162 Der alte Fritz.
Gegenwart neben einander herum. Sie fühlen wohl ihre Verwandtſchaft, können ſich aber doch nicht mit einander vertragen, wie es ſo häufig bei den engſten verwandſchaftlichen Verhältniſſen zu gehen pflegt. Man wünſcht im Geheimen eine gegenſeitige Annäherung, eine Verſtändigung und Verſöh⸗ nung, man möchte ſich zuſammenfinden können, eine Familie bilden, aber die Einen wackeln zu langſam, zu bedächtig auf ihren hölzernen Kranken⸗ ſtöcken hinterdrein, die Andern eilen zu ſchnell auf gefluͤgeltem Pegaſus voraus. Da iſt denn nur ſelten ein Zuſammenfinden, und dieſes nur durch ganz beſondere Zufälligkeiten möglich, wo es doch durch etwas Geduld und Nachſicht von der einen, und guten Willen und mehr Regſamkeit von der andern Seite leicht auszufuͤhren wäre.
Zu alledem kommt auch noch die Oertlichkeit der guten Stadt N., welche einer glücklichen Vereinigung ihrer verſchiedenen Elemente bedeutend im Wege iſt. Die breite Hauptſtraße, die ſich durch die ganze Länge der
Stadt hinzieht und die ganze Pracht des Reichthums, des Handels und der
Induſtrie zur Schau ſtellt, ſcheidet dieſelbe in zwei Theile. Der untere und beträchtlich größere Theil, das ſogenannte Altviertel, ſchließt den Kleinhandel und die gewöhnlichen täglichen Bedürfniſſe des Lebens in ſich, ebenſo das Getreibe der Handwerker und des Wochenmarktes, die Kirchen und öffent⸗ lichen Schulen, die hohen winkligen Häuſer der alten Bürgerſchaft, Schenken und Fuhrmannsherbergen und einige gute ſolide Gaſthäuſer, die nach ein⸗ fachem, altem Brauche nicht allzu elegante Stuben, aber gute Betten und kräftige Koſt für Geſchäftsreiſende oder Landbeamte um mäßigen Preis dar⸗ bieten. Hinter dieſem belebten, alterthuͤmlichen Theile ziehen ſich außerhalb der Stadtmauer Gärten und kleine Wieſengründe hin, aus ihnen ſchaut da und dort zwiſchen Laubwerk ein weißes Haus mit grünen Jalouſieen hervor. Dieſe waren und ſind noch ausſchließend der Aufenthalt der in N. wohnen⸗ den Schriftſteller und Künſtler, weßhalb auch etwas ſpottweiſe dieſe kleine Vorſtadt das Litteratenviertel genannt wird. Hier ſind die Quartiere billig und geſund, zwei ſehr beachtenswerthe Eigenſchaften für den ſchaffenden Geiſt ſowohl, als die leidende Börſe. Auch iſt es ſtill hier, einſam und doch dem täglichen Verkehre ſehr nahe.
Die regſame Natur mit ihrem geiſtigen Hauche und das verworrene Treiben des Menſchenlebens mit ſeiner tiefen Bedeutung, dieſe beiden uner⸗ ſchöpflichen Quelken für den denkenden Geiſt, berühren ſich gleichſam hier und ſtören ſich doch auch wieder nicht durch ihre Conflikte.
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