ieten ber⸗ nes Oppo⸗ Zeit wieder Coreſpon⸗ „ebringen Feuillelon ie übrigen chrift“ und ie bei der venichten, Was die r der un⸗ hritinieher lehrreich, ten, gute politiſche s und chſenden, ne. Von ich Ihnen nmer ſehr eſſanteſten n, wie ſe tuffliches übet das d ſeit der Stempel rſönliche it. Wirt Leitnng ſprochen, nur rein ſorum des an jenen ne unber⸗ „da die ſchriben, nur als es leſen, eichnen⸗
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haftes findet ſich darin nicht; nettes, gerundetes, niedliches viel. Angegriffen wird man von dieſer Lekture nicht, aber— offen geſprochen— auch nicht angewidert. Es iſt Poeſie, die ſo gut vor dem März, wie nach demſelben, auf den ſie eben nicht gut zu ſprechen iſt, erſcheinen konnte. Eine Poeſie aber, die die Idus des März nicht im Herzen anerkennt, wird uns nie warm machen, wird uns nie entzücken. Im Gegenſatze zu Halms Gedichten haben dieſelben Idus einen unſerer jüngeren Poeten, Rick, auf einen Abweg geführt. Bas„Evangelium der Freiheit“ iſt ein obnormes Machwerk, dem die Muſe fremd ge⸗ blieben, während ſich der Proletarier⸗Gott Com⸗ munismus mit dem Autor in freundlichem Rapport ſetzte und ihm einige nette Phraſen— die das Beſte im werthloſen Buche ſind— in die Feder diktirte. Das Gedicht wurde von den Freunden des Dichters, der übrigens damit etwas ganz Be⸗ ſonderes geleiſtet zu haben glaubt und hinter Schäfer, Sallet weit zurückgeblieben, verworfen, von ſeinen Feinden als die Ausgeburt eines in einem Rechnungsdepartement halb verrückt ge⸗ wordenen Menſchen angeſehen. Ich habe das Buch ſelbſt geleſen, und bedauert, daß ein Menſch, der etwas Talent, aber noch mehr Selbſtüber⸗ ſchätzung beſitzt, mit derlei dem Himmel die Zeit abſtiehlt. Das, was gegenwärtig als zweite Auflage ſeiner„Gedichte“ ſich gerirt, iſt nur eine neue Titelausgabe, um das, was auf dem Lager von den erſten zurückgeblieben, in einem günſtigen Zeitpunkte wegzubringen. Dieſe Gedichte ent⸗ halten mitunter Schönes, aber durchaus nichts Beſonderes.
Die traurigſte Erſcheinung in der Literatur ſind aber der„Irrgarten der Liebe“ und„Reiſer und Reiſig“ von einem gewiſſen Rudolph Hirſch. Das erſte wie das letzte Machwerk ſind reine Verirrungen, die weder von einem Funken des Talents, noch von einer Fähigkeit, gebundene Rede zu behandeln, Zeugniß geben. Dieſer Hirſch ſoll, ehe er Poeſie ſchreibt, den Irrgarten der deutſchen Grammatik durchjagen, vielleicht gelingt es ihm dann, eine Proſa zu erſchwingen, die er im Büreau— er ſoll irgendwo angeſtellt ſein— recht gut verwenden könnte; denn es iſt eine alte Klage, daß viele öſterreichiſche Beamte nicht ſchreiben können. Ich könnte Ihnen eine Menge Belege für dieſe meine Anſicht, die übri⸗ gens die Anſicht jener Kritik iſt, welche Herr Hirſch noch nicht in Pacht zu nehmen gelungen, mit⸗ theilen, doch dies hieße Ihren Leſern zu viel Geduld zumuthen, und ich übergehe mit wenig Worten den Unſinn, den Herr Hirſch metriſch zuſammenſchweißt. Der nämliche Hirſch hat auch vor einiger Zeit„Soldatenlieder“ geſchrieben, womit der italieniſchen Armee eine namhafte Summe für Verwundete zugekommen. Nun denn, dieſe Summe war auch das Beſte, denn die Soldatenlieder ſind den übrigen Leiſtungen dieſes Verſeſchreibers ebenbürtig. In dem„Irr⸗ garten“ taumelt Herr Hirſch herum wie der indiſche Gott Brahma und unterzieht ſich, um ſeine Ge⸗ liebte zu beglücken, allen möglichen Verkörperun⸗ gen; überall aber blicken die Geweihe des Hirſches hindurch; das iſt alſo alles ſo mühſam zuſammen⸗ geſtoppeltes, aus allen alten und neuen Poeten
Jahreszeiten II.(Nry. 37. Den 11. September.)
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zuſammengetragenes und durch ein erbärmliches Deutſch zuſammengekittetes Zeug, daß wir aus dem Grunde der Seele den Setzer bedauern, der ſolches Zeug hat ſetzen müſſen.„Reiſer und Reiſig“ ſollte beſſer„Dünger und Stroh“ heißen, dann hätte es doch einen ſeinem Gehalte ent⸗ ſprechenden Namen. Möchte uns doch der Himmel vor ſolchen Poeten verſchonen! Leſen Sie nur— aber nur, wenn Sie einen bereits verdorbenen Magen haben, denn dieſen könnten Sie auf dieſe Art homöopathiſch herſtellen, einen geſunden aber tüchtig ruiniren— in dieſem Reiſer und Reiſig die Gedichte, wo von einem„Wegweiſer“ ge⸗ ſchwalbelt wird; dann den Chimboraſſo von Aber⸗ witz, wie ihn die Mücken in einem andern Ge⸗ dichte ſtechen, dann, wie er in der Mühle iſt und den übrigen Unſinn mehr! Eine Ausgabe dieſer Poeſieen mit Gloſſen könnte für manchen unſerer Poetlein lehrreich werden. Ich mache mich viel⸗ leicht daran und beſtimme den Ertrag den armen Schleswig⸗Holſteinern. Eben, da ich ſchließe, habe ich Ihnen eine Trauerbotſchaft zu melden. Nicolaus Lenau iſt nicht mehr unter den Leben⸗ den. Am 24. Auguſt wurde er in Weidling bei Kloſterneuburg beſtattet. Nur wenige Men⸗ ſchen ſchloſſen ſich dem Sarge, der die Reſte eines der erſten deutſchen und öſterreichiſchen Dichter barg, an. Sein Schwager Schurz ſprach am Grabe einen Gallimathias, Laube einige kernige Wortez auch ein Gedicht wurde vorgeleſen, das trefflich geſchrieben, überall aber nur nicht an einen Ort paßte, wo alle Leidenſchaften verſtum⸗ men und nur der Schmerz ſeine dunkel flackernde Fackel zur Erde ſenken mag. Hätte dieſem Manne Jeder, den ſeine Schriften entzückt und begeiſtert haben, das Geleite geben können, es wäre dies ein Leichenzug geworden, wie er nur ſehr Weni⸗ gen dieſer Erde zu Theil würde. Friede ſeiner Aſche!
Köln. Am 4. September.
Schleswig⸗Holſtein meerumſchlungen. Die Frie⸗ densapoſtel. Die Legitimiſten. Freiligrath, Müller⸗Tellering Waiſenhaus Jacobus Käpper, Candidat für den päbſtlichen Stuhl. Die jetzige Erhebung Schleswig⸗Holſteins
ſcheint auch wieder einen ſehr triſten Ausgang
nehmen zu wollen, da ſich beide Heere mit Muße derart verbarrikadiren, daß es ihnen unmöglich wird, ſich gegenſeitig mit Erfolg anzugreifen; indeſſen aber fliegen im Geheimen die Depeſchen hin und her und ehe es ſich die Schleswiger ver⸗ ſehen, wenn ſie nicht bald Ernſt machen, iſt ihr
Krieg in den Schreibſtuben entſchieden, wie? das
mögen ſie dann ſehen, das mögen ſie dann vor
denen verantworten, die die Mittel für den Feld⸗ zug liefern. Die Hoffnungen waren ſo ſchön, die man hier am Rhein hegte und pflegte, die
Simpatieen waren, wenn auch nur klingend, ſo
warm wie nie, und wer weiß, wie viele Kämpfer
zum Norden geflogen wären, wenn nach dem Tage
von Idſtedt eine kräftige, zeitgemäße Anſprache
an das deutſche Volk erlaſſen worden wäre? aber
ſo etwas ſtand auf der vielleicht vorgezeichneten 74
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