruͤnden der Unzulaͤßigkeit. L. Unzulaͤßigkeitsmit⸗ kein. d Einreden, wodurch die Einlaſſung abgelehnt wird. D. Cod. N. 1. B.§ 1 114 L. I. T. VI. Du Divorce. soit par écrit, soit par témoins, dans la forme prescrite en la première section du présent cha- pitre. CHAPITRE III. Du Divorce par Consentement mutuel. 275. Le consentement mutuel des époux ne sera point admis, si le mari a moins de vingt-cinq anls, ou si la femme est mineure de vingt-un ans. 276. Le consentement mutuel ne sera admis qu'après deux ans de mariage. 277. Il ne pourra plus l'être après vingt ans de mariage, ni lorsque la femme aura quarante-cinq ans. 278. Dans aucun cas, le consentement mu- tuel des époux ne suffira, s'il n'est autorisé par leurs pères et mères, ou par leurs autres ascendants vivants, suivant les règles prescrites par l'article 150, au titre du Mariage. 279. Les époux déterminés à opérer le divorce par consentement mutuel, seront tenus de faire préalablement inventaire et estimation de tousdeurs biens meubles et immeubles, et de régler leurs droits respectifs, sur lesquels il leur sera néanmoins libre de transiger. 230. IIs-seront pareillement tenus de consta- ter par écrit leur convention sur les trois points qui suilvent: 1 A qui les enfants nés de leur union seront confiés, soit pendant le temps des épreuves, soit après le divorce prononcé; 229 Dans quelle maison la femme devra se re- tirer et résider pendant le temps des épreuves; 28) ſchriftlich. D. M. u. L..— 29) wird nicht angenommen.§. iſt nicht zulaͤſſig. I. 30) ihre Uebereinkunft ſchriftlich zu bewaͤhren. D. u. M. ne ha 1s B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 115 durch Documente ²⁸) oder durch Zeugen, in der im er⸗ ſten Abſchnitte des gegenwärtigen Capitels vorgeſchriebe⸗ nen Form, beweiſen. Drittes Capitel. Von der Eheſcheidung auf wechſelſeitige Einwil⸗ ligung. 275. Die wechſelſeitige Einwilligung der Ehegat⸗ ten wird nicht berückſichtiget 9), wenn der Mann noch keine fünf und zwanzig, oder die Frau noch keine ein und zwanzig Jahre alt iſt. 276. Die wechſelſeitige Einwilligung wird nicht berückſichtigt, wenn die Ehe noch nicht zwey Jahre be⸗ ſtanden hat. 277. Sie wird nicht mehr berückſichtiget, wenn die Ehe ſchon zwanzig Jahre beſtanden hat, und eben ſo wenig, wenn die Frau fünf und vierzig Jahre alt iſt. 278. In keinem Falle iſt die wechſelſeitige Einwil— ligung der Ehegatten hinreichend, wenn ſie nicht von ihren Eltern, oder von ihren andern noch lebenden As⸗ cendenten, in Gemäßheit der im 150. Artikel des Titels von der Ehe enthaltenen Vorſchriften, genehmiget iſt. 279. Die Ehegatten, welche entſchloſſen ſind, die Eheſcheidung durch wechſelſeitige Einwilligung auszu⸗ wirken, müſſen vor allen Dingen ihr ganzes Mobiliar⸗ und Immobiliarvermögen inventiren und taxiren laſſen, und ihre wechſelſeitigen Rechte reguliren, worüber es ih⸗ nen jedoch freyſteht, ſich zu vergleichen.. 280. Sie ſind gleichfalls verbunden, ihre Überein⸗ kunft über folgende drey Punkte ſchriftlich darzuthun: ³⁰) 1.) Wem die aus ihrer Ehe erzeugten Kinder an⸗ vertraut werden ſollen, ſowohl während der Prüfungs⸗ zeit, als nach ausgeſprochener Eheſcheidung; 2.) In welches Haus die Ehefrau ſich begeben, und während der Prufungszeit wohnen ſoll; ſchriftlich zu bewähren, daß ſie unter einander einig geworden ſind. E. ſie muͤſſen ſich ſchriftlich abfinden. 8 8 116 L. I. T. VI, Du Divorce. 3° Quelle somme le mari devra payer à sa fem- me pendant le mème temps, si elle n'a pas des re- venus suffisants pour fournir à ses besoins. 281. Les époux se présenteront ensemble, et en personne, devant le président du tribunal ci- vil de leur arrondissement, ou devant le juge qui en fera les fonctions, et lui feront la déclaration de leur volonté, en présence de deux notaires amenés par eux. 282. Le juge fera aux deux époux réunis, et à chacun d'eux en particulier, en présence des deux notaires, telles représentations et exhortations qu'il croira convenables; il leur donnera lecture du chap. Iv du présent titre, qui règle les †ets du Divor- ce, et leur développera toutes les consequences de leur démarche. 283. Si les époux persistent dans leur résolu- tion, il leur sera donné acte, par le juge, de ce qu'ils demandent le divorce et y consentent mutuel- lement; et ils seront tenus de produire et déposer Mfimstan, entre les mains des notaires, outre les actes mentionnés aux art. 279 et 280, 1⁰ ELes actes de leur naissance, et celui de leur mariage; 25 Les actes de naissance et de décès de tous les enfants nés de leur union; 3⁰° La déclaration authentique de leurs père et mère ou autres ascendants vivants, portant que, pour les causes à eux connues, ils autorisent tel ou telle, leur fils ou fille, petit-fils ou petite-fille, marié ouu, mariée à tel ou telle, à demander le divorce et à y consentir. Les pères, meres, aieuls et aieules des époux, seront présumés vivants jus- qu'd la représentation des actes constatant leur décès. 284. Les notaires dresseront procès-verbal détaillé de tout ce qui aura été dit et fait en exécu- ——— 15 B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 117 3.) Welche Summe der Mann während derſelben Zeit ſeiner Frau zahlen ſoll, wenn ſie nicht Einkünfte genug hat, um ihre Bedürfniſſe zu beſtreiten. 261. Die Ehegatten müſſen mit einander und in ei⸗ gener Perſon vor dem Präſidenten des Civilgerichtes ih⸗ res Arrondiſſements, oder vor dem Richter, der ſeine Stelle verſieht, erſcheinen, und ihm in Gegenwart zwey⸗ er von ihnen mitgebrachten Notarien ihren Willen er⸗ klären.. 282. Der Richter ſoll in Gegenwart der zwey No⸗ tarien beyden Ehegatten zuſammen, und jedem insbeſon⸗ dere, diejenigen Vorſtellungen machen und Ermahnun⸗ gen geben, die er für ſchicklich erachten wird; er ſoll ih⸗ nen das vierte Capitel des gegenwärtigen Titels vorleſen, welches die Wirkungen der Eheſcheidung be⸗ ſtimmt, und ihnen alle Folgen ihres Schrittes ent⸗ wickeln. 283. Beſtehen die Ehegatten auf ihrem Entſchluß, ſo wird ihnen von dem Richter eine Beſcheinigung darüber ertheilt, daß ſie die Eheſcheidung verlangen, und wech⸗ ſelfeitig in dieſelbe einwilligen; auſſer den im 279 und 260. Artikel erwähnten Urkunden, müſſen ſie noch auf der Stelle produciren und in die Hände der Notarien niederlegen: 7.) Ihre Geburtsurkunden und ihre Heirathsur⸗ kunde; 2.) Die Geburts⸗ und Todesurkunden aller aus ih⸗ rer Ehe erzeugten Kinder; 3.) Die in beglaubigter Form von ihren Eltern 31) anderen noch lebenden Ascendenten dahin aus⸗ geſtellte Erklärung, daß ſie, aus ihnen bekannten Urſa⸗ chen, den oder die, ihren Sohn oder ihre Tochter, Enkel oder Enkelin, welcher oder welche mit dieſem oder jener verheirathet iſt, autoriſiren, die Eheſchei⸗ dung nachzuſuchen, und in ſelbige einzuwilligen. Es wird ſo lange vermuthet) daß die Eltern und Großeltern der Ehegatten nech am Leben ſeyen, bis die Urkunden beygebracht werden, welche ihr Abſterben erweiſen. 28 ½. Die Notarien nehmen über alles, was zu Folge der vorhergehenden Artikel geſagt oder gethan wor⸗ 31) und. E. 118 L. I. T. VI. Du Divorce. tion des articles précédents; la minute en restera au plus agé des deux notaires, ainsi que les pièces produites, qui demeureront annexées au procès- verbal, dans lequel il sera fait mention de Pavertis- sement qui serd donné à la femme de se retirer, dans les vingt-quatre heures, dans la maison con- venue entre elle et son mari, et d'y résider jusqu'au divorce prononcé. 285. La déclaration ainsi faite sera renouvelée dans la première quinzaine de chacun des quatriè- me, septième et dixième miois qui suivront, en ob- servant les mèêmes formalités. Les parties seront obligées à rapporter chaque fois la preuve, par acte public, que leurs pères, mères, ou autres ascen- dants vivants, persistent dans leur premidère dé- termination; mas elles ne seront tenues à répéter la production d'aucun autre acte. 286. Dans la quinzaine du jour od sera révo- lue l'année, à compter de la première déclaration, les époux, assistés chacun de deux amis, personnes notables dans l'arrondissement, agés de cinquante ans au moins, Sse présenteront ensemble et en per- sonne devant le président du tribunal ou le juge qui en fera les fonctions; ils lui remettront les ex- péditions en bonne forme, des quatre procès-ver- baux contenant leur consentement mutuel, et de tous les actes qui y auront été annexés, et requer- ront du magistrat, chacun séparément, en présen- ce néanmoins lun de l'autre et des quatre notables, l'admission du divorce. .287. Après que le juge et les assistants auront fait leurs observations aux époux, Ss'ils persévèrent, il leur sera donné acte de leur réquisition, et de la remise par eux faite des pièces à l'appui: le greffier du tribunal dressera procès-verbal, qui sera signé tant par les parties(à moins qu'elles ne déclarent -————,,— 1s B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 119 den iſt, ein ausführliches Protokoll auf; das Original deſſelben behält der älteſte der beyden Notarien, ſo wie auch die producirten Beweisuxkunden, welche dem Pro⸗ tokoll beygefügt bleiben; in dieſem Protokoll muß auch bemerkt werden, daß die Frau die Weiſung erhalten hat, ſich in Zeit von vier und zwanzig Stunden in das Haus, üͤber welches ſie mit ihrem Manne übereingekommen iſt, zu begeben, und bis nach ausgeſprochener Eheſcheidung daſelbſt zu wohnen. 285. Die auf dieſe Art erfolgte Erklärung muß in den erſten vierzehn Tagen des darauf folgenden vierten, ſiebenten und zehnten Monats, unter Beobachtung der nämlichen Formalitäten, wiederholt werden. Jedesmal müſſen die Partheyen durch öffentliche Urkunden darthun, daß ihre Eltern oder andere noch lebende Ascendenten auf ihrem erſten Entſchluſſe beharren; dagegen brauchen ſie keine andere Urkunde nochmals zu productren. 266. In den erſten vierzehn Tagen nach Ablauf eines Jahres, von dem Tage der erſten Erklärung an ge⸗ rechnet, müſſen die Ehegatten mit einander und in eigener Perſon, jeder in Begleitung zweyer Freunde, die auf der Liſte der Notabeln des Arrondiſſements ſtehen 32), und wenigſtens fünfzig Jahre alt ſind, vor dem Präſi⸗ denten des Gerichtes oder dem Richter, der deſſen Stel⸗ le vertrikt, erſcheinen; ſie müſſen ihm Ausfertigungen in beglaubigzer Form von den vier Protokollen(*†), welche ihre wechſelſeitige Einwilligung enthalten, ſo wie von allen Urkunden überreichen, die den Protokollen bey⸗ gefügt wurden, und, jeder beſonders, jedoch der Eine in Gegenwart des Andern und der vier Notabeln, den Rich⸗ ter erſuchen, die Eheſcheidung zuzulaſſen. 287. Nachdem der Richter und die Beyſtände den Ehegatten ihre Vorſtellungen gemacht haben, ſo wird ih⸗ nen, wenn ſie auf ihrem Vorſatz beharren, über ihr Ge⸗ ſuch, und die von ihnen geſchehene Einreichung der da zu gehörigen Beweisdocumente eine Beſcheinigung er— theilt; der Gerichtsſchreiber nimmt hierüber ein Proto⸗ (*) S. Art. 284 u. 285.. 32) notable Perſonen des Bezirks. L. angeſehene Ein⸗ wohner des Bezirks. S 120 L. I. T. VI. Du Divorce. ne savoir ou ne pouvotr signer, auquel cas il en sera fait mention), que par les quatre assistants, le juge et le greffier. 288. Le juge mettra de suite, au bas de co proces-verbal, son ordonnance portant que, dans les trois jours, il sera par lui référé du tout au tri- bunal en la chambre du conseil, sur les conclusions Par écrit du procureur impérial, auquel les pièces seront, à cet effet, communiquées par le greffier. 289. Si le procureur impérial trouve dans les pièces la preuve que les deux époux étaient dgés, le mari de vingt-cinq ans, la femme de vingt-un ans, lorsqu'ils ont fait leur première déclaration; qu’'à cette époque ils étaient mariés depuis deux ans, que le mariage ne remontait pas à plus de vingt, que la femme avait moins de quarante-cinq ans, que le consentement mutuel a été exprimé quatre fois dans le cours de l'année, après les pré- alables ci-dessus prescrits, et avec toutes les for- malités requises par le présent chapitre, notam- ment avec l'autorisation des pères et mères des époux, ou avec celle de leurs autres ascendants vi- vants en cas de prédécès des pères et mères, il don- nera ses conclusions en ces termes, La loi vermet. dans le cas contraire, ses conclusions seront en ces termes, La loi empéche. 290. Le tribunal, sur le référé, ne pourra faire d'autres vérifications que celles indiquées par Tarticle précédent. S'il en résulte que, dans l'opi- nion du tribunal, les parties ont satisfait aux con- ditions et rempli les formalités déterminées par la loi, il admettra le divorce, et renverra les parties devant Pofficier de l'état civil, pour le faire pronon- cer: dans le cas contraire, le tribunal déclarera qu'il n'y a pas lieu à admettre le divorce, et dédui- ra les motifs de la décision. 291. L'appel du jugement qui aurait déclaré le Pas y avoir lieu a admettre le divorce, ne sera —— — 2 18 B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 1 koll auf, das die Partheyen ſowohl(ſie müßten dann er⸗ klären, daß ſie im Schreiben unerfahren ſeyen, oder nicht unterzeichnen können, in welchem Falle dieſes be⸗ merkt wird) als die vier Beyſtände, der Richter und Ge⸗ richtsſchreiber unterzeichnen. 288. Der Richter ſetzt ſogleich unter das Protokoll ſeine Reſolution, des Inhalts, daß er in drey Tagen auf den ſchriftlichen Antrag des kaiſerlichen Procurators, welchem zu dieſem Ende die Acten durch den Gerichts— ſchreiber mitgetheilt werden ſollen, dem Gerichte in dem Seſſionszimmer über das Ganze Vortrag halten werde. 289. Findet der kaiſerliche Procurator in den Acten den Beweis, daß, als beyde Ehegatten ihre erſte Erklä⸗ rung abgegeben, der Mann fünf und zwanzig, und die Frau ein und zwanzig Jahre alt waren; daß ſie zu die⸗ ſer Zeit ſchon zwey Jahre verheirathet geweſen; daß ih⸗ re Ehe nicht über zwanzig Jahre beſtanden; daß die Frau noch keine fünf und vierzig Jahre alt war; daß die wech⸗ ſelſeitige Einwilligung viermal im Laufe des Jahrs er⸗ klärt worden iſt, nach vorgängiger Erfüllung desjenigen, was hier oben beſtimmt iſt, und mit allen in dem gegen— wartigen Capitel vorgeſchriebenen Formalitäten, nament⸗ lich mit der Autoriſation der Eltern, oder wenn die El⸗ tern früher geſtorben waren, der übrigen noch lebenden Ascendenten der Ehegatten; ſo macht er ſeinen Antrag mit den Worten: das Geſetz erlaubtz in dem ent⸗ gegengeſetzten Falle beſteht ſein Antrag in den Worten: das Geſetz verhindert. 290. Das Gericht kann nach geſtattetem Vortrage ſeine Unterſuchung auf keine andere, als die im vorher⸗ gehenden Artikel bezeichneten Gegenſtände ausdehnen. Ergibt ſich hieraus, daß, nach der Meinung des Ge— richtes, die Partheyen den Bedingungen Genüge gelei⸗ ſtet, und die Formalitäten beobachtet haben, die in dem Geſetze beſtimmt ſind, ſo läßt es die Eheſcheidung zu, und verweiſt die Partheyen vor den Civilſtandsbeamten, um ſolche öffentlich erklären zu laſſen. Im entgegenge⸗ ſetzten Falle erklärt das Gericht, daß die Eheſcheidung nicht Statt habe, und führt die Gründe ſeiner Entſchei dung aus. 291. Die Appellation gegen das Urtheil, welches die Eheſcheidung für unſtatthaft erklärt, ſoll nur dann 122 L. I. T. VI. Du Dworce. recevable qu'autant qu'il sera interjeté par les deux parties, et néanmoins par actes sépares, dans les dix jours au plutòt, et au plus tard dans les vingt jours de la date du jugement de première instance. 292. Les actes d'appel seront réciproquement signiflés tant à l'auire époux qu'au procureur impé- rial au tribunal de première instance., 293. Dans les dix jourxs, à compter de la signification qui lui aura été faite du second acte d'appel, le procureur impérial au tribunal de pre- mière instance fera passer au procureur général impérial en la cour d'appel, l'expédition du juge- ment, et les pièces sur lesquelles il est intervenu. Le procureur général impeérial en la cour d'appel donnera ses conchusions par écrit, dans jes dix jours qui suivront la réception des pièces: le président, ou le juge qui le suppléera, fera son rapport à la cour d'appel, en la chambre du conseil, et il sera statué définitivement dans les dix jours qui suivront la remise des conclusions du procureur général impeérial. 294. En vertu de l'arrèt qui admettra le di- vorce, et dans les vingt jours de sa date, les par- ties se présenteront ensemble et en personne de- want l'officier de l'état civil, pour faire prononcer le divorce. Ce délai passé, le jugement demeurera eomme non avenu. CHAPITRE IV. Des Effets du Divorce. 295. Les époux qui divorceront pour quelque cause que ce soit, ne pourront plus se réunir. 296. Dans le cas de divorce prononcé pour cause déterminée, la femme divorcée ne pourra se remarier que dix mois après le divorce prononcé. 1 le 16 B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 125 angenoömmen werden, wenn ſie von beyden Theilen, je— doch von jedem in einer beſondern Schrift, auf's früheſte in zehn Tagen, und auf's ſpäteſte in zwanzig Tagen nach dem Datum des Urtheils des Gerichtes erſter In⸗ ſtanz eingelegt worden iſt. 292. Die Appellationsſchriften ſollen ſowohl wech— ſelſeitig dem andern Ehegatten, als dem kaiſerlichen Procurator bey dem Gerichte erſter Inſtanz inſinuirt werden. 293. Der kaiſerliche Procurator bey dem Gerichte erſter Inſtanz ſoll in den erſten zehn Tagen„„von der ihm geſchehenen Inſinuation der zweyten Appellationsſchrift an zu rechnen, dem kaiſerlichen Generalprocurator bey dem Appellationsgerichte eine Ausfertigung des Urtheils und die Acten, auf welche es geſprochen worden iſt, zu⸗ ſenden. Der kaiſerliche Generalprocurator bey dem Ap⸗ pellationsgericht macht in den nächſten zehn Tagen nach dem Empfang der Acten ſeinen Antrag ſchriftlich— Der Präſident oder der Richter, der ſeine Stelle vertritt, er— ſtattet ſeinen Vortrag dem Appellationsgerichte in dem Seſſionszimmer, und in zehn Tagen, nachdem der kai⸗ ſerliche Generalprocurator ſeinen Antrag überreicht hat, muß das Endurtheil geſprochen werden. 20 ½. Kraft des Urtheils, das die Eheſcheidung zu⸗ läßt, und innerhalb zwanzig Tagen nach Erlaſſung deſ— ſelben, müſſen die Partheyen mit einander und in eige⸗ ner Perſon vor dem Civilſtandsbeamten erſcheinen, um die Eheſcheidung öffentlich erklären zu laſſen. Iſt dieſe Friſt verſtrichen, ſo wird das Urtheil als nicht ergangen angeſehen. Viertes Capitel. Von den Wirkungen der Eheſcheidung. 295. Die Ehegatten, welche aus irgend einer Ur⸗ ſache geſchieden worden ſind, können ſich nicht wieder mit einander verheirathen. 296. Iſt die Eheſcheidung wegen beſtimmter Urſa⸗ che erfolgt, ſo kann die geſchiedene Frau ſich nicht eher als zehn Monate nach ausgeſprochener Eheſcheidung wie⸗ der verhetrathen. 124 L. I. L. VI. Du Divorce. 297. Dans le cas de divorce par consentement mutuel, aucun des deux époux ne pourra contracter un nouveau mariage que trois ans après la pronon- ciation du divorce.. 2938. Dans le cas de divorce admis en justice pour cause d'adultère, l'époux coupable ne pourra Jamais se marier avec son complice. La femme adultère sera condamnée par le mème jugement, et sur la réquisition du ministère public, à la re- clusion dans une maison de correction pour un temps déterminé, qui ne pourra èêtre moindre de trois mois, ni excéder deux années. 290. Pour quelque cause que le divorce ait lieu, hors le cas du consentement mutuel, l'époux contre lequel le divorce aura été admis, perdra tous les avantages que l'autre époux luDavait faits, soit par leur contrat de mariage, soit depuis le maria- ge contracté. L 300. L'époux qui aura obtenu le divorce, con- servera les avantages à lui faits par l'autre époux, encore qu'ils aient été stipulés réciproques, et que la réciprocité n'ait pas lieu. 301. Si les 6poux ne s'étaient fait aucun, avan- tage, ou si ceux stipulés ne paraissaient pas suffi- sants pour assurer la subsistance de l'époux qui a obtenu le divorce, le tribunal pourra lui accorder, sur les biens de l'autre époux, une pension alimen- taire, qui ne pourra excéder ſſe tiers des revenus de cet autre époux. Cette pension sera révocable dans le cas ou elle cesserait d'étre nécessaire. 302. Les enfants seront confiés à l'époux qui a ohtenn de divorce, à moins que le tribunal, sur la demande de la famille ou dii procureur impéri 11, mwordonne, pour le plus grand avantage des en- fants, que tous ou quelques- uns d'eux seront con. „ 128 B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 125 297. Iſt die Eheſcheidung auf wechſelſeitige Ein⸗ willigung erfolgt, ſo kann keiner der beyden Ehegatten eher eine neue Ehe ſchließen, als drey Jahre nach aus⸗ geſprochener Eheſcheidung. 298. Iſt die Eheſcheidung wegen eines begange⸗ nen Ehebruchs von dem Gerichte zugelaſſen worden, ſo kann der ſchuldige Ehegatte ſich niemals mit ſeinem Mit⸗ ſchuldigen verheirathen. Die ehebrecheriſche Frau ſoll in demſelben Urtheil, und auf den Antrag des kaiſerlichen Procurators auf eine beſtimmte Zeit, die nicht kürzer als drey Monate, und nicht länger als zwey Jahre ſeyn darf, zur Einſperrung in ein Zuchthaus verurtheilt wer⸗ den. 299. Aus welcher Urſache die Eheſcheidung auch er⸗ folgt ſeyn mag, den Fall der wechſelſeitigen Einwilligung ausgenommen, ſo verliert der Ehegatte, gegen welchen Ue Eheſcheidung zugelaſſen worden iſt, alle Vortheile,“ die ihm der andere Ehegatten durch den Heirathscontract oder auch ſeit geſchloſſener Ehe zugewendet hat. 300. Der Ehegatte, welcher die Eheſcheidung aus⸗ gewirkt hat, behält die von dem andern Ehegatten ihm zugewendeten Vortheile, ſelbſt wenn ausbedungen war, daß ſie wechſelſeitig ſeyn ſollten, dieſe Gegenſeitigkeit aber nicht mehr Statt hat. ³³⁸) 301. Haben die Ehegatten ſich keine Vortheile zu⸗ gewendet, oder ſcheinen die ausbedungenen nicht hinrei⸗ chend, um den Unterhalt des Ehegatten, welcher die Ehe⸗ ſcheidung ausgewirkt hat, zu ſichern, ſo kann ihm das Gericht aus dem Vermögen des andern Ehegatten jähr⸗ liche Alimentengelder zuerkennen, die jedoch das Drittel der Einkünfte dieſes andern Ehegatten nicht überſchreiten dürfen. Dieſe Alimentengelder können in dem Falle, wenn ſie nicht mehr nothwendig ſind, eingezogen werden. 302. Die Kinder werden dem Ehegatten, der die Eheſcheidung ausgewirkt hat, anvertraut, wenn nicht das Gericht auf Anſuchen der Familie oder des kaiſerli⸗ chen Procurators zum augenſcheinlichen Beſten der Kin— der verordnet, daß ſie alle, oder einige von ihnen, der 33) auch wenn ſie wechſelſeitig bedungen, aber von ihm nicht gegenſeitig gewaͤhrt worden ſind. E. 126 E. I. T. VI. Du Divorce.. flés aux soins soit de l'autre 6poux, soit d'une tier- ce personne. 305. Quelle que soit la personne à laquelle les enfants seront confiés, les père et mère conser- veront respectivement le droit de surveiller l'en- tretien et l'éducation de leurs enfants, et seront te- nus d'y contribuer à proportion de leurs facultés. 5 4. La dissolution du mariage par le divor- ce admis en justice, ne privera les enfants nés de ce maxriage, d'aucun des avantages qui leur étaient assurés par les lois, ou par les conventions matri- moniales de leurs pèxe et mère; mais il n'y aura . d'çquverture aux droits des enfants que de la même manière et dans les memes circonstances où ils Se seraient ouverts s'il n'y avait pas eu de divorce. 305. Dans le cas de divorce par consentement mutuel, la propriété de la moitié des biens de cha- cun des deux époux, Sera acquise de plein droit, du jour de leur première déclaratién, aux enfants nés de leur mariage: les père êt mère conserve- ront néanmoins la jouissance de cette moitié, jus- qu'dà la majorité de leurs enfants, à la charge de pourvoir à leur nourriture, entretien et éducdtion, conformément à leur fortune at à leur état: le tout sans préjudice des autres avantages qui pourraient avoir été assurés auxdits enfants par Jes conven- tions matrimoniales de leurs pere et mere. CHAPITRE V. Da la Séparxation de corps. 3⁰06. Dans les cas oC il y a ligu à la demande en divorce pour cause déterminée, 1l sera libre aux époux de former demande en séparation de corps. 507. Elle sera intentée, instruite et jugée de la mèême manière que toute autre action civile; elle ne pourra avoir lieu par le consentement mu- tuel des époux. —————— 16 B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 12 Fürſorge des andern Ehegatten oder einer dritten Perſon anvertraut werden ſollen. 3 5. Wem auch immer die Kinder anvertraut ſeyn mögen, ſo behalten doch Vater und Mutter beyderſeits das Recht, über den Unterhalt und die Erziehung ihrer Kinder die Aufſicht zu führen, und ſind verbunden, nach Verhältniß ihres Vermögens dazu beyzutragen. 304. Die Auflöſung der Ehe durch eine gerichtlich zugelaſſene Scheidung ſoll den aus dieſer Ehe erzeugten Kindern keinen der Vortheile entziehen, die ihnen entwe⸗ der durch die Geſetze oder durch die Eheberedung ihrer Eltern zugeſichert worden ſind; der wirkliche Anfall die⸗ ſer Rechte der Kinder ſoll aber nur auf eben die Weiſe und unter eben den Umſtänden eintreten, unter welchen ſie ihnen zugefallen ſeyn würden, wenn die Eheſcheidung nicht erfolgt wäre. 3⁰05. Im Falle einer auf wechſelſeitige Einwilli⸗ gung erfolgten Eheſcheidung fällt das Eigenthum der Hälfte des Vermögens eines jeden Ehegatten, von dem Tage ihrer erſten Erklärung an, den aus dieſer Ehe er⸗ zeugten Kindern, kraft des Geſetzes(ipso jure) an— heim; doch behalten der Vater und die Mutter den Ge⸗ nuß dieſer Hälfte bis zur Volljährigkeit ihrer Kinder, mit dem Bedinge, für deren Nahrung, Unterhalt und Erziehung nach ihrem Vermögen und Stande zu ſorgen, alles ohne Abbruch der übrigen Vortheile, welche den beſagten Kindern durch die Eheberedung ihrer Eltern et— wa zugeſichert ſeyn mögen. Fuͤnftes Capitel. Von der Scheidung von Tiſch und Bette. 506. In den Fällen, wo die Klage auf Eheſchei⸗ dung aus beſtimmter Urſache Statt findet, ſteht es den Ehegarten frey, ihr Geſuch auf Scheidung von Tiſch und Bette zu richten. 4 507. Dieſe Klage wird eben ſo, wie jede andere Civilklage, angeſtellt, verhandelt und entſchreden; auf bloße wechſelſertige Einwilligung der Ehegatten ſoll die⸗ ſelbe nicht Statt finden. 428 L. I. T. VI. Du Divorce. 308. La femme contre laquelle la séparation de corps sera prononcée pour cause d'adultèere, se- ra condamnée par le même jugement, er sur la ré- quisition du ministère public, à la reclusion dans une maison de correction pendant un temps déter- miné, qui ne pourra être moindre de trois mois, ni excéder deux années. 5⁰9. Le mari restera le maitre d'arréèter l'ef- fet de cette condamnation, en consentant à repren- dre sa femme. 310. Lorsque la séparation de corps prononcée pour toute autre cause que l'adultère de la femme, aura duré trois ans, l'époux qui était originaixe- ment défendeur, pourra demander le divorce au tribunal, qui l'admettra, si le demandeur originai- re, présent ou dument appelé, ne consent pas im- médiatement à faire cesser la séparation. * 311. La séparation de corps emporiera tou- jours séparation de biens. TITRE SEPTIEME De la Paternité et de la Filiation. (Déerété le 23 mars 1803. Promulgué le 2 avril.) 5 2—— 8 CHAPITRE PREMIER. De la Filiation des Enfants légitimes ou nés dans le Mariage. 312. L'enfant conqu pendant le mariage a peur père le mari. Néanmoins celui-ci pourra désavouer l'enfant, s'il prouve que, pendant le temps qui a couru de- puis le trois-centième jusqu'au cent-quatre-ving- tième jour avant la naissance de cet enfant, il 1 —. 16 B. 6r T. Von der Eheſcheidung. 129 308. Die Frau, gegen welche wegen eines began⸗ genen Ehebruchs auf Scheidung von Tiſch und Bette er⸗ kannt wird, ſoll in demſelben Urtheile, und auf den An⸗ trag des kaiſerlichen Procurators auf eine beſtimmte Zeit, die nicht kuͤrzer als drey Monate, und nicht länger als zwey Jahre ſeyn darf, zur Einſperrung in ein Zuchthaus verurtheilt werden. 509. Der Mann behält es in ſeiner Gewalt, die Wirkung dieſer Verurtheilung dadurch aufzuheben, daß er ſich entſchließt, ſeine Frau wieder zu ſich zu nehmen. 310. Hat die aus einer andern Urſache, als wegen Ehebruchs der Frau, erkannte Trennung von Tiſch und Bette drey Jahre gedauert, ſo kann der Ehegatte, der urſprünglich Beklagter war, die Eheſcheidung von dem Gerichte verlangen, welches ſie auch zulaſſen muß, wenn der urſprüngliche Kläger, nachdem er erſchienen, oder doch gehörig vorgeladen worden iſt, nicht auf der Stelle einwilliget, die Trennung von Tiſch und Bette aufzu⸗ heben. 511. Die Scheidung von Tiſch und Bette zieht immer Sonderung der Güter nach ſich. „ 71 Siebenter Titel. Von der Vaterſchaft und der Kindſchaft (Filiation). (Decretirt den 23. Maͤrz 1803. Promulgirt den 2. April.) Erſtes Capitel. Von der Abſtammung(Filiation) rechtmaͤßiger oder in der Ehe geborner Kinder. 312. Ein während der Ehe empfangenes Kind hat den Ehemann zum Vater. Ddieſer iſt jedoch berechtiget, die Anerkennung des Kindes zu verweigern, wenn er beweiſt, daß es ihm in der ganzen Zwiſchenzeit von dem dreyhundertſten bis zum hundert und achtzigſten Tage vor der Geburt des Kindes, Cod. N. 1 B. 9 130 L. I. T. VII. Paternité et Filiation. 6tait, soit par cause d'éloignement, soit par l'effet de quelque accident, dans l'impossibilité physique de cohabiter avec sa femme. 315. Le mari ne pourra, en alléguant son impuissance naturelle, désavouer l'enfant: il ne pourra le désavouer même pour cause d'adultère, à moins que la naissance ne lui ait été cachée, au- quel cas il sera admis à proposer tous les faits pro- Ppres à justifier qu'il n'en est pas le père. 314. L'enfant né avant le cent-quatre-ving- tième jour du mariage, ne pourra èêtre désavoué par le mari, dans les cas suivants: 1⁰ S'il a eu connaissance de la grossesse avant le mariage; 2⁰° S'1l a assisté à lacte de naissance, et si cet acte est signé de lui, ou contient sa déclaration qu'il ne sait signer; 3⁰ Si l'enfant n'est pas déclaré viable. 315. La légitimité de l'enfant né trois cents jouxs après la dissolution du mariage, pourra èêtre contestée. 316. Dans les divers cas ouð le maxri est auto- risé à réclamer, il devra le faire, dans le mois, s'il se trouve sur les lieux de la naissance de l'enfant; Dans les deux mois après son retour, si, à la même époque, il est absent; Dans les deux mois après la découverte de la fraude, si on lui avait caché la naissance de l'en- fant. 317. Si le mari est mort avant d'avoir fait sa réclamation, mais étant encore dans le délai utile pour la faire, les héritiers auront deux mois on 18 B. 7r T. Von der Vaterſchaft ꝛc. 131 entweder wegen ſeiner Entfernung oder wegen eines an⸗ dern Zufalles*) phyſiſch unmöglich geweſen ſeye, ſeiner Gattin ehelich beyzuwohnen. 315. Der Ehemann iſt nicht berechtiget unter dem Vorwand ſeines natürlichen Unvermögens die Anerken⸗ nung des Kindes zu verweigern; ſelbſt aus dem Grunde eine?(von ſeiner Ehegattin begangenen) Ehebruches darf er die Anerkennung deſſelben nicht verweigern, es ſey denn, daß ihm die Geburt verheimlichet worden wä⸗— re, im welchem Falle es ihm verſtattet iſt, alle Thatſachen anzuführen, die geeignet ſind zu beweiſen, daß er der Vater des Kindes nicht ſey. 314. Die Anerkennung eines Kindes, das vor dem hundert und achtzigſten Tage der Ehe geboren iſt, darf in folgenden Fällen von dem Ehemanne nicht verweigert werden: 1.) wenn ihm die Schwangerſchaft vor der Ehe be— kannt war; 2.) wenn er der Abfaſſung der Geburtsurkunde bey⸗ gewohnt hat, und dieſe Urkunde von ihm unterzeich— net iſt, oder ſeine Erklärung enthält, daß der im Schreiben unerfahren ſey; 3.) wenn das Kind für nicht lebensfähig erklärt worden iſt. 315. Die eheliche Geburt eines Kindes, das drey— hundert Tage nach aufgelöſter Ehe geboren worden iſt, kann beſtritten werden. 316. In den verſchiedenen Fällen, worin dem Ehe⸗ manne ein Widerſpruch verſtattet iſt, muß er dieſen in Zeit eines Monates einlegen, wenn er ſich an dem Orte befindet, wo das Kind geboren worden iſt; in zwey Monaten nach ſeiner Zurückkunft, wenn er zur Zeit der Geburt abweſend war; in zwey Monaten nach entdecktem Betrug, wenn man ihm die Geburt des Kindes verheimlichet hatte. 317. Iſt der Ehemann ehe er ſeinen Widerſpruch eingelegt hat, jedoch vor Ablauf der hiezu verſtatteten Friſt, geſtorben, ſo haben die Erben eine Friſt von zwey 1) Unfalles. E. 132 L. I. T. VII. Paternité et Filiation, pour contester la légitimité de l'enfant, à comp- ter de l'époque ouð cet enfant se serait mis en pos- session des biens du mari, ou de Pépoque oOti les héritiers seraient troublés par l'enfant dans cette Possession.. 318. Tout acte extrajudiciaire contenant le désaveu de la part du mari ou de ses héritiers, se- ra comme non avenu, Ss'il n'est suivi, dans le dé- lai d'un mois, d'une action en justice, dirigée contre un tuteur ad hoc donné à l'enfant, et en présence de sa mere. CHAPITRE II. Des Preuves de la Filiation des Enfants légitimes. 319. La filiation des enfants légitimes se prouve par les actes de naissance inscrits sur le registre de l'état civil. 320. A défaut de ce titre, la possession cons- tante de l'état d'enfant légitime suffit. 321. La possession d'état s'établit par, une réunion suffisante de faits qui indiquent le rap- port de fliation et de parenté entre un individu et la famille à laquelle il préêtend appartenir. Les principaux de ces faits sont, Que l'individu a toujours porté le nom du pe- re auquel il prétend appartenir; Que le père l'a traité comme son enfant, et a pourvu, en cette qualité, à son éducation, à son entretien et à son établissement; Qu'il a été reconnu constamment pour tel dans la société; Qu'il a été reconnu pour tel par la famille. ²) dieſes Titels. 1. Rechtstitels. D. u. M. Beweismit⸗ tels. E. 1s B. 7r T. Von der Vaterſchaft ꝛc. 153 Monaten, um die eheliche Geburt des Kindes zu beſtrei⸗ ten, und zwar von dem Zeitpuncte an zu rechnen, da das Kind die Güter des Mannes in Beſitz genommen, oder die Erben in dieſem Beſitze geſtört hat. 318. Jede außergerichtliche Erklärung, die eine Abläugnung des Kindes von Seiten des Mannes oder ſeiner Erben enthält, iſt als nicht geſchehen zu betrach⸗ ten, wenn nicht in Zeit eines Monats eine gerichtliche Klage darauf erfolgt, die gegen einen dem Kinde hiezu eigends ernannten Vormund und in Gegenwart der Mut⸗ ter angebracht wird. Zweytes Capitel. Von den Beweiſen einer ehelichen Abſtammung. 319. Die eheliche Abſtammung läßt ſich durch die in das Civilſtandsregiſter eingetragenen Geburtsurkun⸗ den erwieſen. 520. In Ermangelung dieſer Urkunde ²) iſt der ununterbrochene Beſitzſtand als eheliches Kind ³3) hin— reichend. 321. Der Beſitzſtand wird durch eine hinreichende Vereinigung von Thatſachen begründet, welche das Ver⸗ hältniß der rechtmäßigen Abſtammung und der Ver⸗ wandtſchaft eines Menſchen zu der Familie, welcher er anzugehören behauptet, anzeigen. Die vorzüglichſten dieſer Thatſachen ſind, daß dieſer Menſch immer den Namen desjenigen ge⸗ führt hat, den er für ſeinen Vater ausgibt; daß der Vater ihn als ſein Kind behandelt, und in dieſer Eigenſchaft für ſeine Erziehung, ſeinen Unterhalt und ſein Fortkommen geſorgt hat; daß er beſtändig im Publicum dafür anerkannt wor⸗ den iſt; daß die Familie ihn dafür anerkannt hat. 3) Beſitz des Zuſtandes eines ehel. Kindes. D. Zuſtan⸗ desbeſitz eines ehel. Kindes. M. Beſitzſtand der Rechte der ehelichen Geburt. E. 134 L. I. T. VII. Paternité et Filiation. 322. Nul ne peut réclamer un état contraire à celui que lui donnent son titre de naissance et la possession conforme à ce titre; et réciproquement, nul ne peut contester l'état de celui qui a une possession conforme à son titre de naissance. 323. A défaut de titre et de possession cons- tante, ou si l'enfant a été inscrit, soit sous de faux noms, soit comme né de père et mere incon- nus, la preuve de filiation peut se faire par té- moins. Néanmoins cette preuve ne peut être admise que lorsqu'il y a commencement de preuve par écrit, ou lorsque les présomptions ou indices ré- sultant de faits dès-lors constants, sont assez gra- ves pour déterminer l'admission. 3246. Le commencement de preuve par écrit résulte des titres de famille, des registres et pa- piers domestiques du pèêre ou de la méêre, des actes publics et même privés émanés d'une partie enga- gée dans la contestation, ou qui y aurait intérét si elle était vivante. 325. La preuve contraire pourra se faire par tous les moyens propres à établir que le réclamant n'est pas'enfant de la mère qu'il prétend avoir, ou méème, la maternité prouvée, qu'il n'est pas l'enfant du mari de la meère. 326. Les trxibunaux civils seront seuls compé- tents pour statuer sur les réclamations d'état. (*) Vgl. Art. 46. 4) In Ermangelung eines Titels. L. Gebricht es an ei⸗ nem Rechtstitel. D. u. M. Mangelt es an einer Be⸗ weisurkunde. E... 5) wenn ein Anfang eines ſchriftlichen Beweiſes vor⸗ —— 18 B. 9r T. Von der Vaterſchaft ꝛc. 235 322. Niemand kann eine Abkunft in Anſpruch neh⸗ men, welche mit derjenigen im Widerſpruche ſteht, die ſeine Geburtsurkunde und ein mit derſelben übereinſtim⸗ mender Beſitz ihm geben; und umgekehrt kann niemand die Abkunft desjenigen beſtreiten, der einen mit ſeiner Geburtsurkunde libereinſtimmenden Beſitz für ſich hat. 323. Iſt weder Geburtsurkunde ¹⁴) noch ununter⸗ brochener Beſitz vorhanden, oder iſt das Kind unter ei nem falſchen Namen, oder als von unbekannten er geboren in die Regiſter eingetragen, ſo kann der 2 der Abſtammung durch Zeugen geführt werden. Dieſer Beweis kann jedoch erſt dann zu gelaſſen wer⸗ den, wenn ſchon einiger, obgleich unvollſtändiger, Be⸗ weis durch Urkunden erbracht worden iſt 5), oder wenn die Vermuthungen oder Anzeigen, die ſich aus völlig erwieſenen Thatſachen ergeben, wichtig genug ſind, um die Zuläſſigkeit des Zeugenbeweiſes zu begründen, 32 4. Einiger, obgleich unvollſtändiger, Beweis ergibt ſich aus Familienurkunden ⁵), aus häuslichen Verzeichniſſen und Papieren des Vaters oder der Mut— ter, aus öffentlichen, und ſelbſt aus Privaturkunden, die von Perſonen herrühren, welche entweder ſelbſt in die⸗ ſen Rechtsſtreit verwickelt ſind, oder doch dabey intereſ⸗ ſirt ſeyn würden, wenn ſie noch lebten.(³) 325. Der Gegenbeweis kann durch jedes Beweis⸗ mittel geführt werden, das geeignet iſt darzuthun, daß der die Abſtammung von einer gewiſſen Mutter in An⸗ ſpruch nehmende Menſch kein Kind dieſer Mutter ſey, oder, wenn auch ſeine Abſtammung von der Mutter er⸗ wieſen iſt, daß er kein Kind von dem Ehemanne dieſer Mutter ſey. 326. Die Civilgerichte ſind die einzige competente Behörde, um über die Anſprüche in Anſehung der Ab⸗ kunft zu entſcheiden. liegt. L. wenn irgend ein Anfang von Beweis ſchrift⸗ lich vorhanden iſt. 8. wenn ein Anfang von ſchriftli⸗ chem Beweiſe vorhanden iſt. D. u. M. wenn einiger, wiewohl unvollſtaͤndiger, ſchriftlicher Beweis vorhan den iſt. E. 6) Familienn achrichten. E 136 L. I. T. VII. Paternité et Filiation. 327. L'action criminelle contre un délit de suppression d'état, ne pourra commencer qu'apr ès le jugement définitif sur la question d'état. 328. L'action en réclamation d'état est im- prescriptible à l'égard de l'enfant. 329. L'action ne peut être intentée par les héritiers de l'enfant qui n'a pas réclamé, qu'autant qu'il est décédé mineur, ou dans les cinq années après sa majorité. 330. Les héritiers peuvent suivre cette action lorsqu'elle a été commencée par l'enfant, à moins qu'il ne s'en füt désiste formellement, ou qu'il n'eùt laissé passer trois années sans poursuites, à compter du dernier acte de la procédure. CHAPITRE III. Des Enfants naturels. SECTION PREMIERE. De la Légitimation des Enfants naturels. 331. Les enfants nés hors mariage, autres que ceux nés d'un commerce incestueux ou adul- térin, pourront être légitimés par le mariage sub- séquent de leurs pèreé et mère, lorsque ceux-ci les auront légalement reconnus avant leur maxria- ge, ou qu'ils les reconnaitront dans l'acte meme de célébration. 332. La légitimation peut avoir lieu, mème en faveur des enfants décédés qui ont laissé des descendants; et, dans ce cas, elle profite à ces descendants. 3 1s B. 7r T. Von der Vaterſchaft ꝛc. 137 327. Die Criminalanklage wegen des Verbrechens der Verheimlichung der Abkunft*) kann erſt dann an⸗ geſtellt werden, wenn der Streit über die Abkunft der Perſon(die Präjudicialklage, question d'état) defi⸗ nitiv entſchieden iſt. 328. In Hinſicht auf das Kind iſt die Klage, wo⸗ durch es ſeine Abkunft in Anſpruch nimmt(action en réclamation d'état), unverjährbar.. 329. Von den Erben eines Kindes, das ſeine Ab⸗ kunft nicht in Anſpruch genommen hat, kann dieſe Kla⸗ ge nur dann angeſtellt werden, wenn es während der Minderjährigkeit, oder in den erſten fünf Jahren nach erreichter Volljährigkeit geſtorben iſt. 330. War die Klage von dem Kinde angeſtellt, ſo können die Erben ſie fortſetzen, wenn nicht das Kind der⸗ ſelben förmlich entſagt hat, oder ſie drey Jahre, von der letzten gerichtlichen Handlung an zu rechnen, hat auf ſich beruhen laſſen. Drittes Capitel. Von den unehelichen Kindern. Erſter Abſchnitt. Von der Legitimation unehelicher Kinder. 331. Außer der Ehe geborne Kinder, jedoch mit Ausnahme verjenigen, die aus einer Blutſchande oder aus einem Ehebruche erzeugt ſind, können durch eine nachfolgende Ehe ihrer Eltern legitimirt werden, wenn dieſe vor ihrer Verheirathung ſie geſetzmäßig anerkannt haben, oder in der Heirachsurkunde ſelbſt anerkennen. 332. Selbſt zu Gunſten ſchon verſtorbener Kinder, welche Descendenten zurückgelaſſen haben, findet die Le⸗ gitimation Statt, und in dieſem Falle kommt ſie dieſen Descendenten zu Gute. 7) Unterſchlagung des(Civil⸗) Standes. L. Standes⸗ unterſchlagung. 8. des verheimlichten perſoͤnlichen Zu ſtandes. D. des verheimlichten Standes. M. 1538 L. I. T. VII. Paternité et Filiation. 2s,,. 333. Les enfants légitimés par le mariage subséquent, auront les mèêmes droits que s'ils étaient nés de cé mariage. SECIION II. De la Reconnaissance des Enfants naturels. 334. La reconnaissance d'un enfant naturel sera faite par un acte authentique, lorsqu'elle ne Paura pas été dans son acte de naissance. 335. Cette reconnaissance ne pourra avoir lieu au profit des enfants nés d'un commerce in- cestueux ou adultérin. 336. La reconnaissance du père, sans l'indi- cation et Paveu de la mère, n'a d'effet qu'à l'égard du père. 337. La reconnaissance faite pendant le ma- riage, par l'un des époux, au profit dun enfant paturel qu'il aurait eu, avant son mariage, d'un autre que de son époux, ne pourra nuire mi à ce- lui-ci, ni aux enfants nés de ce mariage. Néanmoins elle produira son effet après la dis- solution de ce mariage, s'il n'en reste pas d'en- fants. 338. L'enfant naturel reconnu ne pourra ré- clamer les droits d'enfant légitime. Les droits des enfants naturels seront réglés au titre des Suc- Ceεο— 339. Toute reconnaissance de la part du père ou de la mère, de même que toute réclamation de la part de l'enfant, pourra èêtre contestée par tous ceux qui y auront intérèt. 3 4o. La recherche de la paternité est in- terdite. Dans le cas d'enléevement, lorsque l'époque de cet enleévement se rapportera à celle de la con- ception, le ravisseur pourra être, sur la demande des parties intéressées, déclaré père de l'enfant. 341. La recherche de la maternité est admise. 16 B. 7t T. Von der Vaterſchaft ꝛc. 259 333. Die Kinder, welche durch eine nachfolgende Ehe legitimirt worden ſind, haben eben die Rechte, als wären ſie aus dieſer Ehe geboren. Zweyter Abſchnitt. Von der Anerkennung unehelicher Kinder. 33 4. Die Anerkennung eines unehelichen Kindes muß durch eine öffentliche Urkunde geſchehen, wenn ſie nicht ſchon in deſſen Geburtsurkunde enthalten iſt. 335. Dieſe Anerkennung kann zum Vortheile ſol⸗ cher Kinder nicht Statt finden, die aus einer Blutſchan— de oder aus einem Ehebruche erzeugt ſind. 336. Die Anerkennung des Vaters, ohne Anga⸗ be und Bekenntniß der Mutter, iſt nur in Rückſicht auf den Vater von Wirkung. 3357. Die während der Ehe von einem der Ehegat⸗ ten geſchehene Anerkennung eines unehelichen Kindes, das er vor der Ehe mit einem andern als ſeinem Ehe⸗ gatten erzeugt hat, kann weder dieſem Letztern, noch den aus dieſer Ehe erzeugten Kindern zum Nachtheil gereichen. Jedoch iſt ſie nach aufgelöſter Ehe, wenn keine aus derſelben entſproſſene Kinder mehr am Leben ſind, von Wirkung. 338. Ein uneheliches, wenn ſchon anerkanntes Kind, kann die Rechte eines ehelich gebornen Kindes nicht in Anſpruch nehmen. Die Rechte der unehelichen Kin— der werden in dem Titel von der Erbfolge beſtimmt. 339. Jede Anerkennung von Seiten des Vaters oder der Mutter, ſo wie jeder Anſpruch von Seiten des Kindes, kann von allen denjenigen beſtritten werden, die ein Intereſſe dabey haben. 540. Es iſt verboten zu unterſuchen, wer der Va⸗ ter eines Kindes ſey. Im Fall einer Entführung kann der Entführer auf Anſuchen der Intereſſenten für den Vater des Kindes er⸗ klärt werden, wenn der Zeitpunct der Entführung mit dem der Empfängniß zuſammentrifft. 3 41. Es iſt erlaubt zu unterſuchen, wer die Mut⸗ ter eines Kindes ſey. 140 L. I. T. VIII. Adoption et Tutelle officieuse. L'enfant qui réclamera sa mère, sera tenu de prouver qu'il est identiquement le mèême que l'en- fant dont elle est accouchée. Il ne sera reçu à faire cette preuve par té- moins, que lorsqu'il aura déjà un commentement de preuve par écrit. 542. Un enfant ne sera jamais admis à la re- cherche soit de la paternité, soit de la maternité, dans les cas oð, suivant l'article 335, la reconnais- sance n'est pas admise. d TTTRE HUTTIEME. De PAdoption et de la Tutelle officieuse. (Décrété le 23 mars 1803. Promulgué le 2 avril.) CHAPITRE PREMIER. De l'Adoption. SECTION PREMIERE. De'Adoption et de ges effets. 345. L'adoption n'est permise qu'aux person- nes de l'un ou de l'autre sexe, âgées de plus de cinquante ans, qui n'auront, à l'époque de l'adop- tion, ni enfants, ni descendants legitimes, et qui auront au moins quinze ans de plus que les indivi- dus qu'elles se proposent d'adopter. 544. Nulne peut èêtre adopté par plusieurs, si ce n'est par deux époux. 16 B. 8 ⁰ T. Von der Adoption ꝛc. 141 Das Kind, welches eine Perſon als ſeine Mutter in Anſpruch nimmt(reclamirt), muß den Beweis füh⸗ ren, daß es eben dasjenige ſey, womit dieſe niederge⸗ kommen iſt. Es ſoll nur dann zur Führung dieſes Beweiſes durch Zeugen zugelaſſen werden, wenn es ſchon einigen Beweis durch Urkunden erbracht hat. 3342. In den Fällen, wo zu Folge des 335. Arti⸗ kels die Anerkennung nicht geſtattet iſt, iſt es dem Kin⸗ de niemals erlaubt, auf die Erforſchung ſeines Vaters oder ſeiner Mutter anzutragen. Achter Titel. Von der Adoption(Annahme an Kin⸗ desſtatt) und der Annahme eines Pfle⸗ gekindes 1)(tutelle officieuse.) (Decretirt den 23. Maͤrz 1803. Promulgirt den 2. April.) Erſter Abſchnitt. Von der Adoption und ihren Wirkungen. 343. Die Adeption iſt nur ſolchen Perſonen des einen oder andern Geſchlechts erlaubt, welche das fünf— zigſte Jahr zurückgelegt, zur Zeit der Adoption weder eheliche Kinder noch eheliche Descendenten haben, und wenigſtens fünfzehn Jahre älter ſind, als diejenigen, die ſie adoptiren wollen. 3 4. Niemand kann von mehreren Perſonen adop⸗ tirt werden, es ſey denn von zweyen Ehegatten. 1) wohlthaͤtigen Vormundſchaft. L. Pflege⸗Vormund⸗ ſchaft. M. Pflege⸗Vaterſchaft. 8. freywilligen Pflege eines minderjaͤhrigen Kindes aus wohlthaͤtigen Abſich⸗ ten. D. 142 E. I. T. VIII. Adoption et Tutelle officieuse. Hors le cas de l'article 366, nul époux ne peut adopter qu'avec le consentement de Pautre con- joint..— 345. La faculté d'adopter ne pourra être ex- ercée qu'envers l'individu à qui l'on aura, dans sa minorité et pendant six ans au moins, fourni des secours et donné des soins non interrompus, ou envers celui qui aurait sauvé la vie à l'adoptant, soit dans un combat, soit en le retirant des flam- mes ou des flots. Il suffira, dans ce deuxième cas, que l'adop- tant soit majeur, plus àgé que l'adopté, sans en- fants ni descendants légitimes; et s'il est marié, due son conjoint consente à l'adoption. 346. L'adoption ne pourra, en aucun cas, avoir lieu avant la majorité de l'adopté. Si l'adop⸗ té, ayant encore ses père et mère, ou l'un des deux, n'a point accompli sa vingt-cinquième an- née, il sera tenu de rapporter le consentement donné à l'adoption par ses père et mère, ou par le survivant; et s'il est majeur de vingt-cinq ans, de requérir leur conseil. 347. Ladoption conférera le nom de l'adop- tant à l'adopté, en l'ajoutant au nom propre de ce dernier. 348. L'adopté restera dans sa famille naturel- le, et y conservera tous ses droits: néanmoins le mariage est prohibé Entre l'adoptant, l'adopté et ses descendants; Entre les enfants adoptifs du mèême individu; Entre l'adopté et les enfants qui pourraient survenir à l'adoptant; Entre l'’adopté et le conjoint de l'adoptant, et réciproquement entre l'adoptant et le conjoint de l'adopté. 549. L'obligation naturelle, qui continuera d'exister entre l'adopté et ses père et mère, de se fournir des aliments dans les cas déterminés par ———), 1 18 B. Br T. Von der Adoption ꝛc. 145 Auſſer dem Falle des 366. Artikels, kann kein Ehe⸗ gatte ohne Einwilligung des andern adoptiren. 345. Die Befugniß zu adoptiren kann nur zum Beſten desjenigen Menſchen ausgeubt werden, den man in ſeiner Minderjährigkeit und wenigſtens ſechs Jahre lang unterſtützt und ununterbrochen gepflegt hat, oder zum Beſten deſſen, der dem Adoptirenden entweder in ei⸗ nem Gefechte, oder dadurch, daß er ihn aus den Flam⸗ men oder Fluthen zog, das Leben gerettet hat. In dieſem zweyten Falle iſt es hinreichend, wenn der Adoptirende volljährig und älter als der Adoptirte iſt, keine eheliche Kinder und Descendenten hat, und, im Fall er verheirathet iſt, ſein Ehegatte in die Adoption einwilliget. 346. ie Adoption hat in keinem Falle vor der Volljährigkeit des Adoptirten Statt. Hat der Adoptir⸗ te, deſſen beyde Eltern, oder Eines von beyden noch am Leben ſind, ſein fünf und zwanzigſtes Jahr noch nicht zurückgelegt, ſo iſt er verbunden, die von ſeinen beyden Eltern, oder demjenigen von ihnen, das noch am Leben iſt, ertheilte Einwilligung in die Adoption darzuthun; iſt er älter als fünf und zwanzig Jahre, ſo muß er ſie um ihren Rath bitten. — 4 ½ 34. Die Adoption gibt dem Adoptirten den Na⸗ men des Adoptirenden, den er ſeinem eigenen Namen beyfügt. 3 38. Der Adeptirte bleibt in der Familie, zu wel⸗ cher er durch die Geburt gehört, und behält darin alle ſeine Rechte; jedoch iſt die Ehe verboten: zwiſchen dem Adoptirenden, dem Adoptirten und ſeinen Descendenten; wiſchen den Adoptivkindern derſelben Perſon; zwiſchen dem Adoptirten und den Kindern, welche etwa der Adoptirende ſpäterhin bekommen hat; zwiſchem dem Adoptirten und dem Ehegatten des Adoptirenden, ſo wie zwiſchen dem Adoptirenden und dem Ehegatten des Adoptirten. 549. Die naturliche Verbindlichkeit, ſich in den geſetzlich beſtimmten Fäͤllen einander Alimente zu reichen, bleibt zwar zwiſchen dem Adoptirten und ſeinen Eltern fortwährend beſtehen, findet jedoch ebenfalls zwiſchen dem 144 L. I. T. VIII. Adoption et Tutelle officieuse. la loi, sera considérée comme commune à Padoptant et à l'adopté, l'un envers l'autre. 350. L'adopté n'acquerra aucun droit de suc- 9 cette dernière qualité nés depuis l'adoption. 5 nature lors du décès de l'adopté, retourneront à Le surplus des biens de l'adopté appartiendra à ses propres parents; et ceux-ci excluront tou- jours, pour les objets mèmes spéoifiés au présent article, tous héritiers de l'adoptant autres que ses descendants. 552. Si, du vivant de l'adoptant, et après le décès de l'adopté, les enfants ou descendants lais- sés par celui-ci mouraient eux-meêmes sans posté- rité, l'adoptant succédera aux choses par lui don- nées, comme il est dit en l'article précédent; mais ce droit sera inhérent à la personne de l'adoptant, et non transmissible à ses héritiers, même en ligne descendante. SECTION II. Des Formes de l'Adoption. 353. La personne qui se proposera d'adopter, et celle qui voudra èêtre adoptée, se présenteront Gr) Vgl. Art. 747. 2) wird hiermit auf den Adoptirenden und den Adoptir— ten gegenſeitig ausgedehnt. 8. tritt auch zwiſchen dem Adoptanten und dem Adoptirten, gegen einander, ein. L. iſt gleichfalls als zwiſchen dem Adoptirenden und c——, 15 B. Br T. Von der Adoption ꝛc. 145 Adoptirenden und dem Adoptirten, als wechſelſeitige Ob⸗ liegenheit, Statt. ²) 350. Der Adoptirte erwirbt kein Erbrecht auf das Vermögen der Blutsverwandten 3³) des Adoptirenden; aber auf den Nachlaß des Adoptirenden ſelbſt hat er mit einem ehelich erzeugten Kinde durchaus gleiche Rechte, wenn auch der Adoptirende eheliche, erſt nach der Adop⸗ tion geborne, Kinder hinterließe. 351. Stirbt der Adoptirte ohne eheliche Descen⸗ denten, ſo fällt alles, was er von dem Adoptirenden ge⸗ ſchenkt, oder durch Erbrecht erhalten hatte, in ſo fern es beym Abſterben des Adoptirten noch in Natur vorhan⸗ den iſt(*), auf den Adoptirenden oder ſeine Descen⸗ denten zurück, jedoch unter der Obliegenheit zur Tilgung der Schulden mit beyzutragen, und unbeſchadet der Rechte eines Dritten. Das übrige Vermögen des Adoptirten fällt auf ſei⸗ ne eigenen Verwandten, und dieſe ſchließen immer, ſelbſt in Hinſicht der in dem gegenwärtigen Artikel angeführ⸗ ten Gegenſtände, alle Erben des Adoptirenden aus, die nicht ſeine Descendenten ſind. 352. Sterben noch bey Lebzeiten des Adoptirenden und nach dem Tode des Adoptirten die von Letzterem hin— terlaſſenen Kinder oder Descendenten ſelbſt ohne Nach⸗ kommenſchaft, ſo erbt der Adoptirende, nach Maßgabe des vorigen Artikels, das, was er dem Adoptirten ge⸗ ſchenkt hat; dieſes Recht beſchränkt ſich jedoch auf die einzige Perſon des Adoptirenden, und geht nicht auf ſei⸗ ne Erben, ſelbſt nicht auf ſeine Descendenten, über. Zweyter Abſchnitt. Von der Form der Adoption. 553. Sowohl die Perſon, welche adoptiren will, als diejenige, welche ſich adoptiren laſſen will, müſſen Adoptirten gegenſeitig beſtehend zu betrachten. M. iſt unter dem Adoptanten und⸗Adoptirten in ſo fern von ihren gegenſeitigen Pflichten die Rede iſt, als gemein⸗ ſchaftlich zu betrachten. D 3) der Eltern. L. Cod. N. 1. B. 10 1636 L. I. T. VIII. Adoptionet Tutelle officieuse. devant le juge de paix du domicile de l'adoptant, pour y passer acte de leurs consentements respec- tifs. 354. Une expédition de cet acte sera remise, dans les dix jours suivants, par la partie la plus diligente, au procureur impérial au tribunal de première instance dans le ressort duquel se trou- vera le domicile de l'adoptant, pour être soumis aà l'homologation de ce tribunal. 355. Le tribunal, réuni en la chambre du con- seil, et après s'être procuré les renseignements convenables, vérifiera, 1⁰ si toutes les conditions de la loi sont rem- plies; 2° si la personne qui se propose d'adopter, jouit d'une bonne réputation. 356. Après avoir entendu le procureur impé- rial, et sans aucune autre forme de procédure, le tribunal prononcera, sans énoncer de motifs, en ces termes: II y a lieu, ou II n'y a pas lieu à Padoption. 357. Dans le mois qui suivra le jugement du tribunal de première instance, ce jugement sera, sur les poursuites de la partie la plus diligente, soumis à la cour d'appel, qui instruira dans les mémes formes que le tribunal de premieère instance, et prononcera, sans énoncer de motifs: Le Juge- ment est confirmé, ou Le jugement est réſormé; en conséquence, il y a lieu, ou il n' a pas lieu à Vadoption. 358. Tout arrét de la cour d'appel qui admet- tra une adoption, sera prononcé à l'audience, et affiché en tels lieux et en tel nombre d'exemplaires que le tribunal jugera convenables.— N 359. Dans les trois mois qui suivront ce ju- gement, l'adoption sera inscrite, à la réquisition de l'une ou de l'autre des parties, sur le regis- 1s B. 8r T. Von der Adoption 147 — —₰ vor dem Friedensrichter des Wohnortes des Adoptirenden erſcheinen, um über ihre wechſelſeitige Einwilligung ei⸗ ne Urkunde aufſetzen zu laſſen. 535 ½. In den nächſten zehn Tagen muß dem kaiſer⸗ lichen Procurator bey dem Gerichte erſter Inſtanz, un⸗ ter deſſen Gerichtsbezirk der Adoptirende ſeinen Wohn⸗ ſitz hat, eine Ausfertigung dieſer Urkunde von demjeni⸗ gen Theile, der zuerſt darum anſucht, überreicht werden, um dieſelbe von dieſem Gerichte beſtätigen zu laſſen. 355. Das in dem Seſſionszimmer verſammelte Gericht unterſucht, nachdem es die nöthigen Erkundigun⸗ gen eingezogen hat: 1.) ob alle geſetzliche Bedingungen erfüllt ſind; 2.) ob die Perſon, welche adoptiren will, einen gu⸗ ten Ruf hat. 356. Das Gericht erkennt hierauf, nach angehör⸗ tem Vortrage des kaiſerlichen Procurators, ohne irgend ein weiteres gerichtliches Verfahren, und ohne ſeine Entſcheidungsgründe anzuführen, in folgenden Worten: die Adoption hat Statt, oder: ſie hat nicht Statt. 355. Binnen Monatsfriſt nach der Entſcheidung des Gerichtes erſter Inſtanz wird dieſes Urtheil auf Ver⸗ langen der zuerſt darum nachſuchenden Parthey dem Ap⸗ pellationsgerichte vorgelegt; dieſes hat bey ſeinem Ver⸗ fahren eben die Form⸗ wie das Gericht erſter Inſtanz, zu beobachten, und erkennt, ohne Entſcheidungsgründe anzuführen: das Urtheil iſt beſtätiget, oder: das Urtheil wird reformirt, und: die Adop⸗ tion hat folglich Statt, oder: ſie hat nicht Statt. 358. Jedes Urtheil des Appellationsgerichtes, wo⸗ durch eine Adoption zugelaſſen wird, ſoll in der Sitzung publicirt, und an den Orten und in der Anzahl von Ex⸗ emplaren öffentlich angeſchlagen werden, welche das Ge⸗ richt für gut findet. 559. In den nächſten drey Monaten nach Publi⸗ cation dieſes Urtheils ſoll die Adoption, auf Anſuchen des einen oder des andern Theils, in die Civilſtandsregiſter 10 1 ½ 3 L. I. T. VIII. Adoption et Tutelle officieuse. tre de l'état civil du lieu ouð l'adoptant sera do- micilié. Cette inscription n'aura lieu que sur le vu d'une expédition, en forme, du jugement de la cour d'appel; et l'adoption restera sans effet si elle n'a été inscrite dans ce délai. 360. Si l'adoptant venait à mourir après que l'acte constatant la volonté de former le contrat d'adoption a été recçu par le juge de paix et porté devant les tribunaux, et avant que ceux-ci eussent définitivement prononcé, l'instruction sera conti- nuée et l'adoption admise, s'il y a lieu. Les héritiers de l'adoptant pourront, s'ils croient l'adoption inadmissible, remettre au pro- cureur impérial tous mémoires et obsexvations 4 ce sujet. CHAPITRE II. De la Tutelle oflicieuse. 361. Tout individu àgé de plus de cinquante ans, et sans enfants ni descendants légitimes, qui voudra, durant la minorité d'un individu, se l'at- tacher par un titre 16 gal, pourra devenir son tuteur officieux, en obtenant le consentement des père et mèere de l'enfant, ou du survivant d'entre eux, ou, à leur défaut, d'un conseil de famille, ou en- fin, si l'enfantn'a point de parents connus, en ob- tenant le consentement des administrateurs de l'hos- pice od il aura été recueilli, ou de la municipalité du lieu de sa résidence. 562. Un époux ne peut devenir tuteur offici- eux qu'avec le consentement de l'autre conjoint. 1s B. 8r T. Von der Adoption ꝛc. 149 des Orts, wo der Adoptirende ſeinen Wohnſitz hat, ein⸗ getragen werden. Dieſe Eintragung geſchieht nur auf Vorzeigung ei⸗ ner förmlichen Ausfertigung des von dem Appellations⸗ gerichte erlaſſenen Urtheils, und die Adoption bleibt oh⸗ ne Wirkung, wenn ſie nicht binnen dieſer Friſt in die Re⸗ giſter eingetragen worden iſt. 360. Stirbt der Adoptirende, nachdem die Urkun⸗ de, woraus ſich ſein Wille ergibt, den Adoptionsvertrag zu ſchließen, von dem Friedensrichter abgefaßt und vor die Gerichte gebracht worden iſt, aber bevor dieſe hier⸗ über definitiv erkannt haben, ſo wird das Verfahren fortgeſetzt, und die Adoption zugelaſſen, wenn ſie ſtatt⸗ haft befunden wird. Halten die Erben des Adoptirenden die Adoption für unzulaſſig, ſo können ſie alle ihre ſich hierauf beziehen— den Vorſtellungen 4) und Erinnerungen bey dem kai⸗ ſerlichen Procurator einreichen. Zweytes Capitel. Von der Annahme eines Pflegekindes 5).(tutel- le officieuse.) 361. Wer über fünfzig Jahre alt iſt, keine eheli⸗ che Kinder oder Descendenten hat, und ſich auf eine geſetzliche Weiſe eines Minderjährigen annehmen will, der kann ſein Pflegevater(tuteur officieux) werden, wenn er hiezu die Einwilligung der Eltern des Kindes, oder desjenigen von ihnen, das noch am Leben iſt, oder in deren Ermangelung, eines Familienraths, oder end⸗ lich, wenn das Kind keine bekannte Blutsverwandten hat, die Einwilligung der Verwalter des Waiſenhauſes, worin es aufgenommen worden iſt, oder der Municipali⸗ tät ſeines Wohnortes erhält. 362. Ein Ehegatte kann nur mit Bewilligung des andern der Pflegevater eines Kindes werden. 4) Denkſchriften. L. S. u D. 5) wohlthaͤtigen Vormundſchaft. L. Pflege⸗Vaterſchaft. 8. Pflegevormundſchaft. M. freywilligen Pflege ei⸗ nes minderjährigen Kindes aus wohlthäͤtiger Abſicht. D 150 L. I. T. VIII. Adoption et Tutelle officieuse. 363. Le juge de paix du domicile de l'enfant dressera procès-verbal des demandes et consente- ments relatifs à la tutelle officieuse. 364. Cette tutelle ne pourra avoir lieu qu'au profit d'enfants àgés de moins de quinze ans. Elle emportera avec soi, sans préjudice de toutes stipulations particulières, l'obligation de nourrir le pupille, de l'élever, de le mettre en état de gagner sa vie. 365. Si le pupille a quelque bien, et s'il était antérieurement en tutelle, l'administration de ses biens, comme celle de sa personne, passera au tu- teur officieux, qui ne pourra néanmoins imputer les dépenses de l'éducation sur les revenus du pu- Pille. 566. Si le tuteur officieux, après cinq ans ré- volus depuis la tutelle, et dans la prévoyance de son décès avant la majorité du pupille, lui confère l'adoption par acte testamentaire, cette disposition sera valable, pourvu que le tuteur officieux ne laisse point d'enfants légitimes. 367. Dans le cas ou le tuteur officieux mour- rait, soit avant les cinq ans, soit après ce temps, sans avoir adopté son pupille, il sera fourni à ce- lui-ci, durant sa minorité, des moyens dée subsister, dont la quotité et l'espèce, s'il n'y a'été antérieu- rement pourvu par une convention formelle, se- ront réglées soit amiablement entre les représen- tants respectifs du tuteur et du pupille, soit judi- ciairement en cas de contestation. 368. Si, à la majorité du pupille, son tuteur officieux veut l'adopter, et que le premier y con- sente, il sera procéèdé à l'adoption selon les formes prescrites au chapitre précédent, et les eſtets en seront, en tous points, les mêmes. 369. Si, dans les trois mois qui suivront la majorité du pupille, les réquisitions par lui faites aà son tuteur officieux, à fin d'adoption, sont res- 1s B. 8r T. Von der Adoption ꝛc. 151 363. Der Friedensrichter des Ortes, wo das Kind ſeinen Wohnſitz hat, muß über die auf die Annahme des Pflegekindes ſich beziehenden Geſuche und Einwilligungen ein Protocoll aufnehmen. 36 4. Nur zum Vortheile ſolcher Kinder, die noch keine fünfzehn Jahre alt ſind, kann dieſe Pflege Statt finden Sie bringt die Verbindlichkeit mit ſich, das Pflege⸗ kind zu ernähren, zu erziehen, und in den Stand zu ſetzen, ſich einſt ſeinen Unterhalt zu erwerben, unbeſcha— det jedoch jeder beſondern Übereinkunft. 365. Hat das Pflegekind einiges Vermögen, und ſtand es vorher unter Vormundſchaft, ſo geht die Ver⸗ waltung ſeines Vermögens, ſo wie die Fürſorge für ſeine Perſon auf den Pflegevater über, der jedoch die Erzie⸗ hungskoſten von den Einkünften des Pflegekindes nicht abrechnen darf. 366. Adoptixt der Pflegevater nach Ablauf von fünf Jahren ſeit Übernahme der Pflege ſein Pflegekind durch eine letzte Willensverordnung, weil er befürchtet, daß er ſterben möchte, ehe daſſelbe volljährig werde, ſo iſt dieſe Verfügung giltig, wenn nur der Pflegevater kei⸗ ne eheliche Kinder hinterläßt. 567. Stirbt der Pflegevater vor Ablauf dieſer fünf Jahre, oder ſpäterhin, ohne ſein Pflegekind adoptirt zu haben, ſo muß dieſem, ſo lange es minderjährig iſt, ſein Unterhalt gereicht, deſſen Betrag aber ſowohl, als die Gattung deſſelben, wenn hierüber nicht vorher ſchon eine förmliche Übereinkunft getroffen worden iſt, entwe⸗ der in Güte unter den gegenſeitigen Stellvertretern des Pflegevaters und des Pflegekindes, oder, im Falle ei⸗ nes hierüber entſtandenen Streits, gerichtlich beſtimmt werden. 568. Will der Pflegevater ſein Pflegekind, nach⸗ dem es volljährig geworden iſt, adoptiren, und gibt letz⸗ teres hiezu ſeine Einwilligung, ſo wird nach den im vor⸗ hergehenden Capitel beſtimmten Formen zur Adoption geſchritten, und die Wirkungen ſind in jeder Hinſicht dieſelben. 369. Iſt in den erſten drey Monaten nach der von dem Pflegekinde erreichten Volljährigkeit das Anſuchen deſſelben bey ſeinem Pflegevater, es zu adoptiren, ohne Ahe L. I. T. IX. De la Puissance paternelle. tées sans effet, et que le pupille ne se trouve point en état de gagner sa vie, le tuteur officieux pourra être condamné à indemniser le pupille de l'inca- pacité ou celui- ci pourrait se trouver de pourvoir à sa subsistance.. Cette indemnité se résoudra en secours Propres à lui procurer un métier; le tout sans préjudice des stipulations- qui auraient pu avoir lieu dans la prévoyance de ce cas. 570. Le tuteur officieux qui aurait eu l'ad- ministration de quelques biens pupillaires, en de- Vra rendre compte dans tous les cas. TITIRE NEUVIEMT. De la Puissance Paternelle. (Décrété le 24 mars 1803. Promulgué le 3 avril.) 371. L'enfant, à tout äge, doit honneur et respect à ses père et mère. 572. II reste sous leur autorité jusqu'à sa ma- jorité ou son émancipation. 375. Le père seul exerce cette autorité durant le mariage. 374. Lenfant ne peut quitter la maison pa- ternelle sans la permission de son père, si ce n'est pour enrôlement volontaire, après l'dge de dix- huit ans révolus. 375. Le père qui aura des sujets de mécon- tentement très graves sur la conduite d'un enfant, aura les moyens de correction suivants. 576. Si Penfant est agé de moins de seize ans commencés, le pèêre pourra le faire détenir pen- dant un temps qui ne pourra excéder un mois; et, à cet effet, le président du tribunal d'arrondisse- ment devra, sur sa demande, délivrer l'ordre d'ar- restation. 3 577. Depuis P'age de seize ans commencés jus- qu'à la majorité ou l'émancipation, le père pourra 1s B. 9r T. Von der väterlichen Gewalt. 2553 Erfolg geblieben, und iſt das Pflegekind nicht im Stan⸗ de, ſich ſeinen Unterhalt zu erwerben, ſo kann der Pfle⸗ gevater verurtheilt werden, das Pflegekind wegen der Unfähigkeit zu entſchädigen, worin es ſich befindet, für ſein Fortkommen ſelbſt zu ſorgen. Dieſe Entſchädigung beſteht in einer hinreichenden Unterſtützung des Pflegekindes, um ihm zu einem Gewer⸗ be zu verhelfen; alles jedoch ohne Nachtheil der Über⸗ einkunft, wodurch man etwa dieſen Fall ſchon zum vor⸗ aus beſtimmt haben mag. 370. In jedem Falle iſt der Pflegevater, wenn er einiges Vermögen ſeines Pflegekindes verwaltet hat, darüber Rechnung abzulegen verbunden. Neunter Titel. Von der vaͤterlichen Gewalt. (Decretirt den 24. Maͤrz 1803. Promulgirt den 3. April.) 351. Das Kind iſt in jedem Alter ſeinen Eltern Achtung und Ehrfurcht ſchuldig. 3—2. Es bleibt unter ihrer Gewalt bis zu ſeiner Volljährigkeit oder Emancipation. 375. Während der Ehe übt der Vater allein dieſe Gewalt aus. 324½4. Das Kind darf das väterliche Haus ohne Er⸗ laubniß ſeines Vaters nicht verlaſſen, ausgenommen wenn es nach zurückgelegtem achtzehnten Jahre freywillig Kriegsdienſte nimmt. 375. Der Vater, der ſehr wichtige Urſache hat mit dem Betragen ſeines Kindes unzufrieden zu ſeyn, kann ſich folgender Züchtigungsmittel bedienen. 356. Hat das Kind das ſechzehnte Jahr ſeines — Alters noch nicht angetreten, ſo kann der Vater es auf einige Zeit, jedoch nicht länger als auf einen Monat, einſperren laſſen; zu dieſem Ende muß auf ſein Verlan— gen der Präſident des Arrondiſſementsgerichtes den Ver⸗ haftungsbefehl erlaſſen. 355. Von dem Eintritt ins ſechzehnte Jahr des Alters bis zur Volljährigkeit oder Emancipation kann der 254 L. J. T. IX. De la Puissance paternelle. seulement requérir la détention de son enfant pen- dant six mois au pius; il s'adressera au président dudit tribunal, qui, après en avoir conféré avec le procureur impérial, délivrera l'ordre d'arresta- tion, ou le refusera, et pourra, dans le premier cas, abre éger le temps de la détention requis par le pèére. 3 373. Il n'y aura, dans l'un et l'autre cas, au- cune écriture ni formalité judiciaire, si ce n'est l'ordre méème d'arrestation, dans lequel les motifs m'en seront pas énoncés. Le père sera seulement tenu de sousgrire une soumission de payer tous les frais, et de fournir les aliments convenables. 579. Le père est toujours maitre d'abréger la durée de la détention par lui ordonnée ou requise. Si après sa sortie l'enfant tombe dans de nouveaux écarts, la détention pourra être de nouveau ordon- née de la manière prescrite aux articles précédents. 330. Si le père est remarié, il sera tenu, pour faire détenir son enfant du premier lit, lors méme qu'il serait àgé de moins de seize ans, de se conformer à l'article 377 38 1. La mere survivante et non remariée ne pourra faire détenir un enfant qu'avec le concours des deux plus proches parents paternels, et par voie de réquisition, conformément à l'article 577. 382. Lorsque l'enfant aura des biens person- nels, ou lorsqu'il eXxercera un état, sa détention e pourra, même au-dessous de seize ans, avoir lieu que par voie de réquisition, en la forme pres- crite par l'article L'enfant détenu pourra adresser un mémoire au procureur général impérial en la cour d'appel-. Celui-ci se fer ra rendre compte par le procureur impérial au tribunal de premidère instance, et fera son rapport au président de la cour d'appel, qui, après en avoir donné avis au père, et après avoir recueilli tous les renseignements, pourra révo- 1s B. 9r T. Von der väterlichen Gewalt. 155 Vater nur darauf antragen, daß ſein Kind, höchſtens auf ſechs Monate, eingeſperrt werde; er wendet ſich deßhalb an den Präſidenten des beſagten Gerichtes, der nach ge⸗ nommener Rückſprache mit dem kaiſerlichen Procurator den Verhaftungsbefehl entweder ertheilt oder verweigert, und im erſten Falle die vom Vater verlangte Zeit der Einſperrung abkürzen kann. 358. In einem wie im andern Falle hat weder ein ſchriftliches Verfahren noch eine gerichtliche Formalität Statt, nur den Verhaftungsbefehl ſelbſt ausgenommen, worin die Beweggründe nicht angeführt werden. Der Vater iſt nur verbunden, das Verſprechen zu unterzeichnen, daß er alle Koſten zahlen, und für den nöthigen Unterhalt ſorgen wolle. 379. Von dem Vater hängt es jederzeit ab, die Dauer der von ihm verordneten oder verlangten Einſper⸗ rung abzukürzen. Verfällt das Kind nach ſeiner Loslaſ ſung in neue Verirrungen, ſo kann die Einſperrung aber⸗ mahls auf die in den vorhergehenden Artikeln beſtimmte Weiſe, verordnet werden. 560. Lebt der Vater in einer zweiten Ehe, ſo muß er, um ſein Kind aus erſter Ehe einſperren zu laſſen, ſelbſt wenn es noch nicht ſechzehn Jahre alt iſt, die Vorſchrift des 377. Artikels beobachten. 381. Die überlebende und nicht wieder verheirathe⸗ te Mutter kann nur mit Zuziehung der zwey nächſten Verwandten von väterlicher Seite, und vermittelſt einer Requiſition, der Vorſchrift des 377. Artikels gemäſt⸗ ein Kind einſperren laſſen. 382. Hat das Kind eigenes, ihm für ſeine Perſon zuſtehendes Vermögen(biens personnels), oder treibt es ein Gewerbe, ſo kann ſeine Einſperrung, ſelbſt wenn es noch nicht ſechzehn Jahre alt iſt, nur vermittelſt ei— ner Requiſition, nach der im 377. Artikel beſtimmten Form, Statt finden. Das eingeſperrte Kind kann ſich in einer Vorſtellung an den kaiſerlichen Generalprocurator beym Appellations⸗ gerichte wenden. Dieſer läßt ſich von dem kaiſerlichen Procurator bey dem Gerichte erſter Inſtanz Bericht er— ſtatten, und trägt die Sache dem Präſidenten des Appel⸗ lationsgerichtes vor, der, nachdem er den Vater hievon richtiget, und alle Erkundigungen eingezogen har, 156 L. I. T. IX. De la Puissance paternelle. quer ou medifier l'ordre délivré par le président du tribunal de preémière instance. 583. Les art. 376, 377, 378 et 379 seront com- muns aux pères et mères des enfants naturels lé- galement reconnus. 58 ½. Le père, durant le mariage, et, après la dissolution du mariage, le survivant des père et mère, auront la jouissance des biens de leurs en- fants jusqu'à l'äge de dix-huit ans accomplis, ou usqu'à l'émancipation qui pourrait avoir lieu avant IuSe 3. qu P ldge de dix-huit ans. 385. Les charges de cette jouissance seront, 0 1° Celles auxquelles sont tenus les usufrui- tiers; 1 2⁰° La nourriture, l'entrerien et l'éducation des enfants, selon leur fortune; 3⁰° Le pafement des arrérages ou intérèets des capitaux; 40 LEes frais funéraires et ceux de dernière ma- ladie. 386. Cette jouissance n'aura pas lieu au pro- fit de celui des père et mère contre lequel le di- vorce aurait été prononcé; et elle cessera à l'égard de la mère dans le cas d'un second maxriage. 387. Elle ne s'étendra pas aux biens què les enfants pourront acquérir par un travail et une industrie séparés, ni a ceux qui leur seront donnés ou légués sous la condition expresse que les père et mère n'en jouiront pas. ——— 1s B. 9r T. Von der väterlichen Gewalt. 157 den von dem Präſidenten des Gerichtes erſter Inſtanz ausgefertigten Befehl aufheben oder mäßigen kann. 383. Der 376, 377, 378 und 379 Artikel ſind auch auf beyde Eltern unehelicher, geſetzlich anerkann⸗ ter Kinder anwendbar. 334. Während der Ehe hat der Vater, und nach Auflöſung derſelben der UÜberlebende von beyden Eltern den Nießbrauch vom Vermögen ihrer Kinder, bis dieſe das achtzehnte Jahr ihres Alters zurückgelegt haben, oder bis zu ihrer vor dem achtzehnten Jahre etwa er⸗ folgten Emancipation. 585. Die mit dieſem Nießbrauche verbundenen La⸗ ſten ſind: 2.) diejenigen, wozu jeder Nutznießer verbun⸗ den iſt; 2.) Ernährung, Unterhalt und Erziehung der Kin⸗ der nach Verhältniß ihres Vermögens; 3.) Zahlung der Renten oder Zinſen der Capita⸗ lien); 4.) Bezahlung der Koſten für das Begräbniß und für die letzte Krankheit. 386. Derjenige von beyden Eltern, wider den die Eheſcheidung iſt erkannt worden, bleibt von dieſem Nieß⸗ brauche ausgeſchloſſen; auch verliert ihn die Mutter, wenn ſie zu einer neuen Ehe ſchreitet. 385. Er erſtreckt ſich nicht auf dasjenige Vermö⸗ gen, welches die Kinder etwa durch beſondere Arbeit und Induſtrie erwerben, und auch nicht auf das, was un⸗ ter der ausdrücklichen Bedingung, daß die Eltern den Genuß deſſelben nicht haben ſollen, den Kindern ge⸗ ſchenkt oder vermacht worden iſt. 1) Die Zahlung der Ruͤckſtaͤnde oder der Intereſſen der Kapitalien. L. u. M. Die Bezahlung der ruͤckſtaͤndigen oder laufenden Zinſe von Capitalien. S. Zahlung der ruͤckſtaͤndigen oder laufenden Capitalzinſen. E. 158 L. I. I. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. TITRE DIXIEML. De la Minorité, de la Tutelle et de l'Eman- cipation. (Décrété le 26 mars 1803. Promulgué le 5 avril.) 1 CHAPITRE PREMIER. De la Minorité. 388. Le mineur est l'individu de l'un et de Pautre sexe qui n'a point encore l'dge de vingt- un ans accomplis. CHAPITRE II. De la Tutelle. SEOCTION PREMIERE. De la Tutelle des Père et Mere. 389. Le père est, durant le mariage, admi- nistrateur des biens personnels de ses enfants mi- neurs. Il est comptable, quant à la propriété et aux revenus des biens dont il n'a pas la jouissance; et, quant à la propriété seulement, de ceux des biens dont la loi lui donne l'usufruit. 390. Aprés la dissolution du mariage arrivée par la mort naturelle ou civile de l'un des époux, la tutelle des enfants m neurs et non émancipés appartient de plein droit au survivant des père et mere. 391. Pourra néanmoins le père nommer à la mere survivante et tutrice, un conseil spécial, sans l'avis duquel elle ne pourra faire aucun acte relatif à la tutelle. 18 B. 10r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc⸗ 159 Zehnter Titel. Von der Minderjaͤhrigkeit, der Vor⸗ mundſchaft und der Emancipation. (Decretirt den 26. Maͤrz 1803. Promulgirt den 5. April.) 82 Erſtes Capitel. Von der Minderjaͤhrigkeit. 388. Minderjährig iſt jeder Menſch, ohne Unter⸗ ſchied des Geſchlechtes, der das Alter von ein und zwan⸗ zig Jahren noch nicht zurückgelegt hat. Zweytes Capitel. Von der Vormundſchaft. Erſter Abſchnitt. Von der Vormundſchaft der Eltern. ₰ 389. Während der Ehe iſt der Vater Verwalter des Vermögens, welches ſeinen minderjährigen Kindern perſönlich zugehört. In Anſehung des Vermögens, von welchem ihm der Nießbrauch nicht zuſteht, iſt er über das Eigenthum und die Einkünfte zugleich, in Anſehung des Vermögens aber, woran das Geſetz ihm den Nießbrauch gibt, nur über das Eigenthum Rechnung abzulegen verbunden. 390. Nach Auflöſung der Ehe durch den natürli— chen oder bürgerlichen Tod eines der Ehegatten, gebührt die Vormundſchaft über die minderjährigen und nicht emancipirten Kinder dem überlebenden Ehegatten kraft des Geſetzes(ipso jure). 591. Doch kann der Vater der überlebenden Mut— ter und Vormünderin einen beſondern Beyſtand ernen⸗ nen, ohne deſſen Gutachten ſie keine auf die Vormund ſchaft ſich beziehende Handlung vornehmen darf. 160 E. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. Si le père spécifie les actes pour lesquels le conseil sera nommé, la tutrice sera habile à faire les autres sans son assistance. 4 5392. Cette nomination de conseil ne pourra etre faite que de l'une des manières suivantées: 1⁰° Par acte de dernière volonté; 2 ⁰° Par une déclaration faite ou devant le juge „de paix, assisté de son greffier, ou devant notaires. 393. Si, lors du décès du mari, la femme est enceinte, il sera nommé un curateur au ventre par le conseil de famille. A la naissance de l'enfant, la mère en devien- dra tutxice, et le curateur en sera de plein droit le subrogé tuteur. 394. La mère n'est point tenue d'accepter la tutelle; néanmoins, et en cas qu'elle la refuse, elle devra en remplir les devoirs jusqu'à ce qu'elle ait fait nommer un tuteur.. 395. Si la mère tutrice veut se remarier, elle devra, avant l'acte de mariage, convoquer le con- seil de famille, qui décidera si la tutelle doit lui être conservée. A défaut de cette convocation, elle perdra la tutelle de plein droit; et son nouveau mari sera solidairement responsable de toutes les suites de la tutelle qu'elle aura indùment conservée. 396. Lorsque le conseil de famille, dùment convoqué, conservera la tutelle à la mère, il luiĩ donnera nécessairement pour cotuteur le second mari, qui deviendra solidairement responsable, avec sa femme, de la gestion postérieure au maxiage. 1s B. 10r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 161 Beſtimmt der Vater die Handlungen, für welche der Beyſtand ernannt ſeyn ſoll, ſo iſt die Vormünde⸗ rin befugt, die übrigen ohne deſſen Zuziehung vorzu⸗ nehmen. 592. Dieſe Ernennung eines Beyſtandes kann nur auf eine von folgenden Weiſen geſchehen: u.) durch eine letzte Willensverordnung; 2.) durch eine vor dem Friedensrichter in Beyſeyn ſeines Gerichtsſchreibers, oder vor Notarien gemachte Erklärung. 393. Iſt die Frau bey dem Abſterben ihres Man⸗ nes ſchwanger, ſo ſoll der Leibesfrucht von dem Fami— lienrathe ein Curator ernannt werden. Mit der Geburt des Kindes wird die Mutter ſeine Vormünderin, und der Curator iſt alsdann deſſen geſetz⸗ licher Nebenvormund(subrogé tuteur). 594. Die Mutter iſt nicht ſchuldig, die Vormund⸗ ſchaft anzunehmen; in dem Falle, daß ſie die Vormund⸗ ſchaft ablehnt, muß ſie jedoch die damit verbundenen Pflichten ſo lange erfüllen, bis ſie einen Vormund hat ernennen laſſen. 395. Will die Mutter, welche die Vormundſchaft führt, ſich wieder verheirathen, ſo muß ſie, vor Schlie⸗ ßung der Ehe, den Familienrath zuſammenberufen, und dieſer entſcheidet, ob ihr die Vormundſchaft gelaſſen wer⸗ den ſoll. Unterläßt ſie dieſe Zuſammenberufung, ſo verliert ſie kraft des Geſetzes die Vormundſchaft, und ihr neuer Ehegatte iſt für alle Folgen der von ihr widerrechtlich beybehaltenen Vormundſchaft ſolidariſch verantwortlich. 396. Läßt der gehörig zuſammenberufene Familien⸗ rath der Mutter die Vormundſchaft, ſo muß er ihr noth⸗ wendig den zweyten Ehegatten als Mitvormund beyord⸗ nen, und dieſer wird mit ſeiner Ehegattin für die Ver⸗ waltung, in ſo weit ſie nach der Heirath geführt worden iſt, ſolidariſch verantwortlich. Cod. N. 1 B... 11 162 L. I. L. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. SECTION II. De la Tutelle déſérée par le Père ou la Mere. 397. Le droit individuel de choisir un tuteur parent, ou mèeme étranger, n'appartient qu'au dernier mourant des père et mere. 398. Ce droit ne peut être exercé que dans les formes prescrites par l'article 392, et sous les exceptions et modifications ci-après. 399. La mère remariée et non maintenue dans ja tutelle des enfants de son premier maria- ge, ne peut leur choisir un tuteur. 400. Lorsque la mère remariée et mainte- nue dans la tutelle, aura fait choix d'un tuteur aux enfants de son premier mariage, ce choix ne sera valable qu'autant qu'il sera confirmé par le conseil de famille. 401. Le tuteur élu par le père ou la meère, n'est pas tenu d'accepter la tutelle, s'il n'est d'ailleurs dans la classe des personnes qu'à dé- faut de cette élection spéciale le conseil de famil- le eut pu en charger. SECTION III. De la Tutelle des Ascendants. 402. Lorsqu'il n'a pas été choisi au mineur un tuteur par le dernier mourant de ses père et mére, la tutelle appartient de droit à son aleul paternel; à défaut de celui-ci, à son aieul mater- nel, et ainsi en remontant, de manière que l'as- cendant paternel soit toujours préféré à l'ascen- dant maternel du mème degré. 403. Si, à défaut de l'aieul paternel et de Valeul maternel du mineur, la concurrence se trouvait établie entre deux ascendants du degré su- périeur qui appartinssent tous deux à la ligne paternelle du mineur, la tutelle passera de droit 18 B. 10r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 165 Zweyter Abſchnitt. Von der durch die Eltern übertragenen Vormundſchaft. 6 N 395. Das perſönliche Recht aus Verwandten oder ſelbſt aus Fremden einen Vormund zu wählen, ſteht nur dem Längſtlebenden von beyden Eltern zu. 598. Dieſes Recht kann nur nach den im 392. Ar⸗ tikel vorgeſchriebenen Formen, und unter nachſtehenden Ausnahmen und Einſchränkungen ausgeübt werden. 399. Eine Mutter, die ſich wieder verheirathet hat, und der die Vormundſchaft uber ihre Kinder erſter Ehe nicht gelaſſen worden iſt, kann ihnen keinen Vormund erwählen. 400. Hat die Mutter, die ſich zwar wieder verhei⸗ rathet hat, der aber die Vormundſchaft gleichwohl ge⸗ laſſen worden iſt, ihren Kindern erſter Ehe einen Vor⸗ mund erwaͤhlt, ſo gilt dieſe Auswahl nur in ſo fern ſie von dem Familienrathe beſtätiget wird. 401. Der Vormund, welchen der Vater oder die Mutter erwählt hat, iſt nicht ſchuldig, die Vormund ſchaft anzunehmen, wenn er nicht ſonſt ſchon in die Claſ⸗ ſe derjenigen Perſonen gehört, welchen, in Ermange⸗ lung dieſer ſpeciellen Wahl, der Familienrath ſie hätte auftragen können. Dritter Abſchnitt. Von der Vormundſchaft der Ascendenten. 402. Hat der Längſtlebende der beyden Eltern dem Minderjährigen keinen Vdrmund erwählt, ſo ge bührt die Vormundſchaft geſetzlich ſeinem väterlichen Großvater, in deſſen Ermangelung ſeinem mütterlichen Großvater, und ſo weiter aufwärts, ſo daß der väterli⸗ che Ascendent dem mütterlichen Ascendenten deſſelben Grades immer vorgezogen wird. 405. Treffen, in Ermangelung des väterlichen und mütterlichen Großvaters des Minderjährigen, zwey As⸗ cendenten eines höhern Grades zuſammen, die beyde zur väterlichen Linie des Minderjährigen gehören, ſo ſoll die Vormundſchaft geſetzlich auf denjenigen von ihnen fal⸗ 11 N 164 L. I. I. X. Minojité, Tutelle, Emancipation. à celui des deux qui se trouvera être l'aieul pater- nel du père du mineur. 4104. Si la mèême concurréeénce a lieu entre deux bisaieuls de la ligne maternelle, la nomina- tion sera faite par le conseil de famille, qui ne pourra néanmoins que choisir l'un de ces deux as- cendants. 3 SECTION IV. De la Tutelle déſérée par le Congeil de famille. 405. Lorsqu'un enfant mineur et non éman- eipé restera sans pèere ni mère, ni tuteur élu par ses père ou mère, ni ascendants males, comme aussi lorsque le tuteur de l'une des qualités ci-des- sus exprimées se trouvera ou dans le cas des exclu- sions dont il sera parlé ci-après, ou valablement excusé, il sera pourvu, par un conseil de famille, à la nomination d'un tuteur. 406. Ce conseil sera convoqué soit sur la ré- quisition et à la diligence des parents du mineur, de ses créanciers ou d'autres parties intéressées, soit même d'office et à la poursuite du juge de paix du domicile du mineur. Toute personne pour- ra dénoncer à ce juge de paix le fait qui donnera lieu à la nomination d'un tureur. 407. Le conseil de famille sera composé, non compris le juge de paix, de six parents ou alliés, pris tant dans la commune oiui la tutelle sera ou- verte que dans la distance de deux myriamètres, moitié du côté paternel, moitié du côté maternel, et en suivant Tordre de proximité dans chaque ligne. Le parent sera Préféré à''allié du mème degré; et, parmi les parents de mèême degré, le plus age a celui qui le sera le moins. 18 B. 10r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 165 len, welcher der väterliche Großvater des Vaters des Minderjährigen iſt. 404. Treffen auf dieſelbe Art zwey Urgroßväter der mütterlichen Linie zuſammen, ſo geſchieht die Aus— wahl von dem Familienrathe, der jedoch einen aus die— ſen beyden Ascendenten wählen muß. Vierter Abſchnitt. Von der durch den Familienrath übertragenen Vor⸗ mundſchaft. 405. Wenn ein minderjähriges, nicht emanetipir⸗ tes Kind weder Vater noch Mutter, weder einen von ſei⸗ nem Vater oder ſeiner Mutter ernannten Vormund, noch männliche Ascendenten hat, ſo wie auch, wenn ei⸗ ne der ſo eben erwähnten, zur Vormundſchaft berechtig⸗ ten Perſonen, aus einer der unten anzugebenden Urſa⸗ chen von der Vormundſchaft ausgeſchloſſen oder rechtmäßig befreyt iſt, dann muß die Ernennung eines Vormundes durch den Familienrath geſchehen. 406. Dieſer Familienrath wird zuſammenberufen, entweder auf Anſuchen und⸗Betreiben der Verwandten des Minderjährigen, ſeiner Gläubiger oder anderer In⸗ tereſſenten, oder auch von Amtswegen und auf Betrei⸗ ben des Friedensrichters des Ortes, wo der Minderjäh⸗ rige ſeinen Wohnſitz hat. Jedermann iſt berechtiget, dieſem Friedensrichter den Vorfall 1) anzuzeigen, wo⸗ durch die Nothwendigkeit eintritt, einen Vormund zu er⸗ nennen. 40. Der Familienrath ſoll, auſſer dem Friedens— richter, aus ſechs Verwandten oder Verſchwägerten be⸗ ſtehen, welche ſowohl aus der Gemeinde, wo der Vor⸗ mund zu beſtellen iſt, als in einem Umkreiſe von zwey Myriametern(vier Franz. Meilen) gewählt werden, die eine Hälfte aus der väterlichen und die andere aus der mütterlichen Linie, wobey man in jeder Linie ſich nach der Nähe der Verwandtſchaft zu richten hat. Der Verwandte wird dem in gleichem Grade Ver⸗ ſchwägerten, und unter Verwandten deſſelben Grades der ältere dem jüngern vorgezogen. 1) die Umſtände. E. 1 166 L. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emanciparion. 408. Les frères germains du mineur et les maris des soeurs germaines sont seuls exceptés de la limitation de nombre posée en l'article précédent. S'ils sont six, ou au-delà, ils seront tous mem- bres du conseil de famille, qu'ils composeront seuls, avec les veuves d'ascendants et les ascen- dants valablement excusés, s'il y en a. S'ils sont en nombre inférieur, les autres pa- rents ne seront appelés que pour compléter le conseil. 409. Lorsque les parents ou alliés de l'une ou de’ l'autre ligne se trouveront en nombre insuffisant sur les lieux, ou dans la distance désignée par l'art. 407, le juge de paix appellera, soit des parents ou alliés domiciliés à de plus grandes distances, soit, dans la commune méême, des citoyens connus pour avoir eu des relations habituelles d'amitié avec le père ou la mere du mineur. 8 410. Le-juge de paix pourra, lors même qu'il y aurait sur les lieux un nombre suffisant de parents,- ou alliés, permettre de citer, à quelque distance qu'ils soient domiciliég, des parents ou alliés plus proches en degrés ou de mêmes degrés que les pa- rents ou alliés présents; de manière toutefois que cela s'opère en retranchant quelques- uns de ces der- niers, et sans excéder le nombre réglé par les pré- cédents articles. 411. Le délai pour comparaitre sera réglé par le juge de paix à jour fixe, mais de manière qu'il y ait toujours, entre la citation notifée et le jour in- diqué pour la réunion du conseil, un intervalle de trois jours au moins, quand toutes les parties ci- ²2) Die zur Erſcheinung geſtattete⸗Zeitfriſt ſoll durch den Friedensrichter auf einen beſtimmten Tag regulirt wer⸗ den. L. Der Erſcheinungstermin ſoll vom Friedens⸗ —.—— 18 B. 10r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 167 408. Nur die vollbürtigen Brüder des Minder jährigen, und die Ehemänner feiner vollbürtigen Schwe⸗ ſtern machen eine Ausnahme von der im vorhergehenden Artikel enthaltenen Einſchränkung auf eine beſtimmte Anzahl. Sind ihrer ſechs oder mehrere, ſo ſind ſie alle Mit⸗ glieder des Familienrathes, den alsdann ſie allein, mit den Wittwen der Ascendenten, und mit den etwa ge⸗ ſetzlich entſchuldigten Ascendenten, wenn deren vonhan⸗ den ſind, bilden. Iſt ihre Anzahl geringer, ſo werden die übrigen Verwandten nur berufen, um den Rath vollzählig zu machen. 4⁰9. Findet ſich an dem Orte ſelbſt oder innerhalb des im 407. Artikel beſtimmten Umkreiſes nicht die hin— reichende Anzahl von Verwandten oder Verſchwägerten der einen oder der andern Linie, ſo beruft der Friedens⸗ richter entweder entfernter wohnende Verwandte oder Verſchwägerte, oder ſolche Staatsbürger aus derſelben Gemeinde, von denen es bekannt iſt, daß ſie mit dem Vater oder der Mutter des Minderjährigen fortwährend in freundſchaftlichen Verhältniſſen geſtanden haben. 410. Auch dann, wenn an dem Orte ſelbſt eine hinreichende Anzahl von Verwandten oder Verſchwäger⸗ ten vorhanden iſt, kann der Friedensrichter die Erlaub⸗ niß ertheilen, daß man andere Verwandte oder Verſchwä⸗ gerte von einem nähern oder gleichen Grade als die An— weſenden, ohne Rückſicht auf die Entfernung ihres Wohnortes, berufe; jedoch ſo, daß man alsdann immer einige von den Anweſenden weglaſſe, und die in den vor⸗ ſtehenden Artikeln beſtimmte Anzahl nicht überſchreite. 411. Der Friedensrichter hat einen beſtimmten Tag zur Verſammlung anzuſetzen*); jedoch ſo, daß, wenn alle Vorgeladenen in der Gemeinde oder in dem Umkreiſe von zwey Myriametern wohnen, zwiſchen der Inſinuation der Vorladung und dem zur Verſammlung richter auf einen beſtimmten Tag feſtgeſetzt werden. D. u. M. Der Friedensrichter beſtimmt den Tag der Ver ſammlung des Familienraths.§. Der Friedensrichter hat den zur Verſammlung beſtimten Tag anzuſetzen. B. 2 2 168 L. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. tées résideront dans la commune, ou dans la dis- tance de deux myriamètres. Toutes les fois que, parmi les parties citées, il s'en trouvera de domiciliées au-delà de cette dis- tance, le délai sera augmenté d'un jour par trois myriamètres. 412. Les parents, alliés ou amis, ainsi convo- qués, seront tenus de se rendre en personne, ou de se faire représenter par un mandataire spécial. Le fondé de pouvoir ne peut représenter plus d'une personne. 415. Tout parent, allié ou ami, convoqué, et qui, sans excuse légitime, ne comparaitra point, encourra une amende qui ne pourra excéder cin- quante francs, et sera prononcée sans appel par le juge de paix. 4 4. S'il y a excuse suffisante, et qu'il con- vienne, soit d'attendre le membre absent, soit de le remplacer; en ce cas, comme en tout autre ou l'intérèt du mineur semblera l'exiger, le juge de paix pourra ajourner l'assemblée ou la proroger. 415. Cette assemblée se tiendra de plein droit chez le juge de paix, à moins qu'il ne désigne lui- méème un autre local. La présence des trois quarts au moins de ses membres convoqués, sera néces- saire pour qu'elle délibère. 416. Le conseil de famille sera présidé par le juge de paix, qui y aura voix délibérative, et pré- pondérante en cas de partage. 3) Die Verſammlung auf einen andern Tag verlegen⸗ oder ſie prorogiren. L. Die Zuſammenkunft ausſetzen, oder die Friſt verlaͤngern. D. u. M. die Verſammlung auf einen andern Tag verlegen, oder auf eine unbe⸗ ſtimmte Zeit ausſetzen. 8. die Verſammlung ausſetzen oder verſchieben. E.. 4) Er hat berathſchlagende, und im Falle der Theilung entſcheidende Stimme darin. L. Seine Stimme wird ——y—— 1s B. 10r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 169 des Familienraths beſtimmten Tage, ein Zwiſchenraum von wenigſtens drey Tagen bleibt. So oft ſich aber unter den Vorgekadenen entfernter wohnende befinden, ſoll dieſe Friſt für jede drey Myria⸗ meter um einen Tag verlängert werden. 412. Die auf dieſe Weiſe berufenen Verwandten, Verſchwägerten oder Freunde ſind verbunden entweder in Perſon zu erſcheinen, oder ſich durch einen Special⸗ bevollmächtigten vertreten zu laſſen. Der Bevollmaͤchtigte kann nicht mehr als eine Per⸗ ſon vertreten. 415. Jeder berufene Verwandte, Verſchwägerte oder Freund, der, ohne eine geſetzliche Entſchuldigung zu haben, nicht erſcheint, verfällt in eine Geldſtrafe, die nicht über fünfzig Franken betragen darf, und von dem Friedensrichter angeſetzt wird, ohne daß eine Appellation dagegen Statt findet. 114. Hat das abweſende Mitglied eine hinreichen⸗ de Entſchuldigungsurſache, und iſt es rathſam, daſſelbe entweder zu erwarten oder zu erſetzen, ſo kann der Frie⸗ densrichter ſowohl in dieſem, wie in jebem andern Falle, wo das Intereſſe des Minderjährigen es zu erfordern ſcheint, die Verſammlung ausſetzen oder auf einen an— dern Tag verlegen. ³) 415. Die Verſammlung muß bey dem Friedens⸗ richter gehalten werden, wenn er nicht ſelbſt einen an— dern Ort beſtimmt. Die Gegenwart von wenigſtens drey Viertel der berufenen Mitglieder iſt erforderlich, um et⸗ was beſchließen zu können. 4 6. In dem Familienrathe hat der Friedensrich⸗ ter den Vorſitz; er hat darin eine berathende, und im Fall der Stimmengleichheit entſcheidende Stimme. ⁴) mitgezählt, und gibt den Ausſchlag, wenn die Meinun⸗ gen auf beyden Seiten gleich ſind. D. u. M. Seine Stimme wird bey der Berathſchlagung mitgezaͤhlt und giebt, wenn die Stimmen getheilt ſind, den Ausſchlag⸗ S. Er hat bey der Verathſchlagung eine Stimme, welche bey eintretender Stimmengleichheit den Aus⸗ ſchlag giebt. E. 170 L. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. 4177. Quand le mineur, domicilié en France, possédéra des biens dans les colonies, ou récipro- quement, Ladministration spéciale de ces biens se- ra donnée à un protuteur. Enſce cas, le tuteur et le protuteur seront in- dépendants, et non responsables l'un envers l'autre pour leur gestion respective. 418. Le tuteur agira et administrera, en cette qualité, du jour de sa nomination, si elle a lieu en sa Présence, sinon, du jour qu'elle lui aura été no- tiflée. 419. La tutelle est une charge personnelle qui ne passe point aux héritiers du tuteur. Ceux-ci seront seulement responsables de la gestion de leur auteur; et s'ils sont majeurs, ils seront tenus de la continuer jusqu'd la nomination d'un nouveau tu- teur. SECTION V. Du Subrogé Tuteur. 420. Dans toute tutelle il y aura un subrogé tuteur, nommé par le conseil de famille. 1 Ses fonctions consisteront à agir pour les inté- rèéts du mineur, lorsqu'ils seront en opposition avec ceux du tuteur.. 421. Lorsque les fonctions du tuteur seront dévolues à une personne de l'une des qualités expri- mées aux sections 1, 2 et 5 du présent chapitre, ce tuteur devra, avant d'entrer en fonctions, faire convoquer, pour la nomination du subrogé tuteur, un conseil de famille composé comme il est dit en la section 4. S'il s'est ingéré dans la gestion avant d'avoir rempli cette formalité, le conseil de famille, con- 1 16 B. 10r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 171 417. Beſitzt der Minderjährige, der in Frankreich wohnt, Güter in den Colonien, oder umgekehrt, ſo wird die beſondere Verwaltung dieſer Güter einem Mitvor⸗ munde 5)(protuteur) übertragen. In dieſem Falle ſind der Vormund und Mitvor⸗ mund von einander unabhängig, und keiner iſt dem an⸗ dern für ſeine Verwaltung verantwortlich⸗ 413. Der Vormund handelt und verwaltet in die⸗ ſer Eigenſchaft von dem Tage ſeiner Ernennung an⸗ wenn dieſe in ſeiner Gegenwart geſchehen iſt, auſſerdem aber von dem Tage an, da ihm ſeine Ernennung be⸗ kannt gemacht worden iſt. 419. Die Vormundſchaft iſt ein perſönliches Amt, welches nicht auf die Erben des Vormundes übergeht. Dieſe ſind nur für die Verwaltung ihres Erblaſſers ver⸗ antwortlich, und, wenn ſie großjährig ſind, verbunden, die Verwaltung bis zur Ernennung eines neuen Vor⸗ mundes fortzuſetzen. Fuͤnfter Abſchnitt. Von dem Nebenvormunde ⁶)(subrogẽ Tuteur.) 420. Einem jeden Vormunde ſoll ein Nebenvor⸗ mund zugeordnet werden, welchen der Familienrath er⸗ nennt.(*†) Seine Verrichtungen beſtehen darin, daß er für das Intereſſe der Minderjährigen handelt, wenn es mit dem des Vormundes im Widerſpruche ſteht. 421. Iſt die Vormundſchaft einer Perſon in einer von den Eigenſchaften zugefallen, welche im 1., 2. und 3. Abſchnitte des gegenwärtigen Capitels angegeben ſind, ſo muß dieſer Vormund, ehe er ſeine Verrichtungen an⸗ tritt, einen nach Vorſchrift des 4. Abſchnittes gebildeten Familienrath zuſammenberufen laſſen, um einen Neben⸗ vormund zu ernennen. Hat er ſich vor Beobachtung dieſer Formalität in die Verwaltung eingemiſcht, ſo kann ihm, wenn er es (*) S. Art. 1442 u. 2137. 5) Protutor. L. Vicevormund. 8. Aftervormund. E. 6) Gegenvormund. L. Streitvsgt. 8. 172 L. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. voqué soit sur la réquisition des parents, oréan- cters ou autres parties intéressées, soit d'office par le juge de paix, peurra, s'il y a eu dol de la part du tuteur, lui retirer la tutelle, sans préjudice des indemnités dues au mineur. 422. Dans les autres tutelles, la nomination du subrogé tuteur aura lieu immédiatement après celle du tuteur. 423. En aucun cas le tuteur ne votera pour la nomination du subrogé tuteur, lequel sera pris, hors le cas de frères germains, dans celle des deux lignes à laquelle le tuteur n'appartiendra point. 424. Le subrogé tuteur ne remplacera Pas de plein droit le tuteur, lorsque la tutelle deviendra vacante, ou qu'elle sera abandonnée par absence; mais il devra, en ce cas, sous peine des dommages- intéréts qui pourraient en résulter pour le mineur, provoquer la nomination d'un nouveau tuteur. 425. Les fonctions du subrogé tuteur cesseront à la même époque que la tutelle. 426. Les dispositions contenues dans les sec- tions 6 et 7 du présent chapitre, s'appliqueront aux subrogés tuteurs.— Néanmoins le tuteur ne pourra provoquer la. destitution du subrogé tuteur, ni voter dans les con- seils de famille qui seront convoqués pour cèt objet. SECTION VI. Des Cauges qui dispensent de la Tutelle. 427. Sont dispensés de la tutelle, 4 7) wenn von Seiten des Vormundes ein Betrug ſtatt gehabt hat. L. u. 8. wenn auf der Seite des Vor⸗ mundes eine Argliſt untergelaufen iſt ͤoͤ. 3) und zwar bey Strafe, den Minderfaͤhrigen fuͤr jeden Schaden und entbehrten Gewinn, der für ihn aus der Nichtbeſtellung eines ſolchen entſtehen koͤnnte, voͤllig —— g. 15 B. 10r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 175 aus Gefährde(dolose) thak*), der auf Anſuchen der Verwandten, der Gläubiger oder anderer Intereſſenten, oder Amtshalber von dem Friedensrichter zuſammenbe⸗ rufene Familienrath die Vormundſchaft entziehen, mit Vorbehalt der dem Minderjährigen gebührenden Schad⸗ loshaltung. 422. Bey den übrigen Vormundſchaften ſoll die Ernennung des Nebenvormundes unmittelbar nach der Ernennung des Vormundes geſchehen. 423. In keinem Falle kann der Vormund bey der Ernennung des Nebenvormundes mitſtimmen; dieſer ſoll aus derjenigen von beyden Linien genommen werden, zu welcher der Vormund nicht gehört, den Fall ausgenom⸗ men, wenn vollbürtige Brüder vorhanden ſind. 424. Wird die Vormundſchaft erledigt oder durch Abweſenheit verlaſſen, ſo tritt nicht der Nebenvormund geſetzlich in die Stelle des Vormundes, ſondern er muß in dieſem Falle auf Ernennung eines neuen Vormundes antragen, bey Strafe des Erſatzes alles dem Minderjäh⸗ rigen hieraus etwa erwachſenden Schadens. ⁸) 425. Das Amt des Nebenvormundes endigt ſich zu gleicher Zeit mit der Vormundſchaft. 426. Die in dem 6. und 7. Abſchnitte des gegen⸗ wärtigen Capitels enthaltenen Verfügungen ſind auch auf die Nebenvormünder anwendbar. Doch darf der Vormund nicht auf Abſetzung des Nebenvormundes antragen, noch in dem deshalb zuſam⸗ menberufenen Familienrathe mitſtimmen. Sechſter Abſchnitt. Von den Urſachen, welche von der Vormundſchaft ſach befreyen. 427. Befreyt von der Vormundſchaft ſind: ſchadlos zu halten, L. bey Strafe des Erſatzes alles dem Minderjäaͤhrigen daraus erwachſenden Schadens und der Intereſſen. S. bey Strafe, den Verluſt, der etwa dem Minderjaͤhrigen hieraus erwachſen koͤnnte⸗ und den entbehrten Gewinn zu erſetzen. D. oder dem Minderjährigen den deshalb entſtandenen Verluſt oder entbehrten Gewinn erſtatten. E. 374 L. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. Les personnes désignées dans les titres III, V, VI, VIII, IX, X et XI de l'acte des constitutions du 18 mai 1804; Les juges à la cour de cassation, le procureur général impérial en la méême cour et ses substituts; Les commissaires de la comptabilité impériale; Les préfets; Tous citoyens exerçant une fonction publique dans un département autre que celui ou la tutelle s'établit.— 428. Sont également dispensés de la tutelle, Les militaires en activité de service, et tous autres citoyens qui remplissent, hors du terri- toire de l'Empire, une mission de l'Empereęur. 429. Si la mission est non authentique, et contestée, la dispense ne sera prononcée qu'après la représentation faite par le réclamant, du cer- tificat du ministre dans le département duquel se placera la mission articulée Comme excuse. 450. Les citoyens de la qualité exprimée aux articles précédents, qui ont accepté la tutelle postérieurement aux fonctions, services ou missi- ons qui en dispensent, ne seront plus admis à s'en faire décharger pour cette cause. 451. Ceux, au contraire, à qui lesdites fonctions, services ou missions, auront(té con- férés postérieurement à l'acceptation et gestion d'une tutelle, pourront, s'ils ne veulent lacon- server, faire convoquer, dans le mois, un conseil de famille, pour y éêtre procédé à leur rempla- cement. S1, à P'expiration de ces fonctions, services ou missions, le nouveau tuteur réclame sa déchar- ge, ou que l'ancien redemande la tutelle, elle pourra lui ètre rendue par le conseil de famille. 432. Tout citoyen non parent ni allié ne peut être forcé d'accepter la tutelle, que dans le cas ou il n'existerait pas, dans la distance de qua- — 2 18 B. 10r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 175 Die in dem 3, 5, 6, 8, 9, 10 und 11 Titel der Conſtitutionsurkunde vom 13. May 1804 bezeichneten Perſonen; Die Richter des Caſſationsgerichtes, der bey die⸗ ſem Gerichtshofe angeſtellte kaiſerliche Generalprocurator und ſeine Subſtituten; Die kaiſerlichen Rechnungskommiſſarien;. Die Präfecten; Alle Staatsbürger, welche in einem andern Depar⸗ tement, als dem, wo die Vormundſchaft angeordnet wird, ein öffentliches Amt verwalten. 426. Eben ſo ſind von der Vormundſchaft befreyt, Die wirklich dienſtthuenden Militairperſonen, und alle aͤndere Staatsbürger, welche außer dem Gebiete des Reichs einen Auftrag des Kaiſers vollziehen. 429. Iſt der Auftrag nicht öffentlich, und wird er bezweifelt, ſo ſoll die Befreyung nicht eher ertheilt wer⸗ den, als bis derjenige, der ſie in Anſpruch nimmt, ein Zeugniß des Miniſters beygebracht hat, in deſſen De⸗ partement der als Entſchuldigung angeführte Auftrag gehort. 430. Haben die in den vorſtehenden Artikeln be⸗ nennten Staatsbürger eine Vormundſchaft ſpäter übernom⸗ men, als die Amter, Dienſte oder Aufträge, welche da⸗ von befreyen, ſo können ſie nicht verlangen, daß ihnen dieſelbe aus dieſer Urſache wieder abgenommen werde. , 491. Diejenigen hingegen, welchen die beſagten Amter, Dienſte oder Aufträge erſt nach der UÜbernahme und Verwaltung der Vormundſchaft ertheilt worden ſind, können, wenn ſie die Vormundſchaft nicht beybehalten wollen, binnen Monatsfriſt einen Familienrath zuſam⸗ menberufen laſſen, damit derſelbe einen anderen Vor⸗ mund an ihre Stelle ernenne. Fordert, nach Beendigung dieſer Amtsverrichtun⸗ gen, Dienſte oder Aufträge, der neue Vormund ſeine Entlaſſung, oder verlangt der vorige die Vormundſchaft zurück, ſo kann ſie ihm von dem Familienrathe wieder übertragen werden. 432. Ein Staatsbürger, der(mit dem Minder⸗ jährigen) weder verwandt noch verſchwägert iſt, kann nur dann gezwungen werden, die Vormundſchaft zu über⸗ nehmen, wenn in dem Umkreiſe von vier Myriametern 176 L. I. T. X. Minorits, Tutelle, Emancipation. tre myriamètres, des parents ou alliés en état de gérer la tutelle.— 455. Tout individu dgé de soixante- cinq ans accomplis, peut refuser d'ètre tuteur. Celui qui aura été nommé avant cet àâge, pourra, à soixan- te-dix ans, se faire décharger de la tutelle. 453 ⁄½4. Tout individu atteint d'une infirmité grave et důment justifiée, est dispensé de la tutelle. ſ Il pourra même s'en faire décharger, si cette infixmité est survenue depuis sa nomination. 435. Deux tutelles sont, pour toutes per- sonnes, une juste dispense d'en accepter une troisième. Celui qui, époux ou père, sera déja chargé d'une tutelle, ne pourra être tenu d'en accepter une seconde, excepté celle de ses enfants. 456. Ceux qui ont cinq enfants légitimes, sont dispensés de toute tutelle autre que celle des- dits enfants. Les enfants morts en activité de service dans les armées de l'Empereur, seront toujours comp- tés pour opérer cette dispense. Les autres enfants morts ne seront comptés qu'autant qu'ils auront eux-mémes laissé des en- fants actuellement existants. 437. La survenance d'enfants pendant la tu- telle ne pourra autoriser à l'abdiquer. 458. Si le tuteur nommé est présent à la dé- libération qui lui défère la tutelle, il devra sur- le-champ, et sous peine d'èêtre déclaré non rece- vable dans toute réclamation ultérieure, proposer ses excuses, sur lesquelles le conseil de famille délibérera. 439. Si le tuteur nommé n'a pas assisté à la dslibérarion qui lui a déféré la tutelle, il pourxa 1s B. 10r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 277“ ſich keine Verwandten oder Verſchwägerte befänden, wel⸗ che im Stande wären, die Vormundſchaft zu fühyen. 455. Jeder, der fünf und ſechzig volle Jahre alt iſt, kann die Ubernahme der Vormundſchaft ablehnen, Wer vor dieſem Alter zum Vormund ernannt worden iſt, kann, wenn er ſiebenzig Jahre alt geworden, verlangen, daß ihm die Vormundſchaft abgenommen werde. 45 4. Jeder, der mit einer ſchweren, gehörig er⸗ wieſenen, Gebrechlichkeit behaftet iſt, iſt von der Über⸗ nahme einer Vormundſchaft befreyt. Er kann ſich dieſelbe ſogar abnehmen laſſen, wenn ihn dieſe Gebrechlichkeit erſt nach ſeiner Ernennung be⸗ fallen hat. 455. Zwey Vormundſchaften ſind fuͤr jedermann eine gerechte Befreyungsurſache, eine dritte zu über⸗ nehmen. Ein Ehegatte oder Vater, der ſchon eine Vormund⸗ ſchaft führt, kann nicht angehalten werden, eine zweyte zu übernehmen, die über ſeine Kinder jedoch ausge⸗ nommen. 456. Wer fünf eheliche Kinder hat, iſt, außer der Vormundſchaft über ſeine Kinder, von jeder andern befreyt. Kinder, welche im wirklichen Dienſte(en activi- té de service) bey den Armeen des Kaiſers geſtorben ſind, werden immer mitgezählt, um dieſe Befreyung zu bewirken. Andere verſtorbene Kinder werden nur dann mitge⸗ zählt, wenn ſie ſelbſt noch lebende Kinder hinterlaſſen haben. 437. Wenn dem Vormunde erſt während der Vor⸗ mundſchaft Kinder geboren wurden, ſo berechtiget ihn dieſes nicht, die Vormundſchaft niederzulegen. 458. Iſt der ernannte Vormund bey der Berath⸗ ſchlagung zugegen, durch die ihm die Vormundſchaft übertragen wird, ſo muß er auf der Stelle, und bey Strafe mit jeder weitern Einwendung nicht mehr gehört zu werden, ſeine Entſchuldigungsgründe vorbringen, über welche alsdann der Familienrath entſcheidet.. 439. War der ernannte Jormund bey der Berath⸗ ſchlagung, durch die ihm die Vormundſchaft übertragen Cod. N. 1. B. 1² * 178 L. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. faire convoquer le eonseil de famille pour délibé- rer sur ses excuses. Ses diligences à ce sujet devront avoir lieu dans le délai de trois jours, à partir de la notifica- tion qui lui aura été faite de sa nomination; le- quel délai sera augmenté d'un jour par trois myria- mètres de distance du lieu de son domicile à celui de l'ouverture de la tutelle: passé ce délai, il sera non recevable. 440. Si ses excuses sont rejetées, il pourra se pourvoir devant les tribunaux pour les faire admettre; mais il sera, pendant le litige, tenu d'administrer provisoirement. 441. S'il parvient à se faire exempter de la tu- telle, ceux dqui auront rejeté l'excuse, pourront etre condamnés aux frais de l'instance. S'il succombe, il y sera condamné lui- même: SECTION VII. De PIncapacité, des Exclusions et Destitutions de la Tubelle. 4 442. Ne peuvent être tuteurs, ni membres des conseils de famille, 1⁰ Les mineurs, excepté le père ou la mère; 2⁰ Les interdits; 3⁰ Les femmes, autres que la mère et les as- cendantes; 4° Tous ceux qui ont ou dont les père ou mère ont avec le mineur un procès dans lequel l'état de ce mineur, sa fortune, ou une partie notable de ses biens, sont compromis. 18 B. 10r T. Von der Minderjährigkeit ec. 179 wurde, nicht zugegen, ſo kann er einen Familienrath zu⸗ ſammenberufen laſſen, um über ſeine Entſchuldigungs⸗ gründe zu entſcheiden. Die zu dieſem Ende nöthigen Vorkehrungen muß er binnen drey Tagen treffen, von der ehm geſchehenen Be⸗ kanntmachung ſeiner Ernennung an zu rechnen; dieſe Friſt wird für jede drey Myriameter, welche der Ort ſei⸗ nes Wohnſitzes von demjenigen, wo die Vormundſchaft übernommen werden ſoll, entfernt iſt, um einen Tag verlängert. Iſt dieſe Friſt abgelaufen, ſo wird er nicht weiter gehört. 440. Werden ſeine Entſchuldigungsgründe verwor⸗ fen, ſo ſteht es ihm frey, ſich an die Gerichte zu wen⸗ den, um ihre Annahme zu bewirken; er iſt aber verbun⸗ den, während des Rechtsſtreits die Vormundſchaft pro⸗ viſoriſch zu führen. 441. Gelingt es ihm, von der Vormundſchaft frey⸗ geſprochen zu werden, ſo konnen diejenigen, welche ſeine Entſchuldigungsgründe verworfen haben, zu den Pro⸗ ceßkoſten verurtheilt werden. Verliert er den Proceß, ſo wird er ſelbſt in dieſe Koſten verurtheilt. Siebenter Abſchnitt. Von der Unfähigkeit zur Vormundſchaft, von der Aus⸗ ſchließung und Abſetzung von derſelben. 442. Vormünder können nicht ſeyn, und eben ſo wenig Mitglieder eines Familienraths, 1.) Minderjährige, mit Ausnahme des Vaters und der Mutter; 2.) die, welchen die eigene Verwaltung ihres Ver⸗ mögens iſt benommen worden(die Interdicirten); 3.) Weiber, mit Ausnahme der Mutter und der weiblichen Ascendenten; 4.) alle diejenigen, die ſelbſt oder deren Vater oder Mutter mit dem Minderjährigen einen Proceß haben, der den perſönlichen Zuſtand dieſes Minderjährigen, ſein Vermögen, oder einen beträchtlichen Theil deſſelben be⸗ trifft. 12 à80 1. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. 445. La condamnation à une peine afflictive ou infamante emporte de plein droit l'exclusion de la tutelle. Elle emporte de méme’ la destitu- tion, dans le cas ou il s'agirait d'une tutelle an- térieurement déférée. 444. Sont aussi exclus de la tutelle, et mème destituables, s'ils sont en exercice, Les gens d'uneèe inconduite notoire; 2° Ceux dont la gestion attesterait l'incapa- cité ou l'infidélité. 445. Tout individu qui aura été exclu ou des- titué d'une tutelle, ne pourra être membre d'un conseil de famille. 44½46. Toutes les fois qu'il y aura lieu à une destitution de tuteur, elle sera prononcée par le conseil de famille, convoqué à la diligence du sub- rogé tuteur, ou d'office parx le juge de paix. Celui-ci ne pourra se dis Wender de faire cette convocation, quand elle sera formellement requise par un ou plusieurs parents ou alliés du mineur, au degré de cousin germain ou à des degrés plus proches. 447. Toute délibération du conseil de famille qui prononcera l'exclusion ou la destitution du tu- teur, sera motivée, et ne pourra être prise qu'a- près avoir entendu ou appelé le tuteur. 448. Si le tuteur adhère à la délibération, ¹¹ en sera fait mention, et le nouveau tuteur entrera aussitôt en fonctions. S'il y a réclamation, le subzogé tuteur pour- suivra l'homologation de la délibération devant le tribunal de première instance, qui prononcera sauf P'appel. Le tuteur exclu ou destitué peut lui-méèême, en ce cas, assigner le subrogé tuteur pour se faire lécarler maintenu en la lutelle, n cd 18 B. 10r T. Von der Minderjährigkeit c/. 181 445. Die Verurtheilung zu einer Leibes⸗oder ent⸗ ehrenden Strafe zieht geſetzlich die Ausſchließung von der Vormundſchaft nach ſich. Sie bewirkt auch die Abſetzung von einer vorher übertragenen Vormundſchaft. 444. Ausgeſchloſſen von der Vormundſchaft ſind ebenfalls, und können ſogar, wenn ſie dieſelbe bereits übernommen haben, abgeſetzt werden: 1.) Leute von notoriſch ſchlechter Aufführung und Wirthſchaft; 2.) diejenigen, deren Unfähigkeit oder Untreue aus ihrer Verwaltung hervorgeht..s 445. Wer von einer Vormundſchaft ausgeſchloſſen oder abgeſetzt worden iſt, kann nicht Mitglied eines Fa⸗ milienrathes ſeyn. 446. So oft die Abſetzung eines Vormundes erfor⸗ derlich iſt, ſoll ſie von dem auf Anſuchen des Nebenvor⸗ mundes, oder von Amtswegen von dem Friedensrichter zuſammenberufenen Familienrathe erkannt werden. Der Friedensrichter kann dieſe Zuſammenberufung nicht verweigern, wenn von einem oder mehreren Ver⸗ wandten oder Verſchwägerten des Minderjährigen, die mit ihm in dem Grade von Geſchwiſterkindern oder in einem nähern Grade ſtehen, förmlich darum nachge⸗ ſucht wird. 447. Jeder Beſchluß des Familienrathes, in wel⸗ chem auf Ausſchließung oder Abſetzung des Vormundes erkannt wird, muß die Entſcheidungsgründe enthalten, und darf nicht gefaßt werden, ohne daß vorher der Vor⸗ mund gehört oder vorgeladen worden wäre. 4 ⁴48. Unterwirft ſich der Vormund dem Beſchluſſe, ſo geſchieht hievon Erwähnung, und der neue Vormund tritt ſogleich ſein Amt an. Widerſpricht er aber, ſo muß der Nebenvormund um die Beſtätigung des gefaßten Beſchluſſes bey dem Ge⸗ richte erſter Inſtanz nachſtichen, und dieſes erkennt hier⸗ über, mit Vorbehalt der Appellation. Auch kann in dieſem Falle der ausgeſchloſſene oder abgeſetzte Vormund felbſt, um ſich gerichtlich bey der Vormundſchaft erhalten zu laſſen, den Nebenvormund vor Gericht fordern. 182 L. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. 449. Les parents ou alliés qui auront requis la convocation, Pourront intervenir dans la cause, qui sera instruite et jugée comme affaire urgente. SECTION VIII. De Adminigstration dua Tuteur. 450 Le tuteur prendra soin de Ia personne u mineur, et le représentera dans tous les actes civils. Il administrera ses biens en bon père de fa- mille, et répondra des dommages-intérèts qui Pourraient résulter d'une mauvanse gestion. Il ne peui ni acheter les biens du mineur, ni les prendre à ferme, à moins que le conseil de fa- mille n'ait autorisé le subrogé tuteur à lui en pas- ser bail, ni accepter la cession d'aucun droit ou créance contre son pupille. 451. Dans les dix jours qui suivront celui de sa nomination, düment connue de lui, le tu- teur requerra la levée des scellés, s'ils ont été apposés, et fera procéder immédiatement à l'in- ventaire des biens du mineur, en présence du subrogé tuteur. S'il lui est dü quelque chose par le mineur, il devra le declarer dans l'inventaire, à peine de dé- cheance, et ce sur la réquisition que l'officier pu- blic sera tenu de lui en faire, et dont mention se- ra faite au procès-verbal. 452. Dans le mois qui suivra la clôture de l'inventaire, le tuteur fera vendre, en présence du subrogé tuteur, aux enchères regues par un offi ier public, et après des affichus ou publications dont le procès-verbal de vente fera mention, tous 16 B. 0 T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 133 449. Die Verwandten oder Verſchwägerten, auf deren Anſuchen der Familienrath zuſammenberufen wor⸗ den iſt, können in dem Proceſſe, der als eine dringende Sache verhandelt und entſchieden werden ſoll, als In⸗ tervenienten auftreten. Achter Abſchnitt. Von der Verwaltung des Vormundes. 45 0. Der Vormund muß für die Perſon des Min⸗ derjährigen Sorge tragen, und in allen bürgerlichen Ge⸗ ſchäften ſeine Stelle vertreten. Er muß deſſen Vermögen als ein guter Hausvater verwalten, und für allen Schaden, der etwa aus einer ſchlechten Verwaltung entſteht, haften. Er kann die Güter des Minderjährigen weder kau⸗ fen noch in Pacht nehmen(*†), wenn nicht der Fami⸗ lienrath den Nebenvormund autoriſirt hat, mit ihm ei⸗ nen Pachtcontract zu ſchließen; auch kann er ſich kein Recht und keine Forderung gegen ſeinen Mündel abtre⸗ ten laſſen. 451. Innerhalb zehn Tagen nach ſeiner ihm ge⸗ hörig bekannt gemachten Ernennung muß der Vormund,⸗ wenn eine Verſiegelung Statt gehabt hat(**), darauf antragen, daß die Siegel wieder abgenommen werden, und unmittelbar darauf ein Inventarium über das Ver⸗ mögen des Minderjährigen in Beyſeyn des Nebenvormun⸗ des errichten laſſen. Iſt ihm der Minderjährige etwas ſchuldig, ſo muß er dieſes, bey Verluſt ſeines Rechtes, in dem Inventa⸗ rium erklären; der öffentliche Beamte iſt verbunden, ihn zu dieſer Erklärung aufzufordern, und, daß die Auffor⸗ derung geſchehen, muß in dem Protokolle bemerkt werden. 452. Binnen eines Monats nach Abſchluß des In⸗ ventariums muß der Vormund alle Mobilien, mit Aus⸗ nahme derjenigen, zu derer Beybehaltung in Ratur er von dem Familienrathe autoriſirt worden iſt, durch ei⸗ nen öffentlichen Beamten, in Beyſeyn des Nebenvormun⸗ des und nach vorhergegangenen öffentlichen Anſchlägen *) S. Art. 1596 u. 1718. 184 L. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. les meubles autres que ceux que le conseil de famille, T'auxait autorisé à conserver en nature. 453. Les père et mère, tant qu'ils ont la jouissance propre et légale des biens du mineur, sont dispensés de vendre les meubles, s'ils préfè- rent de les garder pour les remettre en nature. Dans ce cas, ils en feront faire, à leurs frais, une estimation à juste valeur, par un expert qui sera nommé par le subrogé tuteur et prêtera ser- ment devant le juge de paix. IIs rendront la va- leur estimative de ceux des meubles qu'ils ne pour- raient représenter en nature. 454. Lors de l'entrée en exercice de toute tutelle, autre que celle des père et mère, le con- seil de famille réglera Par aperçu, et selon l'impor- tance des biens régis, la somme à laquelle pourra s'élever la dépense annuelle du mineur, ainsi que celle d'administration de ses biens. Le mêéme acte spécifiera si le tuteur est auto- risé à s'aider, dans sa gestion, d'un ou Plusieurs administrateurs particuliers, salariés, et gérant sous sa responsabilité. 455. Ce conseil déterminera positivement la somme à laquelle commencera, pour le tuteur, Tobligation d'employer l'excédant des revenus sur la dépense: cet emploi devra être fait dans le délai de six mois, passé lequel le tuteur devra les inté- rêts à défaut d'emploi. 456. Si le tuteur n'a pas fait déterminer par le conseil de famille la somme à laquelle doit com- mencer l'emploi, il devra, après le délai exprimé dans Particle précédent, les intérêts de toute somme non employée, quelque modique qu'elle soit. 457. Le tuteur, même le père ou la mère, ne Peut emprunter pour le mineur, ni aliéner ou hy- 18 B. 10r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 185 oder Bekanntmachungen, deren in dem Verſteigerungs⸗ protokoll Erwähnung geſchehen muß, verſteigern laſſen. 455. So lange die Eltern den ihnen geſetzlich zu⸗ kommenden Nießbrauch an dem Vermögen des Minder⸗ jährigen haben, ſind ſie nicht verbunden, die Mobilien zu verkaufen, wenn ſie ſolche lieber behalten und einſt in Natur zurückgeben wollen. In dieſem Falle müſſen ſie dieſe Sachen durch einen von dem Rebenvormunde ernannten und von dem Frie⸗ densrichter beeidigten Sachverſtändigen, nach ihrem wah⸗ ren Werthe, auf eigene Koſten taxiren laſſen, und in der Folge den Werth derjenigen von dieſen Mobilien erſetzen, welche ſie nicht in Natur zurückliefern können. 454. Bey dem Antritte einer jeden Vormundſchaft, die der Eltern ausgenommen, ſoll der Familienrath, nach einem ungefähren Überſchlag und mit Rückſicht auf den Betrag des zu verwaltenden Vermögens, die Sumine be⸗ ſtimmen, welche jährlich zu den Ausgaben für den Min⸗ derjährigen ſowohl, als für die Verwaltung ſeiner Güter verwendet werden darf. In der darüber abgefaßten Urkunde muß auch be⸗ ſtimmt werden, ob der Vormund berechtiget ſeyn ſolle, ſich zur Hilfe in ſeiner Geſchäftsführung einen oder meh⸗ rere beſondere, beſoldete, und unter ſeiner Verant⸗ wortlichkeit verwaltende Adminiſtratoren anzunehmen. 455. Dieſer Familienrath muß die Summe ge⸗ nau beſtimmen, bey welcher für den Vormund die Ver⸗ bindlichkeit eintreten ſolle, den nach Abzug der Ausga⸗ ben bleibenden Überſchluß der Einkünfte verzinßlich anzulegen. Die Anlegung muß binnen ſechs Monaten geſchehen; nach deren Ablauf iſt der Vormund, in Er⸗ mangelung einer verzinßlichen Anlegung, die Zinſen ſelbſt zu zahlen ſchuldig. 456. Hat der Vormund von dem Familienrathe die Summe nicht beſtimmen laſſen, mit welcher die verzinß⸗ liche Anlegung ihren Anfang nehmen ſoll, ſo iſt er, nach Ablauf der im vorhergehenden Artikel beſtimmten Friſt, von allem nicht angelegten Gelde, ſo gering auch immer die Summe ſeyn mag, die Zinſen zu zaͤhlen ſchuldig. 457. Der Vormund, ſelbſt der Vater oder die Mutter nicht ausgenommen, kann ohne Autoriſation ei⸗ nes Familienrathes weder für den Minderjährigen ein 186 L. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. pothéquer ses biens immeubles, sans y être autorisé par un conseil de famille. Cette autorisation ne devra éêtre accordée que pour cause d'une nécessité absolue, ou d'un avan- tage évident. Dans le premier cas, le conseil de famille n'accordera son autorisation qu'après qu'il aura été constaté, par un compte sommaire présenté par le tuteur, que les deniers, effets mobiliers et revenus du mineur sont insuffisants. Le conseil de famille indiquera, dans tous les cas, les immeubles qui devront etre vendus de pré- férence, et toutes les conditions qu'il jugera utiles. 458. Les délibérations du conseil de famille re- latives à cet objet, ne seront exécutées qu'après que le tuteur en aura demandé et obtenu l'homologation devant le tribunal de première instance, qui y sta- tuera en la chambre du conseil, et apréès avoir en- tendu le procureur impérial. 459. La vente se fera publiquement, en pré- sence du subrogé tuteur, aux enchères qui seront reçues par un membre du tribunal de première in- stance, ou par un notaire à ce commis, et à la suite de trois affiches apposées, par trois dimanches consécutifs, aux lieux accoutumés dans le canton. Chacune de ces affiches sera visée et certifige par le maire des communes oun elles auront été ap- Posées. 460. Les formalités exigées par les articles 457 et 458, pour l'aliénation des bieuns du mineur, ne s'appliquent point au cas où un jugement au- rait ordonné la licitation sur la provocation d'un copropriétaire par indivis. ra se faire que dans la forme prescrite par l'article précédent: les étrangers y seront nécessairement admis. Seulement, et en ce cas, la licitation ne pour- V 16 B. 10r T. Von der Minderjährigkeitꝛc. 287 Darlehn aufnehmen, noch deſſen unbewegliche Güter veräußern oder verpfänden. Dieſe Autoriſation kann nur wegen einer unum⸗ gänglichen Nothwendigkeit, oder wegen eines offenbaren Vortheils ertheilt werden. Im erſten Falle kann der Familienrath ſeine Auto⸗ riſation nicht eher ertheilen, als bis es ſich aus einer ſummariſchen, von dem Vormunde vorgelegten Berech⸗ nung ergeben hat, daß die Baarſchaft, die Mobilien und die Einkünfte des Minderjährigen nicht hinreichend ſind. In jedem Falle hat der Familienrath die Güter, welche vor andern verkauft werden ſollen, ſo wie alle ihm nützlich ſcheinende Bedingungen zu beſtimmen. G 458. Die dieſen Gegenſtand betreffenden Beſchluͤſ⸗ ſe des Familienrathes dürfen nicht eher vollzogen wer⸗ den, als bis der Vormund bey dem Gerichte erſter In— ſtanz ihre Beſtätigung nachgeſucht und erhalten hat. Das Gericht erkennt hierüber in dem Seſſionszimmer, nach⸗ dem es den kaiſerlichen Procurator angehört hat. 459. Der Verkauf muß in Beyſeyn des Neben⸗ vormundes durch ein Mitglied des Gerichtes erſter In— ſtanz oder einen hiezu beauftragten Notar in einer öf⸗ fentlichen Verſteigerung geſchehen, nachdem er vorher durch drey Anſchläge an den in dem Canton gewöhnlichen Orten, drey Sonntage hintereinander, bekannt gemacht worden iſt.! Jeder dieſer Anſchläge ſoll von dem Maire der Ge⸗ meinde, wo er angeſchlagen worden iſt, viſirt und beglau⸗ biget werden 460. Die zur Veräußerung der Güter eines Min⸗ derjährigen in den Artikeln 457 und 458 vorgeſchriebenen Formalitäten ſind dann nicht anwendbar, wenn auf An⸗ ſuchen eines in ungetheilter Gemeinſchaft ſtehenden Mit⸗ eigenthümers die Verſteigerung durch ein Urtheil verord⸗ net worden iſt. Jedoch kann auch in dieſem Falle die Verſteigerung ſelbſt nicht anders, als nach der in dem vorhergehenden Artikel vorgeſchriebenen Form, geſchehen. Fremde müſ⸗ ſen nothwendig dabey zugelaſſen werden.(*) (*) S. Art. 839 u. 1686. 1533 L. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. 461. Le tuteur ne pourra accepter ni répu- dier une succession échue au mineur, sans une autorisation préalable du conseil de famalle. L'ac- ceptation n'aura lieu que sous bénéfice d'inven- taire.. 462. Dans le cas ouð la succession répudiée au nom du mineur n'aurait pas été acceptée par un au- tre, elle pourra éêtre reprise soit par le tuteur, au- torisé à cet effet par une nouvelle délibération du conseil de faille, soit par le mineur devenu ma- jeur, mais dans l'état où elle se trouvera lors de la reprise, et sans pouvoir attaquer les ventes et autres actes qui auraient été légalement faits du- rant la vacance. 463. La donation faite au mineur ne pourra être acceptée par le tuteur qu'avec l'autorisation du conseil de famille: Elle aura, à l'égard du mineur, le meme effet qu'à l'égard du majeur. 464. Aucun tuteur ne pourra introduire en justice une action relative aux droits immobiliers du mineur, ni acquiescer à une demande relative aux mémes droits, sans P'autorisation du conseil de famille. 465. La méème autorisation sera nécessaire au tuteur pour provoquer un partage; mais il pourra, sans cette autorisation, repondre à une demande en partage dirigée contre le mineur. 466. Pour obtenir a l'égard du mineur tout T'effet qu'il aurait entre mäjeurs, le partage devra etre fait en justice, et précédé d'une estimatior faite par experts nommés par le tribunal de pre- (*) S. Avpt. 93. 9) unter dem Vorbehalt der Rechtswohlthat, daß er vor⸗ laͤufig ein Inventarium errichte„ und nicht uͤber deſſen Betrag für die Schulden zu haften habe. D. 18 B. 10r T. Von der Minderjchrigkeit ꝛc. 189 461. Eine dem Minderjährigen zugefallene Erb⸗ ſchaft kann der Vormund, ohne vorhergehende Autoriſa⸗ tion des Familienrathes, weder annehmen noch aus⸗ ſchlagen. Die Annahme darf nur unter Vorbehalt der Rechtswohlthat des Inventariums(cum beneficio in- ventarii.) geſchehen.) 462., Iſt die im Namen des Minderjährigen aus⸗ geſchlagene Erbſchaft noch nicht von einem anderen ange⸗ nommen worden, ſo kann ſie noch immer ſowohl von dem Vormunde, wenn er durch einen neuen Beſchluß des Fa⸗ milienrathes dazu autoriſirt iſt, als von dem Minderjäh⸗ rigen ſelbſt ⸗ nachdem er volljährig geworden iſt, ange⸗ treten werden, jedoch nur in dem Zuſtande, worin ſie ſich zur Zeit dieſer Antretung befindet, und ohne daß ſie berechtiget wären, die Verkäufe und andere Handlungen anzufechten, welche etwa während der Zeit, als die Erb⸗ ſchaft erlediget war, auf geſetzliche Weiſe ſind vorgenom⸗ men worden. 465. Eine dem Minderjährigen gemachte Schen⸗ kung kann der Vormund nur mit Autoriſation des Fami⸗ lienrathes annehmen.(*) Sie hat in Rückſicht des Minderjährigen eben die Wirkung, wie bey einem Volljährigen. 46 4. Kein Vormund kann ohne Autoriſation des Familienrathes eine gerichtliche Klage anſtellen, die Im⸗ mobiliarrechte des Minderjährigen betrifft, und eben ſo wenig einen Anſpruch, der ſolche Rechte zum Gegenſtan⸗ de hat, als richtig nachgeben. 199 465. Eben dieſer Autoriſation bedarf der Vormund, um auf eine Theilung 11) anzutragen; jedoch darf er ohne Autoriſation auf eine gegen den Minderjährigen an⸗ geſtellte Klage auf Theilung antworten. 466. Sell eine Theilung in Anſehung eines Min⸗ derjährigen alle die Wirkungen hervorbringen, welche ſie unter Volljährigen haben würde, ſo muß ſie gerichtlich vorgenommen werden, und nach vorgängiger Taxation durch Sachverſtändige, welche das Gericht erſter Inſtanz 10) bey einem Anſpruche ſich beruhigen. M. ein Begeh⸗ ren, das dergl. Rechte betrifft, eingehen. S. 11) Erbtheilung. E. 190 L. I. T. X. Minarité, Tutelle, Emancipation. mière instance du lieu de l'ouverture de la succes-, sion. Les experts, après avoir prêté devant le prési- dent du meme tribunal ou autre juge par lui délé- gué, le serment de bien et fidèlement remplir leur mission, procéderont à Ja division des héritages et aà la formation des lots, qui seront tirés au sort, et en présence soit d'un membre du tribunal, soit d'un notaire par lui commis, lequel fera la' déli- vrance des lots. Tout autre partage ne sera considéré que com- me provisionnel.. 467. Le tuteur ne pourra transiger au nom du mineur, qu'après y avoir été autorisé par le con- seil de famille, et de l'avis de trois jurisconsultes désignés par le procureur impérial au tribunal de première instance. La transaction ne sera valable qu'autant qu'elle aura été homologuée par le tribunal de première insrance, après avoir entendu le procureur impé- rial.. 468. Le tuteur qui aura des sujets de mécon- tentement graves sur la conduite du mineur, pourra porter ses plaintes à un conseil de famille, et, 8 11 y est autorisé par ce conseil, provoquer la reclusion du mineur, conformément à ce qui est statué à ce sujet au titre de la Puissance paternelle. SECTION IX. Des Comptes de la Tubelle. 469. Tout tuteur est comptable de sa gestion lorsqu'elle finit.. 470. Tout tuteux, autre que le père et la mèére, peut èêtre tenu, mèême durant la tutelle, de remettre au subrogé tuteur des états de situation de sa gestion, aux époques que le conseil de famille aurait jugé à propos de fixer, sans néanmoins que 1s B. 10r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 191 des Ortes, wo die Erbſchaft eröffnet worden iſt, er⸗ nennt hat. Nachdem den Sachverſtändigen von dem Präſidenten deſſelben Gerichtes oder von einem andern von ihm dazu beauftragten Richter der Eid abgenommen worden iſt, daß ſie das ihnen aufgetragene Geſchäft treu und redlich ver⸗ richten wollen, ſchreiten ſie zur Theilung der Güter und zur Verfertigung der Looſe, die in Gegenwart eines Mitgliedes des Gerichtes oder eines von ihm beauftrag⸗ ten Notars, der auch die Looſe ausliefert, gezogen werden. Jede andere Theilung iſt nur als proviſoriſch an⸗ zuſehen. 46. Der Vormund kann nur nach vorgängiger Autoriſation des Familienrathes, und auf ein Gutachten dreyer von dem kaiſerlichen Procurator bey dem Gerichte erſter Inſtanz beſtimmten Rechtsgelehrten, im Namen des Minderjährigen einen Vergleich ſchließen. Der Vergleich iſt nur in ſo fern giltig, als er, nach Anhörung des kaiſerlichen Procurators, von dem Gerichte erſter Inſtanz beſtätiget worden iſt.(*†) 468. Hat der Vormund wichtige Urſachen mit der Aufführung des Minderjährigen unzufrieden zu ſeyn, ſo kann er ſich mit ſeinen Beſchwerden an einen Familien⸗ rath wenden, und wenn er von dieſem dazu autoriſirt wird, in Gemäßheit deſſen, was hierüber in dem Titel von der väterlichen Gewalt beſtimmt iſt, auf Einſperrung des Minderjährigen antragen. Neunter Abſchnitt. Von den Vormundſchaftsrechnungen. 669. Jeder Vormund muß zu Ende ſeiner Verwaſ⸗ tung Rechnung darüber ablegen. 570. Jeder Vormund, mit Ausnahme des Vaters und der Mutter, kann angehalten werden, auch während der Vormundſchaft zu gewiſſen, von dem Familienrathe zu beſtimmenden Zeiten, jedoch höchſtens jährlich einmal/ (*) S. Art. 2045. 192 L. I. T X. Minorité, Tutelle, Emancipation. 6 1. le tuteur puisse être astreint à en fournir plus d'un chaque année. 3 Ces états de situation seront rédigés et remis, sans frais, sur papier non timbré, et sans aucune formalité de justice. 471. Le compte dénnitif de tutelle sera rendu aux dépens du mineur, lorsqu'il aura atteint sa ma- jorité ou obtenu son émancipation. Le tuteur en' avancera les frais. On y allouera au tuteur toutes dépenses suffi- samment justifiées, et dont l'objet sera utile. 472. Tout traité qui pourra intervenir entre le tuteur et le mineur devenu majeur, sera nul, s'il n'a 6té précédé de la reddition d'un compte détaillé, et de la remise des pièces justificatives: le tout cons- taté par un récépissé de l'oyant-compte, dix jours au moins avant le traité. 475. Si le compte donne lieu à des contesta- tions, elles sexont poursuivies et jugées comme les autres contestations en matiere civile. 474. La somme à laquelle s'élevera le reliquat dü par le tuteur, portera intérèt, sans demande, à compter de la clôture du compte. Les intérêèts de ce qui sera dú au tuteur par le mineur, ne courront que du jour de la sommation de payer qui aura suivi la clôture du compte. 75. Toute action du mineur contre son tuteur, relativement aux faits de la tutelle, se prescrit par. dix ans, à compter de la majorité. CHAPITRE III De l'Emancipation. 456. Le mineur est émancipé de plein droit par le mariage. 8 1 (¶ Æ 18 B. 10r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 195 dem Nebenvormunde eine Überſicht des Zuſtandes ſeiner Verwaltung vorzulegen. Dieſe Überſichten werden ohne Koſten, auf unge⸗ ſtempeltem Papier, und ohne alle gerichtliche Formalität ausgefertiget und vorgelegt. 71. Die Schlußrechnung über die Vormundſchaft wird auf Koſten des Minderjährigen abgelegt, ſobald er die Volljährigkeit erreicht oder die Emancipation erlangt hat; der Vormund macht hiezu die Koſtenvorlage. Alle hinlänglich erwieſene Ausgaben, die einen nützli⸗ chen Zweck haben, läßt man dem Vormunde darin paſſiren. 472. Jeder zwiſchem dem Vormunde und dem voll⸗ jährig gewordenen Mündel(über die Vormundſchaftsrech⸗ nung) eingegangene Vergleich iſt ungiltig, wenn nicht wenigſtens zehn Tage vor deſſen Eingehung eine ausführ⸗ liche Rechnung abgelegt, die Belegurkunden ausgeliefert, und dieß alles durch einen Empfangsſchein des Rechnungs⸗ abnehmers 12) erwieſen iſt.(*) 473. Gibt die Rechnung Anlaß zu Streitigkeiten, ſo werden dieſe eben ſo, wie andere Civilproceſſe, ver⸗ handelt und entſchieden. Die Summe, mit welcher der Vormund in Rückſtand bleibt, muß, auch ohne geſchehene Anforderung, von dem Abſchluſſe der Rechnung an, verzinßt werden. Von dem aber, was der Minderjährige etwa dem Vormunde ſchuldig bleibt, laufen die Zinſen erſt von dem Tage an, da nach geſchloſſener Rechnung eine Aufforde⸗ rung zur Zahlung geſchehen iſt. 475. Jede Klage des Minderjährigen gegen ſeinen Vormund, welche ſich auf die geführte Vormundſchaft bezieht, wird in zehn Jahren, von der Volljährigkeit an gerechnet, verjährt. Drittes Capitel. Von der Emancipation. 476. Der Minderjährige wird kraft des Geſetze? durch ſeine Verheirathung emancipitt. „ (*) S. Art. 2045. 1²) des Muͤndels. S. Cod. N. 1. B. 15 ¹194¾ L. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. 477. Le mineur, meme non marié, pourra être émancipé par son Père, ou, à défaut de père, par sa mère, lorsqu'il aura atteint Tdge de quinze ans xévolus- Cette émancipation s'opérera par la seule dé- claration du père ou de la mère, regue par le juge de paix assisté de son greffier. 478. Le mineur resté sans pere ni mère pour- ra aussi, mais seulement à l'dge de dix-huit ans accomplis, être émancipé, si le conseil de famille I'en juge capable. En ce cas, l'émancipation résultera de la dé- libération qui l'aura autorisée, et de la déclaration que le juge de paix, comme président du conseil de famille, aura faite dans le mème acte, que le mineui e&st 6mancipé. 479. Lorsque le tuteur n'aura fait aucune di- ligence pour l'émancipation du mineur dont il est parlé dans l'art. précédent, et qu'un ou plusieurs parents ou alliés de ce mineur, au degré de cou- sin germain ou à des degrés plus proches, le ju- geront capâble d'etre émancipé, ils pourront re- quérir le juge de paix de convoquer le conseil de famille pour délibérer à ce sujet. Le juge de paix devra déférer à cette réẽqui- sition. 480. Le compte de tutelle sera rendu au mi- neur émancipé, assisté d'un çurateur qui lui sera nommé par le conseil de famille. 481. Le mineur émancipé passera les baux dont la durée n'excédera point neuf ans; il rece- Vra ses revenus, en donnera décharge, et fera tous les actes qui ne sont que de pure administra- tion, sans être restituable contre ces actes dans tous les cas od le majeur ne le serait pas lui-mème. 18 B. 10r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 195 77. Auch der nicht verheirathete Minderjährige kann von ſeinem Vater, oder, in Ermangelung des Va⸗ ters, von ſeiner Mutter emancipirt werden, wenn er das fünfzehnte Jahr ſeines Alters zurückgelegt hat. Dieſe Emancipation geſthieht durch die bloße Erklä⸗ rung des Vaters oder der Mutter vor dem Friedensrich⸗ ter, in Beyſeyn ſeines Gerichtsſchreibers. 478. Auch der vater⸗ und mutterloſe Minderjähri⸗ ge kann emancipirt werden, jedoch erſt nach zurückgeleg⸗ tem achtzehnten Jahre und wenn ihn der Familienrath dazu für fähig hält. In dieſem Falle geſchieht die Emancipation durch den Beſchluß des ſie geſtattenden Familienrathes, und die von dem Friedensrichter, als Präſidenten des Familien⸗ rathes, in der darüber ausgefertigten Urkunde gemachte Erklärung, daß der Minderjährige emancipirt ſey. 479. Hat der Vormund keine Anſtalten getroffen, um die Emancipation des im vorhergehenden Artikel er⸗ wähnten Minderjährigen zu bewirken 13), einer oder mehrete der Verwandten oder Verſchwägerten dieſes Min⸗ derjährigen, die mit ihm in dem Grade der Geſchwiſter⸗ kinder oder in näherm Grade ſtehen, halten ihn aber für fähig, emancipirt zu werden, ſo können ſie den Frie⸗ densrichter auffordern, den Familienrath zuſammenzube⸗ rufen, damit derſelbe hierüber einen Schluß faſſe. Dieſem Geſuche muß der Friedensrichter willfahren. 4800 Die Vormundſchaftsrechnung wird dem eman⸗ cipirten Minderjährigen unter dem Beyſtande eines von dem Familienrathe ihm ernennten Curators abgelegt. 481. Der emancipirte Minderjährige kann Pacht⸗ contracte, jedoch höchſtens auf neun Jahre, ſchließen; er erhebt ſeine Einkünfte, ſtellt darüber Quittungen aus, und nimmt alle Handlungen vor, die zur bloßen Verwal⸗ tung gehören, ohne gegen dieſe Handlungen in den Fäl— len Wiedereinſetzung in den vorigen Stand erhalten zu können, in welchen nicht auch jeder Volljährige darauf Anſpruch machen kann. 13) die Emancipation des Minderjaͤhrigen auf die im vorſtehenden Artikel erwaͤhnte Art zu bewirken. E. 13 396 L. I. T. X. Minorité, Tutelle, Emancipation. 482. Il ne pourra intenter une action immo- bilière, ni y défendre, même recevoir et donner décharge d'un capital mobilier, sans l'assistance de son curateur, qui, au dernier cas, surveillera l'emploi du capital regu.. 483. Le mineur émancipé ne pourra faire d'emprunts, sous aucun prétexte, sans une déli- bération du conseil de famille, homologuée par le tribunal de première instance, après avoir enten- du le procureur impérial. 484. Il ne paurra non plus vendre ni aliéner ses immeubles, ni faire aucun acte autre que ceux de pure administration, sans observer les formes prescrites au mineur non émancipé. A P'égard des obligations qu'il aurait contrac- tées par voie d'achats ou autrement, elles seront réductibles en cas d'excès: les tribunaux pren- dront, à ce sujet, en considération, la fortune duW mineur, la bonne ou mauvaise foi des personnes qui auront contracté avec lui, l'utilité ou l'inutili- té des dépenses. 485. Tout mineur émancipé dont les engage- ments auraient été réduits en vertu de l'article précédent, pourra etre privé du bénéfice de l'é- mancipation, laquelle lui sera retirée en suivant les mêmes formes que celles qui auront eu lieu pour la lui conférer.. 92, 486. Dès le jour ou l'émancipation aura éte révoquée, le mineur rentrera en tutelle, et y res- tera jusqu'à sa majorité accomplie. 487. Le mineur émancipé qui fait un com- merce, est réputé majeur pour les faits relatifs à ce commerce. 18 B. 0r T. Von der Minderjährigkeit ꝛc. 197 482. Ohne Beyſtand ſeines Curators kann er in einer Rechtsſache, welche Immobilien betrifft, weder als Kläger noch als Beklagter auftreten, und eben ſo wenig ein MNobiliarcapital erheben und darüber quittiren; in dieſem letzten Falle hat der Curator über die Verwen⸗ dung ¹4⁴) des eingegangenen Capitals zu wachen. 33. Der emancipirte Minderjährige kann unter keinem Vorwande ohne vorhergegangenen, von dem Ge⸗ richte erſter Inſtanz, nach Anhoͤrung des kaiſerlichen Procurators, beſtätigten Beſchluß des Familienraths, ein Anlehen machen. 464. Er kann eben ſo wenig ſein Immobiliarver⸗ mögen verkaufen oder veräuſſern, noch irgend eine ande⸗ re Handlung vornehmen, die nicht zur bloßen Verwal— tung gehört, ohne dabey die einem nicht emancipirten Minderjährigen vorgeſchriebenen Formen zu beobachten. Die Verbindlichkeiten, welche er durch Kauf oder auf eine andere Art übernommen hat, können im Falle einer Verletzung ermäßiget werden; zu dem Ende haben die Gerichte auf die Vermögensumſtände des Minderjäh⸗ rigen, auf den guten oder böſen Glauben derjenigen, die mit ihm contrahirt haben, und auf die Nützlichkeit oder Unnützlichkeit 15) der Ausgaben Rückſicht zu nehmen. 485. Jeder emancipirte Minderjährige, deſſen über⸗ nommene Verbindlichkeiten zu Folge des vorhergehenden Artikels ermäßiget worden ſind, kann der Wohlthat der Emancipation verluſtig erklärt werden. Sie wird. ihm unter Beobachtung der nämlichen Formalitäten entzogen, unter denen ſie ihm ertheilt worden iſt. 486. Von dem Tage an, da die Emancipation wi⸗ derrufen worden iſt, tritt der Minderjährige wieder un⸗ ter Vormundſchaft, und bleibt darunter bis zur erlang⸗ ten Volljährigkeit. 487. Der emancipirte Minderjährige, der Hand⸗ lung treibt, wird in Rückſicht der auf dieſe Handlung ſich beziehenden Geſchäfte fur volljährig angeſehen. 14) Anlegung. E. u. M. 15) Nutzlichkeit oder Unnoͤthigkeit. S. ——y— ͤſ——— 8 9 193 1.I. I. Xl. TITRE ONZIEME. De la Majorité, de PInterdiction, et du Con- seil judiciaire. Majorité, Interdiction ete. (Décrété le a9 mars 1803. Promulgué le S avril.) CHAPITRE PREMIER. De la Majorité. 488. La majorité est fixée à vingt-un ans ac- complis; 2 à cet dge on est capable de tous les actes de la vie civile, Sauf la restriction portée au titre du Mariage. CHAPITRE II. De 1'Interdiction. 489. Le majeur qui est dans un état habituel d'imbécillité, de démence ou de fureur, doit ètre interdit, méêéme lorsque cet état présente des inter- valles lucides. 490. Tout parent est recevable à provoquer l'interdiction de son parent. Il en est de même de l'un des époux à 1'égard de l'autre. 491. Danis le cas de fureur, si l'interdiction n'est provoquée ni par'époux ni par les parents, elle doit'eêetre par le procureur impérial, qui, dans les cas d'imbécillité ou de démence, peut aus- 81 la provoquer contre un individu qui n'a ni époux, ni épouse, ni parents connus. 492. Toute demande en interdiction sera por- tée devant le tribunal de première instance. 493. Les faits d'imbécillité, de démence, ou de fureur, seront articulés par écrit. Ceux qui 18 B. 11r T. Von der Volljährigkeit ꝛc. 199 Eilfter Titel. Von der Volljaͤhrigkeit, der Interdie⸗ tion und dem gerichtlich beſtellten Beyſtande. (Decretirt den 29⸗ Maͤrz 1803. Promulgirt den 8. April.) —— Erſtes Capifel. Von der Volljaͤhrigkeit. 488. Die Volljährigkeit iſt auf das Alter von ein und zwanzig vollen Jahren feſtgeſetzt. Mit dieſem Alter erlangt man die Fähigkeit zu allen Handlungen des bür⸗ gerlichen Lebens, jedoch mit Vorbehalt der in dem Titel von der Ehe enthaltenen Einſchränkung. Zweytes Capitel. Von der Interdiction. 489. Der Volljährige, der ſich in einem dauernden Zuſtande von Blödſinn, Wahnſinn oder Raſerey befindet, ſoll, ſelbſt wenn er lichte Zwiſchenräume haben ſollte, gerichtlich für einen ſolchen erklärt werden, der für ſich ſelbſt zu ſorgen und zu handeln rechtlich auſſer Stand iſt. 490. Jeder Verwandte iſt berechtigt, auf Inter⸗ diction ſeines Verwandten anzutragen. Daſſelbe gilt von einem Ehegatten in Anſehung des andern. 49¹. Haben weder der Ehegatte, noch die Ver⸗ wandten eines Raſenden auf deſſen Interdiction angetra⸗ gen, ſo muß es der kaiſerliche Procurator thun; dieſer kann auch auf Interdiction eines Blödſinnigen oder Wahnſinnigen antragen, der weder einen Ehegatten, noch bekannte Verwandte hat 492 Jedes Anſuchen um Interdiction wird bey dem Gerichte erſter Inſtanz angebracht 495. Die Thatſachen, aus weſchen der Blödſinn, der Wahnſinn oder die Raſerey hervorgeht, müſſen punct⸗ ———Oę——₰₰ 200 L. I. T. XI. Majorité, Interdietion ete. poursuivront l'interdiction, présenteront les té- moins et les pisces. 494. Le tribunal ordonnera que le conseil de famille, formé selon le mode déterminé à la section Iv du chap. II du titre de la Minorité, de la Tutelle et de l'mancipation, donne son avis sur 'état de la personne dont l'interdiction est de- mandée. 495. Ceux qui auront provoqué J'interdic- tion, ne pourront faire partie du conseil de fa- mille: cependant l'époux ou l'épouse, et les en- fants de la personne dont l'interdiction sera pro- voquée, pourront y éêtre admis sans y avoir voix délibérative. 496. Apréès avoir reçu l'avis du conseil de famille, le tribundl interrogera le défendeur à la chambre du conseil: s'il ne peut s'y présenter, il sera interrogé dans sa demeure, par l'un des juges à ce commis, assisté du greffier. Dans tous les cas, le procureur impérial sera présent à l'inter- rogatoire. 497. Apréèés le premier interrogatoire, le tri- bunal commettra, s'il y a lieu, un administrateur provisoire, pour prendre soin de la personne et des biens du défendeur. 498. Le jugement sur une demande en inter- diction, ne pourra être rendu qu'à l'audience pu- blique, les parties entendues ou appelées. 490.„En rejetant la demande en interdiction, le tribunal pourra néanmoins, si les circonstances l'exigent, ordonner que le défendeux ne pourra désormais plaider, transiger, emprunter, rece- voir un capital mobilier, ni en donner décharge, 1) ſchriftlich articulirt werden. L. u. D. ſchriftlich bey⸗ gebracht werden. 8. punctweiſe aufgeſetzt und gericht⸗ ich eingegeben werden. E. 2354 12= 1s B. 11r T. Von der Volljährigkeitꝛc. 201 weiſe und ſchriftlich vorgetragen werden 1). Dieieni⸗ gen, welche die Interdiction nachſuchen, müſſen die Zeugen und die Urkunden produciren. 494. Das Gericht erfordert hierauf von dem nach Vorſchrift des 4. Abſchnitts des 2 Capitels des Titels von der Minderjährigkeit, der Vormundſchaft und der Emancipation gebildeten Familienrathe ein Gutachten über den Zuſtand desjenigen, um deſſen In⸗ terdiction nachgeſucht wird. 495. Diejenigen, welche auf die Interdiction an getragen haben, können nicht Mitglieder dieſes Fami lienrathes werden; doch können der Ehemann oder die Ehefrau und die Kinder desjenigen, um deſſen Inter⸗ diction nachgeſucht wird, zu demſelben zugelaſſen wer— den, ohne jedoch bey der Berathſchlagung eine Stimme zu haben. ²). 496. Nachdem das Gericht das Gutachten des Fa⸗ milienrathes erhalten hat, vernimmt es den Beklagten in dem Seſſionszimmer über gewiſſe an ihn zu richtende Fragen; kann er ſich dort nicht einfinden, ſo läßt es ihn in ſeiner Wohnung durch einen hiezu committirten Rich⸗ ter in Beyſeyn des Gerichtsſchreibers vernehmen. In je⸗ dem Falle muß der kaiſerliche Procurator dem Verhöre beywohnen. 497. Nach dem erſten Verhöre ernennt das Ge⸗ richt, erforderlichen Falls, einen proviſoriſchen Verwal⸗ ter, der für die Perſon und das Vermögen des Beklag⸗ ten Sorge zu tragen hat. 498. Das Urtheil über das Interdictionsgeſuch kann nur in öffentlicher Sitzung, nachdem die Partheyen angehört, oder doch vorgeladen worden ſind, erlaſſen werden. 499. Wird das Interdictionsgeſuch verworfen, ſo kann demohngeachtet das Gericht erforderlichen Falls verordnen, daß von nun an der Beklagte ohne Beytritt eines Beyſtandes, der ihm in demſelben Urtheile beyge⸗ geben werden muß, nicht vor Gericht auftreten, keinen 2) ohne berathſchlagende Stimme darin zu haben. P. ihre Stimme wird aber dabey nicht mitgezählt. D. oh⸗ ne jedoch mitſtimmen zu koͤnnen.§. ohne jedoch dabey eine guͤltige Stimme zu haben. E 202[L. I. T. XI. Majorité, Interdiction etc. aliéner, ni grever ses biens d'hypothèques, sans Passistance d'un conseil qui lui sera nommè par le méème jugement. 5 00o. En cas d'appel du jugement rendu en premidère instance, la cour d'appel pourra, si elle ſe juge nécessaire, interroger de nouveau, ou faire interroger par un commissaire, la personne dont l'interdiction est demandée. 5 01. Tout arrèt ou jugement portant inter- diction, ou nomination d'un conseil, sera, à la diligence des demandeurs, levé, signiſié à partie, et inscrit, dans les dix jours, sur les tableaux qui doivent être affichés dans la salle de l'auditoire et dans les études des notaires de l'arrondissement. 502. L'interdiction ou la nomination d'un conseil aura son effet du jour du jugement. Tous actes passés postérieuremént par T'interdit, ou sans l'assistance du conseil, seront nuls de droit. 503. Les actes antérieurs à l'interdiction pourront être annullés, si la cause de l'interdictjpn existait notoirement à l'époque ou ces actes ont été faits. 5%. Apréès la mort d'un individu, les actes par lui faits ne pourront être attaqués pour cause de démence, qu'autant que son interdiction aurait été prononcée ou provoquée avant son décès; à moins que la preuve de la démence ne résulte de lacte mème qui est attaqué. 505. S'il n'y a pas d'appel du jugement d'in- terdiction rendu en première instance, ou s'il est confirmé sur l'appel, il sera pourvu a la nomina- tion d'un tuteur et d'un subrogé tuteur à Pinter- dit, suivant les régles prescrites au titre de la 7 3) alle ſpaͤterhin von dem Interdicirten ohne Genehmi⸗ gung ſeines Beyſtands geſchloſſene Acte, ſind von Rechtswegen ungiltig. S. alle nachher von dem Inter⸗ as B. 11r T. Bon der Volljährigkeitꝛc. 205 Vergleich ſchließen, kein Anlehen aufnehmen, kein Mo⸗ biliarcapital erheben noch darüber quittiren, ſeine Güter weder veräuſſern noch verpfänden könne. 5 0. Wird von dem in erſter Inſtanz ergangenen Urtheile appellirt, ſo kann das Appellationsgericht, wenn es ſolches nöthig findet, denjenigen, um deſſen Interdic⸗ tion nachgeſucht wird, von neuem vernehmen, oder durch einen Commiſſar vernehmen laſſen. 501. Jedes Urtheil erſter oder zweyter Inſtanz, in welchem auf Interdiction erkannt oder ein Beyſtand er⸗ nennt wird, muß von dem Kläger ausgelöſet, der Ge⸗ genparthey inſinuirt, und binnen zehn Tagen in die Ta⸗ bellen eingetragen werden, die in dem öffentlichen Ge⸗ richtsſaal und in den Schreibſtuben der Notarien des Ar⸗ rondiſſements angeſchlagen ſeyn müſſen 502. Die Interdiction oder Ernennung eines Beyſtan⸗ des hat ihre Wirkung von dem Tage des Urtheils erſter In⸗ ſtanz an; alle ſpäterhin von dem Interdicirten, oder ohne Beytritt des beſtellten Beyſtandes vorgenommenen Hand⸗ lungen ſind kraft des Geſetzes(ipso jure) nichtig. 3) 5⁰3. Handlungen, welche vor der Interdiction vorgenommen worden ſind, können für nichtig erklärt (annullirt) werden, wenn die Urſache der Interdiction zur Zeit, als die Handlung vorgenommen wurde, noto⸗ riſch ſchon vorhanden war. ⁴) 5⁰%. Nach dem Tode einer Perſon können die von ihr vorgenommenen Handlungen aus dem Grunde, daß ſie wahnſinnig geweſen ſeye, nur dann angefochten wer⸗ den, wenn die Interdiction ſchon vor ihrem Abſterben er⸗ kannt oder nachgeſucht worden war, oder der Beweis des Wahnſinnes ſich aus der angefochtenen Handlung ſelbſt ergibt. 505. Iſt wider das Urtheil erſter Inſtanz, das die Interdiction erkannte, keine Appellation eingelegt, oder iſt das Urtheil in der Appellationsinſtanz beſtätiget wor⸗ den, ſo wird dem Interdicirten nach den im Titel von der Minderjährigkeit, der Vormundſchaft dicirten entweder uͤberhaupt oder doch ohne Beytritt des angeordneten Beyſtandes geſchloſſenen Verhandlun⸗ gen ſind rechtlich ungiltig. E. 4) öffentlich bekannt war. S. 2% L. I. T. XI. Majorité, Interdiction etc. Minorité, de la Tutelle et de PEmancipabion. L'administrateur provisoire cessera ses fonctions, et rendra compte au tuteur s'il ne l'est pas lui- méme. 506. Le mari est, de droit, le tuteur de sa femme interdite. 5 7. La femme pourra être nommée tutrice de son mari. En ce cas, le conseil de famille réglera la forme et les conditions de l'administra- tion, sauf le receurs devant les tribunaux de la part de la femme qui se croirait lésée par l'arrèté de la famille. 508. Nul, à l'exception des époux, des âs- cendants et descendants, ne sera tenu de conser- ver la tutelle d'un interdit au-dela de dix ans. A. l'expiration de ce délai, le tuteur pourra deman- der et devra obtenir son remplacement. 5⁰09. Linterdit est assimilé au mineur, pour sa personne et pour ses biens: les lois sur la tu- telle des mineurs s'appliqueront à la tutelle des interdits. 510. Les revenns d'un interdit doivent être essentiellement employ és à adoucir son sort et à accélérer sa guécison. Selon les caractères de sa maladie et l'éteat de sa fortune, le conseil de famil- le pourra arwèter qu'il sera traité dans son domi- cile, ou q'u'il sera placé dans une maison de san- té, et weme dans un hospice. 511. Lorsqu'il sera question du mariage de Penfant d'un interdit, la dot, ou l'avancement d'hoirie, et les autres conventions matrimoniales, seront réglées par un avis du conseil de famille, homologué par le tribunal, sur les conclusions du procureur impérial.. 512. L'interdiction cesse avec les causes qui Pont déterminée: néanmoins la main- levée ne se- ra prononcée qu'en observant les formalités pres- crites pour parvenir à l'interdiction, et Pinterdit 18 B. 11r T. Von der Volljährigkeit ic. 205 und der Emancipation vorgeſchriebenen Regeln, ein Vormund und Nebenvormund beſtellt. Der proviſo⸗ riſche Verwalter ſtellt hierauf ſeine Verrichtungen ein, und legt dem Vormunde, wenn er es nicht ſelbſt gewor⸗ den iſt, Rechnung ab. 5⁰6. Der Ehemann iſt der geſetzliche Vormund ſei⸗ ner interdicirten Ehefrau. 5⁰%. Die Ehefrau kann zur Vormünderin ihres Ehemannes ernannt werden. Der Familienrath beſtimmt in dieſem Falle die Form und die Bedingungen der Ver⸗ waltung; der Frau bleibt jedoch der Recurs an die Ge⸗ richte vorbehalten, wenn ſie ſich durch den Beſchluß des Familienrathes für beeinträchtiget hält. 506. Niemand, nur die Ehegatten, Ascendenten und Descendenten ausgenommen, iſt ſchuldig, die Vor⸗ mundſchaft über einen Interdicirten länger als zehn Jah⸗ re zu führen. Nach Ablauf dieſer Zeit kann der Vor⸗ mund verlangen, daß ein anderer an ſeine Stelle er— nannt werde, und dieſes darf ihm nicht verſagt werden. 5⁰9. Der Interdicirte wird in Hinſicht auf ſeine Perſon und ſein Vermögen einem Minderjährigen gleich⸗ geachtet; die Geſetze über die Vormundſchaft der Minder⸗ jährigen ſind auf die Vormundſchaft der Interdicirten anwendbar. 510. Die Einkünfte eines Interdicirten müſſen nothwendig zur Erleichterung ſeines Schickſals und Be⸗ ſchleunigung ſeiner Wiedergeneſung verwendet werden. Nach der Beſchaffenheit ſeiner Krankheit und dem Zu⸗ ſtande ſeines Vermögens kann der Familienrath verord⸗ nen, daß er entweder in ſeiner Wohnung gepflegt, oder in ein Krankenhaus, oder ſelbſt in ein Spital gebracht werde. 511. Will ſich ein Kind eines Interdicirten ver⸗ heirathen, ſo wird der Brautſchatz, oder was auf Ab⸗ ſchlag des künftigen Erbtheils gegeben wird, nebſt den übrigen Bedingungen des Ehecontractes durch ein von dem Gerichte, nach Anhörung des kaiſerlichen Procuxators, beſtätigtes Gutachten des Familienrathes beſtimmt. 512. Die Interdiction hört mit den Urſachen auf, durch welche ſie veranlaßt worden iſt. Ihre Aufhebung wird jedoch nur unter Beobachtung der Formalitäten er⸗ kannt, die vorgeſchrieben ſind, um die Interdiction zu 206 L. I. T. XI. Majorité, Interdiction etc. ne pourra reprendre l'exéercice de ses droits qu'a- près le jugement de main-levée. CHAPITRE III. Du Conseil judiciaire. 513. Il peut être défendu aux prodigues de plaider, de transiger, d'emprunter, de recevoir un capital mobilier et d'en donner décharge, d'a- liéner ni de grever leurs biens d'hypothèques, sans l'assistance d'un conseil qui leur est nommé par le tribunal. 514. La défense de procéder sans l'assistance d'un conseil, peut être provoquée par ceux qui ont droit de demander l'interdiction; leur demande doit être instruite et jugée de la même manière. Cette défense ne peut être levée qu'en obser- vant les mêmes formalités. 515. Aucun jugement en matidère d'inter- diction, ou de nomination de conseil, ne pourra êetre xendu, soit en premieère instance, soit en cause d'appel, que sur les conclusions du ministere public. 18 B. 11r T. Von der Volljährigkeit ꝛc. 207 bewirken, und der Interdicirte kann nicht eher wieder in die Ausübung ſeiner Rechte treten, als bis die Aufhe⸗ bung der Interdiction durch ein Urtheil erkannt iſt. Drittes Capitel. Von dem gerichtlich beſtellten Beyſtande. 515. Den Verſchwendern kann verboten werden, ohne Beytritt eines ihnen von dem Gerichte beſtellten Beyſtandes vor Gericht aufzutreten, Vergleiche zu ſchlie⸗ ßen, Anlehen aufzunehmen, Mobiliarcapitalien zu er⸗ heben und darüber zu quittiren, ihre Güter zu veräußern oder zu verpfänden. 514. Auf das Verbot, ohne Beytritt eines Bey⸗ ſtandes zu handeln, können diejenigen antragen, welche das Recht haben, um Interdiction nachzuſuchen; ihr Ge⸗ ſuch wird auf dieſelbe Art verhandelt und entſchieden. Dieſes Verbot kann nur unter Beobachtung derſel⸗ ben Formalitäten wieder aufgehoben werden. 515. Ein Urtheil, das die Interdiction oder die Beſtellung eines Beyſtandes betrifft, kann weder in erſter noch in der Appellationsinſtanz geſprochen werden, ohne daß zuvor der kaiſerliche Procurator mit ſeinem Antrag gehört worden iſt. LIVRE II. Des Biens, et des differentes Mo di- fications de la Propriété. TITRE PREMIER. De la Distinction des Biens. (Décrété ke 25 janvier 1804. Promulgué le 4 février.) 516. J ous les biens sant meubles ou im- meubles. CHAPITRE PREMIER Des Immeubles. 517. Les biens sont immeubles, ou par leur nature, ou par leur destination, ou par l'objet au- quel ils s'appliquent. 518. Les fonds de terre et les bätiments sont immeubles par leur nature. J? 519. Les moulins à vent ou à eau, fixes sur piliers et faisant partie du bâtiment, sont aussi im- meubles par leur nature. 1 520. Les récoltes pendantes par les racines, et les fruits des arbres non encore recueillis, sont pareillement immeubles, (*) S. Art. 531. 1) Von den Guͤtern. D. L. S. u. E. von dem Vermö⸗ gen. M. 1 △ℳ — 0— 2⁰09 Zweytes Buch. Von den Sachen ¹) und den verſchie⸗ denen Modificationen*) des Ei⸗ genthums. Erſter Titel. Von der Eintheilung der Sachen. Decretirt den 25. Jan. 1804. Promulgirt den 4. Februar.) 5¹6. Alle Sachen ſind entweder bewegliche oder unbewegliche. 1 Erſtes Capitel. Von unbeweglichen Sachen. 517. Die Sachen ſind unbeweglich, entweder ih⸗ rer Natur nach, oder vermöge ihrer Beſtimmung, oder des Gegenſtandes wegen, auf den ſie ſich beziehen. 3) 518. Grundſtücke und Gebäude ſind ihrer Natur nach unbeweglich. 5¹9. Wind⸗oder Waſſermühlen, die auf Pfeilern ruhen und einen Theil des Gebäudes ausmachen, ſind gleichfalls ihrer Natur nach unbeweglich.(*†) 520. Feldfruͤchte, die noch auf dem Halme ſtehen, und Baumfrüchte, welche noch nicht von dem Baume getrennt ſind, ſind ebenfalls unbeweglich. 2) Einſchraͤnkungen. D. u. M. 3) durch den Gegenſtand ihrer Anwendung. L. Cod. N. 1. B. 14 210 L. II. T. I. De la Distinction des Biens. Dès que les grains sont coupés et les fruits détachés, quoique non enlevés, ils sont meubles. . Si une partie seulement de la récolte est cou- pée, cette partie seule est meuble. 521. Les coupes ordinaires des bois taillis ou de futaies mises en coupes réglées, ne deviennent meubles qu'au fur et à mesure que les arbres sont abattus. 522. Les animaux que le propriétaire du fonds livre au fermier ou au métayer pour la culture, estimés ou non, sont censés immeubles tant qu'ils demeurent attachés au fonds par l'effet de la con- vention. Ceux qu'il donne à cheptel à d'autres qu'au fermier ou métayer, sont meubles. 523. Les tuyauxservant à la conduite des eaux dans une maison ou autre héritage, sont immeu- ples et font partie du fonds auquel ils sont attachés. 524. Les objets que le propriétaire d'un fonds y a placés pour le service et Pexploitation de ce fonds, sont immeubles par destination. Ainsi, sont immeubles par destination, quand ils ont été placés par le propriétaire pour le service et l'exploitation du fonds, Les animaux attachés à la culture; Les ustensiles aratoires; (*) S. Art. 1800 u. f.. 4) die gewoͤhnliche Holzſchlaͤge in hochſtämmigen oder niederſtämmigen, in regelmaͤſſige Schlaͤge eingetheilten, Waldungen. L. die ordentlichen Gehaue von Buſch⸗ gehoͤlzen oder von, in regelmaͤſſige Gehaue eingetheil⸗ ten Hochwaͤldern. 8. die gewoͤhnlichen Nutzungen des Schlagholzes ſowohl, als der hochſtaͤmmigen Baͤume, die in regelmäͤßige Schlaͤge eingetheilt ſind. D. das gewoͤhnlich und nach regelmaͤßig eingetheilten Schlaͤgen zu faͤllende Schlag⸗ und Nutzholz. E. 2s B. 2r T. Von der Eintheilung der Sachen. 211 Sobald die Feldfrüchte abgemäht, und die Baum⸗ früchte von dem Baume getrennt ſind, gehören ſie unter die beweglichen Sachen, wenn ſie auch noch nicht weg⸗ gebracht worden ſind. Iſt nur ein Theil der Ernte abgemäht, ſo gehört nur dieſer allein unter die beweglichen Sachen. 521. Die gewöhnlichen Nutzungen der Niederwal⸗ dungen ſowohl, als der in regelmäßige Schläge einge⸗ theilten Hochwaldungen 4), ſind nur in ſo weit beweg⸗ liche Sachen, als die Bäume wirklich gefällt worden ſind. 522. Das Vieh, welches der Eigenthümer eines Grundſtückes dem Pachter oder Beſtänder 5) zum Land⸗ baue überliefert*), wird, ſo lange es vertragsmäßig bey dem Grundſtücke bleibt 7), für unbeweglich gehal⸗ ten, es mag vorher taxirt worden ſeyn oder nicht. Das Vieh, das er einem andern als dem Pachter oder Beſtänder in Viehpacht(*)(à cheptel) gibt ³), iſt bewegliches Gut. 523. Röhren, welche dazu dienen, Waſſer in ein Haus oder ſonſt ein unbewegliches Gut zu leiten, ſind unbeweglich, und machen einen Theil des Grundſtückes aus, zu dem ſie gehören.*) 524. Sachen, welche der Eigenthümer eines Grundſtückes zum Dienſte und zur Benutzung deſſelben darauf gebracht hat, ſind vermöge ihrer Beſtimmung unbeweglich. Unbeweglich ſind alſo vermöge ihrer Beſtimmung, wenn ſie von dem Eigenthümer zum Dienſte und zur Be⸗ nutzung des Grundſtückes auf daſſelbe gebracht ſind: das zum Feldbau beſtimmte Vieh; das Ackergeräthe; 5) Meyer. 8. M. u. E. Hofmann. L. 6) zum Behuf und zur Beowirthſchaftung uͤbergiebt. E. 7) bey dem Grundſtuͤcke bleiben muß. E. 3) um die Haͤlfte Codey einen andern Theil) der Nuz⸗ zung verpachtet. L. fuͤr einen Theil der Nutzung gibt. D. u. M. fuͤr einen Theil der Nutzung in Pacht ge⸗ geben wird. E. 9) auf welchem ſie angebracht(angelegt. D. gelegt. E.) ſind. L. mit welchem ſie perbunden ſind. M. 212 L. II. T. I. De la Distinction des Biens. Les semences données aux fexmiers ou colon⸗ Partiaires; 4 Les pigeons des colombiers; Ees lapins des garennes; Les ruches à miel; Les poissons des étangs; Les pressoirs, chaudières, alambics, cuves et tonnes; Les ustensiles nécessaires à l'exploitation des forges, papeteries et autres usines; Les pailles et engrais. Sont aussi immeubles par destination, tous ek- fets mobiliers que le propriétaire a attachés au fonds à perpétuelle demeure. 525. Le propriétaire est censé avoir attaché à son fonds des effets mobiliers à perpétuelle de- meure, quand ils y sont scellés en plätre ou à chaux ou à ciment, ou lorsqu'ils ne peuvent ètre détachés sans être fracturés et détériorés, ou sans briser du détériorer la partie du fonds à laquelle ils sont at- tachés.— Les glaces d'un appartement sont censées mi- ses à perpétuelle demeure, lorsque le parquet sur lequel elles sont attachées fait corps avec la boi- serie. Il en est de même des tableaux et autres orne- ments. uant aux statues, élles sont immeubles lors- qu'elles sont placées dans une niche pratiquée ex- près pour les recevoir, encore qu'elles puissent Stre enlevées sans fracture ou détérioration. 526. Sont immeubles, par P'objet auquel ile s'appliquent, Lousufruit des choses immobilières; — 28 B. 1r T. Von der Eintheilung der Sachen. 215 die dem Pachter oder Beſtänder 1⁰) überlieferten Saatfrüchte; die zu dem Taubenhauſe gehörigen Tauben; Kaninchen, die in einem Gehäge eingeſchloſſen ſind: Bienenſtöcke; Fiſche in Teichen; Keltern, Keſſel, Diſtillirkolben, Bütten und Fäſſer; das zur Arbeit in Hammerwerken, Papiermühlen und ähnlichen Werken ¹1)(usines) erforderliche Ge⸗ räthe; Stroh und Dünger. Auch ſind vermöge ihrer Beſtimmung unbeweglich alle Mobiliargegenſtände, welche der Eigenthümer mit einer unbeweglichen Sache in Verbindung geſetzt hat, damit ſie für immer bey derſelben bleiben ſollen. 525. Sind Mobiliargegenſtände mit Gyps, Kalk oder Kitt an eine unbewegliche Sache befeſtiget, oder können ſie nicht weggenommen werden, ohne entweder ſie ſelbſt oder den Theil der unbeweglichen Sache, woran ſie befeſtiget ſind, zu zerbrechen oder zu beſchädigen, ſo wird angenommen, daß der Eigenthümer dieſe Dinge mit ſeiner unbeweglichen Sache in Verbindung geſetzt habe, damit ſie für immer bey derſelben bleiben ſollen. Daß die Spiegel in einem Zimmer angebracht ſeyen, um für immer daſelbſt zu bleiben, wird angenommen, wenn der Rahmen, worauf ſie befeſtiget ſind, mit dem Getafel des Zimmers ein Ganzes ausmacht. Ein Gleiches gilt von Mahlereyen und andern Ver⸗ zierungen. Bildſäulen werden zu den unbeweglichen Sachen gerechnet, wenn ſie in eigends dafür angebrachten Ni⸗ ſchen aufgeſtellt ſind, ſelbſt dann, wenn ſie ohne Ver⸗ letzung oder Beſchädigung weggenommen werden können. 526. Des Gegenſtandes wegen, worauf ſie ſich be⸗ ziehen, ſind unbeweglich: der Nießbrauch an unbeweglichen Sachen 10) theilhabenden Anbauern. L. Halbbauern.§. Theil⸗ pachter. E. Abpachter einzelner Theile des Guts. M. 11) Manufacturen. S. 214 L. II. T. I. De la Distinction des Biens. Les servitudes ou services fonciers; Les actions qui tendent à revendiquer un im- meuble. CHAPITRE II. Des Meubles. 527. Les biens sont meubles par leur nature, ou par la détermination de la loi. 528. Sont meubles par leur nature, les corps qui peuvent se transporter d'un lieu à un autre, soit qu'ils se meuvent par eux- mèêmes, comme les animaux, soit qu'ils ne puissent changer de place que par l'effet d'une force étrangère, comme les choses inanimées. 529. Sont meubles par la détermination de la loi, les obligations et actions qui ont pour objet des sommes exigibles ou des effets mobiliers, les ac- tions 6u intéréèts dans les compagnies de finance, de commerce ou d'industrie, encore que des im- meubles dépendants de ces entreprises appartien- nent aux compagnies. Ces actions ou intérèts'sont réputés meubles à l'égard de chaque associé seule- ment, tant que dure la société. Sont aussi meubles par la détermination de la loi, les rentes perpétuelles ou viagères, soit sur P'Etat, soit sur des particuliers. (Art. 530, décrété le al mars 1804. Promulgué le 31 du méme mois.) 530. Tonte rente établie à perpétuité pour le prix de la vente d'un immeuble, ou comme condi- tion de la cession à titre onéreux ou gratuit d'un fonds immobilier, est essentiellement rachetable. (*) S. Art. 1911. 12) die Servituten oder Grunddienſte. 8. Auf dem Grund und Boden haftenden Dienſtbarkeiten oder Lei⸗ ſtungen. L. 13) geſchuldete Summen. L. Summen, die man einfor⸗ dern kann. D. u. M. beyzutreibende Summen. E. 28 B. 1r T. Von der Eintheilung der Sachen. 215 Servituten oder Grundgerechtigkeiten; 8½) Klagen, welche auf Vindication einer unbeweglichen Sache gerichtet ſind. Zweytes Capitel. Von beweglichen Sachen. 527. Die Sachen ſind beweglich entweder ihrer Na⸗ tur nach, oder vermöge der Beſtimmung des Geſetzes. 528. Ihrer Natur nach beweglich ſind die Körper, die ſich von einem Orte zum andern bringen laſſen, ſie mögen ſich nun durch eigene Kraft bewegen, wie die Thiere, oder nur durch die Wirkung einer äußern Kraft von der Stelle gebracht werden können, wie die lebloſen Dinge. 529. Vermöge der Beſtimmung des Geſetzes ſind beweglich: Verbindlichkeiten und Klagen, welche auf⸗ kündbare Capitalien 11) oder bewegliche Sachén zum Ge⸗ genſtande haben; Actien oder Antheile an Finanz⸗Hand⸗ lungs⸗ oder Induſtriegeſellſchaften, ſelbſt wenn unter dem Vermögen der Geſellſchaften ſich unbewegliche Güter befinden, die zu dieſen Unternehmungen gehören. Die⸗ ſe Actien und Antheile werden nur in Anſehung jedes einzelnen Theilhabers, und nur ſo lange zu den beweg⸗ lichen Sachen gerechnet, als die Geſelkſchaft dauert. 14) Ferner ſind bewegliche Sachen vermöge der Beſtim⸗ mung des Geſetzes immerwährende Erb⸗ oder Leibrenten, es mag ſie der Staat oder Privatperſonen zu zahlen haben. (Art. 530, deeretirt den 21. März 1804. Promulgirt den 31. deſſelben Monats.) 530. Jede als Kaufpreis eines unbeweglichen Gu⸗ tes, oder als Bedingung der läſtigen oder unentgeltlichen Abtretung eines Grundſtückes auf immer beſtellte Rente iſt ihrer Natur nach ruckkäuflich.(*). 14) werden, in Betreff eines jeden Theilhabers, nur ſo lange die Geſellſchaft dauert ꝛc. 8. Nur in Ruͤckſicht eines jeden Geſellſchafters, ſo lange die Societäͤt dauert, werden ꝛc. D. werden nur in Anſehung jedes Linzelnen Theilhabers, ſo lange die Geſellſchaft exiſtirt ꝛc. 216 L. II. T. I. De la Distinction des Biens. Il est néanmoins permis au créancier de régler les clauses et conditions du rachat. Il lui est aussi permis de stipuler que la rente ne pourra lui être remboursée qu'après un certain terme, lequel ne peut jamais excéder trente ans:; toute stipulation contraire est nulle. 531. Les bateaux, bacs, navires, moulins æt bains sur bateaux, et généralement toutes usines non fixées par des piliers, et ne faisant point partie de la maison, sont meubles: la saisie de quelques- uns de ces objets peut cependant, à cause de leur importance, èêtre soumise à des formes particuliè- res, ainsi qu'il sera expliqué dans le Code de la procédure civile. 532. Les matériaux provenant de la démoli- tion d'un édifice, ceux assemblés pour en construire un nouveau, sont meubles jusqu'a ce qu'ils soient employés par l'ouvrier dans une construction. 533. Le mot meuble, employé seul dans les dispositions de la loi ou de l'homme, sans autre ad- dition ni désignation, ne comprend pas l'argent comptant, les pierreries, les dettes actives, les Slivres, les médailles, les instruments des sciences, des arts et métiers, le linge de corps, les chevaux, équipages, armes, grains, vins, foins et autres denrées; il necomprend pas aussi ce qui fait l'objet d'un commerce. 534. Les mots meubles meublants ne compren- nent que les meubles destinés à l'usage et à l'orne- ment des appartements, comme tapisseries, lits, siéges, glaces, pendules, tables, porcelaines et autres objets de cette nature. 28 B. 1r T., Von der Eintheilung der Sachen, 217 Demohngeachtet iſt es dem Gläubiger erlaubt, die Clauſeln und Bedingungen des Rückkaufs zu beſtimmen. Es iſt ihm gleichfalls erlaubt, ſich auszubedingen, daß die Rente nicht eher zurückgekauft werden ſolle, als nach Ablauf einer gewiſſen Zeit, die jedech niemals län⸗ ger als dreyßig Jahre ſeyn darf. Jeder dem entgegen laufende Vertrag iſt nichtig. 531. Nachen, Fähren oder Schiffe(kleine und große Fahrzeuge) Mühlen und Bäder auf Schiffen, und überhaupt alle Werke(Maſchinen, usines), die nicht durch Pfeiler befeſtiget ſind und keinen Theil des Hau⸗ ſes ausmachen, ſind bewegliche Sachen; jedoch kann die Arreſtirung einiger dieſer Gegenſtände, ihrer Wichtigkeit wegen, an beſondere Formen gebunden werden, wie dieß in dem Geſetzbuche über das gerichtliche Verfahren in Ci⸗ vilſachen erklärt werden ſoll.(*) 532. Baumaterialien, welche von einem abgetra⸗ genen Gebäude herrühren, oder zuſammengebracht wor⸗ den ſind, um ein neues aufzuführen, ſind bewegliche Sa⸗ chen, bis ſie von dem Arbeiter zum Baue wirklich ver⸗ wendet worden ſind. 533. Das Wort: Mobilien ¹5),(Meuble) wenn es allein, ohne weitern Zuſatz oder nähere Beſtimmung, in geſetzlichen Verfügungen oder in der Verordnung ei⸗ nes Menſchen vorkommt, begreift nicht das baare Geld, Edelſteine, Activforderungen, Bücher, Medaillen, wiſ⸗ ſentſchaftliche, Kunſt⸗ oder Handwerksinſtrumente, Leib⸗ leinen, Pferde, Equipage, Waffen, Getreide, Wein, Heu und andere Nahrungsmittel; was einen Handlungs⸗ gegenſtand ausmacht, iſt gleichfalls unter dieſem Worte nicht begriffen. 534. Das Wort: Möbeln ¹⁶)(meubles meu- blans) bezeichnet nur diejenigen Mobilien, die zum Ge⸗ brauche in den Wohnzimmern oder zu ihrer Verzierung beſtimmt ſind, als Tapeten, Betten, Stühle, Spiegel, Pendeluhren, Tiſche, Porzellan und andere Gegenſtän⸗ de dieſer Art. (*) S. C. G. O. Art. 620. 15) Geräͤthſchaft. 8. Mobel. L. Meuble. D. M. u. E. 16) möoblirende Geraͤthſchaften.§. zur Moͤblirung die⸗ nende Moͤbel, L. Meubles menblans. D. M. u. E. 218 L. II. T. I. De la Distinction des Biens. Les tableaux et les statues qui font partie du meuble d'un appartement y sont aussi compris, mais non les collections de tableaux qui peuvent ôtre dans les galeries ou pièces particulieres. Il en est de méême des porcelaines: celles seule- ment qui font partie de la décoration d'un apparte- ment, sont comprises sous la dénomination de meld bles meublants.. 535. L'expression biens meubleg, celle de mobilier ou d'eſſets mobiliers, comprennent géné- ralement tout ce qui est censé meuble d'apréès les règles ci-dessus établies. La vente ou le don d'une maison meublée ne comprend que les meubles meublants. 536. La vente ou le don d'une maison, avec tout ce qui s'y trouve, ne comprend pas l'argent comptant, ni les dettes actives et autres droits dont les titres peuvent èêtre dé posés dans la maison; tous les autres effets mobiliers y sont compris. CHAPITRE III. Des Biens dans leur rapport avec ceux qui les possèdent. 537. Les particuliers ont la libre disposition des biens qui leur appartiennent, sous les modif- cations établies par les lois. Les biens qui n'appartiennent pas à des parti- culiers, sont administrés et ne peuvent ètre alié- nes que dans les formes et suivant les règles qui leur sont particulières. 538. Les chemins, routes et rues à la charge de l'Etat, les fleuves et rivières navigables ou flot- tables, les rivages, lais et relais de la mer, les ports, les havres, les xades, et généralement toutes les 1 28 B. ur T. Von der Eintheilung der Sachen. 219 Gemählde und Bildſäulen, welche einen Theil der Möbeln eines Wohnzimmers ausmachen, ſind gleichfalls unter dieſem Ausdrucke begriffen, nicht aber Sammlun— gen von Gemählden, die ſich etwa auf den Galerien oder in beſondern Zimmern befinden. Eben ſo verhält es ſich mit dem Porzellan. Nur dasjenige iſt unter der Benennung Möbeln begriffen, welches einen Theil der Verzierung eines Wohnzimmers ausmacht. 535. Die Ausdrücke: bewegliche Sachen, Mobiliarvermögen, oder Mobiliarhabſelig⸗ keiten(biens meubles, mobilier, effets mobi- liers) begreifen überhaupt alles, was nach den hier oben feſtgeſetzten Regeln für bewegliches Gut angeſehen wird. Der Verkauf oder die Schenkung eines möblirten Hauſes(d'une maison meublée) erſtreckt ſich nur auf Möbeln. 536. Der Verkauf oder die Schenkung eines Hau⸗ ſes mit allem, was ſich darin befindet, erſtreckt ſich nicht auf das baare Geld, noch auf die Activforderungen und andere Gerechtſame, wovon die Urkunden etwa in dem Hauſe aufbewahrt ſind; alle übrigen Mobiliargegenſtän⸗ de ſind darunter begriffen. Drittes Capitel. Von den Sachen in Beziehung auf ihre Beſitzer. 537. Privatperſonen können über das ihnen zuge⸗ hörige Vermögen frey verfügen, jedoch unter den durch die Geſetze beſtimmten Einſchränkungen. Sachen, welche keiner Privatperſon zugehören, können nur nach den eigends für ſie feſtgeſetzten Formen und Regeln verwaltet und veräußert werden. 5338. Wege, Land⸗ und andere Straßen, welche auf Koſten des Staats unterhalten werden, ſchiffbare oder flößbare Ströme und Flüſſe, Ufer, Anſchwemmun⸗ gen des Meeres 17), Häfen, Buchten 18) und Rehden, 17) Strand des Meeres.§. Seeküſten mit ihrem An⸗ wuchſe. D u. M. Meeresſtrand E 18) Land⸗ und Seehaͤfen. E. 220 L. II. T. II. De la Propriété. portions du territoire français qui ne sont pas sus- ceptibles. d'une propriété privée, sont considérés comme des dépendances du domaine public. 559. Tous le biens vacants èt sans maitre, et ceux des personnes qui décèdent sans héritiers, ou dont les successions sont abandonnées, appartien- nent au domaine public.. 540. Les portes, murs, fossés, remparts des places de guerre et des forteresses, font aussi partie du domaine public. ¹ 541. Il en est de mème des terrains, des for- tifications et remparts des places qui ne sont plus places de guerre: ils appartiennent à l'Etat, S'ils nm'ont été valablement aliénés, ou si la propriété n'en a pas été prescrite contre lui. 542. Les biens communaux sont ceux à la propriété ou au produit desquels les habitants d'une ou plusieurs communes ont un droit acquis. 545. On peut avoir sur les biens, ou un droit- de propriété, ou un simple droit de jouissance, ou seulement des services fonciers à prétendre. TIIRE sECoNDP. De la Propriété. (Décrété le 27 janvier 1804. Promulgué le 6 fevrier.) 544. La propriété est le droit de jouir et dis- poser des choses de la manière la plus absolue, pour- vu qu'on n'en fasse pas un usage prohibé par les lois ou par les réglements... 545. Nul ne peut être contraint de céẽder Sa propriété, si ce n'est pour cause d'utilité publique, et moyennant une juste et préalable indemnité. 28 B. 2r T. Von dem Eigenthum. 221 und überhaupt alle Theile des franzöſiſchen Gebietes, die nicht Privateigenthum ſeyn können, gehören zu dem Staatsvermögen. 559. Alle erledigte und herrenloſe Güter, die Gü⸗ ter derjenigen Perſonen, welche ohne Erben geſtorben ſind oder deren Erbſchaft nicht angenommen wird, ge⸗ hören zum Staatsvermögen.(*) 5½40. Thore, Mauern, Gräben und Wälle der Waffenplätze(places de guerre) und der Feſtungen, gehören ebenfalls zum Staatsvermögen. 541. Eben ſo verhält es ſich mit dem Grund und Boden der Feſtungswerke und Wälle derjenigen Orte 1), die keine Waffenplätze(places de guerre) mehr ſind; er gehört dem Staate, wenn er nicht giltig veräußert worden, oder das Eigenthum gegen den Staat ver⸗ jährt iſt. 542. Gemeindegüter ſind diejenigen, an deren Ei⸗ genthum oder Ertrag die Einwohner einer oder mehrerer Gemeinden ein wohl erworbenes Recht haben. 545. An einer Sache kann man entweder ein Ei⸗ genthumsrecht, oder den bloßen Nießbrauch, oder auch nur eine Grundgerechtigkeit haben. Zweyter Titel. Von dem Eigenthum. (Decretirt den 27. Januar 1804. Promulgirt den 6. Febr.) 544. Eigenthum iſt das Recht, auf die unum⸗ ſchränkteſte Weiſe eine Sache zu benutzen und über dieſel⸗ be zu verfügen, vorausgeſetzt, daß man keinen durch Geſetze oder Verordnungen verbotenen Gebrauch davon macht. 545. Niemand kann gezwungen werden, ſein Ei⸗ genthum abzutreren, ausgenommen des öffentlichen Be⸗ ſtens wegen und gegen eine angemeſſene und vorherge⸗ hende Entſchädigung. (*) S. Art. 713. 768 u. 811. 19) Boden, den Außenwerken und Wäͤllen der Plätze 8. Brunde und Boden, Feſtungswerken und Waͤllen der rte. E. 2 a²e. II. T. II. De la Propriété. 546. La propriété d'une chose, soit mobilière, soit immobilièére, donne droit sur tout ce qu'elle Produit, et sur ce qui s'y unit accessoirement, soit naturellement, soit artificiellement. 4 Ce droit s'appelle droit d'accession. T CHAPITRE PREMIER. Du Droit d'accession sur ce qui est pro- duit par la chose. 547. Les fruits naturels ou industriels de la terre, Les fruits civils, Le croit des animaux, appartiennent au pro- priétaire par droit d'accession. 548. Les fruits produits par la chose n'appar- tiennent au propriétaire qu'à la charge de rembour- ser les frais des lahours, travaux et semences faits parx des tiers. 549. Le simple possesseur ne fait les fruits siens que dans le cag ou il possède de bonne foi: dans le cas contraire, il est tenu de rendre les pro- duits avec la chose au propriétaire qui la revendique. 550. Le possesseur est de bonne foi quand il possède comme propriétaire, en vertu d'un titre translatif de propriété dont il ignore les vices. Il cesse d'être de bonne foi du moment où ces vices lui sont connus. 28 B. 2r T. Von dem Eigenthum. 223 546. Das Eigenthum einer Sache, ſie mag be⸗ weglich oder unbeweglich ſeyn, gibt ein Recht auf alles, was ſie hervorbringt, und was ſich als An⸗ oder Zu⸗ wachs durch Natur oder Kunſt mit ihr vereiniget. Dieſes Recht wird das Recht des An⸗ und Zu⸗ wachſes genannt. Erſtes Capitel. Von dem An⸗ und Zuwachsrechte auf das, was durch die Sache ſelbſt hervorgebracht wird. 547. Natürliche oder künſtliche(durch Cultur er⸗ zeugte) Früchte der Erde(†), Civilfrüchte, die Jungen des Viehes, gehören dem Eigenthümer kraft des Rechts auf An- und Zuwüchſe. 548. Früchte, welche eine Sache hervorgebracht hat, gehören dem Eigenthümer nur unter der Bedin⸗ gung, die von einem Dritten auf die Beſtellung, Ar⸗ beit und Ausſaat verwendeten Koſten zu erſetzen.(**) 549. Der bloße Beſitzer wird nur dann Eigenthü⸗ mer der Früchte, wenn er redlicher Beſitzer iſt; im ent⸗ gegengeſetzten Falle iſt er verbunden, dem die Sache ſelbſt vindicirenden Eigenthümer mit derſelben auch die Früchte zurückzugeben. 550. Redlicher Beſitzer iſt derjenige, der vermöge ei⸗ nes Titels*), durch den das Eigenthum übergehen kann, und deſſen Mängel ihm unbekannt ſind, als Eigenthü⸗ mer beſitzt. Von dem Augenblicke an, da er dieſe Mängel ken⸗ nen lernt, hört er auf, redlicher Beſitzer zu ſeyn.(†*) (*) S. Art. 582 bis 585. (**) S. Art. 2102. (**) S. Art. 2268. 1) Eigenthumsverſchreibung. 8. 324 L. II. T. II. De la Proͤpriété. CHAPITRE II. Du Droit d'accession sur ce qui s'unit et ssincorpore à la chose. 551. Tout ce qui s'unit et s'incorpore à la chose appartient au propriétaire, suivant les règles qui seront ci-après établies. SECTION PREMIERE. Du Droit daccession relativement auxc nhoses immobilieres. 552. La propriété du sol emporte la propriété du dessus et du dessous. Le propriétaire peut faire au-dessus toutes les plantations et constructions qu'il juge à propos, sauf les exceptions établies au titre des Gervitzades ou Services fonciers. Il peut faire au dessous toutes les constructions et fouilles qu'il jugera à propos, et tirer de ces fouilles tous les produits qu'elles peuvent fournir, sauf les modifications résultant des lois et rTéglements relatifs aux mines, et des lois et réglements de police. 553. Toutes constructions, plantations et ou- vrages sur un terraim ou dans l'intérieur, sont pré- sumés faits par le propriétaire à ses frais et lui ap- partenix, si le contraire n'est prouvé; sans préju- dice de la propriété qu'un tiers pourrait avoir ac- uise ou pourrait acquérix par prescription, soit zun souterrain squs le bâtiment d'autrui, soit de toute autre partie du bâtiment. 554. Le propriétaire du sol qui a fait des cons- tructions, plantations et ouvrages avec des maté- riaux qui ne lui appartenaient pas, doit en payer la valeur; il peuf aussi èêtre condamné à des dom- S a2s B. 2r T. Vor dem Eigenthum. 225 Zweytes Capitel. Von dem An⸗ und Zuwachsrechte auf das, was mit der Sache vereinigt und ihr einverleibt wird. 551. Dem Eigenthümer gehört alles, was ſich mit ſeiner Sache vereinigt und ihr einverleibt wird, nach den hier folgenden Grundſätzen. . Erſter Abſchnitt. Von dem An⸗ und Zuwachsrechte in Beziehung auf unbewegliche Sachen. 552. Das Eigenthum an Grund und Boden um⸗ faßt zugleich das Eigenthum an allem, was über und un⸗ ter der Oberfläche iſt. Auf der Oberfläche kann der Eigenthümer alle Pflan⸗ zungen und Gebäude anlegen, die er für gut findet, mit Vorbehalt der Ausnahmen, die in dem Titel von den Serviruten oder Grundgerechtigkeiten be⸗ ſtimmt ſind. Unter der Oberfläche kann er bauen und graben, wie er es für gut findet, und aus dieſen Gruben alle ſich vorfindende Producte ziehen, jedoch unter den in den Berggeſetzen und Bergwerksardnungen, und in den Po⸗ liceygeſetzen und Verordnungen beſtimmten Einſchränkun⸗ gen. 553. Von allen Gebäuden, Pflanzungen und Wer⸗ ken, die ſich auf einem Grundſtück oder unter demſelben befinden, wird ſo lange vermuthet, daß ſie der Eigenthü⸗ mer auf ſeine Koſten angelegt habe und daß ſie ihm zu⸗ gehören, als nicht das Gegentheil erwieſen wird; unbe⸗ ſchadet jedoch des Eigenthums, das ein Dritter an einem untorirdiſchen Baue unter dem Gebäude eines andern, oder an irgend einem andern Theile des Gebäudes durch Verjährung eiwadhen haben oder noch erwerben mag. 554. Der Eigenthümer des Grund und Bodens, welcher Gebäude, Pflanzungen und Werke mit Mate⸗ rialien angelegt hat, die ihm nicht zugehören, muß den Werth derſelben zahlen; nach Befinden kann er auch zum Cod. N. 1 B. 15 226 1. II. T. II. De la Propriété. mages et intérêts, s'il ya lieu: mais le propriétaire des matériaux n'a pas le droit de les enlever. 555. Lorsque les plantations, constructions et ouvrages ont été faits par un tiers et avec ses matériaux, le propriétaire du fonds a droit ou de les retenir, ou d'obliger ce tiers à les enlever. Si le propriétaire du fonds demande la suppres- sion des plantations et constructions, elle est aux frais de celui qui les a faites, sans auicune indemnité pour lui; il peut mêème être condamné à des dom- mages et intérêts, s'il y a lieu, pour le préjudice que peut avoir éprouvé le propriétaire du fonds. Si le propriétaire préfère conserver ces planta- tions et constructions, il doit le remboursement de la valeur des matériaux et du prix de la main- d'oeuvre, sans égard à la plus ou moins grande aug- mentation de valeur que le fonds a pu recevoir. Néanmoins, si les plantations, constructions et ouvrages ont été faits par un tiers évincé, qui 8.5 16, G waurait pas été condamne a la restitution des 8 5. fruits, attendu sa bonne foi, le propriétaire ne . 2 19 PP pourra demander la suppression desdits ouvrages, . 7....* plantations et constructions; mais il aura le choix, oulde rembourser la valeur des matériaux et du prix de la main-d'oeuvre, ou de rembourser une somme égale à celle dont le fonds a augmenté de valeur. 556. Les attérissements et accroissements qui se forment successivement et imperceptiblement aux fonds riverains d'un fleuve ou d'une rivière, s'appellent alluvion. 5 Lalluvion profite au propriétaire riverain, soit qu'il S'agisse d'un fleuve ou d'une riviere na- vigable, flottable ou non; aà la charge, dans le pre- 2s B. 2r T. Von dem Eigenthum. 227 G. Schadenserſaßze verurtheilt werden; der Eigenthümer der 2 Mat erialien iſt aber nicht befugt, ſie wegzunehmen. 555. Sind die Pflanzungen, Gebäude und Werke von einem Dritten mit ſeinen eigenen Materialien ange⸗ legt worden, ſo hat der Eigenthümer des Grund und Bo⸗ dens das Recht, ſie entweder zu behalten, oder dieſen Dritten zu nöthigen, daß er ſie wegnehme. Verlangt der Eigenth ümer des Grund und Bodens, daß die Pflanzungen und Gebäude weggeſchafft werden, ſo g eſchi eht die W Wegſchaffung auf Koſten desjenigen, der ſie angelegt hat, ohne daß er eine Ent ſchädigung dafür Arhielke: er kann tſogar nach Befinden verurtheilt werden, den Eigenthümer des Bodens für die ihm erwa erwach⸗ ſenen Nachtheile zu entſchädigen. Zieht es der Eigenthuͤmer be, dieſe Pflanzungen und Gebäude zu behalten, ſo muß er den Werth der Ma⸗ terialien und den Arbeitslohn eſatben„ohne Rückſicht auf die größere oder geringere Erhöhung des Werthes, die der Grund und Boden dadurch etwa erhalten hat. Sind indeſſen die Pflanzungen, Gebäude und Werke von einem dritten Beſitzer angelegt worden, dem zwar das Eigenthum durch Urtheil aberkannt, der aber, als redli⸗ cher Beſitzer, nicht zum Erſatz der Früchte verurtheilt worden iſt, ſo kann der Eigenthümer die Wegraͤumung der gedachten Werke, Pflanzungen und Gebäude nicht fordern; er hat jedoch die Wahl, entweder den Werth der Materialien und den Arbeitslohn zu erftateen oder die Summe zu zahlen, um welche der Werth des Grund und Bodens erhöht worden iſt. 556. Anſpülungen und Anwüchſe, welche ſich nach und nach und unmerklich an Grundſtücke anſetzen, die an einen Strom oder Fluß ſtoßen ²), heißen Allu⸗ vion. 2 Die mag der oder flößb Alluvion kommt dem r zu gute, es Strom oder Fluß, wovon die Rede iſt, ſchiffbar bar ſeyn oder nicht; jedoch unter der Bedingung, 2) welche das Ufer eines Stromes oder ſchiffbaren Fluſ⸗ ſes bilden. E. 15 226 L. II. T. II. De la Propriété. mier cas, de laisser le marchepied, ou chemin de halage, conformément aux réglemenits. 557. Il en est de même des relais que forme Leau courante qui se retire insensiblement de l'une de ses rives en se portant sur l'autre: le proprié- taire de la rive découverte profite de Palluvion, sans que le riverain du côté opposé y puisse venir, réclamer le terrain qu'il a perdu. Ce droit n'a pas lieu à l'égard des relais de la mer. 558. L'alluvion n'a pas lieu à l'égard des lacs et étangs, dont le propriétaire conserve toujours le terrain que l'eau couvre quand elle est à la hau- teur de la décharge de l'étang, encore que le vo- lume de l'eau vienne à diminuer. Réciproquement le propriétaire de l'étang n'acquiert aucun droit sur les terres riveraines que son eau vient à couvrir dans des crues extraordi- naires. 559. Si un fleuve ou une rivière, navigable ou non, enlève par une force subite une partie considérable et reconnaissable d'un champ rive- rain, et la porte vers un champ inférieur ou sur la rive opposée, le propriétaire de la partie enle- vée peut réclamer sa propriété; mais il est tenu de former sa demände dans l'année: après ce dé- lai, il n'y sera plus recevable, à moins que le pro- priétaire du champ auquel la partie enlevée a 6té unie, n'eüt pas encore pris possession de celle-ci. 560. Les les, llots, attérissements, qui se forment dans le lit des fleuves ou des rivièxes na- vigables ou flottables, appartiennent à 1'Etat, s'il n'y a titre ou prescription contraire. (*) S. Art. 650. 3) wo man den LTeich ablaſſen kann. D. u. M. 4) wenn dagegen nicht ein Erwerbtitel oder die Ver⸗ jährung eintritt. E. wenn kein gegentheiliger Titel QGa 28 B. 2r T. Von dem Eigenthum. 229 daß er, im erſten Falle, einen Fußſteig oder Leinpfad, den beſtehenden Verordnungen gemäß, laſſe.(*) 557. Ein Gleiches gilt von den Stellen, welche das fließende Waſſer verläßt, indem es ſich nach und nach von einem Ufer zurückzieht und auf das entgegen⸗ geſetzte wirft; der Eigenthümer des verlaſſenen Ufers ge⸗ winnt den Anwuchs, ohne daß der Eigenthümer des ge⸗ genüber liegenden Ufers an ihn, zum Erſatz für den Ver⸗ luſt, welchen er an ſeinem Boden gelitten hat, irgend einen Anſpruch bilden könnte. In Anſehung der vom Meere verlaſſenen Stellen hat dieſes Recht nicht Statt. 558. Die Alluvien hat bey Seen und Teichen nicht Statt; der Eigenthümer derſelben behält immer den Bo⸗ den, den das Waſſer bedeckt, wenn es auf die Höhe ge⸗ ſtiegen iſt, wo der Teich ſeinen natürlichen Abfluß hat ³), geſetzt auch, daß die Maſſe des Waſſers eine Verminde⸗ rung erleiden ſollte. Umgekehrt erwirbt der Eigenthümer des Teiches kein Recht auf die am Ufer gelegenen Grundſtücke, wel⸗ che das Waſſer ſeines Teiches bey einer auſſerordentlichen Höhe etwa bedeckt. 559. Wird von einem Strome oder Fluſſe, er ſey ſchiffbar oder nicht, durch plötzliche Gewalt ein beträchtlicher und erkennbarer Theil eines am Ufer gelegenen Grundſtük⸗ kes abgeriſſen und einem weiter unten oder am entgegen⸗ geſetzten Ufer gelegenen Grundſtücke zugeführt, ſo kann der Eigenthümer des abgeriſſenen Stückes ſein Eigenthum zu⸗ rückfordern. Er iſt aber Lwa en ſeine Klage binnen Jah⸗ resfriſt anzuſtellen; ſpäterhin wird er mit derſelben nicht mehr zugelaſſen, es müßte denn der Eigenthümer des Grund⸗ ſtückes, womit das abgeriſſene Stück vereinigt worden iſt, den Beſitz deſſelben noch nicht ergriffen haben. 560. Große und kleine Inſeln und Erderhöhungen, die ſich in dem Bette eines ſchiffbaren oder flößbaren Stromes oder Fluſſes bilden, gehören dem Staate, wenn ſie nicht, durch Verjährung oder einen andern Erwerbs⸗ grund, von Privatperſonen erworben worden ſind. ⁴) oder Verjaͤhrung vorliegt. L. ſo lange ſein Recht durch einen andern Titel oder durch Verjäaͤhrung nicht erlo⸗ ſchen iſt. D. wenn nicht eine Urkunde oder die Ver⸗ aͤhrung das Gegentheil beweißt. 8. 250 L. II. T. II. De la Propriété. 561. Les iles et attérissements qui se forment dans les rivières non navigables et non flottables, appartiennent aux propriétaires riverains du côté Ou l'ile s'est formée: si l'ile n'est pas formée d'un seul côté, elle appartient aux propriétaires rive- rains des deux tés, à partir de la ligne qu'on suppose tracée au milieu de la rivière. 562. Si une rivière ou un fleuve, en se for- mant„un bras nouveau, coupe et embrasse le champ d'un propriétaire riverain, et en fait une äle, ce propriétaire conserve la propriété de son champ, encore que l'ile se soit formée dans un fleuve ou dans une rivière navigable ou flottable. 565. Si un fleuve ou une rivière navigable, flottable ou non, se forme un nouveau cours en abandonnant son ancien lit, les propriétaires des fonds nouvellement occupées prennent, à titre d'in- demnité, l'ancien lit abandonné, chacun dans la proportion du terrain qui lui a été enlevé. 564. Les pigeons, lapins, poissons, qui pas- sent dans un autre colombier, garenne ou étang, appartiennent au propriétaire de ces objets, pour- vu qu'ils n'y aient point été attirés par fraude et artifice. SECTION II. Du Droit d'accession relativement ausc chofes mobilièenes. 565. Le droit d'accession, quand il a pour objet deux choses mobilières appartenant à deux maitres différents, est entièrement subordonné aux principes de l'equité naturelle. Les régles suivantes serviront d'exemple au juge pour se déterminer, dans les cas non prévus, suivant les circonstances particulières. 566. Lorsque deux choses appartenant à dif- férents maitres, qui ont été unies de manière à former un tout, sont néanmoins séparables, en sorte que l'une puisse subsister sans l'autre, le tout appartient au maitre de la chose qui forme la —,——— 28 B. 2r T. Von dem Eigenthum. 231 561. Inſeln und Erderhöhungen, welche ſich in nicht ſchiffjbaren und nicht flößbaren Flüſſen bilden, gehö⸗ ren dem Uferbeſitzer derjenigen Seite, auf welcher die Inſel ſich gebildet hat; hat ſich die Inſel nicht auf einer Seite allein gebildet, ſo gehört ſie den beyderſeitigen Uferbeſitzern, nach Maßgabe einer Linie, die man ſich(der Länge nach) durch die Mitte des Fluſſes gezogen denkt⸗ 562. Wenn ein Strom oder Fluß ſich einen neuen Arm bildet, und dadurch das Land eines Uferbeſitzers ab⸗ ſchneidet und umgibt, ſo daß es zur Inſel wird, ſo bleibt dem Eigenthümer ſein Grund und Boden, ſelbſt wenn die Inſel ſich in einem Strome oder in einem ſchiffbaren oder flößbaren Fluſſe gebildet hat. 1 563. Wenn ein Strom oder Fluß, er mag ſchiff⸗ bar oder flößbar ſeyn oder nicht, ſein altes Bette verläßt und einen neuen Lauf nimmt, ſdo können die Eigenthü⸗ mer der dadurch unter Waſſer geſetzten Grundſtücke, zu ihrer Entſchädigung, ſich das verlaſſene Bette, nach Ver⸗ hältniß des jedem von ihnen entzogenen Landes, zueignen. 56 4. Tauben, Kaninchen und Fiſche, die in ein fremdes Taubenhaus, Gehäge oder Teich übergehen, ge⸗ hören dem Elgenthümer der Letzteren, wenn ſie nur nicht durch Betrug und Liſt angelockt worden ſind. Zweyter Abſchnitt. Von dem An⸗ und Zuwachsrechte in Beziehung auf bewegliche Sachen. 34 recht zwey be⸗ wegliche Sachen zum Gegenſtande het, die zwey verſchie⸗ denen Eigenthümern zugehören, ſo iſt es ganz nach den Grundſätzen der natürlichen Billigkeit zu beurtheilen. Folgende Regeln ſollen dem Richter zum Muſter die⸗ nen, um ſich darnach in anderen nicht entſchiedenen Fäl⸗ len nach Verſchiedenheit der Umſtände zu beſtimmen. 566. Sind zwey Sachen, welche verſchiedenen Ei⸗ genthümern zugehören, dergeſtalt mit einander verbunden worden, daß ſie zwar ein Ganzes bilden, jedoch wieder ſo von einander getrennt werden können, daß eine ohne die andere beſtehen kann, ſo gehört das Ganze dem Eigen⸗ thümer derjenigen Sache, welche den Hauptbeſtandtheil 565. Wenn das An⸗ und Zuwachs di ——jjjjjjj— — 232 L. II. T. II. De la Propriété. partie principale, à la charge de payer à l'autre la valeur de la chose qui a été unie.— 567. Est ré putée partie principale celle à la- quelle l'autre n'a été unie que pour l'usage, l'or- nement ou le complément de la première. 5638. Néanmoins, quand la chose unie est beaucoup plus précieuse que la chose principale, et quand elle a été employée à l'insu du proprié- taire, celui-ci peut demander que la chose unie soit séparée Pour lui étre tendue, même quand il Pourrait en résulter quelque dégradation de la cho- se à laquelle elle a été jointe. 569. Si de deux choses unies pour former un seul tout, l'une ne peut point être regardée com- me T'accessoire de l'autre, celle-la est réputée principale qui est la plus considérable en valeur, ou en volume, si les valeurs sont à-peu-près égales. 570. Si un axtisan ou une personne quelcon- que 2 employe une matière qui ne lui appartenait Pas, à former une chose d'une nouvelle espèce, soit que la matière puisse ou non reprendre sa première forme, celui qui en était le propriétaire a le droit de réclamer la chose qui en a été formée, en remboursant le prix de la main-d'oeuvre. 571. Si cependant la main-d'oeuvre était tel- lement importante qu'elle surpassdt de beaucoup la valeur de la matière employée, l'industrie se- rait alors réputée la partie principale, et l'ouvrier aurait le droit de retenir la chose travaillée, en remboursant le prix de la matière au propriétaire. 572. Lorsqu'une personne a employé en par- tie la matière qui lui a bpartenait, et en partiè celle qui ne lui apy partenait pas, à former une cho- se d'une espèce nouvelle, sans que ni l'une ni l'autre des deux matières soit entièrement détruite, mais de manière qu'elles ne puissent pas se sépa- rer sans inconvénient, la chose est commune aux 25 B. 2r T. Von dem Eigenthum. 2355 ausmacht, unter der Verbindlichkeit, dem andern den Werth der damit verbundenen Sache zu erſtatten. 56. Als Hauptbeſtandtheil wird diejenige Saͤche angeſehen, mit welcher die andere nur zum Gebrauche, zur Verſchönerung oder zur Ergänzung verbunden wor⸗ den iſt. 568. Iſt größerem Werthe Vorwiſſen ihre kann dieſer verlangen, daß ſ d jedoch die verbundene Sache von viel e, als die Hauptſache, und iſt ſie ohne genthümers verbunden worden, ſo die verbundene Sache abge⸗ n werde, wenn auch da⸗ hinzugefügt worden iſt, ct— 8 Ei ondert und ihm zurückgegeb urch die Sache, welcher ſie was beſchädiget werden ſollte. 569. Wenn von zweyen Sachen, die mit einander verbunden worden ſind, um ein Ganzes zu bilden, die eine nicht als Zubehör der andern angeſehen werden kann, ſo iſt diejenige für die Hauptſache zu halten, welche an Werth, oder, wenn dieſer b bey beyden Sachen fähr gleich iſt, an körperlichem Umfange die betrac ſte iſt. 570. Hat ein Künſtler oder irgend eine ander Perſon eine ihr nicht zugehörige Materie verwender, um eine Sache anderer Art daraus zu bilden, ſo hat der Eigenthümer der Materie das Recht, die daraus gebildete Sache, gegen Vergütung des Aahe Rälohne als ſein Eigenthum in Anſpruch zu nehmen, es mag d Ma⸗ terie wieder in ihre vorige Form zurückgebracht werden können oder nicht. 571. Iſt jedoch die Arbeit von ſolcher Wichtigkeit, daß ſie den Werth der verarbeiteten Materie wwelt über⸗ ſteigt, ſo iſt der angewendete Kunſtfleiß als die Haüptſa⸗ che anzuſehen, und der Arbeiter hat das Recht, die ver⸗ fertigte Sache zu behalten, wenn er den Werth der Ma⸗ terie dem Eigenthümer vergütet. 572. Hat jemand theils eigene, theils fremde Ma⸗ terien verwendet, um eine S Sache anderer Art zu bilden, und iſt von beyden Materien weder die eine noch die an⸗ dere gänzlich zerſtört, jedoch ſo, daß ſie nicht ohne Nach⸗ theil wieder abgeſondert werden können, ſo gehört d die Sache beyden Eigenthümern gemeinſchaftl ich, dem einen nach Verhältniß der ihm zugehörigen Materie, dem an 234 L. II. T. H. De la Propriété deux proprié taires, en raison, quant à à l'un, de la- matière qui lui appartenait; quant à l'autre, en raison à-la-fois et de la matiere qui lui apparte- nait, et du prix de sa, main-d'oeuvre, 575. Lorsqu'une chose a été formée par le mélange de plusieurs matières appartenant à diffé- rents propriétaires, mais dont aucune ne peut étre regardée comme la matière principale, Si les matières peuvent étre séparées, celui à l'insu du- quel les matières ont éte mélangées, peut en de- mander la division. Si les matières ne peuvent plus être séparées sans inconvénient, ils en ace luièrent en commun la propriété dans la proportion de la quantité, de la qualité et de la valeur des matières appartenant aà chacun d'eux. 574. Si la matière e appartenant à l'un des pro- priétaires était de beaucoup supérieure a l'autre Par la quantité et le prix, en ce cas le propriétai- e de la matière supérieure en valeur pourrait ré- laner la chose provenue du mélange, en rem- boursant à l'autre la valeur de sa matière. 575. Lorsque la chose reste en commun en- tre les proprié Staires des matières dont elle a été formée, elle doit etre licitée au profit commun. 576. Dans tous les cas ou le proprié taire dont la matière a été employée, à son insu, à former une chose d'une autre espèce, peut réclamer la Prprle été de cette chose, il a le choix de demander la restitution de sa matiersé en mèême nature, Anantarc poids, mesure et bonté, ou sa valeur. 577. Ceux qui auront employ é des matières appartenant à d' autres et à leur insu, pourront aussi étre condamnés à des dommages et intérèts, 5) die Tedererſtettung. D S. u. M. die Zuruͤckgabe. L. 6) Der Eigenth hüͤmer, deſſen Stoff ohne ſein Vorwiſſen ꝛc. kann auf jeden Fall das Eigenthum ſeiner Sache 0³ 28 B. 2r T. Von dem Eigenthum. 2 th iner Arbeit. dern nach Verhältniß der ihm zugehörigen Materie ver⸗ bunden mit dem Werthe ſe 573. Iſt eine Sache durch Vermiſchung mehrerer, verſchiedenen Eigenthümern zugehörigen Materien her⸗ vorgebracht worden, von denen jedoch keine als die Haupt⸗ ſache angeſehen werden kann, und laſſen ſich die ſe Mate⸗ rien wieder von einander abſondern, ſo kann derjenige, ohne deſſen Vorwiſſen die Materien vermiſcht worden ſind, ihre Abſonderung verlangen. Laſſen ſich die Materien nicht mehr wohl von einan⸗ der abſondern, ſo wird das Ganze gemeinſchaftliches Eigenthum, und zwar für jeden Eigenthümer nach Ver⸗ hältniß des Betrags, der Beſchaffenheit und des Werthes der ihm zugehörigen Materie. 57 ½¾. Iſt die einem der Eigenthümer zugehörige Materie dem Betrage und dem Werthe nach bey weitem erheblicher als die andere, ſo kann der Eigenthümer der erheblichern Materie die aus der Miſchung entſtandene Sache als ſein Eigenthum in Anſpruch nehmen, wenn er dem Andern den Werth ſeiner Materie vergütet. 575. Bleibt die Sache den Eigenthümern dex Ma⸗ terien, woraus ſie nden iſt, gemeinſchaftlich, ſo muß ſie zum gemeinſchaftlichen Vortheil verſteigert werden.. 3 576. Der Eigenthümer, deſſen Materie ohne ſein Vorwiſſen verwendet worden iſt, um eine Sache anderer Art hervorzubringen, hat in allen Fällen, worin er das Ei⸗ genthum dieſer Sache in Anſpruch nehmen kann, zugleich die Wahl, den Erſatz 5) ſeiner Materie in gleicher Gat⸗ tung, Menge, Gewicht, Maaß und Güte, oder die Zahlung ihres Werthes zu verlangen. ⁵) 577. Wer Materien, die einem Anderen zugeh‚ͤ⸗ ren, ohne deſſen Vorwiſſen verwendet hat, kann nach Befinden zum Schadenserſatze verurtheilt werden, und es kann auſſerdem noch, nach Beſchaffenheit der Umſtän⸗ 7 1 9 verlangen. Er hat dabey die Wahl, zu fordern, daß ihm ſein Stoff in gleicher Gattung ꝛc., erſtattet, oder deſſen Werth bezahlt werde. E. 236 L. II. T. III. Usufruit, Usage, Habitation. 1 s'il y a lieu, sans préjudice des poursuites par voie extraordinaire, si le cas y échet. ¹ TITRE TROISIEME. De l'Vsufruit, de l'Usage et de THabitation. (Déerété le 30 janvier 1804. Promulgué le 9 fevrier.) CHAPITRE PREMIER. De l'Usufruit. 578. L'usufruit est le droit de jouir des cho- ses dont un autre a la propriété, comme le pro- priétaire lui-même, mais à la charge d'en conser- ver la substance. 579. L'usufruit est établi par la loi, ou par la volonté de l'homme. d 580. L'usufruit peut être établi, ou pure- ment, ou à certain jour, ou à condition. 581. IIl peut éêtre établi sur toute espèce de biens meubles ou immeubles. SECTION PREMIERE. Dey Droits de'Gufruitier. 582. L'usufruitier a le droit de jouir de toute espèce de fruits, soit naturels, soit industriels, soit civils, que peut produire l'objet dont il a l'u- sufruit. 3 585. Les fruits naturels sont ceux qui sont de produit spontané de la terre. Le produit et le croat des animaux sont aussi des fruits naturels. 28 B. 3r T. Von dem Nießbrauche ꝛc. 237 de ein auſſerordentliches Verfahren gegen ihn Statt finden. 7) Dritter Titel. Von dem Nießbrauche, dem Gebrauche und der Wohnung. 2 (Decretirt den 30. Jan. 1804. Promulgirt den 9. Febr.) Erſtes Capitel. Von dem Nießbrauche. 558. Der Nießbrauch iſt das Recht, eine Sache, deren Eigenthum einem Anderen zuſteht, wie der Eigen⸗ thümer ſelbſt zu benutzen, jedoch unter der Verbindlich⸗ keit die Subſtanz der Sache zu erhalten. 579. Der Nießbrauch wird entweder durch die Ge⸗ ſetze(*) oder durch den Willen eines Menſchen ertheilt. 580. Der Nießbrauch kann entweder ganz unbe⸗ dingt, oder auf eine beſtimmte Zeit, oder unter einer Bedingung ertheilt werden. 581. Er kann an jeder Art beweglicher oder unbe⸗ weglicher Sachen ertheilt werden. Erſter Abſchnitt. Von den Rechten des Nutznießers. 582. Der Nutznießer hat das Recht, jede Art von natürlichen, künſtlichen und Civilfrüchten zu genießen, welche die Sachen, an der ihm der Nießbrauch zuſteht, hervorbringen kann. 583. Natürliche Früchte ſind diejenigen, welche die Erde von ſelbſt hervorbringt. Die vom Viehe erlangten Producte und Jungen ſind gleichfalls natürliche Früchte. (*) S. Art. 384 u. 754 7) und zwar unbeſchadet der Klage von Seiten der Staats⸗ behoͤrde, wenn der Fall es mit ſich bringt. S. 238 L. II. T. III. Usufruit, Usage, Habitation. Les fruits indusfriels d'un fonds sont ceux du'on Wtienii par la culture. 584. Les fruits civils sont les loyers des mai- sons, les intérèts des sommes exigibles, les arré- rdges des rentes. 1,03 prix des baux à ferme sont aussi rangés dans la classe des fruits civils. 585. Les fruits naturels et industriels, pen- dants par branches ou par racines au moment où Tusufruit est ouvert, appartiennent à l'usufruitier. Ceux qui sont dans le mème état au moment ou finit l'usufruit, ap partiennent au propriétaire, sans récompense, de part ni d'autre des labours et des semences, mais aussi sans préjudice de la por- tion des fruits qui pourrait être acquise au colon partiaire, s'il en existait un au commencement ou à la cessation de l'usufruit. 586. Les fruits civils sont réputés s'acquérir jour par jour, et appartiennent à Pusufruitier, a proportion de la durée de son usufruit. Cette règle s'applique aux prix des baux à ferme, com- me aux loyers des maisons et aux autres fruits civils. 587. Si Tusufruit comprend des choses dont on ne peut faire usage sans les consommer, com- me l'argent, les grains, les liqueurs, l'usufrui- tier a le droit de s'en serv ir, mais 3 la charge d'en rendre de pareille quantité, qualité et valeur, ou leur estimation. à la fin de l'usufruit. 588. L'usufruit d'une rente viagère donne aussi à l'usufruitier, pendant la durée de son usu- fruit, le droit d'en percevoir les arrélages, sans Stre tenu à aucune xrestitution. 28 B. 5r T. Von dem Nießbrauche ꝛc. 259 Künſtliche Früchte eines Grundſtückes ſind diejeni⸗ gen, welche man durch die Bebauun g deſſelben erhält. 584. Cibilfrüchte ſind der Miethzinß von Häuſern die Zinſen von aufkündbaren Capitalien, und der Betrag der Renten. 1) Pachtgelder gehören ebenfalls zu den Civilfrüchten. 5835. 9 daclel ihe und künſtliche Früchte Augenblick 55 wo der Nießbrau ich anfäͤne t oder auf dem Halme ſtehen, gehören dem Nutznießer. „welche in dem t, am Aſte hängen, nihen, die in dem Augenblicke, wo der Nieß⸗ 1 in demſelben Zu ſauids befinden⸗ Weꝛ di gehören dem Eigenthüm ſem noch in je nem Falle hat einer dem bau⸗ und Saatko⸗ ſten zu vergüten; unbeſchadet jedoch des 2 atheils an den Früchten, den der zu Anfang oder zu Ende des Nieß⸗ n brauchs vielleicht vorhandene Pachter, welcher ſtatt des Pachtgeldes einen beſtimmten Theil der Früchte abzuge⸗ etwa erworben haben mag. „ ¶Dhj ben hat(colon. ruchten wird angenanmen, ey den Civilfrüc daß ſie T Tag für Tag erworben werden; ſie gehörem dem⸗ el Nutznieß er nach Verhaͤ ltniß der Dauer ſeines Nießbrau⸗ ches. Dieſer Grundſatz gilt von Pachtgeldern ſowohl, als von dem Mi ethzinß der Häuſer und anderen Civil⸗ früchten. 587. Begreift der Nießbrauch ſolche Sachen, di man nicht gebrauchen kann, ohne Edn verbrauchen, wie Geld, Getreide und Getr' anke, ſo hat der Nutznießer das Recht, ſie zu verbrauchen, jedoch unter der Werbindlich⸗ keit, nach geendigtem Nießbrauche eben ſo viel von die⸗ ſen Sachen von gleicher Beſchaffenheit und Werth zurüick ⸗ zugeben, oder ſie nach der Taxe zu bezahlen. 588. Der Nießbrauch einer Leibrente gibt ebenfalls dem Nutznießer das Recht, während der Dauer ſeines Nießbrauches den Betrag derſel ben zu-⸗beziehen 2), ohne zu irgend einem Erſatz verbunden zu ſeyn. / U ſi ſi 1) die Ruͤckſtaͤnde der Renten. L. u. M. die Ruͤckſtaͤnde der ewigen Renten.§. ruͤckſtaͤndige Renten. F. 2) die verfallenen Termine verſelben zu beziehen. L. die Ruͤckſtaͤnde derſelben zu beziehen. 8. die Ruͤckſtaͤnde da⸗ von zu ziehen. M. u. E. 2 ½0 L. II. T. III. Usufruit, Usage, Habitation. 589. Si Pusufruit comprend des choses qui, sans se consommer de suite, se détériorent peu a peu par''usage, comme du linge, des meubles meublants, Pusufruitier a le droit de s'en servir pour l'usage auquel elles sont destinées, et n'est obligé de les rendre, à la fin de'usufruit, que dans l'état ott elles se trouvent, non détériorées par son dol ou par sa faute. 590. Si l'usufruit comprend des bois taillis, Pusufruitier est tenu cobserver l'ordre et la quoti- té des coupes, conformément à l'aménagement ou à Pusäage constant des, propriétaires; sans indem- nité toutefois en faveur de l'usufruitier ou de ses héritiers, pour les coupes ordinaires, soit de tail- lis, soit de baliveaux, soit de futaie, qu'il n'aurait pas faites pendant sa jouissance. Les arbres qu'on peut tirer d'une pépinière sans Ia dégrader, ne font aussi partie de l'usufruit qu'’à la charge par l'usufruitier de se conformer aux usages des lieux pour le remplacement. 591. L'usufruitier profite encore, toujours en se conformant aux époques et à l'usage des an- ciens propriétaires, des parties de bois de haute futaie qui ont été mises en coupes réglées, soit que ces coupes se fassent périodiquement sur une certaine étendue de terrain, soit qu'elles se fassent d'une certaine quanrité d'arbres pris indistincte- ment sur toute la surface du domaine. 592. Dans tous les autres cas, l'usufruitier ne peut toucher aux arbres de haute futaie: il peut seulement employer, pour faire les réparations dont il est tenu, les arbres arrachés ou brisés par accident; il peut mèême, pour cet objet, en faire abattre s'il est nécessaire, mais à la charge d'en faire, constater la nécessité avec le propriétaire. ul 28 B. 3r T. Von dem Nießbrauche ꝛc. 241 389. Begreift der Nießbrauch Sachen, die durch den Gebrauch zwar nicht ſogleich verbraucht, aber doch allmählig abgenutzt werden, wie Weiszeug, Möbeln, ſo hat der Nutznießer das Recht, ſich derſelben zu dem Ge⸗ brauche zu bedienen, wozu ſie beſtimmt ſind, und iſt nach geendigtem Nießbrauche nur verbunden, ſie in dem Zuſtande zurückzugeben, worin ſie ſich dann befinden, wenn ſie anders nicht abſichtlich oder durch Nachläſſigkeit von ihm beſchädiget worden ſind. 590. Begreift der Nießbrauch Schlagholz, ſo iſt der Nutznießer verbunden, die Ordnung und den Um⸗ fang der jedesmaligen Schläge, nach der von den Eigen⸗ rhümern gemachten Eintheilung oder der von ihnen ſtets befolgten Bewirthſchaftung zu beobachten, ohne daß ihm oder ſeinen Erben eine Entſchädigung gebührte, wenn er während ſeines Nießbrauchs das gewöhnliche Fällen des Schlagholzes, der Laßreißer oder der hochſtämmigen Bäu⸗ me unterlaſſen hat.(*) Bäume, die man aus einer Baumſchule ziehen kann, ohne dieſe in Verfall gerathen zu laſſen, machen ebenfalls nur unter der Bedingung einen Theil des Nieß⸗ brauches aus, daß der Nutznießer ſie dem Ortsgebrauch gemäß durch andere erſetze. 591. Der Nutznießer benutzt ferner, jedoch immer mit Beobachtung der Zeitbeſtimmungen und Gewohnhei⸗ ten der Eigenthümer, diejenigen Theile der Hochwaldun⸗ gen, welche in ordentliche Schläge eingetheilt ſind, es mögen nun dieſe Schläge periodiſch einen beſtimmten Di⸗ ſtrict treffen, oder eine gewiſſe Anzahl Bäume, welche ohne Unterſchied auf der ganzen Fläche des Gutes gefällt werden. 592. In keinem andern Falle kann ſich der Nutz⸗ nießer die hochſtämmigen Bäume anmaßen; nur zu den ihm obliegenden Reparaturen darf er die durch Zu⸗ fall ausgeriſſenen oder zerbrochenen Bäume(Windbrü⸗ che) verwenden; zu dieſem Zwecke iſt er ſogar berechti⸗ get, im Nothfalle Bäume fällen zu laſſen, jedoch unter der Bedingung, zuvor dieſe Nothwendigkeit, mit Zuzie⸗ hung des Eigenthümers, bewaͤhren zu laſſen. (*) S. Art. 1403.— Cod. N. 1. B. 16 242 L. II. T. III. Usufruit, Usage, Habitation. 593. Il peut prendre, dans les bois, des écha- las pour les vignes; il peut aussi prendre, sur les arbres, des produits annuels ou périodiques; le tout suivant lusage du pays ou la coutume des pro- priétaires. 59½. Les arbres fruitiers qui meurent, ceux méême qui sont arrachés ou brisés par accident, appartiennent à Pusufruitier, à la charge de les remplacer par d'autres. 595. L'usufruitier peut jouir par lui-même, donner à ferme à un autre, ou mème vendre ou céder son droit à titre gratuit. S'il donne à fer- me, il doit se conformer, pour les époques oĩl les baux doivent être renouvelés, et pour leur durée, aux réêgles établies pour le mari à l'égard des biens de la femme, au titre du Contrat de ma- riage et des Droits respectifs des époua. 596. L'usufruitier jouit de l'augmentation survenue par alluvion à l'objet dont il a l'usu- fruit. 597. II jouit des droits de servitude, de pas- sage, et généralement de tous les droits dont le propriétaire peut jouir, et il en jouit comme le propriétaire lui- méme..— 598. II jouit aussi, de la mème manière que le propriétaire, des mines et carrières qui sont en exploitation à Pouverture de Pusufruit; et néan- moins, s'il s'agit d'une exploitation qui ne puisse etre faite sans une concession, l'usufruitier ne pourra en jouir qu'après en avoir obtenu la per- mission de l'Empereur. II n'a aucun droit aux mines et carrières non encore ouvertes, ni aux tourbières dont l'exploi- tation n'est point encore commencée, ni au trésor qui pourrait être découvert pendant la durée de Pusufruit. 2s B. 3r T. Von dem Nießbrauche ꝛze. 24 593. Aus den Waldungen darf er Pfähle für die Weinberge nehmen; auch darf er die jährlichen oder pe⸗ riodiſchen Nutzungen der Bäume beziehen; alles jedoch nach Landesgebrauch oder der Gewohnheit der Eigen⸗ thümer. 594. Abgeſtorbene„Aa ſelbſt durch Zufall ausgeriſ⸗ ſene oder zerbrochene Obſtbäume gehören dem Nutznie⸗ ßer, unter der Obliegenheit, ſie durch andere zu erſetzen. 595. Der Nutznießer kann den Nießbrauch entwe⸗ der ſelbſt ausüben oder ſein Recht einem andern verpachten, ja ſelbſt verkaufen oder unentgeltlich überlaſſen. Wenn er es verpachtet, ſo hat er ſich in Anſehung des Zeit— raums, binnen welchem die Pachtcontracte erneuert werden müſſen, und in Anſehung der Dauer derſelben, nach den Regeln zu richten, welche in dem Titel von dem Ehe⸗ vertrage und den gegenſeitigen Rechten der Ehegatten dem Ehemann in Anſehung der Güter ſei⸗ ner Frau vorgeſchrieben ſind.(*†) 596. Der Nutznießer benutzt die durch Alluvion entſtandene Vergrößerung des Gegenſtandes, von wel⸗ chem er den Nießbrauch hat. 597. Er bedient ſich der Servituten, der Wege⸗ gerechtigkeit, und überhaupt aller Rechte, welche der Ei⸗ genthümer genießen könnte, und zwar wie der Eigen⸗ thümer ſelbſt. 598. Er benutzt ferner auf eben die Weiſe, wie der Eigenthümer, die Bergwerke und Steinbrüche, die beym Anfall des Nießbrauchs bearbeitet werden; iſt je⸗ doch von einer Bearbeitung die Rede, die nicht ohne Con⸗ ceſſion geſchehen darf, ſo kann der Nutznießer ſie nicht benutzen, ehe er die Erlaubniß dazu von dem Kaiſer er⸗ halten hat. Er hat kein Recht auf Bergwerke und Steinbrüche, die noch nicht eröffnet ſind, auf Torfgruben, deren Bear⸗ beitung noch nicht angefangen iſt, und auf einen wäh⸗ rend des Nießbrauches etwa entdeckten Schatz.(*†*) (*) S. Art. 1429 und 1430. (**) S. Art. 716. 10 ———OęO- 264 L. HI. T. III. Usufruit, Usage, Habitation. 599. Le propriétaire ne peut, par son fait, ni de quelque manière que ce soit, nuire aux droits de l'usufruitier. 7 De son côté, J'usufruitier ne peut, a la ces- sation de l'usufruit, réclamer aucune indemnité pour les améliorations qu'il prétendrait avoir fai- tes, encore que la valeur de la chose en fut aug- mentée. Il peut cependant, ou ses héritiers, enlever les glaces, tableaux et autres ornements qu'il au- rait fait placer, mais à la charge de rétablir les lieux dans leur premier état. SECTION II. Des Obligations de PUufruitier. 600. L'usufruitier prend les choses dans l'état od elles sont; mais il ne peut entrer en jouissance qu'après avoir fait dresser, en présence du pro- priétaire, ou lui düment appelé, un inventaire des meubles et un état des immeubles sujets à l'usufruit. 601. II donne caution de jouir en bon père de famille, s'il n'en est dispensé par l'acte constitutif de usufruit; cependant, les père et mere ayant Pusufruit légal du bien de leurs enfants, le ven- deur ou le donateur sous réserve d'usufruit ne sont pas tenus de dommer caution. 602. Si l'usufruitier ne trouve pas de cau- non, les immeubles sont donnés à ferme ou mis en sequestre; 3) ein Verzeichniß der Mobilien hat errichten, und den Zuſtand der Immobilien hat aufnehmen laſſen. P. u. M. ein Inventarium der Mobilien und einen Anſchlag der Immobilen fertigen laſſen. E.. 1 4) Er ſtellt Caution. M. Er ſtellt gehorige Sicherheit. E. 5) Wenn der Act, wodurch die Nutznießung geſtiftet iſt, ihn nicht davon freigeſprochen hat. L. wenn er durch 1 28 B. 3r T. Von dem Nießbrauche ꝛc. 245 599. Der Eigenthümer darf weder durch eigene Handlungen noch auf irgend eine andere Art die Rech⸗ te des Nutznießers beeinträchtigen. Dagegen kann der Nutznießer bey Endigung des Nießbrauches keine Entſchädigung für die Verbeſſerungen fordern, die er etwa gemacht zu haben behauptet, wenn auch der Werth der Sache dadurch erhöhet worden wäre. Er oder ſeine Erben können indeſſen die von ihm angebrachten Spiegel, Gemählde und andere Verzierun⸗ gen wegnehmen, jedoch unter der Bedingung, die Plätze(wo ſie angebracht waren) wieder in ihren vori⸗ gen Stand zu ſetzen. Zweyter Abſchnitt. Von den Verbindlichkeiten des Nutznießers. 600. Der Nutznießer übernimmt die Sachen in dem Zuſtande, worin ſie ſich befinden; aber er darf nicht eher in den wirklichen Genuß treten, als bis er, in Ge⸗ genwart des Eigenthümers oder nach gehöriger Vorla⸗ dung deſſelben, ein Inventarium der Mobilien und ein Verzeichniß der Immobilien, die dem Nießbrauche un⸗ terworfen ſind, hat errichten laſſen. 3) 601. Er ſtellt Bürgſchaft 4), daß er den Nieß⸗ brauch als ein guter Hausvater ausüben wolle, wenn ihm dieſelbe nicht zugleich mit der Errichtung des Nieß⸗ brauches iſt erlaſſen worden ⁵); jedoch ſind Vater und Mutter, welche an dem Vermögen ihrer Kinder den ge⸗ ſetzlichen Nießbrauch haben, und der Verkäufer oder Schenker, der ſich den Nießbrauch vorbehalten hat, nicht ſchuldig, Bürgſchaft zu ſtellen. 60⁰2. Findet der Nutznießer keinen Bürgen, ſo werden die Immobilien entweder verpachtet oder einem Dritten in Verwaltung gegeben(ſequeſtrit); den Act, der ihm den Nießbrauch gewaͤhrt, hievon nicht befreyt iſt. D. wenn ihn anders der Vertrag, der die Nutznießung feſtſetzt, nicht davon losſpricht. 8. in ſo fern er durch die den Nießbrauch anordnende Ur⸗ kunde hiervon nicht befreyt iſt. M. dafern er nicht durch die Urkunde, mittelſt welcher der Nießbrauch feſtgeſetzt iſt, davon freygeſprochen wird. E. 246 L. II. T. III. Usufruit, Usage, Habitation. Les sommes comprises dans l'usufruit sont placées; 3 Les denrées sont vendues, et le prix en prove- nant est pareillement placé; Les intérèts de ces sommes et les prix des fer- mes appartiennent, dans ce cas, à l'usufruitier. 603. A défaut d'une caution de la part de l'u- — sufruitier, le propriétaire peut exiger que les meubles qui dépérisgent par Pusage soient vendus, pour le prix en être placé comme celui des den- rées; et alors l'usufruitier jouit de l'intéret pen- dant son usufruit: cependant l'usufruitier pourra demander, et les juges pourront ordonner, suivant les circonstances, qu'une Partie des meubles né- cessaires pour son usage lui soit délaissée, sous sa simple caution juratoire, et à la charge de les re- présenter à l'extinction de l'usufruit. 604. Le retard de donner caution ne prive pas l'usufruitier des fruits auxquels il peut avoir droit; ils lui sont dus du moment où l'usufruit a été ouvert. 605. L'usufruitier mest tenu qu'aux répara- lions d'entretien. Les grosses réparations demeurent à la charge du propriétaire, à moins qu'elles m'aient été occa- sionnées par le défaut de réparations d'entretien, depuis l'ouverture de l'usufruit; auquel cas l'usu- ffuitier en est aussi tenu. 606. Les grosses réparations sont celles des gros murs et des voütes, le rétablissement des poutres et des couvertures entières; Celui des digues et des murs de soutenement 1 I êt de clOôture aussi en entier. Toutes les autres réparations sont d'entretien. 607. Ni le propriétaire, ni l'usufruitier, ne sont tenus de rebdâtir ce qui est tombé de véitusté, ou ce qui a été détruit par cas fortuit. . C*) Val. Art. 1754. 6) Waaren. L. 28 B. 3r T. Von dem Nießbrauche ꝛc. 247 das baare Geld, welches unter dem Nießbrauche be⸗ griffen iſt, wird verzinßlich angelegt; die Nahrungsmittel ⁵⁴) werden verkauft und der daraus erlößte Preis wird ebenfalls verzinßlich angelegt; die Zinſen dieſer Gelder und der Ertrag des Pachtes gehören in dieſem Falle dem Nutznießer. 603. Hat der Nuznießer keine Bürgſchaft geſtellt, ſo kann der Eigenthümer verlangen, daß die Mobilien, welche durch den Gebrauch an ihrem Werthe verlieren, verkauft, und der Kaufſchilling, ſo wie jener der Nah⸗ rungsmittel, verzinßlich angelegt werde; der Nutznießer bezieht alsdann während ſeines Nießbrauches die Zinſen. Nach Beſchaffenheit der Umſtände kann jedoch der Nutz⸗ nießer verlangen und das Gericht verordnen, daß ihm ein Theil der zu ſeinem Gebrauche nöthigen Mobilien, gegen bloße juratoriſche Caution, unter der Bedingung gelaſſen werde, ſie nach geendigtem Nießbrauche wieder zurückzuliefern. 60 ½. Durch den Verzug in Stellung der Bürg⸗ ſchaft verliert der Nutznießer die Früchte nicht, auf wel⸗ che er ein Recht hat; ſie gebühren ihm von dem Augen⸗ blicke an, da ihm der Nießbrauch zugefallen iſt. 605. Der Nutznießer iſt nur zu den Unterhaltungs⸗ reparaturen verbunden.(†) 1 Die Hauptreparaturen fallen dem Eigenthümer zur Laſt, wenn ſie nicht durch Unterlaſſung der Unterhaltungs⸗ reparaturen während des Nießbrauches veranlaßt worden ſind, in welchem Falle der Nutznießer ſie auch zu tragen verbunden iſt. 606. Hauptreparaturen ſind die der Hauptmauern und der Gewölbe, die Einziehung neuer Balken und der Bau ganzer Dächer; die Wiederherſtellung ganzer Dämme, Unter⸗ ſtützungs⸗ und Einſchließungsmauern. 29 Alles übrige ſind Unterhaltungsreparaturen. 607. Weder der Eigenthümer noch der Nubznießer ſind verbunden, das wieder aufzubauen, was vor Alter zuſammengefallen oder durch Zufall zerſtoͤrt worden iſt. ⸗) die Herſtellung der Daͤmme, der Landfeſten und der ne im Ganzen. 8 die Wiederherſtellung gan⸗ zer Daͤmme, Grundmauern und Befriedigungen. E. 248 L. II. T. III. Vsufruit, Usage, Habitation. 608. L'usufruitier est tenu, pendant sa jouis- sance, de toutes les charges annuelles de l'hérita- ge, telles que les contributions et autres qui dans T'usage sont censées charges des fruits. 6⁰9. A l'égard des charges qui peuvent être imposées sur la propriété pendant la durée de Pu- sufruit, P'usufruitier et le propriétaire y contri- buent ainsi qu'il suit: Le propriétaire est obligé de les payer, et Pu- sufruitier doit lui tenir compte des intérêts. Si elles sont avancées par l'usufruitier, il a la répétition du capital à la fin de l'usufruit. 610. Le legs fait par un testateur, d'une ren- te viagère ou pension alimentaire, doit éêtre ae- quitté par le légataire universel de l'usufruit dans son intégrité, et par le légataire à titre universel de l'usufruit dans la proportion de sa jouissance, sans aucune répétition de leur part. 611. L'usufruitier à titre particulier n'est pas tenu des dettes auxquelles le fonds est hypothé- qué: s'il est forcé de les payer, il a son recours contre le propriétaire, sauf ce qui est dit à l'ar- ticle 1020, au titre des Donations entre-viſs ec des Testaments. 612. L'usufruitier, ou universel, ou à titre universel, doit contribuer avec le propriétaire au paiement 5es dettes, ainsi quéil suit: On estime la valeur du fonds sujet à usufruit; on fixe ensuite la contribution aux dettes à raison de cette valeur. Si Pusufruitier veut avancer la somme pour laquelle le fonds doit contribuer, le capital lui en est restitué à la hn de l'usufruit, sans aueun intéréèt. Si'usufruitier ne veut pas faire cette avance, te propriétaire a le choix, ou de payer cette som- 44 28 B. 3r T. Von dem Nießbrauche ꝛc. 249 6⁰8. Der Nutznießer hat während ſeines Nießbrau⸗ ches alle jährliche Laſten des Grundſtücks zu tragen, als Steuern und andere Abgaben, die nach Landesgebrauch als auf den Früchten haftend betrachtet werden. 6⁰09. Was diejenigen Abgaben betrifft, die wäh⸗ rend des Nießbrauches dem Eigenthum ſelbſt etwa aufer⸗ legt werden, ſo tragen der Nutznießer und der Eigen⸗ thümer auf folgende Art dazu bey: der Eigenthümer iſt ſchuldig, ſie zu bezahlen, und der Nutznießer muß ihm die Zinſen davon vergüten. Hat ſie der Nutznießer vorgeſchoſſen, ſo kann er nach geendigtem Nießbrauche das Capital zurückfordern. 610. Hat jemand in ſeinem Teſtamente einer Per⸗ ſon eine Leibrente oder jährliche Alimentengelder ver⸗ macht, ſo muß der Univerſallegatar des Nießbrauches(*) dieſes Vermächtniß ganz zahlen, derjenige aber, dem der Nießbrauch unter einem Univerſaltitel vermacht worden iſt(**), nach Verhältniß ſeines Nießbrauches dazu beytragen, ohne daß weder der eine noch der andere deß⸗ halb etwas zurückfordern könnte. 611. Wer den Nießbrauch unter einem Particu⸗ lartitel erhalten hat, iſt nicht verbunden, die auf dem Grundſtücke haftenden Hypothekarſchulden zu zahlen; wird er zu deren Zahlung genöthiget, ſo hat er ſeinen Regreß gegen den Eigenthümer, unbeſchadet deſſen, was in dem Titel von Schenkungen unter Lebenden und von Teſtamenten im Art. 1020 beſtimmt iſt. 612. Der Univerſalnutznießer ſowohl, als derjeni⸗ ge, welcher unter einem Univerſaltitel den Nießbrauch erhalten hat, muß, nebſt dem Eigenthümer, zur Zahlung der Schulden auf folgende Art beytragen: man ſchätzt den Werth des dem Nießbrauche unter— worfenen Grundſtückes, und beſtimmt hierauf den Beytrag zu den Schulden nach Verhältniß dieſes Werthes. Will der Nutznießer die Summe vorſchießen, wel⸗ che das Grundſtück beytragen muß, ſo wird ihm nach ge⸗ endigtem Nießbrauche das Capital, jedoch ohne alle Zin⸗ ſen, zurückgezahlt. Will der Nutznießer dieſen Vorſchuß nicht machen, ſo hat der Eigenthümer die Wahl, entweder dieſe Sum⸗ *) S. Art. 1003.(**) S. Art. 1010. 250 L. II. T. III. Usufruit, Usage, Habitation. me, et dans ce cas l'usufruitier lui tient compte des intérèts pendant la durée de l'usufruit, ou de faire vendre jusqu'à due concurrence une portion 1 des biens soumis à usufruit. 613. L'usufruitier n'est tenu que des frais des procès qui concernent la jouissance, et des autres condamnations auxquelles ces procès pour- raient donner lieu. 674. Si, pendant la durée de l'usufruit, un tiers commet quelque usurpation sur le fonds, ou attente autrement aux droits du propriétaire, l'u- sufruitier est tenu de le dénoncer à celui-ci; faute de ce, il est responsable de tout le dommage qui peut en résulter pour le propriétaire, comme il le serait de dégradations commises par lui-méme. 615. Si l'usufruit n'est établi que sur un ani- mal qui vient à périr sans la faute de l'usufruitier, celui-ci n'est pas tenu d'en rendre un autre, ni d'en payer l'estimation. 016. Si le troupeau sur lequel un usufruit a été établi, périt entièrement par accident ou par mala- die, et sans la faute de l'usufruitier, celui-ci n'est tenu envers le propriétaire que de lui ren- dre compte des cuirs ou de leur valeur. Si le troupeau ne périt pas entièrement, l'u- sufruitier est tenu de remplacer, jusqu'a concur- rence du croit, les tètes des animaux qui ont peri. Y 2 SECTION III. Comment' ufruit prend fin. 617. L'usufruit s'éteint, Par la mort naturelle et par la mort civile de l'usufruitier; 1 Par l'expiration du temps pour lequel il a été accordé; 28 B. 3r T. Von dem Nießbrauche ꝛc. 251 me ſelbſt zu zahlen, in welchem Falle ihm der Nutznießer während der Dauer des Nießbrauchs die Zinſen vergü⸗ ten muß, oder von den dem Nießbrauche unterworfenen Gütern ſo viel verkaufen zu laſſen, als der zu leiſtende Beytrag erfordert. 615. Der Nutznießer hat nur die Koſten derjeni⸗ gen Proceſſe, welche den Nießbrauch betreffen, und die durch ſolche Proceſſe etwa veranlaßten Verurtheilungen zu tragen. 614. Erlaubt ſich ein Dritter während der Dauer des Nießbrauches widerrechtliche Anmaßungen auf das Grundſtück oder ſonſtige Eingriffe in die Rechte des Ei⸗ genthümers, ſo iſt der Nutznießer verbunden, dieſem hie⸗ von die Anzeige zu machen; unterläßt er dieſes, ſo iſt er für allen Schaden, der dem Eigenthümer etwa hieraus entſtehet, eben ſo verantwortlich, als hätte er die Be⸗ ſchädigung ſelbſt verurſacht. 615. Iſt der Nießbrauch nur auf ein einziges Stück Vieh beſtellt worden, und fällt dieſes ohne Verſchulden des Nutznießers, ſo iſt derſelbe weder verbunden, ein anderes dafür zu geben, noch deſſen Werth zu zahlen. 616. Geht die Heerde, auf welche der Nießbrauch beſtellt worden iſt, durch Zufall oder Krankheit und ohne Verſchulden des Nutznießers ganz zu Grunde, ſo iſt die⸗ ſer dem Eigenthümer zu weiter nichts verbunden, als ihm die Häute oder deren Werth zu erſtatten. Geht die Heerde nicht ganz zu Grunde, ſo iſt der Nutznießer verbunden, die gefallenen Stücke ſo weit zu erſetzen, als das junge Vieh dazu hinreicht. —₰ Der Nießbrauch erliſcht: den natürlichen und durch den bürgerlichen Tod zers; durch Ablauf der Zeit, auf welche er beſtellt wor den iſt; 252 L. II. T. III. Usufruit, Usage, Habitation. Par la consolidation ou la réunion sur la mèe- me téète, des deux qualités d'usufruitier et de pro- priétaire; Par le non- usage du droit pendant trente ans; Par la perte totale de la chose sur laquelle l'u- sufruit est établi. 618. L'usufruit peut aussi cesser par Pabus que l'usufruitier fait de sa jouissance, soit en commet- tant des dégradations sur le fonds, soit en le lais- sant dépérir faute d'entretien. Les créanciers de l'usufruitier peuvent inter- venir dans les contestations, pour la conservation de leurs droits; ils peuvent offrir la réparation des dégradations commises, et des garanties pour l'a- venir. Les juges peuvent, suivant la gravité des cir- constances, ou prononcer l'extinotion absolue de l'usufruit, ou n'ordonner la rentrée du proprié- taire dans la jouissance de l'objet qui en est gre- vé, que sous la charge de payer annuellement àa Pusufruitier, ou à 1ses ayant-cause, une somme déterminée, jusqu'à l'instant où l'usufruit aurait dü cesser. 6¹9. L'usufruit qui n'est pas accordé à des particuliers, ne dure que trente ans. 620. L' zusufruit accordé jusqu, ce qu'un tiers ait atteint un äge fixe, dure jusqu'à cette époque, encore que le tiers soit mort avant l'äge fixé. 621. La vente de la chose sujette à usufruit ne fait aucun changement dans le droit de l'usu- fruitier; il continué de jouir de son usufruit s'il n'y a pas formellement renoneé. 622. Les créanciers de l'usufruitier peuvent faire annuller la renonciation qu'il aurait faite à leur préjudice. 15 B. 3r T. Von dem Nießbrauche ꝛc. 255 durch Conſolidation oder Vereinigung der beyden Ei⸗ genſchaften eines Nutznießers und eines Eigenthümers in einer Perſon; durch dreyßigjährigen Nichtgebrauch des Rechtes; durch gänzlichen Untergang der Sache, worauf der Nießbrauch beſtellt iſt. 616. Der Nießbrauch kann auch durch den Miß⸗ brauch erlöſchen, den der Nutznießer von ſeinem Nu⸗ tzungsrechte macht, er mag nun durch eigene Hand⸗ lungen die Subſtanz verringern, oder ſie aus Mangel der erforderlichen Unterhaltung zu Grunde gehen laſſen. In den hierüber entſtandenen Streitigkeiten konnen die Gläubiger des Nutznießers, zu Erhaltung ihrer Rech⸗ te, als Intervenienten auftreten; ſie können ſich zur Wiederherſtellung der ſchon entſtandenen Verringerungen und zur Gewährleiſtung für die Zukunft erbieten. Die Richter können, nach Erheblichkeit der Umſtän⸗ de, entweder auf die gänzliche Erlöſchung des Nießbrau⸗ ches erkennen, oder nur die Anordnung treffen, daß der Eigenthümer in den Genuß der dem Nießbrauche unter⸗ worfenen Sache unter der Bedingung wieder eintrete, dem Nutznießer oder denjenigen, die in ſeine Rechte ge⸗ treten ſind 8), jährlich und bis zu dem Augenblicke, wo der Nießbrauch ohnedieß aufgehört haben würde, eine beſtimmte Summe zu zahlen. 619. Der Nießbrauch, der nicht einzelnen Perſo⸗ nen verliehen iſt, dauert nur dreyßig Jahre. 620. Der Nießbrauch, der jemanden bis zu der Zeit verliehen worden iſt, wo ein Dritter ein beſtimmtes Alter erreicht haben wird, dauert bis zu dieſem Zeit⸗ puncte, wenn auch der Dritte ſtirbt, ehe er dieſes Alter erreicht hat. 621. Der Verkauf der dem Nießbrauche unterwor⸗ fenen Sache bringt keine Änderung in dem Rechte des Nutznießers hervor; er behält ſeinen Nießbrauch, wenn er nicht förmlich darauf Verzicht geleiſtet hat. 622. Die Gläubiger des Nutznießers köͤnnen die etwa zu ihrem Nachtheile von ihm geſchehene Verzicht⸗ leiſtung für nichtig erklären laſſen. ½ 3) ſeinen Stellvertretern. L. den Beſitzern ſeiner Rech⸗ te. S. ſeinen Ceſſionarien. D. 25 ½ L. II. T. III. Usufruit, Usage, Habitation. 625. Si une partie seulement de la chose sou- mise à l'usufruit est détruite, Pusufruit se conser- ve sur ce qui reste. 62 4. Si Dusufruit n'est établi que sur un ba- timent, et que ce batiment soit détruit par un in- cendie ou autre accident, ou quuil s'écroule de vé- tusté, l'usufruitier n'aura le droit de jouir ni du sol ni des matériaux. Si Pusufruit était établi sur un domaine dont le bätiment faisait partie, T'usufruitier jouirait du sol et des matériaux. 3 CHAPITRE II. De l'Usage et de l'Habitation. 625. Les droits d'usage et d'habitation s'éta- blissent et se perdent de la même manière que l'u- sufruit. 626. On ne peut en jouir, comme dans le cas de l'usufruit, sans donner préalablement cau- tion, et sans faire des états et inventaires. 627. L'usager, et celui qui a un droit d'ha- bitation, doivent jouir en bons pères de famille. 628. Les droits d'usage et d'habitation se re- glent par le titre qui les a établis, et reçoivent, d'après ses dispositions, plus ou moins d'étendue. 629. Si le titre ne s'explique pas sur l'éten- due de ces droits, ils sont réglés ainsi qu'il suit: 9) den Inſtand der Sachen aufzunehmen, und Verzeich⸗ niſſe daruͤber zu errichten. D. u. M. Verzeichniſſe und Inventarien nebſt Beſchreibung zu machen. 8. 3 10) werden von dem Titel regulirt, der ſie geſtiftet hat. 28 B. 3r T. Von dem Nießbrauche ꝛc. 255 623. Sſt nur ein Theil der dem Nießbrauche un⸗ terworfenen Sache zu Grunde gegangen, ſo dauert der Nießbrauch an dem Überreſte fort. 624. Iſt der Nießbrauch nur auf ein Gebaͤude be⸗ ſtellt worden, und wird dieſes Gebäude durch eine Feu⸗ krsbrunſt oder durch einen andern Zufall zerſtört, oder fällt es vor Alter zuſammen, ſo hat der Nutznießer weder ein Recht auf den Nießbrauch des Grund und Bodens, noch der Materialien. War der Nießbrauch auf ein Gut beſtellt, wovon das Gebäude einen Theil ausmachte, ſo hat der Nutz⸗ nießer den Nießbrauch von dem Grund und Boden und von den Materialien. Zweytes Capitel. Von dem Gebrauche und der Wohnung. 625. Das Recht des Gebrauches und der Woh⸗ nung wird auf eben die Art erworben und verloren, wie der Nießbrauch. 626. Man kann eben ſo wenig wie bey dem Nießbrauche in den wirklichen Genuß eintteten.; ohne zuvor Bürgſchaft geſtellt und Inventarien und Verzeich⸗ niſſe errichtet zu haben.*) G27. Wer das Recht des Gebrauches(der Uſuar), oder der Wohnung hat, muß die Sache wie ein guter Hausvater benutzen. 628. Die Rechte des Gebrauches und der Woh⸗ nung werden nach der Urkunde beſtimmt, durch welche ſie beſtellt worden ſind 10), und erhalten nach deren Be⸗ ſtimmung bald eine größere, bald eine geringere Aus⸗ dehnung. 629. Enthält die Urkunde keine Beſtimmung über den Umfang dieſer Rechte, ſo ſind ſie nach folgenden Grundſätzen zu beſtimmen: L. erhalten ihre Beſtimmung aus dem Rechtstitel, wodurch ſie dem Berechtigten eingeraͤumt wurden. D. aus dem Rechtstitel, der ſie begruͤndet hat. M. wer⸗ den nach der rechtlichen Erklaͤrung beſtimmt, durch wel⸗ che ſie eingeraͤumt worden ſind. E. 256 L. II. T. III. Usufruit, Usage, Habitation. 630. Celui qui a l'usage des fruits d'un fonds, ne peut en exiger qu'autant qu'il lui en faut pour ses besoins et ceux de sa famille. Il peut en exiger pour les besoins même des enitants qui lui sont survenus depuis la concession de l'usage. 631. L'usager ne peut céder ni louer son droit à un autre. 632. Celui qui a un droit d'habitation dans une maison, peut y demeurer avec sa famille, quand méème il n'aurait pas été marié à l'époque oùð ce droit lui a été donné. 633. Le droit d'habitation se restreint à ce qui est nécessaire pour l'habitation de celui à qui ce droit est concédé, et de sa famille. 634. Le droit d'habitation ne peut être ni ce- dé ni loué. 6535. Si l'usager absorbe tous les fruits du fonds, ou s'il occupe la totalité de la maison, il est assujetti aux frais de culture, aux réparations d'entretien, et au paiement des contributions, comme l'usufruitier. S'ilne prend qu'une partie des fruits, ou s'il woccupe qu'une partie de la maison, il contribue au prorata de ce dont il jouit. 636. L'usage des bois et foréts est réglé par des lois partieulières- 28 B. 3r T. Von dem Nießbrauche ꝛc. 257 630. Wem der Gebrauch der Früchte eines Grund⸗ ſtückes zuſteht, der kann davon nicht mehr foördern, als er für ſeine eigenen Bedürfniſſe und für die ſeiner Fami⸗ lie nöthig hat. Er kann deren auch für die Bedürfniſſe der Kinder fordern, die ihm erſt nach Einräumung des Gebrauches geboren worden ſind. 631. Der Uſuar kann ſein Recht einem Andern we⸗ der abtreten 11) noch verpachten. 652. Wer das Recht der Wohnung in einem Hau⸗ ſe hat, der kann mit ſeiner Familie darin wohnen, wenn er duch zu der Zeit, da ihm dieſes Recht eingeräumt wur⸗ de, nicht verheirathet geweſen iſt. 635. Das Recht der Wohnung beſchränkt ſich auf das, was derjenige, dem dieſes Recht eingeräumt wurde, nebſt ſeiner Familie zur Wohnung bedarf. 634. Das Recht der Wohnung kann weder abge⸗ treten 1²) noch verpachtet werden. 635. Gebraucht der Uſuar alle Früchte des Grund⸗ ſtückes, oder nimmt er das ganze Haus ein, ſo hat er, gleich dem Nutznießer, die Culturkoſten, die Unterhal⸗ tungsreparaturen und die Steuern zu tragen. Bezieht er nur einen Theil der Früchte, oder nimmt er nur einen Theil des Hauſes ein, ſo hat er nach Ver⸗ hältniß deſſen, was er benutzt, beyzutragen. 636. Das Gebrauchsrecht der Gehölze und Wal⸗ dungen iſt durch beſondere Geſetze beſtimmt. 11) ubertragen. D. u. M. 12) übertragen. D. u. M. Cod. N. 1 B. 17 N 258 L. II. T. IV. Servitudes ou Services fonciers. 1 4 TITRE QUATRIEME. Des Servitudes ou Services fonciers. (Décrété le 31 janvier 180 43. Promulgué le 10 février.) 637. Une servitude est une charge imposée sur un héritage pour l'usage et l'utilité d'un héri- tage appartenant aà un autre propriétaire. 638. La servitude n'établit aucune préémi- nence d'un héritage sur l'autre. 3 539. Elle dérive ou de la situation naturelle des lieux, ou des obligations imposées par la loi, ou des conventions entre les propriétaires. CHAPITRE PREMIER. Des Servitudes qui dérivent de la si- tuation des lieux. 640. Les fonds inférieurs sont assujettis en- vers ceux qui sont plus élevés, à recevoir les eaux qui en découlent naturellement sans que la main de T'homme y ait contribué. Le propriétaire inférieur ne peut point éle- ver de digue qui empèche cet écoulement. Le propriétaire supérieur ne peut rien faire qui aggrave la servitude du fonds inférieur. 64 1. Celui qui a une source dans son fonds, peut en user à sa volonté, sauf le droit que le pro- priétaire du fonds inférieur pourrait avoir acquis par titre ou par prescription. 642. La prescription, dans ce cas, ne peut s'acquérir que par une jouissance non interrompue pendant l'espace de trente années, à compter du — 28 B. Ar T. Von Servituten ꝛc. 259 Vierter Titel. Von Servituten oder Grundgerechtig⸗ keiten. (Decretirt den 31. Jan. 80¼. Promulgirt den 10. Febr.) 637. Eine Servitut iſt-eine Laſt, die einem Gute zum Gebrauche und Nutzen eines einem andern Eigen⸗ thümer zugehörigen Gutes auferlegt iſt. 638. Die Servitut begründet keinen Vorzug des einen Gutes vor dem anderen. 659. Sie hat ihren Grund entweder in der natür⸗ lichen Lage der Orte, oder in geſetzlich auferlegten Ver⸗ bindlichkeiten, oder in Verträgen zwiſchen den Eigen⸗ thümern. Erſtes Capitel. Von den Servituten, welche in der Lage der Orte ihren Grund haben. 640. Tiefer liegende Grundſtücke müſſen das Waſ⸗ ſer aufnehmen, das ſeinem natürlichen Laufe nach und ohne daß Menſchenhände dazu etwas beygetragen haben, von den höher gelegenen Grundſtücken abfließt. Der Eigenthümer des tiefer liegenden Grundſtücks darf keinen Damm aufwerfen, der dieſen Abfluß hindert. Der Eigenthümer des höher liegenden Grundſtücks darf nichts unternehmen, was die Servitut des tiefer lie⸗ genden Grundſtückes läſtiger macht. 641. Wer eine Quelle auf ſeinem Grund und Bo⸗ den hat, kann ſich ihrer nach Willkühr bedienen, jedoch unbeſchadet des Rechts, das der Eigenthümer eines tie⸗ fer liegenden Grundſtückes durch Urkunden ¹) oder Ver⸗ jährung etwa erworben hat. 642. Der Erwerb durch Verjährung kann in dieſem Falle nur durch einen dreyßigjährigen ununterbro⸗ chenen Genuß bewirkt werden, und zwar von dem Au⸗ 1) durch Titel. L. u. D. durch einen Rechtstitel. M. durch rechtliche Willenserklaͤrung. E. 260 L. II. T. IV. Servitudes ou Services fonciers. moment oiu le propriétaire du fonds inférieur a fait et terminé des ouvrages apparents destinés à faci- liter la chute et le cours de l'eau dans sa propriété. 6 45. Le propriétaire de la source ne peut en changer le cours, lorsqu'il fournit aux habitants d'une commune, village ou hameau, l'eau qui leur est nécessaire: maissi les habitants n'en ont pas ac- quis ou prescrit l'usage, le propriétaire peut réẽ- clamer une indemnité, laquelle est réglée par ex- perts. 6 ½ 3. Celui dont la propriété borde une eau courante, autre que celle qui est déclarée dépen- dance du domaine public par Particle 538 au titre de la Histinction des biens, peut s'en servir a son passage pour l'irrigation de ses propriétés. Celui dont cette eau traverse l'héritage, peut méme en user dans l'intervalle qu'elle y parcaurt, mais à la charge dée la rendre, à la sortie de Ses fonds, à son cours ordinaire. 6 45. S'il s'élève une contestation entre les propriétaires auxquels ces eqaux peuvent ètre uti- les, les tribunaux, en prononçant, doivent con- cilier Pintérêt de l'agriculture avec le respect du à Ja propriété; et, dans tous les cas, les régle- ments particuliers et locaux sur le cours et l'usage des eaux doivent ètre observés. 66. Tout propriétaire peut obliger son voi- sin au bornage dée leurs propriétés contigués.— Le bornage se fait à frais communs. 647. Tout propriétaire peut clore son hérita- ge, sauf exception portée en Particle 682. 68. Le propriétaire qui veut se clore, perd son droit au parcours et vaine pdâture, en Propor- tion du terrain qu'il y soustrait. 2) an der gemeinen Huͤtung auf ungebauten Feldern. D. u. M. auf Weidſtrich und oͤden Weidgang⸗ L. auf — 28 B. Ar T. Von Serrvituten ꝛc. 261 genblicke an gerechnet, wo der Eigenthümer des tiefer liegenden Grundſtückes ſichtbare Anlagen gemacht und vollendet hat, um den Fall und Lauf des Waſſers auf ſein Eigenthum zu erleichtern. 645. Der Eigenthümer der lle darf ihren Lauf nicht verändern, wenn ſie den Eim w whenden einer Ge⸗ meinde, eines Dorfes oder Weilers das ihnen nöthige Waſſer verſchafft; haben jedoch die Einwohner den Ge⸗ brauch davon nicht erworben oder durch Verjährung er⸗ langt, ſo kann der Eigenthümer eine durch Sachverſtän⸗ dige zu beſtimmende Entſchädigung fordern. 644. Dedjenige⸗ deſſen Eigenthum. an ein fließen— des Waſſer ſtoßt, kann ſich deſſelben da, wo es vorbey— fließt, zur Bewäſſerung ſeines Eigenthums bedienen, je⸗ doch mit Ausnahme derjenigen Gewäſſer, die im Art. 538. in dem Titel von der Eintheilung der Sa⸗ chen für Theile des Staatsvermögens erklärt ſind. Derjenige⸗ durch deſſen Grundſtück dieſes Waſſer fließt, kann ſich deſſelben ſogar innerhalb der Strecke, die es daſelbſt durchläuft, bedienen, jedoch muß er ihm da, wo es ſeinen Grund und Boden verläßt, ſeinen gewöhn⸗ lichen Lauf wieder geben. 645. Entſteht ein Streit zwiſchen den Eigenthü— mern, welchen dieſe Gewäſſer nützlich ſeyn können, ſo ſollen die Gerichte in ihrer Entſcheidung ſowohl auf das Beſte des Ackerbaues als auf die dem Eigenthum gebüh⸗ rende Achtung Rückſicht nehmen; auch ſind in jedem Fal die beſondern und Localverordnungen über den Lauf und die Benutzung der Gewäſſer zu beobachten. 5 r Eigenthümter kann ſeinen Gränznach⸗ nung ihrer an einander ſtoßenden Grund⸗ Die Abſteinung geſchieht auf gemein⸗ 8 ſtücke zwing ſchaftliche Koſten. 647. Jeder Eigenthümer iſt berechtigt ſein Grund⸗ ſtück einzuſchließen, mit Vorhehalt der im 682. Art. feſt⸗ geſetzten Auzma hme. 648. Der Eigenthümer, der ſein Grundſtück ein⸗ ſchließ b tn verliert ſein Recht auf die Stoppelwei⸗ de ²), nach Verhäl ltniß des derſelben entzogenen Bodens. Weidſtrich und Stoppelweide. S. F 49f Koppeltrift und. Brachhutung(Stoppelhutung.) 262 L. II. T. IV. Servitudes ou Services fonciers. CHAPITRE II. Des Servitudes établies par la loi. 649. Les servitudes établies par la loi ont pour objet l'utilité publique ou communale, ou l'utilité des particuliers. 650. Celles établies pour l'utilité publique ou communale ont pour objeét le marchepied le long des rivières navigables ou flottables, la construc- tion ou réparation des chemins et autres ouvrages publics ou communaux. Tout ce qui concerne cette espèce de servitu- de, est déterminé par des lois ou des réglements particuliers. 651. La loi assujettit les propriétaires à diffé- rentes obligations l'un à l'égard de l'autre, indé- pendamment de toute convention. 652. Partie de ces obligations est réglée par les lois sur la police rurale; es autres sont relatives au mur et au fossé mitoyens, au cas od il y a lieu à contre-mur, aux vues sur la propriété du voisin, à l'égout des toits, au droit de passage. SECTION PREMIERE. Du Mur et du Fossé mitoyens. 653. Dans les villes et les campagnes, tout mur servant de séparation entre batiments jusqu'à Phéberge, ou entre cours et jardins, et même en- tre enclos dans les champs, est présumé mitoyen, s'il n'y a titre ou marque du contraire. 65 ½4. Il y a marque de non-mitoyenneté lors- que la sommité du mur est droite et à plomb de — —,——— — 28 B. Ar T. Von Servituten ꝛc. 263 Zweytes Capitel.— Von den durch das Geſetz angeordneten Servituten. 649. Die durch das Geſetz angeordneten Servitu⸗ ten haben entweder das gemeine Beſte, oder das Wohl einer Gemeinde, oder den Vortheil der Privatperſonen zum Zwecke. 650. Diejenigen, welche des gemeinen Beſtens oder des Vortheils einer Gemeinde wegen angeordnet ſind, haben zum Gegenſtande den Leinpfad ³) längs den ſchiff⸗ baren oder flößbaren Strömen, den Bau oder die Aus⸗ beſſerung der Straßen und anderer öffentlichen oder Ge⸗ meindeanlagen.. Alles, was ſich auf dieſe Gattung von Servituten bezieht, iſt durch beſondere Geſetze oder Verordnungen beſtimmt. 651. Das Geſetz legt den Eigenthümern verſchie⸗ dene Verbindlichkeiten gegen einander auf, ohne daß deshalb eine Übereinkunft Statt gefunden hat. 652. Ein Theil dieſer Verbindlichkeiten wird durch die Feldpolizeygeſetze beſtimmt; die übrigen beziehen ſich auf gemeinſchaftliche Mau⸗ ern und Gräben, auf die Fälle, wo eine Gegenmauer aufgeführt werden muß ⁴), auf die Ausſicht auf das be⸗ nachbarte Grundſtück, auf die Dachtraufe und auf die Wegegerechtigkeit. Erſter Abſchnitt. Von gemeinſchaftlichen Mauern und Gräben. 653. Sowohl in Städten als auf dem Lande wird jede Scheidemauer zwiſchen Gebäuden, bis zu der Höhe des niedrigſten(wenn ſie von ungleicher Höhe ſind) ⁵³), jede Scheidemauer zwiſchen Höfen und Gärten, und ſelbſt zwiſchen eingeſchloſſenen Feldſtücken, als gemeinſchaftlich vermuthet, wenn nicht aus einer Urkunde oder einem Zei⸗ chen das Gegentheil erhellet. 65 4. Ein Zeichen, daß eine Mauer nicht gemein⸗ ſchaftlich ſey, iſt dann vorhanden, wenn die Mauer auf 3) Thalweg(Leinpfad.) E. 4) wo eine Gegenmauer aufgefuͤhrt werden darf. L. wo Gegenmauern Statt finden. E. 5) ſo weit ſie an einander ſtoßen. E. 264 L. II. T.IV. Servitudes ou Services fonoiers. son parement d'un côté, et présente de l'autre un plan incliné; Lors encore qu'il n'y a que d'un côté ou un chaperon ou des filets et corbeaux de pierre qui y auraient été mis en bâtissant le mur. Dans ces cas, le mur est censé appartenir ex- clusivement au propriétaire du oôté duquel sont l'égout ou les corbeaux et filets de pierre. 655. La réparation et la reconstruction du mur mitoyen sont à la charge de tous ceux qui y ont droit, et proportionnellement au droit de chacun. 656. Cependant tout copropriétaire d'un mur mitoyen peut se dispenser de contribuer aux répa- xations et reconstructions en abandonnant le droit de mitoyenneté, pourvu que le mur mitoyen ne soutienne pas un bätiment qui lui appartienne. 657. Tout copropriétaire peut faire bâtir con- tre un mur mitoyen, et y faire placer des poutres ou solives dans toute l'épaisseur du mur, à cin- quante-quatre millimètres(deux pouces) près, sans préjudice du droit qu'a le voisin de faire ré- duire à l'ébauchoir la poutre jusqu'à la moitié du mur, dans le cas ou il voudrait lui-méême asseoir des poutres dans le même lieu, ou y adosser une cheminée. 658. Tout copropriétaire peut faire exhausser le mur mitoyen; mais il doit payer seul la dépen- se de l'exhaussement, les réparations d'entretien au-dessus de la hauteur de la cloture commune, et en outre l'indemnité de la charge en raison de Pexhaussement et suivant la valeur. 659. Si le mur mitoyen n'est pas en état de supporter l'exhaussement, celui qui veut l'ex- hausser doit le faire reconstruire en entier à ses frais, et l'excédant d'épaisseur doit se prendre de son côté. — [*9— 28 B. Ar T. Von Servituten w. 263 der einen Seite gerade und ſenkrecht von ihrer Spitze herabläuft, auf der andern aber eine abhängige Fläche bildet. Auch dann, wenn nur auf einer Seite eine Mauer⸗ kappe oder Steinleiſten und hervorragende Kragſteine vor⸗ handen ſind, die bey Erbauung der Mauer dort ange⸗ bracht wurden. In dieſen Fällen wird angenommen, daß die Mauer ausſchließlich demjenigen Eigenthümer gehöre, auf deſſen Seite ſich die Traufe, die Kragſteine oder die Steinleiſten befinden. 655. Die Reparatur und Wiederaufbauung einer gemeinſchaftlichen Mauer fällt allen denen zur Laſt, wel⸗ che ein Recht an dieſelbe haben, und zwar nach Ver⸗ hältniß des einem jeden von ihnen zuſtehenden Rechts. 656. Indeſſen kann jeder Miteigenthümer einer gemeinſchaftlichen Mauer ſich von dem Beytrage zur Re⸗ paratur und Wiederaufbauung derſelben dadurch befreyen, daß er ſein Recht an der Gemeinſchaft aufgibt, wenn nur die gemeinſchaftliche Mauer nicht ein ihm zugehöriges Gebäude unterſtützt. 657. Jeder Miteigenthümer kann an eine gemein⸗ ſchaftliche Mauer anzubauen, und in die ganze Dicke der⸗ ſelben bis auf vier und fünfzig Millimeter(zwey Zoll) Balken und Durchzüge einlegen laſſen; jedoch hat der Nachbar das Recht, die Balken bis in die Hälfte der Mauer mit dem Meiſſel abkürzen zu laſſen, wenn er an eben dieſer Stelle(auf ſeiner Seite) gleichfalls Balken einlegen, oder ein Kamin anbauen will. 658. Jeder Miteigenthümer kann die gemein⸗ ſchaftliche Mauer erhöhen laſſen, jedoch muß er die Ko⸗ ſten der Erhöhung und die Unterhaltungskoſten des über die gemeinſchaftliche Höhe gebauten Theils der Mauer allein tragen, und überdieß wegen der größern Belaſtung eine Entſchädigung, nach Verhältniß der Erhöhung und nach Maßgabe des Werthes, zahlen. 659. Iſt die gemeinſchaftliche Mauer nicht ſtark genug, um die Erhöhung zu tragen, ſo muß derjenige, der ſie erhöhen will, ſie auf ſeine Koſten von Grund aus neu aufbauen laſſen, und die Dicke muß bleß nach ſeiner Seite zu vermehrt werden. ———6 266 L. II. T. IV. Servitudes ou Services fonciers. 660. Le voisin qui n'a pas contribué à l'ex- haussement, peut en acquérir la mitoyenneté en payant la moitié de la dépense qu'il a coũté, et la valeur de la moitié du sol fourni pour l'excédant d'spaisseur, s'il y en a. 661. Tout propriétaire joignant un mur, a de méme la faculté de le rendre mitoyen en tout ou en partie, en remboursant au maitre du mur la moitié de sa valeur, ou la moitié de la valeur de la portion qu'il veut rendre mitoyenne, et moi- tié de la valeur du sol sur lequel le mur est bàti. . 662. L'un des voisins ne peut pratiquer dans le corps d'un mur mitoyen aucun enfoncement, ni y appliquer ou appuyer aucun ouvrage sans le consentement de l'autre, ou sans avoir, àa son re- fus, fait régler par experts les moyens nécessai- res pour que le nouvel ouvrage ne soit pas nuisible auXx droits de lautre. 663. Chacun peut contraindre son voisin, dans les villes et faubourgs, à contribuer aux cons- tructions et réparations de la clôture faisant sé- paration de leurs maisons, cours et jardins assis esdites villes et faubourgs: la hauteur de la clôture sera fixée suivant les réglements particuliers ou les usages constants et reconnus; et, à défaut d'usa- ges et de réglements, tout mur de séparation en- tre voisins, qui sera construit ou rétabli à l'ave- nir, doit avoir au moins trente-deux décimètres (dix pieds) de hauteur, compris le chaperon, dans les villes de cinquante mille ames et au-des- sus, et vingt-six déciméètres(huit pieds) dans les autres, 664. Lorsque les différents étages d'une mai- son appartiennent à divers propriétaires, si les ti- tres de propriété ne règlent pas le mode de répa- rations et reconstructions, elles doivent être faites ainsi qu'il suit: Les gros murs et le toit sont à la charge de tous les propriétaires, chacun en proportion de la valeur de"cGtage qui lui appartient. 28 B. 3r T. Von Servituten ic. 267 660. Der Nachbar, der zur Erhöhung nichts bey⸗ getragen hat, kann die Gemeinſchaft daran erwerben, wenn er die Hälfre der darauf verwendeten Koſten und den Werth der Hälfte des zu Vermehrung der Dicke er⸗ wa hergegebenen Grund und Bodens bezahlt. 661. Jeder Eigenthümer, deſſen Grundſtück an eine Mauer anſtößt, hat gleichfalls das Recht, dieſelbe ganz oder zum Theile gemeinſchaftlich zu machen, wenn er dem Eigenthümer der Mauer die Hälfte ihres Wer⸗ thes, oder des Werthes desjenigen Theils, den er ge⸗ meinſchaftlich machen will, und die Hälfte des Werthes des Bodens, worauf die Mauer gebaut iſt, bezahlt. 662. Ein Nachbar kann weder in eine gemeinſchaft⸗ liche Mauer einbrechen, noch irgend ein Werk daran an⸗ lehnen oder darauf ſtützen, ohne die Einwilligung des andern erhalten zu haben, oder, wenn dieſer ſie verwei⸗ gern ſollte, durch Sachverſtändige beſtimmen zu laſſen, wie das neue Werk auf eine den Rechten des andern un⸗ ſchädliche Art errichtet werden könne. 663. In Städten und Vorſtädten kann jeder ſeinen Nachbar zwingen, zur Erbauung und Reparatur der Scheidewand beyzutragen, welche ihre in dieſen Städten und Vorſtädten gelegenen Häuſer, Höfe und Gärten von einander trennt. Die Höhe der Scheidewand wird nach den beſondern Verordnungen oder beſtändigen und aner⸗ kannten Gebräuchen beſtimmt; in Ermangelung ſolcher Gebräuche und Verordnungen, ſoll jede Scheidemauer zwiſchen Nachbarn, die in Zukunft erbaut oder wieder hergeſtellt wird, in den Städten, welche fünfzig tauſend oder mehr Einwohner haben, wenigſtens zwey und drey⸗ ßig Decimeter(zehn Fuß) mit Inbegriff der Mauerkap⸗ pe, und in den übrigen Städten ſechs und zwanzig De⸗ cimeter(acht Fuß) hoch ſeyn. 66 4. Wenn die verſchiedenen Stockwerke eines Hauſes verſchiedenen Eigenthümern gehören, und die Urkunden über das Eigenthum die Art nicht beſtimmen, wie es mit den Reparaturen und der Wiederaufbauung gehalten werden ſoll, ſo ſind dabey folgende Grundſätze zu beobachten: die Hauptmauern und das Dach fallen allen Eigen⸗ thümern zur Laſt, jedem nach Verhältniß des Werthes des ihm zugehörigen Stockwerkes; 7 268 L. II. T. IV. Servitudes ou Services fonciers. Le propriétaire de chaque étage fait Ie plan- cher sur lequel il marche.. Le propriéraire du premier étage fait escalier qui y conduit; le propriétaire du second étage fait, à partir du premier, l'escalier qui conduit chez lui, et amnsi de suite.— 665., Lorsqu'on reconstruit un mur mitoyen ou une maison, les servätudes actives et passives se continuent à l'égard du nouveau mur ou de la nou- velle maison, sans toutefois qu'elles puissent éêtre aggravées, et pqurvu que la reconstruction se fasse avant que la prescription soit acquise. 666. Tous fossés entre deux héritages sont présumés mitoyens s'il n'y a titre ou marque du gontraire, 667. Il y a marque de non-mitoyenneté lorsque Ia levée ou le rejet de la terrese trouve d'un côté seulement du fossé. 608. Le fossé est censé appartenir exelusive- ment à celui du côté duquel le rejet se trouve. 669. Le fossé mitoyen doit être entretenu à frais communs. 670. Toute haie qui sépare des héritages est réputée mitoyenne, a moins qu'il n'y ait qu'un seul des héritages en état de clôture, ou s'il n'y a titre dou possession suffisante au contraire. 671, Il n'est permis de planter des arbres de haute tige qu'à la distance prescrite par les régle- ments particuliers actuellement existants, ou par les usages constants et reconnus; et, à défaut de réglements et usages, qu'à la distance de deux métres de la ligne séparative des deux héritages pour le arbres à haute tige, et à la distance d'un demi-metxe poux les Lutres arbres et haies vives. 7 5t ul 28 B. Ar T. Von Servituten le. 269 der Eigenthümer eines jeden Stockwerkes macht „ t erſten Stockwerkes macht die Treppe, welche dahin führt; der Eigenthümer des zwey⸗ ten Stockwerkes macht die Treppe, die, von dem erſten angerechnet, zu ihm führt, und ſo weiter. 665. Wird eine gemeinſchaftliche Mauer oder ein Haus wieder auſgebauet, ſo dauern die Activ⸗ und Paſ⸗ ſivſervituten, ohne jedoch erſchwert werden zu dürfen, in Hinſicht der neuen Mauer oder des neuen Hauſes fort, wenn anders die Wiederaufbauung vor vollendeter Ver⸗ jährung geſchieht. 6) 666. Alle Gräben, die ſich zwiſchen zwey Grund⸗ ſtücken befinden, werden als gemeinſchaftlich vermuthet, wenn nicht aus einer Urkunde oder einem Zeichen das Ge⸗ gentheil erhellet. 665. Ein Zeichen, daß der Graben nicht gemein— ſchaftlich ſey, iſt dann vorhanden, wenn der Erdwall oder der Auswurf der Erde ſich nur auf einer Seite des Grabens beſindet. 668. Es wird angenommen, daß der Graben dem⸗ jenigen ausſchließlich zugehöre, auf deſſen Seite ſich der Auswurf befindet. 669. Ein gemeinſchaftlicher Graben muß auf ge⸗ meinſchaftliche Koſten unterhalten werden. 670. Jede Hecke, welche Grundſtücke ſcheidet, wird für gemeinſchaftlich gehalten, ausgenommen, wenn nur eines dieſer Grundſtücke eingeſchloſſen iſt, oder wenn eine Urkunde oder ein hinlänglicher Beſitzſtand entge⸗ genſteht. 671. Hochſtämmige Bäume dürfen nur in der Ent⸗ fernung gepflanzt werden, welche durch die wirklich be⸗ ſtehenden beſondern Verordnungen, oder durch beſtändige und anerkannte Gebräuche feſtgeſetzt iſt; in Ermangelung ſolcher Verordnungen und Gebräuche ſollen hochſtämmige Baͤume von der Gränzlinie der beyden Grundſtücke zwey Meter(ohngefähr ſechs Fuß), andere Bäume und le⸗ bendige Hecken hingegen einen halben Meter Cohngefähr achtzehn Zoll) entfernt ſeyn. 6) der Wiederaufbau muß erfolgen, ehe die erwerbende Verjaͤhrung eingetreten iſt. E. 270 L. II. T. IV. Servitudes ou Services fonciers. 672. Le voisin peut exiger que les arbres et haies plantés à une moindre distance soient arra- chés.— Celui sur la propriété duquel avancent les branches des arbres du voisin, peut„contraindre celui-ci à couper ces branches. Si ce sont les racines qui avancent sur son hé- ritage, il a droit de les y couper lui-mème. 673. Les arbres qui se trouvent dans la haie mitoyenne sont mitoyens comme la haie; et chacun des deux propriétaires a droit de requérir qu'ils soient abattus. SECTION II. De la Distance et des Ouvrages intermédiaires requis pour cerbaines Constructions. 674. Celui qui fait creuser un puits ou une fosse d'aisance près d'un mur mitoyen ou non; Celui qui veut y construire cheminée ou ätre, forge, four ou fourneau, 4 X adosser une étable, Ou établir contre ce mur un magasin de sel ou amas de matières corrosives, Est obligé à laisser la distance prescrite par les réglements et usages particuliers sur ces objets, ou à faire les ouvrages prescrits par les mèêmes régle- ments et usages, pour éviter de nuire au voism. - SECTION III. Des Vuer sur la Propriété de son voisin. 675. L'un des voisins ne peut, sans le con- sentement de l'autre, pratiquer dans le mur mitoyen aucune feneètre ou ouverture, en quelque manière que ce soit, mèême à verre dormant. 676. Le propriétaire d'un mur non mitoyen, joignant immédiatement l'héritage d'autrui, Peut —= 99 2s B. 4r T. Von Servituten ꝛc. 271 672. Der Nachbar kann fordern, daß die in einer geringern Entfernung gepflanzten Bäume und Hecken ausgeriſſen werden.. Derjenige, auf deſſen Eigenthum die ÄAſte der ſeinem Nachbar zugehörigen Bäume überhängen, kann letztern zwingen, dieſe Aſte abzuhauen. Laufen die Wurzeln bis auf ſeinen Boden herüber, ſo hat er das Recht, ſie dort ſelbſt abzuſchneiden. 673. Bäume, die ſich in einer gemeinſchaftlichen Hecke befinden, ſind gemeinſchaftlich, wie die Hecke ſelbſt, und jeder von beyden Eigenthümern hat das Recht, zu fordern, daß ſie gefällt werden. Zweyter Abſchnitt. Von der Entfernung und den Zwiſchenwerken, welche bey gewiſſen Anlagen erforderlich ſind. 674. Wer bey einer gemeinſchaftlichen oder nicht gemeinſchaftlichen Mauer einen Brunnen oder eine Ver⸗ tiefung für einen Abtritt graben läßt; wer dort ein Kamin oder einen Feuerherd, eine Schmiedeeſſe, einen Backofen oder Ofen erbauen, einen Viehſtall daſelbſt anlehnen, oder an dieſer Mauer ein Magazin für Salz oder andere ätzende Materien anlegen will, der iſt verbunden, den durch beſondere Verordnun⸗ gen und Gebräuche über dieſe Gegenſtände beſtimmten Zwiſchenraum zu laſſen, oder die durch eben dieſe Ver⸗ ordnungen und Gebräuche vorgeſchriebenen Werke zu ma⸗ chen, damit ſeinem Nachbar keinen Schaden daraus erwachſe. Dritter Abſchnitt. Von der Ausſicht auf das Eigenthum ſeines Nachbars. 675. Kein Nachbar darf ohne Bewilligung des an⸗ dern in einer gemeinſchaftlichen Mauer irgend eine Art von Fenſter oder Offnung anbringen, nicht einmal ſolche, welche ſich nicht öffnen laſſen. 676. Der Eigenthümer einer nicht gemeinſchaftli⸗ chen Mauer, die unmittelbar an das Grundſtück eines 272 L. II. T. IV. Servitudes ou Services fonciers. pratiquer dans ce mur des jours ou fenétres à fer maillé et verre dormant. Ces feneètres doivent être garnies d'un treillis de fer, dont les mailles auront un décimètre(en- viron trois pouces huit lignes) d'ouverture au plus, et d'un chdssis à verre dormant.— 1 677. Ces fenètres ou jours ne peuvent etre établis qu'à vingt-six décimétres(huit pieds) au- dessus du plancher ou sol de la chambre du'on veut éclairer, si c'est à rez-de-chaussée, et à dix- neuf décimètres(six pieds) au-dessus du plancher pour les étages supérieurs. 678. On ne peut avoir de vues droites ou fe- nèêtres d'aspect, ni balcons ou autres semblables saillies sur l'héritage clos ou non clos de son voisin, s'il n'y a dix-neuf décimètres(six pieds) de dis- tance entre le mur ou on les pratique et ledit hé- ritage. . 679. On ne peut avoir des vues par côté ou obliques sur le mèême héritage, s'il n'y a six dẽci⸗ mètres(deux pieds) de distance. 680. La distance dontil est parlé dans les deux articles précédents, se compte depuis le paxrement extérieur du mur oQ l'ouverture Se fait, et, siil y a balcons ou autres semblables saillies, depuis leur ligne extérieure jusqu'à la ligne de séparation des deux propriétés. SECTION IV. De IEgout des koits. 681. Tout propriétaire doit établir des toits de manière que les eaux pluviales s'Scoulent sur 7) die mit Draht uͤberſtrickt ſind. 8. 4 8) Dieſe Fenſter muͤſſen noch mit einem eiſernen Gitter verſehen ſeyn, deſſen Maſchen höͤchſtens einen Deci⸗ —— * 28 B. Ar T. Von Servituten dc. 273 andern ſtößt, darf in dieſer Mauer Lichtlöcher oder Fen⸗ ſter anbringen, die ein eiſernes Gitter haben ⁷) und ſich nicht öffnen laſſen. Dieſe Fenſter müſſen mit einem eiſernen Gitter ver⸗ ſehen ſeyn, deſſen Stäbe höchſtens einen Decimeter(un⸗ gefähr drey Zoll und acht Linien) von einander entfernt ſind, und einen Rahmen haben, der ſich nicht öffnen läßt. 5) 67. Dieſe Fenſter oder Lichtlöcher dürfen in dem Erdgeſchoß nur in einer Höhe von ſechs und zwanzig De⸗ cimeter(acht Fuß), und in den höhern Stockwerken nur in einer Höhe von neunzehn Decimeter(ſechs Fuß) über dem Fußboden des Zimmers, welchem man Licht verſchaffen will, angebracht werden. 678. Nach dem Grundſtücke ſeines Nachbars, es mag geſchloſſen ſeyn oder nicht, darf man ſich keiner Ausſicht in gerader Richtung, keines zur Ausſicht beſtimm⸗ ten Fenſters, keines Balcons oder ähnlichen Vorſprungs anmaßen, wenn nicht die Mauer, wo man ſie anbringt, von dem erwähnten Grundſtücke neunzehn Decimeter (ſechs Fuß) entfernt iſt. 679. Auf daſſelbe Grundſtuck darf man ſich nur in einer Entfernung von ſechs Decimeter(zwey Fuß) einer Ausſicht von der Seite oder in ſchräger Richtung anmaßen. 680. Die in den beyden vorhergehenden Artikeln erwähnte Entfernung rechnet man von der äuſſern Seite der Mauer, worin die Offnung angebracht wird, und, wenn von einem Balcon oder ähnlichen Vorſprung die Rede iſt, von deſſen äuſſerer Linie bis zur Gränzlinie der beiderſeitigen Grundſtücke. Vierter Abſchnitt. Von der Dachtraufe. 681. Jeder Eigenthümer hat ſeine Dächer ſo ein⸗ zurichten, daß das Regenwaſſer auf ſeinen eigenen Bo⸗ meter weit ſind, und das ebenfalls nicht geoͤffnet wer⸗ den kann. 8. Cod. N. 1. B. 18 * 274 L. II. T. IV. Servitudes ou Services fonciers. son terrain ou sur la voie publique; il ne peut les faire verser sur le fonds de son voisin. SECTION V. Du Droit de passage. 682. Le propriétaire dont les fonds sont en- clavés et qui n'a aucune issue sur la voie publique, peut réclamer un passage sur les fonds de ses voi- sins pour l'exploitation de-son héritage, à la char- ge d'une indemnité proportionnée au dommage qu'il peut oecasionner. 683. Le passage doit régulièrement être pris du còôté ou le trajet est le plus court du fonds encla- vé à la voie publique. 68 4. Nèanmoins il doit être fixé dans l'endroit le moins dommageable à celui sur le fonds duquel il est accordé. 685. L'action en indemnité, dans le cas pré- vu par l'article 682, est prescriptible; et le passa- ge doit èêtre continué, quoique l'action en indem- nité ne soit plus recevable. CHAPITRE III. Des Servitudes établies par le fait de Thomme. d ——— SECTION PREMIERE. Des diverses espèces de Serbwitudes qui peuvenb otre etablies Sut les Biens, 686. Il est permis aux propriétaires d'établir sur leurs propriétés ou en faveur de leurs propri- étés telles servitudes que bon leur semble, pour- vu néanmoins que les services établis ne soient imposés ni à la personne, ni en faveur de la 28 B. 4r T. Von Servituten ꝛc. 275 den oder auf die öffentliche Straße abfließt; auf den Bo⸗ den ſeines Nachbars darf er es nicht ableiten⸗ Fuͤnfter Abſchnitt. Von der Wegegerechtigkeit. 682. Der Eigenthümer, deſſen Grundſtücke von andern eingeſchloſſe n ſind, und der keinen Ausweg auf eine öffentliche Straße hat, kann zur Benutzung ſeines Grund und Bodens einen Weg über die Grundſtücke ſei⸗ ner Nachbarn verlangen, jedoch nur gegen verhältniß⸗ mäſigen Erſatz des Schadens, den er etwa dadurch ver⸗ urſacht. 683. Der Weg muß in der Regel auf der Seite genommen werden, wo er von dem eingeſchloſſenen Grundſtücke am kürzeſten zur öffentlichen Straße führt. 684. Dennoch muß er an dem Orte angewieſen werden, wo er demjenigen, über deſſen Grundſtück er geſtattet wird, am unſchädlichſten iſt. 3 685. Die Klage auf Entſchädigung, welche für den im 682. Artikel angeführten Fall eintritt, iſt der Verjährung unterworfen, und der Weg darf nicht ver⸗ ſperrt werden, wenn auch die Klage auf Entſchädigung nicht mehr Statt hat. Drittes Capitel. Von den Servituten, welche durch menſchliche Handlungen errichtet werden. Erſter Abſchnitt. Von den verſchiedenen Arten der Servituten, die auf Gütern Statt finden können. 686. Jedem Eigenthümer iſt es erlaubt, ſein Ei⸗ genthum mit allen ihm beliebigen Servituten zu bela⸗ ſten, und ſolche zum Beſten ſeines Eigenthums zu er⸗ werben, wenn nur dieſe Servituten nicht einer Perſon, 1³ 276 L. II. T. IV. Servitudes ou Services fonciers. personne, mais seulement à un fonds et pour un fonds, et pourvu que ces services n'aient d'ailleurs rien de contraire à l'ordre public. L'usage et l'étendue des servitudes ainsi éta- plies se règlent par le titre qui les constitue; à dé- faut de titre, par les règles ci-apréès. 1 667. PLes servitudes sont établies ou pour l'u- sage des baͤtiments, ou pour celui des fonds de terre. Celles de la première espèce s'appellent urbai- nes, soit que les bâtiments auxquels elles sont dues soient situés à la ville ou à la campagne. Celles de laseconde espèce senomment rurales. 688. Les servitudes sont ou continues ou dis- continues. Les servitudes continues sont celles dont l'usa- ge est cu peut être continuel sans avoir besoin du fait actuel de l'homme: tels sont, les conduites d'eau, les égouts, les vues et autres de cette es- pèce. Les servitudes discontinues sont celles qui ont besoin du fait actuel de'homme pour être exercées: tels sont les droits de passage, puisage, Pacage et autres semblables. r 689. Les servitudes sont apparentes, ou non apparentes. Les servitudes apparentes sont celles qui s'an- noncent par des ouvrages extérieurs, tels qu'une porte, une fenetre, un aqusduc. 2 Les servitudes non apparentes sont celles qui n'ont pas de signe extérieur de leur existence, com- / 9) nach dem Titel. D. u. L. nach dem Rechtstitel. M. 10) laͤndliche. M. Feldſervituten. 8. Ruralſervituten. 1. 11) fortwaͤhrende oder unterbrochene. L. anhaltend oder n i el 28 B. 4r T. Von Servituten ꝛc. 277 ſondern bloß einem liegenden Gute auferlegt und erwor⸗ ben werden, und übrigens nicht enthalten, was der öf⸗ fentlichen Ordnung entgegen läuft. Der Gebrauch und der Umfang der alſo beſtellten Servituten wird durch die Urkunde*) beſtimmt, wo⸗ durch ſie eingeräumt worden ſind, und, in Ermangelung einer Urkunde, nach folgenden Grundſätzen. 637. Servituten werden entweder zum Beſten eines Gebäudes oder zum Beſten von Grundſtücken errichtet. Servituten der erſten Art heißen ſtädtiſche(ser- vitutes urbanae), die dazu berechtigten Gebäude mögen in einer Stadt oder auf dem Lande gelegen ſeyn. Die der zweyten Art heißen landwirthſchaftli— che 10)(servitutes rusticae). 688. Die Servituten ſind entweder ununterbrochen fortdauernde oder nicht ununterbrochen fortdauernde 11) (serv. continuae aut discontinuae). Ununterbrochen fortdauernde Servituten ſind dieje⸗ nigen, die fortwährend benutzt werden oder doch benutzt werden können, ohne daß zu ihrer Ausübung jedesmal eine menſchliche Handlung nöthig iſt, als: Waſſerlei— tungsgerechtigkeit, Traufrecht, Befugniß zur Ausſicht und andere dieſer Art. Nicht ununterbrochen fortdauernde Servituten ſind diejenigen, zu deren Ausübung jedesmal eine menſchliche Handlung nöthig iſt, als: die Wegegerechtigkeit, das Recht Waſſer zu ſchöpfen, die Hütungsgerechtigkeit und andere ähnliche. 689. Die Servituten ſind entweder ſichtbare oder nicht ſichtbare. 12) Sichtbare Servituten ſind diejenigen, die ſich durch äuſſere Anlagen, zum Beyſpiel durch eine Thüre, ein Fenſter, eine Waſſerleitung ankündigen. Nicht ſichtbare Servituten ſind diejenigen, deren Exiſtenz durch kein äuſſeres Zeichen bemerklich wird, wie nicht anhaltend. 8. ununterbrochen, oder nur von Zeit zu Zeit, wirkſam. E. 129 augenfaͤllig oder nicht augenfaͤllig. L. augenſcheinlich oder nicht augenſcheinlich. 8in die Augen fallende oder nicht in die Augen fallende. E 278 L. I. T. IV. Servitudes ou Services lonciers. me, par exemple, la prohibition de bätir sur un fonds, ou de ne bätir qu'a une hauteur déter- minée.. SECIION II. Oomment S'établissent les SGerwitudes. 690. Les servitudes continues et apparentes s'acquièrent par titre, ou par la possession de tren- te ans. 691. Les servitudes continues non apparentes, et les sexvitudes discontinues, apparentes ou non apparentes, ne peuvent s'établir que pPar titres. La possession mèême immémoriale ne suffit pas pour les établir; sans cependant qu'on puisse atta- quer aujourd'hui les servitudes de cette nature dẽé- jà acquises par la possession, dans les pays où elles pouvaient s'acquérir de cette manière. 692. La destination du père de famille vaut titre à Pégard des servitudes continues et apparen- tes. 695. Il n'y a destination du père de famille que lorsqu'il est prouvé que les deux fonds actuel- lement divisés ont appartenu au mèême propriétaire, et que c'est par lui que les choses ont été mises dans Pétat duquel résulte la servitude. 694. Si le propriétaire de deux héritages entre lesquels il existe un signe apparent de servitude dispose de l'un des héritages sans que le contrat contienne aucune conventionrelative àla servitude, elle continue d'exister activement ou passivement en faveur du fonds aliéné ou sur le fonds aliéné. 695. Le titre constitutif de la servitude, à 'égard de celles qui ne peuvent s'acquérir par la 28 B. 4r T. Von Servituten ꝛc. 279 zum Beyſpiel das Recht, auf einem Grundſtücke das Bauen überhaupt oder über eine beſtimmte Höhe zu verbieten. Zweyter Abſchnitt. Wie Servituten errichtet werden. 690. Ununterbrochen fortdauernde und zugleich ſichtbare Servituten werden durch Urkunden 11) oder durch einen dreyßigjährigen Beſitz erworben. 691. Ununterbrochen fortdauernde nicht ſichtbare Servituten, ſo wie nicht ununterbrochen fortdauernde Servituten, ſie mögen ſichtbar ſeyn oder nicht, kann man nur durch Urkunden erwerben. Selbſt der unvordenkliche Beſitz iſt nicht hinreichend, ſie zu erwerben; jedoch kann man Servituten dieſer Art, welche bereits in ſolchen Ländern durch Beſitz erworben worden ſind, wo ſie auf dieſe W konnten, jetzo nicht mehr anfechten. 692. In Anſehung der ununterbrochen fortdauern⸗ den und ſichtbaren Servituten vertritt die Beſtimmung des Eigenthümers die Stelle der Urkt 693. Die Beſtimmung des hümers iſt nur dann vorhanden, wenn erwieſen iſt, daß zwey dermalen getrennte Güter vormals Einem Eigenthümer zuge⸗ hört haben, und daß durch dieſen die Sachen in den Zuſtand verſetzt worden ſind, aus welchem die Servitut hervorgeht. 69 ½¾. Verfügt der Eigenthümer zweyer Güter, zwi⸗ ſchen welchen ſich ein ſichtbares Zeichen einer Servitut be⸗ findet, über eines von beyden, ohne daß der Vertrag ei⸗ ne Übereinkunft in Anſehung der Serbitut enthält, ſo dagert die Activ⸗ oder Paſſivſervitut zum Vortheil oder als Laſt des veräuſſerten Gutes fort. 695. Die Errichtungsurkunde einer Servitut, die man nicht durch Verjährung erwerben kann, läßt ſich 13) durch Titel. L. durch einen Rechtsgrund. M. durch Vergünſtigung D. durch ſchriftliche Willenserklaͤrun⸗ gen(uͤrkunden.) E. T 280 L. II. T. IV. Servitudes ou Services fonciers. 4— prescription, ne peut être remplacé que par un titre récognitif de la servitude, et 6mané du pro- priétaire du fonds asservi. 696. Quand on établit une servitude, on est censé accorder tout ce qui est nécessaire pour en user. 2 Ainsi la servitude de puiser de l'eau à la fon- taine d'autrui, emporte nécessairement le droit de Passaàge. SECTION III. Des Droits du propriétaire du fonds auquel la Ser- pitude est due. 697. Celui auquel est due une servitude, a droit de faire tous les ouvrages nécessaires pour en user et pour la conserver. 698. Ces ouvrages sont à ses frais, et non à ceux du propriétaire du fonds assujetti, à moins que le titre d'établissement de la servitude ne dise le contraire. 699. Dans le cas méème ou le propriétaire du fonds assujetti est chargé par le titre de faire à ges frais les ouvrages nécessaires pour l'usage ou la con- servation de la servitude, il peut toujours s'affran- chir de la charge, en abandonnant le fonds assujetti au propriétaire du fonds auquel la servitude est due. 700. Si l'héritage pour lequel la servitude a été établie vient à être divisé, la servitude reste due pour chaque portion, sans néanmoins que la condition du fonds assujetti soit aggravée. Ainsi, par exemple, s'il s'agit d'un droit de passage, tous les copropriétaires seront obligés de Pexercer par le même endroit. 701. Le propriétaire du fonds débiteur de la servitude ne péut rien faire qui tende à en dimi- nuer l'usage ou à le rendre plus incommode. Ainsi, il ne peut changer l'état des lieux, ni transporter l'exercice de la servitude dans un en-. 28 B. r T. Von Servituten ꝛc. 281 nicht anders erſetzen, als durch eine von dem Eigenthü⸗ mer des belaſteten Gutes ausgeſtellte Urkunde 14), worin er die Servitut anerkennt. 696. Wenn man eine Servitut errichtet, ſo wird angenommen, daß man zugleich alles das geſtatte, was zu ihrer Ausübung nöthig iſt. So bringt die Servitut, an einem fremden Brunnen Waſſer zu ſchöpfen, nothwendig die Wegegerechtigkeit mit ſich. Dritter Abſchnitt. Von den Rechten des Eigenthümers des berechtigten Gutes. 697. Wer zu einer Servitut berechtiget iſt, der hat zugleich das Recht, alle Anlagen zu machen, die er⸗ forderlich ſind, um ſie zu gebrauchen und zu erhalten. 698. Die Koſten dieſer Anlagen hat er, und nicht der Eigenthümer des belaſteten Gutes, zu tragen, es müß⸗ te denn die Errichtungsurkunde der Servitut das Gegen⸗ theil beſtimmen. 699. Selbſt in dem Falle, wo dem Eigenthümer des belaſteten Gutes durch die Urkunde die Verbindlich⸗ keit auferlegt iſt, die zum Gebrauche oder zur Erhaltung der Servitut erforderlichen Anlagen auf ſeine Koſten zu machen, kann er ſich immer von dieſer Verbindlichkeit da— durch befreyen, daß er das belaſtete Gut dem Eigenthü⸗ mer des berechtigten Gutes überläßt. 700. Wird das zur Servitut berechtigte Gut ge⸗ theilt, ſo dauert die Servitut für jeden einzelnen Theil deſſelben fort, ohne daß jedoch dadurch die Lage des be⸗ laſteten Gutes erſchwert werden darf. Wenn alſo, zum Beyſpiel, von der Wegegerechtig⸗ keit die Rede iſt, ſo ſind alle Miteigenthümer verbun⸗ den, ſich eines und deſſelben Weges zu bedienen. 701. Der Eigenthümer des belaſteten Gutes darf nichts unternehmen, was die Ausübung der Servitut ſchmälern oder unbequemer machen könnte. Er darf alſo den Zuſtand der Orte nicht verändern, noch die Ausübung der Servitut auf eine andere Stelle 14) Titel. L. D. u. M. Bekenntiß. L. 1 282 L. II. T. IV. Servitudes ou Services fonciers. droit différent de celui on elle a été primitivement assignée. Mais cependant, si cette assignation primitive Stait devenue plus onéreuse au propriétaire du fonds assujetti, ou si elle l'empéchait d'y faire des répa- rations avantageuses, il pourrait offrir au proprié- taire de Pautre fonds un endroit aussi commode pour Texercice de ses droits, et celui-ci ne pourrait pas le refuser. G 702. De son côté, celui qui a un droit de ser- vitude, ne peut en user que suivant son titre, sans pouvoir faire ni dans le fonds qui doit la servitude, ni dans le fonds à qui elle est due, de changement qui aggrave la condition du premier. SECTION IV. Comment les Servitudes S'éteignent. 703. Les servitudes cessent lorsque les choses se trouvent en tel état qu'on ne peut plus en user. 7044. Elles revivent si les choses sont rétablies de manière qu'on puisse en user; à moins qu'il ne se soit déja écoulé un espace de temps suffisant pour faire présumer'extinction de la servitude, ainsi qu'il est dit à l'art. 707. 705. Toute servitude est éteinte lorsque le fonds à qui elle est due, et celui qui la doit, sont réunis dans la même main. 706. La servitude est éteinte par le non- usa- ge pendant trente ans. 8⸗ 707. Les trente ans commencent à courir, selon les diverses espèces de servitudes, ou du jour ou l'on a cessé d'en jouir, lorsqu'il s'agit de servirudes discontinues, ou du jour ou il a été fait un acte contraire à la servitude, Lorsqu'il s'agit de servitudes continues. 28 B. Ar T. Von Servituten ꝛe. 28³ verlegen, als worauf ſie urſprünglich angewieſen wor⸗ den iſt. Wenn indeſſen dieſe urſprüngliche Anweiſung dem Eigenthümer des belaſteten Gutes läſtiger geworden ſeyn ſollte, oder ihn etwa verhinderte, vortheilhafte Verbeſ⸗ ſerungen dort vorzunehmen, ſo iſt er berechtiget, dem Eigenthümer des andern Gutes einen zur Ausübung ſei⸗ ner Rechte eben ſo bequemen Platz anzubieten, ohne daß dieſer die Annahme verweigern kann. 702. Der zu einer Servitut Berechtigte kann die⸗ ſelbe ſeinerſeits nur ſeiner Urkunde gemäß ausüben, und darf weder auf dem belaſteten noch auf dem berechtig⸗ ten Gute Veränderungen vornehmen, welche die Lage des erſtern erſchweren. Vierter Abſchnitt. Wie Servituten erlöſchen. 703. Die Servituten hören auf, ſobald die Sa⸗ chen ſich in einem ſolchen Zuſtande befinden, daß man ſie nicht mehr ausüben kann. 704. Sie lehen wieder auf, wenn die Sachen wie⸗ der in einen ſolchen Zuſtand gekommen ſind, daß man ſie ausüben kann, ſo fern nicht ein hinreichender Zeitraum verſtrichen iſt, um die Vermuthung zu begründen, daß die Servitut der Beſtimmung des 707. Artikels zufolge erloſchen ſey. 705. Jede Servitut iſt erloſchen, ſobald das dazu berechtigte und das damit belaſtete Gut einem und dem⸗ ſelben Eigenthümer zugehören. 706. Eine Servitut erliſcht durch dreyßigjährigen Nichtgebrauch. 70⁰7. Nach den verſchiedenen Arten der Servituten fangen die dreyßig Jahre entweder von dem Tage zu lau⸗ fen an, wo man aufgehört hat, ſie auszuüben, wenn von nicht ununterbrochen fortdauernden Servituten die Rede iſt; oder von dem Tage, wo eine mit der Servitut im Widerſpruche ſtehende Handlung vorgenommen wor⸗ den, wenn von ununterbrochen fortdauernden Servituten die Rede iſt. 284 L. II. T. IV. Servitudes ou Services fonciers. 708. Le mode de la servitude peut se prescri- re comme la servitude même, et de la mème ma- nière. 709. Si Théritage en faveur duquel la servi- tude est établie, appartient à plusieurs par indivis, la jouissance de Pun empéche la prescription à l'égard de tous. 710. Si parmi les copropriétaires il s'en trou- ve un contre lequel la prescription n'ait pu cou- rir, comme un mineur, il aura conservé le droit de tous les autres. — 28 B. 4r T. Von Servituten ꝛc. 285 708. Die Art der Ausübung einer Servitut kann eben ſo wohl, wie die Servitut ſelbſt, und auf gleiche Weiſe, verjährt werden. 7⁰9. Gehört das zur Servitut berechtigte Gut mehreren in ungetheilter Gemeinſchaft zu, ſo verhindert die Ausübung des einen die Verjährung in Anſehung aller übrigen. 710. Iſt unter den Miteigenthümern einer, wider den die Verjährung nicht laufen kann, zum Beyſpiel ein Minderjähriger, ſo werden durch dieſen die Rechte aller übrigen erhalten. LIVRE III. Des différentes Manieèeres dont on aequiert la Propriété. DISPOSITIONS GENERALES. (Décrétées le 19 avril 1803. Promulgusées le 29 du même mois.) 711. La propriété des biens s'acquiert et se transmet par succession, par donation entre-vifs ou testamentaire, et par l'effet des obligations.— 712. La propriété s'acquiert aussi par acces- sion ou incorporation, et par prescription. 713. Les biens qui n'ont pas de maitre, ap- partiennent à l'Etat. 714. Il est des choses qui n'appartiennent à personne et dont l'usage est commun à tous. Des lois de police règlent la manière d'en jouir. 715. La faculté de chasser ou de pécher est également réglée par des lois particulières. 716. La propriété d'un trésor appartient à celui qui le trouve dans son propre fonds: si le tré- sor est trouvé dans le fonds d'autrui, il appartient (*) S. Art. 394 u. 895. (**) S. Art. 546 u. 551. (***) S. Art. 539 u. 811. —η — 0— 287 Drittes Buch. Von den verſchiedenen Arten, das Eigenthum zu erwerben. Allgemeine Verfuͤgungen. (Decretirt den 19. April 1803. Promulgirt den 29. deſſel⸗ ben Monats.) 711. Das Eigenthum der Sachen wird erworben und geht über durch Erbfolge, durch Schenkungen un⸗ ter Lebenden und letztwillige Verordnungen ¹)(*), und kraft perſönlicher Verbindlichkeiten. 712. Das Eigenthum wird ferner erworben durch An und Zuwachs oder Einverleibung(**) und durch Verjährung. 713. Herrenloſe Sachen gehören dem Staa⸗ te.(***) 7 14. Es gibt Sachen, die niemand zugehören, de⸗ ren Gebrauch aber jedermann gemein iſt. Polizeygeſetze beſtimmen die Art, ſie zu benutzen. 7¹5. Das Recht zu jagen oder zu fiſchen wird gleichfalls durch beſondere Geſetze beſtimmt. 716. Das Eigenthum eines Schatzes ſteht demje⸗ nigen zu, der ihn auf ſeinem eigenen Grund und Bo⸗ den findet; iſt der Schatz auf fremdem Grund und Boden gefunden worden, ſo gehört er zur einen Hälfte demje⸗ 1) durch Schenkungen zwiſchen Lebenden, durch teſtamen⸗ tariſche Schenkungen. L. Sch ngen zwiſchen Leben⸗ zungen.§. Schen⸗ den, oder teſtamentariſche V kungen unter Lebenden oder auf den Todesfall. D. M. u./ E. 288 2 L. III. T. I. Des Suoccessions. 3 pour moitié à celui qui l'a découvert, et pour l'au- tre moitié au propriétaire du fonds.. Le trésor est toute chose cachée ou enfouie sur laquelle personne ne peut justifier sa proprié- té, et qui est découverte par le pur effet du hasard. 717. Les droits sur les effets jetés à la mer, sur les objets que la mer rejette, de quelque na- turxe qu'ils puissent être, sur les plantes et herba- ges qui croissent sur les rivages de la mer, sont aussi réglés par des lois particulières., Il en est de meme des choses perdues dont le maitre ne se représente pas. TITRE PREMIER. Des Successions. (Déerété le 19 avril 1803. Promulgué lezo du mèême mois.) CHAPITRE PREMIER. De l'Ouverture des Successions, et de la Saisine des héritiers. 718. Les successions s'ouvrent par la mort na- turelle et par la mort civile. 1— 719. La succession est ouverte par la mort civile, du momerit où cette mort est encourue, conformément aux dispositions de la section 2 du chapitre II du titre de la Jouissance et de la Privation des Droits civils. 720. Si plusieurs personnes respectivement appelées à la succession l'une de l'autre, périssent dans un même événement, sans qu'on puisse re- —— ,, 38 B. 1r T. Von der Erbfolge.. 26 nigen, der ihn entdeckt hat, und zur andern Hälfte dem Eigenthümer des Grund und Bodens. Ein Schatz iſt jede verborgene oder vergrabene Sa⸗ che, woran niemand ſein Eigenthum darthun kann, und die durch bloßen Zufall entdeckt worden iſt. 71. Das Recht auf ins Meer geworfene oder vom Meere ausgeworfene Sachen, von welcher Art ſie auch ſeyn mögen, und das Recht auf Pflanzen und Kräuter, die am Meeresſtrande wachſen, wird ebenfalls durch be⸗ ſondere Geſetze beſtimmt. Eben ſo verhält es ſich mit⸗verlornan Sachen, zu denen ſich kein Eigenthümer meldet. Erſter Titel. Von der Erbfolge. (Decretirt den 19. April 1803. Promulgirt den 29. deſſel⸗ ben Monats.) Erſtes Capitel. Von der Eroͤffnung einer Erbſchaft und der Be⸗ ſitznahme der Erben. 1) 718. Erbſchaften werden durch den natürlichen und durch den bürgerlichen Tod eröffnet. 719. Durch den bürgerlichen Tod wird eine Erb⸗ ſchaft von dem Augenblicke an eröffnet, wo dieſer Tod, den Beſtimmungen des 2. Abſchnittes des 2. Capitels in dem Titel von dem Genuſſe und dem Verluſte der Civilrechte gemäß, verwirkt iſt. 720. Wenn mehrere Perſonen, von denen wech⸗ ſelſeitig die eine zur Erbſchaft der andern berufen iſt, durch den nämlichen Unglücksfall umkoͤmmen, ohne daß 1) dem Uebergange des Beſitzes auf die Erben. D. u. M. dem Antritte der Erben. L. dem Erbs⸗Antritt. S. Cod. N. 1 B. 19 1. III. 1. I. Des Successions. 2* connaitre laquelle est décédée la première, la pré- somption de suxvie est déterminée par les circons- tances du fait, et, à leur défaut, par la force de l'’age et du sexe. 721. Si ceux qui ont péri ensemble, avaient moins de quinze ans, le plus àgé sera présumé avoir survécu. S'ils étaient tous au-dessus de soixante ans, le moins àgé sera présumé avoir survécu. Si les uns avaient moins de quinze ans, et les autres plus de soixante, les premiers seront pré- sumés avoir survécu. 722. Si ceux qui ont péri ensemble, avaient quinze ans accomplis et moins de soixante, le màle est toujours présumé avoir survécu, lorsqu'il y a égalité d'dâge, ou si la différence qui existe n'ex- céde pas une année. S'ils Staient du mèême sexe, la présomption de survie qui donne ouverture à la succession dans l'ordre de la nature, doit être admise: ainsi le plus jeune est présumé avoir survécu au plus dâgé. 723. La loi règle l'ordre de succéder entre les héritiers légitimes: à leur défaut, les biens pas- sent aux enfants naturels, ensuite à l'époux survi- vant; et s'il n'y en a pas, à l'Etat. 724. Les héritiers légitimes sont saisis de plein droit des biens, droits et actions du défunt, sous l'obligation d'acquitter toutes lIes charges de la succession: les enfants naturels, l'époux survivant et l'Etat, doivent se faire envoyer en possession 2) Wenn alle von maͤnnlichem Geſchlechte waren, L. 3) ſo muß diejenige Vermuthung des Ueberlebens, welche nach der Ordnung der Natur die Erbſchaft eroͤfnet, zuge⸗ laſſen werden; L. ſo ſoll bey der Frage, wer der Ueber⸗ lebende geweſen, diejenige Vermuthung angenommen werden, wodurch die Succeſſion nach dem gewöhnlichen Laufe der Natur anfaͤllt; D. ſo ſoll diejenige Vermu⸗ thung des Ueberlebens angenommen werden, wodurch 38 B. 1r T. Von der Erbfolge. 291 ſich ausmitteln läßt, welche zuerſt geſtorben iſt, ſo wird die Vermuthung für das Überleben durch die Umſtände, unter welchen ſich der Unglücksfall ereignet hat, und, in deren Ermangelung, durch die Stärke des Alters und des Geſchlechtes begründet. 522. Waren diejenigen, welche zuſammen umge⸗ kommen ſind, noch nicht funfzehn Jahre alt, ſo wird vermuthet, daß der älteſte am längſten gelebt habe. Waren ſie alle über ſechzig Jahre alt, ſo wird ver⸗ muthet, daß der jüngſte am längſten gelebt habe. Waren einige von ihnen noch nicht fünfzehn, die andern aber über ſechszig Jahre alt, ſo wird vermuthet, daß die erſtern am längſten gelebt haben. 722. Waren diejenigen, welche zuſammen umge⸗ kommen ſind, zwar volle fuͤnfzehn, aber noch nicht ſech⸗ zig Jahre alt, ſo wird, bey gleichem oder doch nicht um mehr als ein Jahr verſchiedenem Alter, immer vermu⸗ thet, daß die Perſon männlichen Geſchlechts am längſten gelebt habe. Waren ſie von Einem Geſchlechte 2) ſo wird als Vermuthung angenommen, daß ſie einander ſo überlebt haben, wie nach dem gewöhnlichen Laufe der Natur der Erbanfall zurerfolgen pflegt 3), daß alſo der jüngere den ältern überlebt habe. 723. Das Geſetz beſtimmt die Succeſſionsordnung unter den rechtmäßigen Erben; in deren Ermangelung fällt das Vermögen den unehelichen Kindern, dann dem über⸗ lebenden Ehegatten, und, wenn keiner vorhanden iſt, dem Staate zu. 724. Auf die rechtmäßigen Erben geht der Beſitz der Güter, Rechte und Forderungen des Verſtorbenen kraft des Geſetzes(ipso jure) über, unter der Ver⸗ bindlichkeit alle Laſten der Erbſchaft zu berichtigen; die unehelichen Kinder, der überlebende Ehegatte und der die Erbfolge nach dem gewoͤhnlichen Naturlaufe eröͤffnet wird, M. ſo muß die Vermuthung des Ueberlebens, wodurch die Erbſchaft nach dem gewoͤhnlichen Natur⸗Lauf eröffnet wird, angenommen werden; S. ſo ſoll voraus⸗ geſetzt werden, es habe eines das andere ſo uͤberlebt, wie es die Reihe der Erbfolge nach dem Laufe der Na⸗ tur mit ſich bringt; E. 15 6 292 L. III. T. I. Des Successions. „par justice dans les formes qui seront déetermi- m16es. CHAPITRE II. Des Qualités requises pour succéder. 725. Pour succéder, il faut nécessairement exister à l'instant de l'ouverture de la succession. Ainsi, sont incapables de succéder, 1⁰ Celui qui n'est pas encore conçu; 2⁰ L'enfant qui n'est pas né viable; 3° Celui qui est mort civilement. 726. Un étranger n'est admis à succéder aux biens que son parent, étranger ou Français, pos- sede dans le territoire de l'Empire, que dans les cas et de la manière dont un Français succède à son parent possédant des biens dans le pays de cet- étranger, conformément aux dispositions de P'ar- ticle 11, au titre de la Jouissance et de la Pri- vabion des Droits civils. 727. Sont indignes de succéder, et, comme tels, exclus des successions, 1⁰ Celui qui serait condamné pour avoir don- né ou tenté de donner la mort au défunt; 2° Celui qui a porté contre le défunt une ac- cusation capitale jugée calomnieuse; 3° L'héritier majeur qui, instruit du meurtre du défunt, ne l'aura pas dénoncé à la justice. 728. Le défaut de dénonciation ne peut être oOpposé aux ascendants et descendants du meurtrier, nis a ses alliés au meme degré, ni à son époux ou 8 38 B. 1r T. Von der Erbfolge. 295 Staat müſſen ſich in der unten beſtimmten Form gericht⸗ lich in den Beſitz einweiſen laſſen.(†) Zweytes Capitel. Von den zur Erbfaͤhigkeit erforderlichen Eigen⸗ ſchaften. 725. Um erben zu können muß man nothwendiger Weiſe in dem Augenblicke, wo die Erbſchaft eröffnet wird, exiſtiren. Nicht erbfähig ſind alſo: 1.) der, welcher noch nicht empfangen iſt; 2.) das nicht lebensfähig geborne Kind; 3.) der bürgerlich Todte.(†*) 726. Ein Ausländer wird zur Erbfolge in das Ver⸗ mögen, das ſein Verwandter, dieſer ſey ebenfalls ein Ausländer oder ein Franzoſe, in dem Gebiete des Reichs beſitzt, nur in den Fällen und auf die Weiſe zugelaſſen, wie ein Franzoſe ſeinen Verwandten beerbt, der in dem Lande dieſes Ausländers Güter beſitzt, in Gemäßheit der Verfügung des 11. Artikels im Titel von dem Ge⸗ nuſſe und dem Verluſte der Civilrechte. 727. Der Erbfolge ſind unwürdig und als ſolche von derſelben ausgeſchloſſen: 1.) derjenige, welcher deshalb verurtheilt worden iſt, weil er den Verſtorbenen ums Leben gebracht, oder den Verſuch dazu gemacht hat; 2.) derjenige, welcher gegen den Verſtorbenen eine Capitalanklage angebracht hat, die nachher für verläum⸗ deriſch erklärt worden iſt; 3.) ein volljähriger Erbe, der die ihm bekannte Er⸗ mordung des Verſtorbenen bey Gerichte anzuzeigen un⸗ terlaſſen hat. 728. Die Unterlaſſung dieſer Anzeige kann jedoch den Ascendenten und Descendenten des Mörders nicht entgegengeſetzt werden, und eben ſo wenig den in dieſem Grade mit ihm Verſchwägerten, noch auch ſeinent Ehemann oder ſeiner Ehefrau, ſeinen Brüdern oder (*) S. Art. 769 u. 770, (**) S. Art. 25. 29½ L. III. T. I. Des Suecessions. à son épouse, ni à ses frères ou soeurs, ni à ses oncles et tantes, ni à ses neveux et nièces. 729. L'héritier exclu de la succession pour cause d'indignité, est tenu de rendre tous les fruits et les revenus dont il a eu la jouissance depuis l'ou- verture de la succession. 730. Les enfants de l'indigne, venant à la succession de leur chef, et sans le secours de la représentation, ne sont pas exclus pour la faute de leur père; mais celui-ci ne peut, en aucun cas, réclamer, sur les biens de cette succession, l'usu- fruit que la loi accorde aux pères et mères sur les biens de leurs enfants. CHAPITRE III. Des divers Ordres de succession. SECTION FPREMIERE. Disposibions géenérales. 731. Les successions sont déférées aux enfants et dessendants du défunt, à ses ascendants et à ses parents collatéraux, dans l'ordre et suivant les règles ci-après déterminés. 732. La loi ne considere ni la nature ni l'ori- gine des biens pour en régler la succession. 753. Toute succession échue à des ascendants, ou à des collatéraux, se divise en deux parts éga- les: T'une pour les parents de la ligne paternelle, T'autre pouxr les parents de la ligne maternelle. Les parents utérins ou consanguins ne sont pas exclus par les germains; mais ils ne prennent part que dans leur ligue, sauf ce qui sera dit à 38 B. 1r T. Von der Erbfolge. 295 Schweſtern, ſeinen Oheimen und Tanten, ſeinen Nef⸗ fen und Nichten. 729. Wird der Erbe wegen Unwürdigkeit von der Erbfolge ausgeſchloſſen, ſo muß fer alle ſeit Eröffnung der Erbſchaft genoſſene Früchte und Einkünfte heraus⸗ geben. 750. Kinder des Unwürdigen, welche kraft eigenen Rechtes, und nicht vermöge des Repräſentationsrechtes zur Erbfolge gelangen, ſind wegen des Verſchuldens ih⸗ res Vaters nicht ausgeſchloſſen; dieſer kann aber in kei⸗ nem Falle, in Anſehung dieſer Erbſchaft, auf den Nieß⸗ brauch Anſpruch machen, den das Geſetz den Eltern an dem Vermögen ihrer Kinder gibt. Drittes Capitel. Von den verſchiedenen Ordnungen der Erbfolge. Erſter Abſchnitt. Allgemeine Verfügungen. 731. Die Kinder und Descendenten des Verſtor⸗ benen, ſeine Ascendenten und ſeine Seitenverwandten gelangen in nachſtehender Ordnung und nach folgenden Grundſätzen zur Erbfolge. 732. Das Geſetz berückſichtiget bey Beſtimmung er Erbfolge weder die Beſchaffenheit, nach den Urſprung es Vermögens. 753. Jede den Ascendenten oder Seitenverwand⸗ ten zugefallene Erbſchaft wird in zwey gleiche Theile ge— theilt; die eine Hälfte erhalten die Verwandten der väter⸗ lichen, die andere die Verwandten der mütterlichen Linie. Die nur von der mütterlichen oder von der väterli chen Seite allein verwandten Perſonen werden durch die Verwandten von beyden Seiten nicht ausgeſchloſſen 4 93 ſie nehmen aber nur an der Erbportion ihrer Linie Theil, d d 4) die halbbuͤrtige Verwandten von der Mutter oder vom Vater her werden durch die vollbuͤrtige nicht aus— geſchloſſen; L. u. 8. 296 L. III. T. I. Des Successions- Particle 752. Les germains prennent part dans les deux lignes. Il ne se fait aucune dévolution d'une ligne à Tautre, que lorsqu'il ne se trouve aucun ascen- dant ni collatéral de l'une des deux lignes. 754. Cette première division opérée entre les lignes paternelle et maternelle, il ne se fait plus de division entre les diverses branches; mais la moilieé devolue* chaque ligne appartient à Phéri- tier ou aux héritiers les plus proches en degrés, sauf le cas de la représentation, ainsi qu'il sera dit ci- après. 735. La proximité de parenté s'établit par le nombre de générations; chaque génération s'ap- pelle un degre. 736. La suite des degrés forme la ligne; on appelle ligne direcke la suite des degrés entre per- sonmes qui descendent Pune de Pautre; ligne colla- ter⸗ de, la suite des degrés entre Personnes qui ne descendent pas les unes des autres, mais qui des- cendent d'un auteur commun. On distingue la ligne directe, en ligne directe descendante et ligne directe ascendante. La premidère est celle qui lie le chef avec ceux qui descendent de lui; la deuxième est celle dui lie une personne avec ceux dont elle descend-. 737. En ligne directe, on compte autant de degrés qu'il y a de générations entre les person- nes: ainsi le fils est, à l'égard du père, au pre- mier degré; le petit-fils au second; et réciproque- ment du peére et de l'areul à l'égard des fils et pe- tits-Hils. 758. En ligne collatérale, les degrés se comp- tent par les générations, depuis l'un des parents ——— (*) S. Art. 755. 5) Es geſchieht keine Devolution von einer Linie auf die andere, als wenn ꝛc. L. Der Ruͤckfall von einer Linie auf die andere hat nur in ſo fern Statt, als zc. D. 3s B. ur T. Von der Erbfolge. 297 jedoch mit Ausnahme des im Art. 752 beſtimmten Fal⸗ les. Verwandte von beyden Seiten nehmen an der Erbportion beyder Linien Theil. Die Erbportion der einen Linie fällt nur dann auf die andere 5), wenn in einer von beyden Linien kein Ascendent oder Seitenverwandter vorhanden iſt.(*†). 73 4. Iſt dieſe erſte Theilung zwiſchen der väterli⸗ chen und mütterlichen Linie geſchehen, ſo findet keine weitere Theilung in die verſchiedenen Stämme Statt, ſondern die einer jeden Linie zugefallene Hälfte gebührt dem oder den Erben, welche dem Grade nach die nächſten ſind, den Fall der Repräſentation ausgenommen, von welchem unten die Rede ſeyn wird. 735. Die Nähe der Verwandtſchaft wird durch die Zahl der Generationen beſtimmt; jede Generation heißt ein Grad. —36. Eine Reihe von Graden bildet eine Linie. Die Reihe der Grade unter Perſonen, deren eine von der andern abſtammt, nennt man gerade Linie; die Reihe der Grade unter Perſonen, deren eine zwar von der andern nicht abſtammt, die aber einen gemein⸗ ſchaftlichen Stammvater haben, heißt Seitenlinie. In gerader Linie unterſcheidet man die abſteigende und die aufſteigende gerade Linie. Die erſte iſt diejenige, welche den Stammvater mit ſeinen Descendenten verbindet; die zweyte iſt diejenige, welche eine Perſon mit denjenigen verbindet, von welchen ſie abſtammt. 32. In der geraden Linie zählt man ſo viele Gra⸗ de, als Generationen zwiſchen den Perſonen ſind; der Sohn iſt alſo mit ſeinem Vater im erſten, der Enkel im zweyten Grade verwandt, und ſo umgekehrt der Vater und Großvater mit ſeinem Sohne und Enkel. 538. In der Seitenlinie zählt man die Grade nach den Generationen von dem einen Verwandten bis zum ge⸗ Es faͤllt von einer Linie nichts an die andere, als wenn zc.§. Eine Verfällung von einer Linie auf die andere hat nur in ſo fern Statt, als ꝛc. M. Es findet kein Erbanfall aus einer Linie in die andere Statt, bis d E C. E. L. III. T. I. Des Successions. jusques et non compris Pauteur commun, et de- Puis celui-ci jusqu'à l'autre parent. Ainsi, deux frères sont au deuxième degrée; Poncle et le neveu sont au troisiéme degré; les cousins germains au quatrième; ainsi de suite. SECTION II. De la Heprésentation. 759. La représentation est une Hction de la loi, dont l'effet est de faire entrer les représen- tants dans la place, dans le degré et dans les droits du représenté. 740. La représentation a lieu à Pinfini dans la, ligne directe descendante. Elle est admise, dans tous les cas, soit que les enfants du défunt concourent avec les descendants d'un enfant prédécédé, soit dque tous les enfants du défunt étant morts avant lui, les descendants desdits enfants se trouvent entre eux en degrés égaux ou inégaux. 741. La représentation n'a pas lieu en faveur des ascendants; le plus proche, dans chacune des deux lignes, exclut toujours le plus éloigné. 742. En ligne collatérale, la représentation est admise en faveur des enfants et descendants de frères ou soeurs du défunt, soit qu'ils viennent à sa succession concurremment avec des oncles ou tantes, soit que tous les frères et soeurs du dé- funt étant prédécédés, la succession se trouve dé- volue à leurs descendants en degrés égaux ou inégaux.— 3 745. Dans tous les cas oi la représentation est admise, le partage s'opère par souche: si une méme souche a produit plusieurs branches, la sub- division se fait aussi par souche dans chaque bran- che, et les membres de la même branche parta- gent entre eux par tèête. 8 38 B. 1r T. Von der Erbfolge. 299 meinſchaftlichen Stammvater, dieſen jedoch nicht mitge⸗ zählt, und von dem gemeinſchaftlichen Stammvater bis zum andern Verwandten. Alſo ſind zwey Brüder im zweyten Grade, der Oheim und der Neffe im dritten, Geſchwiſterkinder im vierten Grade mit einander verwandt, und ſo werter. Zweyter Abſchnitt. Von dem Repräſentationsrechte. 739. Die Repräſentation iſt eine geſetzliche Fiction, vermöge deren die Repräſentirenden in die Stelle, den Grad und die Rechte desjenigen eintreten, den ſie re⸗ präſentiren. 740. In gerader abſteigender Linie hat das Reprä⸗ ſentationsrecht bis ins Unendliche Statt. Es tritt in allen Fällen ein, es mögen nun die Kin⸗ der des Erblaſſers mit den Descendenten eines früher verſtorbenen Kindes zuſammentreffen, oder, wenn die Kin⸗ der des Erblaſſers alle vor ihm geſtorben ſind, die Des— cendenten dieſer Kinder mit einander in gleichem oder ungleichem Grade ſtehen. 741. Zu Gunſten der Ascendenten hat das Reprä⸗ ſentationsrecht nicht Statt; in jeder von beyden Linien ſchließt immer der Nähere den Entferntern aus. 742. In der Seitenlinie tritt das Repräſentati⸗ onsrecht zu Gunſten der Kinder und Descendenten der Geſchwiſter des Erblaſſers ein, ſie mögen zugleich mit Oheimen oder Tanten zur Erbfolge gelangen, oder es mag die Erbſchaft, wenn alle Brüder und Schweſtern des Erblaſſers ſchon früher geſtorben ſind, deren in gleichen oder ungleichen Graden ſtehenden Descendenten anfallen. 743. In allen Fällen, in welchen das Repräſenta⸗ tionsrecht eintritt, geſchieht die Theilung nach Stäm⸗ men; ſind von einem Stamme mehrere Nebenlinien ent⸗ ſproſſen, ſo geſchieht die Vertheilung unter die Neben⸗ linien gleichfalls nach Stämmen, die Glieder einer und derſelben Nebenlinie theilen dagegen unter ſich nach Köpfen.. 300 L. III. T. I. Des Successions. 744. On ne représente Pas les personnes vi- vantes, mais seulement celle s qui sont mortes na- ; bür, turellement ou civilement. On peut représenter celui à la succession du- mar quel on a renoncs. SEOTION III. Des Successions déſérées auoc Desgend a. 745. Les enfants ou leurs descendants sucos- ir dent à leurs père et mère, aleuls, aleules, ou Un autres ascendants, sans distinction de sexe ni de da primogéniture, et encore qu'ils soient issus de différents mariages. IIs succèdent par égales portions et par tête, quand ils sont tous au premier degré et appelés de m leur chef: ils succèdent par souche, lorsqu'ils Viennent tous ou en Partie par representation. SECTION IV. Des Gaulcoeᷣstons déſéνεεας allςÆ ᷣioendantv. 746. Si le défunt n'a laissé ni postérité, ni frère, ni soeur, ni descendants d'eux, la succes- ne sjon se divise par moitié entre les ascendants de la ſe ligne paternelle et les ascendants de la ligne ma- 3 ternelle. d L'ascendant qui se trouve au degré le plus proche, recueille la moitié affectée à Sa ligne, 1 i T'exclusion de tous autres. Les ascendants au mèême degré succèdent par— tt6.... 747. Les ascendants succèdent, A V'exclusion 3 de tous autres, aux choses par eux données à leurs 3 enfants ou descendants décédés sans postérité, lorsque les objets donnés se retrouvent en nature— dans la succession. Si les objets ont été aliénés, les ascendants re- 1 cueillent le prix qui peut en être dù. Is succè- d 36 B. 1r T. Von der Erbfolge. 301 44. Lebende Perſonen kann man nicht repräſenti⸗ ren, ſondern nur diejenigen, die entweder natürlich oder bürgerlich todt ſind. Denjenigen, deſſen Erbſchaft man entſagt hat, kann man repräſentiren. . 2 4 Dritter Abſchnitt. Von der Erbfolge der Descendenten. -—45. Die Kinder oder deren Descendenten beerben ihre Eltern, Großeltern oder übrigen Ascendenten, ohne Unterſchied des Geſchlechts oder der Erſtgeburt, ſelbſt dann, wenn ſie aus verſchiedenen Ehen herſtammen. Sie erben zu gleichen Theilen und nach Köpfen, wenn ſie alle im erſten Grade ſtehen und kraft ihres ei— genen Rechtes zur Erbſchaft berufen ſind; ſie erben nach Stämmen, wenn ſie alle oder zum heil kraft des Re⸗ präſentationsrechtes zur Erbfolge gelangen. Vierter Abſchnitt. Von der Erbfolge der Ascendenten. 746. Hat der Verſtorbene keine Nachkommen, kei⸗ ne Geſchwiſter, noch Descendenten von ihnen hinterlaſ⸗ ſen, ſo wird die Erbſchaft in zwey gleiche Theile unter die Ascendenten der väterlichen und die Ascendenten der mütterlichen Linie getheilt. Der Ascendent, der dem Grade nach der nächſte iſt, erhält die auf ſeine Linie fallende Hälfte, mit Aus⸗ ſchließung aller Andern. Ascendenten, die in gleichem Grade ſtehen, erben nach Köpfen. 747. Die Ascendenten erben, mit Ausſchließung aller Andern, diejenigen Sachen, die ſie ihren ohne Nachkommen geſtorbenen Kindern oder Enkeln geſchenkt hatten, wenn die geſchenkten Gegenſtände ſich noch in Natur in der Verlaſſenſchaft vorfinden. Sind die Sachen veräuſſert, ſo erhalten die Ascen⸗ denten den etwa noch ausſtehenden Kauſpreis; auch er⸗ 3⁰² L. III. T. I. Des Sugcessions. dent aussià Paction en reprise que Ppouvait avoir le donataire. 748. Lorsque les père et mère d'une person- ne morre sans postéritée lui ont survécu, si elle a laissé des frères, soeurs, ou des descendants d'eux, la succession se divise en deux portions égales, dont moitisé seulement est déférée au père et à la mere, qui la partagent entre eux égälenient. L'autre moitié appartient aux frères, soeurs ou descendants d'eux, ainsi qu'il sera expliqus dans la section 5 du présent chapitre. 749. Dans le cas oùð la personne morte sans postérité laisse des frères, soeurs, ou des descen- dants d'eux, si le père ou la mère est prédécédé, la portion qui, lui aurait été dévolue conformé- ment au précédent article, se réunit à la moitié déférée aux frères, soeurs ou à leurs représen- tants, ainsi qu'il sera expliqué à la section 5 du présent chapitre. SECTION V. Des Guceessions collateérales. 750. En cas de prédécès des père et mère d'une personne morte sans postérité, ses frères, soeurs ou leurs descendants sont appelés à la suc- cession, à l'exclusion des ascendants et des autres collatéraux.. Ils succèdent, ou de leur chef, ou par repré- sentation, ainsi qu'il a été réglé dans la section 2 du présent chapitre. 751. Si les père et mère de la personne mor- te sans postérité lui ont survécu, ses frères, soeurs ou leurs représentants ne sont appelés qu'à la moi- tié de la succession. Si le père ou la mere seu- lement a survécu, ils sont appelés à recueillir les trois quarts. 752. Le partage de la moitié ou des trois quarts dévolus aux frères ou soeurs, aux termes de l'article précédent, s'opere entre eux par éga- —— 3s B. 1r T. Von der Erbfolge. 5⁰5 ben ſie das dem Beſchenkten auf Zurückgabe der Sache etwa zuſtehende Klagerecht.(*) 748. üÜberleben beyde Eltern ihr ohne Nachkommen⸗ ſchaft verſtorbenes Kind, und hinterläßt dieſes auch noch Geſchwiſter oder Descendenten von ihnen, ſo wird die Erbſchaft in zwey gleiche Theile getheilt, und auf die El⸗ tern fallt nur die eine Hälfte, welche ſie unter ſich gleich theilen. Die andere Hälfte gebührt den Geſchwiſtern oder ihren Descendenten, wie in dem 5. Abſchnitte dieſes Capitels erklärt werden wird. 749. Iſt in dem Falle, wo der Erblaſſer zwar kei⸗ ne Nachkommen, aber doch Geſchwiſter oder Descenden⸗ ten von ihnen hintevläßt, eines ſeiner Eltern ſchon vor ihm geſtorben, ſo wächſt das Erbtheil, das dieſem Letz⸗ tern zu Folge des vorhergehenden Artikels zugefallen wä⸗ re, der Hälfte zu, welche den Geſchwiſtern oder ihren Repräſentanten zukommt, wie im 5. Abſchnitte dieſes Ca⸗ pitels erklärt werden ſoll. Fuͤnfter Abſchnitt. Von der Erbfolge der Seitenverwandten. 750. Sind beyde Eltern eines Erblaſſers, der kei— ne Nachkommen hinterläßt, ſchon vor ihm geſtorben, ſo gelangen ſeine Geſchwiſter oder ihre Descendenten, mit Ausſchließung der Ascendenten und der übrigen Seiten⸗ verwandten, zur Erbfolge. Sie erben entweder kraft eigenen Rechtes, oder ver⸗ möge des Repräſentationsrechtes, wie im 2. Abſchnitte dieſes Capitels beſtimmt iſt. 751. Haben beyde Eltern des ohne Nachkommen verſtorbenen Erblaſſers ihn überlebt, ſo erhalten ſeine Geſchwiſter oder ihre Repräſentanten nur eine Hälfte der Erbſchaft. Überlebt den Erblaſſer nur der Vater oder die Mutter, ſo erhalten ſie drey Viertel. 752. Sind die Geſchwiſter alle aus Einer Ehe ent⸗ ſproſſen, ſo theilen ſie die Hälfte oder drey Viertel, wel⸗ che ihnen der Beſtimmung des vorhergehenden Artikels (*) S. Art. 951. 3⁰G L. III. T. I. Des Successions. les portions, s'ils sont tous du mème lit; s'ils sont de lits différents, la division se fait par moi- tié entre les deux lignes paternelle et maternelle gu défunt; les germains prennent part dans les deux lignes, et les utérins ou consanguins chacun dans leur ligne seulement: s'il n'y a de frèͤres ou soeurs que d'un côté, ils succèdent à la totalité, à T'exclusion de tous autres parents de Pautre ligne. 753. A défaut de frères ou soeurs ou de descen- dants d'eux, et à défaut d'ascendants dans l'une ou l'autre ligne, la succession est déférée pour moitié auXx ascendants survivants; et pour l'autre moitié, aux parents les plus proches de l'autre ligne. S'il y a concours de parents collatéraux au me- me dèégré, ils pärtagent par tèéte. 754K. Dans le cas de l'article précédent, le pere ou la mère survivant a l'usufruit du tiers des biens auxquels il ne succède pas en propriété. 755. Les parents au-delà du douzième degré ne succèdent pas. A défaut de parents au degré successible dans une ligne, les parents de l'autre ligne succèdent Pour le tout. CHAPITRE IV. Des Successions irrégulieres. SECTION PREMIERE. Des Droits des Enfants naturels gur les biens de leur, pèere ou mère, et de la uccession auo Enſants naturels décédés gJang postérité. 756. Les enfants naturels ne sont point hé- ritiers; la loi ne leur aceorde de droits sur les biens v — 38 B. 1r T. Von der Erbfolge. 3⁰5 zu Folge zufallen, unter ſich zu gleichen Theilen; ſind ſie aus verſchiedenen Ehen, ſo erhält von beyden Linien des Verſtorbenen, die väterliche und die mütterliche, jede die Hälfte; die vollbürtigen Geſchwiſter erhalten in bey— den Linien ihren Antheil, die halbbürtigen Geſchwiſter von der mütterlichen oder von der väterlichen Seite theilen aber nur in derjenigen Linie mit, zu welcher ſie gehören; ſind nur Geſchwiſter von einer Seite vorhanden, ſo er⸗ halten ſie die ganze Erbſchaft, mit Ausſchließung aller übrigen Verwandten der andern Linie. 753. Sind keine Geſchwiſter oder Descendenten von ihnen, und in einer oder der andern Linie keine Ascendenten vorhanden, ſo faͤllt die Erbſchaft zur Hälfte auf die überlebenden Ascendenten, und zur andern Hälf⸗ te auf die nächſten Verwandten der andern Linie. Treffen mehrere in gleichem Grade ſtehende Seiten⸗ verwandten zuſammen, ſo theilen dieſe nach Köpfen. 754. In dem Falle des vorhergehenden Artikels hat der überlebende Vater oder Mutter den Nießbrauch an ei⸗ nem Drittel der Güter, deren Eigenthum er nicht erbt. 755. Weiter als im zwölften Grade entfernte Ver⸗ wandten erben nicht. Sind in einer von beyden Linien keine Verwandten in einem erbfähigen Grade vorhanden, ſo erben die Ver⸗ wandten der andern Linie das Ganze.(†) Viertes Capitel. Von der auſſerordentlichen Erbfolge. Erſter Abſchnitt. Von den Rechten unehelicher Kinder auf das Vermögen ihrer Eltern, und von der Erbfolge in den Nachlaß unehelicher, ohne Descendenten verſtorbener Kinder⸗ 756. Die unehelichen Kinder ſind nicht Erben; das Geſetz gibt ihnen nur dann ein Recht auf den Nach⸗ (*) S. Art. 733. Cod. N. I. B. 20 — — 3⁰6 L. III. T. I. Des Successions. de leur père ou meère décédés, que lorsqu'ils ont été légalement reconnus. Elle ne leur accorde aucun droit sur les biens des parents de leur pè- Tre Ou mere. 757. Le droit de l'enfant naturel sur les biens de ses père ou mère décédés, est réglé ainsi qu'il suit: Si le père ou la meère a laissé des descendants légitimes, ce droit est d'un tiers de la portion hé- réditaire que l'enfant naturel aurait eue s'il eüt été légitime; il est de la moitié lorsque les père ou mere ne laissent pas de descendants, mais bien des ascendants ou des frères ou soeurs; il est des trois quarts lorsque les père ou mère ne laissen ni descendants ni ascendants, ni frères ni soeurs. 758. L'enfant naturel a droit à la totalité des biens, lorsque ses père ou meère ne laissent pas de . 1 88— 1 parents au degré successible. 759. En cas de prédécès de l'enfant naturel, ses enfants ou descendants peuvent réclamer les droits fixés par les articles précédents. 760. L'enfant naturel ou ses descendants sont tenus d'imputer sur ce qu'ils ont droit de préten- dre, tout ce qu'ils ont requ du père ou de la mère dont la succession est ouverte, et qui serait sujet à rapport, d'après les règles établies à la section 2 du chapitre vi du présent titre. 761. Toute réclamation leur est interdite, lorsqu'ils ont reçu, du vivant de leur pèére ou de leur mère, la moitié de ce qui leur est attribué par les articles précédents, avec declaration ex- presse, de la part de leur père ou mère, que leur intention est de réduire l'enfant naturel à la por- tion qu'ils lui ont assignée. 38 B. ur T. Von der Erbfolge. 3⁰7 laß ihrer verſtorbenen Eltern, wenn ſie geſetzlich aner kannt ſind.(*†) Auf den Nachlaß der Verwandten ihrer Eltern gibt es ihnen gar kein Recht. 757. Das Recht eines unehelichen Kindes auf den Nachlaß ſeiner verſtorbenen Eltern iſt auf folgende Weiſe beſtimmt: wenn der Vater oder die Mutter eheliche Descen⸗ denten hinterlaſſen hat, ſo erſtreckt ſich dieſes Recht auf ein Drittel der Erbportion, welche das uneheliche Kind erhalten würde, wenn es ehelich geboren wäre; es er⸗ ſtreckt ſich auf die Hälfte, wenn der Vater oder die Mut⸗ ter zwar keine Descendenten, aber doch Ascendenten oder Geſchwiſter hinterlaſſen; es erſtreckt ſich auf drey Vier⸗ tel, wenn der Vater oder die Mutter weder Descenden⸗ ten noch Ascendenten, noch Geſchwiſter hinterlaſſen. 758. Das uneheliche Kind hat ein Recht auf den ganzen Nachlaß, wenn ſein Vater oder ſeine Mutter keine Verwandten in einem erbfähigen Grade hinter— laſſen. 759. Iſt das uneheliche Kind vor ſeinen Eltern ge⸗ ſtorben, ſo können ſeine Kinder oder Descendenten auf die in den vorhergehenden Artikeln beſtimmten Reche Anſpruch machen. 760. Das uneheliche Kind oder ſeine Descenden⸗ ten müſſen ſich auf das, was ſie zu fordern berechtigt ſind, alles dasjenige aufrechnen laſſen, was ſie von dem Vater oder der Mutter, deſſen Erbſchaft eröffnet iſt, bereits empfangen haben, in ſo fern es nach den im 2. Abſchnit⸗ te des 6. Capitels dieſes Titels aufgeſtellten Regeln der Collation unterworfen iſt. 761. Jeder weitere Anſpruch iſt ihnen unterſagt, wenn ſie bey Lebzeiten ihres Vaters oder ihrer Mutter die Hälfte desjenigen, was ihnen in den vorhergehenden Artikeln zugeſtanden iſt, unter der ausdrücklichen Erklä⸗ rung ihres Vaters oder ihrer Mutter erhalten haben, daß es ihre Abſicht ſey, das uneheliche Kind auf den ihm angewieſenen Theil zu beſchraͤnken. (*) S. Art. 334 u, 723. 3⁰08 T. I. Des Successions. Dans le cas ott cette portion serait infsrieure à la moitié de ce qui devrait revenir à l'enfant na- turel, il ne pourra réclamer que le supplément nécessaire pour parfaire cette moitié. 762. Les dispositions des articles 757 et 758 ne sont pas applicables aux enfants adultérins ou incestueux. La loi ne leur accorde que des aliments. 763. Ces aliments sont réglés, eu égard aux facultés du père ou de la mère, au nombre et à la qualité des héritiers légitimes. 76 4. Lorsque le père ou la mère de l'enfant adultérin ou incestueux lui auront fait apprendre un art mécanique, ou lorsque l'un d'eux Iuii aura as- suré des aliments de son vivant, l'enfant ne pourra élever aucune réclamation contre leur succession. 765. La succession de l'enfant naturel décé- dé sans postérité, est dévolue au père ou à la mèͤre qui l'a reconnu; ou par moitié à tous les deux, sil a été reconnu par l'un et par l'autre. 766. En cas de prédécès des père et mère de Tenfant naturel, les biens qu'il en avait regus, passent aux frères ou soeurs légitimes, s'ils se re- trouvent en nature dans la succession: les actions en reprise, s'il en existe, ou le prix de ces biens aliénés, s'il est encore dü, retournent égale- ment aux frèêres et soeurs légitimes. Tous les autres biens passent aux frères et soeurs naturels, ou à leurs descendants. SEOTION II. Dey Droits du Confjoint Furwivant et de l'Etat. 767. Lorsque le défunt ne laisse ni parents au degré succéessible, ni enfants naturels, les biens de sa succession appartiennent au conjoint non divorcé qui lui survit. 766. A défaut de conjoint särvivant, la suc- cession est acquise à l'Elat. ᷣ 38 B. ur T. Von der Erbfolge. 3⁰9 Sollte dieſer Theil geringer ſeyn, als die Haͤlfte desjenigen, was dem unehelichen Kinde gebührt, ſo kann es nur ſo viel in Anſpruch nehmen, als zur Ergänzung dieſer Hälfte nöthig iſt. 762. Die Verfügungen des 757 und 753. Artikels ſind nicht auf Kinder anwendbar, welche aus einem Ehe⸗ bruch oder einer Blutſchande erzeugt ſind. Das Geſetz gibt ihnen nur ein Recht auf Alimente. 763. Dieſe Alimente werden nach dem Vermögen des Vaters oder der Mutter, nach der Anzahl und der Eigenſchaft der rechtmäßigen Erben beſtimmt. 764. Hat der Vater oder die Mutter das aus ei⸗ nem Ehebruch oder einer Blutſchande erzeugte Kind ein Handwerk lernen laſſen, oder hat eines von beyden dem— ſelben bey Lebzeiten Alimente zugeſichert, ſo kann das Kind an ihren Nachlaß gar keinen Anſpruch mehr machen. 765. Die Verlaſſenſchaft eines ohne Nachkommen verſtorbenen unehelichen Kindes fällt demjenigen von ſei⸗ nen Eltern zu, von welchem es anerkannt worden iſt; oder, wenn es beyde anerkannt haben, jedem von beyden zur Hälfte. 66. Sind beyde Eltern des unehelichen Kindes vor ihm geſtorben, ſo gehen die Güter, die es von ih— nen erhalten hat, wenn ſie ſich noch in Natur in dem Nachlaſſe vorfinden, auf die ehelichen Geſchwiſter über; die etwa Statt findenden Klagen auf Zurückgabe dieſer Güter, oder die etwa noch ausſtehenden Kaufgelder der⸗ ſelben, wenn ſie veräuſſert worden ſind, fallen gleichfalls auf die ehelichen Geſchwiſter. Das ganze übrige Ver⸗ mögen geht auf die unehelichen Geſchwiſter oder deren Descendenten über. Zweyter Abſchnitt. Von den Rechten des überlebenden Ehegatten und des — Staates. 67. Hinterlaͤßt der Verſtorbene weder Verwand⸗ te in einem erbfähigen Grade noch uneheliche Kinder, ſo gehört ſein hinterlaſſenes Vermögen dem überlebenden, von ihm nicht geſchiedenen, Ehegatten⸗ -68. Iſt kein Ehegatte des Verſtorbenen vorhan⸗ den, ſoffällt der Nachlaß dem Staate zu. L. III. T. I. Des Successions. 769. Le conjoint survivant et l'administra- tion des domaines qui prétendent droit à la succes- sion, sont tenus de faire apposer les scellés, et de faire faire inventaire dans les formes prescrites pour l'acceptation des successions sous bénefice d'inventaire. 4 770. IIs doivent demander l'envoi en posses- sion au tribunal de première instance dans le res- sort duquel la succession est ouverte. Le tribu- nal ne peut statuer sur la demande qu'aprés trois publications et affiches dans les formes usitées, et après avoir entendu le procureur impérial. 771. L'époux survivant est encore tenu de faire emploi du mobilier, ou de donner caution suffisante pour en assurer la restitution, au cas ou il se présenterait des héritiers du défunt, dans Tintervalle de trois ans: après ce délai, la caution est déchargée. 772. L'époux survivant ou l'administration des domaines qui n'auraient pas rempli les forma- lités qui leur sout respectivement prescrites, pour- ront être condamnés aux dommages et intérèts en- vers les héritiers, s'il s'en représente. 773. Les dispositions des articles 769, 770, 771 et 772, sont communes aux enfants naturels appelés à défaut de parents. CHAPITRE V. De l'Acceptation et de la Répudiation des Successions. SECTION PREMIERE. De l'Aecepbation. 774. Une succession peut être acceptée pu- rement et simplement, ou sous bénéſice d'in- ventaire. ———„— 3s B. 1r T. Von der Erbfolge. 511 ſtratoren des Staatsvermögens, welche den Nachlaß in Anſpruch nehmen, ſind verbunden, die Siegel anlegen, und ein Inventarium in der Form errichten zu laſſen, welche fuͤr die Antretung einer Erbſchaft unter der Rechts⸗ wohlthat des Inventariums vorgeſchrieben iſt. 770. Sie müſſen bey dem Gerichte erſter Inſtanz, in deſſen Gerichtsbezirk die Erbſchaft eröffnet wurde, um Einweiſung in den Beſitz nachſuchen. Das Gericht kann über dieſes Geſuch nicht eher erkennen, als bis drey Ver⸗ kündigungen und öffentliche Anſchläge in der gewöhnli⸗ chen Form vorhergegangen ſind, und der kaiſerliche Pro⸗ curator gehört worden iſt. 771. üÜberdieß iſt der überlebende Ehegatte noch verbunden, das Mobiliarvermögen verzinßlich anzulegen, oder hinlängliche Bürgſchaft zu ſtellen, um deſſen Zurück⸗ gabe auf den Fall zu verſichern, wenn binnen drey Jah— ren ſich Erben des Verſtorbenen melden würden; nach Ablauf dieſer Friſt iſt die geſtellte Bürgſchaft entlaſtet. 772. Haben der überlebende Ehegatte oder die Ad miniſtratoren des Staatsvermögens die ihnen beyderſeits vorgeſchriebenen Formalitäten nicht beobachtet, ſo können ſie verurtheilt werden, den Erben, wenn deren ſich mel den, allen Schaden zu erſetzen. —53. Die Verfügungen des 769, 770, 771 und 772. Artikels ſind auch auf uneheliche Kinder anzuwen⸗ den, wenn ſie in Ermangelung von Verwandten zur Erbfolge gelangen.— 769. Der überlebende Ehegatte und die Admini⸗ Fuͤnftes Capitel. Von der Annahme und der Ausſchlagung einer Erbſchaft. Erſter Abſchnitt. Von der Annahme. 774. Eine Erbſchaft kann unbedingt und ohne Vor behalt, oder unter dem Vorbehalte der Rechtswohlthat des Inventariums angenommen werden. 3 12 L. III. T. I. Des Successions. 775. Nul n'est tenu d'accepter une succes- sion ui Iui est échue. 776. Les femmes mariées ne peuvent pas va- lablement accepter une succession sans l'autorisa- tion de leur mari ou de justice, conformément aux dispositions du chap. vI. du titre u Mariage. Les successions échues aux mineurs et aux in- terdits, ne pourront être valablement acceptées que conformément aux dispositions du titre de la Minoricé, de la Tutelle et de lαoancipation. 777. L'effet de l'acceptation remonte au jour de l'ouverture de la succession. 778. L'acceptation peut etre expresse ou ta- cite: elle est expresse, quand on prend le titre ou la qualité d'héritier dans un acte authentique ou privé; elle est tacite, quand l'héritier fait un acte qui suppose nécessairement son intention d'accep- ter, et qu'il n'aurait droit de faire qu'en sa qualité d'héritier. 779. Les actes purement conservatoires, de surveillance et d'administration provisoire, ne sont pas des actes d'adition d'hérédité, si l'on n'y a Pas pris le titre ou la qualité d'héritier. 780. La donation, vente ou transport que fait de ses droits successifs un des cohéritiers, soit à un étranger, soit à tous ses cohéritiers, soit à quelquss-uns d'eux, emporte de sa part accepta- tion de la succession. Ilen est de même, 1⁰° de la renonciation, mè- me gratuite, que fait un des héritiers au profit d'un ou de plusieurs de ses cohéritiers; 20 De la renonciation qu'il fait même au profit de tous ses cohéritiers indistinctement, lorsqu'il reçoit le Prix de sa renonciation. 781. Lorsque celui à qui une succession est échue, est décédé sans l'avoir répudiée ou sans l'avoir acceptée expressément ou tacitement, ses héritiers peuvent T'accepter ou la répudier de son chef. 38 B. 1r T. Von der Erbfolge 315 —5. Niemand iſt verbunden, eine ihm angefalle⸗ ne Erbſchaft anzunehmen. 776. Verheirathete Frauen können ohne Autoriſa⸗ tion ihres Mannes oder des Gerichtes keine Erbſchaft gil⸗ tig annehmen, in Gemäßheit der Verfügungen des 6. Capitels in dem Titel von der Ehe. Erbſchaften, welche Minderjährigen und Interdicir⸗ ten angefallen ſind, können nur unter Beobachtung der dem Titel von der Minderjährigkeit, der Vormundſchaft und der Emancipation ent⸗ haltenen Vorſchriften giltig angenommen werden. 777. Die Annahme wirkt zurück bis zum Tage der Eröffnung der Erbſchaft.. 778. Die Annahme kann ausdrücklich oder ſtill⸗ ſchweigend geſchehen; ſie geſchieht ausdrücklich, wenn man in einer öffentlichen oder Privaturkunde den Na⸗ men oder die Eigenſchaft eines Erben annimmt; ſie ge⸗ ſchieht ſtillſchweigend, wenn der Erbe eine Handlung vor⸗ nimmt, welche ſeine Abſicht, die Erbſchaft anzunehmen, nothwendig vorausſetzt, und welche er nur in der Ei⸗ genſchaft eines Erben mit Recht vornehmen konnte. 779. Handlungen, welche bloß die Erhaltung, die Aufſicht oder die proviſoriſche Verwaltung(des Nachlaſſes) bezwecken, ſind nicht als Handlungen der Erbſchaftsantre— tung anzuſehen, wenn ſie nicht unker dem Namen oder der Eigenſchaft eines Erben vorgenommen worden ſind. 780. Schenkung, Verkauf oder Abtretung, wo⸗ durch einer der Miterben ſein Erbrecht einem Fremden, oder auch allen oder einigen ſeiner Miterben überläßt, gilt in Anſehung ſeiner für Annahme der Erbſchaft. Eben ſo verhäͤlt es ſich 1.) mit der, ſelbſt unentgelt⸗ lichen, Entſagung des einen Erben zum Vortheile eines oder mehrerer ſeiner Miterben, 2.) mit der Entſagung zum Vortheile aller ſeiner Miterben ohne Unterſchied, wenn er dafuͤr eine Vergütung erhält. 781. Iſt derjenige, dem eine Erbſchaft angefallen iſt, geſtorben, ohne ſie ausgeſchlagen, oder ausdrücklich oder ſtillſchweigend angenommen zu haben, ſo können ſei⸗ ne Erben ſtatt ſeiner ſie annehmen oder ausſchlagen. 314 L. III. T. I. Des Successions. 762. Si ces héritiers ne sont pas d'accord pour accepter ou pour répudier la succession, elle doit être acceptée sous bénéfice d'inventaire. 783. Le majeur ne peut attaquer l'acceptation expresse ou tacite qu'il a faite d'une succession, que dans le cas où cette acceptation aurait éré la suite d'un dol pratiqué envers lui: il ne peut ja- mais réclamer sous prétexte de lésion, excepté seulement dans le cas ou la succession se trouve- rait absorbée ou diminuée de plus de moitié, par la découverte d'un testament inconnu au moment de l'acceptation. SECTION II. De la Renonciation aux Gucoessions. 784. La renonciation à une succession ne se présume pas: elle ne peut plus être faite qu'au greffe du tribunal de première instance dans l'ar- rondissement duquel la succession s'est ouverte, sur un registre particulier tenu à cet effet. 785. Lohéritier qui renonce est censé n'avoir Jamais été héritier. 786. La part du renonçant accroit à ses co- héririers; s'il est seul, elle est dévolue au degré subséquent. 787. On ne vient jamais par représentation d'un héritier qui a renoncé: si le renonçant est seul héritier de son degré, ou si tous ses cohéri- tiers renoncent, les enfants viennent de leur chef et succéèdent par téête. 788. Les créanciers de celui qui renonce au préjudice de leurs droits, peuvent se faire autoxri- ser en justice à accepter la succession du chef de leur débiteur, en son lieu et place. Dans ce cas, la renonciation nes t annullée qu'en faveur des créanciers, et jusqu'à concurren- 2 36 B. 1r T. Von der Erbfolge. 315 82. Sind dieße Erben nicht einig, ob ſie die Erb⸗ ſchaft annehmen oder ausſchlagen wollen, ſo muß ſie un⸗ ter dem Vorbehalte der Rechtswohlthat des Inventa⸗ riums angenommen werden. 835. Ein Volljähriger kann die ausdrücklich oder ſtillſchweigend von ihm geſchehene Annahme einer Erb⸗ ſchaft nur in dem Falle anfechten, wenn dieſe Annahme die Folge eines gegen ihn ausgeübten Betrugs geweſen iſt; niemals kann er unter dem Vorwande einer Ver⸗ letzung Einwendung dagegen machen, den einzigen Fall ausgenommen, wenn ſich ein zur Zeit der Annahme un⸗ bekanntes Teſtament findet, durch welches die Erbſchaft gänzlich erſchöpft oder über die Hälfte vermindert wird. Zweyter Abſchnitt. Von der Entſagung der Erbſchaften. 73 4¾. Die Entſagung einer Erbſchaft wird nicht vermuthet; ſie kann nur in der Gerichtsſchreiberey des Gerichtes erſter Inſtanz, in deſſen Arrondiſſement die Erbſchaft eröffnet iſt, in einem eigends dazu beſtimmten Regiſter geſchehen.(*†) 785. Der entſagende Erbe wird ſo angeſehen, als wäre er nie Erbe geweſen. —36. Der Erbtheil des Entſagenden wächſt ſeinen Miterben zu; iſt er allein, ſo fällt ſolcher auf den nächſt⸗ folgenden Grad. 787. Nie tritt man vermöge des Repräſentations⸗ rechtes in die Stelle eines Erben, der entſagt hat; iſt der Entſagende in ſeinem Grade der einzige Erbe, oder entſagen alle ſeine Miterben, ſo gelangen die Kinder kraft eigenen Rechtes zur Erbfolge, und erben nach Köpfen. 88. Die Gläubiger desjenigen, der zum Nachtheil ihrer Rechte entſagt, können ſich von dem Gerichte au— toriſiren laſſen, die Erbſchaft im Namen ihres Schuld⸗ ners und ſtatt ſeiner anzunehmen. In dieſem Falle wird die Entſagung nur zum Vor⸗ theil der Gläubiger und bloß bis zu dem Betrage ihrer () S. Art. 1457 u. C. G. O. Art. 997 316 L. III. T. I. Des Successions. ce seulement de leurs créances: elle ne l'est pas au profit de l'héritier quiĩ a renoncé. 89. La facultée d'accepter ou de répudier une succession, se prescrit par le laps de temps requis pour la prescription la plus longue des droits im- mobiliers. 790. Tant que la Prescription du droit d'ac- cepter n'est pas acquise contre les héritiers qui ont renoncé, ils ont la faculté d'accepter encore la succession, si elle n'a pas été déjs acceptée par d'autres héritiers; Sans préjudice néanmoins des droits qui peuvent être acquis à des tiers sur les biens de la succession, soit par prescription, soit par actes valablement faits avec le curateur à la succession vacante. 791. On ne peut, mème par contrat de ma- riage, renoncer à la succession d'un homme vi- vant, ni aliéner les droits éventuels qu'on peut avoir à cette succession. 792. Les héritiers qui auraient diverti ou re- célé des effets d'une succession, sont dechus de la faculté d'y renoncer: ils demeurent héritiers purs et simples, nonobstant leur renonciation, sans pouvoir prétendre aucune part dans les objets di- vertis ou recélés. —₰ 7 SECTION III. Du Bonésfice Dinventaire, de pes effets, et de? Obligations de Phéritier bénéſiciaine. 793. La déclaration d'un héritier, qu'il en- tend ne prendre cette qualité que sous bénéfice d'inventaire, doit être faite au greffe du tri- bunal de première instance dans l'arrondissement duquel la succession s'est ouverte: elle doit étre inscrite sur le registre destiné à recevoir les actes de renonciation. 38 B. 1r T. Von der Erbfolge. 517 Forderungen, keineswegs aber zu Gunſten des Erben, der entſagt hat, aufgehoben. 789. Die Befugniß, eine Erbſchaft anzunehmen oder auszuſchlagen, verjährt durch Ablauf der längſten zur Verjährung von Immobiliarrechten erforderlichen Zeit.(*) 790. So lange das Recht, eine Erbſchaft anzuneh⸗ men, gegen die Erben, welche entſagt haben ⁵³⁸), nicht verjührt iſt, ſteht es ihnen immer noch frey, die Erbſchaft anzunehmen, wenn ſie nicht ſchon von andern Erben an⸗ genommen worden iſt; jedoch unbeſchadet der Rechte, die etwa ein Dritter auf Erbſchaftsgüter durch Verjährung oder durch giltigerweiſe mit dem Curator der erbloſen Verlaſſenſchaft geſchloſſene Verträge erlangt hat. 791. Der Erbſchaft einer noch lebenden Perfon kann man, ſelbſt in einem Ehecontracte, nicht entſagen, und eben ſo wenig die eventuellen Rechte veräuſſern, die man etwa auf dieſe Erbſchaft hat.(*) 592. Erben, welche zu einer Verlaſſenſchaft gehö⸗ rige Sachen unterſchlagen öder verheimlichet haben, ver⸗ lieren das Recht, dieſer Erbſchaft zu entſagen; ſie blei⸗ ben ihrer Entſagung ohngeachtet unbedingt und ohne Vor⸗ behalt Erben, ohne an den unterſchlagenen oder ver⸗ heimlichten Sache einen Antheil fordern zu können. Dritter Abſchnitt. Von der Rechtswohlthat des Inventariums, ihren Wir⸗ kungen und den Verbindlichkeiten des Beneſicialerben. 793. Die Erklärung eines Erben, daß er dieſe Ei⸗ genſchaft nur unter dem Vorbehalte der Rechtswohlthat des Inventariums annehmen wolle, muß in der Gerichts⸗ ſchreiberey des Gerichtes erſter Inſtanz, in deſſen Arron⸗ diſſement die Erbſchaft eröffnet iſt, gemacht werden; ſie muß in das für die Entſagungsurkunden beſtimmte Re⸗ giſter eingetragen werden. (*) S. Art. 642, 706 u. 2262. (**) S. Art. 1130. 6) gegen die Erben welche nicht verzichtet haben. S. — —— 318 L. III. T. I. Des Successions. 794. Cette déclaration n'a d'effet qu'autant qu'elle est précédée ou suivie d'un inventaire fidè- le et exact des biens de la succession, dans les formes réglées par les lois sur la procédure, et dans les délais qui seront ci-après déterminés. 795. L'héritier a trois mois pour faire inven- taire, à compter du jour de l'ouverture de la suc- cession. Il a de plus, pour délibérer sur son accepta- tion ou sur sa renonciation, un dẽélai de quarante jours, qui commencent à courir du jour de l'expi- ration des trois mois donnés pour l'inventaire, ou du jour de la clôture de l'inventaire s'il a Sté ver- miné avant les trois mois. 796. Si cependant il existe dans la succession, des objets susceptibles de dépérir, ou dispendieux à conserver, l'héritier peut, en sa qualité d'habile succéder, et sans qu'on puisse en induire de sa Part une acceptation, se faire autoriser par justice à procéder à la vente de ces effets. / Cette vente doit être faite par officier public, après les affiches et publications réglées par les lois sur la procédure. 797. Pendant la durée des délais pour faire inventaire, et pour délibérer, l'héritier ne peut être contraint à prendre qualité, et il ne peut être obtenu contre lui de condamnation: Ss'il re- nonce lorsque les délais sont expirés, ou avant, les frais par lui faits légitimement jusqu'à cette époque sont à la charge de la succession. (*) S. C. G. O. Art. 941 u. f. (**S) S. C. G. O. Art. 986 u. f. 7) beygebracht wird. L. 35 B. 1r T. Von der Erbfolge. 519 79½. Dieſe Erklärung hat nur dann Wirkung, wenn vorher oder nachher ein getreues und genaues In⸗ ventarium der Erbſchaftsgüter, in der durch die Geſetze über das gerichtliche Verfahren vorgeſchriebenen Form(*) und innerhalb der unten beſtimmten Friſten, errichtet worden iſt. 7) 795. Der Erbe hat zu Errichtung des Inventa⸗ riums eine dreymonatliche Friſt, von dem Tage der Er⸗ öffnung der Erbſchaft an gerechnet. Er hat überdieß, um zu überlegen, ob er die Erb⸗ ſchaft annehmen oder ihr entſagen wolle, eine Friſt von vierzig Tagen ,‚welche von dem Tage zu laufen anfängt, an welchem die zu Errichtung des Inventariums venat⸗ teten drey Monate verfloſſen ſind, oder, wenn das In⸗ ventarium vor Ablauf der drey Monate beendiget wurde, von dem Tage, an welchem das Inventarium geſchloſſen worden iſt. 796. Beſinden ſich indeſſen unter dem Nachlaſſe Sachen, die dem Verderben ausgeſetzt ſind, oder deren Erhaltung koſtſpielig iſt, ſo kann der Erbe, kraft ſeiner Erbfähigkeit, und ohne daß man von ſeiner Seite ein wirkliche Annahme der Erbſchaft daraus folgern dürfte, ſich von dem Gerichte autoriſiren laſſen, zum Verkaufe dieſer Sachen zu ſchreiten. Dieſer Verkauf muß durch einen öfſentlichen Beam⸗ ten geſchehen, nach vorhergegangenen öffentlichen An⸗ ſchlägen und Bekanntmachungen, ſo wie ſie durch die Geſetze über das gerichtliche Verfahren vorgeſchrieben ſind.(†) 797. Während des Laufs der zu Errichtung des Invenrariums und zum üÜberlegen verſtatteten Friſten ⁵³), kann der Erbe nicht zur Erklärung*) gezwungen, und gegen ihn keine Verurtheilung erwirkt werden; entſagt er der Erbſchaft nach Ablauf dieſer Friſten, oder auch früher, ſo fallen die bis zu dieſem Zeitpuncte rechtmäßig von ihm gemachten Koſten der Erbſchaft zur Laſt. 8) So lange die Zeitfriſten dauern, die zur Inventur als Bedenkzeit vorgeſchrieben ſind. M. 9) eine Eigenſchaft anzunehmen. L. dieſe oder jene Ei⸗ genſchaft anzunehmen. D. u. M. die Qualitaͤt als Er⸗ be anzunehmen. S. in der Eigenſchaft eines Erben zu handeln. E 320 L. III. T. I. Des Successions. 798. Après l'expiration des délais ci-dessus, Théritier, en cas de poursuite dirigée contre lui, peut demander un nouveau délai, que le tribunal saisi de la contestation accorde ou refuse suivant les circonstances. 790. Les frais de poursuite, dans le cas de l'article précédent, sont à la charge de la succes- sidn, si l'héritier justifie, ou qu'il n'avait pas eu copnaissance du déecès, ou que les délais ont été insuffisants, soit à raison de la situation des biens, soit à raison des contestations survenues: s'il m'en justifie pas, les frais restent à sa charge person- 800. L'héritier conserve néanmoins, après lP'expiration des délais accordés par l'article 795, méme de ceux donnés par le juge conformément à Tarticle 796, la faculté de faire encore inventaire et de se porter héritier bénéficiaire, s'il n'a pas fait d'ailleurs acte d'héritier, ou s'il wexiste pas contre lui de jugement passé en force de chose jugée, qui le condamne en qualité d'héritier pur et simple. 301. L'héritier qui s'est rendu coupable de recélé, ou qui a omis, sciemment et de mauvaise foi, de comprendre dans l'inventaire, des effets de la succession, est déchu du bénéfice d'inventaire. 8⁰02. L'effet du bénéfice d'inventaire est de donner à l'héritier'avantage, 1⁰ De n'etre tenu du paiement des dettes de la succession que jusqu'd concurrence de la valeur des biens qu'il a recueillis, même de pouvoir se décharger du paiement des dettes en abandonnant tous les biens de la succession aux créanciers et aux légataires; 20 De ne pas confondre ses biens personnels avec ceux de la succession, et de conserver con- (*) S. C. G. O. Art. 174. 988 u. 989. 10) wenn er anders keinen Act als Erbe vorgenommen hat. L. wenn er keine nur einem Erben zuſtehende Handlung unternommen hat. D. wenn er ſonſt keinen ———— 38 B. 1r T. Von der Erbfolge. 321 798. Nach Ablauf der oben beſtimmten Friſten kann der Erbe, wenn eine Klage wider ihn angeſtellt wird, um eine neue Friſt anſuchen, welche das Gericht, bey dem der Rechtsſtreit anhängig iſt, den Umſtänden nach entweder geſtattet oder abſchlägt. 799. Im Falle des vorhergehenden Artikels werden die Proceßkoſten aus der Erbſchaft beſtritten, wenn der Erbe beweiſt, daß er von dem Todesfalle nichts gewußt habe, oder daß die Friſten, entweder wegen der Lage der Güter, oder wegen der vorgefallenen Streitigkeiten nicht hinreichend waren; liefert er dieſen Beweis nicht, ſo fallen die Koſten ihm ſelbſt zur Laſt. 800. Der Erbe behält jedoch nach Ablauf der im 795. Art. zugeſtandenen, und ſelbſt der in Gemäßheit des 798. Art. von dem Richter ertheilten Friſten, noch immer das Recht, ein Inventarium zu errichten, und ſich als Beneficialerben darzuſtellen, wenn er ſich nur nicht als Erbe gerirt 10)(*), noch ein rechtskräftiges Urtheil gegen ſich hat, das ihn in der Eigenſchaft eines unbedingten Erben verurtheilt. 11) ₰‿ 801. Der Erbe, der ſich einer Verheimlichung ſchuldig gemacht, oder wiſſentlich und in böſer Abſicht ei⸗ nige Erbſchaftsſtücke in das Inventarium aufzunehmen unterlaſſen hat, iſt der Rechtswohlthat des Inventari⸗ ums verluſtig. 802. Die Rechtswohlthat des Inventariums be⸗ wirkt für den Erben den Vortheil, 1.) daß er nur bis zu dem Betrage des Werthes der ihm zugefallenen Güter für die Zahlung der Erb⸗ ſchaftsſchulden haftet, und ſich ſogar von der Zahlung der Schulden dadurch gänzlich befreyen kann, daß er den Gläubigern und Legatarien die ganze Erbſchaftsmaſſe überläßt; 2.) daß ſein perſönliches Vermögen mit der Erb⸗ ſchaftsmaſſe nicht vermiſcht wird, und daß er gegen dieſe Erbact vorgenommen hat. S. dafern er nur ſonſt nicht in der Eigenſchaft eines Erben gehandelt. †FäF. 11) in welchem er unbedingt als Erbe verurtheilt iſt. E. Cod. N. 1 B. 21 322 L. III. T. I. Des Successions. tre elle le droit de réclamer le paiement de ses créances. 803. L'héritier bénéficiaire est chargé d'admi- nistrer les biens de la succession, et doit rendre compte de son administration aux créanciers et aux légataires. Il ne peut être contraint sur ses biens person- nels qu'après avoir été mis en demeure de présen- ter son compte, et faute d'avoir satisfait à cette obligation. Apres Papurement du compte, il ne peut être contraint sur ses biens personnels que jusqu'à con- currence seulement des sommes dont il se troutve reliquataire. 80½4. II n'est tenu que des fautes graves dans Padministration dont il est chargé. 805. Il ne peut vendre les meubles de la suc- cession que par le ministèere d'un officier public, aux enchères, et aprés les affiches et publications accoutumées. S'il les représente en nature, il n'est tenu que de la dépréciation ou de la détérioration cau- sée par sa négligence. 806. Il ne peut vendre les immeubles que dans les formes prescrites par les lois sur la procé- dure; il est tenu d'en déléguer le prix aux créan- ciers hypothécaires qui se sont fait connaitre. 807. II est tenu, si les créanciers ou autres personnes intéressées l'exigent, de donner caution bonne et solvable de la valeurx du mobilier compris dans l'inventaire, et de la portion du prix des im- () S. C. G. O. Art. 996. (**½) S. C. G. O. Art. 987. u. f. 12) als nachdem er mit der Vorlage ſeiner Rechnung in Ruͤckſtand verſetzt worden waͤre, und in Ermangelung, dieſer Verbindlichkeit Genuͤge geleiſtet zu haben. L. nachdem er in Hinſicht auf die Uebergabe ſeiner Rech⸗ nung in Verzug geſetzt worden, und aus dem Grunde, weil er dieſer Verbindlichkeit kein Genüge geleiſtet 3s B. ur T. Von der Erbfolge. 325 das Recht behält, die Zahlung ſeiner Forderungen zu ver⸗ langen.(*) 803. Der Beneſicialerbe iſt verbunden, die Erb⸗ ſchaftsmaſſe zu verwalten, und den Gläubigern und Le⸗ gatarien von ſeiner Verwaltung Rechnung abzulegen. Er kann nur dann angehalten werden, aus ſeinem eigenen Vermögen Zahlung zu leiſten, wenn er zuvor zur Übergabe ſeiner Rechnung aufgefordert worden iſt, und dieſer Verbindlichkeit nicht in gehöriger Friſt Genü⸗ ge geleiſtet hat. 12) Nach abgehörter Rechnung 1¹³) kann er zur Zah⸗ lung aus ſeinem eigenen Vermögen nur bis zum Betra⸗ ge der Summe angehalten werden, die er der Erbſchafts⸗ maſſe ſchuldig bleibt. 3⁰%. Bey der ihm aufgetragenen Verwaltung haf⸗ tet er nur für grobe Verſehen. 8⁰5. Zur Erbſchaft gehörige Mobilien kann er nur durch einen öffentlichen Beamten, in einer Verſteige— rung, und nachdem die gewöhnlichen öffentlichen Anſchläge und Bekanntmachungen vorhergegangen ſind, verkaufen. Liefert er ſie in Natur zurück, ſo haftet er nur für die durch ſeine Rachläſſigkeit verurſachte Verminderung ihres Werthes und Beſchädigung. 8⁰0b. Die Immebilien kann er nur unter Beobach⸗ tung der durch die Geſetze über das gerichtliche Verfah⸗ ren vorgeſchriebenen Formen verkaufen(*†*); den dafür erhaltenen Preis muß er den hypothecariſchen Gläubi⸗ gern, die ſich gemeldet haben, anweiſen. 14) 8⁰7. Er iſt verbunden, den Gläubigern und an⸗ dern Intereſſenten, wenn ſie es fordern, für den Werth des in dem Inventarium begriffenen Mobiliarvermögens, und für den Theil der aus den Immobilien gelößten Gel⸗ hat. D. als nach eingetretenem Verzuge in Betreff der Rechnungsablegung, und weil er dieſer Verbind⸗ lichkeit kein Genuͤge geleiſtet hat. M. 13) Nach dem Abſchluſſe der Rechnung. L. u. D. Nach Juſtificirung der Rechnung. M. Nach Rechtfertigung (Juſtification) der Rechnung. E. 14) zu uͤbertragen. L. 324 IL. III. T. I. Des Successions. meubles non déléguée aux créanciers hypothé- caires. Faute par lui de fournir cette caution, les meubles sont vendus, et leur prix est déposé, ainsi que la portion non déléguée du prix des im- meubles, pour èêtre employés aà P'acquit des char- ges de la succession. 8⁰8. S'il y a des créanciers opposants, l'héri- tier bénéficiaire ne peut payer que dans l'ordre et de la manière réglés par le juge. S'il n'y a pas de créanciers opposants, il paye les créanciers et les légataires à mesure qu'ils se présentent. 8⁰09. Les créanciers non opposants qui ne se présentent qu'après l'apurement du compte et le paiement du reliquat, n'ont de recours à exercer que contre les légataires. Dans l'un et l'autre cas, le recours se prescrit par le laps de trois ans, à compter du jour de l'a- purement du compte, et du paiement du reliquat. 810. Les frais de scellés, s'il en a été appo- 86, d'inventaire et de compte, sont à la charge de la succession. SECTION IV. Des Guccesstons vacantes. 811. Lorsqu'après l'expiration des délais pour faire inventaire et pour délibérer, il nese présen- te personne qui réclame une succession, qu'il n'y a pas d'héritier counu, oy que les héritiers connus vy ont renoncée, cette succession est reputée va- cante. —,— —„, 2 g 3s B. 1r T. Von der Erbfolge. 3²5 der, welcher den hypothecariſchen Glaubigern nicht an⸗ gewieſen worden iſt, gute und zahlbare Bürgſchaft zu ſtellen.(*) Stellt er dieſe Bürgſchaft nicht, ſo werden die Mo⸗ bilien verkauft, und ihr Kaufpreis ſowohl, als der nicht angewieſene Theil der aus den Immobilien gelößten Gel⸗ der, wird hinterlegt, um zur Tilgung der Erbſchaftsla⸗ ſten verwendet zu werden. 808. Treten Glinbiger auf, welche(gegen die Auszahlung der Gelder) Einſprüche machen,(†*) ſo kann der Beneficialerbe nur nach der von dem Richter zu beſtimmenden Ordnung und Weiſe zahlen. Macht kein Gläubiger Einſpruch, ſo zahlt er die Gläubiger und Legatarien nach der Ordnung, wie ſie ſich melden. 8⁰9. Gläubiger, die keinen haben und ſich erſt nach abgehörter Rechnung und Aus⸗ zahlung des Rückſtandes melden, haben ihren Regreß nur gegen die Legatarien. In einem wie im andern Falle verjährt der Regreß nach Ablauf von drey Jahren, von dem Tage an gerech⸗ net, da die Rechnung abgehört und der Rückſtand ausge⸗ zahlt worden iſt 810. Die Koſten der Verſiegelung(£**), wenn eine Statt Hefg en hat, des Inventariums und der Rechnungsablage fallen der Erbſchaftsmaſſe zur Laſt. ſpruch eingelegt / la nd r Vierter Abſchnitt. Von erbloſen Verlaſſenſchaften. 811. Wenn nach Ablauf der Friſten, die zur Er— richtung eines Inventariums und als Bedenkzeit geſtat— tet ſind, niemand erſcheint, der auf die Erbſchaft An⸗ ſoruch macht, kein bekannter Erbe vorhanden iſt, oder die bekannten Erben der Erbſchaft entſagt haben, ſo wird die Verlaſſenſchaft als erblos angeſehen.(*£᷑***) (*) S. C. G. O. Art. 992. u. f. (**) S. C. G. O. Art. 557. u. f. (***) S. Art. 819. ***) S. Art. 539. 326 L. III. T. I. Des Successions. 812. Le tribunal de première instance dans l'arrondissement duquel elle est ouverte, nomme un curateur sur la demande des personnes intéres- sées, ou sur la réquisition du procureur impérial. 815. Le curateur à une succession vacante est tenu, avant tout, d'en faire constater l'état par un inventaire: il en exerce et poursuit les droits; il répond aux demandes formées contre el- le; il administre, sous la charge de faire verser le numéraire qui se trouve dans la succession, ain- si que les deniers provenant du prix des meubles ou immeubles vendus, dans la caisse du receveur de la réẽgie impériale, pour la conservation des droits, et à la charge de rendre compte à qui il appartiendra. 824. Les dispositions de la section 3 du pré- sent chapitre, sur les formes de l'inventaire, sur le mode d'administration et sur les comptes à xen- dre de la part de''héritier bénéficiaire, sont, au surplus, communes aux curateurs à successions vacantes. CHAPITRE VI. Du Partage et des Rapports. —-⸗ℳÿ—:— SECTION PREMIRRE. De PAction en partage, et de sa forme. 8715. Nul ne peut èêtre contraint à demeurer dans l'indivision; et le partage peut être toujours provoqué, nonobstant prohibitions et conventions contraires On peut cependant convenir de suspendre le partage pendant un temp limité: cette conven- tion ne peut être Cgatahe au-delaà de cinq ans; mais elle peut être renouvelée. 816. Le partage peut etre demandé, méèême quand l'un des cohéritiers aurait joui 8é paré ment de partie des biens de la succession, s'il n'y a eu — — 38 B. 2r T. Von der Erbfolge. 327 812. as Gericht erſter Inſtanz, in deſſen Arron⸗ diſſement ſie eröffnet wurde, ernennt auf das Geſuch der Intereſſenten oder auf den Antrag des kaiſerlichen Procurators einen Curator. 823. Der Curator einer erbloſen Verlaſſenſchaft muß vor allen Dingen ihren Beſtand durch ein Inven⸗ tarium ausmitteln laſſen; er übt ihre Rechte aus, und macht ſie geltend; er antn vertet auf die gegen ſie er rhobe⸗ nen Klagen; er führt die Verwaltung, unter der Oblie⸗ genheit, das in der Verlaf ſſenſch aft befindliche baare Geld, ſo wie die aus dem Verkaufe der Mobilien und Immobi⸗ lien gelöſten Gelder, in die C Caſſe des Einnehmers der kaiſerlichen Einkünfte abzuliefern, um die Rechte der Intereſſenten zu erhalten, und unter der Verpflichtung den künftig Berechtigten Rechnung abzulegen. 8⁰4. Ubrigens erſtrecken ſich die Verfügungen des dritten Abſchnittes des genwärtigen Capitels in Anſe⸗ hung der Form bes Inven tariums, der Art der Verwal⸗ tung, und der vom Beneſicialerben abzulegenden Rechnun⸗ gen auch auf die Curatoren einer erbloſen V Verlaſſenſchaft. 9 Sechſtes Capitel. Von der Theilung und der Collation Erſter Abſchnitt. Von der Klage auf Theilung und deren Form. 815. Niemand kann gezwungen werden, in der Gemeinſchaft zu bleiben, und naſeann eden zeit auf Thei⸗ lung antragen, aller ent genſtehenden Verbote und Verträge ohngeachtet. Doch kann man dahin äbe einutman, die Thei lung auf beſtimmte Zeit auszuſetzen; dieſe übereinkunft kann nicht über fünf Jahre verbindlich ſeyn, ſie kann aber erneuert: werden⸗ 316. Die Theilung kann verlangt werden, ſelbſt wenn einer der Miterben einen Theil des? Tachlaſſes für ſich abgeſondert genoſſen hätte, ſo fern nur keine Thei⸗ 328 L. III. T. I. Des Successions. ¹ un acte de partage, ou possession suffisante pour aoquérir la prescriprion. 817. PL'action en partage, à'égard des cohé- ritiers mineurs ou interdits, peut éêtre exercée par leurs tuteurs, spécialement autorisés par un conseil de famille. A l'égard des cohéritiers a bsents, l'action ap- partient aux parents envoyés en possession. 818. Le mari peut, sans le concours de sa femme, Provoquer le partage des objets meubles ou immeubles à elle échus qui tombent dans la communauté: à l'égard des objets qui ne tombent Pas en communauté, le mari ne peut en provo- dquer le partage sans le concours de sa femme; il peut seulement, s'il a le droit de jouir de Ses biens, demander un partage provisionnel. Les cohéritiers de la femme ne peuvent pro- voquer le partage définitif qu'en mettant en cause le mari et la femme. 819. Si tous les héritiers sont présents et ma- jeurs, l'apposition de scellés sur les effets de la succession n'est pas nécessaire, et le partage peut etre fait dans la forme et par tel acte que les par- ties intéressées jugent convenables. Si tous les héritiers ne sont pas présents, s'il y a parxmi eux des mineurs ou des interdits, le scellé doit être opposé dans le plus bref délai, soit à la requète des héritiers, soit à la dilige noe du Procureur impérial au tribunal de première instan- ce, soit d'office par le juge de paix dans l'arron- dissement duquel la succession est ouverte. 820. Les créapciers peuvent aussi requérir l'apposition des scellés, en vertu d'un titre exécu- toire ou d'une permission du juge. (*) S. Art. 465 u. 466. (* X) S. Ant. 136 u. 137. (***†) S. C. G. O. Art. 907 u. f. 15) als wenn ſie den Mann und die Frau zur Verhandlung zuziehen laſſen. M. Wenn Miterben einer Ehefrau auf gäͤnzliche Theilung antragen: ſo muͤſſen ſie beyde Ehe⸗ gatten belangen. E. d 38 B. ꝛr T. Von der Erbfolge. 3²29 lungsurkunde, oder kein zur Verjährung hinreichender Beſitz vorhanden iſt. 817. Die Klage auf Theilung kann in Anſehung minderjähriger oder interdicirter Miterben von deren Vormündern angeſtellt werden, wenn ſie von einem Fa⸗ milienrathe hiezu beſonders autoriſirt ſind. Cb— In Anſehung abweſender Miterben ſteht die Klage den in den Beſitz eingewieſenen Verwandten zu.(*†*) 8¹8. Der Ehemann kann ohne Mitwirken ſeiner Frau auf Theilung des ihr angefallenen beweglichen und unbeweglichen Vermögens, ſoweit es in die Güterge⸗ meinſchaft fällt, antragen; die Theilung ſolcher Sachen, die nicht in die Gemeinſchaft fallen, kann der Ehemann nicht ohne Mitwirken ſeiner Frau fordern; er kann nur eine proviſoriſche Theilung verlangen, wenn er das Recht hat, ihre Güter zu benutzen. Die Miterben der Frau können nicht auf eine defi⸗ nitive Theilung antragen, ohne den Mann und die Frau zugleich vorladen zu laſſen. 15) 6¹9. Sind alle Erben gegenwärtig und volljährig, ſo iſt die Verſiegelung des Nachlaſſes nicht nöthig, und die Theilung kann in jeder Form und auf jede Art 16), wie es die Intereſſenten für gut finden, vorgenommen werden. Sind nicht alle Erben anweſend, oder ſind Minder⸗ jährige oder Interdicirte unter ihnen, ſo muß die Ver⸗ ſiegelung ſo bald als möglich, entweder auf Anſuchen der Erben, oder auf Antrag des kaiſerlichen Procurators bey dem Gerichte erſter Inſtanz, oder auch von Amtswegen durch den Friedensrichter des Arrondiſſements, wo die Erbſchaft eröffnet wurde, geſchehen.(*†**) 820. Auch die Gläubiger können kraft ſolcher Ur⸗ kunden, die ein executiviſches Verfahren zu begründen im Stande ſind 17), oder kraft einer Erlaubniß des Richters die Verſiegelung verlangen. 16) mittels eines jeden Actes. D. durch jeden Act L. u. M. durch den Act. 8. durch jede von ihnen beliebte Urkunde. E. 17) Kraft eines executoriſchen Titels. D. eines executo riſchen⸗Rechtstitels. E. eines executoriſchen Actes S. einer executoriſchen Urkunde. M. einer in Haͤnden 550 L. III. T. I. Des Successions. 821. Lorsque le scellé a été apposé, tous créanciers peuvent y former opposition, encore qu'ils maient ni titre exécutoire ni permission du juge. Les ſormalités pour la levée des scellés et la confection de l'inventaire, sont réglées par les lois sur la procédure. 322. L'action en partage, et les contestations qui s'élèvent dans le cours des opérations, sont soumises au tribunal du lieu de J'ouverture de la succession. C'est devant ce tribunal qu'il est procédé aux licitations, et que doivent être portées les deman- des relatives à la garantie des lots entre coparta- geants et celles en rescision du partage. 323. Si l'un des cohéritiers refuse de consen- tir au partage, ou s'il s'élève des contestations, soit sur le mode d'y procéder, soit sur la manière de le terminer, le tribunal prononce comme en matière sommaire, ou commet, Ss'il y a lieu, pour les opérations du partage, un des juges, sur le rapport duquel il décide les contestations. 82 ½. L'estimation des immeubles est faite Par experts choisis par les parties intéressées, ou, à leur refus, nommés d'office. Le procès-verbal des experts doit présenter les bases de l'estimation: il doit indiquer si P'objet estimé peut être commodément partagé; de quelle manière; fixer enfin, en cas de division, chacune des parts qu'on peut en former, et leur valeur. 325. L'estimation des meubles, s'il n'y a pas eu de prisée faite dans un inventaire régulier, doit Gtre faite par gens à ce connaissant, à juste prix et sans crue. je ihnen das Recht giebt, auf Huͤlfs⸗ en. E. habenden Urkunde, d vollſtreckung anzutrag 3s B. 1r T. Von der Erbfolge. 331 821. Iſt die Verſiegelung einmal geſchehen, ſo können alle Gläubiger Zahlungseinſprüche machen, wenn ſie auch weder eine das executiviſche Verfahren begrün⸗ dende Urkunde noch die Erlaubniß des Richters für ſich haben. Die bey der Entſiegelung und der Errichtung des Inventariums zu beobachtenden Formalitäten werden durch die Geſetze über das gerichtliche Verfahren be⸗ ſtimmt.(*) 8 D G 6. 822. Die Klage auf T eilung und die Streitigkei— ten, welche im Laufe dieſes ſchäftes entſtehen, ge— hoͤren vor das Gericht des Ortes, wo die Erbſchaft eröff⸗ net worden iſt. Vor dieſem Gerichte wird zur Verſteigerung geſchrit⸗ ten, und vor daſſelbe gehören die Klagen auf Gewährlei⸗ ſtung der Looſe unter den Miterben, ſo wie jene auf Wiederaufhebung(rescision) der Theilung. 325. Weigert ſich einer der Miterben, in die Thei⸗ lung einzuwilligen, oder entſtehen Streitigkeiten über die Art, wie dabey zu verfahren, oder wie ſie zu beendi⸗ gen ſey, ſo entſcheidet eben dieſes Gericht, wie in ſum⸗ mariſchen Sachen, oder beauftragt, wenn es die Um⸗ ſtände erfordern, einen der Richter mit dem Theilungs⸗ geſchäfte, auf deſſen Vortrag es über die Streitigkeiten erkennt.(**†) 324. Die Abſchätzung der Immobilien geſchieht durch Sachverſtändige, die von den Partheyen gewählt, oder wenn dieſe ſich deſſen weigern, von Amtswegen er⸗ nannt werden. Das Protocoll der Sachverſtändigen muß angeben, worauf ſich die Abſchätzung gründet; es muß darin be⸗ merkt ſeyn, ob und wie das abgeſchätzte Stück ſich füglich theilen laſſe; es ſoll endlich noch, wenn die Abtheilung geſchehen kann, jedes Loos, das ſich daraus machen läßt, und ſeinen Werth beſtimmen. 625. Die Abſchätzung der Mobilien, wenn ſie nicht ſchon in einem regelmäßigen Inventarium taxirt worden ſind, geſchieht durch Sachverſtändige, nach ihrem wahren Werthe und ohne Aufgeld(sans crue). · S. C. G. O. Art. 960. u. f. L.III. T. I. Des Successions. 826. Chacun des cohéritiers peut demander 3 sa part en nature des meubles et immeubles de la. succession: néanmoins, s'il y a des créanciers 1 saisissants ou opposants, ou si la majoriné des co-— 1 héritiers juge la vente nécessaire pour l'acquit des dettes et charges de la succession ‚les meubles sont vendus publiquement en la forme ordinaire. 827. Si les immeubles ne peuvent pas se par- tager commodément, il doit être procédé à la vente par licitation devant le tribunal. Cependant les parties, si elles sont toutes ma- jeuxes, peuvent consentir que la licitation soit fai- te devant un notaire, sur le choix duquel elles s'accordent. 328. Après que les meubles et les immeubles ont été estimés et vendus, s'il y a lieu, le juge com- missaire renvoie les parties devant un notaire dont elles conviennent, ou nommé d'office, si les par- ties ne s'accordent pas sur le choix. On procède, devant cet officier, aux comptes qué les copartageants peuvent se devoir, à la for- mäation de la masse générale, à la composition des lots, etzaux fournissements à faire à chacun des copartageants. 829. Chaque cohéritier fait rapport à la mas- se, suivant les règles qui seront ci-après établies, des dons qui lui ont été faits, et des sommes dont il est débiteur. 830. Si le rapport n'est pas fait en nature, les cohéritiers à qui il est duù, prélèvent une por- tion égale sur la masse de la succession. Les prélèvements se font, autant que pos- sible, en objets de mème nature, qualité et bonté que les objets non rapportés en nature. —y — df S. Art. 1686 u. 1697. (**) S. E. G. O. Art. 976 u. f. 3 —nn—-— 38 B. ur T. Von der Erbfolge. 553 826. Jeder Miterbe kann ſeinen Antheil an den Mobilien und Immobilien der Verlaſſenſchaft in Natur verlangen; ſind jedoch Gläubiger vorhanden, welche das Vermögen mit Arreſt belegt, oder Zahlungseinſprüche gemnan cht haben, oder hält die Mehrzahl der Miterben den Verkauf für nöthig, um die Schuld en und Laſten der Erbſchaft zu berichtigen, ſo werden die Mobilien öffent⸗ lich und in der gewöhnlichen Form verkauft. 627. Laſſen ſich die Immobilien nicht wohl thei— len, ſo ſoll vor dem Gerichte zur öffentlichen Verſteige⸗ rung derſelben geſchritten werden.(*) Die Partheyen können jedoch, wenn ſie alle volljäh⸗ rig ſind, dahin übereinkommen, daß die Verſteigerung vor einem von ihnen gewählten Notar geſchehe. 828. Nachdem die Mobilien und Immobilien ge⸗ ſchätzt und n öthige enr verkauft ſind, verweiſt der com⸗ mittirte Richter die 9 darth eyen vor einen von ihnen ge⸗ wählten, oder, wenn ſie ſich nicht über die Wahl verei⸗ nigen können, von Amtswegen ernannten Notar Vor dieſem Beamten ſchreitet man zur Rechnungs⸗ ablage, wozu die Miterben etwa unter einander verbun⸗ den ſind, zur Ausmirtelung der ganzen Maſſe, zur Bil⸗ dung der Looſe und zur Beſtimmung der einem jeden der Miterben(zu Gleichſtellung der Looſe) gebührenden Er⸗ gänzung. 18)(**) 829. Jeder Miterbe conferirt in die Maſſe die er⸗ haltenen Geſchenke und die ſchuldigen Summen, nach den unten aufzuſtellenden Grundſätzen. 830. Geſchieht die Collation nicht in Natur, ſo nehmen die Miterben, welche ſie fordern können, einen gleichen Theil von der Erbſchaftsmaſſe zum Voraus weg. Die Voraus nahm⸗ geſchieht, ſo viel möglich, in Gegenſtänden, die mit den nicht in Natur conferir⸗ ten Sachen von gleicher Art, Beſchaffenheit und Güte ſind. 18) und Feſtſetzung desjenigen, was einem jeden der Mit⸗ erben ausgeliefert eadren muß. D. u. M. und zur Auslieferung eines jeden Mit⸗Theilhabenden. 8. und zur Ablieferung an die Theilhaber. E. 334 L. III. T. I. Des Successions. 831. Apres ces prélèvements, il est procédé, sur ce qui reste dans la masse, à la composition d'autant de lots égaux qu'il y a d'héritiers coparta- geants, ou de souches copartageantes. 852. Dans la formation et composition des lots, on doit éviter, autant que possible, de mor- celer les héritages et de diviser les exploitations; et il convient de faire entrer dans chaque lot, s'il se peut, la même quantité de meubles, d'im- meubles, de droits ou de créances de même nature et valeur. 833. L'inégalité des lots en nature se com- pense par un retour, soit en rente, soit en argent. 834. Les lots sont faits par l'un des cohéri- tiers, s'ils peuvent convenir entre eux sur le choix, et si celui qu'ils avaient choisi accepte la commission: dans le cas contraire, les lots sont faits par un expert que le juge commissaire désigne. Ils sont ensuite tirés au sort. 835. Avant de procéder au tirage des lots, chaque copartageant est admis à proposer ses ré- clamations contre leur formation. 836. Les règles établies pour la division des masses à partager, sont également observées dans la subdivision à faire entre les souches copartage- antes. 837. Si, dans les opérations renvoyées de- vant un notaire, il s'élève des contestations, le no- taire dressera prôocès-verbal des difficultés et des dires respectifs des parties, les renverra devant le commissaire nommé pour le partage; et, au sur- plus, il sera procédé suivant les formes prescrites par les lois sur la procédure.. 338. Si tous les cohéritiers ne sont pas pré- sents, ou s'il y a parmi eux des interdits, ou des mineurs, mèême émancipés, le partage doit ètre fait en justice, conformément aux règles prescrites 38 B. 1r T. Von der Erbfolge. 335 331. Sind dieſe Gegenſtände zum Voraus wegge⸗ nommen, ſo werden aus der noch übrigen Maſſe ſo viel gleiche Looſe gemacht, als theilnehmende Erben oder Stämme vorhanden ſind. 832. Bey Bildung und Beſtimmung der Looſe ſoll man die Zerſtückelung der Grundſtücke, und die Verthei⸗ lung der Benutzung einer Sache 1¹⁹) möglichſt vermei⸗ den, auch muß man ſuchen, in jedes Loos, wo möglich, einen gleichen Betrag an beweglichen und unbeweglichen Gütern, Gerechtſamen und Forderungen von gleicher Art und von gleichem Werthe zu bringen. 833. Die Ungleichheit der Looſe an in Natur ver⸗ theilten Gegenſtänden wird durch Herausgabe von Ren⸗ ten oder baarem Gelde gehoben. 834. Die Looſe werden von einem der Miterben gemacht, wenn dieſe über die Wahl einig werden kön⸗ nen und wenn der Gewählte den Auftrag annimmt; widrigenfalls macht die Looſe ein von dem committirten Richter ernannter Sachkundiger. Hierauf werden die Looſe gezogen. 835. Ehe man zur Ziehung der Looſe ſchreitet, kann jeder Intereſſent gegen die Art, wie ſie gebildet ſind, ſeine Einwendungen vorbringen. 836. Die für die Theilung ganzer Erbſchaftsmaſſen vorgeſchriebenen Regeln ſind auch bey der Unterabtheilung unter den mittheilenden Stämmen zu beobachten. 837. Wenn bey den an einen Notar verwieſenen Geſchäften Streitigkeiten entſtehen, ſo nimmt der No⸗ tar über die ſtreitigen Puncte und das gegenſeitigen Vor⸗ bringen der Partheyen ein Prorocoll auf, und verweiſt ſie an den Erbvertheilungscommiſſär: übrigens wird in der in den Geſetzen über den Prozeß vorgeſchriebenen Form verfahren. 838. Sind nicht alle Erben anweſend, oder ſind unter ihnen Interdicirte oder Minderjährige, wenn letz⸗ tere auch ſchon emancipirt wären, ſo muß die Theilung gerichtlich und in Gemäßheit der Vorſchriften, die im 819. t 19) vermeiden die Anlagen zu theilen L. Zertheilung d Wirtſchaften vermeiden. 8. die, Trennung der nutzb ren Bearbeitung einer Sache vermeiden. E. 9 ———-— 536 L. III. T. I. Des Successions. par les articles 8ig et suivants, jusques et compris l'arxticle précédent. S'il y a plusieurs mineurs qui aient des intéréèts opposés dans le partage, il doit leur être donné à chacun un tuteur spécial et par- ticulier. 839. S'il y a lieu à licitation, dans le cas du précẽ sdent article, elle ne peut être faite qu'en justice avec les formalités prescrites pour l'aliéna- tion des biens des mineurs. Les étrangers y sont toujours admis. 840. Les partages faits conformément aux règles ci-dessus prescrites, soit pax les tuteurs, avec l'autorisation d'un conseil de famille, soit par les mineurs émancipés, assistés de leurs curateurs, soit au nom des absents ou non présents, sont dé- finitifs: ils ne sont que provisionnels, si les règles prescrites n'ont pas été observées. 841. Toute personne, même parente du dé- funt, qui n'est pas son successible, et à laquelle un cohéritier aurait cédé son droit à la succession, peut être écartée du partage, soit par tous les co- héritiers, soit par un seul, en lui remboursant le prix de la cession. 342. Aprèés le partage, remise doit être faite à chacun des copartageants, des titres particuliers aux objets qui lui seront échus. Les titres d'une propriété divisée restent à celui qui a la plus grande part, à la charge d'en aider ceux de ses copartageants qui y auront inté- réêt, quand il en sera requis. Les titres communs à toute l'hérédité sont re- mis à celui que tous les héritiers ont choisi pour en être le dépositaire, à la charge d'en aider les co- — G= E = 2 38 B. 1r T. Von der Erbfolge. 337 und den folgenden Artikeln, bis zum vorhergehenden ein⸗ ſchließlich 260), enthalten ſind, vorgenommen werden. Sind mehrere Minderjährige vorhanden, die bey der Theilung ein entgegengeſetztes Intereſſe haben, ſo muß jedem von ihnen ein beſonderer Specialvormund beſtellt werden. 339. Muß im Falle des vorhergehenden Artikels zu einer öffentlichen Verſteigerung geſchritten werden, ſo kann ſie nicht anders als gerichtlich und in der für die Veräußerung der Güter eines Minderjährigen vorge⸗ ſchriebenen Form geſchehen. Fremde müſſen immer da⸗ bey zugelaſſen werden. 840. Die in Gemäßheit vorſtehender Vorſchriften entweder von Vormündern unter der Autoriſation des Familienrathes, oder von emancipirten Minderjährigen unter dem Beyſtande ihrer Curatoren, oder im Namen von Abweſenden oder nicht gegenwärtigen Perſonen ge⸗ machten Theilungen ſind definitiv 2*); wurden dagegen die vorgeſchriebenen Regeln nicht beobachtet, ſo ſind ſie nur proviſoriſch. 841. Ein jeder, wäre er auch ein Verwandter des Verſtorbenen, der nicht ſelbſt zur Erbfolge berechtiget iſt, dem aber ein Miterbe ſein Erbrecht abgetreten hat, kann von ſämmtlichen oder auch von einem einzelnen Miterben von der Theilung ausgeſchloſſen werden, wenn man ihm das erſtattet, was er für die Abtretung gegeben hat. 842. Nach vollzogener Theilung müſſen jedem Mit⸗ erben die Urkunden ausgeliefert werden, die ſich auf die ihm zugefallenen Gegenſtände beſonders beziehen. Urkunden, die ein getheiltes Eigenthum betreffen, bleiben demjenigen, der den gröſten Theil davon erhält, unter der Bedingung, denjenigen ſeiner Miterben, die dabey intereſſirt ſind, auf Verlangen damit auszuhelfen. Urkunden, die auf die ganze Erbſchaft Bezug haben, werden demjenigen eingehändiget, den alle Erben zu de⸗ ren Aufbewahrung erwählt haben, unter der Bedingung, den Miterben, ſo oft ſie es verlangen, damit auszuhel⸗ 20) bis zum gegenwaͤrtigen, mit Einſchluß deſſelben, E. 21) unwiderruflich(definitiv). E. Cod. N. 1. B. 22 ————— 538 L. III. T. J. Des Successions. partageants, à toute réquisition. S'il y a difficulté sur ce choix, il est réglé par le juge. . Sle p Jug SECTION II. Der apports. 843. Tout héritier, meme bénéficiaire, ve- nant à une succession, doit rapporter à ses cohé- ritiers tout ce qu'il a requ du défunt, par donation entre-vifs, directement ou indirectement: il ne peut retenir les dons ni réclamer les legs à li faits par le défunt, à moins que les dons et legs ne lui aient été faits expressément par préciput et hors part, ou avee dispense du rapport. 844. Dans le cas même où les dons et legs auraient été faits par préciput œou avec dispense du rapport, l'héritier venant à partage ne peut les re- tenir que jusqu'aà concurrence de la quotité dispo- nible: l'excédant est sujet à rapport. 1 peutt cependant retenir le don entre-vifs, ou ré- clamer le legs à lui fait, jusqu'à concurrence de la portion disponible. 845. L'héritier qui renonce à la succession, 846. Le donataire qui n'était pas héritier pré- somptif lors de la donation, mais qui se trouve successible au jour de l'ouverture de la succession, doit également le rapport, à moins que le donateur ne l'en ait dispensé. 847. Les dons et legs faits au fils de celui qui se trouve successible à l'époque de l'ouverture de (*) S. Art. 919. 22)) durch Schenkung unter den Lebenden unmittelbar er⸗ halten hat. E. 38 B. 1r T. Von der Erbfolge. 359 fen. Kann man ſich über die Wahl nicht einverſtehen, ſo wird ſie durch den Richter beſtimmt. Zweyter Abſchnitt. Von der Collation. 843. Jeder Erbe, der zur Erbfolge gelangt, ſelbſt der Beneficialerbe, iſt verbl unden, ſeinen Miterben alles zu conferiren, was er von dem Verſtorbenen durch Schen⸗ kung unter den Lebenden unmittelbar oder mittelbar er⸗ halten hat ²³); er kann weder die Geſchenke behalten, noch die Vermächtniſſe in Anſpruch nehmen, die der Ver⸗ ſtorbene ihm gemacht hat, wenn ihm nicht dieſe Ge⸗ ſchenke und Vermächtniſſe ausdrücklich ſuſn Voraus und auſſer ſeinem Erbtheile, oder unter Erlaſſung der Colla⸗ tion ertheilt worden ſind.(*) 844. Sogar in dem Falle, wo die Geſchenke und Vermächtniſſe zum Voraus oder unter Erlaſſung der Col⸗ lation ertheilt wurden, kann der zur T Theilung gelangende Erbe ſie nur bis zum Betrage des Vermögenstheils 23) behalten, über welchen der Ver ſtorbene verfügen konnte; der Überſchuß iſt der Collation dterorſen. 345. Der Erbe, welcher der Erbſchaft entſagt, kann demohngeachtet bis zum Betrage des Vermögens⸗ theils, über we lchen der„Verſtorbene verfügen konnte, die ihm unter Lebenden geſchenkten Gegenſtände behal⸗ ten, oder auf die ihm zugedachten Vermächtniſſe An⸗ ſpruch wachen 846. Der Geſchenknehmer, welcher zur Zeit der Schenkung Hein Präſumtiverbe war, am Tage der Er⸗ öffnung der Erbſchaft aber zur Erbfolge berechtiget iſt 24), iſt g leichfalls zur Collation verbunden, wenn ihm der Ge⸗ ſchenkgeber dieſelbe nicht erlaſſen hat. 847. Was dem Sohne desjenigen, der zur Zeit der Eröffnung der Erbſchaft zur Erbfolge berechtiget iſt, ge⸗ ſchenkt oder vermacht worden iſt, das wird immer ſo an⸗ 23) nur nach Verhaͤl tniß des Theils E. 24) aber am Tage der Eroͤffnung der Erbſchaft erbfaͤhig wagr. 8. 22 —y—hſhͤhͤſͤuuu 540 L. III. T. I. Des Successions. la succession, sont toujours réputés faits avec dis- pense du rapport. Le père venant à la succession du donateur, n'est pas tenu de les rapporter. . 848. Pareillement, le fils venant de son chef à la succession du donateur, n'est pas tenu de rap- porter le don fait à son père, même quand il aurait accepté la succession de celui-ci: mais si le fils ne vient que par représentation, il doit rapporter ce qui avait été donné à son père, meèeme dans le cas oOuð il aurait répudié sa succession. 849. Les dons et legs faits au conjoint d'un Cpoux successible, sont réputés faits avec dispense du rapport. Si les dons et legs sont faits conjointement à deux époux, dont l'un seulement est successible, eelui-ci en rapporte la moitié; si les dons sont faits à l'époux successible, il les rapporte en entier. 850. Le rapport ne se fait qu'à la succession du donateur. 351. Le rapport est dũ de ce qui a été em- ployé pour l'établissement d'un des cohéritiers, ou pour le paiement de ses dettes. 852. Les frais de nourriture, d'entretien, d'éducation, d'apprentissage, les frais ordinaires d'équipement, ceux de noces et présents d'usage, ne doivent pas être rapportés. 853. IIl en est de mêeme des profits que l'héri- tier a pu retirer des conventions passées avec le défunt, si ces conventions ne présentaient aucun avantage indirect, lorsqu'elles ont été faites. 85 44. Pareillement, il n'est pas dú de rapport pour les associations faites sans fraude entre le dé- 25) Auch wenn der Vater zur Erbſchaft des Geſchenkge⸗ bers gelangte: iſt er dennoch nicht verbunden, derglei⸗ chen Geſchenke einzuwerfen Czu conferiren) E. 3s8 B. 1r T. Von der Erbfolge. 5 4½ 1 geſehen, als wäre es unter Erlaſſung der Collation er⸗ theilt worden.. Der den Geſchenkgeber beerbende Vater iſt nicht verbunden, es zu conferiren. 25) 848. Eben ſo iſt der Sohn, wenn er kraft eigenen Rechtes zur Erbfolge des Geſchenkgebers gelangt, nicht verbunden, die ſeinem Vater gemachten Geſchenke zu con⸗ feriren, wenn er auch gleich den Nachlaß ſeines Vaters angenommen haben ſollte; gelangt aber der Sohn nur vermöge des Repräſentationsrechtes zur Erbfolge, ſo muß er alles, was ſeinem Vater geſchenkt worden iſt, ſelbſt dann conferiren, wenn er deſſen Erbſchaft ausge⸗ ſchlagen hat. 849. Iſt einer von beyden Ehegatten zur Erbfolge berechtiget, dem andern aber etwas geſchenkt oder ver⸗ macht worden, ſo wird dieß ſo angeſehen, als wäre es unter Erlaſſung der Collation ertheilt. Iſt beyden Ehegatten zuſammen etwas geſchenkt oder vermacht worden, aber nur einer zur Erbfolge be⸗ rechtiget, ſo muß dieſer die Hälfte conferiren. Sind die Geſchenke dem zur Erbfolge berechtigten Ehegatten ge⸗ macht worden, ſo conferirt er ſie ganz. 850. Die Collation geſchieht bloß zur Erbſchaft des Geſchenkgebers. 851. Was zum Etabliſſement eines der Miterben, oder zur Bezahlung ſeiner Schulden verwendet worden iſt, das muß conferirt werden. 852. Koſten der Ernährung, des Unterhalts und der Erziehung, Lehrgelder, gewöhnliche Koſten der Aus— ſtattung, die der Hochzeit und übliche Geſchenke ²) werden nicht conferirt. 855. Eben ſo verhält es ſich mit dem Gewinn, welchen etwa der Erbe aus Verträgen, die er mit dem Verſtorbenen geſchloſſen hatte, erlangt hat, wenn nur dieſe Verträge zur Zeit ihres Abſchluſſes auf keine mit⸗ telbare Begünſtigung abzielten. 854. Eben ſo hat keine Collation wegen eines zwi⸗ ſchen dem Verſtorbenen und einem ſeiner Erben ohne Ge⸗ 26) die gewoͤhnlichen Auslagen fur Kleidung, die Hoch⸗ zeitskoſten und die dabey uͤblichen Geſchenke. 8, ge⸗ woͤhnliche Koſten für Ausſtattung und Hochzeit, ſo wie uͤbliche Hochzeitgeſchenke. E.; 342 L. III. T. I. Des Successions. funt et l'un de ses héritiers, lorsque les conditions en ont été réglées par un acte authentique. 855. L'immeuble qui a péri par cas fortuit et sans la faute du donataire, n'est pas sujet à rap- port. 656. Les fruits et les intérèts des choses su- jettes à rapport ne sont dus qu'à compter du jour de Pouverture de la succession. 857. Le rapport n'est dü que par le cohéritier à son cohéritier; il n'est pas dù aux légataires ni auX créanciers de la succession. 353. Le rapport se fait en nature ou en moins prenant. 859. Il peut être exigé en nature, à l'égard des immeubles, toutes les fois que l'immeuble don- né n'a pas été aliené par le donataire, et qu'il n'y a pas, dans la succession, d'immeubles de même nature, valeur et bonté, dont on puisse former des lots à-peu-près égaux pour les autres cohéri- tiers. 860. Le rapport n'a lieu qu'en moins prenant, quand le donataire a aliéné l'immeuble avant-l'ou- verture de la succession; il est dü de la valeur de Timmeuble à l'époque de l'ouverture. 861. Dans tous les cas, il doit être tenu compte au donataire, des impenses qui ont amélioré la chose, eu égard à ce dont sa valeur se trouve augmentée au temps du partage. 362. II doit être pareillement tenu compte au donataire, des impenses nécessaires qu'il a faites pour la conservation de la chose, encore qu'elles n'aient point amélioré le fonds. ——j— △ 8 2 38 B. 1r T. Von der Erbfolge. 343 fährde geſchloſſenen Geſellſchaftsvertrages Statt, wenn deſſen Bedingungen in einer öffentlichen Urkunde be⸗ ſtimmt worden ſind. 855. Eine unbewegliche Sache, welche durch blo⸗ ßen Zufall, und ohne Verſchulden des Geſchenknehmers zu Grunde gegangen iſt, iſt der Collation nicht unter⸗ worfen. 856. Die Fruͤchte und Zinſen von den der Colla⸗ tion unterworfenen Gegenſtänden ſind nur von dem Ta⸗ ge der Eröffnung der Erbſchaft an zu vergüten. 857. Nur ein Niterbe iſt dem andern zur Colla⸗ tion verbunden; ſie gebührt weder den Legatarien, noch den Erbſchaftsgläubigern. 8358. Die Collation geſchieht entweder in Natur, oder dadurch, daß man(bey der Theilung) weniger erhält. 359. Daß die Collation unbeweglicher Güter in Natur geſchehe, kann jedesmal verlangt werden, wenn das geſchenkte unbewegliche Gut von dem Geſchenkneh— mer nicht veräuſſert worden iſt, und ſich in der Erb⸗ ſchaft keine andere Immobilien von gleicher Art, Güte und Werth befinden, woraus man ungefähr gleiche Loo⸗ ſe für die übrigen Miterben bilden könnte. 860. Hat der Geſchenknehmer das unbewegliche Gut vor eröffneter Erbſchaft veräuſſert, ſo findet nur ei⸗ ne Collation durch Abzug Statt ²⁷); dieſer Abzug iſt nach dem Werthe, den das unbewegliche Gut zur Zeit der Eröffnung der Erbſchaft hatte, zu beſtimmen. 861. In jedem Falle müſſen dem Geſchenknehmer die Koſten, welche er auf Verbeſſerung der Sache ver⸗ wendet hat, ſoweit vergütet werden, als der Werth der Sache zur Zeit der Theilung wirklich erhöht befunden wird. 862. Eben ſo müſſen dem Geſchenknehmer die noth⸗ wendigen Koſten, die er zur Erhaltung der Sache ver⸗ wendet hat, vergütet werden, wenn auch die Sache ſelbſt dadurch nicht verbeſſert worden iſt. 27) Die Collation durch welche man weniger zieht, hat nur alsdann ſtatt, wenn der Schenknehmer ꝛc. S. Nur wenn Empfaͤnger— veraͤuſſert hat, erfolgt dießfalls die Collation durch Abzug auf das herauszugebende Erbtheil. E. 1 V L. III. T. I. Des Successions. 9 H 363. Le donataire, de son c0té, doit tenir compte des dégradations et détériorations qui ont diminué la valeur de l'immeuble, par son lait ou par sa faute et négligence. 864. Dans le cas où Pimmeuble a été aliéné par le donataire, les améliorations ou dégradations faites par Pacquéreur doivent être imputées con- formément aux trois articles précédents. 365. Lorsque le rapport se fait en nature, les biens se réunissent à la masse de la succession, francs et quittes de toutes charges créées par le donataire; mais les créanciers ayant hypothèque peuvent intervenir au partage, pour s'opposer à ce due le rapport se fasse en fraude de leurs droits. 366. Lorsque le don d'un immeuble fait à un successible avec dispense du rapport, excède la portion disponible, le rapport de Pexcédant se fait en nature, si le retranchement de cet excédant peut s'opérer commodément. Dans le cas contraire, si l'excédant est de plus de moitié de la valeur de l'immeuble, le donataire doit rapporter'immeuble en totalité, sauf à pré- lever sur la masse la valeur de la portion dispo- nible: si cette portion excède la moitié de la valeur de l'immeuble, le donataire peut retenir l'im- meuble en totalité, sauf à moins prendre, et à re- compenser ses cohéritiers en argent ou autrement, 367. Le cohéritier qui fait le rapport en na- pure d'un immeuble, peut en xretenir la possession 38 B. 1r T. Von der Erbfolge. 345 863. Dagegen muß der Geſchenknehmer die Ver⸗ ringerungen und Beſchädigungen des unbeweglichen Gu⸗ tes vergüten, wenn der Werth deſſelben durch ſeine Handlung oder durch ſeine Schuld oder Nachläſſigkeit vermindert worden iſt. 86 ½¾. Iſt das unbewegliche Gut von dem Geſchenk⸗ nehmer veräuſſert worden, ſo ſind die von dem Erwerber gemachten Verbeſſerungen oder Verringerungen, nach Maßgabe der drey vorhergehenden Artikel, in Aufrechnung zu bringen. 865. Geſchieht die Collation in Natur, ſo werden die Güter, frey von allen Laſten, womit ſie der Ge⸗ ſchenknehmer etwa beſchwert hat(*), mit der Erbſchafts⸗ maſſe vereiniget; doch können die hypothecariſchen Gläu⸗ biger bey der Theilung als Intervenienten auftreten, um zu verhindern, daß die Collation zu Beeinträchtigung ih⸗ rer Rechte geſchehe⸗ 366. Wenn einem zur Erbfolge Berechtigten ein unbewegliches Gut unter Erlaſſung der Collation ge⸗ ſchenkt worden iſt, dieſe Schenkung aber denjenigen Ver⸗ mögenstheil überſteigt, über welchen der Erblaſſer ver⸗ fügen konnte ²⁸), ſo wird der Überſchuß in Natur con⸗ ferirt, wenn er ſich füglich von dem Übrigen trennen läßt. Iſt dieß nicht wohl möglich, und überſteigt der Über⸗ ſchuß den halben Werth des unbeweglichen Gutes, ſo muß der Geſchenknehmer daſſelbe ganz conferiren, wobey er je⸗ doch berechtiget bleibt, den Werth desjenigen Theils, über welchen der Erblaſſer verfügen konnte, aus der Maſſe zum Voraus wegzunehmen; überſteigt dieſer Theil den halben Werth des unbeweglichen Gutes, ſo kann der Ge⸗ ſchenknehmer daſſelbe ganz behalten, wogegen er bey der Theilung ſoviel weniger erhält, und ſeine Miterben ent⸗ weder in baarem Gelde oder auf andere Weiſe ent⸗ ſchädiget. 865. Der Miterbe, der ein unbewegliches Gut in Natur zu conferiren hat, kann daſſelbe ſo lange in Beſitz behalten, bis ihm die Summen wirklich vergütet ſind, (*) S. Art. 929. 28) gleichwohl aber die Schenkung mehr betraͤgt, als 2 der Theil ſeines Vermoͤgens, über welchen er zu ver⸗ fuͤgen berechtiget iſt. E. V 346 L. III. T. I. Des Successions. jusqu'au remboursement effectif des sommes qui lui sont dues pour impenses ou améliorations. 868. Le rapport du mobilier ne se fait qu'en moins prenant. II se fait sur le pied de la valeur du mobilier lors de la donation„ d'apréès L'état esti- matif annexé à l'acte; et à défaut de cet état, d'après une estimation Par experts, à juste prix et sans crue. 869. Le rapport de l'argent donné se fait en moins prenant dans le numéraire de la succession. En cas d'insuffisance, le donataire peut se dis- penser de rapporter du numéraire, en abandonnant Pl 5e Maatz jusqu'aà due concurrence, du mobilier, et à défaut de mobilier, des immeubles de la succession. SECTION TIII. Du Paiement des Dettey. 870. Les cohéritiers contribuent entre eux au paiement des dettes et charges de la succession, chacun dans la proportion de ce qu'il y prend. 871. Le légataire à titre universel contribue avec les héritiers, au prorata de son émolument: mais le légataire particul r mest pas tenu des det- tes et charges, sauf toutefois l'actiôn hypothécaire sur immeuble légué. 872. Lorsque des immeubles d'une succession sont grevés de rentes par hypothèque spéciale, cha- cun des cohéritiers peut exiger que les rentessoient remboursées et les immeubſes rendus libres avant qu'il soit procédé à la formation des lots. Si les (*) S. Art. 948. (**) S. Art. 1010 u. 1012. 29) zu billigen Preiſen und ohne Aufſchlag. L. nach dem wahren Werthe und ohne weitere Erhoͤhung. D. auf 38 B. 1r T. Von der Erbfolge. 347 die ihm für verwendete Koſten oder Verbeſſerungen ge⸗ bühren. 868. Mebilien werden nur dadurch conferirt, daß man ſoviel weniger(aus dem Nachlaſſe) erhält. Man legt hiebey den Werth zum Grunde, den die Mobilien zur Zeit der Schenkung, nach der der Schenkungsur⸗ kunde beygefügten Abſchätzung(*), oder in deren Er⸗ mangelung, nach einer von Sachverſtändigen nach dem wahren Werthe und ohne Aufgeld ²*) gemachten Taxa⸗ tion gehabt haben. 869. Geſchenktes Geld wird dadurch conferirt, daß man ſo viel weniger von dem hinterlaſſenen baaren Gel⸗ de erhält. Reicht dieſes dazu nicht hin, ſo kann der Geſchenk⸗ nehmer ſich von der Collation in baarem Gelde dadurch befreyen, daß er bis zu deſſen Betrag in Mobilien, oder in deren Ermangelung, in Immobilien der Erbſchaft zurückſteht. ³⁰) Dritter Abſchnitt. Von der Zahlung der Schulden. 870. Die Miterben tragen unter einander zur Zah⸗ lung der Schulden und Laſten der Erbſchaft bey, jeder nach Verhältniß deſſen, was er aus derſelben empfängt. 871. Der unter einem Univerſaltitel eingeſetzte Le— gatar trägt nebſt den Erben nach Verhältniß des ihm zugefallenen Vortheils bey(*†*); der Particularlegatar hingegen haftet für keine Schulden und Laſten, unbeſcha⸗ det jedoch der hypothecariſchen Klage, die in Hinſicht des vermachten unbeweglichen Gutes angeſtellt werden kann. 872. Sind erbſchaftliche Immobilien durch Spe⸗ cialhypothek mit Renten beſchwert, ſo kann jeder Miter⸗ be verlangen, daß, bevor zur Bildung der Looſe geſchrit⸗ ten wird, die Renten getilgt und die Immobilien frey gemacht werden. Theilen die Erben den Nachlaß in dem billige Weiſe ohne Erhoͤhung. M. wobey der wahre und genaueſte Preis anzugeben iſt. S. 30) Moͤbel— zuruͤckläßt. L. Mobilien— hergibt. 1 D Mobilien— herausgibt. E. —— ,. 348 L. III. T. I. Des Successions. cohéritiers partagent la succession dans'état od elle se trouve, l'immeuble grevé doit êétre estimé au mèéme taux que les autres immeubles; il est fait déduction du capital de la rente sur le prix total; ''héritier dans le lot duquel tombe cet immeuble, demeure seul chargé du'service de la rente, et il doit en garantir ses cohéritiers. 875. Les héritiers sont tenus des dettes et charges de la succession, personnellement pour leur part et portion virile, et hypothécairement pour le tout; sauf leur recours, soit contre leurs cohéritiers, soit contre les légataires universels, à raison de la part pour laquelle ils doivent y con- tribuer. 874. Le légataire particulier qui a acquitté la dette dont l'immeuble légué était grevé, demeure subrogé aux droits du créancier contre les héritiers et successeurs à titre universel. 875. Le cohéritier ou successeur à titre uni- versel, qui, par l'effet de Thypothèque, a payé au-delaà de sa part de la dette commune, n'a de re- cours contre les autres cohéritiers ou successeurs à titre universel, due pour la part que chacun d'eux doit personnellement en supporter, meme dans le cas ou le eochéritier qui a payé la dette se serait fait subroger aux droits des créanciers, sans préjudice néanmoins des droits d'un cohéritier qui, par l'effet du béenéſice d'inventaire, aurait conservé la faculté de réclamer le paiement de sa créance personnelle, comme tout autre créancier. 876. En cas d'insolvabilité d'un des cohéri- tiers ou successeurs à titre universel, sa part dans la dette hypothécaire est répartie sur tous les au- tres, au marc le franc. 377. Les titres exécutoires contre le défunt sont pareillement exécutoires contre l'héritier per- „,'ͤ——-„—„„„ 36 B. 1r T. Von der Erbfolge. 349 Zuſtande, worin er ſich befindet, ſo wird das belaſtete unbewegliche Gut nach eben dem Fuße, wie die andern Immobilien geſchätzt, und das Capital der Rente von dem ganzen Werthe abgezogen; der Erbe, in deſſen Loos die⸗ ſes unbewegliche Gut fällt, bleibt allein zur Zahlung der Rente verbunden, und muß ſeinen Miterben dafür haften. 873. Für die Schulden und Laſten der Erbſchaft haften die Erben, perſönlich, jeder nach Verhältniß des ihm zugefallenen Erbtheils, und hypothecariſch für das Ganze(*), letzteres jedoch mit Vorbehalt des Regreſſes ſowohl gegen ihre Miterben, als gegen die Univerſalle⸗ gatarien, in Anſehung des Theils, den dieſe dazu beyzu⸗ tragen verbunden ſind. 874. Der Particularlegatar, welcher die auf dem ihm vermachten unbeweglichen Gut haftende Schuld ge⸗ tilgt hat, tritt dadurch in die Rechte der Gläubiger ge⸗ gen die Erben und Univerſalnachfolger.(*†*) 875. Der Miterbe oder Univerſalnachfolger, der zu Tilgung einer(auf ſeinem Erbtheil haftenden) Hy⸗ pothek mehr als ſeinen Antheil an der gemeinſchaftlichen Schuld gezahlt hat, hat gegen die andern Miterben und Univerſalnachfolger nur in ſo fern den Regreß, als jeder von ihnen für ſeine Perſon dazu beyzutragen verbunden iſt, ſelbſt in dem Falle, wo der Miterbe, welcher die Schuld getilgt hat, ſich die Rechte des Gläubigers hätte abtreten laſſen,(***) unbeſchadet jedoch der Rechte eines Miterben, der durch die Rechtswohlthat des Inven⸗ tariums das Recht behalten hat, die Zahlung ſeiner per⸗ ſönlichen Forderung, gleich jedem anderen Gläubiger, zu verlangen.(†***) 376. Iſt einer der Miterben oder Univerſalnachfol⸗ ger zahlungsunfähig, ſo wird ſein Antheil an der hypo— thecariſchen Schuld unter alle andere nach Verhältniß ih⸗ rer Antheile vertheilt. 377. Urkunden, welche gegen den Verſtorbenen das executiviſche Verfahren hätten begründen können, *) S. Art. 1009. **) S. Art. 1020. ***) S. Art. 1213 u. 1214. **X) S. Art. 1251. 4) 350 L. III. T. I. Des Successions. sonnellement; et néanmoins les créanciers ne pour- ront en poursuivre Pexécution que huit jours après la signification de ces titres à la personne cu au domicile de l'héritier. 878. Ils peuvent demander, dans tous les cas, et contre tout créancier, la séparation du Pa- trimoine du défunt d'avec le patrimoine de l'hé- xitier. 879. Ce droit ne peut cependant plus être exercé, lorsqu'il y a novation dans la créance con- tre le défunt, par P'acceptation de l'héritier pour débiteur. 880. IIse prescrit, xelativement aux meubles, par le laps de trois ans. A l'égard des immeubles, l'action peut être exercée tant qu'ils existent dans la main de l'héri- tier. 881. Les créanciers de l'héritier ne sont point admis à demander la séparation des patrimoines contre les créanciers de la succession. 882. Les créanciers d'un copartageant, pour éviter que le partage ne soit fait en fraude de leurs droits, peuvent s'opposer à ce qu'il y soit procédé hors de leur présence: ils ont le droit d'y interve- nir à leurs frais; mais ils ne peuvent attaquer un partage consommé, à moius toutefois qu'il n'y ait Sté procédé sans eux et au préjudice d'une opposi- tion qu'ils auraient formée. SECTION IV. Dey efſets du Partage, et de la garantie des Lots. 883. Chaque cohéritier est censé avoir succé- dé seul et immédiatement à tous les effets compris (*) S. Art. 2111. (**) S. Art. 1271. —— — & 5 — 8 . Von der Erbfolge. 351 haben die nämliche Wirkung gegen die Erben; doch kön⸗ nen die Gläubiger erſt acht Tage, nachdem ſie dieſe Ur⸗ kunden dem Erben in Perſon oder in ſeinem Wohnorte haben inſinuiren laſſen, die Execution nachſuchen. 878. Sie können in jedem Falle und gegen jeden Gläubiger darauf antragen, daß das Vermögen des Ver⸗ ſtorbenen von dem Vermögen des Erben getrennt wer⸗ de.(4) 879. Dieſes Recht kann aber nicht mehr ausgeübt werden, wenn man den Erben als Schuldner angenom⸗ men hat, und dadurch mit der Forderung, die man an den Verſtorbenen hatte, eine Novation vorgegangen iſt.(* 5) 880. Es wird in Anſehung der Mobilien durch Ab⸗ lauf von drey Jahren verjährt. In Anſehung der Immobilien kann die Klage ſo lange angeſtellt werden, als ſich dieſe in der Gewalt des Erben befinden. 881. Die Gläubiger des Erben ſind nicht berechti⸗ get, die Vermögensabſonderung gegen die Erbſchafts⸗ gläubiger zu verlangen. 862. Die Gläubiger eines Miterben können, um zu verhüten, daß die Theilung nicht zu Beeinträchtigung ihrer Rechte geſchehe, Einſpruch dagegen machen, daß auſſer ihrer Gegenwart zur Theilung geſchritten werde; ſie haben das Recht, auf ihre Koſten dabey zu erſcheinen; eine bereits vollzogene Theilung können ſie jedoch nur in dem Falle anfechten, wenn eines von ihnen geſchehenen Einſpruchs ohngeachtet dennoch ohne ſie zuzuziehen ³¹) zu derſelben geſchritten worden iſt. Vierter Abſchnitt. Von den Wirkungen der Theilung und der Gewährlei⸗ ſtung der Looſe. 883. Jeder Miterbe wird ſo angeſehen, als habe er alles, was in ſeinem Looſe begriffen oder bey der 31) ohne ſie, und einer von ihnen eingelegten Oppoſi⸗ tion zuwider. L. ohne ihr Vorwiſſen, und ohngeachtet einer von ihnen eingelegten Oppoſition. D. ohne ihr 35² L. III. T. I. Des Successions. dans son lot, ou à lui échus sur licitation, et n'a- voir jamais eu la propriété des autres effets de la succession. 884. Les cohéritiers demeurent respectivement garants, les uns envers les autres, des troubles et évictions seulement qui procèdent d'une cause antérieure au partage. La garantie n'a pas lieu, si l'espèce d'éviction soufferte a été exceptée par une clause particulière et expresse de l'acte de partage; elle cesse, si c'est par sa faute que le cohéritier souffre l'éviction. 885. Chacun des cohéritiers est personnelle- ment obligé, en proportion de sa part héréditaire, d'indemniser son cohéritier de la perte que lui a causée l'éviction. Si l'un des cohéritiers se trouve insolvable, la portion dont il est tenu doit être également répar- tie entre le garanti et tous les cohéritiers solvables. 886. La garantie de la solvabilité du débiteur d'une rente ne peut éêtre exercée que dans les cinq ans qui suivent le partage. IIl n'y a pas lieu à garantie à raison de l'insolvabilité du débiteur, quand elle n'est survenue que depuis le partage eonsommé. SECTION V. De la Rescision en matiere de partage. 887. Les partages peuvent èêtre rescindés pour cause de violence ou de dol. Il peut aussi y avoir lieu à rescision, lors- qu'un des cohéritiers établit, à son préjudice, une lésion de plus du quart. La simple omission d un objet de la succession ne donne pas ouverture à Vorwiſſen, und zum Nachtheile einer von ihnen einge⸗ legten Einrede. M. in ihrer Abweſenheit und unruͤck⸗ ſichtlich der von ihnen gemachten Oppoſition. S8. ohne ——-— 36 B. 1r T. Vonnder Erbfolge. 355 Verſteigerung ihm zugefallen iſt, allein und unmittelbar geerbt, und an den übrigen Erbſchaftsgegenſtänden nie⸗ mals ein Eigenthum gehabt.— 884. Nur) wegen ſolcher Störungen und Entwäh⸗ rungen, di aus einer der Theilung vorhergegangenen Ur⸗ ſache herrühren, ſind die Miterben einander gegenſeitig zur Gewe hrleiſtung verbunden. ³2) Die Gewährleiſtung hat nicht Statt, wenn die Gat⸗ tung d der erlittenen Entwährung durch eine beſondere und ausdrückliche Clauſel der Theilungs zurkunde ausgenommen iſt; ſie fällt weg, wenn der Miterbe die Entwährung durch eigenes Verſchulden erleidet. 885. Jeder Miterbe in perſönlich verbunden, nach Verhältniß ſeines Erbtheils ſeinen Miterben für den Ver⸗ luſt zu entſchädigen, den derſelbe durch Entwährung er⸗ litten hat. Iſt einer der Miterben zahlungsunfähig, ſo muß der Antheil, zu dem er verbunden iſt, zwiſchen demieni— gen, dem die Ge ewährleiſtung gebührt, und allen zah⸗ lungsfähigen Miterben gleich vertheilt werden. 386. Die Gewährleiſtung wegen Zahlungsunfä higkeir des Schuldners einer Rente kann nur binnen der zunächſt auf die Theilung folgenden fünf Jahre gefor⸗ dert werden. Iſt der Schuldner erſt nach vollzogener Theilung in den Huſtan der Zahlungsunfähigkeit gera⸗ then, ſo findet deßhalb keine Gewährleiſtung Statt. Fuͤnfter Abſchnitt. Von der Reſciſion in Theilungsſachen. 887. Theilungen können wegen Zwanges oder Be⸗ trugs aufgehoben Creſcindirt) werden. Die Aufhebung kann auch dann Statt finden, wenn einer der Miterben beweiſt, daß er um mehr als ein Viertel verletzt iſt. Das bloße Auslaſſen eines zur Erb⸗ ſchaft gehörigen Gegenſtandes begründet keine Klage auf ſie, und einer von ihnen eingelegten Proteſtation un⸗ geachtet. L. 32) find einander gegenſeitig Buͤrge.§. Cod. N. 1 B. 25 354 L. III. T. I. Des Successions. 'action en rescision, mais seulement à un supplé- ment a l'aete de Partage. 888. L'action en reseision est admise contre tout acte qui a pour objet de faire cesser l'indivi- sion entre cohéritiers, encore qu'il füt qualifié de vente, d'échange et de transaction, ou de toute autre manière. Mais apréès le partage, ou l'acte qui en tient lieu, l'action en rescision n'est plus admissible contre la transaction faite sur les difficultés réel- les que présentait le premier acte, même quand il n'y aurait pas eu à ce sujet de procès commencé. 889. Lyaction n'est pas admise contre une vente de droit successif faite sans fraude a l'un des cohéritiers, à ses risques et périls, par ses autres cohéritiers, ou par'un d'eux. 890. Pour juger s'il y a eu lésion, on estime les objets suivant leur valeur à l'époque du partage. 891. Le défendeur à la demande en rescision peut en arréêter le cours et empêcher un nouveau partage, en offrant et en fournissant au demandeur le supplément de sa portion héréditaire, soit en numéraire, soit en nature. 392. Le cohéritier qui a aliéné son lot en tout ou partie, n'est plus recevable à intenter P'ac- tion en rescision pour dol ou violence, si l'aliéna- tion qu'il a faite est postérieure à la découverte du dol, ou à la cessation de la violence. ——˖— 3s B. Ir T. Von der Erbfolge 355 Aufhebung, ſondern nur auf einen Nachtrag zur Thei⸗ lungsurkunde. 336. Die Klage auf Reſeiſion iſt gegen jeden Ver⸗ trag zuläſſig, der die Aufhebung der Gemeinſchaft unter den Miterben zum Zweck hat, wäre er auch in einen Verkauf, Tauſch und Vergleich, oder auf irgend eine an⸗ dere Art eingekleidet. Aber nach einmal vollzogener Theilung, oder nach dem Vertrage, welcher deren Stelle vertritt, iſt keine Reſciſionsklage gegen einen Vergleich mehr zuläßig, der über wirkliche, ſchon bey dem erſten Theilungsgeſchäfte entſtandene, Schwierigkeiten geſchloſſen worden iſt, ſelbſt wenn darüber kein Proceß anhängig gemacht war. 889. Die Klage hat nicht Statt gegen einen ohne Argliſt geſchloſſenen Verkauf, wodurch ein oder mehrere Miterben dem andern, anf deſſen eigene Gefahr, ihr Erbrecht übertragen haben. 890. Bey der Beurtheilung der Frage, ob eine Verletzung vorhanden ſeye, werden die Sachen nach dem Werthe geſchätzt, den ſie zur Zeit der Theilung gehabt haben. 391. Der Beklagte kann den Fortgang der gegen ihn angeſtellten Reſciſionsklage hemmen, und eine neue Theilung verhindern, wenn er dem Kläger die Ergänzung ſeines Erbtheils, entweder in baarem Gelde oder in Na⸗ tur, anbietet und leiſtet.(*) 392. Ein Miterbe, der ſein Loos ganz oder zum Theile veräuſſert hat, wird mit der Reſciſionsklage wegen Betrugs oder Zwanges nicht mehr zugelaſſen, wenn die Veräuſſerung erſt geſchehen iſt, nachdem der Betrug ent⸗ deckt worden iſt, oder der Zwang aufgehört hat. (*) S. Art. 1681. 2³ 856 L. III. T.II. Donations et Testaments. TIIRE SECONp. G Des Donations entre-vifs et des Testaments. 4 744. 24 7 4. (Déerété le 3 mai 1803. Promulgué le 13 du même mois.) — CHAPITRE PREMIER. Dispositions générales. 895. On ne pourra disposer de ses biens à ritre gratuit, que par donation entre-vifs ou par testament, dans les formes ci-apréès établies. 894. La donation entre-vifs est un acte par lequel le donateur se dépouille actuellement et ir- révocablement de la chose donnée, en faveur du donataire qui l'accepte. 895. Pe testament est un acte par lequel le testateur dispose, pour le temps ouù il n'existera plus, de tout ou partie de ses biens, et qu'il peut réẽvoquer. 896. Les substitutions sont prohibées. Toute dispositian par laquelle le donataire, l'héritier institué, ou le légataire, sera chargé, de conserver et de rendre à un tiers, sera nulle, mée- me à l'égard du donataire, de l'héritier ingstitué, ou du légataire. Néanmoins les biens libres formant la dota- tion d'un titre héréditaire que l'Empereur aurait érigé en faveur d'un prince ou d'un chef de famil- le, pourront être transmis héréditairement, ainsi qu'il est réglé par l'acte impérial du 5S0 mars 1806 et par le sénatus-consulte du 14 aoüt suivant. 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 3571 Zweyter Titel. Von Schenkungen unter Lebenden und von Teſtamenten. (Decretirt den 3. May 1803. Promulgirt den 13. deſſel⸗ ben Monats.) Erſtes Capitel. Allgemeine Verfuͤgungen. 8935. Man kann unter einem unentgeltlichen Titel über ſein Vermögen nicht anders, als durch Schenkun⸗ gen unter Lebenden oder durch Teſtament, nach den un⸗ ten beſtimmten Formen, verfügen. 894. Eine Schenkung unter Lebenden iſt eine Hand⸗ lung*), wodurch der Geſchenkgeber ſich ſogleich(nicht auf den Todesfall) 2) und unwiderruflich der geſchenkten Sache zum Beſten des Geſchenknehmers begibt, und letz⸗ terer ſie annimmt. 895. Ein Teſtament iſt eine Handlung ³), wodurch der Teſtator für die Zeit, wo er ſelbſt nicht mehr am Le⸗ ben ſeyn wird, über ſein ganzes Vermögen oder über ei⸗ nen Theil deſſelben verfüget, und die er widerrufen kann. 896. Subſtitutionen ſind verboten. Jede Verfügung, durch welche dem Geſchenkneh⸗ mer, dem eingeſetzten Erben, oder dem Legatar auferlegt wird, einem Dritten etwas aufzubewahren und auszulie⸗ fern, iſt ungiltig, ſelbſt in Anſehung des Geſchenkneh⸗ mers, des eingeſetzten Erben oder des Legatars. Doch können diejenigen freyen Güter, welche die Dotation einer von dem Kaiſer zu Gunſten eines Prin⸗ zen oder eines Familienhauptes errichteten erblichen Wür⸗ de ausmachen, der Beſtimmung des kaiſerlichen Decrets vom 50. März 1806 und des Senatusconſults vom 14. Auguſt des nämlichen Jahres gemäß, erblich übertragen werden. 1) Act L. D. M u. 8. eine Uebereinkunft. E. 2 3 ed D auf der Stelle. L. u.§. wirklich, M. epnſt⸗ 3) Act. 1. D. u. 8. Willenserklärung. E. 358 L. III. T. II. Donations et Testaments. 897. Sont exceptées des deux premiers para- graphes de l'article précédent les dispositions per- mises aux pères et meres et aux frères et soeurs, au chapitre vi du présent titre. 8396. La disposition par laquelle un tiers se- rait appelé à recueillir le don, Thérédité ou le legs, dans le cas ouù le donataire, l'héritier insti- tué ou le légataire, ne le recueillerait pas, ne se- ra pas regardée comme une substitution, et sera valable. 899. Il en sera de même de la disposition en- tre-vifs ou testamentaire par laquelle l'usufruit sera donné à l'un, et la nue propriété à l'autre. 900. Dans toute disposition entre-vifs ou testamentaire, les conditions impossibles, celles qui seront contraires aux lois ou aux moeurs, se- ront réputées non écrites. CHAPITRE II. De la Capacité de disposer ou de rece- voir par Donation entre-vifs ou par Testament. 901. Pour faire une donation entre-vifs ou un testament, il faut être sain d'esprit. 902. Toutes personnes peuvent disposer et recevoir, soit par donation entre-vifs, soit par testament, excepté celles que la loi en déclare in- capables.—— 905. Le mineur âgé de moins de seize ans ne pourra aucunement disposer, sauf ce qui est réglé au chapitre ix du présent titre. 90%. Le mineur parvenu à Paàge de seize ans ne pPourra disposer que par testament, et jusqu'a (*) S. Art. 949 u. 950. (**) S. Art. 113v3 u. 1773. 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 359 897. Ausgenommen von den zwey erſten Paragra⸗ phen des vorhergehenden Artikels ſind die im 6. Capitel des gegenwärtigen Titels den Eltern und Geſchwiſtern erlaubten Verfügungen. 898. Die Verfügung, wddurch man einem Drit⸗ ten ein Geſchenk, eine Erbſchaft oder ein Vermächtniß auf den Fall ausſetzt, wenn der Geſchenknehmer, der eingeſetzte Erbe oder der Legatar es nicht erhalten ⁴) würde, wird nicht als eine Subſtitution angeſehen, und iſt giltig. 399. Das nämliche gilt von den Verfügungen un⸗ ter Lebenden oder auf den Todesfall, wodurch einem der Nießbrauch, und einem Andern das bloße Eigenthum gegeben wird.(*†) 900. Bey jeder Verfügung unter Lebenden oder auf den Todesfall ſind die unmöglichen, ſo wie die den Geſetzen und den guten Sitten zuwiderlaufenden Bedin⸗ gungen, als nicht geſchrieben zu achten.(**) Zweytes Capitel. Von der Faͤhigkeit durch Schenkung unter Leben⸗ den oder durch Teſtament zu verfuͤgen oder zu erwerben. 901. Um eine Schenkung unter Lebenden oder ein Teſtament machen zu koͤnnen, muß man bey geſundem Verſtande ſeyn. 9⁰2. Sowohl durch Schenkung unter Lebenden, als durch Teſtament kann jeder verfügen und erwerben, den das Geſetz nicht für unfähig erklärt.(**) 903. Ein Minderjähriger, der noch nicht ſechzehn Jahre alt iſt, kann auf keine Art verfügen, mit Aus⸗ nahme deſſen, was im 9. Capitel des gegenwärtigen Ti⸗ tels beſtimmt iſt. 9. Ein Minderjähriger, der das Alter von ſech⸗ zehn Jahren erreicht hat, kann nicht anders, als durch (***†) S. Art. 967. 4) annehmen. 8. V 360 L. III. T. II. Donations et Testamenrs. concurrence seulement de la moitié des biens dont la loi permet au majeur de disposer. 9⁰05. La femme mariée ne pourra donner en- tre-vifs sans l'assistance ou le consentement spé- cial de son mari, ou sans y être autorisée par la justice, conformément à ce qui est prescrit Par les articles 217 et 219, au titre du Mariage. Elle niaura besoin ni de consentement du ma- ri, ni d'autorisation de la justice, pour disposer par testament. 9⁰6. Pour être capable de recevoiy entre-vifs, il suffit d'ètre conçgu au moment de la donation. Pour être capable de recevoir par testament, il suffit d'étre conçu à l'époque du décès du testa- teur. Néanmoins la donation ou le testament n'au- ront leur effet qu'autamt que l'enfant sera né viable. 9 7. Le mineur, quoique parvenu à l'àge de seize ans, ne pourra, même par testament, dispo- ser au profit de son tuteur. Le mineur devenu majeur, ne pourra dispo- ser, soit par donation entre-vifs, soit par testa- ment, au profit de celui qui aura été son tuteur, si le compte définitif de la tutelle n'a été préala- blement rendu et apuré. Sont exceptés, dans les deux cas ci-dessus, les ascendants des mineurs, qui sont ou qui ont été leurs tuteurs. 908. Les enfants naturels ne pourront, par donation entre-vifs ou par testament, rien rece- voir au-dela de ce qui leur est accordé au titre des Suecessiong. 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 361 Teſtament, und zwar nur bis zur Hälfte des Theils des Vermögens verfügen, über welchen das Geſetz dem Voll⸗ jährigen zu verfügen erlaubt. 9⁰05. Eine verheirathete Frau kann ohne Beyſtand oder beſondere Einwilligung ihres Mannes, oder ohne von dem Gerichte dazu autoriſirt zu ſeyn 5), nicht un— ter Lebenden ſchenken, in Gemäßheit der Beſtimmung des 217 und 219. Artikels in dem Titel von der Ehe. Um durch ein Teſtament zu verfügen, bedarf ſie we⸗ der der Einwilligung ihres Mannes, noch der Autoriſa⸗ tion des Gerichtes.(*) 9⁰6. Um fähig zu ſeyn, durch Schenkung unter Lebenden zu erwerben, iſt es hinreichend, daß man im Augenblicke der Schenkung empfangen war. Um fähig zu ſeyn, durch ein Teſtament zu erwer⸗ ben, iſt es hinreichend, daß man in dem Zeitpuncte empfangen war, da der Teſtator ſtarb. Doch haben die Schenkung oder das Teſtament nur dann Wirkung, wenn das Kind lebensfähig geboren wird. 9⁰7. Ein Minderjähriger, wenn er auch ſchon das Alter von ſechzehn Jahren erreicht hat, kann nicht ein⸗ mal durch ein Teſtament zum Vortheile ſeines Vormun— des verfügen. Iſt der Minderjährige volljährig geworden, ſo kann er dennoch weder durch Schenkung unter Lebenden, noch durch Teſtament zum Vortheile desjenigen verfügen, der ſein Vormund geweſen iſt, wenn nicht zuvor die Schluß⸗ rechnung über die Vormundſchaft geſtellt und abgehört worden iſt. Ausgenommen ſind in den beyden obigen Fällen die Ascendenten der Minderjährigen, welche ihre Vormün⸗ der ſind, oder geweſen ſind. 9⁰8. Uneheliche Kinder können weder durch Schen⸗ kung unter Lebenden, noch durch Teſtament etwas mehr erhalten, als ihnen in dem Titel von der Erbfolge zugeſtanden iſt. (*) S. Art. 226. 5) ohne Beytritt oder ausdruͤckliche Einwilligung ihres 362 L. III. T. II. Donations et Testaments. 9⁰9. Les docteurs en médecine ou en chirur- gie, les officiers de santé ét les pharmaciens qui auront traité une personne pendant la maladie dont elle meurt, ne pourront profiter des disposi- tions entre-vifs ou testamentaires qu'elle aurait faites en leur faveur pendant le cours de cette maladie. Sont exceptées, 1⁰°° les dispositions rémuné- ratoires faites à titre particulier, eu égard aux fa- cultés du disposant et aux services rendus; 2⁰° Les dispositions universelles, dans le cas de parenté jusqu'au quatrième degré inclusive- ment, pourvu toutefois que le décédé n'ait pas d'héritiers en ligne directe; à moins que celui au proſit de qui la disposition a été faite, ne soit lui- meme du nombre de ces héritiers. Les mémes reègles seront observées à l'égard du ministre du culte. 910. Les dispositions entre-vifs ou par testa- ment, au profit des hospices, des pauvres d'une commune, ou d'établissements d'utilité publique, n'auront leur effet qu'autant qu'elles seront auto- risées par un décret impérial. 911. Toute disposition au proſit d'un incapable sera nulle, soit qu'on la déguise sous la lorme d'un contrat onéreux, soit qu'on la fasse sous le nom de personnes interposées. Seront réputés personnes interposées les père et mère, les enfants et descendants, et l'époux de la personne incapable. 912. Onm ne pourra disposer au profit d'un étranger, que dans le cas où cet étranger pourrait disposer au profit d'un Français. * S. Art. 11. Mannes, auch ohne hiezu gerichtliche Erlaubniß erhal⸗ ten zu haben. E. 36 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 365 90⁰9. Ärzte, Wundärzte und Apotheker, die eine Perſon während der Krankheit, woran ſie geſtorben iſt, behandelt haben, können keinen Vortheil aus Verfügun⸗ gen unter Lebenden oder auf den Todesfall ziehen, die dieſe Perſon zu ihren Gunſten während dieſer Krankheit gemacht hat. Ausgenommen ſind, 1.) Verfügungen unter einem Particulartitel, welche eine Vergeltung enthalten, die mit dem Vermögen des Verfügenden und mit den gelei⸗ ſteten Dienſten im Verhältniß ſteht; 6) 2.) Univerſalverfügungen im Falle der Verwandt⸗ ſchaft bis zum vierten Grade einſchließlich 7), wenn der Verſtorbene entweder keine Erben in gerader Linie hat, oder derjenige, zu deſſen Vortheil die Verfügung ge⸗ macht worden iſt, ſelbſt unter die Zahl dieſer Erben ge⸗ hört. Dieſelben Regeln ſind in Anſehung der Geiſtlichen zu beobachten. 910. Verfügungen unter Lebenden oder durch Te⸗ ſtament zum Vortheile der Spitäler, der Armen einer Gemeinde oder einer gemeinnützigen Anſtalt haben nur dann Wirkung, wenn ſie durch ein kaiſerliches Decret ge⸗ nehmiget worden ſind. 911. Jede zum Vortheile eines Unfähigen gemach⸗ te Verfügung iſt ungiltig, man mag ſie auch in die Form eines läſtigen Vertrages einkleiden, oder unter dem Na⸗ men unterſtellter Perſonen verbergen. Für unterſtellte Perſonen ſind die Eltern, die Kin⸗ der und Descendenten und der Ehegatte des Unfähigen zu achten. 912. Zum Vortheile eines Ausländers kann man nur in dem Falle verfügen, wenn dieſer Ausländer zum Vortheile eines Franzoſen verfügen könnte.(*) 6) aus beſtimmten beſondern Urſachen, zur Vergeltung fuͤr geleiſteten Beyſtand, gemachte Verfügungen, ſo⸗ fern ſie mit dem Vermoͤgen ꝛc. E. 7) Univerſalverordnungen zum Beſten der Verwandten bis zum vierten Grade und mit Einſchluß deſſelben. E. 364 L. III. T. II. Donations et Testaments. CHAPITRE III. De la Portion de biens disponible, et de la Réduction. SECTION PREMIERE. De la Portion de biens disponible. 913. Les libéralités, soit par actes entre-vifs, soit par testament, ne pourront excéder la moitié des biens du disposant, s'il ne laisse à son décès qu'un enfant légitime; le tiers, s'il laisse deux enfants; le quart, s'il en laisse trois ou un plus grand nombre. 914. Sont compris dans l'article précédent, sous le nom d'enfants, les descendants en quel- que degré que ce soit; néanmoins ils ne sont comptés que pour l'enfant qu'ils représentent dans la succession du disposant. 915. Les libéralités, par actes entre-vifs ou par testament, ne pourront excéder la moitié des biens, si, à défaut d'enfant, le défunt laisse un ou plusieurs ascendants dans chacune des lignes paternelle et maternelle; et les trois quarts, s'il ne laisse d'ascendants que dans une ligne. Les biens ainsi réservés au profit des ascen- dants, seront par eux recueillis dans l'ordre ou la loi les appelle à succéder; ils auront seuls droit à cette réserve, dans tous le cas oul un partage en concurrence avec des collatéraux ne leurx donnerait pas la quotité de biens à laquelle elle est fixée. 8) ſind nur in einer der(beiden) Linien Aszendenten vorhanden, ſo haben ſie auf dieſen Vorbehalt in allen Faͤllen allein ein Recht, wo bey einer Theilung in Kon⸗ kurrenz mit Kollateralerben ihnen nicht der Antheil des Vermoͤgens erſcheinen wuͤrde, worauf derſelbe feſtge⸗ fetzt iſt. L. Sie haben allein ein Recht auf dieſen 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 365 Drittes Capitel. Von dem Vermoͤgenstheile, uͤber welchen man verfuͤgen kann, und von der Reduction. Erſter Abſchnitt. Van dem Vermögenstheile, über welchen man verfü⸗ gen kann. 915. Die unentgeltlichen Verfügungen, es ſey nun durch Schenkungen unter Lebenden oder durch Teſta⸗ ment, dürfen nicht die Hälfte des Vermögens des Ver⸗ fügenden überſteigen, wenn derſelbe bey ſeinem Tode nur Ein eheliches Kind hinterläßt; nicht das Drittheil, wenn er zwey, nicht das Viertheil, wenn er drey oder mehrere ſolcher Kinder hinterläßt. 914. Unter dem Ausdrucke Kinder ſind in dem vorhergehenden Artikel die Descendenten jedes Grades begriffen; man rechnet ſie jedoch nur für das Kind, das ſie bey der Erbfolge in das Vermögen des Verfügenden repräſentiren. 915. Die unentgeltlichen Verfügungen unter Le⸗ benden oder auf den Todesfall dürfen nicht die Hälfte des Vermögens überſteigen, wenn der Verſtorbene zwar kei⸗ ne Kinder, aber in jeder von beyden Linien, der väter⸗ lichen und der mütterlichen, einen oder mehrere Ascen⸗ denten hinterläßt; nicht drey Viertel, wenn er nur in einer Linie Ascendenten hinterläßt. Das den Ascendenten alſo vorbehaltene Vermögen erhalten ſie in der Ordnung, in welcher das Geſetz ſie zur Erbfolge beruft; ſie haben ein ausſchließliches Recht auf dieſen Pflichttheil, wenn ſie mit Seitenverwandten zugleich zur Erbfolge gelangen, und durch die Theilung mit dieſen nicht ſo viel von dem Vermögen erhalten wür⸗ den, als der Pflichttheil beträgt. ³) Vorbehalt, ſo oft ihnen, bey der Concurrenz mit Sei⸗ tenverwandten die Theilung den aliquoten Theil des Vermoͤgens nicht verſchaffen würde, worauf der Vor⸗ behalt feſtgeſetzt iſt. D. u. M. ſie haben ein ausſchließ⸗ liches Recht auf dieſes vorbehaltene Vermoͤgen in den 366 L. III. T. II. Donations et Tastaments. 916. A défaut d'ascendants et de descendants, les libéralités par actes entre-vifs ou testamentai- res pourront épuiser la totalité des biens. 917. Si la disposition par acte entre-vifs ou par testament est d'un usufruit ou d'une rente viagère dont la valeur excède la quotité disponible, les héritiers au profit desquels la loi fait une ré- serve, auront l'option, ou d'exécuter cette dispo- sition, ou de faire l'abandon de la propriété de la quotité disponible. 918. La valeur en pleine propriété des biens aliénés, soit à charge de rente viagère, soit à fonds perdu, ou avec réserve d'usufruit, à l'un des successibles en ligne directe, sera imputée sur la portion disponible, et l'excédant, s'il y en a, sera rapporté à la masse. Cette imputation et ce rapport ne pourront ètre demandés par ceux des autres successibles en ligne directe qui auraient consenti à ces aliénations, ni, dans aucun cas, Par les successibles en ligne collatérale. 9¹9. La quotité disponible pourra être don- née en tout ou en partie, soit par acte entre- vifs, soit par testament, aux enfants ou autres succes- sibles du donateur, sans être sujette au rapport par le donataire ou le légataire venant à la succes- sion, pourvu que la disposition ait été faite ex- pressément à titre de préciput ou hors part. La déclaration que le dou ou le legs est à titre de préciput ou hors part, pourra éêtre faite, soit (*) S. Art. 843. Faͤllen, wo bey einer Theilung mit Seitenverwandten ihnen der fuͤr den Pflichttheil feſtgeſetzte Antheil nicht zufiele. 8. 38 B. 2r T. Von Schenkungen u⸗Teſtamenten. 536 96. Sind weder Ascendenten noch Descendenten vorhanden, ſo können die unentgeltlichen Verfügungen unter Lebenden oder auf den Todesfall das ganze Vermö⸗ gen erſchöpfen. 917. Wird durch eine Verfügung unter Lebenden oder in einem Teſtamente ein Nießbrauch oder eine Leib⸗ rente beſtellt, deren Werth den der Verfügung unterwor⸗ fenen Theil bes Vermögens überſteigt, ſo haben die zum Pflichttheil berechtigten Erben die Wahl, entweder dieſer Verfügung nachzukommen, oder das Eigenthum an dem Theile des Vermögens, worüber verfügt werden konnte, fahren zu laſſen. 918. Iſt ein Theil des Vermögens, entweder ge⸗ gen eine Leibrente, oder ſo, daß das Capital nicht aus⸗ bezahlt wird)(à fonds perdu), oder unter dem Vor⸗ behalte des Nießbrauches an einen der geſetzlichen Erben in gerader Linie veräuſſert worden, ſo wird der Werth des vollen Eigenthums der veräuſſerten Stücke dem der Verfügung unterworfenen Vermögenstheile aufgerechnet, und der ſich etwa ergebende Überſchuß in die Maſſe con— ferirt. Dieſe Aufrechnung und Collation kann weder von denjenigen Miterben in gerader Linie, welche in dieſe Veräuſſerungen eingewilliget haben, noch in irgend ei⸗ nem Falle von den zur Erbfolge berechtigten Seitenver⸗ wandten gefordert werden. 919. Der Theil des Vermögens, welcher der will⸗ kührlichen Verfügung unterworfen iſt, kann ganz oder zum Theile, ſowohl durch eine Schenkung unter Leben⸗ den als durch Teſtament, den Kindern oder andern Erben des Geſchenkgebers zugewendet werden, ohne daß der Geſchenknehmer oder Legatar, wenn er zur Erbfolge ge⸗ langt, deßhalb zur Collation verbunden wäre, wenn er ihm nur ausdrücklich zum Voraus oder auſſer ſeinem ge⸗ ſetzlichen Erbtheile zugewendet worden iſt.(*) Die Erklärung, daß das Geſchenk oder Vermächt⸗ niß zum Voraus oder auſſer dem Erbtheil zugewendet ſey, kann in der die Verfügung enthaltenden Urkunde 9) ohne daß das Kapital abgelegt zu werden braucht. L. gegen Innebehaltung des Huuphſtammen, M. auf verlornes Capital. 8. unter Aufgebung des Capitals. —ÿ—ÿ—ÿ—ÿ—ꝛ—ꝛꝛy½½—³ 368 L. III. T. II. Donations et Testaments. par l'acte qui contiendra la disposition, soit posté- rieurement dans la forme des dispositions entre- vifs ou testamentaires. SEOTION II. De la Réduction des Donations et Legg. 920. Les dispositions soit entre-vifs, soità cause de mort, qui excédexont la quotité dispo- nible, seront réductibles à cette quotité lors de l'ouverture de la succession. 921. La réduction des dispositions entre-vifs ne pourra être demandée que par cçeux au profit desquels la loi fait la réserve, par leurs héritiers ou ayant-cause; les donataires, les légataires, ni les créanciers du défunt, ne pourront demander dette rxéduction, ni en prolfiter. 922. La réduction se détermine en formant une masse de tous les biens existants au décès du donateur ou testateur. On y réunit fictivement ceux dont il a été disposé par donations entre- vifs, d'après leur état à l'époque des donations et leur valeur au temps du décès du donateur. On calcu- le sur tous ces biens, après en ayoir déduit les dettes, quelle est, eu égard à la qualité des héri- tiers qu'il laisse, la quotité dont il a pu disposer. 923. Il n'y aura jamais lieu à réduire les do- nations entre-vifs, qu'après avoir épuisé la valeur de tous les biens compris dans les dispositions tes- tamentaires; et lorsqu'il y aura lieu à cette ré- duction, elle se fera en commençant par la der- nière donation, et ainsi de suite en remontant des dernières aux plus anciennes. 2———— 38 B. 2rT. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 369 ſelbſt, oder auch ſpäterhin, in der für die Verfügungen unter, Lebenden oder auf den Todesfall beſtimmten Form geſchehen. Zweyter Abſchnitt. Von der Herabſetzung(Reduction) der Schenkungen und Vermächtniſſe. 920. Verfügungen unter Lebenden oder auf den Todesfall, welche den der Verfügung unterworfenen Vermögenstheil überſteigen, können bey der Eröff⸗ nung der Erbſchaft bis auf dieſen Theil herabgeſetzt wer⸗ den.(*) 921. Eine Herabſetzung der Verfügungen unter Lebenden können nur diejenigen, denen das Geſetz den Pflichttheil vorbehalten hat, ihre Erben, oder die, wel⸗ che in ihre Rechte getreten ſind, verlangen; die Geſchenk⸗ nehmer, Legatarien und Gläubiger des Verſtorbenen kön⸗ nen dieſe Herabſetzung weder fordern, noch daraus Vor⸗ theil ziehen. 922. Die Herabſetzung wird dadurch ausgemittelt, daß man aus dem ganzen bey dem Ableben des Geſchenk⸗ gebers oder Teſtators vorhandenen Vermögen eine Maſ⸗ ſe bildet, ſodann dasjenige, worüber er durch Schenkun⸗ gen unter Lebenden verfügt hat, nach ſeinem Zuſtande zur Zeit der Schenkung und nach ſeinem Werthe zur Zeit des Ablebens des Geſchenkgebers, dazu rechnet, und hierauf, nachdem man zuvor die Schulden in Abzug ge⸗ bracht hat, nach dieſem ganzen Vermögen und mit Rück⸗ ſicht auf die Eigenſchaft der hinterlaſſenen Erden den Be⸗ trag des Vermögenstheils berechnet, über welchen der Erblaſſer verfügen konnte. 923. Die Herabſetzung der Schenkungen unter Le⸗ benden hat nicht eher Statt, als bis zuvor der Werth aller in den letztwilligen Verfügungen begriffenen Güter erſchöpft iſt; iſt jedoch dieſe Herabſetzung nöthig, ſo wird mit der letzten Schenkung der Anfang gemacht, und ſo immer von den neuern zu den ältern fortgeſchritten. (*) S. Art. 1090 Cod. N. 1. B. 24. 370 L. III. T. II. Donations et Testaments. 924. Si la donation entre-vifs, réductible a été faite à l'un des successibles, il pourra retenir, sur les biens donnés, la valeur de la portion qui lui appartiendrait, comme héritier dans les biens non disponibles, s'ils sont de la meme nature. 925. Lorsque la valeur des donations entre- vifs excédera ou égalera la quotité disponible, tou- tes les dispositions testamentaires seront caduques. 926. Lorsque les dispositions testamentaires excéderont, soit la quotité disponible, soit la por- tion de cette quotité qui resterait après avoir dé- duit la valeur des donations entre-vifs, la réduc- tion sera faite au marc le franc, sans aucune dis- tinction entre les legs universels et les legs par- ticuliers. 927. Néanmoins, dans tous les cas oc le tes- tateur auxa expressément déclaré qu'il entend que tel legs soit acquitté de préférence aux autres, cette préférence aura lieu; et le legs qui en sera l'objet, ne sera réduit qu'autant que la valeur des autres ne remplirait pas la réserve légale. 928. Le donataire restituera les fruits de ce qui excédera la portion disponible, à compter du jour du décès du donateur, si la demande en ré- duction a été faite dans l'année; sinon, du jour de ld demande. 929. Les immeubles à recouvrer par l'effet de la réduction, le seront sans charge de dettes ou hypothèques créées par le donataire. 930. L'action en réduction ꝑu revendication pourra être exercée par les héritiers contre les 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 371 924. Iſt die Schenkung unter Lebenden, welche herabgeſetzt werden muß, einem der geſetzlichen Erben gemacht worden, ſo kann dieſer von den geſchenkten Sa⸗ chen ſo viel zurückbehalten, als der Antheil betraͤgt, der ihm als Erben von dem der Verfügung nicht unterwor⸗ fenen Vermögen zukommt, ſofern beyde von gleicher Art ſind. 925. Wenn der Werth der Schenkungen unter Lebenden den der Verfügung unterworfenen Vermögens⸗ theil überſteigt, oder ihm gleich kommt, ſo ſind alle letzt⸗ willige Verfügungen kraftlos. 926. Wenn die letztwilligen Verfügungen entweder den ganzen der Verfügung unterworfenen Vermögens⸗ theil, oder den von dieſem Vermögenstheile nach Ab⸗ zug des Werthes der Schenkungen unter Lebenden noch übrig bleibenden Reſt überſteigen, ſo geſchieht die Her⸗ abſetzung nach Verhältniß des Betrags der Vermächtniſ⸗ ſe, ohne einigen Unterſchied zwiſchen Univerſal⸗ und Particularvermächtniſſen. 4 927. Har jedoch der Teſtator ausdrücklich erklärt, daß es ſein Wille ſey, daß dieſes oder jenes Vermächtniß vorzugsweiſe ausgezahlt werde, ſo ſoll dieſer Vorzug auch wirklich Statt finden, und dieſes Vermächtniß nur dann herabgeſetzt werden, wenn der Betrag der übrigen zur Ergänzung des Pflichitheils nicht hinreichend iſt. 928. Der Geſchenknehmer muß die Früchte von dem Theile der geſchenkten Sache, welcher den der Ver⸗ fügung unterworfenen Vermögenstheil überſteigt, er⸗ ſetzen, und zwar von dem Todestage des Geſchenkgebers an, wenn die Herabſetzung binnen Jahresfriſt nachge⸗ ſucht worden iſt 10); wenn dieß aber ſpäter geſchahe, von dem Tage des Geſuchs an. 929. Die unbeweglichen Güter, welche kraft einer Herabſetzung(zur Erbſchaftsmaſſe) eingezogen werden, fallen frey von den Schulden und Hypotheken, womit ſie der Geſchenknehmer beſchwert hat, zurück. 950. Gegen dritte Beſitzer von Immobilien, die einen Theil der Schenkungen ausmachten, und von den 10) wenn die Reduction binnen Jahresfriſt gemacht wor⸗ den iſt. E. 24 372 L. III. T. II. Donations et Testaments. tiers détenteurs des immeubles faisant partie des donations et aliénés par les donataires, de la mè- me manière et dans le même ordre que contre les donataires eux-méêémes, et discussion préalable- ment faite de leurs biens. Cette action devra èêtre exercée suinant l'ordre des dates des aliénations, en commençFant par la plus récente. CHAPITRE IV. Des Donations entre-vifs. SECTION PREMIERE. De la Forme des Donations entre-viſs. 951. Tous actes portant donation entre-vifs seront passés devant notaires, dans la forme ordi- naire des contrats; et il en restera minute, sous peine de nullité. 932. La donation entre-vifs n'engagera le do- nateur, et ne produira aucun effet, que du jour qu'elle aura été acceptée en termes exprès. L'acceptation pourra être faite du vivant du donateur, par un acte postérieur et authentique, dont il restera minute; mais alors la donation n'aura d'effet, à l'égard du donateur, que du jour oùð l'acte qui constatera cette acoeptariom lui aura été notifié. 933. Si le donataire est majeur, l'accepta- tion doit être faite par lui, ou, en son nom, par la personne fondée de sa procuration, portant pouvoir d'accepter la donation faite, ou un pou- voir général d'accepter les donations qui auraient Eté ou qui pourraient être faites. Cette procuration devra ètre passée devant notaires; et une expédition devra en être an- —— — S— ——— 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 373 Geſchenknehmern veräuſſert worden ſind, kann von den Erben die Klage auf Herabſetzung oder die Vindica⸗ tionsklage auf dieſelbe Art und in eben der Ordnung angeſtellt werden, wie gegen die Geſchenknehmer ſelbſt, jedoch erſt nachdem dieſe letztern in ihrem eigenen Ver⸗ mögen ausgeklagt ſind. Dieſe Klage muß mit Beobach⸗ tung der Zeitfolge der Veräuſſerungen angeſtellt, und mit der neueſten der Anfang gemacht werden, Viertes Capitel. Von Schenkungen unter Lebenden. — Erſter Abſchnitt. Von der Form der Schenkungen unter Lebenden. 931. Jede Urkunde, die eine Schenkung unter Le⸗ benden enthält, muß vor Notarien in der gewöhnlichen Form der Contracte ausgefertiget, und ein Original da⸗ von, bey Strafe der Nichtigkeit, in den Händen der Notarien zurückgelaſſen werden. 952. Eine Schenkung unter Lebenden verbindet nicht eher den Geſchenkgeber und bringt nicht eher eini⸗ ge Wirkung hervor, als von dem Tage an, da ſie mit ausdrücklichen Worten angenommen worden iſt. Wenn der Geſchenkgeber noch am Leben iſt, ſo kann die Annahme in einer ſpätern und öffentlichen Ur⸗ kunde geſchehen, wovon das Original zurückgelaſſen wer⸗ den muß; die Schenkung erhält aber alsdann in Anſe⸗ hung des Schenkenden erſt von dem Tage an ihre Wir⸗ kung, da ihm die Urkunde, welche die Annahme enthält, bekannt gemacht worden iſt. 953. Iſt der Geſchenknehmer volliährig, ſo muß die Annahme von ihm ſelbſt, oder in ſeinem Namen von einem Bevollmächtigen geſchehen, der von ihm den Auf⸗ trag hat, die ihm gemachte Schenkung anzunehmen, oder mit einem allgemeinen Auftrage verſehen iſt, alle Schenkungen anzunehmen, die ihm bereits gemacht wor⸗ den ſind, oder noch gemacht werden koͤnnten. Dieſe Vollmacht muß vor Notarien errichtet, und eine Ausfertigung davon dem Original der Schenkungs⸗ — 374 L. III. T. II. Donations et-Testaments. nexée à la minute de la donation, ou à la minu- te de l'acceptation qui serait faite par acte séparé. 954. La femme mariée ne pourra accepter une donation sans le consentement de son mari, ou, en cas de refus du mari, sans autorisation de la justice, conformément à ce qui est prescrit par les articles 217 et 219, au titre du Mariag 935. La donation faite à un mineur non éman- cipé on à un interdit, devra être acceptée par son tuteur, conformément à l'article 463, au titre de la Minorité, de la Tutelle et de l'Æmancipation. Le mineur émancipé pourra accepter aveo Pas- sistance de son curateur. Néanmoins les père et mère du mineur éman- cipé ou non émancipé, ou les autres ascendants, méme du vivant des père et mère, quoiqu'ils ne soient ni tuteurs ni curateurs du mineur, pourront accepter pour lIui. 956. Le sourd-muet qui saura écrire, pour- ra accepter lui- même ou par un fondé de pouvoir. S'il ne sait pas écrire, l'acceptation doit éêtre faite par un curateur nommé à cet effet, suivant les règles établies au titre de la Minorité, de la Tubelle et de l' Æmancipation. 037. Les donations faites au profit d'hospices, des pauvres d'une commune, ou d'établissements d'utilité publique, seront acceptées par les admi- nistrateurs de ces communes ou établissements, après y avoir été düment autorisés. 938. La donation düment acceptée sera par- faite par le seul consentement des parties; et la propriété des objets donnés sera transférée au do- nataire, sans qu'il soit besoin d'autre tradition. 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 375 urkunde oder der Originalurkunde über die Annahme, wenn dieſe in einer beſondern Urkunde erfolgt iſt, bey⸗ gefügt werden. 954. Eine verheirathete Frau kann nur mit Be⸗ willigung ihres Mannes, oder, wenn dieſer ſie verſagt, mit gerichtlicher Autoriſation eine Schenkung annehmen, in Gemäßheit der Beſtimmung der Artikel 217 und 219 in dem Titel von der Ehe. 935. Die einem nicht emancipirten Minderjähri⸗ gen oder einem Interdicirten gemachte Schenkung kann nur von ſeinem Vormunde, dem 463. Artikel in dem Ti⸗ tel von der Minderjährigkeit, der Vormund⸗ ſchaft und der Emancipation gemäß, angenom⸗ men werden. Der emancipirte Minderjährige kann ſie unter dem Beyſtande ſeines Curators annehmen. Jedoch können auch die Eltern eines Minderjähri⸗ gen, er mag emancipirt ſeyn oder nicht, ſo wie, ſelbſt bey Lebzeiten der Eltern, deſſen übrige Ascendenten, wenn ſie auch weder Vormünder noch Curatoren des Minder⸗ jährigen ſind, für ihn annehmen. 936. Ein Taubſtummer, der im Schreiben erfah⸗ ren iſt, kann ſowohl ſelbſt, als durch einen Bevollmäch⸗ tigten annehmen. Iſt er im Schreiben unerfahren, ſo muß die Annah⸗ me von einem eigends dazu ernannten Curator, nach den in dem Titel von der Minderjähvigkeit, der Vormundſchaft und der Emancipation feſt⸗ geſetzten Regeln, geſchehen. 957. Schenkungen, die zum Vortheile der Spitä⸗ ler, der Armen einer Gemeinde, oder gemeinnütziger Anſtalten gemacht werden, ſollen von den Verwaltern dieſer Gemeinden oder Anſtalten, nachdem ſie gehörig da⸗ zu autoriſirt worden ſind,(*) angenommen werden. 936. Eine gehörig angenommene Schenkung er— hält durch die bloße Einwilligung der Partheyen ihre Vollkommenheit, und das Eigenthum an den geſchenkten Gegenſtänden geht auf den Geſchenknehmer über, ohne daß noch eine Übergabe nöthig wäre.(**) .Art. 910. gl 376 L. III. T. II. Donations et Destaments. 939. Lorsqu'il y aura donation de biens sus- ceptibles d'hypothèques, la transcription des actes contenant la donation et l'acceptation, ainsi que la noti fication de l'acceptation qui aurait eu lieu par acte séparé, devra être faite aux bureaux des hypothèques dans l'arrondissement desquels les biens sont situés. 940. Cette transcription sera faite à la dili- gence du mari, lorsque les biens auront été don- nés à sa femme; et si le mari ne remplit pas cette formalité, la femme pourra y faire procéeder sans autorisation. Lorsque la donation sera faite à des mineurs, à des interdits, ou à des établissements publics, la transcription sera faite à la diligence des tu- teurs, curateurs ou admiinistrateurs. 941. Le défaut de transcription pourra êetre opposé par toutes personnes ayant intérèt, excęp- té toutefois celles qui sont chargées de faire faite la transcription, ou leurs ayant-cause, et le do- nateur, 942. Les mineurs, les interdits, les femmes mariées, ne seront point restitués contre le défaut d'acceptation ou de transcription des donations; sauf leur recours contre leurs tuteurs ou maris, s'il y échet, et sans que la restitution puisse avoir lieu, dans le cas même oi lesdits tuteurs et maris se trouveraient insolvables, 943. La donation entre-vifs ne pourra com⸗ prendre que les biens présents du donateur; si el- le comprend des biens à venir, elle sera nulle à cet égard. 944. Toute donation entre-vifs faite sous des conditions dont l'exécution dépend de la seule vo- lonté du donateur, Sera nulle. 945. Elle sera pareillement nulle, si elle à été faite sous la condition d'acquitter d'autres det- tes ou charges que celles qui existaient à'époque —— . 38 B. ar T. Ven Schenkungen u. Teſtamenten. 37 939. Wenn Güter verſchenkt werden, auf welche ſich eine Hypothek beſtellen läßt, ſo müſſen die Urkun⸗ den, welche die Schenkung und Annahme, wie auch, wenn die Annahme in einer beſondern Urkunde erfolgt iſt, die(dem Geſchenkgeber geſchehene) Bekanntmachung derſelben enthalten, in die Bücher derjenigen Hypothe⸗ kenbureaus eingetragen werden, in deren Arrondiſſement die Güter gelegen ſind., 940. Dieſe Eintragung ſoll auf Anſuchen des Man⸗ nes geſchehen, wenn die Güter ſeiner Frau geſchenkt wor⸗ den ſind; beobachtet der Mann dieſe Formalität nicht, ſo kann die Frau ſie ohne Autgariſation vornehmen laſſen. Iſt die Schenkung an Minderjährige, Interdicirte, eder an öffentliche Anſtalten gemacht worden, ſo geſchieht die Eintragung auf Anſuchen der Vormünder, der Cu⸗ ratoren oder der Verwalter, 9 ½. Den Mangel der Eintragung kann jeder ein⸗ wenden, der ein Intereſſe dabey hat, jedoch mit Aus⸗ nahme derjenigen Perſonen, deren Pflicht es iſt, die Eintragung zu beſorgen, oder die in deren Rechte getre⸗ ten ſind, ſo wie des Geſchenkgebers. 942. Minderjährige, Interdicirte und verheira⸗ thete Frauen ſollen gegen die Unterlaſſung der Annahme oder der Eintragung der Schenkungen niemals Wieder⸗ einſetzung in den vorigen Stand erhalten; nach Beſchaf⸗ fenheit der Umſtände können ſie aber gegen ihre Vormün⸗ der oder Ehegatten den Regreß nehmen, ohne daß jedoch ſelbſt in dem Falle, wenn dieſe Vormünder oder Ehegat⸗ ten zahlungsunfähig ſeyn ſollten, die Wiedereinſetzung in den vorigen Stand Statt finden könnte. 9½3. Eine Schenkung unter Lebenden kann ſich nur auf das gegenwärtige Vermögen des Geſchenkgebers er⸗ ſtrecken; begreift ſie zukünftige Güter; ſo iſt ſie in dieſer Hinſicht ungiltig. 944. Jede Schenkung unter Lebenden iſt ungiltig, wenn ſie unter Bedingungen gemacht werden iſt, deren Erfüllung bloß von der Willkühr des Geſchenkgebers ab⸗ hängt. 945. Sie iſt gleichfalls ungiltig, wenn ſie unter der Bedingung gemacht worden iſt, noch andere Schul den oder Laſten abzutragen, als zur Zeit der Schenkung 378 L. III. T. II. Donations et Testaments. de la donation, ou qui seraient exprimées, soit dans l'acte de donation, soit dans l'état qui devrait y etre anneéexé. 946. En cas que le donateur se soit réservé la liberté de disposer d'un effet compris dans la do- nation, ou d'une somme fixe sur les biens donnés; s'il meurt sans en avoir disposé, ledit effet ou la- dite somme appartiendra aux héritiers du dona- teur, nonobstant toutes clauses et stipulations à ce contraires. 967. Les quatre articles précédents ne s'ap- pliquent point aux donations dont est mention aux chapitres viII et Ix du présent titre. 948. Tout acte de donation d'effets mobiliers ne sera valable que pour les effets dont un état estimatif, signé du donateur, et’ du donataire, ou de ceux qui acceptent pour lui, aura été annexé aà la minute de la donation. 949. Il est permis au donateur de fæire la ré- serve à son profit, ou de disposer au profit d'un autre, de la jouissance ou de l'usufruit des biens meubles ou immeubles donnés. 950. Lorsque la donation d'effets mobiliers aura été faite avec réserve d'usufruit, le donataire sera tenu, à l'expiration de l'usufruit, de prendre les effets donnés qui se trouveront en nature, dans l'état ou ils seront; et il aura action contre le do- nateur ou ses héritiers, pour raison des objets non existants, jusqu'aà concurrence de la valeur qui leur aura été donnée dans l'état estimatif. r 951. Le donateur pourra stipuler le droit de retour des objets donnés, soit pour le cas du pré- 1I) oder über eine beſtimmte, von den geſchenkten Guͤ⸗ tern zu erhebende, Summe. L. oder uͤber eine auf 33 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 379 vorhanden, oder in der Schenkungsurkunde oder dem ihr beyzufügenden Verzeichniſſe ausdrücklich benannt ſind. „ 946. Hat der Geſchenkgeber ſich die Freyheit vor⸗ behalten, über eine in der Schenkung begriffene Säache, oder über eine aus den geſchenkten Gütern zu zahlende gewiſſe Summe 11) zu verfügen, und ſtirbt er, ohne darüber verfügt zu haben, ſo gehört jene Sache oder Summe, aller entgegenſtehenden Clauſeln und Verträ⸗ ge ohngeachtet, den Erben des Geſchenkgebers 47. Die vier vorhergehenden Artikel ſind keines⸗ wegs auf die Schenkungen anzuwenden, von welchen in dem 8 und 9. Capitel des gegenwärtigen Titels die Re⸗ de iſt. 948. Jede Schenkung von beweglichen Sachen iſt nur in Anſehung derjenigen Gegenſtände giltig, über welche dem Originale der Schenkungsurkunde ein Ver⸗ zeichniß beygefügt worden, das ihre Abſchätzung enthält, und von dem Geſchenkgeber, ſo wie von dem Geſchenk⸗ nehmer oder denjenigen, die ſtatt ſeiner annehmen, unterzeichnet iſt. 949. Es iſt dem Geſchenkgeber erlaubt, den Ge⸗ nuß oder den Nießbrauch an den geſchenkten beweglichen oder unbeweglichen Gütern ſich ſelbſt vorzubehalten, oder daruber zum Vortheile eines andern zu verfügen. 95 0. Sind bewegliche Güter unter dem Vorbehal⸗ te des Nießbrauches geſchenkt worden, ſo muß der Ge⸗ ſchenknehmer nach erloſchenem Nießbrauche die geſchenk⸗ ten Gegenſtände, welche noch in Natur vorhanden ſind, in dem Zuſtande annehmen, worin ſie ſich dann befinden; in Anſehung der nicht mehr vorhandenen Gegenſtände hat er gegen den Geſchenkgeber oder deſſen Erben eine Klage auf Vergütung des Werthas, der ihnen in dem Verzeichniſſe, welches die Abſchätzung enthält, beigelegt worden iſt. 951. Der Geſchenkgeber kann ſich an den geſchenk⸗ ten Sachen den Rückfall vorbehalten, ſowohl auf den die geſchenkten Guͤter zu erhebende beſtimmte Summe. S. oder uͤber eine gewiſſe auf die geſchenkten Guͤter herauszuzahlende Summe⸗ E. 58° L. III. T. II. Donations et Testaments. décès du donataire seul, soit pour le cas du pré- décès du donataire et de ses descendants. Ce droit ne pourra être stipulé qu'au profit du donateur seul. 952, L'effet du droit de retour sera de ré- soudre toutes les aliénations des biens donnés, et de faire revenir ces biens au donateur, francs et quittes de toutes charges et hypothsques, sauf néanmoins l'hypothèque de la dot et des conven- tions matrimoniales, si les autres biens de l'époux donataire ne suffisent pas, et dans le cags seule- ment ou la donation lui aura été faite par le même contrat de mariage duquel résultent ces droits et hypothèques. SECTION II. Das Exceptions à la rêgle de'Irrévocabilité des Donations entre-p i/5. 955. La donation entre-vifs ne pourra être révôduée que pour cause d'inexécution des condi- tions sous lesquelles elle aura é6té faite, pour cau- se d'ingratitude, et Pour cause de survenance d'enfants. 954. Dans le cas de la révocation Ppour cause d'inexécution des conditions ‚ les biens rentreront dans les mains du donateur, libres de toutes char- ges et hypothèques du chef du donataire; et le do- nateur aura, contre les tiers détenteurs des im- meubles donnés, tous les droits qu'il aurait contre le donataire lui- même, 955. La donation entre-vifs ne pourra être révoquée pour çause d'ingratitude que dans les cas suivants: 1⁰. Si le donataire a attente à la vie du dona- teur; — ——— ——— 38 B. 2r T. Von Schenbungen u. Teſtamenten. 363. Fall, wenn der Geſchenknehmer allein, als auch, wenn der Geſchenknehmer und ſeine Descendenten vor ihm ſterben würden. Dieſes Recht kann nur zum Vortheile des Geſchenk⸗ gebers ſelbſt vorbehalten werden. 952. Der Rückfall hat die Wirkung, daß jede Ver⸗ äuſſerung der geſchenkten Güter aufgehoben wird, und dieſe an den Geſchenkgeber frey von allen Laſten und Hy⸗ potheken zurückfallen; hievon iſt jedoch ausgenommen die für den Brautſchatz und für andere in dem Ehecon⸗ tracte bedungene Vortheile beſtellte Hypothek, wenn näm⸗ lich das übrige Vermögen des beſchenkten Ehegatten nicht hinreicht, und in dem einzigen Falle, wenn demſelben die Schenkung in eben dem Ehecontracte gemacht worden iſt, aus welchem dieſe Rechte und Hypotheken ſich her⸗ leiten. Zweyter Abſchnitt. Ausnahmen von der in der Regel Statt findenden Un⸗ widerruflichkeit der Schenkungen unter Lebenden. 953. Eine Schenkung unter Lebenden kann nur wegen Nichterfüllung der Bedingungen, unter denen ſie gemacht worden iſt, wegen Undanks und wegen nachge⸗ borner Kinder widerrufen werden.(*†) 954. Wird die Schenkung wegen nicht erfüllter Bedindungen widerrufen, ſo fallen die Güter, frey von allen Laſten und Hypotheken, welche von dem Geſchenk⸗ nehmer herrühren, an den Geſchenkgeber zurück; auch ſtehen ihm gegen jeden dritten Beſitzer der geſchenkten Immobilien alle die Rechte zu, die er gegen den Ge⸗ ſchenknehmer ſelbſt haben würde. 955. Wegen Undanks kann eine Schenkung unter Lebenden nur in folgenden Fällen widerrufen werden: 1.) wenn der Geſchenknehmer dem Geſchenkgeber nach dem Leben getrachtet hat; (*) S. Art. 1083. 382 L. III. T. II. Donations et Testaments. 2⁰% S'il s'est rendu coupable envers lui de sé. vices, délits ou injures graves; 3* S'il lui refuse des aliments. 956. La révocation pour cause d'inexécution des conditions, ou pour cause d'ingratitude, maura jamais lieu de plein droit. 057. La demande en révocation pour cause d'ingratitude devra être formée, dans l'année, à compter du jour du délit imputé par le donateur au donataire, ou du jour que le délit aura pu être connu par le donateur. Cette révocation ne pourra être demandée par le donareur contre les héritiers du donataire, ni par les héritiers du donateur contre le donataire„ A moins que, dans ce dernier cas, l'action n'ait été intentée par le donateur, ou qu'il ne, soit décédé dans Pannée du délit. 958. La révocation pour cause d'ingratitude ne préjudiciera ni aux aliénations faites par le do- nataire, ni aux hypothèéques et autres charges ré- elles qu'il aura pu imposer sur l'objet de la dona- tion, pourvu que le tout soit antérieur à l'inscrip- tion qui aurait été faite de l'extrait de la demande en révocation, en marge de la transcription pres- crite par l'article 959. Dans le cas de révocation, le donataire sera condamné à restituer la valeur des objets aliénés, eu égard au temps de la demande, et les fruits, à eompter du jour de cette demande. 959. Les donations en faveur de mariage ne seront pas révocables pour cause d'ingratitude. 960. Toutes donations entre-vifs faites par Personnes qui n'avaient point d'enfants ou de des- cendants actuellement vivants dans le temps de la donation, de quelque valeur que ces dohations puis- sent étre, et à quelque titre qu'elles aient été fai- 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 385 2.) wenn er ſich gegen ihn Mißhandlungen, ſchwe⸗ re Vergehen oder Beleidigungen hat zu Schulden kom⸗ men laſſen; 3.) wenn er ihm Alimente verſagt. 956. Der Widerruf wegen Nichterfüllung der Be⸗ dingungen oder wegen Undanks tritt niemals kraft des Geſetzes(ipso jure) ein, 957. Die Klage auf Widerruf wegen Undanks muß binnen Jahresfriſt angeſtellt werden, von dem Tage an zu rechnen, an welchem das dem Beſchenkten von dem Geſchenkgeber angeſchuldigte Vergehen begangen worden, oder dem Geſchenkgeber bekannt geworden iſt. 12) Dieſer Widerruf kann weder von dem Geſchenkge⸗ ber gegen die Erben des Beſchenkten, noch von den Er⸗ ben des Geſchenkgebers gegen den Geſchenknehmer ge⸗ ſchehen, es müßte denn in dieſem letztern Falle der Ge⸗ ſchenkgeber die Klage bereits angeſtellt haben, oder vor Ablauf eines Jahres nach begangenem Vergehen geſtor⸗ ben ſeyn. 958. Der Widerruf wegen Undanks gereicht weder den von dem Geſchenknehmer vorgenommenen Verauſſe⸗ rungen, noch den Hypotheken oder andern Reallaſten, womit er etwa die geſchenkte Sache beſchwert hat, zum Nachtheile, wenn nur dieſe Handlungen vorgenommen worden find, ehe der Auszug der Klage auf Widerruf in dem Hypothekenbuche am Rande der nach Vorſchrift des 939. Artikels eingetragenen Urkunde eingeſchrieben wor⸗ den iſt. Im Falle des Widerrufs wird der Geſchenknehmer verurtheilt, den Werth der veräuſſerten Sachen, wie er zur Zeit der angebrachten Klage war, und die Früchte von dem Tage dieſer Klage an, zu erſtatten. 959. Schenkungen, die zu Gunſten einer Ehe ge⸗ macht worden ſind, können nicht wegen Undanks wider⸗ rufen werden. 960. Hatte der Geſchenkgeber zur Zeit der Schen⸗ kung keine Kinder oder Descendenten am Leben, und wird ihm ſpäterhin, wäre es auch erſt nach ſeinem Tode, ein eheliches Kind geboren, oder ein uneheliches, erſt nach der Schenkung geborenes, Kind durch nachherige Ehe 12) bekannt ſeyn konnte. L. D. p. M. — 384 L. IfI. T. II. Donations et Testaments. tes, et encore qu'elles fussent mutuelles ou rému- nératoires, même celles qui auraient été faites en faveur de mariage par autres que par les ascendants aux conjoints, ou par les conjoints l'un à l'autre, demeureront révoquées de plein droit par la sur- venance d'un enfant légitime du donateur, même d'un posthume, ou par la légitimation d'un enfant naturel par mariage subséquent, s'il est né depuis la donation. . 961. Cette révocation aura lieu, encore que l'enfant du donateur ou de la donatrice füt congçu au temps de la donation. 962. La donation demeurera pareillement ré- voquée, lors même que le donataire serait entré en possession des biens donnés, et qu'il y aurait été laissé pax le donateur depuis la survenance de l'enfant; sans néanmoins que le donataire soit tenu de restituer les fruits par lui pergus, de quelque nature qu'ils soient, si ce n'est du jour que la naissance de l'enfant ou sa légitimation par mariage subséquent lui aura été notifiée par exploit ou autre acte en bonne forme; et ce, quand mème la deman- de pour rentrer dans les biens donnés n'aurait été formée que postérieurement à cette notification. 963. Les biens compris dans la donation révo- quée de plein droit, rentreront dans le patrimoine du donateur, libres de toutes charges et hypothè- ques du chef du donataire, sans qu'ils puissent de- meurer affectés, même subsidiairement, à la resti- tution de la dot de la femme de ce donataire, de ses reprises ou autres conventions matrimoniales; ce qui aura lieu quand mème la donation aurait été faite én faveur du mariage du donataire et insérée dans le contrat, et que lé donateur se serait obligé comme caution, par la donation, à l'exécution du contrat de martage. (r) S. Art. 1096. (*+*) S. Art. 1470. u. f. 13) durch eine Zuſtellung L. durch ein Exploit(den Act eines Huiſſier). D. u. M. durch einen gerichtlichen Act. 8. durch eine gerichtliche Ausfertigung. E. —& 2— ———— 3s B. er T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 385 legitimirt, ſo ſind alle von ihm gemachte Schenkungen unter Lebenden, ohne Rückſicht auf ihren Werth oder auf den Titel, unter dem ſie gemacht worden ſind, auch die wechſelſeitigen oder vergeltenden, und ſelbſt die zu Gunſten einer Ehe gemachten, in letzterm Falle jedoch die der Ascendenten an die Ehegatten oder der Ehegatten unter ſich ausgenommen(*), kraft des Geſetzes(ipso jure) für widerrufen zu achten. 961. Dieſer Widerruf hat auch dann Statt, wenn das Kind des Geſchenkgebers oder der Geſchenkgeberin zur Zeit der Schenkung empfangen war. 62. Wenn auch der Geſchenknehmer bereits zum Beſitze der geſchenkten Güter gelangt, und ſeit der Geburt des Kindes von dem Geſchenkgeber darin gelaſſen worden ſeyn ſollte, ſo iſt demohngeachtet die Schenkung für wi⸗ derrufen zu achten; jedoch iſt der Beſchenkte die bezoge⸗ nen Früchte jeder Art nur von dem Tage an zu erſetzen ſchuldig, an welchem ihm die Geburt des Kindes, oder deſſen durch nachherige Ehe erfolgte Legitimation von Gerichtswegen 1³¹) oder auf eine andere geſetzliche Art bekannt gemacht worden iſt. Dieſes tritt ſelbſt dann ein, wenn die Klage auf Zurückgabe der geſchenkten Güter erſt nach dieſer Bekanntmachung angebracht worden iſt. 965. Güter, die in einer kraft des Geſetzes(ipso jure) widerrufenen Schenkung begriffen ſind, fallen, frey von allen Laſten und Hypotheken, womit der Be⸗ ſchenkte ſie etwa beſchwert hat, in das Vermögen des Geſchenkgebers zurück, ſo daß ſie nicht einmal ſubſidia— riſch für die Erſtattung des Brautſchatzes der Frau des Beſchenkten, oder deſſen, was ihr aus der Gütergemein⸗ ſchaft zum Voraus gebührt(*†) ¹¹³), oder anderer ihr in der Eheberedung zugeſagten Vortheile verhaftet bleiben; dieſes findet ſelbſt dann Statt, wenn die Schenkung zu Gunſten der Ehe des Beſchenkten geſchehen und in den Ehecontract eingerückt iſt, und der Geſchenkgeber durch die Schenkung ſich als Bürge für die Erfüllung des Ehe⸗ contractes verpflichtet hat. 14) ihres Eingebrachten. S. u. E. Cod. N. 1 B. 25 1 — —— 1 386 L. III. T. II. Donations et Testaments. 964. Les donations ainsi révoquées ne pour- ront revivre ou avoir de nouveau leur effet, ni par la mort de l'enfant du donateur, ni par aucun acte confirxmatif; et si le donateur veut donner les me- mes biens au même donataire, soit avant ou après la mort de l'enfant par la naissance duquel la do- nation avait été révoquée, il ne le pourra faire que par une nouvelle disposition. 965. Toute clause ou convention par laquelle le donateur aurait renoncé à la xévocation de la donation pour survenance d'enfant, sera regardée comme nulle, et ne pourra produire aucun effet. 966. Le donataire, ses héritiers ou ayant- cause, ou autres détenteurs des choses données, ne pourront opposer la prescription pour faire va- loir la donation révoquée par la survenance d'en- fant, qu'après une possession de trente années, qui ne pourront commencer à courir que du jour de la naissance du dernier enfant du donateur, méême posthume; et ce, sans préjudice des inter- ruptions, telles que de droit. CHAPITRE V. Des Dispositions testamentaires. SEOCTION PREMIERE. Des Règles générales sur la Forme des Testaments. 967. Toute personne pourra disposer par tes- tamént, soit sous le titre d'institution d'héritier, soit sous le titre de legs, soit sous toute autre dé- nomination propre à manifester sa volonté. (X) S. Art. 1339. (**) S. Art. 902 u. 1002. 36 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 387 964. Die auf dieſe Art widerrufenen Schenkun⸗ gen können weder durch den Tod des Kindes des Geſchenk⸗ gebers noch durch irgend eine Beſtätigungsurkunde wie⸗ der aufleben oder von neuem giltig werden; will der Ge⸗ ſchenkgeber, vor oder nach dem Tode des Kindes, durch deſſen Geburt die Schenkung widerrufen wurde, dieſel⸗ ben Guͤter dem Geſchenknehmer zuwenden, ſo kann er dieß nur durch eine neue Verfügung thun.(*) 965. Jede Clauſel oder Übereinkunft, durch wel⸗ che ein Geſchenkgeber auf den Widerruf der Schenkung wegen nachgeborner Kinder Verzicht leiſtet, iſt für un⸗ giltig zu achten und ohne Wirkung. 966. Der Geſchenknehmer, ſeine Erben oder die⸗ jenigen, welche in ſeine Rechte getreten ſind 15), oder andere Beſitzer der geſchenkten Sachen, können ſich nicht eher auf die Verjährung berufen, um eine wegen nachge⸗ borner Kinder widerrufene Schenkung aufrecht zu erhal⸗ ten ¹⁶), als nach einem Beſitze von dreyßig Jahren, wel⸗ che jedoch erſt von dem Tage zu laufen anfangen, an wel⸗ chem das letzte Kind des Geſchenkgebers, wäre es auch erſt nach ſeinem Tode, geboren worden iſt; und zwar mit Vor⸗ behalt der geſetzlichen Unterbrechungen der Verjährung. Fuͤnftes Capitel. Von letztwilligen Verordnungen. Erſter Abſchnitt. Allgemeine Regeln über die Form der Teſtamente. 967. Jedermann kann durch ein Teſtament verfü⸗ gen, ſowohl unter dem Namen einer Erbeseinſetzung, als unter dem Namen eines Vermächtniſſes, als auch unter jeder andern Benennung, die dazu geeignet iſt, ſeinen Willen an den Tag zu legen.(*†*†) 15) Intereſſenten.§. 16) geltend zu machen. L. S. u. E. 25 Donations et Testaments. 3836 L. III. IT. II. 966. Un testament ne pourra éêtre fait dans le menie acte par deux ou plusieurs personnes, soit au profit d'un tiers, soit à titre de disposition ré- ciproque et mutuelle. 969. Un testament pourra être olographe, eu fait par acte public ou dans la forme mystique. 970. Le testament olographe ne sera point valable, s'il n'est écrit en entier, daté et signé de main du testateur; il n'est assujetti à aucune autre forme. 971. Le testament par acte public est celui qui est requ par deux notaires, en présence de deux témoins, ou par un notaire, en présence de quatre temoins.. 972. Si le testament est regu par deux notai- res, il leur est dicté par le testateur, et il doit être écrit par l'un de ces notaires, tel quÜil est dicté. S'il n'y a qu'un notaire, il doit également être dicté par le testateur, et éerit par ce notaire. Dans l'un et l'autre cas, il doit en èêtre donné lecture au testateur, en présence des témoins. Il est fait du tout mention expresse. 53. Ce testament doit être signé par le tes- tateur: s'il déclare qu'il ne sait ou ne peut signer, il sera fait dans l'acte mention expresse de sa décla- ration, ainsi que, de la cause qui Tempéche de signer. 974. Le testament devra être signé par les témoins; et néanmoins, dans les campagnes, 11 suffira qu'un des deux témoins signe, si le testa- ment est reçu par deux notaires, et que deux des quatre témoins signent, s'il est regu par un no- taire. — — 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 389 968. Zwey oder mehrere Perſonen können weder zum Vortheile eines Dritten, noch unter dem Namen ei⸗ ner wechſelſeitigen Verordnung in einer und derſelben Ur⸗ kunde ihr Teſtament errichten.(*) 969. Ein Teſtament kann entweder eigenhändig geſchrieben, oder durch eine öffentliche Urkunde, oder in der Form eines geheimen Aufſatzes errichtet werden. 970. Das eigenhändig geſchriebene Teſtament iſt nur dann giltig, wenn es von der Hand des Teſtators durchaus geſchrieben, datirt und unterzeichnet iſt; einer weitern Förmlichkeit iſt es nicht unterworfen. 971. Das durch eine öffentliche Urkunde errichtete Teſtament iſt ein ſolches, das von zwey Notarien in Ge⸗ genwart zweyer Zeugen, oder von Einem Notar in Ge⸗ genwart von vier Zeugen aufgenommen worden iſt. 972. Wird das Teſtament von zwey Notarien auf⸗ genommen, ſo muß es ihnen von dem Teſtator dictirt, und von einem derſelben, ſo wie es dictirt wird, nieder⸗ geſchrieben werden. Iſt nur Ein Notar zugegen, ſo muß es gleichfalls von dem Teſtator dictirt, und von dieſem Notar nieder⸗ geſchrieben werden. In beyden Fällen muß es dem Teſtator in Gegen— wart der Zeugen vorgeleſen werden. Der Beobachtung aller dieſer Förmlichkeiten muß ausdrückliche Erwähnung geſchehen.(*†*). 975. Dieſes Teſtament muß von dem Teſtator un⸗ terzeichnet werden; erklärt er, daß er des Schreibens unerfahren oder auſſer Stand ſeye zu unterzeichnen, ſo muß ſeiner Erklärung, ſo wie der Urſache, die ihn am Unterzeichnen verhindert, in der Urkunde ausdrücklich er⸗ wähnt werden. 974. Das Teſtament muß von den Zeugen unter⸗ zeichnet werden; auf dem Lande iſt es jedoch hinreichend, wenn einer von den beyden Zeugen unterzeichnet, falls das Teſtament von zwey Notarien aufgenommen worden iſt, und wenn zwey von den vier Zeugen daſſelbe unter⸗ zeichnen, falls es von Einem Notar aufgenommen wer⸗ den iſt. (*) S. Art. 1097. (**) S. Art. 1eol1. 390 L. III. T. II. Donations et Testaments. 975. Ne pourront être pris pour témoins du testament par acte public, ni les légataires, à quel- que titre qu'ils soient, ni leurs parents ou alliés jusqu'au quatrième degré inclusivement, ni les clercs des notaires par lesquels les actes seront regus. 976. Lorsque le testateur voudra faire un tes- tament mystique ou secret, il sera tenu de signer ses dispositions, soit qu'il les ait écrites lui-mème, ou qu'il les ait fait écrire par un autre. Sera le papier qui contiendra ses dispositions, ou le pa- pier qui servira d'enveloppe, s'il y en a une, clos et scellé. Le testateur le présentera ainsi clos et scellé au notaire, et à six témoins au moins, ou il le fera clore et sceller en leur présence; et il décla- rera que le contenu en ce papier est son testa- ment écrit et signé de lui, ou écrit par un autre et signé de lui: Je notaire en dressera l'acte de suscription, qui sera écrit sur ce papier ou sur la feuille qui servira d'enveloppe; cet acte sera signé tant par le testateur que par le notaire, ensemble par les témoins. Tout ce que dessus sera fait de suite et sans divertir à autres actes; et en cas que le testateur, par un empéêchement survenu depuis la signature du testament, ne puisse signer l'acte de suscription, il sera fait mention de la déclara- tion qu'il en aura faite, sans qu'il soit besoin, en ce cas, d'augmenter le nombre des témoins. 977. Si le testateur ne sait signer, ou s'il n'a pu le faire lorsqu'il a fait écrire ses dispositions, il sera appelé à l'acte de suscription un témoin, outre le nombre porté par l'article précédent, le- quel signera l'acte avec les autres témoins; et il y sera fait mention de la cause pour laquelle ce té- moin aura été appelé. 978. Ceux qui ne savent ou ne peuvent lire, ne pourront faire de dispositions dans la forme an testament mystijue. 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 391¹ 975. Bey einem durch eine öffentliche Urkunde er⸗ richteten Teſtament können weder die Legatarien, unter welchem Titel ſie es auch ſeyn mögen, noch ihre Ver⸗ wandten oder Verſchwägerte bis zum vierten Grade ein⸗ ſchließlich, noch auch die Schreiber der Notarien, welche die Urkunde aufnehmen, zu Zeugen genommen werden. 976. Will der Teſtatox ein myſtiſches oder gehei⸗ mes Teſtament errichten, ſo muß er ſeine Verordnun⸗ gen unterzeichnen, er mag ſie ſelbſt geſchrieben haben/ oder von einem Andern haben ſchreiben laſſen. Das Pa⸗ pier, auf welchem ſeine Verordnungen geſchrieben ſind, oder das zum Umſchlage dienende Papier muß verſchloſſen und verſiegelt werden. Der Teſtator legt es entweder alſo verſchloſſen und verſiegelt dem Notar und wenigſtens ſechs Zeugen vor, oder er läßt es in ihrer Gegenwart verſchließen und verſiegeln, und erklärt, daß in dieſem Papiere ſeine eigenhändig geſchriebene und unterzeichne⸗ te, oder ſeine von einem Anderen geſchriebene und von ihm unterzeichnete letzte Willensverordnung enthalten ſeye; hierüber fertiget der Notar eine Urkunde aus, wel⸗ che als Aufſchrift auf das Teſtament ſelbſt oder auf das zum Umſchlage dienende Blatt geſchrieben werden muß; dieſe Aufſchrift muß ſowohl von dem Teſtator, als von dem Notar und den Zeugen unterſchrieben werden. Alles Obige ſoll in ununterbrochener Folge, und ohne inzwi⸗ ſchen andere Handlungen vorzunehmen, geſchehen; und falls der Teſtator wegen eines ſeit der Unterzeichnung des Teſtaments eingetretenen Hinderniſſes die Aufſchrift nicht unterzeichnen könnte, ſo ſoll ſeiner deßhalb gemachten Erklärung erwähnt werden, ohne daß es in dieſem Falle nöthig wäre, die Anzahl der Zeugen zu vermehren. 977. Iſt der Teſtator des Schreibens unerfahren, oder war er zu der Zeit, als er ſeine Willensverordnun⸗ gen niederſchreiben ließ, nicht im Stande zu unterzeich⸗ nen, ſo ſoll bey der Aufſchrift, auſſer der im vorhergehen⸗ den Artikel beſtimmten Anzahl, noch ein Zeuge zugezogen werden; dieſer unterzeichnet mit den übrigen Zeugen die Aufſchrift, in welcher der Urſache erwähnt werden muß, warum dieſer Zeuge zugezogen worden iſt. 978. Wer des Leſens unerfahren, oder ſonſt dazu auſſer Stand iſt, der kann nicht in der Form eines ge⸗ heimen Teſtaments verfuͤgen. 592 L. III. T. II. Donations et Testaments. 979. En cas que le testateur ne puisse parler, mais qu'il puisse écrire, il pourra faire un testa- ment mystique, à la charge que le testament sera entièrement écrit, daté et signé de sa main, qu'il le présentera au notaire et aux témoins, et qu'au haut de l'acte de suscription, il écrira, en leur présence, que le papier qu'il présente est son tes- tament: après quoi le notaire écrira J'acte de suscription, dans lequel il sera fait mention que le testateur a écrit ces mots en présence du notaire et des témoins; et sera, au surplus, observé tout ce qui est prescrit par l'article 976. 980. Les témoins appelés pour être présents aux testaments, devront étre maâles, majeurs, gu- jets de l'Empereur, jouissant des droits civils. SECTION II. Deęy Règles particulières gur la Forme de certains Tesbaments. 981. Les testaments des militaires et des indi- vidus employés dans les armées pourront, en auel- dque pays que ce soit, êètre reçus par un chef de ba- taillon ou d'escadron, ou par tout autre officier d'un grade supérieur, en présence de deux témoins, ou par deux commissaires des guerres, ou par un de ces commissaires en présence de deux témoins. 962. IIs pourront encore, si le testateur est malade ou blessé, être regus par l'officier de santé en chef, assisté du commandant militaire chargé de la police de l'hospice. 983 Les dispositions des articles ci- dessus n'auront lieu qu'en faveur de ceux qui seront en expédition militaire, ou en quartier ou en garni- son hors du territoire français, ou, prisonniers chez l'ennemi; sans que ceux qui seront en quartier ou en garnison dans l'intérieur puissent en profiter, a moins qu'ils ne se trouvent dans une place assié- gée ou dans une citadelle et autres lieux dont les Por soient fermées et les communications inter- rempues à cause de la gnerre, ——S 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 395 979. Kann der Teſtator nicht ſprechen, aber doch ſchreiben, ſo kann er ein geheimes Teſtament errichten, jedoch unter der Bedingung, daß ſolches von ſeiner Hand durchaus geſchrieben, datirt und unterzeichnet ſeye, daß er es dem Notar und den Zeugen vorlege, und in ihrer Gegenwart über die beyzufügende Aufſchrift ſchreibe, daß das vorgelegte Papier ſein Teſtament feye; hierauf macht der Notar die Aufſchrift, und erwähnt darin, daß der Teſtator dieſe Worte in Gegenwart des Notars und der Zeugen geſchrieben habe; überdieß muß alles beobachtet werden, was im 976. Artikel vorgeſchrieben iſt. 930. Bey einem Teſtamente können nur Perſonen männlichen Geſchlechtes, welche volljährig, Unterthanen des Kaiſers, und im Genuſſe der Civilrechte ſind, als Zeugen zugezogen werden. Zweyter Abſchnitt. Beſondere Regeln über die Form gewiſſer Teſtamente. 981. Die Teſtamente der Militair⸗ und anderer bey den Armeen angeſtellter Perſonen können in jedem Lan⸗ de von einem Bataillons⸗ oder Escadronschef, oder von jedem andern Offizier eines höhern Grades, in Gegenwart zweyer Zeugen, oder von zwey Kriegscommiſſarien, oder von Einem Kriegscommiſſär in Beyſeyn zweyer Zeugen, aufgenommen werden. 982. Iſt der Teſtator krank oder verwundet, ſo kann das Teſtament auch von dem erſten Feldarzte mit Zuziehung des mit der Polizey des Spitals beauftragten Militaircommandanten aufgenommen werden. 983. Die Verfügungen der vorſtehenden Artikel haben nur zum Beſten derjenigen Statt, welche ſich auf einer militairiſchen Expedition, oder auſſer dem franzöſi⸗ ſchen Gebiete in Quartier oder in Beſatzung, oder als Kriegsgefangene bey dem Feinde befinden; diejenigen, welche im Innern des Reichs in Quartier oder in Be⸗ ſatzung liegen, konnen keinen Gebrauch davon machen, ſie müßten ſich denn in einem belagerten Platze, oder auf einer Citadelle oder an einem andern Orte befinden, wo des Krieges wegen die Thore geſchloſſen ſind, und die Communtcation unterbrochen iſt. 3 ¾% L. III. T. II. Donations et Testaments. 934. Le testament fait dans la forme ci-dessus établie, sera nul six mois après que le testateur sera revenu dans un lieu ou il aura la liberté d'em- ployer les formes ordinaires. 9835. Les testaments faits dans un lieu avec le- quel toute communication sera interceptée à cause de la peste ou autre maladie contagieuse, pourront etre faits devant le juge de paix, ou devant'un des officiers municipaux de la commune, en pré- sence de deux témoins. 986. Cette disposition aura lieu, tant à l'é- gard de ceux qui seraient attaqués de ces maladies, que de ceux qui seraient dans les lieux qui en sont infectés, encore qu'ils ne fussent pas actuellement malades. 987. Les testaments mentionnés aux deux précédents articles, deviendront nuls six mois apyès que les communications auront été rétablies dans le lieu où le testateur se trouve, ou six mois après qu'il aura passé dans un lieu ouù elles ne se- ront point interrompues. 988. Les testaments faits sur mer, dans le cours d'un voyage, pourront être regçus, savoir: A bord des vaisseaux et autres batiments de l'Empereur, par l'officier commandant le bäti- ment, ou, à son défaut, par celui qui le supplée dans l'ordre du service, l'un ou l'autre conjointe- ment avec l'officier d'administration ou avec celui qui en remplit les fonctions; Et à bord des bàtiments de commerce, par ''écrivain du navire ou celui qui en fait les foncti- ons, l'un ou l'autre conjointement avec le capi- taine, le maitre ou le patron, ou, à leur défaut, par ceux qui les remplacent.. Dans tous les cas, ces testaments devront être regus en présence de deux témoins. 989. Sur les bàtiments de l'Empereur, le tes- tament du capitaine ou celui de l'officier d'admi- nistration, et, sur les bâtiments de commerce, celui du capitaine, du mattre ou patron, ou celui de l'écrivain, pourront etre xegçus par ceux qui vien- —,—— ₰½ᷣ ———— 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 395 984. Ein nach der oben beſtimmten Form errichte⸗ tes Teſtament wird ſechs Monate nachher, als der Te⸗ ſtator an einen Ort gelangt iſt, wo er die gewöhnlichen Formen beobachten kann, ungiltig. 985. Teſtamente, welche an einem Orte gemacht werden, mit dem, der Peſt oder irgend einer andern an⸗ ſteckenden Krankheit wegen, alle Communication aufgeho⸗ ben iſt, können vor dem Friedensrichter oder vor einem Municipalbeamten der Gemeinde in Gegenwart zweyer Zeugen errichtet werden. 986. Dieſe Verfügung gilt nicht allein in Anſe⸗ hung derjenigen, welche von dieſer Krankheit befallen ſind, ſondern in Anſehung aller, die ſich an den damit angeſteckten Orten befinden, wenn ſie auch nicht wirklich krank ſeyn ſollten. 987. Die in den beyden vorhergehenden Artikeln erwähnten Teſtamente werden ſechs Monate nachher, als die Communication mit dem Orte, wo der Teſtator ſich befindet, wieder hergeſtellt wurde, oder ſechs Monate nachher, als er ſich an einen Ort begeben hat, wo die Communication gar nicht unterbrochen war, ungiltig. 988. Die auf der See während einer Reiſe ge— machten Teſtamente können auf folgende Art aufgenom⸗ men werden: Am Bord der Kriegsſchiffe oder anderer Fahrzeuge des Kaiſers, von dem das Fahrzeug commandirenden Of⸗ fizier oder, in deſſen Ermangelung, von demjenigen, der nach der Dienſtordnung ſeine Stelle vertritt; in bey— den Fällen mit Zuziehung des Verwaltungsbeamten oder desjenigen, der deſſen Verrichtungen verſieht; Am Bord von Kauffahrteyſchiffen von dem Schiffs⸗ ſchreiber oder demjenigen, der deſſen Stelle verſieht; in beyden Fällen mit Zuziehung des Schiffscapitains, des Schiffers oder Schiffspatrons, oder, in deren Ermange⸗ lung, ihrer Stellvertreter. In allen Fällen müſſen dieſe Teſtamente in Gegen⸗ wart zweyer Zeugen aufgenommen werden.. 989. Auf den Schiffen des Kaiſers kann das Te⸗ ſtament des Capitains oder des Verwaltungsbeamten, und auf den Kauffahrteyſchiffen das Teſtament des Schiffs⸗ capitains, des Schiffers oder Schiffspatrons, oder des Schreibers von denjenigen aufgenommen werden, die 395 L. III. T. II. Donations et Testamenis. nent après eux dans l'ordre du service, en se con- formant pour le surplus aux dispositions de Particle précédent. 990. Dans tous les cas, il sera fait un double original des testaments mentionnés aux deux ar- ticles précédents. 991. Si le bätiment abopde dans un port étran- ger dans lequel se trouve un consul de France, ceux qui auront regçu le testament seront tenus de déposer l'un des originaux, clos ou cacheté, entre les mains de ce consul, qui le fera parvenir au Mi- nistre de la marine; et celui-ci en fera faire le dé- Pôt au greffe de la justice de Paix du lieu du domi- cile du testateur. 992. Au retour du batiment en France, soit dans le port de l'armement, soit dans un port autre que celui de l'armement, les deux originaux du testament, également clos et cachetés, ou l'ori- ginal qui resterait, si, conformément à l'article précédent, T'autre avait été déposé pendant le cours du voyage, seront remis au bureau du pré- Posé de l'inscription maritime; ce Ppréposé les fera passer sans délai au Ministre de la marine, qui en ordonnera le dépôt, ainsi qu'il est dit au même article. 995. II sera fait mention sur le rôle du ba- timent, à la marge, du nom du testateur, de la remise qui aura été faite des originaux du testa- ment, soit entre les mains d'un consul, soit au bureau d'un préposé de l'inscription maritime. 994- Le testament ne sera point réputé fait en mer, quoiqu'il l'ait été dans le cours du vo- Yage, si, au temps ot il a été fait, le navire avait abordé une terre, soit étrangeère, soit de la domi- mation française, ou il y aurait un officier public français; auquel cas, il ne sera valable qu'autant quil aura été dressé suivant les formes prescrites 38 B. 2r T. Von Schenkungen u⸗ Teſtamenten. 597 nach der Ordnung des Dienſtes den nächſten Rang nach ihnen behaupten; im übrigen ſind die Beſtimmungen des vorhergehenden Artikels zu beobachten.. 990. In allen Fällen müſſen von den in den beyden vorhergehenden Artikeln erwähnten Teſtamenten zwey Originale ausgefertiget werden. 991. Läuft das Schiff in einem fremden Hafen ein, in welchem ſich ein franzöſiſcher Conſul befindet, ſo müſſen diejenigen, welche das Teſtament aufgenommen haben, eines dieſer Originale, verſchloſſen oder verſie⸗ gelt, in die Hände dieſes Conſuls hinterlegen, der es an den Miniſter des Seeweſens gelangen läßt; und die⸗ ſer ſorgt für die Hinterlegung deſſelben in der Gerichts⸗ ſchreiberey des Friedensgerichtes des Ortes, wo der Te⸗ ſtator ſeinen Wohnſitz hat. 992. Bey der Rückkehr des Schiffes nach Frank⸗ reich, es ſey nun in den Hafen, wo es ausgerüſtet wor⸗ den iſt, oder in irgend einen andern, müſſen die beyden Originale des Teſtaments, oder, wenn das eine Origi⸗ nal dem vorhergehenden Artikel gemäß während der See⸗ reiſe ſchon hinterlegt worden iſt, das übrig gebliebene, gleichfalls verſchloſſen und verſiegelt, an das Bureau des préposé de l'inscription maritime abgeliefert wer⸗ den; dieſer Préposé muß ſie unverzüglich an den Mini⸗ ſter des Seeweſens gelangen laſſen, welcher deren Hin⸗ terlegung auf die in demſelben Artikel beſtimmte Weiſe zu verfügen hat. 993. Am Rande des Verzeichniſſes der Schiffs— mannſchaft ſoll da, wo der Name des Teſtators eingetra⸗ gen iſt, die in die Hände eines Conſuls oder auf das Bu⸗ reau eines préposé de Pinscription maritime ge⸗ ſchehene Überlieferung der Originale des Teſtaments be⸗ merkt werden. 994. Das Teſtament wird, wenn es auch während einer Seereiſe gemacht worden iſt, dennoch nicht als ein zur See errichtetes Teſtament angeſehen, wenn zur Zeit ſeiner Errichtung das Schiff auf ausländiſchem oder fran⸗ zöſiſchem Gebiete an einem Orte gelandet war, wo ſich ein franzöſiſcher öffentlicher Beamter befindet; in dieſem Falle iſt es nur dann giltig, wenn es entweder nach den in Frankreich vorgeſchriebenen, oder nach den in dem Lan⸗ 398 L. III. T. II. Donations et Testaments. en France, ou suivant celles usitées dans les pays ou il aura été fait. 995. Les dispositions ci-dessus seront com- munes aux testaments faits par les simples passa- gers qui ne feront point partie de P'équipage. 996. Le testament fait sur mer, en la forme prescrite par l'article 988, ne sera valable qu'au- tant que le testateur mourra en mer, ou dans les trois mois après qu'il sera descendu à terre, et dans un lieu ou il aura pu le refaire dans les formes ordinaires. 997. Le testament fait sur mer ne pourra con- tenir aucune disposition au profit des officiers du vaisseau, s'ils ne sont parents du testateur. 998. Les testaments compris dans les articles ci-dessus de la présente section, seront signés par les testateurs et par ceux qui les auront regçus. Si le testateur déclare qu'il ne sait ou ne peut signer, il sera fait mention de sa déclaration, ain- si que dé la cause qui l'empèche de signer. Dans les cas ou la présence de deux témoins est requise, le testament sera signé au moins par l'un d'eux, eet il sera fait mention de la cause pour laquelle l'autre n'aura pas signé. 999. Un Français qui se trouvera en paye étranger, pourra faire ses dispositions testamen- taires par acte sous signature privée, ainsi qu'il est prescrit en l'article 970, ou par acte authenti- que, avec les formes usitées dans le lieu ou cét acte sera passé. 1000. Les testaments faits en pays étranger ne pourront être exécutés sur les biens situés en France, qu'après avoir été enregistrés au bureau du domicile du testateur, s'il en a conservé un, sinon au bureau de son dernier domicile connu en 17) durch einen Act unter Privatunterſchrift, ſo wie es im Art. 970. vorgeſchrieben iſt. L. in einem Acke un⸗ ter Privatunterſchrift, ſo wie im 970. Art. beſtimmt 38 B. 2r T. Von Schenkungen u Teſtamenten. 399 de, wo es errichtet wurde, üblichen Formen gemacht worden iſt. 995. Die obigen Verfügungen ſind auch anwend⸗ bar auf Teſtamente bloß reiſender Perſonen, die nicht zur Schiffsmannſchaft gehören. 996. Ein zur See nach der im 983. Artikel be⸗ ſtimmten Form errichtetes Teſtament iſt nur dann giltig, wenn der Teſtator auf der See, oder binnen der nächſten drey Monate ſtirbt, nachdem er gelandet und an einen Ort gekommen iſt, wo er es nach den gewöhnlichen For⸗ men hätte erneuern können. 997. Ein auf der See errichtetes Teſtament kann keine Verfügung zum Vortheile der Schiffsoffiziere ent⸗ halten, wenn ſie nicht mit dem Teſtator verwandt ſind. 998. Die Teſtamente, von welchen in den obigen Artikeln des gegenwärtigen Abſchnittes die Rede iſt, müſ⸗ ſen von den Teſtatoren und von denjenigen, welche ſie aufgenommen haben, unterzeichnet werden. Erklärt der Teſtator, daß er des Schreibens uner⸗ fahren oder auſſer Stand ſey zu unterzeichnen, ſo muß ſeiner Erklärung, ſo wie der Urſache, die ihn am Unter⸗ zeichnen verhindert, erwähnt werden. In den Fällen, wo die Gegenwart zweyer Zeugen erforderlich iſt, muß das Teſtament wenigſtens von einem derſelben unterzeichnet und der Urſache erwähnt werden, aus welcher der andere nicht unterzeichnet hat. 999. Ein Franzoſe, der ſich im Auslande befin⸗ det, kann ſeine letztwillige Verordnung entweder in ei⸗ ner nach Vorſchrift des 970. Artikels verfaßten Pri⸗ vaturkunde ¹⁷) errichten, oder in einer öffentlichen Ur⸗ kunde, nach den an dem Orte, wo dieſe Urkunde ausge⸗ fertiget wird, üblichen Formen. 1000. Die im Auslande errichteten Teſtamente können, ſo viel die in Frankreich gelegenen Güter be⸗ trifft, nicht eher in Vollzug geſetzt werden, als bis ſie auf dem Büreau des Wohnortes des Teſtators, wenn er einen Wohnſitz in Frankreich beybehalten hat, im entge⸗ iſt. D. in einem von ihm unterzeichneten Privatauf⸗ ſatze, ſo wie im 970. Art. vorgeſchrieben iſt. E. in ei⸗ ner Urkunde unter Privatſiegel, ſo wie im 970. Art. beſtimmt iſt. M. 400 L. III. T. II. Donations et Testaments. France; et dans le cas ou le testament contien- drait des dispositions d'immeubles qui y seraient situés, il devra être, en outre, enregistré au bu- reau de la situation de ces immeubles, sans qu’il puisse être exigé un double droit. 1001. Les formalités auxquelles les divers testaments sont assujettis par les dispositions de la Présente section et de la précédente, doivent éêtre observées a peine de nullité. SECTION III. Des Institutions d'héritier, et des Legs en . génénal. 1002. Les dispositions testamentaires sont ou universelles, ou à titre universel, ou à titre particulier. Chacune de ces dispositions, soit qu'elle ait été faite sous la dénomination d'institution d'hé- ritier, soit qu'elle ait été faite sous la. dénomina- tion de legs, produira son effet suivant les règles ci-après établies pour les legs universels, pour les legs a titre universel, et pour les legs particuliers. SECTION IV. Du Legs universel. 1003. Le legs universel est la disposition tes- tamentaire par laquelle le testateur donne à une ou plusieurs personnes l'universalité des biens qu'il laissera à son décès. 10046. Lorsqu'au décès du testateur il y a des héritiers auxquels une quotité de ses biens est ré- servée par la loi, ces héritiers sont saisis de plein 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 401 gengeſetzten Falle aber auf dem Büreau ſeines letzten be⸗ kannten Wohnortes in Frankreich, einregiſtrirt worden ſind; enthält das Teſtament Verfügungen über in Frank⸗ reich gelegene Immobilien, ſo muß es überdieß auf dem Büreau des Ortes, wo dieſe Immobilien gelegen ſind, einregiſtrirt werden, ohne daß jedoch doppelte Gebühren gefordert werden dürften. 100¼. Die Formalitäten, welchen die verrſchiede⸗ nen Arten der Teſtamente nach den Vorſchriften des ge⸗ genwärtigen und des vorhergehenden Abſchnittes unter⸗ worfen ſind, müſſen bey Strafe der Nichtigkeit beobach⸗ tet werden. Dritter Abſchnitt. Von den Erbeseinſetzungen und den Vermächtniſſen im allgemeinen. 1002. Alle letztwillige Verordnungen ſind entweder univerſelle, oder Verordnungen unter einem Univerſaltitel oder unter einem Particulartitel.() Jede dieſer Verordnungen, ſie mag unter der Be⸗ nennung einer Erbeseinſetzung oder eines Vermächtniſſes gemacht ſeyn, iſt nach folgenden für die Univerſalver⸗ mächtniſſe, für die Vermächtniſſe unter einem Univerſal⸗ titel, und für die Particularvermächtniſſe feſtgeſetzten Regeln für wirkſam zu achten. Vierter Abſchnitt. Von Aniverſalvermächtniſſen. 1003. Ein Univerſalvermächtniß iſt diejenige letzt⸗ willige Verordnung, wodurch der Teſtator den Inbe⸗ griff des geſammten Vermögens, das er bey ſeinem Ab⸗ ſterben hinterlaſſen wird, einer oder mehreren, Perſonen zuwendet. 1004. Sind beym Abſterben des Teſtators Erben vorhanden, denen das Geſetz einen Pflichttheil vorbehält, ſo geht durch feinen Tod der Beſitz des ganzen Nach⸗ (*) S. Art. 967. 4 Cod. N. 1. B. 26 402 L. III. T. II. Donations et Testaments. droit, par sa mort, de tous les biens de la succes- sion; et le légataire universel est tenu de leur de- mander la délivrance des biens compris dans le tes- tamenit. 1005. Néanmoins, dans les mêmes cas, le 1é- gataire universel aura la jouissance des biens com- pris dans le testament, à compter du jour du dé- ces, si la demande en délivrance a été faite dans T'année, depuis cette époque; sinon, cette jouis- sance ne commencera que du jour de la demande formée en justice, ou du jour que la délivrance aurait été volontairement consentie. 1006. Lorsqu'au décès du testateur il n'y aura pas d'héritiers auxquels une quotité de ses biens soit réservée par la loi, le légaraire universel sera saisi de plein droit par la mort du testateur, sans être tenu de demander la délivxance. 1007. Tout testament olographe sera, avant d'ètre mis à exécution, présenté au président du tribunal de première instance de Parrondissement dans lequel la succession est ouverte. Ce testa- ment sera ouvert, s'il est cacheté. Le président dressera procès-verbal de la présentation, de l'ou- verture et de l'état du testament, dont il ordon- nera le dépôt entre les mains du notaire par lui commis. Si le testament est dans la forme mystique, sa présentation, son ouverture, sa description et son dépôt, seront faits de la meme manièrxe; mais l'ou- verture ne pourra se faire qu'en présence de ceux des notaires et des témoins, signataires de l'acte de suscription, qui se trouveront sur les lieux, ou eux appelés. 1008. Dans le cas de l'art. 1006, Si le testa- ment est olographe ou mystique, le légataire uni- versel sera tenu de se faire envoyer en possession, 18) Sind beym Abſterben des Teſtirers Erben vorhan⸗ den, denen die Geſetze eine beſtimmte Quote ſeines Vermoͤgens vorbehalten, und nehmen bey ſeinem Tode —„—— 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 405 laſſes kraft des Geſetzes auf dieſe Erben über, und der Univerſallegatar muß die Auslieferung des ihm in dem Teſtament zugewendeten Vermögens von ihnen ver⸗ langen. 1⁸) 1005. Doch hat in dieſem Falle der Univerſallega⸗ tar den Genuß des in dem Teſtamente begriffenen Ver⸗ mögens von dem Todestage an, wenn das Geſuch um Auslieferung binnen Jahresfriſt nach dieſem Zeitpuncte angebracht worden iſt; wo nicht, ſo nimmt dieſer Genuß ſeinen Anfang erſt mit dem Tage der gerichtlichen Kla⸗ ge, oder mit dem Tage, da die Auslieferung freywillig zugeſagt worden iſt. 1006. Sind bey dem Abſterben des Teſtators keine Erben vorhanden, denen das Geſetz einen Pflichttheil vorbehalten hat, ſo geht durch den Tod des Teſtators der Beſitz kraft des Geſetzes auf den Univerſallegatar über, ohne daß er verbunden wäre, die Auslieferung zu ver⸗ langen. 1007. Jedes eigenhändige Teſtament muß, ehe es in Vollzug geſetzt wird, dem Präſidenten des Gerichtes erſter Inſtanz in dem Arrondiſſement, wo die Erbſchaft eröffnet iſt, vorgelegt werden. Iſt dieſes Teſtament ver⸗ ſiegelt, ſo wird es eröffnet. Der Präſident nimmt über die Vorlegung, die Eröffnung und über die Beſchaffen⸗ heit des Teſtaments ein Protokoll auf, und verordnet deſben Hinterlegung bey einem von ihm dazu beſtellten Notar. Iſt das Teſtament in der geheimen Form errichtet, ſo geſchieht die Vorlegung, Eröffnung, Beſchreibung und Hinterlegung auf die nämliche Art; jedoch kann die Eröffnung nur in Gegenwart oder nach vorgängiger Vor⸗ ladung der an dem Orte anweſenden Notarien und Zeugen, welche die Aufſchrift unterzeichnet haben, ge⸗ ſchehen. 1006. In dem Falle des 1006. Artikels muß der Univerſallegatar, wenn das Teſtament ein eigenhändiges oder ein geheimes iſt, ſich durch eine Verordnung des dieſe Erben von dem ganzen zur Erbſchaft gehorigen Vermoͤgen geſetzlich Beſttz: ſo muß der Univerſallega⸗ tar ꝛc. E. 26 4 4 L. III. T. II. Donations et Testaments. X par une ordonnance du président, mise au bas d'une requète, à laquelle sera joint l'acte de dépoôt. 1009. Le légataire universel qui sera en con- sours avec un héritier auquel la loi réserve une quotité des biens, sera tenu des dettes et charges de la suceessian du testateur, personnellement pour sa part er portion, et hypothécairement pour le tout; et il sera tenu d'acquitter tous les legs, sauf le cas de réduction, ainsi qu'il est explique aux art. 920 et 927. SECTION V. Duu Legs titre universel. 1010. Le legs à titre universel est celui par lequel le testateur lègue une quote-part des biens dont la loi lui permet de disposer, telle qu'une moitié, un tiers, ou tous ses immeubles, ou tout son mobilier, ou une quotité fixe de tous ses im- meubles, ou de tout son mobilier. Tout autre legs ne forme qu'une disposition à titre particulier. 1011. Les légataires à titre universel seront tenus de demander la délivrance aux héritiers aux- quels une quotité des biens est réservée par la loi; à leur defaut, aux légataires universels, et à dé- faut de ceux-ci, aux héritiers appelés dans l'ordre Stabli au titre des Guccessiong. 1012. Le légataire à titre universel sera tenu, comme le légataire universel, des dettes et char- ges de la succession du testateur, personnellement pour sa part et portion, et hypothécairement pour le tout. 35 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 405 Präſidenten in den Beſitz einweiſen laſſen; dieſe Verord⸗ nung wird unter die übergebene Bittſchrift geſetzt, wel⸗ cher letztern der Depoſitionsſchein beygefügt ſeyn muß. 009. Trifft der Univerſallegatar mit einem Erben zuſammen, dem das Geſetz einen Pflichttheil vorbehal⸗ ten hat, ſo muß er für die Schulden und Laſten der Ver⸗ laſſenſchaft des Teſtators, perſönlich nach Verhältniß ſei⸗ nes Antheils und ſeiner Erbportion, und hypothecariſch für den ganzen Betrag haften(*); auch iſt er verbunden, alle Vermächtniſſe zu berichtigen, mit Vorbehalt der in Gemäßheit des 926 und 927. Artikels etwa einttetenden Herabſetzung. Fuͤnfter Abſchnitt. Von Vermächtniſſen unter einem Univerfaltitel. 1010. Ein Vermächtniß unter einem Univerſaltitel iſt ein ſolches, wodurch der Teſtator eine Quote des Ver⸗ mögens, worüber das Geſetz ihm zu verfügen erlaubt, z. B. die Hälfte, ein Drittel, oder ſeine geſammten un⸗ beweglichen, oder ſeine geſammten beweglichen Güter, oder eine beſtimmte Quote aller ſeiner unbeweglichen oder aller ſeiner beweglichen Güter vermacht. Jedes andere Vermächtniß iſt nur eine Verordnung unter einem Particulartitel. 1011. Die unter einem Univerſaltitel eingeſetzten Legatarien müſſen die Auslieferung von den Erben, wel⸗ chen das Geſetz einen Pflichttheil vorbehalten hat, in de⸗ ren Ermangelung von den Univerſallegatarien, und, wenn auch keine ſolche vorhanden ſind, von den Erben, welche nach der in dem Titel von der Erbfolge be⸗ ſtimmten Ordnung zur Erbſchaft berufen ſind, verlangen. 1012. Der unter einem Univerſaltitel eingeſetzte Legatar haftet eben ſo, wie ein Univerſallegatar, für die Schulden und Laſten der Verlaſſenſchaft des Teſtators, nämlich perſönlich nach Verhältniß ſeines Antheils und ſeiner Erbportion, und hypothecariſch für ihren ganzem Betrag. 19)(*†*) (*) S. Art. 873 u. 875., **) S. Art. 871. 873- 875 u. 1009. 19) hypothecariſch fuͤr das ganze Vermögen.§. u. E. 406 L. III. T. II. Donations et Testaments. 1013. Lorsque le testateur n'aura disposé que d'une quotité de la portion disponible, et qu'il l'aura fait à titre universel, ce légataire sera tenu d'acquitter les legs particuliers par contribution avec les héritiers naturels. SECTION VI. Des Legs particuliers. 1014. Tout legs pur et simple donnera au lé- gataire, du jour du décès du testateur, un droit à la chose léguée, droit transmissible à ses héri- tiers ou ayant-cause. Néanmoins le légataire particulier ne pourra- se mettre en possession de la chose léguée, ni en prétendre les fruits ou intérèts, qu'à compter du jour de sa demande en délivrance, formée suivant l'ordre établi par l'art. a011u, ou du jour auquel cette délivrance lui aurait été volontairement con- sentie. 1015. Les intérèts ou fruits de la chose léguée courront au profit du légataire, dès le jour du dé- cès, et sans qu'il ait formé sa demande en justice, 1⁰. Lorsque le testateur aura expressément déclaré sa volonté, à cet égard, dans le testamentz 2*ã Lorsqu'une rente viagère ou une pension aura été léguée à titre d'aliments. 1016. Les frais de la demande en délivrance seront à la charge de lasuccession, sans néanmoins u'il puisse en résulter de réducrion de la réserve légale. Les droits d'enregistrement seront dus par le légataire. 20) Der Particularlegatar kann gleichwohl ſich weder in den Beſitz der vermachten Sache einſetzen, noch auf die Fruͤchte und Zinſen davon Anſpruch machen, als nur von dem Tage an, ꝛc. D. u. M. Nichts deſto weniger darf der Particularlegatar ſich eher weder in den Be⸗ ſitz des vermachten Gegenſtandes einſetzen, noch die Fruͤchte oder Zinſen deſſelben anverlangen, als von dem ——— 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 407 1013. Hat der Teſtator nur über einen Theil des ſeiner Verfügung unterworfenen Vermögens, und zwar unter einem Univerſaltitel verordnet, ſo müſſen dieſer Legatar und die geſetzlichen Erben zu Berichtigung der Particularvermäͤchtniſſe verhältnißmäßig beytragen. Sechſter Abſchnitt. Von Particularvermächtniſſen. 1014. Jedes unbedingte Vermächtniß gibt dem Le⸗ gatar von dem Todestage des Teſtators an ein Recht auf die ihm vermachte Sache, das auf ſeine Erben, oder diejenigen, die in ſeine Rechte getreten ſind, übergeht. Demohngeachtet kann ſich der Particularlegatar nicht in den Beſitz der ihm vermachten Sache ſetzen, und auch auf die Fruͤchte oder Zinſen derſelben nur von dem Ta⸗ ge an Anſpruch machen, wo er das Geſuch um Ausliefe⸗ rung nach der im 1011. Art. feſtgeſetzten Ordnung ange⸗ bracht oder die freywillige Zuſage dieſer Auslieferung erhalten hat. 20) 1015. Die Zinſen oder Früchte der vermachten Sa⸗ che gebühren dem Legatar von dem Todestage an, und ohne daß er ſeine Klage gerichtlich angebracht hat: 1.) wenn der Teſtator deßhalb in dem Teſtamente ſeinen Willen ausdrücklich erklärt hat; 2.) wenn jemanden eine Leibrente oder eine Pen⸗ ſion unter dem Namen von Alimenten vermacht wor⸗ den iſt. 1016. Die Koſten der Klage auf Auslieferung fal⸗ len dem Nachlaſſe zur Laſt, ohne daß jedoch dadurch der Pflichttheil vermindert werden darf. Die Einregiſtrirungsgebühren hat der Legatar zu zahlen. Tage an ꝛc. L. Gleichwohl kann der Particularlegatar ſich nicht eher in den Beſitz der vermachten Sache ſetzen, noch die Fruͤchte und Intereſſen davon verlan⸗ gen, als vom Tage an ꝛc.§. Allein der Particularle⸗ gatar kann erſt von dem Tage an,— den Beſitz des ihm legirten Gegenſtande s ergreifen, und die Nutzun⸗ gen und Zinſen davon verlangen. E. 408 L. III. T. II. Donations et Testaments. Le tout, s'il n'en a été autrement ordonné par le testament. Chadue legs pourra être enregistré séparé- ment, sans que cet enregistrement puisse profiter à aucun autre qu'au légataire ou à ses ayant- cause. 1017. Les héritiers du testateur, ou autres débiteurs d'un legs, seront personnellement tenus de l'acquitter, chacun au prorata de la part et por- tion dont ils profireroht dans la succession. Ils en seront tenus hypothécaixement pour le tout, jusqu'a concurrence de la valeur des im- meubles de la succession dont ils seront déten- teurs, 1018. La chose léguee sera délivrée avec les accessoires nécessäires, et dans l'état ou elle se trouvera au jourx du décès du donateur. 1019. Lorsque celui qui a légué la propriété d'un immeuble, l'a ensuite augmentée par des acquisitions, ces acquisitions, fussent- elles con- tigués, ne seront pas censées, sans une nouvelle disposition, faire partie du legs. Il en sera autrement des embellissements, ou des constructions nouvelles faites sur le fonds lé- gué, ou d'un enclos dont le testateur aurait aug- menté l'enceinte. 1020. Si, avant le testament ou Jepuis, la chose léguée a été hypothéquée pour une dette de la succession, ou mèême pour la dette d'un tiers, ou si elle est grevée d'un usufruit, celui qui doit acquitter le legs n'est point tenu de la dégager, à moins qu'il n'ait été chargé de le faire par une disposition expresse du testateur. 1021. Lorsque le testateur aura légué la chose d'autrui, le legs Sera nul, soit que le testateur ait gonnu gu non qu'elle ne lui appartenait pas. 4 —e 38 B. 2r T. Von Schenkungen u⸗Teſtamenten. 409 Dieß alles findet jedoch nur Statt, wenn in dem Teſtamente nicht ein Anderes verordnet iſt. Jedes Vermächtniß kann fur ſich beſonders einregi⸗ ſtrirt werden, ohne daß dieſes Einregiſtrixen einem an⸗ dern, als dem Legatar oder denjenigen, die in ſeine Rechte getreten ſind, zum Vortheil gereichen könnte. 19¹7. Die Erben des Teſtators, oder andere, wel⸗ che ein Vermächtniß zu entrichten verbunden ſind, haben für deſſen Berichtigung perſönlich, und zwar jeder nach Verhältniß des Antheils und der Portion, welche er aus der Erbſchaft erhält, zu haften. Hypothecariſch haften ſie für das Ganze, ſoweit der Werth der zur Erbſchaft gehörigen Immobilien, in deren Beſitze ſie ſich befinden, dazu hinreicht. 1018. Die vermachte Sache muß mit dem nothwen⸗ digen Zubehöre, und in dem Stande ausgeliefert wer⸗ den, worin ſie ſich an dem Todestage des Teſtators be⸗ findet. 1019. Hat der Teſtator jemanden das Eigenthum an einem Grundſtücke vermacht, und dieſes ſpäterhin durch neue Erwerbungen vergrößert, ſo werden dieſe Er⸗ werbungen, wenn ſie auch an das vermachte Grundſtück gränzen, doch, ohne eine neue Verordnung,⸗ nicht als Thei⸗ le des Vermächtniſſes angeſehen. Anders verhält es ſich mit Verſchoͤnerungen oder mit neuen Gebäuden, die auf dem vermachten Grund⸗ ſtücke angebracht worden ſind, oder mit einem einge⸗ ſchloſſenen Platze, deſſen Umfang der Teſtator erwei⸗ tert hat. 1020. Wenn vor oder nach Errichtung des Teſta⸗ ments die vermachte Sache für eine auf der Erbſchaft haf⸗ tende Schuld oder ſelbſt für die Schuld eines Dritten ver⸗ hypothecirt, oder wenn ſie mit einem Nießbrauche beſchwert worden iſt, ſo iſt derjenige, welcher das Vermächtniß zu leiſten hat, nicht verbunden, ſie frey zu machen, wenn ihm dieſes nicht vurch eine ausdrückliche Verord⸗ nung des Teſtators auferlegt worden iſt. 1021. Hat der Teſtator eine fremde Sache ver⸗ macht, ſo iſt das Vermächtniß ungiltig, der Teſtater mag gewußt haben, daß ſie ihm nicht zugehöre, oder nicht. 4o L. III. T. II. Donations et Testaments. 1022. Lorsque le legs sera d'une chose indé- terminée, l'héritier ne sera pas obligé de la don- ner de la meilleure qualité, et il ne pourra l'of- frir de la plus mauvaise. 1023. Le legs fait au créancier ne sera pas censé en compensation de sa créance, ni le legs fait au domestique en compensation de ses gages. 1024. Le légataire à titre particulier ne sera point tenu des dettes de la succession, sauf la ré- duction du legs ainsi qu'il est dit ci-dessus, et zauf laction hypothécaire des créanciers. SECTION VII. Des Exdcubeurs testamentaireg. 1025. Le testateur pourra nommer un ou plusieurs exécuteurs testamentaires. 1026. Il pourra leur donner la saisine du tout, ou seulement d'une partie de son mobilier; mais elle ne pourra durer au-delà de l'an et jour à compter de son décès. S'il ne la leur a pas donnée, ils ne pourront 'exiger. 1027. L'héritier pourra faire cesser la saisine, en offrant de remettre aux exécuteurs testamen- taires somme suffisante pour le paiement des legs mobiliers, ou en justifiant de ce paiement. 1028. Celui qui ne peut s'obliger, ne peut pas étre exécuteur testamentaire. 1029. La femme mariée ne pourra accepter l'exécution testamentaire qu'avec le consentement de son mari. Si elle est séparée de biens, soit par contrat de mariage, soit par jugement, elle le pourra avec le consentement de son mari, ou, à son refus, au- torxisée par la justice, conformément à ce qui est 38 B. 2r T., Von Schenkungen u. Teſtamenten. 411 1022. Iſt jemanden eine Sache von einer gewiſſen Gattung ohne nähere Beſtimmung ²*½) vermacht worden, ſo iſt der Erbe nicht ſchuldig, ſie von der beſten Qualität zu geben; er darf aber auch die ſchlechteſte nicht anbie⸗ ten.(*) 3 1023. Was einem Gläubiger vermacht iſt, ſoll ihm nicht an ſeiner Forderung abgerechnet, und das einem Dienſtboten ausgeſetzte Vermächtniß nicht als Zahlung auf ſeinen Lohn angeſehen werden. 102 6. Der Particularlegatar hat für die Schulden der Erbſchaft nicht zu haften; das Vermächtniß kann je⸗ doch, wie oben beſtimmt iſt, herabgeſetzt werden, und den Gläubigern bleibt die hypothecariſche Klage vorbehalten. Siebenter Abſchnitt. Von Teſtamentsvollziehern. 1025. Der Teſtatov kann einen oder mehrere Te⸗ ſtamentsvollzieher ernennen. 1026. Er kann ihnen den Beſitz ſeines ganzen Mo⸗ biliarvermögens, oder eines Theils deſſelben einräumen; dieſer Beſitz darf jedoch nicht länger dauern, als ein „Jahr, von ſeinem Todestage an gerechnet. Hat er ihnen dieſen Beſitz nicht eingeräumt, ſo kön⸗ nen ſie ihn nicht verlangen. 1027. Der Erbe kann dieſem Beſitze ein Ende machen, wenn er den Teſtamentsvollziehern eine hinläng⸗ liche Summe zur Zahlung der Mobiliarvermächtniſſe an⸗ bietet, oder beweiſet, daß ſie bereits berichtiget ſeyen. 1026. Wer keine Verbindlichkeiten übernehmen kann, der kann auch nicht Teſtamentsvollzieher ſeyn. 1029. Eine verheirathete Frau kann nur mit Be⸗ willigung ihres Mannes die Vollziehung eines Teſta⸗ ments übernehmen. Lebt ſie zufolge des Ehecontractes oder kraft ei⸗ nes Urtheils mit ihrem Ehemann in völlig getrennten Gutern, ſo kann ſie es mit ſeiner Bewilligung, oder im Falle er dieſelbe verweigert, unter der Autoriſa⸗ (*) S. Art. 1246. 21) eine unbeſtimmte Sache. L. u. 8. emne unbeſtimmte Sache ohne weitere Beſtimmung. E. — — — 41½2 L. III. T. II. Donations et Testaments. prescrit par les art. 217 er 219, au titre du Ma- miage. 1030. Le mineur ne pourra êetre exécuteur testamentaire, même avec l'autorisation de son tuteur ou curateur. 1031. Les exécuteurs testamentaires feront apposer les scellés, s'il y a des héritiers mineurs, interdits ou absents. Ils feront faire, en présence de l'héritier pré- somptif, ou lui düment appelé, Linventaire des biens de la succession-. IIs provoqueront la vente du mobilier„ à dé- faut de deniers suffisants pour acquitter les legs. Ils veilleront à ce que le testament soit exé- cuté; et ils pourront, en cas de contestation sur son exécution, intervenir pour en soutenix la va- lidité.. Ils devront, à l'expiration de l'année du décès du testateur, rendre compte de leur, gestion. 1032. Les pouvoirs de l'exécuteur testamen- taire ne passeront point à ses héritiers. 10335. S'il y a plusieurs exécuteurs testamen- taires qui aient accepté, un seul pourra agir au défaut des autres; et ils seront solidairement res- ponsables du compte du mobilier qui leur a été confié, à moins que le testateur n'ait divisé leurs fonctions, et que chacun d'eux ne se soit renfer- mé dans celle qui lui était attribuée. 1054. Les frais faits par l'exécuteur testamen- taire pour l'apposition des scellés, l'inventaire, le compte et les autres frais xelatifs à ses fonctions, seront à la charge de la succession. SECTION VVIII. De la Hévocation des Testaments, et de leur Caducité. 1035. Les testaments ne pourront être ré- vodués, en tout ou en partie, que par un testa- — 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 425 tion des Gerichtes, in Gemäßheit der Beſtimmung des 217 und.219 Artikels in dem Titel von der Ehen 1030. Ein Minderjähriger kann ſelbſt unter der Autoriſation ſeines Vormundes oder Curators nicht Te⸗ ſtamentsvollzieher ſeyn. 1031. Die Teſtamentsvollzieher müſſen die Verſie⸗ gelung vornehmen laſſen, wenn unter den Erben Min⸗ derjährige, Interdicirte oder Abweſende ſind. Sie muſſen in Gegenwart oder nach gehöriger Vor⸗ ladung des Präſumtiverben ein Inventarium über den Nachlaß errichten laſſen. Iſt zur Zahlung der Vermäͤchtniſſe nicht baares Geld genug vorhanden, ſo haben ſie auf den Verkauf der Mobilien anzutragen. 1 Sie haben für die Vollziehung des Teſtaments Sor⸗ ge zu tragen, und können, wenn über deſſen Vollziehung Streitigkeiten entſtehen, als Intervenienten auftreten, um daſſelbe aufrecht zu erhalten. Nach Ablauf eines Jahrs nach dem Tode des Te⸗ ſtators müſſen ſie über ihre Verwaltung Rechnung ab⸗ legen. 1032. Der dem Teſtamentsvollzieher ertheilte Auf⸗ trag geht nicht auf ſeine Erben über. 8 1053. Sind mehrere Teſtamentsvollzieher beſtellt, welche den Auftrag angenommen haben, ſo kann auch einer allein bey Abgang der übrigen handeln, und ſie ſind ſolidariſch verbunden, über das ihnen anvertraute Mebiliarvermögen Rechenſchaft zu geben, es müßte denn der Teſtator ihre Verrichtungen getheilt und ein jeder von ihnen ſich auf die ihm angewieſenen beſchränkt haben. 103 ½4. Koſten, welche der Teſtamentsvollzieher für die Verſiegelung, die Inventur und die Rechnungs⸗ ablage, und durch ſeine Geſchäftsführung gehabt hat, fallen dem Nachlaſſe zur Laſt. Achter Abſchnitt. Von Widerrufung der Teſtamente und den Fällen, worin ſie kraftlos werden. 1035. Teſtamente können weder ganz noch zum Theile anders widerrufen werden, als durch ein nachhe⸗ 414 L. III. T. II. Donations et Testaments. 1 ment postérieur, ou par un acte devant notaires, 1 1 portant déclaration du changement de volonté. ch 8' 6 1036. Les testaments postérieurs qui ne révo- queront pas d'une manière expresse les précédents, h nj annulleront, dans ceux-ci, que celles des disposi- in tions y tontenues qui se trouveront incompatibles 9 avec les nouvelles, ou qui seront contraires. 0 1037. La révocation faite dans un testament postérieur aura tout son effet, quoique ce nouvel W acte xeste sans exécution par l'incapacité de l'hé- n ritier institué ou du légataire, ou pax leur refus b de recueillir. t 1038. Toute alisnation, celle mêème par vente avec faculté de rachat ou par échange, que fera le d testateur de tout ou de partie de la chose léguée, ſ emportera la révocation du legs pour tout ce qui 4 a été aliéné, encore que l'aliénation postérieure b soit nulle, et que l'objet soit xentré dans la main du testateur. 1039. Toute disposition testamentaire sera V caduque, si celui en faveur de qui elle est faite, n'a pas survécu au testateur. 1040. Toute disposition testamentaire faite sous une condition dépendante d'un événement in- certain, et telle que, dans l'intention du testateur, cette disposition ne doive être exécutée qu'autant que l'événement arrivera ou n'arrivera pas, sera caduque, si l'héritier institué ou le légataire décède avant l'accomplissement de la condition. 104 1. La condition qui, dans Tintention du testateur, ne fait que suspendre l'exécution de la disposition, n'empéchera pas Théritier institué, ou le légataire, d'avoir un droit acquis et transmis- sible à ses héritiers. 1042. Le legs sera caduc, si la chose léguée a totalement péri pendant la vie du testatéur. ———.—=——— Il en sera de mème, si elle a péri depuis ga mort, sans le fait et la faute de l'héritier, quoi- que celui-ci ait été mis en retard de la déliyrer, —-— 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenken. 415 riges Teſtament, oder durch eine Notariatsurkunde, wei⸗ che die Erklärung des Teſtators enthält, daß er ſeinen Willen geändert habe. 1056. Ein ſpäteres Teſtament, in welchem die frü⸗ hern nicht ausdrücklich widerrufen ſind, macht von den in letzteren enthaltenen Verordnungen nur diejenigen un⸗ giltig, die ſich mit den neuen nicht vereinigen laſſen, oder mit ihnen im Widerſpruche ſtehen. 1057. Der in einem ſpätern Teſtamente geſchehene Widerruf behält ſeine volle Wirkung, wenn gleich dieſe neue Verordnung wegen Unfähigkeit des eingeſetzten Er⸗ ben oder Legatars, oder wegen der von ihren verweiger⸗ ten Annahme nicht zur Vollziehung kommt. 1038. Jede von demTeſtator mit der vermachten Sa⸗ che oder mit einem Theile derſelben vorgenommene Veräuſ⸗ ſerung, ſelbſt diejenige, welche durch Verkauf unter dem Vorbehalt des Wiederkaufs oder durch Tauſch geſchehen iſt, bewirkt den Widerruf des Vermächtniſſes in Anſehung al⸗ les deſſen, was veräuſſert worden iſt, wenn gleich dieſe ſpätere Veräuſſerung ungiltig, und die veräuſſerte Sache wieder in die Hände des Teſtators gelangt ſeyn ſollte. 1039. Jede letztwillige Verordnung wird kraftlos, wenn derjenige, zu deſſen Vortheil ſie gemacht worden iſt, den Teſtator nicht überlebt hat. 1040. Jede letztwillige Verordnung, welche unter einer Bedingung gemacht worden iſt, die von einer un⸗ gewiſſen Begebenheit abhängt, ſo daß nach der Abſicht des Teſtators die Verordnung nur dann vollzogen werden ſoll, wenn die Begebenheit ſich ereignen oder nicht ereig⸗ nen wird, wird kraftlos, wenn der eingeſetzte Erbe oder Legatar noch vor Erfüllung der Bedingung ſtirbt. 1041. Eine Bedingung, welche nach der Abſicht des Teſtators die Vollziehung ſeiner Verordnung nur aufſchie⸗ ben ſoll, hindert den eingeſetzten Erben oder Legatar nicht, auf die vermachten Sache ein wirklich erworbenes Recht zu haben, das auf ſeine Erben übergeht. 1042. Ein Vermächtniß wird kraftles, wenn die vermachte Sache bey Lebzeiten des Teſtators gänzlich zut Grunde geht. Ein Gleiches gilt, wenn dieſelbe nach ſeinem Tode ohne Zuthun und ohne Verſchulden des Erben zu Grun⸗ de geht; dieß iſt ſelbſt dann der Fall, wenn der Eib⸗ 416 L. III. T. II. Donations et Testaments. lorsqu'elle eüt également dü périr entre les mains du légataire. 1045. La disposition testamentaire sera dadu- que, lorsque L'héritier institué ou le légataire la ré- pudiera, ou se trouvera incapable de la, xecueillir. 1044. Il y aura lieu à accroissement au pro- fit des légataires, dans le cas en le legs sexa fait à plusieurs conjointement. Le legs sera réputé fait conjointement, lors- qu'il le sera par une seule et mèême disposition, et que le testateur n'aura pas assigné la part de chacun des colégataires dans la chose léguse. G 3 1 1046. Il sera encore réputé fait conjointe- ment, quand une chose quim'est pas susceptible d'étre divisée sans détérioration, aura été donnée par le méême acte à plusieurs personnes, mèéme séparément. 1046. Les mémes causes qui, suivant Partigle 954 et les deux premières dispositions de l'article 955, autoriseront la demande en révoeation de la donation entre-vifs, seront admises pour la deman- de en révocation des dispositions testamentaires. 1047. Si cette demande est fondée sur une injure grave faite à la mémoire du testateur, elle doit être intentée dans Vannée, à compter du jour du délit.— CHAPITRE VI. Des Dispositions permises en faveur des Petits-Enfants du Donateur ou Testateur, ou des Enfants de ses Fre- reset Soeurs. 1048. Les biens dont les péres et mères ont la faculté de disposer, pourront être par eux don- 22) Eben ſo verhaͤlt es ſich, wenn ſie ſeit ſeinem Abſter⸗ ben ohne Zuthun und Verſchulden des ſogar in Ver⸗ zug geſetzten Erben zu Grunde gegangen iſt, alſo, daß — 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 417 mit der Auslieferung in Verzug geſetzt worden iſt, wenn nur die Sache in den Händen des Legatars ebenfalls hät⸗ te zu Grunde gehen muſſen. 22) 10½ 56. Eine letztwillige Verordnung wird kraftlos, wenn der eingeſetzte Erbe oder der Legatar ſie ausſchlägt, oder unfähig iſt, ſie zu erwerben. 23) 104 ½. Iſt ein Vermächtniß mehreren zuſammen ausgeſetzt worden, ſo hat zum Vortheile der Legatarien ein Recht des Zuwachſes Statt. Ein Vermächtniß iſt für mehreren zuſammen aus⸗ geſetzt zu achten, wenn es ihnen durch eine und dieſelbe Verordnung ausgeſetzt worden iſt, und der Teſtator nicht einem jeden der Mitlegatarien ſeinen Antheil an der ver⸗ machten Sache angewieſen hat. 1045. Es iſt ferner für mehreren zuſammen ausgeſetzt zu achten, wenn eine Sache, die ſich ohne Beſchädigung nicht theilen läßt, in einer und derſelben Urkunde meh⸗ reren Perſonen, wenn gleich getrennt, vermacht wor⸗ den iſt. 1 4½6. Die nämlichen Urſachen, welche nach dem 956. Artikel und den zwey erſten Verfügungen des 955. Artikels die Klage auf Widerruf einer Schenkung unter Lebenden begrunden, ſind auch bey der Klage auf Wider⸗ ruf letztwilliger Verordnungen zuläſſig. 1047. Gründet ſich dieſe Klage auf eine grobe Be⸗ ſchimpfung des Andenkens des Teſtators, ſo muß ſie bin⸗ nen Jahresfriſt, von dem Tage des begangenen Verge⸗ hens an gerechnet, angeſtellt werden. Sechſtes Capitel. Von den zu Gunſten der Enkel des Geſchenkge⸗ bers oder Teſtators, oder der Kinder ſeiner Geſchwiſter erlaubten Verfuͤgungen. 1048. Eltern können das Vermögen, worüber ſie zu verfügen berechtiget ſind, ganz oder zum Theile durch ſie auch in den Haͤnden des Teſtators zu Grunde ge⸗ gangen waͤre. 8... 23) nicht im Stande iſt, ſie anzunehmen. E. Cod. N. 1. B, 27 416 L. III. T. II. Donations et Testaments. nés, en tout ou en partie, à un ou plusieurs de leurs enfants, par actes entre-vifs ou tesramen- taires, avec la charge de rendre ces biens aux en- fants nés et à nattre, au premier degré seulement, desdits donataires. 1049. Sera valable, en cas de mort sans en- fants, la disposition que le défunt aura faite par acte entre-vifs ou testamentaire, au profit d'un ou plusieurs de ses frères ou soeurs, de tout ou partie des biens qui ne sont point réservés par la loi dans sa succession, avec la charge de rendre ces biens aux enfants nés et à naitre, au premier degré seu- lement, desdits frères ou soeurs donataires. 1050. Les dispositions permises par les deux articles précédents, ne seront valables qu'autant que la charge de restitution sera au profit de tous les enfants nés et à naitre du grevé, sans excep- tion ni préférence d'ège ou de sexe. 1051. Si, dans les cas ci-dessus, le grevéde restitution au profit de ses enfants, meurt, laissant des enfants au premier degré et des descendants d'un enfant prédécédé, ces derniers recueilleront, par représentation, la portion de l'enfant prédé- cédẽé.. 1052. Si l'enfant, le frère ou la soeur aux- quels des biens auraient été donnés par acte entre- vifs, sans charge de restitution, acceptent une nouvelle libéralité faite par acte entre-vifs ou tes- tamentaire, sous la condition que les biens précé- demment donnés demeureront grevés de cette charge, il ne leur est plus permis de diviser les deux dispositions faites à leur profit, et de renon- cer à la seconde pour s'en tenir à la première, quand meme ils offriraient de rendre les biens compris dans la seconde disposition. (*+) S. Art. 897 u. 1081. 24) auch ſelbſt dann nicht, wenn es ſich erböte, die in 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 419 Schenkung unter Lebenden oder durch Teſtament einem oder mehreren ihrer Kinder mit der Auflage zuwenden, dieſes Vermögen ihren, der Beſchenkten, bereits gebor⸗ nen und zukünftigen Kindern, jedoch nur denen des er⸗ ſten Grades, zu überliefern.(*)* 1049. Auch iſt, wenn der Verſtorbene keine Kinder hinterlaſſen hat, die Verfügung unter Lebenden oder durch Teſtament giltig, die er zu Gunſten eines oder mehrerer ſeiner Geſchwiſter über das ganze ſeiner Verfügung un⸗ terworfene Vermögen, oder über einen Theil deſſelben, mit der Auflage gemacht hat, dieſes Vermögen ihren, der beſchenkten Geſchwiſter, bereits gebornen und zukünf⸗ tigen Kindern, jedoch nur denen des erſten Grades, zu überliefern. 1050. Die in den beyden vorhergehenden Artikeln erlaubten Verfügungen ſind nur dann giltig, wenn die überlieferung dem Beſchwerten zum Vortheile aller ſeiner wirklich gebornen und zukünftigen Kinder, ohne Ausnah⸗ me und ohne Unterſchied des Alters oder des Geſchlech⸗ tes, auferlegt iſt. 1051. Wenn in den obigen Fällen derjenige, dem zum Vortheile ſeiner Kinder die Überlieferung auferlegt iſt, ſtirbt und theils Kinder des erſten Grades, theils Descendenten eines früher verſtorbenen Kindes hinter⸗ läßt, ſo erhalten dieſe letzteren vermöge des Repräſenta⸗ tionsrechtes den Antheil des früher verſtorbenen Kindes. 1052. Wenn ein Kind oder eines der Geſchwiſter, welchem eine Schenkung unter Lebenden ohne Auflage der Überlieferung gemacht worden war, ein neues Ge⸗ ſchenk oder Vermächtniß annimmt, das ihm unter der Bedingung zugewendet wurde, daß die früher geſchenk⸗ ten Güter mit jener Auflage beſchwert ſeyn ſollten, ſo iſt es ihm nicht mehr geſtattet, die beyden zu ſeinem Vor⸗ theile gemachten Verfügungen zu trennen, und auf die zweyte Verzicht zu leiſten, um ſich an die erſte zu hal⸗ ten, ſelbſt wenn es ſich erböte, die in der zweyten Ver⸗ fügung begriffenen Guter zuruckzugeben. ²⁴) der zweyten Verfuͤgung enthaltenen Guͤter(kuͤnftig) heraus zu geben. E. 27 420 L. III. T. II. Donations et Testäaments. 1053. Les drojts des appelés seront ouverts à l'époque ou, par quelque cause que ce soit, la jouissance de P'enfant, du frère ou de la soeur, grevés de restitution, cessera: Pabandon anticipé de la jouissance au profit des appelés, ne pourra préjudicier aux créanciers du grevé antérieurs à Pavandon. 1054. Les femmes des grevés ne pourront avoir, sur les biens à rendre, de recours subsi- diaire, en cas d'insuffisance des biens libres, que pour le capital des deniers dotaux, et dans le cas séulement ou le testateur l'aurait expressément ordonné. 1055. Celui qui fera les dispositions autori- sées par les articles précédents, pourra, par le meme acte, ou par un acte postérieur, en forme authentique, nommer un tuteur chargé de Pexé- cution de ces dispositions: ce tuteur ne pourra être dispensé que pour une des causes exprimées à la section vi du chapitre II, du titre de la Mino- rité, de la Tutelle ek de l'Emancipation. 1056. A défaut de ce tuteur, il en sera nom- mé un à la diligence du grevé, ou de son tuteur s'il est mineur, dans le délai d'un mois, à comp- ter du jour du décès du donateur ou testateur, ou du jour que, depuis cette mort, l'acte contenant la disposition aura été connu. 1057. Le grevé qui n'aura pas satisfait à l'ar- ticle précédent, sera déchu du bénéfice de la dis- position; et dans ce cas, le droit pourra tre dé- claré ouvert au profit des appelés, à la diligence, soit des appelés s'ils sont majeurs, soit de leur tu- teux ou curateur Sils sont mineurs ou interdits, 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 421 1053. Die Rechte der Subſtituten fallen ihnen mit dem Zeitpuncte an 25)) da der Genuß des Kindes, des Bruders oder der Schweſter, welchem die Überliefe⸗ rung auferlegt iſt, aus irgend einer Urſache aufhört; die zum Beſten der Sabſtituten vor der Zeir geſchehene Abtretung des Genuſſes kann den Gläubigern des Be⸗ ſchwerten, deren Forderungen ſchon vor der Abtretung vorhanden waren, nicht zum Nachtheile gereichen. 1054. Die Ehefrau des Beſchwerten kann, im Fal⸗ le der Unzulänglichkeit des freyen Vermögens deſſelben, nur in Anſehung des Capitals ihres Brautſchatzes ſubſi⸗ diariſch den Regreß an das zu reſtituirende Vermögen nehmen, und auch dieſes nur dann, wenn der Teſtator es ausdrücklich verordnet hat. 1055. Wer die in den vorhergehenden Artikeln ge⸗ ſtatteten Verfügungen macht, der kann in derſelben, oder in einer ſpätern öffentlichen Urkunde zur Vollziehung dieſer Verfügungen einen Vormund ernennen; dieſer Vormund kann nur aus einer der im 6. Abſchnitte des 2. Capitels in dem Titel von der Minderjährig⸗ keit, der Vormundſchaft und der Emancipa⸗ tion genannten Urſachen von der Vormundſchaft ſrey⸗ geſprochen werden. 1056. In Ermangelung eines ſolchen Vormundes muß auf Anſuchen des Beſchwerten, oder wenn dieſer minderjährig iſt, auf Anſuchen ſeines Vormundes, bin⸗ nen Monatsfriſt von dem Todestage des Geſchenkgebers oder Teſtators oder von dem Tage an, da nach ihremſäb⸗ ſterben die die Verfügung enthaltende Urkunde bekannt geworden iſt, ein Vormund ernannt werden. 1057. Leiſtet der Beſchwerte dem vorſtehenden Ar⸗ tikel kein Genüge, ſo wird er des ihm durch die Verfü⸗ gung zugedachten Vortheils verluſtig, und es kann in dieſem Falle auf Anſuchen der Subſtituten, wenn ſie voll⸗ jährig ſind, oder ihrer Vormünder oder Curatoren, wenn ſie minderjährig oder interdicirt ſind, oder auf Anſuchen irgend eines Verwandten der Subſtituten, ſie mögen volljährig, minderjährig, oder interdicirt ſeyn, oder 25) Die Rechte der Subſtituirten ſind eroͤffnet. I. u. S. Der Genuß der Rechte der Beguͤnſtigten nimmt ſeinen Anfang. D. 422 L. III. T. II. Donations et Testaments. soit de tout parent des appelés majeurs, mineurs ou interdits, ou même d'office, à la diligence du procureur impérial au tribunal de premieère instan- ce du lieu ou la succession est ouverte. 1058. Apréès le décès de celui qui aura dispo- 86 à la charge de restitution, il sera procédé, dans les formes ordinaires, à l'inventaire de tous les biens et effets qui composeront sa succession, ex- cepté néanmoins le cas ou il ne s'agirait que d'un legs particulier. Cet inventaire contiendra la pri- sée à juste prix des meubles et effets mobiliers. 1059. II sera fait à la requète du grevé de restitution, et dans le délai fxé au titre des Suo- cessions, en présence du tuteur nommé pour l'exé- cution. Les frais seront pris sur les biens compris dans la disposition.— 1060. Si l'inventaire n'a pas été fait à la re- quéte du grevé dans le délai ci-dessus, il y sera procédé dans le mois suivant, à la diligence du tu- teur nommé pour J'exécution, en présence du grevé ou de son tuteur. 106 1. S'il n'a point été satisfait aux deux ar- ticles précédents, il sera procédé au mèême inven- taire, à la diligence des personnes désignées en Particle 1057, en y appelant le grevé ou son tu- teur, et le tuteur nommèé pour l'exécution. 1062. Le grevé de restitution sera tenu de faire procéder à la vente, par affiches et enchères, de tous les meubles et effets compris dans la dis- position, à l'exception néanmoins de ceux dont 11 est mention dans les deux articles suivants. 1063. Les meubles meublants et autres cho- ses mobilières qui auraient été compris dans Ja dis- — ——— 38 B. 2r T. Von Schenkungen u⸗Teſtamenten. 4²2³ auch ſelbſt von Amtswegen, auf Antrag des bey dem Gerichte erſter Inſtanz des Ortes, wo die Erbſchaft er— öffnet wurde, angeſtellten kaiſerlichen Procurators er⸗ kannt werden, daß der Anfall an die Subſtituten nun⸗ mehr eingetreten ſeye. 1058. Nach dem Tode desjenigen, welcher mit der Auflage der Reſtitution verordnet hat, muß in den ge⸗ wöhnlichen Formen zur Inventur ſeines geſammten Nach⸗ laſſes geſchritten werden, den Fall jedoch ausgenommen, vo nur von einem Particularvermächtniß die Rede iſt. Dieſes Inventarium ſoll eine Abſchätzung aller Mobi⸗ liargegenſtände nach ihrem wahren Werthe enthal⸗ ten.(*†) 1059. Daſſelbe ſoll auf Anſuchen des mit der Reſtitu⸗ tion Beſchwerten und binnen der in dem Titel von der Erbfolge beſtimmten Friſt(*†*), in Beyſeyn des zur Vollziehung ernannten Vormundes, errichtet wer⸗ den. Die Koſten werden aus dem in der Verordnung begriffenen Vermögen genommen. 1060. Iſt das Inventarium nicht binnen der obi⸗ gen Friſt auf Anſuchen des Beſchwerten errichtet wor⸗ den, ſo muß es in dem darauf folgenden Monate auf Anſuchen des zur Vollziehung ernannten Vormundes, in Beyſeyn des Beſchwerten oder ſeines Vormundes, ge⸗ macht werden. 1061. Iſt den beyden vorhergehenden Artikeln kein Genüge geſchehen, ſo ſoll auf Anſuchen der im 1057. Artikel benannten Perſonen zur Errichtung dieſes Inven⸗ tariums geſchritten, und der Beſchwerte oder ſein Vor⸗ mund ſowohl, als der zur Vollziehung ernannte Vor⸗ mund dazu berufen werden. 1062. Der mit der Reſtitution Beſchwerte iſt verbunden, alle beweglichen Sachen, welche Gegenſtän⸗ de der Verordnung ſind, jedoch mit Ausnahme der in den beyden folgenden Artikeln benannten, öffentlich, nach vorheriger Bekanntmachung durch Anſchlag, verſteigern zu laſſen. 1063. Die Möbeln und anderen Mobiliargegen⸗ ſtände, welche unter der ausdrücklichen Bedingung, daß (*¼) S. C. G. O. Art. 941 u. f. (**) S. Art. 795. —-— 42%4 L. III. T. II. Donations et Testaments. position, à la condition expresse de les conserver en nature, seront rendus dans l'état ou ils se trou- veront lors de la restitution. 10644. Les bestiaux et ustensiles servant à fai- re valoir les terres, seront censés compris dans les donations entre-vifs ou testamentaires desdi- tes terres; et le grevé sera seulement tenu de les faire priser et estimer, pour en rendre une égale Valeur lors de la restiturion. 1065. IIl gera fait par le grevé, dans le dé- lai de six mois, à compter du jour de la clôture de Finventaire, un emploi des deniers comptants, de ceux provenant du prix des meubles et effets qui auront été vendus, et de ce qui aura été regçu des effets actifs. Ce délai pourra èêtre prolongé, s'il y a lieu. 1066. Le grevé sera pareillement tenu de faire emploi des deniers provenant des effets actifs qui seront recouvrés et des remboursements de rentes; et ce, dans trois mois au plus tard après qu'il au- ra regu ces deniers. 1067. Cet emploi sera fait conformément 2 ce qui aura été ordonné par l'auteur de la disposi- tion, s'il a désigné la nature des effets dans les- quels l'emploi doit être fait; sinon, il ne pourra Pèêtre qu'en immeubles, ou avec privilége sur des immeubles. 1068. L'emploi ordonné par les articles pré- cédents sera fait en présence et à la diligence du tuteur nommé pour l'exécution. 26) um es bey der Reſtitution, in demſelben Werthe, herauszugeben. E.- 27) wenn er die Art der Effecten bezeichnet hat, wor⸗ ein ſie geſchehen ſoll. L. wenn er die Art der Effec⸗ ten angezeigt hat, worin ſein Vermoͤgen verwandelt werden ſoll. D. wenn er die Art der Effecten ange⸗ zeigt hat, wozu die Anlegung geſchehen ſoll. M, wenn er die Art der Schuldſcheine angezeigt hat, worin ſein Vermoͤgen anzulegen iſt.§. dafern dieſer die Art der 3s B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 4²⁵ ſie in Natur aufbewahrt werden ſollen, in der Verordnung begriffen ſind, werden in dem Zuſtande herausgegeben, in welchem ſie ſich zur Zeit der Reſtitution befinden. 106 4. Das zum Ackerbau dienende Vieh und Geräthe iſt für Zubehör der unter Lebenden oder durch Teſtament geſchenkten Grundſtücke zu achten, und der Beſchwerte iſt nur verbunden, es abſchätzen zu laſ⸗ ſen, um bey der Reſtitution ſeinen Werth zu vergü⸗ ten. 25) 1065. Binnen einer Friſt von ſechs Monaten, von dem Tage an gerechnet, da das Inventartum geſchloſſen worden iſt, muß der Beſchwerte die vorhandene Baar⸗ ſchaft, die aus dem Verkaufe der Mobiliargegenſtände gelößten Gelder und was an Activforderungen eingegan⸗ gen iſt, verzinßlich anlegen⸗ Dieſe Friſt kann den Umſtänden nach verlängert werden. 1066. Auch iſt der Beſchwerte verbunden, dieje⸗ nigen Gelder, welche(ſpäterhin) aus beygetriebenen Activforderungen und durch erfolgte Ablöſung der Ren⸗ ten eingegangen ſind, verzinßlich anzulegen, und zwar längſtens binnen drey Monaten nach dem Empfang der⸗ ſelben. 1067. Dieſe Anlegung geſchieht nach Vorſchrift des Geſchenkgebers oder Teſtators, wenn er die Art der Gegenſtände, in welchen die Anlegung geſchehen ſoll, ſelbſt beſtimmt hat ²7); wo nicht, ſo kann ſie nur durch An⸗ kauf von Immobilien, oder gegen hinlängliche Sicher⸗ heit durch Hypotheken auf Immobilien geſchehen. 2⁸) 1068. Die in den vorſtehenden Artikeln vorgeſchrie⸗ bene Anlegung ſoll in Gegenwart und auf Antrag des zur Vollziehung ernannten Vormundes geſchehen. Papiere beſtimmt hat, auf welche ſein Vermoͤgen an⸗ gelegt werden ſoll. E. 28) darf ſie nur darin beſtehen, daß Immobilien oder Hypotheken auf Immobilien damit erworben werden. D. u. M. ſo kann ſie nicht anderſt als in Immoͤbeln oder mit Privilegien auf Immoͤbel geſchehen koͤnnen. L. ſo kann es nur zu unbeweglichen Gütern verwandt, oder auf unbewegliche Guͤter mit Vorzugsrecht angelegt wer⸗ den. 8. ſo kann es auf unbewegliche Guͤter verwandt, oder auf unbewegliche Guͤter als privilegirte Forderung ausgeliehen werden. E. 426 L, III. T. II. Donations et Testaments. 1069. Les dispositions par actes entre-vifs ou testamentaires, à chaxge de restitution, seront, A la diligence, soit du grevé, soit du tuteur nom- mé pour l'exgcution, rendues publiques; savoir, quant aux immeubles, par la transcription des actes sur les registres du bureau des hypothèques du lieu de la situation; et quant aux sommes collo- quées avec privilége sur des immeubles, par P'ins- czlption sur les biens affectés au privilége. 1070. Le défaut de transcription de l'acte con- la disposition, pourra etre opposé par les reancçiers et tiers acquéreurs, mèême aux mineurs ou interdits; sauf le recours contre le grevé et contre le tuteur à l'exécution, et sans que les mi- neurs ou interdits puissent êétre restitués contre ce défaut de transcription, quand mème le grevé et le tuteur se trouveraient insolvables. 1071. Le défaut de transcription ne pourra être suppléé ni regardé comme couvert par la con- naissance que les créanciers ou les tiers acquéreurs pourraient avoir eue de la disposition par d'autres voies que celle de la transcription. 1072. Les donataires, les légataires, ni mème les héritiers légitimes de celui qui aura fait la dis- position, ni pareillement leurs donataires, léga- taires ou héritiers, ne pourront, en aucun cas, opposer aux appelés le défaut de transcription ou- 1073. Le tuteur nommé pour l'exécution sera personnellement responsable, s'il ne s'est pas, en tout point, conformé aux règles ci-dessus établies pour constater les biens, pour la vente du mobi- lier, pour l'emploi des deniers, pour la transcrip- 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 427 1060. Die Verfügungen unter Lebenden oder durch Teſtament, welche mit Auflage der Reſtitution gemacht ſind, müſſen auf Antrag des Beſchwerten oder des zur Wollziehung ernannten Vormundes öffentlich bekannt ge⸗ macht werden, und zwar, was die Immobiltet! betrifft⸗ durch Eintragung( ranscription) der Urkunden in die Bücher des Hypothekenbüreaus des Ortes, wo die Im⸗ mobllien gelegen ſind, und was die gegen Hypothel auf Immobilien angelegten Capitalien betrifft ch Ein⸗ ſchreibung(inscription)(*) auf die verhypothecirten Grundſtücke. 1070. Der Mangel der Eintragung der die Ver⸗ fügung enthaltenden, Urkunde kann von den Gläubigern und von jedem dritten Erwerber ſelbſt den Minderjährigen oder Interdicirten entgegengeſetzt werden, jedoch mit Vorbehalt des Regreſſes gegen den Beſchwerten und den zur Vollziehung ernannten Vormund, und ohne daß die Minderjährigen oder Interdicirten gegen die Unterlaſ⸗ ſang der Eintragung Wiedereinſetzung in den vorigen Stand erhalten könnten, ſelbſt wenn der Beſchwerte und der Vormund zahlungsunfähig ſeyn ſollten.(*†*) 1071. Dadurch, daß ein Gläubiger oder ein drit⸗ ter Erwerber auf einem andern Wege, als durch die Ein⸗ tragung, von der Verfügung etwa Kenntniß erlangt hat ²*), kann der Mangel der Eintragung weder erſetzt, noch für gehoben angeſehen werden. 1072. Weder die Geſchenknehmer, noch die Lega⸗ tavien, noch ſelbſt die geſetzlichen Erben desjenigen, der die Verfügung gemacht hat, noch auch deren Geſchenk⸗ nehmer, Legatarien oder Erben können in irgend einem Falle den Mangel der Eintragung oder Einſchreibung den Subſtituten entgegenſetzen. 1073. Der zur Vollziehung ernannte Vormund iſt perſönlich verantwortlich, wenn er ſich nicht durchaus nach den Vorſchriften gerichtet hat, die oben für die In⸗ ventur des Vermögens, den Verkauf der Mobilien, die Anlegung der Gelder, und für die Eintragung und Ein⸗ (*) S. Art. 2148. (**) S. Art. 942. 29) hätten Kenntniß erlangen koͤnnen. S. u. E. 426 L. III. T. II. Donations et Testaments. tion et Pinscription, et, en général, s'il ma pas fait toutes les diligences nécessaires pour que la charge de rxestitution soit bien et flidèlement acquit- 16e. 1074. Si le grevé est mineur, il ne pourra, dans le cas méême de l'insolvabilité de son tuteur, etre restitué contre Pinexécution des règles qui Iui sont Prescrites par les articles du présent chapitre. CHAPITRE VII. Des Partages faits par Père, Méère, ou autres Ascendants, entre leurs Des- cendants. 1075. Les père et meère et autres ascendants pourront faire, entre leurs enfants et descendants, la distribution et le partage de leurs biens. 1076. Ces partages pourront être faits par ac- tes entre-vifs ou testamentaires, avec les forma- lités, conditions et règles prescrites pour les do- nations entre-vifs et testaments. Les partages faits par actes entre-vifs ne pour- ront avoir pour objet que les biens présents. 1077. Si tous les biens que l'ascendant laissera au jour de son décès n'ont pas été compris dans le partage, ceux de ces biens qui n'y auront pas été compris, seront partagés conformément à la loi. 1078. Si le partage n'est pas fait entre tous les enfants qui existeront à lepoque du décès et les descendants de ceuxprédécédés, le partage sera nrul pour le tout. Il en pourra être provoqué un nouveau dans la forme légale, soit par les enfants ou descendants qui n'y anront reçu aucune part, soit même par ceux entre qui le partage aurait été fkait. 1079. Le partage fait par l'ascendant pourra etre attaqué pour cause de lésion de plus du quart: il pourra l'être aussi dans le cas ou il résulterait du 2 8 a 38 B. r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 429 ſchreibung ertheilt ſind, und überhaupt, wenn er nicht allen erforderlichen Fleiß angewender hat, damit die auf⸗ erlegte Reſtitution gehörig und treulich vollzogen werde. 1074. Iſt der Beſchwerte minderjährig, ſo kann er, ſelbſt wenn ſein Vormund zahlungsunfähig ſeyn ſoll⸗ te, gegen die unterlaſſene Beobachtung der ihm in den Artikeln des gegenwärtigen Capitels ertheilten Vorſchrif⸗ ten, nie Wiedereinſetzung in den vorigen Stand erhalten. Siebentes Capitel. Von Theilungen, die von dem Vater, von der Murter oder andern Ascendenten unter ihren Descendenten vorgenommen werden. 1075. Eltern und andere Ascendenten können ihr Vermögen unter ihre Kinder und Descendenten theilen und denſelben ihre Erbtheile anweiſen. 1076. Dieſe Theilungen können unter Lebenden oder durch letztwillige Verordnungen unter Beobachtung der nämlichen Formalitäten, Bedingungen und Regeln geſchehen, die für Schenkungen unter Lebenden und Te⸗ ſtamente vorgeſchrieben ſind. Theilungen, welche unter Lebenden geſchehen, kön⸗ nen nur das gegenwärtige Vermögen zum Gegenſtande haben. 1077. Iſt nicht das ganze Vermögen, das ein As⸗ cendent an ſeinem Todestage hinterläßt, in der Theilung begriffen, ſo wird der darin nicht begriffene Theil des Vermögens nach Vorſchrift der Geſetze getheilt. 1078. Iſt die Theilung nicht unter alle Kinder, welche zur Zeit des Abſterbens am Leben ſind, und die Descendenten der früher verſtorbenen Kinder geſchehen, ſo iſt die ganze Theilung ungiltig, und ſowohl die Kin⸗ der oder Descendenten, die darin keinen Antheil erhal⸗ ten haben, als auch ſelbſt diejenigen, unter welche die Theilung geſchehen iſt, können eine neue Theilung in geſetzlicher Form verlangen. 1079. Die von einem Ascendenten gemachte Thei⸗ lung kann wegen einer Verletzung, welche ein Viertel überſteigt, angefochten werden; dieß kann auch geſche— 430 L. III. T. II. Donations et- Testaments. partage et des dispositions faites par Préciput, que l'un des copartagés aurait un avanteage plus grand que la loi ne le permet. 1080. L'enfant qui, pour une des causes ex- primées en l'article Ffécédent, attaquera le par- tage fait par l'ascendant, devra faire l'avance des frais de l'estimation; et il les supportera en déhni- tif, ainsi que les dépens de la contestation, si la réclamation n'est pas fondée. CHAPITRE VIII. Des Donations faites par contrat de mariage aux Epoux, et aux Enfants à nattre du mariage. 1081. Toute donation entre-vifs de biens présents, quoique faite par contrat de mariage aux Spoux, ou à l'un d'eux, sera soumise aux règles générales prescrites pour les donations faites à ce titre. 2 Elle ne pourra avoir lieu au profit des enfants à nattre, si ce n'est dans les cas énoncées au chap. vI du présent titre. 1082. Les peres et mères, les autres ascen- dants, les parents collatéraux des époux, et mêème les étrangers, pourront, par contrat de mariage, disposer de tout ou partie des biens qu'ils laisse- ront au jour de leur décès, tant au profit desdits Spoux, qu'au profit des enfants à nattre de leur mariage, dans le cas ou le donateur survivrait à L'époux donataire. Pareille donation, quoique faite au profit seu- lement des époux ou de l'un d'eux, sera toujours, dans ledit cas de survie du donateur, présumée faite au profit des enfants ec descendants à naitre du maxiage. 3 — 1 ———„ dd a 3s B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 451 hen, wenn ſich aus der Theilung oder aus einer Verfü⸗ gung, wodurch einem oder dem andern etwas zum Vor⸗ aus zugewendet iſt, ergibt, daß einer der Theilnehmer mehr begünſtiget iſt, als das Geſetz erlaubt. 1080. Das Kind, welches die von dem Ascenden⸗ ten gemachte Theilung aus einer der im vorhergehenden Artikel erwähnten Urſachen angreift, muß die Koſten der Abſchätzung vorſchießen, und dieſe, ſo wie die Ko⸗ ſten des Prezeſſes, fallen ihm definitiv zur Laſt, wenn ſeine Anſprüche ungegründet ſind. Achtes Capitel. Bon den in dem Ehecontracte den Ehegatten oder den aus der Ehe zu erwartenden Kindern ge⸗ machten Schenkungen. 1081. Jede Schenkung unter Lebenden, welche gegenwärtige Güter des Geſchenkgebers zum Gegenſtan⸗ de hat, wenn ſie gleich in einem Ehecontracte den Ehe⸗ gatten oder einem von ihnen gemacht wurde, iſt den allgemeinen Regeln unterworfen, welche für Schenkun⸗ gen unter Lebenden vorgeſchrieben ſind. Sie kann nicht zum Vortheile künftiger Kinder Statt finden, ausgenommen in den oben im 6. Capitel dieſes Titels benannten Fällen. 1082. Die Eltern, die übrigen Ascendenten und die Seitenverwandten der Ehegatten, ja ſelbſt Fremde können in dem Ehecontract über das Vermögen, das ſie an ihrem Todestage hinterlaſſen werden, oder über einen Theil deſſelben, ſowohl zum Beſten der gedachten Ehegatten, als auch auf den Fall, daß der Geſchenkge⸗ ber den beſchenkten Ehegatten überleben würde, zum Beſten der aus dieſer Ehe zu erwartenden Kinder, ver⸗ fügen. Von einer ſolchen Schenkung, wenn ſie gleich nur den Ehegatten oder einem von ihnen gem acht worden iſt, wird in dem ſo eben erwähnten Falle, wo der Geſchenk⸗ geber dieſelben überlebt, immer vermuthet, daß ſie zum Beſten der aus dieſer Ehe zu erwartenden Kinder und Descendenten gemacht worden ſeye. 432 L. III. T. II. Donations et Testaments. 1033. La donation, dans la forme portée au précédent article, sera irrévocable, en ce sens seulement que le donateur ne pourra plus disposer, à titre gratuit, des objets compris dans là donation, si ce n'est pour sommes modiques, à titre de ré- compense ou autremenft. 10864. La donarion par contrat de maxiage pourra être faite cumulativement des biens presents et à venir, en tout ou en partie, a la charge qu'il sera annexé à l'acte un état des dettes et charges du donateur existantes au jour de la donation; au- quel cas il sera libre au donataire, lors du décès du donateur, de s'en tenir aux biens présents, en re- nonçant au surplus des biens du donateur. 1085. Si l'état dont est mention au précédent article n'a point été annexé aà T'acte contenant do- nation des biens présents et à venir, le donataire sera obligé d'accepter ou de répudier cette donation pour le tout. En cas d'acceptation, il ne pourra réclamer que les biens qui se trouveront existants au jour du décès du donateur, et il sera soumis au paiement de toutes les dettes et charges de la suc- cession. 1086. La donation par contrat de mariage en faveur des époux ei des enfants à naitre de leur mariage, pourra encore être faite, à condition de payer indistinctement toutes les dettes et charges de la succession du donateur, ou sous d'autres con- ditions dont'exécution dépendrait de sa volonté, par quelque personne que la donation soit faite: le donataire sera tenu d'accomplir ces conditions, s' il n'aime mieux renoncer à la donation; et en cas que le donateur, par contrat de maxiage, Se soit réservé la liberté de disposer d'un effet compris dans la donation de ses biens présents, ou d'une 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 453 1083. Eine nach der in dem vorſtehenden Artikel beſtimmten Form gemachte Schenkung iſt nur in dem Sinne unwiderruflich, daß der Geſchenkgeber über die in der Schenkung begriffenen Gegenſtände nicht mehr unter einem wohlthätigen Titel verfügen darf, auſſer über mäßige Summen, zur Vergeltung oder auf andere Art. 1084. Eine Schenkung durch Ehecontract kann zu⸗ gleich das gegenwärtige und zukünftige Vermögen, ganz oder zum Theile, begreifen(*), jedoch muß der Urkun⸗ de ein Verzeichniß der am Tage der Schenkung vorhan⸗ denen Schulden und Laſten des Geſchenkgebers beygefügt werden, in welchem Falle es dem Geſchenknehmer frey ſteht, nach dem Tode des Geſchenkgebers ſich an das gegen⸗ wärtige Vermögen zu halten, und auf die übrigen Güter deſſelben Verzicht zu leiſten. 1085. Iſt das in dem vorſtehenden Artikel erwähn⸗ te Verzeichniß der Urkunde, welche eine Schenkung des gegenwärtigen und zukünftigen Vermögens enthält, nicht beygefügt worden, ſo muß der Geſchenknehmer die Schen⸗ kung entweder ganz annehmen, oder ganz ausſchlagen. Nimmt er ſie an, ſo kann er nur das am Todestage des Geſchenkgebers wirklich vorhandene Vermögen in An⸗ ſpruch nehmen, und iſt zur Zahlung aller Schulden und Laſten der Erbſchaft verbunden. 1086. Eine Schenkung durch Ehecontract zum Beſten der Ehegatten und der aus ihrer Ehe zu erwar⸗ tenden Kinder kann ferner unter der Bedingung gemacht werden, alle Schulden und Laſten der Erbſchaft des Ge⸗ ſchenkgebers ohne Unterſchied zu zahlen, ſo wie auch un⸗ ter andern Bedingungen, deren Erfüllung von der Will⸗ kühr des Schenkenden abhängt ³⁰0), wer auch der Ge⸗ ſchenkgeber ſeyn mag; der Beſchenkte iſt verbunden, dieſe Bedingungen zu erfüllen, wenn er nicht lieber auf die Schenkung Verzicht leiſten will. Hat der durch Ehecon⸗ tract Schenkende ſich die Befugniß vorbehalten, über ei⸗ ne in der Schenkung ſeines gegenwärtigen Vermögens begriffene Sache, oder über eine beſtimmte aus die⸗ (*) Vgl. Art. 943. 30) deren Erfullung von ſeinem Willen(dem des Schenk⸗ neymers) abhaͤngt. L. Cod. N. 1 B. 28 334 L. III. T. II. Donations et Testaments. somme fixe à prendre sur ces mèêmes biens, l'effet ou la somme, S'il meurt sans en avoir disposé, se- ront censés compris dans la donation, et appartien- dront au donataire ou à ses héritiers. 1087. Les donations faites par contrat de ma- riage ne pourront être attaquées, ni déclarées nul- les, sous prétexte de défaut d'acceptation. 1088. Toute donation faite en faveur du ma- riage sera caduque, si le mariage ne s'ensuit pas. 1069. Les donations faites à l'un des époux, dans les termes des art. 1082, 1084 et 1086 ci-des- sus, deviendront caduques, si le donateur survit à l'époux donataire et à sa postérité. 1090. Toutes donations faites aux époux par leur contrat de mariage, seront, lors de l'ouvertu- re de la succession du donateur, réductibles à la portion dont la loi lui pexmettait de disposer. CHAPITRE IX. Des Dispositions entre Epoux, soit par contrat de mariage, soit pendant le mariage.. 1091. Les époux pourront, par contrat de mariage, se faire réciproquement, ou l'un des deux à l'autre, telle donation qu'ils jugeront à pro- pos, sous les modifications ci-après exprimées. 1092. Toute donation entre-vifs de biens présents, faite entre époux par contrat de maria- ge, ne sera point censée faite sous la condition de survie du donataire, si cette condition n'est for- mellement exprimée; et elle sera soumise à toutes 38 B. 2r T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 455 ſem Vermögen zu nehmende Summe zu verfügen, und ſtirbt er, ohne darüber verfügt zu haben, ſo iſt dieſe Sache oder Summe für in der Schenkung be⸗ griffen zu achten, und gehört dem Geſchenknehmer oder ſeinen Erben(*) 1087. Die in einem Ehecontracte gemachten Schen⸗ kungen können unter dem Vorwande der ermangelnden Annahme nicht angefochten oder für ungiltig erklärt wer⸗ den.(*† 5) 1038. Jede zu Gunſten einer Ehe gemachte Schen⸗ kung iſt kraftlos, wenn die Ehe nicht erfolgt. 1⁰89. Schenkungen, die einem der Ehegatten auf die im 1082, 108 4 und 1036. Artikel bemerkte Weiſe gemacht worden ſind, werden kraftlos, wenn der Ge⸗ ſchenkgeber den beſchenkten Ehegatten und deſſen Nach⸗ kommenſchaft überlebt. 1090. Alle den Ehegatten in ihrem Ehecontracte gemachten Schenkungen ſind bey Eröffnung der Erbſchaft des Geſchenkgebers der Herabſetzung bis auf den Vermö⸗ genstheil unterworfen, über welchen er nach dem Geſetze verfügen konnte. Neuntes Capitel. Von Verfuͤgungen unter Ehegatten in dem Ehe⸗ contracte oder waͤhrend der Ehe. 1091. Ehegatten können in dem Ehecontracte ſich wechſelſeitig, oder auch einer dem andern, jede ihnen be⸗ liebige Schenkung, jedoch unter nachſtehenden Einſchrän⸗ kungen, machen. 1692. Eine unter Ehegatten in dem Ehecontracte gemachte Schenkung unter Lebenden, welche bloß gegen⸗ wärtiges Vermögen zum Gegenſtande hat, iſt niemals ſo anzuſehen, als wäre ſie unter der Bedingung des Überlebens des Beſchenkten gemacht, wenn dieſe Bedin⸗ gung nicht ausdrücklich beygefügt iſt; übrigens iſt ſie al⸗ (*) Vgl. Art. 944— 946. (**) Vgl. Art. 932. 25 436 L. III. T. II. Donations et Testaments. les règles et formes ci-dessus prescrites pour ces sortes de donations. 1095. La donation de biens à venir, ou de biens présents et àa venir, faite entre époux par contrat de mariage, soit simple, soit réciproque, sera soumise aux règles établies par le chapitre précédent, à l'égard des donations pareilles qui leur seront faites par un tiers; sauf qu'elle ne se- ra point transmissible aux enfants issus du ma- riage, en cas de décès de l'époux donataire avant l'époux donateur. 1094. L'époux pourra, soit par contrat de mariage, soit pendant le mariage, pour le cas où il ne laisserait point d'enfants ni descendants, dis- poser en faveur de Pautre époux, en propriété, de tout ce dont il pourrait disposer en faveur d'un étranger, et, en outre, de l'usufruit de la totalité de la portion dont la loi prohibe la disposition au préjudice des héritiers. Et pour le cas ou l'époux donateur laisserait des enfants ou descendants, il pourra donner à Pautre époux, ou un quart en propriété et un au- tre quart en usufruit, ou la moitié de tous ses biens en usufruit seulement. 1095. Leé mineur ne pourra, par contrat de mariage, donner à l'autre époux, soit par dona- tion simple, soit par donation réciproque, qu'a- vec de consentement et l'assistance de ceux dont le consentement est requis pour la validité de son mariage; et, avec ce consentement, il pourra donner tout ce que la loi permet à'époux ma- jeur de donner à l'autre conjoint. 10906. Toutes donations faites entre époux pendant Ie mariage, quoique qualifiées entre-vifs, seront toujours réyocables. La révocation pourra être faite par la femme, sans y ètre autorisée par le mari ni par justice. 38 B. ar T. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 457 len für die Schenkungen unter Lebenden oben vorgeſchrie⸗ benen Regeln und Formen unterworfen. 1093. Eine unter Ehegatten in dem Ehecontracte gemachte einſeitige oder wechſelſeitige Schenkung von künftigem oder auch von gegenwärtigem und künftigem Vermögen iſt eben den Regeln unterworfen, welche in dem vorhergehenden Kapitel in Anſehung ähnlicher, von einem Dritten an ſie gemachter Schenkungen vorgeſchrie⸗ ben ſind, jedoch mit der Einſchränkung, daß ſie auf die aus der Ehe abſtammenden Kinder nicht übergeht, wenn der beſchenkte Ehegatte vor dem ſchenkenden Ehegatten ſtirbt.. 1094. Ein Ehegatte kann ſowohl in dem Ehecon⸗ tracte als während der Ehe, auf den Fall, daß er keine Kinder oder Descendenten hinterlaſſen würde, zum Be⸗ ſten des andern Ehegatten in Anſehung des Eigen⸗ thums über alles das verfügen, worüber er auch zum Vor⸗ theile eines Fremden verfügen dürfte, und auſſerdem noch über den Nießbrauch des ganzen Vermögenstheils, über welchen das Geſetz die Verfügung zum Nachtheile der Erben verbietet. Auf den Fall, daß der ſchenkende Ehegatte Kinder oder Descendenten hinterlaſſen würde, kann er dem an⸗ dern Ehegatten entweder ein Viertheil eigenthümlich und ein anderes Viertheil zum Nießbrauche, oder die Hälfte ſeines ganzen Vermögens zum Nießbrauche, zuwenden. 1095. Ein Minderjähriger kann ohne Bewilligung und Beyſtand derjenigen Perſonen, deren Einwilligung zur Giltigkeit ſeiner Ehe erforderlich iſt, weder durch einſeitige noch durch wechſelſeitige Schenkung ſeinem Ehegatten in dem Ehecontract etwas zuwenden; mit die⸗ ſer Bewilligung kann er ihm aber alles dasjenige ſchen⸗ ken, was das Geſetz einem volljährigen Ehegatten an den andern zu verſchenken erlaubt. 1096. Alle Schenkungen, welche Ehegatten ein⸗ ander während der Ehe machen, können immer widerru⸗ fen werden, wenn ſie gleich als Schenkungen unter Le⸗ benden bezeichnet ſind. Die Frau kann ſie widerrufen, ohne von ihrem 8 Manne oder von dem Gerichte dazu autoriſirt zu ſeyn. 438 L. III. T. II. Donations et Testaments. Ces donations ne seront point révoquées par la survenance d'enfants. 1097. Les époux ne pourront, pendant le mariage, se faire, ni par acte entre vifs, ni par testament, aucune donation mutuelle et récipro- que par un seul et mèême acte. 1098. L'homme ou la femme qui, ayant des enfants d'un autre lit, contractera un second ou subséquent mariage, ne pourra donner à son nou- vel époux qu'une part d'enfant légitime le moins prenant, et sans que, dans aucun cas, ces dona- tions puissent exçéder le quart des biens. 1099. Les époux ne pourront se donner in- directement au- delà de ce qui leur est permis par les dispositions ci-dessus. Toute donation, ou déguisée, ou faite à per- sonnes interposées, sera nulle. 1100. Seront réputées faites à personnes in- terposées, les donations de Pun des époux aux en- fants ou à l'un des enfants de l'autre époux issus d'un autre mariage, et celles faites pax le dona- teur aux parents dont l'autre époux sera héritier présomptif au jour de la donation, encore que ce dernier n'ait point survécu à son parent donataire. Darmstadt, imprimé chez J. Fran. Pierre Stahl. 38 B. 2r T. Von Schenkungen u Teſtamenten. 459 Dieſe Schenkungen werden wegen nachgeborner Kin⸗ der nicht kraftlos.⸗(*†) 1⁰097. Ehegatten können einander während der Ehe weder unter Lebenden noch durch Teſtament in einer und derſelben Urkunde eine wechſelſeitige Schenkung ma⸗ chen.(†) 1098. Wenn der Mann oder die Frau aus einer frühern Ehe Kinder haben, und zu einer zweyten oder weitern Ehe ſchreiten, ſo können ſie ihrem neuen Ehe⸗ gatten nicht mehr zuwenden, als der Antheil desjenigen ehelichen Kindes beträgt, welches am wenigſten erhält, und in keinem Falle dürfen dieſe Schenkungen den vier⸗ ten Theil des Vermögens überſteigen. 1099. Ehegatten dürfen ſich auch mittelbarerweiſe nicht mehr zuwenden, als ihnen durch obige Beſtimmun⸗ gen erlaubt iſt. Jede verſteckte oder an unterſtellte Perſonen gemach⸗ te Schenkung iſt nichtig. 1100. Für an unterſtellte Perſonen gemachte Schenkungen ſind diejenigen zu achten, welche ein Ehe⸗ gatte an ein oder mehrere aus einer frühern Ehe ent⸗ ſproſſene Kinder des andern Ehegatten macht, ſo wie auch Schenkungen an Verwandte, deren Präſumtiverbe der andere Ehegatte an dem Tage der Schenkung iſt, wenn gleich dieſer Letztere ſeinen beſchenkten Verwand⸗ ten nicht überleben ſollte. (*) S. Art. 960. (*x) S. Art. 9658. Darmſtadt, gedruckt bei Joh. Franz Peter Stahl. CODE NAPOL T O0N. NOUVELLE EDITION, CONEFEORME A L KDITION ORIGINALE D E L. IMPRIMEERIE IMP ERIALE. ToME sECOND. — Avee Privilége de S. A. R. le Grand-Duc de Hesse. — A DARMSTADT ET GIESEN, HEZ GEORGE FREDERIGC HEYEM 186 0 9. Geſetzbuch NRNaavoleon s. nach der officiellen Ausgabe uͤberſetzt von H. F. D. Gerhardi, Großherzogl. Heſſiſchem Hofgerichts⸗Advocaten. Nebſt Angabe der wichtigſten Abweichungen der Überſetzungen von Daniels, Erhard, Laſſaulx, Müller und Spielmann. —————— Zweyter Band. Mit Grohherzogl. Heſſiſchem allergnaͤdigſtem Privilegium. Darmſtadt und Gieſen, bey Georg Friedrich Heyer. 1309⸗ CODE NAPOLEON. Geſetzbuch Napoleons. Cod. N. 2 B. 1 TITRE TROISIEME. Des Contrats ou des Obligations convention- nelles en général. (Décrété le 7 février 1804. Promulgué le 17 du méme mois.) CHAPITRE PREMIER. Dispositions préliminaires. 1101. L contrat est une convention par laquelle une ou plusieurs personnes s'obligent, envers une ou plusieurs autres, à donner, à faire ou à ne pas faire quelque chose. 1102. Le contrat est Synallagmatique ou bi- latéral lorsque les contractants s'obligent récipro- duement les uns envers les autres. d 1103. II est unilatéral lorsqu'une ou plusi- eurs personnes sont obligées envers une ou plusi- eurs autres, sans que de la part de ces dernieres il y ait d'engagement. 1104. Il est commutati lorsque chacune des parties s'engage à donner ou à faire une chose qui est regardée comme l'équivalent de ce qu'on lui donne, ou de ce qu'on fait pour elle. Lorsque l'équivalent consiste dans la chance de gain ou de perte pour chacune des parties, d'a- prêès un événement incertain, le contrat est aléa- soire.— Dritter Titel. Von Vertraͤgen oder vertragsmaͤßigen Verbindlichkeiten im Allgemeinen. (Decretirt den 7. Februar 1804. Promulgirt den 17. deſ⸗ ſelben Monats.) Erſtes Capitel. Praͤliminarverfuͤgungen. 1101. Enn Vertrag iſt eine Übereinkunft, durch welche eine oder mehrere Perſonen ſich gegen eine oder mehrere andere verpflichten, etwas zu geben, zu thun, oder zu unterlaſſen. 1102. Der Vertrag iſt ſynallagmatiſch oder zweyſeitig, wenn die Contrahenten ſich wechſelſeitig gegen einander verpflichten. 1105. Er iſt einſeitig, wenn eine oder mehrere Perſonen gegen eine oder mehrere andere verpflichtet ſind, ohne daß dieſe letztern ſich dagegen zu etwas verbindlich gemacht haben. 104. Er iſt tauſchartig(commutatif), wenn jeder der beyden Theile ſich verpflichtet, etwas zu geben oder zu thun, das als Erſatz(Aquivalent) für das, was man ihm gibt oder für ihn thut, angeſehen wird. Beſteht der Erſatz in der für beyde Theile eintreten⸗ den Möglichkeit eines von einem ungewiſſen Ereigniß ab⸗ hängenden Gewinnes oder Verluſtes, ſo iſt es ein ge⸗ wagter Vertrag. I 4 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convenr. 1105. Le contrat de bienfaigance est celui dans lequel l'une des parties procure à l'autre un avantage purement gratuit. 1106. Le contrat à titre onéreux est celui qui assujettit chacune des parties à donner ou à faire quelque chose. 1107. Les contrats, soit qu'ils aient une dé- nomination propre, soit qu'ils n'en aient pas, sont soumis à des règles générales, qui sont J'ob- jet du présent titre. Les règles particulièxes à certains contrats sont établies sous les titres relatifs à chacun d'eux; et les règles particulières aux transactions com- merciales sont établies par les lois relatives au commerce. CHAPITRE II. Des Conditions essentielles pour la va- lidité des Conventions. 1108. Quatre conditions sont essentielles pour la validité d'une convention: Le consentement de la partie qui s'oblige; Sa capacité de contracter; Un objet certain qui forme la matière de l'en- gagement; Une cause licite dans l'obligation. SECTION PREMIERE. Du Consentement. 1109. II n'y a point de consentement valable, si le consentement n'a été donné que par erreur, ou s'il a été extorqué par violence ou surpris par dol. 1110. L'erreur n'est une cause de nullité de la convention, que lorsqu'elle tombe sur la subs- tance méême de la chose qui en est l'objet. * 38 B. 3r T. Von Verträgen ꝛc. 5 1105. Ein wohlthätiger Vertrag iſt derje⸗ nige, worin ein Theil dem andern einen durchaus un⸗ entgeltlichen Vortheil verſchafft. 1106. Ein läſtiger Vertrag iſt derjenige, der beyde Theile etwas zu geben oder zu thun ver⸗ pflichtet. 1107. Jeder Vertrag, er mag einen eigenen Na⸗ men haben oder nicht, iſt allgemeinen Regeln unter⸗ worfen, welche der Gegenſtand des gegenwärtigen Ti⸗ tels ſind. Die Regeln, welche gewiſſen Verträgen eigen ſind, werden in den von einem jeden derſelben beſonders han⸗ delnden Titeln, und die den Handelsverträgen eigenen Regeln, in den Handelsgeſetzen beſtimmt. Zweytes Capitel. Von den zur Giltigkeit der Vertraͤge weſentlichen Erforderniſſen. 1108. Zur Giltigkeit eines Vertrags gehören vier weſentliche Erforderniſſe: Einwilligung des ſich verpflichtenden Theils; deſſen Fähigkeit, Verträge zu ſchließen; eine beſtimmte Sache, welche den Gegenſtand der Verbindlichkeit ausmacht; ein erlaubter Grund der Verbindlichkeit 1)(causa obligationis.) Erſter Abſchnitt. Von der Einwilligung. 1109. Iſt die Einwilligung nur aus Irrthum ge⸗ geben, oder durch Zwang abgenöthiget, oder durch Be⸗ trug erſchlichen worden, ſo iſt ſie ungiltig. 1110. Der Irrthum begründet nur dann die Nich⸗ tigkeit des Vertrags, wenn er die Subſtanz der Sache betrifft, welche den Gegenſtand deſſelben ausmacht. 1) eine erlaubte Urſache der Verbindlichkeit. L.§, u. E. eine erlaubte, der Verbindlichkeit zum Grunde/ liegen⸗ de, Bewegurſache. D. 6 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. Elle n'est point une cause de nullité, lors- qu'elle ne tombe que sur la personne avec laquel- le on a intention de contracter, à moins que la considération de cette personne ne soit la cause principale de la convention. 1111. La violence exercée contre celui qui a contracté l'obligation, est une cause de nullité, encore qu'elle ait été exercée par un tiers autre que celui au profit duquel la convention a été faite. 1112. Il y a violence, lorsqu'elle est de na- ture à faire impression sur une personne raison- nable, et qu'elle peut lui inspirer la crainte d'ex- poser sa personne ou sa fortune a un mal consi- dérable et présent. On a égard, en cette matière, à l'äge, au sexe et à la condition des personnes. 1113. La violence est une cause de nullité du contrat, non-seulement lorsqu'elle a été exercée sur la partie contractante, mais encore lorsqu'elle l'a été sur son époux ou sur son épouse, sur ses descendants ou ses ascendants. 1114. La seule crainte révérencielle envers le pèêre, la mère, ou autre ascendant, sans qu'il y ait eu de violence exercée, ne suffit point pour annuller le contrat. 1115. Un contrat ne peut plus étre attaqué pour cause de violence, si, depuis que la violence a cessé, ce contrat a êété approuvé, soit expressé- ment, soit tacitement, soit en laissant passer le temps de la restitution fixé par la loi. 1116. Le dol est une cause de nullité de la convention lorsque les manoeuvres pratiquées par Pune des parties sont telles, qu'il est évident que, ————,, ——— ¶ ◻ ◻☛ —2 G☛ 3s B. 3r T. Von Vertraͤgen ꝛc. 4 Er iſt kein Grund der Nichtigkeit, wenn er nur die Perſon betrifft, mit welcher man zu contrahiren die Ab⸗ ſicht hat, es müßte denn die Rückſicht auf dieſe Perſon der Hauptbeweggrund der Übereinkunft geweſen ſeyn. 1111. Zwang, welcher gegen denjenigen ausgeuͤbt worden, der die Verbindlichkeit übernahm, iſt ein Grund der Nichtigkeit, ſelbſt wenn ihn nicht der, zu deſſen Vor⸗ theil der Vertrag geſchloſſen wurde, ſondern ein Drit⸗ ter ausgeübt hat. 1112. Zwang iſt dann vorhanden, wenn er von der Beſchaffenheit iſt, daß er auf eine geſetzte Per⸗ ſon Eindruck machen und bey ihr die Furcht erregen kann, ſich ſelbſt oder ihr Vermögen einem beträchtlichen und gleich eintretenden Übel auszuſetzen. Hierbey iſt auf das Alter, das Geſchlecht und die Umſtände ²) der Perſonen Rückſicht zu nehmen. 1115. Der Zwang begründet die Nichtigkeit des Vertrags nicht nur, wenn er an dem Contrahenten ſelbſt, ſondern auch, wenn er an deſſen Ehegatten, Des⸗ cendenten oder Ascendenten ausgeübt worden iſt. 1114. Bloß ehrerbietige Furcht(metus reveren- rialis) gegen Eltern oder andere Ascendenten iſt nicht hinreichend, den Vertrag für ungiltig zu erklären, wenn dabey kein Zwang angewendet worden iſt. 1115. Ein Vertrag kann wegen erlittenen Zwan⸗ ges nicht mehr angefochten werden, wenn derſelbe, nachdem der Zwang aufgehört hat, entweder ausdrück⸗ lich, oder ſtillſchweigend(*†), oder dadurch genehmiget worden iſt, daß man die zur Wiedereinſetzung in den vorigen Stand durch die Geſetze beſtimmte Friſt verſtrei⸗ chen ließ.(*†*) 1116. Der Betrug begründet die Nichtigkeit des Vertrags, wenn die von einem der Contrahenten ange⸗ wendeten Kunſtgriffe von der Art ſind, daß der andere (*) S. Art. 1338. (*x) S. Art. 1304. 2) die Beſchaffenheit D. u. M. den Stand. L. n.§. 8 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. 9 / sans ces manoeuvres, l'autre partie n'aurait pas d contracté.. 3 Il ne se présume pas, et doit être prouvé. w 1117. La convention contractée par erreur, violence ou dol, n'est point nulle de plein droit; t elle donne seulement lieu à une action en nullité ou en rescision, dans les cas et de la manière ex- d pliqués à la section viI du chapitre v du présent titre.— .. 1118. La lésion ne vicie les conventions que dans certains contrats ou à l'égard de certaines personnes, ainsi qu'il sera expliqué en la mème section. 1119. Onne peut, en général, s'engager, ni stipuler en son propre nom, que pour soi-méme. 1 1120. Néanmoins on peut se porter fort pour un tiers, en promettant le fait de celui- ci; sauf Pindemnité contre celui qui s'est porté fort ou qui a promis de faire ratifier, si le tiers refuse de tenir'engagement. 1121. On peut pareillement stipuler au profit d'un tiers, lorsque telle est la condition d'une sti- pulation que l'on fait pour soi- méême ou d'une do- nation que l'on fair à un autre. Celui qui a fait cette stipulation, ne peut plus la révoquer, si le tiers a déclaré vouloir en profiter. 1122. On est censé avoir stipulé pour soi et pour ses héritiers et ayant-cause, à moins que le 8 contraire ne soit exprimé ou ne résulte de la na- ture de la convention. 38 B. 2r T. Von Verträgen ꝛc. 9 Theil ohne dieſe Kunſtgriffe offenbar nicht contrahirt ha⸗ ben würde. Er wird nicht vermuthet, ſondern muß erwieſen werden. 1115. Ein aus Irrthum, durch Zwang oder Be⸗ trug zu Stande gekommener Vertrag iſt nicht kraft des Geſetzes(ipso jure) ungiltig; er begründet nur, in den im 7. Abſchnitte des 5. Capitels des gegenwärtigen Titels beſtimmten Fällen und auf die daſelbſt vorge⸗ ſchriebene Art, eine Klage auf Nichtigkeitserklärung oder Aufhebung(rescision.) 1118. Verletzung begründet die Nichtigkeit des Vertrags nur bey gewiſſen Verträgen, oder in Anſehung gewiſſer Perſonen, wie in demſelben Abſchnitte erklärt werden ſoll. 1119. In eigenem Namen kann man überhaupt nur für ſich ſelbſt eine Verbindlichkeit übernehmen oder ſich etwas verſprechen laſſen.(*) 1120. Jedoch kann man für einen Dritten gut ſa⸗ gen, und etwas verſprechen, das dieſer leiſten ſoll; in dieſem Falle iſt derjenige, der für den Dritten gut ge⸗ ſagt, oder deſſen Genehmigung zu erwirken verſprochen hat, zur Entſchädigung verbunden, wenn der Dritte ſich weigert, das Verſprechen zu erfüllen. 1121. Auch kann man zum Vortheile eines Drit— ten ſich etwas verſprechen laſſen, wenn dieß als Bedin⸗ gung eines Vertrags geſchieht, den man für ſich ſelbſt ſchließt, oder einer Schenkung, die man einem Andern macht. Wer einen ſolchen Vertrag geſchloſſen hat, kann nicht mehr davon abgehen, ſobald der Dritte erklärt hat, daß er Vortheil daraus ziehen wolle. 1122. Es wird immer vermuthet, daß man nicht bloß für ſich, ſondern auch für ſeine Erben und Rechts⸗ nachfolger contrahirt habe, wenn nicht das Gegentheil ausdrücklich ausgemacht worden iſt, oder aus der Natur des Vertrags von ſelbſt folgt. (*) S. Art. 1165. 10 L. III. T. III. Des Contrats ou Ohlig. convent. SECTION II. De la Capacité des Parties Contractanter. 1123. Toute personne peut contracter, si elle n'en est pas déclarée incapable par la loi. 1124PBl. Les incapables de contracter sont: Les mineurs, Les interdits, Les femmes mariées, dans les cas exprimés par la loi, Et généralement tous ceux auxquels la loi 4 interdit certains contrats. 1125. Le mineur, l'interdit et la feomme ma- riée ne peuvent attaquer, pour cause d'incapa- cité, leurs engagements, que dans les cas prévus par la loi. Les personnes capables de s'engager ne peu- vent opposer l'incapacité du mineur, dé l'inter- dit ou de la femme mariée, avec qui elles ont con- tracté. SECTION III. De l'Objet et de la Matière des Contrats. 1126. Tout contrat a pour objet une chose qu'une partie s'oblige à donner, ou qu'une partie s'oblige à faire ou à ne pas faire. 1127. Le simple usage ou la simple posses- sion d'une chose peut être, comme la chose me- me, l'objet du contrat. 1128. H n'y a que les choses qui sont dans le commerce qui puissent être l'objet des conventions. 1129. II faut que l'obligation ait pour objet une chose au moins déterminée quant à son espèce. La quotité de la chose peut être incertaine, pourvu qu'elle puisse étre déterminée. 1130. Les choses futures peuvent être l'objet d'une obligation. On ne peut cependant renoncer à une succes- sion non ouverte, ni faire aucune stipulation sur 3s B. 3r T. Von Verträgen ꝛc. 21 Zweyter Abſchnitt. Von der Fähigkeit der Contrahenten. 1123. Jedermann kann Verträge ſchließen, der nicht von dem Geſetze dazu für unfähig erklärt iſt. 1124. Unfähig Verträge zu ſchließen ſind: Minderjährige; Interdicirte; verheirathete Frauen in den durch das Geſetz be⸗ ſtimmten Fällen; und uͤberhaupt alle diejenigen, denen das Geſetz ge⸗ wiſſe Verträge unterſagt hat. 1125. Der Minderjährige, der Interdicirte und die verheirathete Frau können nur in den durch das Geſetz beſtimmten Fällen ihre eingegangenen Verbindlichkeiten aus dem Grunde ihrer Unfähigkeit anfechten. Perſonen, die fähig ſind, eine Verbindlichkeit zu übernehmen, können ſich nicht auf die Unfähigkeit des Minderjährigen, des Interdicirten, oder der verheira⸗ theten Frau, womit ſie contrahirt haben, berufen.) Dritter Abſchnitt. Von dem Gegenſtande der Verträge. 1126. Jeder Vertrag hat eine Sache zum Gegen⸗ ſtande, die ein Contrahent ſich verpflichtet zu geben, zu thun oder zu unterlaſſen. 1127. Der bloße Gebrauch oder der bloße Beſitz einer Sache kann, gleich der Sache ſelbſt, der Gegen⸗ ſtand eines Vertrags ſeyn. 1128. Nur Sachen, die dem Verkehr nicht entzo⸗ gen ſind, können Gegenſtand eines Vertrags ſeyn. 1129. Die Verbindlichkeit muß eine Sache zum Gegenſtande haben, die wenigſtens ihrer Gattung nach beſtimmt iſt. Die Quantitaͤt der Sache kann ungewiß ſeyn, wenn man nur zu deren Beſtimmung gelangen kann. 1150. Auch zukünftige Sachen können der Gegen⸗ ſtand einer Verbindlichkeit ſeyn. Jedoch kann man auf eine noch nicht eröffnete Erb⸗ ſchaft nicht Verzicht leiſten, noch über eine ſolche Erb⸗ 12 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convern. une pareille succession, meme avec le consente- ment de celui de la succession duquel il s'agit. SECTION IV. De la Cause. 1 1131. L'obligation sans cause, ou sur une fausse cause, ou sur une cause illicite, ne peut avoir aucun effet. 1132. La convention n'est pas moins valable, quoique la cause n'en soit pas exprimée. 1153. La cause est illicite, quand elle est pröohibée par la loi, quand elle est contraire aux bonnes moeurs ou à l'ordre public. CHAPITRE III. De l'Effet des Obligations. SECTION PREMIERE. Disyositions générales. 1134B. Les, conventions légalement formées tiennent lieu de loi à ceux qui les ont faites. Elles ne peuvent être révoquées que de leur consentement mutuel, ou pour les causes que la loi autorise. Elles doivent être exécutées de bonne foi. 1155. Les conventions obligent non- seule- ment à ce qui y est exprimé, mais encore à toutes les suites due'équité, l'usage ou la loi donnent à l'obligation d'après sa nature. 1 (*) S. Art. 791. 25r. 3s B. 3r T. Von Verträͤgen ꝛc. 13 ſchaft irgend einen Vertrag ſchließen, ſelbſt nicht mit Einwilligung desjenigen, von deſſen Nachlaſſe die Rede iſt.(*†) Vierter Abſchnitt. Von dem Grunde. 1131. Eine Verbindlichkeit die gar keinen Grund hat(obl. sine causa), oder auf einen falſchen(obl. ex causa falsa) oder auf einem unerlaubten Grund be⸗ ruht(obl. ex causa illicita), kann keine Wirkung hervorbringen. 1152. Zur Giltigkeit eines Vertrags wird jedoch nicht erfordert, daß der Grund der Verbindlichkeit(cau- sa debendi) darin ausgedrückt ſeye. 1133. Der Grund iſt unerlaubt, wenn er von dem Geſetze verboten, wenn er den guten Sitten oder der öffentlichen Ordnung zuwider iſt. Drittes Capitel. Von der Wirkung der Verbindlichkeiten. Erſter Abſchnitt. Allgemeine Verfügungen. 1154. Geſetzmäßig abgeſchloſſene Vertraͤge gelten unter den Contrahenten, gleich Geſetzen. Nur durch ihre wechſelſeitige Einwilligung oder aus geſetzlich gebilligten Urſachen können ſie wieder aufge⸗ hoben werden. Sie müſſen redlich(bona fide) erfüllt werden. 1135. Verträge verpflichten nicht nur zu demjeni⸗ gen, was darin ausgedrückt iſt, ſondern auch noch zu allem dem, was nach der Billigkeit, dem Gebrauche oder dem Geſetze aus der Natur der Verbindlichkeit folgt. ³) 3) was vermoͤge der Billigkeit, des Gebrauchs oder des Heiches dabey fuͤr natuͤrliche Verbindlichkeit zu halten iſt. E. 14 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. eonvent, SECTION II. De I'Obligation de donner. 1136. Lobligation de donner emporte celle de livrer la chose et de la conserver jusqu'aà la li- vraison, à peine de dommages et intérèts envers le créancier. 1137. L'obligation de veiller à la conservation de la chose, soit que la convention n'ait pour ob- jet que l'utilité de l'une des parties, soit qu'elle ait pour objet leur utilité commune, soumet celui qui en est chargé à y apporter tous les soins d'un bon père de famille. Cette obligation est plus ou moins étendue re- lativement à certains contrats, dont les effets, à cet égard, sont expliqués sous les titres qui les concernent. 1138. L'obligation de livrer la chose est par- faite par le seul consentement des parties con- tractantes. Elle rend le créancier propriétaire et met la chose à ses risques dès l'instant on elle a dü èetre livrée, encore que la tradition n'en ait point été faite, à moins que le débiteur ne soit en demeure de la livrer; auquel cas la chose reste aux risques de ce dernier. 1139. Le débiteur est constitué en demeure, soit par une sommation ou par autre acte équiva- lent, soit par l'effet de la convention, lorsqu'elle porte que, sans qu'il soit besoin d'acte et par la seule échéance du terme, le débiteur sera en de- meure. 1140. Les effets de l'obligation de donner ou de livrer un immeuble sont réglés au titre de la Vente et au titre des Priviléges et Hypothèques. 2141. Si la chose qu'on s'est obligé de donner ou de livrer à deux personnes successivement, est purement mobilière, celle des deux qui en a été mise en possession réelle est préférée et en de- meure propriétaire, encore que son titre soit pos- 5s B. 3r T. Von Verträgen ꝛc. 15α Zweyter Abſchnitt. Von der Verbindlichkeit etwas zu geben. 1156. Die Verbindlichkeit etwas zu geben bringt die weitere Verbindlichkeit mit ſich, die Sache zu über⸗ liefern und bis zur Überlieferung aufzubewahren, bey Strafe des dem Berechtigten zu leiſtenden Schadenser⸗ ſatzes. 1157. Die Verbindlichkeit für die Erhaltung der Sache Sorge zu tragen, verpflichtet denjenigen, dem ſie aufliegt, alle Sorgfalt eines guten Hausvaters darauf zu verwenden, der Vertrag mag nun bloß den Vortheil eines der Contrahenten, oder ihren gemeinſchaftlichen Nutzen zum Zweck haben. Dieſe Verbindlichkeit iſt mehr oder weniger ausge⸗ dehnt in Anſehung gewiſſer Verträge, deren dießfallſige Wirkungen in den von ihnen handelnden Titeln be⸗ ſtimmt ſind. 1138. Die Verbindlichkeit eine Sache zu überlie⸗ fern erhält ihre Vollkommenheit durch die bloße Einwil⸗ ligung der Contrahenten. Durch ſie geht das Eigenthum und die Gefahr der Sache auf den Berechtigten über, und zwar von dem Augenblicke an, wo die Sache überliefert werden ſollte, wenn gleich die Ubergabe nicht erfolgt iſt, es müßte denn der Verpflichtete mit Überlieferung derſelben im Verzug ſeyn, in welchem Falle ſie auf deſſen Gefahr bleibt. 1139. Der Verpflichtete wird in Verzug geſetzt, entweder durch eine Aufforderung oder eine andere gleich⸗ geltende Handlung, oder durch den Vertrag ſelbſt, wenn derſelbe die Beſtimmung enthält, daß durch den bloßen Ablauf des Termins und ohne daß es nach einer Hand⸗ lung bedürfte, der Verpflichtete in Verzug ſeyn ſolle. 1140. Die Wirkungen der Verbindlichkeit ein un⸗ bewegliches Gut zu geben oder zu überliefern ſind in den Titeln von dem Verkaufe und von Privilegien und Hypotheken beſtimmt. 1141. Iſt die Sache, welche zu geben oder zu überliefern man ſich gegen zwey Perſonen zu verſchiede⸗ nen Zeiten verpflichtet hat, eine bloß bewegliche, ſo hat diejenige von beyden den Vorzug, die in den wirklichen Beſitz der Sache geſetzt worden iſt, und ſie bleibt Eigen⸗ 16 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. térieur en date, pourvu toutefois que la possession soit de bonne foi. SECTION III. De T'Obligation de faire ou de ne pas faire, 1142. Toute obligation de faire ou de ne pas faire se résout en dommages et intérèts, en cas d'inexécution de la part du débiteur. 1145. Néanmoins le créancier a le droit de demander que ce qui' aurait été fait par contraven- tion à l'engagemenr, soit déetruit; et il peut se faire autoriser à le détruire aux dépens du débi- teur, sans préjudice des dommages et intérèts, s'il y a lieu. 1144. Le créancier peut aussi, en cas d'inexé- cution, être autorisé à faire exécuter lui- mèême Pobligation aux dépens du débiteur. 1145. Si l'obligation est de ne pas faire, ce- lui qui y contrevient doit les dommages et inté- réêts par le seul fait de la contravention. SECTION IV. Des Dommages et Intéréts résultant de l'inexé- cution de l'Obligation. 1146. Les dommages et intérèts ne sont dus que lorsque le débiteur est en demeure de remplir son obligation, excepté néanmoins lorsque la cho- se que le débiteur s'était obligé de donner ou de faire ne pouvait être donnée ou faite que dans un certain temps qu'il a laissé passer. 1147. Le débiteur est condamné, s'il y a lieu, au paiement de dommages et intérèts, soit à raison de l'inexécution de l'obligation, soit à raison du retard dans l'exécution, toutes les fois qu'il ne —— 3s B. 3r T. Von Verträgen ꝛc. 17 thümer derſelben, wenn gleich ihr Recht jünger ſeyn ſollte, vorausgeſetzt, daß ſie ſich in redlichem Beſitze befindet. Dritter Abſchnitt. Von der Verbindlichkeit etwas zu thun oder zu un⸗ terlaſſen. 1142. Jede Verbindlichkeit etwas zu thun oder zu unterlaſſen, lößt ſich, in ſo fern ſie von Seiten des Ver⸗ pflichteten nicht erfüllt wird, in die Verbindlichkeit zum Schadenserſatze auf. 1145. Demohngeachtet kann der Berechtigte ver— langen, daß das zerſtört werde, was etwa dem Vertrage zuwider gemacht worden iſt; auch kann er ſich ermächtigen laſſen, es auf Koſten des Verpflichteten ſelbſt zu zer⸗ ſtören; unbeſchadet ſeines etwa Statt findenden An⸗ ſpruchs auf Schadenserſatz. 1144. Wird die Verbindlichkeit nicht erfüllt, ſo kann der Berechtigte auch ermächtiget werden, ſie auf Ko⸗ ſten des Verpflichteten ſelbſt erfüllen zu laſſen. 1145. Bey einer Verbindlichkeit etwas zu unter⸗ laſſen, iſt derjenige, der ihr zuwider handelt, ſchon durch die vertragswidrige Handlung allein, zum Schadenserſatze verpflichtet. Vierter Abſchnitt. Von dem Schadenserſatze, als Folge der Nichterfül⸗ lung einer Verbindlichkeit. 1146. Zum Schadenserſatze iſt der Verpflichtete dann erſt verbunden, wenn er mit Erfüllung ſeiner Ver⸗ bindlichkeit im Verzug iſt, den Fall jedoch ausgenom⸗ men, wo das, was er zu geben oder zu thun ſich ver⸗ pflichtet hatte, nur binnen einer gewiſſen Zeit gegeben oder gethan werden konnte, und er dieſe Zeit vorüber⸗ gehen ließ. 1147. Hat der Verpflichtete ſeine Verbindlichkeit entweder gar nicht oder zu ſpät erfüllt, ſo wird er, ſo⸗ bald er nicht beweiſen kann, daß die Nichterfüllung von einer äuſſern, ihm nicht zuzurechnenden Urſache herrüh⸗ 2 Cod. N. 2. B. 18 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. justifie pas que l'inexécution provient d'une cause ctrangèere qui ne peut lui être imputée, encore qu'il n'y ait aucune mauvaise foi de sa part. 1146. II n'y a lieu à aucuns dommages et in- térêéts lorsque, par suite d'une force majeure ou d'un cas fortuit, le débiteur a été empèché de don- ner ou de faire ce à quoi il était obligé, ou a fait ce qui lui était interdit. 1149. Les dommages et intéréêts dus au eré- ancier sont, en général, de la perte qu'il a faite et du gain dont il a été privé, sauf les excepti- ons et modifications ci-aprées. 1150. Le débiteur n'est tenu que des dom- mages et intérèéts qui ont été prévus ou qu'on a pu prévoir lors du contrat, lorsque ce n'est point par son dol que l'obligation n'est point exécutée. 1151. Dans le cas même ou l'inexécution de la convention résulte du dol du débiteur, les dom- mages et intérèts ne doivent comprendre, à l'é- gard de la perte éprouvée par le créancier et du gain dont il a été privé, que ce qui est une suite Immédiate et directe de l'inexécution de la con- vention. 1152. Lorsque la convention porte que celui qui manquera de l'exécuter paiera une certaine somme à titre de dommages-intéréêts, il ne peut être alloué à l'autre partie une somme plus forte ni moindre. 1153. Dans les obligations qui se bornent au paiement d'une certaine somme, les dommages et intéreèts résultant du retard dans l'exécution ne consistent jamais que dans la condamnation aux intérèts fixés par la loi; sauf les règles particuliè- res au commerce et au cautionnement. (*) S. Art. 1205. (**) S. Art. 1146. 1772. 1881. 1882. 1883 u. 1929. 4) Der Schuldner wird— zur Zahlung der Schadlos⸗ haltung verurtheilt, wenn er nicht beweiſen kann, daß 38 B. 3r T. Von Verträgen ꝛc. 29 re, nach Beſchaffenheit der Umſtände zum Schadenser⸗ ſatze verurtheilt, wenn gleich von ſeiner Seite keine un⸗ redliche Abſicht(mala fides) vorhanden war.(*) 4) 1146. Es findet durchaus kein Schadenserſatz Statt, wenn der Verpflichtete durch unwiderſtehliche Gewalt oder Zufall verhindert worden iſt, daszenige zu geben oder zu thun, wozu er verpflichtet war, oder genöthiget wurde, das zu thun, was ihm unterſagt war.) 1149. Der dem Berechtigten zu leiſtende Scha⸗ denserſatz erſtreckt ſich im Allgemeinen auf den von ihm erlittenen Verluſt und auf den ihm entzogenen Gewinn, jedoch unter folgenden Ausnahmen und Einſchränkungen⸗ 1150. Iſt die Verbindlichkeit nicht durch Argliſt des Verpflichteten unerfullt geblieben, ſo hat er den Schaden und entbehrten Gewinn nur in ſo weit zu er⸗ ſetzen, als ſie zur Zeit der Abſchließung des Vertrags vorhergeſehen worden ſind oder doch vorhergeſehen wer⸗ den konnten. 1151. Selbſt in dem Falle, wo die Nichterfüllung des Vertrags von einer Argliſt des Verpflichteten her⸗ rührt, ſoll der Schadenserſat, in Anſehung des von dem Berechtigten erlittenen Verluſtes und des ihm entzogenen Gewinnes, ſich nur auf das erſtrecken, was eine unmit⸗ telbare und directe Folge der Nichterfüllung des Ver⸗ trags iſt. 1152. Iſt in dem Vertrage beſtimmt, daß derje⸗ nige, der ihn nicht erfüllen würde, eine beſtimmte Sum⸗ me als Schadenserſatz zahlen ſolle, ſo darf dem andern Theile weder mehr noch weniger zuerkannt werden, als dieſe Summe. 1153. Bey Verbindlichkeiten, die ſich auf Zahlung einer gewiſſen Summe beſchränken, beſteht der wegen verzögerter Erfüllung des Vertrags zu leiſtende Schadens⸗ erſatz immer nur in der Zahlung der geſetzlich beſtimmten Zinſen, unbeſchadet der für Handelsgeſchäfte und Bürg⸗ ſchaften befonders feſtgeſetzten Regeln. der Nichtvollzug von einer ihm fremden Urſache her⸗ ruͤhrt, die ihm nicht zur Laſt gelegt werden kann, und noch auſſerdem, daß gar keine Argliſt von ſeiner Seite vorhanden iſt. L. 2 20 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. Ces dommages et intéréets sont dus sans que le créancier soit tenu de justifier d'aucune perte. Ils ne sont dus que du jour de la demande, excepté dans les cas ouð la loi les fait courir de plein droit.— 1154. Les intéréts échus des capitaux peu- vent produire des intéeréts, ou par une demande judiciaire, ou par une convention spéciale, pour- vu que, soit dans la demande, soit dans la con- vention, il s'agisse d'intéréts dus au moins pour une année entière. 1155. Néanmoins les revenus échus, tels que ferxmages, loyers, arrérages de rentes perpétuel- les ou viagères, produisent intérêét du jour de la- demande ou de la convention. La même réègle s'applique aux restitutions de fruits, et aux intérets payés par un tiers au cré- ancier en acquit du débiteur. SECTION V. De PInterprétation des Conventions. 1156. On doit dans les conventions recher- cher quelle a été la commune intention des parties contractantes, plutòôt que de s'arrèter au sens lit- téral des termes. 1157. Lorsqu'une clause est susceptible de deux sens, on doit plutôt l'entendre dans celui avec lequel elle peut avoir quelque effet, que dans le sens avec lequel elle n'en pourrait produi- re aucun. 1158. Les termes susceptibles de deux sens doivent éêtre pris dans le sens qui convient le plus 2 la matière du contrat. ——— 3s B. 3r T. Von Verträgen ꝛc. 21 Dieſer Schadenserſatz muß geleiſtet werden, ohne daß der Berechtigte irgend einen Verluſt zu beweiſen ver⸗ bunden wäre. Er gebührt ihm nur vomTage der Anforderung 5) an, die Fälle jedech ausgenommen, wo das Geſetz verordnet, daß der Zinſenlauf kraft des Geſetzes(1psO jure) zu laufen anfangen ſolle. 1154. Verfallene Zinſen von Capitalien können wieder Zinſen tragen, entweder durch eine gerichtliche Klage, oder vermöge eines beſonderen Vertrags, wenn nur in der Klage ſowohl, als in dem Vertrage die Rede von Zinſen iſt, die wenigſtens von einem ganzen Jahre rückſtändig ſind. 1155. Fällige Einkünfte, als Pachtgelder, Mieth⸗ zins, verfallene immerwährende Renten oder Leib⸗ renten tragen jedoch(uneingeſchränkt) Zinſen von dem Ta⸗ ge der angeſtellten Klage oder des(über die Verzinſung dieſer Einkünfte abgeſchloſſenen) Vertrags an. ⁵) Daſſelbe gilt bey Zurückerſtattung von Früchten und bey Zinſen, die ein Dritter dem Gläubiger für Rech⸗ nung des Schuldners gezahlt hat. Fuͤnfter Abſchnitt. Ven der Auslegung der Verträge. 1156. Bey Verträgen muß man mehr auf die ge⸗ meinſchaftliche Abſicht des Contrahenten Rückſicht neh⸗ men, als bey dem buchſtäblichen Sinne der Worte ſte⸗ hen bleiben.() 1157. Eine doppelſinnige Clauſel muß man eher in dem Sinne nehmen, in welchem ſie einige Wirkung hervorbringen kann, als in dem, worin ſie unwirkſam ſeyn würde. 1158. Doppelſinnige Ausdrücke müſſen in dem Sinne genommen werden, welcher dem Weſen des Ver⸗ trages am angemeſſenſten iſt. (*) S. Art. 1163. 2048 U. 2049. 5) der angeſtellten Klage. E. u. S. 6) vom Tage der angeſtellten Klage, oder von der ver⸗ tragsmaͤſſig beſtimmten Verfallzeit an. E. 1 22 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. 1159. Ce qui est ambigu s'interprète par ce qui est d'usage dans le pays ou le contrat est Passé. 1160. On doit suppléer dans le contrat les clauses qui y sont d'usage, quoiqu'elles n'y soient pas exprimées. 3 1161. Toutes les clauses des conventions s'in- terprètent les unes par les autres, en donnant à chacune le sens qui résulte de l'acte entier. 1162. Dans le doute, la convention s'inter- prêète contre celui qui a stipulé, et en faveur de celui qui a contracté l'obligation. 1163. Quelque généraux que soient les ter- mes dans lesquels une convention est congue, elle ne comprend qut les choses sur lesquelles il paratt que les parties se sont proposé de contracter. 116 44. Lorsque dans un contrat on a exprimé un cas pour Pexplication de l'obligation, on n'est Pas censé avoir voulu par-Ià restreindre l'étenque que l'engagement reçoit de droit aux cas non ex- primés. SECTION VI. De V'Eſfes des Conventions& T'egard des Tiers. 1165. Les conventions n'ont d'effet qu'entre les parties contractantes; elles ne nuisent point au tiers, et elles ne lui proftent due dans le cas prévu par l'article 1121. 1166. Néanmoins les créanciers peuvent exer- cer tous les droits et actions de leur débiteur, à'exception de ceux qui sont exclusivement atta- chés à la personne. 1167. Ils peuvent aussi, en leur nom per- sonnel, attaquer les actes faits par leur débiteur en fraude de leurs droits. — 38 B. 3r T. Von Vertraͤgen ꝛc. 25 1159. Was zweydeutig iſt, erhält ſeine Auslegung aus dem, was in dem Lande üblich iſt, wo der Vertrag geſchloſſen wurde. . 1160. Die bey einem Vertrage gewöhnlichen Clau⸗ ſeln ſind immer fuͤr demſelben beygefügt zu achten, wenn ſie gleich nicht darin ausgedrückt ſind. 1161. Von allen Clauſeln eines Vertrags dient immer eine zur Auslegung der andern, indem man einer jeden den Sinn beylegt, der ſich aus dem ganzen Ge⸗ ſchäfte ergibt. 1162. Im Zweifel iſt ein Vertrag gegen den Be⸗ rechtigten und zum Vortheile des Verpflichteten auszu⸗ legen. 1163. So allgemein auch immer die Ausdrücke ſeyn mögen, in welchen ein Vertrag abgefaßt iſt, ſo er⸗ ſtreckt er ſich doch nur auf diejenigen Gegenſtände, von welchen es klar iſt, daß die Partheyen darüber zu con⸗ trahiren die Abſicht hatten. 7) 116 4. Hat man in einem Vertrage zur Exläute⸗ rung der Verbindlichkeit einen Fall ausgedrückt, ſo wird nicht vermuthet, daß man dadurch den Umfang habe be⸗ ſchränken wollen, den die Verbindlichkeit in den nicht ausgedrückten Fällen den Geſetzen nach hat. Sechſter Abſchnitt. Von der Wirkung der Verträge in Rückſicht auf drit⸗ te Perſonen. 1265. Verträge bringen nur unter den Ceontra⸗ henten Wirkung hervor; ſie gereichen einem Dritten nicht zum Nachtheil, und ſie nützen ihm nur in dem im 1121. Art. beſtimmten Falle. 1166. Doch können die Gläubiger alle Rechte und Klagen ihres Schuldners geltend machen, diejenigen aus⸗ ſewonmnen⸗ die ausſchließlich auf deſſen Perſon beſchränkt ind. 1167. Auch können ſie in eigenem Namen die Handlungen anfechten, die ihr Schuldner zu Beeinträch⸗ tigung(in fraudem) ihre Rechte vorgenommen hat. 7) woruͤber die Partheyen zu contrahiren die Abſicht ge⸗ habt zu haben ſcheinen. D. u. E. 1— 24 L. HHI. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. Ils doivent néanmoins 95 énoncés au titre der Succeg Contrat de mariage et des pouoc, se conformer CHAPITRE IVV. Des diverses especes d'Obligations. — SECTION PREMIERE. Des Obligations onditionnelles. §. Ter. De la Condition en général, et de ses diverses especes- 1168. Lyobligation est conditio la fait dépendre d'un événement fu soit en la suspendant jusqu'à ce que l'événement arrive, soit en la résiliant, selon que l'événement arrivera ou n'arrivera pas. nnelle lorsqu'on tur et incertain, 1169. La condition caruelle est celle qui ds- pend du hasard, et qui n'est nullement au Pouvoir du créancier niſdu débiteur. 1170. La condition otéegstative est celle qui ait dépendre l'exécution de la convention, d'un événement qu'il est au pouvoir de Pune ou de l'autre des parties contractantes de faire arriver ou d'empécher. ¹ 1171. La condition mixtke est celle qui dépend tout-à-la-fois de la volonté d'une des parties con- tractantes, et de la volonté d'un tiers. 1172. Toute condition d'une chose impossible, ou contraire aux bonnes moeurs, ou prohibée par la loi, est nulle, et rend nulle la convention qui en dépend. ¹ / quant à leurs droits Siong et au titre du Droits respectiſs der aux régles qui y sont pres- crites. 3 —- B—2 38 B. 3 r T. Von Verträgen ꝛc. 25 Jedoch müſſen ſie, ſo viel ihre in den Titeln von der Erbfolge und von dem Ehecontracte un d den wechſelſeitigen Rechten der Ehegatten beſtimmten Rechte betrifft, ſich nach den dort vorgeſchrie⸗ benen Regeln richten. Viertes Capitel. Von den verſchiedenen Gattungen der Verbind⸗ lichkeiten. Erſter Abſchnitt. Von bedingten Verbindlichkeiten. §. I. Von der Bedingung im Allgemeinen und ihren verſchiedenen Arten. 1168. Eine Verbindlichkeit iſt bedingt, wenn man ſie von einem künftigen und ungewiſſen Ereigniß abhängig gemacht hat, es ſey nun, daß ſie bis zum Eintritt dieſes Ereigniſſes aufgeſchoben ſeyn ſoll, oder daß ſie wieder aufgehoben werden ſoll, je nachdem das Ereigniß eintritt oder nicht. 1169. Eine zufällige Bedingung iſt eine ſol⸗ che, welche vom Zufalle abhängt, und die auf keine Wei⸗ ſe in der Gewalt des Berechtigten oder des Verpflichte ten ſteht. 1170. Eine willkührliche Bedingung iſt eine⸗ ſolche, welche die Erfüllung des Vertrags von einem Er⸗ eigniß abhängig macht, welches herbeyzuführen oder zu verhindern in der Gewalt des einen oder des andern der Contrahenten ſteht. 1171. Eine vermiſchte Bedingung iſt eine ſol⸗ che, die zugleich von der Willkühr eines der Contrahen⸗ ten und von der Willkühr eines Dritten abhängt. 1172. Jede Bedingung, die eine unmögliche Sa⸗ che zum Gegenſtande hat, oder den guten Sitten zuwi⸗ der, oder durch das Geſetz verboten iſt, iſt ungiltig, und macht den von ihr abhängigen Vertrag nichtig. ——— — 26 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. 1173. La condition de ne pas faire une chose impossible ne rend pas nulle Tobligation contractée sous cette condition. 2174B. Toute obligation est nulle lorsqu'elle a été contractée sous une condition Potestative de la part de celui qui s'oblige.. 1175. Toute condition doit èêtre accomplie de la manière que les parties ont vraisemblablement voulu et entendu qu'elle le füt.. 1176. Lorsqu'une obligation est contractée sous la condition qu'un événement arrivera dans un temps fixe, cette condition est censée défail- lie lorsque le temps est expiré sans que l'événe- ment soit arrivé. S'il n'y a point de temps fixe, la condition peut toujours être accomplie; et elle n'est censée dofaillie que lorsqu'il est devenu cer- tain que l'événement n'arrivera pas. 1177. Lorsqu'une obligation est contractée sous la condition qu'un évenement n'arrivera pPas dans un temps hxe, cette condition est accomplie lorsque ce temps est expiré sans que l'événement soit arrivé: elle T'est également, si avant le ter- me il est certain que P'événement n'arrivera pas; et s'il n'y a pas de temps déterminé, elle n'est accomplie que lorsqu'il est certain que l'événe- ment n'arrivera pas. 1176. La condition est réputée accomplie lorsque c'est le débiteur, obligé sous cette con- dition, qui en a empéèché Taccomplissement.. 1179. La condition accomplie a un effet ré- troactif au jour auquel l'engagement a été con- tracté. Si le créancier est mort avant l'accom- pPlissement de la condition, ses droits passent à son héritier. 1180. Le créancier peut, avant que la con- dition soit accomplie, exercer tous les actes con- servatoires de son droit. 38 B. 3r T. Von Verdrägen ꝛe. 27 1175. Die Bedingung, etwas unmögliches nicht zu thun, macht die unter dieſer Bedingung eingegangene Verbindlichkeit nicht ungiltig. 1174. Jede Verbindlichkeit iſt ungiltig, welche un⸗ ter einer Bedingung eingegangen worden iſt, die von der Willkühr des Verpflichteten abhängt. 1175. Jede Bedingung muß auf die Art erfüllt werden, wie die Contrahenten wahrſcheinlicherweiſe ge⸗ wollt und verſtanden haben, daß ſie erfüllt werden ſolle. 1476. Iſt eine Verbindlichkeit unter der Bedin⸗ gung eingegangen worden, daß ein Ereigniß binnen ei⸗ ner beſtimmten Zeit eintreten ſolle, ſo iſt die Bedingung für nicht erfüllt zu achten, ſobald dieſe Zeit verſtrichen iſt, ohne daß das Ereigniß eingetreten iſt. Iſt keine Zeit beſtimmt, ſo kann die Bedingung zu jeder Zeit er⸗ füllt werden, und dieſelde iſt erſt dann für nicht erfüllt zu achten, wenn es zur Gewißheit geworden iſt, daß das Ereigniß nicht eintreten werde. 1177. Iſt eine Verbindlichkeit unter der Bedin⸗ gung eingegangen worden, daß ein Ereigniß binnen ei⸗ ner beſtimmten Zeit nicht eintreten ſolle, ſo iſt die Be⸗ dingung erfüllt, ſobald dieſe Zeit verſtrichen iſt, ohne daß das Ereigniß eingetreten iſt; fie iſt auch dann erfüllt, wenn es vor Ablauf dieſer Zeit ſchon zur Gewißheit ge⸗ worden iſt, daß das Ereigniß nicht eintreten wer⸗ de. Iſt keine Zeit beſtimmt, ſo iſt ſie erſt dann erfuͤllt, wenn es gewiß iſt daß das Eveigniß nicht eintreten werde. 1178. Eine Bedingung iſt für erfüllt zu achten, wenn der unter dieſer Bedingung Verpflichtete ihre Er⸗ fuͤllung ſelbſt verhindert hat. 1179. Eine erfüllte Bedingung wirkt rückwärts bis auf den Tag, an welchem die Verbindlichkeit übernom⸗ men worden iſt. Stirbt der Berechtigte vor Erfüllung der Bedingung, ſo gehen ſeine Rechte auf ſeine Er⸗ ben über. 1180. Ehe die Bedingung erfüllt iſt, kann der Berechtigte alle Handlungen vornehmen, die zur Siche⸗ rung ſeines Rechts dienen können. 28 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. §. II. De la Condition suspensive. 1181r. L'obligation contractée sous une con- dition suspensive est celle qui dépend ou d'un Svénement futur et incertain„ ou d'un événe- ment actuellement arrivé, mais encore inconnu des parties.. Dans le premier cas, l'obligation ne peut Stre exécutée qu'après l'événement. Dans le second cas, P'obligation a son effet du jour on elle a été contractée. 1132. Lorsque l'obligation a été contractée sous une condition suspensive, la chose qui fait la matière de la convention demeure aux risques du débiteur qui ne s'est obligé de la livrer que dans le cas de l'événement de la condition. Si la chose est entierement périe sans la faute du débiteur, l'obligation est éteinte. Si la chose s'est détériorée sans la faute du débiteur, le créäncier a le choix ou de résoudre l'obligation, ou d'exiger la chose dans l'stat ou elle se trouve, sans diminution du prix. . 1 Si la chose s'est détériorée par la faute du débiteur, le créancier a le droit ou de résoudre Pobligation, ou d'exiger la chose dans l'état ou elle se trouve, avec des dommages et intéréêts. §. III. De la Condition résolutoire. 1183. La condition résolutoire est celle qui, Iorsqu'elle s'accomplit, opère la révocation de —— ——— 38 B. 3r T. Ven Verträgen c. 29 §. II. Von der aufſchiebenden Bedingung 1187. Eine unter einer aufſchiebenden Bedingung uübernommene Verbindlichkeit iſt eine ſolche, die entwe⸗ der von einem zukünftigen und ungewiſſen Ereigniß ab⸗ hängt, oder von einem bereits eingetretenen Ereigniß, das aber den Contrahenten noch unbekannt iſt. Im erſten Falle kann die Verbindlichkeit erſt nach dem Eintritt des Ereigniſſes erfüllt werden. Im zweyten Falle tritt die Wirkſamkeit der Ver⸗ bindlichkeit mit dem Tage ein, an welchem ſie eingegan⸗ gen worden iſt. 1182. Iſt die Verbindlichkeit unter einer aufſchie⸗ benden Bedingung eingegangen worden, ſo bleibt die Sache, welche den Gegenſtand des Vertrags ausmacht, auf Gefahr des Verpflichteten, der ſich zu ihrer Überlie⸗ ferung nur auf den Fall verpflichtet hat, wenn die Be⸗ dingung eintreten würde. Iſt die Sache ohne Verſchulden des Verpflichteten gänzlich zu Grunde gegangen, ſo iſt die Verbindlichkeit erloſchen. Hat ſich die Sache ohne Verſchulden des Verpflich⸗ teten verſchlimmert, ſo hat der Berechtigte die Wahl, entweder die Verbindlichkeit aufzuheben, oder die Sache in dem Zuſtande, worin ſie ſich beſindet, zu fordern, ohne jedoch den(dafür verſprochenen) Preis zu vermindern. ³) Hat ſich die Sache durch Verſchulden des Verpflich⸗ teten verſchlimmert, ſo hat der Berechtigte die Wahl, entweder die Verbindlichkeit aufzuheben, oder die Sa⸗ che in dem Zuſtande, worin ſie ſich befindet, nebſt Scha⸗ denserſatz, zu fordern. §. III. Von der aufloͤſenden Bedingung. 1163. Eine auflöſende Bedingung iſt eine ſolche, welche, ſobald ſie eintritt, die Aufhebung der Verbind⸗ 8) oder die Sache in dem Stande, worin ſie ſich befin⸗ det, und ohne Preisverminderung zu begehren. 8 oder die Sache in dem Stande, worin ſie ſich befindet, und ohne Verringerung zu begehren. E. 50 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. Tobligation, et qui remet les choses au meme état que si l'obligation n'avait pas existé. Elle ne suspend point Pexécution de l'obliga- tion: elle oblige seulement le créancier à restituer ce qu'il a reçu, dans le cas oùð l'événement pré- vu par la condition arrive. 1184. La condition résolutoire est toujours sous-entendue dans les contrats synallagmatiques, pour le cas ouð l'une des deux parties ne satis- fera point à son engagement. Dans ce cas, le contrat n'est point résolu de plein droit. La partie envers laquelle l'enga- gement n'a point été exécuté, a le choix ou de forcer l'autre a l'exécution de la convention lors- qu'elle est possible, ou d'en demander la résolu- tion avec dommages et intéréèts. La résolution doit êétre demandée en justice, et il peut être accordé au défendeurx un délai se- lon les circonstances. SECTION II. Dey Obligations à terme. 1185. Le terme diffère de la condition, en ce qu'il ne suspend point l'engagement, dont il retarde seulement l'exécution. 1186. Ce qui n'est dü qu'à terme, ne peut être exigé avant l'échéance du terme; mais ce qui a été payé d'avance, ne peut éêtre répété. 1187. Le terme est toujours présumé sti- pulé en faveur du débiteur, à moins qu'il ne ré- sulte de la stipulation, ou des circonstances, qu'il a été aussi convenu en faveur du créancier. 1188. Le débiteur ne peut plus réclamer le bénéfice du terme lorsqu'il a fait faillite, ou lors- 38 B. 31r T. Von Verträgen ꝛc. 31 lichkeit bewirkt, und alles wieder in denſelben Zuſtand verſetzt, als wenn die Verbindlichkeit gar nicht vorhan⸗ den geweſen wäre. Durch ſie wird die Erfüllung der Verbindlichkeit nicht aufgeſchoben; ſie verpflichtet nur den Berechtigten, das Empfangene in dem Falle zu erſtatten, wenn das zur Bedingung gemachte Ereigniß eintritt. 1184. Bey zweyſeitigen Verträgen wird immer ſtillſcheigend die Bedingung vorausgeſetzt, daß der Ver⸗ trag aufgehoben ſeyn ſolle, wenn einer von beyden Thei⸗ len ſeine Verbindlichkeit nicht erfüllt.(*) In dieſem Falle iſt der Vertrag nicht ſchon kraft des Geſetzes aufgehoben. Der Contrahent, gegen den die Verbindlichkeit nicht erfüllt worden iſt, hat die Wahl, entweder den andern zur Erfüllung des Vertrags, wenn ſie noch möglich iſt, zu zwingen, oder die Aufhebung deſ⸗ ſelben, nebſt Schadenserſatz, zu fordern. Auf die Aufhebung muß gerichtlich geklagt werden, und dem Beklagten kann den Umſtänden nach ein Auf⸗ ſchub geſtattet werden. Zweyter Abſchnitt. Von Verbindlichkeiten unter Zeitbeſtimmung. 1185. Die Zeitbeſtimmung unterſcheidet ſich von der Bedingung dadurch, daß ſie nicht die Verbindlichkeit ſelbſt aufſchiebt, ſondern nur ihre Erfüllung weiter hin⸗ ausſetzt. 1186. Was man erſt an einem Termin zu zahlen ſchuldig iſt, kann nicht vor Ablauf dieſes Termins ge⸗ fordert werden; was jedoch vor der Zeit gezahlt worden iſt, das kann nicht zurückgefordert werden. 1187. Bey einem Termine tritt immer die Ver⸗ muthung ein, daß er zum Vortheile des Verpflichteten ausbedungen worden ſeye, in ſo fern nicht aus dem Ver⸗ trage ſelbſt oder aus den Umſtänden erhellet, daß er zu⸗ gleich zum Vortheile des Berechtigten feſtgeſetzt wor⸗ den iſt. 1188. Der Verpflichtete kann auf den Vortheil des Termins keinen Anſpruch mehr machen, wenn er in Con⸗ (*) S. Art. 1654 u 1764. 32 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. que par son fait il a diminué les süretés qu'il avait données par le contrat à son créancier. SECTION III. Des Obligations alternatives. 1189. Le débiteur d'une obligation alterna- tive est libéré par la délivrance de Pune des deux choses qui étaient comprises dans Pobligation. 1190. Le choix appartient au débitéur, s'il n'a pas été expressément accordé au créancier. 1191. Le débiteur peut se libérer en gFéli- vrant l'une des deux choses promises; mais il ne peut pas forcer le créancier à recevoir une partie de l'une, et une partie de l'autre. 1192. L'obligation est pure et simple, quoi- que contractée d'une manière alternative, si Pune des deux choses promises ne pouvait èêtre le su- jet de l'obligation. 1193. L'obligation alternative devient pure et simple, si'une des-choses promises périt et neê peut plus être livrée, mème par la faute du débiteur. Le prix de cette chose ne peut pas étre offert à sa place. Si toutes deux sont péries, et que le débi- teur soit en faute à l'égard de l'une d'elles, il doit payer le prix de celle qui a péri la dernière. 1194. Lorsque, dans les cas prévus par l'ar- ticle précédent, le choix avait été déféré par la convention au créancier, Ou l'une des choses seulement est périe; et alors, si c'est sans la faute du débiteur, le cré- ancier doit avoir celle qui reste; si le débiteur 8— ——— 3s B. 3r T. Von Vertraͤgen ꝛc. 35 eurs gerathen iſt, oder wenn er durch ſein Verſchulden die Sicherheit vermindert hat, die er dem Berechtigten in dem Vertrage geſtellt hatte. Dritter Abſchnitt. Von alternativen Verbindlichkeiten. 1189. Wer eine alternative Verbindlichkeit über⸗ nommen hat, der wird dadurch befreyt, daß er Eine von den beyden in der Verbindlichkeit begriffenen Sachen überliefert. 1190. Die Wahl gebührt dem Verpflichteten, wenn ſie nicht ausdrücklich dem Berechtigten eingeräumt worden iſt. 1191. Der Verpflichtete kann ſich von ſeiner Ver⸗ bindlichkeit befreyen, wenn er von den beyden verſpro⸗ chenen Sachen Eine überliefert; aber er kann den Be⸗ rechtigten nicht zwingen, einen Theil von der einen, und einen Theil von der andern Sache anzunehmen. 1192. Konnte von beyden verſprochenen Sache Ei⸗ ne kein Gegenſtand der Verbindlichkeit ſeyn, ſo gilt die Verbindlichkeit für eine einfache, wenn ſie gleich al⸗ ternativ übernommen worden iſt. 1195. Eine alternative Verbindlichkeit verwandelt ſich in eine einfache, wenn Eine der verſprochenen Sa⸗ chen, ſelbſt durch Verſchulden des Verpflichteten, zu Grunde geht, und nicht mehr geliefert werden kann. Der Werth dieſer Sache kann nicht ſtatt ihrer angebo⸗ ten werden. Sind beyde Sachen zu Grunde gegangen, und zwar die eine durch Verſchulden des Verpflichteten, ſo muß er den Werth derjenigen zahlen, die zuletzt zu Grunde gegangen iſt. 1 194. War in den im vorhergehenden Artikel ausge⸗ drückten Fäallen, durch den Vertrag die Wahl dem Be⸗ rechtigten überlaſſen: ſo iſt entweder nur Eine von den Sachen zu Grunde gegangen, und dann gebührt dem Berechtigten die übrig⸗ gebliebene Sache, wenn den Verpflichteten dabey keine Schuld trifft; liegt hingegen die Schuld an dem Ver⸗ pflichteten, ſo kann der Berechtigte die übriggebliebene Cod. N. 2 B. ₰ 54 L. II. T. III. Des Contrats ou Gblig. convent. est en faute, le créancier peut demander la chose qui reste, ou le prix de celle qui est périe; Ou les deux choses sont péries; et alors, si le débiteur est en faute à l'égard des deux, ou 2* 2 2 même à l'égard de l'une d'elles seulement, le créancier peut demander le prix de l'une ou de Pautre à son choix. 1195. Si les deux choses sont péries sans la faute du débiteur, et avant qu'il soit en demeure, l'obligation est éteinte, conformément à'article 1302. 1196. Les méemes principes s'appliquent aux cas ou il y a plus de deux choses comprises dans l'obligation alternative. SECTION IV. Des Obligations solidaireg. §. J. De la Solidarité entre les créanciers. 1197. L'obligation est solidaire entre plusi- eurs créanciers lorsque le titre donne expressé- ment à chacun d'eux le droit de demander le paiement du total de la créance, et que le paie- ment fait à l'un d'eux libère le débiteur, encore que le bénéfice de l'obligation soit partageable et divisible entre les divers créanciers. 1198. Il est au choix du débiteur de payer à l'un ou à l'autre des créanciers solidaires, tant qu'il n'a pas été prévenu par les poursuites de l'un d'eux. Näéanmoins la remise qui n'est faite que par Pun des créanciers solidaires, ne libère le débi- teur que pour la part de ce créancier. 3s B. 3r T. Von Vertraͤgen ꝛc. 35 Sache oder den Werth der zu Grunde gegangenen ver⸗ langen; oder es ſind beyde Sachen zu Grunde gegangen; in dieſem Falle kann der Berechtigte, nach Willkühr, den Werth der einen oder der andern verlangen, wenn der Verpflichtete an dem Untergange beyder Sachen, oder auch nur der einen, Schuld iſt. 2) 1195. Sind beyde Sachen ohne Verſchulden des Verpflichteten und ehe er im Verzug war zu Grunde ge⸗ gangen, ſo iſt, in Gemäßheit des 1302. Artikels, die Ver⸗ bindlichkeit erloſchen.. 1196. Dieſelben Grundſätze ſind in den Fällen an⸗ wendbar, wo die alternative Verbindlichkeit ſich auf mehr als zwey Sachen erſtreckt. Vierter Abſchnitt. Von ſolidariſchen Rechten und Verbindlichkeiten. §. I. Von ſolidariſchen Rechten. 1197. Eine Forderung ſteht mehreren Berechtigten ſolidariſch zu, wenn der Vertrag ¹⁰) einem jeden von ihnen ausdrücklich das Recht gibt, die Zahlung der gan⸗ zen Forderung zu verlangen, und die an Einen von ih⸗ nen geleiſtete Zahlung den Verpflichteten befreyt, wenn gleich der aus der Forderung entſpringende Vortheil ſich unter den verſchiedenen Berechtigten theilen ließe. 1193. Es hängt von der Willkühr des Verpflichte⸗ ten ab, an welchen der ſolidariſch Berechtigten er die Zahlung leiſten wolle, ſo lange er nicht von einem derſel⸗ ben deshalb belangt worden iſt. Demohngeachtet befreyt der von Einem der ſolidariſch Berechtigten geſchehene Erlaß der Forderung den Ver⸗ pflichteten nur für den Antheil dieſes Mitberechtigten. 9) wenn dieß bey beyden oder auch nur in Anſehung ei⸗ ner, ohne Verſchulden des Verpflichteten, geſchehen iſt. E. 10) Titel. L. D. urkunde. M. Verſchreibung. 8. n. E. 3 36 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. 1199. Tout acte qui interrompt la preserip- tion à Pégard de l'un des créanciers solidaires, profite aux autres créanciers. §. II. De la Solidarité de la part des débiteurs. 1200. II y a solidarité de la part des débi- teurs, lorsqu'ils sont obligés à une méême chose, de manière que chacun puisse être contraint pour la totalité, et que le paiement fait par un seul libère les autres envers le créancier. 1201. L'obligation peut être solidaire quoi- que l'un des débiteurs soit obligé differemment de l'autre au paiement de la méême chose; par exemple, si Pun n'est obligé que conditionnelle- ment, tandis que l'engagement de l'autre est pur et simple, ou si l'un a pris un terme qui n'est point accordé à l'autre. 1202. La solidarité ne se présume point; il faut qu'elle soit expressément stipulée. Cette règle ne cesse que dans les cas où la solidarité a lieu de plein droit, en vertu d'une disposition de la loi. 1205. Le créancier d'une obligation contrac- tée solidairement peut s'adresser à celui des dé- biteurs qu'il veut choisir, sans que celui-ci puisse lui opposer le bénéfice de division. 1204. Les poursuites faites contre l'un des débiteurs n'empéchent pas le créancier d'en exer- cer de pareilles contre les autres. 1205. Si la chose due a péri par la faute ou- pendant la demeure de l'un ou de plusieurs des débiteurs solidaires, les autres codébiteurs ne sont point déchargés de l'obligation de payer le prix de la chose; mais ceux-ci ne sont point tenus des dommages et intérèts. Le créancier peut seulement répéter les dom- mages et intérèts tant contre les débiteurs par — 38 B. 3r T. Von Verträgen ꝛc. 37 1199. Jede Handlung, welche in Rückſicht Eines der ſolidariſch Berechtigten die Verjährung unterbricht, kommt auch allen ſeinen Mitberechtigten zu Gute. S. II. Von ſolidariſchen Verbindlichkeiten. 1200. Unter mehreren Verpflichteten iſt eine ſoli⸗ dariſche Verbindlichkeit vorhanden, wenn ſie zu einer und derſelben Sache dergeſtalt verpflichtet ſind, daß je⸗ der von ihnen zur Leiſtung des Ganzen gezwungen wer⸗ den kann, und die von Einem geleiſtete Zahlung die übrigen gegen den Berechtigten befreyt. 1201. Eine Verbindlichkeit kann ſolidariſch ſeyn, wenn gleich einer der Schuldner nicht auf eben die Wei⸗ ſe, wie der andere, zur Zahlung derſelben Sache ver⸗ pflichtet iſt; zum Beyſpiele, wenn der eine nur bedingt, der andere aber unbedingt verpflichtet iſt, oder wenn ei⸗ ner ſich einen Termin ausbedungen hat, der dem andern nicht zugeſtanden iſt. 3 1202. Daß eine Verbindlichkeit ſolidarich ſey, wird— nicht vermuthet; dieß muß ausdrücklich bedungen werden. Dieſe Regel leidet nur in den Fällen eine Ausnah⸗ me, wo das Geſetz beſtimmt, daß eine Verbindlichkeit kraft des Geſetzes(ipso jure) ſolidariſch ſeye.(*) 1203. Der Berechtigte, dem Mehrere ſolidariſch verpflichtet ſind, kann ſich unter den Verpflichteten hal⸗ ten, an welchen er will, ohne daß dieſer ihm die Einre⸗ de der Theilung entgegenſetzen könnte. 1204. Hat der Berechtigte gegen einen der Mit⸗ verpflichteten geklagt, ſo hindert ihn dieß nicht in Anſe⸗ hung der übrigen ein Gleiches zu thun. 1205. Iſt die Sache, welche den Gegenſtand der Verbindlichkeit ausmachte, durch Verſchulden oder wäh⸗ rend des Verzugs eines oder mehrerer der ſolidariſch Ver⸗ pflichteten zu Grunde gegangen, ſo ſind die übrigen Mit⸗ verpflichteten von der Verbindlichkeit den Werth der Sa⸗ che zu zahlen nicht befreyt, zum Schadenserſatze ſind ſie aber nicht verpflichtet. Den Schadenserſatz kann der Berechtigte nur von denjenigen Mitverpflichteten fordern, durch deren Ver⸗ —S S. Art. 395. 396. 1442. 1734. 1887. 2002 10. 2025. 35 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. la faute desquels la chose a péri, due contre ceux qui étaient en demeure. 1206. Les poursuites faites contre l'un des débiteurs solidaires interrompent la prescription à l'égard de tous. 1207. La demande d'intérèts formée contre T'un des débiteurs solidaires fait courir les inté- rèts à l'égard de tous. 1208. Le codébiteur solidaire poursuivi par le créancier peut opposer toutes les exceptions qui résultent de la nature de l'obligation, et toutes celles qui lui sont personnelles, ainsi que celles qui sont communes à tous les codébiteurs. Il ne peut opposer les exceptions qui sont Purement personnelles à quelques- uns des autres codébiteurs. 1209 Lorsque l'un des débiteurs devient héritier unique du créancier, ou lorsque le cré- ancier devient l'unique héritier de l'un des dé- biteurs, la confusion n'éteint la créance solidaire que pour la part et portion du débiteur ou du eréancier. 1210. Le créancier qui consent à la division de la dette à l'égard de l'un des codébiteurs, con- serve son action solidaire contre les autres, mais sous la déduction de la part du débiteur qu'il a déchargé de la solidarité. 1211. Le créancier qui reçoit divisément la part de l'un des débiteurs, sans réserver dans la quittance la solidarité ou ses droits en général, ne renonce à la solidarité qu'à l'égard de ce dé- biteur. Le créancier n'est pas censé xremettre la so- lidaxité au débiteur lorsqu'il regoit de lui une 38 B. 3r T. Von Verträgen ꝛc. 39 ſchulden die Sache zu Grunde gegangen iſt, ſo wie von denen, die im Verzug waren. 1206. Das gegen Einen der ſolidariſch Verpflichte⸗ ten angeſtellte gerichtliche Verfahren unterbricht die Ver⸗ jährung in Rückſicht aller Mitverpflichteten. 1207. Wird gegen Einen der ſolidariſch Verpflich⸗ teten auf Zahlung der Zinſen geklagt, ſo fangen die Zin⸗ ſen in Anſehung aller Mitperpflichteten zu laufen an. 11) 1208. Der ſelidariſch Verpflichtete, gegen den der Berechtigte geklagt hat, kann alle diejen igen Einre⸗ den vorſchützen, die aus der Natur der Verbindlichkeit fließen, ſo wie auch alle diejenigen, die ihm perſönlich, oder die ſämmtlichen Mitverpflichteten gemeinſchaftlich zuſtehen. Diejenigen Einreden kann er nicht vorſchützen, die nur einigen der übrigen Mitverpflichteten für ihre Per⸗ ſon zuſtehen. 5 1209. Wird einer der Verpflichteten einziger Erbe des Berechtigten, oder der Berechtigte einziger Erbe ei⸗ nes der Mitverpflichteten, ſo tilgt dieſe Vereinigung (confusio) die ſolidariſche Verbindlichkeit nur für den Antheil dieſes Verpflichteten oder Berechtigten. 1210. Hat der Berechtigte in die Theilung der Schuld in Anſehung Eines der Mitverpflichteten einge⸗ williget, ſo bleiben ihm dennoch die übrigen ſolidariſch verpflichtet, jedoch nur nach Abzug des Antheils desjeni⸗ gen Mitverpflichteten, dem die ſolidariſche Verbindlich⸗ keit iſt erlaſſen worden. 1211. Nimmt der Berechtigte von Einem der Mit⸗ verpflichteten deſſen Antheil beſonders an, ſo erläßt er dadurch nur dieſem Verpflichteten die ſolidariſche Ver⸗ bindlichkeit, wenn er gleich in der Quittung ſich weder die Fortdauer der ſolidariſchen Verbindlichkeit(in Anſe⸗ hung der übrigen Verpflichteten), noch auch ſeine Rech⸗ te überhaupt vorbehält. Nimmt der Berechtigte von Einem der Mitverpflich⸗ teten eine Summe an, die deſſen Antheile an der Schuld 11) Die wider Einen der ſolidariſch Verpflichteten ge⸗ richtete Klage macht, daß(von deren Anſtellung an) die Zinſen in Anſehung aller zu laufen anfangen. E, 40 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. somme égale à la portion dont il est tenu, si ha qui ne port s u- luittance Porte pa Que dest pour Ha part. Il en est de mèême de la simple demande formée contre l'un des codébiteurs Poum Sa part, si celui-ci n'a pas acquiescé à la demande, ou s'il n'est pas intervenu un jugement de condam- nation. 1212. Le créancier qui reçoit divisément et sans réserve la portion de l'un des codébiteuis dans les arrérages ou intérèts de la dette, ne perd la solidarité que pour les arrérages ou intérèets échus, et non pour ceux à échoir, ni pour le capital, à moins que le paiement divisé m'ait été continué pendant dix ans consécutifs. 1213. L'obligation contractée solidairement envers le créancier se divise de plein droit entre les débiteurs, qui n'en sont tenus entre eux que chacun Pour sa part et portion. 1214. Le codébiteur d'une dette solidaire, qui l'a payée en entier, ne peut répéter comtre les autres que les part et portion de chacun d'eux. Si l'un d'eux se trouve insolvable, la perte qu'occasionne son insolvabilité, se répartit par con- kribution entre tous les autres codébiteurs solvables et celui qui a fait le paiement. 1215. Dans le cas oi le créancier a renoncé à l'action solidaire envers l'un des débiteurs, si Pun ou plusieurs des autres codébiteurs deviennent insolvables, la portion des insolvables sera contri- butoirement xépartie entre tous les débiteurs, même entre ceux prscédemment déchargés de la solida- rité pax le creancier. 1216. Si J'affaire pour laquelle la dette a été contractée solidairement ne concernait que l'un des coobligés solidaires, celui-ci serait tenu de toute la dette vis-à- vis des autres codébiteurs, qui ne 38 B. 3r T. Von Verträgen ac. 4 gleich kommt, ſo iſt nicht anzunehmen, daß er dadurch dieſem Verpflichteten die ſolidariſche Verbindlichkeit er⸗ laſſen habe, es müßte denn die Quittung ausdrücklich be⸗ ſagen, daß dieſer Verpflichtete für ſeinen Antheil bezahlt habe. Ein Gleiches gilt, wenn Einer der Mitverpflichteten nur für ſeinen Antheil belangt worden iſt, in ſo fern dieſer nicht die Klage eingeräumt hat, oder keine verurtheilende Entſcheidung erfolgt iſt. 1212. Nimmt der Berechtigte den Antheil Eines der Mitverpflichteten an den verfallenen Renten oder Zin⸗ ſen der Schuld beſonders und ohne Vorbehalt an, ſo er⸗ läßt er dadurch die ſolidariſche Verbindlichkeit nur in Rück⸗ ſicht der verfallenen Renten oder Zinſen, nicht aber in Anſehung derjenigen, die künftig fällig werden, und eben ſo wenig in Anſehung des Capitals, es müßte denn dieſe theilweiſe Zahlung zehn auf einander folgende Jah⸗ re fortgeſetzt worden ſeyn. 1213. Eine gegen den Berechtigten ſolidariſch über⸗ nommene Verbindlichkeit iſt unter den Verpflichteten ſelbſt, kraft des Geſetzes, getheilt; unter ſich hat jeder nur für ſeinen Antheil zu haften. 1214. Hat einer der Mitverpflichteten die ſolidari⸗ ſche Schuld ganz gezahlt, ſo kann er von jedem der übri⸗ gen nur deſſen Antheil zurückfordern. Iſt einer von ihnen zahlungsunfähig, ſo wird der durch ſeine Zahlungsunfähigkeit ausfallende Antheil auf die übrigen zahlungsfähigen Mitverpflichteten, intt Inbegriff deſſen, der die Zahlung geleiſtet hat, über⸗ tragen. 1215. Hat der Berechtigte einem der Mitverpflich⸗ teten die ſolidariſche Verbindlichkeit erlaſſen, und es werden einer oder mehrere der übrigen Mitverpflichteten zahlungsunfähig, ſo wird der Antheil der zahlungsun⸗ fähig gewordenen auf alle Mitverpflichtete, mit Inbe⸗ griff derjenigen, denen durch den Berechtigten die ſoli⸗ dariſche Verbindlichkeit iſt erlaſſen worden, übertragen. 1216. Geht das Geſchäft, für welches mehrere ei⸗ ne ſolidariſche Verbindlichkeit übernemmen haben, nur Einen der Mitverpflichteten an, ſo hat auch nur dieſer 8 ſeinen Mitverpflichteten, die in Beziehung auf ihn nur 42 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. eonvent. seraient considérés par rapport à lui que comme ses cautions. „ SECTION V. Des Obligations divigsibles et indivisibles. 1217. L'obligation est divisible ou indivisible selon qu'elle a pour objet ou une chose qui dans sa livraison, ou un fait qui dans l'exécution, est ou n'est pas susceptible de division, soit matérielle, soit intellectuelle. 1218. Lobligation est indivisible, uoique la chose ou le fait qui en est l'objet soit divisible par sa nature, si le rapport sous lequel elle est consi- dérée dans l'obligation ne la rend pas susceptible d'exécution partielle. 1219. La solidarité stipulée ne donne point à'obligation le caractère d'indivisibilité. §. I. Des Effets de l'obligatiòn divisible. 1220. Lobligation qui est susceptible de di- vision, doit être exécutée entre le créancier et le débiteur comme si elle était indivisible. La divi- sibilité n'a d'application qu'à l'égard de leurs héri- tiers, qui ne peuvent demander la dette ou qui ne sont tenus de la payer que pour les parts dont ils sont saisis ou dont ils sont tenus comme représen- tant le créancier ou le débiteur. 1221. Le principe établi dans l'article précé- dent reçoit exception à l'égard des héritiers du débiteur, 1 1⁰ Dans le cas où la dette est hypothécaire; —2——— al — e 38 B. 3r T. Von Verträͤgen ꝛc. 45 als ſeine Bürgen zu betrachten ſind, für die ganze Schuld zu haften.(*) Fuͤnfter Abſchnitt. Von theilbaren und untheilbaren Verbindlichkeiten. 1217. Eine Verbindlichkeit iſt theilbar oder un⸗ theilbar, je nachdem ihr Gegenſtand entweder in einer Sache beſteht, die bey der Überlieferung, oder in einer Handlung, die bey ihrer Vollziehung einer materiellen oder intellectuellen Theilung fähig oder nicht fähig iſt. 1216. Die Verbindlichkeit iſt untheilbar, wenn gleich die Sache oder die Handlung, welche den Gegen⸗ ſtand derſelben ausmacht, ihrer Natur nach theilbar iſt, ſofern nur die Beziehung, in welcher ſie in der Verbind⸗ lichkeit betrachtet wird, keine theilweiſe Erfüllung zuläßt. 1219. Dadurch, daß eine Verbindlichkeit ſolida⸗ riſch bedungen iſt, erhält ſie keineswegs die Eigenſchaft der Untheilbarkeit. §. I. Von den Wirkungen einer theilbaren Ver⸗ bindlichkeit. 1220. Eine Verbindlichkeit, die ſich theilen läßt, muß unter dem Berechtigten und dem Verpflichteten eben ſo erfüllt werden, als wenn ſie untheilbar wäre. Die Theilbarkeit kömmt nur zur Anwendung in Beziehung auf ihre Erben, von denen jeder nur den Theil der Schuld einzufordern berechtiget oder zu zahlen verpflich⸗ tet iſt, der ihm, als Stellvertreter des Berechtigten, zugefallen iſt, oder für den er, als Stellvertreter des Verpflichteten, zu haften hat. 1221. In Anſehung der Erben des Verpflichteten leidet der in dem vorhergehenden Artikel aufgeſtellte Grundſatz eine Ausnahme: 1.) wenn die Schuld eine hypothekariſche iſt;(2*) (*) S. Art. 1431. (**) S. Art. 873 u. 2114. 44 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. 2° Lorsqu'elle est d'un corps certain; 3° Lorsqu'il g'agit de la dette alternative de choses au choix du créancier, dont l'une est indi- visible; 3 40° Lorsque l'un des héritiers est chargé seul, Par le titre, de l'exécution de l'obligation; 5⁰° Lorsqu'il résulte, soit de la nature de l'en- gagement, soit de la chose qui en fait l'objet, soit de la fin qu'on s'est proposée dans le contrat, due Tintention des contractants a été que la dette ne püt slacquitter partiellement. Dans les trois premiers cas, l'héritier qui pos- sède la chose due ou le fonds hypothéqué à la dette, peut être poursuivi pour le tout sur la chose due ou sur le fonds hypothéqué, sauf le recours contre ses cohéritiers. Dans le quatrième cas, l'héritier seul chargé de la detre, et dans le cinquième cas, chaque heritier, peut aussi être poursuivi pour le tout; sauf son recours contre ses cohéritiers. §. II. Des Effets de l'obligation indivisible. 1222. Chacun de ceux qui ont contracté con- jointement une dette indivisible, en est tenu pour le total, encore que l'obligation n'ait pas été con- tractée solidairement.— 1225. Il en est de mèême à l'égard des héri- tiers de celui qui a contracté une pareille obliga- tion.. 1224. Chaque héritier du créancier peut exi- ger en totalité l'exécution de l'obligation indi- visible. 12) wenn ein beſtimmter Koͤrper geſchuldet wird. L. wenn ein beſtimmter Gegenſtand geliefert werden ſoll. 8. monn ihr zu Folge eine in jeder Punſcht beſtimmte Sache (ein gewiſſes Corpus) uberliefert werden ſoll. D. wenn 3s B. 2r T. Von Verträgen ꝛc, 45 2.) wenn die Verbindlichkeit eine beſtimmte einzel⸗ ne Sache(speciem) zum Gegenſtande hat; 12) 3.) wenn von einer alternativen Verbindlichkeit die Rede iſt, und der Berechtigte unter mehreren Sachen die Wahl hat, von denen eine untheilbar iſt; 4.) wenn durch die Vertragsurkunde(oder eine neuere Urkunde) einem der Erben allein die Erfüllung der Verbindlichkeit auferlegt iſt; 5.) wenn es ſich aus der Beſchaffenheit oder dem Ge⸗ genſtande der Verbindlichkeit, oder aus dem Zwecke, den man ſich bey dem Vertrage vorgeſetzt hatte, ergibt, daß es die Abſicht der Contrahenten war, daß die Schuld nicht ſollte theilweiſe berichtiget werden können. In den drey erſten Fällen kann der Erbe, der die auszuliefernde Sache oder das verhypothecirte Grund⸗ ſtück beſitzt, auf dieſe Sache oder auf das verhypothecirte Grundſtück für die ganze Schuld belangt werden, mit Vorbehalt ſeines Regreſſes gegen ſeine Miterben. In dem vierten Falle kann gleichfalls der Erbe, dem die Zahlung der Schuld allein auferlegt iſt, und im fünften jeder Erbe auf das Gange belangt werden, mit Vorbe⸗ halt des Regreſſes gegen ſeine Miterben. §. II. Von den Wirkungen einer untheilbaren Ver⸗ indlichkeit. 1222. Von denjenigen, die zuſammen eine untheil⸗ bare Verbindlichkeit übernommen haben, haftet ein jeder für das Ganze, wenn gleich die Verbindlichkeit nicht ſo⸗ lidariſch übernommen worden iſt. 1225. Ein Gleiches gilt von den Erben desjenigen, der eine ſolche Verbindlichkeit übernommen hat. 3) 1224. Jeder Erbe des Berechtigten kann die Erfül⸗ lung einer untheilbaren Verbindlichkeit im Ganzen ver⸗ langen. ihr zu Folge eine als Individuum beſtimmte Sache ge⸗ liefert werden ſoll. M.— 13) Eben das gilt von dem Erben, der eine dergleichen Verbindlichkeit uͤbernommen hat. E. 46 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. Il ne peut seul faire la remise de la totalité de la detté; il ne peut recevoir seul le prix au lieu de la chose. Si l'un des héritiers a seul remis la dette ou reçu le prix de la chose, son cohéritier ne peut demander la chose indivisible qu'en tenant compte de la portion du cohéritier qui a fait la remise ou qui a reçu le prix. 1225. L'héritier du débiteur, assigné pour la totalité de P'obligation, peut demander un délai pour mettre en cause ses cohéritiers, à moins que la dette ne soit de nature à ne pouvoir être acquit- 1(e que par T'héritier assigné, qui peut alors être condamné seul; sauf son recours en indemnité contre ses cohéritiers. SECTION VI. Des Oblig ations avec claufes pénaleg. 1226. La clause pénale est celle par laquelle une personne, pour assurer l'exécution d'une con- vention, s'engage à quelque chose en cas d'inexé- cution. 1227. La nullité de l'obligation principale en- traimne celle de la clause pénale. La nullité de celle-ci n'entraine point celle de Pobligation principale.— 1228. Le créancier, au lieu de demander la peine stipulée contre le débiteur qui est en de- meure, peut poursuivre l'exécution de l'obligation principale. 1229. La clause pénale est la compensation des dommages et intéréts qse te créancier souffre de l'inexécution de l'obligatior principale. 14) ſo kann ſein Miterbe den untheilbgeen Gegenſtand nur unter der Scdingung anverlangen, den Antheil des Miterben, der den Nachlaß gemacht bder den Werth empfangen hat, in Aufrechnung zu bringen. L. ſo kann 3s B. 3r T. Von Vertraͤgen ꝛc. 47 Er iſt nicht berechtiget, für ſich allein die ganze Schuld zu erlaſſen; er kann nicht für ſich allein, anſtatt der Sache ſelbſt, den Werth derſelben annehmen. Hat einer der Erben für ſich allein die Schuld erlaſſen, oder den Werth der Sache angenommen, ſo kann deſſen Miterbe die untheilbare Sache nur gegen Vergütung des Antheils desjenigen Miterben, der den Erlaß bewilliget oder den Werth empfangen hat, fordern 14⁴) 1225. Iſt ein Erbe des Verpflichteten auf das Gan⸗ ze der Verbindlichkeit belangt worden, ſo kann er einen Aufſchub verlangen, um ſeine Miterben zur Theilnahme an dem Rechtsſtreite aufzufordern, es müßte denn die Verbindlichkeit von der Art ſeyn, daß ſie nur allein von dem belangten Miterben kann erfüllt werden, in welchem Falle dieſer allein verurtheilt werden kann; jedoch bleibt ihm wegen ſeiner Entſchädigung der Regreß an ſeine Miterben vorbehalten. Sechſter Abſchnitt. Von den bey Conventionalſtrafe eingegangenen Ver⸗ bindlichkeiten. 1226. Eine Strafclauſel(clause pénale, Ver⸗ pflichtung zu einer Conventionalſtrafe) iſt diejenige, durch welche jemand, um die Erfüllung eines Vertrags zu ſichern, ſich auf den Fall der Nichterfüllung zu etwas verpflichtet. 1227. Die Ungiltigkeit der Hauptverbindlichkeit hat die Ungiltigkeit der Strafclauſel zur Folge. Aus der Ungiltigkeit der letztern folgt nicht die Un⸗ giltigkeit der Hauptverbindlichkeit. 1228. Dem Berechtigten ſteht es frey, ſtatt von dem Verpflichteten, der im Vorzuge iſt, die Conven⸗ tionalſtrafe zu verlangen, auf Erfüllung der Hauptver⸗ bindlichkeit zu klagen. 1229. Die Conyentionalſtrafe vertritt die Stelle des Erſatzes für den dem Berechtigten durch die Nichter⸗ füllung der Hauptverbindlichkeit zugezogenen Schaden. ſein Miterbe die untheilbare Sache zwar begehren, aber er muß den Antheil des Erben, der den Nachlaß gemacht, oder den Werth erhalten hat, zuruͤcklaſſen. S. 48 L.III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. Il ne peut demander en même temps le prin- cipal et la peine, à moins qu'elle n'ait été stipulée pour le simple retard. 1230. Soit que l'obligation primitive con- tienne, soit qu'elle ne contienne pas un terme dans lequel elle doive être accomplie, la peine n'est en- courue que lorsque celui qui s'est obligé soit à livrer, soità prendre, soit à faire, est en demeure. 1251. La peine peut être modifiée par le zuge lorsque Pobligation principale a été exécutée en partie. 1232. Lorsque l'obligatien primitive contrac- tée avec une clause pénale est d'une chose indivi- sible, la peine est encourue par la contravention un seul des héritiers du débiteur, et elle peut etre demandée, soit en totalité contre celui qui a fait la contravention, soit contre chacun des cohé- ritiers pour leur part et portion, et hypothécaire- ment pour le tout, sauf leux recours contre celui qui a fait encourir la peine. „ 1233. Lorsque l'obligation primitive contractée sous une peine est divisible, la peine n'est en- courue que par celui des héritiers du débiteur qui contrevient à cette obligation, et pour la part seu- lement dont il était tenu dans J'obligation princi- pale, sans qu'il y ait d'action contre ceux qui Pont exécutée. Cette règle reçoit exception lorsque la clause pénale ayant été ajoutée dans l'intention que le paiement ne püͤt se faire partiellement, un cohé- ritier a empéché l'exécution de l'obligation pour la totalité. En ce cas, la peine entière peut etre 15) und man kann entweder von dem Uebertreter das Ganze, oder von jedem der Miterben ſeinen verhaͤlt⸗ ——— 38 B. 3r T. Von Verträgen ꝛc. 49 Er kann nicht den Gegenſtand der Hauptverbindlich⸗ keit und die Conventionalſtrafe zugleich fordern, es müß⸗ te denn letztere auf den bloßen Verzug geſetzt worden ſeyn. 1230. Die Strafe iſt erſt dann verwirkt, wenn derjenige, welcher ſich verpflichtet hat, etwas zu über⸗ liefern, in Empfang zu nehmen, oder zu thun, im Verzug iſt, es mag nun bey der Hauptverbindlichkeit ei⸗ ne Friſt, binnen welcher ſie erfüllt werden ſoll, feſtge⸗ ſetzt ſeyn oder nicht. 1231. Der Richter kann die Strafe mäßigen, wenn die Hauptverbindlichkeit zum Theile erfüllt wor⸗ den iſt. 1252. Hat die bey Conventionalſtrafe eingegange⸗ ne Hauptverbindlichkeit eine untheilbare Sache zum Ge⸗ genſtande, ſo iſt die Strafe ſchon dadurch verwirkt, daß ein einziger der Erben des Verpflichteten der Verbind⸗ lichkeit zuwider gehandelt hat, und es kann ſowohl der⸗ jenige, welcher der Verbindlichkeit zuwider gehandelt hat, auf den ganzen Betrag der Strafe belangt wer⸗ den, als auch jeder andere Miterbe nach Verhältniß ſeines Antheils oder hypothecariſch auf die ganze Strafe 15), mit Vorbehalt ſeines Regreſſes gegen denjenigen, durch deſſen Schuld die Strafe verwirkt worden iſt. 1233. Iſt die bey Strafe übernommene Hauptver⸗ bindlichkeit theilbar, ſo wird die Strafe nur von demje⸗ nigen von den Erben des Verpflichteten verwirkt, der dieſer Verbindlichkeit zuwider handelt, und nur nach Verhältniß des Antheils, für welchen er bey der Haupt⸗ verbindlichkeit zu haften hatte, ohne daß eine Klage ge⸗ gen diejenigen Statt fände, welche die Verbindlichkeit erfüllt haben. Dieſe Regel leidet eine Ausnahme, wenn die Straf⸗ clauſel in der Abſicht beygefügt worden iſt, damit die Zahlung nicht theilweiſe ſollte geſchehen können, und nun Einer der Miterben verhindert hat, daß die Verbindlich⸗ keit auf einmal erfüllt wurde. In dieſem Falle kann die Strafe von Letzterem ganz, und von den übrigen Mit⸗ nißmaͤßigen Antheil verlangen, ſo daß fuͤr das Ganze die Erbſchaft hypothekariſch hafte; E. Cod. N. 2 B. 4 50 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. exigée contre lui, et contre les autres cohéritiers pour leur portion seulement, sauf leur recours. CHAPITRE V. De l'Extinction des Obligations. 1234. Les obligations s'éteignent, Par le paiement, Par la novation, Par la remise volontaire, Par la compensation, Par la confusion, Par la perte de la chose, Par la nullité ou la rescision, Pax l'effet de la condition résolutoire, qui a été expliquée au chapitre précédent, Et par la prescription, qui fera l'objet d'un titre particulier. SECTION PREMIERE. Du Paiement. §. I. Du Paiement en général. 1235. Tout paiement suppose une dette: ce qui a étẽ payé sans être düũ, est sujet à répétition. La répétition n'est pas admise à l'égard des obligations naturelles qui ont été volontairement acquittées. 1236. Une obligation peut tre acquittée par toute personne qui y est intéressée, tel qu'un coobligé ou une caution. L' obligation peut mème être acquittée par un tiere qui n'y est point intéressé, pourvu que ce — 3s B. 3r T. Von Verträgen ꝛc. 51 erben nur nach Verhältniß ihres Antheils, gefordert wer⸗ den, mit Vorbehalt ihres Regreſſes. Fuͤnftes Capitel. Von dem Erloͤſchen der Verbindlichkeiten. 1234. Verbindlichkeiten erlöſchen, durch die Erfüllung(Zahlung), durch die Umſchaffung(Novation), durch den freywilligen Erlaß, durch die gegenſeitige Anrechnung zweyer Forderun⸗ gen(Compenſation), durch die Vereinigung des Rechtes und der Verbind⸗ lichkeit in Einer Perſon(Confuſion), durch den Untergang der Sache, durch die Nichtigkeitserklärung oder gerichtliche Auf⸗ hebung(Reſciſion), durch die Wirkung einer auflöſenden Bedingung, wovon in dem vorhergehenden Capitel die Rede gewe⸗ ſen iſt, 1 und durch die Verjährung, von welcher in einem beſondern Titel gehandelt werden ſoll. Erſter Abſchnitt. Von der Zahlung. F. I. Von der Zahlung uͤberhaupt. 1235. Jede Zahlung ſetzt eine Schuld voraus; was man gezahlt hat, ohne es ſchuldig zu ſeyn, das kann man zurückfordern. Hat man eine natürliche Verbindlichkeit freywillig erfüllt, ſo hat die Zurückforderung nicht Statt. 1236. Eine Verbindlichkeit kann durch jeden er⸗ füllt werden, der dabey ein Intereſſe hat, zum Bey⸗ ſpiel durch einen Mitſchuldner oder einen Bürgen. Selbſt durch einen Dritten, der nicht dabey inte⸗ reſſirt iſt, kann die Verbindlichkeit erfüllt werden, — —— — — ——— * — 5²2 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. 6 tiers agisse au nom et en l'acquit du débiteur, ou que;, s'il agit en son nom propre, il ne soit pas subrogé aux droits du créancier. 1237. L'obligation de faire ne peut èêtre acquit- tée par un tiers contre le gré du créancier, lors- que ce dernier a intérèt qu'elle soit remplie par le débiteur lui- méême. 1238. Pour payer valablement, il faut etre propriétaire de la chose donnée en paiement, et ca- pable de l'aliéner. Néanmoins le paiement d'une somme en ar- gent ou autre chose qui se consomme par l'usage, ne peut être répété contre le créancier qui P'a con- sommée de bonne foi, quoique le paiement en ait été fait par celui qui n'en était pas propriétaire ou qui n'était pas capable de l'aliéner. 1239. Le paiement doit ètre fait au créancier ou à quelqu'un ayant pouvoir de lui, ou qui soit autorisé par justice ou par la loi à recevoir pour lui. Le paiement fait à celui qui n'aurait pas pou- voir de recevoir pour le créancier, est valable, si celui-ci le ratifie, ou s'il en a profité. 1240. Le paiement fait de bonne foi à celui qui est en possession de la créance, est valable, encore que le possesseur en soit Pax la suite évincé. 1241. Le paiement fait au créancier n'est point valable wil était incapable de le recevoir, à moins que le débiteur ne prouve que la chose payée a tourné au profit du créancier. Le paiement fait par le débiteur à son ce d'une saisie ou d'une op- able à l'égard des créanciers : ceux-ci peuvent, selon 1242. créancier, au préjudi positien, n'est pas val saisissants ou opposants leur droit, le contraindre à Payer de nouveau, 38 B. 3r T. Von Verträgen te. 55 vorausgeſetzt, daß dieſer Dritte im Namen des Ver⸗ pflichteten und für deſſen Rechnung handelt, oder, wenn er in eigenem Namen handelt, daß er nicht in die Rech⸗ te des Berechtigten eingeſetzt worden ſey. 1257. Die Verbindlichkeit etwas zu thun kann ge⸗ gen den Willen des Berechtigten nicht von einem Drit⸗ ten erfüllt werden, wenn der Berechtigte ein Intereſſe dabey hat, daß ſie der Verpflichtete ſelbſt erfülle. 1238. Um giltig zahlen zu können, muß man Ei⸗ genthümer der als Zahlung gegebenen Sache und fähig ſeyn, ſie zu veräuſſern. Demohngeachtet kann die in Geld oder einer andern verbrauchbaren Sache geleiſtete Zahlung von dem Gläu⸗ bigen, der ſie in gutem Glauben(bona fide) ver⸗ braucht hat, nicht zurückgefordert werden, wenn gleich dieſe Zahlung durch jemanden geſchehen iſt, der kein Eigenthümer der gezahlten Sache oder ſie zu veräuſſern unfähig war. 1239. Die Zahlung muß an den Gläubiger geſche⸗ hen, oder an jemanden, der entweder von ihm bevoll⸗ mächtiget, oder gerichtlich oder geſetzlich ermächtiget iſt, für ihn zu empfangen. Demohngeachtet iſt die Zahlung giltig, welche an jemanden geſchehen iſt, der nicht berechtiget war, für den Gläubiger zu empfangen, wenn dieſer ſie genehmiget, oder wenn ſie in deſſen Nutzen verwendet worden iſt. 1240. Eine Zahlung, die in gutem Glauben an denjenigen geleiſtet wird, der ſich im Beſitze der Forde⸗ rung 1⁶) befindet, iſt giltig, wenn gleich in der Folge die Forderung dem Beſitzer entwährt werden ſollte. 1241. Eine an den Gläubiger geleiſtete Zahlung iſt ungiltig, wenn er unfähig war, ſie in Empfang zu nehmen, es müßte denn der Schuldner beweiſen, daß die gezahlte Sache in den Nutzen des Gläubigers ver⸗ wendet worden iſt. 1 1242. Eine von dem Schuldner eines angelegten Arreſtes oder eines geſchehenen Zahlungseinſpruches ohn⸗ geachtet an den Gläubiger geleiſtete Zahlung iſt in Rück⸗ ſicht der Gläubiger, welche den Arreſt bewirkt oder den Einſpruch eingelegt haben, ungiltig; dieſe können, nach 16) des Schuldſcheines. E. 5 ¼ L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. sauf, en ce cas seulement, son recours contre le créancier. 1245. Le créancier ne peut être contraint de recevoir une autre chose que celle qui lui est due, quoique la valeur de la chose offerte soit égale ou meme plus grande. 1244- Le débiteur ne peut point forcer le cré- ancier à recevoir en partie le paiement d'une dette, meme divisible. Les juges peuvent néanmoins, en considéra- tion de la position du débiteur, et en usant de ce pouvoir avec une grande réserve, accorder des dé- lais modérés pour le paiement, et surseoir Pexécu- tion des poursuites, toutes choses demeurant en 6tat. 1245. Le débiteur d'un corps certain et dé- terminé est libéré par la remise de la chose en l'état ou elle se trouve lors de la livraison, pourvu que les détériorations qui y sont survenues ne viennent point de son fait ou de sa faute, ni de celle des personnes dont il est responsable, ou qu'avant ces détériorations il ne füt pas en demeure. 1246. Si la dette est d'une chose qui ne soit déterminée que par son espèece, le débiteur ne sera pas tenu, pour être libéré, de la donner de la meilleure espèce; mais il ne pourra Poffrir de la plus mauvaise. 1247. Le paiement doit étre exécuté dans Je lieu désigné par la convention. Si le lieu n'y est pas désigné, le paiement, lorsqu'il s'agit d'un corps certain et déterminé, doit être fait dans le lieu où était, au temps de l'obligation, la chose qui en fait l'objet. Hors ces deux cas, le paiement doit être fait au domicile du débiteur. 1248. Les frais du paiement sont à la charge du débiteur. 36 B. 3r T. Von Verträgen ꝛc. 55 Naßgabe ihrer Anſprüche, ihn zwingen, noch einmal zu zahlen, in welchem Falle ihm der Regreß gegen ſeinen Gläubiger vorbehalten bleibt. 1245. Der Gläubiger kann nicht genöthiget wer⸗ den, ſtatt der Sache, welche er zu fordern hat, eine an⸗ dere anzunehmen, ſelbſt wenn die angebotene Sache von gleichem oder ſelbſt von größerem Werthe ſeyn ſollte. 124 4. Der Schuldner kann den Gläubiger nicht nöthigen, die Zahlung theilweiſe anzunehmen, wenn gleich die Schuld theilbar ſeyn ſollte. Das Gericht kann jedoch, in Rückſicht auf die Lage des Schuldners, mäßige Zahlungsfriſten geſtatten und die Hilfsvollſtreckung anſtehen laſſen, wobey alles in dem bisherigen Zuſtande hleiben muß; von dieſer Gewalt hat es aber nur mit großer Behutſamkeit Gebrauch zu machen. 1245. Der Schuldner einer gewiſſen und beſtimm⸗ ten Sache wird befreyt durch die Auslieferung der Sache in dem Zuſtande, worin ſie ſich zur Zeit der Übergabe be⸗ findet, wenn nur an den nach übernommener Verbind⸗ lichkeit erfolgten Verſchlimmerungen weder er ſelbſt noch ſolche Perſonen, für die er haften muß, durch Handlun⸗ gen oder Verſehen Schuld ſind, und er nicht vor dieſer Verſchlimmerung im Verzug geweſen iſt. 1246. Hat die Verbindlichkeit eine nur ihrer Gat⸗ tung nach beſtimmte Sache(genus) zum Gegenſtande, ſo iſt der Verpflichtete, um ſich ſeiner Verbindlichkeit zu entledigen, nicht verbunden, ſie von der beſten Art zu geben; er darf aber auch keine von der ſchlechteſten anbieten. 1247. Die Zahlung muß an dem Orte geſchehen, der im Vertrage beſtimmt iſt. Iſt darin kein Ort be⸗ ſtimmt, ſo muß die Zahlung, in ſo fern von einer ge⸗ wiſſen und beſtimmten Sache die Rede iſt, an dem Orte geſchehen, wo ſich zur Zeit der Übernahme der Verbind⸗ lichkeit die Sache befand, welche den Gegenſtand derſel⸗ ben ausmacht.(*) Auſſer dieſen beyden Fällen muß die Zahlung an dem Wohnorte des Schuldners geſchehen. 1268. Die mit der Zahlung verbundenen Koſten hat der Schuldner zu tragen. (*) S. Art. 1258. n. 6. — — 56 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. §. II. Du Paiement avec subrogation. 1249. La subrogation dans les droits du créan- cier au profit d'une tierce personne qui le paye, est ou conventionnelle ou légale. 1250. Cette subrogation est conventionnelle, 10 Lorsque le créancier recevant son paiement d'une tierce personne la subroge dans ses droits, actions, priviléges ou hypothèques contre le débi- teur: cette subrogation doit èêtre expresse et faite en méême temps que le paiement; 2⁰° Lorsque le débiteur emprunte une somme à l'effet de payer sa dette, et de subroger le prêteur dans les droits du créancier. II faut, pour que cette subrogaion soit valable, que l'acte d'emprunt et la quittance soient passés devant notaires; que dans Tacte d'emprunt il soit déclaré que la somme a été empruntée pour faire le paiement, et que dans la quittance il soit déclaré que le paiement a été fait des deniers fournis à cet effet par le nouveau créan- cier. Cette subrogation s'opère sans le concours de la volonté du créancier. 1251. La subrogation a lieu de plein droit, 1⁰° Au profit de celui qui étant lui-mêème cré- ancier paye un autre creancier qui lui est préfé- rable à raison de ses priviléges ou hypothèques; 2° Au profit de l'acquéreur d'un immeuble, qui emploie le prix de son acquisition au paiement des créanciers auxquels cet héritage était hypothé- qué; 3° Au profit de celui qui étant tenu avec d'autres ou pour d'autres au paiement de la dette, avait intérêér de l'acquitter; 0 ——— 38 B. 3r T. Von Verträgen ꝛc. 57 §. II. Von der Zahlung mit Eintritt in die Rechte des Glaͤubigers(subrogation) 1249. Der Eintritt in die Rechte des Gläubigers von Seiten einer dritten Perſon, welche demſelben Zah⸗ lung leiſtet, iſt entweder vertragsmäßig oder geſetzlich. 1250. Vertragsmäßig iſt dieſer Eintritt: 1.) wenn der Gläubiger, der ſeine Zahlung von ei⸗ ner dritten Perſon empfängt, derſelben ſeine Rechte, Klagen, Privilegien oder Hypotheken gegen den Schuld⸗ ner abtritt; dieſe Abtretung muß ausdrücklich und zu gleicher Zeit mit der Zahlung geſchehen; 2.) wenn der Schuldner ein Kapital aufnimmt, um ſeine Schuld zu zahlen und den Darleiher in die Rech⸗ te des Gläubigers einzuſetzen. Dieſe Einſetzung iſt nur dann giltig, wenn die über das Darlehn ausgeſtellte Ur⸗ kunde und die Quittung vor Notarien ausgefertiget wor⸗ den ſind, die über das Darlehn ausgeſtellte Urkunde die ausdrückliche Erklärung enthält, daß das Kapital in der Abſicht aufgenommen worden ſeye, um damit die Zah⸗ lung zu leiſten, und in der Quittung bemerkt iſt, daß die Zahlung mit dem von dem neuen Gläubiger zu die⸗ ſem Zwecke hergegebenen Gelde wirklich geleiſtet worden ſeye. Die Einwilligung des Gläubigers iſt zu dieſer Ein⸗ ſetzung nicht erforderlich. 1231. Der Eintritt in die Rechte des Gläubigers hat kraft des Geſetzes Statt, 1.) zum Beſten desjenigen Gläubigers, der einem andern in Rückſicht ſeiner Privilegien oder Hypotheken ihm vorgehenden Gläubiger Zahlung leiſtet; 2.) zum Beſten desjenigen, der ein unbewegliches Gut erwirbt, und den Kaufpreis zur Befriedigung der⸗ jenigen Gläubiger verwendet, welchen dieſes Gut verhy⸗ pothecirt iſt; 3.) zum Beſten desjenigen, der, indem er mit andern oder für andere die Schuld zu zahlen verpflichtet war, ein Intereſſe an der Tilgung der Schuld hatte;(†) 11) (*) S. Art. 2029. 17) jedoch ein Intereſſe dabey hatte, dieſelbe allein zu bezahlen; E. 8 58 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. 40 Au profit de P'héritier bénéficiaire qui a payé de ses deniers les dettes de le succession. 1252. La subrogation établie par les articles précédents a lieu tant contre les cautions que con- tre les débiteurs: elle ne peut nuire au créancier lorsqu'il n'a été payé qu'en partie; en ce cas il peut exercer ses droits, pour ce qui lui reste dù, par préférence à celui dont il n'a reçu qu'un paiement partiel. §. III. De l'Imputation des paiements. 1253. Le débiteur de plusieurs dettes a le droit de déclarer, lorsqu'il paye, quelle dette il entend acquitter. 125 44. Le débiteur d'une dette qui porte in- térèt ou produit des arrérages, ne peut point, sans le consentement du créancier, imputer le paie- ment qu'il fait sur le capital par préférence aux arrérages ou intérèts: le paiement fait sur le capi- tal et intéréts, mais qui n'est point intégral, s'im- pute d'abord sur les intérèts. 1255. Lorsque le débiteur de diverses dettes a accepté une quittance par laquelle le créancier a imputé ce qu'il a reçu sur l'une de ces dettes spé- cialement, le débiteur ne peut plus demander l'im- putation sur une dette difféerente, à moins qu'il n'y ait eu dol ou surprise de la part du créancier. 1256. Lorsque la quittance ne porte aucune imputation, le paiement doit èêtre imputé sur la dette que le débiteur avait pour lors le plus d'inte- rêt d'acquitter entre celles qui sont pareillement éSchues; sinon, sur la dette échue, quoique moins onéreuse que celles qui ne le sont point. — C.—— ——— ₰ 38 B. 3r T. Von Verträgen ꝛc. 59 4.) zum Beſten des Beneficialerben, der die Erb⸗ ſchaftsſchulden mit ſeinem Gelde gezahlt hat. 1552. Der in vorſtehenden Artikeln beſtimmte Ein⸗ tritt hat ſowohl gegen die Bürgen als gegen die Schuld⸗ ner Statt; er kann dem Gläubiger nicht zum Nachtheil gereichen, wenn er nur zum Theil befriediget worden iſt; in dieſem Falle, bleibt derſelbe vielmehr berechtiget, in Anſehung des Überreſtes ſeiner Forderung ſeine Rechte vorzugsweiſe vor demjenigen, von welchem er nur einen Theil der ihm gebührenden Zahlung erhalten hat, gel⸗ tend zu machen. §. III. Von der Abrechnung der Zahlung. 1255. Wer mehrere Poſten ſchuldig iſt, der hat das Recht bey der Zahlung zu beſtimmen, welche Schuld er tilgen wolle. 125 4. Wer eine Schuld zu zahlen hat, die Zinſen oder Renten hervorbringt ¹⁸), der kann ohne Bewilli⸗ gung des Gläubigers die Zahlung, die er leiſtet, nicht vor den Renten oder Zinſen/ auf das Capital abrechnen. Eine Zahlung die auf Capital und Zinſen, aber nicht vollſtändig, geſchieht, wird zuerſt auf die Zinſen abge⸗ rechnet. 1255. Hat derjenige, welcher mehrere Poſten ſchul⸗ dig war, eine Quittung angenommen, worin der Gläu⸗ biger das Empfangene auf einen dieſer Poſten beſonders abgerechnet hat, ſo kann der Schuldner die Abrechnung auf einen andern Poſten nicht mehr verlangen, es müßte denn von der Seite des Gläubigers Betrug oder Überli⸗ ſtung Statt gefunden haben. 1256. Iſt ⸗in der Quittung nichts über die Abrech⸗ nung beſtimmt, ſo muß die Zahlung auf diejenige unter mehreren gleichmäßig fälligen Schulden abgerechnet wer⸗ den, an deren Tilgung damahls dem Verpflichteten am meiſten gelegen geweſen iſt; waren nicht mehrere Poſten fällig, ſo geſchieht die Abrechnung auf die wirklich ver⸗ fallene Schuld, wenn ſie gleich dem Schuldner weniger läſtig wäre, als die nicht verfallenen. 18) die Zinſen träͤgt, oder Ruͤckſaände erzeugt,§. u L. 60 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. Si les dettes sont d'égale nature, l'imputation se fait sur la plus ancienne; toutes choses égales, elle se fait proportionnellement. §. IV. Des Offres de paiement, et de la Consignation. 1257. Lorsque le créancier refuse de recevoir son paiement, le débiteur peut lui faire des offres réelles, et au refus du créancier de les accepter, consigner la somme ou la chose offerte. Les offres réelles suivies d'une consignation Jibèrent le débiteur; elles tiennent lieu à son égard de paiement, lorsqu'elles sont valablement faites, et la chose ainsi consignée demeure aux risques du créancier. 1256. Pour que les offres réelles soient vala- bles, il faut, 1° Qu'elles soient faites au créancier ayant la capacité de recevoir, ou à celui qui a pouvoir de recevoir pour lui; 2° Qu'elles soient faites par une personne ca- pable de payer; 3⁰° Qu'elles soient de la totalité de la somme exigible, des arrérages ou intérèts dus, des frais liquidés, et d'une somme pour les frais non liqui- dés; sauf à la parfaire; 40 Que le terme soit échu, s'il a été stipulé en faveur du créancier; 5° Que la condition sous laquelle la dette a été contractée soit arrivée; 6⁰ Que les offres soient faites au lieu dont on est convenu pour le paiement, et que, s'il n'y a pas de convention spéciale sur le lieu du paiement, elles soient faites ou à la personne du créancier, 38 B. 3r T. Von Verträgen ec. 61 Sind die Schulden von einerley Art, ſo geſchieht die Abrechnung auf die ältere; ſind alle Umſtäande gleich, ſo geſchieht ſie verhältnißmäßig. S§. IV. Von dem Anerbieten der Zahlung und der Hin⸗ terlegung. 1257. Verweigert der Gläubiger die Annahme der Zahlung, ſo kann der Schuldner den Gegenſtand derſel⸗ den ihm wirklich und in Natur anbieten, und auf die Weigerung des Gläubigers, ſolchen anzunehmen, die an⸗ gebotene Summe oder Sache hinterlegen. Das wirkliche Anerbieten, worauf die Hinterlegung erfolgt iſt, befreyt den Schuldner; in Rüuckſicht ſeiner vertritt es, wenn es auf giltige Weiſe geſchehen iſt, die Stelle der Zahlung, und der Gläubiger trägt die Gefahr der auf dieſe Art hinterlegten Sache. 1258. Zur Giltigkeit des wirklichen Anerbietens wird erfordert: 1.) daß es dem zur Annahme fähigen Gläubiger ge⸗ ſchehen ſey, oder demjenigen, der an ſeiner Statt anzu⸗ nehmen berechtiget iſt;(*) 12 2.) daß es durch eine Perſon geſchehen ſey, welche fähig iſt, Zahlung zu leiſten;(**) 3.) daß es den ganzen Betrag der faͤlligen Summe, der ſchuldigen Renten oder Zinſen, und der ſchon liqui⸗ dirten Koſten, ſo wie auch für die noch nicht liquidirten Koſten eine gewiſſe Summe, unter dem Vorbehalte, die⸗ ſelbe zu ergänzen, in ſich begreife; 4.) daß der Zahlungstermin erſchienen ſey, wenn er zum Vortheile des Gläubigers ausbedungen worden iſt; 5.) daß die Bedingung erfüllt ſey, unter welcher die Verbindlichkeit eingegangen worden iſt; 6.) daß das Anerbieten an dem verabredeten Zah⸗ lungsorte, oder, wenn über den Zahlungsort keine be⸗ ſondere Übereinkunft Statt gefunden hat, dem Gläubi⸗ ger in Perſon, oder an ſeinem Wohnorte, oder an dem (*) S. Art. 1239. (**) S Art. 1238. 19) oder einem von ihm dazu Bevollmaͤchtigten. L. u. S. 62 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. ou à son domicile, ou au domicile élu pour l'exé- cution de la convention; 7° Que les offres soient faites par un officier ministériel ayant caractère pour ces sortes d'actes. 1259. Il n'est pas nécessaire pour la validité de la consignation, qu'elle ait été autorisée par le juge; il suffit, 10 Qu'elle ait été précédée d'une sommation signifiée au créancier, et contenant l'indication du jour, de l'heure et du lieu ouù la chose offerte sera déposée; 2° Que le débiteur se soit dessaisi de la chose offerte, en la remettant dans le dépõòt indiqué par la loi pour recevoir les consignations, avec les in- térèts jusqu'au jour du dépôt; 3° Qu'il y ait eu procès-verbal dressé par J'offi- cier ministériel, de la nature des espèces offertes, du refus qu'a fait le créancier de les recevoir ou de sa non-comparution, et enfin du dépòôt; 40 mQu'en cas de non-comparution de la part du créancier, le procès-verbal du dépôt lui ait été signifié avec sommation de retirer la chose déposée. 1260. Les frais des offres réelles et de la con- signation sont à la charge du créancier, si elles sont valables. 1261. Tant que la consignation n'a point été acceptée par le créancier, le débiteur peut la re- tirer; et s'il la retire, ses codébiteuxs ou ses cau- tions ne sont point libérés. 1262. Lorsque Je débiteur a lui-méême obtenu un jugement passé en force de chose jugée, qui a déclaré ses offres et sa consignation bonnes et va- 38 B. 3r T. Von Verträgen ꝛc. 63 für die Erfüllung des Vertrags gewählten Wohnſitze(*) geſchehen ſey; 7.) daß das Anerbieten durch eine Gerichtsperſon, (officier ministériel), welche zu Handlungen dieſer Art berechtiget iſt, geſchehen ſey.(**) 1259. Zur Giltigkeit der Hinterlegung iſt es nicht nöthig, daß man dazu von dem Richter ermächtiget wor⸗ den; es iſt hinreichend: 1.) daß zuvor dem Gläubiger eine Vorladung in⸗ ſinuirt worden ſey, worin der Tag, die Stunde und der Ort bemerkt ſind, wo die angebotene Sache hinterlegt werden ſoll; 2.) daß der Schuldner den Beſitz der angebotenen Sache aufgegeben, und dieſelbe nebſt den bis zum Ta— ge der Hinterlegung verfallenen Zinſen an den für Depo⸗ ſiten geſetzlich beſtinmmten Ort abgeliefert habe; 3.) daß die Gerichtsperſon über die Art der angebo⸗ tenen Gegenſtände 2²0), über die Verweigerung der An⸗ nahme oder das Nichterſcheinen des Gläubigers, und end⸗ lich über die erfolgte Hinterlegung ein Protokoll aufge⸗ nommen habe; 4.) daß dem Gläubiger, im Falle derſelbe nicht er⸗ ſchienen iſt, das Protokoll über die geſchehene Hinterle⸗ gung zugeſtellt worden ſeye, mit der Aufforderung die hinterlegte Sache zu ſich zu nehmen. 1260. Wenn das wirkliche Anerbieten und die Hin⸗ terlegung auf eine giltige Art geſchehen ſind, ſo fallen die damit verbundenen Koſten dem Gläubiger zur Laſt. 1261. So lange die hinterlegte Sache von dem Gläéubiger noch nicht angenommen worden iſt, kann der Schuldner ſie zurücknehmen; nimmt er ſie zurück, ſo ſind ſeine Mitſchuldner oder ſeine Bürgen von ihrer Verbind⸗ lichkeit nicht befreyt. 1262. Hat der Schuldner ſelbſt ein Urtheil erwirkt, das ſein Anerbieten und die Hinterlegung für geſetzlich und giltig erklärt, und iſt dieſes Urtheil in Rechtskraft (*) S. Art. I11I. (**) S. C G. O. Art. 812. u. f. 20) Muͤnzſorten. D. M. u. E. Geldſorten S. u. L. 1 1 12 L 1 V 1 64 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. donvent. lables, il ne peut plus, même du consentement du créancier, retirer sa consignation au préjudice de ses codébiteurs ou de ses cautions. 1263. Le créancier qui a consenti que le débi- teux retiràt sa consignation après qu'elle a été dé- clarée valable par un jugement qui a acquis force de chose jugée, ne peut plus pour le paiement de sa créance exercer les priviléges ou hypothèques qui y étaient attachés; il n'a plus d'hypothèque que du jour où l'acte par lequel il a consenti que la consignation füt retirée aura été revétu des for- mes requises pour emporter hypothèque. 1264. Si la chose due est un corps certain qui doit être livré au lieu ou il se trouve, le débiteur doit faire sommation au créancier de P'enlever, par acte notifié à sa personne ou à son domicile, ou au domicile élu pour l'exécution de la convention. Cette sommation faite, si le créancier n'enlève pas la chose, et que le débiteur ait besoin du lieu dans lequel elle est placée, celui-ci pourra obtenir de la justice la permission de la mettre en dépôt dans quelque autre lieu. §. V. De la Cession de Biens. 1265. La cession de biens est l'abandon qu'un débiteur fait de tous ses biens à ses créanciers, lorsqu'il se trouve hors d'état de payer ses dettes. 1266. La cession de biens est volontaire ou judiciaire. 1267. La cession de biens volontaire est celle que les créanciers acceptent volontairement, et 38 B. 3r T. Von Verträgen ꝛc. 65 übergegangen, ſo kann er, ſelbſt mit Einwilligung des Gläubigers, die hinterlegte Sache nicht mehr zum Nach⸗ theile ſeiner Mitſchuldner oder Bürgen zurucknehmen. 1265. Hat der Gläubiger eingewilligt, daß der Schuldner die hinterlegte Sache zurücknehme, nachdem die Hinterlegung durch ein rechtskräftiges Urtheil für gil⸗ tig erklärt worden iſt, ſo kann er, um zur Zahlung ſei⸗ ner Forderung zu gelangen, die damit verknuüpft geweſe⸗ nen Privilegien oder Hypotheken nicht mehr geitend ma⸗ chen; er hat nur von dem Tage an eine Hypothek, an welchem die Urkunde, durch welche er die Zurücknahme der hinterlegten Sache bewilligte, mit der zu Beſtellung einer Hypothek erforderlichen Form verſehen worden iſt. 1264. Iſt die ſchuldige Sache ein genau beſtimmter Gegenſtand(species), der an dem Orte überliefert werden ſoll, wo er ſich befindet, ſo muß der Schuldner durch eine Urkunde, die er dem Gläubiger in Perſon oder an deſſen Wohnorte, oder an dem zur Erfüllung des Vertrags gewählten Wohnſitze inſinuiren läßt, denſelben auffordern, die Sache abzuholen. Iſt dieſe Aufforde⸗ rung geſchehen, und der Gläubiger holt die Sache nicht ab, der Schuldner bedarf aber des Ortes, wo ſie aufbe⸗ wahrt iſt, ſo kann letzterer von dem Gerichte die Erlaub⸗ niß auswirken, ſie an einem andern Orte zur Verwah⸗ rung niederzulegen. §. V. Von der Vermoͤgensabtretung. 1265. Die Vermögensabtretung beſteht darin, daß ein Schuldner, der ſich auſſer Stand befindet, ſeine Schulden zu zahlen, ſein ganzes Vermögen ſeinen Gläu⸗ bigern überläßt.(*) 1266. Die Vermögensabtretung iſt entweder frey⸗ willig oder gerichtlich. 1267. Die freywillige Vermögensabtretung iſt die⸗ jenige, welche von den Gläubigern freywillig angenom⸗ men wird. Sie hat keine andere Wirkung, als die ſich (*,) S. C. G. O. Art. 898. u, f. und Handelsgeſetzbuch Art. 566. u. f. Cod. N. 2. B. 5 — Aᷓ́— 66 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. qui n'a d'effet que celui résultant des stipulations memes du contrat passé entre eux et le déebiteur. 1268. La cession judiciaire est un bénéfice que la loi accorde au débiteur malheureux et de banne foi, auquel il est permis, pour avoir la liberté de- sa personne, de faire en justice l'abandon de tous ses biens à ses créanciers, nonobstant toute stipu- lation contraire. 1269. La cession judiciaire ne confère point la propriété aux créanciers; elle leur donne seu- lement le droit de faire vendre les biens à leur pro- fit, et d'en percevoir les revenus jusqu'd la vente. 1270. Les créanciers ne peuvent refuser la cession judiciaire, si ce n'est dans les cas exceptés par la loi. Elle opère la décharge de la contrainte par corps. Au surplus, elle ne libère le débiteur que jus- qu'à concurrence de la valeur des biens abandon- nés; et dans le cas ou ils auraient été insufflsants, s'il lui en survient d'autres, il est obligé de les abandonner jusqu'au parfait paièment. SECTION II. De la Novation. 1271. La novation s'opère de trois manières: 1⁰° Lorsque le débiteur contracte envers son créancier une nouvelle dette qui est substituée à T'ancienne, laquelle est éteinte; 2° Lorsqu'un nouveau débiteur est substitué à T'ancien, qui est déchargé par le créancier; 3° Lorsque, par l'effet d'un nouvel engage- ment, un nouveau créancier est substitué à l'an- cien, envers lequel le débiteur se trouve déchargé. 1272. La novation ne peut s'opérer qu'entre personnes capables de contracter. 38 B. 3r T. Von Verträgen ꝛc. 67 aus den Beſtimmungen des zwiſchen ihnen und dem Schuldner geſchloſſenen Vertrags ergibt. 1268. Die gerichtliche Vermögensabtretung iſt ei⸗ ne Wohlthat, die das Geſetz dem unglücklichen und red⸗ lichen Schuldner geſtattet, indem es ihm erlaubt, zur Er⸗ haltung ſeiner perſönlichen Freyheit, aller entgegenſtehen⸗ den Verträge ohngeachtet, ſein ganzes Vermögen ſeinen Gläubigern gerichtlich zu überlaſſen. 1269. Die gerichtliche Vermögensabtretung über⸗ trägt nicht das Eigenthum auf die Gläubiger; ſie gibt ihnen nur das Recht, das abgetretene Vermögen zu ih⸗ rem Vortheile verkaufen zu laſſen, und bis zum Verkau⸗ fe die Einkünfte deſſelben zu beziehen. 1990. Die Gläu iger können die gerichtliche Ver⸗ mögensabtretung nur in den durch das Geſetz ausgenom⸗ menen Fällen ablehnen.*). Sie bewirkt die Befre yung von dem Perſonalarreſt. Übrigens befreyt ſie den Schuldner nur bis zum Be⸗ trage des Werths des abgetretenen Vermögens. War dieſes nicht hinreichend, und der Schuldner kommt in der Folge zu neuem Vermögen, ſo iſt er verbunden, auch dieſes, bis zur vollſtändigen Zahlung, abzutreten. Zweyter Abſchnitt. Von der Novation. 1271. Die Novation geſchieht auf dreyerley Art: 1.) wenn der Schuldner gegen ſeinen Gläubiger ei⸗ ne neue Verbindlichkeit übernimmt, welche an die Stel⸗ le der alten, dadurch aufgehobenen, geſetzt wird;. 2.) wenn ein neuer Schuldner an die Stelle des alten, welchen der Gläubiger frey gibt, geſetzt wird; 3.) wenn vermöge einer neuen Übereinkunft ein neuer Gläubiger an die Stelle des alten geſetzt, und der Schuldner in Anſehung des letztern befreyt wird. 1272. Eine Novation kann nur unter Perſonen zu Stande kommen, die fähig ſind, Verträge zu ſchließen. (*⁷) S. Art. 1945, u. C. G. O. Art, 905. / 68 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. 1273. La novation ne se présume point; il faut que la volonté de l'opérer résulte clairement de Pacte. 1274. La novation par la substitution d'un nou- veau débiteur, peut s'opérer sans le concours du premier débiteur. 1275. La délégation par laquelle un débiteur donne au créancier un autre débiteur qui s'oblige envers le créancier, n'opère point de novation, si le créancier n'a expressément déclaré qu'il enten- dait décharger son débiteur qui a fait la déléga- tion. 1276. Le créancier qui a déchargé le débiteur par qui a été faite la délégation, n'a point de re- cours contre ce débiteur, si le délégué devient in- solvable, à moins que J'acte n'en contienne une réserve expresse, ou que le délégué ne füt déjà en faillite ouverte, ou tombé en déconfiture au mo- ment de la délégation. 1277. La simple indication faite par le débi- teur, d'une personne qui doit payer à sa place, n'opère point novation. Il en est de méème de la simple indication faite par le créancier, d'une personne qui doit recevoir pour lui. 1278. Les priviléges et hypothèques de l'an- cienne créance ne passent point à celle qui lui est substituée, à moins que le créancier ne les ait ex- pressément régervés. 1279. Lorsque la novation s'opère par la sub- stitution d'un nouveau débiteur, les priviléges et hypothèques primitifs de la créance ne peuvent point passer sur les biens du nouveau débiteur. 1280. Lorsque la novation s'opère entre le créancier et l'un des débiteurs solidaires, les pri- viléges et hypothèques de l'ancienne creance ne . 21) aus der Verſchreibung. E.. 22) ſchon offenbar fallirt oder in Vermoͤgensverfall gera⸗ then war, D. M. u. E. ſchon bankerott, oder im gaͤnz⸗ 38 B. 3r T. Von Vertraͤgen ꝛc. 69 1273. Die Novation wird nicht vermuthet; die Abſicht, ſie zu bewirken, muß klar aus dem Geſchäfte*1) hervorgehen. 12744. Die Novation, welche dadurch erfolgt, daß ein neuer Schuldner an die Stelle des alten geſetzt wird, kann ohne Mitwirken des erſten Schuldners geſchehen. 1275. Die Delegation(Überweiſung), durch welche ein Schuldner ſeinem Gläubiger einen andern Schuldner ſtellt, der ſich gegen den Gläubiger verpflichtet, bewirkt keine Novation, wenn der Gläubiger nicht ausdrücklich erklärt hat, daß es ſeine Abſicht ſeye, ſeinen Schuldner, der die Delegation vornahm, zu befreyen. 1276. Dem Gläubiger, der ſeinen Schuldner, von welchem die Delegation geſchehen iſt, befreyt hat, ſteht kein Regreß gegen ihn zu, wenn der delegirte Schuldner zahlungsunfähig wird, es müßte denn dieſer Regreß bey Eingehung des Geſchäftes ausdrücklich vorbehalten wor⸗ den, oder der delegirte Schuldner zur Zeit der geſchehe⸗ nen Delegation ſchon wirklich in Concurs gerathen oder doch concursmäßig geweſen ſeyn. ²²) 1277. Hat der Schuldner bloß eine Perſon ange⸗ zeigt, die ſtatt ſeiner zahlen ſall, ſo bewirkt dieß keine Novation. Ein Gleiches gilt, wenn der Gläubiger bloß eine Perſon angezeigt hat, die für ihn die Zahlung empfan⸗ gen ſoll. 1278. Die mit der alten Forderung verknüpften Privilegien und Hypotheken gehen nicht auf die neue, an ihre Stelle geſetzte, uͤber, wenn der Gläubiger ſich die⸗ ſelben nicht ausdrücklich vorbehalten hat. 1279. Wird die Novation dadurch bewirkt, daß ein neuer Schuldner an die Stelle des alten geſetzt wird, ſo können die mit der Forderung urſprünglich verknüpften Privilegien und Hypotheken nicht auf das Vermögen des neuen Schuldners übergehen. 1260. Kommt die Novation unter dem Gläubiger und Einem der Solidarſchuldner zu Stande, ſo können die Privile gien und Hypotheken der alten Forderung nur lichen Ruͤckgang war. L. in offenbarem Concurs, oder ſchon im zerruͤtteten Vermoͤgensumſtaͤnden geweſen waͤ⸗ pe. S. 70 L. III. T. III. Des Contrats ou.Oblig. convent. peuvent étre réservés que sur les biens de celui qui contracte la nouvelle dette. 1281. Par la novation faite entre le créancier et l'un des débiteurs solidaires, les codébiteurs 1 sont libérés. La novation opérée a l'égard du débiteur prin- cipal libère les cautions, Néanmoins, si le créancier a exigé, dans le premier cas, l'accession des codébireurs, ou, dans le second, celle des cautions, ancienne créance subsiste, si les codébiteurs ou les cautions refu- sent d'accéder au nouvel axrangement. SECTION III.— De la Remige de la dette. 1282. La remise volontaire du titre original sous signature privée, par le créancier au débi- teur, fait preuve de la libération. 1283. La remise volontaire de la grosse du ¹ titre fait présumer la remise de la dette ou le paiement, sans préjudice de la preuve contraire. 1264 La remise du titre original sous signa- ture privée, ou de la grosse du titre à l'un des débiteurs solidaires, a le méême effet au profit de ses codébiteurs. 1285. La remise ou décharge conventionnelle I au profit de l'un des codébiteurs solidaires, libère 4 tous les autres, à moins que le créancier n'ait ex- 1 pressément réservé ses droits contre ces derniers. I Dans ce dernier cas, il ne peut plus répéter la dette que déduction faite de la part de celui 4 auquel il a fait ta remise. 1286. La remise de la chose donnée en nan- tissement ne suffit point pour faire présumer la 1” remise de la dette. 1 7 1287. La remise ou décharge conventionnelle . aecordée au débiteur principal libère des cautions; 386 B. 3r T. Von Vertraͤgen ꝛc.„*1 . 9 7 auf das Vermögen desjenigen, der die neue Schuld übernimmt, vorbehalten werden. 1281. Durch die zwiſchen dem Gläubiger und Ei⸗ nem der Solidarſchuldner erfolgte Novation werden die Mitſchuldner befreyt. Die in Anſehung des Hauptſchuldners geſchehene Novation befreyt die Bürgen. Hat jedoch der Gläubiger im erſten Falle den Bey⸗ tritt der Mitſchuldner, oder im zweyten Falle den Bey⸗ tritt der Bürgen verlangt, ſo bleibt die alte Verbindlich⸗ keit bey Kräften, wenn die Mitſchuldner oder die Bürgen ſich weigern, der neuen Übereinkanft beyzutreten. Dritter Abſchnitt. Von dem Erlaſſe der Schuld. 1282. Die von dem Gläubiger an den Schuldner freywillig geſchehene Zurückgabe des Originals einer Privaturkunde gilt als Beweis, daß die Schuld erlaſ⸗ ſen ſey. 1283. Die freywillige Zurückgabe der Hauptaus⸗ fertigung einer öffentlichen Urkunde(de la grosse) be⸗ gründet die Vermuthung, daß die Schuld erlaſſen oder bezahlt worden ſey, jedoch mit Vorbehalt des Gegenbe⸗ weiſes. 3 1264. Die an Einen der Solidarſchuldner geſche⸗ hene Zurückgabe des Originals einer Privaturkunde oder der Hauptausfertigung einer öffentlichen Urkunde hat dieſelbe Wirkung zum Vortheile ſeiner Mitſchuldner. 1285. Die zum Vortheile Eines der Solidarſchuld⸗ ner durch Vertrag geſchehene Erlaſſung oder Befreyung befreyt alle übrigen, wenn der Gläubiger ſich nicht aus⸗ drücklich ſeine Rechte gegen dieſelben vorbehalten hat. In dieſem letztern Falle kann er die Schuld nur nach Abzug des Antheils deſſen, welchem er ſie erlaſſen hat, einfordern. 1286. Die Zurückgabe der zum Unterpfand gegebe⸗ nen Sache iſt nicht hinreichend, um die Vermuthung zu begründen, daß die Schuld erlaſſen worden ſeye. 1287. Die dem Hauptſchuldner durch Vertrag zu⸗ geſtandene Erlaſſung oder Befreyung befreyt zugleich die Bürgen; 72 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. Celle accordée à la caution ne libère pas le débiteur principal; Celle accordée à l'une des cautions ne libère pas les autres. 1288. Ce que le créancier a reçu d'une cau- tion pour la decharge de son cautionnement, doit Stre imputé sur la dette, et tourner à la décharge du debiteur principal et des autres cautions. SECTION IV. De la Compensation. 1289. Lorsque deux personnes se trouvent débitrices l'une envers l'autre, il s'opère entre elles une compensation qui éteint les deux dettes, de la manière et dans les cas ci- après exprimés. 1290. La compensation s'opère de plein droit par la seule force, de la loi, même à l'insu des débiteurs; les deux dettes s'éteignent réciproque- ment, à l'instant ou elles se trouvent exister a-la-fois, jusqu'à concurrence de leurs quotités respectives. 1291. La compensation n'a lieu qu'entre deux dettes qui ont également pour objet une somme d'argent, ou une certaine quanrité de choses fun- gibles de la mèême espèce et qui sont également liquides et exigibles. Les prestations en grains ou denrées, non contestées, et dont le prix est réglé par les mer- curiales, peuvent se compenser avec des sommes liquides et exigibles. 1292. Le terme de graâce n'est point un obs- tacle à la compensation. 1293. La compensation a lieu, quelles que soient les causes de l'une ou l'autre des dettes, excepté dans le cas, 1⁰ De la demande en restitution d'une chose dont le propriétaire a été injustement dépouillé; 38 B. 3r T. Von Verträgen ꝛc. 7⁵ Die dem Bürgen zugeſtandene Befreyung befreyt den Hauptſchuldner nicht; Die Einem der Bürgen zugeſtandene Befreyung be⸗ freyt die übrigen nicht. 1238. Was der Gläubiger von einem Bürgen zur Befreyung von ſeiner Bürgſchaft empfangen hat, das muß auf die Schuld abgerechnet werden, und dem Haupt⸗ ſchuldner ſo wie den übrigen Bürgen zu Gute kommen. Vierter Abſchnitt. Von der Compenſation. 1289. Sind zwey Perſonen einander wechſelſei⸗ tig etwas ſchuldig, ſo tritt unter ihnen, auf die Wei⸗ ſe und in den Fällen, welche hier unten beſtimmt ſind, eine Compenſation ein, durch welche beyde Schulden erlöſchen. 1290. Die Compenſation tritt ohne weiteres kraft des Geſetzes(ipso jure) ein, ſelbſt ohne Vorwiſſen der Schuldner; in dem Augenblicke, wo die beyderſeitigen Schulden zugleich vorhanden ſind, erlöſchen ſie gegenſei⸗ rig, ſo weit ſie dem Betrage nach einander gleich kom⸗ men. 129 ¹. Die Compenſation findet nur zwiſchen zwey Schulden Statt, welche beyde eine Summe Geldes oder eine gewiſſe Quantität verbrauchbarer Sachen von einer⸗ ley Art zum Gegenſtande haben, und beyde liquid und fällig ſind. Unbeſtrittene Leiſtungen an Getreide und Lebens⸗ mitteln, für welche ein Marktpreis öffentlich feſtgeſetzt iſt, können gegen liquide und fällige Geldſummen com⸗ penſirt werden. 1292. Eine dem Schuldner bloß aus Nachſicht ge⸗ ſtattete Friſt hindert die Compenſation nicht. 1295. Die Compenſation findet Statt, auf wel⸗ chem Grunde auch die eine oder die andere von beyden Schulden beruhen mag, jedoch mit Ausnahme folgen⸗ der Fäͤlle: 1.) wenn auf Zurückgabe einer Sache geklagt wird, aus deren Beſitze der Eigenthümer unrechtmäßigerweiſe verdrängt worden iſt; 24 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. 2° De la demande en restitution d'un dépòt et du préèt à usage; 3⁰° D'une dette qui a pour cause des aliments déclarés insaisissables. 129¼. La caution peut opposer la compensa- tion de ce que le eréancier doit au débi teur prin- cipal. 1 Mais le débiteur principal ne peut opposer la compensation de ce que le créancier doit à la caution. Le débiteur solidaire ne peut pareillement opposer la compensation de ce que le créancier doit à son codébiteur. 1295. Le débiteur qui a accepté purement et simplement la cession qu'un créancier a faite de ses droits à un tiers, ne peut plus opposer au cessionnaire la compensation quéil eùt pu, avant Tacceptation, opposer au cédant. A l'égard de la cession qui n'a point été ac- ceptée par le débiteur, mais qui lui a été si- gnifée, elle n'empéche que la compensation des créances postérieures à cette notification. 1296. Lorsque les deux dettes ne sont pas payables au mèême lieu, on n'en peut opposer la compensation qu'en faisant raison des frals de la Temise. 1297. Lorsqu'il y a plusieurs dettes compen- sables dues par la même personne, on suit, pour la compensation, les règles établies pour Pimpu- tation par l'art. 1256. 1298. La compensation n'a pas lieu au pré- judice des droits acquis à un tiers. Ainsi celui dui, étant débiteur, est devenu créancier depuis la saisie-arrèt faite par un tiers entre ses mains, ne peut, au préjudice du saisissant, opposer la compensation. 38 B. 3r T. Von Verträgen ꝛc. 75 2.) wenn auf Zurückgabe einer zur Verwahrung gegebenen oder zu einem beſtimmten Gebrauche geliehe⸗ nen Sache geklagt wird;(*†) 3.) wenn die Schuld Alimente zum Gegenſtande hat, welche nicht mit Arreſt belegt werden können.(**) 1294. Was der Gläubiger dem Hauptſchuldner ſchuldig iſt, das iſt der Bürge zu compenſiren herechtiget. Aber der Hauptſchuldner kann das nicht zur Com⸗ penſation bringen, was der Gläubiger dem Bürgen ſchul⸗ dig iſt. Eben ſo kann der Solidarſchuldner in Anſehung deſ⸗ ſen, was der Gläubiger ſeinem Mitſchuldner ſchuldig iſt⸗ die Compenſation nicht vorſchützen.(**☛) 1295. Hat der Schuldner die von dem Gläubiger vorgenommene Abtretung ſeiner Rechte an einen Dritten unbedingt und ohne Vorbehalt angenommen, ſo kann er dem Ceſſionar die Compenſation nicht mehr entgegen⸗ ſetzen, deren er ſich vor der Annahme gegen den Ceden⸗ ten hätte bedienen können. Die von dem Schuldner nicht angenommene, ihm jedoch bekannt gemachte Abtretung verhindert nur die Compenſation der erſt nach dieſer Bekanntmachung ent⸗ ſtandenen Forderungen. 1296. Sind die beyderſeitigen Schulden nicht an Einem Orte zahlbar, ſo kann man die Compenſation nur nach Abrechnung der Überſendungskoſten vorſchützen. 1297. Hat eine und dieſelbe Perſon mehrere Schuldpoſten zu zahlen, die alle compenſirt werden kön⸗ nen, ſo befolgt man in Anſehung der Eompenſation die im 1256. Art. für die Abrechnung feſtgeſetzten Regeln. 1298. Die Compenſation findet nicht Statt zum Nachtheile der wohlerworbenen Rechte eines Dritten. Mithin kann derjenige Schuldner, welcher erſt nach ei⸗ nem von einem Dritten bey ihm angelegten Arreſte Gläu⸗ biger geworden iſt, die Compenſation nicht zum Nach⸗ theile deſſen vorſchützen, der den Arreſt angelegt hat. Art. 1981. und C. G. O. Art. 581 U. 532. ) S. Art. 1835 u. 1932. *r) S. Art 1203. ‿— ¶Q 76 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. 1299. Celui qui a payé une dette qui était de droit éteinte par la compensation, ne peut plus, en exerçant la créance dont il' n'a point opposé la compensation, se prévaloir, au préju- dice des tiers, des priviléges ou hypotheques qui - étaient attachés, à moins qu'il n'ait eu une juste cause d'ignorer la créance qui devait com- penser sa dette. SECTION V. De la Confugion. 1300. Lorsque les qualités de créancier et de débiteur se réunissent dans la même personne, il se fait une confusion de droit qui éteint les deux créances. 1501. La confusion qui s'opère dans la per- sonne du débiteur principal profite à ses cautions; Celle qui s'opère dans la personne de la cau- tion, n'entraine point l'extinction de Tobligation principale; Celle qui s'opère dans la personne du créan- cier, ne profite à ses codébiteurs solidaires que pour la portion dont il était débiteur. SECTION VI. De la Poerte de la choge due. 1302. Lorsque le corps certain et déterminé qui était l'objet de l'obligation, vient à périr, est mis hors du commerce, ou se perd de manière qu'on en ignore absolument l'existence„'obli- gation est éteinte si la chose a péri ou a été perdue sans la faute du débiteur et avant qu'il fuͤt en demeure. ——.—— —8—— 38 B. 2r T. Von Verträgen ꝛc. 77 12990. Wer eine kraft des Geſetzes durch Compen⸗ ſation erloſchene Schuld bezahlt hat, der kann, wenn er die Forderung, wegen welcher er die Compenſation vorzuſchützen unterlaſſen hat, beytreiben will, die mit ihr verknupft geweſenen Privilegien und Hypotheken zum Nachtheile eines Dritten nicht mehr geltend machen, es müßte ihm denn die Forderung, mit welcher er ſeine Schuld hätte compenſiren können, aus einer gerechten Urſache unbekannt geweſen ſeyn. Fuͤnfter Abſchnitt. Von der Confuſion. 1300. Wenn die Eigenſchaft eines Gläubigers Und eines Schuldners in Einer Perſon zuſammentreffen, ſo tritt kraft des Geſetzes eine Confuſion ein, durch welche Forderung und Schuld erlöſchen. 1301. Die in der Perſon des Hauptſchuldners er⸗ folgte Confuſion kommt ſeinen Bürgen zu Gute. Diejenige, welche in der Perſon des Bürgen erfolgt, zieht das Erlöſchen der Hauptſchuld nicht nach ſich. Die in der Perſon des Gläubigers eintretende Confuſion befreyt deſſen ſolidariſche Mitſchuldner nur bis zum Betrage des Antheils, den er ſelbſt ſchuldig war ²3)(*) 1— Sechſter Abſchnitt. Ven dem Untergange der ſchuldigen Sache. 1302. Wenn die gewiſſe und beſtimmte Sache, welche den Gegenſtand der Verbindlichkeit ausmacht, zu Grunde geht, außer Verkehr geſetzt wird, oder ſich ſo verliert, daß man von ihrem Daſeyn durchaus nichts weiß, ſo iſt die Verbindlichkeit erloſchen, ſofern die Sa⸗ che ohne Verſchulden des Verpflichteten und ehe er in Verzug war zu Grunde gegangen oder verloren worden iſt. (P) S. Art. 1213. 23) für den Antheil, wofur der Glaͤubiger zugleich Mit⸗ ſchuldner geweſen war, D. u. M. 78 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. Lors même que le débiteur est en demeure, et s'il ne s'est pas chargé des cas fortuits, Po- pligation est éteinte dans le cas ouù la chose füt également périe chez le créancier si elle lui eüt été livrée. Le débiteur est tenu de prouver le cas fortuit qu'il allègue. 4 De quelque manière que la chose volée ait peri ou ait été perdue, sa perte ne dispense pas celui qui l'a soustraite, de la restitution du prix. 1303. Lorsque la chose est périe, mise hors du commerce ou perdue, sans la faute du débi- teur, il est tenu, s'il y a quelques droits ou actions en indemnité par rapport à cette chose„ de les céder à son créancier. SEOTION VII. De l'Mction en nullité ou en rescision des Con- venbion. 1304. Dans tous les cas où l'action en nullité ou en rescision d'une convention west pas limitée à un moindre temps par une loi particulière, cette action dure dix ans. Ce temps ne court, dans le cas de violence, que du jour ouù elle a cessé; dans le cas d'erreur ou de dol, du jour ot ils ont été découverts; et pour les actes passés par les femmes mariées non autorisées, du jour de la dissolution du mariage. Le temps ne court, à''égard des actes faits par les interdits, que du jour où l'interdiction est Jevée; et à l'égard de ceux faits par les mineurs, que du jour de la majoxrité. 1305. La simple lésion donne lieu à la res- cision en faveur du mineur non émancipé, contre toutes sortes de conventions; et en faveur du mineur émancipé, contre toutes conventions qui 38 B. 3r T. Von Verträgen ꝛc. 79 Selbſt dann, wenn der Schuldner in Verzug iſt, jedoch die Zufalle nicht übernommen hat, iſt die Verbind⸗ lichkeit erloſchen, in ſo fern die Sache bey dem Gläubi⸗ ger, wenn ſie ihm wäre überliefert worden, gleichfalls zu Grunde gegangen ſeyn würde. Der Schuldner muß den Zufall beweiſen, worauf er ſich beruft. Auf welche Art auch eine geſtohlene Sache zu Grun⸗ de gegangen oder verloren worden ſeyn mag, ſo befreyt deren Untergang niemals denjenigen, der ſie entwendet hat, von der Erſtattung des Werthes. 1503. Iſt die Sache ohne Verſchulden des Ver⸗ pflichteten zu Grunde gegangen, außer Verkehr geſetzt, oder verloren worden, ſo iſt derſelbe verbunden, die in Rückſicht dieſer Sache ihm etwa zuſtehenden Rechte und Klagen auf Entſchädigung ſeinem Glaubiger abzutreten. Siebenter Abſchnitt. Von der Klage auf Nichtigkeit oder Aufhebung der Verträge. 13⁰4. Die Klage auf Nichtigkeit oder Aufhebung eines Vertrags dauert in allen Fällen, in welchen ſie nicht etwa durch ein beſonderes Geſetz auf eine kürzere Zeit beſchränkt iſt, zehn Jahre. Dieſe Zeit nimmt ihren Anfang, im Falle eines Zwanges, erſt mit dem Tage, da er aufgehört hat(*), im Falle eines Irrthums oder Betrugs, mit dem Tage, da dieſe entdeckt worden ſind, und in Anſehung der von verheiratheten Frauen ohne Ermächtigung geſchloſſenen Verträge, mit dem Tage der Auflöſung der Ehe. In Anſehung der von Interdicirten geſchloſſenen Verträge läuft dieſe Zeit erſt von dem Tage an, da die Interdiction aufgehoben wurde, und in Anſehung derje⸗ nigen, welche von Minderjährigen geſchloſſen wurden, von dem Tage der erlangten Volljährigkeit an. 1305. Wegen bloßer Verletzung können zum Vor⸗ theile eines nicht emancipirten Minderjährigen alle Arten von Verträgen aufgehoben werden, und zum Vortheile eines emancipirten Minderjährigen alle diejenigen Ver⸗ (*+) S. Art. 2233. 4 7 ¼ 39 1 1 1 I 3 80 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. excèdent les bornes de sa capacité, ainsi qu'elle est déterminée au titre de la Minorité, de la Tutelle et de l'Æmancipation. 1306. Le mineur n'est pas restituable pour cause de lésion, lorsqu'elle ne résulte que d'un Svenement casuel et imprévu. 1307. La simple déclaration de majorité, faite Par le mineur, ne fait point obstacle à sa resti- tution. 1308. Le mineur commerçant, banquier ou artisan, n'est point restituable contre les engage- ments qu'il a pris à xaison de son commerce ou de son art. 1309. Le mineur n'est point restituable contre les conventions portées en son contrat de mariage, lorsqu'elles ont été faites avec le consentement et l'assistance de ceux dont le consentement est requis pour la validité de son mariage. 1310. II n'est point restituable contre les obli- gations résultant de son déliteou quasi- délit. 1311. II n'est plus recevable à revenir contre l'engagement qu'il avait souscrit en minorité, lors- qu'il La ratifié en majorité, soit que cet engage- ment füt nul en sa forme, Soit qu'il füt seulement sujet à restitution. 1312. Lorsque les mineurs, les interdits ou les femmes marxiées sont admis, en ces qualités, à se faire restituer contre leurs engagements, le remboursement de ce qui aurait été, en consé- quence de ces engagements, payé pendant la, mi- norité, l'interdiction ou le mariage, ne peut en 38 B. 3r T. Von Verträgen ꝛc. 81 träge, welche außer den Gränzen ſeiner in dem Titel von der Minderjährigkeit, der Vormund⸗ ſchaft und der Emancipation beſtimmten Fähig⸗ keit liegen. 1306. Der Minderjährige kann aus dem Grunde einer Verletzung nicht in den vorigen Stand geſetzt wer⸗ den, wenn dieſelbe nur aus einem zufälligen und unvor⸗ hergeſehenen Ereigniſſe herrührt. 1307. Die bloße Erklärung des Minderjährigen, daß er volljährig ſeye, ſteht ſeiner Einſetzung in den vo⸗ rigen Stand nicht im Wege. 1506. Ein Minderjähriger, der ein Handelsmann, Wechsler oder Handwerker iſt, kann gegen die Verbind⸗ lichkeiten, die er in Beziehung auf ſeine Handlung oder ſein Gewerbe übernommen hat, nicht in den vorigen Stand geſetzt werden. 1309. Ein Minderjähriger kann gegen die in ſei⸗ nem Ehecontracte enthaltenen Verabredungen nicht in den vorigen Stand geſetzt werden, wenn dieſelben mit Einwilligung und unter dem Beyſtande derjenigen Per⸗ ſonen gemacht worden ſind, deren Einwilligung zur Gil⸗ tigkeit ſeiner Ehe erforderlich iſt.(*†) 1310. Er kann gegen die aus ſeinen Vergehen oder dieſen gleichgeltenden Handlungen(Quaſi⸗Delicten) entſtehenden Verbindlichkeiten nicht in den vorigen Stand geſetzt werden. 1311. Er kann eine während ſeiner Minderjährig⸗ keit eingegangene Verbindlichkeit nicht mehr anfechten, wenn er dieſelbe nach erlangter Volljährigkeit genehmi⸗ get hat, es mag nun dieſe Verbindlichkeit ihrer Form nach nichtig, oder in Anſehung ihrer nur die Wiederein⸗ ſetzung in den vorigen Stand zuläßig geweſen ſeyn.(**) 1319. Wird den Minderjährigen, Interdicirten, oder verheiratheten Frauen, in dieſer Eigenſchaft, die Wie⸗ dereinſetzung in den vorigen Stand gegen ihre Verbind⸗ lichkeiten zugeſtanden, ſo kann man von ihnen die Wie⸗ dererſtattung deſſen, was zufolge dieſer Verbindlichkeiten während der Minderjährigkeit, der Interdiction oder der (*) S. Art. 1398. (**) S. Art. 1338. Cod. N. 2 B. 6 82 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig, convent. ètre exigé, à moins qu'il ne soit prouvé que ce G qui a été payé a tourné à leur profit. d 1313. Les majeurs ne sont restitués pour cause de lésion que dans les cas et sous les conditions i spécialement exprimés dans le présent Code. g b 1314. Lorsque les formalités requises à l'égard des mineurs ou des interdits, soit pour aliénation ic d'immeubles, soit dans un partage de succession, c ont été remplies, ils sont relativement à ces ao- 5 tes, considerés comme s'ils les avaient faits en majorité ou avant l'interdiction. CHAPITRE VI. De la Preuve des Obligations, et de celle du Paiement. 1315. Celui qui réclame l'exécution d'une obligation, doit la prouver. Réciproquement, celui qui se prétend libéré doit justiher le paiement ou le fait qui a produit Pextinction de son obligation. 1316. Les règles qui concernent la preuve littérale, la preuve testimoniale, les présomptions, Paveu de la partie et le serment, sont expliquées dans les sections suivantes. SECTION PREMIERE. De la Preuve litteérale. §. I. Du Titre authentique. 1317. L'acte authentique est celui qui a étẽ regu par officiers publics ayant le droit d'instrumen- 38 B. 3 r T. Von Verträgen ꝛc. 85 Ehe an ſie gezahlt worden iſt, nicht fordern, es müßte denn erwieſen werden, daß die geſchehene Zahlung in ihren Nutzen verwendet worden iſt.(*) 1515. Völljährige werden wegen Verletzung nur in den Fällen und unter den Bedingungen in den vori⸗ gen Stand geſetzt, welche in dem gegenwärtigen Geſetz⸗ buche ausdruͤcklich beſtimmt ſind.(*†*) 1314. Sind die in Rückſicht der Minderjährigen oder Interdicirten für Veräuſſerung unbeweglicher Güter oder für Erbvertheilungen vorgeſchriebenen Formalitäten beobachtet worden, ſo werden jene in Anſehung dieſer Handlungen ſo beurtheilt, als ob ſie dieſelben nach er⸗ langter Volljährigkeit oder vor der Interdiction vorge⸗ nommen hätten.(*£**) Sechſtes Capitel. Von dem Beweiſe der Verbindlichkeiten und der Zahlung. 1315. Wer die Erfüllung einer Verbindlichkeit for⸗ dert, der muß dieſelbe beweiſen. Umgekehrt muß derjenige, welcher von der Ver⸗ bindlichkeit wieder befreyt zu ſeyn behauptet, entweder die Zahlung oder den Umſtand beweiſen, wodurch ſeine Verbindlichkeit erloſchen ſeyn ſoll. 1316. Die den Urkundenbeweis, den Zeugenbe⸗ weis, die Vermuthungen, das Geſtändniß einer Parthey und den Eid betreffenden Vorſchriften werden in den fol⸗ genden Abſchnitten erklärt. Erſter Abſchnitt. Von dem Urkundenbeweiſe. §. I. Von oͤffentlichen Urkunden. 1317. Eine öffentliche Urkunde iſt eine ſolche, die von denjenigen öffentlichen Beamten, welche an dem Or⸗ (*) S. Art. 1241.(*) S. Art. 783. 887. 1079 u. 1674. (**r) S. Art. 457. 465 u. 838. 6 84 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. ter dans le lieu o P'acte a été rédigé, et avec les solennités requises. 1318. L'acte qui n'est point authentique par Tincompétence ou l'incapacité de l'officier, ou par un défaut de forme, vaut comme écriture privée, s'il a été signé des parties. 1319. L'acte authentique fait pleine foi de la convention qu'il renferme entre les parties con- tractantes et leurs héritiers ou ayant-cause. Néanmoins, en cas de plaintes en faux prin- Apal, l'exécution de l'acte argué de faux sera sus- pendue par la mise en accusation; et en cas d'ins- cription de faux faite incidemment, les tribunaux pourront, suivant les circonstances, suspendre provisoirement l'exécution de l'acte. 1320. L'acte, soit authentique, soit sous seing privé, fait foi entre les parties, même de ce qui m'y est exprimé qu'en termes énonciatifs, pourvu que l'énonciation ait un rapport direct à la dispo- sition. Les énonciations étrangères à la disposition ne peuvent servir que d'un commencement de preuve. (*) S. Art. 1347. 24) Doch wird, im Falle einer wegen Verfaͤlſchung des Aktes direkt erhobenen Klage der Vollzug— durch die Verſetzung(des Beſchuldigten) in den Anklage Zu⸗ ſtand ſuspendirt. L. Macht indeſſen jemand die Be⸗ hauptung, daß der Akt falſch ſey zum Hauptgegen⸗ ſtande ſeiner Klage, ſo hat die Zulaſſung der Anklage die Wirkung, daß die Vollziehung ꝛc. D. Stellt je⸗ doch Jemand daruͤber, daß eine Urkunde falſch ſey, ei⸗ ne Hauptklage an, ſo wird die Vollziehung— einſt⸗ weilen ausgeſetzt. M. Jedoch wird im Falle einer Haupt⸗ klage wegen Verfaͤlſchung, die Vollziehung— durch die Verſetzung des angeblichen Verfaͤlſchers in den Inqui⸗ ſitenzuſtand aufgeſchoben. 8. Indeß hat, nach erhobe⸗ ner Hauptklage wegen Verfaͤlſchung, die Verſetzung 3s B. 3r T. Von Verträgen ic. 85 te, wo dieſelbe abgefaßt wurde, zur Aufnahme der Ur⸗ kunden berechtiget ſind, mit den erforderlichen Förmlich⸗ keiten aus gefertiget worden iſt. 1518. Eine Urkunde, welche wegen fehlender Be⸗ fugniß oder Fähigkeit des Beamten, oder wegen eines Mangels in der Form, die Eigenſchaft einer öffentlichen nicht hat, gilt als Privaturkunde, wenn ſie von den Par⸗ theyen unterſchrieben iſt. 1319. Eine öͤffentliche Urkunde beweiſt unter den Contrahenten und ihren Erben oder Nechtsnachfolgern die in ihr enthaltene Übereinkunft vollſtändig. Wird jedoch wegen Verfälſchung eine peinliche Klage (plaintes en faux principal) erhoben, ſo ſoll durch das gegen den angeblichen Verfälſcher angeſtellte Verfahren (mise en accusation) die Vollziehung der für falſch aus⸗ gegebenen Urkunde aufgehalten werden*³); wird aber die Urkunde im Laufe eines Civilproceſſes nur beyläufig als falſch angegriffen(inscription de faux faite incidem- ment) ²⁵), ſo können die Gerichte, nach Beſchaffenheit der Umſtände, die Pollſtreckung derſelben proviſoriſch ausſetzen. 1320. Sowohl öffentliche als Privaturkunden be⸗ weiſen unter den Partheyen ſelbſt das, was darin bloß erzählungsweiſe angeführt iſt, ſobald nur die erzäͤhlenden Ausdrücke eine unmittelbare Beziehung auf die(in der Urkunde enthaltene) Verfügung ſelbſt haben. Erzäh⸗ lende Ausdrücke, die mit der Verfügung ſelbſt in keiner Verbindung ſtehen, liefern nur einen unvollſtändigen (den Zeugenbeweis begründenden) Beweis. 26)(* (des Angeſchuldigten) in den Anklagezuſtand die Wir⸗ kung, daß die Vollziehung ꝛc. E.„ 25) und im Falle einer, im Laufe eines Prozeſſes beilaͤu⸗ ſig geſchehenen Denunziation eines Aktes, als ver⸗ fälſcht, koͤnnen ꝛc. L. iſt aber das von einem der ſtrei⸗ tenden Theile durch die Inſcription gemachte Anbiethen zum Beweiſe, daß die Ürkunde falſch ſey, ein Inci⸗ dentpunct, ſo koͤnnen ꝛc. D. und hat man nur beylaͤu⸗ fig durch Inſcription ſich zum Beweiſe erboten, daß die Urkunde falſch ſey, ſo können ꝛc. M. auch im Falle einer Incidentklage wegen Verfaͤlſchung, koͤnnen ꝛc. S. Iſt die Beſchuldigung der Verfaͤlſchung auch nur bey⸗ ſäͤußg in einem Proceſſe vorgebracht: ſo konnen ꝛc. E. 265 künen vur als Anfang eines Beweiſes dienen. L. . M. u. 8. 86 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. 1321. Les contre-lettres ne peuvent avoir leur effet qu'entre les parties contractantes: elles n'ont point d'effet contre les tiers. §. II. De l'Aote sous seing privé. 1522. L'acte sous seing privé, reconnu par celui auquel on l'oppose, ou légalement tenu pour reconnu, a, entre ceux qui Pont souscrit et entre leurs héritiers et ayant-cause, la méème foi que Tacte authentique. 1323. Celui auquel on oppose un acte sous seing privé, est obligé d'avouer ou de désavouer formellement son écriture ou sa signature. Ses héritiers ou ayant-cause peuvent se con- tenter de déclarer, qu'ils ne connaissent point l'é- criture ou la signature de leur auteur. 1324. Dans le cas ou la partie désavoue son écriture ou sa signature, et dans le cas ou ses héri- tiers ou ayant-cause déclarent ne les point connai- tre, la verification en est ordonnée en justice. 1325. Les actes sous seing privé qui contien- nent des conventions synallagmatiques, ne sont valables qu'autant qu'ils ont été faits en autant d'originaux qu'il y a de parties ayant un intérét distinct. Il suffit d'un original pour toutes les person- nes ayant le même intéréèt. Chaque original doit contenir la mention du nombre des originaux qui en ont été faits. Néanmoins le défaut de mention que les ori- ginaux ont été faits doubles, triples, etc. ne peut .0 08 8 36 B. 3r T. Von Verträgen ꝛec. 87 1521. Dem Inhalte der Urkunde entgegenſtehen⸗ de Reverſe(Gegenſcheine) können nur unter den con⸗ trahirenden Theilen ihre Wirkung äuſſern; zum Nach⸗ theile dritter Perſonen ſind ſie unwirkſam.(*) §. II. Von Privaturkunden. 1322. Eine Privaturkunde hat, wenn ſie von dem⸗ jenigen, gegen welchen ſie gebraucht wird, anerkannt iſt, oder wenn ſie geſetzlich für anerkannt geachtet wird, un⸗ ter denjenigen, welche ſie unterſchrieben haben, und un⸗ ter ihren Erben und Rechtsnachfolgern dieſelbe Beweis⸗ kraft, wie eine öffentliche Urkunde. 1525. Derjenige, gegen den man ſich auf eine Pri⸗ vaturkunde bezieht, iſt verbunden, die Handſchrift oder die Unterſchrift entweder für die ſeinige förmlich anzuer⸗ kennen oder abzuleugnen. Seine Erben oder Rechtsnachfolger, können ſich auf die Erklärung beſchränken, daß ſie die Handſchrift oder die Unterſchrift desjenigen, an deſſen Stelle ſie getreten ſind(auctoris), nicht kennen. 1324. Im Falle eine Parthey die Handſchrift oder Unterſchrift ableugnet, wie auch, wenn deren Erben oder Rechtsnachfolger erklären, daß ſie dieſelbe nicht ken⸗ nen, wird von dem Gerichte die Unterſuchung ihrer Acht⸗ heit verfügt.(**) 1325. Privaturkunden, welche zweyſeitige Vertraͤ⸗ ge enthalten, ſind nur dann giltig, wenn davon ſo viele Originale ausgefertiget worden ſind, als Partheyen vor⸗ handen ſind, welche ein verſchiedenes Intereſſe dabey haben. Für alle Perſonen, die bey der Sache nur ein und daſſelbe Intereſſe haben, iſt Ein Original hinreichend. Jedes Original muß die Anzahl der von der Urkun⸗ de ausgefertigten Originale erwähnen. Doch kann der Mangel der Erwähnung, daß zwey, drey u. ſ. w. Originale ausgefertiget worden ſeyen, von (*) S. Art. 1396 u. 1397- (**) S. C. G. O. Art. 193. u. f. —— — 88 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. Stre opposé par celui qui a exécuté de sa part la d convention portée dans l'acte. te 1526. Le billet ou la promesse sous seing pri- vé par lequel une seule partie s'engage envers d Tautre à lui payer une somme d'argent ou une chose T appréciable, doit etre écrit en entier de la main de celui qui le souscrit; ou du moins il faut qu'ou- 4 tre sa signature il ait écrit de sa main un bon ou un ſ approuuné portant en toutes lettres la somme ou la d quantité de la chose; t Excepté dans le cas od l'acte 6mane de mar- chands, artisans, laboureurs, vignerons, gens de 4 journée et de service. 4 1327. Lorsque la somme exprimée au corps de l'’acte est differente de celle exprimée au bon, T'obligation est présumée n'èêtre que de la somme moindre, lors mêéme que l'acte ainsi que le bon sont écrits en entier de la main de celui qui s'est obligé, à moins qu'il ne soit prouvé de quel côté 19 est Perreur. 1328. Les actes sous seing privé n'ont de date 1 contre les tiers que du jour oùð ils ont été enre- gistrés, du jour de la mort de celui ou de l'un de ceux qui les ont souscrits, ou du jour ouù leur subs- tance est constatée dans des actes dressés par des b officiers publics, tels que procès-verbaux de scel- lé ou d'inventaire. i 1329. Les registres des marchands ne font 1 point, contre les personnes non marchandes, preuve des fournitures qui y sont portées; sauf ce qui sera dit à l'égard du serment. 1330. Les livres des marchands font preuve contre eux; mais celui qui en veut tirer avantage, 3(*) S. Art. 1410. .(**) S. Handelsgeſetzbuch Art. 8. u. f. f(***) S. Art. 1367. 38 B. 3r T. Von Verträͤgen ꝛc. 89 demjenigen nicht vorgeſchützt werden, der von ſeiner Sei⸗ te den in der Urkunde enthaltenen Vertrag erfüllt hat. 1326. Eine Handſchrift oder ſonſtige Privatſchuld⸗ verſchreibung, wodurch nur Eine Parthey ſich gegen die andere zur Zahlung einer Summe Geldes oder einer Sa⸗ che, die ſich ſchätzen läßt, verpflichtet, muß ganz von der Hand des Unterzeichneten geſchrieben ſeyn, oder wenig⸗ ſtens, auſſer ſeiner Unterſchrift, ein von ihm eigenhän⸗ dig beygefügtes: gut für(bon) oder: genehmiget (approuvé) enthalten, worin die Summe oder der Be⸗ trag der Sache durchaus mit Buchſtaben ausgedrückt iſt. Ausgenommen iſt der Fall, wo die Urkunde von Kaufleuten, Handwerkern, Ackersleuten, Weinbauern, Taglöhnern und Dienſtboten ausgeſtellt wird. 1527. Iſt die in dem Hauptinhalte der Urkunde angegebene Summe von der in dem beygefügten: gut ausgedrückten verſchieden, ſo wird vermuthet, daß die Verbindlichkeit ſich auf die geringere Summe beſchränke, ſelbſt wenn ſowohl die Urkunde als das: gut durchaus von der Hand desjenigen geſchrieben iſt, der ſich ver⸗ pflichtet hat, es müßte denn erwieſen werden, auf wel⸗ cher Seite der Irrthum iſt. 1328. Privaturkunden haben gegen dritte Perſo⸗ nen nur von dem Tage an Glaubwürdigkeit ²7), da ſie einregiſtrirt worden ſind, oder da der Unterzeichnete oder einer der Unterzeichneten geſtorben iſt, oder da ihr we⸗ ſentlicher Inhalt durch Urkunden, welche von öffentli⸗ chen Beamten aufgenommen ſind, zum Beyſpiele durch Protokolle über die Verſiegelung oder Inventur, in Ge⸗ wißheit geſetzt worden iſt.(*) 1529. Handelsbücher(**) beweiſen die darin eingetragenen Lieferungen nicht gegen Perſonen, die keinen Handel treiben, mit Vorbehalt deſſen, was in Anſehung des Eides beſtimmt werden wird.(***) 1336. Handelsbücher beweiſen gegen Kaufleute; wer aber Vortheil daraus ziehen will, der darf dasjeni⸗ 27) Die Akte unter Privatunterſchrift haben gegen jeden Dritten nur von dem Tage an ein Datum. L. ein ge⸗ wiſſes Datum. D. M. u. 8 Für das Datum einer un⸗ ter Privatunterſchrift ausgeſtellten Urkunde wird in An⸗ ſehung dritter Perſonen der Tag gerechnet, da ꝛc. E. — 90 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. ne peut les diviser en ce qu'ils contiennent de con- traire à sa prétention. 1531. Les registres et papiers domestiques ne font point un titre paur celui qui les a écrits. Ils font foi contre lui, 1⁹ dans tous les cas ou ils énoncent formellement un paiement reçu; 20 lors- qu'ils contiennent la mention expresse que la note a été faite pour suppléer le défaut du titre en faveur de celui au profit duquel ils énoncent une obligation. 1532. L'écriture mise par le créancier à la suite, en marge ou au dos d'un titre qui est tou- jours resté en sa possession, fait foi quoique non signée ni datée par lui, lorsqu'elle tend à établir la libération du débiteur. 1 Il en est de mèême de l'écriture mise par le créancier au dos ou en marge, ou àa la suite du double d'un titre ou d'une quittance, pourvu que ce double soit entre les mains du débiteur. S. III. Des Tailles. 1333. Les tailles corrélatives à leurs échantil- lons font foi entre les personnes qui sont dans Pu- sage de constater ainsi les fournitures qu'elles font et reçoivent en détail. §. IV. Des Copies des titres. 1334. Les copies, lorsque le titre original subsiste, ne font foi que de ce qui est contenu au titre, dont la représentation peut toujours etre exigée.—*. 1535. Lorsque le titre original n'existe plus, les copies font foi d'après les distinctions sui- vantes: 10 Les grosses ou premières expéditions font la méme foi que l'original: il en est de méême des 8—— 38 B. 3r T. Von Verträgen ꝛc. 91 ge, was ſie gegen ſeine Anſprüche enthalten, von dem übrigen nicht trennen. 13314. Hausregiſter und Familienpapiere haben kei⸗ ne Beweiskraft für denjenigen, der ſie geſchrieben hat. Gegen ihn beweiſen ſie 1) in allen Fällen, wo darin der Empfang einer Zahlung förmlich angezeigt iſt, 2) wenn ausdrücklich darin erwähnt iſt, daß die Aufzeich⸗ nung in der Abſicht geſchehen ſey, um den Mangel ei⸗ ner Urkunde zum Vortheile desjenigen zu erſetzen, zu deſſen Beſten eine Verbindlichkeit darin ausgedrückt wor⸗ den iſt. 1332. Was der Gläubiger am Schluſſe, auf dem Rande oder auf der Rückſeite einer Urkunde, die immer in ſeiner Verwahrung geblieben iſt, hingeſchrieben hat, das hat Beweiskraft, wenn es gleich von ihm weder un— terzeichnet noch datirt iſt, in ſo fern es darauf abzweckt⸗ eine Befreyung des Schuldners zu begründen. Ein Gleiches gilt von dem, was der Gläubiger auf der Rückſeite, auf dem Rande, oder am Schluſſe des Du⸗ plicats einer Urkunde oder Quittung hingeſchrieben hat, wenn dieſes Duplicat ſich in den Händen des Schuld⸗ ners befindet. §. III. Von Kerbyoͤlzern. 1333. Kerbhölzer, die auf ihre Muſter paſſen, haben Beweiskraft unter den Perſonen, welche die Liefe⸗ rungen, die ſie im Kleinen machen und empfangen, auf dieſe Weiſe zu bewähren pflegen⸗ §. V. Von Abſchriften der Urkunden. 133 4. So lange die Originalurkunde noch vorhan⸗ den iſt, beweiſen Abſchriften nur das, was in dem Ori⸗ ginale ſelbſt, deſſen Vorlegung man immer fordern kann, enthalten iſt. 1535. Iſt die Originalurkunde nicht mehr vorhan⸗ den, ſo richtet ſich die Beweiskraft der Abſchriften nach folgenden Beſtimmungen: 1.) die Haupt⸗ oder erſten Ausfertigungen öffentli⸗ cher Urkunden haben dieſelbe Beweiskraft, wie das Ori⸗ 92 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. copies qui ont été tirées par l'autorité du magistrat, parties présentes ou dùment appelées, ou de celles qui ont été tirées en présence des parties et de leur consentement réciproque. 2 ⁰°9% Les copies qui, sans l'autorité du magistrat, ou sans le consentement des parties, et depuis la délivrance des grosses ou premières expeditions, auront été tirées sur la minute de l'acte par le no- taire qui l'’a reçu, ou par l'un de ses successeurs, ou par officiers publics qui, en cette qualité, sont dépositaires des minutes, peuvent, en cas de perte de T'original, faire foi quand elles sont anciennes. Elles sont considérées comme anciennes quand elles ont plus de trente ans; Si elles ont moins de trente ans, elles ne peu- vent servir que de commencement de preuve par écrit. 3° Lorsque les eopies tirées sur la minute d'un acte ne l'auront pas été par le notaire qui l'a regu, ou par l'un de ses successeurs, ou par offi- ciers publics qui, en cette qualité, sont déposi- taires des minutes, elles ne pourront servir, quel- le que soit leur ancienneté, que de commence- ment de preuve par écrit, 4° Les copies de copies pourront, suivant les circonstances, être considérées comme simples renseignements. 1336. La transcription d'un acte sur les regis- tres publics ne pourraservir que de commencement de preuve par écrit; et il faudra même pour cela, 15 Qu'il soit constant que toutes les minutes du notaire, de l'année dans laquelle l'acte parait avoir été fait, soient perdues, ou que l'on prou- ve que la perte de la minute de cet acte a été faite par un accident particulier; 2⁰ Qu'il existe un répertoire en règle du no- kare, qui constate que l'acte a été fait à la mème ate. ————— 38 B. 3r T. Von Verträͤgen ꝛc. 95 ginal; ein Gleiches gilt von Abſchriften, die in Gegen⸗ wart oder nach gehöriger Vorladung der Partheyen, zu⸗ folge richterlicher Verfügung, ſo wie auch von denen, welche in Beyſeyn der Partheyen und mit ihrer wechſel⸗ ſeitigen Einwilligung gemacht worden ſind. 2) Abſchriften, die ohne richterliche Verfügung oder ohne Einwilligung der Partheyen erſt nach der Ab⸗ lieferung der Haupt- oder erſten Ausfertigungen von dem Notar, der die Urkunde aufgenommen hat, oder von einem ſeiner Amtsnachfolger, oder von öffentlichen Beamten, denen in dieſer Eigenſchaft die Aufbewahrung der Originale anvertraut iſt, nach dem Originale gemacht worden ſind, können, im Falle das Original verloren iſt, beweiſen, wenn ſie alt ſind. Für alte Abſchriften ſind diejenigen zu achten, wel⸗ che über dreyßig Jahre alt ſind. Sind ſie noch nicht dreyßig Jahre alt, ſo können ſie nur einen unvollſtändigen Urkundenbeweis(zu Be⸗ gründung des Zeugenbeweiſes) liefern. 3) Sind die von dem Originale einer Urkunde ge⸗ nommenen Abſchriften nicht von dem Notar, der die Ur⸗ kunde aufgenommen hat, oder von einem ſeiner Amts⸗ nachfolger, oder von öffentlichen Beamten, welchen in dieſer Eigenſchaft die Aufbewahrung der Originale an⸗ vertraut iſt, gemacht worden, ſo können ſie nur einen unvollſtändigen Urkundenbeweis liefern, wie alt ſie auch immer ſeyn mögen. 4) Abſchriften von Abſchriften können, nach Be⸗ ſchaffenheit der Umſtände, als bloße Nachrichten zur Auf⸗ klärung der Sache betrachtet werden. 1336. Das Eintragen einer Urkunde in die öffent⸗ lichen Regiſter kann nur einen unvollſtändigen Beweis begründen, und ſelbſt hierzu wird erfordert, 1) daß es erwieſen ſey, daß alle Originale des No⸗ tars von dem Jahre, in welchem die Urkunde aufgenom⸗ men worden zu ſeyn ſcheint, verloren ſind, oder daß man beweiſe, daß der Verluſt des Originals dieſer Urkunde durch einen beſondern Zufall verurſacht worden iſt; 2) daß ein von dem Notar vorſchriftsmäßig gefer⸗ tigtes Verzeichniß vorhanden ſey, woraus erhellet, daß die Urkunde an dem angegebenen Tage aufgenommen worden ſeye. —y,ÿ-—— 94 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. Lorsqu'au moyen du concours de ces deux cir- constances la preuve par témoins sera admise, il sera nécessaire que ceux qui ont été témoins de l'acte, s'ils existent encore, soient entendus. §. V.— Des Actes récognitifs et confirmatifs. 1337. Les actes récognitifs ne dispensent point de la représentation du titre primordial, à moins que sa teneur n'y soit spécialement relatée. Ce qu'ils contiennent de plus que le titre pri- mordial, ou ce qui s'y trouve de différent, n'a aucun effet. Néanmoins, s'il y avait plusieurs reconnais- sances corformes, soutenues de la possession, et dont l'une eüùt trente ans de date, le créancier pourrait être dispensé de représenter le titre pri- mordial. 1538. L'acte de confirmation ou ratification d'une obligation contre laquelle la loi admet l'ac- tion en nullité ou en rescision, n'est valable que lorsqu'on y trouve la substance de cette obligation, la mention du motif de l'action en rescision, et Lintention de réparer le vice sur lequel cette ac- tion est fondée. A défaut d'acte de confirmation ou ratificcation, il suffit que l'obligation soit exécutée volontaire- ment apréès l'époque à laquelle Pobligation pouvait etre valablement confirmée ou ratifiée. La confirmation, ratification, ou exécution volontaire dans les formes er à l'’époque déter- minées par la loi, emporte la renonciation aux moyens et exceptions que l'on pouvait opposer contre cet acte, sans préjudice néanmoins du droit des tiers. 1339. Le donateur ne peut réparer par au- cun acte confixmatif les vices d'une donation entre- Um wer als ſin ——-—— &— 38 B. 3r T. Von Verträgen ꝛc. 95 Wird wegen des Zuſammentreffens dieſer beyden Umſtände der Zeugenbeweis zugelaſſen, ſo müſſen noth⸗ wendig diejenigen, welche der Aufnahme der Urkunde als Zeugen beygewohnt haben, wenn ſie noch am Leben ſind, abgehört werden. §. V. Von Anerkennungs⸗und Beſtaͤtigungsurkunden. 1337. Anerkennungsurkunden befreyen nicht von der Vorlegung der Haupturkunde, wenn nicht deren In⸗ halt in dieſelben beſonders übertragen iſt. Was ſich darin mehr, als in der Haupturkunde, oder abweichend von derſelben findet, das bleibt ohne Wir⸗ kung. Wären inzwiſchen mehrere gleichlautende, durch den Beſitzſtand unterſtützte Anerkennungsurkunden vorhanden, deren eine über dreyßig Jahre alt iſt, ſo könnte dem Gläubiger die Vorlegung der Haupturkunde erlaſſen werden. 1338. Eine Urkunde, welche die Beſtätigung oder Genehmigung einer Verbindlichkeit enthält, gegen wel⸗ che das Geſetz eine Klage auf Nichtigkeitserklärung oder Aufhebung zuläßt, iſt nur dann giltig, wenn man den weſentlichen Inhalt der Veorbindlichkeit, den Grund der Klage auf Aufhebung, und die Abſicht, den dieſe Klage begründenden Fehler zu verbeſſern, darin ausgedrückt findet. In Ermangelung einer Beſtätigungs⸗ oder Geneh⸗ migungsurkunde iſt es hinreichend, daß die Verbindlich⸗ keit nach dem Zeitpuncte, wo ſie giltig beſtätiget oder ge⸗ nehmiget werden konnte, freywillig erfüllt worden iſt. Eine in der geſetzlich beſtimmten Form und Zeit er⸗ folgte Beſtätigung, Genehmigung oder freywillige Er⸗ füllung, bringt die Verzichtleiſtung auf die Rechtsmittel und Einreden, die man jener Urkunde entgegenſetzen konnte, mit ſich, jedoch unbeſchadet der Rechte dritter Perſonen. 1559. Der Geſchenkgeber kann durch keine Beſtä⸗ tigungsurkunde die Fehler einer Schenkung unter Leben⸗ 96 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. vifs; nulle en la forme, il faut qu'elle soit refaite en la forme légale. 15 40. La confirmation ou ratification, ou exé- cution volontaire d'une donation par les héritiers ou ayant-cause du donateur, après son décès, emporte leur renonciation à opposer soit les vices de forme, soit toute autre exception. SECTION II. De la Preuve testimoniale. 1341. II doit être passé acte devant notaires ou sous signature privée, de toutes choses excé- dant la somme ou valeur de cent cinquante francs, méme pour dépòôts volontaires; et il n'est regu au- cune preuve par témoins contre et outre le conte- nu aux actes, ni sur ce qui serait allégué avoir été dit avant, lors ou depuis les actes, encore qu'il s'agisse d'une somme ou valeur moindre de cent cinquante francs; Le tout sans préjudice de ce qui est prescrit dans les lois relatives au commerce. 1542. La règle ci-dessus s'applique au cas ou Paction contient, outre la demande du capital, une demande d'intérèets qui, réunis au capital, ex- cêdent la somme de cent cinquante francs. 1543. Celui qui a formé une demande excé- dant cent cinquante francs, ne peut plus être ad- mis à la preuve testimoniale, meme en restrei- gnant sa demande primitive. 1344. La preuve testimoniale, sur la deman- de d'une somme méème moindre de cent cinquante francs, ne peut éêtre admise lorsque cette somme est déclarée être le restant ou faire partie d'une ◻☛ꝙ(d 21 3s B. 3r T. Von Verträͤgen ꝛc. 97 den verbeſſern, die der Form nach ungiltig iſt; ſie muß in geſetzlicher Form aufs neue gemacht werden.(*†) 1540. Die nach dem Tode des Geſchenkgebers von deſſen Erben oder Rechtsnachfolgern geſchehene Beſtäti⸗ gung, Genehmigung oder freywillige Erfüllung einer Schenkung bringt deren Verzichtleiſtung auf jede Einre⸗ de mit ſich, dieſe mag nun auf einem Mangel der Form oder auf andern Gründen beruhen. Zweyter Abſchnitt. Von dem Zeugenbeweiſe. 1341. Über alle Gegenſtände, welche die Summe oder den Werth von hundert fünfzig Franken überſteigen, muß, ſelbſt wenn von freywilliger Hinterlegung die Re⸗ de iſt(**), eine Notariats⸗ oder Privaturkunde aufge⸗ nommen werden, und es wird kein Beweis durch Zeu⸗ gen zugelaſſen, weder über etwas, das gegen den In⸗ halt der Urkunde läuft oder nicht in derſelben enthalten iſt, noch auch über Auſſerungen, die vor, während oder nach der Aufnahme der Urkunde geſchehen ſeyn ſollen, ſelbſt wenn dieſes eine Summe oder einen Werth von weniger als hundert fünfzig Franken betreffen ſollte; Alles jedoch mit Vorbehalt deſſen, was in den Han⸗ delsgeſetzen vorgeſchrieben iſt. 15342. Die obige Regel iſt auch auf den Fall an⸗ wendbar, wo die Klage, auſſer der Capitalforderung, ei⸗ ne Forderung an Zinſen enthält, die, mit dem Capital zuſammen genommen, die Summe von hundert fünfzig Franken überſteigen. 1343. Wer einmal auf mehr als hundert fünfzig Franken geklagt hat, der kann zum Beweiſe durch Zeu⸗ gen nicht zugelaſſen werden, ſelbſt wenn er ſeine ur⸗ ſprüngliche Forderung herabſetzen wollte. 1544. Iſt die eingeklagte Summe auch geringer als hundert füͤnfzig Franken, ſo kann demohngeachtet der Beweis durch Zeugen nicht zugelaſſen werden, wenn (*) S. Art. 964. (3*) S. Art. 1923. Cod. N. 2 B. 7 — 98 L.III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. créance plus forte qui n'est point prouvée par écrit. 1345. Si dans la meme instance une partie fait plusieurs demandes dont il n'y ait point de ti- tre par écrit, et que, jointes ensemble, elles ex- cèdent la somme de cent cinquante francs, la preuve par témoins n'en peut être admise, encore que la partie allègue que ces créances proviennent de différentes causes, et qu'elles se soient for- mées en différents temps, si ce n'était que ces droits procédassent, par succession, donation ou autrement, de personnes différentes. 1346. Toutes les demandes, à quelque titre que ce soit, qui ne seront pas entièrement justi- fiées par écrit, seront formées par un même ex- ploit, après lequel les autres demandes dont il n'y aura point de preuves par écrit ne seront pas reçues. 1347. Les règles ci-dessus reçoivent excep- tion lorsqu'il existe un commencement de preuve par écrit. On appelle ainsi tout acte par écrit qui est émané de celui contre lequel la demande est for- mée, ou de celui qu'il représente, et qui rend vraisemblable le fait allégué. 1348. Elles regoivent encore exception toutes les fois qu'il n'a pas été possible au créancier de se procurer une preuve littérale de T'obligation qui a été contractée envers lui. Cette seconde exception s'applique, 1⁰° Aux obligations qui naissent des quasi-con- trats et des délits ou quasi-délits; 2 ⁰ Aux dépôts nécessaires faits en cas d'incen- die, ruine, tumulte ou naufrage, et à ceux faits par les voyageurs en logeant dans une hôtellerie, 18 38 B. 3r T. Von Vertyägen ꝛc. 99 dieſe Summe als Reſt oder Theil einer größern, nicht durch Urkunden erwieſenen Forderung angegeben wurde. 1345. Macht eine Parthey in demſelben Proceſſe mehrere Forderungen, worüber keine ſchriftliche Beweis⸗ mittel vorhanden ſind, und welche zuſammen genommen die Summe von hundert fünfzig Franken überſteigen, ſo iſt deßhalb kein Beweis durch Zeugen zuläßig, ſelbſt wenn die Parthey behauptet, daß dieſe Forderungen aus verſchiedenen Urſachen entſprungen und zu verſchiedenen Zeiten entſtanden ſeyen, es müßten denn dieſe Anſprü⸗ che durch Erbfolge, Schenkung oder auf eine andere Wei⸗ ſe von verſchiedenen Perſonen herrühren. 1346. Alle nicht vollſtändig durch Urkunden er⸗ wieſene Forderungen, ſollen, auf welchem Rechtsgrunde ſie auch beruhen mögen, in einer und derſelben Vorla⸗ dung(exploit) zuſammen gefaßt werden; nachdem die⸗ ſe Vorladung erfolgt iſt, ſind alle übrige Forderungen, worüber keine ſchriftliche Beweiſe vorhanden ſind, nicht mehr zuzulaſſen. 1547. Die obigen Regeln leiden eine Ausnahme, wenn bereits einiger, wiewohl unvollſtändiger, Urkun⸗ denbeweis vorhanden iſt. Hierunter verſteht man jeden ſchriftlichen Aufſatz, welcher die angeführte Thatſache wahrſcheinlich macht, und entweder von demjenigen herrührt, gegen den die Klage gerichtet iſt, oder von demjenigen, den dieſer re⸗ präſentirt. 1343. Sie leiden ferner eine Ausnahme in allen Fällen, in welchen es dem Gläubiger unmöglich war, ſich über die gegen ihn übernommene Verbindlichkeit ei⸗ nen ſchriftlichen Beweis zu verſchaffen. Dieſe zweyte Ausnahme iſt anwendbar, 1) auf Verbindlichkeiten, die aus vertragsähnlichen Handlungen(Quaſicontracten), aus Vergehen oder dieſen gleichgeltenden Handlungen(Quaſidelicten) entſpringen; 2) auf Sachen, die im Nothfalle, als: bey einer Feuersbrunſt, dem Einſturz eines Gebäudes, bey einem Aufruhr oder Schiffbruche, oder von Reiſenden während ihres Aufenthalts in einem Gaſthauſe(*†), in Verwah⸗ (*) S. Art. 1952. — — 6 — —— 100 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. le tout suivant la qualité des personnes et les cir- constances du fait; 3⁰°Aux obligations contractées en cas d'acci- dents imprévus, ou l'on ne pourrait pas avoir fait des actes par écrit; 4° Au cas ou le créancier a perdu le titre qui lui servait de preuve littérale, par suite d'un cas fortuit, imprévu et résultant d'une force majeure. SECTION III. Des Prégomptiong. 1349. Les présomptions sont des conséquen- ces que la loi ou le magistrat tire d'un fait connu a un fait inconnu. §. I. Des Présomptions ttablies par la loi. 1350. La présomption légale est celle qui est attachée par une loi spéciale à certains actes ou à certains faits: tels sont: 1⁰ Les actes que la loi déclare nuls, comme présumés faits en fraude de ses dispositions, d'après leur seule qualité; 2⁰° Les cas dans lesquels la loi déclare la pro- priété ou la libération résulter de certaines cir- gonstances déterminées; 3⁰ L'autorité que la loi attribue à la chose jugée; 4° La force que la loi attache à T'aveu de la partie ou à son serment. 1351. L'autorité de la chose jugée n'a lieu qu'à P'égard de ce qui a fait l'objet du jugement. II faut que la chose demandée soit la même; que la de- mande soit fondée sur la même cause; que la de- 3s B. 3 r T. Von Verträgen ꝛc. 101 rung gegeben worden ſind(*); alles jedoch mit Ruͤckſicht auf die Beſchaffenheit der Perſonen und der Umſtände; 3) auf Verbindlichkeiten, die bey unvorhergeſehe⸗ nen Vorfällen eingegangen worden ſind, wo die Aufnah⸗ me von Urkunden nicht möglich war; 1 4) auf den Fall, wo der Gläubiger durch einen un⸗ vorhergeſehenen und unabwendbaren Zufall die ihm zum Beweiſe dienende Urkunde verloren hat. Dritter Abſchnitt. Von Vermuthungen. 1549. Vermuthungen ſind Schlüſſe, welche das Geſetz oder der Richter von bekannten Thatſachen auf un⸗ bekannte macht. 1 §. I. Von den durch das Geſetz begruͤndeten Vermu⸗ thungen. 1350. Eine geſetzliche Vermuthung iſt diejenige, welche durch ein beſonderes Geſetz mit gewiſſen Hand⸗ lungen oder mit gewiſſen Thatſachen verbunden wird⸗ Dergleichen ſind: 1) Handlungen, welche das Geſetz für ungiltig er⸗ klärt, indem es bloß auf ihre Beſchaffenheit die Vermu⸗ thung gründet, daß ſie vorgenommen worden ſeyen, um ſeine Verordnungen zu umgehen; 2) die Fälle, in welchen das Geſetz erklärt, daß ſich aus gewiſſen beſtimmten Umſtänden das Eigenthum oder eine Befreyung ergebe; 3) die Wirkung, welche das Geſetz einer rechtskräͤf⸗ tigen Entſcheidung einräumt; 4) die Kraft, welche das Geſetz dem Geſtaͤndniſſe der Parthey oder ihrem Eide beylegt. 1351. Die Wirkung einer rechtskräftigen Entſchei⸗ dung erſtreckt ſich nur auf das, was den Gegenſtand des Urtheils ausmachte. Es muß daher der Gegenſtand der Klage der nämliche ſeyn, die Klage auf demſelben Grun⸗ de beruhen, und der Prozeß zwiſchen denſelben Partheyen (*) S. Art. 1950. — 102 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. mande soit entre les mêmes parties, et formée par elles et contre elles en la mèême qualité. 1352. La présomption légale dispense de toute preuve celui au profit duquel elle existe. Nulle preuve n'est admise contre la présomp- tion de la loi, lorsque, sur le fondement de cette présomption, elle annulle certains actes ou déenie T'action en justice; à moins qu'elle n'ait réservé la preuve contraire, et sauf ce qui sera dit sur le serment et l'aveu judiciaires. §. II. Des Présomptions qui ne sont poiut établies par la loi. 1353. Les présomptions qui ne sont point établies par la loi, sont abandonnées aux lumis- res et à la prudence du magistrat, qui ne doit admettre que des présomptions graves, précises et concordantes, et dans jes cas seulement où la loi admet les preuves testimoniales, à moins que l'acte ne soit attaqué pour cause de fraude ou de dol. SECTION IV. De l'Aveu de la Partie. 1354. L'aveu qui est opposé à une partie, est ou extrajudiciaire ou judiciaire. 1355. L'allégation d'un aveu extrajudiciaire pPurement verbal est inutile toutes les fois qu'il s'agit d'une demande dont la preuve testimoniale ne serait point admissible. 1356. L'aveu judiciaire est la déclaration que fait en justice la partie ou son fondé de pou- voir spécial. Il fait pleine foi contre celui qui l'a fait. Il ne peut être divisé contre li. —— 38 B. 5r T. Von Verträgen ꝛc. 105 und von beyden Seiten in der nämlichen Eigenſchaft ge⸗ führt worden ſeyn. 1352. Eine geſetzliche Vermuthung befreyt denieni⸗ gen, zu deſſen Vortheile ſie eintritt, von allem Beweiſe. Gegen eine geſetzliche Vermuthung wird kein Be⸗ weis zugelaſſen, wenn das Geſetz auf dieſe Vermuthung die Nichtigkeit gewiſſer Handlungen oder die Verſagung einer gerichtlichen Klage gründet, es müßte denn das Geſetz ſelbſt den Gegenbeweis vorbehalten haben; unbe⸗ ſchadet jedoch deſſen, was über den gerichtlichen Eid und das gerichtliche Geſtändniß beſtimmt werden wird. §. II. Von den nicht durch das Geſetz begründeten Vermuthungen. 1353. Vermuthungen, welche durch kein Geſetz begründet ſind, bleiben der Einſicht und der Klugheit des Richters überlaſſen, welcher nur wichtige, beſtimmte und übereinſtimmende Vermuthungen, und nur in den Fäl⸗ len, wo das Geſetz den Zeugenbeweis geſtattet, zulaſſen ſoll, ausgenommen, wenn ein Geſchäfte wegen Betrugs oder Argliſt angegriffen wird. Vierter Abſchnitt. Von dem Geſtändniſſe der Parthey. 1354. Das Geſtandniß, welches einer Parthey entgegengeſetzt wird, iſt entweder ein auſſergerichtliches oder ein gerichtliches. 1355. Die Beziehung auf ein auſſergerichtliches, bloß mündliches Geſtändniß iſt in allen den Fällen un⸗ wirkſam, wo von einer Forderung die Rede iſt, wegen der kein Zeugenbeweis zugelaſſen würde. 1556. Ein gerichtliches Geſtändniß iſt die Erklä⸗ rung, welche eine Parthey oder ihr Specialbevollmäch⸗ tigter vor Gerichte ablegt. Es beweiſt vollſtändig gegen denjenigen, der es ab⸗ gelegt hat. Man kann nicht zu ſeinem Nachtheile einen Theil des Geſtändniſſes von dem andern trennen⸗ 4 —— 104 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. Il ne peut étre révoqué, a moins qu'on ne prouve qu'il a été la suite d'une erreur de fait. Il ne Pourrait être révoqué sous préetexte d'une exxeur de droit. SECTION V. Du Cerment. 1357. Le serment judiciaire est de deux es- pèces: 12 Celui qu'une partie défère à l'autre pour en faire dépendre le jugement de la cause: il est appeléẽ décisoire; 20° Celui qui est déféré d'office par le juge à l'une ou à Pautre des parties. §. I. Du Serment décisoire. 1 2558. Le serment décisoire peut être déféré sur quelque espèce de contestation que ce soit. 1359. II ne peut être deféré que sur un fait personnel à la partie à laquelle on le défère. 1560. Il peut éêtre déféré en tout état de cause, et encore qu'il n'existe aucun commence- ment de preuve de la demande ou de l'exception sur laquelle il est provoqué. 1561. Celui auquel le serment est déféré, qui le refuse ou ne consent pas à le référer à son adversaire, ou l'adversaire à qui il a été ré- féré et qui le refuse, doit succomber dans sa de- mande ou dans son exception. 1562. Le serment ne peut éêtre référé quand le fait qui en est l'objet n'est point celui des deux parties, mais est purement personnel à celui auquel le serment avait été déféré. 2363. Lorsque le serment déféré ou référé a été fait, Padversaire n'est point recevable à en prouver la fausseté. 36 B. 3r T. Von Vertraͤgen ꝛc. 105 Es kann nicht widerrufen werden, man müßte denn beweiſen, daß es die Folge eines Irrthums in einer That⸗ ſache war. Unter dem Vorwande eines Rechtsirrthums kann man es nicht widerrufen. Fuͤnfter Abſchnitt. Ven dem Eide. 1357. Es gibt zwey Gattungen des gerichtlichen Eides: ¹) den Eid, welchen eine Parthey der andern zu⸗ ſchiebt, um die Entſcheidung der Sache davon abhängig zu machen; man nennt ihn den Entſcheidungseid; 2) den Eid, welchen der Richter der einen oder der andern Parthey von Amtswegen auflegt. §. I. Von dem Entſcheidungseide. 1358. Über jede Gattung von Streitigkeiten kann man ſeinem Gegner den Entſcheidungseid zuſchieben. 1559. Die Eideszuſchiebung hat nur über eigene Handlungen desjenigen Statt, welchem ſie geſchieht. 1360. Der Eid kann in jeder Lage des Prozeſſes zugeſchoben werden, ſelbſt wenn über die Klage oder die Einrede, worüber er abgeſchworen werden ſoll, noch gar kein Beweis vorhanden iſt. 1561. Wenn derjenige, dem der Eid zugeſchoben worden, ſich weigert, ihn abzuſchwören, und ihn auch ſeinem Gegner nicht zurückſchieben will, oder wenn der Gegner, dem der Eid zurückgeſchoben worden iſt, denſel⸗ ben verweigert, ſo muß er mit ſeiner Klage oder Einrede abgewieſen werden. 1362. Der Eid kann nicht zurückgeſchoben werden, wenn die Handlung, welche den Gegenſtand deſſelben ausmacht, nicht beyden Theilen gemeinſchaftlich, ſondern bloß eine perſönliche Handlung deſſen iſt, dem der Eid zugeſchoben wurde. 1363. Iſt der zugeſchobene oder der zurückgeſchobene Eid einmal geleiſtet, ſo wird der Gegentheil mit dem Be⸗ weiſe des Meineides nicht mehr zugelaſſen. 106 L. III. T. III. Des Contrats ou Oblig. convent. 1364. La partie qui a déféré ou référé le serment, ne peut plus se rétracter lorsque l'ad- versaire a déclaré qu'il est prèt à faire ce ser- ment. 1365. Le serment fait ne forme preuve qu'au profit de celui qui l'a déféré ou contre lui, et au profit de ses héritiers et ayant-cause ou con- tre eux. Néanmoins le serment déféré par l'un des eréanciers solidaires au débiteur ne libère celui- ci que pour la part de ce créancier; Le serment déféré au débiteur principal libère également les cautions; Celui déféré à l'un des débiteurs solidaires profite aux codébiteurs; Et celui déféré à la caution profite au débi- teur principal, Dans ces deux derniers cas, le serment du codébiteur solidaire ou de la caution ne profite aux autres codébiteurs ou au débiteur principal que lorsqu'il a été déféré sur la dette, et non sur le fait de la solidarité ou du cautionnement. §. II. Du Serment déféré d'office. 1366. Le juge peut déférer à l'une des par- ties le serment, ou pour en faire dépendre ha décision de la cause, ou seulement pour déter- miner le montant de la condamnation. 1367. Le juge ne peut déférer d'office le serment, soit sur la demande, soit sur l'excep- tion qui y est opposée, que sous les deux condi- tions suivantes; il faut, 1⁰ Que la demande ou l'exception ne soit pas pleinement justihlée;. 2⁰ Qu'elle ne soit pas totalement dénuée de preuves. Hors ces deux cas, le juge doit ou adjuger ou rejeter purement et simplement la demande. 38 B. 3r T. Von Verträgen ꝛc. 107 136 4. Die Parthey, welche den Eid zugeſchoben oder zurückgeſchoben hat, kann ihn nicht mehr zurückneh⸗ men, ſo bald der Gegentheil erklärt hat, daß er bereit ſey, denſelben abzuſchwören. 1565. Der abgeſchworene Eid beweiſt nur für oder gegen denjenigen, der ihn zugeſchoben hat, wie auch für oder gegen deſſen Erben und Rechtsnachfolger. Der von Einem der Solidargläubiger dem Schuld— ner zugeſchobene Eid befreyt jedoch dieſen nur für den An⸗ theil dieſes Gläubigers; der dem Hauptſchuldner zugeſchobene Eid befreyt zugleich die Bürgen; der Einem der Solidarſchuldner zugeſchobene Eid nützt zugleich deſſen Mitſchuldnern; und der Eid, der dem Bürgen zugeſchoben worden iſt, kommt dem Hauptſchuldner zu Statten. In den beyden letztern Fällen nützt der Eid des ſo⸗ lidariſchen Mitſchuldners oder des Bürgen den übrigen Mitverpflichteten oder dem Hauptſchuldner nur dann, wenn er über die Schuld ſelbſt, nicht aber, wenn er über das Solidarverhältniß oder die Verbürgung zuge⸗ ſchoben worden iſt. §. II. Von dem von Amtswegen auferlegten Eide. 1366. Der Richter kann einer Parthey den Eid auflegen, entweder um die Entſcheidung der Sache davon abhängig zu machen, oder nur um den Betrag des Ge⸗ genſtandes der Verurtheilung zu beſtimmen. 1367. Der Richter kann ſowohl über die Klage, als über die ihr entgegengeſetzte Einrede den Eid nur un⸗ ter folgenden zwey Bedingungen von Amtswegen auf⸗ legen: es wird nämlich erfordert, 1) daß die Klage oder die Einrede nicht vollſtändig erwieſen ſey; 2) daß ſie nicht von allem Beweiſe entblößt ſey. Auſſer dieſen beyden Fällen muß der Richter unbe⸗ dingt entweder dem Kläger ſeine Forderung zuerkennen⸗ oder die Klage verwerfen. 208 L. III. T. IV. Engagements sans convention. 1566. Le serment déféré d'office par le juge une des parties, ne peut être par elle référé autre. 1569. Le serment sur la valeur de la chose demandée, ne peut èêtre déféré par le juge au demandeur que lorsqu'il est d'ailleurs impossible de constater autrement cette valeur. Le juge doit mème, en ce cas, déterminer la somme jusqu'à concurrence de laquelle le de- mandeur en sera cru sur son serment. „ à 1 à 1'* TITRE QUATRIEME. Des Engagements qui se forment sans con- vention. (Déerété le o février 1804. Promulgué le 19 du méme mois.) 1370. Certains engagements se forment sans qu'il intervienne aucune convention, ni de la part de celui qui s'oblige, ni de la part de celui envers lequel il est oblige. Les uns résultent de l'autorité seule de la loi; Jes autres naissent d'un fait personnel à celui, qui se trouve obligé. Les premiers sont les engagements formés in- volontairement, tels que ceux entre propriétaires voisins, ou ceux des tuteurs et des autres adminis- trateurs qui ne peuvent refuser la fonction qui leur est déférée. Les engagements qui naissent d'un fait per- sonnel à celui qui se trouve obligé, résultent ou des quasi-contrats, ou des délits ou quasi- délits; ils font la matière du présent titre. 22 „—2 38 B. Ar T. Von Verbindlichkeiten ohne Vertrag. 109 1368. Der von dem Richter einer Parthey von Amtswegen aufgelegte Eid kann von dieſer der andern Parthey nicht zurückgeſchoben werden. 1369. Der Richter kann dem Kläger den Eid über den Werth der eingeklagten Sache nur dann auflegen, wenn es unmöglich iſt, dieſen Werth auf andere Weiſe auszumitteln. Selbſt in dieſem Falle muß der Richter die Summe beſtimmen, bis zu deren Betrage dem Kläger auf ſeinen Eid geglaubt werden ſoll. Vierter Titel. Von Verbindlichkeiten, die ohne Ver⸗ trag entſtehen. (Decretirt den 9. Februar 1804. Promulgirt den 19. def⸗ ſelben Monats.) 1370. Gewiſſe Verbindlichkeiten entſtehen, ohne daß weder von Seiten desjenigen, der ſich verpflichtet, noch von Seiten desjenigen, gegen den er ſich verpflichtet, ein Vertrag eingegangen wird. Einige dieſer Verbindlichkeiten werden unmittelbar durch geſetzliche Beſtimmung begründet; andern entſtehen aus einer perſönlichen Handlung des Verpflichteten. Zu den erſten gehören die Verbindlichkeiten, welche unwillkührlich entſtehen, zum Beyſpiele die Verbindlich⸗ keiten unter Gränznachbarn, oder die Verbindlichkeiten der Vormünder und anderer Verwalter, die das ihnen übertragene Geſchäfte nicht ablehnen können. Die Verbindlichkeiten, die in einer perſönlichen Handlung des Verpflichteten ihren Grund haben, ent⸗ ſpringen entweder aus vertragsähnlichen Handlungen (Quaſicontracten), oder aus Vergehen(Delicten) oder ihnen gleichgeltenden Handlungen(Quaſidelicten); ſie machen den Gegenſtand des gegenwärtigen Titels aus. 110 L. III. T. IV. Engagements sans convention. CHAPITRE PREMIER. Des Quasi-contrats. 1371. Les quasi-contrats sont les faits pure- ment volontaires de l'homme, dont il résulte un engagement quelconque envers un tiers, et quel- quefois un engagement réciproque des deux parties. 1372. Lorsque volontairement on gère l'affai- re d'autrui, soit que le propriétaire connaisse la gestion, soit qu'il l'ignore, celui qui gère con- tracte l'engagement tacite de continuer la gestion qu'il a commencée, et de l'achever jusqu'à ce que le propriétaire soit en état d'y pourvoir lui-mée- me; il doit se charger également de toutes les dé- pendances de cette meme affaire. Il se soumet à toutes les obligations qui résul- teraient d'un mandat exprès que lui aurait donné le propriétaire. 1373. II est obligé de continuer sa gestion, encore que le maitre vienne à mourir avant que Taffaire soit consommée, jusqu'd ce que l'héritier ait pu en prendre la direction. 13744. Il est tenu d'apporter à la gestion de Taffaire tous les soins d'un bon père de famille. Néanmoins les circonstances qui l'ont conduit A se charger de l'affaire, peuvent autoriser le juge à modérer les dommages et intérèts qui résulte- raient des fautes ou de la négligence du gérent. 1375. Le maitre dont l'affaire a été bien ad- ministrée, doit remplir les engagements que le gérent a contractés en son nom, l'indemniser de tous les engagements personnels qu'il a pris, et lui rembourser toutes les dépenses utiles ou né- cessaires qu'il a faites. ——2 38 B. Ar T. Von Verbindlichkeiten ohne Vertrag. 111 Erſtes Capitel. Von vertragsaͤhnlichen Handlungen(Quaſicon⸗ tracten.) 1371. Quaſicontracte ſind durchaus willkührliche Handlungen eines Menſchen, aus welchen irgend eine Verbindlichkeit gegen einen Dritten, zuweilen auch ei⸗ ne gegenſeitige Verbindlichkeit beyder Partheyen ent⸗ pringt. 93,2. Wenn jemand freywillig die Geſchäfte eines Andern beſorgt, ſo übernimmt er, der Eigenthümer mag von der Beſorgung Wiſſenſchaft haben oder nicht, ſtill— ſchweigend die Verbindlichkeit, die angefangene Beſor⸗ gung fortzuſetzen und zu vollenden, bis der Eigenthümer im Stande iſt, ſich ihrer ſelbſt anzunehmen; auch muß er ſich allem dem unterziehen, was von dieſem Geſchäfte abhängig iſt. Er unterwirft ſich allen Verbindlichkeiten, welche aus einer ausdrücklichen, von dem Eigenthümer ihm ertheilten Vollmacht entſpringen würden.(*) 1373. Selbſt wenn der Eigenthümer vor Been⸗ digung des Geſchäftes ſterben ſollte, iſt er verbunden, die Beſorgung deſſelben ſo lange fortzuſetzen, bis der Erbe deſſen Leitung übernehmen kann. 1574. Er iſt verbunden, alle Sorgfalt eines guten Hausvaters auf die Beſorgung des Geſchäftes zu ver⸗ wenden. Jedoch können die Umſtände, die ihn beſtimmt ha⸗ ben, ſich dem Geſchäfte zu unterziehen, den Richter be⸗ rechtigen, die Summe zu ermäßigen, die dem Eigenthü⸗ mer des Geſchäftes wegen eines Verſchuldens oder einer Nachläßigkeit des Beſorgers als Schadenserſatz gebühren möchte.(*†*) 1375. Der Eigenthümer, deſſen Geſchäft gut be⸗ ſorgt worden iſt, muß die Verbindlichkeiten erfüllen, wel⸗ che der Beſorger in ſeinem Namen eingogangen hat, ihn für alle perſönlich übernommene Verbindlichkeiten ent⸗ ſchädigen, und ihm alle nützliche oder nothwendige Aus⸗ lagen, die er gemacht hat, erſetzen.(**) (*) S. Art. 1991.(**) S. Art. 1992. (*⁷*) S. Art. 1998. 1 112 L. III. T. IV. Engagements sans convention. 1376. Celui qui reçoit par erreur ou sciem- ment ce qui ne lui est pas du, s'oblige à le resti- tuer à celui de qui il l'’a indüment regu. 1577. Lorsqu'une personne qui, par erreur, se croyait débitrice, a acquitté une dette, elle a le droit de répétition contre le créancier. Néanmoins ce droit cesse dans le cas o le cré- ancier a supprimé son titre par suite du paiement, sauf le recours de celui qui a payé contre le veri- table débiteur. 1378. S'il y à eu mauvaise foi de la part de celui qui a reçu, il est tenu de restituer, tant le capital que les intérèts ou les fruits, du jour du paiement. 1579. Si la chose indüment reçue est un im- meuble ou un meuble corporel, celui qui l'a reçue s'oblige à la restituer en nature, si elle existe, ou sa valeur, si elle est périe ou détériorée par sa faute; il est mème garant de sa perte par cas for- tuit, s'il l'a regue de mauvaise foi. 1380. Si celui qui a reçu de bonne foi, a ven- du la chose, il ne doit restituer que le prix de la vente. 1581. Celui auquel la chose est restituée, doit tenir compte, mèême au possesseur de mau- vaise foi, de ioutes les dépenses nécessaires et utiles qui ont été faites pour la conservation de la chose. CHAPITRE II. Des Délits et des Quasi-délits. 1382. Tout fait quelconque de l'homme, qui cause à autrui un dommage, oblige celui par la faute duquel il est arrivé, à le réparer. 36 B. Ar T. Von Verbindlichkeiten ohne Vertrag. 115 9 1376. Wer aus Irrthum oder wiſſentlich etwas empfängt, das man ihm nicht ſchuldig iſt, der verpflichtet ſich, es demjenigen zurückzugeben, von dem er es unbe⸗ fugt empfangen hat. 1377. Hat jemand eine Schuld getilget, der aus Irrthum glaubte, er ſeye der Schuldner, ſo iſt er berech⸗ tiget, das Gezahlte von dem Gläubiger zurückzufordern. Hat jedoch der Gläubiger auf die an ihn geleiſtete Zahlung den ihm ausgeſtellten Schuldſchein vernichtet, ſo findet dieſes Recht nicht mehr Statt; demjenigen, der die Zahlung geleiſtet hat, bleibt aber der Regreß gegen den wahren Schuldner vorbehalten. 1573. War der Empfänger in böſem Glauben, ſo iſt er verbunden, ſowohl das Capital, als die Zinſen oder Früchte, von dem Tage der geſchehenen Zahlung an, zu erſetzen. 1579. Iſt die Sache, die jemand unbefugt in Em⸗ pfang genommen hat, ein unbewegliches Gut, oder eine bewegliche körperliche Sache, ſo iſt der Empfänger ver⸗ bunden, ſie in Natur zurückzugeben, wenn ſie noch vor⸗ handen iſt, oder deren Werth zu erſetzen, wenn ſie durch ſein Verſchulden zu Grunde gegangen oder verſchlimmert worden iſt; er muß ſelbſt für ihren zufälligen Vetluſt haften, wenn er ſie in böſem Glauben empfangen hat. 1380. Hat derjenige, welcher die Sache in gutem Glauben in Empfang genommen hat, dieſelbe verkauft, ſo iſt er nur zur Erſtattung des Kaufpreiſes verbunden. 1381. Derjenige, dem die Sache zurückgegeben worden iſt, muß ſelbſt dem unredlichen Beſitzer alle noth⸗ wendige und nützliche Koſten erſetzen, die dieſer auf Er⸗ haltung der Sache verwendet hat. Zweytes Capitel. Von Vergehen und ihnen gleichgeltenden Hand⸗ lungen(Delicten und Quaſidelicten.) 1362. Jede Handlung eines Menſchen, von wel⸗ cher Art ſie auch ſeyn mag, die einem Andern Schaden verurſacht, verbindet denjenigen zur Entſchädigung, durch deſſen Schuld der Schaden entſtanden iſt. Cod. N. 2. B. 8 114 L. III. T. IV. Engagements sans convention. 1383. Chacun est responsable du dommage qu'il a causé non-seulement par son fait, mais encore par sa négligence ou par son imprudence. 15384. On est responsable non-seulement du dommage que l'on cause par son propre fait, mais encore de celui qui est causé par le fait des per- sonnes dont on doit répondre, ou des choses que l'on a sous sa garde. Le père, et la mère après le décès du mari, sont responsables du dommage causé par leurs en- fants mineurs habitant avec eux; Les maitres et les commettants, du dommage causé par leurs domestiques et préposés dans les fonctions auxquelles ils les ont employés; Les instituteurs et les artisans, du dommage causé par leurs élèves et apprentis pendant le temps qu'ils sont sous leur surveillance. La responsabilité ci-dessus a lieu, à moins que les père et mere, instituteurs et artisans, ne prouvent qu'ils n'ont pu empécher le fait qui don- ne lieu à cette responsabilité. 1585. Le propriétaire d'un animal, ou celui qui s'en sert, pendant qu'il est à son usage, est responsable du dommage que l'animal a causé, soit que l'animal füt sous sa garde, soit qu'il füt égaré ou échappé. 1386. Le propriétaire d'un bâtiment est res- ponsable du dommage causé par sa ruine, lors- qu'elle est arrivée par une suite du défaut d'entre- tien ou par le vice de sa construction. 38 B. Ar T. Von Verbindlichkeiten ohne Vertrag. 115 1383. Ein jeder iſt nicht nur für den durch ſeine Handlung, ſondern auch für den durch ſeine Nachläſſigheit oder Unvorſichtigkeit verurſachten Schaden verantwortlich. 1584. Man iſt nicht allein für den Schaden verant⸗ wortlich, den man durch eigene Handlungen verurſacht, ſondern auch für denjenigen, der aus Handlungen von Per⸗ ſonen entſteht, für welche man zu haften hat, oder durch Sachen, die man in ſeiner Verwahrung hat. Der Vater, und, nach deſſen Tode, die Mutter ſind für den Schaden verantwortlich, den ihre minderjährige bey ihnen wohnende Kinder verurſacht haben. Hausherren und Machtgeber(Committenten) ſind für den Schaden verantwortlich, den ihr Hausgeſinde und die von ihnen Beauftragten, in den ihnen aufgetragenen Ge⸗ ſchäften, verurſacht haben. Lehrer und Handwerker ſind für den Schaden ver⸗ antwortlich, den ihre Zöglinge und Lehrlinge während der Zeit ſtiften, da ſie unter ihrer Aufſicht ſtehen. Die oben bemerkte Verantwortlichkeit tritt immer ein, wenn nicht die Eltern, Lehrer und Handwerker den Beweis führen, daß ſie die Handlung, welche dieſe Verantwort⸗ lichkeit veranlaſſet, nicht verhindern konnten. 1385. Der Eigenthümer eines Thieres, wie auch der, welcher ſich deſſen bedient, ſo lange er es in Gebrauch hat, iſt für den durch daſſelbe verurſachten Schaden verant⸗ wortlich, es mag nun das Thier ſich unter ſeiner Aufſicht befunden haben, oder verirrt oder entlaufen geweſen ſeyn. 1386. Der Eigenthümer eines Gebäudes iſt für den durch deſſen Einſturz verurſachten Schaden verantwortlich, wenn daſſelbe wegen Mangels der Unterhaltung oder wegen eines Fehlers in der Bauart eingeſtürzt iſt. — 116 L. III. T. V. Du Contrat de Maxriage. TITRE CINOUIEME. Du Contrat de Mariage, et des Droits res- pectifs des Epoux. (Décrété le 10 février 1804. Promulgué le 20 du méême mois.) CHAPITRE PREMIER. Dispositions générales. 1387. La loi ne régit Passociation conjugale, quant aux biens, qu'à défaut de conventions spé- ciales, que les époux peuvent faire comme ils le jugent à propos, pourvu qu'elles ne soient pas contraires aux bonnes moeurs, et, en outre, sous les modifications qui suivent. 1588. Les époux ne peuvent déroger ni aux droits résultant de la puissance maritale sur la per- sonne de la femme et des enfants, ou qui appar- tiennent au mari comme chef, ni aux droits con- férés au survivant des époux par le titre de la Puissance paternelle et par le titre de la Mino- rité, de la Tutelle et de l'EÆmancipation, ni aux dispositions prohibitives du présent Code. 1389. IIs ne peuvent faire aucune convention ou renonciation dont l'objet serait de changer P'or- dre légal des successions, soit par rapport à eux- meémes dans la succession de leurs enfants ou des- cendants, soit par rapport à leurs enfants entre eux; sans préjudice des donations entre-vifs ou testamentaires qui pourront avoir lieu selon les formes et dans les cas déterminés par le présent Code. —6 o 3s B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 117 Fuͤnfter Titel. Von dem Ehevertrage(Eheberedung) und den wechſelſeitigen Rechten der Ehegatten. (Decretirt den 10. Februar 1804. Promulgirt den 20. deſ ſelben Monats.) Erſtes Capitel. Allgemeine Verfuͤgungen. 1387. Das Geſetz beſtimmt die Wirkungen der ehe⸗ lichen Verbindung in Beziehung auf das Vermögen nur in Ermangelung beſonderer Verträge(*), welche die Ehe⸗ gatten nach Gutdünken, wenn ſie nur den guten Sitten nicht zuwider ſind(**), und unter folgenden Einſchrän⸗ kungen(***), eingehen können. 1388. Die Ehegatten können nichts abaͤndern an den Rechten, die aus der Gewalt des Mannes über die Per⸗ ſon der Frau und der Kinder entſpringen, oder die dem Manne als Haupt der Familie zuſtehen, noch auch an den Rechten, welche dem überlebenden Ehegatten in dem Titel von der väterlichen Gewalt, und in dem Titel von der Minderjährigkeit, der Vormundſchaft und der Emancipation eingeräumt ſind, noch end⸗ lich an den verbietenden Verordnungen des gegenwärtigen Geſetzbuches.. 1589. Sie können keine Üübereinkunft treffen oder Verzichtleiſtung vornehmen, wodurch in der geſetzlichen Ord⸗ nung der Erbfolge, entweder in Beziehung auf ſie ſelbſt bey der Erbfolge in den Nachlaß ihrer Kinder oder Descen⸗ denten, oder in Beziehung auf ihre Kinder unter einander, etwas abgeändert würde; jedoch mit Vorbehalt der Schen⸗ kungen unter Lebenden oder der Vermächtniſſe, welche nach den Formen und in den Fällen, welche das gegenwärtige Geſetzbuch beſtimmt, Statt finden können. (*) S. Art. 1393 u. 1400. (**) S. Art. 6. (***) S. auch Art. 1399. 1453. 1521 u. 2148, 118 I. III. T. V. Du Contrat de Mariage. 1390. Les époux ne peuvent plus stipuler d'une manière générale que leur association sera réglée par l'une des coutumes, lois ou statuts lo- caux qui régissaient ci-devant les diverses parties du territoire frangais, et dui sont abrogés par le présent Code. 1391. IIs peuvent cependant déclaxer, d'une manière générale, qu'ils entendent se marier ou sous le régime de la communauté, ou sous le ré- gime dotal. Au premier cas, et sous le régime de la com- munauté, des droits des époux et de leurs héri- tiers seront réglés par les dispositions du chapitre II du présent titre. Au deuxième cas, et sous le régime dotal, leurs droits seront réglés par les dispositions du chapitre III. 1392. La simple stipulation que la femme se constitue ou qu'il lui est constitué des biens en dot, ne suffit pas pour soumettre ces biens au ré- gime dotal, s'il n'y a dans le contrat de mariage une déclaration expresse à cet égard. La soumission au régime dotal ne résulte pas non plus de la simple déclaration faite par les époux, qu'ils se marient sans communauté, ou qu'ils seront séparés de biens. 1393. A défaut de stipulations spéciales qui dérogent au régime de la communauté ou le mo- difient, les règles établies dans la première par- tie du chapitre II formeront le droit commun de la France. 1394. Toutes conventions matrimoniales se- ront rédigées, avant le mariage, par acte devant notaire. * 1) daß ſie ſich entweder unter der Verfaſſung der Guͤter⸗ gemeinſchaft, oder unter der Dotalverfaſſung zu eheli⸗ chen geſonnen ſind. L. daß es ihre Abſicht ſey, bey 386 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 119 1390. Den Ehegatten iſt es nicht mehr erlaubt, bloß im Allgemeinen die Ubereinkunft zu treffen, daß ihre ehe⸗ liche Verbindung nach einer der Gewohnheiten, Geſetze, oder Localſtatuten beurtheilt werden ſolle, die vormals in den verſchiedenen Theilen des franzöſiſchen Gebietes geltend geweſen, und die durch das gegenwärtige Geſetzbuch auf⸗ gehoben worden ſind. 1391. Sie können jedoch im Allgemeinen erklären, daß es ihre Abſicht ſeye, ihre Ehe nach dem Rechtsverhält⸗ niſſe der Gütergemeinſchaft, oder nach dem Rechtsverhält⸗ niſſe des Brautſchatzes zu ſchließen. 1) Im erſten Falle, wo nämlich Gütergemeinſchaft ein⸗ tritt, erhalten die Rechte der Ehegatten und ihrer Erben ihre Beſtimmung durch die Verordnungen des zweyten Ca⸗ pitels des gegenwärtigen Titels. Im zweyten Falle, wo das Rechtsverhältniß des Braut⸗ ſchatzes Seatt finden, ſind ihre Rechte nach den Verord⸗ nungen des dritten Capitels zu beurtheilen. 1392. Die bloße Beſtimmung, daß die Frau ſelbſt, oder für ſie ein anderer, einen Theil des Vermögens zu ihrem Brautſchatze ausſetzt, iſt nicht hinreichend, um dieſes Vermögen dem Rechtsverhältniſſe des Brautſchatzes zu un⸗ terwerfen, wenn die Eheberedung nicht eine ausdrückliche Erklärung deshalb enthält. Aus der bloßen Erklärung der Ehegatten, daß unter ihnen die Gütergemeinſchaft nicht Statt finden, oder daß ihr Vermögen vollig getrennt bleiben ſolle, folgt ebenfalls nicht, daß ſie ſich dem Rechtsverhältniſſe des Brautſchatzes unterworfen haben. 1593. In Ermangelung beſonderer Verträge, wel⸗ che das Rechtsverhältniß der Gütergemeinſchaft aufheben oder abändern, gelten die im erſtem Theile des zweyten Ca⸗ pitels aufgeſtellten Grundſätze als gemeines Franzöſiſches Recht.„ 1394. Über alle Eheverträge müſſen vor der Heirath Notariatsurkunden aufgenommen werden. ihrer Heirath ſich den Geſetzen uͤber die eheliche Guͤter⸗ gemeinſchaft, oder den Dotalrechten zu unterwerfen. D. u. M. ſich in ihrer Ehe den Regeln der Guͤterge⸗ meinſchaft, oder den Regeln des Brautſchatzſyſtems zu unterwerfen. S. — 6 1 120 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. 1595. Elles ne peuvent recevoir aucun chan- gement après la célébration du mariage. 1396. Les changements qui y Seraient faits avant cette célébration, doivent être constatés par acte passé dans la même forme que le contrat de maxriage.. Nul changement ou contre-lettre n'est, au surplus, valabje sans la présence et le consente- ment simultané de toutes les personnes qui ont été parties dans le contrat de mariage. 1597. Tous changements et contre- lettres, méme revéètus des formes prescrites par l'article, précédent, seront sans effet à l'égard des tiers, s'ils n'ont été rédigés à la suite de la minute du contrat de mariage; et le notaire ne pourra, à peine de dommages et intéréts des parties, et sous plus grande peine s'il y a lieu, délivrer ni grosses ni expéditions du contrat de mariage sans transcri- re à la suite le changement ou la contre-lettre. 1398. Le mineur habile à contracter mariage est habile à consentir toutes les conventions dont ce contrat est susceptible; et les conventions et donations qu'il y a faites, sont valables, pourvu qu'il ait été assisté, dans le contrat, des person- nes dont le consentement est nécessaire pour la validité du mariage. CHAPITRE II. Du Régime en Communauté. 1399. La communauté, soit légale, soit con- ventionnelle, commence du jour du mariage con- tracté devant l'officier de l'état civil: on ne peut etipuler qu'elle commencera? une autre époque. 22 ——— 2 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 121 1395. Nach geſchloſſener Ehe können ſie in keinem Stücke mehr abgeändert werden. 1396. Die vor Schließung der Ehe darin etwa vor⸗ genommenen Abänderungen müſſen durch eine Urkunde be⸗ währt werden, die in eben der Form abgefaßt iſt, wie die Eheberedung ſelbſt. Auſſerdem gilt keine Abänderung, kein Gegenſchein, wenn nicht alle Perſonen, die als Mitcontrahenten an dem Ehevertrage Theil genommen haben, dabey zu gleicher Zeit gegenwärtig geweſen ſind und eingewilliget haben. 1397. Alle Abanderungen und Gegenſcheine, ſelbſt diejenigen, welche in die im vorhergehenden Artikel vorge⸗ ſchriebene Form gebracht wurden, bleiben in Anſehung drit⸗ ter Perſonen ohne Wirkung, wenn ſie nicht dem Originale der Eheberedung als Anhang beygefügt worden ſind; und dem Notar iſt es bey Strafe des den Intereſſenten zu lei⸗ ſtenden Schadenserſatzes, und, den Umſtänden nach, bey noch ſchwererer Strafe verboten, eine Haupt⸗ oder ſonſtige Ausfertigung der Eheberedung(ni grosses expéditions) auszuliefern, ohne unmittelbar hinter derſelben die Abän⸗ derung oder den Gegenſchein beyzufügen. 1398. Ein Minderjähriger, der fähig iſt eine Ehe zu ſchließen, iſt auch fäͤhig in alle Verabredungen einzuwil⸗ ligen, die bey einer Eheberedung Statt finden köͤnnen, und die darin von ihm gemachten Verabredungen und Schen⸗ kungen ſind giltig, wenn nur die Eheberedung unter Bey⸗ tritt derjenigen Perſonen eingegangen wurde, deren Ein⸗ willigung zur Giltigkeit der Ehe erforderlich iſt.(*) Zweytes Capitel. Von dem Rechtsverhaͤltniſſe der Guͤtergemeinſchaft. 1599. Die Gütergemeinſchaft, ſowohl die geſetzli⸗ che, als die vertragsmäßige, nimmt ihren Anfang mit dem Tage, da die Ehe vor dem Civilſtandsbeamten geſchloſſen worden iſt; man kann nicht verabreden, daß ſie mit einem andern Zeitpuncte anfangen ſolle. (*) S Art. 1309. L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. PREMIERE PARATIE. De la Communauté légale. 1400. La communauté qui s'établit par la simple déclaration qu'on se marie sous le régime de la communauté, ou à défaut de contrat, est soumise aux règles expliquées dans les six secti- ons qui suivent. SECTION PREMIEERE. De ce qui compose la Communauté activement et passivement. §. 1. De l' Actif de la communauté. 1401. La communauté se compose active- ment, 1⁰° De tout le mobilier que les époux possé- daient au jour de la célébration du mariage, en- semble de tout le mobilier qui leur échoit pendant le mariage à titre de succession ou mèême de dona- tion, si le donateur n'a exprimé le contraire; 2⁰ De tous les fruits, revenus, intérèts et ar- rérages, de quelque nature qu'ils soient, échus ou perçus pendant le mariage, et provenant des biens qui appartenaient aux époux lors de sa cé- lébration,"ou de ceux qui leur sont échus pendant le mariage, à quelque titre que ce soit; 3° De tous les immeubles qui sont acquis pen- dant le mariage. 1402. Tout immeuble est réputé acquêt de communauté, s'il west prouvé que l'un des époux en avait la propriété ou possession légale antérieu- rement au maxriage, ou qu'il lui est échu depuis à titre de succession ou donation. 1405. Les coupes de bois et les produits des .. carrières et mines tombent dans la communaute — 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 123 Erſter Theil. Von der geſetzlichen Gütergemeinſchaft. 1400. Die Gütergemeinſchaft, welche entweder aus der bloßen Erklärung entſpringt, daß man ſich nach dem Rechtsverhältniſſe der Gütergemeinſchaft verheirathe, oder bey gänzlicher Ermangelung einer Übereinkunft Statt fin⸗ det, richtet ſich nach den in den folgenden ſechs Abſchnitten aufgeſtellten Grundſätzen. Erſter Abſchnitt. Von dem Activ⸗ und Paſſivbeſtande der Gütergemeinſchaft. §. I. Von dem Activbeſtande(Vermögen) der Gü⸗ tergemeinſchaft. 1401. Zu dem Activbeſtande der Gütergemeinſchaft gehört: 1) alles bewegliche Vermögen, das die Ehegatten an dem Tage beſaßen, da die Ehe unter ihnen geſchloſſen wur⸗ de, ſo wie auch alles bewegliche Vermögen, das ihnen wäh⸗ rend der Ehe durch Erbrecht oder ſelbſt durch Schenkung zufällt, wenn der Schenker nicht das Gegentheil ausdrück⸗ lich verordnet hat; 2) alle Früchte, Einkünfte, Zinſen und Renten, von welcher Art ſie auch ſeyn mögen, die während der Ehe fällig geworden oder gezogen worden ſind, und von dem Vermögen herrühren, das den Ehegatten entweder ſchon bey Schließung der Ehe zugehörte, oder während der Ehe, aus irgend einem Rechtsgrunde, zugefallen iſt; 3) alle unbewegliche Güter, welche während der Ehe erworben worden ſind. 1402. Jedes unbewegliche Gut wird als gemein⸗ ſchaftlicher Erwerb betrachtet, wenn nicht bewieſen wird, daß einer der Ehegatten ſchon vor der Ehe das Eigenthum oder den geſetzmäßigen Beſitz deſſelben hatte, oder daß es ihm während der Ehe durch Erbrecht oder Schenkung zu⸗ gefallen iſt. 1403. Die Holzſchläge, ſo wie die Ausbeute der Steinbrüche und Bergwerke fallen in die Gemeinſchaft, in 124 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. pour tout ce-qui en est considéré comme usufruit, d'après les règles expliquées au titre de'Usufruit, de l'sage et de l'Habitation. Si les coupes de bois qui, en suivant ces règles, pouvaient être faites durant la communauté, ne Tont point été, il en sera duù récompense à l'époux non propriétaire du fonds ou à ses héritiers. Si les carrières et mines ont été ouvertes pen- dant le mariage, les produits n'en tombent dans la communauté que sauf récompense ou indemnité à celui des époux à qui elle pourra être due. 14%. Les immeubles que les époux possèdent au jour de la célébration du mariage, ou qui leur échoient pendant son cours à titre de succession, n'entrent point en communauté. Néanmoins, si l'un des époux avait acquis un immeuble depuis le contrat de mariage, contenant stipulation de communauté, er avant la célébra- tion du mariage, l'immeuble acquis dans cet in- tervalle entrera dans la communauté, à moins que Pacquisition n'ait été faite en exécution de quel- que clause du mariage, auquel cas elle serait ré- glée suivant la convention. 1405. Les donations d'immeubles qui ne sont faites pendant le mariage qu'à l'un des deux époux, ne tombent point en communauté, et appartien- nent au donataire seul, à moins que la donation ne contienne expressément que la chose donnée appartiendra à la communauté. 1 1406. L'immeuble abandonné ou cédé par père, mère ou autre ascendant, à'un des deux Spoux, soit pour le remplir de ce qu'il lui doit, soit à la charge de payer les dettes du donateur à des étrangers, n'entre point en communauté; sauf récompense ou indemnité. 3s B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 125 ſo weit ſie nach den in dem Titel von dem Nießbrau⸗ che, dem Gebrauche und der Wohnung aufge⸗ ſtellten Regeln zu den Nutzungen des Nießbrauchers zu rechnen ſind.(*) Sind die Holzſchläge unterblieben, die in Gemäßheit dieſer Regeln während der Gemeinſchaft gemacht werden konnten, ſo gebührt dem Ehegatte, welcher nicht Eigenthü⸗ mer des Bodens iſt, oder deſſen Erben, Erſatz dafür. Wenn die Steinbrüche und Bergwerke erſt während der Ehe eröffnet worden ſind, ſo fällt die Ausbeute derſel⸗ ben nur mit Vorbehalt einer Vergütung oder Entſchädi⸗ gung für den Ehegatten, dem ſie etwa gebührt, in die Gemeinſchaft. 140%. Unbewegliche Güter, welche die Ehegatten an 4 1 dem Tage, da nen während der Eh in die Gemeinſchaft. Hat jedoch einer der Ehegatten nach Eingehung der Eheberedung, in welcher die Gutergemeinſchaft feſtgeſetzt iſt, und vor Schließung der Ehe, ein unbewegliches Gut erwor⸗ ben, ſo fällt das in dieſer Zwiſchenzeit erworbene unbeweg⸗ liche Gut in die Gemeinſchaft, es müßte denn die Erwer⸗ bung zufolge einer Beſtimmung der Eheberedung geſchehen ſeyn, in welchem Falle ſie nach dem Inhalte des Vertrags zu beurtheilen iſt. 1405. Unbewegliche Güter, welche während der Ehe nur Einem der beyden Ehegatten geſchenkt worden ſind, fallen nicht in die Gütergemeinſchaft, und gehören dem Be⸗ ſchenkten allein, wenn nicht bey der Schenkung ausdrücklich beſtimmt iſt, daß die geſchenkte Sache der Gemeinſchaft zu⸗ gehören ſolle. 1406. Unbewegliche Güter, welche der Vater, die Mutter oder ein anderer Ascendent einem der Ehegatten überlaſſen oder abgetreten hat, entweder um ihn wegen deſſen zu befriedigen, was er ihm ſchuldig war ²), oder unter der Bedingung, die Schulden des Gebers bey Frem⸗ den zu berichtigen, fallen nicht in die Gemeinſchaft; mit Vorbehalt der Vergütung oder Entſchädigung. (*) S. Art. 590— 594 und 508. 2) um den Antheil, der ihm zukommt, voll zu machen. 2 L. um das zu ergaͤnzen, was er ihnen ſchuldig iſt, 8. . 126 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. 1407. Limmeuble acquis pendant le mariage à titre d'échange contre l'immeuble appartenant à Pun des deux époux, n'entre point en communau- té, et est subrogé au lieu et place de celui qui a été aliéné; sauf la récompense s'il y a soulte. 1408. L'acquisition faite pendant le mariage, à titre de licitation ou autrement, de portion d'un immeuble dont l'un des époux était propriétaire par indivis, ne ſorme point un conquèr; sauf à indemniser la communauté de la somme qu'elle a fournie pour cette acquisition., Dans le cas ou le mari deviendrait seul, et en son nom personnel, acquéreur ou adjudicataire de portion ou de la totalité d'un immeuble apparte- nant par indivis à la femme, celle-ci, lors de la dissolution de la communauté, a le choix ou d'a- bandonner l'effet à la communauté, laquelle de- vient alors débitrice envers la femme de la por- tion appartenant à celle-ci dans le prix, ou de retirer l'immeuble, en remboursant à la commu- nauté le prix de l'acquisition. §. II. Du Passif de la communauté, et des actions qui en résultent contre la communaute. 1409. La communauté se compose passive- ment, 10 De toutes les dettes mobilières dont les Spoux étaient grevés au jour de la celébration de leur mariage, ou dont se trouvent chargées les successions qui leur échoient durant le mariage, sauf la récompense pour celles relatives aux im- meubles propres à l'un ou à l'autre des époux; 2⁰° Des dettes, tant en capitaux qu'arrérages ou intérêts, contractées par le mari pendant la communauté, ou par la femmme du consentement 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 127 1407. Ein unbewegliches Gut, das während der Ehe durch Tauſch gegen ein anderes, einem der beyden Ehegat⸗ ten zugehöriges, unbewegliches Gut erworben wurde, fällt nicht in die Gemeinſchaft, und tritt an die Stelle des ver⸗ aͤuſſerten; mit Verbehalt des Erſatzes, in ſo fern beym Tauſche etwas herausgegeben worden iſt. 1408. Die während der Ehe in einer Verſteigerung oder auf andere Weiſe geſchehene Erwerbung eines Theils eines unbeweglichen Gutes, deſſen Eigenthum vorher einem der Ehegatten in ungetheilter Gemeinſchaft mit andern zu⸗ ſtand, gilt nicht als Erwerb der ehelichen Gütergemein⸗ ſchaft; jedoch muß ſie füͤr die Summe entſchädiget werden, die ſie zu dieſer Erwerbung hergegeben hat. Hat der Ehemann allein und in ſeinem eigenen Na⸗ men ein unbewegliches Gut, das der Ehefrau in ungetheil⸗ ter Gemeinſchaft mit andern zuſtand, ganz oder zum Theile erworben oder in einer öffentlichen Verſteigerung erſtan⸗ den, ſo hat die Ehefrau bey Auflöſung der ehelichen Güter⸗ gemeinſchaft die Wahl, entweder das Gut der Gemeinſchaft zu überlaſſen, welche ihr alsdann den an dem Preiſe ihr zugehörigen Antheil zu erſetzen verbunden iſt, oder das Gut an ſich zu ziehen, und dagegen der Gemeinſchaft den Er werbungspreis zu vergüten. §. II. Von dem Paſſivbeſtande(den Schulden und Laſten) der Guͤtergemeinſchaft, und von den daraus gegen die Guͤtergemeinſchaft entſte⸗ henden Klagen. 1409. Zu dem Paſſivbeſtande der Gütergemeinſchaft gehören: 1) alle Mobiliarſchulden, welche die Ehegatten an dem Tage, da die Ehe geſchloſſen wurde, zu zahlen hatten, oder womit die ihnen während der Ehe anfallenden Erb⸗ ſchaften belaſtet ſind, mit Vorbehalt der Vergütung für diejenigen Schulden, welche ſich auf unbewegliche Güter beziehen, die dem einen oder dem andern Ehegatten aus⸗ ſchließlich zugehören; 2) die während der Gütergemeinſchaft von dem Ehe⸗ manne, oder, mit deſſen Bewilligung, von der Ehefrau gemachten Schulden, ſowohl an Capitalien, als an fälli⸗ 7 128 L.III. T. V. Du Contrat de Mariage. du mari, sauf la récompense dans les cas ou el- le a lieu;— 3° Des arrérages et intérèts seulement des rentes ou dettes passives qui sont personnelles aux deux époux; 40 Des réparations usufructuaires des im- meubles qui n'entrent point en communauté; 5° Des aliments des époux, de l'éducation et entretien des enfants, et de toute autre char- ge du mariage.— 1410. La communauté n'est tenue des dettes mobilières contractées avant le mariage par la fem- me, qu'autant qu'elles résultent d'un acte authen- tique antérieur au mariage, ou ayant reçu avant la méême époque une date certaine, soit par l'en- registrement, soit par le décès d'un ou de plusieure signataires dudit acte. Le créancier de la femme, en vertu d'un acte n'ayant pas de date certaine avant le mariage, ne peut en poursuivre contre elle le paiement que sur la nue propriété de ses immeubles personnels. Le mari qui prétendrait avoir payé pour sa femme une dette de cette nature, n'en peut de- mander la récompense ni à sa femme ni à ses héritiers. 1411. Les dettes des successions purement mobilières qui sont échues aux époux pendant le mariage, sont pour le tout à la charge de la communauté. 1412. Les dettes d'une succession purement immobilière qui échoit à l'un des époux pendant le mariage, ne sont point à la charge de la com- munauté; sauf le droit qu'ont les créanciers de o 3s B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 129 gen Renten oder Zinſen, mit Vorbehalt der Vergütung, in den dazu geeigneten Fällen; 3) von denjenigen Renten oder Schulden, welche ei⸗ ner oder der andere der Ehegatten fur ſeine Perſon zu zahlen hat, bloß der jährliche Betrag der Erſteren, und die Zinſen der Letzteren; 4) ſolche Reparaturen der nicht in die Gemeinſchaft gehörigen unbeweglichen Güter, welche auch der Nutznießer zu tragen verbunden iſt;(*) 5) die Alimente der Ehegatten, Erziehung und Un⸗ terhalt der Kinder, und alle übrigen Laſten der Ehe. 1410. Für die von der Ehefrau vor Schließung der Ehe gemachten Mobiliarſchulden hat die Gütergemeinſchaft nur in ſo fern zu haften, als ſie ſich aus einer ſchon vor der Ehe aufgenommenen öffentlichen Urkunde ergeben, oder aus einer Privaturkunde, welche vor dieſem Zeitpuncte entwe⸗ der durch die Einregiſtrirung oder durch den Tod einer oder mehrerer Perſonen, die dieſelbe unterzeichnet haben, volle Glaubwürdigkeit erhalten hat.(**) Gläubiger der Ehefrau, die ſich auf Urkunden ſtützen, welche nicht ſchon vor der Ehe auf ſolche Weiſe Glaubwür⸗ digkeit erhalten haben, können ſich wegen ihrer Bezahlung nur an das bloße Eigenthum der ihr perſönlich zugehörigen unbeweglichen Güter halten. Der Mann, der eine Schuld dieſer Art für ſeine Frau bezahlt zu haben behauptet, kann weder von ihr ſelbſt, noch von ihren Erben dafür Vergütung fordern. 1411. Die Schulden einer bloß aus beweglichen Gü⸗ tern beſtehenden Erbſchaft, welche dem einen oder dem an⸗ dern Ehegatten während der Ehe anfällt, fallen ganz der Gemeinſchaft zur Laſt. 1412. Die Schulden einer bloß aus unbeweglichen Gütern beſtehenden Erbſchaft, welche einem von beyden Ehegatten während der Ehe anfällt, fallen der Gemein⸗ ſchaft nicht zur Laſt; doch behalten die Gläubiger das Recht, (*) S. Art. 605— 607. (*2 ·*) S. Art. 1323. Cod. N. 2 B. 9 130 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. poursuivre leur paiement sur les immeubles de la- dite succession. Néanmoins, si la succession est échue au ma- ri, les créanciers de la succession peuvent pour- suivre leur paiement, soit sur tous les biens pro- pres au mari, soit mème sur ceux de la commu- nauté; sauf, dans ce second cas, la récompense due à la femme ou à ses héritiers. 1413. Si la succession purement immobiliè- re est échue à la femme et que celle-ci l'ait accep- tée du consentement de son mari, les créanciers de la succession peuvent poursuivre leur paiement sur tous les biens personnels de la femme: mais si la succession n'a été acceptée par la femme que comme autorisée en justice au refus du mari, les créanciers, en cas d'insuffisance des immeubles de la succession, ne peuvent se pourvoir que sur la nue propriété des autres biens personnels de la femme. 1414. Lorsque la succession échue à l'un des époux est en partie mobilière et en partie immo- bilière, les deites dont elle est grevée ne sont à la charge de la communauté que jusqu'à concur- rence de la portion contributoire du mobilier dans les dettes, eu égard à la valeur de ce mobilier comparée à celle des immeubles. Cette portion contributoire se règle d'après Tinventaire auquel le mari doit faire procéder, soit de son chef, si la succession le concerne person- nellement, soit comme dirigeant et autorisant les 3) ſo fallen die Schulden, welche auf derſelben haften, der Gemeinſchaft nur bis zur Konkurrenz des Beitrags zur Laſt, welchen die Mobiliarſchaft in Verhaͤltniß ih⸗ res Werthes, verglichen mit dem der Immöbel, zur Daßlung der Schulden zu leiſten hat. L. ſo fallen die arauf haftenden Schulden der Gemeinſchaft nur nach dem Verhäͤltniſſe zur Laſt, in welchem das Mobiliar⸗ vermoͤgen zu den Immobilien ſteht, und nach dem Be⸗ trage(EErtrage M.), der bey dieſer verhaͤltnißmaͤßigen Vertheilung der Schulden auf die Mobilien faͤllt, D. 1 3 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 131 ſich wegen ihrer Bezahlung an die unbeweglichen Güter die⸗ ſer Erbſchaft zu halten. Iſt jedoch die Erbſchaft dem Manne angefallen, ſo können die Erbſchaftsgläubiger ſich wegen ihrer Bezahlung ſowohl an das eigenthümliche Vermögen des Mannes, als an das Vermögen der Gütergemeinſchaft halten; in dieſem zweiten Falle bleibt aber der Frau oder ihren Erben eine Vergütung vorbehalten. 1413. Wenn die bloß aus unbeweglichen Gütern be⸗ ſtehende Erbſchaft der Ehefrau angefallen iſt, und dieſe ſie mit Einwilligung ihres Mannes angenommen hat, ſo kön⸗ nen die Erbſchaftsgläubiger ſich wegen ihrer Bezahlung an das ſämmtliche der Ehefrau perſönlich zuſtehende Vermögen halten; iſt aber die Erbſchaft von der Ehefrau nur zufolge einer, auf die Weigerung des Mannes, von dem Gerichte Perhaltenen Autoriſation angenommen worden, ſo können die Gläubiger, wenn die zur Erbſchaft gehörigen unbeweg⸗ lichen Güter nicht hinreichen, ſich nur an das bloße Eigen⸗ thum des übrigen der Frau für ihre Perſon zuſtehenden Ver⸗ mögens halten. 1414. Beſteht die einem der Ehegatten angefallene Erbſchaft theils aus beweglichen theils aus unbeweglichen Gütern, ſo werden die darauf haftenden Schulden auf die beweglichen und unbeweglichen Güter nach Verhältniß de⸗ ren Werths repartirt, und nur diejenigen, welche hierbey auf die beweglichen Güter fallen, hat die Gütergemeinſchaft zu übernehmen. ³) Dieſer verhältnißmäßige Beytrag wird nach dem Inven⸗ tarium beſtimmt, das der Mann errichten laſſen muß, und zwar in eigenem Namen, wenn die Erbſchaft ihm ſelbſt an⸗ gefallen iſt, oder als derjenige, der die Handlungen ſeiner u. M. ſo fallen die Schulden der Gemeinſchaft nur um ſo viel zur Laſt als das Mobiliarvermogen zur Tilgung der Schulden beyzutragen hat, und zwar nach Verhaͤltniß des Werthes der beweglichen, gegen den Werth der unbeweglichen Guter. 8. ſo fallen die dar⸗ auf haftenden Schuͤlden der Gemeinſchaft nur nach Ber⸗ haͤltniß des Beytrags zur Laſt, der vom Mobiliarver⸗ moͤgen zur Tilgung der Schuld hergegeben wird, und zwar nach Verhaͤltniß des beweglichen Vermoͤgens zum unbeweglichen. E. 1 132 L. III. T. V. DuContrat de NMariage. actions de sa femme, s'il s'agit d'une succession à elle échue.. 3 1415. A défaut d'inventaire, et dans tous les cas od ce défaut préjudicie à la femme, elle ou ses héritiers peuvent, lors de la dissolution de la com- munauté, poursuivre les xécompenses de droit, et. meme faire preuve tant par titres et papiers do- mestiques que par témoins, et au besoin par la commune renommée, de la consistance et valeur du mobilier non inventorié. Le mari n'est jamais recevable à faire cette preuve. 1416. Les dispositions de J'article 1414 ne font point obstacle à ce que les créanciers d'une succession en partie mobilière et en partie immo- bilière poursuivent leur paiement sur les biens de la communauté, soit que la succession soit échue au mari, soit qu'elle soit échue à la femme lors- que celle-ci l'a acceptée du consentement de son mari; le tout sauf les rxécompenses respectives. Il en est de mèême si la succession n'a été ac- ceptée par la femme que comme autorisée en justi- ce, et que néanmoins le mobilier en ait été con- fondu dans celui de la communauté sans un inven- taire préalable. 1417. Si la succession n'a été acceptée par la femme que comme autorisée en justice au refus du mari, et s'il y a eu inventaire, les créanciers ne peuvent poursuivre leur paiement dque sur les biens tant mobiliers qu'immobiliers de ladite suc- cession, et, en cas d'insuffisance, sur la nue pro- priété des autres biens personnels de la femme. 1416. Les règles établies par les articles 1411 et suivants régissent les dettes dépendantes d'une donation, comme celles résultant d'une succes- sion. 1419. Les créanciers peuvent poursuivre le paiement des dettes que la femme a contractées avec fe consentement du mari, tant sur tous les biens de la communauté, que sur ceux du mari ou de 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 133 Ehefrau zu leiten und zu genehmigen hat, wenn von einer ihr angefallenen Erbſchaft die Rede iſt. 1415. In Ermangelung eines Inventariums, und wenn dieſer Mangel der Ehefrau zum Nachtheile gereicht, kann ſie oder ihre Erben bey der Auflöſung der Güterge⸗ meinſchaft die ihr rechtlich gebührenden Vergütungen for⸗ dern, und alsdann ſo wohl durch Urkunden und Familien⸗ papiere, als durch Zeugen und, im Nothfalle, durch dle ge⸗ meine Sage den Beſtand und den Werth des nicht aufge⸗ zeichneten beweglichen Vermögens beweiſen. Der Mann wird nie zu dieſem Beweiſe zugelaſſen. 1416. Die Verfügungen des 1414. Artikels verhin⸗ dern die Gläubiger einer zum Theile aus beweglichen, zum Theile aus unbeweglichen Gütern beſtehenden Erbſchaft nicht, wegen ihrer Befriedigung ſich an das zur Gütergemeinſchaft gehörige Vermögen zu halten, die Erbſchaft mag dem Man⸗ ne oder der Frau angefallen ſeyn, vorausgeſetzt, daß dieſe ſie mit Bewilligung des Mannes angenommen hat; alles jedoch mit Vorbehalt der gegenſei tigen Vergütungen. Ein Gleiches findet Statt, wenn die Erbſchaft von der Ehefrau nur zufolge einer von dem Gerichte erhaltenen Autoriſation angenommen, das dazu gehörige bewegliche Vermögen aber ohne vorherige Errichtung eines Inventa⸗ riums mit dem der Gütergemeinſchaft vermiſcht worden iſt. 1417. Iſt die Erbſchaft, auf die Weigerung des Mannes, nur zufolge einer gerichtlichen Autoriſation von der Frau angenommen, und ein Inventarium errichtet wor⸗ den, ſo können die Gläubiger wegen ihrer Befriedigung ſich nur an das zur Erbſchaft gehörige bewegliche und unbe⸗ wegliche Vermögen, und wenn dieſes nicht hinreicht, an das bloße Eigenthum des übrigen der Ehefrau für ihre Per⸗ ſon zuſtehenden Vermögens halten. 1418. Nach den im 1411. und den folgenden Arti⸗ keln aufgeſtellten Regeln ſind ſowohl die auf einer Schen⸗ kung als die auf einer Erbſchaft haftenden Schulden zu be⸗ urtheilen. 1419. Die Gläubiger können ſich wegen Bezahlung derjenigen Schulden, welche die Frau mit Bewilligung des Mannes gemacht hat, ſowohl an das geſammte Vermögen der Gütergemeinſchaft, als an dasjenige des Mannes oder der Frau halten; mit Vorbehalt der der Gütergemeinſchaft ge⸗ efr 13 ½ L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. la femme; sauf la récompense due à la communau- té, ou l'indemnité due au mari. 1420. Toute dette qui n'est contractée par la femme qu'en vertu de la procuration générale ou speciale du mari, est à la charge de la communau- té; et le créancier n'en peut poursuivre le paie- ment ni contre la femme ni sur ses biens person- nels. SEOTION II. De LAdministration de la Communauté, eb de DEfet des Aotes de l'un ou de l'autre poue relati vement à& la Société conjugale. 1421. Le mari administre seul les biens de la communauté. Il peut les vendre, aliéner et hypothéquer sans le concours de la femme. 1422. Il ne peut disposer entre-vifs à titre ratuit des immeubles de la communauté, ni de universalité ou d'une quotité du mobilier, si ce n'est pour l'établissement des enfants communs. Il peut néanmoins disposer des effets mobiliers à titre gratuit et particulier, au profit de toutes personnes, pourvu qu'il ne s'en réserve pas l'u- sufruit. 1423. La donation testamentaire faite par le mari ne peut excéder sa part dans la communauté. S'il a donné en cette forme un effet de la com- munauté, le donataire ne peut le réclamer en na- ture, qu'autant que Peffet, par l'événement du partage, tombe au lot des heritiers du mari: s8i Peffer ne tombe point au lot de ces héritiers, le légataire a la récompense de la valeur totale de Peffer donné, sur la part des héritiers du mari dans la communauté et sur les biens personnela de ce dernier. 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 155 bührenden Vergütung, oder der dem Manne zu leiſtenden Schadloshaltung. 1420. Jede Schuld, welche die Frau nur zufolge einer von dem Manne erhaltenen General⸗oder Special⸗ vollmacht gemacht hat, fällt der Gütergemeinſchaft zur Laſt, und der Gläubiger kann ſeine Bezahlung weder von der Frau noch aus dem ihr perſönlich zuſtehende Vermögen for⸗ dern. Zweyter Abſchnitt. Von der Verwaltung der Gütergemeinſchaft und den Wir⸗ kungen der Handlungen des einen oder des andern Ehe⸗ gatten in Beziehung auf die eheliche Geſellſchaft. 1421. Der Mann verwaltet allein die zur Gemein⸗ ſchaft gehörigen Güter. Er kann ſie ohne Einwilligung der Frau verkaufen, veräuſſern und verpfänden.(*) 1422. Er kann durch Handlungen unter Lebenden weder über unbewegliche Güter der Gemeinſchaft, noch über das geſammte bewegliche Vermögen oder eine Quote deſ⸗ ſelben, auf unentgeltliche Weiſe verfügen, es müßte denn zur Verſorgung(etablissement) der aus dieſer Ehe er⸗ zeugten Kinder ſeyn. Unter einem Particulartitel kann er jedoch über beweg⸗ liche Sachen zum Vortheile eines jeden unentgeltlich verfü⸗ gen, wenn er ſich nur dem Nießbrauch derſelben nicht vor⸗ behält. 1423. Die von dem Manne durch letztwillige Ver⸗ ordnungen gemachten Schenkungen dürfen ſeinen Antheil an der Gütergemeinſchaft nicht überſteigen. Hat er in dieſer Form eine zur Gemeinſchaft gehörige Sache verſchenkt, ſo kann der Beſchenkte dieſelbe nur dann in Natur fordern, wenn ſie bey der Theilung in das Loos der Erben des Mannes fällt; fällt ſie nicht in das Loos die⸗ ſer Erben, ſo gebührt dem Legatar die Vergütung des vol⸗ len Werthes der geſchenkten Sache aus dem Antheile der Erben des Mannes an der Gütergemeinſchaft, und aus dem perſönlichen Vermögen des Letztern. (*) S. Art. 1554. 136 L. III. T. V. Da Contrat de Mariage. 1424. Les amendes encourues par le mari pour crime n'emportant pas mort civile, peuvent se oursuivre sur les biens de la communauté, sauf F récompense due à la femme; celles encourues Par la femme ne peuvent s'exécuter que sur la nue propriété de ses biens personnels, tant que dure la communauté. 1425. Les copdamnations prononcées contre l'un des deux époux pour crime emportant mort civile, ne frappent que sa part de la communauté 1 et ses biens personnels. 1426. Les actes faits par la femme sans le con- gentement du mari, et mème avec l'autorisation 6 de la justice, n'engogent point les biens de la com- munauté, si ce n'est lorsqu'elle contracte comme marchande publique et pour le fait de son com- maerce. 1427. La femme ne peut s'obliger ni enga- ger les biens de la communauté, même pour tirer son mari de prison, ou pour l'établissement de ses enfants en ças d'absence du mari, qu'après y avoir été autorisée par justice. 1428. Le mari a ladministration de tous les biens personnels de la femme. Il peut exercer seul toutes les actions mobi- lières et possessoires qui appartiennent à la femme. Il ne peut aliéner les immeubles personnels de sa femme sans'son consentement. 3 Il est responsable de tout dépérissement des biens personnels de sa femme, causé par défaut d'actes conservatoires. 1429. Les baux que le mari seul a faits des biens de sa femme pour un temps qui excède neuf ans, ne sont, en cas de dissolution de la 3(*) S. Art. 220. (**) S. Art. 1431. 2 ———— ν⏑ ([+.☛.& — 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 137 1424. Geldſtrafen, in welche der Mann durch ein Verbrechen verfallen iſt, das den bürgerlichen Tod nicht nach ſich zieht, können aus den Gütern der Gemeinſchaft beygetrieben werden, jedoch bleibt der Frau die ihr gebüh⸗ rende Vergütung vorbehalten; die von der Frau verwirkten geldſtrafen können, ſo lange die Gütergemeinſchaft dauert, nur aus dem bloßeen Eigenthum der ihr perſönlich zuſtehen⸗ den Güter eingetrieben werden. 1425. Verurtheilungen, welche gegen einen der bey⸗ den Ehegatten wegen eines Verbrechens ergangen ſind, das den bürgerlichen Tod nach ſich zieht, treffen nur ſeinen An⸗ theil an der Gütergemeinſchaft und ſein perſoͤnliches Ver⸗ mögen. 1426. Die von der Frau ohne Bewilligung des Man⸗ nes, wenn gleich unter gerichtlicher Autoriſation, geſchloſ⸗ ſenen Vertrage begründen keine Verbindlichkeit in Bezie⸗ hung auf die Güter der Gemeinſchaft, ausgenommen, wenn ſie als Handelsfrau und in Geſchäften ihrer Hand⸗ lung contrahirt.(*) 1427. Eine Frau kann ohne vorhergehende gerichtli⸗ che Autoriſation weder ſich ſelbſt verpflichten(**), noch in Anſehung der Güter der Gemeinſchaft eine Verbindlichkeit eingehen), wäre es auch um ihren Mann aus dem Ge⸗ fängniſſe zu befreyen, oder um in Abweſenheit des Mannes ihren Kindern eine Verſorgung zu verſchaffen. 1428. Der Mann hat die Verwaltung des ganzen verſönlichen Vermögens der Frau. Er kann alle Mobiliar⸗ und poſſeſſoriſche Klagen, wel⸗ che der Frau zuſtehen, allein anſtellen. Er kann ohne Einwilligung ſeiner Frau die ihr perſön⸗ lich zugehörigen unbeweglichen Güter nicht veräuſſern. Er iſt für jede Verſchlimmerung der ſeiner Frau per⸗ ſonlich zugehörigen Güter verantwortlich, in ſo fern dieſel⸗ be durch Unterlaſſung der zu ihrer Erhaltung erforderlichen Vorkehrungen verurſacht worden iſt. 1429. Mieth⸗ und Pachtverträge, welche der Mann für ſich allein üͤber die Guter ſeiner Frau auf mehr als neun Jahre geſchloſſen hat, ſind, wenn inzwiſchen die Güterge⸗ 4) die Guͤter der Gemeinſchaft verpfaͤnden. D. u. 8. ver⸗ aͤuſſern. E. 138 L. III. T. V. Du Contrat de Maxiage. communauté, obligatoires vis-à-vis de la fem- me ou de ses héritiers que pour le temps qui reste à courir soit de la première période de neuf ans, si les parties s'y trouvent encore, soit de la seconde, et ainsi de suite, de manière que le fermier n'ait que le droit d'achever la jouissance de la période de neuf ans oi il se trouve. 1430. Les baux de neuf ans ou au-dessous que le mari seul a passés ou renouvelés des biens de sa femme, plus de trois ans avant l'expira- tion du bail courant s'il s'agit de biens ruraux, et plus de deux ans avant la mèême époque s'il s'agit de maisons, sont sans effet, à moins que leur exécution n'ait commencé avant la dissolu- tion de la communauté. 145 1. La femme qui s'oblige solidairement avec son mari pour les affaires de la communauté ou du mari, n'est réputée, à l'égard de celui-ci, s'étre obligée que comme caution; elle doit être indemnisée de l'obligation qu'elle a contractée. 1432. Le mari qui garantit solidairement ou autrement la vente que sa femme a faite d'un im- meuble personnel, a pareillement un recours con- tre elle, soit sur sa part dans la communauté, soit sur ses biens personnels, s'il est inquiété. 1453. S'il est vendu un immeuble apparte- nant à l'un des époux, de même que si Pon s'est rédimé en argent de services fonciers dus à des héritages propres à l'un d'eux, et que le prix en ait été versé dans la communauté, le toutssans xemploi, il y a lieu au prélèvement de ce prix sur la communauté, au profit de l'époux qui était propriétaire, soit de l'immeuble vendu, soit des services rachetés. (*) S. Art. 1216. 5) ſind fuͤr die Frau und deren Erben nicht laͤnger, als für die noch fehlende Zeit verbindlich, ſowohl wenn neil nur me ten me, iſt, d ed—— 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 139 meinſchaft aufgelöſt wird, für die Frau und ihre Erben nur auf die Zeit verbindlich, welche von dem erſten Zeitrau⸗ me von neun Jahren noch übrig iſt, wenn die Contrahen⸗ ten ſich noch darin befinden, oder von dem zweyten Zeitrau⸗ me, und ſo weiter 5), ſo daß der Pachter nur berechtiget iſt, die Benutzung bis zu Ende desjenigen neunjährigen Zeitraums fortzuſetzen, in welchem er ſich wirklich befindet. 1450. Mieth⸗ und Pachtverträge auf neun oder we⸗ niger Jahre, welche der Mann fruͤher als drey Jahre vor dem Ende der laufenden Pachtung, wenn von Feldgütern die Rede iſt, oder früher als zwey Jahre vor demſelben Zeit⸗ puncte, wenn die Rede von Häuſern iſt, für ſich allein über die Guüter ſeiner Frau geſchloſſen oder erneuert hat, ſind ohne Wirkung, wenn nicht ihre Vollziehung vor Auflöſung der Gutergemeinſchaft ihren Anfang genommen hat. 1431. Eine Frau, die in Angelegenheiten der Gü⸗ tergemeinſchaft oder ihres Mannes ſich mit ihrem Manne ſolidariſch verpflichtet, wird in Beziehung auf dieſen bloß als Bürge betrachtet(*); für die von ihr übernommene Verbindlichkeit muß ſie entſchädiget werden. 1452. Der Mann, der bey einem von ſeiner Frau geſchehenen Verkaufe eines ihr perſönlich zugehörigen unbe⸗ weglichen Gutes entweder ſolidariſch oder auf andere Weiſe die Gewähr übernommen hat, iſt gleichfalls befugt, wenn er deßhalb in Anſpruch genommen wird, den Regreß gegen ſie zu nehmen, und ſich deßhalb entweder an ihren Antheil an der Gütergemeinſchaft, oder an das ihr perſönlich zu⸗ gehörige Vermögen zu halten. 1433, Iſt ein unbewegliches Gut, das einem der beyden Ehegatten zugehoͤrte, verkauft, oder ſind Grundge⸗ rechtigkeiten, zu welchen die einem von ihnen perſönlich zuſte⸗ henden unbeweglichen Güter berechtiget waren, mit Geld losgekauft worden, und iſt der Preis davon in die Güter⸗ gemeinſchaft gefallen, ohne daß er wieder angelegt worden wäre, ſo hat der Ehegatte, dem das verkaufte unbewegliche Gut oder die losgekaufte Grundgerechtigkeit zugehörte, die⸗ ſen Preis aus der Gemeinſchaft zum Voraus zu empfangen. dieſer neunjährige Zeitraum für die Partheyen zum er⸗ ſten Male, als wenn er zum zweyten Male angefangen und noch nicht völlig abgelaufen iſt, und ſofort: E. 140 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. 1454. Le remploi est censé fait à l'égard du mari, toutes les fois que, lors d'une acquisition, il a déclaré qu'elle était faite des deniers prove- nus de l'aliénation de l'immeuble qui lui était Personnel, et pour lui tenir lieu de remploi. 1455. La déclaration du mari que l'acquisi- tion est faite des deniers provenus de l'immeuble vendu par la femme et pour lui servir de rem- Ploi, ne suffit point, si ce remploi n'a été for- mellement accepté par la femme: si elle ne l'a pas accepté, elle a simplement droit, lors de la dissolution de la communauté, à la récompense du prix de son immeuble vendu. . 1436. La récompense du prix de l'immeuble appartenant au mari ne s'exerce que sur la masse de la communauté; celle du prix de l'immeuble appartenant à la femme s'exerce sur les biens per- sonnels du mari, en cas d'insufffisance des biens de la communauté. Dans tous les cas, la récom- pense n'a lieu que sur le pied de la vente, quel- que allégation qui soit faite touchant la valeur de l'immeuble aliéné. 1437. Toutes les fois qu'il est pris sur la communauté une somme soit pour acquitter les dettes ou charges personnelles à l'un des époux, telles que le prix ou partie du prix d'un immeuble à lui propre ou le rachat de services fonciers, soit pour lé recouvrement, la conservation ou l'amélio- ration de ses biens personnels, et généralement toutes les fois que l'un des deux époux a tiré un profit personnel des biens de la communauté, il en doit la récompense. 1438. Si le père et la mère ont doté conjoin- tement l'enfant commun, sans exprimer la por- tion pour laquelle ils entendaient y contribuer, ils wied Eur alis geid in ner bun der une an gum hat Au tul r⸗ 6 Von dem Ehevertrage ꝛc. 141 1454. In Anſehung des Mannes iſt der Preis für wieder angelegt zu achten, wenn Erwerbung erklärt hat, daß ſie aus der Veräuſſerung des ihm für geweſenen unbeweglichen Gutes gel in der Abſicht geſchehen ſeye, um ner Summen zu gelten. 17,55. bung mit der Frau verkauften unbeweglichen und zwar in der Abſicht, das Gel anzulegen, iſt nicht hinreichend, gung nicht von der hat ſie dieſelbe nicht angenommen, Auflöſung der Gütergemeinſchaft ih tung des Preiſes ihres verkauften unbeweglichen Gutes derſelbe bey einer neuen mit dem Gelde, das ſeine Perſon zugehörig ößt worden iſt, und für Wiederanlegung je⸗ Die Erklärung des Mannes, daß die Erwer⸗ dem Gelde geſchehen ſer welches aus dem von 9 7 Gute gelößt worden iſt, auf dieſe Weiſe wieder wenn dieſe Wiederanle⸗ Frau förmlich angenommen worden iſt; ſo beſchränkt ſich bey der e Recht bloß auf Vergü⸗ 1436. Der Preis eines unbeweglichen Gutes, das dem Manne zugehörte, wird einzig aus der Maſſe des ge⸗ .——„ 5 W 7„ 5 3—₰— meinſchaftlichen Vermögens vergütet; der Preis eines un⸗ beweglichen Gutes, welches der Fra 7 4 u zugehörte, muß, wenn das gemeinſchaftliche Vermögen nicht hinreicht, aus dem —. 1—„ 7 4 perſönlichen Vermögen des Mannes erſetzt werden. In al— len Fällen wird nur der Preis ver ch immer in Anſehung des Wer⸗ verkauft worden iſt, was au thes des veräuſſerten unbeweglichen Gutes ange den mag. güter, wofür die Sache ührt wer⸗ 1457. So oft aus dem gemeinſchaftlichen Vermögen eine Summe genommen wird, entweder um Schulden oder Laſten abzutragen, die einen von beyden Ebegatten für ſeine Perſon allein angehen,(zum B eyſpiele um den Preis eines ihm eigenthümlichen unbeweglichen zum Theile zu zahlen oder um G 3 zu zah Gutes ganz oder rundlaſten loszukaufen), oder um das ihm perſönlich zuſtehende Vermögen wieder zu erlangen, zu erhalten oder zu verbeſſern, und überhaupt ſo oft einer von beyden Ehegatten einen perſönlichen Vor⸗ theil aus den gemeinſchaftlichen Gütern gezogen hat, iſt er verbunden, dafür Vergütung zu leiſten. 1436. Haben der Vater u ein gemeinſchaftliches Kind ausge zu beſtimmen, den ein jeder dazu nd die Mutter zuſammen ſtattet, ohne den Antheil beytragen wollte, ſo wird 142 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. sont censés avoir doté chacun pour moitié, soit que la dot ait été fournie ou promise en effets de la communauté, soit qu'elle l'äait été en biens personnels à un des deux époux. Au second cas, l'époux dont l'immeuble ou l'effet personnel a été constitué en dot, a, sur les biens de l'autre, une action en indemnité pour la moitié de ladite dot, eu égard à la valeur de l'effet donne, au temps de la donation. 1439. La dot constituée par le mari seul à l'enfant commun, en effets de la communauté, est à la charge de la communauté; et dans le cas où la communauté est acceptée par la femme, celle-ci doit supporter la moitieé de la dot, a moins que le mari n'ait déclaré expressément qu'il s'en char- geait pour le tout, ou pour une portion plus for- te que la moitié. 1440. La garantie de la dot est due par toute personne qui l'a constituée; et ses intérèrs cou- rent du jour du mariage, encore qu'il y ait terme pour le paiement, s'il n'y a stipulation contraire. SECTION III. De la Dissolution de la Communauté, et de quel- ques- unes de geys Suites. 1441. La communauté se dissout, 1⁰° par la mort naturelle; 2⁰ par la mort civile; 5⁰° par le divorce; 4o par la séparation de corps; 5° par la séparation de biens. 3 1442. Le defaut d'inventaire après la mort naturelle ou civile de l'un des epoux, ne donne bas lieu à la continuation de la communauté; sauf Pes poursuites des parties intéressées, relative- ment à la sonsistance des biens et effets communs, * l- 36 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛe. 143 angenommen, daß jeder von ihnen die Hälfte des Braut⸗ ſchatzes hergegeben habe, es mag nun dieſer Brautſchatz in gemeinſchaftlichen Sachen, oder in Gutern, die einem der beyden Ehegatten perſönlich zugehörten, gegeben oder ver⸗ ſprochen worden ſeyn. In dem zweyten Falle hat der Ehegatte, deſſen eigen⸗ thümliches unbewegliches Gut oder ſonſtige Sache zum Brautſchatze gegeben worden iſt, einen Entſchädigungsan⸗ ſpruch auf das Vermögen des andern wegen der Hälfte des Brautſchatzes, und zwar nach Maßgabe des Werthes, den die hergegebene Sache zur Zeit der Schenkung gehabt hat. 1459. Der Brautſchatz, welchen der Mann allein einem gemeinſchaſtlichen Kinde aus dem gemeinſchaftlichen Vermögen gegeben hat, fällt der Gemeinſchaft zur Laſt, und die Frau muß, im Falle das gemeinſchaftliche Vermö⸗ gen von ihr angenommen worden iſt, die Hälfte des Braut⸗ ſchatzes übernehmen, wenn icht der Mann ausdrücklich erklärt hat, daß er ihn ganz, oder doch einen größern Theil deſſelben, als die Hälfte, übernehmen wolle. 1440. Zur Gewährleiſtung für den Brautſchatz iſt ein jeder verbunden, welcher denſelben gegeben hat; auch muß ſolcher, in Ermangelung einer entgegenſtehenden Überein⸗ kunft, von dem Tage der Heirath an verzinßt werden, wenn gleich für die Auszahlung eine andere Zeit feſtge⸗ ſetzt iſt. Dritter Abſchnitt. Von der Auflöſung der Gütergemeinſchaft und einigen ihrer Folgen. 1441. Die Gütergemeinſchaft wird aufgelöſt, 1) durch den natürlichen Tod; 2) durch den bürgerlichen Tod; 3) durch Eheſcheidung; 4) durch Scheidung von Tiſch und Bette(*); 5) durch Abſonderung der Güter. 1442. Die Unterlaſſung der Inventur nach dem na⸗ türlichen oder bürgerlichen Tode eines der Ehegatten bewirkt die Fortſetzung der Gütergemeinſchaft nicht; und die Inte⸗ reſſenten ſind berechtiget, alle Maßregeln zu ergreifen, um den Beſtand der gemeinſchaftlichen Guter und Sachen aus⸗ (*) S. Art. 31r. 144 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. dont la preuve pourra éêtre faite tant par titre que pear la commune renommee.. S'il y a des enfants minéurs, le déefaut d'in- ventaire fait perdre en outre à l'époux survivant la jouissance de leurs revenus; et le subroge tu- teur qui ne l'a point obligé à faire inventaire, est solidairement tenu âvec lui de toutes les condam- nations qui peuvent êétre prononcees au profit des mineurs, 1445. La séparation de biens ne peut être poursuivie qu'en justice par la femme dont la dot est mise en peril, et lorsque le désordre des affai- res du mari donne lieu de craindre que les biens de celui-ci ne soient point suffisants pour xemplir les droits et reprises de la femme. Toute séparation volontaire est nulle. 2444. La séparation de biens, quoique pro- noncée en justice, est nulle si elle n'a point été. exécutée par le paiement réel des droits et repri- ses de la femme, effectué par acte authentique, jusqu'a concurrence des biens du mari, ou au moins par des poursuites commencées dans la quinzaine qüi a suivi le jugement, et non inter- rompues depuis.— 1445. Toute séparation de biens doit, avant son exécution, être rendue publique par l'affiche sur un tableau à ce destiné, dans la principale sal- le du tribunal de premidère instance; et de plus, si le mari est marchand, banquier ou commer- çant, dans celle du tribunal de commerce du lieu de son domicile; et ce, à peine de nullite de l'exé- cution. Le jugement qui prononce la séparation de biens, remonte, quant à ses effets, au jour de la demande. 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 145 zumitteln, worüber der Beweis ſowohl durch Urkunden, als durch die gemeine Sage gefuhrt werden kann. Sind minderjährige Kinder vorhanden, ſo zieht über⸗ dieß die Unterlaſſung der Inventur für den überlebenden Ehegatten den Verluſt des Genuſſes ihrer Einkünfte nach ſich, und der Nebenvormund, der ihn nicht zur Errichtung eines Invenkariums angehalten hat, haftet mit ihm ſolida⸗ riſch fuͤr alles das, wozu derſelbe zum Beſten der Minder⸗ jährigen etwa verurtheilet wird. 124445. Um die Abſonderung der Güter kann die Frau nur gerichtlich, und zwar nur dann nachſuchen, wenn ihr Brautſchatz in Gefahr iſt, und wenn die zerrüttete Lage der Angelegenheiten ihres Mannes befürchten läßt, daß deſſen Vermögen nicht hinreiche, um die Anſprüche der Frau zu befriedigen, und ihr eigenthümliches Vermögen zu ergän⸗ zen.(*) Jede freywillige Abſonderung der Güter iſt ungiltig. 1444. Die Güterabſonderung, ſelbſt wenn ſie gericht⸗ lich erkannt wurde, iſt ungiltig, wenn ſie nicht entweder durch die wirkliche, durch eine öffentliche Urkunde erweis⸗ liche, und bis zum Betrage des Vermögens des Mannes geſchehene Befriedigung der Frau wegen ihrer Anſprüche und des an eigenthümlichem Vermögen ihr gebührenden Erſatzes, oder wenigſtens dadurch vollzogen iſt, daß binnen vierzehn Tagen nach erfolgtem Erkenntniſſe Maßregeln zur Vollziehung deſſelben ergriffen, und ſeitdem nicht un⸗ terbrochen worden ſind.(*†*) 1445. Jede Güterabſonderung muß vor ihrer Vollzie⸗ hung durch einen Anſchlag auf einer dazu beſtimmten Tafel in dem Hauptſaale des Gerichtes erſter Inſtanz, und über⸗ dieß, wenn der Ehemann ein Kaufmann, Wechsler oder Großhändler iſt, in dem Saale des Handelsgerich tes ſeines Wohnſitzes bekannt gemacht werden; alles bey Strafe der Nichtigkeit der geſchehenen Vollziehung. Das die Abſonderung der Güter ausſprechende Urtheil wirkt rückwärts bis zum Tage, da ſie nachgeſucht worden iſt. (*) S. Art. 1563 u. C. G. O. Art. 865 u. f. und Han⸗ delsgeſetzbuch Art. 65. u. f (*) S. C. G. O. Art. 872. Cod. N. 2 B. 10 156 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. 1446. Les oréanciers personnels de la feomme ne peuvent, sans son consentement, demander la séparation de biens.. Néanmoins, en cas de faillite ou de déconfitu- re du mari, ils peuvent exercer les droits de leur débitrice jusqu'd concurrence du montant de leurs eréances. 1447. Les créanciers du mari peuvent se pourvoir contre la séparation de biens prononcée et même exécutée en fraude de leurs droits; ils peuvent méeme intervenir dans l'instance sur la de- mande en séparation pour la contester. 1446. La femme qui a obtenu la séparation de biens, doit contribuer, proportionnellement à ses facultés et à celles du mari, tant aux frais du ménage qu'à ceux d'éducation des enfants com- muns. Elle doit supporter entièxrement ces frais, s'il ne reste rien au mari. 1449. La femme séparée soit de corps et de biens, soit de biens seulement, en reprend la- libre administration. Elle peut disposer de son mobilier, et l'a- liéner. Elle ne peut aliéner ses immeubles sans le consentement du mari, ou sans éêtre autorisée en justice à son refus. 1450. Le mari n'est point garant du défaut d'emploi ou de remploi du prix de l'immeuble que la femme séparée a aliéné sous l'autorisation de la justice, à moins qu'il n'ait concouru au con- trat, ou qu'il ne soit prouvé que les deniers ont été regçus par lui, ou ont tourné à son proftt. Il est garant du défaut d'emploi ou de rem- ploi, si la vente a été faite en sa présence et de son consentement: il ne l'est point de Punilité de cet emploi. — 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 147 1446. Gläubiger, welche an die Frau allein zu for⸗ dern haben, können ohne ihre Einwilligung nicht um die Abſonderung der Güter nachſuchen. Sie ſind jedoch befugt, wenn der Mann Concurs macht oder in Vermögensverfall geräth, bis zum Betrage ihrer Forderungen die Rechte ihrer Schuldnerin auszuüben. 1447. Die Gläubiger des Mannes können die zu Be⸗ einträchtigung ihrer Rechte erkannte, und ſelbſt vollzogene Guterabſonderung gerichtlich anfechten; es ſteht ihnen ſogar frey, in dem Verfahren über das Geſuch um Güterabſonde⸗ rung, als Intervenienten aufzutreten, um dieſelbe zu be⸗ ſtreiten. 1448. Eine Frau, welche die Güterabſonderung aus⸗ gewirkt hat, muß nach dem Verhältniſſe, in welchem ihr Vermögen zu demjenigen des Mannes ſteht, ſowohl zu den Koſten der Haushaltung, als zu denen der Erziehung ih⸗ rer gemeinſchaftlichen Kinder beytragen. Sie muß dieſe Koſten allein übernehmen, wenn dem Manne nichts übrig bleibt. 1449. Eine Frau, welche von Tiſch und Bette und zugleich in Anſehung des Vermögens getrennt, oder auch nur in Anſehung des Vermögens allein abgeſondert iſt, er⸗ hält die freye Verwaltung ihres Vermögens wieder. Sie kann über ihr bewegliches Vermögen verfügen und es veräuſſern. Ihr unbewegliches Vermögen kann ſie nicht veräuſ⸗ ſern, ohne dazu die Einwilligung ihres Mannes, oder, wenn dieſer ſolche verweigert, die gerichtliche Autoriſation erhalten zu haben. 1450. Der Mann haftet nicht für die Unterlaſſung der Anlegung oder Wiederverwendung des Preiſes eines un⸗ beweglichen Gutes, welches die Frau nach erfolgter Güter⸗ abſonderung unter gerichtlicher Autoriſation veräuſſert hat, wenn er nicht zu dem Vertrage mitgewirkt hat, oder es be⸗ wieſen wird, daß das Geld von ihm in Empfang genom⸗ men oder in ſeinen Nutzen verwendet worden iſt. Er haftet für die Unterlaſſung der Anlegung oder Wie⸗ derverwendung, wenn der Verkauf in ſeiner Gegenwart und mit ſeiner Einwilligung geſchehen iſt; für die Nützlich⸗ keit dieſer Anlegung hat er jedoch nicht zu haften. 10 1468 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. 1451. La communauté dissoute par la sépa- ration soit de corps et de biens, soit de biens seulement, peut être rétablie du consentement des deux parties. Elle ne peut l'étre que par un acte passé de- vant notaires et avec minute, dont une expédition doit être affichée dans la forme de l'article 1445. En ce cas, la communauté rétablie reprend. son effet du joux du mariage; les choses sont re- mises au méèême état que s'il n'y avait point eu de séparation, sans préeéjudice néanmoins de P'exé- cution des actes qui, dans cet intervalle, ont pu être faits par la femme en conformité de l'ar- ticle 1449. Toute convention par laquelle les époux ré- tabliraient leur communauté sous des conditions différentes de celles qui la réglaient antérieure- ment, est nulle. 1452. La dissolution de communauté ol'érée par le divorce ou par la séparation soit de corps et de biens, soit de biens seulement, ne donne pas ouverture aux droits de survie de la femme; mais celle- ci conserve la faculté de les exercer lors de la mort naturelle ou civile de son mari. SEGTION IV. De PAcceptation de la Communauté, et de la Renonciation qui peut y tre ſaite, avec les conditions qui y Sont relatives. 1453. Apréès la dissolution de la communau- té, la femme ou ses héritiers et ayant-cause ont la faculté de l'accepter ou d'y renoncer: toute convention contraire est nulle. 1454. La femme qui s'est immiscée dans les biens de la communauté, ne peut y renoncer. Les actes purement administratifs ou conser- vatoires n'emportent point immixtion. S 38 B. 5 r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 149 1651. Die durch Scheidung von Tiſch und Bette oder durch bloße Güterabſonderung aufgelößte Gütergemeinſchaft kann mit Einwilligung beyder Theile wieder hergeſtellt werden. Dieß kann jedoch nur durch eine Notariatsurkunde ge⸗ ſchehen, wovon das Original in Verwahrung des Notars bleibt, und eine Ausfertigung in der im 1445. Artikel be⸗ ſtimmten Form angeſchlagen werden muß. In dieſem Falle erhält die wiederhergeſtellte Güterge⸗ meinſchaft von Neuem ihre Wirkung von dem Tage der Heirath an, und alles kommt in den Stand zurück, als ob niemals eine Güterabſonderung geſchehen wäre, unbe⸗ ſchadet jedoch der Giltigkeit derjenigen Handlungen, welche die Frau in dieſer Zwiſchenzeit in Gemäßheit des 1449. Artikels etwa vorgenommen hat. Jede Ubereinkunft, wodurch die Ehegatten ihre Gü⸗ tergemeinſchaft unter andern Bedingungen wieder herſtellen, als welche vorher dabey feſtgeſetzt waren, iſt ungiltig. 1452. Die durch Eheſcheidung, durch Scheidung von Tiſch und Bette, oder durch bloße Güterabſonderung be⸗ wirkte Auflöſung der Gütergemeinſchaft hat den Anfall der beym Überleben der Frau eintretenden Rechte nicht zur Fol⸗ ge; dieſe behält jedoch die Befugniß, dieſelben beym natür⸗ lichen oder bürgerlichen Tode des Mannes auszuüben. Vierter Abſchnitt. Von der Annahme des gemeinſchaftlichen Vermögens und der Verzichtleiſtung auf daſſelbe, wie auch von den dar⸗ auf ſich beziehenden Bedingungen. 1453. Nach Auflöſung der Gütergemeinſchaft haben die Frau oder ihre Erben und Rechtsnachfolger die Befug⸗ niß, das gemeinſchaftliche Vermögen anzunehmen oder dar⸗ auf Verzicht zu leiſten; jede dem entgegenſtehende Überein⸗ kunft iſt ungiltig. 145 4. Die Frau, die ſich in die Angelegenheiten der Gütergemeinſchaft eingemiſcht hat, kann nicht mehr Ver⸗ zicht darauf leiſten. Handlungen, die bloß die Verwaltung eder Erhaltung der Güter bezwecken, gelten nicht für Einmiſchung. oöööö 150 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. 1455. La femme majeure qui a pris dans un acte la qualité de vommune, ne peut plus y re- noncer ni se faire restituer contre cette qualité, quand mèeme elle l'aurait prise avant d'avoir fait inventaire, s'il n'y a eu dol de la part des héri- tiers du mari. 1456. La femme survivante qui veut conser- ver la faculté de renoncer d la communauté, doit, dans les trois mois du jour du décès du mari, fai- re faire un inventaire fidele et exact de tous les biens de la communauté, contradictoirement avec les héritiers du mari, ou eux düment appelés. Cet inventaire doit èêtre par elle affirmé sin- cère et véritable, lors de sa clôture, devant l'of- ficier public qui l'a regu. 1457. Dans les trois mois et quarante jours après le décès du mari, elle doit faire sa renon- ciation au greffe du tribunal de premidère instan- ce dans l'arrondissement duquel le mari avait son domicile; cet acte doit être inscrit sur le registre établi pour recevoir les renonciations à succession. 1458. La veuve peut, suivant les circonstan- ces, demander au tribunal de première instance une prorogation du délai prescrit par l'article pré- cédent pour sa renonciation; cette prorogation est, s'il y a lieu, prononcée contradictoirement avee les héritiers du mari, ou eux düũment appelés. 1459. La veuve qui n'a point fait sa renon- ciarion dans le délai ci-dessus prescrit, n'est pas déchue de la faculté de renoncer si elle ne s'est point immiscée et qu'elle ait fait inventaire; elle peut seulement être poursuivie comme commune jusqu'd ce qu'elle ait renoncé, et elle doit les frais faits contre elle jusqu'à sa renonciation. it 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 157 1455. Eine volljährige Frau, welche in einer Ur⸗ kunde die Eigenſchaft einer Theilhaberin an dem gemein⸗ ſchaftlichen Vermögen angenommen hat, kann nicht mehr Verzicht darauf leiſten, noch dagegen die Wiedereinſetzung in vorigen Stand erhalten, wenn ſie gleich dieſe Eigen⸗ ſchaft vor Errichtung eines Inventariums angenommen hät⸗ te, es müßte denn von Seiten der Erben des Mannes ein Betrug Statt gefunden haben. 1456. Wenn die überlebende Frau das Recht beybe⸗ halten will, auf das gemeinſchaftliche Vermögen Verzicht zu leiſten, ſo muß ſie binnen drey Monaten, von dem To⸗ destage ihres Mannes an gerechnet, ein getreues und ge⸗ naues Inventarium über das ganze gemeinſchaftliche Ver⸗ mögen, mit Zuziehung oder nach vorhergegangener gehö⸗ riger Vorladung der Erben des Mannes, errichten laſſen. Bey dem Schluſſe des Inventariums muß ſie vor dem öffentlichen Beamten, der es aufgenommen hat, eidlich er⸗ härten, daß es aufrichtig und der Wahrheit gemäͤß ſeye. 1457. Binnen drey Monaten und vierzig Tagen nach dem Tode des Mannes muß ſie bey der Gerichtsſchreiberey des Gerichtes erſter Inſtanz, in deſſen Arrondiſſement der Mann ſeinen Wohnſitz hatte, ihre Verzichtleiſtung erklä⸗ ren; dieſe Erklärung muß in das zur Aufnahme der Entſa⸗ gungen auf Erbſchaften beſtimmte Regiſter eingetragen wer⸗ den.(*†) 1458. Die Wittwe kann nach Beſchaffenheit der Um⸗ ſtände bey dem Gerichte erſter Inſtanz um Verlängerung der ihr im vorhergehenden Artikel zur Verzichtleiſtung vor⸗ geſchriebenen Friſt nachſuchen; dieſe Friſtverlängerung wird, nach Anhörung oder gehöriger Vorladung der Erben des Mannes, wenn gegründete Urſachen vorhanden ſind, er⸗ theilt. 1459. Die Wittwe, welche in der oben vorgeſchrie⸗ benen Friſt den Verzicht nicht geleiſtet hat, wird dadurch ihres Rechtes zur Verzichtleiſtung nicht verluſtig, wenn ſie nur ſich nicht eingemiſcht, und ein Inventarium errichtet hat; ſie kann bloß, bis die Verzichtleiſtung erfolgt, als Theilhaberin an dem gemeinſchaftlichen Vermögen gerichtlich belangt werden, und iſt die bis dahin gegen ſie aufgegan⸗ genen Koſten zu tragen ſchuldig. (*) S. Art. 784 u. 793. —— 152 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. Elle peut également être poursuivie après l'expiration des quarante jours depuis la clôture de Pinventaire, s'il a étée clos avant les trois mois. 1460. La veuve qui a diverti ou recelé quel- ques effets de la communauté, est déclarée com- mune, nonobstent sa renonciation il en est de méme à l'egard de ses héritiers. 1461. Si la veuve meurt avant l'expiration des trois mois sans avoir fait ou terminé l'inven- taire, les heritiers auront, pour faire ou pour terminer l'inventaire, un nouveau délai de trois mois, à compter du décès de la veuve, et de quarante jours pour deliberer, après la clôture de P'inventaire. Si la veuve meurt ayant terminé l'inventai- re, ses héritiers auxont, pour delibérer, un nou- veau délai de quarante jours à compter de son décòs. Ils peuvent, au surplus, renoncer à la com- munaute dans les formes établies ci-dessus; et les articles 1458 et 1459 leur sont applicables. 1462. Les dispositions des articles 1456 et suivants sont applicables aux femmes des indivi- dus morts civilement, à partir du moment oi la mort civile a commencé. 1463. La femme divorcée ou séparée de corps, qui n'a point dans les trois mois et qua- rante jours aprés le divorce ou la séparation dé- finitivement prononcés, accepté la communauté, est censée y avoir renoncé, a moins qu'étant en- core dans le délai, elle n'en ait obtenu la proro- gation en justice, contradictoirement avec le ma- ri, ou lui düment appelé. 1464. Les créanciers de la femme peuvent attaquer la renonciation qui aurait été faite par elle ou par ses héritiers en fraude de leurs cré- ances, et accepter la communauté de leur chef. 1465. La veuve, soit qu'elle accepte, soit qu'elle renonce, a droit, pendant les trois mois et quarante jours qui lui sont accordés pour faire 38 B. 5r T. Von dem Chevertrage ꝛc. 155 Wurde das Inventarium vor Ablauf der drey Monate geſchloſſen, ſo kann ſie gleichfalls belangt werden, ſo bald ſeit dem Abſchluſſe deſſelben die vierzig Tage verſtrichen ſind. 1460. Eine Wittwe, welche zur Gemeinſchaft gehö⸗ rige Sachen unterſchlagen oder verheimlichet hat, wird, ih⸗ rer Verzichtleiſtung ohngeachtet, für Theilhaberin an dem gemeinſchaftlichen Vermögen erklärt; ein Gleiches gilt von ihren Erben. 1464. Stirbt die Wittwe vor Ablauf der drey Mo⸗ nate, ohne ein Inventarium errichtet oder geſchloſſen zu haben, ſo haben ihre Erben eine neue Friſt von drey Mo⸗ naten, von dem Todestage der Wittwe an gerechnet, um das Inventarium zu errichten oder zu ſchließen, und eine weitere von vierzig Tagen nach dem Abſchluſſe des Inven⸗ tariums, als Bedenkzeit. Stirbt die Wittwe nach Beendigung des Inventa⸗ riums, ſo haben ihre Erben, um ſich zu entſchließen, eine neue Friſt von vierzig Tagen, welche von dem Tode der Wittwe an gerechnet wird. Sie können übrigens auf das gemeinſchaftliche Ver⸗ mögen in den oben beſtimmten Formen Verzicht leiſten; auch ſind die Artikel 1458 und 1459 auf ſie anwendbar. 1462. Die Beſtimmungen des 1456 und der folgen⸗ den Artikel ſind auch auf Frauen anwendbar, deren Ehe⸗ männer ſich den bürgerlichen Tod zugezogen haben, und zwar von dem Augenblicke an, da der bürgerliche Tod ein⸗ getreten iſt. 1663. Hat die von ihrem Manne völlig geſchiedene oder von Tiſch und Bette getrennte Frau das gemeinſchaft⸗ liche Vermögen nicht binnen drey Monaten und vierzig Ta⸗ gen nach definitiv erkannter Eheſcheidung ober Trennung angenommen, ſo wird ſie ſo angeſehen, als ob ſie Verzicht darauf geleiſtet hätte, ſie müßte denn vor Ablauf der Friſt von dem Gerichte, nach Anhörung oder gehöriger Vorladung des Mannes, eine Friſtverlängerung erhalten haben. 1464. Die Gläubiger der Frau ſind berechtiget, die zu Beeinträchtigung ihrer Forderungen ven der Frau oder ihren Erben geſchehene Verzichtleiſtung anzufechten, und das gemeinſchaftliche Vermögen in eigenem Namen anzunehmen⸗ 1465. Die Wittwe mag das gemeinſchaftliche Ver⸗ mögen annehmen oder darauf Verzicht leiſten, ſo iſt ſie 2„ befugt, während der drey Monate und vierzig Tage, die 154 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. inventaire et délibérer, de prendre sa nourriture et celle de ses domestiques sur les provisions exis- tantes, et, à défaut, par emprunt au compte de la masse commune, à la charge d'en user modéré- ment, Elle ne doit aucun loyer à raison de l'habita- tion qu'elle a pu faire, pendant ces délais, dans une maison dépendante de la communauté, ou ap- partenant aux héritiers du mari; et si la maison qu'habitaient les Epoux à l'époque de la dissolution de la communauté, était tenue par eux à titre de loyer, la femme ne contribuera point, pendant les mémes délais, au paiement dudit loyer, lequel se- ra pris sur la masse. 1466. Dans le cas de dissolution de la com- munauté par la mort de la femme, ses héritiers peuvent renoncer à la communauté dans les délais et dans les formes que la loi prescrit à la femme survivante. SECTION V. Du Partage de la Communauté aprèés Daccep- bation. 1467. Apréès l'acceptation de la communauté par la femme ou ses héeritiers, l'actif se partage, et le passif est supporté de la manière ci-après déterminée. §. I. Du Partage de l'actif. 1468. Les époux ou leurs héritiers rappor- tent à la masse des biens existants, tout ce dont, ils sont débiteurs envers la communauté à titre de récompense ou d'indemnité, d'après les règles ci- dessus prescrites, à la section II de la première partie du présent chapitre. 1469. Chaque époux ou son héritier rapporte également les sommes qui ont été tirées de la com- he — 3 A 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 153 ihr zur Errichtung eines Inventariums und als Bedenkzeit geſtattet ſind, den Unterhalt für ſich und ihr Hausgeſinde aus den vorhandenen Vorräthen zu nehmen, und in deren Ermangelung ſich denſelben durch ein auf Rechnung der ge⸗ meinſchaftlichen Maſſe aufzunehmendes Anlehen zu verſchaf⸗ fen; dieſer Befugniß hat ſie ſich jedoch mit Mäſſigung zu bedienen. Hat ſie während dieſer Friſten in einem gemeinſchaft⸗ lichen oder den Erben des Mannes zugehörigen Hauſe ge⸗ wohnt, ſo iſi ſie dafür keinen Miethzinß ſchuldig; hatten die Ehegatten das Haus, das ſie in dem Zeitpuncte der Auflöſung der Gütergemeinſchaft bewohnten, gemiethet, ſo hat die Ehegattin während derſelben Zeitfriſten zur Zahlung des Miethzinſes nichts beyzutragen, ſondern dieſer wird aus der Maſſe beſtritten. 1466. Wird die Gütergemeinſchaft durch den Tod der Frau aufgelöſt, ſo können ihre Erben in eben den Zeitfri⸗ ſten und Formen, welche das Geſetz der überlebenden Ehe⸗ gattin vorſchreibt, auf das gemeinſchaftliche Vermögen Ver⸗ zicht leiſten. Fuͤnfter Abſchnitt. Von der Theilung des gemeinſchaftlichen Vermögens nach erfolgter Annahme. 1467. Nach der von der Frau oder ihren Erben ge⸗ ſchehenen Annahme des gemeinſchaftlichen Vermögens er⸗ folgt die Theilung des Activvermögens und die Übernah⸗ me der Schulden auf nachſtehende Art. §. I. Von der Theilung des Activvermögens. 1468. Die Ehegatten oder ihre Erben conferiren zur Maſſe des wirklich vorhandenen Vermögens alles, was ſie der Gemeinſchaft nach den oben im II. Abſchnitte des I. Theils des gegenwärtigen Capitels vorgeſchriebenen Regeln als Vergütung oder Entſchädigung ſchuldig ſind. 1469. Jeder Ehegatte oder deſſen Erbe conferirt eben⸗ falls die aus der Gemeinſchaft gezogenen Summen oder E 156 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. munauts, ou la valeur des biens que l'époux y a pris pour doter un enfant d'un autre lit, ou pour doter personnellement l'enfant commun. 1470. Sur la masse des biens, chaque époux ou son héritier prélève, 1⁰ Ses biens personnels qui ne sont point en- trés en communauté, s'ils existent en nature, ou ceux qui ont été acquis en remploi; 22 Le prix de ses immeubles qui ont été alié- nés pendant la communauté, et dont il n'a point été fait remploi; 3⁰° Les indemnités qui lui sont dues par la communauté. 1471. Les prélèvements de la femme s'exer- cent avant ceux du mari. Ils s'exercent pour les biens qui n'existent plus en nature, d'abord sur Pargent comptant, ensuite sur le mobilier, et subsidiairement sur les immeubles de la communauté; dans ce dernier cas, le choix des immeubles est déféré à la femme et à ses héritiers. 1 1472. Le mari ne peut exercer ses reprises que sur les biens de la communauté.. La femme et ses héritiers, en cas d'insuffisan- ce de la communauté, exercent leurs reprises sur les biens personnèls du mari. 1473. Les remplois et récompenses dus par la communauté aux époux, et les récompenses et indemnités par eux dues à la communauté, empor- tent les intéerèéts de plein droit du jour de la disso- lution de la communauté. 1474. Apréès que tous les prélèvements des deux époux ont été exécutés sur la masse, le sur- plus se partage par moitié entre les époux ou ceux qui les représentent. 5 1- ——— 38 B. 5 T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 157 den Werth der Güter, welche der Ehegatte daraus genom⸗ men hat, um ein Kind aus einer andern Ehe, oder um für ſich allein ein gemeinſchaftliches Kind auszuſtatten. 1470. Aus der Vermögensmaſſe empfängt jeder Ehe⸗ gatte oder ſein Erbe zum Voraus: ¹) ſein perſönliches Vermögen, das nicht in die Gü⸗ tergemeinſchaft gekommen iſt, wenn es ſich noch in Natur vorfindet, oder ſtatt deſſen dasjenige, welches zum Erſatze des veräuſſerten erworben worden iſt; 2) den Kaufpreis*⁴) ſeiner unbeweglichen Güter, welche während der Gütergemeinſchaft veräuſſert und durch keine neue Erwerbung erſetzt worden ſind; 3) die ihm aus der Gemeinſchaft gebührenden Ent⸗ ſchädigungen. 1471. Die Vorausnahme von Seiten der Frau ge⸗ ſchieht vor derjenigen des Mannes. In Anſehung der nicht mehr in Natur vorhandenen Gegenſtände geſchieht dieſe Vorausnahme zuerſt aus dem baaren Gelde, ſodann aus dem beweglichen Vermögen, und, wenn auch dieſes nicht hinreicht, aus den gemein⸗ ſchaftlichen unbeweglichen Gütern; in dieſem letztern Falle wird der Frau und ihren Erben unter den unbeweglichen Gütern die Wahl gelaſſen. 1472. Was dem Manne zum Voraus gebührt, das kann er nur aus dem gemeinſchaftlichen Vermögen fordern. Dagegen können die Frau und ihre Erben ſich wegen deſſen, was ihnen zum Voraus gebührt, im Falle der Un⸗ zulänglichkeit des gemeinſchaftlichen Vermögens an das per⸗ ſönliche Vermögen des Mannes halten. 3 1473. Was den Ehegatten als Erſatz für ihre ver⸗ zuſſerten Güter oder als Vergütung aus dem gemeinſchaft⸗ lichen Vermögen gebührt, und was dieſe an die Gemein⸗ ſchaft als Vergütung und Entſchädigung zu zahlen haben, das trägt kraft des Geſetzes Zinſen von dem Tage an, da die Gemeinſchaft aufgelöſt worden iſt. 1474. Nachdem beyde Ehegatten alles, was ihnen zum Voraus gebührt, aus der Maſſe empfangen haben, wird der Überreſt unter ihnen oder ihren Stellvertretern in zwey gleiche Theile getheilt. 6) den Werth. D. M. u E, 158 L. III. I. V. Du Contrat de Mariage. 1475. Si les héritiers de la femme sont divi- sés, en sorte que l'un ait accepté la communauté a laquelle'autre a renoncé, celui qui a accepté ne peut prendre que sa portion virile et héréditaire dans les biens qui échoient au lot de la femme. Le surplus reste au mari, qui demeure char- gé, envers l'héritier renongçant, des droits que la femme aurait pu exercer en cas de renonciation, mais jusqu'à concurrence seulement de la portion virile héréditaire du renonçant. 1476. Au suxplus, le partage de la commu- nauté, pour tout ce qui concerne ses formes, la licitation des immeubles quand il y a lieu, les et- fets du partäge, la garantie qui en résulte, et les soultes, est soumis à toutes les règles qui sont établies au titre des Successions pour les partages entre cohéritiers. 1477. Celui des époux qui aurait diverti ou recélé quelques effets de la communauté, est privé de sa portion dans lesdits effets. 1478. Apréès le partage consommé, si l'un des deux époux est créancier personnel de l'autre, comme lorsque le prix de son bien a été employé 3à pay er une dette personnelle de l'autre époux, ou pour toute autre cause, il exerce sa créance sur la part qui est échue à celui-ci dans la commu- nauté ou sur ses biens personnels. 1479. Les créances personnelles que les époux ont à exercer l'un contre l'autre, ne portent inté- ret que du jour de la demande en justice. 1480. Les donations que l'un des époux a pu faire à T'autre, ne s'exécutent que sur la part du donateur dans la communauté, et sur ses biens personnels. 1481. Le deuil de la femme est aux frais des héritiers du mari prédécédé. La valeur de ce deuil est réglée selon la for- tune du mari. ne re 5 36 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 159 4475. Haben die Erben der Frau nicht gleiche Ent⸗ ſchließungen gefaßt, ſo daß einer das gemeinſchaftliche Ver⸗ mögen angenommen, der andere aber Verzicht darauf ge⸗ leiſtet hat, ſo kann derjenige, der es angenommen hat, aus den in das Loos der Frau gefallenen Guütern nur den ihm für ſeine Perſon gebührenden Erbantheil fordern. Der UÜberreſt bleibt dem Manne, und gegen ihn hat der Erbe, welcher Verzicht geleiſtet hat, eben die Rechte, welche die Frau im Falle einer Verzichtleiſtung haͤtte aus⸗ üben können, jedoch nur bis zum Betrage des dem Ver⸗ zichtleiſtenden für ſeine Perſon gebuhrenden Erbantheils. 1476. Vey der Theilung des gemeinſchaftlichen Ver⸗ mögens gelten uͤbrigens, in Anſehung alles deſſen, was ihre Form, die etwa Statt findende Verſteigerung der un⸗ beweglichen Güter, die Wirkungen der Theilung, die hier⸗ aus entſtehende Verbindlichkeit zur Gewährleiſtung, und die Herausgabe zur Gleichſtellung der Looſe betrifft, alle in dem Titel von der Erbfolge für die Theilungen un⸗ ter Miterben aufgeſtellten Regeln. 1477. Der Ehegatte, welcher zur Gemeinſchaft ge⸗ hörige Sachen unterſchlagen oder verheimlichet hat, ver⸗. liert dadurch ſeinen Antheil an dieſen Sachen. 1478. Hat nach vollzogener Theilung einer von bey⸗ den Ehegatten eine perſönliche Forderung an den andern, weil z. B. der Kaufpreis einer ihm zugehörigen Sache zur Zahlung einer perſönlichen Schuld des andern Ehegatten verwendet worden iſt, oder aus irgend einem andern Grun⸗ de, ſo iſt er aus dem Antheile, welcher dieſem von dem gemeinſchaftlichen Vermögen zugefallen iſt, oder aus deſ⸗ ſen perſonlichem Vermögen zu befriedigen. 1479. Perſönliche Forderungen, welche ein Ehegatte an den andern hat, tragen nur von dem Tage der gericht⸗ lichen Klage an Zinſen. 1480. Schenkungen, welche ein Ehegatte etwa dem andern gemacht hat, werden nur aus dem Antheile, der dem Geſchenkgeber an der Gemeinſchaft gebührt, oder aus deſſen perſönlichem Vermögen vollzogen. 1481. Die Koſten für die Trauer der Frau fallen den Erben des verſtorbenen Mannes zur Laſt. Der Betrag dieſer Trauerkoſten richtet ſich nach den Vermögensumſtänden des Mannes. 160 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. Il est dà mème à la femme qui renonce à la communauté. §. I. Du Passif de la communauté, et de la Contribu- tion aux dettes. 1482. Les dettes de la communauté sont pour moitié à la charge de chacun des époux ou de leurs, héritiers: les frais de scellé, inventaire, vente de mobilier, liquidation, licitation et partage, font partie de ces dettes. 1463. La femme n'est tenue des dettes de la communauté, soit à l'égard du mari, soit à l'égard des créanciers, que jusqu'à concurrence de son émolument, pourvu qu'il y ait eu bon et hdele in- ventaire, et en rendant compte tant du contenu de cet inventaire que de ce qui lui est échu par le partage. 1464. Le mari est tenu, pour la totalité, des dettes de la communauté par lui contractées; sauf son recours contre la femme ou ses héritiers pour la moitié desdites dettes. 1485. II n'est tenu que pour moitié, de cel- les personnelles à la femme et qui étaient tombées à la charge de la communauté. 1486. La femme peut être poursuivie pour la totalité des dettes qui procèdent de son chef et 6taient entrées dans la communauté, sauf son re- cours contre le mari ou son héritier, pour la moi- tié desdites dettes. 88. 1467. La femme, méme personnellement obligée pour une dette de communauté, ne peut etre poursuivie que pour la moitié de cette dette, à moins que l'obligation ne soit solidaire, 1 1488. La femme qui a payé une dette de la communauté au-delà de sa moitié, n'a point de répétition contre le créancier pour Pexcédant, à moins que la quittance n'exprime que ce qu'elle a payé était pour sa moitié.. 2———, in 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 161 Sie gebühren der Frau, ſelbſt wenn ſie auf das ge⸗ meinſchaftliche Vermögen Verzicht leiſtet. §. II. Von dem Paſſivbeſtande der Guͤtergemeinſchaft und dem Beytrage zur Tilgung der Schulden. 1482. Die Schulden der Gütergemeinſchaft fallen auf jeden der beyden Ehegatten oder deſſen Erben zur Hälf⸗ te; die Koſten der Verſtegelung, der Inventur, des Ver⸗ kaufes der Mobilien, der Liquidation, Verſteigerung und Theilung machen einen Theil dieſer Schulden aus. 1483. Die Frau haftet ſowohl in Rückſicht des Man⸗ nes als in Rückſicht der Gläubiger für die Schulden der Gemeinſchaft nur bis zu dem Betrage des ihr daraus zu⸗ kommenden Vortheils, vorausgeſetzt, daß ein richtiges und getreues Inventarium aufgenommen wurde, und daß ſie über alles, was in dieſem Inventarium eingetragen, ſo wie uüber das, was ihr durch die Theilung zugefallen iſt, Rechnung ablegt. 1484. Der Mann hat für den ganzen Betrag der von ihm ſelbſt gemachten Schulden der Gemeinſchaft zu haf⸗ ten, mit Vorbehalt ſeines Regreſſes gegen die Frau oder ihre Erben in Anſehung der Hälfte dieſer Schulden. 1485. Er haftet nur für die Hälfte der Schulden, welche die Frau für ihre Perſon zu zahlen hatte, und die nachher der Gemeinſchaft zur Laſt gefallen ſind. 1486. Die Frau kann auf den ganzen Betrag der Schulden, welche urſprünglich von ihr herrühren und in die Gütergemeinſchaft gefallen waren, belangt werden, mit Vorbehalt ihres Regreſſes gegen den Mann oder ſeine Er⸗ ben in Anſehung der Hälfte dieſer Schulden. 1487. Wenn gleich die Frau ſich perſönlich für eine auf der Gemeinſchaft haftende Schuld verpflichtet hat, ſo kann ſie doch nur auf die Hälfte dieſer Schuld belangt wer⸗ den, ſie müßte ſich denn ſolidariſch verpflichtet haben. 1488. Eine Frau, welche an einer auf der Gemeinſchaft haftenden Schuld mehr als ihre Hälfte gezahlt hat, kann den Überſchuß von dem Gläubiger nicht zurückfordern, es müßte denn in der Quirtung ausdrücklich enthalten ſeyn, daß das⸗ jenige, was ſie gezahlt hat, für ihre Hälfte geweſen ſeye. Cod. N. 2. B. 11 162 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. 1489. Celui des deux époux qui, par l'effet de l'hypothsque exercée sur l'immeuble à lui échu en partage, se trouve poursuivi pour la totalité d'une dette de communauté, a de droit son recours pour la moitié de cette dette contre T'autre époux ou ses héritiers. 1490. Les dispositions précédentes ne font Peint obstacle à ce que, par le partage, l'un ou 6 Pautre des copartageants soit chargé de payer une quotité de dettes autre que la moitié, méème de les acquitter entièrement. Toutes leês fois que Pun des copartageants a payé des dettes de la communauté au-delà de la portion dont il était tenu, il y a lieu au recours de celui qui a trop payé contre l'autre. 1491. Tout ce qui est dit ci-dessus à l'égard du mari ou de la femme, a lieu à l'égard des héri- tiers de l'un ou de l'autre; et ces héritiers exer- cent les mêmes droits et sont soumis aux mèêmes actions que le conjoint qu'ils représentent. SECTION VI. De la Renonciation à la Communauté, et de ges E/fets. 1492. La femme qui renonce, perd toute espè- ce de droit sur les biens de la communauté, et mè- 1 me sur le mobilier qui y est entré de son chef. Elle retire seulement les linges et hardes à son usage.. 1493. La femme renongçante a le droit de re- prendre, qu'ils existent en nature, ou i'immeuble qui a étẽ acquis en remploi;— 4 6 20 Le prix de ses immeubles aliénés dont le 1 8 remploi n'a pas été fait et accepté comme il est dit . ci-dessus; 1⁰ Les immeubles à elle appartenant, lors- 65 — 8 lit 38 B. 5 r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 26 1489. Derjenige von beyden Ehegatten, welcher zu⸗ folge einer Hypothek, die auf einem bey der Theilung ihm zugefallenen unbeweglichen Gute haftet, auf den ganzen Betrag einer gemeinſchaftlichen Schuld belangt wird, hat kraft des Geſetzes in Anſehung der Hälfte dieſer Schuld ſei⸗ nen Regreß gegen den andern Ehegatten oder deſſen Erben. 7 2 1490. Die vorhergehenden Beſtimmungen hindern nicht, daß bey der Theilung dem einen oder dem andern der Theilenden die Verbindlichkeit auferlegt werden könne, einen gröſſern oder kleinern Theil der Schulden, als die ufte, zu bezahlen, ja ſelbſt ſie ganz zu tilgen. Ha — So oft einer der Theilenden an den auf der Gemein⸗ ſchaft haftenden Schulden mehr als den Antheil, wozu er verbunden war, gezahlt hat, ſteht demjenigen, der zu viel gezahlt hat, der Regreß gegen den andern zu. 1491. Alles, was hier oben in Anſehung des Man⸗ nes oder der Frau beſtimmt iſt, gilt auch in Anſehung der Erben des einen oder des andern, und dieſe Erben haben eben die Rechte, und ſind eben den Anſprüchen unterwor⸗ fen, wie der Ehegatte, deſſen Stelle ſie vertreten. /7 P Sechſter Abſchnitt. Von der Verzichtleiſtung auf das gemeinſchaftliche Vermö⸗ gen und ihren Wirkungen. 1492. Die Frau, welche auf das gemeinſchaftliche Ver⸗ mögen Verzicht leiſtet, verliert alle und jede Rechte auf die zur Gemeinſchaft gehörigen Güter und ſelbſt auf das bewegli⸗ che Vermögen, das ſie der Gemeinſchaft zugebracht hat. Sie nimmt nur das zu ihrem Gebrauche dienende Weiszeug und ihre Kleidungsſtücke zurück. 1493. Die Frau, welche auf das gemeinſchaftliche Vermögen Verzicht leiſtet, hat das Recht, folgende Ge⸗ genſtände zurückzunehmen: 1) die ihr zugehörigen unbeweglichen Güter, wenn ſie noch in Natur vorhanden ſind, oder ſtatt ihrer diejeni⸗ gen unbeweglichen Güter, welche zum Erſatze der veräuſ⸗ ſerten erworben worden ſind; 2) den Kaufpreiß ihrer veräuſſerten unbeweglichen Guͤ⸗ ter, deſſen Wiederverwendung nicht auf die oben beſtimme te Art geſchehen und angenommen werden iſt; 11 16 4 L. III. T. V. Du Contrat de Mdriage. 3⁰ Toutes les indemnités qui peuvent lui être dues par la communauté. 1494- La femme renonçante est déchargée de- toute contribution aux dettes de la communauté, tant à l'égard du mari qu'x l'égard des créanciers. Plle reste néanmoins tenue envers ceux-ci lors- qu'elle s'est obligée conjointement avec son mari, ou lorsque la dette, devenue dette de la commu- nauté, provenait originairement de sou chef; le tout sauf son recours contre le mari ou ses hé- ritiers. 1495. Elle peut exercer toutes les actions et reprises ci-dessus détaillées, tant sur les biens de la communauté que sur les biens personnels du mari. Ses héritiers le peuvent de même, sauf en ce qui concerne le prélèvement des linges et hardes, ainsi que le logement et la nourriture pendant le délai donné pour faire inventaire et délibérer; les- quels droits sont purement personnels à la femme survivante. Disposibion relative à la Communauté légale, lorsque l'un des époux Ouuν εο⁸ deuæx ont des enfanbs de précédents mariages. 1496. Tout ce qui est dit ci-dessus sera ob- servé même lorsque l'un des époux ou tous deux auront des enfants de précédents mariages. Si toutefois la confusion du mobilier et des dettes opérait, au profit de l'un des époux, un avan- tage supérieur à celui qui est autorisé par l'article 1098, au titre dqes Donations entre-viſs et der Testaments, les enfants du premier lit de l'autre époux auront l'action en retranchement. les 1 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 164 3) alle ihr aus der Gemeinſchaft etwa gebührenden Entſchädigungen. 1494. Die Frau, welche auf das gemeinſchaftliche Vermögen Verzicht leiſtet, iſt von jedem Beytrage zu den e Schulden der Gemeinſchaft, ſowohl in Anf hung des Man⸗ nes als der Gläubiger, befreyt; dieſen letztern bleibt ſie je⸗ doch verhaftet, wenn ſie die Verbindlichkeit gemeinſchaftlich mit ihrem Manne übernommen hat, oder wenn die in die Gemeinſchaft gefallene Schuld urſprünglich von ihr herrühr⸗ te; alles jedoch mit Vorbehalt ihres Regreſſes gegen den Mann oder deſſen Erben. 1495. Sie kann wegen aller oben näher beſtimmten Klagen und Anſprüche auf Herausgabe und Entſchädigung, ſowohl das zur Gemeinſchaft gehörige Vermoögen, als das perſönliche Vermögen des Mannes angreifen. Das nämliche Recht haben ihre Erben, jedoch mit Ausnahme deſſen, was ſich auf die Vorausnahme des Weis⸗ zeugs und der Kleidungsſtücke, ſo wie auf die Wohnung und den Unterhalt während der zur Errichtung eines In⸗ ventariums und als Bedenkzeit geſtatteten Friſt bezieht, welche Rechte der überlebenden Ehegattin nur für ihre Per⸗ ſon zuſtehen. Beſtimmung in Rückſicht der geſetzlichen Gütere emeinſchaft 1 für den Fall, wenn einer der Ehegatten, oder beyde zugleich, Kinder aus vorhergehenden Ehen haben. 1496. Alle obigen Beſtimmungen ſollen ſelbſt als⸗ dann beobachtet werden, wenn einer der Ehegatten, oder beyde zugleich, Kinder aus vorhergehenden Ehen haben. Sollte jedoch die Vermiſchung des beweglichen Ver⸗ mögens und der Schulden einem der beyden Ehegatten ei⸗ nen gröſſern Vortheil verſchaffen, als zufolge des 1098. Artikels in dem Titel von Schenkungen unter Le⸗ benden und von Teſtamenten erlaubt iſt, ſo ha⸗ ben die Kinder erſter Ehe des andern Ehegatten eine Klage auf Herabſetzung. 166 L. III. T. V. Du Contrat de Marisge. DEUXIEME PARTIE. De la Communauté conventionnelle, et des Condentions qui peudbent modi- er ou méme exolure la Communau- eE Iégale. 1497. Les époux peuvent modiner la commu- nauté légale par toute espèce de conventions non contraires aux articles 1587, 1388, 1589 et 1390. 1 Les principales modifications sont eelles qui ont lieu en stipulant de l'une ou de l'autre des ma- nières qui suivent; savoir, 0 Que la communauté n'embrassera que les acquêts; 3 2⁰ Que le mobilier présent ou futur n'entrera point en communauté, ou n'y entrera que pour une partie; 3° Qu'on y comprendra tout ou partie des im- meubles présents ou futurs, par la voie de l'ameu- blissement; 4° Que les époux paieront séparément leurs dettes anterieures au mariage; 5 ⁰%Qu'en cas de renonciatjon, la femme pour- ra reprendre ses apports francs et quittes; 60 Que le survivant aura un préciput; 7° Que les époux auront des parts inégales; 8° Qu'il y aura entre eux communauté à titre universel. SECTION PREMIERE. De la Communauté réduite aux aoquéts. 1498. Lorsque les époux stipulent qu'il n'y aura entre eux qu'une communauté d'acquèêts, ils sont censés exclure de la communauté et les det- tes de chacun d'eux actuelles et futures, et leur mobilier respectif présent et futur. — i 36 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 167 Zweyter Theil. Von der vertragsmäßiger Gütergemeinſchaft und den Verträgen, welche die geſetzliche Gemeinſchaft abändern oder ſelbſt aus⸗ ſchließen können. 1497. Es ſteht den Ehegatten frey, die geſetzliche Gütergemeinſchaft durch jede Art von Verträgen, welche den Artikeln 1587, 15388, 1389 und 1390 nicht zuwi⸗ der ſind, abzuändern. Die vorzüglichſten Abänderungen treten dann ein, wenn man ſich auf eine oder die andere der nachſtehenden Arten verabredet: 1) daß die Gütergemeinſchaft ſich bloß auf den eheli⸗ chen Erwerb beſchränken ſolle; 2) daß das gegenwärtige oder zukünftige bewegliche Vermögen entweder gar nicht, oder nur zum Theile, in die Gütergemeinſchaft fallen ſolle; 3) daß man die Gütergemeinſchaft auf die gegenwär⸗ tigen oder zukünftigen unbeweglichen Güter ganz oder zum Theile ausdehnen wolle, indem man dieſelben dem beweg⸗ lichen Vermögen gleichſtellt(mobiliariſirt); 4) daß ein jeder der Ehegatten die Schulden, welche er vor der Ehe gemacht hat, für ſich allein bezahlen ſolle; 5) daß die Ehegattin, im Falle ſie auf das gemein⸗ ſchaftliche Vermögen Verzicht leiſtet, ihr zugebrachtes Ver⸗ mögen frey von Schulden zurücknehmen koͤnne; 6) daß der Uberlebende etwas zum Voraus haben ſolle; 7) daß die Ehegatten ungleiche Theile erhalten ſollen; 3) daß unter ihnen eine allgemeine Gütergemeinſchaft Statt finden ſolle. Erſter Abſchnitt. Von der auf den Erwerb beſchränkten Gütergemeinſchaft. 1498. Wenn die Ehegatten verabreden, daß unter ihnen nur eine Gemeinſchaft des Erwerbes Statt finden ſolle, ſo iſt anzunehmen, daß ſie hiedurch die gegenwärti⸗ gen und zukünftigen Schulden eines jeden von ihnen, und ihr beyderſeitiges gegenwärtiges und zukünftiges bewegliches Vermögen von der Gemeinſchaft haben ausſchließen wollen. 1683 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. En ce cas, et après que chacun des époux a prélevé ses apports dúment justifiés, le partage se borne aux acquèéts faits par les époux ensemble ou séparément durant le mariage, et provenant tant de l'industrie commune que des économies faites sur les fruits et revenus dés biens des deux époux. 1499. Si le mobilier existant lors du mariage, ou échu depuis, n'a pas été constaté par inventai- re ou état en bonne forme, il est réputé acquèt. SECTION II. De la Clauge gqui exclut de la Communauté le mobilier en tout ou partie. 1500. Les époux peuvent exclure de leur communauté tout leur mobilier présent et futur. Lorsqu'ils stipulent qu'ils en mettront réci- proquement dans la communauté jusqu'd concur- rence d'une somme ou d'une valeur déterminée, ils sont, par cela seul, censés se réserver le sur- plus. 1 1501. Cette clause rend l'époux débiteur en- vers la communauté, de la somme quiil a promis d'y mettre, et l'oblige à justifier de cet apport. 1502. L'apport est suffisamment justifé, quant au mari, par la déclaration portée au con- trat de mariage que son mobilier est de telle va- leur. 4 Il est suffisamment justifié, à l'égard de la femme, par la quittance que le mari lui donne, ou à ceux qui l'ont dotée. 1503. Chaque époux a le droit de reprendre et de prélever, lors de la dissolution de la commu- nauté, la valeur de ce dont le mobilier qu'il a ap- Porté lors du mariage, ou qui lui est échu depuis, excédait sa mise en communauté. 5„6 Vot 0 Fepoeytre 3 8 3s B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 169 ein jeder gebrachtes Ve gen zum Voraus zurückgenommen hat, auf dasjenige, was während der Ehe von beyden Ehegat⸗ ten zuſammen, oder von einem beſonders, entweder durch ih⸗ ren gemeinſchaftlichen Fleiß oder durch Erſparniß aus den Früchten und Einkünften ihrer beyderſeitigen Güter erwor⸗ ben worden iſt. 1499. Wenn das bey Schlieſſung der Ehe vorhandene oder ſpäterhin angefallene bewegliche Vermögen nicht durch ein Inventarium oder ein in gehbriger Form abgefaßtes Verzeichniß bewährt iſt, ſo wird es als Erwerb angeſehen. 1 5 Zweyter Abſchnitt. Von der Verabredung, welche das bewegliche Vermögen ganz oder zum Theile von der Gütergemeinſchaft ausſchließt. 1500. Die Ehegatten können ihr ge wärtiges und zukünftiges bewegliches Ver Gutergemeinſchaft ausſchließen. Wenn ſie verabreden, daß ſie gegenſeitig daſſelbe bis zum Betrage einer beſtimmten Summe oder eines beſtimm⸗ ten Werthes in die Gütergemeinſchaft einbringen wollen, ſo wird angenommen, daß ſie ſchon hierdurch allein ſich das Übrige vorbehalten haben. 1501. Dieſe Verabredung macht den Ehegatten zum Schuldner der Gemeinſchaft in Anſehung der Summe, die er einzubringen verſprochen hat, und verpflichtet ihn, das wirkliche Einbringen zu beweiſen. 1502. In Anſehung des Mannes iſt das Einbrin⸗ gen hinlänglich erwieſen, wenn die Eheberedung die Er⸗ klärung enthält, daß ſein bewegliches Vermögen dieſen Werth hat. In Anſehung der Frau iſt daſſelbe hinlänglich erwieſen durch die Quittung, welche der Mann ihr oder denjenigen gibt, die ſie ausgeſtattet haben. 1503. Jeder Ehegatte iſt berechtiget, bey Auflöſung der Gütergemeinſchaft ſo viel zurück und zum Voraus zu nehmen, als das bey Schließung der Ehe von ihm zuge⸗ brachte oder ihm nachher angefallene bewegliche Vermögen dasjenige an Werth überſteigt, was er in die Gütergemein⸗ ſchaft zu bringen verſprochen hatte. ſammtes gegen⸗ mögen von der 170 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. 15%. Le mobilier qui échoit à chacun des époux pendant le mariage, doit ètre constaté par un Iventalre. A défaut d'inventaire du mobilier échu au ma- ri, ou d'un titre propre à justifier de sa consistan- ce et valeur, déduction faite des dettes, le mari ne peut en exercer la reprise. Si le défaut d'inventaire porte sur un mobilier échu à la femme, celle-ci ou ses héritiers sont ad- „mis à faire preuve, soit par titres, soit par té- moins, soit même par commune renommée, de la valeur de ce mobilier. SECTION III. De la Olauise d'ameublissement. 1505. Lorsque les époux ou l'un d'eux font entrer en communauté tout ou partie de leurs im- meubles présents ou futurs, cette clause s'appelle dnenblissement. 1506. L'ameublissement peut être déterminé ou indéterminé. II est déterminé quand l'époux a déclaré ameublir et mettre en communauté un tel im- meuble en tout ou jusqu'à concurrence d'une cer- taine somme. II est indéterminé quand l'époux a simplement déclaré apporter en communauté ses immeubles, jusqu'a concurrence d'une certaine somme, 1507. L'effet de l'ameublissement déterminé est de rendre l'immeuble ou les immeubles qui en sont frappés, biens de la communauté comme les meubles mêmes. Lorsque Pimmeuble ou les immeubles de la femme sont ameublis en totalité, le mari en peut 7) Iſt ein Immobilarſtuͤck, oder ſind die Immobilien der Frau im Ganzen genommen, den Mobilien gleichge⸗ ſtellt. D. u. M. Wenn die unbeweglichen Guͤter der 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 171 150 ⅜. Das einem jeden der Ehegatten während der Ehe anfallende bewegliche Vermögen muß durch ein In⸗ ventarium erwieſen werden. In, Ermangelung eines Inventariums über das dem Manne angefallene bewegliche Vermögen, oder einer Ur⸗ kunde, durch welche deſſen Beſtand und Werth, nach Ab⸗ zug der Schulden, erwieſen werden kann, iſt der Mann nicht berechtiget, daſſelbe zurückzunehmen. Iſt über das der Frau angefallene bewegliche Vermö⸗ gen kein Inventarium errichtet worden, ſo kann dieſe oder ihre Erben den Beweis über den Werth deſſelben ſowohl durch Urkunden als durch Zeugen, und ſelbſt durch die ge⸗ meine Sage führen. Dritter Abſchnitt. Von der Verabredung der Mobiliariſirung. 1505. Wenn beyde Ehegatten oder einer von ihnen ihre gegenwärtigen oder zukünftigen unbeweglichen Güter ganz oder zum Theile in die Gemeinſchaft geben, ſo nennt man dieſe Verabredung Mobiliariſirung. 1506. Die Mobiliariſirung kann beſtimmt oder un⸗ beſtimmt ſeyn. Sie iſt beſtimmt, wenn der Ehegatte erklärt hat, daß er dieſes oder jenes unbewegliche Gut ganz oder bis zum Betrage einer gewiſſen Summe den Mobilien gleichſtelle, und zum Gegenſtande der Gütergemeinſchaft mache. Sie iſt unbeſtimmt, wenn der Ehegatte bloß erklärt hat, daß er ſeine unbeweglichen Güter bis zum Betrage ei⸗ ner gewiſſen Summe in die Gütergemeinſchaft einbringe. 1507. Die Wirkung der beſtimmten Mobiliariſirung beſteht darin, daß dadurch das bewegliche Gut oder die be⸗ weglichen Güter, worauf ſie ſich erſtreckt, eben ſo gemein⸗ ſchaftlich werden, wie die Mobilien ſelbſt. Sind ein oder mehrere unbewegliche Güter der Frau in Anſehung ihres ganzen Betrages den Mobilien gleichge⸗ ſtellt worden 7), ſo kann der Mann darüber eben ſo, wie Frau ganz oder zum Theil mobiliariſirt ſind. 8. Iſt ein unbewegliches Gut, oder iſt das ganze unbewegliche Vermoͤgen der Frau den Mobilien gleichgeſtellt. E. 172 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. disposer comme des autres effets de la communau- 1 t6, et les aliéner en totalité. Si'immeuble n'est ameubli que pour une cer- taine somme, le mari ne peut l'aliéner qu'avec le eonsentement de la feomme; mais il peut''hypo- thécquer sans son consentement, jusqu'a concur- rence seulement de la portion ameublie. 1508. L'ameublissement indéterminé ne rend point la communauté propriétaire des immeubles qui en sont frappés; son effet se réduit à obliger P'spoux qui l'a consenti, à comprendre dans la dasse, lors de la dissolution de la communauté, quelques-uns de ses immeubles jusqu'à concurren- ce de la-somme par lui promise. Le mari ne peut, comme en l'article précé- dent, aliéner en tout ou en partie, sans le con- sentement de sa femme, les immeubles sur les- quels est établi l'ameublissement indéterminé; mais il peut les hypothéquer jusqu'à concurrence de cet ameublissement. 1509. L'epoux qui a ameubli un héritage, a, lors du partage, la faculté de le retenir en le pré- comptant sur sa part pouf le prix qu'il vaut alors, et ses héritiers ont le mèême droit. SECIION IV. De la Olaugse de Séparation des dettes. 1510. La clause par laquelle les époux stipu- lent qu'ils paieront séparément leurs dettes per- sonnelles, jes oblige à se faire, lors de la dissolu- tion de la communauté, respectivement raison des dettes qui sont justiflées avoir été acquittées par- la communauté à la décharge de celui des époux qui en était débiteur.. Cette obligation est la mème, soit qu'il y ait eu inventaire ou non: mais si le mobilier apporté par les époux n'a pas été constaté par un inven- 3s B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛe. 175 uüber andere Gegenſtände der Gütergemeinſchaft, verfügen, und ſie ganz veräuſſern. Iſt das unbewegliche Gut nur bis zum Betrage einer gewiſſen Summe den Mobilien gleichgeſtellt worden, ſo kann der Mann es nur mit Bewilligung der Frau veräuſ⸗ ſern; er kann es aber ohne ihre Bewilligung verhypotheci⸗ ren jedoch nur bis zum Betrage des den Mobilien gleich⸗ 8 geſtellten Theiles. 1508. Durch die unbeſtimmte Mobiliariſirung erhält die Gemeinſchaft kein Eigenthum an den unbeweglichen Gütern, worauf ſie ſich erſtreckt; ihre Wirkung beſchränkt ſich darauf, daß ſie den Ehegatten, der ſie bewilliget hat, verpflichtet, bey Auflöſung der Gütergemeinſchaft einige ſeiner unbeweglichen Güter, bis zum Betrage der von ihm verſprochenen Summe, in die gemeinſchaftliche Maſſe zu geben. Der Mann iſt auch hier, wie im vorhergehenden Ar⸗ tikel, nicht berechtiget, die unbeweglichen Güter, worauf ſich die unbeſtimmte Mebiliariſirung erſtreckt, ohne Bewil⸗ ligung der Frau ganz oder zum Theile zu veräuſſern; er kann ſie aber bis zum Belauf dieſer Mobiliariſirung ver⸗ hypotheciren. 1509. Der Ehegatte, der ein unbewegliches Gut den Mobilien gleichgeſtellt hat, iſt bey der Theilung berechtiget, es für ſich zu behalten und für den Werth, den es alsdann hat, auf ſeinen Antheil ſich anrechnen zu laſſen; eben die ſes Recht haben auch ſeine Erben. Vierter Abſchnitt. Von der Verabredung, durch welche die Schulden von der Gemeinſchaft ausgeſchloſſen werden. 1510. Die Verabredung, wodurch die Ehegatten feſtſetzen, daß ein jeder von ihnen ſeine perſönliche Schul⸗ den allein zahlen ſolle, verpflichtet ſie, bey der Auflöſung der Gütergemeinſchaft ſich gegenſeitig die Schulden zu ver⸗ güten, von welchen es erwieſen wird, daß ſie für Rechnung desjenigen Ehegatten, welcher der Schuldner war, aus dem gemeinſchaftlichen Vermögen bezahlt worden ſind. Dieſe Verbindlichkeit findet auf gleiche Weiſe Statt, es mag ein Inventarium errichtet worden ſeyn oder nicht; iſt aber das von den Ehegatten eingebrachte bewegliche Ver⸗ 174 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. taire ou état autheutique antérieur au mariage, les créanciers de l'un et de l'autre des 6époux peu- vent, sans avoir égard à aucune des distinctions qui seraient réclamées, poursuivre leur paiement sur le mobilier non inventorié, comme Sur tous les autres biens de la communauté. Les créanciers ont le mèême droit sur le mo- bilier qui serait éehu aux époux pendant la com- munauté, s'il m'a pas été pareillement constaté par un inveniaire ou état authentique. 1511. Lorsque les époux apportent dans la coemmunauté une somme certaine ou un corps cer- tain, un tel apport emporte la convention tacite qu'il n'est point grevé de dettes antérieures au ma- riage; et il doit être fait raison par l'époux débi- teur à l'autre, de toutes celles qui diminueraient l'apport promis. 1512. La clause de séparation des dettes n'em- péêche point que la commanauté ne soit chaxgée des intéréts et arrérages qui ont couru depuis le mariage. 1515. Lorsque la communauté est poursuivie pour les dettes de l'un des époux, déclaré, par con- trat, franc et quitte de toutes dettes anterieures au mariage, le conjoint a droit à une indemnité dui se prend soit sur la part de communauté reve- nant à l'époux débiteur, soit sur les biens person- nels dudit 6époux; et, en cas d'insuffisance, cette indemnité peut être poursuivie par voie de garan- tie contre le père, la mere, l'ascendant ou le tu- teur qui'auraient déclaré franc et quitte. Cette garantie peut même être exercée par le mari durant la communauté, si la dette pro- vient du chef de la femme; sauf, en ce cas, le remboursement dü par la femme ou ses héritiers aux garants, après la dissolution de la commu- nauté. —— 36 B. 5r T. Von dem Ehevertrage zc. 275 mögen nicht vor der Ehe durch ein Inventarium oder bf⸗ fentlich beglaubigtes Verzeichniß bewährt worden, ſo kön⸗ nen die Gläubiger des einen und des andern Ehegatten, ohne Rückſicht auf irgend einen etwa vorgeſchützten Unter⸗ ſchied, ſich wegen ihrer Zahlung ſowohl an das nicht ver⸗ zeichnete bewegliche Vermögen, als auch an das ganze übri⸗ ge gemeinſchaftliche Vermögen halten. Eben dieſes Recht haben die Gläubiger auf das den Ehegatten während der Gütergemeinſchaft etwa angefallene bewegliche Vermögen, wenn daſſelbe ebenfalls nicht durch ein Inventarium oder ein öffentlich beglaubigtes Verzeich⸗ niß bewährt worden iſt. 1511. Wenn die Ehegatten eine gewiſſe Summe oder eine beſtimmte Sache in die Guͤtergemeinſchaft ein⸗ bringen, ſo bringt dieſes die ſtillſchweigende Ubereinkunft mit ſich, daß das Eingebrachte mit keinen vor der Ehe ge⸗ machten Schulden beſchwert ſeyn ſolle, und es muß daher der Ehegatte, der dennoch ſolche Schulden hatte, dem an⸗ dern in Anſehung aller der Schulden, durch welche das verſpro⸗ chene Einbringen etwa geſchmälert würde, Vergütung leiſten. 1512. Die Verabredung, durch welche man die Schulden von der Gemeinſchaft ausſchließt, 5 nicht, daß die ſeit Schließung der Ehe fällig gen Zinſen und Renten der Gütergemeinſchaft zur Laſt 15143. Wird die Gütergemeinſchaft wegen der Sch den eines Ehegatten belangt, welcher in der Eheber für frey und ledig von allen vor der Ehe gemachten Schal⸗ den erklärt worden iſt, ſo hat der andere Ehegatte ein Recht auf Entſchädigung, welche entweder aus dem Antheile, der dem Ehegatten, von welchem die Schulden herrühren, von dem gemeinſchaftlichen Vermögen zufällt, oder aus deſſen perſönlichem Vermögen genommen wird; wenn dieß alles nicht hinreicht, ſo kann dieſe Entſchädigung mittelſt einer Klage auf Gewährleiſtung gegen den Vater, die Mutter, den Ascendenten oder den Vormund, die jenen etwa für frey und ledig von Schulden erklärt haben, gefordert werden. Dieſe Gewährleiſtung kann der Mann ſelbſt während der Gütergemeinſchaft fordern, wenn die Schuld von der Frau herrührt; jedoch bleibt in dieſem Falle dem Gewähr⸗ leiſtenden das Recht vorbehalten, nach Auflöſung der Guͤ⸗ tergemeinſchaft von der Frau oder ihren Erben Erſatz zu fordern. 175 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. SECTION v. De la Faculté accordée à la femme de repren- dre Son Appornt frano 66 qulνεεε. 3 4 1514. La femme peut stipuler qu'en cas de renonciation à la communauté, elle reprendra tout ou partie de ce qu'elle y aura apporté, soit lors du mariage, soit depuis; mals cette stipulation ne peut s'étendre au-delà des choses formellement exprimées, ni au profit de personnes autres que celles désign ées. Ainsi la faculté de reprendre le mobilier que la femme a apporté lors du mariage, ne s'étend point à celui qui serait échu pendant le mariage. Ainsi la faculté accordée à la femme ne s'é- rend point aux enfants; celle accordée à la femme et aux enfants ne s'étend point aux héritiers ascen- dants ou collatéraux.— „Dans tous les cas, les apports ne peuvent etre repris que déduction faite des dertes person- nelles à la femme, et que la communaute aurait acquittées. SECTION VI. Du Préciput conventionnel. 1515. La clause par laquelle l'époux survi- vant est autorisé à prélever, avant tout partage, une certaine somme ou une certamne quantité d'ef- fets mobiliers en nature, ne donne groit à ce pré- levement, au profit de la femme survivante, que lorsqu'elle accepte la communauté, à moins que le contrat de mariage ne lui ait réservé ce droit, mé- me en renongant. Hors le cas de cette réserve, le préciput ne s'exerce que sur la masse partageable, et non sur les biens personnels de l'époux prédecédé. 1516. Le préciput n'est point regardé comme un avantage sujet aux formalités des donations, mais comme une convention de mariage. —2 ——,—— –8M———% 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 1277 Fuͤnfter Abſchnitt. Von der der Ehefrau eingeräumten Befugniß, ihr einge⸗ brachtes Vermögen ſchuldenfrey zurückzunehmen. 1514. Die Frau kann ſich ausbedingen, daß ſie im Falle der Verzichtleiſtung auf das gemeinſchaftliche Vermö⸗ gen befugt ſeyn ſolle, das von ihr bey Schließung der Ehe oder nachher eingebrachte Vermögen ganz oder zum Theile zurückzunehmen; dieſe Üübereinkunft beſchränkt ſich jedoch auf die darin ausdrücklich benannten Gegenſtände und Per⸗ onen. So erſtreckt ſich die Befugniß der Frau, das bey Schließung der Ehe von ihr eingebrachte bewegliche Ver⸗ mögen zurückzunehmen, nicht auf dasjenige Vermögen, welches ihr während der Ehe angefallen iſt. So läßt ſich die der Ehefrau zugeſtandene Befugniß nicht auf ihre Kinder ausdehnen, und eben ſo wenig dieje⸗ nige, welche der Frau und den Kindern eingeräumt worden iſt, auf ihre Erben in der aufſteigenden oder Seitenlinie. In jedem Falle kann das eingebrachte Vermögen nur nach Abzug der etwa aus dem gemeinſchaftlichen Vermögen. bezahlten perſöͤnlichen Schulden der Frau zurückgenommen werden. Sechſter Abſchnitt. Von der vertragsmäßigen Vorausnahme. 1515. Die Verabredung, durch welche der überleben⸗ de Ehegatte ermächtiget wird, vor aller Theilung eine ge⸗ wiſſe Summe oder eine beſtimmte Quantität beweglicher Sachen in Natur zum Voraus zu nehmen, gibt der über⸗ lebenden Ehefrau nur dann ein Recht auf dieſe Vorausnah⸗ me, wenn ſie das gemeinſchaftliche Vermögen annimmt; es müßte ihr denn dieſes Recht ſelbſt auf den Fall der Ver⸗ zichtleiſtung in der Eheberedung vorbehalten worden ſeyn. Auſſer dem Falle dieſes Vorbehalts geſchieht die Vor⸗ ausnahme nur aus der zu vertheilenden Maſſe, nicht aus dem perſönlichen Vermögen des verſtorbenen Ehegatten. 1516. Die Vorausnahme iſt nicht als ein den Förm⸗ lichkeiten der Schenkungen unterworfener Vortheil, ſondern als Theil der Eheberedung, anzuſehen. Cod. N. 2 B. 12 * 2738 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. 1517. La mort naturelle ou civile donne ou- verture au précçiput. 1518. Lorsque la dissolution de la commu- nauté s'opère par le divorce ou par la séparation de corps, il m'y a pas lieu à la déelivrance actuelle du préciput; mais l'époux qui a obtenu soit le di- vorce, soit la séparation de corps, conserye ses droits au préciput en cas de survie. Si e'est la femme, la somme ou la chose qui constitue le pré- ciput reste toujours provisoirement au mari, à la charge de donner caution. 1519. Les créanciers de la communauté ont toujours le droit de faire vendre les effets compris dans le préciput, sauf le recours de l'époux, con- formément à l'article 1515. SECTION VII. Des Clauses par lesquelles on assigne à chacun der Epou des Parts inégales dans la Com- munauté. 1520. Les époux peuvent déroger au partage égal établi par la loi, soit en ne donnant à l'époux survivant ou à ses héritiers, dans la communauté, qu'une part moindre que la moitié, soit en ne lui donnant qu'une somme fixe pour tout droit de communauté, soit en stipulant que la communau- té entière, en certains cas, appartiendra à l'époux survivant, ou à'un d'eux seulement. 1521. Lorsqu'il a été stipulé que l'époux ou ses héritiers n'auront qu'une certaine part dans la communauté, comme le tiers ou le quart, l'époux ainsi réduit ou ses héritiers ne supportent les det- tes de la communauté que proportionnellement à la part qu'ils prennent dans l'actif. 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 79 1517. Der natürliche oder bürgerliche Tod begrün⸗ det den wirklichen Anfall der zum Voraus ausbedungenen Vortheile. 1518. Wenn die Gütergemeinſchaft durch Eheſchei⸗ dung oder durch Trennung von Tiſch und Bette aufgelbſt wird, ſo kann die Überlieferung der zum Voraus bedunge⸗ nen Gegenſtände nicht ſogleich gefordert werden; jedoch bleiben dem Ehegatten, der die Eheſcheidung oder die Tren⸗ nung von Tiſch und Bette erwirkt hat, auf den Fall des Uberlebens ſeine Rechte auf die Vorausnahme. Iſt dieß die Ehefrau, ſo behält der Mann einſtweilen die zum Vor⸗ aus bedungene Summe oder Sache, unter der Bedingung, Bürgſchaft dafür zu ſtellen. W 1519. Die Gläubiger der Gütergemeinſchaft ſind im⸗ mer berechtiget, die zum Voraus ausgeſetzten Gegenſtände verkaufen zu laſſen, jedoch bleibt dem Ehegatten der ihm in Gemäßheit des 1515. Artikels zuſtehende Regreß vor⸗ behalten. Siebenter Abſchnitt. Von den Verabredungen, wodurch den beyden Ehegatten ungleiche Antheile an der Gütergemeinſchaft angewie⸗ ſen werden. 1520. Die Ehegatten können die geſetzlich beſtimmte Gleichheit der Theilung aufheben, indem ſie entweder dem überlebenden Ehegatten oder ſeinen Erben von dem gemein⸗ ſchaftlichen Vermögen einen geringern Theil, als die Hälf⸗ te, oder für alle ſeine Anſprüche an daſſelbe nur eine be⸗ ſtimmte Summe anweiſen, oder indem ſie verabreden, daß in gewiſſen Fällen das ganze gemeinſchaftliche Vermögen dem überlebenden Ehegatten oder einem der Ehegatten al⸗ lein zugehören ſolle. 1521. Wenn verabredet worden iſt, daß dem Ehe⸗ gatten oder ſeinen Erben nur ein beſtimmter Theil des gemeinſchaftlichen Vermögens zufallen ſolle, wie z. B. ein Drittel oder ein Viertel, ſo hat der auf ſolche Weiſe in ſei⸗ nen Anſprüchen beſchränkte Ehegatte oder ſeine Erben zur Zahlung der Schulden der Gemeinſchaft nur nach Verhält⸗ niß des Antheils beyzutragen, den er von dem Activvermö⸗ gen erhält. 12 180 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. La convention est nulle si elle oblige l'époux ainsi réduit ou ses héritiers à supporter une plus forte part, ou si elle les dispense de supporter une part dans les dettes égale à celle qu'ils pren- nent dans l'actif. G 1522. Lorsqu'il est stipulé que l'un des époux ou ses héritiers ne pourront prétendre qu'une cer- taine somme pour tout droit de communauté, la clause est un forſait qui oblige l'autre époux ou ses héritiers à payer la somme convenue, soit que la communauté soit bonne ou mauvaise, suffisante ou non, pour acquitter la somme. 1523. Si la clause 1'établit le forfait qu'à l'é- gard des héritiers de l'époux, celui-ci, dans le cas ou il survit, a droit au partage légal par moitié, 152 4q. Le mari ou ses héritiers qui retien- nent, en vertu de la clause énoncée en T'article 1520, la totalité de la communauté, sont obligés d'en acquitter toutes les dettes. Les créanciers n'ont,en ce cas, aucune action contre la femme ni contre ses héxritiers. Si c'est la femme survivante qui a, moyennant une somme convenue, le droit de retenir touté la communauté contre les héritiers du mari, elle a le choix ou de leur payer cette somme, en demeu- rant obligée à toutes les dettes, ou de renoncer à la communauté, et d'en abandonner aux héritiers du mari les biens et les charges. 1525. Il est permis aux époux de stipuler que la totalité de la communauté appartiendra au survivant ou à l'un d'eux seulement, sauf aux hé- ritiers de l'autre à faire la reprise des apports et capitaux tombés dans la communauté, du chef de leux auteur. Cette stipulation n'est point réputée un avan- tage sujet aux règles relatives aux donations, soit 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 181 Die übereinkunft iſt ungiltig, wenn ſie dem alſo be⸗ ſchränkten Ehegatten oder ſeinen Erben die Verbindlichkeit auflegt, einen größern Theil der Schulden zu übernehmen, oder ihn von der Verbindlichkeit freyſpricht, in eben dem Verhältniß an den Schulden zu tragen, in welchem er an dem Activvermögen Theil nimmt. 1522. Wenn verabredet worden iſt, daß einer der Ehegatten oder deſſen Erben für alle ihre Anſprüche an das gemeinſchaftliche Vermögen nur eine gewiſſe Summe zu for⸗ dern berechtiget ſeyn ſollen, ſo iſt dieſe Verabredung ein Ver⸗ trag in Bauſch und Bogen, welcher den andern Ehegat⸗ ten oder deſſen Erben zur Zahlung der verabredeten Sum⸗ me verpflichtet, es mag mit der Gemeinſchaftsmaſſe gut oder ſchlecht ſtehen, ſie mag zur Zahlung der Summe hin⸗ reichen oder nicht,. 1523. Wenn die Beſtimmung in Bauſch und Bogen nur in Rückſicht der Erben des Ehegatten verabredet wor⸗ den iſt, ſo kann der Ehegatte ſelbſt, im Falle des Überle⸗ bens, die geſetzliche und gleiche Theilung verlangen. 152 4. Der Mann oder deſſen Erben, welche vermoͤ⸗ ge der im 1520. Artikel erwähnten Verabredung das ge⸗ meinſchaftliche Vermögen ganz behalten, ſind verbunden, alle darauf haftende Schulden zu zahlen. Die Glaubiger haben in dieſem Falle keine Klage ge⸗ gen die Ehefrau oder deren Erben. Iſt es die überlebende Frau, welche das Recht hat, gegen eine vertragsmäßig beſtimmte Summe das ganze ge⸗ meinſchaftliche Vermögen, mit Ausſchließung der Erben des Mannes, zu behalten, ſo hat ſie die Wahl, ihnen entwe⸗ der dieſe Summe zu zahlen und alsdann für alle Schulden zu haften, oder auf das gemeinſchaftliche Vermögen Ver⸗ zicht zu leiſten und ſowohl dieſes als die Laſten deſſelben den Erben des Mannes zu überlaſſen. 1525. Den Ehezgatten iſt es erlaubt, zu vexabreden, daß das ganze gemeinſchaftliche Vermögen dem Überleben⸗ den, oder einem von ihnen allein zugehören ſolle, jedoch bleibt den Erben des andern Ehegatten das Recht vorbehal⸗ ten, die von ihrem Erblaſſer eingebrachten Güter und Ca⸗ pitalien, welche in die Gemeinſchaft gefallen ſind, zurück⸗ zunehmen. Dieſe Verabredung wird nicht als eine Begünſtigung angeſehen, welche in Unſehung ihres Inhaltes oder ihrer —Axx 1 1 a82 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. quant au fond, soit quant à la forme, mais simple- ment une convention de mariage et entre associés. † 1 SECTION VIII. De la Communauté à Titre universel. 1526. Les époux peuvent établir par leur con- trat de mariage une communauté universelle de leurs biens tant meubles qu'immeubles, présents et a venir, ou de tous leurs biens présents seule- ment, ou de tous leurs biens à venir seulement. Dięvpositions communes aux huit Sections ci- desʒsug. 1527. Ce qui est dit aux huit sections ci-des- sus, ne limite pas à leurs dispositions précises les stipulations dont est susceptible la communauté conventionnelle. Les époux peuvent faire toutes autres conven- tions, ainsi qu'il est dit à l'article 1587, et sauf les modifications portées par les articles 1588, 1569 et 1590. Néanmoins, dans le cas ou il y aurait des enfants d'un précédent mariage, toute conven- tion qui tendrait dans ses effets à donner à l'un des époux au-delà de la portion réglée par l'ar- ticle 1098, au titre des Donations entre- vifs eb des Testaments, sera sans effet pour tout P'excé- dant de cette portion; mais les simples bénéfices résultant des travaux communs et des économies faites sur les revenus respectifs, quoique iné- gaux, des deux époux, ne sont pas considérés comme un avantage fait au préjudice des enfants du premier lit. 1528. La communauté conventionnelle reste soumise aux règles de la communauté légale, pour tous les cas auxquels il n'y a pas été dérogé im- plicitement ou explicitement par le contrat. 3s B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc⸗ 18⁵ Form den auf Schenkungen ſich beziehenden Regeln unter⸗ worfen wäre, ſondern nur als Theil der Eheberedung und als Ubereinkunft unter Geſellſchaftern. Achter Abſchnitt. Von der allgemeinen Gütergemeinſchaft. 1526. Die Ehegatten können in ihrer Eheberedung eine allgemeine Gütergemeinſchaft in Anſehung ihres be⸗ weglichen und unbeweglichen, gegenwärtigen und zukünfti⸗ gen Vermögens, oder auch nur in Anſehung ihres ganzen gegenwärtigen, oder ihres ganzen zukünftigen Vermögens al⸗ lein, feſtſetzen. Verfügungen, welche für alle acht vorſtehenden Abſchnitus gelten. 1527. Durch dasjenige, was in den obigen acht Ab⸗ ſchnitten enthalten iſt, werden die Verabredungen, welche bey der vertragsmäßigen Gütergemeinſchaft Statt finden können, nicht gerade auf die darin vorkommenden Verfü⸗ gungen beſchränkt.. Die Ehegatten dürfen, wie der 1387. Artikel beſtimmt, jede andere Übereinkunft treffen, jedoch unter den in den Ar⸗ tikeln 1388, 1389 und 1590 enthaltenen Einſchränkungen. Wenn jedoch Kinder aus einer vorhergehenden Ehe vorhanden ſind, ſo iſt jede Ubereinkunft, welche die Wir⸗ kung haben würde, dem einen der Ehegatten mehr als den im 1098. Art. in dem Titel von Schenkungen un⸗ ter Lebenden und von Teſtamenten beſtimmten Theil zuzuwenden, in Anſehung alles deſſen, was dieſen Theil überſteigt, ungiltig; doch wird die Zuſage des Er⸗ werbes, welcher bloß von dem gemeinſchaftlichen Fleiße oder von der Erſparniß an den beyderſeitigen, wenn ſchon un⸗ gleichen, Einkünften der beyden Ehegatten herrührt, nicht als eine zum Nachtheile der Kinder erſter Ehe geſchehene Begünſtigung angeſehen. 1528. Die vertragsmäßige Gütergemeinſchaft bleibt den Regeln der geſetzlichen Gutergemeinſchaft in allen Stük⸗ ken unterworfen, welche durch den Vertrag weder aus— drücklich noch folgerungsweiſe abgeändert worden ſind. — ——— 184 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. SECTION IX. Des Conventiong ecclusives de la Communaut. 1529. Lorsque, sans se soumettre au régi- me dotal, les époux déclarent qu'ils se marient sans communauté, ou qu'ils seront Séparés de biens, les effets de cette stipulation sont réglés comme il suit. §. I. De la Clause portant dqdue les éponx se marient sans communauté. 1530. La clause portant que les éSpoux se marient sans communauté, ne donne point à la femme le droit d'administrer ses biens, ni d'en percevoir les fruits: ces fruits gont censés appor- tés au mari pour soutenir les charges du mariage. 1531. Le mari conserve l'administration des biens meubles et immeubles de la femme, et, par suite, le droit de percevoir tout le mobilier qu'elle apporte en dot, ou qui lui échoit pendant le mariage, sauf la restitution qu'il en doit faire après la dissolution du mariage, ou après la sé- paration de biens qui serait prononcée par justice. 1532. Si, dans le mobilier apporté en dot par la femme, ou qui lui échoit pendant le mariage, il y a des choses dont on ne peut faire usage sans les consommer, il en doit être joint un état esti- matif au contrat de mariage, ou il doit en être fait inventaire lors de l'échéance, et le mari en doit rendre le prix d'après l'estimation. 1533. Le mari est tenu de toutes les char- ges de J'usufruit. 3 1534. La clause énoncée au présent paragra- phe ne fait point obstacle à ce qu'il soit conve- 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛ. 1285 Neunter Abſchnitt. Von Verträgen, welche die Gütergemeinſchaft ausſchließen. 1529. Wenn die Ehegatten, ohne ſich dem Rechts⸗ verhältniſſe des Brautſchatzes zu unterwerfen, erklären, daß ihre Heirath keine Gemeinſchaft der Güter bewirken, oder daß ihr beyderſeitiges Vermögen völlig getrennt bleiben ſol⸗ le, ſo richten ſich die Wirkungen dieſes Vertrags nach fol⸗ genden Regeln. Von der Verabredun ohne Gemeinſchaf wollen. 1530. Die Verabredung, daß die Ehegatten einan⸗ der ohne Gemeinſchaft der Guter heirathen, berechtiget die Frau nicht, ihr Vermögen zu verwalten, oder die Einkünf⸗ te deſſelben zu beziehen; es wird angenommen, daß ſie dieſe Einkünfte dem Manne zugebracht hat, um die Laſten der Ehe zu beſtreiten. 1531. Dem Manne bleibt die Verwaltung des be⸗ weglichen und unbeweglichen Vermögens der Frau, und folglich das Recht, das ganze bewegliche Vermögen, das ſie als Brautſchatz einbringt, oder das ihr während der Ehe anfällt, in Empfang zu nehmen, mit Vorbehalt der Wie⸗ dererſtattung deſſelben, wozu er nach Auflöſung der Ehe oder nach gerichtlich erkannter Güterabſonderung verbun⸗ den iſt. 1532. Sind unter dem beweglichen Vermögen, das die Frau als Brautſchatz eingebracht hat, oder das ihr wäh⸗ rend der Ehe angefallen iſt, Sachen begriffen, die man nicht gebrauchen kann, ohne ſie zu verbrauchen, ſo muß der Eheberedung ein mit der Schätzung verſehenes Verzeich⸗ niß derſelben beygefügt, oder bey deren Anfalle ein Inven⸗ tarium darüber errichtet werden, und der Mann iſt verbun⸗ den, den Werth derſelben nach der Schätzung zu erſtatten. 1533. Der Mann hat alle mit dem Nießbrauche ver⸗ bundene Laſten zu tragen.(*) 1554. Die Verabredung, von welcher der gegenwär⸗ tige Paragraph handelt, hindert die Ehegatten nicht, die §. I. g der Ehegatten, einander t der Guͤter heirathen zu (*) S. Art. 608. 186 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. nu que la femme touchera annuellement, sur ses seules quittances, certaine portion de ses reve- nus pour son entretien et ses besoins personnels. 1535. Les immeubles constitués en dot dans le cas du présent paragraphe, ne sont point ina- liénables. Néanmoins ils ne peuvent être aliénés sans le consentement du mari, et, à son refus, sans Tautorisation de la justice. §. II. De la Clause de séparationde biens. 1536. Lorsque les époux ont stipulé par leur contrat de mariage qu'ils seraient séparés de biens, la femme conserve l'entière adminis- tration de ses biens meubles et immeubles, et la jouissance libre de ses revenus. 1537. Chacun des époux contribue aux char- ges du mariage, suivant les conventions conte- nues en leur contrat; et, s'il n'en existe point à cet égard, la femme contribue à ces charges jusqu'à concurrence du tiers de ses revenus. 15358. Dans aucun cas, ni à la faveur d'au- cune stipulation, la femme ne peut aliéner ses immeubles sans le consentement spécial de son mari, ou, à son refus, sans être autorisée par justice. Toute autorisation générale d'aliéner les im- meubles donnée à la femme, soit par contrat de mariage, soit depuis, est nulle. 1539. Lorsque la femme séparée a laissé la jouissance de ses biens à son mari, celui-ci n'est tenu, soit sur la demande que sa femme pourrait lui faire, soit à la dissolution du mariage, qu'à la représentation des fruits existants, et il n'est point comptable de ceux qui ont été consommés jusqu'alors. 8 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 187 Üübereinkunft zu treffen, daß die Ehefrau jährlich für ihren Unterhalt und ihre perſönlichen Bedurfniſſe einen gewiſſen Theil ihrer Einkünfte, bloß gegen ihre Quittung, be⸗ ziehen ſolle. 1535. Unbewegliche Güter, welche im Falle des ge⸗ genwärtigen Paragraphs als Brautſchatz ausgeſetzt wurden, ſind nicht unveräuſſerlich. Sie können jedoch nicht ohne Einwilligung des Man⸗ nes, und, wenn dieſer ſie verweigert, nicht ohne gerichtli⸗ che Autoriſation veräuſſert werden. §. II. Von der Verabredung, daß das Vermögen der Ehegatten vollig getrenntbleiben ſolle. 1536, Wenn die Ehegatten in ihrer Eheberedung feſtgeſetzt haben, daß ihr beyderſeitiges Vermögen durchaus getrennt bleiben ſolle, ſo behält die Ehefrau die völlige Ver⸗ waltung ihres beweglichen und unbeweglichen Vermögens und den freyen Genuß ihrer Einkünfte. 1537. Jeder der beyden Ehegatten trägt nach der in ihrer Eheberedung enthaltenen übereinkunft zu den La⸗ ſten der Ehe bey; iſt deßhalb nichts verabredet, ſo hat die Ehefrau zu dieſen Laſten bis zum Betrage eines Drittels ihrer Einkünfte beyzutragen. 1538. In keinem Falle, auch nicht zufolge irgend einer Ubereinkunft, kann die Ehefrau ihre unbeweglichen Güter ohne beſondere Einwilligung des Mannes, oder, wenn dieſer ſie verweigert, ohne gerichtliche Autoriſation veräuſſern.(*) Jede der Ehefrau in der Eheberedung, oder nachher, im Allgemeinen ertheilte Autoriſation zur Veräuſſerung ih⸗ rer unbeweglichen Guter iſt ungiltig.(**) 1539. Hat eine Frau, welche mit ihrem Manne in völlig getrennten Gütern lebt, ihrem Manne den Genuß ihres Vermögens überlaſſen, ſo iſt dieſer, ſowohl auf die von der Frau an ihn gemachte Anforderung, als bey Auf⸗ löſung der Ehe, zu weiter nichts verbunden, als zur Aus⸗ lieferung der wirklich vorhandenen Früchte; über die bis da⸗ hin verzehrten iſt er keine Rechenſchaft zu geben ſchuldig. (*) S. Art. 1449. (**) S. Art. 223. 2 9 1 S 183 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. CHAPITRE III. Du Régime dotal. 15 40. La dot, sous ce régime comme sous celui du chapitre II, est le bien que la femme apporte au mari pour supporter les charges du mariage.. 1541. Tout ce que la femme se constitue ou qui lui est donné en contrat de mariage, est do- tal s'il n'y a stipulation contraire. SECTION PREMIERE. De la Constitution de Dot. 1 1542. La constitution de dot peut frapper tous les biens présents et à venir de la femme, ou lous ses biens présents seulement, ou une partie de ses biens présents et à venir, ou méème un ob- jet individuel. La constitution, en termes généraux, de tous les biens de la femme, ne comprend pas les biens à venir. 1543. La dot ne peut être constituée ni mè- me augmentée pendant le mariage.. 1544. Si les pere et mère constituent conjoin- tement une dot, sans distinguer la part de chacun, elle sera censée constituée par portions égales. Si la dot est constituée par le père seul pour droits paternels et maternels, la mère, quoique Pprésente au contrat, ne sera point engagée, et la dot demeurera en entier à la charge du pere. 1545. Si le survivant des pêère ou mère cons- titue une dot pour biens paternels et maternels, sans spécifier les portions, la dot se prendra d'a- bord sur les droits du futur époux dans les biens do- 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 189 Drittes Capitel. Von dem Rechtsverhaͤltniſſe des Brautſchatzes. 1540. Brautſchatz(Heirathsgut, Mitgift) heißt, ſowohl bey dem hier, als bey dem im zweyten Capitel vor⸗ kommenden Rechtsverhältniſſe, dasjenige Vermögen, wel⸗ ches die Frau dem Manne zubringt, um die Laſten der Ehe zu beſtreiten. 1541. Alles, was in der Eheberedung entweder die Frau ſich ſelbſt ausſetzt, oder was ihr darin ausgeſetzt wird, gehört zu dem Brautſchatze, in ſo fern nicht ein Anderes verabredet worden iſt. 1 Erſter Abſchnitt. Von der Beſtellung des Brautſchatzes. 1542. Die Beſtellung des Brautſchatzes kann das ge⸗ ſammte gegenwärtige und zukünftige Vermögen der Frau, oder nur ihr ganzes gegenwärtiges Vermögen, oder einen Theil ihres gegenwärtigen und zukünftigen Vermögens, oder auch nur eine einzelne Sache zum Gegenſtande haben. Wird in allgemeinen Ausdrücken das ganze Vermögen der Frau als Brautſchatz beſtellt, ſo iſt das zukunftige Ver⸗ mögen nicht darunter begriffen. 1543. Während der Ehe kann der Brautſchatz weder beſtellt, noch auch vermehrt werden. 1544. Wenn Vater und Mutter zuſammen einen Brautſchatz beſtellen, ohne den Beytrag eines jeden von ih⸗ nen zu beſtimmen, ſo wird angenommen, daß ſie ihn zu gleichen Theilen beſtellt haben.(*) Wird der Brautſchatz von dem Vater allein für das väterliche und mütterliche Vermögen beſtellt, ſo iſt die Mut⸗ ter, auch wenn ſie bey Schließung des Ehevertrags zuge⸗ gen war, zu nichts verpflichtet, und der ganze Brautſchatz bleibt dem Vater zur Laſt, 1545. Wenn der Überlebende von beyden Eltern für das väterliche und mütterliche Vermögen einen Brautſchatz beſtellt, ohne die Beyträge zu beſtimmen, ſo wird der Brautſchatz zuerſt aus dem genommen, was dem künftigen (*) S. Art. 1438. X 1 290 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. du conjoint prédécédé, et le zurplus sur les biens du constituant. 1546. Quoique la fille dotée pär ses père et ede ait des biens à elle propres dont ils jouissent, la dot sera prise sur les biens des constituants, s'il n'y a stipulation contraire. 1547. Ceux qui constituent une dot, sont te- nus à la garantie des objets constitués. 1546. Les intérèts de la dot courent de plein droit, du jour du mariage, contre ceux qui l'ont promise, encore qu eil y ail terme pour le paie- ment, s'il 1'“* 2) 4 stipulation contraire. SECTION II. Des Droits du mari sur les bieng dotauoc, et de U'Inaliénabilité du Fonds dotal. 1549. Le mari seul a l'administration des biens dotaux pendant le mariage. Il a seul le droit d'en poursuivre les- débiteurs et détenteurs, d'en percevoir les fruits et les inté- rets, et de recevoir le Temboursement d28 Ebi taux. Cependant il peut être convenu, par le eom. trat de mariage, que la femme touchera annuelle- ment, sur ses seules quittances, une partie de ses revenus pour son entretien et ses besoins per- sonnels. 1550. Le’ mari n'est pas tenu de fournir cau- tion pour la réception de la dot, s'il n'y a P2s étẽ assujetti par le contrat de mariage. 1551. Si la dot ou partie de la dot consiste en objets mobiliers mis à prix par le contrat, sans dé- 4 ens 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 19¹1 Chegatten von dem Vermögen ſeines vorher verſtorbenen Vaters oder Mutter zukommt, und der lberreſt aus dem Vermögen desjenigen, der den Brautſchatz beſtellt hat. 1546. Wenn gleich die von ihren Eltern ausgeſtatte⸗ te Tochter eigenes Vermögen hat, an welchem jenen der Nießbrauch zuſteht, ſo ſoll demohngeachtet der⸗Brautſchatz aus dem Vermögen derjenigen, die ihn beſtellt haben, ge⸗ nommen werden, in ſo fern nicht ein Anderes verabredet worden iſt. 1547. Diejenigen, welche einen Brautſchatz beſtel⸗ len, ſind für die darunter begriffenen Gegenſtände zur Ge⸗ währleiſtung verbunden.(*) 1548. Diejenigen, welche den Brautſchatz verſpro⸗ chen haben, ſind, ſelbſt wenn für den Brautſchatz ein Zah⸗ lungstermin feſtgeſetzt iſt, von dem Tage der Heirath an kraft des Geſetzes zur Zahlung der Zinſen verbunden, in ſo fern nicht ein Anderes verabredet worden iſt. Zweyter Abſchnitt. Von den Rechten des Mannes an dem Brautſchatze, und der Unveräuſſerlichkeit der dazu gehörigen unbeweglichen Güter. 1549. Der Mann allein hat während der Ehe die Verwaltung des Brautſchatzes. Er allein hat das Recht, die Schuldner und Inhaber deſſelben zu belangen, die Früchte und Zinſen davon zu be⸗ ziehen, und die zurückgezahlten Capitalien in Empfang zu nehmen.„ Doch kann in der Eheberedung die Übereinkunft getrof⸗ fen werden, daß die Frau jährlich für ihren Unterhalt und ihre perſönlichen Bedurfniſſe einen Theil ihrer Einkünfte, bloß gegen ihre Quittung, beziehen ſolle. 1550. Der Mann iſt nicht ſchuldig, für den Braut⸗ ſchatz Bürgſchaft zu ſtellen, wenn ihm nicht die Ehebere⸗ dung dieſes auflegt. 1551. Beſteht der Brautſchatz ganz oder zum Theile in beweglichen Sachen, welche in der Eheberedung zu ei⸗ (*) S. Art. 1440. 192 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. claration que l'estimation n'en fait pas vente, le mari en devient propriétaire et n'est débiteur que du prix donné au mobilier. / 1552. L'estimation donnée à l'immeuble cons- titué en dot n'en transporte point la propriété au mari, s'il n'y en a déclaration expresse. 1553. L'immeuble acquis des deniers dotaux west pas dotal, si la condition de l'emploi n'a été stipulée par le contrat de mariage. Il en est de même de l'immeuble donné en paiement de la dot constituée en argent. 1554. Les immeubles constitués en dot ne peuvent être aliénés ou hypothéqués pendant le mariage, ni par le mari, ni par la femme, ni par les deux conjointement; sauf les exceptions qui suivent. 1555. La femme peut, avec l'autorisation de son mari, ou, sur son refus, aveo permission de justice, donner ses biens dotaux pour l'établisse- ment des enfants qu'elle aurait d'un mariage anté- rieur; mais si elle n'est autorisée que par justice, elle doit réserver la jouissance à son mari. 1556. Elle peut aussi, avec l'autorisation de son mari, donner ses biens dotaux pour l'établisse- ment de leurs enfants communs. 1557. L'immeuble dotal peut être aliéné lors- que Paliénation en a été permise par le contrat de mariage. 4 1558. L'immeuble dotal peut encore être aliéné avec permission de justice, et aux enchè- res, après trois affiches, Pour tirer de prison le mari ou la femme; le en re 6⸗* 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 193 nem gewiſſen Preis angeſchlagen ſind, jedoch ohne beyge⸗ fügte Erklärung, daß die Schätzung nicht für Verkauf gel⸗ ten ſolle, ſo wird der Mann Eigenthümer dieſer Sachen, und hat nur für den Preis zu haften, zu welchem ſie ange⸗ ſchlagen worden ſind. 1552. Die Schätzung eines als Brautſchatz beſtellten unbeweglichen Gutes überträgt nicht das Eigenthum auf den Mann, wenn dieſes nicht ausdrücklich erklärt worden iſt. 1553. Ein aus Geldern des Brautſchatzes erkauftes unbewegliches Gut gehört nicht zu dem Brautſchatze, wenn nicht eine ſolche Verwendung dieſer Gelder in der Ehebe⸗ redung zur Bedingung gemacht worden iſt. Eben ſo verhält es ſich mit einem unbeweglichen Gute, das für einen in baarem Gelde beſtellten Brautſchatz an Zah⸗ lungsſtatt gegeben worden iſt. 1556. Unbewegliche Güter, welche zum Brautſchatze beſtellt worden ſind, können während der Ehe weder von dem Manne, noch von der Frau, noch auch von beyden zuſammen veräuſſert oder verhypothecirt werden, mit Vor⸗ behalt der hier folgenden Ausnahmen. 1555. Die Frau kann mit Einwilligung ihres Man⸗ nes, oder, wenn dieſer ſie verweigert, mit gerichtlicher Er⸗ laubniß ihre zum Brautſchatze beſtellten Guter zur Verſor⸗ gung ihrer aus einer vorhergehenden Ehe entſproſſenen Kin⸗ der verwenden; wenn ſie jedoch die Erlaubniß dazu nur von dem Gerichte erhalten hat, ſo muß ſie ihrem Manne den Nießbrauch vorbehalten. 1556. Auch kann ſie mit Einwilligung ihres Man⸗ nes ihre zum Brautſchatze beſtellten Güter zur Verſorgung ihrer gemeinſchaftlichen Kinder verwenden. 1557. Ein zum Brautſchatze beſtelltes unbewegliches Gut kann veräuſſert werden, wenn deſſen Veräuſſerung in der Eheberedung erlaubt worden iſt. 1558. Ferner kann ein zum Brautſchatze beſtelltes unbewegliches Gut mit gerichtlicher Erlaubniß, nach erfolg⸗ ter Bekanntmachung durch dreymaligen öffentlichen An⸗ ſchlag, an den Meiſtbietenden verſteigert werden: um den Mann oder die Frau aus dem Gefängniſſe zu befreyen; Cod. N. 2 B. 1 ¶ 194 L. III. T. V. Du Contrat de Maxiage. Pour fournir des aliments à la famille dans les cas prévus par les art. 205, 205 et 206 au titre du Mariage; Pour payer les dettes de la femme ou de ceux qui ont constitué la dot, lorsque ces dettes ont une date certaine antérieure au contrat de mariage; Pour faire de grosses réparations indispen- sables pour la conservation de'immeuble dotal; Enjfn lorsque cet immeuble se trouve indivis avec des tiers, et qu'il est reconnu impartageable. Dans tous ces cas, Pexcédant du prix de la vente audessus des besoins reconnus restera dotal, et il en sera fait emploi comme tel au profit de la femme. 1559. L'immeuble dotal peut ètre échangé, mais avec le consentement de la femme, contre un autre immeuble de mèême valeur, pour les quatre cinquièmes au moins, en justifiant de l'utilité de échange, en obtenant l'autorisation en justice, et d'après une estimation par experts nommés d'of- fice par le tribunal. G Dans ce cas, l'immeuble reçu en échange se- ra dotal; Pexcédant du prix, s'il y en a, le sera aussi, et il en sera fait emploi comme tel au pro- fit de la femme. 1560. Si, hors les cas d'exception qui vien- nent d'etre expliqués, la femme ou le mari, ou tous les deux conjointement, aliènent le fonds do- tal, la femme ou ses héritiers pourront faire révo- quer Palieénation après la dissolution du mariage, sans qu'on puisse leur opposer aucune prescrip- tion pendant sa durée: la femme aura le même droit après la séparation de biens. Le mari lui-méême pourra faire révoquer Palié- nation pendant le mariage, en demeurant néan- moine sujet aux dommages et intérèts de l'ache- 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc, 195 um in den durch die Artikel 203, 295 und 206 in dem Titel von der Ehe beſtimmten Fällen der Fami⸗ lie Unterhalt zu verſchaffen; um die Schulden der Frau oder derjenigen zu bezah⸗ len, welche den Brautſchatz beſtellt haben, in ſo fern dieſe Schulden erweislich älter ſind, als die Eheberedung; um an dem zum Brautſchatze gehörigen unbeweglichen Gute Hauptreparaturen vorzunehmen, welche zu deſſen Er⸗ haltung unumgänglich nothwendig ſind; endlich wenn dieſes unbewegliche Gut mit dritten Per⸗ ſonen in ungetheilter Gemeinſchaft beſeſſen, und als un⸗ theilbar befunden wird. In allen dieſen Fällen nimmt das, was von dem Kaufpreiſe nach Beſtreitung der anerkannten Bedürfniſſe übrig bleibt, die Natur des Brautſchatzes an, und muß als ſolcher zum Vortheile der Frau wieder angelegt werden. 1559. Ein zum Brautſchatze gehöriges unbewegliches Gut kann mit Bewilligung der Frau gegen ein anderes unbewegliches Gut, das jenem wenigſtens bis zu vier Fünf⸗ teln an Werth gleich kommt, vertauſcht werden, wenn die Nützlichkeit des Tauſches erwieſen, und nach vorhergegan⸗ gener Schätzung durch Sachverſtändige, welche das Gericht von Amtswegen ernennt, die Genehmigung des Gerichtes ausgewirkt wird. Das eingetauſchte unbewegliche Gut wird in dieſem Falle Theil des Brautſchatzes, wie auch das etwa noch zu⸗ gelegte baare Geld, welches in dieſer Eigenſchaft zum Nutzen der Frau wieder angelegt werden muß. 1560. Wenn auſſer den ſo eben als Ausnahme an⸗ geführten Fällen die Frau oder der Mann oder auch beyde zuſammen ein zum Brautſchatze gehöriges unbewegliches Gut veräuſſern, ſo können die Frau oder ihre Erben nach aufgelöſter Ehe die Veräuſſerung für ungiltig erklären laſ⸗ ſen, ohne daß ihnen irgend eine in den Zeitraum der be⸗ ſtandenen Ehe fallende Verjährung entgegengeſetzt werden könnte; eben dieſes Recht hat die Frau nach erfolgter Gü⸗ terabſonderung. Selbſt der Mann kann während der Ehe die Veräuſ⸗ ſerung für ungiltig erklären laſſen; dem Käufer bleibt er je⸗ doch zum Schadenserſatze verpflichtet, wenn er nicht bey I 196 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. teur, s'il n'a pas déclaré dans le contrat que le bien vendu était dotal. 156 z. Les immeubles dotaux non déclarés aliénables par le contrat de mariage, sont impres- criptibles pendant le mariage, à moins que la prescription n'ait commencé auparavant. Ils deviennent néanmoins prescriptibles après la séparation de biens, quelle que solt l'spoque à laquelle la prescription ait commencé. 3 1562. Leé mari est tenu à l'égard des biens dotaux, de toutes les obligations de l'usufruitier. Il est responsable de toutes prescriptions ac- quises et détériorations survenues par sa négli- gence. 1563. Si la dot est mise en péril, la femme peut poursuivre la séparation de biens, ainsi qu'il est dit aux articles 1443 et suivants. SECTION III. De la Restttution de la Dot. 1564. Si la dot consiste en immeubles, OQu en meubles non estimés par le contrat de mariage, ou bien mis à prix, avec déclaration que l'estimation n'en ôte pas la propriété à la feomme, Le mari ou ses héritiers peuvent être con- traints de la restituer sans délai, après la dissolu- tion du mariage. 1565. Si elle consiste en une somme d'argent, Ou en meubles mis à prix par le contrat, sans déclaration que l'estimation n'en rend pas lé mari propriétaire, (*) S. Art, 2255. 3) Er iſt fuͤr jede Verjaͤhrung, welche erworben werden koͤnnte, und jede durch ſeine Nachlaͤſſigkeit entſtandene Verſchlimmerung verantwortlich L. Er iſt fuͤr alle in⸗ zwiſchen vollendete Verjaͤhrungen, und fuͤr alle aus ſei⸗ ——— 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 197 dem Vertrage erklärt hat, daß das verkaufte Gut zum Brautſchatz gehöre. 15642. Zum Brautſchatze gehörige unbewegliche Gü⸗ ter, die nicht in der Eheberedung für veräuſſerlich erklärt wurden, ſind während der Ehe keiner Verjährung unter⸗ worfen, wenn dieſe nicht ſchon früher ihren Anfang ge⸗ nommen hat.(*) Sie werden jedoch verjährbar nach erfolgter Güterab⸗ ſonderung, in welchem Zeitpuncte auch die Verjährung ih⸗ ren Anfang genemmen haben mag. 1562. Der Mann hat in Anſehung des Brautſcha⸗ tzes alle Verbindlichkeiten eines Nutznießers zu erfüllen. Er iſt für jede durch ſeine Nachläſſigkeit vollendete Ver⸗ jährung und entſtandene Verſchlimmerung verantwortlich. ³) 1563. Wenn der Brautſchatz in Gefahr iſt, ſo kann die Frau um die Abſonderung der Güter nachſuchen, ſo wie es im 1443. und den folgenden Artikeln beſtimmt iſt. Dritter Abſchnitt. Von der Zurückgabe des Brautſchatzes. 1564.„Beſteht der Brautſchatz in unbeweglichen Gütern, oder in beweglichen Sachen, die in der Eheberedung gar nicht, oder mit der Erklärung geſchätzt wurden, daß die Schätzung das Eigenthum derſelben der Frau nicht entzie⸗ hen ſolle, ſo kann der Mann oder deſſen Erben gezwungen wer⸗ den, ihn nach Auflöſung der Ehe unverzüglich zurückzu⸗ geben. 1565. Beſteht er in einer Summe Geldes, oder in beweglichen Sachen, die in der Eheberedung zu einem gewiſſen Preis angeſchlagen wurden, ohne beyge⸗ fügte Erklärung, daß die Schätzung den Mann nicht zum Eigenthümer derſelben machen ſolle, ner Nachlaͤſſigkeit entſtandene Verſchlimmerungen ver⸗ antwortlich.§. Er iſt für jede Verjaͤhrung, die inzwi⸗ ſchen vollendet worden, und fuͤr alle Verſchlimmerun⸗ gen, die aus ſeiner Nachlaͤſſigkeit entſtanden ſind, ver⸗ antwortlich. D. u. M. — ͦ— 198 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. La restitution n'en peut être exigée qu'un an après la dissolution.— 8 1566. Si les meubles dont la propriété reste à la femme ont dépéri par l'usage et sans la faute du mari, il ne sera tenu de rendre que ceux qui resteront, et dans l'état ou ils se trouveront. Et néanmoins, la femme pourra, dans tous les cas, retirer les linges et hardes à son usage ac- tuel, sauf à précompter leur valeur, lorsque ces linges et hardes auront été primitivement consti- tués avec estimation. 1567. Si la dot comprend des obligations, ou constitutions de rente qui ont péri, ou souffert des retranchements qu'on ne puisse imputer à la négligence du mari, il n'en sera point tenu, et il en sera quitte en restituant les contrats.* 1568. Si un usufruit a été constitué en dot, le mari ou ses héritiers ne sont obligés, à la disso- lution du mariage, que de restituer le droit d'usu- fruit, et non les fruits échus durant le. mariage. 1 1569. Si le mariage a duré dix ans depuis l'é- chéance des termes pris pour le paiement de la dot, la femme ou ses héritiers pourront la répéter con- tre le mari apréès la dissolution du mariage, sans être tenus de prouver qu'il Pa regue, à moins qu'il ne justifiät de diligences inutilement par lui faites pour s'en procurer ie paiement. 1570. Si le maxiage est dissous par la mort de la femme, l'intérèt et les fruits de la dot à resti- tuer courent de plein droit au profit de ses héri- tiers depuis je jour de la dissolution. Si c'est par la mort du mari, la femme a le choix d'exiger les intérèts de sa dot pendant l'an du deuil, ou de se faire fournir des aliments pen- dant ledit temps aux dépens de la succession du mari; mais, dans les deux cas, l'habitation durant cette année, et les habits de deuil, doivent lui — 36 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 199 ſo kann deſſen Zurückgabe erſt ein Jahr nach Auflöſung der Ehe gefordert werden. 1566. Wenn die in dem Eigenthume der Frau ge⸗ bliebenen beweglichen Sachen durch den Gebrauch und ohne Verſchulden des Mannes abgenutzt worden ſind, ſo iſt er nur verbunden, die noch vorhandenen, und in dem Zu⸗ ſtande, worin ſie ſich befinden, zurückzugeben. In allen Fällen kann jedoch die Frau das Weiszeug und die Kleidungsſtücke, die zu ihrem wirklichen Gebrauche dienen, zurücknehmen, doch muß ſie, wenn dieſes Weis⸗ zeug und Kleidungsſtücke urſprünglich mit beygefügter Schätzung zum Brautſchatze beſtellt worden waren, ſich de⸗ ren Werth in Abrechnung bringen laſſen. 2567. Wenn der Brautſchatz Schuldforderungen oder Renten in ſich begreift, die entweder verloren gegangen ſind, oder eine Verminderung erlitten haben, welche man der Nachläſſigkeit des Mannes nicht zur Laſt legen kann, ſo hat er dafür nicht zu haften, und wird durch die Zurückgabe der Vertragsurkunden von aller Verbindlichkeit frey. 1568. Iſt der Nießbrauch an einer Sache zum Brautſchatze beſtellt worden, ſo iſt der Mann oder ſeine Erben bey Auflöſung der Ehe nur verbunden, das Recht des Nießbrauches, nicht aber auch die während der Ehe fäl⸗ lig gewordenen Nutzungen zurückzugeben. 1569. Hat die Ehe ſeit dem Ablaufe der zur Zahlung des Brautſchatzes beſtimmten Friſten zehn Jahre beſtanden, ſo können die Frau oder ihre Erben nach aufgelöſter Ehe den Brautſchatz von dem Manne zurückfordern, ohne zu dem Beweiſe verbunden zu ſeyn, daß er ihn wirklich em⸗ pfangen habe; es müßte denn der Mann erweiſen, daß er ſich vergeblich bemuͤht habe, die Zahlung deſſelben zu er⸗ langen. 1570. Iſt die Ehe durch den Tod der Ehefrau auf⸗ gelöſt worden, ſo gebühren ihren Erben kraft des Geſetzes die Zinſen und Früchte des zurückzugebenden Brautſchatzes von dem Tage der Auflöſung an. Erfolgte die Auflöſung der Ehe durch den Tod des Mannes, ſo hat die Ehefrau die Wahl, entmeder die Zin⸗ ſen ihres Brautſchatzes während des Trauerjahres zu for⸗ fern, oder ſich während dieſer Zeit aus dem Nachlaſſe des Mannes den Ünterhalt reichen zu laſſen; in beyden Fällen muß ihr aber die Wohnung während. dieſes Jahrs nebſt den 200 L. III. T. V. DuContrat de Mariage. Stre fournis sur la succession, et sans imputation sur les intérêts à elle dus. 1571. A la dissolution du mariage, les fruits des immeubles dotaux se partagent entre le mari et la femme ou leurs héritiers, à proportion du temps qu'il a duré, pendant la dernière année. L'année commence à partir du jour où le ma- riage a été célébré. 1572. La femme et ses héritiers n'ont point de privilége pour la répétition de la dot sur les cré- anciers antérieurs à elle en hypothèque. 1573. Si le mari était dejà insolvable, et n'a- vait ni art ni profession lorsque le pêre a constitué une dot à sa fille, celle-ci ne sera tenue de rap- porter à la succession du père que l'action qu'elle a contre celle de son mari, pour s'en faire rem- bourser. Mais si le mari niest devenu insolvable que depuis le mariage, Ou s'il avait un métier ou une profession qui lui tenait lieu de bien, La perte de la dot tombe uniquement sur la femme. * SEOCTION IV. Des Biens paraphernauoc. 1574. Tous les biens de la femme qui n'ont pas été constitués en dor, sont paraphernaux. 1575. Si tous les biens de la femme sont pa- raphernaux, et s'il n'y a pas de convention dans le contrat pour lui faire supporter une portion des charges du mariage, la femme y contribue jusqu'à concurrence du tiers de ses revenus. 1576. La femme a l'administration et la jouis- sance de ses biens paraphernaux.. Mais elle ne peut les aliéner ni paraitre en jugement à raison desdits biens, sans l'autorisation 3s B. 3r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 2⁰1 Trauerkleidern aus dem Nachlaſſe verſchafft werden, ohne daß dieſe Gegenſtände von den ihr gebührenden Zinſen ab⸗ gerechnet werden dürfen. 1574. Bey erfolgter Auflöſung der Ehe werden die Früchte der zum Brautſchatze beſtellten unbeweglichen Gü⸗ ter nach Verhältniß der Zeit, welche die Ehe imn letzten Jahre beſtanden hat, zwiſchen dem Manne und der Frau oder ihren Erben getheilt. Das Jahr nimmt ſeinen Anfang mit dem Tage, da die Ehe geſchloſſen worden iſt. 1572. Die Frau und ihre Erben haben bey der Zu⸗ rückforderung des Brautſchatzes kein Vorzugsrecht vor den mit einer älteren Hypotheck verſehenen Gläubigern. 15735. Wenn der Mann zu der Zeit, als der Vater ſeiner Tochter einen Brautſchatz beſtellte, bereits zahlungs⸗ unfähig war, und weder eine Kunſt noch ein Gewerbe trieb, ſo iſt dieſe zur väterlichen Erbſchaftsmaſſe weiter nichts zu conferiren verbunden, als das ihr auf Erſatz ihres Braut⸗ ſchatzes gegen den Nachlaß ihres Mannes zuſtehende Kla⸗ gerecht. Iſt aber der Mann erſt nach geſchloſſener Ehe zah⸗ lungsunfähig geworden, oder trieb er ein Handwerk oder ein Gewerbe, das bey ihm die Stelle des Vermögens erſetzte, ſo hat die Frau den Verluſt des Brautſchatzes allein zu tragen. Vierter Abſchnitt. Von dem Paraphernalvermögen. 1574. Alles Vermögen der Frau, das nicht zum Brautſchatze beſtellt wurde, iſt Paraphernalvermögen. 1575. Wenn das ganze Vermoͤgen der Frau Para⸗ phernalvermögen iſt, und die Eheberedung keine Überein⸗ kunft enthält, vermöge deren ſie einen beſtimmten Antheil an den Laſten der Ehe übernehmen muß, ſo trägt ſie dazu bis zum Betrage eines Drittels ihrer Einkünfte bey. 1576. Die Frau hat die Verwaltung und den Genuß ihres Paraphernalvermögens. Sie kann es jedoch weder veräuſſern noch auch in An⸗ ſehung deſſelben vor Gericht auftreten, ohne dazu von ih⸗ 2 8 3/ 202 L. III. T. V. Du Contrat de Mariage. du mari, ou, à son refus, sans la permission de la justice.— 1577. Si la femme donne sa procuration au mari pour administrer ses biens paraphernaux, avec charge de luu rendre compte des fruits, il se- ra tenu vis- à-vis d'elle comme tout mandataire. 1578. Si le mari a joui des biens parapher- naux de sa femme, sans mandat, et néanmoins sans opposition de sa part, il n'est tenu, à la dis- solution du mariage, ou à la première demande de la femme, quꝰ'dà la représentation des fruits exis- tants, et il n'est point comptable de ceux qui ont été consommés jusqu'alors. 1579. Si le mari a joui des biens parapher- naux malgré l'opposition constatée de la femme, il est comptable envers elle de tous les fruits tant existants que consommés.. 1580. Le mari qui jauit des biens parapher- naux, est tenu de toutes les obligations de lusu- fruitier. Digposition particulière. .. 1581. En se soumettant au régime dotal, les époux peuvent néanmoins stipuler une sociéte 7 △ C=.z—— d'acquêts, et les effets de cette société sont réglés comme il est dit aux articles 1498 et 1499. (*) S. Art. 217. 4 9) Aber ſie kann es weder veraͤuſſern, noch ohne Auto⸗ riſation des Mannes, oder, wenn dieſer ſich weigert, ohne Erlaubniß des Gerichtes in Ruͤckſicht dieſes Ver⸗ ———. 38 B. 5r T. Von dem Ehevertrage ꝛc. 2⁰⁵ rem Manne, oder, auf deſſen Weigerung, von dem Ge⸗ richte ermächtiget zu ſeyn. 9)(*) 1677. Gibt die Frau dem Manne Vollmacht zur Verwaltung ihres Paraphernalvermögens, unter der Be⸗ dingung, ihr die Früchte zu berechnen, ſo ſteht er ge⸗ gen ſie in demſelben Verhältniſſe, wie jeder andere Bevoll⸗ mächtigte. 1578. Hat der Mann das Paraphernalvermögen ſei⸗ ner Frau zwar ohne Vollmacht, aber auch ohne ihren Wi⸗ derſpruch, benutzt, ſo iſt er bey Auflöſung der Ehe oder auf die erſte von ihr gemachte Anforderung nur zur Ausliefe⸗ rung der noch vorräthigen Früchte verbunden, aber nicht ſchuldig, uber die bis dahin verbrauchten Rechnung ab⸗ zulegen. 1579. Hat der Mann, des erwieſenen Widerſpruchs ſeiner Frau ohngeachtet, das Paraphernalvermögen be⸗ nutzt, ſo iſt er verbunden, ihr alle ſowohl noch vorräthigen als bereits verbrauchten Früchte zu berechnen. 1580. Der Mann, welcher das Paraphernalvermö⸗ gen benutzt, muß alle Verbindlichkeiten eines Nutznießers erfüllen. Beſondere Verfuͤgung. 1581. Die Ehegatten, welche ſich dem Rechtsver⸗ hältniſſe des Brautſchatzes unterwerfen, können demohnge⸗ achtet eine Gemeinſchaft des Erwerbes verabreden, und die Wirkungen dieſer Vereinigung richten ſich nach den Beſtim⸗ mungen des 1498. und 1499. Artikels. möͤgens vor Gericht ſtehen. D. u. M. Aber ſie kann es weder veraͤuſſern, noch in Anſehung deſſelben, ohne Ge⸗ nehmigung des Mannes, oder wenn dieſer ſolche ver⸗ weigert, ohne gerichtliche Genehmigung vor Gericht er⸗ ſcheinen. E. L. III. T. VI. De la Vente. TITIRE SIXIkKME. De la Vente. (Déerété le 6 mars 1804. Promulgué le 16 du même mois.) 1 CHAPITRE PREMIER. De la Nature et de la Forme de la vente. 1582. La vente est une convention par la- quelle l'un s'oblige à livrer une chose, et l'autre aà la payer. Elle peut être faite par acte authentique, ou Sous Seing PriVé. 1583. Elle est parfaite entre les parties, et la propriété est acquise de droit à l'acheteur à T'égard du vendeur, dès qu'on est convenu de la chose et du prix, quoique la chose n'ait pas en- core été livree ni le prix payé.. 1584. La vente peut être faite purement et simplement, ou sous une condition soit suspen- sive, soit résolutôire. Elle peut aussi avoir pour objet deux ou plusieurs choses alternatives. Dans tous ces cas, son effet est réglé par les principes généraux des conventions. 1585. Lorsque des marchandises ne sont pas vendues en bloc, mais au poids, au compte ou à la mesure, la vente n'est point parfaite, en ce sens que les choses vendues sont aux risques du vendeur jusqu'à ce qu'elles soient pesées, comp- tées ou mesurées; mais l'acheteur peut en de- mander ou la délivrance ou des dommages- inté- rèêts, s'il y a lieu, en cas d'inexécution de l'en- gagement. 1) ſo iſt der Verkauf nicht ſoweit vollendet, daß der Ver⸗ kaͤufer die Gefahr Wegen verkaufter Sachen eher truͤge, als bis dieſelsen abgewogen ꝛc. worden ſind; E. (5 — 38 B. 6r T. Von dem Kaufvertrage. 2⁰5 Sechster Titel. Von dem Kaufvertrage. (Decretirt den 6. Maͤrz 1804. Promulgirt den 16. deſſel⸗ ben Monats.) Erſtes Capitel. Von der Natur und der Form des Kaufpvertrags. 1582. Der Kauf iſt ein Vertrag, wodurch ein Theil ſich verpflichtet, eine Sache zu überliefern, und der ande⸗ re, ſie zu bezahlen. Er kann durch eine öffentliche oder durch eine Privat⸗ urkunde geſchloſſen werden. 1583. Er iſt unter den Partheyen vollkommen, und das Eigenthum geht in Rückſicht des Verkäufers kraft des Geſetzes auf den Käufer über, ſo bald man über die Sache und den Preis übereingekommen iſt, wenn gleich die Sache noch nicht überliefert und der Preis noch nicht gezahlt wor⸗ den iſt. 158 4. Der Kaufvertrag kann ſowohl unbedingt, als unter einer aufſchiebenden oder auflöſenden Bedingung ge⸗ ſchloſſen werden. Er kann auch zwey oder mehrere Sachen alternativ zum Gegenſtande haben. In allen dieſen Fällen richten ſich ſeine Wirkungen nach den allgemeinen Grundſätzen von den Verträgen. 1585. Sind Waaren nicht in Bauſch und Bogen, ſondern nach Gewicht, Zahl oder Maaß verkauft worden, ſo iſt der Verkauf in ſo fern noch nicht vollkommen, daß der Verkäufer die Gefahr der verkauften Sachen ſo lange trägt, bis ſie zugewogen, zugezählt oder zugemeſſen worden ſind 1); allein der Käufer kann doch entweder ihre Über⸗ lieferung, oder, im Falle der Nichterfüllung des Verſpre⸗ chens, nach Beſchaffenheit der Umſtände, Schadenserſatz fordern. 2) 2) dennoch aber kann der Kaͤufer, dafern das Verſpre⸗ chen unerfullt bleibt, entweder die Auslieferung, oder, nach Maaßgabe der Umſtaͤnde, Schadenerſatz fodern. E. 2⁰6 L. III. T. VI. De la Vente. 1586. Si, au contraire, les marchandises ont été vendues en bloc, la vente est parfaite, quoi- sées, comptées ou mesurées.. 1587. A P'égard du vin, de l'huile, et des autres choses que l'on est dans l'usage de goü- ter avant d'en faire l'achat, il n'y a point de vente tant que l'acheteur ne les a pas goütées et agréées.— 5— 1588. La vente faite à l'essai est toujours présumée faite sous une condition suspensive. — — ͦ————— 1589. La promesse de vente vaut vente parties sur la chose et sur le prix. —ÿõöxöxöi 1590. Si la promesse de vendre a été faite avec des arrhes, chacun des contractants est mai- tre de s'en départir, Celui qui les a données, en les perdant, FEt celui qui les a reçues, en restituant le double.. 1591. Le prix de la vente doit être détermi- né èt designé par les parties. *¾ 1592. II peut cependant être laissé à l'arbi- 1 trage d'un tiers: si le tiers ne veut ou ne peut fai- . re l'estimation, il n'y a point de vente. 2 1593. Les frais d'actes et autres accessoires à la vente, sont à la charge de l'acheteur. CHAPITRE II. Qui peut acheter ou vendre. 1594. Tous ceux auxquels la löi ne l'interdit “ pas, peuvent acheter ou vendre. 1 1595. Le contrat de vente ne peut avoir lieu entre époux que dans les trois cas suixants: que les marchandises n'aient pas encore été pe- lorsqu'il y a consentement réciproque des deux 33 B. 6r T. Von dem Kauſvertrage. 20 1586. Sind hingegen die Waaren in Bauſch und' Bogen verkauft worden, ſo iſt der Verkauf vollkommen ³), wenn gleich die Waaren noch nicht zugewogen, zugezählt oder zugemeſſen worden ſind.— 1587. In Anſehung des Weins, Ohls und anderer Sachen, die man zu koſten pflegt, ehe man ſie kauft, iſt kein giltiger Kauf vorhanden, ſo lange der Käufer ſie nicht gekoſtet und gut befunden hat. 1585. Ein auf Probe geſchloſſener Kauf iſt immer ſo anzuſehen, als wäre er unter einer aufſchiebenden Be⸗ dingung eingegangen worden. 1589. Das Verſprechen, etwas zu verkaufen, gilt als wirklicher Verkauf, ſo bald die gegenſeitige Einwilli⸗ gung beyder Theile über die Sache und den Preis vorhan⸗ den iſt. 1590. Wenn bey dem Verſprechen, etwas zu ver⸗ kaufen, eine Draufgabe gegeben wurde, ſo iſt jeder der Eontrahenten berechtiget, davon abzugehen; derjenige, der die Draufgabe gegeben hat, wenn er ihr entſagt, und derjenige, der ſie empfangen hat, wenn er das Doppelte zurückgibt. 1591. Den Kaufpreis müſſen die Partheyen beſtim⸗ men und genau angeben. 1592. Doch kann dieſe Beſtimmung dem Gutachten eines Dritten überlaſſen werden; will oder kann dieſer Dritte den Preis nicht beſtimmen, ſo iſt kein Verkauf vorhanden. 1593. Die Koſten für die Urkunden, und andere durch den Verkauf veranlaßte Koſten, fallen dem Käufer zur Laſt. Zweytes Capitel. Wer kaufen und verkaufen kann. 1594. Kaufen oder verkaufen hann jeder, dem es das Geſetz nicht unterſagt. 1595. Unter Ehegatten kann ein Kaufvertrag nur in folgenden drey Fällen Statt finden: 3) vollzogen. E. —ꝛ— —ü4½— 2⁰⁸ L. III. T. VI. De la Vente. 10 Celui ou l'un des deux époux cède des biens à l'autre, séparé judiciairement d'avec lui, en paie- ment de ses droits: 1 Celui ou la cession que le mari fait à sa 0 2 femme, meme non séparée, a une cause légitime, telle que le remploi de ses immeubles aliénés, ou de deniers à elle appartenant, si ces immeubles ou deniers ne tombent pas en communauté; 3⁰° Celui ouð la femme cède des biens à son mari en paiement d'une somme qu'elle lui aurait promise en dot, et lorsqu'il y a exclusion de communauté; Sauf, dans ces trois cas, les droits des héri- tiers des parties contractantes, s'il y a avantage indirect. 3 1596. Ne peuvent se rendre adjudicataires, sous peine de nullité, ni par eux- mémes, ni par personnes interposées, Les tuteurs, des biens de ceux dont ils ont la tutelle; Les mandataires, des biens qu'ils sont char- gés de vendre; Les administrateurs, de ceux des communes ou des établissements publics confiés à leurs soins; Les officiers publics, des biens nationaux dont les ventes se font par leur ministère. 1597. Ees juges, leurs suppléants, les ma- gistrats remplissant le ministère public, les gref- fiers, huissiers, avoués, défenseurs officieux et notaires, ne peuvent devenir cessionnaires des pro- cès, droits èt actions litigieux qui sont de la com- pétence du tribunal dans le ressort duquel ils exer- cent leurs fonctions, à peine de nullite, et des dé- pens, dommages et intéréèts.— ————& 38 B. é6r T. Von dem Kaufvertrage. 2⁰9 1.) wenn einer der beyden Ehegatten nach erfolgter gerichtlicher Güterabſonderung dem andern für ſeine Anſprü⸗ che Guter an Zahlungsſtatt abtritt; 2.) wenn der von dem Manne an ſeine, auch nicht abgeſonderte, Frau geſchehenen Abtretung eine recht mäßige Urſache zum Grunde liegt, z. B. der Erſatz ihrer veräuſſer⸗ ten unbeweglichen Güter oder der ihr zugehörigen Baar⸗ ſchaft, in ſo fern dieſe unbeweglichen Guͤter oder baaren Gelder nicht in die Gütergemeinſchaft fallen; 3.) wenn die Frau ihrem Manne einen Theil ihres Vermögens zur Bezahlung der Summe abtritt, welche ſie ihm als Brautſchatz verſprochen hatte, im Falle nämlich die Gütergemeinſchaft ausgeſchloſſen iſt; Doch bleiben in dieſen drey Fällen, wenn dabey eine mittelbare Begünſtigung eintritt, den Erben der contrahi⸗ renden Theile ihre Rechte vorbehalten. 1596. Es dürfen, bey Strafe der Nichtigkeit, we⸗ der ſelbſt noch durch Mittelsperſonen an ſich ſteigern, Vormünder die Güter derjenigen, über welche ſie die Vormundſchaft fuͤhren; Bevollmächtigte die Güter, deren Verkauf ihnen aufge⸗ tragen iſt; Verwalter die Güter der Gemeinden oder öffentlichen Anſtalten, die ihrer Fürſorge anvertraut ſind; öffentliche Beamte die Nationalguter, deren Verkauf durch ſie geſchieht. 1597. Die Richter, deren Stellvertreter, die kaiſer⸗ lichen Procuratoren und ihre Subſlituten, die Gerichts⸗ ſchreiber, Huiſſiers, Sachwalter, öffentlichen Vertheidi⸗ ger und Notarien können bey Strafe der Nichtigkeit und des Koſten⸗ und Schadenserſatzes ſich keine Proceſſe, ſtrei⸗ tigen Rechte und Klagen abtreten laſſen, deren Entſcheidung vor das Gericht gehört, in deſſen Bezirke ſie ihre Amts⸗ verrichtungen ausüben. Cod. N. 2. B. 14 210 L. III. T. VI. De la Venie. CHAPITRE III. Des Choses qui peuvent étre vendues. 1598. Tout ce qui est dans le commeree, peut érre vendu, lorsque des lois particulières n'en ont pas prohibé l'aliénation. 1599. La vente de la chose d'autrui est nulle: elle peut donner lieu aàa des dommages- intérèts 1 lorsque l'acheteur a ignoré que la chose füt à autrui. personne vivante, même de son consentement. 1601. Si au moment de la vente la chose ven- due était périe en totalité, la vente serait nulle. 4 3 Si une partie seulement de la chose est périe, il est au choix de l'acquéreur d'abandonner la ven- 1 te, ou de demander la partie conservée, en faisant 4 déterminer le prix par la ventilation. 1 CHAPITRE IV. 1 3 Des Obligations du Vendeur. SECTION PREMIERE. Dispogitions générales. 1 1602. Le vendeur est tenu d'expliquer clai- rement ce à quoi il s'oblige. Tout pacte obscur ou ambigu s'interprète 6. contre le vendeur. 4 1603. Il a deux obligations principales, cell 6 de délivxer et celle de garantir la chose qu'il vend. 1600. On ne peut vendre la succession d'une 3s B. 6r T. Von dem Kaufvertrage. 24 Drittes Capitel. Von den Sachen, welche verkauft werden koͤnnen. 1598. Alle Sachen, welche dem Verkehre nicht ent⸗ zogen ſind, können verkauft werden, in ſo fern nicht be⸗ ſondere Geſetze deren Veräuſſerung verbieten.— 1599. Der Verkauf einer fremden Sache iſt nichtig; er kann jedoch eine Klage auf Schadenserſatz begründen, wenn der Käufer nicht wußte, daß die Sache einem An⸗ dern zugehöre. 1600. Den künftigen Nachlaß einer noch lebenden Perſon kann man, ſelbſt mit ihrer Bewilligung, nicht ver⸗ kaufen. 3 1601. War in dem Augenblicke des Verkaufes die verkaufte Sache ganz zu Grunde gegangen, ſo iſt der Ver⸗ kauf nichtig. War nur ein Theil der Sache zu Grunde gegangen, ſo hat der Käufer die Wahl, entweder von dem Vertra⸗ ge abzugehen, oder den ubrig gebliebenen Theil zu fordern, deſſen Preis alsdann nach ſeinem Verhältniſſe zum Ganzen durch Abſchätzung beſtimmt wird. Viertes Capitel. Von den Verbindlichkeiten des Verkaͤufers. Erſter Abſchnitt. Allgemeine Verfügungen. 1602. Der Verkäufer iſt ſchuldig, dasjenige, wozu er ſich verbindlich macht, deutlich auszudrücken. Jeder dunkle oder zweydeutige Vertrag iſt gegen den Verkäufer auszulegen.(*†) 1603.— Ihm liegen zwey Hauptverbindlichkeiten ob, nämlich die verkaufte Sache zu überliefern, und die Ge⸗ währ dafür zu leiſten. (*) S. Art. 1162. 14 L. III. T. VI. De la Vente. SECTION II. 9 De la Dôélivrance. 1 1604. La délivrance est le transport de la i chose vendue en la puissance et possession de Pa- cheteur. 1605. L'obligation de délivrer les immeubles est remplie de la part du vendeur lorsqu'il a remis les clefs, s'il s'agit d'un batiment, ou lorsqu'il a V remis les titres de propriété. 1606. La délivxance des effets mobiliexs s'opère, Ou par la tradition réelle, Ou par la remise des clefs des bätiments qui les contiennent, OQu meme par le seul consentement des par- 1 3 ties, si le transport ne peut pas s'en faire au mo- ment de la vente, ou si Pacheteur les avait déjà en son pouvoir à un autre titre. 1607. La tradition des droits incorporels se fait, ou par la remise des titres, ou par Pusage que Tacquéreur en fait du consentement du vendeur. 1608. Les frais de la délivrance sont à la char- ge du vendeur, et ceux de l'enlèvement à la char- ge de l'acheteur, s'il n'y a eu stipulation contraire. 1609. La délivrance doit se faire au lieu ou était, au temps de la vente, la chose qui en a fait Tobjet, s'il n'en a été autrement convenu. 1 1610. Si le vendeur manque à faire la déli- vrance dans le temps convenu entre les parties, ''acquéreur pourra, à son choix, demander la ré- solution de la vente, ou sa mise en possession, si le retard ne vient que du fait du vendeur 1611. Dans tous les cas, le vendeur doit étre condamné aux dommages et intéréts, s'il résulte 38 B. 6r T. Von dem Kaufvertrage. 215 Zweyter Abſchnitt. Von der Uüberlieferung. 1604. Die UÜberlieferung iſt die Übergabe der ver⸗ kauften Sache in die Gewalt und den Beſitz des Käufers. 1605. Die Verbindlichkeit zur Überlieferung unbe⸗ weglicher Güter iſt von dem Verkäufer erfüllt, wenn er die Schlüſſel eingehändiget hat, in ſo fern von einem Ge⸗ bäude die Rede iſt, oder wenn er die das Eigenthum be⸗ weiſenden Urkunden ausgeliefert hat. 1606. Die Überlieferung beweglicher Sachen ge⸗ ſchieht,„ entweder durch wirkliche Ubergabe; oder durch Einhändigung der Schlüſſel der Gebäude, worin dieſelben ſich befinden; oder auch durch die bloße Einwilligung der Partheyen, wenn die Ubergabe zur Zeit des Verkaufes nicht geſchehen kann, oder wenn der Käufer die Sachen ſchon aus einem andern Rechtsgrunde in ſeiner Gewalt hatte. 1607. Die UÜberlieferung unkörperlicher Rechte ge⸗ ſchieht entweder durch Einhändigung der Urkunden(*), oder durch den Gebrauch, welchen der Käufer mit Bewilli⸗ gung des Verkäufers davon macht. 1608. Die Koſten der überlieferung hat der Verkäu⸗ fer, und die der Wegſchaffung der Käufer zu tragen, wenn nicht das Gegentheil ausgemacht worden iſt. 1609. Die Überlieferung muß an dem Orte geſche⸗ hen, wo die verkaufte Sache ſich zur Zeit des Verkaufes befand, wenn nicht ein Anderes ausgemacht worden iſt. G*) 1610. Unterläßt der Verkäufer die Überlieferung bin⸗ nen der ven den Partheyen verabredeten Zeit, ſo kann der Käufer, wenn anders der Verkäufer allein im Verzug iſt, nach freyer Wahl verlangen, entweder daß der Vertrag aufgehoben, oder daß er in den Beſitz geſetzt werde.(†**) 1611. In jedem Falle muß der Verkäufer zum Scha⸗ denserſatze verurtheilt werden, wenn dem Käufer ein Nach⸗ (*) S. Art. 1639. (**) S. Art. 1247. (***) S. Art. 1184. 214 L. III. T. VI. De la Vente. un préjudice pour l'acquéreur, du défaut de déli- vrance au terme convenu. 1612. Le vendeur n'est pas tenu de délivrer la chose si l'acheteur n'en paye pas le prix, et que le vendeur ne lui ait pas accordé un dẽélai pour le palement. 1613. Ilne sera pas non plus obligé à la déli- vrance, quand méème il aurait accordé un délai pour le paiement, si, depuis la vente, l'acheteur est tombé en faillite ou en état de déconfiture, en sorte que le vendeur se trouve en danger immi- nent de perdre le prix; à moins que l'acheteur ne lui donne caution de payer au terme. 1614. La chose doit etre délivrée en l'état cu elle se trouve au moment de la vente. Depuis ce jour, tous les fruits appartiennent à Pacquéreur. 1615. L'obligation de délivrer la chose com- prend ses accessoires et tout ce qui a été destiné à son usage perpéruel. 1616. Le vendeur est tenu de délivrer la con- tenance telle qu'elle est portée au contrat, sous les modifications ci-après exprimées. 1617. Si la vente d'un immeuble a été faite avec indication de la contenance, à raison de tant la mesure, le vendeur est obligé de délivxer à l'ac- quéreur, s'il Pexige, la quantité indiquée au con- trat; Et si la chose ne lui est pas possible, ou si l'acquéreur ne l'exige pas, le vendeur est obligé de souffrir une diminution proportionnelle du prix. 1618. Si, au contraire, dans le cas de l'ar- ticle précédent, il se trouve une contenance plus (†) S. Art. 1146. 4) Wenn der Verkauf eines Immoͤbels mit Angabe des Flaͤcheninhalts, zu ſo viel eine beſtimmte Groͤße, ge⸗ ſchehen iſt, L. Iſt ein Grundſtuͤck mit Angabe ſeines Flaͤcheninhalts, die beſtimmte Groͤße fuͤr ſo und ſo viel, verkauft worden, D. Wenn ein unbewegliches 38 B. 6r T. Von dem Kaufvertrage. 215 theil daraus erwächſt, daß die Uberlieferung nicht zur ver⸗ abredeten Zeit geſchehen iſt.(*†) 1612. Der Verkäufer iſt nicht ſchuldig, die Sache zu überliefern, wenn der Käufer den Kaufpreis nicht bezahlt, im Falle der Verkäufer ihm keine Zahlungsfriſt bewilli⸗ get hat. 1613. Selbſt in dem Falle, wo er eine Zahlungs⸗ friſt bewilliget hatte, iſt er dennoch vicht zur Überlieferung verbunden, wenn der Käufer ſeit dem Verkaufe entweder in Concurs oder in Vermögensverfall gerathen iſt, ſo daß der Verkäufer augenſcheinlich Gefahr läuft, den Kaufpreis zu verlieren; es müßte denn der Käufer ihm Bürgſchaft da⸗ füͤr ſtellen, daß die Zahlung zur beſtimmten Zeit erfol⸗ gen werde. 1614. Die Sache muß in dem Zuſtande überliefert werden, worin ſie in dem Augenblicke des Verkaufs ſich befindet. Von dieſem Tage an gehören alle Früchte dem Käufer. 1615. Die Verbindlichkeit zur Überlieferung einer Sache erſtreckt ſich auf deren Zubehör, und auf alles, was zu ihrem immerwährenden Gebrauche beſtimmt iſt. 1616. Der Verkäufer iſt verbunden, dasjenige Maaß der verkauften Sache zu liefern, welches in dem Vertrage angegeben iſt, jedoch unter folgenden Einſchraͤnkungen. 1617. Wenn bey dem Verkaufe eines unbeweglichen Gutes deſſen Größe angegeben, und dabey der Preis für jedes einzelne Maaß beſtimmt worden iſt ³), ſo iſt der Verkäu⸗ fer verbunden, dem Käufer, auf Verlangen, die in dem Vertrage angegebene Quantität zu überliefern. Iſt ihm dieſes unmöglich, oder verlangt es der Käufer nicht, ſo muß der Verkäufer ſich eine verhältnißmäßige Ver⸗ minderung des Preiſes gefallen laſſen. 1618. Findet ſich dagegen in dem Falle des vorher⸗ gehenden Artikels eine beträchtlichere Größe, als in dem Ver⸗ Gut, mit Angabe ſeines Flaͤcheninhalts, zu ſo und ſo viel das Maaß, verkauft worden iſt,§. Iſt ein Grundſtück mit Bemerkung ſeines Flacheninhalts verkauft, und zwar fuͤr jedes beſtimmte Maaß ein Gewiſſes gerechnet worden; E. Iſt ein Grundſtück mit Bemerkung ſeines Fläͤcheninhalts, unter Gewäͤhrleiſtung dieſes 1 verkauft worden, M. aaßes, 216 L. III. T. VI. De la Vente. grande que celle exprimée au contrat, l'acquéreur a le choix de fournir le supplément du prix, ou de se désister du contrat, si l'excédant est d'un vingtième au-dessus de la contenance déclarée. 1619. Dans tous les autres cas, Soit, que la vente soit faite d'un corps certain et limité, Soit qu'elle ait pour objet des fonds distincts et séparés, Soit qu'elle commence par la mesure, ou par la désignation de l'objet vendu suivie de la mesure, L'expression de cette mesure ne donne lieu à aucun supplément de prix, en faveur du vendeur, pour l'excedant de mesure, ni en faveur de l'acqué- reúr, à aucune diminution du prix pour moindre mesure, qu'autant que la différence de la mesure réelle à çelle exprimée au contrat est d'un vingtiè- me en plus ou en moins, eu égard à la valeur de la totalité des objets vendus, s'il n'y a stipulation contraire. 1620. Dans le cas oùð, suivant l'article précé- dent, il y a lieu à augmentation de prix pour excé- dant de mesure, l'acquéreur a le choix ou de se désister du contrat ou de fournir le supplément du prix, et ce avec les intérèts s'il a gardé l'immeuble. 1621. Dans tous les cas oùð l'acquéreur a le droit de se désister du contrat, le vendeur est te- nu de lui restituer, outre le prix, s'il l'a regçu, les frais de ce contrat. 1622. Laction en supplément de prix de la part du vendeur, et celle en diminution de prix ou en résiliation du contrat de la part de l'acqué- reur, doivent être intentées dans l'année, à comp- ter du jour du contrat, à peine de déchéance. 1623. S'il a été vendu deux fonds par le mè- me contrat, et pour un seul et même prix, avec 3) gibt der Umſtand, daß das Maaß angegeben worden iſt, nur dann dem Verkaͤufer ein Recht, ꝛc. wenn der Unterſchied unter dem wahren und dem im Contracte 38 B. 6r T. Von dem Kaufvertrage. 217 trage angegeben iſt, ſo hat der Käufer die Wahl, entweder den Preis verhältnißmäßig zu erhöhen, oder, wenn der Uberſchuß die angegebene Größe um den zwanzigſten Theil überſteigt, von dem Vertrage abzugehen. 1619. In allen übrigen Fällen, es mag nun eine genau beſtimmte und begrünzte Sache verkauft worden ſeyn, oder der Verkauf von einander verſchiedene und abge⸗ ſonderte Grundſtücke zum Gegenſtande haben, oder es mag in-dem Vertrage zuerſt das Maaß, oder zuerſt die verkaufte Sache, und nachher das Maaß, ge⸗ nannt ſeyn, berechtiget die Angabe des Maaßes, in Ermangelung einer entgegenſtehenden Übereinkunft, weder den Verkäufer, eine Erhöhung des Preiſes wegen des Ubermaaßes zu for⸗ dern, noch den Käufer zu einer Verminderung des Preiſes wegen des geringern Maaßes, wenn nicht das wirkliche Maaß, mit Rückſicht auf den Werth ſämmtlicher verkauf⸗ ten Gegenſtände, wenigſtens den zwanzigſten Theil mehr oder weniger beträgt, als das in dem Vertrage angege⸗ bene. 5) 1620. In dem Falle, wo zufolge des vorhergehen⸗ den Artikels eine Erhöhung des Preiſes wegen des Über⸗ maaßes Statt findet, bleibt dem Käufer die Wahl, ent⸗ weder von dem Vertrage abzugehen, oder die Ergänzungs⸗ ſumme des Preiſes zu zahlen, und zwar mit Zinſen, wenn er das unbewegliche Gut im Beſitze behalten hat. 1621. In allen Fällen, wo der Käufer das Recht hat, von dem Vertrage abzugehen, iſt der Verkäufer ver⸗ bunden, ihm auſſer dem Preiſe, wenn er denſelben ſchon empfangen hat, die Koſten dieſes Vertrags zu erſtatten. 1622. Die Klage des Verkäufers auf Ergänzung des Preiſes, und die des Käufers auf deſſen Verminderung oder auf Aufhebung des Vertrages, müſſen, bey Strafe des Verluſtes, binnen Jahresfriſt, von dem Tage des geſchloſ⸗ ſenen Vertrages an gerechnet, angeſtellt werden. 1623. Sind zwey Grundſtücke in demſelben Vertra⸗ ge für einen und denſelben Preis, mit Angabe des Maaßes angegebenen Maaße um den zwanzigſten Theil mehr, oder um den zwanzigſten Theil weniger betraͤgt, als der Werth der geſammten verkauften Gegenſtände. E. —— —— 218 L. III. T. VI. De la Vente. désignation de la mesure de chacun, et qu'il se trouve moins de contenance en l'un et plus en l'au- tre, on fait compensation jusqu'à due copcurren- ce; et l'action, soit en supplement, soit en dimi- nution du prix, n'a lieu que suivant les règles ci- dessus établies. 1624B3. La question de savoir sur lequel, du vendeur ou de l'acquéreur, doit tomber la perte ou la détérioration de la chose vendue avant la li- vraison, est jugée d'après les règles prescrites au titre des Contrats ou des Obligations convention- nelles en général. SECTION III. De la Garantie. 1625. La garantie que le vendeur doit à l'ac- quéreur, a deux objets: le premier est la posses- sion paisible de la chose vendue; le second, les dée- fauts cachés de cette. chose ou les vices redhibi- toires. §. I. De la Garantie en cas d'cviction. 1626. Quoique lors de la vente il n'ait été fait aucune stipulation sur la garantie, le vendeur est obligé de droit à garantir l'acquéreur ge l'éviction qu'il souffre dans la totalité ou partie de P'objet vendu, ou des charges prétendues sur cet objet, et non déclarées lors de la vente. 1627. Les parties peuvent, par des conven- tions particulières, ajouter à cette obligation de droit ou en diminuer l'effet; elles peuvent même convenir que le vendeur ne sera soumis à aucune garantie. 1628. Quoiqu'il soit dit que le vendeur ne se- ra soumis à aucune garantie, il demeure cepen- 38 B. 6r T. Von dem Kaufvertrage. 219 eines jeden, verkauft worden, und es findet ſich bey dem einen derſelben ein geringeres, bey dem andern hingegen ein größeres Maaß, ſo wird das Übermaaß und der Abgang bis zu der vertragsmäßigen Größe gegen einander aufgeho⸗ ben, und die Klage auf Ergänzung oder auf Verminderung des Preiſes hat nur nach den oben aufgeſtellten Regeln Statt. 1624S. Die Frage, wer von beyden Theilen, der Verkäufer oder der Käufer, der Verluſt oder die Verſchlim⸗ merung der verkauften Sache vor der Überlieferung zu tra⸗ gen habe, wird nach den in dem Titel von Verträgen oder vertragsmäßigen Verbindlichkeiten im Allgemeinen vorgeſchriebenen Regeln entſchieden. Dritter Abſchnitt. Von der Gewährleiſtung. 1625. Die Gewährleiſtung, wozu der Verkäufer dem Käufer verbunden iſt, hat zwey Gegenſtände: der erſte be⸗ ſteht in dem ruhigen Beſitze der verkauften Sache, der zwey⸗ te in den verborgenen Maͤngeln derſelben oder den Fehlern, wegen welcher die Klage auf Zurücknahme Statt findet. §. I. Von der Gewaͤhrleiſtung im Falle einer Ent⸗ waͤhrung. 1626. Wenn gleich bey dem Verkaufe wegen der Ge⸗ währleiſtung nichts ausgemacht wurde, ſo iſt dennoch der Verkäufer kraft des Geſetzes verbunden, dem Käufer ſo⸗ wohl füuͤr die Entwährung, wodurch ihm die verkaufte Sa⸗ che ganz oder zum Theile entzogen wird, als für die in An⸗ ſpruch genommenen Laſten der Sache, welche bey dem Ver⸗ kaufe nicht angegeben worden ſind, die Gewähr zu leiſten. 1627. Die Partheyen können durch beſondere Ver⸗ träge dieſe kraft des Geſetzes eintretende Verbindlichkeit aus⸗ dehnen, oder ihre Wirkung einſchränken; ſie können ſogar verabreden, daß der Verkäufer zu keiner Gewährleiſtung verbunden ſeyn ſolle. 1628. Wenn gleich verabredet worden iſt, daß der Verkäufer zu keiner Gewährleiſtung verbunden ſeyn ſolle, ſo bleibt er dennoch für diejenige Entwährung verhaftet, 220 L. III. T. VI. De la Vente. dant tenu de celle qui résulte d'un fait qui lui est personnel: toute convention contraire est nulle. 1629. Dans le mème cas de stipulation de non-garantie, le vendeur, en cas d'éviction, est tenu à la restiturion du prix, à moins que l'acqué- reur m'ait connu lors de la vente le danger de l'é- viction, ou qu'il n'ait acheté à ses périls et risques. 1630. Lorsque la garantie a été promise, ou qu'il n'a rien été stipulé à ce sujer, si l'acquéreur est évinCé, il a droit de demander contre le ven- deur, 5. 1⁰ La restitution du prix; 2⁰ Celle des fruits, lorsqu'il est obligé de les rendre au propriétaire qui l'évince; 3° Les frais faits sur la demande en garantie de l'acheteur, et eux faits par le demandeur ori- * P Sindalre; 4° Enfin les dommages et intérêts, ainsi que Ies frais et loyaux coüits du contrat. .— 55 T 3. 163 1. Lorsqu’'dà Pépoque de l'éviction, la cho- se vendue se trouve diminuée de valeur, ou con- sidérablement détériorée, soit par la négligence de l'acheteur, soit par des accidents de force ma- —- jeure, le vendeur n'en est pas moins tenu de resti- tuer la totalité du prix. 1652. Mais, si l'acquéreur a tiré profit des dégradations par lui faites, le vendeur a droit de retenir sur le prix une somme égale à ce profit. 1633. Si la chose vendue se trouve avoir aug- menté de prix à l'époque de l'éviction, indépen- damment méme du fait de l'acquéreur, le vendeur est tenu de lui payer ce qu'elle vaut au- dessus du prix de la vente. 1634. Le vendeur est tenu de rembourser ou de faire remnbourser à l'acquéreur, par celui qui 38 B. 6r T. Von dem Kaufvertrage. 221 welche in ſeiner eigenen Handlung ihren Grund hat; jede hiemit im Widerſpruche ſtehende Üübereinkunft iſt nichtig. 1629. In demſelben Falle, wo es ausbedungen war, daß keine Gewährleiſtung Statt finden ſolle, iſt der Ver⸗ käufer bey eintretender Entwährung zur Erſtattung des Kaufpreiſes verbunden; es müßte denn der Käufer zur Zeit des Kaufes die Gefahr der Entwährung gekannt, oder auf ſeine eigene Gefahr gekauft haben. ⁵) 1630. Wenn die Gewährleiſtung verſprochen, oder in Anſehung derſelben nichts verabredet wurde, ſo iſt der Käufer bey eintretender Entwährung berechtiget, von dem Verkäufer zu fordern, 1) die Erſtattung des Preiſes; 2) den Erſatz der Früchte, in ſo fern er ſelbſt verbun⸗ den iſt, ſie dem Eigenthüͤmer, der die Entwährung vorge⸗ nommen hat, herauszugeben; 3) die Koſten der Klage des Käufers auf Gewährlei⸗ ſtung, ſo wie diejenigen, welche der urſprüngliche Kläger verurſacht hat; 4) endlich Schadenserſatz, nebſt den Koſten und ge⸗ ſetzmäßigen Gebühren für den Kaufvertrag. 1651. Findet ſich zur Zeit der Entwährung die ver⸗ kaufte Sache entweder durch Nachläſſigkeit des Käufers oder durch unabwendbaren Zufall an ihrem Werthe verringert, oder beträchtlich verſchlimmert, ſo iſt der Verkäufer dem⸗ ohngeachtet derbunden, den ganzen Preis zu erſtatten. 1632. Hat aber der Käufer aus den von ihm verur⸗ ſachten Verſchlimmerungen Vortheil gezogen, ſo iſt der Ver⸗ käufer berechtiget, eine dieſem Vortheile gleich kommende Summe von dem Kaufpreiſe zurück zu behalten. 1655. Findet ſich zur Zeit der Entwährung der Werth der verkauften Sache, wenn gleich ohne Zuthun des Käufers, erhöht, ſo iſt der Verkaufer ſchuldig, ihm auch das zu zahlen, was ſie über den Kaufpreis werth iſt. 1634. Der Verkäufer iſt verbunden, dem Käufer al⸗ le an dem Grundſtücke etwa vorgenommenen Reparaturen 6) es ſeye denn daß der Kaͤufer, zur Zeit des Kaufs, die Gefahr der Eviction gekannt, und dennoch auf ſei⸗ ne eigene Gefahr gekauft habe. 8. L. III. T. VI. De la Vente. Lévince, toutes, les réparations et améliorations utiles qu'il aura faites au fonds. 1655. Si le vendeur avait vendu de mauvaise foi le fonds d'autrui, il sera obligé de rembourser à l'acquéreur toutes les dépenses, mèême volup- tuaires ou d'agrément, que celui- ci aura faites au fonds. 1656. Si l'acquéreur n'est évincé que d'une partie de la chose, et qu'elle soit de telle consé- quence, relativement au tout, que l'acquéreur n'eüt point acheté sans la partie dont il a été évin- cé, il peut faire résilier la vente. 1657. Si, dans le cas de l'éviction d'une par- tie du fonds vendu, la vente n'est pas résiliée, la valeur de la partie dont l'acquéreur se trouve évincé, lui est remboursée suivant l'estimation à L'épöque de l'éviction, et non proportionnellement au prix total de la vente, soit que la chose vendue ait augmenté ou diminué de valeur, 1653. Si Phéritage vendu se trouve'grevé, sans qu'il en ait été fait de déeclaration, de servitu- des non apparentes, et qu'elles soient de telle im- portance qu'il y ait lieu de présumer que P'acqué- reur n'aurait pas acheté s'il en avait été instruit, il peut demander la résiliarion du contrat, si mieux il n'aime se contenter d'une indemnité. 1639. Les autres questions auxquelles peu- vent donner lieu les dommages et intérèts résul- tant pour l'acquéreur de l'inexécution de la vente, doivent étre decidées suivant les règles générales éStablies au titre des Contrats ou ders Obligations conventionnelles en général. 16 o. La garantie pour cause d'éviction cesse lorsque l'acquéreur s'est laissé condamner par un jugement en dernier ressort, ou dont l'appel n'est plus recevable, sans appeler son vendeur, si ce- —— ͤ 38 B. 6r T. Von dem Kaufvertrage. 223 und nützlichen Verbeſſerungen entweder ſelbſt zuvergüten, oder zu bewirken, daß ſie ihm von dem Entwährenden ver⸗ gütet werden.(*) 1635. Hatte der Verkäufer wiſſentlich ein fremdes Grundſtück verkauft, ſo iſt er verbunden, dem Käufer alle auf daſſelbe verwendeten Koſten, ſelbſt die nur zur Ver⸗ ſchönerung und zum Vergnügen dienenden, zu vergüten. 1636. Wenn dem Käufer nur ein Theil der Sache entwährt wurde, dieſer Theil aber in Beziehung auf das Ganze von ſolcher Wichtigkeit iſt, daß der Käufer ohne den ihm entwährten Theil durchaus nicht gekauft haben wür⸗ de, ſo kann er den Verkauf aufheben laſſen. 1637. Wird in dem Falle der Entwährung eines Theils des verkauften Grundſtückes der Verkauf nicht auf⸗ gehoben, ſo iſt dem Käufer der ihm entwährte Theil nach dem Werthe, worauf er zur Zeit der Entwährung geſchätzt wird, nicht aber im Verhältniſſe zum ganzen Kaufpreiſe, zu vergüten, die verkaufte Sache mag an Werthe zugenom⸗ men oder abgenommen haben. 1638. Findet ſich das verkaufte Grundſtück mit nicht ſichtbaren Servituten belaſtet, ohne daß dieſes angezeigt wurde, und ſind dieſe Servituten von ſolcher Wichtigkeit, daß ſich vermuthen läßt, der Käufer würde nicht gekauft haben, wenn er davon unterrichtet geweſen wäre, ſo kann er die Aufhebung des Vertrags verlangen, wenn er ſich nicht lieber mit einer Entſchädigung begnügen will. 1659. Die übrigen Fragen, zu welchen der dem Käufer wegen Nichterfüllung des Vertrags gebührende Schadenserſatz Anlaß geben kann, müſſen nach den allge⸗ meinen Regeln entſchieden werden, welche in dem Titel von Verträgen oder vertragsmäßigen Ver⸗ bindlichkeiten im Allgemeinen aufgeſtellt wor⸗ den ſind. 1640. Die Gewährleiſtung wegen erfolgter Entwäh⸗ rung fällt weg, wenn der Käufer durch ein Urtheil in letzter Inſtanz, oder wogegen keine Appellation mehr zuläſſig iſt, ſich hat verurtheilen laſſen, ohne den Verkäufer zur Theil⸗ nahme am Rechtsſtreite aufzufordern, dieſer aber beweiſt, (*) S. Art. 555. 224 L. III. T. VI. De la Vente. lui-ci prouve qu'il existait des moyens suffisants pour faire rejeter la demande. §. II. De la Garantie des défauts de la chose vendue. 1641. Le vendeur est tenu de la garantie à raison des défauts cachés de la chose vendue qui la rendent impropre à l'usage auquel on la destine, ou qui diminuent tellement cet usage, que l'ache- teur ne l'aurait pas acquise, ou n'en aurait donné qu'un moindre prix, s'il les avait connus. 1642. Le vendeur n'est pas tenu des vices apparents et dont l'acheteur a pu se, convaincre lui- méme. 1645. Il est tenu des vices cachés, quand méme il ne les aurait pas connus, à moins que dans ce cas il n'ait stipulé qu'il ne sera obligé à aucune garantie. 16443. Dans le cas des articles 1641 et 1643, Tacheteur a le choix de rendre la chose et delse faire restituer le prix, ou de garder la chose et de se faire rxendre une partie du prix, telle qu'elle sera arbitrée par experts. 1645. Si le vendeur connaissait les vices de la chose, il est tenu, outre la restitution du prix qu'il en a reçu, de tous les dommages et intérèts envers l'acheteur. 1646. Si le vendeut ignorait les vices de la chose, il nèe sera tenu qu'd la restitution du prix, et à rembourser à l'acquéreur les frais occasionnés par la vente.* 1647. Si la chose qui avait des vices a péri pax suite de sa mauvaise qualité, la perte est pour je vendeur, qui sera tenu envers l'acheteur à la restitution du prix, et aux autres dédommage- ments expliqués dans les deux articles précédents. 38 B. 6r T. Von dem Kaufpertrage. 225 daß hinlängliche Gründe vorhanden waren, um die Ver⸗ werfung der Klage zu bewirken. §. II. Von der Gewährleiſtung für die Maͤngel der verkauften Sache. 1641. Der Verkäufer iſt zur Gewährleiſtung für die⸗ jenigen verborgenen Mängel der verkauften Sache verbun⸗ den, welche dieſelbe zu dem Gebrauche, wozu ſie beſtimmt iſt, entweder untauglich machen, oder ihre Brauchbarkeit ſo ſehr vermindern, daß der Käufer ſie nicht gekauft, oder doch nur einen geringern Preis dafür gegeben haben wür⸗ de, wenn ihm dieſe Mängel bekannt geweſen wären. 1642. Der Verkäufer haftet nicht für ſolche Mängel, die ins Auge fallen, und wovon der Käufer ſich ſelbſt über⸗ zeugen konnte. 1645. Für verborgene Mängel hat er zu haften, ſelbſt wenn ſie ihm unbekannt geweſen ſeyn ſollten, er müß⸗ te denn in dieſem Falle ſich ausbedungen haben, daß er zu keiner Gewährleiſtung verbunden ſeyn wolle. 1644. In den im 1641 und 1643. Artikel enthalte⸗ nen Fällen hat der Käufer die Wahl, entweder die Sache zurückzugeben, und ſich den Kaufpreis erſtatten zu laſſen, oder die Sache zu behalten, und ſich einen Theil des Kauf⸗ preiſes, ſo wie er durch Sachverſtändige beſtimmt wird, zurückgeben zu laſſen. 1645. Waren dem Verkäufer die Mängel der Sache bekannt, ſo iſt er, auſſer der Erſtattung des dafür erhalte⸗ nen Kaufpreiſes, dem Käufer zu allem Schadenserſatze verbunden. 16 46. Waren dem Verkäufer die Mängel der Sache unbekannt, ſo hat er nur den Kaufpreis zu erſtatten, und dem Käufer die durch den Kauf verurſachten Koſten zu vergüten. 1647. Iſt die mit Mängeln behaftete Sache durch ihre ſchlechte Beſchaffenheit zu Grunde gegangen, ſo trifft der Verluſt den Verkäufer, welcher dem Käufer zur Er⸗ ſtattung des Kaufpreiſes und zu den übrigen in den bey⸗ den vorhergehenden Artikeln angegebenen Entſchädigungen verbunden iſt. Cod. N. 2 B. 15 226 I. III. T. VI. De la Vente. Mais la perte arrivée par cas kortuit sera pour le compte de Tacheteur. 1648. L'action résultant des vices redhibi- toires doit être intentée par l'acquéreur, dans un bref délai, suivant la nature des viees redhibi- toires, et l'usage du lieu ou la vente a été faite. 16 ½9. Elle n'a pas lieu dans les ventes fai- tes par autorité de justice. CHAPITRE V. Des Obligations de l'acheteur. 1650. La principale obligation de l'acheteur est de payer le prix au jour et au lieu réglés par la vente. 1651. S'il n'a rien été réglé à cet égard lors de la vente, Pacheteur doit payer au lieu et dans le temps ou doit se faire la délivrance. 1652. L'acheteur doit l'intérèt du prix de la vente jusqu'au paiement du capital, dans les trois cas suivants: S'il a été ainsi convenu lors de la vente; Si la chose vendus et livrée produit des fruits ou autres revenus; Si Pacheteur a été sommé de payer. Dans ce dernier cas, l'intérét ne court que depuis la sommation. 1653. Si l'acheteur est troublé ou a juste su- jet de craindre d'ètre troublé par une action soit hypothécaire, soit en revendication, il peut sus- pendre le paiement du prix jusqu'à ce que le ven- deur ait fait cesser le trouble, si mieux n'aime ce- lui-ci donner caution, ou à moins quiil n'ait été stipulé que, nonobstant le trouble, l'acheteur paiera, 36 B. 6r T. Von dem Kaufvertrage. 227 Dagegen hat der Käufer den durch einen Zufall veran⸗ laßten Verluſt zu tragen. 1648. Die aus ſolchen Mängeln, welche zur Zurück⸗ gabe einer gekauften Sache berechtigen, entſpringende Kla⸗ ge muß von dem Käufer binnen kurzer Friſt angeſtellt wer⸗ den, je nachdem die Beſchaffenheit dieſer Mängel, und der Gebrauch des Ortes, wo der Kaufvertrag geſchloſſen wur⸗ de, es erfordern. 1649. Sie hat bey den von Gerichts wegen geſche⸗ henen Verkaufen nicht Statt. Fuͤnftes Capitel. Von den Verbindlichkeiten des Kaͤufers. 1650. Die Haniptverbindlichkeit des Kaͤufers beſteht darin, daß er den Kaufpreis an dem durch den Vertrag beſtimmten Tage und Orte zahle. 1651. Iſt darüber bey dem Verkaufe nichts beſtimmt worden, ſo iſt der Käufer verbunden, an dem Orte und zu der Zeit zu zahlen, wo die Überlieferung geſchehen ſoll.(*) 1632. Der Käufer hat den Kaufpreis bis zur Be⸗ zahlung des Capitals in folgenden drey Fällen zu verzinſen: wenn dieß bey dem Verkaufe ausbedungen wurde; wenn die verkaufte und überlieferte Sache Früchte oder andere Einkünfte trägtz wenn an den Käufer eine Aufforderung zur Bezahlung ergangen iſt. In dieſem letztern Falle laufen die Zinſen nur von der Zeit der Aufforderung an. 1653. Wird der Kaäufer durch eine hypothecariſche oder Eigenthumsklage in feinem Beſitze geſtört, ode hat er gegrundete Urſache, zu befürchten, daß dieß geſchehen werde, ſo kann er ſo lange, bis der Verkäufer das Aufhö⸗ ren der Störung bewirkt, oder, wenn er dieß vorzieht, deshalb Bürgſchaft geſtellt hat, die Zahlung des Kaufprei⸗ ſes ausſetzen, in ſo fern nicht beſonders verabredet worden iſt, daß der Störung ungeachtet der Käufer bezahlen ſelle. (*) S. Art. 1247 u. 1609. 15 228 L. III. T. VI. De la Vente. 1654. Si l'acheteur ne paye pas le prix, le vendeur peut demander la résolution de la vente-, 1655. La résolution de la vente d'immeubles est prononcée de suite si le vendeur est en dan- ger de perdre la chose et le prix. Si ce danger n'existe pas, le juge peut ac- corder à l'acquéreur un délai plus ou moins long suivant les circonstances. Ce délai passé sans que l'acquéreur ait payé, la résolution de la vente sera prononcée. 1656. S'il a été stipulé lors de la vente d'im- meubles, que faute de paiement du prix dans le terme convenu, la vente serait résolue de plein droit, Pacquéreur peut néanmoins payer après l'expiration du délai, tant qu'il n'a pas été mis en demeure par une sommation: mais après cette sommation, le juge ne peut pas lui accorder de dẽélai. 1657. En matière de vente de denrées et etf- fets mobiliers, la résolurion de la vente aura lieu de plein droit et sans sommation, au profit du vendeur, après l'expiration du terme convenu pour le retirement. CHAPITRE VI. De la Nullité et de la Résolution de la Vente. 1658. Indépendamment des causes de nullité ou de résolution déja expliquées dans ce titre, et de celles qui sont communes à toutes les conven- tions, le contrat de vente peut ètre résolu par l'ex- ercice de la faculté de rachat et par la vilité du prix. 3s B. 6r T. Von dem Kaufvertrage. 22G 1654. Wenn der Käufer den Kaufpreis nicht zahlt, ſo kann der Verkäufer die Aufhebung des Verkaufes ver⸗ langen.(*) 1655. Die Aufhebung eines Verkaufes unbeweglicher Güter wird ſogleich erkannt, wenn der Verkäufer in Ge⸗ fahr iſt, die Sache und den Preis zu verlieren. Iſt dieſe Gefahr nicht vorhanden, ſo kann der Richter dem Käufer eine nach Beſchaffenheit der Umſtände mehr oder weniger lange Friſt geſtatten. Iſt dieſe Friſt verſtrichen, ohne daß der Käufer ge⸗ zahlt hat, ſo wird die Aufhebung des Verkaufes erkannt. 1656. Iſt bey einem Verkaufe unbeweglicher Güter ausgemacht worden, daß, wenn die Zahlung des Kauf⸗ preiſes binnen der verabredeten Zeit nicht erfolgen würde, der Verkauf ſchon hierdurch allein(ipso jure) aufgeho⸗ ben ſeyn ſolle, ſo kann der Käufer dennoch auch nach Ab⸗ lauf der Friſt Zahlung leiſten, ſo lange er nicht durch eine Aufforderung in Verzug geſetzt iſt; nach dieſer Aufforderung aber kann der Richter ihm keine Friſt geſtatten. 1657. Bey dem Verkaufe von Lebensmitteln und be⸗ weglichen Sachen tritt die Auflöſung des Verkaufes zum Vortheile des Verkäufers kraft des Geſetzes und ohne vor⸗ hergegangene Aufforderung ein, ſobald die zur Abholung durch den Vertrag beſtimmte Zeit verfloſſen iſt. Sechſtes Capitel. Von der Nichtigkeit und der Aufhebung des Kaufpvertrages. 1658. Auſſer den in dem gegenwärtigen Titel bereits angeführten Urſachen der Nichtigkeit oder Aufhebung, und auſſer denen, welche allen Verträgen gemein ſind, kann der Kaufvertrag auch noch durch Ausübung des Wieder⸗ kaufsrechtes, und wegen unverhältnißmäßiger Niedrigkeit des Preiſes aufgehoben werden. (*) S. Art. 1184 u. 1612, L. III. T. VI. De la Vente. SECTION PREMIERE. De la Faculté de nachat. 1659. La faculté de rachat ou de réméré est un pacte par lequel le vendeur se réserve de re- prendre la chose vendue, moyennant la restitution du prix principal, et le remboursement dont il est parlé à l'article 1673. 3 1660. La faculté de rachat ne peut être stipu- lée pour un terme excédant cinq années. Si elle a été stipulée pour un terme plus long, elle est réduite à ce terme. 1661. Le terme fixé est de rigueur, et ne peut èêtre prolongé par le juge. 1662. Faute par le vendeur d'avoir exercé son action de réméré dans le terme prescrit, l'ac- quéreur demeure propriétaire irrévocable. 1663. Le délai court contre toutes person- nes, même contre le mineur, sauf, s'il y a lieu, le rechurs contre qui de droit. 1664. Le vendeur à pacte de rachat peut ex- ereer son action contre un second aoduéreur, quand même la faculté de réméré n'aurait pas été déclarée dans le second contrat. 1665. L'acquéreur à pacte de rachat exerce tous les doits de son vendeur; il peut prescrire tant contre le véritable maitre que contre ceux qui prétendraient des droits ou hypothèques sur la chose vendue. 1666. II peut opposer le bénéfice de la dis- cussion aux créanciers de son vendeur. 1667. Si Pacquéreur à pacte de rxẽmèré d'une partie indivise d'un héritage, s'est rendu adjudica- taire de la totalité sur une licitation provoquée contre lui, il peut obliger le vendeur à retirer le rout lorsque celui-ci veut user du pacte. 36 B. 6r T. Von dem Kaufpertrage. 231 Erſter Abſchnitt. Von dem Wiederkaufsrechte. . 1659. e Ausbedingung des Wiederkaufs iſt eine Ubereinkunft, durch welche der Verkaufer ſich vorbehält, gegen Wiedererſtartung des Kaufpreiſes und gegen die im 1675. Artikel erwähnte Vergütung die verkaufte Sache zu⸗ rückzunehmen. 1660. Das Wiederkaufsrecht kann nicht auf längere Zeit, als fünf Jahre, vorbehalten werden. Iſt es auf eine längere Zeit vorbehalten worden, ſo wird es auf dieſe Friſt eingeſchränkt. 1661. Die feſtgeſetzte Friſt iſt ſtreng zu beobachten, und kann von dem Richter nicht verlängert werden. 1662. Hat der Verkäufer ſeine Klage auf Wieder⸗ kauf binnen der vorgeſchriebenen Friſt nicht angeſtellt, ſo bleibt der Käufer unwiderruflicher Eigenthümer. 1663. Die Friſt läuft gegen alle Perſonen, ſelbſt ge⸗ gen Minderzährige, mit PVorbehalt des etwa Statt finden⸗ den Regreſſes gegen jeden dazu Verbundenen. 1664. Der Verkäufer, der ſich das Wiederkaufsrecht vorbehalten hat, kann ſeine Klage gegen einen zweyten Er⸗ werber geltend machen, wenn gleich in dem zweyten Ver⸗ trage von dem Wiederkaufsrechte keine Erwähnung geſche⸗ hen iſß. 1665. Der Käufer, gegen welchen das Wiederkaufs⸗ recht vorbehalten wurde, übt alle Rechte ſeines Verkäufers aus; er kann ſowohl gegen den wahren Eigenthümer, als gegen diejenigen verjähren, welche etwo Rechte oder Hy⸗ pothecken auf die verkaufte Sache zu haben behaupten. 1666. Er kann den Gläubigern ſeines Verkäufers die Einrede der Vorausklage entgegenſetzen.(E*) 1667. Wenn der Käufer eines nicht abgeſonderten Theiles eines in Gemeinſchaft ſtehenden Grundſtückes, ge⸗ gen welchen das Wiederkaufsrecht vorbehalten wurde, bey einer wider ihn ausgewirkten Verſteigerung das Ganze er⸗ ſtanden hat, ſo kann er den Verkäufer, wenn dieſer von dem Wiederkaufsrechte Gebrauch machen will, nöthigen/ das Ganze zurückzukaufen. D O i d (*) S. Art. 2021. — 252 L. III. T. VI. De la Vente. 1668. Si plusieurs ont vendu conjointement et par un seul contrat un héritage commun en- tre eux, chacun ne peut exercer l'action en ré- méré que pour la part qu'il y avait. 1669. Il en est de meme, si celui qui a ven- du seul un héritage a laissé plusieurs héritiers. Chacun de ces cohéritiers ne peut user de la faculté de rachat que pour la part qu'il prend dans la succession. 1670. Mais, dans le cas des deux articles pré- cédents,'acquéreur peut exiger que tous les co- vendeurs ou tous les cohéritiers soient mis en cau- se, afin de se concilier entre eux pour la reprise de l'héritage entier; et, s'ils ne se concilient pas, il sera renvoyé de la demande. 1671. Si la vente d'un héritage appartenant à plusieurs n'a pas été faite conjointement et de tout l'héritage ensemble, et que chacun n'ait ven- du que la part qu'il y avait, ils peuvent exercer séparément l'action en réméré sur la portion qui leur appartenait; Et T'acquéreur ne peut forcer celui qui l'exer- cera de cette manière, à retirer le tout. 1672. Si l'acquéreur a laissé plusieurs héri- tiers, l'action en réméré ne peut être exercée con- tre chacun d'eux que pour Sa part, dans le cas ouð elle est encore indivise, et dans celui ou la chose vendue a été partagée entre eux. Mais s'il y a eu partage de l'hérédité, et que la chose vendue soit échue au lot de l'un des heri- tiers, l'action en réméré peut être intentée contre lui pour le tout. 1675. Le vendeur qui use du pacte de rachat, doit rembourser non-seulement le prix principal, mais encore les frais et loyaux coũts de la vente, les réparations nécessaires, et celles qui ont aug- menté la valeur du fonds, jusqu'à concurrence de 38 B. 6r T. Von dem Kaufvertrage. 23³ 1668. Wenn durch einen und denſelben Vertrag Mehrere zuſammen ein ihnen gemeinſchaftlich zuſtehendes Grundſtück verkauft haben, ſo kann ein jeder von ihnen nur in Anſehung des ihm zugehörig geweſenen Antheils das Wiederkaufsrecht ausüben. 1669. Ein Gleiches gilt, wenn derjenige, der für ſich allein ein Grundſtück verkauft hat, mehrere Erben hin⸗ terlaſſen hat. Ein jeder dieſer Miterben kann das Wiederkaufsrecht nur für den Theil ausüben, welcher ihm an dem Nachlaſ⸗ ſe zuſteht. 1670. In den Fällen der beyden vorhergehenden Artikeln kann jedoch der Käufer verlangen, daß alle Mit⸗ verkäufer oder alle Miterben zur Theilnahme an dem Rechtsſtreite aufgefordert werden, um ſich unter einander über die Zurücknahme des ganzen Grundſtückes zu verei⸗ nigen; erfolgt keine Vereinigung, ſo iſt er von der Klage zu entbinden. 1671. Wenn der Verkauf eines Grundſtückes, das Mehreren zugehörte, nicht von ihnen gemeinſchaftlich und nicht über das Grundſtück im Ganzen abgeſchloſſen, ſon⸗ dern von jedem Einzelnen nur der ihm daran zugeſtandene Theil verkauft worden iſt, ſo kann jeder vor ihnen für ſich beſonders die Klage auf Wiederkauf in Anſehung des Thei⸗ les anſtellen, der ihm zugehörte; und der Käufer kann denjenigen, der ſie auf dieſe Wei⸗ ſe anſtellt, nicht zwingen, das Ganze zu nehmen. 1672. Hat der Käufer mehrere Erben hinterlaſſen, ſo kann, wenn ſie die verkaufte Sache noch in Gemeinſchaft be⸗ ſitzen oder unter ſich vertheilt haben, die Klage auf Wieder⸗ kauf gegen einen jeden derſelben nur für ſeinen Antheil an⸗ geſtellt werden. 1 e Iſt aber bey der Theilung der Erbſchaft die verkaufte Sache ganz in das Loos Eines der Erben gefallen, ſo hat gegen dieſen die Klage auf Wiederkauf in Anſehung des Ganzen Statt. 1673. Der Verkäufer, der den Vorbehalt des Wie⸗ derkaufes geltend macht, muß nicht allein den Kaufpreis zurückgeben, ſondern auch die Koſten und geſetzmäßigen Gebühren des Kaufvertrags, dann die nothwendigen Re⸗ paraturen, und diejenigen, welche den Werth des Grund⸗ ſtückes erhöhet haben, bis zum Betrage dieſes erhöheten L. III. T. VI. De la Vente. 234 cette augmentation. II ne peut entrer en posses- sion qu aprè ès avdir satisfait à toutes ces obligations. Lorsque le vendeur rentre dans son héritage par l'effet du Paci⸗ de rachat, il le reprend exempt de toutes les ch aarges et hypothèques dont Pacqus- reur l'aurait grevé; il est tenu d'exécuter les baux faits sans fraude par l'acquéreur. SEOTION II. De la Nescision de la Vente pour cause de lésion. 1674. Si le vendeur a été lésé de plus de sept douzièmes dans le prix d'un immeuble, il a le droit de demander la rescision de la vente, quand ménme il aurait expressément renoncé dans le con- trat à la faculté de demander cette rescision, et qu'il aurait déclaré donner la plus-value. 1675. Pour savoir s'il y a lésion de plus de Sept douzièmes, il faut estimer l'immeuble suivant son état et sa valeur au moment de la vente. 1676. La demande n'est plus recevable après l'expiration de deux années, à compter du jour de la vente. Ce délai court contre les femmes mariées, et contre les absents, les interdits, et les mineurs venant du chef d'un majeur qui a vendu. Ce délai court aussi et n'est pas suspendu pen- dant la durée du temps stipulé pour le pacte de rachat. 1677. La preuve de la lésion ne pourra être admise que par jugement, et dans le cas seulement ou:les faits articulés seraient assez vraisemblables et assez graves pour faire présumer la lésion. 1678. Cette preuve ne poufra se faire que par un rapport de trois experts, qui seront tenus / 38 B. 6r T. Von dem Kaufvertrage. 235 Werths, vergüten. Er kann nicht eher in den Beſitz ein⸗ treten, bis er alle dieſe Verbindlichkeiten erfüllt hat. Wenn ein Verkäufer durch den vorbehaltenen Wiederkauf wieder zu ſeinem Grundſtücke gelangt, ſo erhält er es frey von allen Laſten und Hypothecken zurück, womit der Käufer es etwa beſchwert hat; doch iſt er verbunden, die von dem Käufer ohne Gefährde geſchloſſenen Pachtverträge zu halten. Zweyter Abſchnitt. Von Aufhebung des Kaufvertrags wegen Verletzung. 1674. Iſt der Verkäufer in dem Kaufpreiſe eines unbeweglichen Gutes um mehr als ſieben Zwölftel verletzt worden, ſo hat er das Recht, die Aufhebung des Verkau⸗ fes zu verlangen, ſelbſt wenn er in dem Vertrage auf die Befugniß, dieſe Aufhebung zu fordern, Verzicht geleiſtet und erklärt haben ſollte, daß er dasjenige, was die Sache mehr werth iſt,(dem Käufer) ſchenke. 1675. Um auszumitteln, ob eine Verletzung über ſieben Zwölftel vorhanden ſeye, muß das unbewegliche Gut nach ſeinem Zuſtande und Werthe zur Zeit des Verkaufes abgeſchätzt werden.(*) 1676. Nach Ablauf von zwey Jahren, von dem Ta⸗ ge des Verkaufes an zu rechnen, iſt dieſe Klage nicht mehr zuläſſig Dieſe Friſt läuft gegen verheirathete Frauen, gegen Abweſende und Interdicirte, wie auch gegen Minderjähri⸗ ge, welche in die Rechte eines volljährigen Verkäufers ge⸗ treten ſind. Dieſe Friſt läuft auch unausgeſetzt während der zur Ausübung des Wiederkaufsrechtes bedungenen Zeit. 1677. Der Beweis der Verletzung kann nicht anders, als durch ein Urtheil, und zwar nur dann zugelaſſen wer⸗ den, wenn die angeführten Thatſachen wahrſcheinlich und erheblich genug ſind, um eine Verletzung vermuthen zu laſſen. 1678. Dieſer Beweis kann nicht anders geführt wer⸗ den, als durch einen Bericht dreyer Sachverſtändigen, wel⸗ (*) S. Art. 890. — —— 236 L. III. T. VI. De la Vente. de dresser un seul procès-verbal commun, et de ne former qu'un seul avis à la pluralité des voix. 1679. S'il y a des avis différents, le procès- verbal en contiendra les metifs, sans qu'il soit per- mis de faire connaitre de quel avis chaque expert a été. 1680. Les trois experts seroht nommés d'of- fice; àmoins que les parties ne se soient accordées Pour les nommer tous les trois conjointement. 1681. Dans le cas ou l'action en rescision est admise, l'acquéreur a le choix ou de rendre la cho- se en retirant le prix qu'il en a payé, ou de gar- der le fonds en payant le supplément du juste prix, sous la déduction du dixième du prix total. Le tiers possesseur a le méême droit, sauf ga garantie contre son verdeur. 1682. Si l'acquéreur préfère garder la chose en fournissant le supplément réglé par l'article précédent, il doit lintérèt du supplément, du jour de la demande en rescision. S'il préfère la rendre et recevoir le prix, il rend les fruits du jour de la demande. L'iintérèt du prix qu'il a payé, lui est aussi compté du jour de la méème demande, ou du jour du paiement, s'il n'a touché aucuns fruits. 1683. La rescision pour lésion n'a pas lieu en faveur de l'acheteur. 1684. Elle n'a pas lieu en toutes ventes qui, d'après la loi, ne peuvent étre faites que d'autori- ts de justice. 1635. Les réègles expliquées dans la section précédente pour les cas ou plusieurs ont vendu sonjointement ou séparément, et pour celui où le vendeur ou l'acheteur a laissé plusieurs héritiers, 35 B. 6r T. Von dem Kauſvertrage. 237 che nur Ein gemeinſchaftliches Protokoll aufnehmen, und nur Ein Gutachten nach der Mehrheit der Stimmen abge⸗ ben dürfen. 1679. Sind die Meinungen verſchieden, ſo muß das Protokoll die Gründe derſelben enthalten, ohne daß es je⸗ doch erlaubt wäre, anzuführen, welcher Meinung jeder Sachverſtändige geweſen iſt. 1680. Die drey Sachverſtändigen werden von Amts⸗ wegen ernannt; die Partheyen müßten ſich denn vereiniget haben, ſie alle drey gemeinſchaftlich zu ernennen. 1681. Im Falle die Klage auf Aufhebung zugelaſſen wird, hat der Käufer die Wahl, entweder die Sache zurück⸗ zugeben, und den dafür bezahlten Preis wieder in Empfang zu nehmen, oder das Grundſtüͤck zu behalten, und die an dem wahren Werthe fehlende Summe, jedoch mit Abzug eines Zehntels des vollen Werthes, nachzuzahlen. Der dritte Beſitzer hat das nämliche Recht, mit Vor⸗ behalt ſeines Anſpruchs auf Gewährleiſtung gegen ſeinen Verkäufer. 1682. Zieht es der Käufer vor, die Sache zu behal⸗ ten, und die in dem vorhergehenden Artikel beſtimmte Nach⸗ zahlung zu leiſten, ſo muß er die Zinſen der nachzuzahlen⸗ den Summe von dem Tage der angeſtellten Aufhebungs⸗ klage an entrichten. Zieht er die Zurückgabe der Sache und die Wieder⸗ annahme des Kaufpreiſes vor, ſo hat er die Früchte von dem Tage der angeſtellten Klage an zu erſtatten. Dagegen müſſen die Zinſen des von ihm bezahlten Kauf⸗ preiſes ihm gleichfalls vergütet werden, und zwar entweder von dem Tage der angeſtellten Klage, oder, wenn er gar keine Früchte bezogen hat, von dem Tage der geſchehenen Zahlung an. 1683. Zum Vortheile des Käufers findet die Aufhe⸗ bung wegen Verletzung nicht Statt. 1684. Sie findet auch bey allen denjenigen Verkäu⸗ fen nicht Statt, welche den Geſetzen nach nur unter ge⸗ richtlicher Autorität vorgenommen werden können. 1685. Die in dem vorhergehenden Abſchnitte aufge⸗ ſtellten Regeln, ſowohl für die Fäͤlle, wo mehrere zuſam⸗ men oder abgeſondert verkauft haben, als auch für den Fall, wo der Verkäufer oder der Käufer mehrere Erben 236 I. III. T. VI. De IaVente, sont pareillement observées pour l'exercice de l'ae- tion en xrescision. 3 CHAPITRE VII. De 1a Licitation. 1686. Si une chose commune à plusieurs ne peut être partagée commodément er sans perte; Ou si, dans un partage fait de gré à gré de biens communs, il s'en trouve quelques-uns qu'gu- cun des cöpartageants ne puisse ou ne veuille prendre, 3 La vente s'en fait aux enchères, et le prix en est partagé entre les copropriétaires. 1687. Chacun des copropriétaires est le mai- tre de demander que les étrangers soient appelés à la licitation: ils sont nécessairement appeleés lors- que l'un des copropriétaires est mineur. 1638. Le mode et les formalités à observer pour la licitation sont expliqués au titre des Sue- ceςᷣsςᷣ et au Code judiciaire. * cHAPITRE VIII. Du Transport des Créances et autres Droits incorporels. 1689. Dans le transport d'une créance, d'un droit ou d'une action sur un tiers, la délivrance s'opère entre le cédant et le cessionnaire par la xe- mise du titre. 38 B. 6r T. Von dem Kaufvertrage. 259 hinterlaſſen haben, ſind auch bey Anſtellung der Aufhe⸗ bungsklage zu beobachten. Siebentes Capitel. Von der Verſteigerung gemeinſchaftlicher Guͤter. 1686. Wenn eine Mehreren gemeinſchaftlich zugehö⸗ rige Sache nicht füͤglich und ohne Verluſt getheilt werden kann; oder wenn bey einer freywilligen Theilung gemein⸗ ſchaftlicher Güter ſich einige vorfinden, die keiner der Thei⸗ lenden annehmen kann oder will; »o werden dieſe Sachen an den Meiſtbietenden ver⸗ und der Kaufpreis wird unter die Miteigenthu⸗ t ſteigert, un mer vertheil 1687. Ein jeder der Miteigenthümer iſt berechtiget, zu verlangen, daß Fremde zur Theilnahme an der Verſtei⸗ gerung aufgefordert werden; dieſe Aufforderung muß noth⸗ wendig geſchehen, wenn einer der Miteigenthümer noch minderjährig iſt.(*) 1638. Die Art und Weiſe der Verſteigerung und die dabey zu beobachtenden Förmlichkeiten werden in denn Ti⸗ tel von der Erbfolge, und in dem Geſetzbuche über das gerichtliche Verfahren angegeben.(**) Achtes Capitel. Von der Abtretung der Forderungen und ande⸗ rer unkoͤrperlichen Rechte. 1689. Bey der Abtretung einer Forderung, eines Rechtes oder einer Klage gegen einen Dritten geſchieht die Überlieferung zwiſchen dem Cedenten(den Abtretenden) und dem Ceſſionar(dem, an welchen abgetreten wird) durch Einhändigung der darüber vorhandenen Urkun⸗ de.(*4.) (*) S. Art. 839. (**) S. C. G. O. Art. 966. u. f. (***) S. Art. 1607. — L. III. T. VI. De la Vente. 1690. Le cessionnaire n'est saisi à l'égard des tiers que par la signification du transport faite au débiteur. „ Néanmoins le cessionnaire peut être égale- ment saisi par'acceptation du transport faite par le débiteur dans un aete authentique. 1691. Si, avant que le cédant on le gession- naire eüt signiflé le transport au débiteur, celui- ci avait payé le cédant, il sera valablement libéré. 1692. La vente ou eession d'une créance com- prend les accessoires de la créance, tels que cau- tion, privilége et hypothèque. 1695. Celui qui vend une créance ou autre droit incorporel, doit en garantir l'existence au temps du transport, quoiqu'il soit fait sans ga- rantie. 1694. Il ne répond de la solvabilité du débi- teur que lorsqu'il s'y est engagé, et jusqu'à con- currence seulement du prix qu'il a retiré de la créance. 1695. Lorsqu'il a promis la garantie de la sol- vabilité du déebiteur, cette promesse ne s'entend que de la solvabilité actuelle, et ne s'étend pas au temps à venir, si le cédant ne l'a expressément stipulé. 1606. Celui qui vend une hérédité sans en spécifier en détail les objets, n'est tenu de, garan- tir que sa qualité d'héritier. 1697. S'il avait déjà profité des fruits de quel- que fonds, ou reçu le montant de quelque oré- ance appartenant à cette hérédité, ou vendu quel- ques effets de la succession, il est tenu de les rembourser à l'acquéreur, s'il ne les a expressé- ment réservés lors de la vente, 35 B. 6r T. Von dem Kaufvertrage. 241 In Anſehung dritter Perſonen erlangt der — 1690. Ceſſionar den Beſitz erſt durch die dem Schuldner geſchehe⸗ ne Bekanntmachung der Abtretung.(*) Der Ceſſionar kann jedoch auch dadurch zum Beſitze gelangen, daß der Schuldner in einer öffentlichen Urkun⸗ de die Abtretung annimmt. 1691. Wenn der Schuldner an den Cedenten gezahlt hat, ehe ihm dieſer oder der Ceſſionar die Abtretung be⸗ kannt gemacht hatten, ſo iſt er giltigerweiſe befreyt. 16 24. Der Verkauf oder die Abtretung einer For⸗ derung begreift auch die Zubehörungen der Forderung in ſich, wie z. B. Bürgſchaften, Privilegien und Hypothe⸗ ken.(**) 1695. Wer eine Forderung oder ein anderes unkör⸗ perliches Recht verkauft, der muß für deren wikliches Da⸗ ſeyn zur Zeir der Abtretung haften, wenn gleich bey der Abtretung keine Gewährleiſtung verſprochen wurde. 1694. Fuüͤr die Zahlungsfähigkeit des Schuldners hat er nur dann zu haften, wenn er ſich dazu verbindlich ge⸗ macht hat, und nur bis zum Betrage des Preiſes, den er für die Forderung empfangen hat. 1695. Wenn er die Gewährleiſtung fuͤr die Zah⸗ lungsfähigkeit des Schuldners verſprochen hat, ſo iſt dieſes Verſprechen nur von der gegenwärtigen Zahlungsfähigkeit zu verſtehen, und es erſtreckt ſich nicht auf die Zukunft, wenn nicht der Cedent ſich ausdrücklich dazu verbindlich ge⸗ macht hat. 1696. Wer eine Ebſchaft verkauft, ohne die Gegen⸗ ſtände derſelben einzetn anzugeben, der hat nur dafür zu haften, daß er der rechtmäßige Erbe ſey. 1697. Hatte er ſchon die Früchte des einen oder an⸗ dern Grundſtückes bezogen, oder den Betrag einer zur Erb⸗ ſchaft gehörigen Forderung in Empfang genommen, oder einige Erbſchaftsſachen veräuſſert, ſo iſt er verbunden, al⸗ les dieß dem Käufer zu erſetzen, wenn er es bey dem Ver⸗ kaufe nicht ausdrücklich ausgenommen hat. (*) S. Art. 2214. (**) S. Art. 2112. Cod. N. 2 B. 16 —— 242 L. III. T. VI. De la Vente. 1698. Lacquéreur doit de son côté rembour- ser au vendeur ce que celui-ci a pavé pour les det- tes et charges de la succession, et lui faire raison de tout ce dont il était créancier, s'il n'y a stipu- lation contraire. 1699. Celui contre lequel on a cédé un droit litigieux peut s'en faire tenir quitte par le cession- naire, en lui remboursant le prix réel de la ces- sion avec les frais et loyaux coüts, et avec les in- térèts à compter du jour où le cessionnaire a payé le prix de la cession à lui faite. 1700. La chose est censée litigieuse dès qu'il y a procès et contestation sur le fond du droit. 1701. La disposition portée en l'article 1699 cesse, 1⁰0 Dans le cas ou la cession a été faite à un eohéritier ou copropriétaire du droit cédé; 2⁰ Lorsqu'elle a été faite à un créancier en paiement de ce qui lui est dü; 3° Lorsqu'elle a été faite au possesseur de Uhéritage sujet au droit litigieux. TITIRE SEPTIEME. De lEchange. (Décrété le 7 mars 1804. Promulgué le 17 du même mois.) 1702. L'échange est un contrat par lequel les parties se donnent respectivement une chose pour une autre. 1705. L'Schange s'opère par le seul consen- tement, de la même manieère que la vente. 38 B. 6r T. Ven dem Kaufvertrage. 243 1698. Der Käufer muß dagegen, in Ermangelung einer entgegenſtehenden Ubereinkunft, dem Verkäufer alles dasjenige erſtatten, was dieſer an Schulden und Laſten der Erbſchaft getilgt hat, und ihm alles vergüten, was er als Glaubiger zu fordern hatte. 1699. Wenn ein ſtreitiges Recht abgetreten wurde, ſo kann der, gegen welchen daſſelbe zuſteht, ſich ſeiner Ver⸗ bindlichkeit gegen den Ceſſionar dadurch entledigen, daß er ihm den wirklichen Preis der Abtretung nebſt den Koſten und geſetzmäßigen Gebühren, ſo wie auch die Zinſen von dem Tage an vergütet, da der Ceſſienar den Preis der an ihn geſchehenen Abtretung gezahlt hat. 1700. Die Sache wird von dem Augenblicke an als ſtreitig angeſehen, wo über das Recht ſelbſt ein Rechtsſtreit und gerichtlicher Widerſpruch entſtanden iſt. 1701. Die im 1699. Artikel enthaltene Verfügung fällt weg, 1) wenn die Abtretung an einen Miterben oder an einen Miteigenthuümer des abgetretenen Rechtes geſche⸗ hen iſt; 2) wenn ſie an einen Gläubiger als Zahlung für das, was man ihm ſchuldig war, geſchehen iſt; 3) wenn ſie an den Beſitzer des dem ſtreitigen Rechte unterworfenen Grundſtückes geſchehen iſt. Siebenter Titel. Von dem Tauſchvertrage. (Decretirt den 7. Maͤrz 1804. Promulgirt den 17. deſſel⸗ ben Monats.) 1702. Der Tauſch iſt ein Vertrag, wodurch die Partheyen ſich wechſelſeitig eine Sache für die andere geben. 1705. Der Tauſch kommt auf gleiche Art, wie der Kauf, durch bloße Einwilligung zu Stande. 14 — — L. III. T. VII. De 1'Echange. 8 8 H 17046. Si l'un des copermutants a déjà regu la chose à lui donnée en échange, et qu'il prou- ve ensuite que l'autre contractant n'est pas pro- priétaire de cette chose, il ne peut pas être for- cé à livrer celle qu'il a promise en contreéchan- ge, mais seulement à rendre celle qu'il a reçue. 1705. Le copermutant qui est évincé de la chose qu'il a reçue en échange, a le choix de conclure à des dommages et intérêéts, ou de ré- péter sa chose. 1706. La rescision pour cause de lésion n'a pas lieu dans le contrat d'échange. 1707. Toutes les autres règles prescrites pour le contrat de vente s'appliquent d'ailleurs à l'e- change. TITRE HUITTIEME. Du Contrat de Louage. (Décrété le 7 mars 1804. Promulgué le 17 du méme mois.) CHAPITRE PREMIER. Dispositions générales. 17038. Il y a deux sortes de contrats de louage: Celui des choses, Et celui d'ouvrage. 1709. Le louage des choses est un contrat par lequel l'une des parties s'oblige à faire jouir Pautre d'une chose pendant un certain temps, et moyennant un certain prix que celle-ci s'oblige de lui payer. 1710. Le louage d'ouvrage est un contrat par lequel l'une des parties s'engage à faire quel- que chose pour l'autre, moyennant un prix con- venu enire elles. 38 B. 7r T. Von dem Tauſchvertrage. 245 1704. Hat einer der Tauſchenden die von ihm ein⸗ getauſchte Sache wirklich empfangen, und er beweiſt nach⸗ her, daß der andere Contrahent nicht Eigenthuͤmer dieſer Sache war, ſo kann er nicht gezwungen werden, die dage⸗ gen verſprochene zu überliefern, ſondern nur die empfange⸗ ne zurückzugeben. 1705. Der Contrahent, dem die gegen die ſeinige eingetauſchte Sache entwährt wurde, hat die Wahl, ent⸗ weder Schadenserſatz zu verlangen, oder ſeine Sache zu⸗ rückzufordern. 1706. Bey dem Tauſchvertrage findet die Aufhebung wegen Verletzung nicht Statt. 1707. Auſſerdem ſind alle übrigen fuͤr den Kaufver⸗ trag vorgeſchriebenen Regeln auch auf den Tauſch anwendbar. Achter Titel. Von dem Miethvertrage. (Decretirt den 7. Maͤrz 1804. Promulgirt den 17. deſſel⸗ ben Monats.) Erſtes Capitel. Allgemeine Verfuͤgungen. 1708. Es gibt zwey Gattungen des Miethver⸗ trages. den Miethvertrag über Sachen, und den über Arbeit. 1709. Der Miethvertrag über Sachen iſt derjenige Vertrag, wodurch die eine Parthey ſich verbindlich macht, der andern auf eine beſtimmte Zeit und gegen einen be⸗ ſtimmten Preis, den dieſe letztere zu zahlen verſpricht, die Benutzung einer Sache zu überlaſſen. 1710. Der Miethvertrag über Arbeit iſt derjenige Vertrag, wodurch die eine Parthey ſich verpflichtet, fur die andere, gegen einen unter ihnen verabredeten Preis, etwas zu thun. 4 8 4 4 246 L. III. T. VIII. Du Contrat de Louage. 1711. Ces deux genres de louage se subdi- visent encore en plusieurs espéces particulières: On appelle bail à loyer, le louage des mai- sons et celui des meubles; Bail à ferme, celui des héritages ruraux; Loyer, le louage du travail ou du service: Bail à chentel, celui des animaux dont le profit se partage entre le propriétaire et celui à qui il les conhe. Les devis, marché ou prix fait, pour l'en- treprise d'un ouvrage moyennant un prix dé- terminé, sont aussi un louage, lorsque la matiè- re est fournie par celui pour qui Touvrage se fait. Ces trois dernières espèces ont des règles particulières.. 1712. Les baux des biens nationaux, des biens des communes ei des établissements publics, sont soumis à des règlements particuliers. CHAPITRE II. Du Louage des choses. 1715. On peut louer toutes sortes de biens meubles ou immeubles. SECTION PREMIERE. Des Reégles ommunes auxc Bauo des Maigons et des Biens rurauo. 1714. On peut louer ou par écrit, ou ver- balement.. 1715. Si le bail fait sans écrit n'a encore regu aucune exécution, et que l'une des parties le nie, la preuve ne peut être reçue par témoins, 1) Auch die Bauuͤberſchlaͤge, Haͤndel und Preisbeſtim⸗ mungen, mittelſt welcher Jemand ein Werk fuͤr eine beſtimmte Summe auszufuhren uͤbernimmt, ſind Mieth⸗ kontracte, L. Unternehmungen eines auszufuͤhrenden Werkes fuͤr einen beſtimmten Preis, devis, marché oder Prix fait, ſind gleichfalls Gattungen des Mierhcontrac⸗ 38 B. 3r T. Von dem Miethvertrage. 247 1711. Dieſe beyden Gattungen des Miethvertrages werden noch ferner in mehrere beſondere Arten abgetheilt: Man nennt Miethe, den Miethvertrag über Häuſer und Mobilien; Pacht, den über Feldgüter; Verdingung, den über Arbeit oder Dienſte; Viehpacht, den über Vieh, deſſen Nutzen zwiſchen dem Eigenthümer, und dem, welchem er daſſelbe anver⸗ traut, getheilt wird. Die Übernahme einer beſtimmten Arbeit für einen ge⸗ wiſſen Preis nach einem Anſchlage oder Accorde iſt gleichfalls ein Miethvertrag 1), wenn derjenige, für wel⸗ chen die Arbeit gemacht wird, die Materialien dazu liefert. Dieſe letztern drey Arten haben ihre beſondern Regeln. 1712. Die Verpachtungen der Nationalgüter, und der den Gemeinden und öffentlichen Anſtalten gehörigen Güter richtet ſich nach beſonderen Verordnungen. Zweytes Capitel. Von dem Miethvertrage uͤber Sachen. 1713. Man kann jede Art beweglicher oder unbe⸗ weglicher Sachen vermiethen. Erſter Abſchnitt. Von den für die Vermiethung der Häuſer und der Feld⸗ güter gemeinſchaftlichen Regeln. 1714B. Man kann den Miethvertrag ſowohl ſchrift⸗ lich, als mündlich, ſchließen. 1715. Wenn der ohne ſchriftlichen Aufſatz geſchloſſe⸗ ne Miethvertrag noch gar nicht in Vollziehung geſetzt iſt, und von einem der beyden Theile abgeleugnet wird, ſo iſt tes, D. u. M. Die Uebernahme eines Werkes nach ei nem Bauanſchlag, nach einem Accord, oder um einen gewiſſen Preis, iſt auch Vermiethung, 8. Anſchlag, Accord, oder Verdingung, wodurch man die Ausfüh⸗ rung eines Werks unternimmt, find gleichfalls Gattun⸗ gen des Miethcontracts, E. — — —— —— 248 L. III. T. VIII. Du Contrat de Louage. quelque modique qu'en soit le prix, et quoiqu'on allègue qu'il y a eu des arrhes données. Bue du 11 Le serment peut seulement èêtre déféré à ce- lui qui nie le bail. 1716. Lorsqu'il y aura contestation sur le prix du bail verbal dont l'exécution a commencé, et qu'il n'existera point de quittance, le proprié- taire en sera cru sur son serment, si mieux n'ai- me le locataire demander l'estimation par experts; auquel cas les frais de l'expertise restent à sa char- ge, si l'estimation excède le prix qu'il a déclaré. 1717. Le preneur a le droit de sous-louer, et meme de céder son bail à un autre, si cette fa- culté ne lui a pas été interdite. Elle peut être interdite pour le tout ou partie. Cette clause est toujours de rigueur. 718. Les articles du titre du Qontrat de mariage, et des Droits respectiſs des Epoux, re- latifs aux baux des biens des femmes mariées, sont applicables aux baux des biens des mineurs. 1719. Le bailleur est obligé, par la nature du contrat, et sans qu'il soit besoin d'aucune sti- pulation particulière, 10 De délivrer au preneur la chose louée; 2⁰ D'entretenir cette chose en état de servir à Pusage pour lequel elle a été louée; 3° D'en faire jouir paisiblement le preneur pendant la durée du bail. 1720. Le bailleur est tenu de délivrer la cho- se en bon état de réparations de toute espèce, (*) S. Art. 1763. * 2* (**) S. Art. 1429 u. 1430. 3s B. 3r T. Von dem Miethvertrage. 249 kein Beweis durch Zeugen zuläſſig, ſo gering auch immer der Miethzins ſeyn mag, und wenn man gleich behauptet, daß eine Draufgabe gegeben worden ſeye. Es kann bloß demjenigen, welcher den Miethvertrag ableugnet, der Eid zugeſchoben werden. 1716. Wenn bey einem mündlich geſchloſſenen Mieth⸗ vertrage, deſſen Vollziehung ſchon angefangen hat, über den Betrag des Miethzinſes Streit entſteht, ſo wird, falls keine Quittung vorhanden iſt, dem Eigenthümer auf ſeinen Eid geglaubt; es müßte denn der Miether die Schätzung durch Sachverſtändige vorziehen, in welchem Falle die Ko⸗ ſten der Schätzung ihm zur Luſt fallen, wenn der Anſchlag den von ihm angegebenen Miethzins überſteigt. 1717. Der Miether iſt zur Untervermiethung, und ſelbſt zur Abtretung ſeiner Miethe an einen Andern berechti⸗ get, wenn ihm dieſe Befugniß nicht entzogen worden iſt. ²) Sie kann ihm ganz oder zum Theile entzogen werden. Dieſe Beſtimmung iſt unmer ſtreng zu beobachten.(*†) 1718. Die in dem Titel von dem Ehevertra⸗ ge und den wechſelſeitigen Rechten der Ehe⸗ gatten vorkommenden Artikel, welche ſich auf die Ver⸗ miethung der Güter verheiratheter Frauen beziehen, ſind auch auf die Vermiethung der Güter der Minderjährigen anwendbar.(†*†) 1719. Der Vermiether iſt nach der Natur des Ver⸗ trages, und ohne daß es deßhalb einer beſondern Überein⸗ kunft bedürfte, verbunden, 1) dem Miether die vermiethete Sache zu überliefern;z 2) dieſe Sache in dem Zuſtande zu erhalten, daß ſie den Gebrauch, wozu ſie vermiethet worden iſt, zu gewäh⸗ ren fähig bleibt; 3) dem Miether während der Dauer der Miethzeit die ruhige Benutzung der Sache zu verſchaffen. 1720. Der Vermiether iſt ſchuldig, die Sache in einem ſolchen Zuſtande zu überliefern, daß die Ausbeſſe⸗ rungen jeder Art zuvor geſchehen ſind. 2) Der Miether iſt zur Aftervermiethung berechtiget; er hat ſogar das Recht, ſeine Miethe einem andern zu ubertragen, wenn die Befugniß dazu ihm nicht unter⸗ ſagt worden iſt. L. — — 250 L. III. T. VIII. Du Contrat de Louage- Il doit y faire, pendant la durée du bail, tou- tes les réparations qui peuvent devenir nécessai- res, autres que les locatives. 1721. Ilhest dü garantie au preneur pour tous les vices ou défauts de la chose louée qui en empé- chent l'usage, quand mème le bailleur ne les au- rait pas connus lors du bail. S'il résulte de ces vices ou défauts quelque perte pour le preneur, le bailleur est tenu de l'in- demniser.— 1722. Si, pendant la durée du bail, la cho- se louée est détruite en totalité par cas fortuit, le bail est résilié de plein droit; si elle n'est dé- truite qu'en partie, le preneur peut, suivant les circonstances, demander ou une diminution du prix, ou la résiliation même du bail. Dans l'un et Pautre cas, il n'y a lieu à aucun dédomma- gement. 1725. Le bailleur ne peut, pendant la du- rée du bail, changer la forme de la chose louge. 172 4. Si, durant le bail, la chose louée a besoin de réparations urgentes, et qui ne puis- sent étre différées jusqu'à sa fin, le preneur doit les souffrir, quelque incommodité qu'elles lui cau- sent, et quoiqu'il soit privé, pendant qu'elles se Font, d'une partie de la chose louée. Mais, si ces réparations durent plus de qua- rante jours, le prix du bail sera diminué à pro- portion du temps et de la partie de la chose louée dont il aura été privé. Si les réparations sont de telle nature qu'el- les rendent inhabitable ce qui est nécessaire au logement du preneur et de sa famille, celui- ci pourra faire résilier le bail. 1725. Le bailleur nest pas tenu de garantir le preneur du trouble que des tiers apportent par voies de fait à sa jouissance, sans prétendre —Q·Q——— 38 B. 3r T. Von dem Miethvertrage. 251 Waͤhrend der Dauer der Miethzeit muß er alle daran etwa nothwendig gewordenen Ausbeſſerungen vornehmen, mit Ausnahme derjenigen, welche dem Miether zur Laſt fallen.(*) 1721. Dem Miether gebührt die Gewährleiſtung für alle Fehler oder Mängel der vermietheten Sache, welche den Gebrauch derſelben verhindern, ſelbſt wenn der Ver⸗ miether ſie bey Eingehung des Miethvertrages nicht gekannt aben ſollte. Entſteht aus dieſen Fehlern oder Mängeln irgend ein Verluſt für den Miether, ſo iſt der Vermiether verbunden, ihn zu entſchädigen. 1722. Iſt die vermiethete Sache während der Mieth⸗ zeit durch Zufall ganz zerſtört worden, ſo iſt der Miethver⸗ trag kraft des Geſetzes aufgehoben; wurde ſie nur zum Theile zerſtört, ſo kann der Miether, nach Beſchaffenheit der Umſtände, entweder eine Verminderung des Mieth⸗ zinſes, oder ſelbſt die Aufhebung des Miethvertrages ver⸗ langen. In dem einen wie in dem andern Falle hat keine Entſchädigung Statt. 1723. Der Vermiether darf während der Miethzeit die Geſtalt der vermietheten Sache nicht verändern. 1724. Wenn die vermiethete Sache während der Miethzeit dringender Ausbeſſerungen bedarf, die ſich nicht bis zu Ende derſelben aufſchieben laſſen, ſo muß der Miether dieſelben zugeben, ſo beſchwerlich ſie ihm auch immer ſeyn mögen, und wenn ſie ihm gleich, während ſie geſchehen, einen Theil der gemietheten Sache entziehen ſollten. Dauern jedoch dieſe Ausbeſſerungen länger als vierzig Tage, ſo wird der Miethzins nach Verhältniß der Zeit und des dem Miether entzogenen Theiles der gemietheten Sache vermindert. Sind die Ausbeſſerungen von der Art, daß ſie die dem Miether für ſich und ſeine Familie nöthige Wohnung un⸗ bewohnbar machen, ſo kann dieſer den Miethvertrag auf⸗ heben laſſen. 1725. Der Vermiether iſt dem Miether keine Ge⸗ währleiſtung für ſolche Störungen ſeiner Benutzung ſchul⸗ dig, welche dritte Perſonen durch eigenmächtige Handlun (*) S. Art. 1754— 1756. — 252 L. III. T. VIII. Du Contrat de Louage. d'ailleurs aucun droit sur la chose louée; sauf au preneur à les poursuivre en son nom personnel. 1726. Si, au contraire, le locataire ou le fermier ont été troublés dans leur jouissance par suite d'une action concernant la propriété du fonds, ils ont droit à une diminution proportion- née sur le prix du bail à loyer ou à ferme, pour- vu que le trouble et l'empéchement aient été ds- noncés au propriétaire. 1727. Si ceux qui ont commis les voies de fait, prétendent avoir quelque droit sur la chose louée, ou si le preneur est lui-meme cité en justice pour se voir condamner au délaissement de la totalité ou de partie de cette chose, ou à souffrir l'exercice de quelque servitude, il doit appeler le bailleur en garantie, et doit être mis hors d'instance, s'il l'exige, en nommant le bail- leur pour lequel il possède.. 1728. Le preneur est tenu de deux obliga- tions principales, 16 D'user de la chose louée en bon père de famille, et suivant la destination qui lui a éts donnée par le bail, ou suivant celle présumée d'après, les circonstances, à défaut de convention; 2⁰ De payer le prix du bail aux termes con- venus. 1729. Si le preneur emploie la chose louée a un autre usage que celui auquel elle a été des- tinée, ou dont il puisse résulter un dommage pour le bailleur, celui-ci peut, suivant les cir- constances, faire résilier le bail. 1730. S'il a été fait un état des lieux entre le bailleur et le preneur, celui-ci doit rendre 38 B. 8r T. Von dem Miethvertrage. 253 gen verurſachen, ohne jedoch ein Recht auf die vermietheke Sache zu behaupten; dem Miether bleibt es aber vorbehal⸗ ten, dieſelben in eigenem Namen gerichtlich zu belangen. 1726. Wenn hingegen der Miether oder Pachter durch eine das Eigenthum des Grundſtuͤckes betreffende Klage in ſeiner Benutzung geſtört wird, ſo iſt er berechti⸗ get, eine verhältnißmäßige Verminderung des Mieth⸗ oder Pachtzinſes zu fordern, vorausgeſetzt, daß dem Eigenthü⸗ mer ven der Störung und Verhinderung Anzeige geſche⸗ hen iſt. 1727. Wenn diejenigen, welche die eigenmächtigen Handlungen unternommen haben, irgend ein Recht auf die vermiethete Sache zu haben behaupten, oder wenn der Mie⸗ ther ſelbſt vor Gericht gefordert iſt, um zur gänzlichen oder theilweiſen Räumung dieſer Sache, oder zur Geſtattung der Ausübung irgend einer Servitut verurtheilt zu werden, ſo muß er den Vermiether zur Gewährleiſtung auffordern, und ſobald er den Vermiether, in deſſen Namen er beſitzt, genennt hat, auf Verlangen aus dem Proceſſe entlaſſen werden. 1728. Dem Miether liegen zwey Hauptverbindlich⸗ keiten ob: 1) die gemiethete Sache als ein guter Hausvater, und der Beſtimmung gemäß zu gebrauchen, welche ihr ent⸗ weder durch den Meiethvertrag gegeben worden iſt, oder welche ſich, in Ermangelung einer beſondern Übereinkunft, den Umſtänden nach vermuthen läßt; 2) den Miethzins zu den beſtimmten Zeiten zu be⸗ zahlen. 1729. Wenn der Miether die gemiethete Sache zu einem andern Gebrauche anwendet, als wozu ſie beſtimmt worden iſt, oder zu einem ſolchen, woraus fur den Vermie⸗ ther ein Nachtheil entſtehen könnte ³), ſo kann dieſer nach Beſchaffenheit der Umſtände den Miethvertrag aufheben laſſen. 1750. Wenn durch den Vermiether und Miether ei⸗ ne örtliche Beſchreibung der vermietheten Sache aufgenom⸗ men worden iſt, ſo muß letzterer dieſelbe in dem Zuſtande 3) zu einem andern Gebrauche, als zu welchem ſie be⸗ ſtimmt iſt, und ſo⸗ daß daraus fur den Vermiether oder Verpachter Nachtheil erwachſen koͤnnte: E. — — — — — — — — 254 L. III. T. VIII. Du Contrat de Louage. la chose telle qu'il l'a reque, suivant cet état, ex- cepté ce qui a péri ou a été dégradé par vétusté ou force majeure. 1731. S'il n'a pas été fait d'état des lieux, le preneur est présumé les avoir reçus en bon état de réparations locatives, et doit les xrendre tels, sauf la preuve contraire. 1732. IIl repond des dégradations ou des per- tes qui arrivent pendant sa jouissance, à moins qu'il ne prouve qu'elles ont eu lieu sans sa faute. 1733. II répond de l'incendie, à moins qu'il ne prouve, Que P'incendie est arrivé par cas fortuit ou force majeure, ou par vice de construction, OQu que le feu a été communiqué par une mai- son voisine. 1734. S'il y a plusieurs locataires, tous sont solidairxement xesponsables de l'incendie; A moins qu'ils ne prouvent que l'incendie a commencé dans l'habitation de l'un d'eux, auquel cas celui-la seul en est tenu; Ou que quelques- uns ne prouvent que l'in- cendie n'a pu commencer chez eux, auquel cas ceux-la n'en sont pas tenus. 1735. Le preneur est tenu des dégradations et des pertes qui arrivent par le fait des personnes de sa maison ou de ses sous- locataires. 1756. Si le bail a été fait sans écrit, l'une des parties ne pourra donner congé à l'autre qu'en observant les délais fixés par l'usage des lieux. 1757. Le bail cesse de plein droit à l'expira- tion du terme fixé, lorsqu'il a été fait par écrit, sans qu'il soit nécessaire de donner congé. 38 B. 8r T. Von dem Miethvertrage. 255 zurückliefern, in welchem er ſie, zufolge dieſer Beſchrei⸗ bung, empfangen hat, mit Ausnahme deſſen, was durch Alter oder unabwendbare Gewalt zu Grunde gegangen oder verſchlimmert worden iſt.(*) 1731. Iſt keine ſolche Beſchreibung aufgenommen worden, ſo wird, wiewohl mit Vorbehalt des Gegenbewei⸗ ſes, vermuthet, daß der Miether die Sache in einem ſolchen Zuſtande erhalten habe, daß alle einem Miether obliegen⸗ den Ausbeſſerungen zuvor geſchehen waren, und in dieſem Zuſtande muß er ſie auch wieder zurückliefern. 1752. Er haftet für alles, was während ſeiner Be⸗ nutzung verſchlimmert wird oder zu Grunde geht, in ſo fern er nicht beweiſt, daß es ohne ſein Verſchulden geſchehen ſey.(†* 1733. Er haftet für jeden Brandſchaden, in ſo fern er nicht beweiſt, daß die Feuersbrunſt durch Zufall, oder durch unab⸗ wendbare Gewalt, oder durch einen Fehler an der Bauart verurſacht worden ſeye, oder daß das Feuer ſich aus einem benachbarten Hau⸗ ſe mitgetheilt habe. 1754. Sind mehrere Miether da, ſo haften ſie alle ſolidariſch für den Brandſchaden;. ſie muͤßten denn beweiſen, daß das Feuer in der Woh⸗ nung eines von ihnen ausgebrochen iſt, in welchem Falle dieſer allein dafur verantwortlich bleibt; oder es mußten einige von ihnen den Beweis führen, daß das Feuer bey ihnen nicht ausbrechen konnte, in wel⸗ chem Falle dieſe nicht dafür verantwortlich ſind. 1735. Der Miether hat für die Verſchlimmerungen und die Schaͤden zu haften, welche von Perſonen ſeines Hauſes oder von ſeinen Untermiethern herrühren. 1756. Iſt der Miethvertrag nicht ſchriftlich abgefaßt worden, ſo kann ein Theil dem andern nur mut Beobach⸗ tung der durch den Ortsgebrauch beſtimmten Friſten auf⸗ kundigen. 4 1737. Iſt der Miethvertrag ſchriftlich verfaßt worden, ſo erliſcht er kraft des'Geſetzes mit dem Ablaufe der darin be⸗ ſtimmten Zeit, ohne daß es einer Aufkuͤndigung bedarf. (*) S. Art. 607 u. 1755 (**) S. Art. 1148. — 256 L. III. T. VIII. Du Contrat de Louage. 1738. Si, à l'expiration des baux éorits, le preneur reste et est laissé en possession, il g'opè- re un nouvedu bail dont l'effet est réglé par l'ar- ticle relatif aux locations faites sans écrit. 1739. Lorsqu'il y a un congè signifié, le pre- neur, quoiqu'il ait continué sa jouissance, ne peut invoquer la tacite rxéconduction. 1740. Dans le cas des deux articles précé- dents, la caution donnée pour le bail ne g'étend pas aux obligations résultant de la prolongation. 1741. Le contrat de louage se résout par la perte de la chose lauée, et par le défaut respectif du bailleur et du preneur, de remplir leurs enga- gements. 1742. Le contrat de louage n'est point résolu par la mort du bailleur, ni par celle du preneur. 1745. Si le bailleur vend la chose louée, l'ac- quéreur ne peut expulser le fermier ou le locataire qui a un bail authentique ou dont la date est cer- taine, à moins qu'il ne se soit réservé ce droit par le contrat de bail. 1744. S'il’a été convenu, lors du bail, qu'en cas de vente l'acquéreur pourrait expulser le fer- mier ou locataire, et qu'il n'ait été fait aucune sti- pulation sur les dommages et intérêts, le bailleur est tenu d'ndemniser le fermier ou le locataire de la manière suivante. 1745. S'il s'agit d'une maison, appartement ou boutique, le bailleur paye, à titre de dommages et intérèts, au locataire evincé, une somme égale 36 B. Gr T. Von dem Miethvertrage, 257 1758. Wenn nach dem Ablaufe der in einem ſchrift⸗ lich verfaßten Miethvertrage beſtimmten Zeit der Miether im Beſitze bleibt, und darin gelaſſen wird, ſo entſteht hier⸗ durch eine neue Miethe, deren Wirkung nach dem Inhalte des auf nicht ſchriftlich verfaßte Miethverträge ſich beziehen⸗ den Artikels zu beurtheilen iſt.. 1759. Iſt dem Miether die Aufkündigung bekannt gemacht worden ⁴), ſo kann ſich derſelbe, wenn er gleich in der Benutzung geblieben iſt, auf eine ſtillſchweigende Er⸗ neuerung des Miethvertrages nicht berufen. 1740. In dem Falle der beyden vorhergehenden Ar⸗ tikel erſtreckt ſich die für den Miethvertrag beſtellte Bürg⸗ ſchaft nicht auf die aus der Verlängerung deſſelben entſte⸗ henden Verbindlichkeiten. 4741. Der Miethvertrag erliſcht durch den Untergang der gemietheten Sache, wie auch dadurch, daß der Ver⸗ miether oder der Miether ſeine Verbindlichkeit nicht er⸗ füllt.(*) 1742. Der Miethvertrag wird durch den Tod des Vermtethers oder Miethers nicht aufgehoben. 27453. Wenn der Vermiether die vermiethete Sache verkauft, ſo iſt der Käufer nicht berechtiget, den Pachter oder Miether, deſſen Pacht⸗ oder Miethvertrag in einer öffentlichen Urkunde enthalten, oder mit einem glaubwür⸗ digen Datum verſehen iſt, zu vertreiben, wenn dieſes Recht nicht in dem Miethvertrage vorbehalten worden iſt. 17443. Wenn bey Eingehung des Miethvertrags aus⸗ gemacht worden iſt, daß im Falle eines Verkaufes der Kaͤu⸗ fer berechtiget ſeyn ſolle, den Pachter oder Miether zu ver⸗ treiben, wegen des zu leiſtenden Schadenserſatzes aber kei⸗ ne Übereinkunft Statt gefunden hat, ſo iſt der Vermiether ſchuldig, den Pachter oder Miether auf folgende Weiſe zu entſchädigen. 745. Iſt die Rede von einem Hauſe, Wohnzimmer oder Kramladen, ſo zahlt der Vermiether ſeinem ausgewie⸗ ſenen Miether als Schadenserſatz ſo viel, als der Mieth⸗ —— (*) S. Art. 1184. 4) zugeſtellt worden, L. inſinuirt worden, D. foͤrmlich ſignificirt worden, S. Iſt eine gerichtlich angedeutete Aufkündigung erfolgt: E. Cod. N. 2. B. 17 258 L. III. T. VIII. Du Contrat de Louage. au prix du loyer, pendant le temps qui, suivant Pusage des lieux, est accordé entre le congé et la sortie. 1/,166. S'il s'agit de biens ruraux, l'indemnité que le bailleur doit payer au fermier, est du tiers du prix du bail pour tout le temps qui reste à courir. . 1747. L'indemnité se réglera par experts, s'il s'agit de manufactures, usines, ou autres établisse- ments qui exigent de grandes avances- 17 46 6. L'acquéreur qui veut user de la facultẽ réservée par le bail, d'expulser le fermier ou lo- cataire en cas de vente, est, en outre, tenu d'a- vertir le locataire au temps d'avance usité dans le lieu pour les congés. II doit aussi avertir le fermier de biens ru- raux, au moins un an à l'avance. 32749. Les fermiers ou les locataires ne peu- vent être expulsés qu'lils ne soient payés par le bailleur, ou à son défaut, Par le nouvel acqué- reur, des dommages et intérèts ci-dessus expli- quẽés. 1750. Si le bail m'est pas fait par acte authen- tique, ou n'a point de date certaine, T'acquéreur mw'est tenu d'aucuns dommages et intérèts. Lacquéreur à pacte de rachat ne peut d'expulser le preneur, jusqu'à ai fixé pour le ré- mutable. 1751. user de la faculté ce que, par l'expiration du dél méré, il devienne propriétaire incom 2 SEOCTION II. Des Règley particulières aue Baux à loyer. 1752. Le locataire qui ne garnit pas la maison de meubles suffisants, peut ètre expulsé, à moins 3s B. 8r T. Von dem Miethvertrage. 259 zins für die Zeit beträgt, welche nach dem Ortsgebrauche zwiſchen der Aufkündigung und der wirklichen Räumung geſtattet iſt. 1746. Iſt von Feldgütern die Rede, ſo beſteht die Entſchaͤdigung, welche der Verpachter dem Pachter zu zah⸗ len hat, in einem Drittel des Pachtzinſes für die ganze noch übrige Pachtzeit. 1747. Die Entſchädigung wird durch Sachverſtändi⸗ ge beſtimint, wenn von Manufacturen, Hüttenwerken oder andern Anlagen die Rede iſt, die einen großen Vorſchuß erfordern. 3 1748. Der Käufer, welcher ſich des im Miethvertra⸗ ge vorbehaltenen Rechtes bedienen will, den Pachter oder Miether im Falle eines Verkaufes zu vertreiben, iſt überdieß verbunden, den Miether ſo lange Zeit porher zu benachrich⸗ tigen, als es bey Aufkündigungen an dem Orte gebräuch⸗ lich iſt. Eben ſo muß er, wenn von Feldgütern die Rede iſt, dem Pachter wenigſtens ein Jahr zuvor aufkündigen. 1749. Der Pachter oder Miether kann nicht eher zur wirklichen Räumung gezwungen werden, als bis ihm von dem Vermiether, oder, in deſſen Ermangelung, von dem neuen Erwerber der oben beſtimmte Schadenserſatz geleiſtet worden iſt. 1750. Iſt der Miethvertrag nicht in einer öffentli⸗ chen Urkunde enthalten, oder hat derſelbe kein glaubwür⸗ diges Datum, ſo iſt der Käufer zu keinem Schadenserſatze verbunden. 1751. Der Käufer, gegen welchen der Wiederkauf vorbehalten wurde, kann ſich des Rechtes, den Miether zu vertreiben, nicht eher bedienen, als bis er durch den Ablauf der zum Wiederkaufe beſtimmten Zeit unwiderrufli⸗ cher Eigenthümer geworden iſt⸗ Zweyter Abſchnitt. Von den dem Miethvertrage über Häuſer und Mobilien eigenthümlichen Regeln. 1752. Ein Miether, welcher das gemiethete Haus nicht hinlänglich mit Mobilien verſieht, kann vertrieben 17 — 260 L. III. T. VIII. Du Contrat de Louage. qu'il ne donne des süretés capables de répondre du loyer. 1753. Le sous-locataire n'est tenu envers le propriétaire que jusqu'à concurrence du prix de sa sous-location dont il peut être débiteur au mo- ment de la saisie, et sans qu'il puisse opposer des paiements faits par anticipation. Les paiements faits par le sous-locataire, soit en vertu d'une stipulation portée en son bail, soit en conséquence de l'usage des lieux, ne sont pas réputés faits par anticipation. 175 4. Les réparations locatives ou de menu entretien dont le locataire est tenu, s'il n'y a clau- se, contraire, sont celles désignées comme telles par l'usage des lieux, et, entre autres, les répa- rations à faire, Aux ätres, contre-coeurs, chambranles et ta- blettes des cheminées; Au recrépiment du bas des murailles des ap- partements et autres lieux d'habitation, à la hau- teur d'un mètre; Aux pavés et carreaux des chambres, lorsqu'il y en a seulement quelques- uns de cassés; Aux vitres, à moins qu'elles ne soient cassées par la grêle, ou autres accidents extraordinaires et de force majeure, dont le locataire ne peut etre tenu;. Aux portes, croisées, planches de cloison ou de fermeture de boutiques, gonds, targettes et surrures. 1755. Aucune des réparations réputées loca- tives n'est à la charge des locataires, quand elles ne sont occasionnées que par vétusté ou force ma- jeure. 1756. Le curement des puits et celui des fos- 7 5 2 ses d'aisance sont à la charge du bailleur, s il n'y a clause contraire. 1757. Le bail des meubles fournis pour gar- nir une maison entière, un corps de logis entier, 38 B. 8r T. Von dem Miethvertrage. 26¹ werden, wenn er nicht hinreichende Sicherheit für die Zah⸗ lung des Miethzinſes ſtellt.(*) 1553. Der Untermiether haftet dem Eigenthümer nur bis zum Betrage des in dem Augenblicke des angelegten Arreſtes noch ſchuldigen Untermiethzinſes, ohne ſich jedoch auf eine geſchehene Vorauszahlung berufen zu dürfen. Dahlungen, welche der Untermiether zufolge einer in ſeinen Miethvertrage enthaltenen Beſtimmung, oder dem Ortsgebrauche gemäß geleiſtet hat, ſind nicht als Voraus⸗ zahlungen zu betrachten 1754. Die dem Miether obliegenden Ausbeſſerungen oder kleinen Unterhaltungsreparaturen, welche derſelbe in Ermangelung einer entgegenſtehenden Übereinkunft zu tra⸗ gen hat, ſind diejenigen, welche durch den Ortsgebrauch als ſolche anerkannt ſind, und unter andern die Ausbeſſe⸗ rungen, an dem Boden, den Rück⸗ und Seitenwänden, Ein⸗ faſſungen und Geſimſen der Kamine; an der Tüunche des untern Theils der Mauern in den Zimmern und andern zur Wohnung beſtimmten Orten, bis zur Höhe eines Meters(etwas über drey Fuß); an den Steinen und Platten der Fußböden in den Zimmern, wenn nur einige derſelben zerbrochen ſind; an den Fenſterſcheiben, wenn dieſelben nicht durch Schloßen oder andere auſſerordentliche und von unabwend⸗ barer Gewalt herruhrende Zufälle, wofür der Miether nicht zu haften hat, zerbrochen wurden; an den Thüren, Fenſterrahmen und den Brettern, welche zu Scheidewänden oder zum Verſchließen der Kram⸗ läden dienen, an den Thürangeln, Riegeln und Schlöſſern. 1755. Keine der Ausbeſſerungen, welche dem Mie⸗ ther ſonſt obliegen, fällt demſelben zur Laſt, wenn bloß Alter oder unabwendbare Gewalt ſie veranlaßt hat. 1756. Das Reinigen der Brunnen und Abtritte fällt dem Vermiether zur Laſt, wenn nicht das Gegentheil aus⸗ bedungen worden iſt. 1757. Bey der Vermiethung von Mobilien, welche geliefert werden, um ein ganzes Haus, eine ganze Wohnung, (*) S. Art. 1766. 262 L. III. T. VIII. Du Contrat de Louage. une boutique, ou tous autres appartements, est censé fait pour la durée ordinaire des baux de mai- sons, corps de logis, boutiques ou autres appar- tements, selon l'usage des lieux. 8 17586. Le bail d'un appartement meublé est censé fait à lannée, quand il a été fait à tant par an; Au mois, quand il a été fait à tant par mois; Au jour, s'il a été fait à tant par jour. Si rien ne constate que le bail soit fait à tant par an, par mois ou par jour, la location est cen- sée faite suivant l'usage des lieux. 1759. Si le locataire d'une maison ou d'un appartement continue sa jouissance après l'expira- tion du bail par écrit, sans opposition de' la part du bailleur, il sera censé les occuper aux mèêmes conditions, pour le terme fixé par l'usage des lieux, et ne pourra plus en sortir ni en être ex- pulsé qu'après un congé donné suivant le délai fixé par l'usage des lieux. 1760. En cas de résiliation par la faute du lo- cataire, celui-ci est tenu de payer le prix du bail pendant le temps nécessaire à la relocation, sans préjudice des dommages et intérèets qui ont pu re= sulter de l'abus. 4 1761. Le bailleur ne peut résoudre la loca- tion, encore qu'il déclare vouloir occuper par lui- meme la maison louée, s'il n'y a eu convention contraire. 1762. S'il a été convenu dans le contrat de louage, que le bailleur pourrait venir occuper la maison, il est tenu de signißer d'avance un congé aux époques déterminées par l'usage des lieux. 36 B. Br T. Von dem Miethvexytrage. 265 einen Laden oder jedes andere Wohnzimmer damit zu ver⸗ ſehen, iſt anzunehmen, daß dieſelbe für die gewöhnliche Zeit geſchehen ſey, auf welche man nach dem Ortsgebrau⸗ che Häuſer, Wohnungen, Läden und andere Wohnzimmer zu vermiethen pflegt.— 1758. Bey der Vermiethung einer möblirten Woh⸗ nung wird angenommen, daß ſie auf ein Jahr geſchehen ſeye, wenn dafür ein jährlicher Miethzins verabredet iſt; auf einen Monat, wenn der Miethzins monatweiſe; auf einen Tag, wenn er tageweiſe beſtimmt wurde. Wenn aber nichts darüber Gewißheit gibt, daß der Miethzins jahrweiſe, monatweiſe oder tagweiſe beſtimmt ſeye, ſo iſt anzunehmen, daß der Miethvertrag dem Orts⸗ gebrauche gemäß geſchloſſen worden ſeye. 1759. Wenn der Miether eines Hauſes oder einer Wohnung nach dem Ablaufe der in einem ſchriftlichen Miethvertrage beſtimmten Zeit ohne Widerſpruch von Seiten des Vermiethers in der Benutzung bleibt, ſo iſt an⸗ zunehmen, daß er das Haus oder die Wohnung auf die durch den Ortsgebrauch beſtimmte Zeit unter den vorigen Bedingungen behalte, und er kann dieſelbe weder verlaſſen noch daraus vertrieben werden, ehne daß zu der durch den Ortsgebrauch beſtimmten Zeit eine Aufkündigung vorherge⸗ gangen iſt. 1560. Wird der Vertrag wegen eines Verſchuldens des Miethers aufgehoben, ſo iſt dieſer verbunden, wäh⸗ rend der zur Wiedervermiethung erforderlichen Zeit den Miethzins zu zahlen, mit Vorbehalt der Schadloshaltung fur den aus dem Mißbrauche der Sache etwa entſtande⸗ nen Nachtheil. 1761. Der Vermiether kann ſelbſt in dem Falle den Miethvertrag nicht aufheben, wenn er das vermiethet? Haus ſelbſt beziehen zu wollen erklärt; es müßte denn das Gegentheil verabredet worden ſeyn. 1762. Iſt in dem Miethvertrage verabredet worden, daß es dem Vermiether frey ſtehen ſolle, das Haus ſelbſt zu beziehen, ſo iſt er verbunden, vorher zu der durch den Ortsgebrauch beſtimmten Zeit aufzukündigen. 264 L. III. T. VIII. Du Contrat de Louage. SECTION III. Des Règles particulieres auo Bauoc& ferme. 1763. Celui qui cultive sous la condition d'un partage de fruits avec le bailleur, ne peut ni sous- louer ni céder, si la faculte ne lui en a été expres- sément accordée par le bail. 1764. En cas de contravention, le propriétai- re a droit de rentrer en jouissance, et le preneur est condamné aux demmages-intérèts resultant de T'inexécution du bail. 1765. Si, dans un bail à ferme, on donne aux fonds une contenance moindre ou plus grande que celle qu'ils ont réellement, il n'y a lieu à aug- mentation cu diminution de prix pour le fermier, que dans les cas et suivant les règles exprimés au titre de la Vente. 1766. Si le preneur d'un héritage rural ne le garnit pas des bestiaux et des ustedsiles nécessai- res à son exploitation, s'il abandonne la culture, s'il ne cultive pas en bon père de famille, s'il em- ploie la chose louée à un autre usage que celui au- quel elle a été destinée, ou, en genéral, s'il wWexécute pas les clauses du bail, et qu'il en ré- sulte un dommage pour le bailleur, celui- ci peut, suivant les circonstances, faire résilier le bail. En cas de résiliation provenant du fait du pre- neur, celui-ci est tenu des dommages et intérèts, ainsi qu'il est dit en l'article 1764. 1767. Tout preneur de bien rural est tenu d'engranger dans les lieux à ce destinés d'après le bail. 1768. Le preneur d'un bien rural est tenu, sous peine de tous dépens, dommages et intéréts, d'avertir le propriétaire des usurpations qui peu- vent èêtre commises sur les fonds. 36 B. Br T. Von dem Miethvertrage. 265 Dritter Abſchnitt. Von den dem Pachtvertrage über Feldguter eigenthümli⸗ chen Regeln. 1753. Wer Land unter der Bedingung bauet, die Fruchte mit dem Verpachter zu theilen, der iſt weder zur Unterverpachtung, noch zur Abtretung ſeines Pachtes an einen Andern berechtiget, wenn ihm nicht dieſe Befugniß ausdrücklich in dem Pachtvertrage eingeräumt worden iſt. 1764. Wenn der Pachter dieſer Verfügung entgegen handelt, ſo hat der Eigenthümer das Recht, in die Be⸗ nutzung wieder einzutreten, und der Pachter wird zum Erſatze des aus der Nichterfüllung des Pachtvertrages ent⸗ ſtandenen Schadens verurtheilt. 1765. Iſt in einem Pachtvertrage ein geringeres oder gröſſeres Maaß der Grundſtücke angegeben, als die⸗ ſelben wirklich haben, ſo findet nur in den im Titel von dem Kaufvertrage beſtimmten Fällen und nach den dort aufgeſtellten Regeln eine Erhöhung oder eine Vermin⸗ derung des Pachtzinſes Statt. 1766. Wenn der Pachter eines Feldgutes daſſelbe nicht mit dem zu deſſen Bewirthſchaftung erforderlichen Viehe und Geräthe verſieht, wenn er den Anbau deſſelben ganz unterläßt oder nicht als ein guter Hauswirth betreibt, wenn er von der gepachteten Sache einen andern Ge⸗ brauch macht, als wozu ſie beſtimmt war, oder überhaupt, wenn er den Beſtimmungen des Pachtvertrages kein Ge⸗ nüge leiſtet, und daraus für den Verpachter ein Schaden erwächſt, ſo kann dieſer, nach Beſchaffenheit der Umſtän⸗ de, den Pachtvertrag aufheben laſſen. Erfolgt die Aufhebung durch Verſchulden des Pachters, ſo iſt dieſer nach Maaßgabe des 1764. Artikels zum Scha⸗ denserſatze verpflichtet. 1767. Jeder Pachter eines Feldgutes iſt verbunden, die Erzeugniſſe an den durch den Pachtvertrag dazu be⸗ ſtimmten Orten aufzubewahren. 1768. Jeder Pachter eines Feldgutes iſt bey Strafe des Koſten⸗ und Schadenserſatzes ſchuldig, dem Eigenthü⸗ mer von den gegen ſeine Grundſtücke etwa unternommenen Eingriffen Nachricht zu ertheilen. 266 L. III. T. VIII. Du Contrat de Louage. Cet avertissement doit être donné dans le mée- me délai que celui qui est réglé en cas d'assigna- tion suivant la distance des lieux, 1769. Si le bail est fait pour plusieurs an- nées, et que, pendant la durée du bail, la tota- lité ou la moitié d'une récolte au moins soit enle- vée par des cas fortuits, le fermier peut demander une remise du prix de sa location, à moins qu'il pe soit indemnisé par les récoltes précédentes. S'il n'est pas indemnisé, l'estimation de la re- mise ne peut avoir lieu qu'aà la fin du bail, auquel temps il se fait une compensation de toutes les années de jouissance; Et cependant le juge peut provisoirement dis- penser le preneur de payer une partie du prix en raison de la perte soufferte. 1770. Si le bail n'est que d'une année, et que la perte soit de la totalité des fruits, ou au moins de la moitié, le preneur sera déchargé d'une par- tie proportionnelle du prix de la location. Il ne pourra prétendre aucune remise, si la perte est moindre de moitié. 771. Le fermier ne peut obtenir de remise, lorsque la perte des fruits artive après qu'ils sont séparés de la terre, à moins que le bail ne donnę au propriétaire une quotité de la récolte en natu- re; auquel cas le propriétaire doit supporter sa part de la perte, pourvu que le preneur ne fùt pas en demeure de lui délivrer sa portion de récolte. Le fermier ne peut également demander une remise, lorsque la cause du dommage était exis- tante et connue à l'époque ou le bail a été passé. 1772. Le preneur peut être chargé des cas fortuits par une stipulation expresse. 1775. Cette stipulation ne s'entend que des cas foriuits ordinaires, tels que grèéle, feu du ciel, gelée ou coulure. 3 Elle ne s'entend point des cas fortuits extra- ordinaires, tels que les ravages de la guerre, ou une inondation, auxquels le pays n'est pas ordinai- — 38 B. Br T. Von dem Miethvertrage. 267 Dieſe Nachricht muß binnen der nämlichen Friſt gege⸗ ben werden, welche für gerichtliche Vorladungen mit Rück⸗ ſicht auf die Entfernung der Orte beſtimmt iſt. 1769. Wenn der Pachtvertrag auf mehrere Jahre geſchloſſen, und während der Pachtzeit durch Zufall eine Ernte ganz oder wenigſtens zur Hälfte zu Grunde gegan⸗ gen iſt, ſo kann der Pachter einen Nachlaß an ſeinem Pachtzinſe verlangen, in ſo fern er nicht ſchon durch die vorhergehenden Ernten entſchädiget iſt. Iſt er nicht entſchädiget, ſo kann der Nachlaß nicht eher beſtimmt werden, als am Ende der Pachtzeit, wo dann der Verluſt gegen den Gewinn ſämmtlicher übrigen Pachtjahre ausgeglichen wird; doch kann der Richter den Pachter einſtweilen von der Zahlung eines mit dem erlittenen Schaden in Verhältniß ſtehenden Theils des Pachtzinſes freyſprechen. 1770. Iſt der Pachtvertrag nur auf Ein Jahr ge⸗ ſchloſſen, und der Verluſt erſtreckt ſich auf alle, oder doch wenigſtens auf die Hälfte der Früchte, ſo wird dem Pachter ein verhältnißmäſſiger Theil ſeines Pachtzinſes erlaſſen. Er iſt nicht befugt einen Nachlaß zu fordern, wenn der Verluſt unter der Hälfte iſt. 1771. Dem Pachter gebührt kein Nachlaß, wenn der Verluſt der Früchte ſich erſt ereignet, nachdem ſie ſchon von der Erde abgeſondert waren; es muüßte denn in dem Pacht⸗ vertrage dem Eigenthümer eine Quote der Ernte in Natur vorbehalten worden ſeyn, in welchem Falle dieſer ſeinen Theil am Verluſte zu tragen hat, wenn anders der Pachter nicht im Verzuge war, ihm ſeinen Antheil an der Ernte abzuliefern. Der Pächter kann gleichfalls keinen Nachlaß fordern, enn die Urſache des Schadens zur Zeit der Abſchließung des Pachtvertrages ſchon vorhanden und bekannt war. „ 1772. Der Pachter kann durch eine ausdrückliche Übereinkunft verpflichtet werden, die Zufälle zu tragen. 1775. Eine ſolche Übereinkunft erſtreckt ſich nur auf gewöhnliche Zufälle, als Hagel, Blitz, Froſt und das Ab⸗ fallen der Traubenbeeren. Sie erſtreckt ſich nicht auf auſſerordentliche Zufälle, als Kriegsſchäden oder Uberſchwemmung, welchen das Land ge⸗ woͤhnlicher Weiſe nicht ausgeſetzt iſt; der Pachter müßte 268 L. III. T. VIII. Du Contrat de Louage. rement sujet, à moins que le preneur n'ait été chargé de tous les cas fortuits prévus ou imprévus. 1774. Le bail, sans écrit, d'un fonds rural, est censé fait pour le temps qui est nécessaire afin que le preneur recueille tous les fruits de l'héri- tage affermé. Ainsi le bail à ferme d'un pré, d'une vigne, et de tout autre fonds dont les fruits se recueillent en entier dans le cours de l'année, est censé fait pour un an. Le bail des terres labourables, lorsqu'elles ge divisent par soles ou saisons, est censé fait pour autant d'années qu'il y a de soles. 1775. Le bail des héritages ruraux, quoique fait sans écrit, cesse de plein droit à l'expiration du temps pour lequel il est censé fait, selon l'ar- ticle précédent. 1776. Si, à l'expiration des baux ruraux écrits, je preneur reste et est laissé en possession, il s'opère un nouveau bail dont l'effet est réglé par Tart. 1774. 1777. Le fermier sortant doit laisser à celui qui lui succède dans la culture, les logements convenables et autres facilités pour les travaux de Pannée suivante; et réciproquement, le fermier entrant doit procurer à celui qui sort les loge- ments convenables et autres facilités pour la con- sommation des fourrages, et pour les récoltes xes- tant à faire. Dans l'un et l'autre cas, on doit se confor- mer à l'usage des lieux. 1776. Le fermier sortant doit aussi laisser les pailles et engrais de l'année, s'il les a regus lors de-son entrée en jouissance; et quand même il ne les aurait pas reçus, le propriétaire pourra les retenir suivant P'estimation. 38 B. 8r T. Von dem Miethvertrage. 269 denn alle vorhergeſehenen und unvorhergeſehenen Zufälle übernommen haben. 1174. Bey der mündlichen Verpachtung eines Feld⸗ gutes wird angenommen, daß ſie auf ſo lange Zeit geſchloſ⸗ ſen worden ſeye, als erforderlich iſt, damit der Pachter alle Früchte des gepachteten Grundſtückes beziehen könne. So nimmt man an, daß die Verpachtung einer Wie⸗ ſe, eines Weinberges, und jedes andern Grundſtückes, deſs ſen Früchte binnen Jahresfriſt ganz gewonnen werden, auf ein Jahr geſchehen ſeye. Bey der Verpachtung des Ackerlandes, wenn es nach Fluren gebaut wird, nimmt man an, daß ſie auf ſo viele Jahre geſchehen ſeye, als dieſer Fluren ſind. 1775. Die Verpachtung der Feldgüter, wenn ſie gleich mündlich geſchehen iſt, hört kraft des Geſetzes auf, ſobald die Zeit verſtrichen iſt, auf welche man zufolge des vorhergehenden Artikels annimmt, daß ſie geſchloſſen wor⸗ den ſeye. 1776. Bleibt der Pachter eines Feldgutes nach Ab⸗ lauf der ſchriftlich beſtimmten Pachtzeit im Beſitze, und wird er darin gelaſſen, ſo entſteht hierdurch eine neue Pach⸗ tung, deren Wirkungen ſich nach dem 1774. Artikel richten. 1777. Der abziehende Pachter muß ſeinem Nachfol⸗ ger in dem Feldbau eine angemeſſene Wohnung und andere Bequemlichkeiten zur Beſtellung für das folgende Jahr ver⸗ ſtatten; dagegen muß auch der antretende Pachter dem ab⸗ ziehenden eine angemeſſene Wohnung und andere Bequem⸗ lichkeiten verſchaffen, damit er das Futter für das Vieh verbrauchen, und die noch übrige Ernte einbringen kann. In dem einen wie im andern Falle hat nian ſich nach dem Ortsgebrauche zu richten. 1778. Der abziehende Pachter muß auch das Stroh und den Dünger vom letzten Jahre zurücklaſſen, wenn er dergleichen bey ſeinem Eintritt in den Genuß vorgefunden hat; und ſelbſt dann, wenn er dieſe Gegenſtände nicht em⸗ pfangen hatte, kann doch der Eigenthümer dieſelben nach einer Schätzung zurückbehalten, — —— 270 L. III. T. VIII. Du Contrat de Louage. CHAPITRE III. Du Louage d'ouvrage et d'industrie. 1779. 11 v a troĩs espéces principales de louage d'ouvrage et d'industrie: 1⁰ Le louage des gens de travail qui s'engagent au service de quelqu'un; 20 Celui des voituriers, tant par terre que par eau, qui se chargent du transport des per- sonnes ou des marchandises; 3⁰0 Celui des entrepreneurs d'ouvrages par suite de devis ou marchés. SEOTION PREMIERE. Du Louùuage ders Domestiques et Ouvrierg. 1780. On ne peut engager ses services qu'd temps, ou pour une entreprise déterminée. 1761. Le maitre est cru sur son affirmation, Pour la quotité des gages; Pour le paiement du salaire de l'année échue; Et pour les à-comptes donnés pour l'année eourante. SEOTION II. Dey Foituriers par terre eb par eau. 1782. Les voituriers par terre et par eau sont assujettis, pour la garde et la conservation des choses qui leur sont conflées, aux mêmes obliga- tions que les aubergistes, dont il est parlé au titre du Dépòt et du Séquestre. 1783. IIs répondent non-seulement de ce qu'ils ont déja reçu dans leur bäâtiment ou voiture, mais encore de ce qui leur a été remis sur le port ou 38 B. Sr T. Von dem Miethvertrage. 272 Drittes Capitel. Von dem Miethvertrage uͤber Arbeiten und Ge⸗ werbfleiß. 1779. Es gibt drey Hauptgattungen der Miethver⸗ träge über Arbeit und Gewerbfleiß: 1) den Vertrag mit Dienſtboten und Handarbeitern, welche ſich zur Leiſtung von Dienſten gegen jemand verbind⸗ lich machen; 2) den Vertrag mit Landfuhrleuten und Schiffern, welche die Fortbringung der Perſonen oder Waaren über⸗ nehmen; 3) den Vertrag mit Unternehmern einer beſtimmten Arbeit nach einem Anſchlage oder Accorde. Erſter Abſchnitt. Von Verdingung der Dienſtboten und Handarbeiter. 1580. Man kann ſeine Dienſte nur auf beſtimmte Zeit oder für eine beſtimmte Unternehmung verdingen. 1781. Dem Dienſtherrn wird auf ſeine eidliche Ver⸗ ſicherung geglaubt; 1) in Anſehung des Betrages des ausbedungenen Lohnes; elben vom verfloſſe⸗ 2) in Anſehung der Bezahlung deſſ nen Jahre; — 3) in Anſehung der geſchehenen Abſchlagszahlungen für das laufende Jahr. Zweyter Abſchnitt. Von den Landfuhrleuten und Schiffern. 1582. Landfuhrleute und Schiffer haben in Anſehung der Aufbewahrung und Erhaltung der ihnen anvertrauten Sachen die nämlichen Verbindlichkeiten, wie die Gaſtwirthe, von denen in dem Titel von dem Niederlegungs⸗ vertrage und der Sequeſtration gehandelt wird. 1783. Sie haften nicht nur für dasjenige, was ſie in ihr Schiff oder Fuhrwerk ſchon aufgenommen haben⸗ ſondern auch für dasjenige, was ihnen im Hafen oder an — 272 L. III. T. VIII. Du Contrat de Louage. dans l'entrepoôt, pour èêtre placé dans leur bäti- ment ou voiture. 1784. IIs sont responsables de la perte et des avaries des choses qui leur sont conflées, à moins qu'ils ne prouvent qu'elles ont été perdues et avariées par cas fortuit ou force majeure. 1785. Les entrepreneurs de voitures publiques par terre et par eau, et ceux des roulages publics, doivent tenir registre de l'argent, des effets et des paquets dont ils se chargent. 1786. Les entrepreneurs et directeurs de voi- tures et roulages publics, les maitres de barques et navires, sont en outre assujettis à des régle- ments particuliers, qui font la loi entre eux et les autres citoyens. SECTION III. Des Devis et des Marchés. 1787. Lorsqu'on charge quelqu'un de faire un ouvrage, on peut convenir qu'il fournira seule- ment son travail ou son industrie, ou bien qu'il fournira aussi la matière. 1788. Si, dans le cas ou l'ouvrier fournit la matière, la chose vient à périx, de quelque ma- nière que ce soit, avant d'ètre livrée, la perte en est pour l'ouvrier, à moins que le maitre ne füt en demeure de recevoir la chose. 1789. Dans le cas ou l'ouvrier fournit seule- ment son travail ou son industrie, si la chose vient à périr, l'ouvrier n'est tenu que de sa faute. 1790. Si, dans le cas de Particle précédent, la chose vient à périr, quoique sans aucune faute de la part de l'ouvrier, avant que l'ouvrage ait, été regu, et sans que le maitre füt en demeure de le vériher, l'ouvrier n'a point de salaire à réclamer, à moins que la chose m'ait péri par le vice de la matiere. 5s B. 6r T. Von dem Miethvertrage. 273 dem zur Niederlage dienenden Orte überliefert worden iſt, um in ihr Schiff oder Fuhrwerk geladen zu werden. 178 4. Sie haften für den Verluſt und die Beſchädi⸗ gung der ihnen anvertrauten Sachen, wenn ſie nicht be⸗ weiſen, daß dieſelben durch Zufall oder unabwendbare Ge⸗ walt verloren oder beſchädiget worden ſind. 1785. Die Unternehmer öffentlicher Landkutſchen oder Marktſchiffe, ſo wie die Unternehmer öffentlicher Fracht⸗ wagen, müſſen über das Geld, die Sachen und Pakete, welche ſie aufnehmen, ein Regiſter führen. 1786. Die Unternehmer und Aufſeher öffentlicher Landkutſchen und Frachtwagen, ſo wie die Eigenthümer der Kähne und Schiffe ſind überdieß an beſondere Verord⸗ nungen gebunden, welche zwiſchen ihnen und den übrigen Staatsburgern als Entſcheidungsnorm dienen. Dritter Abſchnitt. Von der UÜbernahme beſtimmter Arbeiten nach einem An⸗ ſchlage oder Accorde. 1787. Wird jemanden die Verfertigung einer Sache oder eines Werkes übertragen, ſo kann man entweder über⸗ einkommen, daß er nur ſeine Arbeit oder ſeinen Gewerb⸗ fleiß dabey anwenden, oder daß er zugleich die Materialien dazu liefern ſolle. 1788. Geht in dem Falle, wo der Arbeiter die Ma⸗ terialien liefert, die Sache vor der Ablieferung auf irgend eine Art zu Grunde, ſo trifft der Verluſt den Arbeiter, wenn nicht der Beſteller mit der Annahme derſelben im Verzuge war. 1789. Im Falle der Arbeiter nichts als ſeine Arbeit oder ſeinen Gewerbfleiß liefert, iſt derſelbe, wenn die Sa⸗ che zu Grunde geht, nur fuͤr ſein Verſehen verantwortlich. 1790. Geht in dem Falle des vorhergehenden Arti⸗ kels die Sache, wenn gleich ohne irgend ein Verſehen von Seiten des Arbeiters, zu Grunde, ehe der Beſteller dieſel⸗ be angenommen hatte, und ohne daß er mit deren Prüfung im Verzuge war, ſo kann der Arbeiter keinen Anſpruch auf Arbeitstohn machen, es müßte denn die Sache durch einen Fehler der Materialien zu Grunde gegangen ſeyn. Cod. N. 2 B. 18 27 4 L. III. T. VIII. Du Contrar de Louage. 1991. S'il s'agit d'un ouvrage à plusieurs pièces ou à la mesure, la vérification peut s'en faire par parties: elle est eensée faite pour toutes les par- ties payées, si le maitre paye Pouvrier en pro- portion de l'ouvrage fait. 3792. Si l'édifice construit à prix fait, périt en tout ou en partie par le vice de la construction, méme par le vice du sol, les architecte et entre- preneur en sont responsables pendant dix ans. 1793. Lorsqu'un architecte ou un entrepre- neur s'est chargé de la construction à³ forfait d'un batiment, d'après un plan arréèté et convenu avec le propriétaire du sol, l ne peut demander aucune augmentation de prix, ni sous le prétexte d'aug- mentation de la main-d'oeuvre ou des matériaux, ni sous celui de changements ou d'augmentations falts sur ce plon, si ces changements ou augmen- tations m'ont pas été autorisés par écrit, et le brix convenu avec le proprietaire. 159%. Le maitre peut résilier, par sa seule volonté, le marché à forfait, quoidue l'ouvrage soit déja commencé, en dédommageant Pentre- preneur de toutes ses dépenses, de tous ses tra- vaux, et de tout ce qu'il aurait pu gagner dans cette entreprise. 7795. Le contrat de louage d'ouvrage est dis- sous par la mort de Pouvrier, de architecte ou entrepreneur. 1796. Mais le propriétaire est tenu de payer en proportion du prix porté par la convention, à leur succession, la valeur des ouvrages faits et celle des matériaux préparés, Jors seulement que ces travaux ou ces matériaux peuvent lui être utiles. 1797. L'entrepreneur répond du fait des per- sonnes qu'il emploie. 1798. Les magçons, charpentiers et autres ou- vriers qui ont été employ és à la construction d'un 55 B. 8r T. Von dem Miethvertrage. 275 1791. Iſt von einer Arbeit die Rede, welche ſtückweiſe oder nach dem Maaße verdungen worden iſt, ſo kann die Prufung und Genehmigung auch theilweiſe geſchehen, und es wird angenommen, daß dieſelbe in Anſehung aller bezahl⸗ ten Theile erfolgt ſeye, wenn der Beſteller den Arbeiter nach Verhältniß der ſchon fertigen Arbeit bezahlt hat. 1792. Wenn ein für einen im Ganzen beſtimmten Preis aufgeführtes Gebäude durch die fehlerhafte Bauart, oder auch nur durch einen Fehler des Bodens zu Grunde geht, ſo ſind Baumeiſter und Bauunternehmer in den erſten zehn Jahren dafür verantwortlich. 793. Hat ein Baumeiſter oder Bauunternehmer die Aufführung eines Gebäudes in Bauſch und Bogen nach ei⸗ nem feſtgeſetzten, und mit dem Eigenthümer des Bodens verabredeten Plane übernommen, ſo kann er weder unter dem Vorwande, daß der Arbeitslohn oder der Preis der Materialien geſiegem ſey, noch aus dem Grunde, weil an dem erſten Plane Anderungen oder ſätze gemacht wor⸗ den ſind, eine Erhöhung des Preiſes verlangen, wenn nicht dieſe Anderungen oder Zuſätze ſchriftlich genehmi⸗ get ſind, und der Preis mit dem Eigenthümer verabredet worden iſt. 1794. Der Beſteller kann nach eigener Willkühr von einem in Bauſch und Bogen geſchloſſenen Vertrage wieder abgehen, wenn gleich das Werk ſchon angefäangen iſt, je⸗ doch muß er den Unternehmer für alle ſeine Auslagen, für ſeine ganze Arbeit, und für alles, was er bey dieſer Un⸗ ternehmung hätte gewinnen können, entſchädigen. 1795. Ein Miethvertrag über Arbeit erliſcht durch den Tod des Arbeiters, des Baumeiſters oder des Unter nehmers. 1796. Doch iſt der Beſteller verbunden, deren Erben den Werth der bereits fertigen Arbeit und den Werth der wirklich zubereiteten Materialien, nach Verhältniß des in dem Vertrage beſtimmten Preiſes, in dem Falle zu bezah⸗ len, wenn dieſe Arbeit oder dieſe Materialien ihm nützlich ſeyn können.. 1797. Der Unternehmer haftet für die Handlungen der Perſonen, deren er ſich bey der Arbeit bedient. 1798. Den Maurern, Zimmerleuten und anderen Ar⸗ beitern, die bey der Aufführung eines Gebäudes oder zu 15 276 L. III. T. VIII. Du Contrat de Louage. patiment ou d'autres ouvrages faits à l'entreprise, t d'action contre celui pour lequel les ouvra- é faits, que jusqu'à concurrence de ce dont il se trouve débiteur envers entrepreneur, au moment où leur action est intentée. 1799. Les magons, charpentiers, serruriers, et autres ouvriers qui font directement des mar- chés à prix fait, Sont astreints aux règles pres- crites dans la présente section: ils sont entre- preneurs dans la partie qu'ils traitent. n'on ges ont ét CHAPITRE IV. Du Bail à cheptel. SECTION PREMIEDE. Disposibiohs générales. 800. Le bail à cheptel est un contrat par lequel l'une des parties donne à l'autre un fonds de bétail pour le garder, le nourrir et le soigner, sous les conditions convenues entre elles. 1801. II y a plusieurs sortes de cheptels: Le cheptel simple ou ordinaire, Le cheptel à moitié, Le cheptel donné au fermier ou a partiaire. Il y a encore une quatrième espèce de con- trat improprement appelée cheptel. 1602. On peut donner à chepitel toute espèce d'animaux susceptibles de croit ou de profit pour Pagriculture ou le commerce. 1803. A défaut de conventions particulières, réglent par les principes qui suivent. u colon ces contrats se SECTION II. Du Cheptel simple. st un contrat des bestiaux 18044. Le bail à cheptel simple e lequel on donne à un autre t 38 B. 3r T. Von dem Miethvertrage. 277 einer anderen von jemand im Ganzen übernommenen Ar⸗ beit gebraucht worden ſind, ſteht gegen denjenigen, für welchen das Werk aufgeführt worden iſt, nur bis zum Be trage deſſen, was er zur Zeit der angeſtellten Klage dem Unternehmer noch ſchuldig iſt, eine Klage zu. 1709. Die Maurer, Zimmerleute, Schloſſer und anderen Arbeiter, welche über ihre Arbeit unmittelbar mit dem Eigenthümer einen Accord im Ganzen abſchließen, ſind an die in dem gegenwärtigen Abſchnitte vorgeſchriebenen Re⸗ geln gebunden; ſie ſind Unternehmer in Anſehung derjenigen Arbeit, deren Ausführung ſie unternommen haben, Viertes Capitel. Von dem Viehypacht. Erſter Abſchnitt. Allgemeine Verfügungen. 4 1800. Der Viehpacht iſt ein Vertrag, durch wel⸗ chen ein Theil dem andern unter den zwiſchen ihnen verab⸗ redeten Bedingungen eine gewiſſe Anzahl Vieh überläßt, um daſſelbe zu hüten, zu füttern, und zu warten. 1801. Es gibt mehrere Arten des Viehpachtes: den einfachen oder gewöhnlichen Viehpacht, den Viehpacht zur Hälfte, den mit einem Pachter oder Theilpachter eingegange⸗ nen Viehpacht. Es gibt endlich noch eine vierte Gattung dieſes Ver⸗ trages, die nur uneigentlich Viehpacht genannt wird. 1802. Man kann jede Art von Thieren, welche ſich vermehren, oder für Ackerbau oder Handel nützlich ſeyn können, in Viehpacht geben. 1803. In Ermangelung beſonderer Verabredungen richten ſich dieſe Verträge nach folgenden Grundſätzen. Zweyter Abſchnitt. Von dem einfachen Viehpacht. 180 3%. Der einfache Viehpacht iſt ein Vertrag, wodurch man einem Andern Vieh zu hüten, zu füttern 278 L. III. T. VIII. Du Contrat de Louage. à garder, nourrir et soigner, à condition que le preneur profttera de la moitié du croit, et qu'il supportera aussi la moitié de la perte. 1805. L'estimation donnée au cheptel dans le bail n'en transporte pas la propriété au preneur; elle n'a d'autre objet que de fixer la perte ou le profit qui pourra se trouver à l'expiration du bail. 1806. Le preneur doit les soins d'un bon Sre de famille à la conservation du cheptel. 1807. II n'est tenu du cas fortuit que lors- qu'il a été précédé de quelque faute de sa part, sans laquelle la perte ne serait pas arrivée 1306. En cas de contestation, le preneur est tenu de prouver le cas fortuit, et le bailleur est tenu de prouver la faute qu'il impute au preneur. 1809. Le preneur qui est déchargé par le cas fortuit, est toujours tenu de rendre compte des peaux des bèétes. 1810. Si le cheptel périt en entier sans la faute du preneur, la perte en est pour le bailleur. S'il n'en périt qu'une partie, la perte est supportée en commun, d'après le prix de l'esti- mation originaire, et celui de l'estimation à l'ex- piration du cheptel. 1811. On ne peur stipuler, Que le preneur supportera la perte totale du cheptel, quoique arrivée par cas fortuit et sans sa faute, Ou qu'il supportera, dans la perte, une part plus grande que dans le proftt,, Ou que le bailleur prélevera, à la fin du pail, quelque chose de plus due le cheptel qu'il a fourni. Toute convention semblable est nulle. Le preneur profite seul des laitages, du fu- mier et du travail des animaux donneés à cheptel. La laine et le croit se partagent. „. 7 2812. Le preneur ne peut disposer d'aucune bels du troupeau, soit du fonds, soit du erolt, 38 B. 8r T. Von dem Miethvertrage. 279 und zu warten überläßt, unter der Bedingung, daß der Pachter die Haͤlfte des Zuwachſes durch junges Vieh erhal⸗ ten, dagegen aber auch den Verluſt zur Haͤlfte tragen ſolle. 1805. Die in dem Pachtvertrage enthaltene Schätzung des Viehes überträgt nicht das Eigenthum deſſelben auf den Pachter; ſie hat keinen andern Zweck, als die Beſtim⸗ mung des am Ende der Pachtung ſich etwa ergebenden Ver⸗ luſtes oder Gewinnes. 1806. Der Pachter iſt ſchuldig, wie ein guter Haus⸗ wirth füͤr die Erhaltung des Viehes zu ſorgen. 1807. Für einen Zufall hat er nur dann zu haften, wenn von ſeiner Seite ein Verſehen vorherging, ohne wel⸗ ches der Verluſt nicht erfolgt ſeyn würde. 1808. Wenn hierüber ein, Rechtsſtreit entſteht, ſo muß der Pachter den Zufall beweiſen, der Verpachter aber das Verſehen, deſſen er den Pachter beſchuldiget. 1809. Der wegen Zufälligkeit des Verluſtes freyge⸗ ſprochene Pachter muß demohngeachtet die Häute der Thie⸗ re berechnen. 1810. Wenn alles Vieh ohne Verſchulden des Pach⸗ ters umkommt, ſo hat der Verpachter den Verluſt zu tragen. Kommt nur ein Theil beſſelben um, ſo wird der Ver⸗ luſt nach der urſprunglichen Taxe und nach der bey Ablauf des Pachtes gemachten Abſchätzung gemeinſchaftlich ge— tragen. 1811. Man kann nicht ausbedingen, daß der Pachter den, ſelbſt durch bloßen Zufall und ohne ſein Verſchulden eingetretenen, gänzlichen Verluſt des Viehes tragen ſolle; oder daß ſein Antheil am Verluſte größer ſeyn ſolle, als ſein Antheil am Gewinn; oder daß der Verpachter am Ende des Pachtes etwas mehr, als das von ihm hergegebene Vieh, zum Voraus erhalten ſolle. Jeder Vertrag dieſer Art iſt nichtig. Der Pachter allein zieht den Nutzen von der Milch, dem Dunger und der Arbeit des ihm in Pacht gegebenen Viehes. Die Wolle und der Zuwachs an jungem Vieh werden getheilt. 1812. Der Pachter darf über kein Stück Vieh aus der Heerde, es mag zum Hauptſtamme oder zum Zuwachſe 280 L. III. T. VIII. Du Contrat de Louage. sans le consentement du bailleur, qui ne peut lui-méèême en disposer sans le congentement du preneur.— 1813. Lorsque le cheptel est donné au fermier d'autrui, il doit être notifié au propriétaire de qui ce fermier tient; sans quoi il peut le saisir et le faire vendre pour ce que son fermier lui doit. 1814. Le preneur ne pourra tondre sans en prévenir le bailleur. 1815. S'il n'y a pas de temps fixé par la convention pour la durée du cheptel, il est censé fait pour trois ans. 1816. Le bailleur peut en demander plus töt la résolution, si le preneur ne remplit pas ses obligations. 1817. A la fin du bail, ou lors de sa réso- lution, il se fait une nouvelle estimation du cheptel. 1 Le bailleur peut prélever des betes de cha- que espèce, jusqu'a concurrence de la première estimation: l'excédant se partage. S'il n'existe pas assez de bôtes pour remplir la première estimation, le bailleur prend ce qui reste, et les parties se font raison de la perte. SECTION III. Du Cheptel à moitié. 1818. Le cheptel à moitié est une société dans laquelle chacun des contractanis fournit la moitié des bestiaux, qui demeurent communs pour le profit ou pour la perte. 1819. Le preneur profite seul, comme dans le cheptel simple, des laitages, du fumier et des travaux des bètes. 1 Le bailleur n'a droit qu'à la moitié des lai- nes et du crott. 38 B. 3r T. Von dem Miethvertrage. 281 gehören, ohne Einwilligung des Verpachters verfügen; aber auch dieſem letztern iſt ſolches ohne Einwilligung des Pach⸗ ters nicht geſtattet. 1813. Wird das Vieh einem fremden Pachter in Viehpacht gegeben, ſo muß dieſes dem Eigenthümer, von welchem derſelbe das Gut gepachtet hat, angezeigt werden; geſchah dieß nicht, ſo kann letzterer Vieh für ſeine For⸗ derung an den Pachter mit Arreſt belegen und verkaufen laſſen. 1814. Der Pachter darf die Schur nicht vornehmen, ohne zuvor den Verpachter davon zu benachrichtigen. 1315. Iſt in dem Vertrage über die Dauer des Vieh⸗ pachtes nichts beſtimmt, ſo wird angenommen, daß derſel⸗ be auf drey Jahre geſchloſſen ſeye. 1816. Der Verpachter kann auch früher deſſen Auf⸗ hebung verlangen, wenn der Pachter ſeine Verbindlichkeiten nicht erfüllt. 1827. Am Ende eder bey Aufhebung des Pachtes wird eine neue Schätzung des Viehes vorgenommen. ad Der Verpachter kann ſo viel Vieh von jeder Gattung zum Voraus wegnehmen, als dem Werthe des in Pacht gegebenen nach der erſten Schätzung gleich kommt; das ubrige wird getheilt. Iſt nicht mehr ſo viel Vieh übrig, um den Betrag des Werthes nach der erſten Schätzung zu erſetzen, ſo nimmt der Verpachter alles übrig gebliebene, und beyde Theile be⸗ rechnen ſich über den Verluſt. Dritter Abſchnitt. Von dem Viehpacht zur Hälfte. 1848. Der Viehpacht zur Hälfte iſt ein Geſellſchafts⸗ vertrag, bey welchem jeder der Contrahenten die Hälfte des Viehes zu gemeinſchaftlichem Gewinne und Verluſte liefert. 1319. Der Pachter allein benutzt, wie bey dem ge⸗ wöhnlichen Viehpacht, die Milch, den Dünger und die Arbeit des Viehes. Der Verpachter hat nur ein Recht auf die Hälfte der Wolle und des Zuwachſes an jungem Vieh. —— —— — — 282 L. III. T. VIII. Du Contrat de Louage. Toute convention contraire est nulle, à moins que le bailleur ne soit propriétaire de la métairie dont le preneur est fermier ou colon partiaire. 1820. Toutes les autres règles du cheptel simple s'appliquent au cheptel à moitié. SECTION IV. Du Cheptel donné par le Propriétaire à von Fermier ou Colon partiaire. S. T. Du Cheptel donnsé au fermier. 1821. Ce cheptel(aussi appelé Cheptel de fer) est celui par lequel le propriétatre d'une métairie la donne à ferme, à la charge qu'à l'ex- piration du bail, le fermier laissera des bestiaux d'une valeur égale au prix de l'estimation de ceux qu'il aura 1egus. 1822. L'estimation du cheptel donné au fer- mier ne lui en transfèxre pas la propriété, mais néanmoins le met à ses risques. 1823. Tous les prohts appartiennent au fer- mier pendant la durée de son bail, s'il n'y a con- vention contraire. 1824. Dans les cheptels donnés au fermier, le fumier n'est point dans les profits personnels des preneurs, mais appartient à la métairie, à l'exploi- tation de laquelle il doit etre uniquement employé. 1825. Ea perte, mèême totale et par cas for- tuit, est en entier pour le fermier, s'il n'y a convention contraire. 1826. A la fin du bail, le fermier ne peut retenir le cheptel en en payant l'estimation ori- sinaire; il doit en laisser un de valeur pareille à celui qu'il a reçu. „.....* S'il v a du déeficit, il doit le payer; et c'est sellement l'excédant qui lui appartient. 38 B. Br T. Von dem Miethvertrage. 28³⁵ Jede entgegenſtehende Übereinkunft iſt nichtig, wenn nicht etwa der Verpachter des Viehes zügleich Eigenthümer des Landqutes iſt, welches der Viehpachter als Pachter oder Theilpachter baut. 1820. Alle übrigen Regeln des einfachen Viehpach⸗ tes ſind auf den Viehpacht zur Häͤlfte ebenfalls anwendbar Vierter Abſchnitt. Von dem Viehpacht, welchen der Eigenthümer mit ſeinem Pachter oder Theilpachter eingegangen iſt. §. I. Von dem mit dem Pachter eingegangenen Vieh⸗ pacht. 1821. Dieſer Viehpacht(auch Eiſern⸗Vieh⸗ Vertrag genannt) iſt derjenige, wedurch der Eigenthü⸗ mer eines Landgutes daſſelbe unter der Bedingung in Pacht 5 gibt, daß der Pachter am Ende der Pachtzeit einen Vieh⸗ ſtand zurücklaſſen ſolle, welcher der Taxe desjenigen, den er empfangen hat, am Werthe gleich kommt. 1822. Die Schätzung des dem Pachter überlaſſenen Viehes macht ihn nicht zu deſſen Eigenthümer, überträgt aber auf ihn die Gefahr deſſelben. 1625. Dem Pachter gehört während der Dauer ſei⸗ nes Pachtes aller Nutzen, wenn nicht ein Anderes ausge⸗ macht worden iſt. 1824. Bey dem mit dem Gutspachter eingegangenen Viehpacht gehört der Duünger nicht unter die demſelben fuͤr ſeine Perſon zuſtehenden Nutzungen; er gehört dem Gute, und muß ausſchließlich zu deſſen Nutzen verwendet werden. 1825. Jeden Verluſt, ſelbſt wenn er ſich auf den ganzen Viehſtand erſtreckt und von einem bloßen Zufalle herrührt, hat ohne Ausnahme der Pachter zu tragen, wenn nicht ein Anderes ausgemacht iſt. 1826. Der Pachter iſt nicht berechtiget, am Ende der Pachtung das Vieh gegen Zahlung der urſprünglichen Taxe zu behalten; er muß einen Viehſtand zurucklaſſen, der demjenigen, den er empfangen hat, am Werthe gleich kommt. Was etwa fehlt, das muß er bezahlen, und nur der UÜberſchuß gehört ihm. 4 1 234 L. III. T. VIII. Du Contrat de Louage. 1§. II. Du Cheptel donné au colon partiaire. 1827. Si le cheptel périt en entier sans la faute du colon, la perte est pour le bailleur. 82 1628. On peut stipuler que le colon délaissera au bailleur sa part de la toison à un prix inférieur à la valeur ordinaire; 1 Que le bailleur aura une plus grande part du profit;— Qu'il aura la moitié des laitages: Mais on ne peut pas stipuler que le colon sera tenu de toute la perte.. 1829. Ce cheptel finit avec le bail à métairie. 1830. Il est d'ailleurs soumis à toutes les réègles du cheptel simple. / „ SECTION V. Du Contrat improprement appelé Cheptel. 1331. Lorsqu'une ou plusieurs vaches sont données pour les loger et les nourrir, le bailleur en conserve la propriété; il a seulement le profit des veaux qui en naissent.— 38 B. 8r T. Von dem Miethvertrage. 285 §. II. Von dem mit dem Theilpachter eingegangenen Viehpacht. G 1827. Geht ohne Verſchulden des Theilpachters der ganze! Viehſtand zu Grunde, ſo trifft der Verluſt den Ver⸗ pachter. 1828. Man kann übereinkommen, daß der Pachter ſeinen Antheil an der geſchorenen Wolle dem Verpachter für einen Preis überlaſſen ſolle, der unter dem gewöhnli⸗ chen iſt; daß der Verpachter einen gröſſeren Antheil am Nutzen haben ſolle; daß er die Hälfte der Milch erhalten ſolle. Man kann aber nicht verabreden, daß der Pachter al⸗ len Verluſt tragen müſſe. 1829. Dieſer Viehpacht geht zugleich mit dem Pach⸗ te des Gutes zu Ende. 1830. UÜbrigens iſt derſelbe allen Regeln des einfa⸗ chen Viehpachtes unterworfen. Fuͤnfter Abſchnitt. Von dem uneigentlich ſo genannten Viehpacht. 1831. Wenn jemand eine oder mehrere Kühe einem Andern gibt, um ſie in ſeinen Stall aufzunehmen und zu füttern, ſo behält der Verpachter das Eigenthum, und ſein ganzer Vortheil beſchränkt ſich auf die ven denſelben ge⸗ worfenen Kälber. 286 L. III. T. IX. Da Contrat de Société. TITRE NEUVIEME. Du Contrat de Société. (Décrété le 8 mars 1804. Promulgué le 18 du même mois.) CHAPITRE PREMEH. Dispositions générales. 1832. La société est un contrat par lequel deux ou plusieurs personnes conviennent de met- tre quelque chose en commun, dans la vue de partager le bénéſice qui pourra en résulter. 1833. Toute société doit avoir un objet licite, et étre contractée pour l'intérét commun des par- ties. Chaque associé doit y apporter ou de l'argent, ou d'autres biens, ou son industrie. 1834. Toutes sociétés doivent être rédigées par écrit, lorsque leur objet est d'une valeur de plus de cent cinquante franes. La preuve testimoniale n'est point admise contre et outre le contenu en l'acte de société, ni sur ce qui serait allégué avoir été dit avant, lors ou depuis cet acte, encore qu'il s'agisse d'une som- me ou daleur moindre de cent cinquante francs. OHAPITRE II. Des diverses Espèces de Sociétés. 1835. Les sociétés sont universelles ou parti- wulieres. 7 38 B. 9r T. Von dem Geſellſchaftsvertrage. 287 Neunter Titel. Von dem Geſellſchaftsvertrage. (Decretirt den 8. Maͤrz 1804. promulgirt den 18. deſſel⸗ ben Monats.) Erſtes Capitel. Allgemeine Verfuͤgungen. 1832. Der Geſellſchaftsvertrag iſt derjenige Vertrag, durch welchen zwey oder mehrere Perſonen übereinkommen, einen gewiſſen Beytrag in der Abſicht zuſammen zu ſchießen, um den daraus entſpringenden Vortheil unter ſich zu theilen. 1853. Jeder Geſellſchaftsvertrag muß einen erlaub⸗ ten Zwock haben, und fur das gemeinſchaftliche Intereſſe der Contrahenten geſchloſſen ſeyn. Jeder Geſellſchafter muß entweder Geld oder andere Güter, oder ſeine Bemuhrng und Arbeit dazu beytragen. 183 ⁄. Jeder Geſellſchaftsvertrag muß ſchriftlich ab⸗ gefaßt werden, wenn ſein Gegenſtand den Werth von hun⸗ dert fünfzig Franken überſteigt. Kein Bewels durch Zeugen wird zugelaſſen, ſo wenig über etwas, das gegen den Inhalt der Vertragsurkunde läuft oder nicht in derſelben enthalten iſt, als über Auſſe⸗ rungen, die vor, während oder nach deren Abfaſſung vor⸗ gefallen ſeyn ſollen, ſelbſt wenn hierbey von einer Summe oder einem Werthe unter hundert funfzig Franken die Re⸗ de wäre.(*†) Zweytes Capitel. Von den verſchiedenen Gattungen der Geſellſchaften. 1835. Die Geſellſchaften ſind entweder allgemeine oder beſondere. Cr) S. Art. 1341. 288 L. III. T. IX. Du Contrat de Société. SECTION PREMIERE. Des Sowiétés univerelles. 1836. On distingue deux sortes de sociétés universelles, la société de tous biens présents, et la société universelle de gains. 1837. La société de tous biens présents est celle par laquelle les parties mettent en commun tous les biens meubles et immeubles qu'elles pos- séèdent actuellement, et les profits qu'elles pourront en tirer. Elles peuvent aussi y comprendre toute autre espèce de gains; wais les biens qui pourraient leur avenir par succession, donarion ou legs, n'en- trent dans cette société que pour la jouissance: toute stipulation tendant à y faire entrer la pro- priété de ces biens est prohibée, sauf entre époux, et conformément a ce qui est réglé a leur égard. * 1838. La société universelle de gains renfer- me tout ce que les parties acquerront par leur in- dustrie, à quelque titre que ce soit, pendant le cours de la société: les meubles que chacun des associés possède au temps du contrat, y sont aussi compris; mais leurs immeubles personnels n'y entrent que pour la jouissance seulement. 1839. La simple convention de société uni- verselle, faite sans autre explication, n'emporte que la société universelle de gains. 1840. Nulle societeé universelle ne peut avoir lieu qu'entre personnes respeetivement capables. de se donner ou de recevoir„une de l'autre, et auxquelles il n'est point defendu de s'avantager au préjudice d'autres personnes. 3s B. 9r T. Von dem Geſellſchaftsvertrage. 289 Erſter Abſchnitt. Von allgemeinen Geſellſchaften. 1836. Man unterſcheidet zwey Arten der allgemeinen Geſellſchaften, diejenige, welche ſich auf das ganze gegen⸗ wärtige Vermögen erſtreckt, und die allgemeine Geſellſchaft in Anſehung des Gewinnes. 1857. Die das ganze gegenwärtige Vermögen begrei⸗ fende G eſellſchaft beſteht darin, daß die Contrahenten das geſammte bewegliche und unbewegliche Wermögen, das ſie gegenwärtig beſitzen, und den Gewinn, d den ſie davon ziehen können, zuſammen ſchießen. Sie können auch jede andere Art des Gewinnes darun⸗ ter begreifen; das Vermögen aber, das ihnen etwa noch kuͤnftig durch Erbfolge, durch Schenkung oder Ver⸗ mächtniß zufallen könnte, gehört nur in Anſehung der Be⸗ nutzung in dieſe Geſellſchaft; jede Ulbereinkunft, welche den Zweck hat, auch das Eigenthum dieſes Vermögens in die⸗ ſelbe einzuſchießen, iſt verboten, ausgenommen unter Ehe⸗ gatten, in Gemäßheit deſſen, was in Ruckſicht ihrer be⸗ ſtimmt iſt. 1858. Die allgemeine Geſellſchaft in Anſehung des Gewinnes umfaßt alles, was die Contrahenten während der Dauer der Geſellſchaft durch ihren Fleiß aus irgend ei⸗ nem Grunde erwerben; auch das bewegliche Vermögen, welches ein jeder der Geſellſchafter zur Zeit der Eingehung des Vertrages beſitzt, iſt darunter begriffen, das dem einen der dem andern für ſeine Perſon zuſtehende unbewegliche Vermögen aber gehört nur in Anſehung der Benutzung in dieſelbe. 1839. Die einfache, und ohne weitere Erklärung ge⸗ ſchehene Verabredung einer allgemeinen Geſel ſchaft bewirkt nur eine allgemeine Geſellſchaft in Anſehung des Gewinnes. 1340. Eine allgemeine Geſellſchaft kann nur unter ſolchen Perſonen Statt finden, welche ſämmtlich die Fähig⸗ keit haben, einander zu ſchenken, oder Geſchenke von ein⸗ ander anzunehmen, und denen es nicht verboten iſt, ſich zum Nachtheile anderer Perſonen zu begünſtigen. Cod. N. 2 B. 19 290 E.III. T. IX. Du Contrat de Société. SECTION II. De la Société partioulière. 1841. La société partiqulière est celle qui ne s'applique qu'à cextaines choses déterminées, ou a leur usage, ou aux fruits à en percevoir. 1842. Le contrat par lequel plusieuxs person- nes s'associent, soit pour une entreprise désignée, soit pour l'exercice de quelque métier ou profes- sion, est aussi une societé particulière. CHAPITRE III. Des Engagements des Associés entre eux et à Pégard des tiers. SECTION PREMILRE.— Des Engagements des Associés entre eudr. 1 1843. La société commence à l'instant même du contrat, s'il ne désigne une autre époque. 1844. S'il n'y a pas de convention sur la du- rée de la société, elle est censée contractée pour toute la vie des associés, sous la modification portée en l'article 1869: cu, s'il s'agit d'une affaire dont la durée soit limitée, pour tout le temps que doit durer cette affaire. 1845. Chaque associé est débhiteur envers la société, de tout ce qu'il a promis d'y apporter. Lorsque cet apport consiste en un corps cer- tain, et que la société en est évincée, J'associé en est garant envers la société, de la mème manière qu'un vendeur Pest envers son acheteur. 1846. L'associé qui devait apporter une som- me dans la société, et qui ne l'a point fait, devient, de plein droit et sans demande, débiteur des in- 36 B. r T. Von dem Geſellſchaftsvertrag. 29¹ Zweyter Abſchnitt. Von der beſondern Geſellſchaft. 1841. Eine beſondere Geſellſchaft iſt diejenige, welche nur gewiſſe beſtimmte Sachen, oder deren Gebrauch, oder die davon zu ziehenden Nutzungen zum Gegenſtande hat. 1842. Der Vertrag, wodurch ſich mehrere Perſonen entweder zu einer beſtimmten Unternehmung oder zur Aus⸗ übung eines Handwerks oder Gewerbes vereinigen, iſt gleich⸗ falls eine beſondere Geſellſchaft. Drittes Capitel. Von den Verbindlichkeiten der Geſellſchafter unter ſich und gegen dritte Perſonen. Erſter Abſchnitt. Von den Verbindlichkeiten der Geſellſchafter unter ſich. 1843. Die Geſellſchaft nimmt ihren Anfang in dem Augenblicke, da der Vertrag geſchloſſen wird, wenn nicht darin ein anderer Zeitpunct beſtimmt iſt. 1844. Iſt über die Dauer der Geſellſchaft nichts ver⸗ abredet, ſo wird angenommen, daß dieſelbe, wiewohl mit Vorbehalt der im 1869. Artikel enthaltenen Einſchränkung, für die ganze Lebenszeit der Geſellſchafter, oder, wenn von einem Geſchäfte von beſchränkter Dauer die Rede iſt, für die ganze Zeit, welche dieſes Geſchäft dautern wird, einge⸗ gangen ſeye. 1845. Jeder Geſellſchafter wird in Anſe hung alles deſſen, was er zu der Geſellſchaft beyzutragen verſprochen hat, als deren Schuldner betrachtet. Beſteht dieſer Beytrag in einer genau beſtimmten Sa⸗ che, und iſt dieſe der Geſellſchaft entwährt worden, ſo iſt der Geſellſchafter auf eben die Weiſe der Geſellſchaft zur Ge⸗ währleiſtung verbunden, wie ein Verkäufer ſeinem Käufer. 1846. Ein Geſellſchafter, der eine gewiſſe Summe in die Geſellſchaft einſchießen ſollte, und dieſes nicht gethan hat, iſt kraft des Geſetzes und ohne vorherige Anforderung 19 292 L. III. T. IX. Du Contrat de Société. téréêts de cette somine, à compter du jour ou elle devait étre payée. Il en est de même à 1 égard des sommes qu'il a prises dans la caisse sociale, à compter du jour ou il les en a tirées pour son profit parriculier. Le tout sans préjudice de plus amples dom- mages- intérèts, s'il y a lieu. 1847. Les associés qui se sont soumis à ap- porter leur industrie à la sociétés, lui dui vent compte de tous les gains qu'ils ont faits par l'espè- ce d'industrie qui est l'objet de cette société. 1848. Lorsque l'un des associés est, pour son compte particulier, oréancier d'une somme exigible envers une personne qui se trouve aussi devoir à la société une somme également exigible,'impu- tation de ce qu’il reçoit de ce débiteur, doit se faire sur la créance’ de 14 société et sur la sienne dans la proportion des deux créances, encore qu'il eũt par sa quittance dirigé l'imputation in- ſtégrale sur sa crédnce particulière: mais s'il a ex- Piimne dans sa quittance que l'imputatian serait aite en entier sur la créance de la société, cette stipulation sera exécutée. 1849. Lorsqu'un des associés a regu sa part entière de la créance commune, et que le débiteur est depuis devenu insolvable, cet associé est tenu de rapporter à la masse commune ce qu'il a regu, encore qu'il eũt spécialement donné quittance pour Sa Part. 1850. Chaque associé est tenu envers la so- ciété, des dommages qu'il lui a causés par sa faute, sans pouvoir compenser avec ces dommages les pro- fits que son industrie lui aurait procurés dans d'au- tres affaires. 1851. Si les choses dont la jouissance seule- ment a été mise dans la société sont des corps sertains et détexrminés, qui ne se consomment 38 B. or T. Von dem Geſellſchaftsvertrage. 293 ſchuldig, die Zinſen dieſer Summe von dem Tage an zu vergüten, wo ſie hätte bezahlt werden ſollen. Daſſelbe gilt von denjenigen Summen, die er aus der gemeinſchaftlichen Kaſſe genommen hat, von dem Tage an zu rechnen, wo er ſie zu ſeinem beſondern Vortheile daraus erhoben hat. Alles jedoch unbeſchadet einer weitern Entſchädigung, in ſo fern ſie den Umſtänden nach Statt hat. 1847. Die Geſellſchafter, die ſich, verbindlich gemacht haben, ihre Arbeit zu der Geſellſchaft beyzutragen, müſſen derſelben jeden Gewinn berechnen, den ſie durch adie Art von Arbeit, welche den Gegenſtand dieſer Geſellſchaft aus⸗ macht, gemacht haben. 1848. Hat einer der Geſellſchafter für ſeine beſonde⸗ re Rechnung eine wirklich fällige Summe an jemand zu for⸗ dern, welcher eine ebenfalls fällige Summe der Geſellſchaft dieſem Schuldner empfängt, auf die Forderung der Geſell⸗ ſchaft und die ſeinige nach dem Verhältniſſe der beyden Forderungen abgerechnet werden, wenn er gleich in ſeiner Quittung das Wanze auf ſeine perſönliche Forderung in Ab⸗ rechnung gebracht hat; enthält aber ſeine Quittung die ausdrückliche Erklärung, daß die ganze Zahlung auf die Forderung der Geſellſchaft abgerechnet werden ſolle, ſo muß dieſe Beſtimmung vollzogen werden. 1840. Wenn einer der Geſellſchafter ſeinen ganzen Antheil an einer gemeinſchaftlichen Forderung erhoben hat, und der Schuldner nachher zahlungsunfähig geworden iſt, ſo iſt dieſer Geſellſchafter verbunden, das Empfangene zur gemeinſchaftlichen Maſſe herzugeben, ſelbſt wenn er die Quittung ausdrücklich nur auf ſeinen Antheil aus⸗ geſtellt hätte. 1850. Jeder Geſellſchafter iſt verbunden, der Ge⸗ ſellſchaft allen Schaden zu erſetzen, den er ihr durch ſein Verſchulden verurſacht hat, ohne daß er berechtiget wäre, gegen dieſen Schaden die Vortheile in Anrechnung zu brin⸗ gen, welche er ihr durch ſeinen Fleiß in andern Fällen ver⸗ ſchafft hat. 1351. Beſtehen die Gegenſtände, welche bloß in An⸗ ſe hung der Benutzung in die Geſellſchaft eingebracht wor⸗ den ſind, in gewiſſen und genau beſtimmten Sachen, die durch den Gebrauch nicht verbraucht werden, ſo hat der 294 L. II. T. IX. Du Contrat de Société. point par l'usage, elles sont aux risques de l'as- socié propriétaire. Si ces choses se consomment, si elles se dé- tériorent en les gardant, si elles ont été desti- nées à étre vendues, ou si elles ont été mises dans la société sur une estimation portée par un inventaire, elles sont aux risques de la société. Si la chose à été estimée, l'associé ne peut répéter que le montant de son estimation. 1852. Un associé a action contrée la société, non seulement à raison des sommes qu'il a dé- boursées pour elle, mais encore à raison des obli- gations qu'il a contractées de bonne foi pour les affaires de la société, et des risques inséparables de sa gestion. 1833. Lorsque l'acte de société ne détermine point la part de chaque associé dans les bénéfices ou pertes, la part de chacun est en proportion de sa mise dans le fonds de la société. A l'égard de celui qui n'a apporté que son industrie, sa part dans les bénéfices ou dans les pertes est réglée comme si sa mise eütt été égale à celle de l'associé qui a le moins apporté. 185 4. Si les associés sont convenus de s'en rapporter à l'un d'eux ou à un tiers pour le re- glement des parts, ce règlement ne peut être at- taqué s'il n'est évidemment contraire à l'équité. Nulle réclamation n'est admise à ce eujet, s'il s'est écoulé plus de trois mois depuis que la partie qui ge prétend lésée a eu connaissance du règlement, ou si ce règlement a reçu de sa part un commencement d'exécution. 1855. La convention qui donnerait à l'un des associés la totalité des bénéfices, est nulle. Il en est de méème de la stipulation qui af- franchirait de toute contribution aux pertes, les sommes ou effets mis dans le fonds de la société par un ou plusieurs des associss. 1 1856. L'associé chargé de l'administration par une clause spéciale du contrat de société, peut 38 B. 9r T. Von dem Geſellſchaftsvertrage. 295 Geſellſchafter, welcher Eigenthümer dieſer Sachen iſt, die Gefahr derſelben zu tragen. Sind es aber verbrauchbare Sachen, oder ſolche, die ſich durch das Aufbewahren verſchlimmern, oder ſind ſie zum Verkaufe beſtimmt, oder nach einer vorhergegangenen in ei⸗ nem Inventarium enthaltenen Schätzung in die Geſellſchaft eingebracht worden, ſo trägt die Geſellſchaft die Gefahr. Iſt die Sache geſchätzt worden, ſo kann der Geſell⸗ ſchafter nur den Betrag ihrer Taxe zurückferdern. 1652. Ein Geſellſchafter hat eine Klage gegen die Geſellſchaft, nicht nur wegen der Summen, welche er für ſie auslegt, ſondern auch wegen der Verbindlichkeiten, wel⸗ che er redlicher Weiſe in Angelegenheiten der Geſellſchaft übernommen hat, und wegen des von ſeiner Geſchäftsfuͤh⸗ rung unzertrennlichen Verluſtes. 1833. Wenn die Vertragsuekunde über den Antheil eines jeden Geſellſchafters am Gewinne und Verluſte nichts beſtimmt, ſo richtet ſich derſelbe für einen jeden nach dem Verhältniß ſeines Beytrages zu dem Geſellſchaftscapital. In Anſehung deſſen, welcher nur ſeine Arbeit beyge⸗ tragen hat, wird der ihm gebührende Antheil am Gewinne und Verluſte ſo berechnet, als wenn er einen eben ſo ſtar⸗ ken Beytrag geleiſtet hätte, wie derjenige Geſellſchafter, welcher am wenigſten eingeſchoſſen hat. 185 4. Sind die Geſellſchafter übereingekommen, daß ſie einem von ihnen oder einer dritten Perſon die Beſtim⸗ mung der Antheile überlaſſen wollen, ſo kann dieſe Beſtim⸗ mung nur dann angefochten werden, wenn ſie der Billig⸗ keit o ffenbar zuwider iſt. Kein Einſpruch wird in dieſer Hinſicht mehr zugelaſ⸗ ſen, wenn von dem Zeitpuncte an, da dem angeblich ver⸗ letzten Theile die Beſtimmung bekannt geworden iſt, mehr als drey Monate verſtrichen ſind, oder wenn er ſchon an⸗ gefangen hat, dieſe Beſtimmung ſeinerſeits zu vollziehen. 1855. Jede Übereinkunft, wodurch Einem der Ge⸗ ſellſchafter der ganze Gewinn zugewendet würde, iſt nichtig⸗ Daſſelbe gilt von derjenigen Übereinkunft, wodurch die von einem oder von mehreren der Geſellſchafter zum Ge⸗ ſellſchaftskapital geſchloſſenen Summen oder Sachen von al⸗ lem Beytrage zum Verluſte befreyt würden. 1856. Der Geſellſchafter, dem durch eine beſondere Beſtimmung des Geſellſchaftsvertrages die Verwaltung auf⸗ 296 L. III. T. IX. Du Contrat de Société. faire, nonobstant l'opposirion des autres associés, tous les actes qui dépendent de son administra- tion, pourvu que ce soit sans fraude. Ce pouvoir ne peut être révoqué sans cause légitime, tant que la société dure; mais s'il mwa été donné que par acte postérieur au contrat de société, il est révocable comme un simple man- dat. 2357. Lorsque plusieurs associés sont char- gés d'administrer, sans que leurs fonctions soient déterminées, ou sans qu'il ait été exprimé que l'un ne pourrait agir sans l'autre, ils peuvent faire chacun séparément tous les actes de cette administration. 1856. S'il a été stipulé que l'un des admi- nistrateurs ne pourra rien faire sans Pautre, un seul ne peut, sans une nouvelle convention, agir en l'absence de l'autre, lors même que celui-ci se- rait dans l'impossibilité actuelle de concourir aux actes d'administration. 1859. A défaut de stipulations spéciales sur le mode d'administration, l'on suit les règles sui- vantes: 10 Les associés sont censés s'èêtre donné ré- ciproquement le pouvoir d'administrer l'un pour l'autre. Ce que chacun fait est valable meme pour la part de ses associés, sans qu'il ait pris leur con- sentement; sauf le droit qu'ont ces derniers, ou Tun d'eux, de s'opposer à P'opération avant qu'elle soit conclue. 20 Chaque associé peut se servir, des choses appartenant à la société, pouxvu qu'il les emploie à leur destination fixée par l'usage, et qu'il ne s'en serve pas contre l'intérèt de la société, ou de manière à empécher ses associés d'en user selon leur droit. 3 ⁰°% Chaque associé a le droit d'obliger ses as- sociés à faire avec lui les dépenses qui sont né- cessaires pour la consevvation des choses de la so- eiẽté. — ,.— 3s B. 9r T. Von dem Geſellſchaftsvertrage. 297 getragen iſt, kann, des Widerſpruches der übrigen Geſell⸗ ſchafter ohngeachtet, alle zu ſeiner Verwaltung gehörigen Handlungen vornehmen, in ſo fern dieſes ohne betrügliche Abſicht geſchieht. Dieſer Auftrag kann während der Dauer der Geſell ſchaft ohne rechtmäßige Urſache nicht zurückgenommen wer⸗ den; iſt er aber erſt nach Eingehung des Geſellſchaftsver⸗ trages ertheilt worden, ſo kann er, wie jede bloße Voll⸗ macht, widerrufen werden. 1857. Iſt die Verwaltung mehrern Geſellſchaftern aufgetragen worden, ohne daß man ihre Verrichtungen be⸗ ſtimmt oder dabey ausgedrückt hätte, daß einer ohne den andern nicht handeln ſolle, ſo kann jeder von ihnen allein alle Verwaltungshandlungen vornehmen. 1858. Iſt man übereingekommen, daß einer der Ver⸗ walter ohne den andern nichts unternehmen ſolle, ſo kann, ohne neue Übereinkunft, einer allein in Abweſenheit des andern nichts vornehmen, ſelbſt wenn es dieſem zür Zeit unmöglich ſeyn ſollte, zu den Verwaltungshandlungen mit⸗ zuwirken. 5 1859. In Ermangelung einer beſondern Überein⸗ kunft üͤber die Art der Verwaltung ſind folgende Regeln zu befolgen: 1) Man nimmt an, daß die Geſellſchafter ſich wech⸗ ſelſeitig die Befugniß eingeräumt haben, für einander zu verwalten. Was ein jeder von ihnen vornimmt, iſt giltig, ſelbſt für den Antheil ſeiner Mitgeſellſchafter, wenn er gleich ihre Einwilligung nicht eingeholt hat; jedoch bleibt dieſen lebztern oder auch einem von ihnen das Recht vorbehalten, ſich dem Geſchäfte zu widerſetzen, ehe es abgeſchloſſen iſt. 2) Jeder Geſellſchafter darf die der Geſellſchaft zuge⸗ hörigen Sachen gebrauchen; vorausgeſetzt, daß er ſich der⸗ ſelben ihrer gewöhnlichen Beſtimmung gemäß, und nicht gegen das Intereſſe der Geſellſchaft, noch ſonſt auf eine Weiſe bedient, wodurch ſeine Mitgeſellſchafter verhindert werden, von denſelben gleichfalls ihrem Rechte gemäß Ge⸗ brauch zu machen. 3) Jeder Geſellſchafter iſt berechtiget, ſeine Mitge⸗ ſellſchafter anzuhalten, gemeinſchaftlich mit ihm die Koſten zu beſtreiten, welche erforderlich ſind, um die der Geſell⸗ ſchaft gehörigen Sachen in gutem Stande zu erhalten. 1 296 L. III. T. IX. Du Contrat de Société. 3„ 4° L'un des associés ne peut faire d'innova- tions sur les immeubles dépendants de la société, méme quand il les soutiendrait avantageuses à cet- te société, si les autres associés n'y consentent. 1860. L'associé qui n'est point administrateur, ne peut aliéner ni engager les choses mêeme mobi- liéres qui dépendent de la société. 2361. Chaque associé peut, sans le consente- ment de ses associés, s'associer une tierce personne relativement à la part qu'il a dans la société: il ne peut pas, sans ce consentement, l'associer à la société, lors même qu'il en aurait l'adminis- tration. SECTION II. Des Engagements des Agsociés à& d'égard des Iiers. 8 1862. Dans les sociétés autres que celles de commerce, les associés ne sont pas tenus solidai- rement des dettes sociales, et l'un des associés ne peut obliger les autres si ceux-ci ne lui en ont conféré le pouvoir. 8 1863. Les associés sont tenus envers le cré- ancier avec lequel ils ont contracté, chacun pour une somme et part égales, encore que la part de l'un d'eux dans la société füt moindre, 8i l'acte n'a pas spécialement restreint l'obligation de ce- lui-ci sur le pied de cette dernière part. 186. La stipulation que l'obligation est con- tractée pour le compte de la société, ne lie que l'associé contractant et non les autres, à moins que ceux-ci ne lui aient donné pouvoir, ou que la chose n'ait tourné au profit de la société. 38 B. or T. Von dem Geſellſchaftsvertrage. 299 4) Keiner der Geſellſchafter darf ohne Einwilligung der übrigen an den der Geſellſchaft zugehörigen unbewegli⸗ chen Gütern Neuerungen vornehmen, ſelbſt wenn er be⸗ haupten ſollte, daß ſie der Geſellſchaft vortheilhaft wären. 1860. Ein Geſellſchafter, dem die Verwaltung nicht aufgetragen iſt, kann die der Geſellſchaft zugehörigen, ſelbſt beweglichen, Sachen weder veräuſſern noch verpfänden. 1861. Jeder Geſellſchafter kann in Anſehung ſeines Antheils an der Geſellſchaft, ohne Einwilligung ſeiner Mitgeſellſchafter, mit einer dritten Perſon in Geſellſchaft treten; in die Hauptgeſellſchaft kann er ſie aber ohne dieſe Einwilligung nicht aufnehmen, ſelbſt wenn er die Verwal⸗ tung derſelben haben ſollte. Zweyter Abſchuitt. Von den Verbindlichkeiten der Geſellſchafter gegen dritte Perſonen. ſchaften ſind, haben die Geſellſchafter für die gemeinſchaft⸗ lichen Schulden nicht ſolidariſch zu haften, und Ein Ge⸗ ſellſchafter kann die übrigen nicht verpflichten, wenn dieſe ihn nicht dazu bevollmächtiget haben. 1865. Die Geſellſchafter haften dem Gläubiger, mit welchem ſie contrahirt haben, zu gleichen Summen und Thei⸗ len, ſelbſt wenn der Antheil eines derſelben an der Geſell⸗ ſchaft geringer ſeyn ſollte, in ſo fern nicht die Verbindlich⸗ keit dieſes Letztern durch das Geſchäfte*) ſelbſt nur auf das Verhältniß ſeines Antheils ausdrücklich beſchränkt wor⸗ den iſt. 1864. Die Erklärung, daß eine Verbindlichkeit für Rechnung der Geſellſchaft übernommen worden ſeye, bin⸗ det nur denjenigen Geſellſchafter, der contrahirt hat, nicht aber die übrigen, wenn nicht etwa dieſe ihm Vollmacht ge⸗ geben haben, oder die Sache zum Nutzen der Geſellſchaft verwendet worden iſt. 1862. Bey Geſellſchaften, die keine Handelsgeſell⸗ ab 1) Aet L. u. D. Urkunde. M. Geſellſchaftsvertrag. 8 u. E. 300 L. III. T. IX. Du Contrat de Sociéste. CHAPITRE IV.. Des différentes manières dont finit la Société. 1865. La société finit, 2% Par Pexpiration du tempe pour lequel elle àa été contractée; 2⁰° Far l'extinction de 1 chose, ou la consom- mation de la négociation;. 3° Par la mort naturelle de quelqu- un des associés; 4 Par la mort civile, 1 interdiction ou la dé- confiture de l'un d'eux; 3 5° Par la volonté qu'un seul ou plusieurs ex- priment de n'èêtre plus en société. 13866. La prorogation d'une société à temps limité ire péut èêtre prouvée que par un écrit re- vèetu des mèêmes formes que le contrat de société. 136,. Lorsque l'un des associés d promis de mettre en commun la Propriété d'une chose, la perte survenue avant que la mise en soit effec- tuée, opère la dissolution de la société par rapport aà tous les associés. La société est également dissoute dans tous les cas par la perte de la chose, lorsque la jouis- sance seule a été mise en commun, et que la pro- priété en esf restée dans la main de l'associé. Mais la societé n'est pas rompue par la perte de la chose dont la proprieté a déja été apportée à la société. 1868. S'il a été stipulé qu'en cas de mort de l'un des associés, la soclété continuerait avec son héritier, ou seulement entre les associés survi- vants, ces dispositions seront suivies: au second cas, héritier du décédeé n'a droit qu'au, partage de la société, eu égard à la situation de cette 8o- ciété lors du décès, et ne participe aux droits ul- rérieurs qu, bautant qu'ils sont une suite nécessaire de ce qui s'est fait avant la mort de l'associé au- quel il succède. 38 B. 9r T. Von dem Geſellſchaftsvertrage. 501 Viertes Capitel. Von den verſchiedenen Arten, wie die Geſellſchaft ſich endiget. 1865. Die Geſellſchaft endiget ſich 1) durch den Ablauf der Zeit, auf welche ſie einge⸗ gangen wurde; 2) durch den Untergang der Sache oder die Vollen⸗ dung des Geſchäftes; 3) durch den natürlichen Tod eines der Geſellſchafter; 4) durch den bürgerlichen Tod, die Interdiction oder den Vermögensverfall eines derſelben; 5) durch die Willenserklärung eines oder mehrerer, daß ſie nicht mehr in der Geſellſchaft bleiben wollen. 1866. Die Verlängerung einer auf beſtimmte Zeit eingegangenen Geſellſchaft kann nicht anders erwieſen wer⸗ den, als durch eine Urkunde, welche in der nämlichen Form abgefaßt iſt, wie der Geſellſchaftsvertrag ſelbſt. 1867. Hat einer der Geſellſchafter verſprochen, das Eigenthum einer Sache in die Gemeinſchaft einzubringen, ſo wird die Geſellſchaft in Anſehung aller Geſellſchafter auf⸗ gelößt, wenn die Sache zu Grunde geht, ehe ſie in die Ge⸗ meinſchaft wirklich eingebracht worden iſt. Auf gleiche Weiſe wird die Geſellſchaft durch den Un⸗ tergang der Sache in allen Fällen aufgelößt, wo nur die Benutzung derſelben in die Gemeinſchaft eingebracht wor⸗ den, das Eigenthum aber dem Geſellſchafter geblieben iſt. Die Geſellſchaft wird aber durch den Untergang der Sache nicht aufgelößt, wenn das Eigenthum derſelben ſchon wirklich in die Geſellſchaft eingebracht war. 1868. Iſt verabredet worden, daß im Falle des Ab⸗ ſterbens eines der Geſellſchafter die Geſellſchaft mit ſeinem Er⸗ ben fortgeſetzt werden, oder daß ſie bloß unter den überle⸗ benden Geſellſchaftern fortdauern ſolle, ſo müſſen dieſe Ver⸗ abredungen befolgt werden; im zweyten Falle hat der Erbe des Verſtorbenen nur ein Recht auf Theilung des gemein⸗ ſchaftlichen Vermögens, mit Rückſicht auf den Zuſtand, in welchem ſich daſſelbe zur Zeit des Abſterbens befand, und er nimmt an den ſpätern Vortheilen nur in ſo fern Antheil, als ſie eine nothwendige Folge deſſen ſind, was vor dem Tode des Geſellſchafters, welchen er beerbt, geſchehen war. ¹ 302 L. III. T. IX. Du Contrat de Société. 1869. La dissolution de la société par la vo- lonté dé l'une des parties ne s'applique qu'aux so- ciétés dont Ja durée est illimitée, et s'opère par une renonciation notifiée à tous les associés, pour- vu que cette renonciation soit le bonne foi, et non faite à contre-temps. 1870. La renonciation n'est pas de bonne foi lorsque l'associé renonce pour s'approprier à lui seul le proht que les associés s'étaient Proposé de retirer en commun. Elle est faite à contre-temps lorsque les cho- ses ne sont plus entières, et qu'il importe à la so- ciété que sa dissolution soit différée. 4. 1871. La dissolution des sociétés à terme ne peut être demandée par l'un des associés avant le terme convenu, qu'autant qu'il y en a de justes motifks, comme lorsqu'un autre associé manque à ses engagements, ou qu'une infirmité habituelle le rend inhabile aux affaires de la société, ou au- tres cas semblables, dont la légitimité et la gravité sont laissées à l'arbitrage des juges. 1872. Les règles concernant le partage des successions, la forme de ce partage, et les obli- gations qui en résultent entre les cohéritiers, s'appliquent aux partages entre associés. Disposition relative auoc Sociétés de Commerce. 1873. Les dispositions du présent titre ne s'appliquent aux sociétés de commerce que dans les points qui n'ont rien de contraire aux lois et usages du commerce. ———— 38 B. r T. Von dem Geſellſchaftsvertrage. 303 1869. Die Auflöſung der Geſellſchaft durch den Wil⸗ len eines der Contrahenten findet nur bey Geſellſchaften von uneingeſchränkter Dauer Statt, und wird durch eine den ſämmtlichen Geſellſchaftern bekannt gemachte Entſa⸗ gung bewirkt, vorausgeſetzt, daß dieſe Entſagung redlicher Weiſe und nicht zur Unzeit geſchieht. 1870. Die Entſagung geſchieht nicht redlicher Weiſe, wenn der Geſellſchafter der Geſellſchaft entſagt, um ſich allein einen Gewinn zuzueignen, den die Geſellſchafter ge⸗ meinſchaftlich zu machen die Abſicht hatten. Sie geſchieht zur Unzeit, wenn die Sachen ſich nicht mehr im vorigen Zuſtande befinden 2)(wenn es nicht mehr res integra iſt), und der Geſellſchaft daran gele⸗ gen iſt, daß ihre Auflöſung verſchoben werde. 1871. Die Auflöſung der auf beſtimmte Zeit einge⸗ gangenen Geſellſchaften kann von einem der Geſellſchafter nur dann vor Ablauf der vertragsmäßigen Zeit verlangt werden, wenn eine gerechte Urſache dazu vorhanden iſt, wie z. B. wenn ein anderer Geſellſchafter ſeine Verbindlich⸗ keiten nicht erfüllt, oder eine anhaltende Krankheit ihn zu den Geſchäften der Geſellſchaft unfähig macht, oder in an⸗ dern ähnlichen Fällen, deren Rechtmäßigkeit und Erheb⸗ lichkeit der Beurtheilung des Richterssüberlaſſen bleibt. 2. Die Regeln, welche ſich auf Erbſchaftsthei⸗ lungen, auf die Form dieſer Theilungen und auf die unter den Miterben hieraus entſpringenden Verbindlichkeiten be⸗ ziehen, finden bey Theilungen unter Geſellſchaftern ebenfalls Anwendung. Verfügung in Betreff der Handelsgeſellſchaften. 1875. Die Verfügungen des gegenwärtigen Titels ſind auf Handelsgeſellſchaften nur in denjenigen Puncten anwendbar, die mit den Handelsgeſetzen und Gehräuchen nicht im Widerſpruche ſtehen.(*) () S. Handelsgeſetzbuch Art. 18. u. f. 2) wenn die Geſellſchaft einen weſentlichen Verluſt erlit⸗ ten hat, 8. wenn der Zuſtand der Sache es nicht mehr erlaubt. E. „ 3 L. III. T. X. Du Prét. 3 TITRE DIXIEME. Du.Pret. (Döerété le g mars 1804. Promulgué le 9 du méême mois.) —— 1874. Il y a deux sortes de prèt: „Celui des choses dont on peut user sans les détruire, Et celui des choses qui se consomment par Pusage qu'on en fait. La première espèce s'appelle pret à usage, ob ommodat;. La deuxième s'appelle prêt de consommation, ou simplement prot. 7 CHAPITRE PREMIER. Du Prèt à usage, ou Commodat. SECTION PREMIERE. De la nature du Prét à usage. 1875. Le préèt à usage ou commodat est un 2 contrat par lequel l'une des parties livre une chose à l'autre pour s'en servir, la charge par le pre- neur de la rendre après s'en eêtre servi. 1876. Ce préèt est essentiellement gratuit. 1877. Le preêteur demeure propriétaire de la chose prètée.— 1 1878. Tout ce qui est dans le commerce, et — qui ne se consomme pas par l'usage, peut être Pobjet de cette convention. 1879. Les engagements qui se forment par le commodat, passent aux héritiers de celui qui 1 prèéte, et aux héxritiers de celui qui emprunte. * 58 B. 10r T. Ven dem Leih⸗ und Darlehnsvertrage. 505 Zehnter Titel. Von dem Leih⸗ und Darlehnsvertrage. (Decretirt den 9. Maͤrz 1804. Promulgirt den 19. deſſel⸗ ben Monats.) 1874. Es gibt zweyerley Gattungen von Verträgen, wodurch man ſeine Sache einem Andern leiht: denjenigen über Sachen, die man gebrauchen kann, ohne ſie zu zerſtören; und den über Sachen, die durch den von ihnen ge⸗ machten Gebrauch verbraucht wetden. Die erſte Gattung nennt man Leihvertrag oder Commodat; die zweyte nennt man Darlehnsvertrag. Erſtes Capitel. Von dem Leihvertrage. Erſter Abſchnitt. Von der Natur des Leihvertrages. 1875. Der Leihvertrag iſt derjenige Vertrag, wo⸗ durch ein Theil dem andern eine Sache unter der Bedin⸗ gung zum Gebrauche übergibt, daß der Empfnger nach geendigtem Gebrauche dieſelbe zurückgeben ſolle. 1876. Der Leihvertrag iſt ſeinem Weſen nach un⸗ entgeltlich. 1877. Der Verleiher bleibt Eigenthümer der verlie⸗ henen Sohe. 1878. Alles, was dem Verkehre nicht entzogen iſt, und durch den Gebrauch nicht verbraucht wird, kann Ge genſtand dieſes Vertrags ſeyn. 1879. Die aus dem Leihvertrage entſtehenden Ver⸗ bindlichkelten gehen ſewohl auf die Erben des Verleihers⸗ als auf die des Leihers über. Cod. N. 2. B. 20 —— — 306 L. III. T. X. Du Pret. Mais si l'on n'a prèté qu'en considération de l'emprunteur, et à lui personnellement, alors ses héritiers ne peuvent continuer de jouir de la chose préètée.. SECTION II. Des Engagements de l'Emprunteun. 1880. L'emprunteur est tenu de veiller, en bon père de famille, à la garde et à la conserva- tion de la chose prètée. II ne peut s'en servir qu'à l'usage déterminé par sa nature ou par la convention; le tout à peine de dommages-intéréèts, s'il y a lieu. 1861. Si Pemprunteur emploie la chose à un autre usage, ou pour un temps plus long qu'il ne le devait, il sera tenu de la perte arrivée, mème par cas fortuit. 1882. Si la chose prétée perit par cas fortuit dont Pemprunteur aurait pu la garantir en em- ployant la sienne propre, ou si, ne pouvant con- server que l'une des deux, il a préféré la sienne, il est tenu de la perte de l'autre. 1883. Si la chose a été estimée en la prétant, la perte qui arrive, même par cas fortuit, est pour l'emprunteur, s'il n'y a convention contraire. P F 1 1884. Si la chose se détériore par le seul effet de Pusage pour lequel ellea éte empruntée, et sans aucune faute de la part de l'emprunteur, il n'est as tenu de la détérioration. 1835. L'emprunteur ne peut pas retenir la chose par compensation de ce que le prèêteur lui doit. 1886. Si, pour vser de la chose, l'emprun- teur a fait quelque dépense, il ne peut pas la répéter. 1 38 B. 10r T. Von dem Leih⸗ und Darlehnsvertrage. 307 Hat man jedoch nur aus Rückſicht auf den Leiher und bloß ihm für ſeine Perſon geliehen, ſo können deſſen Erben den Gebrauch der geliehenen Sache nicht fortſetzen. Zweyter Abſchnitt. Von den Verbindlichkeiten des Leihers. 1880. Der Leiher iſt ſchuldig, für die Aufbewah⸗ rung und Erhaltung der ihm geliehenen Sache als ein gu⸗ ter Hausvater zu ſorgen; er darf ſie nur zu dem Gebrauche anwenden, wozu ſie ihrer Natur nach oder durch die Über⸗ einkunft beſtimmt iſt; alles bey Strafe des nach Beſchaffen⸗ heit der Umſtände Statt findenden Schadenserſatzes. 1881. Wenn der Leiher die Sache zu einem andern Zwecke, oder längere Zeit gebraucht, als er berechtiget war, ſo hat er ſelbſt für den zufälligen Verluſt zu haften. 1882. Geht die geliehene Sache durch einen Zufall zu Grunde, vor dem der Leiher ſie hätte bewahren können, wenn er ſeine eigene Sache gebraucht haätte, oder hat er⸗ im Falle nur eine von beyden erhalten werden konnte, die ſeinige vorgezogen, ſo muß er für den Verluſt der andern haften. 1883. Iſt die Sache bey der Verleihung geſchätzt worden, ſo hat der Leiher, in Ermangelung einer entgegen⸗ ſtehenden Ubereinkunft, ſelbſt den durch Zufall verurſach⸗ ten Verluſt zu tragen. 1884. Verſchlimmert ſich die Sache bloß durch den Gebrauch, wozu ſie geliehen wurde, und ohne alles Ver⸗ ſchulden des Leihers, ſo hat er für die Verſchlimmerung nicht zu haften. 1885. Der Leiher kann die Sache nicht zurückbehal⸗ ten, um ſie gegen das, was der Verleiher ihm ſchuldig iſt, in Anrechnung zu bringen.(*†) 1886. Hat der Leiher, um die Sache gebralichen zu könnnen, einige Koſten aufgewendet, ſo kann er dieſelben nicht zurückfordern. *† 20⸗ (*) S. Art. 1293, 2) 8 3⁰8 L. III. T. X. Du Pret. 2887. Si plusieurs ont conjointement em- prunté la mêème chose, ils en(sont solidairement responsables envers le prèéteur. SECTION III. Des Engagements de celui qui préte à ufage. 1888. Le prêteur ne peut retirer Ja chose prètée qu'après le terme convenu, on,; à défaut de convention, qu'après qu'elle a servi à l'usage pour lequel elle a été empruntée. 1889. Néanmoins, si, pendant ce délai, ou avant que le besoin de l'emprunteur ait cessé, il survient au prèêteur un besoin pressant et imprévu de sa chose, le juge peut, suivant les circonstan- ces, obliger l'emprunteur à la lui rendure. 1890. Si, pendant la durée du prèt, Pemprun- teur a été oblige, pour la conservation de la chose, à quelque dépense extraordinaire, nécessaire, et tellement urgente qu'il n'ait pas pu en prévenir le prêteur, celui-ci sera tenu de la lui xembourser. 1891. Lorsque la chose prèêtée a des défauts tels, qu'elle puisse causer du préjudice à celui qui s'en sert, le prèteur est responsable, s'il connais- sait les défauts et n'en a pas averti l'emprunteur. CHAPITRE II. Du Pret de consommation, ou simple 3 Pret. SECTION PREMIERE. De la Nature du prèt de consommation. 1892. Le prèt de consommation est un con- trat par lequel Pune des parties livre à Pautre une 22 35 B. 10r T. Von dem Leih⸗ und Darlehnsvertrage. 309. 1337. Haben mehrere zuſammen eine und dieſelbe Sache geliehen, ſo ſind ſie deshalb dem Verleiher ſolidariſch verpflichtet.(*) 2 Dritter Abſchnitt. Von den Verbindlichkeiten des Verleihers. 1888. Der Verleiher kann die verliehene Sache nicht eher zurückfordern, als nach Ablauf der verabredeten Zeit, oder, im Falle hierüber nichts verabredet worden iſt, nach⸗ dem ſie zu dem Zwecke, wozu ſie geliehen wurde, gebraucht worden iſt. 1889. Wenn jedoch während jener Zeit, oder noch eher das B Bedürfniß bes Leihers aufgehört hat, ein unvor⸗ hergeſehener Fall eintritt, wodurch der Verleiher ſelbſt ſei⸗ ner Gach e dringend bedarf, ſo kann der Richter, nach Be⸗ der Un 1fà nde, den Leiher anhalten, ihm dieſel⸗ ſe haff 130. Wenn der Leiher während der Dauer des Leih⸗ vertrages ſich zu auſſerord dentlichen, zur Erhaltung der Sa⸗ che nothwendigen Ausgaben genöthiget ſah, und dieſe ſo dringend waren, daß er der Verleiher nicht vorher davon benachrichtigen konnte, ſo iſt dieſer verbunden, ſie ihm zu erſetzen. 1601. Hat die geliehene Sache ſolche Fehler, daß ſie demjenigen, der ſie gebraucht, Nachtheil bringen kann, ſo iſt der Verleiher dafür verantwortlich, wenn er die Fehler kannte und den Leiher nicht davon benachrichtiget hat. Zweytes Capitel. Von dem Darlehnsvertrage. Erſter Abſchnitt. Von der Natur des Darlehns. 1892. Das Darlehn iſt ein Vertrag, wodurch ein Theil dem andern eine gewiſſe Quantitat verbrauchbarer (*) S. Art. 1202. — — —— 310 L. III. T. X. Du Prét. certaine quantité de choses qui se consomment par P'usage, à la charge par cette dernière de lui en rendre autant de mèême espèce et qualité. 1895. Par l'effet de ce pret, l'emprunteur devient le propriétaire de la chose prêtée; et c'est pour lui qu'elle périt, de quelque manière que cette perte arrive. 1804. On ne peut pas donner à titre de prèt de consommation, des choses qui, quoique de me- me espèce, diffèrent dans l'individu, comme les animaux: alors c'est un prèêt à usage. 1895. Lobligation qui réesulte d'un pret en argent, n'est toujours que de la somme numéri- que énoncée au contrat. S'il y a eu augmentation ou diminution d'espè- ces avant l'époque du paiement, le débiteur doit rendre la somme numérique prèétée, et ne doit rendre que cette somme dans les espèces ayant cours au moment du paiement. 1896. La règle portée en l'article précédent m'a pas lieu, si le préèt a été fait en lingots. 1897. Si ce sont des lingots ou des denrées qui ont été prêtés, quelle que soit l'augmentation ou la diminution de leur prix, le débiteur doit tou- jours rendre la mêeme quantité er iqualité, et ne doit rendre que cela. SECTION II. Des Obligationgs du Préteur. 1898. Dans le prèt de consommation, le préè- teur est tenu de la responsabilité établie par l'ar- ticle 1891 pour le prèt à usage. 1899., Le préteur ne peut pas redemander les choses prétées, avant le terme convenu. 1900. S'il n'a pas été fixé de terme pour la restitution, le juge peut accorder à l'emprunteur un délai suivant ſes circonstances. 1901. S'il a été seulement convenu que l'em- prunteur paierait quand il le pourrait, ou quand il —— 36 B. 10r T. Von dem Leih⸗ und Darlehnsvertrage. 311 Sachen unter der Bedingung übergibt, daß Letzterer ihm eben ſo viel von gleicher Art und Beſchaffenheit einſt wie— der geben ſolle. 1893. Durch das Darlehn wird der Empfänger Ei⸗ genthümer der dargeliehenen Sache; und er muß den Ver⸗ luſt tragen, wenn dieſelbe auf irgend eine Art zu Grun⸗ de geht. 1804. Sachen, die, wenn gleich von einerley Gat⸗ tung, doch im Einzelnen von einander verſchieden ſind, wie z. B. Thiere, können nicht als Darlehn gegeben wer⸗ den; in dieſem Falle iſt das Geſchäft ein Leihvertrag. 1895. Die aus einem Gelddarlehn entſtehende Ver⸗ bindlichkeit beſchränkt ſich ſtets auf die in dem Vertrage ausgedrückte Summe. Sind vor dem Zeitpuncte der Zurückzahlung die Münzſorten im Werthe geſtiegen oder gefallen, ſo hat der Schuldner weder weniger noch mehr, als die ihm dargelie⸗ hene Summe, und zwar in den zur Zeit der Zahlung gel⸗ tenden Münzſorten, zurückzuzahlen. 1896. Die in dem vorhergehenden Artikel enthaltene Regel findet keine Anwendung, wenn das Darlehn in Barren(Gold⸗ oder Silberſtangen) gegeben worden iſt. 1897. Wenn ſolche Barren, oder Waaren und Le⸗ bensmittel dargeliehen worden ſind, ſo muß der Schuldner dieſelben ſtets in der nämlichen Menge und Beſchaffenheit zurückgeben, und zwar ohne Rückſicht auf den erhöhten ader verminderten Werth derſelben. Zweyter Abſchnitt. Von den Verbindlichkeiten des Darleihers. 1898. Bey dem Darlehn hat der Darleiher eben die Verantwortlichkeit, die im 1891. Artikel in Anſehung des Leihvertrages feſtgeſetzt iſt. 1899. Der Darleiher kann die dargeliehenen Sachen nicht vor der verabredeten Zeit zurückfordern. 1900. Iſt für die Zurückgabe keine Zeit beſtimmt worden, ſo kann der Richter, nach Beſchaffenheit der Um⸗ ſtände, dem Schuldner eine Friſt zugeſtehen. 1901. Iſt man bloß übereingekommen, daß der Schuldner zahlen ſolle, wann er dazu im Stande ſeyn 31e. III. I. X. DupPest. en aurait les moyens, le juge lui fixera un terme de paiement suivant les circonstances. SECTION III. Des Engagements de PEmprunteur. 1902. Lemprunteur est tenu de rendre les choses prètées, en mèême quantité et qualité, et au terme convenu. 1903. S'il est dans l'jimpossibilité d'y satisfai- re, il est tenu d'en payer la valeur eu égard au temps et au lieu ou la chose devait être rendue d'après la convention, Si ce temps et ce lieu n'ont pas été réglés, le paiement se fait au prix du temps et du lieu ou Pemprunt a été fait. 1904. Si l'emprunteur ne rend pas les choses prêètées ou leur valeur au terme convenu, il en doit l'intérèt du jour de la demande en justice. SRHAPITRE TII. Du Preta intéeért. 1905. IIl est permis de stipuler des intérêts pour simple prét, soit d'argent, soit de denrées, ou autres choses mobilieres. 1906. L'emprunteur qui a payé des intérèts qui n'étaient pas stipulés, ne peut ni les répéter- ni les imputer sur le capital. 1 19073 ꝑLntérêét est légal ou conventionnel. L'intérèt légal est fixé par la loi. L'intérèt con- ventionnel peut excéder celui de la loi toutes les fois que la loi ne le prohibe pas. ELe taux de l'intérèt conventionnel doit ètre filxé par écrit. 38 B. 10r T. Von dem Leih⸗ und Darlehnsvertrage. 313 oder die Mittel haben würde, ſo beſtimmt der Richter eine Zahlungsfriſt nach Beſchaffenheit der Umſtände Dritter Abſchnitt Von den Verbindlichkeiten des Schuldners. 1902. Der Schuldner muß die dargeliehenen Sa⸗ chen in derſelben Quantität und Qualität, und zu der be⸗ dungenen Zeit, zurückgeben. 1903. Befindet er ſich auſſer Stande, dieſer Ver⸗ bindlichkeit ein Genüge zu leiſten, ſo iſt er verbunden, den Werth der Sachen, mit Rückſicht auf die Zeit und den Ort, wo ſie nach dem Inhalte des Vertrags zurückgegeben werden ſollten, zu zahlen. Sind Zeit und Ort der Zurückgabe nicht beſtimmt worden, ſo geſchieht die Bezahlung in dem † Dreiſe, den die Sachen zu der Zeit und an dem Orte hatten, wo ſie dar⸗ geliehen wurden. 1904B. Wenn der Schulder die ihm dargeliehenen Sachen oder deren Werth zur verabredeten Zeit nicht zu⸗ rückgibt, ſo muß er’ſie von dem Tage der gerichtlichen Kla⸗ ge an verzinſen. Drittes Capitek. Von dem verzinslichen Darlehn. 005. Es iſt erlaubt, bey dem Darlehn ſich Zinſen auszubedingen, es mag daſſelbe in Geld, in Lebensmitteln oder in andern beweglichen Sachen beſtehen. 1906. Wenn der Schuldner Zinſen bezahlt hat, oh⸗ ne daß ſie ausbedungen waren, ſo kann er ſie weder zurück⸗ fordern, noch auf d das Capital abrechnen. 1907. Die Zinſen ſind entweder geſebzliche oder ver⸗ tragsmäßige. Die geſetzlichen Zinſen werden durch das Geſetz beſtimmt. Die vertragsmäßigen Zinſen können in allen Fällen, wo das Geſetz es nicht verbietet, die geſetzli— chen überſteigen. Der Betrag der vertragsmäßigen Zinſen muß ſchrift⸗ geſ ſetzt werden. 4 314 L. III. T. X. Du Prét. 1908. La quittance du capital donnée sans ré- serve des intérèts, en fait préesumer le paiement, et en opère la libération. 1909. On peut stipuler un intérèét moyennant un capital que le prêteur s'interdit d'exiger. Dans ce cas, le prèêt prend le nom de consti- tution de rente. G 910. Cette rente peut èêtre constituée de deux manières, en perpétuel ou en viager. 1911. La rente constituée en perpétuel est es- sentiellement rachetable. Les parties peuvent seulement convenir que le rachat ne sera pas fait avant un délai qui ne pourra excéder dix ans, ou sans avoir averti le tré- ancier au terme d'avance qu'elles auront déterminé. . 1912. Le débiteur d'une rente constituée en perpétuel peut être contraint au rachat, 1⁰ S'il cesse de remplir ses obligations pen- dant deux années; 2 S'il manque à fournir au prèteur les süre- tés promises par le contrat. 1 1913. Le capital de la rente constituée en per- pétuel devient aussi exigible en cas de faillite ou de déconfiture du débiteur. 4 1914. Les règles concernant les rentes viagè- res sont établies au titre des Contrats adéaboireg. 38 B. 10r T. Von dem Leih⸗ und Darlehnsvertrage. 315 1908. Eine über das Capital ohne Vorbehalt der Zinſen ausgeſtellte Quittung begründet die Vermuthung, daß auch dieſe bezahlt ſeyen, und bewirkt die Befreyung von denſelben. 1909. Der Darleiher kann ſich Zinſen von einem Capital ausbedingen, auf deſſen Zurückforderung er Ver⸗ zicht leiſtet. In dieſem Falle wird das Darlehn Rentenkauf genannt. 1910. Eine Rente kann auf zweyerley Weiſe beſtellt werden, für beſtändig oder auf Lebenszeit(als Erbrente oder als Leibrente.) 1911. Die Erbrente iſt ihrem Weſen nach rückkäuf⸗ lich.(*) 1 Die Partheyen können bloß die Übereinkunft treffen, aß der Rückkauf nicht eher ſollte geſchehen können, als nach Ablauf einer beſtimmten Zeit, welche jedoch nicht über zehn Jahre betragen darf, oder daß er nicht geſchehen ſolle, ohne daß der Gläubiger eine zwiſchen ihnen veradredete Zeit vorher davon benachrichtiget worden iſt. 1912. Der Schuldner einer Erbrente kann zum Rückkauf gezwungen werden, 1) wenn er während zweyer Jahre ſeine Verbindlich⸗ keiten nicht erfüllt; 2) wenn er dem Darleiher die im Vertrage verſpro⸗ chene Sicherheit nicht verſchafft. 1915. Das Capital einer Erbrente kann gleichfalls zurückgefordert werden, wenn der Schuldner in Concurs oder in Vermögensverfall gerathen iſt. 1914. Die Regeln, welche die Leibrenten betreffen, werden in dem Titel von gewagten Verträgen auf⸗ geſtellt. d 1 (*) S. Art. 530. 316 L. III. T. XlI. Du Dépot et du Séquestre. 7.. 8 TITRE ONZIEME. Du Dépot et du Séquestre. (Mécréité le 14 mars 1804. Promulgué le 24 du même mois.) CHAPITRE PREMIER. Du Dépôot en général et de ses diverses espèces. 1915. Le dépôt, en général, est un acte par lequel on reçoit la chose d'autrui, à la charge de la garder et de la restituer en nature. 2 1916. Il y a deux espèces de dépòt: le dépòt proprement dit, et le séquestre. „ CHAPITRE II. Du Dépôt proprement dit. X . 4 SECTION PBREMIERE. De la Nature et de l'Æssence du Contrabt de déνοε. 2917 Le dépòôt proprement dit est un contrat essentiellement gratuit. 1918. I ne peut avoir pour objet que des cho- ses mobilières. 1919. II n'est parfait que par la tradition ré- elle ou feinte de la chose deposée. La tradition feinte suffit, quand le dépositai- re se trouve déejà nanti, a quelque autre titre, — — — 2— 92 SHonmn Piedeyle 5s B. 11r T. Von dem Niederlegungsvertrage c. 317 ;,I r„ ST;/; † 9 Eilfter Titel. Von dem Niederlegungsvertrage un der Sequeſtration. (Deecretirt den 14. Maͤrz 1804 Promulgirt den 24. deſſel⸗ ben Monats.) Erſtes Capitel Von dem Riederlegungsvertrage im Allgemeinen, und deſſen verſchiedenen Gattungen. 2915. Der Niederlegungsvertrag( Verwahrungs⸗ a) im Allgemeinen iſt ein Geſchäft, wodurch man eeines Andern unter der Verbindlichkeit in Em⸗ it, dieſelbe aufzubewahren und in Natur zu⸗ 16. Es gibt zwey Gattungen des Niederlegungs⸗ vertrages; den Niederlegungsvertrag im eigentlichen Sinne und die Sequeſtration. Zweytes Capitel. Von dem Niederlegungsvertrage im eigentlichen Sinne. Erſter Abſchnitt. Von der Natur und dem Weſen des Niederlegungsver⸗ trages. 3 1917. Der Niederlegungsvertrag im eigentlichen Sinne iſt ſeinem Wej en nach unentgelt tlich. 1918. Er kann nur bewegliche Sachen zum Gegen⸗ ſtande haben. 1919. Er wird erſt durch liche Udergabe der anvertraute Die e anneigentlich e ie wirkliche oder uneigent⸗ che vollkommen )„ wenn de end zerwahrung an⸗ 8 nreick r 1 7 318 L. III. T. Xxl. Du Dépot et du Séquestre. de la chose que l'on consent à lui laisser à titre de dépôt. 1920. Le dépôt est volontaire ou nécessaire. SEOTION II. Du Dépòt volontaire. 1921. Le dépòôt volontaire se forme par le consentement réciproque de la personne qui fait le dépòôt et de celle qui le reçoit. 1922. Le dépôt volontaire ne peut régulière- ment eêtre fait que par le propriéraire de Ia chose déposée, ou de son consentement expres ou tacite. 1923. Le dépôt volontaire doit être prouvé par écrit. La preuve testimoniale n'en est point regue pour valeur excédant cent cinquante francs. 1924. Lorsque le dépôt, étant au-dessus de cent cinquante francs, n'est point prouvé par écrit, celui qui est attaqué comme dépositaire, en est cru sur sa déclaration, soit pour le fait méeme du dépôt, soit pour la chose qui en faisait l'objet, soit pour le fait de sa restitution. 1925. Le dépôt volontaire ne peut avoir lieu qu'entre personnes capables de contracter. Néanmoins, si une personne capable de con- tracter accepte le dépôt fait par une personne in- capable, elle est tenue de toutes les obligations d'un véritable dépositaire; elle peut être poursui- vie par le tuteur ou administrateur de la personne qui a fait le dépòt. 1926. Si le dépôt a été fait par une personne capable à une personne qui ne l'est pas, la per- sonne qui a fait le dépòôt n'a que l'action en re- vendication de la chose déposée, tant qu'elle existe 36 B. 11r T. Ven dem Niederlegungsvertrage ꝛc. 319 vertrauen will, ſchon aus einem andern Rechtsgrunde im Beſitze hat. D 1920. Die Niederlegung geſchieht entweder freywil⸗ lig oder im Nothfalle. Zweyter Abſchnitt. Von der freywilligen Niederlegung. 1921. Die freywillige Niederlegung entſteht durch die gegenſeitige Einwilligung der Perſon, welche etwas in Verwahrung gibt, und derjenigen, die es empfängt. 1922. Die freywillige Niederlegung kann in der Re⸗ gel nur durch den Eigenthümer der in Verwahrung gege⸗ benen Sache, oder mit deſſen ausdrücklicher oder ſtillſchwei⸗ gender Einwilligung geſchehen. 1923. Die freywillige Niederlegung kann nur durch Urkunden erwieſen werden. Der Beweis durch Zeugen wird nicht zugelaſſen, wenn der Werth der niedergelegten Sache hundert fünfzig Franken überſteigt. 1924. Kann ein Niederlegungsvertrag, deſſen Ge⸗ genſtand hundert fünfzig Franken überſteigt, nicht durch Urkunden erwieſen werden, ſo glaubt man demjenigen, welcher als Verwahrer in Anſpruch genommen wird, auf ſeine Verſicherung, ſowohl in Anſehung der geſchehenen Nie⸗ derlegung ſelbſt, als der den Gegenſtand derſelben ausma⸗ chenden Sache, als auch in Anſehung der erfolgten Zu⸗ rückgabe. 1925. Eine freywillige Niederlegung kann nur un⸗ ter ſolchen Perſonen Statt finden, die fähig ſind, Vertraͤ⸗ ge zu ſchließen. Wenn jedoch eine zur Eingehung eines Vertrages fä⸗ hige Perſon von einer andern dazu unfähigen etwas in Ver⸗ wahrung nimmt, ſo hat ſie alle Verbindlichkeiten eines wirklichen Verwahrers zu erfüllen(*), und kann von dem Vormunde oder dem Verwalter der Perſon, welche ihr die Sache anvertraut hat, gerichtlich belangt werden. 1926. Iſt hingegen von einer dazu fähigen Perſon bey einer unfähigen etwas niedergelegt worden, ſo hat der Niederleger nur eine Klage auf Zurückgabe der nieder⸗ gelegten Sache, oder, wenn dieſelbe ſich nicht mehr in den (*) S. Art. 1125, * —— —— 320 L. III. T. XI. Du Dépôt et du Séquestre. dans la main du dépositaire, ou une action en res- titution jusqu'à concurrence de ce qui a tourné au profit de ce dernier. SECTION III. Deg Oblig ations du Dépositaire. 1927. Le dépositaire doit apporter, dans Ia garde de la chose déposée, les mèêmies sains qu'il apporte dans la garde des choses qui lui appar- tiennent. 1928. La disposition de Particle précédent doit être appliquée avec plus de rigueur, 1⁰ si le dépo- sitaire s'est offert lui-mêème pour recevoir le dé- pot; 2° s'il a stipulé un salaire pour la garde du dépôr; 5° si le dépôt a été fait uniquement pour Pintérèt du dépositaire; 40 s'il a été convenu ex- pressément que le dépositaire répondrait de toute espèce de faute. 1929. Le dépositaire n'est tenu, en aucun cas, des accidents de force majeure, à moins qu'il n'ait été mis en demeure de restituer la chose dé- Posée.— 1950. Il ne peut se servir de la chose dépo- sée, sans la permission expresse ou présumée du déposant. 1951. Il ne doit point chercher à connaitre quelles sont les choses qui lui ont été déposées, si elles lui ont été conflées dans un coffre fermé ou sous une enveloppe cachetée. 1952. Le dépositaire doit rendre identique- ment la chose même qu'il a reçue. Ainsi, le dépôt des sommes monnayées doit Stre rendu dans les mèêmes espèces qu'il a été fait, soit dans le cas d'augmentation, soit dans le cas de diminution de leur valeur. es ét (*) S. Art. 1293. 1) So muß ein Depoſitum in klingender Muͤnze in den⸗ ſelben Muͤnzſorten, worin es gemacht worden, zuruͤck⸗ erſtattet werden, L. Auf dieſe Weiſe muß alſo ein De⸗ poſitum, das in klingender Munze beſtand, in eben 35 B. 11r T. Von dem Niederlegungsvertrage ꝛc. 321 Händen des Verwahrers befindet, eine Klage auf Erſatz bis zum Betrage deſſen, was zum Nutzen dieſes Letztern verwendet worden iſt. Dritter Abſchnitt. Von den Verbindlichkeiten des Verwahrers. 1927. Der Verwahrer muß die ihm anvertraute Sache mit eben der Sorgfalt verwahren, welche er auf die Verwahrung ſeiner eigenen Sachen verwendet. 1928. Die Verfügung des vorhergehenden Artikels muß mit noch gröſſerer Strenge angewandt werden, 1) wenn der Verwahrer ſich ſelbſt zur Verwahrung der Sache angeboten hat; 2) wenn er für die Verwahrung der Sa⸗ che ſich eine Vergeltung ausbedungen hat; 3) wenn die Nie⸗ derlegung einzig zum Vertheile des Verwahrers geſchehen iſt; 4) wenn ausdrücklich verabredet worden iſt, daß der Verwahrer für jede Art des Verſehens haften ſolle. 1929. In keinem Falle iſt der Verwahrer für unab⸗ wendbare Zufälle vexantwortlich, wenn ex nicht in Anſe⸗ hung der Zurückgabe der anvertrauten Sache in Verzug ge⸗ ſetzt worden iſt. 1950. Er darf die ihm in Verwahrung gegebene Sa⸗ che ohne ausdrückliche oder vermuthliche Einwilligung des Niederlegers nicht gebrauchen. 1931. Er darf nicht zu erforſchen ſuchen, was es für Sachen ſeyen, die bey ihm niedergelegt wurden, wenn dieſelben in einem verſchloſſenen Kaſten oder in einem ver⸗ ſiegelten Umſchlage ihm anvertraut worden ſind. 1932. Der Verwahrer muß eben dieſelbe Sache zu⸗ rückgeben, die er empfangen hat. Wenn daher baares Geld in Verwahrung gegeben wurde, ſo müſſen die nämlichen Stücke, welche hingege⸗ ben wurden, wieder zurückgegeben werden ²), es mag nun deren Werth geſtiegen oder gefallen ſeyn.) 8 ₰ den Sorten, worin es geſchehen iſt(beſtanden hat M.), zuruͤckgegeben werden, D. u. M. Daher muß die bey ihm in gemuͤnzten Geldſorten hinterlegte Summe in den naͤmlichen Munzen, in welchen er ſie empfangen Cod. N. 2 B. 21 322 L. III. T. XI. Du Dépôt et du Séquestre. 1933. Le dépositaire n'est tenu de rendre la chose déposée que dans l'état ou elle se trouve au moment de la restitution. Les détériorations qui ne sont pas survenues par son fait, sont a la char- ge du déposant 1934. Le dépositaire auquel la chose a été enlevée par une force majeure, et qui a regu un prix ou quelque chose à la place, doit xestituer ce qu'il a regu en échange.— 1935. L'héritier du dépositaire, qui a vendu de bonne foi la chose dont il ignorait le dépôt, nm'est tenu que de rendre le prix qu'il a regu, ou de céder son action contre l'acheteur, s'il n'a pas touché le prix,— 1956. Si la chose déposée a produit des fruits qul aient été perçus par le dépositaire, il est obli- gé de les restituer. II ne doit aucun intéret de Pargent déposé, si ce n'est du jour ou il a été mis en demeure de faire la restitution. 1937. Le dépositaire ne doit restituer la cho- se déposée, qu'à celui qui la lui a confiée, ou à celui au nom duquetl le dépòôt a été fait, ou à celui qui a été indiqué pour le recevoir. 1958. II ne peut pas exiger de celui qui a fait le dépòôt, la preuve qu'il était propriétaire de, la chose déposée. Néanmoins, s'il découvre que la chose a été volée, et quel en est le véritable propriétaire, il doit dénoncer à celui-ci le dépôt qui lui a été fait, avec sommation de le réclamer dans un délai dé- terminé et suffisant. Si celui auquel la dénoncia- tion a été faite, néglige de réclamer le dépôt, le 38 B. 11r T. Von dem Niederlegungsvertrage ꝛc. 323 1933. Der Verwahrer hat die bey ihm niedergelegte Sache nur in dem Zuſtande zurückzugeben, in welchem die⸗ ſelbe ſich zur Zeit der Zurückgabe befindei. Verſchlimme⸗ rungen, die er nicht verurſacht hat, muß der Niederleger tragen. 1934. Der Verwahrer, welcher die Sache durch un⸗ abwendbaren Zufall verloren, dafür aber einen Preis oder ſonſt etwas empfangen hat, muß dasjenige, was er zum Erſatze erhalten hat, zurückgeben. 1955. Wenn der Erbe des Verwahrers die Sache redlicher Weiſe, und ohne zu wiſſen, daß ſie anvertrautes Gut ſeye, verkauft hat, ſo iſt er zu weiter nichts verbun⸗ den, als zur Erſtattung des empfangenen Kaufpreiſes, oder, wenn ihm dieſer noch nicht bezahlt worden iſt, zur Abtretung ſeiner Klage gegen den Käufer. 1956. Wenn die in Verwahrung gegebene Sache Früchte hervorgebracht, und der Verwahrer dieſe bezogen hat, ſo iſt er verbunden, dieſelben zu erſtatten. Von dem bey ihm niedergelegten Gelde braucht er nicht eher Zinſen zu zahlen, als von dem Tage an, wo er in Anſehung der Zuruückgabe in Verzug geſetzt worden iſt. 193 7f. Der Verwahrer darf die bey ihm niedergelegte Sache keinem andern ausliefern, als dem, welcher ſie ihm anvertraut hat, oder in deſſen Namen die Niederlegung geſchehen iſt, oder der zum Empfange derſelben angewie⸗ ſen iſt. 1938. Er kann nicht verlangen, daß der Niederle⸗ ger ſein Eigenthum an der niedergelegten Sache bewei⸗ ſen ſolle. Wenn er jedoch entdeckt, daß die Sache entwendet worden, und wer der wahre Eigenthümer derſelben ſeye, ſo muß er dieſem von der bey ihm geſchehenen Niederlegung Nachricht geben, und ihn auffordern, die Sache binnen ei⸗ ner beſtimmten und hinlänglichen Friſt in Anſpruch zu neh⸗ men. Verſäumt derjenige, dem dieſe Anzeige geſchehen iſt, die niedergelegte Sache in Anſpruch zu nehmen, ſo hat, wieder exſtattet werden,§. Auf dieſe Weiſe muß alſo ein Depoſitum, das in klingender Muünze beſtand, in eben den Sorten, in denen es übergeben iſt, zusuͤck⸗ geſtellt werden, E. 21 324 L. III. T. XI. Du Dépòt et du Séquestre. dépositaire est valablement déchargé par la tradi- tion qu'il en fait aà celui duquel il l'a regu. 1939. En cas de mort naturelle ou civile de la personne qui a fait le dépòôt, la chose déposée ne peut être rendue qu'à son héritier. S'il y a plusieurs héritiers, elle doit être ren- due à chacun d'eux pour leur part et portion. Si la choöse déeéposée est indivisible, les héri- tiers doivent s'accorder entre eux pour la recevoir. 1940. Si la personne qui a fait le dépôt, a changé d'état; par exemple, si la femme, libre au moment oLl le dépôt a été fait, s'est mariée de- puis et se trouve en puissance de mari; sisle ma- jeur déposant se trouve frappé d'interdictionz dans tous ces cas et autres de même nature, le dépòt ne peut être restitué qu'à celui qui a l'administration- des droits et des biens du déposant. 4 48ʃ 4 1117 1941. Si le dépôt a été fait par un tuteur, par un mari ou par un administrateur, dans l'une de ces qualités, il ne peut être restitué qu'à la personne que ce tuteur, ce mari ou cet adminis- trateur représentaient, si leur gestion ou leur ad- ministration est finie. 1942. Si le contrat de dépòôt désigne le lieu dans lequel la restitution doit, ètre faite, le dépo- sitaire est tenu d'y porter la chose déposée. Siil y a des frais de transport, ils sont a la charge du déposant. 1945. Si le contrat ne désigne point le lieu de la restitution, elle doit être faite dans le lieu méme du dépôt. 1944. Le dépôt dbit être remis au déposant aussitoôt qu'il le réclame, lors même que le con- trat aurait fixé un délai déterminé pour la resti- tution; à moins qu'il n'existe, entre les maine du dépositaire, une saisie-arréet ou une oppo- 5s B. 11r T. Von dem Niederlegungsvertrage ꝛc. 325 wird der Verwahrer durch die Auslieferung derſelben an den⸗ jenigen, von welchem er ſie empfangen hat, ſeiner Ver⸗ bindlichkeit giltiger Weiſe entlediget. 1959. Im Falle des natürlichen oder bürgerlichen Todes des Niederlegers kann die niedergelegte Sache nur an deſſen Erben zurückgegeben werden. Sind mehrere Erben vorhanden, ſo muß einem jeden von ihnen ſein Antheil an derſelben zuxückgegeben werden. Iſt die niedergelegte Sache untheilbar, ſo müſſen die Erben ſich über derer Empfang mit einander vereinigen.(†) 1940. Wenn der Niederleger ſeinen perſönlichen Zu⸗ ſtand verändert hat, wenn z. B. die zur Zeit der geſchehe⸗ nen Niederlegung noch unverheirathete Frauensperſon nach⸗ her in die Ehe getreten iſt und ſich nun unter der Gewalt ihres Mannes befindet, oder wenn dem volljährigen Nie⸗ derleger nachher die Verwaltung ſeines Vermögens durch Interdiction entzogen worden iſt, ſo kann in allen dieſen und andern gleichartigen Fällen die niedergelegte Sache nur demjenigen zurückgegeben werden, der die Verwaltung der Rechte und des Vermögens des Niederlegers hat. 1941. Wenn die Niederlegung von einem Vormun⸗ de, Ehemanne oder Verwalter, in einer von dieſen Ei⸗ genſchaften, geſchehen iſt, ſo kann, wenn deren Geſchäfts⸗ führung oder Verwaltung aufgehört hat, die niedergelegte Sache nur derjenigen Perſon zurückgegeben werden, deren Stelle dieſer Vormund, Ehemann oder Verwalter vertrat. 1942. Wenn in dem Niederlegungsvertrage der Ort beſtimmt iſt, wo die Zurückgabe geſchehen ſoll, ſo iſt der Verwahrer verbunden, die bey ihm niedergelegte Sache dahin zu bringen. Verurſacht die Fortbringung Koſten, ſo fallen dieſe dem Niederleger zur Laſt. 1945. Iſt in dem Vertrage kein Ort für die Zurück⸗ gabe beſtimmt, ſo muß ſie an eben dem Orte geſchehen, wo die Niederlegung geſchehen iſt. 1944. Die in Verwahrung gegebene Sache muß dem Niederleger, ſo bald er es verlangt, zurückgegeben wer⸗ den, ſelbſt wenn in dem Vertrage eine beſtimmte Zeit für die Zurückgabe feſtgeſetzt wäre; es müßte denn bey dem Verwahrer Arreſt auf die anvertraute Sache gelegt, oder (*) S. Art. 1224. 326 L. III. T. XI. Du Dépot et du Séquestre. Sition à la restitution et au déplacement de la cho- se déposée. 3. 19½5. Le dépositaire infidele n'est point ad- mis au bénéſice de cession. 19½6. Toutes les obligations du dépositaire cessent, s'il vient à découvrir et à prouver qu'il est lui-méême propriétaire de la chose déposée. SECTION IV. Des Obligations de la personne par laquelle le 3 Dépòt a&cé ſait. 1947. La personne qui a fait le dépòt, est te- nue de rembourser au dépositaire les dépenses qu'il a faites pour la conservation de la chose déposée, et de Pindemniser de toutes les pertes que le dé- pôt peut lui avoir occasionnées. 3 1948. Le dépositaire peut retenir le dépôt jusqu’ Pentier paiement de ce qui lui est du à rai- son du dépôt. SECTION Vv. Du Dénòt nécessaire. 4 1949. Le dépôt nécessaire est celui qui a étéẽ forcé par quelque accident, tel qu'un incendie, uné ruine, un pillage, un naufrage ou autre evenement imprevu.. 1950. La preuve par témoins peut etre regue pour le dépôt nécessaire, meme quand il s'agit d'une valeur au-dessus de cent cinquante francs. 1951. Le dépôt nécessaire est d'ailleurs régi- par toutes les règles précédemment énoncèes. 38 B. 11r T. Von dem Niederlegungsvertrage ꝛc. 327 gegen deren Zurückgabe und Ortsveränderung Einſpruch gemacht worden ſeyn. 1945. Einem ungetreuen Verwahrer wird die Rechts⸗ wohlthat der Vermögensabtretung nicht geſtattet.(**) 1946. Alle Verbindlichkeiten des Verwahrers hören auf, wenn er entdeckt und beweiſt, daß er ſelbſt Eigenthüͤ⸗ mer der niedergelegten Sache ſey. Vierter Abſchnitt. Von den Verbindlichkeiten des Niederlegers. 1947. Der Niederleger iſt ſchuldig, dem Verwahrer die Koſten zu erſetzen, die er auf Erhaltung der niederge⸗ legten Sache verwendet hat, und denſelben für allen Ver⸗ luſt zu entſchädigen, der ihm aus der Verwahrung etwa entſtanden iſt. 1948. Der Verwahrer iſt berechtiget, bis zu ſeiner völligen Befriedigung für das, was ihm in Hinſicht des Niederlegungsvertrages gebührt, die ihm in Verwahrung gegebene Sache zurückzubehalten. Fuͤnfter Abſchnitt. Von der im Nothfalle geſchehenen Niederlegung. 1949. Eine im Nothfalle geſchehene Niederlegung iſt eine ſolche, zu welcher man durch ein zufälliges Ereigniß⸗ z. B. durch eine Feuersbrunſt, durch Einſturz eines Gebäu⸗ des, Plünderung, Schiffbruch oder irgend eine andere un⸗ vorhergeſehene Begebenheit genöthiget worden iſt. 1950. Bey einer im Nothfalle geſchehenen Niederle⸗ gung iſt der Zeugenbeweis zuläſſig, ſelbſt wenn von einem Werthe über hundert fünfzig Franken die Rede wäre.(*) 1951. Im übrigen wird eine im Nothfalle geſchehe⸗ ne Niederlegung nach allen vorſtehend aufgeſtellten Regeln beurtheilt. (*) S. Art. 1263. (**) S. Art. 1348. — — 8 5 4 526 L. III. T. XI. Du Dépèt et du Séquestre. 1 7 1952. Les aubergistes ou hôteliers sont res- ponsables, comme dépositaires, des effets appor- tés par le voyageur qui loge chez eux: le dépôt de ces sortes d'effets doit être regardé comme un dé- pôt nécessaire. 4 1955. IlIs sont responsables du vol ou du dommage des effets du voyageur, soit que le vol ait été fait ou que le dommage ait éte causé par les domestiques et préposés de l'hôtellerie, ou par des étrangers allant et venant dans l'hôtellerie. 1954. IIs ne sont pas responsables des vola faits avec force armée ou autre force majeure. CHAPITRE III. Du Séquestre. 2 SECTION PREMIERE. Des diverges espèces de Séquegtre. 1955. Le séquestre est ou conventionnel ou judiciaire. 4 SECTION II. Du Séquegtre conventionnel. 1956. Le séquestre conventionnel est le dé- pôt fait par une ou plusicurs personnes, d'une chose contentieuse, entre les mains d'un tiers qui s'oblige de la rendre, après la contestation termi- née, à la personne qui sera jugée devoir l'obtenir. 1957. Le séquestre peut n'être pas gratuit. 1958. Lorsqu'il est gratuit, il est soumis aux règles du dépôt proprement dit, sauf les différen- 1 ces ci-après éenoncses, 38 B. 11r T. Von dem Niederlegungsvertrage ꝛc. 3²9 1952. Die Gaſtwirthe ſind als Verwahrer für die Sachen verantwortlich, welche der bey ihnen eingekehrte Relſende mitgebracht hat; das Einbringen ſolcher Sachen iſt als eine im Nothfalle geſchehene Niederlegung anzuſehen. 1953. Sie müſſen für die Entwendung oder Beſchaͤ⸗ digung der Sachen des Reiſenden haften, es mag nun durch das Geſinde und die der Wirthſchaft vorſtehenden Perſonen(*), oder durch Fremde, die in dem Gaſthofe aus⸗ und eingehen, die Entwendung geſchehen oder der Schaden verurſacht worden ſeyn.(*5) 1954. Sie haften nicht für die mit gewaffneter Hand perübten oder ſonſtigen gewaltſamen Diebſtähle. Drittes Capitel. Von der Segqueſtration. Erſter Abſchnitt. Von den verſchiedenen Gattungen der Segueſtration. 1955. Die Segueſtration geſchieht entweder zufolge eines Vertrags, oder ſie wird von dem Gerichte verfügt. Zweyter Abſchnitt. Von der vertragsmäßigen Seaueſtration. 1056. Die vertragsmäßige Sequeſtration iſt die von einer oder mehreren Perſonen vorgenommene Niederlegung einer ſtreitigen Sache in die Hände eines Dritten, welcher ſich verpflichtet, dieſelbe nach geendigtem Streite an denje⸗ nigen auszuliefern, welchem ſie zuerkannt wird. 1957. Die Sejueſtration kann auch gegen Vergel⸗ tung geſchehen. 1956. Geſchieht ſie unentgeltlich, ſo iſt ſie den Regeln des eigentlich ſo genannten Niederlegungsvertrages unter⸗ worfen, jedoch mit Ausnahme nachſtehender Abweichungen. (*) S. Art. 1384. (**) S. Art. 2060, 2 1 1 7 30 L. III. T. XI. Du Depdt et qu Scquestre. — 1959. Le séquestre peut avoir pour objet, non-seulement des effets mobiliers, mais méème des immeubles. 1950. Le dépositaire chargé du séquestre ne peut étre déchargé avant la contestation terminée, que du consentement de toutes les parties intéres- sées, ou pour une cause jugée légitime. SECTION III. Du Séquestre ou Dépòt judiciaire. 2961. La justice peut ordonner le séquestre, 1¹0 Des meubles saisis sur un débiteur; 2⁰0 D'un immeuble ou d'une chose mobilière dont la propriété ou la possession est litigieuse en- tre deux ou plusieurs personnes; G 3° Des choses qu'un débiteur offre pour sa li- bération. 1962. L'établissement d'un gardien judiciaire produit, entre le saisissant et le gardien, des obligations réciproques. Ee gardien doit apporter pour la conservation des effets saisis, les soins d'un bon père de famille. Il doit les représenter, soit à la décharge du saisissant pour la vente, soit à la partie contre la- quelle les exécutions ont été faites, en cas de main-levée de la saisie.— L'obligation du saisissant consiste à payer au gardien le salaire fixé par la loi. 1965. Le séquestre judiciaire est donné, soit à une personne dont les parties intéressées sont convenues entre elles, soit à une personne nom- mée d'office par le juge. 36 B. 11r T. Von dem Niederlegungsvertrage ꝛe. 331 1959. Die Segueſtrakion kann nicht nur bewegliche, ſondern auch unbewegliche Sachen zum Gegenſtande haben. 1960. Der Verwahrer einer ſequeſtrirten Sache(der Segueſter) kann vor Beendigung des Streits nur mit Be⸗ willigung ſämmtlicher Intereſſenten oder aus einer von dem Gerichte für rechtmäßig erkannten Urſache von ſeiner Ver⸗ bindlichkeit befreyt werden. Dritter Abſchnitt. Von der gerichtlichen Sequeſtration oder Niederlegung. 9 1961. Das Gericht kann die Sequeſtration verfügen, 17) in Anſehung der mit Arreſt belegten beweglichen Sachen eines Schuldners; 2) in Anſehung einer unbeweglichen oder beweglichen Sache, deren Eigenthum oder Beſitz unter zweyen oder mehreren Perſonen ſtreitig iſt; 3) in Anſehung der Sachen, welche ein Schuldner anbietet, um ſich von ſeiner Schuld zu befreyen. 1962. Die Anordnung eines gerichtlichen Verwah⸗ rers begründet zwiſchen demjenigen, der den Arreſt ausge⸗ wirkt hat, und dem Verwahrer gegenſeitige Verbindlichkei⸗ ten. Der Verwahrer muß für die Erhaltung der mit Ar⸗ reſt belegten Sachen als guter Hausvater ſorgen. Er muß ſie wieder abliefern, entweder zum Verkaufe, gegen Quittung*) desjenigen, der den Arreſt angelegt hat, oder, im Falle der Arreſt wieder aufgehoben iſt, an den, gegen welchen die Vollziehung(Execution) er⸗ kannt war. Die Verbindlichkeit deſſen, der den Arreſt angelegt hat, beſteht darin, daß er dem Verwahrer die geſetzlich be⸗ ſtimmte Vergeltung bezahle. 1963. Die gerichkliche Sequeſtration wird entweder einer von den Intereſſenten gemeinſchaftlich gewählten, oder einer von dem Richter von Amtswegen ernannren Per⸗ ſon übertragen. 2) zur Entlaſtung. L. u. D. zur Entladung. S. zu freyung. M. 2 332 L. III. T. XII. Des Contrats aléatoires. Dans l'un et autre cas, celui auquel la chose a Sté conßée, est soumis à toutes les obligationz qu'emporte le séquestre conventionnel. — TITRE DOUZIEME. Des Contrats aléatoires. (Décrété le 10 mars 1804¼. Promulgué le 20 du méme mois.) —— 196 4. Le contrat aléatoire est une convention réciproque dont les effets, quant aux avantages et Zux pertes, soit pour toutes les parties, soit pour l'une ou plusieurs d'entre elles, dépendent d'un Svénement incertain. Tels sont, Le contrat d'assurance; Le préèt à grosse aventure; Le jeu et le pari; Le contrat de rente viagère. Les deux premiers sont régis par les lois ma- ritimes. 1 CHAPITRE PREMIER. Du Jeu et du Pari. 1965. La loi n'accorde aucune action pour une dette du jeu ou pour le paiement d'un pari. 1966. Les jeux propres à exercer au fait des armes, les courses à pied ou à cheval, les courses de chariot, le jeu de paume et autres jeux de mè- me nature qui tiennent à l'adresse et à l'exercice du corps, sont exceptés de la disposition préecé- dente. 1 — 38 B. 121 T. Von gewagten Vertraͤgen. 333 In dem einen wie in dem andern Falle hat derjenige, dem die Sache anvertraut worden iſt, alle Verbindlichkei⸗ ten zu erfüllen, welche aus der vertragsmäßigen Sequeſtra⸗ tion entſpringen. Zwöͤlfter Titel. Von gewagten Vertraͤgen. (Decretirt den 10. März 1804. Promulgirt den 20. deſ⸗ ſelben Monats.) ———ę’—ꝛY—ꝛꝛꝛꝛ——ꝛ—— 196 4. Ein gewagter Vertrag iſt eine wechſelſeitige Ubereinkunft, deren Wirkungen in Anſehung des Gewin⸗ nes und Verluſtes entweder für alle Partheyen, oder für eine oder mehrere derſelben, von einem ungewiſſen Ereig⸗ niſſe abhängen. Dergleichen ſind: der Verſicherungsvertrag(Aſſecuranzvertrag); das Darlehn auf Bodmerey; das Spiel und die Wette; der Leibrentenvertrag. Die beyden erſten werden nach den Seegeſetzen beur⸗ theilt.(*) Erſtes Capitel. Von dem Spiele und der Wette. 1965. Das Geſetz geſtattet keine Klage wegen einer Spielſchuld oder wegen Bezahlung einer Wette. 1966. Spiele, welche zur Ubung im Gebrauche der Waffen dienen, Wettrennen zu Fuß oder zu Pferde, das Wettfahren, das Ballſpiel, und ander eichartige Spie⸗ le, wobey es auf Gewandtheit und Lei besubung ankommt, ſind von vorſtehender Verfügung ausgenommen. (*9 5. Handelsgeſetzbuch Art. 332 u. f. und Art. 3 u. f. L 33 ½ L. III. T. XII. Des Contrats aléatoites. Néanmoins, le tribunal peut rejeter la deman- de, duand la somme lui parait excessive. 1967. Dans aucun cas, le perdant ne peut répéter ce qu'il a volontairement payé, à moins qu'il n'y ait eu, de la part du gagnant, dol, su- percherie ou escroquerie. CHAPITRE II. Du Contrat de rente viagère. SECTION PREMIERE. Des Conditions requises pour la validats du Contrat. 1968. La rente viagère peut être constituée à titre onéreux, moyennant une somme d'argent, ou Pour une chose mobilière appréciable, ou pour un immeuble. 1969. Elle peut être aussi constituée, à titre purement gratuit, par donation entre-vifs ou par testament. Elle doit être alors revéêtue des formes requises par la loi. 1970. Dans de cas de l'article précédent, la rente viagère est réductible, si elle excède ce dont il est permis de disposer: elle est nulle, si elle est au profit d'une personne incapable de recevoir. 1971. La rente viagère peut être constituée, soit sur la téte de celui qui en fournit le prix, soit sur la téte d'un tiers qui n'a aucun droit d'en jouir. 2972. Elle peut être constituée sur une ou plusieurs tétes. 4 7 1975. Elle peut être constituée au profit d'un tiers, quoique le prix en soit fourni par une autre personne. 38 B. 121r T. Von gewagten Vertraͤgen. 535 Das Gericht kann jedoch die Klage verwerfen, wenn ihm die Summe übermäßig zu ſeyn ſcheint. 1967. In keinem Falle kann der Verlierer das, was er freywillig bezahlt hat, zuruͤckfordern(*), wenn nicht von Seiten des Gewinners Betrug, Überliſtung oder Prel⸗ lerey Statt gefunden hat. Zweytes Capitel. Von dem Leibrentenvertrage. Erſter Abſchnitt. Von den zur Giltigkeit dieſes Vertrags erforderlichen Be⸗ dingungen. 1968. Eine Leibrente kann gegen eine Vergeltung, und zwar entweder gegen eine Summe Geldes, oder gegen eine bewegliche Sache, deren Werth ſich ſchätzen läßt, oder gegen ein unbewegliches Gut beſtellt werden. 1969. Sie kann auch ganz unentgeltlich durch Schen⸗ kung unter Lebenden oder durch Teſtament beſtellt werdan. In dieſem Falle ſind die von dem Geſetze vorgeſchriebenen Förmlichkeiten dabey zu beobachten. 3970. In dem Falle des vorhergehenden Artikels kann die Leibrente herabgeſetzt werden, wenn ſie den Ver⸗ mögenstheil überſteigt, über welchen zu verfügen erlaubt iſt; ſie iſt ungiltig, wenn ſie zum Vortheile einer Perfon beſtellt wurde, die unfähig iſt, durch Vermächtniß oder Schenkung zu erwerben. 1971. Die Leibrente kann ſowohl auf die Lebenszeit desjenigen, der den Preis dafür hergibt, als auf die Le⸗ benszeit einer dritten Perſon, welche auf den Genuß der⸗ ſelben kein Recht hat, beſtellt werden. 1972. Sie kann auf die Lebenszeit einer oder meh⸗ rerer Perſonen beſtellt werden. 1975. Sie kann zum Vortheile eines Dritten beſtellt werden, wenn gleich eine andere Perſon den Preis dafür hergibt. (*) S. Art. 1235⸗ 336 L. III. T. XII. Des Contrats aléatoires. Dans ce dernier cas, quoiqu'elle ait les carac- tsres d'une libéralité, elle n'est point assujéttie aux formes requises pour les donations; sauf les cas de réduction et de nullité énoncés dans l'ar- ticle 1970. 1974. Tout contrat de rente viagère créée sur la tete d'une personne qui stait morte au jour du contrat, ne produit aucun effet. 1975. Il en est de mèême du contrat par le- quel la rente a été créée sur la téte d'une personne atteinte de la maladie dont elle est décédée dans les vingt jours de la date du contrat. 1976. La rente viagère peut être constituée au taux qu'il platt aux parties centractantes de fixer. SECTION II. Des Effets du Contrat entre les Partles con- trachanbes. 1977. Celui au profit duquel la rente viagère a été constituée moyennant un prix, peut deman- der la résiliation du contrat, si le constituant ne lui donne pas les süretés stipulées pour son exécu- tion. 1978. Lé seul défaut de paiement des arréra- ges de la rente n'autorise point celui en faveur de qui elle est constituée, à demander le rembourse- ment du capital, ou à rentrer dans le fonds par lui aliéné: il n'a que le droit de saisir et de faire vendre les biens de son débiteur, et de faire or- donner ou consentir, sur le produit de la vente, Pemploi d'une somme suffisante pour le service des arrérages. Le constituant ne peut se libérer du a rente, en offrant de rembourser le n des arréra- te pendant 1979· paiement de! capital, et en renongant à la répétitio ges payés; il est tenu de servir la ren toute la vie de la personne ou des personnèes sur 38 B. 12r T. Von gewagten Verträͤgen. 337 In dieſem letztern Falle iſt dieſelbe, wenn ſie gleich Die Ke nzeichen einer Freygebigkeit hat, den bey Schenkun⸗ gen erforderlichen Förmlichkeiten nicht unterworfen, jedoch mit Ausnahme der im 1970. Artikel erwähnten Fälle der Herabſetzung oder Ungiltigkeit. 19074. Jeder Leibrantenverttag, d er auf die Lebens⸗ ze einer am Tage der Eingehung des 2 Vertrages s ſchon ver⸗ ſtorbenen Pe ſſon geſchlsſſen wurde, iſt ohne alle Wirkung. 1975. Ein Gleiches gilt von dem Vertrage, wodurch eine Leibrente auf die Lebenszeit einer Perſon verſprochen wurde, die bereits von der Krankheit befallen war, an wel⸗ her ſie binnen zwanzig Tagen nach der Eingehung des Ver⸗ trages geſtorben iſt. 1976. Der Betrag der Leibrente im Verhältniß zu dem dafür zu zahlenden Preiſe kann ganz nach der Will⸗ kühr der Contrahenten beſtimmt werden. Zweyter Abſchnitt Von den Wirkungen des Vertrages zwiſchen den contrahi⸗ . renden Theilen. jen ine zur deſſen Vortheile eine Leibrente g eis verſprochen worden iſt, kann die Aufhehung des Merrrages verlangen, wenn ihm der, wel⸗ cher die Leibrente verſprochen hat, die wegen Erfüllung des Vertrages gusbedungene Sicherheit nicht verſchafft. 1978. Der Almſtand allein, daß die fälligen Termi⸗ ne der Rente nicht gezahlt werden, gibt demjenigen, zu deſſen Vortheile ſie beſtellt iſt, noch kein Recht, die Wie⸗ dererſtattung des Capitals oder die Zurückgabe des von ihm . veräuſſerten Grundſtuckes zu verlangen; er iſt bloß berechti⸗ geb, das Vermögen ſeines Schuldners mit Arreſt belegen und verkaufen zu laſſen, und eine Verfügung oder Bewilli⸗ gung auszuwir ke n, daß von dem Kaufpreiſe eine zur fort⸗ währenden Zahlung der Rente hinrenhand e Summe ange⸗ legt werde. 1979. Derienige, welcher die Rente verſprochen hat, kann ſich nicht von deren Za hl ung dadurch befreyen, daß er ſich zur Wiedererſtattung des Sapitals erbietet, und auf die Zurückforderung der ſcho n bezahlten Termine Verzicht leiſtet; vielmehr iſt derſelbe vabunden, während der gan⸗ Cod. N. 2 B. 2 2. 0 338 L. III. T. XII. Des Contrats aléatoires. la tête desquelles la rente a été constituée, quelle que soit la durée de la vie de ces personnes, et quelque onéreux qu'ait pu devenir le service de la rente. 1980. La rente viagère n'est acquise au pro- priétaire que dans la proportion du nombre de jours qu'il a vécu. Néanmoins, s'il a été convenu qu'elle serait payée d'avance, le terme qui a dü être payé, est acquis du jour ou le paiement a dü en étre fait. — 1981. La rente viagère ne peut être stipulée insaisissable, que lorsqu'elle a été constituée à ti- tre gratuit. 1982. La rente viagère ne s'éteint pas par la mort civile du propriétaire; le paiement doit en être continué pendant sa vie naturelle. 1983. Le propriétaire d'une rente viagère n'en peut demander les arrérages qu'en justifiant de son existence, ou de celle de la personne sur la téte de laquelle elle a été constituée. TITRE TREIZIEME. Du Mandat. (Déerété le 10 mars 1804. Promulgué le 20 du wäme mois.) CHAPITRE PREMIER. De la Nature et de la Forme du Mandat. 1984. Le mandat ou procuration est un acte par lequel une personne donne aà une autre le pou- voir de faire quelque chose pour le mandant et en son nom. 3 ——— 8 38 B. 12r T. Von gewagten Verträgen. 339 zen Dauer des Lebens der Perſon oder der Perſonen, auf deren Lebenszeit die Rente beſtellt wurde, dieſelbe zu zahlen, ſo lange auch immer dieſe Perſonen leben mögen, und ſo lä⸗ ſtig ihm auch die Zahlung der Rente geworden ſeyn mag. 1980. Die Leibrente gebührt dem Eigenthümer nur nach Verhältniß der Anzahl der Tage, die er gelebt hat. War man jedoch übereingekommen, daß ſie zum Vor⸗ aus gezahlt werden ſollte, ſo erwirbt er den zu zahlenden Termin an dem Tage, wo die Zahlung hätte geſchehen ſollen. 1981. Nur bei einer unentgeltlich beſtellten Leibrente kann ausbedungen werden, daß dieſelbe nicht ſolle mit Ar⸗ reſt belegt werden können. 1982. Eine Leibrente erliſcht nicht durch den bürger⸗ lichen Tod des dazu Berechtigten; vielmehr muß mit der Zahlung fortgefahren werden, ſo lange derſelbe wirklich am Leben bleibt. 1983. Der zu einer Leibrente Berechtigte kann die fälligen Termine nur dann fordern, wenn er beweiſt, daß er, oder diejenige Perſon, auf deren Lebenszeit die Rente beſtellt wurde, nach am Leben iſt. Dreyzehnter Titel. Von dem Vollmachtsvertrage. (Decretirt den 10. Maͤrz 1804. Promulgirt den 20. deſ⸗ ſelben Monats.) Erſtes Capitel. Von der Natur und der Form des Vollmachts⸗ vertrages. 1984. Der Auftrag oder die Vollmacht iſt eine Hand⸗ lung, wodurch Einer einen Anderen ermächtiget, für ihn, den Machtgeber, und in ſeinem Namen etwas zu thun. 22 9 3½6 L. III. T. XIII. Du Mandat. Le contrat ne se forme que par l'acceptation du mandataire. 1985. Leumandat peut éetre donné ou par acte public, ou par écrit sous seing privé, mème par lettre. l peut aussr èétre donne verbalement; mals la preuve testimoniale n'en est reçue due conformément au titre des Contrats ou des Obli- gatio᷑ns oonvenbionnelles en ᷣneéral. L'acceptation du mandat peut n'être que taci- te, et résulter de'exécution qui lui a éreé donnée par le mandataire. 19836. Le mandat est gratuit, s'il n'y a con- vention contraire. 1987. Il est ou spécial et pour une affaire ou certaines affaires seulement, ou général et pour toutes les affaires du mandant. 1988. Le mandat conçu en termes généraux n'embrasse que lesactes d'administration. S'il s'agit d'aliéner ou hypothéquer, ou de quelque autre acte de propriété, le mandat doit Stre exprès. 1989.) Lè mandataire ne peut rien faire au- delà de çe qui est porté dans son mandat; le pou- voir de transiger ne renferme pas celui de com- Promettre. 4 1990. Les femmes et les mineurs émancipés peuvent être choisis Pour mandataires; mais le mandant'a d'action contre le mandataire mineur que d'apréès les règles générales relatives aux obli- gations des mineurs, et contre la femme mariée et qui a accepté le mandat sans autorisation de son mari, que d'après les reègles établies au titre du Oontrab de mariage et des Droits respectiſs des 6pouεα. 38 B. 13r T. Von dem Vollmachtsvertrage. 342 Der Vertrag kommt erſt durch die Annahme des Be⸗ vollmächtigten zu Stande. 1985. Eine Vollmacht kann entweder durch eine öf⸗ fentliche Urkunde, oder durch eine Privaturkunde, ja ſelbſt in einem Briefe ertheilt werden. Man kann ſie auch münd⸗ lich geben; allein der Beweis durch Zeugen wird darüber nur in Gemäßheit der Beſtimmungen zugelaſſen, welche im Titel von Verträgen oder vertragsmäßigen Verbindlichkeiten im Allgemeinen enthalten ſind. Die Annahme einer Vollmacht kann auch ſtillſchwei⸗ gend geſchehen, und aus deren durch den Bevollmächtigten geſchehenen Vollziehung hervorgehen. 1986. Der Vollmachtsvertrag iſt unentgeltlich, wenn nicht das Gegentheil ausgemacht worden iſt. 1987. Die Vollmacht iſt entweder eine beſondere, welche ſich auf Ein Geſchäft oder auf gewiſſe Geſchäfte be⸗ ſchränkt, oder eine allgemeine für alle Geſchäfte des Macht⸗ gebers. 1988. Eine in allgemeinen Ausdrücken ertheilte Voll⸗ macht begreift bloß Verwaltungshandlungen.(*) Soll etwas veräuſſert, mit einer Hypothek belaſtet, oder ſonſt eine nur dem Eigenthümer zukommende Hand⸗ lung vorgenommen werden, ſo muß die Vollmacht ausdrück⸗ lich darauf gerichtet ſeyn.(**) 1989. Der Bevollmächtigte darf nichts vornehmen, was nicht in ſeiner Vollmacht enthalten iſt; die Vollmacht zum Ver 8 eiche begreift die zur Wahl eines Schiedsrichters nicht in ſich. 1990. Frauensperſonen und emancipirte Minderjähri⸗ ge können zu Bevollmächtigten erwählt werden; dem Macht⸗ geber ſteht aber gegen den bevollmäͤchtigten Minderjährigen nur in Gemäßheit der allgemeinen Regeln über die Verbind⸗ lichkeiten der Minderjährigen ein Klagerecht zu, und gegen eine verheirathete Frau, welche die Vollmacht ohne Geneh⸗ migung ihres Mannes angenommen hat, nur in Gemäß⸗ heit der Regeln, die in dem Titel von dem Ehevertra⸗ ge und den wechſelſeitigen Rechten der Ehe⸗ gatten aufgeſtellt ſind. (*) S. Art. 223, (**) S. Art. 1538. L. III. T. XIII. Du Mandat. CHAPITRE II. Des Obligations du Mandataire. 1991. Le mandataire est tenu d'accomplir le mandat tant qu'il en demeure chargé, et répond des dommages- intéréts qui pourraient résulter de son inexécution. Il est tenu de méeme d'achever la chose com- mencée au décès du mandant, s'il y a péril en la demeure.— 1992. Le mandataire répond non seulement du dol, mais encore des fautes qu'il commet dans sa gestion. Néanmoins la responsabilité relative aux fau- tes est appliquée moins rigoureusement à celui dont le mandat est gratuit qu'à celui qui regçoit un salaire. 1993. Tout mandataire est tenu de rendre compte de sa gestion, et de faire raison au man- dant de tout ce qu'il a regu en vertu de sa procu- ration, quand méme ce qu'il aurait regu n'eũt point été dù au mandant. 1994. Le mandataire répond de celui qu'il s'est substitué dans la gestion, ao quand il n'a pas regçu le pouvoir de se subztituer quelqu'uan; 2°³ quand ce pouvoir lui a été conféré sans désignation d'une personne, et que celle dont il a fait choix était notoirement incapable ou insolvable. Dans tous les cas, le mandant peut agir direc- tement contre la personne que le mandataire s'est substituée. 1995. Quand il y a plusieurs fondés de pou- voir ou mandataires établis par le meme acte, il n'y a de solidarité entre eux qu'autant qu'elle est exprimée. 1996. Le mandataire doit l'intérèét des som- mes qu'il a employées à son usage, à dater de cet — xᷣð ͦK 38 B. 13r T. Von dem Vollmachtsvertrage. 345 Zweytes Capitel. Von den Verbindlichkeiten des Bevollmaͤchtigten. 1991. Der Bevollmächtigte iſt verbunden, das ihm aufgetragene Geſchäft, ſo lange ſein Auftrag dauert, zu vollziehen, und hat für allen aus der Nichtvollziehung deſ⸗ ſelben etwa entſtehenden Schaden zu haften. Er iſt auch verbunden, das bey dem Abſterben des Machtgebers angefangene Geſchäft zu vollenden, wenn Ge⸗ fahr im Verzuge iſt. 1992. Der Bevollmächtigte iſt bey ſeiner Geſchäfts⸗ führung nicht allein für den böſen Vorſatz, ſondern auch für ſein Verſehen verantwortlich. Doch liegt demjenigen, welcher den Auftrag unent⸗ geltlich übernommen hat, eine minder ſtrenge Verantworr⸗ lichkeit ob, als dem, welcher eine Belohnung erhält. 1993. Jeder Bevollmächtigte iſt verbunden, über ſei⸗ ne Geſchäftsführung Rechenſchaft abzulegen, und dem Machtgeber alles, was er vermöge ſeiner Vollmacht em⸗ pfangen hat, zu berechnen, ſelbſt wenn das Empfangene dem Machtgeber nicht gebührt haben ſollte. 1994. Der Bevollmächtigte haftet für denjenigen, welchem er ſtatt ſeiner die Geſchäftsführung übertragen(den er ſubſtituirt) hat, 1) wenn ihm das Recht einen Andern zu ſubſtituiren nicht ertheilt worden iſt; 2) wenn ihm die⸗ ſes Recht ohne Beſtimmung einer Perſon gegeben wurde, und die von ihm gewählte kundbar untüchtig oder zahlungs⸗ unfähig war. In allen Fällen kann der Machtgeber unmittelbar ge⸗ gen die Perſon klagen, welche der Bevollmächtigte ſich ſub⸗ ſtituirt hat. 1995. Sind Mehrere zugleich 1) bevollmächtigt oder beauftragt worden, ſo. ſind ſie nur dann ſolidariſch ver⸗ pflichtet, wenn dieſes ausdrücklich beſtimmt iſt. 1996. Der Bevollmächtigte muß die Summen, wel⸗ che er in ſeinen Nutzen verwendet hat, von dem Tage die⸗ 1) Sind in demſelben Act mehrere ꝛc. D. u. 8. durch benſeiben Aet. L. in einer und derſelben Urkunde. E. u. M. 544 L. III. T. XIII. Du Mandat. emploi; et de celles dont il esr reliquataire, à compter du jqur qu'il est mis en demeure. 1997. Le mandataire qui a donné avec laquelle il contiacte en cette süfisante connaissance de ges à la partie qualité, une pouvoirs, n'est tenu d'aucune garantie pour ce qui a été fait au-delh, ssil ne s'y est Personnellement soumis. CHAPITRE III. Des Obligations du Mandant. 1998. Le mandant est tenu d'exécuter les en- gagements contracrés par le mandataire, confor- meéement au pouvoir qui lui a été donné. Il n'est tenu de ce qui a pu être fait au- deld, qwautant qu'il l'a ratifié expressément ou tacite- ment. 1999. Le mandant doit rembourser au manda- taire les avances et frais que celui- ci a faits pour Pexécution du mandat, et lui payer ses salaires lorsqu'il en a été promis.. S'il n'y a aucune faute imputable au mandatai- re, le mandant ne peut se dispenser de faire ces remboursement et paiement, lors même que l'af- faire n'aurait pas réussi, ni faire réduire le mon- tant des frais et avances sous le prétexte qu'ils pou- vaient être moindres. 3 2000. Le mandant doit aussi indemniser le mandataire des pertes Que celui-ci a essuyées à Poccasion de sa gestion, sans imprudence qui lui soit imputable. 2001. L'intéréêt des avances faites par le man- dataire lui est dü par le mandant, à dater du jour des avances constatées. 2) von dem Tage der erwieſe nen Vorlage an, L von dem Tage an, da der Vorſch uß conſtatirt worden D. von dem Tage an, da der Vorſchuß erweislich gemacht 3. 13r T. Von dem Vollmachtsvertrage. 345 ſer Verwendung an, und diejenigen, welche er aus ſeiner Rechnung ſchuldig bleibt, von dem Tage an, wo er in Ver⸗ zug geſetzt worden iſt, verzinſen. 1997. Hat der Bevollmächtigte demjenigen, mit welchem er in dieſet Eigenſchaft contrahirt, eine hinlängli⸗ che Kenntniß von ſeiner Vollmacht gegeben, ſo iſt er in Ruckſicht deſſen, wodurch dieſelbe überſchritten wurde, zu keiner Gewährleiſtung verbunden, wenn er dieſe nicht per⸗ ſönlich übernommen hat. Drittes Capitel. Von den Verbindlichkeiten des Machtgebers⸗ 1993. Der Machtgeber iſt ſchuldig, die Verbindlich⸗ keiten zu erfüllen, welche der Bevollmächtigte der ihm er⸗ theilten Vollmacht gemäß eingegangen iſt. Durch diejenigen Handlungen, welche etwa die Grän⸗ zen dieſer Vollmacht uberſchreiten, wird er nur in ſo fern verpflichtet, als er ſie ausdruͤcklich oder ſtillſchweigend ge⸗ nehmiget hat. 1999. Der Machtgeber muß dem Bevollmächtigten die Auslagen und Koſten erſtatten, welche ihm die Vollzie⸗ hung des Auftrages verurſachte, und ihm ſeine Belohnung auszahlen, wenn eine verſprochen worden iſt. Wenn kein dem Bevollmächtigten zuzurechnendes Ver⸗ ſehen vorgefallen iſt, ſo kann der Machtgeber jene Erſtat⸗ tung und Auszahlung ſelbſt dann nicht verweigern, wenn das Geſchäft den beabſichtigten Erfolg nicht gehabt haben ſollte, noch auch den Betrag der Koſten und Auslagen un⸗ ter dem Vorwande ermäßigen laſſen, daß ſie hätten gerin⸗ ger ſeyn können. 2000. Der Machtgeber muß ferner den Bevollmaͤch⸗ tigten für den Verluſt entſchädigen, welchen dieſer bey Ge⸗ legenheit ſeiner Geſchäftsführung, ohne eine ihm zuzurech⸗ nende Unvorſichtigkeit, erlitten hat. 2001. Die von dem Bevollmächtigten gemachten Aus⸗ lagen muß ihm der Machtgeber von dem Tage an verzinſen, wo dieſelben erweislich geſchehen ſind. ²) worden iſt. M. von dem Tage an, wo dieſelben(Aus⸗ lagen) conſtatirt ſind. 8. Von dem Tage an, da der Bevollmaͤchtigte ſeinen geleiſteten Vorſchuß darthut, E. 346 L. III. T. XIII. Du Mandat. 2002. Lorsque le mandataire a été constitus par plusieurs personnes pour une affaire commu- ne, chacune d'elles est tenue solidairement envers lui de tous les effets du mandat. CHAPITRE IV. Des différentes Manières dont le Man⸗ dat fnit. 2003. Le mandat ünit, Par la révocation du mandataire, Par la renonciation de celui-ci au mandat, Par la mort naturelle ou civile, l'interdiction ou la déconfiture, soit du mandant, soit du man- dataire. 2004. Le mandant peut révoquer sa procura- tion quand bon lui semble, et contraindre, s'il y a lieu, le mandataire à lui remettre, soit l'écrit sous seing privé qui la contient, soit l'original de la rocuration, si elle a été délivrée en brevet, soit Perpedttion, s'il en a été gardé minute. 2005. La révocation notifiée au seul mandatai- re ne peut être opposée aux tiers qui ont traité dans l'ignorance de cette révocation, sauf au man- dant son recours contre le mandataire. 2006 La constitution d'un nouveau mandataire pour la méème affaire, vaut révocation du premier, à compter du jour o elle a été notifiée à celui-ci. 2007. Le mandataire peut renoncer au man- dat, en notifiant au mandant sa renonciation. Néanmoins, si cette renonciation préjudicie au mandant, il devra en éêtre indemnisé par le manda- taire, à moins que celui-ci ne se trouve dans l'im- possibilité de continuer le mandat sans en éprouver Ii-mèéme un préjudiee considérable. nen den ſoli V 36 B. 13r T. Von dem Vollmachtsvertrage. 3/47 2002. Iſt der Bevollmächtigte von mehreren Perſo⸗ nen für eine gemeinſchaftliche Angelegenheit beſtellt wor⸗ den, ſo iſt eine jede für alle Wirkungen des Auftrages ihm ſolidariſch verhaftet. Viertes Capitel. Von den verſchiedenen Arten, wie die Vollmacht erliſcht. 2003. Die Vollmacht erliſcht, durch den Widerruf des Auftrags, durch die Aufkündigung von Seiten des Bevollmäch⸗ tigten, durch den natürlichen oder bürgerlichen Tod, die In⸗ terdiction oder den Vermögensverfall, ſowohl des Macht⸗ gebers, als des Bevollmächtigten. 2004. Der Machtgeber kann ſeine Vollmacht nach Gutdünken widerrufen, und, erforderlichen Falls, den Be⸗ vollmächtigten zwingen, ihm den dieſelbe enthaltenden Pri⸗ vataufſatz, oder, wenn die darüber abgefaßte öſſentliche Urkunde im Original abgegeben worden iſt, dieß Original, oder endlich, wenn das Original davon zurückbehalten wur⸗ de, die förmliche Ausfertigung derſelben zurückzugeben. 2005. Der dem Bevollmächtigten allein bekannt ge⸗ machte Widerruf kann einem Dritten, welcher, unbe⸗ kannt mit dieſem Widerrufe, ſich mit demſelben in ein Geſchäft eingelaſſen hat, nicht entgegengeſetzt werden; doch bleibt dem Machtgeber ſein Regreß gegen den Bevollmach⸗ tigten vorbehalten.— 2006. Die Beſtellung eines neuen Bevollmächtigten für daſſelbe Geſchäft gilt als Widerruf in Anſehung des er⸗ ſten, von dem Tage an, wo ſie dieſem bekannt gemacht worden iſt. 2007. Der Bevollmächtigte kann die Vollmacht auf⸗ kündigen, indem er den Machtgeber hiervon benachrichtiget. Wenn jedoch dieſe Aufkündigung dem Machtgeber Nach⸗ theil bringt, ſo muß ihn der Bevollmächtigte deßhalb ent⸗ ſchädigen; es müßte denn dieſem unmöglich ſeyn, ſich dem Auftrage länger zu unterziehen, ehne ſelbſt einen beträchtl⸗ chen Nachtheil dadurch zu erleiden. 548 L. III. T. XIV. Du Cautionnement. 2008. Si le mandataire ignore la mort du man- dant ou l'une des autres causes qui font cesser le mandat, ce qu'il a fait dans cette ignorance est valide. 2009. Dans les cas ci-dessus, les engagements du mandataire sont exécutés à l'égard des tiers qui sont de bonne foi. 2010. En cas de mort du mandataire, ses hé- ritiers doivent en donner avis au mandant, et pour- voir, en attendant, àa ce que les circonstances exi- gent pour l'intéréêt de celui-ci. TITRE OUATORZIEME. Du Cautionnement. (Décrété le 14 février 19%¾. Promulgué le 24 du même mois.) CHAPITRE PREMIER. De la Nature et de l'Etendue du Cau- tionnement. 2011. Celui qui se rend caution d'une obli- gation, se soumet envers le créancier à satisfaire à cette obligation, si le débiteur n'y satisfait pas lui- meme. 2012. Le cautionnement ne peut exister que sur une obligation valable.. On peutnéanmoins cautionner une obligation, encore qu'elle püt êètre annullée par une exception Purement personnelle à l'obligé; par exemple, dans le cas de minorité. 2013. Le cautionnement ne peut excéder ce qui est dũ par le débiteur, ni éêtre contracté sous des conditions plus onéreuses. 38 B. 14r T. Von dor Buͤrgſchafk. 349 2008. Wenn der Bevollmächtigte nicht wußte, daß der Machtgeber geſtorben, oder daß eine der übrigen die Vollmacht aufhebenden Urſachen eingetreten ſeye, ſo iſt al⸗ les das giltig, was er in dieſer Unwiſſenheit vorgenom⸗ men hat. 2009. In den oben erwähnten Fällen müſſen die von dem Bevollmächtigten übernommenen Verbindlichkeiten in Anſehung dritter Perſonen, die redlich dabey zu Werke giengen, erfullt werden. 2010. Wenn der Bevollmächtigte ſtirbt, ſo ſind deſ⸗ ſen Erben verbunden, den Machtgeber davon zu benach⸗ richtigen, und inzwiſchen dasjenige zu beſorgen, was die Umſtände für das Intereſſe dieſes Letztern erfordern. Vierzehnter Titel. Von der Buͤrgſchaft. (Decretirt den 14. Februar 1804. Promulgirt den 24. deſ⸗ ſelben Monats.) Erſtes Capitel. Von der Natur und dem Umfange der Buͤrgſchaft. 2011. Wer für eine Verbindlichkeit Bürge wird, der verpflichtet ſich gegen den Gläubiger, dieſe Verbindlich⸗ keit zu erfüllen, wenn der Schuldner ihr nicht ſelbſt Ge⸗ nüge leiſtet. 2012. Die Bürgſchaft kann nur in Anſehung einer giltigen Verbindlichkeit Statt ſinden. Man kann ſich jedoch für eine Verbindlichkeit verbür⸗ gen, welche durch eine dem Verpflichteten bloß für ſeine Perſon zuſtehende Einrede, 3. B. die der Minderjährigkeit, wieder aufgehoben werden könnte. 2015. Die Verbürgung kann ſich weder auf etwas Mehreres erſtrecken, als wozu der Schuldner ſelbſt verpflich⸗ tet iſt, noch auch unter läſtigern Bedingungen übernom⸗ men werden.. 350 L. III. T. XlIV. Du Cautionnement. Il peut être contracté pour une partie de la dette seulement, et sous des conditions moins onéreuses.. Ee cautionnement qui excède la dette, ou qui est contracté sous des conditions plus onéreuses, n'est point nul: il est seulement réductible à la mesure de l'obligation principale. 2014B. On peut se rendre caution sans ordre de celui pour lequel on s'oblige, et même à son insu. On peut aussi se rendre caution, non-seule- ment du débiteur principal, mais encore de celui qui l'a cautionné. 2015. Le cautionnement ne se présume point; il doit étre exprès, et on ne peut pas l'étendre au- delà des limites dans lesquelles il a été contracté. 2016. Le cautionnement indéfini d'une obli- gation principale s'érend à tous les accessoires de la dette, même aux frais de la première demande, et à tous ceux postérieurs à la denonciation qui en est faite à la caution. 2017. Les engagements des cautions passent à leurs héritiers, à l'exception de la contrainte par corps, si T'engagement était tel que la caution y füt obligée. 2018. Le débiteur obligé à fournir une cau- tion doit en présenter une qui ait la capacité de contracter, qui ait un bien suffisant pour répon- dre de l'objet de l'obligation, et dont le domicile soit dans le ressort de la cour d'appel oùð elle doit être donnée. 2019. La solvabilité d'une caution ne s'esti- me’ qu'eu égard à ses propriétés foncières, excepté en matière de commerce, ou lorsque la dette est modique. (*) S. Art. 1740. (**) S. Art. 2059. u. f. Q 38 B. 24r T. Von der Bürgſchaft. 351 Sie kann aber auf einen Theil der Schuld beſchraͤnkt, und unter minder läſtigen Bedingungen übernommen werden. Eine Verbürgung, welche die Hauptſchuld überſchrei⸗ tet oder unter läſtigern Bedingungen geſchehen iſt, iſt nicht ganz ungiltig; ſie iſt nur einer Herabſetzung bis zum Be⸗ trage der Hauptſchuld unterworfen. 2014. Man kann ſich ohne Auftrag, und ſelbſt ohne Vorwiſſen desjenigen verbürgen, für welchen man ſich ver⸗ bindlich macht. Man kann nicht nur für den Hauptſchuldner Bürge werden, ſondern auch für denjenigen, welcher ſich für die⸗ ſen verbürgt hat. 2015. Eine Verbürgung wird nicht vermuthet; ſie muß ausdrücklich geſchehen, und darf nicht über die Grän⸗ zen ausgedehnt werden, innerhalb welcher ſie übernommen worden iſt. 2016. Eine Bürgſchaft, welche man unbeſtimmt für eine Hauptverbindlichkeit übernommen hat, erſtreckt ſich auf alle Nebenverbindlichkeiten, ſelbſt auf die Koſten der erſten Klage, und auf alle diejenigen, welche nach der dem Bürgen davon ertheilten Nachricht entſtanden ſind. 1)(*) 2017. Die Verbindlichkeiten der Bürgen gehen auf ihre Erben über, jedoch mit der Ausnahme, daß gegen ſie kein Perſonalarreſt Statt findet, wenn die Beſchaffenheit der Verbindlichkeit den Buürgen demſelben unterworfen hät⸗ te.(*†*½) 1 2018. Ein Schuldner, der zur Stellung eines Bür⸗ gen verpflichtet iſt, muß einen ſolchen in Vorſchlag bringen, der Verträge zu ſchließen fähig iſt, deſſen Vermögen hin⸗ reicht, um für den Gegenſtand der Schuld Sicherheit zu leiſten, und der ſeinen Wohnſitz in dem Gerichtsbezirke des A dellatisnsgerichtes hat, wo die Bürgſchaft geleiſtet wer⸗ ſoll. 2⁰19. Die Zahlungsfähigkeit eines Bürgen wird bloß nach ſeinem Grundeigenthume beurtheilt, ausgenom⸗ men in Handelsſachen, oder wenn die Schuld geringfu⸗ gig iſt. 1) und auf alle diefenigen, die nach der dem Buͤrgen ge⸗ machten Aufkuͤndigung entſtanden ſind. E. 552 L. III. T. XIV. Du Cautionnement. On m'a point égard aux immeubles litigieux, ou dont la discussion deviendrait trop difficile par l'éloignement de leur situation. 2020. Lorsque la caution reçue par le créan- cier, volontairement ou en justice, est ensuite f I devenue insolvable, il doit en etre donné une autre. 5 Cette règle regoit exception dans le cas seuls- I ment ou la caution n'a été donnée qu'en vertu 1 d'une convention par laquelle le créancier a exigé 1 une telle personne pour caution.; — 19 CHAPITRE II. De l'LEffet du CGautionnement. 4. 6 1 SECTION PREMIERE De E/ſet du Cautionnement entre le Créancier ¹ et la Caution.. 1 2021. La caution n'est obligée envers le cré- ancier à le payer qu'à défaut du débiteur, qui doit retre préalablement discuté dans ses biens, à moins que la caution n'ait renoncé au bénéfice de discus- G sion, ou à moins qu'elle ne se soit obligée soli- dairement avec le débiteur; auquel cas Peffer de son engagement’se rêgle par les principes qui ont „Eté établis pour les dettes solidaires. 2022. Le créancienm'’est obligé de discuter le débiteur principal que lorsque la caution le re- duiert, sur les premières poursuites dirigées con.- tre elle.„ 5 2023. La caution qui requiert la discusszon, I doit indiquer au créancier les biens du débiteur principal, et avancer les deniers suffisants pour faire la discussion. Elle ne doit indiquer ni des biens du débiteur 1f principal situés hors de l'arrondissement de la cour 1 7 d'appel du lieu ou le paiement doit éêtre fait, ni — 1 38 B. 14r T. Von der Bürgſchaft. 3⁵³ Auf unbewegliche Güter, über welche ein Rechtsſtreit obwaltet, oder welche, der Entfernung ihrer Lage wegen, zu ſchwierig anzugreifen ſind, wird keine Rückſicht genommen. 2020. Wenn der vom Gläubiger freywillig oder zu⸗ folge richterlicher Verfügung angenommene Bürge nachher zahlungsunfähig wird, ſo muß ein anderer geſtellt werden. Dieſe Regel leidet nur in dem einzigen Falle eine Aus⸗ nahme, wo der Bürge nur zufolge einer Übereinkunft ge⸗ ſtellt worden iſt, in welcher der Gläubiger dieſe beſtimmte Perſon zum Bürgen verlangt hatte. Zweytes Capitel. Von den Wirkungen der Buͤrgſchaft. Erſter Abſchnitt. Von den Wirkungen der Bürgſchaft zwiſchen dem Gläu⸗ biger und dem Bürgen. 2021. Der Bürge iſt nur dann den Gläubiger zu be⸗ zahlen verbunden, wenn es der Schuldner nicht ſelbſt thut; dieſer muß zuerſt in ſeinem Vermögen angegriffen und aus⸗ geklagt werden, wenn nicht der Burge auf die Rechtswohl⸗ that der Vorausklage Verzicht geleiſtet, oder ſich mit dem Schuldner ſolidariſch verpflichtet hat, in welchem letztern Falle die Wirkungen ſeiner Verbindlichkeit nach den für ſo⸗ lidariſche Verbindlichkeiten aufgeſtellten Grundſätzen zu be⸗ urtheilen ſind. 4 2022. Der Gläubiger iſt nur dann verbunden, den Hauptſchuldner auszuklagen, wenn es der Bürge ſogleich nach der gegen ihn angeſtellten Klage verlangt. 2023. Der Bürge, welcher die Ausklagung verlangt, muß dem Gläubiger das Vermögen des Hauptſchuldners anzeigen, und eine zur Beſtreitung der Ausklagungskoſten hinreichende Geldſumme vorſchießen. Er darf weder ſolches Vermögen des Hauptſchuldners anzeigen, welches auſſerhalb des Gerichtsbezirkes des Ap⸗ pellationsgerichtes des Ortes, wo die Zahlung geſchehen Cod. N. 2. B. 25 354 L. III. T. XIV. Du Cautionnement. des biens litigieux, ni ceux hypothéqués à la dette qui ne sont plus en la possession du débiteur. 2024. Toutes les fois que la caution a fait l'in- dication de biens autorisée par l'article précédent, et qu'elle a fourni les deniers suffisants pour la discussion, le créangier est, jusqu'’à concurrence des biens indiqués, responsable, à l'égard de la cau- tion, de l'insolvabilité du débiteur principal surve- nue par le défaut de poursuites- 2025. Lorsque plusieurs personnes se sont rendues cautions d'un mèême débiteur pour une méme dette, elles sont obligées chacune à toute la dette. 2026. Néanmoins chacune d'elles peut, à moins qu'elle n'ait renoncé au bénéfice de division, exiger que le créancier divise préalablement son action, et la réduise à la part et portion de chaque caution. Lorsque, dans le temps où une des cautions a- fait prononcer la division, il y en avait d'insolva- bles, cette caution est tenue proportionnellement de ces insolvabilités; mais elle ne peut plus être recherchée à raison des insolvabilités survenues depuis la division. 2027. Si le créancier a divisé lui méme et vo- lontairement son action, il ne peut revenir contre cette division, quoiqu'il y et, même antér ieure- ment au temps ou il l'a ainsi consentie, des cau- tions insolvables. — ————— 3s B. 14r T. Von der Bürgſchaft. 3⁵⁵ ſoll, gelegen, oder welches in einem Rechtsſtreite befangen iſt, noch auch ſolche Güter, die zwar für die Schuld verhy⸗ pothecirt, aber nicht mehr im Beſitze des Schuldners ſind. 2024B3. So oft der Bürge das Vermögen des Haupt⸗ ſchuldners der Vorſchrift des vorhergehenden Artikels ge⸗ mäß angezeigt, und eine zur Beſtreitung der Ausklagungs⸗ koſten hinreichende Summe vorgeſchoſſen hat, iſt der Gläu⸗ biger, wenn er den Hauptſchuldner zu belangen unterlaſſen hat, für deſſen nachher eingetretene Zahlungsunfähigkeit dem Bürgen bis zum Betrage des angezeigten Vermögens verantwortlich. 2025. Wenn mehrere Perſonen für den nämlichen Schuldner wegen einer und derſelben Schuld ſich verbürgt haben, ſo iſt ein jeder von ihnen für die ganze Schuld ver⸗ pflichtet. 2026. Doch kann ein jeder derſelben, wenn er an⸗ ders nicht auf die Rechtswohlthat der Theilung Verzicht ge⸗ leiſtet hat, fordern, daß der Gläubiger zuvörderſt ſeine Klage theile, und ſie auf den Antheil eines jeden Bürgen beſchränke. Wenn zu der Zeit, wo einer der Bürgen ein Erkennt⸗ niß auf Theilung der Klage ausgewirkt hat, bereits ein oder der andere Mitbürge zahlungsunfähig war, ſo bleibt jener Bürge für die Antheile dieſer Zahlungsunfähigen verhält⸗ nißmäßig verhaftet 2); wegen der erſt nach der Theilung eingetretenen Zahlungsunfähigkeit des einen oder des an⸗ dern derſelben kann er aber nicht mehr in Anſpruch genom⸗ men werden. 2⁰27. Hat der Gläubiger ſelbſt und freywillig ſeine Klage getheilt, ſo kann er von dieſer Theilung nicht wieder abgehen, ſelbſt wenn ſchon vor der Zeit der auf dieſe Art bewilligten Theilung ein oder der andere Bürge zahlungs⸗ unfähig geweſen ſeyn ſollte. 2) ſo bleibt dieſer Buͤrge nach Verhaͤltniß der Antheile derjenigen, die nicht zahlen koͤnnen, verpflichtet; D. ſo bleibt dieſer Buͤrge nach Verhaͤltniß der auf ſolche Weiſe nicht einzutreibenden Antheile verpflichtet; M. ſo iſt der Buͤrge, nach Verhaͤltniß dieſer Inſolvenz(der uͤbrigen Buͤrgen), verantwortlich; E. 23 —— —— — 356 L. III. T. XIV. Du Cautionnement. SECTION II. De Ehſet du Cautionnement entre le Débiteur et la Caution. 2028. La caution qui a payé, a son recours contre le débiteur principal, soit que le caution- nement ait été donné au su ou à Finsu du débiteur. Ce recours a lieu tant pour le principal que pour les intéréts et les frais; néanmoins la caution m'a de recours que pour les frais par elle faits de- puis qu'elle a dénoncé au débiteur principal les poursuites dirigées contre elle. Elle a aussi recours pour les dommages et in- térêts, S'il y a lieu. 2029. La caution qui a payé la dette, est su- brogée à tous les droits qu'avait le créancier contre le débiteur. 2030. Lorsqu'il y avait plusieurs débiteurs principaux solidaires d'une méèême dette, la caution qui les a tous cautionnés, a, contre chacun d'eux, le recours pour la répétition du total de ce qu'elle a payé. 2031. La caution qui a payé une premieère fois, n'a point de recours contre le débiteur prin- cipal qui a payé une seconde fois, lorsqu'elle ne Pa point averti du paiement par elle fait; sauf son action en répétition contre le oréancier. Lorsque la caution aura payé sans ètre pour- suivie et sans avoir averti le débiteur principal, elle n'aura point de recours contre lui dans le cas ouð, au moment du paiement, ce débiteur aurait eu des moyens pour faire déclarer la dette éteinte; sauf son aCtion en répétition contre le créancier. 2032. La caution, même avant d'avoir payé, peut agir contre le débiteur pour Stre par lui in- demnisée, 36 B. 14r T. Von der Bürgſchaft. 557 Zweyter Abſchnitt. Von den Wirkungen der Bürgſchaft zwiſchen dem Schuld⸗ 9 gſchaft 3 ner und dem Bürgen. 2028. Dem Bürgen, welcher Zahlung geleiſtet hat, ſteht der Regreß gegen den Hauptſchuldner zu, es mag die Bürgſchaft mit oder ohne Vorwiſſen des Schuldners über⸗ nommen worden ſeyn. Dieſer Regreß hat ſowohl in Anſehung des Capitals, als auch der Zinſen und Koſten Statt; doch hat der Bürge den Regreß nur in Anſehung derjenigen Koſten, welche von ihm ausgelegt worden ſind, ſeitdem er von der gegen ihn angeſtellten Klage dem Hauptſchuldner Nachricht gegeben hatte. Er hat auch, nach Beſchaffenheit der Umſtände, ſeinen Regreß wegen alles erlittenen Schadens. 2029. Der Burge, welcher die Schuld bezahlt hat, tritt in alle Rechte ein, welche der Gläubiger gegen den Schuldner hatte.(*) 2030. Waren mehrere für die nämliche Schuld ſoli⸗ dariſch verpflichtete Hauptſchuldner vorhanden, ſo hat der Bürge, der ſich für alle verbürgt hat, gegen einen jeden derſelben den Regreß wegen der ganzen von ihm bezahlten Summe. 1 2031. Dem Bürgen, welcher die Schuld zuerſt be⸗ zahlt hatte, ſteht gegen den Hauptſchuldner, der ſie noch⸗ mals bezahlt hat, kein Regreß zu, wenn er denſelben nicht von der durch ihn geſchehenen Zahlung benachrichtiget hat; doch bleibt ihm die Klage auf Zurückzahlung gegen den Gläubiger vorbehalten. Hat der Bürge Zahlung geleiſtet, ohne daß gegen ihn geklagt war, und ohne den Hauptſchuldner benachrichtiget zu haben, ſo hat er keinen Regreß gegen den Schuldner, wenn dieſer zur Zeit der geleiſteten Zahlung Gründe ge⸗ habt hatte, die Schuld für erloſchen erklären zu laſſen; doch bleibt ihm die Klage auf Zurückzahlung gegen den Glaͤubi⸗ ger vorbehalten. 2052. Der Bürge kann, ſelbſt ehe er Zahlung ge⸗ leiſtet hat, gegen den Schuldner auf Entſchädigung klagen, (*) S. Art. 1251. 3) 358 L. III. T. XIV. Du Cautionnement. 1⁰° Lorsqu'elle est poursuivie en justice pour le paiement; 2⁰ Lorsque le débiteur a fait faillite, ou est en déconfiture; 3⁰° Lorsque le débiteur s'est obligé de lui rap- porter sa décharge dans un certain temps; 40 Lorsque la dette est devenue exigible par 'écheéance du terme sous lequel elle avait été con- tractée; 50 Au bout de dix années, lorsque l'obligation principale n'a point de terme fixe d'échéance, à moins que l'obligation principale, telle qu'une tu- telle, ne soit pas de nature a pouvoir être éteinte avant un temps déterminé. SECTION III. De lEſſet du Cautionnement entre les Cofidè⸗= usgeuns. 2035. Lorsque plusieurs personnes ont cau- tionné un même débiteur pour une même dette, la caution qui àa acquitté la dette, a recours contre les autres çautions, chacune pour sa part et por- tion; Mais ce recours n'a lieu que lorsque la caution a payé dans l'un des cas énoncés en l'article pré- céedent. CHAPITRE III. De l'Extinction du Cautionnement. 2054. L'obligation qui résulte du cautionne- ment, s'éteint par les mêmes causes què les autres obligations. 2035., La confusion qui s'opère dans la per- sonne du débiteur principal et de sa caution, lors- qu'ils deviennent héritiers l'un de l'autre, n'éteint point l'action du créancier contre celui qui s'est rendu caution de la caution. 38 B. 14Jr T. Von der Bürgſchaft. 359 2) wenn er auf die Zahlung gerichtlich belangt wird; 2) wenn der Schuldner in Concurs oder in Vermö⸗ gensverfall gerathen iſt; 3) wenn der Schuldner ſich verbindlich gemacht hat, ihm binnen einer beſtimmten Friſt die Befreyung von ſeiner Verbindlichkeit zu verſchaffen; 4) wenn die Schuld durch Ablauf des verabredeten Zahlungstermins einklagbar geworden iſt; 5) nach Ablauf von zehn Jahren, wenn für die Haupt⸗ verbindlichkeit keine Verfallzeit beſtimmt iſt; es müßte denn die Hauptverbindlichkeit ihrer Natur nach nicht vor einer beſtimmten Zeit aufhören können, wie dieſes bey einer Vor⸗ mundſchaft der Fall iſt. Dritter Abſchnitt. Von den Wirkungen der Bürgſchaft unter den Mitbürgen. 2033. Wenn mehrere Perſonen ſich für den nämli⸗ chen Schuldner wegen einer und derſelben Schuld verbürgt haben, ſo hat der Bürge, welcher die Schuld bezahlt hat, ſeinen Regreß gegen die übrigen Bürgen, und zwar gegen einen jeden für ſeinen Antheil. Dieſer Regreß hat jedoch nur dann Statt, wenn der Bürge in einem der im vorhergehenden Artikel angegebenen Fälle bezahlt hat. Drittes Capitel. Von Erloͤſchung der Buͤrgſchaft. 2034. Die aus einer Verbürgung entſtehende Ver⸗ bindlichkeit erliſcht aus eben den Urſachen, wie jede andere Verbindlichkeit. 2035. Die Confuſion, welche ſich in der Perſon des Hauptſchuldners und ſeines Bürgen ereignet, indem einer von ihnen der Erbe des andern wird, hebt die Klage des Gläubigers gegen denjenigen nicht auf, welcher ſich für den Bürgen verbürgt hat. 360 L. III. T. XIV. Pu Cautionnement. 2056, La caution peut opposer au créancier toutes les exceptions qui appartiennent au débi- teur principal, et qui sont inhérentes à la dette; Mais elle ne peut opposer les exceptions qui sont purement personnelles au débiteur. 2057. La caution est déchargée, lorsque la subrogation aux droits, hypothsques et priviléges du eréancier ne peut plus, par le fait de ce cré- ancier, s'opérer en faveur de la caution. 2038. L'acceptation volontaire que le créan- cier a faite d'un immeuble ou d'un effet quelconque en paiement de la dette principale, décharge la caution, encore que le créancier vienne à en etre évincé. 2c r 2059. La simple prorogation de terme, accor- dée par le créancier au débiteur principal, ne dé- charge point la caution, qui peut, en ce cas, poursuivre le débiteur pour le forcer au paiement. 3 CHAPITRE W. De la Caurionflégale et de la Caution 83(dln judiciaire. 2040. Toutes les fois qu'une personne est ebligée, par la lois ou par une condamnation, à fournir une caution, la caution offerte doit remplir les conditions prescrites par les articles 20128 et 2019. Lorsqu'il s'agit d'un cautionnement judiciaire, la caution doit en outre être susceptible de con- trainte par corps. 2041. Celui qui ne peut pas trouver une cau- tion, est regçu à donner à sa place un gage en nan- tissement suffisant. 2042. La caution judiciaire ne peut point de- mander la discussion du débiteur principal. (*) S. Art. 1740.. 3) welche der Schuld ankleben. L. D. u. E. welche aus der Schuld herfließen. M. welche in der Natur der Schuld gegruͤndet ſind. S. 56 B, 14r T. Von der Bürgſchaft. 361 2036. Der Bürge kann dem Gläubiger alle dem Hauptſchuldner zuſtehenden Einreden entgegenſetzen, wel⸗ che die Schuld ſelbſt betreffen. ³) Diejenigen Einreden kann er aber nicht vorſchützen, welche dem Schuldner bloß für ſeine Perſon zuſtehen. 2037. Der Bürge iſt ſeiner Verbindlichkeit entledi⸗ get, wenn die Einſetzung des Bürgen in die Rechte, Hy⸗ pothecken und Privilegien des Gläubigers durch dieſen Gläu⸗ biger ſelbſt unmöglich gemacht worden iſt. 2038. Wenn der Gläubiger freywillig ein unbeweg⸗ liches Gut oder irgend eine andere Sache für die Haupt⸗ ſchuld an Zahlungsſtatt annimmt, ſo wird der Bürge da⸗ durch befreyt, wenn gleich dieſe Sache dem Gläubiger nach⸗ her entwährt werden ſollte. 2039. Eine bloße Verlängerung der Zahlungsfriſt, welche der Glaͤubiger dem Hauptſchuldner bewilliget, be⸗ freyt den Bürgen nicht(*); doch kann letzterer in dieſem Falle den Schuldner belangen, um ihn zur Zahlung zu zwingen. Viertes Capitel. Von der geſetzlichen und der gerichtlichen Buͤrgſchaft. 2040. So oft das Geſetz oder ein richterliches Er⸗ kenntniß jemanden die Verbindlichkeit auflegt, einen Bür⸗ gen zu ſtellen, müſſen bey der dazu vorgeſchlagenen Perſon die im 2018 und 2019. Artikel vorgeſchriebenen Bedingun⸗ gen eintreten. Iſt von einer gerichtlichen Bürgſchaft die Rede, ſo muß der Bürge noch überdieß eine ſolche Perſon ſeyn, ge⸗ gen welche ein Perſonalarreſt verfügt werden kann. ⁴) 2041. Dem, welcher keinen Bürger ſinden kann, wird es geſtattet, an deſſen Stelle ein hinlängliches Un⸗ terpfand auszuliefern. 2042. Der gerichtliche Buͤrge kann nicht verlangen, daß der Hauptſchuldner zuerſt ausgeklagt werde. 4) ſo muß der Bürge noch uͤberdem fähig ſeyn, ſich zum perſoͤnlichen Arreſt zu verpflichten. fühg 2401 562 L. III. T. XV. Des Transactions. 20½6 Celui qui a simplement cautionné la caution judiciaire, ne peut demander la discussion du débiteur principal et de la caution. TITRE OUINZIEME. Des Transactions. (Décrété le 20 mars 1804. Promulgué le 30 du mèême mois.) 2044. La transaction est un contrat par lequel les parties terminent une contestation née, ou préviennent une contestation à naitre. Ce contrat doit étre rédigé par écrit. 2045. Pour transiger, il faut avoir la capaci- té de disposer des objets compris dans là trans- action.. Le tuteur ne peut transiger pour le mineur ou l'interdit que conformément à l'article 467 au titre de la Minorité, de la Tutelle et del' Eman- eipation; et il ne peut transiger avec le mineur devenu majeur, sur le compte de tutelle, que conformément à„article 472 au méême titre. Les communes et établissements publics ne peuvent transiger qu'avec l'autorisation expresse de l'Empereur.. 2096. On peut transiger sur l'intérèt civil quĩ résulte d'un délit. La transaction n'empéche pas la poursuite du ministère public. 20 4. On peut ajouter à une transaction la stipulation d'une peine contre celui qui manquera de'exécuter. 20 6. Les transactions se renferment dans leur objet: la renonciation qui y est faite à tous 38 B. 15r T. Von dem Vergleiche. 365 2043. Wer für einen gerichtlichen Bürgen ſich un⸗ bedingt verbürgt hat, der kann weder die Ausklagung des Hauptſchuldners noch die des Bürgen verlangen. Fuͤnfzehnter Titel. Von dem Vergleiche. (Decretirt den 20. Maͤrz 1304. Promulgirt den 30. deſfel⸗ ben Monats.) 4 204 4. Der Vergleich iſt ein Vertrag, wodurch die Partheyen entweder einen ſchon entſtandenen Rechtsſtreit heylegen, oder einem bevorſtehenden Rechtsſtreite zuvor⸗ kommen. Dieſer Vertrag muß ſchriftlich abgefaßt werden. 2045. Um ſich vergleichen zu können, muß man fuͤ⸗ hig ſeyn, üͤber die im Vergleiche begriffenen Gegenſtände zu verfügen. Ein Vormund kann Namens des Minderjährigen oder Interdicirten nur in Gemäßheit des 467. Artikels in dem Titel von der Minderjährigkeit, der Vormund⸗ ſchaft und der Emancipation einen Vergleich ſchlie⸗ ßen; auch kann er ſich mit dem volljährig gewordenen Min⸗ derjährigen über die Vormundſchaftsrechnung nur nach Vor⸗ ſchrift des 472. Artikels in dem erwähnten Titel vergleichen. Gemeinden und öffentliche Anſtalten können ſich nur mit ausdrücklicher Ermächtigung des Kaiſers vergleichen. 2046. Man kann ſich über das aus einem Verbre⸗ chen entſtehende Privatintereſſe vergleichen. Doch wird durch einen ſolchen Vergleich die Verfol⸗ gung des Verbrechers in Beziehung auf die öffentliche Stra⸗ fe nicht verhindert. 2047. Man kann einem Vergleiche die Beſtimmung beyfügen, daß derjenige, welcher ihn nicht erfüllen wird, eine Conventionalſtrafe erlegen ſolle. 20 48. Vergleiche beſchränken ſich auf ihren Gegen⸗ ſtand; die darin enthaltene Verzichtleiſtung auf alle Rech⸗ te, Klagen und Anſprüche erſtreckt ſich nur auf dasjenige, 364 L. III. T. XV. Des Transactions. droits, actions et prétentions, ne s'entend que de ce qui est relatif au différend qui y a donné lieu. 2049. Les transactions ne règlent que les dif- férends qui s'y trouvent compris, soit que les parties aient manifesté leur intention par des ex- pressions spéciales ou générales, soit que l'on re- connaisse cette intention par une suite nécessaire de ce qui est exprimé, 2050. Si ceélui qui avait transigé sur un droit qu'ih avait de son chef, acquiert ensuite un droit semblable du chef d'une autre personne, il n'est point, quant au droit nouvellement acquis, lié par la transaction antérieure. 2051. La transaction faite par l'un des inté- ressés ne lie point les autres intéressés, et ne peut être opposée par eux. 2052. Les transactions ont, entre les parties, l'autorité de la chose jugée en dernier ressort, Elles ne peuvent étre attaquées pour cause d'erreur de droit, ni pour cause de lésion. 2055. Néanmoins, une transaction peut être rescindée, lorsqu'il y a erreur dans la personne ou sur l'objet de la contestation. Elle peut l'ètre dans tous les cas ou il y a dol ou violence. 205 4. Il y a également lieu à l'action en res- cision contre une transaction, lorsqu'elle a été fai- te en exécution d'un titre nul, à moins que les parties n'aient expressément traité sur la nullité. 2055. La transaction faite sur pièces qui de- puis ont été reconnues fausses, est entièrement nulle. 2056. La transaction sur un procès terminé par un jugement passé en force de chose jugée, dont les parties ou l'une d'elles mavaient point connaissance, est nulle. 1) wenn er zum Vollzug eines nichtigen Rechtstitels ge⸗ ſchloſſen worden iſt, L. wenn ein ungiltiger Rechtsti⸗ tel dabey zum Grunde liegt, und um ihn zu vollzie⸗ hen, der Vergleich zu Stande gekommen iſt, D. wenn 38 B. 15r T. Von dem Vergleiche. 365 was auf die Streitigkeit Bezug hat, welche den Vergleich veranlaßte. 2049. Vergleiche dienen nur den darin begriffenen Streitigkeiten zur Entſcheidung, es mögen nun die Par⸗ theyen ihre Abſicht durch beſondere oder allgemeine Ausdrücke geoffenbart haben, oder es mag dieſe Abſicht aus den ge⸗ brauchten Ausdrücken als eine nothwendige Folge hervor⸗ gehen. 2050. Wenn derjenige, welcher ſich über ein ihm ſelbſt zuſtehendes Recht verglichen hatte, in der Folge ein gleiches Recht, das einer andern Perſon zuſtand, erwirbt, ſo iſt er in Anſehung des neu erworbenen Rechtes an den vorherigen Vergleich nicht gebunden. 2051. Ein von einem der Intereſſenten geſchloſſener Vergleich bindet die übrigen Intereſſenten nicht, und kann auch von ihnen nicht vorgeſchützt werden. 2052. Vergleiche haben unter den Partheyen die Kraft eines in letzter Inſtanz ergangenen Urtheils. Sie können weder wegen eines Rechtsirrthums, noch wegen einer Verletzung angefochten werden. 2053. Ein Vergleich kann jedoch aufgehoben werden, wenn ein Irrthum in der Perſon oder über den Gegenſtand des Streits Statt gefunden hat. Er kann in allen Fällen aufgehoben werden, wo Be⸗ trug oder Zwang Statt gefunden hat. 2054. Gegen einen Vergleich hat gleichfalls die Kla⸗ ge auf Aufhebung Statt, wenn er zur Vollziehung des In⸗ halts einer nichtigen Urkunde geſchloſſen wurde 1)3 es müßten denn die Partheyen ſich ausdrücklich über dieſe Nichtigkeit verglichen haben. 2055. Ein Vergleich, der auf Urkunden geſchloſſen wurde, die nachher für falſch erkannt worden ſind, iſt gaͤnz⸗ lich nichtig. 2056. Ein Vergleich, welcher über einen Rechtsſtreit geſchloſſen wurde, der bereits durch ein rechtskräftiges, beyden Partheyen oder einer derſelben noch unbekannt ge⸗ weſenes Urtheil entſchieden war, iſt nichtig. ein ungiltiger Rechtstitel dabey zum Grunde liegt, und der Vergleich zu Folge deſſen zu Stande gekommen, i. wenn ſie durch einen Anſoruch peranlaßt ward, der den Rechten nach nichtig iſt; E. 366 L. III. T. XVI. De la Contrainte par corps: Si le jugement ignoré des parties était suscep- tible d'appel, la transaction sera valable. 2057. Lorsque les parties ont transigé géné- ralement sur toutes les affaires qu'elles pouvaient avoir ensemble, les titres qui leur étaient alors inconnus, et qui auraient été postérieurement dé- couverts, ne sont point une cause de rescision, à moins qu'ils n'aient été retenus par le fait de l'une des parties: Mais la transaction serait nulle Ssi elle n'avait qu'un objet sur lequel il serait constaté, par des titres nouvellement découverts, que l'une des par- ties n'avait aucun droit. 2058. L'erreur de calcul dans une transaction doit être réparée: TITRE SEIZIEME. De la Contrainte par corps en Matière civile. (Déerété le 13 févier 18043. Promulgué le 23 du méême mois.) 2059. La contrainte par corps a lieu, en ma- tière civile, pour le stellionat. Il y a stellionat, Lorsqu'on vend ou qu'on hypothèque un im- meuble dont on sait n'ètre pas propriétaire; Lorsqu'on présente comme libres des biens hy- pothéqués, ou que l'on déclare des hypothéques moindres que celles dont ces biens sont chargés. 2060. La contrainte par corps a lieu pareil- lement, 1⁰ Pour dépôt nécessaire; 2 En cas de reintegrande, pour le délaisse- ment, ordonné par justice, d'un fonds dont le pro- priétaire a été dépouillé par votes de fait; pour la 3s B. 26r T. Von dem Perſonalarreſte ꝛc. 367 War jedoch gegen das den Partheyen unbekannte Ur⸗ theil noch Appellation zuläßig, ſo iſt der Vergleich giltig. 2057. Haben die Partheyen ſich im Allgemeinen über alle Angelegenheiten, die ſie mit einander haben könn⸗ ten, verglichen, ſo geben die ihnen damals unbekannten und erſt ſpäterhin aufgefundenen Urkunden keinen Grund zur Aufhebung ab, wenn nicht etwa dieſe Urkunden durch eine der Partheyen zurückgehalten worden ſind. Der Vergleich iſt aber ungiltig, wenn er nur eine Sache betraf, in Anſehung deren es durch neu aufgefunde⸗ ne Urkunden in Gewißheit geſetzt wird, daß einer der Par⸗ theyen gar kein Recht darauf zuſtand. 2058. Ein Rechnungsfehler in einem Vergleiche muß verbeſſert werden. Sechzehnter Titel. Von dem Perſonalarreſte in buͤrgerlichen Rechtsſachen. (Decretirt den 13. Februar 1804. Promulgirt den 23. deſ⸗ ſelben Monats.) 2059. In bürgerlichen Rechtsſachen hat wegen eines Stellionats Perſonalarreſt Statt; Ein Stellionat iſt vorhanden, wenn jemand ein unbewegliches Gut, von welchem er weiß, daß er nicht deſſen Eigenthümer iſt, verkauft oder verhypothecirt; wenn jemand mit Hypotheken beſchwerte Grundſtücke für frey, oder die darauf haftenden Hypotheken für gerin⸗ ger angibt, als ſie wirklich ſind. 2060. Der Perſonalarreſt hat ferner Statt, 1) wegen einer im Nothfalle geſchehenen Niederlegung; 2) im Falle einer Wiedereinſetzung in den Beſitz, um nämlich ſowohl die von dem Gerichte befohlene RNäumung eines Grundſtückes, deſſen der Eigenthümer durch Thätlich⸗ 568 L.III. T. XVI. De la Contrainte par corps. restitution des fruits qui en ont été perçus pendant l'indue possession, et pour le paiement des dom- mages et intérêts adjugés au propriétaire; 3⁰° Pour répétition des deniers consignés en- tre les mains de personnes publiques établies à cet effet; 40 Pour la représentation des choses déposées aux séquestres, commissaires et autres gardiens; 5⁰° Contre les cautions judiciaires et contre les cautions des contraignables par corps, lorsqu'elles se sont soumises à cette contrainte; 6⁰ Contre tous officiers publics, pour la re- présentation de leurs minutes, quand elle est or- donnée; 7° Contre les notaires, les avoués et les huis- siers, pour la restitution des titres à eux conhés, et des deniers par eux regus pour leurs clients, par suite de leurs fonctions. 2061. Ceux qui, par un jugement rendu au pétitoire, et passé en force de chose jugée, ont été condamnés à désemparer un fonds, et qui re- fusent d'obéir, peuvent, par un second jugement, être contraints par corps, quinzaine après la signi- fication du premier jugement à personne ou do- micile. Si le fonds ou l'héritage est éloigné de plus de cing myriamètres du domicile de la partie condam- née, il sera ajouté au délai de quinzaine, un jour par cinq myriamètres. 2062. La contrainte par corps ne peut être ordonnée contre les fermiers pour le paiement des fermages des biens ruraux, si elle n'a été stipu- lée formellement dans l'acte de bail. Néanmoins, les fermiers et les colons partiaires peuvent èétre ———— 38 B. 16r T. WVon dem Perſonalarreſte ꝛic. 369 keiten entſetzt wurde, als die Erſtattung der während des widerrechtlichen Beſitzes bezogenen Früchte, und die Lei⸗ ſtung des dem Eigenthümer zuerkannten Schadenserſatzes zu bewirken; 3) im Falle der Zurückforderung von Geldern, wel⸗ che bey den dazu angeſtellten öffentlichen Perſonen hinter⸗ legt worden ſind; 4) wegen Zurückgabe*) der bey einem Segueſter, Commiſſar oder andern gerichtlichen Verwahrer niederge⸗ legten Sachen; 5) gegen gerichtliche Bürgen, ſo wie auch gegen die Bürgen der dem Perſonalarreſte unterworfenen Perſonen, wenn dieſe letztern Bürgen ſich dieſem Arreſte unterwer⸗ fen haben; 6) gegen alle öffentlichen Beamten wegen der ihnen befohlenen Vorlegung der in ihrer Verwahrung befindlichen Originalurkunden; 7) gegen Notarien, Anwälde und Huiſſiers wegen Zurückgabe der zufolge ihrer Amtsverrichtungen ihnen an⸗ vertrauten Urkunden und der für ihre Clienten von ihnen erhobenen Gelder. 2061. Gegen diejenigen, welche durch ein im peti⸗ toriſchen Proceſſe ergangenes und rechtskräftig gewordenes Erkenntniß zur Räumung eines Grundſtückes verurtheilt worden ſind, und ſich weigern, demſelben Folge zu leiſten, kann vierzehn Tage nach der ihnen in Perſon oder an ihrem Wohnorte geſchehenen Inſinuation dieſes Erkenntniſſes durch ein zweytes Erkenntniß der Perſonalarreſt verfügt werden. Wenn das Grundſtück oder Gut mehr als fünf My⸗ riameter von dem Wohnorte der verurtheilten Parthey ent⸗ fernt iſt, ſo ſoll dieſer vierzehntägigen Friſt fur jede fünf Myriameter ein Tag zugeſetzt werden. 2062. Gegen die Pächter kann wegen Zahlung des Pachtzinſes von Feldgütern kein Perſonalarreſt verfügt wer⸗ den, wenn dieſes nicht in der Pachtvertragsurkunde aus⸗ drücklich ausbedungen worden iſt. Wenn aber die Pächter oder Theilpächter am Ende der Pachtzeit das ihnen in Vieh⸗ 1) wegen Vorzeigung. 8. Cod. N. 2. B. 24 1 370 L. III. T. XVI. Dela contrainte par corps, contraints par corps, faute par eux de représen- ter, à la fin du bail, le cheptel de bétail, les se- mences et les instruments aratoires qui leur ont été confiés; à moins qu'ils ne justihent que le ds- ficit de ces objets ne procède point de leur fait. 2063. Hors les cas déterminés par les articles précédents, ou qui pourraient l'eêtre à Tavenir par une loi formelle, il est défendu à tous juges de prononcer la contrainte par corps; à tous notaires et greffiers de recevoir des actes dans lesquels elle serait stipulée, et à tous Français de consentir pareils actes, encore qu'ils eussent été passés en pays étranger; le tour à peine de nullité, dépens, dommages et intéréèts. 2⁰64. Dans les cas mèême ci-dessus énoncés, la contrainte par corps ne peut èêtre prononcée con- tre les mineurs. 2065. Elle ne peut étre prononcée pour une somme moindre de trois cents francs. 2066. Elle ne peut ètre prononcée contre les septuagénaires, les femmes et les filles, que dans les cas de stellionat. Il suffit que la soixante-dixieme année soit commencée, pour jouir de la faveur accordée aux septuagenaires. La contrainte par corps pour cause de stellio- nat pendant le mariage, n'a lieu contre les femmes mariées que lorsqu'elles sont séparées de biens, ou lorsqu'elles ont des biens dont elles se sont réservé la libre administration, et à raison des engage- ments qui concernent ces biens. ¹ Les femmes qui, étant en communauté, sese- raient obligées conjointement ou solidairement avec leur mari, ne pourront être réputées stelliona- taires à raison de ces contrats. 3s B. 16r T. Von dem Perſonalarreſte. 371 pacht gegebene Vieh, oder die ihnen überlieferten Saat⸗ früchte oder Ackergeräthe nicht zurückliefern, ſo kann gegen ſie der Perſonalarreſt erkannt werden, in ſo fern ſie nicht beweiſen, daß der Abgang an dieſen Gegenſtänden ihrem Verſchulden nicht beyzumeſſen ſeye. 2063. Auſſer den Fällen, die in den vorhergehenden Artikeln beſtimmt ſind, oder die etwa noch in der Zukunft durch ein förmliches Geſetz beſtimmt werden, iſt allen Rich⸗ tern die Erkennung eines Perſonalarreſtes, allen Notarien und Gerichtsſchreibern die Aufnahme von Urkunden, worin derſelbe verabredet wäre, und allen Franzoſen die Einwil⸗ ligung in ſolche Verabredungen, ſelbſt wenn ſie im Auslan⸗ de eingegangen ſeyn ſollten, verboten; alles bey Strafe der Nichtigkeit und des Koſten⸗ und Schadenserſatzes. 2064. Gegen Minderjährige kann ſelbſt in den oben angeführten Fällen kein Perſonalarreſt verfügt werden. 2⁰65. Wegen einer Summe unter dreyhundert Fran⸗ ken kann er ebenfalls nicht erkannt werden. 2066. Gegen ſiebenzigjährige Perſonen, gegen Frau⸗ en und Mädchen kann nur in dem Falle eines Stellionats darauf erkannt werden.. Um der den ſiebenzigjährigen Perſonen zugeſtandenen Begünſtigung zu genießen, iſt es hinreichend, daß man das ſiebenzigſte Jahr angetreten habe. Gegen verheyrathete Frauen hat wegen eines während der Ehe begangenen Stellionats der Perſonalarreſt nur dann Statt ²2), wenn ihr Vermögen von dem ihres Man⸗ nes völlig getrennt iſt, oder wenn ſie Vermögen beſitzen, deſſen freye Verwaltung ſie ſich vorbehalten haben, und nur in Rückſicht der auf dieſes Vermögen ſich beziehenden Ver⸗ bindlichkeiten. In Gütergemeinſchaft lebende Frauen, welche ge⸗ meinſchaftlich oder ſolidariſch mik ihrem Manne eine Ver⸗ bindlichkeit übernommen haben, können in Rückſicht dieſer niemals als des Stellionats ſchuldig angeſehen werden.(*) (*) S. Art. 1431. 2) Wegen Stellionats hat waͤhrend der Ehe die Verhaft⸗ nehmung gegen Ehefrauen nur dann Statt, E. 24 372 L. III. T. XVII. Du Nantissement. 2067. La contrainte par corps, dans les cas meème ou elle est autorisée par la loi, ne peut être appliquée qu'en vertu d'un jugement. 2068. Lappel ne suspend pas la contrainte par corps prononcée par un jugement provisoire- ment eXécutoire en donnant caution. 2069. L'exercice de la contrainte par corps mempéche ni ne suspend les poursuites et les exé- cutions sur les biens. 2070. Il n'est point dérogé aux lois particu- lières qui autorisent la contrainte par corps dans les matières de commerce, ni aux lois de police correctionnelle, ni à celles qui concernent l'admi- nistration des deniers publics. TITRE DIX-SEPTIEME. Du Nantissement. (Décrété le 16 mars 1804. Promulgué le 26 du méme mois.) 2071. Le nantissement est un contrat par le- quel un débiteur remet une chose à son créancier pour süreté de la dette. 2072. Le nantissement d'une chose mobilieère s'appelle gage. Celui d'une chose immobilière s'appelle anti- chr ese. CHAPITRE PREMIER. Du Gage. 2073. Le gage confère au eréancier le droit de se faire payer sur la chose qui en est l'objet, par privilége et préférence aux autres créanciers. 38 B. 17 r9 T. Von dem Pfandvertrage. 373 2⁰067. Der Perſonalarreſt kann ſelbſt in den Fällen, wo das Geſetz ihn zuläßt, nur vermöge eines Erkenntniſſes verhängt werden. 2068. Die Appellation hat keine aufſchiebende Kraft in Anſehung des Perſonalarreſtes, wenn er durch ein ſolches Erkenntniß verfügt worden iſt, welches gegen Bürgſchafts⸗ beſtellung einſtweilen vollſtreckt werden kann. 2069. Durch Vollſtreckung des Perſonalarreſtes wird das gerichtliche Verfahren und die Execution in Anſehung des Vermögens nicht verhindert oder aufgeſchoben. 2070. Die beſondern Geſetze, welche den Perſonal⸗ arreſt in Handelsſachen zulaſſen, die Geſetze der Beſſe⸗ rungspolizey, ſo wie diejenigen, welche die Verwaltung öffentlicher Gelder betreffen, erleiden hiedurch keine Ab⸗ änderung. Siebenzehnter Titel. Von dem Pfandvertrage. (Decretirt den 16. Maͤrz 1804. Promulgirt den 26. deſ⸗ ſelben Monats.) 2071. Der Pfandvertrag iſt derjenige Vertrag, wo⸗ durch ein Schuldner ſeinem Gläubiger zur Sicherheit der Forderung eine Sache überliefert. 2072. Die Verpfändung einer beweglichen Sache heißt Fauſtpfand.. Die Verpfändung einer unbeweglichen Sache heißt Nutzungspfand(antichretiſcher Vertrag.) Erſtes Capitel. Von dem Fauſtpfande. 2073. Das Fauſtpfand gibt dem Gläubiger das Recht, ſeine Bezahlung aus der ihm verpfändeten Sache vorzugs⸗ weiſe vor den übrigen Gläubigern zu verlangen.(†) (*) S. Art. 2102. 2) — 574 L. III. T. XVII. Du Nantissement. 20746l. Ce privilége n'a lieu qu'autant qu'il y a un acte public ou sous seing privé, düment en- registré, contenant la déclaration de la somme due, ainsi que l'espèce et la nature des choses re- mises en gage, ou un état annexé de leur qualité, poids et mesure. La rédaction de l'acte par écrit et son enregis- trement ne sont néanmoins prescrits qu'en matiè- re excédant la valeur de cent cinquante ffancs. 2075. Le privilége énoncé en l'article précé- dent ne s'établit sur les meubles incorporels, tels que les créances mobilières, que par acte public ou sous seing privé, aussi enregistré, et signifié au débiteur de la créance donnée en gage. 2076. Dans tous les cas, le privilége ne sub- siste sur le gage qu'autant que ce gage a été mis et est resté en la possession du créancier, ou d'un tiers convenu entre les parties. 2077. Le gage peut être donné par un tiers pour le débiteur. 2078. Lé créancier ne peut, à défaut de paie- ment, disposer du gage; sauf à lui à faire ordon- ner en justice que ce gage lui demeurera en paie- ment et jusqu'à due concurrence, d'après une esti- (*) S. Art. 1286. 1) als ein gehoͤrig einregiſtrirter, öffentlicher, oder un⸗ ter Privatunterſchrift gefertigter Act vorhanden iſt, L. als ein oͤffentlicher oder Privat⸗Act, der gehoͤrig regi⸗ ſtrit worden, vorhanden iſt, 8.4 als ein oͤfentlicher oder unter Privatunterſchrift gefertigter, gehoͤrig ein⸗ regiſtrirter Act vorhanden iſt, D. als eine oͤffentliche oder unter Privatunterſchrift ausgefertigte, gehoͤrig einregiſtrirte Urkunde vorhanden iſt, M. 2) durch einen, gleichfalls einregiſtrirten, oͤffentlichen oder unter Privatunterſchrift gefertigten und dem Schuld⸗ ner— zugeſtellten, Act. L. durch einen oͤffentlichen⸗ 36 B. 17 r T. Von dem Pfandvertrage. 375 2074. Dieſes Vorzugsrecht findet nur dann Statt, wenn eine öffentliche oder eine gehörig einregiſtrirte Privat⸗ Urkunde vorhanden iſt 1), worin der Betrag der Schuld, und die Art und Beſchaffenheit der zum Unterpfande über⸗ lieferten Sachen angegeben, oder welcher eine Beſchreibung der Beſchaffenheit, des Gewichtes und des Maaßes derſelben beygefügt iſt. Die ſchriftliche Abfaſſung und die Einregiſtrirung des Geſchäftes wird jedoch nur bey ſolchen Gegenſtänden erfor⸗ dert, deren Werth hundert fünfzig Franken überſteigt. 2075. Das in dem vorhergehenden Artikel erwähnte Vorzugsrecht wird in Anſehung unkörperlicher beweglicher Sachen, wie z. B. Forderungen, die bewegliche Sachen zum Gegenſtande haben, nur durch öffentliche oder gleich⸗ falls einregiſtrirte Privat⸗Urkunden, welche dem Schuldner der zum Unterpfande gegebenen Forderung inſinuirt worden ſind 2), begründet. 2076. In allen Fällen hat das Vorzugsrecht an dem Fauſtpfande nur dann Statt, wenn der Gläubiger oder ein von den Partheyen gewählter Dritter in den Beſitz die⸗ ſes Fauſtpfandes geſetzt worden, und darin geblieben iſt.(s) 2⁰77. Das Fauſtpfand kann von einem Dritten für den Schuldner gegeben werden. 2078. Der Gläubiger kann nicht, wenn die Zah⸗ lung ausbleibt, üher das Fauſtpfand verfügen; doch kann er eine gerichtliche Verfügung auswirken, entweder daß daſſelbe ihm bis zum Betrage ſeiner Forderung nach einer von Sachverſtändigen vorgenommenen Schätzung an Zah⸗ oder Privat⸗Act, welcher gleichfalls regiſtrirt und noch uͤberdieß dem Schuldner— ſignificirt werden muß. S. durch einen oͤffentlichen, oder unter Privatunterſchrift gefertigten, gleichfalls einregiſtrirten Act, der uͤberdieß dem Schuldner— inſinuirt worden iſt. D. durch eine öͤffentliche, oder unter Privatunterſchrift ausgefertigte, gleichfalls einregiſtrirte Urkunde, welche uͤberdieß dem Schulder— bekannt gemacht werden muß. M. mittelſt einer öͤffentlichen Urkunde, oder einer mit Privatunter⸗ ſchrift verſehenen Verſchreibung, welche gleichfalls ein⸗ regiſtrirt, und demjenigen, welcher die verpfaͤndete For⸗ deun ſchuldig iſt, bekannt gemacht worden ſeyn muß. E. —— 576 L. III. T. XVII. Du Nantissement, mation faite par experts, ou qu'il sera vendu aux enchères. Toute clause qui autoriserait le créancier à s'approprier le gage ou à en disposer sans les for- malités ci-dessus, est nulle. 2⁰79. Jusqu'à l'expropriation du débiteur, s'il y a lieu, il reste propriétaire du gage, qui, n'est, dans la main du créancier, qu'un dépôt as- surant le privilége de celui-ci. 2080. Le créancier répond, selon les règles Stablies au titre des Contrats ou des Obligations conventionnelles en général, de la perte ou détério- ration du gage qui serait survenue par sa négli- gence. De son côté, le débiteur doit tenir compte au créancier des dépenses utiles et nécessaires que ce- lui-ci a faites pour la conservation du gage. 2081. S'il s'agit d'une créance donnée en gage, et que cette créance porte intéréêts, le créancier im- pute ces intérèts sur ceux qui peuvent lui être dus. Si la dette pour süreté de laquelle la créance a été donnée en gage, ne porte point elle-mème intérèts, T'imputation se fait sur le capital de la dette.. 2082. Le débiteur ne peut, à moins que le détenteur du gage n'en abuse, en réclamer la res- titution qu'après avoir entièrement payé, tant en principal qu'intéréèts et frais, la dette pour süreté de laquelle lé gage a été donné. S'il existait de la part du même débiteur, en- vers le mèeme créancier, une autre dette contractée postérieurement à la mise en gage, et devenue exi- gible avant le paiement de la première dette, le créancier ne pourra ètre tenu de se dessaisir du ga- ge avant d'étre entièrement payé de l'une et de Pautre dette, lors même qu'il n'y aurait eu aucune stipulation pour affecter le gage au paiement de la seconde. 38 B. 17 T. Von dem Pfandvertrage. 577 lungsſtatt gelaſſen, oder daß es durch eine Verſteigerung verkauft werde. Jede Verabredung, welche dem Gläubiger das Recht einräumt, ohne Beobachtung der obigen Förmlichkeiten das Fauſtpfand eigenthümlich zu behalten oder darüber zu verfügen, iſt nichtig. 2⁰79. Der Schuldner bleibt bis zum öffentlichen Ver⸗ kaufe, in ſo fern dieſer Statt findet, Eigenthümer des Fauſtpfandes, welches in den Händen des Glaͤubigers nur als eine ihm zur Sicherheit ſeines Vorzugsrechtes in Ver⸗ wahrung gegebene Sache zu betrachten iſt. 20830. Der Gläubiger haftet nach den in dem Titel von Verträgen oder vertragsmäßigen Ver⸗ bindlichkeiten im Allgemeinen aufgeſtellten Regeln für den Verluſt oder die Verſchlimmerung des Fauſtpfandes, welche eine Folge ſeiner Nachläſſigkeit war. Seiner Seits hat dagegen der Schuldner dem Gläubi⸗ ger die von demſelben auf Erhaltung des Fauſtpfandes ver⸗ wendeten nützlichen und nothwendigen Koſten zu erſetzen. 2081. Iſt eine Schuldforderung, welche Zinſen trägt, zum Unterpfande gegeben worden, ſo muß der Gläu⸗ biger dieſe Zinſen auf diejenigen abrechnen, welche ihm etwa gebühren. Wenn die Schuld, wofür die Forderung zum Unter⸗ pfande gegeben worden iſt, ſelbſt keine Zinſen trägt, ſo ge⸗ ſchieht die Abrechnung auf das Capital der Schuld. 2082. Wenn der Inhaber des Unterpfandes daſſelbe nicht mißbraucht, ſo kann der Schuldner deſſen Zurückgabe nicht eher verlangen, als nachdem er die Schuld, zu deren Sicherheit das Unterpfand gegeben worden iſt, ſowohl in Anſehung des Capitals, als der Zinſen und Koſten vollſtän⸗ dig getilget hat. 1 Wenn jedoch der nämliche Schuldner nach Überliefe⸗ rung des Fauſtpfandes gegen den nämlichen Gläubiger noch eine andere Schuld übernommen hatte, welche ſchon vor der Zahlung der erſten fällig war, ſo iſt der Gläubiger nicht eher zur Herausgabe des Unterpfandes verhunden, als bis er wegen beyder Forderungen vollſtändig befriediget iſt⸗ wenn gleich nicht verabredet worden war, daß das Unter⸗ pfand auch für die Zahlung der zweyten Schuld haften olle. 378 L. III. T. XVII. Du Nantissement. 2083. Le gage est indivisible nonobstant la divisibilité de la dette entre les héritiers du débi- teur ou ceux du créancier. L'héritier du débiteur, qui a payé sa portion de la dette, ne peut demander la restitution de sa portion dans le gage, tant que la dette n'est pas entièrement acquittée. Réciproquement, l'héritier du créancier, qui a regu sa portion de la dette, ne peut remettre le gage au préjudice de ceux de ses cohéritiers qui ne sont pas payés. 4 2034. Les dispositions ci dessus ne sont ap- plicables ni aux matières de commerce, ni aux mai- sons de prèt sur gage autorisées, et à l'égard des- quelles on suit les lois et règlements qui les con- cernent. CHAPITRE II. De l'Antichrése. 2085. L'antichrèse ne s'établit que par écrit. Le créancier n'acquiert par ce contrat, que la faculté de percevoir les fruits de l'immeuble, à la charge de les imputer annuellement sur les intérèts, s'il lui en est dü, et ensuite sur le capital de sa créance. 2086. Le créancier est tenu, s'il n'en est au- trement convenu, de payer les contributions et les charges annuelles de l'immeuble qu;il tient en an- tichréèse. Il doit également, sous peine de dommages et intéréèts, pourvoir à l'entretien et aux répara- tions utiles et nécessaites de l'immeuble, sauf à pré- lever sur les fruits toutes les dépenses relatives à ces divers objets. 2087. Le débiteur ne peut, avant l'entier ac- quittement de la dette, réclamer la jeuissance de Timmeuble qu'il a remis en antichrèse. Mais le créancier qui veut se décharger des obligations exprimées en''article précédent, peut 38 B. 17„9 T. Von dem Pfandvertrage. 379 20833. Das Fauſtpfand iſt untheilbar, wenn gleich die Schuld ſich unter den Erben des Schuldners oder unter denen des Gläubigers theilen läßt. Der Erbe des Schuldners, welcher ſeinen Antheil an der Schuld bezahlt hat, kann die Zurückgabe ſeines An⸗ theils an dem Unterpfande nicht verlangen, ſo lange nicht die ganze Schuld getilgt iſt. Eben ſo wenig kann der Erbe des Gläubigers, wel⸗ cher ſeinen Antheil an der Forderung erhalten hat, zum Nachtheile ſeiner noch nicht befriedigten Miterben das Un⸗ terpfand zurückgeben. 2084. Die obigen Verfügungen ſind weder auf Han⸗ delsſachen, noch auf öffentlich gebilligte Leih⸗ und Pfand⸗ häͤuſer anwendbar, in Rückſicht derer man ſich nach den ſie beſonders betreffenden Geſetzen und Verordnungen richtet. Zweytes Capitel. Von dem Nutzungspfande. 2085. Das Nutzungspfand kann nur ſchriftlich be⸗ ſtellt werden. Der Glaubiger erhält durch dieſen Vertrag nur das Recht, die Fruͤchte eines unbeweglichen Gutes zu beziehen, unter der Bedingung, dieſelben jährlich auf die Zinſen, wenn ihm deren gebühren, und ſodann auf das Capital abzurechnen. 2086. Der ‚Gläubiger iſt, in Ermangelung einer entgegenſtehenden übereinkunft, verbunden, die Stenern und jährlichen Laſten des unbeweglichen Gutes, welches er als Nutzungspfand beſitzt, zu bezahlen. Er muß auch, bey Strafe des Schadenserſatzes, für die Unterhaltung und die nübzlichen und nothwendigen Aus⸗ beſſerungen des unbeweglichen Gutes ſorgen; doch kann er alle auf dieſe verſchiedenen Gegenſtände ſich beziehenden Aus⸗ lagen aus dem Ertrage der Früchte zuerſt beſtreiten. 2087. Der Schuldner kann die Benutzung des als Nutzungspfand gegebenen unbeweglichen Gutes nicht eher wieder in Anſpruch nehmen, als bis die Schuld gänzlich getilgt iſt. Wenn aber der Glaͤubiger ſich von den im vorherge⸗ henden Artikel angegebenen Verbindlichkeiten befreyen will⸗ — — 380 L. III. T. XVII. Du Nantissement. * toujours, à moins qu'il n'ait renoncé à ce droit, contraindre le débiteur à reprendre la jouissance de son immeuble. 2088. Le créancier ne devient point proprié- taire de l'immeuble, par le seul défaut de paiement au terme convenu; toute clause contraire est nul- 1G: en ce cas, il peut poursuivre l'expropriation de son débiteur par les voies légales. 2089. Lorsque les parties ont stipulé que les fruits se compenseront avec les intérèts, ou tota- lement, ou jusqu'à une certaine concurrence, cet- te convention s'exécute comme toute autre qui nm'est point prohibée par les lois. 2090. Les dispositions des articles 2077 et 2083 s'appliquent à'antichrèse comme au gage. 2091. Tout ce qui est statué au présent cha- pitre ne préjudicie point aux droits que des tiers pourraient avoir sur le fonds de l'immeuble remis a titre d'antichrèse. Si le créancier, muni à ce titre, a d'ailleurs sur le fonds, des priviléges ou hypothèques léga- lement établis et conservés, il les exerce à son or- dre et comme tout autre créancier. TITRE DIX-HUITIEME. Des Priviléges et Hypothéèéques. (Déerété le 19 mars 1804. Promulgué le 290 du même mois.) CHAPITRE PREMIHR. Dispositions générales. 2092. Quiconque s'est obligé persennellement, est tenu de remplir son engagement sur tous ses 38 B. 171 T. Von dem Pfandvertrage. 381 ſo kann er jederzeit den Schuldner zur Zurücknahme der Be⸗ nutzung ſeines unbeweglichen Gutes zwingen, in ſo fern er nicht auf dieſes Recht Verzicht geleiſtet hat. 2⁰88. Dadurch, daß die Zahlung zur verabredeten Zeit nicht erfolgt, wird der Gläubiger noch nicht Eigenthü⸗ mer des unbeweglichen Gutes; jede hiermit im Widerſpruche ſtehende Verabredung iſt nichtig; er kann in dieſem Falle gegen ſeinen Schuldner auf dem geſetzlichen Wege den öf⸗ fentlichen Verkauf des unbeweglichen Gutes auswirken. 2⁰89. Wenn die Partheyen verabredet haben, daß die Früchte entweder ganz oder bis zu einem gewiſſen Be⸗ trage gegen die Zinſen compenſirt werden ſollen, ſo wird dieſe Übereinkunft vollzogen, wie jede andere, welche nicht durch die Geſetze verboten iſt. 2090. Die Verfügungen des 2077 und 2083. Arti⸗ kels ſind auf das Nutzungspfand eben ſo anwendbar, wie auf das Fauſtpfand. 2091. Alle Beſtimmungen des gegenwärtigen Capi⸗ tels gereichen nicht zum Nachtheile derjenigen Rechte, wel⸗ che etwa dritten Perſonen auf das als Nutzungspfand gege⸗ bene unbewegliche Gut ſelbſt zuſtehen. Wenn der Gläubiger, welcher ein unbewegliches Gut als Nutzungspfand beſitzt, auſſerdem noch geſetzlich begrün⸗ dete und geſicherte Privilegien oder Hypotheken auf daſſel⸗ be hat, ſo kann er dieſelben in ſeiner Ordnung und wie je⸗ der andere Gläubiger geltend machen⸗ Achtzehnter Titel. Von Privilegien(Vorzugsrechten) und 1 Hypotheken. (Decretirt den 19. Maͤrz 1804. Promulgirt den 29. deß⸗ ſelben Monats.) Erſtes Capitel. Allgemeine Berfuͤgungen. 2092. Ein jeder, der ſich perſönlich verpflichtet hat⸗ muß für die Erfüllung ſeiner Verbindlichkeit mit ſeinem ge⸗ 382 L. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothéques. biens mobiliers et immobiliers, présents et à ve- nir. 2⁰95. Les biens du débiteur sont le gage commun de ses créanciers; et le prix s'en distribue entre eux par contribution, à moins qu'il n'y ait entre les créanciers de causes légitimes de préfé- rence. 2094. Les causes légitimes de préférence sont les priviléges et hypothéques. CHAPITRE II. Des Priviléges. 2095. Le privilége est un droit que la quali- té de la créance donne à un créancier d'etre préfé- ré aux autres créanciers, mêème hypothécaires. 2⁰96. Entre les créanciers privilégiés,(la préférence se règle par les différentes qualités des priviléges. 2097. Les créanciers privilégiés qui sont dans le même rang, sont payés par concurrence. 2⁰98. Le privilége, à raison des droits, du trésor public, et l'ordre dans lequel il s'exerce, sont réglés par les lois qui les concernent. Le trésor public ne peut cependant obtenit de Privilége au préjudice des droits antérieurement acquis à des tiers. 20⁰99. Les priviléges peuvent éêtre sur les meubles ou sur les immeubles. SEOCTION PREMIER Des Priviléges sur les meubles. 2100. Les priviléges sont ou généraux ou par- ticuliers sur certains meubles.— 36 B. 181 T. Von Privilegien und Hypotheken. 383 ſammten beweglichen und unbeweglichen, gegenwärtigen und zukünftigen Vermögen haften. 2⁰93. Das Vermögen des Schuldners iſt das ge⸗ meinſchaftliche Unterpfand ſeiner Gläubiger, und der Preis deſſelben wird unter ſie nach Verhältniß ihrer Forderungen vertheilt, wenn nicht rechtmäßige Urſachen eines Vorzugs unter ihnen eintreten. 2094. Rechtmäßige Urſachen eines Vorzugs ſind die Privilegien und Hypotheken.. Zweytes Capitel. Von den Privilegien. 2⁰95. Ein Privilegium iſt ein in der Beſchaffenheit einer Forderung gegründetes Recht des Gläubigers, den übrigen, ſelbſt hypothecariſchen, Gläubigern vorgezogen zu werden. 2⁰96. Unter mehreren privilegirten Gläubigern richtet ſich der Vorzug nach der verſchiedenen Beſchaffenheit ihrer Privilegien.— 2⁰97. Mehrere privilegirte Gläubiger von gleichem Range werden zuſammen nach Verhältniß ihrer Forderun⸗ gen bezahlt. 2⁰98. Das Privilegium, welches der Staatskaſſe in Anſehung ihrer Anſprüche zuſteht, und die Ordnung, wo⸗ rin daſſelbe geltend gemacht wird, werden durch die darüber vorhandenen beſonderen Geſetze beſtimmt. Die Staatskaſſe kann jedoch zum Nachtheile der von dritten Perſonen früher erworbenen Rechte kein Privilegium erlangen. 2⁰99. Die Privilegien können auf beweglichen oder auf unbeweglichen Sachen haften. Erſter Abſchnitt. Von den Privilegien auf bewegliche Sachen. 2100. Die Privilegien ſind entweder allgemeine, oder beſondere, die nur auf gewiſſen beweglichen Sachen haften. 384 L. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothéques. s. I. Des Priviléges généraux sur les meubles. 2101. Les créances privilégiées sur la géné- ralité des meubles sont celles ci- apres exprimées, et s'exercent dans l'ordre suivant: 1⁰ Les frais de justice; 2⁰ Les frais funéraixes; 3⁰° Les frais quelconques de la dernière mala- die, concurremment entre ceux à qui ils sont dus; 4°ꝗ)Les salaires des gens de service, pour l'an- née échue et ce qui est du sur l'année courante; 5° Les fournitures de subsistances faites au dé- biteur et à sa famille; savoir, pendant les six der- niers mois, par les marchands en détail, tels que boulangers, bouchers et autres; et pendant la der- nière année, par les maitres de pension et mar- chands en gros. 8. II. Des Priviléges sur certains menbles. 2102. Les créances privilégiées sur certains meubles sont: 1⁰ Les loyers et fermages des immeubles, sur les fruits de la récolte de l'année, et sur le prix de tout ce qui garnit la maison louée ou la ferme, et de tout ce qui sert à l'exploitation de la ferme; sà- voir, pour tout ce qui est échu, et pour tout ce qui est à échoir, si les baux sont authentiques, ou si, étant sous signature privée, ils ont une date certaine; et, dans ces deux cas, les autres créan- ciers ont le droit de relouer la maison ou la ferme pour le restant du bail, et de faire leur profit des 36 B. 181 T. Von Privilegien und Hypotheken. 385 b g ypotl §. I. b Von den allgemeinen Privilegien auf bewegli⸗ che Sachen. 2101. Privilegirte Forderungen, deren Vorzugsrecht ſich auf das geſammte bewegliche Vermögen erſtreckt, ſind die hier unten benannten, welche in folgender Ordnung geltend gemacht werden: 1) die Gerichtskoſten; 2) die Beerdigungskoſten; 3) alle und jede Koſten der letzten Krankheit, nach Verhältniß der einzelnen Forderungen; 4) der Liedlohn, welchen die Dienſtboten für das yerfloſſene und auf das laufende Jahr zu fordern haben; 5) die Forderungen für Lebensbedürfniſſe, die dem Schuldner und ſeiner Familie von denen, welche im Klei⸗ nen verkaufen, wie z. B. von Beckern, Metzgern und an⸗ dern, wahrend der letzten ſechs Monate, und von Koſtge⸗ bern und Großhändlern, während des letzten Jahres, ge⸗ liefert worden ſind. §. II. Von den Privilegien auf gewiſſe bewegliche Sachen. 2102. Privilegirte Forderungen, deren Vorzugs⸗ recht ſich nur auf gewiſſe bewegliche Sachen erſtreckt, ſind folgende: 1) die Forderung an Mieth⸗ und Pachtzins von un⸗ beweglichen Gütern auf den Ertrag der Ernte des laufen⸗ den Jahres, und auf den Preis alles deſſen, womit das gemiethete Haus oder das gepachtete Gut verſehen worden iſt, ſo wie auch derjenigen Gegenſtande, welche zur Bewirth⸗ ſchaftung des letztern dienen; und zwar in Anſehung alles ſewohl verfallenen als noch fällig werdenden Mieth⸗ oder Pachtzinſes, wenn über den Mieth⸗ oder Pachtvertrag eine öffentliche oder eine mit einem glaußwürdigen Datum verſehe⸗ ne Privat⸗Urkunde vorhanden iſt, in welchen beyden Fällen die andern Gläubiger das Recht haben, das Haus oder Gut für die noch übrige Zeit des Vertrages wieder zu vermie⸗ then und den Mieth⸗- oder Pachtzins zu beziehen, jedoch Cod. N. 2 B. 25 — — 386 L. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothèques. baux ou fermages, à la charge toutefois de payer au propriétaire tout ce qui lui serait encore divs; Et, à défaut de baux authentiques, on lors- qu'étant sous signature privée, ils n'ont pas une date certaine, pour uns année à partir de l'expira- tion de l'année courante; Le méème privilége a lieu pour les réparations locatives, et pour tout ce qui concerne l'exécution du bail; Néanmoins les sommes dues pour les semen- ces ou pour les frais de la récolte de l'année, sont payées sur le prix de la récolte, et celles dues pour ustensiles, sur le prix de ces ustensiles, par préférence au propriétaire, dans l'un et Pautre cas; Le propriétaire peut saisir les meubles qui gar- nissent sa maison ou sa ferme, lorsqu'ils ont été déplacés sans son consentement, et il conserve sur eux son privilége, pourvu qu'il ait fait la reven- dication; savoir, lorsqu'il s'agit du mobilier qui garnissait une ferme, dans le délai de quarante jours, et dans celui de quinzaine, s'il s'agit des meubles garnissant une maison; 2° La créance sur le gage dont le créancier est saisi; 36 Les frais faits pour la conservation de la chose; 1 4° Le prix d'effets mobiliers non payés, S'ils sont encore en la possession du débiteur, soit qu'il ait acheté à terme ou sans terme; Si la vente a été faite sans terme, le vendeur peut même revendiquer ces effets tant qulils sont en la possession de l'acheteur, et en empécher la revente, pourvu que la revendication soit faite dans la huitaine de la livraison, et que les effets 87 3s B. 18r T. Von Privilegien und Hypotheken. unter der Bedingung, alles, was der Eigenthümer noch zu fordern hat, an denſelben zu bezahlen; wenn hingegen der Mieth⸗ oder Pachtvertrag nicht in einer öffentlichen Urkunde enthalten iſt, und die darüber vor⸗ handene Privaturkunde noch kein glaubwürdiges Datum hat, nur für Ein Jahr, von dem Ende des laufenden an zu rechnen. Daſſelbe Vorzugsrecht findet Statt wegen der dem Miether obliegenden Ausbeſſerungen und wegen alles deſ⸗ ſen, was zur Vollziehung des Mieth⸗oder Pachtvertra⸗ ges gehört. In dem einen wie in dem andern Falle werden jedoch die für die Ausſaat und für die Erntekoſten des laufenden Jahres noch ſchuldigen Summen aus dem Preiſe der Ern⸗ te, und dasjenige, was für Ackergeräthſchaften noch rück⸗ ſtändig iſt, aus dem Preiſe dieſer Geräthſchaften vorzugs⸗ weiſe vor dem Eigenthümer bezahlt. Der Eigenthümer kann die Mobilien, womit ſein Haus oder Gut verſehen worden iſt, wenn ſie ohne ſeine Sewilligung weggebracht worden ſind, mit Arreſt belegen, und er behäͤlt ſein Vorzugsrecht auf dieſelben, wenn er nur ſeine Anſprüche in Anſehung der auf ſeinem verpachteten Gu⸗ te befindlich geweſenen Mobilien binnen einer Friſt von vierzig Tagen, in Anſehung derjenigen aber, welche ſich in ſeinem vermietheten Hauſe befanden, binnen einer Friſt von vierzehn Tagen geltend macht.(*†) 2.) jede Forderung auf das dafür gegebene Fauſt⸗ pfand, in ſo fern der Gläubiger ſich in deſſen Beſitze be⸗ findet; 3.) die auf die Erhaltung der Sache verwendeten Koſten; 4.) der rückſtändige Kaufpreis beweglicher Sachen, welche der Schuldner noch im Beſitze hat, es mag nun für die Zahlung eine Friſt geſtattet ſeyn oder nicht. Iſt bey dem Verkaufe keine Zahlungsfriſt geſtattet wor⸗ den, ſo kann der Verkäufer dieſe Sachen, ſo lange ſie noch im Beſitze des Kaͤufers ſind, ſogar als ſein Eigenthum zu⸗ rückfordern und deren weitern Verkauf verhindern, vor⸗ ausgeſetzt, daß die Zurückforderung binnen acht Tagen nach (*) S. C. G. O. Art. 819 u. f. 388 L. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothèques. se trouvent dans le mème état dans lequel cette livraison a été faite; Le privilége du vendeur ne s'exerce toutefois qu'après celui du propriétaire de la maison ou de la ferme, a moins qu'il ne soit prouvé que le pro- priétaire avait connaissance que les meubles et au- tres objets garnissant sa maison ou sa ferme n'ap- partenaient pas au locataire; Il n'est rien innové aux lois et usages du com- merce sur la revendication; 5⁰° Les fournitures d'un aubergiste, sur les ef- fets du voyageur qui ont été transportés dans son auberge; 6⁰ Les frais de voiture et les dépenses acces- soires, sur Ja chose voiturée; 7⁰ Les créances résultant d'abus et prévarica- tions commis par les fonctionnaires publios dans Pexercice de leurs fonctions, sur les fonds de leur cautionnement, et sur les intérèts qui en peuvent être dus. SEOCTION II. Deyr Priviléges Jur les immenbleg. 2103. Les eréanciers privilégiés sur les im- meubles sont, 1° Le vendeur, sur l'immeuble vendu, pour le paiement du prix; S'il y a plusieurs ventes successives dont le prix soit du en tout ou en partie, le premier ven- deur est préféré au second, le deuxième au troi- sième, et ainsi de suite; 23 Ceux qui ont fourni les deniers pour l'ae- quisition d'un immeuble, pourvu qu'il soit authen- tiquement constaté, par l'acte d'emprunt, que la 3s B. 18r T. Von Privilegien und Hypotheken. 389 geſchehener Überlieferung erfolgt, und daß die Sachen ſich noch in demſelben Zuſtande befinden, worin ſie überliefert wurden. Das Vorzugsrecht des Verkäufers ſteht jedoch demje⸗ nigen nach, welches dem Eigenthümer des Hauſes oder des Pachtgutes zumt iſt, wenn nicht etwa bewieſen wird, daß os dem Eigenthuͤmer bekannt war, daß die in ſeinem Hauſe oder verpachteten Gute befindlichen Mobilien Gegenſtande dem Miether nicht zugehörten. ch wird jedoch em, was die Handelsge⸗ Handelsgewohnheit iber die Eigenthum eing ein ſetze und beſtimmen, nichts geändert. 5.) das, was ein ſtwirth einem Reiſenden gelie⸗ fert hat, auf die von letzterm in das Gaſthaus gebrachten Sachen. 6.) der Fuhrlohn und die damit verbundenen Neben⸗ koſten, auf die Ladung; 7.) Forderungen, welche durch die von öffentlichen Beamten bey Ausübung ihrer Amtsverrichtungen begange⸗ nen Mißbräuche und pflichtwidrigen Handlungen entſtehen, auf das Capital der von ihnen geſtellten Caution und die ihnen davon etwa gebührenden Zinſen. Zweyter Abſchnitt. Von den Priyilegien auf unbewegliche Sachen. 2103. Ein Privilegium auf unbewegliche Sachen haben folgende Gläubiger: 1.) der Verkäufer auf die verkaufte unbewegliche Sa⸗ che, wegen Bezahlung des Kaufpreiſes. Sind mehrere Verkäufe nach einander geſchehen, wo⸗ von der Preis ganz oder zum Theile noch rückſtändig iſt, ſo wird der erſte Verkäufer dem zweyten vorgezogen, der zwey⸗ te dem dritten, und ſo weiter; 1 2.) derjenige, welcher zum Ankaufe einer unbewegli⸗ chen Sache Geld dargeliehen hat, in ſo fern die Darlehns⸗ urkunde und die Quittung des Verkäufers vor Notarien (*)) S. Handelsgeſetzbuch Art. 576. u. f⸗ 390 L. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothèques. somme était destinée à cet emploi, et, par la quit- tance du vendeur, que ce paiement a été fait des deniers empruntés; 5⁰° Les cohéritiers, sur les immeubles de la succession, pour la garantie des partages faits en- tre eux et des soulte ou retour de lots; 40° Les architectes, entrepreneurs, maçons et autres ouvriers employés pour édifier, reconstrui- re ou réparer des bäâtiments, canaux, ou autres ouvrages quelconques, pourvu néeanmoins que, par un expert nommé d'office par le tribunal de Première instance dans le ressort duquel les bati- ments sont situés, il ait été dressé préalablement un procès-verbal, à l'effet de constater l'état des lieux relativement aux ouvrages que le propriétai- re déclarera avoir dessein de faire, et que les ou- Vrages aient été, dans les six mois au plus de leur Perfection, regus par un expert également nom, mé d'office; Mais le montant du privilége ne peut excéder les valeurs constatées par le second procès- verbal, et il se réduit à la plus-value existante à l'époque de Paliénation de limmeuble et résultant des tra- vaux qui y ont été faits; 5⁰ Ceux qui ont prèté les deniers pour payer ou rembourser les ouvriers, jouissent du méme privilége, pourvu que cet emploi soit authenti- quement constaté par l'acte d'emprunt, et par la quittance des ouvriers, ainsi qu'il a été dit ci- des- sus pour ceux qui onr prèté les deniers pour l'ac- quisition d'un immeuble. 1) vorausgeſetzt, daß durch den Act des Darlehns au⸗ „enrhesgeſegt en ſey, daß die Summe zu dieſer Ver⸗ wendung beſtimmt war, und daß es durch die Quit⸗ tung des Verkaͤufers authentiſch erwieſen ſey, daß die Zahlung ꝛc. L. wenn nur durch den Anlehnsact au⸗ thentiſch dargethan iſt, daß— war, und, durch die 38 B. 18 r T. Ven Privilegien und Hypotheken. 391 ausgefertiget ſind, und durch erſtere bewieſen wird 1), daß das Geld zu dieſem Ankaufe beſtimmt war, durch letztere aber, daß die Bezahlung mit dem erborgten Gelde wirklich geſchehen iſt; 3.) die Miterben auf die zur Erbſchaft gehörigen un⸗ beweglichen Sachen, wegen der Gewäaͤhrleiſtung für die unter ihnen geſchehenen Theilungen, und wegen desjenigen, was ein Miterbe dem andern auf ſein Loos herauszuge⸗ ben hat; A.) Baumeiſter, Bauunternehmer, Maurer und an⸗ dere Arbeiter, welche zur Errichtung, Wiederherſtellung oder Ausbeſſerung eines Gebäudes, Canals oder irgend ei⸗ nes anderen Werkes gebraucht worden ſind, jedoch nur un⸗ ter der Vorausſetzung, daß nicht nur ein von dem Gerichte erſter Inſtanz, in deſſen Bezirke jene Gebäude gelegen ſind, von Amtswegen ernannter Sachverſtändiger vorher ein Protokoll aufgenommen hat, um die Beſchaffenheit der Bauſtelle in Beziehung auf die Arbeiten, welche der Eigen⸗ thümer vornehmen zu wollen erklärt, zu bewähren, ſon⸗ dern daß auch ein ebenfalls von Amtswegen ernannter Sach⸗ verſtändiger die gemachten Arbeiten ſpäteſtens ſechs Mona⸗ te nach deren Vollendung durch ein Protokoll beurkun⸗ det hat; das Vorzugsrecht kann ſich jedoch nicht weiter erſtrek⸗ ken, als auf den durch das zweyte Protokoll beurkundeten Werth, und beſchränkt ſich auf die Summe, um welche der Werth des Grundſtückes zur Zeit der Veräuſſerung ſich durch die daran gemachten Arbeiten erhöhet findet; 5.) derjenige, welcher Geld dargeliehen hat, um die Arbeiter zu bezahlen oder ihnen ihre Auslagen zu erſtatten, hat das nämliche Vorzugsrecht, in ſo fern dieſe Verwen⸗ dung durch die vor Notarien ausgefertigte Darlehnsurkunde und Quittung der Arbeiter eben ſo erwieſen wird, wie es oben in Anſehung derer beſtimmt iſt, welche zum Ankaufe einer unbeweglichen Sache Geld dargeliehen haben. Quittung des Verkaͤufers, daß ꝛc.§. vorausgeſetzt, daß es durch den uͤber das Darlehn errichteten Act (abgefaßte Urkunde M.) authentiſch erwieſen ſey, daß — war, und durch die Quittung des Verkaͤufers, daß ꝛc. D. u. M. dafern naͤmlich durch die Schuldverſchrei⸗ bung glaubwuͤrdig erwieſen iſt, daß— war, und durch die Quittung des Verkaͤufers, daß ꝛc. E. 592 L. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothèques, SECTION III. Der Pripiléges qui Setendent Sur les meubles ekt ler immeubles.. 2104S. Les priviléges qui s'étendent gur les meubles et les immeubles sont ceux énoncés en Particle 2 101.. 2105. Lorsqu'à défaut de mobilier les privilé, giés énoncés en Particle précédent se présentent pour être payés sur le prix d'un immeuble en con- currence avec les cxéanciers privilégiés sur l'im- meuble, les paiements se font dans l'ordre qui suit; 1⁰ Les frais de justice et autres énoncés en Particle 2101; 90 1— gesiene 1,. 2 ELes créançes désignées en l'article 2103. SECTION IV. Comment se conserbent les Privilégeg. 2106. Entre les créanciers, les priviléges ne produisent d'effets à l'égard des immeubles qu'au- tant qu'ils sont rendus publics par inscription sur les registres du conservateur des hypothèques, de la manière déterminée par la loi, et à compter de la date de cette inscription, sous les seules excep- tions qui suivent, 2107. Sont exceptées de la formalité de l'ins- cription les créances énoncées en l'article 2101. 2108. Le vendeur privilégié conserve son pri- vilége par la transeription du titre qui a transféré la propriété à l'acquéreur, et qui constate que la totalité ou partie du prix lui est due; à l'effet de quoi la transcription du contrat faite par l'acqué- reur vaudra inscription pour le vendeur et pour le préteur qui lui aura fourni les deniers payés, et qui sera subrogé aux droits du vendeur par le méme contrat: sera néanmoins le conservateur des hypothèques tenu, sous peine de tous dommages 36 B. 181r T. Von Privilegien und Hypotheken. 395 Dritter Abſchnitt. Von den Privilegien, welche ſich auf bewegliche und unbe⸗ wegliche Sachen zugleich erſtrecken. 210%4. Die auf bewegliche und unbewegliche Sachen ſich zugleich erſtreckenden Privilegien ſind dieſelben, welche im 2101. Artikel angeführt ſind. 2105. Wenn bey Unzulänglichkeit des beweglichen Vermögens die in dem vorhergehenden Artikel erwähnten privilegirten Gläubiger ſich melden, um aus dem Preiſe ei⸗ nes unbeweglichen Gutes zugleich mit den Gläubigern, wel⸗ che auf dieſes unbewegliche Gut ein Privilegium haben, befriediget zu werden, ſo geſchieht die Zahlung in folgen⸗ der Ordnung: 1.) die Gerichtskoſten und die anderen im 2101. Ar⸗ tikel angeführten Forderungen; 2.) die im 2105. Artikel bezeichneten Forderungen. Vierter Abſchnitt. Wie die Privilegien geſichert werden. 2106. Unter den Gläubigern bringen die Privilegien rückſichtlich der unbeweglichen Sachen nur in ſo fern Wir⸗ kung hervor, als ſie durch Einſchreibung(inscription) in die Hypothekenbücher auf die geſetzlich beſtimmte Weiſe öf⸗ fentlich bekannt gemacht worden ſind, und auch nur von dem Tage dieſer Einſchreihung an; jedoch mit Vorbehalt folgender Ausnahmen. 2107. Die im 2101 Artikel erwähnten Forderungen ſind der Förmlichkeit der Einſchreibung nicht unterworfen. 2108. Dem mit einem Prioilegium verſehenen Ver⸗ aufer wird daſſelbe durch die Eintragung(transcription) er Urkunde, wodurch das Eigenthum auf den Erwerber übertragen iſt, und woraus ſich ergibt, daß der Kaufpreis ganz oder zum Theile noch ruͤckſtändig iſt, geſichert, indem nämlich dieſe von dem Käufer veranſtaltete Eintragung des Vertrages ſowohl für den Verkäufer, als für den Darlei⸗ her, welcher jenem das bereits bezahlte Geld vorgeſchoſſen hat und durch denſelben Vertrag in die Rechte des Verkäu⸗ fers eingeſetzt worden iſt, als Einſchreibung des Privile⸗ giums gilt. Demohngeachtet iſt der Hypothekenbuchführer, F 10 † 394 L. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothéques. et intéréts envers les tiers, de faire d'office l'ins- cription sur son registre, des créances résultant de l'acte translatif de propriété, tant en faveur du vendeur qu'en faveur des préteurs, qui pourront aussi faire faire, si elle ne l'a été, la transcription du contrat de vente, à l'effet d'acquérix l'inscription de ce qui leur est dü sux le prix. 2109. Le cohéritier ou copartageant conserve son privilége sur les biens de chaque lot ou sur le pien licité, pour les soulte et reiour de lots, ou pour le prix de la licitation, par. l'inscription faite aA sa diligence, dans soixante jours, àa dater de l'ac- te de partage ou de l'adjudication par licitation; dsrant lequel temps aucune hypothèque ne peut avoir lieu sur le bien chargé de soulte ou adjugé par licitation, au préjudice du créancier de la soul- te ou du prix, 2110. Les architectes, entrepreneurs, ma- çons et autres ouvxiers employés pour édifier, re- gonstruire on réparer des batiments, canaux, ou autres ouvrages, et ceux qui ont, pour les payer enxembourser, prété les deniers dont l'emploi a 6té copstaté, conservent, par la double inscription faite, a du procès-verbal qui constate l'état des lieux, 2⁰ du procès-verbal de réception, leur pri- vilége à la date de l'inscription du premier procès- verbal. 2111. Les créanciers et légataires qui deman- dent la séparation du patrimoine du défunt, con- formément à l'art. 878 au titre des Successions, conservent à l'égard des créanciers des héritiers ou représentants du défunt, leur privilége sur les im- meubles de la succession, par les inscriptions fai- tes sur chacun de ses biens, dans les six nlois à compter de ouverture de la succession. 38 B. 18r T. Von Privilegien und Hypotheken. 395 bey Strafe des dritten Perſonen zu leiſtenden Schadenser⸗ ſatzes, verbunden, die aus dem Geſchäfte, wodurch das Eigenthum übertragen wird, entſtehenden Forderungen von Amtswegen in ſein Hypothekenbuch einzuſchreiben, und zwar ſowohl zum Vortheile des Verkäufers, als des Dar⸗ leihers, welchen es jedoch auch unbenommen bleibt, die Eintragung des Kaufvertrages, wenn ſie noch nicht geſche⸗ hen iſt, vornehmen zu laſſen, um dadurch in Anſehung deſſen, was ſie noch auf den Kaufpreis zu fordern haben, die Rechte der Einſchreibung zu erlangen. 2109. Ein Miterbe oder Theilhaber ſichert ſein Pri⸗ vilegium auf die in jedes Loos gefallenen Güter oder auf die verſteigerten Sachen, in Rückſicht deſſen, was zur Gleichſtellung der Looſe herausgegeben werden muß, oder in Anſehung des Verſteigerungspreiſes, durch die binnen ſechzig Tagen, von der Theilung oder dem Zuſchlage bey der Verſteigerung an zu rechnen, auf ſein Betreiben geſche⸗ hene Einſchreibung. Während dieſer Zeit kann auf die Güter, worauf etwas herausgegeben werden muß, oder auf die bey der Verſteigerung zugeſchlagenen Sachen, zum Nachtheile deſſen, welcher die Herausgabe oder den Kalff⸗ preis zu fordern hat, keine Hypothek beſtellt werden. 2110. Baumeiſter, Bauunternehmer, Maurer, und andere Arbeiter, welcher zur Errichtung, Wiederherſtellung oder Ausbeſſerung eines Gebäudes, Canals oder irgend ei⸗ nes anderen Werkes gebraucht worden ſind, und diejeni⸗ gen, welche um jene zu bezahlen, oder ihnen ihre Ausla⸗ gen zu erſtatten, Geld dargeliehen haben, deſſen wirkliche Verwendung gehörig erwieſen iſt, ſichern durch die doppelte Einſchreibung 1) des Protokolls, wodurch die Beſchaf⸗ fenheit der Bauſtellen bewährt, und 2) des Protokolls, welches über die vollendete Arbeit aufgenommen wurde, ihr Privilegium von dem Tage an, wo das erſte Protokoll ein⸗ geſchrieben worden iſt. 2111. Die Gläubiger und Legatarien, welche in Ge⸗ mäßheit des 878. Artikels in dem Titel von der Erbfol⸗ ge auf Abſonderung des Vermögens des Verſtorbenen an⸗ tragen, ſichern ihr Privilegium auf die unbeweglichen Erb⸗ ſchaftsgüter gegen die Glqäubiger der Erben oder Stellver⸗ treter des Verſtorbenen, durch die binnen ſechs Monaten, von dem Anfalle der Erbſchaft an gerechnet, auf ein jedes dieſer Güter bewirkte Einſchreibung. — 596 LyIII. T. XVIII. Priviléges et Hypothèques. Avant l'expiration de ce délai, aucune hypo- théque ne peut être établfe avec effet sur ces kiens par les héritiers ou représentants au préjudice de ces créanciers ou légataires. 2112. Les cessionnaires de ces diverses créan- ces privilégiées exercent tous, les mêemes droits que les cédants, en leur lieu et place. 2113. Toutes créances privilégiées soumises a la formalité de l'insgription, à l'égard desquelles les conditions ci-dessus Prescrites pour conserver le privilége n'ont pas été accomplies, ne cessent pas neanmoins d'ètre hypothécaires; mais l'hypo- thsque ne date, a L'égard des tiers„ que de l'épo- due des inscriptions qui auront dü être faites ainsi qu'il sera ci-après expliqué, CHAPITRE III. Des Hypothsques. 2114. L'hypothèque est un droit réel sur les immeubles affectés à l'acquittement d'une obliga- tion. Elle est, de sa nature, indivisible, et subsis- te en entier sur tous les immeubles affectés, sur chacun et sur chaque portion de ces immeubles. Elle les suit dans quelques mains qu'ils pas- sent. 2115. L'hypothéèque n'a lieu que dans les cas et suivant les formes autorisés par la loi. 2116. Elle est ou légale, ou judiciaire, ou conventionnelle..„ 2117. L’hypothéque légale est celle qui ré- sulte de la loi... L'hypothèque judiciaire est celle qui résulte des jugements ou actes judiciaires. Von Priovilegien und Hypotheken. Vor Ablauf dieſer Friſt können die Erben oder Stell⸗ vertreter zum Nachtheile dieſer Gläubiger oder Legatarien keine wirkſame Hypothek auf dieſe Güter beſtellen. 2112. Diejenigen, welchen dieſe verſchiedenen privi⸗ legirten Forderungen abgetreten worden ſind, üben die nämlichen Rechte, wie die Cedenten, an deren Stelle und in derſelben Ordnung, aus.(*†) 2115. Alle privilegirten und der Förmlichkeit der Einſchreibung unterworfenen Forderungen, in Anſehung wel⸗ cher die zur Sicherung des Vorzugsrechtes oben vorgeſchrie⸗ benen Bedingungen nicht beobachtet worden ſind, bleiben demohngeachtet immer hypothecariſche Forderungen, aber die Hypothek iſt in Anſehung dritter Perſonen erſt von dem Zeitpuncte an von Wirkung, wo die Einſchreibung auf die unten beſtimmte Weiſe vorgenommen ſeyn wird. Drittes Capitel. Von den Hypotheken. 2114. Die Hypothek iſt ein dingliches Recht auf un⸗ bewegliche Sachen, welche für die Erfüllung einer Verbind⸗ lichkeit haften. Sie iſt ihrer Natur nach untheilbar, und haftet im Ganzen ſowohl auf ſämmtlichen verhypothecirten unbeweg⸗ lichen Sachen, als auch auf jeder einzelnen, und auf jedem Theile derſelben. Sie dauert fort, in welche Hände dieſe Sachen auch übergehen mögen. 2115. Die Hypothek findet nur in den Fällen und nach den Formen Statt, welche das Geſetz beſtimmt. 2116. Sie iſt entweder geſetzlich, oder gerichtlich, oder vertragsmäßig. 2117. Die geſetzliche Hypothek iſt diejenige, welche unmittelbar aus dem Geſetze entſteht. Die gerichtliche Hypothek iſt diejenige, welche aus Ur⸗ theilen oder gerichtlichen Handlungen entſpringt. (*) S. Art. 1692. 393 L. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothéques. L'hypothèque conventionnelle est celle qui dépend des conventions„ et de la forme extérieure des actes et des contrats. 2418. Sont seuls susceptibles d'hypothèques, 1⁰ Les biens immobiliers qui sont dans le com- merce, et leurs accessoires réputés immeubles; 2⁰ L'usufruit des mêemes biens et accessoires pendant le temps de sa durée., 2119. Les meubles n'ont pas de suite par hy- pothèque. 2120. Il n'est rien innové par le présent Co- de aux dispositions des lois maritimes concernant les navires et bätiments de mer. SECTION PREMIERE. Desr fiypotheques légales. 2121. Les droits et créances auxquels l'hy- potheque légale est attribuse, sont, Ceux des femmes mariées, sur les biens de leur mari; Ceux des mineurs et interdits, sur les biene de leur tuteur; Ceux de l'Etat, des communes et des établis- sements publics, sur les biens des receveurs et administrateurs comptables. 2122. Le créancier qui a une hypothèque lé- gale peut exercer son droit sur tous les immeubles appartenant à son débiteur et sur ceux qui pour- ront lui appartenir dans la suite, sous les modif- cations qui seront ci-après exprimées. 36 B. 18 T. Ven Privilegien und Hypotheken. 399 Die vertragsmäßige Hypothek iſt diejenige, welche von einer Ubereinkunft und der äuſſern Form der Vertragsur⸗ kunde abhängt. 2113. Eine Hypothek kann nur beſtellt werden) 1.) auf unbewegliche, dem Verkehre unterworfene Sachen, und deren für unbeweglich zu achtende Zubeho⸗ rungen; 2.) auf den Nießbrauch eben dieſer Sachen und Zu⸗ vpehörungen, während der Dauer deſſelben. 2119. Eine Hypothek auf bewegliche Sachen kann gegen einen dritten Beſitzer nicht geltend gemacht werden. ²) 2120. Durch das gegenwärtige Geſetzbuch wird an den die Seeſchiffe und Fahrzeuge betreffenden Verfuͤgungen der Seegeſetze nichts geändert.() Erſter Abſchnitt. Von den geſetzlichen Hypotheken. geſets 3 2 2121. Die Rechte und Forderungen, welchen eine geſetzliche Hypothek beygelegt iſt, ſind: die der Ehefrauen auf das Vermögen ihrer Mäaͤn⸗ ner; die der Minderjährigen und Interdicirten auf das Ver⸗ mögen ihrer Vormunder; die des Staates, der Gemeinden und öffentlichen An⸗ ſtalten auf das Vermögen ihrer rechnungspflichtigen Ein⸗ nehmer und Verwalter. 2122. Der mit einer geſetzlichen Hypothek verſehene Gläubiger kann ſein Recht auf alle unbeweglichen Güter, welche ſein Schuldner ſchon jetzo beſitzt, und die er in der Folge noch erwirbt, jedoch unter den unten beſtimmten Einſchränkungen(*†*), geltend machen. (*) S. Handelsgeſetzbuch Art. 180 u. f. (**) S. Art. 2161 u. f. 2) Moͤbel kann man nicht kraft eines hypothecariſchen Rechtes verfolgen. L. Auf bewegliche Güter kann kei⸗ ne Hypothek beſtellt werden.§. u. E. Mobilien koͤn⸗ nen keine Gegenſtaͤnde der Hypotheken ſeyn. M. 4 1 f 400 L. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothéques- SECTION II. Des Hypothèques judiciaires. 2123. L'hypothèéque judicfaire résulte des ju- gements, soit contradictoires, soit par défaut, dé- finitifs ou provisoires, en faveur de celui qui les a obtenus. Elle résulte aussi des reconnaissances ou vérifications, faites en jugement, des signa- tures apposées àun acte obligatoire sous seing privé. Elle peut s'exercer sur les immeubles actuels du débiteur et sur ceux qu'il pourra acquérir, sauf aussi les modifications qui seront ci-après expri- mées. Les décisions arbiträles n'emportent hypothè- que qu'autant qw'elles sont reèvêtues de l'ordonnan- ce judiciaire d'exécution.. L'hypothéèque ne peut pareillement résulter des jugements rendus en pays étranger, qu'autant qu'ils ont été déclarés exscutoires par un tribunal français; sans préjudice des dispositions contraires qui peuvent être dans les lois politiques ou dans les traités. SECTION III. Des Hypothèques conventionnelles. 2124. Les hypothèques conventionnelles ne peuvent être consenties que par ceux qui ont la 3) Sie fließt auch aus, vor Gericht vorgenommenen Anerkennungen, oder Veriſikationen von Unterſchrif⸗ ten, unter einem obligatoriſchen Act unter Privatun⸗ terſchrift, her. L. Sie entſteht gleichfalls aus den bey Gerichte erfolgten Anerkennungen oder Bewaͤhrungen der Unterſchriften, die ſich bey einem unter Pripat⸗ Unterſchrift ausgefertigten verbindlichen Acte befinden. P. Sie entſteht gleichfalls aus den vor Gerichte er⸗ folgten Beglaubigungen der unterſchriften, die ſich bey 3s B. 18r T. Von Privilegien und Hypotheken. 401 Zweyter Abſchnitt. Von den gerichtlichen Hypotheken. 2123. Die gerichtliche Hypothek entſteht aus Urthei⸗ len, zum Vortheile desjenigen, welcher ſie ausgewirkt hat, es mögen nun dieſelben nach vorgängiger Anhörung des an⸗ dern Theils oder auf deſſen Nichterſcheinen ergangen ſeyn, ſie mögen eine endliche oder nur eine vorläufige Entſchei⸗ dung enthalten. Sie entſteht auch daraus, daß die unter einer Privatſchuldurkunde befindliche Unterſchrift durch An⸗ erkennung oder Beweisführung auſſer Zweifel geſetzt iſt, und der Richter hierüber ein Erkenntniß ertheilt hat. 3) Sie kann auf die unbeweglichen Güter, welche der Schuldner ſchon jetzo beſitzt, und die er noch erwerben wird, geltend gemacht werden, jedoch ebenfalls unter den unten beſtimmten Einſchränkungen. Schiedsrichterliche Entſcheidungen bewirken nur dann eine Hypothek, wenn ein gerichtlicher Vollziehungsbefehl hinzugekommen iſt. Auf gleiche Weiſe entſteht aus Urtheilen, welche im Auslande ergangen ſind, nur dann eine Hypothek, wenn ein franzöſiſches Gericht erklärt hat, daß ſie vollzogen wer⸗ den können; hierdurch werden jedoch die etwa entgegenſte⸗ henden Beſtimmungen der Staatsgeſetze und Staatsverträ⸗ ge nicht aufgehoben. Dritter Abſchnitt. Von den vertragsmäßigen Hypotheken. 2124. Vertragsmäßige Hypotheken können nur von ſolchen Perſonen beſtellt werden, welche fähig ſind, die einer unter Privatunterſchrift ausgefertigten Urkunde befinden, welche Verbindlichkeiten enthaͤlt. M. Sie geht auch aus den gerichtlich geſchehenen Anerkennun⸗ gen und Unterſuchungen der Unterſchriften hervor, wel⸗ che ſich unter Privatverſchreibungen beſfinden. 8. Sie entſteht auch aus der gerichtlichen Anerkennung und Bewaͤhrung der Unterſchriften einer unter Privatſig⸗ fatur Deshalh gusgeſtellten, verbindlichen Verſchrei⸗ ung. E. Cod. N. 2. B. 26 402 L. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothéques. capacité d'aliéner les immeubles qu'ils y soumet- tent. 2125. Ceux qui n'ont sur l'immeuble qu'un droit suspendu par une condition, ou résoluble dans certains cas, ou sujet à rescision, ne peuvent consentir qu'une hypothèque soumise aux mèmes conditions ou à la mèême rescision. 2126. Les biens des mineurs, des interdits, et ceux des absents, tant que la possession n'en est déférée que provisoirement, ne peuvent être hy- pothéqués que pouxr les causes et dans les formes éStablies par la loi, ou en vertu de jugements. 2127. L'hypothè que conventionnelle ne peut étre consentie que par acte passé en forme authen- tique devant deux notaires, ou devant un notaire et deux témoins. 2128. Les contrats passés en pays étranger ne peuvent donner d'hypothèque sur les biens de France, s'il n'y a des dispositions contraires à ce principe dans les lois politiques ou dans les traités. 2129. Il n'y a d'hypothèque conventionnelle valable que celle qui, soit dans le titre authenti- que constitutif de la créance, soit dans un acte au- thentique postérieur, déclare spécialement la na- ture et la situation de chacun des immeubles ac- tuellement appartenant au débiteur, sur lesquels il consent l'hypothéque de la créance. Chacun de tous ses biens présents peut être nominativement soumis à l'hypothèque. Les biens à venir ne peuvent pas èêtre hypo- théqués. 2130. Néanmoins, si les biens présents et li- bres du débiteur sont insuffisants pour la süreté de la créance, il peut, en exprimant cette insuffisan- ce, consentir que chacun des biens qu'il acquerxa 38 B. 181 T. Von Privilegien und Hypotheken. 4⁰⁵ 9 ypoth unbeweglichen Güter, welche ſie mit der Hypothek beſchwo⸗ ren wollen, zu veräuſſern. 2125. Diejenigen, welche auf das unbewegliche Gut nur ein von einerſaufſchiebenden Bedingung abhängiges; oder in gewiſſen Fällen auflösbares, oder der Wiederaufhebung unterworfenes Recht haben, können auch nur unter denſel⸗ ben Bedingungen, oder mit dem Vorbehalte der nämlichen Wiederaufhebung, eine Hypothek beſtellen. 2126. Das Vermögen der Minderjährigen, der In⸗ terdicirten, wie auch das der Abweſenden, ſo lange deſſen Beſitz bloß proviſoriſch eingeräumt iſt, kann nur aus den Urſachen und unter den Formen, die das Geſetz beſtimmt, oder zufolge eines richterlichen Erkenntniſſes, mit Hypo⸗ theken beſchwert werden.() 2127. Eine vertragsmäßige Hypothek kann nur durch eine von zwey Notarien, oder von einem Notar in Gegen⸗ wart zweyer Zeugen, aufgenommene öffentliche Urkunde beſtellt werden. 2128. Verträge, welche im Auslande geſchloſſen wur⸗ den, können auf die in Frankreich gelegenen Güter keine Hypothek verleihen, wenn nicht die Staatsgeſetze oder Staatsverträge von dieſem Grundſatze abweichende Beſtim⸗ mungen enthalten. 2129. Eine vertragsmäßige Hypothek iſt nur dann giltig, wenn entweder in der öffentlichen Urkunde, welche die Forderung begründet, oder in einer ſpätern öffentlichen Urkunde, die Eigenſchaft und die Lage eines jeden dem Schuldner wirklich zugehörigen unbeweglichen Gutes, wor⸗ auf die Hypothek zur Sicherheit der Forderung bewilliget wird, beſonders angegeben iſt. Eine jede dem Schuldner gegenwärtig zugehörige unbewegliche Sache kann namentlich mit der Hypothek beſchwert werden. Das zukünftige Vermögen aber kann nicht verhypo⸗ thecirt werden. 2130. Wenn jedoch das gegenwärtige und noch freye Vermögen des Schuldners zur Sicherheit der Forderung nicht hinreicht, ſo kann derſelbe, unter Beziehung auf die⸗ ſe Unzulänglichkeit, darein willigen, daß ein jedes Gut, (*) S Art. 128 und 477. 26 4 4 L. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothséques- par la suite, y demeure affecté à mesure des ac- quisitions. f 2131. Pareillement, en eas que l'immeuble ouù les immeubles préezents, assujettis à Phypothe- que, eussent péri, ou prouvé des dégradations, de manière qu'ils fussent devenus insufftsants pour la sðrete du créancier, celui-ci pourra ou pour- suivre dés-à présent son remboursement, ou ob- tenir un supplément d'hypothèque. 2152. L'hypothéque conventionnelle n'est va- lable qu'autant que la somme pour laquelle elle est consentie, est certaine et déterminee par l'acte: si la créance résultant de l'obligation est condition- nelle pour son existence, ou indétermineée dans sa valeur, le créancier ne pourra requérir Finscrip- tion dont il sera parlé ci- après, que jusqu'à con- currence d'une valeur estimative par lui déclarée expressément, et que le débiteur aura droit de fai- re réduire, s'il y a lieu. 2133. L'hypotheéque acquise s'étend à toutes les améliorations survenues à l'immeuble hypothé- qué. SECTION IV. Du rang que les Hypotheques ont entre ellev. 2134. Entre les créanciers, T'hypothèque, soit légale, soit judiciaire, soit conventionnelle, n'a de rang que du jour de l'inscription prise par le eréancier sur les registres du conservatenr, dans la forme et de la manière prescrite par la loi, sauf les exceptions portées en J'article suivant. 2135. L'hypothéque existe, indépendamment de toute inscription,— 2° Au profit des mineurs et interdits, sur les immeubles appartenant à leur tuteur, à raison de sa gestion, du jour de l'acceptation de la tutelle; 2⁰0 Au profit des femmes, pour raison de leurs dot et conventions matrimoniales, sur les 1 38 B. 18 T. Von Privilegien und Hypotheken. 405 das er in der Folge erwerben wird, ſo wie er es erwirbt, für die Forderung haften ſolle. 2131. Auch kann in dem Falle, wenn das unbe⸗ wegliche Gut oder die unbeweglichen Güter, worauf die Hy⸗ pothek beſtellt wurde, zu Grunde gegangen ſind, oder ſich ſo verſchlimmert haben, daß ſie zur Sicherheit des Gläubi⸗ gers nicht mehr hinreichen, dieſer letztere entweder ſogleich ſeine Befriedigung fordern, oder eine Ergänzung der Hy⸗ pothek verlangen.. 2152, Eine vertragsmäßige Hypothek iſt nur dann giltig, wenn die Summe, wofür ſie beſtellt wurde, ge⸗ wiß und in der Urkunde beſtimmt iſt. Iſt die Forderung, welche ſich aus der Schuldurkunde ergibt, entweder in An⸗ ſehung ihrer Exiſtenz bedingt, oder dem Betrage nach un⸗ beſtimmt, ſo kann der Gläubiger um die Einſchreibung, wovon unten die Rede ſeyn wird, nur bis zum Betrage des Werthes nachſuchen, den er ſchätzungsweiſe ausdrücklich angibt, und den der Schuldner erforderlichen Falls ermäſſi⸗ gen laſſen kann. 2133. Eine einmal erworbene Hypothek erſtreckt ſich auf alle an dem verhypothecirten unbeweglichen Gute er⸗ folgten Verbeſſerungen. Vierter Abſchnitt. Von dem Range der Hypotheken unter einander. 2134. Eine Hypothek, ſie mag geſetzlich, gerichtlich oder vertragsmäßig ſeyn, hat unter den Gläubigern erſt von dem Tage an einen Rang, wo der Gläubiger ihre Ein⸗ ſchreibung in das Hypothekenbuch nach der geſetzlich vorge⸗ ſchriebenen Form und Art bewirkt hat, jedoch mit Vorbe⸗ halt der in dem folgenden Artikel enthaltenen Ausnahmen. 2135. Unabhängig von aller Einſchreibung findet die Hypothek Statt, 1)) zum Vortheile der Minderjährigen und Interdicir⸗ ten, auf das unbewegliche Vermögen ihrer Vormünder, wegen der aus ihrer Geſchäftsführung entſtehenden Forde⸗ rungen, und zwar von dem Tage an, da ſie die Vormund⸗ ſchaft übernommen haben; 2) zum Vertheile der Ehefrauen, wegen ihres Braut⸗ ſchatzes und alles deſſen, was ihnen nach der Eheberedung 406 1. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothéques. immeubles de leur mari, et à compter du jouùr du mariage.— La femme n'a hypothèque pour les sommes do- tales qui proviennent de successions à elle échues, ou de donations à elle faites pendant le mariage, qu'à compter de l'ouverture des successions ou du jourx que les donations ont eu leur effet. Elle n'a hypothèque pour l'indemnité des det- tes qu'elle a contractées avec son mari, et pour le remploi de ses propres aliénés, qu'à compter du jour de l'obligation ou de la vente. Dans aucun cas, la disposition du présent ar- icle ne pourra préjudicier aux droits acquis à des tiers avant la publication du présent titre. 2156. Sont toutefois les maris et les tuteurs lenus de rendre publiques les hypothèques dont leurs biens sont grevés, et, à cet effet, de requé- rir eux- méêmes, sans aucun délai, inscription aux bureaux à ce établis, sur les immeubles à eux ap- partenant, et sur ceux qui pourront leur apparte- nir par la suite. Les maris et les tuteurs qui, ayant manqué de requérir et de faire faire les inscriptions ordon- nées par le présent article, auraient consenti ou laissé prendre des priviléges ou des hypothéèques sur leurs immeubles, sans déclarer expressément que lesdits immeubles étaient affectés à l'hypothè- que légale des femmes et des mineurs, seront ré- putés stellionataires, et comme tels contraignables par corps. 2157. Les subrogés tuteurs seront tenus, sous leur responsabilité personnelle, et sous peine de tous dommages et intérèts, de veiller à ce que les inscriptions soient prises sans délai sur les biens du tuteur, pour raison de sa gestion, mêème de faire faire lesdites inscriptions. 38 B. 18r T. Von Privilegien und Hypotheken. 407 gebührt, auf das unbewegliche Vermögen ihrer Männer, und zwar von dem Tage der Abſchließung der Ehe an. Die Frau hat in Anſehung der Brautſchatzgelder, wel⸗ che von den während der Ehe ihr angefallenen Erbſchaften oder gemachten Schenkungen herrühren, nur von dem Ta⸗ ge an eine Hypothek, wo die Erbſchaften ihr angefallen oder die Schenkungen zur Wirkſamkeit gekommen ſind. Wegen der Entſchädigung für die mit ihrem Manne gemachten Schulden und wegen des Erſatzes für ihr ver⸗ äuſſertes perſönliches Vermögen hat ſie nur von dem Tage an eine Hypothek, wo die Schuld entſtanden, oder der Verkauf geſchehen iſt. In keinem Falle ſoll die Verfügung des gegenwärtigen Artikels den von dritten Perſonen vor der Verkündigung des gegenwärtigen Titels erworbenen Rechten zum Nach⸗ theile gereichen.(*) 2136. Die Ehemänner und Vormünder ſind jedoch verbunden, die auf ihrem Vermögen haftenden Hypothe⸗ ken zur öffentlichen Kenntniß zu bringen, und zu dem En⸗ de die Einſchreibung auf das ihnen gegenwärtig zugehörige unbewegliche Vermögen, ſo wie auch auf dasjenige, wel⸗ ches ſie etwa in der Folge noch erwerben, bey dem hierzu angeordneten Büreau unverzüglich ſelbſt nachzuſuchen. Die Ehemänner und Vormünder, welche unterlaſſen haben, die in dem gegenwärtigen Artikel befohlenen Ein⸗ ſchreibungen nachzuſuchen und vornehmen zu laſſen, in der Folge aber Privilegien oder Hypotheken auf ihre unbeweg⸗ lichen Güter bewilligen oder zulaſſen, ohne ausdrücklich zu erklären, daß auf dieſen Gütern ſchon die geſetzliche Hypo⸗ thek der Frauen und der Minderjährigen hafte, ſollen des Stellionats ſchuldig geachtet werden, und es kann deshalb der Perſonalarreſt gegen ſie verfügt werden. 2137. Die Nebenvormünder ſind, unter perſönlicher Verantwortlichkeit und bey Strafe des vollſtändigen Scha⸗ denserſatzes, nicht nur verbunden, dafür zu ſorgen, daß die Einſchreibungen auf die Güter des Vormundes in Rückſicht ſeiner Geſchäftsführung unverzüglich geſchehen, ſondern ſie müſſen auch dieſe Einſchreibungen ſelbſt vorneh⸗ men laſſen. (*) S. Art. 1572. ——— 4⁰8 L. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothèques, 2138. A défaut par les maris, tuteurs, subro- gés tuteurs, de faire faire les inscriptions ordon- nées par les articles précedents, elles seront re- quises par le procureur impérial au tribunal de première instance du domicile des maris et tu- teurs, ou du Hieu de la situation des biens, 2159. Pourront les parents, soit du mari, soit de la femme, et les parents du mineur, ou, à défaut de parents, ses amis, requérir lesdites ins- criptions; elles pourront aussi être requises par la femme et par les mineurs, 2140. Lorsque“, dans le contrat de mariage, les parties majeures seront convenues qu'il ne se- ra pris d'inscription que sur un ou certains im- meubles du mari, les immeubles qui ne seraient pas indiqués pour l'inscription resteront libres et affranchis de Thypothèque pour la dot de la fem- me, et pour ses reprises et conventions matrimo- niales. IIl ne pourra pas èêtre convenu qu'il ne sera pris aucune inscription. 2141. Il en sera de méême pour les immeubles du tuteur, lorsque les parents, en conseil de fa- mille, auront été d'avis qu'il ne soit pris d'inscrip- tion que sur certains immeubles. 2142. Dans le cas des deux articles précé- dents, le mari, le tuteur et le subrogé tuteur, ne seront tenus de requérir inscription que sur les immeubles indiqués. 2 2145. Lorsque l'hypothèque n'aura pas été restreinte par l'acte de nomination du tuteur, ce- Iui-ci pourra, dans le cas ou P'hypothèque géné- rale sur ses immeubles excéderait notoirement les süretés suffisantes pour sa gestion, demander que cette hypothèque soit restreinte aux immeubles suffisants pour opérer une pleine garantie en fa- veur du mineur. 36 B. 18r T. Von Privilegien und Hypotheken. 409 2158. Wenn die Ehemänner, Vormünder und Ne⸗ benvormünder die in den vorhergehenden Artikeln befohle⸗ nen Einſchreibungen zu bewirken unterlaſſen, ſo ſoll der kaiſerliche Procurator bey dem Gerichte erſter Inſtanz des Ortes, wo die Männer und Vormünder ihren Wohnſitz haben, oder des Ortes, wo die Güter gelegen ſind, dar⸗ auf antragen. 2139. Auch die Verwandten des Mannes oder der Frau, und die Verwandten des Minderjährigen, oder, in deren Ermangelung, ſeine Freunde ⁴), können um die er⸗ wähnte Einſchreibung nachſuchen; auſſerdem ſind auch die Frau und die Minderjährigen ſelbſt darum nachzuſuchen berechtiget. 2140. Wenn die volljährigen Partheyen in der Ehe⸗ beredung die Übereinkunft getroffen haben, daß die Ein⸗ ſchreibung nur auf ein oder auf gewiſſe unbewegliche Güter des Mannes geſchehen ſolle, ſo bleiben die dazu nicht be⸗ ſtimmten unbeweglichen Güter gänzlich befreyt von der Hy⸗ pothek, welche der Frau für ihren Brautſchatz, für das ihr aus der Gütergemeinſchaft zum Voraus Gebührende, und für die in der Eheberedung enthaltenen Zuſagen zuſteht. Daß gar keine Einſchreibung geſchehen ſolle, kann nicht verab⸗ redet werden. 2144. Eben dieß gilt von dem unbeweglichen Vermö⸗ gen eines Vormundes, wenn die Verwandten in dem Fa⸗ milienrathe der Meinung geweſen ſind, daß die Einſchrei⸗ bung nur auf gewiſſe unbewegliche Güter geſchehen ſolle.:— 2142. In dem Falle der beyden vorhergehenden Ar⸗ tikel ſind der Mann, der Vormund und Nebenvormund nur um die Einſchreibung auf die beſtimmten unbewegli⸗ chen Güter nachzuſuchen verbunden. 2143. Wenn die Hypothek nicht durch die Ernen⸗ nungsurkunde des Vormundes eingeſchränkt wurde, ſo kann dieſer, im Falle die allgemeine Hypothek auf ſein unbeweg⸗ liches Vermögen die für ſeine Verwaltung hinreichende Si⸗ cherheit offenbar überſteigt, darum nachſuchen, daß dieſe Hypothek auf ſo viele unbewegliche Güter eingeſchränkt wer⸗ de, als hinreichend ſind, um dem Minderjährigen voll⸗ kommene Sicherheit zu verſchaffen. 4) oder, in Ermangelung von Verwandten, deren Freun⸗ de/ L. u. E. 41°% L. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothéques. La demande sera formée contre le subrogé tu- teur, et elle devra être précédée d'un avis de fa- mille. 3 21443. Pourra pareillement le mari, du con- sentement de sa femme, et après avoir pris l'avis des quatre plus proches parents d'icelle, réunis en assemblée de famille, demander que Phypothèque générale sur tous ses immeubles, pour raison de là dot, des reprises et conventions matrimoniales, soit restreinte aux immeubles suffisants pour la conservation entière des droits de la femme. 2145. Les jugements sur les demandes des maris et des tuteurs ne seront rendus qu'après avoir entendu le procureur impérial, et contra- dictoirement avec lui. Dans le cas o( le tribunal prononcera la ré- duction de l'hypothéque à certains immeubles, les inscriptions prises sur tous les autres seront ray ées. CHAPITRE IV. Du mode de l'Inscxription des Privilé- ges et Hypothéèques. 2146. Les inscriptions se font au bureau de conservation des hypothèques dans l'arrondisse- ment duquel sont situés les biens soumis au pri- vilége ou à l'hypothèque. Elles ne produisent au- cun effet si elles sont prises dans le délai pendant lequel les actes faits avant l'ouverture des faillites sont déclarés nuls. Il en est de mème entre les créanciers d'une succession, si l'inscription n'a été faite par l'un d'eux que depuis l'ouverture, et dans le cas od la sucgession n'est acceptée que par bénéfice d'in- ventaire. 5) Eben dieſes findet in Anſehung der Erbſchaftsglaͤubi⸗ ger Statt, wenn die Einzeichnung von einem unter 38 B. 18r T. Von Privilegien und Hypotheken. 4211 Die Klage muß gegen den Rebenvormund gerichtet werden, und derſelben ein Gutachten des Familienrathes vorausgehen. 2144. Eben ſo kann der Mann mit Bewilligung ſeiner Frau, und nach Einholung eines Gutachtens ihrer vier nächſten in einem Familienrathe verſammelten Ver⸗ wandten, darum nachſuchen, daß die auf ſeinem geſamm⸗ ten unbeweglichen Vermögen haftende allgemeine Hypothek der Frau wegen ihres Brautſchatzes, des ihr aus der Gü⸗ tergemeinſchaft zum Voraus Gebührenden, und der in der Eheberedung enthaltenen Zuſagen, auf ſo viele unbewegli⸗ che Güter eingeſchränkt werde, als zur völligen Sicherſtel⸗ lung der Rechte der Frau hinreichen. 2145. Die Erkenntniſſe auf die Geſuche der Ehemän⸗ ner und Vormünder dürfen nur nach Anhörung des kaiſer⸗ lichen Procurators, und auf eine Verhandlung zwiſchen ihm und jenen Perſonen, erlaſſen werden. Erkennt das Gericht, daß die Hypothek auf gewiſſe unbewegliche Güter beſchränkt werden ſolle, ſo ſind die auf alle übrigen Güter geſchehenen Einſchreibungen zu löſchen. Viertes Capitel. Von der Art und Weiſe der Einſchreibung der Privilegien und Hypotheken. 2146. Die Einſchreibungen geſchehen auf dem Hypo⸗ thekenbüreau desjenigen Bezirkes, in welchem die mit dem Privilegium oder der Hypothek beſchwerten Güter gelegen ſind. Sie bringen keine Wirkung hervor, wenn ſie vor dem Ausbruche eines Concurſes, und zwar in dem Zeitrau⸗ me geſchahen, während deſſen die Handlungen des Schuld⸗ ners für ungiltig erklärt ſind. Ein Gleiches gilt in Anſehung der Gläubiger einer nur unter Vorbehalt der Rechtswohlthat des Inventariums an⸗ genommenen Erbſchaft, wenn einer von ihnen erſt nach den Anfalle der Erbſchaft die Einſchreibung hat vornehmen laſſen. 5) ihnen erſt nach dem Erbſchaftsanfalle beſorgt, und dann, wenn die Erbſchaft nur unter Vorbehalt der Rechts⸗ wohlthat des Inventariums angetreten worden iſt. K. 412 L III. T. XVIII. Priviléges et Hypothèques. 2147. Tous les créanciers inscrits le même jour exercent en concurrence une hypothèque de la méme date, sans distinction entre Pinscription du matin et celle du soir, quand cetie différence serait marquée par le conservateur. 2146. Pour opérer l'inscription, le créancier représente, soit par lui-méême, soit par un tiers, au conservateur des hypothè ques, l'original en bre- vet ou une expédition authentique du jugement ou de l'acte qui donne naissance au privilége ou à Thypothèque. Il y joint deux bordereaux écrits sur papier timbré, dont l'un peut être porté sur Texpédition du titre; ils contiennent: 1° Les nom, prénom, domicile du créancier, sa pProfession, s'il en a une, et l'élection d'un do- micile pour lui dans un lieu quelconque de l'arron- dissement du bureau; 2½ Les nom, prénom, domicile du débiteur, sa profession, s'ilen a une connue, ou une désigna- rion individuelle et spéciale, telle, que le conser- vateur puisse reconnaitre et distinguer dans tous les cas Pindividu grevé d'hypothèque; 3° La date et la nature du titre; 4° Le montant qu capital des oréances expri- mées dans le titre, ou évaluées par l'inscrivant, Ppour les rentes et prestations, ou pour les droits éventuels, conditionnels ou indéterminés, dans les cas ou cette évaluation est ordonnée; comme aus- si le montant des accessoires de ces capitaux, et F'époque de Pexigibilité; 5° Lindication de l'espèce et de la situation des biens sur lesquels il entend conserver son pri- vilége ou son hypothèque. Cette dernière disposition n'est pas nécessaire dans le cas des hypothèques légales ou judiciaires: à defaut de convention, une seule inscription, — ———. — 3s B. 18 T. Von Privilegien und Hypotheken. 415 2147. Alle an Einem Tage eingeſchriebenen Gläubi⸗ ger haben eine Hypothek von gleichem Alter, die ſie nach Verhältniß ihrer Forderungen geltend machen, ohne Unter⸗ ſchied, ob die Einſchreibung am Morgen oder am Abend g?⸗ ſchehen iſt, wenn der Hypothekenbuchführer dieſe Verſchie⸗ denheit der Zeit etwa angemerkt haben ſollte. 2148. Um die Einſchreibung zu bewirken, überreicht der Gläubiger, entweder ſelbſt oder durch einen Dritten, dem Hypothekenbuchführer das Original oder eine beglau⸗ bigte Ausfertigung des Urtheils oder der Urkunde, worauf ſich das Privilegium oder die Hypothek gründet. Er legt zwey auf geſtempeltes Papier geſchriebene Auf⸗ fätze bey, wovon der eine auf die Ausfertigung des Urtheils oder der Urkunde ſelbſt geſetzt werden kann; dieſe Aufſätze enthalten: 1) den Namen, Vornamen und Wohnort des Gläu⸗ bigers, ſein Gewerbe, wenn er eines treibt, und die Wahl eines Wohnſitzes an irgend einem Orte des Bezirkes dieſes Hypothekenbüreaus; 2) den Namen, Vornamen und Wohnort des Schuld⸗ ners, ſein Gewerbe, wenn eines von ihm bekannt iſt, oder eine perſoͤnliche und genaue Beſchreibung von der Art, daß der Hypothekenbuchführer die mit der Hypothek beſchwerte Perſon in allen Fällen erkennen und unterſcheiden kann; 3) das Datum und die Beſchaffenheit der das Privi⸗ legium oder die Hypothek begründenden Urkunde; 4) den Capitalbetrag der Forderungen, ſo wie ſie ent⸗ weder in dieſer Urkunde ſelbſt ausgedrückt ſind, oder, wenn von Renten und Leiſtungen, oder von künftigen, beding⸗ ten oder unbeſtimmten Rechten die Rede iſt, und zwar in einem ſolchen Falle, wo deren Anſchlag auf einen gewiſſen Werth vorgeſchrieben iſt, ſo wie ſie derjenige, welcher die Einſchreibung verlangt, angeſchlagen hat; ſodann auch den Betrag der Zubehörungen dieſer Capitalien, und die Ver⸗ fallzeit; 5) die Angabe der Gattung und der Lage der Güter⸗ worauf er ſein Privilegium oder ſeine Hypothek zu ſichern die Abſicht hat. Bey geſetzlichen oder gerichtlichen Hypotheken iſt dieſes Letztere nicht nöthig; in Anſehung ihrer erſtreckt ſich, in Er⸗ mangelung einer beſondern Verabredung, eine einzige Ein⸗ —— — —— 414 L. III. T. XVIII Priviléges et Hypothèques. pour ces hypothèques, frappe tous les immeubles compris dans l'arrondissement du bureau. 2149. Les inscriptions à faire sur les biens d'une personne décédée, pourront être faites sous la simple désignation du défunt, ainsi qu'il est dit au no˙ 2 de l'article précédent. 2150. Le conservateur fait mention, sur son registre, du contenu aux bordereaux, et remet au requérant, tant le titre ou l'expédition du ti- tre, que l'un des bordereaux, au pied duquel il certifie avoir fait l'inscription. 2151. Le créancier inscrit pour un capital produisant intérèt ou arrérages, a droit d'etre col- loqué pour deux années seulement, et pour l'an- née courante, au même rang d'hypothèque que pour son capital; sans préjudice des inscriptions parti- culières à prendre, portant hypothèque à compter de leur date, pour les arrérages autres que ceux conservés par la première inscription. 2152. II est loisible à celui qui a requis une inscription, ainsi qu'à ses représentants, ou ces- sionnaires par acte authentique, ce changer sur le registre des hypothèques le domicile par lui élu, a la charge d'en choisir et indiquer un autre dans le mêeme arrondissement. 2155. Les droits d'hypothèque purement lé- gale de l'Etat, des communes et des établissements publics sur les biens des comptables, ceux des mi- neurs ou interdits sur les tuteurs, des femmes ma- riées sur leurs époux, seront inscrits sur la re- présentation de deux bordereaux, contenant seu- lement, 1 Les nom, prénom, profession et domicile réel du créancier, et le domicile qui sera par lui, ou pour lui, élu dans l'arrondissement; 2° Les nom, prénom, profession, domicile, u désignation précise du débiteur; 38 B. 18 r T. Von Privilegien und Hypotheken. 415 ſchreibung auf alle in dem Bezirke des Büreaus gelegenen unbeweglichen Güter. 2149. Die Einſchreibungen auf Güter einer verſtor⸗ benen Perſon können unter bloßer Bezeichnung des Ver⸗ ſtorbenen, auf die in der zweiten Nummer des vorhergehen⸗ den Artikels beſtimmte Art, geſchehen. 2150. Der Hypothekenbuchführer bemerkt in ſeinem Buche den Inhalt der oben erwähnten Aufſätze, und gibt dem, welcher die Einſchreibung verlangt hatte, das Origi⸗ nal oder die Ausfertigung der Urkunde, nebſt einem der beyden Aufſätze, unter welchen er die durch ihn geſchehene Einſchreibung beſcheiniget, zurück. 2151. Ein Gläubiger, der wegen eines Capitals ein⸗ geſchrieben iſt, das Zinſen oder Renten trägt, kann ver⸗ langen, daß die von dem laufenden und den zwey letztver⸗ floſſenen Jahren rückſtändigen Zinſen oder Renten mit dem Capitale ſelbſt in gleiche Claſſe geſetzt werden; über dieß bleibt es ihm vorbehalten, in Anſehung der übrigen, durch die erſte Einſchreibung nicht geſicherten, Rückſtände beſon⸗ dere Einſchreibungen vornehmen zu laſſen, welche aber nur von dem Tage an, wo ſie geſchahen, eine Hypothek be⸗ gründen. 2152. Sowohl dem, welcher eine Einſchreibung aus⸗ gewirkt hat, als auch ſeinen Stellvertretern, oder denen, welchen durch eine öffentliche Urkunde ſeine Rechte abgetre⸗ ten wurden, ſteht es frey, den von ihm gewählte Wohn⸗ ſitz in dem Hypothekenbuche zu ändern, jedoch unter der Bedingung, einen andern in demſelben Bezirke zu erwäh⸗ len und anzuzeigen. 2153. Die bloß geſetlichen Hypothekenrechte des Staates, der Gemeinden und der öffentlichen Anſtalten auf das Vermögen ihrer Rechnungsführer, die der Minderjäh⸗ rigen oder Interdicirten auf das ihre Vormünder, und die der Ehefrauen auf das ihrer Ehemänner, werden einge⸗ ſchrieben nach Vorlegung zweyer Aufſätze, welche bloß zu enthalten brauchen: 1) den Namen, den Vornamen, das Gewerbe und den wirklichen Wohnort des Gläubigers, nebſt dem von ihm oder für ihn in dem Bezirke gewählten Wohnſitze; 2) den Namen, den Vornamen, das Gewerbe, den Wohnort, oder eine ganz genaue Bezeichnung des Schuld⸗ ners; 2 416 L. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothèques, 3° La nature des droits à conserver, et le mon- tant de leur valeur quant aux objets déterminés, sans èêtre tenu de le flxer quant à ceux qui sont conditionnels, éventuels ou indéterminés. 2154. Les inscriptions conservent'hypothè- que et le privilége pendant dix années, à compter du jour de leur date; leur effet cesse, si ces ins- criptions n'ont été renouvelées avant l'expiration de ce délai.— 2155. Les frais des inscriptions sont à la char- ge du débiteur, s'il n- a stipulation contraire; Tavance en est faite par T'inscrivant, si ce n'est quant aux hypothéques légales, pour l'inscription desquelles le conservateur a son recours contre le débiteur. Les frais de la transcription, qui peut etre requise par le vendeur, sont à la charge de T'acquéreur. 2156. Les actions auxquelles les inscriptions peuvent donner lieu contre les créanciers, seront intentées devant le tribunal compétent, par ex- ploits faits à leur personne, ou au dernier des do- miciles élus sur le registre, et ce nonobstant le décès soit des créanciers, soit de ceux chez les- quels ils auront fait élection de domicile. CHAPITRE V. De la Radiation et Réduction des Ins- criptions. 2157. Les inscriptions sont rayées du con- Sentement des parties intéressées et ayant capaci- té à cet effet, ou en vertu d'un jugement en der- nier ressort ou passé en force de chose jugée. 2158. Dans l'un et l'autre cas, ceux qui re- quièrent la radiation déposent au bureau du con- servateur l'expédition de l'acte authentique por- tant consentement, ou celle du jugement. ————— 38 B. 18r T. Von Privilegien und Hypotheken. 417 3) die Beſchaffenheit der durch die Einſchreibung zu ſichernden Rechte, und, rückſichtlich beſtimmter Gegenſtän⸗ de, den Betrag ihres Werthes, ohne daß man jedoch in An⸗ ſehung der bedingten, auf einen künftigen Fall zuſtehen⸗ den oder unbeſtimmten Gegenſtände zur Beſtimmung dieſes Betrages verbunden wäre. 2154. Die Einſchreibungen ſichern das Hypotheken⸗ recht und das Privilegium auf zehn Jahre, von dem Tage an zu rechnen, wo ſie geſchahen; ihre Wirkung hört auf, wenn ſie nicht vor Ablauf dieſer Friſt erneuert wurden. 2155. Die Koſten der Einſchreibung fallen, in Er⸗ mangelung einer entgegenſtehenden Ubereinkunft, dem Schuldner zur Laſt; doch muß ſie derjenige, welcher um die Einſchreibung nachſucht, vorſchießen, nur mit Ausnah⸗ me der geſetzlichen Hypotheken, in Rückſicht deren Ein⸗ ſchreibung der Hypothekenbuchführer ſich an den Schuldner hält. Die Koſten der etwa von dem Verkäufer verlangten Eintragung hat der Käufer zu tragen. 2156. Die durch die Einſchreibungen etwa veranlaß⸗ ten Klagen gegen die Gläubiger werden bey dem zuſtändi⸗ gen Gerichte angebracht, und zwar durch Vorladungen, welche ihnen in Perſon oder an dem in dem Hypothekenbu⸗ che zuletzt gewählten Wohnſitze inſinuirt werden, wenn gleich die Gläubiger, oder diejenigen, bey welcher ſie ihren Wohnſitz gewählt hatten, inzwiſchen verſtorben ſeyn ſollten. Fuͤnftes Capitel. Von der Loͤſchung und Einſchraͤnkung der eingeſchrie⸗ benen Privilegien und Hypotheken. 2157. Eingeſchrievene Privilegien und Hypotheken werden entweder mit Einwilligung der dazu fähigen Inte⸗ reſſenten, oder kraft eines in letzter Inſtanz ergangenen oder rechtskräftig gewordenen Urtheils gelöſcht. 2158. In dem einen wie in dem andern Falle haben diejenigen, welche um die Löſchung nachſuchen, in dem Bü⸗ reau des Hypothekenbuchführers eine Ausfertigung der die Einwilligung enthaltenden öffentlichen Urkunde oder des Urtheils niederzulegen. Cod. N. 2 B. 27 7 418 L. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothèques. 2159. La radiation non consentie est deman- dée au tribunal dans le ressort ducuel l'inscription a été faite, si ce m'est lorsque cette inscription a eu lieu pour sůreté d'une condamnation éventuel- le ou indéterminée, sur l'exécution ou liquidation de laquelle le débiteur et le créancier prétendu sont en instance ou doivent èêtre jugés dans un au- tre tribunal, auquel cas la demande en radiation doit y etre portée ou renvoyée. Cependant la convention faite par le créancier et le débiteur, de porter, en cas de contestation, la demande à un tribunal qu'ils auraient désigné, re- cevra son exécution entre eux. 2160. La radiation doit être ordonnée par les tribunaux, lorsque l'inscription a été, faite sans etre fondée ni sur la loi, ni sur un titre, ou loxs- qu'elle l'a été en vertu d'un titre soit irrégulier, soit Eteint ou soldé, ou lorsque les droits de privi- lége ou d'hypothèque sont effacés par les voies lé- gales. 2161. Toutes les fois que les inscriptions pri- ses par un créancier qui, d'uprès la loi, aurait droit d'en prendre sur les biens présents ou sur les biens à venir d'un débiteur, sans limitation con- venue, seront portées sur plus de domaines diffé- rents qu'il n'est nécessaire à la süreté des créances, paction en réduction des inscriptions, ou en radia- 6) So oft die Inſcriptionen, welche von einem Glaͤubiger bewirkt worden ſind, der dem Geſetz zufolge, berechtiget war, deren auf die wirklichen, oder auf die zukuͤnftigen Guter eines Schuldners zu nehmen, ohne daß man uͤber eine Beſchränkung uͤbereingekommen waͤre, gegen verſchie⸗ dene Guter, und zwar auf mehrere, als zur Sicherheit der Forderung erforderlich ſind, genommen worden ſind, L. So oft ein Glaͤubiger, der nach dem Geſetze berech⸗ tiget war(ſeyn moͤchte M.), ſein Privilegium oder ſei⸗ ne Hypothek auf alle gegenwaͤrtige, oder auch auf die kuͤnftigen Guͤter des Schuldners eintragen zu laſſen, ———————, 38 B. 18r T. Von Privilegien und Hypotheken. 419 2159. Fehlt es an der erforderlichen Einwilligung, ſo wird die Klage auf Löſchung bey demjenigen Gerichte angebracht, in deſſen Bezirke die Einſchreibung geſchehen iſt; es müßte denn die Einſchreibung zur Sicherheit eines auf einen künftigen Fall gerichteten, oder unbeſtimmten verurtheilenden Erkenntniſſes geſchehen ſeyn, über deſſen Vollziehung oder Liquidation der angebliche Schuldner und Gläubiger bey einem andern Gerichte entweder noch in der Verhandlung begriffen ſind oder ein Urtheil zu erwarten ha⸗ ben, in welchem Falle die Klage auf Löſchung der Hypo⸗ thek eben daſelbſt angebracht oder dahin verwieſen werden muß. Sind jedoch der Gläubiger und der Schuldner über⸗ eingekommen, daß im Falle eines Streites die Klage bey einem andern von ihnen beſtimmten Gerichte angebracht werden ſolle, ſo muß dieſe Übereinkunft unter ihnen zur Vollziehung gebracht werden. 2160. Die Gerichte müſſen die Löſchung verfügen, wenn die Einſchreibung geſchehen iſt, ohne ſich auf ein Ge— ſetz oder auf eine Urkunde zu gründen, oder wenn ſie zufol⸗ ge einer unförmlichen, erloſchenen oder durch Zahlung ge⸗ tilgten Urkunde vorgenommen wurde, oder endlich, wenn die aus dem Privilegium oder der Hypothek entſtandenen Rechte auf geſetzliche Weiſe erloſchen ſind. 2161. Wenn ein Gläubiger, der geſetzlich berechtiget geweſen wäre, die Einſchreibung auf das ſämmtliche gegen⸗ wärtige oder zukünftige Vermögen des Schuldners zu be⸗ wirken, dieſelbe, ohne daß eine Beſchränkung durch Vertrag Statt gefunden hätte, auf mehr verſchiedene Grundſtücke hat vornehmen laſſen, als zur Sicherheit ſeiner Forderun⸗ gen nöthig ſind*), ſo kann der Schuldner auf Einſchrän⸗ und der in keinem Vertrage in die Einſchraͤnkung ſei⸗ ner Rechte gewilliget hat, auf verſchiedene Güter, und zwar auf mehr als zur Sicherheit ſeiner Forderung noͤ⸗ thig war, die Eiatragung erwirkt hat. D. u- M. So oft die Inſcriptionen, welche von einem Glaͤubiger ge⸗ nommen worden, der ohne in eine Beſchraͤnkung ge⸗ williget zu haben, auf alle gegenwaͤrtige und zukuͤnfti⸗ ge Guter zu inſcribiren das Recht haͤtte, ſich uͤber mehr Guter erſtrecken, als ꝛc. 8. So oft auf Anſuchen ei⸗ nes Glaͤubigers, der, ohne vertragsmäͤßſige Einjchraͤn⸗ 2 420 L. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothéques- tion d'une partie en ce qui excède la proportion convenable, est ouverte au débiteur. On y suit les règles de compétence établies dans l'article 2159. La dispositiorr du présent article ne s'applique pas aux hypothèques conventionnelles. 2162. Sont réputées excessives les inserip- tions qui frappent sur plusieurs domaines, lors- que la valeur d'un seul ou de quelques- uns d'en- tre eux excède de plus d'un tiers en fonds libres le montant des créances en capital et aecessoires légaux. 2163. Peuvent aussi être réduites comme ex- cessives, les inscriptions prises d'après Pévalua- tion faite par le créancier, des créances qui, en ce qui concerne'hypothèque à établir pour leur süreté, n'ont pas été réglées par la convention, et qui par leur nature sont conditionnelles, éven- tuelles ou indéterminées. 2164. Lexcès, dans ce cas, est arbitré par les juges, d'après les circonstances, les probabili- tés des chances et les présomptions de fait, de ma- nière à concilier les droits vraisemblables du cré- ancier avec l'intérèt du erédit raispnnable à con- server au débiteur; sans préjudice des nouvelles inscriptions à prendre avee hypothèque du jour de leur date, lorsque l'événement aura porté les cré- ances indéterminées à une somme plus forte. 2165. La valeur des immeubles dont la com- paraison est à faire avec celle des créances et le tiers en sus, est déterminée par quinze fois la va- kung, den Geſetzen nach das Recht hat, auf alle jetzige und zukuͤnftige Guͤter die Einzeichnung zu ſuchen, let⸗ tere auf mehrere verſchiedene Beſitzungen bewirkt wor⸗ den iſt, als ꝛc. E. 7) wenn der Erfolg ſeine unbeſtimmte Forderung auf ei⸗ ne hoͤhere Summe gebracht hat. L. wenn einſt der Er⸗ 38 B. 18r T. Von Privilegien und Hypotheken. 421 kung dieſer Einſchreibungen, oder auf Löſchung des das billige Verhältniß überſchreitenden Theiles derſelben klagen. In Anſehung der Zuſtändigkeit des Gerichtes ſind hierbey die im 2159. Artikel aufgeſtellten Regeln zu befolgen. Die Verfügung des gegenwärtigen Artikels findet auf vertragsmäßige Hypotheken keine Anwendung⸗ 2162. Für unverhältnißmäßig ſind diejenigen Ein⸗ ſchreibungen zu achten, welche mehrere Grundſtücke zum Gegenſtande haben, wovon der Werth eines einzigen oder einiger den Betrag der Forderungen an Capital und geſetz⸗ lichen Zubehörungen um mehr als ein Drittel an freyem Eigenthume überſteigt.„ 2163. Einer Einſchränkung im Falle des Übermaaßes ſind auch die nach einer Schätzung des Gläubigers geſche⸗ henen Einſchreibungen ſolcher Forderungen unterworfen, welche ihrer Natur nach bedingt, auf einen künftigen Fall zuſtehend, oder unbeſtimmt ſind, und in Anſehung der zu ihrer Sicherheit zu beſtellenden Hypothek durch den Vertrag keine nähere Beſtimmung erhalten haben. 2164. Die Beſtimmung des Ubermaaßes wird in die⸗ ſem Falle dem Ermeſſen des Richters überlaſſen, welcher dabey auf die Umſtände, auf die Wahrſcheinlichkeit künfti⸗ ger Ereigniſſe und auf die aus Thatſachen entſpringenden Vermuthungen dergeſtalt Rückſicht zu nehmen hat, daß ſie die wahrſcheinlichen Rechte des Gläubigers mit dem Inte⸗ reſſe, dem Schuldner einen billigen Credit zu erhalten, in UÜbereinſtimmung bringt; doch bleibt es dem Glaͤubiger vor⸗ behalten, wenn einſt der Erfolg zeigt, daß ſeine bis dahin unbeſtimmten Forderungen eine größere Summe betra⸗ gen 7), neue Einſchreibungen auszuwirken, welche ihm dann von dem Tage an, wo ſie geſchahen, eine weitere Hypothek verſchaffen. 2165. Der Werth der unbeweglichen Güter, wel⸗ cher mit dem Betrage der Forderungen und einem Drittel darüber zu vergleichen iſt, wird bey ſolchen Gütern, wel⸗ folg(ſpaͤtere Umſtände M.) ſeine bis dahin unbeſtimm⸗ ten Forderungen auf eine groͤſſere Summe gebracht ha⸗ ben ſollte. D. u. M. wenn in der Folge die unbeſtimm⸗ ten Schuldforderungen durch das Ereigniß auf eine hoͤ⸗ here Summe geſtiegen waͤren 8. leur du revenu déclaré par la matrice du rôle de la contribution foncière, ou indiqué par la cole de contribution sur le rôle, selon la proportion qui existe dans les communes de la situation entre cette matrice ou cette cote et le revenu, pour les immeubles non sujets à dépérissement, et dix fois cette valeur pour ceux qui y sont sujets. Pour- ront néanmoins les juges s'aider, en outre, des éclaircissements qui peuvent résulter des baux non suspects, des procès-verbaux d'estimation qui ont pu être dressés précédemment à des époques rap- prochées, et autres actes semblables, et évaluer le revenu au taux moyen entre les résultats de ces divers renseignements. CHAPITRE VI. De l'Effet des Priviléges et Hypothée- dues contre les Tiers détenteurs. 2166. Les créanciers ayant privilége ou hypo- thèéque inscrite sur un immeuble, le suivent en quelques mains qu'il passe, pour éêtre colloqués et payés suivant l'ordre de leurs créances ou inscrip- tions. 2167. Si le tiers détenteur ne remplit pas les formalités qui seront ci- après établies, pour pur- ger sa propriété, il demeure, par l'effet seul des inscriptions, obligé comme détenteur à toutes les dettes hypothécaires, et jouit des termes et délais accordés au débiteur originaire. 2168. Le tiers détenteur est tenu, dans le méme cas, ou de payer tous les intéréèts et capi- taux exigibles, à quelque somme qu'ils puissent monter, ou de délaisser l'immeuble hypothéqué, sans aucune réserve. 2169. Faute par le tiers détenteur de satisfai- re pleinement à Pune de ces obligations, chaque créancier hypothécaire a droit de faire vendre sur 422 L. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothèques. ——,——— 38 B. 18r T. Von Privilegien und Hypotheken. 425 che einer Verſchlimmerung nicht unterworfen ſind, auf den fünfzehnfachen, und bey ſolchen, die ſich verſchlimmern können, auf den zehnfachen Betrag der Einkünfte beſtimmt, ſo wie dieſelben entweder in der Hauptrolle über die Grund⸗ ſteuer angegeben ſind, oder aus dem Steueranſatze in dem Erhebregiſter, nach dein in den Gemeinden, wo die Güter gelegen ſind, zwiſchen dieſer Hauptrolle oder dieſem Steu⸗ eranſatze und den Einkunften beſtehenden Verhältniſſe, ſich ergeben. Auſſerdem kann jedoch der Richter diejenigen Auf⸗ klärungen zu Hilfe nehmen, welche unverdächtige Pacht⸗ und Miethverträge, nicht lange vorher aufgenommene Schätzungsprotokolle und andere ähnliche Urkunden gewäh⸗ ren, und alsdann die Einkünfte nach der aus dieſen ver⸗ ſchiedenen Nachrichten als Mittelertrag ſich ergebenden Summe anſchlagen. Sechſtes Capitel. Von der Wirkung der Privilegien und Hypothe⸗ ken gegen dritte Beſitzer. 2166. Die mit einem auf ein unbewegliches Gut eingeſchriebenen Privilegium oder Hypothekenrechte verſehe⸗ nen Gläubiger halten ſich an dieſes Gut, in weſſen Hän⸗ de daſſelbe auch übergehen mag, um nach dem Range ihrer Forderungen oder der geſchehenen Einſchreibungen geord⸗ net und befriediget zu werden. 2167. Wenn der dritte Beſitzer die unten beſtimm⸗ ten Förmlichkeiten nicht beobachtet, um ſein Eigenthum frey zu machen, ſo bleibt er als Beſitzer, ſchon vermöge der Einſchreibung allein, für alle hypothekariſchen Schulden verhaftet, und es kommen ihm die dem urſprunglichen Schuldner zugeſtandenen Zeitbeſtimmungen und Friſten zu Statten. 2168. Der dritte Beſitzer iſt in dieſem Falle verbun⸗ den, entweder alle fälligen Zinſen und Capitalien, wie hoch ſich dieſelben auch immer belaufen mögen, zu bezah⸗ len, oder das verhypothecirte unbewegliche Gut ohne eini⸗ gen Vorbehalt abzutreten. 2169. Leiſtet der dritte Beſitzer weder der einen nach der andern dieſer Verbindlichkeiten vollſtändig Genüge, ſo iſt jeder hypothecariſche Gläubiger berechtiget, demſelben 424 L. III T. XVIII. Priviléges et Hypothèques. lui immeuble hypothéqus, trente jours après com- mandement fait au dsbiteur originaire, et somma- tion faite au tiers détenteur de payer la dette exi- gible ou de delaisser Théritage. 2170. Néanmoins le tiers détenteur qui n'est pas personnellement obligé à la dette, peut s'op- Poser à la vente de l'héritage hypothéqué qui lui a eté transmis, s'il est demeuré d'autres immeubles hypothéqués à la même dette dans la possession du principal ou des principaux obligés, et en requé- rir la discussion préealable selon la forme réglée au titre du Cautionnement: pendant cette discussion, il est sursis à la vente de Théritage hypothéqus. 2171. L'exception de discussion ne peut être opposée au créancier privilégié ou ayant hypothè- que spéciale sur l'immeuble. 2172. Quant au délaissement par hypothèque, il peut être fait par tous les tiers détenteurs qui ne sont pas personnellement obligés à la dette, et qui ont la capacité d'aliéner. 1 2175. II peut P'être même après que le tiers détenteur a reconnu l'obligation ou subi condam- nation en cette qualité seulement: le délaissement n'empéche pas que, jusqu'à Padjudication, le tiers détenteur ne puisse reprendre l'immeuble en payant toute la dette et les frais. 2174. Le delaissement par hypothèque se fait au greffe du tribunal de la situation des biens; et il en est donné acte par ce tribunal. 3) der(entweder M.) privilegirt iſt, oder eine Speci⸗ al-Hypothek an dem liegenden Gute hat. D. u. M. 9) wenn der dritte Beſitzer die Richtigkeit der Schuld wirklich anerkann: hat, oder in diefer einzigen Eigen⸗ ſchaft(als dritter Beſitzer allein) verurtheilt worden 36 B. 16 r T. Von Privilegien und Hypotheken. 425 das verhypothecirte unbewegliche Gut verkaufen zu laſſen, wenn dreißig Tage zuvor an den urſprünglichen Schuldner ein Zahlungsbefehl ergangen, und an den dritten Beſitzer eine Aufforderung zur Bezahlung der fälligen Schuld oder Abtretung des Grundſtückes geſchehen iſt. 2170. Doch kann der zur Bezahlung der Schuld nicht perſönlich verpflichtete dritte Beſitzer dem Verkaufe des mit der Hypothek beſchwerten, auf ihn übertragenen, Grund⸗ ſtückes ſich dann widerſetzen, wenn noch andere für dieſelbe Schuld verhypothecirte unbewegliche Güter in dem Beſitze des oder der Hauptſchuldner ſich befinden, und in dieſem Falle nach der in dem Titel von der Bürgſchaft be⸗ ſtimmten Form darum nachſuchen, daß dieſe Guter zuerſt angegriffen werden; während dieſes Verfahrens bleibt der Verkauf des mit der Hypothek beſchwerten Grundſtückes ausgeſetzt. 2171. Die Einrede der Vorausklage kann dem Glãu⸗ biger, welcher auf die unbewegliche Sache ein Privileginm oder eine beſondere Hypothek hat ⁸), nicht entgegengeſetzt werden. 2172. Die Abtretung der verhypothecirten Sache an die Gläubiger iſt jedem dritten Beſitzer geſtattet, welcher zur Zahlung der Schuld nicht perſönlich verpflichtet, und zu veräuſſern fähig iſt. 2175. Sie kann ſelbſt dann noch geſchehen, wenn der dritte Beſitzer, jedoch nur als ſolcher, die Verbindlich⸗ keit anerkannt hat oder verurtheilt worden iſt 9); die ge⸗ ſchehene Abtretung verhindert jedoch den dritten Beſitzer nicht, das unbewegliche Gut bis zum wirklichen Zuſchlage gegen Bezahlung der ganzen Schuld und der Koſten zurück⸗ zunehmen. 2174. Die Abtretung der verhypothecirten Sache geſchieht bey der Gerichtsſchreiberey des Gerichtes, worun⸗ ter dieſelbe gelegen iſt, und dieſes Gericht ertheilt darüber eine Beſcheinigung. iſt; D. u. M. wenn der dritte Beſitzer die Verbind⸗ lichkeit anerkannt, oder eine Verurtheilung gegen ihn in dieſer Qualität ergangen iſt. 8. wenn der dritte Beſitzer die Verbindlichkeit anerkannt hat, oder bloß als ſolcher verurtheilt worden iſt. E. 426 L. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothèques. Sur la pétition du plus diligent des intéressés, il est créé à l'immeuble déeélaissé un curateur sur lequel la vente de l'immeuble est poursuivie dans les formes prescrites pour les expropriations. 2175. Les détériorations qui procèdent du fait ou de la négligence du tiers détenteur, au pré- judice des creanciers hypothécaires ou privilégiés, donnent lieu contre lui à une action en indemni- ré; mais il ne peut répéter ses impenses et amé- liorations que jusqu'à concurrence de la plus-va- Ilue résultant de l'amélioration. 2176. Les fruits de l'immeuble hypothéqué ne sont dus par le tiers détenteur qu'à compter du jour de la sommation de payer ou de délaisser, et, si les poursuites commencées ont été abandonnées pendant trois ans, à compter de la nouvelle som- mation qui sera faite. 2 /17. Les servitudes et droits réels que le tiers détenteur avait sur l'immeuble avant sa pos- session, renaissent après le délaissement ou après Padjudication faite sur lui. 1 Ses créanciers personnels, aprés tous ceux qui sont inscrits sur les précédents propriétaires, exercent leur hypothèque à leur rang, sur le bien délaissé ou adjuge. 2¹178. Le tiers détenteur qui a payé la dette hypothécaire, ou délaissé l'immeuble hypothéqué, ou subi l'expropriation de cet immeuble, a le re- cours en garantie, tel que de droit, contre le débi- teur principal. Le tiers détenteur qui veut purger sa le prix, observe les formali- dans le chapitre VIII du pré- 2179. proprieté en payant tés qui sont établies sent titre. 38 B. 18r T. Von Privilegien und Hypotheken. 427 Auf Anſuchen des erſten ſich deshalb meldenden Inte⸗ reſſenten wird für das abgetretene unbewegliche Gut ein Cu⸗ rator ernannt, gegen welchen deſſen Verkauf mit Beobach⸗ tung derjenigen Formen betrieben wird, welche für die ge⸗ richtlichen nothwendigen Verkäufe vorgeſchrieben ſind. 2175. Verſchlimmerungen, welche aus einer Haͤnd⸗ lung oder aus Nachläſſigkeit des dritten Beſitzers herrüͤhren, und den hypothecariſchen oder privilegirten Gläubigern zum Nachtheile gereichen, begründen gegen ihn eine Entſchädi⸗ gungsklage; ſeine Auslagen und Verbeſſerungskoſten kann er aber nur bis zum Betrage des daraus entſtandenen höhe⸗ ren Werthes zurückfordern. 2176. Die Früchte des verhypothecirten unbewegli⸗ chen Gutres hat der dritte Beſitzer nur von dem Tage an zu erſetzen, wo er aufgefordert worden iſt, entweder zu zah⸗ ſen oder das Gut abzutreten, oder, falls das angefangene gerichtliche Verfahren drey Jahre lang liegen geblieben iſt, von dem Tage an, an welchem eine neue Aufforderung er⸗ folgte. 2177. Servituten und dingliche Rechte, welche dem dritten Beſitzer auf das unbewegliche Gut vor ſeinem Be⸗ ſitze zuſtanden, leben nach der Abtretung oder nach dem gegen ihn erfolgten Zuſchlage 10) wieder auf. Seine perſönlichen Gläubiger können erſt nach allen denjenigen, welche gegen die vorigen Eigenthümer eine Einſchreibung ausgewirkt hatten, ihre Hypothek auf das abgetretene oder zugeſchlagene Gut ihrem Range nach gel⸗ tend machen. 2173. Dem dritten Beſitzer, welcher die hypotheca⸗ riſche Schuld gezahlt, oder das verhypothecirte unbewegli⸗ che Gut abgetreten hat, oder den gerichtlichen Verbauf deſ⸗ ſelben ſich hat gefallen laſſen müſſen, ſteht gegen den Haupt⸗ ſchuldner die den Rechten nach eintretende Klage auf Ge⸗ währleiſtung zu. 2179. Der dritte Beſitzer, welcher ſein Eigenthum durch Bezahlung des Kaufpreiſes frey machen will, hat die in dem 8. Capitel des gegenwärtigen Titels vorgeſchriebe⸗ nen Förmlichkeiten zu beobachten. 10) ſobald er ſolches abgetreten hat ode es ihm abge⸗ ſprochen iſt. E. 4 3 hat⸗ oder h 8 428 L. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothèques. CHAPITRE VII. De l'Extinction des Priviléges et Hy- pothéques. 2180. Les priviléges et hypothèques s'étei- gnent, 16 Par l'extinction de l'obligation principale; 2° Par la renonciation du créancier à l'hypo- thè que; 3° Par l'accomplissement des formalités et conditions prescrites aux tiers détenteurs pour purger les biens par eux acquis; 40 Par la prescription. La prescription est acquise au débiteur, quant aux biens qui sont dans ses mains, par le temps fixé pour la prescription des actions qui donnent l'hypothèque ou le privilége. uant aux biens qui sont dans la main d'un tiers détenteur, elle lui est acquise par le temps réglé pour la prescription de la propriété à son profit: dans le cas où la prescription suppose un titre, elle ne commence à courir que du jour ou il a été transcrit sur les registres du conservateur. Les inscriptions prises par le créancier n'in- terrompent pas le cours de la prescription établie par la loi en faveur du débiteur ou du tiers déten- teur. CHAPITRE VVIII. Du mode de purger les Propriétés des Priviléges et Hypothéèques. 2181. Les contrats translatifs de la propriété d'immeubles ou droits réels immobiliers, que les tiers détenteurs voudront purger de priviléges hypothèques, seront transerits en entier par et le ☛—— ——— ☛— 38 B. 48r T. Von Privilegien und Hypotheken. 429 Siebentes Capitel. Von der Erloͤſchung der Privilegien und Hypo⸗ theken. 2180. Die Privilegien und Hypotheken erlöſchen, 1) durch Erlöſchung der Hauptſchuld; 2) durch Verzichtleiſtung des Gläubigers auf die Hy⸗ pothek; 3) durch Beobachtung der Förmlichkeiten und Erfül⸗ lung der Bedingungen, welche dritten Beſitzern vorgeſchrie⸗ ben ſind, um die von ihnen erworbenen Sachen frey zu machen; 4) durch Verjaͤhrung. Die Verjährung wird zum Vortheile des Schuldners in Anſehung der in ſeinem Beſitze befindlichen Sachen durch den Ablauf der Zeit vollendet, welche für die Verjährung der Forderungen, worauf die Hypothek oder das Privile⸗ gium ſich gründet, vorgeſchrieben iſt. In Anſehung der in den Haäͤnden eines dritten Be⸗ ſitzers befindlichen Sachen wird ſie durch den Ablauf der Zeit vollendet, welche erforderlich iſt, um die Erwerbung des Eigenthums durch Verjährung zu begründen; ſetzt die Verjährung einen beſondern Rechtsgrund ²*) voraus, ſo fängt ſie erſt von dem Tage zu laufen an, wo derſelbe in die Hypothekenbücher eingetragen worden iſt. Die von dem Gläubiger bewirkten Einſchreibungen unterbrechen den Lauf der Verjährung nicht, welche das Geſetz zum Vortheile des Schuldners oder dritten Beſitzers eingeführt hat. Achtes Capitel. Von der Art, ſein Eigenthum von Privilegien und Hypotheken frey zu machen. 2181. Die Verträge, wodurch das Eigenthum un⸗ beweglicher Güter oder unbeweglicher dinglicher Rechte über⸗ tragen wird, welche der dritte Beſitzer von Privilegien und Hypotheken frey machen will, müſſen von dem Hypotheken⸗ ——— 11) eine Urkunde 8. U. E. 430 L. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothèques. conservateur des hypothèques dans l'arrondisse- ment duquel les biens sont situés. Cette transcription se fera sur un registre Ace destiné, et le conservateur sera tenu d'en donner reconnaissance au requérant. 2182. La simple transcription des titres trans- latifs de propriété sur le registre du conservateur, ne purge pas les hypothèques et priviléges établis sur l'immeuble. Le vendeur ne transmet à l'acquéreur que la propriété et les droits qu'il avait lui-même sur la chose vendus: il les transmet sous l'affectation des mémes priviléges et hypothèques dont il était chargé. 2183. Si le nouveau propriétaire veut se ga- rantir de l'effet des poursuites autorisées dans le chapitre VI du présent titre, il est tenu, soit avant les poursuites, soit dans le mois, au plus tard, à compter de la première sommation qui lui est faite, ne notifier aux créanciers, aux domiciles par eux élus dans leurs inscriptions, 1⁰ Extrait de son titre, contenant seulement la date et la qualité de l'acte, le nom et la dési- gnation précise du vendeur ou du donateur, la na- ture et la situation de la chose vendue ou donnée; et, s'il s'agit d'un corps de biens, la dénomination générale seulement du domaine et des arrondisse- ments dans lesquels il est situé, le prix et les charges faisant partie du prix de la vente, ou l'è- valuation de la chose, si elle a été donnée; 2⁰° Extrait de la transcription de l'acte de vente; 3⁰° Un tableau sur trois colonnes, dont la pre- mière contiendra la date des hypothéèques et celle des inscriptions; la seconde, le nom des créanciers; la troisième, le montant des créances inscrites. 38 B. 18r T. Von Privilegien und Hypotheken. 431 buchführer, in deſſen Bezirke dieſe Güter gelegen ſind, ih⸗ rem ganzen Inhalte nach eingetragen werden⸗ Dieſe Eintragung muß in ein dazu beſtimmtes Buch geſchehen, und der Hypothekenbuchführer iſt ver⸗ bunden, dem nachſuchenden Theile eine Beſcheinigung dar⸗ über zu geben. 2182. Durch die bloße Eintragung der das Eigen⸗ thum übertragenden Verträge in das Buch des Hypotheken⸗ buchführers wird die unbewegliche Sache noch nicht von den darauf haftenden Hypotheken und Privilegien befreyt. Der Verkäufer überträgt auf den Käufer nur das Ei⸗ genthum und die Rechte, welche er ſelbſt an der verkauften Sache hatte, und ſie bleibt mit den bisher darauf haften⸗ den Privilegien und Hypotheken auch ferner beſchwert. 2183. Wenn der neue Eigenthümer ſich gegen die Wirkungen des im 6. Capitel des gegenwärtigen Titels ge⸗ ſtatteten Verfahrens ſicher ſtellen will, ſo iſt er verbunden, entweder vor dem Verfahren oder ſpäteſtens binnen einem Monate von der erſten an ihn gerichteten Auffoderung an gerechnet, den Gläubigern an dem bey der Einſchreibung ih⸗ rer Privilegien oder Hypotheken gewählten Wohnſitze folgen⸗ de Stucke inſinuiren zu laſſen, 1) einen Auszug aus der übertragungsurkunde 12), worin nur das Datum und die Eigenſchaft des Geſchäftes, der Name und die genaue Bezeichnung des Verkäufers oder Geſchenkgebers, die Beſchaffenheit und die Lage der ver⸗ kauften oder geſchenkten Sache, und, wenn von einem In⸗ begriffe mehrere Grundſtücke die Rede iſt, bloß die allge⸗ meine Benennung des Gutes und der Bezirke, worin daſ⸗ ſelbe liegt, ferner der Kaufpreis und die ſonſtigen einen Theil deſſelben ausmachenden Laſten, oder die Schaͤtzung der Sache, wenn ſie geſchenkt wurde, enthalten iſt; 2) einen Auszug aus der Eintragung der Verkaufs⸗ urkunde; 3) eine aus drey Abtheilungen(Columnen) beſtehen⸗ de Tabelle, wovon die erſte das Datum ſowohl der Hyvo⸗ theken, als der Einſchreibungen, die zweyte die Namen der Gläubiger, und die dritte den Betrag der eingeſchriebe⸗ nen Forderungen angibt. 12) Schuldverſchreibung. E. 432 L. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothéques. 2184. L'acquéreur ou le donataire déclarera;, par le même acte, qu'il est prèt à acquitter, sur- le-champ, les dettes et charges hypothécaires, jus- qu'à concurrence seulement du prix, sans distinc- tion des dettes exigibles ou non exigibles. 2185. Lorsque le nouveau propriétaire a fait cette notification dans le délai fixé, tout créancier dont le titre est inscrit, peut requérir la mise de Timmeuble aux enchères et adjudications publi- ques; à la charge, 1⁰ Que certe réquisition sera signifiée au nou- veau propriétaire dans quarante jours, au plus tard, de la notihcation faite à la requèête de ce der- nier, en y ajoutant deux jours par cinq myriamè- tres de distance entre le domicile élu et le domici- le réel de chaque créancier requérant, 2⁰ Qu'elle confiendra soumission du requés- rant, de porter ou faire porter le prix à un dixiè- me en sus de celui qui aura été stipulé dans le con- trat, ou déclaré par le nouveau propriétaire; 3⁰° Que la mème signification sera faite dans le méme délai au précédent propriétaire, débiteur principal; 4 Que J'original et les copies de ces exploits seront signés par le créancier requérant, ou par son fondé de procuration expresse, lequel, en ce cas, est tenu de donner copie de sa procuration; 5⁰° Qu'il offrira de donner cautian jusqu's con- gurrence du prix et des charges. Le tout à peine de nullité. 2186. A défaut, par les créanciers, d'avoir requis la mise aux enchères dans le délai et les for- mes prescrits, la valeur de l'immeuble demeure définitivement fixée au prix stipulé dans le contrat, ou déclaré par le nouveau propriétaire, lequel est, en conséquence, libéré de tout privilége et 36 B. 18r T. Von Ptivilegien und Hypotheken. 435 218 64. Der Käufer oder Geſchenknehmer muß zugleich erklären, daß er bereit ſey, die hypothecariſchen Schulden und Laſten, ohne Unterſchied, ob ſie ſchon fällig ſind oder nicht, jedoch nur bis zum Betrage des Kaufpreiſes, unver⸗ züglich abzutragen. 2185. Hat der neue Eigenthümer binnen der vorge⸗ ſchriebenen Friſt dieſe Anzeige gemacht, ſo kann jeder Gläu⸗ biger, deſſen Forderung eingeſchrieben iſt, um die öffentli⸗ che Verſteigerung und den Zuſchlag der unbeweglichen Sa⸗ che nachſuchen, jedoch mit der Verbindlichkeit, 1) daß dieſes Geſuch dem neuen Eigenthümer ſpäte⸗ ſtens binnen vierzig Tagen, von der auf Verlangen dieſes Letztern gemachten Anzeige an gerechnet, inſinuirt werde; dieſer Friſt werden für jede fünf Myriameter, welche der gewählte und der wirkliche Wohnſitz eines jeden der nachſu⸗ chenden Gläubiger von einander entfernt ſind, zwey Tage zugeſetzt; 2) daß daſſelbe das Anerbieten des Nachſuchenden enthalte, ein Zehntel über den im Vertrage ausbedunge⸗ nen oder von dem neuen Eigenthümer angegebenen Preis entweder ſelbſt zu bieten, oder zu bewirken, daß es von Andern geboten werde; 3) daß eine gleiche Inſinuation binnen der nämlichen Friſt an den vorigen Eigenthümer, als Hauptſchuldner, ge⸗ ſchehe; 4) daß das Original und die Abſchriften der Inſinua⸗ tionsurkunden von dem nachſuchenden Gläubiger, oder von dem hierzu ausdrücklich von ihm Bevollmächtigten, welcher in dieſem Falle eine Abſchrift ſeiner Vollmacht mitzutheilen verbunden iſt, unterzeichnet werde; 5) daß er ſich erbiete, bis zum Betrage des Preiſes und der ſonſtigen Laſten Bürgſchaft zu ſtellen. Alles dieß bey Strafe der Nichtigkeit.(*.) 2186. Haben die Gläubiger in der vorgeſchriebenen Friſt und Form um die öffentliche Verſteigerung nicht nach⸗ geſucht, ſo bleibt der Werth der unbeweglichen Sache auf den in dem Vertrage bedungenen oder von dem neuen Eigenthümer angegebenen Preis unwiderruflich beſtimmt, und der neue Eigenthümer wird folglich von allen Privile⸗ (*) S. C. G. O. Art. 832 u. f. Cod. N. 2.B. 28 A E. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothèques. hypothèque, en payant ledit prix aux créanciers qui seront en ordre de recevoir, ou en le con- signant. 2187. En cas de revente sur encheres, elle aura lieu suivant Jes formes établies pour les es- propriations forcées, a la diligence soit du créan- cier qui l'aura requise, soit du nouveau propris- talre. Le poursuivant énoncera dans les affiches le prix stipulé dans le contrat, ou déclaré, et la somme en Ssus, à laquelle le créancier s'est oblige de la porter ou faire porter. 2188. L'adjudicataire est tenu, au-delà du prix de son adjudication, de restituer à l'acqué- reur ou au donataire déposséde les frais et loyaux coùts de son contrat, ceux de la transcription sur les registres du çonservateur, ceux de notification, et ceux faits par lui pour parvenir à la revente. 2189. L'acquéreur ou le donataire qui conser- ve Pimmeuble mis aux encheres, en se rendant dernier enchérisseur, n'est pastenu de faire trans- crire le jugement d'adjudication. 2190. Le désistement du créancier requérant la mise aux enchères, ne peut, mèême quand le créancier paierait le montant de la soumission, empécher l'adjudication publique, si ce n'est du consentement exprès de tous les autres créanciers hypothécaires. 2191. L'acquéreur qui se sera rendu adjudi- cataire aura son recours tel que de droit contre le vendeur, pour le remboursement de ce qui excè- de le prix stipulé par son titre, et pour l'intérèt de cet excédant, à compter du jour de chaque paie- ment.— 36 B. 16r T. Von Privilegien und Hypotheken. 4³⁵ gien und Hypotheken befreyt, wenn er den gedachten Preis entweder den Gläubigern, ſo wie ſie ihrem Range nach zu deſſen Empfange berechtiget ſind, auszahlt, oder denſel⸗ ben hinterlegt. 2187. Kommt es zu einem neuen Verkaufe durch öf⸗ fentliche Verſteigerung, ſo geſchieht dieſer, auf Betreiben des Gläubigers, welcher darum nachgeſucht hatte, oder des neuen Eigenthümers, mit Beobachtung der Formen, wel⸗ che für die gerichtlichen nothwendigen Verkäufe vorgeſchrie⸗ ben ſind. Derjenige, welcher die Verſteigerung betreibt, muß den in dem Vertrage bedungenen oder von dem neuen Ei⸗ genthümer angegebenen Preis, und die höhere Summe, welche der Gläubiger ſelbſt zu bieten oder bieten zu laſſen ſich verbindlich gemacht hat, in den Anſchlagszetteln an⸗ zeigen. 2183. Der, welchem die Sache zugeſchlagen wird, iſt verbunden, auſſer dem Preiſe, wofür ſie ihm zugeſchla⸗ gen wurde, dem Käufer oder Geſchenknehmer, der aus dem Beſitze geſetzt wird, die Koſten und geſetzmäßigen Ge⸗ bühren ſeines Vertrags, die der Eintragung in das Buch des Hypothekenbuchführers und der oben erwähnten Anzei⸗ ge, wie auch diejenigen, welche er auf Auswirkung des neuen Verkaufes verwendet hat, zu erſtatten. 2189. Der Käufer oder Geſchenknehmer, welchem die zur Verſteigerung gebrachte unbewegliche Sache als Meiſtbietenden verbleibt, iſt nicht verbunden, das Er⸗ kenntniß, wodurch ſie ihm zugeſchlagen wurde, eintragen zu laſſen. 2190. Die Verzichtleiſtung des Gläubigers, welcher um die Verſteigerung nachgeſucht hatte, kann, ſelbſt wenn er die angebotene Summe bezahlen wollte, den öffentli⸗ chen Zuſchlag nicht verhindern, im Falle nicht alle übrigen hypothecariſchen Gläubiger ausdrücklich einwilligen. 2191. Wenn dem Käufer ſelbſt die Sache wieder zugeſchlagen wird, ſo hat er gegen den Verkäufer den den Rechten nach eintretenden Anſpruch auf Vergütung deſſen, was er über den in ſeinem Kaufvertrage bedungenen Preis bezahlen muß, und auf die Zinſen dieſer höhern Summe, von dem Tage einer jeden Zahlung an zu rechnen. 28 436 L. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothsques. 2192. Dans le cas ou le titre du nouveau pro- priétaire comprendrait des immeubles et des meu- bles, ou plusieurs immeubles, les uns hypothé- qués, les autres non hypothéqués, situés dans le méme ou dans divers arrondissements de bureaux, aliénés pour un seul et méême prix, ou pour des prix distincts et séparés, soumis ou non à la mè- me exploitation, le prix de chaque immeuble frap- pé d'inscriptions particulières et séparées, sera déclaré dans la notification du nouveau propriétai- re, par ventilation, s'il y a lieu, du prix total exprimé dans le titre. Le créancier surenchérisseur ne pourra, en aucun cas, être coöntraint d'étendre sa soumission ni sur le mobilier, ni sur d'autres immeubles que geux qui sont hypothéqués à sa créance et situés dans le mèême arrondissement; sauf le recours du nouveau propriétaire contre ses auteurs, pour l'in- demnité du dommage qu'il éprouverait, soit de la division des objets de son acquisition, soit de cel- le des exploitations. CHAPITRE IX. Du mode de purger les Hypotheques, quand il n'existe pas d'Inscription sur les biens des Maxis et des Tuteurs. 2193. Pourront les acquéreurs d'immeubles appartenant aà des maris ou à des tuteurs, lorsqu'il m'existera pas d'inscription sur lesdits immeubles à raison de la gestion du tuteur, ou des dot, re- prises et conventions matrimoniales de la femme, purger les hypothèques qui existeraient sur les biens par eux acquis. 2194. A cet effet, ils déposeront copie dùment collationnée du contrat translatif de propriété au 38 B. 18⁰ T. Von Privilegien und Hypotheken. 437 2192. Im Falle die Erwerbungsurkunde des neuen Eigenthümers ſich auf unbewegliche und bewegliche Sachen zugleich, oder auf mehrere unbewegliche, zum Theile verhy⸗ pothecirte, zum Theile nicht verhypothecirte Sachen er⸗ ſtreckt, ſo muß, ohne Unterſchied, ob dieſelben in Einem oder in verſchiedenen Büreaubezirken gelegen, ob ſie für Einen oder für verſchiedene und abgeſonderte Preiſe ver⸗ äuſſert ſind, wie auch, ob ſie gemeinſchaftlich bewirthſchaf⸗ tet werden oder nicht, der Preis einer jeden unbeweglichen Sache, worauf eigene und beſondere Einſchreibungen haf⸗ ten, in der oben erwähnten Anzeige des neuen Eigenthü⸗ mers angegeben werden, und zwar, wenn es angeht, im Verhältniſſe zu dem in der Erwerbungsurkunde ausgedrück⸗ ten ganzen Preiſe. Der Gläubiger, welcher ein höheres Gebot thut, kann in keinem Falle genöthiget werden, den angebotenen hö⸗ hern Preis auf die beweglichen Sachen auszudehnen, noch auch auf andere unbewegliche Sachen, als die für ſeine For⸗ derung verhypothecirt und in demſelben Bezirke gelegen ſind; doch bleibt dem neuen Eigenthümer, wegen des durch die Trennung der von ihm erworbenen Gegenſtände oder der landwirthſchaftlichen Benutzung derſelben ihm zugefügten Nachtheils, der Entſchädigungsanſpruch gegen ſeinen Rechts⸗ vorgänger(auctorem) vorbehalten. Neuntes Capitel. Von der Art und Weiſe, die Guͤter der Ehemaͤn⸗ ner und Vormuͤnder von den darauf haftenden, aber nicht eingeſchriebenen, Hypotheken frey zu machen. 2193. Die Erwerber unbeweglicher Sachen, welche Ehemännern oder Vormündern zugehören, können dieſe Sachen von den für die vormundſchaftliche Verwaltung, oder für den Brautſchatz der Frau, für das ihr zum Vor⸗ aus Gebührende und die ihr in der Eheberedung gethanen Zuſagen, darauf haftenden Hypotheken frey machen, wenn gleich dieſe Hypotheken nicht eingeſchrieben worden ſind. 21943. Zu dem Ende muß der Erwerber eine gehörig beglaubigte Abſchrift der Erwerbungsurkunde bey der Ge⸗ 438 L.III. T. XVIII. Priviléges et Hypothèques. greffe du tribunal civil da lieu de la situarion des piens, et ils certifieront par acte signifié, tant a la femme ou au subrogé tuteur, qu'au procureur impérial au tribunal, le dépôt qu'ils auront fait. Extraie de ce contrat, contenant sa date, les noms, prénoms, professions et domiciles des contractants, ja désignation de la nature et de la situation des biens, le prix et les autres charges de la vente, sera et restera affiché pendant deux mois dans l'auditoire du tribunal; pendant lequel temps, les femmes, les maris, iuteurs, subrogés tuteurs, mineurs, interdits, parents ou amis, et le procu- reur impérial, seront regus à requérir s'il y a lieu, et à faire faire au bureau du conservateur des hy- pothèques, des inscriptions sur l'immeuble aliéné, qui auxront le mèême effet que si elles avaient éré prises le jour du contrat de mariage, ou le jour de l'entrée en gestion du tuteur; sans préjudice des poursuites qui pourraient avoir lieu contre les maris et les tuteurs, ainsi qu'il a été dit ei-des- sus, pour hypothèques par eux consenties au pro- fit de tierces personnes sans leur avoir déclaré que les immeubles étaient déja grevés d'hypôtheques, en raison du mariage ou de la tutelle. 2195. Si, dans le cours des deux mois de l'ex- position du contrat, il n'a pas été fait d'inscrip- tion du chef des femmes, mineurs ou interdits, sur les immeubles vendus, ils passent à l'acqué- reur sans aucune charge, a raison des dot, repri- ses et conventions matrimoniales de la femme, ou de la gestion du tuteur, et sauf le recours, s'il y a lieu, contre le mari et le tuteur. S'il a été pris des inscriptions du chef desdites femmes, mineurs cu interdits, et s'il existe des créanciers antéricurs qui absorbent le prix en to- talité ou en partie, l'acquéreur est libéré du prix —— 38 B. 181r T. Von Privilegien und Hypotheken. 39 richtsſchreiberey des Civilgexichtes des Oetes, wo die Gi⸗ ter gelegen ſind, niederlegen, und durch eine ſowohl der Frau oder dem Rebenvormunde, als dem kaiſerlichen Pro⸗ curator bey dem Gerichte, inſinuirte Beſcheinigungdie odn ihm geſchehene Niederlegung darthun. Ein Auszug der Erwerbungsurkunde, worin deren Datum, die Namen, Vornamen, das Gewerbe und die Wohnorte der Contrahen⸗ ten, die Angabe der Beſchaffenheit und Lage der Güter, der Preis und die fonſtigen Laſten des Verkaufes enthalten ſind, muß in dem öffentlichen Gerichtsſaale angeſchlagen werden, und zwey Monate hindurch daſelbſt angeheftet bleiben; während dieſer Zeit iſt es den Frauen, den Ehe⸗ männern, Vormündern, Nebenvormündern, Minderjäh⸗ rigen, Interdicirten, Verwandten oder Freunden, und dem kaiſerlichen Procurator, geſtattet, erforderlichen Fal⸗ les auf dem Hypothekenbüreau die Einſchreibungen auf das veräuſſerte unbewegliche Gut nachzuſuchen und vornehmen zu laſſen, welche alsdann dieſelbe⸗Wirkung haben, als wenn ſie an dem Tage der geſchloſſenen Ehe, oder der uͤbernommenen Vormundſchaft geſchehen wären; jedoch mit Vorbehalt des nach den obigen Beſtimmungen gegen die Ehemänner und die Vormünder in dem Falle Statt finden⸗ den Verfahrens, wo ſie Hypotheken zum Vortheile dritter Perſonen bewilliget haben, ohne ſie davon zu benachrichti⸗ gen, daß die unbeweglichen Güter ſchon wegen der Ehe oder der Vormundſchaft mit Hypotheken beſchwert ſeyen.) 2195. Wenn während der zwey Monate, bin⸗ nen welchen die Urkunde angeſchlagen war, Namens der Frauen, Minderjährigen oder Interdicirten keine Einſchrei⸗ bung auf die verkauften unbeweglichen Güter erfolgt iſt, ſo gehen dieſe auf den Erwerber über, ohne für den Braut⸗ ſchatz der Frau, für das ihr zum Voraus Gebührende und die in der Eheberedung enthaltenen Zuſagen, oder für die Verwaltung des Vormundes, fernerhin verhaftet zu ſeyn, und es bleibt nur gegen den Ehemann oder den Vormund erforderlichen Falls ein Entſchädigungsanſpruch vorbehalten. Wenn Namens der erwähnten Frauen, Minderjäh⸗ rigen oder Interdicirten Einſchreibungen geſchehen, zugleich aber ältere Gläubiger vorhanden ſind, deren Befriedigung den Preis ganz oder zum Theile wegnimmt, ſo wird der C S. 2 440 1. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothéques. ou de la portion du prix par lui payée aux eréan- ciers placés en ordre utile; et les inscriptions du chef des femmes, mineurs ou interdits, seront rayées, ou en totalité ou jusqu'à due concurrence- Si les inscriptions du chef des femmes, mi- neurs ou interdits, sont les plus anciennes, l'ac- quéreur ne pourra faire aucun paiement du prix au préjudice desdites inscriptions, qui auront tou- jours, ainsi qu'il a été dit ci-dessus, la date du contrat de maxiage, ou de l'entrée en gestion du tuteur; et dans ce cas, les inscriprions des autres créanciers qui ne viennent pas en ordre utile, se- ront rayées. CHAPITRE X. De la Publicité des registres et de la Responsabilité des conserxvateurs. 2196. Les conservateurs des hypothèues sont tenus de délivrer à tous ceux qui le requis- rent, copie des actes transcrits sur leurs registres et celle des inscriptions subsistantes, ou certificat qu'il n'en existe aucune.. 2197. IIs sont responsables du préjudice ré- sultant, 1° De J'omission sur leurs registres, des trans- criptions d'actes de mutation, et des inscriptions requises en leurs bureaux; 2° Du défaut de mention dans leurs certifi- cats, d'une ou de plusieurs des inscriptions exis- tantes, à moins, dans ce dernier cas, que l'er- 13) wenn ſie Akte, wodurch eine Aenderung im Eigen⸗ thum vorgegangen, oder in ihren Bureaux verlangte Inſcriptionen auf ihre Regiſter zu uͤberſchreiben oder einzutragen unterlaſſen haͤtten; L. wenn ſie, die Ab⸗ 36 B. 18 r T. Von Privilegien und Hypetheken. 441 Erwerber in Anſehung des den Gläubigern, welche ihrem Range noch zu dem Empfange berechtiget waren, ganz oder zum Theile bezahlten Preiſes völlig frey, und die Namens der Frauen, der Minderjährigen oder Interditirten geſche⸗ henen Einſchreibungen werden ganz oöder verhältnißmäßig gelöſcht. Sind die im Namen der Frauen, der Minderjährigen oder Interdicirten geſchehenen Einſchreibungen die älteſten, ſo darf der Erwerber zum Nachthelle dieſer Einſchreibungen, welche, wie bereits oben bemerkt worden iſt, immer von dem Tage der geſchleſſenen Ehe oder der übernommenen Vormundſchaft an ihre Wirkſomkeit haben, von dem Prei⸗ ſe nichts auszahlen, und es werden in dieſem Falle die Ein⸗ ſchreibungen der übrigen Gläubiger, welche ihrem Range nach nicht aus dem Preiſe befriediget werden, gelöſcht. Zehntes Capitel. Von der Oeffentlichkeit der Hypothekenbuͤcher und der Verantwortlichkeit der Hypothekenbuchfuͤhrer. 2196. Die Hypothekenbuchführer ſind verbunden, einem jeden, der es verlangt, eine Abſchrift der in ihre Bücher eingetragenen Urkunden, wie auch der vorhandenen Einſchreibungen, oder eine Beſcheinigung, daß keine vor⸗ handen ſind, mitzutheilen. 2197. Sie ſind verantwortlich für den Nachtheil, welcher daraus entſteht, 1) daß ſie, des in ihren Büreaus geſchehenen Anſu⸗ chens ohngeachtet, unterlaſſen haben, in ihre Bücher ent⸗ weder Urkunden, welche eine Eigenthumsveränderung be⸗ treffen, einzutragen, oder Privilegien und Hypotheken einzuſchreiben; 13. 2) daß ſie in ihren Beſcheinigungen einer oder meh rerer wirklich vorhandenen Einſchreibungen keine Erwäh⸗ nung gethan haben, es müßte denn in dieſem letztern Falle 1 ſchriften der urkunden uͤber vorgefallene Eigenthume⸗ veraͤnderungen und die bey den von ihnen verwalteten Hypothekenaͤmtern geſuchten Vormerkungen(Einzeich⸗ nungen), in ihre Bucher einzutragen, unterloſſen ha⸗ ben; E. —— 442 L. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothsques. reur ne provint de désignations insuffisantes qui ne pourraient leur être imputées. 2193. L'immeuble l'égard duquel le conser- vateur aurait omis dans ses certificats une ou plu- sieurs des charges inscrites, en demeure, saut la responsabilité du consexvateur, affranchi dans les mains du nouveau possesseur, pourvu qu'il ait re- quis le certificat depuis la transcription de son ti- tre; sans préjudice péanmoins du droit des créan- ciers de se faire colloquer suivant l'ordre qui leur appartient, tant que le prix n'a pas été payé par L'acqusreur, au tant que l'ordre fait entre les cré- anciers n'a pas été homologué. 2799. Dans aucun cas, les conservateurs ne peuvent refuser ni retarder la transcription des actes de mutation, l'inscription des droits hypothé- caires, ni la délivrance des certificats requis, sous peine des dommages et intérèts des parties; à l'ef- fet de quoi, pzoces-verbaux des refus ou retarde- ments seront, à la diligence des requérants, dres- sés sur-le-champ, soit par un juge de paix, soit pr un huissier audiencier du tribunal, soit par un autre huissier ou un notaire assisté de deux té- moins. 2200. Néanmoins les conservateurs seront te- nus d'avoir un registre sur lequel ils inscriront, jour par jour et par ordre numérique, les remises qui leur seront faites d'actes de mutation pour être transcrits, ou de bordereaux pour éètre inscrits; ils donneront au requérant une reconnaissance sur Papier timbré, qui rappellera le numéro du regis- tre sur lequel la remise aura été inscrite, et ils ne pourront transcrire les actes de mutation ni inscrire les bordereaux sur les registres à ce desti- és, qu'à la date et dans l'ordre des remises qui leur en auront été faites. 2201. Tous les registres des conservateurs sont en papier timbré, cotés et paraphés à chaque 36 B. 18 r T. Von Privilegien und Hypotheken. 445 der Irrthum von unvollſtändigen Angaben herrühren, wel⸗ che ihnen nicht zuzurechnen ſind. 2198. Das unbewegliche Gut, in Anſehung deſſen der Hypothekenbuchführer eine oder mehrere darauf einge⸗ ſchriebene Laſten in ſeinen Beſcheinigungen etwa ausgelaſſen hat, bleibt, unter dem Vorbehalte der Verantwortlichkeit des Hypothekenbuchführers, in den Händen des neuen Be⸗ ſitzers davon befreyt, wenn dieſer erſt nach der Eintragung ſeiner Erwerbungsurkunde um die Beſcheinigung nachge⸗ ſucht hat; jedoch behalten die Gläubiger das Recht, ſo lan⸗ ge der Käufer den Kaufpreis noch nicht bezahlt hat, oder die unter den übrigen Gläubigern beſtimmte Rangordnung noch nicht gerichtlich beſtätiget iſt, ſich nach dem ihnen ge⸗ bührenden Range ordnen zu laſſen. 2199. In keinem Falle dürfen die Hypothekenbuch⸗ fuͤhrer die Eintragung der eine Eigenthumsveränderung be⸗ treffenden Urkunden, die Einſchreibung der hypothekariſchen Rechte, oder die Ertheilung der verlangten Beſcheinigungen verweigern oder verzögern, bey Strafe des den Partheyen zu leiſtenden Schadenserſatzes, zu welchem Ende auf Be⸗ treiben der Nachſuchenden entweder von einem Friedensrich⸗ ter, oder von einem für die öffentliche Gerichtsſitzung be⸗ ſtimmten(huissier audiencier) oder einem andern Huiſ⸗ ſier, oder von einem Notar in Beyſeyn zweyer Zeugen, unverzüglich ein Protokoll über die Verweigerung oder Verzögerung aufgenommen werden ſoll. 2200. Demohngeachtet ſollen die Hypothekenbuchfüh⸗ rer ein Buch(Jeurnal) halten, in welchem ſie Tag für Tag, und unter fortlaufenden Nummern, die zum Eintragen ihnen eingehändigten Urkunden über Eigenthumsverände⸗ rungen und die zum Behufe der Einſchreibung ihnen zuge⸗ ſtellten Aufſätze vermerken; ſie ſollen ferner dem Nachſu— chenden einen Empfangſchein auf geſtempeltem Papier ge⸗ ben, worin auf die Nummer des Journals, in welchent jene Urkunden oder Aufſätze vermerkt wurden, ſich bezogen wird; ſodann aber dürfen ſie die Eintragung der Urkunden über Eigenthumsveränderungen und die Einſchreibung der Auf ſätze in die dazu beſtimmten Hauptbücher nicht anders vor⸗ nehmen, als unter dem Tage und in der Ordnung, wie ſie ihnen eingehändiget worden ſind. 2201. Alle Bücher der Hypothekenbuchführer müſſen auf geſtempeltem Papier geführt, uno ſämmtliche G. „ 444 L. III. T. XVIII. Priviléges et Hypothèques. page par première et dernière, par l'un des juges du tribunal dans le ressort duquel le bureau est établi. Les registres seront arrètés chaque jour comme ceux d'enregistrement des actes. j / 1 2202. Les conservateurs sont tenus de se con- former, dans l'exercice de leurs fonctions, à tou- tes les dispositions du présent chapitre, à peine d'une amende de deux cents à mille francs pour la première contravention, et de destitution pour la seconde; sans préjudice des dommages et inté- réêts des parties, lesquels seront payés avant l'a- mende.— 2203. Les mentions de dépòôts, les inscrip- tions et transcriptions, sont faites sur les regis- tres, de snite, sans aucun blanc ni interligne, à peine, contre le conservateur, de mille à deux mille francs d'amende, et des dommages et intérèts des Parties, payables aussi par préférence à l'amende. 38 B. 18r T. Von Privilegien und Hypotheken. 445 derſelben von einem Richter des Gerichtes, in deſſen Ge⸗ richtsbezirke das Büreau gelegen iſt, mit dem Handzuge bezeichnet und mit Zahlen(oder andere Zeichen) ſo verſe⸗ hen werden, daß man ſieht, welches die erſte und welches die letzte Seite iſt. Dieſe Bucher ſind eben ſo, wie dieje⸗ nigen, welche über das Einregiſtriren der Urkunden geführt werden, mit jedem Tage abzuſchließen. 2202. Die Hypothekenbuchführer ſind ſchuldig, bey ihren Amtsverrichtungen alle Verfügungen des gegenwärti⸗ gen Capitels zu beobachten, bey Strafe von zweyhundert bis tauſend Franken für die erſte, und der Entſetzung ihres Amtes für die zweyte UÜbertretung; mit Vorbehalt des den Partheyen zu leiſtenden Schadenserſatzes, welcher noch vor jener Geldbuße berichtiget werden muß. 2203. Die Vermerkung der dem Hypothekenbuchfüh⸗ rer zugeſtellten Urkunden und Aufſätze in ſeinem Journale, wie auch die Einſchreibungen und Eintragungen in das Hauptbuch, müſſen in ununterbrochener Folge geſchehen, ohne irgend einen leeren Zwiſchenraum zu laſſen und oder etwas zwiſchen die Zeilen zu ſchreiben; widrigenfalls wird der Hypothekenbuchführer zu einer Geldſtrafe von tauſend bis zweytauſend Franken verurtheilt, und auſſerdem zur Schadloshaltung der Partheyen, welche ebenfalls vor der Geldbuße berichtiget werden muß. 446 L. III. T. XIX. De l'Expropriation forcée. TTTRE DIX-NEUVIEM. De TExX propriation forcée et des Ordres ehtne les Créanciers. (Décrété le 10 mars 1804. Promulgus le 29 du méme mois.) CHAPITRE PREMIER. De l'Expropriation forcée. 1 2204. Le créancier peut poursuivre l'expro- priation, 10 des biens immobiliers et de leurs ac- cessoires veputes immeubles appartenant en pro- pricté à son débiteur; 2⁰ de l'usufruit appartenant au débiteur sur les biens de mèême nature. 2205. Néanmoins la part indivise d'un cohé- ritier dans les immeubles d'une succession ne peut être mise en vente par ses créanciers personnels, avant le partage ou la licitation qu'ils peuvent provoquer s'ils le jugent convenable, ou dans les- quels ils ont le droit d'intervenir conformément à T'article 882, au titre des Succesfions. 2206. Les immeubles d'un mineur, mème émancipe 6, ou d'un interdit, ne peuvent ètre mis en vente avant la discussion du mobilier. 2207. La discussion du mobilier n'est pas re- quise avant l'expropriation des immeubles possé- dés par indivis entre un majeur et un mineur ou interdit, si la dette leur est commune, ni dans le cas ouð les poursuites ont été commencées contre un majeur, ou avant l'interdiction. 1 2206. L'expropriation des immeubles qui font partie de la communauté, se poursuit contre le 35 B. 10—r T. Von dem gerichtl. nothwend. Verkaufe. 44 Neunzehnter Titel. Von dem gerichtlichen nothwendigen Verkaufe und der Rangordnung un⸗ ter den Glaͤubigern. (Decretirt den 19. März 1804. Promulgirt den 29. deſ⸗ ſelben Monats.) Erſtes Capitel. Von dem gerichtlichen nothwendigen Verkaufe. 2204. Der Gläubiger kann verlangen, daß gericht⸗ lich verkauft werden, 1) die ſeinem Schuldner eigenthuͤm⸗ lich zugehörigen unbeweglichen Güter nebſt deren für un⸗ beweglich zu achtenden Zubehörungen; 2) der dem Schuld⸗ ner an Gütern dieſer Art zuſtehende Nießbrauch. 22056. Doch kann der Antheil eines der Miterben an den unbeweglichen Gütern einer noch ungetheilten Erb⸗ ſchaft von ſeinen perſönlichen Gläubigern nicht eher z Verkaufe gebracht werden, als bis die Theilung oder ſteigerung erfolgt iſt, welche ſie nach Gutdünken ſelbſt ver⸗ langen, oder wobey ſie in Gemäßheit des 382 Artikels in dem Titel von der Erbfolge nut auftreten können. 2206. Die unbeweglichen Güter eines, ſelbſt eman cipirten, Minderjährigen, oder eines Interdicirten, kön⸗ nen erſt dann zum Verkaufe gebracht werden, wenn zuver das bewegliche Vermögen angegriffen worden iſt. 2207. Daß das bewegliche Vermögen vor dem ge⸗ richtlichen Verkaufe des unbeweglichen angegriffen werde, wird jedoch dann nicht erfordert, wenn ein Volljähriger und ein Minderjähriger oder Interdicirter dieſes unbeweg⸗ liche Vermögen in ungetheilter Gemeinſchaft beſitzen und die Schuld ihnen gemeinſchaftlich iſt, ſo wie auch in dem Falle, wo das Verfahren gegen einen Volljährigen oder ſchon vor der Interdiction angefangen hatte. 2208. Der gerichtliche Verkauf der zur Gütergemein⸗ ſchaft gehbrigen unbeweglichen Sachen wird allein gegen 448 L. III. T. XlX. De TExpropriation forcée. mari débiteur, seul, quoique la femme soit obligée a la dette- Celle des immeubles de la femme qui ne sont point entrés en communauté, se poursuit contre le mari et la femme, laquelle, au refus du mari de procéder avec elle, ou si le mari est mineur, peut être autorisée en justice. En cas de minorité du mari et de la femme ou de minorité de la femme seule, si son mari ma- jeur refuse de procéder avec elle, il est nommé par le tribunal un tuteur à la femme, contre le- quel la poursuite est exeicée. 2209. Le créancier ne peut poursuivre la vente des immeubles qui ne lui sont pas hypothé- dués, que dans le cas d'insuffisance des biens qui lui sont hypothéqués. 2210. La vente forcée des biens situés dans différents arrondissements ne peut èêtre provoquée que successivement, à moins qu'ils ne fassent par- tie d'une seule et même exploitation. Elle est suivie dans le tribunal dans le ressort duquel se trouve le chef-lieu de l'exploitation, ou à défaut de chef-lieu, la partie de biens qui pré- sente le plus grand revenu, d'après la matrice du rôle. 2211. Si les biens hypothéqués au créancier, et les biens non hypothéqués, ou les biens situés dans divers arrondissements, font partie d'une seule et même exploitation, la vente des uns et des autres est poursuivie ensemble, si le débiteur le requiert; et ventilation se fait du prix de l'ad- judication, s'il y a lieu. 2212. Si le débiteur justifie, par baux au- thentiques, que le revenu net et libre de ses im- meubles pendant une année, suffit pour le paie- ment de la dette en capital, intéréêts et frais, et »'il en offre la délégation au créancier, la poursui- —·— 38 B. 19r T. Von dem gerichtl. nothwend. Verkaufe. 449 den Mann als Schuldner ausgewirkt, wenn gleich die Frau zur Bezahlung der Schuld gleichfalls verpflichtet iſt. Der gerichtliche Verkauf ſolcher unbeweglichen Sa⸗ chen, welche der Frau zugehören, und nicht in die Güter⸗ gemeinſchaft gefallen ſind, wird gegen den Mann und die Frau ausgewirkt, welche letztere, wenn der Mann ſich weigert, den Prozeß mit ihr gemeinſchaftlich zu fuhren, oder wenn er minderjährig iſt, von dem Gerichte dazu er⸗ mächtiget werden kann. Wenn der Mann und die Frau noch beyde minderjäh⸗ rig ſind, oder wenn es die Frau allein iſt, ihr volljähriger Mann ſich aber weigert, den Prezeß mit ihr gemeinſchaft⸗ lich zu führen, ſo wird der Frau von dem Gerichte ein Vor⸗ mund beygeordnet, gegen welchen das Verfahren gerichtet werden muß. 2209. Der Gläubiger kann den Verkauf der ihm nicht verhypothecirten unbeweglichen Güter nur in dem Fal⸗ le verlangen, wenn diejenigen, worauf er eine Hypothek hat, unzulänglich ſind. 2210. Zum gerichtlichen Verkaufe der in verſchiede⸗ nen Bezirken gelegenen Güter kann nur nach und nach ge⸗ ſchritten werden, wenn nicht dieſelben zu einer und derſel⸗ ben Bewirthſchaftung gehören. Man wirkt dieſen Verkauf bey demjenigen Gerichte aus, in deſſen Bezirke der Hauptſitz der Bewirthſchaftung, oder, in Ermangelung eines ſolchen Hauptſitzes, der Theil der Güter gelegen iſt, welcher nach der Hauptrolle der Grundſteuer die meiſten Einkünfte abwirft. 22 1. Wenn Güter, worauf der Gläubiger eine Hy⸗ pothek hat, zugleich mit ſolchen, worauf ihm keine zuſteht, oder wenn Güter, welche in verſchiedenen Bezirken liegen, zu einer und derſelben Bewirthſchaftung gehören, ſo wer⸗ den auf Verlangen des Schuldners ſowohl jene, als dieſe, zu gleicher Zeit zum Verkaufe gebracht, und man berech⸗ net, erforderlichen Falls, den Preis der einzelnen Theile im Verhältniſſe zu dem ganzen Zuſchlagspreiſe. 2212. Wenn der Schuldner durch öffentliche Pacht⸗ verträge darthut, daß der reine und freye einjährige Er⸗ trag ſeines unbeweglichen Vermögens zur Bezahlung der Schuld an Capital, Zinſen und Koſten hinreicht, und zu deſſen Überweiſung an den Gläubiger ſich erbietet, ſo kön⸗ Cod. N. 2 B. 29 „ . 7 3 4.„ 2 450 L. III. T. XIX. De TEXpropriation forcée. te peut Stre suspendue pas les juges, sauf Retre reprise s'il survient quelque opposition ou obstacle au paiement. 4 2213. La vente forcée des immeubles ne peut etre poursuivie qu'en vertu d'un titre authentique et exécutoire, pour une dette certaine et liquide. Si la dette est en espèces non liquidées, la poursuite est valable; mais l'adjudication ne pourra être faite qu'après la liquidation. 22143. Le cessionnaire d'un titre exécutoire ne peut poursuivre Pexpropriation qu'après que la signification du transport a été faite au débiteur. 1 8 2215. La poursuite peut avoir lieu en vertu d'un jugement provisoire ou déhnitif, exécutoire par provision, nonobstant appel; mais Padjudica- tion ne peut se faire qu'après un jugement défini- tif en dernier ressort, ou passé en force de chose jugée. 9— La poursuite ne peut s'exercer en vertu de jugements rendus par défaut durant le délai de l'op- position. 4 2216. La poursuite ne peut être annullée sous prétexte que le eréancier l'aurait commeneée pour une somme plus forte que celle qui lui est due.— 2217. Toute poursuite en expropriation d'im- meubles doit étre précédée d'un commandement de payer, fait, à la diligence et requête du créan- cier, a la personne du débiteur ou à son domicile, par le ministère d'un huissier.. Les formes du commandement et celles de la poursuite sur l'expropriation sont réglées par les lois sur la procédure. G (*) S. Art. 1690. (**) S. C. G. O. Art. 673. u. f. 1) Iſt der Gegenſtand der Schuld gewiß, aber noch nicht liguid geſtellt. D. u. L. uighs die Schuld ſich auf —.,———„ 38 B. 19r T. Von dem gerichtl. nothwend. Verkaufe. 452 nen die Richter das Verfahren einſtellen, jedoch mit dem Vorbehalte, es von Neuem fortzuſetzen, wenn gegen die Zahlung Einſpruch geſchieht oder ſonſt ein Hinderniß eintritt. 2213. Der gerichtliche Verkauf der unbeweglichen Sachen kann nur vermöge einer öffentlichen und die Execu⸗ tion begründenden Urkunde, und wegen einer gewiſſen und ligutden Schuld ausgewirkt werden. Iſt der Gegenſtand der Schuld gewiß, deren Betrag aber noch nicht liquid ge⸗ ſtellt 1), ſo iſt das Verfahren zwar giltig, aber der Zu⸗ ſchlag kann nicht eher, als nach der Liquidation, erfolgen. 2214. Derjenige, welchem eine die Execution be⸗ gründende Urkunde abgetreten worden iſt, kann nicht eher um den gerichtlichen Verkauf nachſuchen, als bis die ihm geſchehene Abtretung dem Schuldner bekannt gemacht wor⸗ den iſt.(*) 2225. Das Verfahren kann ſowohl vermöge eines vorläͤufigen als Endurtheils, welch s, der Appellation ohn⸗ geachtet, einſtweilen vollſtreckt werden kann, Statt finden; der Zuſchlag aber kann nur nach einem in letzter Inſtanz ergangenen, oder rechtskräftig gewordenen Endurtheile er⸗ folgen. Auf Urtheile, welche auf Nichterſcheinen(in contu- maciam) ergangen ſind, kann während der Oppoſitions⸗ 2216. Das Verfahren kann aus dem Grunde, daß giltig erklärt werden. 2217. Jedem auf gerichtlichen Verkauf unbeweglicher Güter abzweckenden Verfahren muß ein Zahlungsbefehl vorhergehen, welcher auf Betreiben und Anſuchen des Gläu⸗ bigers dem Schuldner in Perſon oder an ſeinem Wohnſitze durch einen Huiſſier zugeſtellt wird. Die Formen des Zahlungsbefehls und des den gericht⸗ lichen Verkauf betreffenden Varfahrens ſind in den Geſetzen über das gerichtliche Verfahren beſtimmt(0 einen noch nicht liquiden Gegenſtand. M. Beſteht die Schuld in nicht liquiden Sachen. 8. Beſteht die Schuld in noch nicht berechneten Gegenſtänden. E. 29 452 L. III T. XX. De 1a Prescription. CHAPITRE II. De l'Ordre et de la Distribution du prix entre les Créanciers. 2218. L'ordre et la distribution du prix des immeubles, et la manière d'y procéder, sont réglés par les lois sur la procédure. 1 N TITRE VINGTIEME. De la Prescription. (Décrété le 15 mars 1804. Promulgué le 25 du méême mois.) CHAPITRE PREMIER. Dispositions générales. 2219. La prescription est un moyen d'acqué- xir ou de se libérer par un certain laps de temps, et sous les conditions déterminées par la loi. 2220. On ne peut, d'avance, renoncer à la prescription: on peut renoncer à la prescription acquise- 2221. La renonciation à la prescription est expresse ou tacite: la renonciation tacite résulte d'un fait qui suppose l'abandon du droit acquis. 2222. Celui qui ne peut aliéner, ne peut re- nôncer à la prescription acquise. 2223. Les juges ne peuvent pas suppléer d'office le moyen résultant de la prescription. 2224. La prescription peut être opposée en tout état de cause, meme devant la cour d'appel, à moins que la partie qui n'aurait pas 0pPosé le 455 36 B. 20r T. Von der Verjährung. Zweytes Capitel. Von der Rangordnung der Glaͤubiger und der „Vertheilung des Kaufpreiſes unter dieſelben. 2218. Die Ordnung und die Vertheilung des Kauf⸗ preiſes der unbeweglichen Güter, wie auch die hierbey zu beobachtende Verfahrungsweiſe, ſind in den Geſetzen über das gerichtliche Verfahren beſtimmt.(*) Zwanzigſter Titel. Von der Verjaͤhrung. Decretirt den 15. März 1804. Promulgirt den 25. deſſel⸗ ben Monats.) Erſtes Capitel. Aulgemeine Verfuͤgungen. 2219. Die Verjährung iſt ein Mittel, durch den Ab⸗ lauf einer gewiſſen Zeit, und unter den geſetzlich beſtimm⸗ ten Bedingungen, etwas zu erwerben oder von einer Ver⸗ bindlichkeit ſich zu befreyen. b 2220. Man kann nicht im Voraus auf die Verjäh⸗ rung Verzicht leiſten; einer bereits vollendeten Verjährung kann man aber entſagen. 2221. Die Entſagung der Verjährung geſchieht ent⸗ weder ausdrücklich oder ſtillſchweigend; die ſtillſchweigende Entſagung folgt aus Handlungen, welche vorausſetzen, daß man ſich des erworbenen Rechtes begebe. 2222. Wer nicht veräuſſern kann, der kann auch einer vollendeten Verjährung nicht entſagen. 2225. Den Richtern iſt es nicht geſtattet, die Ein⸗ rede der Verjährung von Amtswegen zu ergänzen 2224. Die Verjährung kann in jeder Lage des Pro⸗ zeſſes, ſelbſt in der Appellationsinſtanz, vorgeſchützt wer⸗ ) den, wenn nicht etwa durch die Umſtände die Vermuthung — (*) S. C. G. O. Art. 749. u. f. 7. 454 L. III. T. XX. De la Prescription. tances, être présumée y avoir renoncé. 2225. Les créanciers, ou toute autre person- ne ayant intérét à ce que la prescription soit ac- ou le propriétaire y renonce. 2226. On ne peut prescrire le domaine des choses qui ne sont point dans le commerce. les communes sont soumis aux mêmes prescrip- tions que les particuliers, et peuvent également les opposer. CHaPITRE H. De la Possession. 2228. La possession ost la détention ou la jouissance d'une chose ou d'un droit que nous te- nons ou que nous exerçons par nous- mèmes, ou nom. 2229. Pour pouvoir presocrire, il faut une possession continue et non interrompue, paisible, publique, non équivoque, et à titre de proprié- taire.— 2250. On est tonjours présumé posséder pour soi, et à titre de proprietaire, s'il n'est prouvé qu'on a commencé à posséder pour un autre. 2251. Quand on a commencé à posséder pour autrui, on est toujeurs présumé posséder au mè- me titre, s'il n'y a preuve du contraire. 5 I 2232. Les actes de pure faculté et ceux de simple tolérance ne peuvent fonder ni possession ni prescription. (*) S. Art. 2236. 1) Der Beſitz iſt das Innehaben, oder der Genut einer Sache⸗ webe wir ſelbit in unſrer Gewalt haben, oder 1 moyen de la preseription ne doive, par les circons. quise, peuvent l'opposer, encore que le débiteur 2227.„Etat, les Stablissements publics et par un autre qui la tient ou qui l'exerce en notre — 36 B. 20r T. Von der Verjährung. 45⁵ degründet wird, daß der Theil, welcher die Verjährung vorzuſchützen unterlaſſen hat, derſelben entſagt ha be. Gläubiger oder jede andere Perſon, die daß die Vexjährung vollendat ſey⸗ eich der Schuldner oder 2225. Die ein Intereſſe dabey hat, können dieſelbe vorſchutzen, wenn gl Eigenthümer ihr entſagt. 6612226 Das Eigenthum an Sachen, die dem bür⸗ gerkehre entzogen ſind, kann man nicht verjähren. 2225. Gegen den Staat, die öffentlichen Anſtalten und Gemeinden finden die nämlichen Verjährungsarten, onen, Statt, und ſie koͤnnen ſich der⸗ 2220 — 2 1 7* „„ Pripatper wie gegen Privatper ſelben auch auf gleiche Werſe bedienen. Zweytes Capitel. — Gʒ 4 Von dem Beſitze⸗ 2228. Der Beſitz iſt die Inhabung einer Sache oder ——. Den die Benutzung eines Rechtes, welche Sache oder welches Recht wir entweder in eigener Perſon im Gewahrſam ha⸗ oder welche ein Anderer in unſerem Na⸗ ben oder ausüben, men im Gewahrſam hat oder ausübt. 1) 2229. Um verjähren zu konnen, muß man ſich in einem fortdauernden und ununterbrochenen, ungeſtörten, öffentlichen, nicht eydeutigen Beſitze, und zwar als Ei⸗ genthümer, befin(*) 2230. Man hat immer die Vermuthung für ſich, als Eigenthümer beſitze, ·1 2 2 daß man in eigenem Namen und wenn nicht erwieſen wird, daß man Andern beſeſſen habe. 2251. Hat man anfäͤnglich für einen Andern beſeſ⸗ immer, und ſo lange nicht das Gegentheil er⸗ daß man noch aus demſelben Rechts⸗ Infangs für einen ſen, ſo wird wieſen iſt, vermuthet, grunde beſitze. 2252. Handlungen der freyen Willkühr(actus me- rae facultatis), wie auch die einer bloßen Vergünſti⸗ gung, können weder einen Beſitz noch eine Verjährung be⸗ gründen. eines Rechts, welches wir ſelbſt ausuͤben, oder durch einen andern bewahren und ausüben laſſen. B. 456 L. III. T. XX. De la Prescription. 2253. Les actes de violence ne peuvent fon- der non plus une possession capable d'opérer la prescription. La possession utile ne commence que lorsque la violence a cessé. 3 22546. Le possesseur actuel qui prouve avoir possédé anciennement, est présumé avoir possédé dans le temps intermédiaire, sauf la preuve con- traire. 2235. Pour compléter la prescription, on peut joindre à sa possession celle de son auteur, de quelque manière qu'on lui ait succédé, soit à- titre universel ou paxticulier, soit à titre lucratif ou onéreux. CHAPTTRE III. Des Causes qui empechent la Prescrip- tion. 2236. Ceux qui possèdent pour autrui, ne prescrivent jamais, par quelque laps de temps que ce soit.* Ainsi, le fermier, le dépositaire, l'usufrui- tier, et tous autres qui détiennent précairement la chose du propriétaire, ne peuvent la prescrire. 2237. Les héritiers de ceux qui tenaient la chose à quelqu'un des titres désignes par l'article précédent, ne peuvent non plus prescrire. 22538. Néanmoins les personnes énoncées dans les articles 2256 et 2237 peuvent prescrire, si le titre de leur possession se trouve interverti, soit par une cause venant d'un tiers, soit par la con- tradiction qu'elles ont opposée au droit du pro- priétaire. 2239. Ceux à qui les fermiers, dépositaires et autres détenteurs précaires ont transmis la chose par un titre translatif de propriété, peuvent la prescrire. 2240. On ne peut pas prescrire contre son titre, en ce sens que l'on ne peut point se chan- „ 38 B. 20r T. Von der Verjährung. 457 2253. Gewaltſame Handlungen können eben ſo we⸗ nig einen Beſitz begründen, welcher fähig wäre, die Ver jährung zu bewirken. Der hiezu taugliche Beſitz nimmt erſt mit dem Aufho⸗ ren der Gewalt ſeinen Anfang. 225 4. Der gegenwärtige Beſitzer, welcher den Be⸗ weis führt, daß er ehedem im Beſitze geweſen ſey, hat, jedoch mit Vorbehalt des Gegenbeweiſes/ die Vermuthung für ſich, daß er auch in der Zwiſchenzeit beſeſſen habe. 2235. Um die Verjährung zu vollenden, kann man zu ſeinem eigenen Beſitze denjenigen ſeines Vorgängers rechnen, auf welche Weiſe man auch, ſey es aus einem all⸗ gemeinen oder beſondern Rechtsgrunde, unentgeltlich oder gegen Vergeltung, an deſſen Stelle getreten ſeyn mag. Drittes Capitel. Von den Urſachen, welche die Verjaͤhrung ver⸗ hindern. 2256. Wer für einen Andern beſitzt, der verjährt nie, ſo lange er auch beſitzen mag, So können der Pachter, der Verwahrer, der Nutz⸗ nießer und alle diejenigen, welche bloß bittweiſe die Sache des Eigenthümers beſitzen, dieſelbe nicht verjähren. 2257. Eben ſo wenig koͤnnen die Erben derjenigen, welche die Sache aus einem der im vorhergehenden Arri⸗ kel angeführten Rechtsgründe beſaßen, verjähren. 2258. Die im 2236 und 2257. Artikel erwähnten Perſonen können jedoch alsdann verjähren, wenn der Grund ihres Beſitzes entweder aus einer von einem Dritten herrührenden Urſache, oder durch den Widerſpruch, den ſie dem Rechte des Eigenthümers entgegengeſetzt haben, eine Veränderung erlitten hat. 2239. Diejenigen, welchen die Pachter, die Verwah⸗ rer und anderen, welche nur bittweiſe beſitzen, die Sache durch einen zur Übertragung des Eigenthums geſchickten Rechtsgrund überlaſſen haben, können dieſelbe verjähren. 2240. Gegen den Rechtsgrund ſeines Beſitzes zu verjähren, iſt in dem Sinne nicht geſtattet, daß man die 458 L. III. T. XX. De la Prescription. ger à soi-meme la cause et le principe de sa Pos- Klrſ session. 8 flb 2241. On peut prescrire contre son titre, en ce sens que l'on prescrit la lbération de Pobſiga- tion que Pon a contractée. „ CHAPITRE IV. 9 DesCauses qui interrompent ou qui sus- 1 pendent le cours de la Exeſeription. ¹ SECTION PREMIERE. A Deyr Causes qul 2nieni Diheut la Prescription. T 2242. La prescription peut ètre interrompue ou natuxellement ou civilement. Ad 2243. Il y a interruption naturelle, lorsque le possesseur est privé, pendant plus d'un an, de we la jouissance de la chose, soit par Tancien Pro- de — Prietaises soit même par un tiers. äb 22443. Une citation en justice, un comman- dement ou une saisie, signiflés à celui qu'on veut kf Kempecher de prescrire, forment l'interruption ci- me vile. ſu 22445. La citation en conciliativn devant le 1 bureau de paix, interrompt la prescription, du 2 jour de sa date, lorsqu- elle est suivie d'une assi- g gnation en justice donnée dans les délais de droit. 5 226. La citation en justice, donnée méme devant un juge incompétent, interrompt la pres- 5 cription. 1. 1 te 2247. Si l'assignation est nulle par défaut de forme, d Si le demandeur se désiste de sa demande, S'il laisse périmer l'instance, 3 38 B. 20r T. Von der Verjährung. 459 Urſache und den urſprünglichen Grund ſeines Beſitzes nicht ſelbſt ändern kann. 22 6 1. Zuläßig iſt jedoch die Verjährung gegen den Rechtsgund ſeines Beſitzes in dem Sinne, daß man die Be⸗ freyung von einer üͤbernommenen Verbindlichkeit durch Ver⸗ jährung erlangen kann. Viertes Capitel. Von den Urfachen, welche den Lauf der Verjaͤh⸗ rung unterbrechen oder aufhalten. Erſter Abſchnitt. Von den Urſachen, welche die Verjährung unterbrechen. 2242. Die Verjährung kann entweder natürlich“ oder im rechtlichen Sinne unterbrochen werden. 22 ½ 5. Eine natürliche Unterbrechung iſt vorhanden⸗ wenn dem Beſitzer die Benutzung der Sache entweder durch den vorigen Eigenthümer oder auch durch einen Dritten über ein Jahr lang entzogen war. 2244. Eine Vorladung vor Gericht, ein Zahlungs⸗ befehl oder eine Arreſtverfügung, welche demjenigen, den man an der Verjährung verhindern will, inſinuirt worden ſind, bewirken eine Unterbrechung im rechtlichen Sinne. 2245. Eine Vorladung vor den Friedensrichter zum uche der Güte unterbricht die Verjährung von dem Ta⸗ Verſ Derſ ge an, da ſie geſchehen iſt, wenn binnen der geſeblichen Friſten eine Vorladung vor Gericht darauf erfolgt.(*) 2246. Eine Vorladung vor Gericht unterbricht die Verjährung, ſelbſt wenn ſie vor einen unzuſtändigen Rich⸗ ter geſchah. 2247. Iſt die Vorladung wegen eines Mangels in der Form ungiltig, ſteht der Kläger von ſeiner Klage ab, läßt er das gerichtliche Verfahren erlöſchen,(*†*) (*) S. C. G. O. Ark. 57. (**v) S. C. G. O. Art. 397. 460 L. III. T. XX. De la Prescription. Ou si sa demande est rejetée, L'interruption est regardée comme non avenue. 2248. La prescription est interrompue par la reconnaissance que le débiteur ou le possesseur fait du droit de celui contre Jequel il prescrivait. 2249. Linterpellation faite, conformément aux articles ci-dessus, à Pun des débiteuxs soli- daires, ou sa reconnaissance, interrompt Ja pres- cription contre tous les autres, même contre leurs héritiers. L'interpellation faite à l'un des héritiers d'un débiteur solidaire, ou la reconnaissance de cet hé- ritier, n'interrompt pas la prescription à l'égard des autres cohéritiers, quand méème la’ créance se- rait hypothécaire, si l'obligation n'est indivisible. Cette interpellation ou cette reconnaissance n'interrompt la prescription, à l'égard des autres codébiteurs, que pour la part dont cet héritier est tenu. 3 Pour interrompre la prescription pour le tout, à Pégard des autres codébiteurs, il faut l'interpel- lation faite à tous les héritiers du débiteux décédé, ou la reconnaissance de tous ces héritiers. 2250. L'interpellation faite au débiteur prin- cipal, ou sa reconnaissance, interrompt la pres- cription contre la caution. SECTION II. Des Causes qui suspendent le cours de la Pres- œripbion. 225 ¹. La prescription court contre toutes personnes, à moins qu'elles ne soient dans quel- que exception établie par une loi. 2252. La prescription ne court pas contre les mineurs et les interdits, sauf ce qui est dit à Par- ticle 2278, et à l'exception des autres cas détermi- nés par la loi.„ 2253. Elle ne court point entre époux. 36 B. 20r T. Von der Verjährung. 461 oder wird ſeine Klage verworfen, ſo iſt die Unterbrechung für nicht geſchehen zu achten. 22 48. Die Verjährung wird dadurch unterbrochen, daß der Schuldner oder Beſitzer das Recht deſſen, gegen welchen er verjahrte, anerkennt. 2249. Die in Gemäßheit der vorhergehenden Artike! an Einen von mehreren Solidarſchuldnern geſchehene Auf⸗ forderung, oder deſſen Anerkennung, unterbricht die Ver⸗ jährung gegen alle übrigen, und ſelbſt gegen ihre Erben. Die an Einen der Erben eines Solidarſchuldners ge⸗ ſchehene Aufforderung, oder die Anerkennung dieſes Erben, unterbricht die Verjährung nicht in Anſehung der übrigen Miterben, wenn gleich die Forderung mit einer Hypothek verſehen wäre; ausgenommen, wenn die Verbindlichkeit untheilbar iſt. Dieſe Aufforderung oder Anerkennung unterbricht die Verjährung in Anſehung der übrigen Mitſchuldner nur für den Antheil, wozu dieſer Erbe verpflichtet iſt. Um in Anſehung der übrigen Mitſchuldner die Verjäh⸗ rung für das Ganze zu unterbrechen, muß die Aufforderung an alle Erben des verſtorbenen Schuldners gerichtet werden, oder von ihnen allen die Anerkennung geſchehen. 2250. Eine an den Hauptſchuldner gerichtete Auffor⸗ derung, oder deſſen Anerkennung, unterbricht die Verjäh⸗ rung in Anſehung der Bürgen. Zweyter Abſchnitt. Von den Urſachen, welche den Lauf der Verjährung auf. halten. 2251. Die Verjährung läuft gegen alle Perſonen, in Anſehung deren kein Geſetz eine Ausnahme begründet. 2252. Die Verjährung läuft nicht gegen Minderjäͤh⸗ rige und Interdicirte, mit Vorbehalt der im 2278. Artikel enthaltenen Verfügung, und mit Ausnahme der übriget geſetzlich beſtimmten Fälle.(*) 2253. Sie läuft nicht zwiſchen Ehegatten. (*) S. Art. 328. 1663. u. 1676. — 1 1 1 7- 462 L. III. T. Xx. De la Prescription. 225 6. La prescription court contre la femme mariée, encore qu elle ne soit point séparée par contrat de mariage ou en justice, à l'egard des biens dont le mari a l'administration, sauf son re- cours contre le mari. 2255. Néanmoins elle ne court point, pendant le mariage, à l'égard de l'aliénation d'un fonds constitue selon le régime dotal, conformément à Tarticle 156 4, au titre du Contrat de mariage eb des Droits respectifs des Epouoc. 8 2256. La prescription est pareillement sus- pendue pendant le mariage, 1⁰° Dans le cas ou l'action de la femme ne pourrait être exercée qu'après une option à faire sur l'acceptation ou la renonciation à la commu- nauté; 20 Dans le cas ou le mari, ayant vendu le bien propre de la femme sans son consentement, est garant de la vente, et dans tous les autres cas ot Paction de la femme réfléchirait contre le mari. 1 2257. La prescription ne court point, A L'égard d'une créance qui dépend d'une con- dition, jusqu'à ce que la condition arrive; A l'égard d'une action en garantie, jusqu'à ce que l'éviction ait lieu; A l'égard d'une créance à jour fixe, jusqu'à c que ce jour soit arrivé. 2258. La prescription ne court pas contre Phéritier bénéficiaire, à l'égard des créances qu'il a contre la succession. 1 Elle court contre une succession vacante, quoique non pourvue de curateur. 1 2259. Elle court encore pendant les trois mois pour faire inventaire, et les quarante jours pour délibérer. — 8 58 B. 209 T. Von der Verjährung. 465 2254. Die Verjährung läuft gegen eine verheirathe⸗ te, wenn gleich in Rückſicht ihres Vermögens weder durch die Eheberedung noch gerichtlich abgeſonderte, Frau, in Anſehung desjenigen Vermögens, wovon ihr Mann die Verwaltung hat, mit Vorbehalt des Regreſſes gegen dieſen. 2255. Sie läuft jedoch, zufolge des 1561. Artikels in dem Titel von dem Ehevertrage und denw ech⸗ ſelſeitigen Rechten der Ehegatten, nicht wäh⸗ rend der Ehe in Anſehung eines nach dem Rechtsverhält⸗ niſſe des Brautſchatzes gegebenen und nachher veräuſſerten Grundſtückes. 2256. Eben ſo ſteht während der Ehe der Lauf der Verjährung ſtill, 1) in dem Falle, wo die Klage der Frau nicht eher angeſtellt werden kann, als nach der von ihr vorzunehmen⸗ den Wahl zwiſchen der Annahme des gemeinſchaftlichen Vermögens oder der Verzichtleiſtung auf daſſelbe; 2) in dem Falle, wo der Ehemann, welcher eigenes Vermögen ſeiner Frau ohne ihre Einwilligung verkauft hat, für den Verkauf Gewähr leiſten muß, und in allen übri⸗ gen Fällen, wo die Klage der Frau in ihren Folgen auf den Mann zurückwirken würde. 2257. Die Verjährung läuft nicht, in Anſehung der von einer Bedingung abhängigen For⸗ derungen, bis zum Eintritte dieſer Bedingung; in Anſehung der Klage auf Gewährleiſtung, bis die Entwährung wirklich Statt gefunden hat; in Anſehung der an einem beſtimmten Tage fälligen Forderungen, bis dieſer Tag erſchienen iſt. 2258. Die Verjährung läuft nicht gegen einen Be⸗ neſicalerben in Anſehung der Forderungen, welche er an den Nachlaß hat. Sie läuft gegen erbloſe Verlaſſenſchaften, wenn gleich noch kein Curator für dieſelben beſtellt iſt. 2259. Sie läuft auch während der drey Monate, welche zur Errichtung eines Inventariums, und der vierzig Tage, welche als Bedenkzeit verſtattet ſind. 3 L. III. T. XX. De la Prescription. CHAPITRE V. Du Temps requis pour prescrire. . — SECTION PREMIRRE. Dispositions générales. 2260. La prescription se compte par jours, et non par heures. 4 2261. Elle est acquise lorsque le dernier jour du terme est accompli. SECTION II. De la Prescription trentenaire. 2262. Toutes les actions, tant réelles que ersonnelles, sont prescrites par trente ans, sans que celui qui allègue cette prescription soit obligé d'en rapporter un titre, ou qu'on puisse lui oppo- ser exception déduite de la mauvaise foi. 1 2263. Après vingt-huit ans de la date du der- le débiteur d'une rente peut être con- nier titre, tre nouvel à son traint à fournir à ses frais un ti créancier ou ses ayant-cause.. 226 4. Les règles de la prescription sur d'au- tres objets que ceux mentionnés dans le présent ritre, sont expliquées dans les titres qui leur sont propres. SrCTION II. De la Prescription par diæ et wingt ans. nne foi et par 2265. Celui qui acquiert de bo t la propriété juste titre un immeuble, en prescri par dix ans, sil. je ressort de la cour d'appel dans l'étendue de la- e véritabie propiiétaire habite dans 1) ir le 6 3s B. 20r T. Von der Verjährung. 465 Fuͤnftes Capitel. Von der zur Verjaͤhrung erforderlichen Zeit. Erſter Abſchnitt. Allgemeine Verfügungen. 2260. Die Verjährung wird nach Tagen, und nicht nach Stunden, berechnet. 2261. Sie iſt vollendet, wenn der letzte Tag der erforderlichen Friſt abgelaufen iſt. Zweyter Abſchnitt. Von der dreyßigjährigen Verjährung. 2262. Alle ſowohl dinglichen als perſönlichen Kla⸗ gen werden in dreyßig Jahren verjährt, ohne daß der, welcher ſich auf dieſe Verjährung beruft, verbunden wäre, deshalb einen beſonderen Rechtsgrund anzugeben, oder daß ihm die Einrede, daß er in böſem Glauben gewe⸗ ſen ſey(exceptio malae fidei), entgegengeſetzt werden könnte. 2263. Der Schuldner einer Rente kann nach Ablauf von acht und zwanzig Jahren, von dem Datum der letzten Schuldurkunde an gerechnet, genöthiget werden, auf ſeine Koſten ſeinem Glaͤubiger oder deſſen Rechtsnachfolgern ein neues Schuldbekenntniß darüber auszuſtellen. 226 4. Die Regeln der Verjährung in Beziehung auf andere, als die in dem gegenwärtigen Titel erwähnten, Gegenſtände, werden in den von ihnen eigends handelnden Titeln vorgetragen. 3 Dritter Abſchnitt. Von der zehn⸗ und zwanzigjährigen Verjährung. 2265. Wer eine unbewegliche Sache in gutem Glau⸗ ben(bona fide) und vermöge eines geſetzmäßigen Rechts⸗ grundes erwirbt, der verjährt das Eigenthum derſelben in zehn Jahren, wenn der wahre Eigenthümer in dem Ge⸗ Cod. N. 2. B.: 30 466 L. III. T. XX. De la Prescription. quelle l'immeuble est situé; et par vingt ans, s'il est domicilié hors dudit xessort. 2266. Si le véritable propriétaire a eu son do- micile en différents temps, dans le ressort et hors du ressort, il faut, pour compléter la prescription, ajouter à ce qui manque aux dix ans de présence, un nombre d'années d'absence double de celui qui manque, pour compléter les dix ans de présence. 2267. Le titre nul par défaut de forme, ne peut servir de base à la prescription de dix et vingt ans. 2268. La bonne foi est toujours présumée, et c'est à celui qui allègue la mauvaise foi à la prouver. 2269. II suffit que la bonne foi ait existé au moment de l'acquisition. 2270. Après dix ans, l'architecte et les en- trepreneurs sont déchargés de la garantie des gros ouvrages qu'ils ont faits ou dirigés. SECTION IV. De quelques Pregcriptions particulières. 2271. L'action des maitres et instituteurs des sciences et arts, pour les legons qu'ils donnent au mois; 85 9 Celle des hoôteliers et traiteurs, à raison du logement et de la nourriture qu'ils fournissent; Celle des ouvriers et gens de travail, pour le paiement de leurs journées, fournitures et salaires, Se prescrivent par six mois. (*) S. Art. 1792. 2) ſo muß man, um die Verjaͤhrung zu vollenden, dem⸗ jenigen, was an zehn Jahren der Gegenwart fehlt, doppelt ſo viel Jahre der Abweſenheit hinzufuͤgen, als wirklich daran fehlen um die zehn Jahre der Gegen⸗ wart vollzaͤhlig zu machen.(Zwey Jahre der Abwe⸗ 4 38 B. 2or T. Von der Verjäͤhrung. 46 7 richtsbezirke des Appellationsgerichtes wohnt, in deſſen Umfange die unbewegliche Sache gelegen iſt, und in zwan⸗ zig Jahren, wenn er auſſerhalb dieſes Bezirkes ſeinen Wohnſitz hat. 2266, Wenn der wahre Eigenthuͤmer zu verſchiede⸗ nen Zeiten bald in dieſem Gerichtsbezirke, bald auſſerhalb deſſelben ſeinen Wohnſitz gehabt hak, ſo muß man, um die Verjährung zu vollenden, dasjenige, was an zehn Jahren der Gegenwart fehlt, dadurch ergänzen, daß man für jedes hieran fehlende Jahr zwey Jahre der Abweſen⸗ heit rechnet. ²) 2267. Ein wegen eines Mangels in der Form nich⸗ tiger Rechtsgrund ³) kann die zehn- und zwanzigjährige Verjährung nicht begründen. 2268. Der gute Glaube(bona fidęs) wird ſtets vermuthet, und derjenige, welcher ſich auf den böſen Glau⸗ ben des Andern beruft, muß denſelben beweiſen. 2269. Es iſt hinreichend, daß der gute Glaube im Augenblücke der Erwerbung vorhanden war. 2270. Baumeiſter und Bauunternehmer haben nach Ablauf von zehn Jahren für die von ihnen oder unter ihrer Leitung errichteten Gebäude und Anlagen nicht mehr zu haften.(*) Vierter Abſchnitt. Von einigen beſondern Arten der Verjährung. 2271. Die Klage der Lehrer der Wiſſenſchaften und Künſte wegen des Unterrichtes, den ſie monatweiſe geben; die der Gaſt- und Speiſewirthe wegen der von ihnen gegebenen Wohnung und des gelieferten Unterhaltes; die der Arbeiter und Taglöhner wegen Bezahlung ih⸗ res Tagelohnes, ihrer Lieferungen und ihres Gehaltes, werden in ſochs Monaten verjährt. ſenheit werden fuͤr ein Jahr der Gegenwart gerechnet. D.) D. u. M. ſo hat man, um den Mangel der zehn⸗ jaͤhrigen Gegenwart zu erſetzen, zu demjenigen, was an der zehnjaͤhrigen Gegenwart ermangelt, die Zahl der Jahre der Abweſenheit doppelt hinzuzurechnen. E. 3) Titel. L. D. u. M. Urkunde S. 1 E. 0 468 L. III. T. XX. De la Prescription. 2272. L'action des médecins, chirurgiens et apothicaires, pour leurs visites, opérations et médicaments; Celle des huissiers, pour le salaire des ac- tes qu'ils signihent, et des commissions qu'ils exé- cutent; Celle des marchands, pour les manchandises qu'ils vendent aux particuliers non marchands; Celle des maitres de pension, pour le prix de la pension de leurs élèves; et des autres maitres, pour le prix de l'apprentissage; Celle des domestiques qui se louent à'année, pour le paiement de leur salaire, Se prescrivent par un an. 2275. L'action des avoués, pour le paiement de leurs frais et salaires, se prescrit par deux ans à compter du jugement des procès, ou de la conci- liation des parties, ou depuis la révocation desdits avoués. A l'égard des affaires non terminées, ils ne peuvent former de demandes pour leurs frais et salaires qui remonteraient à plus de cinq ans. 274. La prescription, dans les cas ci-des- sus, a lieu, quoiqu'il y ait eu continuation de fournitures, liwraisons, services et travaux. Elle ne cesse de courir que lorsqu'il y a eu compte arrèté, cédule ou obligation, ou citation en justice non périmée. 2275. Néanmoins, ceux auxquels c6s pres- criptions seront opposées, peuvent déférer le ser- ment à ceux qui les opposent, sur la question de savoir si la chose a été réellement payée. Le serment pourra être déféré aux veuves et héritiers, ou aux tuteurs de ces derniers, Ss'ils sont mineurs, pour qu'ils aient à déclarer s'ils ne savent pas que la chose soit due.- 2276. Les juges et avoués sont déchargés des pièces cinq ans après le jugement des procès. — 36 B. 20r T. Von der Verjährung. 446g 2272. Die Klage der Arzte, der Wundärzte und Apotheker wegen ihrer Beſuche, Operationen und Arzneyen; die der Huiſſiers wegen der Gebühren für die von ih⸗ nen beſorgten Inſinuationen und ſonſtigen Aufträge; die der Kaufleute wegen der Waaren, welche ſie an Privatperſonen, die nicht ſelbſt Kaufleute ſind, verkaufen; die der Vorſteher von Erziehungsanſtalten wegen des Koſtgeldes ihrer Zöglinge, und die der Lehrherrn wegen des Lehrgeldes; die der Dienſtboten, welche ſich jahrweiſe verdingen, auf Bezahlung ihres Lohnes; werden in einem Jahre verjaͤhrt. 2273. Die Klage der Anwälde auf Bezahlung ihrer Auslagen und Gebühren wird in zwey Jahren verjährt, von dem Zeitpunkte an gerechnet, wo die Prozeſſe ent⸗ ſchieden oder unter den Partheyen verglichen, oder die Vollmachten der Anwälde zurückgenommen wurden. In Anſehung der noch nicht beendigten Sachen können ſie we⸗ gen ihrer Auslagen und Gebühren, welche von längerer Zeit her, als fünf Jahren, rückſtändig ſind, keine Klage mehr anſtellen. 2274. Die in den obigen Fällen eintretende Verjäh⸗ rung findet Statt, wenn gleich die Lieferungen, Dienſte und Arbeiten fortgeſetzt worden ſind. Sie läuft ſo lange, bis die Rechnung abgeſchloſſen, eine Handſchrift oder eine Schuldverſchreibung ausgeſtellt, oder eine, nachher nicht wieder erloſchene, Vorladung vor Gericht erfolgt iſt. 2275. Diejenigen, welchen eine ſolche Verjährung entgegengeſetzt wird, können jedoch denen, welche ſie vor⸗ ſchützen, über die Frage, ob die Zahlung wirklich erfolgt ſeye, den Eid zuſchieben. Der Eid kann den Wittwen und Erben, oder wenn dieſe letztern noch minderjährig ſind, ihren Vormündern dahin zugeſchoben werden, daß ſie erklären, ob ſie nicht wiſſen, daß der Kläger die Sache noch zu fordern habe. 2276. Die Richter und Anwälde ſind nach Ablauf von fünf Jahren ſeit der Entſcheidung der Prozeſſe für die ihnen anvertrauten Urkunden nicht mehr verantwortlich. 470 L. III, T. XX. De la Prescription. Les huissiers, après deux ans, depuis l'exé- cution de la commission, ou la signification des actes dont ils étaient chargés, en sont pareille- ment déchargés. 2277. Les arrérages de rentes perpétuelles er viagères; Ceux des pensions alimentaires; Les loyers des maisons, et le prix de ferme des biens ruraux; Les intéréèts des sommes prétées, et générale- ment tout ce qui est payable par année, ou à des termes périodiques plus courts, Se prescrivent par cinq ans. 2276. Les prescriptions dont il s'agit dans les articles de la présente section, courent contre les mineurs et les interdits; sauf leur recours contre leurs tuteurs. 2279. En fait de meubles, la possession vaut titre. 9 Néanmoins celui qui a perdu ou auquel il a été volé une chose, peut la revendiquer pendant trois ans, à compter du jour de la perte ou du vol, contre celui dans les mains duquel il la trou- ve; sauf à celui- ci son recours contre celui duquel ¹l la tient. 2280. Si le possesseur actuel de la chose vo- lée ou perdue l'a achetée dans une foire ou dans un marché, ou dans une vente publique, ou d'un marchand vendant des choses pareilles, le proprié- taire originaire ne peut se la faire rendre qu'en remboursant au possesseur le prix qu'elle lui a coùté. 2281. Les prescriptions commencées à l'épo- que de la publication du présent titre seront ré- glées conformément aux lois anciennes. Néanmoins les prescriptions alors commen- cées, et pour lesquelles il faudrait encore, sui- 38 B. 20r T. Von der Verjährung⸗ 471 Die Huiſſiers haben nach zwey Jahren, von der Voll⸗ ziehung des ihnen ertheilten Auftrages oder der Inſinua⸗ tion der ihnen anvertrauten Actenſtücke an zu rechnen, gleichfalls nicht mehr dafür zu haften. 2277. Die fälligen Termine von Erb⸗ und Leib⸗ renten; fällige Alimentengelder; der Miethzins von Häuſern und der Pachtzins von Feldgütern; Zinſen von geliehenem Gelde, und überhaupt alles, was jährlich, oder in kürzern, regelmäßig wiederkehrenden Friſten zahlbar iſt, werden in fünf Jahren verjährt. 2278. Die in den Artikeln des gegenwärtigen Ab⸗ ſchnittes vorkommenden Verjährungen laufen gegen Min⸗ derjährige und Interdicirte, mit Vorbehalt ihres Regreſ⸗ ſes gegen ihre Vormünder. 2279. Bey beweglichen Sachen gilt der Beſitz als Rechtsgrund. ⁴) Doch kann der, welcher eine Sache verloren hat, oder dem ſie entwendet worden iſt, dieſelbe binnen drey Jahren, von dem Tage des Verluſtes oder der Entwen⸗ dung an gerechnet, als ſein Eigenthum von jedem zurück⸗ fordern, in deſſen Händen er ſie findet; dieſem bleibt aber der Regreß gegen denjenigen vorbehalten, von welchem er ſie erhielt. 2280. Hat der gegenwärtige Beſitzer der entwende⸗ ten oder verlorenen Sache dieſelbe auf einer Meſſe, auf einem Markte, in einer öffentlichen Verſteigerung, oder von einem Kaufmanne, welcher mit Sachen dieſer Art handelt, gekauft, ſo kann der urſprüngliche Eigenthümer ſie nicht anders zurückfordern, als wenn er dem Beſitzer den dafur bezahlten Preis erſtattet. 2281. Verjährungen, welche zur Zeit der Verkündi⸗ gung des gegenwärtigen Titels ſchon ihren Anfang genom⸗ men haben, ſind nach den alten Geſetzen zu beurtheilen. Doch ſollen die damals ſchon angefangenen Verjäh⸗ rungen, wenn dazu nach den alten Geſetzen noch mehr als 4) Urkunde. 8. 472 L. III. T. XX. De la Prescription. vant les anciennes lois, plus de trente ans à comp- ter de la même époque, seront accomplies Par ce laps de trente ans. Signé NAPOLEON. Par l'Empereur: 2 Le Secrétaire d'état, signé HoðοσEs B. MARET. Certifié conforme: Le Grand-Juge Ministre de la justice, BEeNIER. A 38 B. 20r T. Von der Verjaͤhrung. 473 dreyßig Jahre, von demſelben Zeitpunkte an zu rechnen erforderlich wären, durch den Ablauf dieſer dreyßig Jah re vollendet ſeyn. Napoleon. Auf Befehl des Kaiſers, Hugo B. Maret, Miniſter⸗Staats⸗Secretär. Dem Original gleichlautend: Regnier, Groß⸗Richter, Juſtitz⸗Miniſter. Cod. N. 2 B. 31 Erlaͤuternde Abhandlungen uͤber den Code Na- poléon. Ein Commentar, vorzuͤglich zum Behufe praktiſcher Juriſten, vom Oberappel⸗ lationsgerichtsrath Dr. Grolmann. Unter dieſem Titel wird in meinem Verlage ein Werk in 6 bis 8 Bänden in gros 8vo erſcheinen, auf welches ich einſtweilen die praktiſchen Juriſten Deutſchlands auf⸗ merkſam mache. Der Zweck des Herrn Verfaſſers bey dieſem Werke iſt nicht eigentlich, durch neue Entwicklun⸗ gen theoretiſcher Anſichten für die gründlichen Kenner des Napoleoneiſchen Civilrechts auszuarbeiten, und ſich in dieſem Theile der Rechtsgelehrſamkeit den Ruhm, neue Bahnen eröffnet zu haben, zu erwerben; ſondern, durch eine gemeinfaßliche Darſtellung des Geiſtes der einzelnen Lehren und der einzelnen Arrikel, des für Deutſchland itzt ſo wichtigen Geſetzbuchs, den für Deut⸗ ſche nicht ſo vollkommen brauchbaren Maleville eini⸗ germaßen zu erſetzen, und dadurch das Seinige dazu bei⸗ zutragen, daß die einzige reelle Gefahr, welcher Deutſch⸗ land, bei einer baldigen Einführung des Code Napo- léon, ſich in Anſehung ſeiner Rechtspraxis ausgeſetzt ſe⸗ hen könnte, entfernt werde., Darmſtadt und Gießen. G. F. Heyer. „ Juridiſche neue Schriften. 1.) Beytraͤge zu der Theorie der Culpa, vom Profeſſor Egid von Loͤhr. gr. 3. Gie⸗ ßen und Darmſtadt bey G. F. Heyer 1808. 20 ggr. oder 1 fl. 30. 2.) Magazin fuͤr die Philoſophie und Geſchichte des Rechts und der Geſetz⸗ gebung von Dr. K. Grolman u. E. von Loͤhr. II Bandes 38 und 4s Stuͤck. Gieſ⸗ ſen und Darmſtadt 1808 bey Heyer 16 ggr. 1 fl. 12 kr. 3.) Von der Regredienterbſchaft und den dabey vorkommenden Rechtsfragen von H. F. A. C. von Neurath. Großh. Bad. Geh. Rath und Hofrichter. 8. Gießen 1308 bey G. F. Heyer 46 ggr. oder 1 fl. 12 kr. Der Verfaſſer von No. 1. iſt dem juridiſchen Publi⸗ kum aus ſeiner fruͤheren Abhandlung Theorie der Cul⸗ pa, als einer unſerer ſcharfſinnigſten Juriſten bekannt ge worden. Obige Beyträge ſollen dazu dienen, manches naͤ⸗ her zu beſtimmen und überhaupt ſeiner aufgeſtellten Theo⸗ rie zur nöthigen Erläuterung zu dienen. Beyde Theile zu⸗ ſammen koſten 1 Thlr. 14 ggr. oder 2 fl. 50 kr. Nro. 2. Eine bekannte juridiſche philoſophiſche Zeit⸗ ſchrift, enthält: a) Beyträge zu einer Berichtigung der Be⸗ griffe und Urtheile über die ſpartaniſche Republik, vom Juſtizrath Zirkler. b.) Bonorum vossessio decre- talis von Eg. von Löhr. c.) Die Bonorum pos- sessio ex Edicto carboniano iſt eine Missio in pôs- sessionem von Ebendemſelben. Das Werk wird fort⸗ geſetzt und ſich künftig auch über die neue franzöſiſche Ge⸗ ſetgebung verbreiten. Alle 10 bisher erſchienenen Hefte machen 2 Bände aus und koſten 3 Thlr 48 ggr. oder 6 fl. 6 kr. Nro. 3. Der Verfaſſer dieſer Schrift iſt einem großen Theile des juriſtiſchen Publikums, als eines der älteſten und würdigſten Mitglieder des ehemaligen Reichs⸗Kam⸗ mergerichts vortheilhaft bekannt. Was ein Mann von die⸗ ſen vielfältigen praktiſchen Erfahrungen hier dem Publi⸗ kum über eine ſo verwickelte Rechtsmaterie mittheilt, kann wohl nicht ohne wiſſenſchaftlichen Werth ſeyn; und nach §. 2 ſelbſt da nicht ohne Nutzen gebraucht werden, wo der Code Napoleon eingeführt iſt. Die merkwürdige Vor⸗ rede enthält nächſt der literariſchen Biographie des Verfaſ⸗ ſers eine gedrängte Geſchichte des R. K. G. bis auf die neueſten Zeiten. 5 3 OLN⁴ edeGd-ν V