Jahrgang 
3 (1799)
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351 dung, die ihn feſſelte, und ſo ſieht er dennoch nicht aus!

Indeſſen troſte Dich, ich bin jetzt da. Mit meinem Wiſſen ſoll Marianen kein Leid, kein Verdruß mehr zugefuͤgt werden, und da der alte Graf mir eine anſehnliche Leibrente zur Be⸗ lohnung ausgeſetzt hat, auch meine Bedienung ganz gut iſt; ſo habe ich Ausſichten, daß ich Dir bald einen Troſt geben kann, der mein Herz, wie das Deine, ſo hoff' ich, begluͤcken wird.

Leb wohl.

Mariane an ihre Mutter.

Jetzt, liebe Mutter, iſt der Himmel mei⸗ nes Schickſals viel heller, als bisher. Der Oheim Ludwig nimmt ſich meiner an, liebt mich herzlich⸗ Seyn Sie nicht ſo bange uͤber die Gefahr meines Herzens, die Gegenwart neines Oheims hat es beinahe abgezogen von jener Anhänglichkeit, die Ihnen ſo viel Sorge machte. Ja, ich habe mein Herz genau gepruft⸗